# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b42b9ca-3891-52b8-a04e-a389d085f643
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.08.2025 720 2023 316 (720 23 316)
**Docket/Reference:** 720 2023 316
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-316_2025-08-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. August 2025 (720 23 316) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bestimmung des massgebenden medizinischen Sachverhalts aufgrund eines Gerichts-

gutachtens; Zusprache einer Invalidenrente 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Andreas Blattner, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Bianka Fürbringer, 
Rechtsanwältin, Gremper & Partner AG, Steinenring 60, Postfach, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1963 geborene A.____, gelernter Fahrzeugschlosser, ausgebildeter Werkmeister 
und technischer Kaufmann, war zuletzt vom 21. November 2014 bis 30. April 2017 bei der 
B.____AG im Aufsichtsdienst tätig. Am 10. September 2021 meldete er sich unter Hinweis auf 
einen Herzinfarkt sowie auf psychische Beschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversi-

 

 
 
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cherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte daraufhin 
die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse ab, wobei sie den Versicherten durch die 
Videmus AG polydisziplinär begutachten liess (Expertise vom 18. Januar 2023; Stellungnahme 
zur Rückfrage des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] vom 6. Juni 2023). Gestützt auf die 
daraus gewonnenen Erkenntnisse und nach Rücksprache mit dem RAD (Stellungnahmen von 
Dr. med. C.____, Facharzt für Allgemeinmedizin, und pract. med. D.____, Facharzt für Psychi-
atrie und Psychotherapie, vom 19. Juni 2023) ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 
30 %, worauf sie mit Verfügung vom 12. September 2023 einen Anspruch von A.____ auf eine 
Invalidenrente verneinte. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Bianka Fürbringer, am 12. Ok-
tober 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 12. September 
2023 aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. Subeventualiter sei ein gerichtliches Gutachten anzuord-
nen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass der ange-
fochtene Entscheid auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe und die Bemessung 
der Invalidität nicht zutreffend erfolgt sei. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2023 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihrer Stellungnahme die Beurteilung des RAD-Arztes 
pract. med. D.____ vom 2. November 2023 bei.  
 
D. Im Rahmen der Urteilsberatung vom 7. März 2024 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit auf der Grundlage der vor-
handenen medizinischen Akten nicht möglich sei. Es beschloss daher, den Fall auszustellen 
und zur Klärung der medizinischen Sachlage bei Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, ein Gerichtsgutachten einzuholen. 
 
E. Am 8. Juli 2024 erstattete Dr. med. E.____ sein psychiatrisches Gerichtsgutachten. In 
der Folge erhielten die Parteien Gelegenheit, sich sowohl zum Gutachten selbst als auch zu 
dessen Bedeutung für den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu äussern. Mit Eingabe 
vom 9. August 2024 anerkannte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf eine ganze 
Invalidenrente für die Zeit vom 1. März 2022 bis zum 31. August 2023 sowie auf eine Invaliden-
rente von 64 % einer ganzen Rente für die Zeit vom 1. September 2023 bis zum 29. Februar 
2024. Der Beschwerdeführer stellte in seiner Eingabe vom 25. September 2024 fest, dass er 
sowohl aus psychischen als auch aus kardiologischen Gründen in der Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt sei. Entsprechend sei ihm ab 2018 eine ganze Invalidenrente, ab 2023 eine solche 
von mindestens 65 % und ab 2024 eine Invalidenrente von mindestens 59 % einer ganzen Ren-
te zuzusprechen. Für den Fall, dass das Gericht der Auffassung sei, die kardiologischen und 
die psychiatrischen Einschränkungen seien nicht kumulativ zu berücksichtigen, beantrage er 
eventualiter die Einholung einer interdisziplinären Konsensbeurteilung. 
 

 

 
 
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F. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2024 wurden Dr. E.____ sowie der kardiologische Gut-
achter der Videmus AG, Dr. med. F.____, FMH Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin, 
aufgefordert, aus bidisziplinärer Sicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers Stellung zu 
nehmen. 
 
G. Die Konsensbeurteilung der Dres. med. E.____ und F.____ vom 27. Oktober 2024/18. 
November 2024 wurde den Parteien mit Verfügung vom 3. Dezember 2024 zugestellt. Gleich-
zeitig brachte das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin den Kostenvoranschlag von 
Dr. E.____ vom 2. Juni 2024, dessen Rechnungen vom 2. Juli 2024 und 21. November 2024 
sowie die Rechnung von Dr. F.____ vom 26. November 2024 zur Kenntnis. 
 
H. Zur Konsensbeurteilung vom 27. Oktober 2024/18. November 2024 nahmen die Be-
schwerdegegnerin am 6. Dezember 2024 und der Beschwerdeführer am 4. Februar 2025 Stel-
lung, wobei beide Parteien an ihren Anträgen festhielten.  
 
I. Mit Verfügung vom 6. Februar 2025 wurde der Fall erneut dem urteilenden Dreiergericht 
zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt beim Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Nach § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Beurtei-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobe-
ne Beschwerde des Versicherten vom 12. Oktober 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, der Verordnung 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) vom 11. September 2002, 
des IVG sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in 
Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Entsprechend 
den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE  144 V 210 E. 4.3.1) ist nach 
der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeit-
punkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener 
Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht An-
wendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. Januar 2024, 9C_452/2023, E. 3.2.1 mit Hin-
weisen). Auf Grund der am 10. September 2021 anhängig gemachten Anmeldung bei der Inva-
lidenversicherung könnten allfällige Leistungen frühestens ab 1. März 2022 ausgerichtet werden 

 

 
 
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(vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Somit kommen im vorliegenden Verfahren aufgrund der übergangs-
rechtlichen Konstellation die seit dem 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen zur Anwen-
dung. Diese werden nachstehend, soweit nichts anderes vermerkt ist, jeweils in ihrer aktuellen 
Fassung wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
1.3.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung seines Anspruchs auf 
rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft (BV) vom 18. April 1999. Er macht geltend, die Beschwerdegegnerin sei auf sein 
Gesuch um Fristerstreckung zur Begründung seiner Einwände gegen den Vorbescheid nicht 
eingegangen. 
 
1.3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Seine Missachtung führt grund-
sätzlich ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Be-
schwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 144 I 11 E. 5.3). Vorbehal-
ten bleiben praxisgemäss Konstellationen, in denen die Verletzung des Akteneinsichtsrechts 
nicht ins Gewicht fällt und dadurch geheilt wird, dass sich die betroffene Partei vor einer Instanz 
äussern kann, welche sowohl Tat- als auch Rechtsfragen uneingeschränkt prüft 
(BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen). Zudem kann nach der Rechtsprechung selbst bei einer 
schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der 
Sache an die Verwaltung abgesehen werden, wenn eine solche Rückweisung zu einem forma-
listischen Leerlauf und damit zu einer unnötigen Verzögerung des Verfahrens führen würde, die 
mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu 
vereinbaren wäre (BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2 mit Hinweisen). 
 
1.3.3 Ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Ge-
hör tatsächlich verletzt hat, kann vorliegend offenbleiben. Das Kantonsgericht verfügt gemäss 
§ 57 VPO über eine umfassende Kognition in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht. Zudem hat-
ten beide Parteien im Rahmen des Schriftenwechsels Gelegenheit, sich eingehend zu den Vo-
raussetzungen eines Rentenanspruchs sowie zum Beweiswert des Gutachtens zu äussern und 
ihre Standpunkte darzulegen. Eine Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur 
erneuten Durchführung des Vorbescheidverfahrens und zum Erlass einer Verfügung würde ei-
nen formalistischen Leerlauf darstellen und das Verfahren unnötig verzögern. Eine allfällige 
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist daher als geheilt zu betrachten, weshalb 
von einer Rückweisung aus formellen Gründen abzusehen ist. 
 
2.1 Materiell streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. An-
spruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit 
oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede-
rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewe-
sen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 

 

 
 
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der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 
141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychi-
sche Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidi-
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhän-
gig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem 
Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu er-
bringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem struk-
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklärungen enden laut 
Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellun-
gen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit 
schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
2.4 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Antei-
len an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 - 69 % entspricht der 
prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten spezifi-
sche prozentuale Anteile (Abs. 4). 
 
2.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dabei handelt es sich um die allgemeine Methode 
des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2). 

 

 
 
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3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person stützt sich das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und ge-
gebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesge-
richts vom 26. Februar 2024, 8C_122/2023, E. 2.3). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicher-
ten Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren 
Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der 
Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, 
deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um 
einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorlie-
gen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes 
Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abwei-
chende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen 
anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichts-
gutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise 
für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens 
abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztin-
nen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

 

 
 
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Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
mit weiteren Hinweisen). 
 
4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
5.1 In der angefochtenen Verfügung vom 12. September 2023 stützte sich die IV-Stelle bei 
der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das Gutachten der Videmus AG vom 
18. Januar 2023 sowie im psychiatrischen Bereich auf einen Bericht des RAD vom 19. Juni 
2023. Das Kantonsgericht gelangte anlässlich seiner ersten Urteilsberatung zum Schluss, dass 
die internistischen, pneumologischen und kardiologischen Teilgutachten eine zuverlässige und 
rechtsgenügende Grundlage bildeten, um den somatischen Gesundheitszustand sowie die Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten beurteilen zu können. Hingegen mass es dem psychiatrischen 
Teilgutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zu. Der psychiatrische Gutachter schliesse 
unmittelbar aus der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) auf das 
Vorliegen einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit, ohne die konkreten invalidisierenden Auswir-
kungen der objektiv festgestellten Funktionseinschränkungen darzulegen. Die von ihm attestier-
te volle Arbeitsunfähigkeit sei daher nicht nachvollziehbar. Hinzu kämen weitere Inkonsistenzen 
im psychiatrischen Teilgutachten. So werde etwa eine stationäre Behandlung als notwendig 
erachtet, ohne darzulegen, weshalb eine Intensivierung der bisherigen ambulanten psychiatri-
schen Betreuung nicht ausreichend wäre. Zudem fehle eine Auseinandersetzung mit den kon-
kreten funktionellen Anforderungen, welche an eine dem Gesundheitszustand angepasste Tä-
tigkeit gestellt würden. Schliesslich fehle auch eine vertiefte Diskussion der vom behandelnden 
Psychiater gestellten Differentialdiagnosen. Diese würden im Gutachten zwar erwähnt, seien 
bei der Begründung der Hauptdiagnose jedoch unberücksichtigt geblieben. Entgegen der Auf-
fassung der IV-Stelle könne auch nicht auf die Beurteilung des RAD vom 19. Juni 2023 abge-
stellt werden. Diese beruhe weder auf einer eigenen Untersuchung des Beschwerdeführers, 
noch sei sie für die streitigen Belange umfassend. Sie erfülle somit die von der Rechtsprechung 
entwickelten Kriterien zum Beweiswert ärztlicher Berichte nicht (vgl. Beschluss des Bundesge-
richts vom 7. März 2024). Da auch die übrigen medizinischen Akten keine hinreichend verlässli-
che Entscheidgrundlage boten, beauftragte das Kantonsgericht Dr. E.____ mit der Erstellung 
einer psychiatrischen Gerichtsexpertise. 
 

 

 
 
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5.2.1 Am 8. Juli 2024 diagnostizierte Dr. E.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen 
Status nach depressiver Episode 2021/2022 (ICD-10 F32.1), differentialdiagnostisch einen Sta-
tus nach Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit läge 
eine dysfunktionale Störungsverarbeitung (ICD-10 F54) vor. Der Versicherte habe sich im März 
2021 in psychiatrische Behandlung begeben. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sei von einer 
erwerbsrelevanten psychischen Störung mit weitgehend vollständiger Arbeitsunfähigkeit auszu-
gehen. Zwischenzeitlich habe sich eine Besserung des Gesundheitszustands eingestellt. 
Nachweislich verbessert habe sich der psychopathologische Befund, insbesondere seien Zeit-
gitterstörungen, deutliche Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Merkfähigkeit und 
der Konzentration, eine verminderte Sprachproduktion sowie eine Verlangsamung des Denkens 
nicht mehr nachweisbar. Es sei von einem kontinuierlichen Remissionsverlauf auszugehen, 
beginnend ab Juni 2023 mit einer Restitution der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 
33 % und ab Dezember 2023 von 66 %. Spätestens ab Juni 2024 betrage die Arbeitsfähigkeit in 
der bisherigen Tätigkeit 83 %. In einer leidensangepassten Tätigkeit habe die Arbeitsfähigkeit 
ab März 2021 0 %, ab Juni 2023 40 %, ab Dezember 2023 75 % und ab Juni 2024 95 % betra-
gen. Nicht zumutbar seien nach den Feststellungen von Dr. E.____ Tätigkeiten mit hohen An-
forderungen an die Team- und Konzentrationsfähigkeit sowie an die Stresstoleranz. Ebenso 
nicht zumutbar seien Tätigkeiten, die besondere Schnelligkeit oder Ausdauer, eine hohe Ver-
antwortung oder eine ständige Anpassung erforderten oder die durch häufige zwischenmensch-
liche Kontakte geprägt seien. Zudem bestehe ein erhöhter Pausenbedarf. Zumutbar seien 
demgegenüber Tätigkeiten wie Überwachungsaufgaben, Lagerarbeiten, Beratertätigkeiten, eine 
Beschäftigung als Rezeptionist oder Nachtportier, Aufsichtsaufgaben, die Tätigkeit als Haus-
meister, Botendienste, Arbeiten im Verkauf, in der Telefonvermittlung oder im Postdienst. 
 
5.2.2 In der Konsensbeurteilung vom 27. Oktober 2024/18. November 2024 hielten die 
Dres. med. E.____ und Dr. F.____ fest, dass die Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer Sicht ab 
Mitte 2019 in der bisherigen Tätigkeit 40 % und in einer optimal angepassten Tätigkeit 70 % 
betragen habe. Die vorhandenen psychischen und kardiologischen Störungsbilder wirkten sich 
in ihrer Kombination nicht über das beschriebene Ausmass hinaus negativ auf die Belastbarkeit 
aus. Die Teilarbeitsunfähigkeiten seien deshalb nicht zu kumulieren. 
 
6. Nach den von der Rechtsprechung entwickelten Beweisgrundsätzen 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b) weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht ohne zwingende 
Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine 
Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 
medizinisch zu erfassen. Vorliegend besteht kein Anlass, vom psychiatrischen Gerichtsgutach-
ten vom 8. Juli 2024 abzuweichen. Vielmehr ist festzuhalten, dass dieses Gutachten die recht-
sprechungsgemässen Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage 
(vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a) vollumfänglich erfüllt. Es weist weder formelle 
noch materielle Mängel auf, ist für die streitigen Belange umfassend, basiert auf einer sorgfälti-
gen persönlichen Untersuchung des Versicherten, berücksichtigt die von ihm geklagten Be-
schwerden und wurde unter Einbezug der relevanten Vorakten erstellt. Inhaltlich ist das Gutach-
ten widerspruchsfrei und überzeugt durch eine nachvollziehbare Darstellung der medizinischen 
Zusammenhänge sowie durch eine schlüssige Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit. 

 

 
 
Seite 9    

Es zeigt in überzeugender Weise auf, dass der Versicherte ab März 2021 vollständig arbeitsun-
fähig war, sich sein Gesundheitszustand in der Folge kontinuierlich besserte und er ab Juni 
2023 in einer leidensangepassten Tätigkeit über eine Arbeitsfähigkeit von 40 %, ab Dezember 
2023 von 75 % und ab Juni 2024 von 95 % verfügte. Ergänzend ergibt sich aus dem Gutachten 
von Dr. F.____ vom 9. Januar 2023 (IV-act. 36) sowie aus der bidisziplinären Konsensbeurtei-
lung vom 27. Oktober/18. November 2024, dass der Versicherte in seiner bisherigen Tätigkeit 
spätestens ab Mitte 2019 zu 40 % arbeitsfähig war und im Zeitpunkt der Begutachtung 
(24. November 2022) in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 
aufwies. Eine Addition der Teilarbeitsunfähigkeiten in den Fachdisziplinen ist gemäss den Gut-
achtern nicht angezeigt. Dieses Beweisergebnis wird von den Parteien nicht substanziiert be-
stritten. Insbesondere bringt der Beschwerdeführer keine konkreten Einwände vor, die geeignet 
wären, die Verwertbarkeit des psychiatrischen Gerichtsgutachtens oder der Konsensbeurteilung 
in Frage zu stellen. 
 
7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 2.5 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Ver-
sicherten gestützt auf einen Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG zu ermitteln. In zeitli-
cher Hinsicht ist dabei grundsätzlich auf die Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns abzustellen (vgl. BGE 129 V 222 E. 4.1). Dieser fällt vorliegend gestützt auf 
Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG auf den 1. März 2022. Ausgangspunkt bilden insoweit der Eintritt des 
Gesundheitsschadens am 5. Oktober 2017 (Herzinfarkt) sowie die Anmeldung zum Leistungs-
bezug am 10. September 2021. Für die Durchführung des Einkommensvergleichs sind dem-
nach die im März 2022 gegebenen Einkommensverhältnisse massgebend. 
 
7.2.1 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im 
massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdient hätte (BGE 145 V 141 
E. 5.2.1). In der Regel ist am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein-
kommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung entspricht, 
dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I 103 E. 5.3 mit Hinweis). 
Erst wenn sich das Valideneinkommen aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht hinrei-
chend genau beziffern lässt, darf auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik 
(BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zurückgegriffen werden (Urteile des 
Bundesgerichts vom 4. Oktober 2022 8C_236/2022, E. 9.4 und vom 13. Juli 2022, 
8C_177/2022, E. 8.1).  
 
7.2.2 Vor Eintritt des Gesundheitsschadens war der Beschwerdeführer bei der B.____AG im 
Aufsichtsdienst tätig. Dieses Arbeitsverhältnis wurde seitens der Arbeitgeberin wegen ungenü-
gender Arbeitsqualität per 30. April 2017 – und damit noch vor Eintritt des invalidisierenden Ge-
sundheitsschadens am 5. Oktober 2017 – aufgelöst. Da der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns im Gesundheitsfall nicht mehr bei der B.____AG beschäf-
tigt war, scheidet eine Bemessung des Valideneinkommens anhand der Lohnangaben dieser 
Arbeitgeberin aus. Aus den Akten sowie den Vorbringen des Beschwerdeführers ergibt sich 

 

 
 
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nicht, dass er sich nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erneut um eine Stelle im Sicher-
heitsdienst bemüht hätte; konkrete Hinweise darauf, dass er zum relevanten Zeitpunkt weiterhin 
in dieser Branche tätig gewesen wäre, bestehen nicht. Damit entfällt auch eine Bemessung des 
Valideneinkommens gestützt auf die LSE-Tabelle TA1_triage_skill_level, Privater Sektor, Wirt-
schaftszweig 77, 79-82, welche die NOGA-Kategorie 80 "Wach- und Sicherheitsdienste sowie 
Detekteien" und die Subkategorie 801000 "Private Wach- und Sicherheitsdienste" umfasst, so-
wie auf die Tabelle T17, Berufsgruppe 54 "Schutzkräfte und Sicherheitsdienste". 
 
7.2.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist das Valideneinkommen auch nicht 
gestützt auf seine früheren Einkünfte als Werkmeister zu bestimmen. Zwar trifft es zu, dass er 
während vieler Jahre eine Führungsposition innehatte und dabei ein entsprechend hohes Ein-
kommen erzielte. Indessen beendete er diese Tätigkeit gemäss Lebenslauf und IK-Auszug be-
reits im Jahr 2012 (IV-act. 7 und 8), mithin rund fünf Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens 
im Oktober 2017. Angesichts der anschliessenden Arbeitslosigkeit, der danach aufgenomme-
nen branchenfremden Tätigkeit als Betriebsmitarbeiter bei der G.____ in X.____, eines weiteren 
Arbeitsunterbruchs und der späteren Anstellung bei der B.____AG sowie weiterer Phasen der 
Arbeitslosigkeit und nur kurzzeitiger Beschäftigung bei der G.____ im Jahr 2018 (vgl. Lebens-
lauf; IV-act. 8), ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der 
Beschwerdeführer im Gesundheitsfall an seine früheren Einkommensverhältnisse als Werk-
meister hätte anknüpfen können. Gegenteiliges ist weder aus den Akten ersichtlich noch von 
ihm substantiiert dargetan. Eine Bemessung des Valideneinkommens gestützt auf das durch-
schnittliche Einkommen der Jahre 1992 bis 2012 oder auf einen spezifischen LSE-Tabellenlohn 
des Produktionssektors (Sektor 2) fällt daher ausser Betracht. 
 
7.2.4 Da sich gestützt auf die Aktenlage nicht abschliessend beurteilen lässt, wie sich die be-
rufliche Laufbahn des Beschwerdeführers im Gesundheitsfall entwickelt hätte, ist für die Ermitt-
lung des Valideneinkommens auf den Totalwert der LSE-Tabelle TA1_triage_skill_level, privater 
Sektor, Männer, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) 
abzustellen. Gemäss LSE 2020 beträgt der entsprechende Monatslohn Fr. 5'261.--. Unter An-
passung an die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41,7 Wochenstunden sowie 
die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2022 (-0,2 % im Jahr 2021; +0,9 % im Jahr 2022; 
vgl. Nominallohnindex, 2021-2024, T1.20) ergibt sich daraus ein Valideneinkommen von 
Fr.  66'275.-- pro Jahr. 
 
7.3.1 Für die Festlegung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen 
Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der 
Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als ange-
messen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invali-
denlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, kann auf die Tabellenlöhne der LSE abgestellt werden 
(BGE 148 V 174 E. 6.2; 143 V 295 E. 2.2).  

 

 
 
Seite 11    

 
7.3.2 Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbs-
tätigkeit aufnahm, ist das Invalideneinkommen ebenfalls gestützt auf die LSE zu ermitteln. Da-
bei ist vom gleichen Tabellenwert wie beim Valideneinkommen auszugehen (vgl. E. 7.2.4). Dies 
entspricht auch der übereinstimmenden Auffassung der Parteien, wie deren Eingaben vom 
9. August 2024 und vom 25. September 2024 belegen. 
 
7.3.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Lohndaten wie na-
mentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll 
der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie 
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können, und die versicherte 
Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann 
(BGE 135 V 297 E. 5.2). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung 
der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 
25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2). Allfällige bereits in der Beur-
teilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen 
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer 
doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 148 V 174 E. 6.3; 146 V 16 
E. 4.1). 
 
7.3.4 Die Parteien legten in ihren Eingaben vom 9. August 2024 und vom 25. September 2024 
der Bemessung des Invalideneinkommens einen Abzug vom Tabellenlohn von 10 % zugrunde. 
Unter Berücksichtigung der in der Gerichtsexpertise vorgenommenen Zumutbarkeitsbeurteilung 
sowie der relevanten persönlichen und beruflichen Merkmale des Beschwerdeführers (Lebens-
alter, Dienstjahre, Nationalität, Beschäftigungsgrad) erscheint ein Abzug in diesem Umfang 
sachgerecht und mit der bundesgerichtlichen Praxis vereinbar. Triftige Gründe im Sinne der 
Rechtsprechung (Urteil des EVG vom 25. Juli 2005, U 420/04, E. 2.3), die eine abweichende 
Ermessensausübung gebieten würden, sind nicht ersichtlich. Gestützt darauf resultiert bei ei-
nem Tabellenlohn von Fr. 66'275.-- und einem Abzug von 10% ab 1. März 2021 bei vollständi-
ger Arbeitsunfähigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 0.--, ab 1. Juni 2023 bei einer Arbeitsfä-
higkeit von 40 % ein solches von Fr. 23'859.-- (Fr. 66′275.-- x 40 % x 90 %) und ab 
1. Dezember 2023 bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ein solches von Fr. 41'753.--  
(Fr. 66′275.-- x 70 % x 90 %). 
 
7.4 Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 66'275.-- (vgl. E. 7.2.4) mit 
den Invalideneinkommen von Fr. 0.-- ab 1. März 2021, Fr. 23'859.-- ab 1. Juni 2023 sowie 
Fr. 41'753.-- ab 1. Dezember 2023 ergibt sich für die Zeit ab 1. März 2021 ein Invaliditätsgrad 
von 100 %, ab 1. Juni 2023 ein solcher von 64 % ([Fr. 66'275.-- - Fr. 23'859.--] : Fr. 66'275.-- x 
100) und ab 1. Juni 2023 ein solcher von 37 % ([Fr. 66'275.-- - Fr. 41'753.--] : Fr. 66'275.-- x 
100). Unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 IVG sowie der Anmeldung zum Leistungsbezug 
am 10. September 2021 besteht demnach ab 1. März 2022 Anspruch auf eine ganze Rente. 
Unter Anwendung der dreimonatigen Übergangsfrist (Art. 88a Abs. 1 IVV) besteht sodann vom 

 

 
 
Seite 12    

1. September 2023 bis 29. Februar 2024 Anspruch auf eine Rente im Umfang von 64 % einer 
ganzen Rente. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
8.1 Es verbleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Be-
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1'000.-- festgelegt. Im vorliegenden Verfahren ist aufgrund der angeordneten Gerichtsexper-
tise ein überdurchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden. Das Kantonsgericht setzt daher 
die Verfahrenskosten unter Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf 
Fr. 1'000.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO sind die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegen-
den Partei aufzuerlegen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer mit seinem Rechtsbegehren in-
sofern durchgedrungen, als antragsgemäss eine Gerichtsexpertise angeordnet wurde 
(vgl. Rechtsbegehren 2.c der Beschwerde vom 12. Oktober 2023) und ihm gestützt auf deren 
Ergebnisse ab 1. März 2022 eine ganze Invalidenrente sowie vom 1. September 2023 bis 
29. Februar 2024 eine Rente im Umfang von 64 % zugesprochen wird. Angesichts dieses Ver-
fahrensausgangs ist es sachgerecht, die gesamten Verfahrenskosten der IV-Stelle aufzuerle-
gen. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zurückzuerstat-
ten. 
 
8.2.1 Nach der Rechtsprechung können die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung 
auferlegt werden, wenn ein Zusammenhang besteht zwischen dem Untersuchungsmangel sei-
tens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies ist der 
Fall, wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen, aktenmässig belegten 
ärztlichen Auffassungen besteht, ohne dass die Verwaltung diesen durch objektiv begründete 
Argumente entkräftet hat, wenn die Verwaltung zur Klärung der medizinischen Situation not-
wendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder auf eine Expertise abgestellt hat, welche die 
Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht erfüllt (BGE 143 V 269 E. 3.3; 
140 V 70 E. 6.1 f). 
 
8.2.2 Die IV-Stelle bestritt, nachdem ihr mit Verfügung vom 3. Dezember 2024 eine Kopie des 
Kostenvoranschlags von Dr. E.____ vom 2. Juni 2024, dessen Rechnungen vom 2. Juli 2024 
und 21. November 2024 sowie die Rechnung von Dr. F.____ vom 26. November 2024 zuge-
stellt worden waren, weder die Voraussetzungen für die Kostenüberbindung noch die Höhe der 
geltend gemachten Kosten. Dennoch ist hinsichtlich der Höhe der Kosten für die Gerichtsbe-
gutachtung Folgendes festzuhalten: Mangels bestehender Rahmenvereinbarungen zwischen 
dem Kantonsgericht und den Gerichtsgutachterinnen und Gerichtsgutachtern erfolgt die Kosten-
festsetzung regelmässig auf der Grundlage des durch die Sachverständigen unterbreiteten Kos-
tenvoranschlags. Diese Praxis hat sich bewährt, da sie eine faire und angemessene Abbildung 
des für eine Gerichtsexpertise tatsächlich anfallenden Aufwands ermöglicht. Es trifft wohl zu, 
dass die Kosten für Gerichtsbegutachtungen in der Regel über den üblichen IV-Tarifen liegen, 
basieren sie doch regelmässig auf der TARMED-Kategorie E. Dabei ist jedoch darauf hinzuwei-
sen, dass gerichtlichen Gutachten höherer Beweiswert zukommt als den Adminstrativ- und all-
fälligen Parteigutachten (BGE 125 V 351 E. 3b), was mit entsprechenden Qualitätsanforderun-

 

 
 
Seite 13    

gen einhergeht. Zudem sind gerichtliche Dossiers erfahrungsgemäss besonders umfangreich 
und enthalten bereits zahlreiche Vorabklärungen und fachärztliche Einschätzungen. Die Anfor-
derungen an medizinische Gerichtsexpertisen sind deshalb hoch und haben sich in den letzten 
Jahren – nicht zuletzt durch die psychiatrischen Begutachtungsleitlinien – weiter erhöht was 
auch mit einer geringeren Verfügbarkeit entsprechend spezialisierter Sachverständiger einher-
geht. 
 
8.2.3 Vorliegend gelangte das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 7. März 
2024 zum Ergebnis, dass ein Entscheid in der Angelegenheit auf Basis der damals vorhande-
nen Aktenlage nicht möglich war. Aus diesem Grund beschloss es, den Fall auszustellen und 
zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein psychiatrisches Gerichtsgutachten einzuholen. 
Wie sich nun zeigt, erweist sich das in der Folge eingeholte Gutachten von Dr. E.____ vom 
8. Juli 2024 (inkl. Konsensbeurteilung vom 27. Oktober 2024/18. November 2024) nicht nur als 
angezeigt, sondern als unerlässlich für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts. Im 
Lichte der geschilderten Rechtsprechung sind die daraus resultierenden Kosten folglich der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Diese belaufen sich insgesamt auf Fr. 12'588.50 und set-
zen sich zusammen aus der Honorarrechnung vom 2. Juli 2024 über Fr. 8'750.-- für die Erstel-
lung des Gutachtens, der Tonaufnahme von insgesamt Fr. 126.-- und für die Konsensbeurtei-
lung von insgesamt Fr. 3'712.50 (Fr. 2'812.50 [Konsensbeurteilung Dr. E.____] + Fr. 900.-- 
[Konsensbeurteilung Dr. F.____]). Der Gerichtsgutachter hat den Aufwand im Kostenvoran-
schlag nachvollziehbar dargelegt. Angesichts der Komplexität des vorliegenden Falls erscheint 
der geltend gemachte Aufwand angemessen und sachlich gerechtfertigt. Eine willkürliche Hono-
rarbemessung liegt offensichtlich nicht vor. Entsprechend sind die Kosten für die gerichtliche 
Begutachtung vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 
 
8.3.1 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Fraglich ist, ob die Parteientschädigung allenfalls wegen bloss teil-
weisen Obsiegens zu reduzieren ist. In diesem Zusammenhang ist vorab klarzustellen, dass es 
bundesrechtswidrig wäre, die Parteientschädigung ausschliesslich nach dem anteilsmässigen 
Prozesserfolg zu bemessen. Mit einem solchen Vorgehen würde in unzulässiger Weise von den 
bundesrechtlichen Bemessungskriterien der „Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit 
des Prozesses“ (Art. 61 lit. g Satz 2 ATSG) abgewichen (BGE 117 V 407 E. 2c). Gegen eine 
Reduktion der Parteientschädigung wegen bloss teilweisen Obsiegens sprechen zudem folgen-
de Überlegungen: Der Beschwerdeführer hätte sich damit begnügen können, in seinem 
Rechtsbegehren die Zusprechung einer Rente zu verlangen (BGE 101 V 223 E. 4). In diesem 
Fall wäre der Prozesserfolg nicht anteilsmässig quantifizierbar und dem Beschwerdeführer wür-
de wegen Obsiegens eine volle Parteientschädigung zugesprochen (BGE 117 V 406 E. 2b). Zu 
beachten ist sodann, dass praxisgemäss selbst dann eine volle Parteientschädigung ausgerich-
tet wird, wenn das kantonale Gericht in einem Rentenverfahren keinen materiellen Entscheid 
trifft, sondern die Sache zu ergänzender Abklärung und anschliessender Neubeurteilung an den 
Versicherungsträger zurückweist (BGE 117 V 406 E. 2b mit Hinweisen). Berücksichtigt man 
diese Überlegungen, so rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer für das vorliegende Verfah-
ren eine volle und nicht eine wegen bloss teilweisen Obsiegens reduzierte Parteientschädigung 
zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 

 

 
 
Seite 14    

 
8.3.2 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers machte in ihrer Honorarnote vom 
8. Februar 2025 einen Zeitaufwand von 14 Stunden 30 Minuten geltend, was in Anbetracht der 
sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie der durchgeführten Gerichtsbegutach-
tung angemessen ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxis-
gemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- 
zu entschädigen (§ 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 
2003). Nicht zu beanstanden ist sodann die in der Honorarnote ausgewiesene Auslagenpau-
schale von Fr. 72.50. Damit ist der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 3'990.20 (14,5 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 72.50 zuzüglich 7,7 % 
bzw. 8,1 % Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 12. September 2023 
aufgehoben und festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer vom 
1. März 2022 bis 31. August 2023 Anspruch auf eine ganze Rente und 
vom 1. September 2023 bis 29. Februar 2024 Anspruch auf eine Rente 
im Umfang von 64 % einer ganzen Rente hat.  

 2. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von insge-
samt Fr. 12'588.50 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'990.20 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
bzw. 8,1 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.