# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 007e6623-82b1-5fc3-893c-724c496d0593
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-05-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.05.2015 D-2070/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2070-2015_2015-05-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-2070/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  M a i  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Robert Galliker, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher; 

Gerichtsschreiberin Sandra Bienek. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren (…), 

Sri Lanka,  

c/o Schweizer Botschaft in Colombo, 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; 

zuvor Bundesamt für Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 

Verfügung des SEM vom 10. Februar 2015 / N (…). 

 

D-2070/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, tamilischer Ethnie, ersuchte die schweizerische 

Vertretung in Colombo (nachfolgend: Vertretung) mit englischsprachiger 

Eingabe vom 2. Juli 2007 um Gewährung von Asyl respektive Migration in 

die Schweiz. 

B.  

Mit Verfügung vom 30. April 2010 bewilligte das BFM die Einreise in die 

Schweiz nicht und lehnte das Asylgesuch (aus dem Ausland) ab. 

C.  

Mit englischsprachiger Eingabe vom 31. Mai 2010 an das Bundesverwal-

tungsgericht beantragte er sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen 

Verfügung vom 30. April 2010, die Einreise in die Schweiz und die Asylge-

währung. 

D.  

Das Bundesverwaltungsgericht hiess mit Urteil D-4434/2010 vom 19. Ja-

nuar 2012 die Beschwerde (im Sinne der Erwägungen) gut, hob die vo-

rinstanzliche Verfügung vom 30. April 2010 auf und wies die Sache zur 

vollständigen Sachverhaltsermittlung und Neubeurteilung an die Vor-

instanz zurück. Die Rückweisung wurde im Wesentlichen damit begründet, 

dass die Vorinstanz dadurch, dass der Beschwerdeführer nicht befragt wor-

den sei, den Sachverhalt unvollständig festgestellt und dabei die behördli-

che Untersuchungspflicht sowie den Anspruch auf rechtliches Gehör ver-

letzt habe. 

E.  

Am 8. Dezember 2014 befragte ihn die Vertretung zu seinen Asylgründen. 

Mit Schreiben vom 22. Dezember 2014 überwies die Vertretung das Pro-

tokoll der Befragung mit einem Bericht an das BFM. 

F.  

Im Verfahren vor der Vorinstanz legte er mehrere Dokumente in Kopie ins 

Recht, unter anderem eine Identitätskarte, einen Auszug aus dem Pass, 

eine Kopie der Geburtsurkunde, mehrere Zeitungsberichte, eine Meldebe-

stätigung der "Human Rights Commission of Sri Lanka" und ein Schreiben 

des Pfarrers einer Kirche ("Our Lady of Refuge Church") in Jaffna. 

D-2070/2015 

Seite 3 

G.  

Mit Verfügung vom 10. Februar 2015 bewilligte das SEM die Einreise in die 

Schweiz nicht und lehnte das Asylgesuch (aus dem Ausland) ab. 

H.  

Mit englischsprachiger Eingabe vom 18. März 2015 (Eingangsstempel Ver-

tretung: 23. März 2015 [Original] und 26. März 2015 [ein nicht unterzeich-

netes Doppel mit Beilagen]) an das Bundesverwaltungsgericht beantragte 

er sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 

10. Februar 2015, die Einreise in die Schweiz und die Asylgewährung. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel, so auch vorliegend, endgültig 

(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Bei der vorliegenden Beschwerde handelt es sich um eine sogenannte 

"Laienbeschwerde", an die keine zu hohen formellen Anforderungen zu 

stellen sind. Zudem darf, da kein gegenteiliger Nachweis vorliegt, davon 

ausgegangen werden, die Beschwerde sei rechtzeitig eingereicht worden. 

Die Beschwerde ist somit frist- und formgerecht eingereicht (vgl. 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor 

der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung be-

sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde 

legitimiert (vgl. Art. 105 AsylG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde 

ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts sowie die Rügemöglichkei-

ten richten sich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (eingehender zur Kognition des 

Bundesverwaltungsgerichts im Auslandsverfahren siehe Urteil BVGer D-

103/2014 vom 21. Januar 2015 E. 2.1 f., zur Publikation vorgesehen). 

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Seite 4 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend 

aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durch-

führung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Das vorliegende Urteil ergeht gestützt auf die Übergangsbestimmung zur 

Änderung des Asylgesetzes vom 28. September 2012 (in Kraft getreten am 

29. September 2012; AS 2012 5359), wonach für Asylgesuche, die im Aus-

land vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 28. September 2012 gestellt 

worden sind, die Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG in der bisheri-

gen Fassung Geltung haben. Nachfolgend wird deshalb auf die genannten 

Normen des AsylG und die entsprechenden Ausführungsbestimmungen in 

dieser bisherigen Fassung verwiesen. 

5.  

Ein Asylgesuch kann gemäss aArt. 19 Abs. 1 AsylG im Ausland bei einer 

schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an 

das BFM (neu: SEM) überweist (aArt. 20 Abs. 1 AsylG). Die Vertretung führt 

mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Befragung durch (aArt. 10 

Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen 

[AsylV 1, SR 142.311]). 

6.  

6.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

6.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

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Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer machte zur Begründung seines Gesuchs (mit-

tels der schriftlichen Eingabe vom 2. Juli 2007, der Befragung vom 8. De-

zember 2014 sowie weiterer Schreiben) im Wesentlichen Folgendes gel-

tend: 

In den Jahren 1990–1993 habe er in einer Schneiderei gearbeitet, die auch 

Kleider für die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) genäht habe. Noch 

heute befürchte er, dass ihm deswegen jederzeit etwas angetan werden 

könne.  

In Jaffna, woher er stamme, sei er mehrmals (im Juni 2006, Oktober 2006, 

Februar 2007 und März 2007) von der Armee angehalten und befragt wor-

den, da man ihn verdächtigt habe, ein Militanter zu sein. Daraufhin sei er 

nach Colombo umgezogen. Am 7. Juni 2007 sei er aber auch dort festge-

nommen und nach Vavuniya gebracht worden, wo man ihn am nächsten 

Tag nach einem Besuch von Repräsentanten internationaler Organisatio-

nen wieder frei gelassen habe. Nachdem er nach Colombo zurückgekehrt 

sei, habe ihn die Polizei und der Sicherheitsdienst mehrmals dazu aufge-

fordert, sich nicht "unnötig" in Colombo aufzuhalten, ansonsten er verhaftet 

werde. Aufgrund der andauernden Bedrohung sei er nach Trincomalee 

umgezogen. Dort sei er von einer bewaffneten paramilitärischen Gruppe 

bedroht worden, weshalb er sich bei seiner Tante in einem in der Nähe 

gelegenen Dorf versteckt habe. 

Auch nach Ende des Kriegs im Mai 2009 fühle er sich gefährdet, da para-

militärische Gruppierungen mit Hilfe des Sicherheitsdienstes aktiv seien. 

Am 1. Oktober 2010 sei er nach Colombo zurückgekehrt, wo er von zwei 

Männern des CID (Criminal Investigation Departement) angehalten, be-

fragt und verdächtig worden sei, Mitglied der Bewegung zu sein. Nach 

Jaffna könne er nicht zurückkehren, da eine bewaffnete Gruppe dort (unter 

anderem bei seiner Mutter zuhause) nach wie vor nach ihm Ausschau 

halte. Obwohl ihm in den letzten drei Jahren nichts zugestossen sei, be-

fürchte er, dass ihm jederzeit etwas angetan werden könne. Er halte sich 

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an verschiedenen Orten auf, insbesondere in verschiedenen Tempelanla-

gen in Jaffna und Trincomalee sowie bei seiner Mutter in Jaffna. 

7.2 Die Vorinstanz wies das Gesuch in der Hauptsache mit der folgenden 

Begründung ab: 

Angesichts der zahlreichen Gewaltereignisse der letzten Jahre sowie auf-

grund der Vorfälle in den Jahren 2007 und 2010 habe das SEM Verständnis 

dafür, dass er sich um seine Sicherheit fürchte und Angst vor (weiteren) 

staatlichen Verfolgungsmassnahmen habe. Seine Furcht vor einer zukünf-

tigen Verfolgung müsse jedoch bei einer objektiven Betrachtungsweise als 

nicht begründet im Sinne des Asylgesetzes eingestuft werden. Die Anfor-

derungen an eine Einreisebewilligung in die Schweiz seien hoch. Gemäss 

ständiger Praxis der schweizerischen Asylbehörden könne eine solche Be-

willigung nur erteilt werden, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

von einer akuten Gefährdung der gesuchstellenden Person bei einem Ver-

bleib in Sri Lanka ausgegangen werden müsse. 

Er sei nie inhaftiert, angeklagt oder verurteilt worden. In den Jahren 2007 

und 2010 habe man ihn jeweils nach einer kurzen Festnahme wieder ent-

lassen. Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass er aufgrund der zweima-

ligen Befragung in absehbarer Zukunft staatlichen Verfolgungsmassnah-

men ausgesetzt sein werde. Den Akten könnten auch keine konkreten An-

haltspunkte dafür entnommen werden, dass er seit 2010 noch nennens-

werte Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behörden gehabt habe oder 

ihm solche drohen würden. Wären die sri-lankischen Behörden überzeugt 

gewesen, dass er in irgendeiner Weise eine Gefahr für die Sicherheit des 

sri-lankischen Staates darstellen würde, wäre er zweifellos festgenommen 

worden, was jedoch nicht der Fall gewesen sei. Was die angeblichen Vor-

fälle in Colombo und bei seiner Mutter betreffe, so blieben die Erzählungen 

dazu sehr vage. Sie seien in Würdigung der gesamten Umstände, welche 

zur Asylbegründung vorgetragen worden seien, als übersteigert dargestellt 

zu werten. Es ergäben sich auch hieraus keine Anhaltspunkte für eine Ver-

folgung im Sinne von Art. 3 AsylG. 

Die von ihm geltend gemachten Nachteile würden demnach nicht zur Ge-

währung einer Einreisebewilligung führen. An diesen Erwägungen ver-

möchten auch die von ihm eingereichten Dokumente nichts zu ändern, 

würden sie doch lediglich Vorbringen, deren Glaubhaftigkeit vorliegend 

nicht in Frage gestellt werde, stützen. Bei offensichtlich fehlender Schutz-

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bedürftigkeit sei darauf zu verzichten, auf allfällige vorhandene Unglaub-

haftigkeitselemente in seinen Asylvorbringen einzugehen. In Anbetracht 

dieser Ausführungen sowie aufgrund des Umstandes, dass er kein Gefähr-

dungsprofil aufweise, das im heutigen Zeitpunkt mit erheblicher Wahr-

scheinlichkeit auf eine Verfolgung seitens des sri-lankischen Staates 

schliessen lasse, seien die geltend gemachten Vorbringen nicht einreise-

relevant. Zusammenfassend sei festzustellen, dass er nicht im Sinne des 

Asylgesetzes (Art. 3 AsylG) schutzbedürftig sei. 

7.3 Auf Beschwerdeebene machte der Beschwerdeführer das Folgende 

geltend: 

Am 2. Juli 2007, das heisse vor acht Jahren, habe er damals sein Asylge-

such gestellt. Seit dieser Zeit habe sich die Bedrohung gegen sein Leben 

und seine Freiheit verstärkt. Sein Schicksal stehe auf Messers Schneide 

und er sei gezwungen, regelmässig seinen Aufenthaltsort zu wechseln. Er 

werde vom Geheimdienst des Sicherheitsdienstes sowie von paramilitäri-

schen Gruppierungen verfolgt. Am 7. Februar 2015 hätten vier unbekannte 

Männer sein Haus aufgesucht und nach ihm Ausschau gehalten. Weil er 

nicht mehr dort lebe, seien sie, nachdem sie die Hausbewohner bedroht 

hätten, unbefriedigt und wütend wieder fortgegangen. Zudem hätten sie 

seiner Mutter angedroht, falls sie ihn auch das nächste Mal nicht zuhause 

vorfinden würden, werde sie für eine Befragung in das nahe gelegene 

Camp der Armee mitgenommen. 

Dass er Uniformen für die LTTE genäht habe, sei bekannt geworden. Die 

Behörden hätten nun die Absicht, ihn zu bestrafen, indem sie ihn ins Ge-

fängnis oder in ein Rehabilitationscamp bringen oder ihn gar erschiessen 

lassen würden. Das SEM gehe davon aus, dass sich seine Situation ver-

bessert habe. Demgegenüber habe er jedoch nach wie vor das Erlebte vor 

Augen und sei sich seiner Bedrohung gewahr. Jeder, der verdächtigt 

werde, mit der Bewegung in Verbindung zu stehen, werde verfolgt. Im Ge-

gensatz zur Ansicht des SEM sei die Bedrohung real. Jederzeit könne sich 

diesbezüglich etwas zutragen. Er sei nur deshalb die letzten Jahre nicht 

inhaftiert, angeklagt und verurteilt worden, weil er sich versteckt gehalten 

habe. 

Kürzlich habe er in Colombo das Departement, welches für die Ausstellung 

von Identitätskarten zuständig sei, aufgesucht. Dort sei er von einem be-

waffneten Beamten in Zivil eingehend befragt worden. Ihm sei es dennoch 

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gelungen, seine Vergangenheit nicht preiszugeben, so dass ihn der Be-

amte wieder habe gehen lassen und er somit knapp entkommen sei. 

Der Beschwerde wurden mehrere Dokumente in Kopie beigelegt, die mehr-

heitlich schon im Verfahren vor der Vorinstanz eingereicht worden waren. 

8.  

8.1 Der Entscheid des SEM ist in allen Teilen zu stützen. Um Wiederholun-

gen zu vermeiden, wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Erwägun-

gen verwiesen (vgl. E. 7.2 vorstehend). 

8.2 Die auf Beschwerdeebene vorgetragene Argumentation vermag dem 

Entscheid des SEM nichts Stichhaltiges entgegen zu halten. Sowohl dieser 

als auch den Akten können keine substanziierten Anhaltspunkte dafür ent-

nommen werden, dass der Beschwerdeführer ernsthafte Nachteile im 

Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten habe. Seine Furcht, sowohl von Sei-

ten der Behörden als auch von paramilitärischen Gruppierungen in der er-

forderlichen Intensität und gezielt verfolgt zu werden, ist nach einer objek-

tiven Betrachtung unbegründet. Während der Anhörung gab er selbst zu 

Protokoll, dass ihm in den letzten drei Jahren nichts zugestossen sei (vgl. 

Akte der Vorinstanz A26/11 S. 5: "Q: Did anything noteworthy happen to 

you within the last 3 years? R: No. I'm only afraid anything may happen at 

any time. […]"). Der mit Beschwerde geltend gemachte Vorfall vom 7. Feb-

ruar 2015 vermag an diesem Ergebnis ebenfalls nichts zu ändern; die er-

forderliche Intensität der Verfolgung im Sinne des Gesetzes liegt nicht vor. 

In seiner Beschwerde gibt er sogar an, das Departement, welches für die 

Ausstellung von Identitätskarten zuständig sei, aufgesucht zu haben, und 

dort eingehend befragt worden zu sein. Es darf davon ausgegangen wer-

den, dass er dieses Risiko nicht auf sich genommen hätte, würde er tat-

sächlich befürchten, von den Behörden verfolgt zu werden. 

8.3 Somit ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine aktuelle Ge-

fährdung im Sinne von Art. 3 AsylG aufzuzeigen, welche die Bewilligung 

der Einreise in die Schweiz rechtfertigen würde. Die Schutzbedürftigkeit 

des Beschwerdeführers im Sinne von aArt. 20 i.V.m. Art. 3 AsylG ist nicht 

gegeben. Unter diesen Umständen erübrigt es sich, auf die weiteren Vor-

bringen in der Beschwerde sowie auf die eingereichten Beweismittel ein-

zugehen; sie vermögen am Ergebnis nichts zu ändern. Zusammenfassend 

ist festzustellen, dass das SEM zu Recht die Einreise in die Schweiz nicht 

bewilligte und das Asylgesuch aus dem Ausland ablehnte. 

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Seite 9 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig festgestellt hat (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde 

ist abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und Abs. 5 VwVG). Aus verwaltungs-

ökonomischen Gründen ist indessen in Anwendung von Art. 6 Bst. b des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhe-

bung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die Schweizer 

Botschaft in Colombo. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Robert Galliker Sandra Bienek 

 

 

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