# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 904ed9a2-ac7a-5fbb-b8de-b02b8e4cce3e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.12.2023 D-6523/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6523-2023_2023-12-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6523/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla;   

Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 25. Oktober 2023 / N (…). 

 

 

 

D-6523/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass der Beschwerdeführer am (…) in der Schweiz als jüngster Sohn von 

zwei sri-lankischen Staatsangehörigen geboren wurde,  

dass seine Eltern zu Beginn respektive gegen Ende der 1980er-Jahre er-

folglos um die Gewährung von Asyl in der Schweiz ersucht hatten, schon 

seine beiden älteren Brüder in der Schweiz geboren worden waren und die 

Mitglieder der Familie in der Schweiz verbleiben konnten, nachdem ihnen 

von der zuständigen Behörde des Kantons B._______ sogenannte Härte-

fallbewilligungen erteilt worden waren (vgl. dazu die altrechtliche Bestim-

mung von Art. 13 Bst. f BVO [SR 823.21]),  

dass der Beschwerdeführer im Sommer (…) von seinen Eltern bei der zu-

ständigen kantonalen Behörde als in die Heimat abgereist abgemeldet 

wurde, nachdem die Eltern in den Jahren zuvor schon seine älteren Brüder 

(geboren […] und […]) entsprechend abgemeldet hatten,  

dass die Kinder jeweils das Schuleintrittsalter erreicht hatten, als sie in ihre 

Heimat ausreisten, und sie danach gemäss Aktenlage bei ihren Grossel-

tern in C._______, einem Vorort von Colombo aufwuchsen,  

dass dem Beschwerdeführer am 28. Januar 2015 von der schweizerischen 

Botschaft in Colombo ein für drei Monate gültiges Visum ausgestellt wurde 

(Zweck: ʺBesuch Familie/Freundeʺ),  

dass er am 23. März 2015 im damaligen Verfahrenszentrum (VZ) 

D._______ um die Gewährung von Asyl ersuchte, nachdem er am (…) 

Februar 2015 auf dem Luftweg in die Schweiz eingereist sei,  

dass er zur Begründung seines damaligen Gesuches zur Hauptsache vor-

brachte, er habe seine Heimat verlassen, weil ihm dort eine lange Haft-

strafe drohen dürfte, nachdem vom CID (Criminal Investigation Depart-

ment) ein Verfahren wegen Unterstützung der TULF (Tamil United Libera-

tion Front) gegen ihn eingeleitet worden sei,  

dass er jedoch nie politisch aktiv gewesen sei, sondern lediglich für einen 

Bekannten und gegen Entgelt codierte Mitteilungen von handschriftlichen 

Notizen in E-Mails abgetippt habe,  

dass er im Januar 2015 wegen seiner angeblichen TULF-Unterstützung 

während gut zwei Wochen in Haft gewesen und nur deshalb wieder 

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freigekommen sei, weil seine seit einiger Zeit wieder in Sri Lanka lebende 

Mutter eine Bürgschaft für ihn gestellt habe,  

dass er dabei angab, seine Mutter lebe wieder in der Heimat, da sie ihre 

schweizerische Bewilligung (Anm.: ihre damalige Niederlassungsbewilli-

gung) verloren habe,  

dass er sich nach seiner Entlassung auf Anraten der Mutter zur sofortigen 

Ausreise zu seinem in der Schweiz lebenden Vater entschlossen habe,  

dass der Beschwerdeführer im damaligen Verfahren eine angebliche An-

klageschrift vorlegte, welche jedoch vom SEM nach umfassenden Abklä-

rungen als Fälschung erkannt wurde,  

dass das SEM das Asylgesuch vom 23. März 2015 mit Verfügung vom 

9. November 2015 abwies und die Wegweisung des Beschwerdeführers 

aus der Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass dieser Entscheid unangefochten in Rechtskraft erwuchs,  

dass sich der Beschwerdeführer gemäss den Akten in der Folge teilweise 

in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland aufhielt, wobei er seiner-

seits Asylgesuche stellte beziehungsweise unter Einreichung verschiede-

ner Unterlagen erfolglos mit Gesuchen um Kantonswechsel oder Aufent-

haltsbewilligungen an die Behörden gelangte,  

dass unter anderem mit E-Mail vom 10. Februar 2019 beim SEM im Namen 

des Beschwerdeführers um die Erteilung eines Aufenthaltstitels für die 

Schweiz ersucht und dabei ausgeführt wurde, der Vater sei am (…) 2019 

an einem Herzinfarkt verstorben, nachdem er zwei Tage zuvor von der 

Schweiz nach Sri Lanka gereist und nach seiner Ankunft krank geworden 

sei,  

dass sich unter den in diesem Zusammenhang eingereichten Unterlagen 

die Kopie eines vom 8. März 2019 datierenden Auszuges aus dem Todes-

register befindet, worin verzeichnet ist, dass der Vater des Beschwerdefüh-

rers am (…) 2019 im (…) Hospital in E._______ (Anm.: Nordprovinz) eines 

natürlichen Todes wegen Blutdrucks verstorben ist (Natural Death due to 

Blood Pressure),  

dass der Beschwerdeführer schliesslich am 11. September 2023 im Bun-

desasylzentrum (BAZ) F._______ vorsprach, wo er erneut um die Gewäh-

rung von Asyl in der Schweiz ersuchte,  

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dass er anlässlich der Gesuchseinreichung und im Rahmen der Persona-

lienaufnahme vom 6. Oktober 2023 bestätigte, dass er seit seiner Ausreise 

vom (…) Februar 2015 nie mehr in seiner Heimat gewesen sei,  

dass er am 16. Oktober 2023 im Beisein der ihm zugewiesenen Rechts-

vertretung zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde,  

dass er in diesem Rahmen zur Hauptsache geltend machte, er habe seine 

Heimat im Frühjahr 2015 aufgrund ständiger Behelligungen vonseiten der 

Polizei und insbesondere von singhalesischen Dieben verlassen, daneben 

aber auch deshalb, weil ihm seine Eltern gesagt hätten, dass er jetzt in die 

Schweiz kommen müsse,  

dass er dazu ausführte, er habe vor seiner Ausreise bei seiner Grossmutter 

gelebt und dabei seien immer wieder die Singhalesen zu ihnen gekommen, 

welche Geld von ihnen verlangt oder auch ihr Haus aufgebrochen hätten, 

zumal eben allgemein bekannt gewesen sei, dass seine Familie respektive 

sein Vater viel Geld habe,  

dass er allerdings über diese Vorfälle und deren Grund nur das berichten 

könne, was ihm seine Grossmutter dazu erklärt habe, da er zumeist ausser 

Hause gewesen sei, wenn die Singhalesen gekommen seien, und er im 

Übrigen über keinerlei Kenntnisse der singhalesischen Sprache verfüge,  

dass er jedoch wegen diesen Geldproblemen mit den Singhalesen auch 

heute noch um sein Leben zu fürchten habe, habe doch sein Vater wohl 

aus diesem Grund unmittelbar nach seiner Ankunft den Tod gefunden, als 

er 2019 eine Reise in die Heimat unternommen habe, wovon er dem SEM 

im Übrigen schon damals berichtet habe,  

dass er auf wiederholte Nachfrage hin vorbrachte, über die von ihm im 

Rahmen seines Gesuches von 2015 vorgebrachten Probleme wegen der 

TULF respektive mit der TULF – mit welcher er damals ebenfalls Geldprob-

leme gehabt habe – wolle er nicht mehr reden, zumal sich diese Probleme 

auch erledigt hätten, nachdem es diese Organisation schon lange nicht 

mehr gebe,  

dass für die Vorbringen im Einzelnen – soweit nicht nachfolgend darauf 

eingegangen wird – auf die Akten verwiesen werden kann,  

dass der Beschwerdeführer am 17. Oktober 2023 vom SEM unter Beilage 

der relevanten Dokumente (E-Mail vom 10. Februar 2019 und Todeszerti-

fikat) zur Stellungnahme hinsichtlich Widersprüche zwischen seinen 

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aktuellen Vorbringen und seinen früheren Angaben zu den Todesumstän-

den des Vaters aufgefordert wurde,  

dass er sich in seiner Stellungnahme vom 23. Oktober 2023 über seine 

damalige Rechtsvertreterin von den im Frühjahr 2019 gegenüber dem SEM 

gemachten Angaben zu den Umständen des Todes seines Vaters distan-

zierte, da diese unmöglich von ihm stammen könnten,  

dass das SEM dem Beschwerdeführer am 23. Oktober 2023 einen auf den 

25. Oktober 2023 datierenden Entscheidentwurf zukommen liess, zu dem 

er mittels Eingabe seiner damaligen Rechtsvertreterin vom 24. Oktober 

2023 Stellung nahm,  

dass er in seiner Stellungnahme vorbrachte, er habe keine Erklärung für 

die Diskrepanz zwischen seinen aktuellen Beschreibungen seiner Bedro-

hungssituation vor der Ausreise von 2015 und seiner im Asylgesuch von 

2015 dazu gemachten Angaben, er möchte jedoch in der Schweiz bleiben,  

dass das SEM mit Verfügung vom 25. Oktober 2023 (eröffnet am gleichen 

Tag) feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, und sein Asylgesuch ablehnte, verbunden mit der Anordnung der 

Wegweisung aus der Schweiz und des Wegweisungsvollzuges,  

dass auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung – soweit wesentlich – 

nachfolgend eingegangen wird,  

dass die zugewiesene Rechtsvertretung ihr Mandat am 27. Oktober 2023 

für beendet erklärte, 

dass der Beschwerdeführer gegen den vorinstanzlichen Entscheid mit Ein-

gabe vom 24. November 2023 (Datum Poststempel) beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde erhoben hat,  

dass er in seiner Eingabe zur Hauptsache die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung, Anerkennung seiner Flüchtlingseigenschaft und Gewäh-

rung von Asyl beantragt, eventualiter sei wegen Unzulässigkeit respektive 

Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges die vorläufige Aufnahme in 

der Schweiz anzuordnen, subeventualiter sei die Angelegenheit zur vertief-

ten Abklärung und Neubeurteilung ans SEM zurückzuweisen,  

dass er in prozessualer Hinsicht um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

und vorsorglicher Anordnung vollzugshemmender Massnahmen ersucht, 

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Seite 6 

wie auch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege respektive Pro-

zessführung und um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht, 

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit wesentlich – nachfolgend 

eingegangen wird, 

dass dem Gericht die vorinstanzlichen Akten seit dem 7. Dezember 2023 

in elektronischer Form und – soweit vom SEM in dieser Form abgelegt – 

auch im Original vorliegen, so auch die Akten zum Asylverfahren von 2015 

(vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG [SR 142.31]), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das 

Gericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig entscheidet (vgl. dazu Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG und 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und er 

seine Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 1 

AsylG i.V.m. Art. 10 COVID-19-Verordnung Asyl [SR 142.318]; Art. 52 

Abs. 1 VwVG), womit auf die Beschwerde – unter Vorbehalt der nachste-

henden Erwägungen – einzutreten ist, 

dass auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht ein-

zutreten ist, da die Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wir-

kung hat (Art. 42 AsylG),  

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offen-

sichtlich unbegründet zu erkennen ist, weshalb über diese in einzelrichter-

licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 

zweiten Richterin, mit summarischer Begründung und praxisgemäss ohne 

Durchführung eines Schriftenwechsels zu entscheiden ist (vgl. Art. 111 

Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

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Seite 7 

dass vom Beschwerdeführer im Sinne eines Eventualbegehrens die Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz beantragt wird, indes – wie nachfol-

gend aufgezeigt – von einem in entscheidrelevanter Hinsicht vollständig 

erstellten Sachverhalt auszugehen ist, womit das Gericht in der Sache zu 

entscheiden hat (Art. 61 VwVG), 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimat- oder Her-

kunftsstaat wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-

ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-

gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, 

solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss, wobei diese glaubhaft gemacht ist, wenn die Be-

hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-

ben hält, und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in 

wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 

sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 

oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG),  

dass das Bundesverwaltungsgericht die Anforderungen an das Glaubhaft-

machen von Vorbringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt hat und 

dabei ständiger Praxis folgt (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 sowie 2012/5 

E. 2.2), worauf verwiesen werden kann,  

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung in entscheidrelevanter Hin-

sicht zum Schluss gelangt, die vom Beschwerdeführer in seinem aktuellen 

Verfahren eingebrachten Vorbringen über seine angebliche im Zeitpunkt 

seiner Ausreise von 2015 bestehende Bedrohungslage seien als unglaub-

haft zu erkennen (Art. 7 AsylG), da diese nicht nur im klaren Widerspruch 

zu seinen bisherigen Angaben und Ausführungen ständen, sondern seine 

Schilderungen zu den angeblichen Behelligungen vonseiten von Dieben 

respektive Singhalesen auch nicht im mindesten substanziiert seien, was 

nicht auf ein tatsächliches Erleben schliessen lasse,  

dass das SEM gleichzeitig festhält, der Beschwerdeführer lasse daneben 

auch unter keinem anderen Gesichtspunkt ein Profil erkennen, welches für 

eine mögliche zukünftige Gefährdung (im Sinne von Art. 3 AsylG) sprechen 

könnte,  

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dass diese Feststellungen und Schlüsse aufgrund der Aktenlage als zutref-

fend zu bestätigen ist, zumal der Beschwerdeführer den diesbezüglichen 

Erwägungen der Vorinstanz – auf welche anstelle einer Wiederholung ver-

wiesen werden kann (Art. 111a Abs. 2 AsylG) – auch in keinem Punkt etwas 

Substanzielles entgegenzusetzen vermag,  

dass aufgrund der Aktenlage nichts dafür spricht, dass er seine Heimat aus 

den im vorliegenden Verfahren angerufenen Gründen verlassen hätte,  

dass er zwar im Rahmen seiner Beschwerde an den im aktuellen Verfahren 

neu eingebrachten Vorbringen festhält und dabei insbesondere nochmals 

bekräftigt, er sei der singhalesischen Sprache nicht mächtig, weshalb er 

damals vieles nicht verstanden habe, 

dass das SEM dieses Vorbringen aber zu Recht als offenkundig unzutref-

fende Schutzbehauptung erkannt hat, nachdem der Beschwerdeführer in 

Colombo aufgewachsen ist, wo er – seinen Angaben von 2015 gemäss – 

seine gesamte Schulzeit an einer dreisprachigen Schule (Englisch, Sin-

ghalesisch und Tamilisch) in englischer und singhalesischer Sprache ab-

solviert hat, da neben dem Englischen eben das Singhalesische für ihn vor 

Ort die Hauptsprache gewesen sei,  

dass er zwar im Rahmen der Beschwerde neu geltend macht, er sei in 

seiner Jugend Parteimitglied der TULF gewesen, diese Partei sei zu jener 

Zeit von den Singhalesen und der Armee verfolgt worden und einer seiner 

Freunde sei nur aufgrund seiner TULF-Parteimitgliedschaft erschossen 

worden,  

dass dieses Vorbringen jedoch als offensichtlich nachgeschoben zu erken-

nen ist, nachdem er im Verfahren von 2015 eine Verbindung zur TULF aus-

drücklich verneint und im aktuellen Verfahren zur TULF im Wesentlichen 

angeführt hat, er habe vormals nicht wegen der TULF, sondern mit der 

TULF Probleme gehabt und zwar Geldprobleme,  

dass sich der Beschwerdeführer zudem entgegenhalten lassen muss, er 

habe im Verlauf der Anhörung gleich mehrfach bekräftigt, dass sich seine 

Probleme wegen respektive mit der TULF längst erledigt hätten,  

dass mit dem SEM schliesslich auch darin einig zu gehen ist, dass im Falle 

des Beschwerdeführers insgesamt kein Anlass zur Annahme besteht, er 

hätte bei seiner Rückkehr in die Heimat aus einem anderen Grund asylre-

levante Nachteile zu fürchten,  

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dass er seine Heimat zwar schon 2015 verlassen hat, dies jedoch offen-

kundig legal und er sich im Übrigen als ein in Colombo sozialisierter und 

gänzlich apolitischer Mann darstellt,  

dass er mit Blick darauf – entgegen seinen anders lautenden Vorbringen – 

unter keinem Gesichtspunkt ein Profil erkennen lässt, welches im Sinne 

der weiterhin gültigen Praxis zu Sri Lanka (gemäss publiziertem Referenz-

urteil E-1866/2015) ernsthaft auf eine mögliche Gefährdung schliessen 

liesse, woran auch seine Vorbringen über den angeblichen Reichtum sei-

ner Familie nichts zu ändern vermögen,  

dass daran auch der Tod des Vaters im Jahr 2019 nichts zu ändern vermag, 

zumal nichts darauf hinweist, dieser sei in einem politischen Kontext zu 

sehen, aufgrund der Akten vielmehr davon auszugehen ist, dieser sei eines 

natürlichen Todes in einem Spital verstorben,  

dass nach dem Gesagten vom Beschwerdeführer nichts ersichtlich ge-

macht worden ist, was für das Vorliegen einer ernsthaften und konkreten 

Verfolgungssituation sprechen könnte,  

dass diesen Erwägungen gemäss das SEM zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz noch über eine 

Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [erster 

Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-

weisung entgegenstehen, da das SEM eine vorläufige Aufnahme von Aus-

ländern anzuordnen hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als unzu-

lässig, unzumutbar oder unmöglich erweist (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG 

i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass bezüglich der 

Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der 

Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Wegweisungshindernisse 

sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen (BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

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dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AuG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AuG), da weder die allgemeine Lage in der Heimat des Be-

schwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung 

im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,  

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen bereits (…)-jährigen Mann 

handelt, gemäss Aktenlage ohne wesentliche gesundheitliche Probleme, 

der über eine sehr solide schulische Grundausbildung verfügt (A-Level-Ab-

schluss), nachdem er seine Schulzeit in Colombo auf Privatschulen und 

dabei in den Schulsprachen Englisch und Singhalesisch absolviert hat,  

dass gleichzeitig aufgrund der Aktenlage zu schliessen ist, er verfüge auch 

weiterhin über ein breites familiäres Beziehungsnetz, welches über seine 

Kernfamilie (Mutter und zwei Brüder) hinausgeht und auf dessen Beistand 

er bei seiner Reintegration in der Heimat zählen kann, indem ihm von die-

ser Seite zumindest finanzielle Unterstützung zukommen dürfte,  

dass angesichts der offenbar sehr guten finanziellen Verhältnisse der Fa-

milie auch nicht ausschlaggebend erscheint, dass neben seinem (…) ge-

borenen Bruder (der in Deutschland lebe und mittlerweile auch über diese 

Staatsangehörigkeit verfüge), seiner Mutter (welche sich angeblich beim 

Bruder in Deutschland aufhalte) und seinem (…) geborenen Bruder (wel-

cher als […] in Malaysia tätig sei) auch die meisten anderen Verwandten 

nicht mehr in der Heimat, sondern im Ausland lebten (darunter mehrere in 

der Schweiz), womit nur noch seine Grossmutter in Sri Lanka sei, die 

Grossmutter aber mittlerweile in einem Altersheim bei E._______ lebe und 

die vormalige Familienwohnung in Colombo – wo er aufgewachsen sei – 

in der Zwischenzeit verkauft worden sei,  

dass der Beschwerdeführer nach dem Gesagten unter keinem Gesichts-

punkt eine rechtserhebliche Einschränkung erkennen lässt, weshalb ohne 

weitere Abklärungen davon ausgegangen werden darf, es sei ihm eine 

Reintegration in seiner Heimat durchaus möglich, auch wenn er seit bald 

neun Jahren nicht mehr dort gewesen sei,  

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Seite 11 

dass zwar der Wunsch des Beschwerdeführers nach einem weiteren Ver-

bleib in der Schweiz aufgrund der Akten sehr deutlich erkennbar und auch 

nachvollziehbar ist, sich aber daraus nach ständiger Praxis kein Vollzugs-

hindernis ergibt,  

dass der Wegweisungsvollzug schliesslich auch als möglich zu erkennen 

ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich bei 

der dafür zuständigen Vertretung seines Heimatstaates die für seine Rück-

kehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

BVGE 2008/34 E. 12),  

dass nach dem Gesagten das SEM zu Recht den Vollzug der Wegweisung 

angeordnet hat,  

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet 

abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege res-

pektive Prozessführung (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen 

ist, da sich die Beschwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aus-

sichtslos erwiesen hat,  

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens, welche 

praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind, aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführerd, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer