# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ddae5cb-d889-5379-8ee7-ddc05bbfcc2f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.04.2013 PS130051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS130051_2013-04-11.pdf

## Full Text

Art. 36 SchKG (und Art. 325 Abs. 2 ZPO), aufschiebende Wirkung. Die aufschiebende Wirkung 
kommt begrifflich nur dann in Frage, wenn ein eingreifender Rechtsakt in Frage steht. Das ist 
nicht der Fall bei einem Entscheid, welcher ein Begehren abweist oder darauf nicht eintritt. 

 

 

Der Beschwerdeführer ersteigerte in einem Konkursverfahren eine Liegenschaft. Später widerrief 
die Konkursverwaltung den Zuschlag (mit der Begründung, die Zahlungsfristen seien nicht einge-
halten worden) und setzte eine neue Steigerung an, anlässlich welcher das Objekt einem anderen 
Bieter zugeschlagen wurde, allerdings zu einem tieferen Preis. Mit Verfügung vom 18. Januar 
2013 setzte die Konkursverwaltung den vom ersten Ersteigerer zu zahlenden Schadenersatz auf 
rund Fr. 240'000.-- fest. Den Antrag des ersten Ersteigerers, diese Verfügung aufzuheben, wies 
die untere Aufsichtsbehörde ab. Dagegen richtet sich die dem Obergericht vorliegende Be-
schwerde. 

 

 (aus den Erwägungen der Erst-Verfügung:) 

2.1 Gemäss Art. 36 SchKG kann einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt werden. 

Im vorliegenden Verfahrensstadium ist einstweilen nur über diesen Antrag zu entscheiden. 

2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, seine Interessen an der aufschiebenden Wirkung 

überwögen die gegenläufigen Interessen klar. Das Interesse des Konkursamtes sei lediglich die 

möglichst zeitnahe Vollstreckung der Verfügung. Eine Aufschiebung der Wirkung würde dies bloss 

verzögern. Demgegenüber eröffneten sich beim Beschwerdeführer existentielle Fragen. Eine 

Zwangsvollstreckung [Anm.: für den als Schaden geltend gemachten Mindererlös beim zweiten 

Zuschlag gegenüber dem ersten] hätte eine Konkursandrohung und daran anschliessend die Kon-

kurseröffnung zur Folge. Dem Interesse des Konkursamtes werde mit den bereits bestätigten und 

allenfalls noch anfallenden Verzugszinsen ausreichend entsprochen, sodass eine aufschiebende 

Wirkung in Anbetracht der Umstände verhältnismässig sei. Weiter stellten sich im konkreten Fall 

diverse rechtliche und tatsächliche Fragen, welche einer umfassenden Prüfung bedürften und 

nicht sofort entschieden werden könnten. Die Beschwerde sei nicht als von vornherein aussichts-

los zu betrachten. 

2.3 Die Vorinstanz wies die Beschwerde des Beschwerdeführers ab. Mit diesem Entscheid 

wurde nichts angeordnet. Die Suspensivwirkung [Anm.: vgl. Art. 315 Abs. 1 ZPO gegenüber Art. 

325 Abs. 1 ZPO]  kommt nur bei Beschwerden gegen eingreifende Rechtsakte zum Tragen (vgl. 

BSK SchKG I-Cometta/Möckli, N. 2 zu Art. 36), und es gibt deshalb [hier] nichts, was aufgeschoben 

werden könnte. Das Anliegen des Beschwerdeführers, dass eine Vollstreckung der Verfügung des 

Konkursamtes verhindert wird (sprich: dass die Forderung des Konkursamtes [noch nicht] auf 

dem Betreibungswege durchgesetzt wird), liesse sich höchstens mit einer vorsorglichen Mass-

nahme erreichen. Das hat der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer nicht verlangt. 

2.4 Auf das Gesuch um aufschiebende Wirkung ist nicht einzutreten. 

 

 

Obergericht II. Zivilkammer 

Verfügung vom 11. April 2013 

Geschäfts-Nr.: PS130051-O/Z01 

 

	(aus den Erwägungen der Erst-Verfügung:)
	2.1 Gemäss Art. 36 SchKG kann einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt werden. Im vorliegenden Verfahrensstadium ist einstweilen nur über diesen Antrag zu entscheiden.
	2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, seine Interessen an der aufschiebenden Wirkung überwögen die gegenläufigen Interessen klar. Das Interesse des Konkursamtes sei lediglich die möglichst zeitnahe Vollstreckung der Verfügung. Eine Aufschiebung der Wir...
	2.3 Die Vorinstanz wies die Beschwerde des Beschwerdeführers ab. Mit diesem Entscheid wurde nichts angeordnet. Die Suspensivwirkung [Anm.: vgl. Art. 315 Abs. 1 ZPO gegenüber Art. 325 Abs. 1 ZPO]  kommt nur bei Beschwerden gegen eingreifende Rechtsakte...
	2.4 Auf das Gesuch um aufschiebende Wirkung ist nicht einzutreten.