# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3843f8e2-1bfc-5845-9710-1121fb817c21
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 04.11.2025 ZSU.2025.187
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2025-187_2025-11-04.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 4. Kammer 

 

ZSU.2025.187 
(SG.2025.72)  

Art. 176 

 

 

Entscheid vom 4. November 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Hausherr  

Gerichtsschreiberin Kabus          

 

 
   

Klägerin   F._____,  

[…] 

 

    
   

Beklagte   A._____ GmbH,  

[…]  

 

 
 

Gegenstand  Konkurs 

 

 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Klägerin betrieb die Beklagte mit Zahlungsbefehl Nr. aaa des Betrei-

bungsamtes Q._____ vom 27. Dezember 2024 für eine Forderung von 

Fr. 2'176.00 nebst 5 % Zins seit 20. Dezember 2024 (Forderungsgrund: 

"Ausstehende Sozialversicherungsforderung, 06.09.2024 Akontorechnung 

[9.2024] Fr. 2'216.00, 19.12.2024 Verzugszins 01.10.2024 - 19.12.2024 

Fr. 23.85") sowie Fr. 63.85 ohne Zins. 

 

1.2. 

Die Beklagte erhob gegen den ihr am 29. Januar 2025 zugestellten Zah-

lungsbefehl keinen Rechtsvorschlag. Die Konkursandrohung vom 27. Feb-

ruar 2025 wurde der Beklagten am 31. März 2025 zugestellt. 

 

2. 

2.1. 

Die Klägerin stellte am 24. April 2025 beim Bezirksgericht Bremgarten das 

Konkursbegehren. 

 

2.2. 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Bremgarten erkannte am 7. Juli 2025 

wie folgt: 

 

" 1. 
Über A._____ GmbH […], wird mit Wirkung ab 7. Juli 2025, 14:00 Uhr, 
der Konkurs eröffnet. 
 
2. 
Die Gesuchstellerin haftet als Gläubigerin gemäss Art. 194 i.V.m. Art. 169 
SchKG gegenüber dem Konkursamt für die Kosten, die bis und mit der 
Einstellung des Konkurses mangels Aktiven oder bis zum Schuldenruf ent-
stehen. 
 
3. 
Die von der Gesuchstellerin mit Kostenvorschuss in gleicher Höhe bereits 
bezahlte Spruchgebühr von Fr. 350.00 ist von der Gesuchsgegnerin zu 
tragen, so dass die Gesuchstellerin diesen Betrag gemäss Art. 68 resp. 
262 SchKG erheben darf. 
 
4. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen." 

 

3. 

3.1. 

Gegen diesen ihr am 9. Juli 2025 zugestellten Entscheid erhob die Beklagte 

mit Eingabe vom 15. Juli 2025 beim Obergericht des Kantons Aargau Be-

schwerde und beantragte Folgendes: 

 - 3 - 

 

 

" 1. 
Die Konkurseröffnung über die A._____ GmbH vom 07. Juli 2025 sei auf-
zuheben. 
 
2. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz  
zurückzuweisen. 
 
3. 
Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung gemäss Art. 174 Abs. 2 
SchKG zu gewähren. 

 

Sodann stellte die Beklagte die nachfolgenden Rechtsbegehren: 

 

" 1. 
Es sei die Konkurseröffnung vom 07. Juli 2025 über die A._____ GmbH 
gestützt auf Art. 174 Abs. 2 SchKG aufzuheben. 
 
2. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz  
zurückzuweisen. 
 
3. 
Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren, sodass der  
Geschäftsbetrieb bis zur rechtskräftigen Entscheidung weitergeführt wer-
den kann. 
 
4.  
Die Verfahrenskosten seien angesichts der besonderen familiären und 
wirtschaftlichen Umstände dem Staat bzw. der beschwerdegegnerischen 
Partei aufzuerlegen. 
 
5.  
Für den Fall eines Anhörungstermins erkläre ich mich bereit, persönlich zu  
erscheinen und ergänzende Unterlagen nachzureichen." 

 

3.2. 

Die Beklagte liess sich am 18. Juli 2025 (Postaufgabe) unaufgefordert ver-

nehmen und reichte diverse Unterlagen in Papierform bzw. auf einem USB-

Stick ein. 

 

3.3. 

Die Instruktionsrichterin des Obergerichts des Kantons Aargau wies mit 

Verfügung vom 21. Juli 2025 das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung ab. 

 

3.4. 

Mit Verfügung vom 30. Juli 2025 forderte die Instruktionsrichterin des Ober-

gerichts des Kantons Aargau die Beklagte dazu auf, die auf dem mit Ein-

gabe vom 18. Juli 2025 eingereichten USB-Stick enthaltenen Unterlagen 

per Ausdruck oder Webtransfer einzureichen. Die Beklagte reichte innert 

Frist keine entsprechenden Unterlagen ein.  

 - 4 - 

 

 

3.5. 

Mit Beschwerdeantwort vom 1. September 2025 stellte die Klägerin keine 

Anträge. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der Entscheid des Konkursgerichts kann innert zehn Tagen mit Be-

schwerde nach der ZPO angefochten werden (Art. 174 Abs. 1 Satz 1 

SchKG). Die Parteien können dabei neue Tatsachen geltend machen, 

wenn diese vor dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind (Art. 174 

Abs. 1 Satz 2 SchKG i.V.m. Art. 326 Abs. 2 ZPO). 

 

Die Rechtsmittelinstanz kann die Konkurseröffnung aufheben, wenn der 

Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden 

beweist, dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kos-

ten, getilgt oder der geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhan-

den des Gläubigers hinterlegt ist oder der Gläubiger auf die Durchführung 

des Konkurses verzichtet (Art. 174 Abs. 2 SchKG). Diese bundesrechtliche 

Regelung bezweckt, sinnlose Konkurse über nicht konkursreife Schuldner 

zu vermeiden (KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, Grundriss des Schuldbe-

treibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 36 N. 58).  

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Die Beklagte macht zunächst geltend, ihr Geschäftsführer habe an der 

Konkursverhandlung vom 7. Juli 2025 nicht teilnehmen können. Sein neu-

geborenes Kind (geb. im November 2024) habe sich vom 25. bis 30. Juni 

2025 aufgrund einer akuten Erkrankung stationär im Kantonsspital Z._____ 

befunden. Am 7. Juli 2025 habe zudem ein bereits im Voraus festgelegter 

Kontrolltermin beim Kinderarzt stattgefunden. Diese Umstände seien un-

vorhersehbar sowie aussergewöhnlich belastend gewesen. 

 

2.1.2. 

Der der Beschwerde beiliegenden ärztlichen Bescheinigung von 

Dr. med. B._____, Assistenzärztin, Klinik für Kinder und Jugendliche, Kan-

tonsspital Z._____, vom 30. Juni 2025 lässt sich entnehmen, dass der Sohn 

des Geschäftsführers der Beklagten in der Zeit vom 25. bis 30. Juni 2025 

wegen Krankheit einen Spitalaufenthalt hatte (Beschwerdebeilage [BB] 5). 

Des Weiteren war am 7. Juli 2025 um 11:45 Uhr ein Termin in der Kinder-

arztpraxis des Kantonsspitals Z._____ in Y.____ angesetzt; wen dieser 

Termin betrifft und wann er geplant wurde, geht daraus nicht hervor. Die 

E-Mail der Kinderarztpraxis stammt vom 9. Juli 2025 (BB 4). 

 

 - 5 - 

 

 

Wurde dem Schuldner die Vorladung zur Konkursverhandlung rechtmässig 

zugestellt, ist die Konkurseröffnung in Abwesenheit des Schuldners nicht 

zu beanstanden (ROGER GIROUD/FABIANA THEUS SIMONI, in: Basler Kom-

mentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, 

N. 3f zu Art. 171 SchKG). Die Vorinstanz lud die Parteien mit Verfügung 

vom 8. Mai 2025 zur Verhandlung vom 7. Juli 2025, 14:00 Uhr, vor 

(VA, act. 16 f.). Diese Vorladung wurde der Beklagten am 9. Mai 2025 zu-

gestellt (VA, act. 18), was sie nicht bestreitet. Die Konkurseröffnung in Ab-

wesenheit der Beklagten war daher rechtmässig. Es finden sich im Übrigen 

in den vorinstanzlichen Akten keine Hinweise darauf, dass die Beklagte die 

Vorinstanz darüber informiert hätte, dass ihr Geschäftsführer an der Kon-

kursverhandlung aufgrund der Krankheit seines Sohnes nicht teilnehmen 

könne und er eigentlich daran teilnehmen wolle. Ferner bringt die Beklagte 

nicht vor, dass sie um einen Verschiebungstermin (gemäss Art. 135 ZPO) 

ersucht hätte, und ein solches Ersuchen ist den Akten auch nicht zu ent-

nehmen. Die Vorinstanz hatte somit keinen Anlass, die angesetzte Kon-

kursverhandlung zu verschieben.   

 

Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass die Beklagte am Datum der Kon-

kursverhandlung unverschuldet verhindert war. Die Beklagte hatte nach der 

am 9. Mai 2025 erfolgten Zustellung der Vorladung zur Konkursverhand-

lung vom 7. Juli 2025 bereits vor Erkrankung des Sohnes des Geschäfts-

führers bzw. vor dessen Spitalaufenthalt vom 25. bis 30. Juni 2025 und vor 

dem allfälligen Kontrolltermin vom 7. Juli 2025 – es kann in Anbetracht der 

nachfolgenden Ausführungen offen bleiben, ob der Kontrolltermin tatsäch-

lich den Sohn des Geschäftsführers der Beklagten betraf – Kenntnis davon, 

dass die Konkursverhandlung am 7. Juli 2025 stattfinden würde. Nach dem 

Spitalaufenthalt des Sohnes des Geschäftsführers vom 25. bis 30. Juni 

2025 wäre es somit der Beklagten ohne Weiteres möglich gewesen, die 

Teilnahme an der erst eine Woche später stattfindenden Konkursverhand-

lung zu organisieren. So hätte der Geschäftsführer der Beklagten den Kon-

trolltermin vom 7. Juli 2025 auf einen anderen Tag bzw. eine andere Zeit 

an diesem Tag verschieben oder ein anderes Familienmitglied den Sohn 

zum Kontrolltermin bringen lassen können; oder die Beklagte hätte sich als 

juristische Person mittels Vollmacht durch eine Vertretung des Geschäfts-

führers an der Konkursverhandlung vertreten lassen können. Von unver-

schuldetem Säumnis kann daher nicht die Rede sein.  

 

Der Entscheid der Vorinstanz in Abwesenheit der Beklagten erfolgte daher 

rechtmässig. 

 

2.2. 

2.2.1. 

Die Beklagte rügt sodann, angesichts der besonderen familiären Situation 

des Geschäftsführers sowie des massiven wirtschaftlichen Eingriffs sei die 

Konkurseröffnung bzw. deren Aufrechterhaltung unter dem Grundsatz der 

 - 6 - 

 

 

Verhältnismässigkeit und des Rechts auf Privat- und Familienleben recht-

lich nicht haltbar. Die Konkurseröffnung sei unverhältnismässig, da sie auf 

einem einmaligen Terminversäumnis beruhe. 

 

2.2.2. 

Die Konkurseröffnung erfolgt erst nach einem länger andauernden Betrei-

bungsverfahren, bestehend aus einem auf eine unbezahlte Rechnung und 

meist eine oder mehrere Mahnungen folgenden Zahlungsbefehl, einem all-

fälligen Rechtsöffnungsverfahren, der Konkursandrohung und der Kon-

kursverhandlung (vgl. Art. 69 ff. SchKG; VA act. 3 ff.). Vorliegend erfolgte 

die der späteren Betreibung zugrunde liegende Akontorechnung betreffend 

Sozialversicherungsbeiträge am 6. September 2024. Erst am 27. Dezem-

ber 2024, d.h. rund drei Monate später, wurde der Zahlungsbefehl erstellt 

(VA, act. 3) und wiederum zwei Monate später, am 27. Februar 2025, die 

Konkursandrohung. Die Vorladung zur Konkursverhandlung erfolgte so-

dann noch einmal über zwei Monate später am 8. Mai 2025 und die Kon-

kursverhandlung zwei weitere Monate später am 7. Juli 2025. In einem Zeit-

raum von insgesamt rund zehn Monaten hätte die Beklagte demnach je-

derzeit die Möglichkeit gehabt, die ausstehende Forderung zu begleichen. 

Die Konkurseröffnung erfolgte demnach keineswegs aufgrund eines ein-

zelnen Terminversäumnisses, sondern aufgrund der über zehn Monate hin-

weg trotz mehrfacher Hinweise auf das Betreibungsverfahren und die mög-

liche Konkurseröffnung fehlenden Zahlung der ausstehenden Forderung. 

Dass die Beklagte bis zum Datum der Konkurseröffnung keine Zahlung 

leistete und damit auch den letzten möglichen Termin vor Konkurseröff-

nung verpasste, hat sie sich selbst zuzuschreiben. Daraus, dass unmittel-

bar vor diesem letzten Moment eine schwierige, belastende familiäre Situ-

ation des Geschäftsführers vorlag, kann die Beklagte nichts zu ihren Guns-

ten ableiten, nachdem sie vorher etliche Monate Zeit hatte, die ausste-

hende Forderung zu begleichen, und es stattdessen auf den letzten Mo-

ment hat ankommen lassen, was einer erheblich unsorgfältigen Geschäfts-

führung entspricht und das Risiko einer Konkurseröffnung, wie es sich vor-

liegend verwirklicht hat, beinhaltet. Die Beklagte hätte die Konkursforde-

rung gar noch unmittelbar vor der Konkurseröffnung bezahlen und den Zah-

lungsbeleg der Vorinstanz einsenden können, wie es auf der Vorladung zur 

Konkursverhandlung erwähnt wird (VA, act. 16), um den Konkurs abzuwen-

den. Sie war nicht verpflichtet an der Verhandlung teilzunehmen.  

 

Das Recht auf Privat- und Familienleben kommt einer juristischen Person 

zum Vornherein nicht zu. Auch soweit die Beklagte eine Verletzung des 

Rechts auf ein Privat- und Familienleben des Geschäftsführers der Beklag-

ten geltend machen wollte, kann ihr unter Hinweis darauf, dass der Ge-

schäftsführer selbst keinen staatlichen Eingriff erfährt (sondern einzig die 

Beklagte als juristische Person) und die obigen Ausführungen (E. 2.1.2. 

und 2.2.2.) klarerweise nicht gefolgt werden.  

 

 - 7 - 

 

 

2.3. 

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beklagte i.S.v. Art. 174 Abs. 2 SchKG 

einen Konkurshinderungsgrund nachweist und ihre Zahlungsfähigkeit 

glaubhaft macht. 

 

Der Konkursentscheid wurde der Beklagten am 9. Juli 2025 zugestellt 

(VA, act. 25). Die zehntägige Rechtsmittelfrist lief damit am 21. Juli 2025 

ab (Art. 31 SchKG i.V.m. Art. 142 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO), weshalb die 

Konkursforderung bis zu diesem Tag getilgt oder hinterlegt sein musste 

bzw. die Gläubigerin auf die Konkurseröffnung hätte verzichten müssen. 

Die Konkursforderung belief sich inkl. Entscheidgebühr der Vorinstanz auf 

Fr. 2'834.15 (VA, act. 16). Die Beklagte hinterlegte am 11. Juli 2025 

Fr. 5'000.00 und am 15. Juli 2025 nochmals Fr. 5'000.00, beide Male wäh-

rend der Beschwerdefrist, als Konkurshinterlage bei der Obergerichtskasse 

(BB 2). Damit ist die Konkursforderung der Klägerin gedeckt. Die erste Vo-

raussetzung von Art. 174 Abs. 2 SchKG (Hinterlegung des geschuldeten 

Betrags beim Obergericht zuhanden des Gläubigers) ist demnach erfüllt. 

 

2.4. 

2.4.1. 

Wird die Konkursforderung erst nach der Konkurseröffnung getilgt oder hin-

terlegt, kann die Rechtsmittelinstanz diese nur dann aufheben, wenn der 

Schuldner zusätzlich seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht. Glaubhaft 

gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse 

Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rech-

net, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Auf-

hebung der Konkurseröffnung heisst dies, dass die Zahlungsfähigkeit des 

Konkursiten wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungsunfähigkeit. In 

diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, 

insbesondere wenn die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des schuldneri-

schen Unternehmens nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. 

Auch wenn der Schuldner die Zahlungsfähigkeit nicht strikt beweisen, son-

dern nur glaubhaft machen muss, so genügen seine Behauptungen allein 

nicht. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vorzulegen, die geeignet sind, 

seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Zahlungsfähig 

ist der Schuldner, wenn er über ausreichende liquide Mittel zur Begleichung 

der fälligen Schulden verfügt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierig-

keiten lassen einen Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, 

ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine Verbesserung sei-

ner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare Zeit als 

illiquid erscheint. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein 

Schuldner, der beispielsweise Konkursandrohungen anhäufen lässt, syste-

matisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere Beträge nicht bezahlt. 

Die Beurteilung beruht auf einem aufgrund der Zahlungsgewohnheiten ei-

nes Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck (Urteil des Bundesgerichts 

5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 m.w.H.). 

 - 8 - 

 

 

Als konkrete Anhaltspunkte für die Zahlungsfähigkeit kommen Zahlungs-

belege, Belege über die dem Schuldner zur Verfügung stehenden Mittel 

(z.B. Bankguthaben, Kreditverträge, Erklärung der Bank, das schuldneri-

sche Unternehmen weiterhin zu stützen), unterzeichnete Debitoren- und 

Kreditorenlisten, Auftragsbestätigungen, Auszug aus dem Betreibungsre-

gister, aktuelle Jahresrechnung, unterzeichnete Bilanz, Zwischenbilanz, 

Status, Steuererklärungen und -einschätzungen etc. in Frage (GIROUD/ 

THEUS SIMONI, in: a.a.O., N. 26d zu Art. 174 SchKG). 

  

Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum Glaubhaftmachen der Zah-

lungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister. Vorzulegen ist 

ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Auch Be-

treibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, sind im Rahmen 

der Gesamtbetrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. 

Der Schuldner ist deshalb grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungs-

register nicht als erledigt aufgeführten Forderung Stellung zu nehmen (Ur-

teil des Bundesgerichts 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 3.3 

m.w.H). 

  

2.4.2. 

2.4.2.1. 

Hinsichtlich ihrer Zahlungsfähigkeit legt die Beklagte dar, sie sei weder 

überschuldet noch dauerhaft zahlungsunfähig. Die Konkurseröffnung 

stütze sich auf eine einzelne Forderung, welche durch Hinterlegung bei der 

Obergerichtskasse sichergestellt worden sei. Die weiteren offenen Forde-

rungen laut Betreibungsregisterauszug sollten im Fall der Aufhebung des 

Konkurses unverzüglich sichergestellt bzw. getilgt werden. Die Beklagte 

verfüge über ausreichende betriebliche Substanz und wirtschaftliche Er-

tragskraft. Offene Debitorenforderungen beliefen sich auf rund 

Fr. 70'000.00. Es befänden sich zwei Fahrzeuge im Eigentum der Beklag-

ten. Der Warenbestand und das technische Betriebsmaterial seien zuletzt 

auf einen Marktwert von über Fr. 200'000.00 geschätzt worden. Der lau-

fende Betrieb sei bis zur Konkurseröffnung stabil gewesen und die Beklagte 

habe regelmässig Umsätze generiert. Die Einreichung vollständiger Inven-

tarlisten, Kontoauszüge oder betriebswirtschaftlicher Auswertungen sei 

aufgrund der sehr kurzen Beschwerdefrist sowie der ausserordentlichen fa-

miliären Belastungssituation (stationäre Behandlung des Sohnes des Ge-

schäftsführers der Beklagten im Juni/Juli 2025) nicht möglich gewesen. Die 

Nachreichung der Unterlagen sei auf richterliche Aufforderung hin jederzeit 

möglich. Die Beklagte verfüge über einen funktionierenden Betrieb, betrieb-

liche Substanz und ein realistisch umsetzbares Sanierungskonzept. Die 

vollständige Hinterlegung der Forderung bei der Obergerichtskasse und 

der wirtschaftliche Wert des Betriebs (u.a. Debitoren, Inventar, Fahrzeuge) 

belegten, dass dieser grundsätzlich fortführbar sei. Die unmittelbaren Fol-

gen der Konkurseröffnung seien insbesondere für die Gläubiger und Liefe-

ranten gravierend.  

 - 9 - 

 

 

In ihrer ergänzenden Eingabe vom 18. Juli 2025 legt die Beklagte dar, ihr 

Gesamtlagerbestand per 16. Juli 2025 bestehe aus 34'567 Artikeln mit ei-

nem Gesamtwert von Fr. 417'591.21. Daraus sei die erhebliche wirtschaft-

liche Substanz und die Sanierungsfähigkeit der Beklagten erkennbar.  

 

2.4.2.2. 

Die Klägerin führt zur Zahlungsfähigkeit der Beklagten aus, diese müsse 

seit Anfang 2024 für jede Beitragsrechnung betrieben werden. Die Zahlun-

gen erfolgten mit grosser Verzögerung. Für das Jahr 2025 seien noch keine 

Zahlungen geleistet worden. Es sei noch eine weitere Konkursandrohung 

für die Quartalsrechnung Dezember 2024 über Fr. 2'402.35 pendent, für 

welche bereits das Konkursbegehren gestellt werden könnte. Entspre-

chend sei zu befürchten, dass für die weiteren Rechnungen ebenfalls Kon-

kursbegehren gestellt werden müssten. 

 

2.4.3. 

2.4.3.1. 

Zunächst rechtfertigt sich der Hinweis, dass die Beklagte von der Instrukti-

onsrichterin des Obergerichts des Kantons Aargau mit Verfügung vom 

30. Juli 2025 aufgefordert wurde, die auf dem mit Eingabe vom 18. Juli 

2025 eingereichten USB-Stick enthaltenen Unterlagen innert fünf Tagen 

per Ausdruck oder Webtransfer einzureichen. Diese Verfügung wurde ihr 

gemäss Empfangsbestätigung der Schweizerischen Post am 4. August 

2025 zugestellt. Die Beklagte kam dieser Aufforderung nicht nach. Nach-

dem die gemäss Beilagenverzeichnis auf dem USB-Stick enthaltenen Un-

terlagen allesamt das Inventar der Beklagten betreffen, welches gemäss 

den nachfolgenden Ausführungen für die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit 

der Beklagten ohnehin nicht relevant ist (vgl. E. 2.4.3.5 hiernach), ist in an-

tizipierter Beweiswürdigung auf eine nochmalige Einforderung der Unterla-

gen unter Androhung der im Unterlassungsfall erfolgenden Nicht-Verwen-

dung der entsprechenden Unterlagen zu verzichten.  

 

2.4.3.2. 

Betreffend die Nachreichung von Unterlagen zur Zahlungsfähigkeit gilt Fol-

gendes:  

 

Die nach dem erstinstanzlichen Entscheid eingetretenen Konkursaufhe-

bungsgründe von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG müssen sich innert der 

zehntägigen Beschwerdefrist verwirklicht haben und sind innerhalb dersel-

ben vorzubringen (BGE 139 III 491 E. 4; 136 III 294 E. 3.2). Bei der Be-

schwerdefrist von Art. 174 Abs. 1 Satz 1 SchKG handelt es sich um eine 

gesetzliche Frist, welche nicht erstreckt werden kann (Art. 31 SchKG i.V.m. 

Art. 144 Abs. 1 ZPO). Nach Ablauf der Beschwerdefrist eingereichte Ur-

kunden sind unzulässig und unbeachtlich (Urteil des Bundesgerichts 

5A_375/2025 vom 11. August 2025 E. 3.1). Eine Erstreckung der Be-

schwerdefrist und entsprechend der Frist zur Einreichung von Unterlagen 

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 - 10 - 

 

 

aufgrund einer schwierigen familiären Situation einer Partei wäre dem Ge-

richt demnach ohnehin nicht möglich.  

 

Im Übrigen ist nach dem Gesagten (E. 2.1.2 und 2.2.2 hiervor) auch nicht 

ersichtlich, dass es der Beklagten nicht möglich gewesen wäre, innert Frist 

die notwendigen Unterlagen einzureichen. Vorweg ist erneut darauf hinzu-

weisen, dass die Beklagte als juristische Person auch im Falle einer 

schwierigen familiären Situation ihres Geschäftsführers durch andere Per-

sonen handeln kann; bzw. muss sie sich andernfalls das Risiko anrechnen 

lassen, im Falle eines Ausfalls ihres Geschäftsführers handlungsunfähig zu 

sein, was wiederum einer erheblich unsorgfältigen Geschäftsführung 

gleichkäme, für deren Folgen sie selbst die Verantwortung zu tragen hätte. 

Sodann sind auch im Zeitraum der Beschwerdefrist, die ab dem 10. Juli 

2025 lief, keine gesundheitlichen Probleme des Sohnes des Geschäftsfüh-

rers mehr behauptet, geschweige denn belegt, und es war der Beklagten 

offensichtlich möglich, sich während der Beschwerdefrist zweimal verneh-

men zu lassen und Unterlagen einzureichen. Demnach ist nicht nachvoll-

ziehbar, weshalb der Beklagten die Einreichung vollständiger Inventarlis-

ten, Kontoauszüge oder betriebswirtschaftlicher Auswertungen während 

der Beschwerdefrist nicht möglich gewesen sein sollte.  

 

Das Obergericht ist schliesslich nicht verpflichtet, die Beklagte aufzufor-

dern, Belege für ihre Behauptungen innert noch offener Frist einzureichen. 

Es liegt am Schuldner, Beweismittel vorzulegen, die geeignet sind, seine 

Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen (Urteil des Bundes-

gerichts 5A_375/2025 vom 11. August 2025 E. 4.1). Nachfolgend sind da-

her nur die eingereichten Belege zur Zahlungsfähigkeit zu berücksichtigen. 

 

2.4.3.3. 

Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage einer Schuldnerin gibt insbesondere ihr Betreibungsregisterauszug. 

Zwar erwähnt die Beklagte in der Beschwerde als Beilage 3 "Aktueller Be-

treibungsauszug der A._____ GmbH", eingereicht hat sie jedoch eine 

Schuldner-Information des Betreibungsamtes Q._____ vom 10. Juli 2025 

(BB 3). Auch in ihrer Eingabe vom 18. Juli 2025 führt sie unter den in Pa-

pierform beiliegenden Dokumenten einen "Betreibungsregisterauszug mit 

Vermerk bezahlter Forderung (C._____ GmbH)" bzw. einen "Betreibungs-

auszug mit Stempelkopie zu Nr. ccc (C._____ GmbH)" auf. Sie reicht je-

doch nur die erste Seite einer Vorladung des Bezirksgerichts Bremgarten 

zur Konkursverhandlung vom 14. Oktober 2024 um 14:00 Uhr ein. Daraus 

geht hervor, dass die C._____ GmbH, S._____ (D), ein Konkursbegehren 

gegen die Beklagte wegen einer Forderung von Fr. 2'481.35 eingereicht 

hat. Die Beklagte entrichtete am 10. Oktober 2024 Fr. 2'481.35, demnach 

vor der Konkursverhandlung, an die Gerichtskasse Bremgarten, was durch 

einen entsprechenden Stempel der Gerichtskasse bestätigt wurde (Beilage 

6 zur Eingabe vom 18. Juli 2025).  

 - 11 - 

 

 

Die Beklagte hat es unterlassen, einen Betreibungsregisterauszug einzu-

reichen und folglich auch zu jeder noch offenen Betreibung Stellung zu neh-

men. Beim Fehlen des Betreibungsregisterauszuges lässt sich nicht ent-

scheiden, ob keine anderen offenen Betreibungen oder Betreibungen im 

Stadium der Konkursandrohung bestehen und keine Verlustscheine gegen 

sie vorliegen, was beides Grund zur Annahme der Zahlungsunfähigkeit 

sein könnte. Das Obergericht ist nicht verpflichtet, einen Auszug aus dem 

Betreibungsregister von Amtes wegen beizuziehen oder die Beklagte auf-

zufordern, Belege für ihre Behauptungen innert noch offener Frist einzu-

reichen (Urteil des Bundesgerichts 5A_300/2016 vom 14. Oktober 2016 

E. 5.2). Wie erwähnt, liegt es in ihrer Verantwortung, Beweismittel vorzule-

gen, die geeignet sind, ihre Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu 

lassen. Aus der eingereichten Schuldner-Information des Betreibungsamts   

Q._____ vom 10. Juli 2025 ergeben sich 13 Betreibungen gegen die Be-

klagte. Der Gesamtbetrag der Forderungen beträgt Fr. 35'094.66 und der 

Rest der Schulden Fr. 24'001.66. Die Schuldner-Information enthält keine 

Angaben über Verlustscheine. Die von der Klägerin in ihrer Beschwerde-

antwort erwähnte Konkursandrohung in der Betreibung Nr. bbb vom 

28. April 2025 von Fr. 2'176.00 zzgl. 5 % Zins sowie Fr. 59.95 ohne Zins 

(Beschwerdeantwortbeilage 2) ist darin mit einem Betrag von Fr. 2'451.85 

erfasst (BB 3). 

 

Insgesamt ist aufgrund des fehlenden Betreibungsregisterauszuges im 

Dunkeln geblieben, ob noch Verlustscheine gegen die Beklagte bestehen; 

folglich sind ihre Gesamtschulden aus Betreibungen unbekannt. 

 

Als Indiz für die Zahlungsunfähigkeit der Beklagten gilt, dass sie sich 

dadurch über Wasser halten muss, dass sie öffentlich-rechtliche Forderun-

gen vernachlässigt, welche bis Ende 2024 grundsätzlich nicht zum Kon-

kurs führen konnten (GIROUD/ THEUS SIMONI, a.a.O. N. 26e zu Art. 174 

SchKG; Art. 43 SchKG in bis Ende 2024 geltender Fassung; z.B. Klägerin, 

Schweizerische Eidgenossenschaft/ Eidgenössische Steuerverwaltung 

[BB 3]) und dass sie insgesamt fünf Konkursandrohungen angehäuft hat 

und selbst kleinere Beträge (z.B. ursprünglich Fr. 170.00 an die D._____ 

GmbH) nicht bezahlt (BB 3). 

 

2.4.3.4. 

Aktuelle Belege über die Gesamtschulden der Beklagten, welche noch 

nicht betrieben wurden, liegen auch nicht bei den Akten. Gemäss dem von 

der Klägerin eingereichten Auszug aus dem Beitragskonto vom 3. Septem-

ber 2025 sind per 27. August 2025 noch Fr. 12'714.30 an Beiträgen offen 

(Beilage 1 zur Beschwerdeantwort).  

 

2.4.3.5. 

Die Beklagte reicht eine Liste ihrer Debitoren per 15. Juli 2025 ein. Daraus 

geht ein offener Betrag von Fr. 69'259.95 hervor (BB 7). Diese Liste ist 

 - 12 - 

 

 

weder unterschrieben noch mit den angeblich offenen Rechnungen unter-

mauert. Demnach handelt es sich um blosse Behauptungen.  

 

Soweit die Beklagte auf zwei sich in ihrem Eigentum befindliche Lieferwa-

gen mit unbekanntem Wert (BB 6) bzw. auf ihren Lagerbestand mit 34'567 

Artikel mit einem Gesamtwert von Fr. 417'591.21 verweist (Beilage 2 zur 

Eingabe vom 18. Juli 2025) so stellen Warenvorräte keine liquiden Mittel 

dar und kann das Geschäftsinventar grundsätzlich nicht zur Schuldentil-

gung herangezogen werden (Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich 

PS250008 vom 22. Januar 2025 E. 3.5, vgl. GIROUD/ THEUS SIMONI, a.a.O. 

N. 26b zu Art. 174 SchKG). Die sich angeblich auf dem USB-Stick befind-

lichen Inventarlisten bzw. Lager- und Ladendokumentationsfotos würden 

aus den vorstehend genannten Gründen daher ebenfalls nichts zum Nach-

weis der Zahlungsfähigkeit beitragen. Im Übrigen stellt die Liste mit dem 

Lagerbestand ohnehin eine reine Behauptung dar, reichte die Beklagte 

doch keine Jahresrechnung oder Bilanz ein.  

 

Bei den liquiden Mitteln ist somit einzig die Konkurshinterlage von 

Fr. 10'000.00 zu berücksichtigen. 

 

2.4.3.6. 

Hinsichtlich ihres Aufwands reichte die Beklagte einzig einen Untermietver-

trag zwischen ihr selbst und E._____ betreffend das Mietobjekt Geschäfts-

räumlichkeiten an der […] vom und per 1. März 2023 mit einem monatli-

chen Mietzins von Fr. 3'828.30 ein (Beilage 3 zur Eingabe vom 18. Juli 

2025). Mit Schreiben vom 9. Juli 2025 bestätigte E._____, dass er über das 

Konkursverfahren und die Beschwerde informiert worden sei, diese keine 

Hindernisse für die Fortführung des Untermietverhältnisses darstellten und 

dass er überzeugt sei, dass die Beklagte zahlungsfähig sei und ihren ver-

traglichen Verpflichtungen als Untermieterin nachkommen werde. Am 

16. Juli 2025 führte E._____ aus, dass das Mietverhältnis weiterhin be-

stehe und bis zum heutigen Datum sämtliche Mietzinse vollständig und 

fristgerecht bezahlt worden seien (Beilagen 4 und 5 zur Eingabe vom 

18. Juli 2025). 

 

2.5. 

Die Beklagte reicht weder Belege über die ihr zur Verfügung stehenden 

Mittel wie z.B. Bankguthaben, Kreditverträge, Erklärung der Bank, ihr Un-

ternehmen weiterhin zu stützen, unterzeichnete Kreditorenlisten, Auftrags-

bestätigungen noch eine aktuelle Jahresrechnung, unterzeichnete Bilanz, 

Zwischenbilanz, Status, oder Steuererklärungen und -einschätzungen ein. 

Somit sind ihre finanziellen Verhältnisse im Dunkeln geblieben.  

 

Die Beklagte behauptet zwar eine gute Geschäftslage, angesichts der lü-

ckenhaft eingereichten Unterlagen ist es ihr jedoch nicht gelungen, ihre 

Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen. Nachdem im Dunkeln bleibt, wie 

 - 13 - 

 

 

hoch die Schulden der Beklagten sind und in den Akten Belege, über die 

ihr tatsächlich zur Verfügung stehenden Mittel (mit Ausnahme der Kon-

kurshinterlage) fehlen, lässt sich nicht sagen, dass ihre Zahlungsfähigkeit 

wahrscheinlicher ist als die Zahlungsunfähigkeit. Es ist ihr nicht gelungen, 

hinreichend darzutun, dass sie in der Lage sein wird, ihren laufenden Ver-

pflichtungen nachzukommen sowie in absehbarer Zeit die im Dunkeln ge-

bliebenen Gesamtschulden abzutragen.  

 

Die gegen das Konkurserkenntnis der Präsidentin des Bezirksgerichts 

Bremgarten vom 7. Juli 2025 gerichtete Beschwerde ist folglich abzuwei-

sen. 

 

3.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beklagte die obergerichtliche 

Entscheidgebühr zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO; Art. 61 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 52 GebV SchKG) und ihre Parteikosten selber zu tragen.  Der nicht 

anwaltlich vertretenen Klägerin ist keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen, da sie keine notwendigen Auslagen gemäss Art. 95 Abs. 3 lit. a ZPO 

geltend gemacht hat und kein begründeter Fall für eine Umtriebsentschä-

digung gemäss Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO vorliegt (BENEDIKT A. SUTER/CRIS-

TINA VON HOLZEN, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-

nung, 4. Aufl. 2025, N. 41 zu Art. 95 ZPO), was sie auch nicht beantragt. 

 

4.  

Die Zahlung der Forderungssumme kann der im Konkurs befindliche 

Schuldner nicht zu Lasten der Konkursmasse vornehmen, da er über die 

Aktiven der Masse nicht zum Nachteil der übrigen Gläubiger verfügen darf 

(Art. 204 Abs. 1 SchKG). Mit Zustimmung der Konkursverwaltung kann er 

jedoch den Forderungsbetrag samt Zins und Kosten zu Lasten der Masse 

bei der Beschwerdeinstanz hinterlegen. Diese überweist den Betrag an den 

Gläubiger, wenn sie die Beschwerde gutheisst. Bei Abweisung der Be-

schwerde ist der hinterlegte Betrag an die Konkursverwaltung zu überwei-

sen. Diese hat zu entscheiden, ob er der Konkursmasse, dem Schuldner, 

der die Geldsumme möglicherweise nach der Konkurseröffnung von dritter 

Seite als Darlehen erworben hat, oder einem Dritten, der die Hinterlegung 

in eigenem Namen vorgenommen hat, zusteht (GIROUD/THEUS SIMONI, 

a.a.O., N. 25 zu Art. 174 SchKG). Die Obergerichtskasse hat daher die bei 

ihr von der Beklagten hinterlegten Fr. 10'000.00 an das Konkursamt Aargau 

zu überweisen. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

  

 - 14 - 

 

 

2.  

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 500.00 wird der Beklagten 

auferlegt. 

 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

 

4.  

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, nach Rechtskraft des vorliegen-

den Entscheids die von der Beklagten geleistete Konkurshinterlage in der 

Höhe von Fr. 10'000.00 an das Konkursamt Aargau zu überweisen. 

  

 
 

   

Zustellung an: 

[…] 

 

Mitteilung an: 

[…] 

 

Mitteilung nach Rechtskraft an: 

[…] 
 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen 

Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und miet-

rechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens 

Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 44 

Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 

 

 

 - 15 - 

 

 

 
   

Aarau, 4. November 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 4. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli     Kabus