# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46842594-cbc7-51bf-b3c9-076872783dd9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 07.05.2010 ERZ 2010 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ERZ-2010-20_2010-05-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 07. Mai 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 09 166
ERZ 10 20/29

Verfügung
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuarin Mosca

In den zivilrechtlichen Rekursen

der Y., Gesuchstellerin, Rekurrentin und Rekursgegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, Gäuggelistrasse 16, 7002 Chur, 

und

des X., Gesuchsgegner, Rekurrent und Rekursgegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty, Alexanderstrasse 8, 7002 Chur, 

gegen

die Verfügungen des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 15. Juni 2009, 
mitgeteilt am 19. Juni 2009, und vom 8. Januar 2010, mitgeteilt am 8. Januar 
2010, 

betreffend Eheschutz

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y., geboren am 30. November 1973, und X., geboren am 18. Oktober 1959, 
heirateten am 20. Mai 1994 in A.. Der Ehe entsprossen die Kinder B., geboren am 
8. September 1996 und C., geboren am 10. April 2000.

B. Seit Ende Februar/anfangs März 2009 lebt die Familie getrennt. Am 11. 
April 2009, überbracht am 14. April 2009, liess Y. beim Bezirksgerichtspräsidium 
Plessur ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, 
worin sie im Wesentlichen die Zuweisung der ehelichen Liegenschaft an die 
Ehefrau und die Verpflichtung des Ehemannes, die eheliche Wohnung unter 
Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB bis spätestens 17. April 2009 zu verlassen, 
beantragte. Im Weiteren beantragte sie, die beiden Kinder B., geboren am 8. 
September 1996, und C., geboren am 10. April 2000, seien unter ihre Obhut zu 
stellen und dem Ehemann sei ein Besuchsrecht an jedem 1. Wochenende eines 
jeden Monats von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, sowie ein 
Ferienrecht von drei Wochen pro Jahr, einzuräumen. X. sei ausserdem zu 
verpflichten, monatliche, indexierte Unterhaltszahlungen von Fr. 2'700.-- (Fr. 750.-- 
je Kind und Fr. 1'200.-- für sie) zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche 
Kinderzulagen und einen Anwaltskostenvorschuss in Höhe von Fr. 4'000.-- sowie 
einen Gerichtskostenvorschuss zu leisten. Die Gütertrennung sei ab dem Datum 
der Gesuchseinreichung des Eheschutzgesuches anzuordnen. Die Anordnungen 
um Zuordnung der ehelichen Wohnung, die Verpflichtung des Ehemannes, die 
eheliche Wohnung bis spätestens 17. April 2009 zu verlassen sowie die 
Verpflichtung des Ehemannes zur Bezahlung von monatlichen 
Unterhaltszahlungen von insgesamt Fr. 2'700.-- seien superprovisorisch zu 
erlassen. 

C. Mit Verfügung vom 16. April 2009, mitgeteilt am 17. April 2009, erkannte 
das Bezirksgerichtspräsidium Plessur, dass die Eheleute berechtigt seien getrennt 
zu leben und X. bis spätestens 15. Mai 2009 die eheliche Wohnung an der D. zu 
verlassen habe. Im Übrigen wurden die superprovisorischen Begehren 
abgewiesen. Eine gemeinsame Anhörung wurde auf einen Termin nach dem 28. 
April 2009 festgesetzt.

D. Am 4. Mai 2009 fand eine gemeinsame Anhörung der Parteien vor 
Bezirksgerichtspräsidium Plessur in Anwesenheit ihrer Rechtsvertreter statt. Mit 
Verfügung vom 5. Mai 2009, mitgeteilt am 6. Mai 2009, beauftragte das 
Bezirksgerichtspräsidium Plessur den KJPD Graubünden, ein Gutachten zu 

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erstellen, ob und in welchem Rahmen X. ein Besuchs- und Ferienrecht gewährt 
werden soll. Das Gutachten des KJPD datiert vom 15. Mai 2009. Darin wurde 
festgestellt, dass es keine Hinweise gebe, welche eine Aufhebung des 
Besuchsrechts des Vaters mit seinen beiden Töchtern rechtfertigen würde.

E. Mit Vernehmlassung von 11. Mai 2009 beantragte X. im Wesentlichen, die 
beiden Kinder seien unter die Obhut der Ehefrau zu stellen, ihm sei ein 
Besuchsrecht von zwei Wochenenden pro Monat sowie ein Ferienrecht von vier 
Wochen pro Jahr einzuräumen. Sodann sei er zu verpflichten, den beiden Kindern 
Unterhaltsbeiträge von monatlich je Fr. 430.-- zuzüglich Kinderzulagen zu 
bezahlen. Das Begehren der Ehefrau um Zusprechung eines monatlichen 
Unterhaltsbeitrages und die weitergehenden Rechtsbegehren der Ehefrau seien 
abzuweisen. Schliesslich beantragte er die Anordnung der Gütertrennung und die 
Verpflichtung der Ehefrau zur Leistung eines Anwaltskostenvorschusses von Fr. 
4'000.-- an den Ehemann.

F. Mit Verfügung vom 15. Juni 2009, mitgeteilt am 19. Juni 2009, erkannte das 
Bezirksgerichtspräsidium Plessur wie folgt:

„1. Die Eheschutzverfügung vom 16. / 17. April 2009 bleibt in Kraft.

2. Die Kinder B., geboren 08. September 1996, und C., geboren 10. 
April 2000, werden unter die Obhut der Mutter gestellt.

3. Dem Vater wird das Recht eingeräumt, im Sinne des Gutachtens des 
KJPD ein Besuchs- und Ferienrecht auszuüben.

4. Der Ehemann wird verpflichtet, ab Mai 2009 bis 31. August 2009 
monatlich im voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 1'000.00 
(für die Kinder je CHF 450.00, für die Ehefrau CHF 100.00) zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

5. Den Parteien wird Frist bis 31. Juli 2009 gesetzt zur Einreichung der 
Belege der aktuellen Einkommens- und Vermögenssituation inkl. 
Allfällige Renten- oder ALV-Verfügungen.

6. Die Kosten bleiben bei der Prozedur.

7. (Mitteilung)“

G. Gegen diese Verfügung vom 15. Juni 2009 liess Y. mit Eingabe vom 16. 
Juli 2009 Rekurs beim Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei sie die 
folgenden Anträge stellte:

„1.1 Ziff. 4 des Dispositivs der Eheschutzverfügung 15./19. Juni 2009 des 
Bezirksgerichtspräsidiums Plessur sei aufzuheben und der Ehemann 
zu verpflichten, für die Zeitspanne Mai 2009 bis August 2009 
monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'700.-- (für 
die Kinder je Fr. 750.--, für die Ehefrau Fr. 1'200.--), zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

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1.2 Soweit Ziff. 13 der Erwägungen der Eheschutzverfügung vom 15./19. 
Juni 2009 des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur eine verbindliche 
Regelung der Verfahrenskosten und Parteientschädigungen darstellt, 
sei sie aufzuheben. Die Kosten des bisherigen vorinstanzlichen 
Verfahrens seien dem Rekursgegner zu überbinden und der 
Rekurrentin für das vorinstanzliche Verfahren eine 
Parteientschädigung von Fr. 2'000.--, zuzügl. 7.6% MWSt, allenfalls 
eine nach richterlichem Ermessen festzulegende 
Parteientschädigung zuzusprechen.

2.1 Bezüglich der Regelung des Unterhaltsanspruches der Ehefrau und 
der Kinder für die Periode März und April 2009 sowie ab September 
2009, Anordnung der Gütertrennung (insb. Zeitpunkt derselben) und 
Regelung der vorinstanzlichen Verfahrens- und Parteikosten sei die 
Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

2.2 Eventualbegehren

2.2.1 Der Rekursgegner sei zu verpflichten, für die Monate März und April 
2009 und mit Wirkung am 01. September 2009 auf den 1. jeden 
Monats im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge an den Unterhalt der 
Kinder B., C. und der Rekursführerin von monatlich Fr. 2'700.-- (Fr. 
750.-- je Kind und Fr. 1'200.-- für die Ehefrau), zuzüglich gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

Die Unterhaltsverpflichtung sei auf der Basis des Landesindex der 
Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik zu indexieren. Die 
Unterhaltsbeiträge seien jährlich auf den 1. Januar, erstmals auf den 
1. Januar 2010 nach Massgabe des Indexstandes per November des 
Vorjahres anzupassen und zwar nach folgender Formel:

neuer UB = alter UB x neuer Index

                   alter Index

(Basis Mai 2000 = 100 Punkte)

2.2.2 Es sei mit Wirkung ab 11. April 2009 Gütertrennung anzuordnen.

2.2.3 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das vorinstanzliche 
Verfahren zu Lasten des Ehemannes, wobei der Rekurrentin für das 
vorinstanzliche Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.--, zuzüglich 7.6% Mehrwertsteuer auszurichten sei.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Ehemannes, zuzüglich 7.6% Mehrwertsteuer nach dem jeweils 
gültigen Mehrwertsteuersatz.“ 

Mit Rekursantwort vom 24. August 2009 beantragte X. die Abweisung des 
Rekurses unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

H. Mit Verfügung vom 28. August 2009, mitgeteilt am 31. August 2009, 
erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts von Graubünden:

„1. Das Rekursverfahren ERZ 09 166 wird bis auf Weiteres sistiert.

2. Die Akten werden im Sinne der Erwägungen an das 
Bezirksgerichtspräsidium Plessur zurückgewiesen.

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3. Die Kosten bleiben bei der Prozedur.“

I. Mit Verfügung vom 8. Januar 2010, mitgeteilt am 8. Januar 2010 erkannte 
das Bezirksgerichtspräsidium Plessur:

„1. Die Eheschutzverfügung vom 15./19. Juni 2009 bleibt in Kraft.

2. a) Ziffer 4 der Eheschutzverfügung vom 15./19. Juni 2009 wird 
aufgehoben, und der Ehemann wird verpflichtet, für den Monat März 
2009 Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'000.-- (für die Kinder je Fr. 450.-- 
und für die Ehefrau Fr. 100.--)zuzüglich allfälliger gesetzlicher und 
vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

b) Ab April 2009 hat er monatlich pränumerando Fr. 2'360.-- (für die 
Kinder je Fr. 650.-- und für die Ehefrau Fr. 1’060.--)zuzüglich allfälliger 
gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen.

c) Der Ehemann wird verpflichtet, von einem allfälligen 13. Monatslohn 
oder einer Gratifikation 60% an die Ehefrau innert 10 Tagen nach 
Gutschrift zu überweisen.

3. Die Eheleute werden verpflichtet, allenfalls für das Kalenderjahr 2009 
sie nicht betreffende Prämienverbilligungsbeträge prozentual aufgeteilt, 
der Gegenpartei zu erstatten.

4. Der Antrag auf Leistung eines Anwaltskostenvorschusses des 
Ehemannes an die Ehefrau von Fr. 4'000.-- wird abgewiesen.

5. Die Gütertrennung wird mit Wirkung ab 11. April 2009 angeordnet.

6. Ziff. 13 der Eheschutzverfügung vom 15./19. Juni 2009 betreffend 
Kosten- und Entschädigungsfolge wird aufgehoben. Die Kosten des 
Eheschutzverfahrens von Fr. 3'321.-- (Gerichtsgebühren Fr. 1'500.--, 
Schreibgebühren Fr. 580.-- Bargebühren Fr. 1'241.-- [inkl. Gutachten 
KJPD]) gehen zu 2/3 (Fr. 2'214.--) zu Lasten des Ehemannes und zu 
1/3 (Fr. 1'107.--) zu Lasten der Ehefrau. Da beide Parteien mit einer 
Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege prozessieren, werden die 
Kosten der Stadt A. in Rechnung gestellt. Ausseramtlich hat der 
Ehemann die Ehefrau mit Fr. 1'000.-- (inkl. MWSt) zu entschädigen.

7. Den Parteivertretern wird eine Frist von 10 Tagen ab Mitteilung der 
vorliegenden Verfügung gesetzt, um eine detaillierte Honorarnote 
betreffend Anwaltsaufwand (samt Einzahlungsschein) einzureichen 
und ihre diesbezüglichen Ansprüche zu beziffern. Bei Nicht- Einhaltung 
dieser Frist wird der Bezirksgerichtsvizepräsident den Aufwand nach 
pflichtgemässem Ermessen festsetzen.

8. (Rechtmittelbelehrung)

9. (Mitteilung)“

J. Dagegen liess X. am 1. Februar 2010 Rekurs an das 
Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden erklären, mit folgenden Anträgen:

„1. Ziff. 2a der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 
8.1.2010 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Rekurrent 
keine Unterhaltsbeiträge für den Monat März und April 2009 schuldet.

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2. Ziff. 2b der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 
8.1.2010 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Rekurrent 
ab dem 1.5.2009 einen monatlichen Beitrag an den Unterhalt von 
Ehefrau und Kindern in der Höhe von insgesamt Fr. 1'293.-- schuldet.

3. Ziff. 2c der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 
8.1.2010 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Rekurrent 
unter dem Titel 13. Monatslohn bzw. Gratifikation der Rekursgegnerin 
nichts schuldet.

4. Ziff. 6 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 
8.1.2010 sei aufzuheben, als festzustellen ist, dass die amtlichen 
Kosten von den Parteien je zur Hälfte zu übernehmen und die 
ausseramtlichen Kosten wettzuschlagen sind.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,5% 
Mehrwertsteuer.“

K. Am  4. Februar 2010 liess auch Y. Rekurs an das Kantonsgerichtspräsidium 
von Graubünden erheben. Sie beantragt:

„1. Ziff. 1 des Dispositivs der Eheschutzverfügung vom 08. Januar 2010 
sei insoweit aufzuheben, als damit auch Ziff. 4 des Dispositivs und Ziff. 
13 der Eheschutzverfügung vom 15./19. Juni 2009 betroffen ist.

2. a) Ziff. 2 lit. b und c der Eheschutzverfügung vom 08. Januar 2010 
seien aufzuheben.

b) Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau/Kindern ab April 2009 
monatliche, auf den ersten jeden Monats im voraus zahlbare 
Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'600.-- (für die Kinder je Fr. 700.-- für die 
Ehefrau Fr. 1'200.--), zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher 
Kinderzulagen zu bezahlen.

c) der Ehemann sei zu verpflichten, ab Kalenderjahr 2009 der Ehefrau 
inskünftig von einem allfälligen 13. Monatslohn/einer 
Gratifikation/anderen Erfolgsbeteiligungen 67% innert 10 Tagen nach 
Gutschrift zu überweisen. Der Ehemann sei zu verpflichten der 
Ehefrau derartige Zahlungen unaufgefordert mitzuteilen und mit 
entsprechenden Abrechnungen zu dokumentieren.

d) Die Unterhaltsverpflichtung gemäss Ziff. 2b vorstehend sei auf der 
Basis des Landesindexes der Konsumentenpreise des Bundesamtes 
für Statistik zu indexieren. Die Unterhaltsbeiträge seien jährlich auf den 
01. Januar, erstmals auf den 01. Januar 2011, nach Massgabe des 
Indexstandes per November des Vorjahres anzupassen und zwar 
nach folgender Formel:

neuer UB = alter UB x neuer Index
                          alter Index

(Basis Mai 2009 = 100 Punkte)

e) Hinsichtlich der Unterhaltsperiode März 2009 bis und mit Februar 

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2010 seien Zahlungen des Ehemannes im Betrage von Fr. 9'060.-- als 
anrechenbar zu erklären.

3. Ziff. 6 der Eheschutzverfügung vom 08. Januar 2010 sei aufzuheben. 
Die Kosten des Eheschutzverfahrens vor der Vorinstanz in Höhe von 
Fr. 3'321.-- seien dem Ehemann zu überbinden. Der Ehemann sei 
sodann zu verpflichten, der Ehefrau die anwaltlichen Aufwendungen 
im vorinstanzlichen Verfahren in Höhe von Fr. 7'628.-- zu 
entschädigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwertsteuer 
nach dem jeweils gültigen Mehrwertsteuersatz für das 
Rekursverfahren zu Lasten des Ehemannes.“

Beide Parteien beantragten in ihren jeweiligen Rekursantworten die Abweisung 
des Rekurses der Gegenpartei unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

L. An der vom Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts von 
Graubünden am 7. Mai 2010 durchgeführten Einigungsverhandlung nahmen X. 
und sein Rechtsvertreter sowie der Rechtsvertreter von Y. teil. Y. wurde aufgrund 
gesundheitlicher Probleme von der Teilnahme dispensiert. Es konnte keine 
Einigung zwischen den Parteien erzielt werden.

Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen. 

II. Erwägungen

1. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten zum Schutz der ehelichen 
Gemeinschaft können gemäss Art. 8 Ziff. 11 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 des 
Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 
210.100) mit Rekurs beim Einzelrichter am Kantonsgericht angefochten werden. 
Im Rekurs ist mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheids 
angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (Art. 12 Abs. 1 und 3 
EGzZGB in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 ZPO). Auf die frist- und formgerecht 
eingereichten Rekurse vom 1. Februar 2010 beziehungsweise 4. Februar 2010 ist 
demnach einzutreten.

2. Gegenstand der vorliegenden Rekursverfahren bildet im Wesentlichen die 
Frage der Höhe des vom Ehemann an die Ehefrau zu leistenden 
Unterhaltsbeitrags, die Indexierung der Unterhaltsverpflichtung, die Frage, ob und 
allenfalls in welcher Höhe der Ehemann unter dem Titel 13. Monatslohn 

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beziehungsweise Gratifikation der Ehefrau Leistungen schuldet sowie der 
vorinstanzliche Kostenentscheid.

3. Bei der Ermittlung des Unterhaltsbeitrags im Eheschutzverfahren ist eine 
sogenannte Bedarfsrechnung vorzunehmen. Dabei wird das Einkommen der 
Parteien dem Grundbedarf gegenübergestellt und ein allfälliger 
Einkommensüberschuss bedarfsgerecht auf die Parteien aufgeteilt. Der 
Unterhaltspflichtige kann jedoch nur zu einem seiner Leistungsfähigkeit 
entsprechenden, nicht aber zu einem kostendeckenden Betrag verpflichtet 
werden. Der Leistungsunfähige ist daher grundsätzlich nicht beitragspflichtig. Das 
Bundesgericht hat in jüngeren Entscheiden (z.B. BGE 127 III 68 E. 2c S. 70) klar 
festgehalten, dass das Existenzminimum auch in Fällen knapper finanzieller Mittel 
zu schützen ist. Somit ist als Massgabe für die Zusprechung von 
Unterhaltsbeiträgen in erster Linie das betreibungsrechtliche Existenzminimum 
des Leistungspflichtigen nach Art. 93 SchKG heranzuziehen. Die 
Leistungsfähigkeit ergibt sich aus der Gegenüberstellung des Bedarfs des 
Leistungspflichtigen mit seinem erzielten Nettoeinkommen (vgl. Breitschmid, 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 2. Auflage, Basel 2002, N. 11 und 12 zu Art. 
285).

a) Das Bezirksgerichtspräsidium Plessur ging im Falle von X. von einem 
Grundbedarf von Fr. 2'400.-- aus. Dieser setzt sich zusammen aus dem 
Grundbetrag von Fr. 1'100.--, Wohnkosten von Fr. 850.--, Krankenkasse Fr. 250.--, 
Telecom, Mobiliar Fr. 100.--, Steuern Fr. 100.--. X. macht nun geltend, dieser 
Minimalbedarf sei nicht mehr aktuell. Die Krankenkassenprämien würden Fr. 
272.50 betragen. Auch sei er auf ein Auto angewiesen, wie aus der bei den Akten 
liegenden Bestätigung der E. ersichtlich sei. Hierfür sei ein monatlicher Betrag von 
Fr. 300.-- zu berücksichtigen. Die Steuern würden sich gemäss provisorischer 
Rechnung auf Fr. 140.-- pro Monat belaufen. Die Ausgaben für Telecom/TV seien 
mit Fr. 196.-- zu veranschlagen. Die Versicherungskosten für das Auto und die 
Beiträge an die Mobiliarversicherung würden Fr. 230.-- pro Monat betragen. Für 
die Prämie seiner Lebensversicherung bezahle er Fr. 30.--.

In Abweichung zum Vorderrichter sind die Richtlinien für die Berechnung des 
betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 18. August 2009 zu beachten. 
Demnach beträgt der Grundbetrag für einen alleinstehenden Schuldner Fr. 1'200.-
-. Nebst den Kosten für die Wohnungsmiete von Fr. 802.-- pro Monat (vgl. ERZ 10 
20, act. 01/ 5), sind, wie noch auszuführen sein wird, auch die Kosten für den 
unterirdischen Autoabstellplatz von Fr. 123.-- pro Monat in die Berechnung 

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einzubeziehen. Als Zuschlag zum monatlichen Grundbetrag sind die monatlichen 
Krankenkassenprämien gemäss KVG zu beachten. Abzustellen ist auf die effektiv 
bezahlten Prämien. Prämien für die freiwilligen Zusatzversicherungen gemäss 
VVG sind bei der Berechnung des familienrechtlichen Existenzminimums nicht zu 
berücksichtigen. Freiwillige Zusatzversicherungen können aus dem Grundbetrag 
oder einem allfälligen Anteil am Überschuss bezahlt werden (vgl. Jann Six, 
Eheschutz, Bern 2008, N 2.108 S. 73 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend beträgt 
die Monatsprämie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung rund Fr. 155.-- 
(vgl. ERZ 10 20, act. 01/9). Weiter gilt es in diesem Zusammenhang zu beachten, 
dass Prämienverbilligungen zu berücksichtigen sind (Jann Six, a.a.O., N 2.107 S. 
73). Wie den Akten entnommen werden kann (vgl. act. Nr. 68 des 
Gesuchsgegners vor Vorinstanz), hat die Familie X.Y. für das Jahr 2009 
Prämienverbilligungen im Umfang von Fr. 3’554.-- erhalten; die erste Rate Ende 
März in Höhe von Fr. 1'777.10 und eine zweite Rate Ende Juli von Fr. 1'776.90, 
total Fr. 3'554.--. Seit Juli 2009 bezahlt die Ehefrau für sich und die beiden Kinder 
die Krankenkassenbeiträge selber. Bis und mit Juni 2009 ist der Ehemann dafür 
aufgekommen. Die erste Rate der Prämienverbilligungen von Fr. 1'777.10 liess X. 
denn auch seinem Konto gutschreiben. Gemäss erwähnter Beilage (act. 68) 
betragen die Prämienverbilligungen für die beiden Töchter je Fr. 768.-- (monatlich 
Fr. 64.--), gesamthaft somit Fr. 1'536.--. Subtrahiert man vom Betrag von Fr. 
3'554.-- die Prämieverbilligungen für B. und C. von Fr. 1'536.--, ergibt dies Fr. 
2’018.--. Jeder Ehegatte hat somit für das Jahr 2009 Prämienverbilligungen im 
Umfang von rund Fr. 1'009.-- erhalten (Fr. 2'018.-- : 2). Monatlich ergibt dies eine 
Prämienverbilligung von Fr. 84.-- (1’009.-- :12). Somit ist von der Monatsprämie 
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung von Fr. 155.-- die 
Prämienverbilligung im Umfang von Fr. 84.-- zu subtrahieren, womit der effektiv zu 
leistende Betrag Fr. 71.-- ausmacht. Sodann ist zu beachten, dass X. gemäss 
Bestätigung der Arbeitgeberin seit Ende Dezember 2009 für die Ausübung seiner 
Berufstätigkeit auf ein Auto angewiesen ist. X. arbeitet seit 28. Dezember 2009 als 
Medienkurier bei der E. Er ist für die Frühzustellung in F. zuständig (vgl. ERZ 10 
20, act. 01/7). Wie den Lohnabrechnungen für Januar, Februar und März 2010 
(vgl. ERZ 10 20, act. 17/4, 17/6 und 17/8) entnommen werden kann, werden dem 
Arbeitnehmer rund Fr. 50.-- Spesen für das Fahrzeug ausbezahlt. Demnach 
rechtfertigt es sich nicht, die volle von X. geforderte Summe von Fr. 300.-- für das 
Fahrzeug anzurechnen. Der Arbeitnehmer hat die Zeitungen in F. zu verteilen. Es 
ist davon auszugehen, dass die E. den Spesenbetrag von Fr. 50.-- für den 
Streckenabschnitt ausrichtet, den der Arbeitnehmer in F. selber zurückzulegen 
hat. Der Arbeitsweg von A. nach F. beträgt rund 7 Kilometer. Pro Tag hat X. somit 

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rund 15 Km zurückzulegen. Geht man von einer durchschnittlichen 
Kilometerentschädigung von Fr. 0.60 aus, so erscheinen Auslagen von Fr. 200.-- 
pro Monat als ausgewiesen (vgl. Jann Six, a.a.O., N 2.120 S. 78). Hinzuzurechnen 
sind sodann die Steuern. Gemäss provisorischer Rechnung belaufen sich diese 
auf Fr. 140.-- pro Monat. Die Strassenverkehrssteuern belaufen sich auf Fr. 
552.60 (ERZ 10 20, act. 01/16) und die Prämien der Mobiliarversicherung für das 
Auto betragen jährlich Fr. 2’002.-- (ERZ 10 20, act. 01/14). Pro Monat fallen somit 
Versicherungs- und Steuerkosten für das Auto von Fr. 210.-- an. Für 
Versicherungen wird der Betrag von Fr. 50.-- pro Monat eingesetzt. Entgegen der 
Ansicht des Ehemannes nicht zu berücksichtigen sind Ausgaben für Telecom/TV 
und die Handykosten der beiden Kinder. Diese Auslagen sind im Grundbetrag 
enthalten. Total beläuft sich der Grundbedarf des Ehemannes auf Fr. 2'796.--, 
somit rund Fr. 2'800.--:

Grundbetrag Fr. 1'200.00
Wohnnungsmiete + Garage Fr.   925.00
Krankenpflegeversicherung Fr.        71.00
Fahrkosten Fr.   200.00
Steuern Fr.   140.00
Versicherungskosten Auto Fr.   210.00
Versicherungen Fr.     50.00
total Fr. 2'796.00

b) Bei der Ehefrau ist gemäss den Richtlinien für die Berechnung des 
betreibungsamtlichen Existenzminimums vom 18. August 2009 ein Grundbetrag 
von Fr. 1'350.-- zu berücksichtigen. Der Grundbetrag für die am 8. September 
1996 geborene Tochter B. beträgt Fr. 600.-- und derjenige für die am 10. April 
2000 geborene Tochter C. Fr. 400.-- pro Monat. Sodann sind die Wohnkosten 
(inklusive Nebenkosten von Fr. 413.--) von insgesamt Fr. 1'150.-- in die 
Berechnung einzubeziehen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob 
die den Parteien zustehenden Wohnbauförderungsmittel von jährlich Fr. 2'784.-- 
(monatlich Fr. 232.--) anzurechnen sind. Die Ehefrau stellt sich auf den 
Standpunkt, dass es offen sei, ob weitere Auszahlungen unter dem Titel 
Wohnbauförderung erfolgen werden. Ausserdem sei zu berücksichtigen, dass 
diese Mittel gegenüber den Leistungserbringern im Falle einer Veräusserung 
vollumfänglich rückerstattet werden müssten, sofern die Anlagekosten 
überschritten werden. Eine Auseinandersetzung mit den 
Wohnbauförderungsmitteln habe demnach im Güterrecht zu erfolgen. Den Akten 
lässt sich entnehmen, dass die Zusatzbeiträge der Stadt A. und des Kantons 

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Graubünden für die Zeitspanne vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009 gemäss 
Auskunft des Amtes für Landwirtschaft und Geoinformation vom 6. August 2009 
auf das Konto des Ehemannes überwiesen worden sind (vgl. ERZ 10 29, act. 
01/11). Die Zusatzbeiträge für die Zeit von 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2010 sind 
sodann auf das Konto der Ehefrau geflossen. Somit haben beide Ehegatten für 
den Zeitraum der letzten zwei Jahre je denselben Betrag erhalten, weshalb es sich 
nicht rechtfertigt, die ausbezahlten Zusatzbeiträge für die besagte Zeitspanne an 
die Wohnkosten anzurechnen. Ob weitere Zahlungen folgen werden, lässt sich 
den Akten nicht mit Sicherheit entnehmen. Es lässt sich auch nicht voraussagen, 
ob die fragliche Eigentumswohnung veräussert wird, weshalb von einer 
Anrechnung der Zusatzbeiträge an die Wohnungskosten abgesehen wird.

Bei der Krankenkasse ist im Weiteren auch bei der Ehefrau lediglich die Prämie 
für die obligatorische Krankenversicherung zu beachten. Diese Kosten belaufen 
sich auf Fr. 258.40 (ERZ 10 29, act. 01/6). Wie bereits ausgeführt, hat jeder 
Ehegatte für das Jahr 2009 Prämienverbilligungen im Umfang von rund Fr. 1'009.-
- erhalten (Fr. 2'018.-- : 2). Monatlich ergibt dies eine Prämienverbilligung von Fr. 
84.-- (1’009.-- :12). Y. sind demnach Krankenkassenkosten im Umfang von Fr. 
174.-- anzurechnen. Die monatlichen Krankenkassenprämien für die Töchter B. 
und C. betragen je Fr. 62.80 (ERZ 10 29, act. 01/8). Diese Kosten sind in der 
Berechnung des Grundbedarfs nicht einzubeziehen, zumal die bezogenen 
Prämienverbilligungen von monatlich je Fr. 64.-- diese Kosten decken. Im 
Weiteren ist der von der Ehefrau geltend gemachte Betrag von Fr. 150.--  für die 
Benützung des Fahrzeuges für private Zwecke nicht zu berücksichtigen. 
Betreffend Steuern gilt es zu beachten, dass die Ehefrau auch den 
Unterhaltsbeitrag des Ehemannes zu versteuern haben wird. Eine steuerliche 
Belastung von rund Fr. 250.-- monatlich erscheint deshalb realistisch. Addiert man 
Fr. 50.-- für Versicherungen, beläuft sich der Grundbedarf der Ehefrau mit den 
beiden Töchtern auf Fr. 3'974.--, demnach monatlich rund Fr. 4'000.--:

Grundbetrag Ehefrau Fr. 1'350.00
Grundbetrag B. Fr.   600.00
Grundbetrag C. Fr.   400.00
Wohnungskosten Fr.   737.00
Nebenkosten Wohnung Fr.   413.00
Krankenpflegeversicherung Fr.      174.00
Steuern Fr.   250.00
Versicherungen Fr.     50.00
total Fr. 3'974.00

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c) Als nächster Schritt ist bei beiden Ehegatten das effektiv erzielte 
Nettoeinkommen zu ermitteln. Der Vorderrichter ist in seiner Eheschutzverfügung 
vom 15. Juni 2009 von einem Erwerbseinkommen des Ehemannes aus dem Jahr 
2008 von Fr. 45'543.-- ausgegangen. Nicht bekannt war dem 
Bezirksgerichtspräsidium Plessur, dass X. seit Mitte April 2009 Arbeitslosengeld 
bezog, mit Beginn 16. April 2009. In der Eheschutzverfügung vom 8. Januar 2010 
führte der Vorderrichter aus, der Ehemann habe von April 2009 bis November 
2009 im Schnitt Fr. 2'335.-- von der Arbeitslosenkasse und Fr. 2'862.-- von der E. 
bezogen, total ergebe dies ein Einkommen von Fr. 4'760.--, zuzüglich 
Kinderzulagen und zuzüglich eines allfälligen 13. Monatslohnes oder einer 
Gratifikation. X. erzielte im Jahr 2009 folgende Einkünfte:

Monat Arbeitslosengeld netto E. netto
April Fr.   261.00 Fr. 2'859.15
Mai Fr. 1'824.95 Fr. 2'984.40
Juni Fr. 2'028.70 Fr. 3'617.95
Juli Fr. 2'866.45 Fr. 2'758.30
August Fr. 2'213.50 Fr. 3'095.35
September Fr. 2'601.40 Fr. 2'837.45
Oktober Fr. 3'052.40 Fr. 2'219.75
November Fr. 2'664.55 Fr. 2'525.20

Fr.    17'513.40 Fr.    22'897.55

Von der Ehefrau wird in diesem Zusammenhang geltend gemacht, der Ehemann 
habe offenbar wegen verspäteter Anmeldung im April 2009 nicht jene 
Arbeitslosengelder bezogen, welche er hätte beziehen können. Aus welchen 
Gründen das Arbeitslosengeld für den Monat April tief ausgefallen ist, lässt sich 
den Akten nicht entnehmen. Jedenfalls kann für die Berechnung eines 
durchschnittlichen monatlichen Einkommens der Monat April nicht herangezogen 
werden. Somit hat X. von Mai bis November 2009 Fr. 17'251.95 
Arbeitslosengelder und Fr. 20'038.40 von der E. erhalten. Gesamthaft erzielte er in 
der Zeitspanne von 7 Monaten Fr. 37'290.35, monatlich demnach Fr. 5'327.20. 
Subtrahiert man von diesem Betrag die Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 440.--, 
so erwirtschaftete der Ehemann im Jahr 2009 ein durchschnittliches 
Nettoeinkommen von Fr. 4'887.20 (ohne Kinderzulagen). 

d) Die Vorinstanz hat der Ehefrau ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 
2000.-- angerechnet. Gemäss Lohnausweis der G. erhält die Ehefrau einen 
Hauswartslohn pro Monat von brutto Fr. 700.-- und netto Fr. 657.65 (ERZ 10 29, 

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act. 01/2). Sodann arbeitet die Ehefrau gemäss Bestätigung des 
Salärmanagements der H. seit 1. Oktober 1999 als Aushilfsraumpflegerin im 
Stundenlohn bei Bedarf. Dem Lohnausweis der H. (ERZ 10 29, act. 01/3) kann 
entnommen werden, dass die Ehefrau im Jahr 2009 Fr. 5'019.-- bei der H. verdient 
hat. Monatlich erzielte sie somit bei dieser Tätigkeit ein Nettoeinkommen von Fr. 
418.25. Zusätzlich geht die Ehefrau einer Tätigkeit als Vertreterin von I. Produkten 
nach. Y. hat vor Vorinstanz die Buchhaltung für ihre I.-Tätigkeiten 2009 
eingereicht. Die Ehefrau führt nun in diesem Zusammenhang aus, in der 
Zwischenzeit liege eine Jahresrechnung vor, der Gewinn 2009 belaufe sich netto 
auf Fr. 6'111.01 (vgl. ERZ 10 29, act. 01/4). Ohne Aufrechnung des 
Eigenverbrauchs von Fr. 9'008.-- habe sogar ein Verlust von rund Fr. 3'000.-- 
resultiert. Der Eigenverbrauch sei somit – entgegen der vorinstanzlichen Annahme 
– zum Gewinn aufgerechnet worden. Aus dieser Tätigkeit könne somit lediglich ein 
durchschnittliches Einkommen von Fr. 500.-- monatlich angerechnet werden. 
Damit sei von effektiven Einkünften von Fr. 1'725.-- auszugehen. Dieser 
Argumentation kann nur zum Teil gefolgt werden. Bei Konsultation der 
Jahresrechnung 2009 stellt man tatsächlich fest, dass der Eigenverbrauch von Fr. 
9'008.-- in der Erfolgsrechnung enthalten ist. Es ist davon auszugehen, dass  die 
Ehefrau die entsprechenden Produkte zum Einstandspreis bezogen hat. Daraus 
folgt jedoch, dass die Summe von Fr. 9'008.-- nicht nur beim Ertrag, sondern auch 
beim Aufwand (Wareneinkauf) entsprechend in Abzug zu bringen ist (Fr. 61'848.-- 
minus Fr. 9’008.--), was den Betrag von Fr. 52'840.-- (Totalsumme Aufwand) 
ergibt. Der Ertrag beläuft sich auf Fr. 58’786.90 (Fr. 58'764.90 + Fr. 185.90). 
Demnach beträgt der massgebliche Gewinn Fr. 5'946.90 (Fr. 58’786.90 – Fr. 
52'840.--), das heisst umgerechnet auf den Monat Fr. 495.75. Sodann gilt es zu 
beachten, dass die Büromiete mit einem Betrag von Fr. 4'100.-- als Aufwand in der 
Erfolgsrechnung aufgeführt wird. Das Büro befindet sich in der von der Ehefrau 
bewohnten Stockwerkeigentumseinheit. Werden aber in der 
Grundbedarfsrechnung der Ehefrau die vollen Hypothekarzinsen angerechnet, so 
geht es nicht an, dass ein Teil dieser Kosten zusätzlich auch als Aufwand in der 
Erfolgsrechnung berücksichtigt werden. Entweder sind die Wohnungskosten in der 
Grundbedarfsrechnung der Ehefrau entsprechend zu senken oder aber der 
Betriebskostenanteil der Büromiete wird von der Erfolgsrechnung gestrichen. 
Letztere Variante führt zu einer Steigerung des Gewinns, weshalb nicht zu 
beanstanden ist, dass die Vorinstanz davon ausgegangen ist, Y. erziele ein 
monatliches Nettoeinkommen von Fr. 2'000.--. Selbst wenn aber die Ehefrau kein 
durchschnittliches Nettoeinkommen von Fr. 2'000.-- erwirtschaftet, wäre es ihr 

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möglich und auch zumutbar, einen monatlichen Nettoverdienst von Fr. 2'000.-- zu 
erzielen (BGE 117 II 16 E. 1b S. 17; BGE 128 III 4 E. 4). 

e) Der Grundbedarf ist in einem nächsten Schritt dem Einkommen der 
Parteien gegenüberzustellen:

Grundbedarf Ehemann Fr. 2'800.00
Grundbedarf Ehefrau Fr. 4'000.00
Total Fr. 6'800.00

Einkommen Ehemann Fr. 4'890.00
Einkommen Ehefrau Fr. 2'000.00
Total Fr. 6'890.00

Der Eigenvorsorgungskapazität der Parteien von Fr. 6'890.-- steht ein 
Gesamtnotbedarf von Fr. 6'800.-- gegenüber. Überlässt man den minimalen 
Überschuss von Fr. 90.-- zu 2/3 der Ehefrau und zu 1/3 dem Ehemann, so 
errechnet sich der Unterhaltsanspruch ab Mai 2009 wie folgt:

Ehemann Ehefrau
Grundbedarf Fr. 2'800.00 Fr. 4'000.00
Anteil Überschuss Fr.           30.00 Fr.     60.00
total Fr. 2'830.00 Fr. 4'060.00
minus eigenes Einkommen        - Fr. 4’890.00          -Fr. 2'000.00
Ausgleichsbetrag          -Fr.      2'060.00           Fr. 2'060.00

Im Resultat kann somit festgehalten werden, dass X. zu verpflichten ist, an den 
Unterhalt von Y. und der Kinder ab 1. Mai 2009 Fr. 2'060.-- zuzüglich allfälliger 
gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen zu bezahlen. Von diesem Betrag sind 
je Fr. 600.-- für die Kinder und Fr. 860.-- für die Ehefrau bestimmt. 

f) Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 2.a des Dispositivs des vorinstanzlichen 
Urteils für den Monat März 2009 sowie die Unterhaltsbeiträge für den Monat April 
2009 (Vorinstanz Ziff. 2.b) sind vom Ehemann ebenfalls angefochten worden. Er 
vertritt die Ansicht, dass er für diese zwei Monate keine Unterhaltsbeiträge 
schulde, zumal er erst Ende April aus der ehelichen Wohnung ausgezogen sei 
und bis zu seinem Auszug für sämtliche Kosten seiner Familie aufgekommen sei. 
Y. sei erst am 24. März 2009 aus der ehelichen Wohnung vorübergehend zu ihrer 
Mutter gezogen. Die Ehefrau führt indessen in diesem Zusammenhang aus, sie 
sei Ende Februar/anfangs März 2009 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen 

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und habe mit den Kindern - bis zum Auszug des Ehemannes aus der ehelichen 
Wohnung (Ende April) - bei ihrer Mutter gelebt. Der Unterhalt sei ab der 
tatsächlichen Trennung der Parteien, mithin ab März 2009 geschuldet. Abgesehen 
von der Leistung der Krankenkassenprämien habe der Ehemann bis zu seinem 
Auszug Ende April 2009 keine Unterhaltsleistungen an die Ehefrau und die beiden 
Kinder erbracht. Dieser Argumentation kann nur teilweise gefolgt werden. Es ist 
unbestritten, dass die Ehefrau im März 2009 zu ihrer Mutter gezogen ist und dass 
der Ehemann in dieser Zeitspanne für die Krankenkassenprämien aufgekommen 
ist. Bestritten ist hingegen, wann die Ehefrau aus der ehelichen Wohnung 
ausgezogen ist und allenfalls wie viel Unterhalt der Ehemann für diese Zeitspanne 
schuldet. Während die Ehefrau behauptet, anfangs März ausgezogen zu sein, 
führt der Ehemann aus, sie sei erst Ende März zu ihrer Mutter gezogen. Da die 
Ehefrau jedoch in dieser Zeitspanne bei ihrer Mutter gewohnt hat, ist davon 
auszugehen, dass Y. in den ein oder zwei Monaten keine grosse Auslagen - 
insbesondere nicht höhere Auslagen als ihr eigenes Einkommen - hat tätigen 
müssen. Kommt hinzu, dass X. im Monat April 2009 lediglich ein Einkommen von 
Fr. 3'120.-- erzielt hat. Dieser Betrag liegt nur Fr. 300.-- über seinem 
Existenzminimum. Berücksichtigt man ausserdem, dass der Ehemann für die 
Monate März und April 2009 die Krankenkassenprämien für die gesamte Familie 
bezahlt hat, so wäre er gar nicht in der Lage gewesen, zusätzlich noch 
Unterhaltszahlungen zu leisten. Somit kann festgehalten werden, dass der 
Ehemann der Ehefrau für die Monate März und April 2009 keine 
Unterhaltszahlungen zu tätigen hat. 

g) Entgegen der Ansicht der Ehefrau sind sodann die mit Eheschutzentscheid 
zugesprochenen Unterhaltsbeiträge aufgrund des vorläufigen Charakters der 
Eheschutzmassnahmen nicht zu indexieren (vgl. Jann Six, a.a.O., N 2.181 S. 
101). Dies entspricht der ständigen Praxis des Kantonsgerichts Graubünden. 
Vielmehr sind die Unterhaltsbeiträge auf Begehren eines Ehegatten in einem 
Abänderungsverfahren gemäss Art. 179 Abs. 1 ZGB anzupassen, falls sich die 
massgeblichen Verhältnisse dauerhaft und erheblich verändern. 

h)  Im Resultat sind somit die Ziffern 2.a, 2.b und 3 der Verfügung des 
Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 8. Januar 2010 sowie die Ziffer 4 der 
Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 15. Juni 2009 aufzuheben 
und X. ist zu verpflichten, ab Mai 2009 monatlich pränumerando Fr. 2'060.-- (für 
die Kinder je Fr. 600.-- und für die Ehefrau Fr. 860.--) zuzüglich allfälliger 
gesetzlicher und vertraglich Kinderzulagen zu bezahlen.

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i) In Ziff. 2 lit. c des vorinstanzlichen Dispositivs wurde X. schliesslich 
verpflichtet, von einem allfälligen 13. Monatslohn oder einer Gratifikation innert 10 
Tagen nach Gutschrift 60% an die Ehefrau zu überweisen. Die Ehefrau lässt in 
ihrem Rekurs zwar ausführen, gemäss den Lohnabrechnungen des Ehemannes 
sei der 13. Monatslohn bereits im Stundenansatz enthalten. Dies schliesse 
indessen nicht aus, dass ihm im Dezember eine Gratifikation ausgerichtet worden 
sei. Es stehe ausser Frage, dass der Ehefrau und den Kindern an einem allfälligen 
13. Monatslohn oder einer Gratifikation ein Anspruch von 2/3 zustehen würde. Das 
vorinstanzliche Dispositiv sei auch insofern unklar, als dieser Anspruch nicht nur 
für das Jahr 2009, sondern auch für allfällige Folgejahre Gültigkeit habe. X. 
beantragt hingegen, Ziff. 2c der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur 
vom 8. Januar 2010 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass X. unter dem 
Titel 13. Monatslohn beziehungsweise Gratifikation der Ehefrau nichts schulde. 
Der Argumentation beider Rekurrenten kann nicht gefolgt werden. Der 13. 
Monatslohn ist im Stundenansatz gemäss Anhang zum Arbeitsvertrag vom 20. 
November 2008 enthalten (vgl. ERZ 10 20, Beilage 8). Somit wurde der 13. 
Monatslohn als Einkommen bereits angerechnet. Soweit der Ehemann zusätzlich 
noch Bonuszahlungen oder Gratifikationen erhalten sollte, können diese vom 
Einkommen ausgeklammert werden. In einem solchen Fall ist der 
unterhaltspflichtige Ehegatte zu verpflichten, sich beim anderen Ehegatten 
unaufgefordert über den jeweils ausbezahlten Bonus auszuweisen und ihm nach 
Auszahlung die Hälfte davon zu überweisen (vgl. Jann Six, a.a.O., S. 81 N 2.130). 
Entgegen der Ansicht der Ehefrau wäre ein allfälliger Bonus oder eine Gratifikation 
somit nicht nach den gleichen Kriterien wie ein Überschuss zu verteilen. Eine 
hälftige Aufteilung wäre in diesem Fall gerechtfertigt. Ziff. 2.c der angefochtenen 
Verfügung ist somit aufzuheben und der Ehemann ist zu verpflichten, von einem 
allfälligen Bonus oder einer Gratifikation innert 10 Tagen nach Gutschrift 50% an 
die Ehefrau zu überweisen. Selbstverständlich besteht dieser Anspruch nicht 
einzig für das Jahr 2009. Der vorinstanzlichen Regelung ist denn auch keine 
Beschränkung auf das Jahr 2009 zu entnehmen.

4. Y. führt im Weiteren aus, der Ehemann habe Unterhaltszahlungen im 
Umfang von 9'060.-- getätigt. Weitergehende Leistungen habe X. nicht erbracht. 
Den bei den Akten liegenden Kontoauszügen kann entnommen werden, dass X. 
Zahlungen von Fr. 9'060.-- erbracht hat (vgl. ERZ 10 29 Beilagen 14-23). Ob der 
Ehemann aber noch weitere Zahlungen geleistet hat, kann aufgrund der 
vorliegenden Aktenlage nicht festgestellt werden. Selbstverständlich sind aber die 

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Fr. 9'060.-- und allenfalls darüber hinaus geleistete Unterhaltszahlungen 
anzurechnen.

5. Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO sind die Kosten des Gerichtsverfahrens in der 
Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Hat keine Partei vollständig 
obsiegt, können die Kosten verhältnismässig verteilt werden. Sie werden dann den 
Parteien nach dem Masse ihres Unterliegens überbunden (Vogel/Spühler, 
Grundriss des Zivilprozessrechts, 7. Auflage, Bern 2001, § 50 N. 24). Darüber 
hinaus hat die unterliegende Partei der obsiegenden alle ihre durch den 
Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. Fällt das Urteil nicht 
ausschliesslich zu Gunsten einer Partei aus, können die aussergerichtlichen 
Kosten nach den gleichen Grundsätzen wie die gerichtlichen verteilt werden (Art. 
122 Abs. 2 ZPO). Wie bereits der Gesetzeswortlaut erkennen lässt, handelt es 
sich bei Art. 122 ZPO nicht um eine starre Vorschrift, sie lässt vielmehr 
Ausnahmen zu. Grundsätzlich liegt es im richterlichen Ermessen, ob und in 
welchem Umfang vom üblicherweise Geltenden abgewichen wird. Doch darf dies 
nicht willkürlich geschehen; der Entscheid muss sich vielmehr sachlich vertreten 
lassen (vgl. PKG 1988 Nr. 14 S. 72).

a)  Die Vorinstanz hat die Kosten des Eheschutzverfahrens von Fr. 3'321.--
(Gerichtsgebühren Fr. 1'500.--, Schreibgebühren Fr. 580.--, Bargebühren Fr. 
1'241.-- [inkl. Gutachten KJPD]) zu 2/3 (Fr. 2'214.--) dem Ehemann und zu 1/3 (Fr. 
1'107.--) der Ehefrau auferlegt. Ausseramtlich wurde der Ehemann verpflichtet, die 
Ehefrau mit Fr. 1'000.-- (inkl. MWSt) zu entschädigen. Die Ehefrau wendet 
dagegen ein, sie sei im vorinstanzlichen Verfahren faktisch mit allen Anträgen 
durchgedrungen, weshalb es sich nicht rechtfertige, dass sie für das 
vorinstanzliche Verfahren mit Gerichtskosten belastet werde. X. beanstandet die 
vorinstanzliche Kostenverteilung ebenfalls. Es sei nicht gerechtfertigt, ihm 2/3 der 
vorinstanzlichen Verfahrenskosten aufzuerlegen, zumal Y. mit ihren 
umfangreichen Rechtsbegehren nicht übermässig durchgedrungen sei und es 
ausserdem im Eheschutzverfahren üblich sei, die Kosten hälftig zu teilen und die 
ausseramtlichen Entschädigungen wettzuschlagen. Den Argumentationen beider 
Parteien kann nicht gefolgt werden. Im vorinstanzlichen Verfahren stand die Frage 
zur Diskussion, in welchem Umfang dem Vater ein Besuchsrecht eingeräumt 
werden soll, sodann bildete die Festsetzung des Unterhaltsanspruchs von Y. und 
den Kindern die Hauptfrage. Während der Ehemann bereit war, lediglich 
Unterhaltszahlungen von monatlich je Fr. 430.-- pro Kind zu tätigen, beantragte 
die Ehefrau Unterhaltsleistungen von insgesamt Fr. 2'700.--. Die Vorinstanz hatte 
den Ehemann verpflichtet, der Ehefrau und den Kindern monatlich Fr. 2'360.-- zu 

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überweisen. Im vorliegenden Rekursverfahren wurden Unterhaltszahlungen von 
insgesamt Fr. 2'060.-- zugesprochen, und zwar erst ab Mai 2009. Die Ehefrau 
beantragte Unterhaltszahlungen ab März 2009. Die weiteren Begehren (wie 
Obhutszuteilung der Kinder, Zuteilung der Liegenschaft, Anordnung von 
Gütertrennung) waren von untergeordneter Bedeutung, zumal sich die Parteien 
darüber weitestgehend verständigen konnten. Somit rechtfertigt es sich nicht, an 
der vorinstanzlichen Kostenverteilung eine Änderung vorzunehmen.

b) X. stellte im Rekursverfahren den Antrag, ihn von der Unterhaltspflicht für 
die Monate März und April 2009 zu befreien. Diesem Antrag wurde entsprochen. 
Sodann beantragte er, dass er einen monatlichen Beitrag an den Unterhalt der 
Ehefrau und der Kinder in der Höhe von insgesamt Fr. 1'293.-- schulde. Die 
Ehefrau hingegen beantragte Unterhaltszahlungen von monatlich Fr. 2'600.--. Im 
Rekursverfahren wurden Unterhaltszahlungen von monatlich Fr. 2'060.-- 
zugesprochen. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten des Rekursverfahrens von 
Fr. 1'000.-- zuzüglich Schreibgebühren von Fr. 320.--, total somit Fr. 1'320.--, den 
Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Bei der Frage der aussergerichtlichen 
Entschädigung ist von denselben Überlegungen auszugehen. Demzufolge scheint 
es angemessen, die ausseramtlichen Entschädigungen für das Rekursverfahren 
wettzuschlagen.

c) X. wurde mit Verfügungen vom 25. März 2010 (ERZ 09 173/ERZ 10 72) 
und 7. April 2010 (ERZ 10 75) die Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege 
erteilt. Die ihm anfallenden amtlichen Kosten des Rekursverfahrens und die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten seines Rechtsvertreters, 
Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty, sind demnach - unter Vorbehalt der 
Rückforderung - der Stadt A. in Rechnung zu stellen (Art. 47 Abs. 1 und 2 ZPO, 
Art. 45 Abs. 2 ZPO). Nebenbei sei erwähnt, dass die Entschädigung für den 
früheren Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, bereits mit 
Verfügung vom 7. April 2010 (ERZ 09 173 und ERZ 10 72) festgesetzt wurde.

d) Auch Y. wurde mit Verfügungen vom 21. August 2009 (ERZ 09 167) und 
15. Februar 2010 (ERZ 10 30) die Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege 
erteilt. Die ihr anfallenden amtlichen Kosten des Rekursverfahrens und die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten ihrer Rechtsvertretung sind 
demnach - ebenfalls unter Vorbehalt der Rückforderung - der Stadt A. in 
Rechnung zu stellen (Art. 47 Abs. 1 und 2 ZPO, Art. 45 Abs. 2 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt

1. Der Rekurs von X. und die Rekurse von Y. werden teilweise gutgeheissen 
und die Ziffern 2 und 3 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums 
Plessur vom 8. Januar 2010 sowie die Ziffer 4 der Verfügung des 
Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 15. Juni 2009 werden aufgehoben.

2.a) X. wird verpflichtet, ab Mai 2009 an den Unterhalt von Y. und der beiden 
Kinder monatlich im Voraus Fr. 2'060.-- (für die Kinder je Fr. 600.-- und für 
die Ehefrau Fr. 860.--) zu bezahlen.

  b) Bereits geleistete Unterhaltsbeiträge sind entsprechend anzurechnen.

3. X. wird verpflichtet, von einem allfälligen Bonus oder einer Gratifikation 
innert 10 Tagen nach Gutschrift 50% an die Ehefrau zu überweisen.

4.a) Die Kosten der Rekursverfahren von Fr. 1'000.-- zuzüglich Schreibgebühren 
von Fr. 320.--, total somit Fr. 1'320.--, gehen je zur Hälfte zu Lasten von X. 
und Y.. Die ausseramtlichen Entschädigungen für die Rekursverfahren 
werden wettgeschlagen.

  b) Die X. auferlegten amtlichen Kosten des Rekursverfahrens und die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten seiner Rechtsvertretung 
werden der Stadt A. in Rechnung gestellt. 

  c) Die Y. auferlegten amtlichen Kosten des Rekursverfahrens und die in 
diesem Verfahrensabschnitt entstandenen Kosten ihrer Rechtsvertretung 
werden der Stadt A. in Rechnung gestellt. 

  d) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe (Art. 45 Abs. 2 ZPO) durch 
die Stadt A. bleibt vorbehalten.

  e) Die Rechtsvertreter beider Parteien werden aufgefordert, innert 10 Tagen 
seit Mitteilung dieser Verfügung eine detaillierte und tarifgemässe 
Honorarnote einzureichen. Bei Nichteinhaltung dieser Frist wird die 
Entschädigung des Rechtsvertreters nach pflichtgemässem Ermessen 
festgelegt. 

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 

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Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: