# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5abcad45-4016-56fd-9ccb-77831089849b
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-06-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.06.2014 BB.2014.78
**Docket/Reference:** BB.2014.78
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2014-78_2014-06-03

## Full Text

Vereinigung von Verfahren (Art. 30 StPO). Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).;;Vereinigung von Verfahren (Art. 30 StPO). Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).;;Vereinigung von Verfahren (Art. 30 StPO). Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).;;Vereinigung von Verfahren (Art. 30 StPO). Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft (Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO).

Beschluss vom 3. Juni 2014   
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Nathalie Zufferey Franciolli,  

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Maître Philippe Currat,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Vereinigung von Verfahren (Art. 30 StPO);  

Verfahrenshandlung der Bundesanwaltschaft  

(Art. 20 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2014.78 

 

 

 

 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Anlässlich der Schlusseinvernahme eines Mitbeschuldigten stellte der Ver-

teidiger von A. Ausstandsbegehren, unter anderem gegen den Mitarbeiter 

der Bundeskriminalpolizei B. Die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") 

wies das Begehren nach Einholung einer Stellungnahme von B. mit Verfü-

gung vom 12. Mai 2014 als unbegründet ab (act. 1.2).  

 

 

B. Dagegen erhob A. am 21. Mai 2014 Beschwerde. Er beantragt, das vorlie-

gende Verfahren sei mit seinem weiteren Ausstandsverfahren 

(BB.2014.69) gegen drei Staatsanwälte des Bundes zu vereinen. Die ange-

fochtene Verfügung sei sodann aufzuheben und der Ausstand von B. an-

zuordnen (act. 1 S. 31).  

 

Es wurde kein Schriftenwechsel durchgeführt (Art. 390 Abs. 2 StPO). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-

weit erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug ge-

nommen.   

 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 

kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde er-

hoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 des Bun-

desgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden 

des Bundes [Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG, SR 173.71]). Zur 

Beschwerde berechtigt ist, wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der 

Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat (Art. 382 

Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 StPO; GUIDON, Die Beschwerde gemäss 

Schweizerischer Strafprozessordnung, Berner Diss., Zürich/St. Gal-

len 2011, N. 247 ff.; PIQUEREZ/MACALUSO, Procédure pénale suisse, 

3. Aufl., Genf/Zürich/Basel 2011, N. 1911).  

1.2 Die Beschwerde bringt unter anderem und nur en passant vor, dass die BA 

gestützt auf die Stellungnahme von B. entschieden habe, ohne dazu den 

Beschwerdeführer anzuhören. Mit Schreiben vom 15. Mai 2014 (act. 1.3) 

 

 

lehnte die BA generell ab, die Stellungnahme dem Beschwerdeführer zu-

gänglich zu machen. 

Dies entspricht in der Tat dem Anspruch auf rechtliches Gehör nicht 

(vgl. statt vielen BGE 139 I 189 E. 3.2). Indes: Über Ausstandsgesuche 

entscheidet die BA, wenn die Bundespolizei betroffen ist (Art. 59 Abs. 1 

lit. a StPO). Ihr Entscheid ist endgültig (Art. 59 Abs. 1 StPO). Bezeichnet 

dieses Gesetz einen Entscheid als endgültig oder nicht anfechtbar, so ist 

dagegen kein Rechtsmittel nach diesem Gesetz zulässig (Art. 380 StPO). 

Damit ist keine Beschwerdemöglichkeit nach Art. 393 ff. StPO gegeben 

(BGE 138 IV 222 E. 1). Auf die Beschwerde ist folglich nicht einzutreten. 

Der Antrag auf Verfahrensvereinigung ist damit gegenstandslos geworden. 

 

 

2. Die missverständliche Rechtsmittelbelehrung der Verfügung vom 

12. Mai 2014 (Beschwerde nach StPO) wurde mit Schreiben vom 

15. Mai 2014 präzisiert. Die Beschwerde wurde erst hernach, am 

22. Mai 2014, erhoben. Damit hat die unzutreffende Rechtsmittelbelehrung 

keine Auswirkung auf die vorliegende Kostenverteilung. 

 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Ge-

richtskosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf 

Fr. 500.-- festzusetzen (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reg-

lements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, 

Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]). 

 

 

 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Der Antrag auf Vereinigung des vorliegenden Verfahrens mit dem Verfahren 

BB.2014.69 wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von der Ge-

schäftskontrolle abgeschrieben. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 4. Juni 2014   

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Maître Philippe Currat 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (Art. 79 BGG).