# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49118124-7f0e-577f-92ee-9ff261b94d3f
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Abgaberechtliche Kammer 16.01.2023 A 2022 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_002_A-2022-18_2023-01-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

ABGABERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Ivo Klingler und Ersatzrichter lic. iur. Bruno Bosshard
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 16. Januar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Rekurrentin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Zug, Bahnhofstrasse 26, Postfach, 6301 Zug
Rekursgegnerin 

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuern / direkte Bundessteuer 2019 und 2021
(Steuerhoheit / Mahngebühr)

A 2022 18

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Urteil A 2022 18

A. Die A.________ AG mit Sitz in B.________/ZG reichte am 6. Januar 2021 die 
Steuererklärung (inkl. Jahresrechnung) 2019 ein (StV-act. 1). Im Anschluss an ein kurzes 
Auflageverfahren (StV-act. 2–5) veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Zug die 
Kantons- und Gemeindesteuern 2019 sowie die direkte Bundessteuer 2019 je mit 
Verfügung vom 14. April 2022 (StV-act. 6). Dagegen erhob die steuerpflichtige 
Gesellschaft mit zwei separaten Schreiben am 11. Mai 2022 Einsprache (StV-act. 7, 8). 
Zur Begründung führte sie (bzw. ihr einziger Verwaltungsrat C.________) sinngemäss 
aus, Bund, Kanton und Gemeinde seien nicht zur Erhebung der fraglichen Steuern 
berechtigt. Gegen die Berechnung der Steuerfaktoren brachte die steuerpflichtige 
Gesellschaft keine Einwände vor. 

Mit Schreiben vom 13. Februar 2022 wurden der A.________ AG die provisorischen 
Rechnungen für die Kantons- und Gemeindesteuern 2021 und die direkte Bundessteuer 
2021 zugestellt (StV-act. 9, 10). Da innert Frist keine Zahlungen eingegangen waren, 
mahnte die Steuerverwaltung die A.________ AG sowohl für die (provisorischen) Kantons- 
und Gemeindesteuern 2021 als auch für die (provisorische) direkte Bundessteuer 2021 
am 18. April 2022 zum ersten Mal (StV-act. 11, 12) und am 6. Juni 2022 zum zweiten Mal 
(StV-act. 13, 14). Mit den zweiten Mahnungen stellte die Steuerverwaltung jeweils 
Mahngebühren von Fr. 35.– in Rechnung. Dagegen erhob die A.________ AG wiederum 
in zwei separaten Schreiben vom 13. Juni 2022 Einsprache (StV-act. 15, 16). Inhaltlich 
stellte sie abermals die Steuerhoheit des Gemeinwesens in Frage, bezüglich der direkten 
Bundessteuer vertrat sie zudem die Ansicht, dass es an einer gesetzlichen Grundlage 
fehle, um Mahngebühren zu erheben. 

Die Steuerverwaltung wies sowohl die Einsprachen vom 11. Mai 2022 (betreffend die 
Veranlagung 2019) als auch die Einsprachen vom 13. Juni 2022 (betreffend die 
Mahngebühren für die provisorischen Rechnungen der Steuerperiode 2021) mit 
Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 ab (StV-act. 17). Inhaltlich legte die 
Steuerverwaltung im Wesentlichen die verfassungsrechtlichen, bundesgesetzlichen und 
kantonalrechtlichen Grundlagen zur Steuerhoheit des Bundes, des Kantons und der 
Gemeinde dar und verwies bezüglich der erhobenen Mahngebühren auf die einschlägigen 
Bestimmungen des Steuergesetzes und der Verordnung zum Steuergesetz des Kantons 
Zug und erklärte, dass im Zusammenhang mit dem Vollzug der direkten Bundessteuer – 
soweit das Verfahren nicht bundesrechtlich geregelt sei – die Bestimmungen des Zuger 
Steuergesetzes sinngemäss gelten würden. 

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Urteil A 2022 18

B. Mit Schreiben vom 10. August 2022 gelangte die A.________ AG an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug (act. 1). Darin verlangte sie "die Aberkennung der 
Rechtswirksamkeit des sogenannten Einspracheentscheids der Steuerverwaltung vom 
15. Juli 2022", infolge fehlender hoheitlicher Legitimation, da die Steuerverwaltung des 
Kantons Zug heimlich und illegal in eine Kapitalgesellschaft resp. eine Tochtergesellschaft 
des (ebenfalls verdeckt und illegal in ein Unternehmen umgewandelten) Kantons Zug 
umgewandelt worden sei. Gleiches treffe auf die holdingmässig strukturierte 
Muttergesellschaft namens "Schweizerische Eidgenossenschaft" mit Sitz im Ausland zu. 
Im Weiteren forderte die Rekurrentin das Gericht zum Nachweis "hoheitlicher 
Handlungsbefugnisse des Verwaltungsgerichts Zug und seiner Funktionäre sowie 
sämtlicher Vorinstanzen" auf und kündigte in diesem Zusammenhang "Pönalen" an (act. 1 
S. 1 ff.). Obwohl die Rekurrentin das Verwaltungsgericht nicht als hoheitlich zur 
Beschwerdebehandlung legitimiert erachte, stellte sie daneben "vorsorglich" folgende 
Rechtsbegehren (act. 1 S. 9):

1. Der Einspracheentscheid für 2019 vom 15. Juli 2022 sei vollständig aufzuheben.

2. Die Veranlagungsverfügungen für 2019 vom 14. April 2022 seien vollständig aufzuheben. 

Eventualiter sei der berechnete Steuerbetrag jeweils auf Fr. 0.– (null) festzusetzen.

3. Der anteilsmässig bereits bezahlte Betrag von Fr. _______ für die direkte Bundessteuer sei 

vollständig und zuzüglich Verzugszinsen zurückzuerstatten.

4. Der anteilsmässig bereits bezahlte Betrag von Fr. _______ für die Kantons- und Gemeindesteuern 

sei vollständig und zuzüglich Verzugszins zurückzuerstatten. 

5. Die Mahngebühr für die provisorische Rechnung 2021 der direkten Bundessteuer sei zu stornieren, 

mangels Rechtsgrundlage nach "Ihrem" Recht. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Inhaltlich führte die Rekurrentin im Wesentlichen aus, dass die Veranlagung im Steuerjahr 
2019 dann korrekt wäre, wenn man sowohl das Steuergesetz als auch die hoheitlichen 
Rechte von Bund, Kanton und Gemeinden als gegeben betrachten würde, was jedoch 
vehement in Abrede gestellt werde und in der Einsprache begründet worden sei. Was die 
Mahngebühr für die direkte Bundessteuer betreffe, fehle eine gültige Rechtsgrundlage. 
Das Inkasso für nicht rechtskräftig festgesetzte Beträge sei ohnehin rechtlich fragwürdig. 
Für die Rechtmässigkeit der Mahngebühr sei der Kanton Zug beweispflichtig. Allerdings 
sei dies lediglich ein Detailthema und im Vergleich zur generellen Steuerpflicht völlig 
irrelevant. Es gehe nur darum aufzuzeigen, dass sich die Verwaltungen mittlerweile nicht 

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Urteil A 2022 18

einmal mehr an die eigenen Gesetze halten würden, was ein Beleg mehr für ungedecktes 
und ungesetzliches Handeln sei (act. 1 S. 9 ff.).

C. Die Rekurrentin bezahlte den von ihr verlangten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.– 
fristgerecht (act. 3). 

D. Die Steuerverwaltung (nachfolgend auch: Rekursgegnerin) beantragte mit 
Vernehmlassung vom 19. August 2022 die Abweisung des Rekurses, soweit darauf 
einzutreten sei. Der Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 sei zu bestätigen. Unter 
Kostenfolgen zu Lasten der Rekurrentin. In materieller Hinsicht verwies die 
Rekursgegnerin auf ihre Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid (act. 5). 

E. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) liess sich während des Verfahrens 
nicht vernehmen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 140 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 
(DBG; SR 642.11) kann der Steuerpflichtige gegen Einspracheentscheide der 
Veranlagungsbehörde für die direkte Bundessteuer innert 30 Tagen nach der Zustellung 
bei einer von der Steuerbehörde unabhängigen Rekurskommission schriftlich Beschwerde 
erheben. Nach § 75 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen 
(Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) ist das Verwaltungsgericht die 
kantonale Rekursbehörde im Sinne der Vorschriften über die direkte Bundessteuer. Die 
Beschwerden werden, unter Vorbehalt abweichender und ergänzender Vorschriften des 
Bundesrechts, wie kantonale Steuerstreitigkeiten behandelt (§ 75 Abs. 2 VRG). Gemäss 
§ 136 Abs. 1 des kantonalen Steuergesetzes (StG; BGS 632.1) kann die steuerpflichtige 
Person gegen den Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung innert 30 Tagen 
schriftlich Rekurs beim Verwaltungsgericht erheben. Der Rekurs muss einen Antrag und 
eine Begründung enthalten. Die notwendigen Beweisunterlagen sind beizulegen oder zu 
bezeichnen (§ 136 Abs. 3 StG; ähnlich Art. 140 Abs. 2 DBG).

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Urteil A 2022 18

Die vorliegende Beschwerde (bezüglich der direkten Bundessteuer) und der vorliegende 
Rekurs (bezüglich der kantonalen Steuern) werden der einfacheren Lesbarkeit halber im 
Folgenden – mit Ausnahme des Rechtsspruchs im Dispositiv – beide als Rekurs 
bezeichnet, wobei der Begriff "Rekurs" beide Rechtsmittel (Beschwerde und Rekurs) 
umfasst.

1.2 Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Juli 2022 (frühestens zugestellt am 
16. Juli 2022) gelangte die Rekurrentin mit Schreiben vom 10. August 2022 (Poststempel) 
ans Verwaltungsgericht, womit die 30-tägige Rechtsmittelfrist gewahrt wurde. Die Eingabe 
der Rekurrentin enthält über mehrere Seiten hinweg wirre und weitschweifige 
Ausführungen, die den angefochtenen Einspracheentscheid inhaltlich nur marginal 
thematisieren. Immerhin sind der Rekursschrift aber konkrete Anträge im Zusammenhang 
mit dem "vorsorglich" erhobenen Rekurs zu entnehmen (act. 1 S. 9) und es ist ersichtlich, 
dass generell die Steuerhoheit des Gemeinwesens sowie die erhobenen Mahngebühren in 
Frage gestellt werden. Vor dem Hintergrund, dass das Verwaltungsgericht im Sinne einer 
bürgernahen Justiz bei Laienrekursen praxisgemäss keine allzu hohen Ansprüche an die 
formellen Anforderungen stellt, ist auf den Rekurs deshalb insoweit einzutreten. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

Das Gericht behält sich allerdings ausdrücklich vor, derartige Eingaben künftig unter 
Androhung des Nichteintretens zur Verbesserung zurückzuschicken (§ 32 VRG). 

Auf den Antrag der Rekurrentin, wonach das Verwaltungsgericht innert 20 Tagen den 
(beglaubigten) Nachweis über seine hoheitlichen Handlungsbefugnisse (sowie jener der 
Vor-instanzen) beizubringen habe, ist nicht einzutreten. Einerseits wurden die 
Richterpersonen des Verwaltungsgerichts im dafür gesetzlich vorgesehenen Verfahren 
gewählt und vereidigt, womit sie offenkundig legitimiert sind. Andererseits scheint hinter 
dem Ansinnen der Rekurrentin ohnehin kein ernsthaftes, schutzwürdiges (Informations-
)Interesse zu stehen, weshalb schon deshalb nicht darauf einzutreten ist. Vielmehr handelt 
es sich bei der Antragsbegründung um floskelhafte Ausführungen aus dem Umfeld der 
Staatsverweigerer- und ähnlicher Bewegungen, wie auch – neben der vertretenen Theorie 
der Umwandlung des Staates in eine Kapitalgesellschaft – an weiteren Merkmalen der 
Eingabe (etwa die Referenz auf die "BAR-Vermutungen" sowie die Verwendung von 
Doppelpunkten vor dem Vor- und Nachnamen des zeichnenden Verwaltungsrates) zu 
erkennen ist. Es sei ferner darauf hingewiesen, dass die auf Seite 7 des Rekurses 

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namentlich genannten Personen, um deren beglaubigte Unterschriften ersucht wird (vgl. 
act. 1), ohnehin nicht beim Verwaltungsgericht des Kantos Zug tätig sind. 

2. Das Verwaltungsgericht kann Einspracheentscheide der kantonalen 
Steuerverwaltung sowohl bezüglich kantonaler Steuern (§ 63 Abs. 3 und 74 Abs. 2 VRG; § 
121 und 136 Abs. 2 StG) als auch bezüglich der direkten Bundessteuer (Art. 140 Abs. 3 
DBG) in vollem Umfang überprüfen. Es stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (§ 74 
Abs. 2 VRG i.V.m. § 121 und 137 Abs. 1 StG sowie Art. 142 Abs. 4 und 130 Abs. 1 DBG). 
Es gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (§ 74 Abs. 2 VRG i.V.m. 
§ 121 und 137 Abs. 2 StG sowie Art. 143 Abs. 1 DBG). 

3. Streitig und zu prüfen ist die Frage der Steuerhoheit von Bund, Kanton und 
Gemeinde sowie die Rechtmässigkeit der erhobenen Mahngebühren. 

4.
4.1 Zur Steuerhoheit bzw. Steuererhebungskompetenz des Bundes, des Kantons Zug 
und seiner Gemeinden kann vollumfänglich auf die Ausführungen der Steuerverwaltung 
verwiesen werden, in welchen auch die einschlägigen Rechtsgrundlagen genannt werden 
(Art. 3, Art. 42 und Art. 128 Abs. 1 BV, das DBG, das Bundesgesetz über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14] 
sowie das kantonale StG; vgl. StV-act. 17 S. 1 f.). Im Weiteren findet sich die Grundlage 
der Steuerhoheit des Kantons Zug und seiner Gemeinden in der Verfassung des Kantons 
Zug (KV; BGS 111.1; vgl. § 1, 15 und 74 KV). Es handelt sich mithin auf allen Ebenen um 
Gemeinwesen, welche kraft Verfassung und Gesetz zur Steuererhebung befugt sind (vgl. 
hierzu Reich, Steuerrecht, 3. Aufl. 2020, § 1 Rz. 7). 

Steuern bilden heute die wichtigste Einnahmequelle des Staates und stellen 
gewissermassen den Lebensnerv jedes Gemeinwesens dar. Die 
Steuererhebungskompetenz kann auch als Rückgrat des Föderalismus betrachtet werden, 
denn "the power to tax is the power to govern" (Reich, a.a.O., § 1 Rz. 14). Dass die 
Schweizerische Eidgenossenschaft sämtliche Voraussetzungen eines souveränen Staates 
im Sinne der Völkerrechtstheorie und der allgemeinen Staatslehre erfüllt (sog. 
Dreielementenlehre von Georg Jellinek: Staatsvolk, Staatsgebiet, Staatsgewalt; vgl. hierzu 
etwa Haller/Kölz/Gächter, Allgemeines Staatsrecht, 6. Aufl. 2020, Rz. 27 ff.), ist 
offenkundig. Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist mithin ein Subjekt des 
Völkerrechts. Daran ändert auch die von der Rekurrentin bzw. ihrem einzigen 

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Verwaltungsrat weitschweifig vorgebrachte Weltanschauung aus dem Umfeld der 
Staatsleugner- und ähnlicher Bewegungen, nichts. Auf die diesbezüglich vorgebrachten 
(querulatorischen) Rügen und Forderungen ist nicht weiter einzugehen (vgl. hierzu etwa 
auch BGer 5A_918/2022 vom 5. Dezember 2022 E. 3). Dennoch sei angemerkt, dass sich 
die wiederholt als Beweis für die vertretene Weltanschauung angeführte UID-Nummer auf 
Art. 3 Abs. 1 lit. c Ziff. 7 des Bundesgesetzes über die Unternehmens-
Identifikationsnummer (UIDG; SR 431.03) stützt, wonach Verwaltungseinheiten von Bund, 
Kantonen und Gemeinden, die aufgrund ihrer administrativen Aufgaben oder aus 
statistischen Gründen identifiziert werden müssen, als "UID-Einheiten" gelten und 
infolgedessen eine UID-Nummer zugewiesen erhalten. Im Übrigen scheint jedenfalls 
selbst die Rekurrentin die Gültigkeit der Schweizerischen Bundesverfassung nicht 
anzuzweifeln, beruft sie sich doch auf Art. 5 BV (Grundsätze rechtsstaatlichen Handelns) 
und Art. 9 BV (Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben; vgl. act. 1 S. 2). 
Dass diese verfassungsmässigen Grundsätze verletzt worden wären, ist allerdings weder 
ersichtlich (so bestehen namentlich – wie dargelegt – rechtliche Grundlagen zur Erhebung 
von Steuern durch das Gemeinwesen) noch substantiiert dargetan. 

4.2 Auch was die Rechtsgrundlagen zur Erhebung der verlangten Mahngebühren 
betrifft, kann auf die Ausführungen der Steuerverwaltung im angefochtenen Entscheid 
verwiesen werden. Wie die Steuerverwaltung richtig darlegt (vgl. StV-act. 17 S. 2 f.), findet 
§ 41 der Verordnung zum Steuergesetz (VO StG; BGS 632.11) gestützt auf Art. 2 DBG, 
§ 156 Abs. 1 StG sowie § 105 Abs. 2 StG auch beim Inkasso der direkten Bundessteuer 
gemäss Art. 165 DBG Anwendung. Damit besteht sowohl für den Bezug der Kantons- und 
Gemeindesteuern als auch der direkten Bundessteuer eine hinreichende rechtliche 
Grundlage zur Erhebung von Mahngebühren. Die Höhe der Gebühr von Fr. 35.– für eine 
zweite (eingeschriebene) Mahnung ergibt sich sodann aus dem Gebührenreglement der 
Zuger Steuerverwaltung (vgl. hierzu auch StV-act. 17 S. 3, mit dem Hinweis, auf das im 
Internet einsehbare Gebührenreglement). 

Die Rekurrentin rügt darüber hinaus generell das Inkasso provisorischer Rechnungen. 
Diesbezüglich kann ihr das Folgende entgegengehalten werden: Der provisorische Steuer-
bezug hat seinen Hintergrund in der Gegenwartsbemessung der Steuer (sog. Postnumer-
andobesteuerung mit Gegenwartsbemessung). In dieser Ordnung fallen die Steuer- und 
die Bemessungsperiode zusammen; die Veranlagung kann selbstredend aber erst nach 
Ablauf der Steuerperiode beginnen. Der provisorische Bezug der Steuer ist dabei der 
Regelfall, weil die Steuerforderung – wie vorliegend – (systembedingt) meistens bereits 

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vor der Veranlagung fällig wird, da bei den periodischen Steuern der Fälligkeitstermin im 
Interesse einer rationellen Steuereintreibung in der Regel ohne Rücksicht auf den 
Abschluss eines konkreten Veranlagungs- oder Beschwerdeverfahrens generell festgelegt 
wird (vgl. Reich, a.a.O., § 16 Rz. 8 ff., § 21 Rz. 5 f. und § 26 Rz. 65 ff.). So sieht denn 
auch Art. 162 Abs. 1 DBG vor, dass die direkte Bundessteuer entsprechend der 
Veranlagung bezogen wird; ist die Veranlagung im Zeitpunkt der Fälligkeit der Steuer noch 
nicht vorgenommen worden, so erfolgt der Steuerbezug vorerst provisorisch; Grundlage 
dafür ist die Steuererklärung, die letzte Veranlagung oder der mutmasslich geschuldete 
Steuerbetrag. Eine analoge Regelung für die Kantonssteuer enthält § 155 StG. Da bei der 
Gegenwartsbemessung im Zeitpunkt der Fälligkeit der Steuer noch nicht alle 
Steuererklärungen eingereicht geschweige denn verarbeitet sind, kann der Bezug nicht 
auf der Grundlage einer definitiven Veranlagung vorgenommen werden (vgl. auch BGer 
2C_377/2017 vom 4. Oktober 2017 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Weitergehende Ausführungen 
zur Gegenwartsbemessung und zur Fälligkeit der Steuerforderung erübrigen sich 
angesichts der Tatsache, dass selbst die Rekurrentin ihre diesbezügliche Rüge (im 
Vergleich zu ihren sonstigen Vorbringen) als "völlig irrelevant" bezeichnet. 

Nach dem soeben Dargelegten sind die erhobenen Mahngebühren jedenfalls nicht zu 
beanstanden.

4.3 Abschliessend ist festzuhalten, dass gegen die Berechnung der Steuerfaktoren 
selbst keine Einwände vorgebracht werden (vgl. act. 1 S. 9: "Die Veranlagung für das 
Steuerjahr 2019 wäre dann korrekt, wenn man sowohl das Steuergesetz als auch die 
hoheitlichen Rechte von Bund, Kanton und Gemeinden als gegeben betrachtet."). Es sind 
denn auch keine offensichtlichen Fehler der Steuerverwaltung bei der Bemessung der 
streitgegenständlichen Gewinn- und Kapitalsteuern ersichtlich, womit es auch 
diesbezüglich sein Bewenden haben kann. 

5. Zusammenfassend erweist sich der vorliegende Rekurs als unbegründet und ist 
dementsprechend abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

6.
6.1 Die unterliegende Partei trägt die Kosten des Rekursverfahrens (§ 120 Abs. 1 StG; 
Art. 144 Abs. 1 DBG). Die Höhe der Spruchgebühr beträgt Fr. 400.– bis Fr. 15'000.– 
(§ 1 Abs. 1 der Verordnung über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
[KoV VG; BGS 162.12]). Vorliegend unterliegt die Rekurrentin vollständig, weshalb sie die 

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gesamten Kosten des Rekursverfahrens zu tragen hat. Die Kosten werden aufgrund des 
Zeit- und Arbeitsaufwandes, der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie des Streit-
werts festgesetzt (§ 1 Abs. 2 KoV VG). Aufgrund des hohen Streitwerts (umstritten war 
mithin die gesamte Steuerschuld 2019 von total Fr. _______; vgl. StV-act. 6) rechtfertigt 
sich vorliegend, trotz relativ geringem Zeit- und Arbeitsaufwand, eine Spruchgebühr von 
Fr. 4'000.– (vgl. hierzu auch die Richtlinien für die Festlegung der Gerichtskosten gemäss 
§ 22 VRG), welche mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet wird. 

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang ist der ohnehin nicht anwaltlich vertretenen 
Rekurrentin keine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 120 Abs. 3 StG und Art. 144 Abs. 
4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021] im Umkehrschluss). Der Steuerverwaltung kann keine Entschädigung 
zugesprochen werden, da sie keine steuerpflichtige Person ist und zudem in ihrem 
amtlichen Wirkungskreis obsiegt (§ 120 Abs. 3 StG im Umkehrschluss; § 28 Abs. 2a 
VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Der Rekurs und die Beschwerde werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten 
ist. 

2. Der Rekurrentin wird eine Spruchgebühr von Fr. 4'000.– auferlegt, welche mit dem 
von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Eröffnung beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rekurrentin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an die 
Steuerverwaltung des Kantons Zug, an die Eidgenössische Steuerverwaltung, 
Bern, sowie zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des 
Kantons Zug.

Zug, 16. Januar 2023

Im Namen der
ABGABERECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am