# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93303de5-8d18-55d2-806c-07bee2abe72a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-12
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 12.06.2020 F 2020 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2020-21_2020-06-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 12. Juni 2020 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG, Klinik Zugersee, Oberwil b. Zug
Beschwerdeführer

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2020 21

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Urteil F 2020 21 

A. A.________, Jahrgang 1939, wurde am 2. Juni 2020 von Dr. med. B.________ 
vom Spital C.________ mit fürsorgerischer Unterbringung in die Triaplus AG Klinik 
Zugersee eingewiesen.

B. Gegen diese Anordnung beschwerte sich A.________ am 3. Juni 2020 (Poststem-
pel; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 5. Juni 2020) beim Verwaltungsgericht und 
ersuchte um eine Anhörung, da er gegen seinen Willen eingewiesen worden sei. 

C. Auf den 12. Juni 2020 war eine Anhörung des Beschwerdeführers durch die für-
sorgerechtliche Kammer des Verwaltungsgerichts angesetzt, an welcher der Beschwerde-
führer jedoch nicht teilnehmen wollte. An der in seiner Abwesenheit durchgeführten Ver-
handlung nahmen seitens der Klinik Oberärztin med. pract. D.________ und Pflegefach-
mann E.________ sowie als gerichtlicher Gutachter Dr. med. F.________ teil, der sein 
Gutachten mündlich erstattete. Die Verhandlung wurde anschliessend zur Beratung unter-
brochen und danach wurde der Urteilsspruch mündlich eröffnet. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). 
Zuständiges Gericht für die Beurteilung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB 
ist gemäss der per 1. Januar 2013 geltenden Fassung von § 58 Abs. 1 lit. b des Einfüh-
rungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig 
ist das Verwaltungsgericht, wenn die betroffene Person Wohnsitz im Kanton Zug hat oder 
wenn die Massnahme von einer Arztperson oder Einrichtung im Kanton Zug angeordnet 
wurde und die betroffene Person sich im Kanton Zug aufhält (§ 58 Abs. 2 EG ZGB). Der 
Beschwerdeführer wohnt im Kanton Zug, weshalb die örtliche und sachliche Zuständigkeit 
des Verwaltungsgerichts gegeben und die fristgerecht eingereichte und den minimalen for-
mellen Anforderungen genügende Beschwerde (Art. 439 Abs. 1 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 
ZGB) zu prüfen ist. 

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Urteil F 2020 21 

2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz 
von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene 
Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr er-
füllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 
Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, so-
fern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde 
vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person ge-
gen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 4 Satz 1 
ZGB) bzw. als Delegation an, wobei die Anhörung auch per Skype durchgeführt werden 
darf (s. dazu Art. 4 ff. der Verordnung über Massnahmen in der Justiz und im Verfahrens-
recht im Zusammenhang mit dem Coronavirus; COVID-19-Verordnung Justiz und Verfah-
rensrecht vom 16. April 2020). Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Regel innert fünf 
Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Stö-
rungen muss zudem gestützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person entschie-
den werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.1 Der Beschwerdeführer hat sich geweigert, an der Anhörung durch das Gericht teil-
zunehmen. Damit hat er eine Anhörung seiner Person durch das Gericht verunmöglicht, 
weshalb auf Grundlage der Akten entschieden werden kann und auch muss (siehe dazu 
Basler Kommentar ZGB I-Geiser, Art. 450e N 24). Gestützt auf die Untersuchung des Be-
schwerdeführers, seinen Einblick in die Klinikunterlagen und die Teilnahme an der Ver-
handlung war es dem erfahrenen Gutachter Dr. F.________ ohne weiteres möglich, im 
Anschluss an die Anhörung der Klinikvertreter eine nachvollziehbare und auch begründete 
Beurteilung des Beschwerdeführers abzugeben. Den gesetzlichen Vorgaben an das Ver-
fahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz ist damit in jedem Fall Genüge getan.

2.2 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann. Die Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständ-
lich. Der Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Schliesslich werden 

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die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Rechtsfolge weiter eingeschränkt. Die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung ist selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzun-
gen nur gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann. Insofern gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip. Zudem muss die Unterbrin-
gung für den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen; insofern stellt der Begriff der geeigneten Einrichtung eine weitere 
Einschränkung dar (Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 
Art. 426 N 7). Ziel der fürsorgerischen Unterbringung ist es, die betroffene Person in die 
Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 
Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 
Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die FU dient in jedem Fall dem Schutz 
der betroffenen Person. Voraussetzung ist deshalb immer, dass der Betroffene eines be-
sonderen Schutzes bedarf, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden 
kann; diese muss die persönliche Fürsorge sicherstellen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 8). Schliesslich gilt für die FU der Grundsatz der Verhältnismässigkeit; sie stellt 
einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist des-
halb nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genü-
genden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich er-
reicht werden kann. Als verhältnismässig erscheint eine FU nur, wenn mit ihr das ange-
strebte Ziel - in erster Linie die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung - überhaupt erreicht werden kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der be-
troffenen Person bringt, sind gegeneinander abzuwägen. Interessen der Umgebung und 
der Öffentlichkeit haben insoweit zurückzutreten. Die Belastung für die Umgebung ist nur 
mitzuberücksichtigen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

2.3 Eine fürsorgerische Unterbringung oder Zurückbehaltung ist nur dann zulässig, 
wenn bei der betroffenen Person einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB aufgeführten Schwäche-
zustände vorliegt. Zudem muss wegen dieses Schwächezustands ein Fürsorgebedarf hin-
sichtlich Behandlung und/oder Betreuung bestehen, was anhand der konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, 
wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurtei-
len ist. Danach ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Be-

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Urteil F 2020 21 

handlung einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 17. April 2013, 5A_254/2013 Erw. 2.2).

3. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand im Sinne 
von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

3.1 Den Akten - insbesondere dem Entscheid der KESB vom 19. Mai 2020 - lässt sich 
zur Vorgeschichte im Wesentlichen entnehmen, dass beim Beschwerdeführer eine de-
menzielle Entwicklung eingetreten ist, die sich seit dem Tod der im Altersheim 
G.________ untergebrachten Ehefrau im November 2019 akzentuiert hat. Da der an 
Diabetes mellitus leidende Beschwerdeführer mit dem selbständigen Leben im eigenen 
Haushalt an der ____strasse in H.________ offensichtlich zunehmend überfordert war und 
er diese Wohnung ohnehin per 30. Juni 2020 gekündigt hatte, sah sich die KESB - nach 
mehreren Gefährdungsmeldungen - veranlasst, eine Vertretungsbeistandschaft mit 
Vermögensverwaltung gestützt auf Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB zu errichten 
und I.________ vom Mandatszentrum Zug als Beistand einzusetzen. Nachdem eine 
Unterbringung in einem Altersheim organisiert worden war, verliess der Beschwerdeführer, 
der damit nicht einverstanden war, am 27. Mai 2020 sein Heim mit unbekanntem Ziel, 
worauf er von seiner Tochter als vermisst gemeldet wurde. Die Polizei fand ihn in 
J.________ auf und brachte ihn ins Spital K.________, wo eine hyperglykämische 
Entgleisung festgestellt wurde, da er offenbar die antidiabetische Therapie eigenmächtig 
sistiert hatte. Vom Spital K.________ wurde er in das Spital C.________ verlegt, von wo 
er am 2. Juni 2020 von Dr. B.________ in desorientiertem Zustand im Rahmen einer 
demenziellen Entwicklung und nach mehrmaligem Entweichen per FU in die Klinik 
Zugersee eingewiesen wurde. 

3.2 Im Eintrittsbericht der Klinik ist nachzulesen, dass der Beschwerdeführer sich im 
Gespräch sehr angespannt, leicht reizbar, mit deutlich eingeschränktem Kurzzeitgedächt-
nis und ausgeprägten Wortfindungsstörungen gezeigt habe. Es habe auch Anhaltspunkte 
für Wahngedanken gegeben. Der Patient habe sich sehr sprunghaft, teilweise vorbeire-
dend oder ohne Zusammenhang gezeigt. Insgesamt sei er sehr verärgert über die Be-
handlung im Spital C.________ und entsetzt über die Verlegung in die Klinik Zugersee. 
Als Diagnose wurde eine nicht näher bezeichnete Demenz ICD-10 F03 aufgeführt.

3.3 An der Anhörung vom 12. Juni 2020 erklärte Oberärztin D.________, dass die 
Klinik von einer demenziellen Entwicklung noch nicht klarer Genese ausgehe. Im Jahre 

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2017 sei eine Bildgebung gemacht worden, bei der man eine Gehirnatrophie gesehen ha-
be. Ob eine Alzheimer-Demenz vorliege, könne ohne aktuelle Bildgebung nicht gesagt 
werden. Daneben leide der Beschwerdeführer an Diabetes mellitus, was zu Endorgan-
schäden geführt habe; so sei zum Beispiel die Niere geschädigt. Aus der Vorgeschichte 
sei bekannt, dass es früher einen Alkoholabusus gegeben habe, was sich auch auf die 
Gehirnatrophie ausgewirkt haben könne. Schliesslich habe der Beschwerdeführer eine 
Schilddrüsen-Unterfunktion, die medikamentös behandelt werde. Der Beschwerdeführer 
habe auch Wahnvorstellungen - so etwa, dass er eine neue sehr vermögende Frau gehei-
ratet habe -, die als Auswirkung der demenziellen Entwicklung zu qualifizieren sein dürf-
ten. Dies komme oft vor. Der Beschwerdeführer habe auch - wie von der Tochter zu er-
fahren gewesen sei - einen Liebeswahn gegenüber der Spitex-Mitarbeiterin entwickelt.

3.4 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ führte aus, dass beim Beschwerde-
führer - wie von der Klinik angegeben - eine nicht weiter differenzierbare demenzielle Ent-
wicklung vorliege, wobei die akuten psychotischen Elemente möglicherweise im Rahmen 
dieser Entwicklung aufträten. Darüber hinaus bestünden ein ausgeprägtes metabolisches 
Syndrom mit einem insulinpflichtigen Diabetes mellitus und eine Hypothyreose, die eben-
falls medikamentös behandelt werde. Allfällige Folgen übermässigen Alkoholkonsums sei-
en nicht erhebbar gewesen. 

3.5 Gestützt auf die Vorgeschichte und die ärztlichen Angaben steht fest, dass der 
Beschwerdeführer an einer fortgeschrittenen demenziellen Entwicklung und damit an einer 
schwerwiegenden psychischen Störung leidet, bei der es sich möglicherweise um eine 
Alzheimer-Demenz handeln könnte, was noch abzuklären sein wird. Damit ist die erste 
Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung erfüllt. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die beim Beschwerdeführer bestehende psychische 
Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem an-
hand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob der Betroffene daran ist, in seiner Lebensgestaltung, seinem Ver-
halten in seiner Umgebung, seiner persönlichen Hygiene und seiner Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-

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spricht (vgl. hierzu R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der 
FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Klinikärztin D.________ geht beim Beschwerdeführer nicht von einer akuten 
Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität aus. Die Selbstgefährdung in einem weiteren 
Sinne sei hingegen erheblich und unmittelbar drohend und zwar vor allem im Sinne einer 
Verschlechterung des Krankheitsbildes, einer Blutzuckerentgleisung, mangelnder Hygie-
ne, Verwahrlosung und sozialem Rückzug. Insbesondere die Gefahr durch nicht regelmäs-
sige Behandlung des Diabetes könne zu einem hyperglykämischen Koma und danach 
innert zwei bis drei Tagen zu lebensgefährlichen Zuständen führen. 

4.1.2 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ führte aus, dass keine Hinweise auf 
eine Suizidalität oder auch nur suizidale Absichten vorhanden seien. Im Falle einer baldi-
gen Entlassung sei die Selbstgefährdung sicherlich aufgrund der Nichteinnahme der kor-
rekten Insulin-Therapie sehr schnell gegeben. Auch mit einer erheblichen und unmittelbar 
drohenden Verwahrlosung sei in diesem Fall zu rechnen. 

4.1.3 Eine Selbstgefährdung im Sinne von akuter und erheblicher Suizidalität steht beim 
Beschwerdeführer aus ärztlicher Sicht offenkundig nicht im Vordergrund. Die Selbstgefähr-
dung in einem weiteren Sinne ist demgegenüber im Falle einer sofortigen Entlassung als 
erheblich und auch unmittelbar drohend anzusehen. Einerseits droht dem Beschwerdefüh-
rer eine Verschlechterung des Krankheitsbildes bis hin zu akuter Lebensgefahr, wenn der 
Diabetes nicht regelmässig und adäquat versorgt wird. Dazu ist der uneinsichtige Be-
schwerdeführer - auf sich allein gestellt - jedoch offensichtlich nicht in der Lage. Im Weite-
ren droht ihm auch die Verwahrlosung, nachdem es ihm sogar im Klinikrahmen an der not-
wendigen Hygiene fehlt, wie sich den Verlaufsberichten der Klinik entnehmen lässt. Ohne 
die Wohnung, die er selber auf Ende Juni 2020 gekündigt hat, droht ihm zudem die Ob-
dachlosigkeit. Die Selbstgefährdung insbesondere in einem weiteren Sinne ist folglich im 
Falle einer baldigen Entlassung als akut und unmittelbar drohend zu beurteilen.

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mitzuberücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (Spirig, Zürcher 

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Kommentar, N 336 ff. zu altArt. 397a ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person, nicht ihrer Umgebung; entsprechend ist die Fremdgefähr-
dung weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch für eine Unterbringung ausreichend 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 41 zu Art. 426 ZGB mit Hinweisen). Das geltende Recht 
hält im Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung, sondern 
auch der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 42 zu Art. 426 ZGB).

4.2.1 Nach Schilderung von Klinikärztin D.________ besteht im Klinikrahmen teilweise 
eine akute Fremdgefährdung, da der Beschwerdeführer verbal aggressiv, aber eben auch 
körperlich aufbauend bedrohlich sei. Er dränge sehr nach draussen und wolle die Klinik 
umgehend verlassen. Zu Verletzungen sei es jedoch bisher nicht gekommen. Auch im Fal-
le einer Entlassung könnte er fremdaggressiv werden, wenn man ihn aufhalten wolle. Die 
Tochter habe sich offenbar recht gut abgrenzen können; wenn sie allerdings involviert wür-
de, wäre es eine sehr hohe Belastung für sie.

4.2.2 Doktor F.________ führte aus, dass die Fremdgefährdung situativ einzuschätzen 
sei. Gegen Ende des Untersuchungsgesprächs habe der Beschwerdeführer ultimativ und 
im Befehlston gesagt, dass er nun nach J.________ seine Frau besuchen gehen müsse 
und falls diese nicht wolle, suche er eine andere. Der Beschwerdeführer habe aktiv nach 
draussen gedrängt, habe dann aber gehindert werden können, den Raum zu verlassen. 
Die Tochter habe offenbar realisiert, dass ihr Vater schon sehr abgebaut habe, und mache 
sich deswegen viele Sorgen. Beiständin habe die Tochter nicht werden wollen, da sie dies 
überfordert hätte.

4.2.3 In Berücksichtigung der Vorgeschichte und auch der ärztlichen Angaben liegt beim 
Beschwerdeführer eine Fremdgefährdung insofern vor, als er seit Klinikeintritt mit gepack-
ter Tasche auf einen Austritt gedrängt und sich dabei sehr aggressiv verhalten hat. Sowohl 
im Klinikrahmen wie auch im Falle einer baldigen Entlassung ist mit fremdaggressiven 
Vorfällen zu rechnen, wenn er seinen Willen nicht bekommt und man ihn aufzuhalten ver-
sucht. Auch die Belastung für seine Umgebung - wie etwa die Tochter, Spitex-Mitarbeiter 
oder Mitbewohner - ist wegen seines aggressiven Verhaltens als schwerwiegend und un-
mittelbar drohend zu qualifizieren.

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4.3 Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass das beim Beschwerdeführer 
bestehende Selbst- und Fremdgefährdungspotential als erheblich und unmittelbar drohend 
einzuschätzen ist.

5. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ist schliesslich zu prüfen, ob dem Be-
schwerdeführer die nötige persönliche Fürsorge im Zusammenhang mit seiner Erkrankung 
auch anders als im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden könnte, 
beispielsweise durch eine ambulante Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von 
Medikamenten und eine betreute Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage 
sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Diese Kriterien sind gegeneinander abzuwägen. Ob die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage der be-
troffenen Person im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides.

5.1 Klinikärztin D.________ sieht beim Beschwerdeführer keine Krankheitseinsicht. 
Eine Behandlungsbereitschaft liege nur partiell vor; er nehme die Medikamente nicht selb-
ständig, sondern nur, weil sie ihm angeboten würden. Doktor F.________ sieht ebenfalls 
keine Krankheitseinsicht und eine Behandlungsbereitschaft verneint er, wobei sich in-
sofern eine Veränderung ergeben habe, als der Beschwerdeführer - im Vergleich zum An-
fang - eher bereit sei, die Medikamente einzunehmen. Von einer echten Krankheitseinsicht 
und einer belastbaren Behandlungsbereitschaft kann beim Beschwerdeführer bei dieser 
Sachlage nicht die Rede sein.

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind ungünstig. Der 80 Jahre alte Beschwerdeführer 
hat offenbar seit dem Tod seiner im G.________ lebenden Ehefrau im November 2019 er-
heblich geistig abgebaut, war aber dennoch nicht bereit, selber im G.________ zu bleiben 
oder in eine andere adäquate Einrichtung einzutreten. Er kehrte in die Wohnung an der 
____strasse in H.________ zurück, war jedoch mit dem selbständigen Leben und mit der 
Selbstfürsorge offensichtlich überfordert. Die Wohnung hat er auf Ende Juni 2020 ge-
kündigt; eine neue Unterkunft ist - soweit bekannt - bisher noch nicht gefunden worden. 
Die Tochter scheint sich sehr um den Vater zu sorgen, ist aber nicht bereit, sich stärker zu 
involvieren, da sie dies überfordern würde. Über die finanziellen Verhältnisse ist nichts 
Näheres bekannt. Der Beschwerdeführer ist offenbar in Behandlung bei einem Hausarzt 
und bis vor kurzem kam die Spitex täglich zwei Mal bei ihm vorbei. Mit dem Entscheid der 

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KESB vom 19. Mai 2020 besteht sodann eine Beistandschaft und der eingesetzte Bei-
stand wird sich um eine geeignete Unterbringung für den Beschwerdeführer kümmern 
müssen. Die aktuelle Krisensituation mit der Klinikeinweisung konnte das bestehende 
soziale und auch professionelle Beziehungsnetz indessen nicht verhindern; es ist daher 
aktuell nicht ausreichend tragfähig. 

5.3 Klinikärztin D.________ erachtet eine weitergehende stationäre Behandlung und 
Betreuung für mindestens acht Wochen als notwendig. Momentan sei eine medikamentö-
se Behandlung vorgesehen, wobei eine EKG-Veränderung bestanden habe, die zu be-
drohlichen Herz-Rhythmus-Störungen führen könne und aktuell kardiologisch mit sedie-
renden Medikamenten behandelt werde. Der Beschwerdeführer bekomme auch die ent-
sprechenden somatischen Medikamente. Hinzu kämen Aktivierung und Eingliederung in 
die Station und regelmässige Pflege. Falls der Beschwerdeführer sofort entlassen würde, 
sei damit zu rechnen, dass es über kurz oder lang zu einer Selbstgefährdung käme; er 
würde die Medikamente nicht regelmässig einnehmen und im schlimmsten Fall hyper-
glykäm entgleisen. Er würde nicht regelmässig essen, die Hygiene vernachlässigen und 
verwahrlosen. Er wäre wohl innert Wochenfrist wieder in einem Spital oder in der Klinik, 
eventuell auch schon früher. 

5.4 Für Dr. F.________ ist die Notwendigkeit einer stationären Betreuung und Be-
handlung klar gegeben, da die metabolische Stabilisierung und eine engmaschige Füh-
rung dringend notwendig seien und die psychotischen Elemente auf den Zusammenhang 
mit der demenziellen Entwicklung hin untersucht werden müssten. Dafür sei ein stationä-
rer Aufenthalt von Minimum vier Wochen nötig, vielleicht auch sechs bis acht Wochen. 
Eine ambulante Betreuung und Behandlung sei aktuell nicht möglich. In Anbetracht der 
Vorgeschichte sei es wichtig, dass möglichst schnell ein "steady state", auch hinsichtlich 
seines Blutzuckerspiegels, erreicht werden könne. Die Gefässe des Gehirns seien sehr 
empfindlich. Man müsse den Beschwerdeführer auf dem jetzigen Niveau halten, um die 
demenzielle Entwicklung zu stoppen. Falls er sofort entlassen würde, würde er wohl seine 
Taschen nehmen und ins erstbeste Vehikel bzw. öffentliche Verkehrsmittel steigen und 
danach sei völlig unklar, was passieren würde. Er werde aber gewiss keine Medikamente 
mehr einnehmen können. Er würde dann wohl innert Tagen wieder eingeliefert. 

5.5 Eine Zurückbehaltung gegen den Willen des Betroffenen ist - wie erwähnt - nur 
dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihm die nötige persönliche Fürsorge nicht an-
derweitig erwiesen werden kann. Der Beschwerdeführer leidet an einer schwerwiegenden 

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psychischen Erkrankung und damit an einem Schwächezustand im Sinne des Gesetzes. 
Er weist zudem ein erhebliches und unmittelbar drohendes Selbst- und Fremdgefähr-
dungspotential auf und ist daher auch in besonderem Masse schutzbedürftig. Er ist nicht 
krankheitseinsichtig und auch nicht ernsthaft behandlungsbereit. Würde er in seinem aktu-
ellen Zustand aus der Klinik entlassen, wäre er mit der Situation völlig überfordert, sein Di-
abetes würde entgleisen und er würde verwahrlosen, was schnell zu einer weiteren Kri-
sensituation und einer erneuten Klinikeinweisung führen dürfte. Vor einer Entlassung sollte 
daher die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers abgeklärt und sowohl die so-
matische wie auch psychiatrische Medikation eingestellt werden. Auch die Nachbetreuung 
müsste sorgfältig vorbereitet und in die Wege geleitet sein, so auch bezüglich einer pas-
senden Institution. Derzeit ist ein stationärer Rahmen für die Betreuung und Behandlung 
notwendig. Eine weitere Zurückbehaltung in der Klinik für einige wenige Wochen erscheint 
angesichts des Gefährdungspotentials als verhältnismässig, wenn man die Folgen einer 
sofortigen Entlassung im aktuellen Zustand bedenkt. Die Einweisung in die Klinik, die im 
Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeignete Einrichtung für den Beschwerdeführer ist, 
ist zu Recht erfolgt und die weitere Zurückbehaltung erweist sich wegen der zu befürch-
tenden gravierenden Folgen einer sofortigen Entlassung insgesamt als notwendig und 
auch verhältnismässig. Die Beschwerde erweist sich mithin als unbegründet und muss 
abgewiesen werden. 

5.6 Die ärztliche Unterbringung ist grundsätzlich bis insgesamt maximal sechs Wo-
chen gültig. In dieser Zeit bleibt die Klinik für eine allfällige Entlassung zuständig (Art. 429 
Abs. 1 und 3 ZGB; § 51 Abs. 3 EG ZGB). Muss die Unterbringung über sechs Wochen 
hinaus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig, d.h. spätestens acht Tage vor Ab-
lauf der sechswöchigen Frist, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu informieren 
und einen behördlichen Entscheid über die Fortführung der Unterbringung zu beantragen 
(§ 53 EG ZGB). 

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Bei diesem Verfahrensausgang ist dem ohnehin nicht an-
waltlich vertretenen Beschwerdeführer eine Parteientschädigung nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) und 
an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee.

Zug, 12. Juni 2020

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am