# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f1dcafb-11de-590e-b7be-958810655f44
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.06.2018 III 2018 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-75_2018-06-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 75

Entscheid vom 22. Juni 2018

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (vorsorglicher Sicherungsentzug des Füh-
rerausweises)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geboren ________1941) lenkte am Freitag, 22. Dezember 
2017, mittags einen Personenwagen auf der A01 (Autobahn) in Richtung 
J.________. Eine Patrouille der Kantonspolizei G.________ beschrieb das Fahr-
verhalten von A.________ in einem Bericht vom 5. Januar 2018 u.a. wie folgt (Vi-
act. 1/ Anhang):

Anlässlich unserer Patrouillentätigkeit auf der A01 (Autobahn) fahren Gfr 
C.________ und ich auf dem Normalstreifen in Richtung J.________. Während 
rund 1.5 Minuten fährt dabei der Beschuldigte leicht zurück versetzt neben uns her, 
ohne jedoch zu überholen. Plötzlich beschleunigt er leicht, fährt an uns vorbei und 
biegt anschliessend ohne die Richtungsanzeige zu betätigen unmittelbar vor uns 
ein. Gfr. C.________ muss leicht abbremsen und minim nach rechts ausweichen. 
Weder beim Verlassen der Autobahn, noch beim Verlassen des Kreisverkehrsplat-
zes betätigt der Beschuldigte die Richtungsanzeige.
(…)
Nach dem Spurwechsel des Beschuldigten wurde dieser seinerseits von uns über-
holt und mittels Leuchtmatrix aufgefordert uns zu folgen. Da der Beschuldigte bei 
der Ausfahrt K.________ keinerlei Anstalten machte, uns zu folgen, bremste Gfr 
C.________ stark ab, während ich mit der Kelle ‚Polizei‘ Zeichen nach rechts gab. 
Erst darauf wechselte der Beschuldigte nach rechts in die Ausfahrt.
(…)
Nach der Tatbestandsaufnahme im Stützpunkt K.________ setzt sich der Be-
schuldigte wieder in sein Fahrzeug. Erst nach rund 3 Minuten kompliziertem Ein-
richten gelingt es ihm, den Parkplatz mittels umständlichem Manöver zu verlassen.
In Anbetracht der geschilderten Umstände, sowie der Aussagen des Beschuldigten 
scheint eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit des Beschuldigten durch das Stras-
senverkehrsamt angezeigt.

B. Nach Erhalt dieses Polizeiberichts forderte das Verkehrsamt Schwyz  
A.________ mit einem an die Wohnadresse in D.________ SZ adressierten Ein-
schreiben vom 15. Februar 2018 auf, am 22. März 2018 sich bei der Zweigstelle 
des Verkehrsamtes in E.________ SZ für eine Kontrollfahrt mit einem Verkehrs-
experten einzufinden (Vi-act. 3). Am 9. März 2018 retournierte die Schweizeri-
sche Post die eingeschrieben versandte Postsendung vom 15. Februar 2018 mit 
dem Vermerk „nicht abgeholt“ (Vi-act. 4/ Anhang).

C. Ebenfalls am 9. März 2018 versandte das Verkehrsamt nochmals per Ein-
schreiben und zusätzlich per A-Post an die Wohnadresse von A.________ die 
Aufforderung, am 22. März 2018 für eine Kontrollfahrt zu erscheinen (Vi-act. 4). 

Am 19. März 2018 war A.________ als Fahrzeuglenker um ca. 14.05 Uhr an 
einem Verkehrsunfall in der Stadt G.________ mit Sachschaden beteiligt (Vi-act. 
19).

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D. Am 22. März 2018 ist A.________ nicht zur Kontrollfahrt erschienen (Vi-act. 
5). Daraufhin hat das kantonale Verkehrsamt am 23. März 2018 einen vorsorgli-
chen Sicherungsentzug angeordnet und zudem ihm Gelegenheit eingeräumt, 
sich nachträglich schriftlich oder mündlich zur Sache zu äussern. Für die Wieder-
erteilung des Führerausweises wurde die Erfüllung folgender Auflagen verlangt 
(Vi-act. 7):

- Einreichen eines positiv lautenden Arztzeugnisses;
- Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung;
- Lernfahrten nur mit konzessioniertem Fahrlehrer (gilt für alle Kategorien, Un-

terkategorien und Spezialkategorien).

Der Versand dieser Verfügung erfolgte per Einschreiben und zudem per A-Post. 
Am 5. April 2018 hat die Schweizerische Post das Einschreiben vom 23. März 
2018 mit dem Vermerk „nicht abgeholt“ an den Absender retourniert (Vi-act. 11/ 
Anhang). Zuvor hatte A.________ am 3. April 2018 dem Verkehrsamt telefonisch 
mitgeteilt, er werde den Führerausweis per Einschreiben zustellen (Vi-act. 8/ 9). 
Am 4. April 2018 ging dieser Führerausweis beim Verkehrsamt ein (Vi-act. 10).

E. Am 23. April 2018 (= Datum der Postaufgabe) liess A.________ dem Ver-
waltungsgericht Schwyz eine Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechts-
begehren: 

1. Die Verfügung vom 23. März 2018 sei aufzuheben, das Administrativverfahren 
bis zum Abschluss des Strafverfahrens zu sistieren und der Beschwerdegeg-
ner sei ausserdem anzuweisen, dem Beschwerdeführer den Führerausweis 
wieder auszuhändigen.

2. Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei superprovisorisch wieder her-
zustellen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten des Be-
schwerdegegners.

F. Mit Zwischenbescheid vom 25. April 2018 hat der zuständige Einzelrichter 
des Verwaltungsgerichts den Antrag Ziffer 2 (wonach der Beschwerde die auf-
schiebende Wirkung wieder herzustellen sei) abgewiesen.

G. Mit Vernehmlassung vom 15. Mai 2018 beantragte das Verkehrsamt, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter 
Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers.

Nach Zustellung der Vernehmlassung teilte der Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers am 29. Mai 2018 dem Gericht telefonisch mit, dass auf eine weitere Stel-
lungnahme verzichtet und um eine speditive Beurteilung ersucht werde.

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Mit gerichtlichem Schreiben vom 5. Juni 2018 wurden dem Rechtsvertreter 
Kopien der Unterlagen zum Verkehrsunfall vom 19. März 2018 zugestellt. Am 
6. Juni 2018 liess der Beschwerdeführer eine Stellungnahme einreichen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. An welchem Tag der Beschwerdeführer von der vorinstanzlichen Verfü-
gung vom 23. März 2018 Kenntnis erhalten hat, ist nach der Aktenlage nicht klar. 
Diese Frage braucht aus den folgenden Gründen nicht weiter abgeklärt zu wer-
den.

Die erwähnte Verfügung betrifft einen vorsorglichen Sicherungsentzug und wurde 
sowohl per Einschreiben als auch mit A-Post an die Adresse des Beschwerde-
führers in der Gemeinde F.________ SZ zugesandt. Zwar wurde die einge-
schriebene Postsendung vom 23. März 2018 von der Schweizerischen Post mit 
dem Vermerk „nicht abgeholt“ am 13. April 2018 retourniert. Indessen reagierte 
der Beschwerdeführer auf die per A-Post zugestellte Verfügung mit einem Tele-
fongespräch vom 3. April 2018 (Vi-act. 8) sowie der gleichentags erfolgten Zu-
sendung des Führerausweises per Briefpost an die Vorinstanz (Vi-act. 9). Nach-
dem gemäss § 157 Abs. 1 lit. a des kantonalen Justizgesetzes (JG; SRSZ 
231.110) die Rechtsmittelfrist vom 7. Tage vor Ostern (= 25. März 2018) bis und 
mit dem 7. Tage nach Ostern (8. April 2018) stillstand, ist die am 23. April 2018 
eingereichte Beschwerde noch innert der 20-tägigen Rechtsmittelfrist erhoben 
worden. Zusammenfassend ist auf die rechtzeitig eingereichte Beschwerde ein-
zutreten.

2.1.1  Gemäss Art. 14 Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) müssen Mo-
torfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen (Abs. 1). Über 
Fahreignung verfügt, wer unter anderem die erforderliche körperliche und psy-
chische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahrzeugen hat, frei 
von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt 
und nach seinem bisherigen Verhalten Gewähr bietet, als Motorfahrzeugführer 
die Vorschriften zu beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen 
(Abs. 2 lit. b, c, d). 

2.1.2  Der Führerausweis ist zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die ge-
setzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 
Abs. 1 SVG). Wegen fehlender Fahreignung wird einer Person der Führer-
ausweis auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn u.a. ihre körperliche und geistige 
Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht, ein Motorfahrzeug sicher zu 
führen (Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG). Wesensmerkmal des Sicherungsentzugs nach 

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Art. 16d Abs. 1 SVG ist, dass er allein wegen fehlender Fahreignung und im 
Prinzip unabhängig von einer schuldhaften Widerhandlung im Strassenverkehr 
angeordnet wird. Keine notwendige Voraussetzung ist somit eine begangene 
Verkehrsregelverletzung oder ein allfälliges Verschulden (vgl. Rütsche/ D’Amico 
in: Basler Kommentar zum SVG, 2014, N 4 zu Art. 16d SVG mit Hinweisen).

2.1.3  Der Führerausweis kann (bereits vor dem Abschluss eines Administrativ-
verfahrens betreffend Sicherungsentzug) vorsorglich entzogen werden, wenn 
ernsthafte Bedenken an der Fahreignung bestehen (Art. 30 der Verkehrszu-
lassungsverordnung, VZV; SR 741.51). Diese Regelung trägt der besonderen 
Interessenslage Rechnung, welche bei der Zulassung von Fahrzeugführern zum 
Strassenverkehr zu berücksichtigen ist. Angesichts des grossen Gefährdungs-
potentials, welches dem Führen eines Motorfahrzeuges eigen ist, erlauben schon 
Anhaltspunkte, die den Fahrzeugführer als besonderes Risiko für die anderen 
Verkehrsteilnehmer erscheinen lassen und ernsthafte Zweifel an seiner Fahreig-
nung erwecken, den vorsorglichen Ausweisentzug (BGE 125 II 492 Erw. 2). 
Zweifel über die körperliche bzw. charakterliche oder psychische Eignung kön-
nen naturgemäss bereits anhand weniger Anhaltspunkte bestehen. Der strikte 
Beweis für die Fahreignung ausschliessende Umstände ist nicht erforderlich; 
wäre dieser erbracht, müsste unmittelbar der Sicherungsentzug selbst verfügt 
werden. Können die notwendigen Abklärungen nicht rasch und abschliessend 
getroffen werden, soll der Ausweis schon vor dem Sachentscheid provisorisch 
entzogen werden können und braucht eine umfassende Auseinandersetzung mit 
sämtlichen Gesichtspunkten, die für oder gegen einen Sicherungsentzug spre-
chen, erst im anschliessenden Hauptverfahren zu erfolgen (Urteil BGer 
1C_177/2013 vom 9.9.2013 Erw. 3 mit Hinweis auf BGE 125 II 492 Erw. 2b und 
BGE 122 II 359 Erw. 3a).

2.1.4  Der vorsorgliche Entzug des Führerausweises bildet während eines Siche-
rungsentzugsverfahrens zum Schutz der allgemeinen Verkehrssicherheit die 
Regel (vgl. Urteil BGer 6A.8/2005 vom 6.4.2005 Erw. 2.1). Dabei gilt es hervor-
zuheben, dass der provisorische Entzug des Führerausweises keine schuldhafte 
Widerhandlung im Strassenverkehr voraussetzt. Der Grundsatz der Unschulds-
vermutung (Art. 32 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK) findet in Verfahren betreffend 
den Sicherungsentzug keine Anwendung (Urteile BGer 1C_308/2012 vom 
3.10.2012 Erw. 2.4 mit Hinweis; 1C_384/2011 vom 7.2.2012 Erw. 2.3.2).

2.2.1  Über 70-jährige Ausweisinhaber müssen sich alle zwei Jahre einer 
vertrauensärztlichen Kontrolluntersuchung unterziehen (Art. 27 Abs. 1 lit. b VZV). 
Bestehen Bedenken über die Eignung eines Fahrzeugführers, so kann zur Ab-

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klärung der notwendigen Massnahmen eine Kontrollfahrt mit einem Verkehrs-
experten angeordnet werden (Art. 29 Abs. 1 Satz 1 VZV). Besteht die betroffene 
Person die Kontrollfahrt nicht, wird der Führerausweis entzogen; die betroffene 
Person kann ein Gesuch um einen Lernfahrausweis stellen (Art. 29 Abs. 2 lit. a 
VZV). Die Kontrollfahrt kann nicht wiederholt werden (Art. 29 Abs. 3 VZV). Bleibt 
die betroffene Person der Kontrollfahrt unentschuldigt fern, gilt diese als nicht 
bestanden. Die Behörde muss bei der Anordnung der Kontrollfahrt auf diese 
Säumnisfolge aufmerksam machen (Art. 29 Abs. 4 VZV).

2.2.2  Voraussetzung für die Anordnung einer Kontrollfahrt sind somit Bedenken 
über die Fahreignung. Die Kontrollfahrt dient der Abklärung, ob die betroffene 
Person über die erforderlichen Kenntnisse der Verkehrsregeln verfügt und ein 
Motorfahrzeug sicher zu führen versteht (vgl. Art. 44 Abs. 1 VZV). Anlass zur 
Anordnung einer Kontrollfahrt geben in erster Linie Vorfälle, welche Zweifel am 
fahrerischen Können wecken. Bei älteren, auffälligen Lenkern lässt sich mit der 
Kontrollfahrt namentlich abklären, ob ihre Fahrtechnik den Anforderungen des 
heutigen Verkehrs genügt. Es besteht aber keine grundsätzliche Vermutung, 
dass sich ältere Personen nicht mehr als Fahrzeugführer eignen. Aus diesem 
Grund kann eine Kontrollfahrt nicht ausschliesslich aufgrund des Alters 
angeordnet werden. Andererseits dürfen aber die Anforderungen an die 
Anordnung einer Kontrollfahrt nicht überspannt werden, handelt es sich doch um 
eine die betroffene Person nicht übermässig belastende Massnahme, die dem 
Schutz wichtiger Rechtsgüter (Leib und Leben der anderen Verkehrsteilnehmer) 
dient und auch im Interesse des Fahrzeugführers selbst liegt. Insofern genügt es, 
wenn ältere Fahrzeuglenker durch Fahrfehler auffällig geworden sind, die auf 
einem altersbedingten Leistungsabfall beruhen können. Eine positive 
vertrauensärztliche Kontrolluntersuchung schliesst die Anordnung einer 
Kontrollfahrt nicht aus. Der Arzt äussert sich zur medizinischen Eignung 
(Sehschärfe, Gehör usw.) und kann im Arztzimmer nicht beurteilen, wie sich 
jemand am Steuer verhält. Bei der Frage, ob eine Kontrollfahrt anzuordnen ist, 
verfügt die Verwaltungsbehörde über einen Spielraum des Ermessens. Das 
Bundesgericht greift nur ein bei Ermessensüberschreitung oder -missbrauch (vgl. 
Urteil BGer 1C_110/2011 vom 6.6.2011 Erw. 3.3 mit Verweis auf BGE 127 II 129 
Erw. 3 S. 130ff.).

2.2.3  Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt die Anordnung einer 
Kontrollfahrt ein auffälliges Fahrverhalten voraus. Erforderlich sind insoweit 
gravierende Fahrfehler, welche regelmässig auch strafrechtliche Konsequenzen, 
das heisst insbesondere Verurteilungen nach Art. 90 SVG, nach sich ziehen 
können. Dies ist etwa der Fall beim Verursachen mehrerer Unfälle innert kurzer 

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Zeit (BGE 127 II 129), beim grundlosen Abkommen von der Fahrbahn mit 
Gegenverkehr und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer (Urteil BGer 
1C_422/2007 vom 9.1.2008) oder beim Missachten des Rechtsvortritts sowie 
mangelnder Aufmerksamkeit im Strassenverkehr (Urteil BGer 1C_47/2007 vom 
2.5.2007, zitiert gemäss Urteil BGer 1C_110/2011 vom 6.6.2011 Erw. 3.4; siehe 
auch Rütsche/ D’Amico, a.a.O., N 22 zu Art. 16d SVG).

3.1 Die am 22. Dezember 2017 von einer Patrouille der Kantonspolizei 
G.________ festgestellten Fahrmanöver des (zwischenzeitlich 77-jährigen) 
Beschwerdeführers sind aus den folgenden Gründen als auffällig zu qualifizieren. 
Gemäss Polizeibericht vom 5. Januar 2018 fiel der Beschwerdeführer durch eine 
unzureichende Rücksichtnahme auf nachfolgende Fahrzeuge beim Wechseln 
des Fahrstreifens, durch mehrfaches Unterlassen der Richtungsanzeige, durch 
eine verspätete Reaktion auf eine Anweisung per Leuchtmatrix sowie durch ein 
umständliches Fahrmanöver auf dem Parkplatz auf, weshalb am Schluss des 
Polizeiberichts ausdrücklich eine Überprüfung der Fahreignung durch das 
zuständige Strassenverkehrsamt postuliert wurde (Vi-act. 1/ Anhang).

3.2 Nachdem die Überprüfung der Fahreignung von einer Polizeipatrouille 
gefordert wurde, welche für die Verkehrsüberwachung eingesetzt wurde und 
über entsprechende Erfahrungen verfügt, hat die Vorinstanz den ihr zustehenden 
Beurteilungsspielraum für die Anordnung einer Kontrollfahrt grundsätzlich nicht 
überschritten. Dies gilt erst recht, als der von der Kantonspolizei G.________ 
befragte Beschwerdeführer u.a. aussagte, er könne sich „nicht mehr daran 
erinnern, was ich [er] jetzt im Detail gemacht habe“. Sodann erklärte der 
Beschwerdeführer bei der polizeilichen Befragung: „Ich bin mir auf jeden Fall 
keines Fehlers bewusst“ (vgl. Vi-act. 1/Anhang), was für eine mangelnde Einsicht 
hinsichtlich problematischer Fahrmanöver (z.B. „ungenügende Rücksichtnahme 
auf nachfolgende Fahrzeuge beim Wechseln des Fahrstreifens“) spricht.

3.3 Nachdem das Einschreiben mit der Anweisung (Aufgebot) des 
Verkehrsamtes, am 22. März 2018 um 10.00 Uhr eine Kontrollfahrt mit einem 
Verkehrsexperten zu absolvieren, nach der Aktenlage am 12. März 2018 um 
11.04 Uhr dem Beschwerdeführer ausgehändigt wurde (vgl. Vi-act. 18 und die 
dort namentlich aufgeführte Empfangsperson „A.________“ i.V.m. Vi-act. 3, 4), 
hat der Beschwerdeführer darauf nicht reagiert und diese Kontrollfahrt 
unentschuldigt nicht absolviert. Damit gilt die Kontrollfahrt als nicht bestanden 
(Art. 29 Abs. 4 Satz 1 VZV). Auf diese Konsequenz wurde in der Anordnung der 
Kontrollfahrt ausdrücklich hingewiesen (vgl. Vi-act. 3). 

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3.4 Der Beschwerdeführer vermag sich mit dem Verweis auf ein ärztliches 
Zeugnis vom 11. April 2018 (= Bf-act. 5), wonach er infolge einer (für die 
Fahreignung nicht relevanten) Erkrankung mit nachfolgender Betreuung in 
G.________ nicht in der Lage gewesen sei, Einschreiben abzuholen, hier nicht 
zu entlasten. Einmal abgesehen davon, dass die Entgegennahme der 
eingeschriebenen Postsendung vom 9. März 2018 (= zweite Zustellung des 
Aufgebots für die Kontrollfahrt) aktenmässig erstellt ist (vgl. Vi-act. 18 i.V.m. Vi-
act. 4), lässt sich den weiteren Polizeiberichten der Stadtpolizei G.________ vom 
6. und 19. April 2018 entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der Stadt 
G.________ am 19. März 2018 (und mithin 3 Tage vor dem Termin für eine 
Kontrollfahrt) ein Fahrzeug gelenkt hat und beim Herausfahren von einem 
Güterumschlagplatz auf die Fahrbahn mit einem anderen Fahrzeug kollidierte. 
Soweit der Beschwerdeführer aufgrund dieses Verkehrsunfalles vom 19. März 
2018 sich nicht in der Lage fühlte, am 22. März 2018 eine Kontrollfahrt mit einem 
Verkehrsexperten zu absolvieren, wäre es seine Sache gewesen, rechtzeitig um 
eine Verschiebung des Termins nachzusuchen.

3.5 Im Lichte dieser konkreten Umstände ist es nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz gegenüber dem zwischenzeitlich 77-jährigen Beschwerdeführer, 
welcher die angesetzte Kontrollfahrt unentschuldigt versäumt hat, am 23. März 
2018 einen vorsorglichen Sicherungsentzug angeordnet hat.

4. An diesem dargelegten Ergebnis, wonach der vorsorgliche 
Sicherungsentzug einer gerichtlichen Überprüfung standhält, würde sich selbst 
dann nichts ändern, wenn davon ausgegangen würde, dass das auffällige 
Fahrverhalten des Beschwerdeführers vom 22. Dezember 2017 den 
Schweregrad nicht erreicht, welcher vom Bundesgericht in seiner 
Rechtsprechung für die Anordnung einer Kontrollfahrt skizziert hat (vgl. 
vorstehend, Erwägung 2.2.3).

4.1 Denn diesfalls wäre im Rahmen einer Motivsubstitution zu Ungunsten des 
Beschwerdeführers zum einen anzurechnen, dass er nach dem Verkehrsunfall in 
der Stadt G.________ vom 19. März 2018 gemäss polizeilichen Erkenntnissen 
einen leicht verwirrten Eindruck hinterliess sowie bezüglich Wohnadresse 
ungenaue Angaben machte (er gab als Wohnadresse die H.________ (Strasse) 
in G.________ an). Auch der andere am Unfall beteiligte Fahrzeuglenker 
bestätigte, dass der Beschwerdeführer einen etwas verwirrten Eindruck machte 
(vgl. Vi-act. 19, S. 3). 

4.2 Zum andern fällt auf, dass der Beschwerdeführer die Verkehrsverhältnisse 
grundsätzlich mangelhaft einschätzt, wie seine Aussagen zur Vorgeschichte des 

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Verkehrsunfalles nahelegen (Vi-act. 19, S. 2 unten, Hervorhebung nicht im 
Original):

Ich hatte bei der Post auf dem Güterumschlag an vorderster Stelle parkiert. Als ich 
mich in den Verkehr einfügen wollte, fuhren zwei Autos vorbei. Dann war es frei 
und das andere Auto sah ich nirgends. Ich fuhr raus und dann knallte es. (…)

Zu betonen ist, dass es hier nicht um die Fragestellung geht, ob und inwiefern 
der Beschwerdeführer diesen Verkehrsunfall schuldhaft verursacht hat, sondern 
darum, dass ernsthafte Anhaltspunkte vorliegen für die Annahme, wonach der 
zwischenzeitlich 77-jährige Beschwerdeführer überfordert erscheint, einen 
Personenwagen bei den in der Stadt G.________ auftretenden Verhältnissen 
verkehrssicher zu führen. Dafür spricht, dass der Beschwerdeführer nach 
eigenen Angaben das Vorbeifahren von zwei Fahrzeugen realisierte, nicht aber 
bemerkte, dass sich ein drittes Fahrzeug auf der betreffenden Fahrbahn näherte 
(der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass er - sinngemäss - zwar das 
dritte Fahrzeug gesehen, aber mit einem geringeren Tempo gerechnet und 
angenommen habe, dass er noch vor dem dritten Fahrzeug vom 
Güterumschlagplatz auf die Fahrbahn einspuren könne…). 

4.3 Der Umstand, wonach das Gesichtsfeld des Beschwerdeführers nur soweit 
reichte, um die ersten beiden Fahrzeuge, nicht aber das dritte folgende Fahrzeug 
zu erkennen, fällt zu Ungunsten des Beschwerdeführers massgeblich ins 
Gewicht. Anzufügen ist, dass die erwähnten drei Fahrzeuge zuvor bei der „Ampel 
Höhe Coop“ und mithin vor einem Rotlicht gewartet und nach dem Umschalten 
auf „grün“ wieder losgefahren waren (vgl. Vi-act. 19, S. 3 oben), womit ein 
Überschreiten der im Innerortsbereich zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 
km/h für das dritte Fahrzeug (der zuvor vor einem Rotlicht wartenden 
„Dreierkolonne“) wenig wahrscheinlich ist. Soweit aber der Beschwerdeführer 
den am Unfalltag im Rahmen einer polizeilichen Befragung festgehaltenen 
Unfallhergang nachträglich einige Tage später in Frage stellte und eine neue 
Version des Unfallhergangs präsentierte (wonach er vor der Kollision sein 
Fahrzeug bereits vollständig „auf die rechte Spur vor der Ampel Richtung 
I.________“ gelenkt gehabt habe), ist auf die ständige Rechtsprechung 
hinzuweisen, wonach erfahrungsgemäss Erstaussagen des Betroffenen, die im 
Anschluss an ein Ereignis erfolgen, grössere Glaubwürdigkeit zukommt als hie-
von abweichende spätere Aussagen, die im Hinblick auf ein davon erwartetes 
günstiges Prozessergebnis ("prozessorientiert") gemacht werden (VGE III 2016 
112 vom 26.7.2016 Erw. 2.3; VGE III 2015 193 vom 22.12.2015 Erw. 5.2.2; VGE 
III 2012 70 vom 14.12.2012 Erw. 2 mit Hinweisen).

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4.4 Unbehelflich ist schliesslich die sinngemässe Argumentation des 
Beschwerdeführers, dass ihm das rechtliche Gehör verletzt worden sei.

4.4.1  Das erstinstanzliche Verfahren des Führerausweisentzugs richtet sich 
nach dem kantonalen Recht, unter Vorbehalt der Mindestanforderungen von Art. 
23 SVG (vgl. Urteil BGer 1C_31/2008 vom 31.3.2008 Erw. 2.1). Nach Absatz 1 
Satz 2 dieser Bestimmung ist der Betroffene vor dem Entzug eines 
Führerausweises in der Regel anzuhören. Von der Anhörung vor dem Entzug 
kann somit ausnahmsweise abgesehen werden.

4.4.2  Im kantonalen Recht normiert § 21 Abs. 1 VRP, dass die Behörde den 
Parteien das Recht einräumt, sich zu den für die Verfügung massgebenden 
Tatsachen zu äussern und an den Beweisabnahmen teilzunehmen. Eine 
Anhörungspflicht besteht nach § 21 Abs. 3 lit. e VRP u.a. nicht für Verfügungen, 
die ihrer Natur nach oder aus Gründen der Dringlichkeit den Ausschluss der 
Anhörung rechtfertigen.

4.4.3  Die soeben erwähnte Beschränkung des Anspruchs auf Anhörung ist nach 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung grundsätzlich zulässig (vgl. zit. Urteil 
BGer 1C_264/2014 vom 19.2.2015 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 132 V 368 
Erw. 4.3). 

4.4.4  Im konkreten Fall hatte der Beschwerdeführer mehrfach Gelegenheit, sich 
zu äussern. Eine erste Äusserungsmöglichkeit bestand, als der 
Beschwerdeführer am 12. März 2018 um 11.04 Uhr das Aufgebot zur 
Kontrollfahrt in Empfang genommen hat (vgl. Vi-act. 18 und die dort aufgeführte 
Empfangsperson „A.________“). Daraus, dass der Beschwerdeführer nach 
Erhalt des Aufgebots keinen Kontakt mit der Vorinstanz aufgenommen hat, kann 
er hier keine Verletzung des rechtlichen Gehörs ableiten. Eine weitere 
Gelegenheit, sich zur Sache zu äussern, hatte der Beschwerdeführer nach Erhalt 
der Verfügung vom 22. März 2018 (vgl. Dispositiv-Ziffer 5 dieser Verfügung). 
Schliesslich war es dem Beschwerdeführer möglich und zumutbar, sich nach 
Kenntnisnahme der Ausführungen in der vorinstanzlichen Vernehmlassung sowie 
nach Erhalt des gerichtlichen Schreibens vom 5. Juni 2018 (mit Kopien der 
neuen Berichte der Stadtpolizei G.________ vom 6. und 19. April 2018) zur 
Sache zu äussern. Selbst wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers 
angenommen würde, es liege eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, käme 
die Rechtsprechung zur Anwendung, wonach eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs ausnahmsweise heilbar ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn die betrof-
fene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, 
die − wie das Verwaltungsgericht (§ 55 Abs. 1 und 2 lit. a VRP) − den Sachver-

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halt in tatsächlicher wie auch in rechtlicher Hinsicht frei prüfen kann (BGE 132 V 
387 Erw. 5.1). Abgesehen davon wäre selbst bei einer schwerwiegenden Verlet-
zung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an 
die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalis-
tischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, welche 
mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (siehe die Ur-
teile BGer 1C_84/2011 vom 29.9.2011 Erw. 2.2 und 8C_365/2011 vom 1.7.2011 
Erw. 4; BGE 133 I 201 Erw. 2.2).

5. Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abgewiesen wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inkl. die Kosten für den Zwischenbescheid) werden 
auf Fr. 1‘200.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat 
einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (inkl. Kopie der Eingabe des Beschwerdeführers vom 

6.6.2018)
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 22. Juni 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Juni 2018