# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c61f8d2-5a75-557f-b047-cfe5161cd529
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.09.2014 B-369/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-369-2014_2014-09-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

  

 
 Abteilung II 

 

Postfach 

CH-9023 St. Gallen 

Telefon +41 (0)58 705 25 60 

Fax +41 (0)58 705 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 

 

Geschäfts-Nr. B-369/2014 

stm/bub/due 

 

 Z w i s c h e n v e r f ü g u n g   

v o m  11 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

 

  In der Beschwerdesache 

   Parteien 
 

X._______ AG, 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Carmela Frey, 

BRUHIN KLASS AG, 

Baarerstrasse 12, Postfach 1017, 6301 Zug, 

Beschwerdeführerin,  

 

  gegen 

  armasuisse,  

Einkauf und Kooperationen, Wankdorfstrasse 2, 3003 Bern,   

vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. Hans Rudolf Trüeb 

und/oder Ramona Wyss, Walder Wyss AG,  

Seefeldstrasse 123, Postfach 1236, 8034 Zürich,  

Vergabestelle,  

 

Y._______ AG,  

vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Bleuer,  

db-Legal, Advokaturbüro & Notariat,  

Dufourstrasse 121, 9000 St. Gallen, 

Beschwerdegegnerin,  

 

Gegenstand 

 
Öffentliches Beschaffungswesen - Vergabeverfahren 

"Textilwaschmittel NEU" (SIMAP Meldungsnummer 802675), 

B-369/2014 

Seite 2 

wird festgestellt und in Erwägung gezogen, 

dass die armasuisse (im Folgenden: Vergabestelle) mit Publikation vom 

14. März 2013 auf der Internetplattform SIMAP (Informationssystem über 

das öffentliche Beschaffungswesen der Schweiz) im offenen Verfahren 

einen Lieferauftrag mit dem Titel "Textilwaschmittel NEU" zur Beschaffung 

von Textilwaschmitteln (SIMAP Meldungsnummer 767893, Projekt-ID 

96151) ausgeschrieben hat, wobei es sich hierbei um die Neuauflage ei-

nes am 25. September 2012 abgebrochenen Beschaffungsverfahrens 

"Textilwaschmittel" handelte bei welchem gemäss Ziff. 2.5 der Ausschrei-

bung für das Textilwaschmittel NEU ("Detaillierter Projektbeschrieb") der 

Beschaffungsgegenstand einen Rahmenvertrag über 5 Jahre sowie eine 

optionale Verlängerung von weiteren 2 Jahren für den geplanten Bezug 

von Textilwaschmittel umfasste, 

dass hierzu unter anderem die Y._______ AG und die X._______ AG je 

ein Angebot einreichten, wobei der Zuschlag am 26. August 2013 an die 

Y._______ AG ging und den weiteren Anbietern die Absagen damit be-

gründet wurden, dass bei der Prüfung der Produktemuster optische Auf-

heller festgestellt worden seien, die im Basiswaschmittel gemäss techni-

schen Spezifikationen nicht enthalten sein dürfen, 

dass die X._______ AG, nebst zwei weiteren Anbietern, denen ebenfalls 

die Verwendung optischer Aufheller vorgeworfen worden war, gegen den 

Zuschlag am 18. September 2013 Beschwerde ans Bundesverwaltungs-

gericht erhoben,  

dass dieses Beschwerdeverfahren mit Verfügung vom 22. Januar 2014 

nach Wiedererwägung durch die Vorinstanz zufolge Gegenstandslosigkeit 

abgeschrieben wurde, 

dass die X._______ AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 

21. Januar 2014 Beschwerde gegen den von der Vergabestelle am 

18. Dezember 2013 auf der Internetplattform SIMAP publizierten Zu-

schlagsentscheid vom 17. Dezember 2013 (SIMAP Meldungsnummer 

802675; Projekt-ID 107251) an die Y._______ AG (nachfolgend: Zu-

schlagsempfängerin) erhoben hat, und die Beschwerde namentlich damit 

begründet, dass die Vergabestelle anhand der von ihr gewählten Preis-

kalkulation aufgrund von Empfehlungsrezepturen und ungenauer Vorga-

ben die Vergleichbarkeit der Offerten nicht habe herstellen können, wes-

halb die offerierten Preise die tatsächlichen Kosten des Lieferauftrages 

nicht wiederspiegeln würden, 

B-369/2014 

Seite 3 

dass der Vergabestelle mit superprovisorischer Anordnung vom 

23. Januar 2014 bis zum Entscheid über den Antrag betreffend die Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung alle Vollzugsvorkehren, namentlich der 

Vertragsabschluss mit der Zuschlagsempfängerin, untersagt wurden, 

dass sich die Zuschlagsempfängerin (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

mit Stellungnahme vom 5. Februar 2014 als Partei konstituierte und in 

Bezug auf das Akteneinsichtsbegehren festhielt, dass diesem Begehren 

einzig zugestimmt werden könne, wenn der Beschwerdeführerin keine 

Geschäftsgeheimnisse zugänglich gemacht würden, 

dass der Beschwerde mit Zwischenentscheid vom 5. März 2014 die auf-

schiebende Wirkung erteilt wurde, 

dass mit selbständig anfechtbarem Zwischenentscheid vom 10. Juli 2014 

nicht nur die Eintretensvoraussetzungen bejaht wurden, sondern darüber 

hinaus erkannt wurde, dass die mit Beschwerde vom 21. Januar 2014 

vorgetragenen Rügen materiell behandelt werden, nachdem die Verga-

bestelle geltend gemacht hatte, die erhobenen Rügen seien verspätet, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 18. August 2014 im 

Hauptverfahren Anträge zur Akteneinsicht stellte, so insbesondere  

1. Einsicht in sämtliche Flottenverhältnisse und Dosierangaben der für 
den Zuschlagsentscheid vom 17. Dezember 2013 massgebenden 
Empfehlungsrezepturen aller Anbieter sowie in die Angaben "Gramm je 
Kilo Schmutzwäsche" in den Tabellen Reevaluation "Kostenvergleich", 
Ziff. 3.5 des Evaluationsbericht Wiedererwägung (Akt. B6); 

2. Einsicht in die Angaben "Menge pro Jahr Schmutzwäsche" in den Ta-
bellen Reevaluation "Kostenvergleich", Ziff. 3.5 Evaluationsbericht 
Wiedererwägung (Akt. B6) aller Anbieter; 

3.1 Einsicht in die Empfehlungsrezepturen der gemäss Antrag 1 erfassten 
Produkte aller Anbieter sowie in die unter "Anbieter/Produkt" aufgeliste-
ten Produkte in den Tabellen Reevaluation "Kostenvergleich", Ziff. 3.5 
Evaluationsbericht Wiedererwägung damit die Beschwerdeführerin 
feststellen kann, welche Reinigungskomponenten die Anbieter für die 
einzelnen militärischen Systeme vorgesehen haben; 

3.2 Eventualiter sei der Beschwerdeführerin Einsicht in die von den Emp-
fehlungsrezepturen gemäss Antrag 1 erfassten Produkte aller Anbieter 
sowie in die unter "Anbieter/Produkt" aufgelisteten Produkte in den Ta-
bellen Reevaluation "Kostenvergleich", Ziff. 3.5 Evaluationsbericht 
Wiedererwägung (Akt. B6) dergestalt zu gewähren, dass die Be-
schwerdeführerin feststellen kann, welche Reinigungskomponenten die 
Anbieter für die einzelnen militärischen Systeme vorgesehen haben. 

B-369/2014 

Seite 4 

dass das Bundesverwaltungsgericht während hängigem Verfahren auch 

über Anträge um Gewährung der Akteneinsicht entscheidet (Zwischenver-

fügung des Bundesverwaltungsgerichts B-2675/2012 vom 5. Dezember 

2012 E. 1.1), wobei der Entscheid über die Akteneinsicht in der Zustän-

digkeit des Instruktionsrichters liegt (Art. 39 Abs. 1 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Zwischenverfügung 

des Bundesverwaltungsgerichts B-2675/2012 vom 5. Dezember 2012 

E. 1.2 mit Hinweisen), 

dass der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 28. August 2014 zwar 

Einsicht in den sie betreffenden Auszug (Seite 16) des Aktenstücks B6 

gewährt wurde, wogegen ihr einstweilen keine weitergehende Einsicht in 

die Ziffer 3.5 des Evaluationsberichts ("Kostenvergleich") gewährt, na-

mentlich nachdem sie gegenüber der Beschwerdegegnerin kein Gegen-

recht halten wollte, 

dass Gegenstand der vorliegenden Zwischenverfügung einzig das Even-

tualbegehren vom 18. August 2014 der Beschwerdeführerin um Aktenein-

sicht in die massgebenden Empfehlungsrezepturen bezüglich Angaben 

des Flottenverhältnisses, der Dosierung und der Produkte, d.h. Einsicht in 

das Aktenstück B26 (Produkt- und Waschmittelempfehlung), bildet (vgl. 

dazu auch die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 25. August 2014, 

Seite 2 Ziffer 4),  

dass die Vergabestelle mit Stellungnahme vom 2. September 2014 bean-

tragt, das Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführerin sei abzuwei-

sen und das Aktenstück B26 weder ihr noch einer weiteren Anbieterin of-

fenzulegen, 

dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 

29. August 2014 und ihrer Stellungnahme vom 9. September 2014 die Of-

fenlegung des Aktenstückes B26 mit der Begründung, die Beschwerde-

führerin vermöge aus diesen Informationen ausser der Einsicht in Ge-

schäftsgeheimnisse nichts für sich abzuleiten, ablehnt und einzig eventu-

aliter einer Offenlegung zustimmt, wenn sowohl die Preisangaben als 

auch die Produktenamen geschwärzt würden, denn die Waschmittelan-

gaben seien Bestandteil ihrer Offerte und gehörten als solche zu den 

schützenswerten Geschäftsgeheimnissen, wobei es sich namentlich bei 

den von der Beschwerdegegnerin entwickelten Produkten um das Ergeb-

nis jahrelanger Forschungsarbeit handle, 

B-369/2014 

Seite 5 

dass die in den Artikeln 26 ff. des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) getroffene Regelung zur Akten-

einsicht sich als Konkretisierung der allgemeinen, aus Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 (BV, SR 101) abgeleiteten Grundsätze zum Akteneinsichtsrecht 

(BGE 115 V 297 E. 2d S. 301 f., 120 IV 242 E. 2c/aa S. 244; vgl. BERN-

HARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER, in: Bernhard Waldmann/Philippe 

Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, Art. 26 

N. 10) erweist, und damit die Gewährung der Akteneinsicht der Grundsatz 

bzw. deren Verweigerung die Ausnahme ist, 

dass diese Prinzipien auch im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt gelten (Art. 37 VGG) und die Beschwerdeführerin gemäss Art. 26 

Abs. 1 Bst. b VwVG Anspruch darauf hat, alle als Beweismittel dienenden 

Aktenstücke einzusehen, wobei freilich jene Akten vom allgemeinen Ein-

sichtsrecht ausgenommen bleiben, bezüglich derer ein überwiegendes 

Geheimhaltungsinteresse vorliegt (Art. 27 Abs. 1 Bst. b VwVG; vgl. zum 

Ganzen den Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-

3803/2010 vom 23. Juni 2010 E. 7.2 mit Hinweisen, sowie den Zwischen-

entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für das öffentliche Be-

schaffungswesen [BRK] vom 17. Februar 1997, veröffentlicht in Verwal-

tungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 61.24 E. 3a), 

dass indessen gemäss ständiger Rechtsprechung ohne Zustimmung der 

Betroffenen kein allgemeiner Anspruch auf Einsichtnahme in Konkurrenz-

offerten besteht (Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts B-

2675/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 3.3), 

dass sich – soweit hinsichtlich bestimmter Aktenstücke ein überwiegen-

des Geheimhaltungsinteresse zu bejahen ist – aus dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit ergibt, dass – wenn möglich – eine teilweise Ein-

sichtsgewährung (insbesondere durch Abdeckung gewisser Namen oder 

Stellen bzw. Entfernen einzelner Seiten) zu erfolgen hat, wobei grund-

sätzlich jene Form zu wählen ist, welche die Einsicht am wenigsten ein-

schränkt, sofern sie mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden kann 

(Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-2675/2012 vom 

5. Dezember 2012 E. 3.2 mit Hinweisen; siehe auch PETER GALLI/ANDRÉ 

MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaf-

fungsrechts, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1366, sowie MICHELE 

ALBERTINI, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im 

B-369/2014 

Seite 6 

Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 245 f. mit 

Hinweisen), 

dass der Akteneinsichtsantrag der Beschwerdeführerin bezüglich dem Ak-

tenstück B26 darauf abzielt, nachvollziehbar zu machen, wie die Verga-

bestelle aufgrund der Zusammensetzung der Empfehlungsrezeptur und 

der Preisgestaltung der Reinigungskomponenten der Anbieter auf das 

wirtschaftlich günstigste Angebot geschlossen hat, denn die Beschwerde-

führerin nimmt an, dass die für den Zuschlagsentscheid wesentlichen In-

formationen zur Empfehlungsrezeptur in diesem Aktenstück enthalten 

sind, 

dass im Aktenstück B26 unter dem Titel "Produkt- und Waschmittelemp-

fehlungsübersicht" Angaben zu den Namen der Waschmittel, der Rezep-

tur und den Preiskalkulationen enthalten sind,  

dass diese Angaben gemäss der Vergabestelle und der Beschwerdegeg-

nerin zu jenen sensiblen Geschäftsgeheimnissen zu zählen sind, an de-

nen die Anbieter ein erhebliches Geheimhaltungsinteresse haben, wes-

halb zum Schutz des freien Wettbewerbs und mit Blich auf die negativen 

Auswirkungen auf die Beteiligung an zukünftigen Vergabeverfahren auf 

eine Offenlegung an andere Anbieter, insbesondere die Beschwerdefüh-

rerin, zu verzichten ist (vgl. Stellungnahme der Vergabestelle vom 

2. September 2014, S. 1; Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 

9. September 2014), zumal die Offenlegung dieser Informationen in casu 

ihrer Ansicht nach aufgrund der Rüge der Beschwerdeführerin gar nicht 

erforderlich sei, denn das zur Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten 

Angebots auf die Dosierangaben in den Empfehlungsrezepturen abge-

stellt werde, sei gar nicht strittig und für die Rüge, dieses Vorgehen sei 

unangemessen, bedürfe die Beschwerdeführerin nicht der Kenntnisse in 

die Empfehlungsrezepturen und deren Preise, da diese Rüge gemäss 

Art. 31 BöB gar nicht zu hören sei, 

dass die Vergabestelle die Akteneinsicht jedenfalls nicht mit dem Argu-

ment abwehren kann, die Rüge der Beschwerdeführerin beziehe sich le-

diglich auf die der Rechtskontrolle entzogene Ermessensausübung der 

Vergabestelle, da auch die Frage im Raum steht, ob die Offerten auf-

grund der Preiskalkulation gestützt auf die Empfehlungsrezepturen ver-

gleichbar sind,  

B-369/2014 

Seite 7 

dass damit sowohl aus Sicht der Vergabestelle als auch der Beschwer-

degegnerin in erster Linie die (allfälligen) Geheimhaltungsinteressen der 

Anbieter und nicht jene der Vergabestelle im Vordergrund stehen,  

dass auch am Verfahren nicht beteiligten Anbietern in Bezug auf ihre Ge-

heimhaltungsinteressen das rechtliche Gehör zu gewähren ist (vgl. dazu 

die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts B-3604/2007 

vom 16. November 2007 E. 2.4 in fine mit Hinweisen),  

dass vorliegend die weiteren Anbieter mit Verfügung vom 26. August 

2014 unter Zustellung des sie jeweils betreffenden, ungeschwärzten Aus-

zuges des Aktenstücks B26 und mit dem Hinweis, Stillschweigen werde 

als Zustimmung gedeutet, zur Stellungnahme bezüglich der Offenlegung 

dieser Blätter aufgefordert wurden, 

dass sich hierzu einzig die M._______ AG mit Stellungnahme vom 

2. September 2014 (Posteingang: 8. September 2014) hat vernehmen 

lassen und einer Offenlegung insoweit zustimmt als dieser der Beschwer-

deführerin nicht ermöglichen darf, Rückschlüsse bezüglich Preisgestal-

tung und Produktkalkulation zu machen, weshalb die Preisangaben ab-

zudecken seien, was sie mit Schreiben vom 10. September 2014 bestä-

tigt, 

dass die weiteren Anbieter einer Offenlegung des sich betreffenden Aus-

zugs des Aktenstücks B26 (auch ohne Abdeckung) stillschweigend zuge-

stimmt haben, 

dass daher insoweit die weiteren Anbieter einer Offenlegung der sie 

betreffenden Auszüge des Aktenstücks B26 ausdrücklich oder stillschwei-

gend zugestimmt haben, prima facie aufgrund dieser Zustimmung offen 

bleiben kann, ob die Waschmittelproduktenamen dieser Anbieter zu den 

schützenswerten Geschäftsgeheimnissen zu zählen sind,  

dass damit dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin in Bezug auf 

Einsicht in das Aktenstück B26 insoweit entsprochen werden kann, als ihr 

jene Auszüge des Aktenstücks B26 in teilweise geschwärzter Form offen-

zulegen sind, zu welchen die Einwilligungen der betroffenen Anbieter vor-

liegen, wobei in Analogie gemäss der Stellungnahme der M._______ AG 

auch hier die Preiskalkulation abzudecken ist, 

dass demgegenüber eine vollständige Verweigerung der Akteneinsicht 

nicht in Betracht kommen kann, da selbst die Vergabestelle ihre Ableh-

B-369/2014 

Seite 8 

nung zur Offenlegung in erster Linie mit dem Schutz der Interessen der 

Anbieter begründet, sodass dieses Argument aufgrund deren Zustim-

mung zur Offenlegung als entkräftet anzusehen ist (Zwischenentscheid 

des Bundesverwaltungsgerichts B-3803/2010 vom 23. Juni 2010 E. 7.2),  

dass indessen die Beschwerdegegnerin behauptet, ihre im Aktenstück 

B26 aufgeführten Produktenamen wiesen auf eigens entwickelte Produk-

te hin, welche das Ergebnis jahrelanger Entwicklung seien,  

dass demnach in Bezug auf die sie betreffende "Produkt- und Waschmit-

telempfehlungsübersicht" (Auszug Aktenstück B26) einstweilen auch die 

Produktenamen abzudecken sind,  

dass indessen immerhin der Hinweis erlaubt ist, dass alleine aus dem 

Produktnamen prima facie nicht auf die chemische Zusammensetzung 

des Produkts geschlossen werden kann, weshalb sich das Gericht vorbe-

hält, in einem zweiten Schritt allenfalls unter Beizug eines der seitens der 

Verfahrensbeteiligten vorgeschlagenen Experten die Geschäftsgeheim-

nisqualität dieser Produktenamen abschliessend zu klären,, 

dass die Akteneinsichtsverfügung nicht unmittelbar zu vollstrecken ist, 

aber mit Blick auf das Beschleunigungsgebot auch nicht ohne Weiteres 

die Beschwerdefrist abgewartet werden soll (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, 

a.a.O., Rz. 1370 f.), 

dass weitere Instruktionshandlungen zur Akteneinsicht allenfalls nach 

Eingang der Replik erfolgen werden. 

  

B-369/2014 

Seite 9 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin auf Einsicht ins Akten-

stück B26 wird teilweise entsprochen. 

1.1. Das Aktenstück B26 wird der Beschwerdeführerin bezüglich der An-

gaben der weiteren Anbietern M._______ AG, N._______ GmbH sowie 

der zweitplatzierten Anbieterin – unter Abdeckung der Preisangaben, 

nicht aber der Namen der verwendeten Produkte – teilweise offengelegt.  

1.2. Das Aktenstück B26 wird der Beschwerdeführerin bezüglich der An-

gaben der Beschwerdegegnerin unter Abdeckung sowohl der Preisanga-

ben als auch der Namen der verwendeten Produkte teilweise offengelegt. 

1.3. Soweit weitergehend werden die Akteneinsichtsbegehren ins Akten-

stück B26 einstweilen abgewiesen. 

2.  

Die Akten gemäss Ziffer 1.1 und Ziffer 1.2 werden der Beschwerdeführe-

rin fünf Kalendertage nach der postalischen Zustellung der vorliegenden 

Zwischenverfügung zugestellt, soweit dem Gericht innert dieser Frist nicht 

seitens der Vergabestelle oder der Beschwerdegegnerin angezeigt wird, 

dass gegen die vorliegende Verfügung eine Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erwogen wird.  

3.  

Zustellung einer Kopie der Eingabe der M._______ AG vom 

10. September 2014 an die Beschwerdeführerin, die Vergabestelle und 

die Beschwerdegegnerin zur Kenntnis. 

4.  

Über die Kosten der vorliegenden Zwischenverfügung wird mit der 

Hauptsache befunden. 

  

B-369/2014 

Seite 10 

5.  

Diese Verfügung geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Rechtsvertreterin; Beilage: gemäss Ziffer 3 

hiervor; Gerichtsurkunde, vorab in elektronischer Form) 

– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 107251; Rechtsvertreter; 

Beilagen: gemäss Ziffern 1.1 und 1.2 sowie 3 hiervor; 

Gerichtsurkunde, vorab in elektronischer Form) 

– die Beschwerdegegnerin (Rechtsvertreter; Beilagen: gemäss Ziffern 

1.2 und 3 hiervor; Gerichtsurkunde, vorab in elektronischer Form) 

– die M._______ AG (Rechtsvertreter; Beilage gemäss Ziffer 1.1 hier-

vor, soweit sie betreffende Angaben in Frage stehen; Einschreiben, 

vorab in elektronischer Form) 

– die N._______ GmbH (Beilage gemäss Ziffer 1.1 hiervor, soweit sie 

betreffende Angaben in Frage stehen; Einschreiben an das Zustell-

domizil) 

– die zweitplatzierte Anbieterin (Beilage gemäss Ziffer 1.1 hiervor, so-

weit sie betreffende Angaben in Frage stehen; Einschreiben) 

 

Der Instruktionsrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marc Steiner Sabine Büttler 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss den 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 11. September 2014