# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c732e7c-8499-5b48-9dab-5cef7fb39a43
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 26.06.2018 I 2018 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-20_2018-06-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 20

Entscheid vom 26. Juni 2018

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Dr.phil., lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1967, ________) arbeitete von 1985 bis April 
1989 für die Firma C.________ und anschliessend für die Grossmetzgerei 
D.________ Am 22. April 2013 erlitt sie eine Schulterverletzung mit anschlies-
sender vollständiger Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 18-5/6 unten). Am 23. September 
2013 unterzeichnete sie eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen (Eingang 
am 10.10.2013). Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden mit „rechte 
Schulter Sehnenrisse Operation“ umschrieben (IV-act. 1-5/6). 

B. Am 13. November 2013 fand ein Abklärungsgespräch statt; dabei erklärte 
A.________, dass sie gerne wieder ihre alte Arbeit aufnehmen möchte (IV-act. 
16-2/6). In der Folge konnte A.________ ab 7. Januar 2014 die angestammte 
Arbeit zu 50% aufnehmen, worauf wieder Schmerzen in der Schulter und in der 
Hüfte auftraten und die Arbeitgeberfirma das Arbeitsverhältnis per Ende April 
2014 beendete (vgl. IV-act. 16-5/6). Am 27. Juni 2014 teilte die IV-Stelle mit, 
dass eine medizinische Abklärung notwendig sei (IV-act. 25), wobei E.________ 
als Gutachterstelle vorgesehen war. Die für 27. und 28. Oktober 2014 geplante 
Begutachtung wurde indes nicht durchgeführt, weil am 22. September 2014 ein 
operativer Eingriff an der linken Schulter stattfand (vgl. IV-act. 27 und 28).

C. Im weiteren Verlauf regte der konsultierte RAD-Arzt Dr.med. F.________ 
die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an (IV-act. 43-5/5), was 
A.________ am 21. Juli 2016 mitgeteilt wurde (IV-act. 44). Der Begutachtungs-
auftrag wurde der G.________ zugelost (IV-act. 47). Am 1. September 2016 
wurden A.________ die vorgesehenen Gutachter bekannt gegeben (IV-act. 50). 
Am 2. Dezember 2016 wurde das G.________-Gutachten erstattet (IV-act. 53). 

D. Mit Vorbescheid vom 23. Februar 2017 teilte die IV-Stelle mit, es sei vor-
gesehen, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 57). Dagegen opponierte 
A.________ in Eingaben vom 2. März 2017 (H.________ Rechtsschutzversiche-
rung) und vom 27. April 2017 (Dr.phil. lic.iur. B.________; vgl. IV-act. 58 und 64). 
Zudem wurde mit Eingabe vom 16. Mai 2017 auf eine Konsultation in der 
I.________-Klinik vom 26. April 2017 verwiesen (IV-act. 65). Daraufhin empfahl 
der RAD-Arzt Dr.med. F.________ eine Zusatzabklärung durch einen Rheumato-
logen (IV-act. 66-7/7). Mit Schreiben vom 14. Juni 2017 forderte die IV-Stelle 
A.________ auf, sich für eine solche Zusatzabklärung bei einem Rheumatologen 
zu melden (IV-act. 67). Am 7. August 2017 ging bei der IV-Stelle ein Bericht von 
Dr.med. J.________ (FMH Rheumatologie, ________) ein (IV-act. 70). Mit 
Schreiben vom 13. September 2017 unterbreitete die IV-Stelle den G.________-

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Gutachtern die von A.________ erhobenen Einwände (IV-act. 71), auf welche die 
Gutachter in einer Stellungnahme vom 8. November 2017 eingingen (IV-act. 73). 

E. Am 28. November 2017 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren 
abgewiesen werde. Diese Verfügung wurde versehentlich an die H.________ 
Rechtsschutz-Versicherung und nicht an die zwischenzeitlich von der Versicher-
ten bevollmächtigte Rechtsvertreterin zugestellt (IV-act. 77). Deswegen wurde 
die Verfügung vom 28. November 2017 von der IV-Stelle am 10. Januar 2018 
aufgehoben (IV-act. 81) und in der Folge durch eine neue Verfügung vom 19. 
Januar 2018 ersetzt, welche an die Rechtsvertreterin zugestellt wurde (IV-act. 
85).

F. Gegen diese am 22. Januar 2018 (Montag) eingegangene Verfügung liess 
A.________ rechtzeitig am 20. Februar 2018 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei die Verfügung vom 19. Januar 2018 aufzuheben;

2. es sei ein Gutachten im Bereich der Rheumatologie erstellen zu lassen;

3. es sei ein zusätzliches Gutachten im Bereich der Psychiatrie erstellen zu las-
sen;

4. es seien der Beschwerdeführerin Rentenleistungen auszurichten;

5. es seien der Beschwerdeführerin berufliche Massnahmen als Eingliederung 
aus der Rente zu gewähren;

6. es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen auszurichten;

7. es seien die Akten der Beschwerdegegnerin beizuziehen;

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 20. März 2018 beantragte die IV-Stelle, die Beschwer-
de sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Am 7. Juni 2018 reichte die Beschwerdeführerin dem Gericht sowie der IV-Stelle 
weitere medizinische Unterlagen ein, welche den Verlauf nach dem Erlass der 
Verfügung vom 19. Januar 2018 betreffen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-

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gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

1.2 Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG massgebend (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Zur Ermittlung des Inva-
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invaliden-
einkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Validenein-
kommen). Die Invalidität ist auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens 
zu bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
erzielen könnte. Nicht entscheidend ist für die Invaliditätsbemessung, ob die ver-
sicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der ihr 
verbliebenen Erwerbsfähigkeit (ganz oder teilweise) Gebrauch macht. Vielmehr 
ist die Invalidität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu 
bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit er-
zielen könnte (vgl. Ulrich Meyer/ Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundes-
gerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N 27 zu Art. 28a IVG). 

1.4 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe dieser Fach-
leute ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 Erw. 4). Diese ärztlichen Angaben 
dienen als wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 141 V 
281 Erw. 5.2.1; 140 V 193 Erw. 3.2; 132 V 93 Erw. 4, je mit weiteren Hinweisen).

1.5.1  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei 
(Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-

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weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Für den Beweiswert eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-
gründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder 
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 
Erw. 5.1). 

1.5.2  In Bezug auf Berichte behandelnder Ärzte darf und soll der Richter der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass allgemein praktizierende Hausärzte 
wie behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, 
weshalb den (unabhängigen) Fachärzten grundsätzlich mehr Gewicht zukommt 
(vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; Urteil des Bundes-
gerichts 9C_395/2016 vom 25.8.2016 Erw. 4.1; 9C_11/2016 vom 22.2.2016 
Erw. 4.3.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und 
Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des 
behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteile des 
Bundesgerichts 9C_419/2008 vom 12.3.2008 Erw. 3.3; I 701/05 vom 5.1.2007 
Erw. 2 mit Hinweisen).

1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; vgl. Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der 
Sozialversicherung, 1999, Rz. 450; BGE 122 II 469 Erw. 4a; Urteil des 
Bundesgerichts 8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 
134 I 148 Erw. 5.3).

1.7 Im Übrigen erstreckt sich der gerichtliche Überprüfungszeitraum grundsätz-
lich nur auf den Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der streitigen Verfügung 
(hier: 19.1.2018) verwirklicht hat. Gesundheitliche Folgeentwicklungen, welche 
die Zeit nach dem Verfügungserlass betreffen, können gegebenenfalls Anlass für 

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eine Neuprüfung des Leistungsanspruchs in einem neu aufzunehmenden Verfah-
ren (nach einer entsprechenden Neuanmeldung) bilden (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 9C_656/2013 vom 11.12.2013 Erw. 3.1 mit Verweis auf BGE 130 V 445 
Erw. 1.2).

2. Aus den vorliegenden Akten sind hinsichtlich gesundheitlicher Beeinträchti-
gungen der Versicherten und dem zumutbaren Arbeitsfähigkeitsgrad u.a. die 
nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

2.1 Dr.med. K.________ (Orthopädische Chirurgie FMH, ________) nahm am 
22. April 2013 bei der Versicherten eine Schulterarthroskopie rechts mit 
subacromialer Bursektomie, subacromialer Dekompression sowie partieller AC-
Gelenkresektion vor (IV-act. 5-1/3). Unter der seit der Operation durchgeführten 
Physiotherapie konnte zwar eine sehr gute Beweglichkeit erzielt werden, indes 
traten erhebliche Beschwerden über einer Neobursa bzw. Neobursitis der rech-
ten Schulter auf, welche mittels MRI nachgewiesen werden konnte. Im Bericht 
vom 9. September 2013 an den Taggeldversicherer führte Dr.med. K.________ 
u.a. aus, das Heben von Gewichten ab 5 kg führe zu Schmerzen, ebenso das 
Tragen von Lasten ab 5 kg; die Sitzdauer sei frei, die Gehstrecke nicht einge-
schränkt. Eine körperlich leicht belastende, wechselweise sitzende, gehende und 
stehende Tätigkeit sei der Versicherten zumutbar (IV-act. 5-2f./3).

2.2 Am 5. November 2013 teilte Dr.med. K.________ der IV-Stelle mit, dass 
die Versicherte am 26. September 2013 „nochmals operativ revidiert“ worden sei. 
Bei der Untersuchung vom 15. Oktober 2013 habe die Versicherte bereits eine 
deutliche Beschwerdebesserung angegeben. Innerhalb der nächsten 8 bis 10 
Wochen sei daher von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 12).

2.3 Med.pract. L.________ stellte in ihrem Bericht an die IV-Stelle vom 21. No-
vember 2013 folgende Diagnosen (IV-act. 15):

1. Z.n. Schulterarthroskopie re (…)
- Impingement Syndrom - Mazeration oberes Labrum, - Bursitis suba-

cromialis rechts
- Z.n. Bursektomie, Synovektomie rechts

2. HWS-Syndrom bei Degenerationen HWS 5/6/7
3. Laktoseintoleranz
4. Z.n. Meniskus Op rechtes Knie

Die bestehenden Einschränkungen umschrieb med.pract. L.________ mit kör-
perliche Schmerzen bei Belastung/ Bewegungen der rechten Schulter. Zur Frage 
der Zumutbarkeit von Tätigkeiten nahm sie nicht Stellung mit dem Verweis dar-

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auf, dass die Versicherte bei Dr.med. K.________ in Behandlung sei (IV-act. 15-
2/4, Ziff. 1.7).

2.4 In einem Verlaufsbericht vom 24. März 2014 berichtete Dr.med. 
K.________ von einem stationären Gesundheitszustand. Derzeit weise die Ver-
sicherte nach erneuten Überkopfarbeiten in sehr kalter Umgebung rezidivierende 
HWS- und Schulterbeschwerden auf. Die Versicherte sei im aktuellen Beruf 
kaum noch einsatzfähig. Er habe der Versicherten dringend einen Berufswechsel 
angeraten (IV-act. 20). Am 25. April 2014 berichtete Dr.med. K.________ von ei-
ner Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Die Versicherte weise rezidi-
vierende Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich rechts auf. Eine Belast-
barkeit sei aktuell nicht gegeben (IV-act. 21-1/9).

2.5 Die im E.________ im Oktober 2014 vorgesehene Abklärung konnte nicht 
durchgeführt werden, nachdem am 22. September 2014 im P.________ (Spital) 
von Dr.med. K.________ an der linken Schulter eine Operation durchgeführt 
wurde (IV-act. 28; der Operationsbericht ist nicht aktenkundig). Im Verlaufsbericht 
vom 13. Mai 2015 berichtete Dr.med. K.________ von einem eher verschlechter-
ten Gesundheitszustand. Aktuell gebe die Versicherte rezidivierende Cervikalgi-
en, Hüftbeschwerden beidseits und Schulterbeschwerden rechts an. Klinisch wie 
auch radiologisch zeige sich allenfalls eine beginnende Coxarthrose beidseits. 
Die an der I.________ Klinik vorgenommene Abklärung der HWS habe eine 
chronische, spondylogene und myofasziale sowie cervikale Brachialgie ergeben 
(IV-act. 31-1/5). In den Berichten der I.________ Klinik (u.a. Dr.med. 
M.________, Stv. Oberarzt Neurologie) vom 20. März 2015 (IV-act. 32-5/10), 
vom 9. April 2015 (IV-act. 32-7/10) und vom 30. April 2015 
(IV-act. 32-9/10) werden nebst einem Carpaltunnelsyndrom chronische spondy-
logene und myofasziale Zervikobrachialgien diagnostiziert.

2.6 Dr.med. J.________ (FMH Rheumatologie/ Physikalische Medizin und Re-
habilitation/ Allgemeine Innere Medizin, ________) nahm am 28. April 2015 und 
am 19. Mai 2015 eine rheumatologische Beurteilung der Versicherten vor. In sei-
nem Bericht vom 19. Mai 2015 an Dr.med. K.________ stellte er folgende Dia-
gnosen (IV-act. 35):

1. Panvertebralsyndrom, ED 2013
- multisegmentale Osteochondrosen (MRI HWS 4/2015)
- mit zervikospondylogenem sowie lumbospondylogenem Syndrom bds.
- Tractussyndrom rechts

2. PHS bds.
- St.n. Schulterarthroskopie rechts 2014 und links 2013
- Tendinopathie Supraspinatus, AC-Hypertrophie, SLAP-Läsion links MRI 8/2014

3. Gonalgie rechts bei St.n. Teilmeniskektomie rechts ca. 2008

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4. Laktoseintoleranz
5. St.n. Fussoperation ca. 2008
6. Carpaltunnelsyndrom bds rechtsbetont, ED 4/2015
7. St.n. Hepatitis B (Serologie 5/2015)

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte Dr.med. J.________ aus, die Versicherte 
sei seit 2 Jahren 100% arbeitsunfähig (IV-act. 35-1/2 unten). Neu sei die Versi-
cherte in psychiatrischer Behandlung beim Z.________ (IV-act. 35-2/2 Mitte). 
Nachdem die IV-Stelle um einen Verlaufsbericht nachgesucht hatte, teilte 
Z.________ am 12. August 2015 mit, dass die Versicherte lediglich zwei Einzel-
termine (23.4.2015, 30.4.2015) wahrgenommen habe, weshalb die Fragen der 
IV-Stelle nicht beantwortet werden könnten (IV-act. 38).

2.7 Dr.med. N.________ (Psychiatrie/ Psychotherapie FMH, ________), wel-
cher die Versicherte seit dem 8. Oktober 2015 behandelt, stellte in seinem Be-
richt vom 30. Mai 2016 folgende Diagnosen (IV-act. 42-1/8): 

Rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig mittelgradige Episode mit so-
matischem Syndrom ICD-10, F:33.11
Zwanghafte Störung gemischt mit zwanghaften Ideen und Handlungen. ICD-10, 
F:42.20.

Die verbliebene Leistungsfähigkeit veranschlagte Dr.med. N.________ auf 50%. 
Nach seiner Einschätzung sind die Einschränkungen mit schweren Konzentra-
tionseinbussen, rascher Ermüdbarkeit, vermehrtem Erholungsbedarf, sehr nied-
riger psychophysischen Stresstoleranz und stark reduzierter geistigen Flexibilität 
zu umschreiben (IV-act. 42-3/8).

2.8 Am 4. Juli 2016 liess sich die Versicherte in der Wirbelsäulensprechstunde 
der I.________-Klinik untersuchen. Dr.med. O.________ (Oberarzt Wirbelsäulen-
chirurgie und Neurochirurgie) stellte in seinem gleichentags erstellten Bericht 
folgende Diagnosen (IV-act. 46-1/9):

1. Rechtsseitige Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Oberarm
- DD Irritation im Bereich des rechten Schultergürtels
- St.n. Fazetteninfiltration C5/6 beidseits am 19.03.2015: Für drei Tage deut-

liche Verbesserung um 70 Prozent der Nackenbeschwerden
2. Intermittierende Kribbelparästhesien der Finger III bis V rechtsseitig

- DD Sulcus ulnaris Syndrom rechtsseitig
3. Druck- und bewegungsabhängige beidseitige, rechtsbetonte Schulterschmer-

zen, aktuell relativ kompensiert
4. St.n. rechtsseitiger Schulteroperation, 2013, anamnestisch bei Sehnenriss

- St.n. Revisionsoperation, ebenfalls 2013
5. St.n. Schulteroperation linksseitig, 2014

- St.n. Karpaltunnel-Operation rechtsseitig, 09/2015, fecit Dr.med. 
K.________

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- St.n. Revision am rechten Daumen, 01/2016
6. Nikotinkonsum, ein Paket pro Tag, 25 py
7. Verdacht auf depressive Episode

Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht veranschlagte Dr.med. O.________ eine Ar-
beitsunfähigkeit von „eventuell“ 50%. Die beidseitigen rechtsbetonten Schulter-
schmerzen könne er in der neuen HWS-Untersuchung nicht erklären. Die Be-
schwerden seien auch durch Druck auslösbar, was für eine radikuläre Sympto-
matik atypisch sei (IV-act. 46-2/9 unten).

2.9 Am 14. Juli 2016 folgte eine neurologische Abklärung an der I.________-
Klinik. In der Beurteilung erwog die Assistenzärztin Dr.med. Q.________ (visiert 
durch die Oberärztin Dr.med. R.________), ob an der Genese der rechtsbeton-
ten Schulterschmerzen ein zervikoradikulärer und/oder -spondylogener Anteil 
bestehe, könne nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Diesbezüglich würden 
sich klinisch keine Hinweise zeigen. Die erneut durchgeführten EMGs aus der 
Kennmuskulatur C5-C8 würden keine akuten oder chronischen Denervierungs-
zeichen aufweisen. Klinisch imponiere aktuell vor allem eine starke Druckdolenz 
der paravertebralen und Trapeziusmuskulatur rechtsbetont (IV-act. 46-6/9).

2.10 Am interdisziplinären MEDAS-Gutachten vom 2. Dezember 2016 (welches 
an der ausgelosten G.________ durchgeführt wurde) haben folgende Sachver-
ständige mitgewirkt (IV-act. 53-23/104):

Dr.med. S.________ (Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie)
Dr.med. T.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie)
Dr.med. U.________ (Facharzt für Innere Medizin)
Dr.med. V.________ (Fachärztin für Neurologie)
Dr.med. W.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)
Dr.med. X.________ (medizinische Verantwortung/ Mitglied Geschäftsleitung)

Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) hielten 
die Gutachter nach einer Konsensbesprechung vom 29. November 2016 fest (IV-
act. 53-13/104):

1. Chronisch rezidivierendes Subakromialsyndrom beidseits, rechts stärker als 
links, bei hypertrophierter und aktivierter AC-Gelenkarthrose und Bursitis sub-
acromialis/ subdeltoidea

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) führten 
die Gutachter aus:

2. Cervicobrachialgie beidseits, ohne radikuläre Reizung
3. Pseudoradikuläres lumbales Schmerzsyndrom beidseits ohne behinderungs-

relevantes Korrelat
4. V.a. asymptomatisches Enchondrom im Femurhals links (7 mm)
5. Senk-Spreiz-Plattfuss beidseits

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6. Mässige Varikosis beidseits
7. Tinnitus links
8. Völlegefühl im Oberbauch bei rezidivierender Helicobacter-Positivität und 

chronischer Obstipation
9. Laktoseintoleranz
10. Bienen- und Wespenstichallergie
11. St.n. Hepatitis B
12. St.n. Operation eines Karpaltunnelsyndroms rechts

Die versicherungsmedizinische Beurteilung fassten die Gutachter u.a. wie folgt 
zusammen (IV-act. 53-14f./104):

A.________ beschreibt Schmerzen in beiden Schultern. Bei der hiesigen Untersu-
chung fand sich eine seitengleich eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit 
beider Schultergelenke sowie eine geringe Prominenz des lateralen Claviculaen-
des rechts. (…) Die klinischen und radiologischen Befunde der Schultern bedingen 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten für Tätigkeiten mit beiden 
Armen oberhalb der Horizontale. Die beschriebenen Nackenschmerzen werden 
eher im Zusammenhang mit der eingeschränkten Beweglichkeit beider Schulterge-
lenke gesehen, die durch permanentes Hochziehen der Schultern kompensiert 
wird und zur Überbelastung der Trapeziusmuskulatur führt. Passend dazu fanden 
sich positive Triggerpunkte beidseits im Bereich der Trapezmuskulatur. Auf einen 
eher geringen Leidensdruck diesbezüglich lässt die fehlende Analgetika-Einnahme 
und die ungenügende Einnahme von Lyrica bei fehlendem therapeutischem Wirk-
spiegel im Serum schliessen. Von orthopädisch-traumatologischer Seite ergibt sich 
aufgrund der Beschwerden beider Schultergelenke eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit der Versicherten in der bisherigen Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin 
der Etikettiererei von 30%. In einer Verweistätigkeit ist die Versicherte jedoch zu 
100% arbeitsfähig.
Die genannten Diagnosen auf dem Gebiet der Inneren Medizin führen nicht zu 
einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (…).
Bei der neurologischen Untersuchung waren keine pathologischen Befunde zu er-
fassen. Alle Reflexe waren symmetrisch, lebhaft, permanente sensible Störungen 
fanden sich nicht. Auch keine Atrophien weder an den Händen noch an den Bei-
nen. Das Karpaltunnelsyndrom rechts wurde mit Erfolg operiert, die immer noch 
vorhandenen gelegentlichen Missempfindungen in Finger 4 und 5 dürften pseudo-
radikulären Beschwerden entsprechen. Die gelegentlich angegebenen Missemp-
findungen in den Füssen sind sehr inkonstant und neurologisch nicht zuverlässig 
einzuordnen. Ausreichende Hinweise finden sich für ein radikuläres Syndrom nicht, 
weder in den Oberarmen noch an den Beinen, auch nicht für eine Polyneuropathie. 
Der angegebene Tinnitus ist einfühlbar lästig, hat jedoch keinen signifikanten Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit. Insgesamt kann man von neurologischer Seite her 
keine Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit diagnostizieren.
Aus psychiatrischer Sicht konnte das von der Versicherten geschilderte Störungs-
bild keiner bekannten psychiatrischen Erkrankung zugeordnet werden. Eine Dia-
gnose war hier nicht zu vergeben. Die geschilderten Symptome wirkten angelesen, 
der Fragebogen, auf den die Versicherte verwies, wurde offenkundig von mehreren 
Personen ausgefüllt. Dieser im Rahmen der Exploration gewonnene Eindruck 
spiegelte sich bei dem hier durchgeführten Beschwerdevalidierungstest wider, 

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dessen signifikant schlechtes Testergebnis hoch auffällig war, das durch eine Ag-
gravation allein nicht zu erklären ist, sondern vielmehr Hinweise auf das zielgerich-
tete Vortäuschen einer nicht vorhandenen Symptomatik liefert. Die Arbeitsfähigkeit 
ist nicht eingeschränkt.
Zusammenfassend besteht im polydisziplinären Konsens in der bisherigen Tätig-
keit der Versicherten als Betriebsmitarbeiterin der Etikettiererei eine 70%ige Ar-
beitsfähigkeit. In einer Verweistätigkeit ist die Versicherte zu 100% arbeitsfähig. 

Prognostisch führten die MEDAS-Gutachter aus, durch eine nochmalige gründ-
liche Operation des rechten Schultergelenkes sollten sich die Beschwerden der 
Versicherten deutlich lindern lassen. Ansonsten bestehe aus orthopädisch-
traumatologischer, neurologischer, internistischer und psychiatrischer Sicht eine 
günstige Prognose. Wichtig sei, die Versicherte rasch wieder in das Berufsleben 
zu reintegrieren, um ihre Selbstwirksamkeit zu stärken (IV-act. 53-16/104). 

2.11 Im Rahmen einer MRI-Abklärung der LWS vom 6. Dezember 2016 im 
Spital AE.________ stellte die Fachärztin für Radiologie (AF.________) einen 
peripheren Einriss des Anulus fibrosus auf Höhe LWK4/5 links intraforaminal fest, 
ohne Hinweis auf eine Nervenwurzelkompression und ohne Spinalkanalstenose 
(Vi-act. 55-2/2).

2.12 Der RAD-Arzt Dr.med. F.________ (Allgemeinmedizin FMH) erachtete das 
Resultat des MEDAS-Gutachtens in einer Stellungnahme vom 20. Februar 2017 
als nachvollziehbar (IV-act. 56-6/6), worauf die IV-Stelle in einem Vorbescheid 
vom 23. Februar 2017 das Leistungsbegehren ablehnte (IV-act. 57). 

2.13 Auf Zuweisung von Dr.med. K.________ wurde die Versicherte am 26. 
April 2017 an der I.________-Klinik durch Dr.med. Y.________ (Oberarzt Or-
thopädie Obere Extremitäten) untersucht, welcher seine Beurteilung wie folgt zu-
sammenfasste (IV-act. 65-3/4, Hervorhebung in Fettdruck nicht im Original):

In der heutigen klinischen Untersuchung zeigt sich ein diffuses Schmerzbild im Be-
reich beider Schulterregionen, vorwiegend im Bereich der Weichteile bei konventi-
onell-radiologisch mehr oder weniger unauffälligen Befunden. Auch nach eigener 
Durchsicht der MR-Bildgebung links vom März 2017 zeigt sich meiner Ansicht 
nach keine relevante führende Pathologie, welche das Beschwerdebild der Patien-
tin erklären könnte. Die geringen degenerativen AC-Gelenks-Veränderungen kor-
relieren meiner Ansicht nach nicht mit den klinischen Befunden, auch rechtsseitig 
korrelieren die MR-Befunde sehr schlecht mit dem klinischen Bild. Leider ist nicht 
eruierbar, inwiefern diagnostische Test-Infiltrationen im Bereich des AC-Gelenks 
und/oder auch subacromial sowie intraartikulär stattgefunden haben. Gegebenen-
falls müsste dies nachgeholt werden, um eine tatsächliche organische Ursache 
ausschliessen zu können. Inwiefern eine rheumatologische Standortbestim-
mung zum Ausschluss einer Polymyalgia rheumatica bzw. Vasculitis bei 
anamnestisch beschriebener Raynaud-Symptomatik bereits stattgefunden 
hat, ist aktuell ebenfalls nicht eruierbar, sollte jedoch falls noch nicht statt-

12

gehabt nachgeholt werden. Bei fehlendem Ansprechen auf die jeweiligen Infiltra-
tionen denke ich nicht, dass eine weitere Operation die Beschwerden der Patientin 
massgeblich reduzieren kann. (…)

2.14.1  Gestützt auf den Bericht von Dr.med. Y.________ (siehe vorstehend, Er-
wägung 2.13 und die dort enthaltene Hervorhebung in Fettdruck) erachtete der 
RAD-Arzt zur Klärung der Fragestellung, ob eine Polymalgia rheumatica vorliege, 
eine rheumatologische Zusatzabklärung als nötig (IV-act. 66-7/7). 

2.14.2  Am 19. Juni 2017 untersuchte der Rheumatologe Dr.med. J.________ 
die Versicherte. In seinem Bericht vom 7. Juli 2017 an Dr.med. K.________ wie-
derholte er die bereits bekannten Diagnosen (vgl. IV-act. 70-1/2 i.V.m. der Dia-
gnosen-Liste in Erw. 2.6). In der Beurteilung führte dieser Facharzt aus (IV-act. 
70-2/2):

Bei der Patientin bestehen seit vielen Jahren multilokuläre Schmerzen. Klinisch 
finden sich vor allem myofasziale Befunde. In den vorliegenden Bildgebungen fin-
den sich multisegmentale Osteochondrosen an der Halswirbelsäule sowie weitere 
ausgeprägt degenerative Veränderungen der Wirbelsäule.

Die Patientin leidet sehr an den multilokulären Schmerzen. Ich habe die Situation 
mit ihr nochmals ausführlich besprochen. Das chronische Schmerzkonzept wurde 
erläutert. Ich habe ihr zur bestehenden Medikation Pregabalin aufdosiert auf 
zunächst 25 mg am Morgen und 100 mg am Abend und später besprochen, dass 
sie selbständig auf 50 mg am Morgen und 100 mg am Abend steigert. (…)

2.15.1  In den nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. Januar 2018 
verfassten und nachträglich eingereichten medizinischen Unterlagen vertrat PD 
Dr.med. AA.________ (FMH für Innere Medizin/ delegierte Psychotherapie 
FMPP) am 12. Februar 2018 den Standpunkt, dass die Versicherte an einem 
ausgeprägten weichteilrheumatischen Syndrom leide und 100% arbeitsunfähig 
sei. Die Versicherte habe eindeutige Sprachprobleme; sie könne nicht schreiben 
und beim Lesen weise sie das Niveau eines Erstklässlers auf; deswegen benöti-
ge sie Hilfe beim Ausfüllen von Fragebogen (Bf-act.).

2.15.2  Dr.med. AB.________ und Dr.med. AC.________ beurteilten die Ergeb-
nisse einer MR-Abklärung der HWS vom 16. Februar 2018 wie folgt (vgl. Bf-act.):

Bisegmentale degenerative Veränderungen/ initiale Spondylose C5/6 und C6/7.
Leichte Foramenstenose C6 beidseits, links mehr ausgeprägt als rechts.
Keine durchgemachte Diskushernien. Keine Nervenwurzelkompression.
Keine Spinalkanalstenose. Keine Myelopathie. Kein Tumorverdacht.

2.15.3  Dr.med. AC.________ nahm zur am 2. März 2018 durchgeführten Ab-
klärung (CT Beckenbeinangio nativ und mit KM beidseits) wie folgt Stellung (vgl. 
Bf-act.):

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Altersentsprechende und regelrechte Darstellung arteriellen Strombahn im Bereich 
des Beckens beider Oberschenkel sowie der Unterschenkel. Keine hämodyna-
misch relevanten Stenosen. Keine wesentliche Arteriosklerose. (…)

2.15.4  Vom 5. März 2018 bis zum 30. März 2018 hielt sich die Versicherte in der 
AG.________ (Klinik) auf. Im Austrittsbericht vom 29. März 2018 stellte der 
Oberarzt Dr.med. AD.________ folgende Rehabilitationsdiagnosen (vgl. Bf-act.):

Chronische Schmerzerkrankung mit somatischen und psychischen Faktoren
- Somatisch: muskuläre Dysbalance und Insuffizienz, degenerative Veränderun-

gen, PHS bds. St.n. Arthroskopie 2013 rechts und 2014 links
- Psychisch: maladaptiv, dysfunktionale Kognitionen und Emotionen, rezidivie-

rende psychosoziale Belastungsfaktoren

In seiner Beurteilung wies der Oberarzt darauf hin, dass die Versicherte an einer 
chronischen Schmerzerkrankung mit somatischen und psychischen Faktoren lei-
de, wobei die somatischen Faktoren alleine die geklagten Beschwerden und Ein-
schränkungen nicht erklären würden.

3. Eine gerichtliche Würdigung der medizinischen Aktenlage zeitigt die nach-
folgend dargelegten Ergebnisse. 

3.1 Nach dem vorliegenden MEDAS-Gutachten (vom 2.12.2016) folgte an der 
I.________-Klinik am 26. April 2017 eine Untersuchung durch einen orthopädi-
schen Spezialisten für Obere Extremitäten (Oberarzt Orthopädie Dr.med. 
Y.________), welcher zum Ausschluss einer Polymyalgia rheumatica bzw. einer 
Vasculitis sinngemäss ausführte, dass eine entsprechende rheumatologische 
Zusatzabklärung nachzuholen sei (vgl. IV-act. 65-3/4 unten).

3.2 Dieser Empfehlung schloss sich der RAD-Arzt Dr.med. F.________ (All-
gemeinmedizin FMH) in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2017 mit folgenden 
Ausführungen an (vgl. IV-act. 66-7/7, Hervorhebung nicht im Original):

Ich kann die in den Raum gestellte Diagnose einer entzündlich rheumatischen Er-
krankung nicht vom Schreibtisch aus ohne Anamnese, Befund und speziell Labor 
verwerfen.

Im Rahmen der MWP [Mitwirkungspflicht] soll sich die V. bei einem Rheumatolo-
gen zu einer Standortbestimmung melden zwecks Ausschluss oder Bestätigung 
einer Polymyalgia rheumatica bzw. Vasculitis (Verweis auf den Bericht 
Y.________, I.________-Klinik). Diese Untersuchung könnte u.a. beim Rheumato-
logen J.________ erfolgen - V. war letztmals vor 2 Jahren dort.

3.3 Daraufhin teilte die IV-Stelle mit Schreiben vom 14. Juni 2017 an die 
Rechtsschutzversicherung der Versicherten mit, dass letztere sich bei einem 
Rheumatologen melden solle. Dass diese rheumatologische Zusatzabklärung 
insbesondere (gemäss Vorgaben des RAD-Arztes) auch die Ermittlung von La-

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borwerten umfassen sollte (um eine Polymyalgia rheumatica bzw. eine Vasculitis 
ausschliessen zu können), wurde nach der Aktenlage gegenüber der Versicher-
ten und auch nicht zu Handen des untersuchenden Rheumatologen hinreichend 
thematisiert. Bei dieser Sachlage war dem Rheumatologen Dr.med. J.________ 
bei der ambulanten Konsultation vom 19. Juni 2017 grundsätzlich gar nicht be-
kannt, dass von ihm eine Beantwortung der Fragestellung „ob eine Polymyalgia 
rheumatica bzw. Vasculitis auszuschliessen bzw. zu bestätigen sei“ erwartet 
wurde, und zwar (gemäss RAD-Arzt) unter Einbezug einer Laborabklärung. Von 
daher vermag die Argumentation in der Vernehmlassung (S. 2f.), wonach sich 
mit dem Verweis auf den durchgeführten Gaenslen-Handgriff kein Hinweis auf 
eine Polymyalgia rheumatica ergeben habe, nicht zu überzeugen. Das Gaenslen-
Zeichen ist ein einfacher, klinischer Untersuch, bei dem der Untersucher die 
Hand auf Höhe der Fingergrundgelenke oder den Fuss auf Höhe der Zehen-
grundgelenke quer leicht komprimiert und dadurch Schmerzen auslöst. Fällt das 
Gaenslen-Zeichen positiv aus, gilt dies als Hinweis auf eine rheumatoide Arthri-
tis, welche bevorzugt an kleinen Gelenken (Hände, Füsse) beginnt. Das Gaens-
len-Zeichen ist indessen eindeutig nicht geeignet, einen befürwortenden oder 
ausschliessenden Hinweis zu einer Polymyalgia rheumatica zu geben, welche 
typischerweise zu Schmerzen im Bereich grosser Gelenke (Schultern, Hüften) 
und deren Umgebung führt. Abgesehen davon liegt keine Stellungnahme des 
RAD-Arztes Dr.med. F.________ zum Bericht von Dr.med. J.________ vom 7. 
Juli 2017 vor; aktenkundig ist lediglich eine Aktennotiz der vorinstanzlichen 
Sachbearbeiterin, wonach sie Rücksprache mit dem RAD-Arzt genommen habe. 
Ob bei dieser mündlichen Rücksprache der Bericht von Dr. J.________ dem 
RAD-Arzt vorlag, und weshalb der RAD-Arzt seine Antwort nicht schriftlich fest-
gehalten hat, ist den vorliegenden Akten nicht zu entnehmen (vgl. Vi-act. 72).

Zusammenfassend rechtfertigt es sich, in (teilweiser) Gutheissung des Rechts-
begehrens Ziffer 2 die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die 
dargelegte rheumatologische Zusatzabklärung (unter ausdrücklichem Hinweis 
auf die zu klärende Fragestellung und unter Einbezug entsprechender Labor-
untersuchungen) veranlassen und gestützt darauf (unter Einbezug der übrigen 
medizinischen Aktenlage) die verbliebene zumutbare Arbeitsfähigkeit neu be-
urteilen kann.

3.4 Für eine Rückweisung sprechen aber auch noch die folgenden Umstände. 
Im MEDAS-Gutachten wurde u.a. darauf hingewiesen, dass die Versicherte im 
durchgeführten Beschwerdevalidierungstest ein hoch auffälliges, signifikant 
schlechtes Ergebnis erzielt habe (vgl. vorstehend, Erw. 2.10). Demgegenüber 
hob PD Dr.med. AA.________ in einem Schreiben vom 12. Februar 2018 an die 

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Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hervor, dass die Versicherte eindeuti-
ge Sprachprobleme habe, dass sie nicht schreiben könne und dass sie beim 
Lesen das Niveau eines Erstklässlers aufweise (vgl. Erw. 2.15.1). In diesem Zu-
sammenhang interessiert die Beantwortung der Fragestellung, ob und inwieweit 
das hoch auffällige, schlechte Ergebnis beim vom MEDAS-Psychiater durchge-
führten Beschwerdevalidierungstest möglicherweise (ganz oder teilweise) durch 
diese angesprochenen Sprachprobleme nachvollziehbar erklärt werden können 
(bzw. weshalb dies gegebenenfalls nicht zutreffend sei). Diesbezüglich drängt 
sich eine entsprechende Rückfrage beim MEDAS-Psychiater auf.

3.5 Im Übrigen versteht sich von selbst, dass die Vorinstanz der Versicherten 
noch das rechtliche Gehör zu den getroffenen Abklärungsergebnissen einzuräu-
men haben wird (wobei nach § 16 Abs. 3 VRP - solange die Partei die Vollmacht 
nicht widerruft - die Rechtsvertreterin der Versicherten als Empfängerin aller 
behördlichen Zustellungen gilt). Alsdann wird die Vorinstanz über den Leistungs-
anspruch neu zu befinden haben.

4. Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiterer Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten (wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung) als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei, und zwar 
unabhängig davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt oder ob das ent-
sprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wurde (vgl. u.a. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_78/2009 vom 31.8.2010, teilw. publ. in BGE 136 II 
393ff. Erw. 12.1, mit Verweis auf BGE 132 V 235 Erw. 6.1). Dementsprechend 
werden die Verfahrenskosten der Vorinstanz auferlegt, derweil die Beschwerde-
führerin Anspruch auf Rückzahlung des von ihr bezahlten Kostenvorschusses 
hat. 

Zudem wird der Beschwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. In Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das Honorar in Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Krite-
rien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und der Art der Arbeits-
leistung, notwendiger Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen Er-
messens ist das Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) auf Fr. 2‘000.-- festzulegen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Ver-
fügung vom 19. Januar 2018 aufgehoben und die Sache im Sinne der Er-
wägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. Die IV-Stelle wird nach 
Durchführung der entsprechenden Zusatzabklärungen und Gewährung des 
rechtlichen Gehörs neu über den Leistungsanspruch zu befinden haben.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
auferlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, 
dass das Verwaltungsgericht den von der Beschwerdeführerin einbezahlten 
Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und ihr (bzw. ihrer Rechtsvertre-
terin) Fr. 500.-- durch die Vorinstanz zu bezahlen sind.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung von Fr. 2‘000.-- zugesprochen (Auszahlung an die Rechtsvertrete-
rin).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 26. Juni 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. Juni 2018