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**Case Identifier:** d56f905c-f354-5d35-8b84-867d6247482e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 25.08.2021 810 20 270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-270_2021-08-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 25. August 2021 (810 20 270) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung / Widerruf der Niederlassungsbewilligung / 

Sozialhilfeabhängigkeit 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiberin i.V. Giulia Kiefer 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, 
 
B.____, Beschwerdeführerin, 
 
beide vertreten durch Johannes Mosimann, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung / Widerruf der Niederlas-

sungsbewilligung (RRB Nr. 1475 vom 27. Oktober 2020) 
 
 

 
A. Der kosovarische Staatsangehörige A.____ (geb. 1965) kam 1991 als Saisonarbeiter 
in die Schweiz und erhielt am 11. November 1996 eine Aufenthaltsbewilligung. Im Jahr 1999 
erhielt seine Ehefrau B.____ (geb. 1968), kosovarische Staatsangehörige, im Rahmen des 

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Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Seit dem 30. April 2004 verfügt A.____ über die 
Niederlassungsbewilligung. A.____ und B.____ haben vier volljährige Kinder (geb. 1994, 1996, 
1998 und 2000), welche ebenfalls in der Schweiz leben. 
 
B. Gemäss den Auszügen aus den individuellen Konten der Ausgleichskasse war A.____ 
letztmals im Jahr 2005 und B.____ letztmals im Jahr 2011 erwerbstätig. 
 
C. Seit dem 1. Mai 2006 wurden A.____ und B.____ ununterbrochen von der Sozial-
hilfebehörde C.____ (Sozialhilfebehörde) unterstützt. Die Summe der ausgerichteten Fürsorge-
leistungen beläuft sich auf Fr. 419'860.95 (Stand: 21. August 2019). 
 
D. Mit Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Basel-Landschaft (SVA BL) 
vom 10. Juli 2007 wurde das Gesuch von A.____ um Ausrichtung einer Invalidenrente 
(IV-Rente) vom 16. Mai 2006 abgelehnt. Das Kantonsgericht wies die von A.____ dagegen er-
hobene Beschwerde am 20. April 2008 ab (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Sozial-
versicherungsrecht [KGE SV], vom 20. April 2008 [720 07 387]). 
 
E. Aufgrund ihrer fortgesetzten Sozialhilfeabhängigkeit sowie der Schuldenwirtschaft von 
A.____ sprach das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AfM; heute: Amt für Migra-
tion und Bürgerrecht [AfMB]) am 23. Juli 2008 gegenüber A.____ und B.____ eine ausländer-
rechtliche Verwarnung aus. Am 27. Mai 2009 ermahnte das AfMB A.____ und B.____ aus den 
vorgenannten Gründen erneut. 
 
F. Am 26. April 2010 reichten A.____ und B.____ bei der SVA BL jeweils ein Gesuch um 
Ausrichtung einer IV-Rente ein. B.____ reichte am 12. November 2012 ein weiteres Gesuch 
ein. Mit Vorbescheid vom 29. April 2014 wies die SVA BL das erste Gesuch von B.____ ab. Mit 
Verfügung der SVA BL vom 7. Januar 2016 wurde das Gesuch von A.____ ebenfalls abgewie-
sen. B.____ wurde zudem mit Verfügung der SVA BL vom 29. Juni 2016 erneut eine IV-Rente 
verweigert. Das Kantonsgericht wies die von B.____ dagegen erhobene Beschwerde am 
2. Februar 2017 ab (KGE SV vom 2. Februar 2017 [720 16 274]). 
 
G. Am 11. Juli 2017 verwarnte das AfMB A.____ und B.____ aus den bereits genannten 
Gründen erneut und verpflichtete sie namentlich zur Arbeitsaufnahme bzw. zum Nachweis von 
Arbeitsbemühungen. 
 
H. A.____ und B.____ reichten am 14. August 2017 jeweils erneut Gesuche um Aus-
richtung einer IV-Rente bei der SVA BL ein. 
 
I. Wegen Pflichtverletzungen von A.____ verfügte die Sozialhilfebehörde am 2. Oktober 
2017 einerseits eine Kürzung der Sozialhilfe, um die zu Unrecht bezogenen Leistungen zu ver-
rechnen, sowie andererseits eine vorübergehende Reduktion der finanziellen Unterstützung im 
Rahmen des Grundbedarfs um 30 %. 
 

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J. Mit Vorbescheid der SVA BL vom 8. Mai 2018 wurde auf das dritte Gesuch von B.____ 
um Zusprechung einer IV-Rente nicht eingetreten. Das Kantonsgericht wies die von B.____ 
dagegen erhobene Beschwerde am 28. Februar 2019 ab (KGE SV vom 28. Februar 2019 
[720 18 201]). 
 
K. Mit Verfügung der SVA BL vom 27. August 2019 wurde auf das dritte Gesuch von 
A.____ um Zusprechung einer IV-Rente nicht eingetreten, wobei diese Verfügung unangefoch-
ten in Rechtskraft erwuchs. 
 
L. Am 11. September 2019 gewährte das AfMB A.____ und B.____ das rechtliche Gehör 
zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung bzw. der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung. A.____ und B.____ nahmen dazu mit Schreiben vom 25. September 2019 Stellung. 
 
M. Am 12. März 2020 ging bei der SVA BL das vierte Gesuch von B.____ um Ausrichtung 
einer IV-Rente ein. Das Verfahren ist derzeit hängig. 
 
N. Mit Verfügung vom 6. April 2020 widerrief das AfMB die Niederlassungsbewilligung von 
A.____ und verweigerte die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von B.____. 
 
O. Dagegen erhoben A.____ und B.____, vertreten durch Johannes Mosimann, Advokat, 
am 16. April 2020 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat), welcher diese mit Beschluss Nr. 2020-1475 vom 27. Oktober 2020 abwies. 
 
P. Mit Eingabe vom 9. November 2020 erhoben A.____ und B.____, vertreten durch 
Johannes Mosimann, Advokat, gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 27. Oktober 2020 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das 
AfMB anzuweisen, auf den Widerruf der Niederlassungsbewilligung von A.____ zu verzichten 
und die Aufenthaltsbewilligung von B.____ zu verlängern (Ziff. 1); eventualiter sei der angefoch-
tene Entscheid aufzuheben und es sei die Angelegenheit zur ergänzenden Sachverhalts-
abklärung an das AfMB, subeventualiter an den Regierungsrat zurückzuweisen (Ziff. 2). Im 
Weiteren wurde die unentgeltliche Rechtspflege unter o/e-Kostenfolge beantragt (Ziff. 3). 
 
Q. Am 25. November 2020 reichte der Beschwerdeführer bei der SVA BL erneut ein 
Gesuch um Ausrichtung einer IV-Rente ein. Das Verfahren ist derzeit hängig. 
 
R. Der Beschwerdegegner beantragt in seiner Vernehmlassung vom 16. Februar 2021 die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
 
S. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 23. Februar 2021 wurde der Fall der Kammer 
zur Beurteilung überwiesen. Den Beschwerdeführenden wurde die unentgeltliche Prozess-
führung und Verbeiständung bewilligt. 
 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegen-
heit gegeben. Die Beschwerdeführenden sind vom angefochtenen Entscheid berührt und haben 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraus-
setzungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt 
werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von hier 
nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Strittig ist, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und 
die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin und die damit ver-
bundene Wegweisung der Beschwerdeführenden zu Recht erfolgten. 
 
4.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, dass ihnen aufgrund der langen Auf-
enthaltsdauer sowie des engen Beziehungs- und (gegenseitigen) Abhängigkeitsverhältnisses 
zwischen ihnen und ihren Kindern ein Anwesenheitsanspruch gestützt auf das in Art. 8 Ziff. 1 
der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 
4. November 1950 geschützte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens zustehe. 
 
4.2.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der Schutzbereich des Rechts auf 
Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 der Bundes-
verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 im Wesentlichen 
auf die eigentliche Kernfamilie, folglich auf die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minder-
jährigen Kindern, beschränkt. Das Verhältnis zwischen Eltern und ihren volljährigen Kindern ist 
lediglich geeignet, einen Bewilligungsanspruch zu begründen, falls – über die üblichen Bindun-
gen im Eltern-Kind-Verhältnis hinaus – ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis vorliegt. Ein 
solches kann sich aus Betreuungs- oder Pflegebedürfnissen bei körperlichen oder geistigen 
Behinderungen und schwerwiegenden Krankheiten ergeben. Nach der bundesgerichtlichen 
Praxis soll ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern indes-
sen nicht leichthin bejaht werden. Allein das Vorliegen eines Pflege- und Betreuungs-
bedürfnisses reicht nicht aus; erforderlich ist zusätzlich, dass die betreffende Pflege- und 
Betreuungsleistung unabdingbar von den in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Angehöri-
gen erbracht werden muss. Bei Fehlen eines derartigen Verhältnisses ist der Schutzbereich von 
Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV nicht berührt (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1; Urteil des 
Bundesgerichts 2C_757/2019 vom 21. April 2020 E. 2.1 f., Urteil des Europäischen Gerichts-

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hofs für Menschenrechte [EGMR] i.S. Slivenko gegen Lettland vom 9. Oktober 2003 
[Nr. 48321/99] § 97; jeweils mit Hinweisen). 
 
4.2.2 Im Hinblick auf die Volljährigkeit der Kinder der Beschwerdeführenden sowie das 
fehlende Abhängigkeitsverhältnis bleibt den Beschwerdeführenden die Berufung auf das Recht 
auf Achtung des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV 
verwehrt. 
 
4.2.3 Unabhängig vom Vorliegen einer familiären Beziehung kann eine ausländerrechtliche 
Fernhaltemassnahme unter gewissen Umständen den Anspruch auf Achtung des Privatlebens 
gemäss Art. 8 EMRK verletzen: Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts genügen 
eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration hierzu nicht; erforderlich 
sind besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen 
beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1; BGE 130 II 281 E. 3.2.1; BGE 
126 II 377 E. 2c, jeweils mit Hinweisen). Nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund 
zehn Jahren kann regelmässig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen in 
diesem Land so eng geworden sind, dass es für eine Aufenthaltsbeendigung besonderer 
Gründe bedarf, wobei es sich im Einzelfall anders verhalten und die Integration zu wünschen 
übriglassen kann. Es kann aber auch sein, dass schon zu einem früheren Zeitpunkt der 
Anspruch auf Achtung des Privatlebens betroffen ist. Liegt nach einer längeren bewilligten 
Aufenthaltsdauer, die zwar zehn Jahre noch nicht erreicht hat, eine besonders ausgeprägte 
Integration vor, kann es den Anspruch auf Achtung des Privatlebens verletzen, wenn eine 
Bewilligung nicht erneuert wird (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.9). 
 
4.2.4 Die Beschwerdeführenden leben mittlerweile seit über 20 Jahren in der Schweiz. 
Angesichts dieser langen Anwesenheit in der Schweiz bedarf der Widerruf der Niederlassungs- 
und Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführenden gemäss der zitierten Rechtsprechung 
des Bundesgerichts grundsätzlich besonderer Gründe (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
2C_564/2019 vom 6. Februar 2020 E. 5.1). 
 
5.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Auslän-
der und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 kann die Niederlassungsbewilligung 
widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer oder eine Person, für die sie oder 
er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist. Dem-
gegenüber reicht für den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG 
aus, dass der Ausländer oder die Ausländerin oder eine Person, für die er oder sie zu sorgen 
hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist. 
 
5.2.1 Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführenden seien seit dem 1. Mai 2006 ununter-
brochen von der Sozialhilfe unterstützt worden, wobei sich die bezogenen Unterstützungs-
leistungen auf Fr. 419'860.95 (Stand: 21. August 2019) belaufen würden. Weiter seien der 
Beschwerdeführer letztmals 2005 und die Beschwerdeführerin letztmals 2011 einer Erwerbs-
tätigkeit nachgegangen. Es handle sich folglich zweifellos um einen dauerhaften und er-
heblichen Sozialhilfebezug. Sodann sei es unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführenden in 

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Zukunft eine Arbeit aufnehmen, für ihren Lebensunterhalt selbständig aufkommen und sich von 
der Sozialhilfe ablösen würden. Obschon bereits mehrere Gesuche um IV-Renten rechtskräftig 
abgewiesen worden seien, erachteten sich die Beschwerdeführenden nach wie vor als arbeits-
unfähig. Nach den wiederholten Abweisungen der Gesuche um Zusprechung einer IV-Rente 
durch die SVA BL sowie den diesbezüglich ergangenen Urteilen des Kantonsgerichts wären die 
Beschwerdeführenden gehalten gewesen, sich intensiv um eine geeignete Arbeitsstelle zu 
bemühen und selbst für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen. Die Beschwerdeführenden 
hätten jedoch kein Interesse an einer Erwerbstätigkeit gezeigt und trotz wiederholter Auf-
forderungen keine Bewerbungen zum Nachweis ihrer Stellensuche eingereicht. Im Weiteren sei 
festzustellen, dass die Beschwerdeführenden unmittelbar bzw. nahtlos nach Erreichen des 
AHV-Alters zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts lebenslang und zu erheblichen Teilen auf 
Ergänzungsleistungen angewiesen wären, wodurch sie die öffentliche Hand weiterhin belasten 
würden. Diese Konstellation läge auch im Fall vor, dass die Beschwerdeführenden in der 
Zukunft IV-Renten erhalten sollten, da ihre IV-Renten infolge ihres äusserst geringen Einkom-
mens und der langandauernden beruflichen Untätigkeit sehr bescheiden wären und ebenfalls 
nahtlos durch Ergänzungsleistungen abgelöst werden müssten. 
 
5.2.2 Die Beschwerdeführenden bestreiten nicht, dass sie seit langem von der Sozialhilfe 
unterstützt werden. Sie berufen sich jedoch auf ihre Arbeitsunfähigkeit und bringen vor, dass 
neue IV-Verfahren hängig seien. 
 
5.3.1 Nach geltender Praxis ist der Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit nach Art. 63 
Abs. 1 lit. c AIG erfüllt, wenn konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Sozialhilfe-
abhängigkeit besteht. Blosse finanzielle Bedenken genügen hingegen nicht. Neben den bis-
herigen und den aktuellen Verhältnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung 
auf längere Sicht abzuwägen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_1115/2018 vom 31. Oktober 
2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Dabei ist der Tatbestand gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG als erfüllt 
anzusehen, wenn eine Person hohe Unterstützungsleistungen erhalten hat und wegen ihres 
Verhaltens nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft selbst für ihren Lebens-
unterhalt sorgen wird (vgl. SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/Gächter/Turn-herr [Hrsg], Bundesgesetz 
über die Ausländerinnen und Ausländer, Stämpflis Handkommentar, Bern 2010, N 21 zu Art. 63 
AuG). Inwiefern die Sozialhilfeabhängigkeit im vorliegenden Fall auf ein Selbstverschulden der 
Beschwerdeführenden zurückzuführen ist, spielt einzig bzw. erst im Rahmen der Prüfung der 
Verhältnismässigkeit der ausländerrechtlichen Massnahme eine Rolle (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 2C_291/2019 vom 8. August 2019 E. 4.1). 
 
5.3.2 Für die Beurteilung der Erheblichkeit des Sozialhilfebezugs ist die Gesamtsumme der 
bisher entstandenen Sozialhilfeleistungen massgebend. Ein Sozialhilfebezug kann bereits ab 
einem Betrag von Fr. 50'000.-- als erheblich gelten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
2C_813/2019 vom 5. Februar 2020 E. 2.3; 2C_263/2016 vom 10. November 2016 E. 3.3.1; 
2C_672/2008 vom 9. April 2009 E. 3.3). Gemäss den unbestrittenen Feststellungen der Vor-
instanz haben die Beschwerdeführenden seit dem 1. Mai 2006 insgesamt Fr. 419'860.95 
(Stand: 21. August 2019) bezogen und werden nach wie vor von der Sozialhilfe unterstützt. 

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Damit ist festzustellen, dass der bisher erfolgte Sozialhilfebezug der Beschwerdeführenden 
zweifellos als erheblich zu bezeichnen ist. 
 
5.3.3 Hinsichtlich der Erfüllung des Kriteriums der Dauerhaftigkeit ist gemäss der Recht-
sprechung des Bundesgerichts nicht die gegenwärtige Sozialhilfeabhängigkeit entscheidend, 
sondern die Zeitspanne, in welcher diese rückblickend andauerte, sowie die Prognose, ob auch 
für die weitere Zukunft Unterstützung geleistet werden muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_795/2008 vom 25. Februar 2009 E. 4.3). Von einer Dauerhaftigkeit ist auszugehen, wenn 
die Bezüge der Sozialhilfe mindestens zwei Jahre gedauert haben (vgl. KGE VV vom 18. April 
2018 [810 17 276] E. 5.3.2; Urteile des Bundesgerichts 2C_263/2016 vom 10. November 2016 
E. 3.1; 2C_1085/2015 vom 23. Mai 2016 E. 4.3; 2C_672/2008 vom 9. April 2009 E. 3.3). Mass-
gebend ist allerdings auch eine Prognose zur voraussichtlichen Entwicklung der finanziellen 
Situation in Berücksichtigung der Einkommensaussichten sämtlicher Familienmitglieder, wobei 
Ehegatten im Zusammenhang mit Sozialhilfeleistungen als wirtschaftliche Einheit zu betrachten 
sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 3.2 mit Hin-
weisen). 
 
5.3.4 Vorliegend ist in Anbetracht der seit dem 1. Mai 2006 ununterbrochen bestehenden 
Sozialhilfeabhängigkeit das retrospektive Element der Dauerhaftigkeit unbestrittenermassen 
erfüllt. Ferner ist angesichts ihrer fehlenden Ausbildung und der langen Absenz vom Arbeits-
markt mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführenden auch 
künftig unterstützungsbedürftig bleiben werden. Eine Verbesserung der Situation wäre höchs-
tens absehbar, wenn die Beschwerdeführenden – als wirtschaftliche Einheit – eine Anstellung 
finden oder IV-Renten erhalten würden. Selbst wenn den Beschwerdeführenden allerdings 
IV-Renten zugesprochen würden, wäre aufgrund ihrer fehlenden Erwerbstätigkeit seit mehr als 
9 bzw. 15 Jahren sowie der daraus resultierenden fehlenden Sozialversicherungsbeiträge 
davon auszugehen, dass sie für ihren Lebensunterhalt in erheblichem Mass auf Ergänzungs-
leistungen angewiesen wären (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_1018/2016 vom 22. Mai 
2017 E. 6.2; 2C_562/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 3.1.2). Vor diesem Hintergrund und Hin-
blick auf den Umstand, dass bereits zahlreiche IV-Gesuche der Beschwerdeführenden jeweils 
rechtskräftig abgewiesen wurden, ist es im vorliegenden Fall nicht geboten, mit dem Widerruf 
bzw. der Nichtverlängerung der Bewilligungen nur deshalb zuzuwarten, weil möglicherweise – 
ohne dass dies feststeht – eine Invalidenrente verbunden mit Ergänzungsleistungen zu-
gesprochen werden könnte (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_580/2020 vom 3. Dezember 
2020 E. 4.4.2; 2C_131/2020 vom 4. Mai 2020 E. 3.2.1, 2C_1048/2017 vom 13. August 2018 
E. 4.2.2).  
 
5.3.5 Nach dem Gesagten bejahte die Vorinstanz zu Recht das Bestehen einer konkreten 
Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit. Damit sind die Vorausset-
zungen des Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG erfüllt. Da die Schwelle für den 
Widerruf der Aufenthaltsbewilligung aufgrund von Sozialhilfeabhängigkeit tiefer ist als diejenige 
für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung (E. 5.1 hiervor), bejahte die Vorinstanz zu 
Recht auch die Voraussetzungen von Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG. 
 

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6.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, so ist zu prüfen, ob die Massnahme im konkreten Fall 
auch verhältnismässig ist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG; BGE 135 II 377 E. 4.3). Bei der Prüfung der 
Verhältnismässigkeit sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen 
sowie privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (vgl. MARTINA CARONI, in: 
Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], a.a.O., N 3 zu Art. 51 AuG; ANDREAS ZÜND/ LADINA ARQUINT 
HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, N 8.48; 
BGE 135 II 110 E. 2.1). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden 
privaten Interessen an der Beibehaltung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an 
deren Widerruf, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als 
notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind beim Widerrufsgrund 
der Sozialhilfeabhängigkeit insbesondere die Hintergründe, warum eine Person sozialhilfe-
abhängig wurde, und somit das Verschulden der ausländischen Person in den Entscheid mit-
einzubeziehen und zu würdigen, aber auch der Grad ihrer Integration, die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und seiner Familie drohenden Nachteile zu 
beachten. Weiter ist die Qualität der sozialen, kulturellen und familiären Beziehungen sowohl im 
Gast- als auch im Heimatland zu beachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_709/2019 vom 
17. Januar 2020 E. 4). 
 
6.2 Im Rahmen der Interessenabwägung ist auch Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. dem inhaltlich 
gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 BV Rechnung zu tragen (E. 4.2.3 hiervor). Mit Verweis auf die 
jüngste Praxis des Bundesgerichts ist festzuhalten, dass zur Eingriffsfeststellung gemäss Art. 8 
Ziff. 1 EMRK, zur Eingriffsrechtfertigung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK und zur allgemeinen 
Verhältnismässigkeitsprüfung eines Bewilligungswiderrufs nach Art. 96 Abs. 1 AIG auf nahezu 
identische Kriterien abzustellen ist (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.7 f.; BGE 139 I 31 E. 2.3.3), wes-
halb die gebotenen Prüfschritte vorliegend in der nachfolgenden Gesamtabwägung zusammen-
fallen (vgl. KGE VV vom 9. Dezember 2020 [810 20 150] E. 10.4 und vom 12. Februar 2020 
[810 19 226] E. 5.1.2). 
 
6.3 Zu prüfen ist somit, ob unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegen-
den Falls die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbewilligung bzw. der 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung die privaten Interessen der Beschwerdeführenden 
am Verbleib in der Schweiz überwiegen. 
 
6.4 Ausgangspunkt der vorzunehmenden Interessenabwägung ist das Interesse der 
Öffentlichkeit, Ausländer und Ausländerinnen, welche dauerhaft und in erheblichem Masse auf 
Sozialhilfe angewiesen sind und dadurch die öffentliche Hand stark beanspruchen bzw. belas-
ten, wegzuweisen. Vorliegend hält die Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführenden 
bereits seit Jahren an und diese bezogen in erheblichem Mass Sozialhilfegelder. Es besteht 
somit ein gewichtiges öffentliches Interesse an deren Wegweisung. 
 
6.5 Bei der Verhältnismässigkeitsprüfung ist insbesondere das Verschulden der aus-
ländischen Person an der Sozialhilfeabhängigkeit zu berücksichtigen. 
 

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6.5.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, sie seien infolge ihrer gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen nicht arbeitsfähig. Dazu ist festzustellen, dass sämtliche bisherigen 
IV-Gesuche der Beschwerdeführenden abgelehnt wurden, wobei die fraglichen Entscheide – 
soweit dagegen Beschwerde erhoben wurde – jeweils durch das Kantonsgericht bestätigt 
wurden. Im Rahmen der Verfügung der SVA BL vom 29. Juni 2016 wurde die Beschwerde-
führerin in Anwendung der gemischten Methode mit Anteilen von 40 % an Erwerbs- und von 
60 % an Haushaltstätigkeiten als zu 100 % arbeitsfähig qualifiziert (vgl. KGE SV vom 2. Februar 
2017 [720 16 274]). Diesbezügliche Grundlage bildete die interdisziplinäre Konsensbeurteilung 
von Dr. D.____, FMH Rheumatologie, FMH Innere Medizin, SAMM Manuelle Medizin, und von 
Dr. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. April 2015. Nach dieser Beurteilung 
besteht aus – einzig relevanter – rheumatologischer Sicht jeweils in einem Ganztagespensum 
bei körperlich mittelschweren bis schweren Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit und für jeg-
liche leichte Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. Dabei fällt insbesondere die Schilderung von 
Dr. E.____ ins Auge, wonach die Beschwerdeführerin willentlich Gedächtnis- und Orien-
tierungsschwierigkeiten vorgetäuscht habe und sich anhand des durchgeführten "Test of Memo-
ry Malingering" klar habe feststellen lassen, dass die beklagten Gedächtnisstörungen eindeutig 
simuliert seien. Der Verfügung der SVA BL vom 7. Januar 2016 lässt sich entnehmen, dass 
dem Beschwerdeführer jede körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne länger an-
dauernde Zwangshaltung vollumfänglich mit einer gesamtmedizinischen Leistungs-
einschränkung von 30 % (d.h. eine Invalidität von 30 %) in einem Ganztagespensum zumutbar 
ist. Aus der Verfügung geht weiter hervor, dass in den bisher ergangenen medizinischen Unter-
lagen wiederholt von seiner fehlenden Motivation, der subjektiven Krankheitsüberzeugung so-
wie Verdeutlichungstendenz mit übertriebenem Schmerzgebaren gesprochen werde. Nach dem 
Gesagten kann beim Beschwerdeführer somit von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 70 % 
und bei der Beschwerdeführerin von einer vollen Arbeitsfähigkeit in jeweils angepassten Tätig-
keiten ausgegangen werden. 
 
6.5.2 Die Beschwerdeführenden machen zudem geltend, von der sozialversicherungs-
rechtlichen Beurteilung der IV-Stelle bezüglich der Invalidität könne nicht auf eine tatsächlich 
umsetzbare Arbeitsfähigkeit und -möglichkeit geschlossen werden. So habe das Bundesgericht 
bestätigt, dass zwischen der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung der Erwerbsfähigkeit 
und den realen Chancen auf dem Arbeitsmarkt eine Diskrepanz bestehe. Dies lasse das Ab-
stellen auf den im Sozialversicherungsverfahren festgestellten IV-Grad für die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit lediglich als "nicht willkürlich" erscheinen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_1048/2017 vom 13. August 2018 E. 3.4.1 f.). Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, 
dass sie neue IV-Verfahren anhängig gemacht hätten. Ausserdem bestätigten neue Arzt-
berichte ihre Arbeitsunfähigkeit, weshalb das einseitige Abstellen der Vorinstanz auf die 
IV-Gutachten nicht nachvollziehbar sei. In diesem Zusammenhang verweisen sie unter 
anderem auf Berichte ihres behandelnden Psychiaters, Dr. F.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 9. September 2019.  
 
6.5.3 Zu diesen Vorbringen ist festzuhalten, dass die verschiedenen gesundheitlichen 
Beschwerden der Beschwerdeführenden in den zahlreichen IV-Verfahren eingehend geprüft 
wurden. Zuletzt wurde mit Verfügungen der SVA BL vom 8. Mai 2018 und 27. August 2019 auf 

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die IV-Gesuche der Beschwerdeführenden vom 14. August 2017 jeweils mangels wesentlicher 
Veränderungen der beruflichen und medizinischen Situation nicht eingetreten. Während das 
Kantonsgericht die von der Beschwerdeführerin dagegen erhobene Beschwerde abwies (KGE 
SV vom 28. Februar 2019 [720 18 201]), wuchs die Verfügung des Beschwerdeführers unan-
gefochten in Rechtskraft. Angesichts dieser Sachlage und der durchgehend abgewiesenen 
IV-Gesuche der Beschwerdeführenden ist nicht zu beanstanden, dass die im vorinstanzlichen 
Verfahren eingereichten Berichte des behandelnden Psychiaters der Beschwerdeführenden an 
der Überzeugung des Regierungsrats, deren Sozialhilfeabhängigkeit sei selbstverschuldet, 
nichts änderte. Mit dem Regierungsrat ist festzustellen, dass die Berichte des behandelnden 
Psychiaters, Dr. F.____, nicht auf einer umfassenden Würdigung der Krankenakten der 
Beschwerdeführenden bzw. umfassenden Untersuchungen beruhen. Wie bereits dargelegt 
(E. 6.5.1 hiervor), wurden im Rahmen der medizinischen IV-Abklärungen zudem erhebliche 
Zweifel am effektiven Vorliegen psychischer Störungen der Beschwerdeführerin dokumentiert. 
In der den Beschwerdeführer betreffenden Verfügung der SVA BL wird auf seine fehlende Moti-
vation, seine subjektive Krankheitsüberzeugung und Verdeutlichungstendenz mit übertriebenem 
Schmerzgebaren hingewiesen. Vor diesem Hintergrund hat der Regierungsrat den Fest-
stellungen im IV-Verfahren zu Recht eine grössere Aussagekraft zugemessen als den die 
Beschwerdeführenden betreffenden neuen Arztberichten vom 9. September 2019. Zu berück-
sichtigen gilt zudem, dass die Beschwerdeführenden selbst für den Fall, dass sie IV-Renten 
zugesprochen erhielten, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin von der öffentlichen 
Hand finanziell unterstützt werden müssten. Vor diesem Hintergrund erscheint es, wie bereits 
dargelegt (E. 5.3.4 hiervor), nicht geboten, bei langjähriger und erheblicher Sozialhilfeabhängig-
keit mit dem Widerruf der Bewilligungen lediglich deshalb zuzuwarten, weil eventuell eine 
(Teil-)IV-Rente verbunden mit Ergänzungsleistungen zugesprochen werden könnte. 
 
6.5.4 Nach dem Gesagten ist den Beschwerdeführenden vorzuhalten, dass sie es trotz wie-
derholter Aufforderungen durch die Sozialhilfebehörde und mehrerer ausländerrechtlicher 
Verwarnungen während Jahren unterlassen haben, sich um eine Arbeitsstelle zu bemühen, und 
keine einzige Bewerbung eingereicht haben. Die Beschwerdeführenden legen bis heute keine 
Belege ins Recht, die darauf schliessen liessen, dass sie sich immerhin (rechtzeitig) darum 
bemüht hätten, sich aus- oder weiterzubilden oder eine Arbeitsstelle zu finden, die ihnen erlaubt 
hätte, zumindest zu einem Teil für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Dies, obwohl sie im 
Rahmen ihrer Stellungnahme vom 25. September 2019 sinngemäss angegeben hatten, sie 
wären bei Vorliegen einer angepassten Tätigkeit zur Arbeitsaufnahme bereit und würden sich 
eine Erwerbstätigkeit sogar wünschen, um vom Staat nicht mehr finanziell abhängig zu sein. 
Die Beschwerdeführenden legen jedenfalls nicht dar, inwiefern sie in naher Zukunft beab-
sichtigen, intensiv eine Arbeitsstelle zu suchen. Vielmehr bringen sie wiederholt vor, sie seien 
gesundheitlich nicht in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und verweisen auf die 
neuen IV-Anmeldungen. Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Beschwerdeführenden bei 
Weitem nicht alles Zumutbare unternommen haben, um auf dem Arbeitsmarkt den eigenen 
Unterhalt möglichst autonom zu bestreiten und sich zumindest teilweise von der Sozialhilfe lö-
sen zu können (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_288/2020 vom 18. August 2020 E. 5.5.1; 
2C_1048/2017 vom 13. August 2018 E. 4.5.2; jeweils mit Hinweisen). Die Sozialhilfeabhängig-
keit der Beschwerdeführenden muss somit als selbstverschuldet gelten. 

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6.6 Zu prüfen ist schliesslich, ob sich der Widerruf der Niederlassungs- und Aufenthalts-
bewilligung unter den weiteren Aspekten als verhältnismässig erweist. 
 
6.6.1 Als private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz machen die Beschwerde-
führenden ihre Verwurzelung in der Schweiz, ihr enges Verhältnis zu den hier lebenden Kindern 
sowie die gegenseitige Unterstützungsabhängigkeit innerhalb der Familie geltend. Ungeachtet 
ihres vielleicht etwas zurückgezogenen Lebens befinde sich das entscheidende soziale Umfeld 
in der Schweiz. Weiter sei die Lage im Kosovo in wirtschaftlicher Hinsicht absolut prekär, zumal 
sie keine Ausbildung und dort weder finanzielle Hilfe durch Familienangehörige noch ein trag-
fähiges Beziehungsnetz hätten. Schliesslich seien sie im fortgeschrittenen Alter und infolge 
ihres angegriffenen Gesundheitszustands auf medizinische Behandlungen angewiesen, welche 
im Kosovo aufgrund des völlig unzureichenden Gesundheitssystems nicht gewährleistet seien.  
 
6.6.2 Unter dem Aspekt der Integration und Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführenden ist 
zu beachten, dass diese seit 1991 bzw. 1999 und somit seit 22 bzw. 30 Jahren hier leben. Der 
lange Aufenthalt spricht grundsätzlich für ein beachtliches Interesse der Beschwerdeführenden 
am Verbleib in der Schweiz. Allerdings ist nicht zu übersehen, dass die Integration der 
Beschwerdeführenden ihre Aufenthaltsdauer in keiner Art und Weise widerspiegelt, wodurch die 
Aufenthaltsdauer erheblich zu relativieren ist. In beruflicher Hinsicht vermochten der Beschwer-
deführer seit 2005 und die Beschwerdeführerin seit 2011 nicht mehr Fuss zu fassen, wobei sie 
gemäss der Stellungnahme vom 25. September 2019 ohnehin lediglich eine Teilzeitstelle an-
zustreben gedenken. Es sind folglich keine ernsthaften Integrationsbemühungen erkennbar, 
zumal die Beschwerdeführenden im Rahmen der Stellungnahme vom 25. September 2019 
angaben, sie würden die Hoffnung nicht aufgeben, dass die IV-Stelle sie und ihre Befunde 
berücksichtigen werde. Somit ist von einer subjektiven Krankheitsüberzeugung der Beschwer-
deführenden auszugehen, welche eine Reintegration ins Berufsleben massiv erschwert, wenn 
nicht sogar verunmöglicht. Im Weiteren ist den Betreibungsregisterauszügen zu entnehmen, 
dass der Beschwerdeführer trotz ununterbrochenem Sozialhilfebezug mit vier Betreibungen von 
insgesamt Fr. 52'599.25 und zwei Verlustscheinen von gesamthaft Fr. 51'923.30 (Stand: 
23. August 2019) eingetragen ist, was zusätzlich negativ ins Gewicht fällt. In sozialer Hinsicht ist 
festzustellen, dass eine nennenswerte Verbindung der Beschwerdeführenden zur Schweiz 
einzig aus ihrer Beziehung zu den hier lebenden volljährigen Kindern besteht. Gesamthaft ist 
festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführenden – insbesondere unter Berücksichtigung ihrer 
langen Aufenthaltsdauer – weder in sozialer noch in wirtschaftlich-beruflicher Hinsicht integriert 
haben. 
 
6.6.3 Hinsichtlich der den Beschwerdeführenden und ihrer Familie drohenden Nachteile gilt 
festzustellen, dass die Verbindung zwischen ihnen und ihren volljährigen Kindern sowie den 
Familienmitgliedern des Beschwerdeführers aus dem Ausland gelebt werden kann, zumal der 
Beschwerdeführer gegenüber Dr. F.____ angab, seine Kinder hätten sich aufgrund seiner 
Gereiztheit und Gewalttätigkeit, die aus seinen Schmerzen resultierten, von ihm abgewandt 
(vgl. Bericht vom 9. September 2019, S. 2). Mit gegenseitigen Besuchen und den heutigen 
elektronischen Kommunikationsmitteln kann der Kontakt somit auch im Falle einer Wegweisung 

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aufrechterhalten werden. Im Übrigen ist festzustellen, dass sämtliche Kinder der Beschwerde-
führenden bereits ausgezogen sind und eigene Familien gegründet haben. Betreffend die finan-
ziellen Verhältnisse der Beschwerdeführenden in ihrer Heimat ist festzuhalten, dass, sollten ihre 
Kinder sie künftig finanziell unterstützen, dies ohne Einschränkung auch dann möglich ist, wenn 
die Beschwerdeführenden im Kosovo leben, dies nicht zuletzt auch mit Blick auf die höhere 
Kaufkraft in diesem Land (vgl. die vom Bundesamt für Statistik [BFS] veröffentlichten Preis-
niveauindizes im internationalen Vergleich für das Jahr 2019). Da die Beschwerdeführenden 
wie bereits dargelegt (E. 6.6.2 hiervor) keine berufliche Integration aufzuzeigen vermochten, 
kann ihr Vorbringen, sie würden angesichts ihrer fehlenden Ausbildung und ihres hohen Alters 
im Kosovo keine Anstellung finden, nicht gehört werden. Im Hinblick auf die gesundheitliche 
Verfassung der Beschwerdeführenden ist anzumerken, dass Gesundheitsbeschwerden nach 
konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Wegweisung erst dann als unverhältnis-
mässig erscheinen lassen, wenn eine ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung im 
Heimatstaat eine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des Gesundheits-
zustands nach sich ziehen würde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_418/2015 vom 
21. Dezember 2015 E. 4.6.4; 2C_721/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.2, jeweils mit Hinweisen). 
Der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen 
Staat mit demjenigen in der Schweiz nicht vergleichbar ist und die hiesige medizinische Betreu-
ung einem höheren Standard entspricht, kann nicht die Unzumutbarkeit der Rückreise zur Folge 
haben (vgl. BGE 128 11 200 E. 5.3; Urteile des Bundesgerichts 2C_418/2015 vom 
21. Dezember 2015 E. 4.6.4; 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 3.3.2). Hinsichtlich des Vor-
bringens der Beschwerdeführenden, medizinische Behandlungen für ihre Erkrankungen seien 
im Kosovo nicht gewährleistet, ist darauf hinzuweisen, dass grundsätzlich alle registrierten 
Bewohner des Kosovo sowie Rückkehrer aus dem Ausland Zugang zum dortigen Gesundheits-
system haben (vgl. Bericht des Staatssekretariats für Migration, Sektion Analysen, Focus Koso-
vo, Medizinische Grundversorgung, vom 9. März 2017 [Bericht SEM Grundversorgung], Ziff. 7 
S. 28 und Ziff. 7.3 S. 30). Soweit die Notwendigkeit einer psychologischen bzw. psychiatrischen 
Behandlung geltend gemacht wird, ist festzuhalten, dass eine solche im Kosovo gewährleistet 
ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_925/2011 vom 22. Juni 2012 E. 5.3; 2D_56/2010 vom 
26. Mai 2011 E. 4.3; Bericht des Staatssekretariats für Migration, Sektion Analysen, Focus 
Kosovo, Behandlungsangebote bei psychischen Erkrankungen, vom 25. Oktober 2016 [Bericht 
SEM Psychiatrie]). Schliesslich ist hinsichtlich allfälliger weiterer medizinischer Behandlungen 
nicht ersichtlich, dass diese lediglich in der Schweiz durchgeführt werden können (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 2A.188/2002 vom 2. Mai 2002 E. 2.1; Bericht SEM Grundversorgung, 
Ziff. 4 ff., S. 15 ff.). Vor diesem Hintergrund sprechen weder die finanzielle Situation der 
Beschwerdeführenden noch die medizinische Versorgung im Kosovo gegen eine Rückkehr. 
 
6.6.4 Eine Rückkehr in ihre Heimat würde die Beschwerdeführenden angesichts ihres langen 
Aufenthalts in der Schweiz zweifellos schwer treffen. Die Beschwerdeführenden haben einen 
grossen Teil ihrer bisherigen Erwachsenenjahre hier verbracht. Da sie bis zu ihren jungen 
Erwachsenenjahren in ihrer Heimat gelebt haben, ist der Vorinstanz aber darin beizupflichten, 
dass sie mit den dortigen Gepflogenheiten vertraut und der Landessprache mächtig sind. 
Weiter verbleiben ihnen im Kosovo ihre Mütter sowie je ein Geschwisterteil, welche ihnen bei 
der Rückkehr und Wiedereingliederung zur Seite stehen können. Obschon sich die Beschwer-

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deführenden seit 22 bzw. 30 Jahren hier aufhalten, ist nicht von einer gelungenen Integration 
auszugehen. Wie in den vorstehenden Erwägungen erläutert, müssen ihre Sozialhilfeabhängig-
keit als selbstverschuldet und ihre Integration als nicht gelungen angesehen werden. Hinzu 
kommt, dass es den Beschwerdeführenden zumutbar ist, die Kontakte zu den hier lebenden 
Familienmitgliedern mittels moderner Kommunikationsmittel zu pflegen. Dass die Beschwerde-
führenden nach wie vor mit ihrer Heimat verbunden sind und nie den Kontakt zum Kosovo ab-
gebrochen haben, ergibt sich weiter daraus, dass sie dort in der Vergangenheit mindestens 
einmal pro Jahr ihre Ferien verbrachten (vgl. Stellungnahme vom 25. September 2019). Unter 
diesen Gesichtspunkten erscheint eine Rückreise in den Kosovo als zumutbar. 
 
7. Im Weiteren ist anzumerken, dass sich die Situation der Beschwerdeführenden dem 
Kantonsgericht nicht als persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG präsentiert. 
Die Beschwerdeführenden werden durch den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht ungleich härter getroffen als andere Aus-
länderinnen und Ausländer in derselben Lage (vgl. BGE 130 II 39 E. 3). Die Vorinstanz durfte 
einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall demnach ohne Rechtsverletzung verneinen. 
 
8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die öffentlichen Interessen an der Be-
endigung des Aufenthalts der Beschwerdeführenden in der Schweiz deren private Interessen 
an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen. Nach dem Gesagten erweisen sich der Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung und die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sowie die 
damit verbundene Wegweisung als verhältnismässig. Die Beschwerde ist demnach vollum-
fänglich abzuweisen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die 
Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass 
auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- sind ausgangs-
gemäss den Beschwerdeführenden aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. Die Parteikosten 
sind gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen. Dem Rechtsvertreter der Beschwerde-
führenden wird zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 1'376.25 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 
  

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr 1'500.-- werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 1'376.25 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus der Gerichts-
kasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 13. Januar 2022 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_42/2022) erhoben.