# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fad1c2c1-494f-505c-bd4a-84a78672e57b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 05.11.2015 SB150210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150210_2015-11-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB150210-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier  

und Dr. iur. D. Schwander sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. 

S. Bussmann 

 
Urteil vom 5. November 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. Th. Brändli,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit etc. 

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 

10. Abteilung - Einzelgericht, vom 9. März 2015 (GB150003) 
 
 

Anklage:  
(Urk. 8) 

Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. November 2014 ist 

diesem Urteil beigeheftet.  

-   2   - 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 21 S. 17 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

 - der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit 

im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG, 

 - des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 Abs. 1 

SVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG sowie 

 - der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in 

Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG.  

2. Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 

Fr. 90.– (entsprechend Fr. 4'050.–) sowie mit einer Busse von Fr. 500.–  

bestraft. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre 

festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 900.–   Auslagen Untersuchung 
 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten gemäss vorstehender Ziffer werden dem Beschuldigten  

auferlegt. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel)" 

-   3   - 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 4) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 36) 

1. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei vom Vorwurf der Vereitelung von 

Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit i.S.v. Art. 91a Abs. 1 

SVG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen. 

2. Betreffend des – fahrlässigen – pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall i.S.v. 

Art. 92 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 51 Abs. 3 SVG sowie der einfachen Ver-

letzung der Verkehrsregeln i.S.v. Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 31 

Abs. 1 SVG sei die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse von Fr. 500.– 

zu bestätigen. 

3. Dem Beschuldigten und Berufungskläger sei aufgrund des Teilobsiegens 

gestützt auf Art. 426 StPO nur ein Teil der vorinstanzlichen Gerichts- und 

Verfahrenskosten aufzuerlegen. Die Gerichtskosten für das Berufungs-

verfahren seien auf die Staatskasse zu nehmen sowie dem Beschuldigten 

und Berufungskläger eine nach richterlichem Ermessen zu bemessende 

Parteientschädigung zzgl. MWST. zuzusprechen.  

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 27, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte: 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

10. Abteilung – Einzelgericht, vom 9. März 2015 wurde der Beschuldigte der Ver-

eitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von 

Art. 91a Abs. 1 SVG, des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von 

-   4   - 

Art. 92 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG sowie der Verletzung 

von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 

Abs. 1 SVG schuldig gesprochen. Der Beschuldigte wurde bestraft mit einer 

Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je Fr. 90.– sowie mit einer Busse von  

Fr. 500.–. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 

3 Jahre festgesetzt. Für den Fall des schuldhaften Nichtbezahlens der Busse 

wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen festgesetzt. Schliesslich wurden die 

Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens dem Beschuldigten 

auferlegt (Urk. 17 S. 17 ff.). 

1.2. Nach Verzicht der Parteien auf eine mündliche Urteilseröffnung wurde das 

Urteil den Parteien am 15. April 2015 sogleich in begründeter Form zugestellt 

(Prot. I S. 15, Urk. 18/1-2). Mit Eingabe vom 5. Mai 2015 liess der Beschuldigte 

fristgerecht seine Berufungserklärung einreichen (Urk. 22). 

1.3. Mit Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 29. Mai 

2015 wurde die Berufungserklärung des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Limmat zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder 

ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 25). Mit Eingabe vom 

3. Juni 2015 teilte die Staatsanwaltschaft mit, auf die Erhebung einer Anschluss-

berufung zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils zu be-

antragen (Urk. 27). Der Aufforderung, diverse Unterlagen betreffend seine finan-

ziellen Verhältnisse beizubringen, kam der Beschuldigte mit Eingabe vom 22. Juni 

2015 nach (Urk. 28). 

1.4. Am 3. August 2015 wurde auf den 5. November 2015 zur Berufungsver-

handlung vorgeladen (Urk. 32). 

1.5. Zur heutigen Berufungsverhandlung erschienen sind der Beschuldigte und 

sein Verteidiger. Es waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzu-

nehmen (Prot. II S. 5). Nach durchgeführter Parteiverhandlung verzichtete der 

Beschuldigte auf eine mündliche Urteilseröffnung bzw. -erläuterung, woraufhin die 

Verfahrensleitung die schriftliche Zustellung des Dispositives in Aussicht stellte. 

-   5   - 

Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II 

S. 8 ff.) 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Beschuldigte beschränkt seine Berufung auf den Schuldspruch be-

treffend die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit 

und verlangt einen diesbezüglichen Freispruch. Ferner ficht der Beschuldigte die 

vorinstanzliche Kostenauferlegung an (Urk. 22 S. 2, Prot. II S. 4-6). 

2.2. Die Berufung betrifft mithin ausschliesslich die Dispositivziffern 1 (soweit 

die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit be-

treffend), 2 und 3 (soweit die Geldstrafe betreffend) sowie Dispositivziffer 6 des 

vorinstanzlichen Urteils. Hingegen sind die nicht angefochtenen Punkte (Disposi-

tivziffer 1 Absatz 2 und 3; Dispositivziffern 2 und 3, soweit die Busse betreffend; 

Dispositivziffern 4 und 5) in Rechtskraft erwachsen (Art. 399 Abs. 3 in Verbindung 

mit Art. 402 und 437 StPO). Das ist vorab vorzumerken.  

3. Sachverhalt 

3.1. Im Rahmen der – einzig noch strittigen – Thematik betreffend die Vereite-

lung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit wird dem Beschuldig-

ten vorgeworfen, nach Verursachung einer Kollision mit einer Bauabschrankung 

die Fahrt mit seinem Personenwagen unter Vernachlässigung seiner Meldepflich-

ten auch deshalb fortgesetzt zu haben, weil er Alkohol getrunken und daher habe 

verhindern wollen, dass durch die herbeigerufene Polizei eine Blutalkoholprobe 

hätte angeordnet werden können, was nach Auffassung der Staatsanwaltschaft 

angesichts der vorliegenden Umstände – nachts, Unfallgeschehen – mit an Si-

cherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall gewesen wäre (Urk. 8 S. 3). 

3.2. Wie von der Vorinstanz zutreffend aufgezeigt, bestreitet der Beschuldigte 

nicht, am 7. Mai 2014 seinen Personenwagen der Marke BMW, ZH …, um ca. 

00:45 Uhr durch die B._____-Strasse in … Zürich gelenkt zu haben und auf der 

Höhe der Hausnummer … mit einer dort befindlichen Bauabschrankung kollidiert 

zu sein. Ebenso stellt er nicht in Abrede, sich weder um den Schaden gekümmert 

-   6   - 

noch unverzüglich beim Geschädigten oder bei der Polizei gemeldet zu haben, 

obschon eine telefonische Kontaktaufnahme mit der Polizei ohne weiteres  

möglich gewesen wäre (Urk. 21 S. 3 f., S. 6 f., Urk. 3 S. 1 f., Urk. 4 S. 2, Prot. I 

S. 9 - 13, Urk. 35 S. 6-9). Wie der Beschuldigte selbst erklärte, habe er sich erst 

am nächsten Morgen um ca. 09:00 Uhr, also ca. 8 Stunden nach dem Vorfall, bei 

der Polizei gemeldet (Prot. I S. 12 f.; vgl. auch Urk. 35 S. 7 f., 10). Die Nacht habe 

er bei seiner Freundin verbracht, nachdem er zuvor sein beschädigtes Fahrzeug 

in der Nähe seines Wohnortes (…strasse …) abgestellt hatte und sich ein Taxi 

bestellte (Urk. 21 S. 6, Urk. 4 S. 3, Prot. I S. 10 - 12, Urk. 35 S. 6). Die Polizei 

konnte den Beschuldigten allerdings aufgrund des am Unfallort zurückgeblie-

benen Kontrollschildes als Unfallverursacher identifizieren, woraufhin sie diesen 

noch in der Nacht telefonisch kontaktierte. Gemäss Darstellung des Polizeifunk-

tionärs verweigerte der Beschuldigte allerdings, der Polizei seinen genauen Auf-

enthaltsort bekannt zu geben (Urk. 1 S. 4), was der Beschuldigte nicht bestreitet. 

Er betont aber immer wieder, dass er der Polizei schon gesagt habe, dass er sich 

in C._____ aufgehalten habe. Genauere Hinweise habe er nicht gegeben, weil er 

unkonzentriert gewesen sei. Ferner habe er es nicht gesagt, weil die Frau, bei der 

er sich aufgehalten habe, nur seine Freundin und nicht seine Frau gewesen sei 

(Prot. I S. 9, 11, 12; Urk. 35 S. 10 f.).  

3.3. Betreffend den Unfallhergang steht gemäss den zutreffenden Fest-

stellungen der Vorinstanz fest, dass der Beschuldigte die Kollision mit der Bau-

abschrankung ohne Einwirkung eines anderen Fahrzeuges verursachte (Urk. 21 

S. 5). Zu bemerken ist, dass sich die Kollision auf einer geraden Strecke ereigne-

te, bog der Beschuldigte gemäss eigenen Angaben doch bereits am … und nicht 

erst von der …strasse her in die gerade verlaufende B._____-Strasse ein (Urk. 4 

S. 2 mit entsprechendem handschriftlichen Vermerk des Beschuldigten, Prot. I 

S. 9). Hinweise auf schwierige Strassenverhältnisse sind keine ersichtlich (vgl. 

Urk. 1 S. 5; Urk. 2). Solche werden seitens des Beschuldigten bzw. seiner Vertei-

digung auch nicht geltend gemacht. Dezidiert in Abrede stellt der Beschuldigte, an 

jenem Abend Alkohol konsumiert zu haben (Urk. 3 S. 2, Urk. 4 S. 3 ff., Prot. I S. 

14, Urk. 35 S. 6 f., 10). Mit der Abschrankung sei er kollidiert, weil er versucht ha-

be, eine Wespe zu verscheuchen (Urk. 4 S. 2 f.). Aufgrund seiner Wespenallergie 

-   7   - 

und den diesbezüglich negativ geprägten Erfahrungen habe er Angst vor der 

Wespe gehabt. Deshalb sei er nach der Kollision an der Unfallstelle auch nicht 

aus dem Auto gestiegen (Urk. 21 S. 4, Prot. I S. 9 f., Urk. 4 S. 2 f., Urk. 35 S. 7-9).  

3.4. Unverständlich erscheint, dass der Beschuldigte gemäss eigenen Angaben 

trotz Angst vor einer allergischen Reaktion im Auto verweilte und seine Fahrt fort-

gesetzt hatte, anstatt – wie dies auch die Vorinstanz erwogen hat (Urk. 21 S. 5) – 

die Fahrt zu verlangsamen oder gar anzuhalten, um aus dem Auto und damit vor 

der Wespe zu flüchten. Gegen die Version des Beschuldigten spricht jedenfalls, 

dass der Beschuldigte auch nach der Kollision weitergefahren war (vgl. Urk. 4 

S. 3, Prot. I S. 9). Der Beschuldigte erklärt dies damit, dass er einfach alle Fenster 

geöffnet habe und er die Wespe dann nicht mehr gehört habe (Prot. I S. 10). Er 

habe einfach nicht klar denken können und Angst gehabt. (Urk. 35 S. 9). Nebst 

dieser doch eher unglaubhaften Darstellung ist ferner zu bemerken, dass grund-

sätzlich davon auszugehen ist, dass Wespen – zumindest in der freien Natur (vgl. 

hierzu den Einwand der Verteidigung, wonach ein Auto nicht die freie Natur wi-

derspiegle, Prot. II S. 7) – nicht Nachtaktiv sind (vgl. Urk. 35 S. 12 f. mit Verweis 

auf www.aktion-wespenschutz.de). Auch dieser Umstand spricht eher gegen die 

Version des Beschuldigten.  

3.5. Letztlich kann offen bleiben, ob sich der Sachverhalt in Bezug auf die 

Wespe tatsächlich so zugetragen hat, wie vom Beschuldigten behauptet. Jeden-

falls steht fest, dass es so oder anders nicht gerade alltäglich ist, dass ein Fahr-

zeugführer mitten in der Nacht bei besten Verhältnissen (Urk. 1 S. 5) auf einer ge-

raden Strecke und ohne Gegenverkehr derart von der Fahrbahn abkommt, dass 

er mit einer gut sichtbaren Bauabschrankung am Strassenrand kollidiert. Da – ab-

gesehen von der angeblich vorhandenen Wespe – keine äusseren Umstände als 

Unfallverursachung erkennbar sind und vom Beschuldigten auch nicht behauptet 

werden, muss davon ausgegangen werden, dass die Polizei bei unverzüglicher 

Benachrichtigung durch den Beschuldigten mit hoher Wahrscheinlichkeit unter 

anderem zwecks Durchführung einer Atemalkoholkontrolle ausgerückt wäre (so 

auch der Beschuldigte selbst in Urk. 39 S. 10 oben und S. 12 oben). Damit hätten 

vorhandene Zweifel betreffend das durch den Beschuldigten behauptete Tat-

-   8   - 

geschehen relativiert werden können, denn ob sich nun eine Wespe im Fahrzeug 

des Beschuldigten befunden hat oder nicht, hätten die Beamten offensichtlich 

nicht überprüfen können. Der Beschuldigte bestreitet nicht, realisiert zu haben, 

dass beim ihn anrufenden Polizeifunktionär offenbar ein Verdacht betreffend Al-

koholkonsum entstanden war. So erklärte er anlässlich der Hauptverhandlung, 

dass die Polizei sicher gedacht habe, dass er betrunken gewesen sei und sie 

wohl deshalb seinen genauen Aufenthaltsort hätten in Erfahrung bringen wollen 

(Prot. I S. 12).  

3.6. Ob der Beschuldigte am Unfalltag tatsächlich Alkohol konsumiert hatte  

oder nicht, kann – mit der Verteidigung (Urk. 15 S. 3 ff; Urk. 35 S. 3, 8) – nicht 

(mehr) festgestellt werden. Insoweit muss der Anklagesachverhalt in diesem 

Punkt als nicht erstellt gelten. Darauf kann es aber – wie noch aufzuzeigen sein 

wird – bei der Frage des tatbestandsmässigen Verhaltens nicht ankommen. Im 

Übrigen ist der äussere Anklagesachverhalt betreffend den Vorwurf der Vereite-

lung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit erstellt.  

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Die Vorinstanz hat das für das vorliegenden Berufungsverfahren relevante 

Handeln des Beschuldigten als Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der 

Fahrunfähigkeit qualifiziert und ist damit der Auffassung der Staatsanwaltschaft 

gefolgt (Urk. 21 S. 6-8). Auf die zutreffenden Erwägungen kann vorab vollumfäng-

lich verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

4.2. Die Vorinstanz hat die theoretischen Voraussetzungen zum objektiven und 

subjektiven Tatbestand von Art. 91a Abs. 1 SVG unter Verweis auf die einschlä-

gige bundesgerichtliche Rechtsprechung zutreffend umrissen (Urk. 21 S. S. 6-8). 

Auch darauf kann vollumfänglich verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

4.3. Richtig ist, dass es sich beim Tatbestand der Vereitelung einer Mass-

nahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit um ein Vorsatzdelikt handelt, wobei 

Eventualvorsatz genügt (vgl. Art. 91a Abs. 1 SVG). Wie die Verteidigung unter 

Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zutreffend aufzeigt, muss der 

-   9   - 

Fahrzeuglenker die die Meldepflicht sowie die die hohe Wahrscheinlichkeit der 

Anordnung einer Massnahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit begründenden 

Tatsachen gekannt haben, damit von einem eventualvorsätzlichem Handeln aus-

gegangen werden kann (Urk. 36 S. 5 mit Verweis auf BGE 114 IV 148 E. 2). 

4.4. Die Verteidigung macht geltend, dass der Beschuldigte zu keiner Zeit mit 

einer Atemalkohol- oder gar Blutprobe habe rechnen müssen, weshalb er vom 

Vorwurf betreffend Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahr-

unfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 

StGB freizusprechen sei (Urk. 15 S. 9; Urk. 36 S. 3 f., 7). Sie begründet dies im 

Wesentlichen damit, dass der Beschuldigte am Unfalltag zu keiner Zeit Alkohol 

getrunken habe und es sich bei der Kollision mit der Bauabschrankung um einen 

Bagatellunfall mit sehr geringem Sachschaden gehandelt habe. Der Beschuldigte 

habe deshalb zu keiner Zeit damit rechnen müssen, dass er sich durch sein (Fehl) 

Verhalten einer Blutprobe, einer Alkoholprobe oder einer anderen vom Bundesrat 

geregelten Voruntersuchung entziehen würde. Dies ergebe sich schon daraus, 

dass die Polizei bei Meldung eines Bagatellfalles praxisgemäss nicht auf der Un-

fallstelle erschienen wäre (Urk. 15 S. 5 ff.; Urk. 36 S. 3 f., 7). 

4.5. Der Argumentation der Verteidigung kann nicht gefolgt werden. Es mag zu-

treffen, dass auch bei verkehrswidrigem Verhalten nicht automatisch eine Atem-

alkoholprobe erfolgt. Allerdings kann jeder Fahrzeugführer kontrolliert werden 

(Art. 55 Abs. 1 SVG). Mit der Vorinstanz muss je nach den Umständen auch der 

Nüchterne damit rechnen, dass ihm eine Blutprobe entnommen wird, sei es auch 

nur zur Ausschaltung eines Verdachts auf Trunkenheit. Das kann sich insbeson-

dere bei Abwesenheit von dem Fahrzeugführer nicht zuzurechnenden Umständen 

und einer Kumulation von Fahrfehlern aufdrängen (Urk. 21 S. 6 mit Verweis auf 

BGE 105 IV 64 E. 2, Bundesgerichtsentscheid 6B_415/2015 vom 19.08.2015, 

E. 1.2 mit weiteren Hinweisen). Davon ist vorliegend auszugehen. Zwar hat sich 

der Beschuldigte – soweit ersichtlich – nicht einer Kumulation von Fahrfehlern 

schuldig gemacht. Gleichwohl hätte aber, zumindest zur Ausschaltung des Ver-

dachts auf Trunkenheit und damit zur Plausibilisierung seiner Sachdarstellung im 

Zusammenhang mit der angeblichen Wespe, eine Massnahme zur Überprüfung 

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der Fahr(un)fähigkeit stattfinden müssen, drängte sich doch ein Verdacht be-

treffend eine mögliche Alkoholisierung aufgrund des objektiven Unfallgeschehens 

(Nacht, gerade Strasse, kein Gegenverkehr, gut erkennbare Abschrankung) ge-

radezu auf (vgl. vorstehende Erw. 3.3 - 3.5). Dies zeigt sich auch am Umstand, 

dass die Polizei nach entsprechender Unfallmeldung durch einen Dritten effektiv 

Nachforschungen getätigt hatte (Urk. 21 S. 7). Es ist der Vorinstanz uneinge-

schränkt zu folgen, wenn sie dafür hält, dass die Ergebnisse dieser Nachfor-

schungen (Nichtbekanntgabe des genauen Aufenthaltsortes durch den Beschul-

digten, Vorstrafe wegen Fahrens im angetrunkenen Zustand) die "hohe Wahr-

scheinlichkeit" hinsichtlich des objektiven Vereitelungsvorwurfes noch verdichte-

ten. Aufgrund des seitens des Beschuldigten geschilderten Unfallherganges be-

stand die hohe Wahrscheinlichkeit aber bereits im Zeitpunkt, als der Beschuldigte 

den Unfallort verlassen hatte. Mit der Unterlassung der sofortigen Meldung des 

Unfalls an die Polizei hat der Beschuldigte damit den objektiven Tatbestand im 

Sinne von Art. 91a SVG erfüllt.  

4.6. Auch für die Frage der Erfüllung des subjektiven Tatbestandes kann es 

nicht (nur) darauf ankommen, ob der Beschuldigte tatsächlich alkoholisiert war 

oder nicht. Der Fahrzeuglenker wird nicht bestraft, weil (der Verdacht besteht, 

dass) er angetrunken war. Er wird vielmehr bestraft, weil er eine Massnahme zur 

Feststellung der Fahrunfähigkeit, die amtlich angeordnet worden ist oder nach 

den massgebenden Umständen sehr wahrscheinlich angeordnet worden wäre, 

vorsätzlich vereitelte (BGE 131 IV 36 E. 4). Dabei ist der Vorsatz hinsichtlich der 

Vereitelung nicht nur bei Kenntnis der die hohe Wahrscheinlichkeit der Massnah-

me begründenden Tatsachen gegeben, sondern kann auch dann gegeben sein, 

wenn dem Beschuldigten eine Äusserung nachgewiesen werden kann, die belegt, 

dass er an das Risiko einer solchen Massnahme gedacht hatte (BGE 114 IV 148 

E. 3). Entgegen der Darstellung der Verteidigung (Urk. 36 S. 5 f.) nicht erforderlich 

ist hingegen, dass auch die Unterlassung der sofortigen Meldepflicht vorsätzlich 

begangen wird. Verlangt wird nach der seitens der Verteidigung zitierten Recht-

sprechung lediglich die Kenntnis der die Meldepflicht begründenden Umstände 

(Urk. 36 S. 6 mit Verweis auf BGE 114 IV 148 E. 2a), wovon gemäss Art. 51 

Abs. 3 SVG bereits beim Realisieren eines Drittschadens auszugehen ist.  

-   11   - 

4.7. Der Beschuldigte kannte das Unfallgeschehen und damit auch die objekti-

ven Umstände, welche die hohe Wahrscheinlichkeit der Anordnung einer Mass-

nahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit begründet haben. Ein Indiz dafür, 

dass er eben tatsächlich mit einer Massnahme gerechnet hatte und die Anord-

nung einer solchen hat verhindern wollen, zeigt sich darin, dass der Beschuldigte 

auch nach entsprechender telefonischer Aufforderung durch die Polizei nach dem 

Unfall seinen genauen Aufenthaltsort nicht hat bekannt geben wollen. Geradezu 

als absurd muss seine Erklärung dazu in der tatnächsten Einvernahme vom 

19. Mai 2014 bezeichnet werden, wo er geltend machte, er habe eben immer 

noch Angst wegen der Wespe gehabt (Urk. 3 S. 2) – wohlverstanden nachdem er 

im Anschluss an den Unfall bereits mit dem Auto an seinen Wohnort gefahren 

war, dort sein Fahrzeug abgestellt und sich danach mit dem Taxi nach C._____ 

begeben hatte. Ebenso ist durch seine Aussagen anlässlich der Hauptverhand-

lung belegt, dass er durchaus an das Risiko einer solchen Massnahme gedacht 

hatte (vgl. vorstehende Erw. 3.5). An der Berufungsverhandlung dazu befragt, ob 

er denke, dass die Polizei einen Atemtest gemacht hätte, wenn sie vor Ort gewe-

sen wäre, antwortete der Beschuldigte: "Ja sicher, wenn die Polizei dort gewesen 

wäre, dann schon. Aber sie war ja nicht dort" (Urk. 35 S. 12). Damit kann die Un-

terlassung der gesetzlich vorgeschriebenen und ohne weiteres möglichen Mel-

dung durch den Beschuldigten vernünftigerweise nur als Inkaufnahme der Verei-

telung einer Massnahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit gewertet werden. 

Es musste dem Beschuldigten klar sein, dass die Polizei mit grösster Wahrschein-

lichkeit eine Atemalkoholprobe angeordnet hätte und dass er sich durch das Ver-

lassen der Unfallstelle und das anschliessende Verheimlichen seines Aufenthalt-

sortes dieser Massnahme entzog. 

4.8. Nicht gefolgt werden kann der Verteidigung, wenn sie dafür hält, dass der 

Beschuldigte schon deshalb nicht mit einer Alkoholprobe habe rechnen müssen, 

weil die Polizei bei Meldung eines Bagatellunfalles nicht an der Unfallstelle er-

schienen wäre, wovon zugunsten des Beschuldigten auszugehen sei (Urk. 15 

S. 7, Urk. 36 S. 7 f.).  

-   12   - 

Irreführend ist zunächst, wenn sich die Verteidigung auf BGE 106 IV 396 E. 4a 

bezieht und daraus schliesst, dass das Bundesgericht "klar und unmissverständ-

lich" festgehalten habe, dass die Verursachung eines relativ kleinen Schadens 

durch Unaufmerksamkeit normalerweise keine Blutprobe nach sich ziehe, auch 

wenn die Kollision morgens gegen 5 Uhr erfolgte (vgl. Urk. 36 S. 8). Entgegen der 

Darstellung der Verteidigung wurde dies keineswegs vom Bundesgericht so ent-

schieden. Vielmehr handelt es sich bei den Ausführungen im zitierten Entscheid 

um die teilweise Wiedergabe vorinstanzlicher Feststellungen. Das Bundesgericht 

hat lediglich entschieden, dass das Kantonsgericht in diesem konkreten Fall kein 

Bundesrecht verletzt habe, da eben keine besonderen Gründe für einen die ge-

nauere Abklärung naheliegenden Verdacht der Angetrunkenheit nachgewiesen 

werden konnten. Damit ist der von der Verteidigung zitierte Fall mit dem vorlie-

genden nicht vergleichbar. Die ratio legis von Art. 51 Abs. 3 SVG liegt gemäss 

Bundesgericht im Bestreben, sich ein möglichst rasches und zuverlässiges Bild 

über die Ursachen und den Hergang des Unfalles zu verschaffen, um die Abwen-

dung der zivilrechtlichen Verantwortung durch Flucht zu vereiteln. Im Rahmen der 

"Feststellungsduldungspflicht" von Art. 51 Abs.1 und  3 SVG muss sich der Fahr-

zeuglenker unter Umständen auch eine Massnahme zur Feststellung der Fahrun-

fähigkeit gefallen lassen (Giger, OFK-SVG, Zürich 2014, Art. 91a N 3 mit Verweis 

auf BGE 131 IV 36 E. 3.5.1-3.5.3). Es lag nicht am Beschuldigten, darüber zu be-

finden, ob die Polizei es für nötig gehalten hätte, an die Unfallstelle auszurücken. 

Wie gesehen muss aufgrund des Unfallgeschehens sehr wohl davon ausge-

gangen werden, dass die Polizei bei entsprechender Unfallmeldung durch den 

Beschuldigten an den Unfallort ausgerückt wäre, gerade (auch) zur Durchführung 

einer Massnahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit. Im Übrigen ist ohnehin 

fraglich, ob tatsächlich "nur" von einem "Bagatellunfall mit sehr geringem Sach-

schaden" auszugehen ist.  

4.9. Mit der Vorinstanz und unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen hat 

der Beschuldigte auch den subjektiven Tatbestand im Sinne von Art. 91a Abs. 1 

SVG erfüllt. 

-   13   - 

4.10. Es bleibt mithin beim zusätzlichen Schuldspruch wegen Vereitelung von 

Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 

SVG. 

5. Sanktion und Strafvollzug  

5.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 

45 Tagessätzen zu Fr. 90.– sowie mit einer Busse von Fr. 500.– bestraft (Urk. 21 

S. 17). Nicht angefochten ist die aufgrund der Übertretungen festgesetzte Busse 

von Fr. 500.– (vgl. Erw. 2.2).  

5.2. Der Beschuldigte äusserte sich – zufolge des beantragten Freispruchs – 

weder im Haupt- noch im Berufungsverfahren (Urk. 15, Urk. 22, Urk. 36) zum 

Strafmass betreffend die kumulativ auszusprechende Geldstrafe wegen der Verei-

telung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit.  

5.3. Die Vorinstanz hat die Grundsätze, nach welchen eine Strafe zuzumessen 

ist, richtig zusammengefasst (Urk. 21 S. 9 f., 11 ff.). Darauf und auf die aktuelle 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zu diesem Thema (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; 

BGE 135 IV 130 E. 5.3.1, je mit Hinweisen) kann vorab verwiesen werden. 

5.4. Die Vorinstanz hat den vorliegend in Bezug auf das zu beurteilende Verge-

hen zur Verfügung stehende Strafrahmen zutreffend umrissen (Urk. 21 S. 8). 

Auch darauf kann verwiesen werden. Allerdings fällt vorliegend schon aufgrund 

des strafprozessualen Verschlechterungsverbots nach Art. 391 Abs. 2 StPO die 

Verhängung einer Freiheitsstrafe ausser Betracht. Da nur der Beschuldigte Be-

rufung gegen das vorinstanzliche Urteil erhoben hat, steht ausschliesslich eine 

Bestätigung oder gegebenenfalls eine Reduktion der bedingt verhängten Geld-

strafe zur Diskussion.  

5.5. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere betreffend die Vereitelung von  

Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit ist festzuhalten, dass der Be-

schuldigte die Alkoholprobe doppelt vereitelt hat, nämlich einerseits durch das 

Verlassen der Unfallstelle und Unterlassen der Meldung an die Polizei, anderer-

seits durch Nichtbekanntgabe seines genauen Aufenthaltsortes nach entspre-

-   14   - 

chender Aufforderung durch die Polizei. Dies, obwohl es für den Beschuldigten 

ohne weiteres möglich gewesen wäre, die Polizei noch an der Unfallstelle zu kon-

taktieren. Nur aufgrund des an der Unfallstelle zurückgebliebenen Kontrollschildes 

konnte der Beschuldigte überhaupt als Unfallverursacher identifiziert werden. 

Verschuldensrelativierend ist zu berücksichtigen, dass dem Beschuldigten ein Al-

koholkonsum nicht nachgewiesen werden konnte. Unter Berücksichtigung aller 

denkbaren unter den Tatbestand der Vereitelung von Massnahmen zur Fest-

stellung der Fahrunfähigkeit fallenden Delikte ist das Verhalten des Beschuldigten 

verschuldensmässig noch im unteren Bereich anzusiedeln. Aufgrund der gesam-

ten Umstände ist von einem leichten objektiven Tatverschulden auszugehen.  

5.6. Hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes ist mit der Vorinstanz (Urk. 21 

S. 11) verschuldensmindernd zu berücksichtigen, dass lediglich von Eventualvor-

satz auszugehen ist.  

5.7. Wenn die Vorinstanz nach Würdigung der Täterkomponenten auf eine 

Strafe von 45 Tagessätzen schliesst, erweist sich eine solche grundsätzlich als 

angemessen. Allerdings ist korrigierend festzuhalten, dass die von der Vorinstanz 

erwähnte Vorstrafe aus dem Jahr 2004 (Urk. 21 S. 12) in Anwendung von Art. 369 

Abs. 7 StGB nicht straferhöhend gewichtet werden darf. Wie dem Schweizeri-

schen Strafregisterauszug vom 23. Juni 2015 entnommen werden kann, ist diese 

Vorstrafe mittlerweile gelöscht (Urk. 24). Dies muss aufgrund der 10-Jahres-Frist 

bereits im Zeitpunkt der Fällung des vorinstanzlichen Urteils im März 2015 der 

Fall gewesen sein (vgl. Art. 369 Abs. 3 StGB), was hätte berücksichtigt werden 

müssen. Da der Beschuldigte den Anklagevorwurf betreffend die Vereitelung von 

Massnahmen zu Feststellung der Fahrunfähigkeit bestreitet, kann der Beschuldig-

te – mit der Vorinstanz (Urk. 21 S. 13) – weder Reue noch Einsicht für sich rekla-

mieren. Sodann ist der Vorinstanz uneingeschränkt zu folgen, wenn sie dafür hält, 

dass beim Beschuldigten keine besondere Strafempfindlichkeit zu erkennen ist 

und auch keine Gründe ersichtlich sind, die persönlichen Verhältnisse – welche 

sich gemäss Angaben des Beschuldigten seit Ausfällung des erstinstanzlichen Ur-

teils nicht massgeblich verändert haben (Urk. 35 S. 1-4) –, strafmindernd zu be-

rücksichtigen (Urk. 21 S. 11, 13).  

-   15   - 

5.8. Damit erweisen sich die Täterkomponenten – entgegen der Vorinstanz – 

als strafzumessungsrechtlich neutral. Aufgrund der seitens der Vorinstanz zu Un-

recht berücksichtigten Vorstrafe erweist sich eine leichte Reduktion der seitens 

der Vorinstanz festgesetzten Strafe von 45 Tagessätzen Geldstrafe als angezeigt. 

Vor diesem Hintergrund erscheint es angemessen, den Beschuldigten mit einer 

Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu bestrafen. 

5.9. Hinsichtlich der Höhe der Tagessätze kann vollumfänglich auf die zutref-

fenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 21 S. 13 f.). Gemäss 

dem bei den Akten liegenden Datenerfassungsblatt samt Beilagen (Urk. 30/1-7) 

haben sich die für die Berechnung der Tagessatzhöhe massgeblichen finanziellen 

Verhältnisse seit dem erstinstanzlichen Urteil nicht wesentlich verändert. Unter 

Berücksichtigung der gesamten Umstände und ausgehend von einem mo-

natlichen Bruttoerwerbseinkommen von Fr. 4'600.– bzw. von Fr. 3'869.70 netto 

erscheint die von der Vorinstanz festgesetzte Tagessatzhöhe von Fr. 90.– als an-

gemessen. 

5.10. Mit der Vorinstanz kann dem Beschuldigten eine günstige Prognose ge-

stellt werden (Urk. 21 S. 16). Der Verhängung einer unbedingten Geldstrafe stün-

de aber ohnehin das Verschlechterungsverbot entgegen (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

Wie gesehen darf die aus dem Strafregisterauszug bereits gelöschte Vorstrafe 

nicht mehr berücksichtigt werden (vgl. vorstehende Erw. 5.7). Entsprechend dür-

fen daraus auch keine Vorbehalte hinsichtlich der Bewährungsaussichten ab-

geleitet werden. In Abweichung vom vorinstanzlichen Urteil scheint damit die Ver-

hängung einer Probezeit von zwei Jahren als ausreichend.  

5.11. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen und unter Berücksichtigung 

des Verschlechterungsverbotes ist der Beschuldigte damit wegen der Vereitelung 

von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit mit einer bedingten Geld-

strafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 90.– zu bestrafen.  

-   16   - 

6. Kosten 

6.1. Ausgangsgemäss – es bleibt beim vorinstanzlichen Schuldspruch – ist die 

Kostenauflage der Vorinstanz zu bestätigen (angefochtenes Urteil Dispositiv 

ziffer 6).  

6.2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ih-

res Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend unterliegt der 

Beschuldigte mit seiner Berufung ganz überwiegend. Da der vorinstanzliche Ent-

scheid nur unwesentlich abgeändert wird, sind die Kosten des Berufungsver-

fahrens dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 3 StPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung 

- Einzelgericht vom 9. März 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

" 1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- (…) 

- des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall im Sinne von Art. 92 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 3 SVG sowie 

- der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 

SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG.  

2. Der Beschuldigte wird (…) sowie mit einer Busse von Fr. 500.-- be-

straft. 

3. (…). Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

-   17   - 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.  900.–   Auslagen Untersuchung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. (…) 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der Vereitelung von Mass-

nahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 

SVG. 

2. Der Beschuldigte wird zudem bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tages-

sätzen zu Fr. 90.–.  

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 6) wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'800.–. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.  

7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
 

-   18   - 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativ-
massnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich  
(PIN-Nr.: …) 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 5. November 2015 
 

 
Der Präsident: 

 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Bussmann 
 

 

-   19   - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 
 

	Urteil vom 5. November 2015
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 21 S. 17 ff.)
	1. Der Beschuldigte ist schuldig

	2. Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je Fr. 90.– (entsprechend Fr. 4'050.–) sowie mit einer Busse von Fr. 500.–  bestraft.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten gemäss vorstehender Ziffer werden dem Beschuldigten  auferlegt.
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 4)
	1. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei vom Vorwurf der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit i.S.v. Art. 91a Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB freizusprechen.
	2. Betreffend des – fahrlässigen – pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall i.S.v. Art. 92 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 51 Abs. 3 SVG sowie der einfachen Verletzung der Verkehrsregeln i.S.v. Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG sei die von der Vorinst...
	3. Dem Beschuldigten und Berufungskläger sei aufgrund des Teilobsiegens gestützt auf Art. 426 StPO nur ein Teil der vorinstanzlichen Gerichts- und Verfahrenskosten aufzuerlegen. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren seien auf die Staatskasse ...
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte:
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung – Einzelgericht, vom 9. März 2015 wurde der Beschuldigte der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG, des pfl...
	1.2. Nach Verzicht der Parteien auf eine mündliche Urteilseröffnung wurde das Urteil den Parteien am 15. April 2015 sogleich in begründeter Form zugestellt (Prot. I S. 15, Urk. 18/1-2). Mit Eingabe vom 5. Mai 2015 liess der Beschuldigte fristgerecht s...
	1.3. Mit Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 29. Mai 2015 wurde die Berufungserklärung des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf...
	1.4. Am 3. August 2015 wurde auf den 5. November 2015 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 32).
	1.5. Zur heutigen Berufungsverhandlung erschienen sind der Beschuldigte und sein Verteidiger. Es waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 5). Nach durchgeführter Parteiverhandlung verzichtete der Beschuldigte auf eine ...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Der Beschuldigte beschränkt seine Berufung auf den Schuldspruch betreffend die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit und verlangt einen diesbezüglichen Freispruch. Ferner ficht der Beschuldigte die vorinstanzliche Koste...
	2.2. Die Berufung betrifft mithin ausschliesslich die Dispositivziffern 1 (soweit die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit betreffend), 2 und 3 (soweit die Geldstrafe betreffend) sowie Dispositivziffer 6 des vorinstanzliche...

	3. Sachverhalt
	3.1. Im Rahmen der – einzig noch strittigen – Thematik betreffend die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit wird dem Beschuldigten vorgeworfen, nach Verursachung einer Kollision mit einer Bauabschrankung die Fahrt mit seinem ...
	3.2. Wie von der Vorinstanz zutreffend aufgezeigt, bestreitet der Beschuldigte nicht, am 7. Mai 2014 seinen Personenwagen der Marke BMW, ZH …, um ca. 00:45 Uhr durch die B._____-Strasse in … Zürich gelenkt zu haben und auf der Höhe der Hausnummer … mi...
	3.3. Betreffend den Unfallhergang steht gemäss den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz fest, dass der Beschuldigte die Kollision mit der Bauabschrankung ohne Einwirkung eines anderen Fahrzeuges verursachte (Urk. 21 S. 5). Zu bemerken ist, das...
	3.4. Unverständlich erscheint, dass der Beschuldigte gemäss eigenen Angaben trotz Angst vor einer allergischen Reaktion im Auto verweilte und seine Fahrt fortgesetzt hatte, anstatt – wie dies auch die Vorinstanz erwogen hat (Urk. 21 S. 5) – die Fahrt ...
	3.5. Letztlich kann offen bleiben, ob sich der Sachverhalt in Bezug auf die Wespe tatsächlich so zugetragen hat, wie vom Beschuldigten behauptet. Jedenfalls steht fest, dass es so oder anders nicht gerade alltäglich ist, dass ein Fahrzeugführer mitten...
	3.6. Ob der Beschuldigte am Unfalltag tatsächlich Alkohol konsumiert hatte  oder nicht, kann – mit der Verteidigung (Urk. 15 S. 3 ff; Urk. 35 S. 3, 8) – nicht (mehr) festgestellt werden. Insoweit muss der Anklagesachverhalt in diesem Punkt als nicht e...

	4. Rechtliche Würdigung
	4.1. Die Vorinstanz hat das für das vorliegenden Berufungsverfahren relevante Handeln des Beschuldigten als Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit qualifiziert und ist damit der Auffassung der Staatsanwaltschaft gefolgt (Urk. ...
	4.2. Die Vorinstanz hat die theoretischen Voraussetzungen zum objektiven und subjektiven Tatbestand von Art. 91a Abs. 1 SVG unter Verweis auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung zutreffend umrissen (Urk. 21 S. S. 6-8). Auch darauf kann ...
	4.3. Richtig ist, dass es sich beim Tatbestand der Vereitelung einer Massnahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit um ein Vorsatzdelikt handelt, wobei Eventualvorsatz genügt (vgl. Art. 91a Abs. 1 SVG). Wie die Verteidigung unter Verweis auf die bund...
	4.4. Die Verteidigung macht geltend, dass der Beschuldigte zu keiner Zeit mit einer Atemalkohol- oder gar Blutprobe habe rechnen müssen, weshalb er vom Vorwurf betreffend Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Ar...
	4.5. Der Argumentation der Verteidigung kann nicht gefolgt werden. Es mag zutreffen, dass auch bei verkehrswidrigem Verhalten nicht automatisch eine Atemalkoholprobe erfolgt. Allerdings kann jeder Fahrzeugführer kontrolliert werden (Art. 55 Abs. 1 SV...
	4.6. Auch für die Frage der Erfüllung des subjektiven Tatbestandes kann es nicht (nur) darauf ankommen, ob der Beschuldigte tatsächlich alkoholisiert war oder nicht. Der Fahrzeuglenker wird nicht bestraft, weil (der Verdacht besteht, dass) er angetrun...
	4.7. Der Beschuldigte kannte das Unfallgeschehen und damit auch die objektiven Umstände, welche die hohe Wahrscheinlichkeit der Anordnung einer Massnahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit begründet haben. Ein Indiz dafür, dass er eben tatsächlich m...
	4.8. Nicht gefolgt werden kann der Verteidigung, wenn sie dafür hält, dass der Beschuldigte schon deshalb nicht mit einer Alkoholprobe habe rechnen müssen, weil die Polizei bei Meldung eines Bagatellunfalles nicht an der Unfallstelle erschienen wäre, ...
	Irreführend ist zunächst, wenn sich die Verteidigung auf BGE 106 IV 396 E. 4a bezieht und daraus schliesst, dass das Bundesgericht "klar und unmissverständlich" festgehalten habe, dass die Verursachung eines relativ kleinen Schadens durch Unaufmerksam...
	4.9. Mit der Vorinstanz und unter Verweis auf die zutreffenden Erwägungen hat der Beschuldigte auch den subjektiven Tatbestand im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG erfüllt.
	4.10. Es bleibt mithin beim zusätzlichen Schuldspruch wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG.

	5. Sanktion und Strafvollzug
	5.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu Fr. 90.– sowie mit einer Busse von Fr. 500.– bestraft (Urk. 21 S. 17). Nicht angefochten ist die aufgrund der Übertretungen festgesetzte Busse von Fr. 500.– (vgl. Erw...
	5.2. Der Beschuldigte äusserte sich – zufolge des beantragten Freispruchs – weder im Haupt- noch im Berufungsverfahren (Urk. 15, Urk. 22, Urk. 36) zum Strafmass betreffend die kumulativ auszusprechende Geldstrafe wegen der Vereitelung von Massnahmen z...
	5.3. Die Vorinstanz hat die Grundsätze, nach welchen eine Strafe zuzumessen ist, richtig zusammengefasst (Urk. 21 S. 9 f., 11 ff.). Darauf und auf die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts zu diesem Thema (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; BGE 135 IV 130...
	5.4. Die Vorinstanz hat den vorliegend in Bezug auf das zu beurteilende Vergehen zur Verfügung stehende Strafrahmen zutreffend umrissen (Urk. 21 S. 8). Auch darauf kann verwiesen werden. Allerdings fällt vorliegend schon aufgrund des strafprozessualen...
	5.5. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere betreffend die Vereitelung von  Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit ist festzuhalten, dass der Beschuldigte die Alkoholprobe doppelt vereitelt hat, nämlich einerseits durch das Verlassen der Unfa...
	5.6. Hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes ist mit der Vorinstanz (Urk. 21 S. 11) verschuldensmindernd zu berücksichtigen, dass lediglich von Eventualvorsatz auszugehen ist.
	5.7. Wenn die Vorinstanz nach Würdigung der Täterkomponenten auf eine Strafe von 45 Tagessätzen schliesst, erweist sich eine solche grundsätzlich als angemessen. Allerdings ist korrigierend festzuhalten, dass die von der Vorinstanz erwähnte Vorstrafe ...
	5.8. Damit erweisen sich die Täterkomponenten – entgegen der Vorinstanz – als strafzumessungsrechtlich neutral. Aufgrund der seitens der Vorinstanz zu Unrecht berücksichtigten Vorstrafe erweist sich eine leichte Reduktion der seitens der Vorinstanz fe...
	5.9. Hinsichtlich der Höhe der Tagessätze kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 21 S. 13 f.). Gemäss dem bei den Akten liegenden Datenerfassungsblatt samt Beilagen (Urk. 30/1-7) haben sich die für di...
	5.10. Mit der Vorinstanz kann dem Beschuldigten eine günstige Prognose gestellt werden (Urk. 21 S. 16). Der Verhängung einer unbedingten Geldstrafe stünde aber ohnehin das Verschlechterungsverbot entgegen (Art. 391 Abs. 2 StPO). Wie gesehen darf die a...
	5.11. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen und unter Berücksichtigung des Verschlechterungsverbotes ist der Beschuldigte damit wegen der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit mit einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessät...

	6. Kosten
	6.1. Ausgangsgemäss – es bleibt beim vorinstanzlichen Schuldspruch – ist die Kostenauflage der Vorinstanz zu bestätigen (angefochtenes Urteil Dispositiv ziffer 6).
	6.2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend unterliegt der Beschuldigte mit seiner Berufung ganz überwiegend. Da der vorinstanzliche Entscheid nur unwesent...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht vom 9. März 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	" 1. Der Beschuldigte ist schuldig
	2. Der Beschuldigte wird (…) sowie mit einer Busse von Fr. 500.-- bestraft.
	3. (…). Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	6. (…)
	7. (Mitteilungen)
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG.
	2. Der Beschuldigte wird zudem bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 90.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 6) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'800.–.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich  (PIN-Nr.: …)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.