# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 11692f2d-c771-5f43-834b-a0ea8d442238
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-13
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 13.07.2020 S 2020 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-34_2020-07-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 13. Juli 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2020 34

2

Urteil S 2020 34

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1962, arbeitete seit dem 1. September 
2004 bei der B.________ GmbH. Am 28. Mai 2019 wurde dieses Arbeitsverhältnis durch 
die Arbeitgeberin per 31. August 2019 aufgelöst (AWA-act. 19). In der Folge meldete sich 
der Versicherte am 26. August 2019 zur Arbeitsvermittlung an (AWA-act. 22) und am 
4. September 2019 ging die Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung ein 
(AWA-act. 20). Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs stellte das Amt für Wirtschaft und 
Arbeit des Kantons Zug (AWA) mit Verfügung vom 15. Oktober 2019 fest, dass sich der 
Versicherte vor der Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung qualitativ und 
quantitativ nicht genügend um Arbeit bemüht habe, weshalb sein Anspruch um elf Tage 
gekürzt bzw. eingestellt werde (AWA-act. 8). Die dagegen erhobene Einsprache (AWA-
act. 4) hiess das AWA mit Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 insofern teilweise 
gut, als die verfügten Einstelltage auf neun reduziert wurden (AWA-act. 1). 

B. Mit Eingabe vom 1. März 2020 an das AWA (am 3. März 2020 der 
Arbeitslosenkasse persönlich überbracht), welche infolge Unzuständigkeit an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug weitergeleitet wurde (act. 2), beantragte A.________ 
sinngemäss die Aufhebung bzw. Reduktion der verfügten Einstelltage. Zur Begründung 
wurde im Wesentlichen vorgebracht, er habe alles in seiner Macht Stehende getan, um 
nicht arbeitslos zu werden. Es treffe zwar zu, dass er die detaillierten Bewerbungen für 
Juni, Juli und August 2019 nicht innerhalb der Frist von fünf Tagen eingereicht habe. Er 
habe die Unterlagen aber nicht absichtlich zu spät übermittelt. Vielmehr habe er keinen 
Zugriff auf seine Daten gehabt. Nachdem er Zugriff auf seine E-Mails erhalten habe, habe 
er eine qualitativ und quantitativ genügende Übersicht (mindestens acht Bewerbungen pro 
Monat) eingereicht. Sodann sei es zulässig gewesen, sich zunächst für den aktuellen 
Beruf zu bewerben. Des Weiteren sei es schwierig gewesen, sich bei Konkurrenten und 
Kunden zu bewerben, solange er bei B.________ GmbH beschäftigt gewesen sei und die 
Möglichkeit bestanden habe, dass ihm eine neue Stelle angeboten werde. Im Übrigen 
würden die Arbeitslosentaggelder bei einem erstmaligen leichten Verschulden um 1–15 
Tage gekürzt. Es treffe daher nicht zu, dass sich das AWA mit den verfügten neun 
Einstelltagen am untersten Limit des Einstellrasters orientiert habe (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 24. April 2020 beantragte das AWA die Abweisung der 
Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen auf den angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 verwiesen und ergänzend dazu ausgeführt, der 
Beschwerdeführer hätte im Rahmen seiner sozialversicherungsrechtlichen 
Schadenminderungspflicht parallel zur Kontaktnahme zu verschiedenen Personen 

3

Urteil S 2020 34

innerhalb der B.________-Gruppe die Arbeitssuche auf weitere Berufszweige ausweiten 
müssen, da er sich – wie von ihm geltend gemacht – nicht gleichzeitig bei den Kunden und 
der Konkurrenz der B.________-Gruppe habe bewerben können und damit das 
Stellenangebot im gleichen Berufszweig für ihn weggebrochen sei. Die erschwerte 
Arbeitssuche sei bei der Einstellhöhe insoweit berücksichtigt worden, als die Sanktion auf 
neun Einstelltage und damit auf das unterste Limit des vom seco vorgesehenen 
Einstellrasters für ungenügende Arbeitsbemühungen vor der Anmeldung bei einer 
Kündigungsfrist von drei Monaten (neun bis zwölf Einstelltage) festgelegt worden sei 
(act. 4). 

D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an Ihren 
Anträgen fest (act. 6 und 8). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein.  

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht 
desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837] 
i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage 
(Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige 
kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, 
für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Der angefochtene 
Einspracheentscheid wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug erlassen, 
weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden 

4

Urteil S 2020 34

Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 datiert vom 1. März 2020, wurde am 3. März 
2020 am Schalter der Arbeitslosenkasse abgegeben und gilt somit im Sinne von Art. 60 
Abs. 1 i.V.m. Art. 39 Abs. 2 ATSG als rechtzeitig eingereicht. Der Beschwerdeführer ist 
durch die Einstellung in seiner Anspruchsberechtigung für neun Tage direkt betroffen und 
folglich zur Beschwerde legitimiert. Die Eingabe entspricht schliesslich den an eine 
Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss 
gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles 
Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. 
Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres 
bisherigen Berufes. Zudem ist die versicherte Person verpflichtet, ihre Bemühungen 
nachweisen zu können, dass sie alles Zumutbare unternommen hat, um die 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Diese Pflichten ergeben sich bereits aus 
der allgemeinen Schadenminderungspflicht, wonach die versicherte Person – wie in den 
übrigen Zweigen der Sozialversicherung – ihr Möglichstes zur Schadenminderung von sich 
aus, d.h. ohne besondere Aufforderung durch eine Amtsstelle oder Abgabe eines 
Merkblattes, vorzukehren hat (Urteil EVG C 199/05 vom 29. September 2005 E. 2.2). Die 
Pflicht zur Vornahme persönlicher Arbeitsbemühungen stellt also eine elementare 
Verhaltensregel dar, die auch ohne vorgängige Aufklärung oder Verwarnung seitens der 
Verwaltung befolgt werden muss. Im Rahmen dieser Schadenminderungspflicht ist die 
versicherte Person namentlich auch zu rechtzeitig einsetzenden persönlichen 
Arbeitsbemühungen, grundsätzlich bereits während der Kündigungsfrist, aber auch 
generell während der Zeit vor der Anmeldung, verpflichtet, um Beschäftigungslücken nach 
Beendigung des Arbeitsverhältnisses bzw. zum Zeitpunkt der beabsichtigten Aufnahme 
einer Arbeitstätigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden (Urteile EVG C 144/05 vom 
1. Dezember 2005 E. 5.2.1, und C 199/05 vom 29. September 2005 E. 2.1; Jacqueline 
Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, 1998, S. 136 f.; Gerhard 
Gerhards, Kommentar zum AVIG, Bd. I, 1988, Art. 17 N. 7).

3.

5

Urteil S 2020 34

3.1 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich persönlich, qualitativ und quantitativ, 
nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG hat dabei nicht den 
Charakter einer Strafe im Sinne des Strafrechts, sondern denjenigen einer 
verwaltungsrechtlichen Sanktion mit dem Zweck, im Sinne der Solidarität unter den 
Versicherten eine missbräuchliche Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung zu 
verhindern (vgl. Urteil BGer 8C_271/2011 vom 14. Juni 2011 E. 2.2). Die versicherte 
Person soll dabei am Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der 
Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat, angemessen 
mitbeteiligt werden (BGE 122 V 34 E. 4c/aa). Bestimmte Verhaltensweisen werden zudem 
bereits dann sanktioniert, wenn sie erst ein Schadensrisiko in sich bergen, wie 
insbesondere unzureichende Arbeitsbemühungen oder die Nichtbefolgung von Weisungen 
(Art. 30 Abs. 1 lit. c bzw. lit. d AVIG). Gewisse Einstellungstatbestände sind also (auch) ein 
Instrument der Abwendung oder Minderung drohenden Schadens, indem sie – neben dem 
"generalpräventiven" Schutz der Arbeitslosenversicherung vor missbräuchlichen 
Verhaltensweisen – der vorbeugenden Verhaltenssteuerung im Einzelfall dienen, so etwa 
der Intensivierung unzureichender Arbeitsbemühungen oder der verbesserten 
Wahrnehmung administrativer Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person (Urteil 
EVG C 134/06 vom 19. September 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen).

3.2 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um 
zumutbare Arbeit bemüht hat, ist sowohl die Quantität als auch die Qualität ihrer 
Bewerbungen von Bedeutung (BGE 124 V 225 E. 4a; Chopard, a.a.O., S. 139 mit 
Hinweisen). Massgebend ist dabei einzig die ausreichende Intensität der Bemühungen 
und nicht deren Erfolg (Urteil EVG C 347/05 vom 13. März 2006 E. 4; BGE 124 V 225 
E. 6). Arbeitsbemühungen sind daher unabhängig von den Erfolgsaussichten 
vorzunehmen (Chopard, a.a.O., S. 137 mit Hinweisen). In quantitativer Hinsicht schreiben 
zwar weder Gesetz noch Verordnung eine Mindestanzahl von Bewerbungen vor. 
Allerdings werden nach der Verwaltungspraxis in der Regel durchschnittlich zehn bis zwölf 
Bewerbungen pro Monat verlangt, wobei die Umstände des Einzelfalls, so unter anderem 
das Alter, die Schuldbildung, die Berufserfahrung und auch die Arbeitsmarktlage, zu 
berücksichtigen sind (Urteile EVG C 351/05 vom 3. Juli 2006 E. 2 und C 144/05 vom 
1. Dezember 2005 E. 2.2.3). Ob im Übrigen die Anstrengungen bei der Stellensuche 
genügend sind, muss ebenfalls im Einzelfall beurteilt werden. Bei der Beurteilung der 
Arbeitsbemühungen während eines bestimmten Zeitraums ist entscheidend, ob die 

6

Urteil S 2020 34

zumutbaren Möglichkeiten der Stellensuche genutzt worden sind und ob die Bewerbungen 
sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht als ausreichend betrachtet werden 
können. Die Quantität der Bewerbungen ist auch von der Qualität der Bemühungen 
abhängig: telefonische Bewerbungen im Vergleich zu vollständigen schriftlichen 
Bewerbungen mit Anschreiben, Curriculum vitae, Zeugnisbeilagen, Referenzen usw. oder 
persönliche Vorsprachen bei Arbeitgebern im Vergleich zu blossen telefonischen 
Anfragen. Das blosse Studieren von Stelleninseraten genügt jedenfalls nicht als 
Arbeitsbemühung und wird als selbstverständlich vorausgesetzt (Chopard, a.a.O., 
S. 139 f.). Da das Gesetz in Art. 17 Abs. 1 AVIG die persönliche Stellensuche verlangt, 
entbindet der Einsatz Dritter bei der Arbeitsvermittlung die arbeitslose Person auch nicht 
von ihrer Pflicht, sich selbst in quantitativ und qualitativ ausreichendem Masse um eine 
zumutbare Arbeit zu bemühen. Auch Blindbewerbungen können sinnvoll sein und dienen 
der Abklärung, ob eine Stelle frei ist. Indessen haben sich die Versicherten in erster Linie 
um ausgeschriebene und damit offene Arbeitsgelegenheiten zu bemühen, bei welchen die 
Erfolgsaussichten auf einen Vertragsabschluss erheblich grösser sind (Urteil EVG C 
347/05 vom 13. März 2006 E. 4).

3.3 Bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen sind vor der Anmeldung in der Regel für die 
Zeit der vertraglichen oder gesetzlichen Kündigungsfrist bzw. ab Kenntnis des Zeitpunkts 
der drohenden Arbeitslosigkeit Arbeitsbemühungen vorzunehmen. 

4. Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren, ob der Beschwerdeführer 
vom AWA zu Recht wegen qualitativ und quantitativ ungenügenden Arbeitsbemühungen 
vor der Anmeldung für neun Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist.

4.1 Aus den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in einem 
unbefristeten Arbeitsverhältnis tätig war, welches am 28. Mai 2019 per 31. August 2019 
aufgelöst wurde (vgl. AWA-act. 19). Der Beschwerdeführer musste daher seit Ende Mai 
2019 davon ausgehen, dass er ab September 2019 arbeitslos sein würde, wenn er nicht 
bis zu diesem Zeitpunkt eine neue Anstellung finden wird. Daher wäre er mithin angesichts 
der drohenden Arbeitslosigkeit ab 1. September 2019 mindestens drei Monate zuvor (ab 
1. Juni 2019) zur Vornahme intensiver Arbeitsbemühungen verpflichtet gewesen. Für die 
Beurteilung, ob der Beschwerdeführer vor der Anmeldung zum Leistungsbezug genügend 
Suchbemühungen erbracht hat, ist somit die Zeitspanne ab 1. Juni bis 31. August 2019 
relevant. 

7

Urteil S 2020 34

4.2 Unter Bezugnahme auf Erwägung 3 vorstehend ist zu bedenken, dass von 
quantitativ und qualitativ genügenden Stellenbemühungen rechtsprechungsgemäss dann 
auszugehen ist, wenn die versicherte Person ihre Suchbemühungen regelmässig und über 
die ganze Zeitspanne der jeweiligen Kontrollperiode verteilt erbringt, wenn sie pro Monat 
durchschnittlich acht oder zehn bis zwölf Bewerbungen lanciert, resp. wenn es sich dabei 
im Regelfalle um schriftliche Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen handelt. Ob die 
Suchbemühungen als genügend qualifiziert werden können, ist sodann einzelfallweise zu 
beurteilen.

4.3 Was die Quantität der Arbeitsbemühungen angeht, so weist das Nachweisblatt der 
persönlichen Arbeitsbemühungen, eingegangen am 29. August 2019 (AWA-act. 12), acht 
Bewerbungen auf. Davon betreffen sieben Arbeitsbemühungen den vorliegend relevanten 
Zeitraum vom 1. Juni bis 31. August 2019, während die Bewerbung vom 30. Mai 2019 für 
die Beurteilung des vorliegenden Falles nicht relevant ist und daher unberücksichtigt 
bleiben muss. Mit Schreiben vom 17. September 2019 (AWA-act. 9) wurde dem 
Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt und er wurde gebeten, weitere 
Arbeitsbemühungen einzureichen oder Gründe für die nicht ausreichende Arbeitssuche 
darzulegen. Mit E-Mail vom 24. September 2019 (AWA-act. 11) führte der 
Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, er sei bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses 
davon ausgegangen, dass sein Vertrag verlängert würde. Sodann sei ihm zum damaligen 
Zeitpunkt nicht klar gewesen, dass er eine vollständige Dokumentation der 
Arbeitsbemühungen während der Kündigungsfrist hätte abgeben müssen. Daher habe er 
nicht alle Gespräche, die er während der Kündigungsfrist mit B.________-Mitarbeitern 
betreffend einen neuen Job geführt habe, einzeln dokumentiert. Seit Anfang September 
2019 habe er nun keinen Zugang mehr zu seinen E-Mails, weshalb er die E-Mails zu den 
Gesprächen nicht mehr abrufen könne. Im Übrigen sei ihm anlässlich des Erstgesprächs 
mit dem RAV vom 2. September 2019 nicht mitgeteilt worden, dass er nicht richtig handeln 
würde. Der E-Mail legte der Beschwerdeführer eine Liste mit Namen von Kontaktpersonen 
innerhalb der B.________-Gruppe und anderer Unternehmen bei. Am 30. September 
2019 ging beim RAV sodann das Nachweisblatt für den Monat September 2019 ein (AWA-
act. 10). Darin werden insgesamt 14 Arbeitsbemühungen nachgewiesen, wobei – wenn 
überhaupt – lediglich die Bewerbungen vom 29. und 30. August 2019 (C.________ und 
D.________) für die Beurteilung des vorliegenden Falles zu berücksichtigen sind, handelt 
es sich bei den anderen Arbeitsbemühungen doch nicht um die in Frage stehende 
Zeitperiode vor der Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung. Mit 
Einspracheergänzung vom 7. November 2019 (AWA-act. 4) reichte der Beschwerdeführer 

8

Urteil S 2020 34

schliesslich die aktualisierten Nachweisblätter für die Monate Juni 
(zehn Arbeitsbemühungen), Juli (neun Arbeitsbemühungen) und August 2019 
(14 Arbeitsbemühungen) sowie die entsprechende E-Mail-Korrespondenz ein. 

Soweit das AWA die Arbeitsbemühungen vom 29. und 30. August 2019 sowie die 
aktualisierten Nachweisblätter für die Monate Juni, Juli und August 2019 bei der 
Beurteilung der Quantität der getätigten Arbeitsbemühungen ausser Acht liess, ist dies 
nicht weiter zu beanstanden. Zu berücksichtigen ist nämlich die Tatsache, dass ebendiese 
Nachweise unbestrittenermassen nicht innert der mit Schreiben vom 17. September 2019 
unter Säumnisandrohung angesetzten fünftägigen Frist eingereicht wurden. Mit dem AWA 
ist alsdann festzustellen, dass in casu keine entschuldbaren Gründe auszumachen sind. 
Weder war der Beschwerdeführer durch Krankheit oder durch Unfall noch durch eine 
anderweitig nachvollziehbar begründete Abwesenheit an der Pflichterfüllung verhindert. 
Soweit der Beschwerdeführer einwendet, er habe ab Ende August, Anfang September 
keinen Zugriff mehr auf seine B.________-E-Mails gehabt, vermag dies die verspätete 
Einreichung nicht zu entschuldigen. Wie sich aus den Akten ergibt, erfolgte die Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses bereits am 28. Mai 2019. Der Beschwerdeführer musste daher 
seit dem 28. Mai 2019 davon ausgehen, dass er ab September 2019 arbeitslos sein 
würde, wenn er nicht bis zu diesem Zeitpunkt eine neue Anstellung finden würde. Er durfte 
allenfalls für sich persönlich hoffen, dass sein Vertrag doch noch verlängert werden 
könnte, doch im Hinblick auf den Bezug von Arbeitslosentaggeldern durfte er sich 
keineswegs darauf verlassen, zumal keine Anhaltspunkte für eine Vertragsverlängerung 
aktenkundig sind. Dass der Beschwerdeführer zum damaligen Zeitpunkt noch nicht 
gewusst habe, dass er eine vollständige Dokumentation der Arbeitsbemühungen während 
der Kündigungsfrist hätte abgeben müssen, ist unbehelflich. So ergibt sich bereits aus der 
allgemeinen Schadenminderungspflicht, wonach der Versicherte – wie in den übrigen 
Zweigen der Sozialversicherung – auch in der Arbeitslosenversicherung sein Möglichstes 
zur Schadenminderung von sich aus, d.h. ohne besondere Aufforderung durch eine 
Amtsstelle oder Abgabe eines Merkblattes, vorzukehren hat, dass der Versicherte selbst 
alles Zumutbare unternehmen muss, um die Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu 
verkürzen (Urteil EVG C 199/05 vom 29. September 2005 E. 2.2). Die Pflicht zur 
Vornahme persönlicher Arbeitsbemühungen stellt also eine elementare Verhaltensregel 
dar, die auch ohne vorgängige Aufklärung oder Verwarnung seitens der Verwaltung 
befolgt werden muss. Somit kann sich niemand mit dem Hinweis auf fehlende 
Rechtskenntnis resp. darauf, die Instruktionen beim RAV seien in casu erst zu einem 
späteren Zeitpunkt erfolgt, exkulpieren. Im Übrigen enthält auch die Website des RAV 

9

Urteil S 2020 34

entsprechende Informationen betreffend Arbeitsbemühungen (vgl. AWA-act. 2). 
Dementsprechend wäre der Beschwerdeführer während der gesamten dreimonatigen 
Kündigungsfrist verpflichtet gewesen, genügende Arbeitsbemühungen zu erbringen und 
die entsprechenden Nachweise i.S.v. Art. 17 Abs. 1 AVIG zu sichern. Dem AWA ist unter 
diesen Umständen somit beizupflichten, dass es in der Eigenverantwortung des 
Beschwerdeführers gelegen hatte, die Nachweise der getätigten Arbeitsbemühungen 
bereits während der Kündigungsfrist zu sichern und entsprechend aufzubewahren. Indem 
er dies nicht getan hat, hat er das Risiko in Kauf genommen, gegenüber dem RAV die 
Arbeitsbemühungen nicht fristgerecht und in genügendem Masse darlegen zu können. Der 
vom Beschwerdeführer vorgebrachte Grund der verspäteten Einreichung der 
Arbeitsbemühungen erweist sich daher nicht als entschuldbar. 

Sind die Arbeitsbemühungen vom 29. und 30. August 2019 sowie die aktualisierten 
Nachweisblätter von Juni, Juli und August 2019 ausser Acht zu lassen, liegen für den 
Zeitraum von drei Monaten lediglich sieben Arbeitsbemühungen vor, womit die 
praxisgemässen Anforderungen an die Quantität der Suchbemühungen bei Weitem noch 
nicht erfüllt sind, werden doch grundsätzlich zehn bis zwölf bzw. vom RAV mindestens 
acht Bewerbungen pro Monat verlangt. Damit ist der Beschwerdeführer seiner 
Schadenminderungspflicht offenkundig nicht in genügendem Masse nachgekommen. 

Daran ändert auch der Einwand des Beschwerdeführers, es gebe in seinem spezifischen 
Bereich nur zwei bis drei vergleichbare Anbieter, mithin kaum offene Stellen und es sei 
sehr schwierig gewesen, sich gleichzeitig bei den Kunden und der Konkurrenz der 
B.________-Gruppe zu bewerben, nichts. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt 
gewissenermassen der Grundsatz, dass die Arbeitsbemühungen umso intensiver sein 
müssen, je weniger Aussicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden. Dabei 
stehen sowohl Tatsache als auch Intensität, nicht aber der Erfolg dieser Bemühungen im 
Vordergrund (BGE 133 V 89 E. 6.1.1). Sodann ist dem Beschwerdeführer zwar 
zuzustimmen, dass qualifizierten Berufsleuten in gekündigter Stellung das Recht 
zuzubilligen ist, ihre persönlichen Arbeitsbemühungen zunächst auf ihren bisherigen 
Berufszweig zu beschränken. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass ein entsprechend 
offenes Stellenangebot vorliegt (BGE 139 V 524 E. 2.1.3). Werden in einem Berufszweig 
weniger bzw. gar keine in Frage kommenden Stellen angeboten, verpflichtet dies den 
Arbeitslosen eben dazu, auch über den angestammten Beruf hinaus Stellen nachzufragen. 
Insofern ist es verständlich, dass der Beschwerdeführer zu Beginn der Kündigungsfrist 
eine Anstellung innerhalb der B.________-Gruppe geprüft hat, was auch seitens des AWA 

10

Urteil S 2020 34

anerkannt wird. Nachdem sich jedoch gezeigt hatte, dass sich der Beschwerdeführer nicht 
gleichzeitig bei den Kunden und der Konkurrenz der B.________-Gruppe hat bewerben 
können, wäre in Nachachtung der Schadenminderungspflicht eine Ausweitung des 
gesuchten Tätigkeitsfeldes zumutbar bzw. notwendig gewesen. Der Beschwerdeführer ist 
seiner Schadenminderungspflicht somit auch insofern nicht nachgekommen, als er sich 
praktisch ausschliesslich innerhalb der B.________-Gruppe beworben und seine 
Arbeitsbemühungen erst gegen Ende der Kündigungsfrist auf andere Unternehmen 
ausgedehnt hat. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich vorbringt, er habe bei den 
Bewerbungen ausserhalb der Geldautomatenbranche nur Absagen und keine einzige 
Einladung erhalten, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vielmehr ist in 
diesem Zusammenhang noch einmal der Hinweis erlaubt, dass es bei den 
Arbeitsbemühungen nicht auf den Erfolg, sondern vielmehr auf die Tatsache und Intensität 
des sachgerechten Bemühens ankommt (Chopard, a.a.O., S. 138). Schliesslich entbindet 
auch die Tatsache, dass sich die Arbeitssuche des 58-jährigen Beschwerdeführers 
aufgrund des fortgeschrittenen Alters schwierig gestalten dürfte, ihn keineswegs von der 
Pflicht zur Vornahme genügender Arbeitsbemühungen. Nicht stichhaltig ist im Übrigen 
auch der Einwand, die Situation habe sich durch COVID-19 noch weiter verschlechtert, 
geht es doch vorliegend um die Beurteilung der getätigten Arbeitsbemühungen von Juni 
bis August 2019, mithin um eine Zeitperiode vor COVID-19. 

Im Übrigen ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass sich an der Tatsache der 
quantitativ ungenügenden Arbeitsbemühungen selbst dann nichts ändern würde, wenn 
man die Arbeitsbemühungen vom 29. und 30. August 2019 sowie die auf den 
aktualisierten Nachweisblätter vom Juni bis August 2019 Aufgeführten berücksichtigen 
würde. Auf den ersten Blick wären diesfalls zwar eine genügende Anzahl 
Arbeitsbemühungen pro Monat nachgewiesen (Juni zehn Arbeitsbemühungen, Juli neun 
Arbeitsbemühungen und August 16 Arbeitsbemühungen). Berücksichtigt man jedoch die 
entsprechende E-Mail-Korrespondenz, zeigt sich, dass der Beschwerdeführer mehrmals 
nicht nur den Erstkontakt als Arbeitsbemühung angegeben, sondern weitere 
Kontaktaufnahmen in der gleichen Angelegenheit als neue Arbeitsbemühung aufgeführt 
hat; dies insbesondere dann, wenn der Beschwerdeführer als Antwort auf eine seiner E-
Mail-Anfrage an einen neuen Ansprechpartner verwiesen oder der E-Mailverkehr zu einem 
späteren Zeitpunkt weitergeführt wurde. Hinsichtlich dieser notierten Bemühungen gilt, 
dass der Beschwerdeführer diese nur beim Erstkontakt mit dem Arbeitgeber bzw. beim 
Verschicken der Bewerbung hätte aufnehmen dürfen. Insofern wäre die Anzahl der 
geltend gemachten Arbeitsbemühungen (total 35 Arbeitsbemühungen) erheblich nach 

11

Urteil S 2020 34

unten zu korrigieren. Darüber hinaus können – wie nachfolgend noch aufzuzeigen sein 
wird – nicht sämtliche aufgeführten Arbeitsbemühungen als Bewerbungen im eigentlichen 
Sinne qualifiziert werden, handelt es sich bei den allermeisten Arbeitsbemühungen doch 
vielmehr um Anfragen bei Geschäftspartnern betreffend eine neue Arbeitsstelle, welche 
den Anforderungen an die vorzunehmenden Arbeitsbemühungen auch in qualitativer 
Hinsicht nicht genügen. 

4.4 Betreffend Arbeitsbemühungen in qualitativer Hinsicht sowie ihre Überprüfbarkeit 
ist, wie das AWA korrekterweise festgestellt hat, zunächst zu berücksichtigen, dass auf 
der am 24. September 2019 zugestellten Kontaktliste das Datum der jeweiligen 
Kontaktaufnahme, die Stellenbezeichnung und das Ergebnis der Kontaktaufnahme nicht 
angegeben wurden. Soweit die Kontaktliste die soeben genannten Angaben nicht enthält, 
genügt dies in qualitativer Hinsicht nicht, verunmöglicht dies doch der zuständigen 
Behörde die Kontrolle der geltend gemachten Arbeitsbemühungen. Dementsprechend hat 
der Nachweis über die konkrete Stellensuche mit ausreichenden und nachvollziehbaren 
Angaben zu erfolgen.

Des Weiteren ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass sich Versicherte in 
erster Linie um ausgeschriebene und damit offene Arbeitsgelegenheiten zu bemühen 
haben, bei welchen die Erfolgsaussichten auf einen Vertragsabschluss erheblich grösser 
sind (Urteil EVG C 347/05 vom 13. März 2006 E. 4 mit Hinweis). Aus der am 7. November 
2019 bei der Arbeitslosenkasse eingereichten E-Mail-Korrespondenz ergibt sich, dass es 
sich bei den vom Beschwerdeführer nachgewiesenen Arbeitsbemühungen in erster Linie 
um allgemeine Anfragen bzw. Gespräche mit Personen aus seinem spezifischen 
Tätigkeitsgebiet betreffend eine allfällige neue Arbeitsstelle gehandelt hat. Gespräche mit 
Personen aus dem spezifischen Tätigkeitsgebiet des Beschwerdeführers stellen für sich 
alleine noch keine genügenden Arbeitsbemühungen dar und werden als selbstverständlich 
bzw. als ergänzende Vorkehren bei der Arbeitssuche vorausgesetzt. Die Anfrage um 
Vermittlung an Personen aus dem Geschäfts- und Freundeskreis stellen ebenfalls keine 
qualitativ genügenden Arbeitsbemühungen dar (Chopard, a.a.O., S. 141) und auch 
Anfragen bei Arbeitgebern, die keine Stelle ausgeschrieben haben, können zwar nicht 
zum vornherein als sinnlos betrachtet werden, vermögen jedoch für sich alleine dem 
Erfordernis einer gezielten und intensiven Arbeitssuche nicht gerecht zu werden (Chopard, 
a.a.O., S. 138). Konkrete Bewerbungen auf ausgeschriebene offene Stellen vermochte der 
Beschwerdeführer vorliegend praktisch nicht nachzuweisen, liegt doch lediglich für die 
Bewerbung vom 3. Juli 2019 als Director Service Architects ein Stelleninserat vor, 

12

Urteil S 2020 34

während für die anderen aufgeführten Arbeitsbemühungen Belege wie Stelleninserate, 
Bewerbungsschreiben, Empfangsbestätigungen und Absagebriefe fehlen und bei etlichen 
aufgeführten Arbeitsbemühungen auch entsprechende E-Mails, die eine Anfrage belegen 
würden, nicht vorliegen. In der Einspracheergänzung vom 7. November 2019 hat der 
Beschwerdeführer sodann darauf hingewiesen, dass sich aufgrund der während der 
dreimonatigen Kündigungsfrist getätigten Kontakte innerhalb der B.________-Gruppe fünf 
konkrete Stellenangebote ergeben hätten, auf die er sich beworben habe. Unter diesen 
Umständen kann nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer habe sich in erster Linie um 
ausgeschriebene und offene Arbeitsgelegenheiten bemüht. 

Wenn auch aus dem Gesamtzusammenhang durchaus entsprechende Vorkehren des 
Beschwerdeführers auszumachen sind, so bleibt diesbezüglich aber dennoch 
festzuhalten, dass die Arbeitsbemühungen in qualitativer Hinsicht nicht als genügend 
beurteilt werden können. Dass die RAV-Beraterin – wie vom Beschwerdeführer 
sinngemäss geltend gemacht – die Arbeitsbemühungen im Rahmen des 
Beratungsgesprächs vom 2. September 2019 einzig anhand seiner Angaben und ohne 
Einsicht in die Unterlagen als genügend qualifiziert hätte, ist dem entsprechenden 
Protokoll (AWA-act. 14) nicht zu entnehmen. 

4.5 Insgesamt kann dem Beschwerdeführer daher der Vorwurf ungenügender 
Arbeitsbemühungen vor der Anmeldung im Lichte der obgenannten Praxis und 
Rechtsprechung nicht erspart bleiben. Für das Verhalten des Beschwerdeführers sind 
jedenfalls keine entschuldbaren Gründe ersichtlich. Der Beschwerdeführer ist seiner 
Schadenminderungspflicht nicht in genügendem Masse nachgekommen. Die Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist demnach 
grundsätzlich zu Recht erfolgt.

5. Im Folgenden ist die Höhe der Einstelldauer zu prüfen.

5.1 Die Dauer der Einstellung richtet sich nach dem Grad des Verschuldens und 
beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage 
bei schwerem Verschulden (Art. 30 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 45 Abs. 3 AVIV). Die 
Bemessung der Einstellungsdauer richtet sich nach dem Verschulden unter 
Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der versicherten Person, wobei alle 
Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen sind. Verschuldensmindernde 
Umstände können unter anderem Alter, familiäre Probleme, missliche finanzielle 

13

Urteil S 2020 34

Verhältnisse, aber auch die begründete Hoffnung auf eine Neuanstellung sein (Chopard, 
a.a.O., S. 167).

5.2 Der AVIG-Praxis ALE ist unter D79 ein Einstellraster – Einstellraster KAST/RAV – 
für die Einstellung der Anspruchsberechtigung zu entnehmen. Ziffer 1 regelt die 
Sanktionen bei ungenügenden Arbeitsbemühungen; Ziff. 1.A konkretisiert diese für den 
Zeitraum während der Kündigungsfrist. Für ungenügende Arbeitsbemühungen bei einer 
einmonatigen Kündigungsfrist werden drei bis vier Einstelltage, bei einer zweimonatigen 
Kündigungsfrist sechs bis acht Einstelltage und bei einer dreimonatigen Kündigungsfrist 
neun bis zwölf Einstelltage vorgesehen. Generell wird bei diesen Einstelltatbeständen von 
einem leichten Verschulden im Sinne von Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV ausgegangen.

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. Dieses soll 
sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall 
angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 
Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch 
interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4; Urteil BGer 8C_40/2019 vom 30. Juli 2019 E. 5.4).

5.3 Während das AWA in der Verfügung vom 15. Oktober 2019 den 
Beschwerdeführer noch für elf Tage in der Anspruchsberechtigung einstellte, reduzierte es 
die Sanktion im Einspracheentscheid auf neun Tage. Die Verwaltung begründete dies mit 
den erschwerten Umständen bei der Arbeitssuche (Alter, langjährige Anstellung bei der 
B.________ GmbH, schwierige Branche). Die vom AWA verfügte Einstellung in der Höhe 
von neun Tagen befindet sich somit im unteren Bereich des vorgesehenen Rasters an zu 
verhängenden Einstelltagen (vgl. ALE-Praxis D79 Ziff. 1.A 3). Unter Berücksichtigung 
obiger Erwägungen erscheint dies angemessen. Weitere verschuldensmindernde 
Umstände, welche durch das AWA noch nicht gewürdigt worden wären, sind jedenfalls 
nicht ersichtlich. Die Einstellung für neun Tage ist demnach nicht zu beanstanden.

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das AWA mit Einspracheentscheid vom 
5. Februar 2020 kein Recht verletzte. Damit gilt die Beschwerde als unbegründet und sie 
ist vollumfänglich abzuweisen.

14

Urteil S 2020 34

7. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos. Eine Parteientschädigung 
ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

15

Urteil S 2020 34

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (seco), Bern. 

Zug, 13. Juli 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am