# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90d02c41-ecf3-5814-96a8-d06a478707fd
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 19.10.2021 I 2021 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-42_2021-10-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 42

Entscheid vom 19. Oktober 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen 
Töchtern und einem erwachsenen Sohn) lebt seit 19___ in der Schweiz. Seit No-
vember 2014 arbeitete sie mit einem Pensum von 60% im Hausdienst (Reini-
gungsdienst) des C.________ Spitals in D.________ (IV-act. 14-2/4).

B. Am 20. November 2019 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug 
von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden wie folgt 
umschrieben: "Rechte Schulter OP, Knochen abgefeilt, Keil eingesetzt, da keine 
Reibung entstehen soll. Bänder der rechten Schulter angenäht" (IV-act. 2-6/9).

C. Nach Abklärungen hat die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 22. März 2021 
angekündigt, das Leistungsbegehren abzuweisen. Nachdem sich A.________ 
dazu nicht äusserte, verfügte die IV-Stelle am 17. Mai 2021, dass das Leistungs-
begehren abgewiesen werde (IV-act. 29).

D. Dagegen liess A.________ rechtzeitig am 17. Juni 2021 beim Verwal-
tungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 17. Mai 2021 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin 
sei ab dem 1. Juli 2020 eine Dreiviertelsrente und ab 1. März 2021 eine ganze 
Rente zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Einholung eines Gutachtens zur Frage 
der Arbeitsfähigkeit und darauf beruhender erneuter Entscheidung an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3. Subeventualiter seien der Beschwerdeführerin berufliche Massnahmen zu ge-
währen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

E. Mit Vernehmlassung vom 6. Juli 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. 
Dazu äusserte sich die Beschwerdeführerin innert zweimal erstreckter Frist mit 
Eingabe vom 15. Oktober 2021.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch ei-
nen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-

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gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Um den Invaliditätsgrad im Einzelfall festzulegen, werden in der Invaliden-
versicherung unterschiedliche Bemessungsmethoden verwendet.

1.2.1  Die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs kommt grundsätzlich 
bei allen Vollerwerbstätigen zur Anwendung sowie bei Teilerwerbstätigen, welche 
daneben nicht auch noch in einem Aufgabenbereich tätig sind. Der Invaliditäts-
grad wird hier durch die Gegenüberstellung der zumutbaren Erwerbseinkommen 
ohne und mit Gesundheitsschaden ermittelt (Ralph Leuenberger/ Gisella Mauro, 
Invalidenversicherung, Änderungen bei der gemischten Methode, in: Soziale Si-
cherheit/ CHSS 1/2018, S. 40f.). Hier bestimmt sich der Invaliditätsgrad gemäss 
Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG, wonach zur Ermittlung des Invaliditäts-
grades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche-
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. hypothetisches Invalideneinkommen), 
zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. hypothetisches Valideneinkommen). 
Es ist für diese Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob die versicherte 
Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der verbliebe-
nen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist hier die Invalidität auf der 
Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die versicherte 
Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ Reichmuth, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

Die Invalidität bemisst sich hier nicht nach medizinischen, sondern nach wirt-
schaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

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1.2.2  Die gemischte Methode betrifft Personen, die einem Teilerwerb nachge-
hen, d.h. nicht auf die im betreffenden Beruf übliche Arbeitszeit kommen, und zu-
sätzlich noch in einem Aufgabenbereich beschäftigt sind. Der Invaliditätsgrad 
wird für die Erwerbstätigkeit (wie bereits erwähnt) nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs ermittelt, der Invaliditätsgrad für die Tätigkeit im Auf-
gabenbereich nach der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs (vgl. 
Art. 28a Abs. 3 IVG). Die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs betrifft 
nach Art. 28a Abs. 2 IVG Personen, die keine Erwerbstätigkeit ausüben und sich 
in einem Aufgabenbereich wie dem Haushalt betätigen. Der Invaliditätsgrad wird 
bei einer Abklärung vor Ort durch die Gegenüberstellung der ohne und mit Ge-
sundheitsschaden ausgeübten bzw. möglichen Tätigkeiten im Aufgabenbereich 
festgelegt (vgl. Leuenberger/ Mauro, a.a.O., S. 41). 

1.2.3  Für die Bemessung des Invaliditätsgrads werden bei der gemischten 
Methode der Erwerbsteil und der Aufgabenbereich zunächst separat betrachtet. 
Für den Erwerbsteil wird die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
angewendet (vgl. Erw. 1.2.1). Dabei wird zunächst die Einkommenseinbusse be-
rechnet, d.h. es wird das Einkommen, welches die versicherte Person zumutba-
rerweise mit dem Gesundheitsschaden noch erzielen kann (Invalideneinkom-
men), vom Einkommen, welches die versicherte Person ohne Gesundheitsscha-
den erzielen konnte (Valideneinkommen), abgezogen. Danach wird die Einbusse 
als Anteil des Valideneinkommens in Prozenten ausgewiesen. Der so erhaltene 
Invaliditätsgrad aus dem Erwerbsteil wird mit dem Anteil der Erwerbstätigkeit 
(Pensum, welche von der Versicherten ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
ausgeübt würde) multipliziert, um den gewichteten Invaliditätsgrad zu erhalten.

Im erwerblichen Bereich wurde bei Anwendung der gemischten Methode als 
Valideneinkommen früher berücksichtigt, was die versicherte Person im 
Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde (vgl. u.a. BGE 125 
V 146 Erw. 2b S. 150; Ueli Kieser, Gemischte Methode - ein Blick auf die 
bisherige Rechtsprechung, HAVE 4/2016 S. 471 ff., S. 474). Seit dem 1. Januar 
2018 bestimmt Art. 27bis Abs. 3 lit. a der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201), dass sich die Berechnung des 
Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei Teilerwerbstätigen, die 
sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, nach Art. 
16 ATSG richtet, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 9C_690/2019 vom 20.1.2020 Erw. 2.2). 

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Die Invalidität in Bezug auf den Aufgabenbereich wird durch einen Betätigungs-
vergleich bestimmt. Die ermittelte Invalidität wird sodann mit dem Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich (also dem verbleibenden Pensum, wenn der Anteil 
der Erwerbstätigkeit von 100 abgezogen wird) multipliziert. Daraus ergibt sich der 
gewichtete Invaliditätsgrad im Aufgabenbereich.

Der gesamte Invaliditätsgrad ergibt sich letztlich durch Addition der in beiden Be-
reichen berechneten und gewichteten Teilinvaliditäten (vgl. Leuenberger/Mauro, 
a.a.O., S. 41f.; Art. 27bis Abs. 2 lit. a und b IVV). 

1.3 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/ Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 
IVG N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.4.1 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch 
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 
Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit der Versi-
cherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versi-
cherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.4.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c).

1.4.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-

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leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.4.4  Es können auch reine Aktenberichte beweiskräftig sein, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die di-
rekte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_138/2021 vom 12.4.2021 Erw. 3.2.1 mit Ver-
weis auf das Urteil 8C_224/2020 vom 13.5.2020 Erw. 4.3). Sodann ist auch dem 
Umstand Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte infolge 
des besonderen Vertrauensverhältnisses im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihres 
Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 Erw. 3b/cc S. 353).

1.5 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 
(antizipierte Beweiswürdigung; Kölz/ Häner, Verwaltungsverfahren und Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil 8C_424/2010 vom 19.7.2010 
Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Im konkreten Fall ist unbestritten, dass ein allfälliger Rentenanspruch nach 
der gemischten Methode zu ermitteln ist. Gemäss der am 18. Februar 2021 er-
folgten Haushaltabklärung lebt die Versicherte mit ihrem eine halbe IV-Rente be-
ziehenden Ehemann im Haushalt der Tochter und des Schwiegersohns, zusam-
men mit den drei Grosskindern (davon zwei Kleinkinder und ein schulpflichtiges 
Kind, vgl. Eingabe vom 15.10.2021, S. 5 Ziff. 15, mithin ein 7-Personenhaushalt, 
vgl. IV-act. 24-2f./8). Sie erklärte gegenüber der Abklärungsperson sinngemäss, 
dass sie (abgesehen von der Haushaltführung) ohne gesundheitliche Probleme 
weiterhin zu 60% erwerbstätig wäre (IV-act. 24-4/8). Diese Angaben hatten zur 
Folge, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung den massgebenden 
IV-Grad nach der gemischten Methode auf der Basis einer Erwerbstätigkeit von 
60% und einem Haushaltanteil von 40% ermittelt hat. Diese Ausgangslage wird 
weder in der Beschwerdeschrift (siehe dazu die Berechnung in Ziff. 35), noch in 
der Eingabe vom 15. Oktober 2021 in Frage gestellt, weshalb kein Anlass be-
steht, davon abzuweichen.

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3. Was die gesundheitliche Situation der Versicherten anbelangt, sind den 
vorliegenden Akten u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

3.1.1  Der Hausarzt Dr.med. E.________ (_________________) teilte der IV-
Stelle am 26. Dezember 2019 u.a. mit, dass sich die Versicherte am 20. Mai 
2019 erstmals wegen Schulterschmerzen rechts gemeldet habe. Sie habe er-
klärt, im F.________ eine Injektion in die rechte Schulter erhalten zu haben. Kli-
nisch habe die Versicherte die rechte Schulter kaum bewegen können, die Be-
weglichkeit sei stark eingeschränkt gewesen. Die periphere Sensibilität, Motorik 
und Durchblutung seien unauffällig gewesen. Aufgrund der Gesamtsituation sei 
sodann eine MRI-Untersuchung der rechten Schulter veranlasst worden. Der Be-
fund habe eine hochgradige bursaseitige Partialruptur am Ansatz der Infraspina-
tussehne und weniger auch am Ansatz der Supraspinatussehne ergeben. Die 
Versicherte sei der G.________ (H.________) zugewiesen worden (IV-act. 10-
2/16).

3.1.2  Am 27. August 2019 wurde die Versicherte von Dr.med. I.________ 
(________________, G.________) im Spital J.________ operiert. Dem Operati-
onsbericht sind folgende Diagnosen zu entnehmen (IV-act. 10-10/16):

Ausgeprägtes Impingement mit bursaseitiger Supra- und Infraspinatussehnen-
Partialläsion, artikulärseitige Partialläsion Supra- und Infraspinatussehne Ellmann 
Grad II, symptomatische AC-Arthropathie, SLAP-Läsion Schulter rechts.

Im Austrittsbericht des Spitals vom 29. August 2019 wurde von einer komplikati-
onslosen Operation berichtet; postoperativ habe sich die Versicherte unter basi-
sanalgetischer Therapie stets schmerzkompensiert gezeigt (IV-act. 10-8/16).

3.1.3  Im Bericht vom 26. Dezember 2019 erwähnte der Hausarzt einen zögerli-
chen Verlauf; am 13. November 2019 sei die Versicherte noch nicht in der Lage 
gewesen, ihre Haare zu kämmen; auch eine Belastung der rechten Schulter sei 
noch nicht möglich gewesen; hingegen wurde die Prognose zur Wiedererlangung 
der Arbeitsfähigkeit als "per se gut" umschrieben (IV-act. 10-2f./16).

3.2 Der Operateur Dr.med. I.________ führte in seinem Bericht vom 13. Januar 
2020 an die IV-Stelle unter anderem aus (IV-act. 11-2ff./11):

(…) Aktuell hat die Patientin immer noch bewegungs- und belastungsabhängige 
Restbeschwerden.
(…)
Klinisch zeigte sich am 10.01.2020 eigentlich eine recht schöne Aussenrotations-
fähigkeit mit 40-45°, Flexion zeigt ab ca. 100° eine doch noch merkliche skapulo-
thorakale Mitbewegung, welche schlussendlich zu einer globalen Flexion von 140-
150° führt, hier Endphasenschmerz und Stopp. Abduktion ca. 90°. Kraft in Aussen-
rotation, Abduktion spürbar. Insgesamt merke ich, dass die Patientin doch gerne 
mehr wollte als sie könnte. Auf Grund dessen habe ich eine schmerzlindernde in-

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traartikuläre Infiltration angeboten. Die Patientin möchte dies jedoch nicht unbe-
dingt.
(…)
Bis zur nächsten Kontrolle im Februar sicherlich 100% Arbeitsunfähigkeit.

3.3.1  Am 27. Februar 2020 teilte die Tochter der Versicherten telefonisch mit, 
dass ihre Mutter seit dem 20. Februar 2020 wieder in einem 30%-Pensum (je-
weils eine halbe Schicht) arbeite; nach einem Monat werde entschieden, ob das 
Pensum auf 50% gesteigert werden könne (IV-act. 14-3/4).

3.3.2  Hinsichtlich der Kontrolle vom 6. Mai 2020 hielt Dr.med. I.________ was 
folgt in der Krankengeschichte fest (Bf-act. 1, S. 2):

Die rechte Seite ist gar nicht besser geworden. Klinisch sehe ich dies auch so. 
Jegliche Manipulation gibt die Patientin als schmerzhaft an. Eine Flexion über 90° 
ist schmerzbedingt kaum möglich, gleiches gilt für die Abduktion. Insgesamt ist es 
schwer zuzuordnen. Ich habe der Patientin die Möglichkeit einer Revisionsarthro-
skopie mit gegebenenfalls Fadenentfernung, Dekompression, Arthrolyse angebo-
ten. Sie ist diesbezüglich eher zurückhaltend. Wir werden also nochmals einen 
Versuch mit der Physiotherapie konservativ machen. Auf der linken Seite mit Blick 
auf das MRI keine substantielle strukturelle Schädigung. Hier empfehle ich eine 
intraarticuläre AC-Gelenksinfiltration bei symptomatischer AC-Arthropathie in der 
heutigen Klinik. Die Patientin wünscht dies aber auch noch nicht und wird sich ge-
gebenenfalls melden.

3.3.3  Am 7. Mai 2020 erklärte die Tochter telefonisch, dass ihre Mutter bis auf 
weiteres zur Hälfte des bisherigen 60%-Pensums (d.h. zu 30%) im angestamm-
ten Bereich arbeite; das Gelenk sei eingeklemmt und werde mittels Infiltration 
gelöst; die Arbeitgeberin plane weiterhin, die Versicherte im Rahmen einer halb-
en Schicht einzusetzen (IV-act. 14-3/4 unten).

3.4 Zu den vorgenannten Angaben des behandelnden Arztes vom 6. Mai 2020 
(siehe Erw. 3.3.2) äusserte sich Dr.med. K.________ (___________________/ 
beratender Arzt der Taggeldversicherung L.________) in einer Einschätzung 
vom 25. Mai 2020 wie folgt (vgl. KV-act. 2-18/34):

(…) Insgesamt kann somit mehr als 8 Monate postoperativ von einem eher unbe-
friedigenden Ergebnis ausgegangen werden, dessen genaue Ursache letztlich al-
lerdings unklar bleibt. Eine wesentliche Besserung ist durch weitere Massnahmen 
kaum mehr zu erwarten, auch wenn zuletzt nochmals eine Physiotherapie etabliert 
wurde.

Ungeachtet dieses Umstandes lassen sich bezüglich der Arbeitsfähigkeit (AF) Ein-
schränkungen lediglich für Tätigkeiten mit vermehrter Belastung des rechten Arms 
begründen, wohingegen diesbezüglich adaptierte Arbeiten - Vermeidung von Be-
wegungen oberhalb der Horizontalen und Gewichtslimite von 5 kg - uneinge-
schränkt möglich wären. Inwieweit dies am bisherigen Arbeitsort der Versicherten 
berücksichtigt werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. (…)

2. Wann kann mit einer weiteren Steigerung der Arbeitsfähigkeit gerechnet 
werden?

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Wie dies in der Antwort zur Frage 1 erläutert wurde, bestehen bei der Versicherten 
rein qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, indem nur noch schulterad-
aptierte Tätigkeiten möglich sind. Falls eine solche vom bisherigen Arbeitgeber 
nicht angeboten werden kann, bleibt bei wahrscheinlich erreichtem medizinischen 
Endzustand nur der Wechsel der Arbeitsstelle. Hier könnte die Versicherte ab so-
fort in zeitlich und leistungsmässig uneingeschränktem Umfang - das heisst 100% 
bezogen auf ein Vollzeitpensum - arbeiten, sofern ihre rechte Schulter nur unter-
halb der Horizontalen eingesetzt werden muss und die Gewichtslimite für den rech-
ten Arm 5 kg beträgt.

An Arbeitsorten, wo diese Bedingungen nicht gegeben sind, muss dauerhaft mit 
einer Einschränkung der AF gerechnet werden, die sich wahrscheinlich auch durch 
weitere therapeutische Massnahmen nicht mehr verbessern lässt.

3.5.1  Bei der Konsultation vom 17. Juni 2020 hielt Dr.med. I.________ fest, dass 
die Versicherte durch die linksseitige AC-Gelenksinfiltration zumindest eine parti-
elle Beschwerderegredienz erfahren habe. Bei der aktuellen klinischen Untersu-
chung bestehe vor allem eine Impingement-Problematik. Das zugehörige MRI 
aus der Vergangenheit habe auch bereits weitergehende strukturelle Läsionen 
zumindest der Rotatorenmanschette ausschliessen können. Von Seiten der rech-
ten Schulter bestehe immer noch vor allem ein Fadenimpingement. Eine operati-
ve Sanierung sei auf keinen Fall erwünscht. Die Versicherte habe Angst um ihren 
Arbeitsplatz (Bf-act. 1, S. 2).

3.5.2  Im Rahmen der Konsultation vom 6. Juli 2020 konnte Dr.med. I.________ 
keine Fortschritte an der operierten Schulter erkennen. Die Beweglichkeit sei re-
levant limitiert und die Schmerzen seien zum Teil wahrscheinlich verursacht 
durch ein gewisses Fadenimpingement nicht unerheblich. Für ihn bleibe eigent-
lich nur die chirurgische Lösung des Problems im Sinne einer diagnostischen Ar-
throskopie mit Bestandesaufnahme und gegebenenfalls Kapsulotomie, periarti-
kuläre Arthrolyse und Fadenentfernung. Er habe nicht den Eindruck, dass das 
Zuwarten im konservativen Behandlungsspektrum für die Patientin erfolgsver-
sprechend sei. Sie möchte aus starker Sorge um ihren Job momentan keine 
nochmalige Operation (Bf-act. 1, S. 3). 

3.5.3  Am 1. September 2020 erwähnte die Tochter, das keine grossen Verände-
rungen aufgetreten seien; der behandelnde Arzt habe für den Fall, dass es nicht 
besser werde, eine weitere Operation vorgeschlagen; dies möchte ihre Mutter 
nicht (IV-act. 14-4/4).

3.6 Im Verlaufsbericht vom 21. Oktober 2020 beurteilte Dr.med. I.________ 
den Gesundheitszustand der Versicherten als stationär; es handle sich um einen 
Status nach Schulterarthroskopie rechts (27.08.2019) mit nachfolgend einer ge-
wissen Steifigkeit und deutlichem Impingement. Es zeigen sich eine gewisse 
Steifigkeit sowie bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen, Impinge-

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mentproblematik. Zum Verlauf ergänzte der behandelnde Arzt (IV-act. 16-2/10 
unten):

Eine wirkliche Verbesserung hat sich zwischenzeitlich nicht eingestellt. Klinisch 
zeigt sich heute noch immer eine relativ gute Beweglichkeit unterhalb der Horizon-
talen in Flexion und Abduktion jedoch oberhalb der Horizontalen noch einge-
schränkte Beweglichkeit im Sinne einer gewissen Steifigkeit und vor allem deutli-
ches Impingement. Kraft in Aussenrotation und Abduktion moderat spürbar. Ich 
habe mit der Patientin nochmals die Diskussion geführt bezüglich einer Arthrolyse 
und Fadenentfernung. Gewünscht ist dies auf Grund der Arbeitsplatzproblematik 
unverändert nicht. Wir werden also weiter zuwarten. Wir werden die AU auf 0% re-
duzieren. Die Patientin wird einen Arbeitsversuch in ihrem vollen Pensum machen. 
Wir werden sehen, ob dies langfristig verhebt. Weitere Kontrollen bedarfsgerecht.

3.7 Der Hausarzt Dr.med. E.________ berichtete am 23. Oktober 2020 der IV-
Stelle von einem stationären Gesundheitszustand; er habe kein Arbeitsunfähig-
keitszeugnis ausgestellt; gemäss einem Eintrag vom 9. September 2020 in der 
Krankengeschichte arbeite die Versicherte zu 50%; er vermute, dass die Arbeits-
unfähigkeiten jeweils von der G.________ ausgestellt werden (IV-act. 18-1/5).

3.8 Bei der Konsultation vom 7. Dezember 2020 notierte Dr.med. I.________, 
im Grossen und Ganzen habe sich nichts bei der Patientin geändert. Sie habe 
zwischenzeitlich einen Arbeitsversuch im 100%-Pensum gemacht, was jedoch 
wieder habe abgebrochen werden müssen. Insgesamt habe sich von Seiten der 
Grundschmerzproblematik keine relevante Veränderung eingestellt. Aufgrund 
dessen scheine eine Arbeitsunfähigkeit im 50% Pensum maximal möglich. Es 
werde eine Verlaufskontrolle im März 2021 geplant (Bf-act. 1, S. 3 unten).

3.9 Der RAD-Arzt Dr.med. M.________ (___________________) nahm zur 
medizinischen Aktenlage am 3. Dezember 2020 wie folgt Stellung (IV-act. 20):

Bei der Versicherten bestehen Restbeschwerden (schmerzhafte Bewegungsein-
schränkung bis zur Horizontalen) im Bereich der rechten Schulter nach Refixation 
der Rotatorenmanschette und lange Bizepssehnen.
Tenodese am 27.08.2019.
Es werden weiterhin Beschwerden angegeben im Bereich der linken Schulter bei 
weitgehend unauffälligem MRI Befund.
Der Verlauf der AUF kann auf die AUFs von Dr. I.________ abgestimmt werden 
(kann nicht abschliessend nachvollzogen werden).
Eine AF in der angestammten Tätigkeit im angestammten Pensum ist allenfalls 
weiterhin gegeben, wenn keine Überkopfarbeiten anfallen. Auf Dauer ist die Tätig-
keit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht angepasst.
In einer leichten körperlichen Arbeit, ohne Arbeiten Überkopf, ohne repetitives He-
ben und Tragen bis max. 5 kg mit der Hand (bis Brusthöhe) ist ein volles Pensum 
zumutbar.
Auffallend sind die wenig ausgewiesenen Arztkontakte, sowie fachspezifischen 
Behandlungen (Infiltrationen, ev. arthroskopische Adhäsiolyse).

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3.10 Anlässlich der Haushaltabklärung vom 18. Februar 2021 erläuterte die 
Tochter der Versicherten, dass die Schulteroperation nicht wunschgemäss ver-
laufen sei und ihre Mutter an Schmerzen und Bewegungseinschränkungen leide. 
Allenfalls sei eine weitere Operation geplant, welche die Mutter abgelehnt habe, 
weil sie befürchtet habe, die Kündigung zu erhalten. Mittlerweile habe die Mutter 
die Kündigung per 30. April 2021 erhalten, weil die Arbeitgeberin in Konkurs ge-
gangen sei. Die Versicherte berichtete, dass sie nicht gut schlafen könne, weil 
sie so Schmerzen habe. Sie könne den rechten Armt nur knapp bis zur 
Brusthöhe anheben. Im Oktober 2020 habe sie versucht, wieder zu arbeiten, 
aber sie habe den Arbeitsversuch nach einem Tag wieder abbrechen müssen. 
Sie sei bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) angemeldet. Zusätzlich sei 
nun auch ihre linke Schulter angeschlagen, weil sie nun alles mit dem linken Arm 
mache und dadurch wohl eine Überlastung bestehe. Auch leide sie an Zöliakie, 
welche sich auf ihr Essverhalten auswirke. Auch gehe es ihr psychisch nicht gut, 
da sie gerne arbeiten würde und dies nicht mehr könne. In psychiatrischer Be-
handlung sei sie aber nicht (IV-act. 24-2/8).

3.11  Bei der Konsultation vom 8. März 2021 notierte Dr.med. I.________, dass 
ein insgesamt weiterhin unerfreulicher Verlauf vorliege. Die Versicherte berichte 
über eine deutliche Zunahme der Beschwerden. Mit Blick auf die Gesamtsituati-
on hätten sich die Optionen nicht relevant verändert, d.h. er tendiere zu einer ar-
throskopischen Revision mit Fadenentfernung, Arthrolyse und gegebenenfalls 
Kapsulotomie. Die Versicherte sei davon nicht begeistert und setze weiter auf 
den Spontanverlauf. Mit Blick auf die Verschlechterung bleibe jedoch nur die An-
passung der Arbeitsunfähigkeit für nochmals 100% (für 2 Monate, Bf-act. 1, S. 4 
oben).

3.12  In einer weiteren Stellungnahme vom 18. März 2021 hielt der RAD-Arzt 
Dr.med. M.________ daran fest, dass eine leichte angepasste körperliche Tätig-
keit der Versicherten zumutbar sei, auch wenn sie ausser ihrer angestammten 
Tätigkeit in der Reinigung in einem Krankenhaus keine andere Tätigkeit antreten 
möchte. Im Übrigen habe die Versicherte einer empfohlenen operativen Behand-
lung nicht zugestimmt. Ferner sei ein ärztlicher Bericht, welcher eine weitere Ver-
schlechterung gegenüber dem Zustand im Oktober 2020 belege, nicht einge-
reicht worden (IV-act. 26). 

4.1.1  In der angefochtenen Verfügung hat die Vorinstanz als Ausgangspunkt 
darauf abgestellt, dass die Versicherte spätestens ab 1. November 2020 in einer 
angepassten, leichten körperlichen Arbeit, ohne Arbeiten über Kopf, ohne repeti-
tives Heben und Tragen bis maximal 5 kg mit der rechten Hand (bis Brusthöhe) 

12

grundsätzlich zu 100% arbeitsfähig zu qualifizieren sei (IV-act. 29-1/5, drittletzter 
Absatz). 

4.1.2  Diese vorinstanzliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für Arbeiten, wel-
chen den Schulterbeschwerden angepasst sind, gibt entgegen der Vorbringen 
der Beschwerdeführerin vor Gericht an sich keinen Anlass zur Beanstandung. 
Soweit in der Beschwerde (S. 5, Ziff. 20 und 22) sinngemäss eingewendet wird, 
dass die Versicherte von ihrem 60%-Pensum lediglich die Hälfte habe bewältigen 
können bzw. eine Erhöhung aufgrund der Schmerzzunahme gescheitert sei, ist 
dieser Argumentation entgegenzuhalten, dass es sich bei den betreffenden Rei-
nigungsarbeiten in einem Spital (siehe IV-act. 14-2/4 oben i.V.m. IV-act. 12-3/15) 
nicht um Tätigkeiten handelt, welche auf die Schulterbeschwerden hinreichend 
Rücksicht nehmen und deswegen nicht als leidensangepasst gelten können.

Auch kann die Beschwerdeführerin daraus, dass die Taggeldversicherung noch 
nach dem Oktober 2020 "im Rahmen einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit" Taggeld-
leistungen entrichtete, hier nichts zu ihren Gunsten ableiten, weil diese Versiche-
rung bei der Leistungsfestsetzung auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
(Reinigungs-)Tätigkeit abstellte, wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung (S. 3 
oben) zutreffend hervorgehoben hat. Analoges gilt auch für die eingereichten 
Arztzeugnisse, welche keine substantiierten Aussagen zur Arbeitsfähigkeit in 
schulteradaptierten Tätigkeiten enthalten.

Ins Gewicht fällt aber insbesondere, dass die Vorinstanz in der angefochtenen 
Verfügung nicht nur auf die Einschätzung des erwähnten RAD-Facharztes ab-
stellte, sondern eine weitere fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
durch einen orthopädischen Chirurgen vorliegt, welcher - völlig unabhängig vom 
erwähnten RAD-Arzt - für adaptierte Arbeiten (Vermeidung von Bewegungen 
oberhalb der Horizontalen und Einhaltung einer Gewichtslimite von 5 kg) eine 
Arbeitsfähigkeit von 100% veranschlagte (vgl. KV-act. 2-18/34). Zu dieser 
fachärztlichen Einschätzung nimmt die beanwaltete Beschwerdeführerin vor Ge-
richt auch nicht ansatzweise Stellung. 

In diesem Zusammenhang ist der Argumentation der Beschwerdeführerin in ihrer 
Eingabe vom 15. Oktober 2021, wonach Krankentaggeldversicherungen in der 
Regel bei längerer Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (zumeist 
nach 6 Monaten) auch die Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
berücksichtigen würden (vgl. zit. Eingabe, Ziff. 13. S. 4 unten), entgegenzuhalten, 
dass dies im konkreten Fall nicht zutrifft, da der beratende Arzt der betreffenden 
Krankentaggeldversicherung am 25. Mai 2020 und mithin rund 9 Monate nach 
der Schulter-OP vom 27. August 2019 für leidensangepasste Tätigkeiten eine 

13

Arbeitsfähigkeit von 100% veranschlagte (siehe vorstehend), indes die Taggeld-
leistungen weiter ausgerichtet wurden (vgl. KV-act. 2-2/34).

4.1.3 Nach dem Gesagten wäre es im Lichte der Aktenlage an sich vertretbar 
gewesen, für leidensangepasste Tätigkeiten eine massgebende (zumutbare) Ar-
beitsfähigkeit von 100% anzunehmen.

4.2 Indessen hat die Vorinstanz faktisch in der angefochtenen Verfügung für 
den erwerblichen Teil eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50% berücksichtigt (vgl. 
IV-act. 29-1/5 unten und IV-act. 29-2/5 oben) und dies entsprechend im Einkom-
mensvergleich (mit einer Einschränkung von 50%, vgl. IV-act. 29-2/5 oben) um-
gesetzt. Dass diesbezüglich noch eine zusätzlich fachärztliche Arbeitsfähigkeits-
beurteilung nötig wäre, lässt sich hier nicht vertreten. Im Rahmen einer zulässi-
gen antizipierten Beweiswürdigung ist nicht damit zu rechnen, dass für leidens-
angepasste, körperlich leichte Tätigkeiten ein noch geringerer Arbeitsfähigkeits-
grad resultieren würde. Dies gilt erst recht, als die Versicherte anlässlich der ak-
tenkundigen Haushaltabklärung vom 18. Februar 2021 (und mithin drei Monate 
vor Erlass der angefochtenen Verfügung) gegenüber der Abklärungsperson aus-
sagte, dass sie beim RAV angemeldet sei und "eine Arbeit für rund 50%" suche 
(IV-act. 24-4/8 Mitte). 

4.3 Abgesehen davon wäre auch noch zu berücksichtigen, dass nach der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung auch bei funktioneller Einarmigkeit oder bei 
Beschränkung der dominanten Hand als Zudienhand auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten angenommen 
werden (vgl. dazu u.a. Urteil des Bundesgerichts 9C_300/2019 vom 28.10.2019 
Erw. 5.3.3), weshalb solche Betätigungsmöglichkeiten erst recht für Versicherte 
gelten, wenn die Schulter nur unterhalb der Horizontalen einzusetzen ist (ohne 
Gewichtsbelastung über 5 kg). 

4.4 Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Einga-
be vom 15. Oktober 2021 nicht vorgebracht hat, dass sich ihre gesundheitliche 
Situation seit dem Erlass der angefochtenen Verfügung (17.5.2021) in relevan-
tem Masse verschlechtert habe (wobei der Vollständigkeit halber darauf hinzu-
weisen ist, dass eine solche Verschlechterung grundsätzlich im Rahmen einer 
neuen IV-Anmeldung zu prüfen wäre).

5. Was den Einkommensvergleich anbelangt, hat die Vorinstanz aufgrund des 
Konkurses der letzten Arbeitgeberin der Versicherten für die Herleitung des Vali-
den- und des Invalideneinkommens auf die statistischen Zahlen der Schweizeri-
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt. Nachdem die beanwaltete Be-

14

schwerdeführerin diesbezüglich vor Gericht nichts vorbringt, besteht kein Anlass, 
diese in der angefochtenen Verfügung berücksichtigten Einkommensgrössen in 
Frage zu stellen. Mit anderen Worten bleibt es dabei, dass der Teilinvaliditäts-
grad für den erwerblichen Teil (maximal) 30% beträgt. Dieser Teilinvaliditätsgrad 
wäre indes wesentlich tiefer anzusetzen, wenn und soweit als massgebender Ar-
beitsfähigkeitsgrad auf die vollzeitliche Zumutbarkeit von leidensangepassten 
Tätigkeiten oder wenigstens auf eine Arbeitsfähigkeit von über 50% hinsichtlich 
adaptierter Arbeiten abzustellen wäre (siehe oben, Erwägungen 4.1.1 bis 4.1.3), 
was wie erwähnt hier nicht abschliessend zu beurteilen ist.

6. Zu prüfen sind noch die Einschränkungen der Versicherten für den mit 40% 
veranschlagten Aufgabenbereich (Haushalt).

6.1 In der angefochtenen Verfügung berücksichtigte die Vorinstanz für den 
Aufgabenbereich eine Einschränkung von 8.75%, welche im Abklärungsbericht 
wie folgt hergeleitet wurde (die rechte Spalte beinhaltet die in der Beschwerde 
beantragte Einschätzung bzw. die gewünschten Korrekturen):

Aufgabenbereich Gewichtung von IV-Stelle anerkannte 
Einschränkung

in der Beschwerde geltend 
gemachte Einschränkung

Ernährung 35% 0% 50% bis 70% (gewichtet 24.5%)

Wohnungspflege 35% 25% (gewichtet 8.75%) 85% (gewichtet 29.75%)

Wäsche/Kleiderpflege 20% 0% 80% (gewichtet 16%)

Einkauf 10% 0% 50% (gewichtet 5%)

100% (Total gewichtet 8.75%) (Total gewichtet 75.25%)

Nachdem die Vorinstanz einzig hinsichtlich der mit 35% veranschlagten Woh-
nungspflege eine Einschränkung von 25% bzw. eine Behinderung von 8.75% (35 
x 0.25) anerkannte, ergab dies in der angefochtenen Verfügung bezogen auf den 
Haushaltanteil von 40% (8.75 x 0.40) einen Teilinvaliditätsgrad von 3.5%. 

6.2 Zum Beweiswert einer Haushaltabklärung sind analog zur Rechtsprechung 
zur Beweiskraft von Arztberichten verschiedene Faktoren zu berücksichtigen (Ur-
teil des eidg. Versicherungsgerichts I 741/01 vom 18.8.2003 Erw. 4.1). Hier ist 
ebenfalls wesentlich, dass als Berichterstatterin eine qualifizierte Person wirkt, 
welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Behinderungen − auch mit Blick auf eine allfällige erwerbliche Beschäftigung 
− hat. Ferner sind nebst der Aussage der betroffenen Person zur Haushaltsbe-
wältigung und Erwerbstätigkeit zusätzlich die Angaben von Familienangehörigen 
und anderen im gleichen Haushalt Lebenden zu berücksichtigen, wobei divergie-
rende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind (Urteil des eidg. 

15

Versicherungsgerichts I 741/01 vom 18.8.2003 Erw. 4.1). Schliesslich muss die 
Haushaltabklärung plausibel begründet und detailliert bezüglich der einzelnen 
Haushaltsverrichtungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle 
erhobenen Angaben stehen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, darf der 
Richter nur in das Ermessen der Abklärungsperson eingreifen, wenn klar fest-
stellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Ab-
klärungsresultate vorliegen (Urteil des eidg. Versicherungsgericht I 741/01 vom 
18.8.2003 Erw. 4.1). Nach konstanter Rechtsprechung ist den Aussagen der ver-
sicherten Person im Rahmen der Haushaltabklärung erhöhtes Gewicht beizu-
messen, da diese noch nicht von möglichen versicherungsrechtlichen Überle-
gungen geprägt sind (Hansjörg Seiler, Anforderungen an die Beweisführung zu 
Status und Invalidität in der IV-Haushaltabklärung, in René Schaffhauser/Franz 
Schlauri [Hrsg.]: Sozialversicherungsrechtstagung 2009, S. 18f.; BGE 117 V 194 
Erw. 3b S. 195). Analoges geht aus der Beweismaxime hervor, wonach die so-
genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 
und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst 
von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art be-
einflusst sein können. Wenn der Versicherte seine Darstellung im Laufe der Zeit 
wechselt, kommt den Angaben, die er unmittelbar gemacht hat, meistens grösse-
res Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versi-
cherers (BGE 121 V 45 Erw. 2a mit Hinweis auf BGE 115 V 143 Erw. 8c; RKUV 
1988 Nr. U 55 S. 363 Erw. 3b/aa mit Hinweisen; siehe auch VGE I 2013 154 vom 
9.4.2014 Erw. 1.8). 

6.3 Der IV-Abklärungsperson war bei der Erhebung des Haushaltsberichts be-
kannt, unter welchen Gesundheitsproblemen die Beschwerdeführerin leidet (vgl. 
IV-act. 24-2/8 oben). Bei der Abklärung waren abgesehen von der IV-Fachperson 
die Versicherte, ihr Ehemann sowie ihre erwachsene Tochter anwesend (IV-act. 
24-1/8). Die Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche im betreffenden Haus-
halt (35% Ernährung, 35% Wohnungspflege/Wäsche, 20% Kleiderpflege, 10% 
Einkauf und weitere Besorgungen) wird von der beanwalteten Beschwerdeführe-
rin vor Gericht nicht beanstandet, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erüb-
rigen.

6.4.1  Beim Aufgabenbereich "Ernährung" wurde anlässlich der Haushaltab-
klärung von der Tochter der Versicherten u.a. ausgeführt, dass ihrer Mutter "das 
Kochen kaum noch möglich sei", das Heben der Pfannen sei nicht mehr möglich, 
sie könne nur noch kurz umrühren; die Vorratsverwaltung sei möglich, indem sie 
aufschreibe, was zu besorgen sei [woraus faktisch abzuleiten ist, dass die Versi-
cherte mitbestimmt, welche Mahlzeiten zubereitet werden]; den Tisch könne sie 

16

decken und auch leichte, oberflächliche Reinigungsarbeiten selber tätigen; auch 
das Rüsten von Gemüse sei möglich; insgesamt ziehe sie sich aber eher zurück, 
wenn es ums Essen gehe, aufgrund ihrer Zöliakie; vor Eintritt der Schulterpro-
bleme habe sie immer für die ganze Familie gekocht, heute mache dies die 
Tochter (vgl. IV-act. 24-6/8). 

6.4.2  In der Beschwerde (Ziff. 29) wird geltend gemacht, "das eigentliche Ko-
chen geht praktisch gar nicht mehr". Diese Sachdarstellung vermag angesichts 
der medizinischen Beurteilungen, wonach leichte Tätigkeiten (mit Heben und 
Tragen von Lasten bis maximal 5 kg bis zur Brusthöhe, d.h. ohne Bewegungen 
über der Horizontalen bzw. über der Brusthöhe) grundsätzlich weiterhin möglich 
und zumutbar sind (vgl. vorstehend, Erw. 3.4, 3.6 und 3.9), nicht zu überzeugen. 
Soweit in der Beschwerde von einer Verlangsamung gesprochen wird, hat die 
Vorinstanz in der Vernehmlassung (S. 4) zutreffend folgende Rechtsprechung 
des Bundesgerichts entgegengehalten (vgl. Urteil 9C_352/2010 vom 30.8.2010 
Erw. 2.3.4): Im Allgemeinen unterscheidet sich die Haushaltarbeit von Erwerbs-
tätigkeiten strukturell dadurch, dass sich erstere etappenweise erledigen und frei 
einteilen lässt, und dass - allenfalls unter Inkaufnahme eines erhöhten Zeitauf-
wandes - schadenmindernde Vorkehren hinsichtlich der Art und Weise der Erle-
digung sowie der Haushaltorganisation und -ausstattung getroffen werden kön-
nen. Gesundheitliche Einschränkungen kommen dadurch vielfach weniger stark 
zum Tragen (siehe auch Urteil I 595/03 vom 30.7.2004 Erw. 3.2.1). Sodann ist für 
das Reinigen des Geschirrs ein Geschirrspülautomat vorhanden (IV-act. 24-5/8). 
Soweit es um anstrengendere Reinigungsarbeiten (Pfannen, Backbleche etc.) 
geht, ist - entgegen der Argumentation in der Beschwerde - eine Unterstützung 
durch (erwachsene) Familienmitglieder zu erwarten bzw. zumutbar. Soweit sich - 
gemäss den Angaben anlässlich der Haushaltabklärung - die Versicherte na-
mentlich wegen der aufgetretenen Zöliakie nunmehr weitgehend vom Kochen 
fernhält, ist darin grundsätzlich kein Grund für eine relevante Einschränkung 
beim Aufgabenbereich Ernährung zu erblicken. In diesem Sinne erweist sich die 
vorinstanzliche Einschätzung für diesen Aufgabenbereich grundsätzlich als ver-
tretbar.

6.4.3  Selbst wenn entgegen den vorstehenden Ausführungen, an welchen an 
sich weiterhin festzuhalten wäre, davon ausgegangen würde, dass die Einschät-
zung der Abklärungsperson bzw. der Vorinstanz zu restriktiv ausgefallen sei, so-
wie um allen Eventualitäten gerecht zu werden, liesse es sich zusammenfassend 
höchstens rechtfertigen, für diesen Aufgabenbereich - ungeachtet der Mitwir-
kungsobliegenheiten der im gleichen Haushalt lebenden Familienmitglieder - er-

17

messensweise eine Einschränkung von 10% zu veranschlagen, was gewichtet 
eine Behinderung von 3.5% (35 x 0.10) ergäbe.

6.5.1  Beim Aufgabenbereich "Wohnungspflege" führte die Versicherte gegenü-
ber der Abklärungsperson aus, früher habe sie sämtliche Reinigungsarbeiten für 
den 7-Personenhaushalt erledigt; mittlerweile sei fast nichts mehr möglich, aus-
ser oberflächliches Abstauben, Wegräumen der Spielsachen der Enkelkinder. 
Nachdem leichte Arbeiten wie Aufräumen noch machbar waren und eine aktive 
Mithilfe der Tochter sowie des Schwiegersohns als zumutbar erachtet wurde, an-
erkannte die Abklärungsperson für diesen Aufgabenbereich eine Einschränkung 
von 25%. 

6.5.2  Diese vorinstanzliche Einschätzung erweist sich nach den konkreten Um-
ständen an sich als vertretbar. Und selbst wenn dies nicht zuträfe, liesse es sich 
in diesem Kontext und um allen Eventualitäten gerecht zu werden höchstens 
rechtfertigen, hier ermessensweise eine Einschränkung von 40% (statt 25%) zu 
veranschlagen, was gewichtet eine Behinderung von 14% (35 x 0.40) ergäbe.

6.6.1  Beim Aufgabenbereich "Wäsche/ Kleiderpflege" führte die Versicherte aus, 
sie könne die Wäsche selber falten; als sie noch gesund gewesen sei, habe sie 
die Wäsche meistens gebügelt. Das Sortieren der Wäsche mache sie weiterhin 
selbständig, jedoch etwas langsamer als zuvor. Das Transportieren der Wäsche 
sowie das Aufhängen von Einzelstücken übernehme ein Familienmitglied; zuvor 
habe sie die Wäsche und Kleiderpflege für die ganze Familie erledigt.
Diese Mitwirkung der Familienmitglieder ordnete die Abklärungsperson der 
Schadenminderungspflicht zu (IV-act. 24-7/8).  

6.6.2  Auch diese vorinstanzliche Beurteilung erweist sich nach den konkreten 
Umständen grundsätzlich als vertretbar. Und selbst wenn diese nicht zuträfe, 
liesse sich in diesem Zusammenhang sowie um allen Eventualitäten gerecht zu 
werden höchstens eine Einschränkung von 20% rechtfertigen, was gewichtet hier 
eine Behinderung von 4% (20 x 0.20) ergäbe.

6.7.1 Beim Aufgabenbereich "Einkauf/ weitere Besorgungen" führte die Versi-
cherte aus, früher habe das Ehepaar die Einkäufe gemeinsam erledigt; der Ehe-
mann sei jeweils der Chauffeur gewesen und sie habe die Taschen getragen, 
weil dies dem Ehemann aufgrund gesundheitlicher Probleme (Nacken) nicht 
mehr möglich gewesen sei. Nun erledige die Tochter sämtliche Einkäufe. 

6.7.2  Auch diese Mitwirkung der Familienmitglieder ordnete die Abklärungsper-
son der hier anzurechnenden Mithilfe der Familienmitgliedern zu, was hier keinen 

18

Anlass zur Beanstandung gibt. Dies gilt erst recht, als der Versicherten in Anbe-
tracht der dargelegten Schulterprobleme das Erledigen von kleinen Besorgungen 
(wie z.B. Einkauf von fehlenden Zutaten, welche gewichtsmässig nicht ins Ge-
wicht fallen) ohne weiteres zumutbar erscheint. Soweit dies die Tochter oder an-
dere Familienmitglieder dieses Haushalts der bald __-jährigen Versicherten ab-
nehmen, kann diesbezüglich die Beschwerdeführerin hier keine relevante Ein-
schränkung herleiten.

6.8 Aus all diesen Gründen resultiert im Aufgabenbereich Haushalt gesamthaft 
eine Einschränkung von maximal 21.5 % (3.5% gemäss Erw. 6.4.3; 14% gemäss 
Erw. 6.5.2; 4% gemäss Erw. 6.6.2), was umgerechnet auf den massgebenden 
Haushaltanteil einen Teilinvaliditätsgrad von 8.6% (21.5 x 0.40) ergibt. Eine 
höhere Einschränkung lässt sich im Übrigen auch nicht aus den Ausführungen in 
der Eingabe vom 15. Oktober 2021 (S. 5) herleiten. Soweit sich die Beschwerde-
führerin auf die Verlangsamung und den dadurch bewirkten zeitlichen Mehrauf-
wand beruft, wurde dazu bereits in Erwägung 6.4.2 die diesbezügliche Recht-
sprechung des Bundesgerichts erläutert. Es kann darauf verwiesen werden.

7. Zählt man die beiden Teilinvaliditätsgrade zusammen, resultiert ein mass-
gebender IV-Grad von 38.6% (30 + 8.6). Damit hat die Vorinstanz der Beschwer-
deführerin zu Recht keine IV-Rente zugesprochen.

8.1 Im Subeventualantrag Ziffer 3 beantragt die Beschwerdeführerin, ihr seien 
berufliche Massnahmen zu gewähren. Welche konkrete berufliche Massnahmen 
ihr zuzusprechen sei, hat die beanwaltete Versicherte vor Gericht nicht dargelegt 
(auch nicht in der Eingabe vom 15.10.2021). 

8.2.1  Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität bedroh-
te Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (a.) diese not-
wendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Auf-
gabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; 
und (b.) die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen 
erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig 
von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Fest-
legung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Er-
werbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis IVG). Als berufliche Eingliede-
rungsmassnahmen sieht das Gesetz insbesondere die Berufsberatung (Art. 15 
IVG), die Umschulung (Art. 17 IVG), die Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG), den Ar-
beitsversuch (Art. 18a IVG) und verschiedene finanzielle Anreizmassnahmen 
(Art. 18b – 18d IVG) sowie Integrationsmassnahmen (Art. 14a IVG) vor. 

19

8.2.2  Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen setzen einen Eingliederungswil-
len bzw. eine subjektive Eingliederungsfähigkeit voraus. Fehlt es daran, so ent-
fällt der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, ohne dass zunächst ein 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt werden müsste (vgl. Urteile 
8C_569/2015 vom 17.2.2016 Erw. 5.1; 8C_726/2015 vom 19.1.2016 Erw. 3.3 
und 9C_559/2012 vom 27.11.2012 Erw. 5). 

8.3 Nachdem die Beschwerdeführerin in der Hauptargumentation vor Gericht 
geltend macht, seit dem 9. März 2021 zu 100% arbeitsunfähig zu sein (vgl. Ziff. 
23 der Beschwerde), ist nicht ersichtlich, inwiefern die Versicherte für eine kon-
krete Eingliederungsmassnahme (welche?) motiviert wäre. Dass sich an der Ein-
stellung der Versicherten (nicht arbeitsfähig zu sein) bis zum massgebenden 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses (BGE 132 V 215 Erw. 3.1.1) etwas geändert 
hätte, wird von der beanwalteten Beschwerdeführerin vor Gericht nicht vorge-
bracht (auch nicht in der Eingabe vom 15.10.2021). Deshalb ist es zusammen-
fassend nicht zu beanstanden, dass in der angefochtenen Verfügung keine Ein-
gliederungsmassnahme zugesprochen wurde. Sollte die Versicherte ihre Haltung 
ändern und an einer konkreten Eingliederungsmassnahme teilnehmen wollen, 
kann sie sich bei der IV-Stelle melden. Die IV-Stelle wird dannzumal darüber neu 
zu verfügen haben.

9. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, wes-
halb sie abgewiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfah-
renskosten der Beschwerdeführerin auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt 
ausser Betracht.

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwer-
deführerin auferlegt. Sie hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe be-
zahlt, so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R, inkl. Eingabe der Bf vom 15.10.2021)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A).

Schwyz, 19. Oktober 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. November 2021