# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c157f79-8c1c-596d-a84c-445f2de06dd7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.12.2018 100 2018 178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-178_2018-12-03.pdf

## Full Text

100.2018.178U
MUT/MAM/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer   

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichterteilung einer Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 18. Mai 
2018; 2017.POM.872)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.12.2018, Nr. 100.2018.178U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ... 1981), Staatsangehöriger von Guinea, reiste am 
12. Juli 1999 erstmals in die Schweiz ein und ersuchte erfolglos um Asyl. 
Im Januar 2000 wurde er in sein Heimatland ausgeschafft, wobei er kurze 
Zeit später wieder einreiste. Am 7. Oktober 2001 stellte A.________ ein 
zweites Asylgesuch, auf welches das damalige Bundesamt für Flüchtlinge 
(BFF; heute Staatssekretariat für Migration [SEM]) am 11. Dezember 2001 
wiederum nicht eintrat. Das dagegen erhobene Rechtsmittel blieb erfolglos. 
Am 17. März 2003 heiratete A.________ die Schweizer Bürgerin 
B.________ (Ledigname: …; geb. ... 1984). Gestützt auf diese Ehe erhielt 
er eine Aufenthaltsbewilligung. Das Ehepaar hat den gemeinsamen Sohn 
C.________ (geb. ... 2003), welcher über die schweizerische Staats-
bürgerschaft verfügt. Nach Aufhebung des ehelichen Haushalts per 1. Ok-
tober 2006 wurde die Ehe am 13. September 2011 rechtskräftig ge-
schieden. Die Aufenthaltsbewilligung von A.________ wurde trotz 
Auflösung des ehelichen Haushalts bzw. der Scheidung jährlich verlängert, 
letztmals bis am 16. März 2012. Im Februar 2012 kehrte A.________ in 
sein Heimatland zurück. Im Frühjahr 2016 reiste er wieder in die Schweiz 
ein und ersuchte am 25. Juli 2016 um Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung bzw. «Wiederzulassung». Mit Verfügung vom 
24. November 2017 verweigerte das Amt für Migration und Personenstand 
(MIP), Migrationsdienst (MIDI), A.________ die Erteilung der 
Aufenthaltsbewilligung bzw. Wiederzulassung und wies ihn unter 
Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 19. Dezember 2017 Be-
schwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). 
Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 18. Mai 2018 ab und setzte 
A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 30. Juni 2018 an. 

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C.

Hiergegen hat A.________ am 21. Juni 2018 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzu-
heben und ihm sei die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Eventualiter sei 
die Beschwerdesache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. Zudem hat er um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 10. Juli 2018 die Beschwer-
deabweisung. Hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
enthält sie sich eines Antrags.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der  Beschwerdeführer  hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

Im Streit liegen die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung und die Weg-
weisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. – Aufgrund der Akten ist 
von folgendem Sachverhalt auszugehen:

2.1 Gestützt auf die Heirat mit der Schweizer Bürgerin B.________ 
erhielt der Beschwerdeführer am 17. März 2003 eine 
Aufenthaltsbewilligung (Akten MIDI pag. 338). Das Ehepaar, das den 
gemeinsamen Sohn C.________ (geb. ... 2003) hat, trennte sich per 
1. Oktober 2006 (Akten MIDI pag. 211). Im September 2007 wurde 
C.________ zusammen mit seiner Halbschwester D.________ (geb. ... 
2006), einer ausserehelichen Tochter von B.________, im Kinderheim … in 
… fremdplatziert. Per 8. Januar 2008 wurde dem Beschwerdeführer und 
B.________ die Obhut über ihren Sohn entzogen; das 
Obhutsbestimmungsrecht wurde der damals zuständigen 
Vormundschaftsbehörde E.________ übertragen (Akten MIDI pag. 211, 
348). Am 13. September 2011 erfolgte die Scheidung (Rechtskraftdatum; 
Akten MIDI pag. 296), wobei C.________ unter der gemeinsamen Sorge 
beider Elternteile belassen wurde. Das Obhutsbestimmungsrecht stand 
indes weiter der Vormundschaftsbehörde E.________ zu (Urteilsberichti-
gung des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 9.11.2011; Akten MIDI 
pag. 367 ff.). Das MIP verlängerte dem Beschwerdeführer die Aufenthalts-
bewilligung aufgrund der Beziehung zu seinem Sohn auch über die Tren-
nung und Scheidung hinaus, letztmals bis am 16. März 2012 (zur Be-
ziehung zu seinem Sohn vgl. hinten E. 4.4). Allerdings verwarnte es den 
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. Juli 2009 aufgrund seiner Sozial-
hilfeabhängigkeit, Verschuldung und Straffälligkeit (Akten MIDI pag. 260 ff.; 
vgl. dazu auch hinten E. 2.3).

2.2 Im Februar 2012 reiste der Beschwerdeführer in sein Heimatland, 
da laut eigenen Angaben seine Mutter schwer erkrankt war. Seine Mutter 
sei am 20. Februar 2012 verstorben. In der Folge habe er an gesundheit-
lichen Problemen gelitten, insbesondere an einer langwierigen Depression 
(Akten MIDI pag. 324). Erstellt ist, dass sich der Beschwerdeführer wegen 
psychischer Probleme behandeln liess (Akten MIDI pag. 306 ff.). Seine Auf-
enthaltsbewilligung lief am 16. März 2012 ab. Am 16. Oktober 2012 stellte 

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er bei der Schweizer Botschaft in Dakar/Senegal ein Gesuch um Erteilung 
eines Visums für den langfristigen Aufenthalt (Akten MIDI pag. 299 ff.). 
Diesem Gesuch wurde nicht entsprochen. Hinweise dafür, dass der Be-
schwerdeführer – wie behauptet – sein Heimatland mit dem Ziel der 
Wiedereinreise in die Schweiz bereits Ende 2013 verlassen hat (Beschwer-
de S. 5), finden sich in den Akten keine. Im Frühjahr 2016 reiste er wieder 
in die Schweiz ein. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2016 gab er an, 
«legal» mit dem Flugzeug eingereist zu sein (Akten MIDI pag. 359). Von 
einer mehrjährigen, traumatisierenden Reise war damals nicht die Rede. 
Nach eigenen Angaben lebt er seit September 2016 mit seiner neuen 
Lebenspartnerin zusammen, welche für seinen Lebensunterhalt aufkommt 
(Akten MIDI pag. 359; Beschwerde S. 11). 

2.3 Zur wirtschaftlichen Situation und zu seinem strafrechtlichen Leu-
mund ist Folgendes aktenkundig: 

2.3.1 Die Einwohnergemeinde (EG) E.________ unterstützte den 
Beschwerdeführer während seines früheren Aufenthalts mit wirtschaftlicher 
Sozialhilfe. Er bezog in der Zeit von April 2003 bis September 2011 
Sozialhilfeleistungen in der Höhe von Fr. 183ʹ741.20 (Schreiben der 
Sozialberatung E.________ vom 23.2.2018; Akten POM pag. 30). Zu 
seiner damaligen beruflichen Tätigkeit ist aktenkundig, dass er bis im Jahr 
2009 zu einem niedrigen Teilpensum als Reinigungskraft arbeitete 
(Schreiben der Sozialberatung E.________ vom 2.9.2010; Akten MIDI 
pag. 275). Im Jahr 2011 betrug das monatliche Einkommen des 
Beschwerdeführers zwischen Fr. 900.-- und Fr. 1ʹ200.-- (Vereinbarung über 
die Scheidungsfolgen vom 7.2.2011; Akten MIDI pag. 374 ff., 376). Im 
Betreibungsregister ist er am 31. Januar 2018 mit acht nicht getilgten 
Verlustscheinen im Gesamtbetrag von Fr. 11ʹ182.90 verzeichnet (Akten 
POM [act. 3A1]). Er ist vermögenslos und kann aufgrund seines 
ausländerrechtlichen Status keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. 

2.3.2 In der Zeit, in welcher er in der Schweiz weilte, ist er strafrechtlich 
wie folgt in Erscheinung getreten (Akten MIDI pag. 228 f., 382 ff.):

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– Urteil des Bezirksamts Aarau vom 18. Februar 2000 wegen rechts-
widriger Einreise, 10 Tage Gefängnis, bedingt vollziehbar bei einer 
Probezeit von zwei Jahren;

– Urteil des Kreisgerichts VIII Bern-Laupen vom 10. Oktober 2002 wegen 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, 15 Tage Gefäng-
nis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren, zudem Ver-
längerung der Probezeit gemäss Urteil vom 18. Februar 2000 um ein 
weiteres Jahr;

– Urteil des Kreisgerichts VIII Bern-Laupen vom 10. April 2008 wegen 
mehrfacher, mengenmässig qualifizierter Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, Freiheitsstrafe von 14 Monaten, bedingt voll-
ziehbar bei einer Probezeit von 3 Jahren;

– Urteil des Kreisgerichts VIII Bern-Laupen vom 6. Juli 2010 wegen Be-
schimpfung, Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je Fr. 30.--;

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 6. Januar 2017 
wegen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, Geldstrafe von 40 
Tagessätzen zu je Fr. 30.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 
2 Jahren und Verbindungsbusse von Fr. 300.--.

3.

Der Beschwerdeführer macht zunächst einen Aufenthaltsanspruch gestützt 
auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) geltend. Der 
sog. nacheheliche Härtefall setzt voraus, dass wichtige persönliche Gründe 
nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG den weiteren Aufenthalt in der Schweiz er-
forderlich machen. Der Fortbestand der elterlichen Beziehung zum hier ge-
festigt anwesenheitsberechtigten Kind kann einen wichtigen Grund zum 
Verbleib im Land bilden (BGE 143 I 21 E. 4.1, 140 II 289 E. 3.4.1, 
138 II 229 E. 3.1). Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG kommt hier – wie bereits die 
POM zutreffend festgehalten hat (angefochtener Entscheid E. 3) – aller-
dings nicht zum Tragen: Systematisch steht Art. 50 AuG im Zusammen-
hang mit Art. 42 und Art. 43 AuG (BGE 136 II 113 E. 3.3.2). Diese beiden 
Bestimmungen statuieren eine abgeleitete Anwesenheitsberechtigung, die 

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das Ziel verfolgt, das familiäre Zusammenleben in der Schweiz zu ermög-
lichen (BGE 140 II 129 E. 3.4). Art. 50 AuG ist auf Situationen zuge-
schnitten, in denen die ausländische Person über eine abgeleitete Aufent-
haltsbewilligung verfügt, welche sie bei Auflösung der Ehegemeinsacht zu 
verlieren droht. Diese Frage stellt sich hier nicht, ist doch nicht das 
Scheitern der Ehe- bzw. Familiengemeinschaft ursächlich für den Verlust 
des Aufenthaltsrechts. Vielmehr ist die Bewilligung des Beschwerdeführers 
mit Ablauf der Gültigkeitsdauer (Art. 61 Abs. 1 Bst. c AuG) bzw. – soweit 
fristgerecht um deren Verlängerung ersucht wurde – aufgrund der Landes-
abwesenheit im Anschluss an die freiwillige Ausreise im Jahr 2012 er-
loschen (Art. 61 Abs. 2 Satz 1 AuG).

4.

Zu prüfen ist schliesslich, inwiefern der Beschwerdeführer mit Blick auf sein 
Verhältnis zu seinem hier lebenden minderjährigen Sohn aus Art. 8 der Eu-
ropäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) einen Anspruch 
auf (Neu-)Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ableiten kann.

4.1 Art. 8 EMRK verschafft praxisgemäss keinen Anspruch auf Einreise 
und Aufenthalt oder auf einen Aufenthaltstitel. Er hindert Konventions-
staaten nicht daran, die Anwesenheit auf ihrem Staatsgebiet zu regeln und 
den Aufenthalt ausländischer Personen unter Beachtung überwiegender 
Interessen des Familien- und Privatlebens gegebenenfalls auch wieder zu 
beenden. Dennoch kann das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerte Recht auf 
Achtung des Privat- und Familienlebens berührt sein, wenn einer ausländi-
schen Person das Zusammenleben mit in der Schweiz aufenthaltsbe-
rechtigten Familienangehörigen verunmöglicht wird (BGE 144 II 1 E. 6.1, 
144 I 91 E. 4.2, 143 I 21 E. 5.1). Über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht 
verfügt gemäss langjähriger bundesgerichtlicher Praxis, wer das Schweizer 
Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt oder über eine 
Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechts-
anspruch beruht (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1, 135 I 143 E. 1.3.1; BVR 2015 
S. 309 E. 5.1 und 5.2 S. 316, 2012 S. 145 E. 3.4.2).

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4.2 Der nicht hauptsächlich betreuungsberechtigte ausländische Eltern-
teil kann die familiäre Beziehung zu seinem Kind aus zivilrechtlichen Grün-
den nur in beschränktem Rahmen leben, nämlich durch die Ausübung des 
ihm eingeräumten Rechts auf angemessenen persönlichen Verkehr. Hierfür 
ist nicht unbedingt erforderlich, dass der ausländische Elternteil dauerhaft 
im selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht ver-
fügt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 
Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV) ist es grundsätzlich ausreichend, 
wenn der Kontakt zum Kind im Rahmen von Kurzaufenthalten, Ferienbe-
suchen oder über die modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her 
wahrgenommen werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des Be-
suchsrechts entsprechend auszupassen sind (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.1, 
143 I 21 E. 5.3 mit Hinweisen). Voraussetzung für den Bewilligungserhalt 
mit der Folge, dass das Recht auf persönlichen Umgang in der Schweiz ge-
lebt werden kann, ist eine in affektiver Hinsicht zumindest normale und in 
wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Eltern-Kind-Beziehung, wobei 
diese Beziehung wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Staat, 
in welchen die ausländische Person auszureisen hätte, praktisch nicht 
mehr aufrechterhalten werden könnte. Bei ausländischen Personen, wel-
che sich ohne gültigen Aufenthaltstitel in der Schweiz aufhalten, wird das 
Bestehen einer besonders qualifizierten Beziehung zum hier lebenden Kind 
verlangt. Die ausreisepflichtige Person muss sich zudem in der Schweiz 
bisher weitgehend «tadellos» verhalten haben (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.2, 
143 I 21 E. 5.2, 139 I 315 E. 2.5; VGE 2018/19 vom 14.8.2018 E. 5.4.1 
[noch nicht rechtskräftig]). Diese Kriterien sind in einer Gesamtbetrachtung 
zu würdigen. Dabei ist dem Wohl des Kindes und dessen grundlegendem 
Bedürfnis Rechnung zu tragen, in möglichst engem Kontakt zu beiden 
Elternteilen aufwachsen zu können (BGE 144 I 91 E. 5.2). Aus der Kinder-
rechtskonvention ergeben sich allerdings keine über Art. 8 EMRK hinaus-
gehenden Ansprüche (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.2 mit Hinweisen). 

4.3 Zwar steht der heute 15-jährige C.________ unter der 
gemeinsamen elterlichen Sorge; mit Verfügung vom 8. Januar 2008 ist den 
Eltern die Obhut aber entzogen und das Obhutsbestimmungsrecht auf die 
für C.________ zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
übertragen worden (vgl. vorne E. 2.1). Unter diesen Umständen kann die 

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familiäre Beziehung zwischen dem ausreisepflichtigen Elternteil und 
seinem Kind unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK grundsätzlich auch 
vom Ausland her gepflegt werden. Massgeblich für das ausländerrechtliche 
Bewilligungsverfahren bleibt der Umfang des persönlichen Kontakts, also 
die tatsächlich gelebte Beziehung in affektiver (vgl. E. 4.4 hiernach) und 
wirtschaftlicher Hinsicht (E. 4.5 hiernach) und nicht allein die formelle 
Tragweite der Zuteilung bzw. der Abmachungen der Eltern (BGE 143 I 21 
E. 5.5.4 mit Hinweisen; BGer 2C_1050/2016 vom 10.3.2017 E. 6.2; 
VGE 2018/19 vom 14.8.2018 E. 5.4.1 [noch nicht rechtskräftig]). 

4.4 Zur Vater-Sohn-Beziehung ergibt sich in affektiver Hinsicht Folgen-
des:

4.4.1 Nach der Fremdplatzierung wurde dem Beschwerdeführer erlaubt, 
seinen Sohn an einem Nachmittag pro Woche in … zu besuchen und jedes 
zweite Wochenende zu sich auf Besuch zu nehmen. Ihm stand ferner ein 
Ferienrecht von zwei Mal einer Woche pro Jahr zu (Bericht des Kinder- und 
Jugendpsychiatrischen Diensts vom 26.11.2007; Akten MIDI pag. 236 ff.). 
Laut dem Bericht der (damaligen) Amtsvormundschaft vom 22. Dezember 
2008 nahm der Beschwerdeführer die ihm gewährten Besuchs- und 
Ferienrechte wahr. Seine zuverlässige Art und der gute Kontakt zu 
C.________ wurden von allen Seiten begrüsst und geschätzt. Der 
Beschwerdeführer sei für C.________ eine «wichtige Ansprechperson» 
(Akten MIDI pag. 221). Auch im Bericht der Heimleitung des Kinderheims 
… vom 6. März 2009 wurde hervorgehoben, dass die Vater-Sohn-
Beziehung stark und innig sei. Der Beschwerdeführer stelle neben der 
Grossmutter die «wichtigste Person in seinem Leben» dar. Er sei 
zuverlässig und pflichtbewusst und erfülle seine Vateraufgaben mit viel 
Liebe und Klarheit, weshalb er seinem Sohn Sicherheit und Halt gebe. 
Müsste der Beschwerdeführer die Schweiz verlassen, wäre das für 
C.________ «verheerend», zumal er eine «unersetzliche Stütze» verlieren 
würde (Akten MIDI pag. 233 f.).

4.4.2 In der Zeit von März bis Juni 2010 blieb der Beschwerdeführer un-
auffindbar; er war weder telefonisch erreichbar noch reagierte er auf schrift-
liche Einladungen. Nach Angaben des Beschwerdeführers habe er seine 
kranke Tante in Lyon besucht. Für C.________ war es «eine schwere 

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Zeit». Ab Juli 2010 war der Beschwerdeführer wieder präsent (Bericht der 
Amtsvormundschaft vom 15.11.2010; Akten MIDI pag. 288 f.).

4.4.3 Seit dem 7. August 2010 leben C.________ und seine 
Halbschwester in der sozialpädagogischen Grossfamilie … in …. Die Um-
platzierung in eine Institution mit familienähnlichen Strukturen erfolgte, weil 
nicht absehbar war, ob ein Elternteil die volle Verantwortung für die Kinder 
würde übernehmen können. Auch in der neuen Institution besuchte der 
Beschwerdeführer seinen Sohn zunächst regelmässig (Bericht der Amts-
vormundschaft vom 15.11.2010; Akten MIDI pag. 288 f.). Dies änderte sich 
jedoch nach der Scheidung im Jahr 2011; es fanden nur noch «wenige 
Kontakte» statt (Beistandschaftsbericht für die Zeit vom 1.5.2015-
30.4.2017; Akten POM pag. 39). Seit Februar 2012 (Rückkehr nach 
Guinea) pflegte der Beschwerdeführer den Kontakt zu seinem Sohn un-
regelmässig mit Telefonaten und Videotelefonaten (Beistandschaftsbericht 
vom 1.5.2014; Akten POM pag. 50). 

4.4.4 Zu einem erneuten persönlichen Treffen kam es erst im April 2016. 
Die Beiständin von C.________ führte im Beistandschaftsbericht für die 
Zeit vom 1. Mai 2015 bis 30. April 2017 hierzu aus, dass der 
Beschwerdeführer im April 2016 ohne vorherige Ankündigung vor der 
Institution gestanden sei. C.________ sei unsicher gewesen, ob es sich bei 
diesem Mann um seinen Vater handeln würde. Er habe seinen Vater 
während etwa vier Jahren nicht mehr gesehen. Der Vater habe lediglich ab 
und zu aus Guinea angerufen. Die Beziehung zwischen C.________ und 
seinem Vater sei unverbindlich; die Bindung könne als unsicher und 
distanziert bezeichnet werden (Akten POM pag. 36-42, 39). Laut dem 
Beistandschaftsbericht sollten weitere Kontakte aufgrund der nicht 
geregelten Aufenthaltssituation des Beschwerdeführers nur innerhalb der 
Institution stattfinden. Zu weiteren Besuchen kam es bis Ende April 2017 
nicht mehr (Akten POM pag. 39). Wie der Beschwerdeführer selbst 
ausführt, finden auch derzeit keine persönlichen Treffen statt, zumal ihm 
die Beiständin vorgeschlagen habe, den Kontakt bis auf weiteres auf 
Telefongespräche zu beschränken (Beschwerde S. 6).

4.4.5 Der Beschwerdeführer behauptet, dass er auch in den Jahren 2012-
2016 «in regelmässigem Kontakt» mit dem Sohn gestanden sei und ihn 

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«laufend über die Geschehnisse orientiert» habe. Ferner habe die Be-
ziehung zu seinem Sohn ihn dazu bewogen, Ende 2013 eine beschwer-
liche, über Jahre dauernde Wiedereinreise in die Schweiz auf sich zu 
nehmen. C.________ habe ihn – nachdem er ihn über vier Jahre nicht 
mehr gesehen habe – sofort wiedererkannt und ihn in seine Arme 
geschlossen (Beschwerde S. 5 f.). – Diese unbelegten Behauptungen 
finden in den Akten keine Stütze. Zwar nahm der Beschwerdeführer 
zunächst die ihm zustehenden Besuchs- und Ferienrechte wahr, weshalb 
die Beziehung zu seinem Sohn eng war und er eine wichtige Bezugsperson 
darstellte (vgl. vorne E. 4.4.1). Die Vater-Sohn-Beziehung begann nach der 
Scheidung indes zu leiden und erlitt mit der Rückkehr des 
Beschwerdeführers nach Guinea im Frühjahr 2012 einen Bruch. 
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer den Kontakt zu seinem Sohn 
in der Zeit von Februar 2012 bis März 2016 ausschliesslich mit Telefonaten 
und Videotelefonaten pflegte und es erst im April 2016 wieder zu einem 
persönlichen Treffen gekommen ist (vgl. vorne E. 4.4.3-4.4.4). Wie die 
Beiständin schildert, habe C.________ seinen Vater kaum mehr erkannt 
(vgl. vorne E. 4.4.4). Weshalb diese Schilderungen nicht zutreffend sein 
sollen, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. 
Nach wie vor hält er den Kontakt zu seinem Sohn lediglich mit Telefonaten 
aufrecht. Der Beschwerdeführer führt zwar aus, dass es auf Anraten der 
Beiständin zu keinen weiteren Treffen gekommen sei. Dies ist dem 
aktenkundigen Beistandschaftsbericht aber nicht zu entnehmen (vgl. vorne 
E. 4.4.4). Wie es sich damit verhält, kann letztlich dahingestellt bleiben. Bei 
dieser Ausgangslage kann von einer besonders engen Beziehung zum hier 
lebenden Sohn im Sinn der angeführten Rechtsprechung keine Rede sein 
(vgl. vorne E. 4.2). Nicht ersichtlich ist, was der Beschwerdeführer unter 
den gegebenen Umständen aus der unbelegten Behauptung, wonach er 
bereits Ende 2013 seine Wiedereinreise in die Schweiz angetreten habe, 
zu seinen Gunsten ableiten will. Es ist daher nicht rechtsfehlerhaft, wenn 
die Vorinstanz geschlossen hat, es liege keine enge affektive Beziehung 
vor (angefochtener Entscheid E. 4b/ee). 

4.5 In wirtschaftlicher Hinsicht ergibt sich zur Vater-Sohn-Beziehung 
Folgendes: 

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4.5.1 Der Beschwerdeführer bezahlte in der Zeit von April 2003 bis Sep-
tember 2011, in welcher er durch die Sozialhilfe unterstützt wurde, keine 
Unterhaltsbeiträge (Akten POM pag. 30; auch zum Folgenden). Mit der 
Vereinbarung über die Scheidungsfolgen vom 7. Februar 2011 verpflichtete 
sich der Beschwerdeführer, für seinen Sohn bis zu dessen Volljährigkeit 
einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 200.-- zu bezahlen, sobald und solange er 
pro Monat ein Nettoeinkommen von mindestens Fr. 1ʹ200.-- erzielt (Akten 
MIDI pag. 374 ff.). Ob er in der Folge – zumindest zeitweise – seiner Unter-
haltspflicht nachgekommen ist, ist nicht erstellt (Akten POM pag. 30). Un-
bestritten ist indes, dass der Beschwerdeführer seit seiner Rückkehr nach 
Guinea im Februar 2012 keine Unterhaltsbeiträge bezahlte (Akten MIDI 
pag. 388; Akten POM pag. 54). Hieran hat sich bis heute nichts geändert.

4.5.2 Zwar hat das Bundesgericht festgehalten, dass die Unter-
haltsleistungen im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren zu erbringen 
seien; es hat diese Ausführungen indessen unter dem Vorbehalt aus-
gleichender faktischer Betreuungsleistungen gemacht (BGE 143 I 21 
E. 6.3.5). Den Umständen, dass der Beschwerdeführer illegal in der 
Schweiz weilt und derzeit gar nicht in der Lage ist, ein Erwerbseinkommen 
zu erwirtschaften, ist grundsätzlich Rechnung zu tragen. Der Beschwerde-
führer kann hieraus aber nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal er keine 
Kompensation der Geld- durch eine Naturalleistung geltend macht (vgl. 
BGE 143 I 21 E. 6.3.5; BGer 2C_1050/2016 vom 10.3.2017 E. 6.4). Vor 
diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn die POM eine beson-
ders enge Vater-Sohn-Beziehung auch in wirtschaftlicher Hinsicht verneint 
hat.

4.6 Die POM hat ferner mit Blick auf die strafrechtlichen Verurteilungen 
des Beschwerdeführers und die nicht getilgten Verlustscheine von insge-
samt Fr. 11ʹ182.90 geschlossen, es liege kein tadelloses Verhalten im Sinn 
der Rechtsprechung vor (angefochtener Entscheid E. 4d; vgl. vorne E. 2.3). 
Der Beschwerdeführer bestreitet dies nicht, weshalb sich Weiterungen hier-
zu grundsätzlich erübrigen. Mögen einzelne Verurteilungen eher gering-
fügige Delikte betreffen und jene vom 10. April 2008 schon eine gewisse 
Zeit zurückliegen, fällt gleichwohl ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer 
wiederholt gegen die hiesige Rechtsordnung verstossen hat. Bei einer 

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Gesamtsicht kann sein Verhalten jedenfalls nicht als tadellos im Sinn der 
Rechtsprechung gelten (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.2.4 mit Hinweisen), was die 
POM zutreffend festgestellt hat.

4.7 Somit ergibt sich, dass die Vater-Sohn-Beziehung im Verlauf der 
Zeit unverbindlicher geworden ist. Die väterliche Verantwortung hat den 
Beschwerdeführer schliesslich im Jahr 2012 nicht davon abgehalten, in 
sein Heimatland zurückzukehren und den Kontakt zu seinem Sohn fortan 
nur noch telefonisch zu pflegen. Diesbezüglich hat sich auch seit seiner 
Wiedereinreise in die Schweiz im Frühjahr 2016 keine Änderung ergeben; 
nach wie vor pflegt er die Beziehung mit Telefonaten. Somit besteht weder 
in affektiver noch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders enge Vater-
Sohn-Beziehung. Zudem liegt seitens des Beschwerdeführers kein tadel-
loses Verhalten vor. Es ergeben sich auch keine Anhaltspunkte dafür, dass 
die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz unter dem Ge-
sichtswinkel des Kindeswohls geboten wäre. Der Beschwerdeführer hat 
seit Jahren keine Erziehungsfunktion mehr wahrgenommen. Der Sohn, der 
weiterhin in seinem vertrauten Umfeld bleiben kann, hat überdies in der 
Vergangenheit mehrfach die Erfahrung machen müssen, dass sein Vater 
nicht präsent ist (vgl. vorne E. 4.4.2 und 4.4.3). Wie die Beiständin glaub-
würdig schildert, ist die Beziehung unverbindlich (vgl. vorne E. 4.4.4). Der 
Kontakt zwischen Vater und Sohn würde durch die Distanz auch nicht 
drastisch eingeschränkt, da er seit mehr als sechs Jahren nur mit Telefon-
gesprächen gepflegt wird. Der Beschwerdeführer kann den Kontakt zu sei-
nem Sohn – wie bis anhin – durch Telefonate, aber auch durch Kurzbe-
suche und moderne Kommunikationsmittel aufrechterhalten. Eine Gesamt-
betrachtung dieser Kriterien ergibt, dass der Beschwerdeführer weder aus 
Art. 8 Ziff. 1 EMRK noch aus Art. 13 Abs. 1 BV ein Aufenthaltsrecht ab-
leiten kann. Der vorgebrachten schwierigen Wiedereingliederung des Be-
schwerdeführers im Heimatland (Beschwerde S. 10) ist nicht im Rahmen 
Verhältnismässigkeitsprüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK (vgl. BGE 144 I 91 
E. 5.2; BGer 2C_757/2013 vom 23.2.2014 E. 5.2), sondern im Rahmen der 
nachfolgenden Ermessensprüfung Rechnung zu tragen.

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5.

Die Vorinstanz hat eine ermessensweise Erteilung der Aufenthaltsbe-
willigung abgelehnt (vgl. angefochtener Entscheid E. 5). 

5.1 Der Beschwerdeführer setzt sich mit den vorinstanzlichen Erwägun-
gen zur Ermessensbewilligung nicht auseinander. Er beruft sich auch nicht 
auf Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG (Härtefall). Vielmehr lässt er es damit bewen-
den, es sei zweifelhaft, ob es ihm nach einer «knapp 20-jährigen Abwesen-
heit» wieder gelingen würde, sich sozial und wirtschaftlich in seinem Hei-
matland zu integrieren. Er habe seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 
2001 – abgesehen von seinem einjährigen Aufenthalt im Jahr 2012 – nicht 
mehr in Guinea gelebt. In seinem Heimatland würde nur noch seine 
Schwester leben. Sämtliche sozialen Kontakte hätte er in der Schweiz. 
Auch lebe er seit zwei Jahren wieder in einer festen Beziehung (Be-
schwerde S. 10). 

5.2 Die POM hat in Würdigung der konkreten Umstände des Einzelfalls 
festgehalten, dass keine Gründe vorlägen, welche einen Aufenthalt des Be-
schwerdeführers rechtfertigten. Sie hat zunächst zutreffend darauf hinge-
wiesen, dass der Beschwerdeführer die prägenden Jahre seiner Kindheit 
und Jugend in Guinea verbracht habe und dort auch sozialisiert worden sei. 
Der Beschwerdeführer reiste im Juli 1999 erstmals in die Schweiz und hielt 
sich bis zu seiner freiwilligen Ausreise nach Guinea im Februar 2012 fast 
durchgehend hier auf (vgl. vorne Bst. A). Sein Aufenthalt wurde aber erst 
gestützt auf die Eheschliessung vom 17. März 2003 geregelt, weshalb die 
Aufenthaltsdauer entsprechend zu relativieren ist. Zudem hat der Be-
schwerdeführer, wie die POM zutreffend festgehalten hat, über einen be-
trächtlichen Zeitraum delinquiert, ist doch im Urteil vom 10. April 2008, mit 
welchem eine 14-monatige Freiheitsstrafe ausgesprochen wurde, eine De-
liktszeit von insgesamt knapp zweieinhalb Jahren angegeben (Akten MIDI 
pag. 229). Auch sein illegaler Aufenthalt seit 2016 ist nicht zu seinen Guns-
ten zu gewichten. Die POM ist demnach zutreffend davon ausgegangen, 
dass die «integrationsrelevante» Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers 
weder als kurz noch als besonders lang zu betrachten ist. Mit Blick auf die 
Straffälligkeit (vgl. vorne E. 2.3.2), die Verschuldung und die bezogenen 
Sozialhilfeleistungen im Umfang von Fr. 183ʹ741.20 (vgl. vorne E. 2.3.1) ist 

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mit der Vorinstanz zu schliessen, dass sich der Beschwerdeführer hierzu-
lande «nicht in ausserordentlichem Masse» zu integrieren vermochte. 
Weiter hat die POM aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer im Jahr 
2012 in sein Heimatland zurückgekehrt und dort während vier Jahren ge-
lebt hat, zu Recht gefolgert, dass einer Rückkehr und einer Wiederein-
gliederung in Guinea keine massgeblichen Hindernisse entgegenstehen 
würden. Dass der Beschwerdeführer sein Heimatland bereits Ende Oktober 
2013 wieder verlassen und die Wiedereinreise in die Schweiz angetreten 
haben will, ist nicht belegt und auch nicht glaubwürdig (vgl. vorne E. 2.2). 
Selbst wenn dieser Umstand den Tatsachen entsprechen würde, wäre ihm 
die Rückkehr und Wiedereingliederung zumutbar. Zwar behauptet er, keine 
Bindungen mehr zu seiner Heimat zu haben, doch scheint dies eher un-
wahrscheinlich, nachdem seine Schwester noch dort wohnt. Schliesslich 
hat der Beschwerdeführer bereits zum Zeitpunkt, in dem er die Beziehung 
zu seiner derzeitigen Partnerin eingegangen ist, wissen müssen, dass er in 
der Schweiz womöglich keine Zukunft haben wird. Die Beziehung zu seiner 
Partnerin fällt demnach nicht zu seinen Gunsten ins Gewicht. Vor diesem 
Hintergrund hat die POM im Einklang mit der massgebenden bernischen 
Verwaltungsjustizpraxis geschlossen, dass die öffentlichen Interessen an 
der Durchsetzung der im AuG vorgezeichneten restriktiven Migrationspolitik 
die privaten Interessen an einem Verbleib des Beschwerdeführers in der 
Schweiz klar überwiegen (vgl. BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 
E. 3.3 f.).

6.

Der angefochtene Entscheid hält nach dem Erwogenen der Rechtskontrolle 
stand. Wie bereits die POM festgehalten hat, ist mit der Nichterteilung der 
Aufenthaltsbewilligung als gesetzliche Folge die Wegweisung verbunden 
(Art. 64 Abs. 1 Bst. c AuG; angefochtener Entscheid E. 6). Die Beschwerde 
erweist sich insgesamt als offensichtlich unbegründet, weshalb sie abzu-
weisen ist. Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Fälle in Zweierbe-
setzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 

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BSG 161.1]). Da die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelau-
fen ist, ist praxisgemäss eine neue anzusetzen.

7.

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer 
grundsätzlich kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Ersatz von Par-
teikosten (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat jedoch ein Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege gestellt. Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungs-
justizbehörde eine Partei von den Verfahrenskosten, wenn sie nicht über 
die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos 
erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; 
SR 272]). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung be-
steht, ihn zu gewinnen (vgl. BVR 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2, 
129 I 129 E. 2.3.1). – Wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, 
muss die Prozessführung vor dem Verwaltungsgericht mit Blick auf den 
ausführlich und sorgfältig begründeten Entscheid der Vorinstanz als von 
vornherein aussichtslos betrachtet werden. Der Beschwerdeführer hat mit 
Beschwerde nichts wesentlich Neues vorgebracht. Dass der Beschwerde 
unter diesen Umständen kein Erfolg beschieden sein konnte, musste auch 
für den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer erkennbar sein. Das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzuweisen, ohne dass die 
Prozessarmut noch zu prüfen wäre.

7.2 Der Beschwerdeführer hat somit die Kosten des Verfahrens vor 
dem Verwaltungsgericht zu tragen und keinen Anspruch auf Parteikosten-
ersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Da über das Gesuch um unentgelt-
liche Rechtspflege erst im Endentscheid befunden wird und der Beschwer-
deführer deshalb keine Gelegenheit hatte, sein Rechtsmittel nach Abwei-
sung des Begehrens um unentgeltliche Rechtspflege zurückzuziehen und 
damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss im Rahmen der 
üblichen Abschreibungsgebühren zu erheben.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist angesetzt auf den 16. Januar 2019.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Staatssekretariat für Migration

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt 
werden.