# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58d008df-e1e2-5aa1-9d59-8404e10ea144
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2023 F-6741/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-6741-2023_2023-12-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-6741/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Basil Cupa, 

mit Zustimmung von Richter Grégory Sauder; 

Gerichtsschreiberin Corina Fuhrer. 

   

Parteien 

 
A._______, geb. (…),  

alias B._______, geb. (…),  

alias C._______, geb. (…),  

Tunesien, 

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,  

substituiert durch MLaw Michael Meyer, AsyLex,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 27. November 2023 

 

 

 

F-6741/2023 

Seite 2 

Sachverhalt:  

A.  

Der tunesische Staatsangehörige A._______ (geb. […]; hiernach: Be-

schwerdeführer) ersuchte am 25. Juli 2023 in der Schweiz um Asyl. Ein 

Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-Da-

tenbank (Eurodac) ergab, dass er am 10. Juli 2023 bereits in Kroatien um 

Asyl ersucht hatte.  

B.  

Am 8. August 2023 ersuchte die Vorinstanz die kroatischen Behörden um 

Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

Die kroatischen Behörden stimmten dem Gesuch am 22. August 2023 ge-

stützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO zu.  

C.  

Am 10. August 2023 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer das 

rechtliche Gehör, unter anderem zur Zuständigkeit Kroatiens für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum beabsichtigten Nicht-

eintretensentscheid, zur Wegweisung in diesen Dublin-Mitgliedstaat sowie 

zu seinem Gesundheitszustand.  

D.  

Mit Schreiben vom 15. September 2023 stellte die damals zugewiesene 

Rechtsvertretung einen Antrag auf Selbsteintritt.  

E.  

Mit Verfügung vom 27. November 2023, eröffnet am 29. November 2023, 

trat die Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG 

(SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein, ordnete die Wegweisung aus 

der Schweiz nach Kroatien an und forderte den Beschwerdeführer auf, die 

Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. 

Gleichzeitig wies die Vorinstanz auf die einer allfälligen Beschwerde von 

Gesetzes wegen fehlende aufschiebende Wirkung hin und beauftragte den 

Kanton D._______ mit dem Vollzug der Wegweisung.  

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Seite 3 

F.  

Am 29. November 2023 legte die zugewiesene Rechtsvertretung ihr Man-

dat nieder.  

G.  

Am 6. Dezember 2023 liess der Beschwerdeführer durch die rubrizierte 

Rechtsvertretung Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erheben 

und beantragen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und fest-

zustellen, dass er in der Schweiz über eine Niederlassungsbewilligung ver-

füge; eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch ein-

zutreten. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorin-

stanz zurückzuweisen; subsubeventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, 

von den zuständigen Behörden Zusicherungen bezüglich Obdach, Nah-

rung sowie adäquate und regelmässige medizinische und psychologische 

Behandlung einzuholen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde zudem 

beantragt, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung der 

unterzeichnenden Rechtsvertretung zu gewähren und zufolge Mittellosig-

keit auf die Erhebung von Verfahrenskosten, insbesondere eines Kosten-

vorschusses, zu verzichten. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wir-

kung zu gewähren und die kantonalen Behörden seien entsprechend an-

zuweisen; die Aussetzung des Wegweisungsvollzugs sei superproviso-

risch zu verfügen. Ferner sei ihm eine Frist für das Einreichen einer aus-

führlichen Eingabe zu gewähren und er sei vorzuladen und zu seinen Be-

schwerdegründen persönlich zu befragen.  

H.  

Am 7. Dezember 2023 lagen dem Bundesverwaltungsgericht die Akten in 

elektronischer Form vor und gleichentags setzte der Instruktionsrichter den 

Vollzug der Überstellung gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus.  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:  

1.  

1.1. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG).  

1.2. Gemäss Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungs-

gericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Asyls zu-

ständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist zur Be-

schwerdeerhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und 

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Seite 4 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt des Nachfol-

genden (s. E. 2.3 hiernach) – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG).  

2.  

2.1. Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht (einschliess-

lich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige 

und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-

rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).  

2.2. Die Beschwerde erweist sich – wie im Folgenden zu zeigen ist – als 

offensichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines 

Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung zu behandeln ist 

(Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).  

2.3. Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, ein Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf ein Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2; je m.w.H.). Die Frage der Feststellung des Vorliegens 

einer Niederlassungsbewilligung bildet demgegenüber nicht Gegenstand 

der angefochtenen Verfügung und damit auch nicht des vorliegenden Ver-

fahrens, weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen und auf den entspre-

chenden Antrag nicht einzutreten ist.  

2.4. Dementsprechend besteht auch für die in diesem Zusammenhang be-

antragte Ansetzung einer Nachfrist zur Beschwerdeergänzung im Sinne 

von Art. 53 VwVG kein Anlass, zumal die vorliegende Streitsache weder 

einen aussergewöhnlichen Umfang noch besondere tatsächliche oder 

rechtliche Schwierigkeiten aufweist.  

3.  

3.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM die Wegweisung aus 

der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).  

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Seite 5 

3.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des 

– hier interessierenden – Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-

III-VO) findet grundsätzlich keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach Kapi-

tel III Dublin-III-VO mehr statt. Die Zuständigkeit beziehungsweise die Ver-

pflichtung des Mitgliedstaates zur Wiederaufnahme ergibt sich direkt aus 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b–d beziehungsweise Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO 

(vgl. Urteil des EuGH [Grosse Kammer] vom 2. April 2019, H. und R., C 

582/17 und C-583/17, EU:C:2019:280, Rn. 47–50; BVGE 2019 VI/7 E. 4-

6, 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.H.).  

3.3. Nachdem die kroatischen Behörden am 22. August 2023 dem Wieder-

aufnahmeersuchen der Vorinstanz gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO 

zugestimmt haben, ist die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens zur 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens des Beschwerdefüh-

rers vorliegend klar gegeben.  

4.  

Das Bundesverwaltungsgericht geht derzeit auch unter Berücksichtigung 

kritischer Berichte nationaler und internationaler Organisationen nicht da-

von aus, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Kroatien 

wiesen systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 

und 3 Dublin-III-VO auf (vgl. Referenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 

22. März 2023 E. 9). Die vom Beschwerdeführer anlässlich seiner illegalen 

Einreise nach Kroatien konkret geltend gemachten Vorkommnisse (Fest-

haltung auf Polizeistation und zwangsweise Abnahme seiner Fingerabdrü-

cke) sind nicht geeignet, die geltende Annahme zu widerlegen, wonach 

Kroatien seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen im Rahmen eines Asyl-

verfahrens nachkommt (s. a.a.O. E. 8 und E. 9.5). Vielmehr erfolgt die Ab-

nahme der Fingerabdrücke von illegal einreisenden Ausländerinnen und 

Ausländern gestützt auf Art. 9 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 der Verordnung 

(EU) Nr. 603/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 (Eurodac-Verordnung) grundsätzlich rechtmässig (vgl. statt 

vieler Urteil F-4364/2023 vom 24. August 2023 E. 5.5). 

5.  

Der Beschwerdeführer beantragt die Anwendung der Ermessensklausel 

von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive der – das Selbsteintrittsrecht im 

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Landesrecht konkretisierenden – Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311). Er beruft sich 

dazu auf den Umstand, dass er bereits früher in der Schweiz gelebt, hier 

eine Ausbildung absolviert und gearbeitet habe sowie Deutsch spreche. 

Die Vorinstanz habe vor diesem Hintergrund ihren Ermessensspielraum 

nicht rechtskonform genutzt. 

5.1. Was den Selbsteintritt aus humanitären Gründen angeht, ist festzuhal-

ten, dass Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 der Vorinstanz einen Ermessensspiel-

raum zugesteht. Seit der Kognitionsbeschränkung durch die Asylgesetzre-

vision vom 1. Februar 2014 (Streichung der Angemessenheitskontrolle 

durch das Bundesverwaltungsgericht gemäss aArt. 106 Abs. 1 Bst. c 

AsylG) überprüft das Gericht den vorinstanzlichen Verzicht der Anwendung 

von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 nicht mehr auf Angemessenheit hin. Es be-

schränkt seine Beurteilung nunmehr im Wesentlichen auf die Frage, ob die 

Vorinstanz den Sachverhalt korrekt und vollständig erhoben, allen wesent-

lichen Umständen Rechnung getragen und ihren Ermessensspielraum ge-

nutzt hat (Art. 106 Abs. 1 Bst. a und b AsylG; vgl. BVGE 2015/9 E. 7 

und 8).  

5.2. Die angefochtene Verfügung ist unter dem Blickwinkel der Angemes-

senheit nicht zu beanstanden, denn die Vorinstanz legte darin dar, aus wel-

chen Gründen sie auf einen Selbsteintritt aus humanitären Gründen ver-

zichtete: So sei das dem Beschwerdeführer in der Schweiz 1999 gewährte 

Asyl am 13. Februar 2007 widerrufen und ihm die Flüchtlingseigenschaft 

aberkannt worden, nachdem die Behörden erfahren hatten, dass er mit ei-

nem tunesischen Pass mehrmals nach Tunesien gereist war. Darüber hin-

aus sei seine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz nach seiner Aus-

reise nach Tunesien im Jahr 2015 erloschen, weshalb kein Selbsteintritt 

eingeleitet werde (s. angefochtene Verfügung S. 9). Damit hat die Vorin-

stanz ihr Ermessen gesetzeskonform ausgeübt; eine Ermessensunter-

schreitung liegt nicht vor (s. E. 5.1 hiervor).  

5.3. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang um Durch-

führung einer mündlichen Verhandlung, respektive um eine Anhörung er-

sucht, ist der entsprechende Antrag abzuweisen. Weder besteht im vorlie-

genden Verfahren ein Anspruch darauf noch erscheint dies zur weiteren 

Sachverhaltsabklärung als erforderlich (Art. 57 Abs. 2 VwVG; Art. 40 VGG; 

Art. 6 Ziff. 1 EMRK; vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil des BVGer 

F-556/2022 vom 10. Februar 2022 E. 3.3; JULIAN BERIGER, in: Bernhard 

Waldmann/Patrick L. Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsver-

fahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, Art. 57 N. 48 ff.).  

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Seite 7 

5.4. Nach dem Gesagten besteht kein Grund für eine Anwendung der Er-

messensklausel von Art. 17 Dublin-III-VO. Mithin besteht auch kein Anlass 

für die Einholung individueller Zusicherungen bezüglich des Zugangs zu 

regelmässiger und adäquater medizinischer und psychologischer Behand-

lung sowie Unterbringung und Nahrung in Kroatien, weshalb der entspre-

chende Subeventualantrag abzuweisen ist. Der Vollständigkeit halber ist 

festzuhalten, dass die Dublin-III-VO dem Beschwerdeführer kein Wahlrecht 

hinsichtlich des Mitgliedstaates gewährt, der seinen Antrag prüfen soll 

(vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3).  

6.  

Nach dem Gesagten ist die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht eingetreten und hat seine Wegweisung nach 

Kroatien angeordnet. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf ein-

zutreten ist. Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist nicht ange-

zeigt. Mit vorliegendem Urteil fällt der am 7. Dezember 2023 angeordnete 

Vollzugsstopp dahin und das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde ist gegenstandslos geworden.  

7.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist abzuwei-

sen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen 

ergibt – als offensichtlich aussichtslos zu bezeichnen sind. Die Verfahrens-

kosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 

und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Corina Fuhrer 

 

 

Versand: