# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2aaa1612-a9b3-5cd5-b053-17456c7de167
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.06.2017 III 2016 172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-172_2017-06-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2016 172

Entscheid vom 28. Juni 2017 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
seit 19. Februar 2017:
Erbengemeinschaft A.________, bestehend aus:
1.  _________
2.  _________
3.  _________
4.  _________
5.  _________
Beschwerdeführer,
vertreten durch B.________ 

gegen

1. Bezirksrat L.________, Hauptstrasse 78, Postfach 161, 
8840 L.________,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. C.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch J.________

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung; Ortsbild, Wohnhygiene)

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Sachverhalt:

A. C.________ ist Eigentümer der in der Dorfkernzone (D) gelegenen Liegen-
schaft KTN D.________, K.________ 12 in L.________. Er beabsichtigt den 
Umbau des darauf bestehenden Wohnhauses. Am 1. Dezember 2014 reichte 
C.________ ein erstes Baugesuch ein, welches im Amtsblatt Nr. E.________, 
publiziert und öffentlich aufgelegt wurde (Vi-act. III-01 Bel. 6). A.________ erhob 
dagegen am 22. Dezember 2014 öffentlich-rechtliche Einsprache (Vi-act. III-01 
Bel. 9). Am 10. Februar 2015 reichte C.________ eine Projektänderung ein, mit 
Verzicht auf den Anbau an der Ostfassade, woraufhin A.________ am 11. Fe-
bruar 2015 ihre Einsprache vom 22. Dezember 2014 zurückzog (Vi-act. III-01 
Bel. 11 und 12). Nach Abschreibung des Einspracheverfahrens zufolge Gegen-
standslosigkeit am 19. Februar 2015 (rektifiziert am 10. März 2015) (Vi-act. III-01 
Bel. 4 und 13) erteilte der Bezirksrat L.________ C.________ mit Beschluss Nr. 
033 vom 2. März 2015 die Baubewilligung für den Umbau des bestehenden 
Wohnhauses gemäss der Projektänderung vom 10. Februar 2015 (Vi-act. III-01 
Bel. 1).

Am 12. Mai 2015 reichte C.________ ein weiteres - mit dem ursprünglichen vom 
1. Dezember 2014 identisches - Baugesuch mit Anbau "Abstellraum und Balko-
ne" an der Süd- und Ostfassade ein, das im Amtsblatt Nr. F.________, publiziert 
und öffentlich aufgelegt wurde (Vi-act. II-02, Bel. in Baumappe). A.________ er-
hob dagegen am 9. Juni 2015 wiederum öffentlich-rechtliche Einsprache (Vi-act. 
I-01 Bel. 3). C.________ liess sich am 25. Juni 2015 dazu vernehmen (Vi-act. II-
02, Bel. in Baumappe).

B. Mit Beschluss (BRB) Nr. 131/15.3 vom 26. August 2015 (versandt am 
28. August 2015) wies der Bezirksrat L.________ die Einsprache ab und erteilte 
die Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen (Vi-act. I-01 Bel. 2).

C. Gegen diesen Bezirksrats-Beschluss vom 26. August 2015 erhob 
A.________ mit Eingabe vom 21. September 2015 Beschwerde beim 
Regierungsrat (Bf-act. 3).

D. Der Regierungsrat entschied mit Beschluss (RRB) Nr. 684/2016 am 
17. August 2016 (versandt am 23. August 2016) wie folgt (Bf-act. 2):

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit deren Kostenvorschuss 
(Fr. 1500.--) verrechnet.

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).

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E. Dagegen liess A.________ fristgerecht am 14. September 2016 (Datum 
Postaufgabe) Beschwerde beim Verwaltungsgericht einreichen und folgende 
Anträge stellen:

1. Die Parteien seien zur Verhandlung aufzubieten.

2. Der Beschluss Nr. 684/2016 vom 17.08.2016 sei zur Neubeurteilung 
zurückzuweisen.

3. Der Kostenvorschuss sei der Einsprecherin/Beschwerdeführerin zurück zu 
erstatten. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

F. Mit Schreiben vom 16. September 2016 verzichtete das Amt für Raum-
entwicklung (ARE) auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Der Bezirksrat 
ersuchte am 19. September 2016 um Abweisung der Beschwerde. Das 
instruierende Sicherheitsdepartement beantragte am 30. September 2016 die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. Der Beschwerdegegner liess mit 
Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2016 beantragen, die Beschwerde sei 
abzuweisen und der Baubewilligungsbeschluss zu bestätigen; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. Am 18. Februar 2016 
liess die Beschwerdeführerin Verzicht auf eine Verhandlung erklären.

G. Am 3. März 2017 teilte der Vertreter der Beschwerdeführerin dem Gericht 
mit, A.________ sei am 19. Februar 2017 verstorben. Gleichzeitig erklärte er, ih-
re fünf Kinder würden zusammen die Erbengemeinschaft A.________ bilden und 
in den Prozess eintreten. Am selben Tag reichte er namens der Erbengemein-
schaft A.________ eine Stellungnahme ein, mit welchem die kostenfällige Auf-
hebung des Beschlusses des Regierungsrates Nr. 684/2016 vom 17. August 
2016, eventuell dessen Rückweisung zur Neubeurteilung verlangt wurde. Dieser 
Stellungnahme waren Vollmachten zur Vertretung im vorliegenden Beschwerde-
verfahren von M.________ vom 24. Februar 2017, von N.________ vom 25. Fe-
bruar 2017, von O.________ vom 27. Februar 2017, von P.________ vom 27. 
Februar 2017 und von Q.________ vom 24. Februar 2017 beigefügt. 

H. Mit Zwischenbescheid vom 15. März 2017 (VGE III 2017 46) wurde das 
vorliegende Beschwerdeverfahren sistiert, bis sich die Kinder von A.________ 
mit geeigneten Mitteln als alleinige Erben ausgewiesen haben und die Ausschla-
gung der Erbschaft nicht mehr möglich ist. 

I. Am 20. Mai 2017, unmittelbar nach Ablauf der dreimonatigen Ausschla-
gungsfrist (Art. 567 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 
210] vom 10.12.1907), legte der Vertreter der Beschwerdeführer eine Erb-
bescheinigung des Bezirksgerichts L.________ vom 13. März 2017 auf, gemäss 

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welchem es sich bei den vorgenannten fünf Kindern von A.________ (Ingress lit. 
G) um deren einzigen gesetzlichen Erben handelt. Der Vertreter der Beschwer-
deführer bestätigte, dass kein Mitglied der Erbengemeinschaft die Ausschlagung 
der Erbschaft erklärt habe.

J. Am 22. Mai 2017 wurde die am 15. März 2017 angeordnete Verfahrens-
sistierung aufgehoben. 

K. Mit Schreiben vom 26. Mai 2017 verzichtete das instruierende 
Sicherheitsdepartement auf die Einreichung einer weiteren Vernehmlassung. Der 
Beschwerdegegner liess mit Stellungnahme vom 14. Juni 2017 die Anträge aus 
der Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2016 bestätigen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Bei den fünf Kindern der am 19. Februar 2017 verstorbenen 
Beschwerdeführerin handelt es sich um deren einzige gesetzlichen Erben (Art. 
457 Abs. 1 ZGB), auf welche sämtliche Rechte und Pflichten der Erblasserin ipso 
iure übergehen und die qua Universalsukzession zur Partei im hängigen Prozess 
werden (vgl. Graber / Frei, in: Basler Kommentar ZPO, 2. Aufl. 2013, Art. 83 ZPO 
N. 37 a.E.). Nachdem die Kinder der Erblasserin die Erbschaft angetreten und 
den bisherigen Vertreter zur Weiterführung des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens bevollmächtigt haben, sind sie ipso iure an die Stelle der Erblasserin in den 
Prozess eingetreten und das Verfahren kann mit ihnen fortgesetzt werden (§ 13 
des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974 i.V.m. 
Art. 83 Abs. 4 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] vom 
19.12.2008 sowie Art. 560 ZGB; vgl. VGE III 2017 46 vom 15.3.2017 Erw. 2). 

2.1 Der Grenzabstand ist die kürzeste Verbindung zwischen Grenze und 
Fassade. Er wird senkrecht auf die Fassade und über die Ecken mit dem 
kleineren Radius gemessen (§ 59 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes [PBG, 
SRSZ 400.100] vom 14.5.1987). Für Bauten bis und mit 20 m Gebäudehöhe 
beträgt der Grenzabstand 50% der Gebäudehöhe, mindestens aber 3.0 m (§ 60 
Abs. 1 PBG). Als Gebäudehöhe gilt das Mass vom ausgemittelten gewachsenen 
Boden in der Fassadenmitte bis zum Schnittpunkt der Fassade mit der Dachhaut, 
bei Flachdächern bis zur Oberkante des Dachabschlusses (§ 60 Abs. 2 PBG). 
Der Gebäudeabstand ist die kürzeste Entfernung zwischen zwei Fassaden; er 
entspricht der Summe der Grenzabstände gemäss § 59 ff. (§ 63 Abs. 2 PBG). 

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Die Gemeinden können im Zonenplan oder in den zugehörigen Vorschriften u.a. 
für Grenz- und Gebäudeabstände in Kernzonen geringere Masse festlegen (§ 52 
Abs. 2 lit. a PBG).

2.2 Laut Art. 45 Abs. 3 des Baureglements des Bezirks L.________ (BauR) 
vom 23. April 2014 beträgt die maximale Gebäudehöhe in der Dorfkernzone 16 
m. Bei einem Schrägdach erhöht sich dieses Mass um 1.30 m. Die maximale 
Firsthöhe beträgt 19.0 m. Der Grenzabstand beträgt einen Drittel der Gebäu-
dehöhe, grundsätzlich aber mindestens 3 m (Art. 45 Abs. 4 Satz 1 BauR). Wenn 
mit einer weitergehenden Reduktion eine gleiche oder bessere Gesamtwirkung 
erzielt wird und die Wohnhygiene des Nachbargebäudes nicht unzumutbar be-
einträchtigt wird, kann der Grenzabstand "ausserhalb der Dorfkernzone mit spe-
ziellen Auflagen" (d.h. in der Dorfkernzone ohne speziellen Auflagen) bei Ersatz- 
und Umbauten auf 1.50 m reduziert werden, wenn eine Freiflächenziffer von 35% 
eingehalten wird (Art. 45 Abs. 4 Satz 2 und lit. a BauR). Nach Art. 38 Abs. 2 
BauR bestimmt die Freiflächenziffer das Verhältnis der jeweiligen anrechenbaren 
Freifläche zu der anrechenbaren Grundstücksfläche (Freiflächenzif-
fer = anrechenbaren Freifläche : anrechenbaren Grundstücksfläche). Als anre-
chenbare Freifläche gilt diejenige Fläche eines Grundstückes, auf der keine Bau-
ten erstellt sind (Art. 38 Abs. 2 BauR).

2.3 Bestehende, rechtmässig erstellte Bauten und Anlagen, die den neuen Vor-
schriften widersprechen, sind in ihrem Bestand garantiert (§ 72 Abs. 1 PBG). Wenn 
ein bestehendes Gebäude abgebrochen oder durch höhere Gewalt zerstört oder 
in seinem Umfang vermindert wird, so hat der Eigentümer fünf Jahre lang das 
Recht, es im früheren Umfang wieder aufzubauen (§ 72 Abs. 3 Satz 1 PBG).

Beim Wiederaufbaurecht geht es um die Befugnis, an Stelle einer abgerissenen 
oder zerstörten Baute oder Anlage, selbst wenn sie dem geltenden Recht wider-
spricht, im Wesentlichen umfangs- und nutzungsgleich sowie im unmittelbaren 
Bereich des bisherigen Standortes wieder zu errichten (vgl. M. Gisler, Das 
Wiederaufbaurecht, unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse im Kan-
ton Schwyz, S. 38f.). Im Kanton Schwyz ist selbst der Wiederaufbau einer freiwil-
lig abgebrochenen Baute, und dies ohne zeitliche Einschränkungen, zulässig 
(Gisler, a.a.O. S. 49). Ob bei baulichen Vorkehren an einer Baute von einem 
Wiederaufbau ausgegangen werden muss, oder ob es sich dabei um 
Änderungen eines Bauwerkes (innerer Umbau oder äusserer An- und Ausbau) 
handelt, hängt von der Intensität dieser baulichen Vorkehren ab. Nach 
allgemeinem Sprachgebrauch setzen Änderungen wie auch der Um- und Ausbau 
voraus, dass das bestehende Gebäude im Wesentlichen erhalten bleibt. 
Abzustellen ist in erster Linie auf das Verhältnis zwischen alten, bestehenden 

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und neu errichteten Gebäudeteilen (Gisler, a.a.O. S. 40 f.). Es kann nicht 
zweifelhaft sein, dass das Wiederaufbaurecht auch bei einem geringfügigen 
Teilabbruch zum Tragen kommt (§ 72 Abs. 2 PBG, in maiore minus) (VGE III 
2015 55 vom 16.7.2015 Erw. 2.2). Es liesse sich nicht rechtfertigen, bei einem 
freiwilligen baulichen Eingriff in eine bestehende Baute, welcher aufgrund seiner 
Intensität einem Abbruch gleichkommen würde, Veränderung zu bewilligen, bei 
einem weniger intensiven Eingriff eine solche Bewilligung dagegen zu verweigern 
(VGE III 2014 172 vom 23.1.2014 Erw. 3.1 a.E.).

2.4 Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zu § 72 Abs. 3 Satz 1 
PBG verlangt die Beanspruchung des Wiederaufbaurechts für ein 
abzubrechendes Gebäude kein sklavisches Festhalten an den bisherigen 
Gebäudeformen. Indessen hat der frühere Umfang praxisgemäss als Richtschnur 
des Wiederaufbaus zu gelten. Ausserdem muss auch die nutzungsmässige 
Wesensgleichheit gewährleistet sein (VGE 1014/02 vom 27.9.2002 Erw. 4c)dd). 
Diese Voraussetzungen entsprechen der vom Bundesgericht zu Art. 24 RPG 
entwickelten Rechtsprechung, wonach eine Wiederaufbaute dem alten Bauwerk 
in Grösse und Nutzungsart ungefähr entsprechen muss (VGE III 2011 102 vom 
2.12.2011 Erw. 3.1; VGE 1000/05 vom 30.6.2005 Erw. 3.3; EGV-SZ 1995 Nr. 8, 
Erw. 3e mit zahlreichen Hinweisen; vgl. EGV-SZ 2011 B 8.4. Erw. 3.1 mit 
weiteren Hinweisen auf M. Joos, Raumplanungsgesetz, Zürich 2002, S. 219 ff. 
und Gisler, a.a.O., S. 56 ff.). Die (Nutzungs)Änderung einer Baute ist mit dem 
Recht auf Wiederaufbau vereinbar, wenn sie keine neuen oder zusätzlichen 
Widersprüche zum geltenden Baurecht schafft, den bestehenden Zustand somit 
weiterführt oder allenfalls der bestehenden Nutzungsordnung näher bringt, 
mitunter eine Verbesserung des bestehenden Zustandes, gemessen an den 
Zielen des Gesetzgebers, herbeiführt (EGV-SZ 2011 B 8.4. Erw. 3.4; VGE III 
2010 183 vom 21.12.2010 Erw. 3.3; 
VGE 1038/98 vom 13.11.1998 Erw. 3a; vgl. EGV 1988 Nr. 49 Erw. 7; Gisler, 
a.a.O., S. 66). 

3.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen RRB Nr. 684/2016 vom 
17. August 2016 (S. 4 Ziff. 3.4) festgestellt, dass die Ostfassade des bereits 
bestehenden Wohnhauses auf KTN D.________ mindestens 9.0 m hoch ist, und 
gegenüber der Liegenschaft KTN G.________ der Beschwerdeführer einen 
Grenzabstand von ca. 2.33 m einhält, welcher den Mindestabstand bereits 
massiv unterschreitet (vgl. Erw. 2.1 f. hiervor), wobei die unbestrittenerweise 
rechtmässig erstellte Baute auf KTN D.________ Bestandesschutz geniesst (vgl. 
Erw. 2.3 hiervor). 

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3.2 Der geplante Anbau an das bestehende Wohnhaus auf KTN D.________ 
weist gemäss Plan 069-011-3 vom 12. Mai 2015, Süd- und Ostfassade (Vi-act. II-
02 Bel. in Baumappe) an der Ostfassade eine Höhe von 6.80 m und an der 
Südfassade eine Höhe von 6.88 m auf. Der geplante Anbau müsste folglich 
sowohl gegen Osten wie gegen Süden einen Grenzabstand von 3.0 m einhalten. 
Indes beträgt der Grenzabstand des geplanten Anbaus gemäss Übersichtsplan 
vom 12. Mai 2015 (Vi-act. II-02 Bel. in Baumappe) gegen Osten (Richtung 
Liegenschaft KTN G.________ der Beschwerdeführer) 1.50 m und gegen Süden 
(Richtung Liegenschaft KTN H.________) 1.55 m. Insoweit bewirkt der Anbau 
eine Verschärfung des bisherigen baurechtswidrigen Zustandes. Das 
Wiederaufbaurecht kann beim geplanten Anbau folglich unbestrittenerweise nicht 
zum Tragen kommen (vgl. Erw. 2.3 f. hiervor; RRB Nr. 684/2016 vom 17.8.2016 
S. 4 Ziff. 3.4).

4.1 In Frage steht die Bewilligungsfähigkeit des projektierten Anbaus an das 
bestehende Wohnhaus auf KTN D.________ in Anwendung der Vorschrift von 
Art. 45 Abs. 4 Satz 2 und lit. a BauR (vgl. Erw. 2.2 hiervor). 

4.2 Der Regierungsrat hat im RRB Nr. 684/2016 vom 17. August 2016 S. 4 
Ziff. 3.5.1) zunächst auf der Basis der Grundstücksfläche von 214 m2 und der 
anrechenbaren Freifläche von ca. 90.80 m2 die Freiflächenziffer mit ca. 42.42% 
beziffert (90.80 m2 : 214 m2; vgl. Vi-act. III-01 Bel. 7; Erw. 2.2 hiervor). Die von 
Art. 45 Abs. 4 lit. a BauR verlangte Freiflächenziffer von 35% ist damit einge-
halten, was unstreitig ist (vgl. auch BRB Nr. 131/15.3 vom 26.8.2015 S. 4 Ziff. 4).

5.1 Der Bezirksrat vermochte im BRB Nr. 131/15.3 vom 26. August 2015 (S. 4 
Ziff. 4) keine unzumutbare Beeinträchtigung des östlichen Nachbargebäudes der 
Beschwerdeführer durch den geplanten Anbau an das bestehende Wohnhaus 
auf KTN D.________, mit den zwei Balkonen im 1. und 2. Stock, zu erkennen. 
Die Balkone seien in Form und Grösse als untergeordnete Gebäudeteile zu be-
trachten. Der obere Abschluss des Balkongeländers im 2. Obergeschoss befinde 
sich auf einer Höhe von 6.80 m. In Kombination mit der offenen Lattenverklei-
dung könne nicht von einer unzumutbaren Beeinträchtigung gesprochen werden, 
zumal im Quartier traditionell enge Platzverhältnisse herrschten. 

5.2 Dieser Ansicht pflichtete der Regierungsrat im RRB Nr. 684/2016 vom 
17. August 2016 (S. 4 Ziff. 3.4) bei. Er wies darauf hin, dass die Fläche des 
geplanten Anbaus lediglich 2.11 m x 3.17 m (6.69 m2) ausmache und die Höhe 
(bis zum oberen Abschluss des Balkons) rund 6.80 m betrage, wobei der Anbau 
im 1. Obergeschoss und im 2. Obergeschoss als Balkon genutzt werde (vgl. 
Pläne 069-010-3 und 069-011-3 vom 12.5.2015). An der Stelle des geplanten 

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Anbaus befinde sich bereits bisher ein kleiner Schuppen. Der geplante Anbau 
erhalte vom Erdgeschoss bis ins 1. Obergeschoss auf einer Höhe von rund 
4.10 m eine offene Lattenverkleidung. Im 2. Obergeschoss werde die Holzver-
kleidung als Balkonbrüstung fortgesetzt. Es sei davon auszugehen, dass dieser 
Anbau mit der offenen Lattenverkleidung keine unzumutbare Beeinträchtigungen 
des Nachbargebäudes der Beschwerdeführer hinsichtlich Entzug von Licht und 
Sonne bewirken werde (RRB Nr. 684/2016 vom 17.8.2016 Ziff. 3.5.2).

5.3 Die Beschwerdeführer führen dagegen in der Beschwerde vom 13. Sep-
tember 2016 (S. 5 Ziff. 2.2) u.a. an, beim bestehenden Wohnhaus auf KTN 
D.________ sei zwischenzeitlich eine Aussendämmung angebracht worden, 
welche den Gebäudeabstand zu ihrem Wohnhaus auf KTN G.________ um 20 
cm verringert habe. Aufgrund der beabsichtigten Anbringung einer Aussendäm-
mung am eigenen Gebäude in den nächsten Jahren werde sich der Abstand zwi-
schen den beiden Gebäuden auch ohne die projektierte Anbaute am Gebäude 
auf KTN D.________ auf ca. 4.15 m reduzieren. Bei Baufreigabe des geplanten 
Anbaus am Gebäude auf KTN D.________ und Inanspruchnahme desselben 
Rechts durch die Beschwerdeführer verbliebe ein Gebäudeabstand von nur noch 
3 m, was eine angemessene Besonnung und Belichtung verunmöglichen würde. 
Der Neubauteil erstrecke sich über drei Geschosse und schmälere den Einfalls-
winkel der Nachmittagssonne durch die Verbreiterung des Bestandes. Zu 
berücksichtigen sei auch, dass von den geplanten Balkonen Emissionen ausge-
hen, welche die Privatsphäre der Beschwerdeführer beeinträchtigen könnten.

5.4.1 Weder aus der Absicht der Beschwerdeführer, in den nächsten Jahren auf 
ihrer Liegenschaft möglicherweise eine Aussendämmung anbringen zu wollen, 
noch ihren Ausführungen hinsichtlich der sich daraus ergebenen Abstandsreduk-
tionen wird eine konkrete Beeinträchtigung der Wohnhygiene ihres Wohnhauses 
auf KTN G.________ durch den geplanten Anbau auf KTN D.________ erhellt. 
Am projektierten Anbau mit dem unbeheizten Abstellraum im Erdgeschoss (vgl. 
dazu Vernehmlassung des Beschwerdegegners im Einspracheverfahren vom 
25.6.2015 S. 2 Ziff. 2; Vi-act. II-02 Bel. in Baumappe) und den darauf situierten 
Balkonen im 1. und im 2. Stock ist jedenfalls keine zusätzliche Aussendämmung 
geplant (vgl. Pläne 069-010-3 und 069-011-3 vom 12.5.2015, Fassaden und 
Grundrisse; Vi-act. II-02 Bel. in Baumappe). Direkt gegenüber dem projektierten 
Anbau im südöstlichen Eckbereich des Gebäudes auf KTN D.________ befindet 
sich auf KTN G.________ kein Wohngebäude, sondern eine eingeschossige, 
fensterlose Autogarage, für welche sich der Bedarf einer Aussenisolation a priori 
nicht erschliesst.

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5.4.2 Auf der Garage auf KTN G.________ der Beschwerdeführer befindet sich 
eine Terrasse, gegenüber welcher auf KTN D.________ zwei offene Balkone im 
1. und im 2. Stock geplant sind (vgl. Plan 069-011-3 vom 12.5.2015 Süd- und 
Ostfassade). Die Westfassade des an diese Garage anschliessenden Wohnge-
bäudes auf KTN G.________ beginnt ca. 1.35 m (aus dem Plan [Ortsplan 
L.________ auf dem kantonalen Geoportal WebGis] gemessen) nördlich des ge-
planten Anbaus auf KTN D.________. Im Erdgeschoss der Westfassade dieses 
Wohngebäudes auf KTN G.________ befinden sich zwei Fenster, welche auf-
grund der engen Verhältnisse im Quartier wohl eher geringe Belichtung erfahren. 
Die Fenster im 1. Stock und im Dachgeschoss (je eines pro Geschoss) befinden 
sich noch weiter in nördlicher Richtung, in der Mitte der Westfassade (vgl. Bg-act. 
2; Vi-act. II-02 Bel. Übersichtsplan und Bild Nr. 17). Der projektierte Anbau im 
südöstlichen Eckbereich des Gebäudes auf KTN D.________ springt gegenüber 
der bestehenden Ostfassade um 83 cm vor und gegenüber der bestehenden 
Südfassade um 65 cm (vgl. Plan 069-010-3 vom 12.5.2015 Grundrisse). Sein 
Einfluss auf die Licht- und Besonnungsverhältnisse der in nördlicher Richtung 
verschobenen Westfassade des Wohngebäudes der Beschwerdeführer auf KTN 
G.________ kann nicht als erheblich bezeichnet werden. Einer unzumutbaren 
Einwirkung wirkt zudem entgegen, dass der geplante Balkon im 1. Stock sowohl 
gegen Süden, wie auch gegen Osten - ab Höhe der Balkonbrüstung auf ca. 
4.10 m über eine Höhe von ca. 1.35 m (aus dem Plan gemessen bis knapp un-
terhalb der Unterkante des Balkonbodens im 2. Stock) - gänzlich offen gehalten 
ist, d.h. frei auch von der offenen Lattenverkleidung (vgl. Plan 069-011-3 vom 
12.5.2015 Süd- und Ostfassaden). Weiter lässt auch die offene Lattenverklei-
dung der Balkonbrüstungen im 1. Stock und im 2. Stock ab Oberkante des Bal-
konbodens zwischen den einzelnen Holzlatten Licht passieren, was einer Beein-
trächtigung der Nachbarliegenschaft der Beschwerdeführer zusätzlich entgegen-
wirkt. Der von den Beschwerdeführern als klotzartiger Riegel kolorierte Bereich 
des Baugespanns (Bf-act. 11 bis 13) trägt der lichten Bauweise dieses Anbaus in 
keiner Weise Rechnung und vermag daher kein aussagekräftiges Bild bezüglich 
dessen Auswirkungen auf ihre Liegenschaft zu vermitteln.

5.4.3 Auch die Emissionen, welche von der Benutzung der Balkone im 1. und im 
2. Stock des Anbaus auf KTN D.________ zu erwarten sind, lassen nicht auf ei-
ne unzumutbare Beeinträchtigung der Benutzung der Terrasse auf der Garage 
auf KTN G.________ durch die Beschwerdeführer schliessen. Von der Benüt-
zung der kleinen Balkone auf KTN D.________ sind nicht (ernstlich) mehr Emis-
sionen zu erwarten als von der Benützung der erheblich grösseren Terrasse der 
Beschwerdeführer auf der Garage auf KTN G.________, welche ihrerseits den 

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Mindestgrenzabstand (auch für eine Nebenbaute; § 61 Abs. 1 PBG) gegenüber 
KTN D.________ ebenfalls deutlich unterschreitet. 

Weiter gilt es zu beachten, dass gemäss § 59 Abs. 2 PBG Balkone bei der 
Bemessung des Grenzabstandes nur insoweit mitberechnet werden als ihre 
Ausladung 1.50 m übersteigt. Danach sind bei einem Mindestgrenzabstand von 
3.0 m Balkone, welche bis 1.50 m an die Grenze heranreichen, grundsätzlich 
ordentlich bewilligungsfähig. Vorliegend beträgt der Grenzabstand der Balkone 
des geplanten Anbaus auf KTN D.________ gegen Osten 1.50 m, wobei sie 'le-
diglich' 83 cm über die bisherige Ostfassade hinausspringen, welche ihrerseits 
gegenüber der Liegenschaft KTN G.________ einen Grenzabstand von ca. 2.33 
m einhält (vgl. RRB Nr. 684/2016 vom 17.8.2016 S. 4 Ziff. 3.4; Plan 069-010-3 
vom 12.5.2015 Grundrisse).

Die Gebäudehöhe an der Ostfassade des Gebäudes auf KTN D.________ ist 
leicht höher als 9.0 m (vgl. Erw. 3.1 hiervor). Der Minimalgrenzabstand 
gegenüber KTN G.________ beträgt gemäss Art. 45 Abs. 4 Satz 1 BauR daher 
ein wenig mehr als 3.0 m (vgl. Erw. 2.2 hiervor). Gleichwohl kann festgestellt 
werden, dass von der Benützung der Balkone des geplanten Anbaus auf KTN 
D.________, welche die ordentlichen Abstandsvorschriften im Sinne von § 59 
Abs. 2 PBG lediglich geringfügig unterschreiten, keine unzumutbaren Beeinträch-
tigungen der Nachbarliegenschaft zu erwarten sind, dies insbesondere auch vor 
dem Hintergrund der generell engen Verhältnisse im Quartier, in welchem keines 
der Gebäude die Minimalgrenzabstände rundum einhält. 

5.5 Im Ergebnis ist den Vorinstanzen beizupflichten, dass aufgrund der Reduk-
tion des Grenzabstandes des geplanten Anbaus auf KTN D.________ die 
Wohnhygiene des Nachbargebäudes der Beschwerdeführer nicht unzumutbar 
beeinträchtigt wird. Die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführer betreffend 
die mögliche bauliche Entwicklung ihrer Liegenschaft vermögen daran nichts zu 
ändern.

6.1 Hinsichtlich des weiteren Kriteriums von Art. 45 Abs. 4 Satz 2 BauR, wonach 
durch eine Reduktion des Grenzabstandes eine gleiche oder bessere Gesamt-
wirkung erzielt werden muss, ist vorab festzuhalten, dass sich die Liegenschaft 
KTN D.________ in unmittelbarer Nähe zum nördlich angrenzenden Haus 
"R.________" auf KTN I.________ befindet, welches im Kantonalen Inventar der 
Geschützten Bauten und Objekte (KIGBO) unter der Nr. S.________ als lokal 
eingestuftes Denkmal verzeichnet ist. Sodann befindet sich die Liegenschaft KTN 
D.________ im Perimeter des Inventars der schützenswerten Ortsbilder der 
Schweiz (ISOS), V.________, welches mit dem höchsten Erhaltungsziel A mit 

11

besonderer Bedeutung bewertet wird (vgl. Vi-act. III-01 Bel. 2 und 3; BRB Nr. 
131/15.3 vom 26.8.2015 S. 3 Ziff. 3).

Die Beschwerdeführer verweisen überdies auf das Ortsbildinventar von 1985, 
worin die schachbrettartige Anordnung der zwölf kubischen Bauten mit 
Abständen von ca. 5 m im Quartier Nord- / Eisenbahn- / K.________ als 
interessante und typische Bauweise beschrieben und die klare, symmetrische 
Fassadengliederung mit Massivsockel und Holzschindelbauweise sowie die als 
Parkgasse und als Sitzplätze dienenden Zwischenräume gewürdigt werden. In 
den Erhaltungszielen wird eine Rücksichtnahme auf die Aussengliederung 
verlangt und dass die Kuben nicht durch unmässige Anbauten zerstört oder 
weiter aufgestockt werden (Bf-act. 7 S. 169, Beschwerde vom 13.9.2016 S. 3f. 
Ziff. 2.14).

6.2 Der Bezirksrat konnte sich bei seiner Einschätzung, dass es sich beim ge-
planten, holzverschalten Anbau auf KTN D.________ mit seinen geringen Di-
mensionen (vgl. Erw. 5.1 hiervor) um einen untergeordneten Gebäudeteil ohne 
qualitätsmindernde Quartierwirkung handle (BRB Nr. 131/15.3 vom 26.8.2015 S. 
4 Ziff. 4), insbesondere auf die Beurteilung des sachverständigen Denkmalpfle-
gers (Amt für Kultur des Kantons Schwyz) stützen, der in seiner Beurteilung vom 
15. Juli 2015 festhielt, der holzverschalte Anbau stelle eine geringe Erweiterung 
dar, welche sich gut in die Situation einfüge und daher keinen negativen Einfluss 
auf den Umgebungsschutz des Hauses R.________ (KIGBO-Nr. S.________; 
KTN I.________) oder das Ortsbild ausübe (Vi-act. II-02 Bel. in Baumappe). Im 
Fachbericht des Amtes für Kultur, Denkmalpflege und Ortsbildschutz vom 10. 
Dezember 2014 wurde dazu festgehalten, das Projekt befinde sich in unmittelba-
rer Umgebung des Hauses R.________. Die Situation werde durch den Neubau 
jedoch nicht wesentlich verändert, so dass der Umgebungsschutz gewährleistet 
bleibe. Der geplante Umbau übernehme die Form und Gestaltung des bestehen-
den Baukörpers (vgl. Vi-act. III-01 Bel. 3).

In der Vernehmlassung im Verwaltungsbeschwerdeverfahren vom 18. November 
2015 wies der Bezirksrat ferner u.a. darauf hin, dass einerseits die Hauptfassade 
des Gebäudes auf der Liegenschaft T.________ auf die K.________ ausgerich-
tet sei (vgl. Ortsbildinventar von 1985 S. 169), und deren klare symmetrische Glie-
derung durch die Anbaute in keiner Weise beeinträchtigt werde. Andererseits 
verfügten sieben der zwölf im Ortsbildinventar aufgenommenen Häuser über ei-
nen hofseitigen Anbau, solche also geradezu quartiertypisch seien. Angesichts 
des gegenüber dem Hauptbau sehr untergeordnet wirkenden Anbaus werde der 
strenge kubische Gesamteindruck der Häusergruppe nicht beeinträchtigt (Vi-act. 
II-02).

12

6.3 Der Regierungsrat hielt im RRB Nr. 684/2016 vom 17. August 2016 (S. 5 
Ziff. 3.5.3 ff.) dazu u.a. fest, dass sich im vorliegenden Fall auch die Ansicht 
vertreten liesse, mit einem bündigen Anbau mit den Fassadenfluchten der Ost- 
und Südfassade des Hauptgebäudes auf KTN D.________ könnte eine noch 
bessere Lösung erzielt werden. Der Regierungsrat wies indessen auf den Er-
messensspielraum des Bezirksrates und die positiven Äusserungen der Denk-
malpflege zum geplanten Anbau und gelangte zur Beurteilung, dass es ihm nicht 
zustehe, die sachlich vertretbare Auslegung des Bezirksrates hinsichtlich der 
Gesamtwirkung durch eine andere zu ersetzen.

6.4 Soweit die Beschwerdeführer im Nichteingreifen des Regierungsrates eine 
willkürliche, unrichtige Rechtsanwendung erkennen, kann ihnen nicht gefolgt 
werden. In Rechtsprechung und Doktrin ist anerkannt, dass eine 
Rechtsmittelbehörde, die nach der gesetzlichen Ordnung mit freier Kognition 
entscheiden muss, diese einschränken darf, wenn die Natur der Streitsache das 
rechtfertigt bzw. gebietet, etwa wenn die Rechtsanwendung technische Probleme 
oder Fachfragen betrifft, zu deren Beantwortung und Gewichtung die verfügende 
Behörde aufgrund ihres (u.U. bei Fachinstanzen eingeholten) Spezialwissens 
besser geeignet ist, oder die verfügende Behörde aufgrund ihrer örtlichen, 
sachlichen oder persönlichen Nähe sachgerechter zu beurteilen vermag als die 
Beschwerdeinstanz (vgl. BGE 135 II 384 Erw. 2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 
2C_694/2009 vom 20.5.2010 Erw. 2.2.1). Des Weiteren ist zu erwähnen, dass 
die kantonale Behörde gegenüber Bezirks- und Gemeindebehörden sowie 
Organen kommunaler Zweckverbände Ermessensfehler nur überprüfen kann, 
soweit dadurch die Autonomie der von ihnen vertretenen Körperschaften nicht 
verletzt wird (§ 46 Abs. 2 VRP [SRSZ 234.110] vom 6.6.1974).

Mit der nicht abschliessenden Ordnung für Grenz- und Gebäudeabstände in 
Kernzonen in § 52 Abs. 2 lit. a PBG hat das kantonale Recht den Gemeinden 
eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit eingeräumt, wovon der Bezirk 
L.________ in Art. 45 Abs. 4 BauR Gebrauch gemacht hat. Sodann steht der 
kommunalen Baubewilligungsbehörde nach konstanter Rechtsprechung in Fra-
gen der Ästhetik und des Ortsbildschutzes ein erheblicher Beurteilungsspielraum 
zu (vgl. statt vieler VGE III 2014 11 vom 22.5.2014 Erw. 4.4 mit Hinweisen). Die 
Überprüfung der mit dem Ortsbildschutz zusammenhängenden unbestimmten 
Rechtsbegriffe hat zurückhaltend zu erfolgen. Ein Einschreiten des Regierungs-
rates ist regelmässig nur dann gerechtfertigt, wenn die beanstandete Haltung der 
Baubewilligungsbehörde in Bezug auf die Einordnung schwer wiegende Mängel 
aufweist und sich deshalb nicht vertreten lässt (vgl. EGV-SZ 1994, Nr. 5, 
Erw. 4.2; VGE III 2015 170 vom 27.1.2016 Erw. 4.1.3).

13

6.5 Es ist vor dem dargelegten Hintergrund nicht zu beanstanden, dass der 
Regierungsrat in casu darauf erkannt hat, der Bezirksrat habe mit seiner - auf ei-
ne Beurteilung der zuständigen Fachinstanz gestützten - sachlich vertretbaren 
Auslegung den ihm zustehenden Ermessensspielraum nicht verletzt. Dass die 
Beschwerdeführer mit der Beurteilung der Denkmalpflege (vgl. dazu Erw. 6.2 
hiervor) nicht einverstanden sind, ändert daran nichts. Da es sich um eine 
insgesamt geringfügige Änderung abseits der Hauptfassade an einer nicht 
besonders geschützten Baute (im ISOS Gebiet U.________ handelt, ohne 
erhebliche Auswirkungen auf das schützenswerte Ortsbild, durfte die 
Fachstellungnahme der Denkmalpflege kurz ausfallen (vgl. Urteil des 
Obergerichts Schaffhausen 60/2015 vom 20.12.2016 Erw. 2.4.1). Die 
Beschwerdeführer vermögen denn auch nicht substantiiert darzutun, inwiefern 
durch die Anbaute - mit ihren bescheidenen Dimensionen (vgl. Erw. 5.2 hiervor) - 
im südöstlichen Eckbereich des Gebäudes auf KTN D.________ das nördlich 
von der Liegenschaft des Beschwerdegegners, auf KTN I.________ gelegene 
Haus R.________ oder gar den Gesamteindruck des Quartiers beeinträchtigt 
werden sollte. Auch wurde das Schutzziel für das Quartier nicht ausgeblendet, 
sondern von der Denkmalpflege als nicht beeinträchtigt beurteilt (vgl. Erw. 6.2 
hiervor). Nicht nachvollziehbar ist, weswegen der Umstand, dass die Traufhöhe 
des Risaliten auf der Ostseite des bestehenden Gebäudes auf KTN D.________ 
auf dem Plan 069-011-3 vom 12.5.2015 (Ostfassade) wohl um ca. 40 cm zu tief 
eingezeichnet ist (vgl. Bf-act. 11 und 12), die Beurteilung der Denkmalpflege in 
Frage stellen sollte, dass sich der geringfügige Anbau gut in die Situation einfüge 
und daher keinen negativen Einfluss auf den Umgebungsschutz des Hauses 
R.________ habe (vgl. Erw. 6.2 hiervor).  

Der Regierungsrat hat es nach dem Gesagten zu Recht unterlassen, sein eige-
nes Ermessen, an dasjenige des Bezirksrates zu stellen, selbst wenn sich in ca-
su auch eine andere Ansicht vertreten liesse. Einen schwerwiegenden Mangel, 
welcher ein Eingreifen und/oder den Beizug von Sachverständigen erfordert hät-
te, hat der Regierungsrat in der Beurteilung des Bezirksrates zu Recht nicht er-
kannt. Es kann auf die zutreffenden Ausführungen in RRB Nr. 684/2016 vom 
17. August 2016 (S. 5 Ziff. 3.5.3 ff.) verwiesen werden. 

6.6 Zu beachten ist auch, dass dem Verwaltungsgericht als zweite Beschwer-
deinstanz nurmehr eine Sachverhalts- und Rechtskontrolle, nicht aber eine Er-
messenskontrolle zukommt (vgl. § 55 Abs. 1 bis 3 VRP). Als zweite kantonale 
Rechtsmittelinstanz hat sich das Verwaltungsgericht auf die Prüfung zu be-
schränken, ob die von der kommunalen Bewilligungsbehörde vorgenommene 
und vom Regierungsrat geschützte Würdigung des Bauvorhabens vertretbar ist. 

14

Die von den Vorinstanzen vorgenommene Würdigung, der sich durch die zusätz-
liche Reduktion des Grenzabstandes im Bereich des Anbaus auf KTN 
D.________ erzielten Gesamtwirkung, erweist sich im Ergebnis klar als vertret-
bar. Damit besteht vorliegend kein Anlass, anstelle der Vorinstanzen eine eigene 
umfassende Beurteilung vorzunehmen. 

7. Nachdem die Beschwerdeführer die Beeinträchtigung der Erschliessung ih-
res Grundstückes resp. der Zufahrt zu ihrer Garage im Bereich des Anbaus auf 
KTN D.________ zu Recht nicht mehr rügen, können weitere Ausführungen mit 
Hinweis auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid 
(Erw. 4.1 ff.) vorliegend unterbleiben.

8. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die Verfahrens-
kosten von Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) zu 
Lasten der Beschwerdeführer (§ 72 Abs. 2 Satz 1 VRP). 

Die Beschwerdeführer (unter solidarischer Haftbarkeit) haben zudem dem be-
anwalteten Beschwerdegegner eine Parteientschädigung zu entrichten. Diese 
wird in Beachtung des Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebT; SRSZ 280.411) 
vom 27. Januar 1975, der für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht 
in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, sowie der in § 2 
enthaltenen Kriterien und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf 
Fr. 2'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgelegt.

15

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbar-
keit auferlegt. Nachdem am 26. September 2016 ein Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- entrichtet wurde, ist die Rechnung ausgeglichen. 

3. Die Beschwerdeführer (unter solidarischer Haftbarkeit) haben dem Be-
schwerdegegner eine Parteientschädigung von Fr. 2'200.-- (inkl. Barausla-
gen und MwSt) zu entrichten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:

- den Vertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners (2/R)
- den Bezirksrat L.________ (R)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz 
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst
- und das kantonale Amt für Raumentwicklung. 

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. Juli 2017