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**Case Identifier:** 68444ed0-d9b3-50ea-8b83-fdffa4ebd855
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 16.04.2025 810 25 27 (810 2025 27)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-25-27_2025-04-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 16. April 2025 (810 25 27) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Errichtung einer Beistandschaft / Ablehnung einer bestimmten Person als Beistand 

durch die betroffene Person 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Daniel  

Häring, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber  
Marius Wehren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Peter Burkhalter, 
Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
 

 C.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Errichtung einer Beistandschaft  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
10. Januar 2025) 

 

 

 

 

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A. Mit Schreiben vom 16. September 2024 wandte sich der Sohn von C.____ (geb. 1934), 
A.____, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB). Er führte aus, dass 
seine Mutter seit März 2024 im Pflegeheim D.____ in E.____ wohne und er für sie die administ-
rativen und finanziellen Belange erledige. Zu diesem Zweck habe er seine Mutter um Vollmach-
ten gebeten, was sie jedoch verweigert habe. Er bringe ihr daher monatlich die Rechnungen 
und sie unterschreibe die jeweiligen Zahlungsaufträge. Seine Mutter verweigere indes zuneh-
mend die nötigen Unterschriften, sodass er diese Aufgabe nicht mehr erledigen könne. Der ge-
sundheitliche Zustand seiner Mutter habe sich im letzten Jahr verschlechtert. Er vermute, dass 
bei seiner Mutter eine dementielle Entwicklung vorliege.  
 
B. Gestützt auf die Meldung von A.____ eröffnete die KESB für C.____ ein Verfahren 
betreffend Prüfung von Erwachsenenschutzmassnahmen. Sie erteilte F.____, interner Abklä-
rungsdienst der KESB, den Auftrag zur Abklärung der Situation von C.____.  
 
C. In ihrem Abklärungsbericht vom 12. Dezember 2024 empfiehlt F.____, dass für C.____ 
eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 ZGB in Verbindung mit Art. 395 ZGB errichtet und 
eine Fachperson als Mandatsperson eingesetzt werde.  
 
D. Am 8. Januar 2025 führte die KESB eine Anhörung von C.____ durch, anlässlich wel-
cher diese über die vorgesehene Errichtung einer Beistandschaft und die Einsetzung von 
G.____ als Beistandsperson informiert wurde.  
 
E. Mit Entscheid der KESB vom 10. Januar 2025 wurde für C.____ eine Vertretungsbei-
standschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 Abs. 1 ZGB in Verbin-
dung mit Art. 395 ZGB errichtet (Ziff. 1) mit den Aufgabenbereichen, die verbeiständete Person 
beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten soweit nötig zu vertreten, insbesondere 
auch im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, (Sozial)-Versicherungen, sonstigen Insti-
tutionen und Privatpersonen (lit. a), und sowohl Einkommen als auch Vermögen der verbei-
ständeten Person sorgfältig zu verwalten (lit. b). Der Mandatsperson wurden gemäss Art. 391 
Abs. 3 ZGB die Befugnisse erteilt, die Post der verbeiständeten Person zu öffnen, zu bearbeiten 
und umzuleiten (Ziff. 2). Als Mandatsperson wurde G.____, Berufsbeistandschaft B.____, er-
nannt (Ziff. 3). Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen  
(Ziff. 6).  
 
F. Mit Eingabe vom 10. Februar 2025 erhob A.____, vertreten durch Dr. Peter Burkhalter, 
Rechtsanwalt, gegen den Entscheid der KESB vom 10. Januar 2025 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Er stellt das Be-
gehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1) und der Beschwerdeführer sei per 
sofort als Vertretungsbeistand der betroffenen Person mit Einkommens- und Vermögensverwal-
tung zu ernennen (Ziff. 2). Mit separater Eingabe vom 10. Februar 2025 stellte der Beschwerde-
führer den Verfahrensantrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung.  
 

 

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G. In ihrer Vernehmlassung vom 25. Februar 2025 stellt die Vorinstanz das Begehren, die 
Beschwerde ebenso wie das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung seien 
unter o/e-Kostenfolge vollumfänglich abzuweisen.  
 
H. Mit Verfügung vom 27. Februar 2025 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. Der Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung wurde abgewiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde 
Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im Sinne dieser 
Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG 
ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht. Das Verfahren richtet sich vorab nach Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmun-
gen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB).  
 
1.2.1 Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren 
beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei als am Verfahren beteiligte Person und als 
der betroffenen Person nahestehende Person zur Beschwerde legitimiert.  
 
1.2.2 Als am Verfahren beteiligte Personen im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB gelten 
jene Personen, die vom zu erlassenden Entscheid unmittelbar betroffen sind, namentlich die 
hilfsbedürftige Person, zu deren Gunsten behördliche Massnahmen angeordnet werden sollen. 
Allein der Umstand, dass eine Person im erstinstanzlichen Verfahren zur Stellungnahme einge-
laden oder ihr der Entscheid eröffnet wurde, macht diese nicht zur am Verfahren beteiligten 
Person (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_165/2019 vom 16. August 2019 E. 3.2 mit Hinwei-
sen). Wer nicht unmittelbar von der angeordneten Massnahme betroffen ist, muss stets die  
Voraussetzungen einer Qualifikation als nahestehende Person oder als Drittperson erfüllen. 
Erfüllt er sie nicht, so bleibt ihm die Beschwerde auch bei faktischer Ingerenz in das vorinstanz-
liche Verfahren verschlossen (vgl. LORENZ DROESE, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1 - 456 ZGB, 7. Aufl., Basel 2022, N 30 zu Art. 450 ZGB).  
 
1.2.3 Der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht geltend, dass er von der strittigen Anord-
nung der Vorinstanz unmittelbar betroffen ist. Soweit er darauf verweist, dass die Einleitung des 
vorinstanzlichen Verfahrens aufgrund seiner Gefährdungsmeldung erfolgt sei, genügt dies nicht, 
um ihn als am Verfahren beteiligte Person gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zu qualifizieren. 
Inwiefern der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall über ein eigenes rechtlich geschütztes 
Interesse verfügen soll, welches ihn gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB legitimieren würde, 
wird von ihm nicht substantiiert dargelegt und ist auch nicht ersichtlich.  
 

 

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1.2.4 Beim Beschwerdeführer handelt es sich um den Sohn der Beigeladenen, welcher un-
bestrittenermassen eine enge Beziehung zu seiner Mutter hat. Der Beschwerdeführer macht 
geltend, dass ihm die Bedürfnisse der Beigeladenen bestens bekannt seien und er die Ein-
kommens- und Vermögensverwaltung gemäss den ihm bekannten Interessen seiner Mutter 
wahrnehmen wolle. Aus seinen Ausführungen geht hervor, dass er zumindest aus seiner Sicht 
versucht, die Interessen seiner Mutter wahrzunehmen. Der Beschwerdeführer ist damit als na-
hestehende Person im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB grundsätzlich zur Beschwerde 
legitimiert. Die Frage, ob er mit Blick auf die beantragte eigene Einsetzung als Beistand entge-
gen dem Wunsch der Beigeladenen (E. 4.5.1 ff. hiernach) geeignet ist, deren Interessen zu 
wahren, braucht nicht vertieft zu werden, da sich die Beschwerde gemäss den nachfolgenden 
Erwägungen ohnehin als unbegründet erweist. Da im Übrigen sämtliche Prozessvoraussetzun-
gen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde verbunden mit diesem Hinweis einzutreten.  
 
2. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Der Beschwerdeführer stellt die Begehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben 
(Ziff. 1) und er sei als Vertretungsbeistand der Beigeladenen mit Einkommens- und Vermö-
gensverwaltung zu ernennen (Ziff. 2). Aus den gestellten Begehren ergibt sich, dass der Be-
schwerdeführer den angefochtenen Entscheid nicht vollumfänglich, sondern lediglich hinsicht-
lich der eingesetzten Mandatsperson anficht. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens 
bildet demzufolge nicht die Errichtung der Vertretungsbeistandschaft als solche, sondern einzig 
die Person des Beistands. 
 
4.1 Die Vorinstanz erwog, gemäss Art. 401 Abs. 2 ZGB berücksichtige die KESB bezüglich 
der Wahl der Beistandsperson, soweit tunlich, Wünsche von Angehörigen oder anderen nahe-
stehenden Personen. Lehne die betroffene Person eine bestimmte Person als Beistandsperson 
ab, so entspreche die KESB, soweit tunlich, diesem Wunsch (Art. 401 Abs. 3 ZGB). Der Be-
schwerdeführer habe sich als Beistandsperson zur Verfügung gestellt und dessen Einsetzung 
sei seitens der KESB geprüft worden. Die Beigeladene habe sich indes mehrfach, letztmals im 
Rahmen der persönlichen Anhörung vom 8. Januar 2025, dahingehend geäussert, dass sie 
ihrem Sohn nicht vertraue und ihm niemals eine Vollmacht für die Erledigung ihrer Angelegen-
heiten erteilen würde. Er sei krank und könne nicht mit Geld umgehen. Aus fachlicher Sicht sei 
zudem zu erwähnen, dass die Beigeladene mit der Errichtung der Beistandschaft nicht einver-
standen sei und daher mit Widerstand in der Mandatsführung zu rechnen sei. Ferner bestehe 
beim Beschwerdeführer eine psychische Erkrankung, deren Auswirkungen auf die Mandatsfüh-
rung für die KESB nicht ausreichend abschätzbar seien. Insgesamt ergäben die dargelegten 
Umstände, dass der Beschwerdeführer als Mandatsperson für das vorliegende Mandat ausser 
Betracht falle. 
 
 

 

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4.2 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe seine Eig-
nung als Beistand zu Unrecht unter Hinweis auf seinen Gesundheitszustand in Frage gestellt. 
Mit Arztzeugnissen vom 16. Oktober 2024 und 3. Februar 2025 habe er dargelegt, dass bei ihm 
keine psychische Beeinträchtigung mehr vorliege. Der Nachweis, dass er gesund und somit für 
das Mandat als Beistand geeignet sei, sei damit erbracht worden. Ferner liege eine Patienten-
verfügung der Beigeladenen vor, welche ihn als erste Vertrauensperson aufführe. In der Praxis 
sei das gängige Vorgehen, dass vor allem bei fehlender Patientenverfügung auf den Vorsorge-
auftrag bzw. die darin genannte Vertrauensperson zurückgegriffen werde, um medizinische 
Massnahmen abzuklären. Das genannte Vorgehen müsse auch in umgekehrter Weise zulässig 
sein, handle es sich bei medizinischen Massnahmen doch um schwere Eingriffe in höchstper-
sönliche Rechte, über die von Gesetzes wegen ohne Patientenverfügung nur von nahestehen-
den Personen entschieden werden könne. Aus diesem Grund müsse es der in der Patienten-
verfügung genannten Vertrauensperson möglich sein, die finanziellen Angelegenheiten der be-
troffenen Person zu regeln. Im angefochtenen Entscheid werde der Beschwerdeführer sodann 
unter unvollständiger Sachverhaltsfeststellung und ohne sachliche Begründung als ungeeigne-
ter als der ernannte Berufsbeistand qualifiziert. Der Entscheid der Vorinstanz erweise sich damit 
als unangemessen. Er verstosse zudem gegen den Subsidiaritätsgrundsatz und berücksichtige 
die Wünsche von Angehörigen nach Art. 401 Abs. 2 ZGB nicht angemessen. Anlässlich der 
Anhörung habe die Beigeladene sowohl die vorgeschlagene Beistandsperson als auch den Be-
schwerdeführer abgelehnt. Dieses Verhalten zeige das gegenwärtige Unvermögen der Beigela-
denen, die Gegebenheiten richtig einzuordnen. Es könne davon ausgegangen werden, dass 
sich die Beigeladene bei der Wahl zwischen dem Berufsbeistand und ihrem Sohn als Privatbei-
stand doch für letzteren entscheiden würde. 
 
4.3 Die Vorinstanz entgegnet zusammengefasst, bei der Beigeladenen liege eine Urteils-
unfähigkeit bezüglich finanzieller Angelegenheiten und rechtlicher Verfahren vor. Dies bedeute 
jedoch nicht, dass sie per se urteilsunfähig sei, was die Wahl einer Beistandsperson anbelange. 
An die Urteilsfähigkeit hinsichtlich der Wahl einer Beistandsperson seien nicht die gleichen An-
forderungen zu stellen wie an jene hinsichtlich der Erledigung von finanziellen und rechtlichen 
Angelegenheiten. Die Beigeladene habe im Verfahren betreffend die Prüfung von Erwachse-
nenschutzmassnahmen gegenüber verschiedenen Mitarbeitenden der KESB mehrfach und 
konsistent geäussert, dass sie dem Beschwerdeführer unter keinen Umständen eine Vollmacht 
erteilen wolle. Es liege somit auf der Hand, dass sie auch nicht möchte, dass der Beschwerde-
führer als ihr gesetzlicher Vertreter (Vertretungsbeistandsperson) ernannt werde. Aus Sicht der 
KESB gehe unter dem Aspekt der Selbstbestimmung der Wunsch der betroffenen Person hin-
sichtlich der Ablehnung einer bestimmten Person im Sinne von Art. 401 Abs. 3 ZGB dem 
Wunsch eines Angehörigen auf Einsetzung als Beistandsperson gemäss Art. 401 Abs. 2 ZGB 
vor. Weiter trage das zumindest als fragwürdig erscheinende Vorgehen des Beschwerdefüh-
rers, die eigene Mutter – mit Blick auf den unzutreffenden Hinweis, eine Bekannte und nicht er 
erledige ihre Angelegenheiten – zu belügen, um ihre administrativen und finanziellen Angele-
genheiten erledigen zu können, nicht zur Vertrauenswürdigkeit des Beschwerdeführers als Bei-
standsperson bei. Schliesslich bleibe aus Sicht der KESB auch nicht ausreichend abschätzbar, 
ob und inwieweit die psychische Krankheit des Beschwerdeführers Auswirkungen auf die Man-
datsführung habe.  

 

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4.4.1 Gemäss Art. 400 Abs. 1 ZGB ernennt die Erwachsenenschutzbehörde als Beistand 
oder Beiständin eine natürliche Person, die für die vorgesehenen Aufgaben persönlich und 
fachlich geeignet ist, die dafür erforderliche Zeit einsetzen kann und die Aufgaben selber wahr-
nimmt. Schlägt die betroffene Person eine Vertrauensperson als Beistand oder Beiständin vor, 
so entspricht die Erwachsenenschutzbehörde ihrem Wunsch, wenn die vorgeschlagene Person 
für die Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme bereit ist (Art. 401 Abs. 1 ZGB). Sie 
berücksichtigt, soweit tunlich, Wünsche der Angehörigen oder anderer nahestehender Perso-
nen (Art. 401 Abs. 2 ZGB). Lehnt die betroffene Person eine bestimmte Person als Beistand 
oder Beiständin ab, so entspricht die Erwachsenenschutzbehörde, soweit tunlich, diesem 
Wunsch (Art. 401 Abs. 3 ZGB).  
 
4.4.2 Das Selbstbestimmungsrecht verlangt, dass die betroffene Person nicht nur positiv 
eine Vertrauensperson als Beistand bezeichnen kann (Art. 401 Abs. 1 ZGB), sondern auch ne-
gativ eine Person als Beistand ablehnen darf (Art. 401 Abs. 3 ZGB). An die Urteilsfähigkeit sind 
dabei jeweils keine hohen Anforderungen zu stellen (vgl. RUTH E. REUSSER, in: Geiser/Fountou-
lakis [Hrsg.], a.a.O., N 8 und 21 zu Art. 401 ZGB; CHRISTOPH HÄFELI, in: Häfeli/Rosch [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Der Erwachsenenschutz, Bern 2023, N 44 zu Art. 401 ZGB; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_904/2014 vom 17. März 2015 E. 2.2). Der Ablehnung ist zwar grundsätzlich 
zu entsprechen, aber nur soweit dies tunlich, d.h. in der konkreten Situation bei Abwägung aller 
Umstände geboten ist. Die KESB hat nach pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden, ob sie 
der Ablehnung, die auf einigermassen einleuchtenden Gründen beruhen muss, entspricht oder 
nicht. Zu verhindern gilt, dass der Betroffene systematisch bzw. wiederholt eine vorgeschlagene 
Person ablehnt und damit die Massnahme vereitelt (vgl. REUSSER, a.a.O., N 22 zu Art. 401 
ZGB; HÄFELI, a.a.O., N 45 zu Art. 401 ZGB). Die Regelung von Art. 401 Abs. 2 ZGB kommt nur 
zum Zug, wenn die betroffene Person keine Wünsche äussern kann oder will. Die Vorschläge 
der Angehörigen haben mithin gegenüber den Wünschen der betroffenen Person nur subsidiäre 
Bedeutung. Namentlich verlangt Art. 401 Abs. 2 ZGB lediglich, dass die KESB die Vorschläge 
"berücksichtigt", und steht damit im Gegensatz zu Art. 401 Abs. 1 und 3 ZGB, wonach den 
Wünschen der betroffenen Person grundsätzlich zu entsprechen ist (vgl. REUSSER, a.a.O., N 16 
und 19 zu Art. 401 ZGB; HÄFELI, a.a.O., N 30 zu Art. 401 ZGB).  
 
4.5.1  Dem Abklärungsbericht der KESB vom 12. Dezember 2024 kann entnommen werden, 
dass bei der Beigeladenen gemäss Arztbericht von Dr. med. H.____ vom 10. Dezember 2024 
ein Schwächezustand im Sinne einer geistigen Beeinträchtigung vorliege. Die Beigeladene sei 
bezüglich finanzieller Geschäfte und rechtlicher Verfahren nicht urteilsfähig. Eine Einsicht liege 
diesbezüglich nicht vor. Es bestehe eine Patientenverfügung, in welcher der Beschwerdeführer 
als Vertrauensperson bezeichnet werde. Ein Vorsorgeauftrag bestehe nicht. Die Abklärende 
habe bereits zu Beginn der Abklärungen von der Beigeladenen erfahren, dass diese keinesfalls 
wolle, dass ihr Sohn ihre Angelegenheiten erledigen würde. Beim zweiten Besuch der Abklä-
renden im Beisein eines Spruchkörpermitglieds der Vorinstanz habe die Beigeladene diese 
Aussage bestätigt. Die Aussicht, dass ihr Sohn, welcher nach Angaben der Beigeladenen psy-
chisch krank sei und nicht mit Geld umgehen könne, ihre Belange regle, löse in der Beigelade-
nen grossen Stress aus. Der Beschwerdeführer beziehe seit ca. 20 Jahren eine volle IV-Rente 

 

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aufgrund einer paranoiden Schizophrenie. Er sei deswegen mehrfach per fürsorgerischer Un-
terbringung in die Psychiatrie eingewiesen worden und habe somit immer wieder Phasen, in 
denen er selbst nicht urteilsfähig sei. Gegenüber seiner Mutter habe der Beschwerdeführer 
nach eigenen Aussagen Notlügen benutzt, um Diskussionen mit ihr aus dem Weg zu gehen. Da 
seine Mutter ihm nicht vertraue, habe er behauptet, eine Bekannte erledige die Steuererklärung 
und andere administrative Aufgaben für sie. So sei seine Mutter beruhigt. Der Beschwerdefüh-
rer habe weiter geäussert, dass seine Mutter niemanden wolle, der etwas für sie regle. Die Bei-
geladene sei jedoch beruhigt gewesen im Glauben, dass jemand anderes bereits ihre Belange 
regle. Somit scheine sie anderen Personen mehr zu vertrauen als ihrem Sohn. Weiter habe der 
Beschwerdeführer in Gesprächen mit der Vorinstanz nicht akzeptieren können, den Arztbericht 
seiner Mutter ohne Vollmacht aus Datenschutzgründen nicht einfach ausgehändigt zu bekom-
men. Er habe diesbezüglich trotz mehrerer Erklärungen der Vorinstanz keine Einsicht erlangen 
können. Für das Führen eines Mandats sei jedoch die Befolgung von rechtlichen Vorgaben un-
abdingbar. Ebenfalls sei in der Zusammenarbeit mit der Vorinstanz von Seiten des Beschwer-
deführers kaum Kooperationsbereitschaft ersichtlich gewesen. Er sei jeweils rasch in Wider-
stand und Drohungen verfallen, wenn der Ablauf im Verfahren nicht seinen Vorstellungen ent-
sprochen habe. Der Beschwerdeführer werde aus all diesen Gründen als nicht geeignet emp-
funden, das Mandat für seine Mutter auszuüben. Die Abklärende empfehle, dass eine Fachper-
son für die Ausübung des Mandats eingesetzt werde. 
 
4.5.2 Anlässlich der Anhörung durch die KESB äusserte sich die Beigeladene im Wesentli-
chen dahingehend, dass sie nicht wisse, wer ihre finanziellen und administrativen Sachen erle-
dige. Es werde jedoch alles erledigt und so solle es auch bleiben. Ihr Sohn könne dies nicht 
machen, da er krank sei und sie ihm nicht vertrauen könne. Auf den Hinweis der KESB, wonach 
die Errichtung einer Beistandschaft und die Einsetzung von G.____ als Beistand vorgesehen 
sei, teilte die Beigeladene mit, dass sie dies nicht benötige und alles so bleiben solle, wie es sei 
(Protokoll der Anhörung vom 8. Januar 2025).   
 
4.5.3 Gestützt auf den Abklärungsbericht der KESB und die Anhörung vom 8. Januar 2025 
ist festzustellen, dass die Beigeladene die Einsetzung des Beschwerdeführers als Beistand ka-
tegorisch ablehnt. Zur Begründung verweist sie namentlich auf dessen (psychische) Krankheit 
und das mangelnde Vertrauen in ihren Sohn. Wie aus den Akten hervorgeht, gab der Be-
schwerdeführer gegenüber der KESB an, dass er an einer paranoiden Schizophrenie leide und 
aus diesem Grund seit ca. 2001 eine IV-Rente beziehe (Aktennotiz Telefonat vom 4. Oktober 
2024). Den von ihm eingereichten Arztzeugnissen kann entnommen werden, dass sich der Be-
schwerdeführer in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befinde, wobei sich in den 
letzten Jahren eine Stabilisierung ergeben habe und gegen eine Übernahme der Beistandschaft 
aus Sicht des Psychiaters keine Bedenken bestünden (Arztzeugnisse von Dr. med. I.____, 
Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. Oktober 2024 und 3. Februar 2025). Wie es 
sich damit verhält und ob die Eignung des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 400 Abs. 1 
ZGB gegeben ist, kann letztlich offenbleiben. Die Beurteilung des Psychiaters ändert nichts da-
ran, dass die psychische Krankheit des Beschwerdeführers und – daraus resultierend – das 
mangelnde Vertrauen der Beigeladenen in dessen Fähigkeiten zur Regelung ihrer administrati-
ven Belange einschliesslich der Einkommens- und Vermögensverwaltung nachvollziehbare 

 

Seite 8 

Gründe für eine Ablehnung im Sinne von Art. 401 Abs. 3 ZGB darstellen. Der Argumentation 
des Beschwerdeführers, wonach kein sachlicher Grund vorliege, warum der eingesetzte Be-
rufsbeistand ihm gegenüber bei gleicher Geeignetheit bevorzugt werde, kann damit nicht ge-
folgt werden. Wie bereits dargelegt (E. 4.4.2 hiervor), haben die Vorschläge von Angehörigen 
gegenüber den Wünschen der betroffenen Person subsidiäre Bedeutung. Sie werden lediglich 
"berücksichtigt", während den Wünschen der betroffenen Person grundsätzlich zu entsprechen 
ist. Ebenfalls kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, soweit er davon ausgeht, dass 
sich die Beigeladene bei einer Wahl zwischen dem Berufsbeistand und dem Beschwerdeführer 
für letzteren entscheiden würde. Zwar trifft zu, dass sich die Beigeladene der Errichtung einer 
Beistandschaft als solches entgegenstellt. Dass sie sich darüber hinaus gegen die Einsetzung 
von G.____ als Beistand im Besonderen ausgesprochen hätte, ist indes nicht der Fall. Die Ab-
lehnung der Beigeladenen bezieht sich vielmehr spezifisch auf die Erledigung ihrer administrati-
ven Angelegenheiten durch den Beschwerdeführer. Dem entspricht, dass die Beigeladene ge-
mäss dem Abklärungsbericht der KESB vor Errichtung der Beistandschaft beruhigt war im – 
notabene unzutreffenden – Wissen darum, dass jemand anderes als ihr Sohn ihre Belange reg-
le (Abklärungsbericht, S. 5).  
 
4.5.4 Der Beschwerdeführer kann auch aus der Patientenverfügung von 2015, mit welcher 
die Beigeladene ihn als Vertrauensperson einsetzte, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Soweit 
er geltend macht, mangels eines Vorsorgeauftrags sei auf die Patientenverfügung zurückzugrei-
fen und müsse es ihm gestützt darauf möglich sein, die finanziellen Interessen der Beigelade-
nen zu regeln, unterlässt er es, diese Rechtsauffassung auch nur ansatzweise zu belegen. Im 
Übrigen gelten für die Validierung des Vorsorgebeauftragten (Art. 363 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB) ohne-
hin andere Massstäbe als für die Beurteilung der Eignung als Beistandsperson (Urteil des Bun-
desgerichts 5A_427/2017 vom 6. Februar 2018 E. 3.1), weshalb der Argumentation des Be-
schwerdeführers auch aus diesem Grund nicht gefolgt werden könnte.  
 
4.6 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz das ihr in Bezug auf die Einsetzung der Bei-
standsperson zustehende Ermessen rechtskonform und unter richtiger sowie vollständiger 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausgeübt. Die Nichteinsetzung des Beschwer-
deführers als Beistand der Beigeladenen erweist sich als rechtmässig, was zur Abweisung der 
Beschwerde führt. 
 
5. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Verfah-
ren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebüh-
ren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder 
teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 1'200.-- sind ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die Parteikosten 
sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO).        
 
 
 
 

 

Seite 9 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe verrechnet.  

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 24. Februar 2025 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 5A_651/2025) erhoben.