# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4708d5b-62bc-500c-8c42-491f9b732d13
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.12.2010 B-485/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-485-2010_2010-12-07.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung II
B­485/2010

U r t e i l   v om     7 .   D e z embe r   2 0 1 0

Besetzung Richter Stephan Breitenmoser (Vorsitz),
Philippe Weissenberger und Vera Marantelli,   
Gerichtsschreiber Michael Barnikol.

Parteien 1. X._______ AG, 
2. A._______, 
3. B._______, 
alle vertreten durch lic. iur. Roger Lippuner, Rechtsanwalt, 
St. Gallerstrasse 46, Postfach 945, 9470 Buchs SG, 
Beschwerdeführende, 

gegen

Volkswirtschaftsdepartement des\Kantons St. Gallen, 
9000 St. Gallen,   
Vorinstanz, 

Landwirtschaftsamt St. Gallen, Unterstrasse 22, 9001 St. 
Gallen,   
Erstinstanz. 

Gegenstand Direktzahlungen 2007 und 2008.

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Sachverhalt:

A. 

A.a Die Beschwerdeführerin 1  ist eine Aktiengesellschaft, die einen Bio­
Obstbaubetrieb  betreibt. Mit Verfügung  vom 25. August  2005  stellte  die 
Erstinstanz  die  Direktzahlungsberechtigung  der  Beschwerdeführerin  1 
fest  und  erachtete  die  Beschwerdeführer  2  und  3  als  gemeinsame 
Bewirtschafter  des  Betriebs.  Dieser  Verfügung  lagen  folgende 
Beteiligungsverhältnisse  an  der  Beschwerdeführerin  1  zugrunde: 

Beschwerdeführer 2 66.89 %
A. und H. C._______                   15.89 %
Y._______ Holding AG 15.89 %
D._______   0.66 %
E._______     0.66 %

Bereits  im  Dezember  2004  kündigten  A.  und  H.  C._______  das 
Pachtverhältnis  für  die  von  ihnen  zur  Verfügung  gestellten 
landwirtschaftlichen  Nutzflächen  mit  der  Beschwerdeführerin 1.  Das 
Kreisgericht  Werdenberg­Sargans  stellte  mit  rechtskräftigem  Entscheid 
vom  3. November 2005  die Gültigkeit  der  Kündigung  per  31. März 2007 
fest.  Gemäss  den  von W.  F._______ mit  Schreiben  vom  5. März  2008 
eingereichten  Aktionärsverzeichnissen  sahen  die 
Beteiligungsverhältnisse  an  der  Beschwerdeführerin 1  und  weiteren 
Gesellschaften  per  29. Februar 2008 wie folgt aus:

Beschwerdeführerin 1: 
Beschwerdeführer 2 (gemäss Kaufvertrag  ab  27.  Februar  2009 
Beschwerdeführer 3) 66.89 %
A. und H. C._______                   15.89 %
Y._______ Holding AG 15.89 %
D._______   0.66 %
E._______      0.66 %

Z._______ AG:
W. F._______       74.26 %
G._______                24.75 %
D._______   0.99 %

Y._______ Holding AG:

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W. F._______        49.00 %
B. F._______        49.00 %
D._______   2.00 %.

A.b Mit Verfügung vom 26. Januar 2009 entschied die Erstinstanz, dass 
die  Beschwerdeführerin  1  für  die  Jahre  2007  und  2008  nicht  als 
selbständiger  Betrieb  anerkannt  werde.  Die  Beschwerdeführer  2  und  3 
seien  für  das  Jahr  2007  bzw.  2008  nicht  als  beitragsberechtigte 
Bewirtschafter  der  Beschwerdeführerin 1  anerkannt.  Zur  Begründung 
brachte  die  Erstinstanz  vor,  mit  H.  C._______  sei  im  Jahr  2007  eine 
unabhängige  Person  aus  dem  Betrieb  der  Beschwerdeführerin 1 
ausgeschieden.  Aktienverkäufe  an  den  Beschwerdeführer 2  und  den 
Beschwerdeführer 3 vom 3. Juli 2005 und 27. Februar 2008 seien nur  im 
Hinblick  auf  die  für  die  Direktzahlungsberechtigung  notwendigen  zwei 
Drittel  am  Aktienkapital  der  Beschwerdeführerin 1  erfolgt.  Sie  seien 
massiv  unter  Preis  erfolgt  und  vorgeschoben  worden,  weshalb  nicht 
davon ausgegangen werden könne, dass die Beschwerdeführer 2 und 3 
den  Betreib  jeweils  tatsächlich  übernommen  hätten.  Zudem  sei  die 
Beschwerdeführerin 1  aufgrund  der  verschiedenen  Eigen­  und 
Fremdkapitalbeteiligungen  zwischen  ihr  und  W.  F._______,  der 
Z._______  AG  und  der  Y._______  Holding  AG  nicht  finanziell 
unabhängig.

A.c  Gegen  diese  Verfügung  erhob  die  Beschwerdeführerin 1  am 
11. Februar 2009 Einsprache. Sie beantragte,  es  sei  festzustellen, dass 
der Betrieb  der Beschwerdeführerin 1,  insbesondere  für  die  Jahre  2007 
und 2008, als selbständiger Betrieb anerkannt werde und für den Bezug 
von Direktzahlungen berechtigt  sei. Der Beschwerdeführer 2  sei  für  das 
Jahr  2007  und  der  Beschwerdeführer 3  für  das  Jahr  2008  als 
beitragsberechtigter  Bewirtschafter  der  Beschwerdeführerin 1 
anzuerkennen.  Zudem  beantragte  sie,  die  Erstinstanz  sei  anzuweisen, 
der Beschwerdeführerin 1 Akteneinsicht im Hinblick auf die Anerkennung 
des  Betriebs  von  H.  C._______  sowie  sämtlicher  weiterer  Betriebe  mit 
Beteiligung juristischer Personen zu erteilen.

A.d Mit Entscheid vom 9. März 2009 wies die Erstinstanz die Einsprache 
der  Beschwerdeführerin  1  mit  der  Begründung  ab,  aus  dieser  ergäben 
sich  gegenüber  der  Verfügung  vom  26.  Januar  2009  keine  neuen 
Erkenntnisse.

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A.e  Gegen  diesen  Einspracheentscheid  erhob  die 
Beschwerdeführerin 1  am  12.  März  2009  Rekurs  bei  der  Vorinstanz. 
Sie  stellte  im  Wesentlichen  die  gleichen  Anträge  wie  im 
Einspracheverfahren.

A.f Mit  Entscheid  vom  17.  Dezember  2009  wies  die  Vorinstanz  den 
Rekurs  ab.  Sie  erwog,  die  Beschwerdeführerin  1  sei  in  den  Jahren 
2007  und  2008  trotz  eigener  Rechtspersönlichkeit  und 
Rechnungslegung  nicht  in  der  Lage  gewesen,  wichtige  Entscheide 
unabhängig  von W.  F._______  zu  treffen.  Dabei  stützte  sie  sich  auf 
mehrere  Indizien.  Sowohl  die  Beteiligungsverhältnisse  an  der 
Beschwerdeführerin 1, der Y._______ Holding AG und der Z._______ 
AG  als  auch  die  Verhältnisse  in  den  Verwaltungsräten  dieser 
Unternehmen  sprächen  gegen  die  Unabhängigkeit  des  Betriebs  der 
Beschwerdeführerin  1.  Zudem  liessen  erhebliche  finanzielle 
Verflechtungen und bestimmte geschäftliche Aktivitäten der beteiligten 
Personen und Gesellschaften darauf schliessen, dass der Betrieb der 
Beschwerdeführerin 1 wirtschaftlich nicht eigenständig sei.

B. 
Gegen  diesen  Entscheid  erhoben  die  Beschwerdeführenden,  alle 
vertreten  durch  Rechtsanwalt  Roger  Lippuner,  am  26.  Januar  2010 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragen,  es  sei 
festzustellen,  dass  der  Betrieb  der  Beschwerdeführerin  1  für  die  Jahre 
2007  und  2008  als  selbständiger  Betrieb  anerkannt  und  für  den  Bezug 
von Direktzahlungen berechtigt  sei. Der Beschwerdeführer 2 sei  für das 
Jahr  2007  und  der  Beschwerdeführer  3  für  das  Jahr  2008  als 
Bewirtschafter  der  Betriebs  anzuerkennen.  Die  Erstinstanz  sei 
anzuweisen,  den  Beschwerdeführenden  Einsicht  in  die  Unterlagen 
betreffend  die  Anerkennung  des  Betriebs  von  H.  C._______  und 
sämtlicher  weiterer  Betriebe  mit  Beteiligung  juristischer  Personen  zu 
erteilen.  Aufgrund  der  Annahme,  dass  der  Betrieb  der 
Beschwerdeführerin  1  ein  Verwalterbetrieb  des  Betriebs  von  W. 
F._______  sei,  hätten  die  Vorinstanzen  diesen  "zumindest  als 
Nebenpartei"  am  Verfahren  beteiligen  und  ihm  das  rechtliche  Gehör 
gewähren  müssen.  Des  Weiteren  habe  die  Vorinstanz  das  Recht  der 
Beschwerdeführerin 1  auf  Akteneinsicht  und  damit  ihren  Anspruch  auf 
rechtliches Gehör  in mehrfacher Hinsicht  verletzt.  In materieller Hinsicht 
sei  festzuhalten,  dass  sich  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  durch  das 
Ausscheiden von H. C._______ gegenüber der Verfügung der Erstinstanz 
vom  25. August  2005  nicht  geändert  habe.  Zudem  sei  die 

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Beweiswürdigung  der  Vorinstanz  zu  beanstanden.  Die  Tatsachen,  auf 
welche  sie  die  angefochtene  Verfügung  anhand  der  zur  Verfügung 
stehenden  Beweise  und  Indizien  stütze,  genügten  insgesamt  nicht,  um 
von  der  Unselbständigkeit  bzw.  Abhängigkeit  des  Betriebs  der 
Beschwerdeführerin 1 ausgehen zu können.

C. 
Mit Vernehmlassung vom 16. Februar 2010 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung  der  Beschwerde.  Sie  macht  geltend,  die 
Beschwerdeführenden  könnten  nur  die Verletzung  eigener  prozessualer 
Rechte  rügen  und  demnach  nicht  vorbringen, W. F._______s Anspruch 
auf  rechtliches Gehör  sei  verletzt worden. Die Verfassung  des Kantons 
St. Gallen begründe  ferner keinen unmittelbaren,  individuellen Anspruch 
auf  Zugang  zu  amtlichen  Informationen.  Der  Gewährung  von 
Akteneinsicht  hätten  sowohl  private  Interessen  Dritter 
entgegengestanden als auch der Umstand, dass in einigen Aktenstücken 
lediglich  eine  sachverständige Würdigung  feststehender  Tatsachen  und 
keine Sachverhaltsfeststellung enthalten sei. Auch in materieller Hinsicht 
sei die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden.

D. 
Mit  Eingabe  vom  12.  Mai  2010  liess  sich  das  als  Fachbehörde  in  das 
Verfahren einbezogene Bundesamt  für  Landwirtschaft BLW vernehmen. 
Es bringt vor, aufgrund der gegenseitigen persönlichen,  finanziellen und 
wirtschaftlichen  Verflechtungen  seien  die  an  einen  eigenständigen 
Betrieb zu stellenden Anforderungen nicht erfüllt. Dies gelte insbesondere 
im Hinblick auf die Stimm­ und Zeichnungsverhältnisse im Verwaltungsrat 
der Beschwerdeführerin 1. Diesbezüglich unterstütze es die Erwägungen 
im Entscheid der Vorinstanz vollumfänglich.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
Der angefochtene Entscheid vom 17. Dezember 2009 stützt sich auf die 
Landwirtschaftsgesetzgebung  und  damit  auf  öffentliches  Recht  des 
Bundes.  Er  stellt  eine  Verfügung  im  Sinne  von  Art. 5  Abs. 2  des 
Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember 
1968  (VwVG, SR 172.021)  dar. Das Bundesverwaltungsgericht  beurteilt 
u.a.  Beschwerden  gegen  Verfügungen  letzter  kantonaler  Instanzen, 
soweit  ein Bundesgesetz  dies  entsprechend  vorsieht  (Art. 31  i.V.m.  Art. 

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33 Bst.  i des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 
173.32]). Gemäss Art. 166 Abs. 2 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. 
April  1998  (LwG, SR 910.1)  kann gegen Verfügungen  letzter  kantonaler 
Instanzen,  die  wie  im  vorliegenden  Fall  in  Anwendung  des  LwG  und 
seiner  Ausführungsbestimmungen  ergangen  sind,  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden. Ausgenommen 
sind einzig kantonale Verfügungen über Strukturverbesserungen, die mit 
Beiträgen  unterstützt  werden.  Eine  derartige  Ausnahme  liegt  nicht  vor. 
Die  Beschwerdeführenden  sind  als  Adressaten  des  angefochtenen 
Beschwerdeentscheids  durch  diesen  berührt  und  haben  daher  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  seiner  Aufhebung  (Art. 48  Abs. 1  VwVG). 
Sie sind somit zur Beschwerdeführung legitimiert. Die Eingabefrist sowie 
die  Anforderungen  an  Form  und  Inhalt  der  Beschwerdeschrift  sind 
gewahrt  (Art. 50  und  52  Abs. 1  VwVG),  der  Kostenvorschuss  wurde 
fristgemäss  bezahlt  und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen 
vor. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten..

2. 
Die  Beschwerdeführenden  machen  sinngemäss  geltend, W.  F._______ 
sei als Beigeladener am Verfahren zu beteiligen. Die Entscheidung, wer 
neben den Parteien als sonstiger Beteiligter in das Verfahren einbezogen 
wird,  obliegt  indessen  allein  dem Gericht.  Es  besteht  somit  weder  eine 
Pflicht  zur  Beiladung  noch  ein  Anspruch  auf  Beiladung  (vgl.  VERA 
MARANTELLI­SONANINI/SAID HUBER, in: Waldmann/ Weissenberger [Hrsg.], 
Praxiskommentar  VwVG,   Zürich  2009,  Art. 6  N 61,  mit  Hinweisen). 
Zudem  hat  W.  F._______  seinerseits  die  Beteiligung  am  vorliegenden 
Verfahren nicht beantragt. Selbst wenn W. F._______, der nicht Adressat 
der  angefochtenen  Verfügung  ist,  gleichwohl  berechtigt  wäre,  am 
Verfahren als Partei oder als sonstiger Beteiligter teilzunehmen, hätten er 
oder  ein  von  ihm bevollmächtigter Rechtsvertreter  dies  geltend machen 
müssen.  Das  Begehren  der  Beschwerdeführenden,  W.  F._______  als 
Beigeladenen am Verfahren zu beteiligen, ist somit abzuweisen.

3.  Die  Beschwerdeführenden  rügen  im  mehrfacher  Hinsicht  die 
Verletzung  ihres  Rechts  auf  Akteneinsicht.  Der  in  Art. 29  Abs. 2  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999  (BV,  SR  101)  verfassungsrechtlich  gewährleistete  Anspruch  auf 
rechtliches  Gehör  enthält  mehrere  Verfahrensgarantien,  insbesondere 
auch das Recht auf Akteneinsicht (vgl. BGE 129 V 478 E. 4.4.2, BGE 127 
I  54  E. 2b).  Gemäss  bundesgerichtlicher  Formulierung  gewährt  der 
Gehörsanspruch allen Personen, die vom Ausgang des Verfahrens mehr 

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als die Allgemeinheit betroffen werden könnten, das Recht auf Mitwirkung 
und Einflussnahme  (vgl. BGE 132 V 387 E. 5). Eine gerügte Verletzung 
des rechtlichen Gehörs und somit auch des Rechts auf Akteneinsicht wird 
vom Bundesverwaltungsgericht mit voller Kognition überprüft.

3.1.  Die  Beschwerdeführenden  rügen,  die  Vorinstanz  habe  bestimmte 
Aktenstücke  als  intern  klassifiziert  und  ihnen  zu Unrecht  die  Einsicht  in 
sie verweigert. Das Recht auf Akteneinsicht bezieht sich grundsätzlich auf 
alle  für  den  Entscheid  erheblichen  Akten.  Verweigert  werden  darf 
ausnahmsweise  die  Einsicht  in  Akten,  denen  für  die  Behandlung  eines 
Falles  kein  Beweischarakter  zukommt,  weil  sie  ausschliesslich  der 
verwaltungsinternen  Meinungsbildung  dienen  und  insofern  lediglich  für 
den  behördeninternen  Gebrauch  bestimmt  sind.  Hierzu  gehören 
typischerweise  Entwürfe,  Anträge,  Notizen,  Protokolle,  Mitberichte  und 
Hilfsbelege, dagegen nicht von Sachverständigen und Experten erstellte 
Berichte  und  Gutachten  zu  streitigen  Sachverhaltsfragen  (vgl. 
Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  B­6177/2008  vom 
4. Dezember 2008 E. 5.1, mit Hinweisen).

3.2.  Die  Beschwerdeführenden  begehren  ferner  "Einsicht  in  die 
Betriebsanerkennung  C._______  sowie  sämtlicher  weiterer  Betriebe 
mit  Beteiligung  juristischer  Personen".  Sie  machen  geltend,  dass  sie 
Anspruch auf Überprüfung hätten, ob andere Betriebe mit Beteiligung 
juristischer  Personen  gleich  oder  anders  behandelt  würden  als  die 
Beschwerdeführerin 1.

3.2.1. Inhaber des Anspruchs auf Akteneinsicht ist ausschliesslich, wer 
als  Partei  am  jeweiligen  Verfahren  beteiligt  ist  oder  zumindest  einen 
durchsetzbaren  Anspruch  auf  Verfahrensteilnahme  als  Partei  hat. 
Darüber  hinaus  ist  der  Vertreter  einer  Partei  zur  Ausübung  des 
Anspruchs  berechtigt  (Art.  26  Abs.  1  VwVG;  vgl.  BERNHARD 
WALDMANN/MAGNUS OESCHGER,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.], 
a.a.O.,  Art. 26  N   45  ff.  und  51).  Die  Beschwerdeführer  haben  somit 
kein Recht auf Einsicht in Akten, die Verfahren betreffen, an denen sie 
nicht als Partei beteiligt sind.

3.2.2.  Sofern  die  Beschwerdeführenden  Einsicht  in  Vorakten  des 
vorliegenden  Verfahrens  begehren,  welche  die  Anerkennung  des 
Betriebs von H. C._______ betreffen,  ist zu berücksichtigen, dass die 
Einsichtnahme in die Akten verweigert werden kann, wenn wesentliche 
öffentliche  oder  private  Interessen  die  Geheimhaltung  erfordern 

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(Art. 27  Abs. 1  VwVG).  Ob  und  in  welchem  Umfang  den  Betroffenen 
Akteneinsicht  zu  gewähren  ist,  ist  das  Ergebnis  einer  Abwägung 
zwischen  den  Einsichtsinteressen  der  Betroffenen  und  den 
entgegenstehenden  öffentlichen  oder  privaten 
Geheimhaltungsinteressen  (vgl. WALDMANN/OESCHGER,  a.a.O.,  Art. 27 
N 3). Besonders hoch ist insbesondere die Schutzbedürftigkeit privater 
Interessen  von  nicht  am  Verfahren  beteiligten  Dritten  an  der 
Geheimhaltung  ihrer  personenbezogenen  Daten  (vgl.  STEPHAN  C. 
BRUNNER,  in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum 
Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG],  Zürich  2008, 
Rz. 31  ff.  zu  Art. 27).  Das  Gesuch  des  H.  C._______  beinhaltet  in 
erheblichem  Umfang  solche  Informationen,  insbesondere  zu  seinem 
Einkommen  und  seiner  sozialversicherungsrechtlichen  Stellung. 
Demgegenüber kommt dem Gesuch bei der Beurteilung der vorliegend 
streitrelevanten  Fragen  nur  eine  untergeordnete  Bedeutung  zu.  Die 
privaten  Geheimhaltungsinteressen  überwiegen  daher  die 
Einsichtsinteressen der Beschwerdeführenden.

3.3.  Die  Akteneinsichtsbegehren  der  Beschwerdeführenden  sind  somit 
abzuweisen.

4. 
Die  Beschwerdeführenden  rügen,  die  Erstinstanz  habe  bei  der 
Feststellung  des  relevanten Sachverhalts  und  bei  der Beweiswürdigung 
Aktenstücke,  in  welche  sie  den  Beschwerdeführenden  keine  Einsicht 
gewährt  habe,  zu  Unrecht  berücksichtigt.  Zudem  hätten  die 
Beschwerdeführenden  insofern  keine  Gelegenheit  zur  Stellungnahme 
gehabt.  Es  handle  sich  um  handschriftliche  Aufzeichnungen  betreffend 
einen  Augenschein  und  eine  Besprechung  der  Erstinstanz  mit  dem 
kantonalen Steueramt. Aus diesen Beweismitteln habe die Erstinstanz zu 
Unrecht  abgeleitet,  W.  F._______  habe  nicht  unwesentlich  das 
Geschehen  in  der  Beschwerdeführerin  1  bestimmt.  Diese  Aktenstücke 
hätte  die  Vorinstanz  aus  dem  Recht  weisen  müssen.  Die  Vorinstanz 
macht  demgegenüber  geltend,  die  Aufzeichnungen  würden  nicht  als 
wesentliche  Entscheidgrundlage  dienen.  Die  in  den  Aufzeichnungen 
protokollierten  Handlungen  hätten  keinen  Beweischarakter.  Zudem  sei 
den  Beschwerdeführenden  im  Rahmen  des  Rekursverfahrens 
Akteneinsicht gewährt worden, so dass ein allfälliger Verfahrensfehler als 
geheilt zu betrachten sei.

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4.1.  Im  Verwaltungsverfahren  darf  bei  der  Entscheidung  nicht  auf 
Beweismittel  abgestellt  werden,  ohne  dem  Betroffenen  Gelegenheit  zu 
geben, an der Beweisabnahme mitzuwirken oder wenigstens nachträglich 
zum Beweisergebnis  Stellung  zu  nehmen  (vgl.  BGE  117  V  282  E.  4a). 
Falls  sich  die  Erstinstanz  auf  Aktenstücke  abgestützt  hat,  ohne  den 
Beschwerdeführenden  Gelegenheit  zu  geben,  Einsicht  in  diese  zu 
nehmen  bzw.  hierzu  Stellung  zu  nehmen,  ist  dieses  Verhalten  somit 
geeignet, eine unzulässige Beweisabnahme und  in der Folge auch eine 
unrichtige Sachverhaltsfeststellung zu begründen.

4.2. Anfechtungsobjekt ist vorliegend allein die Verfügung der Vorinstanz 
vom  17. Dezember 2009,  jedoch  nicht  die  Verfügungen  der  Erstinstanz 
vom  26. Januar 2009  und  9. März 2009.  Die  Vorinstanz  hat  die 
betreffenden  Aktenstücke  soweit  ersichtlich  nicht  in  ihre 
Sachverhaltsermittlung  und  Beweiswürdigung  einbezogen  und  ist  auch 
ohne Berücksichtigung dieser Beweismittel zum Ergebnis gekommen, der 
Betrieb der Beschwerdeführerin 1 sei nicht selbständig. Zudem bestehen 
keine Anhaltspunkte dafür, dass die Vorinstanz in unzulässiger Weise auf 
Beweismittel  abgestellt  hätte,  ohne  den  Beschwerdeführenden 
Akteneinsicht  und  die  Gelegenheit  zur  Stellungnahme  zu  gewähren. 
Entsprechendes  wird  von  den  Beschwerdeführenden  denn  auch  nicht 
geltend  gemacht.  Die  Sachverhaltsermittlung  und  Beweiswürdigung  der 
Vorinstanz sind daher insofern nicht zu beanstanden.

5. 

5.1. Grundsätzlich  finden  diejenigen  Rechtsätze  Anwendung,  die  bei 
Erfüllung  eines  rechtlich  zu  ordnenden  oder  zu  Rechtsfolgen 
führenden  Tatbestands  Geltung  hatten.  Der  Gesetzgeber  kann  eine 
davon abweichende Regelung treffen, was er indessen im Hinblick auf 
die vorliegend streitentscheidenden Normen nicht getan hat (vgl. Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  B­3405/2007  vom  3. Juli 2008 
E. 2.2.2, mit Hinweisen). Der hier zu beurteilende Sachverhalt bezieht 
sich  auf  die  Direktzahlungen  der  Jahre  2007  und  2008,  weshalb 
grundsätzlich  die  in  diesen  Jahren  geltenden Rechtsätze Anwendung 
finden. Diese haben  im Übrigen – soweit hier  interessierend –  in den 
vergangenen Jahren keine Änderungen erfahren.

5.2.  Gemäss  Art.  104  Abs.  2  BV  fördert  der  Bund  die 
bodenbewirtschaftenden bäuerlichen Betriebe ergänzend zur zumutbaren 
Selbsthilfe  der  Landwirtschaft  und  nötigenfalls  abweichend  vom 

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Grundsatz  der  Wirtschaftsfreiheit.  Er  ergänzt  unter  der  Voraussetzung 
eines  ökologischen  Leistungsnachweises  das  bäuerliche  Einkommen 
durch  Direktzahlungen  zur  Erzielung  eines  angemessenen  Entgelts  für 
die erbrachten Leistungen (Art. 104 Abs. 3 Bst. a BV). Art. 70 Abs. 5 LwG 
ermächtigt  den  Bundesrat,  Vorschriften  für  den  Bezug  der 
Direktzahlungen zu erlassen und bestimmte Grenzwerte festzulegen. Der 
Bund  leistet  Bewirtschaftern  und  Bewirtschafterinnen  von 
bodenbewirtschaftenden bäuerlichen Betrieben unter der Voraussetzung 
des  ökologischen  Leistungsnachweises  allgemeine  Direktzahlungen, 
Ökobeiträge und Ethobeiträge (Art. 70 Abs. 1 LwG). Gemäss Art. 2 Abs. 
1 Bst. a der Direktzahlungsverordnung vom 7. Dezember 1998 (DZV, SR 
910.13)  werden  Direktzahlungen  an  Bewirtschafter  oder 
Bewirtschafterinnen  ausgerichtet,  die  einen  Betrieb  führen,  ihren 
zivilrechtlichen  Wohnsitz  in  der  Schweiz  haben  und  eine  bestimmte 
landwirtschaftliche Ausbildung nachweisen können.

5.3. Die  Landwirtschaftliche  Begriffsverordnung  vom  7.  Dezember  1998 
(LBV,  SR  910.91)  umschreibt  gestützt  auf  das  LwG  Begriffe  des 
Landwirtschaftsrechts und regelt das Verfahren für die Anerkennung von 
Betrieben  und Formen  der  überbetrieblichen Zusammenarbeit  sowie  für 
die  Überprüfung  und  Abgrenzung  von  Flächen  (Art. 1  LBV).  Die  LBV 
bezweckt,  die  in  verschiedenen  Erlassen  des  Landwirtschaftsrechts 
wiederkehrenden  Begriffe  materiellrechtlich  einheitlich  zu  fassen.  Damit 
soll  vermieden werden,  dass  im Einzelfall  dieselbe Rechtsfrage  bei  der 
Beurteilung von Leistungsansprüchen aus den verschiedenen Bereichen 
des Landwirtschaftsrechts unterschiedlich entschieden wird. Die Kantone 
vollziehen die LBV, das Bundesamt  für Landwirtschaft beaufsichtigt den 
Vollzug (Art. 33 Abs. 1 und 2 LBV).

5.4. Art. 6 LBV definiert den  landwirtschaftsrechtlichen Rechtsbegriff des 
Betriebs wie folgt:

"1Als  Betrieb  gilt  ein  landwirtschaftliches  Unternehmen,  das:

a) Pflanzenbau oder Nutztierhaltung oder beide Betriebszweige betreibt;
b) eine oder mehrere Produktionsstätten umfasst;
c)  rechtlich,  wirtschaftlich,  organisatorisch  und  finanziell  selbständig 
sowie unabhängig von anderen Betrieben ist;
d) ein eigenes Betriebsergebnis ausweist; und 
e) während des ganzen Jahres bewirtschaftet wird.

2Als  Produktionsstätte  gilt  eine  Einheit  von  Land,  Gebäuden  und 
Einrichtungen,  die  räumlich  als  solche  erkennbar  und  getrennt  von 

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anderen Produktionsstätten ist, und auf der eine oder mehrere Personen 
tätig sind.[...]4

Die Anforderung von Absatz 1 Buchstabe c ist insbesondere nicht erfüllt, 
wenn:

a)  der  Bewirtschafter  oder  die  Bewirtschafterin  die  Entscheide  zur 
Führung  des  Betriebes  nicht  unabhängig  von  Bewirtschaftern  anderer 
Betriebe treffen kann;
b) der Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin eines anderen Betriebes, 
oder deren Gesellschafter, Genossenschafter, Aktionär oder Vertreter,zu 
25  oder  mehr  Prozent  am  Kapital  des  Betriebes  beteiligt  ist;  oder 
c)  die  auf  dem  Betrieb  anfallenden  Arbeiten  ohne  anerkannte 
Gemeinschaftsform  nach  den  Artikeln  10  oder  12  mehrheitlich  von 
anderen Betrieben ausgeführt werden."

5.5. Die natürliche oder juristische Person oder die Personengesellschaft, 
die  einen  Betrieb  auf  eigene  Rechnung  und  Gefahr  führt,  gilt  als 
Bewirtschafter  oder  Bewirtschafterin  (Art. 2  Abs. 1  LBV).  Führt  ein 
Bewirtschafter oder eine Bewirtschafterin mehrere Produktionsstätten, so 
gelten diese zusammen als ein Betrieb (Art. 2 Abs. 2 LBV). Das Gleiche 
gilt  in  analoger  Anwendung  zudem  auch  für  eine  Mehrzahl  von 
Bewirtschaftern  oder  Bewirtschafterinnen  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  B­2698/2007  vom  17. Juli  2008  E. 6,  mit 
Hinweisen).

5.6. Landwirtschaftliche Betriebe müssen vom Kanton anerkannt werden 
(Art.  30  Abs. 1  LBV),  wobei  die  neu  entstandenen  Einheiten  nach  dem 
Betriebsbegriff  gemäss  Art. 6  Abs. 1  LBV  insbesondere  die 
Anforderungen  an  die  rechtliche,  wirtschaftliche  und  organisatorische 
Selbständigkeit  erfüllen  müssen.  Des  Weiteren  prüfen  die  Kantone 
periodisch, ob die Betriebe und Gemeinschaften die Voraussetzungen für 
die Anerkennung noch erfüllen.  Ist dies nicht der Fall,  so widerrufen sie 
eine Betriebsanerkennung (Art. 30a Abs. 1 LBV). Die Kontrolltätigkeit der 
zuständigen  Organe  beim  Vollzug  der  die  Landwirtschaft  betreffenden 
Gesetze  wird  in  der  Inspektionskoordinationsverordnung  vom  14. 
November 2007  (VKIL, SR 910.15)  geregelt. Demnach werden Betriebe 
in der Regel ein bis zwei Mal  jährlich inspiziert, wobei auf Betrieben, bei 
denen  ein  begründeter  Verdacht  auf  Nichteinhaltung  der  Vorschriften 
besteht, häufigere Inspektionen vorgenommen werden können (Art. 1 und 
2  VKIL).  Die  Vollzugsorgane  melden  Mängel,  die  unabhängig  vom 
Inspektionsgegenstand  festgestellt  werden,  anderen  betroffenen  Stellen 
sowie  der  Inspektionsstelle  weiter.  Die  Vollzugsorgane  und  die 
Inspektionsstellen ziehen die Konsequenzen aus der Feststellung (Art. 3 

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Abs. 3 VKIL). Die genannten Bestimmungen haben den Zweck, Versuche 
zu Umgehungen der Vorschriften zu verhindern.

6. 
Strittig  und zu prüfen  ist  in materieller Hinsicht  einzig die Frage,  ob der 
Betrieb der Beschwerdeführerin 1 i.S.v. Art. 6 Abs. 1 Bst. c LBV rechtlich, 
wirtschaftlich,  organisatorisch  und  finanziell  selbständig  sowie 
unabhängig von anderen Betrieben ist.

6.1.  Die  Beschwerdeführenden  machen  geltend,  der  Betrieb  der 
Beschwerdeführerin 1  sei  mit  Verfügung  vom  25. August 2005  von  der 
zuständigen  kantonalen  Behörde  anerkannt  worden.  Die  Verfügung 
beruhe auf dem festgestellten Sachverhalt, dass der Beschwerdeführer 2 
66,89 % des Aktienkapitals der Beschwerdeführerin 1 besessen habe, als 
bäuerlicher  Bewirtschafter  auf  deren  Betrieb  gearbeitet  habe  und  als 
Mitglied des Verwaltungsrats  in  leitender Funktion  tätig gewesen sei. An 
diesem  Sachverhalt  habe  sich  abgesehen  von  der  Substitution  des 
Beschwerdeführers 2  durch  den  Beschwerdeführer 3  nichts  geändert, 
weshalb  weder  sachlich  noch  rechtlich  Anlass  bestehe,  die 
Beitragsberechtigung rückwirkend in Frage zu stellen.

Gegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  ist  die  Frage,  ob  der  Betrieb 
der Beschwerdeführerin 1 in den Jahren 2007 und 2008 als selbständiger 
Betrieb  anzuerkennen  ist  und  Direktzahlungsansprüche  für  diesen 
Zeitraum  bestehen. Unmittelbar  entscheidrelevant  sind  vorliegend  somit 
die tatsächlichen Verhältnisse in den Jahren 2007 und 2008. Die von den 
Beschwerdeführenden  erwähnte  Verfügung  wurde  demgegenüber  im 
Jahr 2005 erlassen.  In dieser Verfügung wurde darüber entschieden, ob 
die  Anerkennungsvoraussetzungen  zum  damaligen  Zeitpunkt  vorlagen. 
Sie betrifft somit sowohl einen anderen Streitgegenstand als auch einen 
anderen streitrelevanten Sachverhalt als die angefochtene Verfügung. Ob 
die  Betriebe  und  Gemeinschaften  die  Voraussetzungen  für  eine 
Anerkennung noch erfüllen, wird periodisch überprüft, mit der Folge, dass 
die Anerkennung gegebenenfalls widerrufen werden kann  (vgl. oben, E. 
5.6).  Die  Vorinstanz  und  das  Bundesverwaltungsgericht  sind  somit 
keineswegs  an  die  Sachverhaltsfeststellungen,  die  der  Verfügung  vom 
25.  August  2005  zugrunde  liegen,  gebunden  und  können  Änderungen 
des  für  die  Anerkennung  der  Direktzahlungsberechtigung  der 
Beschwerdeführerin 1  relevanten  Sachverhalts  ohne  Weiteres 
berücksichtigen.  Vor  allem  können  sie  eine  erneute  und  umfassende 
Sachverhaltsaufklärung  vornehmen.  Die  Vorinstanz  ist  daher  in  der 

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angefochtenen Verfügung  zu Recht  von  dem die  Jahre  2007  und  2008 
betreffenden  Sachverhalt  ausgegangen.  Sofern  die 
Beschwerdeführenden geltend machen, es seien auch  in diesen Jahren 
nach  wie  vor  die  Voraussetzungen  der  Betriebsanerkennung  und  der 
Berechtigung  zum  Bezug  von  Direktzahlungen  –  insbesondere  im 
Hinblick  auf  die  hier  streitige  Frage  der  Selbständigkeit  und 
Unabhängigkeit des Betriebs der Beschwerdeführerin 1 – gegeben, wird 
darauf in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

6.2.  Die  Vorinstanz  stützt  sich  in  der  angefochtenen  Verfügung 
insbesondere  darauf,  dass  W.  F._______  zusammen  mit  seiner 
Ehefrau  über  die  Y._______  Holding  AG  15,89 %  der  Aktien  der 
Beschwerdeführerin  1  gehalten  habe.  Zudem  hätten  zwischen  der 
Beschwerdeführerin 1, der Y._______ Holding AG, der Z._______ AG 
und W. F._______ verschiedene Forderungen bestanden, die  in  ihrer 
Ausprägung  typischerweise  innerhalb  eines  Konzernunternehmens, 
nicht  aber  bei  unabhängig  voneinander  geführten  Unternehmen  zu 
erwarten  seien.  Die  fraglichen  Fremdkapitalpositionen  seien  im 
Zusammenhang  mit  der  Untersuchung  der  Beschwerdeführerin 1  per 
31. Dezember  2007  auf  einen  Schlag  ausgeglichen  worden,  was  nur 
möglich  sei,  wenn  die  betroffenen  Unternehmen  zentral  gesteuert 
würden.  Ferner  hätten  die  Eheleute  F._______  Fr.  202'000.–  eines 
gegenüber  der  Beschwerdeführerin 1  bestehenden 
Darlehensguthabens  in  Aktien  umgewandelt  und  zu  einem  auffällig 
niedrigen Preis an den Beschwerdeführer 2 veräussert. Gleiches gelte 
für  den  Preis,  zu  dem  der  Beschwerdeführer 2  die  Aktien  auf  den 
Beschwerdeführer 3  übertragen  habe.  Diese  Geschäfte  ergäben  nur 
dann einen Sinn, wenn W. F._______ in der Lage gewesen sei, einen 
bestimmenden Einfluss auf die Beschwerdeführerin 1 auszuüben. Des 
Weiteren  habe  D._______  sowohl  bei  der  Beschwerdeführerin  1  als 
auch  bei  der  Y._______  Holding  AG  und  der  Z._______  AG  die 
Funktion des Verwaltungsratspräsidenten inne. Auch sei der Sohn von 
W.  F._______,  S.  F._______,  in  den  Verwaltungsrat  der 
Beschwerdeführerin 1 gewählt worden. In Anbetracht dieser Umstände 
könne der Betrieb der Beschwerdeführerin nicht mehr als  selbständig 
und unabhängig i.S.v. Art. 6 Abs. 1 Bst. c LBV angesehen werden.

6.3.  Die  Beschwerdeführer  beanstanden  die  von  der  Vorinstanz 
vorgenommene  Beweiswürdigung.  Diese  könne  ihre  Feststellungen  auf 
keine  direkten  Beweise  stützen.  Aufgrund  blosser  Unterstellungen  und 
Mutmassungen  habe  sie  angenommen,  der  Betrieb  der 

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Beschwerdeführerin 1 sei nicht als selbständiger Betrieb anzusehen. Eine 
Beteiligung  der Y._______ Holdig AG  von  15,89 %  sei  nicht  genügend, 
um die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Beschwerdeführerin 1  in 
Frage  zu  stellen.  Für  den  Aufbau  des  Obstbaubetriebs  der 
Beschwerdeführerin 1  seien  ferner  erhebliche  finanzielle  Mittel 
erforderlich  gewesen. Weil  die  Beschwerdeführerin 1  praktisch  mittellos 
gewesen sei und Bankdarlehen  für einen Pachtbetrieb nicht zu erhalten 
gewesen seien, habe sie den Betriebsaufbau mit Darlehen der Eheleute 
F._______  finanzieren  müssen.  Der  niedrige  Kaufpreis  der  Aktien  sei 
jeweils durch den niedrigen Marktwert des Betriebs bedingt gewesen. Die 
Vorinstanzen hätten nicht berücksichtigt,  dass die Beschwerdeführerin 1 
infolge der Pachtkündigung durch H. C._______ per 31. März 2007 mehr 
als  70 %  der  von  ihr  bewirtschafteten  Flächen  verloren  und 
dementsprechend  einen  massiven  Umsatzeinbruch  erlitten  hätten.  Die 
Konsequenzen  dieses  Verlusts  sei  von  den  Aktionären  zu  tragen 
gewesen.  Dass  die  Beschwerdeführerin 1  denselben 
Verwaltungsratspräsidenten habe wie die Y._______ Holding AG und die 
Z._______ AG, lasse sich dadurch erklären, dass die Familie F._______, 
die  in  den  ersten  Jahren  nach  der Gründung  der  Beschwerdeführerin 1 
ein Hauptaktionär derselben gewesen sei, die Dienste von D._______ als 
professionellem  Berater  in  Anspruch  genommen  habe.  Der  Umstand, 
dass  auch  die  späteren  Mehrheitsaktionäre  an  ihm  als 
Verwaltungsratspräsident  festgehalten  hätten,  liesse  sich  mit  seinen 
Leistungen und dem Bestreben der Aktionäre nach Kontinuität erklären. 
Dass  S.  F._______  Verwaltungsratsmitglied  der  Beschwerdeführerin 1 
sei, sei naheliegend und alles andere als ungewöhnlich, weil er einen von 
ihm gepachteten Obstbaubetrieb in die Beschwerdeführerin 1 eingebracht 
und die Aktien der Eheleute C._______ übernommen habe.

6.4.  In  der  Bundesverwaltungsrechtspflege  gilt  der  Grundsatz  der 
freien  Beweiswürdigung  (Art. 19  VwVG  i.V.m.  Art. 40  des 
Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 
[BZP, SR 273]). Frei ist die Beweiswürdigung vor allem darin, dass sie 
nicht an bestimmte starre Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter 
genau  vorschreiben,  wie  ein  gültiger  Beweis  zustande  kommt  und 
welchen  Beweiswert  die  einzelnen  Beweismittel  im  Verhältnis 
zueinander  haben  (vgl.  BGE  130  II  482  E. 3.2;  CHRISTOPH  AUER,  in: 
Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  a.a.O.,  Rz. 17  zu  Art. 12;  FRITZ GYGI, 
Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern  1983,  S. 278 f.).  Der 
Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung  verlangt,  dass  sich  die 
urteilende  Instanz  sorgfältig,  gewissenhaft  und  unvoreingenommen 

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ihre Meinung darüber  bildet,  ob der  zu beweisende Sachumstand als 
wahr zu gelten hat. Berücksichtigt wird dabei sowohl das beigebrachte 
Beweismaterial als auch das Beweisverhalten der Parteien. Beweis ist 
geleistet,  wenn  der  Richter  gestützt  auf  die  Beweiswürdigung  zur 
Überzeugung  gelangt,  dass  sich  der  rechtserhebliche  Sachumstand 
verwirklicht hat. Was das Beweismass betrifft, kennt das VwVG keine 
starren  Beweisregeln  und  setzt  keine  unumstössliche  Gewissheit 
voraus.  Massgeblich  ist  allein  die  Überzeugung  vom  Vorhandensein 
bzw. Fehlen von Tatsachen. Genügend ist  insofern ein so hoher Grad 
an  Wahrscheinlichkeit,  dass  keine  vernünftigen  Zweifel  bleiben  (vgl. 
PATRICK  L.  KRAUSKOPF/KATRIN  EMMENEGGER,  in: 
Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  a.a.O.,  Art. 12  N 214,  mit 
Hinweisen).  Eine  überwiegende  Wahrscheinlichkeit  wird  als 
ausreichend betrachtet, wo ein  strikter Beweis nicht  nur  im Einzelfall, 
sondern der Natur der Sache nach nicht möglich oder nicht zumutbar 
ist und  insofern eine Beweisnot besteht  (vgl. BGE 130  III 321 E. 3.2). 
Dann  gilt  der  Beweis  als  erbracht,  wenn  für  die  Richtigkeit  einer 
Sachbehauptung  derart  gewichtige  Gründe  sprechen,  dass  andere 
denkbare  Möglichkeiten  vernünftigerweise  nicht  in  Betracht  kommen 
(vgl. BGE 132 II 715 E. 3.1).

6.5.  Das  Begehren  der  Beschwerdeführenden,  W.  F._______  am 
Verfahren zu beteiligen, lässt sich als Beweisantrag auslegen, mit dem 
Ziel,  W.  F._______  vom  Gericht  als  Zeugen  befragen  zu  lassen. 
Angebotene Beweise  sind  abzunehmen, wenn  sie  zur  Abklärung  des 
Sachverhalts  als  tauglich  erscheinen  (Art. 33  VwVG).  Von  einem 
beantragten Beweismittel kann indessen abgesehen werden, wenn der 
Sachverhalt,  den  eine  Partei  beweisen  will,  nicht  rechtserheblich  ist, 
wenn  bereits  Feststehendes  bewiesen  werden  soll,  wenn  im  Voraus 
gewiss  ist,  dass  der  angebotene  Beweis  keine  wesentlichen 
Erkenntnisse  zu  vermitteln  vermag,  oder  wenn  die  verfügende 
Behörde  den  Sachverhalt  aufgrund  eigener  Sachkunde  ausreichend 
würdigen kann (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 I 153 
E. 3,  BGE  122  V  157  E. 1d,  BGE  104  V  211  E. a;  Urteil  des 
Bundesgerichts  2A.267/2000  vom  10. November 2000  E. 2c/aa).  Der 
Verzicht  auf  die Durchführung  beantragter  Beweisabnahmen  ist  auch 
zulässig, wenn die Behörde aufgrund bereits abgenommener Beweise 
oder  gestützt  auf  die  Aktenlage  ihre  Überzeugung  gebildet  hat  und 
ohne Willkür annehmen kann, dass diese Überzeugung durch weitere 
Beweiserhebungen  nicht  mehr  geändert  würde  (vgl.  Urteil  des 
Bundesgerichts  2A.267/2000  vom  10. November 2000  E.  2c/aa;  BGE 

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134 I 140 E. 5.3, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 117 Ia 262 E. 4b). Wie 
die nachfolgenden Erwägungen zeigen, kann  im Wesentlichen bereits 
aufgrund  des  unstreitigen  Sachverhalts  entschieden  werden,  ob  der 
Betrieb  der  Beschwerdeführerin  als  selbständig  und  unabhängig 
anzusehen ist. Auf eine Befragung von W. F._______ als Zeugen kann 
somit verzichtet werden.

6.6. Unbestritten ist, dass die Eheleute F._______ zusammen mit 98 % 
an  der  Y._______  Holding  AG  beteiligt  sind,  welche  ihrerseits  über 
15,89 % des Aktienkapitals der Beschwerdeführerin 1 verfügt (vgl. die 
Aktionärsverzeichnisse,  act. IV/4).  Ein  Betrieb  ist  jedenfalls  dann  als 
unselbständig  anzusehen,  wenn  der  Bewirtschafter  oder  die 
Bewirtschafterin  eines  anderen  Betriebs  oder  deren  Gesellschafter, 
Genossenschafter,  Aktionär  oder  Vertreter  zu  25 %  oder  mehr  am 
Kapital  des  Betriebs  beteiligt  sind  (Art. 6  Abs. 4  Bst. b  LBV).  Die 
Beteiligung  der  Y._______  Holding  AG  von  15,89 %  genügt  allein 
somit  nicht,  um gestützt  auf  Art.  6 Abs.  4 Bst.  b  davon  ausgehen  zu 
können,  dass  der  Betrieb  der  Beschwerdeführerin  1  nicht  als 
selbständig zu betrachten ist.

6.6.1. Fraglich  ist aber, ob dieser Umstand gleichwohl  im Hinblick auf 
die Frage, ob die Voraussetzungen des Art. 6 Abs. 1 Bst. c LBV erfüllt 
sind,  zu  berücksichtigen  ist.  Art. 6  Abs. 4  LBV  enthält  einen 
exemplarischen  und  nicht  abschliessenden  Katalog  von 
Fallkonstellationen,  bei  deren  Vorliegen  die  Voraussetzungen  des 
Art. 6  Abs. 1  Bst. c  LBV  als  nicht  erfüllt  gelten.  Sofern  die 
Voraussetzungen  dieser,  die  Regelung  des  Art.  6  Abs. 1  Bst. c  LBV 
lediglich  konkretisierenden Tatbestände nicht erfüllt  sind,  folgt  daraus 
keineswegs,  dass  der  jeweilige  Betrieb  als  selbständig  und 
unabhängig im Sinne von Art. 6 Abs. 1 LBV anzusehen ist. Dies muss 
die  verfügende  Instanz  vielmehr  unter  Berücksichtigung  aller 
Umstände  des  Einzelfalls  und  aller  Beweismittel  beantworten.  Hierzu 
gehören  auch  die  zwischen  den  involvierten  Gesellschaften 
bestehenden Beteiligungsverhältnisse.

6.6.2. Des Weiteren  lässt  sich  aus  Art. 6  Abs. 4  Bst. b  LBV  ableiten, 
dass  sich  die  Unselbständigkeit  eines  Betriebs  aus  der  Beteiligung 
Dritter  an  dessen  Aktienkapital  ergeben  kann.  Auch  wenn  die 
Beteiligung  der  Y._______  Holding  AG  an  der  Beschwerdeführerin 1 
quantitativ nicht ausreicht, um gestützt auf die Spezialbestimmung des 
Art. 6  Abs. 4  Bst. b  LBV  die  Unselbständigkeit  der 

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Beschwerdeführerin 1 anzunehmen, ist sie durchaus für die allgemeine 
Frage  von  Bedeutung,  ob  die  Beschwerdeführerin  einen 
eigenständigen  Betrieb  gemäss  Art. 6  Abs. 1  Bst. c  LBV 
bewirtschaftet. Der Umstand, dass die Eheleute F._______ zusammen 
mit  98 %  an  der  Y._______  Holding  AG  beteiligt  sind  und  diese 
immerhin  über  15,89 %  des  Aktienkapitals  der  Beschwerdeführerin 1 
verfügt,  ist  deshalb entgegen der Ansicht  der Beschwerdeführerinnen 
ein  Indiz  für  die  fehlende  Selbständigkeit  des  Betriebs  der 
Beschwerdeführerin 1.

6.7. Von den Beschwerdeführern wird  ferner nicht bestritten, dass die 
Beschwerdeführerin 1,  die Y._______ Holding AG und die Z._______ 
AG  im  streitrelevanten  Zeitraum  den  gleichen 
Verwaltungsratspräsidenten, Herrn D._______, hatten.

6.7.1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  in  seiner  Rechtsprechung 
mehrfach  personelle  Überschneidungen  in  den  Verwaltungsräten  von 
Aktiengesellschaften  als  Umstände  bewertet,  die  der  Selbständigkeit 
der  betreffenden  Betriebe  entgegenstehen.  Wenn  sämtliche 
Verwaltungsräte  und  damit  rechtlich  und  organisatorisch  die 
Entscheidungsträger  der  jeweiligen  Aktiengesellschaften  identisch 
seien,  sei  die  Selbständigkeit  und  Unabhängigkeit  der  Betriebe  nicht 
gegeben (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B­4218/2008 vom 
5. November 2008,  E. 3.4).  Auch  in  einem  Fall,  in  dem  eine  Person 
sowohl  Verwaltungsratspräsident  mit  Einzelunterschrift  als  auch 
Hauptaktionär  zweier  Aktiengesellschaften  mit  einer  Beteiligung  von 
25 %  war,  ist  das  Bundesverwaltungsgericht  davon  ausgegangen, 
dass die organisatorische Selbständigkeit der jeweiligen Betriebe nicht 
vorhanden sei (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B­2698/2007 
vom 17. Juli 2008, E. 6.1).

6.7.2.  Im  vorliegenden  Fall  war  D._______  im  entscheidrelevanten 
Zeitraum  Verwaltungsratspräsident  der  Beschwerdeführerin 1  mit 
Kollektivunterschrift  zu  zweien.  Gleichzeitig  war  er 
Verwaltungsratspräsident  der  Z._______  AG  und  der  Y._______ 
Holding AG, welche mit 15,89 % an der Beschwerdeführerin 1 beteiligt 
war.  Ebenfalls  im  Verwaltungsrat  der  Beschwerdeführerin 1  mit 
Kollektivunterschrift  zu  zweien  vertreten  waren  zunächst  der 
Beschwerdeführer 2  und  später  S.  F._______  (vgl.  jeweils  die  in  den 
Akten  enthaltenen  Handelsregisterauszüge,  insbesondere  jene  vom 
30. Oktober 2007,  31. Oktober 2007  und  29. August 2008  [act. IV/2 

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sowie  IV/13]).  Die  organisatorischen  Verknüpfungen  zwischen  den 
involvierten  Gesellschaften  waren  somit  zwar  nicht  ganz  so  intensiv 
wie  in  den  in  E. 6.7.1  genannten  Fällen.  Aber  auch  wenn  man 
berücksichtigt, dass D._______ nur zur Kollektivunterschrift zu zweien 
berechtigt  war  und  keine  vollständige  Identität  in  der 
Zusammensetzung  der  jeweiligen  Verwaltungsräte  vorliegt,  ist  davon 
auszugehen,  dass  er  in  seiner  Funktion  als  Verwaltungsratspräsident 
einen  erheblichen  Einfluss  auf  die  geschäftlichen  Aktivitäten  der 
Beschwerdeführerin 1  hatte.  Zudem  hatte  der  Beschwerdeführer  2 
aufgrund der kollektiven Zeichnungsberechtigung nicht die Möglichkeit, 
unabhängig von D._______ Geschäfte zu  tätigen. Hinzu kommt, dass 
S.  F._______,  der  als  Sohn  der  Eheleute  F._______  zu  diesen  in 
einem  starken  familiären  Näheverhältnis  steht,  ebenfalls 
Verwaltungsratsmitglied  mit  Kollektivunterschrift  zu  zweien  war.  Die 
Erstinstanz  weist  in  der  Verfügung  vom  26. Januar 2009  zutreffend 
darauf  hin,  dass  D._______  und  S.  F._______,  die  eine 
Kollektivunterschrift  zu  zweien  ausüben  können,  in  der  Lage  seien, 
wirksam Verträge gegen den Willen weiterer Verwaltungsratsmitglieder 
abzuschliessen.

6.7.3. Die Beschwerdeführer bringen diesbezüglich vor, D._______ sei 
in  der  Vergangenheit  als  Berater  für  die  Familie  F._______  tätig 
gewesen.  Diese  Tatsache  kann  indessen  am  Vorliegen  der 
beschriebenen  personellen  Verknüpfung  der  betroffenen 
Gesellschaften  nichts  ändern.  Im  Gegenteil  verstärkt  das  Vorbringen 
der  Beschwerdeführerinnen  den  Eindruck,  dass  das  Ehepaar 
F._______ bzw. die Y._______ Holding AG und die Z._______ AG auf 
die  Geschäftsführung  der  Beschwerdeführerin 1  Einfluss  nahmen.  Es 
spricht  somit  eher gegen als  für die Unabhängigkeit  des Betriebs der 
Beschwerdeführerin 1.

6.7.4.  Insgesamt  ist  somit  die  Funktion  des  D._______  als 
Verwaltungsratspräsident  der  Beschwerdeführerin 1,  der  Y._______ 
Holding  AG  und  der  Z._______  AG  ein  weiterer  Aspekt,  der 
entscheidend  gegen  die  Selbständigkeit  des  Betriebs  der 
Beschwerdeführerin 1 spricht.

6.8. Des Weiteren bestehen mehrere Hinweise auf enge wirtschaftliche 
Verbindungen  zwischen  der  Beschwerdeführerin 1,  der  Y._______ 
Holding AG und der Z._______ AG sowie den Eheleuten F._______.

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6.8.1. Die Beschwerdeführerin 1 wies  in der  für das Beitragsjahr 2007 
relevanten  Bilanz  vom  31. Dezember 2006  ein  Darlehen  zugunsten 
von  W.  F._______  in  der  Höhe  von  Fr. 19'989.05  und  eine 
Kontokorrentposition  zugunsten  der  Y._______  Holding  AG  über 
Fr. 84'728.05  aus.  Gleichzeitig  besass  die  Beschwerdeführerin  1  ein 
Kontokorrentguthaben bei der Z._______ AG über Fr. 60'000.–, wobei 
die Z._______ AG wiederum ein Kontokorrentguthaben gegenüber der 
Y._______  Holding  AG  über  Fr. 463'441.73  und  eine 
Kontokorrentschuld  gegenüber  W.  F._______  über  Fr. 27'827.50 
auswies  (vgl.  jeweils  die  Bilanzen  der  Gesellschaften,  act. IV/1a  und 
3a).  Somit  ist  jedenfalls  im  Hinblick  auf  das  Beitragsjahr  2007  von 
einer  erheblichen  finanziellen  Verflechtung  der  betroffenen 
Gesellschaften  auszugehen.  Dass  die  Forderungen  bzw. 
Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2007 mit einem Mal ausgeglichen 
waren,  lässt  zudem  auf  ein  koordiniertes  Zusammenwirken  der 
Gesellschaften  schliessen. Die  Zweifel, welche  die Vorinstanz  an  der 
wirtschaftlichen  Unabhängigkeit  der  Beschwerdeführerin 1  anbringt, 
sind unter diesen Umständen nicht von der Hand zu weisen.

6.8.2.  Das  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden,  die 
Beschwerdeführerin 1  sei  auf  entsprechende  Darlehen  angewiesen 
gewesen  (vgl.  oben  E. 6.3),  erklärt  zwar  die  Motive  der 
Beschwerdeführerin 1,  welche  sie  dazu  bewogen  haben  mögen,  die 
erwähnten Verbindlichkeiten einzugehen. Diese sind jedoch vorliegend 
nicht  entscheidrelevant.  Es  kommt  allein  darauf  an,  ob  die 
Beschwerdeführerin objektiv als unabhängig  i.S.v. Art. 6 Abs. 1 Bst. c 
LBV angesehen werden kann.

6.9. Unstreitig  ist  schliesslich  auch,  dass die Eheleute F._______ am 
19. April 2005  Fr.  202'000.–  von  einem  Darlehensguthaben  in  der 
Höhe  von  Fr.  250'000.­,  das  ihnen  gegenüber  der 
Beschwerdeführerin 1  zustand,  in  202  Aktien  zu  jeweils  Fr. 1'000.– 
umwandelten  und  diese mit  Vertrag  vom  3. Juli 2005  (act. II/20)  zum 
Preis  von  47'268.­  an  den  Beschwerdeführer 2  veräusserten.  Dieser 
Vorgang  fand  zwar  im  Jahr  2005  und  somit  nicht  in  unmittelbarer 
Zeitnähe  zu  den  streitrelevanten  Beitragsjahren  2007  und  2008  (vgl. 
diesbezüglich  bereits  E. 6.1)  statt.  Die  dargelegten  Transaktionen 
lassen  aber  auf  einen  generellen  Einfluss  der  Eheleute  F._______ 
schliessen,  der  bereits  im  Jahr  2005  vorlag  und  auch  noch  während 
der Beitragsjahre 2007 und 2008 fortbestand. Hierfür spricht auch der 
Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer 2  die  Aktien  mit  Vertrag  vom 

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27. Februar 2008  (act. IV/25)  zu  einem  ähnlich  niedrigen  Preis  (Fr. 
40'400.–)  auf  den  Beschwerdeführer 3  übertragen  hat.  Die 
Aktiengeschäfte  gewinnen  zudem  in  Verbindung  mit  den  bereits 
festgestellten  personellen  und  wirtschaftlichen  Verflechtungen  an 
Bedeutung  und  sind  durchaus  beachtenswert.  Der  für  die  Aktien 
jeweils gezahlte Preis kann im Verhältnis zu dem Betrag, auf welchen 
die  Eheleute  F._______  anlässlich  der  Umwandlung  des  Darlehens 
verzichteten,  zumindest  als  auffällig  gering  angesehen  werden.  Der 
Vorwurf,  die  Aktien  seien  auf  den  Beschwerdeführer 2  bzw.  den 
Beschwerdeführer 3  übertragen  worden,  um  die  tatsächliche 
Beteiligung  der  Eheleute  F._______  zu  verdecken  und  auf  diese 
Weise  Direktzahlungen  zu  erwirken,  erscheint  deshalb  durchaus 
nachvollziehbar.  Auch  erstaunt,  dass  die  Beschwerdeführenden  in 
diesem  Zusammenhang  geltend  machen,  der  Betrieb  der 
Beschwerdeführerin 1  habe  per  31. März 2007  eine  erhebliche 
Wertminderung  erlitten.  Die  Geldsumme,  welche  der 
Beschwerdeführer 3  im  Jahr  2008  für  die Aktien  gezahlt  hat,  ist  nicht 
wesentlich niedriger, als der Preis, für den der Beschwerdeführer 2 die 
Aktien im Jahr 2005 erworben hatte. Da vorliegend zahlreiche weitere 
Umstände  gegen  die  Selbständigkeit  der  Beschwerdeführerin 1 
sprechen,  kann  aber  letztlich  offen  bleiben,  ob  der  Preis,  der  für  die 
Aktien gezahlt wurde, tatsächlich dem Marktwert entsprach.

6.10.  Insgesamt  ergeben  sich  aus  dem  unbestrittenen 
rechtserheblichen  Sachverhalt  mehrere  Anhaltspunkte,  welche  die 
Unselbständigkeit der Beschwerdeführerin 1 nahelegen. Für sich allein 
betrachtet  sind  sie  zwar  möglicherweise  noch  nicht  genügend 
beweiskräftig,  um  diese  Annahme  zu  rechtfertigen.  Eine 
Gesamtbetrachtung  dieser  Sachverhaltselemente  führt  aber  zur 
letztlich  unzweifelhaften  Schlussfolgerung,  dass  die 
Beschwerdeführerin 1  in  den  Beitragsjahren  2007  und  2008 
wirtschaftlich,  organisatorisch  und  finanziell  nicht  selbständig  und 
unabhängig i.S.v. Art. 6 Abs. 1 Bst. c LBV war.

7. 
Die Beschwerde erweist sich somit  insgesamt als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist.

8. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  den  unterliegenden 
Beschwerdeführern  die  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 

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VwVG).  Diese  sind mit  dem  von  ihnen  geleisteten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen.  Den  unterliegenden  Beschwerdeführern  ist  keine 
Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art. 64  Abs. 1  VwVG,  Art. 7  Abs. 1 
des  Reglements  vom  21. Februar 2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  VGKE, 
SR 173.320.2)  und  ebenso  wenig  der  Vorinstanz  (Art.  7  Abs.  3  VGKE; 
vgl.  MARCEL  MAILLARD,  in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  a.a.O., 
Art. 64 Rz. 14; MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], a.a.O., 
Rz  10  zu  Art.  64  VwVG,  je  mit  Hinweisen). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'100.– werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Sie  werden  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden 
Urteils mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'100.– verrechnet.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde);
– die Vorinstanz (Ref­Nr. […]; Gerichtsurkunde);
– Die Erstinstanz (Gerichtsurkunde);
– Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (Gerichtsurkunde).

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

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Stephan Breitenmoser Michael Barnikol

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 15. Dezember 2010