# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc55cda2-2960-54b5-825f-fc27503fae9f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 17.05.2013 RT130065
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT130065_2013-05-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT130065-O/U.doc 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Dr. G. Pfister und 

Oberrichterin Dr. M. Schaffitz sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

K. Montani Schmidt 

Urteil vom 17. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. X._____ 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Winterthur vom 15. April 2013 (EB130079-K) 

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Erwägungen: 

1.1 Mit Urteil vom 15. April 2013 erteilte die Vorinstanz der Klägerin [recte: 
Gesuchstellerin] und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) in der Betrei-

bung Nr. … des Betreibungsamtes C._____ (Zahlungsbefehl vom 14. November 

2012) gestützt auf den Beschluss des Bezirksgerichts Winterthur vom 4. März 

2011 für eine ausstehende Forderung definitive Rechtsöffnung für Fr. 20'000.– 

nebst 4 % Zins seit 1. Januar 2009 sowie für Fr. 100.– nebst Zins zu 5% seit 6. 

September 2012 und für Fr. 130.35 Betreibungskosten. Die Kosten- und Entschä-

digungsfolgen wurden zu Lasten des Beklagten [recte: Gesuchsgegners] und Be-

schwerdeführers (fortan Gesuchsgegner) geregelt. Auch hierfür wurde definitive 

Rechtsöffnung erteilt (Urk. 9 S. 8 f.). 

1.2 Hiergegen erhob der Gesuchsgegner mit Schreiben vom 26. April 2013 
(Datum Poststempel: 27. April 2013, eingegangen am 29. April 2013) innert Frist 

Beschwerde und stellte den sinngemässen Antrag auf Abweisung des Rechtsöff-

nungsbegehrens (Urk. 11). 

2.1 Zunächst ersucht der Gesuchsgegner darum, dass ihm ein unentgeltli-
cher Rechtsvertreter zu bestellen sei, welcher ihn vertreten könne, da er nicht 

wisse, wie vorzugehen sei (Urk. 11).  

2.2 Das Urteil der Vorinstanz vom 15. April 2013 wurde dem Gesuchsgeg-
ner am 17. April 2013 zugestellt (Urk. 10). Entsprechend lief die Beschwerdefrist 

am 29. April 2013 ab (Art. 142 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 143 Abs. 1 ZPO, Art. 144 

Abs. 1 ZPO, Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO und Art. 321 Abs. 2 ZPO). Diese Frist ist 

als gesetzliche Frist nicht erstreckbar, so dass die Rechtsmittelanträge innerhalb 

der Rechtsmittelfrist zu stellen und zu begründen sind. Daran würde auch die Be-

stellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters nichts ändern, ist eine Verbesse-

rung der Beschwerdeschrift nach Ablauf der Rechtsmittelfrist doch ausgeschlos-

sen. Nachdem die Beschwerdeschrift des Gesuchsgegners erst am 29. April 2013 

bei der angerufenen Kammer einging, bestand in der Folge auch keine Möglich-

keit mehr, eine Auflage zur Verbesserung der Beschwerdeschrift anzuordnen 

bzw. eine verbesserte Beschwerdeschrift einzureichen. Entsprechend fehlt es vor-

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liegend zur Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters an der hierzu ge-

setzlich vorgeschriebenen Voraussetzung der Notwendigkeit (Art. 118 Abs. 1 lit. c 

ZPO). Damit erübrigt es sich, die hierzu weiteren Voraussetzungen der Mittello-

sigkeit und fehlenden Aussichtslosigkeit (Art. 117 ZPO) zu prüfen, und das Ge-

such um vorgängige Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters ist abzu-

weisen.  

3.1 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (Freiburghaus/Afheldt in: 

Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivil-

prozessordnung, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 321 N 15), d.h. die Be-

schwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (un-

richtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver-

halts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht gerügt 

wird, hat Bestand. Werden keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erho-

ben, stellt dies einen nicht behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist 

nicht eine Nachfrist zur ergänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die 

Beschwerde abzuweisen. 

3.2 Der Gesuchsgegner macht im Wesentlichen geltend, dass er das Urteil 
nicht akzeptieren könne, da er über zwei Jahre lang eine Schuld abbezahlt habe, 

obschon er auf dem Existenzminimum lebe. Die Gesuchstellerin habe die gefor-

derte Summe von Fr. 40'000.– vollumfänglich erhalten. Es könne nicht sein, dass 

die Gegenpartei auf das angefochtene Urteil hin die Betreibung fortsetze, ohne 

die 10-tägige Beschwerdefrist abzuwarten (Urk. 11). Damit moniert der Gesuchs-

gegner zwar das Verhalten der Gesuchstellerin, setzt sich im Übrigen aber nicht 

mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander, wonach er unbestrittenermas-

sen mit einer Rate von Fr. 1'500.– zur Abzahlung der vereinbarten Summe von 

Fr. 40'000.– in Verzug gewesen sei, weshalb die gesamte Forderung von 

Fr. 60'000.– gemäss Beschluss des Bezirksgerichts Winterthur vom 4. März 2011 

wieder auflebe und er dementsprechend noch Fr. 20'100.– schulde (Urk. 12 S. 5 

Erw. 3.). Somit hat es dabei sein Bewenden. 

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4. Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet bzw. 
unzulässig, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei 

verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde ist abzuweisen 

und der vorinstanzliche Entscheid ist zu bestätigen. 

5.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung 
von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf 

Fr. 500.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss dem Gesuchs-

gegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

5.2 Der Gesuchsgegner hat – bei wohlwollender Auslegung – ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege gestellt (Urk. 11). Dieses ist jedoch zufolge Aus-

sichtslosigkeit der Beschwerde (vgl. vorstehende Erwägungen) abzuweisen 

(Art. 117 lit. b ZPO). 

5.3 Der Gesuchstellerin ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerde-
verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestel-

lung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wird abgewiesen. 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

einer Kopie von Urk. 11, sowie an das Einzelgericht im summarischen Ver-

fahren am Bezirksgericht Winterthur, je gegen Empfangsschein. 

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Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 20'100.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 17. Mai 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 17. Mai 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wird abgewiesen.
	2. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 11, sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Winterthur, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...