# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31684ff8-e425-5237-92c2-ab8e017b6062
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.07.2020 715 19 302/159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-19-302-159_2020-07-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 8. Juli 2020 (715 19 302 / 159) 
___________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Christina Markie-

wicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 

 
 
 
A. Die 1969 geborene A.____ schloss im Mai 2015 ihr Studium ab. Seit August 2001 arbei-
tete sie als Dolmetscherin und Übersetzerin auf Abruf beim B.____ und seit März 2011 war sie 
bei C.____ teilzeit im Stundenlohn als Chatmaster tätig. Vom 1. November 2018 bis 31. Januar 
2019 absolvierte sie überdies ein Volontariat am D.____. Die Stelle als Chatmaster kündigte sie 
am 31. Dezember 2018 per 31. Januar 2019. Am 11. Januar 2019 meldete sie sich beim Regio-
nalen Arbeitsvermittlungszentrum zur Arbeitsvermittlung an und stellte am 15. Januar 2019 An-
trag auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Februar 2019. Mit Verfügung vom 21. März 2019 stellte 

 
 
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die Öffentliche Arbeitslosenkasse (Kasse) die Versicherte wegen selbstverschuldeter Arbeitslo-
sigkeit für 36 Tage in der Anspruchsberechtigung ab 1. Februar 2019 ein. Begründet wurde die 
Einstellung damit, dass die Versicherte die Stelle als Chatmaster gekündigt habe, ohne dass ihr 
eine neue Stelle zugesichert gewesen sei. Daran hielt die Kasse mit Einspracheentscheid vom 
23. Juli 2019 fest. 
 
B. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 13. September 2019 Beschwerde ans Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie beantragte, der angefochtene Einsprache-
entscheid sei aufzuheben und es sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit abzusehen. Eventualiter seien die verfügten 36 Einstelltage 
angemessen zu reduzieren. In formeller Hinsicht machte sie eine Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs geltend, da sie vor Verfügung der Einstelltage nicht ordnungsgemäss zum Kündigungsgrund 
und zur Dauer der Einstellung habe Stellung nehmen können. Das zunehmende Alter, die Sorge 
um ihre Gesundheit, der unsichere Verdienst und die ständige Abrufbereitschaft hätten sie bewo-
gen, die Anstellung bei C.____ zu kündigen und eine Stelle als Juristin zu suchen. Mit ihrem 
Chatmaster-Studentenjob auf Abruf habe sie keine beruflichen und wirtschaftlichen Perspektiven 
gesehen. Da sie bereits 50 Jahre alt sei, habe sie handeln müssen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 2. Dezember 2019 beantragte die Kasse die Abweisung der 
Beschwerde. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend 
mache, sei festzuhalten, dass die Kasse ihr – nachdem sie den ersten Fragebogen zum rechtli-
chen Gehör nicht erhalten habe – ein zweites Formular übermittelt habe. Da sie nicht innerhalb 
der gesetzten Frist reagiert habe, sei die Einstellungsverfügung erlassen worden. Obwohl die 
Versicherte das rechtliche Gehör nicht innert der gesetzten Frist wahrgenommen habe, habe sie 
doch in ihrem Gesuch vom 19. März 2019 und in ihrer Einsprache vom 17. April 2019 ausführlich 
zur selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit bzw. zur Kündigung und zu den Einstelltagen Stellung 
genommen. Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs sei jedenfalls im Rahmen des Ein-
spracheverfahrens geheilt worden. Der Wunsch der Beschwerdeführerin, als Juristin tätig zu sein, 
sei nachvollziehbar. Allerdings dürfe nicht ausser Acht gelassen werden, dass eine Schadenmin-
derungspflicht bestehe. Die Versicherte hätte ihre Stelle bei C.____ nicht kündigen dürfen, ohne 
eine neue Stelle in Aussicht zu haben. Eine Unzumutbarkeit zum Verbleib bei C.____ habe nicht 
vorgelegen. Gemäss Arbeitsvertrag habe es der Versicherten freigestanden, ein Arbeitsangebot 
anzunehmen oder abzulehnen. Daran habe auch der Beitritt zur WhatsApp-Gruppe der Chatmas-
ter nichts geändert. Es sei nicht von ihr verlangt worden, dass sie auf alle Anfragen an die Gruppe 
reagiere und dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar sei. Sie habe nach wie vor das 
Recht gehabt, Angebote abzulehnen, womit das Arbeitsverhältnis nicht als unzumutbar gelte. 
Dies habe offensichtlich auch in der Zeit vom 1. November 2018 bis 31. Januar 2019, während 
des Praktikums, funktioniert. Inwieweit die Anstellung als Chatmaster wegen des Alters der Be-
schwerdeführerin unzumutbar geworden sein soll, sei nicht ersichtlich. Gesundheitliche Gründe 
für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses bei C.____ führe die Versicherte erstmals in der Be-
schwerde an. Sie habe sich durch die ständige Erreichbarkeit über die WhatsApp-Gruppe unter 
Druck gesetzt gefühlt. Es liege in der Verantwortung der betroffenen Person selbst, ihre Erreich-
barkeit über social media einzugrenzen. Dies könne nicht auf die Arbeitslosenversicherung ab-
gewälzt werden. Zur freiwilligen Stellenaufgabe könnten deshalb nur zwingende Gründe führen 

 
 
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wie gesundheitliche. Diese müssten durch ein eindeutiges und aussagekräftiges ärztliches Zeug-
nis oder Gutachten belegt sein, was vorliegend nicht der Fall sei. Folglich sei festzuhalten, dass 
es der Beschwerdeführerin möglich und zumutbar gewesen wäre, die Anstellung bei C.____ erst 
nach Zusicherung einer neuen Stelle zu künden. 
 
D. Mit Replik vom 8. Januar 2020 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. Ent-
gegen den Behauptungen der Kasse habe sie die Arbeitsstelle nicht gekündigt, weil ihr die Eins-
ätze zu viel geworden seien, sondern weil der Chatverkehr massiv zugenommen habe. So sei 
sie nicht nur in der WhatsApp-Chatgruppe, sondern auch von den einzelnen Chatmastern wegen 
der Schichteinsätze häufig kurzfristig und auch spätabends angefragt worden. Die Anfragen habe 
sie in der Regel sofort beantwortet, da die Schichten hätten abgedeckt werden müssen. Es treffe 
zu, dass sie Einsätze habe ablehnen dürfen. Aus kollegialen und wirtschaftlichen Gründen habe 
sie aber verschiedentlich Schichteinsätze übernommen. Für die Zeit des Volontariats vom 1. No-
vember 2018 bis 31. Januar 2019 habe sie die Chatmaster informiert, dass sie keine Einsätze 
leisten könne. Die Tätigkeit bei C.____, ein typischer Studentenjob, sei nunmehr aufgrund ihres 
Alters und der fehlenden beruflichen Perspektiven nicht mehr zumutbar. Die Kündigung sei über-
dies erfolgt, weil sie sich von ihren letzten zwei Vorgesetzten gemobbt gefühlt habe. Sie habe 
über 4 Jahre die Schikanen ausgehalten und sei zunehmend krank geworden. Erst als sie für das 
D.____ gearbeitet habe, sei ihr bewusst geworden, wie schlecht sie von ihren beiden Vorgesetz-
ten bei C.____ behandelt worden sei. Die gesundheitlichen Beschwerden seien denn auch bin-
nen einiger Monate nach der Kündigung verschwunden. 
 
E. Die Kasse beantragte mit Duplik vom 11. März 2020 weiterhin die Abweisung der Be-
schwerde. Es sei nie von der Versicherten verlangt worden, dass sie auf alle Anfragen an die 
Chatgruppe reagiere. Sie habe jederzeit das Recht gehabt, Angebote abzulehnen. Sie hätte auch 
die anderen Chatmaster informieren können, in welcher Zeit sie Anfragen beantworten und bis 
wann sie wissen müsse, ob sie einen Einsatz übernehmen soll. Dies habe offensichtlich auch in 
der Zeit vom 1. November 2018 bis 31. Januar 2019 funktioniert. Eine Unzumutbarkeit des Ar-
beitsverhältnisses liege folglich nicht vor. Fehlende berufliche Perspektiven und das Alter bewirk-
ten aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht ebenfalls keine Unzumutbarkeit. Mobbing als 
Kündigungsgrund sei erstmals mit der Replik erwähnt worden und wirke deshalb nachgeschoben. 
Zudem fielen die von der Versicherten erwähnten Vorkommnisse nicht unter den Begriff Mobbing. 
Es gebe folglich keine ausreichenden Gründe, die den Verbleib bei C.____ als unzumutbar er-
scheinen lassen würden. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversi-
cherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig 
ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der 

 
 
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Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
(AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versi-
cherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend kommt die in 
X.____ wohnhafte Beschwerdeführerin im Kanton Basel-Landschaft ihren Kontrollpflichten nach, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 
ATSG. Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde vom 13. September 2019 ist einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung So-zial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwer-
deführerin zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 36 Tagen in der 
Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 118.80 liegt der Streitwert von 
Fr. 4'276.80 (36 Tage à Fr. 118.80) unter diesem Grenzbetrag. Über die Beschwerde ist demnach 
präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst in formeller Hinsicht geltend, dass ihr Anspruch 
auf rechtliches Gehör verletzt worden sei, weil sie sich vor der Verfügung der Einstelltage nicht 
zu den Gründen der Kündigung habe äussern können. Zwar sei ihr das entsprechende Formular 
«Rechtliches Gehör/Fragebogen» vom 13. Februar 2019 nochmals am 8. März 2019 zugestellt 
worden mit einer Beantwortungsfrist bis 12. März 2019. Die Daten auf dem Formular seien jedoch 
nicht angepasst worden. So sei als Frist zur Einreichung einer Stellungnahme fälschlicherweise 
der 21. Februar 2019 gestanden. Dies sei ein Fehler der Kasse. Eine Stellungnahme auf einem 
Formular mit falschen Daten habe sie nicht abgeben können. Die Sache habe ihr aber keine Ruhe 
gelassen, weshalb sie mit Gesuch vom  
19. März 2019 um rechtliches Gehör gebeten habe. Da das Gesuch sich mit der Einstellungsver-
fügung vom 21. März 2019 kreuzte, blieb es seitens der Kasse unbeantwortet. 
 
2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieses dient einer-
seits der Klärung des Sachverhaltes, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwir-
kungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen ein-
greift. Dazu gehört insbesondere das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines ihr 
belastenden Entscheides zur Sache zu äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise mit-
zuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis äussern zu können, wenn dieses geeignet 
ist, den Ausgang des Verfahrens zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b). 
 
2.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Seine Verletzung führt ungeach-
tet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels grundsätzlich zur Gutheissung der Be-
schwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 144 I 11 E. 5.3). Vorbehalten 
bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht besonders 

 
 
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schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, 
sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneinge-
schränkt überprüft (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen). Darüber hinaus kann nach der Recht-
sprechung selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung (im Sinne einer "Heilung" des Mangels) 
abgesehen werden, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und 
damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) 
Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu verein-
baren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2, 136 V 117 E. 4.2.2.2). 
 
2.4 Ob eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt, muss im gegebenen Fall nicht ab-
schliessend beurteilt werden. Wie die Kasse zurecht ausführte, hatte die Beschwerdeführerin 
auch ohne Inanspruchnahme des Formulars mehrfach Gelegenheit, sich zur Kündigung und zur 
Einstellungsdauer zu äussern; so im Gesuch vom 19. März 2019, in der Einsprache vom 17. April 
2019 und nun auch in ihrer Beschwerde ans Gericht vom 13. September 2019. Da das Kantons-
gericht in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprüfungsbefugnis besitzt und in der 
Beweiswürdigung frei ist (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG), 
kann eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs vor dem Kantonsgericht als geheilt be-
trachtet werden. Vor allem würde eine Rückweisung der Angelegenheit ein formalistischer Leer-
lauf bedeuten. Es bleibt jedoch anzumerken, dass die Kasse der Beschwerdeführerin Gelegen-
heit geboten hat, sich im März 2019 und somit vor Verfügungserlass zu äussern. Dass die Daten 
im Formular nicht angepasst worden waren, stellt eine Unachtsamkeit der Kasse dar. Die Unrich-
tigkeit ergab sich aber ohne weiteres aus dem vorgängigen Email-Verkehr und war somit offen-
sichtlich, weshalb eine Stellungnahme der Versicherten gestützt auf das erneut zugestellte For-
mular trotz falschen Daten als rechtzeitig abgegeben gegolten hätte. 
 
3. In materieller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin verschiedene Gründe dafür gel-
tend, dass ein Verbleib bei C.____ bis zum Finden einer neuen Stelle unzumutbar gewesen wäre. 
Die Arbeitslosigkeit sei deshalb nicht selbstverschuldet und eine Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung folglich nicht gerechtfertigt. 
 
3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 
nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ver-
fügen (Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versiche-
rung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Ver-
waltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprin-
zip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schindler/Tanque-
rel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Auf-
lage, Basel 2016, Rz. 828 ff.). 
 
3.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Ein Selbstverschulden im 

 
 
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Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andau-
ern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den 
persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person 
liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht übernimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
3. Februar 2009, 8C_842/2008, E. 3.2, mit Hinweis). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn 
die versicherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere 
Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet 
werden konnte (vgl. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). 
 
3.3 Nach Art. 16 AVIG gilt eine Arbeit als zumutbar, die den berufs- und ortsüblichen, insbe-
sondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht, den Fähigkeiten 
und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist und die Wiederbeschäf-
tigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat in konstanter Praxis 
entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit des Verbleibens am Ar-
beitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist. Die Zumutbarkeit zum Verbleiben an der bisheri-
gen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die Zumutbarkeit zum Antritt einer neuen Stelle 
(BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen, THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 838). Wenn nicht 
besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet werden, wenigstens 
so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle gefunden hat (ARV 1976 Nr. 18; 
GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N.27 zu Art. 16; JAQUELINE CHOPARD, Die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 116). Die Zumutbarkeit der Fort-
führung eines Arbeitsverhältnisses beurteilt sich nach den konkreten Umständen. Medizinische 
Gründe müssen durch ein eindeutiges Arztzeugnis oder Gutachten belegt sein (BGE 124 V 238 
E. 4b/bb). 
 
3.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung 
und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit dem 
17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige („volontairement“) Auf-
geben einer Stelle ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) sanktioniert. Damit dürfen bei einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen 
an die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der 
Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichti-
gen. Vermag die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, 
kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens 
gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hin-
weisen). 
 
3.5  Die Beschwerdeführerin beruft sich auf Art. 16 Abs. 2 lit. g AVIG, wonach eine Arbeit 
unzumutbar ist, die eine ständige Abrufbereitschaft der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers 
über den Umfang der garantierten Beschäftigung hinaus erfordert. Kündigt die versicherte Person 
ein Arbeitsverhältnis auf Abruf infolge ausserordentlicher und nicht absehbarer Beschäftigungs-
schwankungen, ist von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschulde-
ter Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 Bst. a AVIG abzusehen (vgl. AVIG-Praxis ALE B99). 

 
 
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Die Versicherte arbeitete gemäss Einzelarbeitsvertrag im Stundenlohn seit dem 21. März 2011 
für C.____ als Chatmaster. Aus dem Vertrag geht hervor, dass die Zuteilung von Arbeit «den 
betrieblichen Bedürfnissen und den Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme der Arbeitnehmerin ent-
sprechend» erfolgt. Einsatzzeiten werden jeweils mündlich abgemacht; gearbeitet wird von Mon-
tag bis und mit Sonntag. Es besteht keine Verpflichtung der C.____, die Arbeitnehmerin für einen 
Einsatz anzufragen; ebenso steht es der Arbeitnehmerin frei, ein Angebot der C.____ abzu-
lehnen. Zur Gestaltung des Arbeitsverhältnisses führte die Versicherte in der Beschwerde aus, 
dass die Chatmaster jeweils für ein Semester fest zugeteilte Schichten gehabt hätten. Maximal 
seien 2-3 Schichten bzw. 8-12 Stunden in der Woche garantiert gewesen. Im nächsten Studien-
semester hätten die Schichten dann gewechselt. Es habe drei Schichten à 4 Stunden gegeben; 
von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr und von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Die 
Chatmaster-Funktion, eine online Plattform, sei im März 2011 entworfen worden und es habe 
damals nur 5 Chatmaster und planbare Einsätze gegeben. Im Laufe der Zeit seien weitere 4 
Chatmaster hinzugekommen. Trotz dieser Verstärkung des Teams habe es immer wieder 
Schwierigkeiten gegeben, die Schichten zu besetzen. Am 7. Januar 2014 sei sodann die Grup-
penchat-Kommunikation per Whatsapp hinzugekommen. Dieser Gruppe sei sie erst am 1. Mai 
2017 beigetreten. Vorher sei sie für das «Schichtenspringen» via Email und Handy erreichbar 
gewesen. Die Anfragen seien aber selten und nie kurzfristig gewesen. Seit der Whatsapp-Gene-
ration seien die Anfragen beinahe täglich und rund um die Uhr eingegangen. Die ständige Abruf-
bereitschaft über den Umfang der garantierten 2-3 Schichten in der Woche sei sehr belastend 
gewesen. Sie habe vermehrt an starken Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und Schlaf-
störungen gelitten, weshalb sie beschlossen habe, eine Tätigkeit als Juristin zu suchen. Wegen 
der unregelmässigen und unabsehbaren Beschäftigungsschwankungen bei C.____ sei es 
schlichtweg unmöglich gewesen, sich der Stellensuche zu widmen. Daher habe sie am 31. De-
zember 2018 ihren Studentenjob als Chatmaster gekündigt.  
 
3.6  Bei der Tätigkeit als Chatmaster handelt es sich um ein Arbeitsverhältnis mit einem Anteil 
garantierter, fest zugeteilter Schichten und mit einem Anteil an Schichten, die nach Absprache 
zugeteilt werden. Es handelt sich jedoch nicht um ein Arbeitsverhältnis mit ausserordentlichen 
und nicht absehbaren Beschäftigungsschwankungen, die eine Arbeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 
lit. g AVIG unzumutbar erscheinen lassen. Denn es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin 
nicht verpflichtet war, Einsätze anzunehmen. Die Arbeitseinsätze waren ferner nicht unvorher-
sehbar, sondern zu einem grossen Teil vom einzelnen Chatmaster seiner Kapazität entsprechend 
planbar. So war es der Versicherten auch in Bezug auf ihr Volontariat am D.____ ohne weiteres 
möglich, ihre Einsätze während dieser Zeit zu minimieren oder sogar ganz auszulassen, was die 
Qualität des Jobs als Studentenjob gerade ausmachte. Ist jedoch das Arbeitsverhältnis auf Abruf 
so ausgestaltet, dass die versicherte Person jeweils frei entscheiden kann, ob sie das Arbeitsan-
gebot annehmen will, gilt dieses als zumutbar (AVIG-Praxis ALE, B 296). Die Begründung, dass 
sie die Stelle gekündigt habe, um sich voll auf die Stellensuche als Juristin zu fokussieren, was 
neben ihrer Anstellung als Chatmaster aufgrund der ständigen Abrufbereitschaft und der nicht 
absehbaren Beschäftigungsschwankungen nicht möglich gewesen sei, greift deshalb vorliegend 
nicht und ist überdies auch nicht nachvollziehbar.  
 

 
 
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4.1 Die Versicherte macht im Weiteren gesundheitliche Gründe und Mobbing für die Kündi-
gung geltend. Eine Arbeitsstelle, welche die Gesundheit der versicherten Person gefährdet, ist 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesund-
heitlichen Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere 
geeignete Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslo-
senkasse nicht mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt 
vielmehr zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr 
obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 
V 234 E. 4b/bb). 
 
4.2 Ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Ar-
beitskollegen vermögen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhält-
nisses zu begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2017, 8C_66/2017, E. 2). Bei 
Schwierigkeiten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es der versi-
cherten Person grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer neuen An-
schlussstelle aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Verhältnisse am 
Arbeitsplatz eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. Sie können 
aber allenfalls beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 29. Oktober 2003, C 133/03, E. 3.2 mit Hinwei-
sen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht entsprechendes Betriebsklima 
genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
4.3 Mobbing ist nach einer auch vom Bundesgericht verwendeten Definition ein systemati-
sches, feindliches, über einen längeren Zeitraum anhaltendes Verhalten, mit dem eine Person an 
ihrem Arbeitsplatz isoliert, ausgegrenzt oder gar von ihrem Arbeitsplatz entfernt werden soll (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts vom 1. Juli 2010, 8C_826/2009, E. 4.2, vom 17. Mai 2010, 
4A_32/2010, E. 3.2 und vom 6. April 2010, 4A_245/2009, E. 4.2, je mit Hinweisen). Das Opfer 
befindet sich oft in einer Situation, wo jede Einzelhandlung unter Umständen als zulässig zu be-
urteilen ist, jedoch die Gesamtheit der Handlungen das Opfer derart destabilisieren kann, bis es 
die Arbeitsstelle verlässt. Mobbing liegt aber nicht schon dann vor, wenn ein Arbeitskonflikt oder 
eine schlechte Arbeitsatmosphäre besteht, oder wenn eine angestellte Person aufgefordert wird 
– selbst wenn es auf eindringliche Weise oder mit der Androhung von Disziplinarmassnahmen 
oder einer Entlassung geschieht – ihren Arbeitspflichten nachzukommen (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 7. August 2018, 8C_107/2018, E. 5 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
4.4 Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Replik vom 8. Januar 2020 an, dass sie sich von 
ihren letzten zwei Vorgesetzten gemobbt gefühlt habe. In den acht Jahren ihrer Tätigkeit als Chat-
master habe sie sechs Vorgesetzte erlebt. Der vierte, welcher Anfang 2015 für die Chatmaster 
zuständig gewesen sei, sei ihr gegenüber reserviert und ablehnend gewesen. Zwar sei sie in den 
Mitarbeitergesprächen gelobt worden, ausserhalb des Büros sei sie aber wie Luft behandelt wor-
den. Zudem habe ihr Vorgesetzter subtil nach Fehlern bei ihrer Arbeit gesucht und sie vor allen 
Chatmastern blossstellen wollen. Dies habe sich im Jahr 2015 zugetragen. Weiter habe sie Ende 
Januar 2017 einige Tage wegen einer Grippe bei der Arbeit gefehlt. Sie habe sich vehement dafür 
einsetzen müssen, dass ihr die Ausfallstunden bezahlt worden seien und dafür einen ironischen 

 
 
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Kommentar ihres Vorgesetzten erhalten. Schliesslich habe Mitte Januar 2018 eine neue Mitar-
beiterin als Unterstützung für ihren Vorgesetzten angefangen. Seit Frühling 2018 habe sie sich 
von ihr gemobbt gefühlt. Ständig sei sie kontrolliert und wie ein kleines Kind behandelt worden. 
Schliesslich sei die Kommunikation von Seiten der Vorgesetzten auf das Nötigste reduziert wor-
den. Ein Gespräch mit den Verantwortlichen im Oktober 2018 zu diesem Thema habe zwar statt-
gefunden, sei aber sehr anstrengend gewesen. 
 
4.5 Die von der Beschwerdeführerin geschilderten Vorfälle waren für sie sicher unange-
nehm, gehen aber über «normale» Arbeitskonflikte nicht hinaus. Die Intensität, die Mobbing de-
finiert, insbesondere ein systematisches, feindliches und über einen längeren Zeitraum anhalten-
des Verhalten der Vorgesetzten ist mit den drei beschriebenen Vorfällen nicht gegeben. Ferner 
sind die infolge des schlechten Arbeitsklimas geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden 
(Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Verstimmtheit und Schlafschwierigkeiten) nicht 
überprüfbar. Wie die Beschwerdeführerin selbst ausführte, hatte sie deswegen keine Arbeitsaus-
fälle und ist auch nicht zum Arzt gegangen. Somit liegen keine Arztzeugnisse vor, die eine ge-
sundheitliche Gefährdung belegen könnten. Folglich genügen die Vorbringen nicht, um eine Un-
zumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses zu begründen und die Kündigung aus arbeitslosenversi-
cherungsrechtlicher Sicht zu rechtfertigen. 
 
4.6 Schliesslich lassen auch das Alter und die fehlenden beruflichen Perspektiven die An-
stellung bei C.____ nicht als unzumutbar erscheinen. Der Schriftenwechsel im vorliegenden Ver-
fahren lässt vermuten, dass die Beschwerdeführerin – nach ihrem Volontariat beim D.____ vom 
1. November 2018 bis 31. Januar 2019 – erkannt hat, dass ihr die geregelte und ihrer Ausbildung 
entsprechende Tätigkeit sehr viel mehr zusagte, als die Arbeit bei C.____. Insbesondere war sie 
von den Chats, denen sie sich nicht entziehen konnte, von ihrem Pflichtgefühl und vom selbstge-
machten Druck, sich für Einsätze zu melden und Schichten abzutauschen, befreit. Dies ist ohne 
weiteres nachvollziehbar und es ist auch verständlich, dass sie nach dem Volontariat nicht mehr 
in dieses Raster zurückwollte, sondern vielmehr die Vorteile einer Tätigkeit in ihrem Berufsfeld 
mit besseren Perspektiven, regelmässigen Arbeitszeiten und höherer Entlöhnung nutzen und ihre 
Situation ändern wollte, weshalb sie ihre Kündigung per 31. Januar 2019 einreichte. Diese Moti-
vation ist auch aus der ersten Begründung der Kündigung ersichtlich. So führte die Beschwerde-
führerin im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 13. Januar 2019 als Grund für ihre Kündi-
gung an, dass sie ihrer Qualifikation als Juristin entsprechend zu 100 % arbeiten möchte und 
nicht mehr im Stundenlohn. In einem zweiten Schritt – in Kenntnis der Rechtslage - machte sie 
im Gesuch vom 19. März 2019 bezüglich rechtliches Gehör sowie in der Einsprache vom 17. April 
2019 geltend, dass es ihr infolge der unregelmässigen und unabsehbaren Beschäftigungs-
schwankungen bei C.____ schlichtweg nicht möglich gewesen sei, sich der Stellensuche als Ju-
ristin zu widmen. Daher habe sie ihren Studentenjob am 31. Dezember 2018 per 31. Januar 2019 
gekündigt. In der Beschwerde ans Kantonsgericht vom 13. September 2019 erwähnte sie in ei-
nem weiteren Schritt gesundheitliche Beschwerden als mit ausschlaggebend für die Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses und schliesslich in ihrer Stellungnahme vom 8. Januar 2020 Mobbing. 
Es entsteht damit der Eindruck, dass die gesundheitlichen Beschwerden und die Mobbingthema-
tik als Gründe für eine Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses nachgeschoben sind. Der Be-
schwerdeführerin ist es zweifellos freigestanden, ihren langjährigen Studentenjob aufzugeben 

 
 
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und sich einem neuen Arbeitsfeld zu widmen. Die Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei 
C.____, ohne Zusicherung einer neuen Stelle, gilt aber aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher 
Sicht als selbstverschuldete Arbeitslosigkeit, da der Verbleib bei C.____ weder mit Blick auf Art. 
16 Abs. 2 lit. c noch lit. g AVIG als unzumutbar anzusehen ist. 
 
5. Damit steht fest, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar gewesen ist, ihre Anstellung 
bei C.____ vorerst beizubehalten. Zwar kann der Wunsch nach einem Stellenwechsel nachvoll-
zogen werden. Eine sofortige Kündigung mit der Folge des Bezugs von Arbeitslosenentschädi-
gung rechtfertigt sich vorliegend aber nicht, weshalb der Tatbestand der selbstverschuldeten Ar-
beitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV als erfüllt zu 
betrachten ist. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ist demnach nicht zu beanstanden. 
 
6.1 Zu prüfen bleibt, ob die Anzahl der Einstelltage durch die Kasse korrekt ermittelt worden 
ist. Die Dauer der Einstellung bemisst sich einzig nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 
3 AVIG). Sie beträgt nach Art. 45 Abs. 3 AVIV 1 – 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 – 30 
Tage bei mittelschwerem Verschulden und 31 – 60 Tage bei schwerem Verschulden. Innerhalb 
dieses Rahmens entscheidet die Arbeitslosenkasse nach pflichtgemässem Ermessen.  
 
6.2 Gemäss Art. 45 Abs. 4 AVIV liegt ein schweres Verschulden vor, wenn die versicherte 
Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen 
aufgegeben (lit. a) oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (lit. b). Unter einem entschuldbaren 
Grund im Sinne dieser Bestimmung ist ein Grund zu verstehen, der das Verschulden mittelschwer 
oder leicht erscheinen lassen kann. Ein solcher im konkreten Einzelfall liegender Grund kann – 
wie etwa gesundheitliche Probleme – die subjektive Situation der betroffenen Person oder – so 
die Befristung einer Stelle – eine objektive Gegebenheit beschlagen (BGE 130 V 125 E. 3.5) und 
zu einer Unterschreitung des Sanktionsrahmens führen. 
 
6.3 Vorliegend hat die Kasse das Verhalten der Versicherten als schweres Verschulden qua-
lifiziert, was eine Einstellungsdauer von 31 – 60 Tagen zur Folge hat. Zur Feststellung des indi-
viduellen Verschuldens und für die Bemessung der Einstellung bei schwerem Verschulden ist 
gemäss Bundesgericht vom Mittelwert der Spanne von 31 bis 60 Tagen – d. h. 45 Tagen – aus-
zugehen (Art. 45 Abs. 3 Bst. c AVIV); erschwerende oder mildernde Faktoren und das Prinzip der 
Verhältnismässigkeit sind zu berücksichtigen (BGE 123 V 150 E. 3c). Die Kasse hat 36 Einstell-
tage verfügt und folglich die persönliche Situation der Versicherten als verschuldensmindernd 
angesehen. Diese Beurteilung liegt in ihrem Ermessen und ist nicht zu beanstanden, vor allem 
da sich die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im unteren Bereich des schweren Verschul-
dens bewegt. Gründe, die eine Unterschreitung des Sanktionsrahmens für schweres Verschulden 
rechtfertigen würden, liegen hingegen nicht vor. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorlie-
gende Verfahren keine Kosten zu erheben.  
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben.