# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e8db2ea-b78a-5835-adfc-9add2f4816f1
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-19
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 19.08.2025 604 2024 126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2024-126_2025-08-19.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2024 126
604 2024 127

Urteil vom 19. August 2025

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux
Richterinnen: Dina Beti, Daniela Kiener 
Gerichtsschreiberin: Angélique Marro

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführer

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz    

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen – 
Überführung von Geschäftsvermögen ins Privatvermögen bei 
Geschäftsaufgabe; Verkehrswert der überführten Liegenschaft; 
Gerichtsgutachten

Beschwerde vom 12. September 2024 gegen den Einspracheentscheid vom 
13. August 2024

Kantonsgericht KG
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In Anbetracht dessen,

dass die Steuerpflichtigen in C.________ auf mehreren Grundstücken – darunter das Grundstück 
Art. ddd des Grundbuchs der Gemeinde Kerzers (nachfolgend: GB C.________) – ein 
landwirtschaftliches Gewerbe führten;

dass, nachdem A.________ (Eigentümerin des besagten Grundstücks) mit Sitzungsentscheid der 
Behörde für Grundstückverkehr vom 23. August 2022 bewilligt worden war, das Grundstück Art. ddd 
des GB C.________ vom landwirtschaftlichen Gewerbe abzutrennen, dieses gleichentags vom 
Geschäftsvermögen ins Privatvermögen der Steuerpflichtigen überführt wurde, bevor es am 
7. Juni 2024 mittels Erbvorschussvertrags an die Söhne E.________ und F.________ abgetreten 
wurde;

dass die Steuerpflichtigen am 27. Juni 2024 für das Steuerjahr 2022 ordentlich veranlagt wurden, 
wobei der steuerbare Liquidationsgewinn auf CHF 346'685.- festgesetzt wurde, was einen 
geschuldeten Steuerbetrag von CHF 6'932.- (direkte Bundessteuer) bzw. CHF 22'897.80 
(Kantonssteuer) ergab;

dass die Steuerverwaltung mit dieser Veranlagung den in einem von den Steuerpflichtigen in Auftrag 
gegebenen Verkehrswertgutachten der G.________ AG vom 6. Februar 2024 ermittelten und von 
den Steuerpflichtigen deklarierten Überführungswert des Grundstücks Art. ddd des GB C.________ 
von CHF 360'000.- auf CHF 846'500.- erhöhte;

dass die gegen diese Veranlagungsanzeige erhobene Einsprache der Steuerpflichtigen mit 
Einspracheentscheid vom 13. August 2024 abgewiesen wurde;

dass die Steuerpflichtigen (fortan: Beschwerdeführer) am 12. September 2024 Beschwerde an den 
Steuergerichtshof des Kantonsgerichts erhoben und den Antrag stellten, es sei der angefochtene 
Einspracheentscheid aufzuheben und der Verkehrswert des Grundstücks Art. ddd des 
GB C.________ auf CHF 360'000.- festzusetzen;

dass die Steuerverwaltung in ihren Bemerkungen vom 8. Oktober 2024 auf eine Abweisung der 
Beschwerde schloss;

dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 19. Mai 2025 bei H.________ ein 
Gerichtsgutachten in Auftrag gab und den Experten beauftragte, den Verkehrswert des Grundstücks 
Art. ddd des GB C.________ zum Zeitpunkt seiner Überführung vom Geschäfts- ins Privatvermögen 
per 23. August 2022 zu ermitteln;

dass das Gerichtsgutachten (ermittelter Verkehrswert: CHF 620'000.-) am 17. Juni 2025 erstattet 
wurde; 

dass den Parteien am 18. Juni 2025 die Gelegenheit gegeben wurde, sich zum Gerichtsgutachten 
zu äussern;

dass weder die Steuerverwaltung (Eingabe vom 4. Juli 2025) noch die Beschwerdeführer (Eingabe 
vom 13. Juli 2025) Einwände gegen das Gerichtsgutachten erhoben und beide erklärten, den 
ermittelten Verkehrswert von CHF 620'000.- zu akzeptieren (Steuerverwaltung) resp. mit dem 
Gerichtsgutachten einverstanden zu sein (Beschwerdeführer);

Kantonsgericht KG
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erwägend,

dass vom von H.________ im Gerichtsgutachten vom 17. Juni 2025 ermittelten Verkehrswert des 
Grundstücks Art. ddd des GB C.________ von CHF 620'000.- sowie den übereinstimmenden 
Anträgen der Parteien Vormerk zu nehmen ist;

dass folglich die Beschwerde teilweise gutzuheissen, der angefochtene Einspracheentscheid der 
Steuerverwaltung vom 13. August 2024 aufzuheben und die Angelegenheit an diese 
zurückzuweisen ist, damit sie den von den Beschwerdeführern im Steuerjahr 2022 erzielten 
Liquidationsgewinn im Sinne des Gerichtsgutachtens (Verkehrswert des Grundstücks Art. ddd des 
GB C.________: CHF 620'000.-) neu veranlagt;

dass die Kosten des Verfahrens der unterliegenden Partei aufzuerlegen sind (Art. 144 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]; Art. 131 
Abs. 1 VRG); dem Bund, dem Staat, den Gemeinden und anderen juristischen Personen des 
öffentlichen Rechts sowie den mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Privatpersonen und 
privaten Institutionen dürfen indessen keine Verfahrenskosten auferlegt werden, es sei denn, ihre 
Vermögensinteressen seien betroffen (Art. 133 VRG);

dass die Höhe der Verfahrenskosten durch das kantonale Recht bestimmt wird (vgl. Art. 144 Abs. 5 
DBG) und dabei insbesondere der Tarif der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der 
Verwaltungsjustiz vom 17. Dezember 1991 (Tarif VJ; SGF 150.12) zur Anwendung gelangt (vgl. 
Art. 146 und Art. 147 VRG sowie Art. 4 Abs. 3 des kantonalen Ausführungsbeschlusses zum 
Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer);

dass es im vorliegenden Fall angemessen scheint, die Gerichtsgebühr auf insgesamt CHF 3'286.30 
(Gerichtsgebühr: CHF 800.-; Barauslagen für das Gerichtsgutachten: CHF 2'486.30) festzusetzen; 
diese Gerichtsgebühr ist zur Hälfte (CHF 1'643.15) den teilweise unterliegenden Beschwerdeführern 
aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss (insgesamt CHF 3'300.-) zu verrechnen; der 
Saldo (CHF 1'656.85) ist den Beschwerdeführern zurückzuerstatten;

dass die im Beschwerdeverfahren nicht vertretenen Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung haben;

(Dispositiv auf der folgenden Seite)

Kantonsgericht KG
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erkennt der Hof:

Direkte Bundessteuer (604 2024 126)

I. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung vom 13. August 2024 wird 
aufgehoben und die Angelegenheit an diese zurückgewiesen, damit sie den von A.________ 
und B.________ im Steuerjahr 2022 erzielten Liquidationsgewinn im Sinne der Erwägungen 
(Verkehrswert des Grundstücks Art. ddd des Grundbuchs der Gemeinde C.________: 
CHF 620'000.-) neu veranlagt.

Kantonssteuer (604 2024 127)

II. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung vom 13. August 2024 wird 
aufgehoben und die Angelegenheit an diese zurückgewiesen, damit sie den von A.________ 
und B.________ im Steuerjahr 2022 erzielten Liquidationsgewinn im Sinne der Erwägungen 
(Verkehrswert des Grundstücks Art. ddd des Grundbuchs der Gemeinde C.________: 
CHF 620'000.-) neu veranlagt.

Kosten und Parteientschädigung

III. Die Kosten (Gerichtsgebühr: CHF 800.-; Barauslagen für das Gerichtsgutachten: 
CHF 2'486.30) werden A.________ und B.________ zur Hälfte (CHF 1'643.15) auferlegt und 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

Der Saldo (CHF 1'656.85) wird A.________ und B.________ zurückerstattet.

IV. Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

V. Zustellung.

Der vorliegende Entscheid kann gemäss Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 
das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit einer Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht in Luzern angefochten werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 19. August 2025/dki

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin