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**Case Identifier:** 614f06fb-46be-590b-a88c-d14848b716c5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.08.2015 200 2015 264
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-264_2015-08-24.pdf

## Full Text

200 15 264 IV
SCJ/SAW/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. August 2015

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Februar 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
gelernter …, zog sich während der Arbeit am 17. Juni 1985 eine Rücken-
kontusion zu (vgl. Unfallmeldung vom 20. Juni 1985, Akten der Invaliden-
versicherung [IV; act. II] 11 S. 188). Die Schweizerische Unfallversiche-
rungsanstalt (SUVA) anerkannte ihre Leistungspflicht und sprach dem Ver-
sicherten mit Verfügung vom 7. April 1988 (act. II 11 S. 111) ab Oktober 
1987 eine Rente auf der Basis einer 10%-igen Erwerbsunfähigkeit sowie 
eine Integritätsentschädigung von 5% zu. In der Folge wurde die Rente der 
SUVA verschiedentlich erhöht (act. II 1, 11 S. 84; 25) und beträgt seit 
1. Januar 2013 55% (vgl. Akten der IV [act. IID] 81).

B.

Am 5. Juni 1986 meldete sich der Versicherte bei der IV an und beantragte 
Umschulung auf eine neue Tätigkeit. Nach vollumfänglicher Wiederauf-
nahme der angestammten Tätigkeit als … ab dem 15. September 1986 
(act. II 11 S. 131) wies die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
das Umschulungsbegehren mit Verfügung vom 25. September 1987 ab 
(act. IID 76.2 S. 101). Die ab 1. Juni 1986 ausgerichtete IV-Rente wurde 
per 30. September 1986 sistiert (act. IID 76.2 S. 102 f.). Aufgrund erneuter 
Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine musste der Versicherte 
die Arbeit als … am 19. Februar 1987 aufgeben (act. II 11 S. 152). Am 1. 
Oktober 1987 nahm er eine Tätigkeit in den Bereichen …, …- und … auf 
(act. II 11 S. 115, 119). Von Juli 1988 bis Ende April 1989 war er als … in 
der Firma C.________ tätig (act. II 11 S. 88) und arbeitete anschliessend 
bis Ende September 1998 als … in einem … (act. II 11 S. 78, 90). Im Wei-
teren folgten verschiedene Temporäreinsätze (act. II 23), wobei er zuletzt 
von Juli 2001 bis Ende Juli 2002 als … tätig war (act. II 15).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 3

C.

Mit Gesuch vom 14. März 2007 (act. II 2) meldete sich der Versicherte un-
ter Hinweis auf eine Diskushernie, eine Meniskus-Läsion rechts sowie eine 
dupuytrensche Erkrankung beidseits erneut bei der IV an. Die IVB nahm in 
der Folge verschiedene Abklärungen in erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht vor (u.a. act. II 6 f., 15 f., 22, 31 ff.) und holte die SUVA-Akten ein 
(act. II 11 f., 21). Mit Vorbescheid vom 22. April 2009 (act. II 34) stellte sie 
dem Versicherten bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 35% die Ab-
weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Daran hielt sie nach Einwand 
vom 28. Mai 2009 (act. II 38) fest und wies mit Verfügung vom 2. Juli 2009 
(act. II 41) das Rentenbegehren ab. Die dagegen am 8. September 2009 
(act. II 42) erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern mit Urteil vom 10. Dezember 2009, IV/2009/894 (act. II 45), gut. 
Dabei erwog es, der Sachverhalt erweise sich als medizinisch ungenügend 
abgeklärt; die Sache sei an die IVB zurückzuweisen, damit diese eine um-
fassende, gesamtheitliche, interdisziplinäre Begutachtung veranlasse.

D. 

Im Februar 2010 beauftragte die IVB die Medizinische Abklärungsstation 
MEDAS D.________ mit einer polydisziplinären Begutachtung (vgl. Exper-
tise vom 3. Mai 2010, act. II 53.1) und stellte dem Versicherten am 20. Juli 
2010 (Akten der IV [act. IIA] 56) ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 
44% die Ausrichtung einer Viertelsrente ab dem 1. Januar 2008 in Aus-
sicht. Damit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden und machte in 
der Stellungnahme vom 1. September 2010 (act. IIA 61) geltend, nach der 
Begutachtung im D.________ habe sich Verschiedenes ereignet, das vor 
einem abschliessenden Entscheid unbedingt in die Beurteilung einbezogen 
werden müsse. Daraufhin edierte die IVB die SUVA-Akten (act. IIA 66.1 ff.; 
Akten der IV [act. IIB] 67.1 ff., 70.1 ff., 72.1 ff., 73, 75.1, 76.2; act. IID 76.2, 
78.1, 80.1), u.a. beinhaltend zwei Berichte bezüglich der Rückenoperatio-
nen vom 12. Mai 2010 (act. IIA 66.15) und vom 30. Mai 2012 (act. IIB 76.2 
S. 868) sowie einen Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 23. No-
vember 2012 (act. IID 80.5), und veranlasste bei der Abklärungsstelle 

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F.________ ein interdisziplinäres Gutachten (vgl. Expertise vom 24. Febru-
ar 2014, nachfolgend: MEDAS-Gutachten F.________, act. IID 96.1). Mit 
Vorbescheid vom 11. April 2014 (act. IID 97) stellte die IVB dem Versicher-
ten bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 45% erneut die Ausrichtung 
einer Viertelsrente ab dem 1. Januar 2008 in Aussicht. Daran hielt sie nach 
Einwand vom 27. Mai 2014 (act. IID 100) fest und verfügte am 13. Februar 
2015 (act. IID 104) wie im Vorbescheid angekündigt.

E. 

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 16. März 2015 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung. Die Angelegenheit sei zum Zuspruch einer ganzen 
Rente an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ferner ersuchte er um 
unentgeltliche Rechtspflege.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2015 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Am 21. Mai 2015 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege unter Beiordnung von Fürsprecher B.________ als amtli-
cher Anwalt gut.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Februar 2015 (act. 
IID 104), mit welcher dem Beschwerdeführer rückwirkend ab Januar 2008 
eine Viertelsrente zugesprochen wurde. Streitig und zu prüfen ist der An-
spruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-

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glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 7

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.

Das MEDAS-Gutachten F.________ vom 24. Februar 2014 (act. IID 96.1) 
basiert auf den Fachgutachten in den Bereichen Psychiatrie, Neurologie, 
Orthopädie, Neurochirurgie und Innere Medizin. Unter Einbezug aller Ex-
pertisen diagnostizierten die Gutachter mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit chronisch wiederkehrende Lumbalgien mit verminderter Belast-
barkeit der Wirbelsäule, chronisch rezidivierende Gonalgien rechts sowie 
Bewegungseinschränkungen an den Handgelenken und Kleinfingern mit 
wiederkehrenden Arthralgien (S. 17 Ziff. E). Im Weiteren gaben sie an, die 
beruflich körperlich belastenden Tätigkeiten ehemals als … und zuletzt als 
… seien dem Versicherten wegen der deutlich verminderten Rücken- und 
Kniebelastbarkeit nicht mehr zumutbar. Ideal angepasste Arbeiten könne er 
unter Berücksichtigung des Fähigkeitsprofils jedoch ausführen. Dabei sei 
aufgrund der zu erwartenden belastungsabhängig vermehrt auftretenden 
Schmerzen (möglicherweise mit Muskelverspannungen) ein höherer Pau-
senbedarf anzunehmen, der eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit um ca. 20-
30% begründe. Das Arbeitspensum liege bei mindestens sechs Stunden 
am Tag, wobei hierin der vermehrte Pausenbedarf bereits einbezogen sei 
(S. 19 Ziff. 2). Das positive Fähigkeitsprofil bestehe in einer leichten körper-

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lichen Tätigkeit mit Wechselrhythmus zwischen Stehen, Gehen und Sitzen 
sowie mit einer Gewichtslimite zwischen acht und neun Kilogramm. Das 
negative Fähigkeitsprofil beinhalte lange statische Wirbelsäulenbelastun-
gen, Belastungen der Wirbelsäule ausserhalb der Körperachse, Arbeiten 
die überwiegend im Stehen, Gehen und in endgradiger Beugung des rech-
ten Kniegelenkes zu erbringen seien, Tätigkeiten, bei denen ein Hinknien 
erforderlich sei sowie Aufträge mit den Händen, bei denen das Bewe-
gungsdefizit in den Kleinfingern hinderlich sei. Darüber hinaus sei die Ex-
position gegenüber Nässe, Kälte und Zugluft zu vermeiden; Tätigkeiten in 
gebückter oder reklinierter Haltung sowie mit regelmässigen Torsionsbe-
wegungen seien auszuschliessen (S. 19 Ziff. 1).

Die Gutachter haben sich in ihrer Expertise in Kenntnis der medizinischen 
Vorakten (S. 4 ff.) sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des 
Beschwerdeführers auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse gestützt auf 
die eigenen persönlichen Befragungen und klinischen Untersuchungen 
getroffen. Die Ausführungen der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand sowie zur versicherungsrechtlich relevanten Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit plausibel begründet. Ihre Beurteilung stimmt zudem mit den 
Abklärungen in der Klinik E.________ (vgl. Austrittsbericht der Klinik 
E.________ vom 23. November 2012, act. IID 80.5 S. 2), auf welche sich 
die SUVA bei der Beurteilung der Invaliditätsbemessung im Unfallversiche-
rungsverfahren stützte, überein. Dies ist ohne weiteres nachvollziehbar, 
wirken sich doch in erster Linie die unfallbedingten und durch die SUVA 
versicherten gesundheitlichen Schädigungen auf das Leistungsvermögen 
aus, während die unfallfremden Affektionen (Knie und Handgelenke) keine 
ins Gewicht fallenden zusätzlichen Beeinträchtigungen begründen. Sodann 
entspricht das obgenannte Zumutbarkeitsprofil auch demjenigen, wie es im 
früheren MEDAS-Gutachten D.________ vom 3. Mai 2010 formuliert wurde 
(act. II 53.1 S. 26 Ziff. 3 ff.). Dies ist ebenfalls einleuchtend, da die im Zeit-
raum zwischen den beiden Gutachten durchgeführten Rückenoperationen 
(act. IIA 66.15; act. IIB 76.2 S. 868) keine dauerhafte Veränderung des 
Gesundheitszustandes zur Folge hatten (act. IID 96.1 S. 8, 13). 
Divergierende medizinische Berichte, die geeignet wären, die schlüssigen 
und überzeugenden Ausführungen im MEDAS-Gutachten F.________ zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 9

erschüttern, liegen nicht vor. Damit erfüllt dieses Gutachten die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.5 hiervor), weshalb ihm 
volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Auf das 
MEDAS-Gutachten F.________ ist somit abzustellen, zumal dieses vom 
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer denn auch nicht in Zweifel 
gezogen wird.

Streitig ist dagegen der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ein-
kommensvergleich (vgl. Beschwerde S. 4 ff. Art. 2 ff.).

4.

4.1 Ausgehend von der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von mindestens 
sechs Stunden pro Tag in einer angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3 hiervor) ist 
der Invaliditätsgrad (vgl. E. 2.3 hiervor) zu bestimmen.

Dabei gilt festzuhalten, dass die Invaliditätsschätzung des Unfallversiche-
rers gegenüber der IV keine Bindungswirkung entfaltet (BGE 133 V 549 
E. 6.4 S. 555). Die Beschwerdegegnerin hat sich demnach nicht an den 
Entscheid der SUVA vom 13. Februar 2013 (act. IID 81) resp. an die darin 
enthaltene Invaliditätsbemessung zu halten. Der Invaliditätsgrad ist im Fol-
genden unabhängig davon festzulegen (vgl. auch VGE IV/2009/894, E. 3, 
act. II 45 S. 8).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 10

abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur 
unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen-
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden 
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht {BGer}] vom 30. Oktober 2002, 
I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-

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ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).

Laut dem MEDAS-Gutachten D.________ vom 3. Mai 2010 liegt eine me-
dizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% retrospektiv 
etwa ab 2007 vor (act. II 53.1 S. 26 Ziff. 6). Bei diesen Gegebenheiten lässt 
sich die Auffassung der Beschwerdegegnerin (vgl. Verfügung vom 13. Fe-
bruar 2015, act. IID 104 S. 7), die Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG sei im Januar 2007 eröffnet worden, nicht beanstanden. Auch die An-
nahme, seit Januar 2008 liege im Wesentlichen ein unverändertes Zumut-
barkeitsprofil vor, erscheint angesichts der Angaben im MEDAS-Gutachten 
F.________ (act. IID 96.1 S. 19 Ziff. 6) als zutreffend. Unter Berücksichti-
gung des ab Januar 2007 laufenden Wartejahres liegt, bei Anmeldung im 
März 2007 (act. II 2), der frühest mögliche Rentenbeginn im Januar 2008 
(vgl. dazu auch BGE 138 V 475; Übergangsrecht 5. IV-Revision). Der Ein-
kommensvergleich ist demnach auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen. 

4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet das Valideneinkommen und macht 
geltend, dieses sei – in Übereinstimmung mit der Beurteilung der SUVA 
(act. IID 81) – gestützt auf den Lohn festzusetzen, welchen er zum Zeit-
punkt des Rentenbeginns bei der Firma C.________ als … erzielt hätte 
(vgl. Beschwerde S. 4 ff. Art. 2).

4.3.1 Aus den Akten folgt, dass der Beschwerdeführer vom 18. Juli 1988 
bis am 30. April 1989 als … bei der C.________ angestellt war (act. II 11 
S. 88) und dieses Arbeitsverhältnis aus gesundheitlichen Gründen kündigte 
(act. II 11 S. 90). Gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-
Auszug) erzielte er dabei ein Einkommen von insgesamt rund Fr. 15'800.-- 
(act. II 6 S. 4). Im Weiteren ergibt sich aus den Angaben der C.________, 
dass der Betrieb mit den Leistungen des Beschwerdeführers nicht vollum-
fänglich zufrieden war und ihn mangels Vertrauen in der zweiten Arbeits-
hälfte nicht mehr als … einsetzte (act. IIB 67.13 S. 8; act. II 11 S. 88, 91). 
Unter diesen Umständen ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden immer noch 
bei der C.________ angestellt wäre und dabei das von dieser angegebene 
Einkommen per 2008 in der Höhe von Fr. 6'335.-- x 13 erzielen würde (act. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 12

IIA 66.22). Die Tätigkeit bei der C.________ ist daher für die Bestimmung 
des Valideneinkommens nicht zu berücksichtigen.

4.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat für die Ermittlung des Valideneinkom-
mens Tabellenlöhne herangezogen (vgl. Verfügung vom 13. Februar 2015, 
act. IID 104 S. 6), was nicht zu beanstanden ist. Dabei ist gestützt auf die 
Tabelle LSE 2008, TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirt-
schaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Ge-
schlecht, Privater Sektor), Ziff. 41-43 (Baugewerbe), Männer, Anforde-
rungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt), von einem 
monatlichen Bruttoeinkommen von Fr. 5'597.-- auszugehen. Dieses Ein-
kommen ist an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden 
(BFS, Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilun-
gen, in Stunden pro Woche, ab 2004-2012, Ziff. 41-43 Baugewerbe/Bau, 
2008) anzupassen, womit ein monatlicher Lohn in der Höhe von Fr. 5'821.-- 
(Fr. 5'597.-- : 40 x 41.6) resp. ein Valideneinkommen per 2008 in der Höhe 
von Fr. 69'851.-- (Fr. 5'821.-- x 12) resultiert.

4.4 Hinsichtlich des Invalideneinkommens macht der Beschwerdeführer 
geltend, die verbleibende Restarbeitsfähigkeit lasse sich angesichts des 
eingeschränkten Zumutbarkeitsprofils erwerblich nicht mehr verwerten (vgl. 
Beschwerde S. 6 f. Art. 3).

4.4.1 Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdegeg-
nerin in der Beschwerdeantwort (S. 2) zu Recht ausgeführt hat, sind recht-
sprechungsgemäss an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und 
Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen. Dies 
insbesondere, weil das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumut-
barerweise erzielbare Einkommen bezogen auf einen ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt zu ermitteln ist (vgl. Entscheid des BGer vom 9. Juli 2015, 
9C_118/2015, E. 2.1), der auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also 
Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 
Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können, umfasst 
(vgl. Entscheide des BGer vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 
und vom 9. Januar 2015, 8C_652/2014, E. 3.2.2.1). Daraus folgt, dass für 
die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Per-
son unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 13

sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirt-
schaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot 
an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Es kann 
somit erst dann vom Fehlen einer Arbeitsgelegenheit gesprochen werden, 
wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, 
dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder wenn 
sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen 
Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle 
daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (SVR 2011 IV Nr. 6 
S. 18 E. 4.2.4, 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.2). Laut dem MEDAS-Gutachten 
F.________ sind dem Beschwerdeführer ideal angepasste Arbeiten unter 
Berücksichtigung eines erhöhten Pausenbedarfs zumutbar (act. IID 96.1 S. 
19 Ziff. 2). Dabei wurde das negative Fähigkeitsprofil nicht derart einge-
schränkt formuliert, dass davon ausgegangen werden muss, auf dem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt beständen keine Tätigkeiten mehr. Vielmehr 
existiert ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten, 
so z.B. in verschiedenen Hilfsarbeiterbereichen, die dem Fähigkeitsprofil 
des Beschwerdeführers ohne weiteres entsprechen. Die strengen Voraus-
setzungen der Rechtsprechung – wie hiervor dargelegt – sind demnach 
nicht erfüllt, weshalb nicht auf die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
geschlossen werden kann.

4.4.2 Da der Beschwerdeführer seit Juli 2002 keine neue Arbeitsstelle 
mehr angetreten hat (act. II 15, 23), ist auch das Invalideneinkommen auf-
grund der LSE festzusetzen. Dem Beschwerdeführer ist gemäss dem ME-
DAS-Gutachten F.________ (act. IID 96.1 S. 18) unter Berücksichtigung des 
Fähigkeitsprofils eine ideal angepasste Tätigkeit zumutbar, wobei aufgrund 
der zu erwartenden belastungsabhängig auftretenden Schmerzen ein 
höherer Pausenbedarf anzunehmen ist, der eine Reduktion der Arbeits-
fähigkeit um ca. 20-30% begründet (vgl. E. 3 hiervor). Laut der Tabelle LSE 
2008, TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilun-
gen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sek-
tor), Total, Männer, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkei-
ten), beträgt das durchschnittliche Einkommen für Hilfsarbeit über sämtli-
che Wirtschaftszweige Fr. 4'806.-- pro Monat (Totalwert). Dieses Einkom-
men ist an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden (BFS, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 14

Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in 
Stunden pro Woche, ab 2004-2012, Total, 2008) anzupassen, womit unter 
Berücksichtigung eines verminderten Pensums um 25% (entsprechend 
dem Mittelwert der im MEDAS-Gutachten F.________ angegebenen 20-
30%; zum arithmetischen Mittel: Entscheid des BGer vom 19. August 2009, 
9C_226/2009, E. 3.2) ein jährliches Einkommen von Fr. 44'984.-- (4'806.-- 
x 12 : 40 x 41.6 - 25%) resultiert.

Die Beschwerdegegnerin hat in der hier angefochtenen Verfügung vom 
13. Februar 2015 (act. IID 104 S. 6) einen Tabellenlohnabzug von 15% 
gewährt (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Dieser ist angesichts der gesamten Um-
stände, so auch unter Berücksichtigung des Minderverdienstes wegen Teil-
zeitarbeit sowie des Umstandes, dass sowohl das Validen- wie das Invali-
deneinkommen aufgrund statistischer Tabellen festgelegt wurden, insge-
samt nicht zu beanstanden. Auszugehen ist demnach von einem Invaliden-
einkommen in der Höhe von Fr. 38'236.-- (Fr. 44'984.-- - 15%). 

4.5 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 69'851.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 38'236.-- resultiert eine Einkommenseinbusse in 
der Höhe von Fr. 31'615.--, was einen IV-Grad per 1. Januar 2008 von 
45,26%, gerundet 45% (zur Rundung: BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 und 
3.3) ergibt. Daraus folgt, dass der Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt 
Anspruch auf eine Viertelsrente der IV hat (vgl. E. 2.2 hiervor).

Zu prüfen bleibt, ob in der Folgezeit eine revisionsrechtlich relevante Ver-
änderung der Verhältnisse eingetreten ist. Dies ist nicht der Fall, da insbe-
sondere die beiden Rückenoperationen in den Jahren 2010 (act. IIA 66.15) 
und 2012 (act. IIB 76.2 S. 868) keinen Einfluss auf den Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers hatten. Gemäss Art. 88a Abs. 2 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) ist 
eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit erst zu berücksichtigen, sobald 
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Vorliegend 
kann ohne weiteres angenommen werden, dass die operationsbedingten 
Verschlechterungen der Invalidität nicht mehr als drei Monate angedauert 
haben, zumal in den Akten keine Anhaltspunkte vorhanden sind, welche 
eine andere Betrachtungsweise rechtfertigen würden, und auch vom Be-
schwerdeführer nichts Gegenteiliges geltend gemacht wird. Daran ändert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 15

nichts, dass der Beschwerdeführer im Anschluss an die Operationen 
während längerer Zeit in seiner angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig war 
(act. IIA 66.13 S. 3, 66.2 S. 4; act. IIB 76.2 S. 884), denn bei der hier zu 
beurteilenden Frage ist nicht die Beeinträchtigung der Arbeits-, sondern 
diejenige der Erwerbsfähigkeit massgebend.

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 13. Februar 
2015 (act. IID 104) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Unter Berücksichtigung der mit prozessleitender 
Verfügung vom 21. Mai 2015 gewährten unentgeltlichen Rechtspflege ist 
der Beschwerdeführer jedoch – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht 
der Verfahrenskosten befreit.

6.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG). Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von Fürspre-
cher B.________.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 16

6.2.1 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

6.2.2 Mit Kostennote vom 2. Juni 2015 macht Fürsprecher B.________ 
für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von 
insgesamt Fr. 2'328.50 geltend, bestehend aus einem Honorar von 
Fr. 2'125.-- (8.5 Stunden à Fr. 250.--), Auslagen von Fr. 31.-- und Mehr-
wertsteuer von Fr. 172.50, was nicht zu beanstanden ist. Das amtliche Ho-
norar ist auf Fr. 1'700.-- (8.5 Stunden à Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 31.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 138.50 festzusetzen, total ausma-
chend Fr. 1'869.50. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Be-
schwerdeführers entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2015, IV/15/264, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2'328.50 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Fürsprecher B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1'869.50 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.