# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6a9c65a-71ba-5dbf-9711-7abb5fa81021
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 02.12.2016 510 16 73 (510 2016 73)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-16-73_2016-12-02.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 2. Dezember 2016 (510 16 73) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Geschäftsfahrzeug 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuerrichter M. Zeller, Dr. L. 
Schneider, Gerichtsschreiberin i.V. K. Hänggi 
 
 

Parteien A.____,  
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2014 
 
 

 
 
Seite 2   

Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung vom 24. März 2016 wurde der Pflichtige zur Zahlung der 

Staatssteuer 2014 in Höhe von Fr. 20‘696.35 veranlagt.  

 

 

2. Mit Eingabe vom 4. April 2016 erhob der Pflichtige mit dem sinngemässen Begehren, es 

sei das Fahrzeug Porsche 911 Carrera 4S als Geschäftsvermögen zu qualifizieren, Einsprache. 

Zur Begründung führte er u.a. aus, bei der Anschaffung des neuen Porsches würde es sich 

ganz offensichtlich um eine Ersatzbeschaffung handeln. Aus den jeweils eingereichten Erfolgs-

rechnungen gehe hervor, dass er immer zwei Geschäftsfahrzeuge aufgeführt habe, da stets der 

Plural „Fahrzeuge“ verwendet worden sei. Nachdem über Jahre hinweg immer zwei Fahrzeuge 

als Geschäftsvermögen akzeptiert worden seien und sich die entsprechenden Verhältnisse 

nicht geändert hätten, bestehe kein Grund, von der bisherigen Praxis abzuweichen. Würde es 

sich zeigen, dass nur ein Fahrzeug dem Geschäftsvermögen zugeordnet werden könne, so 

wäre dies der neu angeschaffte Porsche.  

 

 

3.  Mit Einsprache-Entscheid vom 3. August 2016 wies die Steuerverwaltung die Einspra-

che ab und führte aus, es sei erst durch ein Telefonat im Zusammenhang mit den eingereichten 

Unterlagen offenkundig geworden, dass der Pflichtige zwei Geschäftsfahrzeuge in der Erfolgs-

rechnung geltend machen würde, wobei nur ein Fahrzeug akzeptiert werden könne.  

 

 

4.  Mit Schreiben vom 26. August 2016 erhob der Rekurrent mit den Begehren, 1. Es sei 

der Einsprache-Entscheid vom 3. August 2016 aufzuheben und das Erwerbseinkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit im Umfang der vorgenommenen Abschreibung für das Ge-

schäftsfahrzeug Marke Porsche Carrera in Höhe von Fr. 40‘792.-- auf insgesamt Fr. 473‘782.-- 

(Ziff. 150 der Veranlagung) festzulegen, 2. Unter Kostenfolge, Rekurs. Zur Begründung machte 

er u.a. geltend, er verfüge über insgesamt sechs Personenwagen. Daher sei es sehr wohl am 

Platz, zwei davon ausschliesslich dem Geschäftsvermögen zuzuweisen.  

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 16. September 2016 beantragte die Steuerverwaltung die Ab-

weisung des Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, es werde anerkannt, dass der Rekur-

 
 
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rent grundsätzlich auf ein Fahrzeug angewiesen sei. Es sei jedoch nicht sachgerecht, neben 

dem als Geschäftsfahrzeug verbuchten BMW ein zweites Fahrzeug als geschäftsnotwendig zu 

bezeichnen und mittels Abschreibungen über den Geschäftsaufwand zu buchen, solange das 

erste noch in den Büchern erscheine.  

 

 

6.  Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. Über-

dies machte der Rekurrent geltend, er benötige für die Ausübung seiner selbständigen Erwerbs-

tätigkeit als B.____ zwei Fahrzeuge, da er im Falle eines Defekts am Fahrzeug auf das andere 

zurückgreifen müsse. Zudem könne er entscheiden, welches Fahrzeug er dem Geschäfts- oder 

dem Privatvermögen zuordnen möchte. Dieses Wahlrecht werde ihm jedoch dadurch verwehrt, 

indem die Steuerverwaltung den neu angeschafften Porsche dem Privatvermögen zugeordnet 

und den BMW im Geschäftsvermögen belassen habe. Vielmehr wolle er, für den Fall, dass nur 

ein Fahrzeug akzeptiert werde, den Porsche dem Geschäfts- und den BMW dem Privatvermö-

gen zuweisen.   

 

 

 

 

Das Steuergericht zieht in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-

ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-

ständig. Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten und zwei Richte-

rinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs 

zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2.  Der Beurteilung unterliegt vorliegend, ob der neu erworbene Porsche dem Privat- oder 

Geschäftsvermögen zuzuweisen ist und ob die Steuerverwaltung dem Pflichtigen das Wahl-

recht über die Zuordnung seiner Wirtschaftsgüter verwehrt hat. Vorab ist jedoch darüber zu be-

finden, ob die Steuerverwaltung an die langjährige Akzeptanz zweier Geschäftsfahrzeuge ge-

bunden ist und dadurch den neu erworbenen Porsche nicht hätte dem Privatvermögen zuord-

nen dürfen.  

 
 
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a) Gemäss § 109 Abs. 1 StG sind die Einschätzungsbehörden verpflichtet, für eine 

richtige und gleichmässige Anwendung des Gesetzes zu sorgen. Sie haben in diesem Sinne 

alle Abänderungen der Selbsttaxation vorzunehmen, die sich aufgrund der Akten sowie aus der 

Kenntnis der persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen ergeben.  

 

b) Der Grundsatz von Treu und Glauben findet nicht nur im Privatrecht, sondern 

ebenfalls im öffentlichen Recht und insbesondere auch im Steuerrecht Anwendung. Allerdings 

ist seine Tragweite im Steuerrecht, das vom Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Besteuerung 

beherrscht ist, geringer als in anderen Rechtsgebieten (Blumenstein/Locher, System des 

schweizerischen Steuerrechts, 7. Auflage, Zürich 2016, S. 33, m.w.H.). Die in einer früheren 

Steuerperiode getroffenen Taxationen entfalten grundsätzlich keine Rechtskraft für spätere 

Veranlagungen. Vielmehr kann die Steuerbehörde im Rahmen jeder Neuveranlagung eines 

Steuerpflichtigen sowohl die tatsächliche als auch die rechtliche Ausgangslage vollumfänglich 

überprüfen und, soweit erforderlich, abweichend würdigen. In Rechtskraft erwächst jeweils nur 

die einzelne Veranlagung, die als befristeter Verwaltungsakt ausschliesslich für die betreffende 

Steuerperiode Rechtswirkungen entfaltet. Die späteren Veranlagungen sind daher jederzeit 

einer erneuten umfassenden Überprüfung zugänglich (Steuerentscheid [StE] 1997 B 93.4 Nr. 4, 

m.w.H.; Bundesgerichtsentscheid [BGE] 2P.153/2002 vom 29. November 2002, E. 4.2).  

 

c) Vorliegend wurde bei der Veranlagung der Steuerperiode 2014 offenkundig, dass 

der Rekurrent über mehrere Jahre hinweg zwei Geschäftsfahrzeuge geltend gemacht und die 

entsprechenden Abschreibungen und Autokosten nach Abzug des Privatanteils jährlich der Er-

folgsrechnung belastet hat. Da die Steuerverwaltung lediglich die Aufwendungen des neu er-

worbenen Porsches im Rahmen des Veranlagungsverfahrens der Staatssteuer 2014 nicht ak-

zeptierte und die bereits in Rechtkraft erwachsenen Veranlagungsverfügungen der Vorjahre 

nicht neu veranlagte, handelte sie rechtens, da, wie hiervor ausgeführt, die Steuerbehörde bei 

jeder Neuveranlagung eines Pflichtigen die Ausgangslage vollumfänglich überprüfen und ab-

weichend würdigen kann, sofern es sich nicht um eine bereits in Rechtkraft erwachsene Veran-

lagung handelt. Daran ändert auch nichts, dass der Pflichtige in seinen Erfolgsrechnungen stets 

den Plural „Fahrzeuge“ verwendet hat, da in der Rechnungslegung in der Regel die Mehrzahl 

verwendet wird, so z.B. auch Maschinen und nicht Maschine. Ergänzend ist zu erwähnen, dass 

der Rekurrent nicht geltend machte, dass ihm Zusicherungen für eine künftige Behandlung ge-

geben worden wären, welche allenfalls die Veranlagungsbehörden binden würden (Blumen-

stein/Locher, a.a.O., S. 33). 

 

 
 
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3. Da nun die Gebundenheit an die langjährige Akzeptanz zweier Geschäftsfahrzeuge ver-

neint wurde, unterliegt vorliegend der Beurteilung, ob der neu erworbene Porsche dem Privat- 

oder Geschäftsvermögen zuzuweisen ist und ob die Steuerverwaltung dem Pflichtigen das 

Wahlrecht über die Zuordnung seiner Wirtschaftsgüter verwehrt hat.  

 

a) Nach § 24 lit. b StG […] gelten alle Vermögenswerte als Geschäftsvermögen, die 

ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen […]. Da diese Bestimmung mit 

Art. 8 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone 

und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) sowie mit Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes 

über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) identisch ist, rechtfertigt es sich, 

zur Auslegung auch die Rechtsprechung und Literatur zum DBG bzw. StHG beizuziehen.  

 

b) Wirtschaftsgüter können aufgrund ihrer Beschaffenheit und konkreten Zweckbe-

stimmung notwendiges Geschäfts- oder notwendiges Privatvermögen bilden oder Alternativgü-

ter darstellen, d.h. sowohl zum Geschäfts- wie auch zum Privatvermögen gehören. Für die Ab-

grenzung ist massgebend auf die technisch-wirtschaftliche Funktion des Vermögenswertes ab-

zustellen; Geschäftsvermögen wird angenommen, wenn es tatsächlich dem Geschäft dient (vgl. 

BGE 2C_515/2013 vom 27. November 2013, E. 2.1; BGE 133 II 420, E. 3.2, m.w.H.). Daneben 

können als weitere Abgrenzungskriterien im Einzelfall die äussere Beschaffenheit des Vermö-

genswertes, dessen tatsächliche Nutzung, die Herkunft der Mittel zu dessen Finanzierung, das 

Erwerbs- oder Veräusserungsmotiv, die zivilrechtlichen Eigentumsverhältnisse und auch des-

sen buchmässige Behandlung dienen (BGE 2A.44/2006 vom 17. November 2006, E. 2.2, 

m.w.H.). Dient ein Alternativgut gleichzeitig sowohl privaten wie auch geschäftlichen Zwecken, 

spricht man von gemischten Gütern. Die Zuweisung zum Geschäfts- oder Privatvermögen er-

folgt in diesen Fällen nach der sogenannten Präponderanzmethode (Amschwand, Geschäfts-

vermögen oder Privatvermögen? Eine Übersicht, publ. in: SteuerRevue [StR] 2000, S. 481 ff.). 

Nach der Präponderanzmethode werden ab dem 1. Januar 1995 diejenigen gemischt, d.h. teils 

geschäftlich, teils privat, genutzten Objekte, die ganz oder vorwiegend der selbstständigen Er-

werbstätigkeit dienen, in ihrer Gesamtheit dem Geschäftsvermögen zugewiesen. Die nicht vor-

wiegend geschäftlich genutzten Objekte gehören demgegenüber gesamthaft zum Privatvermö-

gen, auch wenn sie teilweise geschäftlich genutzt werden (BGE 133 II 420, E. 3.3, m.w.H). Ein 

Vermögenswert dient dann vorwiegend der selbstständigen Erwerbstätigkeit, wenn er zu mehr 

als 50% geschäftlich genutzt wird (Reich, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-

zerischen Steuerrecht I/2a, 2. Auflage, Basel 2008, Art. 18 N 55; Richner/Frei/Kaufmann/Meu-

ter, Handkommentar zum DBG, 2. Auflage, Zürich 2009, Art. 18 N 107, m.w.H.). 

 
 
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c) Die Frage, ob ein Aufwand geschäftsmässig begründet ist, beantwortet die Be-

triebs- oder Unternehmungswirtschaftslehre. Geschäftsmässig begründet sind Kosten, wenn sie 

aus unternehmungswirtschaftlicher Sicht vertretbar erscheinen; nach der Rechtsprechung sind 

Aufwendungen dann geschäftsmässig begründet, wenn sie mit dem erzielten Erwerb unter-

nehmungswirtschaftlich in einem unmittelbaren und direkten (organischen) Zusammenhang 

stehen (BGE 124 II 29, E. 3c; BGE 113 lb 114, E. 2; BGE 2C_104/2010 vom 23. Juni 2010,     

E. 2.2.1, in: StE 2010 B 27.6 Nr. 16). Somit muss alles, was nach kaufmännischer Auffassung 

in guten Treuen zum Kreis der Unkosten gerechnet werden kann, steuerlich als geschäftsmäs-

sig begründet anerkannt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Betrieb auch ohne den in-

frage stehenden Aufwand ausgekommen wäre und ob dieser Aufwand im Sinne einer rationel-

len und gewinnorientierten Betriebsführung zweckmässig war (vgl. auch BGE 113 Ib 114, E. 2c; 

BGE 2P.153/2002 vom 29. November 2002, E. 3.2, in: StE 2003 B 72.14.2 Nr. 31). Nicht dazu 

zählen namentlich Aufwendungen, welche die Gesellschaft einzig für den privaten Lebensauf-

wand des Aktionärs oder einer ihm nahestehenden Person erbringt. Sie dürfen nicht unter dem 

Vorwand von Geschäfts- oder Repräsentationsspesen als Geschäftsaufwand verbucht werden 

(BGE 2C_697/2014 vom 1. Mai 2015, E. 2.2, m.w.H.). 

 

 

4. a) Vorliegend handelt es sich bei dem neu erworbenen Porsche um ein Alternativ-

gut, da Personenwagen sowohl privat als auch geschäftlich genutzt werden können. Nach der 

Präponderanzmethode, welche bei Alternativgütern zur Anwendung gelangt, wird das Wirt-

schaftsgut dann dem Geschäftsvermögen zugewiesen, wenn es überwiegend, d.h. zu mehr als 

50%, geschäftlich genutzt wird. Aufgrund der Tatsachen, dass der Rekurrent vier weitere Fahr-

zeuge in seinem Privatvermögen hält und sein berufliches Engagement als selbständiger 

B.____ sowie Referent kaum Zeit für private Fahrten übrig lässt, kann davon ausgegangen 

werden, dass der neu angeschaffte Porsche gemäss der Präponderanzmethode aufgrund 

überwiegender geschäftlicher Nutzung dem Grundsatz nach dem Geschäftsvermögen zuzuwei-

sen ist, wobei jedoch berücksichtigt werden muss, dass der Pflichtige zur Ausübung seiner 

selbständigen Erwerbstätigkeit lediglich auf ein Fahrzeug angewiesen ist, da er zur gleichen 

Zeit nur ein Fahrzeug benutzen kann. Der Begründung des Pflichtigen, beide Fahrzeuge seien 

dem Geschäftsvermögen zuzuordnen, da im Falle eines Defekts auf das zweite zurückgegriffen 

werden müsse, kann nicht gefolgt werden, da ihm bei tatsächlichem Ausfall des Geschäftsfahr-

zeuges zugemutet werden kann, die Dienstleistungen der öffentlichen Verkehrsmittel sowie der 

Taxiunternehmen zu beanspruchen oder eines seiner im Privatvermögen gehaltenen Fahrzeu-

 
 
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ge zu verwenden. Nach dem Gesagten kann lediglich ein Fahrzeug als betriebsnotwenig quali-

fiziert und dem Geschäftsvermögen zugordnet werden. 

 

b) Da vorliegend nur ein Fahrzeug dem Geschäftsvermögen zugewiesen werden 

kann, stellt sich nunmehr die Frage, welches der beiden Fahrzeuge, mithin der BMW oder der 

neu angeschaffte Porsche, Geschäftsvermögen darstellt. Der Rekurrent erwarb im Jahre 2009 

den dem Geschäftsvermögen zugeordneten BMW und schrieb diesen jährlich erfolgswirksam 

ab, sodass er in der vorliegend strittigen Steuerperiode 2014 in der Bilanz noch mit einem Wert 

von Fr. 1.-- verbucht war. Daneben befand sich seit dem Jahre 2005 ein Porsche in der Bilanz, 

welcher zulasten der Erfolgsrechnung abgeschrieben wurde. Dieser wurde im Jahre 2014 durch 

ein neueres Modell ersetzt, wobei der alte Porsche, welcher einen Buchwert von Fr. 11'770.-- 

aufwies, zu einem Preis von Fr. 39‘900.-- dem Kaufpreis des neuen Porsches angerechnet 

wurde. Aufgrund der Tatsachen, dass der BMW bereits in den Steuerperioden der Vorjahren 

von der Steuerverwaltung als Geschäftsvermögen anerkannt wurde und über die Zuordnung 

des neu erworbenen Porsches in der Steuerperiode 2014 erstmals zu befinden war, ist es rich-

tig, dass der BMW weiterhin dem Geschäftsvermögen und der Porsche, welcher als Ersatz für 

das zweite Geschäftsfahrzeug angeschafft wurde, dem Privatvermögen zuzuordnen ist. Daraus 

folgt, dass die geltend gemachten Aufwendungen des Porsches in Höhe von Fr. 40‘792.-- nicht 

geschäftsmässig begründet sind und folglich in der Erfolgsrechnung aufzurechnen sind. Eben-

falls sind die wiedereingebrachten Abschreibungen des alten Porsches, welche sich aus der 

Differenz des Buchwerts in Höhe von Fr. 11‘770.-- und dem Eintauschpreis von Fr. 39‘900.-- 

errechnen lassen, mithin Fr. 28‘130.--, in der Erfolgsrechnung aufzurechnen. Dies wurde von 

der Steuerverwaltung in der Veranlagungsverfügung vom 23. März 2016 entsprechend vorge-

nommen und ist demnach nicht zu beanstanden. 

 

c) In diesem Zusammenhang machte der Rekurrent an der heutigen Verhandlung 

geltend, ihm werde das Wahlrecht über die Zuordnung seiner Fahrzeuge zum Geschäfts- und 

Privatvermögen verwehrt, indem die Steuerverwaltung in der Veranlagungsverfügung der 

Staatssteuer 2014 vom 23. März 2016 und im Einsprache-Entscheid vom 3. August 2016 den 

Porsche dem Privatvermögen zugeordnet und lediglich den BMW als Geschäftsvermögen ak-

zeptiert habe. Vielmehr wolle er den neu angeschafften Porsche dem Geschäftsvermögen und 

den BMW dem Privatvermögen zuweisen. Da Personenwagen sowohl privat als auch geschäft-

lich genutzt werden können und sie deshalb Alternativgüter darstellen, ist es richtig, dass es im 

vorliegenden Fall dem Rekurrenten überlassen ist, welches Fahrzeug er als Geschäfts- oder 

Privatvermögen qualifizieren möchte, sofern die Voraussetzung der überwiegenden Nutzung 

 
 
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erfüllt ist. Der Pflichtige verkennt jedoch, dass die freie Zuordnung in casu voraussetzt, dass 

lediglich ein Fahrzeug dem Geschäftsvermögen zugewiesen werden darf. Befindet sich bereits 

ein Fahrzeug in der Bilanz und möchte der Pflichtige ein neues dem Geschäftsvermögen zu-

ordnen, so muss zunächst für das bisherige Fahrzeug eine Privatentnahme zum Verkehrswert 

vorgenommen werden, bevor das neu erworbene Fahrzeug dem Geschäftsvermögen zugewie-

sen werden kann. Somit hätte der Rekurrent im Geschäftsjahr 2014 zunächst den BMW ins 

Privatvermögen überführen müssen, bevor er den neu erworbenen Porsche dem Geschäfts-

vermögen hätte zuweisen können. Die erst mit der Einsprache vom 3. August 2016 - rückwir-

kende - Wahl des Geschäftsfahrzeuges ist damit verspätet erfolgt, woraus zu schliessen ist, 

dass nachträglich die Überführung für das hier strittige Steuerjahr 2014 nicht mehr vorgenom-

men werden kann. Da somit keine Überführung erfolgte, darf die Steuerverwaltung dieselbe 

nicht anstelle des Pflichtigen vornehmen. Somit wurde in der Veranlagungsverfügung der 

Staatssteuer 2014 vom 23. März 2016 und im Einsprache-Entscheid vom 3. August 2016 das 

Wahlrecht des Pflichtigen nicht verletzt. 

 

 

5.  Gestützt auf § 125 Abs. 2 StG, wonach dem Steuergericht die gleichen Befugnisse wie 

den Einschätzungsbehörden zustehen, unterliegt abschliessend der Beurteilung, welche ver-

mögenssteuerrechtliche Auswirkung die Zuordnung des neu erworbenen Porsches zum Privat-

vermögen nach sich zieht.  

 

 a) Gemäss § 41 StG Abs. 1 unterliegt das gesamte Reinvermögen der Vermögens-

steuer. Das Vermögen wird, soweit die nachstehenden Bestimmungen nichts Abweichendes 

vorschreiben, zum Verkehrswert bewertet (§ 42 Abs. 1 StG).  

 

 b) Nach der Wegleitung zur Steuererklärung 2014 der Steuerverwaltung Basel-

Landschaft (www.steuern.bl.ch), S. 45 Ziff. 815 (Wegleitung 2014) sind private Fahrzeuge wie 

folgt zu bewerten:  

  

Herstellungsjahr  Steuerwert in % des Neu-

wertes 

2014  70 

2013  50 

2012 je nach Zustand 35 bis 40 

 
 
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2011  je nach Zustand 20 bis 35 

2010 und früher je nach Zustand 5 bis 30 

 

c)  Der Rekurrent hält neben dem neu erworbenen Porsche vier weitere Fahrzeuge 

im Privatvermögen. In der Steuererklärung 2014 gab er die Personenwagen Marke BMW Z3 

1997 und BMW Compact 1998, wobei beide mit einem Steuerwert von Fr. 250.-- aufgeführt 

sind, sowie einen BMW Z4 2009 mit einem steuerlich zu berücksichtigenden Wert von            

Fr. 9‘660.-- an. Diese Steuerwerte wurden von der Steuerverwaltung mit Veranlagungsverfü-

gung der Staatssteuer 2014 vom 21. März 2016 akzeptiert und sind gestützt auf die Wegleitung 

2014 nicht zu bemängeln. Des Weiteren hält der Pflichtige in seinem Eigentum einen Porsche 

911 2013, welcher bei einem Neuwert von Fr. 225‘000.-- mit einem Wert von Fr. 112‘500.-- 

(50% von Fr. 225‘000.--) in der Steuererklärung 2014 aufgeführt ist. Die Steuerverwaltung hat 

jedoch mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2014 vom 21. März 2016 den Wert auf               

Fr. 157‘500.-- (70% von Fr. 225‘000.--) erhöht. Korrekterweise sind jedoch 50% des Neuwertes 

zu übernehmen, da dieses Fahrzeug im Jahre 2013 hergestellt wurde, sodass der vom Pflichti-

gen in der Steuererklärung 2014 angegebene Wert in Höhe von Fr. 112‘500.-- zu übernehmen 

ist. Des Weiteren kommt der als Privatvermögen qualifizierte Porsche Carrera 911 4S, Herstel-

lungsjahr 2014, bei einem Neuwert von Fr. 170‘900.-- mit einem steuerbaren Wert von             

Fr. 119‘630.-- (70% von Fr. 170‘900.--) hinzu. Somit beläuft sich der Wert der privaten Fahrzeu-

ge auf insgesamt Fr. 242‘290.-- (Fr. 250.-- + Fr. 250.-- + Fr. 9‘660.-- + Fr. 112‘500.-- +             

Fr. 119‘630.--).  

 

Der Rekurs ist damit teilweise gutzuheissen.  

 

 

6. Der Rekurrent ist mit seinem Begehren zu rund 10% durchgedrungen, womit ihm redu-

zierte Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 900.-- aufzuerlegen sind (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 

und 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom        

16. Dezember 1993).  

 
 
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Demgemäss wird erkannt:  

 

://: 1. Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 

 2.  Die Steuerverwaltung wird angewiesen, das steuerbare Vermögen, Position 815 Motor-

fahrzeuge, in der Veranlagung vom 24. März 2016 von Fr. 287‘290.-- auf neu             

Fr. 242‘290.-- zu reduzieren. 

 3. Der Rekurrent hat gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 VPO reduzierte Verfahrenskosten in 

der Höhe von Fr. 900.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) zu bezahlen, welche 

mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. Der zu viel bezahlte 

Kostenvorschuss von Fr. 100.-- wird ihm zurückerstattet. 

 4. Mitteilung an den Rekurrenten (1), die Gemeinde C.____ (1) und die Steuerverwaltung 

des Kantons Basel-Landschaft (3). 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde mit Schreiben 2. Februar 2017 beim Kantonsgericht Beschwer-

de erhoben.