# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d8c1c0bd-1eff-535d-a4be-02f0986274ca
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.06.2020 200 2020 153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-153_2020-06-20.pdf

## Full Text

200 20 153 UV
WIS/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Juni 2020

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Fuhrer 
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2020, UV/20/153, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er 
gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG am 14. Dezember 2018 von einer 
Leiter "fiel" und sich dabei an der rechten Schulter verletzte (Akten der Su-
va, [act II] 1, 15). Die Suva gewährte im Zusammenhang mit diesem Ereig-
nis zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von 
Heilbehandlung und Taggeld (act. 11 f., 59). Mit Verfügung vom 7. Oktober 
2019 (act. II 68) stellte sie diese vorübergehenden Leistungen per Verfü-
gungsdatum ein und verneinte einen Anspruch auf weitere Versicherungs-
leistungen. Daran hielt sie auf Einsprache hin (act. II 79) mit Entscheid vom 
5. Februar 2020 (act. II 100) fest.

B.

Mit Eingabe vom 18. Februar 2020 hat der Versicherte Beschwerde erho-
ben und sinngemäss beantragt, der angefochtene Einspracheentscheid sei 
aufzuheben und ihm seien über den 7. Oktober 2019 hinaus die gesetzli-
chen Unfallversicherungsleistungen zu gewähren.

In der Beschwerdeantwort vom 19. März 2020 hat die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 7. Oktober 2019 
(act. II 68) bestätigende Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 
(act. II 100). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung in Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 14. Dezember 2018 über den 7. Oktober 2019 hin-
aus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 
UVG). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 
177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV Nr. 2 
S. 6 E. 3.1). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich 
die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten 
Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht 
werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 
entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 
3.1 S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). Für die Bejahung 
des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für 
eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 
134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 
8.3). Die Anforderungen an den Nachweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs in Medizin und Recht müssen nicht immer gänzlich 

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deckungsgleich sein. Deshalb kann es vorkommen, dass der natürliche 
Kausalzusammenhang aufgrund (unfall-)medizinischer Erfahrung rechtlich 
bejaht wird, obwohl im Einzelfall ein strikter Beweis im medizinisch-
wissenschaftlichen Sinn nicht zu erbringen ist (BGE 117 V 369 E. 3e S. 
379).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhanges genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 
überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers 
erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Ge-
sundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aussch-
liesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 55). Ebenso wie der leistungsbegrün-
dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausa-
len Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 
mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Mög-
lichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal-
les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfra-
ge handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leis-
tungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 
bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (BGE 146 V 
51 E. 5.1 S. 56).

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2.3 Die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen und vorliegend an-
wendbaren Änderungen vom 25. September 2015 des UVG (vgl. Abs. 1 
der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG) und vom 9. November 2016 der Verordnung vom 20. Dezember 
1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; vgl. Art. 147b UVV) 
haben an den obigen Bestimmungen und der aufgeführten Rechtsprechung 
(vgl. E. 2.1 und 2.2 hiervor) materiell nichts geändert.

2.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 
bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (Entscheid 
des BGer vom 26. März 2019, 8C_824/2018, E. 3.2). Insbesondere ist der 
Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in 
erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen 
(Entscheid des BGer vom 28. Februar 2019, 8C_167/2018, E. 4.2).

3.

3.1 Zu Recht unbestritten ist, dass das Ereignis vom 14. Dezember 
2018 die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs 
gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt. Die Beschwerdegegnerin 
hat im Zusammenhang mit dem besagten Ereignis zunächst vorüberge-
hende Leistungen erbracht und damit das Vorliegen der Anspruchsvoraus-
setzungen (act. II 11 f., 59) – insbesondere die leistungsbegründende 
natürliche Unfallkausalität – anerkannt (vgl. Entscheid des BGer vom 
1. Februar 2011, 8C_895/2010, E. 5.1). Demnach liegt die Beweislast für 
das Dahinfallen des Kausalzusammenhangs bei ihr (vgl. E. 2.2 hiervor). 
Umstritten ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ab dem 7. Ok-
tober 2019 für die geklagten rechtseitigen Beschwerden (vgl. act. II 79 und 
Beschwerde).

3.2 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten (in Bezug auf den 
rechten Arm bzw. rechte Schulter) im Wesentlichen die folgenden Angaben 
entnehmen:

3.2.1 Anlässlich einer Arthro-MRT-Untersuchung der rechten Schulter 
vom 14. Januar 2019 (act. II 19) wurde eine ansatznahe fissurartige arti-

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kuläre Partialruptur der Supraspinatussehne beschrieben. Eine Komplett-
ruptur der Rotatorenmanschette liege jedoch nicht vor. Eine Muskelatrophie 
bestehe keine. Es bestünden eine minimale Bursitis der Bursa subdeltoidea 
und subacromialis sowie eine mässiggradige AC-Gelenksarthrose der sub-
acromialen Osteophyten (act. II 19).

3.2.2 Im Arztzeugnis UVG vom 25. Januar 2019 (act. II 15) nannte 
Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, aufgrund 
der MRT vom 14. Januar 2019 als Diagnosen eine artikuläre Partialruptur 
der Supraspinatussehne rechts und eine leichte AC-Arthrose (S. 1, 3). Be-
scheinigt wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 8. Januar bis 
8. Februar 2019 (S. 2).

Am 27. Februar 2019 erwähnte Dr. med. B.________, unter Verweis auf 
eine Distorsion der Schulter rechts (14. Dezember 2018) und eine fissurar-
tige artikuläre Partialruptur der Supraspinatussehne (MRT Januar 2019), 
einen verzögerten Verlauf mit sehr langsamer Besserung (act. II 23 S. 1). 
Es sei eine Vorstellung beim Schulterorthopäden organisiert (act. II 23 
S. 2).

3.2.3 Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
20. März 2019 (act. II 27) eine vordere Biceps-Pulleyläsion und eine Tendi-
nopathie mit intraligamentärer Partialläsion der Supraspinatussehne rechts 
nach axialem Zugtrauma vom 14. Dezember 2018 (S. 1). Auf dem Boden 
einer bereits etwas degenerierten Schulter mit beginnender Knorpelaus-
dünnung, tendinopatisch veränderten Rotatorenmanschetten, sei es hier zu 
einer deutlichen Traumatisierung mit entsprechend schmerzhafter Kapsel 
gekommen. Die lange Bicepssehne weise auch eine vordere Biceps-
Pulleyinstabilität auf, welche auch symptomatisch sei. Es handle sich um 
eine kapsulär bedingte Schmerzproblematik (S. 2).

3.2.4 Eine Arthro-MRT der rechten Schulter vom 9. August 2019 doku-
mentierte eine intakte Rotatorenmanschette und ein geringes Impingement 
der Supraspinatussehne durch mässiggradige AC-Gelenkarthrose. Zudem 
wurde eine geringe Bursitis subacromialis und eine Ansatztendinitis der 
Subscapularissehne beschrieben (act. II 54).

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3.2.5 In der ärztlichen Beurteilung vom 26./27. September 2019 
(act. II 64) diagnostizierte der Suva-Kreisarzt Dr. med. D.________, Fach-
arzt für Chirurgie, unfallbedingt eine Schulterprellung rechts. Als unfallun-
abhängige Diagnosen nannte er ein subacromiales Impingement, eine 
Tendinopathie der Subscapularissehne und eine AC-Gelenksarthrose. In 
den durchgeführten MR-Untersuchungen habe sich das Pulley-System 
intakt gezeigt. Im August sei eine erneute Kernspintomographie des Schul-
tergelenks durchgeführt worden. Hierbei habe sich definitiv ein intaktes 
Pulley-System gezeigt. Die beschriebenen degenerativen Veränderungen 
seien ebenfalls wieder zur Darstellung gekommen. Hinweise auf unfallbe-
dingte strukturelle Läsionen liessen sich jedoch nicht nachweisen. Das Un-
fallereignis vom 14. Dezember 2018 mit Sturz auf die Schulter oder Zer-
rung der Schulter habe den Charakter einer vorübergehenden Verschlim-
merung mit zu erwartender Ausheilung innerhalb von (S. 2) drei Monaten. 
Die im weiteren Verlauf beschriebene Beschwerdesymptomatik sei Aus-
druck der degenerativen Veränderung des Schultergelenks und stehe nicht 
mehr im Zusammenhang mit dem Unfallereignis.

3.2.6 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Bericht vom 12. Dezember 
2019 (act. II 89) eine vordere Biceps-Pulleyläsion und eine Tendinopathie 
mit intraligamentärer Partialläsion der Supraspinatussehne rechts nach 
axialem Zugtrauma vom 14. Dezember 2018 (S. 1). Vordergründig bestehe 
eine symptomatische AC-Gelenksarthrose und eine pathologische lange 
Bicepssehne mit kleiner Subscapularissehnenläsion. Zusätzlich bestehe 
eine Tendinose der Supra- und Infraspinatussehne. Es erfolgte eine Auf-
klärung über eine geplante Schulterarthroskopie rechts (S. 2).

Am 18. Dezember 2019 führte Dr. med. C.________ eine Schulterarthro-
skopie rechts mit Tenotomie der langen Bicepssehne, Débridement hume-
ral sowie glenoidal, Rekonstruktion Subscapularissehne, Acromioplastik 
und AC-Resektion durch und diagnostizierte eine kraniale Subscapularis-
sehnenläsion bei instabiler langer Bicepssehne, symptomatischer AC-
Gelenksarthrose, beginnende Omarthrose (Operationsbericht vom 19. De-
zember 2019; act. II 93). Im Austrittsbericht desselben Tages (act. II 95) 
wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab Operationsdatum bis 31. Ja-
nuar 2020 attestiert. 

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Anlässlich der Verlaufskonsultation vom 28. Januar 2020 vermerkte 
Dr. med. C.________ als Diagnosen (Schulter rechts) einen Status nach 
Schulterarthroskopie, Rekonstruktion der Subscapularissehne, Débride-
ment humueral sowie glenoidal bei Knorpelläsion, AC-Resektion vom 
18. Dezember 2019 (act. II 99 S. 1). Es bestehe soweit ein regelrechter 
postoperativer Verlauf. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100 % 
(act. II 99 S. 2). 

3.2.7 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. D.________ führte in der ärztlichen 
Beurteilung vom 30. Januar 2020 (act. II 98) als Diagnose unfallbedingt 
eine Schulterprellung auf. Unfallunabhängig seien eine beginnende 
Omarthrose, eine AC-Gelenksarthrose, eine Tendinitis der Bicepssehne, 
eine Degeneration der Subscapularissehne und ein subacromiales Im-
pingement. Anlässlich der zeitnah beim Unfall durchgeführten Kernspinto-
mographie hätten keine unfallbedingten strukturellen Läsionen festgestellt 
werden können. Bei persistierender Beschwerdesymptomatik sei im August 
2019 eine weitere kernspintomographische Untersuchung des rechten 
Schultergelenks erfolgt. Hierbei seien jetzt eine beginnende Oberrandläsion 
des Subscapularis sowie eine Tendinose der langen Bicepssehne und der 
Infra- und Supraspinatussehne beschrieben worden. Diese beschriebenen 
Veränderungen bei gleichzeitig weiteren degenerativen Veränderungen des 
Schultergelenkes seien Ausdruck einer zunehmenden Degeneration im 
gesamten Bereich der rechten Schulter und stünden nicht im Zusammen-
hang mit dem Unfallereignis vom 14. Dezember 2018. Die anlässlich der 
unfallnahen Kernspintomographie gefundenen Veränderungen seien rein 
degenerativer Natur und hätten bis zur Untersuchung im August 2019 zu-
genommen. Die durchgeführte Operation habe der Behebung der degene-
rativen Veränderungen gedient, insofern ergäben sich aus den eingegan-
gen Befunden keine Hinweise, die eine Veränderung der (kreis-)ärztlichen 
Beurteilung vom September 2019 erforderlich machten (S. 2).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

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Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 5. Februar 2020 (act. II 100) massgeblich auf die Akten-
beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. D.________ vom 26./27. Septem-
ber 2019 (act. II 64) und 30. Januar 2020 (act. II 98) gestützt. Diese Berich-
te erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen 
(E. 3.3 hiervor) und erbringen vollen Beweis. Dr. med. D.________ hat sich 
in seinen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig 
mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers aus-
einandergesetzt und seine Schlussfolgerungen insbesondere unter 
Berücksichtigung der bildgebenden Untersuchungen (act. II 19, 54) und 
auch der operativen Befunde (act. II 93, 95) getroffen. Die Ausführungen in 
den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend 
und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nach-
vollziehbar begründet. Dass der Suva-Kreisarzt keine eigene Untersuchung 

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durchgeführt hat, mindert den Beweiswert nicht, denn er konnte sich auf-
grund der vorhandenen Akten ein vollständiges Bild machen über Anamne-
se, Verlauf und gegenwärtige Situation (vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 
3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Zudem kann insbesondere (auch) die Kausa-
lität im Rahmen einer ausschliesslich auf den Akten basierenden Beurtei-
lung erörtert werden (Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 
8C_383/2011, E. 4.2). Dr. med. D.________ kommt zum Schluss, dass es 
infolge des Unfallereignisses vom 14. Dezember 2018 (mit Sturz oder Zer-
rung der rechten Schulter) zu einer vorübergehenden Verschlimmerung 
eines degenerativen Vorzustandes mit zu erwartender Ausheilung inner-
halb von drei Monaten gekommen ist und die im weiteren Verlauf beschrie-
bene Beschwerdesymptomatik Ausdruck der degenerativen Veränderun-
gen des Schultergelenkes ist und nicht mehr im Zusammenhang mit dem 
Unfallereignis steht (act. II 64 S. 2 f., act. II 98 S. 2). Dies ist nachvollzieh-
bar und überzeugt.

Mit dem Suva-Kreisarzt ist festzuhalten, dass die Arthro-MRT-
Untersuchungen vom 14. Januar (act. II 19) und 9. August 2019 (act. II 54) 
keine traumabedingten strukturellen Verletzungen erkennen liessen, die mit 
dem Ereignis vom 14. Dezember 2018 in Zusammenhang gebracht werden 
können. Eine Komplettruptur der Rotatorenmanschette wurde ausge-
schlossen bzw. die Rotatorenmanschette zeigte sich intakt. Dagegen prä-
sentierten sich ein Impingement der Supraspinatussehne durch eine mäs-
siggradige AC-Gelenkarthrose (degenerative Gelenkerkrankung, die vor-
wiegend bei einem Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Belast-
barkeit der einzelnen Gelenkanteile und -gewebe entsteht [vgl. dazu 
PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 152]), eine Bursi-
tis subacromialis (Schleimbeutelentzündung [vgl. dazu Pschyrembel, a.a.O, 
S. 297]) sowie eine Ansatztendinitis der Subscapularissehne (degenerative 
Veränderungen an Sehnenansätzen [vgl. dazu: PSCHYREMBEL, a.a.O, 
S. 1782]) und damit degenerative Veränderungen. In diesem Zusammen-
hang hält denn auch Dr. med. D.________ fest, dass die bildgebend be-
schriebenen Veränderungen bei gleichzeitig weiteren degenerativen Ver-
änderungen des Schultergelenkes Ausdruck einer zunehmenden Degene-
ration im gesamten Bereich der rechten Schulter seien und nicht im Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 14. Dezember 2018 stünden. Die an-

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lässlich der unfallnahen Kernspintomographie gefundenen Veränderungen 
seien rein degenerativer Natur und hätten bis zur Untersuchung vom Au-
gust 2019 zugenommen (act. II 98 S. 2). Die im Rahmen der Operation 
erhobenen Befunde enthalten sodann ebenfalls keine Hinweise auf ausge-
wiesene strukturelle Traumafolgen (vgl. act. II 93, 95). Unter diesen Um-
ständen kann auch nicht von einer richtunggebenden Verschlimmerung 
ausgegangen werden, sondern einzig von einer vorübergehenden Ver-
schlimmerung der vorbestehenden degenerativen Veränderungen im Be-
reich der rechten Schulter mit Ausheilung innerhalb von drei Monaten 
(act. II 64 S. 2 f., act. II 98 S. 2). Die danach geklagten Beschwerden wären 
wegen des degenerativen Geschehens auch ohne Unfall aufgetreten. So-
weit der Beschwerdeführer vorbringt, er hätte bis zum Unfall am 14. De-
zember 2018 trotz seiner körperlich schweren Arbeit keine Probleme mit 
der rechten Schulter/Arm gehabt; er hätte vorher keine Beschwerden und 
Schmerzen verspürt bzw. die degenerativen Veränderungen seines Schul-
tergelenks hätten ihn bis zum Unfall nicht gestört (Beschwerde S. 1), ver-
mag dies an den überzeugenden kreisärztlichen Beurteilungen nichts zu 
ändern. So ist für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen 
Schädigung die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeu-
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall 
verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend 
(BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 S. 78 E. 7.2). Mithin 
bestehen keine auch nur geringen Zweifel an den Aktenbeurteilungen des 
Suva-Kreisarztes, womit die geklagten Beschwerden während höchstens 
drei Monaten auf das Ereignis vom 14. Dezember 2018 zurückzuführen 
sind. Darüber hinaus ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 
dem besagten Ereignis und den geklagten (andauernden) Beschwerden 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Treten im Anschluss 
an einen Unfall davor nicht bestandene Beschwerden auf und ist, wie hier, 
davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) 
Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallver-
sicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem 
Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbrin-
gen. Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilur-
sächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 
S. 128). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2020, UV/20/153, Seite 13

3.5 Nach dem Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin ihre Leistungen per 7. Oktober 2019 eingestellt und den 
Anspruch auf weitere Leistungen verneint hat. Damit ist die gegen den Ein-
spracheentscheid vom 5. Februar 2020 (act. II 100) erhobene Beschwerde 
unbegründet und abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva  
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Juni 2020, UV/20/153, Seite 14

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.