# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64ca9eea-bf47-5947-9b1b-584bd3006d80
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-02-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 08.02.2007 U 2006 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_U-2006-123_2007-02-08.pdf

## Full Text

U 06 123

2. Kammer 

URTEIL
vom 8. Februar 2007

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Submission

1. Am 26. März 2006 hat die Rhätische Bahn AG (RhB) die Lieferung und 

Installation von Billetautomaten auf dem Netz der RhB inkl. Softwarelösung 

für Abrechnung sowie die Demontage und Entsorgung der alten 

Billettautomaten im offenen Verfahren gemäss GATT/WTO aus. 

In den Ausschreibungsunterlagen wurden zum einen verschiedene 

Eignungskriterien aufgeführt. Zum andern wurden die für die Ermittlung des 

wirtschaftlich günstigsten Angebots massgebenden Zuschlagskriterien sowie 

deren Gewichtung wie folgt angegeben:

Zweckmässigkeit, Qualität, Erprobtheit und Funktionalität

der offerierten Billettautomaten und Softwarelösung 40%

Billettautomaten 60%

Softwarelösung 40%

Investitionskosten (Preis und Aufwand Auftraggeber) 40%

Unterhalt und Service après vente 20%

Innert Frist gingen 6 Offerten ein. Die Bewertung der Offerten anhand der 

Zuschlagskriterien und deren Gewichtung ergab folgendes Bild:

1. … AG Fr. 3'537'307 92.0 Punkte

2. … Fr. 3'487'000 83.0 Punkte

3. … Fr. 3'825'565 78.3 Punkte

4. … Fr. 3'278'140 76.5 Punkte

5. … Fr. 4'040'134 76.1 Punkte

6. … Fr. 5'572'000 50.0 Punkte

Mit Beschluss vom 27. Oktober 2006 vergab die RhB den Auftrag an die 

erstrangierte Firma … AG zum Preis von Fr. 3'537'307 (excl. MWST). Der 

Vergabebeschluss wurde allen Anbietern am 30. Oktober 2006 mitgeteilt. 

2. Dagegen reichte die … am 9. November 2006 beim Verwaltungsgericht frist- 

und formgerecht Beschwerde ein mit den Anträgen um Aufhebung des 

angefochtenen Vergabebeschlusses und Neubeurteilung ihres Angebotes 

sowie der darin angebotenen Softwarelösungen sowie Dienstleistungen 

anhand eindeutiger, vergleichbarer und transparenter Kriterien. Zur 

Begründung machte sie geltend, die Bewertung der Offerten sei nach einer 

gewichteten Kriterienliste vorgenommen worden. Zwar seien mehr oder 

weniger alle Kriterien im Devis enthalten gewesen, nicht jedoch deren 

Gewichtung, was für einen Anbieter Unsicherheiten bringe. In anderen, 

vergleichbaren Verfahren sei eine Kriterienliste in Form einer Tabelle 

vorgegeben gewesen, bei der jeder Anbieter einzeln „erfüllt/nicht erfüllt“ habe 

angeben müssen. Das sei viel klarer gewesen. Das vorliegende Vorgehen 

führe zu Missverständnissen und Fehlbeurteilungen. Die RhB habe die 

praktische Beurteilung der Automaten anhand von Besuchen der einzelnen 

Anbieter auf der Messe „Swiss transport“ in Bern vorgenommen. Bei ihrer 

Firma habe dieser Besuch ohne Vorankündigung am Publikumstag 

stattgefunden, an dem der Stand nur mit Minimalbesetzung versehen 

gewesen sei. Es habe auch der Hinweis gefehlt, dass diese 

Standbesichtigung offizieller Teil der Beurteilung sei. Zudem habe das 

Standpersonal die RhB-Besucher ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, 

dass es sich beim ausgestellten Automaten um einen Prototyp handle, der in 

vielen Punkten nicht mit dem angebotenen Automaten übereinstimme. Die 

berücksichtigte Firma sei an dieser Messe überhaupt nicht vertreten gewesen. 

Die RhB habe diese Firma speziell besucht, was als unzulässige 

Ungleichbehandlung zu qualifizieren sei.

Bei der funktionalen Bewertung der Automaten seien verschiedene Fehler 

gemacht worden:

- Punkt 4.3.1. „Gehäuse“: Gefordert sei eine Lebensdauer von 10 Jahren 

worden. Obwohl sie ihr Gehäuse aus hochwertigem rostfreiem Edelstahl die 

Vorgabe eindeutig erfülle, sei es mit „nicht erfüllt“ bewertet worden.

- Punkt 4.3.2. „Display“: In der Tabelle erhielten Displays mit einer 

Hintergrundbeleuchtung von 550 cd/m2 acht Punkte. Ihr Display erfülle diese 

Anforderung, sei aber mit 0 Punkten bewertet worden, was nicht angehe.

- Punkt 4.3.4 „Stromversorgung Stationär BA“: Beim Punkt „Korrosion“ habe 

sie keine Punkte erhalten, obwohl Gehäuse aus rostfreiem Stahl, was nicht  

verständlich sei.

- Punkt 4.3.6. „Banknotenverarbeitung“: Von 7 möglichen Punkten habe ihr 

Angebot nur deren 2 erhalten, obwohl bekannt sei, dass kein 

Automatenhersteller die Banknotenverarbeitung selber vornehme. Auf dem 

europäischen Markt gebe es 2 Spezialfirmen, deren Fabrikate technisch 

gleichwertig seien. Alle Anbieter hätten ihrer Offerte eines dieser beiden 

Fabrikate zugrunde gelegt, weshalb eine unterschiedliche Bewertung 

ungerechtfertigt sei. 

- Punkt 4.3.7 „Kartenleseverarbeitung“: Die von anderen Anbietern bestätigte 

Anforderungen (Reaktionszeit: 3 sec bei Onlineautorisierung) sei unseriös, 

weil nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit eine Rolle spiele, sondern 

auch die Reaktionszeit und Auslastung des Kommunikationsnetzes (hier 

GPRS) und vor allem auch die Reaktion des Backend-Systems des jeweiligen 

Kartenherausgebers.

- Punkt 4.8 „Behindertengerecht“: Für die Kriterien „Höhe der 

Bedienungselemente“, „Auffindbarkeit der Bedienungselemente“, 

„Münzeingabe“ und „Noteneingabe“ seien ihr ohne nähere Begründung keine 

Punkte gegeben worden. Es heisse lediglich, dass nicht alle Anforderungen 

erfüllt seien. Das sei befremdlich, zumal sie in zwei anderen 

Ausschreibungen, in denen die Behindertentauglichkeit eine erhebliche Rolle 

gespielt habe, den Zuschlag erhalten habe.

- Punkt 4.9.3 „Anforderungen an die Software“: Als einziger Anbieter habe sie 

hier nicht die volle Punktzahl erhalten. Bei den Punkten „Protokollierung bei 

Geldkassettenwechsel“ und „Abruf eines entsprechenden Journals“ habe sie 

keine Punkte erhalten. Dabei sei diese Anforderung derart selbstverständlich, 

dass in der Offerte ein entsprechender Hinweis unterblieben sei, was eine 

kurze Rückfrage hätte bestätigen können.

- 2.2.4 „Wartung und Service“: Diese Bewertung sei völlig intransparent. Auch 

die mündlichen Erläuterungen anlässlich der Akteneinsicht hätten keine 

Klarheit gebracht. Auffallend die ungewöhnlich grossen Punkteunterschiede. 

Ausgerechnet jener Anbieter, der keine Schweizer Niederlassung und keine 

Wartungsstützpunkt in der Schweiz besitze, habe mit 19.1 fast die maximale 

Punktezahl (20) erreicht.

3. a) Die Rhätische Bahn AG liess Abweisung beantragen. Praxisgemäss sei es 

zulässig, wenn für die Bewertung der einzelnen Kriterien im Sinne eines 

methodischen Hilfsmittels Unterkriterien geschaffen würden. Dabei sei es 

nicht erforderlich, dass die Gewichtung dieser Unterkriterien vorgängig 

bekannt gegeben werden müssten, sofern diese sich auf die Vorgaben im 

Devis abstützen würden. Zutreffend sei, dass Mitarbeiter der RhB 

Augenscheine und Messebesuche vorgenommen hätten, doch hätten die 

dabei gewonnenen Eindrücke keinen Eingang in die Bewertung gefunden.

Beim „Gehäuse“ habe die Offerentin keine Angaben zur Garantiedauer 

gemacht und daher denn auch 0 Punkte erhalten. Die berücksichtigte Firma 

habe aus dem gleichen Grunde ebenfalls keine Punkte erhalten. Wenn der 

Einwand der Beschwerdeführerin zutreffen würde, müsste bei den Angeboten 

beider Firmen dieselbe Punktekorrektur vorgenommen werden. Der Einwand 

betreffend „Display“ treffe zu. Damit erhöhe sich das Punktetotal in der 

Kategorie A „Funktionale Anforderungen“ von 19.9 auf 20.6 Punkte. Bei dem 

Vorgaben „Stromversorgung Stationär BA“ hätten in der Offerte Angaben 

gefehlt, weshalb dort keine Punkte erteilt worden seien. Gleiches gelte auch 

für das Angebot der berücksichtigten Firma. Allfällige Bewertungskorrekturen 

müssten bei beiden vorgenommen werden, ohne dass sich aber an der 

Rangierung etwas ändern würde. Hinsichtlich der „Banknotenverarbeitung“ 

hätten in der Offerte Angaben zum vorgesehenen Fabrikat gefehlt; daher sei 

es mit „nicht bestätigt“ bewertet worden. Die berücksichtigte Firma sei hier 

ebenfalls gleich bewertet worden. Bei der Vorgabe „Kartenleseverarbeitung“ 

hätten 4 von 6 Offerenten die vorgegebene Reaktionszeit für eine Online-

Bestätigung ausdrücklich bestätigt und dafür einen Punkt erhalten. Bei der 

Vorgabe „Behindertengerecht“ seien die von der Beschwerdeführerin in ihrer 

Offerte gemachten Angaben unzureichend gewesen, weshalb sie denn auch 

eine Reduktion habe hinnehmen müssen. Der Hinweis auf frühere 

Submissionsverfahren sei in diesem Zusammenhang unbehelflich. Bei der 

verlangten „Anforderung an Software“ habe die Beschwerdeführerin als 

einzige Anbieterin keine Angaben zu den wichtigen Punkten „Protokollierung 

bei Geldkassettenwechsel“ und „Abruf eines entsprechenden Journals“ 

gemacht, weshalb denn auch die Bewertung mit 0 Punkten korrekt erfolgt sei. 

Aufgrund der Vorbringen habe sich sodann gezeigt, dass das bei „Wartung 

und Service“ angewandte Bewertungssystem nicht vollends zu überzeugen 

vermöge. Eine den Vorbringen entsprechende Bewertung habe gezeigt, dass 

Korrekturen nötig seien. Neu erhalte das Angebot der Beschwerdeführerin 

unter diesem Titel 9.3 Punkte, jenes der berücksichtigten Firma 17.7 Punkte. 

Der Hauptgrund für die grosse Punktedifferenz liege bei den reinen 

Servicekosten, welche sich bei der Beschwerdeführerin auf  4 Jahre 

hochgerechnet auf Fr. 800‘000.--, bei der berücksichtigten Firma auf lediglich 

Fr. 306‘720.-- belaufen würden. Unter Berücksichtigung der genannten 

Korrekturen erreiche die Beschwerdeführerin eine Gesamtpunktezahl von 

79.4 Punkten, die berücksichtigte Firma eine solche von 90.6 Punkten.

b) Die … AG wies in ihrer Zuschrift auf die Vertraulichkeit ihrer 

Angebotsunterlagen hin, ohne aber materiell zu den Vorbringen der 

Beschwerdeführerin Stellung zu beziehen.

4. In einem zweiten Schriftenwechsel erhielten die Parteien die Gelegenheit, die 

von ihnen eingenommenen Rechtsstandpunkte zu ergänzen und zu vertiefen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.  

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Auf das vorliegende Verfahren gelangen neben dem GATT/WTO-

Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen (GPA), das 

kantonale Submissionsgesetz (SubG) sowie die hierzu erlassene 

Submissionsverordnung (SubV) zur Anwendung. Die Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts zur Behandlung der Beschwerde ist unbestritten; sie 

ergibt sich ohne weiteres aus Art. 25 SubG.

2. Hinsichtlich der Beschwerdegründe und damit der der Beschwerdeinstanz 

zustehenden Kognition enthält das SubG in Art. 27 eine eingehende 

Regelung, die sich wörtlich mit Art. 53 VGG deckt und zudem noch 

ausdrücklich festhält, dass Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden 

kann. Die Überprüfung beschränkt sich somit auf Rechtsverletzungen 

einschliesslich Überschreitung oder Missbrauchs des Ermessens sowie auf 

unvollständige oder unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Dagegen kann das 

Verwaltungsgericht nicht sein Ermessen an die Stelle jenes der Vorinstanz 

setzen, sondern hat Lösungen der Verwaltung zu akzeptieren, die mit 

sachlichen Gründen vertretbar sind, auch wenn eine andere Lösung als 

zweckmässiger erschiene. Bei Fragen technischer, technologischer, 

(bau)physikalischer und methodologischer Art oder bei 

Angebotsbewertungen ist die Kognition - wie bei Examina - praktisch auf 

Willkür begrenzt (VGU U 01 111 und 128). Im Folgenden ist daher zu prüfen, 

ob die Vorinstanz bei der materiellen Beurteilung der Angebote einen 

haltbaren Entscheid getroffen hat.  Den Vergabebehörden kommt 

insbesondere bei der Bewertung der einzelnen Angebote aufgrund der 

ausgewählten Eignungs- und Zuschlagskriterien ein weiter 

Ermessensspielraum zu (VGU U 06 98). Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob 

die Vorinstanz bei der Beurteilung der Angebote einen haltbaren Entscheid 

getroffen hat. 

3. a) Was die Beschwerdeführerin vorbringt, erschöpft sich im Wesentlichen in rein 

appellatorischer Kritik am angefochtenen Vergabeentscheid. Sie bringt nichts 

vor, was darauf schliessen lassen würde, dass die Vorinstanz ihr Ermessen 

missbraucht oder überschritten hat, sondern legt  in ihrer Eingabe lediglich 

dar, weshalb aus ihrer Sicht die Erfüllung der einzelnen Zuschlagskriterien bei 

ihrem Angebot anders hätte bewertet werden sollen. Im Einzelnen ist dazu 

Folgendes festzuhalten:

b) Dass der noch ihrer Beschwerdeeingabe zugrunde liegende Einwand, 

wonach auch die einzelnen Unterkriterien und deren Bewertung von Anfang 

an hätten bekannt gegeben werden müssen, letztlich nicht zutrifft und mit Blick 

auf die vorliegende Vergabe auch nicht entscheidend ist, hat die 

Beschwerdeführerin selbst erkannt, und ihn in ihrer Replik denn auch 

dahingehend präzisiert, dass von ihr nicht in erster Linie kritisiert worden sei, 

dass nicht jeder kriterienrelevante Unteraspekt im Voraus gewichtet worden 

sei, sondern dass die funktionalen Kriterien nicht immer in der erforderlichen 

Deutlichkeit aus dem Fliesstext der Ausschreibung zu erkennen waren. 

Konkrete Beispiele für allfällige vergaberechtlich relevante Mängel bringt sie 

in diesem Zusammenhang jedoch keine vor und sind für das Gericht auch 

keine ersichtlich. Dass auch andere Vorgehensweisen (Abgabe einer noch 

detaillierteren Liste) möglich gewesen wären, ist nicht von Belang. Auf den 

Einwand braucht daher nicht näher eingegangen zu werden. 

c) Hinsichtlich der gerügten Mängel bei der Bewertung der einzelnen 

Zuschlagskriterien innerhalb der verschiedenen Kategorien A, B und D ist 

Folgendes anzumerken.

aa) Kategorie A „Funktionale Anforderungen“ (Gewichtung 24%)

- Der pauschale Einwand, dass die Ergebnisse von „Augenscheinen und 

Messebesuchen“ direkt Eingang in die Bewertung/Benotung der einzelnen 

Offerten gefunden haben, trifft - wie bereits ein Vergleich der bei den Akten 

liegenden Nutzwertanalyse aufzeigt - offensichtlich nicht zu. Vielmehr ist bei 

der Bewertung/Benotung allein auf die von den Anbietern gemachten (bzw. 

nicht gemachten) Angaben abgestellt worden. Von einer vergaberelevanten, 

unzulässigen Ungleichbehandlung der Anbieter kann bereits aus dieser Sicht 

betrachtet keine Rede sein. Etwas anderes lässt sich im Übrigen auch dem 

Evaluationsbericht nicht entnehmen. Dort hat es die Geschäftsleitung lediglich 

als angezeigt erachtet, die  anlässlich der Ausstellungsbesuche gewonnenen 

Eindrücke im Sinne einer Plausibilitätsprüfung des dem Verwaltungsrat 

gestellten Antrages einfliessen zu lassen. 

- Das Angebot der Beschwerdeführerin hat bei den drei Unterpositionen 

„Gehäuse“, “Stromversorgung stationär BA“ und „Banknotenverarbeitung“ wie 

im Übrigen auch die Offerte der berücksichtigten Firma aufgrund fehlender 

Angaben (u.a. zur Garantiedauer und zum Korrosionsschutz) in der Offerte 

keine Punkte erhalten. Das Ansinnen der Beschwerdeführerin nach einer 

besseren Benotung hat letztlich bereits deshalb keinen rechtlich relevanten 

Einfluss auf den Ausgang des Vergabeverfahrens, weil - selbst wenn eine 

Korrektur in der Bewertung aufgrund ihrer Vorbringen geboten wäre - sich an 

der grossen Punktedifferenz zwischen den beiden massgebenden Offerten 

nichts ändern würde, da dieselbe Korrektur bei beiden Firmen vorgenommen 

genommen werden müsste und entsprechend auch keine relevante Änderung 

in der Rangierung zur Folge hätte. 

- Bei der Bewertung der Unterposition „Display“ ist der Vergabeinstanz, wie 

sie in ihrer Vernehmlassung eingestanden hat, ein Fehler unterlaufen. Dieser 

hat zur Konsequenz, dass die Offerte der Beschwerdeführerin in der 

Kategorie A „Funktionale Anforderungen“ statt 19,9 neu 20,6 Punkte erhält.

- Bei Bewertung der Unterposition „Kartenleseverarbeitung“ macht die 

Beschwerdeführerin geltend, dass die Vorgabe einer Reaktionszeit für eine 

Online-Bestätigung von unter 3 sec gar nicht erfüllbar sei, weil nicht nur die 

Übertragungsgeschwindigkeit eine Rolle spiele, sondern auch die 

Reaktionszeit und Auslastung des Kommunikationsnetzes (GPRS) und vor 

allem auch die Reaktion des Backend-Systems des Kartenherausgebers 

entscheidend seien. Angesichts der von 4 von 6 Offerenten abgegebenen, 

verbindlichen Zusicherungen, dass sie in der Lage seien, die verlangte 

Reaktionszeit zu gewährleisten, lässt sich die um 1 Punkt tiefere Benotung 

durchaus rechtfertigen. Selbst wenn man aber der Argumentation der 

Beschwerdeführerin folgen wollte, hätte dies - bereits wegen der sehr grossen 

Punktedifferenz zwischen ihrer Offerte und jener der berücksichtigten 

Anbieterin - keinen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der streitigen 

Vergabe.

- Nicht willkürlich ist sodann auch die Bewertung der Unterposition 

„Behindertengerecht“. Wie sich den bei den Akten liegenden Offertunterlagen 

der Beschwerdeführerin ohne weiteres entnehmen lässt, fehlen unter dieser 

Position verschiedene, von der Vergabeinstanz verlangte Angaben, so zur 

,‚Höhe Bedienungselemente“, zur „Auffindbarkeit der Bedienelemente“, zur 

„Münzeingabe“ und zu „Noteneingabe“. Diese Mängel in der Deklaration hat 

die Beschwerdeführerin selbst zu vertreten und damit auch die daraus 

resultierende tiefere Bewertung ihrer Offerte. Der Hinweis auf zwei frühere 

Automatenausschreibungen, in denen die Behindertentauglichkeit anerkannt 

wurde, ist - wie die Vergabeinstanz zu Recht erkannt - vorliegend  

unbehelflich. 

bb) Kategorie B „Anforderungen an die Software“ (Gewichtung 16%) 

Das Gesagte gilt ohne weiteres auch für die gerügte Bewertung der Position 

„Anforderungen an die Software“. Die Beschwerdeführerin räumt selber ein, 

dass zu den beiden Punkten „Protokollierung bei Geldkassettenwechsel“ und 

„Abruf eines entsprechenden Journals“ keine Angaben in der Offerte 

angebracht hat, weshalb die Vergabeinstanz die beiden Positionen ohne in 

Willkür zu verfallen als nicht erfüllt qualifizierte und einen Punkteabzug 

vornahm. Wenn die Beschwerdeführerin nunmehr geltend macht, dass die 

Erfüllung dieser beiden Anforderungen selbstverständlich sei, kann sie daraus 

nichts zu Gunsten ihrer Begehren ableiten.

cc) Kategorie D „Wartung und Service“ (Gewichtung 20%)

In Kenntnis der Vorbringen der Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe hat die 

Vergabeinstanz im vorliegenden Beschwerdeverfahren eine Neubewertung 

dieses Zuschlagskriterium vorgenommen. Hierzu war sie - entgegen der 

Auffassung der Beschwerdeführerin - auch ohne weiteres berechtigt. Die 

Neubewertung erfolgte unter Berücksichtigung folgender von den Anbietern 

einverlangten Angaben (Konzept „Unterhalt und Service“; Kosten für 

„Unterhalt und Service“; Konzept „Schulung“; Kosten für „Schulung“) 

vorgenommen. Wie sich nun der bei den Akten liegenden Bewertungstabelle, 

deren bessere Transparenz und Überschaubarkeit auch seitens der 

Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Abrede gestellt worden ist, ohne 

weiteres nachvollziehbar und glaubhaft entnehmen lässt, erreicht das 

Angebot der Beschwerdeführerin unter diesem Titel nunmehr 9,3 Punkte, 

wohingegen jenes der bevorzugten Firma 17,7  Punkte erzielt. In diese 

Bewertung sind, entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin, nicht nur 

die preisrelevanten Aspekte der Wartung, sondern auch die unterschiedlichen 

Leistungsinhalte der offerierten Serviceverträge miteinander verglichen und 

als gleichwertig qualifiziert worden. Zutreffend ist aber, dass der grosse 

Punkteunterschied bei der Bewertung im Wesentlichen aus dem Teilkriterium 

„Wartungskosten“ resultierte, was im Lichte der entsprechenden, von den 

Anbietern gemachten Angaben auch ohne weiteres richtig ist. Diesbezüglich 

ergibt sich nämlich aus den Akten ohne weiteres, dass die 

Beschwerdeführerin - und dies entgegen ihrer Darstellung in den 

Rechtsschriften - jährliche Wartungskosten von pauschal Fr. 200'000.-- 

offeriert hat; hochgerechnet auf 4 Jahre (Zulässigkeit des Hochrechnens 

bejaht: VGU U 06 110) belaufen sich die Wartungskosten mithin auf Fr. 

800'000.--. Im Vergleich zu den von der bevorzugten Firma offerierten, auf 4 

Jahre hochgerechneten Wartungskosten von Fr. ca. 306'000.-- ergibt sich 

somit unter diesem Titel eine Preisdifferenz von gegen 0,5 Mio. Fr. Dass 

dieser grossen Preisdifferenz auch mit einer deutlichen Differenzierung in der 

Bewertung Rechnung zu tragen war, ist offenkundig. Dies umso mehr, wenn 

man sich die relativ kurze Lebensdauer der Automaten (ca. 10 Jahre), die 

Gesamtinvestitionskosten (ca. 3,5 Mio. Fr.; Gewichtung: 40%) und den 

Umstand, dass der relative geringe Preisvorteil bei den durch die 

Beschwerdeführerin offerierten Investitionskosten durch die massiv höheren 

Wartungskosten in kürzester Zeit zu Nichte gemacht würde, vor Augen hält. 

Nicht beanstanden lässt sich in diesem Zusammenhang auch, dass die 

Vergabeinstanz auf die eingereichte Pauschalofferte abgestellt hat. Was die 

Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang noch vorbringt, zielt ins Leere.

d) Der angefochtene Vergabeentscheid erweist sich auch aus dieser Sicht 

betrachtet, als nicht willkürlich und nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist 

daher vollumfänglich abzuweisen.

4. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der 

Beschwerdeführerin, welche überdies die anwaltlich vertretene 

Beschwerdegegnerin 1 angemessen aussergerichtlich zu entschädigen hat. 

Der Beschwerdegegnerin 2 ist praxisgemäss mangels anwaltlicher Vertretung 

keine aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 15'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 314.--

zusammen Fr. 15'314.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. Die … hat die Rhätische Bahn AG aussergerichtlich mit Fr. 5'000.-- (inkl. 

MWST) zu entschädigen.

Auf die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten wurde am 1. Oktober 2007 nicht eingetreten. Die dagegen an das 

Bundesgericht erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde wurde ebenfalls am 1. 

Oktober 2007 abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (2C_85/2007).