# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d867d603-6b84-56f7-a022-9a4fcdae1e13
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.06.2019 715 18 394/144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-394-144_2019-06-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
vom 13. Juni 2019 (715 18 394 / 144) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
Sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses in der Probezeit; keine selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit.  
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Keren Wernli, Kontakt-
stelle für Arbeitslose Basel, Klybeckstrasse 95, 4057 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ hat letztmals seit dem 18. Februar 2018 Leistungen der Ar-
beitslosenversicherung bezogen. Am 21. Juni 2018 meldete er sich im Hinblick auf eine Neuan-
stellung ab 1. Juli 2018 bei der B.____ GmbH (GmbH) von der Arbeitsvermittlung ab. Nachdem 
er seine neue Arbeitsstelle am 2. Juli 2018 angetreten hatte, löste die Arbeitgeberin dieses Ar-
beitsverhältnis noch in der Probezeit mit Kündigung vom 11. Juli 2018 unter Hinweis auf ein 
gegenseitiges Einvernehmen mit dem Versicherten mit sofortiger Wirkung wieder auf. Tags da-
raus meldete sich der Versicherte wieder bei seiner Wohnsitzgemeinde zur Arbeitsvermittlung 
und zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung an. Mit Verfügung vom 28. August 2018 stellte 
ihn die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland (Kasse) wegen selbstverschuldeter Arbeitslo-
sigkeit ab dem 12. Juli 2018 für die Dauer von 5 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein. Zur 

 
 
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Begründung brachte sie vor, dass der Versicherte seine Stelle bei der GmbH auf Wunsch des 
Arbeitgebers im gegenseitigen Einverständnis ohne Einhaltung der Kündigungsfrist und ohne 
Zusicherung einer neuen Anstellung aufgelöst habe und damit seine Arbeitslosigkeit selbstver-
schuldet habe. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 12. November 2018 fest. 
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Keren Wernli, Kontaktstelle für Ar-
beitslose in Basel, am 6. Dezember 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte die Aufhe-
bung der Einstellung in der Anspruchsberechtigung oder deren Reduktion. Zur Begründung 
liess er im Wesentlichen vorbringen, dass er seine Stelle bei der GmbH weder im gegenseitigen 
Einverständnis aufgelöst habe, noch in eine Kündigung eingewilligt habe. Sein Arbeitgeber ha-
be ihm keine Wahl gelassen und ihn fristlos entlassen. Dass der Arbeitgeber die Kündigungs-
frist nicht eingehalten habe, sei dessen Fehlverhalten und könne dem Beschwerdeführer nicht 
angelastet werden. Der Beschwerdeführer habe nicht gewusst, dass er sich gegen die Kündi-
gung hätte wehren müssen. Er sei vom Erhalt der fristlosen Kündigung überrascht gewesen, 
nachdem er sich zuvor lediglich habe krank melden wollen.  
 
C. Die Kasse schloss in ihrer Vernehmlassung vom 20. Februar 2019 auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen einzu-
gehen.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereich-
te Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO in der ab 1. Januar 2019 anwendbaren Fassung entscheidet die 
Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts bei Streitigkeiten bis 
zu einem Streitwert von Fr. 20‘000.--. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 
Versicherte zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 5 Tagen in 
der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem Taggeld von Fr. 157.65  liegt der Streit-
wert unter diesem Grenzbetrag. Die Angelegenheit ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwal-
tungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip 
beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizeri-

 
 
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sches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Aufl., Basel 
2016, Rz. 828). 
 
2.2 Ein rechtsgültiger Verzicht in jenen Fällen, in welchen auf allfällige Forderungen gegen-
über dem Arbeitgeber verzichtet worden ist, zieht als Sanktion eine Einstellung in der An-
spruchsberechtigung nach sich. Je nachdem, ob sich der Verzicht auf eine Lohnfortzahlung 
bezieht oder auf Forderungen aus einer akzeptierten Kündigung, welche die gesetzlichen Fris-
ten missachtet, kommt entweder eine Einstellung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG oder Art. 30 
Abs. 1 lit. a AVIG in Frage (Hans-Ulrich Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum So-
zialversicherungsrecht, Zürich 2008, 3. Aufl., Kommentar zu Art. 11 Abs. 3 AVIG, S. 33; Stauf-
fer, [Verzicht] a.a.O., S. 193 f.). 
 
2.3  Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG ist der Versicherte deshalb einerseits dann in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er zu Lasten der Versicherung auf Lohn- oder Ent-
schädigungsansprüche gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber verzichtet hat. Demgegen-
über ist eine versicherte Person gemäss Art. 30 Abs.1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung 
einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Dieser letztgenannte 
Tatbestand erfasst Verhaltensweisen der versicherten Person, die kausal für den Eintritt der 
Arbeitslosigkeit sind und eine Verletzung der Pflicht, Arbeitslosigkeit zu vermeiden, bedeuten. 
Art. 44 Abs. 1 AVIV zählt in den lit. a-d beispielhaft Tatbestände auf, die unter den Begriff der 
selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit fallen. So liegt selbstverschuldete Arbeitslosigkeit unter 
anderem dann vor, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Ver-
letzung arbeitsvertraglicher Pflichten, der Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des Arbeitsver-
hältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV).  
 
2.4 Generell setzt eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne von Art. 44 Abs. 
1 lit. a AVIV keine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen nach 
Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) vom 30. März 1911 
voraus. Das unkorrekte Verhalten muss auch nicht unbedingt eine eigentliche Verletzung ar-
beitsvertraglicher Pflichten darstellen, sondern es genügt, dass die versicherte Person durch ihr 
sonstiges Verhalten innerhalb und ausserhalb des Betriebs berechtigten Anlass zur Kündigung 
gab (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bun-
desgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 3.1; ARV 1987 Nr. 
7; 1982 Nr. 18). Dabei müssen nicht zwingend Beanstandungen in beruflicher Hinsicht vorgele-
gen haben. Es genügt beispielsweise, dass charakterliche Eigenschaften im weiteren Sinne, die 
den Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen lassen, zur Entlassung geführt ha-
ben (BGE 112 V 244, E. 1). Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit im Sinne der Arbeitslosenversi-
cherung liegt also immer dann vor, wenn und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objek-
tiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Verhältnissen ver-
meidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 
2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hinweisen, publiziert in: ARV 2009 S. 264). 
 
2.5 Eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit liegt deshalb auch dann vor, wenn die versi-
cherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine andere Stel-

 
 
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le zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet 
werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). Erfolgt die Beendigung des Arbeitsverhältnisses im 
gegenseitigen Einvernehmen, gilt sie nur dann durch den Versicherten verursacht, wenn dieser 
nicht gezwungen wurde, sein Einverständnis zu geben, um einer drohenden Kündigung zuvor-
zukommen. Ist der Versicherte vom Arbeitgeber zu einer Selbstkündigung gedrängt worden, 
gibt dies aber Anlass zur Anwendung von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV (BGE 124 V 234 E. 2b, E. 
32; Urteil des Bundesgerichts C 212/04 vom 16. Februar 2005, E. 1.2.2). Wer sodann eine 
Kündigung akzeptiert, welche die gesetzliche Kündigungsfrist missachtet, verzichtet nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses. Bietet die 
versicherte Person ihre Dienste in einem solchen Fall nachträglich nicht (mehr) an, liegt deshalb 
ebenfalls eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit, nicht jedoch ein Lohn- bzw. Entschädigungs-
verzicht vor (ARV 1989 N 5 S. 86 E. 7b). Ein solches Verhalten fällt auch unter den Tatbestand 
von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG (BGE 112 V 324 f. E. 2b; Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG] vom 10. Februar 2003, C 135/02; JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung; Zürich 1998, S. 131 f.). 
 
2.6 Gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation 
über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (Über-
einkommen Nr. 168 der IAO), das für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist, 
kann eine Leistung, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder Teilzeitarbeitslosigkeit oder 
Verdienstausfall infolge einer vorübergehenden Arbeitseinstellung ohne Unterbrechung des 
Beschäftigungsverhältnisses Anspruch gehabt hätte, nur gekürzt werden, wenn die zuständige 
Stelle festgestellt hat, dass die betreffende Person vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen 
hat (BGE 122 V 54 ff.; Urteil des EVG vom 17. Oktober 2000, C 53/00). Aufgrund des grund-
sätzlichen Primats des Völkerrechts geht Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO 
Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV vor. Demzufolge führt nicht jedes schuldhafte Verhalten der versicher-
ten Person, das dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, 
zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Das vor-
werfbare Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO vielmehr 
vorsätzlich erfolgt sein, wobei auch Eventualvorsatz genügt (Urteil des EVG vom 4. Juni 2002, 
C 371/01, E. 2b).  
 
2.7 Eventualvorsatz ist im Zusammenhang mit Art. 44 lit. a AVIV dann anzunehmen, wenn 
die versicherte Person vorhersehen kann oder damit rechnen muss, dass ihr Verhalten zu einer 
Kündigung durch den Arbeitgeber führt (THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 831). Im Rahmen 
von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIG darf somit bei blosser Fahrlässigkeit keine Einstellung in der An-
spruchsberechtigung erfolgen (JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberech-
tigung, Zürich 1998, S. 76 f.). Im Entscheid vom 6. Juni 2012, 8C_872/2011, E. 4.2.1 f. hat das 
Bundesgericht – unter Hinweis auf den im Strafrecht geltenden Massstab – festgestellt, dass 
Eventualvorsatz und bewusste Fahrlässigkeit auf der Wissensseite übereinstimmen, indem der 
betroffenen Person die Möglichkeit des Risikos der Tatbestandsverwirklichung bewusst ist. Wer 
die Möglichkeit der Tatbestandsverwirklichung erkennt, kann sich, selbst leichtfertig, über sie 
hinwegsetzen, d.h. darauf vertrauen bzw. mit der Einstellung handeln, dass schon nichts pas-
sieren werde (bewusste Fahrlässigkeit). Demgegenüber erfordert der Eventualvorsatz, dass der 

 
 
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Betroffene sich für die Tatbestandsverwirklichung entscheidet, sie mithin in Kauf nimmt. Wei-
testgehend ausser Frage stehen dürfte das Willenselement nur, wenn der Betroffene die Tatbe-
standsverwirklichung für so naheliegend hält, dass die Bereitschaft, sie als Folge seines Verhal-
tens hinzunehmen, vernünftigerweise nicht mehr bezweifelt werden kann; oder wenn sie ihm, 
im eigentlichen Sinn des Wortes, erwünscht oder recht war, wie wohl auch noch im Falle schie-
rer Gleichgültigkeit. Als Faustregel gilt: Dass die betroffene Person die Tatbestandsverwirkli-
chung in Kauf genommen hat, liegt grundsätzlich näher, je wahrscheinlicher es ihr erschien, 
dass sie eintreten könnte, und je weniger sie diese innerlich ablehnte, bzw. umgekehrt (vgl. 
auch Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juni 2008, 8C_504/2007, E. 5.4 mit Hinweis). Zu den 
Umständen, die allenfalls auf eventualvorsätzliches Verhalten schliessen lassen, gehören dabei 
die Grösse des Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverlet-
zung, die Beweggründe und die Art der Handlung. Das Gericht darf vom Wissen der Betroffe-
nen auf deren Willen schliessen, wenn sich ihm der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich 
aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkauf-
nahme des Erfolgs ausgelegt werden kann. Was die betroffene Person wusste, wollte und in 
Kauf nahm, betrifft innere Tatsachen und ist somit eine Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob 
im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint 
(BGE 138 V 74 E. 8.4.1 mit Hinweisen; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 
2012, 8C_872/2011, E. 4.2.1 f.). 
 
2.8  Sofern nicht durch schriftliche Abrede, Normal- oder Gesamtarbeitsvertrag eine länge-
re Kündigungsfrist vereinbart worden ist, kann das Arbeitsverhältnis während der Probezeit ge-
mäss Art. 335b Abs. 1 OR jederzeit mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen gekündigt wer-
den. Die Probezeit beginnt mit dem Stellenantritt, d.h. mit der tatsächlichen Arbeitsaufnahme 
und nicht mit dem möglicherweise davon abweichenden, vertraglich festgelegten Antrittstermin. 
Durch schriftliche Abrede, Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag kann die Probezeit 
auf höchstens drei Monate verlängert werden (Art. 335b Abs. 2 OR). Für eine derart einzelver-
tragliche Abänderung der Dauer der Probezeit ist wie auch bei einer Verlängerung der Kündi-
gungsfrist in der Probezeit generell Schriftform nach Art. 13 ff. OR erforderlich. Während der 
Probezeit spielt der Schutz vor Kündigungen zur Unzeit gemäss Art. 336c und d OR nicht. Des-
halb kann auch beim Vorliegen einer Krankheit gemäss den kurzen Fristen in der Probezeit 
gekündigt werden (ULLIN STREIFF, ADRIAN VON KAENEL, ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Pra-
xiskommentar zu Art. 319 – 362 OR, 7. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2012, N5 zu Art. 335b OR). 
Bei Krankheit und Unfall kann gemäss Art. 335b Abs. 3 OR unter Umständen lediglich eine ent-
sprechende Verlängerung der Probezeit erfolgen; die Kündigung während der Probezeit kann 
deshalb auch während einer krankheitsbedingten Abwesenheit ausgesprochen werden.  
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (vgl. BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in 
Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu 
aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hin-
reichender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 

 
 
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mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein 
Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundes-
gerichts vom 17. Juni 2009, 8C_412/2009, E. 1). Die Mitwirkungspflicht kommt als allgemeiner 
Verfahrensgrundsatz auch im kantonalen Beschwerdeverfahren zur Anwendung und bedeutet 
das aktive Mitwirken der Parteien bei der Feststellung des Sachverhalts (vgl. THOMAS LOCHER, 
Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 446 f., 489 f.; FRITZ  GYGI, 
Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 284 f.). 
 
3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1978, S. 135). Im Sozi-
alversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. HANS-ULRICH STAUFFER, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und Insolvenzentschädigung, Zürich 1998, S. 77). Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sach-
verhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a,  
121 V 208 E. 6b). Eine Ausnahme hierzu bildet die Anwendung von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV 
(vgl. dazu Urteil des EVG vom 17. Oktober 2000, C 53/00, E. 3a). Praxisgemäss muss das der 
versicherten Person im Rahmen dieser Bestimmung zur Last gelegte Verhalten in beweismäs-
siger Hinsicht klar feststehen, ansonsten eine Einstellung ausser Betracht fällt (vgl. Urteile des 
EVG vom 7. November 2002, C 365/01, E. 2 und vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 3.1; siehe 
im Weiteren auch BGE 112 V 245 E. 1; SVR 1996 ALV Nr. 72 S. 220 E. 3b/bb; NUSSBAUMER, 
a.a.O., Rz. 829). 
 
3.3 In seiner Beweiswürdigung ist das Gericht regelmässig insbesondere auf die Aussagen 
der Arbeitgeber angewiesen. Dabei ist davon auszugehen, dass diese eine Sachverhaltsdar-
stellung abgeben, ohne am Ausgang des Verfahrens interessiert zu sein und ohne ein Interesse 
daran zu haben, die versicherte Person in einem ungünstigen Licht erscheinen zu lassen. So-
lange kein Grund besteht, an den Aussagen der Arbeitgeberin zu zweifeln, ist deshalb auf diese 
abzustellen. Es darf hingegen insbesondere dann nicht einzig auf deren Aussagen zu den Um-
ständen der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt werden, wenn diese be-
stritten und durch keine weiteren Indizien gestützt werden (vgl. BGE 112 V 245 E. 1; ARV 1999 
Nr. 8 S. 39 E. 7b; Urteil des EVG vom 8. März 2001, C 102/00, E. 1a). Denn eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung kann, wie eben dargestellt, nur verfügt werden, wenn das der versi-
cherten Person zur Last gelegte Verhalten klar feststeht und von dieser vorsätzlich ausgeübt 
wurde. Ein derartiges Verhalten muss demnach als solches auch bewiesen werden und nicht 
bloss mit dem ansonsten im Bereich des Sozialversicherungsrechts erforderlichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 112 V 245 E. 1; SRV 1996 ALV Nr. 72 
S. 220). Bei Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer darf somit nicht ohne weiteres 
auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers geschlossen werden, wenn der Arbeitgeber 
nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche er keine Beweise anführen 

 
 
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kann (vgl. Urteil des EVG vom 26. April 2001, C 380/00, E. 2b; BGE 112 V 245 mit Hinweisen; 
NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 831). 
 
4. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer die Folgen einer selbstverschuldeten Arbeitslo-
sigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV selbst 
zu tragen hat. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob ihm ein vorsätzliches Verhalten vorgewor-
fen werden kann. Wie bereits dargelegt, muss das dem Beschwerdeführer zur Last gelegte 
Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststehen, andernfalls eine Einstellung in der An-
spruchsberechtigung ausser Betracht fällt (oben, Erwägung 3.3 hiervor).  
 
4.1 Dem Arbeitsvertrag vom 19. Juni 2018 ist zu entnehmen, dass der Versicherte mit Wir-
kung ab 1. Juli 2018 als Betriebs- und Hilfsarbeiter der GmbH angestellt worden war. Weiter 
geht daraus hervor, dass zwischen den Parteien eine Probezeit von drei Monaten vereinbart 
worden war, während welcher das Arbeitsverhältnis innert eine Woche hätte gekündigt werden 
dürfen (Kassen-Akt 106 f.).  
 
4.2 Aus der Kündigung der GmbH vom 11. Juli 2018 geht hervor, dass der Arbeitgeber das 
Arbeitsverhältnis gemäss einem gleichentags geführten Telefongespräch „laut gegenseitigem 
Einverständnis“ per sofort aufgelöst habe (Kassen-Akt 132). 
 
4.3 Der Arbeitgeberbescheinigung vom 20. Juli 2018 kann entnommen werden, dass die 
GmbH das Arbeitsverhältnis am 11. Juli 2018 im gegenseitigen Einverständnis per 11. Juli 2018 
schriftlich gekündigt habe. Der letzte Arbeitstag sei am 10. Juli 2018 gewesen (Kassen-Akt 133 
f.).  
 
4.4 Der bei der Kasse am 15. August 2019 eingegangenen Stellungnahme der GmbH zu-
folge habe der Versicherte seine Arbeit am 2. Juli 2018 angetreten. Er sei stets freundlich ge-
wesen, aber man habe rasch bemerkt, dass er seine ihm übertragenen Arbeiten sehr langsam 
erledigt habe. Wenn man mit seiner Arbeit nicht zufrieden gewesen sei, habe er lediglich ge-
sagt, dass es nicht besser gehe, weil er ein alter Mann sei. Er habe indessen gewusst, für wel-
che Arbeiten er angestellt worden war. Der Arbeitnehmer sei für einen Kleinbetrieb nicht tragbar 
gewesen. Am 9. und am 10. Juli 2018 habe er die Fenster an den Rolltoren reinigen müssen. 
Dafür habe er zwei Tage benötigt, das Resultat sei alles andere als ansehnlich gewesen. Man 
habe ihm erklärt, dass er beim Reinigen etwas Druck geben müsse, da die Scheiben voller 
Farbnebel gewesen seien, er habe jedoch nur erneut gesagt, dass es nicht besser gehe, weil er 
ein alter Mann sei. Am 11. Juli 2018 habe er morgens um sieben Uhr angerufen und mitgeteilt, 
dass er seine Arme nicht mehr bewegen und nicht zur Arbeit kommen könne. Man habe ihm 
mitgeteilt, dass es besser wäre, wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst würde, womit er sofort 
einverstanden gewesen sei. Er habe wohl lediglich einen Muskelkater vom Putzen der Fenster 
aufgewiesen. Dies sei jedoch kein Grund, einfach zu Hause zu bleiben. Daraufhin habe man 
ihm die Kündigung im gegenseitigen Einverständnis zugesandt. Somit habe der Arbeitgeber die 
Kündigung ausgesprochen, dies jedoch mit dem Einverständnis des Arbeitnehmers (Kassen-
Akt 150).  
 

 
 
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4.5 Der Stellungnahme des Versicherten vom 22. August 2018 zufolge sei er gemäss Ver-
trag für die Autoreinigung, die Retournierung von Fahrzeugen und Kunden sowie für kleinere 
Reparaturen und für die Gebäudereinigung zuständig gewesen. An seinem ersten Arbeitstag 
habe er einen alten Wohnwagen demontieren und entsorgen müssen. Am zweiten Tag seiner 
Anstellung habe er bei einem Unfallwagen den Motor und weitere Teile demontieren müssen. 
Am dritten Tag habe er einen Kundenwagen und am vierten bis siebten Tag die Fenster und 
den Boden reinigen müssen. Schliesslich habe er derart starke Schmerzen verspürt, dass er 
seine Arme nicht mehr habe bewegen können. So habe er tags darauf früh morgens angerufen 
und dies dem Vorgesetzten mitgeteilt. Im Gegensatz zu den Aussagen des Arbeitgebers habe 
er sich mit einer Kündigung nie einverstanden erklärt. Man habe ihm am Telefon erklärt, dass er 
nicht mehr zur Arbeit erscheinen müsse. Ausserdem habe man ihm keine Wahl gelassen. Man 
habe ihm auch nicht erklärt, weshalb er gekündet worden sei, so dass ihm keine Chance auf 
eine Besserung verblieben sei. Die Aussage, seine Arbeiten nur ungenügend erledigt zu haben, 
sei eine reine Parteibehauptung. Er habe immer sein Bestes gegeben und sei immer pünktlich 
zur Arbeit erschienen. Gerne hätte er weiter gearbeitet. Es habe daher keine sachlichen Gründe 
für eine fristlose Kündigung gegeben. Es handle sich keinesfalls um eine selbstverschuldete 
Arbeitslosigkeit, wenn er sich normal krank gemeldet habe, bevor er ein Arztzeugnis habe or-
ganisieren können. Er habe ganz und gar nicht in die fristlose Kündigung eingewilligt, sondern 
sei sehr enttäuscht und schockiert gewesen (Kassen-Akt 166). Die beanstandeten Punkte seien 
mit ihm nicht besprochen worden (Kassen-Akt 167).  
 
5.1 Es ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die Kasse zu Recht nicht von einer Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung wegen Lohn- bzw.  Entschädigungsverzichts gemäss Art. 30 
Abs. 1 lit. b AVIG ausgegangen ist. Wer eine Kündigung akzeptiert, welche die gesetzliche 
Sperrfrist missachtet, verzichtet nicht etwa auf Lohnansprüche, sondern einzig auf die Weiter-
führung des Arbeitsverhältnisses (oben, Erwägung 2.4). Hintergrund bildet der Umstand, dass 
für eine Einstellung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG stets ein tatsächliches Bestehen von 
Lohn- bzw. Entschädigungsansprüchen vorausgesetzt wird (AVIG-Praxis ALE, Staatssekretariat 
seco, Fassung von Januar 2018, D32). Vorliegend kann kein Lohn- oder Entschädigungsver-
zicht erkannt werden. Ein solcher läge nur vor, wenn der Versicherte dem Arbeitgeber seine 
Dienste im Nachgang zu seiner Kündigung vom 11. Juli 2018 unmissverständlich auch weiter-
hin angeboten hätte. Dies aber ist hier nicht der Fall. Sodann ist klarzustellen, dass ein Arbeits-
verhältnis entweder durch die übereinstimmende Willenserklärung beider Parteien (Aufhe-
bungsvereinbarung) oder durch eine Kündigung aufgelöst werden kann. Da eine Kündigung 
eine einseitige Willenserklärung des Arbeitgebers oder des Arbeitsnehmers darstellt, existiert in 
rechtlicher Hinsicht mit anderen Worten keine Kündigung im gegenseitigen Einvernehmen.  
 
Vorliegend hat der Arbeitgeber ausdrücklich angegeben, die Kündigung letztlich selbst ausge-
sprochen zu haben (Kassen-Akt 150). Diese Angaben decken sich mit seinem Kündigungs-
schreiben vom 11. Juli 2018 (Kassen-Akt 132). Aufgrund dieser Aktenlage ist im vorliegenden 
Fall deshalb davon auszugehen, dass keine Beendigung des Arbeitsverhältnisses im gegensei-
tigen Einvernehmen vorliegt, die dem Versicherten zur Last gelegt werden könnte. Ausserdem 
ist festzustellen, dass sich den vorliegenden Unterlagen keine Anhaltspunkte entnehmen las-
sen, wonach Gründe für eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses gemäss Art. 337 bzw. 

 
 
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Art. 346 Abs. 2 OR vorgelegen haben. Solche Gründe werden vom Arbeitgeber in dessen Stel-
lungnahme gegen über der Kasse denn auch nicht geltend gemacht (Kassen-Akt 150). Die 
Kasse begründet die Einstellung in der Anspruchsberechtigung insoweit zutreffend nicht mit 
einer Aufhebung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen oder mit der Verlet-
zung arbeitsvertraglicher Verpflichtungen durch den Versicherten. Sie geht aber davon aus, 
dass der Versicherte eine nicht fristgerechte Kündigung durch den Arbeitgeber akzeptiert habe 
und deshalb gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung einzustellen sei. 
 
5.2 Wie bereits dargelegt wurde, verzichtet auf eine Weiterführung des Arbeitsverhältnis-
ses auch, wer eine Kündigung akzeptiert, welche die gesetzliche Kündigungsfrist missachtet. 
Bietet die versicherte Person ihre Dienste in einem solchen Fall nachträglich nicht (mehr) an, 
kann deshalb eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit vorliegen. Die am 11. Juli 2018 mit sofor-
tiger Wirkung ausgesprochene Kündigung erweist sich insofern als unrechtmässig, als der Ar-
beitgeber gemäss Arbeitsvertrag vom 19. Juni 2018 (oben, Erwägung 4.1, Kassen-Akt 106 f.) 
bei der Kündigung des Arbeitsverhältnisses noch während der Probezeit eine Kündigungsfrist 
von einer Woche hätte berücksichtigen müssen. Gemäss den Aussagen der GmbH hat der 
Versicherte indessen in die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses eingewilligt und da-
mit auf seinen Anspruch auf die vertraglich garantierte Kündigungsfrist von sieben Tagen ver-
zichtet (Kassen-Akt 132, 133 f., 150). Der Beschwerdeführer bestreitet dies und gibt an, dass er 
sich nie mit einer Kündigung einverstanden erklärt habe. Wie es sich damit im Detail verhält, 
lässt sich letztlich nicht mehr klären. Daran ändert auch die von der Kasse vertretene Auffas-
sung nichts, dass die Angaben des Arbeitgebers schlüssig und widerspruchsfrei ausgefallen 
seien. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass das dem Versicherten vorwerf-
bare Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststehen muss, andernfalls eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung ausser Betracht fällt (oben, Erwägung 3.3.). Im hier vorliegenden 
Fall aber steht letztlich Aussage gegen Aussage. Hinzu tritt ein Weiteres: Soweit die Kasse dem 
Versicherten in diesem Zusammenhang vorwirft, auf eine Woche Kündigungsfrist und während 
dieser Zeit auch auf eine Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers verzichtet zu haben, ist ihr 
zwar zuzustimmen, dass die Kündigungsfrist in der Probezeit gemäss Art. 335b OR grundsätz-
lich sieben Kalendertage betragen hätte (oben, Erwägung 4.1). Indessen hätte sie den Versi-
cherten auf diesen Umstand hinweisen und ihn auffordern müssen, seine Arbeitskraft dem Ar-
beitgeber zumindest für die Dauer der Kündigungsfrist anzubieten, um dadurch nachweisbar 
eine Lohnfortzahlungspflicht herbeizuführen. Diese Obliegenheit zu Lasten der Kasse ergibt 
sich aus den Bestimmungen des Kreisschreibens, wonach eine Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung erst dann zu prüfen ist, wenn es die versicherte Person trotz entsprechender Auffor-
derung durch die Arbeitslosenkasse unterlassen hat, ihrem Arbeitgeber ihre Dienstleistungen 
weiterhin anzubieten (AVIG-Praxis ALE, a.a.O., D29). Andernfalls muss auf ein lediglich fahr-
lässiges Verhalten der versicherten Person geschlossen werden, welches eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung aber ausschliesst (oben, Erwägungen 2.5 f.). Dass der Versicherte 
im vorliegenden Fall von der Kasse aufgefordert worden wäre, seine Arbeitskraft während der 
Kündigungsfrist seinem Arbeitgeber anzubieten bzw. auf eine Entschädigung für die zu Unrecht 
per sofort ausgesprochene Kündigung hinzuwirken, ist weder behauptet, noch bestehen hierfür 
allfällige Belege oder Indizien in den Akten. Zumal sich der Beschwerdeführer nach seiner frist-
losen Entlassung sogleich tags darauf wieder zur Arbeitsvermittlung angemeldet hat, wäre es 

 
 
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der Kasse ohne Weiteres möglich gewesen, ihn zeitnah auf seine Obliegenheit hinzuweisen. 
Dies aber hat sie unterlassen. Es ist wohl zu berücksichtigen, dass der versicherten Person in 
Ausnahmefällen das Nichtanbieten ihrer Arbeitskraft auch ohne ausdrückliche Aufforderung 
zum Vorwurf gemacht werden kann. Dies ist namentlich aber nur dann der Fall, wenn es sich 
dabei um Personen handelt, die sich in arbeitsvertraglichen Belangen auskennen müssten 
(AVIG-Praxis ALE, a.a.O., D. 30). Ein solcher Ausnahmefall liegt hier nicht vor. Der Beschwer-
deführer verfügt den Akten zufolge zwar über genügende Deutschkenntnisse (Kassen-Akt 122). 
Alleine deshalb darauf zu schliessen, dass er sich in arbeitsrechtlichen Belangen rechtsgenüg-
lich auskennen würde, ist aber unzulässig. Insofern ist der Kasse zu widersprechen, dass 
Rechtsunkenntnis in diesem Punkt schaden würde (Vernehmlassung der Kasse vom 
20. Februar 2019, Ziffer 5). Auch dass ihm bereits eine vierte Rahmenfrist eröffnet wurde, än-
dert nichts daran, dass er in diesem Punkt als rechtsunkundig bezeichnet werden muss. Damit 
aber resultiert, dass ihm nicht zur Last gelegt werden kann, er habe leichtfertig auf die Einhal-
tung seiner Kündigungsfrist bzw. auf daraus resultierende Lohnansprüche verzichtet. Auch 
wenn den Angaben seines ehemaligen Arbeitgebers zu entnehmen ist, dass die Leistung des 
Beschwerdeführers schon kurz nach Arbeitsantritt offensichtlich Anlass zu Beanstandungen 
gegeben hat, könnte darin lediglich ein Unvermögen erkannt, nicht aber eine eventualvorsätzli-
che Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten ausgemacht werden. Unbesehen davon, dass eine 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit b AVIG mit Blick auf eine 
nachträglich unterbliebene Geltendmachung arbeitsvertraglicher Ansprüche keine Geltung be-
anspruchen kann (oben, Erwägung 5.1), erweist sich eine Einstellung wegen selbstverschulde-
ter Arbeitslosigkeit deshalb als unrechtmässig. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen.  
 
6. Für das vorliegende Verfahren sind gestützt auf Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) keine Kos-
ten zu erheben. Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person so-
dann Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Die nicht anwaltliche Rechtsvertretung des Be-
schwerdeführers hat trotz Hinweise in der verfahrensleitenden Verfügung vom 27. Februar 2019 
auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Zumal der Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers einer gemeinnützigen Organisation angehört, ist bei dieser Sachlage davon auszuge-
hen, dass dem Beschwerdeführer keine Parteikosten entstanden sind. Eine Parteientschädi-
gung ist deshalb nicht auszurichten.  
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Der Einspracheentscheid der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland 
vom 12. November 2018 und deren Verfügung Nr. 1801 / 2018 vom 
28. August 2018 werden in Gutheissung der Beschwerde aufgehoben.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.