# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9c07653-10c1-506a-bd67-eea9d1b5813c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 22.08.2014 510 2014 8 (510 14 8)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2014-8_2014-08-22.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 22. August 2014 (510 14 8) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Aktienbewertung 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuerrichter J. Felix, Dr. P. 
Leumann, Gerichtsschreiber D. Brügger 
 
 

Parteien A., vertreten durch B. AG,  
 
 Rekurrenten 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2011 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
Seite 2   

Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2011 vom 21. Februar 2013 wurde der 

Steuerwert der Namenaktien der C. AG seitens der Steuerverwaltung auf Fr. 21‘240.-- je Aktie 

festgesetzt. 

 

 

2. Mit Eingabe vom 19. März 2013 erhob die Vertreterin mit dem Begehren, es sei von 

einem Wert je Aktie von Fr. 9‘040.-- auszugehen, Einsprache. Zur Begründung machte sie 

geltend, die Aktien könnten nur firmenintern übertragen werden. Sie müssten bei Firmenaustritt 

zu dem Preis angeboten werden, welcher durch die Generalversammlung festgesetzt werde. 

Entsprechende Verkäufe hätten in den Jahren 2008, 2010 und 2011 stattgefunden. Es sei im 

Sinne der Firmengründer, dass sich auch in Zukunft Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen 

könnten. Für die Nachfolge der beiden Firmengründer sei eine Geschäftsleitung ins Leben 

gerufen, die das Unternehmen im gleichen Sinne weiterführen solle. Sowohl die Mitglieder der 

Geschäftsleitung wie auch andere langjährige Mitarbeiter hätten sich in den vergangenen 

Jahren so zu einem angemessenen Aktienpreis am Unternehmen beteiligen können. Es werde 

Substanz und nicht Ertrag gekauft. Das interne Bewertungsmodell (Substanzwert) solle den 

Weiterbestand des Unternehmens sichern. Die zu starke Gewichtung des Ertragswertes würde 

im vorliegenden Fall zu einem nicht sachgerechten bzw. zu hohen Vermögenssteuerwert 

führen, was gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit 

verstosse.  

 

 

3. Mit Einsprache-Entscheid vom 16. Januar 2014 wies die Steuerverwaltung die 

Einsprache ab. Zur Begründung führte sie aus, privatrechtliche Verträge wie beispielsweise 

Aktionärsbindungsverträge (ABV)‚ welche die Übertragbarkeit der Wertpapiere beeinträchtigten, 

seien für die Bewertung unbeachtlich. ABV hätten auf den inneren Wert der Gesellschaft als 

Ganzes und damit auch auf den Vermögenssteuerwert keinen Einfluss. Schliesslich könnten 

ABV jederzeit durch eine entsprechende Vereinbarung wieder aufgelöst werden. Freiwillig 

eingegangene Verpflichtungen seien bei der Ermittlung des Verkehrswertes nicht zu 

berücksichtigen.  

 

 

 
 
Seite 3   

4. Mit Rekurs vom 14. Februar 2014 erhob die Vertreterin mit dem sinngemässen 

Begehren, es sei für die Besteuerung der Aktien der C. AG von einem Preis von Fr. 9‘040.-- je 

Aktie auszugehen, Rekurs. Zur Begründung brachte sie vor, die Steuerverwaltung stütze sich 

bei ihrem Entscheid auf den Kommentar der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK) zum 

Kreisschreiben Nr. 28 (KS Nr. 28). Es dürfe nicht vergessen werden, dass es sich beim KS Nr. 

28 nicht um ein Gesetz handle, sondern vielmehr um eine Wegleitung, die im Rahmen der 

Vermögenssteuer eine in der Schweiz einheitliche Bewertung von inländischen Wertpapieren, 

die nicht an der Börse gehandelt würden, ermöglichen solle. Im Kommentar werde festgehalten, 

die Schätzungsgrundlagen seien so zu wählen, dass das Ergebnis der wirtschaftlichen 

Wirklichkeit möglichst nahe komme. Vorliegend lägen ganz konkrete Aktienverkäufe unter 

Mitarbeitenden zu Preisen gemäss Beschluss der Generalversammlung vor. Nicht jeder 

Veräusserungspreis gehe einer Formelbewertung vor. Voraussetzung einer steuerlich 

relevanten Preisbildung sei, dass tatsächlich ein Marktpreis gebildet werde und nicht andere 

Umstände die freie Preisbildung beeinflussen würden. Dies sei vorliegend der Fall, auch wenn 

dieser Markt nur intern sei. Der Marktpreis werde von den Aktionären jeweils basierend auf der 

Methode des Substanzwertes vorgenommen. Die Preisbildung sei transparent. Die Aktienwerte 

würden schon seit Jahren nach dieser Methode ermittelt. Es liege daher eine gewisse 

Regelmässigkeit vor. Einer der Firmengründer habe seinem Sohn im Rahmen der 

Nachfolgeregelung einen Teil seiner Aktien geschenkt. Wäre diese Aktienübertragung 

entgeltlich erfolgt, hätte sie zu den gleichen Bedingungen stattfinden müssen wie bei den 

anderen Verkäufen.  

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 14. März 2014 beantragte die Steuerverwaltung die 

Abweisung des Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, bei nichtkotierten Wertpapieren sei 

der innere Wert als Verkehrswert anzuwenden. Der auf diese Weise ermittelte Wert müsse nicht 

zwangsläufig mit dem tatsächlichen Verkaufswert der Aktie übereinstimmen. Dies deshalb, weil 

das ausserbörslich gehandelte Wertpapier nicht das Ergebnis eines Zusammenspiels von 

Angebot und Nachfrage darstelle. Der innere Wert einer Aktie bestimme sich nicht gestützt auf 

den Verkaufspreis, sondern aufgrund einer systematisch vorgenommenen Bewertung oder 

Einschätzung.  

 

 

 
 
Seite 4   

6. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. Die 

Frage, ob die Aktienbewertungen seitens der Steuerverwaltung dem Grundsatz nach korrekt 

vorgenommen worden seien, wurde von der Vertreterin der Pflichtigen bejaht. 

 

 

 

Das Steuergericht zieht  in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und 

Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden 

Rekurses zuständig. Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener 

Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom 

Präsidenten und zwei Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in 

formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere 

Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob der Vermögenssteuerwert der Namenaktien 

der C. AG seitens der Steuerverwaltung zu Recht auf Fr. 21‘240.-- festgelegt worden ist. 

 

 a) Gemäss Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) unterliegt der 

Vermögenssteuer das gesamte Reinvermögen. Dabei wird das Vermögen gemäss § 42 Abs. 1 

StG zum Verkehrswert bewertet. Als Verkehrswert für kotierte oder regelmässig vor- oder 

ausserbörslich gehandelte Wertpapiere gilt gemäss § 46 Abs. 1 StG der Kurswert. Für nicht 

kotierte und nicht regelmässig vor- oder ausserbörslich gehandelte Wertpapiere ist der 

Verkehrswert zu schätzen (Abs. 2). Als Kurswert für Wertpapiere mit regelmässiger Notierung 

gilt gemäss § 15 des Dekrets zum Steuergesetz vom 19. Februar 2009 der Schlusskurs des 

letzten Börsentages des Monats Dezember. Bei fehlenden Kursen wird auf den letzten 

verfügbaren Kurs abgestellt. Diese Kurse gelten als Steuerwert am 31. Dezember der 

jeweiligen Steuerperiode. Für die Schätzung des Verkehrswertes der nicht regelmässig vor- 

oder ausserbörslich gehandelten Wertpapiere sind in der Regel die im entsprechenden 

Kreisschreiben der Schweizerischen Steuerkonferenz aufgestellten Bewertungsrichtlinien 

anzuwenden (§ 15 Abs. 2 Dekret StG). 

 

 
 
Seite 5   

 b) Unter dem Verkehrswert ist im Steuerrecht der Wert zu verstehen, der einem 

Vermögensgegenstand bei der Veräusserung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr beigemessen 

wird. Bei nicht kotierten Wertpapieren, für welche offizielle Kursnotierungen fehlen oder die 

nicht oder nur selten gehandelt werden, ist der Verkehrswert aufgrund derjenigen 

Schätzungsgrundlagen zu ermitteln, welche die zuverlässigste Wertermittlung gestatten. 

Entsprechende Richtlinien enthielt zunächst die von der Konferenz staatlicher Steuerbeamter 

und der Eidgenössischen Steuerverwaltung herausgegebene "Wegleitung zur Bewertung von 

Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer" (Ausgabe 1995; Archiv für 

Schweizerisches Abgaberecht [ASA] Bd. 65, S. 872 ff., mit Änderung per 1. Januar 1999). In 

jüngerer Zeit wurde diese Wegleitung in das bereits oben erwähnte entsprechende KS Nr. 28 

der SSK, welche die Rolle der Konferenz staatlicher Steuerbeamter übernommen hat, integriert 

(Version KS Nr. 28 vom 21. August 2006, für die Steuerperioden 2006 und 2007 und Version 

vom 28. August 2008, gültig ab dem 1. Januar 2008; vgl. www.steuerkonferenz.ch). Schliesslich 

hat die Schweizerische Steuerkonferenz am 16. Dezember 2010 auch einen Kommentar zum 

Kreisschreiben Nr. 28 veröffentlicht (vgl. Entscheid des Steuergerichtshofs des Kantons 

Freiburg vom 25. Juli 2011 607 2009-34, E. 2b). 

 

 c) Die Wegleitung bezweckt, im Lichte der Steuerharmonisierung zwischen den 

Kantonen betreffend die Vermögenssteuer, eine in der Schweiz einheitliche Bewertung von 

inländischen und ausländischen Wertpapieren, die an keiner Börse gehandelt werden (vgl. KS 

Nr. 28, Rz. 1). Die Berechnung des Verkehrswertes erfolgt durch den Sitzkanton der zu 

bewertenden Gesellschaft. Den in der Wegleitung formulierten Grundsätzen liegt allgemein der 

Gedanke zugrunde, dass der Verkehrswert erfahrungsgemäss vom bisherigen und zu 

erwartenden Ertrag in Form von Dividenden und anderen Gewinnanteilen sowie von der 

Ertragskraft der Gesellschaft abhängt und durch weitere Faktoren beeinflusst wird, wie 

beispielsweise durch das Vermögen der Gesellschaft (Kapital, Reserven), die Liquidität der 

Unternehmung, Stabilität des Geschäftsbetriebes usw. Für die Bewertung ist jedoch nach Art 

der Unternehmungen zu unterscheiden. Die Wegleitung stützt sich insbesondere auf ein 

Gutachten, das eine von der Schutzorganisation der privaten Aktiengesellschaften beauftragte 

Expertenkommission erarbeitet hat und welches auch in der Lehre und Praxis überwiegend 

zustimmend aufgenommen worden ist (vgl. Der Steuerentscheid [StE] 1997, B 22.2 Nr. 13, E. 3; 

StE 2010, B 93.4 Nr. 6, E. 3).  

 

 d) Die in der Schweiz bekannte Mittelwertmethode (Praktikermethode) errechnet 

den Unternehmenswert aus einem gewichteten Mittel von Substanzwert und Ertragswert (vgl. 

http://www.steuerkonferenz.ch/

 
 
Seite 6   

KS Nr. 28, Rz. 34). Obschon die Diversifikation der Methoden grundsätzlich positiv angesehen 

wird, ist unklar, wie der Substanz- und der Ertragswert präzise zu gewichten sind. 

Problematisch ist ferner die Vernachlässigung immaterieller Vermögenswerte. Das 

beschriebene Verfahren kommt vor allem bei Kleinunternehmen in der Schweiz aufgrund seiner 

einfachen Umsetzbarkeit und der hohen Akzeptanz zur Anwendung (vgl. Der Schweizer 

Treuhänder, 9/2009, S. 605; ausführlich: Carl Helbling, Unternehmensbewertung und Steuern, 

9. A. Düsseldorf 1998, S. 132 und S. 167). 

 

3. Ein Abweichen von einer schematischen Bewertung nicht kotierter Wertpapiere ist im 

Einzelfall zwar möglich, aber nur dann, wenn eine bessere Erkenntnis des Verkehrswertes dies 

gebietet (vgl. StE 1988, B 72.13.22 Nr. 10, E. 2c; StE 2010, B 93.4 Nr. 6, E. 3b ff.), umso mehr, 

als, wie bereits weiter oben erwähnt, das basellandschaftliche Dekret auf die 

Bewertungsrichtlinien und damit auf das KS Nr. 28 verweist.  

 

 a) Die Vertreterin der Rekurrenten führt aus, die Aktien der C. AG könnten nur 

firmenintern übertragen werden. Sie müssten bei Firmenaustritt zu dem Preis angeboten 

werden, welcher durch die Generalversammlung festgesetzt werde. Die Preisbildung sei 

transparent. Die Bewertung sei lediglich aufgrund des Substanzwertes vorzunehmen. Die 

Steuerverwaltung hält dafür, privatrechtliche Verträge wie ABV‚ welche die Übertragbarkeit der 

Wertpapiere beeinträchtigten, seien für die Bewertung unbeachtlich. ABV hätten auf den 

inneren Wert der Gesellschaft als Ganzes und damit auch auf den Vermögenssteuerwert 

keinen Einfluss. Schliesslich könnten ABV jederzeit durch eine entsprechende Vereinbarung 

wieder aufgelöst werden.  

 

 b) Das KS Nr. 28 geht vom Grundsatz aus, dass privatrechtliche Verträge wie 

beispielsweise ABV, welche die Übertragbarkeit der Wertpapiere beeinträchtigen würden, für 

die Bewertung unbeachtlich sind (vgl. KS Nr. 28, Rz. 2). ABV sind in der Praxis häufig. 

Dasselbe gilt für die im vorliegenden Fall geltenden Vinkulierungsklauseln. Daraus kann 

deshalb noch nicht abgeleitet werden, dass es sich um einen derart speziellen Einzelfall 

handelt, in welchem von den Bewertungsrichtlinien abzuweichen ist. 

 

 c) Hat eine massgebliche Handänderung unter unabhängigen Dritten stattgefunden, 

gilt als Verkehrswert der entsprechende Kaufpreis (vgl. KS Nr. 28, Rz. 2). 

 

 
 
Seite 7   

 d) Der Begriff „massgeblich“ wird im Steuerrecht nicht einheitlich verwendet. Der 

Sinn und Zweck dieses Begriffs besteht darin zu unterstreichen, dass ein erzielter 

Handänderungspreis nur dann zu berücksichtigen ist, wenn sich daraus ein vertretbarer, 

plausibler Verkehrswert herleiten lässt. Das bedeutet nichts anderes, als dass ein 

Handänderungspreis einzelfallbezogen beurteilt werden muss. Aus diesem Grunde wird auch 

bewusst darauf verzichtet, den Begriff „massgeblich“ prozentual zu quantifizieren. Im Sinne 

einer Faustregel kann in quantitativer Hinsicht aber davon ausgegangen werden, dass ein 

Transaktionsvolumen von 10 % p.a. als massgeblich betrachtet werden kann (vgl. Kommentar 

zu KS Nr. 28, Rz. 2, Begriff der massgeblichen Handänderung). Vorliegend haben seit dem 

Jahr 2008 jeweils 1, 2 oder 3 von insgesamt 210 Namenaktien der C. AG käuflich die Hand 

gewechselt. Es handelt sich dabei um unbedeutende Transaktionen. Zu einer massgeblichen 

Handänderung im Sinne der hiervor zitierten Praxis ist es damit jedenfalls nicht gekommen. 

 

 e) Nicht jeder Veräusserungspreis geht einer Formelbewertung vor. Voraussetzung 

einer steuerlich relevanten Preisbildung ist, dass tatsächlich ein Marktpreis gebildet wird und 

nicht andere Umstände die freie Preisbildung beeinflussen. Ein Aktienverkauf vom Vater an den 

Sohn kann nicht als unter unabhängigen Dritten erfolgt betrachtet werden. Es darf jedoch 

vermutet werden, dass der Vater seinem bereits im Geschäft tätigen Sohn die Aktien nicht zu 

einem überhöhten Preis verkaufen würde. Aus diesem Grunde kann auch eine solche 

Handänderung durchaus für die Ermittlung des steuerlich massgebenden Verkehrswerts 

berücksichtigt werden. Die gleiche Überlegung ist bei Aktienverkäufen anzustellen, die im 

Rahmen einer familieninternen Nachfolgeplanung erfolgen (vgl. Kommentar zu KS Nr. 28, Rz. 

2, Handänderung unter unabhängigen Dritten, mit weiteren Hinweisen). Vorliegend hat einer 

der Firmengründer seinem Sohn, dem Rekurrenten, im Rahmen der Nachfolgeregelung einen 

Teil seiner Aktien, nämlich 44, geschenkt. Der Vertreter der Rekurrenten macht geltend, für den 

Fall, dass diese Aktienübertragung entgeltlich erfolgt wäre, hätte sie zu den gleichen 

Bedingungen stattfinden müssen wie die anderen Verkäufe seit dem Jahr 2008. In quantitativer 

Hinsicht liegt zwar grundsätzlich eine massgebliche Handänderung vor. Eine Schenkung bzw. 

ein hypothetischer Kaufpreis kann für die Ermittlung des steuerlich massgebenden 

Verkehrswerts indes, da gar kein Marktpreis gebildet wird, nicht genügen. Wenn schon müsste 

ein konkreter Kaufpreis vorliegen. Da dies nicht der Fall ist, kann auch offen bleiben, ob die 

Handänderung unter unabhängigen Dritten erfolgt ist. 

 

 
 
Seite 8   

 f) Aus alledem folgt, dass keine massgebliche Handänderung unter unabhängigen 

Dritten stattgefunden und die Steuerverwaltung deshalb zwecks Bewertung der Aktien der C. 

AG zu Recht auf das KS Nr. 28 abgestellt hat. 

 

 

4. Der Verkehrswert der Namenaktien der C. AG wurde seitens der Steuerverwaltung auf 

Fr. 21‘240.-- festgelegt. 

 

 a) Für die Vermögenssteuer der Steuerperiode (n) ist grundsätzlich der 

Verkehrswert des Wertpapiers per 31. Dezember (n) massgebend (vgl. KS Nr. 28, Rz. 1). Die 

Berechnung des Verkehrswerts von nichtkotierten Wertpapieren per Ende Steuerperiode (n) 

verlangt in der Regel die Jahresrechnung (n) der zu bewertenden Gesellschaft. Im Zeitpunkt der 

Veranlagung der natürlichen Person ist die notwendige Jahresrechnung der zu bewertenden 

Gesellschaft meistens noch ausstehend. Um das Veranlagungsverfahren nicht zu verzögern, 

kann auf den Verkehrswert für die Steuerperiode (n-1) abgestellt werden, sofern die 

Gesellschaft im Geschäftsjahr (n) keine wesentlichen Veränderungen erfahren hat (vgl. KS Nr. 

28, Rz. 4). Grundsätzlich ist der Verkehrswert am Ende der Steuerperiode oder der 

Steuerpflicht massgebend (Art. 66 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG] vom 14. Dezember 1990). Die 

Verwendung des Vorjahreswertes stellt zwar ein praxistaugliches Mittel zur Beschleunigung des 

Veranlagungsverfahrens dar, widerspricht jedoch im Grundsatz den gesetzlichen 

Bestimmungen. Der Entscheid, ob in einem Kanton bei der Veranlagung von natürlichen 

Personen üblicherweise auf den Vorjahressteuerwert abgestellt wird, ist daher ausschliesslich 

Sache dieses Kantons. Die in der Wegleitung enthaltene Regelung kann nur unter der streng 

verstandenen Voraussetzung einer fehlenden wesentlichen Veränderung gerade noch als 

gesetzeskonforme „Praktikerlösung“ hingenommen werden, ist doch von Gesetzes wegen 

klarerweise auf den Wert per Ende Steuerperiode und gerade nicht auf Vorjahreswerte 

abzustellen (vgl. Kommentar zu KS Nr. 28, Rz. 4, Verwendung des Vorjahreswertes, mit 

weiteren Hinweisen).  

 

 b) Gemäss Praxis der Steuerverwaltung haben die Aktionäre die Wahl zwischen 

dem Steuerwert per 31. Dezember des aktuellen und dem des Vorjahres bzw. die 

Steuerverwaltung setzt von Amtes wegen den für die Pflichtigen günstigeren Steuerwert ein. 

Per Ende 2011 belief sich der Steuerwert auf Fr. 30‘280.--, per Ende 2010 auf Fr. 21‘240.--. 

Beide Berechnungen erfolgten in Übereinstimmung mit dem KS Nr. 28. Sie werden seitens der 

 
 
Seite 9   

Rekurrenten dem Grundsatz nach denn auch nicht bestritten. Das praxisgemässe Abstellen auf 

den Vorjahreswert bzw. auf den für die Pflichtigen günstigeren Wert, in casu Fr. 21‘240.--, ist im 

Lichte der hiervor zitierten Praxis nicht zu beanstanden.  

 

Der Rekurs erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

 

5. Ausgangsgemäss sind den Rekurrenten Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- 

aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und 

Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). 

  

 
 
Seite 10   

Demgemäss    w i r d  e r k a n n t :  

 

://: 1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 2. Den Rekurrenten werden gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 VPO die Verfahrenskosten in 

der Höhe von Fr. 800.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) auferlegt, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 3. Mitteilung an die Vertreterin, für sich und zhd. der Rekurrenten (2), die Gemeinde D. 

(1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3). 

 
 
Steuergerichtspräsident: 
 
 
 
 
 
C. Baader 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 
 
 
D. Brügger