# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66e1abc7-5f4d-5ea8-a309-37c3a563ed6e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-10-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 23.10.2003 PZ 2003 139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2003-139_2003-10-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 23. Oktober 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 03 139

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vizepräsident Schlenker, Aktuar Blöchlinger.

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In Sachen

des A., Gesuchsgegner und Rekurrent, 

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 29. Juli 2003, 
mitgeteilt am 3. September 2003, in Sachen gegen B., Gesuchstellerin und 
Rekursgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, 
Postfach 731, Vazerolgasse 2, 7002 Chur, 

betreffend Eheschutzmassnahmen,

hat sich ergeben: 

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A. B., geboren am 10. Januar 1967, und A., geboren am 1. Dezember 
1955, heirateten am 17. August 1991. Sie sind Eltern der Kinder C., geboren am 
22. April 1991, und D., geboren am 24. September 1996. 

B. 1. Am 6. Juni 2003 liess B. beim Bezirksgerichtspräsidium Landquart 
ein Gesuch um Erlass von Eheschutzmassnahmen mit folgendem 
Rechtsbegehren einreichen:

1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit Oktober 2001 getrennt 
leben.

2. Die beiden Kinder C., geb. 22. April 1991, und D., geb. 24. 
September 1996, seien der Mutter zur Pflege und Erziehung zuzu-
weisen und unter ihre Obhut zu stellen.

3. Dem Vater sei das übliche Besuchs- und Ferienrecht einzuräumen.

4. Der Gesuchsbeklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Fa-
milie einen monatlichen Beitrag in Höhe von Fr. 2'000.--, allenfalls 
einen Betrag nach richterlichem Ermessen, zuzüglich der vertragli-
chen und gesetzlichen Kinderzulagen, zu bezahlen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

2. Von der ihm am 12. Juni 2003 eingeräumten Möglichkeit, bis zum 27. 
Juni 2003 eine Stellungnahme einzureichen, machte A. keinen Gebrauch. 

3. Am 11. Juli 2003 wurden die Parteien auf den 29. Juli 2003 zur Anhö-
rung vorgeladen. 

4. An der vorerwähnten Anhörung nahmen die Gesuchstellerin und ihr 
Rechtsvertreter teil. A. blieb ihr unentschuldigt fern. Der Bezirksgerichtspräsident 
Landquart befragte in der Folge die Gesuchstellerin. Gestützt auf ihre Angaben 
und die von ihr eingereichten Belege erliess der Bezirksgerichtspräsident 
Landquart am 29. Juli 2003 folgende, am 3. September 2003 mitgeteilte 
Verfügung:

1. Es wird gerichtlich festgestellt, dass die Parteien zum Getrenntleben 
auf unbestimmte Zeit berechtigt sind.

2. Die beiden aus der Ehe der Parteien hervorgegangenen Kinder 

- C., geboren 22. April 1991 und

- D., geboren 24. September 1996

werden der Mutter zur Pflege und Erziehung zugewiesen und unter 
ihre Obhut gestellt.

3. A. wird das Recht eingeräumt, seine beiden Kinder jeweilen am 
ersten Wochenende eines jeden Monats von Samstag 12.00 Uhr bis 

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Sonntag 20.00 Uhr zu sich auf Besuch nehmen zu dürfen. 
Ausserdem wird er für berechtigt erklärt, mit den Kindern während 
insgesamt drei Wochen pro Jahr gemeinsame Ferien verbringen zu 
dürfen.

Die vorstehende Regelung gilt als Minimallösung für den Fall, wenn 
die Parteien keine anderslautende Vereinbarung treffen.

4. Der Gesuchsgegner A. wird gerichtlich verpflichtet, an den Unterhalt 
von Ehefrau und Kindern mit Wirkung ab 1. Juni 2003 einen 
monatlich pränumerando je auf den ersten fälligen Beitrag von Fr. 
2'380.-- zu bezahlen zuzüglich die gesetzlichen und/oder 
vertraglichen Kinderzulagen. Dieser Unterhaltsbeitrag wird wie folgt 
aufgeteilt:

- je Fr. 750.-- pro Monat und Kind

- Fr. 880.-- für B.

5. Die Kosten des Verfahrens vor dem Bezirksgerichtspräsidium 
Landquart, bestehend aus:

- einer Gerichtsgebühr von Fr. 700.00

- einer Schreibgebühr von Fr. 200.00

- Barauslagen von Fr. 50.00

Total Fr. 950.00

werden A. auferlegt.

A. wird gerichtlich verpflichtet, der Gesuchstellerin eine aus-
seramtliche Entschädigung von Fr. 1'500.-- (7.6 % Mehrwertsteuer 
inbegriffen) zu bezahlen.

6. Dieser Entscheid kann innert der Frist von 20 Tagen durch schriftlich 
begründeten Rekurs beim Kantonsgerichtspräsidium Graubünden, 
Poststrasse 14, 7000 Chur, angefochten werden (Art. 12 Abs. 1 EG 
zum ZGB). Der Rekurs ist unter Beilage des angefochtenen 
Entscheides einzureichen, wobei mit kurzer Begründung anzugeben 
ist, welche Punkte angefochten und welche Abänderungen beantragt 
werden.

7. (Mitteilung). 

C. 1. Gegen diese Verfügung erhob A. am 23. September 2003 
Einsprache beim Kantonsgericht. Die Eingabe wurde als Rekurs zu Handen des 
Kantonsgerichtspräsidiums entgegengenommen. 

2. B. liess in ihrer Stellungnahme vom 3. Oktober 2003 folgende Anträge 
stellen: 

1. Auf den Rekurs sei nicht einzutreten; eventualiter sei er abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

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Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und im angefochtenen Ent-
scheid wird - soweit erforderlich - in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-
gen.

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung :

1. Massnahmen und Verfügungen des Bezirksgerichtspräsidenten zum 
Schutze der ehelichen Gemeinschaft können gemäss Art. 8 Ziff. 11 in Verbin-
dung mit Art. 12 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilge-
setzbuch (EGzZGB, BR 210.100) innert zwanzig Tagen durch Rekurs beim 
Kantonsgerichtspräsidenten angefochten werden. Der Rekurs ist zu begründen. 
Es ist mithin im Einzelnen darzulegen, welche Punkte des Entscheids an-
gefochten und welche Abänderungen beantragt werden (Art. 12 Abs. 1 und 3 
EGzZGB in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 der Zivilprozessordnung des Kantons 
Graubünden, ZPO, BR 320.000). Auf offensichtlich unbegründete bezie-
hungsweise keinerlei Begründung enthaltende Beschwerden tritt das Kan-
tonsgerichtspräsidium nicht ein oder weist sie ohne weiteres Verfahren ab ( Art. 
12 Abs. 3 EGzZGB in Verbindung mit Art. 234 Abs. 1 ZPO). 

Die Eingabe von A., der in der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen 
Entscheids auf die Anforderungen an den Rekurs hingewiesen wurde, vermag 
der dargelegten gesetzlichen Begründungspflicht nicht zu genügen. Der 
Rekurrent macht lediglich geltend, er verlange die Beurteilung seiner Sache 
durch ein Gericht, das nicht - wie die Vorinstanz - mit der Gegenpartei befreundet 
sei, er könne nicht so viel Geld an den Unterhalt seiner Ehefrau bezahlen, diese 
arbeite zu 100% und verdiene mehr als er, sein Existenzminimum sei falsch 
berechnet worden, und er könne - da er arbeitslos sei - auch die Gerichtskosten 
nicht begleichen. Damit beschränkt sich A. - insbesondere was die Frage des 
Unterhalts betrifft - auf eine pauschale Kritik am vorinstanzlichen Entscheid. Der 
Rekurrent legt weder dar, in welchem Punkt sein Existenzminimum falsch 
berechnet wurde und inwiefern der Vorderrichter bei der Leistungsfähigkeit von 
falschen Annahmen ausging, noch zeigt er auf, wie der an seine Ehefrau zu 
entrichtende Unterhaltsbeitrag seiner Auffassung nach zu errechnen ist. Hinzu 
kommt, dass sich der Rekurrent am vorinstanzlichen Verfahren nicht beteiligte. 
Er machte weder von seinem Recht, zum Gesuch seiner Ehefrau Stellung zu 
nehmen, Gebrauch, noch erschien er zur Eheschutzverhandlung vor dem 
Bezirksgerichtspräsidium Landquart. Weder vor der Vorinstanz noch im 

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Rechtsmittelverfahren reichte A. irgendwelche Belege ein. Gründe, welche 
dieses Verhalten rechtfertigen könnten, werden seitens des Rekurrenten nicht 
dargetan. Der Rekurrent hat es somit selbst zu vertreten, wenn er im 
erstinstanzlichen überhaupt keine und im zweitinstanzlichen Verfahren keine 
genügenden Vorbringen gemacht hat. Daran vermag auch der Umstand nichts 
zu ändern, dass der Richter in Ehe- und Unterhaltssachen den Sachverhalt von 
Amtes wegen festzustellen (Art. 4 EGzZGB) hat und der Kantonsge-
richtspräsident im Rekursverfahren von Amtes wegen eigene Erhebungen vor-
nehmen kann (Art. 12 Abs. 2 EGzZGB), wobei im Bereich der Kinderbelange die 
Offizialmaxime zu beachten ist. Denn die Parteien sind dadurch nicht davon 
befreit, bei der Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts aktiv 
mitzuwirken und die allenfalls zu erhebenden Beweise zu bezeichnen. 
Schliesslich macht der Rekurrent auch nur geltend, der an seine Frau zu ent-
richtende Unterhaltsbeitrag sei zu hoch, woraus zu schliessen ist, dass die Un-
terhaltspflicht gegenüber den Kindern anerkannt wird. In bezug auf den Ehe-
gattenunterhalt gelangt die Offizialmaxime indes nicht zur Anwendung. Die 
Tatsache, dass in einem bestimmten Rechtsgebiet die Offizialmaxime gilt, be-
sagt im übrigen nicht, dass beliebig lange und sogar noch im Rechtsmittelver-
fahren ungeachtet von Fristen neue Behauptungen aufgestellt werden können. 
Ebensowenig bedeutet dies, dass der Richter ohne Angaben der Parteien nach 
Tatsachen und Beweisen zu forschen hat. Die Parteien bleiben vielmehr ver-
pflichtet, die für sie zumutbaren Angaben und Beweise vorzulegen. Und auch 
wenn gegenüber Laien eine gewisse Grosszügigkeit geübt wird, so entbindet 
dies denselben nicht von der Pflicht, sein Anliegen zu begründen. Weder die in 
erster Instanz tätige Behörde noch die Rechtsmittelinstanz sind jedenfalls ge-
halten, dem Rechtssuchenden die Arbeit abzunehmen, indem sie nach mögli-
chen und allenfalls nicht einmal gewollten Begründungen forscht (vgl. PKG 1998 
Nr. 29). 

2. Im Übrigen wäre eine Korrektur zugunsten des Rekurrenten selbst dann 
nicht gerechtfertigt, wenn man den Umstand, dass keine konkreten Rügen 
vorgebracht wurden, ausser acht liesse und den angefochtenen Entscheid in den 
geltend gemachten Punkten auf die pauschalen Vorwürfe hin umfassend 
überprüft. 

a) Der Rekurrent beantragt eine Neubeurteilung der Sache durch ein Ge-
richt, das - so der Rekurrent - nicht wie der Bezirksgerichtspräsident und Herr 
Fryberg "eng" mit seiner Frau befreundet sei. Der Einwand erweist sich bereits 

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deshalb als unbeachtlich, weil allfällige Ausstandsgründe unter Verwirkungsfolge 
innert 10 Tagen seit Kenntnis anzubringen sind (vgl. Art. 20 des kantonalen 
Gerichtsverfassungsgesetzes, GVG, BR 310.000). Dem Rekurrenten wurde die 
Zusammensetzung des Gerichts in der Vorladung vom 11. Juli 2003 mitgeteilt. 
Die heutige Rüge erfolgt demnach verspätet. Darüber hinaus erweist sich der 
Einwand auch als unbegründet. Gemäss Art. 18 lit. b) GVG hat ein Richter oder 
Aktuar in den Ausstand zu treten, wenn er mit einer Partei oder einem Geschä-
digten besonders befreundet oder verfeindet ist. Die Bestimmung betrifft nur das 
Verhältnis der Parteien zu Richtern und Aktuaren, nicht aber jenes zu den 
Parteivertretern. In bezug auf den Rechtsvertreter der Rekursgegnerin ist der 
Einwand des Rekurrenten demnach von vornherein irrelevant. Gegenüber bei-
den genannten Personen wird sodann in pauschaler Form Befangenheit vorge-
worfen. Solche nicht näher substanziierte Vorwürfe sind nicht glaubhaft und 
deshalb auch nicht weiter beachtlich. 

b) Sodann macht der Rekurrent geltend, die Vorinstanz habe sein Exi-
stenzminimum falsch ermittelt. Auch dieser Einwand erweist sich als unbegrün-
det. Der Bezirksgerichtspräsident ging nicht von einem zu tiefen, sondern von 
einem zu hohen Existenzminimum aus. Bei engen finanziellen Möglichkeiten hat 
die Steuerlast bei der Berechnung des Kindesunterhalts unberücksichtigt zu 
bleiben, weil es wenig Sinn macht, die Steuerlast zum Existenzminimum des 
Unterhaltspflichtigen hinzuzurechnen und im gleichem Umfang seinen Unter-
haltsbeitrag zu senken (BGE 126 III 353). Denn diesfalls bekäme das Kind von 
der Fürsorge häufig bloss das, was das Gemeinwesen beim Unterhaltspflichti-
gen an Steuern einziehen könnte. Diese für das unterhaltsberechtigte Kind an-
gestellte Überlegung gilt gemäss gängiger Rekurspraxis gleichermassen auch 
für den Ehegattenunterhalt. Der Pflichtige seinerseits muss dabei nicht fürchten, 
seine Existenz würde durch Steuerforderungen gefährdet, weil ihm für deren 
Bezahlung nach der Begleichung seiner Unterhaltsschulden und der Deckung 
des Grundbedarfes seiner Familie nichts bleibt. Denn sein Recht auf 
Existenzsicherung darf durch staatliche Abgabeforderungen nicht beeinträchtigt 
werden. Die von der Vorinstanz berücksichtigten Steuern gehören demnach nicht 
zum betreibungsrechtlichen Existenzminimum (BGE 126 III 356 mit Hinweisen). 
Ebensowenig ist nach der Praxis ein Zuschlag von 20% zum be-
treibungsrechtlichen Grundbetrag zu machen. Sind die finanziellen Mittel - wie es 
vorliegend der Fall ist - knapp, ist ein schematischer Zuschlag in derart grossem 
Umfang von vornherein nicht gerechtfertigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
8. Dezember 2000, II. Zivilabteilung, 5C.238/2000/STS/bnm, Urteil des 

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Bundesgerichts vom 27. März 2003, II. Zivilkammer, 5C.282/2002/min). Bei 
guten finanziellen Verhältnissen ist demgegenüber nicht ein schematischer 
Zuschlag zu machen, sondern der Überschuss nach pflichtgemässem Ermessen 
zu verteilen (vgl. BGE 126 III 9 f.). Bei der Bedarfsberechnung zu berücksichtigen 
sind somit im vorliegenden Fall lediglich der Grundbetrag von Fr. 1'100.--, die 
nach Praxis bei ländlichen Verhältnissen gerechtfertigten Wohnkosten von Fr. 
800.-- sowie die Krankenkassenkosten von Fr. 200.--. Das anrechenbare 
Existenzminimum des Rekurrenten beläuft sich demnach auf Fr. 2'100.--. 

c) Ebenfalls unzutreffend erweist sich die Behauptung des Rekurrenten, 
er verdiene weniger als seine Frau. Offenbar trifft es zu, dass dem Rekurrenten 
gekündigt worden ist und er momentan kein Erwerbseinkommen hat. In diesem 
Fall hat er jedoch Anspruch auf Zahlungen der Arbeitslosenversicherung. Ge-
mäss Art. 22 AVIG beträgt die Arbeitslosenentschädigung beim Versicherten mit 
Unterhaltspflichten 80% des versicherten Verdiensts. Als versicherter Verdienst 
gilt der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines 
Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen 
normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen sind die vertraglich vereinbarten 
regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für arbeitsbedingte 
Inkonvenienzen darstellen (Art. 23 AVIG). Gemäss dem von der Rekursgegnerin 
eingereichten Lohnausweis betrug der für die AHV massgebende Jah-
resbruttolohn des Rekurrenten im Jahre 2002 Fr. 74'582.-- oder monatlich Fr. 
6'215.--. Bei einem Anspruch von 80% und unter zusätzlicher Berücksichtigung 
der Sozialabzüge von rund 8%, die auch auf die Arbeitslosenentschädigung zu 
entrichten sind, beläuft sich der ALV-Anspruch des Rekurrenten auf rund Fr. 
4'550.--. Die Rekursgegnerin ist eigenen Angaben zufolge ebenfalls arbeitslos. 
Auch sie dürfte Anspruch auf eine Arbeitslosenentschädigung haben, die 
allerdings deutlich tiefer ist als jene des Rekurrenten. An ihrer vorherigen Ar-
beitsstelle erzielte B. ein Bruttoeinkommen von Fr. 2'000.--. Ihr Anspruch auf 
Arbeitslosenunterstützung, der gleich zu ermitteln ist wie jener des Rekurrenten, 
beläuft sich demnach auf lediglich rund Fr. 1'450.--.

d) Nach Abzug der Unterhaltsbeiträge von insgesamt Fr. 2'380.-- verblei-
ben dem Rekurrenten Fr. 2'170.--. Sein Existenzminimum, das die Unterhalts-
pflicht begrenzt, bleibt demnach gewahrt. Ausser Frage steht schliesslich, dass 
die Rekursgegnerin und die gemeinsamen Kinder auf Unterhaltsbeiträge in Höhe 
von Fr. 2'380.-- angewiesen sind. Gemäss Praxis hat die Rekursgegnerin als 
alleinerziehende Person mit Unterstützungspflichten Anspruch auf einen 

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Grundbetrag von Fr. 1'250.--. Für C. beläuft sich der Grundbetrag auf Fr. 500.--, 
für D. auf Fr. 350.--. Hinzu kommen nach Praxis anrechenbare Wohnkosten von 
Fr. 1'350.-- sowie Krankenkassenkosten von total Fr. 400.--. Das 
Existenzminimum der Rekursgegnerin und der Kinder beläuft sich demzufolge 
auf Fr. 3'850.--. Mit den vom Rekurrenten zu entrichtenden Unterhaltszahlungen 
von Fr. 2'380.-- und der eigenen Arbeitslosenunterstützung stehen B. monatlich 
Fr. 3'830.-- zur Verfügung. Dieser Betrag reicht knapp aus, um das 
Existenzminimum der Rekursgegnerin und der gemeinsamen Kinder zu decken.

e) Immerhin kann an dieser Stelle davon Vormerk genommen werden, 
dass die Rekursgegnerin - wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren beantragt - 
ihren eigenen Unterhaltsanspruch insofern beschränkt, als sie zusammen mit 
den Unterhaltsbeiträgen für die Kinder nicht mehr als einen Betrag von Fr. 2'000.-
- verlangt. Die Berücksichtigung dieser Antragsbeschränkung zugunsten des 
Rekurrenten entspricht letztlich auch der Praxis bei der Bemessung einer 
Unterhaltspflicht beim Zusammentreffen eines Kinder- und Ehegattenanspruchs 
(vgl. BGE 129 III 420 E. 2.1.2). Gemäss vorinstanzlichem Entscheid hat der 
Rekurrent an die Kinder je Fr. 750.-- zu bezahlen. Bei einer auf Fr. 2'000.-- limi-
tierten Unterhaltspflicht beläuft sich der in Beachtung der Dispositionsmaxime 
festzulegende Unterhaltsbeitrag der Rekursgegnerin somit auf Fr. 500.--. 

f) Sodann macht der Rekurrent geltend, er sei nicht in der Lage, die ihm 
von der Vorinstanz auferlegten Gerichtskosten zu bezahlen. 

Gemäss Art. 42 Abs. 1 ZPO ist einer Partei die unentgeltliche Rechtspflege 
zu bewilligen, die öffentliche Sozialhilfe bezieht oder sonst nicht in der Lage ist, 
neben dem notwendigen Lebensunterhalt für sich und ihre Angehörigen für die 
erforderlichen Prozesskosten aufzukommen. Will eine Partei die unentgeltliche 
Rechtspflege in Anspruch nehmen, hat sie bei der zuständigen Instanz ein 
entsprechendes Gesuch einzureichen. Dieses ist kurz zu begründen und die 
erforderlichen Unterlagen sind beizulegen. Die Bewilligung über die un-
entgeltliche Rechtspflege bezieht sich auf das Verfahren vor einer Instanz (Art. 
43 ZPO). 

Der Rekurrent hat es versäumt, rechtzeitig beim Bezirksgerichtspräsidium 
Landquart ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 
von Art. 42 ZPO zu stellen (vg. auch BGE 120 Ia 181 f. E. 3a; VPB 2000 Nr. 28, 
E. 3). Entsprechend hatte die Vorinstanz darüber auch nicht zu befinden. 

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Aufgrund der Regelung von Art. 122 ZPO, wonach die Kosten in der Regel von 
der unterliegenden Partei zu tragen sind, wurden dem Rekurrenten die 
Verfahrenskosten zu Recht auferlegt. Eine nachträgliche Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege für das vorinstanzliche Verfahren ist schliesslich 
nicht möglich. Entsprechend besteht auch kein Grund, den vorinstanzlichen 
Entscheid in diesem Punkt zu korrigieren. 

Immerhin lässt sich der Einwand des Rekurrenten dahingehend verste-
hen, dass er auch für das Rekursverfahren die unentgeltliche Rechtspflege be-
antragt. Da für das Rekursverfahren jedoch keine Kosten erhoben werden und 
die unentgeltliche Rechtspflege von der Entrichtung einer ausseramtlichen Ent-
schädigung an die Gegenpartei nicht entbindet, kann indes dahingestellt bleiben, 
ob der Rekurrent überhaupt einen entsprechenden Anspruch hat.

3. Für das Rekursverfahren werden keine Kosten erhoben. Dass die 
Unterhaltspflicht gegenüber B. leicht reduziert wurde, ist einzig auf ein 
entsprechendes Entgegenkommen der Rekursgegnerin zurückzuführen und 
ändert letztlich nichts daran, dass der Rekurrent mit seiner Eingabe 
vollumfänglich unterlegen ist. Entsprechend hat er der obsiegenden Gegenpartei 
alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen 
(Art. 122 Abs. 2 ZPO). Unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwands und 
der Honoraransätze des Anwaltsverbandes erscheint eine Entschädigung in der 
Höhe von Fr. 500.-- inklusive Mehrwertsteuer als der Sache angemessen.

4. Die der Rekursgegnerin zugesprochene ausseramtliche Entschädigung 
basiert auf dem in Art. 3 der Honoraransätze des Anwaltsverbandes 
empfohlenen Stundentarif von Fr. 200.-- und ist vom Rekurrenten zu begleichen. 
Im Falle der Uneinbringlichkeit der zugesprochenen Parteientschädigung kann 
die Rekursgegnerin die ihr mit Verfügung vom 23. Oktober 2003 gewährte un-
entgeltliche Rechtspflege in Anspruch nehmen. In diesem Fall hat die Gemeinde 
Igis den Rechtsvertreter der Rekursgegnerin den Aufwand nach dem 
Armenrechtstarif gemäss Art. 7 der Honoraransätze mit Fr. 375.-- zu entschä-
digen.

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Demnach erkennt das Kantonsgerichtspräsidium:

1. Ziffer 4 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 29. 
Juli 2003, mitgeteilt am 3. September 2003, wird aufgehoben. 

2. A. wird verpflichtet, ab 1. Juni 2003 monatlich im voraus den Kindern C. 
und D. einen Unterhaltsbeitrag von je Fr. 750.-- zuzüglich allfällige 
gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzulagen und an B. einen solchen 
von Fr. 500.--, total somit monatlich Fr. 2'000.-- zuzüglich allfällige 
gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzulagen, zu bezahlen. 

3. Im Übrigen wird der Rekurs, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen. 

4. Das Gesuch des Rekurrenten um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. 

5. Für das Rekursverfahren werden keine Kosten erhoben. 

6. A. wird verpflichte, B. für das Rekursverfahren mit Fr. 500.-- ausseramtlich 
zu entschädigen. 

7. Mitteilung an:

——————

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden:
Der Vizepräsident:                                       Der Aktuar: