# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d89d9aa0-6cb9-52cc-935e-17c59f4dba23
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.11.2025 E-7735/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7735-2025_2025-11-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7735/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richter Markus König;   

Gerichtsschreiber Lukas Rathgeber. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Gambia,  

(…),   

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 8. September 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7735/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 29. November 2024 am Flughafen Zürich 

um Asyl nachsuchte und das SEM am 4. Dezember 2024 ihre Einreise in 

die Schweiz bewilligte, 

dass die vertiefte Anhörung zu den Asylgründen am 8. Januar 2025 im 

Beisein ihrer damaligen Rechtsvertretung stattfand und sie am 17. Januar 

2025 dem erweiterten Verfahren zugeteilt wurde, 

dass die Beschwerdeführerin geltend machte, sie sei gambische Staatsan-

gehörige, stamme aus Banjul und sei zuletzt in Kololi, Serekunda, wohn-

haft gewesen, 

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen die Verfol-

gung durch ihren Stiefvater geltend machte, der ihr mit dem Tod drohe, da 

sie nicht zu ihrem Ehemann zurückkehren wolle, 

dass sie im Juli 2019 geheiratet habe und ihre Tochter im Jahr 2021 infolge 

ihrer Beschneidung verstorben sei,  

dass sie sich daraufhin von ihrem Ehemann getrennt habe, denn dieser sei 

zusammen mit ihrem Stiefvater für die Beschneidung und somit den Tod 

ihrer Tochter verantwortlich gewesen, 

dass sie noch im Jahr 2021 aus dem Haus ihrer Mutter ausgezogen und 

zu einer Freundin gegangen sei, weil ihr Stiefvater sie geschlagen habe,  

dass diese Freundin sie mit einer «Madame B.» bekannt gemacht habe, 

die ihr geholfen habe ein Visum für die Türkei und ein Flugticket zu erhal-

ten, 

dass sie von Juli 2021 bis Februar 2024 in Istanbul gewesen sei, wo man 

ihr den Reisepass abgenommen und sie zur Prostitution gezwungen habe,  

dass sie im Februar 2024 unbemerkt an ihren Reisepass gelangt und zu-

rück nach Gambia geflogen sei, 

dass ihr Stiefvater ihr nach der Ankunft mit dem Tod gedroht habe, sofern 

sie nicht zu ihrem Ehemann zurückkehre,  

dass dieser sie bei einem Besuch ihrer Mutter am 10. November 2024 in 

den Bauch getreten habe, sodass sie sich einer ärztlichen Untersuchung 

habe unterziehen müssen, bei der auch Röntgenaufnahmen gemacht wor-

den seien,  

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Seite 3 

dass sie Gambia daraufhin am 26. November 2024 auf dem Luftweg ver-

lassen habe,   

dass die Beschwerdeführerin zur Stützung ihrer Vorbringen im vorinstanz-

lichen Verfahren unter anderem eine Beglaubigung der Heiratsurkunde 

vom 22. Juli 2019, eine Kopie dieser Heiratsurkunde, Fotos ihrer verstor-

benen Tochter, einen Arztbericht vom 15. November 2024 und ein Foto 

einer Narbe am Bein zu den Akten reichte (vgl. Verfügung des SEM vom 

8. September 2025 Ziff. I/3), 

dass der Beschwerdeführerin bei der Einreise am Flughafen Zürich zwei 

gambische Reisepässe im Original, Heiratsdokumente und Unterlagen be-

treffend ihr Geschäft in Gambia abgenommen wurden,  

dass den Akten zwei Arztberichte vom 9. und 10. Januar 2025 beiliegen,  

dass der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 12. August 2025 das 

rechtliche Gehör zu den Abklärungsergebnissen des SEM im Zusammen-

hang mit ihrem Antrag vom 8. März 2022 auf ein Schengenvisum auf der 

Schweizerischen Botschaft in Dakar (Senegal) gewährt wurde,  

dass die Beschwerdeführerin am 27. August 2025 dazu Stellung nahm,  

dass das SEM mit Verfügung vom 8. September 2025 die Flüchtlingsei-

genschaft der Beschwerdeführerin verneinte, ihr Asylgesuch abwies und 

die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anord-

nete,  

dass die zum damaligen Zeitpunkt bevollmächtigte Rechtsvertretung ihr 

Mandat am 16. September 2025 niederlegte,  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 8. Oktober 2025 gegen die 

erwähnte Verfügung der Vorinstanz beim Bundesverwaltungsgericht, unter 

Beilage von Beweismitteln, Beschwerde erhob, 

dass in dieser beantragt wird, es sei die angefochtene Verfügung des SEM 

vom 8. September 2025 aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, ihre 

Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihr Asyl zu gewähren, 

dass eventualiter beantragt wird, es sei ihr die vorläufige Aufnahme zu ge-

währen; subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vor- 

instanz zurückzuweisen, 

dass die Beschwerdeführerin in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt, 

ihr sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, auf einen Kosten-

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vorschuss sei zu verzichten und ihr sei ein Rechtsbeistand ihrer Wahl zu 

bestellen, 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 

14. Oktober 2025 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege unter Hinweis auf die Aussichtlosigkeit der Rechtsbegehren abwies 

und der Beschwerdeführerin zur Bezahlung eines Kostenvorschusses Frist 

ansetzte, 

dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss fristgerecht leistete,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist, nachdem auch der Kostenvorschuss fristgereicht geleistet wor-

den ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters zu entscheiden ist 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein 

solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu be-

gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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Seite 5 

dass die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht die Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz beantragt, da das SEM seiner Pflicht zur umfas-

senden Prüfung aller Sachverhaltselemente nicht nachgekommen sei und 

so den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe,  

dass das SEM eingereichte Beweismittel (Fotos und Arztberichte) nicht ge-

würdigt habe und den Fokus in der Glaubhaftigkeitsprüfung nur auf die Rei-

sepässe und Eheurkunden gelegt habe,  

dass der Rückweisungsantrag unbegründet ist, da sich das SEM mit den 

Vorbringen der Beschwerdeführerin gesamthaft auseinandergesetzt und 

unter Bezugnahme auf die vorhandenen Akten und die Schilderungen der 

Beschwerdeführerin deren individuelle Situation berücksichtigt hat,  

dass – wie nachfolgend aufgezeigt wird – die Vorinstanz umfangreiche Ab-

klärungen getätigt hat und es aufgrund der Ergebnisse vorliegend ange-

messen war, dass sich die Vorinstanz in der Entscheidfindung sowie der 

Begründung auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränkt, 

dass sich auch sonst aus den Akten keine Rückweisungsgründe ergeben, 

weshalb der Antrag abzuweisen ist,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen ist (Art. 7 AsylG),  

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen der Beschwerdeführerin hielten vor allem den Anforderungen 

an die Glaubhaftigkeit nicht stand,  

dass die Abklärungen hinsichtlich des Antrags der Beschwerdeführerin 

vom 8. März 2022 für ein Schengenvisum auf der Botschaft in Dakar den 

geltend gemachten Vorbringen grundlegend widersprechen würden,  

dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin im Rahmen des rechtli-

chen Gehörs nicht überzeugend seien,  

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Seite 6 

dass gemäss den vorliegenden Reisepässen und der vorhandenen Ein- 

und Ausreisestempel davon auszugehen sei, die Beschwerdeführerin sei, 

entgegen ihrer Vorbringen, im Zeitraum Juli 2021 bis August 2024 im Be-

sitz ihres Reisepasses gewesen und mehrmals von Gambia in die Türkei 

gereist,  

dass sich aus den Akten noch weitere Eheschliessungen der Beschwerde-

führerin aus den Jahren 2009 und 2018 ergeben würden und diese im Wi-

derspruch zu der geltend gemachten Verfolgung durch den Stiefvater stün-

den,  

dass die Beschwerdeführerin eine junge Frau mit Schulabschluss und Be-

rufserfahrung sei, die über ein familiäres Netzwerk in der Heimat verfüge 

und finanziell gut situiert sei,  

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsmitteleingabe in materieller 

Hinsicht geltend macht, ihre Vorbringen seien als glaubhaft einzuschätzen 

und im Wesentlichen die Vorbringen aus dem erstinstanzlichen Verfahren 

wiederholt, 

dass sie ergänzend hinzufügt, dass sie ihren Stiefvater habe anzeigen wol-

len, da er für den Tod ihrer Tochter (durch die Beschneidung) verantwort-

lich sei, die Polizei diesbezüglich jedoch untätig geblieben sei,  

dass sie folglich keine Chance habe, sich gegen ihren Stiefvater zur Wehr 

zu setzen und ihre Furcht begründet sei,  

dass sie in Gambia nur noch ihre Mutter und ihre jüngeren Geschwister 

habe, welche alle mit dem Stiefvater zusammenwohnen würden und sonst 

keinen Kontakt zu anderen Verwandten habe,  

dass sie als Opfer von Menschenhandel traumatisiert sei und Gambia über 

keine Schutzeinrichtungen für ehemalige Opfer von Menschenhandel ver-

füge,  

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass 

das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Erkennt-

nis gelangt ist, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin den Anforde-

rungen von Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermögen,  

dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es der 

Beschwerdeführerin nicht gelingt, diesen Argumenten etwas Stichhaltiges 

entgegenzusetzen, 

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Seite 7 

dass entgegen der Einwände in der Beschwerdeschrift und unter Berück-

sichtigung der Abklärungen des SEM im Zusammenhang mit dem bean-

tragten Schengenvisum mitnichten vom Vorliegen einer überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit in Bezug auf die vorgetragenen Asylgründe ausgegan-

gen werden kann,  

dass die vom SEM getroffenen Abklärungen hinsichtlich des Antrags für ein 

Schengenvisum der Beschwerdeführerin am 8. März 2022 auf der Schwei-

zerischen Botschaft in Dakar, wie bereits von der Vorinstanz festgestellt, 

ihren protokollierten Aussagen eindeutig widersprechen,  

dass die Erklärungen der Beschwerdeführerin zu diesen Widersprüchen 

von der Vorinstanz denn auch zu Recht als nicht überzeugend qualifiziert 

wurden,  

dass in Übereinstimmung mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass 

die Beschwerdeführerin im Zeitraum von Juli 2021 bis August 2024 in Be-

sitz ihres Reisepasses gewesen und mehrmals selbst von Gambia in die 

Türkei und zurückgereist ist,  

dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach sie Opfer von 

Menschenhandel geworden sei, demnach nicht glaubhaft sind,  

dass die Vorinstanz richtig und vollständig ermittelt hat, dass sich aus den 

Akten noch weitere Eheschliessungen der Beschwerdeführerin aus den 

Jahren 2009 und 2018 ergeben und diese im Widerspruch zu der geltend 

gemachten Bedrohung durch ihren Stiefvater stehen, da sie gemäss ihren 

Angaben im Antrag für das Schengenvisum im Jahr 2022 mit einem ande-

ren Mann verheiratet gewesen ist, als sie dies nun im Asylverfahren geltend 

macht,  

dass auch ihre Vorbringen in Bezug auf ihren Stiefvater nicht glaubhaft sind 

und davon ausgegangen werden muss, dass die Beschwerdeführerin aus 

einem anderen Grund im November 2024 in medizinischer Behandlung ge-

wesen ist,  

dass die Widersprüche bezüglich der geltend gemachten Aufenthaltsorte 

und den unterschiedlichen Ehemännern im Visum- und im Asylverfahren 

derart zentral sind, dass das Gericht die Anforderungen an die Glaubhaf-

tigkeit als nicht erfüllt erachtet, 

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Seite 8 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die 

Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerin insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Weg-

weisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis 

möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach den vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf 

eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhalts-

punkte für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behand-

lung (im Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat der Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass die Beschwerdeführerin über ein tragfähiges familiäres Netzwerk in 

Gambia verfügt, auf das sie bereits vor ihrer Ausreise zurückgreifen konnte 

und eine fundierte Ausbildung sowie Berufserfahrung vorweisen kann, 

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Seite 9 

dass sie gemäss ihren Angaben finanziell gut situiert sei,  

dass sie gemäss Aktenlage gesund ist und im erstinstanzlichen Verfahren 

keine relevanten gesundheitlichen Probleme geltend machte,  

dass die auf Beschwerdeebene geltend gemachte Traumatisierung wegen 

der vorgetragenen Zwangsprostitution in Istanbul aufgrund der vorherigen 

Erwägungen als nachgeschoben zu qualifizieren ist, zumal auch keine 

Arztberichte vorliegen, die auf eine entsprechende Traumatisierung hin-

weisen und die Beschwerdeführerin aktuell auf keine entsprechenden Be-

handlungen angewiesen ist,  

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner, wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist, 

dass es der Beschwerdeführerin obliegt, sich die für die Rückkehr allenfalls 

benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 47 Abs. 1 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist, 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1–4 AIG), 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist, 

dass der Beschwerdeführerin demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 1’000.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), 

dass der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Beglei-

chung der Verfahrenskosten verwendet.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mathias Lanz Lukas Rathgeber 

 

 

 

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