# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8117f5ac-480c-5e10-8843-0bf3caa484d8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.08.2021 720 20 467/222
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-467-222_2021-08-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. August 2021 (720 20 467 / 222) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf eine Viertelsrente wird bestätigt 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Margit 
Campell 
 
 

Parteien A.______, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
A.1 Der 1966 geborene A.____ ist Schreiner und arbeitet seit 1992 in seiner eigenen Firma 
B.____ gmbh. Nachdem er sich am 12. Juli 1993 bei der Arbeit an der linken Hand verletzt und 
die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) ihre Leistungspflicht anerkannt sowie die 
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggelder) ausgerichtet hatte, meldete er sich 
am 29. September 1994 bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) bewilligte dem Versicherten am 26. April 2001 berufliche 
Massnahmen in Form einer Umschulung als Betriebsleiter im eigenen Betrieb. Mit Verfügung 
vom 25. Oktober 2001 wurde der Fall vorläufig abgeschlossen, da keine weiteren beruflichen 

 

 
 
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Massnahmen angezeigt waren. Anfangs Januar 2004 wandte sich A.____ erneut an die IV-
Stelle und ersuchte um Ausrichtung von Hilfsmitteln am Arbeitsplatz. Nach Eingang der fach-
technischen Beurteilung der C.____, vom 17. Oktober 2005 und einer Stellungnahme des 
D.____ vom 10. Februar 2006 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 
27. Februar 2008 eine Kostenübernahme im Umfang von Fr. 428'400.-- für bauliche Änderun-
gen/Einrichtungen bzw. Maschinen am Arbeitsplatz zu.  
 
A.2 Am 17. Januar 2014 meldete A.____ sich erneut bei der IV-Stelle Basel-Landschaft 
zum Leistungsbezug an, wobei er nunmehr um Ausrichtung einer Rente ersuchte. Die IV-Stelle 
untersuchte in der Folge den medizinischen und den erwerblichen Sachverhalt. Mit Verfügung 
vom 4. November 2020 lehnte sie – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – das Gesuch 
des Versicherten ab. 
 
A.3 Der Versicherte teilte der Suva am 25. August 2014 mit, dass er einen weiteren Unfall 
erlitten habe. Demnach sei er am 14. August 2014 auf einer Treppe gestürzt und habe sich an 
der rechten Hand verletzt. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht auch für dieses Ereignis 
und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Aufgrund des Unfalls aus dem Jahr 1993 und jenes 
von 2014 richtete die Suva dem Versicherten eine Rente von 48 % aus (vgl. dazu rechtskräfti-
ges Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 5. Dezember 2019, KGSV 725 19 30).  
 
B. Gegen den ablehnenden Rentenentscheid der IV-Stelle vom 4. November 2020 erhob 
der Versicherte am 4. Dezember 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte im We-
sentlichen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer halben Ren-
te. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass sich die Beurteilung der IV-Stelle 
auf unzureichende Unterlagen stütze, welche die Auswirkungen der Beschwerden auf seine 
Leistungsfähigkeit nicht genügend berücksichtigen würden. Zudem erachtete er die Verwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit als fraglich.  
 
C. Die IV-Stelle reichte am 20. Januar 2021 ihre Vernehmlassung ein. Unter Hinweis auf 
die Ausführungen im Bericht des Regionalen Ärztlichen Diensts (RAD) vom 14. Dezember 2020 
sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ab Oktober 2018 in einer Verweistätigkeit 
nur noch eine 70%ige Arbeitsfähigkeit aufweise. Der in der Folge durchgeführte Einkommens-
vergleich habe einen Invaliditätsgrad von 48 % ergeben, weshalb der Beschwerdeführer ab 
Oktober 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente habe. Die Beschwerde sei in diesem Sinne teil-
weise gutzuheissen.  
 
D. Der Beschwerdeführer teilte mit Eingabe vom 20. Februar 2021 mit, dass er weiterhin 
die Ausrichtung einer halben Rente beantrage. Die IV-Stelle verzichtete auf eine Stellungnahme 
zu diesen Ausführungen (vgl. Schreiben vom 3. März 2021). 
 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde vom 4. Dezember 2020 ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 4. November 
2020 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) 
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2).  
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). 
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 
(Satz 2).  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 
156 E. 1). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 

 

 
 
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nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise 
noch verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Inva-
liditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in 
der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 
2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit wei-
teren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandeln-
den Ärzten und Ärztinnen darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die 
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einer-
seits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundes-
gericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Ad-
ministrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärun-
gen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen zu anderslautenden Einschät-
zungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf-

 

 
 
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drängt, weil die behandelnden Ärzte und Ärztinnen wichtige – und nicht rein subjektiver ärztli-
cher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung uner-
kannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
4.4.1 Der RAD steht den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des 
Leistungsanspruchs zur Verfügung. Er setzt die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG 
massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person fest, eine zumutbare Er-
werbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Er ist in seinem medizinischen 
Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis IVG). Der RAD kann bei Bedarf selber 
ärztliche Untersuchungen von versicherten Personen durchführen. Er hält die Untersuchungs-
ergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] 
vom 17. Januar 1961). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 
44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Verfah-
rensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (vgl. BGE 135 V 
254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.1). 
 
4.4.2 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson 
über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Aller-
dings ist hinsichtlich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid 
ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte 
gehören –, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen 
sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest-
stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 
E. 4.4 sowie E. 4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 
9C_627/2015, E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Un-
tersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsan-
spruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden 
werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden werden indessen lediglich dieje-
nigen Berichte wiedergegeben, welche sich nach Auffassung des Gerichts für die Beurteilung 
der Angelegenheit als zentral erweisen. 

 

 
 
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6.2 Die IV-Stelle stützte ihren Entscheid auf die Beurteilungen ihres RAD-Arztes Dr. med. 
E.____, Facharzt für Arbeits- und Umweltmedizin. Dieser diagnostizierte am 4. April 2016 mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Hypothenar-Hammer-Syndrom mit 10 cm 
messender Thrombose der Arteria ulnaris rechts, einen Status nach Revision der Loge de 
Guyon und nach Arteria ulnaris-Rekonstruktion mit Veneninterponat des ipsilateralen Unterarms 
am 27. August 2014 und einen Status nach Nervus medianus-Verletzung an der linken Hand 
1993. Der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit als Möbelschreiner zu 100 % 
arbeitsunfähig. Dem Belastungsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit entspreche eine leich-
te wechselbelastende Arbeit, ohne Vibrations- und Schlagbelastungen der rechten Hand und 
ohne längerdauernde Druckbelastungen der rechten Handinnenfläche, mit einem Gewichtslimit 
von 10 kg (nicht repetitiv), ohne Steigen auf Leitern und Gerüste und ohne Arbeiten an gefährli-
chen Maschinen. Eine solche Tätigkeit sei dem Versicherten zu 100 % zumutbar.  
 
6.3 Die IV-Stelle holte beim behandelnden Handchirurgen Dr. med. F.____, FMH Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und Handchirurgie, einen Be-
richt ein. Am 9. Juli 2017 hielte dieser zusammenfassend fest, dass der Beschwerdeführer auf-
grund der eingeschränkten Gebrauchsfähigkeit beider Hände als Schreiner ab dem 6. März 
2017 zu 40 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Es seien ihm nicht nur keine Schwerar-
beiten mehr möglich, sondern er benötige auch vermehrt Pausen. Der Versicherte könne daher 
diverse Tätigkeiten, welche zu den üblichen Beschäftigungen eines Schreiners gehören wür-
den, nicht mehr respektive nur noch langsamer ausüben. 
 
6.4 Am 4. September 2017 nahm RAD-Arzt Dr. E.____ unter Berücksichtigung der Ausfüh-
rungen von Dr. F.____ vom 9. Juli 2017 erneut Stellung zum Gesundheitszustand und zur Leis-
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dabei nannte er folgende Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit: (1) Status nach Neuromresektion und sekundärer Nervennaht des Ner-
vus medianus am Handgelenk links am 24. April 1995 bei Status nach Naht der Arteria ulnaris, 
des Nervus medianus und der FDS-Sehne III links am 12. Juli 1993 nach Schnittverletzung pro-
ximal am Hypothenar, (2) bekannte Thrombose der Arteria ulnaris links, (3) Thrombose der re-
konstruierten Arteria ulnaris rechts bei Status nach Resektion der Arteria ulnaris mit Venenin-
terponat vom rechten Unterarm radiopalmar am 27. August 2014 bei Hypothenar-Hammer-
Syndrom nach Treppensturz am 14. August 2014, (4) Status nach halboffener Carpaltun-
nelspaltung rechts am 23. Dezember 2016 bei Carpaltunnelsyndrom rechts und (5) Rhizarthro-
se links ausgeprägter als rechts. Als selbständiger Möbelschreiner sei der Beschwerdeführer 
seit dem 6. März 2016 (recte: 2017) zu 40 % arbeitsunfähig. In einer leidensangepassten Ver-
weistätigkeit bestehe seit dem 6. März 2016 (recte: 2017) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Diese 
Tätigkeit umfasse folgendes Belastungsprofil: Leichte wechselbelastende Arbeiten, ohne Vibra-
tions- und Schlagbelastungen der Hände, ohne längerdauernden Druckbelastungen der Hand-
innenflächen, ohne Aufstützen in Handgelenkextensionsstellung, ohne Anschlagen von Holztei-
len mit dem Hypothenar, mit Gewichtslimit von 10 kg, nicht repetitiv, ohne Steigen auf Leitern 
und Gerüste, ohne Arbeiten an gefährlichen Maschinen wegen der Verletzungsgefahr bei feh-
lender Sensibilität im Medianusgebiet links.  
 

 

 
 
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6.5 Im Bericht der G.____ vom 21. Mai 2019 wurden eine chronisch rezidivierende Lumbo-
ischialgie, eine bekannte Small-fiber-Neuropathie, ein Asthma bronchiale, eine arterielle Hyper-
tonie und ein schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) genannt. Die Schmerzsymp-
tomatik habe sich seit Oktober 2018 mit vermehrten Rückenschmerzen und Schmerzen in bei-
den Knien etabliert. Aufgrund der Schmerzen sei auch der Schlaf gestört.  
 
6.6.1 Am 6. Oktober 2020 erfolgte eine weitere Einschätzung der medizinischen Situation 
durch den RAD. Dr. E.____ hielt unter Hinweis auf ein neurologisches Konsilium der Praxis 
J.____ vom 28. November 2018 fest, dass diesem die Verdachtsdiagnose einer Small-fiber-
Neuropathie zu entnehmen sei. Demnach würden beim Versicherten brennende Dysästhesien 
an den plantaren Vorfüssen bestehen. Der klinische Befund würde eine leichte Pallhypästhesie 
an den Füssen zeigen, die aufgrund des Alters auffällig sei. Zudem seien die Stand- und Gang-
proben leicht unsicher, was auf eine sensible Neuropathie hinweise. Elektrodiagnostisch könne 
zwar keine Polyneuropathie der grosskalibrigen Nervenfasern nachgewiesen werden, jedoch 
sei aufgrund der Anamnese und der klinischen Befunde von einer Small-fiber-Neuropathie aus-
zugehen. Der häufigste Grund dieser Diagnose sei eine diabetische Stoffwechsellage, weswe-
gen sowohl die Abklärung eines manifesten Diabetes als auch einer diabetischen Stoffwechsel-
lage sowie das Polyneuropathieschema der Stufe 1, welches auch mehrheitlich für die Small-
fiber-Neuropathien gelte, zu empfehlen sei. Dr. E.____ hielt dazu fest, dass damit die Ver-
dachtsdiagnose einer Small-fiber-Neuropathie ohne erklärende Ursache im Raum stehe. Die 
anamnestischen und klinischen Befunde der Dysästhesien, Sensibilitätsstörungen und leichten 
Einschränkungen der Pallästhesie an den Füssen bei unsicherem Romberg-Test seien jedoch 
nicht ausreichend gesichert, um eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Schreiner oder in 
einer leidensangepassten Tätigkeit anzunehmen. Das Belastungsprofil sei jedoch folgender-
massen zu ergänzen: Kein Gehen in unebenem Gelände und kein Steigen auf Leitern und Ge-
rüste. Die Small-fiber-Neuropathie wirke sich damit qualitativ auf die Arbeitsfähigkeit aus, nicht 
aber quantitativ. 
 
6.6.2 Weiter nahm Dr. E.____ Stellung zum Reha-Bericht der H.____ AG vom 1. April 2020, 
wo sich der Beschwerdeführer vom 2. bis 27. März 2020 stationär aufgehalten hat. Diesem Be-
richt sei zu entnehmen, dass sich unter den intensiven Therapien mit Einzelsitzungen für Heil-
gymnastik, Massagen, Akupunktur sowie Gruppentherapien für Nordic Walking, Wassertherapie 
und MTT eine deutliche Verbesserung der Schmerzsymptomatik beim Beschwerdeführer ge-
zeigt habe. Die lumbalen Beschwerden seien, auch dank der vorgängigen Infiltration, nicht 
mehr vorhanden gewesen. Teilweise sei es noch zu Problemen mit dem Iliosakralgelenk (ISG) 
und den Knien gekommen. Persistent geblieben seien die Neuropathie-Schmerzen in den Füs-
sen. Die Rumpfstabilisation habe gut verbessert und die Belastbarkeitsgrenze habe bis zum 
Ende besser eingeschätzt werden können. Der Beschwerdeführer sei als selbständiger Schrei-
ner zu 50 % arbeitsfähig. Diese Einschätzung ist gemäss Angaben von Dr. E.____ nachvoll-
ziehbar. Das Verweisprofil sei aufgrund der Verdachtsdiagnose Small-fiber-Neuropathie zu er-
gänzen, wobei dies an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit faktisch nichts ändere.  
 
6.7 Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens führte RAD-Arzt Dr. E.____ am 14. Dezem-
ber 2020 aus, dass der Versicherte in seiner Beschwerde deutliche Einschränkungen der linken 

 

 
 
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Hand beschreibe, die offenbar gegenüber früheren Funktionsuntersuchungen zugenommen 
hätten. Zudem gebe er glaubhaft an, dass er aufgrund der durch die Polyneuropathie verur-
sachten nächtlichen Schmerzen Schlafstörungen habe und deshalb an Tagesmüdigkeit und 
Konzentrationsstörungen leide. Er könne die Schmerzen auch mit starken Schmerzmitteln nicht 
optimal behandeln bzw. verursache das Opiat, das er auch am Morgen einnehmen müsse, 
Müdigkeit. Diese werde durch das bekannte schwere OSAS verursacht, welches nicht behan-
delbar sei. Er habe auch multiple neue Gelenksbeschwerden sowie Rücken- und Schulter-
schmerzen. Dazu führte Dr. E.____ aus, dass all diese Beschwerden zu einer starken Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit führen würden, weshalb der Beschwerdeführer in der ange-
stammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % seit Oktober 2018 aufweise. In einer an-
gepassten Verweistätigkeit bestünde unter zusätzlicher Berücksichtigung der Müdigkeitsprob-
lematik ab gleichem Datum eine 70%ige Arbeitsfähigkeit, wobei folgendes Profil zu berücksich-
tigen sei: leichte wechselbelastende Arbeiten ohne Vibrations- und Schlagbelastungen der 
Hände, ohne längerdauernde Druckbelastungen der Handinnenflächen, ohne Notwendigkeit 
des Aufstützens in Handgelenkextensionsstellung, ohne Anschlagen von Holzteilen mit dem 
Hypothenar, ohne Steigen auf Leitern und Gerüste, ohne Arbeiten an gefährlichen Maschinen 
(Verletzungsgefahr wegen fehlender Sensibilität im Medianusgebiet links) und ohne Gehen in 
unebenem Gelände; die Gewichtslimite betrage 10 kg (nicht repetitiv).  
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 4. November 2020 bei 
der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die 
vorgenannten Einschätzungen ihres RAD-Arztes Dr. E.____. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass der Versicherte die bisherige Tätigkeit als selbständiger Schreiner noch zu 60 % ausüben 
könne. In einer angepassten leichten Verweistätigkeit bestehe ab dem frühestmöglichen An-
spruchstermin im Juli 2014 eine 100%ige, ab dem 4. November 2014 eine 80%ige, ab dem 
5. Februar 2015 eine 100%ige, ab dem 1. Juni 2015 eine 80%ige und ab 6. März 2017 wiede-
rum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens überprüfte 
Dr. E.____ den medizinischen Sachverhalt unter Berücksichtigung der Vorbringen in der Be-
schwerde vom 4. Dezember 2020 ein weiteres Mal und attestierte dem Beschwerdeführer nun-
mehr als selbständigem Schreiner eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit und in einer angepassten 
Tätigkeit noch eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Wie oben ausgeführt ist grundsätzlich nicht zu 
beanstanden, dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen 
stützt, die versicherungsintern eingeholt wurden. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforde-
rungen an die Beweiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen 
Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 4.4.2. hiervor und die dortigen Hin-
weise auf die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung). Vorliegend ergeben sich 
letztlich keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegne-
rin als massgebend erachteten versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen. Die Beurtei-
lungen des RAD-Arztes weisen weder formale noch inhaltliche Mängel auf und sind für die strei-
tigen Belange umfassend. Insbesondere berücksichtigten sie die geklagten Beschwerden, sind 
in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchten in der Darlegung der medizinischen Zu-
sammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein und sind insge-
samt auch in Bezug auf die Schlussfolgerungen plausibel. Es besteht daher auch kein Anlass, 

 

 
 
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von der vorgenommenen Zumutbarkeitsbeurteilung abzuweichen. Zwar stellte Dr. E.____ dabei 
in seiner Einschätzung vom 14. Dezember 2020 hauptsächlich auf die vom Beschwerdeführer 
vorgebrachten Beschwerden ab. Diesbezüglich ist aber zu beachten, dass diese auch in den 
vorstehend zitierten medizinischen Berichten (vgl. insbesondere vorstehend E. 6.2 ff.) aufge-
führt wurden. So ging Dr. F._____ bereits im Juli 2017 davon aus, dass der Beschwerdeführer 
in der angestammten Tätigkeit einzig aufgrund der Einschränkungen an den Händen zu 40 % 
eingeschränkt ist. Unter Berücksichtigung der ab Oktober 2018 vermehrt aufgetretenen und 
belastenden Beschwerden erscheint daher die Einschätzung von Dr. E.____ überzeugend, wo-
nach der Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt als selbständiger Schreiner noch zu 20 % und 
in einer leichten adaptierten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. 
 
7.2 Daran ändern die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts. Er macht sowohl in der 
Beschwerde vom 4. Dezember 2020 wie auch in der Replik vom 20. Februar 2021 im Wesentli-
chen geltend, die IV-Stelle beachte die von ihm geklagten Beschwerden und Schmerzen sowie 
die Schlafprobleme nur ungenügend. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Der Be-
schwerdeführer verkennt dabei, dass Dr. E.____ – wie vorstehend erwähnt – sich in seinen Be-
urteilungen auf sämtliche medizinischen Vorakten stützte. Entgegen seiner Auffassung gelangte 
Dr. E.____ aber nachvollziehbar zum Schluss, dass sowohl die beklagten Rückenbeschwerden 
als auch die als Verdachtsdiagnose genannte Small-fiber-Neuropathie die attestierte Arbeitsfä-
higkeit nicht zusätzlich beeinflussen. Weiter würdigte der RAD-Arzt bei seiner Beurteilung auch 
die medizinischen Akten der Suva. Dabei ist insbesondere mit Blick auf die medizinische Ein-
schätzung der Suva-Kreisärztin Dr. med. I.____, Fachärztin Chirurgie, vom 29. November 2018 
festzustellen, dass diese dem Versicherten wegen den Einschränkungen in der linken Hand nur 
noch leichte Arbeiten im Sinne einer Bürotätigkeit ohne Belastung über 5 kg mit regelmässigen 
Pausen während 8 Stunden zumutete. Hinsichtlich der rechten Hand könne er zudem keine 
Tätigkeiten mehr mit einer länger andauernden Druckbelastung für die rechte Handinnenfläche 
und mit Vibrations- und Schlagbelastungen sowie das Bedienen gefährlicher Maschinen ausü-
ben. Dieses Profil fand auch Eingang in die Beurteilung von Dr. E.____, der dem Beschwerde-
führer aufgrund der Einschränkungen an beiden Händen nur noch einen Einsatz für leichte Tä-
tigkeiten bescheinigte. Der RAD-Arzt bezog aber neben den unfallbedingten auch die weiteren 
geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden in seine Beurteilung ein. Gemäss dem Be-
richt der G.____ vom 21. Mai 2019 (vgl. oben E. 6.5) litt der Beschwerdeführer nämlich seit Ok-
tober 2018 zusätzlich an einer durch die medikamentöse Behandlung der Schmerzen bedingte 
Schlafstörung, welche gemäss der plausiblen Auffassung von Dr. E.____ Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit hat.  
 
7.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass es mit Blick auf die festgestellten funktionellen 
Einschränkungen im Alltag und Berufsleben entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
an der nötigen Schwere des Leidens mangelt, um auf eine höhere invalidisierende Gesund-
heitsbeeinträchtigung zu schliessen. Somit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Schreiner nur noch zu 
20 % zumutbar, er in einer angepassten Verweistätigkeit jedoch im Umfang von 70 % arbeitsfä-
hig ist. Daran ändert entgegen seiner Auffassung auch die Einschätzung im Bericht der H.____ 
AG im Bericht vom 1. April 2020 nichts, wonach er eine Arbeitsfähigkeit von 50 % aufweise, 

 

 
 
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denn die behandelnden Ärzte verzichteten auf eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer 
adaptierten Arbeit. 
 
8.1 In einem nächsten Schritt sind die erwerblichen Auswirkungen dieser medizinischen 
Einschätzung zu beurteilen. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten 
ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invali-
ditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invali-
deneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Re-
gel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdiffe-
renz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 128 V 29 E. 1).  
 
8.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Um-
stände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich 
verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach 
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt 
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich 
der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der 
realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. BGE 134 V 322 E. 4.2, 129 V 222 
E. 4.3.1).  
 
8.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men gegeben, weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 
jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können 
nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) 
periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden 
(vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1). 
 
8.4 Namentlich bei Selbständigerwerbenden kann sich eine zuverlässige Ermittlung der 
beiden hypothetischen Vergleichseinkommen als schwierig oder unmöglich erweisen. Lassen 
sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, 
so ist ausnahmsweise in Anlehnung an Art. 27 IVV ein Betätigungsvergleich durchzuführen und 
der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leis-

 

 
 
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tungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (sog. ausserordentliches 
Bemessungsverfahren; vgl. BGE 128 V 29 E. 1; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Oktober 
2009, 9C_236/2009, E. 3 und 4). Zunächst ist anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbe-
dingte Behinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung 
besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen 
eines Erwerbstätigen kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse 
gleichen Umfangs zur Folge zu haben. Eine gesetzliche Regelung, welche Bemessungsmetho-
de bei Selbständigerwerbenden anzuwenden ist, gibt es nicht. Welche Methode Anwendung 
findet, hängt in erster Linie davon ab, ob sich die hypothetischen Erwerbseinkommen zuverläs-
sig schätzen lassen (allgemeine Methode) oder nicht (ausserordentliche Methode). Anzufügen 
ist in diesem Zusammenhang, dass den Verwaltungsbehörden bezüglich der Auswahl der Me-
thode ein gewisser Ermessensspielraum zusteht, in den das Gericht nicht ohne Not eingreift 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2021, 9C_424/2012, E. 5.3). 
 
8.5 Bevor die versicherte Person Leistungen beanspruchen darf, hat sie in Berücksichti-
gung der Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der 
Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie selbst ohne 
Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, in der Lage ist, ein renten-
ausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten 
Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen 
Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten 
des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die 
verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufli-
che Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere 
der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich. Eine 
Betriebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und es kann ein Betrieb 
selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung aufrechterhalten werden, wenn die ver-
sicherte Person darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 3. Mai 2016, 9C_644/2015, E. 4.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Dies führt 
dazu, dass eine versicherte Person unter Umständen so zu behandeln ist, wie wenn sie ihre 
Tätigkeit als Selbständigerwerbende aufgäbe, d.h. sie hat sich im Rahmen der Invaliditätsbe-
messung jene Einkünfte anrechnen zu lassen, welche sie bei Aufnahme einer leidensangepass-
ten unselbständigen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise verdienen könnte (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 17. November 2015, 8C_492/2015, E. 2.2 mit Hinweisen). 
 
9.1 Die IV-Stelle stellte im vorliegenden Fall für die Berechnung des Invaliditätsgrads auf 
die allgemeine Bemessungsmethode ab. Ihre Abklärungen hätten ergeben, dass sich die Be-
triebsstrukturen in den letzten Jahren massiv verändert hätten, weshalb kein aussagekräftiger 
Einkommensvergleich basierend auf den Durchschnitt des bisherigen, tatsächlich erzielten Ein-
kommens vorgenommen werden könne. Dieser Auffassung ist zuzustimmen und sie wird auch 
vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten. So ist dem Abklärungsbericht Selbständig-
erwerbende vom 5. Juli 2016 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer den Betrieb alleine 
führt und kein Personal mehr beschäftigt. Zudem wurde der Sitz der Firma von X.____ nach 
Y.____ verlegt, was eine massive Verkleinerung desselben zur Folge hatte. Diese Einschrän-

 

 
 
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kungen zeigen sich denn auch in den Geschäftsabschlüssen, gemäss welchen der Beschwer-
deführer kein Einkommen mehr erzielte, und den Angaben im Individuellen Konto 
(IK-Auszug), wonach er im Jahr 2014 Fr. 19'980.-- und in den Jahren in den Jahren 2014 - 2017 
ein solches von Fr. 24'000.-- ermittelte, was gegen die Annahme eines angemessenen Lohns 
spricht. Unter diesen Umständen ging die IV-Stelle auch zu Recht davon aus, dass der Be-
schwerdeführer die ihm attestierte Restarbeitsfähigkeit in seinem Betrieb nicht in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft. Mit der Beschwerdegegnerin ist daher einig zu gehen, dass keine zuver-
lässige Ermittlung der Vergleichseinkommen möglich war. 
 
9.2. In der Folge ermittelte die IV-Stelle zunächst das Valideneinkommen unter Berücksich-
tigung der LSE 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Sektor Herstellung von Möbeln, Kompe-
tenzniveau der Tätigkeit 3, Spalte Männer, Fr. 6'834.-- monatlich, basierend auf 40 Wochen-
stunden. Nach Anpassung dieses Betrags an die Nominallohnentwicklung von 0.4% (vgl. BFS 
T1.1.10 Nominallohnindex Männer 2011 - 2017) und Umrechnung auf die betriebsübliche wö-
chentliche Arbeitszeit von 41.3 Stunden x 12 Monate ergab sich ein jährliches Einkommen von 
Fr. 85'097.--, welches auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet wird. Hinsicht-
lich des Invalideneinkommens stellt die IV-Stelle ebenfalls auf die LSE 2016, Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor Total, Kompetenzniveau der Tätigkeit 1, Spalte Männer, 
Fr. 5'340.-- monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden ab. Nach Anpassung dieses Betrags 
an die Nominallohnentwicklung von 0.4 % (vgl. BFS T1.1.10 Nominallohnindex Männer 2011 - 
2017) und Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden x 
12 Monate resultierte der Betrag von Fr. 67'071.-- und bei einem zumutbaren Pensum von 70 % 
ab Oktober 2018 ein solcher von Fr. 44'602.--. Eine Gegenüberstellung der beiden Vergleichs-
einkommen ergab sodann einen Invaliditätsgrad von gerundet 48 %, weshalb der Beschwerde-
führer Anspruch auf eine Viertelsrente hat (vgl. oben E. 3.1). Der Vollständigkeit halber ist fest-
zustellen, dass die Beschwerdegegnerin für die Zeit ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn ab 
Juli 2014 bis September 2018 berücksichtigte, dass der Beschwerdeführer zwischen 80 % und 
100 % arbeitsfähig war (vgl. oben E. 7.1). Unter Berücksichtigung der bereits genannten Ver-
gleichszahlen berechnete sie die in der angefochtenen Verfügung vom 4. November 2020 ge-
nannten rentenausschliessenden Invaliditätsgrade von 21 % und 37 %, was ebenfalls nicht zu 
beanstanden ist.  
 
9.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ändert nichts. So wendet er ein, dass 
es keine Verweistätigkeit gebe, welche dem bescheinigten Anforderungsprofil entspreche. Zu-
dem sei er in seinem Betrieb beruflich bestens auf seine Behinderungen eingerichtet, so dass 
er auch in einer Verweistätigkeit kein höheres Einkommen erwirtschaften könne. Mit der Be-
schwerdegegnerin – auf deren Ausführungen in der Vernehmlassung vom 20. Januar 2021 
(Seite 4 f.) an dieser Stelle verwiesen werden kann – ist dazu zunächst festzustellen, dass dem 
Beschwerdeführer aufgrund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht die Aufnahme ei-
ner unselbständigen Erwerbstätigkeit zumutbar ist, da davon ohne weiteres eine bessere er-
werbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit zu erwartet ist. Zudem erscheint der berufliche 
Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, 
Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) möglich (vgl. BGE 113 V 22; Urteile 
des Bundesgerichts vom 12. September 2001, I 145/01, E. 2b, vom 22. Oktober 2001, I 224/01, 

 

 
 
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E 3.b/bb, vom 7. September 2012, 9C_818/2011, E. 3.3). Entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers ist die Beschwerdegegnerin zudem zu Recht davon ausgegangen, dass der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 16 ATSG) genügend Arbeitsstellen bietet, um die 
attestierte Arbeitsfähigkeit verwerten zu können. Dies ist auch unter Berücksichtigung der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit anzuneh-
men, wonach Unverwertbarkeit nur dann vorliegt, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so einge-
schränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt 
oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausge-
schlossen erscheint (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 20. Januar 2020, 9C_644/2019, 
E. 4.2 und vom 13. Juni 2019, 8C_759/2018, E. 7.1 je mit Hinweis). Davon ist unter Berücksich-
tigung des von Dr. E.____ formulierten Tätigkeitsprofils nicht auszugehen, weshalb im vorlie-
genden Fall die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der attestierten 70%igen Ar-
beitsfähigkeit nicht zu beanstanden ist.  
 
10. Zusammenfassend ist im Ergebnis festzustellen, dass die Beschwerde vom 4. Dezem-
ber 2020 in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung der IV-Stelle 
Basel-Landschaft vom 4. November 2020 aufgehoben und festgestellt wird, dass der Be-
schwerdeführer ab Oktober 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente hat. 
 
11.1 Es bleibt, über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Be-
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von  
IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Auf-
wand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten unter Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vor-
liegend hat die IV-Stelle als unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Dem Be-
schwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet.  
 
11.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Darunter sind die Kosten zu verstehen, die einer Beschwerde führen-
den versicherten Person im gerichtlichen Verfahren für den Beizug einer Rechtsanwältin bzw. 
eines Rechtsanwalts entstanden sind. Da der obsiegende Beschwerdeführer nicht anwaltlich 
vertreten ist, sind ihm vorliegend keine Parteikosten entstanden. 
 
 
 
 
 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle vom 4. November 2020 aufgehoben und festge-
stellt, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab Oktober 2018 An-
spruch auf eine Viertelsrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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