# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1eb40133-9322-516f-afe9-4a4c73d08e49
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-24
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 24.05.2017 BK 2017 189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2017-189_2017-05-24.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 17 189

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 24. Mai 2017

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichter Stucki, Oberrich-
ter J. Bähler
Gerichtsschreiber Kind

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben, Amt-
haus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________ (BA 16 135) 

Beschwerdegegnerin

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungs-
mittelgesetz

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 21. April 2017 (KZM 17 470)

2

Erwägungen:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben (nachfolgend: Staats-
anwaltschaft) führt gegen den Beschuldigten ein Strafverfahren wegen qualifizierter 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Beschuldigte wurde am 
18. November 2016 festgenommen und mit Entscheid des Kantonalen Zwangs-
massnahmengerichts Bern (nachfolgend: Vorinstanz) in Untersuchungshaft ver-
setzt. Die Vorinstanz verlängerte die Untersuchungshaft am 17. Januar 2017 und 
am 21. April 2017. Gegen den letzten Verlängerungsentscheid erhob der Beschul-
digte am 5. Mai 2017 Beschwerde mit dem Hauptantrag, er sei unverzüglich aus 
der Untersuchungshaft zu entlassen. Eventualiter sei die Haftverlängerung ange-
messen, d.h. auf wenige Tage nach Beschlussfassung, zu verkürzen und die 
Staatsanwaltschaft anzuweisen, allfällige Konfrontationseinvernahmen mit den Ge-
brüdern D.________ unverzüglich vorzunehmen. Am 8. Mai 2017 delegierte die 
Generalstaatsanwaltschaft die Wahrnehmung der staatsanwaltschaftlichen Aufga-
ben im Beschwerdeverfahren an Staatsanwalt C.________, Leitender Staatsanwalt 
der Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben. Von Bemerkungen abgesehen, 
verzichtete die Vorinstanz auf eine Stellungnahme zur Beschwerde. Staatsanwalt 
C.________ nahm am 12. Mai 2017 Stellung zur Beschwerde und beantragte de-
ren kostenfällige Abweisung. Am 17. Mai 2017 verzichtete der Beschwerdeführer 
darauf zu replizieren.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Strafprozessordnung (StPO; 
SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung und Aufhebung 
der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten 
werden. Der Beschwerdeführer ist durch die Verlängerung der Untersuchungshaft 
unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Be-
schwerdeführung legitimiert (Art. 222, Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und 
fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Die Anordnung von Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Per-
son eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ein besonderer 
Haftgrund vorliegt (Art. 221 StPO).

4. Was den dringenden Tatverdacht anbelangt, verwies die Staatsanwaltschaft in ih-
rem Haftverlängerungsantrag vom 7. April 2017 zunächst auf das in den bisherigen 
Verfahren bereits Erwähnte und ergänzte anschliessend, inwiefern sich der drin-
gende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer durch die zwischenzeitlich durch-
geführten Beweismassnahmen erhärtet habe (Ziff. 1 Bst. a–e, S. 2–10). In seiner 
Stellungnahme zum Haftverlängerungsantrag vom 18. April 2017 verzichtete der 
Beschwerdeführer darauf, sich zum dringenden Tatverdacht zu äussern (S. 1 Bst. a 
«Ad Ziff. 1»). Die Vorinstanz verwies im angefochtenen Entscheid ebenfalls auf be-
reits Gesagtes, insbesondere auf den ausführlichen Haftverlängerungsantrag der 
Staatsanwaltschaft und kam zum Schluss, dass sich der Tatverdacht verdichtet 
habe und darüber hinaus eine Steigerung der Belastungen in zeitlicher und men-
genmässiger Hinsicht feststellbar sei (angefochtener Entscheid, Ziff. 3.2, S. 4).

3

Der Beschwerdeführer moniert (Beschwerde, S. 3), die Vorinstanz äussere sich mit 
keinem Wort zum dringenden Tatverdacht hinsichtlich der mutmasslichen Drogen-
delikte in der Romandie, in deren Zusammenhang die Staatsanwaltschaft die Ein-
vernahme mit den Brüdern F.________ und E.________ geplant habe. Dies sei 
auch nicht verwunderlich, weil sich in den Haftakten lediglich das Einvernahmepro-
tokoll vom 28. März 2017 befinde, aus welchem weder der Wortlaut der vorgehal-
tenen Nachrichten noch sonstige Anhaltspunkte für ein konkretes Delikt hervorge-
hen würden. Die Vorinstanz habe es unterlassen, den rechtserheblichen Sachver-
halt von Amtes wegen festzustellen bzw. habe es zumindest unterlassen, die we-
sentlichen Gründe zu nennen, weshalb sie den dringenden Tatverdacht diesbezüg-
lich (implizit) bejahe. Dadurch sei das rechtliche Gehör verletzt worden. Die Staats-
anwaltschaft stütze ihren Verdacht auf Nachrichten, welche sich gemäss Haftver-
längerungsantrag vom 7. April 2017 nicht in den Haftakten befunden hätten.

Der Vorinstanz wurde das Protokoll der Einvernahme mit dem Beschwerdeführer 
vom 28. März 2017 ohne Beilagen zu den Akten gereicht. Anlässlich dieser Befra-
gung wurde der Beschwerdeführer mit den Ergebnissen der Auswertung seines 
Mobiltelefons SAMSUNG SM-J500H konfrontiert (Z. 79 ff.). U.a. wurde ihm eine 
Viber-Unterhaltung mit E.________ vom 1. September 2016 (ausgedruckt 31 Sei-
ten lang) vorgehalten. Er führte dazu aus, er müsse es sich nicht weiter anschauen 
(Z. 125) und bestritt pauschal, dass es bei diesen Nachrichten um Drogengeld, 
Drogenschulden und Betäubungsmittelhandel gegangen war (Z. 139). Ferner be-
stritt er, je mit F.________ oder E.________ Drogenhandel betrieben zu haben 
(Z. 145). Auf Vorhalt, dass er am 21. November 2014 um 3:30 Uhr beim Grenzü-
bergang St. Margrethen zusammen mit F.________ kontrolliert worden sei, führte 
er aus (Z. 152–155):
«Zuerst fuhren wir nach Italien. Einer der beiden hatte eine Plattenlegerfirma in Italien. Dort gingen wir 
schauen, wie er gearbeitet hat. Ich habe keine Ahnung wo das war in Italien. Irgendwo in der Nähe 
des Geburtsortes eines Papstes. Ich habe mit den Gebrüdern einfach Kaffee getrunken und so.»

Dies, nachdem ihm die Namen F.________ und E.________ zunächst nichts sag-
ten (Z. 99).

Die Staatsanwaltschaft führte dazu im Haftverlängerungsantrag aus (S. 10):
«Anlässlich der Einvernahme vom 28. März 2017 wurde A.________ mit den 
Auswertungsergebnissen seines Mobiltelefons Samsung SM-J500H konfrontiert. Er gab zu, dass 
dieses Gerät ihm gehöre und meistens von ihm benutzt worden sei. Zu den darauf gespeicherten 
Nachrichten, inkl. Viber und Facebook Messenger, zu den gespeicherten Nummern und Namen, 
insbesondere den Namen F.________ und E.________ und den entsprechenden Fotovorhalten, gab 
er an, nichts davon zu wissen und machte insgesamt unglaubhafte Aussagen. Er gab an, dass die 
Nachrichten nichts mit Drogenhandel zu tun hätten. A.________ wurde am 21. November 2014 beim 
Grenzübergang St. Margrethen um 03:30 Uhr als Lenker eines Fahrzeugs, welches auf seinen Bruder 
G.________ eingelöst war, zusammen mit F.________ als Beifahrer angehalten. Die Antwort von 
A.________, was die beiden damals zusammen vorhatten, erscheint äusserst unglaubhaft. 
F.________ und E.________ wurden durch die Kantonspolizei Waadt angehalten. Bei ihrer Anhaltung 
wurde ein Mobiltelefon mit der Rufnummer H.________ sichergestellt, mit welcher A.________ 
gemäss Sicherstellungen auf seinem Mobiltelefon Samsung SM-J500H am 1. September 2016 
nachweislich über Viber Kontakt hatte und Nachrichten austauschte (Einvernahme A.________ vom 

4

28. März 2017, Z. 79—253). Unter anderem gestützt auf die Nachrichten zwischen dem Mobiltelefon 
von A.________ und dieser Rufnummer besteht der Verdacht, dass A.________ mit diesen beiden 
Personen in der Romandie Drogengeschäfte tätigte. Das Ausmass und die Rolle, die A.________ 
dabei mutmasslich zukam, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.»

In der Stellungnahme zur Beschwerde vom 12. Mai 2017 brachte die 
Staatsanwaltschaft hinsichtlich dieser Vorgänge insoweit eine Aktualisierung vor, 
als dass F.________ und E.________ mittlerweile von der Kantonspolizei Waadt 
einvernommen worden seien. Sie seien nicht bereit gewesen, sachdienliche 
Aussagen zum Beschwerdeführer zu machen. Bei der Staatsanwaltschaft des 
Kantons Waadt sei ein Rechtshilfeersuchen eingereicht worden, eine Antwort sei 
noch ausstehend. Sobald die Akten aus dem Kanton Waadt eingetroffen seien, 
werde geprüft, welche weiteren Untersuchungshandlungen im Zusammenhang mit 
den mutmasslichen Drogengeschäften des Beschwerdeführers in der Romandie 
angezeigt seien.

Zunächst ist festzuhalten, dass die amtliche Verteidigerin des Beschwerdeführers 
am 6. April 2017 von 14.00 bis 17.00 Uhr die Möglichkeit der Einsichtnahme in die 
Verfahrensakten des Beschwerdeführers hatte (Schreiben der Staatsanwaltschaft 
vom 4. April 2017 an die amtliche Verteidigerin [Beilage zur Stellungnahme des 
Beschwerdeführers zum Haftverlängerungsantrag vom 18. April 2017]). Der 
Beschwerdeführer kannte den Inhalt der vorgehaltenen Nachrichten. Anlässlich der 
Einvernahme wollte er offensichtlich nicht detaillierter darauf eingehen. Aus dem 
der Vorinstanz vorgelegten Einvernahmeprotokoll vom 28. März 2017 ergibt sich, 
dass der Beschwerdeführer mit den Brüdern F.________ und E.________ in 
Kontakt stand und dass diese beiden in Lausanne von der Polizei angehalten 
wurden, wobei Kokain und ein Mobiltelefon (dessen Nummer in Korrespondenzen 
auf dem Mobiltelefon des Beschwerdeführers auftauchte) zum Vorschein kamen. 
Ohne dem Sachgericht vorzugreifen, kann übereinstimmend mit der 
Staatsanwaltschaft festgestellt werden, dass die diesbezüglichen Aussagen des 
Beschwerdeführers nicht glaubhaft sind. Im Rahmen seiner Stellungnahme zum 
Haftverlängerungsantrag hat er zum dringenden Tatverdacht – trotz jüngst 
gewährter Akteneinsicht – nichts zu den vorerwähnten Vorhalten und deren 
Entkräftung vorgebracht, sondern auf eine Stellungnahme verzichtet. Wenn er nun 
im Beschwerdeverfahren – wiederum ohne inhaltlich etwas zur Entkräftung der 
diesbezüglich belastenden Umstände vorzubringen – behauptet, die Vorinstanz 
habe sein rechtliches Gehör verletzt, weil sie bezüglich der neu aufgetauchten 
Vorwürfe im Zusammenhang mit einer möglichen Involvierung des 
Beschwerdeführers in Drogenhändel in der Romandie auf die nachvollziehbaren 
Darlegungen der Staatsanwaltschaft abgestellt hat, ohne über die Beilagen zum 
Einvernahmeprotokoll zu verfügen, kann ihm nicht gefolgt werden. Das 
Haftprüfungsverfahren lässt keinen Raum zu für ausgedehnte 
Beweismassnahmen. Es ist nicht Aufgabe des Haftgerichts, jeden einzelnen 
Vorhalt im Detail zu prüfen. Dass die Vorinstanz der Darstellung der 
Staatsanwaltschaft gefolgt ist, ist nicht zu beanstanden. Aus dem 
Einvernahmeprotokoll lassen sich, auch ohne die Beilagen, genügend konkrete 
Anhaltspunkte für eine (noch weiter abzuklärende) Involvierung des Beschwerde-
führers in Drogengeschäfte entnehmen, womit die Vorinstanz zu Recht auf die von 

5

der Staatsanwaltschaft vorgetragenen, vertretbaren Gründe zur Bejahung des drin-
genden Tatverdachts verweisen durfte.

Die Beanstandungen des Beschwerdeführers hinsichtlich des von der Vorinstanz 
angenommenen dringenden Tatverdachts sind nicht stichhaltig. Im Übrigen kann 
auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz (angefochtener Entscheid, 
Ziff. 3.2, S. 4) und auf die Ausführungen der Staatsanwaltschaft (Haftverlänge-
rungsantrag, Ziff. 1.a.–e, S. 2–10, sowie Ergänzungen in der Stellungnahme zur 
Beschwerde) verwiesen werden.

5.

5.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a – c StPO voraus. Die Vorinstanz 
stützt sich auf den Haftgrund der Kollusionsgefahr. Dieser liegt vor, wenn ernsthaft 
zu befürchten ist, dass der Beschuldigte Personen beeinflusst oder auf Beweismit-
tel einwirkt, um so die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts zu vereiteln 
oder zu gefährden (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO; FORSTER, in: Basler Kommentar 
Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 221 N 6). Konkrete An-
haltspunkte für Kollusionsgefahr können sich nach der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten der beschuldigten 
Person im Strafprozess (Aussageverhalten, Kooperationsbereitschaft, Neigung zu 
Kollusion etc.), aus seinen persönlichen Merkmalen (Leumund, allfällige Vorstrafen 
etc.), aus seiner Stellung und seinen Tatbeiträgen im Rahmen des untersuchten 
Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihm und den ihn 
belastenden Personen (Urteil des Bundesgerichts 1B_257/2007 vom 5. Dezember 
2007 E. 2.2; vgl. auch FORSTER, a.a.O., Art. 221 N 7). Bei der Frage, ob im konkre-
ten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunke-
lung droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aus-
sagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem 
Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen (vgl. zum Ganzen: BGE 132 I 21 E. 
3.2.1 mit weiteren Hinweisen).

5.2 Die Staatsanwaltschaft macht bezüglich der Kollusionsgefahr geltend, dem Be-
schwerdeführer drohe im Falle einer Verurteilung wegen qualifizierten Widerhand-
lungen gegen das BetmG eine empfindliche Freiheitsstrafe. Vor diesem Hinter-
grund sei sein Kollusionsinteresse als hoch einzustufen. Er sei nur betreffend eine 
einzige Tathandlung geständig (Vorfall vom 18. November 2016, als er auf frischer 
Tat mit einem in seinem Auto versteckten Kokainblock erwischt wurde). Über Per-
sonen, die ihn belasteten, äussere er sich despektierlich. Mit Verweis auf zwei kon-
krete Vorkommnisse anlässlich von Konfrontationseinvernahmen wies die Staats-
anwaltschaft darauf hin, dass beim Beschwerdeführer nicht bloss von einer theore-
tischen Möglichkeit von Kollusionshandlungen auszugehen sei, sondern dass er 
bereits Kollusionshandlungen vorgenommen habe:
«Zu den oben erwähnten Aussagen von I.________, welche sie im Verlaufe des Verfahrens konstant 
wiederholte, mit Details ergänzte und auch anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 6. März 
2017 bestätigte, meinte er, dass sie wohl zu viel geträumt habe in dieser Nacht vom 18. Januar 2016 
(EV Konfrontationseinvernahme zwischen A.________ und I.________ vom 06.03.2017, Aussagen 

6

A.________, Z. 161–165). J.________ fragte er anlässlich der Konfrontation vom 8. März 2017, wes-
halb er seinen Verteidiger wechseln wolle. J.________ erwiderte darauf, dass das doch seine Pro-
bleme seien und dies zudem bloss die Zeit nach seiner Festnahme betroffen habe. Das Verhältnis zu 
seinem Anwalt sei nun in Ordnung. Auf den Grund seiner Frage an J.________ angesprochen gab 
A.________ zu Protokoll, dass er diese Frage an J.________ stelle, weil er vier Mal etwas so und 
dann wieder anders erzähle. Vielleicht habe ihm der Anwalt gesagt, dass er schneller raus komme, 
wenn er Geschichten erzähle (EV Konfrontationseinvernahme zwischen A.________ und J.________ 
vom 08.03.2017, Z. 386–389). Daraufhin richtete sich A.________ direkt an J.________ und redete 
auf Albanisch auf ihn ein. Dies, obwohl er zu Beginn der Einvernahme und auch umgehend ab die-
sem Moment explizit darauf hingewiesen wurde, nur zu sprechen, wenn der Staatsanwalt ihn etwas 
fragt. Gemäss Verbal bzw. separater Aktennotiz des Übersetzers vom 8. März 2017 sagte 
A.________ zu J.________: ‹Sag doch die Wahrheit, sag, dass dir dein Anwalt gesagt hat, du sollst 
so aussagen, damit du früher aus dem Gefängnis kannst, sonst bleibst du vier oder fünf Jahre im Ge-
fängnis. Sag die Wahrheit und erzähl hier keine Lügen›. J.________ erwiderte: ‹Ich habe ja die Wahr-
heit gesagt, so wie es gewesen ist›. Obwohl A.________ mehrmals mit Nachdruck aufgefordert wur-
de, sofort mit dem Reden aufzuhören, widersetzte sich A.________ diesen Anordnungen und redete 
kontinuierlich in albanischer Sprache auf J.________ ein.» (Haftverlängerungsantrag vom 7. April 
2017, S. 10 f.).

Die Auswertung der Daten auf seinem Mobiltelefon habe drei Mobiltelefonnummern 
mit Providern in Österreich, Serbien und Italien ergeben, die nach den Erkenntnis-
sen der Staatsanwaltschaft von seiner Freundin (einer weiteren Tatbeteiligten und 
Belastungszeugin) benutzt worden seien und geeignet seien, den Kontakt zwi-
schen den beiden im Zeitraum vom 12. Juli 2016 (Tag nach der Haftentlassung der 
Freundin) bis zur Anhaltung des Beschwerdeführers (18. November 2016) zu bele-
gen. Es sei kein Zufall, dass die Freundin seit der Verhaftung des Beschwerdefüh-
rers für die Behörden nicht mehr auffindbar sei.

5.3 Die Vorinstanz verwies im angefochtenen Entscheid (Ziff. 4.2) im Wesentlichen auf 
die staatsanwaltschaftlichen Vorbringen.

5.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Strafuntersuchung im Zusammenhang 
mit der Aktion GJKO sei grösstenteils abgeschlossen. Nach Eingang des Schluss-
berichts stünde nur noch die Schlusseinvernahme des Beschwerdeführers aus. Be-
treffend die Freundin des Beschwerdeführers bestünden keine weiteren Ermitt-
lungsansätze. Unter diesen Umständen könne die Kollusionsgefahr nicht mehr als 
so ausgeprägt beurteilt werden, dass sie nicht durch geeignete Ersatzmassnahmen 
gebannt werden könne.

Was die erwähnten Kollusionshandlungen anbelange, so äussere sich die Vorin-
stanz «soweit ersichtlich» nur zum subjektiven Kollusionsinteresse bzw. 
-bereitschaft. Sie schliesse sodann von der subjektiven Kollusionsbereitschaft so-
gleich auf die objektive Kollusionsmöglichkeit.

Was die mutmasslichen Drogendelikte in der Romandie angehe, so müsse festge-
halten werden, dass die Vorinstanz Kollusionsgefahr bejahe für Delikte, bei denen 
sie den dringenden Tatverdacht gar nicht geprüft habe. Sollten diesbezüglich be-
reits Konfrontationseinvernahmen geplant sein, so sei im Sinne des Eventualantra-

7

ges die Untersuchungshaft um wenige Tage nach Beschlussfassung zu reduzieren 
und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, diese unverzüglich vorzunehmen.

5.5 Eingangs wurde dargelegt, dass sich konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr 
namentlich aus dem bisherigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafpro-
zess ergeben können. Der von der Staatsanwaltschaft geschilderte Vorfall (siehe 
insbesondere die Aktennotiz des Übersetzers vom 8. März 2017), als der Be-
schwerdeführer anlässlich einer Konfrontationseinvernahme direkt und unter Miss-
achtung der staatsanwaltschaftlichen Intervention auf Albanisch auf J.________ 
einredete und psychischen Druck auf ihn ausübte, um ihn dazu zu bewegen zuzu-
geben, dass er nur so ausgesagt habe, weil ihm dies sein Anwalt geraten habe, 
damit er früher entlassen werde, muss als Kollusionshandlung vor den Augen des 
Staatsanwalts gewertet werden. Den in der Beschwerde dagegen vorgebrachten 
Ausführungen kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hat klar festgehalten, dass 
der Beschwerdeführer vor dem Staatsanwalt und entgegen dessen Anordnung 
nicht davor zurückgeschreckt sei, auf J.________ einzuwirken. Das Argument mit 
der subjektiven Kollusionsbereitschaft ist konstruiert.

Zur erwähnten Freundin ist festzuhalten, dass diese eine Tatbeteiligte und Belas-
tungszeugin im Verfahren gegen den Beschwerdeführer ist und seit der Verhaftung 
des Beschwerdeführers abgetaucht ist. Es liegt auf der Hand, dass diese befragt 
würde, stünde sie den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung.

Zu der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Verstrickung in Drogengeschäfte in 
der Romandie ist anzumerken, dass die diesbezüglichen Ermittlungen gegen ihn 
noch am Anfang stehen. Was den Vorwurf in der Beschwerde an die Adresse der 
Vorinstanz anbelangt, sie bejahe die Kollusionsgefahr für Delikte, bei denen sie 
den dringenden Tatverdacht gar nicht geprüft habe, kann auf das vorne bei E. 4 
Gesagte verwiesen werden.

Die Annahme der Kollusionsgefahr durch die Vorinstanz ist rechtens.

6. Dem Beschwerdeführer droht im Falle einer Verurteilung eine längere Freiheitsstra-
fe. Gegenwärtig befindet er sich seit sechs Monaten in Untersuchungshaft. Diese 
Dauer ist noch nicht in die Nähe der zu erwartenden Freiheitsstrafe gerückt. Es ist 
der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz beizupflichten, dass keine Ersatzmass-
nahmen ersichtlich sind, welche die Kollusionsgefahr ebenso einzudämmen ver-
mögen wie die gegenwärtige Haft.

Die Staatsanwaltschaft legte im Haftverlängerungsantrag dar, dass mit dem polizei-
lichen Schlussbericht nicht vor Ende Mai 2017 zu rechnen sei. Nach dessen Erhalt 
werde die Staatsanwaltschaft die Schlusseinvernahme vorbereiten und im Verlauf 
des Monats Juni 2017 durchführen können. Es sei deshalb davon auszugehen, 
dass die Untersuchung kaum vor Ende Juli 2017 abgeschlossen werden könne. In 
der Stellungnahme zur Beschwerde wies die Staatsanwaltschaft zudem darauf hin, 
dass erst nach Eingang der Akten aus dem Kanton Waadt geprüft werden könne, 
welche weiteren Untersuchungshandlungen in diesem Zusammenhang angezeigt 
seien.

8

Die Vorinstanz erachtete vor diesem Hintergrund die Verlängerung der Untersu-
chungshaft um drei Monate bis am 17. Juli 2017 als verhältnismässig, was begrün-
det ist. Aus dem bisherigen Verlauf des Verfahrens ergeben sich ferner keine An-
haltspunkte, dass unter dem Aspekt des Beschleunigungsgebots dahingehend ein-
zugreifen wäre, als dass der Staatsanwaltschaft beim Studium der Akten des Kan-
tons Waadt und der Beschlussfassung des weiteren Vorgehens bzw. der Anbe-
raumung allfälliger Einvernahmen beschleunigende Vorgaben gemacht werden 
müssten. Das Eventualbegehren ist somit ebenfalls abzuweisen.

7. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

8. Entsprechend dem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Kosten dem un-
terliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Die amtliche Entschädigung von Rechtsanwältin B.________ für das Beschwerde-
verfahren wird durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht am Ende 
des Verfahrens festzusetzen sein (Art. 135 Abs. 2 StPO).

9

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘200.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt.

3. Die amtliche Entschädigung von Rechtsanwältin B.________ für das Beschwerdever-
fahren wird im Endentscheid festzusetzen sein.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident K.________

(mit den Akten)
- Leitender Staatsanwalt C.________, Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere 

Aufgaben (mit den Akten)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft

Bern, 24. Mai 2017 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Der Gerichtsschreiber:

Kind

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.