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**Case Identifier:** c02c4b18-e7cf-5a6d-9e90-897daea63e84
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-01-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 20.01.2011 DB.2010.212
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2010-212_2011-01-20.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2010.212 
1 ST.2010.294 
 
 

Entscheid 
 
 

 20. Januar 2011 
 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Michael Ochsner, Steuerrichterin Rhea 
Schircks Denzler und Gerichtsschreiberin Barbara Müller  
 
 
 

In Sachen 
 
 
1. A,  

 
2. B,   

 
 Beschwerdeführer/ 
 Rekurrenten,  
Nr. 1 vertreten durch C,  

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

 
 

gegen 
 
 
1. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2008 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2008 
 

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1 ST.2010.294 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A und B deklarierten in der Steuererklärung 2008 unter "Bemerkungen" 

einen Erlös von Fr. 454'600.- mit dem Vermerk "Verkauf privater Hausrat". Insgesamt 

gaben sie für die Staats- und Gemeindesteuern ein steuerbares Einkommen von Fr. 

30'904.- bzw. steuerbares Vermögen von Fr. 1'314'000.- sowie für die direkte Bundes-

steuer ein steuerbares Einkommen von Fr. 30'654.- an.  

 

 Mit Auflage vom 18. März 2010 und Mahnung vom 18. Mai 2010 führte der 

Steuerkommissär eine Untersuchung u.a. über die verkauften Gegenstände durch. Die 

Pflichtigen reichten diverse Unterlagen ein. Am 15. Juni 2010 schätzte sie der Steuer-

kommissär für die Staats- und Gemeindesteuern 2008 mit einem steuerbaren Ein-

kommen von Fr. 367'500.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'814'000.- sowie 

für die direkte Bundessteuer 2008 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 367'200.- 

ein. Darin qualifizierte er den Verkauf der Einrichtungs- und Kunstgegenstände als 

selbstständige Erwerbstätigkeit und schätzte den Gewinn daraus auf Fr. 334'600.-; 

dabei ging er vom deklarierten Erlös von Fr. 454'600.- aus und schätzte die Gewin-

nungskosten gestützt auf Art. 130 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bun-

dessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 139 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 

8. Juni 1997 (StG) nach pflichtgemässem Ermessen auf Fr. 120'000.- sowie den Wert 

der verbleibenden Gegenstände per 31. Dezember 2008 auf Fr. 1'500'000.-. Die Bun-

dessteuerrechnung/Veranlagungsverfügung wurde am 28. Juni 2010 versandt.  

 

 

 B. Gegen die Staats- und Gemeindesteuereinschätzung liessen die Pflichtigen 

am 30. Juni 2010 Einsprache erheben und beantragen, sie mit einem steuerbaren Ein-

kommen von Fr. 32'900.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 1'314'000.- einzu-

schätzen. Die Voraussetzungen für die Annahme einer selbstständigen Erwerbstätig-

keit des Pflichtigen seien nicht gegeben.  

 

 Das kantonale Steueramt nahm diese Einsprache auch als solche gegen die 

Bundessteuerveranlagung entgegen, reduzierte mit Entscheid vom 25. August 2010 

die Schätzung des Werts der verbliebenen Einrichtungs- und Kunstgegenstände auf 

Fr. 500'000.- und setzte das steuerbare Vermögen für die Staats- und Gemeinesteuern 

entsprechend auf Fr. 1'814'000.- herab; im Übrigen wies es die Einsprachen ab.  

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 C. Die Pflichtigen reichten am 23. September 2010 dagegen Rekurs bzw. Be-

schwerde ein und wiederholten die Einspracheanträge. Der Pflichtige sei bis zur Liqui-

dation der D 1994 bei dieser Gesellschaft, welche seiner ersten Ehefrau gehört habe, 

angestellt gewesen. Er sei zu keiner Zeit selbstständig erwerbender Antiquität-

enhändler gewesen und habe auch nie entsprechendes Geschäftsvermögen beses-

sen. Die fraglichen Einrichtungsgegenstände habe er damals mit Mitteln des Privat-

vermögens erworben und zur Einrichtung, Ausstattung und Dekoration seines Eigen-

heims verwendet. Seit der Liquidation der D habe er als Versicherungsvermittler 

gearbeitet und wegen seines schlechten Gesundheitszustands bis zum Erreichen des 

Pensionsalters 2004 eine IV-Rente bezogen. Unter dem Eindruck seiner fortschreit-

enden Invalidität habe er ab 2005 mit Verkäufen von einzelnen Einrichtungsgegenstän-

den begonnen. Zukäufe seien nach 1994 keine erfolgt. Weiter machten die Pflichtigen 

eingehende Ausführungen zu den Kriterien der Rechtsprechung für die Annahme einer 

selbstständigen Erwerbstätigkeit.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss mit Beschwerde-/Rekursantwort vom 

21. Oktober 2010 auf Abweisung der Rechtsmittel. Darin listete es die Verkäufe von 

Gegenständen der Pflichtigen seit 1999 auf. Die Eidgenössische Steuerverwaltung 

liess sich nicht vernehmen.  

 

 Am 18. November 2010 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. Die 

Pflichtigen hielten in ihrer Replik vom 2. Dezember 2010 und das kantonale Steueramt 

in seiner Duplik vom 17. Dezember 2010 an ihren bisherigen Anträgen fest.  

 

 

 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Die bisherigen Steuerrekurskommissionen sind per 1. Januar 2011 zum 

Steuerrekursgericht mutiert (vgl. §§ 112 - 118a und §§ 147 - 153 StG in der alten und 

neuen Fassung vom 8. Juni 1997 bzw. 13. September 2010). Das vorliegende, noch 

bei der Steuerrekurskommission I eingegangene Geschäft ist als Folge dieser Ände-

rung der 1. Abteilung des Steuerrekursgerichts zugeteilt worden und wird unter den 

bisherigen Geschäftsnummern weitergeführt. 

 

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 2. a) Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 DBG und § 16 Abs. 1 StG 

unterliegen der Einkommenssteuer alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte. 

Gemäss Art. 18 DBG bzw. § 18 StG sind insbesondere alle Einkünfte aus einem Han-

dels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf 

sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit steuerbar (Abs. 1); zu den 

Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zählen sodann auch alle Kapitalgewin-

ne aus Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwertung von Geschäftsver-

mögen (Abs. 2). Steuerfrei sind nach Art. 16 Abs. 3 DBG bzw. § 16 Abs. 3 StG – bei 

den Staats- und Gemeindesteuern vorbehältlich der Grundstückgewinnsteuer –

 demgegenüber Kapitalgewinne aus der Veräusserung von Privatvermögen. 

 

 b) Das Bundesgericht hat bei der direkten Bundessteuer zur Frage der Ab-

grenzung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit von einer privaten Tätigkeit im Ergeb-

nis erklärt, dass von einem weiten Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit auszu-

gehen sei; in diesem Sinn sei eine Tätigkeit, welche die schlichte Verwaltung von 

Privatvermögen übersteige, als eine Form der selbstständigen Erwerbstätigkeit aufzu-

fassen. Die Steuerfreiheit von Kapitalgewinnen beschränke sich demnach auf die 

schlichte Verwaltung privaten Vermögens. Somit sei die bisherige (d.h. die in Anwen-

dung des Beschlusses über die Erhebung einer direkten Bundessteuer vom 

9. Dezember 1940 [BdBSt] ergangene) Praxis beizubehalten, wonach Veräusserungs-

gewinne steuerbar seien, wenn sie in einer über die schlichte Vermögensverwaltung 

hinausgehenden Tätigkeit erzielt würden, auch wenn keine in einem eigentlichen Un-

ternehmen organisierte Aktivität oder keine nach aussen sichtbare Teilnahme am wirt-

schaftlichen Verkehr vorliege (BGE 125 II 113).  

 

 Nach der unter dem BdBSt entwickelten bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 

die demnach auch unter dem DBG Anwendung findet, beurteilt sich die Frage, ob eine 

Erwerbstätigkeit vorliegt, nach der Gesamtheit der Umstände (BGE 112 Ib 79; 

BGE 122 II 446). Als Indizien für eine über die blosse private Vermögensverwaltung 

hinausgehende Tätigkeit fallen etwa die Planmässigkeit des Vorgehens, die Häufigkeit 

von Geschäften, der enge Zusammenhang eines Geschäfts mit der beruflichen Tätig-

keit des Steuerpflichtigen, spezielle Fachkenntnisse, die Besitzesdauer, der Einsatz 

erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung des Geschäfts oder die Verwendung des 

erzielten Gewinns bzw. dessen Wiederanlage in gleichartige Vermögensgegenstände 

in Betracht. Nicht vorausgesetzt ist die nach aussen gerichtete Teilnahme am Wirt-

schaftsverkehr (BGr, 12. November 2001 = StE 2002 B 23.1 Nr. 50 mit Hinweisen). 

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 Jedes dieser Indizien kann zusammen mit anderen, im Einzelfall jedoch unter 

Umständen auch allein zur Annahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinn 

von Art. 18 DBG ausreichen (vgl. BGE 125 II 113 E. 3c). Dass einzelne typische Ele-

mente im Einzelfall nicht erfüllt sind (z.B. die grosse Häufigkeit von Transaktionen), 

kann durch andere Elemente kompensiert werden, die mit besonderer Intensität vorlie-

gen (z.B. durch besondere wertvermehrende Tätigkeiten: BGr, 8. September 2004, 

2A.74/2003 E. 3.2). Entscheidend ist mithin, dass die Tätigkeit in ihrem gesamten Er-

scheinungsbild bzw. in ihrer Gesamtheit auf Erwerb ausgerichtet ist 

(BGr, 12. November 2001 = StE 2002 B 23.1 Nr. 50 E. 2b mit zahlreichen Hinweisen). 

 

 Die Besteuerung von Kapitalgewinnen als Einkünfte aus selbstständiger Er-

werbstätigkeit gemäss Art. 18 DBG setzt voraus, dass der veräusserte Gegenstand 

dem Geschäftsvermögen angehört hat. Auf Geschäftsvermögen ist zu schliessen, 

wenn die Kriterien der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Vorliegen von ge-

werbsmässigem Handeln erfüllt sind (BGE 125 II 113). So ist z.B. aus dem engen Zu-

sammenhang einer Liegenschaft mit der Tätigkeit des Steuerpflichtigen als Bauunter-

nehmer und Liegenschaftenhändler zu schliessen, dass die Liegenschaft im 

Geschäftsvermögen des Steuerpflichtigen stand. Der Gewinn aus deren Veräusserung 

stellt daher einen nach Art. 18 Abs. 2 DBG steuerbaren Kapitalgewinn dar (BGE 125 II 

113). 

 

 Diese Rechtsprechung wurde vorerst im Bereich des Liegenschaftenhandels 

entwickelt, danach aber auch auf Fälle des Wertschriften-/Devisen- und Edelmetall-

handels ausgedehnt.  

 

 c) Noch kein höchstrichterliches Präjudiz existiert – soweit ersichtlich – zum 

vorliegend streitigen Verkauf von historischen Einrichtungs- und Kunstgegenständen. 

In einem Fall wurde indessen die Teilveräusserung einer Weinsammlung als Erwerbs-

tätigkeit qualifiziert (BGr, 17. September 2002 = StE 2003 B 23.1 Nr. 51 = StR 2003 

S. 122). Nach dem Bundesgericht sind die für die Qualifikation als gewerbsmässige 

Tätigkeit beim Liegenschaften- und Wertschriftenhandel aufgestellten Kriterien allge-

meiner Natur, so dass es keinen Grund gibt, sie nicht auch hier anzuwenden. Zu be-

rücksichtigen sind indessen die damit verbundenen Besonderheiten.  

 

 Der Einsatz von Fremdmitteln beim Erwerb von Kunst- oder Einrichtungsge-

genständen ist im privaten Bereich nicht alltäglich, sondern stellt eine Ausnahme dar. 

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Solche Gegenstände werden entweder zur Verschönerung bzw. Ausstaffierung der 

eigenen Wohnräume/Liegenschaft oder zu Sammlerzwecken erworben und regelmäs-

sig mit vorhandenen Eigenmitteln finanziert. Fremdkapital wird demgegenüber eher 

von Spekulanten eingesetzt, denen es primär um die gewinnbringende Weiterveräus-

serung der Kunstobjekte geht und nicht um deren Erwerb zu den genannten Zwecken. 

Solches Tun übersteigt die schlichte Verwaltung eigenen Vermögens klar. Mithin ist die 

Unterlage eines Kaufgeschäfts mit fremden Mitteln ein starkes Indiz für das Vorliegen 

von gewerbsmässigem Handeln.  

 

 Was die Häufigkeit von Kauf- und Verkaufsgeschäften angeht, genügt im 

Kunst- oder Antiquitätenhandel eine weit weniger grosse Anzahl von Transaktionen als 

z.B. im Wertschriftenhandel, um auf Gewerbsmässigkeit zu schliessen. So wechseln 

Kunstgegenstände viel weniger oft die Hand als Wertpapiere, da letztere viel markt-

gängiger sind und von einer wesentlich breiteren Schicht von Personen gehandelt wer-

den. Entsprechend muss im Kunsthandel unter Umständen schon bei wenigen Ge-

schäften von Gewerbsmässigkeit ausgegangen werden, erst recht, wenn dabei 

wertvolle Gegenstände umgesetzt werden (Steuerrekurskommission des Kantons 

Waadt, 10. Dezember 1985 = StR 1987, 385). Die Dinge liegen ähnlich wie beim Lie-

genschaftenhandel, bei dem allenfalls schon der Verkauf eines einzigen Objekts genü-

gen kann, um von einer selbstständigen Erwerbstätigkeit auszugehen. 

 

 Fachkenntnisse bzw. die berufliche Nähe des Erwerbers zum betroffenen 

Handelsbereich sind bei jeder Art von Handel ein massgebliches Kriterium, das die 

Vermutung von Gewerbsmässigkeit relativ rasch aufkommen lässt. So setzt derjenige, 

welcher einen Handel in irgendeiner Form schon beruflich ausübt, die dabei gewonne-

nen Erkenntnisse naturgemäss auch im privaten Bereich ein und überschreitet daher 

die Schwelle der schlichten Verwaltung des Privatvermögens wesentlich schneller als 

eine Nicht-Fachperson. Ein professioneller Kunsthändler darf demnach zwar Kunstge-

genstände zu Privatzwecken besitzen und diese mit Gewinn veräussern, ohne dass er 

diesen Gewinn automatisch als Einkunft aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zu ver-

steuern hätte. Indessen müssen es jedenfalls Kunstgegenstände sein, die er entweder 

zu eigenen Wohnzwecken erworben und über eine längere Zeit entsprechend verwen-

det oder die er ebenfalls über eine gewisse Zeit in seiner privaten Sammlung gehalten 

hat oder die für ihn zumindest einen immateriellen Wert ("valeur sentimental") aufwei-

sen (Steuerrekurskommission des Kantons Waadt, 13. Februar 1987 = StR 1990, 208). 

Veräussert er jedoch solche Objekte mit einer gewissen Regelmässigkeit und Häufig-

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keit, handelt er trotz des an sich unschädlichen Verwendungszwecks aufgrund seiner 

Zugehörigkeit zum professionellen Kunsthandel gewerbsmässig und übt damit eine 

Erwerbstätigkeit aus (Jolles/Simonek/Waldburger, Kunst und Steuern, 2007, in: Schrif-

tenreihe der AXA Art Versicherung AG, S. 81). 

 

 Kunstgegenstände wechseln – wie erwähnt – nicht gleich oft die Hand wie 

z.B. Wertpapiere oder andere marktgängige Ware. Im privaten Bereich bleiben sie zu-

dem dem Verwendungszweck entsprechend regelmässig für eine längere Zeit beim 

Erwerber. Beträgt daher die Besitzesdauer nur Wochen oder Monate bzw. weniger als 

ein Jahr, stellt dies ein Indiz für das Vorliegen von gewerbsmässigem Handel dar (Jol-

les/Simonek/Waldburger, S. 81).  

 

 d) Der Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit in Art. 18 Abs. 1 und 

2 DBG lautet gleich wie in § 18 Abs. 1 und 2 StG. Er entspricht zudem dem in den 

Art. 7/8 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kanto-

ne und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) verwendeten Begriff. Für seine 

Auslegung im StHG stellt die Auslegung im DBG ein beachtliches Element dar 

(BGr, 13. Oktober 2004 = StR 2004, 346 E. 6). Damit kann dieser Begriff im kantonalen 

Recht aber nicht anders ausgelegt werden als im Bereich des DBG, würde doch sonst 

dem Anliegen der vertikalen Steuerharmonisierung nicht Rechnung getragen und die 

mit dem Erlass des StHG angestrebte Vereinfachung der Rechtsanwendung vereitelt 

(vgl. BGE 128 II 66 sowie BGr, 2. Februar 2005 = StE 2005 A 23.1 Nr. 10; a.M. Markus 

Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. A., 2002, Art. 8 

N 9 ff. StHG; Neuhaus/Agner/Steinmann, Der gewerbsmässige Wertschriftenhandel 

nach dem Stabilisierungsprogramm, ST 1999, 593). 

 

 

 3. a) Mit der Steuererklärung 1998 reichte der Pflichtige eine Aufstellung über 

seine Antiquitäten ein. Demnach befanden sich folgende Gegenstände in seinem Be-

sitz:  

 1 Salon, 8-teilig 

 1 Salon, 14-teilig 

 4 Kommoden 

 3 Vitrinen 

 1 Pendule mit Sockel 

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 2 Pendulen 

 3 Tischuhren 

 2 Carteluhren 

 1 Standuhr 

 12 Spiegel 

 20 Gemälde 

 10 Leuchter mit Wandlampen 

 10 Läufer und Teppiche 

 15 Kerzenstöcke, Vasen etc.  

 

Übrige Wertgegenstände:  

 18 Gemälde und Lithographien 

 

Schmuck: 

 3 Armbanduhren (Gold) 

 2 Colliers 

 2 Damenringe. 

 

 Nach Sachdarstellung der Pflichtigen stammen diese Gegenstände einerseits 

aus einem 1989 von einem Hrn. E übernommenen Bestand an Uhren, Porzellan und 

Einrichtungsgegenständen und andrerseits aus der 1994 erfolgten Liquidation der D. 

Hierzu liegt eine Liste "E, Inventar Kunstgegenstände" sowie ein Kaufvertrag vom … 

1989 vor. Aus den Steuerakten ergeben sich folgende Verkäufe:  

 

1999   private Dekorationsgegenstände für 30'000.-  

 

14. August 2000 Pendule, Uhr und Standuhr an F für Fr. 170'000.-; Verkauf 

weiterer Gegenstände an "G" für Fr. 30'000.- .  

2005   privater Hausrat für Fr. 142'000.-  

 

2006   privater Hausrat für Fr. 72'000.-  

 

25. Mai 2007  Meissen-Porzellan Service an H für Fr. 75'000.-  

16. Juni 2007  Gemälde an I für Fr. 58'500.- 

2. November 2007  Prunk Konsole 1740 an I für Fr. 38'000.- 

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21. November 2007  Gemälde Paul Cartier an I für Fr. 28'000.-  

 

 

11. Januar 2008  8 Oel Gemälde an K für Fr. 25'600.- 

29. Januar 2008  Gemälde Paul Cartier an I für Fr. 32'500.- 

28. März 2008  Saphir-Ring an L für Fr. 25'500.- 

23. Juni 2008  2 Bronze Figuren an I für Fr. 68'000.- 

3. September 2008  Armbanduhr Andy Warhol an K für Fr. 38'000.-  

30. September 2008 Louis XVI Pendule mit Flötenspielwerk an K für Fr. 170'000.- 

   Louis XVI Pendule mit Glockenspielwerk an K für Fr. 95'000.-  

 

17. September 2009  Herrenarmbanduhr an M für Fr. 20'000.-  

25. November 2009  Ölgemälde an I für Fr. 33'000.-  

 

 Dies ergibt im Zeitraum 1999 bis 2009 Verkäufe von Gegenständen im Wert 

von total Fr. 1'151'100.-.  

 

 b) aa) Aus den Akten ist nicht ersichtlich, ob es sich bei den Verkäufen 2005 

und 2006 um einzelne Verkäufe oder um den jeweiligen Totalbetrag von mehreren 

Verkaufsvorgängen handelt. Insgesamt ergibt sich aber, dass die Verkaufstätigkeit des 

Pflichtigen vor 2005 nur sporadisch erfolgte, ab 2005 hingegen eine gewisse Stetigkeit 

aufwies. Betragsmässig ist der Umsatz beachtlich und erlaubt einen substanziellen 

Beitrag an die Lebenshaltungskosten. Damit liegt eine Häufigkeit von Transaktionen 

vor, welche den Grad einer Gewerbsmässigkeit erreicht, sofern auch weitere Indizien 

dafür sprechen.  

 

 bb) Der Kreis der Käufer ist begrenzt, treten doch insgesamt nur sechs Na-

men in Erscheinung (G, H, I, K, L, M). Nach Sachdarstellung des Pflichtigen handelt es 

sich hierbei um langjährige Bekannte, bei M zudem um einen seiner Söhne; die K ih-

rerseits wird von diesem Sohn geführt, und habe die betreffenden Gegenstände nicht 

als Vermittler, sondern in eigenem Namen für eigene Vermögensanlage gekauft. Die 

Kontakte ergaben sich demnach nicht aus einem aktiven Marktauftritt des Pflichtigen; 

dieser führt denn auch kein eigentliches Verkaufslokal, noch betreibt er Werbung oder 

sucht sonst durch öffentliche Bekanntmachung nach Käufern. Dies spricht gegen eine 

selbstständige Erwerbstätigkeit.  

 

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 cc) Gegen eine Erwerbstätigkeit spricht weiter die lange Besitzesdauer, sind 

die Gegenstände doch bereits 1989 und 1994 erworben worden. Auch sind seither 

keine Zukäufe mehr erfolgt, und der Gewinn aus den Verkäufen wurde demnach auch 

nicht mehr in gleichartige Vermögensgegenstände angelegt. Beim Erwerb der Kunst-

gegenstände kam soweit ersichtlich auch kein Fremdkapital zum Einsatz. All dies 

spricht gegen eine Gewerbsmässigkeit des Vorgehens. Einschränkend ist hierzu aller-

dings anzufügen, dass aufgrund der Sachdarstellung der Pflichtigen – welche vom kan-

tonalen Steueramt akzeptiert wurde – sämtliche Geldtransaktionen in bar abgewickelt 

wurden und damit in Bezug auf die Geldflüsse und finanziellen Verhältnisse der Pflich-

tigen letztlich keine Transparenz besteht. 

 

 dd) Der Pflichtige mit Jahrgang 1939 war bis zur Liquidation "seiner" (Einspra-

che vom 30. Juni 2010) bzw. seiner ersten Ehefrau gehörenden D 1994 bei dieser an-

gestellt. Über seine beruflichen Qualifikationen und Fachkenntnisse ist nichts bekannt, 

doch ist er – wie der Name seiner damaligen Arbeitgeberin und deren Handelsregister-

auszug zeigt – im Bereich des Antiquitätenhandels tätig gewesen und verfügt damit 

über berufliche Kenntnisse in diesem Bereich. Hingegen war er gemäss seiner Sach-

darstellung nie als selbstständig erwerbender Kunsthändler tätig. Nach der Aufgabe 

der D war er im Rahmen seiner Arbeitsfähigkeit bis 2007 Versicherungsvermittler. Aus 

diesen rudimentären Angaben kann immerhin geschlossen werden, dass er aus seiner 

früheren unselbstständigen Erwerbstätigkeit über spezifische Fachkenntnisse und wohl 

auch über Kontakte zur Branche verfügte. Das Kriterium des Einsatzes von Fach-

kenntnissen ist daher erfüllt, und es besteht ein Zusammenhang mit seinem früheren 

Beruf. Dies wird weiter dadurch untermauert, dass ein Teil der Gegenstände aus der 

Liquidation der D übernommen wurde und daher einen Zusammenhang mit seiner frü-

heren unselbstständigen Erwerbstätigkeit aufweist.  

 

 ee) Bei den Gegenständen handelt es sich um Möbel, Standuhren, Gemälde 

und Schmuck. Gemäss ihrer Sachdarstellung haben die Pflichtigen das Eigenheim mit 

diesen Gegenständen eingerichtet. Die hierzu als Beweis vorgelegten Fotos zeigen 

mehrere mit historischen Möbeln und Bildern eingerichtete Privaträume; hierzu reichten 

die Pflichtigen eine Liste ein, gemäss welcher sich der Bestand – soweit erkennbar – 

weitgehend mit dem aus den anderen Listen hervorgehenden Gegenständen deckt. 

Mithin ist als belegt zu betrachten, dass ein beträchtlicher Teil der Gegenstände zur 

Wohnungseinrichtung verwendet wurde. Es ist damit davon auszugehen, dass diese 

für die Pflichtigen auch einen affektiven Wert haben bzw. hatten und sie nicht als reine 

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Investitionsobjekte betrachtet wurden. Dies spricht gegen eine selbstständige Erwerbs-

tätigkeit, während zum Beispiel eine Aufbewahrung in einem Lager für eine gewerbs-

mässige Absicht gesprochen hätte.  

 

 ff) Gemäss den Akten bezieht der Pflichtige neben der AHV-Rente keine Vor-

sorgeleistungen, insbesondere auch nicht aus Einrichtungen der 2. Säule. Mithin stellte 

er seine Altersvorsorge lediglich im Rahmen der 1. Säule sowie durch Selbstvorsorge 

sicher. Offenkundig stellt demnach die Sammlung Teil seiner Altersvorsorge dar. Die-

ser Schluss wird vorliegend durch den Gang der Ereignisse untermauert. 1985 trat eine 

krankheitsbedingte Invalidität des Pflichtigen ein, welche sich über die Jahre zuneh-

mend verschlechterte und IV-Leistungen auslöste. Die ab 2005 – und somit nach einer 

langen Haltedauer – regelmässig einsetzenden Verkäufe sind nach der Sachdarstel-

lung der Pflichtigen unter dem Eindruck der fortschreitenden Invalidität, welche zu einer 

kontinuierlichen Reduktion des Einkommens aus Versicherungsvermittlung führte, so-

wie angesichts der nicht mehr vermeidbaren Aussicht auf einen Umzug in eine Alters-

residenz erfolgt. Selbst wenn deshalb beim Kauf der Gegenstände bereits geplant ge-

wesen sein sollte, diese dereinst zwecks Bestreitung der Lebenshaltungskosten im 

Alter wieder zu veräussern, ist diese geplante Gewinnerzielung nicht allzu schwer im 

Sinn einer selbstständigen Erwerbstätigkeit zu gewichten, stellt doch dies den norma-

len Vorgang im Rahmen einer privaten Selbstvorsorge durch Anschaffung von Anla-

gewerten dar. Damit lag aber den Verkäufen nicht die Absicht der Erzielung eines Er-

werbseinkommens durch nachhaltige und planmässige Teilnahme am 

Wirtschaftsverkehr zugrunde, sondern erfolgten diese unter dem Druck der Verhältnis-

se aufgrund von Alter und Invalidität. Dies spricht ebenfalls gegen eine selbstständige 

Erwerbstätigkeit.  

 

 c) Insgesamt erscheint das Vorgehen der Pflichtigen nicht als selbstständige 

Erwerbstätigkeit. Die Einrichtungs- und Kunstgegenstände waren seit 1990 bzw. 1994 

und damit über einen langen Zeitraum im Eigentum der Pflichtigen. Sie wurden sodann 

in ihrem Einfamilienhaus als Einrichtung verwendet und damit auch gebraucht. 

Schliesslich fand ein Marktauftritt nicht statt, kam kein Fremdkapital zum Einsatz und 

wurden die Erlöse nicht wieder investiert. Die Verkäufe erfolgten zudem in einem Alter, 

in welchem andere Personen üblicherweise berufliche Vorsorgeleistungen beziehen, 

über welche der Pflichtige nicht verfügt. Dass bei der Auflösung einer "privaten Samm-

lung von Kunst- und Einrichtungsgegenständen" zum Einen hohe Beträge umgesetzt 

werden und zum Anderen auch Fachkenntnisse zur Anwendung gelangen, liegt in der 

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Natur der Sache und vermag für sich alleine keine selbstständige Erwerbstätigkeit zu 

begründen. Eine Würdigung aller Umstände ergibt demnach, dass diese mehrheitlich 

gegen eine selbstständige Erwerbstätigkeit sprechen. Die beim Verkauf der Kunstge-

genstände erzielten Kapitalgewinne erweisen sich demnach als einkommenssteuerfrei. 

 

 

 4. a) Streitig ist ferner der Wert der Gegenstände per 31. Dezember 2008 bei 

der Vermögenssteuer. Das kantonale Steueramt hat im Einschätzungsentscheid vom 

15. Juni 2010 den Wert der Einrichtungs- und Kunstgegenstände – als Geschäftsver-

mögen – auf Fr. 1'500'000.- festgesetzt, im Einspracheentscheid hingegen auf 

Fr. 500'000.- reduziert. Die Pflichtigen machen geltend, es handle sich um steuerfreien 

Hausrat nach § 38 Abs. 4 StG.  

 

 b) Hausrat und persönliche Gebrauchsgegenstände werden nicht besteuert 

(§ 38 Abs. 4 StG). Hausrat ist, was Wohnzwecken dient, sich im Haus (inkl. Garten und 

Garage, aber auch einer Zweitwohnung) befindet und zur üblichen Einrichtung einer 

Wohnung gehört (StRK I, 30. Januar 1996 = StE 1997 B 52.1 Nr. 3, RB 1979 Nr. 39; 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 

2. A., 2006, § 38 N 14 ff StG, auch zum Folgenden). Persönliche Gebrauchsgegen-

stände sind all jene Gegenstände, die dem persönlichen Gebrauch des Steuerpflichti-

gen und nicht als Kapitalanlage dienen und nicht zum Hausrat gehören. Hierzu gehö-

ren die persönlichen Effekten, namentlich Kleider, Uhren, Schmuck, Foto- und 

Filmapparate, Geräte der Unterhaltungselektronik, Arbeitsgeräte, Küchen- und Garten-

geräte, Geschirr sowie Sportgeräte. Vom steuerfreien Hausrat und den steuerfreien 

persönlichen Gebrauchsgegenstanden abzugrenzen sind Werte, die überwiegend der 

Kapitalanlage dienen. Objekte wie Bilder, Teppiche oder Schmuck können sowohl 

steuerfreier Hausrat als auch Sammlung sein, d. h. Teil des steuerbaren Vermögens. 

Abzustellen für die Qualifizierung ist regelmassig auf die aktuelle tatsächliche Nutzung 

der Gegenstände; dienen sie Wohnzwecken bzw. dem persönlichen Gebrauch, sind 

sie primär dem steuerfreien Hausrat zuzuordnen, herrscht dagegen der Kapitalanlage-

charakter vor, fallen sie in das steuerbare Vermögen (RB 1979 Nr. 39). In Zweifels-

fällen ist darauf abzustellen, ob sich der Wert der Objekte – unter Berücksichtigung der 

wirtschaftlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen – im Bereich des Üblichen bewegt 

oder diesen übersteigt (StRK, 30. Januar 1996, StE 1997 B 52.1 Nr. 3; in concreto 

wurden Bilder und Kunstgegenstände im Wert von Fr. 2,2 Mio. trotz der guten wirt-

schaftlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen als das übliche Mass übersteigend und 

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somit nicht als Hausrat eingestuft). Ein Kriterium für die Würdigung eines Objekts als 

Hausrat oder als Kapitalanlage ist, ob die Möglichkeit besteht, dass das Objekt erheb-

lich an Wert gewinnen kann (z.B. Bilder oder sonstige Kunstgegenstände: RB 1979 

Nr. 39).  

 

 c) Auch wenn nach dem Gesagten kein Geschäftsvermögen vorliegt, bedeutet 

dies nicht, dass es sich automatisch um steuerfreien Hausrat handelt; vielmehr ist des-

sen Vorliegen anhand der einschlägigen Kriterien zu prüfen. Gemäss dem Inventar per 

31. Dezember 2008, welches dem Schreiben vom 6. April 2010 beilag, verfügten die 

Pflichtigen noch über folgende Gegenstände:  

 

 1 Salon, 8-teilig 

 1 Salon, 13-teilig 

 4 Kommoden 

 3 Vitrinen 

 1 Pendule 

 2 Tischuhren 

 12 Spiegel 

 16 Gemälde 

 10 Leuchter mit Wandlampen 

 10 Läufer und Teppiche 

 6 Kerzenstöcke, Vasen etc.  

 9 Gemälde und Lithographien 

 1 Armbanduhr (Gold) 

 

Die aufgelisteten Gegenstände weisen weitgehend eine Doppelnatur auf, indem 

sie einerseits der Einrichtung der Wohnung bzw. dem persönlichen Gebrauch dienen, 

ihr Wert aber den Wert des Üblichen weit übersteigt. Zu berücksichtigen ist insbeson-

dere, dass die per 31. Dezember 2008 noch vorhandenen Gegenstände nur noch den 

Rest des ursprünglichen Bestands darstellen, wofür der Pflichtige bisher einen Erlös 

von insgesamt Fr. 1'151'100.- erzielt hat. Nach dem Gesagten war ihre Anschaffung 

zudem mit der Absicht der Selbstvorsorge und damit als Kapitalanlage motiviert und 

stellen sie einen wesentlichen Teil des Vermögens der Pflichtigen dar. Die wirtschaftli-

chen Verhältnisse der Pflichtigen sind – was die Einkünfte betrifft – als bescheiden zu 

bezeichnen, bestehen ihre Einkünfte doch lediglich aus einer AHV-Rente. Bei diesen 

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Verhältnissen erfüllen die Gegenstände aber nicht mehr die Funktion von Hausrat oder 

persönlichen Gebrauchsgegenständen, sondern kommt ihnen eine Bedeutung zu, wel-

che weit darüber hinausgeht. Sie unterstehen deshalb bei den Staats- und Gemeinde-

steuern der Vermögenssteuer.  

 

 d) Zur Höhe der Schätzung auf Fr. 500'000.- äussern sich die Pflichtigen nicht. 

Es ist deshalb davon auszugehen, dass dieser Teil nicht angefochten wird. Zudem ist 

die Schätzung angesichts der Versicherungssumme von 690'000.- ohne weiteres ver-

tretbar und die Einschätzung insofern zu bestätigen (vgl. Versicherungspolice über 

eine Versicherungssumme von Fr. 690'000.-, sowie Schreiben vom 23. Juni 2010).  

 

 

 5. Gestützt auf diese Erwägungen ist der Rekurs teilweise und die Beschwer-

de vollständig gutzuheissen. Aufgrund des nahezu vollständigen Unterliegens sind die 

Verfahrenskosten dem Rekursgegner bzw. der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen 

(Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG).  

 

 Die Pflichtigen haben keine Parteientschädigung verlangt, sodass ihnen hin-

sichtlich des Rekursverfahrens eine solche versagt bleiben muss (vgl. RB 1968 Nr. 4). 

Für das Beschwerdeverfahren ist ihnen jedoch gleichwohl eine angemessene Partei-

entschädigung zuzusprechen, da sie darauf von Amts wegen Anspruch haben 

(Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs-

verfahren vom 20. Dezember 1968). 

 

 

 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die direkte 

Bundessteuer, Steuerperiode 2008, mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 32'600.- veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif). 

 

2. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Die Rekurrenten werden für die Staats- 

und Gemeindesteuern, Steuerperiode 2008, mit einem steuerbaren Einkommen 

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von Fr. 32'900.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 1'814'000.- eingeschätzt 

(Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif). 

 

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