# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19eb479a-2d01-57e2-86a9-11ae9d453bcc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2011 D-5170/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5170-2011_2011-10-06.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­5170/2011

U r t e i l   v om   6 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Hans Schürch,
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut.

Parteien A._______, geboren am _______,
Iran,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­
Verfahren);
Verfügung des BFM vom 12. September 2011 / N _______.

D­5170/2011

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein iranischer Staatsangehöriger mit letztem 
Wohnsitz  in  B._______  (Provinz  Arak),  sein  Heimatland  eigenen 
Angaben  zufolge  im  Juni/Juli  2006  verliess und  zunächst  via  die Türkei 
nach Österreich gelangte,

dass  er  am  11.  August  2011  von Österreich  herkommend  illegal  in  die 
Schweiz einreiste,

dass  er  am  12.  August  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
C._______ ein Asylgesuch stellte,

dass er dort am 26. August 2011 summarisch befragt wurde, wobei  ihm 
im Anschluss an die Befragung das  rechtliche Gehör zu einer allfälligen 
Rückschiebung nach Österreich (Dublin­Verfahren) gewährt wurde,

dass  er  in  der  Folge  für  die  Dauer  des  Verfahrens  dem  Kanton 
D._______ zugewiesen wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  der  Befragung  vorbrachte,  er 
habe  in Österreich ein Asylgesuch gestellt, welches abgewiesen worden 
sei,

dass  auch  der  von  ihm  eingelegte  Rekurs  abgewiesen  und  er 
aufgefordert worden sei, das Land zu verlassen,

dass  er  jedoch  nicht  in  sein  Heimatland  zurückkehren  könne,  da  sein 
Leben dort in Gefahr sei,

dass er bei einer Rückschaffung nach Österreich befürchten müsse, von 
dort in den Iran ausgeschafft zu werden,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf das Protokoll zu verweisen 
ist,

dass  der  Beschwerdeführer  sein  Familienbüchlein,  eine  österreichische 
Aufenthaltsberechtigungskarte  sowie  seine  österreichischen 
Asylunterlagen zu den Akten reichte,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom  12.  September  2011  –  eröffnet  am  16.  September  2011  –  in 

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Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 
1998  (AsylG,  SR  142.31)  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz nach Österreich sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,

dass gleichzeitig  festgestellt wurde, einer allfälligen Beschwerde komme 
keine aufschiebende Wirkung zu,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte,  der  Abgleich  der  Fingerabdrücke  des Beschwerdeführers mit 
der  Zentraleinheit  EURODAC  habe  ergeben,  dass  dieser  am  13. 
November  2006  sowie  am  21.  November  2006  in  Österreich  um  Asyl 
nachgesucht habe,

dass  die  österreichischen  Behörden  dem  Ersuchen  des  BFM  um 
Übernahme des Beschwerdeführers zugestimmt hätten, womit Österreich 
gestützt  auf  die  einschlägigen  internationalen  Abkommen  für  die 
Durchführung des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens zuständig sei,

dass  der  Beschwerdeführer  im Rahmen  des  ihm  gewährten  rechtlichen 
Gehörs gegen eine Überstellung nach Österreich geltend gemacht habe, 
er  habe  in  Österreich  einen  negativen  Asylentscheid  erhalten  und 
Österreich  werde  ihn  in  sein  Heimatland  ausschaffen,  wo  jedoch  sein 
Leben in Gefahr sei,

dass dieser Einwand indessen nicht gegen die Zuständigkeit Österreichs 
für die Durchführung des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens spreche,

dass  überdies  keine  Hinweise  vorlägen,  wonach  das  österreichische 
Asyl­  und  Wegweisungsverfahren  nicht  völkerrechtskonform  sei  oder 
Österreich  seinen  internationalen  Verpflichtungen  nicht  nachgekommen 
wäre,

dass  die Überstellung  nach Österreich  grundsätzlich  bis  spätestens  am 
7. März 2012 zu erfolgen habe,

dass  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nach  dem  Gesagten 
nicht einzutreten sei,

dass der Beschwerdeführer  in einen Drittstaat  reisen könne,  in welchem 
er Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG finde,

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dass keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konvention vom 
4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  im  Falle  einer  Rückkehr  nach 
Österreich  vorlägen  und  auch  nichts  gegen  die  Zumutbarkeit  einer 
Wegweisung dorthin spreche,

dass für den weiteren Inhalt der vorinstanzlichen Verfügung auf die Akten 
zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  (teilweise 
fremdsprachiger) Eingabe vom 16. September 2011  (Poststempel) beim 
Bundesverwaltungsgericht anfocht und dabei sinngemäss um Aufhebung 
der vorinstanzlichen Verfügung ersuchte,

dass  auf  den  Inhalt  der  Beschwerde  –  soweit  wesentlich  –  in  den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  19.  September  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Instruktionsrichter  den  Beschwerdeführer  mit 
Zwischenverfügung  vom  21.  September  2011  aufforderte,  innert  drei 
Tagen  ab Erhalt  der  Zwischenverfügung  eine Beschwerdeverbesserung 
einzureichen  (Übersetzen  der  fremdsprachigen  Abschnitte  der 
Beschwerde in eine Amtssprache), ansonsten das Verfahren gestützt auf 
die bestehende Aktenlage fortgesetzt werde,

dass  gleichzeitig  ein  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr.  600.–, 
einzuzahlen bis am 3. Oktober 2011, erhoben wurde,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. September 2011 unter 
Beilage  einer  Bestätigung  der  Fürsorgeabhängigkeit  gleichen  Datums 
erklärte,  er  könne  den  Kostenvorschuss  nicht  bezahlen,  da  er 
fürsorgeabhängig sei,

dass innert Frist keine Beschwerdeverbesserung einging,

und zieht in Erwägung,

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 
6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  die  Beschwerde  fristgerecht  eingereicht  wurde  (Art.  108  Abs.  2 
AsylG),

dass  der  teilweise  in  Farsi  verfassten  Beschwerde  zumindest  ein 
sinngemässer  Antrag  auf  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung 
sowie  eine  entsprechende  Begründung  zu  entnehmen  ist  (vgl.  Art.  52 
VwVG), weshalb darauf einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung 
von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass auf Asylgesuche in der Regel unter anderem dann nicht eingetreten 
wird, wenn Asylsuchende  in  einen Drittstaat  ausreisen  können, welcher 
für  die  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens 
staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich der Beschwerdeführer den Akten zufolge vor der Einreise in die 
Schweiz  seit  dem  Jahr  2006  in Österreich  aufgehalten  und  dort  bereits 
ein Asylverfahren durchlaufen hat,

dass bei dieser Sachlage Österreich für die Durchführung des Asyl­ und 
Wegweisungsverfahrens  betreffend  den  Beschwerdeführer  zuständig  ist 
(vgl.  die  einschlägigen  Staatsverträge,  namentlich  das  Abkommen  vom 
26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in  einem 
Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  [Dublin­
Assoziierungsabkommen  {DAA},  SR  0.142.392.68]  sowie  die  Dublin­II­
VO  und  die  Verordnung  [EG]  Nr.  1560/2003  der  Kommission  vom  2. 
September  2003 mit Durchführungsbestimmungen  zur Verordnung  [EG] 
Nr. 343/2003 des Rates [DVO Dublin]),

dass  das  BFM  die  österreichischen  Behörden  am  31.  August  2011 
gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin­II­VO um Wiederaufnahme des 
Beschwerdeführers ersuchte,

dass  die  österreichischen  Behörden  der  Wiederaufnahme  des 
Beschwerdeführers am 7. September 2011 ausdrücklich zustimmten,

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dass  der  Beschwerdeführer  somit  ohne  weiteres  in  einen  Drittstaat 
(Österreich) ausreisen kann, welcher für die Durchführung des Asyl­ und 
Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist,

dass der Einwand des Beschwerdeführers, er wolle nicht nach Österreich 
zurückkehren,  da  dieses  Land  ihn  nicht  haben  wolle  und  er  eine 
Ausschaffung in den Iran befürchten müsse, unbehelflich ist,

dass  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  in  Österreich 
letztinstanzlich  abgewiesen  und  dabei  festgestellt  wurde,  es  sei  dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen,  eine  asylrelevante  Gefährdung  oder 
eine sonstige Rückkehrgefährdung ("real risk") glaubhaft zu machen (vgl. 
die aktenkundigen österreichischen Asylunterlagen),

dass  Österreich  unter  anderem  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 0.142.30), 
der EMRK sowie des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 
Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende 
Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105)  ist  und  im  vorliegenden  Fall 
keine  konkreten Hinweise  dafür  bestehen, Österreich würden  sich  nicht 
an die daraus resultierenden Verpflichtungen halten,

dass aufgrund der Aktenlage  insbesondere nicht davon auszugehen  ist, 
Österreich  würde  den  Beschwerdeführer  in  den  Iran  zurückschaffen, 
wenn  dies  eine  Verletzung  der  vorgenannten  völkerrechtlichen 
Abkommen darstellen würde,

dass  bei  dieser  Sachlage  für  die  schweizerischen  Asylbehörden  keine 
Veranlassung  besteht,  in  Abweichung  von  der  festgestellten 
Zuständigkeitsordnung  vom  Selbsteintrittsrecht  gemäss  Art.  3  Abs.  2 
Dublin­II­VO  i.V.m.  Art.  29a  Abs.  3  der  Asylverordnung  1  über 
Verfahrensfragen vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) Gebrauch 
zu machen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.2 S. 642 ff.),

dass  die  rudimentären  Vorbringen  in  der  Beschwerde  an  dieser 
Einschätzung  nichts  zu  ändern  vermögen,  weshalb  darauf  nicht  mehr 
näher einzugehen ist,

dass das BFM nach dem Gesagten  insgesamt  zu Recht  in Anwendung 
von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

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dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf Erteilung einer  solchen besteht  (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  im  Sinne  von  Art.  34  Abs.  2 
Bst. d AsylG, bei dem es sich um ein Überstellungsverfahren  in den  für 
die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Mitgliedstaat  handelt, 
systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art 
44 Abs. 2 AsylG  i.V.m. Art. 83 Abs. 1  ­ 4 des Bundesgesetzes vom 16. 
Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20) (vgl. E­5644/2009 E. 10.2),

dass  die  Prüfung  von  allfälligen  Wegweisungshindernissen  vielmehr 
bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  selber  stattzufinden 
hat, namentlich unter dem Blickwinkel der Souveränitätsklausel von Art. 3 
Abs.  2  Dublin­VO­II,  welche  jedoch  vorstehend  wie  erwähnt  nicht  zur 
Anwendung gelangt,

dass der vom Bundesamt verfügte Wegweisungsvollzug nach Österreich 
demnach zu bestätigen ist,

dass  es  dem Beschwerdeführer  nach  dem Gesagten  nicht  gelungen  ist 
darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt, 
den  rechtserheblichen Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass sich angesichts des vorliegenden, direkten Urteils  in der Sache ein 
Entscheid  über  das mit  Eingabe  vom  22.  September  2011  sinngemäss 
gestellte Gesuch um Erlass des erhobenen Kostenvorschusses erübrigt,

dass,  soweit  mit  Eingabe  vom  22.  September  2011  sinngemäss 
ausserdem  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht wurde, dieses Gesuch abzuweisen ist, 
da sich die Beschwerde nach dem Gesagten als aussichtslos erwies,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art.  1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 

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Seite 9

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  sinngemässe  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege wird abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut

Versand: