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**Case Identifier:** 5a1f1e9f-9b01-5075-9f56-1aa4cd4c79b9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.09.2014 200 2014 410
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-410_2014-09-15.pdf

## Full Text

200 14 410 UV
FUR/JAP/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 15. September 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. März 2014 (03.25845.13.9)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2014, UV/14/410, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1953 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) war über seine Arbeitgeberin bei der SUVA obligatorisch unfallversi-
chert, als er gemäss Unfallmeldung am 23. September 2012 anlässlich 
eines … einen Schlag in den Unterschenkel erhielt, worauf sein linkes Knie 
geringfügig anschwoll (vgl. Akten der SUVA [act. II], 1). Am 14. August 
2013 konsultierte er einen Arzt, unterzog sich am 22. November 2013 einer 
Knieoperation und nahm danach Physiotherapie in Anspruch (vgl. act. II 8, 
13, 15).

Nachdem die SUVA ihre Leistungspflicht vorerst mangels Vorliegen eines 
Unfalls bzw. einer unfallähnlichen Körperschädigung formlos abgelehnt 
hatte (vgl. act. II 16), verneinte sie mit Verfügung vom 22. Januar 2014 
(act. II 19) einen Anspruch auf Unfallversicherungsleistungen mit der Be-
gründung, dass zwischen dem gemeldeten Ereignis und dem Gesundheits-
schaden am linken Knie kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzu-
sammenhang bestehe. Eine hiergegen am 10. Februar 2014 erhobene 
Einsprache (act. II 22) wies die SUVA, gestützt auf eine Aktenbeurteilung 
ihres agenturärztlichen Dienstes (vgl. act. II 26), mit Entscheid vom 10. Fe-
bruar 2014 (act. II 29) ab. 

B.

Mit Eingabe vom 19. April 2014 erhob der Versicherte Beschwerde und 
beantragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzu-
heben und ihm seien im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 23. Sep-
tember 2012 die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen auszurichten. 
Am 18. Juni 2014 legte er eine Stellungnahme des Operateurs vom 13. Ju-
ni 2014 ins Recht (Akten des Beschwerdeführers [act. I], 1) und ergänzte 
seine Beschwerdebegründung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2014, UV/14/410, Seite 3

In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Juli 2014 schloss die SUVA (fortan 
Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde, wobei sie unter 
anderem auf eine orthopädische Aktenbeurteilung ihres Kompetenzzen-
trums Versicherungsmedizin vom 17. Juli 2014 verwies (Akten der Be-
schwerdegegnerin [act. IIA], 1).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 24. März 
2014 (act. II 29). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzli-
chen Unfallversicherungsleistungen betreffend die linksseitigen Kniebe-
schwerden im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 23. September 2012. 

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1.3 Der Beschwerdeführer ist nach eigenen Angaben nach der Operati-
on wieder vollständig beschwerdefrei (vgl. act. II 18; Beschwerde; Be-
schwerdeergänzung S. 1) und nach der Aktenlage bestand keine Arbeits-
unfähigkeit, womit einzig der Anspruch auf Heilbehandlung in Frage steht. 
Die Beschwerdegegnerin soll die Heilbehandlung bis zum 5. Dezember 
2013 faktisch übernommen haben (vgl. act. II 16), wobei mangels Vorliegen 
von Zahlungsbelegen allerdings unklar ist, ob die stationäre Behandlung im 
Spital H.________ bis zu diesem Zeitpunkt bereits fakturiert war und ver-
gütet wurde. Der von der Zentralstelle für Medizinaltarife UVG (ZMT) für 
dieses Spital mitgeteilte Basispreis im Jahr 2013 lag jedoch in einer Höhe, 
welche – selbst bei Multiplikation mit dem Kostengewicht für komplexe Ein-
griff am Kniegelenk (vgl. Fallpauschalen-Katalog, abrufbar unter 
<www.swissdrg.org>) – auch zusammen mit den Kosten für die verordnete 
Serie Physiotherapie (vgl. act. II 15; vgl. Ziff. 7301 des Physiotherapie-
Tarifs, abrufbar unter <www.zmt.ch>) jedenfalls einen Streitwert unter 
Fr. 20'000.-- ergibt, weshalb die Beurteilung der Streitigkeit in die einzel-
richterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Die Unfall-
versicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in der Verordnung 
abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädigungen zu über-
nehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder Degeneration 

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zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h der Verord-
nung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 
832.202]). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). Zu 
den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts «conditio sine qua non» war. Anders verhält es sich, wenn der Un-
fall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani-
fest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 
E. 4.2.1).

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Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Die Anforderungen an den 
Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs in Medizin und Recht 
müssen nicht immer gänzlich deckungsgleich sein. Deshalb kann es vor-
kommen, dass der natürliche Kausalzusammenhang aufgrund (unfall-
)medizinischer Erfahrung rechtlich bejaht wird, obwohl im Einzelfall ein 
strikter Beweis im medizinisch-wissenschaftlichen Sinn nicht zu erbringen 
ist (BGE 117 V 369 E. 3e S. 379).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
138 V 248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2014, UV/14/410, Seite 7

E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweis-
last – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.

3.1 Vorab ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen 
des Einspracheverfahrens weitere Sachverhaltserhebungen vornahm 
(vgl. act. II 26) und sich im angefochtenen Entscheid (act. II 29) darauf 
stützte, ohne dem Beschwerdeführer den Bericht vorgängig zur Kenntnis 
gebracht zu haben. Soweit ersichtlich, wurde der Beschwerdeführer ledig-
lich telefonisch über die eingeholte medizinische Beurteilung (vgl. act. II 27) 
und schriftlich über die personelle Zuständigkeit der Fallführung (vgl. 
act. II 28) orientiert.

Der Anspruch auf rechtliches Gehör – welcher durch das Sozialversiche-
rungsgericht grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist (vgl. BGE 120 V 
357 E. 2a S. 362; SVR 1999 UV Nr. 25 S. 75 E. 1a) – gebietet, dass die 
Behörde die Parteien über neue, dem Dossier beigefügte Beweismittel in-
formiert, die für die Entscheidfindung massgebend sind (vgl. BGE 128 V 
272 E. 5b bb S. 278; SVR 2008 UV Nr. 1 S. 2 E. 3.2). Der Beschwerdefüh-
rer konnte sich indes vor der mit umfassender Kognition ausgestatteten 
Beschwerdeinstanz äussern, weshalb die nicht besonders schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gilt (vgl. BGE 137 I 195 
E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

3.2 Es ist – nachdem die Beschwerdegegnerin auf die Begründung ihrer 
ursprünglichen formlosen Ablehnung (vgl. act. II 16) zurückkam – zwischen 
den Parteien unbestritten, dass das gemeldete Ereignis vom 23. Septem-

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ber 2012 die kumulativen Kriterien gemäss Legaldefinition von Art. 4 erfüll-
te oder zumindest eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 
6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV vorlag (vgl. Entscheid des Bundes-
gerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 8.4). 

Zwar gewährte die Beschwerdegegnerin initial formlos Heilbehandlung (vgl. 
act. II 16), der Versicherungsträger kann jedoch ohne Berufung auf einen 
Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund die faktisch erbrachten Leistungen 
«ex nunc et pro futuro» einstellen, etwa mit dem Argument, der Kausalzu-
sammenhang zwischen Unfall und dem leistungsbegründenden Gesund-
heitsschaden sei dahingefallen (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

3.3 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.3.1 Der am 14. August 2013 erstkonsultierte Dr. med. B.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, veranlasste eine bildgebende 
Untersuchung durch Dr. med. C.________, Facharzt für Radiologie FMH 
(vgl. act. II 9), befundete eine mögliche laterale Meniskusläsion, hielt die-
sen Befund mit dem geltend gemachten Ereignis vom 23. September 2012 
als vereinbar und überwies den Beschwerdeführer an Dr. med. 
D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH (vgl. act. II 8).

3.3.2 Dr. med. D.________ führte am 22. November 2013 eine arthro-
skopische Teilmeniskektomie durch, vermerkte im Operationsbericht (act. II 
13) als Indikation eine mediale und laterale Meniskusläsion am linken Knie 
und verordnete Physiotherapie (vgl. act. II 15). Gestützt auf eine Konsulta-
tion vom 3. Januar 2014 berichtete er über einen guten und problemlosen 
postoperativen Verlauf sowie über eine Beschwerdefreiheit (vgl. act. II 18).

3.3.3 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt 
eine Unfallkausalität der Meniskusläsion auf Aktenvorlage am 28. Novem-
ber 2013 für möglich (vgl. act. II 14), während sie der Kreisarzt-
Stellvertreter Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, im Rahmen des Ein-
spracheverfahrens in seiner Aktenbeurteilung vom 6. Februar 2014 (act. II 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2014, UV/14/410, Seite 9

26) verneinte. Der Letztere wies auf die Latenzzeit zwischen dem Ereignis 
vom 23. September 2012 und dem Auftreten der Beschwerdesymptomatik 
hin und erklärte, es sei gestützt auf die intraoperativen und bildgebenden 
Befunde eine trikompartimentale Gonarthrose mit einer entsprechend de-
generativen Meniskusläsion dokumentiert.

3.3.4 Im Schreiben vom 13. Juni 2014 (act. I 1) hielt Dr. med. D.________ 
gegenüber dem Beschwerdeführer fest, dass er anlässlich der Kniearthro-
skopie am Innen- und Aussenmeniskus je einen radiären Einriss im hinte-
ren Drittel entfernt und an beiden Menisken keine degenerativen Verände-
rungen gefunden habe. Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer vor 
dem Knietrauma beschwerdefrei gewesen und er es nach der Operation 
erneut sei, spreche gegen eine degenerative Ursache.

3.3.5 In der Aktenbeurteilung des Kompetenzzentrums Versicherungs-
medizin der Beschwerdegegnerin vom 17. Juli 2014 (act. IIA 1) gelangte 
Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, zum Schluss, dass die im Jahre 2013 ge-
klagte Beschwerdesymptomatik mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 
keinem kausalen Zusammenhang mit dem inkriminierten Schadenereignis 
vom 23. September 2012 stehe, sondern nur noch und ausschliesslich auf 
der unfallunabhängig bestehenden und sich langsam fortentwickelnden 
Pangonarthrose des linken Kniegelenks beruhe. Der Beschwerdeführer 
habe eine Prellung bzw. Kontusion im Bereich der Unterschenkelaussen-
seite bzw. des Kniegelenks linksseitig erlitten. Eine Distorsion, Überbeu-
gung oder Überstreckung des linken Kniegelenks habe gemäss Angaben 
des Beschwerdeführers nicht stattgefunden. Der Unfallhergang mit Kontu-
sion des Unterschenkels bzw. des Kniegelenks sei laut einhelliger Meinung 
in der Fachliteratur nicht geeignet, eine traumatische Rissbildung im Me-
niskus oder sogar beider Menisken hervorzurufen. Eine durch Traumatisie-
rung auftretende Rissbildung sowohl des Innen- als auch des Aussenme-
niskus sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer erheblichen 
klinischen bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzsymptomatik 
sowie von Funktionsbeeinträchtigungen begleitet, die eine zeitnahe Inan-
spruchnahme einer ärztlichen Behandlung erwarten lasse. Der Beschwer-
deführer habe sich elf Monate nach dem Schadenereignis erstmalig bei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2014, UV/14/410, Seite 10

einem Arzt vorgestellt. Die festgestellten Meniskusschäden seien nicht 
monodiagnostische Befunde in einem ansonsten unauffällig imponierenden 
Kniegelenk, sondern krankhafte Teilsymptome einer unfallunabhängig be-
stehenden mittel- bis hochgradigen Pangonarthrose des linken Kniege-
lenks. Die Interpretation von Dr. med. D.________, aufgrund des makro-
skopischen eher unauffälligen Erscheinungsbildes der Menisken im Opera-
tionssitus auf eine traumatische Genese der intraoperativ sich darstellen-
den Rissbildung im Innen- und Aussenmeniskushinterhorn zu schliessen, 
sei nicht nachvollziehbar. Auch eine radiäre Rissbildung im Meniskus kön-
ne als Folge einer degenerativen Schädigung ohne Unfallereignis auftreten. 
Es werde in diesem Zusammenhang auf die sich darstellenden multiplen 
Echoalterationen im Aussenmeniskushinterhorn des MRI vom 29. August 
2013 und weitere eindeutige Hinweise für eine Kniegelenksarthrose ver-
wiesen.

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 

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in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut-
achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge An-
forderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Person 
aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberück-
sichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsin-
ternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behan-
delnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf 
dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, 
um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein 
Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 
zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 
Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.5 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 24. März 2014 
(act. II 29) basiert in medizinischer Hinsicht auf den Einschätzungen der 
Dres. med. E.________ und F.________ (vgl. act. II 14, 26), wobei die 
kreisärztliche Auffassung vom 29. November 2013 (act. II 14) nicht näher 
begründet wurde und damit beweisrechtlich von vornherein nicht massge-
bend sein kann. Beide Parteien legten im Rahmen des Beschwerdeverfah-
rens weitere medizinische Beurteilungen ins Recht (act. I 1; act. IIA 1), die 
– obwohl sie erst nach dem Erlass des Einspracheentscheids verfasst wur-
den – vorliegend ebenfalls zu berücksichtigen sind (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 
S. 25 E. 3.4).

Die ausführliche und umfassende Stellungnahme von Dr. med. 
G.________ vom 17. Juli 2014 (act. IIA 1) bestätigt die Beurteilung von Dr. 

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med. F.________ und erfüllt die höchstrichterlichen beweisrechtlichen An-
forderungen (vgl. E. 3.4 hievor), womit den entsprechenden Schlussfolge-
rungen ein uneingeschränkter Beweiswert beizumessen ist. Insbesondere 
beruht sie nicht nur auf der Kenntnis der vollständigen Aktenlage samt bild-
gebenden Befunden, sie berücksichtigt auch die Unfallanamnese und die 
damit zusammenhängenden kinetischen bzw. biomechanischen Faktoren. 
Dr. med. G.________ legte überzeugend und nachvollziehbar dar, dass die 
lange Latenzzeit zwischen dem Vorfall vom 23. September 2012 und der 
ersten Arztkonsultation vom 14. August 2013 nach empirischen Erfahrun-
gen und medizin-wissenschaftlichen Erkenntnissen für eine degenerative 
Ätiologie spricht. Wenngleich der Beschwerdeführer nach eigenen Anga-
ben gewohnt ist, «nicht sofort zum Arzt zu rennen» (vgl. Beschwerdeer-
gänzung S. 1), ist aus dem Umstand, dass er weiterhin Sport treiben konn-
te und rund elf Monate zuwartete, bis er einen Arzt aufsuchte und den Vor-
fall über seine Arbeitgeberin meldete, zumindest zu schliessen, dass vorher 
keine bedeutende Schmerzsymptomatologie bzw. Funktionseinschränkung 
bestand. Hinzu kommt, dass sowohl der MRI-Befund vom 29. August 2013 
(act. II 9) als auch die intraoperativen Feststellungen (vgl. act. II 13) ein 
degeneratives Geschehen offenbarten. Dass das linke Knie vor dem Ereig-
nis vom 23. September 2012 trotz dieses Vorzustandes offenbar asympto-
matisch war und nach der Operation wiederum eine Beschwerdefreiheit 
erreicht wurde, lässt – entgegen der Argumentation des Beschwerdefüh-
rers (vgl. Beschwerde; Beschwerdeergänzung S. 1) – nicht auf eine Unfall-
kausalität schliessen. Denn für den Nachweis einer unfallkausalen gesund-
heitlichen Schädigung ist die Formel «post hoc, ergo propter hoc» nicht 
massgebend, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung 
schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem 
aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 
E. 4.2.3). Aus demselben Grund ist auch die Einschätzung von Dr. med. 
D.________ im Kurzbericht vom 13. Juni 2014 (act. I 1) nicht schlüssig, 
worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinwies (vgl. Beschwerdeant-
wort S. 9 Ziff. 6.5.2). Dr. med. G.________ setzte sich mit dem weiteren 
Argument des Operateurs auseinander, wonach dieser am Innen- und 
Aussenmeniskus je einen radiären Einriss entfernt und an beiden Menisken 
keine degenerativen Veränderungen gefunden habe (vgl. act. I 1). Der SU-
VA-Arzt erklärte, dass auch eine radiäre Rissbildung im Meniskus als Folge 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2014, UV/14/410, Seite 13

einer degenerativen Schädigung ohne Unfallereignis auftreten könne, was 
durch die medizinische Fachliteratur gestützt wird. Zwar spricht ein Radiär-
riss – anders als ein horizontaler Riss – eher für eine traumatische Genese 
(BOHNDORF/IMHOF/WÖRTLER, Radiologische Diagnostik der Knochen und 
Gelenke, 3. Aufl. 2014, S. 210), er kann aber ätiologisch auch auf eine De-
generation zurückzuführen sein (JÜRGEN MÄURER, Effiziente Kniebildge-
bung, 2004, S. 54). Damit ist die Kausalitätsbeurteilung von Dr. med. 
D.________ (act. I 1) jedenfalls nicht geeignet, Zweifel an den Schlussfol-
gerungen von Dr. med. G.________ zu begründen. Weil sich der Letztere 
einlässlich mit dieser divergierenden Einschätzung auseinandersetzte, war 
im Übrigen nicht erforderlich, dass die Beschwerdegegnerin mit Dr. med. 
D.________ in Kontakt tritt (vgl. Beschwerdeergänzung S. 1). Schliesslich 
wären auch aus einer klinischen Exploration nach durchgeführter Teilme-
niskektomie keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten gewesen, womit 
die Tatsache, dass die fachärztliche Schlussfolgerung von Dr. med. 
G.________ auf einer Aktenbeurteilung basiert, deren Beweiswert nicht zu 
schmälern vermag (vgl. auch E. 3.4 hievor).

3.6 Nach dem vorstehend Dargelegten ist nach dem massgebenden 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass zwischen 
die linksseitigen Kniebeschwerden und dem Ereignis vom 23. September 
2012 kein natürlicher Kausalzusammenhang bestand. Damit ist im Ergeb-
nis nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die zunächst fak-
tisch gewährte Heilbehandlung einstellte und ihre Leistungspflicht vernein-
te. Bei dieser Ausgangslage erweist sich die am 19. April 2014 gegen den 
Einspracheentscheid vom 24. März 2014 (act. II 29) erhobene Beschwerde 
als unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Sept. 2014, UV/14/410, Seite 14

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.