# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2227196a-ee42-5dd6-b3bb-859f99c7e324
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2021 C-3336/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3336-2020_2021-10-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3336/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  O k t o b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Daniel Stufetti, 

Gerichtsschreiberin Patrizia Levante. 

 
 

 
 

Parteien 
 Dr. A._______, (Österreich),   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Anspruch auf eine Invalidenrente, 

Verfügung der IVSTA vom 28. Mai 2020. 

 

 

 

C-3336/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1966 geborene, in Österreich wohnhafte österreichische 

Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Gesuchsteller) beantragte am 

25. Juli 2019 via den zuständigen Versicherungsträger in (…) (AT) bei der 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA; Eingang: 15. August 2019) mit 

Formular E 204 eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung (IV; 

IV-act. 3).  

B.  

B.a Die IVSTA bzw. die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) führte in 

der Folge Abklärungen hinsichtlich der erforderlichen Mindestbeitrags-

dauer durch (IV-act. 11 ff.), wobei sie auch die Mitwirkung des Gesuchstel-

lers in Anspruch nahm (IV-act. 12). 

B.b Mit Vorbescheid vom 27. November 2019 stellte die IVSTA fest, es 

seien keine Beitragszeiten vorhanden, weshalb die entsprechende Voraus-

setzung für die Gewährung einer ordentlichen Invalidenrente nicht gege-

ben sei und das Leistungsgesuch abgewiesen werden müsse. Gleichzeitig 

machte die IVSTA den Gesuchsteller darauf aufmerksam, dass allfällig vor-

handene und hinsichtlich der Beitragszeit massgebliche Unterlagen 

zwecks erneuter Prüfung einzureichen seien (IV-act. 17). 

B.c Mit Eingabe vom 4. bzw. 20. Januar 2020 (IV-act. 18 und 20/1) erhob 

der Gesuchsteller sinngemäss Einwand gegen den Vorbescheid. Er 

machte geltend, sich im Jahre 1986 sowie in den Jahren 2002 bis 2010 in 

der Schweiz aufgehalten zu haben (IV-act. 18) bzw. im Jahre 1986 sowie 

in den Jahren 2008 bis 2010 in der Schweiz "beschäftigt" gewesen zu sein 

(IV-act. 20/1). Zudem reichte er innert mehrfach erstreckter Frist (IV-

act. 19, 22, 25/1) diverse Dokumente ein (IV-act. 21, 27). 

B.d Mit Verfügung vom 28. Mai 2020 wies die IVSTA das Leistungsbegeh-

ren des Gesuchstellers ab mit der sinngemässen Begründung, dass die 

von ihm eingereichten Unterlagen an der Richtigkeit des Vorbescheides 

nichts zu ändern vermöchten (IV-act. 28). 

  

C-3336/2020 

Seite 3 

C.  

C.a Gegen diese Verfügung erhob der Gesuchsteller (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) mit Eingabe vom 27. Juni 2020 (BVGer-act. 1) Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Eingang: 1. Juli 2020) und be-

antragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Gewährung des 

rechtlichen Gehörs sowie die Zusprechung einer Invalidenrente. 

C.b Mit Zwischenverfügung vom 15. Juli 2020 forderte der Instruktionsrich-

ter den Beschwerdeführer auf, bis zum 15. September 2020 einen Kosten-

vorschuss von Fr. 800.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten 

zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (BVGer-

act. 3). Der verlangte Kostenvorschuss wurde am 1. September 2020 ge-

leistet (BVGer-act. 7). Auf die gegen die Zwischenverfügung vom 15. Juli 

2020 erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 

8C_480/2020 vom 25. September 2020 nicht ein (BVGer-act. 8). 

C.c Mit Vernehmlassung vom 4. Dezember 2020 beantragte die IVSTA 

(nachfolgend auch: Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde und die 

Bestätigung der angefochtenen Verfügung, nachdem sich beschwerde-

weise keine neuen Gesichtspunkte ergeben hätten (BVGer-act. 12). 

C.d Mangels Einreichung einer Replik wurde der Schriftenwechsel mit Ver-

fügung des Instruktionsrichters vom 9. Februar 2021 geschlossen, wobei 

weitere Instruktionsmassnahmen vorbehalten blieben (BVGer-act. 15). 

C.e Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 

ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgenden 

Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beur-

teilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich grund-

sätzlich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt 

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Seite 4 

(Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die be-

sonderen Bestimmungen des ATSG (SR 830.1). Nach den allgemeinen in-

tertemporalrechtlichen Regeln finden diejenigen Verfahrensregeln Anwen-

dung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch die angefochtene Verfü-

gung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung (Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die unbestritte-

nermassen fristgemäss und im Übrigen auch formgerecht eingereichte Be-

schwerde (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist daher einzutreten, nach-

dem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde (Art. 63 Abs. 4 

i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG). 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 

3.  

3.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

Deshalb finden jene Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 28. Mai 2020 in Kraft standen. Weiter sind aber auch 

Vorschriften zu beachten, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft ge-

treten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener 

Leistungsansprüche von Belang sind. 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

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Seite 5 

Verwaltungsverfügung (hier: 28. Mai 2020) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

3.3 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger und 

wohnt in Österreich. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 

21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-

schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-

hang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft 

getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1; nach-

folgend: VO Nr. 883/2004) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur 

Anwendung. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnun-

gen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Ände-

rungen in den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitglied-

staaten anwendbar. Das Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität 

beurteilt sich indes auch im Anwendungsbereich des FZA und der Koordi-

nierungsvorschriften nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 

E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4).  

4.  

Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Verfügung vom 28. Mai 2020, mit wel-

cher die Vorinstanz – in Bestätigung ihres Vorbescheides vom 27. Novem-

ber 2019 – das Begehren des Beschwerdeführers um Zusprechung einer 

Invalidenrente abgewiesen hat. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwer-

deführer die für die Zusprechung einer Invalidenrente erforderliche Min-

destbeitragsdauer (Art. 36 Abs. 1 IVG; vgl. E. 5.1 ff.) erfüllt hat. 

5.  

Zunächst sind die relevanten schweizerischen Rechtsgrundlagen darzule-

gen. 

5.1 Versichert nach Massgabe des IVG sind Personen, die gemäss Art. 1a 

und 2 AHVG (SR 831.10) obligatorisch oder freiwillig versichert sind 

(Art. 1b IVG). Nach Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b AHVG sind nur natürliche 

Personen mit Wohnsitz in der Schweiz oder natürliche Personen, die in der 

Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben, obligatorisch bei der schweizeri-

schen AHV versichert. Beitragspflichtig sind sie insbesondere dann, wenn 

sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen (Art. 2 IVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 AHVG). 

5.2 Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente haben Versicherte, die 

bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleis-

tet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Regelung gilt seit der am 1. Januar 

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2008 in Kraft getretenen 5. IV-Revision (vgl. AS 2007 5129). Die drei Min-

destbeitragsjahre müssen vor Eintritt der Invalidität (i.S.v. Art. 4 Abs. 2 

i.V.m. Art. 28-29 IVG) geleistet worden sein. Verlangt sind drei volle Bei-

tragsjahre im Sinne von Art. 50 AHVV (SR 831.101), da Art. 50-53bis AHVV 

sinngemäss auch für die ordentlichen Renten der IV gelten (vgl. Art. 32 

Abs. 1 IVV; SR 831.201). Damit ein Jahr als volles Beitragsjahr angerech-

net wird, muss eine Beitragsdauer von mehr als elf Monaten vorliegen; dies 

ist nicht der Fall, wenn eine Beitragsdauer von elf Monaten ohne einen 

zusätzlichen Bruchteil eines weiteren Monates besteht (UELI KIESER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl. 2020, Art. 29ter 

Rz. 3 m.H. auf ZAK 1971 S. 323 E. 3). Die Beitragsdauer muss aber nicht 

zusammenhängend sein; vielmehr sind einzelne Beitragsperioden zusam-

menzuzählen (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 36 Rz. 3). Hingegen müssen die geschuldeten 

Beiträge geleistet sein oder noch entrichtet werden können (Art. 16 Abs. 1 

und 2 AHVG), damit ein bestimmter Zeitabschnitt als Beitragsdauer zählen 

kann (Wegleitung über die Renten [RWL] in der Eidgenössischen Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2003, 

Stand: 1. Januar 2020, Rz. 5006). Als Beitragsdauer kann zudem lediglich 

derjenige Zeitabschnitt gelten, in dem eine Person versichert und der Bei-

tragspflicht unterstellt gewesen ist (RWL Rz. 5005 ff.). Ist jemand nur wäh-

rend eines Teiles eines Jahres versichert und beitragspflichtig, kann kein 

volles Beitragsjahr angenommen werden, selbst wenn der für den anderen 

Teil des Jahres entrichtete Beitrag den Mindestbeitrag übersteigt (KIESER, 

a.a.O., Art. 29ter Rz. 3; BGE 99 V 24 E. 1; vgl. auch RWL Rz. 5013 mit 

Verweis auf ZAK 1974 S. 196). 

5.3 Hinsichtlich der Dauer der Beitragsleistung und der Höhe der Beiträge 

wird grundsätzlich auf die individuellen Konten abgestellt, welche für jeden 

beitragspflichtigen Versicherten geführt werden und in welche die entspre-

chenden Daten eingetragen werden (vgl. Art. 30ter AHVG; Art. 137 ff. 

AHVV). Der Versicherte hat das Recht, bei jeder Ausgleichskasse, die für 

ihn ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin gemachten 

Eintragungen unter Angabe allfälliger Arbeitgeber zu verlangen (Art. 141 

Abs. 1 AHVV). Versicherte können innert 30 Tagen seit Zustellung des Kon-

tenauszuges bei der Ausgleichskasse eine Berichtigung verlangen 

(Art. 141 Abs. 2 AHVV). Wird kein Kontenauszug oder keine Berichtigung 

verlangt, oder wird das Berichtigungsbegehren abgelehnt, so kann bei Ein-

tritt des Versicherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen im indivi-

duellen Konto nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig 

ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (Art. 141 Abs. 3 AHVV). Das 

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gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch für unvollständige Eintragungen 

im individuellen Konto, wie beispielsweise die Nichtregistrierung tatsäch-

lich geleisteter Zahlungen (BGE 117 V 261 E. 3a). Gemäss Art. 30ter Abs. 2 

AHVG sind die von einem Arbeitnehmer erzielten Erwerbseinkommen, von 

welchen der Arbeitgeber die gesetzlichen Beiträge abgezogen hat, in das 

individuelle Konto (des Arbeitnehmers) einzutragen, selbst wenn der Ar-

beitgeber die entsprechenden Beiträge der Ausgleichskasse nicht entrich-

tet hat. Die Kontenbereinigung erstreckt sich auf die gesamte Beitrags-

dauer des Versicherten, betrifft also auch jene Beitragsjahre, für welche 

gemäss Art. 16 Abs. 1 AHVG jede Nachzahlung von Beiträgen ausge-

schlossen ist (BGE 117 V 261 E. 3a). Der volle Beweis kann in der Regel 

aber nur durch Urkunden (z.B. Lohnabrechnungen) erbracht werden (vgl. 

Urteil des EVG [heute: BGer] H 17/02 vom 30. Oktober 2002 E. 4.2). Dabei 

schliesst der geforderte volle Beweis den Untersuchungsgrundsatz nicht 

aus. Der Mitwirkungspflicht des Betroffenen kommt in diesem Zusammen-

hang aber erhöhtes Gewicht zu, indem er von sich aus alles ihm Zumutbare 

zu unternehmen hat, um die Verwaltung oder das Gericht in der Beschaf-

fung des Beweismaterials zu unterstützen. Im Fall der Beweislosigkeit fällt 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei aus, die daraus Rechte ableiten 

will (BGE 117 V 261 E. 3b-d m.H.; vgl. auch Urteile des EVG H 41/04 vom 

19. Oktober 2004 E. 4 sowie H 141/03 vom 8. Oktober 2003 E. 3.1).  

5.4 Falls die Mindestbeitragsdauer mit schweizerischen Versicherungszei-

ten nicht erfüllt ist, müssen bei Schweizer Staatsbürgern und Angehörigen 

von EU/EFTA-Staaten Beitragszeiten mitberücksichtigt werden, die in ei-

nem EU/EFTA-Staat zurückgelegt worden sind. Ist die Mindestbeitrags-

dauer zwar unter Anrechnung von Versicherungszeiten in der EU/EFTA er-

füllt, beträgt aber die Beitragszeit in der Schweiz weniger als ein Jahr, so 

besteht kein Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente (vgl. Kreisschrei-

ben über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV/EL 

[KSBIL], gültig ab 4. April 2016, Stand: 1. Januar 2020, Rz. 3001 ff.); dies 

begründet keine unzulässige Diskriminierung im Sinne des FZA, da die 

Mindestbeitragsdauer auch für Schweizer Staatsangehörige gilt (BGE 131 

V 390 E. 5 ff.; vgl. zum Ganzen auch: MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 36 

Rz. 4). 

5.5 Bei Fehlen der Mindestbeitragsdauer besteht kein Anspruch auf eine 

ordentliche Invalidenrente (vgl. MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 36 Rz. 5 

m.w.H.). 

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6.  

Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob der Beschwerdeführer die Min-

destbeitragsdauer von drei Jahren für einen Anspruch auf eine schweizeri-

sche Invalidenrente erreicht. 

6.1  

6.1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei im Jahre 1986 (Juli bis 

September) sowie in den Jahren 2008 bis 2010 in der Schweiz arbeitstätig 

gewesen (IV-act. 20/1; BVGer-act. 1). 

6.1.2 Die Vorinstanz verneint die Erfüllung der Mindestbeitragsdauer mit 

der Begründung, es seien – aufgrund der vom Beschwerdeführer einge-

reichten Dokumente (Meldebescheinigung des Einwohneramtes 

B._______, Heiratsurkunde, Geburtsurkunden) und der im Vorverfahren 

amtlich getätigten Nachforschungen – keine schweizerischen Beitragszei-

ten belegt (IV-act. 17, 28; BVGer-act. 12). 

6.2  

6.2.1 Gemäss dem aktenkundigen, auf den Beschwerdeführer lautenden 

schweizerischen Versicherungsausweis AHV-IV ist als kontenführende 

Ausgleichskasse einzig die Ausgleichskasse Nr. (…), d.h. die Ausgleichs-

kasse C._______, eingetragen (IV-act. 5). Die Ausgleichskasse C._______ 

teilte der SAK auf deren Anfrage hin (IV-act. 11) am 30. Oktober 2019 al-

lerdings mit, dass auf dem individuellen Konto (IK) des Beschwerdeführers 

keine Buchungen vorhanden seien (IV-act. 13). Laut der vom Beschwerde-

führer eingereichten Melde-Bescheinigung des Einwohneramtes 

B._______ vom 13. Januar 2020 war der Beschwerdeführer am 18. Juni 

2008 aus (…) (AT) zugezogen und am 31. Januar 2010 erneut dorthin weg-

gezogen (IV-act. 21). Die von der SAK bei der Sozialversicherungsanstalt 

des Kantons D._______ (SVA D._______) durchgeführten Abklärungen 

(BVGer-act. 12/1) ergaben jedoch, dass im aktuellen IK-Gesamtauszug 

des Beschwerdeführers keine auf ihn lautenden Einträge enthalten sind. 

Die SVA D._______ führte in ihrem Schreiben vom 21. November 2020 

aus, dass seitens des Beschwerdeführers bislang keine Anmeldung für 

Nichterwerbstätige bei ihr eingegangen sei und auch kein der AHV-Abrech-

nungspflicht unterstehendes Erwerbseinkommen erzielt worden sei 

(BVGer-act. 12/3). Die Vorinstanz verzichtete daraufhin auf weitere Abklä-

rungen in Bezug auf die Mindestbeitragsdauer des Beschwerdeführers, 

weil dieser nicht in der Lage sei, genaue Informationen zu geben über die 

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Perioden seiner Tätigkeiten und seine Arbeitgeber in der Schweiz (BVGer-

act. 12/4). In den vorliegenden Akten finden sich in der Tat keine konkreten 

Angaben des Beschwerdeführers zu seiner angeblichen Erwerbstätigkeit 

in der Schweiz, welche weitere amtliche Abklärungen ermöglicht hätten. 

Mit der eingereichten Heiratsurkunde vom 22. Januar 2015 (IV-act. 27/3) 

und den vorgelegten Geburtsurkunden seiner beiden Kinder (IV-act. 27/1-

2) kann der Beschwerdeführer jedenfalls nichts zu seinen Gunsten ablei-

ten. Vielmehr ergibt sich aus den Akten (vgl. auch IV-act. 3/1), dass der 

Beschwerdeführer im Zeitraum, in welchem er erwiesenermassen in der 

Schweiz gemeldet war (Mitte 2008 bis Anfang 2010), unverheiratet war und 

damit die AHV-rechtliche Unterstellung und Beitragserfassung von Ehe-

paaren nicht zu berücksichtigen ist (vgl. Art. 3 Abs. 3 und 4 AHVG). Dem 

aktenkundigen Formular E 204 ist sodann einzig zu entnehmen, der Be-

schwerdeführer habe am 30. Juni 2014 seine unselbständige Tätigkeit als 

Rechtsanwalt aufgegeben (IV-act. 3/2 Ziff. 7.5 und 7.7). Allerdings war der 

Beschwerdeführer zu jenem Zeitpunkt bereits seit mehr als vier Jahren wie-

der in Österreich wohnhaft, weshalb in Bezug auf seine Erwerbstätigkeit in 

der Schweiz daraus nichts gefolgert werden kann.  

6.2.2 Hinsichtlich der behaupteten Erwerbstätigkeit des Beschwerdefüh-

rers in der Schweiz bestehen somit weder hinreichende Angaben noch Be-

lege. Solche sind entsprechend der dargelegten Rechtslage (vgl. E. 5.3) 

aber erforderlich, um den vollen Beweis für die Unrichtigkeit des IK erbrin-

gen zu können, zumal der Beschwerdeführer hinsichtlich seines IK bislang 

weder einen Kontenauszug noch eine Berichtigung verlangt hat und eine 

offenkundige Unrichtigkeit nicht besteht. Andernfalls kann seitens der Be-

hörden nicht geprüft werden, ob der Beschwerdeführer in der Schweiz Er-

werbseinkommen erzielt hat, von welchem der jeweilige Arbeitgeber die 

gesetzlichen Beiträge abgezogen, aber nicht an die Ausgleichskasse ent-

richtet hat. Dass der Beschwerdeführer die geforderten Unterlagen (wie 

Arbeitszeugnisse, Lohnausweise etc.; vgl. IV-act. 17/2, 19, 22, 25/1) nicht 

aufzufinden bzw. einzureichen vermag (BVGer-act. 1), wirkt sich zu seinen 

Ungunsten aus. Weitere Abklärungen seitens der Vorinstanz oder des Ge-

richts sind unter diesen Umständen nicht möglich, weshalb von einer Be-

weislosigkeit auszugehen ist, die der Beschwerdeführer zu tragen hat (vgl. 

E. 5.3).  

6.2.3 Dass der Beschwerdeführer in Österreich Versicherungszeiten von 

über drei Jahren absolviert hat (vgl. IV-act. 4/2 f.), ändert am vorliegenden 

Ergebnis nichts. Wie erwähnt (E. 5.4), muss seine Beitragszeit in der 

Schweiz dennoch mindestens ein Jahr betragen, was nach dem Gesagten 

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Seite 10 

nicht der Fall ist. Die Vorinstanz bemerkt in ihrer Vernehmlassung schliess-

lich zu Recht, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum, für welchen er eine 

Erwerbstätigkeit in der Schweiz geltend macht, als Angestellter oder im 

Rahmen der Weiterversicherung in Österreich Versicherungszeiten absol-

viert hat und Beiträge geleistet zu haben scheint (vgl. IV-act. 4/2). Bei Sach-

verhalten mit Berührung zu mehreren Mitgliedstaaten sind gemäss Art. 11 

Abs. 1 VO Nr. 883/2004 für jede betroffene Person aber die Rechtsvor-

schriften nur eines Mitgliedstaates massgebend (vgl. BGE 144 V 210 

E. 6.1). Nachdem der Beschwerdeführer für den gleichen Zeitraum (2008 

bis 2010) zwar in der Schweiz gemeldet war, für seine – wie er sinngemäss 

geltend macht – unselbständige Erwerbstätigkeit in der Schweiz aber keine 

konkreten Angaben machen kann, erübrigen sich hier weitere Ausführun-

gen zu den anwendbaren Rechtsvorschriften gestützt auf Art. 13 Abs. 1 VO 

Nr. 883/2004. 

6.2.4 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass vorliegend keine 

schweizerischen Beitragszeiten des Beschwerdeführers nachgewiesen 

sind. 

6.3 Die vom Beschwerdeführer beanstandete Gehörsverletzung (BVGer-

act. 1 S. 2) greift im Übrigen nicht. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf 

hin (BVGer-act. 12 S. 3), dass im Vorbescheid die entscheidwesentlichen 

Gesichtspunkte genannt wurden (IV-act. 17) und der Beschwerdeführer im 

Vorverfahren mehrfach die Gelegenheit zur Äusserung erhielt (IV-act. 17, 

19, 22, 25/1), wovon er auch Gebrauch machte (IV-act. 18, 20/1, 24/1, 

26/1). Insbesondere wurde der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, 

welche Unterlagen einzureichen seien, damit die Voraussetzungen für die 

Gewährung einer Invalidenrente nochmals geprüft würden (IV-act. 17/2). 

Eine weitergehende Beratungs- und Hinweispflicht seitens der Verwaltung 

besteht nicht. Das betrifft auch die dannzumal vom Beschwerdeführer an-

geblich bezahlten, aber von den Arbeitgebern nicht an die AHV/IV geleis-

teten Beiträge, und gilt umso mehr, als es sich beim Beschwerdeführer – 

als Rechtsanwalt – um eine rechtlich geschulte Person handelt. Schliess-

lich ist auf den allgemeinen Grundsatz hinzuweisen, wonach niemand Vor-

teile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten kann (BGE 124 V 215 

E. 2b/aa m.H.). 

6.4 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

die Mindestbeitragsdauer gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG nicht erfüllt und folg-

lich keinen Anspruch auf eine Invalidenrente der schweizerischen IV hat. 

Die angefochtene Verfügung vom 28. Mai 2020 erweist sich demnach als 

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Seite 11 

rechtens, weshalb die vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Be-

schwerde als offensichtlich unbegründet im einzelrichterlichen Verfahren 

abzuweisen ist (Art. 23 Abs. 2 Bst. c VGG i.V.m. Art. 85bis Abs. 3 AHVG und 

Art. 69 Abs. 2 IVG). 

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

7.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ist 

kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Entsprechend dem Aus-

gang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu 

tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 800.– festzusetzen. Der 

einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu 

verwenden. 

7.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende  

Vorinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

 

 

 

  

C-3336/2020 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Patrizia Levante 

 

  

C-3336/2020 

Seite 13 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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