# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6bd44a2-e013-5294-b85b-338c68e2b89f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.06.2014 200 2014 449
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-449_2014-06-30.pdf

## Full Text

200 14 449 EL
FUR/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Juni 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Leistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juni 2014, EL/14/449, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Ausgleichskasse des Kantons Bern (nachfolgend: AKB bzw. Be-
schwerdegegnerin) sprach dem 1953 geborenen A.________ (nachfol-
gend: Versicherter bzw. Beschwerdeführer) mit Verfügung vom 5. April 
2005 Ergänzungsleistungen (EL) zur Invalidenrente ab dem 1. Februar 
2005 zu (Akten der AKB, Antwortbeilage [AB] 75). Da der Versicherte der 
Aufforderung zur Auskunfterteilung trotz Mahnung nicht nachgekommen 
war (AB 77 f.), beabsichtigte die AKB, die EL ab 30. November 2007 einzu-
stellen (AB 80). Nach Vorlage der entsprechenden Unterlagen (AB 81 ff.) 
stellte die AKB fest, dass ihr weder das Erwerbseinkommen der Ehefrau 
des Versicherten noch dessen höhere Taggelder aus der Arbeitslosenver-
sicherung (ALV) gemeldet worden waren, weshalb sie eine Neuberechnung 
der EL vornahm (AB 117 ff.) und mit Rückerstattungsverfügung vom 
13. November 2007 die zu viel ausgerichteten Leistungen für die Zeit von 
Februar 2005 bis November 2007 im Totalbetrag von Fr. 12'431.-- zurück-
forderte (AB 124 f.); hierfür musste der Versicherte mehrfach gemahnt 
werden (AB 31, 33). Nach Meldung des Wegzugs der Ehefrau des Versi-
cherten nach … durch die Einwohnerkontrolle (AB 129) stellte die AKB die 
EL mit Verfügung vom 5. Februar 2008 per 29. Februar 2008 vorsorglich 
ein (AB 128). Unter Berücksichtigung dessen verneinte die AKB mit Verfü-
gung vom 9. April 2008 rückwirkend ab 1. November 2007 einen Anspruch 
auf EL (vgl. AB 133 ff.) und forderte die zu viel bezogenen Leistungen im 
Betrag von Fr. 4'324.-- zurück (AB 137); mit Verfügung vom 3. September 
2008 (AB 151) lehnte sie einen Anspruch des Versicherten auf EL infolge 
eines Einnahmenüberschusses (AB 152) ab. Wegen der Rückkehr der 
Ehefrau des Versicherten in die Schweiz wurden diesem infolge eines 
nunmehr resultierenden Ausgabenüberschusses ab 1. August 2008 wieder 
EL ausgerichtet (Verfügung vom 3. April 2009; AB 162; vgl. auch AB 159 f. 
und 163 ff.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30. Juni 2014, EL/14/449, Seite 3

B.

Im Rahmen einer ordentlichen Revision im August 2012 (AB 206) bemerkte 
die AKB ein höheres Erwerbseinkommen, ALV-Taggelder und eine höhere 
SUVA-Rente; unter deren Einbezug berechnete sie die EL rückwirkend neu 
(AB 223 ff.), verneinte einen Anspruch auf EL rückwirkend ab 1. August 
2008 und forderte gleichzeitig zu viel ausbezahlte Leistungen im Gesamt-
betrag von Fr. 50'290.-- zurück (unangefochten gebliebene Verfügung vom 
13. November 2012; AB 228). Mit Eingabe vom 14. Dezember 2012 er-
suchte der Versicherte, vertreten durch B.________, um (zumindest teil-
weisen) Erlass der Rückforderung von Fr. 50'290.-- (AB 245). Mangels Er-
füllung der Erlassvoraussetzung des guten Glaubens lehnte die AKB das 
Erlassgesuch mit Verfügung vom 22. Oktober 2013 ab (AB 246). Eine da-
gegen erhobene Einsprache (AB 252) wies die AKB mit Einspracheent-
scheid vom 31. März 2014 ab (AB 265).

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch B.________, 
am 13. Mai 2014 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Einspra-
cheentscheid sei aufzuheben und ihm sei die Rückerstattungsforderung in 
vollem oder eventualiter teilweisem Umfang zu erlassen, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen. Zur Begründung lässt er im Wesentlichen vorbrin-
gen, er habe zwar die Meldepflicht verletzt, dies aber nur, weil ihn sein 
vormaliger Vertreter nicht über die Meldepflicht bei geändertem Einkom-
men aufgeklärt habe. Aufgrund seiner sprachlichen Defizite und seinem 
Ausbildungsstand sei ihm bloss Nachlässigkeit vorzuwerfen, weshalb er in 
seinem guten Glauben zu schützen sei.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2014 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin unter Verweis auf den angefochtenen Einspracheentscheid die Ab-
weisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 31. März 2014 
(AB 265). Streitig und zu prüfen ist, ob die rechtskräftig festgestellte Rück-
erstattungsschuld wegen zu Unrecht bezogener Leistungen im Betrag von 
Fr. 50'290.-- infolge guten Glaubens zu erlassen ist. Nicht Streitgegenstand 
und damit nicht zu prüfen ist dagegen die Rückerstattungsforderung als 
solche sowie deren Höhe; die entsprechende Verfügung vom 13. Novem-
ber 2012 (AB 228) ist in Rechtskraft erwachsen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen, 
wenn sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach lit. b oder d der 
genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. Die Er-
gänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung sowie 
der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 
ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die 
anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 
Abs. 1 ELG).

2.2 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer 
Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstat-
ten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG).

2.2.1 Wer einen Rechtsmangel kennt, gilt diesbezüglich nicht als gutgläu-
big. Sodann darf sich derjenige nicht auf seinen guten Glauben berufen, 
dem der Mangel bei Anwendung zumutbarer Aufmerksamkeit erkennbar 
gewesen wäre. Dabei ist diejenige Aufmerksamkeit geboten, die nach den 
Umständen verlangt werden kann. Diese zivilrechtlichen Grundsätze gelten 
gleichermassen für den Bereich des Sozialversicherungsrechts (BGE 120 
V 319 E. 10a S. 335).

Nach ständiger Rechtsprechung ist der gute Glaube als Erlassvorausset-
zung nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Viel-
mehr darf sich die Leistungsempfängerin oder der Leistungsempfänger 
nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner groben Nachläs-
sigkeit schuldig gemacht haben. Daraus erhellt einerseits, dass der gute 
Glaube von vornherein entfällt, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsaus-
richtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige Melde- oder Auskunfts-
pflichtverletzung zurückzuführen ist. Andererseits kann sich die rückerstat-
tungspflichtige Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaf-
tes Verhalten nur eine leichte Fahrlässigkeit darstellt. Wie in anderen Be-
reichen beurteilt sich das Mass der erforderlichen Sorgfalt nach einem ob-
jektiven Massstab, wobei aber das den Betroffenen subjektiv Mögliche und 

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Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht 
ausgeblendet werden darf (BGE 138 V 218 E. 4 S. 220).

2.2.2 Eine grosse Härte im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ATSG liegt vor, wenn 
die vom Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlas-
senen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG; SR 831.30) 
anerkannten Ausgaben und die zusätzlichen Ausgaben nach Abs. 4 die 
nach ELG anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 5 Abs. 1 der 
Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSV; SR 830.11]). Massgebend für die Beurteilung, ob eine grosse Härte 
vorliegt, ist der Zeitpunkt, in welchem über die Rückforderung rechtskräftig 
entschieden ist (Art. 4 Abs. 2 ATSV).

2.2.3 Guter Glaube und grosse Härte im vorstehend dargelegten Sinn 
sind kumulativ geforderte Voraussetzungen für den Erlass einer Rückzah-
lung unrechtmässig bezogener Leistungen (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 30. März 2011, 9C_4/2011, E. 1.3).

2.3 Jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden 
Verhältnissen ist von den Bezügerinnen und Bezügern, ihren Angehörigen 
oder Dritten, denen die Leistung zukommt, dem Versicherungsträger oder 
dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden (Art. 31 Abs. 1 
ATSG). Für den Bereich der EL wird die Meldepflicht durch den Art. 24 der 
Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenversicherung vom 15. Januar 1971 (ELV; SR 831.301) präzi-
siert.

Für den Tatbestand der Meldepflichtverletzung ist ein schuldhaftes Fehl-
verhalten erforderlich, wobei nach ständiger Rechtsprechung bereits eine 
leichte Fahrlässigkeit genügt (BGE 118 V 214 E. 2a S. 218; SVR 2012 IV 
Nr. 12 S. 62 E. 4.2.1). Die versicherte Person hat der ihr obliegenden Mel-
depflicht persönlich nachzukommen (SVR 1995 IV Nr. 58 S. 167 E. 5b). 
Allfällige Fehler eines Vertreters oder einer Hilfsperson, deren Dienste die 
versicherte Person für die Erfüllung ihrer Auskunfts- oder Meldepflicht in 
Anspruch nimmt, hat sie sich grundsätzlich anrechnen zu lassen (BGE 112 
V 97 E. 3b S. 104; ARV 1992 S. 103 E. 2b).

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3.

3.1 Der Beschwerdeführer macht – wie bereits im Erlassgesuch 
(AB 245) und in der Einsprache (AB 252) – geltend, aufgrund seiner 
Rechtsunkenntnis und der sprachlichen Schwierigkeiten, wobei er sich 
mündlich auf Deutsch gut verständigen könne, habe er ein Beratungsange-
bot der C.________ in Anspruch genommen; von seinem Berater bzw. Ver-
treter sei er indessen nicht über die Meldepflicht und die Folgen bei deren 
Verletzung informiert worden. Nachdem sich dieser Vertreter im Zusam-
menhang mit einer strafrechtlichen Verurteilung und einem anstehenden 
neuen Verfahren ab 2009 allmählich zurückgezogen und dann im Oktober 
2009 das Leben genommen habe, sei er auf sich allein gestellt gewesen. 
Er selber sei davon ausgegangen, die EL sei Teil seiner berechtigten IV-
Rente. Er sei somit betreffend Empfang der EL gutgläubig gewesen; zu-
mindest sei es aufgrund der gesamten Umstände entschuldbar, dass er die 
Meldepflicht verletzt habe. Gegenüber allen offiziellen Stellen habe er sein 
und das Erwerbseinkommen seiner Frau stets korrekt deklariert. Ihm sei 
somit höchstens ein leichtes Verschulden anzurechnen, weshalb er in sei-
nem guten Glauben zu schützen sei.

Die Beschwerdegegnerin erachtete den Bezug der nachmalig zurückgefor-
derten EL nicht als gutgläubig und lehnte den Erlass deshalb ab. Der Be-
schwerdeführer müsse sich die Fehler seines Vertreters anrechnen lassen. 
Aufgrund der bereits 2007 und 2008 erfolgten Rückerstattungsverfügungen 
(vgl. AB 124 f. und 137) hätte ihm sicherlich bewusst gewesen sein müs-
sen, dass EL bedarfsabhängig seien und Veränderungen in den wirtschaft-
lichen Verhältnissen zu melden seien. Zumindest hätte er sich entspre-
chend erkundigen können. Unter diesen Umständen seien die Vorausset-
zungen für den guten Glauben nicht erfüllt.

3.2

3.2.1 Es fällt auf, dass dem Beschwerdeführer bei der ersten Anmeldun-
gen zum Leistungsbezug im November 2003 (AB 1) und bei den Gesuchen 
um Neufestsetzung der EL von Februar 2005 (AB 72) und Juli 2007 
(AB 111) die AHV-Zweigstelle … behilflich war, da die Handschrift der in 
den Gesuchen gemachten Ergänzungen mit der Handschrift des Berichtes 

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der AHV-Zweigstelle (AB 1 S. 4 Ziff. XII, AB 72 S. 2 unten, AB 111 S. 2 
unten) übereinstimmt. In diesen vom Beschwerdeführer unterzeichneten 
Formularen wurde ausdrücklich und umfassend auf die Meldepflicht bei 
Änderungen der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse hingewie-
sen (AB 1 S. 4 Ziff. XI sowie AB 72 S. 2 und AB 111 S. 2 gegen unten, je-
weils just oberhalb der Unterschrift und teilweise fett). Ein entsprechender 
Hinweis findet sich sodann in der ersten (sowie allen weiteren) leistungszu-
sprechenden Verfügung vom 5. April 2005 (AB 75), wo explizit noch diffe-
renziert wird, welche Änderungen zu melden sind, und wo ausdrücklich auf 
die Folgen der Verletzung der Meldepflicht hingewiesen wird. Selbst auf 
schriftliche Aufforderung (AB 77) und Mahnung (AB 78) hin hat der Be-
schwerdeführer die einverlangten Unterlagen (Monatsabrechnungen der 
ALV-Taggelder) nicht eingereicht (vgl. AB 79). Erst als er sich mit der Ein-
stellung der EL konfrontiert sah (AB 80), wurde er aktiv. Eine Vertretung ist 
erst ab Februar 2008 aktenkundig (AB 32), nachdem erstmals am 13. No-
vember 2007 eine Rückforderung verfügt (AB 124) und der Beschwerde-
führer diesbezüglich am 17. Januar 2008 gemahnt (AB 31) werden musste. 
Zeitgleich wurden die EL wegen des nicht gemeldeten Wegzugs der Ehe-
frau nach … per Ende Oktober 2007 (vgl. AB 130 S. 2 Mitte; vgl. auch AB 
129) eingestellt (AB 128) und in der Folge zurückgefordert (AB 137). Die 
Bemühungen des Vertreters beschränkten sich auf die Modalitäten dieser 
Rückzahlungen (in Raten; AB 31, 37) und zwei Gesuche um Neufestset-
zung der EL infolge Wohnsitzwechsels (AB 147) und Zuzugs der Ehefrau 
des Beschwerdeführers in die Schweiz (AB 157; vgl. auch AB 154), ehe 
sich dieser gemäss Ausführungen des Beschwerdeführers im Verlaufe des 
Jahres 2009 zurückzog und im Herbst desselben Jahres verstarb (vgl. E. 
3.1 hiervor). Erst wieder im Verlaufe des Jahres 2012 bemühte sich der 
Beschwerdeführer anlässlich einer Revision der EL um eine Vertretung, 
zunächst – und trotz der nunmehr geltend gemachten schlechten Erfahrun-
gen (vgl. AB 245) – durch die C.________ (AB 194) und am 19. November 
2012 durch seinen jetzigen Vertreter (AB 229), welcher nach erfolgter 
Rückerstattungsverfügung vom 13. November 2012 (AB 228) ein Erlassge-
such stellte (AB 245) und in diesem Zusammenhang das vorliegende Ver-
fahren anstrengte.

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3.2.2 Diese Ausführungen zeigen deutlich auf, dass sich der Beschwerde-
führer nicht hinter angeblichen Fehl- bzw. Nichtinformationen seines dama-
ligen Vertreters verstecken kann. Sämtliche Meldepflichtverletzungen er-
folgten in Zeiten, in denen er noch nicht bzw. nicht mehr vertreten war. Ab-
gesehen davon, dass dem Beschwerdeführer allfällige Fehler seines Ver-
treters ohnehin anzurechnen wären (vgl. E. 2.3 zweiter Abschnitt hiervor), 
war er entgegen seiner Darstellung sehr wohl hinreichend über seine Mel-
depflicht informiert. Bei etwelchen Fragen wäre von ihm zu erwarten gewe-
sen, dass er sich an die zuständige AHV-Zweigstelle wendet, wie er dies zu 
Beginn jeweils gemacht hat (vgl. E. 3.2.1 hiervor) und wie ihm dies mehr-
fach angeboten worden ist (vgl. z.B. AB 55, 77 f., 124, 128, 137). Es fällt 
auf, dass er Hilfe nur dann in Anspruch nahm, wenn er sich EL-rechtlich 
einen Vorteil (infolge Verschlechterung seiner persönlichen und wirtschaft-
lichen Verhältnisse) erhoffte. Im Bewusstsein, dass eine Verschlechterung 
der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse Auswirkungen auf die 
EL zeitigen, erweist es sich – auch für einen Laien – genau so selbstver-
ständlich, dass eine Verbesserung der Verhältnisse eine Kürzung oder gar 
Aufhebung der EL zur Folge haben wird. In solchen Fällen liess er sich 
aber erst dann extern beraten bzw. vertreten, wenn er sich bereits mit einer 
Rückerstattungsforderung konfrontiert sah. Davor und danach erachtete er 
eine Vertretung offensichtlich nicht für angezeigt, obwohl er eigenen Vor-
bringen in der Beschwerde (S. 2 Ziff. III.6 und S. 3 Ziff. III.8) zufolge das 
Wesen der EL nicht verstehen will. Niemand erwartet vom Beschwerdefüh-
rer, dass er sich im Sozialversicherungsrecht umfassend auskennt (vgl. 
AB 252 S. 3 Ziff. 8), wohl aber, dass ihm – wie jedem verständigen Men-
schen in gleicher Lage und unter den gleichen Umständen – bewusst ist, 
dass höhere Einnahmen (höheres Erwerbseinkommen, ALV-Taggelder und 
höhere SUVA-Rente) mitgeteilt werden müssen. Dies gilt umso mehr, als 
vom Beschwerdeführer nicht das erste Mal EL infolge von Meldepflichtver-
letzungen haben zurückgefordert werden müssen.

3.2.3 Zumindest im Rahmen der nunmehr wiederholten Meldepflichtver-
letzung handelte der Beschwerdeführer zumindest grobfahrlässig. Damit 
mangelt es offensichtlich an einem gutgläubigen Bezug der deshalb ab 
1. Oktober 2008 zu viel ausgerichteten EL, was einem Erlass entgegen-
steht.

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3.2.4 Da es bereits am guten Glauben mangelt, die beiden Erlassvoraus-
setzungen indessen kumulativ vorliegen müssen (vgl. E. 2.2.3 hiervor), 
kann die Frage, ob die Rückforderung ein grosse Härte bedeuten würde, 
offen gelassen werden. 

3.3 Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich nach den obi-
gen Ausführungen als rechtmässig; die gegen diesen erhobene Beschwer-
de ist offensichtlich unbegründet und deshalb abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG muss das Verfahren für die Parteien 
kostenlos sein; einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, 
können jedoch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt 
werden. Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung kann vorliegen, 
wenn die Partei ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von 
dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er 
unrichtig ist. Mutwillige Prozessführung kann auch etwa angenommen wer-
den, wenn eine Partei eine ihr in dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (z.B. 
Mitwirkungs-, Unterlassungspflicht) verletzt oder wenn sie noch vor der 
Rekursbehörde an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält 
(BGE 124 V 285 E. 4b S. 288, 112 V 333 E. 5a S. 334; SVR 2007 IV Nr. 19 
S. 69 E. 2.2).

In Anbetracht des in E. 3.2.1 hiervor Ausgeführten bewegt sich der Be-
schwerdeführer mit seinen Eingaben an der Grenze der prozessualen 
Mutwilligkeit, überschreitet diese aber gerade noch nicht. Damit bleibt das 
Beschwerdeverfahren kostenlos.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Leistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.