# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff0785e7-d410-5b16-a24e-888ac5c5daa3
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-10-29
**Language:** de
**Title:** Zusprache einer Rente gestützt auf zuverlässiges MEDAS-Gutachten; Nichtbeachten des RAD-Untersuchungsbericht wegen 'second opinion' (BGE 8C_895/2013)
**Docket/Reference:** IV.2011.01274
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2011.01274.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2011.01274
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiber Rubeli
Urteil
vom
29. Oktober 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG
Rechtsdienst, lic. iur.
Y.___
Soodmattenstrasse 2, 8134 Adliswil 1
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1971 geborene
,
zuletzt als Raumpflegerin/
Haushalthilfe
(Urk.
12/19)
sowie als Teppich-Reparateurin
voll
erwerbstätig (
vgl. auch
Haushaltabk
lärungsbericht vom 24. Mai 2011
[Urk. 12/65/2 Ziff.
2.5
]
)
gewesene
X.___
mel
dete sich i
m September 2008
(Urk.
12/
5
= Formular „Berufliche Integra
tion/Rente“
) beziehungsweise im Januar 2009
(Urk. 12/30)
unter Hinweis auf
seit
7.
Mai 2008 bestehende Rückenbeschwerden
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte dara
ufhin die erwerblichen und medi
zinischen Verhältnisse ab. Insbesondere veranlasste sie ein polydisziplinäres (internistisches, psychiatri
sches, rheumatologisches und kardiologisches)
Gutachten bei der MEDAS
Z.___
(vom 30. März 2010
,
Urk. 12/49/1-
30)
. Weiter
holte
sie
einen RAD-ärztlichen
orthopädischen und
psychiatrischen Untersuchungsbericht
,
beide
vom 16. November 2010
,
ein
(Urk. 12/
56-
59).
Vor allem
g
estützt auf
letzte
ren (
Urk.
12/59/1-8)
verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem Vor
besche
idver
fahren mit Verfügung vom 9
. Nove
mber 2011
ausgehend von einem Invalidi
tätsgrad von 28 % - einen Rentenanspruch (Urk. 2; siehe auch Feststellungs
blätter vom 19. Juli 2011 [Urk. 12/70] und vom 9. November 2011 [Urk. 12/83]).
2.
Dagegen liess
X.___
am 24. November 2011 (Urk. 1)
-
mit Ergän
zung vom
9. Dezember 2011 (Urk. 7)
-
Beschwerde erheben und beantragen, es sei
ihr ab 7.
Mai 2008 eine ganze
b
eziehungsweise eventualiter
eine
angemes
sene
Rente der Invalidenversicherung
zuzusprechen
. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere Abkl
ä
rungen vorzunehmen
, ins
besondere
bei
m MEDAS-Teilgutachter
pract.
med.
A.___
, Facharzt
für Psy
chiatrie und Psychotherapie, ein ergänzendes
Gutachten einzuholen
. Subsub
eventualiter sei ein neues polydisziplinäres (orthopädisches, rheumatologisches
, neurologisches und psychiatri
sches
) Gerichtsgutachten einzuholen
. Dab
ei liess die
Beschwerdeführer
in einen
Be
richt
von med.
pract.
B.___
,
Psychiatriezentrum
C.___
,
vom 2. Dezember 2011 einreichen (Urk. 8). Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 11). Replicando
hielt d
ie
Beschwerdeführer
in
an
ihr
e
n Anträgen fest (Urk.
15
, vgl. auch Zuschrift vom 7. Juni 2012 [Urk. 20]
), während die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik verzichtete (Urk. 18).
Die Frist
für die
Stellungnahme
der beigeladenen Pensionskasse
(Urk. 22),
O.___
Pen
sionskasse
,
ist am
16.
September 2013
ungenutzt abgelaufen.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfo
rderlich, in den Erwägungen ein
gegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2.2
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerz
störung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände,
welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent
sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vor
aus
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352). Diese im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisie
renden Charakters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4 S. 70), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E.
4 am Ende), Chronic Fatigue Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyn
drom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewegungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweis
bare Funktionsfälle (BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer Hypersomnie (BGE 137 V 64 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet.
1.3
1.3.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3.2
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an aus
bezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
1.4
1.4.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwer
defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weite
ren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4.2
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen
kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu beurteilen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Rentenablehnung damit
, dass gemäss
den
medizinischen Abklärungen
, insbesondere gemäss dem
p
sychi
atrischen Untersuchungsbericht von RAD-Arzt Dr. med.
D.___
, Facharzt für Psych
iatrie und Psychotherapie, vom 16
. November 2010 (Urk. 12/59) der Beschwerdeführerin seit Mitte Oktober
2008
eine behinderungsangepasste Tätigkeit im Umfang von
wenigstens 80 %
zumutbar sei
. Dabei könnte die Beschwerdeführerin - unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % - ein rentenausschliessendes Invalideneinkommen e
rzielen
(Urk. 2 und 11).
2.3
Demgegenüber macht die Beschwerdeführ
erin geltend, sie sei
in jeder Tätigkeit
vollständig
arbeitsunfähig
.
Auf den p
sychiatrischen Untersuchungsb
ericht von RAD-Arzt Dr.
D.___
, welcher oberflächlich sei,
könne nicht abgestellt werden.
Abzustützen sei
auf das
p
sychiatrische
Konsilium
des
MEDAS-Teilgutachter
s
med.
pract.
A.___
vom 4
.
Februar
2010 (
Urk. 12/49/30-40)
.
Z
udem
weist die Beschwerdeführerin
auf
einen neuen
Bericht
von med. pract.
B.___
,
Psychiatrie
zentrum
C.___
, vom 2. Dezember 2011
hin
(Urk. 8)
.
2.4
Aufgrund der Wartezeiteröffnung im
Mai 2008 (
vgl.
Urk. 12/70/9
) und der im September 2008 erfolgten Leistungsanmeldung (Urk.
12/2
) wäre der etwaige Rentenbeginn frühestens auf
1.
Mai
2009
anzusetzen (vgl. E. 1.3.1
).
3.
3.1
Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Arbeitsfähigkeit
der Beschwer
de
führerin in ihren
zuletzt ausgeübten Tätigkeit
en
aus physischen Gründen
vollständig eingeschränkt ist
(vgl.
Urk.
11 S. 2 letzter Absatz
)
. Umstritten ist die aus psychischen Gründen eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.
3.2
Im Gutachten der MEDAS
Z.___
vom 30. März 2010 (der Dres. med.
E.___
, Fachärztin für Innere Medizin, und
F.___
, Facharzt für Rheumatolo
gie
;
samt Kardiologischem Teilgutachten
von Dr. med.
G.___
, Facharzt für Kardiologie, vom 19.
Januar 2010
[Urk. 12/49/16-20],
R
heuma
tologischem Konsilium von Dr. med.
H.___
, Facharzt für Rheumatologie sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 14. Januar 2010 [Urk. 12/49/22-28]
und Psychiatrischem Konsilium von med. pract
A.___
vom 4. Februar 2010 [Urk. 12/49/30-40]
)
wurde
in
rheu
matologischer
Hins
icht
ein generalisiertes Schmerzsyndrom diagnostiziert. Die Arbeitsfähigkeit als Raum
pflegerin betrage 0 %; in einer leichten bi
s mittel
schweren Arbeit
bestehe
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Aus kardiolo
gischer Sicht liege
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkei
t vor
.
Aus p
sychiatrischer
Sicht bestehe
sodann
eine sch
were depressive Episode (ICD-10
F32.2), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) und ein schädlicher Gebrauch von Opio
iden (iatrogen) (ICD-10 F11.01)
.
P
sychopa
thol
ogisch
betrage
die Arbeitsfähigkeit
0
% für jeglich
e Tätigkeit
. Es sei mit einem stationären Verlauf zu rechnen
(vgl. zusammenfassende
Stellung
nahme der RAD-Ärzte
Dres. med.
D.___
und
I.___
, Facharzt für
Orthopä
dische
Chirurgie und Traumatologie, vom 14. Juli 2010, Urk. 12/70/5
-6
)
.
Der
Teilgutachter
pract.
med.
A.___
führt
e in seiner
psychiatrischen
Beurtei
lung aus
(vgl. Urk. 12/49/
36-38)
, die 39jährige Beschwerdeführerin sei
bezüg
lich Stimmung und körp
erliche
Beschwerden
sehr leidend
gewesen
. Sie habe f
ast durchgehend geflüstert und
gewünscht
,
auf der
Unters
uchungsliege abliegen zu dürfen
und inhaltlich habe sich an keinem Punkt
etwas Positives gezeigt. Sie sehe an keinem einzigen Punkt irgendeine Perspektive für sich. Alles zu Bemerkende habe schlüssig und angesichts der Entwicklung der letzten Zeit schlüssig gewirkt
.
Im Vordergrund stehe die Depression, die sich seit der Untersuchung im Psychi
atriezentrum
J.___
(Bericht vom 20. Oktober
2008
[Urk. 12/40/25-27]
)
deutlich zur schweren
hin entwickelt habe
. Es seien ausrei
chend Symptome im Psychostatus erfasst um im Einklang mit dem klini
schen Eindruck zu einer schweren Depression zu kommen,
und welche
als
hauptausschlaggebend für die
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
angenommen werden könne
.
Da die
geschilderten körperlichen Beschwerd
en nicht oder nur zu einem
geringen Teil soma
tisch erklärt werden könnten, sei
die Diskussion einer somatofor
men Schmerzstörung notwendig.
Pract. med.
A.___
prüfte im Folgenden die durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 130 V
352, 130 V
396 und 132 V 65) geschaffenen Kriterien und führte dazu aus, die
(psychische)
Komorbidität
sei mit
der Depression gegeben und von erheblicher Schwere und Intensität. Eine Chronifizierung sei mittlerweile anzunehmen. Es habe ein deut
licher sozialer Rückzug stattgefunden. Ein primärer Krankheitsgewinn sei inso
fern festzustellen, als dass die
Beschwerdeführerin
nie Probleme in ih
rem Leben wahrgenommen habe,
sich aber ständig überfordert habe,
bis sie schliesslich durch die
chronis
che Überbelastung dekompensiert habe
. Noch nicht ausrei
chend
adäquat erscheine jedoch die Behandlung insbesondere im pharmakolo
gischen Berei
ch
.
Die Medikation mit
MST, Sirdalud
, Temesta und R
emeron sei klar sedierend
und
beeinflusse
die
Aktivität, Motivation
und
die Persönlichkeit
der Beschwerdeführerin negativ.
Insbesondere unter Berücksichtigung der we
ni
gen somatischen Diagnosen müsse
die Schmerz- und Beruhigungsmedikation der Explorandin unbedin
gt überprüft werden. Aktuell sei
von einem schädli
chen, iatrog
enen Gebrauch auszugehen. Die ICF
Klassifikation
(Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit nach WHO)
laute
für die Beschwerdeführerin
wie folg
t (Urk. 12/49/38)
:
Die Fähigkeit zur Anpa
ssung an Regeln und Routinen sei
schwer beeinträchtigt.
Auch die Fäh
ig
keit zur Planung und Strukturierung von Aufg
aben sei schwer beeinträchtigt und ebenso d
ie Flexibilität und Umstellungsfähi
gkeit. Die fachliche Kompetenz sei
mittel
mässig
,
die Durchhalte
-
und
Selbstbehauptungsfähigkeit
seien
schwer beeinträchtigt. Die
Kontaktfähigkeit zu Dritten sei
mittel
mässig
bis schwer beeinträ
chtigt. Die Gruppenfähigkeit
, die Fähigkeit zu ausserberuflichen Akti
vitäten sowie
zu familiären beziehungsweise intimen Beziehungen sei
en
schwer beeinträchtigt
. Die Fä
higkeit zur Selbstversorgung sei
mittel
mässig
beeinträc
h
tigt, ebenso die Wegefähigkeit
.
In Bezug auf
die Frage nach dem
chronologi
schen und prozentualen Verlauf der Arbeitsfähigkeit erklärte
pract. med.
A.___
(Urk. 12/49/40)
, die in den Berichten des Psychiatriezentrums
J.___
attestierte volle Arbeitsunfähigkeit erscheine angesichts der damals
bloss
mit
telgradigen Depression als etwas „zu hoch gegriffen“,
jedoch sie
die Beschwer
deführerin damals aber kaum mehr als 20 bi
s 30 % arbeitsfähig gewesen
.
3.3
Darauf erklärten d
ie RAD-Ä
rzte Dres.
D.___
und
I.___
, das
ME
DAS-Gut
ach
ten sei umfassend,
in Kenntnis der Vorakten erstellt
worden, beruhe
auf allseitigen U
ntersuchungen und berücksichtige
die geklag
ten Beschwerden und sei
in der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit aus somatischer
Sicht nachvoll
ziehbar.
Dagegen sei die a
us ps
ychiatrischer Sicht
attestierte volle
Arbeitsunfä
higkeit für jedwede Tätigkei
t nicht ohne weiteres plausibel.
I
nsbesondere sei
der versicherungspsychiatrisch relevante
Aspekt der gutachterlichen Interpretation und Gewichtung der subjektiven Angaben der Versicherten nicht
hinreichend
genug ausgeführt
. Ähnliches gelte für die aufgrund der Diagnos
e der somato
formen Schmerzstörun
g zu diskutierenden Försterschen Kriterien, diese seien
erwähnt, aber
ebenfalls
nicht ausreichend spezifisch diskutiert
.
Auf die
psy
chiatrische MEDAS-Beurteilung
könne daher nicht abgestellt werden
, wes
halb
die Beschwerdeführerin
für eine bidiszipli
näre
(orthopädische und
psych
i
atrische
)
RAD-ärztliche
Untersuchung
auf
zu
bieten
sei
(Stellungnahme vom 14. Juli 2010, Urk. 12/70/5-6)
.
4.
4.1
Zum Vorgehen der IV-Stelle ist in grundsätzlicher Hinsicht Folgendes anzumer
ken: Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung wiederholt festgehalten, dass
Art.
43
Abs.
1
ATSG
die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen statu
iere und es dabei im Ermessen des Versicherungsträgers liege, darüber zu befin
den, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen habe. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruches von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen würden indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers bein
halten, eine „second opinion“ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sach
verhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passe (SVR 2007 UV Nr. 33 S.
11, U 571/06 E.4.1 und 4.2; BGE 136 V 156 E. 3.3). Dies begründet das Bun
des
gericht damit, der versicherten Person stehe diese Möglichkeit ja ebenfalls nicht offen. Zudem gehe es namentlich nicht darum, „die Tunlichkeit einer medi
zini
schen Massnahme mittels Einholung einer Zweitmeinung zu hinter
fragen“, son
dern um das Erstellen des  rechtserheblichen Sachverhalts mit dem massgebli
chen Beweisgrad. Und dies wiederum hänge entscheidend mit dem Beweiswert des medizinischen Gutachtens zusammen (SVR 2007 UV Nr. 33 S.
11
, U 571/06 E. 4.1 und 4.2
)
4.2
Den rechtsprechungsgemässen Beweiswert (siehe dazu im Detail vorne E. 1.4.2) wollen nun die beiden RAD-Ärzte
Dr.
I.___
und
Dr.
D.___
dem polydis
ziplinären Gutachten der MEDAS
Z.___
vom 3
0.
März 2010 nur bezüglich den somatischen Schlussfolgerungen zugestehen (siehe vorne E. 3.3). Die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht für jedwede Tätigkeit finden sie „nicht ohne weiteres plausibel“, dies insbesondere weil die subjektiven Angaben der Versicherten gutachterlicherseits ungenügend inter
pretiert und gewichtet und die Försterschen Kriterien ebenfalls nicht ausrei
chend spezifisch diskutiert worden seien (
Urk.
12/70/6).
4.3
Dieser Beurteilung kann sich das Gericht nicht anschliessen. Die Vorgehens
weise der RAD-Ärzte, nur die somatischen, nicht aber die psychiatrischen Schluss
folgerungen eines - als Einheit zu begreifenden, weil auch von allen involvierten Gutachtern mitgetragenen - Gutachtens als beweiskräftig zuzulas
sen,
überzeugt nicht
. Überdies ist unverständlich, wieso sie - auf deren Veran
lassung das MEDAS-Gutachten überhaupt eingeholt worden war - nicht eine Ergänzung desselben verlangten beziehungsweise die Fragen, die ihnen nicht oder ungenügend beantwortet schienen, im Nachhinein den Gutachtern zusätz
lich noch stellten, wie es üblicherweise der Fall ist. Insofern erstaunt denn auch nicht, dass der Beschwerdeführer der IV-Stelle vorwirft, sie sei „ergebnisorien
tiert“ vorgegangen (
Urk.
3 S. 4
Ziff.
11, vgl. auch
Urk.
15 S.
2-4), kann diese Vorgehensweise einen solchen Eindruck doch leicht erwecken. Jedenfalls müs
sen nach dem Gesagten die beiden Untersuchungsberichte der RAD-Ärzte
Dr.
I.___
(orthopädische Expertise vom
8.
beziehungsweise 1
6.
November 2010,
Urk.
12/57 und 58) und
Dr.
D.___
(psychiatrische Expertise vom 1
6.
No
vember 2010,
Urk.
12/59) als „second opinions“ unberücksichtigt gelas
sen werden.
4.4
Vorliegend
erweist sich
überdies
das
p
sychiatrische
Teilg
utachten von
pract.
med.
A.___
,
welches die Vorakten
ausreichend
berücksichtigt
(und
übrigens
die
darin
attestierte
volle
Arbeitsunfähigkeit
kritisiert [
vgl. Urk. 12/49/40
]
)
und auf ausgedehnten Befun
derhebungen beruht (vgl. Urk. 12/49
/3
5
-
3
6)
als nach
vollziehbar und
einleuchtend
.
Insbesondere hat p
ract. med
.
A.___
in seinem Untersuchungsbefund
mässig bis stark erhöhte Werte für Depressivität
, Psycho
organizität und Apathie
(Urk. 12/49/36)
angegeben und festgehalten,
die Beschwerdeführerin sei klar su
izidal (Urk. 12/49/35 am Ende).
G
emäss
mehrere
r
Vorakten
(vgl.
auch
„Krankheitsanamnese“ in Urk. 12/59/2-3
Ziff.
5
)
war
während längerer Zeit (Juli
2008 bis
[wenigstens
]
November 2009)
eine
mittel
gradige Depression
diagnostiziert
worden
. Dabei ist
auf
die
folgende
n
medizi
nische
n
Berichte
hinzuweisen
:
Bericht
der
K.___
vom 25.
August 2008
über die Hospitalisation vom 22. Juli 2008 bi
s 25. August 2008 (
Urk.
12/21/20-23
= 12/40/15-18
),
Berichte
von
Dr. med.
L.___
und med. pract.
B.___
,
Psyc
hiatriezentrum
J.___
,
vom 20. Oktober 2008
nach Konsultationen vom 28. August, 8.
September und 14. Oktober 2008 (
Urk. 12/21/34-36 =
12/40/25-27
)
und
vom 24.
März 2008
(
bzw. rich
tig
:
30. März 2009
)
mit Angabe einer vollen Arbeitsunfähigkeit vom 28. August 2008 bis
Behandlungsabschluss am
14. Oktober 2008
(
Urk. 12/37/
2
)
,
Bericht
von
Dr. med.
M.___
, Facharzt für Innere Medizin,
vom
27. November 2008 (Urk. 12/21)
und etwa
Bericht der
vom 3. Juni 2009 bis 6. November 2009 behandelnden
Psychotherapeutin
Dr.
N.___
,
welche
in ihrem Bericht vom 18. November 2009 eine volle Arbeitsunfähigkeit als Raumpflegerin seit 7. Mai 2008
attestierte (
Urk.
12/46).
Insgesamt
ist
die
psychiatrische
MEDAS-
Abklärung
nicht in Frage zu stellen
und
in psychischer
Hinsicht
von einem
länger dauernden
depressiven Zustand
,
der
sich
bis zur
Untersuchung von
pract.
med.
A.___
deutlich zur schweren
Depression
hin entwickelt hat, und
von
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) auszugehen
, wobei anzunehmen ist
, dass
sich die Beschw
erdeführerin ständig überfordert
e
bis sie schliesslich durch die chro
nis
che Überbelastung dekompensiert
e
(vgl. Urk. 12/49/38 am Anfang),
und
dass
psychosoziale Faktoren (vgl.
Urk.
12/49/39
Ziff.
7)
keine
Rolle spielen.
Damit ist d
er
medizinische Sachverhalt im Zeitpunkt der angefochtenen Verfü
gung als erstellt zu betrachten.
4.5
In Bezug auf die somatoforme Schmerzstörung ist sodann festzustellen, dass aufgrund der schweren Depression eine
-
bei der unzumutbaren willentlichen Überwindung der Schmerzbewältigung im Vordergrund stehende (vorne E. 1.2.2)
-
relevante psychische Komorbidität gegeben ist. Auch eine Chronifi
zierung ist mittlerweilen anzunehmen und die anderen rechtsprechungsgemäss geforderten Kriterien (wiederum vorne E. 1.2.2) sind
wenn auch gemäss
pract. med.
A.___
nicht alle „stark“
erfüllt: In der Gesamtwürdigung
ist er
aber zum Schluss ge
kommen, dass sie ausreichend erfüllt seien, um die somato
forme Schmerstörung „als gegeben zu werten“. Pract. med.
A.___
verwies diesbezüglich überdies auf das Urteil des Bundesgerichts I 457/2002 vom 1
8.
Mai 2004
E.
7.4
(publiziert unter BGE 130 V 396, aber ohne die zitierte E.
7.4), wonach die fraglichen Umstände nur zu berücksichtigen seien, wenn sie sich beim Versicherten mit einem Mindestmass an Konstanz und Intensität manifestierten. Nicht erforderlich sei, dass sich eine psychiatrische Expertise in jedem Fall über jedes einzelne der genannten Kriterien ausspreche; entscheid
massgeblich sei eine Gesamtwürdigung der Situation. Diese wurde im MEDAS-Gutachten rechtsgenügend vorgenommen.
4.
6
Nach dem Gesagten ist damit bei Rentenbeginn am 1.
Mai
2009 (vgl. E. 2.4 hievor) zunächst von einer Arbeitsunfähigkeit von 80 % (in jeder Tätigkeit auf
grund psychischer Beschwerden [vgl. Urk. 49/30/40
Ziff.
4]) und ab der psy
chiatrischen Untersuchung von pract. med.
A.___
vom 8. Januar 2010 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
5.
Aufgrund der bei der Invaliditätsbemessung eingesetzten Vergleichseinkommen (vgl. Urk. 2) ergibt sich ab Rentenbeginn offensichtlich ein Anspruch auf eine ganze Rente.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.
Das Gericht erkennt:
1.
In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des K
antons Zürich, IV-Stelle, vom
9.
November 2011
aufgehoben, und
es wird festge
stellt, dass die
Beschwerdeführer
in
ab
1.
Mai
2009 Anspruch auf eine ganze
Rente der Invalidenversicherung hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine Prozessent
schädigung von
Fr.
1‘500.--
(inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
-
O.___
Pensionskasse
sowie an:
-
Gerichtskasse
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubRubeli