# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb38b86a-ba1f-5b4b-95fb-e518bb11cc3a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 15.04.2025 ZR1 2025 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-37_2025-04-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 15. April 2025
mitgeteilt am 17. April 2025

Referenz ZR1 25 37

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Moses und Pedretti
Toneatti, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand Wechsel Unterbringung

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden vom 21. März 2025, mitgeteilt am 21. 
März 2025 

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Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 2010, ist das gemeinsame Kind von B._____ 
und C._____. A._____ lebte zusammen mit zwei jüngeren Geschwistern bei ihrer 
Mutter in O.1._____, O.2._____ und zuletzt in O.3._____. Der Vater lebt in 
O.4._____. Die Familie stammt ursprünglich aus O.5._____.

B. Die Kantonspolizei Graubünden erstattete am 19. Dezember 2023 und am 
18. Januar 2024 Meldungen an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
Graubünden, Zweigstelle Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden), wonach 
es zu heftigen Streitereien zwischen A._____ und ihrer Mutter gekommen sei. In 
der Folge wurde A._____ fürsorgerisch in die Klinik A._____ eingewiesen. Hierauf 
wurde ein Verfahren eröffnet und es erfolgten kindesschutzrechtliche Abklärungen, 
namentlich durch Einholung von Berichten bei der Jugendakutstation der Klinik 
A._____ und beim Schulpsychologischen Dienst.

C. Mit Entscheid vom 28. Februar 2024 errichtete die KESB Nordbünden für 
A._____ eine Erziehungsbeistandschaft sowie eine Beistandschaft mit besonderen 
Befugnissen. Gleichzeitig wurde den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht 
entzogen und A._____ per 7. März 2024 in den Wohngruppen D._____ behördlich 
untergebracht. Als Beistand wurde E._____ eingesetzt. Die Eltern hatten sich vor 
dem Entscheid mit der geplanten Kindesschutzmassnahme einverstanden erklärt. 
In der Folge trat A._____ von der Jugendpsychiatrischen Station O.1._____ in die 
Wohngruppen D._____ über, nachdem sie zwischenzeitlich fürsorgerisch im 
Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik A._____ untergebracht 
worden war.

D. Mit Entscheid vom 16. Juli 2024 übertrug die KESB Nordbünden die 
Mandatsführung von E._____ per 15. August 2024 auf F._____ von der 
Berufsbeistandschaft O.3._____.

E. Nach ihrer Unterbringung in D._____ besuchte A._____ die öffentliche 
Schule in O.6._____. Sie entfernte sich jedoch mehrfach unerlaubt von der 
Wohngruppe und wurde jeweils polizeilich ausgeschrieben. Es entstanden Konflikte 
mit den Mitschülerinnen und Mitschülern sowie mit den Betreuungspersonen. 
Während des Aufenthalts in O.6._____ erfolgten des Weiteren mehrere 
Kurzaufenthalte in der Klinik A._____. Zudem fehlte A._____ seit Beginn des 
Schuljahres 2024/25 während 106 Halbtagen.

F. Mit Bericht vom 6. März 2025 an die KESB Nordbünden hielten die 
Wohngruppen D._____ fest, dass das Setting in den Wohngruppen D._____ nicht 

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mehr zielführend sei. Es wurde ein Sonderschulsetting oder eine interne 
Beschulung empfohlen, um gezielter auf die Bedürfnisse von A._____ reagieren zu 
können. 

G. Am 11. März 2025 stellte die Beiständin F._____ den Antrag auf Wechsel in 
der Unterbringung.

H. Am 17. März 2025 wurden A._____ und deren Eltern telefonisch zum 
geplanten Wechsel angehört. A._____ lehnte die Umplatzierung ab.

I. Am 21. März 2025 entschied die Kollegialbehörde der KESB Nordbünden, 
was folgt: 

1. Im Zusammenhang mit dem Aufenthalt von A._____ wird gestützt auf 
Art. 310 ZGB in Verbindung mit Art. 314b Abs. 1 ZGB:

a. die für A._____ mit Entscheid vom 28. Februar 2024 angeordnete 
behördliche Unterbringung in den Wohnguppen D._____ per 8. April 
2025 aufgehoben und A._____ gleichentags in der geschlossenen 
Intensivgruppe der Jugendstätte G._____ O.7._____ untergebracht.

2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:

a. Zuständig für die Entlassung oder den allfälligen Wechsel der 
Unterbringung ist die KESB.

b. Die Leitung der Jugendstätte G._____ wird angewiesen, die KESB 
Graubünden Zweigstelle Nordbünden, mit einem Verlaufsbericht zu 
benachrichtigen, sobald sich abzeichnet, dass die Voraussetzungen 
für die Unterbringung demnächst nicht mehr erfüllt sein werden bzw. 
spätestens per 31. Juli 2025.

3. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Prüfung Wechsel Unterbringung werden auf 
Fr. 500.— festgesetzt.

b. Auf die Erhebung dieser Kosten wird verzichtet.

4. (Rechtmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)

J. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe 
vom 31. März 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden. Sie 
äusserte den Wunsch, in den Wohngruppen D._____ bleiben zu können.

K. Der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer des Obergerichts 
forderte mit Verfügung vom 31. März 2025 bei der KESB Nordbünden die Akten an, 
welche am 1. April 2025 eingingen.

L. Die KESB Nordbünden beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 1. April 
2025 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne.

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M. Die mündliche Hauptverhandlung, zu der mit Verfügung vom 11. April 2025 
vorgeladen wurde, fand am 15. April 2025 in der Jugendstätte G._____ in 
O.7._____ statt. Die Beschwerdeführerin nahm daran persönlich teil und wurde 
befragt. Ebenso war die Mutter der Beschwerdeführerin, B._____, an der 
Verhandlung anwesend.

N. Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin anlässlich der richterlichen 
Befragung sowie auf die beigezogenen Akten wird, soweit erforderlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Entscheid der KESB 
Nordbünden vom 21. März 2025 betreffend fürsorgerische Unterbringung unter 
Beibehaltung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern. Muss das 
Kind in einer geschlossenen Einrichtung oder in einer psychiatrischen Klinik 
untergebracht werden, so sind die Bestimmungen des Erwachsenenschutzes über 
die fürsorgerische Unterbringung sinngemäss anwendbar (Art. 314b Abs. 1 ZGB). 
Analog anwendbar sind auch die Normen der kantonalen 
Einführungsgesetzgebung, welche die fürsorgerische Unterbringung betreffen 
(BREITSCHMID, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch 
I, 7. Aufl. 2022, Art. 314b N. 1).

1.2.1. Ist das Kind zwar unmündig, aber urteilsfähig, so kann es gemäss Art. 314b 
Abs. 2 ZGB selber das Gericht anrufen (vgl. auch Art. 19c Abs. 1 ZGB). Auf die 
Festlegung einer abstrakten Altersgrenze verzichtete der Gesetzgeber aufgrund der 
in Art. 11 Abs. 2 BV verankerten Ausübungsfreiheit, wonach Kinder und 
Jugendliche ihre Rechte im Rahmen ihrer Urteilsfähigkeit ausüben (Botschaft vom 
28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7102 Ziff. 2.4.2). 
Die Urteilsfähigkeit als Fähigkeit zu vernunftgemässem Handeln setzt als 
intellektuelle Komponente die Fähigkeit voraus, Sinn, Zweckmässigkeit und 
Wirkungen einer Handlungsweise erkennen zu können. Als voluntative 
Komponente wird die Fähigkeit vorausgesetzt, auch entgegen spontanen 
Neigungen oder äusseren Einflüssen entsprechend dieser Einsicht zu handeln. Die 
Urteilsfähigkeit ist individuell-konkret, das heisst im Einzelfall, zu prüfen und ist von 
der Entwicklung des Kindes, seiner geistig-psychischen Reife sowie von der 
Komplexität der anstehenden Entscheidung abhängig (TSCHENTSCHER, in: 
Waldmann/Belser/Epiney [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015, 

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Art. 11 N. 29; FANKHAUSER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 16 N. 15). 

1.2.2. Die Beschwerdeführerin wurde am 25. Februar 2025 15 Jahre alt. Vorliegend 
handelt es sich gemäss Akten nicht um die erste behördliche Unterbringung und es 
ist davon auszugehen, dass das Verfahren der Beschwerdeführerin in den 
Grundzügen bekannt ist, weshalb die Urteilsfähigkeit in Bezug auf die 
fürsorgerische Unterbringung vorhanden ist. Das Obergericht konnte sich von ihrer 
Urteilsfähigkeit anlässlich der Verhandlung vom 15. April 2025 überzeugen, an 
welcher die Beschwerdeführerin nach dem Eindruck des Gerichts ohne Weiteres in 
der Lage war, die ihr gestellten Fragen zu verstehen und auch – aus ihrer Sicht – 
zu beantworten. Die Beschwerdeführerin machte den Eindruck, dass sie sich über 
die Tragweite und Bedeutung der von ihr erhobenen Beschwerde durchaus im 
Klaren war und überdies fähig war, ihren Willen dementsprechend kundzutun. 
Deshalb hat das Obergericht auf die Einsetzung einer Kindsvertretung verzichtet. 
Die Beschwerdeführerin ist gestützt auf Art. 314b Abs. 1 und 2 ZGB i.V.m. Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB beschwerdelegitimiert.

1.3. Das Obergericht des Kantons Graubünden ist für die Beurteilung von 
Beschwerden gegen die fürsorgerische Unterbringung einzige kantonale 
Beschwerdeinstanz, womit es auch zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
zuständig ist (Art. 314b Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 439 Abs. 3 ZGB und Art. 60 Abs. 1 
EGzZGB [BR 210.100]), auch wenn die Unterbringung in eine ausserkantonale 
Einrichtung erfolgt. Die Frist zur Anrufung des Gerichts beträgt zehn Tage seit 
Mitteilung des Entscheids (Art. 314b Abs. 1 i.V.m. Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB sowie 
Art. 450b Abs. 2 ZGB). Mit der Eingabe 31. März 2025 (act. A.1) wurde die besagte 
Frist gewahrt. Die Beschwerde muss nicht begründet werden (Art. 314b Abs. 1 
i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde 
ist einzutreten.

2.1. Muss das Kind in einer geschlossenen Einrichtung oder in einer 
psychiatrischen Klinik untergebracht werden, so sind die Bestimmungen des 
Erwachsenenschutzes über die fürsorgerische Unterbringung sinngemäss 
anwendbar. Aufgrund der Verweise von Art. 314b Abs. 1 i.V.m. Art. 439 Abs. 3 ZGB 
finden daher auch für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
Art. 450 ff. ZGB sinngemäss Anwendung. Ebenfalls zu beachten sind die in den 
Art. 443 ff. ZGB statuierten allgemeinen Verfahrensgrundsätze des 
erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im Verfahren vor der gerichtlichen 
Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB 
keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE/STECK, in: Geiser/Fountoulakis 

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[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 450 N. 13; 
BBl 2006 7083 Ziff. 2.3.3). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle 
festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Diese 
Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen 
Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen Rechtsmittelverfahren zu 
punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die Offizialmaxime nur im 
Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des Bundesgerichts 
5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). 
Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- und Rechtsfragen 
wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Art. 314b Abs. 1 ZGB verweist nach seinem Wortlaut umfassend auf die 
Bestimmungen des Erwachsenenschutzes über die fürsorgerische Unterbringung, 
welche sinngemäss zur Anwendung gelangen. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf 
eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet 
oder schwer verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, 
wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Umstritten 
ist, ob Art. 314b ZGB nur auf psychische Schwächen und Störungen des Kindes im 
Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB zu beschränken ist. Jedenfalls darf umgekehrt die 
Unterbringung des Kindes, das aus Gründen von Art. 310 f. ZGB fremdplatziert 
wurde, nicht von minderem Rechtsschutz begleitet sein (BREITSCHMID, a.a.O., 
Art. 314b N. 6 m.w.H.). Im Kindesschutzrecht ist daher Folgendes festzuhalten: Wo 
das Kind in eine Einrichtung untergebracht wird, unterliegt es in der Regel einer 
strengeren Aufsicht, weshalb die behördliche Einweisung regelmässig als 
fürsorgerische Unterbringung zu qualifizieren ist, auch wenn sie nicht aufgrund einer 
psychischen Störung erfolgt. Anhaltspunkte für die Qualifikation der Anordnung als 
eine Massnahme der fürsorgerischen Unterbringung geben regelmässig die 
Umstände des Eintritts bzw. der Einweisung (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 N. 12). 

2.3. Die Aufhebung der Aufenthaltsbestimmungsbefugnis setzt zwingend voraus, 
dass das Kind in angemessener Weise untergebracht wird (Art. 310 Abs. 1 ZGB in 
fine). Wie aus den Akten hervorgeht, wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht den 
Eltern der Beschwerdeführerin bereits mit Entscheid vom 28. Februar 2024 
entzogen und die Beschwerdeführerin in den Wohngruppen D._____ fürsorgerisch 
untergebracht. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht blieb weiterhin entzogen, was 
wiederum mit dem Entscheid der KESB Nordbünden vom 21. März 2025 bekräftigt 
wurde (act. B.1). Weder die Beschwerdeführerin noch die Eltern wehren sich gegen 

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die Aufrechterhaltung der Entziehung des Aufenthaltsbestimmungsrechts, weshalb 
diesbezüglich vom Einverständnis der Beschwerdeführerin – und auch ihrer Eltern 
– auszugehen ist. Es sind auch keine Gründe ersichtlich, welche die Entziehung 
des Aufenthaltsbestimmungsrechts im Sinne von Art. 310 Abs. 1 ZGB als 
rechtswidrig erscheinen liesse. Zu beurteilen ist daher lediglich die Rechtmässigkeit 
der behördlichen Unterbringung im Sinne von Art. 314b Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 426 
ff. ZGB in der Jugendstätte O.7._____.

2.4. Im Entscheid der KESB vom 28. Februar 2024 betreffend Errichtung einer 
Beistandschaft wurde festgehalten, dass die Mutter der Beschwerdeführerin durch 
deren Verhalten überfordert sei, von der Beschwerdeführerin bedroht worden sei 
und ein Zusammenleben derzeit aufgrund des hohen Konfliktpotentials nicht 
möglich sei (KESB-act. 109 S. 207 f.). Die KESB entzog den Eltern in der Folge mit 
Entscheid vom 28. Februar 2024 das Aufenthaltsbestimmungsrecht und brachte die 
Beschwerdeführerin in den Wohngruppen D._____ unter (KESB-act. 109). Mit 
Zwischenbericht vom 6. März 2025 empfahlen die Wohngruppen D._____ einen 
Wechsel in der Unterbringung. Im Wesentlichen wurde festgehalten, A._____ zeige 
ein auffälliges Verhalten in Form von externalisierender körperlicher und verbalter 
Gewalt, durch Nichteinhaltung der Hausregeln und unerlaubtes Verlassen der 
Wohngruppe. Nach kurzen Klinikaufenthalten hätten sich die Zustände und 
Verhaltensweisen für kurze Zeit zwar verbessert, es sei dann in der Folge zu 
Einbrüchen gekommen und A._____ habe die Freiheiten nicht adäquat nutzen 
können. Im Alltag habe A._____ grosse Schwierigkeiten. In der Schule sei ein 
grosser Schulabsentismus festzustellen, weshalb der Besuch der Schule nicht 
gewährleistet sei. In der Wohngruppe habe sie Zigaretten und Vapes konsumiert, 
nehme aber ihre verschriebene Medikation nicht ein, was sich sowohl in der Schule 
wie auch in der Wohngruppe in Form mangelnder Impulskontrolle und 
Konzentrationsfähigkeit bemerkbar gemacht habe. Die Wohngruppen D._____ 
erachteten das Setting nicht mehr zielführend und unterstützend für die Bedürfnisse. 
Sie bekomme nicht mehr die benötigten engen Führungen und Strukturen in dem 
Rahmen, in welchen es als sinnvoll erachtet werde. Die öffentliche Schule sei nicht 
zielführend, weshalb ein Sonderschulsetting oder eine interne Beschulung 
empfohlen werde. Ab Sommer sollte sie sich mit der Berufswahl und den 
Schnuppertagen auseinandersetzen (KESB-act. 180). Bereits mit E-Mail vom 24. 
Februar 2025 hatte die Leitung der Wohngruppen D._____ den Zustand als nicht 
mehr tragbar erachtet (KESB-act. 176 S. 388).

Aufgrund des Zwischenberichts stellte die Beiständin F._____ der KESB 
Nordbünden den Antrag auf einen Wechsel in der Unterbringung in die Jugendstätte 

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G._____ in O.7._____, welche einen geschützten Wohn- und Lernraum für 
weibliche Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren mit sozialen, pädagogischen 
und/oder psychologischen Indikationen biete. Im nach aussen geschlossenen 
Rahmen würden die Jugendlichen ein strukturiertes Wohn- und Bildungsangebot, 
das ihre Sozial-, Selbst- und Grundlagenkompetenzen stärkt und sie behutsam an 
schulische und berufliche Anforderungen heranführe, erhalten (KESB-act. 185).

2.5. Die KESB führt in ihrem Entscheid vom 21. März 2025 aus, die 
Beschwerdeführerin sei im Hinblick auf ihre persönliche und berufliche Entwicklung 
gefährdet. Sie habe diverse Chancen bekommen, ihr Verhalten zu ändern, um in 
den Wohngruppen D._____ bleiben zu können. Ihr Vorhaben habe sie trotz der 
Unterstützung durch die Betreuungspersonen jeweils nicht längerfristig umsetzen 
können. Sie stehe, wie sie selber sage, unter Stress und zeige immer wieder ein 
äusserst impulsives Verhalten, mit dem sie ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten 
einschränke. Stress hindere sie daran, sich auf ihre schulischen und persönlichen 
Entwicklungsmöglichkeiten zu fokussieren. Um die dringend notwendige 
Stabilisierung und Perspektive ermöglichen zu können, sei sie deshalb auch gegen 
ihren geäusserten Willen in der Jugendstätte G._____ behördlich unterzubringen, 
zunächst in einer geschlossenen Intensivgruppe und anschliessend auf einer 
offenen Wohngruppe (act. B.1 E. 1 S. 2). Bei der mit Entscheid vom 21. März 2025 
von der KESB Nordbünden angeordneten Unterbringung der Beschwerdeführerin 
in der Jugendstätte G._____ handelt es sich somit nicht um eine lediglich 
kurzfristige Unterbringung oder um einen Obhutsentzug zwecks stationärer 
Begutachtung im Sinne von Art. 449 ZGB, sondern um eine fürsorgerische 
Unterbringung.

2.6. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 15. April 2025 äusserte sich die 
Beschwerdeführerin im Wesentlichen dahingehend, dass sie sich in den 
Wohnguppen D._____ nach Problemen in der Anfangszeit in den letzten Monaten 
wohl gefühlt habe. Dass Mobbing, welches sie in der öffentlichen Schule erlebt 
habe, sei inzwischen bereinigt worden, nachdem die Lehrpersonen das Eingreifen 
der Polizei in Erwägung gezogen hätten. Es habe gewissermassen einen Neustart 
gegeben. Zudem sei sie zwar manchmal aus den Wohngruppen entwichen, immer 
aber freiwillig zurückgekehrt. Sie habe nie auswärts übernachtet. In der 
Jugendstätte O.7._____ gefalle es ihr überhaupt nicht. Sie müsse immer in die 
Schule, in welcher es auch nie Ferien gebe. Sie ziehe sich zurück, spreche mit ihren 
Kameradinnen nicht bzw. nur wenig. Sie esse auch nicht viel. Auf ihre beruflichen 
Wünsche angesprochen, führte sie aus, dass sie noch nicht wisse, welchen Beruf 
bzw. welche Lehre sie wählen wolle. Sie sei zwei Mal schnuppern gegangen, in 

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einer Bäckerei und als Köchin, was ihr aber nicht gefallen habe. Die ihr verordneten 
Medikamente nehme sie zwar am Abend ein, nicht aber am Morgen. Sie sei der 
Auffassung, dass sie diese nicht brauche, zumal auch Nebenwirkungen damit 
verbunden seien. An Therapien nehme sie nicht teil. Aufgrund ihres 
Klinikaufenthaltes über das erste Wochenende sei sie aber auch noch nicht lange 
in der Jugendstätte O.7._____.

3.1. Die materiellen Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung einer 
minderjährigen Person in einer geschlossenen Einrichtung oder einer 
psychiatrischen Klinik richten sich nach Art. 310 Abs. 1 ZGB (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_188/2013 vom 17. Mai 2013 E. 3; BBl 2006 7102). Für die 
Zulässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung eines Kindes in einer 
geschlossenen Einrichtung ist nicht ein Schwächezustand gemäss Art. 426 Abs. 1 
ZGB vorausgesetzt, wohl aber eine spezifische kindesrechtliche Gefährdungslage, 
die zu entsprechender Behandlung geeignet ist (BREITSCHMID, a.a.O. Art. 314b 
N. 2). Folglich sind die Gründe für die Einweisung offener als bei Erwachsenen 
(CANTIENI/BLUM, in: Fountoulakis et. al. [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- und 
Erwachsenenschutzrecht, 2016, Rz. 15.100) und es ist eine Kindswohlgefährdung 
erforderlich (vgl. BBl 2006 7102 Ziff. 2.4.2; COTTIER, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], 
Kurzkommentar Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 2. Aufl. 2018, Art. 310 N. 1). Die 
fürsorgerische Unterbringung in einem Jugendheim ist nur zulässig, wenn der 
Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann, und ist als intensivster 
Eingriff gegenüber der Familienpflege oder Unterbringung in einer Wohngruppe 
subsidiär und komplementär. Wie alle Kindesschutzmassnahmen hat auch die 
fürsorgerische Unterbringung die mildeste der Erfolg versprechenden Massnahmen 
zu sein (Proportionalität) und muss insgesamt verhältnismässig sein (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_188/2013 vom 15. Mai 2013 E. 3; BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 
N. 4). Zur Behandlung einer psychischen Störung, zuweilen aber auch als 
Krisenintervention, hat die fürsorgerische Unterbringung zudem zeitlich eng – auf 
wenige Tage, Wochen oder Monate – begrenzt zu sein (CANTIENI/BLUM, a.a.O., 
N. 15.101). 

3.2.1. Wie aus dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, war die 
Beschwerdeführerin seit ihrer Platzierung in den Wohngruppen D._____ immer 
wieder entwichen, zuletzt am 6. April 2025, und musste jeweils zur Fahndung 
ausgeschrieben werden. Zudem folgten immer wieder Klinikaufenthalte in der Klinik 
A._____ in O.1._____. Die Beschwerdeführerin zeigte gemäss den Ausführungen 
der Wohngruppen D._____ gegenüber ihren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern 
ein auffälliges Verhalten, nahm kaum an Gruppenaktivitäten teil, reagierte impulsiv 

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und aggressiv auf Konflikte. Sie beging häufige Regelverstösse, äusserte verbale 
und körperliche Gewalt gegenüber dem Betreuungspersonal und beging 
Sachbeschädigungen. In sieben Monaten fehlte sie nicht weniger als 106 Halbtage 
in der Schule, was eine erfolgreiche schulische Entwicklung unmöglich machte. 
Eine öffentliche Schule und das grosse Klassenumfeld waren für sie nicht 
zielführend. Die Beschwerdeführerin erlebte häufige emotionale Krisen, zeigte ein 
Rückzugsverhalten oder aggressive Eskalationen, verweigerte eine 
psychotherapeutische Begleitung, zeigt suizidale Gedanken sowie problematische 
Verhaltensweisen wie Medikamentensammeln. Schliesslich hat sie Schwierigkeiten 
bei grundlegenden Tagesstrukturen wie Aufstehen, Schulbesuch und Einhalten der 
Verpflichtungen (vgl. Antrag der Beiständin sowie Zwischenbericht der 
Wohngruppen D._____, KESB-act. 180). 

3.2.2. Die Ausführungen der Wohngruppe D._____ sowie der Beiständin über den 
Aufenthalt der Beschwerdeführerin seit Jahresbeginn 2025 stehen den 
Äusserungen der Beschwerdeführerin anlässlich der Hauptverhandlung diametral 
entgegen. Für das Obergericht wirken die Antworten der Beschwerdeführerin 
jedoch beschönigend. Sie lassen die Vorkommnisse in den Wohngruppen D._____ 
völlig ausser Acht. Diese sind zudem nicht nur im Zwischenbericht der 
Wohngruppen D._____ (KESB-act. 180) sowie im Antrag der Beiständin (KESB-act 
185) dokumentiert, sondern auch in einem E-Mail der Co-Leiterin H._____ vom 24. 
Februar 2025 (KESB-act. 176 S. 387 f.) sowie aus der Aktennotiz eines 
Telefongesprächs vom 17. März 2025 (KESB-act.181 S. 405). Darin erklärte die Co-
Leiterin der Wohngruppen D._____, dass der Zustand nicht mehr tragbar sei. 
Besonders problematisch sei das Verhalten in der Nacht, was für das nächtliche 
Pikettteam eine enorme Herausforderung darstelle und die Arbeit massiv 
erschwere. Die ganze Gruppe leide unter ihrem Verhalten, viele Jugendliche hätten 
Angst vor weiteren Ausrastern (KESB-act. 176 S. 388). Nach 
grenzüberschreitendem Verhalten bessere sich dies ca. ein bis zwei Wochen, bevor 
sie wieder in alte Muster zurückfalle (KESB-act.181 S. 405).

3.2.3. Aus den Vorkommnissen geht für das Obergericht klar hervor, dass der 
Aufenthalt der Beschwerdeführerin in einer offenen Wohngruppe, bis anhin in den 
Wohngruppen D._____, insbesondere in der jetzigen Verfassung nicht funktioniert. 
In der persönlichen Entwicklung fällt insbesondere auf, dass das Sozialverhalten 
(Rückzug, Einzelgängerverhalten, aggressives Verhalten, Regelverstösse, 
Probleme in der Alltagsbewältigung) enorme Defizite aufweist. Zudem verweigert 
die Beschwerdeführerin eine psychotherapeutische Begleitung, zeigt suizidale 
Gedanken und problematische Verhaltensweisen. Sie ist diesbezüglich 

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offensichtlich auf eine intensive Unterstützung für ihre persönliche Entwicklung 
angewiesen. Gleiches gilt auch in schulischer Hinsicht, hat sie doch in sieben 
Monaten 106 Halbtage in der öffentlichen Schule gefehlt. Es fehlt ihr ebenfalls an 
den Voraussetzungen für den Einstieg ins Berufsleben, wenn die dadurch 
verursachten schulischen Defizite nicht aufgeholt werden. Aus den Akten geht klar 
hervor, dass die weitere berufliche Entwicklung der Beschwerdeführerin ohne 
Unterstützung massiv gefährdet ist.

3.2.4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin 
momentan weder über klare Vorstellungen zu ihrer beruflichen Zukunft verfügt noch 
ihr die Tragweite ihres Verhaltens und ihrer Handlungen bewusst zu sein scheint. 
Die Wahrscheinlichkeit des Wiederauftretens der Verhaltensweisen, des 
Entweichens, der Verweigerung der Therapien und der Medikamenteneinnahmen 
sowie des weiteren Schulabsentismus ist angesichts der dokumentierten 
Vorkommnisse äusserst hoch. Aufgrund dessen ist der Schluss der KESB 
Nordbünden im angefochtenen Entscheid, wonach die berufliche und persönliche 
Entwicklung der Beschwerdeführerin massiv gefährdet ist, für das Obergericht ohne 
Weiteres nachvollziehbar. Eine kindesrechtliche Gefährdungslage im Sinne von 
Art. 310 Abs. 1 ZGB ist zum jetzigen Zeitpunkt klar gegeben.

3.3. Die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung oder in einer 
psychiatrischen Klinik gemäss Art. 314b Abs. 1 ZGB hat in angemessener Weise 
zu geschehen, was aus Art. 310 Abs. 1 ZGB folgt. Auch bei Minderjährigen ist 
ausschliesslich eine fürsorgerische Unterbringung in einer geeigneten Einrichtung 
zulässig. Der Entscheid über die Eignung stellt eine Wertung dar. Es kann nicht 
verlangt werden, dass geradezu eine ideale Einrichtung zur Verfügung steht. Es 
muss vielmehr genügen, dass die Einrichtung den wesentlichen Bedürfnissen 
entspricht (so bereits BGE 112 II 486 E. 4c). Dabei ist die Eignung der Institution 
unter dem Blickwinkel der spezifisch kindesrechtlichen Gefährdungslage zu 
beurteilen und zu bejahen, wenn die betreffende Einrichtung dem eingewiesenen 
Kind Hilfe bei der Lösung seiner Probleme zu leisten vermag, so dass Aussicht 
besteht, seine Entwicklung in geordnete Bahnen zu lenken (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 5A_295/2021 vom 19. Mai 2021 E. 4.1, 5A_243/2018 vom 13. Juni 
2018 E. 3.1; 5A_401/2015 vom 7. September 2015 E. 5.2; 5A_188/2013 vom 
17. Mai 2013 E. 5.1).

3.4. Die KESB Nordbünden hat die Beschwerdeführerin im angefochtenen 
Entscheid in eine geschlossene Jugendstätte eingewiesen. Ein im Vergleich zur 
fürsorgerischen Unterbringung milderes Mittel, das einen weniger intensiven Eingriff 
in die persönliche Freiheit der Beschwerdeführerin bedeuten würde, wäre – wie 

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bisher –  in der Unterbringung in einer offenen Wohngruppe zu erblicken. Es hat 
sich in der Vergangenheit jedoch gezeigt, dass diese mildere Massnahme 
keineswegs geeignet war, die Kindeswohlgefährdung abzuwenden. Die 
Beschwerdeführerin ist mehrmals entwichen, hat sich den Regeln und Strukturen 
widersetzt und es ist ihr auch nicht gelungen, die öffentliche Schule zu besuchen. 
Anlässlich der Anhörung vom 15. April 2025 hat sie sich zwar wie schon in ihrer 
Beschwerdeschrift für eine Rückkehr nach D._____ ausgesprochen. Vorerst ist die 
Unterbringung in einer offenen Wohngruppe jedoch offensichtlich nicht geeignet, 
um die oberwähnten Gefahrensituationen abzuwenden. Wie die KESB in ihrem 
Entscheid festhält, wird vielmehr durch den Aufenthalt in einer geschlossenen 
Einrichtung – vorliegend die Jugendstätte G._____ – die notwendige intensive 
Auseinandersetzung mit der aktuellen Krisensituation in einem 
sozialpädagogischen Setting ermöglicht. Anschliessend wird sie ins offene Setting 
übertreten können, was allerdings eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. In 
Anbetracht dieser Umstände sind anderweitige mildere und Erfolg versprechende 
Massnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich.

3.5. Die Beschwerdeführerin hat einen Platz in der Jugendstätte G._____ zur 
Stabilisierung und Klärung einer Anschlusslösung erhalten. Diese bietet in der 
geschlossen geführten Intensivgruppe und in den offenen Wohngruppen für 
weibliche Jugendliche von 13 bis 18 Jahren individuelle Langzeitaufenthalte mit 
einem pädagogischen Angebot aufgrund einer ausgewiesenen Indikation an. In der 
internen Tagesstruktur wird im theoretischen und praktischen Unterricht die 
schulische und berufliche Förderung ermöglicht. Gemäss dem Betreuungsvertrag 
umfasst die Dauer der vollständigen Geschlossenheit in der geschlossen geführten 
Intensivgruppe 14 Tage. Danach würden sukzessive Öffnungsschritte erfolgen 
(KESB-act. 185 S. 412 ff.). Die Jugendstätte G._____ vermag die wesentlichen 
Bedürfnisse der Beschwerdeführerin zu erfüllen, auch wenn aus dem 
Betreuungsvertrag noch nicht alle Einzelheiten hervorgehen (beispielsweise ist eine 
allfällige psychotherapeutische Begleitung nicht ersichtlich). Weitere 
Entweichungen können aber abgewendet, der Schulbesuch sichergestellt und die 
nötigen Schritte zum Übertritt in eine offene Wohngruppe durchgeführt werden. Die 
Jugendstätte G._____ ist somit aus Sicht des Obergerichts eine geeignete 
Institution für die derzeitige fürsorgerische Unterbringung der Beschwerdeführerin.

4. In zeitlicher Hinsicht hat die KESB Nordbünden mit der fürsorgerischen 
Unterbringung der Beschwerdeführerin in der Jugendstätte G._____ das mildeste 
der ihr zur Verfügung stehenden und gleichsam in der Abwendung der 
Kindeswohlgefährdung wirksamen Mittel gewählt. Der Beschwerdeführer wird eine 

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erste Phase in der geschlossenen Intensivgruppe verbringen, worin in einem ersten 
Schritt die notwendige intensive Auseinandersetzung mit der aktuellen 
Krisensituation in einem sozialpädagogischen Setting ermöglicht wird. Damit wird 
dem individuellen Entwicklungsstand der Beschwerdeführerin, gemäss dem 
angefochtenen Entscheid spätestens mit einem Verlaufsbericht per 31. Juli 2025, 
Rechnung getragen. Es ist aber eine laufende Überprüfung der Voraussetzungen 
insbesondere für die geschlossene Wohngruppe vorzunehmen, womit die 
Beschwerdeführerin diese Dauer zumindest verkürzen kann. Auch diesbezüglich ist 
der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.

5. Insgesamt erweist sich die fürsorgerische Unterbringung der 
Beschwerdeführerin in der Jugendstätte G._____ als erforderlich, geeignet und 
zumutbar, sprich verhältnismässig. Sämtliche Voraussetzungen für diese 
Kindesschutzmassnahme gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB, Art. 314b Abs. 1 und Art. 
426 ff. ZGB sind erfüllt. Der Entscheid der KESB Nordbünden ist rechtmässig und 
die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

6.1. Für das Beschwerdeverfahren werden Kosten erhoben. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühr von CHF 1'500.00.

6.2. In Kindesschutzverfahren, zu denen auch die fürsorgerische Unterbringung 
von Minderjährigen gehört, sind die Kosten von den Eltern zu tragen (Art. 63 Abs. 2 
EGzZGB). Auf die Kostenerhebung kann bei Vorliegen besonderer Umstände 
verzichtet werden (Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Unter anderem ist ein besonderer 
Umstand dann gegeben, wenn das steuerrechtliche Reinvermögen für 
alleinstehende Eltern unter dem Freibetrag von CHF 30'000.00 liegt (Art. 28 Abs. 1 
lit. b KESV). Vorliegend ist offensichtlich, dass die Eltern nicht für die Kosten 
aufkommen können, weshalb diese in Anwendung von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB dem 
Kanton Graubünden aufzuerlegen sind. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]