# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18ddb9b1-a0a4-5091-a36d-fa2526bb940f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 15.11.2023 S 2023 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2023-85_2023-11-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 23 85

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti

RichterInnen von Salis und Righetti

Aktuarin ad hoc Zindel

URTEIL

vom 15. November 2023

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Jonas Steiner, 

Beschwerdeführerin

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geb. 1964, reiste im Jahr 1985 in die Schweiz ein und war 

mehrheitlich im Pflegebereich tätig. Im März 2013 meldete sie sich 

erstmals bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend IV-

Stelle) zum Leistungsbezug an, nachdem mit Bericht vom 

23. November 2012 ein lumboradikuläres Schmerz- und sensorisches 

Ausfallsyndrom L5 links diagnostiziert worden war. Bei linksseitigen, 

ausstrahlenden Schulterschmerzen wies Dr. med. B._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in 

seinem Bericht vom 18. Juni 2013 insbesondere eine AC-Arthralgie und 

subacromiale Schmerzen an der Schulter links aus. Am 23. Juli 2013 

unterzog sich A._____ einer Arthroskopie an der linken Schulter mit 

Supraspinatussehnenrekonstruktion, einer Tenodese der langen 

Bizepssehne und einer Sucscapularissehnenfixation.

2. Im November und Dezember 2014 wurde A._____ durch den Regionalen 

Ärztlichen Dienst (RAD) Ostschweiz in rheumatologischer und 

psychiatrischer Hinsicht abgeklärt; zudem fand eine Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in der Klinik C._____ statt. Die 

RAD-Ärzte Dr. med. D._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 

Rheumatologie, und Dr. med. E._____, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, wiesen mit Bericht vom 18. Dezember 2014 ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit ischialgieformer 

Ausstrahlung ins linke Bein sowie eine Periarthrosis humeroscapularis 

beidseits mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus. Während sie die 

bisherige Tätigkeit als Pflegehelferin im F._____ für nicht mehr zumutbar 

befanden, attestierten sie in adaptierten Tätigkeiten mit leichtem 

Belastungsprofil eine Arbeitsfähigkeit von 75 %. Nach durchgeführter 

Haushaltsabklärung sprach die IV-Stelle A._____ mit Verfügungen vom 

5. Januar 2018 vom 1. September 2013 bis zum 30. April 2014 eine ganze 

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Invalidenrente und vom 1. Mai 2014 bis zum 28. Februar 2015 eine 

Viertelsrente zu. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

3. Ende November 2020 meldete sich A._____ namentlich unter Hinweis auf 

chronische Rücken- und Schulterschmerzen erneut bei der IV-Stelle zum 

Leistungsbezug an, nachdem ihr Hausarzt Dr. med. G._____, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, am 16. Oktober 2020 eine Arbeitsfähigkeit von 

50 bis 60 % für leichte Arbeit bescheinigt hatte. Die IV-Stelle tätigte 

erwerbliche und medizinische Abklärungen. Mit Bericht vom 

12. Januar 2021 erachtete Dr. med. G._____ A._____ in bisheriger 

Tätigkeit in leichter Arbeit theoretisch zu ca. 50 % arbeitsfähig. Im 

Juli 2021 nahm sie eine Arbeit als Pflegehelferin im S._____ des H._____ 

auf, zunächst zu 50 % und ab September 2021 in einem 60%-Pensum. 

Mit Bericht vom 2. Februar 2022 diagnostizierte der behandelnde 

Rheumatologe Dr. med. I._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 

Rheumaerkrankungen (Rheumatologie), ein chronisches 

Panvertebralsyndrom linksbetont, einen Status nach Schulterarthroskopie 

links und generalisierte Arthralgien unklarer Ätiologie. Aus seiner Sicht sei 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leicht wechselbelastenden Tätigkeit 

gegeben.

4. Daraufhin veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung 

von A._____ in den Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, 

Neurologie und Psychiatrie samt Durchführung einer EFL. Der 

Begutachtungsauftrag wurde der Videmus AG zugeteilt (nachfolgend 

Videmus-Gutachten). In der am 25. Oktober 2022 erstatteten Expertise 

wiesen die Gutachter ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom mit 

radikulärer Ausstrahlung sowie eine AC-Arthralgie und subcrominale 

Schmerzen an der Schulter links mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

aus. Sie erachteten A._____ in ihrer bisherigen Tätigkeit als Pflegehelferin 

im S._____ und als Mitarbeiterin in einem T._____ zu 50 % arbeitsfähig. 

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Eine optimal angepasste Tätigkeit in Form von leichten, 

wechselbelastenden Arbeiten mit überwiegend sitzender Haltung sei zu 

100 % zumutbar.

5. Mit Vorbescheid vom 31. Januar 2023 kündigte die IV-Stelle A._____ die 

Abweisung ihres Leistungsbegehrens an. Zum Abklärungsergebnis hielt 

sie fest, A._____ habe sich am 30. November 2020 erneut bei der IV-

Stelle angemeldet. Als Pflegehelferin sei sie noch zu 50 % arbeitsfähig. 

Gemäss den medizinischen Abklärungen sei eine einfache Tätigkeit 

handwerklicher oder körperlicher Art zu 100 % seit jeher möglich. A._____ 

solle darauf achten, Zwangshaltungen, das Heben von Gewichten vom 

Boden, Bücken und das Tragen von Lasten mit mehr als 10 kg zu 

vermeiden. In Gegenüberstellung des ohne gesundheitliche 

Einschränkungen in der Tätigkeit als Pflegehelferin erzielbaren 

Jahreseinkommens von CHF 62'551.-- und dem gestützt auf die Tabellen 

der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) im 

Kompetenzniveau 1 ermittelten Einkommens mit Invalidität von 

CHF 53'920.-- resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 

14 %. Dagegen liess A._____ am 27. Februar 2023 vorsorglich und am 

30. März 2023 einen begründeten Einwand erheben. Darin brachte sie 

insbesondere vor, das orthopädische Teilgutachten der Videmus AG habe 

sich nicht rechtsgenüglich mit den Vorakten auseinandergesetzt. 

Daraufhin holte die IV-Stelle bei der Videmus AG eine ergänzende 

Stellungnahme ein, welche am 2. Juni 2023 erstattet wurde. Mit Verfügung 

vom 16. Juni 2023 entschied die IV-Stelle wie vorbeschieden und 

verneinte in Abweisung des Leistungsbegehrens einen Anspruch von 

A._____ auf eine Invalidenrente.

6. Mit dagegen am 17. August 2023 erhobener Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden liess A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) in Aufhebung der Verfügung vom 

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16. Juni 2023 beantragen, ihr sei eine Invalidenrente zuzusprechen. 

Eventualiter sei die IV-Stelle zu verpflichten, ein neues orthopädisches 

Gutachten in Auftrag zu geben. In prozessualer Hinsicht stellte sie ein 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

Verbeiständung, welches sie aber bereits mit Eingabe vom 

24. August 2023 wieder zurückzog. Begründend führte sie im 

Wesentlichen aus, weder das orthopädische Teilgutachten der Videmus 

AG noch die nachträglich eingeholte Stellungnahme von PD Dr. med. 

J._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vom 2. Juni 2023 setzten sich rechtsgenüglich mit 

den Vorakten, insbesondere mit der divergierenden Einschätzung der 

Dres. med. I._____ und G._____ bezüglich der Arbeitsfähigkeit 

auseinander. Aufgrund der Tatsache, dass insbesondere Dr. med. I._____ 

in seinem Arztbericht vom 2. Februar 2022 von einer Arbeitsfähigkeit von 

50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit und der Gutachter 

demgegenüber von einer solchen von 100 % ausgegangen sei, hätte sich 

Letzterer mit dieser erheblichen Divergenz spätestens in seiner 

Stellungnahme vom 2. Februar 2022 (recte: 2. Juni 2023) 

auseinandersetzen müssen. Dies habe er unterlassen. Demzufolge seien 

das orthopädische Teilgutachten und die nachträglich eingeholte 

Stellungnahme nicht beweistauglich. Es sei zwingend eine neue 

orthopädische Begutachtung in Auftrag zu geben. Des Weiteren brachte 

die Beschwerdeführerin vor, sie könne ihre Restarbeitsfähigkeit nicht mehr 

verwerten. Sie sei in ihrer derzeitigen Tätigkeit als Pflegemitarbeitende in 

einem Pensum von 60 % optimal eingegliedert. In einer optimal 

leidensangepassten Tätigkeit verfüge sie über keine Berufserfahrung. 

Hierfür müsste sie einen Berufswechsel vollziehen und ein hohes Mass an 

Anpassungsfähigkeit aufbringen, was angesichts ihrer mehrjährigen 

Tätigkeit von mittelschweren Arbeiten wenig wahrscheinlich erscheine. 

Ausserdem stehe sie nur noch ca. sechs Jahre vor ihrer Pensionierung, 

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was einen durchschnittlichen Arbeitgeber davon abhalte, Risiken wie 

krankheitsbedingte Ausfälle, berufliche Unerfahrenheit und altersbedingt 

geringe Anpassungsfähigkeit einzugehen. Sie habe daher Anspruch auf 

eine Invalidenrente.

7. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 

Vernehmlassung vom 4. September 2023 auf Abweisung der Beschwerde 

und nahm in ablehnender Weise zu den darin enthaltenen Ausführungen 

Stellung. Zwar hafte dem orthopädischen Teilgutachten insoweit ein 

Mangel an, als dass der Gutachter nicht erkannt habe, dass auch der 

behandelnde Rheumatologe (und nicht nur der Hausarzt) für eine optimal 

adaptierte Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit habe attestieren 

wollen. Da diese Einschätzungen der behandelnden Ärzte aber weder 

eine Unterscheidung zwischen bisheriger und optimal adaptierter Tätigkeit 

vornehmen, in Widerspruch zum tatsächlich geleisteten Pensum stünden 

und sich auch nicht ansatzweise mit den objektiven Resultaten der EFL 

auseinandersetzten, vermöge dieser Mangel das Gutachten nicht derart 

zu erschüttern, dass nicht mehr darauf abzustellen wäre. Ausserdem 

unterlägen die der Beschwerdeführerin offenstehenden zumutbaren 

Tätigkeiten nicht so vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung nicht 

mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Um das Invalideneinkommen 

gestützt auf die konkrete beruflich-erwerbliche Situation zu bemessen, 

fehlten die entsprechenden Unterlagen (Arbeitsvertrag und 

Erwerbseinkommen), damit beurteilt werden könne, ob die 

Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit aus erwerblicher Sicht voll 

ausschöpfe.

8. Die Beschwerdeführerin replizierte am 18. Oktober 2023 bei 

unverändertem Rechtsbegehren und reichte einen neuen Bericht von 

Dr. med. I._____ vom 17. Oktober 2023 ein. Dazu nahm die 

Beschwerdegegnerin am 30. Oktober 2023 in ihrer Duplik Stellung.

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Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und die übrigen 

Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons Graubünden vom 16. Juni 2023 (Akten der 

Beschwerdeführerin [Bf-act.] 2; Akten der IV-Stelle [IV-act.] 239). Eine 

solche Anordnung, die laut Bundesrecht der Beschwerde an das 

Versicherungsgericht am Ort der verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als dem örtlich und 

sachlich zuständigen Versicherungsgericht angefochten werden (vgl. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 

BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie Art. 57 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formelle und materielle 

Verfügungsadressatin ist die Beschwerdeführerin von den angefochtenen 

Verfügungen unmittelbar betroffen, und sie hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Sie ist somit zur 

Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). 

Die Beschwerde wurde zudem frist‑ und formgerecht eingereicht 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie 

Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

zu Recht einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente 

verneint hat. Dieser entstünde angesichts der Anmeldung im 

November 2020 (vgl. IV-act. 97 und 115) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG 

frühestens ab dem 1. Mai 2021 (d.h. sechs Monate nach Geltendmachung 

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des Leistungsanspruchs), sofern bis dahin das Wartejahr erfüllt ist 

(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Diesbezüglich ist den Akten insbesondere zu 

entnehmen, dass die RAD-Ärzte Dr. med. D._____ und E._____ die 

bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin mit Abklärungsbericht vom 

18. Dezember 2014 für nicht mehr zumutbar befanden (vgl. IV-act. 58 

S. 25 f.). Damals war die Beschwerdeführerin als Pflegehelferin im 

F._____ tätig, wobei die dortige Arbeit als leicht bis mittelschwer bzw. 

mittelschwer eingestuft worden war (vgl. Bericht zur Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit der Klinik C._____ vom 5. Januar 2015 

[IV-act. 57 S. 2 und S. 9]). Die damit einhergehenden Anforderungen 

wurden als zu hoch eingestuft, weil die Beschwerdeführerin in dieser 

Tätigkeit wiederholt Gewichte über 10 kg hantieren und Arbeiten in 

vorgeneigter Haltung, Überkopfarbeiten und Arbeiten mit teilweise hoher 

Armzugsbelastung verrichten musste (vgl. RAD-Abklärungsbericht vom 

18. Dezember 2014 [IV-act. 58 S. 25] und Bericht zur Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit der Klinik C._____ vom 5. Januar 2015 

[IV-act. 57 S. 2 und S. 9]). Daran hielt RAD-Arzt E._____ auch in seiner 

Abschlussbeurteilung vom 4. Juli 2016 fest (vgl. IV-act. 93 S. 3 und 137 

S. 21 f.), worauf die Verfügungen vom 5. Januar 2018 basierten (vgl. IV-

act. 119 und 125 ff.). In der Folge wiesen die Experten im Videmus-

Gutachten vom 25. Oktober 2022 eine seit Dezember 2020 bestehende 

Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin 

im S._____ aus (IV-act. 226 S. 12 f.). Demnach ist das Wartejahr als erfüllt 

zu betrachten (vgl. auch Case Report vom 16. Juni 2023 [IV-act. 240 

S. 18]). Nicht in Abrede gestellt wird das Einkommen ohne Invalidität.

2.2. Uneinigkeit unter den Verfahrensbeteiligten herrscht allerdings 

insbesondere hinsichtlich der Bemessung des Einkommens mit Invalidität 

und dabei insbesondere bezüglich der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der 

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Beschwerdeführerin in leidensangepasster Tätigkeit sowie der 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei fortgeschrittenem Alter.

2.3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 

1. Januar 2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) 

und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in 

Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Da der hier umstrittene 

Rentenanspruch seine Begründung jedoch noch vor dem 1. Januar 2022 

fände, sind die bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 

Bestimmungen massgebend (vgl. Übergangsbestimmungen des IVG zur 

Änderung vom 19. Juni 2020; Kreisschreiben des Bundesamts für 

Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der 

Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab dem 1. Januar 2022, Rz. 9101 

[Stand: 1. Juli 2022]). Dies ergibt sich aus den allgemeinen Grundsätzen 

des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts 

(statt vieler: BGE 146 V 364 E.7.1, 144 V 210 E.4.3.1 und 129 V 354 E.1 

m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 8C_608/2022 vom 

16. Mai 2023 E.3.1, 8C_4/2023 vom 2. März 2023 E.3 und 9C_548/2022 

vom 23. Februar 2023 E.1.1).

3. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der 

Invalidenversicherung unter anderem voraus, dass die versicherte Person 

invalid oder von Invalidität unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. ferner Art. 4 IVG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

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der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen 

(Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).

3.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu 

beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln fachgerechter 

ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 

Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose 

zu stellen. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson 

hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 

nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst sie gibt 

eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 

begründet bzw. nimmt sie dazu Stellung, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. 

Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (siehe BGE 145 V 364 E.3.2.1 f., 

140 V 193 E.3.1 f. und 132 V 93 E.4; Urteile des Bundesgerichts 

8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 E.3.2.2, 8C_225/2021 vom 

10. Juni 2021 E.3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E.2.4, 8C_47/2021 

vom 18. März 2021 E.5.2.3).

3.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 

Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel 

– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

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pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (siehe BGE 143 V 124 E.2.2.2 und 125 V 351 E.3a). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 

entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. 

BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a; Urteile des Bundesgerichts 

8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E.3.2, 8C_173/2021 vom 

25. Oktober 2021 E.4.1, 8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E.5.1, 

8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E.3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 

E.2.4). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a und 122 V 157 E.1c). Den im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach Art. 44 ATSG) eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

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der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 135 V 465 E.4.4 und 

125 V 351 E.3b/bb; siehe auch Urteile des Bundesgerichts 9C_290/2022 

vom 11. Januar 2023 E.3, 8C_166/2022 vom 13. Oktober 2022 E.4.1.1, 

8C_213/2022 vom 4. August 2022 E.2.3, 8C_84/2022 vom 19. Mai 2022 

E.2.2 und 8C_33/2021 vom 31. August 2021 E.2.2.2). In Bezug auf 

Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter auch der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter 

im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 4.5 und 125 

V 351 E.3b/cc). Insbesondere lässt es die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits 

und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen 

Experten (vgl. dazu BGE 124 I 170 E.4) andererseits nicht zu, ein 

Administrativ‑ oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum 

Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen 

gelangen. Vorbehalten bleiben immerhin die Fälle, in denen sich eine vom 

(amtlichen) Gutachten abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 

Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtige – nicht rein der 

subjektiven Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der 

Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (BGE 135 V 

465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_502/2022 vom 17. April 2023 

E.5.1, 8C_80/2022 vom 4. Mai 2022 E.4, 8C_787/2021 vom 

23. März 2022 E.11.2.2, 8C_736/2021 vom 22. März 2022 E.5.2, 

8C_764/2021 vom 3. März 2022 E.4.2 und 8C_164/2021 vom 3. Mai 2021 

E.3.2.1).

3.3. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 

auf das Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 und die ergänzende 

Stellungnahme vom 2. Juni 2023 abgestellt hat oder ob konkrete Indizien 

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gegen deren Zuverlässigkeit sprechen bzw. diese von der übrigen 

medizinischen Aktenlage in Zweifel gezogen werden. Während die 

Beschwerdegegnerin das Videmus-Gutachten samt ergänzender 

Stellungnahme im Ergebnis für schlüssig, nachvollziehbar und 

widerspruchsfrei erachtet (vgl. angefochtene Verfügung vom 

16. Juni 2023 [IV-act. 239 S. 3]), ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, 

dass sie in ihrer derzeitigen Tätigkeit als Pflegemitarbeitende in einem 

60%-Pensum optimal eingegliedert sei und sie auch in einer angepassten 

Tätigkeit keine höhere Arbeitsfähigkeit als 60 % erreichen könne. 

Insbesondere sei das orthopädische Teilgutachten von PD Dr. med. 

J._____ nicht verwertbar.

3.4. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen (BGE 134 V 231 E.5.1, 

BGE 125 V 351 E.3a, BGE 122 V 157 E.1c mit Hinweisen, vgl. auch 

E.3.1 f. hiervor; vgl. auch BGE 144 V 50 E.4.3 betreffend die ärztliche 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung im strukturierten Beweisverfahren gemäss 

BGE 141 V 281 für die Prüfung der funktionellen Auswirkungen einer 

psychischen Erkrankung) ist festzustellen, dass das Videmus-Gutachten 

vom 25. Oktober 2022 in Kenntnis der von der Beschwerdeführerin 

geklagten Beschwerden und dem Krankheitsverlauf ergangen ist (vgl. 226 

S. 6 ff., S. 51 f., S. 75, S. 98, S. 125). Es basiert auf eigenen klinischen, 

testologischen, labor-chemischen und bildgebenden Untersuchungen 

(vgl. IV-act. 226 S. 59 ff., S. 81 ff., S. 103 ff., S. 121 f., S. 131 f., S. 149 ff. 

und S. 153 ff.) und die Gutachter nahmen zu den streitigen Belangen 

Stellung (vgl. IV-act. 226 S. 12 ff., S. 61 ff., S. 86 ff., S. 108 ff., S. 133 ff.). 

Dabei wiesen sie folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit aus (vgl. IV-act. 226 S. 9):

- Chronisches lumbales Schmerzsyndrom mit radikulärer Ausstrahlung 

(ICD-10: M51.2) mit/bei:

o Initial 2012 ED als lumboradikuläres Syndrom L5 links.

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o St. n. CT-gesteuerte Nervenwurzelinfiltration L5 links am 

8. Oktober 2012 ohne Benefit.

o Aktuell nach MRI LWS vom 04. Oktober 2021: Progredienter 

Anulus fibrosus-Einriss L5/S1, frühbeginnende Diskushernie 

rechts paramedian bis rezessal reichend, mit 

Affektion/Kompromittierung der rezessal S1 Wurzel rechts (ICD-

10: M48.06) und hypertrophe Spondylarthrose und 

Facettengelenksarthrose L5/S1 rechts.

o Aktuell klinisch-neurologisch: Keine persistierende radikuläre 

Affektion.

o Aktuell myographisch unauffälliger Befund (L5, S1 rechts).

- AC-Arthralgie und subacromiale Schmerzen Schulter links, ED 2013 

(ICD-10: M75.4)

o 23. Juli 2013 Arthroskopie Schulter links, 

Supraspinatussehnenrekonstruktion, Tenodese der langen 

Bizepssehne Subscapularissehnenfixation, in Folge Capsulitis 

adhäsiva im leichten inflammatorischen Stadium Schulter links, 

ED 2014 (ICD-10: M75), aktuell klinisch stumm.

Insoweit erwiesen sich die auf dem orthopädischen Fachgebiet 

festgestellten Gesundheitsstörungen in funktioneller Hinsicht für 

massgebend. Dazu führte der orthopädische Teilgutachter PD Dr. med. 

J._____ aus, die zurückliegende Schulterproblematik sei für die heutige 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung bei derzeit klinisch stummem Verlauf insofern 

relevant, als laut Angaben der Beschwerdeführerin in ihrer derzeitigen 

Tätigkeit keine Überkopfarbeiten und kein schweres Heben erfolgen 

sollten. Das negative Leistungsprofil mit der herabgesetzten Belastbarkeit 

der Schultern sollte auch bei der leichten Pflegehilfstätigkeiten im S._____ 

bei der Lagerung von Patienten beachtet werden. Ein maximales Zug- und 

Hebegewicht von 10 kg sei auch bereits vorbefundlich attestiert worden 

- 15 -

und werde auch heute so bestätigt. Da nach der Exploration und 

aktualisierter EFL nicht auszuschliessen sei, dass höhere Gewichte bei 

Patiententransfers gehoben werden müssten, sollten diese qualitativen 

Anforderungen an die Zug- oder Hebekraft regelmässig im Rahmen der 

Arbeit künftig entfallen. Daher seien die Diagnosen zur Schulter zunächst 

trotz gutem oder konstantem Verlauf in acht Jahren bei den die 

Arbeitsfähigkeit beeinflussenden Diagnosen aufzuführen. Die 

Rückenbeschwerden seien nach Angeben der Beschwerdeführerin und 

aktenanamnestisch zunächst linksbetont gewesen. Die 

Beschwerdeführerin berichte seit einigen Jahren aber von Schmerzen 

mehr rechts als links. Dazu passe die MRI-Befundung von Oktober 2021, 

welche auch rechts Druck auf die Nervenstrukturen zeige. Ein Mischbild 

aus einer möglichen zusätzlichen ISG-Blockierung rechts sei denkbar. 

Entsprechend sollte dies differenzialtherapeutisch beachtet werden (vgl. 

IV-act. 226 S. 109 f.).

3.5. Dass diese gutachterlichen Ausführungen zur Beurteilung der 

medizinischen Situation und die gezogenen Schlussfolgerungen zum 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht zu überzeugen 

vermögen, wird weder geltend gemacht noch ist dies ersichtlich. 

Insbesondere stimmen die im Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 

ausgewiesenen, funktionelle Auswirkungen zeitigenden Diagnosen im 

Wesentlichen mit den vorbefundlichen Diagnosen des Hausarztes Dr. 

med. G._____ und des behandelnden Rheumatologen Dr. med. I._____ 

überein (vgl. Berichte von Dr. med. I._____ vom 7. August 2023 [Bf-act. 

4], vom 2. Februar 2022 [IV-act. 192] und vom 8. November 2021 [IV-act. 

190 S. 6], Bericht von Dr. med. G._____ vom 12. Januar 2021 [IV-act. 171 

S. 3]; siehe ferner Bericht der Dres. med. K._____ und L._____, beide 

Fachärztinnen für Anästhesiologie, vom 25. Juli 2023 [Bf-act. 5]). Insofern 

erübrigen sich Weiterungen dazu.

- 16 -

3.6. Die Beschwerdeführerin stösst sich denn auch vielmehr an der 

gutachterlichen Folgeabschätzung. In der Konsensbeurteilung des 

Videmus-Gutachtens vom 25. Oktober 2022 wird zu den funktionellen 

Auswirkungen der Befunde bzw. Diagnosen ausgeführt, diese lägen bei 

schmerzhaften Bewegungseinschränkungen bei lumbospondylogenem 

Syndrom und bei schmerzhaften Bewegungseinschränkungen der linken 

Schulter bei AC-Arthralgie und subacromialen Schmerzen vor. Unter 

Berücksichtigung der Ergebnisse der durchgeführten EFL bestünden 

folgende Leistungseinschränkungen: Der Beschwerdeführerin sei nicht 

mehr möglich, überwiegend im Gehen oder im Stehen zu arbeiten. 

Insbesondere sei auch längeres Stillstehen nicht mehr möglich. Ebenso 

wenig seien Arbeiten in Zwangshaltungen, vor allem in leichter 

Oberkörpervorneigung, Überkopfarbeiten, das Heben von Gewichten vom 

Boden, Bücken, repetitives Beugen des Oberkörpers, Arbeiten in Vor- 

oder Rückneigung, ruckartiges Heben und Ziehen von Gegenständen und 

das Tragen von Lasten mit mehr als 10 kg möglich. Besonders sei darauf 

hinzuweisen, dass die alleinige Mobilisierung von Patienten vom Rollstuhl 

ins Bett im Rahmen der Tätigkeit als Pflegekraft nicht mehr zuzumuten sei. 

Wegen der schmerzhaften Bewegungseinschränkungen sollte aus 

Sicherheitsgründen nicht mehr mit Absturzgefahr gearbeitet werden, also 

nicht auf Leitern, Gerüsten, Podesten etc. Ebenso sollten Arbeiten an 

schweren, schneidenden, rotierenden und gefährlichen Maschinen 

vermieden werden. Das positive Leistungsprofil beinhalte leichte und 

wechselbelastende Tätigkeiten unter Berücksichtigung der vorgenannten 

Leistungsbeeinträchtigungen. Optimal sei eine überwiegend sitzende 

Tätigkeit mit auch ergonomisch günstig gestaltetem Arbeitsplatz 

(höhenverstellbare Arbeitsplatte und höhenverstellbarer Stuhl) (vgl. IV-act. 

226 S. 10).

- 17 -

Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin führten die Gutachter aus, 

aus interdisziplinärer Sicht, führend wegen der Gesundheitsstörungen auf 

orthopädischem Fachgebiet, ergebe sich eine Arbeitsunfähigkeit als 

Pflegehelferin im S._____ bzw. als Mitarbeiterin in einem T._____ von 

50 %. Das Anforderungsprofil für beide genannten Tätigkeiten erscheine 

ähnlich. Die genannten qualitativen Leistungsbeeinträchtigungen seien zu 

berücksichtigen. Aufgrund der anamnestischen Angaben sei davon 

auszugehen, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Pflegehilfskraft zum 

Teil nicht in Einklang zu bringen sei mit dem bei der Beschwerdeführerin 

bestehenden Fähigkeitsprofil. Es sei insbesondere darauf hinzuweisen, 

dass das Heben und Transferieren von Patienten (z.B. vom Rollstuhl ins 

Bett) nicht mehr alleine durchgeführt werden könne. Auch schwere Hebe- 

und Tragetätigkeiten mit Belastung der Schultern genauso wie 

Überkopfarbeiten seien nicht mehr möglich. Die Beschwerdeführerin sollte 

bei weiterer Arbeit in angestammter Tätigkeit ihre Kräfte selber einteilen 

können. Ausserdem benötige sie gelegentlich Hilfe durch andere 

Mitarbeitende und sollte bei längeren Arbeitszeiten auch vermehrt Pausen 

einlegen können. Daraus resultiere integral eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. 

Optimal angepasste Tätigkeiten in Form von leichten Arbeiten, 

wechselbelastend und möglichst aus überwiegend sitzender Haltung 

heraus, seien der Beschwerdeführerin in einem 100%-Pensum 

zuzumuten. Der Arbeitsplatz sollte ergonomisch günstig gestaltet sein (vgl. 

IV-act. 226 S. 12 f.).

4.1. Soweit im Einwandverfahren noch bemängelt wurde, dem Videmus-

Gutachten vom 25. Oktober 2022 hätten nicht alle Arztberichte zugrunde 

gelegen, kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden (vgl. Einwand 

vom 30. März 2023 [IV-act. 234 S. 6]). Tatsächlich erging diese Expertise 

in Kenntnis der Vorakten, insbesondere auch der Berichte von Dr. med. 

G._____ vom 2. Dezember 2020 und vom 12. Januar 2021 sowie des 

- 18 -

Berichts von Dr. med. I._____ vom 2. Februar 2022 (vgl. IV-act. 226 S. 22 

ff. und dabei insbesondere S. 41 ff.). Des Weiteren kritisierte die 

Beschwerdeführerin, das orthopädische Teilgutachten der Videmus AG 

habe sich nicht rechtsgenüglich mit den Vorakten auseinandergesetzt (IV-

act. 234 S. 6), woraufhin die Beschwerdegegnerin eine ergänzende 

Stellungnahme bei der Videmus AG einholte (IV-act. 235). Darin führte PD 

Dr. med. J._____ – wie hiervor bereits dargelegt – aus, dass die erwähnten 

Berichte der Dres. med. G._____ und I._____ in der umfassenden 

Aktendarstellung des polydisziplinären Gutachtens aufgeführt und dort 

wiedergegeben worden seien. Das orthopädische Teilgutachten habe sich 

auf die vollumfänglich bekannte Aktenlage bezogen, wobei zur 

Vermeidung von Redundanzen darauf verzichtet worden sei, die drei 

Schriftstücke nochmals aufzuführen (vgl. ergänzende Stellungnahme von 

Dr. med. M._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und PD 

Dr. med. J._____ vom 2. Juni 2023 [IV-act. 236 S. 3 ff.]). Auch nahm PD 

Dr. med. J._____ zu den in den Berichten der behandelnden Ärzte 

enthaltenen Arbeitsfähigkeitseinschätzungen Stellung und kam dabei zu 

Schluss, dass keine divergierenden Akteninformationen vorlägen. Konkret 

führte er im Wesentlichen aus, eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

gemäss Bescheinigung von Dr. med. G._____ vom 16. Oktober 2020 

attestiere eine 50 bis 60%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeit (vgl. hierzu 

IV-act. 152). Die Einschätzung erscheine orthopädisch gesehen heute 

nach wie vor zutreffend; eine durchgreifende Verschlechterung habe sich 

gesundheitlich nicht ergeben. Inhaltlich sei anzumerken, dass Dr. med. 

G._____ nicht ein Orthopäde, sondern ein Facharzt für Innere Medizin sei. 

Dr. med. I._____ sei Facharzt für Rheumatologie. Letzterer folge der 

gutachterlichen Einschätzung und stelle – argumentativ ähnlich – auf 

übereinstimmende Diagnosen abgestützt eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in 

einer leicht wechselbelastenden Tätigkeit fest. Zu einer Arbeitsfähigkeit in 

leidensangepasster Tätigkeit (also sitzend, körperlich einfach, ohne 

- 19 -

Wirbelsäulenbelastung etc.) nehme Dr. med. I._____ im Bericht vom 

2. Februar 2022 keine Stellung (vgl. dazu IV-act. 192). Dr. med. G._____ 

beschreibe in seiner fachinternistischen Expertise vom 20. (recte: 

2.) Dezember 2020 eine Verschlechterung bezogen auf Rückenprobleme 

in den letzten beiden Jahren (vgl. dazu IV-act. 164 S. 15) und beantworte 

in seinem Bericht vom 12. Januar 2021 die Frage, welche 

Funktionseinschränkungen bestehen und wie sich diese auf die bisherige 

Tätigkeit auswirken würden, mit Rückenproblemen. Die bisherige Tätigkeit 

halte er wie folgt für zumutbar: "Theoretisch in leichter Arbeit ca. 50 %". 

Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit habe er zu "ca. 4h" für zumutbar 

befunden (vgl. dazu IV-act. 171 S. 5). Hier werde leider kein Unterschied 

gesehen zwischen der bisherigen Tätigkeit (Pflegehelferin), welche als 

theoretisch leichte Arbeit bewertet und zu 50 % zumutbar erachtet werde, 

und einer leidensangepassten Tätigkeit, für welche eine Belastbarkeit von 

vier Stunden ausgewiesen werde. Ebenso wenig werde ein Leistungsprofil 

formuliert, so dass nicht nachvollziehbar sei, wie oder worauf Dr. med. 

N._____ eine Leidensanpassung aus internistischer Sicht abstütze (vgl. 

ergänzende Stellungnahme von Dr. med. M._____ und PD Dr. med. 

J._____ vom 2. Juni 2023 [IV-act. 236 S. 6 f.]).

4.2. Wenn nun die Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

erneut vorbringt, weder das orthopädische Videmus-Teilgutachten noch 

die nachträglich eingeholte Stellungnahme von PD Dr. med. J._____ vom 

2. Juni 2023 setzten sich rechtsgenüglich mit den Vorakten und 

insbesondere mit den divergierenden Einschätzungen der Dres. med. 

G._____ und I._____ bezüglich der Arbeitsfähigkeit auseinander, kann ihr 

angesichts der hiervor wiedergegebenen gutachterlichen Ausführungen 

nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin kritisiert in ihrer 

Rechtsschrift insbesondere, dass PD Dr. med. J._____ es unterlassen 

habe, sich mit der erheblichen Divergenz zwischen seiner gutachterlich 

- 20 -

ausgewiesenen 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit und 

jener von Dr. med. I._____ in dessen Bericht vom 2. Februar 2022 

attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten 

Tätigkeit auseinanderzusetzen (vgl. Beschwerde vom 17. August 2023 

Rz. 18 ff. und Replik vom 18. Oktober 2023 Rz. 3). Die 

Beschwerdegegnerin pflichtet dieser Auffassung in ihrer Vernehmlassung 

insoweit bei, als der Gutachter nicht erkannt habe, dass auch der 

behandelnde Rheumatologe (und nicht nur der Hausarzt) für eine optimal 

adaptierte Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit habe attestieren 

wollen (vgl. Vernehmlassung vom 4. September 2023 S. 3). Dabei 

scheinen die Verfahrensbeteiligten jedoch zu übersehen, dass PD Dr. 

med. J._____ im Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2023 ein anderes 

Zumutbarkeitsprofil für eine optimal leidensangepasste Tätigkeit auswies. 

So definierte er die Leidensanpassung im Sinne einer leichten und 

sitzenden Tätigkeit mit ergonomischer Sitzhaltung und einer Möglichkeit 

aufzustehen (höhenverstellbarer Schreibpult) bzw. mit aufgestützten 

Unterarmen zu arbeiten (vgl. IV-act. 226 S. 114 f.). Gleichermassen 

hielten die Gutachter in der Konsensbeurteilung dafür, dass leichte, 

wechselbelastende und überwiegend in sitzender Position auszuübende 

Tätigkeiten an einem ergonomisch günstig gestalteten Arbeitsplatz optimal 

leidensangepasst seien (vgl. IV-act. 226 S. 10 und S. 13; siehe hierzu 

auch E.3.7). Demgegenüber attestierte Dr. med. I._____ in seinem Bericht 

vom 2. Februar 2022 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leicht 

wechselbelastenden Tätigkeit (vgl. IV-act. 192 S. 2). Ähnlich bescheinigte 

Dr. med. G._____ bereits am 16. Oktober 2020 eine 50% bis 60%ige 

Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeit (vgl. IV-act. 152; siehe ferner auch 

Bericht von Dr. med. G._____ vom 2. Dezember 2020 [IV-act. 164 S. 15]). 

Hinsichtlich solcher Tätigkeiten geht ausweislich der Akten hervor, dass 

es sich bei der derzeitigen Arbeit der Beschwerdeführerin als 

Pflegehelferin im S._____ gerade um eine solche leichte, 

- 21 -

wechselbelastende Tätigkeit handelt. Dabei wurde insbesondere 

anlässlich der am 12./13. September 2022 durchgeführten EFL eine 

Klassifikation der Tätigkeit als Pflegehelferin nach den damit 

einhergehenden Belastungen vorgenommen, welche gestützt auf die 

Angaben der Beschwerdeführerin ergab, dass diese Tätigkeit einer 

leichten Arbeit entspricht (vgl. Bericht zur Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit der O._____ vom 28. September 2022 [IV-act. 226 

S. 142]; siehe ferner Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 

226 S. 109 und S. 128] und Berichte von Dr. med. G._____ vom 

29. November 2021 [IV-act. 190 S. 3] und vom 12. Januar 2021 [IV-act. 

171 S. 5]). Dies erscheint in Gesamtwürdigung der von der 

Beschwerdeführerin zu verrichtenden Arbeitsaufgaben mit Kaffee 

verteilen, Vorbereitung des Materials für die Patienten, "auf [die] Glocke 

gehen", Begleitung der Patienten sowie Aufräumen und Putzen denn auch 

nachvollziehbar (vgl. Bericht zur Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit der O._____ vom 28. September 2022 [IV-act. 226 

S. 144 ff.]; siehe ferner Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 

226 S. 100 f.]). Da diese Pflegehelferinnentätigkeit namentlich 

Anforderungen an das Gehen, Stehen und Gehen, Stehen an Ort sowie 

teilweise Sitzen stellt (vgl. ebenda), ist sie auch mit einer 

Wechselbelastung verbunden. Insofern erscheint es in sich stringent, 

wenn der Gutachter PD Dr. med. J._____ die von den behandelnden 

Ärzten attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % (bis 60 %) für leichte 

(wechselbelastende) Tätigkeiten (vgl. Bericht von Dr. med. I._____ vom 

2. Februar 2022 [IV-act. 192 S. 2] sowie Bescheinigung von Dr. med. 

G._____ vom 16. Oktober 2020 [IV-act. 152]), welche darüber hinaus 

hinsichtlich der qualitativen Anforderungen nicht näher präzisiert werden, 

auf die Pflegehelferinnentätigkeit bezieht, und diesbezüglich im Vergleich 

zu seiner in der bisherigen Tätigkeit attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % 

(vgl. Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 113 f. und 

- 22 -

S. 12 f.]) keine Divergenz ortet (vgl. ergänzende Stellungnahme von Dr. 

med. M._____ und PD Dr. med. J._____ vom 2. Juni 2023 [IV-act. 236 

S. 6]). PD Dr. med. J._____ definiert für leidensangepasste Tätigkeiten 

denn auch ein anderes und im Vergleich zu den behandelnden Ärzten (in 

den vorgenannten Berichten) differenzierteres Zumutbarkeitsprofil. 

Danach sind – wie bereits dargelegt – nebst weiteren Anforderungen 

zusammengefasst überwiegend in sitzender Position auszuübende, 

leichte Tätigkeiten mit Möglichkeit zur Wechselbelastung an einem 

ergonomisch günstig gestalteten Arbeitsplatz optimal leidensangepasst 

(vgl. IV-act. 226 S. 114 f., S. 10 und S. 13; siehe hierzu auch E.3 hiervor). 

Zu einem solchen detaillierten Belastungsprofil bzw. der dabei 

bestehenden Arbeitsfähigkeit hat sich Dr. med. I._____ in seinem Bericht 

vom 2. Februar 2022 – wie auch in der ergänzenden Stellungnahme von 

PD Dr. med. J._____ vom 2. Juni 2023 vorgebracht (vgl. IV-act. 236 S. 6) 

– tatsächlich nicht geäussert.

4.3. Wenn nun die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren neue 

Berichte von Dr. med. I._____ vom 17. Oktober 2023 (vgl. Replik-Beilage 

1) sowie vom 7. August 2023 einbringt (vgl. Bf-act. 4) und gestützt darauf 

sowie den Bericht der Dres. med. K._____ und L._____ vom 25. Juli 2023 

(vgl. Bf-act. 5) vorbringt, sie sei in einer leidensangepassten Tätigkeit 

lediglich im Umfang von 60 % arbeitsfähig (vgl. Beschwerde vom 

17. August 2023 S. 12), ist ihr vorab entgegenzuhalten, dass ärztliche 

Beurteilungen von der Natur der Sache her unausweichlich 

Ermessenzüge aufweisen (vgl. BGE 145 V 361 E.4.1.2 und 4.3, 140 V 193 

E.3.1 sowie 137 V 210 E.3.4.2.3; Urteile des Bundesgerichts 8C_153/2021 

vom 10. August 2021 E.5.3.2, 8C_138/2021 vom 7. Juni 2021 E.4.2 und 

8C_699/2018 vom 28. August 2019 E.4.2.2). Nur weil die behandelnden 

Fachpersonen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit vom Gutachten 

abweichende Einschätzungen vertreten, kann dies grundsätzlich nicht 

- 23 -

zum Anlass weiterer Abklärungen genommen werden (vgl. BGE 135 V 465 

E.4.5 und BGE 125 V 351 E.3b/cc; Urteile des Bundesgerichts 

8C_68/2023 vom 10. August 2023 E.5.1.5 und 8C_630/2020 vom 

28. Januar 2021 E.4.2.1). In den beigebrachten Berichten wird denn auch 

nichts vorgebracht, was bei der gutachterlichen Beurteilung durch die 

Experten der Videmus AG unerkannt oder ungewürdigt geblieben sein soll 

(vgl. BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_308/2021 

vom 4. Oktober 2021 E.5.1.2, 8C_313/2020 vom 12. August 2020 E.8.2.3, 

8C_143/2019 vom 21. August 2019 E.4.4.1 und 8C_379/2019 vom 

21. August 2019 E.2). In seinem Bericht vom 7. August 2023 erachtet Dr. 

med. I._____ leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit nur selten 

vorkommenden Überkopfarbeiten und seltenen Arbeiten in vornüber 

geneigter Position mit Vermeidung von Zwangshaltungen für 

leidensangepasst und schätzt die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

in solchen Tätigkeiten auf 50 % ein. Als Begründung hierfür führt er 

insbesondere die zu erwartenden Schmerzen bei chronischem 

Panvertebralsyndrom an (vgl. Bf-act. 4 S. 2). Auch in seinem Bericht vom 

17. Oktober 2023 führt er (als Kritik an der durchgeführten EFL) ohne 

nähere Begründung aus, es sei zu erwarten, dass es auch in einer 

angepassten Tätigkeit zu rezidivierenden Schmerzexazerbationen und 

einer Schmerzkumulation kommen müsse, so dass die Arbeit jeweils 

unterbrochen werden müsse (erhöhter Pausenbedarf) und ein 

herabgesetztes Arbeitstempo bestehe, weshalb aus seiner Sicht eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit gegeben sei (vgl. 

Replik-Beilage 1). Gleichermassen halten die Dres. med. K._____ und 

L._____ in ihrem Bericht vom 25. Juli 2023 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 

bis maximal 60 % in einer leichten Arbeit mit Wechselbelastung und 

Möglichkeit von Pausen, eventuell eher in sitzender Position, für 

vollstellbar (vgl. Bf-act. 5 S. 2). Warum jedoch auch in solchen, sich dem 

gutachterlichen Zumutbarkeitsprofil annähernden leidensangepassten 

- 24 -

Tätigkeiten lediglich eine Arbeitsfähigkeit von maximal 60 % bestehen soll, 

vermag nicht einzuleuchten, können doch die auch gutachterlich 

festgehaltenen schmerzhaften Bewegungseinschränkungen bei 

lumbospondylogenem Syndrom sowie bei AC-Arthralgie der linken 

Schulter mit subacromialen Schmerzen durch das entsprechend 

adaptierte Zumutbarkeitsprofil gemäss Videmus-Gutachten vom 

25. Oktober 2022 kompensiert werden. So gab die Beschwerdeführerin 

anlässlich der Begutachtung durch die Videmus AG insbesondere an, 

hauptproblematisch seien die lumbal betonten Rückenschmerzen, welche 

wellenförmig verlaufen würden. Die Beine würden sich "komisch und 

häufig kraftlos" anfühlen. Vor allem das rechte Bein würde nach längerem 

Gehen und Stehen rasch ermüden. Sie neige dann dazu, mit dem rechten 

Bein zu stolpern. Auch würden die Schmerzen von der Hüfte bis zu den 

Zehen über das laterale Bein hinweg ausstrahlen. Ausserdem bestünden 

Schmerzen im Bereich der Iliosakralgelenke und im Bereich der Hüften, 

früher häufiger links, aktuelle mehr rechts (vgl. IV-act. 226 S. 8; vgl. auch 

IV-act. 226 S. 51 und S. 125). Diesen funktionellen Einschränkungen 

wurden gestützt auf die Erkenntnisse der EFL im gutachterlichen 

Zumutbarkeitsprofil insofern Rechnung getragen, als der 

Beschwerdeführerin nicht mehr möglich sei, überwiegend im Gehen oder 

im Stehen zu arbeiten, wobei auch längeres Stillstehen nicht mehr möglich 

sei (vgl. Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 10]; 

siehe ferner Bericht zur Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit der 

O._____ vom 28. September 2022 [IV-act. 226 S. 146]). Vor diesem 

Hintergrund leuchtet auch ein, dass überwiegend sitzende Tätigkeiten mit 

ergonomisch günstig gestaltetem Arbeitsplatz für optimal 

leidensangepasst befunden wurden (vgl. Videmus-Gutachten vom 

25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 10]). So gab die Beschwerdeführerin 

anlässlich der gutachterlichen Explorationen denn auch selber an, dass 

sich die Schmerzen insbesondere beim Stehen und Laufen akzentuierten, 

- 25 -

es im Sitzen aber besser sei (vgl. Videmus-Gutachten vom 

25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 125]). Gleichermassen tat sie in 

anamnestischer Hinsicht kund, häufig nach längerem Gehen und Stehen 

Rückenschmerzen und vor allem ein zunehmendes Müdigkeitsgefühl in 

den Beinen zu verspüren, was sich jedoch verbessere, wenn sie 

anschliessend absitze (vgl. Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 

[IV-act. 226 S. 55]). Desgleichen ergab denn auch die am 

12./13. September 2022 durchgeführte EFL, dass sitzende Tätigkeiten oft 

zumutbar sind (vgl. Bericht zur Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit der O._____ vom 28. September 2022 [IV-act. 226 

S. 142]; siehe ferner Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 

226 S. 58]). Wenngleich zutreffen mag, dass – wie im Bericht von Dr. med. 

I._____ vom 7. August 2023 aufgrund der intermittierenden radikulären 

Symptomatik vorgebracht (vgl. IV-act. 4 S. 2) – längeres Sitzen 

schmerzbehaftet sein soll (siehe ferner Bericht zur Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit der O._____ vom 28. September 2022 

[IV-act. 226 S. 148], Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 

226 S. 55], RAD-Abklärungsbericht vom 18. Dezember 2014 [IV-act. 58 

S. 4], Bericht von Dr. med. I._____ vom 7. November 2016 [IV-act. 164 

S. 4] und Bericht von Dr. med. P._____, Facharzt für Neurologie, vom 

21. September 2015 [IV-act. 69]), kann diesem Umstand mittels 

Wechselbelastung vorgebeugt werden, wie dies auch im gutachterlichen 

Zumutbarkeitsprofil vorgesehen ist (siehe ferner auch Bericht zur 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vom 5. Januar 2015 [IV-

act. 57 S. 5, S. 7 und S. 12] und RAD-Abklärungsbericht vom 

18. Dezember 2014 [IV-act. 58 S. 7 und S. 19]). Darin wird den 

bestehenden Rücken- und Schulterbeschwerden im Weiteren insoweit 

Rechnung getragen, als Arbeiten in Zwangshaltungen, vor allem in leichter 

Oberkörpervorneigung, Überkopfarbeiten, das Heben von Gewichten vom 

Boden, Bücken, repetitives Beugen des Oberkörpers, Arbeiten in Vor- 

- 26 -

oder Rückneigung, ruckartiges Heben und Ziehen von Gegenständen und 

das Tragen von Lasten von mehr als 10 kg für unzumutbar eingestuft 

werden und leichtere Lasten nur noch zwischenzeitlich getragen und 

gehoben werden können sollen (vgl. Videmus-Gutachten vom 

25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 10 und S. 12 f.]). Da mit diesem 

differenzierten gutachterlichen Zumutbarkeitsprofil den mit der 

Schmerzproblematik einhergehenden Funktionseinschränkungen 

vorgebeugt bzw. begegnet werden kann, erscheint es nachvollziehbar, 

dass sie in einer derart den Leiden angepassten Tätigkeiten auch ohne 

zusätzlichen Pausenbedarf kompensiert werden können. Der 

gegenteiligen und ohnehin nicht näher begründeten Ansicht von Dr. med. 

I._____ in seinem Bericht vom 17. Oktober 2023 kann aus den 

vorgenannten Gründen nicht gefolgt werden (vgl. Replik-Beilage 1). 

Ebenso wenig ist ersichtlich, dass in einer, die subjektiven 

Beschwerdeangaben der Beschwerdeführerin berücksichtigenden, dem 

Leiden optimal angepassten Tätigkeit ein herabgesetztes Arbeitstempo 

bestehen würde. Infolge der dabei auch ausbleibenden 

Beschwerdekumulierung ist auch von der im RAD-Abklärungsbericht vom 

18. Dezember 2014 ausgewiesenen Arbeitsfähigkeitseinschätzung von 

75 % (ganztägige Präsenz mit zusätzlichen Pausen von zwei Stunden pro 

Tag) Abstand zu nehmen (vgl. IV-act. 58 S. 10 und S. 26). Diese basiert 

ohnehin auf der am 15./16. Dezember 2014 durchgeführten EFL, bei 

welcher eine mässige Symptomausweitung festgestellt worden ist (vgl. IV-

act. 57 S. 2).

4.4. Schliesslich vermag auch nicht einzuleuchten, wenn die 

Beschwerdeführerin beschwerdeweise vorbringt, in der derzeitigen 

Tätigkeit als Pflegehelferin in einem 60%-Pensum als optimal 

eingegliedert zu sein, und zugleich ausführt, in einer adaptierten Tätigkeit 

keine höhere Arbeitsfähigkeit (als 60 %) erreichen zu können (vgl. 

- 27 -

Beschwerde vom 17. August 2023 S. 12; siehe ferner Replik vom 

18. Oktober 2023). Denn bei ihrer Tätigkeit als Pflegehelferin handelt es 

sich unbestrittenermassen nicht um eine leidensangepasste Tätigkeit. So 

wurde denn auch gutachterlicherseits festgehalten, dass die alleinige 

Mobilisierung von Patientinnen und Patienten vom Rollstuhl ins Bett im 

Rahmen ihrer Tätigkeit als Pflegehelferin nicht mehr zumutbar sei (vgl. 

Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 10]). Ferner 

wurden anlässlich der am 12./13. September 2022 durchgeführten EFL 

gewisse Gewichtslimiten definiert (Heben vom Boden bis Taillenhöhe 7.5 

kg, Heben von Taille bis Kopfhöhe 5 kg und Heben horizontal 10 kg), 

welche bei der bisherigen beruflichen Tätigkeit nicht überschritten werden 

sollten (vgl. Bericht zur Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit der 

O._____ vom 28. September 2022 [IV-act. 226 S. 142]). Aus den dabei 

eruierten Anforderungen an die Pflegehelferinnentätigkeit geht ausserdem 

hervor, dass die zu verrichtenden Arbeitsaufgaben viel im Stehen und 

Gehen zu bewältigen sind (vgl. Bericht zur Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit der O._____ vom 28. September 2022 [IV-act. 226 

S. 145 f.]), was – wie bereits dargelegt – ebenfalls nicht dem 

Zumutbarkeitsprofil der Beschwerdeführerin entspricht. Insofern bestehen 

in der derzeitigen Tätigkeit als Pflegehelferin wesentliche Belastungen, 

welche das körperliche Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin 

übersteigen, und somit auch eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 50 % 

rechtfertigen. Damit überein stimmt denn auch die Aussage der 

Beschwerdeführerin in der Replik, wonach sie bei ihrem derzeitigen 

Pensum (von 60 %) an das "Maximum" gehe (vgl. dortige Rz. 1). Da diese 

Belastungen jedoch in einer dem Leiden angepassten, d.h. – nebst 

weiteren Anforderungen – überwiegend in sitzender Position 

auszuübende, leichte Tätigkeit mit Möglichkeit zur Wechselbelastung an 

einem ergonomisch günstig gestalteten Arbeitsplatz wegfallen, vermag 

nicht zu verfangen, dass die dabei bestehende Arbeitsfähigkeit gleich 

- 28 -

hoch ausfallen soll, wie in der derzeitigen Tätigkeit der 

Beschwerdeführerin als Pflegehelferin. Vielmehr ist der 

Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, dass in einer optimal 

adaptierten Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit vorliegen muss (vgl. 

Vernehmlassung vom 4. September 2023 S. 3). Dass die Experten im 

Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 und PD Dr. med. J._____ im 

Speziellen in der ergänzenden Stellungnahme vom 2. Juni 2023 dabei auf 

eine vollständige Arbeitsfähigkeit schlossen, erscheint angesichts des 

hiervor Ausgeführten plausibel. Diese Beurteilung deckt sich denn auch 

mit der anlässlich der durchgeführten EFL festgestellten ganztägigen 

Belastbarkeit der Beschwerdeführerin in angepassten Tätigkeiten (vgl. 

Bericht zur Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit der O._____ 

vom 28. September 2022 [IV-act. 226 S. 142]). Die daran von Dr. med. 

I._____ in seinem Bericht vom 17. Oktober 2023 geübten Kritik (vgl. 

Replik-Beilage 1), vermag – wie aufgezeigt – nicht zu verfangen.

5. Insgesamt sind die Vorbringen der Beschwerdeführerin und die von ihr 

beigebrachten Berichte ihrer behandelnden Fachpersonen nicht geeignet, 

konkrete Zweifel am Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 sowie an 

der ergänzenden Stellungnahme vom 2. Juni 2023 zu erwecken und 

deren Beweiswert zu schmälern. Konkrete Anhaltspunkte, welche gegen 

die Zuverlässigkeit dieser Expertise – auch mit Blick auf die Beurteilungen 

in den anderen (als der orthopädischen) Fachrichtungen – sprechen 

würden, brachte die Beschwerdeführerin nicht vor. Es ist daher nicht zu 

beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin auf die darin ausgewiesene 

100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit abstellte. Vor 

diesem Hintergrund kann auf die beantragte (Rückweisung zur) Einholung 

eines neuen orthopädischen Gutachtens verzichtet werden, zumal das 

streitberufene Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise 

seine Überzeugung gebildet hat und annehmen darf, dass diese 

- 29 -

Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. 

BGE 144 II 427 E.3.1.3, 141 I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3 und 134 I 140 

E.5.3; Urteile des Bundesgerichts 9C_718/2022 vom 8. Juni 2023 E.4.1, 

9C_548/2022 vom 23. Februar 2023 E.3.2, 9C_436/2022 vom 

26. Januar 2023 E.3.3, 9C_59/2022 vom 31. März 2022 E.4.4, 

8C_411/2021 vom 27. August 2021 E.4.3.2 und 9C_89/2020 vom 

18. Juni 2020 E.4.8).

6. Ferner stellt die Beschwerdeführerin in ihren Rechtsschriften die 

Verwertbarkeit ihrer (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter in 

Abrede.

6.1. Wie von ihr im Grundsatz korrekt vorgebracht, anerkennt die 

Rechtsprechung, dass das (vorgerückte) Alter zusammen mit weiteren 

persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die 

einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt 

wird. Massgebend sind die Umstände des konkreten Falles, etwa die Art 

und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der 

absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem 

Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen 

und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit 

von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich. Massgebend für 

die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der hypothetisch 

ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG; Urteile 

des Bundesgerichts 8C_257/2022 vom 21. Februar 2023 E.6.3, 

8C_811/2018 vom 10. April 2019 E.4.4.1 f., 8C_611/2018 vom 

7. Januar 2019 E.4.3 und 8C_187/2018 vom 10. September 2018 E.2). 

Für den Zeitpunkt, in dem die Frage nach der Verwertbarkeit der 

(Rest‑)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das 

- 30 -

Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit 

abzustellen (vgl. zum Ganzen BGE 146 V 16 E.7.1, 145 V 2 E.5.3.1, 138 

V 457 E.3, 134 V 64 E.4.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_170/2021 

vom 23. September 2021 E.5.1.1, 8C_109/2021 vom 6. September 2021 

E.5.2.1 und 9C_693/2019 vom 18. Dezember 2019 E.3).

6.2. Im hier zu beurteilenden Fall stand die medizinische Zumutbarkeit einer 

Erwerbstätigkeit bereits mit dem RAD-Abklärungsbericht vom 

18. Dezember 2014 fest, welcher der Beschwerdeführerin eine 

Arbeitsfähigkeit von 75 % in adaptierter Tätigkeit attestierte (vgl. IV-act. 58 

S. 26 und S. 10; vgl. ferner Verfügungen vom 5. Januar 2018 [IV-act. 125 

ff. i.V.m. 119] und RAD-Abschlussbeurteilung vom 4. Juli 2016 [IV-act. 137 

S. 20 ff.]). Damals war die am Q._____ geborene Beschwerdeführerin 50 

Jahre alt (vgl. zum Geburtsdatum z.B. Anmeldung vom 21. März 2013 [IV-

act. 2]). Bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Pensionsalter verblieb 

ihr somit noch eine lange Aktivitätsdauer, weshalb nicht von 

fortgeschrittenem Alter gesprochen werden kann.

6.3. Gemäss dem Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 ist die 

Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Pflegehelferin zu 50 % und in 

einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (vgl. IV-act. 226 

S. 12 f.), wobei die Gutachter ein Fähigkeitsprofil definiert haben. Danach 

sind der Beschwerdeführerin überwiegend im Gehen oder im Stehen zu 

verrichtende Arbeiten nicht mehr zumutbar. Insbesondere sei auch 

längeres Stillstehen nicht mehr möglich. Ebenso wenig seien Arbeiten in 

Zwangshaltungen, vor allem in leichter Oberkörpervorneigung, 

Überkopfarbeiten, das Heben von Gewichten vom Boden, Bücken, 

repetitives Beugen des Oberkörpers, Arbeiten in Vor- oder Rückneigung, 

ruckartiges Heben und Ziehen von Gegenständen und das Tragen von 

Lasten mit mehr als 10 kg möglich. Besonders sei darauf hinzuweisen, 

dass die alleinige Mobilisierung von Patienten vom Rollstuhl ins Bett im 

- 31 -

Rahmen der Tätigkeit als Pflegekraft nicht mehr zuzumuten sei. Wegen 

der schmerzhaften Bewegungseinschränkungen sollte aus 

Sicherheitsgründen nicht mehr mit Absturzgefahr gearbeitet werden, also 

nicht auf Leitern, Gerüsten, Podesten etc. Ebenso sollten Arbeiten an 

schweren, schneidenden, rotierenden und gefährlichen Maschinen 

vermieden werden. Das positive Leistungsprofil beinhalte leichte und 

wechselbelastende Tätigkeiten unter Berücksichtigung der vorgenannten 

Leistungsbeeinträchtigungen. Optimal sei eine überwiegend sitzende 

Tätigkeit mit auch ergonomisch günstig gestaltetem Arbeitsplatz 

(höhenverstellbare Arbeitsplatte und höhenverstellbarer Stuhl) (vgl. IV-act. 

226 S. 10). Insofern wird im Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 

hinsichtlich der verbliebenen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

zwar ein detailliertes Anforderungsprofil definiert. Dieses Belastungsprofil, 

wonach zusammengefasst überwiegend in sitzender Position 

auszuübende, leichte Tätigkeiten mit Möglichkeit zur Wechselbelastung 

an einem ergonomisch günstig gestalteten Arbeitsplatz zumutbar sind, 

erscheint aber nicht derart eingeschränkt, dass der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle praktisch nicht kennt und das 

Finden einer entsprechenden Stelle daher zum vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (vgl. BGE 148 V 174 E.9.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_52/2022 vom 2. Juni 2022 E.2.3.1, 8C_170/2021 vom 

23. September 2021 E.5.1.1, 9C_644/2019 vom 20. Januar 2020 E.4.2, 

8C_143/2019 vom 21. August 2019 E.5.2, 8C_458/2018 vom 

23. Oktober 2018 E.4.1 ff. und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E.2.2.1). 

Insbesondere ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht 

ersichtlich, weshalb nur ihr nicht mehr zumutbare, stehende Tätigkeiten in 

Frage kommen sollen. Vielmehr umfasst mit Blick auf den massgebenden, 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt das vorliegend anwendbare 

Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder 

handwerklicher Art) auch der Beschwerdeführerin zumutbare Tätigkeiten, 

- 32 -

die körperlich leicht sind und in überwiegend sitzender Arbeitsposition 

ausgeführt werden können (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 

8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.4.3.2, 8C_139/2020 vom 30. Juli 2020 

E.6.3.3, 9C_223/2020 vom 25. Mai 2020 E.4.3.3, 8C_495/2019 vom 

11. Dezember 2019 E.4.2.1 f. und 8C_528/2019 vom 12. November 2019 

E.4.1 und E.4.2.2). Zu denken wäre beispielsweise – wie auch von der 

Beschwerdeführerin selbst vorgebracht – an leichte Überwachungs‑, 

Kontroll- oder Prüffunktionen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_202/2021 vom 17. Dezember 2021 E.5.3, 8C_535/2021 vom 

25. November 2021 E.5.4.3 und 9C_574/2019 vom 16. Oktober 2019 

E.2.3). Denn auf dem theoretischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt werden 

praxisgemäss auch reine – ohne körperliche Anstrengung zu verrichtende 

– Überwachungstätigkeiten automatisierter Maschinen und 

Produktionsabläufe nachgefragt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_39/2022 vom 24. März 2022 E.4.2, 9C_520/2021 vom 

22. Dezember 2021 E.4.3.2 und 8C_442/2019 vom 20. Juli 2019 E.4.2). 

Zudem umfasst der massgebende ausgeglichene Arbeitsmarkt auch 

Stellen‑ und Arbeitsangebote, bei denen mit einem sozialen 

Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers (Nischenarbeitsplätze) 

gerechnet werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_21/2022 vom 

15. Juni 2022 E.2.3.1, 8C_52/2022 vom 2. Juni 2022 E.2.3.1, 

9C_693/2019 vom 18. Dezember 2019 E.4.1.3, 8C_117/2018 vom 

31. August 2018 E.2.2.2). Praxisgemäss werden für Hilfsarbeiten weder 

eine Berufsausbildung noch Erfahrungen oder sonstige Vorkenntnisse 

vorausgesetzt werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_170/2021 vom 

23. September 2021 E.5.1.2.1 und 8C_55/2021 vom 9. Juni 2021 

E.5.2.1), weshalb auch die – infolge Berufswechsels – fehlende 

Ausbildung der Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit 

bzw. ihre diesbezügliche berufliche Unerfahrenheit nicht von 

ausschlaggebender Bedeutung ist. Da dem Kompetenzniveau 1 

- 33 -

zugeordnete einfache Tätigkeiten nach der Rechtsprechung zudem keine 

(guten) Kenntnisse der deutschen Sprache erfordern (vgl. so schon Urteil 

des Verwaltungsgerichts S 19 147 vom 16. Juni 2020 E.9.2; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_64/2021 vom 14. April 2021 E.6.3, 8C_549/2019 vom 

26. November 2019 E.7.3 und 9C_898/2017 vom 25. Oktober 2018 

E.3.4), fallen auch ihre Sprachkenntnisse nicht besonders ins Gewicht. 

Dass der für die Beschwerdeführerin nötige Betreuungsaufwand bei einer 

Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt derart gross wäre, dass das 

entsprechende Entgegenkommen realistischerweise von einem 

durchschnittlichen Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr 

erwartet werden kann (vgl. ähnlich den Urteilen des Bundesgerichts 

9C_321/2018 vom 16. Oktober 2018 E.5 und 9C_277/2016 vom 

15. März 2017 E.4.3), ist auch mit Blick auf die gesundheitlichen 

Einschränkungen und die damit verbundenen Anforderungen an das 

Arbeitsumfeld nicht ersichtlich. Auch ist angesichts des hiervor zum 

Zumutbarkeitsprofil bereits Ausgeführten (vgl. E.4.3 hiervor) nicht davon 

auszugehen, dass ein Arbeitsgeber krankheitsbedingte Ausfälle der 

Beschwerdeführerin zu gewärtigen hätte. Hinzu kommt, dass die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn mit 

verschiedenen Tätigkeiten als U._____, als V._____, als W._____, als 

X._____ und als Pflegehelferin (vgl. undatierte Lebensläufe [IV-act. 148 

und 70 S. 1], Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 226 

S. 54, S. 77 f. und S. 127 f.], Zielvereinbarung zum Einsatzprogramm bei 

der T._____ vom 30. Juli 2020 [IV-act. 151 S. 1], Evaluationsgespräch 

Eingliederung vom 11. August 2015 [IV-act. 67 S. 2], RAD-

Abklärungsbericht vom 18. Dezember 2014 [IV-act. 58 S. 4 f. und S. 15 f.], 

Bericht von Dr. med. P._____ vom 3. November 2014 [IV-act. 51 S. 2] und 

verschiedene Arbeitszeugnisse [IV-act. 81]) über Fertigkeiten verfügt, die 

sie durchaus in einer geeigneten Verweistätigkeit nutzbar machen könnte. 

In dieser Hinsicht ist auch auf ihre Persönlichkeitsstruktur als sehr 

- 34 -

gewissenhafte, hilfsbereite, freundliche, zuverlässige und hohe Ansprüche 

an sich selber stellende Person hinzuweisen (vgl. Bericht der Dres. med. 

K._____ und L._____ vom 25. Juli 2023 [IV-act. Bf-act. 5 S. 2], RAD-

Abklärungsbericht vom 18. Dezember 2014 [IV-act. 58 S. 22], 

Verlaufsprotokoll Eingliederung, Einträge vom 26. April 2016 [IV-act. 89 

S. 7] und vom 11. September 2015 [IV-act. 89 S. 4], Arbeitszeugnis des 

F._____ vom 15. August 2014 [IV-act. 60], Schreiben der Mitarbeitenden 

des F._____ vom April 2014 [IV-act. 59 S. 2 f.] und verschiedene 

Arbeitszeugnisse [IV-act. 81 und 158]). Auch verfügt sie über mehrere 

gutachterlich ausgewiesenen Ressourcen und ist eigeninitiativ genauso 

wie motiviert, auch mit Blick auf eine weitere berufliche Tätigkeit (vgl. 

Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 11]; siehe 

ferner Bericht des behandelnden Psychiaters R._____ vom 4. März 2022 

[IV-act. 194 S. 4], Zwischenzeugnis der T._____ vom 26. Oktober 2020 

[IV-act. 158] und Schreiben der Beschwerdeführerin vom 2. Februar 2018 

[IV-act. 140]). Ausserdem attestierte ihr die Eingliederungsfachperson ein 

sehr starkes Engagement, den Erwartungen an einer Arbeitsstelle gerecht 

zu werden (vgl. Zusammenfassung im Verlaufsprotokoll Eingliederung 

vom 24. September 2021 [IV-act. 186 S. 11] und Case Report vom 

16. Juli 2023 [IV-act. 240 S. 17]; siehe auch Schreiben der 

Beschwerdeführerin vom 18.  Dezember 2020, wonach sie ihre 

Bereitschaft, Neues zu lernen, im Rahmen ihrer bisherigen Arbeitsstellen 

unter Beweis gestellt habe [IV-act. 166]), was zusammen mit dem 

Vorgenannten gegen die geltend gemachte altersbedingte bzw. wegen 

ihrer mehrjährigen Tätigkeit im Pflegebereich bestehende geringe 

Anpassungsfähigkeit spricht. Aufgrund der bisher ausgeübten, mitunter 

praktischen Tätigkeiten und ihrer Ressourcen dürfte sich zudem der 

Umstellungs‑ und Einarbeitungsaufwand in eine Verweisungstätigkeit in 

Grenzen halten, was für eine Integration in ein anderes Tätigkeitsfeld 

spricht. Insgesamt fehlen somit Anhaltspunkte dafür, dass die 

- 35 -

Beschwerdeführerin aufgrund ihres Alters sowie den weiteren 

personenbezogenen und beruflichen Merkmalen ihre verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht 

verwerten könnte. Dies gilt umso mehr, als das Bundesgericht relativ hohe 

Hürden für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen 

annimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_55/2021 vom 9. Juni 2021 

E.5.2.1, 9C_755/2020 vom 8. März 2021 E.5.4.3, 9C_797/2019 vom 

6. Januar 2020 E.5 und 9C_693/2019 vom 18. Dezember 2019 E.3). 

Vielmehr stehen der Beschwerdeführerin – wie aufgezeigt – (trotz ihres 

Alters) auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend 

Einsatzmöglichkeiten in einer leidensadaptierten Tätigkeit offen.

7. Allerdings ist zu beachten, dass nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 

Person wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad je nach Ausprägung Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können, weshalb ein auf höchstens 25 % begrenzter Leidensabzug 

von dem nach den LSE-Tabellenlöhnen zu ermittelnden 

Invalideneinkommen vorgenommen werden kann, soweit anzunehmen ist, 

dass die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit 

infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen, 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 148 V 174 E.9.1 und 134 V 

64 E.4.2.1) nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden 

kann (BGE 148 V 174 E.6.3, 146 V 16 E.4.1, 135 V 297 E.5.2, 134 V 322 

E.5.2 und 126 V 75 E.5b/aa-cc; Urteile des Bundesgerichts 8C_304/2022 

vom 30. Mai 2023 E.3.4, 9C_360/2022 vom 4. November 2022 E.4.1, 

8C_115/2021 vom 10. August 2021 E.3.2.1 und 9C_283/2020 vom 

17. August 2020 E.7.1.1). Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist 

der Einfluss aller in Betracht fallender Merkmale auf das 

- 36 -

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und insgesamt, wie 

erwähnt, auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (BGE 148 

V 174 E.6.3, 146 V 16 E.4.1, 135 V 297 E.5.2, 134 V 322 E.5.2, 126 V 75 

E.5b/bb-cc; Urteile des Bundesgerichts 8C_304/2022 vom 30. Mai 2023 

E.3.4, 9C_360/2022 vom 4. November 2022 E.4.1, 8C_276/2021 vom 

2. November 2021 E.5.1, 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1 und 

9C_787/2018 und 9C_795/2018 vom 19. Juli 2019 E.6.2). Die 

Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem 

Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen 

einer körperlich leichten Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit 

eingeschränkt ist (BGE 148 V 174 E.6.3, 146 V 16 E.4.1 und 126 V 75 

E.5a/bb; Urteile des Bundesgerichts 9C_42/2023 vom 11. Mai 2023 E.5.2, 

9C_311/2022 vom 18. April 2023 E.4.2, 8C_250/2022 vom 

8. November 2022 E.4.3, 8C_115/2021 vom 10. August 2021 E.3.2.1 und 

9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1).

7.1. Vorliegend weist die LSE 2020-Tabelle TA12 hinsichtlich des Merkmals 

"Nationalität oder Aufenthaltskategorie" für Frauen mit ausländischer 

Nationalität und Niederlassungsbewilligung C – wie die 

Beschwerdeführerin (vgl. z.B. undatierter Lebenslauf [IV-act. 70 S. 1] 

sowie Case Reports vom 16. Juni 2023 [IV-act. 240 S. 2] und vom 

8. Januar 2018 [IV-act. 137 S. 2]) – ohne Kaderfunktion im Vergleich zur 

entsprechenden Zeile "Total" bei den Frauen einen um 8.43 % (1 - [CHF 

4'927.--: CHF 5'381.--] x 100) geringeren Medianwert aus. Eine solche 

Differenz bewog die damalige I. sozialrechtliche Abteilung (ab dem 

1. Januar 2023 vierte öffentlich-rechtliche Abteilung) des Bundesgerichts 

im Urteil 8C_332/2022 vom 19. Oktober 2022 zur Feststellung, dass der 

dortige, sich bei Männern ohne Kaderfunktion mit einer 

Niederlassungsbewilligung der Kategorie C ergebende (angebliche) 

- 37 -

Einkommensunterschied von rund 5 % im Vergleich zum 

Gesamtdurchschnitt (wohl Medianwert der Zeile "Total" der Männer ohne 

Kaderfunktion gemeint) in die Gesamtbetrachtung zur Bemessung des 

Leidensabzugs einfliessen müsse (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_332/2022 vom 19. Oktober 2022 E.5.2.2.2 m.H.a. auf 9C_418/2017 

vom 30. Oktober 2017 E.4.5.2 und 9C_449/2015 vom 21. Oktober 2015 

E.4.2.4, wo die Massgeblichkeit einer solchen allfälligen Differenz jeweils 

offen gelassen wurde). Neben dem Umstand, dass die im 

Bundesgerichtsurteil angegebene Differenz von "rund 5 %" sich nicht aus 

der LSE 2018-Tabelle TA12, sondern wohl eher aus der LSE 2018-Tabelle 

T12_b ergibt (1 - [CHF 5'824.-- : CHF 6'138.--] x 100 = 5.1 % gemäss 

Tabelle T12_b [LSE 2018] vs. 1 - [CHF 5'764.-- : CHF 5'941.--] x 100 = 

2.98 % gemäss Tabelle TA12 [LSE 2018]), steht diese Feststellung auch 

diskrepant zur (neueren) Rechtsprechung vornehmlich der bisherigen 

II. sozialrechtlichen Abteilung (ab dem 1. Januar 2023 dritte öffentlich-

rechtlichen Abteilung), welche für die Abzugsrelevanz dieses Merkmals 

jeweils den Wert anhand der Tabellen TA12 oder T12_b betreffend die 

Nationalität und den Aufenthaltsstatus noch mit der Höhe des für die 

Invaliditätsbemessung verwendeten Tabellenwerts (im Normalfall die 

Tabelle TA1) vergleicht (siehe Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2021 

vom 9. Dezember 2022 E.4.2, 9C_14/2022 vom 21. Juli 2022 E.5.5, 

9C_611/2018 vom 28. März 2019 E.5.2.1 und 9C_401/2018 vom 

6. November 2018 E.5.2.3; siehe auch 8C_301/2021 vom 27. Juni 2021 

E.6.3 und 8C_132/2020 vom 18. Juni 2020 E.5.2; VGU S 22 66 vom 

13. September 2022 E.5.5). Vorliegend beträgt der Medianwert für Frauen 

ohne Kaderfunktion mit Niederlassungsbewilligung C gemäss der LSE 

2020-Tabelle TA12 mit CHF 4'927.-- ebenfalls mehr als der für die 

Invaliditätsbemessung herangezogene Medianwert über alle 

Wirtschaftszweige (Zeile "Total") der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, 

Frauen, welcher sich auf nur CHF 4'276.-- beläuft. Selbst der (untere) 

- 38 -

Quartilswert der Frauen mit Niederlassungsbewilligung C ohne 

Kaderfunktion beträgt mit CHF 4'281.-- noch geringfügig mehr als der 

vorstehend erwähnte, für die Invaliditätsbemessung herangezogene Wert 

der Tabelle TA1. Damit ist dieses Merkmal grundsätzlich nicht als 

abzugsrelevant zu betrachten.

7.2. Auch unter dem Aspekt des Merkmals "Alter" liegen vorliegend keine 

Anhaltspunkte für dessen Mitberücksichtigung im Rahmen eines Abzugs 

vom – auf Basis der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Medianwert für 

Frauen ermittelten – Tabellenlohn vor, da die über 50-jährige 

Beschwerdeführerin namentlich gemäss Tabelle TA9 der LSE 2020 für 

Stellen ohne Kaderfunktion nicht mit einer massgeblichen 

Erwerbseinbusse infolge ihres fortgeschrittenen Alters rechnen muss. 

Dabei wirkt sich das Alter jedenfalls im Bereich von 50 bis 64/65 Jahren 

sogar eher lohnerhöhend aus und der Medianlohn für ihre Altersgruppe 

liegt auch im Vergleich zum Median über alle Altersgruppen nicht tiefer 

(vgl. BGE 146 V 16 E.7.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_194/2022 vom 

5. Dezember 2022 E.7.4.2, 8C_250/2022 vom 8. November 2022 E.5.3.1 

und 9C_857/2017 vom 24. August 2018 E.4.3.1). Schliesslich liegt der für 

die Invaliditätsbemessung herangezogene Medianlohn der Tabelle TA1 im 

Kompetenzniveau 1 für Frauen über alle Wirtschaftszweige hinweg mit 

CHF 4'276.‑‑ sowohl unter dem Median als auch unter dem ersten 

Quartilswert (CHF 5'689.‑‑ bzw. CHF 4'666.‑‑) der Tabelle TA9 für Frauen 

ohne Kaderfunktion im Alter von 50 bis 64/65 Jahre. Hinzu kommt, dass 

die Beschwerdeführerin von ihren bisher gewonnenen Berufserfahrungen 

und Kenntnissen, insbesondere als U._____, als V._____, als W._____, 

als X._____ und als Pflegehelferin, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

profitieren kann (vgl. undatierte Lebensläufe [IV-act. 148 und 70 S. 1], 

Videmus-Gutachten vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 226 S. 54, S. 77 f. und 

S. 127 f.], Zielvereinbarung zum Einsatzprogramm bei der T._____ vom 

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30. Juli 2020 [IV-act. 151 S. 1], Evaluationsgespräch Eingliederung vom 

11. August 2015 [IV-act. 67 S. 2], RAD-Abklärungsbericht vom 

18. Dezember 2014 [IV-act. 58 S. 4 f. und S. 15 f.], Bericht von Dr. med. 

P._____ vom 3. November 2014 [IV-act. 51 S. 2] und verschiedene 

Arbeitszeugnisse [IV-act. 81]). Zudem hat die Beschwerdeführerin bisher 

praktische und handwerkliche Tätigkeiten ausgeübt. Dies ist mit Blick auf 

die kürzere Aktivitätsdauer in einer Verweisungstätigkeit positiv zu werten, 

genauso wie ihre Persönlichkeitsstruktur als sehr gewissenhafte, 

zuverlässige und leistungswillige Person (vgl. Bericht der Dres. med. 

K._____ und L._____ vom 25. Juli 2023 [Bf-act. 5 S. 2], RAD-

Abklärungsbericht vom 18. Dezember 2014 [IV-act. 58 S. 22], 

Verlaufsprotokoll Eingliederung, Einträge vom 26. April 2016 [IV-act. 89 

S. 7] und vom 11. September 2015 [IV-act. 89 S. 4], Arbeitszeugnis des 

F._____ vom 15. August 2014 [IV-act. 60], Schreiben der Mitarbeitenden 

des F._____ vom April 2014 [IV-act. 59 S. 2 f.] und verschiedene 

Arbeitszeugnisse [IV-act. 81 und 158]). Es fehlen somit konkrete 

Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt aufgrund ihres Alters verglichen mit anderen Beschäftigten 

derselben Alterskategorie mit einem geringeren Lohn rechnen müsste. 

Hinzu kommt, dass für Hilfsarbeiten praxisgemäss weder eine 

Berufsausbildung noch Erfahrungen oder sonstige Vorkenntnisse 

vorausgesetzt werden (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_55/2021 vom 

9. Juni 2021 E.5.2.1).

7.3. Allerdings ist aufgrund der sich auf das Zumutbarkeitsprofil auswirkenden 

gesundheitlichen Funktionseinschränkungen (vgl. vorstehende E.4.3) 

anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin selbst im Rahmen körperlich 

leichter Hilfsarbeitertätigkeiten in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist. 

Dem ist gemäss Bundesgericht grundsätzlich mit einem leidensbedingten 

Abzug Rechnung zu tragen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_311/2022 

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vom 18. April 2023 E.4.3.2), auch wenn qualitative Einschränkungen nicht 

standardmässig zu einem Abzug vom Tabellenlohn führen (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_312/2022 vom 5. Januar 2023 E.5.5.2 m.H.a. 

BGE 148 V 174). Denn qualitative oder quantitative Einschränkungen 

aufgrund des medizinischen Anforderungs- und Belastungsprofils grenzen 

in erster Linie das Spektrum erwerblicher Tätigkeiten weiter ein, welche 

unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung 

versicherten Person realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu 

unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht 

fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit 

einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse 

reale Chancen für eine Anstellung bestehen (Urteile des Bundesgerichts 

8C_509/2022 vom 10. Mai 2023 E.6.2, 9C_312/2022 vom 5. Januar 2023 

E.5.5.1, 9C_305/2022 vom 24. November 2022 E.3.2.2.2.1, 8C_269/2021 

vom 1. Dezember 2021 E.3.2, 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E.6.2 und 

8C_297/2018 vom 6. Juli 2018 E.3.5). Vorliegend rechtfertigt es sich, den 

gesundheitsbedingten Funktionseinschränkungen grundsätzlich mit 

einem leidensbedingten Abzug von 10 % Rechnung zu tragen (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 9C_311/2022 vom 18. April 2023 E.4.3.2). Wie hoch 

der Tabellenlohnabzug letztlich veranschlagt wird, kann hier indes offen 

bleiben, da auch bei einem Abzug von 25 % kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad resultierte.

7.4. Die Beschwerdegegnerin bemass den Invaliditätsgrad in der 

angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2023 anhand der allgemeinen 

Methode des Einkommensvergleichs (vgl. IV-act. 239 S. 2; siehe ferner 

Case Report vom 16. Juni 2023 [IV-act. 240 S. 18]). Dabei wandte sie für 

ihre Berechnungen der Vergleichseinkommen die 

geschlechtsunspezifischen Nominallohnentwicklungswerte 

(Schweizerischer Lohnindex, Index und Veränderung auf der Basis 2010, 

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Tabellenblatt T1.10) über alle Wirtschaftszweige hinweg (Zeile "B-S 05-96 

Total") an und schätzte die Nominallohnentwicklung für 2022 auf 1 % (vgl. 

IV-act. 241). Korrekterweise hätten aber die geschlechtsspezifische 

Nominallohnentwicklung (Urteile des Bundesgerichts 8C_703/2019 vom 

6. Oktober 2020 E.4.3, 8C_72/2019 vom 11. Juni 2019 E.4.1, 

8C_704/2018 vom 31. Januar 2019 E.9 und 9C_444/2018 vom 

17. Oktober 2018 E.3.1 m.H.a. BGE 129 V 408; vgl. auch betreffend die 

per 1. Januar 2022 geltenden Rechtslage: KSIR [Stand: 1. Juli 2022], Rz. 

3210 und Bemerkungen in Anhang III zu den Tabellen[blätter] T1.10, 

T1.1.10 und T1.2.10) und hinsichtlich der Nominallohnentwicklung des 

Valideneinkommens die geschlechts- und wirtschaftszweigspezifischen 

Werte verwendet werden sollen (Urteile des Bundesgerichts 8C_703/2019 

vom 6. Oktober 2020 E.4.3 und 9C_467/2009 vom 19. August 2009 

E.2.2). Insofern ergibt sich ein auf das Jahr 2021 aufindexiertes 

Einkommen ohne Invalidität von CHF 62'035.-- (CHF 60'449.-- {vgl. hierzu 

das auf 100 % aufgerechnete Einkommen gemäss Verfügungen vom 

5. Januar 2018 gemäss IV-act. 119 und 125 ff.} x 1.002 x 1.003 x 1.007 x 

1.012 x 1.002 {gemäss Tabelle T1.2.10 und Wirtschaftszweige 86-88 

"Gesundheitswesen, Heime und Sozialwesen"}). In Gegenüberstellung mit 

dem ebenfalls auf das Jahr 2021 aufgerechneten, gestützt auf die LSE 

2020, Tabelle TA1, mit einem Leidensabzug von 10 % bemessenen 

Invalideneinkommen von CHF 48'432.35 (LSE 2020 [veröffentlicht am 

23. August 2022 {vgl. BGE 143 V 295 E.4.1.1 und Urteil des 

Bundesgerichts 9C_15/2018 vom 2. Juli 2018 E.4.3}], Tabelle TA1, 

Kompetenzniveau 1, Frauen, Zeile "Total", umgerechnet auf die 

durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, 

Arbeitsfähigkeit von 100 %, Leidensabzug 10 %, aufindexiert bis ins 

Jahr 2021 gemäss der Tabelle T1.2.10 = CHF 4'276.-- x 12 : 40 x 41.7 x 

1.006 x 1 x 0.9) resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 

gerundet 22 %. Bei einem Leidensabzug von 25 % ergäbe sich ein 

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Einkommen mit Invalidität von CHF 40'360.30 und damit ein 

Invaliditätsgrad von gerundet 35 %, welcher ebenfalls keinen Anspruch auf 

eine Invalidenrente verliehe.

8. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

9.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 

Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- 

festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 

durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in 

Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.-- 

fest. Diese sind von der unterliegenden Beschwerdeführerin zu tragen. 

Denn diese hat den mit Beschwerde vom 17. August 2023 gestellten 

Antrag um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung mit Schreiben 

vom 24. August 2023 wieder zurückgezogen, weshalb dieser 

gegenstandslos geworden ist. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin 

steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG 

e contrario). 

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.-- gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

- 43 -

4. [Mitteilung]