# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35c9a207-e32b-5baa-994b-35c4a0e84a69
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-22
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 22.08.2023 C1 22 268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_C1-22-268_2023-08-22.pdf

## Full Text

180 RVJ / ZWR 2024 

Zivilrecht – Erbrecht – KGE (I. Zivilrechtliche Abteilung) vom 
22. August 2023, X. c. Y. – TCV C1 22 268 

Beschränkte Dispositionsmaxime im Erbteilungsprozess; Modalitäten 
der Erbteilung, wenn der Wert einzelner Erbschaftssachen der Losbil-
dung entgegensteht (Art. 611 und Art. 612 ZGB) 

- Im Erbteilungsprozess sind die Anträge der Parteien für das Gericht nur insoweit verbind-
lich, als diese vollständig übereinstimmen. Ansonsten bestimmt das Gericht die Art der 
Teilung, ohne an die Wünsche einzelner Erben gebunden zu sein (E. 2.2 und 2.3). 

- Ist eine Erbschaftssache zu wertvoll, um sie einem einzelnen Los ohne erhebliche 
Ausgleichszahlung zuzuweisen, so ist sie zu versteigern. Weitere Modalitäten der Ver-
steigerung und Losbildung im konkreten Fall (E. 2.4). 

Maxime de disposition limitée en procédure de partage successoral ; 
modalités du partage de la succession si la valeur des biens à partager 
ne permet pas la formation de lots (art. 611 et 612 CC)  

- En procédure de partage successoral, les conclusions des parties ne lient le tribunal que 
si elles sont entièrement identiques. Dans le cas contraire, le tribunal détermine le mode 
de partage sans être lié par les souhaits de certains héritiers (consid. 2.2 et 2.3).  

- Si, en raison de sa valeur trop importante, un bien à partager ne peut pas être attribué 
comme lot unique, sans une importante soulte, il doit être vendu aux enchères. En 
l’espèce, modalités de la vente aux enchères et de la constitution de lots (consid. 2.4). 

 

Aus den Erwägungen 
 

2.2  Nach dem Grundsatz der freien Erbteilung können die Erben die 
Teilung unter Vorbehalt zwingender Gesetzesbestimmungen und im 
Rahmen der Rechtsordnung frei vereinbaren (Art. 607 Abs. 2 ZGB). Ei-
nigen sie sich vollumfänglich, so nehmen sie die Teilung – sei es in 
Form einer Realteilung, sei es durch Abschluss eines Erbteilungsver-
trages (Art. 634 Abs. 1 und 2 ZGB) – eigenständig vor und es bleibt 
insoweit kein Raum für eine Teilungsklage und ein Teilungsurteil. Ver-
mögen sie sich nicht oder nicht vollständig zu einigen, so entscheidet 
das Gericht im Rahmen der ihm unterbreiteten Rechtsbegehren in An-
wendung der einschlägigen Gesetzesbestimmungen. Dabei ist das Ge-
richt an bestehende Erbenvereinbarungen, insbesondere partielle 
Erbteilungsverträge (Art. 634 Abs. 1 ZGB), gebunden. Selbst wenn sol-
che fehlen, sollte das Gericht als Folge des Grundsatzes der freien Erb-
teilung den einhelligen unmissverständlichen Willen der Erben soweit 
möglich dennoch respektieren. Gänzlich übereinstimmende Teilungs-
begehren beinhalten grundsätzlich eine derartige klare und eindeutige 

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Willensäusserung (so der von beiden Parteien zitierte SEEBERGER, Die 
richterliche Erbteilung, Diss., 1992, S. 109; wohl gl. M. AMMANN, Die 
Erbteilungsklage im schweizerischen Erbrecht, Diss., 2020, Rz. 483 in 
fine; WOLF/BRAZEROL, Grundsätze für die Vornahme der Erbteilung 
durch das Gericht, AJP 2016 S. 1441). 

Allerdings sind die Rechtsbegehren bzw. die Anträge der Parteien auf-
grund der Besonderheiten des Erbteilungsprozesses (actio duplex, evtl. 
mehr als zwei Parteien mit teils übereinstimmenden und teils wider-
sprüchlichen Interessen) für das Gericht nur bedingt verbindlich. Zwar 
bestimmen die Erben durch Formulierung ihrer Rechtsbegehren das 
Mass der richterlichen Erbteilungsaktivitäten; ist die gerichtliche Zu-
ständigkeit zur Durchführung der Teilung aber erst einmal begründet, 
so kann dem Gericht die Grösse und Zusammensetzung der Teilungs-
masse ein Abweichen von den Anträgen der Erben gestatten. Die Dis-
positionsmaxime gilt in diesem Sinne lediglich beschränkt (SEEBERGER, 
a.a.O., S. 61 f.). Rechtsbegehren eines Erben hinsichtlich der Zuwei-
sung einzelner Nachlasswerte oder hinsichtlich der Liquidationsmoda-
litäten sind demnach primär als Wunschvorstellungen bzw. als 
Anhaltspunkte für das Gericht zu verstehen, ohne dass damit eine 
strenge Limitierung des Entscheidungsspielraums einhergeht. Eine 
Verletzung der Dispositionsmaxime liegt erst dann vor, wenn das Ge-
richt entweder mehr zuspricht als begehrt resp. weniger als von der 
Gegenseite anerkannt oder Rechtsschutz in einer Art und Weise ge-
währt, die überhaupt nicht begehrt wurde. So darf das Gericht auf par-
tielle Teilungsklage hin nicht ohne Weiteres eine vollständige 
Liquidation durchführen. Eine strikte Handhabung der Dispositionsma-
xime gilt letztlich nur bei abstrakten, indes ausreichend spezifizierten 
generellen Teilungsbegehren (AMMANN, a.a.O., Rz. 480, 481 und 483). 
Dabei befindet sich der Teilungsrichter bei einem allgemeinen Begeh-
ren, es sei die Erbschaft zu teilen, wie auch immer sein Urteil ausfällt, 
immer im Rahmen der Dispositionsmaxime (WOLF/BRAZEROL, a.a.O, 
S. 1441). 

2.3  Vorliegend hat die Klägerin von sechs Geschwistern deren Erban-
teile erworben (Art. 635 Abs. 1 ZGB), weshalb sie nunmehr über 7/9 
am Nachlass verfügt. Eine Erbteilung ist jedoch bisher weder erfolgt 
noch von den Erben vereinbart worden. […] Mithin lauteten die Begeh-
ren der Parteien […] übereinstimmend auf vollständige Vornahme der 
Erbteilung; es fehlte jedoch bis dahin an jedweder Vereinbarung der 
Erben in Bezug auf die inhaltliche Ausgestaltung der Teilung ebenso 

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wie an einer Einigung hinsichtlich der Art und Weise der Durchführung 
der Teilung. 

[…] 

Wohl verlangten beide Seiten die Bildung von 9 Losen, fünf gebildet mit 
Nachlassliegenschaften und vier enthaltend eine reine Ausgleichszah-
lung, verbunden mit einer Losziehung; diese sollte laut den klägeri-
schen Begehren sämtliche 9 Lose umfassen, wodurch ihr im Minimum 
drei und im Maximum alle fünf Erbschaftsliegenschaften zufallen wür-
den, in welchem letzteren Fall die Beklagten insoweit leer ausgingen; 
die Beklagten wollten demgegenüber ihre Lose aus den ersten fünf zie-
hen, womit garantiert wäre, dass ihnen je eine Nachlassliegenschaft 
zugeteilt wird. Mithin bestand in Bezug auf die Art der Teilung gerade 
kein Konsens zwischen den Parteien; ihre diesbezüglichen Anträge 
divergierten, so dass das Gericht durch diese in keiner Weise gebun-
den wurde.  

[…] 

2.4  Mangels einer für den Teilungsrichter verbindlichen Einigung zwi-
schen den Erben ist die Teilung nach Gesetz vorzunehmen. Die Erb-
schaft setzt sich aus fünf Liegenschaften mit folgenden geschätzten 
Verkehrswerten (Art. 617 ZGB) zusammen: 

a. Parzelle Nr. 1, Miteigentumsanteil von 1/2 an unterer Wohnung; 
Fr. 103’084.50 

b. StWE-Anteil Nr. 2, Miteigentumsanteil von 1/2 an Garage; 
Fr. 13’250.00 

c. Parzelle Nr. 3, Miteigentumsanteil von 1/2 an Anbau Scheune und 
Stall; Fr. 5’446.00 

d. Parzelle Nr. 4, Miteigentumsanteil von 1/2 an Eckkeller; Fr. 3’662.00 

e. Parzelle Nr. 5, Miteigentumsanteil von 1/2 an Spycher; Fr. 5’784.00 

2.4.1  Der unter lit. a angeführte Wohnungsanteil entspricht wertmässig 
rund 7/9 des Nachlasses (7/9-Erbteil = Fr. 102’065.05, ausgehend vom 
geschätzten Gesamtverkehrswert von Fr. 131’226.50), während der in 
lit. b genannte Miteigentumsanteil an der Garage mit Fr. 13’250.00 so-

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wie die übrigen Liegenschaftsanteile gemäss lit. c, d und e zusammen-
gerechnet mit Fr. 14’892.00 wertmässig jeweils ca. 1/9 (1/9-Erbteil = 
Fr. 14’580.72) ausmachen. Da die Klägerin bereits Eigentümerin der 
zweiten Wohnungshälfte ist und ihr aufgrund des Erwerbs der Erbteile 
ihrer Geschwister wertmässig 7/9 an der Erbschaft zustehen, würde es 
an sich Sinn machen (s. dazu die «persönlichen Verhältnisse» nach 
Art. 611 Abs. 2 ZGB), dass sie dieses wertvollste Nachlassobjekt 
(«Hauptparzelle») übernimmt. In diesem Fall verblieben den Beklagten, 
welche gleichermassen einen Anspruch auf Gegenstände aus der Erb-
schaft haben (s. dazu nachstehende E. 2.4.2), selbst wenn die Klägerin 
auch daran bereits hälftiges Eigentum erworben hat, einerseits der Ga-
ragenanteil und anderseits die restlichen drei Liegenschaften («Neben-
parzellen»). Eine derartige direkte Zuweisung der Nachlassgegenstände 
durch das Gericht ist indessen gemäss BGE 143 III 425, entgegen der 
zuvor in den Kantonen, so auch im Wallis, etablierten Praxis, nicht zu-
lässig. 

2.4.2  Die Erben haben bei der Teilung, wenn keine andern Vorschriften 
Platz greifen, alle, unabhängig von ihrer jeweiligen Erbquote, den glei-
chen Anspruch auf die Gegenstände der Erbschaft (Art. 610 Abs. 1 
ZGB, s. auch Art. 607 Abs. 1 ZGB). Diese Anspruchsgleichheit der Er-
ben bildet die oberste Richtlinie des Teilungsrechts (BGE 143 III 425 
E. 4.3 mit Hinweis auf Rechtsprechung und Lehre). Zum konkreten Vor-
gehen bei einer Teilung sieht das Gesetz in Art. 611 Abs. 1 ZGB vor, 
dass die Erben so viele Lose bilden, als Erben oder Erbstämme sind 
(BGE 143 III 425 E. 4.5 mit Hinweis auf Rechtsprechung und Lehre). 
Ziel der Losbildung ist – in Nachachtung des Gleichbehandlungsgebots 
– eine ausgewogene Verteilung der Erbschaftssachen, wenn immer 
möglich in natura, unter den Erben. Es ist solange nach Art. 611 ZGB 
vorzugehen, als die Erbschaftssache in einem Los Platz hat und damit 
einem Erben zugewiesen werden kann. Sogar wenn die Erbteile kleiner 
sind als der Wert einer Sache, ist die Zuweisung mit Ausgleichszahlung 
(vgl. Art. 654 Abs. 2 i.V.m. Art. 651 Abs. 3 ZGB) gegenüber der Ver-
äusserung vorzuziehen, sofern die Differenz nicht erheblich ist. Die Zu-
lässigkeit einer Ausgleichszahlung ist auf Grund der Umstände des 
konkreten Einzelfalls nach Recht und Billigkeit (Art. 4 ZGB) zu prüfen, 
wobei das richtige Verhältnis zwischen Ausgleichssumme und Wert des 
Erbteils nicht schematisch festgelegt werden kann. Bei übermässigen 
Ausgleichszahlungen läge nicht mehr eine eigentliche Erbteilung vor, 
sondern solche liefen auf einen Kauf eines Erbschaftsgegenstandes 
durch einen Erben hinaus (MINNIG, Basler Kommentar, 7. A., 2023, N. 7 

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zu Art. 611 ZGB). Findet eine Sache aufgrund ihres Wertes selbst in 
Verbindung mit einer massvollen Ausgleichszahlung in keinem Los 
Platz, so ist sie zu verkaufen bzw. auf Verlangen eines Erben öffentlich 
oder unter den Erben zu versteigern und der Erlös zu teilen (Art. 612 
Abs. 2 und 3 ZGB; BGE 143 III 425 E. 4.6 mit Hinweis auf Lehre und 
Rechtsprechung; Bundesgerichtsurteil 5A_984/2021 vom 17. Mai 2022 
E. 3). Die private, interne Versteigerung stellt sicher, dass der Erb-
schaftsgegenstand im Kreise der Miterben verbleibt (MINNIG, a.a.O., 
N. 10 zu Art. 612 ZGB). 

Die Klägerin hat von einer Mehrzahl ihrer Geschwister deren Anteile 
erworben, wodurch ihr wertmässig 7/9 des Nachlasses zustehen; die 
Anteile der beiden Beklagten betragen je 1/9. Im Sinne der vorstehen-
den Erwägungen verschafft die insoweit grössere Quote der Klägerin 
allerdings kein besseres Recht an den Nachlassobjekten. Auch ändert 
sie nichts daran, dass – wie die Parteien übereinstimmend darlegen – 
gemäss Gesetz im Prinzip 9 Lose zu bilden sind (zur notwendigen An-
zahl Lose s. WOLF, Berner Kommentar, 2014, N. 15 zu Art. 611 ZGB). 
Vorliegend scheitert eine solche Losbildung indes einerseits an der ge-
ringen Zahl von Erbschaftssachen – 5 für 9 Lose – und anderseits an 
dem im Vergleich mit den übrigen Erbschaftssachen einsamen Höchst-
wert des unter lit. a angeführten Wohnungsanteils, mit dessen Über-
nahme eine Ausgleichszahlung von Fr. 88’504.00 fällig würde. Selbst 
wenn das Bundesgericht bezüglich der Höhe einer noch zulässigen 
Ausgleichszahlung keine starren Grenzen aufstellt, so wäre bei einer 
solchen von Fr. 88’504.00 mit Blick auf den Wert des Gesamtnachlas-
ses und der Höhe der Erbteile die Differenz zweifellos erheblich und 
der Betrag nicht mehr angemessen. Diese Hauptparzelle ist daher un-
ter den Erben zu versteigern. 

Keine Versteigerung ist hingegen für die restlichen Grundstücksanteile 
angezeigt. Denn diese passen ohne Weiteres in einen Erbteil bzw. in 
ein entsprechendes Los und mit dem Erlös aus der Versteigerung des 
Hauptgrundstücks, welcher zumindest gedanklich hinzuzurechnen ist, 
lassen sich an sich beliebig viele Lose bilden. Fraglich erscheint einzig, 
ob der Ersteigerer der wertvollsten Liegenschaft weiterhin gleichbe-
rechtigt mit den anderen Erben an der Losziehung der übrigen, billige-
ren Erbschaftsliegenschaften teilnehmen darf. Bei einem Verkauf oder 
einer öffentlichen Versteigerung eines Nachlassobjekts mit dessen 
Übernahme durch eine Drittperson fällt der Erlös als Surrogat in den 

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Nachlass; diesfalls erhält keiner der Erben die fragliche Erbschaftssa-
che, weshalb nach Art. 610 Abs. 1 ZGB alle Erben weiterhin den glei-
chen Anspruch auf die verbleibenden Gegenstände der Erbschaft 
haben. Mit einer internen Versteigerung, welche die Gleichberechti-
gung der Erben wahrt, indem jeder Miterbe den in Frage stehenden 
Nachlassgegenstand erwerben kann (BGE 97 II 11 E. 3), wird demge-
genüber garantiert, dass (wenigstens) ein Erbe das fragliche Erb-
schaftsobjekt erhält. Insoweit wird dessen gesetzlicher Anspruch auf 
Gegenstände der Erbschaft befriedigt. Zwar muss er dafür Geld auf-
bringen, was jedoch letztlich auf eine freiwillige Ausgleichszahlung hin-
ausläuft, insbesondere dann, wenn ihm gleichzeitig sein Erbteil 
angerechnet wird. In casu handelt es sich beim Gegenstand, welcher 
zur internen Versteigerung gelangt, um den bei weitem wertvollsten aus 
dem Nachlass. Gerade auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung 
aller Miterben erscheint es daher angezeigt, dass jene Person, welche 
sich diese Hauptparzelle in der internen Versteigerung sichert, von der 
Losziehung der übrigen Liegenschaftsanteile ausgeschlossen ist.  

In einem ersten Schritt wird die vorerwähnte Hauptliegenschaft unter 
den Erben zu versteigern sein. Erst danach kennt man die Person des 
Übernehmers und den realisierten Übernahmepreis, welcher anstelle 
der Verkehrswertschätzung tritt, woraus sich der Gesamtnachlass, die 
Erbteile und die Ausgleichszahlungen endgültig werden berechnen las-
sen. In einem zweiten Schritt wird alsdann die Losbildung/-ziehung be-
züglich der Nebenparzellen zu erfolgen haben. Konkret sind dabei zwei 
Fälle zu unterscheiden.  

Sofern die Klägerin die Hauptparzelle gemäss lit. a ersteigert, so erhält 
sie im Ergebnis Erbschaftssachen im ungefähren Wert ihrer 7/9, womit 
sie gegenständlich wie auch quotenmässig weitestgehend befriedigt 
sein wird; ob bzw. inwieweit sie daneben Ausgleichung zu leisten hat 
oder beanspruchen darf, hängt von der Höhe des Veräusserungserlö-
ses ab. In Falle der klägerischen Übernahme der Hauptparzelle sind 
die weiteren Parzellen nach Bildung zweier gleichwertiger Lose, wie 
unter E. 2.4.1 dargetan (einerseits Garagenanteil lit. b, anderseits rest-
liche Parzellen lit. c, d sowie e) und soweit erforderlich ergänzt durch 
einen Ausgleichsbetrag, unter den beiden Beklagten zu verlosen.  

Sollte hingegen einer der beiden Beklagten die Hauptparzelle erwer-
ben, so wurde sein gegenständlicher wie auch quotenmässiger An-
spruch auf Erbschaftssachen (mehr als) befriedigt, so dass auch er 

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bzw. sie von der weiteren Losziehung ausgeschlossen ist. In diesem 
Fall sind alsdann 8 gleichwertige Lose zu bilden, vier bestehend aus 
jeweils einer der Nebenparzellen und ergänzt mit Geldern aus dem Ver-
steigerungserlös sowie vier ausschliesslich gebildet mit Geldern aus 
dem Versteigerungserlös. Der Klägerin sind per Zufallsentscheid 
7 Lose und dem bzw. der zweiten Beklagten 1 Los zuzuweisen.