# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7b3c7c0-7217-554f-b2cc-4e7337eb9f92
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 13.09.2011 I/1-2010/204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2010-204_2011-09-13.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2010/204

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 13.09.2011

Entscheiddatum: 13.09.2011

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 13.09.2011
Art. 33 Abs. 1 lit. d StG (sGS 811.1). Der steuerpflichtige Geflügelzüchter 
vermietete einen in seinem Privatvermögen stehenden Stall samt 
Einrichtungen an eine von ihm beherrschte Gesellschaft und wollte die 
Hälfte der Mieteinnahmen von Fr. 60'000.-- als Sachabnützung der 
Einrichtungen zum Abzug bringen. Die Steuerbehörde liess nur Fr. 12'000.-- 
zum Abzug zu. Ihre Ermessensbetätigung erwies sich nicht als fehlerhaft, 
weshalb der Rekurs des Steuerpflichtigen abgewiesen wurde 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 13. September 2011, I/
1-2010/204).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

X, Rekurrent,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staats- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2006)

Sachverhalt:

A.- X ist verheiratet und wohnt in G/AR. Er ist als Landwirt und Geflügelzüchter 

selbständig erwerbstätig sowie einzelzeichnungsberechtigter Präsident des 

Verwaltungsrates der von ihm beherrschten Z AG, G, welche den Betrieb einer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Trutenbrüterei sowie den Import von Trutenbruteiern und Truteneintagsküken 

bezweckt. Ferner ist er Eigentümer von Grundstücken in G/AR, D/AI und N/SG. Auf 

dem Grundstück in N, das X am 1. Juli 2004 schenkungshalber von seinem Vater 

erworben hatte, befinden sich namentlich Hühnerställe und eine Brüterei. Diese 

Liegenschaft steht im Privatvermögen von X und ist seit Juli 2004 samt Zugehör gegen 

ein jährliches Entgelt von Fr. 60'000.-- an die Z AG vermietet. Für die Veranlagung der 

Staats- und Gemeindesteuern 2004 berücksichtigte das kantonale Steueramt von den 

Bruttoeinnahmen aus dieser Vermietung von Fr. 30'000.-- während der zweiten 

Jahreshälfte 2004 eine Abnutzungskomponente auf dem Mobiliar von 20%, d.h. 

Fr. 6'000.--. Diese Beurteilung wurde von der Verwaltungsrekurskommission am 

20. August 2008 (VRKE I/1-2008/45), dem Verwaltungsgericht am 19. Februar 2009 

(Urteil des Verwaltungsgerichts B 2008/171) und schliesslich auch vom Bundesgericht 

am 12. August 2009 (Urteil des Bundesgerichts 2C_211/2009) bestätigt.

B.- Für 2006 deklarierten X und seine Ehefrau im Kanton Appenzell-Ausserrhoden ein 

steuerbares Einkommen von Fr. 43'462.-- und ein steuerbares Vermögen von 

Fr. 3'430'494.--. Mit Einsprache-Entscheid der Steuerverwaltung des Kantons 

Appenzell-Ausserrhoden vom 3. Juni 2010 wurden sie – nach Steuerausscheidung mit 

den Kantonen Appenzell-Innerrhoden und St. Gallen – mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 40'000.-- zum Satz von Fr. 107'400.-- und mit einem steuerbaren 

Vermögen von Fr. 2'475'000.-- zum Satz von Fr. 5'979'000.-- rechtskräftig veranlagt.

C.- Die Veranlagungsbehörde des Kantons St. Gallen stützte sich im Wesentlichen auf 

die im Kanton Appenzell-Ausserrhoden ergangene Einspracheveranlagung, nahm die 

Steuerausscheidung mit den beiden Kantonen Appenzell vor und setzte für die Staats- 

und Gemeindesteuern 2006 das steuerbare Einkommen auf Fr. 54'500.-- zum Satz von 

Fr. 107'800.-- und das steuerbare Vermögen auf Fr. 1'553'000.-- zum Satz von 

Fr. 3'252'000.-- fest.

Dagegen erhob X Einsprache mit dem Antrag, die Aufrechnung von Fr. 18'000.-- als 

Mieteinnahmen aus den Maschinen und Einrichtungen in den Ställen in N sei zu 

unterlassen (Abzug Fr. 30'000.-- pro Jahr wie deklariert anstelle von nur Fr. 12'000.-- 

wie veranlagt). Der vom Steueramt festgelegte Verkehrswert und somit die jährlichen 

Wertverminderungen seien viel zu tief. Die Zusatzexpertise des Landwirtschaftlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zentrums Flawil und der durch den Verkauf des Zubehörs im Jahr 2010 erzielte höhere 

Preis von Fr. 220'000.-- rechtfertigten eine Neubeurteilung. Das kantonale Steueramt 

wies die Einsprache am 21. September 2010 ab mit der Begründung, der Verkauf der 

Anlagen per 29. Juli 2010 (Zahlungsdatum) an den Treuhänder, der X in dieser Sache 

bis vor Bundesgericht vertreten habe, könne nicht als Verkauf unter unabhängigen 

Dritten betrachtet werden. Es liege weder eine Veräusserung im gewöhnlichen 

Geschäftsverkehr vor noch existierten gesicherte Preise vergleichbarer Objekte.

D.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 21. September 2010 erhob X mit Eingabe 

vom 15. Oktober 2010 (Poststempel: 19.10.10) Rekurs bei der 

Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid 

aufzuheben und die Aufrechnung der Mieteinnahmen von Fr. 18'000.-- zu unterlassen, 

eventualiter die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 19. Januar 

2011, der Rekurs sei unter Kostenfolge abzuweisen. Unter Einreichung weiterer 

Beweismittel liess sich der Rekurrent dazu mit Eingabe vom 10. Februar 2011 

vernehmen. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer 

Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 19. Oktober 2010 (Poststempel) ist 

rechtzeitig eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, 

abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- Im Rekurs ist einzig umstritten, in welchem Ausmass die im Jahr 2006 erzielten 

Einkünfte aus der Vermietung der Liegenschaft in N samt Zugehör von Fr. 60'000.-- 

eine nicht als Einkommen zu berücksichtigende Abnützungskomponente enthalten. Die 

Frage war bereits im Zusammenhang mit der Veranlagung der Staats- und 

Gemeindesteuern 2004 umstritten. Für das Steuerjahr 2004 wurde die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Abnützungskomponente nach eingehenden Abklärungen zum Sachverhalt von der 

Veranlagungsbehörde auf 20% der Einkünfte, d.h. jährlich Fr. 12'000.-- festgelegt. Die 

vom Rekurrenten gegen diese Beurteilung erhobenen Rechtsmittel wurden von den 

kantonalen Instanzen und vom Bundesgericht abgewiesen. Trotzdem wird im Rekurs 

für die Veranlagung der Staats- und Gemeindesteuern 2006 erneut eine 

Abnützungskomponente von 50% der Einkünfte oder Fr. 30'000.-- geltend gemacht.

a) Der Rekurrent beruft sich auf die Ergänzung einer für das Steuerjahr 2004 

eingereichten Expertise des landwirtschaftlichen Zentrums Flawil und macht den 

Verkauf des Zubehörs im Jahr 2010 für Fr. 220'000.-- geltend. Die Berechnungen des 

Steueramtes und der gerichtlichen Instanzen seien falsch gewesen. Der Wert der 

Maschinen und Einrichtungen sei wesentlich höher als von den Steuerbehörden 

angenommen. Bei der Käuferin handle es sich nicht um eine nahestehende Person im 

Sinn des Steuerrechts. Sie habe basierend auf der Expertise des Landwirtschaftlichen 

Zentrums, den aktuellen und übernommenen Mietverträgen mit der Z AG und der zu 

erwartenden Restlebensdauer eine Investitionsrechnung gemacht. Es sei auch kein 

Scheingeschäft. Der Preis sei mit Banküberweisung bezahlt worden. Die Einrichtungen 

würden ihren Dienst noch neun Jahre tun und in dieser Zeit für jährlich Fr. 30'000.-- 

von der Z AG gemietet werden, so dass mutmasslich Fr. 270'000.-- von der Z AG an 

die Käuferin, welche die Maschinen und Einrichtungen für Fr. 220'000.-- übernommen 

habe, bezahlt würden.

b) Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. d StG sind als Erträge aus beweglichem Vermögen die 

Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, Nutzniessung oder sonstiger Nutzung 

beweglicher Sachen oder nutzbarer Rechte steuerbar. Die Bestimmung hält sich an die 

Vorgaben von Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten 

Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG), wonach der 

Einkommenssteuer unter anderem die Einkünfte aus Vermögensertrag unterliegen. Sie 

deckt sich im Wortlaut mit Art. 20 Abs. 1 lit. d des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer (SR 642.11, abgekürzt: DBG).

Abschreibungen sind steuerlich nur auf dem Geschäftsvermögen, nicht aber auf dem 

Privatvermögen zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 14. Juni 2000 und vom 

29. Mai 2000, publiziert in: die neue steuerpraxis S. 87 ff. und S. 93 ff.). Überlässt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

jemand bewegliche Sachen des Privatvermögens einem Dritten zum Gebrauch, so ist 

ein Teil des vertraglich vereinbarten Entgelts in der Regel eine Entschädigung dafür, 

dass die hingegebenen Sachen infolge Gebrauchs Wertverminderungen erfahren. 

Diese Vermögensgegenstände sind deshalb bei Beendigung des Vertragsverhältnisses 

manchmal stark entwertet oder überhaupt wertlos. Die in den Entgelten für die 

Gebrauchsüberlassung mitenthaltenen Entschädigungen für Wertverminderungen 

stellen für den Empfänger keinen Reinvermögenszugang dar und sind daher 

einkommenssteuerlich unbeachtlich. Das Entgelt für die Minderung oder für den 

Verschleiss der Substanz kann als Veräusserungserlös verstanden werden, der dem 

Bereich des steuerfreien Kapitalgewinns zuzuordnen ist. Von den Mieteinnahmen kann 

daher ein Betrag abgezogen werden, der einer angemessenen Entschädigung für die 

Wertverminderung der Mietgegenstände entspricht (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 192 zu Art. 20 DBG; M. Reich, in: 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. Aufl. 2008, N 111 zu 

Art. 20 DBG; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische 

Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 115).

Für das Steuerrecht gilt der Grundsatz, dass die Steuerbehörde die Beweislast für die 

steuerbegründenden Tatsachen trägt, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für 

Tatsachen trifft, welche die Steuerschuld aufheben und mindern. Diese 

Beweislastverteilung hat zur Folge, dass die Steuerbehörde bezüglich 

steuerbegründender Tatsachen Abklärungen tätigen muss und, wenn diese nicht zu 

einem genügenden Ergebnis führen, eine Ermessensveranlagung vorzunehmen hat. 

Umgekehrt kann sie steuermindernde Tatsachen, für die der Pflichtige den Nachweis 

nicht erbringt, ohne weitere Abklärungen unberücksichtigt lassen (vgl. Weidmann/

Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379/380). Bei Gewinnungskosten ist es sachwidrig, den 

Abzug nicht zu berücksichtigen, wenn deren Entstehen feststeht; vielmehr muss 

dessen Höhe nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt werden (vgl. M. Zweifel, in: 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. Aufl. 2002, N 30 zu Art. 46 

StHG).

c) aa) Wie bereits bei der Veranlagung der Staats- und Gemeindesteuern 2004 stützt 

sich der Rekurrent in erster Linie auf die Schätzung des Wiederbeschaffungswertes der 

Anlagen durch einen Experten des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen, Flawil, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von Fr. 600'000.-- vom 8. Januar 2008. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer 

von 20 Jahren beläuft sich der Wertverzehr auf jährlich 5% oder Fr. 30'000.--. Die 

Verwaltungsrekurskommission ging – im Gegensatz zum Experten – nicht von einer 

linearen, sondern von einer die Realität besser abbildenden degressiven Abschreibung 

der Anlagen aus und beurteilte die vorinstanzliche Schätzung des Verschleisses 

angesichts des Alters der Anlagen auf jährlich Fr. 12'000.-- als grosszügig, aber noch 

angemessen. Das Verwaltungsgericht hielt fest, die Anlagen seien als Teil des 

Grundstücks einzustufen, so dass grundsätzlich kein Raum für die Ausscheidung eines 

auf bewegliches Vermögen entfallenden Ertragsanteils bleibe. Es sei kein gesonderter 

Mietzins für Gebäude und Einrichtungen vereinbart worden. Das Mietobjekt werde als 

Betrieb bezeichnet. Selbst eine gesonderte Festlegung von Mietzinsen wäre nicht 

ausschlaggebend, da es sich bei den Vertragsparteien nicht um unabhängige 

Drittpersonen handle, sondern der Vermieter die Mieterin wirtschaftlich beherrsche. 

Wegen Fehlens eines ziffernmässig nachgewiesenen Wertes liesse sich fragen, ob ein 

Abzug für eine Sachabnutzung überhaupt zulässig sei (vgl. Urteil des 

Verwaltungsgerichts B 2008/171 vom 19. Februar 2009 E. 2.4.3). Das Bundesgericht 

kam zum Schluss, dem Steuerpflichtigen gelinge der Nachweis der 

Abnutzungskomponente nicht, zumal er nicht einmal die Anschaffungskosten und den 

Zeitpunkt der Anschaffung belegen könne. Dies gelte umso mehr, als die Werte des 

Experten wesentlich von unzutreffenden Berechnungsgrundlagen ausgingen (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 2C_211/2009 vom 12. August 2009 E. 2.2).

bb) Der Rekurrent erachtet diese Beurteilungen als falsch. Zur Begründung seiner 

Auffassung beruft er sich auf die Antworten des landwirtschaftlichen Experten vom 

20. November 2009 auf Zusatzfragen (act. 7-I/d, Akte 2). Auch diese Antworten 

rechtfertigen indessen keine abweichende Beurteilung des Wertverzehrs für das Jahr 

2006. Wie bereits das Verwaltungsgericht und das Bundesgericht für die Staats- und 

Gemeindesteuern 2004 festgestellt haben, ist die Ausgangslage der Beurteilung durch 

den Experten ungewiss, da weder Anschaffungskosten noch –zeitpunkte belegt 

werden können. Zudem bestätigt der Experte, dass die errechneten Buchwerte 

mindestens 30% über einem branchenüblichen Buchwert liegen. Mit dem 

zunehmenden Alter der Anlagen führt eine im absoluten Betrag unveränderte 

Entschädigung für die Wertverminderung zu einer den tatsächlichen Verhältnissen, d.h. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der abnehmenden Bedeutung der Abnützung, nicht entsprechenden Überbewertung 

der Abnützungskomponente.

Der Experte schätzte den Verkehrswert sämtlicher betriebsfertig montierter Maschinen 

und Einrichtungen per 1. Januar 2004 auf Fr. 265'000.--. Die Ermittlung und die 

Bedeutung dieses Wertes wird nicht weiter erklärt. Abgesehen davon bezieht er sich 

nicht auf die Verhältnisse im umstrittenen Steuerjahr 2006. Der Verkehrswert gibt in der 

Regel den Marktwert wieder. Er bestimmt sich nicht allein nach dem Realwert, der sich 

aus dem den Anschaffungskosten entsprechenden Neuwert und dem altersbedingten 

Minderwert, in welchem auch die Sachabnützung enthalten ist, ergibt. Bei 

Produktionsanlagen ist vielmehr auch deren Ertragswert, d.h. der kapitalisierte 

Mietwert, von Bedeutung. Insbesondere wenn – wie der Experte zur Zusatzfrage 2 

festhält – die Sachen über den üblichen Abschreibungszeitraum hinaus genutzt 

werden, "weil sie für den Betrieb noch einen bestimmten Wert hatten", wird deutlich, 

dass die Sachabnützung nur noch von untergeordneter Bedeutung ist. Je länger die 

Nutzungsdauer ist, umso geringfügiger ist unter diesen Umständen die 

Sachabnützung. Deshalb ist die Schätzung des Verkehrswertes der Anlagen per 

1. Januar 2004 nicht geeignet, einen Schluss auf das Mass der Sachabnützung im Jahr 

2006 zuzulassen.

cc) Der Rekurrent beruft sich zur Begründung, eine Bewertung der Sachabnützung mit 

Fr. 30'000.-- sei angemessen, auf den Umstand, dass die Anlagen und Einrichtungen 

für Fr. 220'000.-- verkauft worden seien. Ein schriftlicher Kaufvertrag liegt nicht vor. 

Zum Beleg wird eine vom Rekurrenten am 23. Juli 2010 an die V Treuhand GmbH 

gestellte Rechnung über diesen Betrag und die Anzeige über die Gutschrift des 

Kaufpreises am 29. Juli 2010 auf dem Bankkonto des Rekurrenten eingereicht (act. 7-I/

d, Akte 3). Daraus wird insbesondere ersichtlich, dass sich die Miete, welche die Z AG 

der neuen Eigentümerin für die Einrichtungen zu bezahlen hat, auf jährlich Fr. 30'000.-- 

beläuft. Damit macht der Rekurrent im Ergebnis geltend, die Miete decke allein die 

Sachabnützung. Diese Betrachtung widerspricht nicht zuletzt auch den Überlegungen, 

die zur Festsetzung des Kaufpreises geführt haben. Im Kaufpreis von Fr. 220'000.-- ist 

die von der Z AG geschuldete Miete von Fr. 30'000.-- für das Jahr 2009 enthalten, so 

dass der Kaufpreis sich tatsächlich auf Fr. 190'000.-- beläuft. Nimmt die Käuferin 

während weiterer neun Jahren jährlich eine Miete von Fr. 30'000.-- , d.h. Fr. 270'000.--, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ein und sind die Anlagen nach Ablauf dieser Zeit wertlos, würde sich die 

"Abnützungskomponente" auf rund 70% (Fr. 190'000.-- von Fr. 270'000.--), jedenfalls 

aber nicht auf 100% belaufen. Vielmehr ergäbe sich eine Abnützungskomponente von 

jährlich Fr. 21'000.-- anstelle der steuerlich anerkannten Fr. 12'000.--.

Auch der Kaufpreis von Fr. 220'000.-- lässt es nicht als falsch erscheinen, die 

Beurteilung, wie sie die Veranlagungsbehörde und sämtliche gerichtlichen Instanzen für 

die Staats- und Gemeindesteuern 2004 vorgenommen haben, für das Steuerjahr 2006 

zu übernehmen. Der Kaufpreis gibt – wie der Verkehrswert – nicht allein den Realwert 

wieder, sondern wird bei Produktionsmitteln wesentlich durch deren Ertragswert, d.h. 

den kapitalisierten Mietwert, bestimmt. Das zeigt der Umstand, dass die Parteien sich 

für die Festlegung des Kaufpreises an den jährlichen Mieteinnahmen und der 

voraussichtlichen Restnutzungsdauer orientierten.

Ob es sich bei der Erwerberin der Maschinen und Einrichtungen um eine nahestehende 

Person im Sinn des Rechts zur verdeckten Gewinnausschüttung handelt, kann offen 

bleiben. Ebenso kann offen bleiben, ob die Bedingungen des Kauf- und Mietvertrags 

einem unabhängigen Drittvergleich standhalten würde, auch wenn der Rekurrent mit 

der Erwerberin nicht bloss über diesen Vertrag, sondern unbestrittenermassen auch 

über weitere Geschäftsbeziehungen verbunden ist.

d) Der ermessensweise festgesetzte Abzug von Fr. 12'000.-- für Sachabnützung 

erweist sich als sachgerecht und das Rechtsmittel damit als unbegründet. Der Rekurs 

ist dementsprechend abzuweisen.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- ist 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Der Rekurrent bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 1'000.-- unter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

       Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 1'000.--.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 13.09.2011
	Art. 33 Abs. 1 lit. d StG (sGS 811.1). Der steuerpflichtige Geflügelzüchter vermietete einen in seinem Privatvermögen stehenden Stall samt Einrichtungen an eine von ihm beherrschte Gesellschaft und wollte die Hälfte der Mieteinnahmen von Fr. 60'000.-- als Sachabnützung der Einrichtungen zum Abzug bringen. Die Steuerbehörde liess nur Fr. 12'000.-- zum Abzug zu. Ihre Ermessensbetätigung erwies sich nicht als fehlerhaft, weshalb der Rekurs des Steuerpflichtigen abgewiesen wurde (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 13. September 2011, I/1-2010/204).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T12:19:14+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen