# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 589d82b5-cab1-525d-aaf7-2233c3a78c93
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-20
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 20.10.2016 SK 2015 135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2015-135_2016-10-20.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 15 135 + 136

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 20. Oktober 2016

Besetzung Oberrichter Vicari (Präsident), 
Oberrichter Weber, Oberrichter Zihlmann
Gerichtsschreiberin Suter

Verfahrensbeteiligte A.________ 
verteidigt durch Fürsprecher B.________

Beschuldigter

und

C.________
verteidigt durch Rechtsanwalt D.________

Beschuldigter

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

Berufungsführerin

Gegenstand fahrlässige Tötung

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Oberland (Ein-
zelgericht) vom 6. Februar 2015 (PEN 14 32/33)

2

Inhaltsverzeichnis 

I. Formelles..........................................................................................................................3
1. Erstinstanzliches Urteil ..............................................................................................3
2. Berufung....................................................................................................................3
3. Beweisergänzungen..................................................................................................3
4. Anträge der Parteien .................................................................................................3
5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer ..................................................4

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung ..................................................................................4
6. Ausgangslage............................................................................................................4
7. Beweiswürdigung und erwiesener Sachverhalt.........................................................6

III. Rechtliche Würdigung ......................................................................................................7
8. Rechtliche Grundlagen..............................................................................................7
9. Ausführungen der Vorinstanz....................................................................................9
10. Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft ...............................................................9
11. Erwägungen der Kammer .......................................................................................10

11.1 Vorbemerkungen zum Gutachten ..................................................................10
11.2 Sorgfaltspflichtverletzung ...............................................................................11
11.3 Vorhersehbarkeit des Erfolgs.........................................................................13
11.4 Fazit ...............................................................................................................14

IV.Kosten und Entschädigungen ........................................................................................15
12. Verfahrenskosten ....................................................................................................15
13. Entschädigungen.....................................................................................................15

V. Dispositiv ........................................................................................................................16

3

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil 
Mit Urteil des Regionalgerichts Oberland (Einzelgericht) vom 6. Februar 2015 wur-
den A.________ und C.________ freigesprochen von der Anschuldigung der fahr-
lässigen Tötung, angeblich begangen am 23. März 2011 in F.________ z.N. von 
E.________, unter Ausrichtung einer Entschädigung von CHF 23‘164.10 an 
A.________ und von CHF 21‘867.25 an C.________. Die Verfahrenskosten von 
insgesamt CHF 27‘796.70 wurden dem Kanton Bern auferlegt (Bd. III, pag. 778 f.). 

2. Berufung
Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region 
Oberland, mit Schreiben vom 12. Februar 2015 form- und fristgerecht die Berufung 
an (Bd. III, pag. 782). Nach Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung mit Ver-
fügung vom 30. April 2015 (Bd. IV, pag. 811 f.) erklärte die Generalstaatsanwalt-
schaft am 22. Mai 2015 die vollumfängliche Berufung (Bd. IV, pag. 815 f.). Seitens 
der Beschuldigten wurde weder Anschlussberufung erklärt, noch ein Nichteintreten 
auf die staatsanwaltschaftliche Berufung beantragt (Bd. IV, pag. 821; pag. 823 f.). 
Mit Verfügung vom 11. August 2015 wurde gestützt auf Art. 406 Abs. 2 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) die Durchführung eines 
schriftlichen Verfahrens angeordnet (Bd. IV, pag. 836 f.). Mit Eingabe vom 31. Au-
gust 2015 begründete die Generalstaatsanwaltschaft ihre Berufung (Bd. IV, 
pag. 848 ff.). Die Beschuldigten nahmen mit Eingaben vom 22. September 2015 
(Bd. IV, pag. 863 ff.) und vom 28. September 2015 (Bd. IV, pag. 895 ff.) Stellung. 
Mit Schreiben vom 13. Oktober 2015 reichte die Generalstaatsanwaltschaft eine 
Replik ein (Bd. IV, pag. 914 ff.), woraufhin C.________ und A.________ mit Einga-
ben vom 20. November 2015 (Bd. IV, pag. 932 ff.) und vom 30. November 2015 
(Bd. IV, pag. 944 ff.) duplizierten. 

3. Beweisergänzungen
Von Amtes wegen wurden oberinstanzlich im Sinne einer Beweisergänzung aktuel-
le Strafregisterauszüge und aktuelle Berichte über die wirtschaftlichen Verhältnisse 
von beiden Beschuldigten eingeholt (Bd. IV, pag. 837; pag. 841 f.; pag. 843 f.; 
pag. 845; pag. 846). 

4. Anträge der Parteien
Q.________ stellte und begründete namens der Generalstaatsanwaltschaft folgen-
de Anträge (Bd. IV, pag. 849):
«Beschuldigter 1

1. A.________ sei wegen fahrlässiger Tötung schuldig zu sprechen.

2. Er sei zu verurteilen zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 100.00, ausmachend 
CHF 12'000.00. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit 
von zwei Jahren.

3. Die Kosten des erst- und oberinstanzlichen Verfahrens seien A.________ anteilsmässig aufzu-
erlegen.

4

Beschuldigter 2

1. C.________ sei wegen fahrlässiger Tötung schuldig zu sprechen.

2. Er sei zu verurteilen zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je CHF 140.00, ausmachend 
CHF 25'200.00. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit 
von vier Jahren.

3. Die Kosten des erst- und oberinstanzlichen Verfahrens seien C.________ anteilsmässig aufzu-
erlegen.»

Fürsprecher B.________ stellte und begründete namens von A.________ folgende 
Anträge (Bd. IV, pag. 894):
«1. A.________ sei vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung zum Nachteil von E.________, angeblich 

begangen am 23. März 2011 in F.________, freizusprechen.

2. Die Kosten für das Verfahren vor der Strafabteilung des Regionalgerichtes Oberland und dieje-
nigen vor der 1. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Bern seien dem Kanton zu über-
binden.

3. A.________ sei für das Verfahren vor der Strafabteilung des Regionalgerichtes Oberland eine 
Entschädigung von CHF 23‘164.10 und für das oberinstanzliche Verfahren eine nach noch ein-
zureichender Kostennote zu bestimmende Entschädigung auszurichten.»

Rechtsanwalt D.________ stellte und begründete namens von C.________ folgen-
de Anträge (Bd. IV, pag. 864):
«1. Herr C.________ sei freizusprechen vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung, angeblich begangen 

am 23. März 2011 im F.________.

2. Die Kosten des Verfahrens vor erster und zweiter Instanz seien dem Kanton Bern aufzuerlegen.

3. Es sei Herrn C.________ eine Entschädigung zuzusprechen

3.1 von Fr. 21'867.25 für die persönlichen Umtriebe sowie die Kosten der Verteidigung vor ers-
ter Instanz;

3.2 in der Höhe der nachzureichenden Kostennote für die Kosten der Verteidigung vor zweiter 
Instanz.»

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer
Die Kammer hat infolge der vollumfänglichen Berufung das gesamte erstinstanzli-
che Urteil zu überprüfen. Sie verfügt hierzu über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 
StPO) und ist aufgrund der Berufung der Generalstaatsanwaltschaft nicht an das 
Verschlechterungsverbot (Verbot der reformatio in peius) gemäss Art. 391 Abs. 2 
StPO gebunden, d.h. sie darf das Urteil auch zu Ungunsten der Beschuldigten 
abändern.

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung 

6. Ausgangslage
Der eigentliche Unfallablauf ist unbestritten. Diesbezüglich kann auf die zutreffen-
den Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Bd. III, pag. 788 f., S. 5 f. der 
Urteilsbegründung): 

5

«Bezüglich des Unfallherganges am 23.03.2011 kann festgehalten werden, dass G.________, Fahrer 
des Unfallpistenfahrzeugs, von seinem direkten Vorgesetzten, A.________, Leiter Pistenpräparation, 
am Morgen des 23.03.2011 während des laufenden Pistenbetriebs die Anweisung erhielt, bereits re-
vidierte Schneekanonen aus der Garage im H.________ ins Sommerlager zu transportieren. 
C.________, Leiter Pisten- und Rettungsdienst P.________, Vorgesetzter von A.________, welcher 
neben A.________ und dem jeweiligen Pistenfahrzeugführer, damit für die Sicherheit bei Fahrten mit 
Pistenfahrzeugen verantwortlich war, war ebenfalls über die Transportfahrten an diesem Tag orien-
tiert, auch wenn er selbst G.________ keine Aufträge oder Anweisungen erteilt hatte (vgl. Aussagen 
G.________: Bd. I, pag. 31 Z. 42-52 und Z. 60-64, pag. 32 Z. 69-72; Aussagen A.________: Bd. I, 
pag. 51 Z. 31 f., pag. 52 Z. 49-55 und Z. 61-67 und Z. 76-79, pag. 53 Z. 87-91, Bd. III, pag. 738 Z. 7-
14; Aussagen C.________: Bd. I, pag. 65 Z. 31, pag. 66 f. Z. 55-66 und Z. 85 f. sowie Z. 92-98, 
Bd. III, pag. 741 Z. 12 f., Funktionsbeschreibungen: Bd. I, pag. 173-183). G.________ erhielt von 
A.________ lediglich einen generellen Transportauftrag, da er bereits aus dem Vorjahr über die ge-
naue Route informiert war. Die gewählte Route für den Transport von revidierten Schneekanonen aus 
der Garage H.________ ins Sommerlager war gemäss Angaben der beiden Beschuldigten seit Jah-
ren die gleiche, da man diese Route als sichere Route ansah. G.________ befuhr auf der Unfallfahrt 
denn auch diese Route (vgl. Aussagen G.________: Bd. I, pag. 31 Z. 51 f.; Aussagen A.________: 
Bd. I, pag. 53 Z. 87-114, Bd. III, pag. 737 Z. 11 f., pag. 738 Z. 18 f.; Aussagen C.________: Bd. I, 
pag. 67 f. Z. 118-125, Bd. III, pag. 740 Z. 25 f., pag. 744 Z. 37 f.). Auf der Fahrt von der Garage 
H.________ ins Sommerlager befuhr G.________ die als rote Piste markierte I.________ am rechten 
Rand der Piste bis zu dem Bereich, wo die blaue Piste an die I.________ angrenzt und hätte, wenn 
der Unfall nicht stattgefunden hätte, die I.________ vollständig überquert sowie wäre zwischen den 
beiden Pisten bergwärts (über keine markierte Piste) zum Sommerlager der Schneekanonen gefahren 
(Aussagen G.________: Bd. I, pag. 32 Z. 69-72, Bd. III, pag. 745 Z. 11 f.; Aussagen A.________: 
Bd. III, pag. 738 Z. 1-3; vgl. auch Dokumentation UTD, Foto Nrn. 2 und 3, Bd. I, pag. 96 f.). 
G.________ führte den Transport der Schneekanonen mit eingeschaltetem akustischem und visuel-
lem Warnsignal durch und fuhr vor dem Unfall in gutem Schritttempo (Aussagen G.________: Bd. I, 
pag. 33 Z. 118-121 und Z. 156-158; Aussagen J.________: Bd. I, pag. 37 Z. 54-57, Bd. III, pag. 752 
Z. 22-24; Aussagen K.________: Bd. I, pag. 41 Z. 40, pag. 42 Z. 70 f.). Beim Überqueren der 
I.________ übersah G.________ kurz nach 11.00 Uhr den von rechts kommenden, im Schritttempo 
fahrenden Snowboarder E.________, welcher gemäss übereinstimmenden Aussagen der Zeugen die 
I.________ auf den rechten Pistenrand zuhaltend befuhr und überrollte E.________ in Bauchlage, 
nachdem dieser erfolglos versucht hatte wegzurobben (Aussagen G.________: Bd. I, pag. 33 Z. 129-
133, Bd. III, pag. 745 Z. 14; Aussagen J.________: Bd. I, pag. 37 Z. 23-31, Bd. III, pag. 752 Z. 26-33, 
pag. 753 Z. 10; Aussagen K.________: Bd. I, pag. 41 Z. 20-24 und Z. 45-50; Aussagen M.________: 
Bd. I, pag. 45 Z. 31-35 und Z. 51-61, pag. 46 Z. 69-71, pag. 47 Z. 127 f., Bd. III, pag. 749 Z. 1-8 und 
Z. 12-20; vgl. auch Gutachten zum Todesfall des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern, Bd. 
I, pag. 125 f.). E.________ verstarb in der Folge noch auf der Unfallstelle an einer Kombination aus 
massivem Blutverlust und einer Fettembolie (vgl. Gutachten zum Todesfall des IRM, Bd. I, pag. 123 
ff.).» 

Mit Strafbefehlen vom 6. Januar 2014 wurden die Beschuldigten wegen fahrlässi-
ger Tötung, begangen am 23. März 2011 in F.________ z.N. von E.________, 
schuldig erklärt. Ihnen wird vorgeworfen, A.________ habe als Leiter Pistenpräpa-
ration G.________ beauftragt, mit dem Pistenfahrzeug eine Schneemaschine zu 
transportieren, welche am Frontschild des Pistenfahrzeugs befestigt gewesen sei 
und die Sicht des Fahrers nach vorne erheblich beeinträchtigt habe. C.________ 

6

habe als Leiter Pisten- und Rettungsdienst Kenntnis von diesem Auftrag gehabt. 
Die Beschuldigten hätten im Wissen, dass auf der bergauf zurückzulegenden Stre-
cke ein Knotenpunkt zweier sich tangierenden und für den Schneesportbetrieb of-
fenen Pisten überquert werden musste und die Einsicht dort durch zwei Gebäude 
sowie durch eine Kuppe beeinträchtigt werde, unterlassen, die nach der branchen-
üblichen Verkehrssicherungspflicht gemäss SKUS- und SBS-Richtlinien gebotenen 
Sicherungsmassnahmen anzuordnen bzw. anordnen zu lassen, wie mindestens 
den Beizug einer Hilfsperson und zusätzlich im Bereich des Knotenpunkts die vor-
übergehende örtliche Sperrung des Pistenabschnitts. Durch die fehlende Anord-
nung der Minimalanforderung (Beizug einer Hilfsperson) hätten sich die Beschul-
digten krass sorgfaltswidrig verhalten (Bd. II, pag. 654 f.; pag. 659 f.). 

Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass auch G.________, der Fah-
rer des Pistenfahrzeuges, mit Strafbefehl vom 6. Januar 2014 wegen fahrlässiger 
Tötung, begangen am 23. März 2011 in F.________ z.N. von E.________, schuldig 
erklärt wurde (Bd. II, pag. 649 f.). Dieser Strafbefehl ist in Rechtskraft erwachsen. 

7. Beweiswürdigung und erwiesener Sachverhalt
Die Vorinstanz setzte sich im Rahmen ihrer Beweiswürdigung eingehend mit der 
Geländetopographie am Unfallort auseinander. Sie hielt zusammenfassend fest, 
dass das Gelände um den Knotenpunkt als relativ flaches Gelände zu qualifizieren 
sei. Am rechten Rand der I.________, unmittelbar vor dem Knotenpunkt 
I.________/blaue Piste, stünden zwei Chalets leicht zurückversetzt. G.________ 
und die Zeugen L.________ und N.________ hätten übereinstimmend ausgeführt, 
dass die Gebäude die Sicht auf die I.________ einschränken würden. Je weiter 
man fahre, desto grösser werde aber der Sichtwinkel auf die Piste. Der Dokumen-
tation des Unfalltechnischen Dienstes (nachfolgend: UTD) sei zu entnehmen, dass 
die I.________ um die beiden Chalets fast einen 90° Winkel mache. Die 
I.________ weise mindestens 40m vor dem Kollisionspunkt eine Kuppe auf. Es sei 
davon auszugehen, dass selbst geübte, ortskundige Schneesportler diese Kup-
pe/Anhöhe kaum bewältigen können, ohne anzugeben resp. aus der Bindung zu 
steigen und wenn sie es schaffen würden, höchstens noch im Schritttempo daher-
kommen. Das Gefälle nach der Kuppe bis zum Kollisionspunkt sei mit 2m ebenfalls 
sehr gering (Bd. III, pag. 791 f., S. 8 f. der Urteilsbegründung).

Die Vorinstanz kam in ihrem Urteil zum Schluss, dass der Transport der Schnee-
kanone von G.________ auf Geheiss von A.________ und im Wissen von 
C.________ auf der üblichen, seit Jahren verwendeten Route durchgeführt worden 
sei. Es sei kaum möglich, dass Pistennutzer der blauen Piste die Route von 
G.________ hätten kreuzen können, zumal dieser am rechten Rand der roten Piste 
gefahren sei und das Gelände von der blauen Piste zum rechten Rand der roten 
Piste ansteigend sei. Durch die Chalets habe der am rechten Rand der Piste hin-
auffahrende Fahrzeugführer zuerst keinen Blick auf die fast in rechtem Winkel ab-
biegende I.________. Seien die Chalets jedoch vorbei, gehe das Blickfeld gegen 
rechts auf und der Fahrzeugführer könne die gesamte I.________ bis zur Anhöhe 
überblicken, zumal durch die Schneekanone lediglich eine Sichtbeschränkung ge-
gen vorne rechts bestehe und die Sicht gegen die Seiten mit der aus einem PW 
vergleichbar sei. Aufgrund der Anhöhe/Kuppe auf der I.________, welche mindes-

7

tens 40m von der Route des Pistenfahrzeuges entfernt sei, und des sodann fol-
genden geringen Gefälles von lediglich 2m, sei es nicht möglich, dass sich Pisten-
nutzer der I.________ schneller als im Schritttempo dem Knotenpunkt bzw. der 
Route des Pistenfahrzeugs nähern können. Es sei unbestritten, dass das Unfallop-
fer das Pistenfahrzeug wahrgenommen habe, als es seine Fahrt nach der Kuppe 
fortgesetzt habe, da es seinen Begleiter, M.________, explizit vor dem Pistenfahr-
zeug gewarnt habe und ihm zugerufen habe, er solle sich an den linken Pistenrand 
halten. Aufgrund der Aussagen von G.________ sei davon auszugehen, dass die-
ser das Unfallopfer und den Zeugen M.________ wahrgenommen habe, nachdem 
er an den Chalets vorbeigefahren sei. G.________ habe jedoch seine Aufmerk-
samkeit der linken Seite zugewendet, da er auf der blauen Piste ebenfalls Schnee-
sportler wahrgenommen habe und habe sich während des Überquerens der 
I.________ nicht mehr nach rechts orientiert. G.________ habe deshalb 
E.________, welcher entgegen seiner eigenen Warnung auf die rechte Seite der 
I.________ zugehalten habe, nicht wahrgenommen und sei ungefähr 25m nach 
dem letzten Chalet mit diesem kollidiert. E.________ habe Verletzungen erlitten, an 
welchen er noch auf der Unfallstelle verstorben sei (Bd. III, pag. 793, S. 10 der Ur-
teilsbegründung).

Die Generalstaatsanwaltschaft rügt in ihrer schriftlichen Berufungsbegründung vom 
31. August 2015 die rechtliche Würdigung der Vorinstanz (Bd. IV, pag. 849 ff.). Sie 
macht nicht geltend, die Feststellung des Sachverhalts sei unvollständig oder un-
richtig. Die Kammer sieht ihrerseits keine Veranlassung, von den Sachverhaltsfest-
stellungen der Vorinstanz abzuweichen. Die Frage, ob es sich bei der Umfallstelle 
um einen unübersichtlichen Pistenabschnitt im Sinne von Ziff. IX. 32. der SKUS-
Richtlinien handelt, ist nachfolgend im Rahmen der rechtlichen Würdigung zu prü-
fen. 

III. Rechtliche Würdigung

8. Rechtliche Grundlagen
Wer fahrlässig den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu 
drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 117 des Schweizerischen Strafgesetzbu-
ches [StGB; SR 311.0]). Fahrlässig handelt, wer die Folge seines Verhaltens aus 
pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. 
Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu 
der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflich-
tet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). 

Eine fahrlässige Tötung kann auch durch pflichtwidriges Untätigbleiben begangen 
werden (vgl. Art. 11 StGB). Voraussetzung ist eine Rechtspflicht zur Vornahme der 
unterlassenen Handlung (Garantenstellung) sowie die Möglichkeit, diese Handlung 
vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 6B_287/2014 vom 30. März 2015 E. 2.1. 
mit Hinweisen). 

Vorab kann auf die allgemeinen rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz verwie-
sen werden (Bd. III, pag. 794 f., S. 11 f. der Urteilsbegründung). Ergänzend und 
präzisierend ist auf Folgendes hinzuweisen: 

8

Grundvoraussetzung einer Sorgfaltspflichtverletzung und mithin der Fahrlässig-
keitshaftung bildet die Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Die zum Erfolg führenden Ge-
schehensabläufe müssen für den konkreten Täter mindestens in ihren wesentli-
chen Zügen voraussehbar sein. Zunächst ist daher zu fragen, ob der Täter eine 
Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte voraussehen beziehungsweise er-
kennen können und müssen. Für die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab 
der Adäquanz. Danach muss das Verhalten geeignet sein, nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetrete-
nen herbeizuführen oder mindestens zu begünstigen. Die Adäquanz ist nur zu ver-
neinen, wenn ganz aussergewöhnliche Umstände, wie das Mitverschulden des Op-
fers beziehungsweise eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als 
Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und 
die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursa-
che des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren –
namentlich das Verhalten des Beschuldigten – in den Hintergrund drängen. Damit 
der Eintritt des Erfolgs auf das pflichtwidrige Verhalten des Täters zurückzuführen 
ist, wird weiter vorausgesetzt, dass der Erfolg auch vermeidbar war. Dabei wird ein 
hypothetischer Kausalverlauf untersucht und geprüft, ob der Erfolg bei pflicht-
gemässem Verhalten des Täters unterblieben wäre. Für die Zurechnung des Er-
folgs genügt es, wenn das Verhalten des Täters mindestens mit einem hohen Grad 
an Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 64 
f.; Urteil des Bundesgerichts 6B_287/2014 vom 30. März 2015 E. 2.2.; je mit Hin-
weisen).

Bergbahn- und Skiliftunternehmen, welche Pisten erstellen und diese für den Ge-
brauch öffnen, sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verpflichtet, die 
zur Gefahrenabwehr zumutbaren Vorsichts- und Schutzmassnahmen vorzukehren. 
Diese sogenannte Verkehrssicherungspflicht verlangt zum einen, dass Pisten-
benützer vor nicht ohne weiteres erkennbaren, sich als eigentliche Fallen erwei-
senden Gefahren geschützt werden. Zum andern ist dafür zu sorgen, dass Pisten-
benützer vor Gefahren bewahrt werden, die selbst bei vorsichtigem Fahrverhalten 
nicht vermieden werden können. Die Grenze der Verkehrssicherungspflicht bildet 
die Zumutbarkeit. Schutzmassnahmen können nur im Rahmen des nach der Ver-
kehrsübung Erforderlichen und Möglichen verlangt werden, wenn auch ein Min-
destmass an Schutz immer gewährleistet sein muss. Eine weitere Schranke der 
Verkehrssicherungspflicht liegt in der Selbstverantwortung des einzelnen Pisten-
benützers (BGE 130 III 193 E. 2.2 f. S. 195 f. mit Hinweisen; Urteile des Bundesge-
richts 4A_489/2014 vom 20. Februar 2015 E. 5.1.; 6B_925/2008 vom 9. März 2009 
E. 1.1).

Wie weit die Verkehrssicherungspflicht im Einzelnen reicht, hängt von den Gege-
benheiten des Einzelfalles ab. Als Massstab zieht das Bundesgericht jeweils die 
von der Schweizerischen Kommission für Unfallverhütung auf Schneesportabfahr-
ten ausgearbeiteten Richtlinien für Anlage, Betrieb und Unterhalt von Schnee-
sportabfahrten (nachfolgend: SKUS-Richtlinien) und die von der Kommission 
Rechtsfragen auf Schneesportabfahrten der Seilbahnen Schweiz herausgegebe-
nen Richtlinien (nachfolgend: SBS-Richtlinien) bei. Obwohl diese Richtlinien kein 
objektives Recht darstellen, erfüllen sie eine wichtige Konkretisierungsfunktion im 

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Hinblick auf die inhaltliche Ausgestaltung der Verkehrssicherungspflicht (BGE 130 
III 193 E. 2.3 S. 196 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 4A_489/2014 vom 
20. Februar 2015 E. 5.1.; 6B_925/2008 vom 9. März 2009 E. 1.1).

9. Ausführungen der Vorinstanz
Die Vorinstanz hielt fest, dass weder die Sichtbeschränkung durch die Schneeka-
none noch durch die Gebäude am rechten Rand der I.________ oder die Kuppe 
auf der I.________ kausal für die Kollision des Pistenfahrzeuges mit E.________ 
gewesen seien. Vielmehr sei dem Fahrer des Pistenfahrzeuges, G.________, 
mangelnde Aufmerksamkeit und damit eine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit vorzu-
werfen (Bd. III, pag. 797, S. 14 der Urteilsbegründung). Diese Unaufmerksamkeit 
dürfe den beiden Vorgesetzten von G.________ nicht angelastet werden. Diese 
könnten strafrechtlich nur belangt werden, wenn ihnen der Vorwurf gemacht wer-
den könnte, sie hätten eine Hilfsperson mitgeben und den Pistenabschnitt beim 
Knotenpunkt I.________/blaue Piste sperren müssen. Vorliegend hätten zwar ge-
wisse Sichteinschränkungen bestanden (Chalets/Schneekanone), jedoch habe es 
aufgrund der Geländetopographie (insbesondere Kuppe/Anhöhe auf der 
I.________) keine zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen benötigt und es hätte 
ausgereicht, wenn G.________ seine Aufmerksamkeit in die richtige Richtung ge-
lenkt hätte (Bd. III, pag. 798, S. 15 der Urteilsbegründung). Den Beschuldigten 
könne somit nicht der Vorwurf gemacht werden, sie hätten dafür sorgen müssen, 
dass G.________ von einer Hilfsperson begleitet und ein Teil der Piste abgesperrt 
werde. Die Beschuldigten seien daher vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung zum 
Nachteil von E.________ freizusprechen (Bd. III, pag. 799, S. 16 der Urteilsbe-
gründung).

10. Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft
Die Generalstaatsanwaltschaft rügt, dass die Vorinstanz mit diesem Ergebnis dia-
metral vom aktenkundigen Gutachten abweiche. Dieses sei zum Schluss gekom-
men, dass im vorliegenden Fall sehr wohl besondere Sicherungsmassnahmen zu 
treffen gewesen wären. Der Transport habe auf krass sorgfaltswidrige Weise statt-
gefunden. Zentrale Frage sei, ob es sich beim Unfallort um einen unübersichtlichen 
Pistenabschnitt im Sinne von Ziff. XI. (recte: wohl IX.) 32. der SKUS-Richtlinien 
handle und inwiefern die Sichtbehinderung durch den Schneekanonentransport 
diese Frage beeinflusse. Dem Gutachten sei zu entnehmen, dass es sich beim Un-
fallort – einem Kreuzungspunkt zweier Pisten – um eine eigentliche Schlüsselstelle 
handle. Verstärkt werde dies durch die atypische Fahrtrichtung der bergwärts fah-
renden Pistenbearbeitungsmaschine. Schneesportler würden an unübersichtlichen 
Stellen von bergwärts fahrenden Fahrzeugen regelmässig überrascht, wobei dieser 
Überraschungseffekt bei weniger geübten Schneesportlern zu Fehlreaktionen und 
folgenschwerem Fehlverhalten führen könne. Schliesslich werde die Einsicht auf 
den Knotenpunkt durch zwei sich lediglich zwei Meter neben der Piste befindenden 
Gebäude sowie durch eine Kuppe beeinträchtigt. Im Einklang mit dem Gutachten 
hätte deshalb festgestellt werden müssen, dass es sich beim Unfallort um einen 
unübersichtlichen Pistenabschnitt handle, womit zusätzliche Sicherungsmassnah-
men nötig gewesen wären. Dies hätte erst recht der Fall sein müssen, weil die 

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10

Sicht zusätzlich durch die frontal vor dem Fahrerstand transportierte Schneekano-
ne beeinträchtigt worden sei. Dadurch, dass die Beschuldigten die zusätzlichen Si-
cherungsmassnahmen unterlassen hätten, hätten sie eine Sorgfaltspflichtverlet-
zung begangen (Bd. IV, pag. 850 f.). 

11. Erwägungen der Kammer 

11.1 Vorbemerkungen zum Gutachten
Gemäss Art. 182 StGB ziehen Staatsanwaltschaft und Gerichte eine sachverstän-
dige Person bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten 
verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhaltes erforderlich 
sind. 

Ein Sachverständiger wird mithin von der Strafbehörde beigezogen, um dieser mit 
seinem besonderen Fachwissen, das der Strafbehörde fehlt, bezüglich der be-
weismässigen Beurteilung von Sachverhalten die notwendigen Aufschlüsse zu er-
teilen (NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 
2. Aufl. 2013, N. 929). Der Sachverständige teilt der Strafbehörde aufgrund seiner 
Sachkunde entweder Erfahrungs- oder Wissenssätze seiner Disziplin mit, erforscht 
erhebliche Tatsachen oder zieht sachliche Schlussfolgerungen aus bereits beste-
henden Tatsachen. Er ist Entscheidungsgehilfe des Richters, dessen Wissen er 
durch besondere Kenntnisse aus seinem Sachgebiet ergänzt (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 6B_ 568/2013 vom 13. November 2013 E. 5.2.). Ob das Gericht die in 
einem Gutachten enthaltenen Erörterungen für überzeugend hält oder nicht und ob 
es dementsprechend den Schlussfolgerungen des Sachverständigen folgen will, ist 
mithin eine Frage der Beweiswürdigung. Die Beweiswürdigung ist Aufgabe des 
Richters. Dieser hat zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der 
Vorbringen der Parteien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutach-
terlichen Darlegungen aufdrängen. Das eingeholte Gutachten unterliegt grundsätz-
lich der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 10 Abs. 2 StPO). Das Gericht ist somit 
nicht an die Schlussfolgerungen des Sachverständigen gebunden. Es hat vielmehr 
zu prüfen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Par-
teien ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegun-
gen aufdrängen (BGE 141 IV 369 E. 6.1 S. 372). Die Beantwortung der sich stel-
lenden Rechtsfragen ist in jedem Fall Sache des Richters. Zu Rechtsfragen werden 
grundsätzlich keine Sachverständigen beigezogen (BGE 141 IV 369 E. 6.1 S. 372; 
Urteil des Bundesgerichts 6B_ 568/2013 vom 13. November 2013 E. 5.2. mit Hin-
weisen). 

Bei Gutachten, welche die Verkehrssicherungspflicht betreffen, muss der Gutachter 
zwangsläufig die Rechtsfragen klären, was genau der Inhalt dieser Pflicht war, ob 
und wenn ja zu welchen (weiteren) Massnahmen die Beschuldigten nach den ein-
schlägigen Normen und der Gerichtspraxis verpflichtet gewesen wären, um die Pis-
te, auf welcher sich der Unfall ereignete, besser zu sichern. Es ist deshalb nicht 
grundsätzlich zu beanstanden, dass sich der Gutachter (auch) zu Rechtsfragen 
äussert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P.600/2004 vom 23. März 2005 E. 2.3). Al-
lerdings wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die Einholung eines Gutach-
tens vorliegend gar nicht nötig gewesen wäre, da sich der rechtserhebliche Sach-

11

verhalt mittels der vorhandenen Beweismittel ohne besondere Fachkenntnisse er-
mitteln liess (Bd. III, pag. 788, S. 5 der Urteilsbegründung). Zudem fällt auf, dass 
dem Gutachter im Gutachterauftrag vom 6. August 2012 praktisch ausschliesslich 
Rechtsfragen unterbreitet wurden (vgl. Bd. I, pag. 236 ff.). Dazu gehört namentlich 
auch die Frage, ob es sich beim Unfallort um einen unübersichtlich und engen Pis-
tenabschnitt im Sinne von Ziff. IX. 32. der SKUS-Richtlinien handelt (Bd. I, 
pag. 237, Frage 5 a). Die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen ist Auf-
gabe des Richters (BGE 141 IV 369 E. 6.1 S. 372). Unter Berücksichtigung dieser 
Umstände ist es vorliegend – entgegen der Auffassung der Verteidigung (vgl. 
Bd. IV, pag. 899) – nicht notwendig, das Teilgutachten vom 4. Oktober 2012 und 
das Schlussgutachten vom 18. Juni 2013 aus den Akten zu weisen. 

11.2 Sorgfaltspflichtverletzung 
Die Vorinstanz hat zur Prüfung der Verkehrssicherungspflicht zu Recht auf die 
SKUS- und SBS-Richtlinien abgestellt. Gemäss Ziff. IX. 31. der SKUS-Richtlinien 
und N. 105 der SBS-Richtlinien sind Pistenbearbeitungsmaschinen möglichst aus-
serhalb der Betriebszeit der Transportanlagen einzusetzen, da Motorfahrzeuge auf 
Pisten Fremdkörper darstellen, die besondere Gefahren für Pistenbenützer schaf-
fen. Werden sie während der Betriebszeit der Transportanlagen eingesetzt, sind 
auf unübersichtlichen und engen Pistenabschnitten geeignete Sicherungsmass-
nahmen zu treffen wie beispielsweise die vorübergehende Sperrung der Piste oder 
des betreffenden Pistenabschnittes, Warnung der Benützer durch Aufsichtsperso-
nal oder Warnung durch entsprechende Signale (Gefahrensignal 4 oder Triopan 
mit Symbol Pistenbearbeitungsmaschine, beides allenfalls mit gelbem Gefahren-
licht, Ziff. IX. 32., vgl. Bd. I. pag. 260; pag. 262 f.). Die Bestimmungen beziehen 
sich jedoch in erster Linie auf den Einsatz von Maschinen zur Präparierung der Pis-
ten, wie sich aus N. 105 ff. der SBS-Rechtlinien ergibt (Bd. I. pag. 262 f.). Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts muss unter Berücksichtigung des Umstands, 
dass Pistenfahrzeuge auf Schneesportabfahrten ein untypisches Hindernis darstel-
len, die Regel gelten, dass Transport- oder Versorgungsfahrten nach Möglichkeit 
ausserhalb der Piste auf einer Spezialroute oder zumindest ausserhalb der Pisten-
öffnungszeiten durchzuführen sind. Bei Fahrten auf der offenen Piste sind, da die 
Fahrt mit der Pistenpflege in keinem Zusammenhang steht, an die Sorgfaltspflicht 
hohe Anforderungen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 6S.464/2001 vom 
25. September 2001 E. 4b/aa mit Hinweisen). 

Vorliegend ist beweismässig erstellt, dass die akustischen und visuellen Warnsi-
gnale während der Fahrt eingeschaltet waren (Bd. I, pag. 13). Zu prüfen ist, ob es 
sich beim Unfallort um einen unübersichtlichen und engen Pistenabschnitt im Sinne 
von Ziff. IX. 32. der SKUS-Richtlinien handelt und damit zusätzliche Sicherungs-
massnahmen zu treffen gewesen wären, wie der Beizug einer Hilfsperson und die 
vorübergehende Sperrung des Pistenabschnittes. Dass die Unfallstelle nicht eng 
ist, ergibt sich ohne Weiteres aus der Fotodokumentation des UTD (Bd. I, pag. 95 
ff.). Gegenteiliges wird denn auch von keiner Seite geltend gemacht. Demgegenü-
ber geht die Generalstaatsanwaltschaft in Übereinstimmung mit dem Gutachten 
von einem unübersichtlichen Pistenabschnitt aus (Bd. IV, pag. 851). 

12

Das Beweisverfahren hat ergeben, dass es zwar grundsätzlich möglich ist, von der 
blauen Piste auf die rote Piste zu wechseln. Um die Route von G.________ am 
rechten Rand der roten Piste zu kreuzen, hätten Schneesportler jedoch praktisch 
bergauf fahren müssen, da das Gelände ansteigt (Bd. III, pag. 792 f., S. 9 f. der Ur-
teilsbegründung). Schneesportler, die den Weg des Pistenfahrzeuges kreuzen, wa-
ren somit ausschliesslich von rechts, d.h. von der I.________, zu erwarten. Dass 
der Unfallort ein Knotenpunkt zweier Pisten ist, führt somit nicht dazu, dass es sich 
um einen unübersichtlichen Pistenabschnitt im Sinne von Ziff. IX. 32. der SKUS-
Richtlinien handelt. Dem Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft, dass Schnee-
sportler an unübersichtlichen Stellen von bergwärts fahrenden Fahrzeugen regel-
mässig überrascht würden, wobei dieser Überraschungseffekt bei weniger geübten 
Schneesportlern zu Fehlreaktionen und folgenschwerem Fehlverhalten führen kön-
ne (Bd. IV, pag. 851), ist zu entgegnen, dass sich der Unfall nicht auf einer als 
leicht eingestuften blauen Piste, sondern auf einer roten Piste ereignete. Gestützt 
auf die Aussagen von M.________ ist zudem erwiesen, dass E.________ das Pis-
tenfahrzeug bereits wahrgenommen hatte, als er seine Fahrt nach der Kuppe fort-
gesetzt hat. Er warnte M.________ vor dem Pistenfahrzeug und rief ihm zu, er sol-
le sich an den linken Pistenrand halten (vgl. Bd. I, pag. 45 Z. 29 ff.; Bd. III, pag. 748 
Z. 32 ff.). Die Kuppe befand sich mindestens 40m vor dem Kollisionspunkt und das 
Gefälle nach der Kuppe bis zum Kollisionspunkt war mit zwei Metern sehr gering 
(Bd. III, pag. 792 der Urteilsbegründung). E.________ und M.________ wurden 
somit nicht vom bergwärts fahrenden Pistenfahrzeug überrascht. Die Verteidigung 
wies ferner zu Recht darauf hin, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern die Fahrtrich-
tung des bergwärts fahrenden Pistenfahrzeuges atypisch gewesen sein soll 
(Bd. IV, pag. 875).

Weiter ist erwiesen, dass die Sicht von G.________ auf die fast in rechtem Winkel 
abbiegende I.________ aufgrund der beiden Chalets am rechten Rand der Piste 
zunächst eingeschränkt war. Je weiter er fuhr, desto grösser wurde jedoch sein 
Blickwinkel auf die Piste. Zu keinem anderen Schluss führt die Berücksichtigung 
der Sichteinschränkung durch die transportierte Schneekanone. Die Vorinstanz 
hielt zutreffend fest, dass die Sichteinschränkung gegen vorne rechts für die Über-
querung des Knotenpunkts nicht relevant ist, da in Fahrtrichtung, d.h. vom Som-
merlager her, mangels markierter Piste, keine Schneesportler zu erwarten waren, 
sondern einzig von rechts (Bd. III, pag. 793, S. 10 der Urteilsbegründung). Nach-
dem G.________ die beiden Chalets passiert hatte, war sein Blickfeld gegen rechts 
auf die I.________ bis zur Kuppe offen. Seine Sicht wurde durch die transportierte 
Schneekanone nicht beeinträchtigt. Es ist denn auch beweismässig erstellt, dass 
G.________ E.________ und M.________ wahrgenommen hat, nachdem er an 
den Chalets vorbeigefahren ist (Bd. III, pag. 793, S. 10 der Urteilsbegründung). Die 
Tatsache, dass sich die Beteiligten gegenseitig gesehen haben, zeigt ebenfalls, 
dass entgegen der Auffassung der Generalstaatsanwaltschaft und des Gutachters 
weder aufgrund der Sichteinschränkung durch die beiden Chalets und die Schnee-
kanone noch aufgrund der Kuppe auf der I.________ von einem unübersichtlichen 
Pistenabschnitt im Sinne von Ziff. IX. 32. der SKUS-Richtlinien auszugehen ist. 

Wie bereits erwähnt, waren Schneesportler, die den Weg des Pistenfahrzeuges 
kreuzen ausschliesslich von rechts, d.h. von der I.________, zu erwarten. 

13

G.________ hätte somit seine Aufmerksamkeit nach rechts richten müssen, nach-
dem er die Chalets passiert hatte. Da er dies nicht getan hat, sondern sich während 
des Überquerens der I.________ ausschliesslich auf die blaue Piste konzentrierte, 
ist ihm mangelnde Aufmerksamkeit und damit eine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit 
vorzuwerfen. Mit Strafbefehl vom 6. Januar 2014 wurde G.________ denn auch 
wegen fahrlässiger Tötung schuldig erklärt (Bd. II, pag. 649 f.). 

Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass sich der Unfall nicht auf 
einem unübersichtlichen und engen Pistenabschnitt ereignete. Mit Blick auf Ziff. IX. 
32. der SKUS-Richtlinien waren damit nebst den akustischen und visuellen Warn-
signalen keine weiteren Sicherungsmassnahmen angezeigt oder vorgeschrieben. 
Daran vermag auch die Aussage von O.________, wonach vorliegend das Voraus-
schicken eines Schneetöffs oder einer Warnperson angezeigt gewesen wären 
(Bd. I, pag. 85 Z. 181 ff.), nichts zu ändern. Zusätzliche Sicherungsmassnahmen 
können auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht verlangt werden. 
Die Verkehrssicherungspflicht soll Pistenbenützer vor Gefahren schützen, die nicht 
ohne weiteres erkennbar sind und sich daher als eigentliche Fallen erweisen und 
vor Gefahren, die selbst bei vorsichtigem Fahrverhalten nicht vermieden werden 
können (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 196 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 
4A_489/2014 vom 20. Februar 2015 E. 5.1.; 6B_925/2008 vom 9. März 2009 
E. 1.1). Die Beschuldigten haben somit keine Sorgfaltspflichtverletzung begangen.

11.3 Vorhersehbarkeit des Erfolgs
Zu verneinen ist aber auch die Vorhersehbarkeit des tödlichen Unfalls. Die Richtli-
nien für Skifahrer und Snowboarder der Schweizerischen Kommission für Unfall-
verhütung auf Schneesportabfahrten (nachfolgend: SKUS-Richtlinien für Skifahrer 
und Snowboarder) sehen vor, dass mit dem Einsatz von Pistenbearbeitungsma-
schinen (Pistenraupen) jederzeit gerechnet werden muss (Bd. I, pag. 264, S. 5). 
Die Vorinstanz hielt fest, dass somit Schneesportler und nicht Pistenfahrzeuge 
auszuweichen hätten. Dies ergebe sich aus der Natur der Sache. Pistenfahrzeuge 
seien nur schwer beweglich und in der Wendigkeit Skifahrern und Snowboardern 
weit unterlegen. Ihr «Ausweichen» in Gefahrensituationen bestehe daher regel-
mässig nur darin, wenigstens sofort anzuhalten (Bd. III, pag. 797 f., S. 14 f. der Ur-
teilsbegründung). Diesen Ausführungen ist zuzustimmen. Die SKUS-Richtlinien für 
Skifahrer und Snowboarder halten fest, dass Pistenbearbeitungsmaschinen Vortritt 
haben und empfehlen folgendes Vorgehen: 1. Abstand halten (vorne und hinten 
15m, seitlich 3m), 2. nicht anhängen, 3. sich bemerkbar machen, wenn man nicht 
ausweichen kann (Bd. I, pag. 264, S. 5). 

Das Beweisverfahren hat, wie erwähnt, ergeben, dass E.________ das 
Pistenfahrzeug wahrgenommen hat, als er seine Fahrt nach der Kuppe fortgesetzt 
hat. Er warnte M.________ vor dem Pistenfahrzeug und rief ihm zu, er solle sich an 
den linken Pistenrand halten (Bd. III, pag. 793, S. 10 der Urteilsbegründung, vgl. 
auch Ziff. 11.2 vorne). In diesem Zusammenhang ist noch einmal darauf hinzuwei-
sen, dass sich die Kuppe mindestens 40m vor dem Kollisionspunkt befand und das 
Gefälle nach der Kuppe bis zum Kollisionspunkt mit zwei Metern sehr gering war 
(Bd. III, pag. 792, S. 9 der Urteilsbegründung). E.________ war denn auch lang-
sam, im Schritttempo, unterwegs (Bd. I, pag. 37 Z. 30; pag. 41 Z. 45). Er hätte so-

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14

mit die Möglichkeit gehabt, anzuhalten und das Pistenfahrzeug passieren zu las-
sen. Zudem hätte er gefahrenlos auf der linken Seite hinter dem Pistenfahrzeug 
durchfahren können. E.________ fuhr jedoch – entgegen seiner eigenen Empfeh-
lung – auf den rechten Pistenrand zu und versuchte vor dem Pistenfahrzeug 
durchzufahren. Er kam vor dem Pistenfahrzeug zu Fall und wurde von der Raupe 
des Pistenfahrzeugs erfasst (Bd. I, pag. 37 Z. 23 ff.; pag. 41 Z. 48 ff.). Die Verteidi-
gung wies zu Recht darauf hin, dass die Routenwahl von E.________ auch des-
halb unverständlich ist, weil er und M.________ nach links zur Liftstation 
R.________ hätten fahren wollen (Bd. III, pag. 749 Z. 22 ff. i.V.m. Bd. I, pag. 43; 
Bd. IV, pag. 885). Weshalb E.________ dennoch auf dem rechten Pistenrand zu-
hielt und offensichtlich nicht realisierte, dass er im flachen Gelände nicht genügend 
schnell unterwegs ist, um noch vor dem Fahrzeug durchzukommen, lässt sich heu-
te nicht mehr eruieren. E.________ missachtete mit seinem Verhalten die vorste-
hend zitierten SKUS-Richtlinien für Skifahrer und Snowboarder, namentlich das 
Vortrittsrecht des Pistenfahrzeuges und die Pflicht, Abstand zu halten. Er handelte 
aber auch entgegen elementarster Gebote der Vorsicht, die jeder verständige 
Mensch in der gleichen Lage und unter den gleichen Umständen befolgt hätte. 
E.________ hat sich selbst bewusst in eine Gefahr begeben, aus welcher er sich 
letztlich nicht mehr selbst befreien konnte. Das Mitverschulden des Opfers wiegt 
derart schwer, dass es – neben der mangelnden Aufmerksamkeit von G.________ 
– als wahrscheinlichste und unmittelbarste Unfallursache erscheint. Ein solches 
Verhalten konnten die Beschuldigten weder voraussehen, noch hätten sie dies vor-
aussehen müssen. In Bezug auf A.________ und C.________ ist damit der 
adäquate Kausalzusammenhang unterbrochen. Der Umstand, dass G.________ 
seinen Strafbefehl akzeptiert hat, ist im vorliegenden Verfahren nicht relevant. 

Ebensowenig war für die Beschuldigten voraussehbar, dass G.________, nachdem 
er auf der rechten Seite Snowboarder bemerkt hatte, seine Aufmerksamkeit nicht 
nach rechts richtete, sondern sich während des Überquerens der I.________ aus-
schliesslich auf die blaue Piste konzentrierte. Hätte G.________ seine Aufmerk-
samkeit gegen rechts gerichtet, dann hätte er bemerkt, dass E.________ sein Vor-
trittsrecht missachtet und direkt auf ihn zufährt und er hätte rechtzeitig anhalten 
können. 

11.4 Fazit
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Sorgfaltspflichtverletzungen des Pis-
tenfahrzeugführers (mangelnde Aufmerksamkeit) und des Unfallopfers (Selbstge-
fährdung) den tragischen Unfall verursacht haben. Hätte nur einer der beiden die 
ihm obliegenden Sorgfaltspflichten erfüllt, hätte sich der Unfall nicht ereignet. Die 
mangelnde Aufmerksamkeit kann den Vorgesetzten von G.________, den Be-
schuldigten, nicht angelastet werden. Da sich der Unfall nicht auf einem unüber-
sichtlichen und engen Pistenabschnitt ereignete, waren nebst den akustischen und 
visuellen Warnsignalen keine weiteren Sicherungsmassnahmen angezeigt oder 
vorgeschrieben.

Selbst wenn man eine zusätzliche Pflicht zum Beizug einer Hilfsperson bejahen 
würde, würde diese gegenüber dem sorgfaltswidrigen Verhalten von G.________ 
und E.________ derart in den Hintergrund rücken, dass der adäquate Kausalzu-

15

sammenhang unterbrochen wäre. Damit erübrigt es sich, näher auf die Garanten-
stellung der Beschuldigten einzugehen. 

Die Beschuldigten sind in Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils vom Vorwurf 
der fahrlässigen Tötung, angeblich begangen am 23. März 2011 in F.________ 
zum Nachteil von E.________, freizusprechen. 

IV. Kosten und Entschädigungen 

12. Verfahrenskosten 
Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin 
auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 
StPO). Bei einem Freispruch trägt grundsätzlich der Kanton die Verfahrenskosten 
(vgl. 423 Abs. 1 StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien 
nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind sowohl die erst- wie auch die oberin-
stanzlichen Verfahrenskosten dem Kanton Bern aufzuerlegen. Die erstinstanzliche 
Festsetzung der Verfahrenskosten ist zu bestätigen. Die Kosten des oberinstanzli-
chen Verfahrens werden bestimmt auf CHF 800.00 (Art. 24 lit. a VKD). 

13. Entschädigungen 
Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie Anspruch auf Entschädi-
gung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte 
sowie auf Entschädigung der wirtschaftlichen Einbussen, die ihr aus ihrer notwen-
digen Beteiligung am Strafverfahren entstanden sind (Art. 429 Abs. 1 lit. a und b 
StPO). 

Für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte vor erster Instanz wurde 
A.________ gemäss der von Fürsprecher B.________ eingereichten und für an-
gemessen erachteten Kostennote vom 6. Februar 2015 (Bd. III, pag. 777) eine Ent-
schädigung in der Höhe von CHF 22‘364.10 (inkl. Auslagen und MwSt) zugespro-
chen. C.________ wurde gemäss der von Rechtsanwalt D.________ eingereichten 
und für angemessen erachteten Kostennote vom 5. Februar 2015 (Bd. III, pag. 775 
f.) eine Entschädigung in der Höhe von CHF 21‘067.25 (inkl. Auslagen und MwSt) 
zugesprochen. Zudem wurde den Beschuldigten eine Entschädigung von je 
CHF 800.00 für ihre persönlichen Umtriebe ausgerichtet (Bd. III, pag. 779, pag. 
800).

Für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte vor oberer Instanz wird 
A.________ gemäss der von Fürsprecher B.________ eingereichten und für an-
gemessen erachteten Kostennote vom 18. Juli 2016 (Bd. IV, pag. 955) eine Ent-
schädigung in der Höhe von CHF 7‘711.45 (inkl. Auslagen und MwSt) zugespro-
chen. C.________ wird gemäss der von Rechtsanwalt D.________ eingereichten 
und für angemessen erachteten Kostennote vom 18. Juli 2016 (Bd. IV, pag. 958) 
eine Entschädigung in der Höhe von CHF 7‘209.00 (inkl. Auslagen und MwSt) zu-
gesprochen (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). 

16

V. Dispositiv

Die 1. Strafkammer erkennt:

A.

A.________ wird freigesprochen:

von der Anschuldigung der fahrlässigen Tötung, angeblich begangen am 23.03.2011 in 
F.________ z.N. von E.________,

unter Auferlegung der hälftigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten, ausmachend 
CHF 13‘898.35, an den Kanton Bern, 

unter Auferlegung der hälftigen oberinstanzlichen Verfahrenskosten, ausmachend 
CHF 400.00, an den Kanton Bern, 

unter Ausrichtung einer Entschädigung an A.________ von CHF 23‘164.10 für die an-
gemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte (CHF 22‘364.10 inkl. Auslagen und MwSt) 
und für persönliche Umtriebe (CHF 800.00) vor erster Instanz,

unter Ausrichtung einer Entschädigung an A.________ von CHF 7‘711.45 (inkl. Auslagen 
und MwSt) für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte vor oberer Instanz.

B.

C.________ wird freigesprochen:

von der Anschuldigung der fahrlässigen Tötung, angeblich begangen am 23.03.2011 in 
F.________ z.N. von E.________,

unter Auferlegung der hälftigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten, ausmachend 
CHF 13‘898.35, an den Kanton Bern, 

unter Auferlegung der hälftigen oberinstanzlichen Verfahrenskosten, ausmachend 
CHF 400.00, an den Kanton Bern, 

unter Ausrichtung einer Entschädigung an C.________ von CHF 21‘867.25 für die an-
gemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte (CHF 21‘067.25 inkl. Auslagen und MwSt) 
und für persönliche Umtriebe (CHF 800.00) vor erster Instanz,

unter Ausrichtung einer Entschädigung an C.________ von CHF 7‘209.00 (inkl. Auslagen 
und MwSt) für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte vor oberer Instanz.

17

Zu eröffnen: 
- dem Beschuldigten A.________, v.d. Fürsprecher B.________
- dem Beschuldigten C.________, v.d. Rechtsanwalt D.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz

Bern, 20. Oktober 2016 Im Namen der 1. Strafkammer

Der Präsident:

Oberrichter Vicari

Die Gerichtsschreiberin:

Suter

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.