# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39d6b43a-b53d-58e8-9973-de7518191199
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 15.05.2020 UV 2018/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2018-44_2020-05-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2018/44

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.09.2020

Entscheiddatum: 15.05.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 15.05.2020
Art. 6 UVG. Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfall und der über den Leistungseinstellungszeitpunkt geklagten 
Nackenbeschwerden. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und der im Anschluss aufgetretenen psychischen 
Beschwerden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Mai 2020, UV 
2018/44).

Entscheid vom 15. Mai 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2018/44

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

HDI Global SE, Dufourstrasse 46, Postfach, 8034 Zürich,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Martin Bürkle, LL.M., Thouvenin Rechtsanwälte, 

Klausstrasse 33, 8024 Zürich,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit November 2015 mit einem Pensum von 

100% als Filialeiterin bei der B.___ SA c/o C.___ SA, tätig und dadurch bei der HDI 

Global SE (nachfolgend: HDI), Zürich, gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 18. 

Oktober 2016 erlitt sie einen Verkehrsunfall, als sie mit dem Motorroller bei nasser 

Fahrbahn wegen eines von rechts in die von ihr befahrene Strasse einbiegenden, nicht 

vortrittsberechtigten Fahrzeugs stark bremsen musste und hinfiel (UV-act. K1 f.).

A.a. 

Am 19. Oktober 2016 fand die Erstbehandlung beim Hausarzt dipl. med. D.___, 

Allgemeine Innere Medizin, statt. Dieser notierte zunehmende HWS-Beschwerden und 

veranlasste eine Magnetresonanztomographie (MRT; UV-act. M2).

A.b. 

Am 25. Oktober 2016 wurde im Röntgeninstitut E.___ eine MRT der HWS und 

BWS durchgeführt. Diese ergab gemäss Dr. med. F.___, FMH Radiologie und FMH 

Nuklearmedizin, im HWS-Bereich frische Flexions-, Impressionsfrakturen im ventralen 

Bereich des 3. und 4. HWK, ventrale Kontusionsherde im Segment HWK 6/7, eine 

ältere Deckplattenimpression des 5. HWK sowie polysegmentale Degenerationen und 

foraminale Stenosen. Im BWS-Bereich fand sich keine Fraktur, indes eine mediane 

Diskushernie BWK 6/7 (UV-act. M3). Die verantwortlichen Ärzte der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) diagnostizierten mit Bericht vom 28. Oktober 2016 

nach Einsicht in die MRT bei Signalverstärkung im Bereich von C3/C4 eine HWS-

A.c. 

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Distorsion und eine leichte Impression C3/C4 und schlossen eine ligamentäre 

Begleitverletzung aus (UV-act. M1).

Am 1. Dezember 2016 berichtete dipl. med. D.___ von massivsten psychischen 

Problemen der Versicherten und überwies sie an Dr. med. G.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie (UV-act. M4). Am 18. Januar 2016 stellte Dr. med. 

H.___, FMH Orthopädie und Traumatologie, bei der HDI einen Antrag auf stationäre 

Rehabilitation zur zeitnahen Reintegration der Versicherten in den Berufsalltag (UV-act. 

M7).

A.d. 

Eine am 23. Januar 2017 im Röntgeninstitut E.___ durch Dr. med. I.___, FMH 

Radiologie, durchgeführte MRT der HWS ergab eine aktivierte Osteochondrose C3/4 

und C6/7 sowie keine weitere Sinterung von HWK 3 und HWK 4 (UV-act. M8).

A.e. 

Mit Bericht vom 26. Januar 2017 diagnostizierte Dr. G.___, in dessen Behandlung 

die Versicherte seit dem 15. Dezember 2016 stand, eine Anpassungsstörung, einen 

Verdacht auf eine beginnende Somatisierungsstörung sowie differentialdiagnostisch 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (UV-act. M9).

A.f. 

Am 30. Januar 2017 gab Dr. med. J.___, Facharzt FMH Psychiatrie/

Psychotherapie, beratender Arzt der HDI, eine Stellungnahme ab. Er kam zum Schluss, 

dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den aktuell dokumentierten 

psychiatrischen Befunden, die als Grundlage der Indikation für eine psychiatrische 

Behandlung gewertet würden, und dem Unfallereignis vom 18. Oktober 2016 nicht mit 

dem erforderlichen Grad der Wahrscheinlichkeit belegt sei. Demzufolge seien aktuelle 

und allenfalls weitere geplante psychiatrische oder psychotherapeutische 

Behandlungen nicht kausal oder teilkausal zum Unfall (UV-act. M10).

A.g. 

Eine am 9. Februar 2017 im Röntgeninstitut E.___ durch Dr. med. K.___, FMH 

Radiologie und Diag. Neuroradiologie, durchgeführte MRT des Neurocraniums ergab 

bis auf einzelne kleine Marklagergliosen einen unauffälligen Befund (UV-act. M17).

A.h. 

Die neurologischen Untersuchungen vom 15. und 22. Februar 2017 bei Dr. med. 

L.___, Facharzt für Neurologie FMH, brachten keine objektivierbaren Belege für eine 

A.i. 

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Wurzelläsion, eine periphere Nervenkompression oder eine Leitungsstörung im Bereich 

der langen Rückenmarksbahnen hervor (UV-act. M18).

Mit Schreiben vom 23. Februar 2017 an die HDI führte dipl. med. D.___ aus, dass 

er nicht verstehe, weshalb eine psychiatrische Betreuung nicht übernommen werde. 

Die Versicherte habe nach ihrem Unfall massive Mühe mit der Verarbeitung der 

Situation. Er habe deshalb auch zur psychologischen Behandlung geraten. Ob vorher 

ein psychisches Problem bestanden habe, sei schwierig zu beurteilen. Dass aber 

jemand ohne Gespräch dies beurteilen könne, sei ziemlich eigentümlich. Selbst wenn 

vorbestehend allenfalls eine Problematik bestanden habe, sei unbestritten, dass die 

Versicherte bis zum Unfallereignis keine psychiatrische Betreuung benötigt habe (UV-

act. M14).

A.j. 

Mit Arztbericht vom 2. März 2017 äusserte sich Dr. G.___ zum Aktengutachten von 

Dr. J.___. Es sei festzuhalten, dass sich die Versicherte vor dem Unfallereignis 

psychisch/psychiatrisch gesund gezeigt habe, einer Beschäftigung nachgegangen und 

sozial gut integriert gewesen sei. Seit dem Unfall traue sich die Versicherte zum Teil 

nicht aus dem Haus und vermeide die öffentlichen Verkehrsmittel. Dies aus Angst, sich 

noch weiter bzw. schwerer zu verletzen. Abgesehen davon, dass sie ein Vermeidungs- 

und Schonverhalten an den Tag lege, kapsle sie sich auch ab und sehe aktuell nur 

noch ihren Lebenspartner. Vor dem Unfall sei die Versicherte gesellig und aktiv 

gewesen, von unternehmungsvoller Natur. Aus seiner fachärztlichen Sicht sei zwischen 

dem Unfallereignis bzw. dem prolongierten Heilungsverlauf und dem aktuellen 

Zustandsbild der Versicherten ein natürlicher Kausalzusammenhang abzuleiten (UV-

act. M15).

A.k. 

Mit Bericht vom 8. März 2017 nahm Dr. J.___ zu den neusten Arztberichten 

Stellung und hielt an seiner am 30. Januar 2017 abgegebenen Beurteilung fest. Es 

handle sich bei den geltend gemachten Beschwerden um eine eigenständige und 

unfallfremde Angsterkrankung (UV-act. M16).

A.l. 

Am 24. März 2017 gab Dr. med. M.___, FMH Radiologie - Muskuloskelettale 

Radiologie, eine Stellungnahme bezüglich der am 25. Oktober 2016 und 23. Januar 

2017 durchgeführten MRT ab. Dies geschah im Sinne einer Zweitbeurteilung, 

A.m. 

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veranlasst durch die von der HDI beauftragte Gutachterin Dr. med. N.___, Fachärztin 

für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH (UV-act. M22 S. 37). Dr. M.___ führte 

aus, dass sich rein knöcherne posttraumatische Veränderungen in den HWK 3, 4, 6 

und 7 im Sinne eines bone bruise und Fissuren in den Wirbelkörpern HWK 3, 4 und 7 

finden würden. Es sei keine Wirbelkörperinfraktion nachweisbar. Einige Halswirbel 

seien anterior abgeflacht, dies als Ausdruck einer normalen Formvariante. Das 

Knochenmarködem in den betroffenen Wirbelkörpern sei partiell auch degenerativ 

bedingt. Es würden sich keine ligamentären oder muskulären Weichteilveränderungen 

finden, was gegen ein Hyperflexionstrauma spreche. Eine axiale Stauchung komme als 

Traumamechanismus in Frage (UV-act. M22). Dr. N.___ ihrerseits gab am 28. März 

2017 eine erste Beurteilung ab. Sie kam in Beachtung der radiologischen 

Stellungnahme durch Dr. M.___ zum Schluss, dass es bei einem erheblichen 

degenerativen Vorzustand anlässlich des Ereignisses vom 18. Oktober 2016 zu einer 

vorübergehenden, nicht aber zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen 

sei. Der Status quo sine vel ante sei allerspätestens ein Jahr nach dem Ereignis erreicht 

(UV-act. M19).

Am 1. Mai 2017 erstattete Dr. N.___ ein Gutachten. Sie diagnostizierte ein 

chronisches myofasziales bzw. tendomyogenes zervikales Schmerzsyndrom. Frakturen 

in der Halswirbelsäule hätten nicht vorgelegen. Diesbezüglich sei auf die 

Stellungnahme von Dr. M.___ vom 24. März 2017 zu verweisen. Die knöchernen 

Veränderungen in den HWK 3, 4 und 7 (im Sinne von Fissuren in den Wirbelkörpern 

ohne Nachweis von Wirbelkörperinfraktionen) seien überwiegend wahrscheinlich Folge 

des Ereignisses vom 18. Oktober 2016 (UV-act. M22 S. 36 ff.). Das begleitende 

Knochenmarködem in den betroffenen Wirbelkörpern sei hingegen partiell degenerativ 

bedingt. Der Status quo sine vel ante sei spätestens zwölf Monate nach dem Ereignis 

erreicht und spätestens seit der Begutachtung im März 2017 bestehe auf 

orthopädisch-rheumatologischem Fachgebiet als Folge des Unfalls kein 

Gesundheitsschaden, der versicherungsmedizinisch betrachtet eine Limitierung der 

Arbeitstätigkeit, bezogen auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als O.___, begründen 

könnte. Es bestehe keine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität 

(UV-act. M22).

A.n. 

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Mit Austrittsbericht vom 15. Juni 2017 der Privatklinik P.___, in deren stationärer 

Behandlung die Versicherte vom 29. Mai bis 18. Juni 2017 stand, diagnostizierte Dr. 

med. Q.___, Fachbereichsleiter Muskuloskelettale Rehabilitation, funktionelle HWS-

Beschwerden mit Zephalgien und Zervikozephalgien infolge Fraktur C3 und C4 sowie 

ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen Faktoren (UV-act. 

M24). Nach erneuter Anfrage durch die HDI hielt Dr. N.___ mit Stellungnahme vom 3. 

August 2017 an ihrer bereits abgegebenen Einschätzung vollumfänglich fest (UV-act. 

M25).

A.o. 

Am 29. Juni 2017 führte Dr. K.___ eine weitere MRT der HWS durch. Diese ergab 

keine Sinterung im Verlauf, eine stationäre zum Beispiel posttraumatische aktivierte 

Osteochondrose/Unkovertebralarthrose, Punctum maximum HWK 3/4 und HWK 4/5, 

geringer HWK 6/7 und HWK 2/3, mässiggradige diskoossäre Stenosen der 

Neuroforamina ohne sichere Neurokompression sowie keine fokale Diskushernie (UV-

act. M26).

A.p. 

Dr. med. R.___, Facharzt für Neurochirurgie, beauftragt von der Versicherten bzw. 

deren damaliger Rechtsvertreterin, kam mit Berichten vom 31. Juli 2017 bzw. 31. 

August 2017 zum Schluss, dass es durch den Unfall vom 18. Oktober 2016 zu einer 

richtungsgebenden Verschlimmerung eines vorbestehenden degenerativen Leidens der 

HWS gekommen sei. Die vormals klinisch stabile Osteochondrose sei durch das 

Unfallereignis aktiviert worden und verlaufe progredient. Aktuell sei auch das Segment 

C2/3 angegriffen. Eine weitere Progredienz sei anzunehmen und zu befürchten (UV-act. 

M28, M35).

A.q. 

Am 15. Dezember 2017, ergänzt am 23. März 2018, gaben die Dres. M.___ und 

N.___ eine interdisziplinäre Stellungnahme ab und äusserten sich insbesondere zur 

MRT vom 29. Juni 2017 bzw. deren Beurteilung durch Dr. K.___ und die daraus 

gezogenen Schlüsse durch Dr. R.___. Der HWK 2 zeige entgegen der Beschreibung 

von Dr. K.___ keinerlei Knochenmarködem. Stattdessen fände sich in der ventralen 

Basis des HWK 2 eine umschriebene, normale Mehrverfettung ohne Krankheitswert, 

welche entsprechend normalem Fettgewebe in der T1-gewichteten und in der T2-

gewichteten sagitallen Sequenz leicht hyperintens zur Darstellung komme. Die 

odematösen Veränderungen in den HWK 3, 4 und 6 seien bei retrospektiver 

A.r. 

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B.

Am 30. April 2018 erhob die Versicherte gegen die Verfügung vom 5. April 2018 

Einsprache (UV-act. K96). Am 18. Mai 2018 wies die HDI die Einsprache ab (UV-act. 

K98).

C.  

Betrachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht als bone bruise, sondern als 

Bandscheiben-assoziierte Wirbelkörperveränderungen vom ödematösen Typ (Modic I) 

im Rahmen der auf diesen Höhen bestehenden Segmentdegenerationen zu beurteilen. 

In der Gesamtschau bedeute dies, dass die fachärztlich-radiologische Beurteilung vom 

24. März 2017 sowie das Gutachten vom 1. Mai 2017 und die 

versicherungsmedizinische Stellungnahme vom 3. August 2017 korrigiert werden 

müssten. Es würden sich unter Berücksichtigung der Verlaufs-MRT vom 29. Juni 2017 

zu keiner Zeit strukturelle Organkorrelate einer unfallbedingten Läsion der HWS 

objektivieren lassen, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 18. Oktober 2016 stehen würden (UV-act. 

M32, M36).

Mit Verfügung vom 5. April 2018 stellte die HDI die Versicherungsleistungen aus 

der obligatorischen Unfallversicherung infolge Erreichens des Status quo sine per 17. 

Oktober 2017 ein. Auf eine Rückforderung der nach Erreichen des Status quo sine 

erbrachten Leistungen werde verzichtet (UV-UV-act. K91).

A.s. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Mai 2018 erhob die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 15. Juni 2018 Beschwerde. Sinngemäss machte 

sie geltend, es könne nicht auf die Beurteilungen der Dres. N.___, M.___ und J.___ 

abgestellt werden. Die HDI (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, die 

gesetzlichen Leistungen über das Einstellungsdatum hinaus zu entrichten. Im Weiteren 

seien ihr Anwalts- und Gutachterkosten entstanden, die von der Beschwerdegegnerin 

zu tragen seien. Insgesamt würden sich die Zahlungsrückstände auf insgesamt rund Fr. 

26'500.-- belaufen (inklusive der Taggeldleistungen bis einschliesslich 30. Juni 2018). 

Über ein angemessenes Schmerzensgeld solle das Gericht entscheiden (act. G1).

C.a. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend steht ein Unfall vom 18. Oktober 2016 zur 

Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung.

2.  

Mit Beschwerdeantwort vom 19. November 2018 liess die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt M. Bürkle, Zürich, die vollumfänglich Abweisung der 

Beschwerde vom 15. Juni 2018, soweit darauf einzutreten sei, beantragen (act. G9).

C.b. 

Mit Replik vom 17. Dezember 2018 hielt die Beschwerdeführerin unverändert an 

ihren Anträgen und deren Begründungen fest (act. G11). Die Beschwerdegegnerin hielt 

ihrerseits in der Duplik vom 14. Januar 2019 an ihren Anträgen fest (act. G 11).

C.c. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.d. 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens (zum 

Anfechtungsgegenstand siehe BGE 131 V 164 f. E. 2.1) bildet der Einspracheentscheid 

vom 18. Mai 2018 (UV-act. K98). Diesem liegt die Verfügung vom 5. April 2018 

zugrunde (UV-act. K91). Sowohl in der Verfügung als auch im Einspracheentscheid hat 

die Beschwerdegegnerin ausschliesslich darüber befunden, dass die 

Beschwerdesymptomatik spätestens per Leistungseinstellungsdatum (17. Oktober 

2017) nicht mehr in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 

18. Oktober 2016 stehen würde, womit ab diesem Zeitpunkt keine 

Versicherungsleistungen mehr geschuldet seien. Einzig die Klärung dieser Frage bildet 

damit Gegenstand der vorliegenden Beschwerde. Nicht einzutreten ist damit auf den 

2.1. 

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3.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ab dem 18. Oktober 

2017 die Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) mangels eines 

Kausalzusammenhangs der weiterhin geklagten Beschwerden zum Unfall vom 18. 

Oktober 2016 eingestellt hat.

Antrag bezüglich einer Entschädigung für die im Verwaltungsverfahren entstandenen 

Anwaltskosten. Dazu hat die Beschwerdegegnerin noch nicht Stellung genommen.

In Bezug auf den Antrag auf Schmerzensgeld (Genugtuung) fehlt es schon an einer 

gesetzlichen Grundlage im UVG. Es handelt sich dabei um einen allfälligen 

haftpflichtrechtlichen Anspruch, dessen Prüfung nicht in die sachliche Zuständigkeit 

des Versicherungsgerichts fiele. Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin über den 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung noch nicht verfügt.

2.2. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). 

Angesichts dieser gesetzlichen Bestimmungen bildet die Unfallkausalität 

Anspruchsvoraussetzung für Heilkosten- und Taggeldleistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; André Nabold in: Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], Bern 2018, N 48 ff. zu Art. 6; BSK UVG-Irene Hofer, Basel 

2019, N 63 ff. zu Art. 6; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, a.a.O., N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Die Adäquanz 

spielt im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen indessen praktisch 

keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt 

(BGE 134 V 111 f. E. 2).

3.1. 

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Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, so entfällt seine 

Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche Ursache der 

fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss 

des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 58 f.). Dahingefallen ist die 

kausale Bedeutung, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf einer Vorerkrankung auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (UVG Kommentar-Nabold, 

a.a.O., N 54 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 54; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Da es sich um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 

bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts 

vom 4. August 2017, 8C_819/2016, E. 3.2.1; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Die 

Beweislastregel beschlägt einzig die rechtlichen Folgen der Abklärung, insofern als 

dem Unfallversicherer die Beweislast zugewiesen wird für den Fall, dass ungeklärt 

bleibt, ob dem Unfall (noch) eine kausale Bedeutung für den andauernden 

Gesundheitsschaden zukommt. Bevor sich aber überhaupt die Frage der Beweislast 

stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und 

vollständig zu klären (Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2008, 8C_354/2007, E. 

2.2). Im Weiteren bietet sich dem Unfallversicherer die Möglichkeit, auf eine 

fälschlicherweise anerkannte Kausalität zurückzukommen und die Leistungen – ohne 

Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen 

Revision – mit Wirkung ex nunc et pro futuro und unter Verzicht auf eine Rückforderung 

bereits erbrachter Leistungen einzustellen, wenn ihm der überwiegend wahrscheinliche 

Beweis gelingt, dass zwischen dem Unfallereignis und einem ursprünglich als 

unfallkausal anerkannten Gesundheitsschaden gar nie ein natürlicher 

Kausalzusammenhang bestanden hat. Der Nachweis eines Dahinfallens einer – 

fälschlicherweise – faktisch anerkannten Unfallkausalität würde sich diesfalls erübrigen 

(BGE 130 V 384 E. 2.3.1; vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2017, 

8C_819/2016, E. 6.1).

3.2. 

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Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).

3.3. 

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten Gutachten 

von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; vgl. ferner 

Thomas Flückiger, Medizinische, insbesondere hausärztliche Berichte und ihre 

Beweiskraft – mit einem Seitenblick auf die medizinischen Gutachten, in: Kieser/

Lendfers [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2013, St. Gallen 2014, S. 138 ff.). In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache 

Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb und cc). Dies gilt auch für Stellungnahmen behandelnder 

Spezialärzte (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 6. April 

2006, I 803/05, E. 5.5). Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der 

Verwaltung bei externen Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist die unterschiedliche 

Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

3.4. 

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4.  

beachten (Urteil des EVG vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht 

zulässig, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 

stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Ärzte später zu anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig 

geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in 

denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 

wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte 

benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 

sind (Urteil des Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Motorroller bei nasser Fahrbahn mit einer 

Geschwindigkeit von rund 50 km/h gestürzt. Initial hatte sie keine erheblichen 

Beschwerden und konnte am Unfalltag arbeiten. Ab dem Folgetag beklagte die 

Beschwerdeführerin Nackenschmerzen (UV-act. M1). Diese dauern über das 

Leistungseinstellungsdatum (18. Oktober 2017) hinaus an.

4.1. 

Insgesamt wurden drei (Verlaufs-)MRT der HWS angefertigt. Die erste MRT vom 

25. Oktober 2016 nach dem Unfall vom 18. Oktober 2016 brachte gemäss Dr. F.___ 

frische Flexions-, Impressionsfrakturen im ventralen Bereich des 3. und 4. HWK sowie 

ventrale Kontusionsherde im Segment HWK 6/7 hervor (act. M3). In der MRT vom 23. 

Januar 2017 zeigte sich nach Dr. I.___ eine aktivierte Osteochondrose C3/4 und C6/7 

sowie keine weitere Sinterung von HWK 3 und 4 (act. M8). Die am 29. Juni 2017 

durchgeführte MRT der HWS ergab nach Dr. K.___ keine Sinterung im Verlauf bei 

stationärer z.B. posttraumatischer Osteochondrose/Unkovertebralarthrose, Punctum 

maximum HWK 3/4 und HWK 4/5, geringer HWK 6/7 und HWK 2/3 (UV-act. M26). Die 

MRT vom 25. Oktober 2016 liesse grundsätzlich auf eine strukturelle Läsion in der 

HWS schliessen (frische Flexions-, Impressionsfrakturen); letztlich sind sich die 

Fachärzte entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin indes einig, dass es 

anlässlich des Ereignisses vom 18. Oktober 2016 zu keinen Frakturen bzw. Infraktionen 

im HWS-Bereich gekommen ist (siehe Dr. M.___ in UV-act. M22 S. 7 und Dr. R.___ in 

UV-act M35 S. 4).

4.2. 

Hat der Unfall – wie hier – keinen neuen strukturellen Gesundheitsschaden 

verursacht, kann dieser nur im Rahmen eines degenerativen Prozesses entstanden 

sein. In diesem Fall können unfallkausale Verletzungsfolgen und damit eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers nur bejaht werden, wenn es durch den Unfall zu 

einer richtungsgebenden oder vorübergehenden Verschlimmerung des vorbestehenden 

4.3. 

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Gesundheitsschadens gekommen ist. Eine richtungsgebende Verschlimmerung liegt 

nach der Rechtsprechung vor, wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der 

Status quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht werden können. Genauso 

wie ein neuer unfallbedingter struktureller Gesundheitsschaden nur dann als 

objektiviert gilt, wenn er durch einen entsprechenden apparativen/bildgebenden 

Untersuchungsbefund erhoben wird, gilt dies grundsätzlich auch für eine 

richtungsgebende Verschlimmerung eines bereits vorbestehenden degenerativen 

Gesundheitsschadens, etwa in Form einer zeitlich beschleunigten Entwicklung oder 

einer Ausdehnung des Ausmasses der vorbestehenden Gesundheitsschädigung. Die 

Dauer der Leistungspflicht entspricht in einem solchen Fall derjenigen bei einem neuen 

unfallbedingten Gesundheitsschaden. Die Annahme, ein Unfall habe lediglich, aber 

immerhin, eine vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes bewirkt, basiert 

auf dem Wissen, dass es im Unfallversicherungsrecht Fälle gibt, bei denen die 

Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des 

posttraumatischen Verlaufs mitunter nicht konkret beschrieben werden können. 

Dennoch wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von 

einer schädigenden Einwirkung des Ereignisses (Unfall) auf den Körper ausgegangen. 

Die in der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden werden aber nach einer 

gewissen Zeit – obwohl sie möglicherweise fortdauern – aufgrund medizinischer 

Erfahrung nicht mehr dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in 

diesen Fällen nur den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie 

hat bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante Leistungen für die unmittelbar im 

Zusammenhang mit dem Unfall stehenden Beeinträchtigungen zu erbringen (UVG 

Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53 f. zu Art. 6; Art. 6 N 54; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., 

S. 54).

In den MRT-Bildern ist unbestrittenermassen ein erheblicher degenerativer 

Vorzustand an der HWS sichtbar (multisegmentale degenerative Veränderungen, 

Osteochondrose; UV-act. M22 S. 41, M35 S. 7), wobei diesbezüglich streitig ist, ob es 

anlässlich des Unfalls vom 18. Oktober zu einer vorübergehenden oder zu einer 

richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen ist. Dr. R.___ bejaht eine 

richtungsgebende Verschlimmerung unter Hinweis auf die seit dem Unfall zeitlich 

beschleunigte Entwicklung der vorbestehenden Gesundheitsschädigung. Aus dem 

stationären, stabilen Verlauf sei durch das Trauma ein progredienter Verlauf geworden. 

Neu sei gestützt auf die MRT vom 29. Juni 2017 auch das Segment C2/3 angegriffen. 

Eine weitere Progredienz sei anzunehmen und zu befürchten (UV-act. M35 S. ff.). Die 

Dres. N.___ und M.___, auf deren Einschätzung die Beschwerdegegnerin abstellt, 

führen demgegenüber aus, dass degenerative Veränderungen naturgemäss über den 

4.4. 

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Lauf der Zeit stetig progredient seien. Die angetroffene Progredienz entspreche der zu 

erwartenden Norm und sei per se kein Zeichen für eine richtungsgebende 

Verschlimmerung. Eine solche müsste bildgebend ausgewiesen sein und sich von der 

altersüblichen Progression abheben. Dies sei bei der Beschwerdeführerin explizit nicht 

der Fall (UV-act. M36 S. 6). Auch fände sich entgegen den Ausführungen von Dr. R.___ 

kein Wirbelkörperödem im HWK 2, sondern lediglich ein feiner hyperintenser Streifen 

parallel zur Bandscheibe. Dieser Streifen entspreche einem Partialvolumeneffekt, somit 

einem Artefakt (Abbildungsfehler, der nicht der Realität entspreche) und explizit keinem 

realen Befund (UV-act. M32 S. 13).

Die unterschiedlichen Einschätzungen der involvierten Fachärzte beruhen letztlich 

auf einer unterschiedlichen Interpretation der bildgebenden Untersuchungsbefunde, 

namentlich der MRT-Bilder vom 29. Juni 2017 im Vergleich zu den früheren 

bildgebenden Befunden. Dr. R.___ benennt keine Aspekte, welche anlässlich der 

Beurteilung der Dres. N.___ und M.___ unberücksichtigt bzw. ungewürdigt geblieben 

wären. Gegenteils begründen die Administrativgutachter, weshalb es sich nicht um 

eine altersunübliche Degeneration handle, welche eine richtungsgebende 

Verschlimmerung voraussetzen würde. Auch legen sie dar, weshalb retrospektiv nicht 

von einem unfallkausalen bone bruise in den HWK 3, 4, 6 und 7 auszugehen sei, 

sondern von degenerativen Bandscheiben-assoziierten Wirbelkörperveränderungen 

vom ödematösen Typ (Modic I; UV-act. M32 S. 10 f., 26 f.). Es leuchtet ein, dass 

posttraumatische Knochenmarködeme (bone bruise) im Verlauf rückläufig sein 

müssten, was bei der Beschwerdeführerin gestützt auf die MRT unbestrittenermassen 

aber gerade nicht beobachtet werden konnte. Die degenerativen Prozesse waren im 

Verlauf gleichbleibend, allenfalls gar leicht progredient (UV-act. M32 S. 10 ff.), indes 

nicht in einem unüblichen Rahmen. Auch widerlegen die Administrativgutachter 

begründet, weshalb es sich basisnah im 2. Halswirbel nicht um ein zusätzliches 

Knochenmarködem handle (UV-act. M32 S. 12 f.), welches auf eine übermässige 

Degeneration bzw. altersunübliche Progression hindeuten und damit allenfalls für eine 

richtungsgebende Verschlimmerung sprechen könnte. Die Beurteilungen der Dres. 

N.___ und M.___ überzeugen und Dr. R.___ vermag keine konkreten Indizien gegen die 

auf umfassenden Abklärungen beruhenden und schlüssigen Beurteilungen zu 

begründen. Seiner Beurteilung mangelt es im Übrigen an einer umfassenden 

persönlichen, gesundheitlichen, beruflichen und sozialen Anamnese. Auch fand keine 

klinische Untersuchung statt und die MRT-Bilder bzw. ihre verschiedenen 

Interpretationsmöglichkeiten wurden seitens Dr. R.___s nicht kritisch diskutiert.

4.5. 

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5.  

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass auf die Beurteilungen der Dres. N.___ und 

M.___ abzustellen und überwiegend wahrscheinlich nicht von einer richtungsgebenden 

Verschlimmerung des vorbestehenden Gesundheitsschadens im Bereich der HWS 

auszugehen ist, sondern lediglich von einer vorübergehenden. Damit hat die 

Beschwerdegegnerin für den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub 

Leistungen zu erbringen (vgl. vorstehende E. 4.3). Gemäss einer medizinischen 

Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts kann das Erreichen des 

Status quo sine bei einer traumatischen Verschlimmerung eines klinisch stummen 

degenerativen Vorzustands an der Wirbelsäule, wovon hier auszugehen ist, nach sechs 

bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr angenommen werden (vgl. nebst 

vielen Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2010, 8C_726/2010, E. 3.4). 

Gestützt darauf erweist sich die Leistungseinstellung zwölf Monate nach dem Ereignis 

vom 18. Oktober 2016 als rechtens.

4.6. 

Nach dem Gesagten liegt für die nach der Leistungseinstellung noch geklagte 

Symptomatik überwiegend wahrscheinlich kein organisches Korrelat vor. Trotzdem ist 

in der Regel ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und der 

danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit anzunehmen, wenn ein 

Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (vgl. dazu 

RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b) diagnostiziert ist und ein für diese Verletzung 

typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse 

Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, 

rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw. vorliegt (BGE 117 V 360 E. 4b; Bestätigung in BGE 134 V 

116 E. 6.2.1). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden muss nicht 

in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach 

dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden 

in der Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die anderen im Rahmen eines 

Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden 

Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es 

erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen 

(Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2007, U 258/06, E. 4.3; RKUV 2000 Nr. 359 S. 

29 E. 5e).

5.1. 

Obwohl im Bericht des KSSG vom 28. Oktober 2016 eine HWS-Distorsion 

diagnostiziert wurde (UV-act. M1), ist vorliegend nicht weiter zu prüfen, ob bei der 

Beschwerdeführerin von einem solchen Geschehen auszugehen ist. Eine HWS-

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/19

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Distorsion wurde im Folgenden nie mehr diskutiert und seitens der Fachärzte 

ausgeschlossen (UV-act. M22 [Radiologische Stellungnahme durch Dr. M.___], S. 4; 

UV-act. M35 S. 11) Im Raum stand höchstens ein axiales Stauchungstrauma (UV-act. 

M22 [Radiologische Stellungnahme durch Dr. M.___], S. 4; UV-act. M35 S. 11). Ein bei 

einer HWS-Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden 

konnte bei der Beschwerdeführerin auch nie fassbar gemacht werden. Zwar machte 

die Beschwerdeführerin gegenüber den behandelnden Ärzten bereits einen Tag nach 

dem Unfall Nackenbeschwerden geltend (vgl. UV-act. M1 f.). Zusätzliche typische 

Beschwerden wie Schwindel und Übelkeit oder andere Beschwerden wurden jedoch 

nicht oder erst zu einem derart späten Zeitpunkt geltend gemacht, dass nicht mehr 

vom Vorhandensein eines Kausalzusammenhangs auszugehen ist (eine MRT des 

Neurocraniums wurde im Februar 2017 durchgeführt [UV-act. M17] und ein Schwindel 

wurde erstmals anlässlich der Exploration bei Dr. N.___ am 13. März 2017 erwähnt 

[UV-act. M22 S. 2 und 52 ff.]). Entsprechend ist die natürliche Kausalität der geklagten 

Beschwerden bezogen auf eine schleudertraumaähnliche Verletzung zu verneinen.

Am 1. Dezember 2016 berichtete dipl. med. D.___ von massivsten psychischen 

Problemen der Beschwerdeführerin mangels Verarbeitung des Unfalls und der dabei 

erlittenen Verletzungen (UV-act. M4). Während der Vertrauensarzt Dr. J.___ den 

natürlichen Kausalzusammenhang der psychischen Problematik verneint (UV-act. M10 

und M16), geht der behandelnde Dr. G.___ von einem überwiegend wahrscheinlich 

bestehenden natürlichen Kausalzusammenhang aus (UV-act. 15). Welcher Beurteilung 

zu folgen ist, kann letztlich offenbleiben, nachdem ein adäquater 

Kausalzusammenhang zu verneinen ist (vgl. dazu BGE 135 V 472 E. 5.1 und Urteil des 

Bundesgerichts vom 5. September 2017, 8C_303/2017, E. 6.1).

5.3. 

Die Adäquanzbeurteilung hat anhand der entwickelten Grundsätze für psychische 

Fehlentwicklungen nach einem Unfall bzw. nach der sogenannten "Psycho-Praxis" zu 

erfolgen (BGE 115 V 133).

5.4. 

Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall 

besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach 

ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in 

banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen 

dazwischen liegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann 

der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

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Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 115 V 139 ff. E. 6a f.).

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Im gesamten mittleren Bereich kann 

ein einziges Kriterium zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs genügen, 

wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Ansonsten bedarf es zur Erfüllung 

mehrerer Kriterien (BGE 115 V 140 f. E. 6b). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 

(8C_897/2009 E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu 

erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen insofern präzisiert, als bei 

mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Adäquanzkriterien genügen, auch wenn 

sie nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vorliegen. Bei Unfällen im 

mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier 

Adäquanzkriterien zu erfüllen. Im Falle eines mittelschweren Unfalls im Grenzbereich zu 

den schweren Unfällen genügt es, wenn ein einziges Kriterium erfüllt ist, ohne dass 

dieses eine Kriterium notwendigerweise in besonders ausgeprägter Weise erfüllt zu 

sein braucht (Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2008, 8C_484/2007, E. 6.3; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 67). Bei der Prüfung der Kriterien nach der Psycho-

Praxis sind psychische Aspekte ausser Acht zu lassen bzw. nur die organisch 

ausgewiesenen Unfallfolgen zu berücksichtigen (BGE 115 V 140 E. 6c/aa).

5.6. 

Die Beschwerdeführerin ist mit ihrem Motorroller bei nasser Fahrbahn mit einer 

Geschwindigkeit von rund 50 km/h gestürzt. Hierbei ist höchstens von einem 

mittelschweren Ereignis im engeren Sinne auszugehen (vgl. dazu auch die 

5.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/19

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6.

Mit der Beschwerde beantragte die Beschwerdeführerin eine Entschädigung der von 

ihr in Auftrag gegebenen Arztberichte. Gemeint sind wohl insbesondere die 

Stellungnahmen von Dr. R.___ (UV-act. M28 und M35). Nachdem diese für die 

Entscheidfindung nicht von Relevanz waren bzw. keine konkreten Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Beurteilungen der Administrativgutachter Dres. N.___ und M.___ 

begründen konnten, können die Kosten nicht der Beschwerdegegnerin, welche ihrer 

Abklärungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist, auferlegt werden (vgl. dazu Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 45 N 20).

7.  

Rechtsprechung in Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 63 ff.). Folglich müssen für die 

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens drei der relevanten 

Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein.

Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit 

des Unfalls können ohne weiteres verneint werden. Es handelte sich um einen 

einfachen Rutschunfall auf nasser Fahrbahn mit seitlichem Sturz ohne Kollision. Die 

Geschwindigkeit von 50 km/h war nicht derart hoch, dass anders zu entscheiden wäre. 

Auch das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung, 

insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen, ist nicht erfüllt. Zwar ist verständlich, wenn die Diagnose von frischen 

Flexions-, Impressionsfrakturen an der HWS Ängste schürt. Letztlich stellte sich indes 

heraus, dass es sich dabei um eine falsche Diagnose handelte. Eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, ist nicht 

ersichtlich. Bei der Prüfung der übrigen Kriterien – ungewöhnlich lange Dauer der 

ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, schwieriger Heilungsverlauf und 

erhebliche Komplikationen sowie Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit – ist von 

Relevanz, dass diese mit Blick auf die organisch ausgewiesenen Unfallfolgen bzw. 

deren Heilung spätestens nach einem Jahr bereits aufgrund der zeitlichen Komponente 

nicht erfüllt sind (vgl. dazu auch E. 5.6).

5.8. 

Nach dem Gesagten ist kein Kriterium, auch nicht in einfacher Form, erfüllt. Damit 

hat die Beschwerdegegnerin mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

dem Unfall vom 18. Oktober 2016 und den über den 18. Oktober 2017 hinaus 

beklagten psychischen Beschwerden eine Leistungspflicht zu Recht verneint bzw. ihre 

Leistungen insgesamt eingestellt.

5.9. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/19

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Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 18. Mai 2018 

nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.05.2020
	Art. 6 UVG. Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und der über den Leistungseinstellungszeitpunkt geklagten Nackenbeschwerden. Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und der im Anschluss aufgetretenen psychischen Beschwerden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Mai 2020, UV 2018/44).

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