# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2409809-159c-5ed9-b52a-ce228b4dd51f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.03.2025 200 2024 762
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-762_2025-03-20.pdf

## Full Text

IV 200 2024 762
JAP/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. März 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Oktober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

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Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im September 2012, insbesondere unter Hinweis auf eine 
Rückenoperation und eine Polyarthritis, bei der Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1). Nach erwerblichen und 
medizinischen Erhebungen sprach die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 20. Januar 
2016 (act. II 92) eine vom 1. April bis 30. September 2013 befristete ganze 
IV-Rente zu.

Im Januar 2021 meldete sich der Versicherte, unter Hinweis auf zwei 
Bandscheibenoperationen und eine Beeinträchtigung des Nacken- und 
Armbereichs, des Halses sowie des Rückens, erneut bei der IV zum Leis-
tungsbezug an (act. II 94). Daraufhin führte die IVB abermals medizinische 
Erhebungen durch und wies das Leistungsbegehren mit unangefochten 
gebliebener Verfügung vom 28. September 2021 (act. II 119) mangels Vor-
liegens eines invalidisierenden Gesundheitsschadens ab.

Im September 2022 meldete sich der Versicherte ein weiteres Mal bei der 
IV zum Leistungsbezug an (act. II 122). Nach Einholung eines polydiszi-
plinären (orthopädischen, internistischen, neurologischen, psychiatrischen, 
pneumologischen) Gutachtens der C.________ (MEDAS; Expertise vom 
19. April 2024; act. II 193.1) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 30. April 
2024 (act. II 194) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 
100 % die Zusprache einer vom 1. August 2023 bis 29. Februar 2024 be-
fristeten ganzen IV-Rente in Aussicht. Dagegen verneinte sie einen Ren-
tenanspruch für die Zeit ab dem 1. März 2024 bei einem IV-Grad von 21 % 
resp. 29 %. Dagegen erhob der Versicherte Einwand (act. II 199 und 201). 
Am 14. Oktober 2024 verfügte die IVB wie im Vorbescheid angekündigt 
und sprach eine vom 1. August 2023 bis 29. Februar 2024 befristete ganze 
IV-Rente zu (act. II 205).

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B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 15. November 2024 Beschwerde und beantragte die Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache einer unbefris-
teten ganzen IV-Rente. Eventualiter wurde die Rückweisung der Sache zur 
Neubeurteilung beantragt.

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 3. März 2025 ging eine Replik des Beschwerdeführers beim Gericht 
ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Oktober 2024 
(act. II 205). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 
der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbe-
fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen 
Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben 
(BGE 125 V 413; SVR 2019 IV Nr. 32 S. 99, 9C_431/2018 E. 3.2; AHI 2001 
S. 278 E. 1a). Zu prüfen ist demnach der Anspruch auf eine IV-Rente, unter 
Einschluss der vom 1. August 2023 bis 29. Februar 2024 zugesprochenen 
ganzen IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 

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Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem IV-Grad 
von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Art. 28b 
Abs. 2 IVG), bei einem IV-Grad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze 
Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem IV-Grad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG. 

2.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des 
IV-Grades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der Bun-
desrat umschreibt die zur Bemessung des IV-Grades massgebenden Er-
werbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für die Be-
stimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 
ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könn-
te, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

2.5 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades bereits ein-
mal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versi-
cherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 

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und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das 
Revisionsgesuch ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu 
vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Ver-
änderung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, 
dass der IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.6

2.6.1 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung 
die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 
133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 
E. 4.2.2).

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2.6.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 19. Sep-
tember 2022 (act. II 122) eingetreten, womit die Eintretensfrage hier nicht 
zu überprüfen ist (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwi-
schen der leistungsabweisenden Verfügung vom 28. September 2021 
(act. II 119) und der hier angefochtenen Verfügung vom 14. Oktober 2024 
(act. II 205) eine (potentiell) anspruchsbegründende Veränderung der er-
heblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 28. Sep-
tember 2021 (act. II 119) massgeblich auf den Bericht von Dr. med. 
D.________, Facharzt für Neurochirurgie, vom 13. Juli 2021 (act. II 117 
S. 2). In diesem führte er als Hauptdiagnose eine paramedian linksseitige, 
teilverkalkte Diskushernie HWK6/7 mit Myelonkompression auf. Unter am-
bulanter Physiotherapie habe der Beschwerdeführer eine Stabilisierung 
seiner residuellen Schmerzen erfahren. Er wünsche nun, ab dem 13. Juli 
2021 wieder voll zu arbeiten, da er sonst den Verlust seines Arbeitsplatzes 
riskiere. Von neurochirurgischer Seite sei eine Steigerung der Arbeitsbelas-
tung durchaus möglich. 

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3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 14. Oktober 2024 (act. II 205) 
liegen folgende Berichte zugrunde:

3.3.1 Der Beschwerdeführer war vom 7. bis 27. Mai 2022 in der psychia-
trischen Klinik E.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 30. Mai 
2022 (act. II 142 S. 2 ff.) wurden eine akute Belastungsreaktion (ICD-10 
F43.0), eine rheumatoide Arthritis mit diversen Rücken-, Nacken-, Schulter- 
und Gelenkschmerzen, ein Verdacht auf psychische und Verhaltensstörun-
gen durch Benzodiazepine: Schädlicher Gebrauch (ICD-10 F13.1), ana-
mnestisch eine Vitiligo, ein Diabetes mellitus Typ 2 und ein Vitamin D-
Mangel diagnostiziert (S. 2). Der Beschwerdeführer leide täglich unter star-
ken Schmerzen und könne deswegen nur schlecht schlafen. Der schlechte 
Schlaf hänge aber auch mit der Schichtarbeit zusammen. Er verrichte zu 
100 % körperliche Arbeit. Die Schmerzen setzten ihm auch psychisch zu. 
Er beschreibe eine Niedergeschlagenheit und Erschöpfung. Am Vortag der 
Aufnahme habe er ca. 19 Tabletten Stilnox eingenommen, er habe einfach 
"mal in Ruhe schlafen wollen". Eine suizidale Absicht habe er verneint. Der 
Beschwerdeführer sei in ein multimodales Behandlungsprogramm integriert 
worden. Im Verlauf habe kein Anhalt für Eigen- oder Fremdgefährdung be-
standen. Er sei mit verbesserter Grundstimmung ausgetreten (S. 3).

3.3.2 Im Bericht des Spitals F.________ vom 2. Dezember 2022 (act. II 
151 S. 3 ff.) wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische 
muskuloskelettale Schmerzen (ICD-11 MG30.3), chronische neuropathi-
sche Schmerzen Hand links und Füsse beidseits (ICD-11 MG30.52) und 
eine Rheumatoidarthritis diagnostiziert. Ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit wurde ein Diabetes mellitus aufgeführt (S. 5 Ziff. 2.5 f.). Der Be-
schwerdeführer leide an Schmerzen im Rücken, hauptsächlich der Hals-
wirbelsäule (HWS), sowie an neuropathischen Schmerzen an der linken 
Hand und den Füssen (S. 4 Ziff. 2.2). Fragen zur Arbeitsfähigkeit in der 
bisherigen Tätigkeit könnten nicht beantwortet werden. Eine dem Leiden 
angepasste Tätigkeit sei zwei bis vier Stunden pro Tag an einem bis zwei 
Tagen pro Woche zumutbar (S. 6 f. Ziff. 3 f.). 

3.3.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Rheumatologie und für Allge-
meine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 26. Januar 2023 
(act. II 159 S. 2 ff.) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein multifokales 

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Schmerzsyndrom im Bereich der oberen Extremitäten und eine seronegati-
ve Polyarthritis. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er ein 
Asthma bronchiale, eine allergische Rhinitis und einen Diabetes mellitus 
Typ 2 an (S. 4 f. Ziff. 2.5 f.). Ferner attestierte er vom 7. bis 29. Mai 2022 
eine 100%ige, vom 30. Mai bis 31. August 2022 eine 80%ige und seit dem 
1. September 2022 bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2 
Ziff. 1.3). Der Beschwerdeführer klage über rezidivierende Schmerzen im 
Bereich des Nackens mit Ausstrahlung in den linken Arm bis in den 
4./5. Finger mit einer Intensität 7 von 10 auf einer VA-Skala mit zusätzli-
chen Parästhesien. Weiter bestehe eine Bewegungseinschränkung der 
HWS, welche im Alltag störe, und eine starke Durchschlafstörung (S. 4 
Ziff. 2.2). Aufgrund seiner Beschwerden sehe sich der Beschwerdeführer 
nicht in der Lage, einer Arbeit nachzugehen. Vermutlich käme nur eine 
leichte körperliche, nicht den Nacken und nicht den Rücken belastende 
Tätigkeit zu zwei bis drei Stunden pro Tag in Frage (S. 5 Ziff. 2.7 und 3.3). 
Die Tätigkeit in seinem bisherigen Beruf in der ... sei nicht mehr zumutbar 
(Ziff. 4.1).

3.3.4 Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Neurochirurgie, diagnosti-
zierte im Bericht vom 5. Juli 2023 (act. II 170) namentlich eine breitbasige 
Bandscheiben-Protrusion C3/C4 mit Spinalkanalstenose, eine Anschluss-
Segment-Degeneration C5/C6, eine Ulnaris-Neuropathie links, eine Polyar-
thritis und eine Impingement-Symptomatik Schulter links (S. 1). Nach ein-
gehender Analyse sei dem Beschwerdeführer empfohlen worden, sich ei-
ner ventralen Diskektomie zu unterziehen auf den Höhen C3/4 und C5/6 
und in der gleichen Sitzung die prävertebralen Hyperostosen C4-C5 ab-
schleifen zu lassen (S. 2).

In der Folge wurde der Beschwerdeführer am 11. August 2023 durch 
Prof. Dr. med. H.________ am Rücken operiert (act. II 175 S. 2). 

3.3.5 Dr. med. G.________ bezeichnete den Gesundheitszustand im Be-
richt vom 24. September 2023 (act. II 177 S. 4 ff.) als stationär. Mit dem 
neurochirurgischen Eingriff vom 11. August 2023 habe sich eine Änderung 
in der Diagnosestellung ergeben. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
liege ein chronisches zervikoradikuläres Syndrom links, eine Polyarthritis, 
ein Impingement Schulter links, ein Diabetes mellitus Typ 2, eine Ulnaris-

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Neuropathie links und ein multifaktorielles Schmerzsyndrom vor (S. 4 
Ziff. 1 - 3). Ferner attestierte er eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 
7. September 2022 bis auf weiteres (S. 5 Ziff. 11). Es lägen schwere kör-
perliche Beeinträchtigungen vor; am linken Arm wegen dem chronischen 
zerviko-radikulären Syndrom links. Geistig und psychisch sei der Be-
schwerdeführer unauffällig. Die bisherige Tätigkeit als ... sei nicht mehr 
zumutbar. Nach Abschluss der postoperativen Rehabilitation sei eine sit-
zende Tätigkeit für eine bis zwei Stunden pro Tag zumutbar (S. 6 Ziff. 12 - 
14).

3.3.6 Prof. Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 5. Oktober 2023 
(act. II 178) aus, die klinische Untersuchung zeige eine gut verheilte Narbe 
und keine neuen motorischen Defizite. Radiologisch zeige sich ein guter 
postoperativer Verlauf. Klinisch sei es aktuell leider zu einer leichten Ex-
azerbation der Beschwerden gekommen, obgleich im Bereich der Wurzeln 
C7/C8 nicht manipuliert worden sei. Sicher liege ein multifaktorielles Pro-
blem mit einer voroperierten und degenerierten HWS sowie einer Ulnaris-
Schädigung und einer Epikondylitis lateralis beidseits vor. Es bleibe weiter-
hin die Frage, inwieweit als Erklärung der Symptomatik der linken Hand 
eine radikuläre Rest-Kompression C7/C8 mit der Ulnaris-Schädigung und 
der Epikondylitis überlappe. Aktuell solle die Heilungsphase abgewartet 
werden (S. 2).

3.3.7 Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 13. Februar 2024 (act. II 190) eine chronische distale sensoau-
tonom betonte axonale Polyneuropathie und einen Status nach zervikaler 
Spinalkanalstenose (S. 1). Es bestünden irreversible neurologische Ein-
schränkungen mit einer sensiblen Stand- und Gangataxie. Entsprechend 
sei der Beschwerdeführer nicht für berufliche Tätigkeiten geeignet, welche 
einen sicheren Stand oder Gang bedürften. Auch seien keine längeren 
Gehstrecken mehr möglich. An den Händen bestünden leichtere neuropa-
thische Auffälligkeiten, welche einerseits die Feinmotorik beeinträchtigen 
könnten, aber auch Tätigkeiten mit Anspruch an grosser Kraft an die Hände 
seien eingeschränkt (S. 2).

3.3.8 Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 19. April 2024 
(act. II 93.1) wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chroni-

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sches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.1, Z98.8), ein 
chronisches Lumbovertebralsyndrom (ICD-10 M54.5, Z98.8), eine leichte 
bis mittelgradige Funktionseinschränkung rechtes Knie (…)(ICD-10 M17.1, 
Z98.8), Polyarthralgien bei medikamentös gut eingestellter Polyarthritis 
(ICD-10 M25.59, M06.99) und ein Asthma bronchiale (ICD-10 J45) dia-
gnostiziert. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden namentlich 
ein Diabetes mellitus Typ 2 mit Nephropathie, entgleist (ICD-10 E11.21), 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-
ren (ICD-10 F45.41) und eine maximal leichte depressive Episode bei rezi-
divierender depressiver Störung (ICD-10 F33.0) aufgeführt. Beim Be-
schwerdeführer seien Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit 
und somit auch der Arbeitsfähigkeit in den Fachbereichen Orthopädie, Neu-
rologie und Pneumologie detektiert worden. So seien insbesondere die 
körperlichen Tätigkeiten in der Arbeitsschwere durch die Gesundheits-
störungen der HWS und Lendenwirbelsäule (LWS) eingeschränkt. Dies 
führe dazu, dass die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
... aufgehoben sei. Pneumologisch werde die Arbeitsschwere stark einge-
schränkt, da nur noch Tätigkeiten, die kein permanentes Heben und Tra-
gen von Lasten mehr als fünf Kilogramm erforderlich machten, möglich 
seien. Zudem seien Arbeitstätigkeiten, welche unter Exposition von Inhala-
tionsnoxen (Stäuben, Dämpfen, Chemikalien, Rauch, Allergenen, extreme 
Hitze oder Kälte) erfolgten, nicht mehr möglich. Die Erschöpfbarkeit bei 
körperlichen Anstrengungen sei bei vorliegendem Asthma bronchiale deut-
lich erhöht (S. 6 f. Ziff. 4.3). Aus interdisziplinärer Sicht kamen die Gutach-
ter zum Schluss, dass die bisherige Tätigkeit als ... aus somatischer Sicht 
nicht mehr zumutbar sei. Dies seit Beginn der HWS-Beschwerden und 
Operationen im September und Dezember 2020 (S. 9 Ziff. 4.5 f.). Der Be-
schwerdeführer sei in der Lage nur noch leichte, wechselbelastende, über-
wiegend sitzende Tätigkeiten durchzuführen. Die Tätigkeit sollte ohne Ex-
position von Inhalationsnoxen und nur unter leichten körperlichen Anstren-
gungen erfolgen. Aufgrund der insulinpflichtigen diabetischen Stoffwechsel-
lage sei eine Ein-Schicht-Arbeit zu empfehlen. Weiterhin sollte wegen der 
möglichen Gefahr von Hypoglykämien keine Beschäftigung auf Leitern und 
Gerüsten sowie an sich drehenden Maschinen ausgeübt werden. Zudem 
sollten Tätigkeiten in Zwangshaltung (Vorneigen, In- und Überkopf und 
kniender Stellung) sowie Tätigkeiten unter extremen Temperaturschwan-

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kungen, wie Hitze, Kälte, Nässe sowie Zugluft, vermieden werden. Eine 
solche angepasste Tätigkeit sei ganztägig mit einer Leistungsminderung 
von 20 % aufgrund der persistierenden Schmerzen, die eine Einschrän-
kung der Schnelligkeit und Produktivität nach sich ziehen würden, zumut-
bar. Zwischen den Operationen im Jahre 2020 habe immer wieder eine 
Arbeitsunfähigkeit von drei bis vier Monaten bestanden. Nach diesen Zei-
ten vollständiger Arbeitsunfähigkeit (Rekonvaleszenzzeiten nach entspre-
chender Operation) sei dann erneut eine leidensadaptierte Tätigkeit in 
Höhe von 80 % möglich (S. 10 Ziff. 4.7).

3.3.9 Dr. med. I.________ diagnostizierte im Bericht vom 27. Juni 2024 
(Akten des Beschwerdeführers [act. I] 3) eine chronische distale sensoau-
tonom betonte axonale Polyneuropathie und eine Hypästhesie der Hände, 
linksbetont (S. 1). Klinisch-neurologisch und elektrophysiologisch seien die 
neuropathischen Veränderungen gegenüber dem Vorbefund vom Februar 
(2024) stabil bis leichtgradig akzentuiert. An den unteren Extremitäten do-
miniere eine polyneuropathische Störung, sensoautonom betont, mit asso-
ziierter Stand- und Gangunsicherheit. An den oberen Extremitäten bestehe 
ein sensibler Ausfall der Hände linksbetont nicht eindeutige Ursache, am 
ehesten Ausdruck einer sensiblen radikulopathischen Störung. Dies führe 
zur funktionellen Einschränkung der feinmotorischen Fähigkeiten, es be-
stehe das Risiko von "unwillkürlichem" Fallenlassen von Gegenständen 
aufgrund des sensiblen Ausfalls. Aufgrund der Stand- und Gangunsicher-
heit sowie der eingeschränkten Handfunktion bestehe ein erhebliches Un-
fallrisiko. Der Beschwerdeführer sei nicht geeignet für Tätigkeiten mit An-
forderungen an einen sicheren Stand und Gang sowie sicherer Handfunkti-
on, es bestehe also keine Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten an Maschinen. 
Wegen der Stand- und Gangunsicherheit wäre eine vorwiegend sitzende 
Tätigkeit geeignet. Diesfalls käme die Einschränkung der Handfunktion 
zum Tragen; hier bestünde eine verminderte Leistung (halbe Leistung; 
S. 2).

Im Bericht vom 24. Januar 2025 (act. I 4) erklärte Dr. med. I.________, im 
Neurostatus ergebe sich bei den Sensibilitätstests gegenüber dem Vorbe-
fund eine etwas bessere Sensibilität. In den objektiven kooperationsunab-
hängigen Befunden sei aber nichts besser geworden; die Tibialis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-13-

Neurographie habe sich noch etwas verschlechtert. Es zeige sich also ein 
natürlicher Verlauf einer diabetischen Polyneuropathie mit schleichender 
Progredienz. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bestehe fort. Prognos-
tisch müsse man mit einer schleichenden Krankheitsprogression rechnen.

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indiziengegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 
210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-14-

3.5

3.5.1 Vorliegend hat sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hin-
sicht massgebend auf das MEDAS-Gutachten vom 19. April 2024 
(act. II 193.1) – samt den diesbezüglichen Teilgutachten – gestützt. Dieses 
Gutachten erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert einer Expertise gestellten Anforderungen und überzeugt. Ins-
besondere basieren die Beurteilungen auf umfassenden Untersuchungen, 
berücksichtigen die geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis und 
nach Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchten in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation ein. Folglich kommt dem Gutachten grundsätzlich 
(vgl. E. 3.5.3 hiernach) voller Beweiswert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353 sowie E. 3.4 hiervor). Die MEDAS-Gutachter haben ausführlich be-
gründet, dass der Beschwerdeführer mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit an einem chronischen zervikospondylogenen Schmerzsyndrom, einem 
chronischen Lumbovertebralsyndrom, einer leichten bis mittelgradigen 
Funktionseinschränkung des rechten Knies, Polyarthralgien und einem 
Asthma bronchiale leidet (act. II 193.1 S. 6 Ziff. 4.3). Weiter haben sie 
schlüssig dargelegt, dass die bisherige Tätigkeit als ... nicht mehr zumutbar 
ist und dass in einer angepassten Tätigkeit (leichte, wechselbelastende, 
überwiegend sitzende Tätigkeiten, ohne Exposition von Inhalationsnoxen, 
nur unter leichten körperlichen Anstrengungen, Ein-Schicht-Arbeit, ohne 
Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne Arbeiten an sich drehenden Ma-
schinen, ohne Arbeiten in Zwangshaltung [Vorneigen, In- und Überkopf und 
kniender Stellung], ohne Arbeiten unter extremen Temperaturschwankun-
gen [wie Hitze, Kälte, Nässe sowie Zugluft]) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
besteht mit einer Leistungsminderung von 20 % (act. II 193.1 S. 9 f. 
Ziff. 4.5 ff.). Dabei haben die MEDAS-Gutachter die Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit in der Arbeitsschwere plausibel mit den bestehenden Ge-
sundheitsstörungen der HWS sowie LWS und dem bestehenden Asthma 
bronchiale bzw. die attestierte Leistungsminderung schlüssig mit der Ein-
schränkung der Schnelligkeit und Produktivität aufgrund der persistieren-
den Schmerzen erklärt (act. II 193.1 S. 7 und S. 10 Ziff. 4.7). Darauf ist 
abzustellen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-15-

3.5.2 Am Beweiswert des Gutachtens ändert nichts, dass Dr. med. 
G.________ in den Berichten vom 26. Januar und 24. September 2023 
eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von ein bis zwei resp. 
zwei bis drei Stunden pro Tag attestiert hat (act. II 159 S. 5 Ziff. 3.3 und 
4.2, 177 S. 6 Ziff. 12 – 14; anders Beschwerde S. 6 BS 3 lit. j). Denn die 
besagten Berichte enthalten keine im MEDAS-Gutachten nicht gewürdigten 
Aspekte (vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 S. 27, 9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV 
Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 3). Insbesondere diskutierten die Gutachter 
nachvollziehbar auch die Plausibilität und Nachvollziehbarkeit der vom Be-
schwerdeführer geklagten – und von Dr. med. G.________ in seiner Beur-
teilung massgeblich berücksichtigten – Beschwerden (im Bereich der HWS 
und LWS). Diesbezüglich führten sie aus, dass der Beschwerdeführer 
während der Untersuchung zu keinem Zeitpunkt eine Schmerzfehlhaltung 
eingenommen habe und sich auch keine Hinweise auf ein Schonungsver-
halten ergeben habe. Auch habe er keinen schmerzgeplagten Eindruck 
hinterlassen. Eine hochgradige Einschränkung des Aktivitätenniveaus sei 
vor dem Hintergrund des eigenen Verhaltens mit Autofahren, ...besuchen 
und Leitung einer ... nicht nachvollziehbar (act. II 193.1 S. 5 Ziff. 4.2). So-
weit in der Beschwerde (S. 5 BS 3 lit. e) geltend gemacht wird, dass diese 
Gesamtbeurteilung im Widerspruch stehe zu den Ausführungen im neuro-
logischen Teilgutachten, in welchem die geklagten Symptome als konsis-
tent und plausibel beschrieben worden seien (act. II 193.5 S. 8 Ziff. 6.2), 
vermag dies den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht in Zweifel zu 
ziehen. Massgebend für die medizinische Beurteilung des Sachverhalts 
sind die erhobenen objektiven medizinischen Befunde und nicht die subjek-
tiv geklagten Beschwerden. Im Übrigen zeigten sich – neben der orthopä-
dischen Begutachtung (act. II 193.3 S. 9 Ziff. 6.2) – auch bei der psychiatri-
schen Exploration Inkonsistenzen (act. II 193.6 S. 10 Ziff. 6.2). Diesbezüg-
lich ist augenfällig, dass bereits anlässlich der rheumatologischen Begut-
achtung samt Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) im Jahr 
2013 eine Aggravierungstendenz und deutliche Symptomausweitung fest-
gehalten worden waren (act. Il 34.1 S. 15 lit. C Ziff. 1, 37). Soweit in Frage 
gestellt wird, ob der Beschwerdeführer die VA-Skala aufgrund der Sprach-
barriere richtig verstanden habe (Beschwerde S. 5 BS 3 lit. f), ist darauf 
hinzuweisen, dass sämtliche Teilgutachten unter Einbezug eines Dolmet-
schers durchgeführt worden sind (act. II 193.3 S. 1, 193.4 S. 1, 193.5 S. 1, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-16-

193.6 S. 1, 193.7 S. 1). Allein aus dem Umstand, dass der Explorand im 
Rahmen der orthopädischen Begutachtung häufig völlig abweichend von 
der gestellten Frage antwortete, kann nicht auf eine mangelhafte Überset-
zung geschlossen werden (Replik S. 2 BS 6). Die Verständigung wurde 
vom Sachverständigen als gut beschrieben und allfälligen Missverständnis-
sen wurden durch gezieltes Nachfragen begegnet (act. II 193.3 S. 6 
Ziff. 4.2). In den übrigen Teilgutachten wurde eine problemlose Überset-
zung beschrieben und vermerkt, die Deutschkenntnisse des Beschwerde-
führers seien eigentlich ausreichend bzw. eine Übersetzung sei lediglich im 
Umfang von "ca. 30 % nötig" gewesen (act. II 193.4 S. 5 Ziff. 4.2, 193.7 
S. 8 Ziff. 4.2). Schliesslich ist – entgegen der Auffassung in der Beschwer-
de (S. 6 f. BS 3 lit. l) – im Rahmen der interdisziplinären Konsensbeurtei-
lung eine gesamtheitliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter Einbezug 
sämtlicher Fachdisziplinen sehr wohl erfolgt (act. II 193.1 S. 12 Ziff. 5). In 
dieser kamen die Gutachter nachvollziehbar zum Schluss, dass sich die 
aus neurologischer und orthopädischer Sicht festgestellte Einschränkung 
von jeweils 20 % in einer angepassten Tätigkeit aus den gleichen Gründen 
ergebe, weshalb keine Addition der Teilarbeitsunfähigkeit zu erfolgen habe 
(act. II 193.1 S. 9 Ziff. 4.5). Vorliegend besteht damit kein Anlass von dieser 
medizinischen Einschätzung abzuweichen (SVR 2020 IV Nr. 22 S. 75, 
9C_461/2019 E. 4.1).

Die im Beschwerdeverfahren aufgelegten Berichte von Dr. med. 
I.________ vom 27. Juni 2024 (act. I 3) und 24. Januar 2025 (act. I 4) än-
dern vorliegend ebenfalls nichts (Beschwerde S. 6 BS 3 lit. j; Replik S. 3 f. 
BS. 6 f.). Der behandelnde Neurologe beschrieb eine im Wesentlichen un-
veränderte Situation seit den Vorbefunden vom Februar 2024 (vgl. act. II 
190) bzw. Juli 2024. Er vermochte keine Aspekte zu benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 S. 27, 9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 
116, 8C_835/2018 E. 3). Dass er eine quantitativ höhere Leistungsein-
schränkung postuliert, genügt jedenfalls nicht. Insbesondere wurden die 
von ihm bezeichneten Anforderungen an einen leidensadaptierten Arbeits-
platz (bezüglich Stand- und Gangunsicherheit, funktionelle Einschränkung 
der feinmotorischen Fähigkeiten; act. I 3 S. 2, 4 S. 2) im gutachterlich for-
mulierten Zumutbarkeitsprofil (act. II 193.1 S. 10 Ziff. 4.7) berücksichtigt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-17-

Die im Januar 2025 prognostizierte schleichende zukünftige Progredienz 
der diabetischen Polyneuropathie (act. I 4 S. 2) beschlägt eine Sachver-
haltsentwicklung jenseits des hier massgebenden gerichtlichen Überprü-
fungshorizonts (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213, 131 V 242 E. 2.1 
S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2022 UV Nr. 46 S. 183, 
8C_655/2021 E. 6.3.1) und ist deshalb von vornherein unbeachtlich.

Der Auffassung des Beschwerdeführers, dass der psychiatrische Gesund-
heitszustand ungenügend abgeklärt ist (Beschwerde S. 7 BS 3 lit. m), kann 
nicht gefolgt werden. Insbesondere zog der psychiatrische Gutachter die 
bekannte Anamnese mit Suizidalität und Hospitalisation in der psychiatri-
schen Klinik E.________ im Mai 2022 (act. II 142 S. 2 ff.) in seine Beurtei-
lung mit ein (act. Il 193.6 S. 10 Ziff. 6.2). Allein aus dem Umstand, dass 
sich der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung wortkarg und eher 
verschlossen präsentierte, kann nicht abgeleitet werden, dass "die tatsäch-
lichen psychischen Beschwerden [...] nicht definitiv bekannt" seien bzw. die 
relevanten Befunde dem psychiatrischen Gutachter verborgen geblieben 
wären (Beschwerde S. 7 BS 3 lit. n). Der psychiatrische Gutachter war 
vielmehr in der Lage, gestützt auf seine eigene Untersuchung und die Vor-
akten eine abschliessende Beurteilung abzugeben. Zudem findet seit der 
Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik E.________ vom Mai 2022 
(act. II 142 S. 2 ff.) keine psychiatrische Behandlung mehr statt, was gegen 
das Vorliegen eines invalidisierenden psychischen Gesundheitsschadens 
spricht. Der Beschwerdeführer reichte denn auch weder im Vorbescheid-
verfahren noch im vorliegenden Beschwerdeverfahren Berichte ein, welche 
Hinweise auf eine anhaltende Verschlechterung des psychischen Gesund-
heitszustandes belegen könnten. Abschliessend bleibt festzuhalten, dass 
im Zusammenhang mit dem vom psychiatrischen MEDAS-Gutachter erho-
benen psychischen Gesundheitsschaden resp. der diagnostizierten chroni-
schen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und der 
maximal leichten depressiven Episode bei rezidivierender depressiver 
Störung (act. II 193.1 S. 7 Ziff. 4.3, 193.3 S. 11 Ziff. 6.3), sowie der daraus 
abzuleitenden Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit ein 
gesondertes strukturiertes Beweisverfahren (vgl. BGE 143 V 418 E. 7 S. 
427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296) durch das Gericht nicht nötig ist. Ein solches 
bleibt entbehrlich, wenn – wie hier – im Rahmen beweiswertiger fachärztli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-18-

cher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise 
verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels 
fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert 
beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7 S. 228).

3.5.3 Hinsichtlich des Verlaufs des Gesundheitszustandes kamen die 
MEDAS-Gutachter zum Schluss, dass die bisher ausgeübte Tätigkeit seit 
den Rückenoperationen im September und Dezember 2020 – also noch 
vor dem Referenzzeitpunkt (vgl. E. 3.1 hiervor) – nicht mehr zumutbar ist 
(act. II 193.1 S. 9 Ziff. 4.6; vgl. auch act. II 193.3 S. 12 Ziff. 8, 193.5 S. 11 
Ziff. 8). Dies vermag jedoch nicht zu überzeugen. Abgesehen davon, dass 
diesbezüglich eine unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel unerhebliche 
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhalts vorliegen würde (BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 
E. 2.1 S. 105), erbrachte der Beschwerdeführer den Tatbeweis, dass er 
auch nach Eintritt des Gesundheitsschadens und nach den entsprechen-
den Operationen als ... bei der J.________ AG zunächst vollschichtig wei-
terarbeiten konnte (act. II 131 S. 4 Ziff. 2.3). Ab März 2022 hatte er einzel-
ne Ausfälle und blieb nach der Hospitalisation im Mai 2022 (act. II 142 S. 2 
ff.) ununterbrochen krankheitsbedingt der Arbeit fern (act. II 132.3), wobei 
sowohl seitens des behandelnden Rheumatologen Dr. med. G.________ 
(act. II 159 S. 2, 159 S. 17 f.) als auch des Neurochirurgen Dr. med. 
D.________ (act. II 159 S. 10 f.) bis auf weiteres eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit (bzw. zwischen 30. Mai bis 31. August 2022 eine 80%ige Ar-
beitsunfähigkeit) attestiert wurde. Vor diesem Hintergrund ist davon auszu-
gehen, dass die bisher ausgeübte Tätigkeit jedenfalls nicht bereits mit Be-
ginn der HWS-Beschwerden resp. den beiden Rückenoperationen im Jahr 
2020, sondern erst im Frühjahr 2022 unzumutbar wurde.

Bezüglich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
legten die MEDAS-Gutachter nachvollziehbar dar, dass es nach den Ope-
rationen im September und Dezember 2020 zu einer konsekutiven 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten während drei bis 
vier Monaten gekommen war (act. II 193.1 S. 10 Ziff. 4.7; vgl. auch 193.3 
S. 13 Ziff. 8, 193.5 S. 12 Ziff. 8). Zwar erwähnten die Gutachter nur die 
zwei Operationen aus dem Jahr 2020 explizit, es ist aber nicht zu bean-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-19-

standen und einleuchtend, dass dem Beschwerdeführer diese Rekonvales-
zenzphase 
– entsprechend dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin (act. II 205 S. 4) – 
auch nach der letzten Rückenoperation vom 11. August 2023 (act. II 175 
S. 2) zugestanden wurde.

3.6 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass in der bisher 
ausgeübten Tätigkeit seit Frühjahr 2022 keine Arbeitsfähigkeit mehr gege-
ben ist. In einer angepassten Tätigkeit besteht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit 
(ganztätig mit einer 20%igen Leistungsminderung), wobei nach der Rü-
ckenoperation im August 2023 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit von drei 
bis vier Monaten in allen Tätigkeiten bestanden hat. Diese Veränderungen 
stellen Revisionsgründe dar (vgl. E. 2.5 hiervor), womit eine freie Prüfung 
des Rentenanspruchs vorzunehmen ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 
198 E. 4b S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

Der Sachverhalt ist gestützt auf die vorliegenden Akten hinreichend erstellt, 
weshalb – entgegen dem Eventualantrag in der Beschwerde (S. 2 Ziff. I 
Ziff. 2) – keine weiteren Beweismassnahmen nötig sind (BGE 144 V 361 
E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des 
Bundesgerichts [BGer] 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Pu-
blikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-20-

4.1.2 Hinsichtlich des Invalideneinkommens präsentiert sich die Rechts-
lage bis zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach Art. 26 Abs. 6 
IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechtsunabhängige 
Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom 
statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis 
Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). So-
weit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26 bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärzt-
lich festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 
weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Fak-
toren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergän-
zend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (BGE 
150 V 410 E. 10.6 S. 439).

4.1.3 Ab 1. Januar 2024 präsentiert sich die Rechtslage hinsichtlich des 
Invalideneinkommens wie folgt:

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach Art. 26 Abs. 6 
IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechtsunabhängige 
Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Vom statistisch bestimmten 
Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-21-

aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 
20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig (Art. 26bis Abs. 3 
IVV).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). 
Vorliegend ist dem Beschwerdeführer die bisher ausgeübte Tätigkeit als ... 
seit Frühjahr 2022 nicht mehr zumutbar (vgl. E. 3.5 f. hiervor), womit das 
Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG im Frühjahr 2023 erfüllt war. Der 
genaue Zeitpunkt der Erfüllung des Wartejahres kann hier offen bleiben. 
Denn auch wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers angenommen wird, 
dass er die einjährige Wartezeit nach Ablauf der sechsmonatigen Karenfrist 
(Art. 29 Abs. 1 IVG) im März 2023 (Anmeldung zum Leistungsbezug war im 
September 2022; act. II 122) bestanden hat, besteht – zumindest ab die-
sem Zeitpunkt – kein Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 4.3.3 hiernach). 

4.3

4.3.1 Es ist unbestritten und erstellt, dass der Beschwerdeführer bei guter 
Gesundheit weiterhin als ... bei der J.________ AG tätig wäre, weshalb das 
Valideneinkommen aufgrund des zuletzt erzielten Einkommens festzuset-
zen ist. Er erzielte im Jahr 2022 ein Einkommen von monatlich Fr. 5'140.45 
(vgl. act. II 132.1 S. 1) resp. von jährlich Fr. 66'825.85 (Fr. 5'140.45 x 13) 
bei einem 100 % Pensum. Dies ergibt auf das massgebende Jahr 2023 
aufgerechnet ein Valideneinkommen von Fr. 68'296.-- (Fr. 66'825.85 : 100 
x 102.2; Bundesamt für Statistik [BFS], Nominallöhne Männer 2020 - 2023, 
Tabelle T1.1.20, Sektor 2 Produktion). 

4.3.2 Der Beschwerdeführer hat keine Verweisungstätigkeit im zumutba-
ren Rahmen aufgenommen, weshalb das hypothetische Invalideneinkom-
men gestützt auf die Tabellenlöhne (LSE 2022; vgl. BGE 150 V 67 E. 4.2 
S. 70) zu ermitteln ist (vgl. E. 4.1.2 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

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In einer angepassten Tätigkeit (leichte, wechselbelastende, überwiegend 
sitzende Tätigkeiten, ohne Exposition von Inhalationsnoxen, nur unter 
leichten körperlichen Anstrengungen, in Ein-Schicht-Arbeit, ohne Arbeiten 
auf Leitern und Gerüsten, ohne Arbeiten an sich drehenden Maschinen, 
ohne Arbeiten in Zwangshaltung, ohne Arbeiten unter extremen Tempera-
turschwankungen) besteht eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
(vgl. E. 3.5 f. hiervor). Dieses medizinisch-theoretische Zumutbarkeitsprofil 
ist – entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 8 ff. BS 4 lit. d ff.) – 
verwertbar. Denn das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumut-
barerweise erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient 
dazu, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Ar-
beitslosenversicherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist 
gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und 
Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster 
Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen 
und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 
Einsatzes. Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- 
und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entge-
genkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht 
von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur 
Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten ob-
jektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An 
die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind 
jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu 
stellen (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 
IV Nr. 21 S. 65, 8C_458/2018 E. 4.2). Vorliegend wurde das medizinische 
Zumutbarkeitsprofil nicht derart eingeschränkt formuliert, dass davon aus-
gegangen werden muss, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt beständen 
keine entsprechenden Tätigkeiten mehr (vgl. SVR 2019 IV Nr. 21 S. 65, 
8C_458/2018 E. 4.2). Vielmehr existiert ein genügend breites Spektrum an 
zumutbaren Verweistätigkeiten, so z.B. einfache Kontroll-, Überwachungs-, 
Sortier- und Verpackungstätigkeiten sowie leichte Montagearbeiten, die 
dem Fähigkeitsprofil des Beschwerdeführers ohne weiteres entsprechen. 
Diese Berufsfelder erfordern in der Regel keine intellektuellen Fähigkeiten 
oder Sprachkenntnisse; auch eine lange Einarbeitungszeit dürfte meist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

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wegfallen (vgl. Urteil des BGer 9C_574/2019 vom 16. Oktober 2019 
E. 2.2 f.). Zudem besteht nach wie vor eine vollzeitliche Arbeitsfähigkeit 
(mit einer 20%igen Leistungsminderung). Auch die Tatsache, dass der Be-
schwerdeführer während seines ganzen Berufslebens als ... tätig war (Be-
schwerde S. 9 lit. f), lässt nicht auf Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähig-
keit schliessen. Aufgrund der Schadenminderungspflicht ist ein Berufs-
wechsel ohne weiteres zumutbar. Dies gilt auch, wenn es um den Wechsel 
von einer seit Jahren ausgeübten Erwerbstätigkeit zu einer bei der beste-
henden körperlichen Beeinträchtigung unter Umständen besser geeigneten 
Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder gar um die Aufgabe 
einer als selbstständig Erwerbender ausgeübten Betätigung mit eigenem 
Betrieb geht (SVR 2018 IV Nr. 61 S. 196, 9C_36/2018 E. 4.2, 2017 UV 
Nr. 45 S. 155, 8C_13/2017 E. 3.3.1). Ebenfalls steht das Alter einer Ver-
wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht entgegen (Beschwerde S. 9 lit. f). 
Der Beschwerdeführer war zum Zeitpunkt der Erstellung des MEDAS-
Gutachtens im April 2024 (act. II 193.1), auf den es hinsichtlich der Frage 
der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter 
grundsätzlich ankommt (BGE 146 V 16 E. 7.1 S. 25, 138 V 457 E. 3.2 
S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 19, 8C_759/2018 E. 7.1 
und Nr. 44 S. 155, 9C_644/2019 E. 4.2), 58 Jahre (act. II 122 S. 1 Ziff. 1) 
alt. Damit verblieb ihm noch eine Aktivitätsdauer von rund sieben Jahren. 
Diesbezüglich ist hervorzuheben, dass Hilfsarbeiten auf dem massgeben-
den ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden 
(BGE 146 V 16 E. 7.2.1 S. 26). 

Dementsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
das Invalideneinkommen gestützt auf das Total des Kompetenzniveaus 1 
ermittelt hat (act. II 205 S. 4). Der massgebliche monatliche Bruttolohn für 
Männer beträgt Fr. 5'305.--. An die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 
41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschafts-
abteilungen, Total) angepasst, auf das Jahr 2023 aufgerechnet und unter 
Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 80 % resultiert daraus ein Invali-
deneinkommen von Fr. 53'992.-- (Fr. 5'305.--: 40 x 41.7 x 12 : 100.3 x 102 
[BFS, Nominallöhne Männer 2020 - 2023, Tabelle T1.1.20, Total] x 0.8) im 
Jahr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

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Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor) ist hier nicht gerechtfer-
tigt und wurde von der Beschwerdegegnerin auch nicht vorgenommen 
(act. II 205 S. 4). Die vorausgesetzte Schwelle einer mindestens 50%igen 
Arbeitsunfähigkeit für einen Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit gemäss 
Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fas-
sung) wird vorliegend nicht erreicht. Sodann besteht auch kein weiterer 
Korrekturbedarf im Sinne der bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze (vgl. 
dazu BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV 
Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3; vgl. E. 4.1.2 in fine hiervor). Die medi-
zinisch bedingten Einschränkungen wurden bereits mit der Einschätzung 
der funktionellen Leistungsfähigkeit durch die MEDAS-Gutachter bzw. mit 
deren definierten Zumutbarkeitsprofil hinreichend berücksichtigt (vgl. 
E. 3.5 f. hiervor) und dürfen daher – entgegen der Auffassung in der Be-
schwerde (S. 10 BS 5 lit. c) – nicht nochmals in die Bemessung mittels ei-
nes leidensbedingten Abzugs einfliessen. Zudem rechtfertigt praxisgemäss 
eine Leistungseinschränkung bei einer ganztags ausübbaren Verweisungs-
tätigkeit keinen Abzug vom Tabellenlohn. Auch die übrigen Faktoren (Alter 
und Dienstjahre) vermögen keinen Abzug zu begründen. Da Hilfsarbeiten 
auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt al-
tersunabhängig nachgefragt werden, wirkt sich der Faktor Alter nicht (zwin-
gend) lohnsenkend, sondern im Kompetenzniveau 1 sogar lohnerhöhend 
aus (Urteil des BGer 8C_14/2017 vom 15. März 2017 E. 6.3). Weiter gilt es 
zu beachten, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor ab-
nimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist. Mit Blick auf das Kompe-
tenzniveau 1 kommt dem Umstand, dass der Beschwerdeführer im Rah-
men einer Verweistätigkeit keine Dienstjahre und kein Erfahrungswissen 
aufweist, keine relevante Bedeutung zu (vgl. hierzu u.a. Urteil des BGer 
8C_699/2017 vom 26. April 2018 E. 3.2).

4.3.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein gerundeter (vgl. zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1) IV-Grad von 21 % 
([Fr. 68'296.-- ./. Fr. 53'992.--] / Fr. 68'296.-- x 100). Folglich besteht kein 
Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

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4.4 Ab August 2023 ist aufgrund der eingetretenen Verschlechterung 
des (somatischen) Gesundheitszustandes (Rückenoperation vom 11. Au-
gust 2023; act. II 175 S. 2) ein Revisionsgrund gegeben (vgl. 2.6.2 hiervor), 
welcher unmittelbar zu berücksichtigen ist (vgl. Urteil des BGer 
8C_257/2022 vom 21. Februar 2023 E. 6.5.3). Bei einer vollständigen Ar-
beitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten (vgl. E. 3.5 f. hiervor) besteht 
somit ab 1. August 2023 ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente (vgl. E. 2.2 
hiervor).

4.5 Ab Dezember 2023 besteht in einer angepassten Tätigkeit wieder-
um eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit (vgl. E. 3.5 f. hiervor). Die-
se gesundheitliche Verbesserung stellt einen weiteren Revisionsgrund dar, 
welcher nach drei Monaten (1. März 2024) zu berücksichtigen ist (Art. 88a 
Abs. 1 IVV). Somit ist eine neue Invaliditätsbemessung durchzuführen. 

4.5.1 Das Valideneinkommen ist weiterhin auf Fr. 68'296.-- festzusetzen 
(vgl. E. 4.3.1 hiervor).

4.5.2 Das Invalideneinkommen ist unter Berücksichtigung der 80%igen 
Arbeitsfähigkeit auf Fr. 53'992.-- (vgl. E. 4.3.2 hiervor) festzusetzen. Ein 
zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn ist hier weiterhin nicht gerechtfertigt 
(vgl. E. 4.3.2 hiervor) und wurde auch nicht vorgenommen.

4.5.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein gerundeter IV-Grad von 21 % ([Fr. 68'296.-- ./. Fr. 53'992.--] / 
Fr. 68'296.-- x 100). Folglich besteht kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente 
(vgl. E. 2.2 hiervor), weshalb der Rentenanspruch auf Ende Februar 2024 
zu befristen ist. 

4.6 Der ab Januar 2024 anwendbare Pauschalabzug von 10 % (vgl. 
E. 4.1.3 hiervor) ändert am Ergebnis nichts. Bei einem Invalideneinkommen 
von Fr. 48'593.-- (Fr. 53'992.-- x 0.9) ergibt sich ein rentenausschliessender 
IV-Grad von gerundet 29 % ([Fr. 68'296.-- {vgl. E. 4.5.1 hiervor} ./. 
Fr. 48'593.--] / Fr. 68'296.-- x 100).

5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

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Schliesslich bleibt zu prüfen, ob die Aufhebung der befristet zugesproche-
nen Rente ohne vorgängige Durchführung von Eingliederungsmassnahmen 
erfolgen durfte. Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist 
bei Personen, deren Rente revisions- oder wiedererwägungsweise herab-
gesetzt oder aufgehoben werden soll und die während mindestens fünf-
zehn Jahren eine Rente bezogen oder – wie hier – das 55. Altersjahr 
zurückgelegt haben, trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungs-
fähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente auszurichten, bis mit Hilfe medi-
zinisch-rehabilitativer und/oder beruflich-erwerblicher Massnahmen das 
theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden kann, weil in jedem 
Einzelfall feststehen muss, dass die (wiedergewonnene) Erwerbsfähigkeit 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (erneut) verwertbar ist (vgl. BGE 145 
V 209 E. 5.1 S. 211, 141 V 5 E. 4.1 S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 120, 
8C_680/2018 E. 5.2, 2016 IV Nr. 27 S. 80, 8C_19/2016 E. 5.1, 2011 IV 
Nr. 30 S. 86, 9C_163/2009 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 220, 9C_228/2010 
E. 3.3). Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen vor Rentenaufhe-
bung setzt Eingliederungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähig-
keit voraus; fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungs-
massnahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
durchgeführt werden müsste (SVR 2024 IV Nr. 8 S. 34, 9C_593/2023 
E. 4.1, 2022 IV Nr. 6 S. 17, 9C_84/2021 E. 3.2.2, 2019 IV Nr. 3 S. 6, 
8C_145/2018 E. 7). Zwar war der Beschwerdeführer im Verfügungszeit-
punkt über 55 Jahre alt. Wie die Beschwerdegegnerin jedoch zutreffend 
festhielt (Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 10), äusserte er im Rahmen der Be-
gutachtung jedoch mehrfach, dass er sich die Aufnahme einer Tätigkeit 
nicht vorstellen kann (vgl. act. II 193.3 S. 5 und 15, 193.6 S. 6, 193.7 S. 7). 
Zudem gab er im Standortgespräch mit der Beschwerdegegnerin vom 
8. April 2024 unmissverständlich an, dass er sich absolut nicht in der Lage 
sehe zu arbeiten und die Rentenprüfung wünsche (act. II 189 S. 2). Bei 
dieser Ausgangslage fehlt es am Eingliederungswillen, weshalb die Ren-
tenaufhebung resp. die befristete Rentenzusprache vorgängig ohne Ge-
währung von Eingliederungsmassnahmen erfolgen konnte.

6.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

-27-

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstan-
den und die hiergegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

7.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. März 2025, IV 200 2024 762

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Replik vom 28. Februar 2025)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.