# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f4cae18-bc79-5c06-9ef1-881a957b6fab
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Handelsgericht 18.09.2025 HSU.2025.40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_009_HSU-2025-40_2025-09-18.pdf

## Full Text

Handelsgericht 

2. Kammer 

 

HSU.2025.40 / lw / mv  
  

 

Entscheid vom 18. September 2025 
 
 

Besetzung  Oberrichter Vetter, Präsident  

Gerichtsschreiber Wendt  

 

 
   

Gesuchstellerin   N. GmbH, ___________ 

vertreten durch lic. iur. Daniel Santini, Rechtsanwalt, Oberdorfstrasse 28, 

Postfach, 5703 Seon  

 

  
   

Gesuchsgegne-

rin  

 R. AG, _____________ 

vertreten durch LL.M. David Grimm, Advokatur Grimm AG, Rechtsanwalt, 

Hauptstrasse 45, Postfach 111, 5070 Frick  

 

  
 

Gegenstand  Summarisches Verfahren betreffend superprovisorische Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Der Präsident entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Gesuchstellerin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz 

in M. (AG). Sie hat im Wesentlichen […] zum Zweck (Gesuchsbeilage [GB] 

2). 

 

2. 

Die Gesuchsgegnerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in S. (AG). Sie 

bezweckt insbesondere […] (GB 3). 

 

Die Gesuchsgegnerin ist Alleineigentümerin des Grdst.-Nr. 1234 GB S. (E-

GRID: CH13452345453). 

 

3. 

Mit Gesuch vom 5. September 2025 (Postaufgabe: 5. September 2025) 

stellte die Gesuchstellerin die folgenden Rechtsbegehren: 

  

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4.  

Am 8. September 2025 erliess der Präsident folgende Verfügung: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5. 

Mit Gesuchsantwort vom 18. September 2025 stellte die Gesuchsgegnerin 

folgende Rechtsbegehren: 

 

" 1. 
 Es sei das Gesuch abzuweisen 
 
 2. 
 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. und Aus-

lagen." 

 

  

1. 

Der Eingang des Gesuchs vom 5. September 2025 wird den Parteien be-

stätigt. 

 

2. 

Das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen vom 5. Septem-

ber 2025 wird abgewiesen. 

 

3. 

Die Gesuchstellerin hat mit beiliegendem Einzahlungsschein bis zum 

19. September 2025 einen Gerichtskostenvorschuss von Fr. 1'025.00 an 

die Obergerichtskasse zu bezahlen (Art. 98 ZPO i.V.m. Art. 101 ZPO). 

 

4. 

Der Gesuchsgegnerin wird Frist bis 19. September 2025 für die Erstat-

tung einer schriftlichen Antwort angesetzt.  

 

5. 

Fristerstreckungen werden grundsätzlich nicht gewährt. Ausnahmsweise 

ist eine Fristerstreckung beim Vorliegen zureichender Gründe möglich (Art. 

144 Abs. 2 ZPO). Als solche gelten die Zustimmung der Gegenpartei oder 

von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beeinflussbare Hinderungs-

gründe. 

 

6. 

Der Stillstand der Fristen gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO gilt nicht (Art. 145 

Abs. 2 lit. b ZPO). 

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Der Präsident zieht in Erwägung: 

 

1. Zuständigkeit 

1.1. Örtliche Zuständigkeit 

Bei der vorläufigen Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts handelt 

es sich um einen Anwendungsfall des vorsorglichen Rechtsschutzes i.S.v. 

Art. 261 ff. ZPO.1 Für den Erlass superprovisorischer und vorsorglicher 

Massnahmen ist deshalb das Gericht am Ort, an dem die Zuständigkeit für 

die Hauptsache gegeben ist oder am Ort, wo die Massnahme vollstreckt 

werden soll, zwingend örtlich zuständig (Art. 13 ZPO). Für Klagen auf Er-

richtung gesetzlicher Pfandrechte ist das Gericht am Ort, an dem das 

Grundstück im Grundbuch aufgenommen ist, zuständig (Art. 29 Abs. 1 lit. c 

ZPO). Das Grundstück der Gesuchsgegnerin, auf welchem der Gesuch-

steller ein Bauhandwerkerpfandrecht vorläufig eintragen lassen will, befin-

det sich in S. (GB 4). Die örtliche Zuständigkeit der aargauischen Gerichte 

ist gegeben. 

 

1.2. Sachliche Zuständigkeit 

Die sachliche Zuständigkeit des Einzelrichters am Handelsgericht für den 

Erlass superprovisorischer und vorsorglicher Massnahmen ergibt sich aus 

Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 6 Abs. 5 ZPO und § 13 Abs. 1 lit. a EG ZPO 

AG, da die geschäftliche Tätigkeit mindestens einer Partei betroffen ist, der 

behauptete Streitwert von Fr. 103'283.25 die Streitwertgrenze von Art. 6 

Abs. 1 lit. b ZPO überschreitet und die Parteien im schweizerischen Han-

delsregister eingetragen sind.  

 

2. Allgemeine Voraussetzungen der vorläufigen Eintragung 

2.1. 

Die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts setzt im Wesentlichen 

die Forderung eines Bauhandwerkers oder Unternehmers für die Leistung 

von Arbeit und allenfalls von Material zugunsten des zu belastenden 

Grundstücks sowie die Wahrung der viermonatigen Eintragungsfrist voraus 

(Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 und 839 Abs. 2 ZGB). 

 

2.2. 

Die Eintragungsvoraussetzungen sind im Verfahren betreffend vorläufige 

Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts lediglich glaubhaft zu ma-

chen. An diese Glaubhaftmachung werden zudem weniger strenge Anfor-

derungen gestellt, als es diesem Beweismass für vorsorgliche Massnah-

men (Art. 261 ff. ZPO) sonst entspricht.2 Die vorläufige Eintragung darf nur 

verweigert werden, wenn der Bestand des Pfandrechts ausgeschlossen 

oder höchst unwahrscheinlich erscheint. Im Zweifelsfall, bei unklarer 

 
1  BGE 137 III 563 E. 3.3. 
2  BGE 137 III 563 E. 3.3, 86 I 265 E. 3; vgl. auch SCHUMACHER/REY, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 

4. Aufl. 2022, N. 1533 ff.; BSK ZGB II-THURNHERR, 7. Aufl. 2023, Art. 839/840 N. 37. 

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Beweis- oder Rechtslage, ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen und 

die Entscheidung dem Richter im ordentlichen Verfahren zu überlassen.3 

Letztlich läuft es darauf hinaus, dass der gesuchstellende Unternehmer nur 

die blosse Möglichkeit eines Anspruchs auf ein Bauhandwerkerpfandrecht 

nachzuweisen hat.4 

 

3. Pfandsumme und Verzugszinsen 

Die Behauptung der Gesuchstellerin, sie habe auf dem Grundstück der Ge-

suchsgegnerin pfandberechtigte Arbeiten i.S.v. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB 

erbracht und daraus sei derzeit eine Forderung in Höhe von Fr. 53'992.00 

gegenüber der N. GmbH in Liquidation fällig, wurde von der Gesuchsgeg-

nerin nicht bestritten. Nicht bestritten wurde auch der von der Gesuchstel-

lerin behauptete Verzugszinsanspruch von 5 % seit 23. Januar 2025. 

 

Die Pfandsumme von Fr. 53'992.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23. Januar 

2025 kann der Gesuchstellerin daher zugesprochen werden. 

 

4. Eintragungsfrist 

4.1. Parteibehauptungen 

4.1.1. Gesuchstellerin 

Die Gesuchstellerin behauptet, sie habe im Zusammenhang mit dem Neu-

bau des  s in S. mit der N. GmbH in Liquidation als Subunternehmerin im 

November und Dezember 2024 mündlich Werkverträge über Aussenbe-

lagsarbeiten (Tragschichten und Deckbelag) abgeschlossen. Die Arbeiten 

seien in zwei Etappen im November/Dezember 2024 ausgeführt worden. 

Sie würden eine funktionelle Einheit darstellen. Der abschliessende Deck-

belag (feinkörnige Teerschicht) der zweiten Etappe sei jedoch noch nicht 

eingebaut worden (Gesuch Ziff. 2.1, GB 6-10). Da sich die N. GmbH in Li-

quidation mit ihren Abschlagszahlungen in Verzug befand, habe die Ge-

suchstellerin während der Ausführung der 2. Etappe ab 10. Dezember 

2024 die weiteren Arbeiten einstellen müssen. Nach der letzten Teilzahlung 

vom 25. April 2025 habe die N. GmbH in Liquidation der Gesuchstellerin 

fortlaufend die Bezahlung der fälligen und offenen Rechnungen zugesi-

chert. Diese Zahlungen seien jedoch nicht erfolgt, so dass die Gesuchstel-

lerin der N. GmbH in Liquidation mit Mahnschreiben vom 16. Juni 2025 eine 

letzte Zahlungsfrist angesetzt und den Rücktritt vom Werkvertrag ange-

droht habe. Die N. GmbH in Liquidation habe dieses Mahnschreiben bei 

der Post jedoch nicht abgeholt. Darauf habe die Gesuchstellerin ihre noch 

ausstehenden Arbeiten, nämlich den Einbau des Deckbelags auf Strasse 

und Parkplatz, per 27. Juni 2025 definitiv eingestellt. Mit Einschreiben vom 

4. September 2025 habe die Gesuchstellerin formell ihren Rücktritt vom 

Werkvertrag mit der N. GmbH in Liquidation erklärt (Gesuch Ziff. 5; GB 12 

 
3  BGE 86 I 265 E. 3, 102 Ia 81 E. 2b.bb; BGer 5A_426/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 3.4, 5A_924/2014 

vom 7. Mai 2015 E. 4.1.2; SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1533. 
4  SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 719; VETTER/CARBONARA, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 2023, 

N. 51 f. 

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und 13). Die Viermonatsfrist von Art. 839 Abs. 2 ZGB habe frühestens am 

Tag nach der Zustellung der postalischen Nichtabholmeldung der Mahnung 

mit Rücktrittsandrohung der Gesuchstellerin und damit am 27. Juni 2025 

zu laufen begonnen (Gesuch Ziff. 6; GB 12). 

 

4.1.2. Gesuchsgegnerin 

Die Gesuchstellerin müsse ihre allerletzten Arbeiten spätestens am 8. De-

zember 2024 ausgeführt haben. Dies ergebe sich aus der Rechnung vom 

8. Dezember 2024. Danach seien nachvollziehbarerweise keine weiteren 

Arbeiten mehr ausgeführt worden. Die Viermonatsfrist von Art. 839 Abs. 2 

ZGB beginne mit den letzten ausgeführten Arbeiten und nicht mit einem 

allfälligen späteren Rücktritt zu laufen. Der Anspruch der Gesuchstellerin 

auf Eintragung eines Grundpfandrechts sei daher verwirkt (Antwort 

Rz. 7 ff.; GB 8). Zudem handle es sich bei den verfahrensgegenständlichen 

Arbeiten um zwei Etappen. Die erste Etappe sei bereits im November 2024 

abgeschlossen worden. Hierfür liefe ohnehin eine separate Viermonatsfrist 

(Antwort Rz. 13). Schliesslich habe die Gesuchstellerin weder behauptet 

noch substantiiert, welche Arbeiten sie an welchem Tag erbracht haben soll 

(Antwort Rz. 15). 

 

4.2. Rechtliches 

Die Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts muss bis spätestens vier 

Monate nach der Arbeitsvollendung erfolgen, andernfalls verwirkt der An-

spruch (Art. 839 Abs. 2 ZGB).5 Die Eintragungsfrist berechnet sich nach 

Art. 7 ZGB i.V.m. Art. 77 Abs. 1 Ziff. 3 i.V.m. Abs. 2 OR. Sie endet somit an 

demjenigen Tag des letzten Monats, der durch seine Zahl dem Tag der 

Arbeitsvollendung entspricht.6 Bei der Viermonatsfrist von Art. 839 Abs. 2 

ZGB handelt es sich um eine Spätestensfrist. Der Anspruch der Gesuch-

stellerin auf Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts entsteht bereits ab 

dem Zeitpunkt, in dem sich die Handwerker und Unternehmer zur Arbeits-

leistung verpflichtet haben.7 

 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 839 Abs. 2 ZGB gel-

ten Bauarbeiten grundsätzlich dann als vollendet, wenn alle Verrichtungen, 

die Gegenstand des Werkvertrages bilden, ausgeführt sind. Nicht in Be-

tracht fallen dabei geringfügige oder nebensächliche, rein der Vervoll-

kommnung dienende Arbeiten oder Ausbesserungen wie der Ersatz gelie-

ferter, aber fehlerhafter Teile oder die Behebung anderer Mängel. Gering-

fügige Arbeiten gelten aber dann als Vollendungsarbeiten, wenn sie uner-

lässlich sind; insoweit werden Arbeiten weniger nach quantitativen als viel-

mehr nach qualitativen Gesichtspunkten gewürdigt.8 

 

 
5  BGE 126 III 462 E. 4c.aa; BSK ZGB II-THURNHERR (Fn. 2), Art. 839/840 N. 29. 
6  BSK ZGB II-THURNHERR (Fn. 2), Art. 839/840 N. 31a.  
7  SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1048 ff. 
8  BGer 5A_613/2015 vom 22. Januar 2016 E. 4 m.w.N. 

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Weiter tritt der Fristenlauf gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

auch vor der Vollendung der geschuldeten Arbeiten ein, wenn der Unter-

nehmer oder der Besteller den Vertrag vorzeitig auflösen,9 wobei es seitens 

des Unternehmers genügt, wenn er die Arbeit endgültig einstellt.10 Daraus 

folgt, dass die Eintragungsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB ihren Lauf 

grundsätzlich noch nicht mit Eintritt des Schuldnerverzugs des Unterneh-

mers nimmt,11 da die Vertragsauflösung neben dem Schuldnerverzug (von 

Ausnahmen nach Art. 108 OR abgesehen) auch dem Ansetzen einer Nach-

frist sowie einer Rücktrittserklärung bedarf (Art. 107 OR). Demzufolge läuft 

die Eintragungsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB vor Arbeitsvollendung all-

gemein nur mit einem rechtsgültigen Rücktritt vom Vertrag.12 

 

Werden auf der Grundlage verschiedener Werkverträge mehrere, zeitlich 

gestaffelte Leistungen erbracht, so stellt sich die Frage, wann deren frist-

auslösende Vollendung anzunehmen ist. Dabei kommt es entscheidend 

darauf an, ob diese Leistungen eine Einheit bilden. Denn wiederholt gleiche 

oder gleichartige Bauleistungen des gleichen Unternehmens bilden in ihrer 

Gesamtheit eine einzige, spezifische Bauarbeit und unterliegen einem ein-

heitlichen Fristenlauf. Eine Einheit zwischen zeitlich gestaffelten Bauleis-

tungen ist dann anzunehmen, wenn zwischen diesen ein innerer Zusam-

menhang besteht.13 Vorausgesetzt ist, dass die verschiedenen Bauleistun-

gen in wirtschaftlicher und tatsächlicher Hinsicht ein Ganzes bilden.14 Ob 

formell getrennte Werkverträge abgeschlossen wurden, spielt keine Rolle, 

kommt es doch nicht auf die oft eher zufällige Anzahl von Werkverträgen 

an, sondern darauf, ob zwischen den fraglichen Leistungen ein enger Kon-

nex vorhanden ist.15 Zur Beurteilung, ob zwei Bauleistungen eine funktio-

nelle Einheit bilden, kann der Begriff der Arbeitsgattung herangezogen wer-

den, der freilich unscharfer Natur ist.16 

 

Grundsätzlich hat der Unternehmer, welcher für mehrere Bauwerke auf ver-

schiedenen Grundstücken arbeitete, die Eintragungsfrist für jedes Grund-

stück gesondert einzuhalten. Die Frist beginnt deshalb für jedes Grund-

stück bzw. Bauwerk mit der Vollendung der dafür geleisteten Arbeiten se-

parat zu laufen, trotz einer allfälligen einheitlichen Vergebung in einem ein-

zigen Werkvertrag. Indessen gilt ausnahmsweise auch für mehrere Bau-

werke auf verschiedenen Grundstücken ein einheitlicher Fristbeginn, wenn 

 
9  BGE 120 II 389 = Pra 84 (1995) Nr. 199 E. 1a und b, 102 II 206 = Pra 65 (1976) Nr. 220 E. 1a. 
10  BGer 5A_683/2010 vom 15. November 2011 E. 4.1; SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1117. 
11  Differenziert SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1124 ff. 
12  BGE 120 II 389 = Pra 84 (1995) Nr. 199 E. 1a und b, 102 II 206 = Pra 65 (1976) Nr. 220 E. 1a. 
13  BGer 5C.232/2001 vom 19. November 2001 E. 3a. 
14  BGer 5A_282/2016 vom 17. Januar 2017 E. 7.1. 
15  BGer 5C.232/2001 vom 19. November 2001 E. 3a. 
16  SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1173. 

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die Bauwerke oder die Arbeiten bzw. Leistungen hierzu eine funktionelle 

Einheit bilden und die Bauarbeiten in einem Zug ausgeführt worden sind.17 

 

4.3. Würdigung 

Es ist vorliegend unbestritten, dass die Gesuchstellerin ihre Arbeiten in S. 

in zwei Etappen ausführte: Die erste Etappe im November 2024 und die 

zweite Etappe im Dezember 2024 (vgl. GB 7 und 8). Die Arbeiten beider 

Etappen wurden sowohl auf dem Grdst.-Nr. 1234 GB S. der Gesuchsgeg-

nerin als auch dem Grdst.-Nr. 5678 GB S. der S. AG ausgeführt (vgl. Ge-

such Ziff. 4). Damit ist für die Arbeiten auf beiden dieser Grundstücke von 

einem einheitlichen Fristbeginn auszugehen. Aufgrund der Vorbringen der 

Gesuchstellerin ist glaubhaft gemacht, dass die Arbeitsleistungen der Ge-

suchstellerin eine Einheit bilden. Der sog. funktionelle Zusammenhang ist 

damit zu bejahen. 

 

Es ist auch unbestritten, dass die zweite Etappe nicht abgeschlossen und 

die Gesuchstellerin erst mit Schreiben vom 4. September 2025 an die N. 

GmbH in Liquidation (GB 13) formell von den Werkverträgen zurückgetre-

ten ist. Gemäss ihrer Behauptungen hat die Gesuchstellerin jedoch bereits 

am Folgetag (27. Juni 2025) nach Erhalt der Rücksendung ihres Schrei-

bens vom 16. Juni 2025 an die N. GmbH in Liquidation (GB 12) die noch 

ausstehenden Arbeiten definitiv eingestellt. Folglich begann der Fristenlauf 

der Viermonatsfrist von Art. 839 Abs. 2 ZGB am 27. Juni 2025 zu laufen, 

so dass diese Eintragungsfrist noch nicht verstrichen ist. 

 

5. Ergebnis 

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen für die vorläufige 

Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts für eine Pfandsumme von 

Fr. 53'992.00 zuzüglich Zins zu 5 % ab 23. Januar 2025 erfüllt sind und das 

Grundbuchamt Zofingen anzuweisen ist, die vorläufige Eintragung des be-

antragten Bauhandwerkerpfandrechts vorzunehmen. 

 

6. Prosequierung 

Ist eine Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts 

noch nicht rechtshängig, ist der gesuchstellenden Partei nach Art. 263 ZPO 

eine Frist zur Einreichung der Klage mit der Androhung anzusetzen, dass 

die Vormerkung der vorläufigen Eintragung im Grundbuch bei ungenutztem 

Ablauf der Frist ohne weiteres und ersatzlos gelöscht werde.18 Die Prose-

quierungsfrist beträgt nach handelsgerichtlicher Praxis bei Fällen der vor-

liegenden Grösse rund drei Monate. Der Fristenstillstand gemäss Art. 145 

Abs. 1 ZPO ist bei der Prosequierungsfrist nach Art. 263 ZPO i.V.m. 

Art. 961 Abs. 3 ZGB ausgeschlossen.19  

 
17  SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1192 ff.; BSK ZGB II-THURNHERR (Fn. 2), Art. 839/840 N. 30; 

BRITSCHGI, Das belastete Grundstück beim Bauhandwerkerpfandrecht, 2008, S. 55 f. 
18  SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1663 ff. 
19  BGE 143 III 554 E. 2.5.2 m.w.N.; vgl. auch SCHUMACHER/REY (Fn. 2), N. 1670. 

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7. Prozesskosten 

7.1. 

Die Prozesskosten, bestehend aus Gerichtskosten und Parteientschädi-

gung, werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 95 Abs. 1 und 

Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ausgangsgemäss sind sie von der Gesuchsgegnerin 

zu tragen. 

 

7.2. 

Unter Berücksichtigung des verursachten Aufwands sowie des Umfangs 

der Streitigkeit werden die Gerichtskosten auf Fr. 2'000.00 festgesetzt (§ 8 

GebührD; SAR 662.110). Dementsprechend wird der Gesuchstellerin der 

von ihr geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'025.00 zurücker-

stattet und die Gerichtskosten sind von der Gesuchsgegnerin nachzufor-

dern (Art. 111 Abs. 1 ZPO).  

 

7.3. 

Die Gesuchsgegnerin hat der Gesuchstellerin zudem eine Parteientschä-

digung zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Parteientschädigung wird 

nach dem Streitwert – vorliegend Fr. 53'992.00 – bemessen (vgl. § 3 AnwT; 

SAR 291.150). Ausgehend von einer Grundentschädigung von rund 

Fr. 8'929.28 (§ 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 5 AnwT) resultiert nach Vornahme eines 

Summarabzugs von 75 % (§ 3 Abs. 2 AnwT) ein Betrag von Fr. 2'232.32. 

Damit sind insbesondere eine Rechtsschrift und die Teilnahme an einer 

behördlichen Verhandlung abgegolten (vgl. § 6 Abs. 1 AnwT). Nach einem 

weiteren Abzug von 20 % wegen der nicht durchgeführten Verhandlung 

(§ 6 Abs. 2 AnwT), resultiert ein Betrag in Höhe von Fr. 1'785.85. Nach Hin-

zurechnung einer Auslagenpauschale (§ 13 Abs. 1 AnwT) von praxisge-

mäss 3 % resultiert ein Betrag in Höhe von gerundet Fr. 1'840.00, den die 

Gesuchsgegnerin der Gesuchstellerin als Parteientschädigung zu bezah-

len hat. 

 

Dem gesuchstellerischen Antrag auf Zusprechung des Mehrwertsteuerzu-

schlags ist nicht zu entsprechen. Die Gesuchstellerin ist gemäss UID-Re-

gister20 selber mehrwertsteuerpflichtig. Sie kann die ihrem Anwalt bezahlte 

Mehrwertsteuer als Vorsteuer von ihrer eigenen Mehrwertsteuerrechnung 

in Abzug bringen (Art. 28 MWSTG).21 Die Mehrwertsteuer stellt somit kei-

nen zusätzlichen Kostenfaktor dar und ist bei der Bemessung der Partei-

entschädigung deshalb nicht zu berücksichtigen. 

 

 
20  Vgl. <https://www.uid.admin.ch/[...]> (zuletzt besucht am 18. September 2025). 
21  Vgl. Merkblatt zur Frage der Berücksichtigung der Mehrwertsteuer bei der Bemessung der Partei-

entschädigung der Gerichte des Kantons Aargau vom 11. Januar 2016: <https://www.ag.ch/me-
dia/kanton-aargau/jb/dokumente/obergericht/handelsgericht/merkblatt-mwst.pdf> (zuletzt besucht 
am 18. September 2025). 

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7.4. 

Eine abweichende Verlegung der Prozesskosten im allenfalls vor Handels-

gericht stattfindenden Hauptprozess im ordentlichen Verfahren oder auf-

grund separater Verfügung im vorliegenden Verfahren bleibt vorbehalten. 

 

 
   

Der Präsident erkennt: 

 

1. 

In Gutheissung des Gesuchs vom 5. September 2025 wird der Gesuch-

stellerin die Vormerkung einer vorläufigen Eintragung eines Bauhand-

werkerpfandrechts gemäss Art. 837/839 i.V.m. Art. 961 ZGB auf dem 

Grundstück der Gesuchsgegnerin, Grdst.-Nr. 1234 GB S. (E-GRID: 

CH13452345453), für eine Pfandsumme von Fr. 53'992.00 zuzüglich Zins 

zu 5 % seit 23. Januar 2025 bewilligt. 

 

2. 

Das Grundbuchamt Q. wird angewiesen, die Vormerkung gemäss vorste-

hender Dispositiv-Ziff. 1 sofort einzutragen. 

 

3. 

3.1. 

Die Gesuchstellerin hat bis zum 18. Dezember 2025 beim zuständigen 

Gericht im ordentlichen Verfahren Klage auf definitive Eintragung des Bau-

handwerkerpfandrechts anzuheben. 

 

3.2. 

Im Säumnisfall fällt die in der vorstehenden Dispositiv-Ziff. 1 angeordnete 

vorsorgliche Massnahme dahin, wobei die Vormerkung im Grundbuch nur 

auf entsprechendes Gesuch hin gelöscht wird. 

 

3.3. 

Es gilt kein Stillstand der Fristen. 

 

4. 

4.1. 

Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 2'000.00 sind von der 

Gesuchsgegnerin zu tragen. Der von der Gesuchstellerin geleistete Kos-

tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'025.00 wird dieser zurückerstattet und 

die Gerichtskosten sind von der Gesuchsgegnerin nachzufordern. 

 

4.2. 

Die Gesuchsgegnerin hat der Gesuchstellerin deren Parteikosten in rich-

terlich festgesetzter Höhe von Fr. 1'840.00 zu ersetzen. 

 

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4.3. 

Eine abweichende Verlegung der Prozesskosten mittels separater Verfü-

gung oder im ordentlichen Verfahren bleibt vorbehalten, falls dieses vor 

dem Handelsgericht stattfindet. 

 
   

Zustellung an: 

− die Gesuchstellerin (Vertreter; zweifach mit Abrechnung und Doppel 

der Antwort vom 18. September 2025 [inkl. Beilagen]) 

− die Gesuchsgegnerin (Vertreter; zweifach mit Einzahlungsschein) 

 

Zustellung an: 

− das Grundbuchamt Zofingen (vorab per E-Mail: gbaq@ag.ch)  

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., 

Art 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröff-

nung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweize-

rischen Bundesgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte elekt-

ronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 

darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige 

Rechte (Art. 98 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als 

Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 18. September 2025 

 

Handelsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Vetter Wendt 

 

 

 

mailto:gbaq@ag.ch

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