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**Case Identifier:** 10b7a6fb-f66b-5d87-bdaa-b2ae511a9797
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.09.2025 100 2023 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-18_2025-09-05.pdf

## Full Text

100.2023.18U
NYR/BIM/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. September 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Nyffenegger
Gerichtsschreiberin Bickel

A.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
Beschwerdeführerin

gegen

1. B.________
2. C.________
beide vertreten durch Rechtsanwältin … und Fürsprecher …
Beschwerdegegner

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Matten bei Interlaken
Baubewilligungsbehörde, Baumgartenstrasse 14, 
3800 Matten b. Interlaken

betreffend Baubewilligung; Abbruch Doppelgarage und Schopf sowie Neu-
bau von zwei Reiheneinfamilienhäusern (Entscheid der Bau- und Verkehrs-
direktion des Kantons Bern vom 15. Dezember 2022; BVD 110/2022/133)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2025, Nr. 100.2023.18U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

Die A.________ AG reichte am 19. Juni 2020 bei der Einwohnergemeinde 
(EG) Matten bei Interlaken ein Baugesuch ein für den Abbruch einer beste-
henden Doppelgarage mit Schopf und den Neubau von zwei Reiheneinfami-
lienhäusern mit je vier Wohnungen sowie von sechs ungedeckten Autoab-
stellplätzen mit einem Wendehammer auf der Parzelle Matten bei Interlaken 
Gbbl. Nr. 1________. In der Folge nahm die A.________ AG drei Projektän-
derungen vor (ein Technikraum anstelle von zwei Technikräumen sowie An-
passungen des Umgebungsplans). Die Parzelle Nr. 1________ liegt in der 
Wohnzone W2 und im kommunalen Baumschutzgebiet. Gegen das Vorha-
ben erhoben neben anderen B.________ und C.________, je Eigentümer 
der Nachbarparzellen Matten bei Interlaken Gbbl. Nr. 2________ und Inter-
laken Gbbl. Nr. 3________, Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 30. Juni 
2022 erteilte der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Interlaken-
Oberhasli die Baubewilligung. Die Einsprachen wies er ab.

B.

Gegen den Gesamtentscheid erhoben B.________ und C.________ am 
28. Juli 2022 gemeinsam Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion 
des Kantons Bern (BVD). Diese hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 
15. Dezember 2022 gut, hob den Gesamtentscheid auf und verweigerte die 
Baubewilligung.

C.

Dagegen hat die A.________ AG am 9. Januar 2023 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben mit dem Antrag, der Entscheid der BVD sei aufzuheben 
und das Verfahren an die «entsprechende Vorinstanz» zurückzuweisen. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2023 beantragen B.________ und 
C.________, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. 
Die BVD schliesst mit Vernehmlassung vom 26. Januar 2023 auf Abweisung 
der Beschwerde. Die EG Matten bei Interlaken hat auf eine Stellungnahme 
verzichtet. Zu diesen Eingaben hat die A.________ AG mit Replik vom 
1. März 2023 Stellung genommen und gleichzeitig geänderte Pläne einge-
reicht. B.________ und C.________ haben in der Folge auf eine Duplik ver-
zichtet. Die BVD und die EG Matten haben mit Eingaben vom 5. Mai bzw. 
8. Mai 2023 ebenfalls auf eine Stellungnahme verzichtet. 

Mit Eingabe vom 5. Dezember 2023 hat die A.________ AG auf rechtliche 
Änderungen hingewiesen und ergänzend zur Replik einen angepassten Um-
gebungsplan eingereicht. Dazu haben sich B.________ und C.________ am 
22. Januar 2024 geäussert. Mit Eingabe vom 12. Februar 2024 bestätigt die 
A.________ AG den Antrag, das Verfahren sei an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. B.________ und C.________ halten mit Stellungnahme vom 
19. März 2024 ihrerseits am Antrag fest, die Beschwerde sei abzuweisen.

Die BVD hat mit Schreiben vom 15. Dezember 2023 bzw. 12. März 2024 mit-
geteilt, die von der A.________ AG neu eingereichten Pläne würden über 
die geplanten Änderungen nicht genügend Aufschluss geben. Sie könne sich 
deshalb nicht dazu äussern, ob der Rahmen einer Projektänderung einge-
halten sei und ob überhaupt Aussicht bestehe, dass diese bewilligt werden 
könne. Die EG Matten hat auf weitere Ausführungen verzichtet.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist durch den angefochtenen Entscheid als Baugesuchstellerin 

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besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. 
Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Fehlende Sachurteils bzw. Pro-
zessvoraussetzungen, die – wie von den Beschwerdegegnern beantragt – 
zu einem Nichteintreten führen könnten (vorne Bst. C), sind nicht ersichtlich 
und werden auch nicht angeführt.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Die Parzelle Nr. 1________ liegt in der Wohnzone W2 und im kom-
munalen Baumschutzgebiet (Zonenplan 1 und 2 vom 27.5.2009, einsehbar 
unter: <www.matten.ch>, Rubriken «Gemeinde/Reglemente und Verordnun-
gen»). Im südlichen bzw. südöstlichen Teil der Bauparzelle sollen zwei neue 
Reiheneinfamilienhäuser errichtet werden (Haus A bzw. Haus B). Im nördli-
chen Teil der Bauparzelle, die zur Alpenstrasse bzw. zum Lärchenweg hin 
schmaler wird, sollen eine bestehende Doppelgarage mit Schopf abgebro-
chen und stattdessen sechs ungedeckte Autoabstellplätze mit einem Wen-
dehammer eingerichtet werden. Die südwestliche Längsseite des Hauses A 
ist parallel zur Grenze der Nachbarparzelle Matten bei Interlaken 
Gbbl. Nr. 4________ geplant. Der Grenzabstand beträgt dort 6,8 m. Die Rei-
heneinfamilienhäuser weisen eine Länge von 24 m und eine Breite von 
11,4 m (ohne Pergola) auf (vgl. Baugesuch vom 19.6.2020, Akten RSA 4C 
pag. 2; Situationsplan sowie Umgebungsplan [Grafik], beide vom 
27.11.2020, Akten RSA 4B Faszikel 12).

2.2 Auf der Parzelle Nr. 1________ stehen mehrere Einzelbäume und 
Baumgruppen (vgl. Zustandsbericht und Baumbeurteilung vom 13.4.2015 
der D.________ AG, Akten RSA 4B pag. 258 ff. [im Folgenden: Zustandsbe-
richt]; vgl. auch Amtsbericht des Amtes für Landwirtschaft und Natur [LA-
NAT], Abteilung Naturförderung [ANF], vom 4.4.2022, Akten RSA 4B 

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pag. 115 ff., Ziff. 1.2; vgl. auch Umgebungsplan [Grafik] vom 27.11.2020, Ak-
ten RSA 4B Faszikel 12). Im Südwesten, entlang der Grenze zur Parzelle 
Nr. 4________, verläuft ein Grünstreifen (auch bezeichnet als Baumgruppe 
Nr. 13), u.a. bestockt mit Bergahorn, Stechpalmen und Hainbuchen. Die 
Baumhöhen betragen bis ca. 27 m (Bergahorn). Im Südosten des Hauses A 
stehen vier Sommerlinden (Bäume Nrn. 9-12; vgl. Zustandsbericht S. 4 f. mit 
Grundbuchplan «Aufnahme Baumbestand» im Anhang; Umgebungsplan 
[Grafik] vom 27.11.2020, Akten RSA 4B Faszikel 12). 

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Auszug aus Umgebungsplan vom 27. November 2020 (nicht exakt nach Norden 
ausgerichtet)

2.3 Die Beschwerdeführerin hat im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 
angepasste Pläne eingereicht (vgl. Replik act. 9 S. 5): Es ist unklar, ob sie 
damit das ursprüngliche Vorhaben im Umfang der Änderung ersetzen will. 

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Die Anträge sind nicht eindeutig. So hat sie mit Beschwerde eine Rückwei-
sung beantragt (vorne Bst. C). Zulässig ist, vor Verwaltungsgericht ein Even-
tualbegehren auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Prüfung ei-
ner Projektänderung zu stellen (Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen 
BauG, Band I/II, 5. Aufl. 2020/2024, Art. 32-32d N. 13d mit Hinweisen). Der 
Antrag auf Rückweisung an die Vorinstanz (vorne Bst. C) ist damit nicht so 
zu verstehen, dass sie das ursprüngliche Bauvorhaben nicht beurteilt haben 
möchte bzw. dass sie dieses mit einer Projektänderung aufgeben wollte (zu 
den Anforderungen an die Abstandserklärung Michel Daum, in Her-
zog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 39 
N. 7). Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren ist somit in erster Linie zu prü-
fen, ob die Vorinstanz die Baubewilligung zu Recht verweigert hat, indem sie 
den Gesamtentscheid des Regierungsstatthalters vom 30. Juni 2022 aufge-
hoben hat (vgl. aber auch hinten E.9).

3.

In verfahrensrechtlicher Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verlet-
zung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör.

3.1 Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor, sie habe keine Möglich-
keit gehabt, sich im vorinstanzlichen Verfahren zur Thematik des grossen 
Grenzabstandes von Haus A gegenüber der Grenze zum westlichen Nach-
bargrundstück Nr. 4________ zu äussern (Beschwerde S. 2; vgl. auch Re-
plik act. 9 S. 5). Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 21 ff. 
VRPG sowie Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 26 
Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) garantiert na-
mentlich das Recht, dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in 
ihrer Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und bei der Ent-
scheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt das Recht der betroffenen Per-
son, sich vor Erlass eines Entscheids zur Sache zu äussern (statt vieler 
BGE 147 I 433 E. 5.1; BVR 2018 S. 281 E. 3.1). Aus den Akten ergibt sich, 
dass die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren Gelegenheit 
hatte, eine Beschwerdeantwort sowie Schlussbemerkungen einzureichen 
(vgl. auch Vernehmlassung der BVD act. 4); mithin konnte sie sich auch zur 

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Rüge der Beschwerdegegner äussern, der grosse Grenzabstand werde vom 
Haus A nicht eingehalten. Die Vorinstanz hat das Äusserungsrecht der Be-
schwerdeführerin demnach nicht verletzt. Die Rüge erweist sich als unbe-
gründet.

3.2 Soweit die Beschwerdeführerin zudem beanstandet, die Vorinstanz 
habe ihr keine Gelegenheit gegeben, eine Projektänderung einzureichen 
(Replik act. 9 S. 1), ergibt sich Folgendes: Im vorinstanzlichen Verfahren 
hatte die Beschwerdeführerin Kenntnis davon, dass der grosse Grenzab-
stand beim Haus A umstritten ist (vgl. E. 3.1 hiervor). Sie hätte dazu ohne 
Weiteres eine Projektänderung einreichen können, was sie aber nicht tat. 
Wird im Beschwerdeverfahren keine Projektänderung eingereicht, ist die Be-
schwerdeinstanz nicht verpflichtet, der Bauherrschaft vor einem negativen 
Entscheid von Amtes wegen dazu Gelegenheit zu geben (BVR 2016 S. 79 
E. 3.5; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 13a). Auch diese Rüge ist un-
begründet.

4.

Die Beschwerdeführerin beanstandet weiter, die Vorinstanz habe den Streit-
gegenstand unzulässig ausgedehnt. Die Beschwerdegegner hätten die 
Nichteinhaltung des grossen Grenzabstands erstmals im vorinstanzlichen 
Verfahren gerügt. Neue Einsprachegründe hätten zu diesem Zeitpunkt je-
doch nicht mehr vorgebracht werden dürfen (Beschwerde S. 2; Replik act. 9 
S. 3 f.). Die Beschwerdeführerin übersieht, dass die massgeblichen gesetz-
lichen Bestimmungen zu den zulässigen Beschwerdegründen geändert wor-
den sind: Wohl waren die Einsprecherinnen und Einsprecher nach Art. 40 
Abs. 2 BauG in der ursprünglichen Fassung (GS 1985 S. 186 ff., 200) nur im 
Rahmen ihrer «Einsprachegründe» zur Beschwerde befugt. Seit der Revi-
sion des BauG vom 9. Juni 2016, in Kraft seit 1. April 2017 (BAG 17-008), 
sind die zulässigen Rügen im Beschwerdeverfahren vor der BVD wie auch 
vor Verwaltungsgericht aber nicht mehr auf die Einsprachegründe be-
schränkt (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 20a N. 8 mit Hinweisen). Die Be-
schwerdegegner durften im vorinstanzlichen Verfahren daher den Einwand 

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der Nichteinhaltung des grossen Grenzabstandes erheben. Die BVD hat den 
von den Beschwerdegegnern erhobenen Einwand zu Recht geprüft. 

5.

Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist sodann strittig, ob das geänderte 
Baureglement der EG Matten bei Interlaken vom 27. Mai 2009 anwendbar 
ist (GBR mit Änderungen vom 20.12.2020, einsehbar unter: <www.mat-
ten.ch>, Rubriken «Gemeinde/Reglemente und Verordnungen»). Dazu er-
gibt sich Folgendes: Nach Art. 36 Abs. 1 BauG sind Bauvorhaben nach dem 
zur Zeit der Einreichung des Baugesuchs geltenden Recht zu beurteilen, so-
weit das Bundesrecht nichts anderes bestimmt. Das Baugesuch datiert vom 
19. Juni 2020 (vorne Bst. A). Die Änderungen des Baureglements sind am 
31. März 2023 in Kraft getreten (vgl. Art. 705 ff. GBR), also während laufen-
dem Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht. Damit ist 
grundsätzlich das Baureglement vor den Änderungen massgebend. Im 
Laufe des Beschwerdeverfahrens eingetretene Rechtsänderungen sind 
dann zu beachten, wenn zwingende Gründe für deren sofortige Berücksich-
tigung sprechen oder das neue Recht für die gesuchstellende Person güns-
tiger ist (lex mitior; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 36 N. 2a). Die Bestimmungen 
zum grossen Grenzabstand – dessen Einhaltung hier strittig ist (vgl. E. 6 
hiernach) – haben im Rahmen der Teilrevisionen des Baureglements zwar 
gewisse Änderungen erfahren: So hat der Wortlaut von Anhang aA143 
Abs. 1 GBR geändert und sieht das neue Baureglement für Gebäude, die 
über 15 m lang sind, keine Zuschläge auf dem Grenzabstand mehr vor (vgl. 
aArt. 212 Abs. 3 und Art. 212 Abs. 3 GBR sowie angefochtener Entscheid 
E. 3b). Dies ist aber – wie sich zeigen wird – für die Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde nicht von Bedeutung. Es erübrigen sich deshalb Aus-
führungen dazu, ob das neue Recht für die Beschwerdeführerin günstiger 
und deshalb anwendbar ist. 

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6.

In der Sache ist umstritten, ob das Haus A den grossen Grenzabstand an 
der reglementarisch vorgesehenen Fassade einhält.

6.1 Die Bauparzelle liegt in der Wohnzone W2. Projektiert ist der grosse 
Grenzabstand an der Nordostfassade des Hauses A. Nach aArt. 212 Abs. 1 
GBR haben Bauten in der Wohnzone W2 einen grossen Grenzabstand von 
10 m einzuhalten. Nach aA143 Abs. 1 GBR wird der grosse Grenzabstand 
rechtwinklig auf der besonnten Längsseite des Gebäudes gemessen. Für 
den Fall, dass die besonnte Längsseite nicht eindeutig bestimmt werden 
kann, regelt aA143 Abs. 2 GBR Folgendes:

Ist die besonnte Längsseite nicht eindeutig bestimmbar (keine Seite 
mehr als 10 % länger oder bei Ost-West-Orientierung der Längsseite), 
bestimmt der Baugesuchsteller, auf welcher Fassade, die Nordfassade 
ausgenommen, der grosse Grenzabstand gemessen wird.

6.2 Die Vorinstanz hat erwogen, nach dem Wortlaut von aA143 Abs. 2 
GBR sei massgebend, ob die besonnte Längsseite eindeutig bestimmt wer-
den könne. Dies sei nicht nur bei Südfassaden der Fall, sondern auch bei 
Fassaden, die nach Südwesten oder Südosten ausgerichtet seien, zumal 
diese Fassaden aufgrund der geografischen Lage jeweils stärker besonnt 
seien als die gegenüberliegende Nordost- bzw. Nordwestfassade. Die Be-
stimmung der besonnten Längsseite bilde in solchen Fällen keine Probleme. 
Anderes gelte, wenn die Längsseiten exakt oder annähernd nach Osten und 
Westen ausgerichtet seien. Für diesen Fall sehe aA143 Abs. 2 GBR vor, 
dass die Bauherrschaft bestimmen könne, ob der grosse Grenzabstand nach 
Osten oder Westen oder an der südlichen Schmalseite gemessen werde. Da 
hier keine exakte oder annähernde Ost-West Orientierung der Längsseiten 
des Hauses A vorliege, dürfe die Beschwerdeführerin nicht bestimmen, an 
welcher Fassade der grosse Grenzabstand zu messen sei. Die gegenteilige 
Ansicht des Regierungsstatthalters sei unhaltbar (angefochtener Entscheid 
E. 3d). 

6.3 Nach dem Gesagten stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin 
als Baugesuchstellerin bestimmen durfte, ob der grosse Grenzabstand beim 
Haus A von der gegen Nordosten gerichteten Längsseite oder von der nach 
Südwesten gerichteten Längsseite zu messen ist. Dazu ist aA143 Abs. 2 

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GBR auszulegen. Die Gemeinde, die in erster Linie berufen ist zu bestim-
men, wie sie ihre eigene Vorschrift verstanden haben will (statt vieler 
BVR 2019 S. 51 E. 6.2), hat sich weder im verwaltungsgerichtlichen noch im 
vorinstanzlichen Verfahren zur Auslegung von aA143 Abs. 2 GBR geäus-
sert, so dass keine Zurückhaltung aufgrund der Gemeindeautonomie ange-
bracht ist (vgl. dazu BGer 1C_116/2018 vom 26.10.2018 E. 4.4 mit Hinwei-
sen; VGE 2020/409 vom 15.2.2022 E. 4.9; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 
N. 5).

6.4 Nach aA143 Abs. 2 GBR darf die Bauherrschaft die für die Messung 
des grossen Grenzabstands massgebende Fassade (ausgenommen die 
Nordfassade) wählen, wenn die besonnte Längsseite nicht eindeutig be-
stimmbar ist. Im Reglementstext wird in Klammern umschrieben, in welchen 
Situationen dies zutrifft: wenn keine Seite mehr als 10 % länger ist oder bei 
Ost-West-Orientierung der Längsseite. Eine solche Situation liegt hier unbe-
stritten nicht vor. Die Vorinstanz weist allerdings zutreffend darauf hin, dass 
die Bestimmung der besonnten Längsseite Probleme bereiten kann, wenn 
das Gebäude nur geringfügig von einer exakten Ost-West-Orientierung 
abweicht (vorne E. 6.2). Hier beträgt die Abweichung von einer exakten Ost-
West-Orientierung aber immerhin rund 25 Grad. Es ist deshalb nicht zu be-
anstanden, dass die Vorinstanz die Südwestfassade aufgrund der geografi-
schen Lage der Bauparzelle nördlich des Sonnenwendekreises abstrakt als 
eindeutig besser besonnt angesehen hat als die Nordostfassade. 

6.5 Die Beschwerdeführerin verweist auf die konkrete Besonnung des 
Hauses A; die Vorinstanz habe die Ausgestaltung des Hauses A (kein Vor-
dach, grosse Fensteröffnungen, Orientierung der Räume) sowie dessen be-
sondere Lage (Baumschutzgebiet) zu Unrecht nicht berücksichtigt. Sie reicht 
Berechnungsmodelle zu den Akten, welche die jährlichen Sonnenstunden 
an der Südwest- und Nordostfassade des Hauses A aufzeigen sollen (Be-
schwerde S. 2 f.; Replik act. 9 S. 3 sowie Beilage 1 zur Replik [Version nach 
Baueingabe] act. 9A).

6.6 Die Beschwerdeführerin will mit ihren Berechnungen in erster Linie 
zeigen, dass die Zahl der Sonnenstunden unabhängig von der geografi-
schen Ausrichtung des Gebäudes bzw. der Längsseiten stets gleich bleibt 
und eine Drehung des Grundrisses nach Ost oder West nicht relevant ist 

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(vgl. Eingabe vom 1.3.2023, act. 9). Da die Gesamtzahl der Sonnenstunden 
für die Beantwortung der Frage, ob die besonnte Längsseite des Hauses A 
eindeutig bestimmbar ist, nicht von Bedeutung ist, kann offenbleiben, wie es 
sich mit den Berechnungen der Beschwerdeführerin im Einzelnen verhält. 
Näher zu prüfen ist demgegenüber der Einwand der Beschwerdeführerin, die 
Südwestfassade des Hauses A sei aufgrund dessen Lage im Baumschutz-
gebiet nicht eindeutig stärker besonnt als die Nordostfassade: Die Südwest-
seite des Hauses A liegt unmittelbar östlich der Baumgruppe Nr. 13, die re-
lativ dicht bewachsen ist und deren Bäume eine Höhe von bis zu 27 m errei-
chen (vorne E. 2.2). Dies hat zwar einen Einfluss auf die Besonnung der 
Südwestfassade (vgl. Zustandsbericht S. 5 mit Fotodokumentation im An-
hang). Pflanzen und Bäume sind als leicht veränderbare Elemente bei der 
Festlegung der für den Grenzabstand massgeblichen besonnten Längsseite 
aber grundsätzlich nicht zu beachten; sie können entfernt werden, weshalb 
baurechtlich auf sie nur beschränkt abgestellt werden kann (vgl. BVR 2000 
S. 416 [VGE 20785 vom 21.2.2000] nicht publ. E. 5c/bb, 1997 S. 97 E. 3d). 
Daran ändert auch die Lage des Baugrundstücks im kommunalen Baum-
schutzgebiet (vorne Bst. A) nichts, denn nach Art. 524a GBR steht der Erhalt 
von ortsbildprägenden Bäumen unter dem Vorbehalt der Wohnhygiene und 
der zweckmässigen Überbauung. Geschützte Einzelbäume im Sinn von 
Art. 524b GBR enthält das Baugrundstück keine. Auch die Ausgestaltung 
des Hauses A (kein Vordach, grosse Fenster) ist nicht zu berücksichtigen, 
um die besonnte Längsseite festzulegen. Ansonsten könnte die Bauherr-
schaft durch entsprechende Planung darauf einwirken, welche Längsseite 
als eindeutig besser besonnt gilt und damit, bei welcher Fassade der Grenz-
abstand gemessen wird. Aus diesem Grund ist auch die Ausrichtung der 
Räume beim Haus A nicht zu beachten. Solches ist in aA143 Abs. 2 GBR 
denn auch nicht vorgesehen.

6.7 Zusammenfassend ist die Südwestfassade als eindeutig besser be-
sonnte Längsseite bestimmbar und damit für den grossen Grenzabstand 
massgebend. Die Vorinstanz ist deshalb zu Recht zum Schluss gekommen, 
das Projekt verletze die Vorschrift über den grossen Grenzabstand. 

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7.

Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine Verletzung des Gleichbehandlungs-
gebots, da auf der Nachbarparzelle ein Bauprojekt mit dem grossen Grenz-
abstand gegen Osten bewilligt worden sei. – Ob die Situation auf der Nach-
barparzelle mit dem hier strittigen Bauprojekt vergleichbar ist, ist fraglich, 
kann aber letztlich offenbleiben, sind doch die strengen Voraussetzungen für 
eine Gleichbehandlung im Unrecht nicht erfüllt (vgl. dazu etwa BVR 2013 
S. 85 E. 8.1, 2012 S. 494 E. 7.6; Tschannen/Müller/Kern, Allgemeines Ver-
waltungsrecht, 5. Aufl. 2022, N. 520 ff.). So ist keine ständige rechtwidrige 
Praxis der Gemeinde erkennbar, die einen solchen Anspruch begründen 
könnte. Abgesehen davon würde das gewichtige öffentliche Interesse an der 
Wohnhygiene, das mit dem grossen Grenzabstand verfolgt wird (vgl. Art. 64 
Abs. 1 der Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1]; 
VGE 2021/40 vom 19.1.2022 E. 6.3 und 7.3 [bestätigt durch 
BGer 1C_136/2022 vom 28.2.2023]; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 12 N. 8 
Bst. a, Art. 70 N. 15), einer rechtswidrigen Begünstigung der Beschwerde-
führerin im Weg stehen. Die Rüge erweist sich als unbegründet.

8.

Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, es könne auch nur das 
Haus B ausgeführt werden – wenn das Haus A wegen des Grenzabstands 
nicht bewilligungsfähig sei. Sie rügt (sinngemäss), die Vorinstanz hätte eine 
Teilbaubewilligung prüfen müssen (Beschwerde S. 3; Replik act. 9 S. 4). 
Dazu ergibt sich Folgendes: Nach Art. 32 Abs. 1 Bst. c i.V.m. Art. 32c BauG 
besteht grundsätzlich die Möglichkeit, einzelne Gegenstände eines Bauvor-
habens, für die kein Koordinationsbedarf besteht, separat zu beurteilen und 
hierfür gegebenenfalls eine Teilbaubewilligung zu erteilen. Dies setzt 
gemäss der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts allerdings in der Re-
gel voraus, dass eine solche Teilbaubewilligung für bestimmte Bestandteile 
des Bauprojekts beantragt wird (BVR 2016 S. 79 E. 4.7; VGE 2022/280 vom 
21.9.2023 E. 6.3). Die Beschwerdeführerin hat weder vor der Vorinstanz 
noch im Verfahren vor Verwaltungsgericht einen klaren (Eventual-)Antrag 
auf eine Teilbaubewilligung für eines der beiden Häuser gestellt. Dazu hätte 

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sie aufgrund des umstrittenen Grenzabstands beim Haus A aber Anlass ge-
habt, wenn sie an einer solchen Bewilligung interessiert wäre. Es sind hier 
auch keine Umstände ersichtlich, welche (ausnahmsweise) ein Abweichen 
von den dargestellten Grundsätzen nahelegen könnten (vgl. dazu BVR 2016 
S. 79 E. 4.7): Die Beschwerdeführerin hat das Bauvorhaben als Gesamtpro-
jekt eingereicht (vgl. angefochtener Entscheid E. 3i; Gesamtentscheid vom 
30.6.2022, Akten RSA 4B pag. 401; Plan «Berechnung Bruttogeschoss-
fläche» vom 31.7.2020, Akten RSA 4C pag. 24). Daran ändert selbst dann 
nichts, wenn die Beschwerdeführerin die Gestaltungsfreiheit nach Art. 75 
BauG aufgrund geänderter kommunaler Bestimmungen heute nicht mehr 
beanspruchen müsste – wie sie behauptet (Beschwerde S. 3). Mit der Vor-
instanz ist anzunehmen, dass sich das Projekt insgesamt verändern würde, 
wenn das Haus A nicht realisiert wird (z.B. Anzahl Parkplätze, Umgebungs-
gestaltung; angefochtener Entscheid E. 3i). Es ist deshalb nicht zu beanstan-
den, dass die Vorinstanz eine Teilbaubewilligung nicht von Amtes wegen ge-
prüft hat; dafür besteht auch für das Verwaltungsgericht kein Anlass. 

9.

Zu prüfen bleibt, ob die Projektänderung eine Rückweisung an die Vorin-
stanz rechtfertigt.

9.1 Die Beschwerdeführerin hat vor Verwaltungsgericht angepasste 
Pläne eingereicht (vorne Bst. C; zu deren Tragweite vorne E. 2.3). Das Ver-
waltungsgericht kann eine Sache (ausnahmsweise) zwecks Prüfung einer 
Projektänderung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eine Rückweisung setzt 
voraus, dass die beabsichtigten Änderungen den Rahmen einer Projektän-
derung nicht sprengen. Zudem wird vorausgesetzt, dass die Bauherrschaft 
zwecks Prüfung einer Projektänderung einen Rückweisungsantrag stellt 
oder zumindest erklärt hat, hierzu bereit zu sein, was hier zuzutreffen scheint 
(vorne E. 2.3). Ein Rechtsanspruch auf Rückweisung besteht jedoch nicht; 
der Entscheid liegt vielmehr im Ermessen des Gerichts. Sinnvoll ist die Rück-
weisung nur dann, wenn die Aussicht oder zumindest die Möglichkeit be-
steht, dass die Projektänderung bewilligt werden kann (zum Ganzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2025, Nr. 100.2023.18U, 
Seite 15

BVR 2023 S. 25 E. 11.1, 2012 S. 74 E. 4.3.3; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-
32d N. 13b). 

9.2 Strittig ist vorab, ob die Änderungen den Rahmen einer Projektände-
rung sprengen. Nach Art. 43 Abs. 1 des Dekrets vom 22. März 1994 über 
das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1) 
ist eine Projektänderung nur dann möglich, wenn das Bauvorhaben in seinen 
Grundzügen gleich bleibt. Die Grundzüge sind betroffen, wenn ein Haupt-
merkmal wie Erschliessung, Standort, äussere Masse, Geschosszahl, Ge-
schosseinteilung oder Zweckbestimmung wesentlich verändert wird oder 
wenn eine Mehrzahl geringer Änderungen dem Bau oder der Anlage eine 
gegenüber dem ursprünglichen Projekt veränderte Identität verleiht 
(BVR 2023 S. 25 [VGE 2021/161/162 vom 11.10.2022] nicht publ. E. 3.1.2, 
1989 S. 400 E. 2a; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 12a). – Hier ändert 
sich gegenüber dem ursprünglichen Projekt der Standort der Reiheneinfami-
lienhäuser. Das Haus B wird zur nordöstlichen Parzellengrenze um rund 
2 Meter verschoben (Grenzabstand neu 4,5 m statt 6,2 m), das Haus A um 
rund 3 Meter in östlicher Richtung, wobei der Grenzabstand zur Nachbar-
parzelle Nr. 4________ neu 10 m statt 6,8 m beträgt (vgl. Beilage 9 [Situati-
onsplan vom 2.3.2023] zur Replik act. 9A sowie Beilagen 10 [Situationsplan 
vom 5.12.2023] und 11 [Umgebungsplan vom 5.12.2023] zur Eingabe vom 
5.12.2023 act. 15). Damit ist ein Hauptmerkmal des strittigen Bauvorhabens 
betroffen. Es ist fraglich, ob es deshalb in seinen Grundzügen gleich bleibt 
oder von einer wesentlichen Veränderung auszugehen ist. Die Frage braucht 
hier nicht abschliessend geprüft zu werden, da weitere Gründe gegen eine 
Rückweisung sprechen. So ist unklar, inwiefern sich die Änderung des 
Standorts der Reiheneinfamilienhäuser auf das übrige Bauvorhaben auswir-
ken würde – was auch die Vorinstanz bemerkt (Stellungnahmen vom 
15.12.2023 act. 17 und vom 12.3.2024 act. 25 S. 1). Zwar hat die Beschwer-
deführerin im verwaltungsgerichtlichen Verfahren einen neuen Umgebungs-
plan eingereicht (Beilage 11 [Umgebungsplan vom 5.12.2023] zur Eingabe 
vom 5.12.2023 act. 15). Dieser weist gegenüber dem vom Regierungsstatt-
halter bewilligten Umgebungsplan verschiedene Änderungen auf – zusätz-
lich zum neuen Standort der Reiheneinfamilienhäuser sind insbesondere 
neue Bepflanzungen, Zufahrt und Fusswege zu den neu ausgerichteten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2025, Nr. 100.2023.18U, 
Seite 16

Wohnungseingängen erkennbar (vgl. Umgebungsplan vom 27.11.2020, Ak-
ten RSA 4B Faszikel 12). Die Änderungen werden im neuen Umgebungs-
plan aber nicht bzw. nicht abschliessend kenntlich gemacht oder schriftlich 
ausgeführt (zu den Anforderungen an ein Gesuch um Projektänderung vgl. 
BVR 2023 S. 25 nicht publ. 3.2.2 [VGE 2021/161/162 vom 11.10.2022] so-
wie Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 15). Die Beschwerdeführerin erläu-
tert zudem nicht, welche Auswirkungen die Projektänderung auf das Ge-
samtprojekt hat. Das Verwaltungsgericht kann daher nicht beurteilen, ob die 
Anpassungen des Bauvorhabens im Rahmen einer Projektänderung möglich 
wären und die Möglichkeit besteht, dass die Projektänderung bewilligt wer-
den kann. Diese Ausgangslage rechtfertigt keine (ausnahmsweise) Rück-
weisung an die Vorinstanz zur Prüfung der Projektänderung. 

10.

Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde in allen Teilen als unbe-
gründet und ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die unter-
liegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Es 
sind keine speziellen prozessualen Verhältnisse oder besonderen Umstände 
ersichtlich, die eine vom Grundsatz abweichende Kostenverlegung rechtfer-
tigen würden (vgl. dazu Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 18 ff.). Namentlich ist die 
Tatsache, dass die Beschwerdeführerin ihrer Ansicht nach «rechtens» ge-
handelt hat, kein Grund für eine andere Kostenverlegung (Replik act. 9 S. 5). 
Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegnern zudem die Parteikos-
ten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG), wobei die einge-
reichte Kostennote zu keinen Bemerkungen Anlass gibt. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2025, Nr. 100.2023.18U, 
Seite 17

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

3. Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegnern die Parteikosten für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf Fr. 5'553.10 
(inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin 
- Beschwerdegegner
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Matten bei Interlaken 

und mitzuteilen:
- Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.