# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf241d84-c41b-55d3-ada2-b8b74971769e
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-30
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 30.06.2021 I 2020 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-17_2021-06-30.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 17

Entscheid vom 30. Juni 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Fürsprecher lic.iur. B.________

gegen

C.________ AG,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

Gegenstand Unfallversicherung (Taggelder; Heilungskosten; Unfallkausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1968) war als Geschäftsführerin über die E.________ 
GmbH bei der C.________ AG (nachfolgend: C.________) obligatorisch gegen 
die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 12. Februar 
2017 einen Skiunfall erlitt (vgl. Vi-act. A1).

B. Die notfallmässige Erstbehandlung erfolgte noch gleichentags im Spital 
I.________; als Folge des Skiunfalls wurde die Diagnose einer Commotio 
Cerebri sowie eine unklare fokale Leberläsion Segment 7 diagnostiziert; ferner 
wurde eine hausärztliche Nachkontrolle sowie eine Ultraschallnachkontrolle der 
fokalen Leberläsion in Segment 7 empfohlen (vgl. Vi-act. M1/M2).

Der nachbehandelnde Hausarzt Dr.med. G.________ stellte mit ärztlichem 
Zwischenbericht vom 28. Februar 2017 an die C.________ die Diagnose eines 
postcommotionellen Syndroms sowie St.n. HWS-Distorsion mit klassischen 
paravertebralen Schmerzen mit Ausstrahlung nach occipital-frontal sowie 
Richtung Schultern beidseits; er attestierte A.________ bis auf Weiteres eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit; die Patientin sei selbständig und an einem 
möglichst raschen Wiedereinstieg interessiert (vgl. Vi-act. M3).

Die C.________ anerkannte ihre Leistungspflicht als Unfallversicherer und 
erbrachte insoweit die gesetzlichen Versicherungsleistungen für die Folgen des 
Skiunfalls vom 12. Februar 2017 (vgl. Vi-act. A2-A11).

Mit Schreiben vom 31. Mai 2017 informierte die C.________ - nach Konsultation 
des medizinischen Dienstes - A.________, dass sie ab dem 26. Juni 2017 infolge 
100%-iger Arbeitsfähigkeit keine Taggeldleistungen mehr ausrichten werde; für 
die Heilungskosten (Arzt, Physiotherapie und Medikamente) werde sie vorder-
hand und bis auf weiteres aufkommen (vgl. Vi-act. A12).

C. Mit Schadenmeldung UVG vom 13. Mai 2019 reichte A.________ im Zu-
sammenhang mit dem Skiunfall vom 12. Februar 2017 bei der C.________ eine 
Rückfallmeldung - mit Datum vom 5. April 2019 - ein, um die Leistungspflicht neu 
beurteilen zu lassen (vgl. Vi-act. A13/A15.1).

D. Am 16. September 2019 reichte A.________ - unter Beilage eines Kosten-
voranschlages - bei der C.________ ein Gesuch um Kostengutsprache für die 
Operation einer Wurzeltaschenzyste vom 25. September 2019 in Deutschland 
ein (vgl. Vi-act. A24/A26).

E. Mit Schreiben vom 18. September 2019 bzw. mit Verfügung vom 24. Sep-
tember 2019 verneinte die C.________ gestützt auf die medizinischen Unterla-

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gen bzw. auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes die Leistungspflicht für den 
am 13. Mai 2019 gemeldeten Rückfall mangels natürlicher Kausalität des Unfalls 
vom 12. Februar 2017 und lehnte eine Kostengutsprache für die Operation einer 
Wurzeltaschenzyste vom 25. September 2019 in Deutschland ab (vgl. Vi-act. 
A30/A37).

F. Am 25. September 2019 liess sich A.________ die Zysten in der 
F.________ Klinik (Deutschland) operativ entfernen (vgl. Vi-act. M19).

G. Die von A.________ am 16. Oktober 2019 gegen die Verfügung vom 
24. September 2019 erhobene Einsprache (vgl. Vi-act. A42) hat die C.________ 
mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 abgewiesen (vgl. Vi-act. A49).

H. Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 erhob A.________ 
fristgerecht am 27. Februar 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung vom 24. September 2019 und der Einsprache-Entscheid der 
C.________ AG vom 28. Januar 2020 seien vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei richterlich festzustellen, eventualiter mit Hilfe eines richterlichen 
Gutachtens, dass die seit dem 12. Februar 2017 persistierenden Beschwerden 
unfallbedingter Genese sind und es sei die C.________ AG zu verpflichten, 
die angefallenen Untersuchungskosten, die Behandlungskosten, die 
Heilkosten und die Reisekosten sowie die angefallenen Taggelder 
A.________ zu bezahlen (Beilage 2):

a. Die Untersuchungskosten, die Behandlungskosten, die Heilkosten und die 
Reisekosten beliefen sich im Jahre 2019 auf insgesamt CHF 19'969.30 
(Beilage 2); 

- davon sei die C.________ AG zu verpflichten, A.________ den Betrag 
von CHF 13'505.90 zu bezahlen (auf das Privatkonto von A.________ 
bei der Bank ________, Konto H.________).

- davon sei die C.________ AG zu verpflichten, A.________ den Betrag 
von CHF 6'463.40 (Honorar des Chirurgen Prof. Dr.med. habil. 
P.________) zu bezahlen (auf das Privatkonto von A.________ bei der 
Bank ________, Konto H.________).

b. Weiter sei die C.________ AG zu verpflichten, A.________ die Taggelder 
für die Arbeitsunfähigkeit, nämlich

- zu 50% vom 24. Juni 2019 bis und mit 24. September 2019,
- zu 100% vom 25. September 2019 – 20. Oktober 2019,
- zu 75% vom 21. Oktober 2019 bis und mit 11. November 2019
- zu 50% vom 12. November 2019 bis 30. November 2019

mit Gesamtbetrag von CHF 20'837.26 (Beilage 2), der im Bestande und in 
vollem Umfange gemäss gültigem Zeugnis (Beilage 1) fundiert ist, zu 
bezahlen (Privatkonto H.________ (auf das Privatkonto von A.________ 
bei der Bank ________, Konto H.________).

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3. Es sei richterlich festzustellen, eventualiter mit Hilfe eines richterlichen 
Gutachtens, dass der vorliegende Fall mit den Unfallfolgen bei A.________ 
solange nicht abgeschlossen werden kann, solange der Status quo ante - der 
Zustand vor dem Unfall - nicht erreicht ist.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der C.________ AG.

I. Mit Vernehmlassung vom 20. Mai 2020 beantragt die C.________, die 
Beschwerde vom 27. Februar 2020 sei vollumfänglich abzuweisen. Mit 
Stellungnahme vom 27. Juli 2020 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 
fest, wozu sich die C.________ mit Duplik vom 29. Oktober 2020 äusserte. Mit 
Stellungnahme vom 10. November 2020 liess sich die Beschwerdeführerin 
erneut in der Angelegenheit vernehmen. Hierzu reichte die C.________ am 25. 
Januar 2021 eine Stellungnahme ein. Am 15. März 2021 äusserte sich die 
Beschwerdeführerin ein weiteres Mal in der Sache. Mit Eingabe vom 23. März 
2021 verzichtete die C.________ auf das Einreichen einer weiteren 
Stellungnahme.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerdeführerin führt die vorliegend relevanten - im Zusammen-
hang mit den zwischenzeitlich operativ entfernten Zysten stehenden - Nacken-/ 
Rückenbeschwerden auf den Skiunfall vom 12. Februar 2017 zurück, weshalb in 
dieser Angelegenheit das seit 1. Januar 2017 geltende Recht zur Anwendung ge-
langt (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 
25.9.2015, AS 2016 4375, 4387; Urteil BGer 8C 22/2019 vom 24.9.2019 Erw. 
2.3). 

1.1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden, soweit das Gesetz nichts 
Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten gewährt. Der Versicherte hat Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung; Art. 10 Abs. 1 
UVG). Ist der Versicherte infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG).

1.1.2 Die Versicherungsleistungen werden gemäss Art. 11 der Verordnung über 
die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) auch für Rückfälle und Spätfolgen 
gewährt. Gemäss der Rechtsprechung handelt es sich bei Rückfällen um das 
Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher 
Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von 
Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe länge-

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rer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 
gearteten Krankheitsbild führen können (vgl. Urteile BGer 8C_148/2018 vom 
6.7.2018 Erw. 6.1; 8C_382/2018 vom 6.11.2018 Erw. 2.2).

Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis 
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversi-
cherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-
den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädi-
gung ebenfalls ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (vgl. 
BGE 134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1f.).

1.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele, m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(vgl. BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 
vom 9.3.2020 Erw. 5.3 je m.H.). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 129 V 177 
Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1; BGE 118 V 289 Erw. 1b).

1.3.1  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 
129 V 177 Erw. 3.2 und BGE 125 V 456 Erw. 5a, je m.H.).

1.3.2 Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 
Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei 
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier 
die adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (vgl. BGE 134 V 109 
Erw. 2). Unfallfolgen sind dann organisch objektiv ausgewiesen, wenn die Unter-

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suchungsergebnisse objektivierbar sind, d.h. reproduzierbar und von der Person 
des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von 
organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen 
werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärun-
gen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden 
wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 Erw. 5.1; Urteile BGer 
8C_301/2017 vom 24.4.2018 Erw. 2 und 8C_849/2011 vom 29.5.2012 Erw. 4.1).

1.4  Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausa-
lzusammenhänge zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheit-
lichen Störung im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben 
ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäqua-
ten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (vgl. BGE 
129 V 181 Erw. 3.1; BGE 123 III 110 Erw. 2; BGE 112 V 30).

1.5.1 Wenn der Unfallversicherer den Kausalzusammenhang zwischen dem Un-
fall und einer Gesundheitsschädigung einmal anerkannt hat und entsprechende 
Leistungen erbringt, entfällt dessen Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nicht 
(mehr) die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 
der Gesundheitsschaden mit anderen Worten nur noch und ausschliesslich auf 
unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhaf-
te) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-
gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später 
eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. Urteil BGer 8C_331/2015 Erw. 
2.1.1; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12 Erw. 3.2 m.H. [BGer Urteil 8C_901/2009]; RKUV 
1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). Dabei genügt eine Vielzahl möglicher Ursachen 
für einen Gesundheitsschaden für sich allein nicht, damit dem Unfall jegliche 
kausale Bedeutung für nachfolgend aufgetretene Beschwerden abgesprochen 
werden kann. Im Falle ätiologisch unspezifischer Beschwerden sowie einer Ursa-
chenkonkurrenz kann jedoch aus der Dominanz unfallfremder Gründe in Verbin-
dung mit der fraglichen Eignung des Unfallereignisses, dauernde Schädigungen 
zu erzeugen, unter Umständen auf den Wegfall der Kausalität geschlossen wer-
den (vgl. Urteil BGer 8C_439/2007 vom 24.10.2007 Erw. 3.2 m.H.).

1.5.2 Dabei gilt es festzuhalten, dass mit dem Status quo sine der Gesundheits-
zustand bezeichnet wird, der sich bei einem schicksalsmässig verlaufenden, 
krankhaften Vorzustand ergibt, wenn nach einer vorübergehenden, unfallbeding-
ten Verschlimmerung die auf einen Unfall zurückzuführende Gesundheitsschädi-

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gung vollständig abheilt und der Unfall keine natürliche Ursache des beim Versi-
cherten vorhandenen Gesundheitsschadens mehr darstellt. Demgegenüber wird 
unter dem Status quo ante ein unmittelbar vor dem Unfall bestehender und stabi-
ler Vorzustand verstanden, der wieder erreicht wird, wenn die unfallbedingte Ge-
sundheitsschädigung vollständig abgeheilt ist. Liegt ein schicksalsmässig verlau-
fender krankhafter Vorzustand im Sinne des Status quo sine vor, schliesst dieser 
das Erreichen des Status quo ante aus; umgekehrt kann ein Status quo sine gar 
nie eintreten, wenn ein stabiler krankhafter Vorzustand durch einen unfallbeding-
ten Gesundheitsschaden nur temporär verschlimmert und der Status quo ante 
wieder erreicht wird (Urteil EVGer U 135/05 vom 7.7.2005 Erw. 3.2).

1.5.3 Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, die zuvor nicht be-
standen haben, und ist davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein 
(zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist (es wurde 
der degenerative Vorzustand vorübergehend verschlimmert), so hat der Unfall-
versicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall 
stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem 
Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch 
bestehenden Beschwerden (vgl. SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, Urteil BGer         
8C_331/2015 Erw. 2.1.1; SVR 2010 UV Nr. 4 S. 17, Urteil BGer 8C_181/2009 
Erw. 5.4 f. m.H.; SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, Urteil BGer 8C_816/2009 Erw. 4.3; 
8C_557/2015 vom 7.10.2015 Erw. 5.2 ff.; 8C_320/2013 vom 5.9.2013 Erw. 3.1). 
Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversi-
cherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen. Steht indes aus 
ärztlicher Sicht fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je 
wieder erreicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer rich-
tunggebenden Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich/ Basel/Genf 2012, S. 54; Urteile BGer 
8C_212/2015 vom 10.7.2015 Erw. 2.2.1). 

1.6 Nach konstanter Rechtsprechung hat der Versicherer sodann die Heilbe-
handlung und das Taggeld solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des erwartet werden kann. Die Frage, ob von der Fortsetzung der ärztlichen Be-
handlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden 
kann, beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt. 
Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetz-
geber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 
Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (Urteil BGer 

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8C_771/2017 vom 3.5.2018 Erw. 5.2.1). Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall 
unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung ab-
zuschliessen. Wenn einerseits von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet 
werden kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht 
erfüllt sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. 
An seine Stelle tritt der obligatorische Krankenpflegeversicherer (vgl. BGE 140 V 
130 Erw. 2.2; BGE 134 V 109 Erw. 4.1 m.w.H.). 

1.7.1  Der Sozialversicherungsprozess ist gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG bzw. Art. 
61 lit. c ATSG vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat die Verwal-
tung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 
130 I 183 Erw. 3.2; BGE 125 V 195 Erw. 2; BGE 122 V 158 Erw. 1a m.H.). Was 
notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen 
vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. 
Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche ab-
zustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären, bis er mit dem im 
Sozialversicherungsbereich erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt ist (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Die blosse Möglich-
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der 
Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 
würdigen (vgl. BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 
Erw. 2). 

1.7.2  Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Be-
weisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungs-
gerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (vgl. BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_663/2009 vom 
27.4.2010 Erw. 2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des 
Gehörsanspruches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung 

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oder der Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, 
der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der 
angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit 
verbundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das 
rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (vgl. BGE 122 V 157 
Erw. 1.d m.H.a. BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je m.H.).

1.7.3 Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich um eine leis-
tungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt demnach - an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfall-
versicherer (vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2 m.H.; RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 328 Erw. 3b m.H.). Der Unfallversicherer hat dabei nicht den Beweis für unfall-
fremde Ursachen zu erbringen, sondern nur darzutun, dass die unfallbedingten 
Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben 
(vgl. Urteile BGer 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 3.2, 8C_847/2008 vom 
29.1.2009 Erw. 2 und 8C_126/2008 vom 11.11.2008 Erw. 2.3 sowie U 143/02 
vom 25.10.2002 Erw. 3.2). Ein solcher Schluss kann sich im Falle von ätiologisch 
unspezifischen Beschwerden sowie einer Ursachenkonkurrenz, umgekehrt aber 
auch aus der Dominanz unfallfremder Gründe in Verbindung mit der fraglichen 
Eignung des Unfallereignisses, dauernde Schädigungen zu erzeugen, ergeben 
(vgl. Urteil BGer 8C_58/2017 vom 9.6.2017 Erw. 6.3).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalls genügt nicht (BGE 146 V 51 Erw. 5.1).

1.7.4 In beweisrechtlicher Hinsicht gilt es schliesslich festzuhalten, dass bei ei-
nem Rückfall nicht die für den Wegfall des Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfall und den bestehenden Beschwerden geltenden Regeln zur Beweislast 
(vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. Erw. 
3b) Anwendung finden. Die Beweislast für die als Rückfall geltend gemachten 
Beschwerden liegt grundsätzlich beim Leistungsansprecher. Dieser trägt im 
Hinblick auf den Untersuchungsgrundsatz eine Beweislast indessen nur insofern, 
als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, 
die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten will (vgl. BGE 115 V 44 
m.H.; BGer Urteil U 422/05 vom 12.9.2006 Erw. 2.1).

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1.8.1  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmli-
che Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle 
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.8.2  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen (vgl. vorstehend Erw. 1.4). Hinsicht-
lich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob 
die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 
5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 
grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen; We-
ber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterlichen Würdigung von medizinischen Gut-
achten, JaSo 2020, S. 199).

1.8.3 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. Urteil BGer 8C_587/2020 vom 
5.2.2021 Erw. 3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungs-
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit 
schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 
Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 
stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 Erw. 3.2 m.H.).

1.8.4  In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
jedoch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im 

11

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten 
mehr Gewicht zukommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 
m.H.; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätz-
lich nicht nur für Hausärzte (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spe-
zialärztlich behandelnde Medizinalpersonen (vgl. Urteil BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; Urteil BGer 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit 
Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann 
daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-) 
Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 701/05 vom 5.1.2007 
Erw. 2 m.H.).

1.8.5 Schliesslich ist eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten nicht an sich 
unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Un-
terlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (vgl. RKUV 1988 Nr. U 56 
S. 371 Erw. 5b). Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, 
sofern ein lückenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. 
Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Be-
funde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden 
sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und 
das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen 
kann in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen 
erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurtei-
lung deutlich gemacht werden (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 
8C_608/2020 vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2; 
8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 m.H.).

2.1 Es ist seitens Parteien unbestritten, dass die Beschwerdeführerin - wie in 
der Schadenmeldung UVG vom 16. Februar 2017 vermerkt (Vi-act. A1; Bf-act. 
15) - am 12. Februar 2017 beim Skifahren stürzte. Nachdem die C.________ für 
die Folgen des Skiunfalls die gesetzlichen Leistungen erbracht hatte, informierte 
sie die Beschwerdeführerin am 31. Mai 2017 formlos über die Einstellung der 
Taggeldleistungen per 26. Juni 2017; gleichzeitig sicherte die C.________ ihr die 
Heilungskosten bis auf weiteres zu (vgl. vorstehend Ingress lit. B). Eine entspre-
chende förmliche Verfügung hat die C.________ indes nicht erlassen.

2.2 Mit Schadenmeldung UVG vom 13. Mai 2019 machte die Beschwerdefüh-
rerin per 5. April 2019 einen Rückfall bezüglich des Unfalls vom 12. Februar 2017 
geltend. Mit Verfügung vom 24. September 2019 - bestätigt mit vorliegend ange-

12

fochtenem Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 - eröffnete die 
C.________ der Beschwerdeführerin, dass für den gemeldeten Rückfall mangels 
Kausalität keine Leistungen aus der Unfallversicherung erbracht würden. Dem 
widerspricht die Beschwerdeführerin und verlangt in der Folge die Übernahme 
der im Jahre 2019 angefallenen Heilbehandlungskosten sowie - für den Zeitraum 
von Juni bis Dezember 2019 - die Ausrichtung von Taggeldern (vgl. vorstehend 
Ingress lit. H).

2.3 Zwischen den Parteien ist umstritten und daher einzig zu beurteilen, ob die 
durch die Beschwerdeführerin vorliegend geklagten Beschwerden auf das Unfal-
lereignis vom 12. Februar 2017 zurückzuführen sind und mithin ob die Ablehnung 
der Leistungen aus der Unfallversicherung für erfolgte Heilbehandlungen und der 
Ausrichtung von Taggeldern für den verlangten Zeitraum rechtmässig war (vgl. 
Beschwerde vom 27.2.2020 S. 2f. [Anträge Ziff. 2a/b]). Hierfür gilt es auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte abzustellen (vgl. vorstehend Erw. 1.8).

3. Bezüglich des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und dessen 
Behandlung sowie den fachärztlichen Beurteilungen und der versicherungsmäs-
sigen Fallbearbeitung ergibt sich dabei aus den Akten was folgt:

3.1.1 Die Teleradiologie (mittels CT Polyspirale HWS-Thorax-Abdomen) vom   
12. Februar 2017 ergab - als Folge eines Sturzes beim Skifahren am gleichen 
Tag - im Bereich der HWS den folgenden Befund (vgl. Bf-act. 28/1):

Wirbelsäule: Erhaltenes ventrales und dorsales Alignment. Degenerative Wir-
belsäulenveränderungen mit Atlantodentalarthrose sowie zervikal und thorakal be-
tonter Spondylose. Keine Wirbelkörperhöhenminderung. Nicht mit den hinteren 
Wirbelbogen fusionierter Proc. Costalis von LWK 1. Kein Frakturnachweis. Schlan-
ke prävertebrale Weichteile.

Zusammenfassend war kein Nachweis von Traumafolgen zerviko-thorako-
abdominal erkennbar (vgl. Bf-act. 28/1).

Alsdann wurde gemäss Notfallbericht vom 12. Februar 2017 des Spitals 
I.________ eine Commotio cerebri sowie eine unklare fokale Leberläsion (Seg-
ment 7) diagnostiziert bei folgenden Leiden bzw. Anamnese: Helm nicht beschä-
digt, Nasenbluten, keine Bewusstlosigkeit, initiale Kopfschmerzen 6/10 VAS, 
'trümmliges' Gefühl, Übelkeit und Stauchungsgefühl über der gesamten Wir-
belsäule. Es wurden dabei folgende Befunde erhoben (vgl. Vi-act. M1; vgl. Vi-act. 
M2; Bf-act. 35):

- …
Cor: … keine Halsvenenstauung … keine Strömungsgeräusche cervikal. 
Pulmo: … keine Thorax Kompressionsschmerzen … Wirbelsäule HWS Krepita-
tion über 4/5, restliche WS druckindolent … kein Meningismus.

13

- Labor: bland
- CT Traumaspirale: Keine intrakranielle Traumafolgen, keine Blutung, keine 

Fraktur, keine Dissektion in den zervikalen und intrakraniellen Gefässen. Restli-
ches CT telefonischer Befund: ausser fokale Leberläsion Segment 7 bland.

Die Beschwerdeführerin entschied sich gegen eine stationäre Überwachung.

3.1.2 Laut Schadenmeldung UVG der Arbeitgeberin (E.________ GmbH) vom 
16. Februar 2017 zu Handen der C.________ ist die Beschwerdeführerin am 12. 
Februar 2017 beim Skifahren auf den Kopf gestürzt und erlitt dabei eine Stau-
chung sowie Quetschung der Wirbelsäule bzw. eine Quetschung des Rückens 
(links und rechts) (vgl. Vi-act. A1; Bf-act. 15).

3.1.3 Mit ärztlichem Erstbericht des Spital I.________ zu Handen der 
C.________ vom 23. Februar 2017 wurde der Beschwerdeführerin bei gleich-
bleibender Diagnose (vgl. vorstehend Erw. 3.1.1) vom 12. bis 20. Februar 2017 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. Vi-act. M2).

3.1.4 Im ärztlichen Zwischenbericht vom 28. Februar 2017 nannte Dr.med. 
G.________ (FMH Allgemeine Innere Medizin) - als nachbehandelnder Arzt - 
Commotio cerebri/HWS-Distorsion als Folge eines Skiunfalls (vgl. Vi-act. M3). Es 
seien noch deutliche Einschränkungen und nachvollziehbare starke Kopfschmer-
zen bei Reizüberflutung etc. auszumachen; grundsätzlich liege jedoch bei der 
sehr motivierten Fitnesstrainerin mit sehr gutem körperlichem Allgemeinzustand 
eine gute Prognose vor. Es stehe die Arbeitsunfähigkeit mit Reizüberflutung im 
Vordergrund. Auch liege ein deutlicher, klassischer Muskelhartspann im Nacken-
bereich mit unmittelbarer Aktivierung bei zu starker körperlicher Belastung vor; 
hier werde insbesondere physiotherapeutisch gearbeitet; eine begleitende Os-
teopathie sei sinnvoll. Der Verlauf sei bei prolongierten Verläufen noch schwierig 
absehbar. Schliesslich bestehe ein postcommotionelles Syndrom sowie der St.n. 
HWS-Distorsion mit klassischen paravertebralen Schmerzen mit Ausstrahlung 
nach occipital-frontal sowie Richtung Schultern beidseits; aktuell sei keine Opti-
mierung möglich, die Beschwerdeführerin sei selbständig erwerbstätig und sehr 
an einem möglichst schnellen Wiedereinstieg interessiert (vgl. Vi-act. M3).

3.1.5 Am 6. März 2017 erfolgte auf Zuweisung von Dr.med. G.________ ein 
MRT der HWS nativ bei Fragestellung nach Status nach Trauma beim Skifahren 
am 12. Februar 2017 bzw. nach traumatischen ossären oder ligamentären Läsi-
onen bzw. traumatischer Diskushernie. Der radiologische Bericht von Dr.med. 
J.________ (FMH Radiologie) vom 6. März 2017 hält fest (Vi-act. M4; Bf-act. 13):

Befund & Beurteilung:

14

In Rückenlage Steilstellung der HWS und oberen BWS, keine Wirbelkörperdefor-
mierung der segmentalen Wirbelsäulenfehlstellung. Geringgradige Osteochondro-
sen und begleitende Spondylarthrosen mit Betonung des Bewegungssegmentes 
HWK 6/7. Beidseits kongruente Stellung der Wirbelbogenfacettengelenke. Kein 
Nachweis einer Läsion des Wirbelsäulenbandapparates. Keine aktivierten degene-
rativen Veränderungen. Normalbefund der Medulla oblongata und des zervikalen 
sowie oberen thorakalen Myelons. Insbesondere im Bereich des zervikothorakalen 
Überganges, hier Schmerzpunktmarkierung dorsal im Hautniveau, kein umschrie-
bener traumatischer Herdbefund. Paravertebrale Weichteile ohne pathologischen 
Herdbefund.

3.1.6 Mit Bericht vom 8. Mai 2017 zur Verlaufskontrolle vom 31. März 2017 und 
3. Mai 2017 zu Handen der C.________ hält Dr.med. G.________ fest, es sei ei-
ne leichte Besserung eingetreten, indes bestehe auch weiterhin ein sehr müh-
samer Dauerzustand mit intermittierend einschiessenden Schmerzen auf Höhe 
C7; diese seien elektrisierend, wobei in liegender Position eine leichte Besserung 
auszumachen sei. Die Patientin könne in ihrem Arbeitsalltag als Personal-Coach 
körperlich nicht unterstützend arbeiten. Die Beschwerden seien vorwiegend im 
Bereich des zervikothorakalen Überganges. Klinisch zeige sich eine Dysfunktion 
im CT mit massivster Druckdolenz im Bereich der oberen BWS. Eine paraverte-
brale Palpation sei möglich bei Hartspann, bei Palpation der Wirbelkörper weiche 
die Patientin jedoch aus. Initial seien physiotherapeutische Massnahmen denn 
auch kaum möglich gewesen; es sei daher primär mit weichen Techniken gear-
beitet worden. Sollten sich die Beschwerden nach nunmehr initialisierter Physio-
therapie nicht bessern, werde ein Verlaufstermin beim Rheumatologen verein-
bart. Zusammenfassend sei die Tendenz jedoch eindeutig steigend und die Pati-
entin sehr complient und sehr motiviert, die Arbeit möglichst schnell wieder voll 
aufzunehmen. Im Rahmen des gossen Traumas sei noch nicht von einem pro-
longierten Verlauf zu sprechen. Die aktuelle 50%-ige Arbeitsfähigkeit (seit 
2.3.2017; vgl. Vi-act. M6.2; M7) sei gerechtfertigt; sie brauche mehrere Pausen in 
ihrem Arbeitsalltag und sei auf Unterstützung angewiesen. Ferner weist er darauf 
hin, dass die Patientin eher gebremst denn forciert werden müsse (vgl. Vi-act. 
M5).

3.1.7 Gegenüber der C.________ beantwortete Dr.med. K.________ (Prakti-
scher Arzt FMH; FA manueller Medizin FMH; FA Vertrauensarzt FMH) am 24. 
Mai 2017 verschiedene Fragen. Bezüglich der Kausalität hielt der beratende Arzt 
fest, der Zusammenhang zwischen der geltend gemachten Gesundheitsschädi-
gung und dem Unfallereignis vom 12. Februar 2017 unter Berücksichtigung der 
vergangenen Zeitspanne sei nach wie vor mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
zu bejahen; als unfallfremd würden indes beginnende degenerative Veränderun-
gen im Bereich der HWS vorliegen. Es seien bis dahin drei Monate seit dem Un-

15

fallereignis vergangen, bildgebend seien keine wesentlichen Veränderungen 
festgestellt worden. Primär habe nicht die HWS im Vordergrund gestanden, so-
dass die Beschwerden der Wirbelsäule relativ spät aufgetreten seien. Unter die-
sen Umständen sollte die Arbeitsfähigkeit stufenweise ab 1. Juni 2017 auf 75% 
bzw. zwei/drei Wochen später auf 100% ausgedehnt werden (vgl. Vi-act. M6).

3.1.8 Gestützt darauf informierte die C.________ am 31. Mai 2017 die Be-
schwerdeführerin, dass sie ab dem 26. Juni 2017 infolge 100%-iger Arbeitsfähig-
keit keine Taggeldleistungen mehr ausrichten werde; für die Heilungskosten 
(Arzt, Physiotherapie und Medikamente) werde sie vorderhand und bis auf weite-
res aufkommen (vgl. Vi-act. A12; vgl. vorstehend Ingress lit. B). Dagegen setzte 
sich die Beschwerdeführerin nicht zur Wehr; sie verlangte keine anfechtbare Ver-
fügung.

3.2.1 Laut Schadenmeldung UVG der Arbeitgeberin vom 13. Mai 2019 zu Han-
den der C.________ hat die Beschwerdeführerin per 5. April 2019 einen Rückfall 
erlitten; sie leide nach dem Unfall vom 12. Februar 2017 nach wie vor an Be-
schwerden im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule; es habe sich kein beson-
deres Ereignis ereignet (vgl. Vi-act. A13; vorstehend Ingress lit. C).

3.2.2 Zuvor erfolgte am 2. Mai 2019 - auf Zuweisung von Dr. O.________ (Chi-
ropraktor SCG/ECU) - ein MRI der HWS, des kraniozervikalen Überganges und 
der BWS. Der daraufhin am 3. Mai 2019 erstellte radiologische Bericht von 
Dr.med. L.________ (Fachärztin FMH Radiologie & Neuroradiologie) hält fest 
(vgl. Vi-act. M10; Bf.-act. 3):

Befund
In den auf den kraniozervikalen Übergang zentrierten hochauflösenden Protonen-
densität Sequenzen normale symmetrische Darstellung der atlantookzipitalen und 
atlanoaxialen Gelenke und regelrechte Abbildung des atlantodentalen Gelenkes. 
Zentrierte Position des Dens axis im kraniozervikalen Übergang. Die Membrana 
tectoria, Membrana atlantooccipitalis posterior, die Ligamenta alaria und das Liga-
mentum transversum atlantis sind intakt.
Kein Hinweis auf Riss des Ligamentums longitudinale anterius und Ligamentum 
longitudinale posterius im Bereich der HWS und BWS. Steilstellung der HWS, re-
gelrechte thorakale Kyphose.
C2/C3 und C3/C4: Unauffällige Bewegungssegmente, die Neuroforamina sind frei.
C4/C5: Leichte Uncovertebralarthrose beidseits und links rezessale breitbasige 
Diskusprotrusion mit mässiggradiger Einengung des Neuroforamens links und mit 
möglicher foraminalen Irritation der Radix C5 links. Rechts ist das Neuroforamen 
frei.
C5/C6: Ventrale Spondylophytenbildungen und diskrete Uncovertebralarthrose 
beidseits. Dadurch geringgradige Einengung des Neuroforamens beidseits ohne 
sichere Nervenwurzelkompression beidseits. Leichte zirkuläre Diskusprotrusion, 
das Myelon wird nicht erreicht, kein Myelopathie-Signal.

16

C6/C7: Leichte zirkuläre Spondylophytenbildungen und zirkuläre Diskusprotrusion. 
Das Myelon wird knapp nicht erreicht, kein Myelopathie-Signal. Mittelgradige Ein-
engung des Neuroforamens beidseits mit möglicher foraminalen Irritation der Radix 
C7 beidseits.
C7/TH1: Foraminale Wurzeltaschenzyste (4mm) rechts, ansonsten unauffälliges 
Bewegungssegment.
TH1/TH2 bis TH4/TH5: Keine wesentlichen Segmentdegenerationen, diskrete fet-
tige Veränderung des Knochenmarks angrenzend an die Deckplatte TH4, unspezi-
fisch.
Kleines Wirbelkörperhämangiom (2mm) im Corpus vertebrae TH12 rechts para-
median. Foraminale Wurzeltaschenzyste (6mm) TH1/TH2 rechts.
TH5/TH6: Ventrale Spondylophytenbildung und leichte rechts rezessale breitbasi-
ge Diskusprotrusion ohne raumfordernde Wirkung. Die Neuroforamina sind frei.
TH6/TH7 bis TH9/TH10: Diskrete ventrale Spondylophytenbildungen und diskrete 
zirkuläre Diskusprotrusionen ohne wesentliche raumfordernde Wirkung auf allen 
Höhen, die Neuroforamina sind frei.
TH10/TH11 bis TH12/L1: Unauffällige Bewegungssegmente, die Neuroforamina 
sind frei. Wirbelkörperhämangiom (14mm) im Corpus vertebrae TH10 rechts lateral 
ohne paraspinale Komponente. Kleines Wirbelkörperhämangiom (5mm) im Corpus 
vertebrae TH11 auf der linken Seite. Normale Darstellung der Medulla spinalis vom 
C0 bis zum Conus medullaris ohne patholgische Signalintensität, fokale Schwel-
lung oder Atrophie. Keine intraspinale extramedulläre Pathologie. Im miterfassten 
Lebersegment 6/7 T2 hyperintense rundliche Raumforderung (15 x 8mm), am 
ehesten Hämangiom/Zyste. Ansonsten keine paraspinale Pathologie.

Es erfolgte eine abschliessende Beurteilung, wonach weder radiologisch sichtba-
re direkte Traumafolgen im Bereich der HWS und BWS noch leichte degenerati-
ve Veränderungen mit multisegmentalen leichten Spondylosen und Diskophatien 
im Bereich der HWS und BWS auszumachen seien. Durch foraminale Einengun-
gen sei eine Affektion der Radix C5 links und C7 beidseits möglich. Auch seien 
weder sichtbare pathologische Prozesse auf Höhe TH 4 noch foraminale Ner-
venwurzelkompressionen thorakal erkennbar (vgl. Vi-act. M10.1).

3.2.3 Mit Arztzeugnis vom 16. Mai 2019 zu Handen der C.________ hielt Dr. 
O.________ fest, seit dem Skiunfall am 12. Februar 2017 hätten sich in der Fol-
ge heftigste neuropathische Schmerzen in der Region von C7 bis T4 entwickelt; 
diese seien ständig sehr störend vorhanden und seien bis anfangs April 2019 
zumindest leicht milder geworden, nun aber nach zwei erhaltenen Massagen 
sehr stark störend wiedergekehrt. Die Beschwerden seien denn auch im Jahre 
2017 für eine Arbeitsunfähigkeit als Instruktorin für Personal Fitness für vier Mo-
nate verantwortlich gewesen; indes auch danach hätten starke Schmerzen in ei-
ner Zone zwischen C7 und T4, die kaum berührt werden dürften, persistiert. Die 
Patientin scheine sehr unter diesen Schmerzen zu leiden und könne diese kaum 
mehr ertragen. Dr. O.________ weist darauf hin, dass auf den MRI-Bildern vom                
6. März 2017 sowie vom 2. Mai 2019 Tarlov Zysten zu sehen seien. Diese seien 
jedoch im ersten radiologischen Bericht nicht erwähnte worden. Die Literatur be-

17

lege einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Zystenbildung respektive 
deren Aktivierung im Zusammenhang mit Unfällen. Tarlov Zysten seien oft von 
Nervengewebe durchsetzt und erklären neuropathische Schmerzen. Diese Zys-
ten würden bei der Patientin rechts bei C7 und T1 liegen und mit dem Schmerz-
bild korrelieren; dabei habe die Druckdolenzprüfung von C7 und T4 infolge ex-
tremer Hypersensibilität und massivem neuropathischem Schmerzempfinden an 
diesen Stellen nicht durchgeführt werden können. Alsdann stellte Dr. 
O.________ die vorläufige Diagnose von persistierenden neuropathischen HWS- 
und BWS-Schmerzen bei Tarlovzysten bei T1 und C7 rechts nach posttraumati-
scher Aktivierung. Als Ursache erkannte er Unfall und wies dabei darauf hin, 
dass vor dem Unfallereignis bei der Patientin keine HWS-/BWS-Schmerzen be-
kannt gewesen seien. Zudem habe er weitere Abklärungen bei Dr.med. 
M.________ (FMH Neurochirurgie) und bei Dr.med. N.________ (FMH Orthopä-
dische Chirurgie; Sportmedizin SGSM) veranlasst. Die Patientin sei zwar nicht 
arbeitsunfähig, diese sei jedoch beim gegenwärtigen Zustand gefährdet (vgl. Vi-
act. M8.1 [Ziff. 6f.]).

3.2.4 Am 21. Mai 2019 beantwortete die Beschwerdeführerin gegenüber der 
C.________ verschiedene Fragen. Sie hielt fest, ihre Beschwerden seien seit 
dem damaligen Unfall nicht weggegangen. In den Ferien am 13. April 2019 sei 
sie daher in die Massage gegangen und seither habe sie Schmerzen im Nacken- 
und Brustwirbelsäulenbereich, die nur schwer zu ertragen seien. Ursächlich sei 
der Sturz auf den Kopf am 12. Februar 2017 gewesen; nun habe sich der 
Schmerz nach der Massage massiv verschlimmert, so wie es nach dem Unfall 
gewesen sei. Die Schmerzen habe sie ständig gehabt, jedoch hätten sich diese 
seit Mitte April 2019 verschlimmert. Die Beschwerdeführerin wies darauf hin, 
dass sie bezüglich der Nacken- und Brustwirbelsäulenschmerzen mit starker Be-
wegungseinschränkung in Behandlung sei (vgl. Vi-act. A15).

3.2.5 Nach konsiliarischer Zuweisung von Dr. O.________ untersuchte Dr.med. 
N.________ die Beschwerdeführerin am 22. Mai 2019. Im entsprechenden Kran-
kengeschichtseintrag wird festgehalten, dass für die Beschwerdeführerin lang-
same Bewegungen möglich seien, ausser der forcierten Reklination; dies löse je-
des Mal einen heftigen Schmerz aus im Übergang C7 thorakal 1 zentral im WS-
Bereich. Zusätzlich bestehe eine extreme Empfindlichkeit sensibler Art um den 
Processus C7 und thorakal 1, aber weder Schwindel, Sensibilitätsstörung noch 
motorische Veränderungen oder Ausfälle. Die Schilderung der Schmerzcharakte-
ristik sei glaubwürdig und immer gleich. Schliesslich unterstützt Dr.med. 
N.________ die Hypothese von Dr. O.________, wonach es sich um posttrau-
matisch aktivierte Tarlov-Wurzeltaschenzysten bei C7/Th1 rechts handelt, welche 

18

die beschwerdeführerischen Symptome klar erklären könnten (vgl. Vi-act. 
M15.2). 

3.2.6 Auf Zuweisung von Dr.med. N.________ suchte die Beschwerdeführerin 
am 23. Mai 2019 Dr.med. U.________ auf (Facharzt FMH für Orthopädische 
Chirurgie). Dieser hält mit Bericht vom 23. Mai 2019 fest, dass die Reklination der 
Halswirbelsäule erheblich, die übrigen Bewegungsausmasse der Halswirbelsäule 
mittelgradig eingeschränkt seien; eine sensomotorische Auffälligkeit der oberen 
Extremitäten zeige sich nicht; die Hauptschmerzhaftigkeit zeige sich im Bereich 
des cervicothorakalen Übergangs und im Bereich der oberen Brustwirbelsäule. 
Bezüglich der Funktionsaufnahme der Halswirbelsäule würden sich deutliche 
Segmentdegenerationen bei C5/6 und C6/7 indes kein vollständiger Segmentkol-
laps in diesen Segmenten zeigen. In Bezug auf die MRI-Untersuchung verwies er 
auf den MRI-Befund vom 2. Mai 2019 und hielt fest (vgl. Vi-act. M11):

Procedere:
Die Ursache der Beschwerden lässt sich am heutigen Tage nicht mit eindeutiger 
Sicherheit verifizieren. Allerdings gehe ich davon aus, dass die degenerativen Ver-
änderungen an der Halswirbelsäule eine nicht unerhebliche Beteiligungsursache 
darstellen. Dementsprechend würde ich als ersten Schritt empfehlen, zu versu-
chen, durch eine schmerztherapeutische Interventionsbehandlung an diesen Fa-
cetten, die Beschwerden zu lindern. Dabei hätte die Intervention nicht nur eine the-
rapeutische Aufgabe, sondern auch die Mitfunktion der Findung der schmerzdomi-
nierenden Areale. 

3.2.7 Auf Zuweisung von Dr. O.________ suchte die Beschwerdeführerin am       
1. August 2019 Dr.med. habil. P.________ (Facharzt für Neurochirurgie) in der 
F.________-Klinik (Deutschland) auf. Dieser hielt mit ärztlichem Befundbericht 
vom 1. August 2019 zu Handen von Dr. O.________ fest (vgl. Vi-act. M12 und 
Vi-act. M18; Bf-act. 7):

… Die Patientin wird noch am Unfalltag im CT untersucht. Beil fehlender Darstel-
lung einer traumatischen Strukturveränderung wird die Patientin in die Häuslichkeit 
noch am Unfalltag entlassen. Seitdem gibt es MRT-Untersuchungen von 2017 und 
2019, in denen man im Zusammenhang mit dem Trauma zu sehende Wurzelta-
schenzysten C6/7 und C7/Th1 auf der rechten Seite sieht. Diese sind bei der 
Schmerzausstrahlung von klinischer Relevanz, da davon auszugehen ist, dass die 
aus dem Ganglion der rechten Seite ausgehenden Rami articulares für die 
Schmerzsituation verantwortlich sind. Diese Irritation der Nervi Luschkae durch die 
raumfordernden intra- und extraforaminalen Wurzeltaschenzysten können für diese 
Symptomatik als verantwortlich gelten. Im Zusammenhang mit der klinischen Sym-
ptomatik, die über die letzten 2 Jahre trotz aller Versuche der konservativen The-
rapie nicht gebessert werden konnten, habe ich mit der Patientin im Sinne der Ul-
tima ratio eine operative Revision der Facettengelenke C7/Th1 und C6/7 erörtert. 
…

19

3.2.8 Mit Schreiben vom 20. August 2019 ersuchte Dr. O.________ namens der 
Beschwerdeführerin die C.________ um Kostenübernahme des von Dr.med. 
P.________ aufgezeigten mikrochirurgischen Eingriffs in der F.________ Klinik 
in ________. Begründet wurde der Antrag damit, dass die neuen Abklärungen 
mittels MRI die mit der Symptomatik einhergehenden Befunde von zwei post-
traumatischen Wurzeltaschenzysten bei C7/T1 und T1/2 dokumentieren würden, 
welche Dr. O.________ als Ursache der Beschwerden erkenne. Da die Sympto-
matik der Beschwerdeführerin jedoch nicht der Norm entspreche, einzig die post-
traumatischen Wurzeltaschenzysten die Problematik erklären könnten und zu-
dem aus seiner Sicht keine anderen Ursachen plausibel seien, habe er weiter re-
cherchiert. Die entsprechende Recherche hätte ergeben, dass mit hoher Wahr-
scheinlichkeit die posttraumatischen Wurzeltaschenzysten für die Symptomatik 
verantwortlich seien. In Absprache mit Dr.med. P.________, dem einzigen dies-
bezüglich spezialisierten Chirurgen in der Umgebung der Schweiz, habe er zu-
dem Kontrollinfiltrationen in die Umgebung der Zysten mit Lidocain und Naropin 
(u.a. am 25.7.2019) an der Y.________ durch Dr.med. Q.________ durchführen 
lassen; wobei diese die Zysten als Schmerzursache bestätigt hätten (vgl. Vi-act. 
M13). Gleichentags erklärte Dr. O.________ die Beschwerdeführerin (seit dem 
24.6.2019) bis zum 26. September 2019 zu 50% als arbeitsunfähig (vgl. Vi-act. 
M14).

3.2.9 Im Rahmen dieses Kostengutsprachegesuchs beantwortete Dr.med. 
N.________ am 29. August 2019 gegenüber der C.________ verschiedene Fra-
gen - unter Verweis auf den Krankengeschichtseintrag vom 22. Mai 2019 (vgl. 
hierzu vorstehend Erw. 3.2.5). Er wies unter anderem darauf hin, dass die Be-
schwerdeführerin dauernde - zum Teil sehr heftig einschiessende - Hals-
/Nackenbeschwerden im Bereich C7/Th1 mit einer Intensität von 8-10/10 geltend 
mache; langsame Bewegungen seien möglich. Hingegen komme es beim 
Zurückneigen/Reklination des Kopfes beim Aufwärtsschauen jedes Mal zu mas-
sivsten Schmerzreaktionen im Schulter- und Halsbereich. Im Heilungsverlauf 
würden keine unfallfremden Faktoren mitspielen; die Beschwerdeführerin sei als 
Fitnesstrainerin und Sportlerin extrem gut trainiert. Da sich schliesslich wenige 
Wirbelsäulen-Spezialisten mit dem beschwerdeführerischen Krankheitsbild einer 
Tarlov-Zyste auskennen würden, habe man sich in Deutschland umgesehen und 
dabei einen hochspezialisierten, mehrfach publizierenden Spezialorthopäden ge-
funden, zu dem die Beschwerdeführerin denn auch Vertrauen gefasst habe (vgl. 
Vi-act. M15).

3.2.10 In seiner versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 13. September 
2019 beantwortete der beauftragte Vertrauensarzt Dr.med. R.________ (Allge-

20

meine Innere Medizin FMH; FA Vertrauensarzt SGV) zahlreiche Fragen der 
C.________ (vgl. Vi-act. M16.3ff.; Bf-act. 10). Er wies darauf hin, dass die initial 
vorliegenden Beschwerden überwiegend wahrscheinlich kausal zum Ereignis 
vom   12. Februar 2017 zu klassifizieren seien; hingegen sei die Persistenz der 
Beschwerden durch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule bedingt bzw. 
die Wurzeltaschen seien als degenerativ zu klassifizieren. Aufgrund der ihm vor-
liegenden Unterlagen könne von keinem Dauerschaden oder gar richtunggeben-
den Verschlechterung ausgegangen werden; ohne Nachweis objektivierbarer 
struktureller traumatischer Läsionen könne maximal eine vorübergehende Ver-
schlimmerung anerkannt werden; spätestens ein Jahr nach Ereignis sei der Sta-
tus quo sine erreicht. Auf die Frage, ob es sich vorliegend um einen Rückfall 
handeln könnte, hält Dr.med. R.________ fest, dass die anhaltenden Beschwer-
den der Versicherten und mithin auch darauf basierende Arbeitsunfähigkeit sowie 
die in Aussicht gestellte Operation allesamt als unfallfremd zu klassifizieren sei-
en. In seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung hält Dr.med. R.________ 
fest (vgl. Vi-act. M16.2f.):

… Im Spital I.________ wird die Diagnose Commotio cerebri gestellt, welche als 
überwiegend wahrscheinlich kausal zum Ereignis vom 12.02.2017 klassifiziert 
werden muss. Objektivierbare strukturelle traumatische Läsionen konnten aber 
nicht nachgewiesen werden.
Eine Commotio cerebri ohne objektivierbare strukturelle traumatische Läsionen 
heilt gemäss K.-D. Thomann, Personenschäden und Unfallverletzungen, Refe-
renzverlag 2015, folgenlos ab und hinterlässt keine gesundheitlichen Folgen. Die 
wesentlichen Symptome der Commotio cerebri sind gemäss K.-D. Thomann nach 
ungefähr 3 Tagen abgeklungen, leichte Befindungsstörungen können für einige 
Wochen jedoch verbleiben. Jedoch kann kein Dauerschaden oder gar richtungge-
bende Verschlechterung geltend gemacht werden.

Bei der Versicherten resultiert ein persistierendes Schmerzsyndrom der HWS und 
BWS. Objektivierbare strukturelle traumatische Läsionen konnten nie nachgewie-
sen werden. Es werden nun von Prof. Dr.med. P.________ im Zusammenhang mit 
dem Trauma zu sehende Wurzeltaschenzysten geltend gemacht. Gemäss Prof. 
Dr.med. Chr. Woiciechowsky, Chefarzt Rückenmedizin und Wirbelsäulenchirurgie, 
Departement für Bewegungschirurgie, Vivantes Humboldt-Klinikum Berlin, sind 
Wurzeltaschenzysten relativ häufig und sind erstmals 1938 von Tarlov beschrieben 
worden. Sie sind meistens multipel und dadurch charakterisiert, dass sie Nerven-
wurzelfasern enthalten, wodurch sie sich von den extraduralen Zysten unterschei-
den. Die Ursache der Zysten ist unklar. Wahrscheinlich spielen genetische Fakto-
ren eine Rolle, wodurch die Festigkeit der Dura an diesen Übergangsstellen ge-
schwächt ist und somit ballonartig infolge des Nervenwasserdrucks ausbuchten 
können. Die Zysten werden meist als Zufallsbefund im Rahmen der Diagnostik von 
degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen gefunden. Der Nachweis von Zysten 
beweist nach einem Trauma Unfallkausalität nicht. Ohne Nachweis objektivierbarer 
struktureller traumatischer Läsionen, sowohl in CT- und MRI-Untersuchungen kann 
kein Dauerschaden geltend gemacht werden, sondern maximal eine vorüberge-
hende Verschlimmerung. Die Persistenz von Beschwerden beweist eine Unfall-

21

kausalität nicht. Eine blosse Beurteilung nach dem Prinzip post hoc ergo         
propter hoc genügt nicht um eine dauerhafte Unfallkausalität zu beweisen, denn 
eine blosse zeitliche Korrelation genügt nicht. Auch müsste gemäss Mense et al. 
nach Monaten bei Vorliegen struktureller traumatischer Schäden eine Kontraktur 
oder Atrophie nachgewiesen werden. Dies ist hier ebenfalls nicht der Fall. Gemäss 
E. Bär, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, ein Update, in medi-
zinischer Mitteilung der SUVA Nr. 79, ist spätestens 6 Monate nach Ereignis Un-
fallkausalität zu terminieren. Ausnahmsweise kann eine Unfallkausalität bis maxi-
mal ein Jahr anerkannt werden, dann ist jedoch der Status quo sine festzusetzen. 
Ohne objektivierbare strukturelle traumatische Läsionen ist maximal ein Jahr nach 
Ereignis der Status quo sine erreicht. Die in Aussicht gestellte Operation zur Sanie-
rung der Wurzeltaschen klassifiziert als unfallfremd.

3.2.11 Mit Verfügung vom 24. September 2019 verneinte die C.________ einen 
Anspruch auf Versicherungsleistungen bezüglich des geltend gemachten Rück-
falls vom 13. Mai 2019 bzw. eine Kostengutsprache für den operativen Eingriff in 
der F.________ Klinik in ________ gestützt auf das versicherungsmedizinische 
Beurteilung von Dr.med. R.________ vom 13. September 2019 mit der Begrün-
dung, das Unfallereignis vom 12. Februar 2017 habe lediglich zu einer vorüber-
gehenden Verschlimmerung geführt und der Status quo sine sei spätestens ein 
Jahr nach dem Ereignis erreicht worden (vgl. Vi-act. A37).

3.2.12 Am 25. September 2019 unterzog sich die Beschwerdeführerin an der 
F.________ Klinik in ________ einer mikrochirurgischen Inspektion und Resekti-
on der zystischen Strukturen. In seinem Entlassungsbericht vom 2. Oktober 2019 
zeigt der vor Ort behandelnde Arzt Dr.med. P.________ auf (vgl. Vi-act. M19; Bf-
act. 12):

… Der intraoperative Befund entspricht einer grossen Wurzeltaschenzyste Th1/2 
auf der rechten Seite, wobei die perineuralen Strukturen fest mit der Umgebung 
des Extraforaminalraumes verwachsen sind. Der Nerv selber wird ummantelt, um 
weitere Zuflüsse zu verhindern, und die Zyste wird drainiert. Aufgrund der Raffung 
der Zystenwand und der Sicherung der Raffung mit einer Umklebung ist hier nicht 
wieder mit einem Auftreten einer erneuten, unter Druck stehenden Liquorzyste zu 
rechnen. Im Bereich C7/Th1 lässt sich der Nerv ausgesprochen schwierig aus dem 
epiduralen, bis ins Foramen reichenden Narbengewebe, welches zweifelsohne die 
Folge des Traumas ist, herausprägerieren. Hier gibt es Gelenkanteile, die bis nach 
intraforaminal reichen und die im Zusammenhang mit der Bildgebung als zumin-
dest ein Teil der zystischen Strukturen identifiziert werden. …

3.2.13 In seinem Operationsbericht vom 4. Oktober 2019 hält Dr.med. 
P.________ zudem was folgt fest (vgl. Vi-act. M20; Bf-act. 8):

… Wir beginnen mit einer Foraminotomie C7/Th1. Hier fällt insbesondere auf, dass 
Anteile vom Gelenk bis weit nach extraforaminal im Sinne eines Ganglions reichen. 
Darunter Dekompression der Nervenwurzeln. Nach Resektion der Ganglionanteile 
Darstellen der kleinen Wurzeltaschenzyste. Diese ist vermutlich posttraumatisch 
entstanden. Bei den Zugängen zu dem Foramen C7/Th1 auf der rechten Seite fal-

22

len alte Hämosiderinablagerungen im Bandapparat auf. Dieses muss der traumati-
schen Genese dieser Pathologie zugeordnet werden. Nachdem die Nervenwurzel 
C7 im Foramen vollständig mobilisiert wird, Umlegen mit einem Tachosilvlies und 
Wechsel des OP-Gebietes nach C7/Th1. Hier ebenso Foraminotomie. Dieses ge-
lingt unkompliziert. Die traumatischen Veränderungen hier sind deutlich geringer. 
Verfolgen der Nervenwurzel bis über das Ganglion hinaus. Dahinter eine nach ven-
tral reichende Wurzeltaschenzyste, die stark mit fibrotischem Gewebe im extrafo-
raminalen Raum verbunden ist. …

3.2.14 Mit ärztlichem Zeugnis vom 26. Oktober 2019 attestierte Dr. O.________ 
der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 50% vom 24. Juni bis        
24. September 2019, von 100% vom 25. September bis 20. Oktober 2019, von 
75% vom 21. Oktober bis 11. November 2019 und von 50% voraussichtlich ab 
12. November bis 30. November 2019 (vgl. Vi-act. M21).

3.2.15 Im Rahmen des durch die Beschwerdeführerin eingeleiteten Einsprache-
verfahrens und der neu eingereichten Unterlagen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.12ff.) 
stellte die C.________ ihrem beratenden Arzt Dr.med. R.________ weitere Fra-
gen (vgl. Vi-act. M22.6; Bf-act. 9). Dieser hält dabei im Wesentlichen an seiner 
Stellungnahme vom 13. September 2019 fest bzw. präzisiert diese in seiner 
zweiten versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 13. November 2019, wel-
che die Grundlage für den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom            
28. Januar 2020 bildete (vgl. Erw. 3a). Dr.med. R.________ weist dabei darauf 
hin, dass allein der Nachweis einer zystischen Struktur nach einem Trauma eine 
Unfallkausalität nicht zu beweisen vermöge; Wurzeltaschenzysten seien meist 
am Übergang der dorsalen Nervenwurzeln ins Ganglion lokalisiert und würden 
typischerweise im Kreuzbein auftreten; sie seien meistens multipel und dadurch 
charakterisiert, dass sie Nervenwurzelfasern enthalten würden; die Ursache der 
Zysten sei dabei unklar; wahrscheinlich würden genetische Faktoren eine Rolle 
spielen, wodurch die Festigkeit der Dura an diesen Übergangsstellen ge-
schwächt sei und somit ballonartig infolge des Nervenwasserdrucks ausbuchten 
könne. Dass Wurzeltaschenzysten auf Höhe C7/Th1 und Th1/2 auf der rechten 
Seite gefunden worden seien, spreche für einen Vorzustand und gegen ein Ent-
stehen durch traumatische Ursache; bei der Beschwerdeführerin würden bereits 
Segmentdegenerationen vorliegen. Das Entstehen der Nervenwurzeltaschenzys-
ten durch das Trauma vom 12. Februar 2017 sei zwar möglich, lasse sich jedoch 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beweisen. Die Wurzeltaschenzysten 
seien als degenerativ zu qualifizieren und hätten auch in der Schweiz durch Neu-
rochirurgen behandelt werden können (vgl. Vi-act. M22.2ff.; Bf-act. 9).

3.2.16 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 28. Januar 2020 hält die 
C.________ gestützt auf die oberwähnten Berichte ihres beratenden Arztes 

23

Dr.med. R.________ fest (vgl. lit. P; Ziff. 3a), dass das Ereignis vom 12. Februar 
2017 für die ab Frühling 2019 geklagten Beschwerden im Zusammenhang mit 
den Wurzeltaschenzysten nicht ursächlich gewesen sei; die beschwerdeführeri-
sche Argumentation, vor dem Unfall seien keine Zysten bekannt gewesen, ver-
möge dem nichts entgegen zu setzen; diese Argumentation ziehe auf eine un-
zulässige Würdigung nach der Formel 'post hoc ergo propter hoc' ab; nicht jede 
nach einem Unfall auftretende gesundheitliche Störung sei nach dieser Formel 
zwangsläufig als unfallbedingt zu qualifizieren (vgl. Erw. Ziff. 3a). Mithin sei mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die ab Mai 2019 be-
handlungsbedürftigen Wurzeltaschenzysten nicht auf das Ereignis vom 12. Fe-
bruar 2017 zurückzuführen seien; ein Rückfall oder Spätfolgen seien nicht aus-
gewiesen (vgl. Erw. Ziff. 3b).

3.3.1 Vor Verwaltungsgericht macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen 
geltend, die Rückenbeschwerden im Bereich der Gelenke C7/T1 und T1/T2 - 
ausgehend von zwei Nervenwurzeltaschenzysten - seien auf das Unfallereignis 
vom 12. Februar 2017 zurückzuführen; die entsprechenden Gelenke seien vor 
dem Unfallereignis gesund gewesen und hätten keine vorbestehenden, degene-
rativen Veränderungen gezeigt (vgl. Stellungnahme vom 27.7.2020 u.a. S. 11 lit. 
c/S. 22 Ziff. 5.2.1.3ff.). Sie reichte hierzu weitere ärztliche Stellungnahmen nach.

3.3.2 Gemäss Stellungnahme des operativ behandelnden Arztes Dr.med. habil. 
P.________ vom 12. Februar 2020, würden die intraoperativen Befunde ganz 
klar eine traumatische Ursache beweisen; Hämosiderinablagerungen, die Struk-
turveränderungen im epiduralen Narbengewebe würden keine andere Schluss-
folgerung zulassen, als dass diese Zyste posttraumatisch durch eine primäre Du-
raverletzung verursacht, entstanden sei; für eine anderweitige Genese der Zys-
ten gäbe es keine Erklärung (vgl. Vi-act. M23; Bf-act. 11).

3.3.3 Gestützt darauf ersuchte die C.________ erneut ihren beratenden Arzt 
Dr.med. R.________ um Beantwortung weiterer Fragen bzw. um neuerliche Be-
urteilung (vgl. Vi-act. M24), wozu sich dieser mit versicherungsmedizinischer 
Stellungnahme vom 29. April 2020 äusserte und dabei im Wesentlichen an sei-
nen Ausführungen in seinen früheren Stellungnahmen vom 13. September 2019 
sowie 13. November 2019 festhielt bzw. diese präzisierte (vgl. Vi-act. M25). Er 
erneuerte dabei die Diagnose von Wurzeltaschenzysten im Bereich zwischen 
C6/Th1 und Th1/C2 auf der rechten Seite. Gemäss der Vigdis Thompson Foun-
dation, welche sich u.a. der Erforschung, Etablierung und Publikation der Arach-
noiditis und Tarlov-Zysten widme, seien diese eine Erkrankung der weichen Rü-
ckenmarkshäute des Wirbelsäulenkanals, d.h. des Spinalkanals. Wurzeltaschen-

24

zysten bzw. Tarlov-Zysten seien eine seltene Erkrankung, die sich bei den Be-
troffenen durch weitere Symptome äussern könne. Der unterhalb der Arachnoi-
dea liegende Liquorraum sei ein sensibles System; gerate dieses aus dem 
Gleichgewicht oder entzünde sich diese, komme es infolgedessen zur Bildung 
von Narbengewebe und Verklebungen; diese krankhaft gestörten Druckverhält-
nisse würden am Übergang der dorsalen Nervenwurzel und Spinalganglion zu 
einer Zyste führen; es seien Entzündungen, die nach langem Entwicklungspro-
zess erst spät zu Symptomen führen würden. Gemäss Literatur seien diese Zys-
ten in der Regel durch über Jahre hinweg erfolgte Entzündungen bzw. entwick-
lungsbedingt erworben. Im vorliegenden Fall werde ausnahmsweise eine trauma-
tische Ursache angenommen, einzig basierend auf einem Sturzereignis sowie 
auf einem intraoperativen Befund mit Narbengewebe und Hämosiderinablage-
rungen; einzig darauf gestützt, könne jedoch keine traumatische Ursache bewie-
sen werden, denn es handle sich dabei um unspezifische Befunde; ein Narben-
gewebe sei kein Beweis für eine traumatische Ursache, denn Entzündungen 
würden ebenfalls zu Narbengewebe führen. Akne, eine Entzündung der Haut, sei 
das einfachste Beispiel, dass Narben kein spezifischer traumatischer Befund sei; 
für Narbengewebe sei folglich kein Trauma erforderlich, sondern könne auch 
entzündlich entstehen. Auch bei Gelenksentzündungen führe der Entzündungs-
prozess zu Narbengewebe, auch ohne jegliche Traumata. Komme hinzu, dass 
die Beschwerdeführerin bereits deutliche Segmentdegenerationen, welche vor-
bestehend seien, in den betroffenen Segmenten aufweise. Anlässlich der bildge-
benden Befunde im Jahre 2017 und 2019 hätten denn auch keine objektivierba-
ren strukturellen traumatischen Schäden nachgewiesen werden können, jedoch 
bereits relevante degenerative Veränderungen. Auch könne mit Hämosiderinab-
lagerungen keine traumatische Ursache hergeleitet werden; denn Eisen werde 
proteingebunden intrazellulär als Ferritin oder Hämosiderin gespeichert; Hämosi-
derin lasse sich nur intrazellulär auffinden, vor allem in speziellen Zellen (Makro-
phagen); es gäbe Krankheiten mit vermehrten Eisenablagerungen im Organis-
mus, welche als Hämosiderosen bezeichnet werden; Hämosiderin belagerte Ma-
krophagen würden sogar bei einer Herzinsuffizienz im Speichel nachgewiesen. 
Mithin sei das Vorliegen von Hämosiderineinlagerungen in Zysten kein spezifi-
scher traumatischer Befund. Dr.med. R.________ weist ferner darauf hin, dass 
die intraoperativ gefundene Gelenkzyste eher selten sei, wobei die Bildung von 
Gelenkzysten nicht gänzlich geklärt sei; man nehme an, dass ein abgenütztes 
Wirbelgelenk einer Zellvermehrung seiner Gelenkkapsel begünstige, welche sich 
dann zystenartig in den Wirbelkanal vorwölbe und dann auf Nervenwurzeln drü-
cke; Gelenkzysten seien selten traumatisch sondern meist degenerativ bedingt; 
dabei nehme man an, dass ein abgenütztes Wirbelgelenk eine Zellvermehrung 

25

seiner Gelenkkapsel begünstige; gelegentlich könne auch ein Trauma als Ent-
stehungsursache nachgewiesen werden. Vorliegend sei jedoch davon auszuge-
hen, dass das Trauma vom 12. Februar 2017 einen Vorzustand symptomatisch 
hat werden lassen (vgl. Vi-act. M25 [S.3-6]). Die neuerlich eingereichten intra-
operativen Befunde (Wurzeltaschenzysten; Gelenkzysten; Narbengewebe; Hä-
mosiderinablagerungen) würden nicht auf Unfallkausalität hinweisen, zumal die 
Beschwerdeführerin zeitnah zum damaligen Ereignis relevante degenerative 
Veränderungen aufgewiesen habe (vgl. Vi-act. M25 [S. 6-7]).

3.3.4 Mit radiologischem Bericht vom 6. Juli 2020 ergänzte Dr.med. J.________ 
seinen Bericht vom 6. März 2017. Er gibt dabei zu Handen des Hausarztes 
Dr.med. G.________ gestützt auf die MRT der HWS nativ vom 6. März 2017 und 
die Befundergänzungen vom 14. Mai 2019 (nicht in den Akten) folgende Beurtei-
lung ab (vgl. Bf-act. 25.1):

In Rückenlage Steilstellung der HWS und oberen BWS, keine Wirbelkörperdefor-
mierung oder segmentale Wirbelsäulenfehlstellung. Geringgradige Osteochondro-
sen und begleitende Spondylarthrosen mit Betonung des Bewegungssegmentes 
HWK6/7. Beidseits kongruente Stellung der Wirbelbogenfacettengelenke. Kein 
Nachweis einer Läsion des Wirbelsäulenbandapparates. Keine aktivierten degene-
rativen Veränderungen. Normalbefund der Medulla oblongata und des zervikalen 
sowie oberen thorakalen Myelons. Normvariante Wurzeltaschenzyste C8 (5mm) 
und TH1 (7mm) rechts. Insbesondere im Bereich des zervikothorakalen Übergan-
ges, hier Schmerzpunktmarkierung dorsal im Hautniveau, kein umschriebener 
traumatischer Herdbefund. Paravertebrale Weichteile ohne pathologischen Herd-
befund. 

3.3.5 In ihrem - zu Handen von Dr. O.________ - ergänzenden radiologischen 
Bericht vom 14. Juli 2020 weist Dr.med. L.________ nach Beurteilung der Unter-
suchungen CT HWS vom 12. Februar 2017, MR HWS vom 6. März 2017, MR 
HWS vom 2. Mai 2019 und CT-Infiltrationen HWS vom 25. Juli 2019 sowie 13. 
Juli 2020 auf Folgendes hin (vgl. Bf-act. 24):

In der CT-Untersuchung der HWS vom 25.07.2019 zeigt sich die von den MRI Un-
tersuchungen (06.03.2017 und 02.05.2019) bekannte Wurzeltaschenzyste (6mm) 
auf Höhe TH1/TH2 rechts, was in der CT-Untersuchung vom 12.02.2017 nicht 
sichtbar ist.

In der MRI-Untersuchung vom 06.03.2017 (22 Tage nach dem Unfall) besteht eine 
punktförmige T2 Hyperintensität posterior vom Ligamentum longitudinale anterius 
auf Höhe C6/C7, was für einen anterioren Anulusriss typisch ist und was in der 
letzten MRI Untersuchung mit höherer Auflösung (3 Tesla-Gerät) - bei eindeutiger 
Darstellung - bestätig wird. Ein anteriorer Anulusriss ist eine typische traumabe-
dingte Veränderung. Auf der gleichen Höhe besteht im MRI vom 06.03.2017 auch 
eine breitbasige Diskusprotrusion mit einer rechts rezessalen Betonung und mit 
Anhebung des Ligamentums longitudinale posterius und ein diskretes Knochen-
marködem in den Endplatten C6/C7 rechtslateral paraforaminal. Dieses Knochen-

26

marködem ist in der letzten MRI Untersuchung vom 28.04.2020 [Anmerkung des 
Gerichts: hierzu liegt kein Befund in den Akten] nicht nachweisbar, somit handelt 
es sich überwiegend wahrscheinlich um traumabedingte Mikrofrakturen in diesem 
Bereich (versus degenerative Veränderung wie z.B. Osteochondrose, was im Ver-
lauf eher eine Verschlechterung aufweisen würde).

3.3.6 Dr. O.________ hält in seiner 50 Seiten starken Stellungnahme vom 24. 
Juli 2020 (vgl. Bf-act. 27) zu den Ausführungen von Dr.med. R.________ vom 
29. April 2020 (vgl. S. 27 lit. F) im Wesentlichen fest, dass die beschwerdekausa-
len Nervenwurzelzysten C7/T1 und T1/T2 rechts - entgegen der vorinstanzlichen 
Behauptung - gemäss CT vom 12. Februar 2017 nicht vorbestanden hätten (vgl.    
S. 26 lit. E i.V.m. lit. C.2.b./C.2.c./ D.1./D.2./D.3.; S. 47 F.24.). Diese seien erwie-
senermassen zwischen dem 12. Februar 2017 und dem 6. März 2017 an der 
Hauptschmerzstelle C7 unmittelbar nach dem Unfallereignis entstanden und sei-
en daher mit überwiegend wahrscheinlicher natürlicher Kausalität unfallbedingt 
entstanden. Man habe es dannzumal verpasst, anlässlich der MRI-Aufnahmen 
vom 6. März 2017 die entsprechende Diagnose der Nervenwurzeltaschenzysten 
bei C7/T1 und T1/T2 zu stellen; diese habe er erst mit zwei Jahren Verspätung 
erkannt (vgl. S. 29 oberer Abschnitt). Komme hinzu, dass im Bereich der Seg-
mente C7/T1 und T1/T2 weder auf den CT Bildern vom 12. Februar 2017, noch 
auf den MRI-Aufnahmen vom 6. März 2017 und vom 2. Mai 2019 und auch nicht 
auf den Röntgenaufnahmen vom 23. Mai 2019 irgendwelche Anzeichen von De-
generation zu erkennen gewesen wären; es seien keine entsprechenden radiolo-
gischen Befunde erhoben worden (vgl. S. 41ff. F.15ff.; S. 47). Mithin seien dege-
nerative Veränderungen definitiv nicht die Ursache der persistierenden Schmer-
zen der Beschwerdeführerin (vgl. S. 26 lit. E). Zudem verweist Dr. O.________ 
auf den neuerlichen radiologischen Bericht von Dr.med. L.________ vom 14. Juli 
2020, wonach gestützt auf das MRI vom 6. März 2017 traumatische Befunde 
(Anteriorer Anulusriss der Bandscheibe bei C6/C7; Knochenmarködem in den 
Endplatten C6/C7) bzw. objektivierbare strukturelle traumatische Läsionen er-
sichtlich seien (vgl. S. 48 F.25.); insofern würden sich die Aussagen von Dr.med. 
R.________, dass nach dem Unfall keine objektivierbaren strukturellen traumati-
schen Läsionen vorlägen, als falsch erweisen (vgl. S. 29; S. 36 F.9.4f.; S. 45f. 
F.21.). In diesem Zusammenhang gelte es denn auch zu beachten, dass Dr.med. 
R.________ die bildgebenden Beweise nie einverlangt bzw. gesichtet habe (vgl. 
S. 32). Ohnehin beweise das anlässlich der Operation gesichtete und entfernte 
epidurale Narbengewebe sowie die Blutspuren und die damit verbundenen intra-
operativen Befunde ein Trauma, bei ansonsten gesunden, nicht degenerierten 
Gelenken C7/T1 und T1/T2 (vgl. S. 36, F.9.4f.; S. 39; S. 43f. F.18.). Die sieben 
Befunde von einer posttraumatischen Nervenwurzeltaschenzyste bei C7/T1 
rechts, einer grossen posttraumatischen Nervenwurzeltaschenzyste bei T1/T2 

27

rechts, einer posttraumatischen Gelenkzyste C7/T1 rechts, eines epiduralen Na-
rbengewebe (die Nervenwurzel C8 behindernd), Hämosiderinablagerungen, ei-
nes anterioren Anulusrisses bei C6/C7 und eines Knochenmarködems bei C6/C7 
seien alle unfallkausal (vgl. S. 49). Zudem habe Dr.med. R.________ das Unfal-
lereignis zu Unrecht verharmlost bzw. bagatellisiert; dessen Aussage, die Be-
schwerdeführerin sei beim Skifahren frontal auf den Kopf gestürzt, gelte es daher 
insofern zu präzisieren, als sie bei einer Kompression in die Luft gewirbelt und 
frontal aus einer Höhe von ca. 2.5m Kopf voran direkt auf den Schädel gefallen 
sei. Schliesslich hätte die Beschwerdeführerin vor dem Ereignis vom 12. Februar 
2017 keine Beschwerden gehabt, wobei erst die Operation in Deutschland Bes-
serung gebracht habe (vgl. S. 35; S. 44; S. 48).

3.3.7 Alsdann gelangte die C.________ mit weiteren Fragen an ihren beratenden 
Arzt Dr.med. R.________, welcher den Facharzt für Radiologie, Dr.med. 
V.________, hinzuzog. Gestützt auf dessen Stellungnahme vom 14. Oktober 
2020 (vgl. Beilage 3) beantwortete Dr.med. R.________ am 20. Oktober 2020 
die entsprechenden Fragen (vgl. Vi-act. Beilage 2). Er hielt dabei im Wesentli-
chen an seinen vorangegangenen Ausführungen fest. Ergänzend stellt er fest, 
dass im CT vom   12. Februar 2017 retrospektiv eine Wurzeltaschenzyste C8 
rechts sowie degenerative Veränderungen bereits am Unfalltag hätten nachge-
wiesen werden können, sowie dass auf der Höhe HWK7 und BWK1 gar eine 
Synovialzyste zu vermuten sei; frische, traumatische Läsionen seien hingegen 
nicht ersichtlich (vgl. S. 4 Abs. 1; S. 7 Frage 1/2/3/4 i.V.m. i.V.m. Stellungnahme 
von Dr.med. V.________ vom 14.10.2020 S. 10 Frage 1/2/3/4). Ein Anulusriss 
sei zudem kein spezifischer traumatischer Befund, im Gegenteil sei dieser vor-
wiegend degenerativ; für einen traumatischen Anulusriss bedürfe es zwingend 
relevanter Begleitverletzungen (vgl. S. 8f. Frage 5 i.V.m. Stellungnahme von 
Dr.med. V.________ vom 14.10.2020 S. 8 Abs. 9ff. und S. 11 Frage 6). Bezüg-
lich des Knochenmarködems führt er aus, dass diese am ehesten auf eine leicht 
entzündliche Aktivität der Osteochondrosis zurückzuführen sei; bereits am Unfall-
tag würden sich in den CT unterlagen eine Mehrsklerose und kleine Erosionen 
der Abschlussplatten erkennen lassen. Ohne objektivierbare strukturelle trauma-
tische Läsionen mit bereits zeitnahem Nachweis von degenerativen Veränderun-
gen seien diese Befunde als überwiegend wahrscheinlich degenerativ zu klassifi-
zieren (vgl. S. 10 Frage 6 i.V.m. Stellungnahme von Dr.med. V.________ vom 
14.10.2020 S. 9 Abs. 3ff. und S. 11 Frage 7). Ebensowenig seien Narbengewebe 
und Hämosiderineinlagerungen spezifisch traumatische Befunde, da diese auch 
bei Degeneration auftreten können; für die Ausbildung eines solchen bedürfe es 
einer traumatischen Strukturverletzung; dies sei vorliegend gemäss den radiolo-
gischen Befunden - bis auf denjenigen von Dr.med. L.________ - jedoch gerade 

28

nicht der Fall gewesen (S. 12 Frage 7/8). Zysten jeglicher Art könnten zu Einblu-
tungen führen und bedürften keiner traumatischen Ursache; für degenerative Ge-
lenkzysten sei es geradezu typisch, dass Hämosiderineinlagerungen auftreten 
würden. Mithin seien Hämosiderineinlagerungen kein Beweis für eine traumati-
sche Ursache (vgl. S. 12 Frage 8; vgl. Stellungnahme von Dr.med. V.________ 
vom 14.10.2020 S. 9 Abs. 7).

3.3.8 Gegenüber Dr. O.________ beantwortete Dr.med. X.________ (Neurochir-
urgie FMH) mit undatierter Stellungnahme verschiedene Fragen (vgl. Bf-act. 37). 
Dabei hielt er fest, dass eine traumatische Genese von Nervenwurzeltaschenzys-
ten nach HWS-Trauma bekannt sei. Reine Weichteilverletzungen ohne knöcher-
ne oder medulläre Beteiligung würden überwiegen; daher könne aus seiner Sicht 
eine traumatische Genese der Zysten im vorliegenden Fall nicht wegen fehlender 
anderer struktureller Läsionen ausgeschlossen werden, zumal intraoperativ ent-
sprechende Befunde festgestellt wurden, namentlich Hämosiderinablagerungen 
und Narbengewebe, die ebenfalls auf ein Trauma hindeuten würden (vgl. Frage 
1). Dabei widerspricht er Dr.med. R.________ insoweit, als Hämosiderinablage-
rungen Folge einer Einblutung seien; diese können durch Traumen oder Gefäs-
serkrankungen, wie Malformationen oder Entzündungen entstehen; vorliegend 
würden weder Hinweise auf ein entzündliches Geschehen noch auf eine Ge-
fässmalformation vorliegen; mithin sei der entsprechende Befund daher eindeutig 
als Traumafolge zu deuten. Narbengewebe allein würde zwar nicht eine trauma-
tische Genese beweisen, da jedoch keine schweren degenerativen Veränderun-
gen festgestellt werden konnten, spreche das Vorhandensein von Narbengewe-
ben eindeutig für eine traumatische Genese. Brennende Schmerzen seien zu-
dem typisch für eine Nervenschädigung und damit typisch für eine traumatische 
Genese (vgl. Frage 2). Durch den Erfolg der Operation sei davon auszugehen, 
dass die Wurzeltaschenzysten und das Narbengewebe die Ursache der Be-
schwerden gewesen seien; eine traumatische Genese der behandelten Patholo-
gien könne dadurch nicht bewiesen werden; eine andere Ursache - z.B. degene-
rativer Natur der Beschwerden - sei durch den engen zeitlichen Zusammenhang 
zwischen der Operation und der Besserung der Beschwerden sehr unwahr-
scheinlich. Gemäss gängiger Meinung seien Nervenwurzeltaschenzysten ange-
borene oder traumatische Veränderungen; eine degenerative Ursache der Zys-
ten, noch dazu von einer anderen Stelle als die Lage der Zyste, sei aus seiner 
Sicht vollständig auszuschliessen (vgl. Frage 3). Es gelte zudem zu beachten, 
dass die Genese einer Nervenwurzeltaschenzyste anhand eines CT oder MRI 
nicht zuverlässig beurteilt werden könne. Hämosiderinablagerungen könnten 
bildgebend nur im MRI, indes nicht im CT festgestellt werden; in der Nähe von 
Grenzflächen zwischen Weichteilgewebe und Knochen könne dies aber auch im 

29

MRI sehr schwierig oder sogar unmöglich sein; intraoperativ könne aufgrund der 
farblichen Charakteristika Hämosiderin eindeutig erkannt werden; die intraopera-
tive Darstellung von Hämosiderin sei daher als zuverlässig zu bewerten, die feh-
lende Darstellung im MRI schliesse das tatsächliche Vorhandensein von Hämo-
siderin vorliegend somit nicht aus. Eine operative Inspektion könne die tatsächli-
chen Zusammenhänge, namentlich die genaue Beeinträchtigung von Nerven  
oder bildgebend schwierig darzustellenden Befunden wie Druckverhältnisse, 
Verwachsungen, etc. klären und ggf. auch gleich behandeln, wie im vorliegenden 
Fall offensichtlich erfolgreich geschehen (vgl. Frage 4). Dr.med. X.________ 
weist bezüglich der Frage, ob es Unterscheidungsmerkmale zwischen unfallbe-
dingten und degenerativ auftretenden Nervenwurzeltaschenzysten gebe, darauf 
hin, dass eine Unterscheidung der Genese aufgrund der Charakteristika der Zys-
ten alleine nicht möglich sei; die Genese müsse anhand des klinischen Verlaufs 
und ggf. zusätzlicher Befunde, wie im vorliegenden Fall das Vorhandensein von 
Hämosiderin und Narbengewebe oder anderen Ursachen, beurteilt werden; im 
vorliegenden Fall sei daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 
traumatischen Genese auszugehen (vgl. Frage 5).

3.3.9 Mit versicherungsmedizinischer Stellungnahme vom 23. November 2020 
setzt sich Dr.med. R.________ mit dem undatierten Bericht von Dr.med. 
X.________ auseinander bzw. widerspricht diesem in wesentlichen Teilen; 
gleichzeitig beantwortete er verschiedene Fragen der C.________ (vgl. Vi-act. 1). 
Dr. med. R.________ hält dabei an seinen bisherigen versicherungsmedizini-
schen Beurteilungen fest und ergänzt diese insoweit, als dass Hämosiderin für 
sich allein, da es sich hierbei um einen unspezifischen Befund handelt (vgl. S. 
7f.), kein Beweis für ein Makrotrauma seien; gleichwohl seien sich wiederholen-
de, mikrotraumatische Ereignisse in einem hypermobilen Segment als Ursache 
für das Phänomen vorstellbar; der Zusammenhang zwischen einer degenerativ 
bedingten Veränderung der Facettengelenke und der Häufigkeit von juxtaarti-
kulären Zysten im selben Segment werde indes am häufigsten belegt (vgl. S. 3). 
Dr.med. X.________ erwähne dabei nicht, dass sowohl mikrotraumatische Er-
eignisse als auch Degenerationen zu Hämosiderinablagerungen wie auch zu Na-
rbengewebe führen können; dabei gehe er im vorliegenden Fall zu Unrecht von 
einem blanden Vorzustand aus, zumal bildgebende Befunde in den entspre-
chenden Segmenten bereits eine leichte Spondylarthrose aufzeigen würden (vgl. 
S. 4). Entgegen der Ansicht von Dr.med. X.________ könnten zudem neuropa-
thische Schmerzen eine Vielzahl von Ursachen haben bzw. auch bei vielen Er-
krankungen auftreten; mit neuropathischem Schmerz ein Trauma beweisen zu 
wollen, sei daher nicht schlüssig und nicht nachvollziehbar (vgl. S. 5). Es sei vor-
liegend wahrscheinlicher, dass Zysten bereits vorbestanden haben und nun 

30

durch ein Trauma symptomatisch geworden seien; analog zu degenerativen 
Bandscheibenschäden (S. 7). Es treffe zu, dass der intraoperative Befund die 
genaue Beeinträchtigung von Nerven oder Befunden genauer darzustellen ver-
möge; für die Kausalitätsfrage sei dies jedoch - auch angesichts von über Mona-
te andauernden Reparaturmechanismen - wenig hilfreich; eine Differenzierung 
zwischen Trauma und Degeneration könne nicht mehr vorgenommen werden (S. 
8). Schliesslich gehe Dr.med. X.________ nicht darauf ein, dass zeitnah zum Un-
fallereignis bereits Wurzeltaschenzysten vorgelegen haben, ohne Nachweis jeg-
licher objektivierbaren strukturellen traumatischen Läsionen. Abschliessend weist 
er darauf hin, dass es für die Entstehung von Wurzeltaschenzysten Wochen bis 
Monate bedürfe; folglich sei es nicht möglich in der Zeit zwischen dem Ereignis 
und der CT-Aufnahme eine traumatische Zyste nachzuweisen; die Wurzelta-
schen seien auf einen Vorzustand zurückzuführen (vgl. S. 9).

3.3.10 Alsdann reichte die Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdever-
fahren eine weitere Stellungnahme von Dr. O.________ vom 7. März 2021 ein, 
welcher sich im Wesentlichen zur versicherungsmedizinischen Stellungnahme 
von Dr.med. R.________ vom 23. November 2020 äusserte. Er hält dabei im 
Wesentlichen an seinen vorangegangenen Stellungnahmen - unter Beizug der 
undatierten Stellungnahme von Dr.med. X.________ - fest (vgl. S. 11ff.). Dabei 
betont er, dass die im MRI vom 6. März 2017 erstmals gesichteten, deutlich dar-
gestellten Nervenwurzeltaschenzysten - entgegen der Ansicht von Dr.med. 
R.________ - nicht vorbestanden hätten (S. 4); selbst wenn diese auf den CT-
Aufnahmen vom 12. Februar 2017 zu sehen wären, so wäre ein Vorbestand im-
mer noch nicht bewiesen, denn die Zysten hätten auch in der Zeit vom Unfall bis 
zur Bildgebung entstanden sein können (vgl. S. 26 Ziff. 5.3.2). Zudem seien min-
destens sechs Weichteilverletzungen und eine knöcherne Verletzung nachvoll-
ziehbar traumatisch bedingt vorhanden, welche z.T. für die neuropathischen 
Schmerzen verantwortlich gewesen seien (vgl. S. 4 Ziff. 1.4 Abs. 1/2; S. 5 Ziff. 
1.6; S. 25; S. 27f). Komme hinzu, dass am Ort der Verletzung, namentlich im Be-
reich C7/T2, keine erwähnenswerten degenerativen Befunde vorliegen und Mi-
krotraumen weder stark ausgebildetes Narbengewebe noch extensive Hämosi-
derinablagerungen erklären können (vgl. S. 9 Ziff. 2.3 Abs. 1; S. 15; S. 18-24; S. 
28).

3.4 In den dem Gericht vorliegenden Schriften bekräftigen die Parteien im We-
sentlichen lediglich jeweils die Darstellung der von ihnen eingereichten, ober-
wähnten medizinischen Stellungnahmen (vgl. Erw. 3.3); da hierzu jedoch wesent-
liche neue Erwägungen fehlen, kann auf deren Wiedergabe verzichtet werden.

31

4.1 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist rechtsprechungs-
gemäss entscheidend, dass er für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini-
schen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten be-
gründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1 S. 232; 125 V 351 Erw. 3a S. 352 mit 
Hinweis). Zudem gilt es auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Beurtei-
lungen von versicherungsinternen Ärzten hinzuweisen, wonach auf deren Fest-
stellungen nur abgestellt werden kann, wenn keine auch nur geringen Zweifel an 
deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. BGE 142 V 58 Erw. 5.1 
m.w.H.; VGE       I 2019 27 vom 27.9.2019 Erw. 6.1; oben Erw. 2.7.3). Diese Pra-
xis findet ebenso Anwendung auf Beurteilungen von die Versicherung beraten-
den Ärzten (Urteil BGer 8C_672/2020 vom 15.4.2021 Erw. 2.3). Schliesslich 
kann auch auf reine Aktenberichte ohne persönliche Untersuche abgestellt wer-
den, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht (vgl. Urteil BGer 8C_646/2019 vom 6.3.2020 Erw. 4.3 m.H.a. SVR 2010 UV 
Nr. 17 S. 63, Urteil BGer 8C_239/2008 Erw. 7.2; vgl. zum Ganzen: vorstehend 
Erw. 1.8.3, 1.8.5).

4.2 Eine gerichtliche Würdigung der oberwähnten ärztlichen Beurteilungen 
bzw. Stellungnahmen (vgl. Erw. 3) ergibt folgendes Bild:

4.2.1 Fakt ist, dass die Beschwerdeführerin am 12. Februar 2017 bei einem 
Skiunfall eine Stauchung sowie Quetschung der Wirbelsäule bzw. eine Quet-
schung des Rückens (links und rechts) erlitt und eine Commotio cerebri 
diagnostiziert wurde (vgl. vorstehend Erw. 3.1.1-3.1.5). Es resultierte im Zerviko-
Thorakal-Bereich ein persistierendes Schmerzsyndrom; dannzumal wurden keine 
unfallbedingten strukturellen Traumafolgen festgestellt (vgl. vorstehend Erw. 
3.1.1/3.1.5), hingegen wurden im Nacken- und Brustwirbelsäulenbereich begin-
nende degenerative Veränderungen diagnostiziert (vgl. vorstehend Erw. 
3.1.1/3.1.5/3.1.7).

4.2.2 Sodann steht fest, dass die involvierten Ärzte erst anlässlich der 
Rückfallmeldung vom 13. Mai 2019 die Diagnose von persistierenden neuropa-
thischen HWS- und BWS-Schmerzen bei Nervenwurzeltaschenzyste im Bereich 
C7/T1 rechts, der Nervenwurzeltaschenzyste im Bereich T1/T2 rechts und der 
Gelenkzyste im Bereich C7/T1 rechts erhoben bzw. erkannt haben (vgl. 

32

vorstehend Erw. 3.2.2./3.2.5/3.2.7-3.2.10/3.2.12f.). Gleichermassen wurden die 
zusätzlichen intraoperativen sowie radiologischen Befunde eines epiduralen Nar-
bengewebes (die Nervenwurzel C8 behindernd) sowie von Hämosiderinablage-
rungen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.12f.) wie auch eines anterioren Anulusrisses bei 
C6/C7 und eines Knochenmarködems bei C6/C7 (vgl. vorstehend Erw. 3.3.5) 
diagnostiziert bzw. erkannt (vgl. zum Ganzen: vorstehend Erw. 3.3). Diese Be-
funde haben vorliegend als unbestritten zu gelten. Anzumerken gilt es aber im-
merhin, dass trotz der Diagnose persistierender neuropathischer Schmerzen nie 
eine neurologische Untersuchung erfolgt ist.

4.2.3 Uneinigkeit herrscht indessen hinsichtlich der Entstehungsursache der 
oberwähnten Befunde - insbesondere der Nervenwurzeltaschenzysten im 
Bereich C7/T1 bzw. T1/T2 und der Gelenkzyste im Bereich C7/T1 (vgl. Erw. 
4.2.2) als Ursache der Nacken- bzw. Rückenbeschwerden. Strittig ist 
insbesondere, ob diese krankheitsbedingt bzw. degenerativ bedingt sind oder 
durch das Unfallereignis vom 12. Februar 2017 (im Mindesten mit-) versursacht 
wurden. Hierzu liegen die sich folgendermassen widersprechenden 
medizinischen Stellungnahmen vor:

4.2.4 Auf der einen Seite stützt sich die C.________ auf die Beurteilung ihres 
beratenden Arztes Dr.med. R.________ ab sowie des von ihm beigezogenen 
Facharztes für Radiologie, Dr.med. V.________. Beide halten klar und 
unmissverständlich fest, dass die Zysten im Bereich C7/T1 bzw. T1/T2 als 
degenerativ zu klassifizieren seien (vgl. hierzu auch Dr.med. U.________: 
vorstehend Erw. 3.2.6), da zeitnah zum Unfallereignis keine objektivierbaren, 
strukturellen Läsionen nachgewiesen werden konnten; der Nachweis von Zysten 
sowie die intraoperativen Befunde mit Narbengewebe und 
Hämosiderinablagerungen sowie eines Anulusrisses, vermöchten für sich alleine 
keine Unfallkausalität zu begründen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.10/Erw. 3.3.7). Im 
Gegenteil, infolge der vorliegenden Segmentdegenerationen würden die 
Wurzeltaschenzysten für einen Vorzustand sprechen bzw. der Anulusriss auf 
degenerative Veränderungen hinweisen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.15/Erw. 3.3.7). 
Komme hinzu, dass Entzündungen und Krankheiten ebenfalls zu Narbengewebe 
und Hämosiderineinlagerungen führen könnten. Vorliegend sei somit viel eher 
davon auszugehen, dass das Trauma vom 12. Februar 2017 einen Vorzustand 
symptomatisch habe werden lassen (vgl. vorstehend Erw. 3.3.3/Erw. 3.3.9). 
Schliesslich seien bereits im CT vom 12. Februar 2017 retrospektiv eine 
Wurzeltaschenzyste sowie degenerative Veränderungen am Unfalltag 
nachzuweisen, was den Unfall vom gleichen Tag als Ursache als 
unwahrscheinlich erscheinen lasse (vgl. vorstehend Erw. 3.3.7).

33

4.2.5 Auf der anderen Seite ist nicht zu übersehen, dass Dr.med. O.________, 
Dr.med. N.________ sowie der die Beschwerdeführerin operierende Dr.med. 
P.________ klar und unmissverständlich von posttraumatischen 
Wurzeltaschenzysten bei C7/T1 und T1/T2 ausgehen. Diese hätten nicht 
vorbestanden, sondern seien zwischen dem 12. Februar 2017 und dem 6. März 
2017 nach dem Unfallereignis entstanden (vgl. Erw. 3.2.6ff./ Erw. 3.3.2/ Erw. 
3.3.6/ Erw. 3.3.10); selbst wenn diese auf den CT-Aufnahmen vom 12. Februar 
2017 zu sehen wären, so wäre ein Vorbestand immer noch nicht bewiesen, denn 
die Zysten hätten auch in der Zeit vom Unfall bis zur Bildgebung entstanden sein 
können (vgl. vorstehend Erw. 3.3.10). Die Hämosiderinablagerungen im 
Bandapparat sowie die Strukturveränderungen im epiduralen Narbengewebe 
seien der traumatischen Genese zuzuordnen bzw. als objektivierbare strukturelle 
traumatische Läsionen zu erkennen (vgl. vorstehend Erw. 3.2.13/ Erw. 3.3.2/ 
Erw. 3.3.6). Diesbezüglich hält Dr.med. L.________ ergänzend fest, dass ein an-
teriorer Anulusriss eine typische traumabedingte Veränderung sei und dass es 
sich auch beim Knochenmarködem überwiegend wahrscheinlich um traumabe-
dingte Mikrofrakturen handle (vgl. vorstehend Erw. 3.3.5). Schliesslich weist auch 
Dr.med. X.________ unmissverständlich darauf hin, dass eine traumatische Ge-
nese der Zysten nicht wegen fehlender anderer struktureller Läsionen ausge-
schlossen werden könne, zumal intraoperativ entsprechende Befunde - nament-
lich Hämosiderinablagerungen und Narbengewebe - festgestellt worden seien, 
welche ebenfalls auf ein Trauma hindeuten würden und zwar mangels Vorliegen 
von schweren degenerativen Veränderungen (vgl. vorstehend Erw. 3.3.8). 

4.2.6 Während somit der von der C.________ beigezogene Vertrauensarzt von 
einer vorwiegend degenerativen Genese der beschwerdeverursachenden Zysten 
ausgeht resp. eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität ausschliesst, 
halten die die Beschwerdeführerin behandelnden Ärzte eine vorwiegend trauma-
tische Genese für klar gegeben.

4.3 Nach Würdigung der oberwähnten Aktenlage gelangt das Verwaltungsge-
richt zum Ergebnis, dass sich in Bezug auf die Frage der Unfallkausalität der 
erhobenen Befunde und geklagten Beschwerden diametral widersprechende 
medizinische Berichte vorliegen. Uneinigkeit besteht ebenso hinsichtlich des 
zeitlichen Vorliegens der Nervenwurzeltaschenzysten, ob diese bereits auf dem 
CT vom 12. Februar 2017 oder erst am 6. März 2017 sichtbar und gegeben 
waren. Auch in Bezug auf den Einfluss der weiteren Befunde (vgl. vorstehend 
Erw. 4.2.2) auf die zur Diskussion stehenden Zysten gehen die Ansichten der 
Ärzte weit auseinander. Es bestehen diesbezüglich erhebliche Diskrepanzen in 
den dem Gericht vorliegenden ärztlichen Beurteilungen, sodass diese keine zu-

34

verlässige Beantwortung der rechtserheblichen Tatfrage zulassen. Mit Blick auf 
diese diametral voneinander abweichenden medizinischen Einschätzungen, er-
geben sich somit zumindest geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Feststellun-
gen des die Versicherung beratenden Arztes; insofern vermögen seine Beurtei-
lungen denn auch nicht gänzlich zu überzeugen. Es ist indes nicht Aufgabe des 
Gerichts, fachfremde Schlussfolgerungen zu ziehen; vielmehr gilt es die darge-
legten Unstimmigkeiten durch einen unabhängigen medizinischen Sachverstän-
digen näher abklären zu lassen und die Frage, ob die von der Beschwerdeführe-
rin über den 26. Juni 2017 hinaus geklagten gesundheitlichen Einschränkungen 
noch unfallkausal waren bzw. bei den mit Schadenmeldung vom 13. Mai 2019 
geklagten Beschwerden ein Rückfall vorliegt, gutachterlich klären zu lassen (vgl. 
Urteile BGer 8C_618/2019 vom 18.2.2020 Erw. 8 und 8C_93/2019 vom 
23.8.2019 Erw. 4.2f.).

5.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Beschwerdeinstanz 
in der Regel ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie im Rahmen der 
Beweiswürdigung zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer 
Sachverhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachterlich 
geklärt werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen 
Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung ist hingegen zulässig, wenn sie 
allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage 
begründet ist oder, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder 
Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. Urteil BGer 
9C_463/2019 vom 25.9.2019 Erw. 2.1 m.H.a. BGE 139 V 99 Erw. 1.1 und BGE 
137 V 210 Erw. 4.4.1ff.; VGE I 2019 92 vom 12.12.2019 Erw. 2.1 m.H.a. Furrer, 
Rechtliche und praktische Aspekte auf dem Weg zum Gerichtsgutachten in der 
Invalidenversicherung; SZS 2019 S. 4 und Slavik, Gerichtliche Qualitätssiche-
rung medizinsicher Gutachten, JaSo 2018, S. 172).

5.2.1 Strittig ist die Unfallkausalität der erhobenen Befunde, in der Hauptsache 
der Nervenwurzeltaschenzysten bzw. Gelenkzysten, aber auch des epiduralen 
Narbengewebes, der Hämosiderinablagerungen, des anterioren Anulusrisses 
und des Knochenmarködems (vgl. vorstehend Erw. 3).

5.2.2 Zunächst gilt es darauf hinzuweisen, dass die Frage, ob die Nervenwurzel-
taschenzysten bzw. Gelenkzysten auch tatsächlich die Ursache der geklagten 
Beschwerden waren, gänzlich ungeklärt blieb. Obschon die die Beschwerdefüh-
rerin behandelten Ärzte bereits im vorinstanzlichen Verfahren darauf hingewie-
sen haben, dass die Wurzeltaschenzysten bei der Schmerzausstrahlung von kli-
nischer Relevanz seien und als für die Symptomatik verantwortlich gemacht wer-

35

den können (vgl. vorstehend Erw. 3.2.7) bzw. diese als Schmerzursache 
bestätigt wurden (vgl. vorstehend Erw. 3.2.8), setzte sich der von der 
C.________ beauftragte Vertrauensarzt mit dieser Frage in keiner Weise ausein-
ander; er wies lediglich darauf hin, dass die Persistenz der Beschwerden durch 
degenerative Veränderungen der Wirbelsäule bedingt sei und die Wurzeltaschen 
als degenerativ zu klassifizieren seien (vgl. vorstehend Erw. 3.2.10). Ob indes die 
geklagten Rückenbeschwerden auch tatsächlich auf die anlässlich der Operation 
vom     25. September 2019 entfernten Zysten zurückzuführen sind, blieb bisher 
ungeklärt.

5.2.3 Festzustellen ist sodann, dass die diametral sich widersprechenden 
Arztberichte bereits im Einspracheverfahren vorlagen. 

Bereits in den der Schadenmeldung vom 13. Mai 2019 folgenden Berichten 
vertraten mehrere der die Beschwerdeführerin behandelnden Ärzte klar die 
Haltung einer traumatischen Genese der erhobenen Befunde und damit die 
Unfallkausalität der geklagten Beschwerden. Demgegenüber äusserte sich 
Dr.med. U.________ zurückhaltender und er wies auf die Schwierigkeit der 
Ursachenfeststellung hin (vgl. vorstehend Erw. 3.2.6). Einzig Dr.med. 
R.________ verneinte in seiner versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 
13. September 2019, welche die Grundlage der Verfügung bildete, ausdrücklich 
die Unfallursache und den Rückfall; die Nervenwurzeltaschenzyste könne nicht 
mit der notwendigen Wahrscheinlichkeit als Unfallfolge klassifiziert werden. Dies 
insbesondere mit Verweis auf Literatur, ohne sich selber vertieft etwa mit den 
bildgebenden Befunden auseinandergesetzt zu haben. Ob ihm die 
diagnostischen Bilder vorlagen, ergeht aus seiner Stellungnahme nicht (vgl. 
vorstehend Erw. 3.2.10). 

Nach erfolgter Operation vom 25. September 2019 bekräftigten die 
behandelnden Ärzte ihre Beurteilung der Befunde und Beschwerden als 
Traumafolge. So hatte der die Beschwerdeführerin operierende Arzt Dr.med. 
P.________ in seinem Operationsbericht vom 4. Oktober 2019 darauf 
hingewiesen, dass bei den Zugängen zu dem Foramen C7/Th1 auf der rechten 
Seite alte Hämosiderinablagerungen im Bandapparat auffallen würden und eine 
nach ventral reichende Wurzeltaschenzyste stark mit fibrotischem Gewebe im 
extraforaminalen Raum verbunden sei (vgl. vorstehend Erw. 3.2.13). Hiermit hat 
sich der Vertrauensarzt der C.________ in seiner im Einspracheverfahren 
eingeholten Stellungnahme vom 13. November 2019 aber gar nicht 
auseinandergesetzt, sondern im Wesentlichen seine Ausführungen der ersten 
Stellungnahme zu den Tarlov-Zysten wiederholt; der Nachweis der Zysten als 
objektivierbare strukturelle traumatische Läsion sei nicht möglich und daher eine 

36

Unfallkausalität nicht zu beweisen. Pauschal verneinte er objektivierbare 
strukturelle traumatische Schäden, ohne sich jedoch mit den operativen 
Befunden auseinandergesetzt zu haben (vgl. vorstehend Erw. 3.2.15). Damit 
liess er insbesondere die Frage offen, ob der intraoperative Befund eine 
Schlussfolgerung darauf zulassen würden, ob die entsprechende Zyste 
posttraumatisch verursacht worden war oder nicht.

5.2.4 Nachdem aber die behandelnden Ärzte auf der traumatischen Genese 
insistierten und die Schwierigkeit der Ursachenbeurteilung unbestritten war, wäre 
die Vorinstanz gehalten gewesen, die strittigen Fragen in einem fachärztlichen 
Gutachten nach Art. 44 ATSG beurteilen zu lassen, anstatt sich auf die erneute 
Vorlage von Fragen an den beratenden Arzt zu beschränken. Kommt hinzu, dass 
es fraglich erscheint, ob dessen Beurteilungen auf den umfassenden Unterlagen, 
namentlich auch den diagnostischen Bildgebungen basierten, zog er doch erst im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren einen Radiologen bei. Schliesslich fällte die 
Vorinstanz ihren Einspracheentscheid basierend auf dieser neuerlichen 
Stellungnahme ihres beratenden Arztes, obwohl er sich mit wesentlichen neuen 
Hinweisen namentlich aus dem Operationsbericht und nachfolgender Beurteilung 
des behandelnden Arztes nicht auseinandergesetzt hatte. Dies führte dazu, dass 
wesentliche Aspekte aus dem intraoperativen Befund (insbesondere 
Narbengewebe und Hämosiderineinlagerungen) trotz deren Vorbringen im 
Einspracheverfahren seitens der Versicherung erst vor Verwaltungsgericht 
beurteilt wurden und sich deren beratender Arzt erst vor Verwaltungsgericht 
veranlasst sah, einen Facharzt der Radiologie beizuziehen. Dies wiederum führte 
dazu, dass seitens der Versicherung erstmals vor Verwaltungsgericht 
vorgebracht wurde, die strittigen Nervenwurzeltaschenzysten seien bereits auf 
dem CT vom 12. Februar 2017 sichtbar und könnten daher nicht unfallkausal 
sein. Damit aber hat die Vorinstanz ihre Untersuchungspflicht verletzt. Sie hatte 
es unterlassen, ergänzende Abklärungen im Sinne einer versicherungsexternen 
medizinischen Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG zu tätigen, welche 
angesichts der widersprüchlichen Aktenlage notwendig gewesen wären. Daher 
konnten die (teilweise) konträre