# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e85dfa5-a7aa-5083-8d74-966d26519602
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.09.2020 725 20 70/219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-70-219_2020-09-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 10. September 2020 (725 20 70 / 219) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellun-
gen. 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Stephan 
Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Natalie Matiaska, Advo-
katin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am 
Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
 
A. Der 1958 geborene A.____ arbeitete seit Juli 2010 bei der B.____ GmbH in der Spedition 
und in der Warenannahme. In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsgesellschaft (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 

 
 
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13. Juni 2018 liess er über seine Arbeitgeberin ein Unfallereignis melden, wonach er am 16. Sep-
tember 2016 bei einem Kontrollgang um das Haus mit dem rechten Fuss umgeknickt sei. Die 
Suva richtete in der Folge die entsprechenden Versicherungsleistungen in Form von Heilbehand-
lungen und Taggeldern aus. Ein am 9. Juli 2018 durchgeführtes MRT ergab schwere Verände-
rungen im oberen Sprunggelenk (OSG) mit Verdacht auf eine Osteonekrose des Talus bei aus-
geprägter, subchondraler Geröllzystenbildung, einem Knochenmarksödem, einer Destruktion des 
Knorpelbelags und einer girlandenförmigen, ödematösen Demarkationslinie. Am 13. August 2018 
wurde im Spital C.____ ein ausgeprägter osteochondraler Defekt Corpus tali dorsolaterale erho-
ben. Ein durchgeführtes CT ergab unter anderem eine grosse, möglicherweise mehrseitige oste-
ochondrale Läsion an der medialen Talusschulter, eine mehrfach gebrochene Kortikalis sowie 
multiple Fragmente in der OCD-Läsion. Am 4. September 2018 erfolgte die Implantation einer 
OSG-Prothese. Nach einem zunächst erfreulichen postoperativen Verlauf zeigte sich am Rück-
fuss jedoch eine zunehmende Valgusstellung mit einer Fehlüberlastung des Sprunggelenks, wes-
halb am 9. Juli 2019 eine stabilisierende Subtalar-Arthrodese und eine wiederherstellende Oste-
otomie durchgeführt wurden. 
 
B. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse schloss die Suva den Unfall vom 
16. September 2016 mit Verfügung vom 4. Juli 2019 in Einstellung der Versicherungsleistungen 
per 8. Juli 2019 folgenlos ab. Dabei hielt sie fest, dass die über den 14. November 2016 hinaus 
bestehenden Beschwerden am rechten Fussgelenk aufgrund der Beurteilung ihres Kreisarztes 
nicht mehr als unfallbedingt zu betrachten seien. Der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall 
vom 16. September 2016 eingestellt hätte, sei spätestens nach acht Wochen wieder erreicht ge-
wesen. Die anschliessend ausgerichteten Leistungen seien deshalb zu Unrecht übernommen 
worden. Auf eine entsprechende Rückforderung werde jedoch verzichtet, und der Fall werde per 
8. Juli 2019 abgeschlossen. Ein Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen würde abgelehnt. 
Dies betreffe auch die am 9. Juli 2019 geplante Operation.  

 
C. Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 30. Juli 2019 wies die Suva unter 
Hinweis auf eine kreisärztliche Beurteilung vom 12. Juni 2019 mit Einspracheentscheid vom 17. 
Januar 2020 ab. 
 
D. Hiergegen hat der Versicherte, vertreten durch Advokatin Natalie Matiaska, am 17. Feb-
ruar 2020 beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht), Beschwerde erhoben und beantragt, es sei die Suva zu verpflichten, ihm 
die versicherten Leistungen über den 8. Juli 2019 hinaus zu erbringen; eventualiter sei die Sache 
zur Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. In ver-
fahrensrechtlicher Hinsicht sei unter anderem ein orthopädisches Gutachten einzuholen. Zur Be-
gründung liess er zusammenfassend geltend machen, dass die Suva ihre Leistungspflicht ge-
stützt auf eine versicherungsmedizinische Stellungnahme vom 9. Juli 2018 am 12. Juli 2018 zu-
nächst anerkannt habe. Weil die Bejahung der Kausalität in dieser kreisärztlichen Stellungnahme 
aber nicht zweifellos unrichtig gewesen sei, dürfe die Beschwerdegegnerin nun nicht mehr auf 
ihren Leistungsentscheid zurückkommen. Die Suva könne ausserdem keine Beweise vorbringen, 
dass eine Vorerkrankung vorgelegen habe, oder dass eine solche Vorerkrankung zu den aktuel-
len Beschwerden geführt habe. Insbesondere sei nicht nachgewiesen, dass die gesundheitlichen 

 
 
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Einschränkungen am rechten Fussgelenk auf einen bereits seit Jahren andauernden und dege-
nerativen Prozess zurückzuführen seien. Die gegenteilige kreisärztliche Auffassung sei weder 
überzeugend noch schlüssig. Die medizinische Aktenlage sei fundiert und einheitlich. Sie lasse 
keine Zweifel an der Unfallkausalität der vorhandenen Fussbeschwerden zu.  

 
E. Die Suva, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, schloss mit Vernehmlas-
sung vom 25. März 2020 auf Abweisung der Beschwerde. Zusammenfassend hielt sie fest, dass 
es sich vorliegend nicht um eine Wiedererwägung handle. Die Suva habe lediglich den Fallab-
schluss verfügt, woran nichts auszusetzen sei. Die kreisärztlichen Kausalitätsbeurteilungen seien 
unter Berücksichtigung sämtlicher Vorakten erfolgt und seien nachvollziehbar. An deren Schlüs-
sigkeit bestünden keine Zweifel. Von ergänzenden Gutachten seien keine neuen Erkenntnisse 
zu erwarten. 

 
F. Nachdem das Kantonsgericht die IV-Akten des Versicherten zum Verfahren beigezogen 
hatte, verzichtete dieser mit Eingabe vom 18. Mai 2020 auf eine Stellungnahme. Die Suva hielt 
ihrerseits mit Stellungnahme vom 20. Mai 2020 an der Abweisung der Beschwerde fest.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht und einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene 
Beschwerde vom 17. Februar 2020 ist somit einzutreten.  
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auch nach dem 8. Juli 2019 eine 
Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem am 16. September 2016 erlittenen Unfall trifft.  

 
2.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. De-
zember 1982 in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten 

 
 
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dieser revidierten Bestimmungen ereignet haben, werden jedoch nach bisherigem Recht ausge-
richtet (Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden 
Fall, weshalb nachfolgend noch auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtspre-
chung Bezug zu nehmen ist. 
 
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem –   vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt daher, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds 
genügt mithin eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des 
obligatorischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil 
des Bundesgerichts vom 24. März 2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.4 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante (Gesundheitszustand, wie er vor dem 
Unfall vorlag, bzw. wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf früher oder später auch 
ohne Unfall eingestellt hätte) entfällt die (Teil-)Ursächlichkeit für noch bestehende Beschwerden 
(SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3 mit Hinweisen). Solange allerdings der Status 
quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu 
übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt selbst 
dann, wenn die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen 
zum stark überwiegenden Teil eine Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet, dass die versicherte 

 
 
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Person unter Umständen Anspruch auf einen operativen Eingriff mit anschliessender zweckmäs-
siger Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Beschwer-
den diente und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall 
bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig gewor-
den (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008). Art. 36 UVG setzt mit anderen 
Worten voraus, dass der Unfall und der Vorzustand derart zusammenwirken, dass von einer ge-
meinsamen Verursachung des Gesundheitsschadens zu sprechen ist. Beide Ursachen sind in 
einem solchen Fall für den gleichen Schaden kausal. Keine gemeinsame Verursachung liegt je-
doch vor, und Art. 36 UVG ist dann nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander 
nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa wenn der Unfall und der Vorzustand 
verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder gerade nicht überschnei-
den (BGE 126 V 116 E. 3a; BGE 121 V 326 E. 3). Mit Art. 36 UVG wird das Kausalitätsprinzip mit 
anderen Worten teilweise durchbrochen. Der Unfallversicherer hat für Pflegeleistungen und Kos-
tenvergütungen sowie Taggelder und Hilflosenentschädigungen ohne Einschränkung aufzukom-
men (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenverursachung vor, kann deshalb auch 
keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen erfolgen (BGE 121 V 326 E. 3c). 
 
3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2).  
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 
125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 

 
 
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3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
3.4 Rechtsprechungsgemäss kann allerdings auch reinen Aktengutachten ein voller Beweis-
wert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärzt-
liche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. 
U 167 S. 95; nicht publizierte Erwägung 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 
1988 Nr. U 56 S. 366; vgl. auch Urteile U 181/06 vom 21. Juni 2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 
8. Februar 2007, E. 5.1.2). Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die rele-
vanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, 
aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der 
Behinderung unterschiedlich bewertet werden (HANS KIND, So entsteht ein medizinisches Gut-
achten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begut-
achtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwal-
tungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 
4. Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, dass die Suva nicht berechtigt gewesen 
sei, die bisher gewährten Leistungen einfach wieder einzustellen. Zur Begründung bringt er vor, 
dass die hierfür erforderliche Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit des ursprünglichen, 
die Leistungen zusprechenden Entscheids vom 12. Juli 2018 nicht erfüllt sei. In der Tat hat die 
Suva am 12. Juli 2018 zunächst bestätigt und am 16. August 2018 noch einmal bekräftigt, für die 
Folgen des Berufsunfalls vom 16. September 2016 aufzukommen und die entsprechenden Ver-
sicherungsleistungen zu übernehmen (Suva Dok 20 und 35). Ihre Zusage erfolgte gestützt auf 
die in diesem Zeitpunkt vorliegende kreisärztliche Kurzbeurteilung von Dr. med. D.____ vom 
10. Juli 2018. Daraus geht hervor, dass die geltend gemachten Beschwerden am rechten Fuss 
und die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 
Unfall vom 16. September 2016 zurückzuführen seien. Das Ereignis vom 16. September 2016 
habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer strukturellen Läsion am Innenknöchel ge-
führt (Suva Dok 17). Mit Blick auf diese damals vorhandene Aktenlage gründete die ursprüngliche 
Leistungszusprache der Suva insoweit auf einer nachvollziehbaren Grundlage. In ihrer Verfügung 
vom 4. Juli 2019 hat sie ihre Versicherungsleistungen per 8. Juli 2019 sodann eingestellt. Dabei 
hat sie festgehalten, dass die über den 14. November 2016 hinaus bestehenden Beschwerden 
am rechten Fussgelenk nicht mehr unfallkausal gewesen seien, weshalb die seither ausgerichte-
ten Leistungen zu Unrecht übernommen worden seien. Auf eine entsprechende Rückforderung 

 
 
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der über diesen Zeitpunkt hinaus erbrachten Versicherungsleistungen hat sie jedoch explizit ver-
zichtet (Suva-Dok 105). Entgegen der in der Beschwerdebegründung vertretenen Auffassung ist 
bei dieser Sach- und Rechtslage eine Berufung auf die Wiedererwägung oder die prozessuale 
Revision für eine Leistungseinstellung nicht erforderlich. Hintergrund bildet der Umstand, dass 
eine Leistungseinstellung mit Wirkung ex nunc et pro futuro rechtsprechungsgemäss kein Zu-
rückkommen auf bisher gewährte Versicherungsleistungen bedeutet (BGE 130 V 380). Nur wenn 
der Unfallversicherer die bisher erbrachten Leistungen auch zurückfordert, muss er einen hierfür 
erforderlichen Rückkommenstitel ausweisen (BGE 129 V 110, E. 1.1). Geht er nicht soweit, und 
lässt er die bisher allenfalls zu Unrecht ausgerichteten Leistungen stehen, bildet Verfügungsge-
genstand nur die zukünftige Leistungseinstellung, welche – soweit materiell rechtsgenügend be-
gründet und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (oben, Erwägungen 2.3 und 
3.1) – die Unfallversicherung ohne Rückkommensvoraussetzungen und damit ohne Bindung an 
früher ausgerichtete Leistungen vornehmen kann (BGE 130 V 380, E. 2.3.1 f.). Nachdem die 
Suva in ihrer dem angefochtenen Einspracheentscheid vorangehenden Verfügung explizit auf 
eine Rückforderung der ihrer Ansicht nach bereits seit 14. November 2016 nicht mehr geschul-
deten Versicherungsleistungen verzichtet hat, durfte sie mithin ohne die Berücksichtigung der 
Rückkommensvoraussetzungen (Wiedererwägung, prozessuale Revision) auf ihre Leistungs-
pflicht zurückkommen. Diese Voraussetzungen wären nur erforderlich, wenn und soweit sie zu-
sammen mit ihrer Leistungseinstellung zugleich auch eine Leistungsrückerstattung verfügt hätte. 
Dies aber ist hier nicht der Fall.  
 
5.1 Die Suva beruft sich für die Begründung ihrer Leistungseinstellung auf die Beurteilung 
ihres Kreisarztes Dr. med. E.____, Facharzt für Chirurgie, vom 12. Juni 2019. Daraus geht hervor, 
dass keine zeitnahe ärztliche Behandlung nach dem geltend gemachten Unfallereignis vom 16. 
September 2016 dokumentiert worden sei. Erst 2018 sei die entsprechende Unfallmeldung erfolgt 
und eine weiterführende Diagnostik eingeleitet worden. Auf den Röntgenaufnahmen aus dem 
Jahr 2018 erkenne man einen Einbruch der talaren Gelenkfläche im talo-tibialen Gelenkbereich 
beinahe über die ganze Belastungszone. Zusätzlich bestünden kleine knöcherne Veränderungen 
an der Innenknöchelspitze sowie eine Degeneration der Aussenknöchelspitze und talonavicular. 
In der Kernspintomographie zeigten sich entsprechend narbige Veränderungen des medialen 
Bandapparates, so dass diese Veränderungen eine Folge des Unfallgeschehens sein könnten. 
Gleichzeitig bestehe jedoch eine vollständige Destruktion der talaren Gelenkfläche im tibiotalaren 
Gelenk mit Geröllzystenbildung sowie degenerativen Veränderungen auch im unteren Sprungge-
lenk. Die jetzt aufgefundenen Veränderungen seien Ausdruck einer fortschreitenden Degenera-
tion des rechten oberen Sprunggelenks mit einer letztlich vollständigen Auflösung der Gelenkflä-
chen. Das im Jahr 2016 beschriebene Unfallereignis ohne vorliegende Röntgendiagnostik und 
ohne bestehende Arbeitsunfähigkeit sei nicht in der Lage gewesen, eine derart fortschreitende 
Degeneration zu bewirken. Die beschriebenen Veränderungen seien vielmehr Ausdruck einer 
seit Jahren bestehenden Degeneration des OSG, die schliesslich zum aktuellen Befund geführt 
habe. Insbesondere die im Talus beschriebenen Zystenbildungen und Läsionen mit Einbruch der 
Gelenkfläche zeigten das End-Bild eines seit Jahren bis Jahrzehnten bestehenden Prozesses 
und nicht die Folgen eines zwei Jahre zuvor erlittenen Unfallereignisses. Die beschriebenen Ver-
änderungen und die daraus resultierenden Operationen seien daher mit überwiegender Wahr-

 
 
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scheinlichkeit keine Folge des Unfalls vom 16. September 2016. Jener Unfall mit erlittener Dis-
torsion habe lediglich den Charakter einer vorübergehenden Verschlimmerung mit zu erwarten-
der Ausheilung innerhalb von acht Wochen besessen. Die aktuell beschriebenen Veränderungen 
seien Ausdruck eines seit Langem bestehenden degenerativen Prozesses. Die daraus resultie-
rende Behandlung diene ausschliesslich der Behebung der Folgen dieses verschleissbedingten 
Leidens und stehe nicht in einem Zusammenhang mit dem Unfall vom 16. September 2016 (Suva 
Dok 96).  
 
5.2 Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass die Be-
schwerdegegnerin keine Beweise vorzubringen in der Lage sei, wonach allfällige Vorerkrankun-
gen zu den aktuell vorliegenden Einschränkungen geführt hätten. So sei nicht erstellt, dass die 
heutigen Beschwerden auf einen seit Jahren andauernden Degenerationsprozess zurückzufüh-
ren seien. Der zitierte kreisärztliche Bericht überzeuge nicht und stehe im Widerspruch zu den 
übrigen medizinischen Berichten. Die im Jahr 2019 erhobenen Veränderungen des Bandappara-
tes, die Degenerationserscheinungen an den Knöchelspitzen sowie das Knochenmarksödem 
seien klare Anzeichen für ein erlittenes, schweres Distorsionstrauma. Durch die über Jahre fort-
dauernde Belastung des verletzten Fussgelenks sei es zu starken arthrotischen Beschwerden im 
oberen und unteren Sprunggelenk gekommen. Als Folge der Distorsion habe sich ausserdem 
eine Zyste und eine Talusnekrose entwickelt. Die Prothesendislokation sei auf diese unfallbe-
dingte Knochendegeneration und die Instabilität des Fusses zurückzuführen. Der im Jahr 2016 
erlittene Unfall sei somit natürlich kausal für die aktuell vorliegenden gesundheitlichen Beschwer-
den. 
 
5.3.1 Wie erwähnt sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein 
Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter-
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (oben, Erwä-
gung 3.3 und die dortigen Rechtsprechungshinweise). Solche Zweifel an der Schlüssigkeit der 
oben zitierten Kausalitätsbeurteilung des Kreisarztes der Suva liegen hier aber vor. Zunächst fällt 
auf, dass die Einschätzung von Dr. E.____ (oben, Erwägung 5.1) der vorangehenden kreisärztli-
chen Einschätzung von Dr. D.____ vom 10. Juli 2018 offensichtlich widerspricht. Während Dr. 
E.____ dafür hält, dass der am 16. September 2016 erlittenen Distorsion lediglich der Charakter 
einer vorübergehenden Verschlimmerung vorbestehender degenerativer Prozesse zukomme, bei 
welcher mit einer Ausheilung innerhalb von acht Wochen zu rechnen gewesen wäre, hat 
Dr. D.____ die rund 15 Monate nach diesem Ereignis geltend gemachten Fussbeschwerden noch 
immer als überwiegend wahrscheinliche Unfallfolge qualifiziert (Suva Dok 17; oben, Erwägung 
4). Der Widerspruch zur zitierten Beurteilung von Dr. E.____ ist umso offensichtlicher, weil die 
Einschätzung von Dr. D.____ in Kenntnis der schon dazumal vorliegenden Bildgebung erfolgt ist, 
auf welche nunmehr auch Dr. E.____ referenziert. Bei dieser Ausgangslage würde es jedenfalls 
erstaunen, wenn die erstbeurteilende Kreisärztin den nunmehr von Dr. E.____ mit Nachdruck als 
einen über Jahre bis Jahrzehnte degenerativ postulierten Prozess übersehen hätte. Dr. D.____ 
hat ihre Einschätzung vielmehr damit begründet, dass das fragliche Unfallereignis zu einer struk-
turellen Läsion am Innenknöchel geführt hat. Auch diese Aussage widerspricht den nachträgli-

 
 
Seite 9  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

chen Ausführungen von Dr. E.____ diametral. Entgegen der von der Suva vertretenen Auffas-
sung (Vernehmlassung der Suva vom 25. März 2020, Ziffer 20) geht aus der Beurteilung von Dr. 
D.____ nämlich gerade nicht hervor, dass lediglich die knöcherne Absprengung am Innenknöchel 
als unfallkausal anzuerkennen sei, die weiteren Behandlungen im Zusammenhang mit einer Kno-
chenzyste am Sprungbein aber unfallfremd wären. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kreisärztin hat 
die Frage, ob allfällige Vorschäden bestehen, in ihrer Kurzbeurteilung vom 10. Juli 2018 vielmehr 
explizit verneint. Daran hat sie auch rund sechs Monate später in ihrer Einschätzung vom 14. 
Januar 2019 festgehalten (Suva Dok 66). Wenn die Suva gestützt auf die ein halbes Jahr danach 
erfolgte Einschätzung von Dr. E.____ nunmehr die Auffassung vertritt, die nach dem 14. Novem-
ber 2016 erbrachten Behandlungen und insbesondere auch die in diesem Zusammenhang er-
folgten operativen Eingriffe seien seit jeher gar nicht unfallkausal gewesen, übersieht sie ausser-
dem, dass Dr. D.____ Mitte August 2018 die am 4. September 2018 erfolgte Prothesen-Operation 
unmissverständlich als unfallkausal eingestuft hat (Suva Dok 38). Prima vista erscheint ihre Ein-
schätzung durchaus nachvollziehbar, anerkennt doch auch die Beschwerdegegnerin, dass die 
knöcherne Absprengung am Knöchel des Versicherten eine Folge des im September 2016 erlit-
tenen Unfalls darstellt.  
 
5.3.2 Bei der Betrachtung des zeitlichen Verlaufs fällt auf, dass alle durchgeführten Behand-
lungen bis kurz vor dem zweiten operativen Eingriff keinerlei Anlass zur Beanstandung gegeben 
haben. Erst nachdem die Behandler des Spitals F.____ Ende Mai 2019 die Indikation zur Korrek-
tur der Valgusstellung infolge Fehlbelastung der zuvor eingesetzten OSG-Prothese gestellt hat-
ten, erfolgte eine erste ablehnende Kurzbeurteilung durch Dr. E.____ , wonach diese zweite Ope-
ration keine Folge des erlittenen Unfalls darstelle (Suva Dok 93). Kurz darauf erfolgte sodann die 
Leistungseinstellung mit Wirkung just einen Tag vor der geplanten Operation. Diese zeitliche Ab-
folge erstaunt, zumal die Begründung von Dr. E.____, wonach bereits die ursprüngliche Behand-
lung wegen einer Knochenzyste am Sprungbein erfolgt wäre, in dieser Form wie soeben darge-
legt gerade nicht aus den vorangegangenen Beurteilungen von Dr. D.____ hervorgeht. Aber auch 
die Aussage von Dr. E.____, dass kein Zusammenhang zwischen dem Unfall und der talaren 
Knochenzyste bestünde, vermag nicht zu überzeugen. Hintergrund bildet die gegenteilige Auf-
fassung der Behandler, dass alle bisher durchgeführten Behandlungen und Operationen unfall-
kausale Folgen des im September 2016 erlittenen Unfalls darstellen würden. Der behandelnde 
Chefarzt begründete diese Auffassung am 27. August 2019 damit, dass das im September 2016 
erlittene Supinationstrauma im rechten OSG einerseits zu einer Instabilität des Sprunggelenk-
komplexes und andererseits zu einer Nekrose im Talus geführt habe. Explizit weist er darauf hin, 
dass eine andere Ursache für die fragliche Zystenbildung ausgeschlossen worden sei (Suva Dok 
110). Der Beschwerdegegnerin ist zwar beizupflichten, dass Dr. E.____  dieser Einschätzung mit 
Beurteilung vom 20. September 2019 widersprochen hat (Suva Dok 116). Auch mag fraglich sein, 
weshalb die ursprünglich im September 2016 offenbar schwerwiegende Verletzung während rund 
zwei Jahren keiner ärztlichen Behandlung bedurfte. Dies alleine aber reicht mit Blick auf die ge-
genteiligen ärztlichen Beurteilungen sowohl der behandelnden Ärzte als auch der Kreisärztin Dr. 
D.____ nicht aus, um mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Fehlen jeglicher kausaler 
Ursachen bereits per Mitte November 2016 auszugehen. Ob die Prothesendislokation eine Folge 
unfallbedingter Instabilität ist (Bericht der G.____ vom 9. Juli 2018, Suva Dok 18, ad Beurteilung), 
wie dies der behandelnde Operateur beschreibt (Suva Dok 110), oder ob diese eine Folge einer 

 
 
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vorbestehenden, sich degenerativ über Jahre oder gar Jahrzehnte entwickelnden Talusnekrose 
darstellt (Suva Dok 116), bleibt letztlich offen. 
 
5.3.3 Bei dieser Aktenlage kann nicht gesagt werden, die in der kreisärztlichen Beurteilung 
vom 11. Juni 2019 vertretene Auffassung des Fehlens jeglicher (teil-) unfallkausaler Ursachen 
per Mitte November 2016 würde den Anforderungen an eine zweifelsfreie Feststellung medizini-
scher Verhältnisse standhalten, wie es für versicherungsinterne Einschätzungen rechtspre-
chungsgemäss erforderlich ist. Eine für diese oder jene Genese sprechende, überwiegende 
Wahrscheinlichkeit der ursprünglich erhobenen Befunde kann jedenfalls keine ausgemacht wer-
den. Daran kann auch die erneute Beurteilung des Kreisarztes vom 20. September 2019 nichts 
ändern. Anders zu entscheiden würde bedeuten, eine einzelfallbezogene Abklärung der medizi-
nischen Verhältnisse gestützt auf medizinische Erfahrungswerte ihres Gehalts zu entleeren. Dies 
aber widerspräche letztlich sowohl Art. 43 ATSG als auch dem in Art. 61 lit. c ATSG statuierten 
Prinzip der freien Beweiswürdigung. Es ist daran zu erinnern, dass die Beweislast für das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung einmal anerkannter, unfallbedingter Ursachen bei der Beschwer-
degegnerin liegt. Alleine schon mit Blick auf die divergierenden Aussagen der beiden beurteilen-
den Kreisärzte vermag die Beschwerdegegnerin in dieser Hinsicht nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nachzuweisen, dass bereits ab Mitte November 2016 eine ausschliesslich noch 
unfallfremde vorbestehende Talusnekrose für das seither geklagte Beschwerdebild verantwort-
lich war. Ob es richtig gewesen ist, die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts einzig ge-
stützt auf die Akten, d.h. ohne eine persönliche Untersuchung des Versicherten, vornehmen zu 
lassen, braucht mithin nicht abschliessend beantwortet zu werden, da nach dem Gesagten so 
oder anders Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin 
als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung vom 11. Juni 2019 bestehen. Ob 
sich der erlittene Unfall vom 16. September 2016 nicht doch zumindest als richtungsweisend 
ausgewirkt hat, und ob der Status quo sine tatsächlich bereits acht Wochen später wieder erreicht 
worden war, lässt sich damit jedenfalls nicht belegen. 
 
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass vorliegend Zweifel an der Vollständigkeit und 
an der Schlüssigkeit der Ermittlung des relevanten medizinischen Sachverhalts bestehen. Diese 
Zweifel stehen einer abschliessenden Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage entgegen, wes-
halb nicht auf die versicherungsinternen Beurteilungen der Beschwerdegegnerin abgestellt wer-
den kann. Die Beschwerdegegnerin hat es bei dieser Sach- und Rechtslage unterlassen, im Rah-
men der ihr obliegenden Untersuchungspflicht ergänzende Abklärungen im Rahmen eines unab-
hängigen Gutachtens im Sinne von Art. 44 ATSG einzuholen. Der angefochtene Einspracheent-
scheid ist deshalb aufzuheben, und es sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte nicht 
mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwer-
deinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen 
im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklä-
rungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht 
beweiskräftig ist (BGE 139 V 100 E. 1.1, BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin 
den medizinischen Sachverhalt unvollständig abgeklärt hat, und es nicht die Aufgabe des kanto-
nalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer 

 
 
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Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung 
des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur Einholung eines ver-
sicherungsexternen medizinischen Gutachtens nach Art. 44 ATSG an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Diese wird unter Berücksichtigung des genauen Unfallhergangs insbesondere 
auch den sich seither verwirklichten Beschwerdeverlauf abklären zu lassen haben. Gestützt auf 
die Ergebnisse ihrer Aktenergänzung wird sie in der Folge über die strittige Leistungseinstellung 
erneut zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben.  
 

7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dazu gehören in erster Linie die Vertretungskosten. Dem Verfahrens-
ausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer demnach eine Entschädigung für seine Ver-
tretungskosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des Be-
schwerdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 18. Juni 2020 für das vorliegende Verfahren einen 
Zeitaufwand von 17 2/3 Stunden geltend gemacht, wobei 16 Stunden und 10 Minuten auf die 
Bemühungen ihres Substituten entfallen. Dies ist umfangmässig in Anbetracht der Komplexität 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden. Ihre eigenen Bemü-
hungen im Umfang von 1 ½ Stunden sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.— zu ent-
schädigen, jene ihres Substituten rechnungsgemäss im Umfang von einer Stunde mit Fr. 100.— 
und im Umfang der verbleibenden 14 Stunden und 50 Minuten im Umfang von Fr. 90.—. Nicht zu 
beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 
42.—. Dem Beschwerdeführer ist deshalb insgesamt eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2'048.30 (inklusive Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin 
zuzusprechen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 

 
 
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8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Suva vom 17. Januar 2020 aufgehoben und 
die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewie-
sen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 2'048.30 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs