# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1231f03-a7d4-5753-a812-3360c18ad80e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.03.2012 D-1078/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1078-2012_2012-03-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1078/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 

Richter Robert Galliker, Richter Gérard Scherrer,    

Gerichtsschreiberin Anna Kühler. 

   Partei 
 

A._______, geboren B._______, 

Türkei,   

vertreten durch lic. iur. Semsettin Bastimar, 

(…), 

Gesuchsteller,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 

3003 Bern.    

 

 

Gegenstand 

 
Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

vom 2. Februar 2012 / _______. 

 

 

D-1078/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das BFM mit Verfügung vom 15. November 2011 das Asylgesuch 

des Gesuchstellers vom 15. Juli 2011 ablehnte und die Wegweisung aus 

der Schweiz sowie den Vollzug verfügte,  

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 14. Dezember 2011 dagegen 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob, unter anderem um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 

und 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 

(VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses ersuchte und seiner Rechsmitteleingabe verschiedene Doku-

mente in Kopie beilegte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 

10. Januar 2012 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG und um Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses abwies und den Gesuchstel-

ler unter Androhung des Nichteintretens aufforderte, bis zum 25. Januar 

2012 einen Kostenvorschuss zu überweisen, 

dass es festhielt, bei ungenutzter Frist und unveränderter Sachlage wer-

de auf die Beschwerde ungeachtet eines allfälligen weiteren, ausschliess-

lich mit ungenügenden finanziellen Mitteln begründeten Gesuchs um Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege, Kostenvorschusserlass, oder 

 -reduktion, Ratenzahlung oder Fristverlängerung ohne Ansetzen einer 

Nachfrist ebenfalls nicht eingetreten, 

dass es zur Begründung unter anderem ausführte, bei den vom Ge-

suchsteller eingereichten fremdsprachigen Dokumenten handle es sich 

lediglich um Fotokopien und nicht um Originale, weshalb sie keinen Be-

weiswert haben dürften, und die Beschwerdebegehren würden als aus-

sichtslos erscheinen, 

dass der Gesuchsteller am 16. Januar 2012 eine Unterstützungsbestäti-

gung der Stadt Z._______ einreichte, 

dass er mit Eingabe vom 27. Januar 2012 seines am gleichen Datum 

mandatierten Rechtsvertreters als Originale bezeichnete Dokumente 

nachreichte und um Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeergänzung er-

suchte, da er sprach- und rechtsunkundig sowie wegen Mittellosigkeit 

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bisher auf sich allein gestellt gewesen sei und sich erst am 

27. Januar 2012 an den Rechtsvertreter habe wenden können, 

dass er gleichzeitig um Übersetzung der Dokumente auf Kosten der Ge-

richtskasse und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-

ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ersuchte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf die gegen die Verfügung des 

BFM erhobene Beschwerde vom 14. Dezember 2011 mit Urteil  

D-749/2011 vom 2. Februar 2012 nicht eintrat und in der Urteilsbegrün-

dung festhielt, der Kostenvorschuss sei innert Frist nicht geleistet worden, 

die eingereichte Unterstützungsbestätigung lasse nicht auf eine Verände-

rung der Sachlage schliessen, weshalb keine Nachfrist anzusetzen sei, 

und auf die Eingabe vom 27. Januar 2012, mit welcher sinngemäss um 

Wiedererwägung der Zwischenverfügung vom 10. Januar 2012 ersucht 

werde, sei wegen Verspätung nicht einzutreten, 

dass der Gesuchsteller mit als Wiedererwägungsgesuch bezeichneter 

Eingabe vom 7. Februar 2012 an das BFM gelangte und in materieller 

Hinsicht beantragte, es sei eine Veränderung des rechtserheblichen 

Sachverhalts festzustellen und in der Folge die Verfügung vom 

14. November 2011 wiedererwägungsweise aufzuheben und auf das 

Wiedererwägungsgesuch einzutreten, er sei als Flüchtling anzuerkennen 

und ihm sei Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzumutbarkeit und 

Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges festzustellen und er sei vor-

läufig aufzunehmen, 

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, im Sinne einer vorsorglichen 

Massnahme seien die Vollzugsbehörden des Kantons X._______ anzu-

weisen, bis zu erneutem Entscheid des BFM von jeglichen Vollzugs-

massnahmen abzusehen, es sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG zu gewähren und auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten, die Kontaktaufnahme mit den Behör-

den des Heimat- oder Herkunftsstaates sowie jegliche Datenweitergabe 

an dieselben seien zu unterlassen, eventualiter sei er bei bereits erfolgter 

Datenweitergabe darüber in einer separaten Verfügung zu informieren, 

wenn nötig seien die eingereichten Unterlagen auf Kosten des BFM zu 

übersetzen und zur Richtigkeit und Echtheit des sich veränderten Sach-

verhaltes und der eingereichten Gerichtsunterlagen sei eine Botschafts-

abklärung durchzuführen, 

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dass er zur Begründung unter anderem ausführte, das Bundesverwal-

tungsgericht, das wegen nicht rechtzeitig geleisteten Kostenvorschusses 

und Aussichtslosigkeit auf die Beschwerde nicht eingetreten sei, sei auf 

das Gesuch um eine gehörige Fristgewährung zur Beschwerdeergänzung 

nicht eingetreten und habe die von ihm neu eingereichten Beweismittel 

nicht berücksichtigt, obwohl diese Dokumente offensichtlich beweisen 

würden, dass er wegen Unterstützung der W._______ zu einer Freiheits-

strafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden sei, 

dass diese Eingabe vom BFM an das Bundesverwaltungsgericht zur Prü-

fung überwiesen wurde, ob allenfalls ein Revisionsgesuch vorliege (Ein-

gang Bundesverwaltungsgericht: 27. Februar 2012), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 

28. Februar 2012 den Gesuchsteller aufforderte, innert sieben Tagen ab 

Erhalt eine Verbesserung seiner Eingabe vom 7. Februar 2012 einzurei-

chen, sollte er diese als Revisionsgesuch behandelt habe wollen, andern-

falls auf die Eingabe unter revisionsrechtlichen Aspekten nicht eingetreten 

und an das BFM zur Prüfung als Wiedererwägungsgesuch überwiesen 

werde, 

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 7. März 2012 beantragte, das 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Februar 2012 sei in Revisi-

on zu ziehen und in der Folge sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustel-

len und ihm sei Asyl zu gewähren, eventualiter sei das Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts vom 2. Februar 2012 in Revision zu ziehen und in 

der Folge sei die Verfügung des BFM vom 15. November 2011 an das 

Bundesamt zu erneutem Entscheid über die Flüchtlingseigenschaft zu-

rückzuweisen, 

dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, ihm – 

sinngemäss – die unentgeltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG und – explizit beantragt – in der Person seines Rechtsver-

treters ein Rechtsbeistand im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG zu gewäh-

ren sei und wenn notwendig die als Beweis eingereichten Unterlagen auf 

Kosten der Gerichtskasse zu übersetzen seien, 

dass der Gesuchsteller zur Begründung seiner Eingabe vom 

7. März 2012 im Wesentlichen vorbrachte, er sei am 25. Oktober 2011 

vom Strafgericht V._______ zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und 

sechs Monaten verurteilt worden und habe die Kopien dieses Entschei-

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des erst nach der BFM-Verfügung vom 15. November 2011 beschaffen 

können, weshalb ihm die Geltendmachung dieser Beweise beim Bundes-

amt nicht möglich gewesen sei, 

dass es sich bei den Gerichtsakten um vorbestehende erhebliche Tatsa-

chen und entscheidende Beweismittel handle, die er im früheren Verfah-

ren nicht habe beibringen können und die geeignet seien, zur Anerken-

nung der Flüchtlingseigenschaft und zur Gewährung von Asyl zu führen, 

weshalb ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a des Bun-

desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) vorliege und 

auf das Revisionsgesuch einzutreten sei, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 105 AsylG auf dem Ge-

biet des Asyls endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG) über Beschwer-

den gegen Verfügungen des BFM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines 

Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-

rende Person Schutz sucht, 

dass das Bundesverwaltungsgericht ausserdem für die Revision von Ent-

scheiden zuständig ist, die es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz 

gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242 mit Hinweisen), 

dass gemäss Art. 45 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) für die Revision von Urteilen des Bundesverwaltungs-

gerichts die Art. 121-128 BGG sinngemäss gelten, 

dass gemäss Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisi-

onsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung findet, 

dass vorliegend – mit Blick auf die Eintretensfrage – der Gesuchsteller 

am Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht teilgenommen hat, 

durch das angefochtene Urteil besonders berührt ist und ein schutzwürdi-

ges Interesse an dessen Aufhebung beziehungsweise Änderung hat, 

womit die Legitimation gegeben ist (vgl. analog Art. 48 Abs. 1 VwVG; UR-

SINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel des Bundes 

und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.), 

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dass sich der Gesuchsteller mit rechtzeitig eingereichter Eingabe vom 

7. März 2012 explizit auf den Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 

BGG beruft, 

dass – auch wenn nicht explizit genannt wird, wann der Gesuchsteller 

Kenntnis des Strafurteils beziehungsweise der als Original bezeichneten 

Dokumente erhielt – der Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG 

in Bezug auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Februar 

2012 innert der in Art. 124 BGG genannten Frist geltend gemacht wird,  

dass die Revisionseingabe die Begehren für den Fall eines neuen Be-

schwerdeentscheides enthält (vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG),  

dass somit auf das Revisionsgesuch einzutreten ist, 

dass mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision die Unabän-

derlichkeit und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen Beschwerdeent-

scheides angefochten wird, damit in der Sache neu entschieden werden 

kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269), 

dass die Revision eines Prozessurteils nur aus Gründen verlangt werden 

kann, welche dieses Urteil selber betreffen, nicht aber mit materiellen 

Gründen, da diese vom BFM im Rahmen einer Wiedererwägung zu prü-

fen sind (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asyl-

rekurskommission [EMARK] 1998 Nr. 8 E. 3 S. 53 f.), 

dass die Revision in Zivilsachen und öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-

ten verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich er-

hebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die 

sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der 

Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden 

sind (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG), 

dass die Revision nicht aus einem Grund verlangt werden kann, der 

schon im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätte geltend gemacht wer-

den können (vgl. Art. 46 VGG), 

dass – sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit neuen Dokumenten be-

wiesen werden – ein Gesuchsteller auch darzutun hat, dass er die Be-

weismittel im früheren Verfahren nicht beibringen konnte (vgl. HANSJÖRG 

SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz 

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(BGG): Bundesgesetz über das Bundesgericht, Handkommentar, Bern 

2007, zu Art. 123 Rz. 11), beziehungsweise die gesuchstellende Partei 

nicht in der Lage gewesen sein darf, die Beweismittel im früheren Verfah-

ren beizubringen (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜH-

LER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008, 

S. 250 Rz. 5.48), 

dass dabei nur mit Zurückhaltung anzunehmen ist, es sei einer aus "an-

deren Gründen" (Art. 123 BGG) um Revision ersuchenden Partei nicht 

möglich gewesen, Tatsachen und Beweise bereits im früheren Verfahren 

beizubringen (vgl. ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesge-

richtsgesetz, Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basel 2008, N. 8 zu 

Art. 123 BGG),  

dass zur Stützung des Revisionsgrundes nachträglich erfahrener, erhebli-

cher Beweismittel (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) in der Eingabe vom 

7. März 2012 vorgebracht wird, der Gesuchsteller habe die Gerichtsakten 

erst nach der BFM-Verfügung vom 15. November 2011 beschaffen kön-

nen, weshalb ihm die Geltendmachung dieser Beweise beim Bundesamt 

nicht möglich gewesen sei, 

dass vorliegend indessen nicht entscheidend ist, weshalb der Gesuch-

steller die Dokumente nicht vor Ergehen der Verfügung des BFM vom 

15. November 2011 einreichen konnte, sondern es ist vielmehr wesent-

lich, weshalb er die Beweismittel ("Originale Akten des Strafgerichts 

V._______/S._______") im Beschwerdeverfahren nicht vor Ablauf der mit 

Zwischenverfügung vom 10. Januar 2012 gesetzten, bis am 25. Januar 

2012 laufenden Frist nachreichen konnte (vgl. Art. 46 VGG), 

dass dazu der Eingabe vom 7. März 2012 nichts Wesentliches zu ent-

nehmen ist, 

dass auch in der im Beschwerdeverfahren verspätet eingereichten Ein-

gabe vom 27. Januar 2012 nichts enthalten ist, das Rückschlüsse auf er-

hebliche Gründe zuliesse, weshalb der Gesuchsteller nicht in der Lage 

war, rechtzeitig die als Originale bezeichneten Dokumente einzureichen, 

dass zwar darauf hingewiesen wird, der sprach- und rechtsunkundige 

Gesuchsteller sei wegen Mittellosigkeit auf sich allein gestellt gewesen 

und habe sich erst am 27. Januar 2012 an seinen Rechtsvertreter wen-

den können, 

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dass damit in entscheidwesentlicher Hinsicht nichts zu seinen Gunsten 

ableitbar ist, da der Gesuchsteller keiner der Amtssprachen mächtig ist 

(vgl. A8/16, S. 5), die Beschwerde indessen in deutscher Sprache ver-

fasst ist, weshalb davon auszugehen ist, er habe – wenn auch nicht pro-

fessionelle – Hilfe Dritter in Anspruch genommen, die ihm den wesentli-

chen Inhalt der Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 

10. Januar 2012 erklären konnten, 

dass deshalb zu schliessen ist, er habe von der Wichtigkeit der rechtzeiti-

gen Einreichung originaler Dokumente gewusst, 

dass es sich bei den mit Eingabe vom 27. Januar 2012 eingereichten Do-

kumenten um Kopien der bereits mit Beschwerde eingereichten Beweis-

mittel handelt, die zusätzlich mit einem "originalen" Stempel und einem 

handschriftlichen Eintrag mit dem Datum vom 5. Januar 2012 versehen 

sind, 

dass – ausgehend vom Datum vom 5. Januar 2012 – der Gesuchsteller in 

revisionsrechtlicher Hinsicht nicht darlegt, weshalb es ihm nicht zumutbar 

und möglich gewesen ist, diese Beweismittel bereits im ordentlichen Ver-

fahren – d.h. bis am 25. Januar 2012 – einzureichen und die Beschaffung 

dieser Dokumente als neuen rechtserheblichen Umstand geltend zu ma-

chen, der allenfalls das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf die 

Zwischenverfügung vom 10. Januar 2012 gerechtfertigt hätte,  

dass deshalb zu schliessen ist, es sei ihm möglich und zumutbar gewe-

sen, diese Beweismittel vor Ablauf der angesetzten Frist zur Zahlung des 

Kostenvorschusses ins Recht zu legen, 

dass das Revisionsverfahren nicht dazu dient, im früheren Verfahren be-

gangene vermeidbare Unterlassungen eines Gesuchstellers nachzuho-

len, wobei Gesetzesunkenntnis oder Rechtsirrtum jedenfalls keine Unzu-

mutbarkeit schaffen (vgl. BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 109), 

dass – da es sich beim Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts um ein 

Prozessurteil handelt – nicht zu prüfen ist, ob mit Bezug auf die verspätet 

eingereichten Beweismittel allenfalls ein völkerrechtliches Wegweisungs-

vollzugshindernis vorliegt (vgl. EMARK 1995 Nr. 9 E. 7), weil dies eine 

materielle Beurteilung der Dokumente voraussetzt, 

dass deshalb auch offen gelassen werden kann, ob es sich bei den ein-

gereichten Dokumenten – Kopien, die mit einem "originalen" Stempel mit 

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Seite 9 

einem Handeintrag versehen sind – um authentische Beweismittel han-

delt, und somit der Antrag auf Übersetzung der Dokumente auf Kosten 

des Gerichts abzuweisen ist, 

dass zusammenfassend der Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 

BGG nicht erfüllt und das Revisionsgesuch somit abzuweisen ist,  

dass bei dieser Sachlage die Eingaben vom 7. Februar und 7. März 2012 

an das BFM zwecks Prüfung eines allfälligen Wiedererwägungsgesuches 

zu überweisen sind, 

dass aufgrund des Entscheids in der Hauptsache das Gesuch um Erlass 

des Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist, 

dass der Gesuchsteller um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG in Verbindung mit Art. 68 Abs. 2 

VwVG ersuchte, 

dass aufgrund der vorstehenden Erwägungen das Revisionsbegehren als 

aussichtslos zu beurteilen war, womit es an den materiellen Vorausset-

zungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 

Art. 65 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 68 Abs. 2 VwVG fehlt und das 

entsprechende Gesuch abzuweisen ist, 

dass die unentgeltliche Verbeiständung nur patentierten Anwältinnen und 

Anwälten vorbehalten ist (vgl. MARCEL MAILLARD, in: Praxiskommentar 

VwVG, Waldmann/Weissenberger (Hrsg.), Zürich 2009, Art. 65 N 41), 

dass die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung nicht erfüllt sind, weil einerseits die kumulativ er-

forderlichen Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht gegeben 

sind und andererseits der Rechtsvertreter, der ausdrücklich die Ernen-

nung seiner Person als Rechtsbeistand beantragte, nicht über ein An-

waltspatent verfügt, weshalb das Gesuch abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1200.– 

(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Febru-

ar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Gesuchsteller aufzuerlegen 

sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG und Art. 68 Abs. 2 

VwVG).  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG in Verbindung mit Art. 68 Abs. 2 VwVG 

wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1200.- werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der 

Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Die Eingaben vom 7. Februar und 7. März 2012 werden dem BFM zur 

Prüfung eines allfälligen Wiedererwägungsgesuches überwiesen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das BFM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Wespi Anna Kühler 

 

 

Versand: