# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c9ad818-6806-5a2b-9a46-934a92baca06
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 10.10.2025 ZR2 2025 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZR2-2025-31_2025-10-10.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 10. Oktober 2025
mitgeteilt am 13. Oktober 2025

Referenz ZR2 25 31

Instanz Zweite zivilrechtliche Kammer

Besetzung Richter-Baldassarre, Vorsitz
Peter, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Roger Hischier

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mario Thöny

Gegenstand Forderung aus Arbeitsvertrag

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Imboden, Einzelrichter, vom 2. April 
2025, mitgeteilt am 12. Juni 2025 (Proz. Nr. 115-2024-21)

2 / 21

Sachverhalt

A. B.________ war seit dem 1. September 2023 als Sachbearbeiterin 
Sekretariat bei A.________ angestellt, welcher als Inhaber des 
Einzelunternehmens C.________ mit Sitz in O.1.________ ins Handelsregister 
eingetragen ist. Der im Rahmen einer beruflichen Wiedereingliederung 
abgeschlossene Einzelarbeitsvertrag vom 31. August 2023 sah ein unbefristetes 
Anstellungsverhältnis mit einem Arbeitspensum von 50 % zu einem monatlichen 
Bruttolohn von CHF 2'150.00 vor. Gleichentags schlossen B.________, 
A.________ sowie die IV-Stelle des Kantons Graubünden (vertreten durch 
D.________) eine Vereinbarung über die Anlern- und Einarbeitungszeit mit 
Einarbeitungszuschuss ab.

B. Am 4. Januar 2024 liess A.________ B.________ eine Abmahnung 
zukommen, worin er auf ihre mangelhafte Arbeitsweise sowie das fehlende 
Interesse an ihrer Tätigkeit Bezug nahm. Der Lebenspartner von B.________ 
informierte A.________ am darauffolgenden Tag darüber, dass sie 
krankheitsbedingt nicht am Arbeitsplatz erscheinen könne. 

C. Auf entsprechende Aufforderung hin stellte B.________ A.________ ein 
Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. med. E.________ zu, worin dieser ihr eine vom 
5. Januar 2024 bis zum 28. Januar 2024 dauernde Arbeitsunfähigkeit attestierte. 
Sodann liess B.________ ihrem Arbeitgeber eine vom 11. Januar 2024 datierende 
Arbeitsunfähigkeitsbestätigung ihrer Hausärztin Dr. med. F.________ zukommen. 
Darin hielt Dr. med. F.________ fest, dass sich die Arbeitsunfähigkeit von 
B.________ auf den aktuellen Arbeitsplatz beziehe und bis auf weiteres gelte.

D. Mit Schreiben vom 26. Januar 2024 informierte Rechtsanwalt Roger Hischier 
B.________ darüber, dass A.________ beabsichtige, das Arbeitsverhältnis nach 
Ablauf der 30-tägigen Sperrfrist unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten 
Kündigungsfrist von drei Monaten aufzulösen. Sollte B.________ nach 
Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit nicht am Arbeitsplatz erscheinen, entfalle ihr 
Lohnanspruch und A.________ werde das Arbeitsverhältnis nach Aussprache einer 
entsprechenden Androhung fristlos beenden.

E. Nachdem B.________ ihre Arbeitstätigkeit am 29. Januar 2024 nicht wieder 
aufgenommen hatte, mahnte A.________ sie ein weiteres Mal ab und drohte ihr im 
Falle eines erneuten Fernbleibens vom Arbeitsplatz die fristlose Kündigung an. 
B.________ erschien auch am 30. Januar 2024 nicht in den Räumlichkeiten ihres 

3 / 21

Arbeitgebers. A.________ forderte sie daraufhin erneut zum Erscheinen auf, bevor 
er das Arbeitsverhältnis noch am selben Tag fristlos auflöste.

F. Am 5. April 2024 reichte B.________ beim Vermittleramt Imboden ein 
Schlichtungsgesuch ein. Da A.________ nicht zu der für den 16. Mai 2024 
angesetzten Schlichtungsverhandlung (Fall-Nr. 17/2024) erschien, stellte das 
Vermittleramt B.________ am 21. Mai 2024 die Klagebewilligung aus. Damit 
gelangte sie am 21. August 2024 mit folgenden Rechtsbegehren an das 
Regionalgericht Imboden:

1. Die fristlose Kündigung vom 30. Januar 2024 sei als ungerechtfertigte 
Kündigung im Sinne von Art. 337c ff. OR zu qualifizieren.

2. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Lohn im Betrag von netto 
CHF 1'411.20 zuzüglich Zins zu 5% seit 30. Januar 2024 sowie eine 
Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR in Höhe von CHF 9'316.65 
zuzüglich Zins zu 5% seit 30. Januar 2024 zu bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8.1% MwSt.) zu 
Lasten des Beklagten.

G. In seiner Klageantwort vom 8. Oktober 2024 beantragte A.________, die 
Klage sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten von B.________ 
abzuweisen. Ferner erhob er Widerklage mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Klägerin sei zu verpflichten, dem Beklagten einen Betrag in der 
Höhe von CHF 1'372.85 (netto) zuzüglich Zins seit 21. Februar 2024 zu 
bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zu Lasten 
de[r] Klägerin/Widerbeklagten.

H. B.________ beantragte in ihrer Replik und Widerklageantwort vom 
21. November 2024 die kostenfällige Abweisung der Widerklage. Anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 2. April 2025 änderte sie Ziff. 2 ihrer mit Klage vom 
21. August 2024 gestellten Rechtsbegehren wie folgt ab:

Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Lohn im Betrag von netto 
CHF 1'411.20 zuzüglich Zins zu 5% seit 30. Januar 2024 sowie eine 
Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR in Höhe von CHF 6'987.45 
zuzüglich Zins zu 5% seit 30. Januar 2024 zu bezahlen.

I. Mit unbegründet eröffnetem Entscheid vom 2. April 2025 hiess der 
Einzelrichter am Regionalgericht Imboden die Klage vollumfänglich gut und wies die 
Widerklage ab. Gerichtskosten waren keine zu erheben. Sodann verpflichtete der 
Einzelrichter A.________ zur Leistung einer Parteientschädigung an B.________ in 
Höhe von CHF 12'145.30 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer; Proz. Nr. 115-
2024-21).

4 / 21

J. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ (fortan: Beschwerdeführer) mit 
Eingabe vom 14. Juli 2025 hierorts Beschwerde und stellt folgende Anträge:

1. Es sei der Entscheid des Regionalgerichts Imboden vom 2. April 2025 
(Proz. Nr. 115-2024-21) aufzuheben und die Klage der 
Klägerin/Beschwerdegegnerin vollumfänglich abzuweisen und die 
Widerklage gutzuheissen.

2. Eventualiter sei die Sache zur Sachverhaltsabklärung und zum neuen 
Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) sowohl für 
das erstinstanzliche Verfahren als auch für das Beschwerdeverfahren 
zu Lasten der Klägerin/Beschwerdegegnerin.

K. In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. September 2025 beantragt B.________ 
(fortan: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
Weitere Eingaben erfolgten keine.

L. Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (Proz. Nr. 115-2024-21). Das 
Verfahren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1.1. Angefochten ist ein erstinstanzlicher Endentscheid. Da das 
Streitwerterfordernis von CHF 10'000.00 für die Berufung in vermögensrechtlichen 
Angelegenheiten nicht erfüllt ist, unterliegt der angefochtene Entscheid der 
Beschwerde (Art. 308 Abs. 2 i. V. m. Art. 319 lit. a ZPO).

1.2. Nach Art. 321 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO ist die Beschwerde innert 30 Tagen 
seit der Zustellung des begründeten Entscheids oder seit der nachträglichen 
Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet unter Beilage des 
angefochtenen Entscheids bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen. Der 
nachträglich begründete Entscheid wurde den Parteien am 12. Juni 2025 mitgeteilt 
(act. B.1). Die Beschwerde vom 14. Juli 2025 erfolgte damit fristgerecht (act. A.1).

1.3. Die sachliche Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden 
ergibt sich aus Art. 4 Abs. 1 ZPO i. V. m. Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.100). 
Innerhalb des Obergerichts liegt die Zuständigkeit bei der Zweiten zivilrechtlichen 
Kammer (Art. 10 Abs. 1 lit. a OGV [BR 173.010]). Die Vorsitzende entscheidet in 
einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 7 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 e contrario EGzZPO).

1.4. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden 

5 / 21

(Art. 320 ZPO). Die Beschwerdeinstanz überprüft die Rüge der unrichtigen 
Rechtsanwendung mit freier Kognition. Hingegen ist die Kognition bezüglich der 
Feststellung des Sachverhaltes auf eine Willkürprüfung beschränkt (SPÜHLER, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 320 N. 2 f.). Im Beschwerdeverfahren gilt 
das Rügeprinzip. Die beschwerdeführende Partei muss sich demnach mit den 
Erwägungen des angefochtenen Entscheids im Einzelnen auseinanderzusetzen 
und hat konkret aufzuzeigen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid 
ihrer Ansicht nach leidet. Dabei geht es nicht um eine Neubeurteilung im Rahmen 
der Rechtsmittelanträge, sondern darum, darzutun, weshalb der angefochtene 
Entscheid keinen Bestand haben soll. Bei Nichteinhaltung der 
Begründungsanforderungen ist auf die Beschwerde infolge Fehlens einer 
Zulässigkeitsvoraussetzung nicht einzutreten (Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK2 21 26 vom 29. September 2021 E. 2 m. w. H.). 

1.5. Das vorliegende Verfahren hat eine arbeitsrechtliche Angelegenheit zum 
Gegenstand, deren Streitwert weniger als CHF 30'000.00 beträgt (vgl. act. B.1). Für 
derartige Streitigkeiten gilt das vereinfachte Verfahren (Art. 243 Abs. 1 ZPO), wobei 
das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt (Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 
ZPO). Die Ermittlung der für den Entscheid massgeblichen Tatsachen unterliegt der 
sogenannten eingeschränkten bzw. sozialen Untersuchungsmaxime (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_46/2016 vom 20. Juni 2016 E. 7.1.2; BRUNNER/STEININGER, in: 
Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], 3. Aufl. 2024, Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Art. 247 N. 6 und N. 10). Diese bezweckt, die schwächere 
Partei zu schützen, die Gleichheit zwischen den Parteien zu garantieren und das 
Verfahren zu beschleunigen (BGE 141 III 569 E. 2.3.1; 125 III 231 E. 4a). Die 
Parteien sind jedoch auch im Anwendungsbereich der eingeschränkten 
Untersuchungsmaxime nicht davon befreit, bei der Feststellung des 
entscheidrelevanten Sachverhalts aktiv mitzuwirken und die allenfalls zu 
erhebenden Beweise zu bezeichnen. Sie tragen auch in diesem Bereich die 
Verantwortung für die Sachverhaltsermittlung (BRUNNER/STEININGER, a.a.O., 
Art. 247 N. 10). Das Gericht stellt keine eigenen Ermittlungen an (BGE 141 III 569 
E. 2.3.1; Urteil des Bundesgerichts 4A_46/2016 vom 20. Juni 2016 E. 7.1.2). Nach 
dem Willen des Gesetzgebers obliegt dem Gericht bei der sozialen 
Untersuchungsmaxime einzig eine verstärkte Fragepflicht. Dabei hat es den 
Parteien durch sachgemässe Fragen zu helfen, damit die notwendigen 
Behauptungen gemacht und die dazugehörigen Beweismittel bezeichnet werden. 

6 / 21

Wenn beide Parteien – wie vorliegend (vgl. RG-act. VI.1 und RG-act. VI.3) – 
anwaltlich vertreten sind, darf und soll sich das Gericht wie im ordentlichen 
Verfahren zurückhalten (BGE 141 III 569 E. 2.3.1 m. w. H.; Urteile des 
Bundesgerichts 4A_482/2024 vom 12. April 2025 E. 3.1 m. w. H.; 4A_46/2016 vom 
20. Juni 2016 E. 7.1.2).

1.6. Im Beschwerdeverfahren sind neue Tatsachenbehauptungen und 
Beweismittel grundsätzlich ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Dies gilt auch im 
Anwendungsbereich der (eingeschränkten bzw. sozialen) Untersuchungsmaxime 
(SPÜHLER, a.a.O., Art. 326 N. 1 und N. 2; BRUNNER/VISCHER, in: 
Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, Art. 326 N. 3, je m. w. H.). Der Novenausschluss 
entspricht dem ausserordentlichen Charakter der Beschwerde und ist vor dem 
Hintergrund zu sehen, dass das Beschwerdeverfahren nicht die Fortsetzung des 
erstinstanzlichen Verfahrens bezweckt (vgl. SPÜHLER, a.a.O., Art. 326 N. 1; 
BRUNNER/VISCHER, a.a.O., Art. 326 N. 4; vgl. bereits E. 1.4).

2.1. In tatsächlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe sich 
in offensichtlich unrichtiger Feststellung des Sachverhalts nicht mit den in der 
Abmahnung vom 4. Januar 2024 detailliert umschriebenen Verfehlungen der 
Beschwerdegegnerin auseinandergesetzt (act. A.1 Rz. II.B.2.12 ff.). Namentlich 
habe sie ausser Acht gelassen, dass die Beschwerdegegnerin bereits vor dem 
streitgegenständlichen Anstellungsverhältnis während drei Monaten im selben 
Bereich für den Beschwerdeführer tätig gewesen und entsprechend mit den ihr 
zugewiesenen Aufgaben vertraut gemacht worden sei (act. A.1 Rz. II.B.2.17). In 
Abweichung der vorinstanzlichen Feststellungen könne dem Beschwerdeführer 
somit nicht vorgeworfen werden, dass er die Beschwerdegegnerin ungenügend 
eingearbeitet habe und seiner Fürsorgepflicht nicht nachgekommen sei (act. A.1 
Rz. II.B.2.18; vgl. act. B.1 E. 3.4). Dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen einer 
beruflichen Wiedereingliederung für den Beschwerdeführer tätig geworden sei, 
spiele sodann keine Rolle. Die Eingliederungsmassnahme habe sich nämlich nicht 
auf ein intellektuelles Defizit, sondern auf eine unfallbedingte Knieverletzung 
bezogen. Damit liege kein objektiver Grund vor, der die laufend mangelhafte 
Arbeitsleistung der Beschwerdegegnerin unverschuldet erscheinen lassen würde 
(act. A.1 Rz. II.B.2.19; vgl. auch RG-act. I.4 Rz. II.B.5.9).

2.2. Gemäss den unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz, 
mahnte der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin erstmals am 4. Januar 

7 / 21

2024 ab. In dieser Abmahnung warf er ihr ein fehlendes Interesse an ihrer Tätigkeit 
sowie eine liederliche Arbeitsweise vor. Namentlich habe sie E-Mails an falsche 
bzw. ungültige E-Mail-Adressen oder mit unrichtigem Inhalt versandt. Für den 
Wiederholungsfall drohte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin eine 
firstlose Kündigung an (RG-act. II.12; vgl. auch RG-act. III.1-3). Nach einer 
krankheitsbedingten Abwesenheit der Beschwerdegegnerin mahnte der 
Beschwerdeführer sie ein zweites Mal ab, da sie am 29. Januar 2024 unentschuldigt 
nicht am Arbeitsplatz erschienen sei, und drohte ihr an, sie im Fall des erneuten 
Fernbleibens fristlos zu entlassen (vgl. RG-act. II.15). Nachdem die 
Beschwerdegegnerin am 30. Januar 2024 wiederum nicht am Arbeitsplatz 
erschienen war, sprach der Beschwerdeführer die fristlose Kündigung aus (vgl. RG-
act. II.16).

2.3. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang, der Beschwerdeführer 
habe die in der Abmahnung vom 4. Januar 2024 aufgeführten Verfehlungen der 
Beschwerdegegnerin als weniger schwerwiegend eingestuft. Entsprechend sei er 
sich bewusst gewesen, dass nur ein wiederholtes Fehlverhalten der 
Beschwerdegegnerin eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde. Als der 
Beschwerdeführer schliesslich fristlos gekündigt habe, sei die aus seiner Sicht 
ungenügende Arbeitsleistung der Beschwerdegegnerin ein wenig 
entscheidtragender Umstand gewesen, habe die erste Abmahnung in 
arbeitsplatzbezogener Hinsicht doch einen völlig anderen Hintergrund gehabt als 
die zweite Abmahnung. Zu berücksichtigen sei in diesem Zusammenhang sodann, 
dass die Anstellung der Beschwerdegegnerin im Rahmen einer beruflichen 
Wiedereingliederung erfolgt sei. Der Hinweis auf die fristlose Kündigung in der 
Abmahnung vom 4. Januar 2024 müsse daher kritisch betrachtet werden (act. B.1 
E. 3.4).

2.4. Was die Abmahnung vom 4. Januar 2024 anbelangt, anerkennt die 
Beschwerdegegnerin, dass ihr gewisse kleinere Fehler unterlaufen sind. Diese 
seien indes auf eine mangelhafte Instruktion und ungenügende Betreuung durch 
den Beschwerdeführer zurückzuführen (RG-act. I.3 Rz. III.A.22 und act. A.2 
Rz. II.16). Entgegen den beschwerdeführerischen Vorbringen und in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz kann mit Blick auf die Arbeitsleistung der 
Beschwerdegegnerin nicht unberücksichtigt bleiben, dass das vorliegende 
Arbeitsverhältnis im Rahmen einer beruflichen Wiedereingliederung begründet 
worden ist (vgl. act. A.1 Rz. II.B.2.19 und act. B.1 E. 3.4). So sah die zeitgleich mit 
dem Arbeitsvertrag abgeschlossene Vereinbarung über die Anlern- und 

8 / 21

Einarbeitungszeit vor, dass die Beschwerdegegnerin "vollumfänglich in einen neuen 
Arbeitsbereich eingearbeitet" und "fachlich durch den Arbeitgeber unterstützt" 
werden muss (vgl. RG-act. II.2 S. 1 f.). Dass die mangelnde Ausbildung im 
Bürobereich und das damit einhergehende Unterstützungsbedürfnis der 
Beschwerdegegnerin zwischen den Parteien bereits vor Abschluss dieser 
Vereinbarung thematisiert worden war, ergibt sich auch aus dem Verlaufsprotokoll 
der Eingliederungsberaterin (vgl. RG-act. II.4 S. 3 [Eintrag vom 22. August 2023]). 
In Anbetracht dieser Ausgangslage musste für den Beschwerdeführer ohne 
Weiteres erkennbar gewesen sein, dass auf die Einarbeitung und fachliche 
Begleitung der Beschwerdegegnerin ein besonderes Augenmerk zu legen ist.

2.5. Dass die berufliche Wiedereingliederung nicht aufgrund eines intellektuellen 
Defizits der Beschwerdegegnerin, sondern wegen einer unfallbedingten 
Knieverletzung erfolgte, bleibt dafür letztlich ohne Belang (vgl. act. A.1 
Rz. II.B.2.19). Ebenfalls nichts daran ändert der Umstand, dass die 
Beschwerdegegnerin bereits früher einmal während drei Monaten befristet für den 
Beschwerdeführer tätig gewesen war (vgl. act. A.1 Rz. II.B.2.16). Massgebend ist 
in Übereinstimmung mit den vorinstanzlichen Erwägungen vielmehr, dass die 
Vereinbarung über die Anlern- und Arbeitszeit vom 31. August 2023 ausdrücklich 
eine Einarbeitung und Unterstützung durch den Beschwerdeführer vorsah (act. B.1 
E. 3.4 und RG-act. II.2 S. 1 f.). Diese Pflicht oblag ihm somit unabhängig vom 
früheren Beschäftigungsverhältnis. Dabei spielt es – entgegen den Vorbringen des 
Beschwerdeführers (act. A.1 Rz. II.B.2.16 f.) – keine Rolle, welche Aufgaben der 
Beschwerdegegnerin bereits im Rahmen der erstmaligen Anstellung zugewiesen 
worden sind bzw. inwiefern sie damals bereits eingearbeitet wurde.

2.6. Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz unter 
Berücksichtigung der obgenannten Verhältnisse (vgl. E. 2.4 f.) zum Schluss kommt, 
es sei kritisch zu betrachten, ob die der Beschwerdegegnerin mit Abmahnung vom 
4. Januar 2024 vorgeworfenen Verfehlungen bereits so schwer wiegen, dass sie für 
den Wiederholungsfall eine fristlose Kündigung im Sinne von Art. 337 OR 
rechtfertigen würden (act. B.1 E. 3.4). Dies gilt umso mehr, als der 
Beschwerdeführer im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens bloss vereinzelte 
Verfehlungen der Beschwerdegegnerin darzulegen vermochte (vgl. RG-act. I.2 
Rz. II.A.2.16). Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin in drei 
Fällen E-Mails an falsche bzw. inexistente Adressen versandt hatte. Zwei der drei 
Vorkommnisse spielten sich sodann im September 2023, d.h. dem ersten 
Arbeitsmonat der Beschwerdegegnerin, ab (vgl. RG-act. III.1-3). Dass zu Beginn 

9 / 21

eines Arbeitsverhältnisses kleinere Fehler passieren, überrascht nicht und 
entspricht der allgemeinen Lebenserfahrung. Derartige Lappalien sind indes – 
selbst im Wiederholungsfall – nicht geeignet, die Aussprache einer fristlosen 
Kündigung zu rechtfertigen. Zutreffenderweise als unsubstantiierte 
Parteibehauptungen taxiert hat die Vorinstanz das Vorbringen des 
Beschwerdeführers, die Verfehlungen der Beschwerdegegnerin hätten sich auf ihn 
nachteilig oder sogar schädigend ausgewirkt (act. B.1 E. 3.4 in fine; vgl. auch 
act. A.1 Rz. II.B.20).

2.7. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, 
inwiefern die Abmahnung vom 4. Januar 2024 mit der Abmahnung vom 29. Januar 
2024 in einem sachlichen Zusammenhang steht (act. A.1 Rz. II.B.2.21; vgl. RG-
act. II.12 und RG-act. II.15). Dass der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 
in der Abmahnung vom 4. Januar 2024 "implizit auch eine Arbeitsverweigerung 
vorgeworfen" hat, trifft jedenfalls nicht zu (vgl. act. A.1 Rz. II.B.2.21). Während die 
Abmahnung vom 4. Januar 2024 nämlich die mangelhafte Qualität der 
beschwerdegegnerischen Arbeitsleistung betraf, bezog sich die Abmahnung vom 
29. Januar 2024 auf ihr (erstmaliges) unentschuldigtes Fernbleiben vom 
Arbeitsplatz (vgl. RG-act. II.12 und RG-act. II.15; vgl. auch act. B.1 E. 3.4).

2.8. Zwar ist in Übereinstimmung mit den vom Beschwerdeführer aufgeführten 
Literaturstellen davon auszugehen, dass gegebenenfalls auch mehrere ungleich 
gelagerte Verstösse des Arbeitnehmers eine fristlose Kündigung zu rechtfertigen 
vermögen (vgl. act. A.1 Rz. II.B.2.22; vgl. STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, 
Arbeitsvertrag, 7. Aufl. 2012, Art. 337 N. 13 S. 1123 in fine; BRÜHWILER, 
Einzelarbeitsvertrag, 3. Aufl. 2014, Art. 337 N. 9). Vorliegend brachte der 
Beschwerdeführer indes unmissverständlich zum Ausdruck, dass in erster Linie das 
(mehrfache) unentschuldigte Fernbleiben vom Arbeitsplatz Anlass für die fristlose 
Entlassung bildete. So führte er in seinem Kündigungsschreiben vom 30. Januar 
2024 aus, die Beschwerdegegnerin sei auch nach der zweiten Abmahnung 
"wiederum ohne Abmeldung nicht zur Arbeit erschienen" und habe sich damit 
"[e]rneut […] ein schweres Fehlverhalten" erlaubt (RG-act. II.16). Die Vorinstanz 
verfällt somit nicht in Willkür, wenn sie feststellt, die ungenügende Arbeitsleistung 
der Beschwerdegegnerin sei im Zusammenhang mit der erfolgten Kündigung ein 
wenig entscheidtragender Umstand gewesen (act. B.1 E. 3.4).

3.1. Bevor auf die Rüge, die Vorinstanz habe die fristlose Kündigung vom 
30. Januar 2024 in falscher Rechtsanwendung als ungerechtfertigt qualifiziert, 

10 / 21

näher einzugehen ist (vgl. E. 4.1 ff.), sind die beschwerdeführerischen Vorbringen 
im Zusammenhang mit der krankheitsbedingten Abwesenheit der 
Beschwerdegegnerin zu prüfen (act. A.1 Rz. II.B.3.23 ff.). In diesem 
Zusammenhang liegen zwei Arztzeugnisse bei den Akten: Das erste stellte 
Dr. med. E.________ am 5. Januar 2024 aus (RG-act. II.10). Das zweite datiert 
vom 11. Januar 2024 und wurde von Dr. med. F.________ ausgestellt (RG-
act. II.11).

3.2. Was die von Dr. med. E.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit der 
Beschwerdegegnerin anbelangt (RG-act. II.10), rügt der Beschwerdeführer, die 
Vorinstanz habe in offensichtlich unrichtiger Feststellung des Sachverhalts 
unberücksichtigt gelassen, dass es die IV-Beraterin D.________ gewesen sei, 
welche die Beschwerdegegnerin dazu bewogen habe, sich krankschreiben zu 
lassen. Dass der Beschwerdeführer die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin 
zunächst nicht in Zweifel gezogen habe, könne ihm nicht zum Nachteil gereichen. 
Erst aus dem Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberaterin, welches im Rahmen 
des erstinstanzlichen Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu den Akten 
gereicht worden sei (RG-act. II.4), habe sich nämlich die "Orchestrierung der 
Arbeitsunfähigkeit" durch D.________ ergeben. Auf Geheiss der IV-Beraterin hin 
habe sich die Beschwerdegegnerin das Arbeitsunfähigkeitszeugnis von 
Dr. med. E.________ ausstellen lassen. Dieses sei daher als reines 
Gefälligkeitszeugnis zu qualifizieren (act. A.1 Rz. II.B.3.23 ff.; vgl. B.1 E. 3.5).

3.3. Entgegen den beschwerdeführerischen Vorbringen ergibt sich aus dem 
Verlaufsprotokoll der IV-Stelle keinerlei Hinweis darauf, dass D.________ die 
Beschwerdegegnerin dazu veranlasste, sich von Dr. med. E.________ 
krankschreiben zu lassen (vgl. RG-act. II.4 S. 5 und act. A.1 Rz. II.B.3.27). Vielmehr 
war es der Beschwerdeführer selbst, welcher die Beschwerdegegnerin mit E-Mail 
vom 5. Januar 2024 dazu aufgefordert hatte, ihm bis zum Abend ein Arztzeugnis 
zuzustellen (RG-act. II.7 und RG-act. II.8). Von einer eigentlichen "Orchestrierung 
der Arbeitsunfähigkeit" durch die IV-Beraterin kann somit keine Rede sein (vgl. 
act. A.1 Rz. II.B.3.25). Dass sich die Beschwerdegegnerin in der Folge nicht direkt 
an ihre Hausärztin, Dr. med. F.________, wandte, sondern die Praxis von 
Dr. med. E.________ aufsuchte, war gemäss den unbestritten gebliebenen 
Feststellungen der Vorinstanz dem Umstand geschuldet, dass die Hausärztin der 
Beschwerdegegnerin im fraglichen Zeitpunkt in den Ferien weilte (act. B.1 E. 3.5). 
Darauf wird wohl auch zurückzuführen sein, dass die Beschwerdegegnerin mit 
Dr. med. E.________ keinen Folgetermin vereinbarte (vgl. act. A.1 Rz. II.B.3.24).

11 / 21

3.4. Nach dem Gesagten bestand zu keinem Zeitpunkt Anlass dafür, die im 
Arztzeugnis von Dr. med. E.________ vom 5. Januar 2024 bis zum 28. Januar 
2024 attestierte Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin in Zweifel zu ziehen. 
Zwar kommt einem ärztlichen Zeugnis kein absoluter Beweiswert zu. Das Gericht 
darf (und muss) sich also über den Befund in einem ärztlichen Zeugnis 
hinwegsetzen, wenn sich aus den Umständen ergibt, dass die Arbeitsunfähigkeit 
nicht bestand (STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., Art. 324a N. 12 S. 419 f. 
m. w. H.). Objektive Anhaltspunkte für ein Gefälligkeitszeugnis sind vorliegend indes 
nicht ersichtlich. Entsprechend ist – entgegen den beschwerdeführerischen 
Vorbringen (act. A.1 Rz. II.B.3.27 ff.) – auch nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz auf die vom Beschwerdeführer beantragte Beweisabnahme verzichtet 
hat (vgl. RG-act. IV.14 S. 8 f.). Namentlich erschliesst sich nicht, inwiefern die 
Edition der gesamten beschwerdegegnerischen Krankheitsgeschichte den 
Beweiswert des Arztzeugnisses von Dr. med. E.________ hätte in Frage stellen 
sollen. Wenn die Vorinstanz die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin für den 
Zeitraum vom 5. Januar 2024 bis zum 28. Januar 2024 also bejaht, ist ihr weder 
eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes noch eine unrichtige 
Rechtsanwendung im Sinne von Art. 320 ZPO vorzuwerfen (vgl. act. B.1 E. 3.5 f.). 
Die vom Beschwerdeführer eventualiter beantragte Rückweisung der Sache zur 
(erneuten) Beweisabnahme durch die Vorinstanz (act. A.1 Rz. II.B.3.39) erweist 
sich vor diesem Hintergrund als obsolet.

3.5. Mit Blick auf die vom 11. Januar 2024 datierte Arbeitsunfähigkeitsbestätigung 
von Dr. med. F.________ (RG-act. II.11) macht der Beschwerdeführer geltend, es 
sei wiederum D.________ gewesen, welche den Arztkontakt initiiert und der 
Beschwerdegegnerin empfohlen habe, sich ein arbeitsplatzbezogenes 
Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausstellen zu lassen. Dr. med. F.________ habe der 
Beschwerdegegnerin in der Folge rückwirkend auf den 5. Januar 2024 eine 
unbefristete arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Rückdatierung 
des Arztzeugnisses sowie die Tatsache, dass dieses unbefristet ausgestellt worden 
sei, indiziere, dass es sich vorliegend um ein Gefälligkeitszeugnis handle. 
Entsprechend sei dieses nicht geeignet, eine medizinisch bedingte 
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin nachzuweisen. In offensichtlich 
unrichtiger Feststellung des Sachverhalts habe die Vorinstanz es unterlassen, sich 
im angefochtenen Entscheid mit diesen Einwänden des Beschwerdeführers zu 
befassen (act. A.1 Rz. II.B.3.31 ff.).

12 / 21

3.6. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang, es bestünden keine 
Anhaltspunkte für das Vorliegen eines Gefälligkeitszeugnisses. Indem 
Dr. med. F.________ die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin anlässlich 
der Konsultation vom 11. Januar 2024 bereits ab dem 5. Januar 2024 attestiert 
habe, habe sie keine Rückdatierung vorgenommen, sondern lediglich den bereits 
durch Dr. med. E.________ gemachten Befund bestätigt. Die Tatsache, dass das 
Arztzeugnis kein Enddatum aufweise, sei aufgrund der tatsächlich erfolgten 
Reevaluation vom 30. Januar 2024 sodann von untergeordneter Bedeutung 
(act. B.1 E. 3.5).

3.7. Das streitgegenständliche Arztzeugnis von Dr. med. F.________ datiert vom 
11. Januar 2024 und attestiert der Beschwerdegegnerin ab dem 5. Januar 2024 
eine hundertprozentige Arbeitsunfähigkeit (RG-act. II.11). Wie der 
Beschwerdeführer grundsätzlich zutreffend ausführt, kann die Rückdatierung eines 
Arztzeugnisses geeignet sein, Zweifel an dessen Richtigkeit hervorzurufen (vgl. 
STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., Art. 324a N. 12 S. 421 m. w. H.; VON 
ZEDTWITZ/KELLER, in: Etter/Facincani/Sutter [Hrsg.], Arbeitsvertrag, 2021, Art. 324a 
N. 17). Ob hier eine Rückdatierung vorliegt oder ob – in Übereinstimmung mit der 
Vorinstanz (act. B.1 E. 3.5) – davon auszugehen ist, dass Dr. med. F.________ in 
ihrem Attest lediglich den Befund von Dr. med. E.________ bestätigt hat, bleibt 
unklar. Eine effektive Konsultation bei Dr. med. F.________ hat gemäss 
Sprechstundenbericht jedenfalls erst am 11. Januar 2024 stattgefunden (vgl. RG-
act. II.26).

3.8. Nicht von der Hand zu weisen ist sodann, dass Dr. med. F.________ die 
Beschwerdegegnerin in ihrem Attest vom 11. Januar 2024 "bis auf weiteres" 
krankschrieb (RG-act. II.11). Arztzeugnisse haben sich grundsätzlich über Beginn, 
Grad und voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit auszusprechen (vgl. 
RUDOLPH, in: Schweizerische Ärztezeitung 2010/91 [Nr. 22] S. 864 ff., 
Arbeitsunfähigkeitszeugnisse: Ärzte zunehmend im Fokus der Justiz, S. 913). Wie 
der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, genügt das Attest von 
Dr. med. F.________ diesen Anforderungen nicht, da es unbefristet ausgestellt 
wurde (vgl. act. A.1 Rz. II.B.3.33 und RG-act. I.4 Rz. II.B.31). Dass der 
Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin zu einem späteren Zeitpunkt 
reevaluiert wurde, vermag diesen Mangel – entgegen den Ausführungen der 
Vorinstanz (act. B.1 E. 3.5) – nicht zu heilen. Ohnehin erschliesst sich erst aus dem 
Sprechstundenbericht von Dr. med. F.________, dass am 30. Januar 2024 
tatsächlich eine Reevaluation vorgenommen wurde (vgl. RG-act. II.26). Ein vom 

13 / 21

30. Januar 2024 datierendes Arztzeugnis, dass die fortbestehende 
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin bestätigen würde, liegt demgegenüber 
nicht bei den Akten.

3.9. Nach dem Gesagten sind durchaus Anhaltspunkte ersichtlich, welche 
geeignet sind, das Arztzeugnis von Dr. med. F.________ in Zweifel zu ziehen. 
Welcher Beweiswert dem fraglichen Attest mit Blick auf die krankheitsbedingte 
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin für die Zeit ab dem 28. Januar 2024 
zukommt, kann – wie im Folgenden zu zeigen sein wird (E. 4.1 ff.) – indes offen 
gelassen werden. Entsprechend braucht auf die in diesem Zusammenhang 
gemachten Ausführungen des Beschwerdeführers nicht mehr näher eingegangen 
zu werden (vgl. insb. act. A.1 Rz. B.II.3.34 ff.). Für die eventualiter beantragte 
Rückweisung an die Vorinstanz zur Beweisabnahme besteht kein Raum (vgl. 
act. A.1 Rz. B.II.3.39; vgl. auch E. 3.4).

4.1. In rechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe 
Art. 337 OR falsch angewandt, indem sie die fristlose Kündigung vom 30. Januar 
2024 als ungerechtfertigt qualifiziert habe (vgl. act. A.1 Rz. II.B.1.40 ff.).

4.2. Gemäss Art. 337 OR können beide Vertragsparteien das Arbeitsverhältnis 
jederzeit aus einem wichtigen Grund fristlos auflösen (Abs. 1). Als wichtiger Grund 
gilt namentlich jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein dem Kündigenden nach 
Treu und Glauben die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zugemutet 
werden darf (Abs. 2). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 337 
OR ist eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber wegen Verfehlungen des 
Arbeitnehmers nur gerechtfertigt, wenn Letztere besonders schwer sind. Dabei 
stehen in der Praxis Verletzungen der Arbeits- und der Treuepflicht im Vordergrund. 
Diese müssen einerseits objektiv geeignet sein, die für das Arbeitsverhältnis 
wesentliche Vertrauensgrundlage zu zerstören oder zumindest so tiefgreifend zu 
erschüttern, dass dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Vertrags nicht mehr 
zuzumuten ist, und anderseits auch tatsächlich dazu geführt haben. Sind die 
Verfehlungen weniger schwer, müssen sie trotz Verwarnung wiederholt 
vorgekommen sein. Ob die dem Arbeitnehmer vorgeworfene Pflichtverletzung die 
erforderliche Schwere erreicht, lässt sich nicht allgemein sagen, sondern hängt von 
der Gesamtheit der konkreten Umstände des Einzelfalles ab (BGE 142 III 579 
E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 4A_7/2018 vom 18. April 2018 E. 4.2.2, je m. w. H.; 
Urteil des Arbeitsgerichts Zürich AN230015 vom 14. Oktober 2024 E. IV.1.2.1, in: 
AGer-Z 2024 Nr. 4; PORTMANN/RUDOLPH, in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], 7. Aufl. 

14 / 21

2020, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 337 N. 3; ETTER/STUCKY, in: 
Etter/Facincani/Sutter [Hrsg.], Arbeitsvertrag, 2021, Art. 337 N. 6). Die Frage ist vom 
Gericht im Sinne von Art. 4 ZGB nach Recht und Billigkeit zu entscheiden (BGE 127 
III 310 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 4C.106/2001 vom 14. Februar 2002 E. 3a; 
STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., Art. 337 N. 2 S. 1099).

4.3. Im Einzelnen macht der Beschwerdeführer geltend, er habe die 
Beschwerdegegnerin – nachdem sie am 29. Januar 2024 nicht wieder zur Arbeit 
erschienen sei – noch am selben Tag mit Schreiben bzw. E-Mail zur Rückkehr an 
den Arbeitsplatz aufgefordert und sie ein allerletztes Mal verwarnt. Da die 
Beschwerdegegnerin auch auf seine am 30. Januar 2024 um 11.11 Uhr versandte 
E-Mail-Anfrage nicht reagiert habe, habe er gleichentags die fristlose Kündigung 
ausgesprochen. Diese erweise sich als gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin 
habe dem Beschwerdeführer während den von ihm angesetzten Fristen nämlich 
trotz zweimaliger Aufforderung weder mitgeteilt, dass sie nach wie vor krank sei, 
noch ein neues Arbeitsunfähigkeitszeugnis zugestellt. Hinzu komme, dass der 
Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin bereits am 4. Januar 2024 einmal 
abgemahnt und ihr im Wiederholungsfall eine fristlose Kündigung angedroht habe 
(act. A.1 Rz. II.B.4.40 ff.).

4.4. Ist in Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer davon auszugehen, dass 
die Beschwerdegegnerin lediglich bis zum 28. Januar 2024 krankgeschrieben und 
damit arbeitsunfähig war, so erschien sie am 29. Januar 2024 (erstmals) 
unentschuldigt nicht am Arbeitsplatz. Zwar wäre es – wie der Beschwerdeführer 
grundsätzlich zutreffend ausführt (act. A.1 Rz. II.B.4.42 f.) – an der 
Beschwerdegegnerin gewesen, ihren Arbeitgeber von sich aus über die 
fortdauernde Arbeitsunfähigkeit zu orientieren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
4A_486/2024 vom 15. Januar 2025 E. 5.5 ff.). Dieser hatte nämlich bereits in 
seinem Schreiben vom 26. Januar 2024 unmissverständlich zum Ausdruck 
gebracht, er erwarte die Beschwerdegegnerin ab dem 29. Januar 2024 wieder am 
Arbeitsplatz (RG-act. II.14; vgl. auch act. A.1 Rz. II.B.5.48). Anders als im Urteil des 
Bundesgerichts 4A_486/2024 vom 15. Januar 2025 besetzte die 
Beschwerdegegnerin vorliegend aber keine zentrale Funktion im Unternehmen, 
sondern war in einem Teilzeitpensum als Sachbearbeiterin Sekretariat angestellt 
(vgl. RG-act. II.5). Die Verletzung der Mitteilungspflicht wiegt vor diesem 
Hintergrund weniger schwer und rechtfertigt sie für sich genommen jedenfalls noch 
keine fristlose Entlassung.

15 / 21

4.5. Was die vom Beschwerdeführer am 29. Januar 2024 um 18.00 Uhr per E-
Mail versandte Abmahnung anbelangt, bestreitet die Beschwerdegegnerin, noch 
am selben Tag Kenntnis davon erhalten zu haben (RG-act. I.3 Rz. III.A.15 und RG-
act. VII.2 Rz. D.6; vgl. RG-act. III.12). Einen entsprechenden Zustell- bzw. 
Lesenachweis vermochte der Beschwerdeführer nicht zu erbringen; die E-Mail 
wurde zudem erst am Abend versandt (vgl. RG-act. III.12). Entgegen den 
beschwerdeführerischen Ausführungen kann daher nicht darauf abgestellt werden, 
dass er die Beschwerdegegnerin zwei Mal erfolglos aufgefordert habe, am 
Arbeitsplatz zu erscheinen, bevor er die fristlose Kündigung aussprach. Vielmehr ist 
einzig massgebend, dass er die Beschwerdegegnerin mit Blick auf ihr 
unentschuldigtes Fernbleiben mit E-Mail vom 30. Januar 2024 um 11.11 Uhr 
abmahnte, woraufhin sich diese zu ihrer Hausärztin begab (RG-act. III.13; RG-
act. II.26; act. B.1 E. 3.6).

4.6. Indem der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin noch am Abend 
desselben Tages, d.h. dem 30. Januar 2024, fristlos entliess (vgl. RG-act. II.16), 
verblieben ihr nur wenige Stunden, um sich mit Blick auf ihr unentschuldigtes 
Nichterscheinen zu erklären bzw. ihm ein neues Arztzeugnis zukommen zu lassen. 
Diese Reaktionszeit ist zu kurz bemessen (vgl. act. B.1 E. 3.7 und act. A.2 
Rz. II.24). Die Beschwerdegegnerin hatte den Beschwerdeführer in der 
Vergangenheit stets mit den verlangten Arztzeugnissen bedient. Dieser durfte 
vorliegend also damit rechnen, dass sie ihm innert nützlicher Frist ein 
entsprechendes Arbeitsunfähigkeitszeugnis zukommen lassen werde. Gemäss den 
unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz – und wie im Übrigen sogar 
der Beschwerdeführer selbst einräumt (act. A.1 Rz. II.B.4.41) – begab sich die 
Beschwerdegegnerin sodann auch noch am gleichen Tag zu ihrer Hausärztin, 
welche ihren Gesundheitszustand reevaluierte (vgl. act. B.1 E. 3.7; vgl. auch RG-
act. II.26). Bevor die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer jedoch darüber 
orientieren konnte, sprach dieser die fristlose Kündigung aus (vgl. RG-act. II.16). 
Lediglich der Vollständigkeit halber sei vermerkt, dass die Reaktionszeit selbst für 
den Fall, dass die Beschwerdegegnerin von der Abmahnung bereits am 29. Januar 
2024 Kenntnis erlangt hätte (quod non), zu kurz bemessen gewesen wäre (vgl. 
E. 4.5).

4.7. Entgegen Vorbringen des Beschwerdeführers können die in der Abmahnung 
vom 4. Januar 2024 aufgeführten Verfehlungen der Beschwerdegegnerin mit Blick 
auf das unentschuldigte Fernbleiben vom Arbeitsplatz nicht zur Begründung einer 
wiederholten Pflichtverletzung herbeigezogen werden (vgl. act. A.1 Rz. II.B.4.44 

16 / 21

und RG-act. II.12; vgl. ferner E. 2.7 f.). Beim unentschuldigten Nichterscheinen vom 
29. Januar 2024 handelte es sich somit, wie die Vorinstanz zutreffend festhält (vgl. 
act. B.1 E. 3.7), um die erste einschlägige Verfehlung der Beschwerdegegnerin. Nur 
bei einer beharrlichen Arbeitsverweigerung erweist sich die fristlose Kündigung 
indes als gerechtfertigt. Ein – wie vorliegend – lediglich einmaliges unentschuldigtes 
Fernbleiben von der Arbeit bildet demgegenüber noch keinen wichtigen Grund im 
Sinne von Art. 337 OR (vgl. PORTMANN/RUDOLPH, a.a.O., Art. 337 N. 18 m. H.). 
Selbst wenn davon auszugehen ist, dass die Beschwerdegegnerin ihre 
Mitteilungspflicht gegenüber dem Beschwerdeführer verletzt hat (vgl. E. 4.4), 
wiegen ihre Verfehlungen nicht genug schwer, um eine fristlose Entlassung zu 
rechtfertigen. Der Vorinstanz ist somit keine falsche Rechtsanwendung 
vorzuwerfen, wenn sie die Kündigung vom 30. Januar 2024 als ungerechtfertigt 
qualifiziert hat (vgl. act. B.1 E. 3.7).

5.1. Entlässt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer fristlos ohne wichtigen Grund, so 
hat dieser gemäss Art. 337c Abs. 1 OR Anspruch auf Ersatz dessen, was er 
verdient hätte, wenn das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist 
beendigt worden wäre. Der Arbeitnehmer muss sich daran anrechnen lassen, was 
er infolge der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erspart hat und was er durch 
anderweitige Arbeit verdient oder zu verdienen absichtlich unterlassen hat 
(Art. 337c Abs. 2 OR).

5.2. Die Vorinstanz rechnete der Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung 
der vom Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) entrichteten Taggelder einen 
Lohnausfall von CHF 1'411.20 an (act. B.1 E. 4.2; vgl. RG-act. II.22-24). Der 
Beschwerdeführer trägt – abgesehen davon, dass er die fristlose Kündigung von 
vornherein nicht als ungerechtfertigt erachtet (vgl. bereits E. 4.1 ff.) – in diesem 
Zusammenhang keine Rügen vor (vgl. act. A.1). Es erübrigen sich daher 
Weiterungen hierzu.

6.1. Für den Fall, dass die fristlose Kündigung vom 30. Januar 2024 als 
ungerechtfertigt zu qualifizieren ist, rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe 
die Entschädigung gemäss Art. 337c Abs. 3 OR in willkürlicher Weise festgesetzt 
(act. A.1 Rz. II.B.5.45 ff.).

6.2. Entlässt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer fristlos ohne wichtigen Grund, so 
kann das Gericht den Arbeitgeber verpflichten, dem Arbeitnehmer eine 
Entschädigung zu bezahlen (Art. 337c Abs. 3 OR). Der Entschädigung kommt 
sowohl Genugtuungs- als auch Strafcharakter zu (Urteil des Bundesgerichts 

17 / 21

4A_402/2021 vom 14. März 2022 E. 7.1). Obgleich es sich bei Art. 337c Abs. 3 OR 
um eine Kann-Vorschrift handelt, ist im Normalfall eine Entschädigung 
zuzusprechen; lediglich in Ausnahmefällen ist davon abzusehen (BGE 133 III 657 
E. 3.2, in: Pra 2008 Nr. 64). Die Entschädigung ist nach freiem Ermessen des 
Gerichts unter Würdigung aller Umstände festzulegen, darf jedoch den Lohn für 
sechs Monate nicht übersteigen (Art. 337c Abs. 3 OR; Urteil des Bundesgerichts 
4A_402/2021 vom 14. März 2022 E. 7.1). Zu den massgeblichen Umständen 
gehören insbesondere die soziale und wirtschaftliche Lage der Parteien, der Grad 
der Persönlichkeitsverletzung der entlassenen Partei, die Intensität und Dauer der 
arbeitsvertraglichen Beziehungen, die Art und Weise der Kündigung sowie ein 
allfälliges Mitverschulden des Arbeitnehmers, wobei keiner dieser Gesichtspunkte 
für sich allein entscheidend ist (vgl. PORTMANN/RUDOLPH, a.a.O., Art. 337c N. 6; 
STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., Art. 337c N. 8 S. 1158 f.; ETTER/STUCKY, 
a.a.O., Art. 337c N. 34, je m. w. H.).

6.3. Der Beschwerdeführer moniert, die Vorinstanz habe bei der Festsetzung der 
Entschädigung unberücksichtigt gelassen, dass das streitgegenständliche 
Arbeitsverhältnis lediglich vier Monate gedauert habe (act. A.1 Rz. II.B.5.46). Ferner 
sei nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer eine "nicht unerhebliche 
Verletzung der Fürsorgepflicht" (vgl. act. B.1 E. 5.2) vorzuwerfen sei, sei es doch 
die Beschwerdegegnerin gewesen, welche ihre Mitteilungspflicht bezüglich des 
krankheitsbedingten Ausfalls gegenüber dem Beschwerdeführer missachtet habe. 
Der Beschwerdeführer habe bei der Aussprache der fristlosen Kündigung eine 
schonende Rechtsausübung walten lassen. Welche Rücksichtnahme von ihm hier 
gegenüber der Beschwerdegegnerin noch zu erwarten gewesen sei, erschliesse 
sich nicht (act. A.1 Rz. II.B.5.47; vgl. ferner act. A.1 Rz. II.B.2.17). Der offensichtlich 
unrichtigen Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz entspringe sodann, 
dass sie bei der Festsetzung der Entschädigung die mangelnde Berufserfahrung 
der Beschwerdegegnerin miteinbezogen habe (act. A.1 Rz. II.B.5.49). Angesichts 
all dieser Umstände sowie unter Berücksichtigung des grossen Selbstverschuldens 
der Beschwerdegegnerin hätte die Vorinstanz von einer Entschädigung gemäss 
Art. 337c Abs. 3 OR absehen müssen (act. A.1 Rz. II.B.5.50).

6.4. In nachvollziehbarer Weise hat die Vorinstanz bei der Festsetzung der 
Pönale dem Umstand Rechnung getragen, dass das vorliegende Arbeitsverhältnis 
im Rahmen einer beruflichen Wiedereingliederungsmassnahme eingegangen 
wurde (act. B.1 E. 5.2). Unabhängig von der mitgebrachten Berufserfahrung traf 
den Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin somit eine besondere 

18 / 21

Fürsorgepflicht. Gerade dieser ist der Beschwerdeführer aber – wie die Vorinstanz 
zutreffend ausführt (act. B.1 E. 5.2) – nicht nachgekommen, indem er die 
Beschwerdegegnerin durch mehrere kurz aufeinander folgende Abmahnungen 
unter Druck setzte, bevor er die fristlose Kündigung aussprach (vgl. RG-act. II.12, 
RG-act. II.15, RG-act. III.13 und RG-act. II.16). Dass die Beschwerdegegnerin den 
Beschwerdeführer pflichtwidrig nicht von sich aus über ihre fortdauernde 
Arbeitsunfähigkeit in Kenntnis gesetzt hatte, wiegt dies nicht auf. Die kurze Dauer 
des Arbeitsverhältnisses bildet sodann nur eines von mehreren zu 
berücksichtigenden Kriterien. Wenn die Vorinstanz diesem Umstand "kein 
entscheidtragendes Gewicht" zuspricht (act. B.1 E. 5.2), so ist dies nicht zu 
beanstanden.

6.5. Die Vorinstanz sprach der Beschwerdegegnerin angesichts dieser 
Ausgangslage eine Entschädigung in Höhe von drei (Brutto-)Monatslöhnen zu 
(act. B.1 E. 5.2). Damit traf sie einen vertretbaren Ermessensentscheid. Es besteht 
kein Anlass, dass die Beschwerdeinstanz hier korrigierend eingreift (vgl. zu der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung: ETTER/STUCKY, a.a.O., Art. 337c N. 34 
m. w. H.; vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts 4A_546/2023 vom 13. Mai 2024 
E. 5.8). Der Beschwerdeführer dringt mit seinen Rügen somit nicht durch.

7. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist 
daher abzuweisen.

8.1. Hinsichtlich der vorinstanzlichen Kostenverteilung rügt der Beschwerdeführer 
mit Blick auf die Parteientschädigung, die Vorinstanz habe unberücksichtigt 
gelassen, dass die Beschwerdegegnerin ihr Rechtsbegehren abgeändert bzw. 
reduziert und die Klage folglich in diesem Umfang zurückgezogen habe (act. A.1 
Rz. II.B.6.51 ff.).

8.2. Zunächst ist festzuhalten, dass sich die beschwerdeführerischen Rügen, 
insoweit sie sich gegen die vorinstanzliche Kostenregelung richten, nicht in den 
Rechtsbegehren niederschlagen. So beantragt der Beschwerdeführer in Ziff. 3 
seiner Rechtsbegehren lediglich, die Kosten für das erstinstanzliche sowie das 
Beschwerdeverfahren seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. act. A.1 
S. 2). Im Lichte der vom Beschwerdeführer vorgetragenen Begründung ist dieses 
Rechtsbegehren nach Treu und Glauben indes so auszulegen, dass er überdies die 
Aufhebung und Korrektur des erstinstanzlichen Kostenentscheids verlangt (Art. 52 
ZPO; BGE 105 II 149 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 5A_342/2022 vom 
26. Oktober 2022 E. 2.1.3; vgl. act. A.1 Rz. II.B.5.53).

19 / 21

8.3. Vorliegend klagte die Beschwerdegegnerin ursprünglich einen Betrag von 
CHF 10'727.85 (= CHF 1'411.20 [Lohnausfall] + CHF 9'316.65 [Entschädigung]) ein 
(RG-act. I.1 S. 2). Da sie die gemäss Art. 337c Abs. 3 OR geforderte Entschädigung 
anlässlich der Hauptverhandlung vom 2. April 2025 auf CHF 6'987.45 reduzierte, 
betrug die insgesamt gegenüber dem Beschwerdeführer geltend gemachte 
Forderung noch CHF 8'398.65 (= CHF 1'411.20 [Lohnausfall] + CHF 6'987.45 
[Entschädigung]; RG-act. VII.1 S. 2). In Übereinstimmung mit dem 
Beschwerdeführer (act. A.1 Rz. II.B.5.53) galt die Beschwerdegegnerin damit im 
Umfang ihres Klagerückzuges als unterliegend (vgl. Art. 106 Abs. 1 und Abs. 2 
ZPO). Auf diesen Umstand ging die Vorinstanz im Rahmen der Festsetzung und 
Verteilung der Parteientschädigung nicht näher ein (act. B.1 E. 8.2).

8.4. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend vorträgt (act. B.2 Rz. II.30), ist ein 
geringfügiges Unterliegen bei der Kostenverteilung grundsätzlich nicht zu 
berücksichtigen (vgl. HOFMANN/BAECKERT, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 106 
N. 4). Wenngleich die erfolgte Reduktion im Verhältnis des insgesamt bereits tiefen 
Betrages (auch unter Mitberücksichtigung des Betrages der Widerklage) nicht per 
se als geringfügig angesehen werden kann, so fällt vorliegend doch wesentlich ins 
Gewicht, dass die Beschwerdegegnerin einzig bezüglich ihrer Reduktion der 
(ermessensweise festzusetzenden) Strafzahlung von vier auf drei Monatslöhne als 
unterliegend anzusehen ist. Dem Beschwerdeführer entstand durch die Reduktion 
der eingeklagten Entschädigung zudem keinerlei Mehraufwand. Der (teilweise) 
Klagerückzug der Beschwerdegegnerin erfolgte nach Durchführung des doppelten 
Schriftenwechsels und zu einem Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer sein 
Plädoyer für die Hauptverhandlung bereits verfasst hatte (RG-act. VII.1 und RG-
act. VII.2; vgl. act. B.2 Rz. II.30). In Anbetracht dieser Ausgangslage besteht keine 
Notwendigkeit, auf die vorinstanzliche Kostenregelung zurückzukommen.

9. Abschliessend verbleibt über die Prozesskosten (Art. 95 Abs. 1 ZPO) des 
Beschwerdeverfahrens zu befinden. Gemäss Art. 114 lit. c ZPO werden in 
Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu einem Streitwert von CHF 30'000.00 
keine Gerichtskosten gesprochen. Art. 114 lit. c ZPO ist nicht nur auf das 
erstinstanzliche Entscheidverfahren, sondern auch auf das Rechtsmittelverfahren 
anwendbar (vgl. HOFMANN/BAECKERT, a.a.O., Art. 114 N. 3 m. w. H.). Da sich der 
Streitwert vorliegend auf weniger als CHF 30'000.00 beläuft (vgl. E. 1.1 sowie 
E. 1.5), sind für das Beschwerdeverfahren keine Kosten zu erheben. Als 
unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin allerdings 

20 / 21

eine Parteientschädigung zu entrichten (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Da keine 
Honorarnote der Rechtsvertretung der Beschwerdegegnerin im Recht liegt, ist die 
beantragte Entschädigung (act. A.2 S. 2) nach pflichtgemässem Ermessen sowie 
unter Berücksichtigung des Aufwands auf pauschal CHF 4'000.00 (inkl. 
Barauslagen und MWST; unter Berücksichtigung eines mittleren Stundenansatzes 
von CHF 240.00) festzulegen.

21 / 21

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. A.________ wird verpflichtet, B.________ für das Beschwerdeverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 4'000.00 (inkl. Barauslagen und MWST) zu 
bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung an:]