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**Case Identifier:** f50389d9-91ae-5b51-b7f7-085bc64d94ab
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.04.2008 B-6078/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6078-2007_2008-04-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-6078/2007

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  A p r i l  2 0 0 8   

Richter Hans-Jacob Heitz (Vorsitz), 
Richter Stephan Breitenmoser, Richter Frank Seethaler, 
Gerichtsschreiber Stefan Wyler.

H._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), 
Vorinstanz,

Prüfungskommission der höheren Fachprüfung für 
Wirtschaftsprüfer,
Erstinstanz.

Höhere Fachprüfung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-6078/2007

Sachverhalt:

A.
Der  Beschwerdeführer  legte  im  August/September  2005  die  höhere 
Fachprüfung  für  Wirtschaftsprüfer  ab. Am 19. September  2005  teilte 
ihm die zuständige Prüfungskommission (Erstinstanz) mit, er habe auf-
grund der erzielten Noten („Professional Judgement“ [Fallstudie]: Note 
3; „Professional Judgement“ [Expertengespräch]: Note 4,5; „Kurzrefe-
rat“: Note 4; gewichteter Notendurchschnitt: 3,66) die Prüfung nicht be-
standen. Gegen  diesen  Entscheid  reichte  der  Beschwerdeführer  am 
19. bzw. 28. Oktober 2005 Beschwerde beim Bundesamt für Berufsbil-
dung  und  Technologie  (Bundesamt)  ein.  Mit  Vernehmlassung  vom 
14. Februar 2006 hielt die Erstinstanz an den erteilten Noten fest und 
beantragte  die  Abweisung  der  Beschwerde.  Hierzu  nahm  der  Be-
schwerdeführer am 31. März 2006 Stellung. Die darauf erfolgte erneu-
te  Nachkorrektur  durch  die  Erstinstanz  bewirkte  eine  Erhöhung  der 
Fachnote im „Professional Judgement“ (Fallstudie) um 0,5 auf eine 3,5. 
Dies  führte  aber  nicht  zum  Bestehen  der  Prüfung,  weil  der  Noten-
durchschnitt mit 3.92 immer noch ungenügend war. Mit Schreiben vom 
3. Juli 2006 hielt der Beschwerdeführer seine Beschwerde aufrecht.

Im Sommer 2006 absolvierte der Beschwerdeführer die höhere Fach-
prüfung für Wirtschaftsprüfer ein zweites Mal und bestand sie mit ei-
nem Notendurchschnitt von 4,7. Begründet mit dem Fehlen eines wei-
terhin  bestehenden Rechtschutzinteresses an einem materiellen  Be-
schwerdeentscheid  schrieb  das  Bundesamt  die  Beschwerde  vom 
19. bzw. 28. Oktober 2005 gegen den Prüfungsentscheid vom Herbst 
2005 mit Beschluss vom 22. September 2006 als gegenstandslos ge-
worden ab.

Die gegen den Abschreibungsbeschluss am 22. Oktober 2006 erhobe-
ne Beschwerde hiess das Bundesverwaltungsgericht am 5. April 2007 
gut und wies die Streitsache zur materiellen Behandlung an die Vorin-
stanz zurück. Im Wesentlichen bejahte es ein weiterhin bestehendes 
Rechtsschutzinteresse  des  Beschwerdeführers  an  einem materiellen 
Entscheid bezüglich der Prüfung im Jahre 2005. Der Abschreibungs-
beschluss  war  demzufolge  aufzuheben  und  die  Vorinstanz  anzuwei-
sen, auf die Beschwerde vom 19. bzw. 28. Oktober 2005 einzutreten 
und diese materiell zu behandeln.

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In  der  Folge  prüfte  die  Vorinstanz  die  Beschwerde  vom  19. bzw. 
28. Oktober  2005  materiell,  wies  diese  jedoch  mit  Entscheid  vom 
17. Juli 2007 ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die 
Experten seien im „Professional Judgement“ (Fallstudie) auf alle we-
sentlichen  Rügen  des  Beschwerdeführers  eingegangen  und  hätten 
sich in  genügender Weise mit  diesen auseinandergesetzt. Einzig bei 
Aufgabe  2.2  sei  die  Expertenmeinung  nicht  nachvollziehbar. Jedoch 
hätte der Beschwerdeführer auch dann die Prüfung nicht bestanden, 
wenn ihm unter Berücksichtigung der sog. Grenzfallregelung die vom 
Beschwerdeführer zusätzlich geforderten 6 Punkte zugesprochen wor-
den wären. Es würden ihm dazu weiterhin 8.5 Punkte fehlen. Da kein 
Anspruch auf  Gleichbehandlung im Unrecht  bestehe,  könne der  Be-
schwerdeführer  weitere  Punkte,  die  zwar  Mitkandidaten für  wertglei-
che, aber falsche Antworten erteilt, ihm jedoch nicht zuerkannt worden 
seien, nicht für sich reklamieren. Im Weiteren seien auch die Ausfüh-
rungen der Erstinstanz zur Bewertung des „Kurzreferats“ nachvollzieh-
bar, weshalb der Entscheid der Erstinstanz auch hier zu schützen sei. 
Eine Grenzfallregelung bestehe schliesslich nur im schriftlichen „Pro-
fessional  Judgement“  (Fallstudie),  nicht  aber  beim „Kurzreferat“.  Ein 
Auf-  oder Abrunden liege beim „Kurzreferat“  allein  im Ermessen der 
Erstinstanz.

B.
Gegen diesen Entscheid führt der Beschwerdeführer am 12. Septem-
ber 2007 erneut  Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Dabei 
beantragt er die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sowie die 
Neubeurteilung seiner  Prüfungsleistung. Zur  Begründung führt  er  im 
Wesentlichen  aus,  die  Vorinstanz  habe  das  „Professional  Judge-
ment“ (Fallstudie) materiell  nicht behandelt, die Erstinstanz hingegen 
habe bei der Bewertung das ihr zustehende Ermessen überschritten 
und  sich  nicht  an  den  vorgegebenen  Bewertungsraster  gehalten.  In 
materieller  Hinsicht  macht  der  Beschwerdeführer  geltend,  die  Vorin-
stanz sei lediglich auf die Aufgaben 2.2, 8.1, 8.6 und 9.9 eingegangen, 
komme aber  zum unrichtigen Schluss; die Erteilung der  14 zusätzli-
chen Punkte sei unerheblich. Aufgrund des Fehlens einer genügenden 
Kontrolle  aller  materiell  zu  prüfenden  Aufgaben  und  unter  Einbezug 
der  Grenzfallregelung  habe  die  Vorinstanz  alle  Aufgaben  erneut  zu 
prüfen. Bezüglich der Teilprüfung „Kurzreferat“ macht der Beschwerde-
führer  geltend,  der  Bewertungsbogen wie  auch die  Handnotizen der 
Experten seien nicht ediert worden, was unabdingbar für die Nachvoll-
ziehbarkeit der Prüfung sei. Zudem habe die Vorinstanz auch hier kei-

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ne  materielle  Prüfung  des Entscheids  vorgenommen und  die  beste-
hende Grenzfallregelung zu Unrecht nicht angewandt.

C.
Mit Stellungnahme vom 28. bzw. 29. November 2007 beantragen Vor-
instanz und Erstinstanz, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuwei-
sen. Die Vorinstanz beantragt zudem, die Kosten dem Beschwerdefüh-
rer aufzuerlegen.

Die Vorinstanz führt unter anderem aus, abgesehen von Aufgabe 2.2 
sei  die  Bewertung  der  Prüfungsleistung  im  „Professional 
Judgement“  (Fallstudie)  nachvollziehbar.  Sie  habe  eine  Gegenüber-
stellung der Fragen und der entsprechenden Antworten des Beschwer-
deführers vorgenommen und sei  damit  ihrer  Prüfungspflicht  nachge-
kommen. Der Bewertungsbogen mit den handschriftlichen Notizen der 
Experten  zum „Kurzreferat“  müsse  nicht  herausgegeben werden,  da 
sich  die  Experten  im Rahmen  ihrer  Stellungnahmen  ausführlich  ge-
äussert und die Detailnoten bezogen auf die einzelnen Bewertungskri-
terien bekannt gegeben hätten.

Die Erstinstanz legt insbesondere dar, die Experten hätten beim „Pro-
fessional  Judgement“  (Fallstudie)  deutlich ausgeführt,  weshalb keine 
weiteren Punkte erteilt  werden könnten. Eine Grenzfallsituation stehe 
jedenfalls ausser Frage. Bezüglich des „Kurzreferats“ seien der Noten-
raster  und  die  Berechnung  der  Schlussnote  der  Stellungnahme des 
Experten  A._______  vom  6. Januar  2006  zu  entnehmen.  Die  Leis-
tungsbewertung durch die Experten sei  korrekt  erfolgt. Aufgrund der 
hier erreichten Note von genau 4,0 sei auch eine Aufrundungsmöglich-
keit im „Kurzreferat“ nicht gegeben.

D.
Mit Schreiben vom 13. Januar 2008 reicht der Beschwerdeführer dem 
Bundesverwaltungsgericht  seine  abschliessenden  Bemerkungen  ein 
und macht einige weitere Ausführungen, ohne jedoch für die Beurtei-
lung wesentlich Neues vorzubringen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der Entscheid der Vorinstanz vom 17. Juli  2007 stellt  eine Verfügung 
im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs-

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verfahren  vom  20. Dezember  1968  (VwVG,  SR 172.021)  dar.  Diese 
kann gemäss Art. 31 i.V.m. Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) und im Rahmen der all-
gemeinen  Bestimmungen  über  die  Bundesverwaltungsrechtspflege 
(Art. 37 ff. VGG i.V.m. Art. 44 ff. VwVG) mit Beschwerde beim Bundes-
verwaltungsgericht angefochten werden.

Die Eingabe erfolgte rechtzeitig (Art. 50 VwVG) und die Anforderungen 
an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift sind gewahrt (Art. 52 Abs. 1 
VwVG).  Der  Kostenvorschuss  wurde  fristgemäss  bezahlt  (Art. 63 
Abs. 4 VwVG).

Der  Beschwerdeführer  hat  am  erneuten  vorinstanzlichen  Verfahren 
teilgenommen und ist auch vom angefochtenen neuen Entscheid der 
Vorinstanz  besonders  berührt  (Art. 48  Abs. 1  Bst. a  und  b  VwVG); 
ebenso  ist  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Änderung  oder 
Aufhebung gegeben (Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG). Der neue, materiell 
abweisende Entscheid der Vorinstanz vom 17. Juli 2007 zeitigt für den 
Beschwerdeführer die Konsequenz, dass er noch mindestens bis Sep-
tember 2008 an seinen Arbeitgeber gebunden bliebe, damit dieser die 
Ausbildungskosten vollständig übernimmt. Andererseits würde der Ar-
beitgeber bei Gutheissung der Beschwerde, d.h. bei Bestehen der ers-
ten  Prüfung  im  Jahr  2005,  die  in  Aussicht  gestellte  Lohnerhöhung 
nachbezahlen  (vgl.  Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-2210/2006 vom 5. April 2007 E. 2.2). Da der Beschwerdeführer per 
Ende Januar 2008 seine Arbeitsstelle gewechselt hat, ist ihm vom ehe-
maligen Arbeitgeber wegen Nichtbestehens der ersten Prüfung Rech-
nung für die noch nicht amortisierten Ausbildungskosten gestellt wor-
den. Diese hätte er im Falle einer Gutheissung der Beschwerde nicht 
auszugleichen. Ein aktuelles praktisches Interesse ist damit in zweifa-
cher Hinsicht vorhanden, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

2.
Gemäss  Berufsbildungsgesetz  vom  13. Dezember  2002  (BBG,  SR 
412.10) kann die höhere Berufsbildung durch eine eidgenössische Be-
rufsprüfung oder  eine  eidgenössische höhere  Fachprüfung erworben 
werden (Art. 27 Bst. b BBG). Die zuständigen Organisationen der Ar-
beitswelt  regeln die Zulassungsbedingungen, Lerninhalte,  Qualifikati-
onsverfahren,  Ausweise  und  Titel.  Sie  berücksichtigen  dabei  an-
schliessende Bildungsgänge. Die Vorschriften unterliegen der Geneh-
migung durch die Vorinstanz (Art. 28 Abs. 2 BBG).

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2.1 Gestützt  darauf  hat  die  Treuhandkammer  (Schweizerische  Kam-
mer der Wirtschaftsprüfer, Steuerexperten und Treuhandexperten) die 
Prüfungsordnung über die Höhere Fachprüfung für Wirtschaftsprüferin-
nen und Wirtschaftsprüfer vom 11. Juni 2004 (hiernach: Prüfungsord-
nung; BBl 2004 4860) erlassen, welche mit der Genehmigung der Vor-
instanz am 15. Oktober 2004 in Kraft trat und erstmals für die Prüfung 
2005 angewandt wurde (vgl. Übergangsbestimmungen der Prüfungs-
ordnung, Ziff. 10.21).

2.2 Durch  die  Höhere  Fachprüfung  für  Wirtschaftsprüfer  soll  festge-
stellt werden, ob der Kandidat oder die Kandidatin die zur selbständi-
gen Ausübung des Berufs eines Wirtschaftsprüfers erforderlichen Fä-
higkeiten  und Kenntnisse besitzt. Die  Durchführung der  Prüfung ob-
liegt  der  Prüfungskommission  (Ziff. 2.11  Prüfungsordnung),  welche 
auch eine Wegleitung erlässt, in welcher der Prüfungsstoff näher um-
schrieben ist (Ziff. 2.21 Bst. a Prüfungsordnung). Die Prüfung besteht 
aus den Fächern  „Professional  Judgement“  und einem „Kurzreferat“. 
Das Fach „Professional Judgement“ wird mündlich durch ein Experten-
gespräch  und  schriftlich  geprüft  (Ziff. 5.12  Prüfungsordnung),  wobei 
die schriftliche Klausur eine Fallstudie im interdisziplinären Sinn ist, in 
der  sich  Probleme aus dem praktischen  Tätigkeitsgebiet  eines  Wirt-
schaftsprüfers stellen (Ziff. 3 Wegleitung zur Prüfungsordnung über die 
höhere  Fachprüfung  für  Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer 
vom Oktober 2004,  erlassen durch die Prüfungskommission gestützt 
auf  Ziff. 2.21 Prüfungsordnung,  im Folgenden: Wegleitung; Prüfungs-
ordnung  wie  auch  Wegleitung  sind  online  auf  der  Webseite  der 
Schweizerischen Akademie für Wirtschaftsprüfer [www.academies.ch] 
>  Deutsch  >  Dokumente  >  Diplomprüfung,  zuletzt  besucht  am 
10. März 2008, abrufbar).

Die  Prüfung  und  Begutachtung  der  schriftlichen  Arbeiten  sowie  die 
Punkteverteilung finden durch mindestens zwei Experten gemeinsam 
statt (Ziff. 4.43 Prüfungsordnung). Der endgültige Beschluss über das 
Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung ergeht durch die Prüfungs-
kommission, nötigenfalls nach Rücksprache mit den beteiligten Exper-
ten (Ziff 4.51 Prüfungsordnung). Gemäss Prüfungsordnung ist die Prü-
fung bestanden, wenn der Kandidat oder die Kandidatin zusammenge-
rechnet eine gewichtete Gesamtnote von mindestens 4,0 (d.h. total 24 
Notenpunkte) erzielt hat und dabei insgesamt nicht mehr als 1,5 No-
tenpunkte unter 4,0 zur Anrechnung kommen (Ziff. 7.11 Prüfungsord-
nung). Das Fach „Professional Judgement“ (Fallstudie)  wird dreifach, 

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das Fach „Professional Judgement“ (Expertengespräch) zweifach und 
das „Kurzreferat“ einfach gewichtet. Diese Gewichtung gilt  analog für 
eventuelle Notenpunkte unter 4,0 (Ziff. 6.13 i.V.m. Ziff. 7.11 Prüfungs-
ordnung).

3.
Es stellt sich zunächst die Frage der Kognition.

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht  kann Entscheide über die Ergeb-
nisse von Höheren Fachprüfungen grundsätzlich zwar frei überprüfen 
(Art. 49 VwVG). Ebenso wie das Bundesgericht (vgl. BGE 131 I  467 
E. 3.1, BGE 121 I 225 E. 4b, mit weiteren Verweisen), der Bundesrat 
(vgl. VPB 62.62 E. 3, VPB 56.16 E. 2.1) sowie die ehemaligen Rekurs- 
und Schiedskommissionen des Bundes (vgl. VPB 66.62 Erw. 4,  VPB 
64.122 E. 2) auferlegt es sich dabei aber in ständiger Rechtsprechung 
Zurückhaltung, indem es in Fragen, die seitens der Justizbehörden na-
turgemäss schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not von den Beurtei-
lungen der  erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Experten abweicht 
(BVGE 2007/6 E. 3.). Der Grund dafür liegt darin, dass der Rechtsmit-
telbehörde zumeist nicht alle massgebenden Faktoren der Bewertung 
bekannt sind und es ihr in der Regel nicht möglich ist, sich ein zuver-
lässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen des Beschwerdefüh-
rers sowie der Leistungen der übrigen Kandidaten zu machen. Hinzu 
kommt, dass Prüfungen Spezialgebiete zum Gegenstand haben, in de-
nen die Rechtsmittelbehörde in  der Regel  über keine eigenen Fach-
kenntnisse verfügt. Eine freie Überprüfung der Examensbewertung in 
materieller  Hinsicht  würde  zudem die  Gefahr  von  Ungerechtigkeiten 
und  Ungleichheiten  gegenüber  anderen  Kandidaten  in  sich  bergen. 
Die Bewertung von akademischen Leistungen und Fachprüfungen wird 
aus diesen Gründen von den Rechtsmittelbehörden nicht frei, sondern 
nur mit Zurückhaltung überprüft (vgl. BGE 118 Ia 488 E. 4c, BGE 106 
Ia 1 E. 3c, mit Verweis auf MAX IMBODEN/RENÉ A. RHINOW, Schweizerische 
Verwaltungsrechtsprechung, Bd. I,  5. Aufl.,  Basel und Stuttgart  1976, 
Nr. 66 B II a, d und V a, sowie Nr. 67 B III c; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, 
Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes, 
2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 644;  MARTIN AUBERT, Bildungsrechtliche Leis-
tungsbeurteilungen im Verwaltungsprozess, Diss. Bern 1997, S. 136).

3.2 In einem Beschwerdeverfahren nehmen die Examinatoren, deren 
Notenbewertung beanstandet wurde, im Rahmen der Beschwerdeant-
wort  der  Erstinstanz  Stellung  (Art. 57  Abs. 1  VwVG).  In  der  Regel 

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überprüfen sie ihre Bewertung nochmals und geben bekannt,  ob sie 
eine Korrektur als gerechtfertigt erachten oder nicht. Solange konkrete 
Hinweise auf Befangenheit fehlen und die Beurteilung nicht als fehler-
haft oder völlig unangemessen erscheint, ist auf die Meinung der Exa-
minatoren abzustellen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Stel-
lungnahme insofern vollständig ist, als darin die substantiierten Rügen 
des Beschwerdeführers beantwortet werden, und dass die Auffassung 
der  Examinatoren,  insbesondere  soweit  sie  von  derjenigen  des  Be-
schwerdeführers  abweicht,  nachvollziehbar  und  einleuchtend  ist 
(BVGE 2007/6 E. 3., mit Verweis auf VPB 61.32; Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  B-2208/2006  vom  25. Juli  2007  E. 5.2  und 
B-2207/2006 vom 23. März 2007 E. 5.3).

3.3 Die dargelegte Zurückhaltung gilt nur für die materielle Bewertung 
der Prüfungsleistungen. Sind hingegen die Auslegung und Anwendung 
von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmängel im Prü-
fungsablauf  gerügt,  hat  die  Rechtsmittelbehörde die  erhobenen  Ein-
wendungen in freier Kognition zu prüfen, andernfalls sie eine formelle 
Rechtsverweigerung beginge (BVGE 2007/6 E. 3.; Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  B-2208/2006  vom  25. Juli  2007  E. 5.2  und 
B-2207/2006  vom 23. März  2007  E. 5.3,  je  mit  weiteren  Hinweisen; 
MARTIN AUBERT,  a.a.O.,  S. 109 ff.,  mit  Verweisen auf  Lehre [S. 111 ff.] 
und Rechtsprechung in Bund und einzelnen Kantonen [S. 114 ff.]; RENÉ 
A.  RHINOW/BEAT KRÄHENMANN,  Schweizerische  Verwaltungsrechtspre-
chung,  Ergänzungsband,  Basel  und  Frankfurt  am  Main  1990, 
Nr. 67 III c und 80 I f).

An diesen gefestigten Kognitionsgrundsätzen ist festzuhalten.

4.
Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht bezüglich der Teil-
prüfung „Professional Judgement“ (Fallstudie) geltend, die Vorinstanz 
habe keine materielle Überprüfung seiner Leistung vorgenommen. Er 
rügt damit,  die Vorinstanz habe ihre Kognition in unzulässiger Weise 
beschränkt  (E. 4.2 ff.).  Bezüglich  der  Erstinstanz  bringt  er  hingegen 
vor,  diese  habe  ihren  Ermessensspielraum  in  unzulässiger  Weise 
überschritten (E. 4.3 ff.).

4.1 Die Nichtausschöpfung der Kognition würde eine Rechtsverweige-
rung darstellen (VPB 69.35) und den in Art. 29 Abs. 2 der Bundesver-
fassung der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999 
(BV, SR 101)  grundsätzlich  festgeschriebenen  Anspruch  auf  rechtli-

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ches  Gehör  verletzen  (PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, § 30 Rz. 35; KÖLZ/HÄNER, a.a.O., 
Rz. 618).  Der  verfassungsrechtliche  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör 
ist gemäss konstanter Praxis des Bundesgerichts formeller Natur. So-
fern der Mangel nicht geheilt werden kann, hat die Verletzung die Auf-
hebung  des  angefochtenen  Entscheids  zur  Folge,  und  zwar  auch 
dann, wenn der Beschwerdeführer kein materielles Interesse nachzu-
weisen vermag (BGE 127 V 431 E. 3d/aa, BGE 125 I 113 E. 3, BGE 
124 V 180 E. 4a).

4.2 Es gilt  vorerst  zu prüfen,  in  welchem Umfang die Vorinstanz die 
Prüfungsleistung  des  Beschwerdeführers  tatsächlich  beurteilte  bzw. 
hätte  beurteilen  müssen,  und  ob  sie  ihre  Kognition  zu  Recht  ein-
schränkte bzw. einschränken durfte.

4.2.1 Wie  das  Bundesverwaltungsgericht  ist  die  Vorinstanz  in  Prü-
fungsangelegenheiten  als  Beschwerdeinstanz  tätig.  Sie  ist  damit 
Rechtsmittelbehörde. Die  oben  in  E. 3  dargelegten  Kognitionsgrund-
sätze gelten daher im selben Umfang auch für die Vorinstanz (Urteil 
des Bundesgerichts 2P.240/2003 vom 2. Dezember 2003 E. 3 ff.; eben-
so bereits BGE 106 Ia 1 E. 3c). Demnach kann sich die Vorinstanz in 
fachspezifischen  Fragen  und  bei  der  Bewertung  von  einzelnen  Prü-
fungsantworten darauf beschränken, die von der Erstinstanz gemach-
ten Ausführungen dahingehend zu überprüfen, ob diese die substanti-
ellen  Rügen  des  Beschwerdeführers  abhandeln  und  dabei  nachvoll-
ziehbar erscheinen. Verfahrensmängel hat sie demgegenüber mit freier 
Kognition zu beurteilen.

4.2.2 Aus  dem  Beschwerdeentscheid  ist  ersichtlich,  dass  die  Vorin-
stanz die Rügen des Beschwerdeführers kurz und nach Aufgaben ge-
ordnet aufgelistet hat (E. 4.1. des Entscheids). Anschliessend hat sie 
die jeweils  auf  die entsprechende Rüge bezogene Expertenmeinung 
zusammengefasst festgehalten  (E. 4.2. des Entscheids) und aus die-
ser  Gegenüberstellung  ihre  Schlüsse  gezogen  (E. 4.3.  des 
Entscheids). Sie führt aus, die Erstinstanz bzw. die für sie handelnden 
Experten seien auf die wesentlichen Rügen eingegangen und hätten 
sich  mit  Ausnahme von Aufgabe  2.2  mit  allen  Aufgaben  ausführlich 
auseinandergesetzt.  Als  Gesamturteil  bezeichnet  sie  alle  vom  Be-
schwerdeführer gerügten Aufgaben als durch die Erstinstanz nachvoll-
ziehbar  bewertet,  insbesondere  soweit  die  Expertenmeinungen  von 
den Lösungen des Beschwerdeführers abweichen würden.

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4.2.3 Die Vorinstanz ist damit ihrer Überprüfungspflicht in genügender 
Weise nachgekommen. Sie  hat  die  Expertenmeinungen  und die  Lö-
sungen  des  Beschwerdeführers  miteinander  verglichen  und  ist  fast 
ausschliesslich der Expertenmeinung gefolgt, ohne aber die Lösungen 
aus ihrer  Sicht  materiell  neu zu beurteilen,  wozu sie  aufgrund ihrer 
eingeschränkten  Kognition  weder  befugt  noch  gehalten  war  (E. 3.1 
und E. 4.2.1). Zu den Aufgaben 8.1, 8.6 und 9.9 macht die Vorinstanz 
zudem Ausführungen darüber, weshalb die Lösungen des Beschwer-
deführers nicht mit den Lösungen anderer Kandidaten verglichen wer-
den könnten. Darauf wird später zurückzukommen sein (E. 5.2.2). Hin-
sichtlich der durch die Erstinstanz als nicht nachvollziehbar bewerteten 
Aufgabe 2.2 hält  sie schliesslich fest,  weshalb die Beantwortung der 
Frage, ob die Lösung des Beschwerdeführers mit mehr Punkten zu be-
werten gewesen wäre, offen bleiben könne. Auch darauf wird zurück-
zukommen sein (E. 5.2.3).

Die  Vorinstanz  hat  damit  im Rahmen ihrer  Kognition die Rügen des 
Beschwerdeführers  begutachtet. Dies hat  sie  insbesondere  mit  Blick 
auf die angeblich ungenügende Bewertung der materiellen Inhalte ein-
zelner Lösungen getan. Die Vorinstanz ist nicht verpflichtet gewesen, 
ihr  Ermessen an dasjenige der  Erstinstanz  zu  stellen  und quasi  als 
Oberprüfungskommission die Bewertung einzelner Aufgaben im Detail 
erneut vorzunehmen.

4.3 Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, die 
Erstinstanz  habe  ihr  Ermessen  bei  der  Beurteilung  der  schriftlichen 
Prüfung „Professional Judgement“ (Fallstudie) unzulässigerweise über-
schritten. Es liege ein detaillierter Bewertungsraster vor, an den sich 
die Erstinstanz zu halten habe, weshalb kein Raum für Ermessensent-
scheide bleibe. Die Erstinstanz habe sich aber nicht daran gehalten.

Bezüglich der Erstinstanz ist daher zu prüfen, ob diese mit voller Kog-
nition über das „Professional Judgement“ (Fallstudie) befinden durfte.

4.3.1 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass sich der Beschwerdefüh-
rer  noch anlässlich seiner  Triplik  an die  Vorinstanz vom 3. Juli  2006 
selber auf den Standpunkt gestellt hat, bei der Bewertung des „Profes-
sional  Judgement“  (Fallstudie)  bestehe ein Ermessensspielraum, der 
auch mit einem Lösungsschlüssel nicht wegzubringen sei. Wie es sich 
im Einzelnen  damit  verhält,  kann jedoch offen bleiben,  denn wie  zu 
zeigen ist, steht der Erstinstanz bei der Beurteilung der einzelnen Prü-
fungsleistungen ein erheblicher Ermessensspielraum zu.

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4.3.2 Gerade bei der Frage, ob und wieviele Punkte für einen konkre-
ten Lösungsansatz oder eine Teilantwort vergeben werden können, ist 
das Ermessen der Experten gross. Insbesondere liegt es auch im Er-
messen  der  Experten,  welches  relative  Gewicht  den  verschiedenen 
Angaben, Überlegungen und Berechnungen zukommt, die zusammen 
die korrekte und vollständige Antwort auf eine bestimmte Prüfungsfra-
ge ergeben, und wie viele Punkte in der Folge für nur teilweise richtige 
Antworten zu vergeben sind. Das Ermessen der Experten ist hingegen 
in jenen Fällen eingeschränkt, in denen die Prüfungsorgane einen ver-
bindlichen Bewertungsraster vorgegeben haben, aus dem die genaue 
Punktverteilung pro Teilantwort hervorgeht. Der Grundsatz der Rechts-
gleichheit bzw. der Gleichbehandlung aller Kandidaten gewährt in ei-
nem derartigen Fall jedem Kandidaten den Anspruch darauf, dass er 
auch diejenigen Punkte erhält,  die ihm gemäss Bewertungsraster für 
eine richtige Teilleistung zustehen (Urteile des Bundesverwaltungsge-
richts B-2208/2006 vom 25. Juli 2007 E. 5.3.2. und B-2207/2006 vom 
23. März 2007 E. 5.4.2.).

4.3.3 Unbestritten  ist,  dass  für  die  Prüfungssession  im Herbst  2005 
ein Bewertungsraster besteht (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsge-
richts  B-2208/2006  vom  25. Juli  2007  E. 3.3.  und  E. 5.3.2.  und 
B-2207/2006  vom  23. März  2007  E. 3.5.  und  E. 5.4.2.).  Der  Bewer-
tungsraster,  der  jeweils  die  pro  Teilaufgabe  erreichbaren  Maximal-
punktzahlen aufführt,  ist aber nicht mit einer kompletten, einheitlichen 
Musterlösung verknüpft. Auch werden aus dem Bewertungsraster kei-
ne einzelnen Punktwerte pro Teilantwort ersichtlich. Der Bewertungs-
raster ist daher zu wenig detailliert, als dass er eine eigentliche Mus-
terlösung darstellen würde, der rechtsgleich auf alle Kandidaten ange-
wendet werden könnte. Der Erstinstanz kommt daher – im Gegensatz 
zur Vorinstanz oder dem Bundesverwaltungsgericht – ein grosses Er-
messen bei der Beurteilung der Antworten der Kandidaten zu.

5.
Im „Professional Judgement“ (Fallstudie) hat der Beschwerdeführer ur-
sprünglich 190,0 Punkte erzielt und die Note 3,0 erhalten. In materiel-
ler Hinsicht hat der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz 75,5 zusätzli-
che Punkte für die Aufgaben 1.1, 1.2, 1.3, 2.1, 2.2, 4.1, 4.2, 4.4, 5.1, 
6.3, 7.1, 8.1, 8.2, 8.3, 8.4, 8.6, 9.1, 9.2, 9.4, 9.5, 9.6, 9.7, 9.9, 9.12, 
9.13, 9.14, 11.1, 11.2, 11.3, 11.4, 12.1, 13.1, 14.1, 15.1 beantragt. Auf-
grund einer rügespezifischen Nachkorrektur  vom 28. Dezember 2005 
durch  Experte  B._______ und  einer  weiteren  Überprüfung einzelner 

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Aufgaben am 10. Mai 2006 durch Experte C._______ hat die Erstins-
tanz die Gesamtpunktzahl  um insgesamt 11,5 auf neu 205,5 Punkte 
angehoben.  Die  höhere  Gesamtpunktzahl  hat  gleichzeitig  zur  Erhö-
hung der Note im „Professional  Judgement“  (Fallstudie) auf  eine 3,5 
geführt. Zum Erreichen der Note 4,0 (mindestens 225,0 Punkte) und 
zum  Bestehen  der  gesamten  Prüfung  haben  dem  Kandidaten  aber 
auch nach der zweimaligen Nachkorrektur 19,5 Punkte gefehlt.

5.1 In den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Rügen zu den 
einzelnen Prüfungsaufgaben geht es um die angeblich unangemesse-
ne Bewertung seiner  Leistungen (Art. 49 Bst. c  VwVG). Nachfolgend 
ist zu prüfen, ob die Vorinstanz und die Erstinstanz bzw. die Prüfungs-
experten je im Rahmen ihrer Kognition auf die Rügen materiell genü-
gend eingegangen sind und ob sie die substantiierten Rügen des Be-
schwerdeführers rechtsgenüglich beantwortet haben (vgl. hierzu auch 
die vorstehenden E. 3.1 f. und E. 4.).

5.2 Der  Beschwerdeführer  führt  im  Wesentlichen  aus,  Teilantworten 
seien nicht genügend bewertet worden oder hätten fälschlicherweise 
keine Punkte  erhalten. In  seiner  Beschwerde an  das  Bundesverwal-
tungsgericht macht er insbesondere geltend, im Vergleich zu anderen 
Kandidaten sei er in den Aufgaben 8.1, 8.6 und 9.9 für gleichlautende 
Antworten  mit  weniger  Punkten  bewertet  worden.  Ebenso  sei  eine 
Überprüfung der Aufgabe 2.2 ausgeblieben, die angesichts der weni-
gen fehlenden Punkte umso mehr angezeigt gewesen wäre.

5.2.1 Die Experten erläutern in ihren Stellungnahmen eingehend, wel-
che Mängel die Lösungen der einzelnen Aufgaben aufwiesen, und sie 
begründen dabei ihre Punktevergabe erneut. Eine Gegenüberstellung 
der einzelnen Rügen und der diesbezüglichen Antworten der Experten 
findet sich denn auch im angefochtenen Entscheid der Vorinstanz vom 
17. Juli  2007 (E. 4.1. und E. 4.2.). Auf diese kann verwiesen werden, 
weshalb es sich hier erübrigt, diese noch einmal im Detail aufzuführen.

Insbesondere der Experte B._______ äussert  sich eingehend bezüg-
lich jeder vom Beschwerdeführer gerügten Aufgabe und erhöht die Ge-
samtpunktzahl um 10 zusätzliche Punkte. Der Experte hält insbeson-
dere fest, welche vom Beschwerdeführer genannten Stichworte richtig 
seien und mit zusätzlichen Punkten oder Halbpunkten honoriert  wer-
den könnten. Er erläutert zudem, an welchen Punktevergaben festzu-
halten sei. Er weist aber auch explizit auf Fehler hin und benennt die 
Stichworte, Zusammenhänge oder Abläufe, die vom Beschwerdeführer 

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nicht erwähnt, zu oberflächlich abgehandelt oder ungenügend darge-
stellt  worden  seien  und  daher  zu  keinen  weiteren  Punkten  führen 
könnten.

Aufgrund der zusätzlichen Stellungnahme des Experten C._______ zu 
einzelnen Aufgaben werden dem Beschwerdeführer weitere 1,5 Punk-
te zuerkannt, was zur Anhebung der Note auf eine 3,5 führt. Aus die-
ser zweiten Stellungnahme ist zudem ersichtlich, dass die Nachkont-
rollen zu keinen Punktabzügen führen, obwohl der Experte C._______ 
entgegen der Erstmeinung des Experten B._______ für  diverse Ant-
worten weniger oder gar keine Punkte erteilt hätte.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Kontrolle durch die beiden 
Experten sehr gewissenhaft durchgeführt wurde. Die Experten lassen 
im Übrigen das ihnen zustehende Bewertungsermessen zu Gunsten 
des  Beschwedeführers  walten,  was  bei  den  Nachkorrekturen  den 
Eindruck  einer  wohlwollenden  und  fairen  Leistungsbeurteilung 
bestärkt.  Für  das  Bundesverwaltungsgericht  ergibt  sich  jedenfalls, 
dass  die  Erstinstanz  die  Beurteilung  der  gesamten Prüfungsleistung 
im  Rahmen  ihres  Ermessens  und  sachgerecht  ausgeübt  hat.  Zum 
selben Schluss gelangt auch die Vorinstanz in ihrem Entscheid. Ihr ist 
insofern zu folgen.

5.2.2 Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Aufgaben 8.1, 8.6, und 
9.9., welche der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht im Speziellen noch einmal anführt,  ohne jedoch dar-
zulegen, in wie weit diese Aufgaben anders oder richtig hätten bewer-
tet  werden  müssen. Er  rügt  einzig,  die  Vorinstanz  führe  zu  Unrecht 
aus, die zusätzliche Erteilung von Punkten für diese 3 Aufgaben sei für 
das  Ergebnis  irrelevant.  Der  Beschwerdeführer  verkennt  jedoch  bei 
seinen  Ausführungen,  dass  sich  die  Vorinstanz  in  ihrem  Entscheid 
nicht im Speziellen zum materiellen Lösungsansatz des Beschwerde-
führers äussert. Sie legt einzig dar, dass der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf den Erhalt weiterer Punkte für im Vergleich mit anderen 
Kandidaten gleiche Antworten habe, auch wenn diese Antworten bei 
den Vergleichskandidaten fälschlicherweise als  richtig  taxiert  worden 
seien. Sie beantwortet damit allein die Frage, ob der Beschwerdefüh-
rer anderen Kandidaten zu Unrecht erteilte Punkte für sich reklamieren 
könne, verneint dies indes. Sie beurteilt aber nicht in materieller Hin-
sicht, wie die Lösungen der Aufgaben 8.1, 8.6, und 9.9. im Verhältnis 
zur Expertenlösung zu bewerten seien, sondern vermerkt lediglich, die 

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Experten hätten nachvollziehbar dargelegt, weshalb dem Beschwerde-
führer in den Aufgaben 8.1, 8.6 und 9.9 nicht mehr Punkte hätten er-
teilt werden können (vgl. Ziff. 4.3. Abschnitt 4 des angefochtenen Ent-
scheids).

5.2.3 Einzig  bei  Aufgabe  2.2  sieht  die  Vorinstanz  die  ausreichende 
Nachvollziehbarkeit  der  Expertenbegründung  als  nicht  gegeben  an, 
folgert aber, dass selbst bei Erteilung zusätzlicher 6 Punkte und unter 
Berücksichtigung  der  Grenzfallregelung  zum  Bestehen  der  Prüfung 
weiterhin zu viele Punkte fehlen würden. Die Frage sei daher für das 
Ergebnis irrelevant und könne offen bleiben.

Dieser Auffassung ist ebenfalls zu folgen. Wie sich zeigt, ist zum einen 
die Bewertung aller  übrigen vom Beschwerdeführer  gerügten Aufga-
ben zu Recht  als  nachvollziehbar  und einleuchtend bezeichnet  wor-
den. Zum anderen fehlen dem Beschwerdeführer auch nach einer all-
fälligen Erteilung zusätzlicher 6 Punkte für Aufgabe 2.2 und unter Be-
rücksichtigung der für das „Professional Judgement“ (Fallstudie) beste-
henden  Grenzfallregelung  (maximal  mögliche  5  zusätzliche  Punkte) 
nach wie vor 8.5 Punkte (19.5 - 11 Punkte), um die nächsthöhere Note 
(4,0) erreichen zu können. Daher kann hier tatsächlich offen bleiben, 
wie es sich bezüglich dieser Aufgabe verhält, denn auch bei Erhalt zu-
sätzlicher  6  Punkte  hätte  die  Erstinstanz  die  Note  im  „Professional 
Judgement“ (Fallstudie) nicht erhöhen müssen.

5.3 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die Beurteilung 
der Prüfungsleistung im „Professional  Judgement“  (Fallstudie)  insge-
samt nachvollziehbar und angemessen ist.

6.
Der  Beschwerdeführer  verlangt  auch  eine  materielle  Neubeurteilung 
des „Kurzreferats“. Das „Kurzreferat“ ist ein mündlicher Vortrag zu ei-
nem aus drei den Kandidaten zur Auswahl stehenden Themen (vgl., I. 
Ziff. 9  [3]  Wegleitung).  Anhand  von fünf  Bewertungskriterien  erteilen 
die Experten unterschiedlich gewichtete Noten. Diese 5 Bewertungs-
kriterien sind: „Richtigkeit der Ausführungen“ (3-fach), „Vollständigkeit 
der  behandelten  Probleme“  (3-fach),  „Form  des  Vortrags“  (2-fach), 
„Klarheit  der  Ausführungen“  (2-fach)  sowie  „Prägnanz  und  Konse-
quenz der Schlussfolgerung“  (2-fach; vgl. III. Ziff. 3. Wegleitung). Die 
Schlussnote errechnet sich aus der Addition der mit den Faktoren ge-
wichteten  Bewertungskriterien,  die  durch  die  Summe  der  Faktoren 
(= 12)  zu  teilen  ist.  Zur  Berechnung  dient  somit  folgende  Formel: 

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([{Note  1  +  Note  2}  x3]  +  [{Note  3  +  Note  4  +  Note  5}  x2])  : 12  = 
Schlussnote.

6.1 Der Beschwerdeführer hat folgende Noten pro Bewertungskriteri-
um erhalten, wobei diesen die beantragten Notenanhebungen des Be-
schwerdeführers  gegenübergestellt  sind:  „Richtigkeit  der  Ausführun-
gen“  (Expertennote  [nachfolgend  NE]:  4,5  –  vom  Beschwerdeführer 
verlangte Note [nachfolgend: NB]: 5), „Vollständigkeit der behandelten 
Probleme“ (NE: 3,5 - NB: 4,5), „Form des Vortrags“ (NE: 4,5 - NB: 5), 
„Klarheit  der  Ausführungen“  (NE: 3,5  -  NB: 5)  sowie  „Prägnanz  und 
Konsequenz der Schlussfolgerung“ (NE: 4 - NB: 4,5). Abweichend von 
der Erstinstanz verlangt der Beschwerdeführer damit eine um 0,5 bis 
1,5  Noten  bessere  Benotung  je  Bewertungskriterium seines  mündli-
chen „Kurzreferats“. Gegenüber der Erstinstanz, die eine Gesamtsum-
me aller  gewichteten Noten von 48 und damit  eine Schlussnote von 
genau 4,0 veranschlagt hat, beantragt der Beschwerdeführer die fakto-
risierte Gesamtnote 57,5, was einer Schlussnote von 4,792 (gerundete 
Note 5) entspräche.

6.2 Der  Beschwerdeführer  rügt  bezüglich  seines  „Kurzreferats“,  sein 
Akteneinsichtsrecht sei verletzt, da ihm der Bewertungsbogen bzw. die 
handschriftlichen Bemerkungen der Experten zu diesem bis heute vor-
enthalten worden seien. Als Beweismittel und zur adäquaten Nachvoll-
ziehbarkeit der Prüfung seien diese Dokumente unentbehrlich.

6.2.1 Der Anspruch auf  rechtliches Gehör  enthält  eine  ganze Reihe 
von Verfahrensgarantien, insbesondere auch das Recht auf Aktenein-
sicht (vgl. BGE 129 V 478 E. 4.4.2, BGE 127 I 54 E. 2b). Gemäss bun-
desgerichtlicher Formulierung gewährleistet der Gehörsanspruch allen 
Personen, die vom Ausgang des Verfahrens mehr als die Allgemeinheit 
betroffen werden könnten, das Recht auf Mitwirkung und Einflussnah-
me (BGE 132 V 387 E. 5). Eine gerügte Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs und somit auch des Rechts auf Akteneinsicht wird vom Bundes-
verwaltungsgericht mit voller Kognition überprüft.

Das Recht auf Akteneinsicht bezieht sich grundsätzlich auf alle für den 
Entscheid erheblichen Akten. Verweigert werden darf nur die Einsicht 
in  verwaltungsinterne Akten. Als  verwaltungsintern  gelten Akten,  de-
nen für die Behandlung eines Falles kein Beweischarakter zukommt, 
weil sie ausschliesslich der verwaltungsinternen Meinungsbildung die-
nen  und  insofern  lediglich  für  den  behördeninternen  Gebrauch  be-
stimmt sind (z.B. Entwürfe, Anträge, Notizen, Mitberichte, Hilfsbelege 

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etc.). In der Literatur ist die Unterscheidung zwischen internen und an-
deren Akten allerdings umstritten (vgl. BGE 125 II 473 E. 4a).

6.2.2 Typischerweise  sind  handschriftliche  Notizen  an  mündlichen 
Prüfungen unter die Kategorie der verwaltungsinternen Akten zu sub-
sumieren. Die Notizen dienen einzig der Meinungsbildung der Exper-
ten  anlässlich  der  Prüfung und sind  im Wesentlichen  auch  aus  den 
Stellungnahmen zuhanden der Erstinstanz ersichtlich. Somit ist der In-
halt der handschriftlichen Notizen dem Beschwerdeführer keineswegs 
vorenthalten worden. Im Übrigen haben die Experten anlässlich ihrer 
Stellungnahmen auch die effektive Bewertung des Beschwerdeführers 
anhand  der  einzelnen  Kriterien  offengelegt.  Es  ist  deshalb  nicht  er-
sichtlich, inwiefern das Akteneinsichtsrecht hier verletzt sein könnte.

6.3 Bezüglich  der  Rüge,  die  Vorinstanz  habe  auch  im  „Kurzreferat“ 
ihre Kognition zu Unrecht eingeschränkt und keine materielle Überprü-
fung des Entscheids vorgenommen, kann zunächst auf die vorstehen-
de E. 3 ff. verwiesen werden. Diese entsprechenden Erwägungen ha-
ben auch in Bezug auf das mündliche  „Kurzreferat“ ihre Gültigkeit.

Hinzu tritt folgende Überlegung: Da es sich beim „Kurzreferat“ um eine 
mündliche Prüfung handelt, kommt der Erstinstanz und ihren Experten 
ein  umso  grösseres  Ermessen  bei  der  Leistungsbeurteilung  zu  als 
dies beim schriftlichen Prüfungsteil „Professional Judgement“ (Fallstu-
die)  ohnehin  bereits  der  Fall  ist.  Gerade  bei  mündlichen  Prüfungen 
sind zumeist  die Fragen oder Themen ausreichend weit  gefasst  und 
insbesondere die Antworten wie auch die Entwicklungsmöglichkeiten 
derselben vielgestaltig und nur beschränkt  einer objektiven Überprü-
fung durch unbeteiligte Dritte zugänglich. Dies trifft  insbesondere auf 
das  hier  zu  beurteilende  „Kurzreferat“  zu.  Die  Vorinstanz  ist  daher 
auch hier  nicht  verpflichtet,  als  eigentliche Oberprüfungskommission 
zu walten. Sie kann ihre Kontrollpflicht auf die Frage beschränken, ob 
sich die Erstinstanz von sachfremden Erwägungen hat leiten lassen, 
so dass der Prüfungsentscheid unter rechtsstaatlichen Gesichtspunk-
ten als nicht mehr vertretbar erscheinen würde. Im Übrigen weist der 
Beschwerdeführer  selber  in  seiner  Beschwerde darauf  hin,  dass bei 
mündlichen Prüfungen weniger strenge Kriterien gelten würden als bei 
schriftlichen. Dahingehend ist  auch das Bundesgericht zu verstehen, 
wenn es ausführt, es würden sich dann besondere Schwierigkeiten für 
die  Nachprüfung  ergeben,  wenn Notengebungen  zu  beurteilen  sind, 
die sich nicht ausschliesslich auf schriftliche, sondern auch auf mündli-

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che  Prüfungen  beziehen  (vgl.  den  vom  Beschwerdeführer  zitierten 
BGE 106 Ia 1 E. 3c).

6.3.1 Der Beschwerdeführer hat an seiner Prüfung das Thema „Prakti-
sche Umsetzung der  Aufgaben des Wirtschaftsprüfers gemäss Fusi-
onsgesetz“ gewählt.

6.3.1.1 Die Prüfunskommission und der  Experte A._______ äussern 
sich mit ihrer Stellungnahme vom 6. Januar 2006 einlässlich zur Prü-
fungsleistung  des  Beschwerdeführers  im  „Kurzreferat“.  Im  Wesentli-
chen halten sie fest, der Beschwerdeführer sei während zwei Dritteln 
der ihm zur Verfügung stehenden Zeit nicht auf das von ihm gewählte 
Thema des Vortrags eingegangen. Vielmehr habe eine Kernaussage 
zur  Aufgabe  des  Wirtschaftsprüfers  und  deren  Umsetzung  gefehlt, 
denn der Beschwerdeführer  sei  vornehmlich auf  die Umsetzung des 
Fusionsgesetzes eingegangen. Neben der Fusion seien Themenkreise 
wie Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung nur am Rande 
gestreift und Aufgaben oder Tätigkeiten des Prüfers nicht erschöpfend 
abgehandelt worden. Der Beschwerdeführer habe seinen Vortrag nicht 
auf den Punkt gebracht und sich in Formalien verheddert. Der Vortrag 
sei erkennbar gegliedert, die Sprache aber durchschnittlich, der Aus-
druck des Beschwerdeführers langatmig bis langweilig gewesen. Auch 
sei der Vortrag nicht auf ein Fachpublikum zugeschnitten gewesen und 
habe zudem die erforderliche Fähigkeit,  auf die Zuhörerschaft  einzu-
gehen, vermissen lassen.

Auf Nachfragen der Vorinstanz hin führen die Experten A._______ mit 
Stellungnahme vom 17. Mai 2006 und  B._______ mit  Stellungnahme 
vom 8. Mai 2006 in Bezug auf die „Richtigkeit der Ausführungen“ des 
„Kurzreferats“  weiter  aus,  der  Beschwerdeführer  habe  verschiedene 
Punkte vergessen und seine Darlegungen seien mit Fehlern und Un-
genauigkeiten behaftet gewesen. Die Leistung sei daher als „ziemlich 
gut“ bewertet worden, was unter dem Bewertungskriterium „Richtigkeit 
der  Ausführungen“  die  zu  Recht  erteilte  Note  4,5  ergebe. Abschlie-
ssend weist Experte A._______ darauf hin, dass die Schwierigkeit bei 
der Leistungsbeurteilung des Kandidaten darin bestanden habe, dass 
schon der Lösungsansatz als Ganzes falsch gewesen sei und der Be-
schwerdeführer das eigentliche Thema verfehlt habe.

6.3.1.2 Der  Beschwerdeführer  legt  im  Wesentlichen  den  Ablauf  des 
„Kurzreferats“ aus seiner Sicht dar. Er rügt, das Kriterium der Vollstän-
digkeit  seines  Vortrags  sei  mehrfach in  die  Bewertung eingeflossen, 

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was nicht sein dürfe. Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer detail-
reich vor, welche Stichworte, Verweise und Ausführungen er entgegen 
der Expertenmeinung erwähnt oder gemacht haben will.

6.3.2 Vorweg  ist  festzuhalten,  dass  das  Bundesverwaltungsgericht 
grundsätzlich auf die Meinungen der Experten abstellt (vgl. vorstehen-
de E. 3.2). Dies umso mehr, als die stellungnehmenden Experten sel-
ber die Prüfung des Beschwerdeführers abgenommen und benotet ha-
ben und es sich hier  um einen mündlichen Vortrag handelt,  der von 
Dritten  oder  Beschwerdeinstanzen nur  schwer  auf  materielle  Inhalte 
hin  überprüft  werden  kann.  In  insgesamt  3  Stellungnahmen  (2x 
A._______,  1x  B._______)  stellen  die  Experten  umfangreich  und 
nachvollziehbar dar, wie sie die Leistungen des Beschwerdeführers je-
weils  auf  die  einzelnen  Bewertungskriterien  bezogen  beurteilen. Die 
Experten  äussern  sich  insbesondere  zum  Bewertungskriterium  der 
„Richtigkeit  der Ausführungen“ extensiv und legen minutiös dar, wel-
che Elemente fehlen,  ungenau oder falsch sind. Auch wenn der Be-
schwerdeführer sich darauf beruft, er habe gewisse Elemente genannt 
oder zu bestimmten Themen Ausführungen gemacht,  lässt  sich dies 
heute nicht mehr mit Sicherheit nachvollziehen und es ist den Ausfüh-
rungen der Experten zu folgen. Jedenfalls wird aus den Erklärungen 
der Experten klar, was nach ihrer Expertenauffassung fehlt und wo die 
Schwachpunkte liegen, was mit allgemeinem Bezug auf das gesamte 
„Kurzreferat“ wie auch hinsichtlich der „Richtigkeit der Ausführungen“ 
im  Besonderen  gilt.  Nach  den  vom Beschwerdeführer  selber  einge-
räumten Mängeln und der „ziemlich guten“ Bewertung der „Richtigkeit 
der Ausführungen“ erscheinen weder die Teilbewertung von 4,5 für die 
„Richtigkeit der Ausführungen“ noch die gesamthafte Beurteilung des 
Vortrags krass stossend oder willkürlich. Die Darstellungen der Exper-
ten erscheinen vielmehr nachvollziehbar und insgesamt angemessen. 
Es  besteht  daher  für  das  Bundesverwaltungsgericht  auch  bezüglich 
des „Kurzreferats“ kein Anlass, in das Ermessen der Experten einzu-
greifen.

6.4 Abschliessend  führt  der  Beschwerdeführer  aus,  die  Erstinstanz 
habe die offensichtlich bestehende Grenzfallregelung beim „Kurzrefe-
rat“  nicht  angewandt.  Der  Bewertungsbogen  enthalte  den  Hinweis 
„Kann aufgerundet  werden: Ja/Nein“. Von dieser  Möglichkeit  sei  Ge-
brauch zu machen.

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6.4.1 Gemäss Duplik der Erstinstanz vom 1. Juni 2006 existiert  eine 
Grenzfallregelung nur in Bezug auf die schriftliche Prüfung „Professio-
nal Judgement“ (Fallstudie), nicht jedoch für das „Kurzreferat“. In ihrer 
Stellungnahme vom 29. November 2007 führt  sie weiter aus, der Be-
schwerdeführer  habe  eine  nach  den  Bewertungskriterien  (vgl.  E. 6.) 
gewichtete Durchschnittsnote von rechnerisch 4,0 erhalten. Die Frage, 
ob eine Aufrundungsmöglichkeit gegeben sei, stelle sich im konkreten 
Fall damit überhaupt nicht.

Die Vorinstanz führt die vermerkte Rundungsmöglichkeit auf ein Verse-
hen zurück.

6.4.2 Den Ausführungen der  Erstinstanz  ist  zu  folgen,  denn die  ge-
wichtete  Schlussnote  des  Beschwerdeführers  ergibt  ein  arithmetisch 
und ungerundetes Mittel von 4,0. Gemäss Bewertungsbogen sind die 
Schlussnoten auf eine halbe Note genau zu runden. Eine gerundete 
Schlussnote entsteht also nur dann, wenn z.B. die Gesamtsumme aller 
gewichteten  Noten  49,5  (=  Schlussnote  4,125),  51  (=  Schlussnote 
4.25) oder 52 (= Schlussnote 4,333) beträgt. Der Hinweis auf eine Auf-
rundungsmöglichkeit kann sich einerseits nur auf solche Schlussnoten 
beziehen,  die  nicht  schon arithmetisch auf  die  Halbnote  lauten,  und 
andererseits  eine  Aufrundung  entgegen  den  mathematischen  Run-
dungsregeln  vorgenommen  werden  müsste,  ansonsten,  so  führt  die 
Erstinstanz zutreffend aus, kein Bedarf nach einer Rundungsmöglich-
keit bestehe. Da nun der Beschwerdeführer mit einer 4,0 bereits eine 
rechnerisch ungerundete Note erreicht, ist nicht einzusehen, weshalb 
diese  um eine  halbe  Note  aufzurunden  wäre. Eine  derartige  Praxis 
würde eine krasse Ungleichbehandlung gegenüber Mitkandidaten be-
deuten,  handelte es sich doch um die Anhebung nicht  einfach einer 
Teilnote in einem Fach, sondern um eine Schlussnote, die beträchtli-
chen Einfluss auf das gesamte Prüfungsergebnis hätte (vgl. vorstehen-
de E. 2.2). Die Schlussnote des „Kurzvortrags“ zählt immerhin 1/6 der 
höheren  Fachprüfung  für  Wirtschaftsprüfer.  Eine  Anhebung  dieser 
Note kann deshalb unmöglich gewollt sein und hätte im Übrigen nichts 
mit  einem  Grenzfall  zu  tun,  bei  dem  es  sich  regelmässig  um  sehr 
knappe Entscheide oder um wenige Punkte handelt, die dem Prüfling 
geschenkt werden können. Dies ist vorliegend jedoch keineswegs der 
Fall.

Seite 19

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6.5 Die  Beschwerde  erweist  sich  daher  als  insgesamt  unbegründet 
und ist abzuweisen.

7.
Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als unterlie-
gende  Partei,  weshalb  ihm  die  Verfahrenskosten  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind mit dem am 28. September 2007 ge-
leisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'100.- zu verrechnen.

8.
Als  unterliegende Partei  hat  der  Beschwerdeführer  auch keinen  An-
spruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art. 7  des  Reglements  vom 
11. Dezember  2006  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

9.
Nach  Art. 83  Bst. t  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(BGG, SR 173.110) können Entscheide über das Ergebnis von Prüfun-
gen nicht  mit  Beschwerde beim Bundesgericht  angefochten werden. 
Der vorliegende Entscheid ist damit endgültig.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 1'100.-  werden  dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 1'100.- verrechnet.

Seite 20

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3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück)
- die Vorinstanz (Einschreiben; Vorakten zurück)
- die Erstinstanz (Einschreiben; Vernehmlassungsbeilagen zurück)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Hans-Jacob Heitz Stefan Wyler

Versand: 18. April 2008

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