# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 634dad12-52bd-53e3-9677-92422d0692a1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 03.09.2014 S 2014 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-5_2014-09-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 5

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Parolini

URTEIL
vom 3. September 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Nicolas Rutschmann,

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war ab 1. Oktober 2010 bei C._____ angestellt und über die 

Arbeitgeberin bei der B._____ AG obligatorisch unfallversichert. Am 28. 

Mai 2012 zog sich A._____ beim Joggen eine Knieverletzung zu. Am 29. 

Mai 2012 wurde in der Klinik Gut ein MRI durchgeführt, das im 

Wesentlichen eine Läsion des vorderen Kreuzbandes und einen 

Meniskusriss ergab. Die Schadenmeldung an die Unfallversicherung 

erging am 30. Mai 2012. Darin wurde in der Rubrik „Sachverhalt“ 

aufgeführt: „Beim Laufen in ein Loch getreten und dabei Knie verdreht. 

Hauptverletzung-Körperteil: Ueberdehnung / Bänderzerrung.“

2. Dr. med. D._____ von der Klinik Gut attestierte A._____ im Arztzeugnis 

vom 12. Juni 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 10. Juni 2012. 

Zum Unfallhergang (nach Angaben der Patientin) notierte er: „Am Vortag 

beim Sport plötzliche Knieinstabilität Knie links St.n.VKB-Läsion 2010“. 

Auf dem Formular „Ergänzende Fragen zum Unfallhergang“ der 

Unfallversicherung beschrieb A._____ am 4. August 2012, dass sie sich 

beim sehr schnellen Abwärtsrennen durch starkes Aufsetzen des Fusses 

und durch dadurch erfolgte starke Anspannung des Quadrizeps verletzt 

habe.

3. Mit Schreiben vom 27. August 2012 lehnte die B._____ AG ihre 

Leistungspflicht ab. Sie begründete die Ablehnung damit, dass 

hinsichtlich des fraglichen Ereignisses weder der Begriff des Unfalls 

gemäss Art. 4 ATSG noch der Tatbestand der unfallähnlichen 

Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV erfüllt sei. 

4. Auf entsprechendes Verlangen von A._____ vom 30. August 2012 hin 

erliess die B._____ AG am 2. November 2012 eine anfechtbare 

Verfügung. Darin lehnte sie, auch gestützt auf die Beurteilung ihres 

Konsiliararztes Dr. med. E._____ vom 24. Oktober 2012, die Ausrichtung 

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von Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 

ab und entzog einer allfälligen Einsprache die aufschiebende Wirkung. Im 

Übrigen hielt sie an ihrer bereits im Schreiben vom 27. August 2012 

dargelegten Begründung fest.

5. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 3. Dezember 2012 

provisorisch Einsprache. Am 4. Januar 2013 reichte sie die ergänzte und 

eingehend begründete Einsprache ein, mit der sie die Erbringung der 

gesetzlichen Leistungen durch die B._____ AG verlangte.

6. Zuhanden der B._____ AG nahm Dr. med. F._____, Fachärztin für 

Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Einblick in die 

Akten und die Originalbilder des MRI. Mit versicherungsmedizinischer 

Stellungnahme vom 8. November 2013 beurteilte sie den Vorfall 

dahingehend, dass es sich bei der am 28. Mai 2012 zugezogenen 

Verletzung um einen Rückfall handle. Dieser betreffe eine Verletzung, die 

sich A._____ am 28. Februar 2010 beim Langlaufen zugezogen hatte. 

Gestützt auf diese Einschätzung von Dr. med. F._____ wies die B._____ 

AG mit Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2013 die Einsprache von 

A._____ ab. 

7. Gegen den Einspracheentscheid reichte A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) am 14. Januar 2014 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein. Sie stellte folgendes 

Rechtsbegehren:
„1. Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 3. 

Dezember 2013 aufzuheben. 

2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 

die gesetzlichen Leistungen betreffend das Ereignis vom 28. Mai 2012 zu 

erbringen.

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3. Es sei eventualiter die Angelegenheit der Beschwerdegegnerin zur 

Neubeurteilung zurückzuweisen.

4. Unter o/e Kostenfolge

Verfahrensanträge:

5. Es seien die vollständigen Akten der Vorinstanz beizuziehen.

6. Es sei ein gerichtliches medizinisches Gutachten samt Anamnese der 

Beschwerdeführerin betreffend die Folgen des Ereignisses vom 28. Mai 

2012 zu erstellen.“ 

Zur Begründung führte sie aus, sie sei am 28. Mai 2012 beim 

Abwärtsjoggen in ein Loch getreten. Der „Tritt in ein Loch“ stelle einen 

ungewöhnlichen äusseren Faktor, das Ereignis somit einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 ATSG dar. Aus dem Umstand, dass der „Tritt in ein Loch“ 

nur in der Schadenmeldung genannt worden sei, jedoch nicht mehr in der 

schriftlichen Befragung vom 4. August 2013, dürfe nicht geschlossen 

werden, dass ein solcher nicht stattgefunden habe. Die 

Beschwerdeführerin als Oberärztin habe sich auf die medizinische 

Schilderung des Sachverhalts fokussiert und nicht auf den aus ihrer Sicht 

unbedeutenden Umstand des „ins Loch Tretens“. Das 

versicherungsmedizinische Gutachten von Dr. med. F._____ vom 8. 

November 2013 sei nicht schlüssig, zudem handle es sich lediglich um 

ein Aktengutachten, dessen Aussagen in diametralem Widerspruch zu 

den Aussagen des behandelnden Arztes Dr. med. D._____ vom 26. 

November 2012 und vom 7. Januar 2014 stünden. Der Unfall vom 28. Mai 

2012 sei für die Beschwerden sehr wohl kausal. Sollte dennoch nicht von 

einem Unfall ausgegangen werden, so liege zumindest eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vor.

8. Mit Vernehmlassung vom 3. März 2014 beantragte die B._____ AG 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde. Sie wies darauf hin, dass es sich bei der Schadenmeldung 

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um eine vom Arbeitgeber abgegebene Beschreibung handle und nicht um 

eine direkte Angabe der Beschwerdeführerin. In sämtlichen anderen 

Dokumenten sei der „Tritt in ein Loch“ nicht erwähnt. Auch sei, entgegen 

den Ausführungen in der Beschwerde, nie erwähnt worden, dass die 

Beschwerdeführerin durch den Tritt in ein Loch eingeknickt sei. Es sei 

daher überwiegend wahrscheinlich, dass der Bewegungsablauf beim 

Joggen durch nichts Programmwidriges gestört worden sei. Der 

Unfallbegriff sei somit nicht erfüllt. Dem Joggen, auch talabwärts, könne 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung generell kein gesteigertes 

Gefährdungspotential zugesprochen werden, weshalb das Kriterium des 

äusseren Faktors und damit auch das Vorliegen einer unfallähnlichen 

Körperschädigung zu verneinen seien. Im Übrigen komme dem 

versicherungsmedizinischen Gutachten von Dr. med. F._____ vom 8. 

November 2013 voller Beweiswert zu.

9. Am 4. April 2014 liess die Beschwerdeführerin dem Gericht eine freiwillige 

Stellungnahme zukommen. Darin hielt sie fest, der „Tritt in ein Loch“ sei 

aktenkundig und im Übrigen werde auch von Dr. med. D._____ bestätigt, 

dass die erlittene Kreuzbandruptur nicht auf degenerative Läsionen 

zurückgeführt werden könne. Damit sei der ungewöhnliche äussere 

Faktor überwiegend wahrscheinlich und somit rechtsgenüglich 

nachgewiesen. Dem schnellen bergabwärts Joggen auf einem Waldweg 

mit Tritt in ein Loch und anschliessendem Einknicken komme gesteigertes 

Gefährdungspotential zu. Die Situation könne nicht mit dem Sachverhalt, 

der dem Urteil des Bundesgerichts 8C_118/2008 vom 23. Oktober 2008 

zugrunde lag, verglichen werden. Das Gutachten von Dr. med. F._____ 

sei unvollständig und nicht schlüssig, zudem stehe es im Widerspruch zur 

Einschätzung von Dr. med. D._____, weshalb das Gericht, sollte es 

Zweifel an der Kausalität des Ereignisses vom 28. Mai 2012 haben, eine 

gerichtliche Begutachtung anordnen solle.

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10. Mit Duplik vom 19. Mai 2014 äusserte sich die Beschwerdegegnerin 

dahingehend, dass kein sachlicher Grund erkennbar sei, nicht auf die 

Angaben der Beschwerdeführerin im Fragebogen abzustellen, in dem die 

Beschwerdeführerin weder einen „Tritt in ein Loch“ noch ein „Einknicken 

des Knies“ beschrieben habe. Dr. med. D._____ erwähne zwar das 

Unfallereignis aus dem Jahr 2010, die damals gestellte Diagnose und die 

durchgeführte Therapie. Den Vorzustand des Knies habe er jedoch nicht 

kommentiert. Ein ungewöhnlicher äusserer Faktor sei unter den 

gegebenen Umständen nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nicht gegeben. Der Unfallversicherer sei verpflichtet, 

die Fragen im Zusammenhang mit der Ermittlung des Unfallhergangs 

konkret zu stellen und klar zu formulieren, sodass für deren Beantwortung 

keine speziellen Kenntnisse erforderlich seien. Eine Sonderbehandlung 

der Beschwerdeführerin auf Grund ihres beruflichen Hintergrunds sei 

nicht angezeigt. Da ein Fehltritt mit anschliessendem Einknicken nicht mit 

dem nötigen Beweisgrad nachgewiesen sei, könne der Sachverhalt sehr 

wohl mit demjenigen im Urteil des Bundesgerichts 8C_118/2008 vom 23. 

Oktober 2008 verglichen werden. Da der Unfallbegriff nach Art. 4 ATSG 

nicht erfüllt sei und auch keine unfallähnliche Körperschädigung nach 

Art. 9 Abs. 2 UVV vorliege, verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 

weitere Ausführungen zur natürlichen Kausalität, erklärte jedoch, dass sie 

nichts gegen die Einholung eines Gutachtens einwenden würde, sollte 

das Gericht dies als notwendig erachten.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in 

Verbindung mit Art. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) kann gegen Einspracheentscheide innerhalb von 30 

Tagen (Art. 60 Abs. 1 ATSG) Beschwerde beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur 

Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat die 

Beschwerdeführerin Wohnsitz in Graubünden, weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes zur 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegen den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2013 der  Beschwerdegegnerin 

ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Auf die im Übrigen 

form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 

2. a) Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin für die 

Folgen der Knieverletzung, die sich die Beschwerdeführerin am 28. Mai 

2012 zuzog (Läsion des vorderen Kreuzbandes, radiärer Einriss am 

Hinterhorn des medialen Meniskus), leistungspflichtig ist oder nicht. Dabei 

ist umstritten, ob es sich beim Ereignis vom 28. Mai 2012 um einen Unfall 

gemäss Art. 4 ATSG handelt oder nicht respektive ob der Tatbestand der 

unfallähnlichen Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 der Verordnung 

über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) erfüllt ist oder nicht.

b) Den Unfallversicherer trifft eine Leistungspflicht, wenn ein Berufsunfall, 

ein Nichtberufsunfall oder eine Berufskrankheit vorliegt (Art. 6 Abs. 1 

UVG). Ein Unfall wird in Art. 4 ATSG definiert als plötzliche, nicht 

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beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Die Ungewöhnlichkeit bezieht sich auf den Faktor selbst und 

nicht auf dessen Wirkungen auf den menschlichen Körper. Ohne Belang 

für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, ob der äussere Faktor 

allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zieht. Der 

äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Dies ist 

grundsätzlich nach objektiven Gesichtspunkten zu beurteilen (zum 

Ganzen: RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

[UVG], 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 31 mit Hinweis auf BGE 

134 V 72 E.4.3.1).

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre 

und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen 

(BGE 130 V 117 E.2.1 mit Hinweisen auf RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 

E.2d; MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, 

S. 176 f.). Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das 

Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in 

der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 

Körperbewegung gleichsam programmwidrig beeinflusst hat. Bei einer 

solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor 

zu bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und 

Aussenwelt - ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein 

ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E.2.1 mit Hinweisen). Ohne 

besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen 

(BGE 130 V 117 E.2.2 mit Hinweisen). 

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c) Art. 6 Abs. 2 UVG sieht sodann vor, dass der Bundesrat auch 

Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die 

Versicherung einbeziehen kann. Von dieser Kompetenz hat der 

Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und verschiedene 

Körperschädigungen auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den 

Unfällen gleichgestellt. Dazu zählen: Knochenbrüche (lit. a), 

Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. 

d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und 

Trommelfellverletzungen (lit. h). Die Liste ist abschliessend (BGE 116 V 

147 E.2b). 

Bei unfallähnlichen Körperschädigungen müssen zur Begründung der 

Leistungspflicht des Unfallversicherers mit Ausnahme der 

Ungewöhnlichkeit die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfalls erfüllt 

sein. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung des 

äusseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, 

objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalls. Die 

schädigende äussere Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung 

bestehen (zum Ganzen: RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 80, mit 

Hinweisen auf BGE 129 V 466 E.2.2 und E.4.1). 

Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer 

(schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser 

nicht gegeben ist, wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) 

Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 80, mit Hinweis auf BGE 129 V 466 E.4.2.1). 

Nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors auch, 

wenn das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen mit einer blossen 

Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu 

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beschreiben in der Lage ist. Vielmehr ist gemäss Rechtsprechung für die 

Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend 

einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses 

gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn 

die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer 

allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa 

für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit 

erheblichem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die 

in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch 

normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, 

insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. Deswegen fallen 

einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 

Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer 

alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hiezu ein davon 

unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Die physiologische 

Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und 

Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht 

ungewöhnliches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der 

Körperteile gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnen muss. 

Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist demzufolge ein 

gesteigertes Schädigungspotenzial, sei es zufolge einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur 

Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung 

führenden Faktors (zum Ganzen: RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 

81, mit Hinweis auf BGE 129 V 466 E.4.2.2 und E.4.3). 

d) Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom Leistungsan- 

sprecher glaubhaft zu machen. Unvollständige, ungenaue oder wider- 

sprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht. Zur 

Glaubhaftmachung eines Unfalls genügt es sodann nicht, einen 

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Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein 

Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das 

konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins Detail 

gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer 

in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild zu machen 

und diese in objektiver Weise abzuklären (zum Ganzen: RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29, mit Hinweisen). Unter Umständen 

kann zwar der medizinische Befund einen Beweis dafür bilden, dass eine 

Schädigung auf eine ungewöhnliche äussere Einwirkung, also auf ein 

Unfallereignis, zurückzuführen ist. Der mangelnde Nachweis eines Unfalls 

lässt sich aber selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diese 

dienen aber mitunter als Indizien im Beweis für oder gegen das Vorliegen 

eines Unfalls (BGE 134 V 72 E.4.3.2.2 mit Hinweisen).

Im Streitfall obliegt es dem Gericht, zu beurteilen, ob die Elemente eines 

Unfalls erfüllt sind; zu diesem Zwecke hat es den Sachverhalt von Amtes 

wegen zu untersuchen, kann aber die Mitwirkung der Parteien 

beanspruchen (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29; BGE 116 V 136 

E.4b, BGE 114 V 298 E.6b). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - 

im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als 

bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (BGE 

138 V 218 E.6). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 

Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen; die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht (BGE 138 V 218 E.6). Das Gericht hat jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 

E.6 mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29, mit 

Hinweisen). Wird also das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht 

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wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt, so hat dieses als unbewiesen 

zu gelten, was sich zu Lasten des Leistungsansprechers auswirkt (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29; BGE 116 V 136 E.4b, BGE 114 V 298 

E.5b). Diese Grundsätze gelten auch bezüglich des Nachweises 

unfallähnlicher Körperschädigungen (BGE 114 V 298 E.5b). 

3. a) Unbestritten ist vorliegend, dass sich die Beschwerdeführerin beim 

Joggen eine Verletzung des linken Knies, nämlich eine Läsion des 

vorderen Kreuzbandes sowie einen radiären Einriss am Hinterhorn des 

medialen Meniskus zuzog. Streitig ist, ob die Verletzung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf zurückzuführen ist, dass die 

Beschwerdeführerin am 28. Mai 2012 beim Bergabwärtsjoggen in ein 

Loch trat, einknickte und dabei das linke Knie verdrehte, oder ob es sich 

bei der zugezogenen Verletzung um einen Rückfall hinsichtlich einer am 

28. Februar 2010 beim Langlaufen erlittenen Verletzung handelt. Von der 

Beantwortung dieser Frage hängt ab, ob die Knieverletzung als 

unfallbedingte oder unfallähnliche Körperschädigung zu qualifizieren ist 

oder nicht. 

b) Die Beschwerdegegnerin verneinte den Leistungsanspruch im 

Wesentlichen mit der Begründung, dass der von der Beschwerdeführerin 

in der Beschwerde behauptete und einzig in der Schadenmeldung 

aufgeführte Hergang, nämlich der „Tritt in ein Loch“ und das 

infolgedessen angeblich erfolgte „Einknicken“ beim Joggen, nicht 

überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen sei. Da das Joggen allein 

nichts Programmwidriges sei, mangle es am ungewöhnlichen, äusseren 

Faktor gemäss Art. 4 ATSG. Die Voraussetzungen des Unfallbegriffs 

seien nicht erfüllt. 

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Die Schadenmeldung UVG vom 30. Mai 2012 (beschwerdegegnerische 

Akten [Bg-act.] 1) wurde von der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin 

ausgefüllt, was unbestritten ist. Nur in diesem Dokument ist davon die 

Rede, dass die Beschwerdeführerin „beim Laufen in ein Loch getreten“ ist 

und sich „dabei das Knie verdreht“ hat. Diese Unfallschilderung wurde in 

keinem der nachfolgenden Dokumente mehr erwähnt, sondern erst in der 

Einsprache vom 4. Januar 2013 (Bg-act. 13) vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin wieder aufgenommen. So ist im MRI-Bericht vom 30. 

Mai 2012 (Bg-act. 2) die Rede von einem „plötzliche[n] Schmerz beim 

Joggen mit komischem Gefühl im Knie“ und im ersten Arztzeugnis von Dr. 

med. D._____ vom 12. Juni 2012 (Bg-act. 3) zum Unfallhergang gemäss 

Angaben der Patientin von „am Vortag beim Sport plötzliche 

Knieinstabilität“ am linken Knie, „St.b.VKB-Läsion 2010“. Im Formular der 

Beschwerdegegnerin betreffend ergänzende Fragen zum Unfallhergang 

(Bg-act. 5), den die Beschwerdeführerin am 4. August 2012 eigenhändig 

ausfüllte, erwähnte sie das Bergabwärtsjoggen und antwortete auf die 

konkrete Frage, ob sich dabei etwas Besonderes ereignet habe, mit einer 

relativ genauen Schilderung des Bewegungsablaufs, indem sie ausführte: 

„Starkes Aufsetzen des Fusses und dadurch starke Anspannung des 

Quadrizeps beim sehr schnellen Abwärtsrennen.“ Von einem „Tritt in ein 

Loch“ oder einem „Einknicken“ ist hier trotz der ausdrücklichen Nachfrage 

nach dem konkreten Ablauf des Ereignisses nicht die Rede. Dieses 

Sachverhaltselement, nämlich den „Tritt in ein Loch“ und das 

„Einknicken“, erachtete die Beschwerdegegnerin deshalb als nicht mit der 

nötigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.

Die Beschwerdeführerin begründet den Umstand, dass sie den „Tritt in 

ein Loch“ im Fragebogen nicht aufgeführt habe, mit ihrem beruflichen 

Hintergrund. Als Oberärztin sei sie es gewohnt, den Fokus auf den 

medizinischen Sachverhalt zu legen. Ihr sei die juristische Relevanz der 

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Schilderung des „ins Loch Tretens“ nicht bewusst gewesen, eines aus 

ihrer Sicht relativ unbedeutenden Umstands, der im Übrigen bereits in der 

Unfallmeldung aufgeführt gewesen sei. Dasselbe gelte für die anderen 

ärztlichen Berichte, in denen der fragliche Hinweis ebenfalls fehle. Dies 

bedeute jedoch nicht, dass der „Tritt in ein Loch“ nicht stattgefunden und 

sie ihn den behandelnden Ärzten gegenüber nicht erwähnt habe. 

Vielmehr hätten auch diese auf medizinische Faktoren fokussiert und sich 

über juristisch relevante Sachverhaltselemente keine Gedanken gemacht. 

Dass dies also in den medizinischen Berichten nicht aufgeführt sei, könne 

nicht ihr angelastet werden.

c) Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren ist vom 

Untersuchungsgrundsatz beherrscht, indem Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des Sachverhaltes zu sorgen haben (Art. 43 und Art. 61 

ATSG). Dieser Grundsatz gilt indes, wie bereits erwähnt, nicht 

uneingeschränkt, sondern er wird in zweifacher Hinsicht ergänzt durch die 

Mitwirkungspflicht des betroffenen Versicherten sowie durch die im 

Anspruch auf rechtliches Gehör enthaltenen Parteirechte auf Teilnahme 

am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der 

Entscheidfindung (BGE 125 V 195 E.2, BGE 122 V 157 E.1a, BGE 120 V 

357 E.1a, mit Hinweisen). Der Sachverhaltsabklärung durch die 

Unfallversicherung diente vorliegend insbesondere das Formular der 

Beschwerdegegnerin mit den konkreten Fragen zum Hergang des 

Ereignisses, aufgrund dessen die Beschwerdeführerin ihre 

Leistungsansprüche stellte. Gerade der Wortlaut der ersten beiden 

Fragen - „1. Wie und wann haben Sie sich die uns gemeldeten 

Beschwerden zugezogen [genaue Beschreibung des Hergangs]? 2. Hat 

sich dabei etwas Besonderes ereignet [Sturz, Anschlagen, usw.]? - zielt 

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klar und eindeutig auf den Hergang des Ereignisses, und ausdrücklich 

und zusätzlich wird nach allfälligen besonderen Vorkommnissen gefragt. 

Jede versicherte Person, unabhängig von ihrem Beruf, kann und muss 

bei der Beantwortung dieser Fragen erkennen, dass die gemachten 

Angaben der Beurteilung dienen, ob die erwarteten 

Versicherungsleistungen ausgerichtet werden können oder nicht, und 

dass daher eine genaue und der Wahrheit entsprechende Beantwortung 

der Fragen wichtig ist. In dem Moment, in welchem der Fragebogen 

ausgefüllt wird, liegt der Unfallversicherung mindestens bereits eine 

Schadenmeldung vor und vorliegend war ihr auch ein erstes Arztzeugnis 

zugestellt worden. Daraus ergibt sich, dass es bei der Beantwortung der 

Fragen auf dem Formular der Unfallversicherung nicht um eine 

medizinische Darlegung oder Diagnose geht. Insofern spielt auch der 

berufliche Hintergrund der versicherten Person eine untergeordnete Rolle 

und es dürfte (ausser allenfalls bei juristischen Fachpersonen) kaum 

vorkommen, dass eine versicherte Person bereits beim Ausfüllen des 

Fragebogens die rechtliche Subsumption des geschilderten Sachverhalts 

im Auge hat und mit Blick darauf gewisse Sachverhaltselemente bewusst 

mehr und andere weniger betont. Vorliegend jedenfalls musste es auch 

für die Beschwerdeführerin trotz ihres medizinischen Berufs erkennbar 

gewesen sein, dass bei der Beantwortung der Fragen (insbesondere der 

Fragen 1 und 2) nicht sie als medizinische Fachperson angesprochen war 

und auch nicht die medizinische Diagnose im Vordergrund stand, sondern 

der genaue Hergang des Ereignisses und die begleitenden Umstände, so 

wie sie sie als Betroffene erlebt und wie sie zur Verletzung geführt hatten. 

Weshalb die Beschwerdeführerin bei der Beantwortung der Fragen 1 und 

2 die mutmassliche Ursache des Ereignisses, nämlich den von ihr 

behaupteten „Tritt in ein Loch“, mit keinem Wort erwähnte, ist nach dem 

Gesagten nicht nachvollziehbar. Dies gilt umso mehr, als die 

Beschwerdeführerin geltend machte, dies den behandelnden Ärzten 

- 16 -

gegenüber selbstverständlich erwähnt zu haben, dies jedoch auch in den 

entsprechenden Arztberichten nicht aufgeführt ist.

Dasselbe gilt für die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie sei beim 

„Tritt in ein Loch“ auch eingeknickt und habe sich als Folge davon das 

Knie verdreht. Nicht bestritten ist, dass man bei einem Tritt in ein Loch 

einknicken kann, jedoch wird ein solcher Vorgang vorliegend nirgends in 

den Akten erwähnt. Weshalb also trotz fehlenden Nachweises von einem 

derartigen Hergang des Ereignisses vom 28. Mai 2012, nämlich einem 

„Einknicken des Knies“, ausgegangen werden müsste, wie die 

Beschwerdeführerin geltend macht, ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. 

Die Beschwerdeführerin verweist ferner auf den Bericht von Dr. med. 

D._____, der in seinem Schreiben vom 26. November 2012 (Bg-act. 10) 

bestätigte, er halte es für ausgeschlossen, dass die Kreuzbandruptur auf 

degenerative Läsionen zurückzuführen sei. Damit, so die 

Beschwerdeführerin, sei klar, dass beim Hergang des Ereignisses vom 

28. Mai 2012 von einem programmwidrigen Bewegungsablauf 

ausgegangen werden müsse. Ohne einen solchen sei schlicht nicht 

erklärbar, wie sie sich die Knieverletzung zugezogen haben könne. Diese 

Aussagen sind insofern nicht überzeugend, als Dr. med. D._____ zwar 

den Vorzustand des Knies aufgrund des Unfalls vom 28. Februar 2010 - 

heftiges Kniedistorsionstrauma - erwähnt, dessen Bedeutung für die 

erneute Knieverletzung jedoch nicht in seine Beurteilung miteinbezieht. 

Dr. med. F._____ hingegen beschreibt in ihrer medizinischen Beurteilung 

vom 8. November 2013 (Bg-act. 14), dass die Beschwerdeführerin am 28. 

Februar 2010 beim Langlaufen gestürzt war und dass aus diesem 

Ereignis bereits ein Vorschaden am Kreuzband des linken Knies 

bestanden hatte. Aufgrund des Vergleichs zwischen dem aktuellen 

Befund und den damaligen Verletzungen - isolierte mediale 

- 17 -

Kapselbandruptur und geringfügige Elongation des vorderen 

Kreuzbandes mit Einblutung - kam Dr. med. F._____ zum Schluss, dass 

es sich bei der aktuellen Verletzung um einen Rückfall handle. Allein den 

Meniskusriss erachtete sie als degenerativ bedingt. Diese Ausführungen 

sind differenziert, bezogen auf den konkreten medizinischen Befund und 

somit schlüssig, weshalb sie als überzeugender einzustufen sind als die 

pauschale Feststellung von Dr. med. D._____, noch nie eine 

Kreuzbandruptur aufgrund von degenerativen Läsionen gesehen zu 

haben. Jedenfalls vermag das Schreiben von Dr. med. D._____ vom 26. 

November 2012 (Bg-act. 10) und auch dasjenige vom 7. Januar 2014 

(Bg-act. 16), in dem die Ausführungen des ersten Schreibens bestätigt 

werden, die versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. F._____ 

vom 8. November 2013 (Bg-act. 14) nicht zu entkräften.

d) Unter all den genannten Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin hinsichtlich des konkreten Ablaufs des Ereignisses 

vom 28. Mai 2012 auf die Angaben der Beschwerdeführerin im 

Fragebogen vom 4. August 2012 abstellte. Der „Tritt in ein Loch“ erweist 

sich nämlich als nicht überwiegend wahrscheinlich und das „Einknicken 

des Knies“ als überhaupt nicht nachgewiesen. Das Vorliegen einer 

Programmwidrigkeit im Bewegungsablauf der Beschwerdeführerin und 

eines ungewöhnliche äusseren Faktors ist zu verneinen, womit auch die 

Voraussetzungen für die Annahme eines Unfalls im Sinne von Art. 4 

ATSG nicht erfüllt sind.

4. a) Zu prüfen ist des Weiteren, ob eine unfallähnliche Körperschädigung im 

Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt. Die Beschwerdegegnerin bejahte 

zwar das Vorliegen einer Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV, 

doch sah sie im blossen Abwärtsjoggen die Voraussetzungen des 

Unfallbegriffs und das auch bei unfallähnlichen Ereignissen geforderte 

- 18 -

generell gesteigerte Gefährdungspotential als nicht gegeben. Ein 

äusseres Ereignis fehle somit gänzlich.

b) Tatsächlich erlitt die Beschwerdeführerin eine Körperschädigung, die 

unbestrittenermassen in die Kategorien des Art. 9 Abs. 2 UVV lit. c 

(Meniskusriss) und lit. g (Bandläsion) fällt. Die Beschwerdeführerin macht 

in diesem Zusammenhang geltend, beim sehr schnellen Abwärtsjoggen 

auf einem Waldweg, dem aktenkundigen Fehltritt in ein Loch samt 

Einknicken und Verdrehen des Knies handle es sich gerade nicht um eine 

alltägliche Verrichtung, wie dies beim einfachen starken Aufsetzen des 

Fusses beim Joggen der Fall sei. Die Folge des Fehltritts sei eine 

plötzliche, ruckartige und unkontrollierte Bewegung gewesen, nämlich das 

Einknicken und Verdrehen des Knies, was ein äusseres objektiv 

feststellbares unfallähnliches Ereignis darstelle. Daran ändere auch der 

Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_118/2008 vom 23. Oktober 

2008 nichts. Im vorliegenden Fall gehe es nicht um ein normales Joggen 

vergleichbar mit einem normalen Wandern, bei dem plötzlich ein 

stechender Schmerz auftrat, wie im zitierten Bundesgerichtsentscheid, 

sondern um das sehr schnelle bergabwärts Joggen auf einem Waldweg, 

dem per se ein gesteigertes Gefährdungspotential zukomme. 

Im Urteil 8C_118/2008 vom 23. Oktober 2008 (E.3.3) führte das 

Bundesgericht aus, dass dem Joggen nicht generell ein gesteigertes 

Gefährdungspotenzial zugesprochen werden könne, weil es beim 

normalen Joggen an plötzlichen, ruckartigen und unkontrollierten 

Bewegungen fehle. Im fraglichen Fall verneinte es das Vorliegen eines 

äusseren schädigenden Faktors und somit einer unfallähnlichen 

Körperschädigung bei einem Versicherten, der beim Joggen talwärts 

einen stechenden Schmerz gespürt und nach einem kurzen Unterbruch 

hatte weiterlaufen können. 

- 19 -

Die Argumentation der Beschwerdeführerin überzeugt nicht. Wie oben 

bereits ausgeführt, fehlt vorliegend der überwiegend wahrscheinliche 

Nachweis eines Fehltrittes und Einknickens beim Abwärtsjoggen und es 

muss daher davon ausgegangen werden, dass sich die 

Beschwerdeführerin die Verletzung am linken Knie beim „normalen“ 

Abwärtsjoggen zugezogen hat. Gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung kommt dem einfachen Joggen kein gesteigertes 

Gefährdungspotential zu, vielmehr beinhaltet es einen gleichmässigen 

Bewegungsablauf im Rahmen einer physiologisch normalen und 

psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_118/2008 vom 23. Oktober 2008 E.3.3). Damit liegt 

auch kein äusseres objektiv feststellbares Ereignis vor und eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV ist zu 

verneinen. 

5. a) Die Leistungspflicht der Unfallversicherung setzt voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Gesundheitsschaden nicht nur 

ein natürlicher, sondern auch ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 

alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 

als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur 

gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann (zum Ganzen: RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 53). Der Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs (bzw. des Wegfallens desselben) wird in erster 

Linie mittels der Angaben medizinischer Fachpersonen geführt (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 55).

b) Da vorliegend weder ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG noch eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt, 

- 20 -

ist grundsätzlich auch die Frage nach dem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang obsolet. Lediglich der Vollständigkeit halber sei 

darauf hingewiesen, dass die Einwände der Beschwerdeführerin gegen 

die versicherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. med. F._____ vom 

8. November 2013 (Bg-act. 14) unbegründet sind. 

Die Beschwerdeführerin rügt, es handle sich bei der 

versicherungsmedizinischen Stellungnahme von Dr. med. F._____ vom 8. 

November 2013 um ein nicht schlüssiges Aktengutachten, das in 

diametralem Widerspruch zu den Ausführungen des behandelnden Arztes 

Dr. med. D._____ vom 26. November 2012 und vom 7. Januar 2014 

stehe. Dieser habe unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass das 

Ereignis vom 28. Mai 2012 kausal zu den geklagten Beschwerden sei. Im 

Übrigen sei die Stellungnahme ohne eingehende Beobachtungen und 

Untersuchungen erfolgt und die Beschwerdeführerin habe keine 

Gelegenheit erhalten, selbst Fragen an Dr. med. F._____ zu stellen, 

weshalb ihr rechtliches Gehör verletzt sei. Da die Stellungnahme zudem 

einseitig von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben worden sei, 

könne eine Befangenheit nicht ausgeschlossen werden.

Im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht holte die Beschwerdegegnerin bei 

Dr. med. F._____ eine versicherungsmedizinische Stellungnahme ein 

(Bg-act. 14). Diese stellt kein Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG dar 

und wurde weder von Dr. med. F._____ noch von der 

Beschwerdegegnerin als solches bezeichnet. Wurde also gar kein 

Gutachten eingeholt, bestand auch keine Verpflichtung der 

Beschwerdegegnerin, nach den Vorgaben des Art. 44 ATSG zu 

verfahren. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist im Vorgehen der 

Beschwerdeführerin nicht zu erblicken, ebenso wenig eine Befangenheit. 

Immerhin ist die Beschwerdegegnerin im Rahmen des 

- 21 -

sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahrens zur Abklärung des 

Sachverhalts verpflichtet. Ob sie dafür ein Gutachten einer oder eines 

unabhängigen Sachverständigen einholt oder nicht, liegt dabei in ihrem 

Ermessen. Im Verfahren um Zusprechung oder Verweigerung von 

Sozialversicherungsleistungen besteht kein förmlicher Anspruch auf 

versicherungsexterne Begutachtung (Urteil des Bundesgerichts 

8C_723/2010 vom 25. März 2011 E.4.1). Eine solche ist erst anzuordnen, 

wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 

V 465; Urteil des Bundesgerichts 8C_723/2010 vom 25. März 2011 

E.4.1). Ein medizinischer Aktenbericht ist beweistauglich, wenn die Akten 

ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status 

ergeben und diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund 

muss lückenlos vorliegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund 

der vorhandenen Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_723/2010 vom 25. März 2011 E.4.1 mit 

Hinweisen).

Wie bereits ausgeführt (Erwägung 3c hiervor), ist die 

versicherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. med. F._____ vom 8. 

November 2013 auch inhaltlich schlüssig und überzeugend. Anamnese, 

Verlauf und Status waren bekannt, Dr. med. F._____ standen die Akten 

und die Originalbilder des MRI zur Verfügung. Die Schreiben von Dr. 

med. D._____ vom 26. November 2012 (Bg-act. 10) und vom 7. Januar 

2014 (Bg-act. 16) sind, wie bereits erwähnt, nicht geeignet, die 

versicherungsmedizinische Stellungnahme von Dr. med. F._____ in 

Zweifel zu ziehen. Ist diese also für die Sachverhaltsermittlung 

ausreichend und somit beweistauglich, erweist sich die Einholung des 

beantragten Gutachtens im Rahmen des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens als nicht erforderlich, zumal ja - wie bereits 

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dargelegt - sowohl das Vorliegen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 ATSG 

als auch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 

UVV zu verneinen ist. Im Übrigen wären von einer Begutachtung keine 

neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b).

6. a) Nachdem vorliegend weder ein Unfall im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG in 

Verbindung mit Art. 4 ATSG noch eine unfallähnliche Körperschädigung 

im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV 

gegeben sind, hat die Beschwerdegegnerin die Leistungspflicht für die 

Knieverletzung zu Recht verneint. Der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 3. Dezember 2013 ist damit zu bestätigen und die Beschwerde 

abzuweisen.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - für die Parteien kostenlos. Demnach werden für das 

vorliegende Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. Der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin steht überdies kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

- 23 -

4. [Mitteilungen]