# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78bdbd47-4803-5b83-9f25-255a9c1ae710
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.05.2007 D-5977/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5977-2006_2007-05-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5977/2006

{T 0/2} 

Abschreibungsverfügung vom 22. Mai 2007

Mitwirkung: Richter Zoller
                   Gerichtsschreiber Widmer 

A._______, geboren (...), Serbien,
wohnhaft (Adresse),

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,

Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 16. Mai 2006 i.S. Asyl und Wegweisung / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und zieht in Erwägung,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom  21.  April  2006  mit 
Verfügung vom 16. Mai 2006 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 8. Juni 2006 bei der 
Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) anfocht,

dass sich die Zuständigkeit der ARK gemäss dazumal geltendem Recht nach Art. 105 
Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) bestimmte, wonach sie 
endgültig über Beschwerden gegen Entscheide des Bundesamtes betreffend Verweige-
rung des Asyls und Wegweisung zu entscheiden hatte,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Beurteilung der am 31. Dezember 2006 bei der 
ARK hängigen Rechtsmittel übernimmt und dabei das neue Verfahrensrecht anwendet 
(Art.  53 des Bundesgesetzes  vom 17.  Juni  2005 über  das  Bundesverwaltungsgericht 
[VGG, SR 173.32]),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5  des Bundesgesetzes vom 20.  Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren 
[VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 VGG; Art. 
83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 9. Mai 2007 an das BFM, welches an 
das  Bunderverwaltungsgericht  weitergeleitet  wurde,  unter  Beilage  eines  Auszugs  aus 
dem  Eheregister  ausführte,  er  habe  am  1.  Mai  2007  in  (...)  eine  deutsche 
Staatsangehörige mit Wohnsitz in (...) geheiratet,

dass er zu seiner Ehefrau nach (...) ziehen werde, sobald er das diesbezügliche Visum 
erhalten haben werde,

dass er  zur  Vornahme der  weiteren Schritte  für  die  Ausreise  um sofortige  Zustellung 
seines Reisepasses ersuche,

dass das Bunderverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 
18.  Mai  2007  darauf  aufmerksam  machte,  dass  das  BFM  Reisepapiere  und 
Identitätsausweise  von  Asylsuchenden  zu  den  Akten  nehme  und  Behörden  oder 
Amtsstellen solche oder andere Dokumente, die auf die Identität  einer asylsuchenden 
Person Hinweise geben können, zuhanden des BFM sicherstelle (Art. 10 Abs. 1 und 2 
AsylG),  weshalb  eine  Herausgabe  der  erwähnten  Dokumente  an  die  asylsuchende 
Person während hängigem Asyl- beziehungsweise Beschwerdeverfahren unzulässig sei 
beziehungsweise erst nach dessen Abschluss erfolgen könne,

dass es den Beschwerdeführer bei dieser Sachlage anfragte, ob er an der Beschwerde 
festhalte  oder  diese zurückziehe,  wozu ihm eine  Frist  bis  zum 31.  Mai  2007 gesetzt 
wurde,

dass dem Beschwerdeführer im Falle eines Rückzugs der Beschwerde ausnahmsweise 
und ohne Anerkennung einer präjudiziellen Wirkung die Abschreibung des Verfahrens 

3

ohne  Auferlegung  von  Kosten  in  Aussicht  gestellt  wurde  (Art.  6  Abs.  2  Bst.  a  des 
Reglements vom 11. Dezember  2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass im Falle des Festhaltens an der Beschwerde das Rechtsmittelverfahren in der ge-
setzlich vorgeschriebenen Weise weitergeführt würde,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  16.  Mai  2007  (Poststempel:  18.  Mai 
2007) gegenüber dem Bunderverwaltungsgericht den Rückzug der Beschwerde erklärte,

dass die Beschwerde daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Rückzug erledigt 
abzuschreiben ist (Art. 111 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass die bisher aufgelaufenen Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 6 Bst. a VGKE 
zu erlassen sind, womit dem Beschwerdeführer der am 23. Juni 2006 in der Höhe von 
Fr. 600.-- geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten ist,

dass  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist,  da  der  Beschwerdeführer  sein 
Asylgesuch  zurückgezogen und somit weder vollumfänglich noch teilweise obsiegt hat 
(Art. 15 i.V.m. Art. 5 VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

4

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die  Beschwerde  wird  als  durch  Rückzug  gegenstandslos  geworden 
abgeschrieben.

2. Die  bisher  aufgelaufenen  Verfahrenskosten  werden  erlassen.  Der  am  23.  Juni 
2006  in  der  Höhe  von  Fr.  600.--  geleistete  Kostenvorschuss  ist  dem 
Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Diese Verfügung geht an:

- den Beschwerdeführer

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den  Akten 
(Ref.-Nr. N [...])

- (kantonale  Behörde)  (Beilage:  jugoslawischer  Reisepass  Nr.  [...]  und 
jugoslawische Identitätskarte Nr. [...]

Der Richter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand am: 

5

Eingeschrieben 

Herr
Kastriot Vilaj
(Adresse)