# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 742d2a54-23da-5557-a512-257e602b80e3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.03.2010 D-1305/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1305-2010_2010-03-11.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1305/2010
law/mah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._________, Geburtsdatum unbekannt,
Guinea-Bissau,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Berne,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1305/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Guinea-Bissau  Anfang  Februar  2010  verliess  und  am  15. Februar 
2010 in  die  Schweiz  einreiste,  wo er  am selben Tag um Asyl  nach-
suchte,

dass  das  BFM  am  2. März  2010  im  Transitzentrum  (TZ)  Altstätten 
seine Personalien erhob und ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu 
den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte, 

dass der Beschwerdeführer dabei angab, er kenne sein Geburtsdatum 
nicht,  aber  seine  Mutter  habe ihm gesagt,  er  werde in  diesem Jahr 
15 Jahre alt,

dass der Beschwerdeführer keinerlei Identitätspapiere einreichte,

dass  Dr. med. B.__________  im  Auftrag  des  BFM  am  23. Februar 
2010  beim  Beschwerdeführer  eine  Knochenanalyse  zur  Altersbe-
stimmung durchführte und dem ärztlichen Schreiben gleichen Datums 
zu entnehmen ist, dass das Knochenalter entsprechend der Methode 
nach Greulich und Pyle 19 Jahre oder mehr und das wahrscheinliche 
chronologische Alter des Beschwerdeführers 19 Jahre oder mehr be-
trage, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 2. März 2010 das rechtliche 
Gehör zum Ergebnis der Knochenaltersanalyse gewährte,

dass  das  BFM  mit  gleichentags  eröffneter  Verfügung  vom  2. März 
2010 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b  des Asylgesetzes vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers vom 15. Februar 2010 nicht eintrat, die Wegweisung 
aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  angegeben,  in  diesem  Jahr  15 Jahre  alt  zu 
werden, er aber gemäss Handknochenanalyse 19 Jahre alt oder älter 
sei, die Abweichung vorliegend klar mehr als drei Jahre betrage, was 
nicht  durch  eine  allfällige  Standardabweichung  des  Knochenalters 
erklärt  werden  könne,  womit  die  Identitätstäuschung  durch  die 
Knochenaltersanalyse zweifelsfrei nachgewiesen sei,

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dass  er  anlässlich  des  rechtlichen  Gehörs  zum  Befund  der  Hand-
wurzelknochenanalyse an seiner Aussage, 15 Jahre alt zu sein bzw. es 
in  diesem Jahr  zu  werden,  festgehalten  und  erklärt  habe,  er  selber 
wisse zwar sein Alter nicht, aber seine Mutter habe ihm vor der Aus-
reise gesagte, er werde in diesem Jahr 15 Jahre alt,

dass  diese Aussagen  die  Erkenntnisse des  BFM nicht  umzustossen 
vermöchten, und er bezeichnenderweise auch keine Identitätspapiere 
zu den Akten gereicht  habe, die das von ihm angegebene Alter  be-
stätigen würden,

dass  seine  Angaben zum Reiseweg ebenso realitätsfremd seien,  er 
beispielsweise ausgesagt habe, er hätte für die Überfahrt von Maure-
tanien nach Portugal nichts bezahlt,  die ganze Reise ohne Ausweis-
papiere unternommen und er sei unterwegs nie kontrolliert worden,

dass aufgrund dieser Ausführungen feststehe, dass er die Behörden 
im Rahmen des Asylverfahrens über  seine Identität  getäuscht  habe, 
weshalb auf sein Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass  das  BFM  weiter  ferner  festhielt,  weder  die  im  Heimatstaat 
herrschende politische Situation noch andere Gründe sprächen gegen 
die Zumutbarkeit seiner Rückkehr und aufgrund seiner unglaubhaften 
Angaben  könne  davon  ausgegangen  werden,  er  verfüge  in  seinem 
Heimatland über ein tragfähiges soziales Netzwerk, zudem sei er jung, 
gesund  und  habe  bereits  gearbeitet,  womit  auch  keine  individuellen 
Gründe gegen die Zumutbarkeit seiner Rückkehr sprechen würden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. März 2010 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
sinngemäss  beantragte,  auf  sein  Asylgesuch  sei  einzutreten,  even-
tualiter sei vom Wegweisungsvollzug abzusehen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  des Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

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SR  173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert  ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG, Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren Vollzugs materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungs-
gericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass der Nachweis der Identitätstäuschung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b 
AsylG ohne vernünftigen Zweifel feststehen muss (vgl. EMARK 2003 
Nr. 27 E. 4a),

dass  entsprechend  der  auch  im  Verwaltungsverfahren  gültigen  Be-
weisregel  von  Art. 8  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 
10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) die Behörde den Nachweis zu er-
bringen  hat,  dass  der  Asylsuchende  die  Behörden  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst. b  AsylG  über  seine  Identität  getäuscht  hat  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 31 E. 3.2),

dass der Begriff der Identität im asylrechtlichen Sinn den Namen, den 
Vornamen,  die  Staatsangehörigkeit,  die  Ethnie,  das  Geburtsdatum, 
den Geburtsort  und das Geschlecht umfasst (Art. 1a Bst. a der Asyl-
verordnung  1  vom 11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]),

dass der Beschwerdeführer angegeben hat, er werde in diesem Jahre 
15 Jahre alt,

dass  die  Knochenaltersanalyse  indessen  ergeben  hat,  das  wahr-
scheinliche chronologische Alter des Beschwerdeführers sei 19 Jahre 
oder mehr,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Gewährung des rechtlichen Ge-
hörs  am 2. März  2010  zum  Ergebnis  der  Knochenaltersanalyse  nur 
erwähnte,  seine  Mutter  habe  ihm  mitgeteilt,  dass  er  15 Jahre  alt 
werde,

dass  zwischen  dem  vom Beschwerdeführer  angegebenen  Alter  und 
dem  chronologischen  Alter  eine  Abweichung  von  mindestens  vier 
Jahren  besteht,  weshalb  die  vom  Beschwerdeführer  versuchte 
Täuschung  über  die  Identität  als  rechtsgenüglich  nachgewiesen  gilt 
(vgl. EMARK 2001 Nr. 23 S. 184 ff.),

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dass das BFM die vom Beschwerdeführer vorgetragene Erklärung, die 
in der Beschwerde nunmehr wiederholt wird, nichts an den zutreffend 
Feststellungen des BFM zu ändern vermag,

dass das BFM aufgrund der bestehenden Aktenlage sodann zu Recht 
davon  ausgegangen  ist,  die  angebliche  Minderjährigkeit  des  Be-
schwerdeführers sei nicht glaubhaft gemacht worden,

dass  es  zwar  zutrifft,  dass  eine  Knochenaltersuntersuchung  ange-
sichts  der  jeweils  zu  berücksichtigenden  möglichen  Standardab-
weichungen  die  Volljährigkeit  einer  Person  nicht  belegen  und  die 
Minderjährigkeit nicht ausschliessen kann,

dass es aber dem Beschwerdeführer obliegt, seine angebliche Minder-
jährigkeit  zumindest  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  EMARK 2004  Nr. 30 
E. 5), und dass dies dem Beschwerdeführer vorliegend nicht gelungen 
ist,  nachdem seine Aussage, angeblich erst in diesem Jahr 15 Jahre 
alt zu werden, offenkundig nicht stimmen kann und er keine Identitäts-
papiere einreichte, welche das Gegenteil belegen würden,

dass auch aufgrund der vom BFM zutreffend festgestellten realitäts-
fremden  Reiseschilderungen  die  Glaubwürdigkeit  des  Beschwerde-
führers in Frage gestellt ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetz-
lichen Bestimmungen steht  und demnach vom Bundesamt zu Recht 
angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn  völker-
rechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Aus-
länderin oder des Ausländers in  den Heimat-,  Herkunfts-  oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  des  Asylgesuches  gel-
tend  machte,  sein  Vater  habe  viele  Kühe  besessen  und  habe  mit 
einem Mann über  die Verwaltung der  Herde gesprochen,  da er  (der 
Beschwerdeführer)  noch  zu  jung  gewesen  sei,  alles  alleine  zu  ver-
walten,

dass dieser  Mann seinen Vater  umgebracht  habe und ihn (dem Be-
schwerdeführer) mit dem Tod bedroht habe, um in den Besitz der Kühe 
zu gelangen, weshalb ihm die Mutter geraten habe, zu fliehen, bevor 
dieser Mann ihn töte,

dass ihn dieser Mann bei der Rückkehr in sein Heimatland umbringen 
würde,

dass sich der Beschwerdeführer vor einer privaten Drittperson fürchtet, 
weshalb es von vornherein unrealistisch anmutet, dass er allein des-
wegen die Heimat verlassen und eine interkontinentale Flucht auf sich 
genommen hat, statt einfach das Dorf zu verlassen und innerhalb der 
Landesgrenzen unterzutauchen,

dass zudem nicht  nachvollziehbar  ist,  dass  er  weder  die  angebliche 
Tötung seines Vaters noch die Drohung gegen ihn bei der Polizei ge-
meldet hat, dies obwohl er erklärte, mit den Behörden, der Polizei oder 
dem Militär bis anhin keine Probleme gehabt zu haben, 

dass  er  auch  nicht  darlegt,  warum  die  Behörden  in  Guinea-Bissau 
nicht  in  der  Lage  sein  sollten,  ihre  Schutzpflichten  bei  Übergriffen 
durch private Drittpersonen zu erfüllen, 

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dass  die  Asylvorbringen  somit  weder  glaubhaft  noch  asylrechtlich 
relevant sind,

dass  vor  diesem Hintergrund  ohne  weitere  Erörterungen  festgestellt 
werden kann, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist eine 
asylrechtliche Gefährdung nachzuweisen oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die ihm in Guinea-Bissau droht,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine Lage in  Guinea-Bissau  noch individuelle 
Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen lassen, 

dass der Beschwerdeführer jung und den Akten zufolge gesund ist, er 
zwar  über  keine  Schulbildung  verfügt,  hingegen  auf  dem elterlichen 
Betrieb gearbeitet hat und in seinem Heimatdorf  C.__________ über 
ein Beziehungsnetz verfügt (vgl. act. A1/14 S. 3), 

dass  somit  der  Vollzug der  Wegweisung nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Beschwerdeführer nicht glaubhaft gemacht hat, noch minder-
jährig zu sein, und sich deshalb diesbezüglich keine weiteren Abklä-
rungen aufdrängen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Guinea-Bissau  schliesslich  auch  nicht  unmöglich  ist,  da  keine  Voll-
zugshindernisse  bestehen  (Art.  83  Abs.  2  AuG),  und  es  dem  Be-

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schwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mit-
zuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  Transitzentrums 
Altstätten (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum Altstätten (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr.  N  (...),  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den  Be-
schwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbe-
stätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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