# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f290ea2-3874-55a9-a5b0-6828fd9b42d9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Sonstiges 30.07.2014 HG.2014.115
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_999_HG-2014-115_2014-07-30.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: HG.2014.115

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Handelsgericht

Publikationsdatum: 30.06.2014

Entscheiddatum: 30.07.2014

Entscheid Handelsgericht, 30.07.2014
Art. 6 Abs. 2 lit. c ZPO (SR 272), Art. 61 Abs. 2 ZGB (SR 210). Ist der Beklagte 
ein Verein, spielt es für die sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts 
keine Rolle, ob sich dieser freiwillig oder aufgrund der Eintragungspflicht 
gemäss Art. 61 Abs. 2 ZGB in das Handelsregister hat eintragen lassen 
(Handelsgericht St.Gallen, Handelsgerichtspräsident, 30. Juli 2014, HG.
2014.115).  

Aus den Erwägungen

 

II.

2.    […] Sowohl die Gesuchstellerin als auch der Gesuchsgegner sind im 

Handelsregister eingetragen. Damit handelt es sich vorliegend um eine 

handelsrechtliche Streitigkeit i. S. v. Art. 6 Abs. 2 ZPO. Die Frage, ob sich der 

Gesuchsgegner als Verein freiwillig oder aufgrund der Eintragungspflicht gemäss 

Art. 61 Abs. 2 ZGB in das Handelsregister hat eintragen lassen, kann für die 

Bestimmung der sachlichen Zuständigkeit keine Rolle spielen (so auch Rüetschi, 

Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich//Basel/Genf 

2013, N 26 zu Art. 6; a. A. hingegen BK-Berger, N 9 zu Art. 6 ZPO, sowie BSK-Vock/

Nater, N 11a zu Art. 6 ZPO). Nach dem Wortlaut sowohl von Art. 6 Abs. 2 lit. c ZPO als 

auch von Art. 6 Abs. 3 ZPO setzt die Qualifikation einer Streitigkeit als handelsrechtlich 

alleine die tatsächliche Eintragung der jeweiligen Partei im Handelsregister voraus. Auf 

den Grund der Eintragung nimmt das Gesetz keinen Bezug. Zudem liesse es sich mit 

dem Gebot der Rechtssicherheit nicht vereinbaren, wenn ein Kläger bzw. Gesuchsteller 

zur Bestimmung des sachlich zuständigen Gerichts abzuklären hätte, ob die 

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Gegenpartei ein nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreibt oder 

revisionspflichtig ist. Dies zeigt sich deutlich im Verfahren der vorsorglichen Eintragung 

eines Bauhandwerkerpfandrechtes; ist die Verwirkungsfrist gemäss Art. 839 Abs. 2 

ZGB doch nicht bereits mit der Rechtshängigkeit des Gesuchs eingehalten, sondern 

erst mit der vorläufigen Vormerkung des Pfandrechts im Grundbuch. Es gilt deshalb 

jegliche Rechtsunsicherheit in Bezug auf die sachliche Zuständigkeit möglichst zu 

vermeiden. Auf der anderen Seite erscheint es für nicht eintragungspflichtige 

Rechtssubjekte ohne weiteres zumutbar, bei ihrem Entscheid über eine allfällige 

freiwillige Eintragung ins Handelsregister auch die sich daraus ergebende (teilweise) 

Unterstellung unter die Handelsgerichtsbarkeit zu bedenken.

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	Entscheid Handelsgericht, 30.07.2014
	Art. 6 Abs. 2 lit. c ZPO (SR 272), Art. 61 Abs. 2 ZGB (SR 210). Ist der Beklagte ein Verein, spielt es für die sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts keine Rolle, ob sich dieser freiwillig oder aufgrund der Eintragungspflicht gemäss Art. 61 Abs. 2 ZGB in das Handelsregister hat eintragen lassen (Handelsgericht St.Gallen, Handelsgerichtspräsident, 30. Juli 2014, HG.2014.115).  

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		2025-07-19T09:45:23+0200
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