# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef488195-54a7-59d3-8462-7413bdcd53b1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.12.2018 SB180316
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180316_2018-12-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180316-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, Ersatzoberrichter  

lic. iur. J. Meier und Ersatzoberrichterin lic. iur. P. Tschudi sowie  

die Gerichtsschreiberin MLaw T. Künzle  

 

 
Urteil vom 10. Dezember 2018 

 
in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Stv. Leitende Staatsanwältin lic. iur. S. Steinhauser,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend einfache Körperverletzung  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht,  
vom 20. März 2018 (GG170066) 
 

 

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Anklage:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 14. Novem-

ber 2017 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 26). 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 52 S. 26 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 
Abs. 1 u. 3 StGB 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–, wovon 

77 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

4. Der Antrag des Beschuldigten auf Zusprechung von Schadenersatz sowie Genugtuung wird 

abgewiesen. 

5. Dem Beschuldigten wird für seine Aufwendungen keine Entschädigung zugesprochen. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 14. November 2013 

beschlagnahmten 6 Messer, iPhone3, iPhone5, 3 USB-Stick (A010'096'465) und die Foto-

ausrüstung (A010'096'658) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des   

Urteiles innerhalb einer Frist von 30 Tagen auf erstes Verlangen herausgegeben. Lässt der 

Beschuldigte diese Frist unbenutzt verstreichen, werden die beschlagnahmten Gegenstän-

de auf Kosten des Beschuldigten zur Vernichtung freigegeben. 

7. Der am 26. April 2017 sichergestellte Duschstuhl (A005'824'919) wird dem B._____, … [Ad-

resse], nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils innerhalb einer Frist von 30 Tagen auf erstes 

Verlangen herausgegeben. Lässt das B._____ diese Frist unbenutzt verstreichen, wird der 

Duschstuhl zur Vernichtung freigegeben. 

8. Die beim Forensischen Institut Zürich unter der Referenznummer 57135167 aufbewahrten 

Gegenstände, Spuren und Spurenträger,  

- Vergleichs-WSA (A005'724'447) 

- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'470) 

- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'481) 

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- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'492) 

- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'505) 

werden dem Forensischen Institut Zürich nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zur Ver-

nichtung überlassen. 

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'200.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 4'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 2'011.80   Auslagen Vorverfahren  
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

11. (Mitteilungen) 

12. (Rechtsmittel)" 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 70 S. 25 f.) 

1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung freizu-

sprechen. 

2. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung für erlittene Untersuchungshaft in 

der Höhe von CHF 15'400 zuzusprechen. 

3. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung nach Ermessen des Gerichts für 

die ausserordentliche Belastung durch die überlange Verfahrensdauer zuzu-

sprechen. 

4. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung für Verteidigungskosten zuzu-

sprechen. 

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5. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung für durch das Strafverfahren er-

littene wirtschaftliche Einbussen in der Höhe von CHF 110'000 zuzuspre-

chen.  

6. Kostenverteilung im Berufungsverfahren nach Art. 428 StPO.  

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 59; schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im ange-

fochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 52 S. 3). 

2. Mit Urteil vom 20. März 2018 erkannte das Einzelgericht in Strafsachen des 

Bezirks Bülach den Beschuldigten A._____ (fortan Beschuldigter) der einfachen 

Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 3 StGB schuldig und 

bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–, 

wovon 77 Tagessätze als durch Haft erstanden sind. Der Vollzug der Geldstrafe 

wurde aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre angesetzt. Weitere Einzel-

heiten des Entscheides können dem Ingress dieses Urteils entnommen werden. 

3. Gegen das mündlich eröffnete Urteil (Prot. I S. 6 ff.) liess der Beschuldigte 

mit Eingabe vom 23. März 2018 Berufung anmelden (Urk. 45). Am 22. Mai 2018 

erfolgte die Mitteilung der Berufungsanmeldung an die Staatsanwaltschaft  

Winterthur/Unterland (fortan Staatsanwaltschaft) (Urk. 47). Das Urteil ging dem 

Beschuldigten sowie der Staatsanwaltschaft je am 27. Juli 2018 (Urk. 51) in be-

gründeter Fassung zu (Urk. 49=Urk. 52). Mit Verfügung vom 25. Juli 2018 wurden 

die Akten zur Behandlung der Berufung an das Obergericht überwiesen (Urk. 53). 

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4. Unter dem 16. August 2018 reichte die erbetene Verteidigung der erkennen-

den Kammer sodann die Berufungserklärung ein (Urk. 55). Aus dieser geht her-

vor, dass vom Beschuldigten ein Freispruch verlangt wird. Neue Beweisanträge 

stellte die Verteidigung keine. Mit Präsidialverfügung vom 17. August 2018 wurde 

der Staatsanwaltschaft in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO, Art. 401 

StPO und Art. 34 StGB eine Kopie der Berufungserklärung zugestellt und Frist 

angesetzt, um gegebenenfalls zu erklären, ob Anschlussberufung erhoben werde, 

oder um begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzei-

tig wurde dem Beschuldigten aufgegeben, das ihm zugestellte Datenerfassungs-

blatt auszufüllen und verschiedene Unterlagen betreffend seine finanziellen Ver-

hältnisse einzureichen (Urk. 57). In der Folge teilte die Staatsanwaltschaft mit 

Eingabe vom 4. September 2018 mit, dass sie die Bestätigung des vorinstanz-

lichen Urteils beantrage. Gleichzeitig verzichtete sie darauf, Beweisanträge zu 

stellen (Urk. 59). Am 11. September 2018 reichte die Verteidigung die Unterlagen 

betreffend die finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten (Datenblatt, Unter-

stützungsbestätigung Soziale Dienste Zürich, Budget September 2018, Konto-

auszüge Staats- und Gemeindesteuern 2017und 2018) ein (Urk. 63). Bereits un-

ter dem 2. August 2018 war überdies ein aktueller Strafregisterauszug über den 

Beschuldigten eingeholt worden (Urk. 54), welcher mit dem bereits bei den Akten 

liegenden (Urk. 21/2) inhaltlich übereinstimmt. 

5. Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung erschien der Beschuldigte in 

Begleitung seines erbetenen Verteidigers (Prot. II S. 4). Vorfragen waren keine zu 

entscheiden (Prot. II S. 5).  

II. Umfang der Berufung  

1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dem-

entsprechend gehemmt (vgl. Schmid, Praxiskommentar, Zürich / St. Gallen 2009, 

N 1 zu Art. 402). Der Beschuldigte beantragt einen Freispruch vom Vorwurf der 

einfachen Körperverletzung. Er ficht die Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 

2 (Geldstrafe), 4 (Abweisung des Antrags auf Zusprechung von Schadenersatz 

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und Genugtuung), 5 (Verweigerung einer Entschädigung) und 10 (Auferlegung 

der Untersuchungs- und Verfahrenskosten) an (Urk. 55 S. 2). Der Vollständigkeit 

halber ist anzumerken, dass, obwohl die Verteidigung Dispositivziffer 3 (Vollzug 

der Gelstrafe) nicht anficht (Urk. 55 S. 2), diese Anordnung als (mit-)angefochten 

gilt, da bei Anfechtung des Strafmasses der Sanktionspunkt als Ganzer als ange-

fochten gilt; eine Berufung kann nicht darauf beschränkt werden, nur die Strafzu-

messung oder nur (isoliert) die Frage des bedingten Vollzuges anzufechten (Hug / 

Scheidegger in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., 

Zürich 2014, N 20 zu Art. 399; Schmid, Praxiskommentar StPO, 2. Aufl., Zürich/ 

St. Gallen 2013, N 19f. zu Art. 399). Unangefochten blieben hingegen die Disposi-

tivziffern 6 und 7 (Freigabe beschlagnahmter Gegenstände und des Duschstuhls), 

8 (Anordnung der Vernichtung von Spurenmaterial) sowie 9 (Kostenaufstellung). 

Somit ist das vorinstanzliche Urteil in den Dispositivziffern 6-9 in Rechtskraft er-

wachsen (Art. 404 Abs. 1 StPO), was vorab mittels Beschluss festzustellen ist. 

2. Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet der Sachverhalt gemäss Ankla-

geschrift der Staatsanwaltschaft vom 14. November 2017 (Urk. 26). Darin wird 
dem Beschuldigten zusammengefasst zur Last gelegt, er habe in seiner Funktion 

als auszubildender Fachmann Gesundheit EFZ am 20. März 2013, um ca. 08:30 

Uhr bis ca. 10:30 Uhr, im Pflegezentrum C._____ an der schwerst dementen und 

hoch pflegebedürftigen D._____ (fortan Geschädigte) Pflegeleistungen vorge-

nommen. Dazu habe er die Geschädigte im Duschraum, Zimmer …, gebracht und 

diese entkleidet, in der Absicht sie zu duschen. In der Folge habe der Beschuldig-

te einen nicht mehr genauer bestimmbaren, sehr heissen Gegenstand mutmass-

lich einen sich im Schrank des Duschraums befindlichen Haarfön, genommen und 

durch Halten des Gegenstandes bzw. des Haarföns in unmittelbarer Nähe oder 

durch direktes an die Haut halten der Geschädigten eine ca. 6 x 5 cm grosse 

Brandverletzung an der Innenseite des rechten Oberschenkels zugefügt. Die 

Brandverletzung habe in der Folge einer ärztlichen Behandlung bedurft und sei 

neun Tage später nach wie vor nicht verheilt gewesen. Der Beschuldigte habe 

dies gewollt oder durch sein Verhalten zumindest als ernstlich möglich in Kauf 

genommen (Urk. 26). 

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3. In ihrer Berufungserklärung vom 16. August 2018 (Urk. 55) kritisiert die Ver-

teidigung eine unzutreffende Beweiswürdigung der Vorinstanz. Mit Bezug auf die 

Frage der Täterschaft existiere kein direkter Beweis. Im erstinstanzlichen Urteil 

werden ein "Mosaik" aus belastenden Indizien erstellt, unter Vernachlässigung 

der von der Verteidigung vorgebrachten entlastenden Argumente (Urk. 55 S. 3 f.). 

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Sachverhalt 

1.1. Die Beschuldigte hat den eingeklagten Sachverhalt während der Untersu-

chung entschieden in Abrede gestellt. Zutreffend sei, dass er die Geschädigte an 

jenem Tag geduscht habe, er habe ihr die fragliche Verletzung aber nicht zuge-

fügt (Urk. 8/1; Urk. 8/3; Urk. 8/4). Vor der Vorinstanz und auch in der Berufungs-

verhandlung wollte er sich nicht mehr zu Sache äussern, sondern überliess dies 

seinem Verteidiger.  

1.2.1. Die Vorinstanz hat zutreffend aufgezeigt, wie bei der Sachverhaltserstellung 

vorzugehen ist und welche Grundsätze bei der Beweiswürdigung zu berücksich-

tigen sind (Urk. 52 S. 4 ff.). Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden (Art. 82 

Abs. 4 StPO).  

1.2.2. Zutreffend hat die Vorinstanz dabei insbesondere erwogen, dass – soweit 

ein direkter Beweis nicht möglich sei – der Nachweis der Tat mit Indizien, dass 

heisst im indirekten, mittelbaren Beweisen geführt werden könne (Urk. 52 S. 6) – 

Indizien oder Beweisanzeichen sind Tatsachen, von denen auf das Vorliegen  

einer unmittelbar entscheiderheblichen Tatsache geschlossen werden kann. Der 

Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleichwertig. Indizien sind sogar unent-

behrlich zur Aufdeckung innerer Tatsachen wie des Vorsatzes. Es ist zulässig, 

aus der Gesamtheit der verschiedenen Indizien, welche je für sich allein betrach-

tet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder 

Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offen lassen, auf den vollen rechtsge-

nügenden Beweis von Tat oder Täter zu schliessen (Hauser/Schwery/Hartmann, 

Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl. 2005, S. 277 f.). Der Indizienprozess 

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als solcher verletzt weder die Unschuldsvermutung noch die aus ihr abgeleiteten 

Teilrechte. Der Grundsatz "in dubio pro reo" findet auf das einzelne Indiz  

keine Anwendung (Urteile 6B_605/2016 vom 15. September 2016 E. 2.8 und 

6B_1021/2016 vom 20. September 2017 E. 4.1 mit Hinweisen). Er entfaltet seine 

Wirkung bei der Beweiswürdigung als Ganzes. Massgebend ist nicht eine isolierte 

Betrachtung der einzelnen Beweise, welche für sich allein betrachtet nur eine  

gewisse Wahrscheinlichkeit begründen und insofern Zweifel offenlassen, sondern 

deren gesamthafte Würdigung (Oberholzer, Grundzüge des Strafprozessrechts, 

3. Aufl. 2012, Rz. 693). 

1.2.3. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und je-

des einzelnes Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (vgl. BGE 136 I 229 

E. 5.2; Urteil 6B_1130/2014 vom 8. Juni 2015 E. 4). Die Berufungsinstanz kann 

sich somit auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. 

1.3.1. Zum Geschehensablauf wurde der Beschuldigte im Rahmen der Unter-

suchung und vor Vorinstanz befragt (Urk. 8/1, Urk. 8/3, Urk. 8/4, Urk. 8/7, Urk. 8/8 

und Urk. 40). Was die einzelnen Aussagen des Beschuldigten zum Tathergang 

betrifft, kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf ihre Wiedergabe in der 

Begründung des vorinstanzlichen Entscheides verwiesen werden (Urk. 52 S. 7 ff.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Anzumerken ist hierbei, dass der Beschuldigte anlässlich 

der Einvernahme vom 20. Mai 2015 (Urk. 8/7), der Schlusseinvernahme vom 

3. November 2015 (Urk. 8/8 S. 2 f.) und der Befragung vor Vorinstanz (Urk. 40 

S. 5 ff.) Aussage zu Sache verweigert bzw. zum Schlussvorhalt nicht Stellung ge-

nommen hat.  

1.3.2. Zum Geschehensablauf wurden im Rahmen der Untersuchung sodann  

E._____ (Urk. 9/4 und Urk. 9/11), F._____ (Urk. 9/7 und Urk. 9/12), und G._____ 

(Urk. 9/9 und Urk. 9/13) als Auskunftspersonen sowie H._____ (Urk. 10/1), 

I._____ (Urk. 10/2), J._____ (Urk. 10/3) und K._____ (Urk. 10/4) als Zeugen be-

fragt. Was die einzelnen Aussagen der Beschuldigten und der Zeugen sowie 

Auskunftspersonen zum Tathergang  betrifft, kann zur Vermeidung von Wiederho-

lungen auf ihre Wiedergabe in der Begründung des vorinstanzlichen Entscheides 

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verwiesen werden (Urk. 52 S. 11 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Festzuhalten ist, dass 

die Zeugen und Auskunftspersonen keine Angaben zum eigentlichen Tatgesche-

hen aus direkter Wahrnehmung machen konnten. Lediglich polizeilich einver-

nommen wurde L._____ (Urk. 9/1). Ihre Aussagen können zu Lasten des Be-

schuldigten daher nicht verwertet werden. 

1.3.3. In den Verfahrensakten liegen sodann ein ärztlicher Verlaufsbericht vom 

29. März 2013 (Urk. 11/1), der Pflegebericht aus dem EasyDok vom 19./20. März 

2013 (Urk. 11/5), zwei Fotobogen (Urk. 12 und Urk. 13), ein Kurzbericht des  

Forensischen Instituts Zürich (fortan FOR) vom 3. März 2013 (Urk. 14/1), ein Gut-

achten des Instituts für Rechtsmedizin (fortan IRM) vom 4. April 2013 (Urk. 14/2) 

und ein Ergänzungsgutachten des IRM vom 10. Juni 2013 (Urk.14/ 6) sowie ein 

DNA-Gutachten (Urk. 14/3). Über den massgeblichen Inhalt dieser Dokumente 

und die darin gemachten Feststellungen kann, um unnötige Wiederholungen zu 

vermeiden, ebenfalls auf ihre Wiedergabe in der Begründung des erstinstanz-

lichen Entscheids verwiesen werden (Urk. 52 S. 15 ff.). 

1.3.4. Da die Beschuldigte den eingeklagten (Anklage-)Sachverhalt in Abrede 

stellt, ist dieser dementsprechend auf Grund der Akten und der heutigen Beru-

fungsverhandlung nach den von Lehre und Praxis entwickelten Grundsätzen zu 

überprüfen. 

1.4.1. Die Vorinstanz hat in ihrer Beweiswürdigung zusammengefasst erwogen, 

dass die Verletzung der Geschädigten am 20. März 2013 entstanden sei müsse. 

Eine Zufügung der Verletzung durch Verbrühung könne ausgeschlossen werden. 

Ebenso komme eine Kontaktdermitis als Ursache für die Verletzung der Geschä-

digten nicht in Frage, da sich hierfür keine Hinweise aus den Akten, insbesondere 

aus dem EasyDolk ergeben würden. Damit verbleibe als Ursache einzig das  

Zufügen einer Verbrennung durch eine Drittperson. Gemäss dem Ergänzungs-

gutachten des IRM vom 10. Juni 2013 und dem Kurzbericht des FOR vom 3. Mai 

2013 seien die beiden im Duschraum sichergestellten Haartrockner in der Lage, 

Temperaturen zu entwickeln, welche auf der menschlichen Haut innert kurzer Zeit 

ein dem Verletzung der Geschädigten entsprechendes Wundbild zu erzeugen 

vermögen. Die leicht ovale, rundliche Form des Verletzung der Geschädigten  

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entspreche zudem der Form eines Haartrockner bei dessen Warmluftaustritt. 

Darüber hinaus habe laut dem DNA-Gutachten ab der Austrittsöffnung des einen 

Haartrockners ein Mischprofil erstellt werden können, welche anteilig DNA der 

Geschädigten enthalten habe. Der Beschuldigte bestreite sodann nicht, die Ge-

schädigte am Morgen des 20. März 2013 geduscht zu haben. Aufgrund der Aus-

sagen des Beschuldigten, der Aussagen der weiteren Zeugen bzw. Auskunfts-

personen sowie den Einträgen aus dem Leistungserfassungssystem EasyDok 

lasse sich der Schluss ziehen, dass einzig der Beschuldigte am besagten Morgen 

substantielle Pflegehandlungen an der Geschädigten vorgenommen habe. Eben-

so erstellt sei, dass der Beschuldigte zum inkriminierten Zeitpunkt Zugang zu den 

beiden Haartrocknern im Duschraum gehabt habe. Ferner seien die Aussagen 

des Beschuldigten betreffend eine vorbestehende Verletzung der Geschädigten 

gegenüber seinen übrigen Aussagen weniger detailliert und widersprüchlich. Er 

habe zudem nicht glaubhaft erklären können, weshalb er im EasyDok diesen Vor-

fall unvollständig eingetragen habe. Sein Erklärungsversuch, den notwendigen 

Eintrag vergessen zu haben, verfange nicht, da dies nur eine taugliche Erklärung 

wäre, wenn der Beschuldigte gar keinen Eintrag vorgenommen hätte, was indes 

in casu nicht der Fall sei. Die Aussagen des Beschuldigten seien daher nicht 

überzeugend. Aus alledem erhelle, dass der Beschuldigte die einzige Person ge-

wesen sei, welche zum inkriminierten Zeitpunkt an der Geschädigten substantielle 

Pflegeleistungen erbracht und Gelegenheit gehabt habe, einen Haartrockner zu 

benutzen und der Geschädigten die Verletzung zuzufügen (Urk. 52 18 f.). 

1.4.2. Die Verteidigung rügt eine unzutreffende Beweiswürdigung der Vorinstanz. 

Sie bringt vor, Ursache für die Verletzung der Geschädigten könne auch eine 

Verbrühung mit einem Heissgetränk sein. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen 

sei nicht abgeklärt worden, obgleich die beiden erstbehandelnden Ärzte von einer 

Verbrühung ausgegangen seien (Urk. 41 S. 14). Zudem komme als Alternativ-

ursache auch eine Kontaktdermitis der Geschädigten in Betracht, welche sich 

ebenfalls in Blasen äussern könne, die stark an Brandblasen erinnern würden. 

Die Geschädigte habe eine empfindliche Haut gehabt und sich oft gekratzt. Dem-

entsprechend habe sie an mehreren Stellen Schürfwunden gehabt (Urk. 41 

S. 34). Die Zweifel an der von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Verletzungs-

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ursache (Verbrennung mit einem heissen Gegenstand) seien derart gross, dass 

eine Verurteilung des Beschuldigten ausgeschlossen sei (Urk. 41 S. 36).  

1.4.3. An der Berufungsverhandlung führte die Verteidigung, wie bereits vor der 

Vorinstanz, zusammengefasst wiederum die drei Theorien (Verbrennungstheorie, 

Verbrühungstheorie und Dermatitistheorie) als mögliche Ursache für die unbestrit-

tene Verletzung der Geschädigten ins Feld (Urk. 70 S. 5 ff.). Die Vorinstanz habe 

sich zu Unrecht ohne vernünftige Zweifel auf die Verbrennungstheorie gestützt, 

zumal der erstbehandelnde Arzt eine Verbrühung im Sitzen, möglicherweise 

durch Teeausschütten beim Trinken oder Kaffee, vermutet habe (Urk. 70 S. 10 f.). 

Die gutachterliche Untersuchung, auf welche die Vorinstanz abstelle, sei erst am 

29. März 2013 erfolgt, sehr vage gehalten und habe mithin weniger Aussagekraft 

(Urk. 70 S. 11 f.). Die Kontaktdermatitis sei von der Vorinstanz kaum berücksich-

tigt worden, obwohl die Geschädigte an vorbestehenden Hautproblemen gelitten 

habe und Aussagen vorliegen würden, wonach sich die Geschädigte immer wie-

der selbst Kratzspuren beigebracht habe (Urk. 70 S. 7 und S. 9 f.). Die Aussagen 

des Beschuldigten seien glaubhaft. Allein der Umstand, dass sein Eintrag im 

EasyDok unvollständig gewesen sein, ändere daran nichts, zumal der Beschuldig-

te schon im Vorfeld des inkriminierten Ereignisses bei der administrativen Seite 

seiner Tätigkeit Defizite gehabt habe (Urk. 70 S. 14 ff.).  

1.5.1. Die Vorinstanz schloss nach eingehender Würdigung zunächst, dass der 

Beschuldigte den Duschvorgang detailliert und grundsätzlich kohärent beschrie-

ben habe. Seine Aussagen hinsichtlich des bestehenden Verletzungsbilds der 

Geschädigten und seine diesbezügliche Vorgehensweise vermöchten jedoch 

nicht in gleichem Masse zu überzeugen. So schildere der Beschuldigte zwar 

grundsätzlich ein ähnliches Verletzungsbild (hinsichtlich Ort und Grösse der Ver-

letzung), aus seinen Aussagen würden sich aber Abweichungen im Aussehen der 

Verletzung und hinsichtlich seiner Vorgehensweise und Behandlung der Ver-

letzung ergeben, weshalb seine diesbezüglichen Aussagen nicht als vollkommen 

glaubhaft eingestuft werden könnten (Urk. 52 S. 9). In Bezug auf die Geschehnis-

se nach dem Duschvorgang würden sich seine Aussagen wiederum als kohärent 

erweisen. Indes seien seine Erklärungsversuche betreffend die unterlassene Ein-

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tragung der Vorkommnisse im EasyDok unglaubhaft, zumal der Beschuldigte 

ausgeführt habe, dass Auffälligkeiten wie Stuhlgang unter der Dusche und die 

Feststellung von Verletzungen dem Tagesverantwortlichen zu melden und im 

EasyDok zu erfassen seien. Der Beschuldigte habe zudem gesagt, es habe kei-

nen speziellen Grund für die Nichteintragung gegeben. Seine Erklärung, die Ein-

tragung vergessen zu haben, überzeuge daher nicht (Urk. 52 S. 10). 

In der Folge würdigte die Erstinstanz eingehend die Aussagen der verschiedenen 

Zeugen und Auskunftspersonen und schloss, dass diese insgesamt glaubhaft und 

übereinstimmend seien. Zwar habe keiner der Zeugen und Auskunftspersonen 

über das Kerngeschehen aus eigener Wahrnehmung berichten können, trotzdem 

liesse sich aus den einzelnen Aussagen Rückschlüsse ziehen. So hätten sämt-

liche besonderen Vorkommnisse, wie beispielsweise das Ausschütten eines heis-

sen Getränks, eines Eintrags im EasyDok bedurft, zumal dies einen Kleiderwech-

sel zur Folge gehabt hätte. Dass die Verletzung durch das Verbrühen mit einem 

Heissgetränk verursacht worden sei, könne mit hoher Wahrscheinlichkeit ausge-

schlossen werden, zumal die Geschädigte bereits früher Heissgetränke verschüt-

tet habe und Verbrühungen dabei nicht festgestellt werden konnten. Eine Selbst-

beibringung der Verletzung könne aufgrund des schlechten Allgemeinzustands 

der Geschädigten ausgeschlossen werden. Zudem müsse die Verletzung vor dem 

Toilettengang mit der Zeugin J._____ am 20. März 2013, welche die Verletzung 

am 20. März 2013, mittags, festgestellt habe, entstanden sein (Urk. 52 S. 14 f.). 

Die Vorinstanz prüfte anschliessend die Frage, ob aufgrund der weiteren Be-

weismittel (Kurzbericht des FOR, Gutachten und Ergänzungsgutachten des IRM) 

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Verbrühung durch ein heis-

ses Getränk ausgeschlossen werden könne und kommt zum Ergebnis, dass das 

Zustandekommen der Verletzung durch eine Verbrennung mit einem rundlichen 

Gegenstand durch eine Drittperson naheliegend sei. Gegen eine Verbrühung mit 

einem Heissgetränk spreche das runde Verletzungsbild mit dem klaren Wund-

rand. Zudem seien auf den Kleidungsstücken der Geschädigten keine Hinweise 

(Nässe) auf ein verschüttetes Heissgetränk festgestellt worden (Urk. 52 S. 16 f.).  

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Die Erstinstanz prüfte zudem, ob es für die von der Verteidigung behauptete   

Kontaktdermitis (vgl. Urk. 41 S. 32 ff.) irgendwelche Hinweise in den Akten gebe 

und verneinte dies. Gegen das Vorliegen einer Kontaktdermitis spreche auch, 

dass sich hierfür kein entsprechender Eintrag im EasyDok (Rötung etc.) unter 

dem Datum vom 19. März 2013 finden lasse (Urk. 52 S. 18).  

Die Vorinstanz beurteilte schliesslich, ob die Täterschaft des Beschuldigten 

rechtsgenüglich nachgewiesen werden könne. Sie bejahte die Frage. Der Be-

schuldigte sei die einzige Person gewesen, welche zum inkriminierten Zeitpunkt 

an der Geschädigten substantielle Pflegeleistungen erbracht und Gelegenheit ge-

habt habe, einen Haartrockner zu benutzen und der Geschädigten die Verletzung 

zuzufügen (Urk. 52 S. 18 f.). 

Nach der Vorinstanz ergibt die Beweiswürdigung ein stimmiges und schlüssiges 

Gesamtbild. Im Lichte all dieser Erwägungen sei der Anklagesachverhalt als er-

stellt zu betrachten. Die Vorinstanz schliesst somit rechtserhebliche Zweifel aus.  

1.5.2. Die vorstehend zitierte Beweiswürdigung der Vorinstanz ist überzeugend 

und zu übernehmen. Sie hat einlässlich und überzeugend dargetan, weshalb sie 

auf die Sachverhaltsvariante des Beschuldigten bzw. seiner Verteidigung nicht 

abstellen konnte. In einem Indizienprozess muss das Tatgeschehen aus den Um-

ständen erschlossen werden. Indem der Beschuldigte lediglich einzelne Glieder 

der Indizienkette in Zweifel zu ziehen versucht, vermag er die Beweiswürdigung 

als Ganzes nicht in Frage zu stellen. Die Vorinstanz stützte sich bei der Sachver-

haltsermittlung auf eine Vielzahl Beweismittel respektive Indizien.   

1.6.1. Die Verteidigung kritisiert die Verwertbarkeit des Gutachtens des IRM vom 

4. April 2014 (Urk. 14/2). Sie macht zunächst geltend, dass auf das Gutachten 

von aus formellen Gründen nicht abgestellt werden könne, weil der Beschuldigte 

keine Möglichkeit erhalten habe, sich zur sachverständigen Person und zu den 

Fragen zu äussern und dazu Anträge zu stellen (Urk. 41 S. 16). 

1.6.2. Im Zusammenhang mit Sachverständigengutachten beinhaltet das recht-

liche Gehör insbesondere das Recht, Kenntnis vom Inhalt des Gutachtens zu 

- 14 - 

nehmen, sich dazu zu äussern und dem Experten ergänzende Fragen zu stellen. 

Das Gehörsrecht ist in der StPO explizit normiert. Die Verfahrensleitung gibt  

den Parteien vorgängig Gelegenheit, sich zur sachverständigen Person zu  

äussern und dazu eigene Anträge zu stellen (Art. 184 Abs. 3 Satz 1 StPO; Urteile 

6B_100/2017 vom 9. März 2017 E. 3.6; 6B_549/2014 vom 23. März 2015 E. 3; je 

mit Hinweisen). Sie kann bei Laboruntersuchungen davon absehen, namentlich 

wenn es um die Bestimmung der Blutalkoholkonzentration oder des Reinheitsgra-

des von Stoffen, den Nachweis von Betäubungsmitteln im Blut oder die Erstellung 

eines DNA-Profils geht (Art. 184 Abs. 3 Satz 2 StPO).  

1.6.3. Die Vorinstanz hat sich zu diesem Einwand der Verteidigung nicht aus-

drücklich geäussert; dies ist nachzuholen. 

1.6.4. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es zur Wahrung des 

rechtlichen Gehörs ausreichend, wenn die betroffene Person die Möglichkeit hat, 

sich nachträglich zum Gutachten wie auch zur Person des Gutachters zu äussern 

und gegebenenfalls Ergänzungsfragen zu stellen (BGE 125 V 332 E. 4b S. 337; 

Urteile 1B_196/2015 vom 17. Mai 2016 E. 2; 6B_298/2012 vom 16. Juli 2012 

E. 3.3; je mit Hinweisen). Die Verteidigung hat am 15. April 2013 das Gutachten 

und am 25. September 2014 das Ergänzungsgutachten zugestellt erhalten 

(Urk. 19/3 und 19/24). Spätestens damit hat er von den Personen, die dieses 

Gutachten durchgeführt haben, sowie von der konkreten Fragestellung Kenntnis 

genommen. Entsprechende Einwände hat er in der Folge nicht erhoben. Anläss-

lich der Einvernahme vom 20. Mai 2015 wurden dem Beschuldigten die Ergebnis-

se des Gutachtens und des Ergänzungsgutachtens im Details vorgehalten 

(Urk. 8/7 S. 7 ff.). Die Verteidigung hatte zudem Gelegenheit, Ergänzungsfragen 

zu stellen (Urk. 8/7 S. 11). Auch dabei wurden keine Einwände gegen die Person 

des Sachverständigen und die konkrete Fragestellung erhoben. Der Einwand der 

Verteidigung erweist sich daher als unbegründet. Eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs des Beschuldigten liegt nicht vor. 

1.7.1. Die Verteidigung rügt sodann inhaltliche Mängel des Gutachtens (Urk. 41 

S. 16 ff.). Auch hierzu hat sich die Vorinstanz nicht explizit geäussert.  

- 15 - 

1.7.2. Nach Art. 189 StPO lässt die Verfahrensleitung das Gutachten von Amtes 

wegen oder auf Antrag einer Partei durch die gleiche sachverständige Person   

ergänzen oder verbessern oder bestimmt weitere Sachverständige, wenn (lit. a) 

das Gutachten unvollständig oder unklar ist; (lit. b) mehrere Sachverständige in 

ihren Ergebnissen erheblich voneinander abweichen; oder (lit. c) Zweifel an der 

Richtigkeit des Gutachtens bestehen. 

1.7.3. Die Vorinstanz würdigte das Gutachten des IRM vom 4. April 2013 

(Urk. 14/2) sachlich. Inhaltliche Mängel sind nicht ersichtlich. Die Vorinstanz durfte 

es als schlüssig erachten. Das gilt insbesondere für die gutachterlichen Aus-

führungen zum Verletzungsbild. Laut der Gutachterin Dr. med. M._____, Oberärz-

tin und Fachärztin für Rechtsmedizin, ist an der rechten Oberschenkelinnenseite 

der Geschädigten eine ca. 6 x 5 cm messende, sich mit dunkelblau-rotem Wund-

grund präsentierende, annähernd runde Hautveränderung mit deutlich umgeben-

dem, ca. 2 cm breitem, rotem Hof festgestellt worden (Urk. 14/2 S. 4). Diese Ver-

letzung sei vor der Untersuchung am 29. März 2013 bereits seit neun Tagen be-

handelt worden. Sie könne durchaus auf die Einwirkung von Hitze zurückzuführen 

sein (Urk. 14/2 S. 4). Bei einer Untersuchung der Hosen der Geschädigten (aktu-

ell getragene und im Schrank aufbewahrte) sei keine Beschädigung und keine 

Flecken festgestellt worden, welche auf eine thermische Einwirkung Rückschlüs-

sen zugelassen hätten (Urk. 14/2 S. 5). Eine Fremdbeibringung der Verletzung 

liege aufgrund der Unselbständigkeit der Geschädigten weit im Vordergrund 

(Urk. 14/2 S. 6). Die Gutachterin beurteilt diese Verletzung entgegen der Kritik der 

Verteidigung, wonach verlässliche Rückschlüsse auf die Verletzungsursache bei 

einer fast verheilten Wunde selbst für eine Fachperson sehr schwierig sei (Urk. 41 

S. 16) lege artis unter Berücksichtigung der Erkenntnisse Kleideruntersuchung 

und des Allgemeinzustands der Geschädigten und der im Zeitpunkt der Begutach-

tung bereits laufenden Behandlung der Geschädigten. Im Ergebnis geht die Gut-

achterin davon aus, dass die Verletzung durchaus durch die Einwirkung von Hitze 

verursacht worden sei. Dass die Einschätzung eher knapp ausfällt, wie die Vertei-

digung rügt (Urk. 41 S. 17 und Urk. 70 S. 11 f.), macht die gutachterliche Beurtei-

lung weder unvollständig noch unzureichend im Sinne von Art. 189 StPO. Daran 

vermag auch nichts zu ändern, dass das Gutachten [wohl fälschlicherweise] aus-

- 16 - 

führt, die Verletzung könne durchaus durch das Aufbringen eines Haartrockner-

hinterteils (Luftansaugestelle) erklärt werden (vgl. Urk. 14/2 S. 5; Urk. 70 S. 11). 

Entscheidend ist, dass die Gutachterin klar erklärt hat, dass die Verletzung durch-

aus durch Einwirkung von Hitze zurückzuführen sei und dass das Ergänzungs-

gutachten vom 10. Juni 2013 ebenfalls klar zum Ergebnis kommt, dass die Verlet-

zung durch die asservierten Geräte (Haartrockner oder Heizgerät) verursacht 

worden sein könne und aufgrund der runden Form der Verletzung eine Verbren-

nung durch den Kontakt mit einem rundlichen Gegenstand naheliegend sei 

(Urk. 14/6 S. 2 f.). Die Ausführungen der Sachverständigen zur Ursache (thermi-

sche Einwirkung durch einen rundlichen Gegenstand) sowie zu deren Auswirkung 

auf die Geschädigte (Verbrennung an der rechten Oberschenkelinnenseite) sind 

plausibel und in sich widerspruchsfrei.  

1.8.1. Die Verteidigung argumentiert durchgehend im Rahmen der ihrer Ansicht 

nach "absolut zentralen Frage nach einer möglichen" Alternativursache. Sie  

erblickt eine solche in einer Verbrühung durch ein Heissgetränk (Tee oder Kaffee) 

oder einer Kontaktdermitis der Geschädigten (Urk. 41 S. 9 ff. und S. 32 ff.; Urk. 70 

S. 5 ff.).  

1.8.2. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid eingehend mit der   

Kritik, welche die Verteidigung an der von der Staatsanwaltschaft angeführten 

Verletzungsursache übt (vgl. Urk. 52 S. 14, 15, 16 und 17, zur Kritik, als Ursache 

komme eine Verbrühung in Frage; Urk. 52 S. 18, zur Kritik, als Ursache komme 

eine Kontaktdermitis in Frage) auseinandergesetzt. Es kann zunächst auf die zu-

treffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Gestützt auf den Pflegebericht "EasyDok" und die glaubhaften Aussagen des 

Zeugen K._____ lässt sich der eindeutige Schluss ziehen, dass die Geschädigte 

am 19. März 2013 keine Verletzung der inkriminierten Art aufwies. Es finden sich 

sodann lediglich Angaben, dass sich die Geschädigte teilweise kratze. Konkrete 

Hinweise auf das Vorliegen einer (Kontakt-)Dermatitis, wie von der Verteidigung 

vorgebracht, gibt es hingegen keine, weshalb die Kritik, die Vorinstanz habe sich 

mit dieser Alternativursache zu wenig auseinandergesetzt, als verfehlt zu erach-

ten ist. Festgestellt wurde die inkriminierte Verletzung durch J._____ mittags bei 

- 17 - 

einem Toilettengang mit der Geschädigten. Mithin ist das Zeitfenster, indem sich 

die Geschädigte die Verletzung zuzog, auf den Vormittag des 20. März 2013 fest-

zulegen, wobei der Beschuldigte die einzige Person war, welcher vormittags Pfle-

geleistungen an der Geschädigten erbrachte. Ins Leere greift damit die von der 

Verteidigung aufgeworfene Behauptung einer Drittperson, welche die Verletzung 

versucht haben könnte, zumal hierzu keinerlei Anhaltspunkte vorliegen (vgl. 

Urk. 70 S. 3).  

Wie bereits erwogen, sind die Schlussfolgerungen der Gutachter zur Verursa-

chung durch thermische Einwirkung durch einen rundlichen ovalen Gegenstand 

unter Einbezug der in den Akten befindlichen Fotodokumentation der Verletzung 

als überzeugend zu erachten. Es erstaunt im Übrigen keineswegs, dass der erst-

behandelnde Arzt zunächst einen Selbstunfall durch Verbrühung mit Wasser oder 

Tee als plausibelste Ursache der Verbrennung diagnostizierte, zumal eine (vor-

sätzliche) Beibringung durch Dritteinwirkung ohne unmittelbare bzw. eindeutige 

Hinweise nicht als Ursache vermutet wird (vgl. dazu Urk. 11/1 S. 2). Am 28. März 

2013 findet sich dann im ärztlichen Verlaufsbericht nebst der möglichen Ursache 

der Verbrennung durch Verschüttung eines heissen Getränkes auch der Hinweis, 

dass die Beibringung durch einen Föhn nicht ausgeschlossen werde (Urk. 11/2 

S. 1). Mithin wurde die Ersteinschätzung im ärztlichen Bericht im Verlaufe relati-

viert bzw. die Ursachenfindung erweitert. Unter Berücksichtigung, dass auf den 

Kleidern der Geschädigten gemäss Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin 

vom 4. April 2013 keine Beschädigungen oder Flecken gefunden wurden, die auf 

eine thermische Einwirkung Rückschlüsse zugelassen hätten, erscheint die Bei-

bringung der Brandverletzung durch Verbrühung als sehr unwahrscheinlich.  

Die Aussagen des Beschuldigten bezüglich des wahrgenommenen Verletzungs-

bildes des Geschädigten fallen entgegen den Ausführungen der Verteidigung, wie 

die Vorinstanz zutreffend erwog, unglaubhaft aus. So sprach er von Kratzspuren 

und einem Hautfetzen, der so gross wie ein "10-Rp.-Stück", "1.5cm" oder  

"5-Rp.-Stück" gewesen sei. Die Aussagen des Beschuldigten sprechen, wenn 

überhaupt nur dafür, dass die Geschädigte gewisse kleinere Verletzung(en) 

schon vor dem Duschen hatte. Im EasyDok hat der Beschuldigte jedenfalls nichts 

- 18 - 

von wahrgenommenen Verletzungen festgehalten. Sein Erklärungsversuch für die 

Brandverletzung, die Geschädigte möglicherweise zu warm geduscht zu haben, 

wurde zu Recht infolge des Verletzungsbildes der Geschädigten schnell als  

Ursache ausgeschlossen (vgl. dazu Urk. 8/1 S. 11). Die Verbrühungstheorie findet 

demnach auch in den Aussagen des Beschuldigten keine Schütze. Des Weiteren 

liegen zwar Zeugenaussagen vor, dass es im Pflegeheim immer wieder zu  

Verschüttung von heissen Getränken gekommen sei, aber nie mit einer solchen 

Verletzung wie bei der Geschädigten (vgl. Zeugin E._____ in Urk. 9/11 S. 9; Zeu-

ge F._____ in Urk. 9/12 S. 10). Gemäss Angaben des Zeugen H._____ (Pflege-

fachmann) trinke die Geschädigte gar keinen Tee, sondern Kaffee, welchen sie 

schon ein paar Mal ausgeleert habe (Urk. 10/1 Frage 47). Man würde in einem 

solchen Fall einen Kaffeefleck auf der Kleidung sehen (Urk. 10/1 Frage 55). Ein 

sonstiger Kontakt der Geschädigten mit heissem Wasser schloss der Zeuge wei-

testgehend aus (Urk. 10/1 Frage 58). Auf den sichergestellten Kleidern der Ge-

schädigten konnte jedoch, wie bereits erwähnt, kein Fleck gefunden werden.  

Die Vorinstanz hat überdies entgegen den Ausführungen der Verteidigung 

(Urk. 70 S. 16 f.) zutreffend erwogen, dass der Behauptung des Beschuldigten, 

aus Nachlässigkeit die Einträge im EasyDok betreffend Stuhlgang und Urnieren 

sowie wahrgenommenen Verletzungen bzw. Kratzspuren vergessen zu haben, 

nicht zu überzeugen vermag, zumal der Beschuldigte selbst ausführte, dass er 

das Hin und Her als eher nervig empfunden habe, mithin sein Erinnerungsver-

mögen an die besonderen Vorkommnisse nicht beeinträchtigt erschien (vgl. 

Urk. 8/1 S. 9 f.). Weshalb der Beschuldigte ihm EasyDok lediglich eintrug, die Ge-

schädigte am ganzen Oberkörper eingecremt zu haben, bleibt mithin unerklärlich.   

Schliesslich gilt zu erwähnen, dass aus dem Ergänzungsgutachten des Instituts 

für Rechtsmedizin vom 10. Juni 2013 eindeutig hervorgeht, dass die inkriminierte 

Verletzung der Geschädigten durch die asservierten Gegenstände (Haartrockner 

und Heizgerät) verursacht worden sein könnte. Aufgrund der runden Form der 

Verletzung sei eine Verbrennung durch den Kontakt mit einem rundlichen Gegen-

stand naheliegend, wobei [lediglich] eine Zuordnung der einzelnen asservierten 

Heizquellen zur Verletzung nicht möglich sei (Urk. 14/6).  

- 19 - 

Nach dem Gesagten ergibt sich für die erkennende Kammer ein überzeugendes 

Gesamtbild, dass keine vernünftigen Zweifel übrig lässt, dass sich der in der An-

klageschrift umschriebene äussere Sachverhalt so verwirklicht hat.  

1.9. In Bezug auf den subjektiven Tatbestand stellt die Verteidigung in Abrede, 

dass der Beschuldigte mit Vorsatz gehandelt habe. Es fehle an Anhaltspunkten 

dafür, dass der Beschuldigte gegenüber der Geschädigten mit einem Ver-

letzungsvorsatz gehandelt habe (Urk. 41 S. 31 f.). Zu berücksichtigen ist, dass 

derjenige, der mit einen heissen Gegenstand gegen die Innenseite des Ober-

schenkels hält, damit rechnen muss, dass die Haut der betroffenen Person be-

schädigt bzw. verbrannt werden kann. Damit hat der Beschuldigte eine Verletzung 

der Geschädigten wie der eingetretenen Art in Kauf genommen und eventual-

vorsätzlich gehandelt. 

1.10. Im Fazit ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung unter keinem Gesichts-

punkt zu beanstanden. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist gesamt-

heitlich betrachtet ausgewogen und nachvollziehbar. Sie lässt keine Verletzung 

des Grundsatzes "in dubio pro reo" erkennen. Sämtliche Einwände des Beschul-

digten erweisen sich als unbehelflich. Entsprechend und abschliessend drängt 

sich hinsichtlich des Sachverhaltes mithin im Ergebnis keine Korrektur des vor-

instanzlichen Entscheides auf. Das Beweisfundament ist klar und der Anklage-

sachverhalt ist demzufolge erstellt. 

2. Rechtliche Würdigung 

2.1. Die Vorinstanz würdigte das (Fehl-)Verhalten des Beschuldigten als einfa-

che Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 3 StGB. Sie erwog, 

dass der Beschuldigte der Geschädigten an der Innenseite des rechten Ober-

schenkels eine 6 x 5 cm grosse Verbrennung beigebracht habe, welche unter 

ärztlicher Aufsicht mehrere Tage lang behandelt werden musste. Die Geschädigte 

sei eine schwerst demenzkranke Bewohnerin eines Pflegeheims gewesen, wel-

che kaum noch selber stehen und gehen konnte, weshalb sie wehrlos gewesen 

sei. In subjektiver Hinsicht sei von einer eventualvorsätzlicher Tatbegehung aus-

zugehen (Urk. 52 S. 20). 

- 20 - 

2.2. Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz trifft zu. Hinsichtlich der Wehrlosig-

keit der Geschädigten ist auszuführen, dass allein aus ihrem recht hohen Alter  

– die Geschädigte war im Tatzeitpunkt beinahe 73 Jahre alt – noch nicht zwin-

gend der Schluss gezogen werden kann, dass es ihr keinesfalls möglich gewesen 

wäre, sich gegen Beschuldigten zur Wehr zu setzen. Die Geschädigte war (zu-

sätzlich) aber schwerst demenzkrank und kaum mobil. Angesichts dessen war sie 

nicht in der Lage ist, sich gegen eine schädigende Einwirkung durch den Be-

schuldigten mit einiger Aussicht auf Erfolg zur Wehr zu setzen ("hors d'état de se 

défendre"). Damit war die Geschädigte "wehrlos" im sinne der eingangs genann-

ten Gesetzesbestimmung (vgl. BGE 129 IV 1 E. 3.3. mit Hinweis). Die rechtliche 

Würdigung der Erstinstanz wird denn auch von der Verteidigung nicht in Zweifel 

gezogen. Der Beschuldigte hat sich daher nach der zutreffenden Auffassung der 

Vorinstanz der (eventual-)vorsätzlichen einfachen Körperverletzung schuldig   

gemacht. 

IV. Sanktion 

1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer bedingten Geldstrafe 

von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.– (entsprechend Fr. 4'500.–). Sie erachtete für 

das beurteilte Delikt (einfache Körperverletzung zum Nachteil einer wehrlosen 

oder unter seiner Obhut stehenden Person) eine Geldstrafe als angemessen und 

zweckmässig. Im Zusammenhang mit dem objektiven Verschulden erwog der 

Vorderrichter, dass die Wunde der Geschädigten zwar eine mehrtägige Heil-

behandlung unter ärztlicher Aufsicht erforderlich gemacht habe, es habe sich je-

doch um keine schwere Verletzung der körperlichen Integrität der Geschädigten 

gehandelt. Die Art und Weise der Herbeiführung der Verletzung durch den Be-

schuldigten sei jedoch als verwerflich zu taxieren. Insgesamt sei objektiv von ei-

nem nicht mehr leichten Verschulden auszugehen. In subjektiver Hinsicht sei da-

von auszugehen, dass der Beschuldigte in einer Stresssituation gehandelt habe, 

zumal er im Tatzeitpunkt noch in der Ausbildung gewesen sei und er im Hinblick 

auf seinen Lehrabschluss und seine durchzogenen schulischen Leistungen unter 

Druck gestanden sei. Das Tatverschulden des Beschuldigten sei insgesamt als 

nicht mehr leicht zu beurteilen, was (aufgrund der Tatkomponente) eine Einsatz-

- 21 - 

strafe von 180  Tagessätzen rechtfertige. Im Rahmen der Täterkomponente be-

rücksichtigte die Vorinstanz sodann eine Verletzung des Beschleunigungsgebots 

als strafmindernd und reduzierte die Anzahl Tagessätze auf 150 (Urk. 52 

S. 21 ff.). 

2. Die Vorinstanz hat den vorliegend zur Anwendung gelangenden Straf-

rahmen zutreffend abgesteckt. Zu Recht hat sie auch dafürgehalten, dass die 

Geldstrafe im vorliegenden Fall die angemessene und zweckmässige Sanktion 

bzw. Strafart ist (Urk. 52 S. 21 f.). 

3. Das Einzelgericht hat in der Folge auch die theoretischen Grundsätze der 

richterlichen Strafzumessung korrekt zitiert, worauf verwiesen werden kann 

(Urk. 52 S. 21; Art. 82 Abs. 4 StPO). Insbesondere hat die Vorinstanz zutreffend 

erwogen, dass der Richter die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu be-

messen hat, wobei er das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die 

Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters berücksichtigt (Art. 47 Abs. 1 StGB). 

4.1. Die Vorinstanz hat das Verschulden des Beschuldigten als insgesamt "nicht 

mehr leicht" taxiert (Urk. 52 S. 21). Diese Einschätzung der Vorinstanz ist im  

Lichte der nachfolgenden Erwägungen nicht zu beanstanden. Hält man sich die 

heute zu beurteilende einfache Körperverletzung vor Augen, so stellt diese keine 

gravierende Verfehlung dar. Der Beschuldigte hat der Geschädigten beim Vorfall 

vom 20. März 2013 mit einem heissen Gegenstand eine 6 x 5 cm grossen Brand-

verletzung an der Innenseite des rechten Oberschenkels zugefügt. Die durch den 

heissen Gegenstand verursachten objektiven Verletzungsfolgen der Geschädig-

ten waren aber doch erheblicher Natur. Immerhin bedurfte es einer mehrtägigen 

ärztlichen Behandlung. Die schwerst demente und hoch pflegebedürftige Ge-

schädigte hat den Beschuldigten nicht provoziert; dieser hat vielmehr grundlos 

gehandelt. Das Vorgehen des Beschuldigen erweist sich daher als rücksichtslos 

und verwerflich. Eine erhebliche kriminelle Energie ist dem Beschuldigten hin-

gegen nicht anzulasten; er ist gegenüber der Geschädigten nur einmal und nicht 

über einen längeren Zeitraum hinweg (wiederholt) straffällig geworden. 

- 22 - 

4.2. Im Rahmen des subjektiven Tatverschuldens ist zu berücksichtigen, dass 

der Beschuldigte (eventual-)vorsätzlich handelte, was neutral zu werten ist. In  

Betracht zu ziehen ist allerdings, dass die Tat nicht lange im voraus geplant war. 

Vielmehr muss angenommen werden, dass sich der Beschuldigte plötzlich dazu 

entschlossen hat, zumal die besonderen Vorkommnisse (Stuhlgang, Urinieren) 

ihn offenbar nervten. Auch ein spontaner und innert Sekundenbruchteilen gefass-

ter Tatentschluss ist zwar nicht zu entschuldigen, hat verschuldensmässig aber 

doch nicht die gleiche Bedeutung, wie eine lange zum voraus geplante Tat. Dies 

relativiert allerdings die objektive Tatschwere nur leicht. Mit der Vorinstanz ist da-

von auszugehen, dass der Beschuldigte die Tat in einer Überforderungssituation 

begangen hat. 

4.3. Insgesamt wiegt das gesamte Tatverschulden – im Vergleich zu allen mög-

lichen bzw. denkbaren unter den Tatbestand von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 

3 StGB fallenden Delikte – in beiden Fällen gleichwohl als "nicht mehr leicht".   

Eine hypothetische Einsatzstrafe von 180 Tagessätzen Geldstrafe erscheint da-

her als angemessen. 

5.1. Im Rahmen der Täterkomponente ist zu bemerken, dass sich aus den per-

sönlichen Verhältnissen nichts für die Strafzumessung Relevantes ergibt. Der Be-

schuldigte ist in Sao Paolo, Brasilien, geboren und hat in N._____ die Primar- und 

Sekundarschule besucht. Anschliessend hat er in den Pflegeheim O._____ und 

C._____ eine dreijährige Lehre Fachmann Gesundheit begonnen. Aufgrund des 

vorliegenden Vorfall hat er die Lehre indes nicht abgeschlossen. In der Folge leis-

tete er Militärdienst als Durchdiener bei der …. Seit September 2017 ist er im 

P._____ tätig und arbeitet mit Drogenabhängigen und Obdachlosen. Zudem wird 

er durch das Sozialamt unterstützt. Der Beschuldigte ist ledig. Unterhaltspflichten 

hat er keine (Urk. 8/1 S. 3, Urk. 8/8 S. 3, Urk. 40 S. 1 ff., Urk. 69 S. 1 ff.). 

5.2. Der Beschuldigte weist keine Vorstrafen auf (Urk. 54). Die Vorstrafenlosig-

keit des Beschuldigten ist – wie die Vorinstanz zutreffend gesehen hat (Urk. 52 

S. 21) – als neutral zu werten (Urteil 6B_866/2009 vom 22. Februar 2010 

Erw. 1.1.4; Urteil 6B_390/2009 vom 14. Januar 2010). 

- 23 - 

5.3. Der Beschuldigte hat sodann weder ein Geständnis abgelegt noch Reue und 

gereifte Einsicht in das Unrecht seiner Tat gezeigt. Sein Nachtatverhalten ist da-

her (ebenfalls) als neutral zu bewerten. 

5.4. Es liegt schliesslich auch keine Konstellation mit aussergewöhnlichen Um-

ständen vor, woraus heute irgendeine besondere Strafempfindlichkeit aus persön-

lichen, familiären oder beruflichen Gründen für den Beschuldigten resultieren 

würde. 

5.5.1. Nicht zu beanstanden ist ferner, dass die Vorinstanz die lange Verfahrens-

dauer strafmildernd (recte: wohl Strafminderung innerhalb ordentlichen Straf-

rahmens) berücksichtigt hat (Urk. 52 S. 22 f.). 

5.5.2. Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 

EMRK) verpflichtet die Behörden, das Strafverfahren voranzutreiben, um die be-

schuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Un-

gewissen zu lassen. Es gilt für das ganze Verfahren. Welche Verfahrensdauer 

angemessen ist, hängt von den konkreten Umständen ab, die in ihrer Gesamtheit 

zu würdigen sind. Kriterien sind etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexi-

tät des Sachverhalts, die gebotenen Untersuchungshandlungen, die Schwierigkeit 

und Dringlichkeit der Sache, das Verhalten der beschuldigten Person und das-

jenige der Behörden sowie die Zumutbarkeit für die beschuldigte Person. Die Be-

urteilung der Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln. Von den Behörden 

und Gerichten kann nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem einzigen 

Fall widmen. Aus diesem Grund sowie wegen faktischer und prozessualer 

Schwierigkeiten sind Zeiten, in denen das Verfahren stillsteht, unumgänglich. 

Wirkt keiner dieser Verfahrensunterbrüche stossend, ist eine Gesamtbetrachtung 

vorzunehmen. Dabei können Zeiten mit intensiver behördlicher oder gerichtlicher 

Tätigkeit andere Zeitspannen kompensieren, in denen aufgrund der Geschäftslast 

keine Verfahrenshandlungen erfolgten. Eine Sanktion drängt sich nur auf, wenn 

eine von der Strafbehörde zu verantwortende krasse Zeitlücke zu Tage tritt. Dazu 

genügt es nicht, dass diese oder jene Handlung etwas rascher hätte vorge-

nommen werden können. Als krasse Zeitlücke, welche eine Sanktion aufdrängt, 

gilt etwa eine Untätigkeit von 13 oder 14 Monaten im Stadium der Untersuchung, 

- 24 - 

eine Frist von vier Jahren für den Entscheid über eine Beschwerde gegen eine 

Anklagehandlung oder eine Frist von zehn oder elfeinhalb Monaten für die Weiter-

leitung eines Falles an die Beschwerdeinstanz (vgl. BGE 133 IV 158 E. 8 S. 170; 

BGE 130 I 269 E. 3.1 S. 273; je mit Hinweisen). Mit Bezug auf die Verfahrens-

dauer bejahte das Bundesgericht Verletzungen des Beschleunigungsgebots bei 

einer Verfahrensdauer von sieben Jahren oder mehr (vgl. Urteile 6S.98/2003 vom 

22. April 2004, E. 2.3; 6S.335/2004 vom 23. März 2005, E. 6.5, 6S.400/2006 vom 

17. März 2007, E. 5) und befand andererseits, dass eine Verfahrensdauer von 

rund drei Jahren (BGE 124 I 139 E. 2) und eine solche von über sechs Jahren 

(Urteil 6S.467/2004 vom 11. Februar 2005, E. 2.2.2) keinen Verstoss gegen das 

Beschleunigungsgebot begründeten. 

5.5.3. Mit Blick auf diese bundesgerichtlichen Präjudizien ist eine Verletzung des 

Beschleunigungsgebots wegen der Dauer des gesamten Verfahrens zu vernei-

nen. Die Dauer von rund fünf Jahren seit dem Vorermittlungsauftrag an die Polizei 

vom 5. April 2013 (Urk. 2) bis zur Zustellung des vorinstanzlichen Urteils am 

27. Juli 2018 erscheint nicht als übermässig lang. Allerdings geht die Vorinstanz 

zu Recht von einer Verletzung des Beschleunigungsgebots wegen einer krassen 

Zeitlücke aus. Der polizeiliche Vorermittlungsauftrag wurde am 5. April 2013 erteilt 

(vgl. Urk. 2). In der Folge wurden in den Jahren 2013 und 2015 diverse Einver-

nahme des Beschuldigten (Urk. 8/1, Urk. 8/3-8) und der Zeugen bzw. Auskunfts-

personen (Urk. 9/1-2, Urk. 9/4-5, Urk. 9/7-9, Urk. 9/11.13, Urk. 10/1-4) durchge-

führt sowie Berichte und Gutachten (Urk. 14/1-2 und Urk. 14/6) eingeholt. Die 

Schlusseinvernahme des Beschuldigten fand am 3. November 2015 (Urk. 8/8) 

statt. Gleichentags teilte die Staatsanwaltschaft den Verfahrensbeteiligten schrift-

lich mit, dass der Abschluss der Untersuchung nunmehr bevorstehe (Urk. 23). Am 

14. November 2017, mithin rund zwei Jahre später, wurde alsdann Anklage am 

Einzelgericht des Bezirks Bülach erhoben (Urk. 26). Seit dem 3. November 2015 

wurden daher in den folgenden zwei Jahren keine relevanten Verfahrenshandlun-

gen mehr vorgenommen. Mit anderen Worten stand das Verfahren während rund 

zwei Jahren still. Diese Untätigkeit während zwei Jahren ist nicht nachvollziehbar, 

eindeutig zu lang und verstösst unbesehen der allfällig erhöhten Geschäftslast 

des Untersuchungsbehörde gegen das Beschleunigungsgebot, zumal die Be-

- 25 - 

weismittelbeschaffung anfangs November 2015 abgeschlossen war, die Sache 

nicht aussergewöhnlich komplex erscheint und der Aktenumfang überschaubar 

ist. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots wiegt im Lichte der gesamten 

Umstände derart schwer, dass sich eine Strafreduktion rechtfertigt, zumal sich 

aus der Verzögerung eine besondere Belastung des Beschuldigten ergibt. Wegen 

der Strafanzeige bzw. der Strafuntersuchung hat der Beschuldigte seine Lehre als 

Fachmann Gesundheit nicht abschliessen können (vgl. Urk. 40 S. 2). Die Ver-

fahrensverzögerung hat sich demzufolge deutlich strafmindernd auszuwirken.   

Eine Reduktion der Einsatzstrafe um ein Sechstel erscheint als angemessen. 

5.6. In Würdigung aller massgebenden Strafzumessungsfaktoren erscheinen die 

von der Vorinstanz ausgefällten 150 Tagessätze Geldstrafe als durchaus ange-

messen. 

5.7.1. In Bezug auf die Tagessatzhöhe legte die Vorinstanz gestützt auf die An-

gaben des Beschuldigten (Urk. 1/21/3, Urk. 8/8, Urk. 40 S. 2 f.) den Tagessatz auf 

Fr. 30.– fest. Der Beschuldigte – so die Vorinstanz – werde momentan über das 

RAV und das Sozialamt finanziert. Vermögenswerte besitze er keine. Er habe 

vielmehr Schulden. Die Wohnkosten und die Kosten der Krankenkasse würden 

vom Sozialamt übernommen (Urk. 52 S. 23). Die vom Beschuldigten im Beru-

fungsverfahren eingereichten Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen 

(Urk. 65) geben in etwa die Zahlen bzw. Umstände wieder, von welchen die Vor-

instanz ausgegangen ist. An der Berufungsverhandlung gab er an, monatlich 

Fr. 300.– zu verdienen und zusätzlich Fr. 900.– [gemäss Urk. 65: Fr. 938.–] vom 

Sozialamt zu erhalten. Die Miete und die Krankenkasse würden direkt vom So-

zialamt übernommen (Urk. 69 S. 3 f.).  

5.7.2. Das Bundesgericht hat die Kriterien für die Bemessung der Geldstrafe un-

längst in einem Grundsatzentscheid festgehalten (BGE 134 IV 60). Es bestimmt 

die Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhält-

nissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach Einkommen und 

Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstützungspflichten   

sowie nach dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 StGB). Der Tagessatz soll dem 

Teil des täglichen wirtschaftlichen Einkommens des Beschuldigten entsprechen, 

- 26 - 

auf den er nicht zwingend angewiesen ist. Ausgangspunkt für die Bemessung  

bildet das Einkommen, das dem Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, 

ganz gleich, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen. Denn massgebend ist 

die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (BGE 134 IV 60 S. E. 3a). Zum 

Einkommen zählen ausser den Einkünften aus selbständiger und unselbständiger 

Arbeit namentlich die Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb, aus der Land- und 

Forstwirtschaft und aus dem Vermögen (Miet- und Pachtzinsen, Kapitalzinsen, 

Dividenden usw.), ferner privat- und öffentlichrechtliche Unterhalts- und Unterstüt-

zungsbeiträge, Renten, Sozialversicherungs- und Sozialhilfeleistungen sowie Na-

turaleinkünfte. Was gesetzlich geschuldet ist oder dem Täter wirtschaftlich nicht 

zufliesst, ist abzuziehen, so die laufenden Steuern, die Beiträge an die obligatori-

sche Kranken- und Unfallversicherung, sowie die notwendigen Berufsauslagen 

bzw. bei Selbständigerwerbenden die branchenüblichen Geschäftsunkosten 

(BGE 134 IV 60 E. 6.1). Auch für einkommensschwache Personen muss das 

strafrechtliche Nettoeinkommen Grundlage und Ausgangspunkt für die Bemes-

sung des Tagessatzes sein. Bei der Tagessatzhöhe ist zu beachten, dass der 

Gesetzgeber bewusst auf einen minimalen Ansatz verzichtet hat, weshalb die An-

nahme einer festen Untergrenze ausser Betracht fällt (BGE 134 IV 60 E. 6.5.2 

S. 72). 

5.7.3. Im Rahmen des gesetzlichen Ermessens ist allerdings dem Zweck der 

Geldstrafe und ihrer Bedeutung im strafrechtlichen Sanktionensystem Rechnung 

zu tragen. Soll die Geldstrafe gleichwertig neben die Freiheitsstrafe treten, darf 

der Tagessatz nicht so weit herabgesetzt werden, dass er lediglich symbolischen 

Wert hat. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass die Geldstrafe als unzweck-

mässige Sanktion angesehen und deshalb vielfach auf eine Freiheitsstrafe er-

kannt werden müsste. Dies würde dem zentralen Grundanliegen der Revision   

diametral zuwiderlaufen (BGE 134 IV 60 S. 72/73). Der Tagessatz für Verurteilte, 

die nahe oder unter dem Existenzminimum leben, ist daher in dem Masse herab-

zusetzen, dass einerseits die Ernsthaftigkeit der Sanktion durch den Eingriff in die 

gewohnte Lebensführung erkennbar ist und andererseits der Eingriff nach den 

persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen als zumutbar erscheint. Als 

Richtwert lässt sich festhalten, dass eine Herabsetzung des Nettoeinkommens 

- 27 - 

um mindestens die Hälfte geboten ist. Um eine übermässige Belastung zu ver-

meiden, sind in erster Linie Zahlungserleichterungen durch die Vollzugsbehörde 

nach Art. 35 Abs. 1 StGB zu gewähren, soweit die Geldstrafe unbedingt ausgefällt 

wird. Bei einer hohen Anzahl Tagessätzen – namentlich bei Geldstrafen von mehr 

als 90 Tagessätzen – ist eine Reduktion um weitere 10 - 30 Prozent angebracht, 

da mit zunehmender Dauer die wirtschaftliche Bedrängnis und damit das Straf-

leiden progressiv ansteigt. Massgebend sind immer die konkreten finanziellen 

Verhältnisse (BGE 134 IV 60 S. 73).  

5.7.4. Das Bundesgericht hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, ab welcher 

Höhe ein Tagessatz nicht mehr als ernstzunehmende Strafe gilt. Es hat ent-

schieden, dass die Höhe des Tagessatzes den Betrag von Fr. 10.– grundsätzlich 

nicht unterschreiten darf, um nicht als bloss symbolische Strafe wahrgenommen 

zu werden (vgl. 6B_760/2008 vom 30. Juni 2009, BGE 6B_769/2008 vom 18. Juni 

2006 E. 1.4). Die Frage der symbolischen Untergrenze stellt sich im vorliegenden 

Fall aufgrund der finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten indessen nicht (vgl. 

nachfolgende Erwägungen 5.7.5. zur Berechnung der Tagessatzhöhe).  

5.7.5. Bei der Festsetzung des Tagessatzes ist von den konkreten Einkünften des 

Beschwerdeführers von rund Fr. 1'200.– (vgl. Urk. 65: Budget September 2018; 

Urk. 69 S. 3 [Fr. 900.– Sozialamt und Fr. 300.– Lohn]) auszugehen. Zu den Ein-

künften zählen aber auch die Naturaleinkünfte, insbesondere der von den Sozial-

behörden direkt bezahlte Mietzins von Fr. 1'100.– (Urk. 69 S. 3). 

Damit beziffern sich die Einkünfte auf Fr. 2'300.–. Für die Krankenkassenprämie 

und die Steuern ist kein Abzug vorzunehmen, da der Beschuldigte diese aufgrund 

seiner schwierigen finanziellen Situation nicht bezahlen muss bzw. die Kranken-

kassenprämie von rund Fr. 480.– [gemäss Urk. 65: Fr. 472.60] von der Sozialhilfe 

direkt bezahlt wird. Zieht man von seinen Einkünften gestützt auf die bundes-

gerichtliche Rechtsprechung (BGE 134 IV 60 E. 6.5.2 S. 73) 50 Prozent ab, so 

gelangt man auf den von der Vorinstanz festgelegten Tagessatz von rund  

Fr. 30.–. Die von der Erstinstanz festgesetzte Tagessatzhöhe von Fr. 30.– ist   

daher zu bestätigen. 

- 28 - 

5.8. Zusammengefasst ist der Beschuldigte daher mit einer Geldstrafe von 

150 Tagessätzen zu Fr. 30.– zu bestrafen. 

6. Gemäss Art. 51 StGB sind 77 Tagessätze der auszufällenden Geldstrafe 

durch Haft erstanden. 

V. Vollzug der Geldstrafe 

Vorliegend sind mit der Vorinstanz (Urk. 52 S. 24) die Voraussetzungen für die 

Gewährung des bedingten Vollzugs der Geldstrafe im Sinne von Art. 42 

Abs. 1 StGB ohne Weiteres gegeben. Die Probezeit ist auf das gesetzliche  

Minimum von zwei Jahren festzusetzen (Art. 44 Abs. 1 StGB). 

VI. Zivilansprüche 

1. Das Schadenersatzbegehren des Beschuldigten auf Zusprechung von 

Fr. 110'000.– Schadenersatz für die erlittene wirtschaftliche Einbusse ist abzu-

weisen. 

2.1. Sodann ist das Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wegen Überhaft 

im Betrag von Fr. 15'400.– (77 Tage à Fr. 200.–) abzuweisen. 

2.2. Das Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wegen ausserordentlicher 

Belastung durch die Verfahrensdauer ist ebenfalls abzuweisen. 

VII. Kosten und Entschädigungsfolgen 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die erstinstanzliche Kostenauflage 

(Dispositivziffer 10) zu bestätigen. 

2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– festzu-

setzen. 

2.2.  Im Berufungsverfahren erfolgt die Kostenauflage nach Obsiegen und Unter-

liegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung 

vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten dieses Verfahrens ausgangsgemäss auf-

- 29 - 

zuerlegen sind und ihm keine Entschädigung für die entstandenen Verteidigungs-

kosten zuzusprechen ist (Art. 429 Abs. 1 StGB e contrario). 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzel-

gericht, vom 20. März 2018 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

" 1.-5.  […] 

 6.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 14. November 

2013 beschlagnahmten 6 Messer, iPhone3, iPhone5, 3 USB-Stick (A010'096'465) 

und die Fotoausrüstung (A010'096'658) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der 

Rechtskraft des Urteiles innerhalb einer Frist von 30 Tagen auf erstes Verlangen 

herausgegeben. Lässt der Beschuldigte diese Frist unbenutzt verstreichen, werden 

die beschlagnahmten Gegenstände auf Kosten des Beschuldigten zur Vernichtung 

freigegeben.  

 7.  Der am 26. April 2017 sichergestellte Duschstuhl (A005'824'919) wird dem B._____, 

… [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils innerhalb einer Frist von 30 

Tagen auf erstes Verlangen herausgegeben. Lässt das B._____ diese Frist unbe-

nutzt verstreichen, wird der Duschstuhl zur Vernichtung freigegeben.  

 8.  Die beim Forensischen Institut Zürich unter der Referenznummer 57135167 aufbe-

wahrten Gegenstände, Spuren und Spurenträger,  

   - Vergleichs-WSA (A005'724'447) 

- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'470) 

- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'481) 

- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'492) 

- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'505) 
 

   werden dem Forensischen Institut Zürich nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 

zur Vernichtung überlassen. 

- 30 - 

 9.  Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

   Fr. 1'200.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

   Fr. 4'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

   Fr. 2'011.80   Auslagen Vorverfahren 

  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10.  […]" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der einfachen Körperverletzung im 

Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 3 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 

Fr. 30.–, wovon 77 Tage als durch Haft geleistet gelten. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Das Schadenersatzbegehren des Beschuldigten wird abgewiesen. 

5. Die Genugtuungsbegehren des Beschuldigten werden abgewiesen. 

6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 10) wird bestätigt.  

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: Fr. 3'000.–. 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

9. Dem Beschuldigten wird keine Prozessentschädigung für anwaltliche Ver-

teidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen. 

 

 

- 31 - 

10. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
Zürich, 10. Dezember 2018 
 

 
Der Präsident: 

 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw T. Künzle 
 

 

- 32 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 

	Urteil vom 10. Dezember 2018
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 52 S. 26 ff.)
	"Es wird erkannt:
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–, wovon 77 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Der Antrag des Beschuldigten auf Zusprechung von Schadenersatz sowie Genugtuung wird abgewiesen.
	5. Dem Beschuldigten wird für seine Aufwendungen keine Entschädigung zugesprochen.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 14. November 2013 beschlagnahmten 6 Messer, iPhone3, iPhone5, 3 USB-Stick (A010'096'465) und die Fotoausrüstung (A010'096'658) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft ...
	7. Der am 26. April 2017 sichergestellte Duschstuhl (A005'824'919) wird dem B._____, … [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils innerhalb einer Frist von 30 Tagen auf erstes Verlangen herausgegeben. Lässt das B._____ diese Frist unbenutzt ...
	8. Die beim Forensischen Institut Zürich unter der Referenznummer 57135167 aufbewahrten Gegenstände, Spuren und Spurenträger,
	- Vergleichs-WSA (A005'724'447)
	- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'470)
	- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'481)
	- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'492)
	- DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'505)
	werden dem Forensischen Institut Zürich nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zur Vernichtung überlassen.
	9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung freizusprechen.
	2. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung für erlittene Untersuchungshaft in der Höhe von CHF 15'400 zuzusprechen.
	3. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung nach Ermessen des Gerichts für die ausserordentliche Belastung durch die überlange Verfahrensdauer zuzusprechen.
	4. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung für Verteidigungskosten zuzusprechen.
	5. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung für durch das Strafverfahren erlittene wirtschaftliche Einbussen in der Höhe von CHF 110'000 zuzusprechen.
	6. Kostenverteilung im Berufungsverfahren nach Art. 428 StPO.
	Erwägungen:
	1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 52 S. 3).
	II. Umfang der Berufung
	1.5.2. Die vorstehend zitierte Beweiswürdigung der Vorinstanz ist überzeugend und zu übernehmen. Sie hat einlässlich und überzeugend dargetan, weshalb sie auf die Sachverhaltsvariante des Beschuldigten bzw. seiner Verteidigung nicht abstellen konnte. ...
	1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.– (entsprechend Fr. 4'500.–). Sie erachtete für das beurteilte Delikt (einfache Körperverletzung zum Nachteil einer wehrlosen oder unter seiner ...
	2. Die Vorinstanz hat den vorliegend zur Anwendung gelangenden Strafrahmen zutreffend abgesteckt. Zu Recht hat sie auch dafürgehalten, dass die Geldstrafe im vorliegenden Fall die angemessene und zweckmässige Sanktion bzw. Strafart ist (Urk. 52 S. 21...
	4.1. Die Vorinstanz hat das Verschulden des Beschuldigten als insgesamt "nicht mehr leicht" taxiert (Urk. 52 S. 21). Diese Einschätzung der Vorinstanz ist im  Lichte der nachfolgenden Erwägungen nicht zu beanstanden. Hält man sich die heute zu beurtei...
	4.2. Im Rahmen des subjektiven Tatverschuldens ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte (eventual-)vorsätzlich handelte, was neutral zu werten ist. In  Betracht zu ziehen ist allerdings, dass die Tat nicht lange im voraus geplant war. Vielmehr mu...
	4.3. Insgesamt wiegt das gesamte Tatverschulden – im Vergleich zu allen möglichen bzw. denkbaren unter den Tatbestand von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 3 StGB fallenden Delikte – in beiden Fällen gleichwohl als "nicht mehr leicht".   Eine hypothetische...
	5.1. Im Rahmen der Täterkomponente ist zu bemerken, dass sich aus den persönlichen Verhältnissen nichts für die Strafzumessung Relevantes ergibt. Der Beschuldigte ist in Sao Paolo, Brasilien, geboren und hat in N._____ die Primar- und Sekundarschule b...
	5.4. Es liegt schliesslich auch keine Konstellation mit aussergewöhnlichen Umständen vor, woraus heute irgendeine besondere Strafempfindlichkeit aus persönlichen, familiären oder beruflichen Gründen für den Beschuldigten resultieren würde.
	5.5.1. Nicht zu beanstanden ist ferner, dass die Vorinstanz die lange Verfahrensdauer strafmildernd (recte: wohl Strafminderung innerhalb ordentlichen Strafrahmens) berücksichtigt hat (Urk. 52 S. 22 f.).

	6. Gemäss Art. 51 StGB sind 77 Tagessätze der auszufällenden Geldstrafe durch Haft erstanden.
	V. Vollzug der Geldstrafe
	Vorliegend sind mit der Vorinstanz (Urk. 52 S. 24) die Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Vollzugs der Geldstrafe im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB ohne Weiteres gegeben. Die Probezeit ist auf das gesetzliche  Minimum von zwei Jahren festz...
	VI. Zivilansprüche

	1. Das Schadenersatzbegehren des Beschuldigten auf Zusprechung von Fr. 110'000.– Schadenersatz für die erlittene wirtschaftliche Einbusse ist abzuweisen.
	2.1. Sodann ist das Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wegen Überhaft im Betrag von Fr. 15'400.– (77 Tage à Fr. 200.–) abzuweisen.
	2.2. Das Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wegen ausserordentlicher Belastung durch die Verfahrensdauer ist ebenfalls abzuweisen.
	VII. Kosten und Entschädigungsfolgen
	2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– festzusetzen.
	2.2.  Im Berufungsverfahren erfolgt die Kostenauflage nach Obsiegen und Unterliegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten dieses Verfahrens ausgangsgemäss aufzuerlegen sind und i...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 20. März 2018 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	" 1.-5.  […]
	6.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 14. November 2013 beschlagnahmten 6 Messer, iPhone3, iPhone5, 3 USB-Stick (A010'096'465) und die Fotoausrüstung (A010'096'658) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskr...
	7.  Der am 26. April 2017 sichergestellte Duschstuhl (A005'824'919) wird dem B._____, … [Adresse], nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils innerhalb einer Frist von 30 Tagen auf erstes Verlangen herausgegeben. Lässt das B._____ diese Frist unbenutz...
	8.  Die beim Forensischen Institut Zürich unter der Referenznummer 57135167 aufbewahrten Gegenstände, Spuren und Spurenträger,
	- Vergleichs-WSA (A005'724'447) - DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'470) - DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'481) - DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'492) - DNA-Spur - Wattetupfer (A005'724'505)
	werden dem Forensischen Institut Zürich nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zur Vernichtung überlassen.
	9.  Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 3 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 30.–, wovon 77 Tage als durch Haft geleistet gelten.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Das Schadenersatzbegehren des Beschuldigten wird abgewiesen.
	5. Die Genugtuungsbegehren des Beschuldigten werden abgewiesen.
	6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 10) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: Fr. 3'000.–.
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Dem Beschuldigten wird keine Prozessentschädigung für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	10. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland (versandt)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	11. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.