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**Case Identifier:** 04930240-90e9-5e6b-a8aa-658eea83f738
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.02.2013 IV 2011/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-1_2013-02-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.02.2013

Entscheiddatum: 12.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 12.02.2013
Art. 28 Abs. 2 IVG: Prüfung des Rentenanspruchs. Stabiler 
Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Verfügung. Teilweise Gutheissung der 
Beschwerde. Verneinung des Rentenanspruchs ab Verfügungszeitpunkt. 
Rückwirkende Rentenzusprache für einen gewissen Zeitraum zwischen 
Unfall und Verfügungszeitpunkt (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 12. Februar 2013, IV 2011/1).

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und 

Lisbeth Mattle Frei; a.o. Gerichtsschreiberin Sarah Diack

 

Entscheid vom 12. Februar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

 

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___, geboren am 4. Oktober 1974 (IV-act. 1), erlitt am 12. Juni 2002 einen 

Motorradunfall und zog sich u.a. eine offene Luxationsfraktur des linken oberen 

Sprunggelenks (OSG) zu (IV-act. 7). Am 12. Juni 2002 wurde er operiert. Am 25. Juni 

2002 und am 15. Juli 2002 folgten weitere operative Eingriffe (vgl. Gutachten Balgrist; 

UV-act. 189). Nach anfänglicher 100%iger Arbeitsunfähigkeit in seiner bisherigen 

Tätigkeit als Verchromer (IV-act. 10) – der Versicherte hatte in den Jahren 1991 bis 

1993 eine Anlehre als Fahrzeugwart absolviert (IV-act.12), ab dem Jahr 2000 aber als 

Hilfsarbeiter beziehungsweise Verchromer gearbeitet – nahm er ab März 2003 dieselbe 

Tätigkeit wieder zu 50% auf (IV-act. 7). Am 12. Dezember 2003 meldete er sich 

erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen an (IV-act. 1).

A.b   Am 21. Dezember 2003 erstattete Dr. med. B.___, FMH Innere Medizin, einen 

Arztbericht (IV-act. 7). Er diagnostizierte beim Versicherten einen Status nach 

drittgradiger offenener OSG Luxationsfraktur links am 12. Juni 2002, einen Status nach 

offener Reposition, einen Status nach Hauttransplantation sowie chronische 

belastungsabhängige Schmerzen im linken Bein. Er hielt fest, dass der Versicherte vom 

12. Juni 2002 bis zum 18. März 2003 zu 100% arbeitsunfähig in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit gewesen und ab dem 19. März 2003 bis auf weiteres zu 50% arbeitsfähig sei.

A.c   Am 23. Dezember 2003 erstattete die Arbeitgeberin des Versicherten der IV-Stelle 

einen Bericht (IV-act. 10), worin sie ausführte, dass der Versicherte seit Januar 2002 

einen Jahreslohn von Fr. 53'950.-- erhalte und im Jahr 2004 ohne Gesundheitsschaden 

ein Einkommen von Fr. 55'250.-- generieren würde. Der Versicherte sei zu 50% in 

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seiner bisherigen Tätigkeit tätig (mit zeitweisen Unterbrüchen wegen temporärer 

100%iger Arbeitsunfähigkeit).

A.d   Am 14. März 2004 erstattete Dr. B.___ einen weiteren Arztbericht (IV-act. 17). Er 

hielt darin fest, beim Versicherten bleibe bis auf weiteres eine Einschränkung der 

Arbeitskapazität von 50% in seiner bisherigen Tätigkeit bestehen, eine Steigerung 

scheine derzeit nicht möglich. Eine andere Tätigkeit sei ihm derzeit nicht zumutbar.

A.e   Am 13. Juli 2004 erstattete Dr. med. C.___, Spezialarzt FMH, der SUVA einen 

Bericht, worin er festhielt, dass beim Versicherten ab sofort eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in angepasster, d.h. sitzender Tätigkeit, bestehe (IV-act. 19).

A.f    Mit Verfügung vom 8. Dezember 2004 verneinte die IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen infolge einer vollen Arbeitsfähigkeit für sitzende Tätigkeiten eine Kostengut­

sprache für berufliche Massnahmen und hielt fest, dass über den Rentenanspruch 

nach erfolgtem SUVA-Entscheid verfügt werde (IV-act. 32).

A.g   Am 12. Dezember 2004 stürzte der Versicherte zu Hause und verletzte sich am 

linken Fuss (Gutachten Balgrist, S. 9, UV-act. 189).

A.h   Per Dezember 2004 wurde dem Versicherten seine Anstellung als Verchromer 

gekündigt (vgl. IV-act. 49).

A.i     Am 5. Dezember 2008 fand eine Begutachtung in der Universitätsklinik Balgrist, 

Zürich, statt. Im Gutachten, am 22. Dezember 2009 zu Handen der SUVA erstattet (UV-

act. 189), wurde Folgendes diagnostiziert: Posttraumatische OSG-Arthrose links, 

diffuse Hypästhesie und Hypalgie des linken Unterarms und der linken Hand, Psoriasis-

Arthritis, Psoriasis vulgaris und Osteopenie im Bereich der Lendenwirbelsäule. Hin­

sichtlich der Arbeitsfähigkeit wurde darin ausgeführt, dass der Versicherte in einer 

sitzenden Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei; dies ebenso in einer leichten wechsel­

belastenden Tätigkeit, wobei nur kurze Distanzen gehend zurückgelegt werden 

könnten. Für stehende und belastende Tätigkeiten mit Heben von Gewichten sei der 

Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. Eine OSG-Arthrodese sei bereits indiziert worden, 

werde vom Versicherten jedoch abgelehnt.

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A.j     Am 22. Dezember 2009 wurde beim Versicherten in der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen, eine Arthroskopie OSG links mit Abtragung 

ventraler Osteophyten durchgeführt (UV-act. 190).

A.k   In seiner Stellungnahme vom 2. Mai 2010 führte Dr. med. D.___ vom Regionalen 

Ärztlichen Dienst (RAD; IV-act. 48) aus, dass die medizinische Aktenlage klar sei. Er 

bestätigte beim Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit als Verchromer. Für leichte sitzende Tätigkeiten sowie in leichten, wechselbe­

lastenden Tätigkeiten mit kurzen Gehdistanzen bestehe – gültig ab Begutachtungs­

datum der Uniklinik Balgrist – eine 100%ige Arbeitsfähigkeit adaptiert (IV-act. 48).

A.l     Mit Mitteilung vom 21. Mai 2010 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 51 und IV-act. 54).

A.m  Mit zwei Vorbescheiden vom 30. August 2010 (IV-act. 58 und 59) kündigte die IV-

Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens betreffend berufliche Massnahmen und 

Invalidenrente an.

A.n   Mit Einwand vom 5. Oktober 2010 (IV-act. 61) hielt der Versicherte im 

Wesentlichen fest, ihm sei basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50% eine Rente 

zuzusprechen und es seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen, 

namentlich sei ein aktuelles, interdisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben. Er 

monierte erstens, das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist dürfe nicht als 

Grundlage der Verfügung der IV-Stelle dienen, da diejenigen gesundheitlichen 

Beschwerden, die nicht als Folge des Unfalls gelten würden, seitens der Gutachter 

lediglich am Rande berücksichtigt würden, indessen relevant seien. Zweitens sei das 

Gutachten veraltet, setze sich nicht mit der Arbeitsunfähigkeit im Zeitverlauf 

auseinander und nehme keine Stellung zu divergierenden Einschätzungen anderer 

Ärzte. Schliesslich führe das Gutachten auf S. 20 die bisherigen 

Arbeitsfähigkeitseinschätzungen auf, ohne allerdings zu diesen Einschätzungen 

Stellung zu nehmen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch in der 

Vergangenheit Arbeitsunfähigkeiten vorgelegen hätten. Die IV-Stelle sei aufgrund des 

Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet, sämtliche für die Beurteilung der An­

gelegenheit erforderlichen Abklärungen von sich aus durchzuführen. Da sich das Gut­

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achten allerdings nicht mit früheren Einschätzungen auseinandersetze, dürfe nicht 

gestützt auf dieses Gutachten eine Verfügung erlassen werden. Sollte – wider Erwarten 

– auf das Gutachten abgestützt werden, könne der Einkommensberechnung nicht ge­

folgt werden. Es sei auf das Einkommen aus dem Jahr 2002 abzustellen. Betreffend 

Höhe des Invalideneinkommens beanstandete er, es müsse hier von einer Ein­

schränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden und dabei würde bereits bei 

einer Arbeitsunfähigkeit von 20% und einem gerechtfertigten Leidensabzug von 20% 

ein Invaliditätsgrad von mehr als 40% resultieren, womit er mindestens Anspruch 

auf eine Viertelsrente habe. Der Eingabe wurden der Operationsbericht von Dr. med. 

E.___, Operateur, Klinik für Orthopädische Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen, vom 

22. Dezember 2009 und ein Arztbericht von Dr. med. F.___, Orthopädie G.___, Klinik 

G.___, datiert vom 23. April 2010 (IV-act. 61), beigelegt. In Letzterem wurde eine 

posttraumatische OSG-Arthrose auf der linken Seite mit vollständiger 

Gelenkdestruktion diagnostiziert und festgehalten, dass seit der Arthroskopie vom 

22. Februar (recte: Dezember) 2009 die Beschwerden sich eher verstärkt hätten und 

die Beweglichkeit weiter eingeschränkt sei.

A.o   Mit Stellungnahme vom 12. Oktober 2010 (IV-act. 63) hielt Dr. D.___ vom RAD 

fest, dass seine medizinische Beurteilung vom 2. Mai 2010 nach wie vor Gültigkeit be­

sitze und der Bericht des Kantonspitals St. Gallen vom 8. Februar 2010 inklusive der 

Befunde vom 4. Februar 2010 und vom 22. Dezember 2010 (recte: 22. Dezember 

2009), (Arthroskopie) in die Beurteilung einbezogen worden seien. Rein medizinisch sei 

die Arbeitsfähigkeit adaptiert für sitzende Tätigkeiten mit oder ohne Arthrodese des 

OSG 100%. Das versteifte Fussgelenk würde durch eine Arthrodese schmerzfrei, die 

bereits jetzt beurteilte 100%ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte (vorwiegend sitzende) 

Tätigkeiten bliebe jedoch auch nach einer Arthrodese bestehen. Die Operation wirke 

sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus und die medizinischen Einwände würden sich 

alle (nur) um die Arthrodese drehen.

A.p   Mit Eingabe vom 15. Oktober 2010 liess der Versicherte der IV-Stelle die ihn 

betreffende Patientenaufklärung der Schulthess Klinik, datiert vom 4. Oktober 2010, 

zukommen (IV-act. 64). Darin wurde vermerkt, dass aufgrund der Diagnose Gelenk­

verschleiss (Arthrose) des oberen Fussgelenks (Sprunggelenk) eine Versteifung (Arthro­

dese) des oberen Fussgelenks (Sprunggelenkes) vorgesehen sei. Der Versicherte bat 

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darum, das IV-Verfahren bis zum Vorliegen der Ergebnisse dieser Operation zu 

sistieren.

A.q   Auf Anfrage der IV-Stelle reichte die ehemalige Arbeitgeberin mit Schreiben vom 

26. Oktober 2010 die Lohnangaben für den Versicherten in den Jahren 2001 und 2002 

ein (vgl. IV-act. 67).

A.r    Mit Eingabe vom 26. Oktober 2010 (IV-act. 65) gelangte der Versicherte an die IV-

Stelle und informierte diese, dass zwischenzeitlich der Bericht der Schulthess Klinik 

vom 4. Oktober 2010 (IV-act. 66) eingetroffen sei, dem entnommen werden könne, 

dass er sich am 7. Januar 2011 einer Operation unterziehen werde. Die Klinik halte fest, 

dass die Arbeitsunfähigkeit nach der Arthrodese des OSG voraussichtlich drei bis vier 

Monate betragen werde. Inwiefern die Arbeitsfähigkeit des Versicherten wieder 

hergestellt werden könne, müsse nach Abschluss der Behandlung neu beurteilt 

werden, zumal noch eine Psoriasis-Arthritis vorliege. Daher gehe er davon aus, dass 

seine gesundheitliche Entwicklung nach der Operation abgewartet werden müsse.

A.s   Mit Stellungnahme vom 16. November 2010 (IV-act. 68) hielt Dr. D.___ vom 

RAD fest, die neuen Akten würden belegen, dass am 7. Januar 2011 eine versteifende 

Operation am Fussgelenk links geplant sei. Bei üblichem Verlauf sei für eine sitzende 

Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit von länger als vier Monaten zu erwarten.

A.t    Am 17. November 2010 verfügte die IV-Stelle den Abschluss der 

Arbeitsvermittlung (IV-act. 69). Im Wesentlichen wurde dies damit begründet, dass die 

Eingliederungsmassnahmen nicht erfolgsversprechend seien, da beim Versicherten 

andere Prioritäten im Vordergrund stünden als eine Arbeitsaufnahme. Mit gleichentags 

erfolgter Verfügung verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch (IV-act. 70). Zur 

Begründung wurde ausgeführt, der Versicherte hätte in seiner angestammten Tätigkeit 

im Jahr 2009 ein Jahreseinkommen von Fr. 57'522.-- erzielen können. Dieses 

Einkommen setze sich zusammen aus dem Jahreseinkommen im Jahr 2002 (Fr. 

53'950.--) gemäss den Angaben seiner ehemaligen Arbeitgeberin plus 

Nominallohnentwicklung. Mit Behinderung sei dem Versicherten aus medizinischer 

Sicht nach ergänzenden medizinischen Abklärungen weiterhin eine leidensadaptierte 

Tätigkeit zu 100% zumutbar, woran festgehalten werde. Die ergänzenden 

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medizinischen Abklärungen beim RAD hätten ergeben, dass rein medizinisch die 

Arbeitsfähigkeit adaptiert für sitzende Tätigkeiten mit oder ohne Arthrodese des OSG 

bei 100% festzusetzen sei. Die Operation habe somit keine Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten.

B.     

B.a   Mit Beschwerde vom 3. Januar 2011 (act. G 1) beantragte der Beschwerdeführer 

die Aufhebung der Verfügung vom 17. November 2010 und die Zusprache einer 

Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100%. Zudem sei das 

vorliegende Verfahren bis zur anstehenden Operation am 7. Januar 2011 zu sistieren, 

da letztere vermutlich eine wesentliche Änderung der Sachlage nach sich ziehen 

werde. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten. Das 

Gutachten sei mangelhaft, nicht mehr aktuell und die IV-Stelle sei fälschlicherweise im 

Verfügungszeitpunkt von einem stabilen Gesundheitszustand ausgegangen. Falls das 

Verfahren nicht sistiert werde und keine weiteren Abklärungen gemacht würden, könne 

der Einkommensberechnung nicht gefolgt werden. Er wiederholte die im Einwand vom 

5. Oktober 2010 (vgl. oben lit. A.o und IV-act. 61) aufgeführten Argumente und schloss, 

dass ihm mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen sei.

B.b   Am 6. Januar 2011 bestätigte das Versicherungsgericht den Eingang der Be­

schwerde und sistierte das Verfahren antragsgemäss bis 30. April 2011 (act. G 2).

B.c   Mit Eingabe vom 7. Januar 2011 reichte der Beschwerdeführer sein Gesuch um 

un

entgeltliche Prozessführung samt Unterlagen ein (act. G 4).

B.d   Mit Eingabe vom 21. April 2011 (act. G 5) setzte der Beschwerdeführer das 

Gericht in Kenntnis darüber, dass am 7. Januar 2011 die Operation am Fussgelenk in 

der Schulthess Klinik Zürich stattgefunden habe. Der Eingabe lagen zwei Berichte des 

Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, vom 23. Februar 2011 und vom 5. April 

2011 bei. Der Beschwerdeführer bat gleichzeitig um Verlängerung der Verfahrens­

sistierung bis 31. Mai 2011, da noch eine Computertomographie geplant sei. Dem 

Antrag wurde am 28. April 2011 entsprochen (act. G 6).

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B.e   Es folgten wiederholt Sistierungsverlängerungen (vgl. act. G 8, G 10, G 12, G 14) 

bis zuletzt am 31. Dezember 2011.

B.f    Mit Eingabe vom 31. Oktober 2011 (act. G 13) reichte der Beschwerdeführer 

einen Bericht des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, Zürich, vom 13. 

September 2011 zu den Akten (act. G 13.1). Diagnostiziert wurde im Bericht ein Status 

nach Arthrodese oberes Sprunggelenk links bei symptomatischer posttraumatischer 

Arthrose oberes Sprunggelenk links.

B.g   Mit Eingabe vom 30. Dezember 2011 (act. G 15) reichte der Beschwerdeführer 

einen Bericht des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, vom 14. November 

2011 ein. Im Bericht werden neben der bereits am 13. September 2011 festgehaltenen 

Diagnose zusätzlich Schmerzen im Subtalar-Gelenk links und depressive Verstimmung 

diagnostiziert; es bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für einen laufenden oder 

stehenden Beruf und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für einen sitzenden Beruf. Das 

Verfahren könne gestützt auf diesen Bericht nun weitergeführt werden, da hier offen­

sichtlich berufliche Massnahmen indiziert seien.

B.h   Am 3. Januar 2012 wurde die Sistierung des Verfahrens aufgehoben (act. G 16).

B.i     Mit Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2012 (act. G 17) beantragte die Be­

schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im 

Wesentlichen aus, im Gutachten sei erwogen worden, dass dem Beschwerdeführer 

vorwiegend sitzende Tätigkeiten zu 100% zumutbar seien. Die neu eingereichten 

Unterlagen vermöchten das Gutachten nicht umzustossen. Diese Berichte seien durch 

den RAD gewürdigt worden. In seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2012 (IV-act. 83) 

habe Dr. D.___ vom RAD festgehalten, es bestünden Restbeschwerden (Schmerzen) 

vor allem im unteren Sprunggelenk elf Monate nach Arthrodese OSG links bei guter 

ossärer Heilung und Metallage. Im Wesentlichen habe er ausgeführt, für vorwiegend 

sitzende Tätigkeiten bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Daraus würde 

sich keine Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit ergeben. Unfallfremde Faktoren 

seien keine bekannt und seien auch keine angeführt worden. Daher könne ohne 

Weiteres auf das Gutachten abgestellt werden und es sei somit von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen. Des weiteren sei obsolet, welches Invalideneinkommen 

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angenommen werde, da selbst beim behaupteten Valideneinkommen keinen 

rentenbegründender Invaliditätsgrad erreicht würde. Auch ein Abzug vom 

Invalideneinkommen von nicht gerechtfertigten 20% ergäbe bei einer anzunehmenden 

Arbeitsfähigkeit von 100% keinen Rentenanspruch.

B.j     Mit Verfügung vom 20. Februar 2012 wurde dem Beschwerdeführer die un­

entgeltliche Rechtspflege bewilligt (act. G 18).

B.k   Mit Replik vom 21. März 2012 (act. G 20) hielt der Beschwerdeführer an den mit 

Beschwerde vom 3. Januar 2012 gestellten Anträgen fest.

B.l     Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik.

B.m  Mit Eingabe vom 6. Juni 2012 (act. G 24) reichte der Beschwerdeführer einen 

Bericht des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, Zürich, vom 23. Mai 2012 

ein.

 

Erwägungen:

1.      

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

zu Recht verneint hat.

1.1    Versicherte haben einen Rentenanspruch, falls sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, 

während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinn von Art. 6 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gewesen sind und 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid im Sinn von Art. 8 ATSG sind 

(Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetztes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]).

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1.2    Ob ein Anspruch besteht und - bejahendenfalls - in welcher Höhe eine Invaliden­

rente ausgerichtet wird, bestimmt sich nach dem Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor, besteht Anspruch auf eine Viertels­

rente. Aus einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% resultiert ein Anspruch auf 

eine halbe Rente. Eine Dreiviertelsrente steht denjenigen Versicherten zu, die einen 

Invaliditätsgrad von mindestens 60% aufweisen und eine ganze Rente denjenigen, 

deren Invaliditätsgrad mindestens 70% beträgt (Art. 28 Abs. 2 IVG).

1.3    Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be­

schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 

auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits­

unfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der ver­

sicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozial­

versicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 

V 352 E. 3a mit Hinweisen).

2.      

Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine rechts­

genügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.

2.1    Die Beschwerdegegnerin stützt ihren Entscheid auf das Gutachten der Universität 

Balgrist vom 22. Dezember 2009. Die Begutachtung erfolgte indessen bereits am 

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5. Dezember 2008 (vgl. oben lit. A.i). Im Gutachten (UV-act. 189) diagnostizierten die 

untersuchenden Ärzte Dr. med. H.___, Universitätsklinik Balgrist und Dr. med. I.___, 

Oberarzt i.V. Folgendes: Posttraumatische OSG-Arthrose links, diffuse Hypästhesie 

und Hypalgie des linken Unterarms und der linken Hand, Psoriasis-Arthritis, Psoriasis 

vulgaris und Osteopenie im Bereich der Lendenwirbelsäule. Aufgrund der überwiegend 

wahrscheinlichen Unfallfolgen sei der Versicherte hauptsächlich durch die 

posttraumatische OSG-Arthrose wesentlich eingeschränkt. In einer sitzenden Tätigkeit 

sollte er aber zu 100% arbeitsfähig sein, ebenso in einer leichten wechselbelastenden 

Tätigkeit, wenn nur kurze Distanzen gehend zurückgelegt werden müssten. Für 

stehende und belastende Tätigkeiten mit Heben von Gewichten sei der Versicherte 

nicht mehr arbeitsfähig. Der Arbeitsfähigkeitsgrad würde daher angepasst werden 

müssen, je nachdem, wie gross der Anteil von solchen belastenden Tätigkeiten sei. Da 

die Psoriasis-Arthritis im Moment hauptsächlich belastungsabhängige Beschwerden 

verursache, lägen für die oben beschriebenen zumutbaren Tätigkeiten keine weiteren 

Einschränkungen vor, da diese bereits durch die Einschränkungen der OSG-Arthrose 

abgedeckt seien. Aufgrund der Schmerzen in den Gelenken beider Hände seien wohl 

insbesondere belastende manuelle Tätigkeiten nicht zumutbar. Eine OSG-Arthrodese 

sei bereits indiziert worden. Der Versicherte lehne diese jedoch ab. Aufgrund der nun 

über Jahre dauernden Schmerzproblematik mit in den Verlaufsberichten nachweislich 

fehlender Motivation des Exploranden, eine Beschwerdeverbesserung zu erfahren, 

solle diese Indikation mittels Infiltrationen erneut geprüft werden.

2.2    Der Beschwerdeführer bringt zwar zutreffend vor, dass das Gutachten für die 

SUVA erstellt wurde und die Fragestellung daher im Hinblick auf die unfallabhängigen 

Leistungen der SUVA erfolgte. Die medizinischen Ausführungen im Gutachten sind 

jedoch – wie dargelegt – umfassend und beschränken sich nicht nur auf die Leiden, die 

vom Unfall herrühren, sondern behandeln alle Beschwerden unter dem Aspekt der 

Arbeitsfähigkeit. Die Krankheitsgeschichte wird im Gutachten detailliert aufgeführt und 

der wesentliche Inhalt aller aktenkundigen ärztlichen Untersuchungen wiedergegeben. 

Den Rügen des Beschwerdeführers, wonach sich das Gutachten nicht mit Berichten 

anderer Ärzte auseinandersetze, kann daher nicht gefolgt werden. Insgesamt ist dem 

Gutachten für das vorliegende Verfahren voller Beweiswert beizumessen.

3.      

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3.1    Der Beschwerdeführer rügt zweitens, die Beschwerdegegnerin dürfe sich nicht 

auf das Gutachten vom 22. Dezember 2009 abstützen, da die Untersuchungen, die 

dem Gutachten zugrunde lägen, bereits im Dezember 2008 stattgefunden hätten, und 

dieses somit nicht mehr aktuell sei. Zudem sei das Gutachten vor der im Januar 2011 

erfolgten Operation erstattet worden. Diese sei abzuwarten beziehungsweise es sei 

abzuwarten, ob sich der Gesundheitszustand stabilisiere. Danach würden weitere 

medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten sein, die sich insbesondere mit der 

Frage auseinanderzusetzen hätten, ob er trotz der offensichtlich verstärkten 

Beschwerden seit der Begutachtung in der Uniklinik Balgrist zu 100% arbeitsfähig sei, 

wie die Beschwerdegegnerin fälschlicherweise annehme. Dem Bericht der Orthopädie 

G.___ vom 23. April 2010 könne entnommen werden, dass sich die Beschwerden des 

Beschwerdeführers nach durchgeführter Arthroskopie im Dezember 2009 eher 

verstärkt hätten und die Beweglichkeit eingeschränkt sei. Es dürfe daher nicht 

angehen, dass einzig aufgrund einer Rückmeldung des RAD, der eng mit der 

Beschwerdegegnerin verbunden sei und deshalb kaum als objektivierbare Meinung 

interpretiert werden könne oder dürfe, von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit ausgegangen werde.

3.2    Im Gutachten war erwähnt worden, dass durch eine OSG-Arthrodese die Arbeits­

fähigkeit, insbesondere für wechselbelastende Tätigkeiten, steigerbar wäre (Balgrist-

Gutachten, S. 28). Die IV-Stelle wartete die anstehende Operation jedoch nicht ab, 

sondern verfügte und stützte sich dabei auf die Beurteilung des RAD, wonach rein 

medizinisch die Arbeitsfähigkeit adaptiert für sitzende Tätigkeiten mit oder ohne Arthro­

dese des OSG bei 100% festzusetzen sei und die anstehende Operation somit keine 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe. Der RAD hielt weiter fest, bei einem 

üblichen Verlauf sei für eine sitzende Tätigkeit keine rententangierende längerdauernde 

Arbeitsunfähigkeit zu erwarten. Es ist fraglich, ob die IV-Stelle im Verfügungszeitpunkt 

zu Recht von einem stabilen Gesundheitszustand für die Zukunft ausgegangen war. 

Diese Frage ist anhand der (zeitlich auf das Gutachten folgenden) Berichte zu prüfen.

3.3    Die im Gutachten erwogene 100%ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten 

wurde in den folgenden ärztlichen Berichten stets bestätigt: Im Bericht der Schulthess 

Klinik vom 4. Oktober 2010 (IV-act. 66) wurde zwar ausgeführt, dass die 

Arbeitsunfähigkeit nach der Operation 3 bis 4 Monate betragen werde; dies jedoch bei 

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stehendem Beruf. Die Bemerkung, dass nach Abschluss der Behandlung neu beurteilt 

werden müsse, inwiefern die Arbeitsfähigkeit nach der Operation wieder hergestellt 

werden könne, bezieht sich ebenfalls auf die angestammte Tätigkeit. Es wird weiter 

festgehalten, dass langfristig eine sitzende Tätigkeit anzustreben sei. Zur 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit äussert sich der Bericht nicht. Auch die 

Berichte des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, widersprechen den 

Einschätzungen des Gutachtens nicht. Dem Bericht vom 23. Februar 2011 (act. G 5) ist 

im Wesentlichen zu entnehmen, dass anhand der ersten postoperativen Kontrolle ein 

guter Verlauf sichtbar sei und der Patient ebenfalls zufrieden gewesen sei. Aus diesen 

Ausführungen lässt sich keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 

herauslesen. Der Bericht vom 5. April 2011 (act. G 5) enthält keine Angaben über eine 

leidensadaptierte Arbeitsfähigkeit. Der Arzt führte aus, es seien zwar deutliche 

Restbeschwerden im Rahmen der Belastungssteigerung vorhanden und der 

Beschwerdeführer sei auf die Einnahme von Schmerzmitteln angewiesen, es 

bestünden klinisch jedoch absolut stabile Verhältnisse und klinisch sowie radiologisch 

zeige sich rund drei Monate nach der Operation ein guter Verlauf. Im Bericht vom 

13. September 2011 (IV-act. 79-3 f.) wurde neben dem seither diagnostizierten Status 

nach Arthrodese oberes Sprunggelenk links erstmals eine symptomatische 

posttraumatische Arthrose oberes Sprunggelenk links diagnostiziert. Es wurde dazu 

festgehalten, dass aufgrund der Restbeschwerden eine Adaption des Schuhwerks 

empfohlen und eine erneute Kontrolle in zirka zwei Monaten geplant sei, wenn der 

Beschwerdeführer mit dem Schuh ein wenig eingelaufen sei. Zu dieser Zeit werde das 

weitere Prozedere beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit neu evaluiert werden. Im 

Bericht der Schulthess Klinik vom 14. November 2011 (IV-act. 81 f.) werden neben der 

bereits am 13. September 2011 festgehaltenen Diagnose zusätzlich Schmerzen im 

Subtalar-Gelenk links und eine depressive Verstimmung diagnostiziert. Im Bericht wird 

weiter festgehalten, dass der Beschwerdeführer eine Verbesserung der Stabilität mit 

dem Künzli-Schuh beschreibe. Jedoch würden die Schmerzen persistieren und 

vorwiegend unter Belastung auftreten. Für das obere Sprunggelenk ergäben 

sich stabile Verhältnisse. Im Subtalar-Gelenk würden sich vereinzelt Arthrosen und 

Schmerzen zeigen. Es werde eine Infiltration empfohlen. Es bestehe eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit für einen laufenden oder stehenden Beruf und eine 100%ige Arbeits­

fähigkeit für einen sitzenden Beruf. Im neusten Bericht der Fusschirurgie, Schulthess 

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Klinik, Zürich, vom 23. Mai 2012 (act. G 24), wird festgehalten, aufgrund der akuten 

Psoriarsis-Arthritis sei eine Arbeitsfähigkeit aktuell bei Vorliegen von akuten Synovitiden 

nicht gegeben. Unter einer konsequent durchgeführten, adäquaten Basistherapie sei 

jedoch eine volle Krankheitssuppression zu erwarten und somit von einer Arbeitsfähig­

keit für zumindest leichte körperliche Arbeiten in Zukunft wieder auszugehen. Inwieweit 

eine Limitierung der Arbeitsfähigkeit durch die OSG-Arthrose bestehe, sei gegebenen­

falls über eine funktionelle Leistungstestung zu erfassen.

3.4    Das massgebliche Gutachten der Universitätsklinik Balgrist vom Dezember 2009 

erscheint – jedenfalls zunächst für den Untersuchungszeitpunkt Dezember 2008 – 

beweiskräftig, d.h. eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten, vorwiegend 

sitzenden Tätigkeit oder einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit, die nur kurze 

Gehstrecken erfordert, ist überwiegend wahrscheinlich. Gestützt auf die bis zum Ver­

fügungszeitpunkt (November 2010) vorliegenden Arztberichte lässt sich – trotz per­

manent bestehender Indikation für eine Arthrodese des linken OSG – keine Ver­

änderung an dieser Einschätzung, namentlich keine Verringerung der Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit begründen. Die RAD-Beurteilung, wonach sich als Folge 

einer erfolgreich durchgeführten Arthrodese bezüglich Arbeitsfähigkeit nichts ändern 

dürfte (bestenfalls eine Erweiterung möglicher adapatierter Tätigkeiten, vgl. Balgrist-

Gutachten, S. 28), ist ebenfalls überzeugend. Die Frage, ob aufgrund der geplanten 

Arthrodese im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung der Gesundheits­

zustand des Versicherten mit Blick auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht stabil war – 

und daher die Verfügung zu früh ergangen wäre, kann anhand der während des Be­

schwerdeverfahrens vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichte letztlich 

verneint werden. Aus letzteren Arztberichten lässt sich keine rentenbegründende 

Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten (vorwiegend sitzenden Tätigkeit) herleiten. Der 

aktuellste Bericht der Schulthess Klinik vom 23. Mai 2012 (vgl. G 24) bescheinigt zwar 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Indessen ist diese bedingt durch die akuten 

Synovitiden im Rahmen der vorbestehenden aktiven Psoriarsis-Arthritis. Sie ist 

vorübergehender Natur – und selbst wenn sie länger anhalten sollte, wäre sie als 

Verschlechterung des Gesundheitszustands zu qualifizieren, die nach Erlass der 

angefochtenen Verfügung eingetreten und daher in diesem Beschwerdeverfahren nicht 

mehr zu berücksichtigen wäre. Vielmehr könnte eine anhaltende Verschlechterung 

Anlass zu einer Revision beziehungsweise zu einer Neuanmeldung geben.

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3.5    Zusammenfassend ist die vom Beschwerdeführer behauptete eingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit nicht medizinisch belegt, im Gegenteil, die nach 

dem Gutachten entstandenen Berichte bestätigen allesamt die Einschätzungen des 

Gutachtens. Insgesamt sprechen die medizinischen Berichte klar dafür, dass dem Be­

schwerdeführer nach wie vor leichte, sitzende Tätigkeiten zu 100% zuzumuten sind.

4.      

Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers ab dem Verfügungszeitpunkt (pro futuro) zu Recht verneint hat.

4.1   

4.1.1           Was die Ermittlung des Valideneinkommens anbelangt, ist entscheidend, 

was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich 

verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 

empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1). Die IV-Stelle berechnete, 

ausgehend von den Angaben der Arbeitgeberin für das Jahr 2002 (Jahreslohn 

Fr. 53'950.--; vgl. IV-act. 10) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung, 

für das Jahr 2009 einen Betrag von Fr. 57'522.--. Zur Begründung führte sie aus, nach 

Rücksprache mit der ehemaligen Arbeitgeberin sei festgestellt worden, dass der 

Beschwerdeführer im Jahr 2001 nur deshalb mehr Einkommen erzielt habe, weil ihm 

Überzeit und Sonntagsarbeit gutgeschrieben worden seien. Im Januar 2002 habe er 

nur noch das Einkommen erzielt, welches vertraglich vereinbart worden sei. Der 

Beschwerdeführer hielt dem berechtigterweise entgegen, aus dem individuellen 

Kontoauszug gehe hervor, dass er im Jahr 2000 ein Einkommen in der Höhe von 

Fr. 51'392.-- für 10 Monate habe erzielen können, was hochgerechnet einem jährlichen 

Einkommen von 61'670.40 entspreche. Im Jahr 2001 habe er sodann ein Einkommen 

von Fr. 63'319.-- erzielen können. Im Jahr 2002, als er den Unfall erlitten habe, habe er 

nur noch ein Einkommen von Fr. 54'913.-- erzielen können. Hätte er den Unfall nicht 

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erlitten, wäre ihm jedoch unter Berücksichtigung der Teuerung ein Einkommen von 

Fr. 68'701.-- möglich gewesen. Da sein Unfall im Jahre 2002 stattgefunden habe, sei 

auf die Einkommensverhältnisse der Jahre 2000 und 2001 abzustellen. Es rechtfertigt 

sich bei diesen Umständen auf das AHV-pflichtige Einkommen der Jahre 2000 und 

2001 abzustellen, welches die letzte Arbeitgeberin abgerechnet hat.

4.1.2           Im Jahre 2000 wurde dem Beschwerdeführer für eine 10monatige Be­

schäftigungsdauer (ab März 2000) eine Lohnsumme von Fr. 51'392.-- ausbezahlt, was 

aufgerechnet auf 12 Monate ein Jahressalär von Fr. 61'670.-- ergibt. Für das Jahr 2001 

ist eine Summe von Fr. 63'319.-- ausgewiesen. Der Durchschnitt beider Jahressaläre 

beträgt Fr. 62'495.--. Unter Berücksichtigung der Indexstände der Nominallöhne 

Männer (2001: 1902; 2002: 1933) ergibt sich für das Jahr 2002 ein Valideneinkommen 

von gerundet Fr. 63'514.-- ([Fr. 62'495.-- / 1902] x 1933).

4.2    Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist 

kein effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut­

bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung 

statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 

Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Eine Aufrechnung 

des Valideneinkommens auf das Jahr 2009 kann unterbleiben, wenn auch das 

Invalideneinkommen anhand der Zahlen der Jahres 2002 ermittelt wird. Gemäss LSE-

Tabelle 2002, Privater Sektor, Anforderungsniveau 4, lag der Durchschnittslohn für 

einen Mann bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei Fr. 4'557.--. 

Aufgerechnet auf die 2002 durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden 

(vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabschnitten) 

ergibt sich ein Jahreseinkommen für 2002 von Fr. 57'008.--.

4.3    Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre ge­

sundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den 

Tabellenlöhnen zu gewähren. Der Leidensabzug ist anhand des Einflusses aller Merk­

male auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Um­

stände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der Ab­

zug vom statistischen Lohn ist auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. 

BGE 126 V 75 E. 5 b bb und cc S. 80 mit weiteren Hinweisen). Der Beschwerdeführer 

macht geltend, ein Leidensabzug von 20% sei gerechtfertigt, da er aufgrund seiner 

gesundheitlichen Beschwerden im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern seines Alters 

weniger verdienen werde. Es ist damit zu rechnen, dass er als Hilfsarbeiter nur noch für 

leichte sitzende Tätigkeiten, jedenfalls wechselbelastend, arbeitsfähig ist, und daher im 

Vergleich zu gesunden Mitbewerbern um eine entsprechende Stelle auf dem Arbeits­

markt ein geringeres Einkommen erzielen wird. Tabellenlöhne werden bei gesunden 

Arbeitnehmern erhoben. Insgesamt erscheint beim Beschwerdeführer somit ein Ta­

bellenlohnabzug von 10% angemessen.

4.4    Ausgehend von einer 100%igen leidensangepassten Arbeitsfähigkeit und einem 

Abzug vom Tabellenlohn von 10% resultiert im Rahmen des Einkommensvergleichs ein 

nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 19% [Valideneinkommen – Invaliden­

einkommen] x 100) : Valideneinkommen, namentlich: ([63'514 - 57'008*0.9] x 100: 

63'514).

5.      

Im Ergebnis ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei ihrer 

Verfügung von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ausgegangen 

ist und Rentenleistungen für die Zukunft abgelehnt hat.

6.      

Zu prüfen bleibt ein allfälliger rückwirkender Rentenanspruch.

6.1    Diesbezüglich ist auf die Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, das 

Gutachten führe auf S. 20 Arbeitsfähigkeitseinschätzungen auf, die vor der 

Begutachtung datierten, ohne allerdings zu diesen Einschätzungen Stellung zu 

nehmen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch in der Vergangenheit, 

namentlich vor Ergehen des Gutachtens, Arbeitsunfähigkeiten vorgelegen hätten. Die 

IV-Stelle sei aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet, sämtliche für die 

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Beurteilung der Angelegenheit erforderlichen Abklärungen von sich aus durchzuführen. 

Da sich das Gutachten allerdings nicht mit früheren Einschätzungen auseinandersetze, 

dürfe nicht gestützt auf dieses Gutachten eine Verfügung erlassen werden.

6.2    Die Aktenlage für die Zeit zwischen dem Unfall vom 12. Juni 2002 und dem Ver­

fügungszeitpunkt präsentiert sich wie folgt: Das Balgrist-Gutachten (SUVA-act. 189, 

S. 20) führt die Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum zwischen Juni 2002 und Dezember 2008 

auf (Begutachtungszeitpunkt). Aufgrund von Angaben, die sich auf die beigezogenen 

medizinischen Berichte stützen (Aktenzusammenzug im Gutachten, S. 3 ff.; nicht voll­

ständig übereinstimmend mit Auflistung auf S. 20) ist nach Ablauf des Wartejahres 

(Juni 2003) eine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit von 50% gegeben gewesen. Im 

Februar 2004 wurde dies von Seiten des Orthopäden Dr. C.___ nochmals bestätigt für 

die angestammte und noch immer ausgeübte Tätigkeit; es wurde auf eine 

Steigerungsmöglichkeit hingewiesen bei einer Tätigkeit im Sitzen. Im Juli 2004 wurde 

von Dr. C.___ definitiv eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine sitzende Tätigkeit be­

scheinigt; dies wurde bestätigt durch die kreisärztliche Beurteilung im Oktober 2004. 

Auf den Sturz am 11. Dezember 2004 folgte wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

Gemäss Vereinbarung mit der SUVA war der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2005 dann 

wieder voll arbeitsfähig in adaptierter Tätigkeit (bestätigt von Dr. C.___, auch ohne 

inzwischen indizierter Arthrodese). Ab Januar 2006 bestand sodann erneut eine vor­

übergehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit für leichte Arbeit (Dr. C.___), indessen wurde 

seitens der SUVA bereits ab Mai 2006 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit für eine 

adaptierte Tätigkeit angenommen. Eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

wurde im Oktober 2007 durch den Kreisarzt bestätigt. Im Gutachten von Ende De­

zember 2008 wurde der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers eingehend medi­

zinisch untersucht. Darin wurde dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

für adaptierte Tätigkeiten attestiert. Somit ist im Zeitraum Januar 2006 bis zum Gut­

achtenszeitpunkt Dezember 2008 keine erhebliche dauerhafte Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes ersichtlich. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass in 

diesem Zeitraum keine IV-Grad beeinflussende dauerhafte Änderung des Gesundheits­

zustands vorlag und sich somit diesbezüglich kein Rentenanspruch ergibt. 

7.      

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7.1    Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen 

notwendig, den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach 

Massgabe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl. 

BGE 106 V 16; BGE 109 V 125). Bei der rückwirkenden stufenweisen 

Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenerhöhung ausschliesslich 

nach Art. 88a Abs. 2 IVV. Art. 88  Abs. 1 IVV findet keine Anwendung (vgl. BGE 

109 V 125). Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung bei 

einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne 

wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29  IVV ist sinngemäss 

anwendbar.

7.2    Wie soeben dargelegt, bestanden beim Beschwerdeführer folgende rentenbe­

gründende Arbeitsunfähigkeiten in einer adaptierten Tätigkeit: 50% von Juni 2003 bis 

Ende Oktober 2004, 100% von April 2005 bis Ende September 2005.

8.      

Ausgehend von den vorgenannten Arbeitsunfähigkeiten sind die erwerblichen Aus­

wirkungen zu prüfen.

8.1    Betreffend einen allfälligen zukünftigen Rentenanspruch wurde oben bereits ein 

Einkommensvergleich vorgenommen (vgl. oben lit. 4.1 und 4.2). Es rechtfertigt sich 

vorliegend, der Berechnung des rückwirkenden vorübergehenden Rentenanspruchs 

denselben Einkommensvergleich zugrunde zu legen. Unter Berücksichtigung der be­

scheinigten Arbeitsunfähigkeiten resultieren für die Dauer vom 1. Juni 2003 bis Ende 

Oktober 2004 ein 55%iger Invaliditätsgrad: ([63'514 – 28'504] x 100)/ (63'514) und für 

die Dauer vom 1. April 2005 bis Ende September 2005 ein 100%iger Invaliditätsgrad. 

Dem Beschwerdeführer ist demnach von 1. Juni 2003 bis 31. Oktober 2004 eine halbe 

Invalidenrente und ab 1. April 2005 bis 30. September 2005 eine ganze Rente zu­

zusprechen.

9.      

9.1    Gemäss den Erwägungen ist die Beschwerde, was den Rentenanspruch ab Ver­

fügungszeitpunkt betrifft, abzuweisen. Soweit sie den Rentenanspruchs zwischen 

bis

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Unfall und Zeitpunkt der Verfügung betrifft, ist sie insoweit gutzuheissen, als dem 

Beschwerdeführer von 1. Juni 2003 bis 31. Oktober 2004 eine halbe Invalidenrente und 

ab 1. April 2005 bis 30. September 2005 eine ganze Rente zuzusprechen ist.

9.2    Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 

die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver­

sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. 

Sie sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Dem teilweisen Obsiegen 

entsprechend haben die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer die Gerichts­

gebühr je im Betrag von Fr. 300.-- zu bezahlen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege mit Präsidialverfügung vom 20. Februar 2012 ist der Beschwerdeführer 

von der Bezahlung seines Teils der Gerichtsgebühr zu befreien.

9.3    Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Wegen des nur teilweisen Obsiegens 

erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 1'750.-- als gerechtfertigt. Die Beschwerde­

gegnerin hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschädigung von Fr. 1'750.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Für die restlichen Kosten hat 

zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung vom 20. Februar 

2012 der Staat den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers zu entschädigen, wobei 

das Honorar um einen Fünftel herabgesetzt wird (vgl. Art. 31 Abs. 3 AnwG/SG; 

sGS 963.70). Der Staat hat dem Beschwerdeführer somit eine Entschädigung von 

Fr. 1'400.-- (80% von Fr. 1'750.-- inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu be­

zahlen.

9.4    Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann der Beschwerdeführer 

zur Nachzahlung der zufolge unentgeltlicher Rechtspflege vom Staat übernommenen 

Gerichts- und Parteikosten verpflichtet werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 

VRP/SG).

 

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer ab 

1. Juni 2003 bis 31. Oktober 2004 eine halbe Invalidenrente, ab 1. April 2005 bis 

30. September 2005 eine ganze Rente zugesprochen wird. Die Sache wird zur 

Festsetzung der Rentenhöhe sowie zur Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.       Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3.       Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtskosten von Fr. 300.-- befreit. Der Beschwerdegegnerin wird die restliche 

Gerichtsgebühr im Betrag von Fr. 300.-- auferlegt.

4.       Die Beschwerdegegnerin bezahlt dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung von Fr. 1'750.-- (inkl. Mehrwertsteuer).

5.       Der Staat hat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 1'400.-- 

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.02.2013
	Art. 28 Abs. 2 IVG: Prüfung des Rentenanspruchs. Stabiler Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Verfügung. Teilweise Gutheissung der Beschwerde. Verneinung des Rentenanspruchs ab Verfügungszeitpunkt. Rückwirkende Rentenzusprache für einen gewissen Zeitraum zwischen Unfall und Verfügungszeitpunkt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Februar 2013, IV 2011/1).

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