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**Case Identifier:** b570bf6e-c941-54e1-b18b-c52670468459
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.10.2023 200 2023 398
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-398_2023-10-06.pdf

## Full Text

200 23 398 UV
KNB/LUB/LEA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Oktober 2023

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 19. April 2023 (ES01858/2022)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2023, UV/23/398, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bzw. ist als … über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallver-
sicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen 
die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Scha-
denmeldung UVG vom 30. Juni 2020 rutschte der Versicherte am 16. Juni 
2020 "vom Laufbrett im Druckkanal einer Einzugsrolle", auf der er sich als 
Erhöhung abgestützt hatte, ca. 20-25 cm nach unten und verdrehte sich 
dabei das rechte Knie (Akten der Suva [act. II] 1). Die Suva gewährte im 
Zusammenhang mit diesem Ereignis zunächst die gesetzlichen Unfallversi-
cherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld (vgl. 
act. II 2 f., 42). Mit formlosem Schreiben vom 10. Februar 2021 stellte sie 
gestützt auf eine Beurteilung der Suva Abteilung Versicherungsmedizin 
(Bericht vom 9. Februar 2021; act. II 67) die Leistungen aus der obligatori-
schen Unfallversicherung per 28. Februar 2021 (act. II 68) ein. Nachdem 
sich der Versicherte hiermit nicht einverstanden erklärt hatte (act. II 78), 
erliess die Suva entsprechend der formlosen Mitteilung die Verfügung vom 
8. März 2022 (act. II 97). Die dagegen erhobene Einsprache des Versicher-
ten (act. II 104, 114) wies die Suva nach Einholung einer weiteren Beurtei-
lung der Abteilung Versicherungsmedizin (Bericht vom 6. April 2023; 
act. II 119) mit Entscheid vom 19. April 2023 ab (act. II 122).

B.

Mit Eingabe vom 22. Mai 2023 erhob der Versicherte, vertreten durch die 
B.________ AG, Beschwerde. Er beantragt, der Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 19. April 2023 sei aufzuheben und ihm seien die 
gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventuell sei ein Gerichtsgutachten 
einzuholen und sodann über den Anspruch zu entscheiden. Subeventuell 
sei die Sache zur Erstellung eines externen Gutachtens im Verfahren 
gemäss Art. 44 ATSG und zur weiteren Abklärung sowie zum Neuent-
scheid an die Unfallversicherung zurückzuweisen.

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Mit Beschwerdeantwort vom 28. Juni 2023 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 19. April 
2023 (act. II 122). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auf-
grund des Ereignisses vom 16. Juni 2020 über den 28. Februar 2021 hin-
aus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung betref-
fend das rechte Knie hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 147 V 
161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; Entscheid des Bun-
desgerichts [BGer] vom 12. Juli 2022, 8C_596/2021 [zur Publikation vorge-
sehen], E. 3). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

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der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall ver-
schlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften Vor-
zustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäqua-
te Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und aussch-
liesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht 
ist (BGE 147 V 161 E. 3.3 S. 163). Ebenso wie der leistungsbegründende 
natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Mög-
lichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal-
les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfra-
ge handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leis-
tungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 
bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (BGE 146 V 
51 E. 5.1 S. 56).

2.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 
bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (Entscheid 
des BGer vom 26. März 2019, 8C_824/2018, E. 3.2). Insbesondere ist der 
Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in 
erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Ent-
scheid des BGer vom 23. Dezember 2022, 8C_410/2022, E. 4.2).

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3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist zwischen den Parteien denn 
auch unbestritten, dass das Ereignis vom 16. Juni 2020 einen Unfall im 
Rechtssinne darstellt (vgl. E. 2.2 hiervor). Entsprechend anerkannte die 
Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bis zum 28. Februar 2021 (vgl. 
act. II 68, 79, 120/3). Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdeführer 
über diesen Zeitpunkt hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung hat (vgl. E. 1.2 hiervor).

3.2 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Die MRI-Untersuchung des Kniegelenks rechts vom 13. Juli 2020 
zeigte einen Knorpeldefekt am medialen Femurkondylus, eine Zerrung des 
vorderen Kreuzbandes (VKB), einen Menisci ohne Risshinweise, eine Zer-
rung des rechten Seitenbandes, einen grossen Gelenkserguss vorwiegend 
am dorsalen Aspekt interkondylär, ein differentialdiagnostisches (DD) Hä-
matom, eine DD synoviale Verdickung, einen grossen Gelenkserguss fe-
moropatellär mit freien Gelenkskörpern als Inhalt, keine Frakturen, öde-
matöse Veränderungen der umgebenen Muskulatur mit kleinen Hämato-
men im Musculus gastrocnemius medialis (act. II 13).

3.2.2 Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
nannte im Überweisungsschreiben vom 16. Juli 2020 als Problematik einen 
Status nach Kniedistorsion mit freien Gelenkskörpern rechts. Weiter dia-
gnostizierte er ein lumboradikuläres Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei 
Spondylolisthesis L5 auf S1 Grad I nach Meyerding (act. II 15).

3.2.3 Im Bericht vom 23. Juli 2020 diagnostizierte Dr. med. D.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, eine Kniedistorsion mit Läsion des medialen Seitenbandes und 
posteriorer Kapselverletzung rechts vom 16. Juni 2020 und eine Muskelve-
nenthrombose medialer Gastrocnemiuskopf 5.5 cm ab Abgang zur Vena 
poplitea (act. II 14/1). 

3.2.4 Die am 25. September 2020 durchgeführte MRI-Untersuchung des 
Kniegelenks rechts offenbarte aktuell keinen Gelenkserguss, intakte Kolla-

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teral- und Kreuzbänder sowie Menisken, subtile Knorpelschäden am latera-
len Tibiaplateau und am medialen Femurkondylus, eine grössenregrediente 
intraartikuläre und aktuell besser demarkierte Raumforderung im poplitea-
len Rezessus dorsal des hinteren Kreuzbandes (HKB) in erster Linie einem 
Hämatom entsprechend (act. II 32/1).

3.2.5 Nachdem am 6. November 2020 durch Dr. med. D.________ eine 
Kniegelenksathroskopie, Biopsieentnahme/Entfernung der tumorösen 
Raumforderung popliteal Knie rechts durchgeführt worden war (act. II 41) 
und die histologische Befundabklärung einen tendosynovialen Riesenzell-
tumor (auch pigmentierte villonoduläre Synovialitis [PVNS] genannt) erge-
ben hatte (act. II 49), nannte Dr. med. D.________ im Bericht vom 16. De-
zember 2020 als Diagnosen einen Status nach Kniearthroskopie, Biopsie-
entnahme, Entfernung der tumorösen Raumforderung Poplitea rechts vom 
6. November 2020 mit/bei tendosynovialem Riesenzelltumor Poplitea, exi-
diert in toto und posttraumatischer medialer Chondropathie nach Kniedis-
torsion mit Läsion des medialen Seitenbandes und posteriorer Kapselver-
letzung rechts vom 16. Juni 2020 (act. II 57/1). Es bestehe weiterhin eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % (act. II 57/2).

3.2.6 Im Bericht der Suva Versicherungsmedizin vom 9. Februar 2021 
führte Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, aus, der Beschwerde-
führer habe sich bei der Arbeit ein Distorsionstrauma des rechten Kniege-
lenks mit Zerrung des Innenbandes zugezogen. Ein Meniskusriss habe im 
MRI ausgeschlossen werden können. Als Nebenbefund habe sich eine 
Chondropathie am medialen Femurkondylus gezeigt. Bei Fehlen eines be-
gleitenden "Bone bruises" sei eine traumatische Genese nicht überwiegend 
wahrscheinlich. Aus versicherungsmedizinischer Sicht habe das Unfaller-
eignis zu einer Zerrung des medialen Seitenbandes geführt. Eine solche 
Zerrung gelte nach sechs Wochen, spätestens aber nach drei Monaten als 
abgeheilt. Die Chondropathie im medialen Kompartiment sei aufgrund der 
MRI-Morphologie nicht unfallkausal. Eine initial vermutete Meniskusläsion 
habe sich nicht bestätigen lassen. Die nach drei Monaten weiterhin beste-
henden Beschwerden seien nicht mehr mit Unfallfolgen erklärbar. Die Ar-
throskopie habe einen unfallfremden Zustand (tendosynovialer Riesenzell-

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tumor) behandelt. Entsprechend sei auch die damit verbundene Arbeitsun-
fähigkeit nicht unfallkausal (act. II 67/2).

3.2.7 Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, hielt im Bericht vom 
23. März 2021 als Diagnosen eine Kniedistorsion am 16. Juni 2020 mit/bei 
Läsion mediales Seitenband und posteriore Kapselverletzung, posttrauma-
tische mediale Chondropathie, tendosynovialer Riesenzelltumor der Popli-
tea, positionsabhängiger Kraftverlust des rechten Knies, und eine Spondy-
lolisthesis LWK 5/SWK 1 fest (act. II 83/2). Ein möglicher Zusammenhang 
mit einer lumboradikulären Erkrankung könne nicht begründet werden. Das 
Unsicherheitsgefühl und die Schwäche im rechten Knie seien doch mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit knieorthopädisch bedingt (act. II 83/4).

3.2.8 Am 27. Mai 2021 führte Dr. med. D.________ auf Anfrage der 
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers gegenüber dieser aus, der Be-
schwerdeführer habe am 16. Juni 2020 eine traumatische mediale Chon-
dropathie nach Kniedistorsion mit Läsion des medialen Seitenbandes und 
posteriorer Kapselverletzung rechts erlitten. Aktuell liege eine posttraumati-
sche mediale Chondropathie Knie rechts vor. Die Kniebeschwerden seien 
mit aller Wahrscheinlichkeit auf dieses Ereignis zurückzuführen. Im post-
traumatisch durchgeführten MRI habe sich aber zusätzlich ein Riesenzell-
tumor in den dorsalen Gelenksabschnitten gezeigt. Dies sei als Zufallsbe-
fund zu werten, habe jedoch in der Arthroskopie vom 6. November 2020 
auch behandelt werden müssen. Die nun noch vorhandenen Schmerzen 
seien aber sicherlich der Chondropathie zuzuordnen und nicht dem Verlauf 
nach der Exzision des Riesenzelltumors. Die Operation habe in minimal-
invasiver Technik durchgeführt werden können, da der Tumor "gestielt" 
gewesen sei und somit gut an der Basis habe abgesetzt werden können. 
Von dieser Seite her sei der Beschwerdeführer geheilt (act. II 115/1). Der 
Unfall habe im Wesentlichen zu den Beschwerden im Knie (traumatisch 
bedingte mediale Chondropathie) geführt. Dies sei auch der Hauptteil der 
Nachbehandlung über einen längeren Zeitraum (Behandlung des Kniege-
lenksergusses, physiotherapeutische Nachbehandlung etc.) gewesen 
(act. II 115/2).

3.2.9 Im Schreiben vom 15. Juli 2022 hielt Dr. med. D.________ zu Han-
den der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers weiter fest, dass in der 

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Tat das Beweisen der Chondropathie als Unfallfolge nicht einfach sei. Der 
Beschwerdeführer hätte vor dem Unfall keine Kniebeschwerden gehabt 
und sei uneingeschränkt leistungsfähig gewesen. Das Unfallereignis sei am 
16. Juni 2020 gewesen und das MRI sei am 13. Juli 2020 durchgeführt 
worden. Dass nach diesem Zeitpunkt keine direkten Unfallfolgen mehr vor-
handen seien (im eigentlichen Sinne seien dies Zeichen einer Reaktion in 
der Umgebung der entsprechenden Läsion [Knochenmarködem o.ä.]) sei 
nicht unbedingt zu erwarten. Es könne sein, dass diese Reaktion zu sehen 
sei. Hierfür verantwortlich sei insbesondere das initiale Ausmass des 
Traumas. Es könne aber durchaus sein, dass eine entsprechende Mitreak-
tion nicht mehr sichtbar sei. Dies sei bei diesen Befunden so anzunehmen. 
Zudem könne argumentiert werden, dass eben gerade keine Meniskusläsi-
on festgestellt worden sei, sondern "nur" diese Chondropathie. Ein anderer 
Grund für die vorhandenen Beschwerden sei also nicht vorhanden. Der 
zeitliche Ablauf und die Klinik passten zu diesen Beschwerden und auch 
die Entstehung dieser Chondropathie passe zum Unfallereignis. Die Kausa-
lität sei seines Erachtens so gegeben (act. II 116/2). Es gehe aus diesen 
Ausführungen auch hervor, dass eben gerade diese Mitreaktion der Umge-
bung ein "mögliches" Kriterium sei, dass eine solche Verletzung relativ akut 
oder neu aufgetreten sei. Dies fehle in diesem Zusammenhang und so 
könne durchaus auch gegenteilig argumentiert werden, wie es nun von der 
Versicherung getan resp. im Bericht von Dr. med. E.________ ausgeführt 
werde. Der Zufallsbefund der PVNS sei auf alle Fälle ein Krankheitsfall, 
habe aber mit der ganzen Klinik des Beschwerdeführers (Schmerzsituation) 
nichts zu tun, da diese Läsion nicht schmerzhaft und auch nicht im Verlauf 
schmerzhaft geworden sei (act. II 116/3).

3.2.10 In der Beurteilung der Suva Versicherungsmedizin vom 6. April 
2023 diagnostizierte Dr. med. E.________ eine Kniedistorsion rechts mit 
Zerrung des medialen Seitenbandes, zwischenzeitlich nachweislich abge-
heilt. Als weitere Diagnosen nannte er einen tendosynovialen Riesenzell-
tumor Knie rechts popliteal (6. November 2020: Kniegelenksarthroskopie 
rechts, Biopsieentnahme/Entfernung der tumorösen Raumforderung popli-
teal; 9. November 2020: Histologiebefund: Tendosynovialer Riesenzelltu-
mor, keine histologischen Anhaltspunkte für Malignität), eine Chondropa-
thie rechts (mediales Kompartiment Chondropathie Grad II-III und Grad II 

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tibial; laterales Kompartiment Chondropathie Grad I grossflächig tibiaseitig), 
eine grosse Plica infrapatellaris (6. November 2020: Kniegelenksarthrosko-
pie rechts, Plicaentfernung) und eine Spondylolisthesis LWK 5/SWK 1 
(8. März 2004: MRI LWS: Spondylolisthesis LWK 5/SWK 1 bei Spondyloly-
se der Intraartikularportion L5 beidseits; Diskusprotrusion linksbetont Wur-
zel L5 intraforaminal; act. II 119/7). Aus versicherungsmedizinischer Sicht 
habe das Unfallereignis zu einer Zerrung des medialen Seitenbandes ge-
führt. Diese sei im Verlaufs-MRI vom 25. September 2020 bereits wieder 
abgeheilt gewesen. Anhaltspunkte für eine Zerrung des VKB, wie initial im 
MRI vermutet worden sei, haben sich intraoperativ nicht gefunden: Das 
VKB habe sich völlig unauffällig dargestellt. Das Kniegelenk habe sowohl 
im medialen als auch im lateralen Kompartiment grossflächige chondropa-
thische Veränderungen gezeigt, wobei der Befund im Bereich des medialen 
Femurkondylus mit Grad II-III am stärksten ausgeprägt gewesen sei. Bei 
fehlendem Knochenmarksödem im bereits früh posttraumatisch durchge-
führten MRI sei eine traumatische Genese nicht überwiegend wahrschein-
lich. Auch spreche der Befund mit grossflächig verändertem Knorpel, wie 
das anlässlich der Arthroskopie beschrieben worden sei, für eine degenera-
tive Genese. Auch Dr. med. D.________ räume ein, dass "das Beweisen 
dieser Chondropathie als Unfallfolge nicht einfach" sei. Entsprechend sei 
die Unfallkausalität dieser Chondropathie nicht als überwiegend wahr-
scheinlich zu beurteilen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit habe der 
Beschwerdeführer durch den Unfall vom 16. Juni 2020 eine Zerrung des 
medialen Seitenbandes sowie eventuell ein vorübergehendes Symptoma-
tischwerden (Aktivierung) einer unfallfremd vorbestehenden degenerativen 
Chondropathie, erlitten. Es sei höchstens von einer vorübergehenden Ver-
schlimmerung auszugehen. Für eine richtunggebende Verschlimmerung 
sei ein bleibender überwiegend wahrscheinlich unfallbedingter struktureller 
Schaden gefordert, ein solcher liege hier nachweislich nicht vor. Die Opera-
tion vom 6. November 2020 habe übereinstimmend mit der Beurteilung von 
Dr. med. D.________ einen unfallfremden Zustand (Riesenzelltumor) erge-
ben und sei somit nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Eine Zer-
rung des medialen Innenbandes heile innerhalb von wenigen Wochen ab. 
Entsprechend kämen auch im Verlaufs-MRI vom 25. September 2020 die 
Kollateralbänder reizlos und intakt zur Darstellung. Bei Annahme einer vor-
übergehenden Verschlimmerung der unfallfremd vorbestehenden Chon-

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dropathie sei eine solche spätestens nach drei Monaten abgeschlossen 
und der Status quo sine erreicht (act. II 119).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 
E. 3.2). Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungs-
verhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, wenn ein frei 
praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Erstellung 
von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, 
welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 
begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, 
welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die 
Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Auch 
reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser 
Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin 
die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hinter-
grund rückt (vgl. SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4 Die Aktenbeurteilungen von Dr. med. E.________ vom 9. Februar 
2021 (act. II 67) und 6. April 2023 (act. II 119) erfüllen die höchstrichterli-

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chen Beweisanforderungen an ein Aktengutachten und erbringen vollen 
Beweis. Dass der Suva-Arzt keine klinische Exploration des Beschwerde-
führers durchgeführt hat, ist nicht zu beanstanden, konnte er sich aufgrund 
der medizinischen Akten einschliesslich der bildgebenden Abklärungen 
doch ein gesamthaft lückenloses Bild verschaffen, womit die Vorausset-
zungen für einen rechtsgenüglichen Aktenbericht erfüllt sind (vgl. E. 3.3 
hiervor). Zudem kann rechtsprechungsgemäss insbesondere (auch) die 
Kausalität im Rahmen eines Aktenberichts erörtert werden (Entscheid des 
BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, E. 4.2). Der Suva-Arzt hat 
sich in seinen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorg-
fältig mit den gesundheitlichen Befunden und Beschwerden auseinander-
gesetzt und seine Schlussfolgerung insbesondere auch auf die bildgeben-
den Untersuchungen sowie operativen Befunden gestützt. Zudem hat er 
auch einlässlich zur Einschätzung des behandelnden Dr. med. D.________ 
(welche dieser zu Handen der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers 
machte) Stellung genommen und dabei überzeugend aufgezeigt, dass und 
weshalb an der Beurteilung der Suva festgehalten wird.

3.4.1 Dr. med. E.________ hat nachvollziehbar und schlüssig begründet, 
weshalb die unfallkausalen Beschwerden nach spätestens drei Monaten 
(nach dem Ereignis vom 16. Juni 2020) als ausgeheilt zu betrachten waren, 
mithin der Status quo sine erreicht war bzw. die weiterhin geklagten Be-
schwerden ab diesem Zeitpunkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nicht (mehr) in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis 
standen. Er begründete dies damit, dass das Ereignis vom 16. Juni 2020 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lediglich zu einer Zerrung des medi-
alen Seitenbandes sowie allenfalls zu einem vorübergehenden Symptoma-
tischwerden (Aktivierung) einer unfallfremd vorbestehenden degenerativen 
Chondropathie geführt habe, jedoch zu keiner richtunggebenden Ver-
schlimmerung eines Vorzustandes; eine Zerrung des medialen Innenban-
des sei innerhalb weniger Wochen abgeheilt und eine angenommene vorü-
bergehende Verschlimmerung der unfallfremd vorbestehenden Chondropa-
thie sei spätestens nach drei Monaten abgeschlossen (act. II 67/2, 119/8). 
Diese Beurteilung findet auch Rückhalt in den Akten. Die anlässlich der 
MRI-Untersuchung vom 13. Juli 2020 noch festgestellte Zerrung des medi-
alen Seitenbandes (act. II 13/1) war bei der MRI-Verlaufsuntersuchung vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2023, UV/23/398, Seite 13

25. September 2020 bereits nicht mehr vorhanden bzw. wieder abgeheilt; 
die Kollateralbänder wurden als intakt beurteilt, ebenso die Kreuzbänder; 
act. II 32/1). Mit dem Suva-Arzt ist festzuhalten, dass sich im Rahmen des 
operativen Eingriffs vom 6. November 2020 auch keine Anhaltspunkte für 
die anfänglich vermutete VKB-Zerrung (act. II 13/1) finden liessen; das VKB 
wurde als unauffällig beschrieben (act. II 41/1). Auch konnten anhand der 
bildgebenden Abklärungen ein Meniskusriss und (sonstige) Frakturen aus-
geschlossen werden; der Meniskus zeigte sich intakt und Frakturhinweise 
ergaben sich keine (act. 13/1, 32/1). Des Weiteren hat der Suva-Arzt unter 
Hinweis auf ein fehlendes Knochenmarködem (sog. "Bone bruise") im be-
reits früh posttraumatisch durchgeführten MRI (vom 13. Juli 2020; vgl. 
act. II 13) und des anlässlich des operativen Eingriffs (vom 6. November 
2020) erhobenen Befundes mit grossflächig verändertem Knorpel (vgl. 
act. II 41) nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass die chondro-
pathischen Veränderungen am rechten Knie degenerativer Genese sind 
(act. II 119/8). Eine unfallbedingte Entstehung dieser Veränderungen ist 
damit nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt, worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hingewiesen hat (Be-
schwerdeantwort S. 3 Ziff. III Rn. 4.2). 

3.4.2 Die zu Handen der Rechtsvertretung verfassten Stellungnahmen 
des behandelnden Dr. med. D.________ vom 27. Mai 2021 (act. II 115) 
und 15. Juli 2022 (act. II 116) vermögen entgegen der Ansicht des Be-
schwerdeführers keine – auch nur geringen – Zweifel an der versiche-
rungsmedizinischen Beurteilung von Dr. med. E.________ zu wecken. Ei-
nerseits ergeben sich aus den Stellungnahmen keine (wesentlichen) As-
pekte, welche bei der versicherungsmedizinischen Beurteilung durch den 
Suva-Arzt unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (vgl. SVR 2019 UV 
Nr. 31 S. 117 E. 3, 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5). Andererseits hält 
Dr. med. D.________ im Schreiben vom 15. Juli 2022 selbst fest, dass 
nach dem MRI vom 13. Juli 2020 keine direkten Unfallfolgen vorhanden 
gewesen seien (act. II 116/2). Die blosse Möglichkeit, wie er ebenfalls ar-
gumentiert hat (act. II 116/3), genügt zum Nachweis einer unfallbedingten 
Ursache nicht (vgl. E. 2.3 hiervor). Zudem hat Dr. med. D.________ selbst 
eingeräumt, dass das Beweisen der diagnostizierten Chondropathie als 
Unfallfolge nicht einfach sei; das mögliche Kriterium eines Knochenmarkö-

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dems einer Unfallfolge fehle und es könne durchaus auch gegenteilig ar-
gumentiert werden, wie es nun von der Versicherung getan bzw. im Bericht 
von Dr. med. E.________ ausgeführt werde (act. II 116/2). Soweit Dr. med. 
D.________ unter diesen Umständen zuhanden der Rechtsvertretung des 
Beschwerdeführers die Unfallkausalität bejaht, dürfte durchaus die Erfah-
rungstatsache hineinspielen, wonach behandelnde (Spezial-)Ärzte mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; 
SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3; Entscheid des Eidgenössischen Ver-
sicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, 
E. 5.4).

3.4.3 Soweit schliesslich der Beschwerdeführer (wie auch Dr. med. 
D.________) geltend macht, dass er vor dem Ereignis vom 16. September 
(recte: Juni) 2020 mit dem rechten Knie keinerlei Probleme gehabt habe, 
lasse nur den einen logischen Schluss zu, dass das Ereignis vom 16. Sep-
tember (recte: Juni) 2020 zu der diagnostizierten Chondropathie geführt 
habe (Beschwerde S. 7 Ziff. II lit. C Rn. 13; act. II 116/2), vermag dies keine 
Unfallkausalität zu begründen. Denn beweisrechtlich gilt eine gesundheitli-
che Schädigung nicht schon dann als durch den Unfall verursacht, wenn 
sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. zur Unzulässigkeit der Formel "post 
hoc ergo propter hoc" BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2021 UV Nr. 
34 S. 156 E. 4.2). Sodann ist unbestritten, dass es sich beim Zufallsbefund 
der PVNS (act. II 49) um einen krankhaften Befund handelt (act. II 116/3, 
119/7).

3.5 Der Sachverhalt ist folglich rechtsgenüglich abgeklärt und es ist in 
antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen, insbesondere die 
eventualiter bzw. subeventualiter beantragte Begutachtung (vgl. Beschwer-
de S. 1 ff. Ziff. I Ziff. 2 f. und Ziff. II lit. C Rn. 7 ff.) zu verzichten (BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Unerheblich ist im Übrigen, ob konkurrenzie-
rende Ursachen haben festgestellt werden können oder nicht. Der Unfall-
versicherer hat nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen; 
entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesund-
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2023, UV/23/398, Seite 15

sind. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen 
Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder 
dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Entscheid des 
BGer vom 22. Juli 2019, 8C_68/2019, E. 3.2).

3.6 Nach dem Dargelegten verneinte die Beschwerdegegnerin einen 
über den 28. Februar 2021 hinausgehenden Anspruch auf Unfallversiche-
rungsleistungen zu Recht. Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 19. April 2023 (act. II 122) nicht zu beanstanden und die dagegen er-
hobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.