# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ddb9aeb-d350-52b3-94c6-f3a925606fa2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.06.2023 120 22 262 / 151 (120 2022 262 / 151)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_120-22-262---151_2023-06-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. Juni 2023 (120 22 262 / 151) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Leidensbedingter Abzug 

 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Monica Armesto, Advoka-
tin, Advokatur Armesto GmbH, Hauptstrasse 31, Postfach 169, 
5070 Frick 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ arbeitete als Maschinist in einem 100 %-Pensum. Daneben 
war er rund 2 x 3 Stunden pro Woche als Unterhaltsreiniger tätig. Am 22. Mai 2013 stürzte er bei 
der Arbeit auf der Baustelle von einer Leiter und zog sich eine Calcaneustrümmerfraktur am lin-
ken Fuss zu. In der Folge musste er sich diversen Fussoperationen unterziehen. Die Suva aner-
kannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 

 

 
 
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16. Januar 2020 sprach sie A.____ gestützt auf das Gutachten von Dr. med. B.____, FMH Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 27. Juni 2018 und einer attestierten vollen Ar-
beitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades 
von 25 % zu. 
 
Nachdem sich A.____ mit Gesuch vom 6. Februar 2014 auch bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet hatte, klärte die IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) den Sachverhalt ab und stellte mit Verfügung vom 29. Juni 2020 fest, dass Anspruch 
auf eine befristete Invalidenrente vom 1. August 2014 bis 31. Dezember 2014 bestehe. Gegen 
diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, Beschwerde ans 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), woraufhin die IV-Stelle die 
angefochtene Verfügung lite pendente aufhob und weitere medizinische Abklärungen vornahm. 
Gestützt auf das von ihr eingeholte polydisziplinäre Gutachten der Medizinischen Gutachterzent-
rum Region St. Gallen GmbH (MGSG) vom 21. Juli 2021 lehnte die IV-Stelle schliesslich mit 
Verfügung vom 15. August 2022 einen Anspruch von A.____ in Berücksichtigung einer Arbeits-
fähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit bis 31. Januar 2020 und eines ermit-
telten Invaliditätsgrades von 21 % beziehungsweise einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ab 1. Februar 
2020 und eines Invaliditätsgrades von 37 % ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, mit Eingabe vom 
15. September 2022 Beschwerde ans Kantonsgericht. Er beantragte, die Verfügung vom 15. Au-
gust 2022 sei aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab 1. Mai 2014 
mindestens eine halbe Invalidenrente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 50 % auszu-
richten. Zur Begründung führte er an, dass das polydisziplinäre Gutachten der MGSG vom 21. 
Juli 2021 nicht beweiskräftig sei. Namentlich wiesen das orthopädische und das psychiatrische 
Teilgutachten Widersprüche auf. Um die Arbeitsfähigkeit rechtsgenüglich beurteilen zu können, 
sei ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten einzuholen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 23. November 2022 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 15. September 2022 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
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2. Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung der Invali-
denversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 An-
wendung. Erfolgt die Verfügung über die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, 
welche aber einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022 betrifft, sind die Bestimmungen des 
IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 massgebend (Kreis-
schreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 
2022, Rz. 9101; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen 
Rentensystems [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 1009). Die Bestimmungen werden 
im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 
V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische 
Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In 
jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von 
der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass 

 

 
 
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bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei-
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 
143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. 
Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkran-
kungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklä-
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärzt-
lichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeits-
unfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1 Um den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person beurtei-
len zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen ange-
wiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 
140 V 193 E. 3.2, 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Sämtliche Beweismittel, somit auch medizinische Berichte und Sachverständigengut-
achten, unterliegen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Im Sinne einer Richtlinie ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 
welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb). Demgegenüber kommt 
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen zwar nach der Rechtspre-
chung Beweiswert zu, praxisgemäss haben sie aber nicht dieselbe Beweiskraft wie ein gerichtli-
ches oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen 
Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 

 

 
 
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werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 
E. 5.3, 135 V 465 E. 4.4 und 4.7). 
 
5.1 Zu prüfen ist, ob das polydisziplinäre Gutachten der MGSG vom 21. Juli 2021 den Be-
weisanforderungen gerecht wird. Der Beschwerdeführer erachtet das orthopädische Teilgutach-
ten von Dr. med. C.____ vom 7. Juli 2021 sowie das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. 
D.____ vom 18. Juli 2021 als ungenügend. 
 
5.2 In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung stellten die Gutachter der MGSG als Diag-
nosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf leichte degenerative Veränderun-
gen des unteren Sprunggelenkes bei Status nach Osteosynthese einer Calcaneustrümmerfraktur 
5/2013 mit belastungsbetonten Schmerzen im linken Rückfuss sowie eine leichte depressive Epi-
sode (ICD-10: F32.0). 
 
5.3 Dr. C.____ führte im orthopädischen Teilgutachten vom 7. Juli 2021 aus, dass das Aus-
mass der Schmerzen im linken Rückfuss mit den Bildern der Magnetresonanztomographie (MRT) 
vom 1. Juli 2021 nur ungenügend erklärt werden könne. Auf den Bildern seien keine wesentlichen 
pathologischen Befunde erkennbar. Allerdings sei in der Single-Photon-Emissionscomputertomo-
graphie (SPECT) vom 14. Februar 2014, welche von Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, angeordnet worden sei, eine aktivierte Arth-
rose im Bereich des unteren Sprunggelenkes zu sehen. Demgegenüber seien in der aktuell 
durchgeführten MRT keine wesentlichen Knorpelschäden sichtbar und es stelle sich die Frage, 
welche Untersuchung nun korrekt sei. Auffällig sei, dass die Tests der Achillessehne, der Tibialis 
posterior Sehne und der Peronealsehne links unauffällig gewesen seien, aber vom Versicherten 
eine deutliche Druckdolenz sämtlicher Sehnen angegeben werde. Hinweise auf eine Peritendini-
tis (Entzündung der Sehnenscheide) hätten die MRT-Bilder ebenfalls keine geliefert. Falls eine 
Arthrose vorliege, komme es diesbezüglich nicht zu einer Heilung. Die Beurteilung des Knorpels 
sei mittels MRT präziser als mit einer SPECT, wobei im vorliegenden Fall das Osteosynthesema-
terial zu einer gewissen Beeinträchtigung der Bildqualität der MRT führe und deshalb eine leichte 
Chondropathie (Knorpelschaden) letztlich nicht ausgeschlossen werden könne. Anlässlich seiner 
Begutachtung im Jahr 2018 im Rahmen des Unfallversicherungsverfahrens der Suva habe Dr. 
B.____ keine bildgebende Untersuchung veranlasst. Seine Diagnose einer subtalaren posttrau-
matischen Arthrose links basiere somit wahrscheinlich auf der von Dr. E.____ veranlassten 
SPECT vom 14. Februar 2014. Nachdem in der aktuellen MRT keine wesentliche Knorpelläsion 
sichtbar sei, könne er sich der Beurteilung von Dr. B.____, dass "jeglicher Stand und Gang über 
mittlere bis längere Zeitintervalle nicht toleriert würden" nicht anschliessen. Hingegen sei ihm 
hinsichtlich der attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer sitzenden Tätigkeit grundsätzlich 
beizupflichten. Diesbezüglich führte Dr. C.____ detaillierter aus, dass im Rahmen der postopera-
tiven Rehabilitation von Mai 2013 bis Oktober 2013 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. 
Seit November 2013 betrage die Arbeitsfähigkeit als Bauhilfsarbeiter 75 % für körperlich mittel-

 

 
 
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schwere bis schwere, vorwiegend stehende und gehende Tätigkeiten, welche häufig auf unebe-
nem Boden und in kalter und feuchter Umgebung stattfänden. Für adaptierte, leichte und vorwie-
gend sitzende Tätigkeiten sei der Versicherte seit November 2013 zu 100 % arbeitsfähig. 
 
5.4 In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierte Dr. D.____ in seinem Teilgutachten vom 18. 
Juli 2021 neben einer leichten depressiven Episode (ICD-10: F32.0) eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) und eine Akzentuierung 
von Persönlichkeitszügen mit histrionischen und narzisstischen Zügen (ICD-10: F73). Im Gegen-
satz zur leichten depressiven Episode hätten die Diagnosen der chronischen Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren sowie die Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit 
histrionischen und narzisstischen Zügen keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Der Versi-
cherte habe ab Februar 2020 eine depressive Störung entwickelt, die erstmals von seinem be-
handelnden Psychiater, Dr. med. F.____, diagnostiziert worden sei. Die Beurteilung der Depres-
sivität werde erschwert durch die starke Verdeutlichungstendenz des Versicherten, den "gesund-
heitlichen Defekt zur Kenntnis zu bringen und Anerkennung für die erlebten Einschränkungen zu 
erzwingen", was zu übertrieben wirkenden emotionalen Ausbrüchen und theatralischen Inszenie-
rungen führe. Im Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung hätten objektiv die Symptome einer 
leichten depressiven Episode erhoben werden können. 
 
Des Weiteren liege eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
vor, die überwiegend wahrscheinlich erst im Oktober 2020 aufgetreten sei, zumal der behan-
delnde Psychiater in seinem Bericht vom 29. September 2020 keine solche Störung genannt 
habe. Ein weiter zurückliegender Beginn könne aber nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. 
Anamnestisch und nach Aktenlage bestehe eine erklärungsbedürftige Latenz zwischen der trau-
matisch erlebten Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2013 und dem Auftreten der krankheitswerten de-
pressiven Symptome im Jahr 2020. Theoretisch sei nicht auszuschliessen, dass die psychiatri-
sche Symptomatik erst so spät erkannt worden sei, weil der Fokus lange auf den körperlichen 
Einschränkungen gelegen habe. Die Anmerkung von Dr. B.____ in seinem orthopädischen Gut-
achten vom 27. Juni 2018, der Versicherte leide unter einer "reaktiven, depressiven Verstim-
mung", könnte als Hinweis in diese Richtung verstanden werden. Auch dürfte die – möglicher-
weise kulturell mitbedingte – Schwelle zur Inanspruchnahme psychiatrisch-psychotherapeuti-
scher Hilfe für den Versicherten hoch gewesen sein. Schliesslich liege eine Akzentuierung von 
Persönlichkeitszügen mit histrionischen und narzisstischen Zügen vor. Der Versicherte verfüge 
über ausgeprägte theatralische Fähigkeiten, die er während der gutachterlichen Untersuchung 
eingesetzt habe. Es sei durchaus möglich, dass er die Einschränkungen infolge der Verletzung 
am linken Fuss als eine "narzisstische Kränkung" erlebe, die er auch im Zeitpunkt der Untersu-
chung nicht habe überwinden können. 
 
Die von Dr. F.____ in seinen Berichten vom 3. August 2020 und 29. September 2020 festgestellte 
mittelgradige depressive Episode könne hinsichtlich der Diagnose einer depressiven Episode be-
stätigt werden, jedoch nicht in Bezug auf den Schweregrad. Dr. D.____ kam zum Schluss, dass 
der Versicherte aus psychiatrischer Sicht in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maschinist 
zwischen acht und achteinhalb Stunden pro Tag arbeitsfähig sei mit einer Leistungseinschrän-
kung von 25 % seit Februar 2020. Für den Zeitraum Mai 2013 bis Februar 2020 sei von einer 

 

 
 
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vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. In einer adaptierten Tätigkeit ohne emotionale Belastung, 
ohne Zeitdruck und Dauerbelastung, die keine geistige Flexibilität erfordere, sei der Versicherte 
seit Februar 2020 zu 80 % arbeitsfähig.  
 
5.5 Dieser Einschätzung folgten die Gutachter in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 
und fügten noch beim zumutbaren Arbeitsprofil in somatischer Hinsicht hinzu, dass die attestierte 
Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten in temperierten Räumen, 
ohne häufiges Laufen, speziell auf Treppen, Leitern und unebenem Boden gelte. 
 
6.1 Dem von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den An-
forderungen der Rechtsprechung (BGE 134 V 231 E. 5.1) entsprechenden Gutachten externer 
Spezialärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4). 
Zweck interdisziplinärer Gutachten ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
zu erfassen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in 
ein Gesamtergebnis zu fassen (BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Dasselbe gilt mit Blick auf die mitunter 
schwierige Abgrenzung der im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG versicherten Zustände von invalidi-
tätsfremden Faktoren. Der abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand 
und Arbeitsfähigkeit kommt dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Kon-
sensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (BGE 143 V 124 E. 
2.2.4; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2019, 8C_128/2019, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
6.2 Bei der Würdigung des Gutachtens darf das Gericht seine eigene Meinung ohne über-
zeugende Begründung nicht über diejenige der sachverständigen Person stellen, wobei aber zu 
prüfen ist, ob das Gutachten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist und auf 
den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, ob es die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob 
die Schlussfolgerungen in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Behörde sie 
prüfen und nachvollziehen kann und ob die sachverständige Person nicht auszuräumende Unsi-
cherheiten und Unklarheiten, welche ihr die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun-
möglichen, deutlich macht (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Bern/Genf 2020, 
Art. 44 Rz. 78 mit Hinweisen). 
 
7. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass weder das orthopädische noch das psy-
chiatrische Teilgutachten den Anforderungen von Art. 44 ATSG genügen. 
 
7.1.1 In Bezug auf das orthopädische Teilgutachten macht der Beschwerdeführer geltend, Dr. 
C.____ sei in Abweichung von Dr. E.____ und Dr. B.____ zur Erkenntnis gelangt, dass keine 
relevante posttraumatische Arthrose des unteren Sprunggelenkes vorliege, ohne seine abwei-
chende Ansicht zu begründen und ohne das relevante Bildmaterial konsultiert zu haben. Seine 
Beurteilung gründe deshalb auf einer unzureichenden Aktenlage. 
 

 

 
 
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7.1.2 Die Frage, ob eine relevante posttraumatische Arthrose im unteren Sprunggelenk be-
steht oder nicht, lässt Dr. C.____ letztlich offen. Er selbst begründete seine abweichende Diag-
nose der leichten degenerativen Veränderungen des unteren Sprunggelenkes in erster Linie mit 
den aktuellen MRT-Ergebnissen, wonach keine auffälligen Befunde, namentlich keine wesentli-
chen Knorpelläsionen und keine Peritendinitis, hätten festgestellt werden können. In Bezug auf 
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vermag die Beurteilung von Dr. C.____ im 
Vergleich zu den vorangegangenen und übereinstimmenden medizinischen Erkenntnissen, dass 
eine volle Arbeitsunfähigkeit im Beruf als Maschinist im Baugewerbe vorliegt, zwar nicht zu über-
zeugen. Da die IV-Stelle beziehungsweise der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) aber entgegen 
der Feststellungen von Dr. C.____ weiterhin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im ange-
stammten Beruf ausging, folgte sie der Auffassung des Beschwerdeführers sowie der vorange-
henden Fachmeinungen. Entscheidend ist vorliegend jedoch nicht die Arbeitsfähigkeit in der an-
gestammten Tätigkeit, sondern diejenige in einer angepassten Verweistätigkeit. Darin sind sich 
die Experten Dr. B.____ und Dr. C.____ einig, dass sowohl bei Vorliegen einer relevanten post-
traumatischen Arthrose, wie sie in den Vorberichten der Suva erkannt und am 22. März 2020 
auch von Prof. Dr. med. Dr. phil. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, di-
agnostiziert worden war, als auch bei leichten degenerativen Veränderungen des unteren 
Sprunggelenkes von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer vorwiegend sitzenden Verweistätigkeit 
auszugehen sei. Das orthopädische Gutachten von Dr. C.____ erweist sich in dieser Hinsicht als 
schlüssig, weshalb in diesem massgebenden Punkt darauf abgestellt werden darf. Ergänzender 
Abklärungen bedarf es diesbezüglich nicht.  
 
7.2.1 Gegen das psychiatrische Teilgutachten von Dr. D.____ bringt der Beschwerdeführer 
vor, dass der Beginn der psychiatrischen Erkrankung unzutreffenderweise gleichgesetzt worden 
sei mit dem Behandlungsbeginn im Februar 2020. In den medizinischen Vorakten gebe es klare 
Hinweise für eine frühere psychische Überlagerung der somatischen Beschwerden, namentlich 
habe Dr. B.____ in seinem orthopädischen Gutachten vom 27. Juni 2018 erkannt, dass der Ein-
druck einer reaktiven depressiven Verstimmung nicht von der Hand zu weisen sei. Eine depres-
sive Episode habe er sogar in die Diagnoseliste aufgenommen.  
 
7.2.2 Ob eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende psychiatrische Diagnose vor Behandlungs-
beginn bei Dr. F.____ im Februar 2020 vorlag, lässt sich mit der vorhandenen Aktenlage retro-
spektiv nicht zuverlässig ermitteln. Die Feststellung einer reaktiven, depressiven Verstimmung 
von Dr. B.____ in seinem Gutachten vom 27. Juni 2018 lässt lediglich vermuten, dass eine psy-
chische Überlagerung der körperlichen Beschwerden bestanden hat. Der Beschwerdeführer 
selbst erklärte, dass die Sozialarbeiterin ihm im Jahr 2019 nahegelegt habe, eine psy-chiatrische 
Behandlung aufzunehmen. Vorher sei ihm nicht bewusst gewesen, dass psychisch etwas nicht 
stimme. Dr. D.____ schloss auch nicht aus, dass die Schwelle für die Inanspruchnahme psychi-
atrisch-psychotherapeutischer Hilfe kulturbedingt für den Versicherten hoch gewesen sei, wes-
halb erst spät mit einer Therapie habe begonnen werden können. Wie es sich damit verhält, kann 
– wie gesagt – nachträglich mangels entsprechender psychiatrischer Berichte nicht zuverlässig 
ermittelt werden. Fest steht hingegen, dass der Versicherte seit Februar 2020 in psychiatrischer 
Behandlung ist und der behandelnde Facharzt eine depressive Störung diagnostiziert hat. Da erst 
damit eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erstellt wurde, ist 

 

 
 
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die Festlegung des Beginns der Erkrankung mit Februar 2020 nachvollziehbar begründet und 
nicht zu beanstanden. 
 
7.3.1 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass die gutachterliche Beurteilung des Schwe-
regrades der depressiven Episode als leicht nicht schlüssig sei. Der psychiatrische Gutachter 
weiche von den Diagnosen von Dr. F.____ ab, ohne nachvollziehbar dargelegt zu haben, weshalb 
die von ihm erhobenen psychopathologischen Befunde lediglich für eine leichtgradige Depression 
sprächen. 
 
7.3.2 Es gilt hier zu beachten, dass der Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen Fach-
person einerseits und der Begutachtungsauftrag des bzw. der amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten bzw. Expertin andererseits unterschiedlich sind; deshalb kann das Gutachten 
nicht stets infrage gestellt werden, wenn die behandelnden Arztpersonen zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen; vorbehalten bleiben Fälle, in denen wichtige Aspekte benannt werden, 
die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (KIESER, a.a.O., Art. 44 Rz. 
80). Ferner ist bei der Beweiswürdigung zu beachten, dass die psychiatrische Exploration von 
der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem bzw. der begutach-
tenden Psychiater bzw. Psychiaterin daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb 
dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu res-
pektieren sind, sofern der Experte bzw. die Expertin lege artis vorgegangen ist (Urteile des Bun-
desgerichts vom 29. Dezember 2017, 8C_629/2017, E. 4.3, vom 7. August 2018, 8C_200/2018, 
E. 6.3 und vom 5. April 2019, 9C_668/2018, E. 3.5; KIESER, a.a.O., Art. 44 Rz. 76). Eine Sach-
verhaltsfeststellung ist ferner nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmel-
den, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenfällig unzutreffend ist. Es liegt noch keine offen-
sichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere Lösung ebenfalls in Betracht fällt, selbst wenn 
diese als die plausiblere erscheint. Diese Grundsätze gelten auch in Bezug auf die konkrete Be-
weiswürdigung (BGE 147 V 194 E. 6.3.1; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2022, 
8C_105/2022, E. 1.2). 
 
7.3.3 In den Akten befinden sich vier Arztberichte von Dr. F.____, nämlich vom 3. August 
2020, 29. September 2020, 22. November 2021 sowie vom 29. August 2022. In seinem Bericht 
vom 3. August 2020 stellte Dr. F.____ die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Störung mit 
somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11). Seit Behandlungsbeginn am 3. Februar 2020 sei es zu 
keiner wesentlichen Verbesserung der depressiven Symptomatik gekommen, obwohl engma-
schige psychotherapeutische Gespräche stattfänden und eine antidepressive medikamentöse 
Behandlung etabliert worden sei. Aufgrund der depressiven Entwicklung und der schmerzhaften 
Problematik seines linken Fusses sei der Versicherte zum aktuellen Zeitpunkt 100 % arbeitsun-
fähig. Mit Bericht vom 29. September 2020 bestätigte Dr. F.____ sowohl die Diagnose einer mit-
telgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom als auch die vollständige Arbeitsun-
fähigkeit. Zu den objektiven Befunden führte er aus, dass der Versicherte altersentsprechend 
aussehe, in normalem Ernährungszustand sowie bewusstseinsklar und allseits orientiert sei. Der 
Antrieb sei vermindert und die Stimmung gedrückt, begleitet von Zukunftsängsten. Der Schlaf sei 
gestört und es beständen Konzentrationsschwierigkeiten. Während des Gesprächs verliere er oft 
den Faden und sei sprunghaft in den Gedanken. Inhaltlich beschäftige er sich mit der Situation 

 

 
 
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seines linken Fusses, da es nach mehreren Operationen zu keiner Verbesserung der Gehprob-
lematik gekommen sei. Formale Denkstörungen oder psychotisches Geschehen seien nicht vor-
handen. Ebenfalls könne aktuell eine Suizidalität verneint werden, diese sei jedoch in der Anam-
nese latent vorhanden gewesen. Der Versicherte sei dünnhäutig und es fehle ihm an Selbstwert-
gefühl. Auch habe er Schuldgefühle gegenüber seinen Kindern und seiner Ehefrau. Ferner sei 
eine soziale Zurückgezogenheit und eine Isolation bei fehlender Tagesstruktur zu erkennen. 
 
Dr. D.____ bezog diese Berichte in seine gutachterliche Beurteilung mit ein und erkannte, dass 
die Diagnose einer depressiven Episode an sich bestätigt werden könne, jedoch nicht in Bezug 
auf den Schweregrad. Die Schmerzproblematik sowie das subjektive Verhalten des Versicherten, 
namentlich die ausgeprägte Verdeutlichungstendenz hinsichtlich der körperlichen Einschränkun-
gen, seien in unzulässiger Weise in die psychiatrische Diagnostik miteingeflossen. Die von Dr. 
F.____ in beiden, zeitlich nahe beieinanderliegenden Berichten attestierte volle Arbeitsunfähig-
keit sei aus gutachterlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Dr. F.____ unterscheide dabei nicht klar 
zwischen psychiatrischen und somatischen Gründen, die die Arbeitsfähigkeit beeinflussten. 
 
Den Ausführungen von Dr. D.____ ist insofern zu folgen, als die von Dr. F.____ geschilderten 
Befunde nicht auf eine dauerhafte volle Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. So erkannte auch 
Dr. D.____, dass die Stimmung gedrückt und der Antrieb, die Konzentrationsfähigkeit, das Inte-
resse sowie die Fähigkeit, Freude zu empfinden, vermindert seien. Ferner seien das Selbstwert-
gefühl und das Selbstvertrauen herabgesetzt. Er stellte aber ebenfalls fest, dass die akzentuier-
ten Persönlichkeitszüge die Schmerzverarbeitungsstörung und die leichte depressive Episode 
unterhielten, ohne ursächlich dafür zu sein. Bei der Beurteilung von Dr. D.____ handelt es sich 
letztlich um eine unterschiedliche Einschätzung der psychiatrischen Problematik, die in Würdi-
gung der ihm zum Zeitpunkt der Begutachtung zur Verfügung gestandenen Informationen aus 
den Arztberichten von Dr. F.____ vom 3. August 2020 und 29. September 2020 nicht zu bean-
standen ist.  
 
Ferner führte Dr. D.____ ein Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsbeeinträchtigungen 
bei psychischen Erkrankungen (APP) durch, dessen Ergebnisse seine Einschätzung unterstrei-
chen. Der Test ergab zwar eine mässig ausgeprägte Beeinträchtigung der Fähigkeit zur Planung 
und Strukturierung von Aufgaben sowie der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit, hingegen aber 
eine nur leicht ausgeprägte Beeinträchtigung der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, der Ent-
scheidungs- und Urteilsfähigkeit, der Proaktivität und Spontanaktivität, der Fähigkeit zu familiären 
Beziehungen, der Fähigkeit zur Selbstpflege und Selbstversorgung sowie der Mobilität und Ver-
kehrsfähigkeit. Trotz der psychischen Störung könnten beim Versicherten auch Ressourcen er-
hoben werden. Er wirke kämpferisch im Verfolgen seiner Ziele, verfüge über eine Partnerbezie-
hung und eine gute Beziehung zu den Kindern, er erlebe tatkräftige Unterstützung durch die Ver-
wandten und habe regelmässigen Kontakt mit Bekannten und Kollegen. Seine Kommunikations- 
und Kontaktfähigkeit seien gut. 
 
7.3.4 In seiner Stellungnahme vom 22. November 2021 zum psychiatrischen Teilgutachten 
legte Dr. F.____ seine unterschiedliche Sichtweise zum psychischen Krankheitsgeschehen des 
Versicherten unter der Optik des behandelnden Arztes dar und hielt an einer durchgehenden, 

 

 
 
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vollen Arbeitsunfähigkeit infolge der depressiven Symptomatik und der Schmerzen an der linken 
Ferse fest. Dass die Beurteilung von Dr. D.____ offensichtlich unrichtig sei, tat er damit aber nicht 
dar, auch nicht mit dem Bericht vom 29. August 2022. 
 
8. Zusammenfassend ist folglich festzuhalten, dass das polydisziplinäre Gutachten der 
MGSG vom 21. Juli 2021 die bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweistaugliches Gutachten 
erfüllt. Die IV-Stelle stellte demnach zurecht darauf ab. Dem Beschwerdeführer ist folglich eine 
leichte, angepasste Tätigkeit im Rahmen von 80 % ab Februar 2020 zumutbar. Davor betrug die 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 100 %. 
 
9.1 Beim Einkommensvergleich ermittelte die IV-Stelle ein Valideneinkommen von 
Fr. 86'030.-- gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin sowie den Angaben aus dem 
individuellen Konto. Für die Berechnung des Invalideneinkommens zog sie die Lohntabellen der 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 des Bundesamtes für Statistik bei. Sie ging 
dabei von Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, 
und einem Monatslohn von Fr. 5'417.-- bei 40 Wochenstunden aus. Nach Umrechnung auf die 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden x 12 ermittelte sie ein jährliches Inva-
lideneinkommen von Fr. 67'767.-- beziehungsweise von Fr. 54'214.-- für ein Pensum von 80 %. 
Die Gegenüberstellung der beiden Einkommen ergab in Berücksichtigung einer vollen Arbeitsfä-
higkeit einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 21 % und in Berücksichtigung einer 
80%igen Arbeitsfähigkeit ab Februar 2020 einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 
37 %. 
 
9.2 Die IV-Stelle berechnete das Invalideneinkommen ohne Berücksichtigung eines leidens-
bedingten Abzugs, die Gründe dafür nannte sie nicht. Wird das Invalideneinkommen auf der 
Grundlage von statistischen Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist jeweils vom soge-
nannten Zentralwert auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2, 126 V 75 E. 3b/bb). Weiter ist der so 
erhobene Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen wer-
den, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebens-
alter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen 
auf die Lohnhöhe haben können und die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die 
verbliebende Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 
126 V 75 E. 5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug vom Inva-
lideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbei-
tertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der 
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätz-
lich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten An-
rechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 148 V 174 E. 6.3, 146 V 16 E. 4.1). Im Lichte 
der (auch hier, vgl. E. 2) massgeblichen, bis Ende Dezember 2021 geltenden Rechtslage kam 
das Bundesgericht in seinem Grundsatzurteil BGE 148 V 174 zum Schluss, dass kein ernsthafter 
sachlicher Grund für die Änderung dieser Rechtsprechung besteht und eine solche in Anbetracht 
der per 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Revision des IVG und der IVV auch nicht opportun 

 

 
 
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sein soll. Damit wendete es sich sowohl gegen die Anwendung des untersten Quartilswertes (an-
stelle des Zentralwertes) wie auch gegen einen entsprechenden "statistisch begründeten" res-
pektive "standardmässigen" Abzug vom Zentralwert (BGE 148 V 174 E. 9.2.3-9.3; Urteile des 
Bundesgerichts vom 19. Oktober 2022, 8C_332/2022, E. 5.2.1.1 und vom 27. Juli 2022, 
9C_339/2021, E. 4.5.1 ff.). Das Bundesgericht betonte allerdings die überragende Bedeutung 
des leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn als Korrekturinstrument bei der Festsetzung ei-
nes möglichst konkreten Invalideneinkommens (BGE 148 V 174 E. 9.2.2 und 9.2.3; Urteile des 
Bundesgerichts vom 4. November 2022, 9C_395/2022, E. 4.5.1, vom 19. Oktober 2022, 
8C_332/2022, E. 5.2.1.1 und vom 27. Juli 2022, 9C_339/2021, E. 4.5.4.1). 
 
9.3 Gemäss Zumutbarkeitsprofil im polydisziplinären Gutachten der MGSG vom 21. Juli 
2021 kommen für den Versicherten aus somatischer Sicht nur noch leichte, vorwiegend sitzende 
Tätigkeiten in temperierten Räumen, ohne häufiges Laufen, speziell auf Treppen, Leitern und 
unebenem Boden in Frage. Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer selbst im Rahmen kör-
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Dem ist recht-
sprechungsgemäss mit einem leidensbedingten Abzug Rechnung zu tragen. In Berücksichtigung, 
dass der Beschwerdeführer ab Februar 2020 in einer aus psychischen Gründen attestierten Teil-
zeittätigkeit von 80 % nur noch körperlich leichte, angepasste Tätigkeiten ausüben kann, recht-
fertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn von 10 % (Urteile des Bundesgerichts vom 4. November 
2022, 9C_359/2022, E. 4.5.3 und vom 22. September 2022, 8C_74/2022, E. 4.4.2). 
 
9.4 Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades vor Februar 2020 führt selbst ein leidensbe-
dingter Abzug von 10 % nicht zu einer Rentenberechtigung. Für die Berechnung ab Februar 2020 
und einem Pensum von 80 % ergibt sich hingegen ein anderes Bild. Ausgehend von einem Vali-
deneinkommen von Fr. 87'499.-- (nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung von 0,9 % 
[2019] und von 0,8 % [2020]) und einem Invalideneinkommen von Fr. 49'625.-- (nach Anpassung 
an die Nominallohnentwicklung von 0,9 % [2019] und von 0,8 % [2020] sowie in Berücksichtigung 
eines leidensbedingten Abzuges von 10 %) resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 37'874.-
-. Diese Einbusse entspricht einem Invaliditätsgrad von 43 % (anzumerken bleibt, dass bereits 
ein leidensbedingter Abzug von 5 % zu einem Invaliditätsgrad von 40 % führt). Der Beschwerde-
führer hat demnach Anspruch auf eine Viertelsrente ab Februar 2020. Die Beschwerde ist in die-
sem Sinne teilweise gutzuheissen. 
 
10.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerde-
verfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrens-
kosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend 
ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Der 
vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss wird ihm zurückerstattet. 
 
10.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Gemäss Honorarnote der Rechtsvertreterin vom 24. 
Januar 2023 werden ein Aufwand von 9 Stunden und 6 Minuten sowie Auslagen von Fr. 41.70 

 

 
 
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geltend gemacht, was angemessen ist. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschä-
digung von Fr. 2'495.10 (inklusive Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwer-
degegnerin zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die an-
gefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 15. August 
2022 aufgehoben und festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer ab 
1. Februar 2020 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'495.10 (inkl. Mehrwertsteuer) aus-
zurichten. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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