# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b5ad786-3eab-5248-ab63-b4b4e34cfd7d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 06.01.2015 S 2014 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-60_2015-01-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 60

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, Vizepräsidentin 

Moser und Verwaltungsrichter Audétat, Bott als Aktuar ad hoc

URTEIL 
vom 6. Januar 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. Mit Meldung vom 2. November 2012 ersuchte A._____ die IV-Stelle des 

Kantons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) um berufliche Integrati-

on/Rente.

2. Am 5. Juli 2013 erstatte Dr. med. B._____, Facharzt FMH für Psychiatrie 

und Psychotherapie, zertifizierter forensischer Psychiater SGFP der IV-

Stelle ein psychiatrisches Gutachten. Darin hielt er fest, zum jetzigen 

Zeitpunkt gehe er von einer Arbeitsfähigkeit von grundsätzlich 50 % aus, 

diese sollte aber im Verlauf steigerbar sein und es sei schwer zu sagen, 

ob schlussendlich eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne oder 

ob eventuell aufgrund der doch noch vorhandenen depressiven Sympto-

matik eine Einschränkung von etwa 20 % bestehen bleiben werde (IV-

act. 24 S. 19).

3. In der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (nachfol-

gend RAD) Ostschweiz vom 29. Juli 2013 (IV-act. 44 S. 7) führte Dr. med. 

C._____ aus, der Gutachter begründe die aktuell festgestellte, lediglich 

50%ige Arbeitsfähigkeit alleine damit, „dass der Expl. schon lange keiner 

regelmässigen Tätigkeit mehr nachgegangen ist“. Das sei keine krank-

heitsbedingte Einschränkung und damit IV-fremd.

4. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle 

A._____ mit Verfügung vom 25. März 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 

42 % vom 1. Mai 2013 bis zum 31. August 2013 eine befristete Viertels-

rente zu. Zur Begründung wurde auf das Gutachten von Dr. med. 

B._____ abgestellt. Weiter wurde ausgeführt, auf Basis der LSE 2010, 

Anforderungsniveau 4, einfache und repetitive Tätigkeiten, männlich, be-

laufe sich das Invalideneinkommen auf Fr. 43‘116.--. Darin enthalten sei-

en ein Leidensabzug von 5 % sowie eine Parallelisierung des Einkom-

mens um 15 %. Die Lohnzahlen seien der Nominallohnentwicklung ange-

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passt worden. Somit resultiere bei einem Valideneinkommen von 

Fr. 46‘529.-- ab Mai 2013 ein nicht rentenberechtigender Invaliditätsgrad 

von 7 %.

5. Am 9. Mai 2014 erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) Be-

schwerde gegen diese Verfügung ans Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit dem Begehren, die Verfügung der IV-Stelle vom 

25. März 2014 sei insofern aufzuheben, als die Invalidenrente auf den 

31. August 2013 befristet werde und ihm sei über den 31. August 2013 

hinaus eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 48 % zuzuspre-

chen. Ferner wurde die unentgeltliche Rechtspflege beantragt. Begrün-

dend wurde ausgeführt, entgegen der Meinung der Beschwerdegegnerin 

stehe fest, dass das Gutachten nicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit 

ausgehe und auch nicht von einer Leistungsfähigkeit von 80 %. Die ange-

fochtene Verfügung basiere auf einer falschen Interpretation des einge-

holten Gutachtens. Des Weiteren sei dem um gerundet 15 % unter den 

Tabellenlöhnen liegenden, effektiven Valideneinkommen des Beschwer-

deführers von Fr. 46‘395.-- Rechnung zu tragen, in dem dieses um 10 % 

angehoben werde, da rechtsprechungsgemäss nur der über 5 % liegende 

Unterschied zu berücksichtigen sei, was ein zu berücksichtigendes Vali-

deneinkommen von Fr. 51‘034.50 ergebe. Schliesslich werde mit dem von 

der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Leidensabzug von nur 5 % für 

leichte Tätigkeit seinen Einschränkungen ungenügend Rechnung getra-

gen, weshalb das Invalideneinkommen unter Berücksichtigung eines Lei-

densabzugs von 15 % auf Fr. 26‘782.-- festzulegen sei. Diesfalls belaufe 

sich der Invaliditätsgrad auf 48 %. Dieser Invaliditätsgrad habe gestützt 

auf das Gutachten auch Gültigkeit über den 31. August 2013 hinaus. Ihm 

sei demzufolge eine unbefristete Viertelsrente zuzusprechen.

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6. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Juni 2014 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Be-

gründend wurde ausgeführt, dass im Wesentlichen strittig sei, ob der Be-

schwerdeführer ab Mai 2013 zu 50 % oder 80 % arbeitsfähig sei. Bezüg-

lich der ärztlichen Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit sei vorliegend 

auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B._____ vom 5. Juli 2013 

abzustellen. Diese Einschätzung stelle einen Gesamtwert der Arbeits-

fähigkeit dar, beruhe auf der Vorgeschichte, den Akten sowie auf zwei 

eingehenden psychiatrischen Untersuchungen des Beschwerdeführers 

und erscheine in ihren Ergebnissen schlüssig, nachvollziehbar und wider-

spruchsfrei. Weitere Untersuchungen seien nicht angezeigt, da von ihnen 

keine neuen Erkenntnisse erwartet werden könnten (vgl. BGE 122 V 162 

E.1.d). Dr. med. C._____ vom RAD Ostschweiz stütze die Einschätzung 

des Gutachters.

7. In der Replik vom 17. Juli 2014 führte der Beschwerdeführer aus, dem 

noch eingeholten und beigelegten Bericht von D._____, Fachpsychologin 

für Psychotherapie FSP und Dipl. med. E._____ vom 10. Juli 2014 sei zu 

entnehmen, dass die Behandelnden von einer rezidivierenden depressi-

ven Störung, mittelgradige Episode ausgingen und eine über 50 % lie-

gende Arbeitsfähigkeit bzw. eine über 50 % liegende Leistungsfähigkeit 

verneinen würden. Damit sei die Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 

100 % mit einer Leistungsfähigkeit von 80 %, zumindest solange nicht 

gezielte Eingliederungsmassnahmen durchgeführt worden seien, nicht 

gegeben. Dies sicher auch nicht, solange eine mittelgradige Depression 

bestehe. Unter Vorlage des neuen Berichts sei der Gutachter zu einer 

Verlaufsbegutachtung einzuladen.

8. In der Duplik vom 30. Juli 2014 führte die Beschwerdegegnerin aus, da 

der behandelnde Psychiater und die behandelnde Psychologin eine mit-

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telgradige Episode diagnostizieren würden und dabei ein seit dem 

13. Februar 2013 „unverändertes Bild“ festhielten, sei klar, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Februar 2013 nicht ver-

ändert habe und dass die Behandelnden hier den gleichen Gesundheits-

zustand „nur“ anders beurteilten. Mithin könne vorliegend weiterhin auf 

die Stellungnahme des RAD vom 27. September 2013 abgestellt werden, 

werde doch darin schlüssig und nachvollziehbar der noch vom Gutachter 

mitberücksichtigte, nicht krankheitsbedingte Anteil nachvollziehbar aus-

geschlossen. Der Duplik wurde eine Stellungnahme von Dr. med. 

C._____ vom RAD Ostschweiz vom 29. Juli 2014 zum Bericht von Dipl. 

med. E._____ und Fachpsychologin D._____ vom 10. Juli 2014 beigelegt.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in 

der angefochtenen Verfügung sowie die im Recht liegenden Beweismittel 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-

gen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons Graubünden vom 25. März 2014. Eine solche Anord-

nung, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsge-

richt am Ort der IV-Stelle unterliegt (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgeset-

zes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]), kann beim Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden als kantonales Versicherungsge-

richt angefochten werden (Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Die sachliche und 

örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache ist somit gegeben. Als for-

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meller und materieller Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer von 

der angefochtenen Verfügung unmittelbar betroffen und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren gerichtlicher Überprüfung, womit er zur Be-

schwerdeführung legitimiert ist (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 des Bun-

desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]). Da die Beschwerde dem Verwaltungsgericht überdies 

form- und fristgerecht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b 

ATSG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.

b) Vorliegend ist vordergründig die Frage streitig und zu prüfen, ob der Be-

schwerdeführer über den 31. August 2013 hinaus Anspruch auf eine Inva-

lidenrente hat. Mithin gilt es zu klären, ob betreffend die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf das Gutachten vom 5. Juli 

2013 abgestellt werden darf und ob gemäss diesem beim Beschwerde-

führer ab Mai 2013 von einer 50%igen oder 80%igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen ist.

2. a) Als Invalidität gilt die durch einen körperlichen oder geistigen Gesund-

heitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

andauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG und Art. 4 IVG). Der An-

spruch auf eine Invalidenrente entsteht nach Ablauf eines Jahres, sofern 

während dieses Jahres ohne wesentliche Unterbrüche eine Arbeitsun-

fähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % vorgelegen hat und an-

schliessend eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit vorliegt (Art. 28 

Abs. 1 IVG).

b) Für die Ermittlung des IV-Grades kommt es primär auf die wirtschaftliche 

Erwerbsunfähigkeit und nicht auf die medizinische Arbeitsunfähigkeit an 

(BGE 132 V 393 E.2.1). Die Arbeitsunfähigkeit bezieht sich auf die medi-

zinisch zumutbare Arbeitsleistung im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe-

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reich (vgl. Art. 6 ATSG). Die Erwerbsunfähigkeit stellt den wirtschaftlichen 

Wert der noch vorhandenen Leistungsfähigkeit dar, wie sie sich auf dem 

gesamten in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt ergibt, 

nachdem die zumutbare Behandlung und Eingliederung erfolgt ist (vgl. 

Art. 7 ATSG). Für die Bemessung des Invaliditätsgrades ist die Erwerbs-

unfähigkeit massgebend (vgl. Art. 8 ATSG). 

c) Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren 

der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes 

wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich er-

teilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Der IV-Stelle obliegt es, nach 

Eingang der Anmeldung zum Leistungsbezug die Verhältnisse abzuklären 

(Art. 57 IVG i.V.m. Art. 69 ff. der Verordnung über die Invalidenversiche-

rung [IVV, SR 831.201]). Art. 69 Abs. 2 IVV ergänzt und präzisiert Art. 43 

Abs. 1 ATSG und hält fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungs-

mässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, 

insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- 

und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweck-

mässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschafft und zu die-

sem Zweck Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Ab-

klärungen vor Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentli-

chen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann. Um den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Ge-

richt) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 

andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes 

oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-

ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind ärztliche 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. 

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BGE 132 V 93 E.4; SVR 2008 IV Nr. 40 S. 133 E.3.2). Gestützt darauf 

wird der wirtschaftliche Wert der noch vorhandenen Leistungsfähigkeit 

bestimmt. 

d) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die in den Akten liegenden Arzt-

berichte oder medizinischen Unterlagen als Beweismittel zu würdigen 

sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwer-

deverfahren gilt daher der allgemeine Grundsatz der freien Beweiswürdi-

gung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter 

die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Be-

weiswerts solcher Unterlagen ist entscheidend, ob diese für die Beantwor-

tung der gestellten Fragen umfassend sind, auf den erforderlichen allsei-

tigen Untersuchungen beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichti-

gen und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person 

auseinandersetzen, in Kenntnis der Vorakten und gegebenenfalls in Aus-

einandersetzung mit darin enthaltenen Stellungnahmen abgegeben wor-

den sind, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge ein-

leuchtend sind und Schlussfolgerungen in einer Weise begründet sind, 

dass sie von der rechtsanwendende Person prüfend nachvollzogen wer-

den können. Für den Beweiswert ist die Herkunft des Beweismittels oder 

die Bezeichnung der Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten nicht 

ausschlaggebend (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1; 125 V 351 E.3.a; 122 V 157 

E.1.c; MEYER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl., 

Zürich 2010, S. 352 f.; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/ 

Genf 2009, Art. 44 Rz. 29 ff.).

3. a) Während dem die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung des 

psychiatrischen Gutachtens vom 5. Juli 2013 der Meinung ist, dass beim 

Beschwerdeführer ab Mai 2013 von einer höchstens 20%igen Arbeitsun-

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fähigkeit auszugehen sei, macht der Beschwerdeführer unter anderem 

gestützt auf den Bericht von Dipl. med. E._____ und Fachpsychologin 

D._____ vom 10. Juli 2014 geltend, dass er nach wie vor zu 50 % ar-

beitsunfähig sei. Nachfolgend gilt es deshalb zu prüfen, ob das Gutachten 

von Dr. med. B._____ zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer-

deführers herangezogen werden kann und wie sich dieses bezüglich der 

Arbeitsfähigkeit desselben ab Mai 2013 äussert.

b) Der Beschwerdeführer bringt vor, der Gutachter habe eine Prognose ge-

macht, deren Erfüllung an Bedingungen (Arbeits- und Belastungstrai-

nings, Unterstützung bei der Stellensuche) geknüpft gewesen sei. Ohne 

diese unterstützenden Massnahmen habe der Gutachter es als wenig 

wahrscheinlich erachtet, dass der Beschwerdeführer trotz Depression ein 

Ganztagespensum erfüllen könne. Ausdrücklich habe er im Gutachten 

vielmehr festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit zum jetzigen Zeitpunkt 

(Mai 2013) grundsätzlich bei 50 % liege. Im Konjunktiv habe er angefügt, 

diese könnte im Verlauf steigerbar sein, wobei es schwer zu sagen sei, ob 

schlussendlich eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne oder ob 

eventuell aufgrund der doch noch vorhandenen depressiven Symptomatik 

eine Einschränkung von etwa 20 % bestehen bleibe. Damit stehe fest, 

dass das Gutachten nicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgehe und 

auch nicht von einer Leistungsfähigkeit von 80 %.

Hierzu gilt es festzuhalten, dass das Gutachten von Dr. med. B._____ 

den ausgeführten, von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen 

in jeder Hinsicht gerecht wird. So hat sich der Facharzt mit der Vorge-

schichte, den Vorakten und den subjektiven Angaben des Beschwerde-

führers ausführlich auseinandergesetzt. Auch bilden Grundlage für die 

Erarbeitung des Gutachtens zwei eingehende psychiatrische Untersu-

chungen vom 15. Mai 2013 und vom 29. Mai 2013. Der Gutachter hat den 

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Beschwerdeführer während drei Stunden und 20 Minuten begutachtet (IV-

act. 24 S. 1). Betreffend Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit (angestammte Tätigkeit) führt der Gutachter aus, dass der Be-

schwerdeführer schon lange keiner regelmässigen Tätigkeit mehr nach-

gegangen sei, so dass vermutlich zunächst mit einem Arbeitstraining zu 

beginnen sei, welches dann stufenweise zu steigern sei. Aufgrund der 

grundsätzlich vorhandenen Motivation des Beschwerdeführers sollte dies 

relativ rasch möglich sein. Zum jetzigen Zeitpunkt (Mai 2013) gehe er von 

einer Arbeitsfähigkeit von grundsätzlich 50 % aus, diese sollte aber im 

Verlauf steigerbar sein. Es sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwer zu 

sagen, ob schlussendlich eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden kön-

ne oder ob eventuell aufgrund der doch noch vorhandenen depressiven 

Symptomatik eine Einschränkung von etwa 20 % bestehen bleiben werde 

(IV-act. 24 S. 19). Diese Aussage des Gutachters ist so zu verstehen, 

dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Gutachtens im Mai 2013 

mit einer für die Ausrichtung einer Invalidenrente zu berücksichtigenden 

Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % eingestuft wird. Der Gutachter at-

testiert dem Beschwerdeführer eine maximal 20%ige Arbeitsunfähigkeit, 

falls die bei ihm noch vorhandene depressive Symptomatik bestehen 

bleibt. Die von ihm erwähnte 50%ige Arbeitsfähigkeit wird lediglich damit 

begründet, dass der Beschwerdeführer schon lange keiner regelmässigen 

Tätigkeit mehr nachgegangen ist, weshalb zunächst ein Arbeitstraining zu 

beginnen sei, welches dann zu steigern sei. Dies ist jedoch kein medizini-

scher Grund und damit ein invaliditätsfremder Faktor, welcher bei der In-

validitätsbemessung nicht berücksichtigt werden kann. Das 23 Seiten um-

fassende Gutachten kann insgesamt als umfassend, schlüssig und nach-

vollziehbar bezeichnet werden und die Beschwerdegegnerin hat das Gut-

achten entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers richtig interpre-

tiert.

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c) Im Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerdeführer einen Bericht von 

Dipl. med. E._____ und Fachpsychologin D._____ vom 10. Juli 2014 ein, 

in welchem eine rezidivierende depressive Störung, mittelgradige Episo-

de, ICD-10: F33.1 diagnostiziert wird. Darin wird ausgeführt, bezogen auf 

das psychische Befinden und die Arbeitsfähigkeit zeige sich ein unverän-

dertes Bild seit dem letzten Bericht von Dipl. med. E._____ vom 13. Fe-

bruar 2013. Diese Tatsache sei auf die anhaltende depressive Störung 

zurückzuführen. Von einer 80%igen bis 100%igen Arbeitsfähigkeit sei 

keinesfalls auszugehen. Eine 50%ige Anwesenheit mit einer 50%igen 

Leistung bei einer angepassten einfachen Tätigkeit, ähnlich derjenigen im 

Einsatzprogramm „Dock“, sei realistisch. Die zeitliche Anwesenheit an ei-

nem entsprechenden Arbeitsplatz sei möglicherweise steigerbar im Sinne 

der Ausdehnung eines strukturierten Tagesablaufs, keinesfalls jedoch die 

Leistungsfähigkeit. Der Beschwerdeführer habe am 2. Juli 2014 die Ha-

milton-Depressionsskala ausgefüllt und eine Gesamtpunktzahl von 27 er-

reicht. Bei mehr als 15 Punkten liege eine Depression vor, weshalb die er-

reichte Gesamtpunktzahl die Diagnose der mittelgradigen Depression 

bestätige. Der Beschwerdeführer bringt vor, aufgrund dieses Berichts sei 

die Annahme einer Leistungsfähigkeit von 80 % nicht gegeben. Dies si-

cher auch nicht, solange eine mittelgradige Depression bestehe. Er be-

kunde bereits Mühe, sich am geschützten Arbeitsplatz leistungsmässig so 

einzubringen, dass von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit ausgegangen 

werden könnte. Diese Mühe sei gemäss dem neusten Arztbericht krank-

heitsbedingt und nicht auf eine Selbstlimitierung durch den Beschwerde-

führer zurückzuführen. Wenn von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausge-

gangen werden solle, sei dies bereits eine optimistische Einschätzung für 

ihn.

Im Bericht vom 10. Juli 2014 wird ausgeführt, bezogen auf das psychi-

sche Befinden und die Arbeitsfähigkeit zeige sich ein unverändertes Bild 

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seit dem 13. Februar 2013. Der Gutachter Dr. med. B._____ beurteilte die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Mai 2013. Somit hat Dr. med. 

C._____ vom RAD Ostschweiz in seiner Stellungnahme vom 29. Juli 

2014 zu Recht festgehalten, dass vorliegend derselbe, seit dem Gutach-

ten von Dr. med. B._____ unveränderte, Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers lediglich anders beurteilt werde. An dieser Stelle ist auch 

festzuhalten, dass Dr. med. C._____ in der Abschlussbeurteilung vom 

29. Juli 2013, der Stellungnahme vom 27. September 2013 sowie derjeni-

gen vom 29. Juli 2014 die Interpretation des Gutachtens von Dr. med. 

B._____ durch die Beschwerdegegnerin, wonach beim Beschwerdeführer 

ab dem Zeitpunkt des Gutachtens von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen ist, stets stützte. So führte er aus, der Gutachter stelle klar 

eine Depression leichter Ausprägung fest, die maximal zu einer 20%igen 

Arbeitsunfähigkeit zu führen vermöge. Die Feststellung einer 50 %igen 

Arbeitsfähigkeit werde alleine damit begründet, dass der Beschwerdefüh-

rer schon lange keiner regelmässigen Tätigkeit mehr nachgegangen sei. 

Dies sei keine krankheitsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und 

damit IV-fremd. Der Bericht von Dipl. med. E._____ und Fachpsychologin 

D._____ stützt sich bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

insbesondere auf dessen zurzeit ausgeführte Tätigkeit im Einsatzpro-

gramm „Dock“. Von einer umfassenden Beurteilung, wie derjenigen durch 

Dr. med. B._____, kann bei weitem nicht die Rede sein. Des Weiteren 

lässt der Bericht die vom Gutachter festgestellte, aktenkundige Tatsache, 

wonach der Beschwerdeführer schon lange keiner regelmässigen Tätig-

keit mehr nachgegangen ist, einfach aus. Schliesslich darf und soll der 

Richter in Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten der Erfahrungs-

tatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-

tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 

Patienten aussagen. Der Bericht eines behandelnden Arztes hat somit 

nicht den gleichen Rang wie ein von der IV-Stelle nach dem vorgegebe-

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nen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten (BGE 125 V 351 E.3c). Es 

kann vorliegend daher eher davon ausgegangen werden, dass der be-

handelnde Psychiater und die behandelnde Psychologin die Selbstein-

schätzung des Beschwerdeführers in wohlwollender Weise mitberücksich-

tigten und dass sie, wie dem Bericht zu entnehmen ist, in ihrer Beurtei-

lung wesentlich auf die subjektiven Selbstangaben des Beschwerdefüh-

rers abstellten. Insgesamt vermag der Bericht die Auffassungen und 

Schlussfolgerungen des Gutachters Dr. med. B._____ nicht derart zu er-

schüttern, dass davon abzuweichen wäre, weshalb vorliegend offen ge-

lassen werden kann, ob Dipl. med. E._____ die von ihm diagnostizierte 

mittelgradige depressive Episode gemäss den Empfehlungen der 

Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) 

behandelt oder nicht, wie dies Dr. med. C._____ in seiner Stellungnahme 

vom 29. Juli 2014 vorbrachte. Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu 

Recht auf die Beurteilung des Beschwerdeführers im Gutachten von 

Dr. med. B._____ und die damit einhergehende Einschätzung der Arbeits-

fähigkeit des Beschwerdeführers von 80 % abgestellt.

4. Der Beschwerdeführer beantragt die Einholung einer Verlaufsbegutach-

tung und begründet dies einerseits mit dem Bericht von Dipl. med. 

E._____ vom 10. Juli 2014 und andererseits damit, dass die Begutach-

tung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses schon beinahe ein Jahr 

zurückgelegen habe. Zur Beantwortung der Frage, ob ein früheres Gut-

achten hinreichend aktuell ist, ist nicht primär auf das formelle Kriterium 

des Alters des Gutachtens abzustellen. Massgeblich ist vielmehr die ma-

terielle Frage, ob Gewähr dafür besteht, dass sich die Ausgangslage seit 

der Erstellung des Gutachtens nicht gewandelt hat. Soweit ein früheres 

Gutachten mit Ablauf der Zeit und zufolge veränderter Verhältnisse an Ak-

tualität eingebüsst hat, sind neue Abklärungen unabdingbar (BGE 134 IV 

246 E.4.3). Entscheidend ist daher, ob die ärztliche Beurteilung durch Dr. 

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med. B._____ aus dem Jahr 2013 mutmasslich noch immer zutrifft, oder 

ob die Vorinstanz aufgrund der seitherigen Entwicklung gehalten gewe-

sen wäre, eine neuerliche Begutachtung des Beschwerdeführers anzu-

ordnen. Wie Dipl. med. E._____ in seinem Bericht selbst ausführt, hat 

sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem 13. Fe-

bruar 2013 aus seiner Sicht nicht verändert. Da die Beurteilungen des 

Beschwerdeführers durch den Gutachter Dr. med. B._____ respektive 

durch Dr. med. C._____ vom RAD Ostschweiz nach diesem Zeitpunkt er-

folgten und nach dem Gesagten nachvollziehbar, schlüssig und insge-

samt überzeugender als der Bericht von Dipl. med. E._____ sind (vgl. Er-

wägung 3), besteht zu einer weiteren Begutachtung kein Anlass.

5. a) Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er erziele einen um rund 15 % 

unterdurchschnittlichen Lohn und diesem sei Rechnung zu tragen, indem 

entweder das Valideneinkommen zu erhöhen oder vom Invalidenein-

kommen ein entsprechender Abzug zu machen sei. Zu berücksichtigen 

sei rechtsprechungsgemäss allerdings lediglich der über 5 % liegende 

Unterschied und somit 10 %. Werde sein effektives Valideneinkommen 

von Fr. 46‘395.-- um 10 % angehoben, ergebe sich ein zu berücksichti-

gendes Valideneinkommen von Fr. 51‘034.50.

Wenn eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen ein deut-

lich unterdurchschnittliches Valideneinkommen aufweist, insbesondere 

wegen geringer Schulbildung, fehlender beruflicher Ausbildung oder 

mangelnder Deutschkenntnisse, so ist dies gemäss bundesgerichtlicher 

Praxis bei der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigen. In diesen Fällen 

ist den vorherrschenden Umständen bei der Invaliditätsbemessung nach 

Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern jedenfalls keine Anhaltspunkte 

bestehen, dass die versicherte Person sich aus freien Stücken mit einem 

bescheideneren Einkommensniveau begnügt. Eine sogenannte Paralleli-

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sierung der Vergleichseinkommen kann praxisgemäss entweder auf Sei-

ten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung 

des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalidenein-

kommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wer-

tes erfolgen (BGE 135 V 58 E.3.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtspre-

chung rechtfertigt eine Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes 

vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn eine Parallelisierung der Ver-

gleichseinkommen dann, wenn sie mehr als 5 % ausmacht. Ab Erreichen 

des Erheblichkeitsgrenzwertes sind die Vergleichseinkommen praxis-

gemäss nur in dem Umfang zu parallelisieren, in welchem die prozentuale 

Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % übersteigt (BGE 135 V 

297 E.6.1.3).

Soweit der Beschwerdeführer eine Parallelisierung der Vergleichsein-

kommen im Umfang von rund 10 % fordert, ist festzuhalten, dass die Be-

schwerdegegnerin eine solche vorgenommen hat. Den beschwerdegeg-

nerischen Akten zur Invaliditätsbemessung (IV-act. 29 S. 1 und act. 28) ist 

zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des In-

valideneinkommens bei einem aufgewerteten Einkommen aus Haupter-

werb (2013) von Fr. 47‘893.56 und einer Differenz zwischen dem tatsäch-

lichen Verdienst und dem anzuwendenden LSE-Tabellenlohn von 

-14.98 % das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers um 

Fr. 4‘777.98 und somit um rund 10 % auf Fr. 43‘115.58 herabsetzte. Das 

Vorbringen des Beschwerdeführers wonach eine Parallelisierung vorzu-

nehmen sei, ist somit unbegründet. Es ist jedoch zu erwähnen, dass die 

in der angefochtenen Verfügung auf Seite vier gewählte Formulierung, 

wonach im Invalideneinkommen unter anderem „eine Parallelisierung des 

Einkommens um 15 %“ enthalten sei, demnach missverständlich bzw. 

nicht korrekt ist.

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b) Schliesslich ist der vom Beschwerdeführer verlangte Leidensabzug von 

15 % zu prüfen. Er macht geltend, dass ihm gemäss Gutachten nur noch 

sehr ausgewählte, leichte Tätigkeiten zumutbar seien. Namentlich könne 

er nur noch wirklich einfache Tätigkeiten verrichten, die keine komplizier-

ten Anweisungen benötigen würden. Die Tätigkeit müsse in einem kleinen 

Team erfolgen, es dürfe sich nicht um repetitive Tätigkeiten handeln und 

er benötige klare Vorgaben, was zu tun sei, ohne dass das Arbeitstempo 

allzu hoch sein dürfe. Mit anderen Worten sei jeglicher Leistungsdruck zu 

vermeiden. Es komme hinzu, dass er über keinen gesicherten Aufent-

haltsstatus verfüge, während mehreren Jahren in der Schweiz nicht in 

den Arbeitsprozess integriert gewesen sei und die deutsche Sprache nur 

beschränkt beherrsche. Mit dem von der Beschwerdegegnerin vorge-

nommenen Abzug von 5 % werde diesen Einschränkungen ungenügend 

Rechnung getragen.

Wenn das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten – wie vorliegend den LSE-Tabellenlöhnen – ermittelt 

wird, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls durch einen allge-

meinen behinderungsbedingten Abzug zu kürzen, mit dem weiteren per-

sönlichen und beruflichen Merkmalen der versicherten Person wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie 

sowie Beschäftigungsgrad, die Auswirkung auf die Höhe des Lohnes ha-

ben, Rechnung getragen werden kann. Dieser sogenannte Leidensabzug 

soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines 

oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-) Ar-

beitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-

schnittlichem Einkommen verwerten kann. Der Einfluss aller Merkmale 

auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

ist bei der Bestimmung des Leidensabzugs massgebend, wobei der Ab-

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zug vom statistischen Lohn auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 

ist (BGE 134 V 322 E.5.2, BGE 126 V 75 E. 5b/bb f.).

Das Vorgehen der IV-Stelle vermag insoweit nicht zu überzeugen, als sie 

dem Beschwerdeführer lediglich einen Leidensabzug von 5 % zugestan-

den hat, da praxisgemäss bei nur mehr leichten Tätigkeiten in der Regel 

ein Leidensabzug von 10 % zu gewähren ist (Urteil des Verwaltungsge-

richts des Kantons Graubünden S 13 74 vom 11. März 2014 E.4.c/bb mit 

Hinweisen). Jedoch steht der Leidensabzug praxisgemäss insofern in ei-

nem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis zu den Voraussetzungen der 

Einkommensparallelisierung, als dieselben einkommensbeeinflussenden 

Faktoren nicht sowohl einen Parallelisierungs- als auch einen Leidensab-

zug zu begründen vermögen (BGE 135 V 297 E.6.2). 

Vorliegend würde der Invaliditätsgrad jedoch auch bei Gewährung eines 

Leidensabzugs von 15 % statt 5 % bei rund 17 % und somit unter 20 % 

liegen. Somit könnte die Vornahme eines Leidensabzugs von 15 % nichts 

daran ändern, dass dem Beschwerdeführer mangels rentenbegründen-

den Invaliditätsgrads keine IV-Rente zusteht, weshalb die Frage der Höhe 

des vorzunehmenden Leidensabzugs an dieser Stelle offen gelassen 

werden kann. Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die Be-

schwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab dem 

1. September 2014 zu Recht verneint hat. Die angefochtene Verfügung 

vom 25. März 2014 erweist sich als rechtens, was zu ihrer Bestätigung 

und zur Abweisung der Beschwerde führt.

6. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkei-

ten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht – in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG 

– kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

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unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- fest-

gelegt. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz von Fr. 700.-- angemes-

sen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten im 

Sinne von Art. 73 VRG zu Lasten des unterliegenden Beschwerdeführers. 

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine aus-

sergerichtliche Entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

b) Der Beschwerdeführer stellte für das vorliegende Beschwerdeverfahren 

ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung. 

Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen 

Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ih-

rer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen 

Rechtsbeistand. Art. 61 lit. f ATSG wiederholt dieses Recht auf unentgelt-

liche Rechtspflege explizit. Laut diesen Bestimmungen sind die Voraus-

setzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt, 

wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und 

die Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine Anwältin geboten er-

scheint (BGE 125 V 201 E.4a m.w.H.). Bedürftig im Sinne von Art. 61 lit. f 

ATSG ist eine Partei, die zur Leistung der Parteikosten die Mittel zur De-

ckung des Grundbedarfs für sich und ihre Familie angreifen müsste. Da-

bei liegt die Grenze der Bedürftigkeit höher als diejenige des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums (SVR 2007 AHV Nr. 7 S. 20). Aussichtslos 

ist ein Prozess, dessen Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die 

Verlustgefahr und kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Hinge-

gen darf nicht von Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, wenn sich 

Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder je-

ne nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die 

über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem 

Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 

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eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht allein deshalb an-

strengen können, weil er nichts kostet (BGE 138 III 217 E.2.2.4, 129 I 129 

E.2.3.1, 122 I 267 E.2b). Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten 

bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen 

Prüfung der Prozessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der 

Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 138 III 217 E.2.2.4).

c) Der Beschwerdeführer bezieht Sozialhilfe, weshalb die finanzielle Bedürf-

tigkeit offensichtlich gegeben ist. Zudem erscheint die vorliegende Be-

schwerde nicht als aussichtslos und die anwaltliche Verbeiständung er-

forderlich, weshalb dem Beschwerdeführer in der Person von Rechtsan-

wältin lic. iur. Karin Caviezel eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu be-

stellen ist. Gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des 

Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) 

wird für den berechtigten Aufwand der unentgeltlichen Vertretung ein Ho-

norar von Fr. 200.-- pro Stunde zuzüglich notwendiger Barauslagen und 

Mehrwertsteuer ausgerichtet. Mit Honorarnote vom 6. August 2014 macht 

die Rechtsvertreterin einen Arbeitsaufwand von 12 1/6 Stunden und ein 

Honorar von insgesamt Fr. 3‘596.30 geltend. Der zeitliche Aufwand er-

scheint angemessen. Indessen ist der Stundenansatz auf den für unent-

geltliche Vertretungen vorgesehenen Ansatz von Fr. 200.-- anzupassen, 

womit ein Honorar von Fr. 2‘433.35 resultiert. Addiert man dazu die gel-

tend gemachte Spesenpauschale von 3 %, mithin Fr. 73.--, ergibt sich ein 

Aufwand von Fr. 2‘506.35. Ferner ist der Aufwand von 197 Kopien à 

Fr. 1.-- nicht gerechtfertigt. Die IV-Stelle stellt der versicherten Person 

bzw. ihrer Rechtsvertretung das IV-Dossier kostenlos zu, wobei zu ergän-

zen ist, dass die Zustellung nicht nur in elektronischer Form (Akten-CD), 

sondern auch in Papierform verlangt werden kann (Urteil des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Graubünden S 14 40 vom 4. November 2014 

E.6c). Dementsprechend sind die geltend gemachten Kopierkosten in 

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diesem Umfang zu streichen, zumal gewisse Kopierkosten auch gemäss 

Honorarvereinbarung bereits in der Spesenpauschale von 3 % (Porto, Te-

lefon, Fotokopien und andere Kleinspesen) enthalten sind. Inklusive der 

Mehrwertsteuer von 8 % resultiert somit eine Entschädigung von 

Fr. 2‘706.85. Dieser Betrag geht zulasten der Gerichtskasse. Grundsätz-

lich befreit die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege auch von al-

len behördlichen (inkl. gerichtlichen) Kosten und Gebühren (Art. 76 Abs. 2 

VRG), weshalb die Gerichtskosten von Fr. 700.-- ebenfalls zulasten der 

Gerichtskasse gehen. Nach Art. 77 Abs. 1 VRG hat eine unentgeltlich 

prozessierende Partei das Erlassene und die Kosten der Rechtsvertre-

tung zu erstatten, wenn sich ihre Einkommens- oder Vermögensverhält-

nisse gebessert haben und sie hierzu in der Lage ist.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 76 VRG) werden 

die Kosten von Fr. 700.-- zulasten von A._____ von der Gerichtskasse 

übernommen.

b) A._____ wird in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel ei-

ne Rechtsvertreterin auf Kosten des Staates bestellt. Diese wird durch die 

Gerichtskasse mit Fr. 2‘706.85 (inkl. MWST) entschädigt. 

c) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er das Erlassene und 

die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten (Art. 77 VRG). 

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