# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c4c0fd7-57be-5fdb-93ba-853382ad05cc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE240283-O3
**Docket/Reference:** UE240283-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE240283-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE240283-O/U

Mitwirkend:  Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., Oberrichterin lic. iur. K. Ei-

chenberger und Ersatzoberrichterin lic. iur. S. Mathieu sowie Ge-

richtsschreiber MLaw J. Ahmadi

Beschluss vom 14. April 2025

in Sachen

1.

2.

A._____, 

B._____, 

Beschwerdeführer

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____

gegen

1.

2.

C._____,  

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, 

Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme etc.

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahme- und Überweisungsverfügung 

der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 30. Juli 2024, B-

5/2022/10046615

- 2 -

Erwägungen:

I.

1.

Am  30. August  2023  erstatteten  A._____  und  B._____  (nachfolgend:  Be-

schwerdeführer 1 und 2) Strafanzeige gegen C._____ (nachfolgend: Beschwerde-

gegner)  und  die  D._____  AG  wegen  ungetreuer  Geschäftsbesorgung  (Art. 158 

StGB) etc. In Bezug auf die zentralen Vorwürfe verfügte die Staatsanwaltschaft am 

30. Juli 2024 die Nichtanhandnahme eines Strafverfahrens. In Bezug auf eine mög-

liche Übertretung im Sinne von Art. 292 StGB überwies die Staatsanwaltschaft die 

Sache  zur  allfälligen  weiteren  Veranlassung  an  das  Statthalteramt  Uster 

(Urk. 13/20201001 ff. bzw. Urk. 3).

2.

Gegen die Nichtanhandnahmeverfügung (Urk. 3) erhoben die Beschwerde-

führer am 29. August 2024 fristgerecht (vgl. Urk. 14) Beschwerde. Sie beantragen 

die Aufhebung der Verfügung und die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den 

Beschwerdegegner (Urk. 2 S. 2).

3.

Mit Verfügung vom 20. September 2024 wurde der Rechtsvertreter der Be-

schwerdeführer aufgefordert, eine eigenhändig unterzeichnete Beschwerdeschrift 

oder eine entsprechende Vertretungsbefugnis nachzureichen. Zudem wurden die 

Beschwerdeführer zur Leistung einer Sicherheit im Sinne von Art. 383 StPO aufge-

fordert  (Urk. 5).  Die  Sicherheit  und  eine  vom  Rechtsvertreter  eigenhändig  unter-

zeichnete Beschwerdeschrift gingen fristgerecht ein (Urk. 7; Urk. 9). Mit Verfügung 

vom 3. Oktober 2024 wurde dem Beschwerdegegner und der Staatsanwaltschaft 

Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben (Urk. 11). Am 9. Oktober 2024 reichte die 

Staatsanwaltschaft ihre Akten in elektronischer Form ein und teilte gleichentags per 

E-Mail mit, dass sie auf eine Stellungnahme verzichte (Urk. 15). Der Beschwerde-

gegner liess sich nicht vernehmen. Am 17. Februar 2025 reichten die Beschwerde-

führer  eine  Ergänzung  zur  Beschwerdeschrift  sowie  eine  Beilage  ein  (Urk. 16; 

Urk. 17). 

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4.

Infolge hoher Geschäftslast der Kammer ergeht der Entscheid in Nachach-

tung des Beschleunigungsgebots in Strafsachen in teilweise anderer Besetzung als 

angekündigt.

II.

1.

Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO 

und § 49 GOG). Wie nachfolgend zu zeigen sein wird (vgl. E. II.5), fehlt den Be-

schwerdeführern die Beschwerdelegitimation, weshalb auf ihre Beschwerde nicht 

einzutreten ist. 

2.

Der  Strafanzeige  liegt  im  Wesentlichen  folgende  Sachverhaltsschilderung 

der Beschwerdeführer zugrunde (vgl. Urk. 13/20201001 ff.):

2.1. Der Beschwerdegegner sei in der Vergangenheit an die Beschwerdeführer 

herangetreten, damit diese Aktien seines Unternehmens, der D._____ AG mit Sitz 

in E._____/ZH (nachfolgend: D._____), erwerben. In der Zeit von Juli 2013 bis Au-

gust  2019  hätten  die  Beschwerdeführer  dem  Beschwerdegegner  für  den  Erwerb 

von  Aktien  der  genannten  Gesellschaft  in  fünf  Überweisungen  insgesamt 

Fr. 272 000.– überwiesen. Dabei sei weder ein Aktienzertifikat ausgehändigt noch 

ein Kaufvertrag unterzeichnet oder "eine Zession ausgestellt" worden. Am 28. Fe-

bruar  2022  habe  der  Beschwerdegegner  einen  Teil  der  Aktien  für  insgesamt 

Fr. 36'300.– zurückgekauft (Urk. 13/20201001 ff. Rz 6 f.). Der Beschwerdegegner 

habe die Beschwerdeführer meist mündlich und ohne konkrete Nachweise darüber 

informiert,  wie  stark  sich  ihre  Investition  vermehrt  habe.  Einen  Geschäftsbericht 

oder eine Jahresrechnung hätten sie nie erhalten und eine Dividende sei nie aus-

bezahlt  worden.  Der  Beschwerdegegner  habe  mitgeteilt,  dass  das  von  den  Be-

schwerdeführern investierte Kapital für wertvermehrende Investitionen verwendet 

worden sei. Als die Beschwerdeführer erstmals genauere Auskünfte verlangt hät-

ten,  sei  der  Beschwerdegegner  verstummt  oder  habe  mit  Ausreden  reagiert 

(Urk. 13/20201001 ff. Rz 8 f.). 

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2.2. Gestützt auf eine Klage auf Auskunft und Einsicht sei die D._____ mit Urteil 

des  Bezirksgerichts  Uster  vom  14. Februar  2023  (Urk. 13/20201036 ff.)  zur  Her-

ausgabe des Geschäftsberichts des Jahres 2021 verpflichtet worden, woraufhin die 

Beschwerdeführer ein entsprechendes (offenbar weder datiertes noch unterzeich-

netes 

[(Urk. 13/20201001 ff.  Rz 26])  Dokument  erhalten  hätten 

(vgl. 

Urk. 13/20201046 ff.).  Die  Bilanz  habe  eine  unerklärliche  Unterbilanz  bzw.  einen 

unerklärlichen Verlust ausgewiesen, weshalb die Beschwerdeführer gegenüber der 

D._____  ein  weiteres  Auskunftsbegehren  gestellt  und  die  Traktandierung  zweier 

Anträge  an  einer  noch  einzuberufenden  Generalversammlung  verlangt  hätten 

(Urk. 13/20201001 ff. Rz 12). Eine Reaktion darauf sei ausgeblieben. Es bestehe 

der Verdacht, dass der Beschwerdegegner die D._____ zur persönlichen Bereiche-

rung nutze. Auf welche Weise dies geschehe, könne nur durch ein Strafverfahren 

ermittelt werden (ebd. Rz 13–15). Ein weiterer Hinweis auf eine Bereicherung sei 

der Umstand, dass die Liegenschaft in E._____ – es handle sich um eines der bei-

den einzigen Aktiven der D._____ – mit Grundpfandrechten in Höhe von insgesamt 

Fr. 3'595'000.– belastet sei, obwohl die Liegenschaft mit Fr. 3'404'350.– bilanziert 

werde (ebd. Rz 16). 

2.3.

Im Zusammenhang mit einzelnen Straftatbeständen wird in der Strafanzeige 

ausgeführt, es bestehe der Verdacht, dass der Beschwerdegegner die Geschäfts-

bücher nicht ordnungsgemäss geführt habe (Art. 325 StGB). Dieser Verdacht er-

gebe  sich  daraus,  dass  der  Beschwerdegegner  erstens  nähere  Auskünfte  zur 

Rechnungslegung  verweigere,  dass  zweitens  Unterlagen  für  die  Jahre  vor  2021 

fehlten, dass drittens die Unterlagen für das Jahr 2021 mangelhaft seien und dass 

viertens  seither  keine  ordnungsgemässe  Generalversammlung  mehr  abgehalten 

worden sei (Urk. 13/20201001 ff. Rz 21–24).

Aufgrund der Mangelhaftigkeit des Geschäftsberichts für das Jahr 2021 – dieser 

entspreche nicht den gesetzlichen Anforderungen und sei wohl nie von der Gene-

ralversammlung  genehmigt  worden  –  habe  der  Beschwerdegegner  auch  der  mit 

Urteil  des  Bezirksgerichts  Uster  vom  14. Februar  2023  auferlegten  Verpflichtung 

keine Folge geleistet (Art. 292 StGB; ebd. Rz 25–28).

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Der Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB) gründe auf der 

Ratlosigkeit,  die  der  "Geschäftsbericht  2021"  hervorrufe.  Fragen  im  Zusammen-

hang mit dem Bilanzverlust seien unbeantwortet geblieben. Bei einem Immobilien-

bestand  von  15  Wohnungen  sollte  das  Bruttoergebnis  grösser  ausfallen  als 

Fr. 50'000.–. Ohne nähere Erklärung weise die Erfolgsrechnung aber einen "direk-

ten Aufwand" von fast Fr. 100'000.– auf. Zudem würden weitere Aufwandspositio-

nen (Personalaufwand, übriger betrieblicher Aufwand etc.) Fragen aufwerfen. Es 

bestehe zudem der Verdacht, dass der Beschwerdegegner eine Wohnung in Davos 

persönlich nutze, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen (ebd. Rz 29–36). 

Schliesslich könnten sich im Zuge der anstehenden Ermittlungen Hinweise auf Be-

trug  ergeben,  da  der  Verdacht  bestehe,  dass  der  Beschwerdegegner  die  Be-

schwerdeführer  mithilfe  eines  Lügengebäudes  zum  Erwerb  der  Aktien  überredet 

habe, um sich selbst zu bereichern (ebd. Rz 38).

3.

3.1. Die  Staatsanwaltschaft  führt  in  der  angefochtenen  Verfügung  aus,  die  Be-

schwerdeführer hätten nur rudimentäre Angaben zu den Umständen ihrer Investi-

tion  in  die  D._____  gemacht.  Sie  hätten  nicht  angegeben,  weshalb  sie  investiert 

hätten, welche "meist mündlichen" Informationen der Beschwerdegegner gegeben 

habe und weshalb die Beschwerdeführer erst Anfang 2022 Bedenken gehabt und 

vom  Beschwerdegegner  nähere  Auskünfte  verlangt  hätten  (Urk. 3  E. 3).  Die  Be-

schwerdeführer hätten moniert, dass der Geschäftsbericht für 2021 den gesetzli-

chen Vorgaben nicht genüge. Sie hätten jedoch nicht dargelegt, welche Buchfüh-

rungs- oder Rechnungslegungsvorschriften verletzt worden sein sollen. Folglich sei 

ein Anfangsverdacht hinsichtlich Art. 325 StGB (Ordnungswidrige Führung der Ge-

schäftsbücher) zu verneinen (ebd. E. 4). Der Vorwurf, der Beschwerdegegner be-

wohne die Wohnung in Davos, ohne einen angemessenen Mietzins zu bezahlen, 

sei weder substantiiert noch glaubhaft gemacht worden. Die Jahresrechnung zeige, 

dass die Aktiven das Aktienkapital zu 55 % deckten. Die Verluste bzw. die finanzi-

elle  Lage  der  D._____  seien  nicht  geeignet,  einen  Anfangsverdacht  betreffend 

Pflichtverletzung und Vermögensschädigung zu begründen (ebd. E. 5). 

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3.2. Die Staatsanwaltschaft erwog weiter, die Verfügung der FINMA vom 12. Au-

gust  2016,  mit  der  dem  Beschwerdegegner  jegliche  finanzmarktrechtlich  bewilli-

gungspflichtige Tätigkeit untersagt worden sei, werfe zwar kein gutes Licht auf die-

sen, sei aber kein konkretes Indiz dafür, dass er sich im vorliegenden Kontext straf-

bar  gemacht  habe  (ebd.  E. 6).  Ein  Anfangsverdacht  bezüglich  Art. 158  StGB, 

Art. 325 StGB oder anderer Delikte bestehe nicht (ebd. E. 7). 

3.3. Die Staatsanwaltschaft ging demgegenüber (jedenfalls implizit) davon aus, 

dass eine Strafbarkeit im Sinne von Art. 292 StGB nicht auszuschliessen sei. Dies 

werde die zuständige Übertretungsstrafbehörde zu prüfen haben (ebd. E. 9).

4.

Die  Beschwerdeführer  führen  in  ihrer  Beschwerde  aus,  es  treffe  nicht  zu, 

dass sie in der Strafanzeige nur rudimentäre Angaben gemacht hätten, denn die 

einzelnen Zahlungen an den Beschwerdegegner für die Aktienkäufe seien ausge-

wiesen (Urk. 2 Rz 13). Dass die unerfahrenen Beschwerdeführer erst nach Ablauf 

einer  gewissen  Zeit  misstrauisch  geworden  seien,  sei  ebenfalls  kein  Grund,  die 

Nichtanhandnahme zu verfügen (ebd. Rz 14). Sie hätten versucht, auf zivilprozes-

sualem Weg Beweise zu erbringen. Der Beschwerdegegner entziehe sich aber al-

len möglichen Kontrollinstrumenten wie der Auskunftspflicht oder der Durchführung 

einer Generalversammlung. Die Beschwerdeführer hätten in ihrer Strafanzeige dar-

gelegt,  dass  der  Beschwerdegegner  verschiedene  Straftatbestände  erfüllt  haben 

könnte (ebd. Rz 15 f.). Für die Rechtswidrigkeit des Verhaltens des Beschwerde-

gegners spreche auch, dass unabhängig von den Beschwerdeführern eine weitere 

Person, der Geschädigte F._____, eine vergleichbare Strafanzeige gegen den Be-

schwerdegegner erstattet habe (ebd. Rz 17; vgl. das Beschwerdeverfahren mit der 

Geschäfts-Nr. UE240292-O).  Der  Beschwerdegegner  enthalte  den  Beschwerde-

führern jegliche Informationen vor, es fänden keine Generalversammlungen statt, 

zu denen die Beschwerdeführer Zugang hätten, und es seien vermutlich keine Ge-

schäftsbücher vorhanden (ebd. Rz 18). Dass die Beschwerdeführer erst lange nach 

den  ersten  strafbaren  Handlungen  des  Beschwerdegegners  misstrauisch  gewor-

den seien, könne ihnen angesichts eines gewissen Vertrauens nicht vorgeworfen 

werden (ebd. Rz 19). Am 17. Februar 2025 reichten die Beschwerdeführer ein als 

"Geschäftsbericht 2023" betiteltes Dokument ein (Urk. 17), das sie mit Verfügung 

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des Bezirksgerichts Uster vom 28. Januar 2025 auf entsprechende Klage hin er-

halten hätten (Urk. 16 S. 1). Der Beschwerdegegner habe auch diesen Geschäfts-

bericht  nicht  durch  die  Generalversammlung  abnehmen  lassen  (ebd.  S. 2).  Der 

Verkauf der Liegenschaft in Mümliswil sei ohne entsprechenden Beschluss der Ge-

neralversammlung erfolgt. Aus diesem Verkauf hätte ein Geschäftserfolg und nicht, 

wie dies der Geschäftsbericht ausweise, ein Verlust resultieren müssen (ebd.). Es 

seien alleine im Geschäftsjahr 2023 knapp CHF 1'000'000.– verschwunden. Gegen 

die Überschuldung habe der Beschwerdegegner nichts unternommen (ebd.).  

5.

Beschwerdelegitimation

5.1. Gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes 

Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, ein Rechtmitttel 

ergreifen.

Ein  rechtlich  geschütztes  Interesse  liegt  nur  vor,  wenn  die  beschwerdeführende 

Person selbst in ihren eigenen Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist. Eine 

blosse Reflexwirkung genügt nicht, ebenso wenig ein bloss tatsächliches Interesse. 

Die beschwerdeführende Person muss dartun, dass der angefochtene Entscheid 

eine Norm verletzt, deren Ziel es ist, ihre Interessen zu schützen und die ihr auf 

diese  Weise  ein  subjektives  Recht  einräumt  (Urteil  des  Bundesgerichts 

6B_1121/2022 vom 6. Dezember 2022 E. 4.2). Zu den Substanzierungsobliegen-

heiten  der  beschwerdeführenden  Person  (Art. 396  Abs. 1  i. V. m.  Art. 385  Abs. 1 

lit. b StPO) gehört grundsätzlich auch das sinngemässe Darlegen der Beschwerde-

legitimation.  Dies  gilt  jedenfalls  für  juristisch  versierte  oder  anwaltlich  vertretene 

Rechtsuchende  (Urteile  des  Bundesgerichts  1B_55/2021  und  1B_57/2021  vom 

25. August 2021 E. 4.1).

5.2. Bei  Vermögensdelikten  zum  Nachteil  einer  Aktiengesellschaft  sind  (grund-

sätzlich) weder die Aktionäre noch die Gesellschaftsgläubiger unmittelbar verletzt 

(BGE  140  IV  155  E. 3.3.1  m. w. H.).  Die  Beschwerdeführer  (als  Aktionäre  der 

D._____)  sind  hinsichtlich  des  Vorwurfs  der  ungetreuen  Geschäftsbesorgung 

(Art. 158 StGB) nicht als Geschädigte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO anzuse-

hen.  Sie  machen  nicht  geltend,  dass  durch  allfällige  Pflichtverletzungen  des  Be-

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schwerdegegners  –  diesen  trifft  als  Verwaltungsrat  gegenüber  der  Gesellschaft 

eine  Treue-  und  Sorgfaltspflicht  (Art. 717  OR)  sowie  weitere  Pflichten  (vgl.  nur 

Art. 725 ff. OR) – neben einem Schaden im Gesellschaftsvermögen auch ihnen ein 

individueller (unmittelbarer) Schaden entstanden sei. Sie äussern sich in der Be-

schwerde – entgegen ihrer Substanziierungsobliegenheit – auch nicht zu ihrer Be-

schwerdelegitimation in Bezug auf Art. 158 StGB (vgl. Urk. 2). Auf die Beschwerde 

ist  daher  in  diesem  Punkt  nicht  einzutreten.  Anzumerken  bliebe,  dass  die  Be-

schwerdeführer auch nicht geltend machen, der Beschwerdegegner habe den Kauf 

der Aktien entgegen ihrer Weisung vorgenommen.

5.3. Die  Beschwerdeführer  beantragen,  die  Strafuntersuchung  gegen  den  Be-

schwerdegegner sei auch in Bezug auf den Tatbestand der ordnungswidrigen Füh-

rung  der  Geschäftsbücher 

(Art. 325  StGB) 

zu 

führen 

(Urk. 2  und 

Urk. 13/20201001 ff. Rz 21 ff.). Art. 325 StGB schützt die Gesellschaft und allfällige 

Gläubiger. Inwiefern die Beschwerdeführer als Aktionäre durch Art. 325 StGB ge-

schützt werden, ist nicht ohne Weiteres ersichtlich. Die Beschwerdeführer äussern 

sich in der Beschwerde auch nicht zu ihrer Beschwerdelegitimation in Bezug auf 

Art. 325  StGB  (vgl.  Urk. 2).  Auf  die  Beschwerde  ist  daher  auch  in  diesem  Punkt 

nicht einzutreten.

6.

Die Beschwerdeführer führten in ihrer Strafanzeige weiter aus, dass sich im 

Zuge von Ermittlungen Hinweise auf weitere Straftaten, insbesondere auf Betrug 

(Art. 146 StGB), ergeben könnten, denn es bestehe der Verdacht, der Beschwer-

degegner habe die Beschwerdeführer mittels eines Lügengebäudes zum Erwerb 

der erwähnten Aktien "überredet" (Urk. 13/20201001 ff. Rz 38). Die Staatsanwalt-

schaft  äusserte  sich  zum  Tatbestand  des  Betrugs  nicht  ausdrücklich.  Sie  erwog 

immerhin, dass die Beschwerdeführer zu den Umständen des Aktienerwerbs nur 

rudimentäre Angaben gemacht hätten. Zu den Gründen der Investition hätten sie 

sich nicht geäussert (vgl. E. II.3.1). Damit verneint die Staatsanwaltschaft implizit 

einen Betrugsverdacht.

Anders  als  noch  in  der  Strafanzeige  (vgl.  Urk. 13/20201009  Rz  38)  erheben  die 

Beschwerdeführer  im  Beschwerdeverfahren  nicht  mehr  explizit  den  Vorwurf,  der 

Beschwerdegegner habe sich des Betrugs nach Art. 146 StGB schuldig gemacht, 

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indem er sie durch Täuschung dazu gebracht habe, die erwähnten Aktien zu erwer-

ben. Die Beschwerdeführer erwähnen lediglich, sie hätten investiert, weil sie den 

Beteuerungen des Beschwerdegegners geglaubt hätten (Urk. 2, insb. S. 4 Rz 14). 

Sie äussern sich nicht dazu, worin diese Beteuerungen bestanden. Vor diesem Hin-

tergrund erübrigen sich weitere Ausführungen zum Tatbestand des Betrugs.

7.

Weitere Straftatbestände wurden in der Strafanzeige bzw. der Beschwerde 

nicht geltend gemacht. Namentlich haben die Beschwerdeführer den Vorwurf der 

Veruntreuung (Art. 138 StGB) nicht erhoben. Ein Verdacht auf weitere Delikte ist 

aufgrund der vorliegenden Akten auch nicht offenkundig.

8.

Nach  dem  vorstehend  Gesagten  sind  die  Beschwerdeführer  nicht  als  Ge-

schädigte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO anzusehen. Eine Stellung als Privat-

kläger  (Art. 118  Abs. 1  StPO)  kommt  ihnen  daher  nicht  zu.  Damit  fehlt  den  Be-

schwerdeführern die Beschwerdelegitimation. Auf die Beschwerde ist somit nicht 

einzutreten.

III.

1.

Ausgangsgemäss  sind  die  Kosten  des  Beschwerdeverfahrens  den  Be-

schwerdeführern  aufzuerlegen  (Art. 428  Abs. 1  StPO).  Die  Gerichtsgebühr  ist  in 

Anwendung von § 17 Abs. 1 in Verbindung mit § 2 GebV OG auf Fr. 1'000.– fest-

zusetzen. Die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 haben die Ge-

richtsgebühr je zur Hälfte und unter solidarischer Haftung zu tragen.

2.

Da die Beschwerdeführer unterliegen, sind sie für das Beschwerdeverfahren 

nicht zu entschädigen. Der Beschwerdegegner hat sich nicht vernehmen lassen. 

Folglich wird er weder kostenpflichtig noch entschädigungsberechtigt (vgl. BGE 138 

IV 248 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 6B_265/2016 vom 1. Juni 2016 E. 2.3). 

3.

Die Beschwerdeführer haben für das Beschwerdeverfahren eine Sicherheits-

leistung von Fr. 1'800.– geleistet (Art. 383 Abs. 1 StPO; Urk. 5; Urk. 7). Die ihnen 

auferlegten Kosten sind von der Sicherheitsleistung zu beziehen. Der Restbetrag 

ist ihnen – unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates – nach 

- 10 -

Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren 

gegen den vorliegenden Entscheid zurückzuerstatten.

1.

2.

Es wird beschlossen:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt und den Beschwerdefüh-

rern 1 und 2 je zur Hälfte und unter solidarischer Haftung auferlegt. Sie wird 

von der geleisteten Prozesskaution bezogen.

3.

Im Mehrbetrag (Fr. 800.–) wird die Prozesskaution den Beschwerdeführern 1 

und  2  nach  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  bzw.  nach  Erledigung  allfälliger 

Rechtsmittelverfahren gegen den vorliegenden Entscheid unter Vorbehalt des 

staatlichen Verrechnungsrechts zurückerstattet.

4.

5.

Für das Beschwerdeverfahren werden keine Entschädigungen ausgerichtet.

Schriftliche Mitteilung an:







Rechtsanwalt MLaw X._____, dreifach, für sich und die Beschwerdefüh-
rer 1 und 2 (per Gerichtsurkunde)

den Beschwerdegegner (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung)

sowie  nach  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  bzw.  nach  Erledigung  allfälliger 

Rechtsmittel an:



die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung).

6.

Rechtsmittel

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der ge-

mäss Art. 35 und Art. 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsge-

setzes 

vorgeschriebenen 

Weise 

schriftlich 

einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

- 11 -

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-
matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

Zürich, 14. April 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. A. Flury

MLaw J. Ahmadi