# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** badf8fad-5f80-5137-8377-805150b28b11
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 30.07.2015 UV 2014/65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-65_2015-07-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/65

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.07.2015

Entscheiddatum: 30.07.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 30.07.15
Art. 6 UVG, Zeitpunkt der Erreichung des Status quo sine vel ante belegt 
durch kreisärztliche Beurteilung (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 30. Juli 2015, UV 2014/65).Entscheid vom 30. Juli 
2015BesetzungPräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen 
ChristianeGallati Schneider und Miriam Lendfers; GerichtsschreiberinAndrea 
WepferGeschäftsnr.UV 2014/65ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. oec. Hermann Grosser, Kriessern-strasse 40, 
9450 Altstätten,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungen 
(Einstellung)Sachverhalt

A.    

A.a  A.___ war als Dachdecker bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei der Suva 

obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 20. November 2013 blieb er beim Aufladen 

von Bitumenrollen hängen und stürzte zu Boden (UV-act. 1). Auf Zuweisung des 

erstbehandelnden Arztes, Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädie, wurden zwei 

Magnet-Resonanz-Tomographien (MRT) angefertigt. Im MRT vom 25. November 2013 

wurde betreffend den Ellbogen rechts eine diskrete Partialruptur am Ursprung der 

Extensoren am Epicondylus humeri radialis und allenfalls ein minimaler Erguss 

festgehalten. Was den Unterarm rechts anbelangte, lag allenfalls ein Erguss im distalen 

Radioulnargelenk vor sowie ein hochgradiger Verdacht auf einen Defekt des Diskus 

triangularis zentral radialseitig an der radialen Anheftung des Diskus (UV-act. 11). Das 

zweite MRT vom 2. Dezember 2013 bezog sich auf den Ellbogen und den Unterarm 

links. Diesbezüglich wurden ein diskretes subcutanes Ödem und eine diskrete 

Tenosynovitis der distalen Bicepssehne festgestellt (UV-act. 10). Gestützt auf diese 

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Befunde stellte Dr. C.___ die Diagnosen einer Ellbogen-Unterarm-

Handgelenksprellung/Distorsion bd, einer Läsion Discustriangularis re, einer 

Partialruptur Extensoren re, einer Synovitis Handgelenk und einer distalen 

Bizepssehnensynovitis. Dr. C.___ ordnete zunächst konservative Therapie an (UV-act. 

16). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, erbrachte Heilkostenleistungen und 

richtete ab dem 23. November 2013 ein Taggeld von Fr. 136.80 aus (UV-act. 3).

A.b  Aufgrund persistierender Beschwerden im Bereich beider Ellbogen sowie 

lateralseitig im Bereich der Handgelenksextensoren wurde der Versicherte am 10. 

Februar 2014 im Landeskrankenhaus D.___ vorstellig. Gleichentags erfolgte in der 

Abteilung für Orthopädie die Infiltrationstherapie am Epicondylus lateralis und medialis 

sowie am Bizepssehnenansatz rechts mit Ruhigstellung im 

Oberarmgipslonguettenverband mit Handeinschluss rechts. Am darauffolgenden Tag 

wurde die Infiltration des Bizepssehnenansatzes links sowie des Epicondylus lateralis 

links durchgeführt. Anschliessend konnte der Versicherte in die häusliche Pflege 

entlassen werden (UV-act. 31, 32). Weitere Infiltrationen erfolgten Ende Februar und im 

März 2014 (UV-act. 47, 48). Nach Kontrolluntersuchungen am Landeskrankenhaus (UV-

act. 49, 50) fand die weitere ambulante Behandlung wieder bei Dr. C.___ statt (UV-act. 

48).

A.c  Auf Ende April 2014 kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Ver­

sicherten (UV-act. 41). Da dieser seine Arbeit somit nicht wieder aufnehmen konnte, 

wurde er von der Suva zur medizinisch-theoretischen Festlegung seiner 

Arbeitsfähigkeit zu einer kreisärztlichen Untersuchung aufgeboten (UV-act. 52). 

Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 25. April 2014 durch Dr. med. E.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, diagnostizierte dieser einen Status nach Ellbogen- und Unterarmprellung 

beidseits infolge Unfallereignis vom 20. November 2013 und Verdacht auf distale 

Bicepstendinopathie beidseits. Durch das Unfallereignis sei von einer zeitlich limitierten 

Verschlimmerung krankhaft bedingter, vorbestehender tendinitischer Reizzustände 

auszugehen. Spätestens drei Monate nach Unfallereignis sei ein Status quo sine vel 

ante bei fehlenden strukturellen Veränderungen anzunehmen (UV-act. 53).

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A.d  Mit Verfügung vom 1. Mai 2014 lehnte die Suva eine weitere Leistungspflicht 

aufgrund des Ereignisses vom 20. November 2013 ab und stellte ihre Leistungen per 1. 

Mai 2014 ein, da der Status quo sine vel ante erreicht sei und die noch bestehenden 

Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien (UV-act. 55).

B.    

B.a  Am 9. Mai 2014 bzw. am 27. Juni 2014 erhob der Versicherte Einsprache. Er be­

antragte sinngemäss die Weiterausrichtung der gesetzlichen Leistungen, da er vor dem 

Unfall weder Beschwerden noch Schmerzen jeglicher Art in beiden Armen gehabt habe 

und da auch der behandelnde Arzt, Dr. C.___, der Auffassung sei, die noch 

bestehenden Beschwerden seien auf den Unfall zurückzuführen (UV-act. 60-5).

B.b  Am 22. Juli 2014 erliess die Suva einen abweisenden Einspracheentscheid. 

Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung vom 25. April 2014 sei erwiesen, dass 

spätestens drei Monate nach dem Unfallereignis ein Status quo sine vel ante bei 

fehlenden strukturellen Veränderungen anzunehmen sei. Die nicht weiter begründete 

Bescheinigung von Dr. C.___ vom 27. Juni 2014 vermöge daran nichts zu ändern, da 

diese eine rein zeitliche Kausalattribution mache, welche nicht beweisbildend sei. Die 

Annahme eines Status quo ante vel sine am 1. Mai 2014 sei nicht zu beanstanden (UV-

act. 63).

C.    

C.a  Am 12. September 2014 erhob der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer), 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. H. Grosser, Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid. Er beantragte, ihm seien weiterhin die gesetzlichen Leistungen 

auszurichten. Eventualiter sei ein ärztliches Gutachten einzuholen und die 

Angelegenheit zur Neuverfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers entfalle erst, wenn der Gesundheitsschaden nur 

noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhe. Der Unfallversicherer 

trage die Beweislast für den behaupteten Wegfall der Kausalität. Die Beurteilung des 

Kreisarztes Dr. E.___ beschreibe wohl Möglichkeiten eines krankhaften 

Gesundheitsschadens, nicht aber die überwiegende Wahrscheinlichkeit einer nicht 

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unfallkausalen Ursache. Den Beweis für die Aufhebung der Kausalität könne die 

Beschwerdegegnerin nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

erbringen (act. G 1).

C.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe 

sich lediglich eine Prellung beider Ellbogen zugezogen, welche erfahrungsgemäss 

innert weniger Monate ausheile. Bei der kreisärztlichen Untersuchung hätten sich dann 

an beiden Ellbogen normale Verhältnisse gezeigt. Insbesondere sei auch das 

Olecranon beidseits frei und indolent gewesen. Der kreisärztliche Bericht geniesse 

zweifelsohne volle Beweiskraft und die Bescheinigung des behandelnden Arztes 

vermöge diese nicht in Zweifel zu ziehen (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 16. Dezember 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest, brachte zur Begründung aber keine wesentlichen neuen Argumente mehr vor (act. 

G 9).

C.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

Erwägungen:

1.     

1.1   Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die 

Versicherungsleistungen, welche sie im Anschluss an das Unfallereignis vom 20. 

November 2013 ausgerichtet hatte, zu Recht am 1. Mai 2014 einstellte.

1.2   Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen der Leistungspflicht der Unfallversicherung für 

Unfallfolgen gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) und die einschlägige Rechtsprechung, insbesondere zur 

Voraussetzung des natürlichen und des adäquaten Kausalzusammenhangs und zur 

Leistungseinstellung bei Erreichen eines krankhaften Vorzustands (Status quo sine vel 

ante), zutreffend dargestellt (UV-act. 63, E. 1 und 2). Darauf kann verwiesen werden.

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1.3   Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil der Sozialversicherungsrechts, [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 33 ff. zu Art. 43).

2.    

2.1   Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass die 

Leistungseinstellung zu früh erfolgt sei, da er vor dem Unfall weder Beschwerden noch 

Schmerzen in den Armen gehabt habe. Ausserdem beruft er sich auf ein Schreiben 

seines behandelnden Arztes, welcher ein Andauern des natürlichen 

Kausalzusammenhanges bescheinige. Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der 

Leistungseinstellung auf den Untersuchungsbericht ihres Kreisarztes Dr. E.___ vom 25. 

April 2014, gemäss welchem der Status quo sine vel ante spätestens drei Monate nach 

Unfallereignis erreicht worden sei.

2.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee mit Hinweisen).

2.3   Dr. E.___ führt in seinem Bericht zur kreisärztlichen Untersuchung vom 25. April 

2014 aus, es liege ein Status nach Ellbogen- und Unterarmprellung beidseits infolge 

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Unfallereignis vom 20. November 2013 vor und aktuell bestehe Verdacht auf eine 

distale Bicepstendinopathie beidseits. Der Beschwerdeführer klage weiterhin über 

belastungsabhängige Schmerzen im Bereich beider Ellbeugen. Anlässlich der 

Untersuchung werde bei Palpation der distalen Bicepssehne von ihm beidseits ein 

Druckschmerz angegeben. Die Beweglichkeit beider Ellbogengelenke sei frei. Hinweise 

auf klinische Entzündungszeichen in Form einer Überwärmung bzw. Schwellung liessen 

sich nicht erheben. Bei seitengleichen Muskelumfangmassen der oberen Extremitäten 

sei eine übermässige Schonverhaltung beider Arme nicht nachvollziehbar. Ein gewisser 

Hang zur Symptomverstärkung könne dem Beschwerdeführer nicht abgesprochen 

werden, da er nicht in der Lage sei, einen leichten Bürostuhl von ca. 5 kg bis 

Beckenhöhe anzuheben. Die im Behandlungsverlauf gestellten Diagnosen einer 

Epicondylitis humeri radialis und ulnaris rechts seien bei dem geschilderten 

Unfallereignis biomechanisch nicht als Unfallfolge zu erklären, da bei dem 

Unfallereignis eine Prellung beider Ellbogen im Bereich des Olecranon mit gleichzeitiger 

Belastung der Beugemuskulatur stattgefunden habe. Durch das Unfallereignis sei von 

einer zeitlich limitierten Verschlimmerung krankhaft bedingter vorbestehender 

tendinitischer Reizzustände auszugehen. Spätestens drei Monate nach Unfallereignis 

sei ein Status quo sine vel ante bei fehlenden strukturellen Veränderungen 

anzunehmen. Am Tag der Untersuchung seien aus versicherungsmedizinischer Sicht 

keine Unfallfolgen nachzuweisen. Unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer 

vorgetragenen Beschwerden sei ihm spätestens ab Datum der kreisärztlichen 

Untersuchung eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für eine leichte Tätigkeit ohne 

repetitive Rotationsbewegungen der Unterarme zuzumuten (UV-act. 53). Der durch Dr. 

E.___ geschilderte Ablauf des Unfallereignisses am 20. November 2013 und die 

Folgerung der biomechanischen Unmöglichkeit der unfallkausalen Verursachung einer 

Epicondylitis humeri radialis leuchten ein. Diese Verletzung, welche auch als Tennis- 

bzw. Werfer- oder Golfspielerellbogen bezeichnet wird, entsteht aufgrund 

Überbeanspruchung bei der Wiederholung derselben Bewegung und nicht durch einen 

Sturz auf den Ellbogen und die Unterarme (Pschyrembel Klinisches Wörterbuch 2013, 

264. überarb. Aufl., Berlin 2012, S. 606). Die diskrete Partialruptur am Ursprung der 

Extensoren am Epicondylus humeri radialis ist nachvollziehbarerweise im 

Zusammenhang mit dem Tennisellbogen zu sehen (Meyer Rainer-Peter, Moro Fabrizio, 

Schwyzer Hans-Kaspar, Simmen Beat René, Spormann Christoph, Der kapriziöse 

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Ellbogen, Berlin Heidelberg 2012, S. 245). Ausserdem ist auch in den Berichten des 

Landeskrankenhauses D.___ die Rede von einer chronischen Epicondylitis 

humeroradialis lateralis. Chronisch bedeutet "langsam sich entwickelnd, langsam 

verlaufend" (Pschyrembel, a.a.O., S. 389; Roche Lexikon Medizin, 5. neu bearb. und 

erw. Aufl., München 2003, S. 334). Diese Bezeichnung durch das behandelnde 

Krankenhaus ist zumindest als weiteres Indiz für das Abheilen der unfallkausalen 

Verletzungen zu werten. Was das Vorliegen von Unfallfolgen anbelangt, hat Dr. E.___ 

den Beschwerdeführer persönlich untersucht und keine selbigen festgestellt. Die 

seitengleiche Muskelumfangmasse der oberen Extremitäten, die von ihm 

durchgeführten Tests und die weiteren erhobenen Angaben wie Beweglichkeit, 

Schwellungen oder Überwärmungen begründen diese Feststellung. Da seine 

Erklärungen somit schlüssig nachvollzogen werden können, überzeugen sie. Die 

Beurteilung beinhaltet keine Widersprüche, ist klar, in Bezug auf die fragliche 

Verletzung umfassend und berücksichtigt die geklagten Beschwerden. Auch wenn Dr. 

E.___ wörtlich schreibt, es sei "von tendinitischen Reizzuständen auszugehen" und 

"das Vorliegen des Status quo sine vel ante nach spätestens drei Monaten" sei 

anzunehmen, so drücken diese Formulierungen nicht eine Unsicherheit des 

beurteilenden Arztes aus, sondern dienen lediglich der Unterstreichung, dass es sich 

um eine rückwirkende hypothetische Beurteilung handelt. Denn die Verschlimmerung 

der vorbestehenden Reizzustände war im Zeitpunkt der Untersuchung bereits wieder 

abgeheilt und der Status quo sine vel ante erreicht. Dass keine Unfallfolgen mehr 

vorlagen und dem Beschwerdeführer eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für eine leichte 

Tätigkeit zuzumuten war, wurde auch sprachlich entsprechend bestimmt ausformuliert.

2.4   Der Beschwerdeführer reichte mit seiner Einsprache ein Schreiben seines 

behandelnden Orthopäden, Dr. C.___, ein. Dieser bescheinigte mit Schreiben vom 27. 

Juni 2014, der Beschwerdeführer habe am 20. November 2013 ein Trauma im Bereich 

der Ellbogen erlitten und die noch bestehenden Beschwerden seien seines Erachtens 

auf den Unfall zurückzuführen. Diese Feststellung begründet er aber nicht weiter. 

Berichte von behandelnden Ärztinnen und Ärzten verfolgen in der Regel nicht den 

Zweck, zu einem medizinischen Sachverhalt abschliessend Stellung zu nehmen und 

Grundlage für eine objektive Beurteilung von Versicherungsansprüchen zu bilden, denn 

diese Fachpersonen sind auf die Behandlung konzentriert. Aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Stellung sagen sie im Zweifelsfall auch eher zu Gunsten ihrer 

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Patientinnen und Patienten aus (BGE 135 V 470 f. E. 4.5 f.; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Februar 2010, 8C_907/2009, E. 1.1). Aufgrund dieser 

Rechtsprechung und da Dr. C.___ konkret nichts anführt, was die Schlussfolgerungen 

von Dr. E.___ in Zweifel zu ziehen vermöchte, kann auf die Ergebnisse der 

kreisärztlichen Untersuchung abgestellt werden.

2.5   Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, vor dem Unfallereignis vom 20. 

November 2013 an keinerlei Schmerzen in der Arm-, Ellbogenregion gelitten zu haben. 

Dass vor einem bestimmten Ereignis keine bzw. keine vergleichbaren Beschwerden 

beklagt worden sind, bildet für sich allein nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis 

keinen Beweis für eine Unfallkausalität. Der zeitliche Aspekt für sich besitzt keine 

wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. Andernfalls würde man sich mit dem 

blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und 

davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch ein Ereignis 

verursacht sei, wenn sie nach diesem (verstärkt) auftrat ("post hoc ergo propter hoc"-

Formel; Maurer Alfred, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, 

S. 460 N 1205; BGE 119 V 342 E. 2b/bb; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007] S. 54 E. 

7.2.4 mit weiteren Hinweisen). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen 

Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 

erbracht werden (Urteil 8C_244/2010 vom 18. Februar 2011). Ebenso wenig geht es 

darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind 

(vgl. auch Urteil 8C_487/2008 vom 29. Januar 2009 E. 2). Dazu, dass das Unfallereignis 

vom 20. November 2013 seine kausale Bedeutung verloren hat, äussert sich Dr. E.___ 

klar. Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, er leide nach wie vor an Beschwerden, 

verfängt diese Argumentation nur insofern, als er damit das Vorliegen eines 

Kausalzusammenhanges behauptet. Der Schluss von den Schmerzen auf das 

Andauern des Kausalzusammenhanges kann nicht gezogen werden und es obliegt 

auch nicht dem Unfallversicherer zu beweisen, was die Ursache für die Schmerzen sein 

könnte, wenn es nicht der Unfall ist.

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2.6   Somit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, 

dass die Beschwerden des Beschwerdeführers nicht mehr unfallbedingt sind. Einer 

weiteren ärztlichen Beurteilung bedarf es unter diesen Umständen nicht. Die 

Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungen am 1. Mai 2014 mithin zu Recht eingestellt.

3.   

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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