# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32ed930f-7e47-5a38-910b-6773ff743b95
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 12.10.2010 R 2010 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2010-53_2010-10-12.pdf

## Full Text

R 10 53

5. Kammer 

URTEIL
vom 12. Oktober 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baueinsprache

1. Am 12. April 2010 stellten … das Gesuch, auf der in der Wohnzone der 

Gemeinde … gelegenen und vom Quartierplan … (erlassen am 24: 

September 2002, teilrevidiert am 16. Januar 2010) erfassten Parzelle Nr. 699, 

ein Einfamilienhaus mit angebautem Carport zu errichten. Gegen das 

ordnungsgemäss aufgelegte und ordentlich publizierte Projekt erhoben zum 

einen … und zum andern … Einsprache. Mit Baubewilligungs- und 

Einsprachentscheid vom 17. Mai, mitgeteilt am 19. Mai 2010, erteilte der 

Gemeindevorstand die anbegehrte Baubewilligung unter verschiedenen 

Auflagen. Gleichzeitig hiess der die Einsprache von … hinsichtlich 

Umgebungsgestaltung (Terrainanpassungen entlang Nachbargrundstücken, 

Umgebungsplan) und Abstandsbestimmung (Anpassung 

Eingangsüberdachung) teilweise gut; die übrigen von ihr vorgebrachten 

Einsprachepunkte wies er im Sinne der Erwägungen ab. Die Einsprache von 

… wies er im Sinne der Erwägungen vollständig ab. Der Gemeindevorstand 

erwog, dass die vorgesehene Fassadenfarbe Art. 73 KRG, Art. 14 BG und 

Art. 2 QPV nicht widerspreche und die geplante einfache kubische Bauform 

entspreche den Vorgaben von Art. 8 QPV. Die Fassaden würden in dunkelrot 

gehalten, was das Landschafts- und Wohnsiedlungsgebiet nicht störe und den 

gestalterischen Anforderungen entspreche. Das ursprüngliche Terrain sei im 

Rahmen der Erstellung der Quartierstrasse … nur unwesentlich verändert 

worden. Die damals erfolgte Aufschüttung betrage maximal 10 cm. 

Angesichts der Geringfügigkeit dieser Aufschüttung rechtfertige es sich bei 

der Bemessung der maximal zulässigen Gebäudehöhe auf den Verlauf des 

heutigen Terrains abzustellen. Mit 5,7 m liege sie rund 10 cm unter dem im 

Quartierplan enthaltenen Maximalmass von 5,8 m. Entgegen der Auffassung 

der Einsprecher kämen keine anderen (Höhen-) Bestimmungen des BG zur 

Anwendung (Art. 81 Abs. 2 BG und Art. 4 QPV). Eine Abtragung des Terrains 

erfolge sodann nur in der südöstlichen Gebäudeecke, welche bereits aufgrund 

ihrer Begrenztheit sowie aufgrund des Umstandes, dass sie dem natürlichen 

Geländeverlauf nicht zuwiderlaufe, genehmigt werden könne. Vor Beginn der 

Umgebungsarbeiten sei aber seitens der Bauherrschaft ein detaillierter 

Umgebungsplan mit Höhenkoten, Angaben zu Abgrabungen, 

Aufschüttungen, Stützmauern, Hangsicherung, Treppen, Bepflanzungen etc. 

nachzureichen und genehmigen zu lassen. Sowohl der gedeckte als auch der 

offene Abstellplatz hielten die VSS-Normen ein. Das Dach werde nicht mit 

Wellblech, sondern mit dunkelgrauen Ziegeln ausgeführt. Hinsichtlich der 

Umgebungsgestaltung werde die Bauherrschaft verpflichtet, das gewachsene 

Terrain entlang der gemeinsamen Grenze zu Parzelle Nr. 307 wieder 

herzustellen. Das Nachbargrundstück dürfte nicht beeinträchtigt oder 

beansprucht werden. Sodann dürfe die geplante Eingangsüberdachung nur 1 

m in den Grenz- und Gebäudeabstand hineinragen (Auflage). Angesichts 

einer anrechenbaren Grundstücksfläche von 551 m² und einer maximal 

realisierbaren BGF von 276 m² (AZ 0,5), halte das Bauvorhaben mit einer 

BGF von 177 m² die massgebende Vorgaben ohne weiteres ein.

2. Dagegen erhoben … sowie … am 31. Mai 2010 beim Verwaltungsgericht 

Beschwerde mit den Anträgen um Aufhebung des Einspracheentscheides 

vom 17./19. Mai 2010 und Nichterteilung der Baubewilligung (Ziff. 1). 

Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen (Ziff. 2). In ihrer ausführlichen Eingabe machten sie geltend, 

die Gemeinde befinde sich, weil sie auch als Verkäuferin der Bauparzelle 

fungiere, in einem Interessenskonflikt. Dadurch sei ein objektiver Entscheid in 

Frage gestellt. Sodann rügten sie die von der Gemeinde vorgenommene 

Berechnung der Gebäudehöhe, welche sie deshalb als falsch erachteten, weil 

zu Unrecht auf das im Zuge der Erstellung der Quartierstrasse im September 

2006 auf der Bauparzelle (im Bereich der hinteren Fassade um rund 80 cm) 

aufgeschüttete Terrain und nicht auf das gewachsene Terrain abgestellt 

wurde. Die geplante Garagezufahrt wie auch die vorgesehene Parkierung 

entsprächen nicht den von der Gemeinde herangezogenen VSS-Normen und 

seien bereits daher nicht bewilligungsfähig. Ebenso störten sie sich an der 

vorgesehenen roten Fassadenfarbe, welche sich sehr negativ auf das 

Wohlbefinden der Anstösser auswirke. Ferner bemängelten sie, es existiere 

kein Farbmuster. Weil zudem massive Terrainveränderungen direkt an der 

Grundstücksgrenze geplant seien, verlange … die Zusicherung, dass das 

bestehende Terrain sowie auch ihr Eigentum (Zaun, Hecke) nicht verändert 

oder gefährdet werde und dass keine Gefahr für den dort befindlichen 

Nussbaum bestehe. Für die notwendigen Absicherungen übernehme sie 

keine Kosten. Aufgrund der Baueingabe-Pläne (Ansicht Westfassade) sei 

anzunehmen, dass bei der Planierung des  Sitzplatzes an der Hangkante zirka 

80 cm Erdreich aufgeschüttet werden müssten. Angesichts des Gefälles vor 

Ort, werde die notwendige Aufschüttung wohl wesentlich über den geplanten 

Sitzplatz hinausreichen, weshalb nicht mehr von einer minimalen 

Terrainveränderung gesprochen werden könne. Aus den eingereichten 

Planunterlagen lasse sich nur andeutungsweise entnehmen, wie die 

Abgrenzung zum westlichen Nachbargrundstück aussehen solle. Aus dem 

Umgebungsplan lasse sich nicht hinreichend entnehmen, wie die Umgebung 

verändert werde und was für Umgebungsarbeiten überhaupt geplant seien. 

Unklar sei ferner, wie im Bereich zu Parzelle Nr. 307 der Hang gesichert 

werden solle. Eine Hangsicherung sei aber notwendig, weil die Abgrabung 

von zirka 2 m bis zur Grundstücksgrenze gehe (Art. 76 Abs. 3 KRG). Wegen 

des Niveauunterschiedes werde eine Absturzsicherung gegenüber Parzelle 

… notwendig, woraus ihr aber keine Kosten entstehen dürften. Dort wo sich 

die Anschlussstelle der Kanalisation befinde, dürfe nicht abgegraben werden. 

Erneut machten sie geltend, die Vortreppe rage mehr als 1 m in den 

Grenzabstand hinein. Ferner müssten gemäss den QPV 70 % der Parkplätze 

im Quartier überdeckt sein;  vorliegend seien es aber nur 50 %. Die vom 

Bauprojekt beanspruchte BGF müsse wahrheitsgetreu angegeben werden, 

auch wenn dadurch die AZ nicht überschritten werde. Die Aussentreppe habe 

man bei der Berechnung nicht berücksichtigt und der grosse Kellerraum 

werde wohl eine andere Funktion erhalten. Zudem sei das Vordach beim 

Hauseingang nicht profiliert worden.

3. Währenddem die Bauherrschaft von der Einreichung einer Vernehmlassung 

absah, beantragte die Gemeinde … sinngemäss die Abweisung der 

Beschwerde. Aus dem vom beigezogenen Ingenieurbüro … erstellten Plan 

gehe hervor, dass das Gelände im Zuge der Erstellung der Quartierstrasse 

nur unwesentlich (um ca. 10 cm) erhöht worden sei. Man habe nach 

Fertigstellung der Strasse auf dem Gelände etwas Humus verteilt, den 

übrigen Aushub jedoch abgeführt. Bei den berechneten Höhenkoten sei mit 

einem Fehler von +/-20 cm zu rechnen. An der für die Gebäudehöhe 

massgebenden Westfassade betrügen die Abweichungen zwischen -15 cm 

und +23 cm. Weil es sich um eine untergeordnete Terrainerhöhung handle, 

habe für die Bestimmung der Gebäudehöhe der heutige Terrainverlauf als 

gewachsenes Terrain angenommen werden dürfen. Die im Bereich der 

Querprofile 6, 7 und 8 beidseitig vorgesehenen Abgrabungen von rund 50 cm 

führten dazu, dass das angrenzende Terrain in etwa auf dem Niveau der 

Strasse zu liegen kommen werde. Gemäss Art. 6 Abs. 2 QPV werde bei 

Neubauten innerhalb des Baubereichs ab die Gebäude- und Firsthöhe auf der 

Hangseite in der Mitte der Fassade gemessen, wobei maximal 5,8 m 

(Gebäudehöhe) respektive 8,8 m (Firsthöhe) zulässig seien. Vorliegend 

resultiere eine Gebäudehöhe von 5.7 m. Die geklagte  Gebäudehöhe bei der 

Südostecke (Abgrabung) von 8.43 m sei nicht massgebend. Zudem wäre 

selbst die gemäss Art. 46 BG vorgeschriebene maximale Gebäudehöhe von 

8,5 m ebenfalls eingehalten. Sowohl der gedeckte als auch der offene 

Abstellplatz wiesen eine Breite von über 2,8 m auf, weshalb gemäss VSS-

Norm eine Fahrbahnbreite von 4 m denn auch genüge. An der engsten Stelle 

beim offenen Parkplatz betrage die Fahrbahnbreite vorliegend 4,8 m (Vorplatz 

inkl. Quartierstrasse). Art. 13 QPV beziehe sich sodann auf das gesamte 

Quartierplangebiet und nicht nur auf eine bestimmte Parzelle, mit der 

Konsequenz, dass lediglich im ganzen Quartierplangebiet mindestens 70 % 

der Parkplätze gedeckt sein müssten. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführer seien als Bedachungsmaterial nicht Blech, sondern graue 

Ziegel vorgesehen. Die vorgesehene Fassadenfarbe entspreche den 

gestalterischen Anforderungen. Gegenüber Nachbargrundstücken sei sodann 

gemäss Auflage in der angefochtenen Baubewilligung das gewachsene 

Terrain wieder herzustellen. Die Abgrabung sei, weil begrenzt und dem 

natürlichen Geländeverlauf nicht zuwiderlaufend, bewilligungsfähig. Der 

überarbeitete Umgebungsplan liege zwischenzeitlich vor. Im Bereich des 

Nussbaums seien keine Grabarbeiten vorgesehen. Die Treppe sei zudem 

keine Vortreppe, sondern Teil der Umgebungsgestaltung und bereits daher 

auch nicht abstandspflichtig (drei Treppenstufen). Ferner bestehe eine BGF-

Reserve von rund 100 m². Bei einer allfälligen künftigen Erweiterung werde 

das Mass erneut geprüft. Eine Verletzung der Profilierungspflicht sei nicht 

ersichtlich, weil Detailelemente, wie Vordächer etc.. bei der Profilierung nicht 

dargestellt würden.

4. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Juni 2010 verweigerte der 

Instruktionsrichter der Beschwerde unangefochten die anbegehrte 

aufschiebende Wirkung.

5. In einer weiteren Eingabe verdeutlichten und ergänzten die Beschwerdeführer 

… die von ihnen geklagten Mängel des Bauvorhabens. Die Rügen betreffend 

Verletzung von Grenzabstandsvorschriften, Materialwahl der Bedachung, AZ-

Berechnung und Schutzraum seien zwischenzeitlich gegenstandslos 

geworden. Man habe dies aufgrund der unzureichenden Planunterlagen aber 

nicht von vornherein erkennen können. Ergänzend stellte … dem Gericht 

noch eine separate Eingabe zu, welche ihren eigenen Angaben zufolge 

jedoch nichts mit der Beschwerde zu tun habe.

6. Am 7. Oktober 2010 führte die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts im Beisein 

der Parteien und ihrer Vertreter vor Ort einen Augenschein durch. Allen 

Anwesenden wurde dabei an verschiedenen Standorten im Bereich der 

Bauparzelle Gelegenheit geboten, sich auch noch mündlich ausführlich zu 

allen aufgeworfenen Fragen zu äussern.

Auf die Ausführungen der Parteien am Augenschein, wie auch auf deren 

weitere Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt bildet der Baubewilligungs- und Einspracheentscheid vom 

17./19. Mai 2010, mit welchem das Bauvorhaben der Beschwerdegegner 2 

unter Auflagen bewilligt worden ist.

2. Wie seitens der Beschwerdeführer in ihrer Duplik festgehalten worden ist, 

haben sich die von ihnen in der Beschwerde gerügten Punkte 

„Grenzabstand“, „Art der Bedachung“, „AZ-Berechnung“ und „Schutzraum“ im 

vorliegenden Verfahren erledigt. Von entsprechenden Bemerkungen hierzu 

kann entsprechend abgesehen werden.

3. Die Beschwerdeführer verlangen die Aufhebung der streitigen Baubewilligung 

mit der Überlegung, dass die Gemeinde gar keine objektive Beurteilung des 

zu behandelnden Gesuchs gewährleisten könne, weil sie sich als Verkäuferin 

des zu bebauenden Grundstücks in einem Interessenkonflikt befinde. 

Sinngemäss machen sie mit ihrem Einwand geltend, dass die Gemeinde bzw. 

die einzelnen Mitglieder der die Baubewilligung erteilenden 

Behördenmitglieder zufolge fehlender Objektivität und Befangenheit bei der 

Behandlung des Geschäfts in den Ausstand hätten treten müssen. Ihr 

Einwand zielt ins Leere. Wie das Bundesgericht wiederholt bestätigt hat, 

müssen kommunale Behördenmitglieder gestützt auf Art. 4 aBV bzw. Art. 29 

BV dann in Ausstand treten, wenn sie an der zu behandelnden Sache ein 

persönliches Interesse haben (vgl. BGE 125 I 119 E. 3g; ZBl 100/1999 oder 

99/1998; Pra 86 Nr. 118 mit Hinweisen; PVG 1995 Nr. 98, 1997 Nr. 1, VGU R 

02 29, R 01 94 sowie V 01 2). In dieselbe Richtung zielt - nachdem das 

kommunale Recht keine Ausstandsregelungen enthält - Art. 23 des 

kantonalen Gemeindegesetzes (GG). Dieser wiederum setzt ein 

unmittelbares persönliches Interesse voraus, aufgrund dessen ein 

Behördenmitglied in den Ausstand zu treten hat. Die Beschwerdeführer 

bringen nichts vor, und es ist für das Gericht auch nichts ersichtlich, aufgrund 

dessen davon ausgegangen werden müsste, dass eines oder mehrere 

Mitglieder des Gemeindevorstandes ein unmittelbares persönliches Interesse 

am Ausgang des Baubewilligungsverfahrens haben könnten, um bei der 

Behandlung des Geschäfts in den Ausstand treten zu müssen. Dass seitens 

der Gemeindebehörden ein Interesse am Verkauf und an der raschen 

Überbauung des eingezonten Landes besteht, liegt - sofern das Bauvorhaben 

den massgebenden öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Vorgaben 

entspricht - in der Natur der Sache und ist legitim. Entsprechend erweisen sich 

die Einwände betreffend eines unzulässigen Interessenkonflikts oder der 

fehlenden Objektivität als offensichtlich unbegründet.

4. a) Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, dass das geplante 

Einfamilienhaus in Verletzung der geltenden Bestimmungen über die 

Gebäudehöhen bewilligt worden sei. Die im 2006 erstellte Quartierstrasse sei 

zum einen auf einem rund 80 cm höheren Niveau erstellt und zum andern sei 

das gewachsene Terrain aufgeschüttet worden, mit der Folge, dass die 

heutige Situation nicht mehr derjenigen des Quartierplanes entspreche. Die 

Höhe dieser Aufschüttung müsse bei der Bemessung der maximalen 

Fassadenhöhe ausgehend vom Höhenprofil gemäss 

Gestaltungsplan/Aufnahmen Geometer einkalkuliert werden. Aus diesen 

Überlegungen vermögen sie nichts zugunsten ihrer Begehren ableiten. 

b) Zwar trifft es zu, dass das Strassenniveau - wenn auch nicht 80 cm - rund 50 

cm höher als ursprünglich projektiert realisiert worden ist (vgl. Situationsplan 

1:200, interpolierte Höhen vom Urgelände [erstellt April 2006]; gemessene 

Höhen aufgrund Profilierung, vom 14. Juni 2010; Bereich Querprofil 8: neu 

538 m.ü.M., alt 537.45 m.ü.M.) Dies ist mit Blick auf die Bemessung der 

Gebäudehöhe nicht allein entscheidend, zumal daraus nicht geschlossen 

werden kann, dass dabei auch gerade noch das angrenzende Terrain talseits 

der Strasse ebenfalls um rund 50 cm angehoben worden wäre. Nur wenn 

letzteres der Fall wäre, käme die von den Beschwerdeführern angeführte 

Rechtssprechung zur Auslegung des Begriffes „gewachsenes Terrain“ zur 

Anwendung, mit der Folge, dass die Gemeinde vorliegend bei der Bemessung 

der zulässigen Gebäude-/Firsthöhe zu Unrecht auf den bestehenden Zustand 

abgestellt hätte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr hat der Augenschein 

die gemeindliche Darstellung bestätigt, und der erwähnte Plan bzw. die darin 

aufgeführten Abweichungen lassen ebenfalls keinen anderen Schluss zu, 

dass im fraglichen talseitigen Bereich entlang der Strasse im Zuge der 

Erstellung derselben nur geringfügige Terrainaufschüttungen (gemäss 

Querprofil 7, rund 10 cm) vorgenommen worden sind, welche zu einer leichten 

Anhebung des gewachsenen Terrains führten. Hinzu kommt, dass dem 

Projektplan Erschliessung … (Beilage 3 der Gemeinde) zu entnehmen ist, 

dass bei Profil 8 des Projektes beabsichtigt war, die Strasse unterhalb des 

gewachsenen Terrains zu erstellen (Abgrabung). Das Strassenniveau 

(Strassenmitte) liegt bei Profil 8 zirka 70-80 cm unter dem gewachsenen 

Terrain. Insgesamt betrachtet lässt es sich daher ohne weiteres vertreten, 

wenn die Gemeinde bei der Bemessung der Gebäudehöhen auf den 

bestehenden Geländeverlauf (= gewachsenes Terrain) abgestellt hat. Wenn 

sich die Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang u.a. auf Angaben im 

Quartiergestaltungsplan (Höhenunterschied Strasse - Sitzplatz) und diverse 

Korrespondenzen (zufolge derer sie ihr Haus wegen der falschen Angaben 

der Strassenhöhe 22 cm tiefer setzen mussten) berufen, so vermag dies am 

geschilderten Ergebnis nichts zu ändern.

c) Gemäss Art. 6 Abs. 2 QPV wird bei Neubauten die Gebäude- und Firsthöhe 

auf der Hangseite in der Mitte der Fassade gemessen. Die maximale 

Gebäudehöhe beträgt 5,8 m, die maximale Firsthöhe 8,8 m. Dass das 

Bauvorhaben auf der massgebenden Nordseite die umschriebenen 

Höhenvorgaben einhält, sofern vom bestehenden Terrain ausgegangen 

werden darf, stellen die Beschwerdeführer zu Recht nicht in Abrede. 

Nachdem wie oben dargelegt, das gemeindliche Abstellen auf den 

bestehenden Zustand als gewachsenes Terrain im konkreten Fall vertretbar 

ist, steht denn auch ohne weiteres fest, dass dem Bauvorhaben aus dieser 

Sicht nichts entgegen steht. Der angeführten Gebäudehöhe von 8,43 m im 

Bereich des Ausganges im Untergeschoss kommt aufgrund der eingangs 

umschriebenen Bemessungsvorgabe keine eigenständige Bedeutung zu.

d) Auch die diversen weiteren Mutmassungen und pauschal vorgebrachten 

Rügen sind angesichts des einer Gemeinde in Bausachen zustehenden 

weiten Ermessens- und Beurteilungsspielraumes nicht geeignet, die 

Rechtmässigkeit der angefochten Baubewilligung in Frage zu stellen. So 

weisen die als Zu- und Wegfahrt zur Bauparzelle dienende Quartierstrasse 

wie auch der als bewilligungsfähig erachtete Vorplatz mit überdecktem 

Carport und offenem Abstellplatz eine hinreichende Breite und 

Dimensionierung auf. Dass die Gemeinde bei der Auslegung von Art. 13 QPV 

eine parzellenübergreifende Betrachtungsweise verfolgt, ist rechtens und liegt 

im Übrigen auch dem bei den Akten liegenden Quartiergestaltungsplan 

zugrunde, wo jeweils jedem talseits der Strasse gelegenen Hauptgebäude ein 

überdeckter Parkplatz zugeordnet worden ist. Aufgrund der vom Gericht am 

Augenschein gewonnenen Erkenntnisse lässt sich die von der Gemeinde als 

bewilligungsfähig erachtete „dunkelrote“ Fassadenfarbe im Lichte des 

massgebenden Rechts vertreten. Jedenfalls ist für das Gericht nicht 

ersichtlich, dass aufgrund der gewählten Fassadenfarbe keine gute 

Gesamtwirkung mehr erzielt werden bzw. sich der Neubau nicht in die nähere 

und weitere heterogene Umgebung und die Landschaft ausreichend einfügen 

könnte. 

Auch die diversen, im Zuge des Neubaus erforderlichen Abtragungen und 

Aufschüttungen (so hinsichtlich letzterer u.a. im Bereich des vorgesehenen 

Sitzplatzes) vermögen die Rechtmässigkeit der Baubewilligung nicht in Frage 

zu stellen. Die Beschwerdeführer haben dies in ihrer Replik an sich selbst 

erkannt, und sich auf den pauschalen Einwand beschränkt, mit den Höhen 

stimme etwas nicht, ohne aber ihre Behauptung näher zu substantiieren. 

Ebenso wenig vermögen sie darzutun, gestützt auf welcher Rechtsgrundlage 

die Abgrabungen und Aufschüttungen grundsätzlich verboten werden 

könnten. Mit der in der Baubewilligung enthaltenen Auflage, dass die 

Bauherrschaft verpflichtet werde, entlang der gemeinsamen Grenze zu 

Parzelle Nr. 307 das gewachsene Terrain wiederherzustellen, hat die 

Gemeinde den Interessen der Nachbarin hinreichend Rechnung getragen. 

Die von ihr als Beschwerdeführerin verlangten konkreten Zusicherungen 

bildeten nicht Gegenstand des Bewilligungsverfahrens und sind entsprechend 

auch einer Beurteilung im vorliegenden Verfahren entzogen. Der 

Augenschein hat aber nachvollziehbar aufgezeigt, dass die von ihr gehegten 

Befürchtungen wohl unbegründet sind.

Nicht relevant sind sodann auch die Rügen der unzureichenden Profilierung 

(Vordach). Dies bereits deshalb, weil es in der Natur einer Profilierung liegt, 

dass Profile einen Eindruck von der Dimensionierung einer geplanten Baute 

geben sollen; sie müssen aber nicht jedes Detail (wie z.B. das geplante kleine 

Vordach) wiedergeben. Mangels einer konkreten Bewilligungspflicht (vgl. Art. 

40 Abs. 1 Ziff. 8 KRVO) durfte die Gemeinde die beanstandete Vortreppe als 

Bestandteil der Gartengestaltung betrachten. Was die Beschwerdeführer 

sonst noch gegen die Baubewilligung vorbringen, erweist sich im Lichte des 

Dargelegten als unbehelflich. Die Beschwerde erweist sich somit als 

vollumfänglich unbegründet und ist daher abzuweisen. 

5. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten unter solidarischer Haftung 

je zur Hälfte zulasten der Beschwerdeführer (Art. 73 VRG). 

Parteientschädigungen sind keine geschuldet (Art. 78 VRG)

 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 324.--

zusammen Fr. 3'324.--

gehen unter solidarischer Haftung je zur Hälfte zulasten der Beschwerdeführer 

und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.