# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f25939a5-e2f5-5f54-9a5c-0df260a1fe99
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-12-16
**Language:** de
**Title:** Auf Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch RAD-Ärztin kann abgestellt werden. Befristete Rente rechtens. (BGE 9C_121/2016)
**Docket/Reference:** IV.2014.01328
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.01328.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.01328
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin F. Brühwiler
Urteil
vom
16. Dezember 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Guy Reich
Reich
Bortoluzzi
Cahenzli
Rechtsanwälte
Münchhaldenstrasse
24, Postfach, 8034 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1968,
Mutter von zwei Töchtern (geboren 1996 und 2002, Urk. 10/2/2)
,
seit dem Jahr 2006 geschieden (Urk.
10/2/1), war zuletzt
von November 2010 bis
August
2011
im Verkauf in einem Teilzeitpensum im Stun
denlohn tätig
(Urk. 10/12). Am 19. Dezember 2011
meldete sich die Versicherte
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
unter Hinweis auf Rückenbeschwerden
zum Leistungsbezug (Berufliche Integration/Rente) an (Urk.
10/2
).
D
ie IV-Stelle
tätigte
erwerblic
he und medizinische Abklärungen
. Nach durchgeführtem Standortgespräch (Urk. 10/
7
) teilte die IV-Stelle der Ver
sicherten am
31
.
Januar
2012 mit, dass aufgrund ihres Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmass
nahmen möglich seien (Urk. 10/13
).
D
ie IV-Stelle
tätigte in der Folge
weitere medizinische Abklärun
gen, wobei sie wiederholt Verlaufsberichte bei den behandelnden Ärzten ein
holte und
die Versicherte
schliesslich am
19. November 2013
durch med.
pract
.
Y.___
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), untersuchen
liess
(Bericht vom 25. November 2013, Urk. 10/35
)
. Am
28. Januar 2014
führte die IV-Stelle sodann
eine Abklärung hinsichtlich Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt durch (Abklärungsbericht vom 1
9.
Februar 2014
,
Urk. 10/38
).
Gestützt auf die Abklärungen stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 23. April 2014 (Urk. 10/42)
die Ausrichtung eine
r vom 1. August 2012 bis am 28.
Februar 2014 befristeten ganzen Rente in Aussicht.
Nachdem die IV-Stelle weitere
medizinische
Verlaufsberichte zu den
Akten genommen (Urk. 10/51-52)
und
RAD-Ärztin m
ed.
pract
.
Y.___
dazu Stel
lung genommen hatte (Urk. 10/53/2-3),
verfügte sie am
10. November 2014
im angekündigten Sinne (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X.___
am
1
5.
Dezember 2014
Beschwerde (Urk. 1) und be
an
tragte
, es sei ihr auch nach
November
20
13 eine Rente
z
u gewähren. E
ventualiter seien weitere Abklärungen zu tätigen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewähr
ung der unentgeltlichen Prozess
führung sowie um Bestellung von Rechtsanwalt
Guy Reich
zum unent
geltlichen Rechtsbeistand (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
22. Januar 2015
(Urk. 9 unter B
eilage ihrer Akten, Urk. 10/1-61
) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Besc
hwerde, was der Beschwerdeführe
rin am
1
1.
Februar 2015
mitgeteilt wurde (Urk. 11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 75 % einer Erwerbstätig
keit nachgehen würde und zu 25 % im Haushalt tätig wäre.
Sodann erwog sie,
die Beschwerdeführerin
sei
in ihrer Arbeitsfähigkeit
seit August 2011
erheblich eingeschränkt
, wobei von einer
vollständigen Arbeits
un
fähigkeit
ab diesem Zeitpunkt
auszugehen
sei
. Die
Beschwerdeführerin
habe deshalb
ab August 2012 (Ablauf des Wartejahres
,
Art.
28
Abs. 1
lit
. b des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
) Anspruch auf eine ganze
Rente
.
Gestützt auf die regionalärztliche Untersuchung im November 2013 sei jedoch ausgewiesen, dass der Beschwerdeführerin a
b
diesem
Zeitpunkt
wieder
eine leidensangepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei.
Bei einer solchermassen eingeschränkten Arbeitsfähigkeit resultiere im Erwe
r
bsbe
reich eine Einbusse von 3,10 %
respektive ein Teilinvaliditätsgrad von 2,32 %.
Im Haushaltsbereich
sei die Beschwerdeführerin sodann zu
18 %
eingeschränkt, respektive bestehe ein
Teilinvaliditätsgrad von 4,5 %.
Bei einem Gesamtinvaliditätsgrad
von
gerundet
7 % (
2,32
% und 4,5 %)
sei
deshalb ab
März 2014 (
drei Monate nach Eintritt der Verbesserung, Art. 88a Abs. 1
der Verordnung über die Invaliden
versicherung [
IVV
]
)
ein Rentenanspruch
zu verneinen
(Urk. 2)
.
1.2
Die Beschwerdegegnerin wandte beschwerdeweise im Wesentlichen ein, a
us den Berichten ihrer behandelnden
Ärzte ergebe sich, dass sie aus orthopädischer Sicht in den alltäglichen Verrichtungen
schmerzbedingt
stark
eingeschränkt sei. Die Beurteilung der RAD-Ärztin, wonach sie zu 80 % in angepassten Tätigkei
ten arbeitsfähig sei, sei nicht nachvollziehbar begründet und stehe im starken Kontrast
zu den Angaben in den übrigen medizinischen Unterlagen. Dass sie sodann ein demonstratives Verhalten und eine mangelnde Compliance gezeigt habe – wie die RAD-Ärztin festgehalten habe – werde bestritten.
Auf deren Beurteilung könne demnach nicht abgestellt werden und eine Begutachtung
sei
notwendig
. Schliesslich sei sie bei der Wohnungspflege eingeschränkter als im Abklärungsbericht vom 19. Februar 2014 festgehalten
(Urk. 1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
IVG
).
2.3
2.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.3
.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
2.4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des
Leistungsan
spruchs
. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini
schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes
amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärzt
lich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver
lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135
V
465
E. 4.4 und E. 4.7).
3.
3.1
Nachdem
die Beschwerdeführerin ab
Februar 2010
über eine
rechtsseitige
Ischial
gie
geklagt hatte
(Urk. 10/16/20-21), w
urde am 12. Mai 2010 bei einer
diagnostizierten
S1-Radikulopathie
rechts
bei medio-lateraler Diskushernie
bei
L5/S1 eine Dekompression
und
Luxatentfernung
durchgeführt (
Operationsbe
richt
des Operateurs Dr. med.
Z.___
, Facharzt F
MH für Orthopädische Chirurgie
, Urk. 10/16/19).
A
ufgrund einer
in der Folge aufgetretenen
Rezidiv-Diskushernie bei L5/S1
(Urk. 10/16/17)
führte Dr.
Z.___
a
m 2. August 2010
eine
Re-Dekompression durch (Urk. 10/16/16).
Bei gutem postoperativem Verlauf erachtete
der Opera
teur
die Wiederaufnahme der Arbeit als Verkäuferin ab November 2010 als
zumutbar
(Urk. 10/9/9).
3.2
A
b Anfangs August 2011
klagte die Beschwerdeführerin über eine erneut
aufge
tretene Ischialgie rechts (Urk. 10/9/8)
. Ab dem
22.
August 2011
attestierte der Hausarzt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 10/11/7).
B
ei einer
diagnos
tizierten
S1-Radikulopathie rechts und einem Verdacht auf
eine
Rezidiv-Dis
kushernie
bei
L5/S1 rechts
erfolgte
am 27. Oktober 2011
eine Dekompression bei L5/S1
sowie
eine
Spondylodese
bei L5/S1 (
Operationsbericht von Dr.
Z.___
,
Urk. 10/9/7).
3.3
Postoperativ kam es zu einem stark protrahierten Verlauf
mit deutlich
bewegungs
abhängigen
Schmerzen
(Urk. 10/15/5)
.
Nachdem
weitere
Untersu
chungen veranlasst worden waren
(Urk.
10
/16/4-6), führte Dr.
Z.___
schliess
lich
am 22. März 2013
bei einer aufgetretenen
Pseudarthrose
bei L5/S1
eine
Verlängerungsspondylodese
von L4 bis S1 durch
und entfernte das
Spondylo
desenmaterial
bei L5/S1
(Urk. 10/25/7-8).
3.4
D
ie Beschwerdeführerin
klagte postoperativ
weiterhin über
eine
Ischialgie (Urk. 10/25/9, Urk. 10/28/6). Dr.
Z.___
berichtete
am 28. August 2013 respek
tive am 5. November 2013 (Urk. 10/30/2, Urk. 10/33/2)
über einen sehr frust
rierenden Verlauf mit Restbeschwerden, welche nicht klar zuzuordnen seien
,
empfahl
, die konservative Behandlung weiterzuführen und verordnete die Durchführung einer
C
lassification-base
d
cognitive
functional
therapy
.
3.5
Am 19. November 2013
wurde die Beschwerdeführerin von RAD-
Ärztin
med.
pract
.
Y.___
untersucht
(Bericht vom 25. November 2013, Urk. 10/35)
.
Die Beschwerdeführerin gab an, unter Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule mit Ausstrahlung in das rechte Bein zu leiden. Sie könne weder während län
gerer Zeit Sitzen,
noch
Stehen
oder
Gehen.
Bücken sei ihr zwar noch möglich
, jedoch könne sie sich aus gebückter Haltung nicht wieder aufrichten. Das Heben und Tragen von Lasten sei ihr überhaupt nicht mehr möglich (Urk. 10/35/1). Sie berichtete, keine Physiotherapie mehr zu machen
. Auch Therapien im
Bewe
gungsbad
hätten nur eine Verschlechterung hervorgerufen
(Urk. 10/35/2).
E
iner Arbeitstätigk
eit nachzugehen
sei ihr
zurzeit
nicht möglich
(Urk. 10/35/4).
Die RAD-Ärztin hielt fest, es habe sich ein flüssiges, jedoch rechts hinkendes Gangbild gezeigt. Die Bewegungsprüfung des rechten Hüftgelenks ha
be sich als schwierig gestaltet. D
ie Beschwerdeführerin habe aktiv
dagegen gespannt
und über starke Schmerzen der Lendenwirbelsäule bei allen Bewegungen des rechten Hüftgelenkes geklagt. Im Rahmen der Spontanbeweglichkeit sei die in der Untersuchung vorhandene Bewegungseinschränk
ung nicht zu beobachten gewesen (Urk. 10/35/6). Bei der segmentalen Untersuchung der groben Kraft sei keine Reduktion der Kraft in den Kennmuskeln der oberen und unteren Extre
mitäten beidseits aufgefallen bei allerdings eingeschränkter Beurteilbarkeit auf
grund mangelnder Compliance. Bei der Kraftprüfung der Fussheber und –
senker
im Liegen habe die Beschwerdeführerin einen Kraftgrad von M1 demonstriert, der deutlich mit allen im Spontanverhalten zu beobachtenden Befunden kon
trastiere (Urk. 10/35/8).
B
ei dem durchgeführten Medikamentenspiegel sei aufgefallen, dass bei einer im therapeutischen Bereich liegenden Opiatkonzentration im Serum ein deutlich überhöhter Wert im Urin gemessen worden sei
(dreifach über dem therapeuti
schen Bereich)
. Damit stelle sich die Frage, ob ein Medikamentenmissbrauch vorliege oder eine Opiatabhängigkeit drohe. Weiter sei aufgefallen, dass die
Waddell
-Zeichen positiv gewesen seien, was auf eine erhebliche psychische Komponente des geklagten Schmerzes schliessen lasse. Bei der Untersuchung hätten deutliche Inkonsistenzen bestanden (Urk. 10/35/9).
Die
RAD-
Ärztin
diagnostizierte
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lendenwirbelsäule bei Status nach
Spondylodese
bei
L4 bis S1 bei Diskushernien und
Degeneration der
Len
denwirbelsäule
(
Urk. 10/35/8).
Aufgrund
dessen
sei
die Beschwerdeführerin in der angestammten Täti
gkeit als Verkäuferin nicht mehr
arbeitsfähig
. In ange
passten Tätigkeiten
(körperlich leichte, wechselbelastende
Tätigkeiten, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Lei
tern und Gerüsten, ohne häufige Tätigkeiten, welche die Wirbelsäu
le belasten
)
, sei eine Arbeitstätigkeit zu 80 % zumutbar
. Die Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit ergebe sich aus dem erhöhten Pausenbedarf
, welcher
zur Entlastung der Wirbelsäule der Beschwerdeführerin
notwendig sei
(Urk. 10/35/9).
3
.6
Am 4.
Februar 2014 teilte Dr.
Z.___
der Beschwerdegegnerin mit, die Beschwer
deführerin habe die
Classification-based
cognitive
functional
therapy
abgebrochen, gemäss
Angaben der Beschwerde
führerin
, weil man gegen sie sehr forsch aufgetreten sei und ihr gesagt habe, die Operationen seien unnötig gewesen. Die Beschwerdeführerin mache keine auswärtigen Therapien mehr
. Aufgrund des stabilen Verlaufes sei der weitere Verlauf abzuwarten, insbeson
dere auch
der
Entscheid der Invalidenversicherung
(Urk. 10/37/2)
.
Im Rahmen des
Vorbescheid
verfahrens
reichte Dr.
Z.___
zwei weitere Berichte ein (Ber
ichte vom 25. Juni 2014 und 29.
Juli 2014, Urk. 10/51-52).
Der Arzt
berichtete, die Beschwerdeführerin klage über vermehrte Ischialgie
-S
chmerzen. Aus orthopädisch-chirurgischer Sicht könne mit einem weiteren operativen Ein
griff die Situation nicht verbessert werden. Mögliche Massnahmen seien der Einsatz einer Schmerzpumpe oder eines Neurostimulators. Die Beschwerdefüh
rerin sei in der Abklärung der Schmerzsprechstunde gewesen, es sei jedoch zu Differenzen mit dem behandelnden Arzt gekommen.
3.7
Auf Veranlassung der Beschwerdeführerin
erstattete
sodann ihr Hausarzt, Dr. med.
A.___
, Rheumatologie FMH,
am 8. Dezember 2014 einen
Bericht
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(Urk. 10/60).
Dr.
A.___
hielt dafür, es liege ein chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom beidseits, mehr rechts als links
,
sowie eine beginnende zurzeit leicht aktivierte Gonarthrose links vor. Nebst der konsequenten Wahrnehmung der bereits eingeleiteten medikamentösen Thera
pie sei eine Aktivierung in Eigenregie wahrzunehmen.
4.
G
estützt auf
die vorliegende Aktenlage
durfte die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgehen
, dass spätestens ab dem Zeitpunkt der
regionalärztlichen
Untersuchung im November 2013 wieder eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in
angepassten Tätigkeiten bestand
.
D
ie RAD-Ärztin
tätigte umfassende Untersu
chungen,
setzte si
ch mit den
Vorakten
auseinander und i
hre Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin in leidensangepasst
en Tätigkeiten arbeitsfähig sei -
wobei das Pensum aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfes zur Entlastung der Wirbelsäule um 20 %
zu reduzieren sei
-
ist
nachvollziehbar begründet
. Dass die RAD-Ärztin auf gewisse Diskrepanzen hinwies, ist angesichts der erho
benen Befunde und dem teilweise abweichenden Spontanverhalten (
vgl.
E. 3.5)
sodann
nicht zu beanstanden.
Von der Beurteilung der RAD-Ärztin abweichende medizinische
Einschätzungen
liegen e
ntgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin
(E. 1.2)
keine vor
. So
attestierte
Dr.
Z.___
zwar
im Anschluss an die Operationen
in der Vergangen
heit
wiederholt
Arbeitsunfähigkeit
en
(Urk.
10/
11
/2, Urk. 10/15/6, Urk. 10/25/10, Urk. 10/28/6)
. F
ür den Zeitraum ab der regionalärztlichen Untersuchung im November 2013
nahm
er jedoch
zur
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin keine Stellung mehr
. Dies, obwohl er zuhanden der Beschwerdegegnerin wie
derholt Bericht erstattete
und somit Anlass gehabt hätte, bei einer divergieren
den Einschätzung diese kundzutun
(vgl. E. 3.6
)
.
Gleiches gilt für den von Dr.
A.___
eingereichten Bericht
,
welcher
dafürhielt, es sei eine Aktivierung in Eigenregie wahrzunehmen
(E. 3.7
)
. Dafür, dass die von Dr.
A.___
diagnostizierte leicht aktivierte Gonarthrose links einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätte, ergeben sich schliesslich keinerlei Hinweise.
Dass
es
die Beschwerdegegnerin sodann
als ausgewiesen erachtete
, dass es in der Vergangenheit im Zusammenhang mit den durchgeführten Operationen zu einer temporären vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen
ist
, und von August 2011 bis zum Zeitpunkt der regionalärztlichen Untersuchung
(November 2013)
von einer 100%ige Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten
ausging,
wurde nicht beanstandet und erscheint vertretbar
(vgl. die oben aufgeführten Arbeits
unfähigkeitsatteste von Dr.
Z.
___
)
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Erwerbs- und Haushaltsbereich auswirken. Hierzu ist einleitend zu klären, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig respektive im Haushalt tätig wäre (sog. Statusfrage, siehe E. 2.3.2).
Die Einschätzung der Abklärungsperson, wonach die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen zu 75 % erwerbstätig und zu 25 % im Haus
halt tätig wäre (Urk. 10/38/4), wurde nicht beanstandet und erscheint mit Blick auf die getätigten Abklärungen als plausibel, weshalb ihr gefolgt werden kann.
5.2
5.2.1
Die Bestimmung des Invaliditätsgrades erfolgt im Erwerbsbereich durch einen Einkommensvergleich (E. 2.3.1). Von August 2011 bis Ende Oktober 2013 ist von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (E. 4), weshalb in dieser Periode kein
E
inkommen erzielt werden konnte. Bei Annahme einer erwerbli
chen Tätigkeit von 75 % im Gesundheitsfall (E. 5.1) ergibt sich infolgedessen für diese Zeitperiode im Erwerbsbereich ein Teilinvaliditätsgrad von 75
%.
5.2.2
Ab November 201
3 ist
die Beschwerdeführerin in
angepassten
Tätigkeit
en
wie
der
zu 80 %
arbeitsfähig (E. 4)
, weshalb
zur Bestimmung der Erwerbseinbusse
ab diesem Zeitpunkt
das Validen- als auch das Invalideneinkommen
zu ermit
teln ist
.
Die
Beschwerdegegnerin
bemass
das
Valideneinkommen
anhand der Tabellenwerte gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch
herausgege
ben Lohnstrukturerhebungen (
LSE
2010
) und b
erücksichtigte dabei die T
abelle TA1, Ziff. 47 (Detailhandel), Frauen, Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fach
kenntnisse vorausgesetzt). Gestützt darauf kam sie
nach erfolgter
Nominal
l
ohnindexierung
auf das Jahr 2013
sowie unter Berücksichtigung der
betriebs
üblichen
Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden auf ein
Valideneinkommen
von Fr.
42‘046.--
bei einem 75%-Pensum
(Fr. 4‘360.-- ÷ 40 × 41,6 × 12 ×
0,75
×
Nominallohnindexierung
; Urk. 10/39/1
). Angesichts dessen, dass die Beschwer
deführerin gelernte Verkäuferin ist (Urk.
10/2/4),
in der Vergangenheit stark schwankende Einkommen
erzielt
e
und bei verschiedenen Arbeitgebern tätig
gewesen
war (Urk. 10/5), ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden.
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens berücksichtigte die
Beschwerdegegne
rin
sodann die Tabelle TA1, Total alle Branchen, Frauen, Anforderungsniveau
4
(einfache und repetitive Tätigkeiten; Urk. 10/39/2).
Gestützt darauf kam sie nach erfolgter Nominall
ohnindexierung auf das Jahr 2013
sowie unter Berück
sichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden auf ein
Inv
alideneinkommen von Fr.
40‘744
.--
bei einem 75%-Pensum
(Fr. 4‘
225
.-- ÷ 40 × 41,6 × 12 ×
0,75 ×
Nominallohnindexierung
; Urk. 10/39
/
1-
2
).
Dies gibt ebenfalls zu keinen Beanstandungen Anlass.
Bei solchermassen ermittelten Vergleichseinkommen
resultiert im
Erwerbsbe
reich
eine Einschränkung von 3
,1
% (
Valideneinkommen
=
Fr.
42‘046.--
,
Inva
lideneinkommen
=
Fr.
40‘744.--
, Erwerbseinbusse =
1‘302
.--).
Unter Berück
sichtigung eines Anteils von
75
% am gesamten Pensum (E. 5
.1) ergibt dies einen Teilinvaliditätsgrad von
2,32
%.
5.3
Was
die Einschränkungen im Haushaltsbereich betreffen, so ist ein
Betätigungs
vergleich
vorzunehmen (E. 2.
3
.
2
). Hierzu wurde am
28. Januar 2014
eine
Haus
haltsabklärung
durchgeführt
(Bericht vom 19. Februar 2014, Urk. 10/38)
. Unter Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden, der
Wohn
verhältnisse
sowie der Mitwirkungspflicht der Familienmitglieder
ermittelte
die Abklärungsperson
eine Einschränkung von
20 % für die Ernährung (
gewichtet
8
%
)
, von
30 % für die Wohnungspflege (gewichtet 6 %)
, von
15 %
für die Wäsche und Kleiderpflege
(gewichtet 3 %)
sowie von
20 % für die
Betreuung der Kinder
(gewichtet 1 %)
und errechnete infolgedessen eine Einschränkung von insgesamt
18
% beziehungsweise bei einem Anteil der Haushalttätigkeit von
25
% von
4,5
% (Urk.
10/38/6-9
).
Der Bericht befasst sich einlässlich mit den einzelnen Haushaltsbereichen und deren prozentualen Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort und Stelle festge
stellten Einschränkungen in diesen Bereichen; er ist ausreichend begründet und erscheint plausibel, weshalb darauf abgestellt werden kann.
Selbst wenn jedoch mit der Beschwerdeführerin davon ausgegangen würde, dass sich im
Haushalts
bereich
Wohnungspflege die Einschränkung auf mehr als 30 %
beliefe
(E. 1.2), würde dies nichts ändern, da so oder anders kein rentenbegründender
Gesamti
nvaliditätsgrad resultiert (nachfolgend E. 5.4).
5.4
Von August 2011 bis Ende Oktober 2013
resultiert bereits aufgrund der
Erwerbs
einbusse
im Erwerbsbereich
(E. 5.2.1)
ein Inv
aliditätsgrad von über 70 % (
Mindestinvaliditätsgrad für einen ganzen Rentenanspruch, vgl. E. 2.2).
Ab November 2013 ergibt sich sodann ein
rentenausschliessender
Gesamtinvalidi
tätsgrad
(Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvalidität, E. 2.3.2) von
gerundet 7 %
(Erwerb: 2,32 %, Haus
halt: 4.5 %). Selbst bei einer höheren Einschränkung im Haushaltsbereich würde somit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren (maximaler
Teilin
validitätsgrad
im Haushalt von 25 % bei einer hypothetischen maximalen Ein
schränkung von 100 %).
6.
Zusammengefasst hat damit die Beschwerdegegnerin zu Recht vom 1. August 2012 (Ablauf
des Wartejahres
, E. 2.2) bis am 28. Februar 2014 (drei Monate nach der Verbesserung,
vgl.
Art. 88a Abs. 1 IVV) eine befristete ganze Rente zugesprochen und mit Wirkung ab dem 1. März 2014 einen Rentenanspruch verneint, was zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
7
.1
Die Voraussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das
Sozialversi
cherungsgericht
(
GSVGer
) sind erfüllt (Urk.
7, Urk. 8/1-13
), weshalb der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und ihr in der Person von Rechtsanwalt Guy Reich ein unentgeltlicher Rechtsvertreter
für das vorliegende Verfahren
zu bestellen ist. Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der ihr erlasse
nen Gerichtskosten sowie der Auslagen für die unentgeltliche Rechtsvertretung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.
7
.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführu
ng einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
7
.3
Rechtsanwalt Reich machte mit Honorarnote vom
10. Dezember 2015
(Urk. 1
2
)
einen Gesamtaufwand von
8,7
Stunden
mit einem Stundenansatz von Fr. 220.--
sowie Barauslagen von
Fr. 150.--
geltend
.
Der geltend gemachte Aufwand erstreckt sich auf den Zeitraum vom 2. Mai 2014 bis zum 29. Dezember 201
4.
Rechtsanwalt Reich wird indes vom hiesigen Gericht nur für das vorlie
gende Beschwerdeverfahren, nicht hingegen für das Verwaltungsverfahren, als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bestellt.
Daher sind nur seine Aufwände ab dem 13. November 201
4
(
Zeitpunkt der
Zustellung der angefochtenen Verfügung, Urk. 1 S. 2) im Umfang von 4,6 Stunden sowie die ab diesem Zeitpunkt angefallenen Barauslagen von Fr. 64.-- zu entschädigen (vgl. Urk. 10).
Bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 200.
--
(
für Aufwendungen bis Ende 2014
)
ergibt dies eine Entschädigung von Fr.
1‘062.70 (inkl. Barauslagen und
MWSt
).
In diesem Umfang ist der unentgeltliche Rechts
vertreter aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Das Gericht beschliesst:
In Bewilligung des Gesuchs vom 15. Dezember 2014 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und es wird ihr Rechtsanwalt Guy Reich als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt,
und erkennt:
1.
Die Beschwerde wird
abgewiesen
.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Guy Reich, wird mit Fr.
1‘062.70
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse
entschädigt.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hin
gewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Guy Reich
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstF. Brühwiler