# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f085b364-7a35-5afc-aa02-0c232f272228
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.10.2021 810 20 284
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-284_2021-10-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 27. Oktober 2021 (810 20 284) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Verzicht auf Erwachsenenschutzmassnahmen  
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl,  

Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Häring, Gerichtsschreiberin  
Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Markus Fischer, Rechts-
anwalt  

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene 
 
D.____, Beigeladener 

  
 
 

Betreff Prüfung von Erwachsenenschutzmassnahmen  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
15. Oktober 2020) 

 
 
 

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A. C.____, geboren am XX.XX.1930, ist die Mutter von D.____, E.____, A.____ und 
F.____. Sie wohnt in einer Mietwohnung in G.____. Im September 2018 ist ihr Sohn D.____ zu 
ihr gezogen. Er pflegt und betreut die Mutter, bei welcher eine dementielle Entwicklung vorliegt.  
 
B. Am 20. Juni 2019 ging bei der Polizei Basel-Landschaft (Polizei) ein Notruf von E.____ 
ein. Er führte gegenüber der Polizei aus, dass ihm der Zutritt zur Wohnung der Mutter verwehrt 
worden sei und er sich Sorgen um ihren Gesundheitszustand mache, da er keinen Kontakt zu 
ihr habe herstellen können und bereits in der Vergangenheit ein Spitalaufenthalt nötig geworden 
sei. Sein Bruder D.____ habe vor ungefähr zwei Jahren die Betreuung der Mutter übernommen 
und das eingerichtete Unterstützungsnetz (Spitex, Reinigungsunternehmen) nicht mehr in An-
spruch genommen. E.____ befürchte, dass sein Bruder mit der Vollzeitbetreuung der Mutter 
überfordert sei. Aus dem Polizeibericht geht hervor, dass D.____ nach dem Eintreffen der Poli-
zei habe überzeugt werden können, die Türe zu öffnen. C.____ habe vital gewirkt, wobei sich 
eine Demenz abgezeichnet habe. Die Wohnung sei ordentlich und sauber gewesen. D.____ 
habe psychisch und physisch angeschlagen gewirkt und scheine mit der Betreuung der Mutter 
überfordert zu sein (vgl. Bericht der Polizei, Polizeihauptposten H.____, vom 21. Juni 2019).   
 
C. Mit Schreiben vom 22. Juni 2019 reichten Nachbarn bei der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde B.____ (KESB) eine Gefährdungsmeldung betreffend C.____ ein. Am 
24. Juni 2019 erfolgte eine weitere Gefährdungsmeldung von anderen Nachbarn. In den Mel-
dungen trugen die Nachbarn ähnliche Beobachtungen vor: Seit der Sohn die Betreuung seiner 
Mutter übernommen habe, sei diese nicht mehr ausserhalb ihrer Wohnung gesehen worden. 
Die Rollläden der Wohnung seien andauernd geschlossen und es seien auch schon Gegen-
stände aus dem Fenster geworfen worden. Eine Kontaktaufnahme mit D.____ sei nicht möglich, 
da die Wohnungstüre nicht geöffnet werde und die Türklingel abgestellt sei. Nach einem Sturz 
von C.____ seien Nachbarn zu Hilfe gerufen worden. Die Wohnung habe sich in einem alarmie-
renden Zustand befunden. Es sei auch schon zu Polizeieinsätzen gekommen. 
 
D. Am 5. Juli 2019 eröffnete die KESB infolge des vorerwähnten Polizeieinsatzes und der 
Gefährdungsmeldungen ein Verfahren betreffend die Prüfung von Erwachsenenschutzmass-
nahmen für C.____. Die Sozialberatung G.____ (Sozialberatung) wurde mit den entsprechen-
den Abklärungen betraut. 
 
E. Im Abklärungsbericht vom 4. Dezember 2019 wurde festgehalten, dass mangels Vor-
liegens eines Schwächezustands von der Anordnung einer Massnahme abzusehen sei.  
 
F. C.____ musste am 14. Januar 2020 zufolge eines Sturzes hospitalisiert werden. Mit 
Schreiben vom 21. Januar 2020 beantragte A.____ bei der KESB die Errichtung einer Bei-
standschaft für ihre Mutter. Am 22. Januar 2020 reichte E.____ bei der KESB eine Gefähr-
dungsmeldung ein, welche er damit begründete, dass seine Mutter aus medizinischer Sicht ge-
fährdet sei. 
 
G. Am 5. Februar 2020 hörte die KESB im Beisein von I.____, Sozialberatung, und einer 
Vertreterin des Sozialdienstes des Bruderholzspitals C.____ und D.____ an. Anlässlich dieser 

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Anhörung übergab D.____ der KESB eine Vollmacht, welche vom 13. April 2017 datiert. In die-
sem Schreiben erteilt C.____ D.____ eine "Generalvollmacht" mit folgendem Wortlaut:  
 
Für den Fall, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fähig bin, meine rechtlichen, persönli-

chen und wirtschaftlichen Angelegenheiten selber zu regeln, erteile ich meinem Sohn die Vollmacht, mich 

rechtsgültig zu vertreten. 

 

Er ist berechtigt, sämtliche Angelegenheiten - ohne Einschränkung - für mich wahrzunehmen, mich vor 

allen Behörden der Verwaltung und der Gerichte sowie auch Privaten gegenüber rechtsgültig zu vertre-

ten, mit der Wirkung, dass ich in gleicher Weise berechtigt und verpflichtet werde, wie wenn ich selber 

gehandelt hätte. 

 

Diese Vollmacht tritt in Kraft, wenn ich sie selber für anwendbar erkläre, weil ich mich nicht mehr zu den 

entsprechenden Entscheidungen fähig fühle, oder wenn durch ein fachärztliches Gutachten (medizini-

sches und/oder psychiatrisches) meine diesbezügliche Unfähigkeit bescheinigt worden ist. 

 
H. Mit Schreiben vom 14. Februar 2020 reichte D.____ Zahlungsbelege ein, aus welchen 
hervorgeht, dass er die bestehenden Ausstände von Krankenkassenbeiträgen und Mietzinsen 
bezahlt hat. Am 21. September 2020 teilte D.____ der KESB mit, dass er sämtliche finanzielle 
Ausstände habe begleichen können und seiner Mutter eine Hilflosenentschädigung zugespro-
chen worden sei.  
 
I. Mit Entscheid der KESB vom 15. Oktober 2020 wurde auf die Errichtung von Erwach-
senenschutzmassnahmen für C.____ verzichtet. Zur Begründung wurde im Wesentlichen aus-
geführt, dass kein Schwächezustand vorliege und C.____ ihren Willen, es solle keine Beistand-
schaft errichtet werden, klar geäussert habe. Überdies habe sie ihrem Sohn eine Generalvoll-
macht ausgestellt, welche ihn ermächtige, ihre finanziellen und administrativen Angelegenhei-
ten zu erledigen.  
 
J. Gegen den Entscheid der KESB vom 15. Oktober 2020 erhob A.____, vertreten durch 
Markus Fischer, Rechtsanwalt in Bern, mit Eingabe vom 26. November 2020 Beschwerde beim 
Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und stellt fol-
gende Rechtsbegehren: 1. Es sei der Entscheid der KESB vom 15. Oktober 2020 aufzuheben; 
2. Es sei eine Vertretungs- und Vermögensverwaltungsbeistandschaft im Sinne von Art. 394 f. 
ZGB für C.____ zu errichten; 3. Eventualiter sei diese Eingabe als erneute Gefährdungsmel-
dung an die Hand zu nehmen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Sie macht im We-
sentlichen geltend, dass ein Schwächezustand im Sinne einer Abhängigkeit von D.____ vorlie-
ge. Überdies erweise sich die Unterstützung durch diesen als nicht genügend. Es sei von ver-
schiedenen Seiten aufgezeigt worden, dass eine ergänzende Betreuung und Pflege durch die 
Spitex angezeigt sei, weil D.____ damit überfordert zu sein scheine. Es werde zwar ausgeführt, 
dass sowohl ihre Mutter als auch D.____ eine Unterstützung durch die Spitex oder Familienan-
gehörige ablehnen würden. Es werde jedoch in Zweifel gezogen, dass dies dem Willen der Mut-
ter entspreche. Aufgrund der noch nicht fachärztlich abgeklärten beginnenden Demenz sei un-
klar, ob C.____ noch in der Lage sei, ihren Willen frei zu bilden. Sollte sich D.____ diesbezüg-

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lich auf die ihm erteilte Generalvollmacht berufen wollen, sei festzustellen, dass mit dieser 
Vollmacht ein Vorsorgeauftrag errichtet worden sei. Eine blosse Vollmacht habe nur beschränk-
te Wirkung; Aufträge und Vollmachten mit Wirkung über den Verlust der Urteilsfähigkeit hinaus 
erfordern die Einhaltung der erforderlichen Formvorschriften, welche vorliegend nicht eingehal-
ten seien. Demzufolge könne sich D.____ im Falle einer eintretenden oder bereits eingetrete-
nen Urteilsunfähigkeit von C.____ nicht auf diese Generalvollmacht berufen. Da Anzeichen ei-
ner Demenz bestehen würden, müsste die KESB entsprechende medizinische Abklärungen 
vornehmen. Aus den genannten Gründen sei die Errichtung einer Beistandschaft erforderlich.  
 
K. Am 4. Januar 2021 liess sich die KESB vernehmen und beantragt die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, dass die soziale Isolation von C.____ Folge eines 
Familienkonflikts sei, bei welchem die KESB ohne Bereitschaft aller Beteiligten nichts ausrich-
ten könne. Die Isolation könne nur durch eine ausserhäusliche Unterbringung durchbrochen 
werden, wobei eine solche im vorliegenden Fall nicht angezeigt sei. Es sei zwar wünschens-
wert, dass die Betreuung und Pflege von C.____ auch durch die Spitex gewährleistet werde. 
Dies könne jedoch nicht durchgesetzt werden, weil auch bei deren Ausbleiben keine Gefähr-
dung des Wohls von C.____ ersichtlich sei. Es könne zwar nicht beurteilt werden, wie stark die 
Demenz fortgeschritten sei, aber an der Anhörung im Februar 2020 habe die Beigeladene dem 
Gespräch gut folgen können und es hätten keine Anhaltspunkte für eine Urteilsunfähigkeit fest-
gestellt werden können. Sie habe ihren Willen klar mitgeteilt und die Vollmacht vom 13. April 
2017 für anwendbar erklärt. Diese Vollmacht sei nicht mit einem Vorsorgeauftrag gleichzuset-
zen und unterliege folglich auch nicht den entsprechenden Formerfordernissen. Die Errichtung 
einer Beistandschaft könne im medizinischen Bereich keine Unterstützung bringen. Eine 24-
Stunden-Pflege zu installieren, würde die finanziellen Möglichkeiten von C.____ übersteigen, 
weshalb sie folglich – gegen ihren Willen – in ein Alters- und Pflegeheim eintreten müsste, was 
es vorliegend zu vermeiden gelte. 
 
L. Mit Schreiben vom 4. Januar 2021 hat D.____ Stellung genommen und führt aus, dass 
die Gefährdungsmeldungen abgesprochen worden und zu Unrecht erfolgt seien. Er legt seine 
Auffassung zu den in den Gefährdungsmeldungen geschilderten Vorfällen dar und macht Aus-
führungen zum Familienkonflikt. Hinsichtlich der finanziellen Angelegenheiten führt er aus, dass 
einzig in Bezug auf die Steuern der Jahre 2017 und 2018 Ausstände bestehen würden, ansons-
ten sei alles bezahlt worden. Er sei mit der Betreuung der Mutter nicht überfordert und die Er-
richtung einer Beistandschaft sei nicht erforderlich.  
 
M. Mit Replik vom 12. April 2021 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen und der 
Begründung fest. Sie stellt sich insbesondere auf den Standpunkt, dass die KESB es unterlas-
sen habe, im Vorfeld des angefochtenen Entscheids eine Abklärung hinsichtlich des tatsächli-
chen Willens von C.____ vorzunehmen. Eine medizinische Abklärung des Stands der Demenz 
von C.____ wäre notwendig gewesen.  
 
N. Am 19. Mai 2021 reichte die Vorinstanz eine Duplik ein und hält an den bereits gestell-
ten Rechtsbegehren fest. Sie führt aus, dass kein Anlass für eine Abklärung hinsichtlich des 
tatsächlichen Willens von C.____ bestanden habe, weil anlässlich der Anhörung vom 

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5. Februar 2020 eine Vertreterin des Bruderholzspitals zugegen gewesen sei, welche nach 
Rücksprache mit der Ärzteschaft eine Rückkehr von C.____ nach Hause befürwortet habe.   
 
O. Der Beigeladene reichte weitere Eingaben ein, welche vom 31. Mai 2021 und vom 
14. Juni 2021 datieren. 
 
P. Mit Verfügung vom 28. Juni 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. Die Beweisanträge der Beschwerdeführerin auf Einholung eines Gutachtens über den kör-
perlichen und geistigen Zustand der Beigeladenen und auf Edition von Unterlagen wurde ab-
gewiesen. 
 
Q. Am 19. Juli 2021 reicht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin seine Honorarnote 
ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide einer Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde 
beim zuständigen Gericht erhoben werden. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 
450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts an-
wendbar (vgl. § 66 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs 
[EG ZGB] vom 16. November 2006). Demnach ist die Fünferkammer der Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig (§ 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
[VPO] vom 16. Dezember 1993). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde 
befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) 
oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin als Tochter der Adressatin des ange-
fochtenen Entscheids ist als nahestehende Person zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da 
auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Strittig ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf die Anordnung von Erwachsenenschutz-
massnahmen verzichtet hat. 
 
4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die materiellen Voraussetzungen für die 
Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung erfüllt seien, namentlich, 
weil bei der Beigeladenen ein Schwächezustand im Sinne eines Abhängigkeitsverhältnisses 
zum Beigeladenen vorliege und die Unterstützung durch diesen nicht hinreichend sei. Zudem 

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hätte die Vorinstanz abklären müssen, ob aufgrund der Demenz ein Schwächezustand vorliege. 
Weiter stellt sie sich auf den Standpunkt, dass mit der Generalvollmacht ein Vorsorgeauftrag 
errichtet worden sei. Da jedoch die Formvorschriften nicht eingehalten worden seien, entfalte 
der Vorsorgeauftrag keine Wirkung und der Beigeladene könne sich nicht darauf stützen. Dem-
zufolge sei die Errichtung einer Beistandschaft notwendig. 
 
4.2 Die Vorinstanz führt in ihren Stellungnahmen zusammengefasst aus, dass kein Anlass 
bestanden habe, eine Abklärung hinsichtlich der Urteilsfähigkeit der Beigeladenen vorzuneh-
men. An der Anhörung vom 5. Februar 2020 habe die Beigeladene dem Gespräch gut folgen 
können, die an sie gerichteten Fragen verstanden und adäquat beantwortet. Darüber hinaus 
habe sie die Generalvollmacht an der erwähnten Anhörung letztmals für anwendbar erklärt. Es 
hätten keine Anhaltspunkte bestanden, die Urteilsfähigkeit der Beigeladenen in Zweifel zu zie-
hen. Schliesslich habe eine Vertreterin des Bruderholzspitals an der Anhörung teilgenommen, 
welche nach Rücksprache mit der Ärzteschaft eine Rückkehr der Beigeladenen nach Hause 
befürwortet habe. Die Beigeladene habe ihren Willen, vom Beigeladenen betreut zu werden, 
mehrfach deutlich geäussert. Der Beigeladene erledige entsprechend die Angelegenheiten sei-
ner Mutter und scheine damit nicht überfordert zu sein. Schliesslich könne ein innerfamiliärer 
Konflikt nicht durch die Errichtung einer Beistandschaft geklärt werden.  
 
5.1 Der Zweck von behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzrechts ist es, das 
Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicherzustellen (Art. 388 Abs. 1 ZGB). Gleich-
zeitig sollen die Massnahmen die Selbstbestimmung der betroffenen Person soweit wie möglich 
erhalten und fördern (Art. 388 Abs. 2 ZGB). Art. 389 Abs. 1 ZGB verlangt ferner, dass eine be-
hördliche Massnahme nur dann angeordnet wird, wenn die Unterstützung der hilfsbedürftigen 
Person durch die Familie, andere nahestehende Personen oder private oder öffentliche Dienste 
nicht ausreicht oder von vornherein als ungenügend erscheint (Ziff. 1); oder wenn bei Urteilsun-
fähigkeit der hilfsbedürftigen Person keine oder keine ausreichende eigene Vorsorge getroffen 
worden ist und die Massnahmen von Gesetzes wegen nicht genügen (Ziff. 2). Gemäss Abs. 2 
muss schliesslich jede Massnahme erforderlich und geeignet sein. Damit werden der Subsidia-
ritätsgrundsatz und das Verhältnismässigkeitsprinzip verankert, welche bei allen behördlichen 
Massnahmen zu beachten sind.  
 
5.2 Nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB errichtet die Erwachsenenschutzbehörde eine Bei-
standschaft, wenn eine volljährige Person wegen einer geistigen Behinderung, einer geistigen 
Störung oder eines ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten 
nur teilweise oder gar nicht besorgen kann. Der weite Ausdruck eines "ähnlichen in der Person 
liegenden Schwächezustands" ermöglicht als Auffangtatbestand insbesondere den Schutz Be-
tagter, bei denen gleichartige Defizite wie bei Menschen mit einer geistigen Behinderung oder 
einer psychischen Störung auftreten. Erfasst sind auch ausgeprägte Fälle von Unerfahrenheit, 
Abhängigkeit (Unfähigkeit dem eigenen Willen entsprechend zu handeln und Hilfe zu holen, 
aufgrund von Angst und eingeschränkter Mobilität), Verschwendung oder Misswirtschaft. Der 
Schwächezustand muss einer geistigen Behinderung bzw. psychischen Störung ähnlich sein 
und "in der Person liegen", nicht einfach in den äusseren Umständen. Geschützt ist sodann 
stets die hilfsbedürftige Person und nicht etwa deren künftiger Nachlass oder dergleichen. Die-

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ser Auffangtatbestand ermöglicht beiständliche Hilfe auch in Fällen, in welchen der Schwäche-
zustand nicht eindeutig unter die Begriffe "geistige Behinderung" oder "psychische Störung" 
subsumierbar ist, die betroffene Person aber gleichwohl daran gehindert ist, ihre Angelegenhei-
ten hinreichend zu besorgen (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 14 zu Art. 390 ZGB; PHILIPPE 
MEIER, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], Fam-Kommentar, Erwachsenenschutz, Bern 
2013, N 17 zu Art. 390 ZGB). "Ähnliche in der Person liegende Schwächezustände" soll als 
Auffangnorm gleichartige Defizite wie bei Menschen mit einer geistigen Behinderung oder psy-
chischen Störung umfassen. Wieweit psycho-physische Schwächezustände von Betagten da-
runter fallen, die nicht unter die Begriffe geistige Behinderung und/oder psychische Störung 
fallen, erscheint fraglich. Ähnliche in der Person liegende Schwächezustände umfasst möglich-
erweise auch schwere körperliche Behinderungen verbunden mit Sinnesbehinderungen 
(vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2. Auflage, Bern 
2016, Rz. 16.05; Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetz-
buchs [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] Bundesblatt [BBl] 2006 7043 
Ziff.2.2.2). Das Bundesgericht spricht sich für eine restriktive Auslegung der Voraussetzungen 
des "ähnlich in der Person liegenden Schwächezustands" aus (YVO BIDERBOST/HELMUT 
HENKEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Auflage, Basel 
2018, N 13 zu Art. 390 ZGB). Die Schwächezustände sind keineswegs per se mit Urteilsunfä-
higkeit gleichzusetzen, weshalb die Urteilsunfähigkeit für die Errichtung einer Beistandschaft 
auch keine zwingende Voraussetzung darstellt (vgl. YVO BIDERBOST, in: KOKES-Praxisanleitung 
Erwachsenenschutzrecht, Zürich/St. Gallen 2012, Rz. 5.9).  
 
5.3 Der Schwächezustand alleine genügt nicht, um eine Beistandschaft errichten zu kön-
nen. Vorausgesetzt ist weiter, dass der Schwächezustand kausal dafür ist, dass die betroffene 
Person ihre Angelegenheiten nur noch teilweise oder gar nicht besorgen kann (vgl. CHRISTIANA 
FOUNTOULAKIS, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 
3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, N 4 zu Art. 390 ZGB; BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 14 zu 
Art. 390 ZGB). Mit anderen Worten braucht es als soziale Voraussetzung zusätzlich stets ein 
daraus resultierendes teilweises oder gänzliches Unvermögen, die eigenen Angelegenheiten 
hinreichend bzw. zweckmässig zu besorgen oder entsprechende Vollmachten zu erteilen 
(BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 2 und 17 ff. zu Art. 390 ZGB). 
 
6.1 Zu prüfen ist, ob ein Schwächezustand im Sinne von Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB vor-
liegt, aufgrund dessen die Beigeladene ihre Angelegenheiten nicht oder nur noch teilweise be-
sorgen kann.  
 
6.2 Gemäss Abklärungsbericht der Sozialberatung vom 4. Dezember 2019 mache die Bei-
geladene einen geschwächten Eindruck, was in ihrem hohen Alter jedoch nicht aussergewöhn-
lich sei. Während des zweistündigen Gesprächs mit I.____ von der Sozialberatung habe sie auf 
die auf Hochdeutsch und Französisch gestellten Fragen (mehrheitlich) klar geantwortet und 
offenbar verstanden, worum es gehe. Die aufgeräumte und saubere Wohnung im vierten Stock 
sei mit dem Lift einfach zu erreichen und sehr hell. Die Beigeladene verlasse ihre Wohnung 
aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht mehr. Ihr Sohn leiste ihr den ganzen Tag Gesell-
schaft und zudem pflege sie einen freundschaftlichen Kontakt zu einer Nachbarin. Der Sohn 

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habe eindrücklich erklärt, wie er über den Behandlungsplan und die Medikamente der Mutter 
wache. Für die Beigeladene stimme die Situation und sie sei damit einverstanden, dass sie vom 
Beigeladenen betreut werde. Sie nehme den Umstand, dass dadurch ihre anderen Kinder so-
wie der Rest der Familie ausgegrenzt würden, zustimmend in Kauf. Hinsichtlich des Schutzbe-
darfs wurde ausgeführt, dass die Beigeladene die Betreuung und Pflege erhalte, die notwendig 
sei, um ihr eine ihrem Alter entsprechende Lebensqualität zu bieten. Es wurde weiter festgehal-
ten, dass es wünschenswert wäre, dass die Betreuung auch von externer Stelle unterstützt 
werde. Da eine solche jedoch weder von der Mutter noch vom Sohn gewünscht würde und bei 
den gegebenen Umständen auch nicht erzwungen werden könne, sei es nicht möglich, von 
allfälligen gesundheitlichen Verschlechterungen der Beigeladenen zu erfahren. Der Beigelade-
ne sei sich im gemeinsamen Gespräch jedoch bewusst gewesen, dass eine Verschlechterung 
des Gesundheitszustands seiner Mutter eine Einweisung in ein Pflegeheim nötig machen wer-
de. Es sei darauf zu vertrauen, dass entweder der Sohn oder der Hausarzt von einer allfälligen 
Gesundheitsverschlechterung berichten würden. Zusammenfassend habe im Rahmen der Ab-
klärungen kein Schwächezustand festgestellt werden können, welcher eine Erwachsenen-
schutzmassnahme rechtfertigen würde. 
 
6.3 Während ihrer Hospitalisierung wurde die Beigeladene von der KESB angehört. An-
lässlich dieser Anhörung habe sich herausgestellt, dass sowohl die Mutter als auch Sohn beab-
sichtigen würden, nach dem Spitalaufenthalt in die Wohnung der Mutter zurückzukehren; beide 
würden eine Betreuung in einem Alters- und Pflegeheim kategorisch ablehnen. Der Beigelade-
ne habe aber gleichzeitig mitgeteilt, dass er für seine Mutter eine Anmeldung in einem Alters- 
und Pflegeheim vornehmen werde, sobald dies erforderlich sei. Nach Auffassung der Vertre-
tung des Bruderholzspitals sei ein Austritt der Beigeladenen nach Hause vertretbar gewesen. 
Es werde jedoch eine Unterstützung durch die Spitex benötigt, welche das Spital zusammen mit 
der Beigeladenen und ihrem Sohn aufgleisen werde. Beide hätten die Errichtung einer Bei-
standschaft sowie einen Vermittlungsversuch zwischen ihnen und den Geschwistern abgelehnt. 
In Bezug auf die finanzielle Situation habe der Sohn ausgeführt, dass er eine Hilflosenentschä-
digung beantragen werde. Es bestünden Steuerausstände; Miete und Krankenkasse würden 
regelmässig und rechtzeitig bezahlt und es bestünden keine offenen Rechnungen 
(vgl. Gesprächsprotokoll vom 5. Februar 2020). 
 
6.4 Aus den Akten ergibt sich, dass der neue Hausarzt der Beigeladenen gestützt auf die 
ihm vorliegenden Akten zum Schluss gekommen ist, dass sie ihrem Alter entsprechend in ei-
nem sehr guten Allgemeinzustand und in keiner Weise selbstgefährdet sei. Sie habe einen kla-
ren Eindruck gemacht und sei kooperativ gewesen. Sie sei gepflegt und sauber gekleidet zum 
Termin erschienen (vgl. Abklärungsbericht vom 4. Dezember 2019 S. 5). Die Spitex führte ge-
genüber der KESB aus, dass der Beigeladene seine Mutter zwar von der Öffentlichkeit ab-
schirme, dennoch würde er sich gut und fürsorglich um seine Mutter kümmern, und die Betreu-
ung der Mutter sei in keiner Weise beeinträchtigt (vgl. Aktennotiz der KESB vom 16. September 
2020). Sowohl die abklärende Person der Sozialberatung als auch die KESB haben mit der 
Beigeladenen Gespräche geführt und festgehalten, dass diese in der Lage gewesen sei, den 
Gesprächen zu folgen und ihren Willen klar zu äussern. Die Beigeladene habe jeweils deutlich 
erklärt, zu Hause von ihrem Sohn betreut werden zu wollen. Sie nimmt hierfür in Kauf, keinen 

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Kontakt zu den anderen Familienmitgliedern pflegen zu können. Zudem hat sie eine Vollmacht 
verfasst, in welcher sie den Beigeladenen ermächtigt, sich um sämtliche Angelegenheiten zu 
kümmern. Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Beilgelade-
ne weiss, was sie will, und im kognitiven Bereich scheint sie nicht merklich eingeschränkt zu 
sein. Allerdings verlässt die 90-jährige Beigeladene die Wohnung aufgrund ihres Gesundheits-
zustands nicht mehr und insofern ist sie unbestrittenermassen auf Hilfe im Alltag angewiesen. 
Aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen ist sie hilfsbedürftig bzw. von der Unterstützung 
ihres Sohnes abhängig. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die physischen Einschränkungen 
derart gravierend sind, dass aufgrund dessen ein Schwächezustand im Sinne von Art. 390 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zu bejahen wäre. Angesichts des Alters der Beigeladenen erscheint es nicht 
aussergewöhnlich, dass sie körperlich eingeschränkt ist und die Wohnung deshalb nicht mehr 
so oft verlässt. Die Tatsache, dass sie ihre Wohnung praktisch überhaupt nicht mehr verlässt, 
mag zwar ein Indiz darstellen, welches für das Vorliegen eines Schwächezustands sprechen 
könnte. Dennoch liegt bei der Beigeladenen eine Hilflosigkeit vor, welche tendenziell keine me-
dizinischen Ähnlichkeiten mit einer psychischen Störung oder einer geistigen Behinderung auf-
weist, und es ist fraglich, ob mit "ähnlichen in der Person liegenden Schwächezuständen" sol-
che Fälle anvisiert werden sollen. Es ist zu beachten, dass die Generalklausel offen formuliert 
ist und mit Blick auf das Verhältnismässigkeitsprinzip Zurückhaltung geboten ist. Zudem ist für 
die Errichtung einer Beistandschaft neben dem Vorliegen eines Schwächezustands als soziale 
Voraussetzung zusätzlich erforderlich, dass die betroffene Person als Folge des Schwächezu-
stands die eigenen Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann (Art. 390 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB; vgl. E. 5.3). Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen werden, liegt diese 
weitere Voraussetzung nicht vor und damit ist die Erforderlichkeit einer Beistandschaft ohnehin 
nicht gegeben. Selbst wenn bei der Beigeladenen ein Schwächezustand (Abhängigkeit oder 
Demenz) festgestellt werden könnte, wäre die Beschwerde abzuweisen, weil das Wohl und der 
Schutz der Beigeladenen durch den Sohn gewährleistet ist, und demzufolge kann die Frage des 
Vorliegens eines Schwächezustands im vorliegenden Fall offengelassen werden.  
 
7.1 Wie soeben ausgeführt, sind behördliche Massnahmen nur dann anzuordnen, wenn 
die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere Weise nicht angemessen sichergestellt 
ist. Zu prüfen ist, ob die Beigeladene selbst in der Lage ist, diese Hilfe zu organisieren bzw. ob 
die Beigeladene die notwendige Unterstützung von ihrem Sohn erhalten kann.  
 
7.2 Aus den Verfahrensakten ergibt sich, dass der Beigeladene im September 2018 bei 
seiner Mutter eingezogen ist und sie seither rund um die Uhr betreut. Er hält sich an ihren Be-
handlungsplan und überwacht dessen Einhaltung, indem er ihr die Medikamente verabreicht 
und hierfür auch bis tief in die Nacht wach bleibt. Die Beigeladene erhält die notwendige Be-
treuung und Pflege durch ihren Sohn und ist ihrem Alter entsprechend in einem sehr guten All-
gemeinzustand. Der Beigeladene wendet für die Betreuung seiner Mutter seine ganze Zeit auf 
und scheint nicht überfordert zu sein. Der Beigeladene kümmert sich auch um die finanziellen 
Angelegenheiten seiner Mutter. Er hat die ausstehenden Krankenkassenbeiträge und Mietzinse 
bezahlt und die Begleichung der offenen Rechnungen mit Zahlungsnachweisen belegt 
(vgl. Eingabe des Beigeladenen vom 13. Februar 2020). Zudem hat er für sie eine Hilfslo-
senentschädigung beantragt, welche ihr offenbar zugesprochen worden ist. Schliesslich küm-

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mert er sich um die noch offenen Steuerrechnungen aus den Jahren 2017 und 2018. Aufgrund 
der vorstehenden Darlegungen kann vorliegend der Schluss gezogen werden, dass der Sohn 
der Beigeladenen geeignet ist, die administrativen und finanziellen Angelegenheiten seiner Mut-
ter in ihrem Interesse wahrzunehmen. Damit steht auch fest, dass die Beigeladene in der Lage 
ist, einer geeigneten Person eine Vollmacht zu erteilen, welche ihre Angelegenheiten besorgt, 
und die stellvertretende Person zu überwachen und zu instruieren. Zusammenfassend kann 
festgehalten werden, dass die notwendige Betreuung der Beigeladenen durch die Hilfe des 
Sohnes gewährleistet ist. Auch unter dem Aspekt der Selbstbestimmung, der Subsidiarität so-
wie der Verhältnismässigkeit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die Anordnung 
von Erwachsenenschutzmassnahmen verzichtet hat. Bei dieser Ausgangslage war die  
Vorinstanz – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht gehalten, weitere Abklä-
rungen im Zusammenhang mit einer beginnenden Demenz vorzunehmen. Wie dargelegt, würde 
auch eine diagnostizierte Demenz an den vorstehenden Überlegungen nichts ändern. Vor die-
sem Hintergrund ist nicht ersichtlich, welche Erkenntnisse durch die Einholung eines Gutach-
tens oder durch die Edition weiterer Unterlagen hätten erzielt werden und zu einem anderen 
Schluss führen können.  
 
8. Schliesslich stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass mit der Gene-
ralvollmacht ein Vorsorgeauftrag errichtet worden sei. Da jedoch die Formvorschriften nicht ein-
gehalten worden seien, entfalte der Vorsorgeauftrag keine Wirkung und der Beigeladene könne 
sich nicht darauf stützen. Der Vorsorgeauftrag wird für eine zukünftige Urteilsunfähigkeit errich-
tet (Art. 360 ff. ZGB). Wie soeben ausgeführt, ist vorliegend nicht von einer Urteilsunfähigkeit 
der Beigeladenen auszugehen, und demzufolge stellt sich die Frage, ob die Beigeladene mit 
der Generalvollmacht auch einen Vorsorgeauftrag errichten wollte, im heutigen Zeitpunkt (noch) 
nicht. Es bestehen ferner keine Hinweise, welche auf eine Ungültigkeit der erteilten Vollmacht 
schliessen liessen.  
 
9. Aus den dargelegten Gründen ist die Beschwerde abzuweisen.  
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von ins-
gesamt Fr. 1'400.-- der unterlegenen Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzu-
schlagen (§ 21 Abs. 1 VPO).  
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin