# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bff1a70-adab-575a-8f44-e853dccc316f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.03.2010 D-1206/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1206-2010_2010-03-25.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1206/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  M ä r z  2 0 1 0  

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut.

A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
28. Januar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1206/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  srilankischer  Staatsangehöriger 
tamilischer Ethnie mit letztem Wohnsitz in B._______, sein Heimatland 
eigenen Angaben zufolge am 9. Februar 2009 auf dem Luftweg ver-
liess und am 10. Februar 2009 von Italien herkommend illegal in die 
Schweiz einreiste,

dass er gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum C._______ 
ein  Asylgesuch  stellte  und  dort  am  13.  Februar  2009  summarisch 
befragt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 19. Februar 2009 gestützt 
auf  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) ausführlich zu seinen Asylgründen anhörte und ihn in der 
Folge für die Dauer des Verfahrens dem Kanton D._______ zuwies,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er stamme ursprünglich aus der Nord-
provinz und habe in E._______ in einer Lodge gearbeitet,

dass er in seinem Herkunftsdorf ungefähr im Oktober/ November 2007 
Probleme  mit  der  EPDP  bekommen  habe,  weil  sich  Mitglieder  der 
LTTE jeweils hinter seinem Haus versteckt hätten,

dass er von der EPDP mit einer Schusswaffe bedroht und ausserdem 
geschlagen worden sei,

dass er deswegen im Januar 2008 nach B._______ umgezogen sei, 
bis zur Ausreise jedoch nicht mehr in seinem Haus geschlafen habe,

dass der Eigentümer der Lodge in E._______ auch in B._______ eine 
Lodge betreibe und er daher dort eine Stelle erhalten habe,

dass er im Februar 2008 ein Visum für die Schweiz beantragt habe, 
um am Geburtstagsfest  seiner  Nichte teilnehmen zu können,  dieses 
jedoch abgelehnt worden sei,

dass  unbekannte  Personen,  möglicherweise  Angehörige  der  Armee 
oder der EPDP, am 27. Mai 2008 versucht hätten, ihn aus der Lodge 
zu entführen und dabei seine Identitätskarte beschlagnahmt hätten,

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dass der Manager der Lodge dazugekommen sei und er daher habe 
entkommen können, 

dass diese Personen daraufhin den Manager erschossen hätten und 
danach geflohen seien, worauf er die Polizei gerufen und diese ihn in 
der Folge zum Vorfall befragt habe,

dass er am 28. Mai 2008 zusammen mit der Ehefrau des Opfers vor 
Gericht zur Sache habe aussagen müssen,

dass  er  in  diesen  Tagen  mehrere  verdächtige  Fahrzeuge  bemerkt 
habe, die ihn teilweise verfolgt hätten,

dass die Polizei ihn am 29. Mai 2008 zu einer weiteren Befragung ab-
geholt habe,

dass  er  am 30.  Mai  2008  zwecks  erneuter  Befragung  zur  Kriminal-
polizei  gebracht  worden  sei,  wo  man  ihn  misshandelt  und  ihm  vor-
geworfen habe, die LTTE gehe in der Lodge ein und aus,

dass  er  bei  der  Rückkehr  zur  Lodge  dort  wiederum seltsame  Fahr-
zeuge entdeckt habe,

dass seine Arbeitskollegen ihm zur Flucht geraten hätten, weshalb er 
am 30. Mai 2008 nach F._______ ins Haus einer Kollegin gezogen sei,

dass er in der Folge von seiner Kollegin erfahren habe, die Kriminal-
polizei  habe  ein  ehemaliges  LTTE-Mitglied  zur  Lodge  gebracht, 
welches ihn hätte identifizieren sollen,

dass die Kriminalpolizei mehrmals telefonisch nach ihm gefragt sowie 
in der Lodge nach ihm gesucht habe,

dass  er  aus  diesen  Gründen  mit  Hilfe  seines  Vaters,  welcher  einen 
Schlepper  organisiert  habe,  im  Februar  2009  aus  dem  Heimatland 
ausgereist sei,

dass er befürchte, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka erschossen zu 
werden,

dass  seine  Frau  nach  seiner  Flucht  in  die  Schweiz  eingeschüchtert 
worden sei,

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dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer ein Bestätigungsschreiben von B. B., ein 
Artikel  der  Zeitung  Virakesari  vom  28.  Mai  2008,  eine  Kopie  des 
Passes  seines  (in  der  Schweiz  lebenden)  Bruders,  eine  Kopie  der 
Niederlassungsbewilligung der Ehefrau dieses Bruders sowie Kopien 
der  Schweizer  Identitätskarten  der  Kinder  seines  Bruders  zu  den 
Akten reichte,

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. Januar 
2010  das  rechtliche  Gehör  zu  den  aus  den  Visumsunterlagen  der 
Schweizerischen Vertretung in B._______ gewonnenen Informationen 
gewährte,

dass der Beschwerdeführer darauf mit Schreiben vom 21. Januar 2010 
reagierte,

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Januar 2010 feststellte, der Be-
schwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asyl-
gesuch  ablehnte  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  die  Verfolgungsvorbringen  des  Beschwerdeführers  seien 
unglaubhaft,  da  sie  tatsachenwidrig  und  realitätsfremd  ausgefallen 
seien,

dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  vorinstanzlichen  Verfügung  auf  die 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
26. Februar  2010  beim Bundesverwaltungsgericht  anfocht  und dabei 
beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben,  es  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft festzustellen und Asyl zu gewähren,

dass  eventuell  die  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Weg-
weisungsvollzugs festzustellen sei,

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dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass der Beschwerde ein Mitteilungsformular der srilankischen Polizei 
(Kopie, inkl. Übersetzung), ein Verhaftungsbefehl vom 6. Januar 2009 
(Kopie,  inkl.  Übersetzung)  sowie  eine  Kopie  des  bereits  im  erst-
instanzlichen Verfahrens eingereichten Zeitungsartikels beilagen,

dass auf den Inhalt  der Beschwerde – soweit  entscheidrelevant – in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  der  Instruktionsrichter  die  Gesuche  um Gewährung  der  unent-
geltlichen  Rechtspflege  und  Kostenvorschussverzicht  mit  Zwischen-
verfügung  vom  3.  März  2010  abwies  und  den  Beschwerdeführer 
gleichzeitig  aufforderte,  innert  Frist  einen  Kostenvorschuss  einzu-
zahlen, andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten werde,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  3.  März  2010  die 
Originale  des  Verhaftungsbefehls,  der  entsprechenden  Übersetzung 
sowie des polizeilichen Mitteilungsformulars nachreichte,

dass  der  verlangte  Kostenvorschuss  am  15.  März  2010  einbezahlt 
wurde,

dass  mit  Eingabe  vom 17. März  2010  ausserdem ein  Bestätigungs-
schreiben des Managers des  G._______ vom 15. März 2010 (Kopie) 
zu den Akten gereicht wurde,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM im Bereich des Asylrechts 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

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dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit  zu  einer  bestimmten sozialen Gruppe oder  ihrer  politischen An-
schauungen  wegen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  be-
gründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 
Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält,

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dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass das BFM vorliegend die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerde-
führers zu Recht verneint hat,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Verlauf  der  Befragungen  geltend 
machte,  er  sei  erst  im  Januar  2008  nach  B._______  gezogen  und 
habe zuvor in der Nordprovinz gelebt, wo er Probleme mit der EPDP 
gehabt habe,

dass  seinen  Visumsunterlagen  zuhanden  der  Schweizerischen  Bot-
schaft in B._______ hingegen zu entnehmen ist, er habe sich bereits 
ab dem Jahr 2000 in B._______ aufgehalten (vgl. die Bestätigung des 
G._______ vom 12. Februar 2008; A16 S. 13),

dass  der  Beschwerdeführer  dieser  Feststellung  anlässlich  des  ihm 
dazu  gewährten  Gehörs  im  vorinstanzlichen  Verfahrens  nichts 
Konkretes entgegenzusetzen hatte (vgl. A20),

dass er jedoch auf Beschwerdeebene vorbrachte, er sei zwischen den 
Jahren 2000 und 2008 zwischen der Nordprovinz und B._______ hin- 
und  hergependelt,  da  er  abwechselnd  in  einer  Lodge  in  E._______ 
und in derjenigen in B._______ gearbeitet habe,

dass indessen das Reisen zwischen B._______ und der Nordprovinz 
mit  erheblichem  administrativem  Aufwand  und  entsprechend  hohen 
Kosten  verbunden  und  zudem  nicht  ungefährlich  ist,  weshalb  das 
geltend gemachte Pendeln äusserst realitätsfremd erscheint,

dass  diese  Erklärung  ausserdem  der  ersten  Aussage  des  Be-
schwerdeführers widerspricht, wonach er sich bis zum Jahr 2008 un-
unterbrochen in der Nordprovinz aufgehalten haben will (vgl. A1 S. 2),

dass den Akten weiter zu entnehmen ist, der Beschwerdeführer habe 
im Jahr  2001 in  B._______ geheiratet  (vgl. A1 S. 3)  und sein  Vater 
habe  zumindest  in  den  Jahren  2001,  2004  und  2005  ebenfalls  in 
B._______  gelebt,  und  zwar  an  derselben  Adresse  wie  der 
Beschwerdeführer (vgl. A16 S. 6, 7 und 14),

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dass  aufgrund  der  Aktenlage  daher  entgegen  dem  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  davon  auszugehen  ist,  er  habe  sich  bereits  ab 
dem Jahr 2000 in B._______ aufgehalten,

dass das auf Beschwerdeebene nachgereichte, sehr vage formulierte 
Bestätigungsschreiben  des  G._______ vom 15.  März  2010,  wonach 
der  Beschwerdeführer  erst  ab  Januar  2008  ausschliesslich  in  der 
Lodge in B._______ tätig gewesen sei, an dieser Einschätzung nichts 
zu ändern vermag, zumal davon auszugehen ist, es handle sich dabei 
um ein Gefälligkeitsschreiben,

dass  nach  dem Gesagten  die  geltend  gemachten  Probleme mit  der 
EPDP, welche der Beschwerdeführer im Jahr 2007 in der Nordprovinz 
gehabt haben will, als unglaubhaft zu qualifizieren sind,

dass dieses Vorbringen jedoch ohnehin nicht asylrelevant ist, da kein 
zeitlicher  und  sachlicher  Zusammenhang  zur  Ausreise  im  Februar 
2009 ersichtlich ist,

dass es sich demzufolge erübrigt, auf das in diesem Zusammenhang 
beim BFM eingereichte Bestätigungsschreiben von B. B. näher einzu-
gehen,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  vorbrachte,  unbekannte 
Personen  hätten  am  27.  Mai  2008  versucht,  ihn  aus  der  Lodge  in 
B._______ zu entführen, und hätten dabei den Manager umgebracht,

dass die Darstellung des Beschwerdeführers indessen wenig glaubhaft 
erscheint,

dass  er  erklärte,  er  sei  aus  Furcht  vor  diesen  Personen  geflohen, 
gleichzeitig  jedoch  geltend  machte,  er  sei  umgehend  an  den  Tatort 
zurückgekehrt, als er Schüsse gehört habe,

dass dieses Vorgehen äusserst unplausibel erscheint,

dass er ausserdem vorbrachte, er habe sofort die Polizei gerufen und 
in der Lodge auf deren Eintreffen gewartet,

dass dieses Vorbringen jedoch mit seiner späteren Aussage, wonach 
er der Polizei nicht vertraue (vgl. A12 S. 13), unvereinbar erscheint,

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dass der Beschwerdeführer geltend machte, die Polizei habe in seiner 
Abwesenheit eine mit Handschellen gefesselte Person zur Lodge ge-
bracht, welche ihn hätte identifizieren sollen,

dass dieses Vorbringen indessen äusserst realitätsfremd erscheint, da 
Gegenüberstellungen in der Regel – schon aus Sicherheitsgründen – 
auf den Polizeiposten stattfinden,

dass der Beschwerdeführer aussagte, die Polizei habe im Verlaufe der 
Untersuchungen den Verdacht geäussert, in der Lodge würden LTTE-
Anhänger beherbergt,

dass allerdings auch dieses Vorbringen unglaubhaft ist, da die Polizei 
den Angaben des Beschwerdeführers zufolge regelmässige Kontrollen 
bei der Lodge gemacht habe (vgl. A12 S. 15), weshalb davon auszu-
gehen ist,  sie hätte es längst bemerkt,  wenn die LTTE dort  ein- und 
ausgegangen  wäre,  respektive  hätte  längst  einen  entsprechenden 
Verdacht geschöpft und Untersuchungen eingeleitet,

dass die geltend gemachte Verfolgung durch Unbekannte sowie durch 
die Polizei nach dem Gesagten als unglaubhaft zu qualifizieren ist,

dass  an  dieser  Einschätzung  auch  die  eingereichten  Beweismittel 
nichts zu ändern vermögen,

dass insbesondere der Zeitungsartikel  nicht  geeignet  ist,  die geltend 
gemachten  Vorbringen  zu  belegen,  da  sich  dieser  Artikel  überhaupt 
nicht auf die Person des Beschwerdeführers bezieht,

dass im fraglichen Zeitungsartikel  ausserdem weder der Name noch 
die  genaue Adresse  (Hausnummer)  der  Lodge erwähnt  werden und 
sich  an  der  H._______  Street  in  B._______  zahlreiche  Lodges 
befinden,

dass  es  sich  beim  polizeilichen  Mitteilungsformular  und  dem  Ver-
haftungsbefehl  um  behördeninterne  Dokumente  handelt  und  nicht 
plausibel  gemacht  wurde,  wie  der  Beschwerdeführer  in  den  Besitz 
dieser  Dokumente  gelangen  konnte,  weshalb  deren  Authentizität  zu 
bezweifeln ist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Übrigen  bis  heute  keinerlei 
rechtsgenügliche  Identitätspapiere  abgegeben  hat,  weshalb  seine 

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Identität nicht feststeht und demzufolge die eingereichten Dokumente 
ohnehin nicht mit Sicherheit seiner Person zugeordnet werden können,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]  2001 Nr. 21),  wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen Be-
stimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation,  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK), der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft 
gilt, dass heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis mög-
lich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl.  WALTER 
STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht, 
2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 

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28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR  0.101) ersichtlich  sind,  die  dem Beschwerdeführer  in  Sri  Lanka 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  um  einen  jungen  Mann  ohne 
aktenkundige gesundheitliche Probleme handelt,

dass aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist, der Beschwerde-
führer habe sich ab dem Jahr 2000 bis zu seiner Ausreise im Februar 
2009 (zumindest teilweise zusammen mit seinen Familienangehörigen) 
in  B._______  aufgehalten  (vgl.  dazu  bereits  die  vorstehenden  Er-
wägungen im Asylpunkt),

dass  er  dort  einer  geregelten  Arbeit  als  stellvertretender  Manager 
einer  Lodge  nachging,  eine  ständige  Unterkunft  hatte  und  eigenen 
Angaben zufolge als Angestellter in B._______ angemeldet war (vgl. 
A12 S. 13),

dass überdies davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer habe sich 
in dieser Zeit ein gewisses Beziehungsnetz in B._______ aufgebaut,

dass es dem Beschwerdeführer daher mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit gelingen wird, sich bei einer Rückkehr nach B._______ innert 
nützlicher Frist sozial und wirtschaftlich wieder einzugliedern,

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dass  er  bei  Bedarf  seinen  Vater,  welcher  ihm  bereits  die  Ausreise 
finanziert hat, sowie seine im Ausland (unter anderem in der Schweiz) 
lebenden Verwandten um Unterstützung angehen könnte,

dass bei dieser Sachlage insgesamt von der Zumutbarkeit  des Weg-
weisungsvollzugs des Beschwerdeführers B._______ auszugehen ist 
(vgl.  dazu  auch  BVGE 2008/2,  insbesondere  E. 7.6.1  S. 20),  zumal 
dort  im  heutigen  Zeitpunkt  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt 
herrscht,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat-
land  schliesslich  möglich  ist,  da  keine Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung somit zu 
bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG) und mit  dem am 15. März 2010 in gleicher Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N (...)

(per Kurier; in Kopie)
- die zuständige kantonale Behörde (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut

Versand:

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