# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6e6784d-2367-50b2-8879-1fbe4994d39c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-07-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 12.07.2010 ZK2 2009 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2009-68_2010-07-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 12. Juli 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 09 68

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Bochsler
RichterInnen Hubert und Michael Dürst
Redaktion Aktuarin Thöny

In der zivilrechtlichen Berufung

des X., Kläger, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego F. Schwarzenbach, Via Stredas 4, 7500 St. 
Moritz, 

sowie der Anschlussberufung

des Y., Beklagter, Berufungsbeklagter und Anschlussberufungskläger, vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc E. Wieser, Chesa Wieser, 7524 Zuoz,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 18. August 2009, mitgeteilt am 7. 
Oktober 2009, 

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Per 1. April 2004 wurde X. vom ehemaligen Ingenieurbüro A., B., als 
Bauzeichner/Konstrukteur eingestellt. Im Mai 2005 übernahm Y. das 
Ingenieurbüro als Einzelfirma samt den Büroräumen und einzelner Angestellter, 
darunter auch X.. Der bestehende schriftliche Arbeitsvertrag wurde unverändert 
übernommen. 

B. Mit Schreiben vom 26. September 2007 kündigte Y. das Arbeitsverhältnis 
mit X. per Ende Dezember 2007. Noch gleichentags teilte X. seinem Arbeitgeber 
mit, dass er das Kündigungsschreiben erst im Oktober empfangen habe, weshalb 
die ausgesprochene Kündigung erst per 31. Januar 2008 wirksam werden würde. 
Daraufhin nahmen die Parteien Gespräche auf und einigten sich darauf, dass das 
Arbeitsverhältnis per Ende Dezember 2007 beendet, eine Schlussabrechnung 
erstellt und eine Bonuszahlung von Fr. 5'100.-- erfolgen würde. 

C. Da sich die Parteien in der Folge nicht über die Restlohnforderung einigen 
konnten, erhob X. am 23. April 2008 beim Vermittleramt des Kreises Oberengadin 
Klage gegen Y. betreffend Lohnforderung aus Arbeitsverhältnis. Gemäss 
Leitschein stellten die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 6. Juli 2008 
die folgenden Anträge:

Klägerisches Rechtsbegehren

„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von CHF 
10'535.50 netto samt 5% Verzugszins seit 01. Februar 2008 zu 
bezahlen.

2. Der Beklagte sei zu verpflichten, ein Arbeitszeugnis für den Kläger mit 
nachstehendem Inhalt zu verfassen und ihm auszuhändigen: 

(…)

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 7.6% 
MWST) zu Lasten des Beklagten.

Beklagtisches Rechtsbegehren

1. Abweisung der Klage

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz“

D. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung unterbreitete X. die 
Streitsache mit Eingabe vom 17. November 2008 dem Bezirksgericht Maloja. Am 
6. Februar 2009 reichte Y. die Prozessantwort ein. Darin anerkannte er die Klage 

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im Betrag von Fr. 611.50. Im Übrigen sei die Klage unter voller Kosten- und 
Entschädigungsfolge nebst 7.6% MWST zu Lasten des Klägers abzuweisen.

E. Mit Urteil vom 18. August 2009, mitgeteilt am 7. Oktober 2009, erkannte 
das Bezirksgericht Maloja wie folgt:

„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflichtet, 
dem Kläger den Betrag von CHF 2'904.00 netto, zuzüglich Zins von 
5% seit 1. Februar 2008, zu zahlen.

2. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger folgendes Arbeitszeugnis 
auszustellen:

(…)

3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von 
CHF 3'000.-- und Schreibgebühren von CHF 500.--, werden auf die 
Gerichtskasse genommen. 

4. Der Kläger wird verpflichtet, den Beklagten mit CHF 3'000.-- inkl. Mwst 
ausseramtlich zu entschädigen.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

F. Gegen dieses Urteil liess X. am 21. Oktober 2009 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden erklären, wobei er das folgende Rechtsbegehren 
stellte:

„1. Die Ziff. 1 und 4 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Maloja 
vom 18. August 2009, eingegangen am 7. Oktober 2009 (Proz.-Nr. 
110-2008-53), seien aufzuheben und der Beklagte und 
Berufungsbeklagte sei in vollumfänglicher Gutheissung der Klage zu 
verpflichten, dem Kläger und Berufungskläger CHF 10'535.50 netto 
zuzüglich 5% Verzugszins ab 1. Februar 2008 zu bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.6% MWST) 
zulasten des Beklagten und Berufungsbeklagten für beide Instanzen.“

In der schriftlichen Berufungsbegründung vom 6. Januar 2010 reduzierte der 
Berufungskläger seine Forderung auf Fr. 7'872.75 zuzüglich 5% Zins ab dem 1. 
Februar 2008.

G. Im Rahmen seiner Berufungsantwort vom 22. Februar 2010 erklärte Y. 
Anschlussberufung, wobei er das folgende Rechtsbegehren stellte:

„1. Berufung

1.1 Die Berufung sei, sofern darauf eingetreten werden kann, abzuweisen.

2. Anschlussberufung

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2.1 Ziffer 1 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, soweit sie den 
Betrag von CHF 1'512.50 nebst Zins zu 5% ab 01.02.2008 übersteigt. 
Somit wird die Klage im Betrage von CHF 1'512.50 anerkannt.

2.2 Ziffer 4 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und der Kläger sei 
zu verpflichten, den Beklagten für das Verfahren vor Bezirksgericht 
Maloja ausseramtlich mit CHF 8'500.--, evtl. nach richterlichem 
Ermessen zu entschädigen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zum 
geltenden Satz für das Berufungsverfahren zulasten des Klägers und 
Berufungsklägers.“

H. In seiner Anschlussberufungsantwort vom 6. April 2010 liess X. die 
Abweisung der Anschlussberufung unter gesetzlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.6% Mwst) zu Lasten des Beklagten, Berufungs-
beklagten und Anschlussberufungsklägers beantragen.

Auf die Begründung der Anträge sowie auf die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Y. macht zunächst geltend, X. habe seine Forderung in der 
Berufungsbegründung auf einen Betrag unter Fr. 8'000.-- reduziert. Es sei daher 
zu prüfen, ob die Berufung im vorliegenden Fall das richtige Rechtsmittel sei oder 
ob nicht vielmehr eine Beschwerde hätte eingereicht werden müssen. Die 
eingereichte Berufung entspreche jedoch den Anforderungen der Beschwerde 
nicht. 

b) Gegen Urteile der Bezirksgerichte über vermögensrechtliche Streitigkeiten 
im Betrag von über Fr. 8'000.-- kann Berufung an das Kantonsgericht ergriffen 
werden (Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 ZPO). Massgebend ist 
hierbei nach allgemeiner schweizerischer Lehre - welcher auch das 
Kantonsgericht folgt - der im Zeitpunkt der Ausfällung der angefochtenen 
Entscheidung noch vorhandene Streitwert, unter Abrechnung der im Laufe des 
Verfahrens fallengelassenen oder anerkannten Begehren (PKG 1994 Nr. 15 mit 
zahlreichen Hinweisen). Von der ursprünglichen Klage in der Höhe von Fr. 
10'535.50 hat der Beklagte während des erstinstanzlichen Verfahrens 
ausdrücklich einen Betrag von Fr. 611.50 anerkannt (vgl. Prozessantwort S. 2). 
Demnach war im Zeitpunkt der Ausfällung der erstinstanzlichen Entscheidung 

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noch eine Summe von Fr. 9'924.-- strittig. Der massgebende Streitwert übersteigt 
somit Fr. 8'000.--, womit einzig die Berufung gemäss Art. 218 ZPO und nicht die 
Beschwerde gemäss Art. 232 ZPO zulässig ist. Die Berufung von X. vom 21. 
Oktober 2009 gegen das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 18. August 2009, 
mitgeteilt am 7. Oktober 2009, wurde überdies frist- und formgerecht im Sinne von 
Art. 219 Abs. 1 ZPO eingereicht, so dass darauf eingetreten werden kann. 

2. Y. reichte zusammen mit der Berufungsantwort neue Urkunden ein, aus 
welchen zum einen hervorgehen soll, dass die Zeugin D. in der Geschäftsstelle in 
B. als freie Mitarbeiterin tätig war und zum anderen, dass in den Jahren 2002-
2004 keine Arbeitsstunden vorgeholt oder kompensiert worden sind. Dazu führte 
der Berufungsbeklagte aus, die Offizialmaxime gelte nach Art. 226 Abs. 3 ZPO 
auch für die Berufungsinstanz, wo diese durch die Zivilprozessordnung oder durch 
Spezialgesetzgebung vorgesehen sei. Nach Art. 343 Abs. 4 OR gelte für 
Arbeitsstreitigkeiten mit einem Streitwert bis Fr. 30'000.-- die Offizialmaxime, 
weshalb auch vor der Berufungsinstanz noch zusätzliche Urkunden eingelegt 
werden könnten. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Art. 226 Abs. 1 
ZPO verbietet den Parteien, noch im Berufungsverfahren neue Urkunden 
einzulegen, es sei denn, sie bezögen sich auf Fragen, welche vom Gericht 
ohnehin von Amtes wegen abzuklären sind, wie etwa die örtliche Zuständigkeit, 
die Parteifähigkeit oder die Vertretungsbefugnisse. Im vorliegenden Fall geht es 
jedoch um Urkunden, die für die Ermittlung des massgeblichen Sachverhalts und 
die Beurteilung materiellrechtlicher Streitfragen von Bedeutung sein können. Sie 
unterliegen dem Novenverbot und müssen deshalb im Berufungsverfahren 
unbeachtlich bleiben. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es 
sich hier um eine arbeitsrechtliche Streitigkeit handelt, in welcher die richterliche 
Tätigkeit von der Untersuchungsmaxime beeinflusst wird. Dies gilt jedoch nur für 
das erstinstanzliche Verfahren, nicht aber bei einem allfälligen Weiterzug an eine 
höhere Instanz. Weder das Bundesrecht noch die bündnerische 
Zivilprozessordnung sehen vor, dass im Berufungs- oder Beschwerdeverfahren 
bei Forderungsklagen aus Arbeitsvertrag das Novenverbot nicht gelte, was zur 
Folge hätte, dass neue, im erstinstanzlichen Verfahren nicht ordnungsgemäss 
angemeldete Beweismittel unbeschränkt zugelassen werden müssten (vgl. zum 
Ganzen PKG 1994 Nr. 10 E. 2 mit zahlreichen Hinweisen). 

3. Vorweg ist festzuhalten, dass im vorliegenden Berufungsverfahren einzig 
die Anzahl der zu verrechnenden Minusstunden bestritten wird, wobei dies auf 
eine unterschiedliche Auslegung der vereinbarten Wochenarbeitsstunden 
zurückzuführen ist. Demgegenüber nicht mehr angefochten sind das 

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Arbeitszeugnis sowie die Anrechnung der zuviel bezogenen Ferien, wobei 
bezüglich des Saldos zwischen den Ausführungen der Vorinstanz und den 
Berechnungen des Berufungsklägers eine geringfügige Abweichung besteht, auf 
welche noch näher einzugehen sein wird. Gegenstand des Berufungsverfahrens 
bildet damit in erster Linie die Ermittlung der wöchentlichen Arbeitszeit und die 
Berechnung der daraus resultierenden Minusstunden sowie deren geldwerte 
Anrechnung.

4. Das Bezirksgericht Maloja gelangte nach Würdigung der Zeugenaussagen 
und der übrigen Beweismittel zum Ergebnis, dass zwischen den Parteien eine 
wöchentliche Arbeitszeit von 43.75 Stunden vereinbart gewesen sei. Daran habe 
sich auch nach Übernahme des Ingenieurbüros durch Y. nichts geändert. Die 
Vorinstanz stützte sich dabei insbesondere auf den Arbeitsvertrag vom 11. Mai 
2004 (KB 4), die Zeugenaussagen von C. und D. sowie auf die Arbeitsverträge der 
im Partnerbüro in E. tätigen F. und G. ab, während sie die Zeugenaussagen von 
H., welche sich im Wesentlichen mit den Behauptungen von X. decken, als nicht 
glaubhaft einstufte. X. führt in der Berufungsbegründung aus, das Ingenieurbüro 
A. hätte bei Stellenantritt im Jahre 2004 über die Weihnachts- und Neujahrszeit 
stets geschlossen gehabt und ihren Mitarbeitern in B. diese Zeit als bezahlte 
Ferien gewährt, ohne dass diese Ferienzeit von ihrem Ferienanspruch habe in 
Abzug gebracht werden müssen. Im Gegenzug sei jedoch vereinbart worden, 
diese Zeit mit einer Viertelstunde Mehrarbeit pro Tag während des ganzen Jahres 
vorzuholen. Im schriftlichen Arbeitsvertrag vom 11. Mai 2004 seien dieses 
Vorholen von Arbeitszeit und die Betriebsschliessung während der Weihnachts- 
und Neujahrszeit mit Lohnfortzahlung und ohne Ferienanrechnung nicht 
aufgeführt. Die Parteien hätten dies jedoch so vereinbart und entsprechend 
nachgelebt. Y. habe nach Übernahme der Geschäftsstelle in B. die 
Betriebsschliessung während den Weihnachts-Festtagen nicht mehr gewollt. Ein 
Vorholen dieser bezahlten Ferientage sei somit nicht mehr notwendig gewesen. 
Die Parteien hätten daher eine tägliche Arbeitszeit von 8.5 Stunden vereinbart.

5. In einem ersten Schritt gilt es zu prüfen, welche wöchentliche Sollarbeitszeit 
zwischen den Parteien festgelegt war beziehungsweise ob der Arbeitsvertrag vom 
11. Mai 2004 (KB 4), in welchem eine wöchentliche Arbeitszeit von 43.75 Stunden 
vereinbart wurde, auch nach der Geschäftsübernahme durch Y. weiterhin 
Gültigkeit hatte oder - wie der Berufungskläger geltend macht - eine 
anderslautende (mündliche) Vereinbarung getroffen wurde. 

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a) Der Berufungskläger verweist zunächst auf die sich bei den Akten 
befindlichen Arbeitsrapporte und Stundenzusammenstellungen, welche mit 
Beweisverfügung vom 26. Mai 2009 vom Arbeitgeber Y. ediert wurden (act. V/1-6). 
Die Stundenzusammenstellungen enthalten eine Übersicht über die Sollarbeitszeit 
und die tatsächlich geleisteten Stunden sowie über die vom Arbeitnehmer 
bezogenen Ferientage und Abwesenheiten aufgrund von Krankheit und Militär 
während eines Kalenderjahres. Diese Zusammenstellungen werden - wie auch die 
Zeugin H. (act. VI/3 S. 3) bestätigt - aufgrund der vom jeweiligen Arbeitnehmer 
wöchentlich eingereichten Arbeitsrapporten erstellt. Gemäss der 
Zusammenstellung für das Jahr 2004 betrug die wöchentliche Sollarbeitszeit von 
X. zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich 43.75 Stunden. Dies ergibt sich aus der 
2. Spalte, welche die Bezeichnung „Soll“ trägt. Der gleiche Wert ist auch auf den 
vorgefertigten und vom Arbeitnehmer auszufüllenden Arbeitsrapporten in der 
untersten Zeile vermerkt. Ab dem Jahr 2006 wurde sodann sowohl in der 
Stundenzusammenstellung wie auch in den Arbeitsrapporten durchwegs eine 
wöchentliche Arbeitszeit für X. von 42.5 Stunden angegeben. Dies deckt sich im 
übrigen auch mit der Aussage von H., wonach die Arbeitszeit nach der 
Geschäftsübernahme durch Y. von täglich 8.75 Stunden auf 8.5 Stunden reduziert 
wurde, was in einer Besprechung zwischen dem Arbeitgeber, X. und ihr 
beschlossen worden sei. Entgegen der Aussage des Berufungsklägers erfolgte die 
Auswertung der Stundenrapporte im vorliegenden Fall nicht durch den Arbeitgeber 
selber, sondern durch die Mitarbeiterin H., welche ausdrücklich bestätigt, die 
Jahreslisten geführt zu haben (act. VI/3 S. 3). In diesem Zusammenhang erklärte 
sie sodann, dass der Arbeitgeber diese Liste mehrmals pro Jahr für die 
Abrechnung der Kilometerentschädigung erhalten habe. Sie gehe davon aus, dass 
er auch die anderen Informationen zur Kenntnis genommen und akzeptiert habe, 
da keine Einwände gekommen seien. Aufgrund dieser Aussage ist davon 
auszugehen, dass Y. über diese Stundenzusammenstellungen Bescheid wusste, 
was denn von ihm auch nicht bestritten wird. Dass er dagegen einmal opponiert 
hätte, geht aus den Akten nicht hervor und wird von ihm auch nicht geltend 
gemacht. Demzufolge hat er sich auch darauf behaften zu lassen. Damit muss 
aufgrund der im Recht liegenden Urkunden und der Aussage von H. davon 
ausgegangen werden, dass gemäss Arbeitsvertrag vom 11. Mai 2004 eine 
wöchentliche Stundenzahl von 43.75 vereinbart und auch eingehalten wurde. Ab 
dem Jahr 2006 wurde diese auf 42.5 Stunden reduziert, was - wie die 
Stundenzusammenstellungen zeigen - im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber 
geschah. Hätten nämlich auch ab dem Jahre 2006 weiterhin 43.75 Soll-
Arbeitsstunden pro Woche gegolten, hätte der Arbeitgeber diese 

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Stundenzusammenstellungen wohl nicht gebilligt. Mit anderen Worten beruhte die 
Änderung der Sollarbeitszeit auf einem übereinstimmenden Willen zwischen 
Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wie es zu dieser Vertragsänderung kam, ist für die 
Beurteilung des vorliegenden Falles nicht von Bedeutung. An diesem 
Beweisergebnis vermögen entgegen der Auffassung der Vorinstanz auch allfällige 
gegenteilige Zeugenaussagen nichts zu ändern, da es vorliegend einzig darauf 
ankommt, was mit dem betreffenden Arbeitnehmer selbst vereinbart wurde. 
Kommt hinzu, dass die weiteren von der Vorinstanz aufgeführten Zeugen D. (act. 
VI/2) und C. (act. VI/1) im fraglichen Zeitraum gar nicht für das Ingenieurbüro in B. 
tätig waren und somit für das vorliegende Verfahren auch keine relevante 
Angaben machen können. Im Ergebnis ist damit festzuhalten, dass die von der 
Vorinstanz festgestellte wöchentliche Soll-Arbeitszeit von 43.75 Stunden auf einer 
willkürlichen Beweiswürdigung beruht. Für die Jahre 2006 und 2007 ist 
ausgewiesen, dass für X. eine wöchentliche Sollarbeitszeit von 42.5 Stunden galt.

b) Steht fest, dass die wöchentliche Arbeitszeit ab der Geschäftsübernahme 
durch Y. 42.5 Stunden betragen hat, kann die Frage, ob mit der vormals geltenden 
höheren Sollarbeitszeit von 43.75 Stunden die Arbeitstage zwischen Weihnachten 
und Neujahr jeweils vorgeholt wurden, offen bleiben, zumal dies für das 
vorliegende Verfahren nicht von Bedeutung ist. 

6. Ausgehend von einer wöchentlichen Arbeitszeit von 42.5 Stunden ist in 
einem nächsten Schritt die Anzahl der Minusstunden im Jahr 2007 und deren 
geldwerte Anrechnung zu ermitteln. Die Vorinstanz ging diesbezüglich davon aus, 
dass X. am Ende des Arbeitsverhältnisses ein Minussaldo von 190.25 Stunden 
aufgewiesen und 25.5 Stunden zuviel an Ferien bezogen habe. Insgesamt habe er 
somit während seiner Anstellungszeit 215.75 Stunden zu wenig gearbeitet. Bei 
einem aus dem Monatslohn dividiert durch die monatliche Arbeitszeit errechneten 
Stundenansatz von Fr. 30.70 ergebe sich daraus der Betrag von Fr. 6'623.50, 
welcher sich der Arbeitnehmer anrechnen lassen müsse. Unter Berücksichtigung 
der übrigen noch offenen Positionen resultiere die folgende Rechnung (S. 11 des 
vorinstanzlichen Urteils):

13. Monatslohn 2007: Fr. 5'638.15

Bonus gemäss Vereinbarung: Fr. 5'100.00

Autospesen: Fr.    535.50

abzüglich Minusstunden und zu viel bezogene 

Ferien - Fr. 6'623.50

abzüglich Laptop: - Fr. 1’746.15

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Restguthaben des Klägers Fr. 2'904.00

Der Berufungskläger ging demgegenüber von lediglich 28.5 Minusstunden aus 
und reduzierte die noch vor der Vorinstanz geltend gemachte Forderung von 
Fr. 10'535.50 im Berufungsverfahren auf Fr. 7'872.75. Dieser Betrag setzt sich 
gemäss den Ausführungen in der Berufungsschrift vom 6. Januar 2010 wie folgt 
zusammen: 

13. Monatslohn 2007: Fr. 5'638.15

Bonus gemäss Vereinbarung: Fr. 5'100.00

Autospesen: Fr.    535.50

abzüglich Minusstunden (netto): - Fr.    874.95

abzüglich zuviel bezogene Ferientage (netto): - Fr.    779.80

abzüglich Kosten für einen Laptop: - Fr. 1’746.15

Total Fr. 7'872.75

a) Der Vergleich mit dem angefochtenen Urteil zeigt, dass bezüglich der 
Positionen 13. Monatslohn, Bonus, Autospesen und Laptop keine Abweichungen 
bestehen. Die Differenz zum Ergebnis der Vorinstanz besteht einzig in der 
Position Saldo bezüglich Minusstunden und zuviel bezogene Ferien. Im 
Zusammenhang mit dem Ferienbezug ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz 
für zuviel bezogene Ferien 25.5 Stunden einsetzte und von einem Stundenansatz 
von Fr. 30.70 ausging. Dies ergibt einen Betrag von Fr. 782.85. Der 
Berufungskläger ging demgegenüber wohl irrtümlich von 25.4 Stunden 
beziehungsweise einem Betrag von Fr. 779.80 aus, so dass in diesem Punkt eine 
Differenz von Fr. 3.05 besteht. Dem Grundsatz nach besteht mithin auch 
diesbezüglich Übereinstimmung, es bedarf lediglich einer geringfügigen 
Anpassung. 

b) Was die Minusstunden betrifft, so rührt die Abweichung hauptsächlich 
daher, dass die Vorinstanz zu Unrecht von wöchentlich 43.75 Arbeitsstunden 
ausging, während der Berufungskläger seiner Berechnung zu Recht eine Soll-
Arbeitszeit von 42.5 Stunden zugrunde legte (vgl. E. 5 hiervor). Somit bleibt zu 
prüfen, ob die von ihm angeführte Minusstundenzahl von 28.5 gemäss Aktenlage 
zutreffend ist. Dabei ist insbesondere auf die von X. geführten Arbeitsrapporte 
abzustellen.

ba) Wie aus den Stundenzusammenstellungen der Jahre 2004 bis 2007 
(Editionen) hervorgeht, wurden die jeweils am Ende eines Jahres vorhandenen 
Plus- oder Minusstunden mit dem vorhandenen Ferienguthaben verrechnet. So 

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wurden beispielsweise im Jahr 2004 drei der zuviel bezogenen Ferientage mit den 
geleisteten Überstunden abgegolten und entsprechend auf das Folgejahr 
übertragen (siehe handschriftliche Korrektur). Auch im nachfolgenden Jahr wurde 
entsprechend vorgegangen. Dies bedeutet, dass die Ende 2007 angegebenen 
Minusstunden das Resultat der über die vorangegangenen Jahre jeweils 
aufgerechneten und auf das Folgejahr übertragenen Minus- und Plusstunden ist. 
Im vorliegenden Berufungsverfahren geht es einzig um das Kalenderjahr 2007 
(vgl. Berufungsbegründung  S. 8). Da jedoch die Minusstunden aus dem Jahre 
2006 in das Jahr 2007 übertragen wurden, sind auch diese in der nachstehenden 
Berechnung zu berücksichtigen.

bb) In der Stundenzusammenstellung aus dem Jahre 2006 ist festgehalten, 
dass Ende Jahr ein Plus von 9 Stunden resultierte. Diese Position wurde in der 
Stundenzusammenstellung 2007 jedoch handschriftlich in ein Minussaldo von 16.5 
Stunden korrigiert. Diese Korrektur ist damit zu erklären, dass in der 52. 
Kalenderwoche 2006 (fälschlicherweise) eine Sollarbeitszeit von 0 Stunden 
aufgeführt wurde. Dem Arbeitsrapport ist demgegenüber zu entnehmen, dass der 
27. Dezember 2006 als erster Tag nach den allgemein anerkannten Feiertagen 
auf einen Mittwoch fiel und somit - wie auch der 28. und der 29. Dezember 2006 - 
ein normaler Werktag war. Die wöchentliche Sollarbeitszeit wäre 
dementsprechend mit 25.5 Stunden (3 Tage à 8.5 Stunden) zu veranschlagen 
gewesen. Somit resultierte aus der 52. Kalenderwoche, in welcher X. gemäss 
seinen Aufzeichnungen 12.5 Stunden arbeitete, nicht ein Plus von 12.5 Stunden, 
sondern vielmehr ein Minus von 13 Stunden. Dies ergibt in der 
Gesamtabrechnung - unter Berücksichtigung der Zwischenabrechnung nach der 
47. Kalenderwoche von 105.75 Stunden - ein Negativsaldo von 16.5 Stunden. 
Diese Summe wurde denn auch (handschriftlich) in die Stundenzusammenstellung 
2007 übertragen. Auch auf dem Arbeitsrapport wurde die Sollstundenzahl 
entsprechend korrigiert. Damit erscheint diese Korrektur als nachvollziehbar, 
weshalb für die weitere Berechnung der Minusstunden im Jahr 2007 von einem 
Übertrag aus dem Jahr 2006 von -16.5 Stunden auszugehen ist. 

bc) Neben dem Übertrag gibt es in der Stundenzusammenstellung 2007 noch 
weitere handschriftliche Korrekturen, welche teilweise zu Gunsten des 
Arbeitgebers, teilweise aber auch zu Gunsten des Arbeitnehmers ausfielen. Diese 
Korrekturen stimmen mit der vom Arbeitgeber nachträglich revidierten 
Zusammenstellung (vgl. Editionen 01) überein. Sämtliche dieser Korrekturen 
ergeben sich aus Berichtigungen der aufgeführten Sollarbeitszeit, welche gestützt 
auf die jeweiligen Arbeitsrapporte erfolgten. So wurde die ursprünglich vermerkte 

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Sollarbeitszeit der 1. Kalenderwoche 2007 von 25.5 Stunden auf 34 Stunden 
korrigiert, da es sich nur beim 1. Januar um einen allgemein anerkannten Feiertag 
handelt und dieser im Jahre 2007 auf einen Montag fiel. An den übrigen Tagen 
jener Woche galten die normalen Arbeitszeiten (4 x 8.5 Stunden). Bei einer 
Sollarbeitszeit von 34 Stunden und einer tatsächlichen Arbeitszeit von 22 Stunden 
ist daher entsprechend des handschriftlichen Vermerks ein Minus von 12 Stunden 
anzurechnen. In der 18. Kalenderwoche erfolgte eine Anpassung zu Gunsten des 
Arbeitnehmers. Die Sollarbeitszeit gemäss Arbeitsrapport betrug lediglich 34 
Stunden (1. Mai), obwohl in der Stundenzusammenstellung von 42.5 Stunden 
ausgegangen wurde. Unter Berücksichtigung der tatsächlich geleisteten 
Arbeitszeit von 45.5 Stunden wurde dem Arbeitnehmer daher nachträglich 
richtigerweise ein Saldo von +11.5 Stunden angerechnet. Dies ergibt sich auch 
aus der revidierten Stundenzusammenstellung des Arbeitgebers (Editionen 01). In 
der Stundenabrechnung der 22. Kalenderwoche blieb der Pfingstmontag (28. Mai 
2007) unberücksichtigt, weshalb wiederum eine Korrektur der Sollarbeitszeit von 
42.5 Stunden auf 34 Stunden zu erfolgen hatte. Bei einer tatsächlich geleisteten 
Arbeitszeit von 34.5 Stunden ergab dies ein Plus von 0.5 Stunden. Ab der 45. 
Kalenderwoche wurde die tatsächlich geleistete Arbeitszeit nicht mehr in die 
Stundenzusammenstellung übertragen. Es ist somit auf die Arbeitsrapporte 
abzustellen. In der 48. Kalenderwoche gingen Arbeitgeber (vgl. revidierte 
Stundenzusammenstellung) und Arbeitnehmer (kB act. 15) nach Verrechnung der 
Sollarbeitszeit mit den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden übereinstimmend 
von einem Saldo von +2 Stunden aus. Die Sollarbeitszeit in der 52. 
Kalenderwoche betrug, wie auch in den Arbeitsrapporten ursprünglich aufgeführt, 
21.25 Stunden. Darin berücksichtigt waren der arbeitsfreie Nachmittag des 24. 
Dezember sowie die Feiertage am 25. und 26. Dezember (2.5 x 8.5 Stunden). Bei 
einer tatsächlich geleisteten Arbeitszeit von 15.5 Stunden verblieb damit ein 
Minussaldo von 5.75 Stunden. Der 31. Dezember fiel auf einen Montag und damit 
in die 53. Kalenderwoche. Somit betrug die Sollarbeitszeit, da nur am Vormittag 
des 31. Dezember gearbeitet werden musste, nur 4.25 Stunden. Aufgrund der 
tatsächlich geleisteten Arbeitszeit von 7 Stunden resultierte daher ein Plus von 
2.75 Stunden. In den übrigen Kalenderwochen (45.-47. und 49.-51.) waren Soll 
und Haben jeweils ausgeglichen. Nach diesen Anpassungen verbleibt per Ende 
2007 gemäss Stundenzusammenstellung und Arbeitsrapporten ein Minussaldo 
von 46.5 Stunden. Der Berufungskläger hat sich somit abschliessend insgesamt 
46.5 Minusstunden anrechnen zu lassen, was durch die wöchentlichen 
Arbeitsrapporte ausgewiesen ist. 

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7.a) Für die Ermittlung der Forderungssumme sind die Minusstunden mit einem 
anhand der konkreten Verhältnisse errechneten Stundenansatz zu multiplizieren. 
Die Vorinstanz ging dabei von einem Netto-Monatslohn von Fr. 5'638.15 aus und 
dividierte diesen durch die durchschnittliche monatliche Arbeitszeit von 183.75 
Stunden. Dies ergab einen Stundenansatz von Fr. 30.70. Y. macht in seiner 
Anschlussberufung geltend, bei diesem Stundenansatz sei der 13. Monatslohn 
nicht berücksichtigt worden, weshalb die Berechnung nicht korrekt sei. Ausgehend 
von einem Jahreslohn von Fr. 73'295.95 und Soll-Jahresstunden abzüglich 
Ferienanspruch von 1'974.25 resultiere daraus ein Stundenansatz von Fr. 37.15.

b) Die Umrechnung eines Monatslohns auf den für das Minusstundenentgelt 
massgebenden Stundenlohn müsste eigentlich, analog wie bei den Überstunden, 
so erfolgen, dass der Monatslohn für jeden Monat separat durch die Anzahl 
Normalarbeitsstunden dieses Monats zu teilen wäre, da Letztere von Monat zu 
Monat differieren. Um diesen übertriebenen Rechenaufwand zu vermeiden, lassen 
Lehre und Rechtsprechung die Teilung des Jahreslohns durch die 
Jahressollstunden als Näherung zu. Eine immer noch praxistaugliche Näherung 
stellt auch die Teilung des Monatslohns durch 21.75 Tage, was der 
durchschnittlichen Anzahl Arbeitstage pro Monat in der Schweiz entspricht, worauf 
das durch die Anzahl Tagessollstunden geteilte Resultat den Stundenlohn ergibt 
(Streiff/von Kaenel, Praxiskommentar Arbeitsvertrag, Zürich 2006, N. 12 zu Art. 
321c S. 163). Damit ist an der Berechnungsmethode der Vorinstanz grundsätzlich 
nichts zu ändern. Eine Korrektur hat hingegen hinsichtlich des errechneten Netto-
Monatslohns zu erfolgen. Gemäss herrschender Lehre ist der 13. Monatslohn in 
die Lohnausgangsbasis mit einzurechnen, da er einen festen Lohnbestandteil 
darstellt (vgl. Streiff/von Kaenel, a.a.O., N. 12 zu Art. 321c S. 164; Basler 
Kommentar, Obligationenrecht I, 4. Auflage, Basel 2007, N. 14 zu Art. 321c). 
Somit ist im konkreten Fall nicht von einem monatlichen Einkommen von Fr. 
5'638.15, sondern von Fr. 6'108.00 (13x Fr. 5'638.15:12) auszugehen. Dieses ist 
durch die monatlichen Arbeitsstunden zu dividieren. Bei durchschnittlichen 21.75 
Arbeitstagen pro Monat und einem Tagessoll von 8.5 Stunden (ausgehend von 
einer Wochensollarbeitszeit von 42.5 Stunden) ergibt dies eine monatliche 
Arbeitszeit von rund 184.87 Stunden (21.75 Tage à 8.5 Stunden). Aus der Division 
des Monatslohns (Fr. 6'108.00) durch die monatliche Arbeitszeit (184.87) resultiert 
damit ein Stundenansatz von rund Fr. 33.05. 

c) Bei 46.5 Minusstunden und einem Stundenansatz von Fr. 33.05 ergibt sich 
ein Guthaben zu Gunsten des Arbeitgebers von Fr. 1'536.80. Die 
Zusammenstellung der Vorinstanz (S. 11) ist somit in diesem Punkt zu korrigieren. 

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Die Gesamtforderung zu Gunsten des Arbeitnehmers lässt sich demnach wie folgt 
berechnen:

13. Monatslohn 2007: Fr. 5'638.15

Bonus gemäss Vereinbarung: Fr. 5'100.00

Autospesen: Fr.    535.50

abzüglich Minusstunden (netto): - Fr. 1'536.80

abzüglich zuviel bezogene Ferientage (netto): - Fr.    782.85

abzüglich Kosten für einen Laptop: - Fr. 1’746.15

Total Fr. 7'207.85

Das Restguthaben von X. gegenüber seinem ehemaligen Arbeitgeber Y. beträgt 
damit Fr. 7'207.85 zuzüglich Zins von 5% seit 1. Februar 2008. Y. hat in seiner 
Anschlussberufung vom 22. Februar 2010 die Forderung in Höhe von Fr. 1'512.50 
nebst Zins zu 5% ab dem 1. Februar 2008 anerkannt (Ziff. 1 des 
Rechtsbegehrens). Davon ist im Dispositiv Vormerk zu nehmen (vgl. PKG 1994 
Nr. 15 E. b). Darüber hinaus ist Y. somit zu verpflichten, den Betrag von Fr. 
5'695.35 (Restguthaben von Fr. 7'207.85 abzüglich des anerkannten Betrags von 
Fr. 1'512.50) zuzüglich Zins von 5% seit 1. Februar 2008 an X. zu leisten. Die 
Berufung ist daher teilweise gutzuheissen und die Ziffern 1 und 4 des 
angefochtenen Urteils sind aufzuheben.

8. Y. stellt in seiner Anschlussberufung das Rechtsbegehren, es sei Ziff. 1 des 
angefochtenen Urteils aufzuheben, soweit sie den Betrag von Fr. 1'512.50 
übersteige. Wie die vorstehenden Erwägungen gezeigt haben, ist jedoch entgegen 
seinen Berechnungen von einer wöchentlichen Sollarbeitszeit von 42.5 Stunden 
und nicht von 43.75 Stunden auszugehen, weshalb die Anschlussberufung in 
diesem Punkt unbehelflich und daher abzuweisen ist. Jedoch ist der Begründung 
seines Antrags insoweit zu folgen, als der 13. Monatslohn in der 
Berechnungsgrundlage für die Entschädigung der Minusstunden berücksichtigt 
wurde (vgl. E. 7 hiervor). 

9. Ist das vorinstanzliche Urteil im Sinne der vorstehenden Erwägungen 
abzuändern, ist auch die vom Bezirksgericht Maloja festgesetzte 
Entschädigungsfolge zu prüfen und falls erforderlich anzupassen. Vor der 
Vorinstanz wurden seitens von X. als Kläger Fr. 10'535.50 eingeklagt, wobei der 
Beklagte Y. den Betrag von Fr. 611.50 anerkannte. Dabei gilt es jedoch zu 
berücksichtigen, dass der Beklagte auch im Falle der Anerkennung gestützt auf 
Art. 114 ZPO in der Regel verpflichtet wird, die gerichtlichen und 

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aussergerichtlichen Kosten zu vergüten. Gemäss dem vorliegenden Urteil ist die 
Forderung des Klägers im Umfang von insgesamt Fr. 7'207.85 ausgewiesen. 
Damit ist er mit seinem Antrag zu rund 2/3 durchgedrungen. Der noch von der 
Vorinstanz zu beurteilende Streitpunkt betreffend Arbeitszeugnis kann hierbei 
ausser Acht bleiben, da die Parteien diesbezüglich in etwa zu gleichen Teilen 
obsiegt haben beziehungsweise unterlegen sind. Der Beklagte Y. hat somit dem 
Kläger X. 1/3 von dessen Aufwand im vorinstanzlichen Verfahren zu 
entschädigen. Dieser beläuft sich gemäss der vom Rechtsvertreter des Klägers 
eingereichten Honorarnote auf Fr. 10'085.35 inklusive Mehrwertsteuer. Die 
beklagtische Partei hat sich gemäss angefochtenem Urteil dieser Honorarnote 
angeschlossen. Der Beklagte Y. wird damit verpflichtet, den Kläger X. für das 
vorinstanzliche Verfahren mit Fr. 3'361.80 inkl. MwSt ausseramtlich zu 
entschädigen.

10. Die Verfahrenskosten für das Berufungsverfahren gehen gestützt auf 
Art. 343 Abs. 2 OR zu Lasten des Kantons Graubünden. Es verbleibt damit der 
Entscheid über die Entschädigungsfolgen. Im Berufungsverfahren machte der 
Kläger X. zunächst eine Forderung von Fr. 10'535.50 inkl. Zins geltend. Diese 
Forderung reduzierte er jedoch sogleich mit der schriftlichen 
Berufungsbegründung auf Fr. 7'872.75. Da sich die Gegenpartei in ihrer 
Berufungsantwort einzig mit der reduzierten Forderung auseinanderzusetzen 
hatte, führte die Klagereduktion somit zu keinem erhöhten Arbeitsaufwand, 
weshalb ihr bei der Berechnung der ausseramtlichen Entschädigung keine 
Bedeutung zukommt. Der Beklagte Y. anerkannte die Forderung im Verlaufe des 
Berufungsverfahren im Umfang von Fr. 1'512.50. Diese teilweise Anerkennung 
führt jedoch zu keiner Änderung der Kostenaufteilung, zumal der Beklagte gemäss 
Art. 114 ZPO auch im Falle der Anerkennung die aussergerichtlichen Kosten 
grundsätzlich zu vergüten hat. Gemäss dem vorliegenden Urteil erweist sich die 
Forderung von X. im Umfang von insgesamt Fr. 7'207.85 als ausgewiesen. Somit 
hat er mit seinem Antrag zu rund 9/10 obsiegt, während Y. mit seiner 
Anschlussberufung vollumfänglich unterlag. Im selben Verhältnis ist auch die 
ausseramtliche Entschädigung festzulegen. Y. hat X. nach Verrechnung der 
gegenseitigen Ansprüche somit 4/5 der aussergerichtlichen Kosten zu vergüten. In 
Anbetracht des zeitlichen Aufwands und der Schwierigkeit der Sache erscheint 
eine entsprechend reduzierte ausseramtliche Entschädigung von Fr. 2’400.-- inkl. 
MwSt als angemessen. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Von der Anerkennung der Forderung in Höhe von Fr. 1'512.50 zuzüglich 
Zins von 5% seit 1. Februar 2008 wird Vormerk genommen.

2. Im Übrigen wird die Berufung teilweise gutgeheissen, die Ziffern 1 und 4 
des angefochtenen Urteils werden aufgehoben und der Beklagte wird in 
teilweiser Gutheissung der Klage verpflichtet, dem Kläger den Betrag von 
Fr. 5'695.35 netto, zuzüglich Zins von 5% seit 1. Februar 2008, zu 
bezahlen.

3. Die Anschlussberufung wird abgewiesen.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 4'000.00 und Schreibgebühren von Fr. 272.00, total somit 
Fr. 4’272.00, gehen zu Lasten des Kantons Graubünden.

5. Der Beklagte hat den Kläger ausseramtlich für das vorinstanzliche 
Verfahren mit Fr. 3'361.80 einschliesslich Mehrwertsteuer und für das 
Berufungsverfahren mit Fr. 2'400.-- einschliesslich Mehrwertsteuer zu 
entschädigen. 

6. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 15'000 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine 
Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In 
beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG. 

7. Mitteilung an: