# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb91038e-45af-5b24-a847-89acf1d88aee
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 03.09.2014 S 2014 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2014-13_2014-09-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 13

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 3. September 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tobias Figi, 

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG (Taggeld)

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1. A._____ war seit dem 1. Januar 1987 zu 70 % bei der C._____ als 

Verwaltungssekretärin tätig und in dieser Eigenschaft für kurzfristige 

Leistungen bei der B._____ AG und für langfristige Leistungen bei der 

D._____ AG obligatorisch unfallversichert. Am 30. September 2011 erlitt 

sie im Ausland einen Unfall. Dabei zog sie sich ein Schädel-Hirn-Trauma, 

eine Luxationsfraktur C6/C7 sowie eine Polyfraktur des rechten 

Handgelenkes zu. Die B._____ anerkannte ihre Leistungspflicht für die 

Folgen dieses Ereignisses. 

2. Am 11. April 2012 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von 

Versicherungsleistungen an. Mit Verfügung vom 9. Oktober 2012 sprach 

die IV-Stelle A._____ bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab dem 

1. September 2011 eine ganze Invalidenrente zu und legte diese mit 

Verfügung vom 27. November 2012 auf Fr. 1'732.-- fest. Am 

25. November 2012 erreichte A._____ das ordentliche Rentenalter. Seit 

dem 1. Dezember 2012 bezieht sie eine AHV-Rente in der Höhe der 

zugesprochenen IV-Rente. 

3. Mit Schreiben vom 17. April 2013 beauftragte die B._____ die H._____ 

AG, mit der medizinischen Begutachtung von A._____. Im Gutachten vom 

17. Juli 2013 kamen Dr. med. E._____, Facharzt für Orthopädie und 

Traumatologie, Dr. med. F._____, Facharzt für Innere Medizin FMH, 

sowie die konsularisch beigezogene Dr. med. G._____, Fachärztin für 

Neurologie FMH, aufgrund einer eingehenden Untersuchung von A._____ 

und der zugestellten sowie beigebrachten Unterlagen zum Schluss, 

A._____ leide infolge des Unfalles vom 30. September 2011 an einem 

posttraumatischen cervicospondylogenen Syndrom bei Status nach 

operativ versorgter Luxationsfraktur C6/7 mit bleibender Einschränkung 

der statischen Belastbarkeit der Halswirbelsäule, der Halswirbelsäulen-

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Beweglichkeit sowie sensibler Schädigung im distalen Teil vom Segment 

C5 rechts, Status nach osteosynthetisch versorgter und ehemals 

intraarticulärer, distaler Radiusfraktur rechts ohne gravierende 

funktionsrelevante Folgen, jedoch mit glaubhaften Beschwerden 

insbesondere bei langfristiger und intensiver Beanspruchung, Status nach 

Commotio cerebri, Heiserkeit unklarer Ätiologie sowie Verdacht auf ein 

Carpaltunnelsyndrom rechts, evtl. im Zusammenhang mit der erlittenen 

Radiusfraktur. Aufgrund dieser unfallbedingten gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen sei A._____ in ihrer angestammten Tätigkeit als 

Verwaltungssekretärin zu 100 % arbeitsunfähig. Hingegen seien ihr 

leichte, die Halswirbelsäule biomechanisch nicht beanspruchende und 

konzentrativ nicht anspruchsvolle Tätigkeiten zu 50 % (4.5 Stunden) 

zumutbar. Auf der Grundlage dieses Gutachtens kürzte die B._____ die 

bis dahin ausgerichteten Taggeldleistungen mit Verfügung vom 11. 

Oktober 2013 ab dem 1. Oktober 2013 auf 65 %. Die dagegen erhobene 

Einsprache wies die B._____ mit Entscheid vom 20. Dezember 2013 ab.

4. Die D._____ AG, die mit der B._____ einen Zusammenarbeitsvertrag 

geschlossen hat, eröffnete anfangs Januar 2014 das 

unfallversicherungsrechtliche Verfahren für die langfristigen 

Versicherungsleistungen und sprach A._____ mit Verfügung vom 14. Mai 

2014 ausgehend von einem versicherten Verdienst von Fr. 51'790.-- und 

einem Invaliditätsgrad von 64 % ab dem 1. Januar 2014 eine Rente in der 

Höhe von Fr. 967.-- sowie eine Integritätsentschädigung im Betrag von 

Fr. 31'500.-- zu. 

5. Gegen den Einspracheentscheid der B._____ vom 20. Dezember 2013 

reichte A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 29. Januar 2014 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein. 

Darin beantragte sie, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 

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11. Oktober 2013 und den Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2013 

seien aufzuheben und der Beschwerdeführerin die Taggelder bis am 

31. Dezember 2013 ungekürzt auszurichten, mithin sei die B._____ zu 

verpflichten, der Beschwerdeführerin die in Abzug gebrachten Taggelder 

im Betrag von Fr. 3'657.-- inkl. (recte: zuzüglich) 5 % Verzugszins zu 

bezahlen. Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin im 

Wesentlichen aus, am 25. November 2012 das ordentliche Rentenalter 

erreicht zu haben. Für Pensionierte existiere kein konkreter Arbeitsmarkt, 

weshalb eine Verwertung der ihr verbliebenen Restarbeitsfähigkeit bereits 

aus objektiver Sicht ausgeschlossen sei. Im Weiteren sei zu 

berücksichtigen, dass sie die in den vergangenen 25 Jahren ausgeübte 

Tätigkeit als Verwaltungssekretärin aufgrund der durch den Unfall 

erlittenen Verletzungen nicht mehr ausüben könne. Um ihre 

Restarbeitsfähigkeit zu verwerten, müsste sie folglich in eine 

leidensadaptierte Tätigkeit umgeschult werden, was ihr nicht zugemutet 

werden könne. Schliesslich wäre die B._____ gehalten gewesen, der 

Beschwerdeführerin für die berufliche Neuorientierung eine 

Anpassungsfrist von drei bis fünf Monaten einzuräumen. Die B._____ 

hätte die zugesprochenen Taggelder daher frühestens ab dem 1. Januar 

2014 kürzen dürfen. Die Beschwerde erweise sich folglich als begründet, 

weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin die begehrten Taggelder zuzusprechen seien.

6. In der Beschwerdeantwort vom 18. Februar 2014 schloss die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde. 

Diesen Standpunkt begründete sie im Wesentlichen damit, zwar sehe 

Art. 16 Abs. 1 Satz 2 UVG nicht vor, dass der Taggeldanspruch mit der 

Pensionierung erlösche. Indessen bestehe ein solcher nur solange und in 

dem Ausmass, als die versicherte Person die volle Arbeitsfähigkeit nicht 

wiedererlangt habe oder die Heilbehandlung nicht abgeschlossen sei. Die 

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Beschwerdeführerin verkenne, dass die Taggelder 

vergangenheitsorientiert bemessen und ohne fortbestehenden 

Verdienstausfall ausgerichtet würden. Deshalb sei auch die Zumutbarkeit 

eines Berufswechsels abstrakt aufgrund der massgeblichen 

medizinischen Kriterien zu beurteilen. Eine Anpassungsfrist hätte der 

Beschwerdeführerin nach der bundegerichtlichen Rechtsprechung im 

Übrigen nicht eingeräumt werden müssen. Nur der Vollständigkeit halber 

sei schliesslich darauf hinzuweisen, dass die Voraussetzungen für die 

Leistung von Verzugszinsen vorliegend offensichtlich nicht erfüllt seien, 

da Verzugszinsen erst 24 Monate nach der Entstehung des Anspruchs, 

frühestens aber zwölf Monate nach dessen Geltendmachung geschuldet 

seien.

7. Die Beschwerdeführerin hielt in der Replik vom 19. Februar 2014 an ihren 

Anträgen fest und vertiefte ihre Argumentation. Die Beschwerdegegnerin 

nahm dazu in der Duplik vom 4. März 2014 unter Erneuerung ihrer 

Anträge Stellung.

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, 

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in welchem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte 

zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Die versicherte 

Beschwerdeführerin wohnt in Schiers, weshalb die örtliche Zuständigkeit 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts 

zu bejahen. Als Adressatin des Einspracheentscheids vom 20. Dezember 

2013 ist die Beschwerdeführerin vom angefochtenen Entscheid berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf 

(Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 1 UVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 

lit. a ATSG). 

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den 

Taggeldanspruch der Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 

1. Oktober bis zum 31. Dezember 2013 zu Recht um 35 % gekürzt hat.

a) Gemäss Art. 6 UVG gewährt der obligatorische Unfallversicherer, soweit 

das Unfallversicherungsgesetz nichts anderes bestimmt, Leistungen bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten. Hinsichtlich 

der geschuldeten Taggelder wird diese Regelung in Art. 16 UVG 

dahingehend konkretisiert, als die versicherte Person solche kurzfristigen 

Versicherungsleistungen beanspruchen kann, wenn sie infolge des 

Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig ist (Abs. 1). Der Anspruch auf 

Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der 

Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente 

oder mit dem Tod der Versicherten (Abs. 2). Als Arbeitsunfähigkeit im 

Sinne von Art. 16 Abs. 1 UVG gilt die durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 

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teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 

Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 

(Art. 6 ATSG). Bei teilzeitlich erwerbstätigen Versicherten wird der Grad 

der Arbeitsunfähigkeit aufgrund des vor dem Unfall zuletzt ausgeübten 

Pensums berechnet; es erfolgt keine Umrechnung auf ein 100 % Pensum 

(BGE 135 V 287 E.4). Ein einmal entstandener Taggeldanspruch besteht 

über das Erreichen des AHV-Alters hinaus, wenn die versicherte Person 

die volle Arbeitsfähigkeit bis dahin nicht wiedererlangt hat oder die 

Heilbehandlung nicht abgeschlossen ist (BGE 134 V 392 E.5; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_538/2008 vom 22. Oktober 2008 E.2.3; ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 

2012, S. 125). 

b) Der vorliegend in Frage stehende Nichtberufsunfall im Sinne von Art. 6 

UVG hat sich unbestrittenermassen zu einem Zeitpunkt ereignet, als die 

Beschwerdeführerin bei der Beschwerdegegnerin obligatorisch 

unfallversichert war. Feststeht im Weiteren, dass die Beschwerdeführerin 

aufgrund der unfallbedingten Verletzungen ihre angestammte Tätigkeit als 

Verwaltungssekretärin nicht mehr ausüben kann und deshalb einen 

Einkommensausfall erlitten hat, der Versicherungsleistungen der 

Beschwerdegegnerin als zuständiger Unfallversicherungsgesellschaft in 

Form von Taggeldern ausgelöst hat. Dieser einmal begründete Anspruch 

besteht nach dem vorangehend Ausgeführten solange, als die 

Beschwerdeführerin die volle Arbeitsfähigkeit nicht wiedererlangt hat oder 

der zuständige Unfallversicherer nach Abschluss der Heilbehandlung zur 

Berentung übergangen ist (Art. 19 Abs. 1 UVG). Dies gilt ungeachtet 

dessen, dass die Beschwerdeführerin rund ein Jahr nach dem erlittenen 

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Unfall das 64. Altersjahr erreichte und auf diesen Zeitpunkt hin pensioniert 

wurde. 

3. Die Verfahrensbeteiligten sind sich zu Recht darin einig, dass der 

vorliegende Fall mit der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen 

Verfügung vom 14. Mai 2014, in der die D._____ AG der 

Beschwerdeführerin per 1. Januar 2014 ausgehend von einem 

versicherten Verdienst von Fr. 51'790.-- und einem Invaliditätsgrad von 

64 % ab dem 1. Januar 2014 eine Rente in der Höhe von Fr. 967.-- sowie 

eine Integritätsentschädigung im Betrag von Fr. 31'500.-- zugesprochen 

hat, von der Behandlungs- in die Rentenphase übergegangen ist. Damit 

kann die Beschwerdeführerin längstens bis zum 31. Dezember 2013 

Taggelder beanspruchen. Dies wird denn auch von keinem der 

Verfahrensbeteiligten in Abrede gestellt. Ebenso ist unbestritten, dass der 

Beschwerdeführerin unfallbedingt die Ausübung ihrer angestammten 

Tätigkeit als Verwaltungssekretärin nicht mehr zumutbar ist. Strittig ist 

einzig, ob die Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2013 gehalten 

gewesen wäre, die ihr verbliebene Restarbeitsfähigkeit von 50 % in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit zu verwerten.

a) Der für den Taggeldanspruch massgebliche Grad der Arbeitsunfähigkeit 

im Sinne von Art. 6 ATSG ist nach ständiger bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung aufgrund der bisherigen Tätigkeit einer versicherten 

Person zu bemessen, solange von ihr vernünftigerweise nicht verlangt 

werden kann, die ihr verbliebene Restarbeitsfähigkeit in einem anderen 

Tätigkeitsbereich zu verwerten. Kann der Versicherten das Ausweichen 

auf einen anderen Tätigkeitsbereich jedoch zugemutet werden, ist der 

Grad der Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung des diesbezüglichen 

Arbeitsmarkts unter Einräumung einer allenfalls erforderlichen 

Anpassungszeit zu ermitteln (BGE 115 V 133 E.2, 115 V 404 E.2; RUMO-

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JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 124). Diese Pflicht auf Aufnahme einer 

zumutbaren Verweisungstätigkeit leitet die Rechtsprechung aus dem das 

gesamte Schadensrecht durchdringenden Grundsatz der 

Schadenminderung ab. Danach hat die Versicherte alles ihr Zumutbare 

zu unternehmen, um die erwerblichen Folgen eines erlittenen 

Gesundheitsschadens soweit als möglich zu vermindern (BGE 114 V 285 

E.3a; Urteil des Bundesgerichts U 301/02 vom 1. Oktober 2003 E.1.4 = 

SVR 2005 UV Nr. 14 E.1.4). Die Frage, ob und gegebenenfalls welche 

Form der beruflichen Neueingliederung von einer versicherten Person 

unter diesem Blickwinkel verlangt werden kann, beantwortet sich nach 

dem Grundsatz der Zumutbarkeit der einen Teilgehalt des 

verfassungsmässigen Grundsatzes der Verhältnismässigkeit (Art. 5 

Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

[BV; SR 101]) bildet. Danach kann die versicherte Person nur zu 

beruflichen Neuorientierungen verpflichtet werden, die unter 

Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven 

Gegebenheiten des Einzelfalls möglich und zumutbar erscheinen. Für die 

Beurteilung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels sind insbesondere 

das Alter der Versicherten, die Art und Dauer der bisherigen beruflichen 

Tätigkeit, deren selbständige oder unselbständige Ausübung, die mit 

einer beruflichen Neuorientierung verbundene Veränderung der sozialen 

Verhältnisse sowie die entsprechend grössere oder geringe Flexibilität 

hinsichtlich des Wohn- und Arbeitsortes zu berücksichtigen. Ins Gewicht 

fällt auch die Art und Dauer der beanspruchten Versicherungsleistungen 

sowie deren Kosten. Denn die Anforderungen an die 

Schadenminderungspflicht sind zulässigerweise dort strenger, wo eine 

erhöhte Inanspruchnahme der Sozialversicherung in Frage steht, wie dies 

beispielsweise bei Rentenleistungen an relativ junge Versicherte der Fall 

ist, denen in einer beruflichen Tätigkeit noch eine relativ lange 

Aktivitätsdauer verbleibt (Urteil des Bundesgerichts U 301/02 vom 

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1. Oktober 2003 E.1.4 = SVR 2005 UV Nr. 14 E.1.4; ULRICH MEYER-

BLASER, Die Arbeitsunfähigkeit [Art. 6 ATSG], in: SCHAFFHAUSER/SCHLAURI 

[Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 45; UELI 

KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 6 N. 23 

f.). Verwertet eine versicherte Person ihre Arbeitsfähigkeit nicht, obgleich 

ihr dies unter Gewährung einer allenfalls erforderlichen Anpassungszeit 

zumutbar ist, hat sie sich die berufliche Tätigkeit anrechnen zu lassen, die 

sei bei gutem Willen ausüben könnte. Das Fehlen des guten Willens ist 

nur dort entschuldbar, wo es auf einer Krankheit beruht (BGE 111 V 235 

E.2a).

b) Bezüglich der Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin steht 

vorliegend in tatsächlicher Hinsicht fest, dass diese eine Lehre als 

Hochbauzeichnerin abgeschlossen und diesen Beruf bis zu ihrer Heirat im 

Jahr 1970 ausgeübt hat. Anschliessend war sie vorwiegend als Sekretärin 

tätig, zuletzt als Verwaltungssekretärin vom 1. Januar 1987 bis zu ihrem 

Unfall am 30. September 2011. Diese Tätigkeit kann die 

Beschwerdeführerin infolge der durch den Unfall vom 30. September 

2011 erlittenen Verletzungen nicht mehr ausüben. Deshalb forderte die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 

23. September 2013 unter Inaussichtstellung einer Kürzung der 

Taggelder im Widerhandlungsfall auf, eine leidensadaptierte Tätigkeit 

aufzunehmen (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 103). Zum 

damaligen Zeitpunkt war die Beschwerdeführerin bereits knapp 65 Jahre 

alt und bezog eine AHV-Altersrente. Ob ihr die geforderte berufliche 

Neuorientierung unter diesen Umständen zumutbar war, erscheint höchst 

fraglich, zumal vorliegend mit den Taggeldern eine (grundsätzlich 

vorübergehende) Form von Versicherungsleistungen (so ausdrücklich 

Art. 90 Abs. 1 UVG) in Frage steht. 

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c) Selbst wenn dies jedoch bejaht werden würde und die 

Beschwerdeführerin mit knapp 65 Jahren verpflichtet werden könnte, eine 

neue berufliche Tätigkeit aufzunehmen, so darf ihr das in einer solchen 

Verweisungstätigkeit erzielbare Einkommen nur angerechnet werden, 

wenn es als überwiegend wahrscheinlich erscheint, dass sie die ihr 

verbliebene Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

verwerten kann. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt weist einen breiten 

Fächer möglicher Erwerbstätigkeiten auf und zeichnet sich durch ein 

Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage aus. Bezüglich dieses nicht 

dem realen Arbeitsmarkt entsprechenden theoretischen Gebildes darf 

eine Unverwertbarkeit der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit nicht 

leichthin angenommen werden. Wie es sich diesbezüglich verhält, ist 

rechtsprechungsgemäss unter Berücksichtigung des Alters der 

Versicherten zu prüfen, welches zusammen mit weiteren persönlichen 

und beruflichen Gegebenheiten die wirtschaftliche Verwertung der 

Arbeitskraft ausschliessen kann. Dabei lässt sich der Einfluss des 

Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, nicht nach einer 

allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des 

Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des 

Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, 

Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von 

Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein. Führt die 

Berücksichtigung dieser sowie anderer im Einzelfall massgeblicher 

Kriterien zum Schluss, dass es an der wirtschaftlichen Verwertung der 

Restarbeitsfähigkeit fehlt, ist die versicherte Person als arbeitsunfähig 

anzusehen (vgl. BGE 138 V 457 E.3.1; Urteile 9C_153/2011 vom 22. 

März 2012 E.3.1; 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E.4.2.2). 

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d) Werden diese Kriterien auf den vorliegenden Fall übertragen, so gelangt 

man zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin unter den vorliegenden 

persönlichen und beruflichen Gegebenheiten mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keinen Arbeitgeber mehr finden würde, der sie für eine 

geeignete Verweisungstätigkeit einstellen würde. Namentlich der 

Umstand, dass sie im massgebenden Zeitpunkt das ordentliche 

Pensionierungsalter bereits überschritten hatte, würde einen 

durchschnittlichen Arbeitgeber davon abhalten, die mit der Beschäftigung 

der Beschwerdeführerin verbundenen Risiken, wie krankheitsbedingte 

Ausfälle, berufliche Unerfahrenheit und altersbedingt geringe 

Anpassungsfähigkeit, einzugehen. Damit ist festzuhalten, dass selbst 

wenn eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit bejaht würde, diese mit 

Blick auf das fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin und die 

übrigen objektiven sowie subjektiven Umstände auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt werden würde. Ist aber die 

Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wirtschaftlich nicht 

verwertbar, ist die Beschwerdeführerin für den strittigen Zeitraum als zu 

100 % arbeitsunfähig einzustufen.

d) Was die Beschwerdegegnerin dagegen einwendet, vermag nicht zu 

überzeugen. Freilich ist bei der Bemessung der rentenbegründenden 

Invalidität das Alter der versicherten Person auszuklammern und die für 

den Anspruch massgebliche Beeinträchtigung unter Bezugnahme auf 

eine versicherte Person im mittleren Alter zu ermitteln. Dieses Vorgehen 

ist jedoch ausdrücklich in Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 UVV 

vorgeschrieben. Es kann nicht auf die dem Taggeld zugrundeliegende 

liegende Bestimmung der Arbeitsunfähigkeit übertragen werden, da in 

Sozialversicherungszweigen, die, wie die Unfallversicherung (Art. 1 

Abs. 1 UVG), in den Anwendungsbereich des ATSG fallen, die darin 

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enthaltenen Regelungen ohne ausdrückliche Kennzeichnung einer 

abweichenden Gesetzgebung grundsätzlich anzuwenden sind (UELI 

KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 2 N. 14). 

Für den Bereich der Taggelder bedeutet dies, dass bei der Bestimmung 

des Grads der Arbeitsunfähigkeit dem konkreten Alter der versicherten 

Person und den sich daraus ergebenden Schwierigkeiten bei der 

beruflichen Neuorientierung sowie der Suche nach einer Arbeitsstelle auf 

dem für sie in Frage kommenden Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen ist. 

Dass dieses Vorgehen, welches von dem für den Rentenbereich 

vorgeschriebenen abweicht, dazu führen kann, dass die nach 

Fallabschluss zugesprochene Rente niedriger ausfällt als das bis dahin 

bezogene Taggeld, hat der Gesetzgeber bewusst in Kauf genommen und 

darf vom Rechtsanwender nicht über eine analoge Anwendung von 

Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 28 Abs. 2 UVV korrigiert werden. Dies 

umso weniger, als Taggelder vorübergehende Leistungen sind, was eine 

etwas grosszügigere Herangehensweise zu rechtfertigen vermag (vgl. 

GABRIELA RIEMER-KAFKA, Urteil U 51/03 vom 29. Oktober 2003, in: SZS 

2004 S. 80). Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin im angefochtenen Einspracheentscheid zu Unrecht 

ein Einkommen aus einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit 

angerechnet.

4. Es bleibt zu prüfen, welche Taggelder die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin ausgehend von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im 

Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis zum 31. Dezember 2013 unter 

Berücksichtigung der bereits erbrachten Zahlungen schuldet und ob sie 

auf den ausstehenden Zahlungen Verzugszinsen zu entrichten hat. 

a) Grundlage für die Berechnung des Taggeldes ist, wie für die Rente, der 

versicherte Verdienst (Art. 15 Abs. 1 UVG), der im Umfang von 80 % 

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versichert ist. Massgebend für die Ermittlung des versicherten Verdiensts 

ist der vor dem zuletzt Unfall bezogene Lohn, einschliesslich allfälliger 

noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile. Im Übrigen wird das Taggeld 

nach der im Anhang 2 des UVV festgelegten Formel berechnet und ist für 

alle Tage, einschliesslich der Sonn- und Feiertage, auszurichten (Art. 25 

Abs. 1 UVV).

b) Die Beschwerdeführerin hat vor dem Unfall als Verwaltungssekretärin im 

Jahr Fr. 51'831.-- (13 x Fr. 3'987.--) verdient (Bg-act. 111 S. 8). 

Demzufolge steht ihr ein Taggeld von Fr. 113.60 (Fr. 51'831.-- : 365 x 

80 %) zu (vgl. auch beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 4.1). Für den 

Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2013 kann sie somit 

Taggelder im Betrag von Fr. 10'451.20 (92 x Fr. 113.60) beanspruchen. 

Von diesem Forderungsbetrag sind die von der Beschwerdegegnerin in 

diesem Zeitraum erbrachten Taggelder im Betrag von Fr. 6'794.20 in 

Abzug zu bringen (Bf-act. 4.1-4.4), womit die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin für den strittigen Zeitraum noch Taggelder in der 

Höhe von Fr. 3'657.-- schuldet. Insoweit erweist sich die vorliegende 

Beschwerde somit als begründet und die geforderten Taggelder sind 

zuzusprechen.

c) Hinsichtlich des im Weiteren begehrten Verzugszinses ist zu 

berücksichtigen, dass die Sozialversicherungen für ihre Leistungen nach 

Ablauf von 24 Monaten seit der Entstehung des Anspruchs, frühestens 

aber zwölf Monate nach dessen Geltendmachung Verzugszinsen 

schulden. Diese Regelung orientiert sich an der Auffassung, dass 

öffentlich-rechtliche Forderungen grundsätzlich zu verzinsen sind (KIESER, 

a.a.O., Art. 26 N. 17). Sie trägt jedoch dem Umstand Rechnung, dass 

Versicherungen einen bestimmten Zeitraum benötigen, um den 

Leistungsanspruch abzuklären. Während dieses Zeitraums, den der 

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Gesetzgeber auf mindestens zwölf Monate festgelegt hat, schulden sie 

keine Verzugszinsen (vgl. BGE 133 V 9 E.3.6). Wird gegen eine 

leistungsablehnende Verfügung eine Beschwerde eingereicht und zieht 

die Erhebung des Rechtsmittels eine Leistungszusprache nach sich, 

entfällt für die Spanne der gerichtlichen Beurteilung der Verzugszins 

allerdings nicht. Vielmehr hat der Versicherungsträger auch für diese 

Verzögerung einzustehen. Art. 26 Abs. 2 ATSG setzt nämlich kein dem 

Versicherungsträger vorwerfbares Verhalten voraus. Der Verzugszins 

dient vielmehr dem Ausgleich des Schadens, welcher der versicherten 

Person durch die Verzögerung entsteht (KIESER, a.a.O., Art. 26 N. 30). 

Gemäss Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) beträgt der Zinssatz 5 % 

im Jahr (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 26 N. 53).

d) Der strittige Taggeldanspruch ist frühestens am 1. Oktober 2013 

entstanden, dürfte jedoch gemäss Art. 19 Abs. 1 ATSG erst Ende Monat 

zur Zahlung fällig geworden sein (KIESER, a.a.O., Art. 19 N 10). Die 

Beschwerdegegnerin war demnach wohl verpflichtet, die erste Tranche 

der strittigen Taggelder Ende Oktober 2013 auszurichten. Sie schuldet 

folglich auf den ausstehenden Taggeldern erst nach Ablauf von 

24 Monaten, mithin frühestens ab Oktober 2015, Verzugszinsen. In dieser 

Beziehung erweist sich die vorliegende Beschwerde folglich als 

unbegründet.

5. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin 

der Beschwerdeführerin ausgehend von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit im strittigen Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 

31. Dezember 2013 Taggelder in der Höhe von Fr. 10'451.20 schuldet. 

Unter Berücksichtigung der bereits erbrachten Leistungen ist die 

Beschwerdegegnerin gehalten, der Beschwerdeführerin die geforderten 

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Taggelder im Betrag von Fr. 3'657.00 zu bezahlen. Insoweit erweist sich 

die Beschwerde als begründet, weshalb der angefochtene 

Einspracheentscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten ist, der Beschwerdegegnerin Taggelder in der genannten 

Höhe zu bezahlen. Soweit die Beschwerdeführerin darüberhinausgehend 

Verzugszins fordert, erweist sich die Beschwerde hingegen als 

unbegründet und ist abzuweisen.

6. a) Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist unter 

Vorbehalt vorliegend ausser Betracht fallender Ausnahmen kostenlos 

(Art. 61 lit. a ATSG). 

b) Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende 

Partei Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Diese sind vom 

Versicherungsgericht festzusetzen und ohne Rücksicht auf den Streitwert 

nach der Bedeutung der Streitsache sowie nach der Schwierigkeit des 

Prozesses zu bemessen. Zu den Parteikosten zählt in erster Linie die 

Entschädigung, welche die vertretene Partei dem für das gerichtliche 

Verfahren beigezogenen Rechtsvertreter schuldet. Der Rechtsvertreter 

der Beschwerdeführerin hat mit Honorarnote vom 29. Januar 2014 (Bf-

act. 6) ein Honorar, inkl. Barauslagen und MWST, von Fr. 4'653.70 

(Fr. 4'308.-- [16.60 Std. x Fr. 250.-- (Honorar) + Fr. 159.-- (Barauslagen)] 

x 1.08 [MWST]) geltend gemacht und dieses in der Replik vom 

19. Februar 2014 um Fr. 594.-- (2.2 Std. x Fr. 250.-- x 1.08 [MWST]) 

erhöht. Diese Gesamtforderung in der Höhe von Fr. 5'247.70 enthält 

jedoch zahlreiche Arbeiten und Auslagen, die das vorinstanzliche 

Verfahren betreffen und deshalb im vorliegenden Gerichtsverfahren nicht 

zu entschädigen sind. Werden die Arbeiten ab Zustellung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 20. Dezember 2013, mithin die 

ab dem 23. Dezember 2013 erbrachten Arbeiten, berücksichtigt, hat der 

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Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren 

insgesamt 8.7 Stunden (6.5 Std. + 2.2 Std.) aufgewendet. Ausgehend von 

einem Stundenhonorar von Fr. 250.-- und unter Einbezug der 

anteilsmässigen Barauslagen von Fr. 80.-- (1/2 von Fr. 159.--), schuldet 

die Beschwerdeführerin ihrem Rechtsvertreter als Entschädigung für die 

massgeblichen Arbeiten folglich Fr. 2'435.40 (Fr. 2'228.-- [Fr. 2'175.-- (8.7 

x Fr. 250.--] + Fr. 80.--) x 1.08 [MWST]). Vor diesem Hintergrund 

erscheint es angemessen, der weitgehend obsiegenden 

Beschwerdeführerin eine reduzierte aussergerichtliche Entschädigung 

von Fr. 2'200.--, inkl. Barauslagen und MWST, zuzusprechen und diese 

der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung aufzuerlegen.

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, der Einspracheentscheid 

vom 20. Dezember 2013 aufgehoben und die B._____ AG verpflichtet, 

A._____ für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2013 

weitere Taggelder im Betrag von Fr. 3'657.00 zu bezahlen. Im Übrigen 

erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen 

ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die B._____ AG ist verpflichtet, A._____ eine reduzierte 

aussergerichtliche Parteientschädigung im Betrag von Fr. 2'200.-- (inkl. 

MWST) zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]