# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b525989-d754-577c-8079-bd749d85cbcb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 13.09.2010 ZK1 2009 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2009-25_2010-09-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 13. September 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 09 25

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichterin Michael Dürst
RichterInnen Präsident Brunner und Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuar Engler

In der zivilrechtlichen Berufung

der Z., Klägerin 1, Berufungsklägerin 1 und Anschlussberufungsbeklagte 1,

des Y., Kläger 2, Berufungskläger 2 und Anschlussberufungsbeklagter 2, und

der E r b e n  X . :

▪ W., Kläger 3. Berufungskläger 3 und Anschlussberufungsbeklagter 3,

▪ V., Kläger 4, Berufungskläger 4 und Anschlussberufungsbeklagter 4,

▪ T., lägerin 5, Berufungsklägerin 5 und Anschlussberufungsbeklagte 5,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 
7000 Chur, 

sowie der Anschlussberufung

des S., Beklagter 1, Berufungsbeklagter 1 und Anschlussberufungskläger 1, und

des R., Beklagter 2, Berufungsbeklagter 2 und Anschlussberufungskläger 2,

beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Pierluigi Schaad, Quaderstrasse 8, 
7000 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts P l e s s u r  vom 17. März 2009, mitgeteilt am 22. 
Juni 2009, Proz. Nr. 110-2008-65,

Seite  2 — 21

betreffend Feststellung und Teilung eines Nachlasses/Ausgleichung

hat sich ergeben:

Seite  3 — 21

I. Sachverhalt

A.1. Q., geboren am 03. August 1917, war mit der am 30. November 1922 
geborenen P. verheiratet. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, nämlich X., 
geboren am 02. Juli 1944, S., geboren am 14. März 1946, Z., geboren am 22. 
September 1949, Y., geboren am 22. November 1950 und R., geboren am 22. 
März 1957. Als Q. am 16. Dezember 1990 starb, hinterliess er als Erben die eben 
genannten Personen, die Ehefrau und die fünf gemeinsamen Kinder. In der Folge 
wurde weder eine güterrechtliche Auseinandersetzung noch eine Erbteilung 
durchgeführt. Der letzte Wohnsitz des Erblassers war O..

Am 13. Juni 2005 starb X.. Er hinterliess als Erben seine Ehefrau E., geboren am 
03. Juli 1946, sowie die drei gemeinsamen Kinder, W., geboren am 27. Juni 1973, 
V., geboren am 21. Mai 1976, und T., geboren am 29. Dezember 1977. – Mit 
Vereinbarung vom 27./28./29. September 2008 trat E. ihren Erbanteil am Nachlass 
des Q. ihren drei Kindern als Schenkung ab. Die Eintragung im Grundbuch 
erfolgte am 30. September 2008.

Am 27. März 2007 starb P.. Als Erben hinterliess sie ihre vier noch lebenden 
Kinder sowie die drei Nachkommen des vorverstorbenen Sohnes X.. Ihren letzten 
Wohnsitz hatte die Erblasserin in O..

2. Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 05. Dezember 1977, der am 
gleichen Tag ins Liegenschaften- und Servitutenregister der Gemeinde O. 
eingetragen wurde, trat Q. seinem Sohn S. als Erbvorempfang die Parzelle Nr. 55 
Plan 5 (Wiese in N.) zu Eigentum ab. In diesem Zusammenhang bestimmt der 
Vertrag: „Der Anrechnungswert für dieses Grundstück beträgt Fr. 500.00. In der 
Höhe dieses Anrechnungswertes wird Herrn S. ein Erbvorempfang zuerkannt, 
welcher Betrag in der späteren Erbteilung des väterlichen Nachlasses gemäss Art. 
626 ff. ZGB auszugleichen ist.“

Im gleichen Vertrag trat Q. seinem Sohn X. als Erbvorempfang die Parzelle Nr. 70 
Plan 1 (Wiese im M.) zu Eigentum ab. In diesem Zusammenhang bestimmt der 
Vertrag: „Der Anrechnungswert für dieses Grundstück beträgt Fr. 100.00. In der 
Höhe dieses Anrechnungswertes wird Herrn X. ein Erbvorempfang zuerkannt, 
welcher Betrag in der späteren Erbteilung des väterlichen Nachlasses gemäss Art. 
626 ff. ZGB auszugleichen ist.“

Am 17. Januar 1983 schloss Q. mit seinem Sohn R. einen öffentlich 
beurkundeten, am gleichen Tag ins Liegenschaften- und Servitutenregister der 
Gemeinde O. eingetragenen Vertrag, wonach er ihm als Erbvorbezug von der 

Seite  4 — 21

Parzelle Nr. 26 Plan 5 (Wiese L.) ein Teilstück von 680 m2 zu Eigentum abtrat, 
welches in der Folge als neue Parzelle Nr. 110 Plan 5 geführt wurde. Der Vertrag 
bestimmt unter anderem: „Der Anrechnungswert beträgt pauschal und fest Fr. 
5000.00. In der Höhe dieses Betrages wird Herrn R. ein zinsloser Erbvorbezug 
zuerkannt, welcher bei der späteren Teilung des väterlichen Nachlasses zur 
Ausgleichung zu bringen ist.“

Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 31. Juli 1985, der am gleichen Tag 
ins Liegenschaften- und Servitutenregister der Gemeinde O. eingetragen wurde, 
erwarb R. von seinem Vater Q. zum Preis von Fr. 25'000.00 die Parzelle Nr. 72 
Plan 4 (Stall  mit Gebäudegrundfläche und Hofraum). Der Vertrag enthält den 
Vermerk, dass sich der Verkehrswert der Liegenschaft laut der amtlichen 
Schätzung vom 26. Oktober 1984 auf Fr. 50'000.00 belaufe.

Am 20. August 1986 schloss Q. mit seinem Sohn S. einen öffentlich 
beurkundeten, am gleichen Tag ins Liegenschaften- und Servitutenregister der 
Gemeinde O. eingetragenen Vertrag, wonach er ihm auf Rechnung künftiger 
Erbschaft das Grundstück Nr. 26 Plan 5 (Wiese L.) zu Eigentum abtrat. Der 
Vertrag bestimmt unter anderem: „Der Anrechnungswert beträgt pauschal und fest 
Fr. 5000.00. In der Höhe dieses Betrages wird Herrn S. ein zinsloser Erbvorbezug 
zuerkannt, welcher bei der späteren Teilung des väterlichen Nachlasses zur 
Ausgleichung zu bringen ist.“

B. Am 09. September 2008 hatten Z., Y., E., W., V. und T. in Bezug auf den 
Nachlass des Q. sowie Z., Y., W., V. und T. in Bezug auf den Nachlass der P. 
beim Kreispräsidenten Schanfigg als Vermittler eine gegen S. und R. gerichtete 
Teilungs- und Ausgleichungsklage anhängig gemacht. An der 
Vermittlungsverhandlung vom 24. September 2008 stellten sie dann laut dem 
Leitschein vom 30. September 2008 die folgenden Anträge:

Rechtsbegehren der Kläger

A) Nachlass des Q., geb. 03.08.1917, gest. 16.12.
1990 / Ausgleichung

1. Feststellung des Nachlasses des Q., geb. 03.08.
1917, gest. 16.12.1990, unter Berücksichtigung sämtlicher Vorbezüge.

2. Die Erben seien zu verpflichten, sämtliche erhaltenen Vorempfänge 
zur Ausgleichung zu bringen.

So seien insbesondere folgende Verträge der Ausgleichung, eventuell 
der Herabsetzung zu unterstellen:

a) Kaufvertrag zwischen Q. und R. über Parzelle 72 / Plan 4 in der 
Gemeinde O. vom 31.07.1985.

Seite  5 — 21

b) Abtretungsvertrag zwischen Q. und R. vom 17. Januar 1983 über 
ca. 680 m2 Wiesland L. ab Parzelle 26 / Plan 5 in der Gemeinde 
O..

c) Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft zwischen Q. 
und S. über Grundstück Nr. 26 / Plan 5 in der Gemeinde O. vom 
20.08.1986.

d) Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft zwischen Q. 
und S. über Parzelle 55 / Plan 5, Wiese N..

e) Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft zwischen Q. 
und Christian Sprecher über Parzelle 70 Plan 1, Wiese im M..

Die Beklagten seien zu verpflichten, entweder den effektiven Wert 
dieser Grundstücke zur Ausgleichung zu bringen oder die erworbenen 
Grundstücke in den Nachlass einzuwerfen.

3. Feststellung der Erbquoten und Erbtreffnisse der Erben.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

B) Nachlass der P., geb. 30.11.1922, gest. 27.03.2007

1. Feststellung des Nachlasses der P., geb. 30.11.1922, gest. 
27.03.2007, unter Berücksichtigung sämtlicher Vorbezüge

2. Die Erben seien zu verpflichten, sämtliche erhaltenen Vorempfänge 
zur Ausgleichung zu bringen.

3. Feststellung der Erbquoten und Erbtreffnisse der Erben.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Rechtsbegehren der Beklagten

1. Feststellung und rechnerische Teilung der Nachlässe der Eheleute Q. 
sel., geboren am 03.08.1917, gestorben am 16.12.1990, und P. sel., 
geboren am 30.11.1922, gestorben am 27.03.2007, beide wohnhaft 
gewesen in O..

2. Soweit die Kläger mehr verlangen, sei die Klage abzuweisen.

3. Alles unter kreisamtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher 
Kostenfolge, diese zuzüglich 7.6 % Mehrwertsteuer, zu Lasten der 
Kläger.

C. Mit Prozesseingabe vom 17. Oktober 2008 unterbreiteten Z., Y., W., V. und 
T. die Streitsache dem Bezirksgericht Plessur, wobei sie an ihren Rechtsbegehren 
gemäss Leitschein weitgehend festhielten. Aufgegeben wurde einzig der Antrag, 
es seien die von der Ausgleichungspflicht betroffenen Verträge eventuell der 
Herabsetzung zu unterstellen.

In ihrer Prozessantwort vom 18. November 2008 bestätigten auch die Beklagten 
ihr ursprüngliches Rechtsbegehren.

Es wurde kein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt.

Seite  6 — 21

D. Mit Urteil vom 17. März 2009, mitgeteilt am 22. Juni 2009, erkannte das 
Bezirksgericht Plessur:

„1. Der Nachlass des Ehepaares Q. und P. wird wie folgt festgestellt:

a) Grundstücknummer 71, Plannummer 1, Liegenschaft in der 
Gemeinde O., Rain, Einfamilienhaus (Assek-Nr. 1A) und Garage 
(Assek-Nr. 1A-A) an der O.strasse, Gebäudegrundfläche und 
Umschwung mit einer Fläche von 442 m2.
Die Liegenschaft weist einen Wert von CHF 220'000.00 auf. Bei 
einem allfälligen Verkauf wird der daraus effektiv erzielte Erlös als 
massgebender Wert eingesetzt. Zusätzlich ist die auf der 
Liegenschaft lastende Hypothek von CHF 22'000.00 in Abzug zu 
bringen.

b) Grundstücknummer 150, Plannummer 3, Liegenschaft in der 
Gemeinde O., K., Wiese und Wald mit einer Fläche von 15'862 m2.
Die Parzelle weist einen Wert von CHF 31'772.00 auf.

c) Grundstücknummer 215, Plannummer 5, Liegenschaft in der 
Gemeinde O., I., Wiese mit einer Fläche von 8'655 m2.
Die Parzelle weist einen Wert von CHF 500.00 auf.

d) Grundstücknummer 217, Plannummer 5, Liegenschaft in der 
Gemeinde O., I., Wiese mit einer Fläche von 12'358 m2.
Die Parzelle weist einen Wert von CHF 500.00 auf.

e) Grundstücknummer 220, selbständiges und dauerndes Baurecht 
auf einer Fläche von 16m2 in der Gemeinde O., gültig bis am 1. 
Dezember 2058, I., H., belastetes Grundstück: 236 (Liegenschaft).
Dieses Baurechtsgrundstück hat keinen Wert.

f) Grundstücknummer 240, selbständiges und dauerndes Baurecht 
auf einer Fläche von 48m2 in der Gemeinde O., gültig bis am 28. 
Mai 2079, G., Jagdhütte (Assek-Nr. 55), F., belastetes Grundstück: 
236 (Liegenschaft).
Dieses Baurechtsgrundstück hat einen Wert von CHF 28'800.00.

g) Sparkonto bei der Graubündner Kantonalbank.
Das Konto weist einen Wert von ungefähr CHF 20'000.00 auf

h) Schneeschleuder im Wert von CHF 2'000.00.

i) Folgendes Mobiliar und Inventar gehört zum Nachlass: ein Fauteuil, 
ein Buffet, ein Tisch, eine Eckbank, drei Stabellen, drei Sitzkissen, 
zwei Couch Föhre.
Der Wert dieses Mobiliars und Inventars beträgt insgesamt CHF 
4'000.00.

2. Folgende ausgleichungspflichtige Vorempfänge sind zum Nachlass zu 
zählen:

a) R. hat die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung zufolge 
Erbvorbezug vom 17. Januar 1983 übertragene Liegenschaft 
(Parzelle 26, Plan 5) im Betrag von CHF 5'000.00 sowie die mit 

Seite  7 — 21

Kaufvertrag vom 31. Juli 1985 erworbene Liegenschaft (Parzelle 72, 
Plan 4) im Betrag von CHF 25'000.00 zur Ausgleichung zu bringen.

b) S. ist für die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung infolge 
Erbvorempfang vom 5. Dezember 1977 bezogene Liegenschaft 
(Parzelle 55, Plan 5) im Betrag von CHF 500.00 und für das mit 
Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft vom 20. 
August 1986 übertragene Grundstück (Parzelle 26, Plan 5) im 
Betrag von CHF 5'000.00 ausgleichungspflichtig.

c) Die Erben von X., namentlich W., V. und T., haben die mit Vertrag 
auf Eigentumsübertragung infolge Erbvorempfang vom 5. 
Dezember 1977 übereignete Liegenschaft (Parzelle 70, Plan 1) im 
Betrag von CHF 100.00 auszugleichen.

3. Die Erbquoten der einzelnen Erben lauten wie folgt:

a) S., geb. am 14. März 1946: 1/5

b) Z., geb. am 22. September 1949: 1/5

c) Y., geb. am 22. November 1950: 1/5

d) R., geb. am 22. März 1957: 1/5

e) W., geb. am 27. Juni 1973: 1/15

f) V., geb. am 21. Mai 1976 1/15

g) T., geb. am 29. Dezember 1977: 1/15

4. Die Kosten des Kreisamtes Schanfigg von CHF 200.00 sowie die 
Kosten des Bezirksgerichts Plessur von CHF 7'873.00 
(Gerichtsgebühren CHF 5'500.00, Schreibgebühren CHF 492.00, 
H.bühren CHF 381.00, Streitwertzuschlag CHF 1'500.00) gehen zu ⅔, 
d.h. CHF 5'248.65, zu Lasten der Kläger und zu ⅓, d.h. CHF 2'624.35, 
zu Lasten der Beklagten.
Die Kläger haben die Beklagten ausseramtlich mit CHF 3'278.20 (inkl. 
Barauslagen und 7.6 % MWST) zu entschädigen.

5. Mitteilung an: ….“

E. Mit Eingabe vom 08. Juli 2009 liessen die Kläger Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden erklären, wobei sie die folgenden Begehren 
stellten:

„1. Die Ziffern 2 lit. a und lit. b, soweit sie die Verträge auf 
Eigentumsübertragung zufolge Erbvorbezug vom 17. Januar 1983 
resp. 20. August 1986 betreffen, sowie Ziff. 4 des angefochtenen 
Urteils des Bezirksgerichtes Plessur seien aufzuheben.

 2. a) R. habe die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung zufolge 
Erbvorbezug vom 17. Januar 1983 übertragene Liegenschaft 
(Parzelle 26, Plan 5) im Betrag von Fr. 29'300.00, allenfalls einem 
Betrag nach richterlichem Ermessen, sowie die mit Kaufvertrag vom 
31. Juli 1985 erworbene Liegenschaft (Parzelle 72, Plan 4) im 
Betrag von Fr. 25'000.00 zur Ausgleichung zu bringen.

Seite  8 — 21

     b) S. sei für die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung infolge 
Erbvorempfang vom 5. Dezember 1977 bezogene Liegenschaft 
(Parzelle 55, Plan 5) im Betrag von Fr. 500.00 und für das mit 
Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft vom 20. August 
1986 übertragene Grundstück (Parzelle 26, Plan 5) im Betrag von 
Fr. 29'047.00, allenfalls nach richterlichem Ermessen 
ausgleichungspflichtig.

 3. Die Kosten des Kreisamtes Schanfigg von Fr. 200.00 sowie die Kosten 
des Bezirksgerichtes Plessur von Fr. 7'873.00 seien den Beklagten 
aufzuerlegen, welche die Kläger aussergerichtlich mit Fr. 10'000.00 zu 
entschädigen haben.

 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zu 
Lasten der Berufungsbeklagten.“

F. Am 23. Juli 2009 liessen die Beklagten Anschlussberufung einreichen und 
beantragen:

„1. In Ziff. 2 lit. a des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei die 
Anordnung, wonach R. die mit Kaufvertrag vom 31. Juli 1985 
erworbene Liegenschaft (Parzelle 72, Plan 4) im Betrag von Fr. 
25'000.00 zur Ausgleichung zu bringen habe, aufzuheben. Das 
Begehren der Kläger bezüglich Ausgleichungspflicht für diese 
Liegenschaft sei abzuweisen.

 2. In Abänderung von Ziff. 4 des Dispositivs seien die Kosten des 
Kreisamtes Schanfigg von Fr. 200.00 sowie die Kosten des 
Bezirksgerichts Plessur von Fr. 7'873.00 vollumfänglich den Klägern 
aufzuerlegen, welche überdies zu verpflichten seien, die Beklagten 
ausseramtlich mit insgesamt Fr. 9'834.65 zu entschädigen.

 3. Die Berufung der Kläger sei vollumfänglich abzuweisen.

 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (diese zuzüglich 7,6 % 
Mehrwertsteuer) für das Verfahren vor Kantonsgericht zu Lasten der 
Berufungskläger.“

G. Mit Verfügung vom 10. August 2009 ordnete die Vorsitzende der I. 
Zivilkammer die Durchführung des schriftlichen Berufungsverfahrens an (Art. 224 
Abs. 2 ZPO).

In ihrer Berufungsbegründung vom 28. September 2009 bestätigten die Kläger die 
mit der Berufungserklärung gestellten Anträge. V. und T. liessen dabei vorbringen, 
dass sie sich am Verfahren vor Kantonsgericht nicht mehr beteiligen und sich dem 
Urteil, wie immer es auch ausfallen möge, unterziehen würden.

Die Beklagten hielten in ihrer Berufungsantwort und 
Anschlussberufungsbegründung vom 12. Oktober 2009 sämtliche Begehren ihrer 
Anschlussberufungserklärung aufrecht, desgleichen den ebenfalls bereits 
gestellten Antrag auf Abweisung des gegnerischen Rechtsmittels.

Seite  9 — 21

In ihrer Anschlussberufungsantwort vom 13. November 2009 bestätigten die noch 
am Verfahren beteiligten Kläger ihre Berufungsbegehren. Ausserdem beantragten 
sie, es sei die Anschlussberufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
abzuweisen.

Auf die näheren Ausführungen im angefochtenen Urteil und in den Eingaben ans 
Kantonsgericht wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Seite  10 — 21

II. Erwägungen

1. Für die Beurteilung erbrechtlicher Klagen, zu denen unter anderen jene auf 
Feststellung und Teilung des Nachlasses sowie jene auf Ausgleichung von Erb-
vorempfängen gehören (vgl. NICOLAS VON WERDT, Gerichtsstandsgesetz, 
Kommentar, 2. Aufl., Bern 2005, Art. 18 GestG, N. 8, 13 und 15), sind die Gerichte 
am letzten Wohnsitz der Erblasserin oder des Erblassers zuständig. Im 
vorliegenden Fall ist dies O., eine zum Bezirk Plessur gehörende Gemeinde. 
Damit durfte die Vorinstanz ihre örtliche Zuständigkeit bejahen.

Da die Auseinandersetzung überdies vermögensrechtlicher Natur ist und der 
Streitwert angesichts des Prozessthemas (Feststellung und Bewertung der 
gesamten Nachlässe von Q. und P.) offenkundig weit über Fr. 8'000.00 lag, war 
auch die sachliche Zuständigkeit des Bezirksgerichts Plessur gegeben (Art. 19 
Ziff. 1 ZPO). Dem wäre, wie die Ausführungen im übernächsten Absatz zeigen, 
selbst dann so, wenn einzig jene Posten, welche von den ausgleichungspflichtigen 
Vorempfängen handeln, als für die Streitwertberechnung massgeblich angesehen 
würden.

Da der umstrittene Betrag im Zeitpunkt, als das erstinstanzliche Urteil gefällt 
wurde, die Grenze von Fr. 8'000.00 noch immer überstieg, unterliegt die 
Streitsache gemäss Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 ZPO der 
Berufung an das Kantonsgericht. Auf das innert Frist ergriffene und den 
gesetzlichen Formerfordernissen entsprechende Rechtsmittel (Art. 219 Abs. 1 
ZPO) kann deshalb eingetreten werden. Gleiches gilt für die Anschlussberufung. – 
Die Beurteilung erfolgt dabei durch die I. Zivilkammer (Art. 2 KGV in Verbindung 
mit Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV).

Im Hinblick auf einen allfälligen Weiterzug des vorliegenden Urteils an das schwei-
zerische Bundesgericht und die Verpflichtung, das Dispositiv mit einer 
Rechtsmittelbelehrung zu versehen, ist schliesslich noch festzuhalten (Art. 112 
Abs. 1 lit. d BGG in Verbindung mit Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG), dass der für die 
Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Streitwert von mindestens Fr. 30'000.00 
angesichts der vor Kantonsgericht noch umstrittenen Ausgleichungsbeträge nach 
wie vor deutlich übertroffen wird. So verlangen die Berufungskläger in Bezug auf 
die Vereinbarung vom 17. Januar 1983 eine Erhöhung des zur Ausgleichung zu 
bringenden Betrages von Fr. 5'000.00 gemäss angefochtenem Urteil auf Fr. 
29'300.00 und hinsichtlich der Übereinkunft vom 20. August 1986 statt der von der 
Vorinstanz festgelegten Fr. 5'000.00 einen Anstieg auf Fr. 29'047.00, während die 

Seite  11 — 21

Anschlussberufungskläger erreichen wollen, dass in Zusammenhang mit dem 
Vertrag vom 31. Juli 1985 abweichend von der vorinstanzlichen Regelung 
keinerlei Ausgleichung zu erfolgen habe, die dort genannten Fr. 25'000.00 also 
ausser Betracht zu fallen hätten.

2. Nach dem Tod des am Nachlass seines Vaters Q. beteiligten X. haben 
seine Ehefrau sowie die gemeinsamen Kinder W., V. und T. seine Rechtsstellung 
eingenommen. Ende September 2008 trat dann E. ihren Anteil am Nachlass des 
Schwiegervaters zu gleichen Teilen schenkungsweise ihren drei Kindern ab, und 
zwar entsprechend der Vorgabe von Art. 635 Abs. 1 ZGB in einer schriftlichen 
Vereinbarung. Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat (vgl. angefochtenes 
Urteil Erw. 5), ist damit E. mangels einer gegenteiligen Abmachung aus der 
Erbengemeinschaft Q. ausgeschieden (vgl. PETER C. SCHAUFELBERGER / KATRIN 
KELLER, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 3. Aufl., Basel 2007, Art. 635 ZGB 
N. 12) und sie wurde deshalb folgerichtig bereits im erstinstanzlichen 
Rechtsschriftenwechsel in diesem Zusammenhang nicht mehr als Erbin geführt. 
Am Nachlass von P., die ihren Sohn X. überlebt hat, war E. hingegen nie beteiligt. 
An die Stelle dieses vorverstorbenen Sohnes traten vielmehr einzig seine 
Nachkommen (Art. 457 Abs. 3 ZGB), jene der nächsten Generation, seine drei 
Kinder W., V. und T. (vgl. DANIEL STAEHELIN, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 
3. Aufl., Basel 2007, Art. 457 ZGB N. 6).

Mit dem Ausscheiden von E. Ende September 2008 aus der genannten 
Erbengemeinschaft waren fortan an den beiden hier interessierenden Nachlässen, 
jenem von Q. und jenem von P., dieselben Personen beteiligt, einmal die vier noch 
lebenden Kinder des Erblassers und der Erblasserin (die Tochter Z. sowie die 
Söhne Y., S. und R.) und ausserdem wie eben gesehen W., V. und T., die beiden 
Söhne und die Tochter des verstorbenen X.. Angesichts dieser Begebenheit 
waren sich die Parteien bereits im vorinstanzlichen Verfahren darin einig, dass die 
Nachlässe des Q. und der P. nicht auseinander gehalten werden müssten, 
sondern als Einheit behandelt werden dürften, mit der Folge, dass die der 
Ermittlung des väterlichen bzw. grossväterlichen Nachlasses vorausgehende 
güterrechtliche Auseinandersetzung unterbleiben könne. Das Bezirksgericht 
Plessur ist ihnen hierin gefolgt, und es sind die Parteien darauf im 
Weiterzugsverfahren vor Kantonsgericht zu Recht nicht mehr zurückgekommen.

3. Nicht länger Prozessthema ist mangels Anfechtung die Zusammensetzung 
und die Bewertung jenes Teils des Gesamtnachlasses, der unter Ziff. 1 lit. a – lit. i 

Seite  12 — 21

des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs aufgelistet ist, desgleichen die auf die 
einzelnen Erben entfallenden Quoten, wie sie das Bezirksgericht Plessur unter 
Ziff. 3 lit. a – lit. g seines Urteilsdispositivs festgehalten hat. Nach wie vor 
umstritten ist hingegen, ob bzw. in welcher Höhe bestimmte Zuwendungen durch 
die Empfänger ausgeglichen werden müssen (Ziff. 2 lit. a – lit. c des 
erstinstanzlichen Urteilsdispositivs), wobei auch hier einzelne Anordnungen des 
Bezirksgerichts Plessur unbeanstandet blieben, nämlich die Verpflichtung von S., 
den Erbvorempfang vom 05. Dezember 1977 (Parzelle Nr. 55 Plan 5) mit Fr. 
500.00 auszugleichen, sowie die Verpflichtung von W., V. und T., für den 
Erbvorempfang ihres Vaters vom 05. Dezember 1977 (Parzelle Nr. 70 Plan 1) eine 
Ausgleichszahlung von Fr. 100.00 zu entrichten. Angefochten wurde hingegen die 
Behandlung jener Erbvorbezüge, welche bereits oben in Zusammenhang mit den 
Ausführungen zum Streitwert (Erw. 1 Abs. 4) erwähnt wurden; der Vorempfang 
vom 17. Januar 1983 (Teilstück von Parzelle Nr. 26 = Parzelle Nr. 110 Plan 5, R.), 
jener vom 31. Juli 1985 (Parzelle Nr. 72 Plan 4, R.) sowie jener vom 20. August 
1986 (Parzelle Nr. 26 Plan 5, S.). Darauf wird zurückzukommen sein.

In Bezug auf jene Abtretungen von Grundeigentum, bei denen der 
auszugleichende Anrechnungswert auf Fr. 5'000.00 festgelegt worden war 
(Verträge vom 17. Januar 1983 und vom 20. August 1986), hatten die Beklagten 
im erstinstanzlichen Schriftenwechsel beantragt, zur Beweisaussage zugelassen 
zu werden. An der mündlichen Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Plessur 
hielten sie dieses Begehren aufrecht, drangen damit aber nicht durch. Im 
Berufungsverfahren vor Kantonsgericht kamen R. und S. darauf nicht mehr 
zurück, so dass es mit der Abweisung ihres Antrags durch die Vorinstanz sein 
Bewenden hat.

4. Der Anspruch auf Ausgleichung von Erbvorbezügen kann Gegenstand 
eines eigenen Verfahrens sein oder aber, wie es hier geschehen ist, als 
eigenständiges Begehren in den Erbteilungsprozess einbezogen werden (vgl. 
ROLANDO FORNI /GIORGIO PIATTI, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 3. Aufl., 
Basel 2007, Art. 626 ZGB N. 20). Aktivlegitimiert, eine solche erbrechtliche Klage 
anzuheben, ist jeder einzelne Erbe, während alle übrigen, nicht auf der Klägerseite 
auftretenden Miterben als Beklagte ins Recht zu fassen, also passivlegitimiert 
sind; sie bilden eine notwendige Streitgenossenschaft (vgl. 
SCHAUFELBERGER/KELLER, a. a. O., Art. 602 ZGB N. 29, Art. 604 ZGB N. 16 ff.; 
CRISTINA VON HOLZEN, Die Streitgenossenschaft im schweizerischen Zivilprozess, 
Basler Studien zur Rechtswissenschaft, Reihe A: Privatrecht, Basel 2006, S. 119 

Seite  13 — 21

f.). Soll ein gerichtliches Teilungsurteil angefochten werden, kann dies dazu 
führen, dass Erben, die vor der Vorinstanz noch auf der Klägerseite prozessiert 
haben und die das erstinstanzliche Urteil hinzunehmen gewillt sind, nunmehr im 
Weiterzugsverfahren als Beklagte zu behandeln sind (vgl. 
SCHAUFELBERGER/KELLER, a. a. O., Art. 604 ZGB N. 17). Der Grundsatz, dass bei 
Teilungsklagen sämtliche Erben als Partei in Erscheinung zu treten haben, wird 
freilich insoweit abgeschwächt, als einzelne Erben sich der Verpflichtung, am 
Prozess teilzunehmen, dadurch entledigen können, dass sie sich gegenüber dem 
Gericht (in einer sogenannten Abstandserklärung) von vornherein dahin äussern, 
sie würden das Urteil, wie immer es auch ausfallen möge, als für sie verbindlich 
anerkennen (vgl. BGE 100 II 440 E. 1 S. 441; SCHAUFELBERGER/KELLER, a. a. O., 
Art. 604 ZGB N. 17; GEORG LEUCH / OMAR MARBACH / FRANZ KELLERHALS / MARTIN 
STERCHI, Die Zivilprozessordnung für den Kanton Bern, Kommentar samt einem 
Anhang zugehöriger Erlasse, 5. Aufl., Bern 2000, Art. 39 ZPO N. 2.b; 
FRANK/STRÄULI/MESSMER, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. 
Aufl., Zürich 1997, § 39 ZPO N. 10; Amtsbericht über die Rechtspflege im Kanton 
Obwalden 2000-2001 Nr. 18 S. 83).

Die gleichen Erben, welche im Verfahren vor Bezirksgericht Plessur als Kläger 
aufgetreten waren (Z., Y., W., V. und T.), haben dessen Urteil mit Berufung 
angefochten (Erklärung vom 08. Juli 2009, Begründung vom 28. September 
2009). Wie zuvor bereits mit ihrer Klage wandten sie sich mit ihrem Rechtsmittel 
gegen die zwei restlichen Miterben, S. und R., die ihrerseits mit ihrer 
Anschlussberufung (Erklärung vom 23. Juli 2009, Begründung vom 12. Oktober 
2009) die fünf Kläger als Anschlussberufungsbeklagte ins Recht fassten. Insoweit 
besteht nach dem Gesagten also keinerlei Veranlassung, die Sachlegitimation der 
am vorliegenden Weiterzugsverfahren beteiligten Personen in Zweifel zu ziehen. – 
Hieran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass V. und T. in ihrer 
schriftlichen Berufungsbegründung vom 28. September 2009 ausdrücklich den 
Abstand vom Prozess erklärten, mit der ergänzenden Bemerkung, sie würden sich 
am Verfahren vor Kantonsgericht nicht mehr beteiligen, dessen Urteil aber 
akzeptieren, wie immer es auch ausfalle. Diese Äusserung, sich dem durch die 
Weiterzugsinstanz zu erlassenden Entscheid unbesehen des noch ungewissen 
Ergebnisses unterziehen zu wollen, ist vorbehaltlos erfolgt und erweist sich auch 
sonst als hinreichend klar; sie genügt also den an sie zu stellenden Anforderungen 
(vgl. VON HOLZEN, a. a. O., S. 153; ANNETTE SPYCHER, Prozessuales zur Erbteilung 
und zur Erbteilungsklage, in Schriften INR 2, Ausgewählte Aspekte der Erbteilung, 
Bern 2005, S. 34; BARBARA MERZ, Die Praxis zur thurgauischen 

Seite  14 — 21

Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Bern 2007, § 254 N. 3). Sie muss von der 
angerufenen Instanz beachtet werden, erlaubt den Erklärenden, im weiteren 
Verlauf des Prozesses abseits zu stehen, und verbietet es, die Klage bzw. hier 
das Rechtsmittel wegen fehlender Aktiv- oder Passivlegitimation abzuweisen (vgl. 
BGE 100 II 440 S. 442, 136 III 123 Regeste und E. 4.4.1 S. 128; SPYCHER, a. a. 
O., S. 34; VON HOLZEN, a. a. O., S. 153).

5. Unentgeltliche Zuwendungen zu Lebzeiten des Erblassers (insbesondere 
Schenkungen) sind von den gesetzlichen Erben auszugleichen, wenn die 
Vermögensverschiebung auf Anrechnung an ihren Erbanteil erfolgt ist (Art. 626 
Abs. 1 ZGB). Auch ohne eine solche Anordnung des Erblassers haben dessen 
Nachkommen gemäss Art. 626 Abs. 2 ZGB unter anderem jene unentgeltlichen 
Zuwendungen auszugleichen, denen wie der Abtretung von Grundstücken von 
erheblichem Wert Ausstattungscharakter zukommt, die also zum Zweck der 
Existenzbegründung, der Existenzsicherung oder der Existenzverbesserung des 
Empfängers erfolgt sind (vgl. BGE 131 III 49 Erw. 4.1.2 S. 55). Die auf die 
Gleichbehandlung der Erben gerichteten Bestimmungen über die Ausgleichung 
sind freilich dispositiver Natur. So kann der Erblasser den Empfänger einer 
unentgeltlichen Zuwendung ganz oder teilweise von der Ausgleichungspflicht 
entbinden, wofür es in den Fällen von Art. 626 Abs. 2 ZGB einer ausdrücklichen 
Erklärung bedarf. 
Ebenso kann er entgegen der Regelung von Art. 630 Abs. 1 ZGB, wonach die 
Ausgleichung nach dem Wert der Zuwendung zur Zeit des Erbganges oder bei 
einer vorher veräusserten Sache nach dem hierbei erzielten Erlös erfolge, eigene, 
vom Gesetz abweichende Vorschriften in Bezug auf die Bestimmung des 
Anrechnungswertes aufstellen oder ihn bereits konkret (ziffernmässig) festlegen 
(vgl. BGE 131 III 49 Erw. 4.2 S. 55; Urteil des Bundesgerichts 5C.60/2003 vom 07. 
Mai 2003 Erw. 3.1).

a) Sowohl die Abtretung eines Teilstücks der Parzelle Nr. 26 Plan 5 des 
Liegenschaften- und Servitutenregisters der Gemeinde O. (= die neue Parzelle Nr. 
110 Plan 5) durch den späteren Erblasser Q. an seinen Sohn R. (Vertrag vom 17. 
Januar 1983) wie die Abtretung der Restparzelle Nr. 26 Plan 5 an seinen weiteren 
Sohn S. (Vertrag vom 20 August 1986) erfolgten, wie zu Recht unbestritten 
geblieben ist, unentgeltlich. In keinem der beiden Verträge wurde ein Kaufpreis 
oder eine sonst wie geartete Gegenleistung vereinbart. Vielmehr wurde 
ausdrücklich festgehalten, dass es sich um einen zinslosen Erbvorbezug handle, 
der, wie ebenso unmissverständlich erklärt wurde, bei der künftigen Teilung des 

Seite  15 — 21

väterlichen Nachlasses ausgeglichen werden müsse. Es geht also bei den 
genannten Geschäften um zu Lebzeiten des Erblassers getroffene, unentgeltliche, 
der Ausgleichung nach Art. 626 Abs. 1 ZGB unterliegende Zuwendungen. Damit 
kann offen bleiben, ob der gegenüber Nachkommen vorgenommenen Abtretung 
von Grundeigentum Ausstattungscharakter zukommt, was – wäre dem so – zur 
Folge hätte, dass die Ausgleichung auch gestützt auf Art. 626 Abs. 2 ZGB Pflicht 
wäre.

Die Parteien liessen es in den genannten Verträgen nicht mit der abstrakten 
Erklärung bewenden, dass der Erbvorbezug (die Abtretung der beiden 
Grundstücke auf Rechnung künftiger Erbschaft) ausgleichungspflichtig sei. 
Vielmehr bestimmten sie einen ausdrücklich als solchen bezeichneten 
Anrechnungswert, der für beide  Geschäfte konkret mit je Fr. 5'000.00 beziffert 
wurde. Dies kann in Verbindung mit der weiteren Bemerkung, es handle sich 
hierbei um einen festen Pauschalbetrag, vernünftigerweise nur so verstanden 
werden, dass der auszugleichende Anrechnungswert keiner abweichenden 
Berechnung zugänglich und unbesehen der Entwicklung der Bodenpreise 
unabänderlich, also ein für allemal verbindlich festgelegt sein soll (vgl. 
FORNI/PIATTI, a. a. O., Art. 630 ZGB N. 1; Urteil des Bundesgerichts 5C.60/2003 
vom 07. Mai 2003 Erw. 3.2.1). Damit sind die beiden Beklagten von weiteren, den 
Betrag von je Fr. 5'000.00 übersteigenden Ausgleichungspflichten befreit.

Unter Hinweis darauf, dass die mit Verträgen vom 17. Januar 1983 bzw. 20. 
August 1986 auf R. und S. übergegangenen Grundstücke im Zeitpunkt der 
Abtretung einen Verkehrswert von je mindestens Fr. 25'000.00 aufgewiesen 
hätten, machen die Kläger geltend, dass Vereinbarungen mit einem derartigen 
Missverhältnis zwischen Anrechnungs- und Verkehrswert für sie unverbindlich 
seien. Dem ist nicht beizupflichten. Käme den Miterben, die nicht zu den 
Begünstigten einer unentgeltlichen Zuwendung gehören, eine Art Vetorecht zu, 
würde dies dem Grundsatz widersprechen, dass im Bereich der Ausgleichung 
dem Willen des Erblassers die entscheidende Bedeutung zukommt, und es 
würden die Regeln über die Ausgleichung ihrer dispositiven Natur beraubt, mit der 
Folge, dass ein deutlich unter dem Verkehrswert liegender Anrechnungswert gar 
nicht erst verbindlich angeordnet werden könnte. Ebenso wenig etwas zu ihren 
Gunsten ableiten können die Kläger aus den von ihnen angerufenen Urteilen des 
Bundesgerichts (BGE 84 II 338) sowie des Kantonsgerichts von Graubünden (ZF 
46/92). Im Gegensatz zu den hier interessierenden Geschäften fand sich dort 
keine abschliessende Festlegung eines zur Ausgleichung zu bringenden 

Seite  16 — 21

Anrechnungswertes im Sinne eines ausdrücklichen Dispenses von weiter 
gehenden Ausgleichungspflichten.

All dies führt zur Abweisung der Berufung.

b) Am 31. Juli 1985 verkaufte Q. seinem Sohn R. zum Preis von Fr. 25'000.00 
die Parzelle Nr. 72 Plan 4 (Stall  mit Gebäudegrundfläche und Hofraum) des 
Liegenschaften- und Servitutenregisters der Gemeinde O.. Laut einem 
entsprechenden Vermerk im Kaufvertrag belief sich der Verkehrswert der 
Liegenschaft auf Fr. 50'000.00, wobei zur Begründung hierfür auf eine amtliche 
Schätzung in dieser Höhe vom 26. Oktober 1984 verwiesen wurde.

Das Bezirksgericht Plessur sah in der Differenz zwischen dem Verkehrswert der 
Liegenschaft im Zeitpunkt der Veräusserung und dem vereinbarten Kaufpreis ein 
grobes Missverhältnis, dessen sich die Beteiligten angesichts des Umstandes, 
dass die Höhe des Verkehrswertes im Kaufvertrag ausdrücklich festgehalten 
wurde, mit Sicherheit bewusst gewesen seien. Es handle sich also um eine 
gemischte Schenkung. Da sie gegenüber einem Nachkommen des späteren 
Erblassers (einem seiner Söhne) erfolgt sei und ihr Ausstattungscharakter im 
Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB zukomme, habe der Erwerber mangels eines 
ausdrücklichen Dispenses vonseiten seines Vaters die den Kaufpreis von Fr. 
25'000.00 übersteigende unentgeltliche Zuwendung von ihrerseits Fr. 25'000.00 
zur Ausgleichung zu bringen.

Die Kläger fanden sich in diesem Punkt mit der vorinstanzlichen Regelung ab. Sie 
machten insbesondere nicht geltend, dass die Gegenstand des Kaufvertrages 
vom 31. Juli 1985 bildende Liegenschaft bis zum Zeitpunkt des Erbgangs eine 
merkliche Wertsteigerung erfahren habe, was berechnet nach der sogenannten 
Quotenmethode (vgl. hierzu FORNI/PIATTI, a. a. O., Art. 630 ZGB N. 3) zu einem 
höheren Ausgleichungsbetrag führen müsse. Der Beklagte R. ist demgegenüber 
der Meinung, dass ihn in Zusammenhang mit dem Erwerb der Kaufparzelle Nr. 72 
Plan 4 keinerlei Ausgleichungspflicht treffe.

In der Anschlussberufung wird in diesem Zusammenhang vorab einmal geltend 
gemacht, dass die amtliche Schätzung vom 26. Oktober 1984, auf welche das 
Bezirksgericht Plessur unbesehen abgestellt habe, viel zu hoch ausgefallen sei. 
Ohne freilich den angeblich korrekten Betrag beziffern zu können, wird daraus 
gefolgert, dass der Verkehrswert der Liegenschaft im Zeitpunkt der Veräusserung 
nur unbedeutend über dem Kaufpreis gelegen habe, dass also kein Missverhältnis 

Seite  17 — 21

zwischen Leistung und Gegenleistung und damit auch keine Verpflichtung 
bestehe, die Differenz als unentgeltlichen Teil einer gemischten Schenkung zur 
Ausgleichung zu bringen. Dem ist nicht beizupflichten. Der durch eine amtliche 
Schätzungskommission ermittelte Verkehrswert beruht auf Kriterien, die in aller 
Regel zu einer Bewertung des betreffenden Grundstücks zu Marktpreisen führen 
(vgl. PKG 1984-4-19). Soweit eine solche Schätzung noch aktuell ist, was bei 
jener vom 26. Oktober 1984 bezogen auf den Kaufvertrag vom 31. Juli 1985 
klarerweise der Fall war, kann darauf abgestellt werden, es sei denn, sie erweise 
sich als offensichtlich mangelhaft oder es lägen zuverlässigere 
Bewertungsfaktoren vor, namentlich konkrete und seriöse Kaufsangebote (vgl. 
Urteil des Kantonsgerichts Graubünden vom 29.06.1998, ZF 08 29 E. 1.b). Es gibt 
nun aber keine stichhaltigen Hinweise, dass es 1984 im hier interessierenden Fall 
zu irgendwelchen Fehlleistungen durch die kantonale Schätzungskommission 
gekommen sein könnte. Bezeichnenderweise liess denn auch der künftige 
Erblasser, der die Schätzung vom 26. Oktober 1984 veranlasst hatte, deren 
Ergebnis in der Folge völlig unbeanstandet. Dass anlässlich einer späteren 
amtlichen Schätzung, jener vom 23. Mai 1997, kein höherer Verkehrswert ermittelt 
wurde, obwohl die Parzellengrösse zugenommen hatte und der Stall ans 
Stromnetz angeschlossen worden war, reicht jedenfalls nicht aus, um die 
Verlässlichkeit der Schätzung von 1984 in Zweifel zu ziehen. So ist keineswegs 
ausgeschlossen, dass sich wertvermindernde Faktoren wie die konjunkturelle 
Entwicklung oder die sinkende Nachfrage nach solchen Objekten und 
werterhöhende die Waage gehalten haben. Beweismittel, welche an dieser 
Einschätzung etwas zu ändern vermöchten, sind nicht ersichtlich und es wurden 
im Prozess denn auch keine entsprechenden Beweisabnahmebegehren gestellt.

Fehl geht aber auch der im gleichen Zusammenhang erhobene zusätzliche 
Einwand, dass sich die Parteien des Vertrages vom 31. Juli 1985 der Diskrepanz 
zwischen Verkehrswert und Kaufpreis nicht bewusst gewesen seien, was 
ebenfalls gegen eine gemischte Schenkung spreche. Hiervon kann keine Rede 
sein, wurde doch in der Urkunde nebst dem für den Erwerb der Parzelle zu 
entrichtenden Kaufpreis ausdrücklich auch der doppelt so hohe Verkehrswert 
vermerkt. Dies wurde mit Sicherheit nicht verkannt. Selbst wenn es dem späteren 
Erblasser, was freilich völlig unbelegt blieb, mit der Veräusserung der Parzelle Nr. 
72 Plan 4 an seinen Sohn R. in erster Linie darum gegangen sein sollte 
sicherzustellen, dass die Liegenschaft nicht der Spekulation anheim falle, würde 
dies bei der eben genannten Ausgangslage nichts daran ändern, dass die 
Parteien den Preis bewusst unter dem wahren Wert des Kaufgegenstandes 

Seite  18 — 21

ansetzten, um die Differenz dem Käufer unentgeltlich zukommen zu lassen. Es ist 
schlechthin nicht ersichtlich, was sie sonst hätte veranlassen sollen, in den Vertrag 
nicht nur den Kaufpreis der Liegenschaft, sondern auch deren Verkehrswert 
aufzunehmen.

Für den Fall, dass die gegen die Annahme einer gemischten Schenkung 
gerichteten Einwendungen verworfen werden sollten, wird überdies geltend 
gemacht, eine Ausgleichungspflicht nach Art. 626 Abs. 2 ZGB bestehe auch 
deshalb nicht, weil dem Geschäft vom 31. Juli 1985 der Ausstattungscharakter 
abgehe. Dem ist wiederum nicht beizupflichten, ist doch dem Erwerber mit der zu 
einem merklichen Teil unentgeltlich erfolgten Übereignung der Parzelle Nr. 72 
Plan 4 die grundsätzliche Möglichkeit eröffnet worden, bei Bedarf neben seiner 
hauptberuflichen Tätigkeit einen Nebenerwerb aufzunehmen. Darin liegt 
zumindest eine Existenzverbesserung. Hinzu kommt, dass der Verkauf der 
Liegenschaft an R. zu einem um Fr. 25'000.00 unter dem Verkehrswert liegenden 
Preis in der Höhe dieser Differenz gemessen am Gesamtnachlass als Abtretung 
eines bedeutenden Vermögenswertes an einen Nachkommen zu betrachten ist, 
was seinerseits einen Ausgleichungstatbestand nach Art. 626 Abs. 2 ZGB 
darstellt.

Den Ausführungen in der Anschlussberufung ist schliesslich auch insoweit nicht zu 
folgen, als darin gerügt wird, dass die Annahme der Vorinstanz, es müsse ein 
Betrag von Fr. 25'000.00 zur Ausgleichung gebracht werden, bar jeder Grundlage 
sei. Richtig ist, dass die Ausgleichung nach dem Wert der (unentgeltlichen) 
Zuwendungen zurzeit des Erbganges zu erfolgen hat (Art. 630 Abs. 1 ZGB). 
Massgeblich ist damit im vorliegenden Fall der 16. Dezember 1990. Angesichts 
der amtlichen Schätzungen vom 26. Oktober 1984 und vom 23. Mai 1997, von 
denen abzuweichen nach dem Gesagten kein Grund besteht und die beide den 
gleichen Verkehrswert ausweisen, darf ohne weiteres angenommen werden, dass 
er sich im Zeitpunkt des Todes des Erblassers bereits bzw. immer noch auf Fr. 
50'000.00 belief. Dann aber ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den 
unentgeltlichen und damit mangels Dispens auszugleichenden Teil der 
Zuwendung in Form einer gemischten Schenkung (die Differenz zwischen dem 
Verkehrswert beim Erbgang und dem Kaufpreis gemäss Vertrag vom 31. Juli 
1985) auf Fr. 25'000.00 festgelegt hat. Auf die sogenannte Quotenmethode, die 
vor allem bei Wertsteigerungen zwischen Zuwendungs- und Todeszeitpunkt zum 
Tragen kommt (vgl. FORNI/PIATTI, a. a. O., Art. 630 ZGB N. 3), musste bei dieser 
Ausgangslage nicht ausdrücklich zurückgegriffen werden. Sie führt im Übrigen, 

Seite  19 — 21

wie die folgende Formel zeigt, ohne weiteres zum selben Ergebnis von Fr. 
25'000.00:

[Wert des Gegenstandes beim Erbgang, Fr. 50'000.00] x
[effektiv geschenkter Teilbetrag bei Vertragsschluss, Fr. 25'000.00]

[Wert des Gegenstandes bei Vertragsschluss, Fr. 50'000.00]

Damit ist auch die Anschlussberufung abzuweisen.

6. Vor Bezirksgericht Plessur, dessen Urteil nach dem Ergebnis des 
Berufungsverfahrens Bestand hat, suchten die Kläger – freilich ohne Erfolg – zu 
erwirken, dass die beiden Beklagten in Zusammenhang mit der Abtretung von 
zwei Grundstücken durch den Erblasser einen um rund Fr. 50'000.00 höheren 
Betrag auszugleichen hätten, als sie zu anerkennen bereit waren. Die Beklagten 
ihrerseits mussten hinnehmen, dass die Vorinstanz gegen ihren Widerstand zum 
Schluss gelangte, es bestehe in Zusammenhang mit der Veräusserung eines 
(weiteren) Grundstücks durch den Erblasser die Verpflichtung, eine 
Ausgleichszahlung in der Höhe von Fr. 25'000.00 zu erbringen. Bei dieser 
Ausgangslage war es sehr wohl vertretbar, dass die Kosten der Vermittlung sowie 
jene des Verfahrens vor Bezirksgericht Plessur entsprechend dem Grad des 
Unterliegens und Obsiegens zu zwei Dritteln den Klägern und zu einem Drittel den 
Beklagten überbunden wurden.

Gestützt auf diesen Verteilschlüssel und in der (stillschweigenden) nicht zu 
beanstandenden Annahme, dass beide Parteien in etwa den gleichen 
prozessualen Aufwand zu verzeichnen hatten, wurden die Kläger überdies 
verpflichtet, den Beklagten für das erstinstanzliche Verfahren eine 
Umtriebsentschädigung von Fr. 3'278.20 zu bezahlen, die Barauslagen und die 
Mehrwertsteuer eingeschlossen. Dass hieran selbst dann etwas zu ändern sei, 
wenn es beim genannten Grad des Obsiegens und Unterliegens als 
massgeblichem Anknüpfungspunkt sein Bewenden haben sollte, wurde zu Recht 
gar nicht erst geltend gemacht.

7. V. und T. haben gleich zu Beginn des schriftlichen Berufungsverfahrens in 
einer gültigen Abstandserklärung zu verstehen gegeben, dass sie sich am 
Weiterzugsverfahren vor Kantonsgericht nicht länger beteiligen würden. Dies läuft 
an sich auf einen Rückzug ihres Rechtsmittels hinaus, der allerdings nicht zu 
einem prozessbeendenden Entscheid führte, hielten doch die übrigen Kläger (Z., 
Y. und W.) an der gemeinsam erklärten Berufung fest. Da V. und T. dieses 

Seite  20 — 21

Verhalten ihrer Miterben nicht zu beeinflussen vermochten, verbietet es sich trotz 
Abweisung der Berufung, ihnen in diesem Zusammenhang Verfahrenskosten zu 
überbinden und sie zur Entrichtung einer Umtriebsentschädigung an die 
Gegenpartei zu verpflichten. Hieran würde sich im Übrigen selbst dann nichts 
ändern, wenn die beiden nach ihrer Abstandserklärung als Berufungsbeklagte zu 
betrachten wären. In diesem Fall vermöchte die Abweisung der Berufung bei 
ihnen bereits wegen fehlenden Unterliegens keine Kostenauflage und damit auch 
keine Entschädigungspflicht auszulösen. Sie ihrerseits hätten ebenso wenig 
Anspruch auf eine Umtriebsentschädigung, da ihnen mangels Beteiligung am 
Verfahren kein relevanter Aufwand erwachsen ist. Gleiches gilt in Bezug auf die 
Anschlussberufung. Da dieses Rechtsmittel ebenfalls abgewiesen wurde, sind V. 
und T. als Anschlussberufungsbeklagte nicht als unterliegende Partei anzusehen, 
und nennenswerte Umtriebe sind ihnen auch in diesem Zusammenhang wiederum 
nicht entstanden. – All dem ist im Folgenden Rechnung zu tragen.

Im Verfahren vor Kantonsgericht waren die gleichen Punkte umstritten, wie sie 
bereits das Bezirksgericht Plessur zu beurteilen hatte. Beide Rechtsmittel, sowohl 
die Berufung wie die Anschlussberufung, wurden abgewiesen, so dass das 
angefochtene Urteil nach wie vor Bestand hat. Unter diesen Umständen 
rechtfertigt es sich, die Kosten des Weiterzugsverfahrens, bestehend aus einer 
Gerichtsgebühr von Fr. 6'000.00 und einer Schreibgebühr von Fr. 336.00, total 
somit Fr. 6'336.00, analog zur vorinstanzlichen Regelung zu zwei Dritteln den 
Berufungsklägern und Anschlussberufungsbeklagten 1-3 sowie zu einem Drittel 
den Berufungsbeklagten und Anschlussberufungsklägern zu überbinden, je unter 
solidarischer Haftbarkeit.

Berücksichtigt man den Grad des Obsiegens und Unterliegens sowie den 
Umstand, dass beiden Parteien vor Kantonsgericht ein Aufwand in der 
Grössenordnung von Fr. 4'000.00, wie von den Berufungsbeklagten und 
Anschlussberufungsklägern geltend gemacht, erwachsen sein dürfte, erscheint es 
angezeigt, die Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagten 1-3 unter 
solidarischer Haftung zu verpflichten, den Berufungsbeklagten und 
Anschlussberufungsklägern für das Weiterzugsverfahren eine 
Umtriebsentschädigung von Fr. 1'300.00 zu bezahlen, die Barauslagen und die 
Mehrwertsteuer eingeschlossen.

Seite  21 — 21

III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung und die Anschlussberufung werden abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'336.00 (Gerichtsgebühr Fr. 
6'000.00, Schreibgebühr Fr. 336.00) gehen zu einem Drittel unter 
solidarischer Haftbarkeit zulasten von S. und R. sowie zu zwei Dritteln unter 
solidarischer Haftbarkeit zulasten von Z., Y. und W., welche überdies 
solidarisch verpflichtet werden, den Berufungsbeklagten und 
Anschlussberufungsklägern für das Verfahren vor Kantonsgericht eine 
reduzierte Umtriebsentschädigung von insgesamt Fr. 1'300.00 zu bezahlen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: