# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30a4c09f-c05a-5720-9bc5-a676eedaa82b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 19.01.2012 I/1-2011/138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2011-138_2012-01-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2011/138

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 19.01.2012

Entscheiddatum: 19.01.2012

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 19.01.2012
Interkantonale Steuerausscheidung, Art. 18 Abs. 1 StG (sGS 811.1). Die 
Steuerpflichtigen haben Wohnsitz in S im Kanton St. Gallen und 
Grundeigentum im Kanton Zug, wo sie zuvor ihr Einfamilienhaus selbst 
bewohnten. Dessen Verkehrswert wurde nach zugerischem Recht aufgrund 
der Vermietung erheblich erhöht. Zudem beträgt der Repartitionswert für 
Zug 110 % gegenüber St. Gallen mit 80 %. Damit wurde der Verkehrswert 
des Grundstücks in Zu für das in St. Gallen satzbestimmende Vermögen 
gegenüber dem früher bei Eigengebrauch geltenden Verkehrswert nahezu 
verdoppelt. Das steht aber mit den Regeln der Doppelbesteuerung nicht im 
Widerspruch; zudem war das Haus in Zug für Fr. 96'000 pro Jahr vermietet, 
was einen Verkehrswert von ca. 1,9 Mio. Franken nicht fehlerhaft erscheinen 
lässt. Der Rekurs gegen die Steuerausscheidung und die Festlegung des 
satzbestimmenden Vermögens wurde daher abgewiesen 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 19. Januar 2012, I/
1-2011/138).

Präsident Thomas Vögeli, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

A und B X-Y, Rekurrenten,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2008)

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Sachverhalt:

A.- Die Eheleute A und B X-Y wohnen in ihrem Einfamilienhaus an der H-Strasse in S. 

Beide sind unselbständig erwerbstätig. Sie sind zudem Eigentümer eines Wohn- und 

Geschäftshauses in T, einer Wohn- und Gewerbeliegenschaft in W/AR sowie eines 

Reiheneinfamilienhauses in C/ZG, welches sie vor dem Zuzug nach S selbst bewohnt 

hatten. Der Ehemann ist Wochenaufenthalter in D/ZG. Für die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2008 wurden die Eheleute A und B X-Y mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 173'100.-- zu eben diesem Satz und einem steuerbaren Vermögen 

von Fr. 318'000.-- zum Satz von Fr. 1'051'000.-- veranlagt. Die Veranlagungsbehörde 

reduzierte den Abzug für Mehrkosten der Verpflegung bei auswärtigem 

Wochenaufenthalt des Ehemannes von Fr. 6'400.-- auf Fr. 3'200.--. Bei der 

Steuerausscheidung ging sie von einem für den Kanton Zug massgebenden Steuerwert 

der Liegenschaft in C von Fr. 1'370'000.-- und einem Repartitionsfaktor von 110% aus. 

Gegen diese Veranlagung erhoben die Pflichtigen am 30. Mai 2011 Einsprache und 

beantragten, der Steuerwert der Liegenschaft in C solle für die Besteuerung und 

Ausscheidung mit Fr. 960'000.-- anstatt des verwendeten Wertes von Fr. 1'370'000.-- 

festgesetzt werden, eventuell sei der Wert von Fr. 1'370'000.-- nicht mehr mit einem 

Repartitionssatz hochzurechnen; ausserdem sei der Abzug von Fr. 6'400.-- für 

auswärtige Verpflegung bei Wochenaufenthalt zu gewähren und die Aufrechnung von 

Fr. 3'200.-- rückgängig zu machen. Zur Begründung machten sie geltend, der offiziell 

ermittelte Steuerwert des Einfamilienhauses in C liege bei Fr. 960'000.--. Der Kanton 

Zug habe die Praxis, bei vermieteten Liegenschaften einen Marktwert als Verkehrswert 

aufgrund der erzielten Marktmiete zu berechnen. Damit ergebe sich aus dieser 

Berechnung auf einen Schlag eine Verkehrswerterhöhung von Fr. 960'000.-- auf 

Fr. 1'370'000.--. Dies entspreche ohne Neuschätzung einer Erhöhung um über 40%. 

Wenn nun dieser Wert sogar noch mit dem Repartitionswert hochgerechnet werde, 

ergebe sich eine um über Fr. 800'000.-- höhere Bewertung, also faktisch eine 

Verdoppelung. Damit werde sogar der Marktwert der Liegenschaft überstiegen und es 

komme zu einer unrealistischen Überbesteuerung. Der Repartitionssatz sei für 

Korrekturen der ordentlichen Schätzungen vorgesehen und nicht für bereits 

hochgerechnete Marktwerte/Verkehrswerte. Das Kantonale Steueramt wies die 

Einsprache mit Entscheid vom 18. Juni 2011 ab. Es verwies auf die allgemeinen 

Erläuterungen über die Bewertung der Liegenschaften auf dem Formular der 

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Ausscheidung und Steuerberechnung. Davon könne nicht abgewichen werden, denn 

beim Betrag von Fr. 1'370'000.-- handle es sich um den gültigen Steuerwert, den der 

Kanton Zug für die Liegenschaft ermittelt habe und der gemäss gültiger Regelung unter 

den Kantonen mit dem Repartitionswert hochgerechnet werden müsse. Im Übrigen 

entspreche die Reduktion des Abzugs für auswärtigen Wochenaufenthalt einem 

Entscheid des Bundesgerichts.

B.- Gegen den Einspracheentscheid erhoben A und B X-Y mit Eingabe vom 14. Juli 

2011 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission. Sie halten an ihrem Antrag fest, 

der ordentliche Steuerwert des Einfamilienhauses in C von Fr. 960'000.-- sei anstelle 

des verwendeten ausserordentlichen Ertragswerts von Fr. 1'370'000.-- als Basiswert 

für die Besteuerung und Ausscheidung anzusetzen, eventualiter sei der 

ausserordentlich hochgerechnete Ertragswert von Fr. 1'370'000.-- als bereits 

hochgerechneter Repartitionswert einzusetzen und dann auf den Verkehrswert 

zurückzusetzen, ausserdem sei der Abzug für Verpflegung von Fr. 6'400.-- zu 

gewähren und die Aufrechnung von Fr. 3'200.-- rückgängig zu machen, eventualiter 

seien die effektiven Wohnungskosten für ein Zimmer mit Kochgelegenheit von 

mindestens Fr. 1'200.-- pro Monat zuzulassen. Die weiteren von den Rekurrenten 

vorgebrachten Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden 

Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 12. September 2011 unter 

Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die kostenfällige 

Abweisung des Rekurses.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 14. Juli 2011 ist rechtzeitig eingereicht 

worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist 

einzutreten.

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2.- Nach Art. 13 Abs. 1 StG sind natürliche Personen aufgrund persönlicher 

Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder 

Aufenthalt im Kanton haben. Der Wohnsitz der Rekurrenten und damit deren 

Steuerpflicht aufgrund persönlicher Zugehörigkeit sind im vorliegenden Fall 

unbestritten. Die Rekurrenten liessen sich Anfang August 2007 im Kanton St. Gallen 

nieder und hatten ihren Wohnsitz im Jahr 2008 in S. Art. 15 Abs. 1 StG bestimmt, dass 

bei persönlicher Zugehörigkeit die Steuerpflicht unbeschränkt ist; diese erstreckt sich 

aber nicht auf die Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke ausserhalb des 

Kantons. Nach Art. 16 Abs. 1 StG erfolgt die Steuerausscheidung im Verhältnis zu 

anderen Kantonen und zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundesrechts über 

das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung. Steuerpflichtige, die im Kanton für 

einen Teil ihres Einkommens und Vermögens steuerpflichtig sind, entrichten gemäss 

Art. 18 Abs. 1 StG die Steuern für die im Kanton steuerbaren Werte nach dem 

Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen und Vermögen entspricht. Unter Vorbehalt 

der bundesrechtlichen Regeln zur interkantonalen Steuerausscheidung und zur 

Vermeidung der interkantonalen Doppelbesteuerung ermittelt jeder Kanton die für die 

kantonalen Steuern massgebenden Faktoren anhand seiner eigenen Steuerordnung. 

Dies folgt ohne weiteres aus der grundsätzlichen Steuerhoheit der Kantone, welche 

ihrerseits aus der subsidiären kantonalen Generalkompetenz (Art. 3 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101) resultiert (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 2C_348/2010 vom 19. Oktober 2010 E. 3).

Die Rekurrenten sind Eigentümer von zwei Grundstücken im Kanton St. Gallen, zwei 

Grundstücken im Kanton Appenzell-Ausserhoden und eines Grundstücks im Kanton 

Zug. Im vorliegenden Fall ist daher für das Einkommen und das Vermögen eine 

Steuerausscheidung zwischen dem Hauptsteuerdomizil S/SG und den 

Nebensteuerdomizilen der Liegenschaftskantone vorzunehmen. Bei der 

Vermögensausscheidung werden zunächst die Aktiven gemäss den Zuteilungsnormen 

auf die beteiligten Kantone verlegt, d.h. die Liegenschaften werden den 

Belegenheitskantonen, die beweglichen Aktiven dagegen dem Hauptsteuerdomizil 

zugewiesen. Die gesamten Schulden werden im Verhältnis der den einzelnen Kantonen 

zugewiesenen Aktiven zu den Gesamtaktiven verlegt (vgl. statt vieler Höhn/Mäusli, 

Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl. 2000, § 19 Rz 10; BGE 119 Ia 46 E. 4a). Darauf 

wurde im Formular der Steuerausscheidung ausdrücklich hingewiesen. Bei der 

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Steuerausscheidung ist ausserdem zu berücksichtigen, dass die Verlegung der 

Schulden vom Wert der in den einzelnen Kantonen steuerpflichtigen Aktiven abhängt. 

Die Bewertung von Liegenschaften kann nach unterschiedlichen Gesichtspunkten 

vorgenommen werden. Vielfach schreiben die kantonalen Gesetzgebungen 

Schätzungsmethoden vor, die bei Liegenschaften einen unter dem effektiven Wert 

liegenden Steuerwert ergeben. Je niedriger der kantonale Steuerwert ist, desto weniger 

Passiven werden übernommen. Bewertet dagegen der andere Kanton die 

ausserkantonalen Aktiven zum effektiven Wert, so weist er dem Kanton mit der 

niedrigen Bewertung mehr Passiven zu, als dieser zu übernehmen bereit ist. Daher 

müssen die Kantone bei ausserkantonalen Objekten den gleichen 

Bewertungsmassstab anwenden wie bei den innerkantonalen Grundstücken. Die von 

den beteiligten Kantonen angewandten Bewertungsregeln können zwar verschieden 

sein, doch muss jeder Kanton die von ihm gewählten Regeln sowohl bei den ihm 

zugewiesenen als auch bei den ausserkantonalen Vermögenswerten anwenden (vgl. 

Höhn/Mäusli, a.a.O., § 19 Rz 16 f.). Auch darauf wurde im Formular der 

Steuerausscheidung ausdrücklich hingewiesen. Die Schweizerische Steuerkonferenz 

hat zur Angleichung der Bewertungsmassstäbe für Liegenschaften Repartitionsfaktoren 

festgelegt. Für nichtlandwirtschaftliche Grundstücke im Kanton St. Gallen beträgt 

dieser ab der Steuerperiode 2002 80% der amtlichen Verkehrswertschätzung. Der 

Repartitionsfaktor für nichtlandwirtschaftliche Grundstücke im Kanton Zug beträgt 

hingegen 110%, jener für solche im Kanton Appenzell-Ausserrhoden 70% (vgl. 

Kreisschreiben Nr. 22 vom 21. November 2006, veröffentlicht auf: www.steuer-

konferenz.ch, Kreisschreiben). Dies bedeutet, dass für die Steuerausscheidung der 

amtliche Verkehrswert der Grundstücke des Kantons St. Gallen auf 80% und jener der 

Grundstücke in Appenzell-Ausserrhoden auf 70% zu reduzieren ist, während der 

amtliche Verkehrswert des Grundstücks im Kanton Zug, wie er nach den Regeln des 

Kantons Zug ermittelt wurde, um 10% auf 110% heraufzusetzen ist. Damit wird den 

unterschiedlichen kantonalen Schätzungsregeln Rechnung getragen. Nach Massgabe 

dieser Repartitionswerte sind in der Folge die Passiven und – zur Ermittlung des 

steuerbaren Einkommens – die Schuldzinsen zu verlegen. Für das im Kanton St. Gallen 

steuerbare Vermögen ist hernach die Differenz zwischen Repartitionswert und 

kantonalem Steuerwert wieder hinzuzurechnen, um das Reinvermögen im Kanton St. 

Gallen zu bestimmen. Zur Festsetzung des satzbestimmenden Vermögens sind 

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ausserdem die Repartitionswerte der ausserkantonalen Grundstücke nach Massgabe 

der st. gallischen Berechnungsweise anzupassen, d.h. der Repartitionswert des 

zugerischen Grundstücks ist wie jener der st. gallischen Grundstücke auf 80% des 

satzbestimmenden Vermögenswertes zu veranschlagen und dementsprechend um 

einen Viertel zu erhöhen, um den für das satzbestimmende Vermögen massgebenden 

Wert festzusetzen. Damit ist der Repartitionswert des Grundstücks in C von 

Fr. 1'507'000.-- um 25% zu erhöhen und auf Fr. 1'883'750.-- festzusetzen.

Im Kanton Zug gelten für die Ermittlung des Verkehrswertes bei selbstgenutzten 

Liegenschaften andere Regeln als bei vermieteten Liegenschaften. Während 

selbstgenutzte Einfamilienhäuser nach dem Landwert und Zeitbauwert oder nach dem 

Erstellungs- oder Kaufpreis geschätzt werden, werden vermietete Einfamilienhäuser 

nach dem Ertragswert geschätzt (vgl. Wegleitung der Kantonalen Steuerverwaltung 

Zug, Abteilung natürliche Personen, Ziff. 2.1, 3.1, 4). Die Steuerverwaltung Zug ist bei 

der Besteuerung des Grundstücks im Kanton Zug von einem Wert von Fr. 1'370'000.-- 

ausgegangen. Die Rekurrenten anerkennen denn auch, dass dieser Wert auf den 

Regeln des Kantons Zug basiert. Zu Unrecht kritisieren sie aber, dass der 

Steuerausscheidung im Kanton St. Gallen dieser Wert zugrunde gelegt und – 

entsprechend dem von der interkantonalen Veranlagungspraxis für den Kanton Zug 

festgesetzten Repartitionsfaktor für nichtlandwirtschaftliche Grundstücke von 110% – 

um 10% erhöht wurde. Dieses Vorgehen entspricht Sinn und Zweck der 

unterschiedlichen Bewertungsregeln der einzelnen Kantone. Der Einwand der 

Rekurrenten, der Wert ihres Hauses im Kanton Zug steige um einen von den 

ordentlichen Schätzungsbehörden errechneten Wert von Fr. 960'000.-- auf gegen 

Fr. 1'900'000.--, was selbst im Kanton Zug für ein zweiseitig angebautes 

Reiheneinfamilienhaus über dem Marktwert liege, ist nicht stichhaltig. Das 

massgebende Kreisschreiben enthält keine Bestimmungen, wonach die Schätzung 

vermieteter Objekte im Kanton Zug einen anderen Repartitionswert begründet. Es ist 

nicht ersichtlich, inwiefern im vorliegenden Fall diese Bewertung und die 

Steuerausscheidung zu einer unzulässigen bzw. übermässigen Besteuerung führt. Die 

Rekurrenten legen denn auch nicht dar, welche Rechtsnormen oder welche 

allgemeinen Rechtsgrundsätze des interkantonalen Steuerrechts verletzt werden. Wenn 

die Steuerbehörde des Kantons Zug ein vermietetes Objekt anhand der 

Mietzinseinnahmen bewertet, so kann dies jedenfalls nicht als offensichtlich fehlerhaft 

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qualifiziert werden. Auch unterscheidet das Kreisschreiben der Schweizerischen 

Steuerkonferenz bei Grundstücken im Kanton Zug nicht danach, ob sie vermietet oder 

selbst genutzt sind. Die Mieteinnahmen aus der Liegenschaft in C wurden gemäss der 

Veranlagung des Kantons Zug auf Fr. 96'000.-- veranschlagt und blieben in der 

Einsprache und im Rekurs unangefochten.

Im Lichte dieses Mietertrags kann ein den st. gallischen, auf den Marktwert 

abstellenden Bewertungsregeln (vgl. Art. 57 Abs. 1 StG) entsprechender Verkehrswert 

von knapp 1,9 Mio. Franken jedenfalls nicht als offensichtlich fehlerhaft eingestuft 

werden, ob es sich nun um ein zweiseitiges angebautes oder ein freistehendes 

Wohnhaus handelt.

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Einwendungen der 

Rekurrenten

gegen die Art und Weise der interkantonalen Steuerausscheidung unbegründet sind. In 

diesem Punkt ist der Rekurs abzuweisen. Im Übrigen wirkt sich die Höhe des 

satzbestimmenden Vermögens als solche auf die Vermögenssteuerlast im Kanton St. 

Gallen nicht aus, da Art. 65 Abs. 1 StG einen einheitlichen Vermögenssteuersatz von 

1,9‰ des steuerbaren Vermögens vorsieht.

3.- Umstritten ist weiter der Abzug für den auswärtigen Wochenaufenthalt.

Nach Art. 39 Abs. 1 StG werden die notwendigen Kosten für Fahrten zwischen Wohn- 

und Arbeitsstätte (lit. a), die notwendigen Mehrkosten der Verpflegung ausserhalb der 

Wohnstätte und bei Schichtarbeit (lit. b) sowie die übrigen für die Ausübung des 

Berufes erforderlichen Kosten (lit. c) abgezogen. Die Abzüge für auswärtigen 

Wochenaufenthalt werden in Art. 20 der Steuerverordnung (sGS 811.11, abgekürzt: 

StV) geregelt. Nach Art. 20 Abs. 1 StV können Steuerpflichtige mit auswärtigem 

Arbeitsort, denen die alltägliche Rückkehr an den steuerrechtlichen Wohnsitz nicht 

möglich ist oder nicht zugemutet werden kann, die Mehrkosten für den auswärtigen 

Aufenthalt abziehen. Der Abzug der notwendigen Mehrkosten der auswärtigen 

Verpflegung wird gemäss Art. 20 Abs. 2 StV nach den für die direkte Bundessteuer 

massgebenden Pauschalansätzen bestimmt, wobei auf den Anhang zur 

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Eidgenössischen Verordnung über den Abzug von Berufskosten der unselbständigen 

Erwerbstätigkeit bei der direkten Bundessteuer (SR 642.118.1, abgekürzt: 

Berufskostenverordnung) verwiesen wird. Als notwendige Mehrkosten der Unterkunft 

gelten die ortsüblichen Mietkosten für ein Zimmer (Art. 20 Abs. 3 StG). Nach den 

Weisungen für die Veranlagung (StB Nr. 39 Nr. 8 Ziff. 3.2) gilt für 2008 ein Abzug von 

Fr. 6'400.-- pro Jahr bei auswärtigem Wochenaufenthalt. Ein gekürzter Abzug von Fr. 

4'800.-- pro Jahr ist zulässig, wenn die Verpflegung in einem Personalrestaurant 

eingenommen werden kann oder durch den Arbeitgeber verbilligt wird. Nach Ziff. 3.3 

wird grundsätzlich der volle Abzug gewährt, es sei denn es liege ein Kürzungsgrund 

vor. Weiter wird vermerkt, dass der Pauschalabzug für auswärtige Verpflegung bei 

täglicher Heimkehr nicht gleichzeitig mit jenem bei Wochenaufenthalt geltend gemacht 

werden kann. In Ziff. 5.2 der Wegleitung zur Steuererklärung 2008 ist festgehalten, 

dass steuerpflichtige Wochenaufenthalt für die auswärtige Verpflegung Fr. 30.-- pro 

Tag, bei ganzjährigem Wochenaufenthalt Fr. 6'400.-- im Jahr abziehen können. 

Gemäss den dargelegten Bestimmungen hat der Rekurrent grundsätzlich Anspruch auf 

einen Abzug für auswärtige Verpflegung bei auswärtigem Wochenaufenthalt von 

Fr. 6'400.-- pro Jahr.

Die Vorinstanz stützte sich bei ihrem Entscheid auf das Urteil des Bundesgerichts 

2C_14/2009 vom 22. April 2009. Dieses hat aber nicht explizit den Abzug für die 

Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung bei auswärtigem Wochenaufenthalt zum 

Gegen-stand. Es führte lediglich die Kommentierungen an, welche für eine restriktive 

Zulassung von Abzügen für auswärtige Verpflegung sprechen. Dabei ist allerdings zu 

berücksichtigen, dass die Kommentatoren davon ausgehen, dass der Pauschalabzug 

für die zweite Hauptmahlzeit deshalb entfällt, weil die Kosten für ein Studio mit 

Kochgelegenheit höher seien als für eine Unterkunft ohne Kochgelegenheit. Eine 

Reduktion des Pauschalabzugs für die Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung bei 

Wochenaufenthalt ist nach den Richtlinien für das Jahr 2008 einzig dann vorgesehen, 

wenn die Verpflegung vom Arbeitgeber verbilligt wird. Die st. gallische 

Veranlagungspraxis geht beim Wochenaufenthalt deshalb von der Notwendigkeit der 

auswärtigen Verpflegung bei zwei Hauptmahlzeiten aus (vgl. den ausführlich 

begründeten Entscheid VRKE I/1-2011/6 vom 18. August 2011, in: 

www.gerichte.sg.ch). Dementsprechend besteht kein Anlass, die Rekurrenten für das 

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Steuerjahr 2008 abweichend von den im Steuerbuch und in der Wegleitung 

niedergelegten Regeln zu veranlagen.

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist der Rekurs in diesem Punkt gutzuheissen.

4.- Im Dispositiv des Einspracheentscheids und ebenso im Veranlagungsprotokoll des 

Steuererklärungsformulars ist für das Steuerjahr 2008 ein steuerbares Einkommen von 

Fr. 173'100.-- zu eben diesem Satz und ein steuerbares Vermögen von Fr. 318'000.-- 

zum Satz von Fr. 1'051'000.-- vermerkt. Der Steuerfaktor beim Vermögen entspricht 

lediglich den in S gelegenen sowie den beweglichen Vermögenswerten. Die 

Rekurrenten sind aber auch Eigentümer eines Grundstücks in T/SG. Dieses Vermögen 

und das daraus fliessende Einkommen sind ebenfalls zu erfassen. Bei unbeschränkt 

Steuerpflichtigen sind die massgebenden Einkünfte und Vermögenswerte in allen st. 

gallischen Gemeinden zu berücksichtigen. Die Vorinstanz wird daher 2008 das 

steuerbare Einkommen aufgrund der Änderung der Berufskosten neu zu bestimmen 

haben. Beim Einkommen wirkt sich die Liegenschaft in T nicht aus, hingegen ist das 

Vermögen unter Berücksichtigung dieses Grundstücks neu festzulegen.

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Rekurs teilweise gutzuheissen und der 

Einspracheentscheid vom 18. Juni 2011 aufzuheben ist. Die Angelegenheit ist zur 

neuen Festlegung des Einkommens und des Vermögens im Sinne der Erwägungen und 

zur neuen Steuerausscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

5.- Die Rekurrenten obsiegen lediglich teilweise. Aufgrund der fehlerhaften 

Vermögensveranlagung ist eine Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz 

vorzunehmen. Das Begehren um Änderung der Steuerausscheidung bzw. Reduktion 

des satzbestimmenden Vermögens erweist sich allerdings als unbegründet. Es 

rechtfertigt sich daher, die amtlichen Kosten je zur Hälfte dem Staat und den 

Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 und 2 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

Fr. 800.-- ist angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 

941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist mit dem auf die Rekurrenten 

entfallenen Kostenanteil von Fr. 400.-- zu verrechnen und der Rest von Fr. 100.-- den 

Rekurrenten zurückzuerstatten.

Entscheid:

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1.    Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen und der Einspracheentscheid

       vom 18. Juni 2011 aufgehoben.

2.    Die Angelegenheit wird zur neuen Festlegung des Einkommens und

       Vermögens im Sinne der Erwägungen und zur neuen Steuerausscheidung

       an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.    Die Rekurrenten bezahlen die amtlichen Kosten von Fr. 800.-- zur Hälfte

       unter Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 500.-- bis zum Betrag   

       von Fr. 400.--; die andere Hälfte der Kosten trägt der Staat.

4.    Die Finanzverwaltung wird angewiesen, den Rekurrenten Fr. 100.--

       zurückzuerstatten.

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