# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8408565f-0014-5915-944c-175c0e5498d3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.10.2025 200 2025 572
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-572_2025-10-23.pdf

## Full Text

IV 200 2025 572 
KOJ/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 23. Oktober 2025

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Bischof 

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. August 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Oktober 2025, IV 200 2025 572

- 2 -

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

 A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) bezieht seit 1. Juli 
1990 eine halbe Rente der Invalidenversicherung (IV; Akten der IV-
Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1.2 S. 82 ff.). An-
lässlich mehrerer Revisionsverfahren wurde dieser Rentenanspruch je-
weils bestätigt (act. II 1.1 S. 184, S. 88, S. 49, S. 22, act. II 12, 
act. II 20, act. II 34, act. II 45, act. II 96, act. II 128).

 Nachdem der Versicherte im September 2024 einen Herzinfarkt erlitten 
hatte, sprach ihm die IVB im Zuge eines weiteren Revisionsverfahrens 
mit Verfügung vom 12. August 2025 ab 1. Januar 2025 eine ganze 
Rente und ab 1. Oktober 2025 eine Viertelsrente der IV zu (act. II 162).

 Mit Beschwerde vom 10. September 2025 beantragt der Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________, es sei die Verfü-
gung vom 12. August 2025 teilweise aufzuheben und die Beschwerde-
gegnerin zu verpflichten, ihm ab 1. Oktober 2025 eine höhere Invaliden-
rente zuzusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

 In der Beschwerdeantwort vom 29. September 2025 beantragt die Be-
schwerdegegnerin die Beschwerde sei insoweit gutzuheissen, als in 
teilweiser Aufhebung der Verfügung vom 12. August 2025 dem Be-
schwerdeführer ab 1. April 2025 eine halbe Invalidenrente zuzuspre-
chen sei, nachdem er vorgängig auf die Schlechterstellung hingewiesen 
und ihm die Möglichkeit eines Beschwerderückzugs gegeben wurde. 
Weiter seien die Verfahrenskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerle-
gen und sei dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszu-
richten. Zur Begründung führte die IVB zusammenfassend aus, die vor-
übergehende Verschlechterung des Gesundheitszustands des Be-
schwerdeführers führe zu einer befristeten Erhöhung auf eine ganze 
Rente. Da ab 15. März 2025 keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert 
worden sei und der Beschwerdeführer seither wieder in seiner bisheri-
gen Tätigkeit im angestammten Pensum arbeite, habe per 1. April 2025 
eine Reduktion auf die zuvor ausgerichtete halbe Rente zu erfolgen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Oktober 2025, IV 200 2025 572

- 3 -

 Nach formell gewährter Gelegenheit zur Stellungnahme bzw. zum allfäl-
ligen Rückzug der Beschwerde (vgl. prozessleitende Verfügung vom 
30. September 2025) liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 
21. Oktober 2025 mitteilen, dass er in Kenntnis der vorübergehenden 
Schlechterstellung von April bis September 2025 mit dem von der Be-
schwerdegegnerin vorgesehenen Vorgehen einverstanden sei und in 
diesem Sinne um Gutheissung der Beschwerde ersuche. Gleichzeitig 
reichte die Rechtsvertreterin eine Kostennote ein.

 Es liegt somit ein gemeinsamer Antrag der Parteien auf Gutheissung 
der Beschwerde dahingehend vor, als in teilweiser Aufhebung der Ver-
fügung vom 12. August 2025 dem Beschwerdeführer ab 1. April 2025 
eine halbe Invalidenrente zuzusprechen sei, wobei der vorübergehende 
Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit vom 1. Januar 2025 bis 
31. März 2025 unbestritten ist (vgl. dazu auch prozessleitende Verfü-
gung vom 30. September 2025).

 Diesem Antrag ist gestützt auf die Sach- und Rechtslage sowie unter 
Berücksichtigung der Parteivorbringen betreffend Bemessung des Vali-
deneinkommens zu entsprechen. Die Beschwerde ist im vorerwähnten 
Sinne gutzuheissen.

 Die bisherigen Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 200.--, 
hat die bei diesem Verfahrensausgang als unterliegend geltende Be-
schwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Der vom Beschwerde-
führer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist ihm nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils zurückzuerstatten.

 Zufolge seines Obsiegens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Er-
satz der Parteikosten (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g des Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Soweit der Beschwerdeführer 
für die Zeit von April bis September 2025 verglichen mit der angefoch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Oktober 2025, IV 200 2025 572

- 4 -

tenen Verfügung schlechter gestellt wird, vermag dies keine Kürzung 
der Parteientschädigung zu begründen.

 Die von Rechtsanwältin MLaw B.________ eingereichte Kostennote 
vom 21. Oktober 2025 (Time-sheet) enthält keinen expliziten Stunden-
ansatz. Gestützt auf die ausgewiesene Mehrwertsteuer (MWST; 
Fr. 233.60) sowie unter Berücksichtigung des geltend gemachten Auf-
wands von 10 Stunden und der Auslagenpauschale von 3 %, ausma-
chend Fr. 84.--, ergibt sich indes ein Ansatz von Fr. 280.-- pro Stunde. 
Die Kostennote ist im Übrigen nicht zu beanstanden. Gestützt darauf 
sind die Parteikosten für das vorliegende Verfahren auf Fr. 3'117.60 
(Honorar Fr. 2’800.--, Auslagen Fr. 84.--, MWST Fr. 233.60) festzuset-
zen. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer diese Kosten 
zu ersetzen.

 Für diesen Entscheid ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 4 des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen und die Verfügung 
vom 12. August 2025 abgeändert, als dem Beschwerdeführer ab 
1. Januar 2025 bis 31. März 2025 eine ganze Rente und ab 1. April 
2025 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zugesprochen wird.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Rechtskraft dieses Urteils 
zurückerstattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Oktober 2025, IV 200 2025 572

- 5 -

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'117.60 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin MLaw B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.