# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb72aea4-b876-5cb4-92b3-6f549793a567
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 25.08.2016 S 2016 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2016-68_2016-08-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 68

2. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichterin Moser und von Büren als Aktuar ad hoc

URTEIL

vom 25. August 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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1. A._____ war ab dem 4. Oktober 2015 als B._____ bei der C._____ GmbH 

tätig. Er kündigte diese Stelle Mitte Oktober 2015 auf den 11. Dezember 

2015. Am 30. Dezember 2015 meldete er einen Anspruch auf 

Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab selbigem 

Datum an.

2. Mit Schreiben vom 20. Januar 2016 forderte das Amt für Industrie, 

Gewerbe und Arbeit (KIGA) Graubünden A._____ zur schriftlichen 

Stellungnahme bezüglich selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit auf.

3. Mit Stellungnahme vom 28. Januar 2016 teilte A._____ mit, dass ihm 

ursprünglich bei der C._____ GmbH eine Stelle als B._____ zugesichert 

worden sei, er aber hauptsächlich auf dem Bau eingesetzt worden sei. 

Ausserdem seien Lohnzahlungen in den ersten zwei Monaten verspätet 

eingegangen. Durch den Arbeitgeber sei er auf die Möglichkeit der 

Beantragung von Zwischenverdienst hingewiesen worden. Auf 

entsprechende Anfrage bei der Arbeitslosenkasse Graubünden sei nicht 

erwähnt worden, dass er die Stelle bei der C._____ GmbH nicht selber 

kündigen dürfe. Man habe ihm erklärt, dass er seine Beitragszeit, da er im 

Ausland gearbeitet habe, mit Formular E301 nachweisen müsse. Da er 

die Zusicherung der D._____ für eine Stelle in der Wintersaison 

2015/2016 erhalten und im Voraus mit der Arbeitslosenkasse das 

Vorgehen besprochen habe, habe er anschliessend Mitte Oktober 2015 

die Arbeitsstelle bei der Firma C._____ gekündigt.

4. Mit Verfügung vom 9. Februar 2016 stellte das KIGA A._____ wegen 

selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 18 Tage in der 

Anspruchsberechtigung ein, da er seine Stelle ohne entschuldbaren 

Grund gekündigt habe. 

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5. Gegen die Verfügung vom 9. Februar 2016 erhob A._____ am 3. März 

2016 Einsprache beim KIGA. Begründend führte er aus, dass er sich im 

Oktober 2015 bei der Arbeitslosenkasse Graubünden gemeldet habe, 

wobei ihm nicht mitgeteilt worden sei, dass er nicht selber kündigen dürfe. 

Bei der C._____ GmbH sei ihm eine andere Stelle versprochen worden, 

als er schlussendlich erhalten habe. Ausserdem seien die Löhne für den 

Oktober und November 2015 verspätet einbezahlt worden. Das KIGA 

wies die Einsprache mit Entscheid vom 20. April 2016 ab. Begründend 

wurde ausgeführt, dass keine Unzumutbarkeit des bisherigen 

Arbeitsverhältnisses angenommen werden könne und unbestritten sei, 

dass A._____ seine bisherige Stelle bei der C._____ GmbH gekündigt 

habe, ohne im Besitz einer Zusicherung für eine unmittelbar 

anschliessende unbefristete Stelle zu sein. Selbst falls von einer 

unzumutbaren Stelle ausgegangen werden könnte, so wäre A._____ 

verpflichtet gewesen, noch eine Weile im unzumutbaren Arbeitsverhältnis 

zu verweilen, um eine unmittelbar anschliessende unbefristete Stelle zu 

suchen. 

6. Gegen den Einspracheentscheid vom 20. April 2016 erhob A._____ 

(nachfolgend Beschwerdeführer) am 19. Mai 2016 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Der Beschwerdeführer 

beantragte sinngemäss, dass der angefochtene Entscheid aufzuheben 

und das KIGA zu verpflichten sei, die ungekürzten gesetzlichen 

Leistungen zu erbringen. Zur Begründung führte er aus, dass er sich am 

15. Oktober 2015 bei der Arbeitslosenkasse Graubünden gemeldet habe, 

um Informationen bzgl. eines Zwischenverdienstes zu erhalten. Während 

dieses Gespräches habe die Sachbearbeiterin nicht darauf hingewiesen, 

dass er die bestehende Stelle bei der C._____ GmbH nicht selber 

kündigen dürfe und auch nicht auf Konsequenzen hingewiesen. Aus 

diesem Grund habe er die Stelle bei der C._____ GmbH Mitte Oktober 

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auf den 11. Dezember 2015 gekündigt, da er ab dem 14. Dezember seine 

Arbeitsstelle bei den D._____ habe antreten können. Er habe sich dabei 

auf die am 15. Oktober 2015 erhaltene Auskunft der Sachbearbeiterin der 

Arbeitslosenkasse Graubünden verlassen, dass er mit seinem Verhalten 

die gesetzlichen Vorschriften einhalte.

7. Mit Stellungnahme vom 6. Juni 2016 beantragte das KIGA (nachfolgend 

Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde. Es wiederholte 

dabei die im Einspracheentscheid getätigten Ausführungen und betonte, 

dass der Beschwerdeführer bereits 14 Tage nach Stellenantritt die Stelle 

bei der C._____ GmbH gekündigt habe. Zwar seien die Lohnzahlungen 

tatsächlich leicht verspätet eingegangen, es handle sich dabei jedoch 

aufgrund der geringen Abweichung um keinen Grund für eine 

Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses. Ausserdem sei die Kündigung 

bereits vor der ersten Lohnzahlung ausgesprochen worden. Ausserdem 

sei auf die Bemerkung des Beschwerdeführers in seinem Antrag auf 

Arbeitslosenentschädigung hinzuweisen, in welchem er als Grund der 

Kündigung die neue Anstellung bei den D._____, den kürzeren 

Arbeitsweg und mehr Zeit für seinen Sohn angebe. Selbst wenn das 

Arbeitsverhältnis aus Sicht der Arbeitslosenversicherung unzumutbar 

gewesen wäre, wäre es die Pflicht des Beschwerdeführers gewesen, eine 

Zeit lang im Arbeitsverhältnis zu verbleiben, um eine unbefristete und 

zumutbare Stelle zu suchen. Die vom Beschwerdeführer angetretene 

befristete Stelle habe diese Voraussetzungen nicht erfüllt.

8. Mit Replik vom 17. Juni 2016 wiederholte der Beschwerdeführer 

weitgehend seine in der Einsprache vom 3. März 2016 getätigten 

Ausführungen. 

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Der Beschwerdegegner verzichtete mit Schreiben vom 29. Juni 2016 auf 

eine Duplik.

Auf Aufforderung der Einzelrichterin reichte der Beschwerdegegner noch 

zusätzliche Akten nach, welche dem Beschwerdeführer mit Schreiben 

vom 9. August 2016 zugestellt wurden.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

auf den angefochtenen Entscheid sowie auf die im Recht liegenden 

Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 20. April 2016. Gegen 

Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) 

i.V.m. Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) Beschwerde beim 

kantonalen Versicherungsgericht eingereicht werden. Örtlich zuständig ist 

gemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie 

Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV, SR 

837.02) das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die 

versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht 

erfüllt. Da der Beschwerdeführer die Kontrollpflicht im Kanton 

Graubünden erfüllt, fällt die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

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demnach in die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 

ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheides ist der Beschwerdeführer berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde (Art. 60 sowie 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten.

b) Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5‘000.-- nicht 

überschreitet und aufgrund Art. 43 Abs. 2 VRG keine Fünferbesetzung 

vorgeschrieben ist. Der versicherte Verdienst des Beschwerdeführers 

beträgt Fr. 5‘633.-- und wird ihm im Umfang von 80 % entschädigt 

(beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1). Dies entspricht gemäss Art. 23 

Abs. 1 AVIG und Art. 40a AVIV einem Taggeld von Fr. 207.70 (Fr. 5‘633.-- 

: 21.7 Tage x 0.8). Mit Verfügung vom 9. Februar 2016 - bestätigt durch 

den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 20. April 2016 - 

wurde der Beschwerdeführer für 18 Tage in der Anspruchsberechtigung 

eingestellt, was einem Streitwert von Fr. 3‘738.60 (Fr. 207.70 x 18 Tage) 

entspricht. Da der Streitwert somit unter Fr. 5‘000.-- liegt und kein Fall von 

Art. 43 Abs. 2 VRG vorliegt, ist die Zuständigkeit der Einzelrichterin 

gegeben. 

2. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der Ein-

spracheentscheid des Beschwerdegegners vom 20. April 2016. Streitig 

und nachfolgend zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht wegen 

selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 18 Tage in der 

Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.

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3. a) Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist der Versicherte in der 

Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er durch eigenes Verschulden 

arbeitslos ist. Ein Selbstverschulden im Sinne der 

Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt der 

Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in 

einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen 

vermeidbaren Verhalten des Versicherten liegt, für das die 

Arbeitslosenversicherung die Haftung nicht übernimmt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_958/2008 vom 30. April 2009 E.2.2 mit weiteren 

Hinweisen). Als selbstverschuldet gilt die Arbeitslosigkeit unter anderem 

auch dann, wenn der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis von sich aus 

aufgelöst hat, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert war, es sei 

denn, dass ihm das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet 

werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV), oder wenn der Versicherte ein 

Arbeitsverhältnis von voraussichtlich längerer Dauer von sich aus 

aufgelöst hat und ein anderes eingegangen ist, von dem er wusste oder 

hätte wissen müssen, dass es nur kurzfristig sein wird, es sei denn, dass 

ihm das Verbleiben an der vorherigen Arbeitsstelle nicht zugemutet 

werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. c AVIV).

b) Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b und c 

AVIV findet das sozialversicherungsrechtliche Schadenminderungsprinzip 

(Art. 17 Abs. 1 AVIG) seine Grenze am Zumutbarkeitsgedanken (Art. 16 

Abs. 2 AVIG). Gesetzlicher Anknüpfungspunkt für den Begriff der 

zumutbaren Arbeit bildet Art. 16 AVIG, wonach grundsätzlich jede Arbeit 

zumutbar ist (Abs. 1), es sei denn, einer der in Abs. 2 lit. a–i 

abschliessend aufgezählten Ausnahmetatbestände liege vor (vgl. BGE 

124 V 62 E.3b). Die Unzumutbarkeitsgründe müssen kumulativ 

ausgeschlossen sein, damit eine zumutbare Arbeit angenommen werden 

kann. Eine Stelle, die im Sinne von Art. 16 Abs. 2 AVIG unzumutbar und 

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damit von der Annahmepflicht ausgenommen ist, kann der versicherten 

Person auch nicht zum Beibehalten zugemutet werden. Dabei ist bei der 

Bewertung der Zumutbarkeit bezüglich Beibehaltung einer Stelle ein 

strengerer Massstab anzuwenden, als bei der Annahme einer solchen 

(vgl. GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, Bern 1987, Art. 30 Rz. 13). 

Der versicherten Person darf aufgrund der ihr obliegenden 

Schadenminderungspflicht in der Regel zugemutet werden, für eine 

begrenzte Zeit im unbefriedigenden Arbeitsverhältnis zu bleiben und sich 

von dort aus um eine neue Stelle zu bemühen (vgl. FAESI, 

Arbeitslosenentschädigung und Zwischenverdienst, Diss. Zürich 1999, 

S. 309; CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. 

Zürich 1998, S. 116).

c) Bei der Prüfung der Frage, ob eine Sanktion wegen Selbstaufgabe der 

Stelle im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. b und c AVIV zulässig ist, gilt es, das 

Übereinkommen Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) 

über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 

vom 21. Juni 1988 (SR 0.822.726.8; Übereinkommen) zu beachten, das 

für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist. Nach Art. 20 

lit. c des Übereinkommens können Leistungen der 

Arbeitslosenversicherung verweigert, entzogen, zum Ruhen gebracht 

oder gekürzt werden, wenn die zuständige Stelle festgestellt hat, dass die 

betreffende Person ihre Beschäftigung freiwillig („volontairement“) und 

ohne triftigen Grund („sans motif légitime“) aufgegeben hat; hierfür muss 

kein qualifiziertes Verschulden gegeben sein (vgl. BGE 124 V 234 E.3b). 

Wie auch das Bundesgericht festgehalten hat, kann nicht von einer 

freiwilligen Beschäftigungsaufgabe im Sinne des Übereinkommens 

gesprochen werden, wenn die versicherte Person für das Verlassen der 

Stelle legitime Gründe zu nennen vermag (vgl. BGE 124 V 234 E.4b/aa, 

vgl. auch KUPFER BUCHER, in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung 

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des Bundesgerichts zum AVIG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, S. 161 

ff.).

4. a) Vorliegend gilt in tatsächlicher Hinsicht als erstellt, dass der 

Beschwerdeführer das unbefristete Arbeitsverhältnis bei der C._____ 

GmbH Mitte Oktober 2015 auf den 11. Dezember 2015 gekündigt hat (Bg-

act. 5 und 6). Unbestritten ist ebenfalls, dass der Beschwerdeführer ab 

dem 14. Dezember 2015 eine Arbeitsstelle mit Pensum von 100 % bei 

den D._____ antreten konnte, welche auf die Wintersaison (ca. bis 

28. März 2016) befristet war und mit einem Bruttolohn von Fr. 3‘100.-- 

entlöhnt wurde (vgl. den vom Beschwerdegegner am 8. August 2016 

nachgereichten Saisonarbeitsvertrag vom 13. Dezember 2015). 

Aktenkundig ist zudem, dass der Beschwerdeführer bei seinem 

bisherigen Arbeitgeber für ein Pensum von 100 % mit Fr. 5‘200.-- entlöhnt 

wurde (Bg-act. 6). Damit ergibt sich als Zwischenergebnis, dass der 

Beschwerdeführer ein unbefristetes Arbeitsverhältnis aufgegeben hat, 

ohne dass ihm eine zumutbare Stelle von voraussichtlich längerer Dauer 

zugesichert worden wäre. Zu prüfen bleibt somit, ob das gekündigte 

Arbeitsverhältnis aus den im Gesetz genannten Gründen unzumutbar und 

der Beschwerdeführer deshalb berechtigt war, dieses von sich aus zu 

kündigen, ohne eine Zeit lang im unbefristeten Arbeitsverhältnis bei 

seinem bisherigen Arbeitgeber zu verbleiben, um von da aus nach einer 

unmittelbar anschliessenden, unbefristeten und zumutbaren Stelle zu 

suchen. 

b) Das Verbleiben an der vorherigen Arbeitsstelle ist unter anderem dann 

nicht zumutbar, wenn einer der Unzumutbarkeitstatbestände nach Art. 16 

Abs. 2 lit. a-i AVIG vorliegt, wobei bei der Bewertung der Zumutbarkeit 

bezüglich Beibehaltung einer Stelle ein strengerer Massstab anzuwenden 

ist als bei der Annahme einer solchen (vgl. E.3b). 

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c) Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerde vom 19. Mai 2016 keine 

expliziten Gründe vor, weshalb ihm das Verbleiben an der vorherigen 

Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte. In der Stellungnahme vom 

27. Januar 2016 (Bg-act. 8) und der Einsprache vom 3. März 2016 (Bg-

act. 10) brachte er aber diesbezüglich vor, dass er bei der C._____ GmbH 

eine Arbeitsstelle als B._____ angetreten habe, jedoch nach Beginn der 

Tätigkeit am 1. Oktober 2015 hauptsächlich auf dem Bau eingesetzt 

worden sei. Ausserdem seien die Lohnzahlungen verspätet eingegangen 

und die Administration des Arbeitgebers sei unzuverlässig gewesen. 

Bezüglich der leicht verspäteten Lohnzahlungen weist der 

Beschwerdegegner zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer die 

Stelle bei der C._____ GmbH bereits Mitte Oktober 2015 kündigte, womit 

die erstmals auf Ende Oktober 2015 geschuldete und anfangs November 

2015 erfolgte Lohnzahlung nicht entscheidrelevant für die Kündigung sein 

konnte, was selbstredend auch für die leicht verspätete Lohnzahlung für 

den Monat November gilt (beschwerdeführerische Akten [Bf-act. 3). 

Zusätzlich ergeben sich in den Akten keine Hinweise darauf, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund des anderen als vereinbarten Einsatzgebiets 

beim Arbeitgeber vorstellig wurde. Der Beschwerdegegner weist zu Recht 

darauf hin, dass der Beschwerdeführer selber als Grund für die 

Kündigung der Arbeitsstelle bei der C._____ GmbH in seinem Antrag auf 

Arbeitslosenentschädigung vom 29. Dezember 2015 (Bg-act. 5) die neue 

Anstellung und den kürzeren Arbeitsweg sowie die Möglichkeit, mehr Zeit 

mit dem Sohn zu verbringen angegeben hat. Da der Arbeitsweg während 

der Anstellung bei seinem bisherigen Arbeitgeber für den 

Beschwerdeführer 22 Minuten betrug (Bg-act. 6), handelt es sich dabei 

um keinen Unzumutbarkeitsgrund gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. f AVIG, 

wonach erst bei einem Arbeitsweg von mehr als zwei Stunden je für den 

Hin- und Rückweg unter weiteren Voraussetzungen von einer 

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Unzumutbarkeit ausgegangen werden kann. Der Wunsch, mehr Zeit mit 

dem Sohn zu verbringen, begründet ebenfalls keine Unzumutbarkeit des 

Verbleibens bei der bisherigen Arbeitsstelle. In den Akten sind somit 

keinerlei Hinweise für Unzumutbarkeitsgründe i.S.v. Art. 16 Abs. 2 lit. a-i 

AVIG ersichtlich.

d) Dadurch, dass der Beschwerdeführer mit der Kündigung des 

unbefristeten Arbeitsverhältnisses nicht bis zur Zusicherung einer 

unbefristeten und zumutbaren Stelle zugewartet hatte, hat er das Risiko 

der Arbeitslosigkeit auf sich genommen und damit seine Arbeitslosigkeit 

i.S.v. Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV selbst verschuldet. Der Beschwerdeführer 

hatte zwar eine unmittelbar zur bisherigen Anstellung anschliessende 

Arbeitsstelle zugesichert, als er das bisherige Arbeitsverhältnis auflöste. 

Bei dieser neuen Anstellung handelte es sich jedoch nur um ein 

befristetes Arbeitsverhältnis i.S.v. Art. 44 Abs. 1 lit. c AVIV. Zudem war 

der Lohn bei der neuen Anstellung mit Fr. 3‘100.-- für ein 100 % Pensum 

(vgl. den vom Beschwerdegegner am 8. August 2016 nachgereichten 

Saisonarbeitsvertrag vom 13. Dezember 2015) tiefer als der Lohn beim 

bisherigen Arbeitgeber von Fr. 5‘200.-- für ein 100 % Pensum (Bg-act. 6), 

womit gemäss Art. 24 Abs. 1 und 3 AVIG ein Anspruch auf Ersatz des 

Verdienstausfalls entstand, da der versicherte Verdienst des 

Beschwerdeführers Fr. 5‘633.-- beträgt. Die neue Anstellung erfüllte somit 

die Voraussetzungen von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV nicht. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer 

zumutbar gewesen wäre, noch eine gewisse Zeit im unbefristeten 

Arbeitsverhältnis bei der C._____ GmbH zu verbleiben, um von da aus 

nach einer unmittelbar anschliessenden, unbefristeten und zumutbaren 

Stelle zu suchen. Die dem Beschwerdeführer zugesicherte neue 

befristete Anstellung berechtigte ihn nicht, das bisherige unbefristete 

Arbeitsverhältnis aufzulösen.

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5. a) Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er sich am 15. Oktober 2015 bei 

der Arbeitslosenkasse Graubünden telefonisch gemeldet habe um 

Informationen bzgl. der Anstellung bei den D._____ zu erhalten. Während 

diesem Gespräch sei in keiner Weise erwähnt worden, dass er nicht 

selber kündigen dürfe. Er rügt somit sinngemäss, dass die 

Sachbearbeiterin der Arbeitslosenkasse Graubünden die ihr gemäss 

Art. 27 ATSG obliegenden Aufklärungs- und Beratungspflicht verletzt 

habe und der Beschwerdeführer gestützt auf vertrauensrechtliche 

Grundsätze davon ausgehen durfte, dass er die unbefristete Stelle bei 

seinem bisherigen Arbeitgeber zugunsten der befristeten Stelle bei den 

D._____ kündigen durfte. 

b) Art. 27 Abs. 1 ATSG stipuliert eine allgemeine und permanente 

Aufklärung- und Beratungspflicht der Versicherungsträger und 

Durchführungsorgane, die nicht erst auf persönliches Verlangen der 

interessierten Person zu erfolgen hat und hauptsächlich durch die Abgabe 

von Informationsbroschüren, Merkblättern und Wegleitungen erfüllt wird 

(vgl. BGE 131 V 472 E.4.1). Gemäss Art. 27 Abs. 2 Satz 1 ATSG hat jede 

Person Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre 

Rechte und Pflichten. Diese Bestimmung stipuliert ein individuelles Recht 

auf Beratung durch den zuständigen Versicherungsträger. Die Beratung 

gemäss Art. 27 Abs. 2 ATSG bezieht sich auf die Rechte und Pflichten im 

konkreten Einzelfall, wobei eine Beschränkung auf den jeweiligen 

Versicherungszweig gilt. Ziel der Beratung hat zu sein, dass die 

betreffende Person sich so zu verhalten vermag, dass eine den 

gesetzgeberischen Zielen des betreffenden Erlasses entsprechende 

Rechtsfolge eintritt (BGE 131 V 472 E.4.3; SVR 2010 UV Nr. 28, Urteil 

des Bundesgerichts 8C_475/2009 vom 22. Februar 2010 E.2.1). Der 

Umfang der Beratung richtet sich in erster Linie nach der Schwierigkeit 

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des jeweiligen Normenkomplexes und nach dem Grad der 

Angewiesenheit der leistungsberechtigten Person auf beratende Hilfe. 

Zum Kern dieser Beratungspflicht gehört, die versicherte Person darauf 

hinzuweisen, dass ihr Verhalten eine der Voraussetzungen des 

Leistungsanspruchs gefährden kann (BGE 131 V 472 E.4.3 mit 

Hinweisen). Im Ergebnis bedeutet die in Art. 27 Abs. 2 ATSG statuierte 

Beratungspflicht mithin, dass - entgegen der bisherigen 

Betrachtungsweise (vgl. BGE 111 V 405; SVR 1999 ALV Nr. 6) - der 

Versicherungsträger sich nicht mehr darauf zu berufen vermag, die 

betreffende Person hätte sich bei entsprechender Gesetzeskenntnis 

zutreffend verhalten können. Zudem hat sich der Versicherungsträger in 

einem bestimmten Mass aktiv zu verhalten und die versicherte Person - 

gegebenenfalls auch unaufgefordert - über bestimmte Elemente zu 

informieren (vgl. KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2015, Art. 27 

Rz. 21). Es kann jedoch nicht erwartet werden, dass Informationen 

abgegeben werden, die als allgemein bekannt vorausgesetzt werden 

dürfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_894/2008 vom 18. Dezember 

2008 E.3.2). Die Leistungsträger dürfen sich demnach darauf 

beschränken, klar umrissene Fragen zu beantworten, solange der Kern 

der Beratungspflicht gewährleistet wird (vgl. zum Ganzen das Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 138/05 vom 3. Juli 2006 E.3.1 

ff.). Allgemein ist auch von den Versicherten ein Minimum an 

Aufmerksamkeit und Mitdenken im Sinne der Betätigung des gesunden 

Menschenverstandes zu verlangen, sei es in einem laufenden Verfahren, 

sei es zur Wahrung später entstehender Leistungsansprüche (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 9C_1005/2008 vom 5. März 2009 E.3.2.1). 

c) Wird diese Aufklärungs- und Beratungspflicht gemäss Art. 27 ATSG 

verletzt, so ist dies einer unrichtig erteilten Auskunft des 

Versicherungsträgers gleichzusetzen und dieser hat in Nachachtung der 

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Grundsätze zum Vertrauensprinzip hierfür einzustehen (BGE 127 I 31 E.3a, 

124 V 221 E.2b, 113 V 71 E.2, 112 V 120 E.3b). Dies gilt insbesondere 

auch für den Fall, in welchem eine Auskunft, entgegen gesetzlicher 

Vorschrift oder obwohl sie nach den im Einzelfall gegebenen Umständen 

geboten war, unterbleibt (BGE 131 V 472 E.4.3 und 5; vgl. zu den Folgen 

der ungenügenden Beratung insbesondere auch PVG 2014 Nr. 11 sowie 

KIESER, a.a.O., Art. 27 Rz. 28 ff.).

d) Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer eine Sachbearbeiterin der 

Arbeitslosenkasse Graubünden erstmals am 15. Oktober 2015 und 

danach noch einige weitere Male (18., 21. und 30. Dezember 2015 sowie 

16. Februar 2016) telefonisch kontaktiert hat (vgl. Bf-act. 2). Vorliegend 

massgeblich ist hauptsächlich das Gespräch vom 15. Oktober 2015. Der 

Beschwerdeführer bringt vor, dass er sich anlässlich dieses Gesprächs 

erkundigt habe, wie das Vorgehen sei, damit er Entschädigungsgelder 

erhalte während einer Anstellung bei den D._____. Gemäss eigener 

Darstellungen des Beschwerdeführers in der Stellungnahme vom 

27. Januar 2016 (Bg-act. 8), in der Einsprache vom 3. März 2016 (Bg-

act. 10) sowie in der Beschwerde vom 19. Mai 2016 war das Hauptthema 

des Telefongesprächs der grundsätzliche Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung im Rahmen des 

Zwischenverdienstes. Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, dass er der 

Sachbearbeiterin im Telefongespräch von 15. Oktober 2015 mitgeteilt 

habe, dass er eine unbefristete Arbeitsstelle zugunsten einer auf drei 

Monate befristeten Stelle kündigen wolle. Aus den eingereichten 

Unterlagen, insbesondere auch aus der Beschwerde vom 19. Mai 2016 

und aus der Replik vom 17. Juni 2016 ergibt sich, dass der 

Beschwerdeführer nicht daran zweifelt, dass die neue (befristete) 

Anstellung ihn berechtigte, die unbefristete Anstellung bei seinem 

bisherigen Arbeitgeber zu kündigen. Da der Beschwerdeführer somit 

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keine Zweifel daran hat, dass seine Kündigung zulässig war, ist 

nachvollziehbar, dass er im betreffenden Gespräch vom 15. Oktober 2015 

keinen Grund hatte, eine Frage zur Zulässigkeit der Kündigung einer 

unbefristeten Arbeitsstelle zugunsten einer befristeten Arbeitsstelle zu 

stellen. Die zuständige Sachbearbeiterin gibt im E-Mail vom 4. Februar 

2016 (Bg-act. 12) denn auch an, dass sie erst nachträglich erfahren habe, 

dass der Beschwerdeführer bei seinem bisherigen Arbeitgeber einen 

unbefristeten Vertrag abgeschlossen hatte. Wie bereits erwähnt (siehe 

E.5b), dürfen sich die Leistungsträger darauf beschränken, klar umrissene 

Fragen zu beantworten, solange der Kern der Beratungspflicht 

gewährleistet wird. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass im 

Telefongespräch vom 15. Oktober 2015 eine Frage bzgl. der Zulässigkeit 

einer Kündigung einer unbefristeten Arbeitsstelle zugunsten einer 

befristeten Arbeitsstelle gestellt wurde. Aufgrund der vom 

Beschwerdeführer geschilderten Sachlage konnte die Sachbearbeiterin 

auch nicht von sich aus darauf schliessen, dass es sich bei der Anstellung 

bei seinem bisherigen Arbeitgeber um einen unbefristeten Arbeitsvertrag 

handelte, da der Beschwerdeführer davon sprach, dass er bei der 

C._____ GmbH einen Job für drei Monate habe (vgl. Bg-act. 12). Der 

Beschwerdeführer wurde somit von der zuständigen Sachbearbeiterin der 

Arbeitslosenkasse Graubünden im Telefongespräch vom 15. Oktober 

2015 bezüglich der Zulässigkeit der Kündigung einer unbefristeten 

Arbeitsstelle zugunsten einer befristeten Arbeitsstelle weder falsch noch 

ungenügend informiert, da er im fraglichen Gespräch keine 

entsprechende Auskunft verlangte und die tatsächliche Sachlage für die 

Sachbearbeiterin aufgrund der durch den Beschwerdeführer mitgeteilten 

Informationen nicht erkennbar war. Es liegt somit keine Verletzung der 

Aufklärungs- und Beratungspflicht gemäss Art. 27 ATSG vor. Die 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter 

Arbeitslosigkeit i.S.v. Art. 44 Abs. 1 lit. b und c AVIV erweist sich somit als 

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rechtmässig. Zu prüfen bleibt, ob die Dauer der Einstellung angemessen 

ist.

6. a) Gemäss Art. 30 Abs. 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach 

dem Grad des Verschuldens und beträgt je nach Einstellungsgrund 1 bis 

15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 

Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). Als 

sachgemässer Ausgangspunkt für die individuelle 

Verschuldensbeurteilung im Bereich des schweren Verschuldens ist nach 

der Rechtsprechung grundsätzlich ein Mittelwert der Skala zu wählen. 

Diese Vorgehensweise ermöglicht unter Berücksichtigung der gegebenen 

Umstände des konkreten Einzelfalls einerseits eine Verschärfung der 

verwaltungsrechtlichen Sanktion. Anderseits erlauben Milderungsgründe 

eine angemessene Reduktion (vgl. BGE 123 V 150 E.3c). Von Gesetzes 

wegen liegt nach Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV ein schweres Verschulden vor, 

wenn die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare 

Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle aufgegeben hat. 

Unter einem entschuldbaren Grund ist ein Grund zu verstehen, der 

geeignet ist, das Verschulden als mittelschwer oder leicht erscheinen zu 

lassen. Ein solcher im konkreten Einzelfall liegender Grund kann die 

subjektive Situation der betroffenen Person (z.B. gesundheitliche 

Probleme) oder eine objektive Gegebenheit (z.B. die Befristung einer 

Stelle) beschlagen (vgl. BGE 130 V 125 E.3.4.3. und 3.5; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts C 161/06 vom 6. Dezember 2006 

E.3.2).

b) Da es sich bei der Dauer der Einstellung naturgemäss um einen 

Ermessensentscheid handelt, bei welchem den Verfügungsinstanzen ein 

grosser Ermessungsspielraum zusteht, ist dem Verwaltungsgericht bei 

der Beurteilung der Einstellungsdauer Zurückhaltung geboten (vgl. BGE 

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126 V 353 E.5d; Urteil des Bundesgerichts 8C_22/2008 vom 5. März 

2008 E.3). Es darf sein Ermessen nicht ohne triftige Gründe an die Stelle 

desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich bei der Korrektur 

auf Gegebenheiten abstützen können, welche eine abweichende 

Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 

V 353 E.5d, 123 V 150 E.2 mit weiteren Hinweisen).

c) Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer 

für 18 Tage, also im Bereich des mittelschweren Verschuldens, in der 

Anspruchsberechtigung eingestellt. Dabei wurde berücksichtigt, dass der 

Beschwerdeführer sich nicht unmittelbar nach Beendigung des alten 

Arbeitsverhältnisses zum Bezug von Arbeitslosenversicherungstaggeld 

angemeldet hat und dass er ab Beginn seiner Arbeitslosigkeit einer 

Zwischenverdiensttätigkeit nachgehen konnte. Das hierbei durch den 

Beschwerdegegner eine Einstelldauer im Rahmen des mittelschweren 

Verschuldens gewählt wurde, obwohl gemäss Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV 

ein schweres Verschulden vorliegt, wenn die versicherte Person ohne 

entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung 

einer neuen Arbeitsstelle aufgegeben hat, ist nicht zu beanstanden, da es 

zulässig ist, bei Gründen, welche das Verschulden als mittelschwer 

erscheinen lassen, den durch Art. 45 Abs. 4 lit. a i.V.m. Art. 45 Abs. 3 lit. c 

AVIV gesetzten Sanktionsrahmen zu unterschreiten (vgl. zum Ganzen 

BGE 130 V 125 E.3.2 ff.) Die verfügte Einstelldauer von 18 Tage 

erscheint insgesamt als angemessen und ist nicht zu beanstanden.

7. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen erweist sich der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 20. April 2016 als rechtens, was 

zur vollumfänglichen Bestätigung desselben und zur Abweisung der 

dagegen erhobenen Beschwerde führt.

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8. Gerichtskosten werden keine erhoben, da das Verfahren vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht – ausser bei mutwilliger oder 

leichtsinniger Prozessführung – gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. 

Der obsiegende Beschwerdegegner hat keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt die Einzelrichterin

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]