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**Case Identifier:** d11f292e-9ba2-507e-a120-9896f87f1d2c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 02.11.2010 ZK2 2010 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2010-59_2010-11-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 02. November 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 10 59

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Bochsler
RichterInnen Michael Dürst und Hubert
Aktuar Rogantini

In der zivilrechtlichen Berufung

der Y . , Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Reto T. Annen, Bärenloch 1, 7002 Chur, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 29. Juni 2010, mitgeteilt am 20. 
August 2010, in Sachen A.X. und B.X., Beklagte und Berufungsbeklagte, gegen 
Kläger und Berufungskläger,

betreffend Forderung aus Werkvertrag (ausseramtliche Entschädigung),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Nach erfolgloser Vermittlung vor dem Vermittleramt des Kreises Rhäzüns 
hat die Y., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto T. Annen, mit 
Prozesseingabe vom 9. Februar 2010 eine Forderung aus einem Werkvertrag 
gegen A.X. und B.X. eingeklagt. 

B. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 29. Juni 2010 reichte der klägerische 
Rechtsvertreter eine Honorarnote in Höhe von gesamthaft Fr. 9'701.50 (inkl. 7.6% 
Mehrwertsteuer) ein, wobei diese eine detaillierte Auflistung aller erbrachten und 
geltend gemachten Leistungen umfasste, jedoch ohne alle einzelnen Positionen 
zu begründen.

C. Mit Urteil vom 29. Juni 2010, mitgeteilt am 20. August 2010, hat das 
Bezirksgericht Imboden die Klage teilweise gutgeheissen. Die Prozesskosten 
wurden den Beklagten auferlegt, welche zudem verpflichtet wurden, die Klägerin 
ausseramtlich mit Fr. 4'132.– (inkl. 7.6% Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Zur 
Begründung führte die Vorinstanz diesbezüglich aus (E. 5):

„[…] Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass im vorliegenden Verfahren 
nur ein einfacher Rechtsschriftenwechsel stattgefunden hat, diese einen 
überschaubaren Umfang aufweisen, die Zeugeneinvernahmen ebenfalls 
kein Übermass an Zeit beansprucht haben und die Streitsache nicht von 
sonderlicher Komplexität ist, erscheint ein Honorar in Höhe von Fr. 
4'132.00 (inkl. 7.6% Mehrwertsteuer) als angemessen.“

D. Die Klägerin hat mit Eingabe vom 13. September 2010 beim Bezirksgericht 
Imboden schriftlich und begründet die Berufung gegen das Urteil vom 29. Juni 
2010 erklärt, welche vom Bezirksgericht am 14. September 2010 an das 
zuständige Kantonsgericht weitergeleitet wurde. Angefochten wird darin lediglich 
der Teil der Ziffer 2 des entsprechenden Urteilsdispositivs betreffend die 
ausseramtliche Entschädigung. Diese sei aufzuheben und es sei neu auf Fr. 
8'656.30 zuzüglich Mehrwertsteuer (entspricht Fr. 9'324.20 inkl. Mehrwertsteuer) 
zu erkennen, unter entsprechender Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 
Mehrwertsteuer. Es wird ferner, in Anbetracht der bereits ausgeführten 
Begründung der Berufung, die Durchführung des schriftlichen Verfahrens im Sinne 
von Art. 224 Abs. 2 ZPO sowie die Edition der vollständigen Akten der Vorinstanz 
beantragt.

E. Zur Begründung macht die Berufungsklägerin geltend, ihr Anspruch auf 
rechtliches Gehör sei verletzt worden, da die Begründung mangelhaft sei. Es sei 
weder zu erkennen, von welchen Überlegungen sich das Gericht leiten liess, noch 

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welche in Rechnung gestellten Aufwandpositionen aus der detaillierten 
Honorarnote das Gericht für übersetzt halte. Des Weiteren sei die zugesprochene 
Entschädigung unangemessen und der Entscheid damit in diesem Punkt in 
Verletzung von Art. 122 ZPO erfolgt. 

Zu den aussergerichtlichen Kosten gehöre auch der vorprozessuale Aufwand im 
Sinne von Vergleichsbemühungen, die Auslagen für die Beschaffung von 
Beweismaterial, die Instruktion und Kosten eines Stellvertreters, die Spesen sowie 
insbesondere die Kosten des Sühneverfahrens. Würden die Kosten für 
Vergleichsbemühungen nicht als notwendige Auslagen erachtet, läge der Schluss 
nahe, dass diese nicht zum Auftrag eines berufsmässigen Vertreters gehörten. 
Das würde letztlich dazu führen, dass auf solche Vergleichsverhandlungen 
gänzlich verzichtet würde, da die Gefahr bestehe, bei deren Scheitern die Kosten 
selbst bei Obsiegen vor Gericht nicht entschädigt zu bekommen. Es liege 
demgegenüber primär auch im Interesse des Gerichts, dass grundsätzlich eine 
einvernehmliche Lösung angestrebt werde und erst bei Erfolglosigkeit dieser 
Bemühungen ein gerichtliches Verfahren durchzuführen sei. Aus diesem Grunde 
sei es Praxis der Bezirksgerichte, regelmässig vorprozessuale Aufwendungen zu 
berücksichtigen, sofern diese den geltend gemachten Streitwert nicht überstiegen.

Im vorliegenden Fall sei konkret der Aufwand im Umfang von 23.55 Stunden klar 
ausgewiesen und vom Gericht ohne Weiteres erkennbar. Dazu kämen 3 Stunden 
für diverse Besprechungen mit der Klientschaft sowie 8.6 Stunden für 
Verhandlungen und Versuche, eine einvernehmliche Lösung zu finden, was 
ebenfalls als im Rahmen erachtet werde, da die Gegenpartei sich nicht sonderlich 
kooperativ gezeigt habe. Schliesslich seien Spesen von gesamthaft Fr. 220.30 
zuzüglich Mehrwertsteuer angefallen. 

Dass die geltend gemachte Gesamtsumme der Parteientschädigung vor der 
Berufungsinstanz kleiner ausfalle als vor dem vorinstanzlichen Bezirksgericht, 
erkläre sich damit, dass die Position „Hauptverhandlung Bezirksgericht Imboden“ 
vom 29. Juni 2010 um 1.5 Stunden zu kürzen sei, da sie auf eine vorgängige 
Schätzung basiert habe, sich die effektive Verhandlung inklusive Fahrtwege 
jedoch auf nur 1 Stunde beschränkt habe. Letztlich habe sich die Gegenseite 
anlässlich der Hauptverhandlung gegen die Honorarnote nicht widersetzt. Die 
nachgewiesenen Aufwendungen seien daher entsprechend dem Obsiegen der 
Klägerin vor der Vorinstanz zu entschädigen.

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F. Mit Verfügung vom 23. September 2010 ordnete der Vorsitzende der II. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts dem Antrag der Berufungsklägerin entsprechend 
das schriftliche Verfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO an. Gleichzeitig wurde der 
berufungsbeklagten Partei eine Frist für die Einreichung einer schriftlichen 
Berufungsantwort angesetzt sowie in einer zweiten Verfügung von beiden Parteien 
ein Kostenvorschuss im Umfang von je Fr. 1'500.– gefordert.

G. Die Berufungsbeklagten haben innert Frist keine Stellungnahme 
eingereicht, wohl aber den Gerichtskostenvorschuss von Fr. 1'500.– geleistet. Die 
Vorinstanz hat die Berufungserklärung und die Akten dem Kantonsgericht 
weitergeleitet, ohne sich zur Sache zu äussern.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 218 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kanton Graubünden 
(ZPO; BR 320.000) kann gegen Urteile der Bezirksgerichte in 
vermögensrechtlichen Streitigkeiten mit einem Streitwert von über Fr. 8'000.– (Art. 
19 Ziff. 1 ZPO) die Berufung an das Kantonsgericht ergriffen werden. 
Entsprechend der Praxis des Kantonsgerichts Graubünden (vgl. Urteil der 
Zivilkammer ZF 05 5 vom 2. Mai 2005 E. 1.a mit Hinweisen) ist ein 
Kostenentscheid mit demselben Rechtsmittel anfechtbar, das in der Hauptsache 
gegeben ist. 

Im vorliegenden Fall wird ausschliesslich die Ziffer 2 des Urteils des 
Bezirksgerichts Imboden vom 29. Juni 2010 und einzig im Punkt der 
ausseramtlichen Entschädigung angefochten. Gegen den Entscheid in der 
Hauptsache wäre aufgrund des Vorliegens des erforderlichen Streitwertes die 
Berufung jedenfalls gegeben. Die Frage, ob die Voraussetzung des Streitwertes 
von mindestens Fr. 8'000.– auch auf den angefochtenen Kosten- bzw. 
Parteientschädigungsentscheid Anwendung findet oder ob das Erreichen des 
erforderlichen Streitwerts in der Hauptsache genügt, wurde in der publizierten 
kantonalen Rechtsprechung – soweit ersichtlich – bisher offen gelassen (vgl. Urteil 
der Zivilkammer des Kantonsgerichts ZF 05 5 vom 2. Mai 2005 E. 1.a). Da hier 
aber die Höhe der beantragten Parteientschädigung ebenfalls Fr. 8'000.– 
übersteigt, kann die Frage erneut unbeantwortet bleiben und es ist auf die im 
Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Berufung einzutreten.

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2.1 Die Bundesverfassung der schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 
101) gewährleistet in Art. 29 Abs. 2 den Anspruch auf rechtliches Gehör in 
Verfahren vor Gerichtsinstanzen. Ausfluss daraus ist unter anderem die Pflicht zur 
Begründung von Entscheiden. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung muss 
die Begründung so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite 
des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 
höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die 
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und 
auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).

Im Bereich der Parteientschädigungen verlangt die Rechtsprechung des 
Bundesgerichts, dass insbesondere bei Vorliegen einer detaillierten Abrechnung 
der Leistungen von der festsetzenden Behörde erwartet werden kann, dass diese 
sich mit der eingereichten Honorarnote auseinandersetzt und zumindest 
summarisch ausführt, aus welchem Grund welche der geltend gemachten Posten 
nicht berücksichtigt wurden. Dies gilt umso mehr, wenn ein krasses Missverhältnis 
zwischen dem geltend gemachten und dem zugesprochenen Aufwand besteht 
(Urteil des Bundesgerichts 5D_175/2008 vom 6. Februar 2009 E. 5.5; vgl. ferner 
insbesondere das Urteil des Bundesgerichts U 359/05 vom 25. November 2005 E. 
5.2.3 sowie den etwas anders gelagerten Fall im Urteil des Bundesgerichts U 
87/06 vom 24. März 2006 E. 7).

2.2 Wenn im vorliegenden Fall die Vorinstanz in ihrem Entscheid (E. 5) zwar 
ausführt, dass im entsprechenden Verfahren nur ein einfacher 
Rechtsschriftenwechsel im überschaubaren Umfang stattgefunden habe und die 
Zeugeneinvernahmen ebenfalls nicht übermässig Zeit in Anspruch genommen 
hätten, mithin also Gründe für eine Herabsetzung nennt, dann aber den Betrag um 
mehr als die Hälfte senkt und auf Fr. 4’132.– festlegt, ohne anzudeuten wie dieser 
in der Berechnung zustande gekommen ist, verletzt sie ihre Begründungspflicht 
nach Art. 29 Abs. 2 BV sowie nach Art. 121 Abs. 1 Ziff. 4 ZPO in willkürlicher 
Weise (Art. 9 BV). Es ist denn auch nicht ersichtlich, welche Positionen der 
detaillierten Kostennote in welchem Umfang von der Vorinstanz beanstandet 
werden und welchen Stundenansatz sie anerkannt hat. Aus dem Protokoll der 
Hauptverhandlung vom 29. Juni 2010 (act. I/6) lässt sich lediglich – aber immerhin 
– entnehmen, dass dem Gericht 16 Stunden als angemessen erschienen (S. 2), 
ohne dass auch hier ersichtlich wäre, wie man auf diese Stundenzahl gekommen 
ist. Werden die 16 Stunden mit dem normalen Stundenansatz von Fr. 240.– 
zuzüglich 7.6% Mehrwertsteuer multipliziert, wie er von der Klägerin geltend 
gemacht wurde, ergibt dies gerundet den von der Vorinstanz zugesprochenen 

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Betrag von Fr. 4'132.–. Ein Verhandlungsprotokoll bildet allerdings nicht 
integrierender Bestandteil des Entscheids, weshalb es die Lückenhaftigkeit der 
Begründung nicht zu ersetzen oder ergänzen vermag. Des Weiteren ist der 
angefochtene Entscheid auch deshalb unhaltbar, weil die ebenfalls in der 
Honorarnote ausgewiesenen Spesen von Fr. 220.30 zuzüglich 7.6% 
Mehrwertsteuer, also Fr. 237.05, ohne jegliche Begründung unberücksichtigt 
blieben. Die Berufungsklägerin hat mithin zu Recht eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV gerügt. Die Berufung ist somit 
allein schon aus diesem Grund gutzuheissen und der letzte Satzteil von Ziffer 2 
des Urteils des Bezirksgerichts Imboden vom 29. Juni 2010 aufzuheben.

3. Wird im Rechtsmittelverfahren ein Entscheid ganz oder teilweise 
aufgehoben, kann die Sache der Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückgewiesen 
werden, es sei denn, der Fall sei spruchreif (Art. 229 Abs. 2 ZPO). Vorliegend 
befindet sich – wie schon bei der Vorinstanz – eine detaillierte Honorarnote bei 
den Akten, sodass das Kantonsgericht selbst in der Sache entscheiden kann 
(siehe auch das Urteil des Bundesgerichts 5D_175/2008 vom 6. Februar 2009 E. 
5.6 ff.). Im Gegensatz zu einer Rückweisung wird damit auch der 
Prozessökonomie und Verfahrensbeschleunigung Rechnung getragen. 

3.1 Für die Bestimmung der Höhe des entschädigungspflichtigen Aufwandes 
folgt aus Art. 114 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 122 Abs. 2 ZPO, dass sich 
die Entschädigungspflicht auf die notwendige anwaltliche Tätigkeit beschränkt. 
Was darunter zu verstehen ist und wie die anwaltliche Entschädigung zu 
bemessen ist, wird in der gestützt auf Art. 19 des Anwaltsgesetzes vom 14. 
Februar 2006 (AG; BR 310.100) erlassenen Verordnung über die Bemessung des 
Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte vom 17. März 2009 (HV; BR 
310.250) näher konkretisiert. Demgemäss setzt die urteilende Instanz die 
Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach Ermessen fest (Art. 2 Abs. 1 
HV). Sie geht vom Betrag aus, welcher der entschädigungsberechtigten Partei für 
die anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellt wird, sofern der vereinbarte 
Stundenansatz zuzüglich allfällig vereinbartem Interessenwertzuschlag üblich ist 
und keine Erfolgszuschläge enthält (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 1 HV). Als üblich gilt dabei 
ein Stundenansatz zwischen Fr. 210.– und Fr. 270.– (Art. 3 Abs. 1 HV). 
Vorausgesetzt wird alsdann, dass der geltend gemachte Aufwand angemessen 
und für die Prozessführung erforderlich war (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2 HV). Schliesslich 
darf die geforderte Entschädigung nicht zu einer von der Sache beziehungsweise 
von den legitimen Rechtsschutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigten Belastung 
der unterliegenden Partei führen (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 3 HV). Aus den vorgenannten 

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Bestimmungen folgt demnach, dass die Bemessung des sachgerechten Aufwands 
auf einer individuellen Würdigung zu beruhen hat, bei welcher dem Gericht ein 
erheblicher Ermessensspielraum zukommt.

3.2 Der Rechtsvertreter der Klägerin hat rechtzeitig eine Honorarnote 
eingereicht und diese auf einen Stundenansatz von Fr. 240.– basiert. Dieser 
entspricht den Voraussetzungen eines üblichen Ansatzes im Sinne von Art. 2 Abs. 
1 und Art. 3 Abs. 1 HV. Soweit ersichtlich, hat die Vorinstanz diesen implizit 
angewandt. 

3.3 Demgegenüber kam das Bezirksgericht bezüglich des nötigen 
Zeitaufwands zu einem anderen Ergebnis als dem von der Klägerin geltend 
gemachten. Anerkannt hat die Vorinstanz lediglich 16 Stunden, geltend gemacht 
wurden 32.9 Stunden. Da sich die Vorinstanz zur Begründung nicht geäussert hat, 
gilt es für das Kantonsgericht selbständig zu prüfen, welcher Zeitaufwand sich im 
vorliegenden Fall effektiv als notwendig erweist und welche Positionen dabei im 
Konkreten zu anerkennen sind. 

3.3.1 Zum vorprozessualen Aufwand trägt die Berufungsklägerin vor, dieser falle 
gemäss Praxis der Bezirksgerichte unter den Begriff der notwendigen Kosten 
gemäss Art. 122 Abs. 2 ZPO. Die entsprechend aufgelisteten 8.6 Stunden 
zuzüglich verschiedener Besprechungen mit der Klientschaft seien daher 
gerechtfertigt. Ob eine derartige Praxis bei den Bezirksgerichten besteht, kann 
offen bleiben, da ohnehin die Praxis des Kantonsgerichts massgebend ist. Dieses 
hat in seiner Rechtsprechung mehrfach darauf hingewiesen, dass vorprozessualer 
Aufwand der Rechtsvertreter allenfalls über eine haftpflichtrechtliche 
Schadenshaftung eingefordert werden kann, er aber nicht unter den Begriff der 
notwendigen Kosten im Sinne des Zivilprozessrechts fällt (vgl. Urteil der I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts SB 08 23 vom 29. Januar 2009 E. 12.d; ähnlich 
auch im Urteil des Bundesgerichts 4A_386/2008 vom 2. März 2009 E. 1.2.2). Bei 
der Abgrenzung zwischen entschädigungspflichtigen Vorbereitungshandlungen 
und nicht entschädigungspflichtigen vorprozessualen Anwaltskosten hat das 
Gericht dabei ein gewisses Ermessen. Es besteht keine Verpflichtung, innerhalb 
der Vorbereitungskosten für jede beliebige, noch so zeitintensive Bemühung des 
gegnerischen Anwalts aufzukommen, sondern nur für das, was zur 
Interessenwahrung notwendig war. Solches lässt sich wiederum nicht schematisch 
festlegen, sondern bedarf einer individuellen Würdigung, unter Berücksichtigung 
insbesondere der Schwierigkeit der sich stellenden Rechtsfragen und der mit dem 
Fall verbundenen Verantwortung (Urteile des Kantonsgerichtsausschusses ZB 08 

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25 vom 13. Oktober 2008 E. 4 sowie ZB 07 9 vom 24. April 2007 E. 3 mit 
Hinweisen). Ausgehend von diesen grundsätzlichen Erwägungen und in 
Würdigung der konkreten Umstände ergibt sich, dass sich der Aufwand bis und 
mit 13. Oktober 2009, insgesamt im Umfang von 9.7 Stunden, als nicht 
entschädigungspflichtiger vorprozessualer Aufwand erweist. Anrechenbar ist aus 
den dargelegten Gründen 1 Stunde für das notwendige Instruktionsgespräch vor 
dem Vermittlungsbegehren.

3.3.2 Weiter wird ein Aufwand von 5 Stunden im Rahmen des Sühneverfahrens 
geltend gemacht. Wie die Berufungsklägerin anführt, sprächen die 
Kommentatoren der zürcherischen Zivilprozessordnung davon, dass die Kosten 
des Sühneverfahrens zu den zu entschädigenden aussergerichtlichen Kosten 
gehören würden (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, § 68 N 12). Der vorerwähnte Aufwand 
von 5 Stunden betrifft nun aber nicht bloss das vor dem Kreispräsidenten 
durchgeführte Sühneverfahren, sondern auch die im Nachgang dazu von den 
Parteien weiter geführten Vergleichsgespräche (insgesamt vom 17. Oktober 2009 
bis und mit 20. Januar 2010). Bei solchen Vergleichsgesprächen, die während des 
hängigen Sühneverfahrens stattfinden, ist davon auszugehen, dass sie im 
Interesse beider Parteien lagen, welche eine aussergerichtliche Lösung suchten. 
Angesichts der übereinstimmenden Interessenlage hat daher jede Partei die durch 
Vergleichsverhandlungen verursachten Kosten selbst zu tragen (Urteil des 
Kantonsgerichtsausschusses ZB 08 25 vom 13. Oktober 2008 E. 4.c). 

Entsprechend erscheint es angemessen, den Aufwand von 0.4 Stunden für die 
Eingabe des Vermittlungsgesuches, ein Vorbereitungstelefonat von 0.2 Stunden 
mit der Klientschaft (Mitteilung des Termins der Verhandlung), die Verhandlung 
vom 19. November 2009 vor dem Kreispräsidenten im Umfang von 1.5 Stunden 
und die weitere Korrespondenz vom 25. November 2009 sowie vom 20. Januar 
2010 mit der Klientschaft nach der Vermittlungsverhandlung im Rahmen von 0.5 
Stunden anzuerkennen. Nicht entschädigungspflichtig sind hingegen die 1.7 
Stunden für Korrespondenz mit der Gegenseite nach erfolgter Sühneverhandlung 
(Positionen vom 10. Dezember 2009 bis und mit 18. Januar 2010), da diese wohl 
eher Vergleichsbemühungen darstellen, die durch das Offenhalten des Protokolls 
auf Antrag der Klägerin entstanden sind. Es ist ohnehin fraglich, inwiefern diese 
notwendig waren, spricht die Berufungsklägerin doch davon, dass sich die 
Gegenseite nicht sonderlich kooperativ zeigte. Insgesamt werden demnach für 
diese erste Phase 2.6 Stunden berücksichtigt.

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3.3.3 Die ausgewiesenen Aufwendungen im Rahmen des eigentlichen 
gerichtlichen Verfahrens belaufen sich gemäss der Honorarnote auf insgesamt 
20.45 Stunden (Positionen vom 4. Februar bis und mit der Nachbereitung, unter 
Berücksichtigung der durch die Berufungsklägerin in ihrer Berufungsschrift selbst 
vorgenommenen Kürzung der Position zur Hauptverhandlung von 2.5 auf 1 
Stunde). Dabei erscheinen die in der Honorarnote insgesamt veranschlagten 5.2 
Stunden für die Klageeinreichung als angemessen, während der geltend 
gemachte Aufwand für das Aktenstudium und die Stellungnahme von gesamthaft 
1.9 auf 1 Stunde zu reduzieren ist (Positionen vom 7. bis und mit 23. März 2010). 
Der weitere Aufwand vor der Hauptverhandlung von insgesamt 10.85 Stunden ist 
nicht zu beanstanden. Darin enthalten ist auch der Rechtsanwalt Diener als 
Stellvertreter entstandene Aufwand von total 3.75 Stunden für die 
Zeugeneinvernahme vom 26. März 2010. Dazu kommen anerkanntermassen 1 
Stunde für die Hauptverhandlung vom 29. Juni 2010 sowie 1 statt der geltend 
gemachten 1.5 Stunden für die Nachbereitung und Besprechung mit der 
Klientschaft, da doch die Klägerin abgesehen vom Zinsenlauf und einer 
untergeordneten Position grossmehrheitlich durchgedrungen ist und das Urteil 
relativ kurz ausgefallen ist. Zusammengerechnet sind für diese zweite Phase des 
Verfahrens demzufolge 19.05 Stunden entschädigungspflichtig. Allein mit dem 
Aufwand für diese Hauptpositionen fällt der hier als effektiv notwendig erachtete 
Aufwand also höher aus als im angefochtenen Urteil.

3.3.4 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass insgesamt ein Aufwand 
von 20.65 Stunden als angemessen erscheint, nämlich 2.6 Stunden für die erste 
Phase und 19.05 für die zweite Phase.

3.4 Entsprechend gilt es noch den Stundenansatz festzulegen sowie die 
Gesamtsumme der Entschädigungspflicht zu bestimmen. Die Berufungsklägerin 
hat vor der Vorinstanz einen Stundenansatz von Fr. 240.– geltend gemacht, was 
nach den vorangehenden Ausführungen üblich und somit der 
Entschädigungsbemessung zugrunde zu legen ist. Sodann macht die zu 
entschädigende Partei das Aufrechnen der Mehrwertsteuer geltend, was ihr denn 
auch zu gewähren ist. Die Berufungsklägerin hat einen entsprechenden Antrag 
ausdrücklich gestellt, weshalb diesem zu folgen ist. Schliesslich fallen die weiteren 
notwendigen Barauslagen wie Reisespesen, Versandkosten, 
Fernmeldedienstleistungen und Kopien – wie die Berufungsklägerin zu Recht 
geltend macht – ebenfalls unbestrittenermassen unter die Entschädigungspflicht 
im Sinne von Art. 122 Abs. 2 ZPO (vgl. Verfügung des Einzelrichters in Zivilsachen 
am Kantonsgericht ERZ 09 246/247 vom 1. Dezember 2009 E. 5; für die 

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unentgeltliche Vertretung gar ausdrücklich in Art. 5 Abs. 1 HV festgehalten). 
Soweit die Berufungsklägerin also Spesen in der Höhe von insgesamt Fr. 220.30 
zuzüglich Mehrwertsteuer geltend macht, erscheinen diese durchaus als 
angemessen und sind ihr entsprechend zuzusprechen. 

3.5 Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Klägerin für das 
vorinstanzliche Verfahren eine ausseramtliche Entschädigung von total Fr. 
6'069.45 inkl. 7.6% Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten zuzusprechen ist. 
Wie aufgezeigt, setzt sich dieser Betrag wie folgt zusammen: 22.65 Stunden à Fr. 
240.– für den zeitlichen Aufwand (Fr. 5'436.–), dann Fr. 220.30 für Spesen 
(Zwischentotal Fr. 5'656.30), zuzüglich 7.6% Mehrwertsteuer (Fr. 413.15), ergibt 
total Fr. 6'069.45.

4. Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO gehen die Kosten des Verfahrens 
grundsätzlich zu Lasten der unterliegenden Partei. Sie werden verhältnismässig 
verteilt, wenn keine Partei vollständig obsiegt hat. Dasselbe gilt für die 
aussergerichtlichen Kosten (Art. 122 Abs. 2 ZPO; vgl. zum Ganzen auch das Urteil 
des Bundesgerichts 5D_175/2008 vom 6. Februar 2009 E. 6).

4.1 Geht man vom vorinstanzlichen Urteil aus, so beträgt die Differenz 
zwischen der geltend gemachten Honorarforderung von Fr. 9'701.50 zur von der 
Vorinstanz zugesprochenen ausseramtlichen Entschädigung von Fr. 4'132.– 
insgesamt Fr. 5'569.50. Der Berufungsklägerin werden durch die 
Rechtsmittelinstanz vorliegend somit Fr. 1'937.45 mehr zugesprochen als noch vor 
Bezirksgericht. Im Verhältnis zur obgenannten Differenz von Fr. 5'569.50 ist sie 
also zu rund 35% durchgedrungen. Zusätzlich zu berücksichtigen ist der Umstand, 
dass die Vorinstanz bei der Festlegung der Parteientschädigung in Willkür 
verfallen ist und das rechtliche Gehör der Klägerin verletzt hat, wodurch letztere 
geradezu gehalten war, das vorliegende Rechtsmittel zu ergreifen. Es rechtfertigt 
sich daher ihr den entschädigungspflichtigen Aufwand nicht bloss mit 35%, 
sondern mit 50% abzugelten.

4.2 Die Berufungsbeklagten haben die Verletzung von Grundrechten durch die 
Vorinstanz nicht zu vertreten. Sie haben im Übrigen auf eine Berufungsantwort 
und somit auf die Beteiligung am Verfahren verzichtet. Es fällt daher im 
Vornherein ausser Betracht, ihnen einen Kostenanteil aufzuerlegen. Die Kosten 
des Berufungsverfahrens sind daher je zur Hälfte der Berufungsklägerin und dem 
Bezirksgericht Imboden zu überbinden. 

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4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat das Bezirksgericht Imboden die 
Berufungsklägerin ausserdem für das Berufungsverfahren ausseramtlich zur 
Hälfte zu entschädigen (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Da die Berufungsklägerin keine 
Honorarnote für das Rechtsmittelverfahren eingereicht hat, ist die Entschädigung 
nach richterlichem Ermessen festzulegen. Es erscheint ein Aufwand von 3 
Stunden für die Berufungsschrift und ein Stundenansatz von Fr. 240.– als 
angemessen. Eine Berufungsverhandlung sowie ein zweiter Schriftenwechsel 
haben nicht stattgefunden. Entsprechend der vorstehenden E. 4.1 sind der 
Berufungsklägerin von den 3 Stunden deren 1.5 abzugelten, was bei einem 
Stundenansatz von Fr. 240.– zuzüglich Spesen und 7.6% Mehrwertsteuer 
gerundet Fr. 400.– ergibt. 

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und Ziffer 2 letzter Satzteil des 
vorinstanzlichen Urteils betreffend ausseramtliche Entschädigung wird 
aufgehoben.

2. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, die Klägerin 
ausseramtlich mit Fr. 6'069.45 inkl. 7.6% MWST zu entschädigen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 1'500.00 gehen je zur Hälfte, 
d.h. zu je Fr. 750.00 zu Lasten der Berufungsklägerin und des Bezirks 
Imboden, der zudem die Berufungsklägerin für das Berufungsverfahren 
ausseramtlich mit Fr. 400.00 inkl. 7.6% MWST zu entschädigen hat.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn 
sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist 
die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. 
In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: