# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 787ca00f-35a4-5056-86a4-32873fc97d2e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.08.2018 AVI 2018/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AVI-2018-3_2018-08-28.pdf

## Full Text

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Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AVI 2018/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AVI - Arbeitslosenversicherung

Publikationsdatum: 28.08.2018

Entscheiddatum: 28.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 28.08.2018
Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG, Art. 45 AVIV. Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit. 
Zumutbarkeit einer im Rahmen einer Änderungskündigung angebotenen 
neuen Anstellung bejaht, nachdem diese zwar in einer anderen Abteilung, 
jedoch zu gleichen Konditionen gewesen wäre (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. August 2018, AVI 
2018/3).

Entscheid vom 28. August 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Christian Gallati Schneider und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren            

Geschäftsnr.                                                                                                                   

AVI 2018/3           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

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St.Galler Gerichte

Kantonale Arbeitslosenkasse, Geltenwilen-strasse 16/18, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Änderungskündigung)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit 1. Juni 2009 bei der B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) als 

Sachbearbeiter in einem Vollzeitpensum angestellt (act. G3.1/35). Mit 

Änderungskündigung vom 2. Juni 2017 löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis 

unter Einhaltung der Kündigungsfrist per 30. September 2017 auf. Gleichzeitig bot sie 

dem Versicherten per 1. Oktober 2017 einen neuen Arbeitsvertrag als Mitarbeiter in der 

Abteilung Logistik an. Aufgrund der Situation am Arbeitsplatz wies die Arbeitgeberin 

dem Versicherten die neue Funktion mit der Änderungskündigung bereits per 12. Juni 

2017 zu (act. G3.1/39).

A.b  In der Folge wurde kein neuer Arbeitsvertrag abgeschlossen. Der Versicherte 

meldete sich am 21. Juli 2017 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) an 

(act. G3.1/41) und beantragte Arbeitslosenentschädigung ab 1. Oktober 2017 bei der 

Kantonalen Arbeitslosenkasse St. Gallen (act. G3.1/34).

A.c  Am 31. August 2017 forderte die Arbeitslosenkasse den Versicherten zur 

schriftlichen Stellungnahme auf, warum er das Stellenangebot ab 1. Oktober 2017 nicht 

angenommen habe. Zudem wünschte sie eine Kopie des Vertrages, den die 

Arbeitgeberin dem Versicherten angeboten habe (act. G3.1/38).

A.d  Mit Stellungnahme vom 10. Oktober 2017 erklärte der Versicherte, er hätte 

keinerlei Möglichkeit gehabt, nach dem Abstieg wieder aufzusteigen. Er hätte die 

Abteilungsleiter unterstützen sollen, damit sie Überstunden hätten abbauen können. Er 

wäre weiterhin dem gleichen Departement unterstellt gewesen, wo es zwischen dem 

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Vorgesetzten und ihm seit Jahren nicht mehr harmoniert habe. Die 

Änderungskündigung habe ihm vor Augen geführt, dass er in diesem Teil des 

Unternehmens nicht mehr erwünscht sei. Hätte er einfach die Abteilung wechseln 

sollen, hätte er das ohne Weiteres gemacht. Er habe sich um eine Stelle in einem 

anderen Departement bemüht, mit deren Mitarbeitern er ein sehr gutes Verhältnis 

gehabt habe. Ein Verbleib in jenem Departement sei aus unbekannten Gründen 

abgelehnt worden. Er habe keinen neuen schriftlichen Arbeitsvertrag erhalten (act. 

G3.1/30).

A.e  Am 13. Oktober 2017 fragte die Arbeitslosenkasse die Arbeitgeberin nach den 

Gründen für die Änderungskündigung (act. G3.1/25). Mit Schreiben vom 16. Oktober 

2017 begründete die Arbeitgeberin die Kündigung mit einem fehlenden 

Vertrauensverhältnis von Seiten des Vorgesetzten. Die Arbeitgeberin habe versucht, 

dem Versicherten zu gleichen Konditionen eine mögliche Alternative in einem anderen 

Umfeld anzubieten. Ein Selbstverschulden von Seiten des Versicherten liege nicht vor 

(act. G3.1/24).

A.f  Mit Verfügung vom 20. Oktober 2017 stellte die Arbeitslosenkasse den 

Versicherten ab 1. Oktober 2017 für 36 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Der 

Versicherte habe eine von der Arbeitgeberin angebotene zumutbare Stelle abgelehnt. 

Er sei damit seiner Schadenminderungspflicht nicht nachgekommen. Ihn treffe ein 

schweres Verschulden an seiner Arbeitslosigkeit (act. 3.1/23).

B.   

B.a  Am 27. Oktober 2017 erhob der Versicherte Einsprache. Er brachte im 

Wesentlichen vor, er habe nach Erhalt der Änderungskündigung gleichentags mit C.___ 

(Leiter Logistik) ein Gespräch geführt. Dieser habe ihm mündlich eine Bedenkfrist bis 6. 

Juni 2017 gegeben. Der Versicherte habe ihn am 6. Juni 2017 angerufen, um einige 

offene Fragen zu besprechen. Wegen schlechter Verbindung hätten sie nicht richtig 

telefonieren können. Der Leiter Logistik habe ihn deshalb aufgefordert, ihm ein Mail zu 

schreiben. Der Versicherte habe den Leiter Logistik aber am Morgen des 7. Juni 2017 

anrufen wollen. Als er am 7. Juni 2017 ins Büro gekommen sei, habe dieser ihm bereits 

per Mail abgesagt gehabt. Die Kündigung sei somit endgültig gewesen (act. G3.1/18).

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B.b  Mit Schreiben vom 27. November 2017 fragte die Arbeitslosenkasse bei der 

Arbeitgeberin nach, ob die Aussage des Versicherten stimme. Sie fasste die 

Schilderung des Versicherten wie folgt zusammen: „Am letzten Tag der Frist wollte 

A.___ noch offene Fragen mit C.___ klären, was nicht möglich war. Am nächsten Tag 

habe er dann bereits ein E-Mail erhalten, dass die Kündigung vom 2. Juni 2017 

endgültig sei.“ (act. G3.1/13). Mit Brief vom 5. Dezember 2017 bestätigte die 

Arbeitgeberin die Angaben des Versicherten. Zudem übermittelte sie das Mail des 

Leiters Logistik an den Versicherten vom 8. Juni 2018 (act. G3.1/11).

B.c  Die Arbeitslosenkasse gewährte dem Versicherten am 11. Dezember 2017 das 

rechtliche Gehör. Der Versicherte machte davon mit Schreiben vom 17. Dezember 

2017 Gebrauch. Da er per 12. Juni 2017 seine neue Funktion an einem neuen 

Arbeitsplatz hätte antreten sollen, habe er den Zeitraum bis dahin als minimale Frist 

erachtet, um eine Entscheidung zu treffen. Er habe noch keinen neuen Arbeitsvertrag 

gehabt und habe sich enorm unter Druck gesetzt gefühlt. Die Entscheidung, dass keine 

Weiterbeschäftigung in Frage komme, habe der Leiter Logistik getroffen (act. G3.1/8).

B.d  Die Arbeitslosenkasse wies die Einsprache mit Entscheid vom 22. Dezember 2017 

ab. Die neue Stelle sei dem Versicherten zu den alten Konditionen angeboten worden. 

Übereinstimmend sei bestätigt worden, dass das Angebot bis zum 6. Juni 2017 

befristet gewesen sei. Unbestritten sei ausserdem, dass das Angebot bis zum 6. Juni 

2017 nicht akzeptiert worden sei. Eine rechtzeitige Annahme lasse sich selbst dann 

nicht herleiten, wenn der zukünftige Vorgesetzte die Befristung des Angebots im 

Telefonat vom 6. Juni 2017 bis zum 7. Juni 2017 verlängert hätte. In der Stellungnahme 

vom 10. Oktober 2017 habe der Versicherte ausgeführt, aus welchen Gründen er die 

neu angebotene Stelle nicht habe annehmen wollen. Die Stelle sei nicht unzumutbar 

gewesen. Da der Versicherte eine zumutbare Arbeit abgelehnt habe, liege ein schweres 

Verschulden vor. Die Einstelldauer liege im unteren Bereich des schweren 

Verschuldens, womit sie sämtlichen Umständen Rechnung trage (act. G1.1).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 

15. Januar 2018. Darin beantragt der Beschwerdeführer sinngemäss eine Reduktion 

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bzw. Aufhebung der Einstelltage. Er bringt im Wesentlichen vor, die Kündigung sei von 

Seiten der Arbeitgeberin erfolgt. Das Änderungsangebot sei vom Vorgesetzten der 

angebotenen Stelle zurückgezogen worden, ohne dass ihm eine angemessene 

Bedenkfrist eingeräumt worden sei. Eine minimale Frist von mindestens sieben bis 14 

Tagen wäre angebracht und Usus gewesen. Der Arbeitsortwechsel hätte am 12. Juni 

2017 vollzogen werden sollen. Er hätte also mindestens bis dahin Zeit haben sollen, um 

die Situation zu klären (act. G1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Sie weist darauf hin, gemäss dem am 8. Juni 2017 

gesendeten Mail habe sich der Beschwerdeführer weder am 7. Juni 2017 noch am 8. 

Juni 2017 beim Leiter Logistik gemeldet (act. G3.1/11). Der Beschwerdeführer habe 

nach Erhalt des Mails nicht mehr versucht, die Anschlussstelle zu erhalten. 

Insbesondere habe er nicht reklamiert und mitgeteilt, dass er den Anschlussvertrag 

akzeptieren wolle. Die offerierte Anschlusstätigkeit hätte zwar einen anderen 

Aufgabenbereich umfasst, wäre aber zu denselben Konditionen entschädigt worden. 

Es würden keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Weiterführung des 

Arbeitsverhältnisses unzumutbar gewesen wäre. Die verfügte Einstellung von 36 Tagen 

liege im unteren Bereich des schweren Verschuldens. Sie habe damit den besonderen 

Umständen Rechnung getragen (act. G3).

C.c Mit Replik vom 19. März 2018 hält der Beschwerdeführer fest, er habe die Stelle zu 

keiner Zeit als unzumutbar eingestuft. Seine erste Stellungnahme vom 10. Oktober 

2017 beruhe auf einem Missverständnis. Zu erwarten, er hätte nach dem Empfang des 

Mails reklamieren sollen, sei in Anbetracht der verworrenen Umstände abstrus. Er habe 

die zumutbare Stelle nicht abgelehnt. Das Angebot sei vom zukünftigen Vorgesetzten 

frühzeitig zurückgezogen worden (act. G5).

C.d Mit Duplik vom 26. März 2018 äussert die Beschwerdegegnerin, die ursprüngliche 

Darstellung, wonach das Angebot bis zum 6. Juni 2017 befristet gewesen sei, 

erscheine wahrscheinlicher als eine Frist bis zum Antritt der neuen Tätigkeit am 12. Juni 

2017 (act. G7).

Erwägungen

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1.   

1.1  Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) ist die 

versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes 

Verschulden arbeitslos ist. Selbstverschuldet ist die Arbeitslosigkeit namentlich dann, 

wenn die versicherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne 

dass ihr eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der 

Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b der Verordnung über 

die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 

837.02]).

1.2  Wurde die Kündigung vom Arbeitgeber ausgesprochen, weil die versicherte 

Person trotz der ihr gebotenen Gelegenheit nicht bereit war, das Arbeitsverhältnis unter 

geänderten Bedingungen weiterzuführen, kann der Einstellungsgrund der 

selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG gegeben sein. In 

einem solchen Fall ist vorab festzustellen, ob die versicherte Person tatsächlich nicht 

bereit war, das Arbeitsverhältnis weiterzuführen. Mithin muss zuerst geklärt werden, ob 

die versicherte Person Arbeit abgelehnt hat. Ist das der Fall, wird in einem zweiten 

Schritt geprüft, ob die angebotene Arbeit zumutbar war.

1.3  Die versicherte Person muss zur Schadensminderung grundsätzlich jede Arbeit 

unverzüglich annehmen (Art. 16 Abs. 1 AVIG). Sie ist in der Anspruchsberechtigung 

einzustellen, wenn sie eine zumutbare Arbeit nicht annimmt (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). 

Die versicherte Person hat deshalb bei Verhandlungen mit dem Arbeitgeber klar und 

eindeutig die Bereitschaft zum Vertragsschluss zu bekunden. Nach der 

Rechtsprechung rechtfertigt sich eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung bereits 

dann, wenn die versicherte Person in Kauf nimmt, dass die Stelle anderweitig besetzt 

wird oder durch ihr Verhalten einen Vertragsabschluss grobfahrlässig verhindert. Das 

kann unter anderem durch unterlassene oder verspätete Vorsprache beim Arbeitgeber 

geschehen. Ihr Verhalten muss adäquat kausal für das Nichtzustandekommen des 

Arbeitsverhältnisses sein. Hätte die versicherte Person die Stelle ohnehin nicht erhalten 

oder der Arbeitgeber ein bestehendes Arbeitsverhältnis von sich aus auf den gleichen 

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Zeitpunkt ohnehin gekündigt, darf keine Einstellung erfolgen (JACQUELINE CHOPARD, 

Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 115 und 148 f.).

2.   

2.1  Vorliegend macht der Beschwerdeführer geltend, er habe die angebotene 

Arbeitsstelle gar nicht abgelehnt. Vielmehr habe der zukünftige Vorgesetzte das 

Angebot innert zu kurzer Frist zurückgezogen, sodass die Kündigung vom 2. Juni 2017 

definitiv geworden sei. Der Beschwerdeführer impliziert, dass er vom Rückzug des 

Angebots überrascht wurde.

2.2  Dem Beschwerdeführer wurde kein neuer schriftlicher Arbeitsvertrag zur Prüfung 

unterbreitet. Die Arbeitgeberin beschränkte sich lediglich darauf, dem 

Beschwerdeführer in der Änderungskündigung einen neuen Arbeitsvertrag als 

Mitarbeiter in der Abteilung Logistik anzubieten. Eine Annahmefrist wurde nicht 

schriftlich angesetzt. Dass der Beschwerdeführer zuerst die näheren Umstände dieser 

neuen Anstellung klären wollte, ist legitim. Er konnte denn auch noch gleichentags ein 

Gespräch mit dem vorgesehenen neuen Vorgesetzten führen. Anlässlich jenes 

Gesprächs konnten vorderhand alle offenen Fragen geklärt werden. Der 

Beschwerdeführer schreibt jedenfalls in seiner Einsprache, der Leiter Logistik habe ihm 

nach dem Gespräch eine Bedenkfrist bis 6. Juni 2017 gegeben (act. G3.1/18). Das 

lässt darauf schliessen, dass von Seiten der Arbeitgeberin die Konditionen klar waren. 

Die Arbeitgeberin äussert sich nicht selbst dazu, was am 6. Juni 2017 geschehen ist. 

Sie bestätigt jedoch pauschal die Aussagen des Beschwerdeführers, wonach der Leiter 

Logistik für die Arbeitgeberin das Angebot einer neuen Anstellung zurückgezogen hat 

(act. G3.1/11). Es kann somit festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer den 

neuen Arbeitsvertrag nicht aktiv und explizit abgelehnt hat.

2.3  Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer durch sein Verhalten vorsätzlich oder 

grobfahrlässig einen Vertragsabschluss verhindert hat. Dazu gibt der Beschwerdeführer 

an, dass er am 6. Juni 2017 noch offene Fragen mit dem Vorgesetzten habe klären 

wollen. Als dies nicht möglich gewesen sei, sei ein Treffen für den nächsten Tag 

vereinbart worden. Als er anderntags ins Büro gekommen sei, habe ihm der 

Vorgesetzte bereits per Mail mitgeteilt gehabt, dass die Kündigung endgültig sei. 

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Dieser Darstellung ist jedoch entgegenzuhalten, dass das von der Arbeitgeberin ins 

Recht gelegte Mail des Vorgesetzten erst vom 8. Juni 2017 datiert. Demnach hatte sich 

der Beschwerdeführer nicht wie vereinbart am 7. Juni 2017 aktiv gemeldet und 

anlässlich des Anrufs des Leiters Logistik gegen 17:30 Uhr erklärt, er wolle nochmals 

mit seiner Frau sprechen und sich am 8. Juni 2017 am frühen Morgen melden. 

Nachdem das nicht passierte, erklärte der Vorgesetzte dem Beschwerdeführer 

schliesslich um 9:48 Uhr sinngemäss den definitiven Rückzug des Arbeitsangebots 

(act. G 3.1/11). Diese Sachverhaltsdarstellung blieb vom Beschwerdeführer 

grundsätzlich unwidersprochen. Er merkte einzig an, dass er sich an das Gespräch 

vom 7. Juni 2017 nicht mehr erinnern könne. Offensichtlich sei es kurz und belanglos 

gewesen. Ausserdem könne nicht vereinbart worden sein, dass er sich früh beim Leiter 

Logistik melden werde, da er später am Morgen zur Arbeit gegangen sei (act. G1.2). 

Nachdem sich der Geschehensablauf aus dem echtzeitlichen Mail des Vorgesetzten 

plausibel herleiten lässt, ist auf diesen Sachverhalt abzustellen.

2.4  Der Beschwerdeführer hatte mindestens zweimal Gelegenheit, Unklarheiten zu 

beseitigen. Soweit ersichtlich waren inhaltlich keine Streitpunkte vorhanden und solche 

werden auch nicht geltend gemacht. Die Arbeitgeberin musste daher auch nicht 

annehmen, der Beschwerdeführer benötige eine längere Annahmefrist. Hätte der 

Beschwerdeführer eine längere Bedenkfrist gewünscht, so wäre es an ihm gewesen, 

das zu begründen und zu kommunizieren. Aufgrund der Tatsache, dass die 

Arbeitgeberin ihn grundsätzlich zu den gleichen Anstellungsbedingungen, 

insbesondere zum gleichen Lohn, hätte weiterbeschäftigen wollen, war der Sachverhalt 

nicht so komplex, dass die Bedenkfrist zu kurz gewesen wäre.

2.5  Hätte der Beschwerdeführer die neue Stelle tatsächlich annehmen wollen, wäre es 

zudem in seiner Verantwortung gewesen, nach Erhalt des Mails bzw. Eintreffen am 

Arbeitsplatz am 8. Juni 2017 mit dem Leiter Logistik Kontakt aufzunehmen. Er hätte 

ihm spätestens dann mitteilen müssen, dass betreffend Zeitpunkt der Rückmeldung ein 

Missverständnis vorliege und er die Stelle jedenfalls annehmen wolle. Aus der 

Tatsache, dass er den neuen Arbeitsplatz per 12. Juni 2017 hätte antreten müssen, 

kann der Beschwerdeführer keine Annahmefrist bis zu jenem Zeitpunkt ableiten. Indem 

der Beschwerdeführer zwei Annahmetermine ungenutzt verstreichen liess, nahm er in 

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Kauf, dass der Vorgesetzte das Angebot zurückzieht, und vereitelte damit 

eventualvorsätzlich einen Vertragsabschluss.

3.   

3.1  In Anlehnung an den Tatbestand von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV ist zu untersuchen, 

ob dem Beschwerdeführer die Annahme des Änderungsangebotes und damit das 

Verbleiben bei der bisherigen Arbeitgeberin zumindest bis zum Antritt einer 

Anschlussstelle zumutbar war (JACQUELINE CHOPARD, a.a.O., S. 119). Grundsätzlich 

muss eine versicherte Person im Rahmen der Schadenminderungspflicht jede 

zumutbare Arbeit annehmen bzw. beibehalten (Art. 16 Abs. 1 AVIG). Die Zumutbarkeit 

des Verbleibens am Arbeitsplatz ist (auch bei einer Änderungskündigung) strenger zu 

beurteilen als die Zumutbarkeit der Annahme einer neuen Stelle. Es kann der 

versicherten Person gegebenenfalls zugemutet werden, dass sie eine Stelle zumindest 

noch vorübergehend beibehält, um sich aus dem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus 

nach einer Anschlussstelle umzusehen. In Nachachtung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG 

statuierten Schadenminderungspflicht ist ein zumutbares Änderungsangebot zu 

akzeptieren und das Arbeitsverhältnis bis zur Zusage einer anderen Erwerbstätigkeit 

fortzuführen (JACQUELINE CHOPARD, a.a.O., S. 116 und 119).

3.2  Vorliegend macht der Beschwerdeführer nicht geltend, die angebotene Stelle sei 

unzumutbar gewesen (vgl. Replik, act. G5). Die Arbeitgeberin hat angegeben, dass die 

neue Stelle zu den gleichen Konditionen angeboten worden sei wie die alte. Der Lohn 

wäre gleich geblieben und der Arbeitsort hätte dem im Arbeitsvertrag ursprünglich 

vereinbarten Ort entsprochen. Es sind somit keine Gründe ersichtlich, die zur 

Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses geführt hätten. Dem Beschwerdeführer war 

die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu den geänderten Bedingungen also 

zumutbar. Der Beschwerdeführer wurde somit zu Recht wegen selbstverschuldeter 

Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

4.   

Zu prüfen bleibt, ob die von der Beschwerdegegnerin verfügten 36 Einstelltage 

angemessen sind.

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4.1  Zweck der Einstellung in der Anspruchsberechtigung als versicherungsrechtliche 

Sanktion ist die angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am Schaden, den 

sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung verursacht hat. Die 

Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 

AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 

31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). Ein schweres 

Verschulden liegt insbesondere vor, wenn die versicherte Person ohne entschuldbaren 

Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle 

aufgegeben hat (Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV). Nach der Rechtsprechung bildet die 

Annahme eines schweren Verschuldens die Regel, von welcher bei Vorliegen 

besonderer Umstände im Einzelfall abgewichen werden darf. Vorausgesetzt ist ein 

entschuldbarer Grund, worunter ein Grund zu verstehen ist, welcher – ohne zur 

Unzumutbarkeit zu führen – das Verschulden leichter als schwer erscheinen lässt. 

Wenn ein solcher Grund vorliegt, bemisst sich die Einstellungsdauer nach der 

allgemeinen Regel des Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG (BGE 130 V 125 E. 3.5). Bei der 

Bemessung der Einstellungsdauer und der Prüfung eines entschuldbaren Grundes sind 

alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, insbesondere die Beweggründe, 

persönlichen Verhältnisse, bisheriges Verhalten, Begleitumstände wie Verhalten des 

Arbeitgebers oder irrtümliche Annahmen über den Sachverhalt. Verschiedene Faktoren 

wie begründete Hoffnung auf eine Neuanstellung oder belastende Umstände am 

Arbeitsplatz können das Verschulden mindern (JAQUELINE CHOPARD, a.a.O., S. 167 

und 169).

4.2  Der Beschwerdeführer hat durch sein Verhalten eine weitere Anstellung bei der 

Arbeitgeberin verhindert und damit im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV das 

Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst. Einer ausdrücklichen Ablehnung der 

angebotenen Arbeit bedarf es dafür nicht. Die weiteren Angaben des 

Beschwerdeführers betreffend Abstieg, Bedenken wegen des Arbeitsklimas und Druck 

wegen der als kurz empfundenen Annahmefrist sind nicht weiter belegt und stellen 

keinen entschuldbaren Grund für das Verhalten des Beschwerdeführers dar. Die 

Beschwerdegegnerin hat die konkreten Verhältnisse insofern berücksichtigt, als sie 

dem Beschwerdeführer Einstelltage im unteren Bereich der Sanktion für schweres 

Verschulden auferlegt hat. Damit ist auch dem Umstand ausreichend Rechnung 

getragen, dass der Beschwerdeführer sich für eine Anstellung im Departement Finance 

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bei der Arbeitgeberin eingesetzt hat. Die Einstellung von 36 Tagen stellt daher eine dem 

konkreten Verschulden angemessene Sanktion dar.

5.   

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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