# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bcf3a985-c284-580e-9875-06becbb93491
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.02.2024 100 2020 100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-100_2024-02-21.pdf

## Full Text

100.2020.100U
HAM/TST/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Februar 2024

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häusler
Gerichtsschreiber Tschumi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

gegen

Swisscom (Schweiz) AG
handelnd durch die statutarischen Organe, Konzernrechtsdienst, 
3050 Bern Swisscom
Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Langnau
Bauverwaltung, Alleestrasse 8, Postfach 566, 3550 Langnau im Emmental

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.100U, 
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betreffend Bauvorhaben Mobilfunkanlage (Entscheid der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 20. Februar 2020; 
BVD 110/2019/137)

Prozessgeschichte:

A.

Die Swisscom (Schweiz) AG (nachfolgend: Swisscom) stellte am 14. Feb-
ruar 2019 ein Baugesuch für die Umrüstung ihrer Mobilfunkanlage auf der 
Parzelle Langnau im Emmental Gbbl. Nr. 1________, die in der Landwirt-
schaftszone liegt. Die bestehende Anlage befindet sich im oberen Bereich 
eines rund 47 m hohen Sendemasts, an dem auch weitere Antennen für den 
Rundfunk (Radio und Fernsehen) sowie für das Funkrufnetz (Telepage) 
angebracht sind. Die geplante Umrüstung umfasst den Ersatz der bestehen-
den konventionellen Mobilfunkantennen durch drei neue konventionelle 
Multibandantennen (Frequenzbänder 700 bis 900 Megahertz [MHz] und 1,4 
bis 2,6 Gigahertz [GHz]) sowie drei adaptive Antennen (Frequenzband 3,4 
bis 3,8 GHz), die nach dem neuen Mobilfunkstandard 5G (New Radio) be-
trieben werden sollen. Nachdem das Amt für Gemeinden und Raumordnung 
des Kantons Bern (AGR) am 5. März 2019 eine Ausnahmebewilligung nach 
Art. 24 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung 
(Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) erteilt hatte, bewilligte die Einwohner-
gemeinde (EG) Langnau mit Gesamtentscheid vom 11. Juli 2019 das Bau-
vorhaben. Gleichzeitig wies sie die von A.________ und weiteren Personen 
eingereichte Kollektiveinsprache ab und bestätigte gestützt auf den Fachbe-
richt Immissionsschutz des kantonalen Amts für Berner Wirtschaft (beco) 
vom 28. März 2019, dass die Grenzwerte der Verordnung vom 
23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; 
SR 814.710) eingehalten seien.

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B.

Gegen den kommunalen Gesamtentscheid vom 11. Juli 2019 reichte 
A.________ am 12. August 2019 bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirek-
tion des Kantons Bern (BVE; heute: Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]) Be-
schwerde ein. Mit Entscheid vom 20. Februar 2020 wies die BVD nicht nur 
den (wiederholten) Sistierungsantrag (erneut) ab (soweit sie darauf eintrat; 
vgl. Entscheiddispositiv Ziff. 1), sondern – kostenfällig – auch die Be-
schwerde (Entscheiddispositiv Ziff. 2-4).

C.

Dagegen hat A.________ am 19. März 2020 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Sie beantragt im Hauptbegehren, der angefochtene Ent-
scheid der BVD vom 20. Februar 2020 sowie die Baubewilligung vom 11. Juli 
2019 seien aufzuheben. Im Eventualbegehren verlangt sie, die Baubewilli-
gung sei mit der Auflage zu ergänzen, dass die neuen Sendeantennen nicht 
als adaptive Antennen im Sinn von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV betrieben 
werden dürfen.

Die Swisscom beantragt mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2020, die Be-
schwerde sei abzuweisen und die erteilte Baubewilligung sei zu bestätigen. 
Auch die BVD schliesst mit Vernehmlassung vom 26. März 2020 auf Be-
schwerdeabweisung. Die EG Langnau verzichtet mit Schreiben vom 
27. März 2020 auf das Stellen von Anträgen.

A.________ hat am 28. Mai 2020 eine Replik und am 18. Januar 2021 eine 
weitere Eingabe zu den Akten gegeben. Dazu hat sich die Swisscom mit 
Stellungnahme vom 12. Februar 2021 geäussert.

Am 2. März 2021 hat der (damalige) Instruktionsrichter den Verfahrensbetei-
ligten mitgeteilt, dass das Verwaltungsgericht im unterdessen ergangenen 
Urteil 2020/27 vom 6. Januar 2021 die rechtliche Beurteilbarkeit und grund-
sätzliche Zulässigkeit von Mobilfunkantennen für 5G-Funkdienste bejaht 
habe. Da dieses Urteil vor Bundesgericht angefochten worden sei (Verfahren 
1C_100/2021), sei das Beschwerdeverfahren – sofern an der Beschwerde 

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festgehalten werde – bis zum Vorliegen des Bundesgerichtsurteils einzustel-
len. A.________ hat mit Eingabe vom 8. März 2021 an ihrer Beschwerde 
festgehalten und der Verfahrenssistierung zugestimmt. Daraufhin hat der In-
struktionsrichter das Beschwerdeverfahren am 30. März 2021 entsprechend 
sistiert, nachdem auch die übrigen Verfahrensbeteiligten keine Einwände da-
gegen vorgebracht hatten.

Am 14. Februar 2023 wies das Bundesgericht in einem Leiturteil die gegen 
das verwaltungsgerichtliche Urteil 2020/27 vom 6. Januar 2021 erhobene 
Beschwerde ab (1C_100/2021). Am 23. März 2023 hat der (neu eingesetzte) 
Instruktionsrichter das Verfahren wieder aufgenommen und Gelegenheit zur 
Stellungnahme gegeben. A.________ und die Swisscom haben mit Einga-
ben vom 14. April bzw. 23. Mai 2023 an ihren Begehren festgehalten. Am 
12. Juni 2023 hat sich A.________ erneut schriftlich geäussert.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen. Sie wohnt auch an ihrem aktuellen Wohnort noch knapp inner-
halb des Einspracheperimeters von 1'400 m (vgl. Standortdatenblatt für Mo-
bilfunk- und WLL-Basisstationen vom 16.1.2019, Revision 1.60 [nachfol-
gend: Standortdatenblatt] Ziff. 6 S. 5, Vorakten Gemeinde pag 5.02) und ist 
daher durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt. Zudem hat 
sie ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugeset-
zes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestimmungen über Form 
und Frist sind (grundsätzlich) eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 

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VRPG). Auf die Beschwerde ist deshalb unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach 
einzutreten.

1.2 Die Beschwerdeführerin verlangt im Hauptantrag, es sei sowohl der 
Entscheid der BVD vom 20. Februar 2020 als auch der Gesamtentscheid der 
EG Langnau vom 11. Juli 2019 aufzuheben (vorne Bst. C). Anfechtungsob-
jekt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht bildet jedoch nur der Ent-
scheid der BVD; dieser ist an die Stelle des Gesamtentscheids der 
EG Langnau getreten (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; statt vieler 
BVR 2018 S. 528 E. 3.3). Soweit die Beschwerdeführerin auch die Aufhe-
bung des Letzteren verlangt, ist auf die Beschwerde folglich nicht einzutreten 
(vgl. BVR 2022 S. 515 E. 1.7, 2010 S. 411 E. 1.4; Ruth Herzog, in Her-
zog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 
N. 26, Art. 84 N. 19). Vorab mangels selbständiger Anfechtbarkeit, aber 
auch mangels (insoweit) ausreichender Beschwerdebegründung nicht ein-
zutreten ist sodann auf die Beschwerde, soweit sich diese auch gegen das 
vorinstanzliche Abweisen (bzw. Rückweisen) des Sistierungsantrags richtet 
(vgl. vorne Bst. B) und die Beschwerdeführerin daran überhaupt noch 
festhält (vgl. Eingabe vom 12.6.2023 [act. 26], wonach «in Gutheissung der 
Beschwerde die strittige Baubewilligung aufzuheben [sei], soweit das Ver-
fahren nicht gegenstandslos geworden ist»).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Umstritten ist der Austausch von konventionellen Mobilfunkantennen 
durch adaptive und deren Betrieb gemäss dem neusten Mobilfunkstandard 
5G (New Radio). Adaptive Antennen bestehen aus mehreren separat an-
steuerbaren Elementarantennen (Subarrays) und sind durch gezieltes Über-
lagern der einzelnen von diesen Elementarantennen ausgesendeten elekt-
romagnetischen Wellen in der Lage, ihr Strahlungsmuster automatisch, d.h. 
ohne Veränderung der Montagerichtung, in kurzen zeitlichen Abständen an-
zupassen. Im Unterschied zu konventionellen Antennen, die mit einer im We-

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sentlichen konstanten räumlichen Strahlungsverteilung senden, können sie 
die Strahlung insbesondere in bestimmte Richtungen fokussieren bzw. in 
Form von sog. «Beams» aussenden (sog. «Beamforming»). Dies ermöglicht 
es ihnen, die abgegebene Leistung in Richtung der Nutzerinnen und Nutzer 
zu lenken und die Strahlung in diejenigen Richtungen zu reduzieren, wo sich 
keine aktiv kommunizierenden Endgeräte befinden. Aufgrund ihrer geringe-
ren Streuverluste lässt sich durch den Einsatz von adaptiven Antennen die 
durchschnittliche Strahlungsexposition in einer Funkzelle (bei gleicher Da-
tenübertragungsrate) insgesamt verringern (Erläuterungen des Bundesamts 
für Umwelt [BAFU] vom 23.2.2021 zu adaptiven Antennen und deren Beur-
teilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender 
Strahlung [nachfolgend: Erläuterungen BAFU adaptive Antennen] Ziff. 1 
S. 2, Ziff. 4 S. 5 ff. und Ziff. 6 S. 15 ff., einsehbar unter: <www.bafu.ad-
min.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/ Fachinformatio-
nen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»; Hugo Lehmann, 
Adaptive Antennen für 5G, in Bulletin Electrosuisse 6/2020 S. 39 ff., 40 f.). 

2.2 Der Bundesrat hat am 17. April 2019 im Hinblick auf die Einführung 
der adaptiven Antennen die Definition des massgebenden Betriebszustands 
von Mobilfunkbasisstationen in Anhang 1 Ziff. 63 NISV angepasst (Inkraft-
treten am 1.6.2019; AS 2019 1491). Dabei verankerte er den Grundsatz, 
dass die Variabilität der Senderichtungen und Antennendiagramme von ad-
aptiven Antennen bei der Festlegung des massgebenden Betriebszustands 
zu berücksichtigen ist. Die konkrete Ausgestaltung wurde damals bewusst 
zugunsten einer Regelung auf Stufe Vollzugshilfe offengelassen (Erläuterun-
gen des BAFU vom 17.4.2019 zur Änderung der NISV, S. 8, einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/Rechtset-
zung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das BAFU hat in der Folge am 
23. Februar 2021 – und damit nach Eingang der vorliegenden Beschwerde 
– den Nachtrag «Adaptive Antennen» zur Vollzugsempfehlung zur NISV des 
Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; heute: BAFU) «Ba-
sisstationen Mobilfunk- und WLL» aus dem Jahr 2002 publiziert (nachfol-
gend: Vollzugsempfehlung für Mobilfunkbasisstationen bzw. Nachtrag vom 
23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung, beide einsehbar unter: <www.bafu.ad-
min.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/
Fachinformationen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»). 

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In diesem Nachtrag hat es den genannten Grundsatz dahingehend konkre-
tisiert, dass ein Korrekturfaktor für die maximale ERP (effective radiated 
power, dt. äquivalente Strahlungsleistung) angewendet werden darf, wenn 
die Sendeantennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung ausge-
stattet werden (Ziff. 3.1 S. 7). Verschiedene Elemente dieser Definition wur-
den vom Bundesrat in der Zwischenzeit in Anhang 1 Ziff. 63 NISV auf Ver-
ordnungsstufe verankert (Inkrafttreten am 1.1.2022; AS 2021 901; weitere 
hier nicht anwendbare Vollzugsanpassungen erfolgten mit Änderungen der 
Art. 11a f. und 19b NISV vom 29.9.2023, in Kraft seit 1.11.2023; AS 2023 
583). 

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Eingabe vom 23. Mai 2023 
(act. 24) darauf hingewiesen, dass sie das Baugesuch für den hier umstrit-
tenen Umbau noch vor der Publikation des Nachtrags vom 23. Februar 2021 
zur Vollzugsempfehlung eingereicht habe. Da zu diesem Zeitpunkt noch 
keine Regelung für den Korrekturfaktor bestanden habe, habe sie damals 
einen solchen auch nicht beantragt. Daraus schliesst sie zu Recht, dass das 
strittige Bauprojekt den Betrieb adaptiver Antennen unter Anwendung eines 
Korrekturfaktors nicht mitumfasst. Ob ein solcher zulässig wäre, bildet mithin 
nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. VGE 2020/27 vom 
6.1.2021 E. 4.8 [ergangen noch vor Erlass des Nachtrags vom 23.2.2021 zur 
Vollzugsempfehlung, bestätigt durch BGer 1C_527/2021 vom 13.7.2023 
E. 3.7 und 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 6.3.2 a.E.]). Zu beurteilen ist 
demnach ausschliesslich die Umrüstung der Mobilfunkanlage und der Be-
trieb der Antennen aufgrund der «worst case»-Beurteilung, d.h. ohne An-
wendung eines Korrekturfaktors.

3.

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Vorinstanz die Grenzwertkonfor-
mität der geplanten Mobilfunkanlage zu Recht bestätigt hat.

3.1 Mit Schreiben vom 17. April 2019 und 31. Januar 2020 hatte das 
BAFU den Kantonen gestützt auf Art. 12 Abs. 2 bzw. Art. 14 Abs. 2 NISV 
empfohlen, adaptive Antennen in der Übergangsphase bis zum Erscheinen 

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des Nachtrags vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung vorüberge-
hend im Rahmen einer sog. «worst case»-Beurteilung zu bewilligen. Dies 
bedeutet, dass deren Strahlung wie bei konventionellen Antennen nach dem 
maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und 
basierend auf (umhüllenden) Antennendiagrammen zu beurteilen ist, die für 
jede Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksichti-
gen. Die adaptiven Antennen werden mit anderen Worten so betrachtet, als 
ob die maximale Sendeleistung gleichzeitig in alle möglichen Senderichtun-
gen abgestrahlt würde, was nicht der Realität entspricht (Nachtrag vom 
23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung Ziff. 1 S. 5, Ziff. 2 S. 6, Ziff. 3.2 S. 7 f.; Er-
läuterungen BAFU adaptive Antennen Ziff. 5.4 S. 12).

3.2 Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, es sei unzulässig, adap-
tive Antennen wie konventionelle im «worst case»-Szenario zu beurteilen, 
wenn klar sei, dass diese adaptiv betrieben würden. Vielmehr dürften adap-
tive Antennen nur dann in Betrieb genommen werden, wenn sie als solche 
beurteilt und bewilligt worden seien. Die «worst case»-Beurteilung ignoriere 
hingegen deren besondere Eigenschaften und widerspreche damit dem 
Grundsatz, wonach bei adaptiven Antennen die Variabilität der Senderich-
tungen und der Antennendiagramme zu berücksichtigen sei. Sie biete nur 
ungenügenden Schutz und könne die Einhaltung der Grenzwerte nicht ge-
währleisten. Die Vorinstanz habe die umstrittene Umrüstung deshalb zu Un-
recht gestützt auf eine «worst case»-Betrachtung beurteilt (Beschwerde 
Rz. 15 ff., Replik Rz. 4 ff.). Sodann lasse sich bei adaptiven Antennen die 
Einhaltung der Grenzwerte mittels Abnahme- bzw. Kontrollmessungen nach-
träglich gar nicht überprüfen. Hierfür fehle es sowohl an qualifiziertem Fach-
personal als auch an einer anerkannten Messmethode. In technischer Hin-
sicht bemängelt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen, dass mit der von 
der Vorinstanz erwähnten Messmethode lediglich die Synchronisationska-
näle (nicht aber die Datenkanäle) gemessen würden, dabei jedoch unklar 
sei, wie das Messresultat auf den Beurteilungswert hochzurechnen sei. Zu-
dem legt sie einen Prüfbericht einer Mobilfunkanlage in Aeschi bei Spiez vom 
April 2020 sowie einen Bauentscheid der Stadt Zürich vom November 2020 
vor (Beilagen Nrn. 1 und 2 zur Eingabe vom 18.1.2021 [act. 11A]). Daraus 
gehe hervor, dass zuverlässige Messungen unmöglich seien. Sie verlangt 
daher die Einholung eines Amtsberichts oder eines unabhängigen Gutach-

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tens zur Frage, ob bei adaptiven Antennen bereits zuverlässige Abnahme-
messungen durchgeführt werden können. Weiter sei die Beschwerdegeg-
nerin aufzufordern, Messprotokolle anderer Mobilfunkanlagen mit adaptiven 
Antennen vorzulegen (Beschwerde Rz. 28 ff., Replik Rz. 14 ff., Eingabe vom 
18.1.2021 Rz. 2 ff.).

3.3 Das Verwaltungsgericht hat in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 
(E. 4.5) erwogen, dass mit der «worst case»-Beurteilung der innerhalb des 
bewilligten Betriebs aus Sicht des Immissionsschutzes ungünstigste Fall be-
trachtet werde. Es treffe deshalb nicht zu, dass die besondere Abstrahlcha-
rakteristik der adaptiven Antennen ignoriert würde. Vielmehr werde dieser 
mit der «worst case»-Beurteilung gerade in der Weise Rechnung getragen, 
dass von den stärksten Strahlungsimmissionen auszugehen sei, die unter 
Anwendung des «Beamforming» mit der bewilligten äquivalenten Strah-
lungsleistung und Hauptsenderichtung möglich seien. Damit sei ohne Wei-
teres sichergestellt, dass nur Anlagen bewilligt würden, die die geltenden 
Grenzwerte voraussichtlich jederzeit einhielten (und nicht etwa nur im 
6-Minuten-Mittel wie unter Berücksichtigung des Korrekturfaktors; vgl. dazu 
Hugo Lehmann, a.a.O., S. 41 sowie Erläuterungen des BAFU vom 
17.12.2021 zur Änderung der NISV, Ziff. 4.4 S. 8, einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/Rechtset-
zung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das Verwaltungsgericht befand, 
es leuchte unter diesen Umständen nicht ein, inwiefern die «worst case»-Be-
urteilung dem Grundsatz der Berücksichtigung der Variabilität der Sende-
richtungen und Antennendiagramme bzw. den Vorgaben von Anhang 1 
Ziff. 63 NISV (in der Fassung vom 1.6.2019) widersprechen sollte.

3.4 Das Bundesgericht hat diesen Schluss unterdessen in verschiedenen 
Urteilen bestätigt (BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 6.2 f. und insb. 
E. 6.3.2, 1C_693/2021 vom 3.5.2023 E. 4.3, 1C_101/2021 vom 13.7.2023 
E. 3.5, 1C_235/2022 vom 24.11.2023 E. 5.1). Dabei hat es namentlich da-
rauf hingewiesen, dass der Effizienzgewinn der neuen Technologie bei der 
«worst case»-Beurteilung dem Schutz vor nichtionisierender Strahlung zu 
Gute komme, womit sichergestellt sei, dass die von der Strahlung einer Mo-
bilfunkanlage betroffene Bevölkerung auf der sicheren Seite bleibe und die 
Langzeitbelastung in jedem Fall tief gehalten werde. Folglich besteht für das 

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Verwaltungsgericht kein Anlass, die Rechtmässigkeit dieses Vorgehens in 
Frage zu stellen. Abgesehen davon hat die kantonale Fachbehörde die von 
der Beschwerdegegnerin eingereichten Antennendiagramme kontrolliert und 
für korrekt befunden (vgl. Stellungnahme zur Baubeschwerde vom 2.9.2019 
S. 2, Vorakten BVD pag. 24). Entgegen der unbelegten Behauptung der Be-
schwerdeführerin, die Antennendiagramme stellten nicht den «worst case» 
dar (Beschwerde Rz. 21), ist kein Grund ersichtlich, um von dieser Fachbe-
urteilung abzuweichen (zum Beweiswert von Fachberichten amtlicher Stel-
len BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5 mit Hinweisen; Michel Daum, 
in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 19 N. 38). 

3.5 Somit hat die Vorinstanz kein Recht verletzt, indem sie die Einhaltung 
der Grenzwerte gestützt auf die eingereichten Unterlagen im Rahmen einer 
«worst case»-Beurteilung bejaht hat. Das Bundesgericht hat festgehalten, 
dass es sich bei den erwähnten Schreiben des BAFU (vorne E. 3.1) um Voll-
zugsempfehlungen im Sinn von Art. 12 Abs. 2 NISV handelt 
(BGer 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 3.5, 1C_45/2022 vom 9.10.2023 
E. 4.3 a.E.). Der Beschwerdeführerin kann nach dem Gesagten deshalb 
auch nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, die «NISV-Änderung für ad-
aptive Antennen nicht zur Anwendung» zu bringen, bedürfe einer gesetzli-
chen «Übergangsregelung», die hier aber fehle (Beschwerde Rz. 17). Er-
gänzend ist darauf hinzuweisen, dass für die Bewilligung einer Anlage in ers-
ter Linie die rechnerische Strahlungsprognose massgeblich ist, während der 
Abnahmemessung lediglich eine Kontrollfunktion zukommt: Da die rechneri-
sche Prognose nicht allen Feinheiten der Ausbreitung der Strahlung Rech-
nung trägt, wird sie im Sinn einer zusätzlichen Kontrolle angeordnet, wenn 
die rechnerische Prognose an einem sog. Ort mit empfindlicher Nutzung 
(OMEN) 80 % des Anlagegrenzwerts erreicht. In begründeten Fällen kann 
die Behörde diese Schwelle auch niedriger ansetzen (Vollzugsempfehlung 
für Mobilfunkbasisstationen Ziff. 2.1.8 S. 20). Gemäss der Strahlungspro-
gnose für die hier umstrittene Anlage beträgt die (maximale) Immissions-
feldstärke im massgeblichen Betriebszustand am meistbelasteten OMEN 
2,62 V/m (vgl. Standortdatenblatt Ziff. 5 S. 4), was einer Ausschöpfung des 
Anlagegrenzwerts (5 V/m) von 52,4 % und damit von deutlich weniger als 
80 % entspricht. Die Anordnung von Abnahmemessungen war unter diesen 

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Umständen nach dem Gesagten nicht zwingend nötig. Anders als die Be-
schwerdeführerin meint (vgl. Eingabe vom 18.1.2021 [act. 11] Rz. 2 ff., 34 f.) 
und wie bereits die Vorinstanz zutreffend erkannt hat (angefochtener Ent-
scheid E. 5d), ist es deshalb rechtlich zulässig, dass die Gemeinde in der 
Baubewilligung keine Abnahmemessungen angeordnet hat. 

3.6 Die Rüge, es gebe keine Messempfehlung bzw. Messmethode, hielt 
die Vorinstanz für unbegründet (vgl. angefochtener Entscheid E. 5), weil es 
gemäss dem bereits erwähnten Informationsschreiben des BAFU vom 
17. April 2019 (vorne E. 3.1) mit frequenzselektiven Messungen auch bei ad-
aptiven Antennen möglich sei, die Einhaltung der Grenzwerte mit Messun-
gen zu überprüfen. In diesem Schreiben habe das BAFU den Kantonen mit-
geteilt, dass zwar für die Messfirmen derzeit noch keine Akkreditierungsmög-
lichkeit bestehe. Gestützt auf eine gemeinsame Messempfehlung des BAFU 
und des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) könnten jedoch 
bereits heute Messungen vorgenommen werden. In diesem Fall hätten sich 
die Messfirmen am aktuellen Stand der Technik zu orientieren. – Diesen 
Ausführungen kann ohne Weiteres zugestimmt werden: Das METAS hat am 
18. Februar 2020 den technischen Bericht «Messmethode für 5G-NR-Basis-
stationen im Frequenzbereich bis zu 6 GHz» (Version 2.1) publiziert, einsch-
liesslich eines Nachtrags vom 15. Juni 2020. Die dort vorgeschlagene Mess-
methode wurde in der Zwischenzeit in den Nachtrag vom 23. Februar 2021 
zur Vollzugsempfehlung aufgenommen (Ziff. 5 S. 14). Damit besteht entge-
gen der Beschwerdeführerin (Eingabe vom 18.1.2020 Rz. 3) unterdessen 
auch eine publizierte Messempfehlung des BAFU. Das Verwaltungsgericht 
hat sich in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 (auch) bereits zu dieser Mess-
methode geäussert und gelangte zum Schluss, dass es mit dieser gemäss 
den Angaben des BAFU und des METAS möglich sei, die Einhaltung der 
Grenzwerte zuverlässig zu überprüfen, da der nachträglich hochgerechnete 
Wert (Beurteilungswert) die tatsächliche Belastung überschätze (E. 5.4 ff.). 
Diesen Standpunkt hat das Bundesgericht in mehreren Urteilen gestützt 
(BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 8, 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 5 
und 1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 5), wobei es sich insbesondere in BGer 
1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 (E. 8.3 ff.) auch detailliert mit den tech-
nischen Einwänden der Beschwerdeführerin befasst hat. Aus dem einge-

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reichten Prüfbericht sowie dem erwähnten Bauentscheid vermag die Be-
schwerdeführerin sodann von vornherein nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, 
da sich diese Unterlagen zur Messmethode des METAS nicht äussern. Es 
besteht daher auch im vorliegenden Verfahren kein Anlass, diese Messme-
thode in Frage zu stellen. Die Kritik, dass die Einhaltung der Grenzwerte 
messtechnisch nicht überprüft werden könne, ist damit nicht stichhaltig. Auch 
die unbelegte Behauptung, dass für die Messungen (noch) kein qualifiziertes 
Personal zur Verfügung stehen soll, hilft der Beschwerdeführerin nicht wei-
ter. Unter diesen Umständen erübrigt sich das Einholen des beantragten 
Amtsberichts/Gutachtens bzw. von Messprotokollen der Beschwerdegegne-
rin. Die entsprechenden Anträge (Eingabe vom 18.1.2021 Rz. 8 f.) werden 
folglich abgewiesen (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BGE 
144 II 427 E. 3.1.3; BVR 2021 S. 285 E. 3.3.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 
N. 27 f.). 

4.

Die Beschwerdeführerin ist weiter der Auffassung, die bewilligte Umrüstung 
der Mobilfunkanlage gefährde die menschliche Gesundheit, weil die Anlage-
grenzwerte der NISV für Mobilfunkbasisstationen das Vorsorgeprinzip ver-
letzten. 

4.1 Für den Schutz der Gesundheit vor nichtionisierender Strahlung, die 
beim Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt wird, hat der Bundesrat die NISV 
erlassen. Diese sieht zum Schutz vor den wissenschaftlich erhärteten ther-
mischen Wirkungen Immissionsgrenzwerte vor, die von der Internationalen 
Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) über-
nommen wurden und überall eingehalten sein müssen, wo sich Menschen 
aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 NISV; BGE 126 II 399 E. 3b). Zur Konkreti-
sierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 1 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (USG; 
SR 814.01; vgl. auch Art. 74 Abs. 2 Satz 1 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101]) setzte der Bundesrat ausserdem Anlagegrenzwerte für Mobilfunk-
basisstationen fest, die strenger als die Immissionsgrenzwerte sind, im Un-
terschied zu diesen aber lediglich an den OMEN eingehalten werden müssen 

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(Art. 4 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 Ziff. 65 NISV). Mit deren Festsetzung hat der 
Bundesrat im Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen eine 
Sicherheitsmarge geschaffen (vgl. BGE 128 II 378 E. 6.2.2; 
BGer 1C_627/2019 vom 6.10.2020 E. 3.1, 1C_576/2016 vom 27.10.2017, in 
URP 2018 S. 713 E. 3.5.1; zum Ganzen BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 
E. 5.3.2). Die entsprechende internationale Forschung sowie die technische 
Entwicklung zu verfolgen und gegebenenfalls eine Anpassung der in der 
NISV geregelten Grenzwerte zu beantragen, ist in erster Linie Sache der zu-
ständigen Fachbehörden und nicht der Gerichte (BGer 1C_100/2021 vom 
14.2.2023 E. 5.3.3 m.w.H.). 

4.2 Die Beschwerdeführerin verweist auf eine Reihe von Studien und 
geht gestützt darauf davon aus, dass gefestigte wissenschaftliche Erkennt-
nisse zu schädlichen nicht-thermischen Wirkungen der Strahlung von Mobil-
funkantennen vorlägen, die in den gegenwärtigen Anlagegrenzwerten unge-
nügend berücksichtigt würden. So werde in verschiedenen Studien die Be-
deutung des oxidativen Stresses hervorgehoben. Von adaptiven Antennen 
gehe darüber hinaus eine besondere Gesundheitsgefährdung aus, die auf 
die «gerichteten und gezielten Strahlungsimpulse» bzw. «Pulsationen» zu-
rückzuführen sei. Weiter habe der wissenschaftliche Dienst des EU-Parla-
ments in einem Briefing vom Februar 2020 festgestellt, dass die Grenzwerte 
keinen genügenden Schutz vor biologischen Schäden mehr gewährleisten 
könnten. Schliesslich habe eine Richterin des Berufungsgerichts Turin in ei-
nem Urteil aus dem Jahr 2019 anerkannt, dass die Benutzung des Mobilte-
lefons ein Akustikusneurinom (gutartiger Tumor des Hör- und Gleichge-
wichtsnervs) verursacht habe. Die Beschwerdeführerin verlangt deshalb ei-
nen Unbedenklichkeitsnachweis für die Auswirkungen der Strahlung der ge-
planten Anlage auf die Gesundheit. Reichten die momentan verfügbaren In-
formationen für ein umfassendes Bild nicht aus, sei das Verfahren bis zum 
Vorliegen weiterer Erkenntnisse über mögliche Gesundheitsgefahren zu sis-
tieren (Beschwerde Rz. 40 ff., Replik Rz. 2 f., Eingabe vom 18.1.2021 
Rz. 31 ff.). 

4.3 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil BGer 1C_100/2021 
vom 14. Februar 2023 ausführlich mit dem gegenwärtigen Kenntnisstand 
über die Gesundheitsrisiken der Mobilfunkstrahlung im Allgemeinen und ins-

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besondere auch im Zusammenhang mit adaptiven Antennen auseinander-
gesetzt. Dabei erwog es, dass die Anlagegrenzwerte – in denen im Gegen-
satz zu den Immissionsgrenzwerten das Vorsorgeprinzip zum Ausdruck 
komme – nicht direkt auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen Bezug 
nähmen, sondern nach Massgabe der technischen und betrieblichen Mög-
lichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt worden seien, um 
das Risiko schädlicher Wirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und 
noch nicht absehbar sind, möglichst gering zu halten. Auch wenn dabei auf 
wissenschaftliche Gewissheit verzichtet werde, folge daraus nicht, dass le-
diglich vorläufige wissenschaftliche oder erfahrungsbasierte Befunde den 
Massstab für die Bestimmung der konkreten Höhe des Anlagegrenzwerts bil-
deten (E. 5.3.2). Gestützt auf die Untersuchungen der Beratenden Exper-
tengruppe NIS (BERENIS) und der Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strah-
lung» sowie die Ausführungen des BAFU gelangte das Bundesgericht in der 
Folge unter Berücksichtigung verschiedener Studien zum Schluss, dass die 
geltenden Grenzwerte dem Vorsorgeprinzip genügten. Es bestünden keine 
Hinweise auf eine wissenschaftlich nachgewiesene oder auf Erfahrung be-
ruhende Gefährdung oder Belästigung, die eine Anpassung der Grenzwerte 
aufgrund der neuen Funktionsweise der adaptiven Antennen notwendig ma-
chen würde (E. 5.4 ff.). Diesen Befund hat das Bundesgericht seither wie-
derholt bestätigt (vgl. etwa BGer 1C_693/2021 vom 3.5.2023 E. 5.1 ff., 
1C_296/2022 vom 7.6.2023 E. 2.2 f., 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 6.1 ff., 
1C_45/2022 vom 9.10.2023 E. 7.4 f., 1C_251/2022 vom 13.10.2023 
E. 6.2 f.).

4.4 Die von der Beschwerdeführerin zitierten Studien und Berichte sind 
nicht geeignet, diese Rechtsprechung in Frage zu stellen: Das Bundesge-
richt hat sich in BGer 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 mit den beiden er-
wähnten Tierstudien («NTP-Studie» und «Ramazzini-Studie» [vgl. Be-
schwerdebeilagen {BB} 7 und 8]) bereits auseinandergesetzt und ist zum 
Schluss gelangt, dass diese keine direkten Schlüsse auf die gesundheitli-
chen Auswirkungen der Strahlung beim Menschen im Zusammenhang mit 
der Mobiltelefonie zuliessen (E. 6.2). In BGer 1C_693/2021 vom 3. Mai 2023 
hat es weiter erwogen, dass das Briefing des wissenschaftlichen Dienstes 
des EU-Parlaments vom Februar 2020 (Replikbeilage 5) keinem wissen-
schaftlichen Konsens entspreche (E. 5.4). In BGer 1C_100/2021 vom 

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14. Februar 2023 hat es sodann keine genügenden Hinweise auf negative 
gesundheitliche Auswirkungen der von der Beschwerdeführerin als gefähr-
lich bezeichneten Pulsation erkannt (E. 5.6). Hinsichtlich des oxidativen 
Stresses gelangte es in BGer 1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 (E. 5.1.4) fer-
ner zur Auffassung, dass vertiefende Studien erforderlich seien, sich mo-
mentan eine Anpassung der Grenzwerte aber nicht aufdränge. Hinsichtlich 
der von der Beschwerdeführerin zitierten «Studie Kuster» aus dem Jahr 
2018 (Neufeld/Kuster, «Systematic Derivation of Safety Limits for Time-Va-
rying 5G Radiofrequency Exposure based on Analytical Models and Thermal 
Dose» [BB 9]) hat das Verwaltungsgericht in VGE 2020/27 vom 6. Januar 
2021 (bestätigt durch BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023) schliesslich be-
reits darauf hingewiesen, dass sich diese mit Strahlung in höheren Fre-
quenzbereichen befasse, als sie in der Schweiz für Mobilfunkanwendungen 
zur Verfügung stünden, und daher nicht direkt einschlägig sei (E. 7.5). 

4.5 Bei dieser Ausgangslage gibt es keine Hinweise darauf, dass die gel-
tenden Anlagegrenzwerte für Anlagen wie die hier umzurüstende Mobilfunk-
basisstation das Vorsorgeprinzip verletzen bzw. die Gesundheit nur ungenü-
gend schützen würden. Daran vermag auch das genannte Urteil des Beru-
fungsgerichts Turin von 2019 (vgl. BB 12) nichts zu ändern, da sich dieses 
auf die Strahlung von Mobiltelefonen und nicht auf diejenige von Mobilfunk-
basisstation bezieht (vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 5.6.3). So-
weit die Beschwerdeführerin im Übrigen die Unabhängigkeit von Mitgliedern 
der BERENIS und der Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strahlung» mit der Be-
hauptung in Zweifel zieht, dass die gesundheitsschädigenden Auswirkungen 
der Mobilfunkstrahlung in den von ihnen mitverfassten Berichten «herunter-
gespielt» bzw. in unzulässiger Weise relativiert würden (Beschwerde Rz. 45, 
47), bringt sie dafür keine schlüssigen Argumente vor. Das Bundesgericht 
hat im Übrigen darauf hingewiesen, dass die Unabhängigkeit der in der BE-
RENIS vertretenen Expertinnen und Experten sichergestellt werde, indem 
das BAFU regelmässig die Offenlegung allfälliger Interessenkonflikte einfor-
dere (BGer 1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 6.2, 1C_375/2020 vom 5.5.2021 
E. 3.4.2). Es sind daher keine konkreten und überzeugenden Hinweise er-
sichtlich, wonach die von den Bundesbehörden eingesetzten Arbeitsgruppen 
ihrer Aufgabe nicht korrekt oder ungenügend nachgekommen wären (vgl. 
auch VGE 2020/27 vom 6.1.2021 E. 7.6). Folglich gibt es auch keinen Grund, 

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das vorliegende Verfahren zwecks Abwartens weiterer Erkenntnisse über 
mögliche Gesundheitsauswirkungen von adaptiven Antennen zu sistieren 
(vgl. Replik Rz. 3 a.E.). Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die Unschädlich-
keit einer Technologie insofern aus prinzipiellen Gründen nicht bewiesen 
werden kann, als wissenschaftlich gesicherte Aussagen nur zum Vorhan-
densein von Effekten gemacht werden können. Zur Abwesenheit von Effek-
ten sind hingegen lediglich Wahrscheinlichkeitsaussagen möglich, basierend 
auf der Häufigkeit von Studien, in denen kein biologischer Effekt gefunden 
werden konnte; eine 100%ige Sicherheit ist jedoch nie möglich (vgl. 
BGer 1A.218/2004 vom 29.11.2005 E. 3.4; zum strikten oder vollen Beweis 
im Sinn des Regelbeweismasses, das in Bezug auf das Vorliegen relevanter 
Tatsachen keine absolute Gewissheit verlangt, statt aller: Michel Daum, 
a.a.O., Art. 19 N. 19). Ein Nachweis der Unbedenklichkeit von adaptiven An-
tennen kann daher nicht verlangt werden, wie bereits die Vorinstanz zutref-
fend festgehalten hat (angefochtener Entscheid E. 9e). 

4.6 Demnach erweist sich die Rüge, das Bauvorhaben verstosse gegen 
den Gesundheitsschutz und verletze das Vorsorgeprinzip, als unbegründet.

5.

Die Beschwerdeführerin bezweifelt überdies, dass die Beschwerdegegnerin 
über ein genügendes Qualitätssicherungssystem (QS-System) verfügt.

5.1 Zur Begründung macht sie geltend, adaptive Antennen könnten im 
QS-System der Beschwerdegegnerin nicht korrekt erfasst werden, da nicht 
«sämtliche Parameter zur Messung von adaptiven Antennen bekannt und im 
QS-System hinterlegt» seien. Die «plumpe Behauptung» der Vorinstanz, das 
QS-System genüge, weil die adaptiven Antennen wie konventionelle Anten-
nen behandelt würden, sei dagegen «offensichtlich falsch». Es gebe bis dato 
kein Bundesgerichtsurteil, welches bestätigen würde, dass das QS-System 
der Beschwerdegegnerin auch adaptive Antennen erfassen könne. Die Be-
schwerdegegnerin sei deshalb aufzufordern, den Beleg hierfür zu liefern und 
das Audit zur aktuellen ISO-Zertifizierung einzureichen (Beschwerde 
Rz. 27 ff.; Replik Rz. 10 ff.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.100U, 
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5.2 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil BGer 1C_100/2021 
vom 14. Februar 2023 entgegen der Beschwerdeführerin unterdessen auch 
eingehend mit der Tauglichkeit des QS-Systems der Beschwerdegegnerin 
zur Kontrolle von adaptiven Antennen auseinandergesetzt, wobei es die ent-
sprechenden Erwägungen des Verwaltungsgerichts in VGE 2020/27 vom 
6. Januar 2021 (E. 6) gestützt hat. Das Bundesgericht führte dabei insbeson-
dere aus, dass es bisher keinen Anlass gehabt habe, die Tauglichkeit des 
QS-Systems der Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu verneinen (E. 9.4); 
die herkömmlichen QS-Systeme genügten laut dem BAFU, um den bewilli-
gungskonformen Betrieb von adaptiven Antennen zu kontrollieren, die auf-
grund einer «worst case»-Betrachtung beurteilt worden sind (E. 9.5.3). Auch 
diesen Schluss hat es in der Zwischenzeit mehrfach bestätigt (statt vieler 
BGer 1C_153/2022 vom 11.4.2023 E. 8, 1C_694/2021 vom 3.5.2023 
E. 6.1 f.; 1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 7, 1C_251/2022 vom 13.10.2023 
E. 4).

5.3 Im Licht dieser Rechtsprechung erweist sich die Kritik am QS-System 
der Beschwerdegegnerin als unbegründet, zumal die Beschwerdeführerin 
nicht nachvollziehbar darlegt, welche der zur Durchführung von zuverlässi-
gen Messungen erforderlichen Parameter unbekannt bzw. im QS-System 
nicht hinterlegt sein sollen. Unter diesen Umständen kann auf das Einfordern 
weiterer Belege bzw. des Audits zur aktuellen Zertifizierung in antizipierter 
Beweiswürdigung verzichtet werden. Die entsprechenden Anträge werden 
abgewiesen.

6.

Anders als die Beschwerdeführerin meint, sind auch sonst keine Gründe er-
sichtlich, weshalb die umstrittene Baubewilligung gegen Recht verstossen 
sollte:

6.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass sich die adapti-
ven Antennen mit den im Standortdatenblatt angegebenen Sendeleistungen 
aus technischen Gründen nicht sinnvoll betreiben liessen (vgl. Eingabe vom 
18.1.2021 Rz. 16 ff.) und der dort angegebene Antennentyp gar nicht mehr 

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lieferbar sei (Stellungnahme vom 14.4.2023 [act. 22] S. 2 f.), stösst sie damit 
von vornherein ins Leere. Denn mit einer Baubewilligung für eine Mobilfunk-
anlage wird nur das im Baugesuch und Standortdatenblatt unterbreitete Vor-
haben bewilligt (BGE 128 II 378 [BGer 1A.264/2000 vom 24.9.2002] nicht 
publ. E. 8.1). Im Bewilligungsverfahren ist deshalb nur zu prüfen, ob der Be-
trieb der Mobilfunkanklage im Rahmen der dort angegebenen Antennenty-
pen und Betriebsparameter den Vorgaben der NISV entspricht. Ob ein sinn-
voller Mobilfunkbetrieb möglich ist, ist dagegen Sache der betreffenden Inf-
rastrukturbetreiberin und für das Bewilligungsverfahren grundsätzlich uner-
heblich (vgl. VGE 2020/27 vom 6.1.2021 E. 4.7 [bestätigt durch 
BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 7.1 a.E.]).

6.2 Schliesslich verstösst die Baubewilligung auch nicht gegen die Vor-
schriften des Kantonalen Energiegesetzes vom 15. Mai 2011 (KEnG; 
BSG 741.1) betreffend das Verbot von gewissen Elektroheizungen (Art. 40 
Abs. 2) oder Heizungen im Freien (Art. 48). Da es sich bei der geplanten 
Mobilfunkanlage offensichtlich um keine Elektroheizung handelt, sind diese 
Vorgaben entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Eingabe vom 
18.1.2021 Rz. 25 ff.) im vorliegenden Fall nicht anwendbar. 

7.

7.1 Zusammengefasst hat die Vorinstanz den Gesamtentscheid der EG 
Langnau vom 11. Juli 2019 zu Recht bestätigt. Da insbesondere auch der 
vorgesehene Einsatz der «Beamforming»-Technologie mit den Vorgaben 
der NISV vereinbar ist, gibt es zudem keine Grundlage, um die Baubewilli-
gung – wie von der Beschwerdeführerin in ihrem Eventualbegehren gefor-
dert – mit einer Auflage zu ergänzen, wonach die neuen Sendeantennen 
nicht als adaptive Antennen im Sinn von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV be-
trieben werden dürfen. Dagegen hat die Bauherrschaft gemäss Art. 2 BauG 
grundsätzlich Anspruch auf eine unbelastete Bau- bzw. Nutzungsbewilligung 
(Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, 
Art. 2 N. 1, Art. 38-39 N. 15a Bst. a). Folglich ist die Beschwerde sowohl im 
Haupt- als auch im Eventualbegehren als unbegründet abzuweisen, soweit 
auf sie überhaupt einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.100U, 
Seite 19

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die unterliegende Beschwerde-
führerin die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men. 

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Langnau
- Bundesamt für Umwelt
- Bundesamt für Raumentwicklung

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Seite 20

und mitzuteilen:
- Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern, Abteilung 

Immissionsschutz
- Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.