# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0461a14-9252-5ffe-9f24-bbfd59511e12
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 22.11.2023 II 2023 91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2023-91_2023-11-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2023 91

Entscheid vom 22. November 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

gegen

Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West, 
Monbijoustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1967) war seit 2008 bei der Firma C.________ AG als 
Chauffeur Kat. BE angestellt, welche im Jahr 2020 von der D.________ AG 
übernommen wurde. Am 21. März 2022 kündigte die Arbeitgeberin 'aufgrund der 
langen und häufigen Arbeitsunfähigkeiten' die Anstellung per 30. Juni 2022. Mit 
Schreiben vom 30. August 2022 teilte die Arbeitgeberin A.________ mit, das An-
stellungsverhältnis müsse wegen der seit Mitte Dezember bestehenden krank-
heitsbedingten Arbeitsunfähigkeit aufgelöst werden; es werde in Beachtung der 
Kündigungsfristen und der Sperrfristen per 30. November 2022 gekündigt (Vi-act. 
52). Mit schriftlicher Austrittsvereinbarung wurde das Anstellungsverhältnis am 
24. Oktober 2022 per 30. Oktober 2022 aufgelöst (Vi-act. 52). Am 1. November 
2022 trat A.________ eine neue Anstellung als Chauffeur Kat. BE / Koordinator 
Plattform E.________ bei der F.________ AG an (Vi-act 40). Diese Anstellung 
kündigte A.________ am 13. November 2022 per 18. November 2022 (Vi-act. 
51, 20).

B. Am 28. November 2022 wurde A.________ zur Arbeitsvermittlung für eine 
Vollzeitstelle angemeldet (Vi-act. 54); am 3. Dezember 2022 stellte er Antrag auf 
Arbeitslosenentschädigung per 28. November 2022 (Vi-act 44).

C. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2022 gewährte die Unia Arbeitslosen-
kasse A.________ das rechtliche Gehör, um den Sachverhalt hinsichtlich selbst-
verschuldeter Arbeitslosigkeit zu klären (Vi-act. 43). Am 15. Dezember 2022 
reichte A.________ seine Stellungnahme ein (Vi-act. 36), worauf sich die Unia 
Arbeitslosenkasse am 19. Dezember 2022 (mit Erinnerungen vom 14.2.2023 und 
28.2.2023) auch bei der F.________ AG nach den Umständen der Kündigung 
erkundigte (Vi-act. 33, 27, 25). Am 28. Februar 2023 wurde A.________ infolge 
Antritts einer neuen Anstellung von der Arbeitsvermittlung abgemeldet (Vi-act. 
31). Die F.________ AG antwortete am 1. März 2023 (Vi-act. 21). Mit Verfügung 
vom 7. März 2023 stellte die Unia Arbeitslosenkasse A.________ wegen selbst-
verschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 19 Tagen ab dem 21. November 
2022 in der Anspruchsberechtigung ein (Vi-act 19).

D. Mit E-Mail vom 1. April 2023 kündigte A.________ Einsprache an (Vi-act. 
17). Die am 6. April 2023 schriftlich eingereichte und am 4. Mai 2023 ergänzte 
Einsprache (Vi-act. 15, 13) wies die Unia Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 
20. September 2023 ab (Vi-act. 5).

E. Am 19. Oktober 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

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1. Es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Beschwer-
degegnerin zu verpflichten, die Arbeitslosenentschädigung ohne Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung auszurichten.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin.

F. Mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2023 beantragt die Vorinstanz:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen.

2. Der Einspracheentscheid vom 20. September 2023 sei zu bestätigen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Beschwerde-
führer zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 19 
Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Es ist zwischen den Partei-
en unbestritten, dass der Beschwerdeführer selber die am 1. November 2022 
angetretene Stelle noch in der Probezeit am 13. November 2022 per 18. Novem-
ber 2022 kündigte, ohne eine Anschlussstelle zu haben (Vi-act. 51, 20).

2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits-
losenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 
1982 muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um eine Ar-
beitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. 
BGE 114 V 285 E. 3; 111 V 239 E. 2a; 108 V 165 E. 2a). Kommt sie dieser Ver-
pflichtung nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung verfügen (vgl. Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die 
Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, die die versi-
cherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungssankti-
on ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschulden-
sprinzip beherrscht (vgl. Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizeri-
sches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 
2016, S. 2511, Rz. 828). 

2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der An-
spruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeits-
los geworden ist. Eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn 
und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschrei-
ben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den persön-
lichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (vgl. 

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Arbeitsrecht und Arbeitslosenversicherung [ARV] 1982 Nr. 4 S. 39). So liegt 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit etwa vor, wenn die versicherte Person das 
Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine andere Stelle zu-
gesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zu-
gemutet werden konnte (vgl. Art. 44 lit. b der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02] vom 
31.8.1983; AVIG-Praxis ALE D23). Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit verlangt 
damit (1.) die Auflösung des Arbeitsverhältnisses von sich aus, ferner (2.), dass 
dem Versicherten das Verbleiben zumutbar gewesen wäre, und schliesslich (3.), 
dass ihm keine neue Stelle zugesichert war. Indem die Unzumutbarkeit des Ver-
bleibens eine Voraussetzung für die (unverschuldete) Kündigung ist, ist Art. 44 
lit. b AVIV vereinbar mit Art. 20 lit. c des für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in 
Kraft getretenen Übereinkommens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisati-
on über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 
(IAO-Übereinkommen; SR 0.822.726.8), welches für die Einstellung wegen 
selbstverschuldeter Kündigung verlangt, dass diese freiwillig ohne triftigen Grund 
erfolgt ist (vgl. BGE 124 V 236 f. E. 3c).

2.3 Die freiwillig gekündigte Anstellung muss für den Versicherten unzumutbar 
sein. Bei der Beurteilung, ob eine Unzumutbarkeit vorliegt, hat Art. 16 AVIG die 
Funktion einer Auslegungshilfe. So ist nach Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG unter ande-
rem eine Arbeit unzumutbar, die dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder 
dem Gesundheitszustand der versicherten Person nicht angemessen ist. Immer-
hin ist aber gemäss Rechtsprechung die Zumutbarkeit des Verbleibens am Ar-
beitsplatz strenger zu beurteilen als die Zumutbarkeit der Annahme einer neuen 
Stelle (BGE 124 V 238 E. 4b/bb). Das Bundesgericht wendet hinsichtlich der An-
nahme der Unzumutbarkeit einen strengen Massstab an und schliesst generell 
subjektive Beweggründe für die Kündigung von der Zumutbarkeitsprüfung aus 
(Urteil EVGer C 392/00 vom 8.10.2002 E. 4.4; vgl. ARV 1986 Nr. 23 mit Hinwei-
sen; Nussbaumer, a.a.O., S. 2516, Rz. 838; AVIG-Praxis ALE D26). Wenn nicht 
besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zugemutet wer-
den, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle 
gefunden hat (vgl. Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, 
Zürich 1998, S. 116; BGE 124 V 238 E. 4b/bb). 

Nicht als unzumutbar gelten etwa Überstunden, welche die gesetzlichen Höchst-
arbeitszeiten nicht überschreiten, Differenzen über die Lohnhöhe, sofern die ge-
samt- oder normalarbeitsvertraglichen Bestimmungen beachtet werden (AVIG-
Praxis ALE D26). Ein schlechtes Arbeitsklima, ein gespanntes Arbeitsverhältnis 
und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen vermö-

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gen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhält-
nisses zu begründen (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 1997 
ALV Nr. 105 S. 324, C 128/96, E. 2a; Chopard, a.a.O., S. 124; AVIG-Praxis ALE 
D26). 

Unzumutbarkeit liegt vor, wenn wichtige Gründe im Sinne von Art. 337 ff. des 
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220) vom 30. März 1911 vorliegen, 
die zur fristlosen Auflösung des Arbeitsverhältnisses berechtigen (AVIG-Praxis 
ALE D27). Unzumutbarkeit aus medizinischen oder gesundheitsgefährdenden 
Gründen muss durch ein eindeutiges Arztzeugnis (oder allenfalls durch andere 
geeignete Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich 
die Arbeitslosenkasse nicht mit blossen Behauptungen begnügen, sondern 
benötigt vielmehr zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte 
Person im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des 
Sachverhalts beizubringen hat (Urteil BGer 8C_742/2013 vom 27.11.2003 E. 4.1 
mit Hinweis auf BGE 124 V 238 E. 4b/bb).

2.4 Umstände, die eine Anstellung zwar nicht als unzumutbar erscheinen 
lassen (und damit eine Selbstkündigung nicht rechtfertigen), können das Ver-
schulden jedoch in einem milderen Licht erscheinen lassen (vgl. Kupfer Bucher, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge-
setz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädi-
gung, 4. Aufl., Zürich 2013, S. 165 mit Hinweis auf Urteil EVGer C 161/96 vom 
6.12.2006 E. 3.2). Sie können so allenfalls im Rahmen der Verschuldensbeurtei-
lung und damit bei der Festlegung der Einstellungsdauer Berücksichtigung finden 
(vgl. Urteil BGer 8C_742/2013 vom 27.11.2003 E. 4.1 mit Hinweisen). 

3.1 Am 25. Oktober 2022 unterzeichneten der Beschwerdeführer und die 
F.________ AG einen Arbeitsvertrag per 1. November 2022 für die Anstellung 
als Chauffeur Kat. BE / Koordinator Standort E.________ (Vi-act.40). Die Nor-
malarbeitszeit wurde - mit Verweis auf die ARV1 (Chauffeurverordnung, SR 
822.221, vom 19.6.1995) - auf 48 Wochenstunden in einem 7-Tage-Betrieb ver-
einbart. Sämtliche von der Normalarbeitszeit abweichende Stunden werden ei-
nem Zeitkonto gutgeschrieben bzw. belastet; weitere Überzeiten sind zu kom-
pensieren. Die Probezeit wurde auf drei Monate festgelegt. 

3.2 Mit Schreiben vom 13. November 2022 kündigte der Beschwerdeführer die 
Anstellung per 18. November 2022 aus persönlichen Gründen ("Die Arbeit ent-
spricht nicht meinen Vorstellungen"; Vi-act. 20). Am 14. November 2022 sandte 
er betreffend Kündigung folgende E-Mail an die Arbeitgeberin (Vi-act. 49):

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Nach eingehenden Überlegungen und den Erfahrungen von letzter Woche, bin ich 
zum Entschluss gekommen, meine Stelle per 18.11.22 zu kündigen. Ich musste 
feststellen, dass die Touren vor allem Engadin eine Ruhepause nicht zulässt. Ich 
habe am Freitag abends um 17 30 in Bonaduz meinen letzten Kunden bedient. Um 
20 Uhr war ich ohne jegliche Pausen in E.________ angekommen. Dies war nicht 
das erste Mal auch als Mitfahrer bei […] musste ich feststellen, dass es nur mit 
halsbrecherischer Fahrerei und einem knapp 5 minütigen Stopp, um ein Sandwich 
zu essen, möglich ist, diese riesige Tour zu bestreiten.

Ich habe mir diesen Schritt das Wochenende lang sehr gut überlegt und muss Dir 
nun leider mitteilen, dass ich per nächsten Freitag 18.11.22 meine Anstellung auf-
lösen werde.

Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung nannte der Beschwerdeführer als Kün-
digungsgrund: "Illegale Lenkzeiten war 13 Stunden ohne Pause !!! unterwegs mit 
Kundensendungen. Unzumutbar illegal gefährlich." Eine angebotene Verlänge-
rung der Kündigungsfrist habe er abgelehnt, weil keine Aussicht auf Verbesse-
rung der Situation bestehe; er sei in diesem Jahr bereits die fünfte Person, wel-
che in der Probezeit kündige (Vi-act. 44). 

In der Arbeitgeberbescheinigung nannte die F.________ AG als Kündigungs-
grund "Arbeit entsprach nicht seinen Vorstellungen" (Vi-act. 51).

3.3 Nachdem die Vorinstanz dem Beschwerdeführer am 13. Dezember 2022 
betreffend Vorwurf der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit das rechtliche Gehör 
gewährte (Vi-act. 43), hielt dieser am 15. Dezember 2022 fest, seine Aufgabe 
habe neben den täglichen Auslieferungen mit dem 3.5 to Lieferwagen auch die 
Leitung der Plattform E.________ umfasst. Nach den ersten vier Tagen Einarbei-
tung habe er mit einem Chauffeur drei Tage mitfahren können und dabei ein 
mulmiges Gefühl erhalten. Den Fahrer auf den Fahrstil angesprochen, habe die-
ser ausgeführt, mit normalem Fahren und den gesetzlichen Ruhezeiten sei die 
Tour gar nicht zu bewältigen. Es habe keine Möglichkeit bestanden, eine Pause 
einzulegen, obschon diese täglich abgezogen worden seien. Auf seiner ersten 
Tour (Schiers, Klosters, Davos, Scuol, Tschierv, Pontresina, Poschiavo, Sils, Al-
vaschein, Lenzerheide, Thusis, Rothenbrunnen, Bonaduz) sei er um 17.30 Uhr 
beim letzten Kunden und um 20 Uhr in E.________ angekommen. Nach über 13 
Stunden Lenkzeit ohne Pause. Dies sei weder gesetzeskonform noch gesund-
heitsfördernd. Am Wochenende habe er sich wegen den Gedanken an den 
kommenden Werktag nicht erholen können, weshalb er sich zur Kündigung ent-
schieden habe. Er habe die Arbeitgeberin darauf angesprochen; sie sei an einer 
Lösung am Arbeiten, aber das dauere. Auch habe er auf die Notwendigkeit hin-
gewiesen, dass die Fahrzeuge in den Service müssten, wofür die Firma aber 
gemäss Auskunft keine Zeit habe. Er sei nicht bereit, sich an der Arbeitsstelle 
strafbar zu machen, er werde sich ans Strassenverkehrsrecht halten. 

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Auf die Frage der Vorinstanz an die F.________ AG, welche Gründe zur Kündi-
gung geführt hätten, antwortete diese am 1. März 2023, dies nicht genau sagen 
zu können, gemäss Kündigung schreibe der Beschwerdeführer, die Stelle habe 
nicht seinen Vorstellungen entsprochen. Und auf die Frage, ob die Lenkzeiten 
möglicherweise ein Problem gewesen seien, antwortete sie mit nein, er habe vor 
Stellenbeginn bereits jahrelange Erfahrung als Chauffeur Kat. BE (Vi-act. 33, 21).

3.4 Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung begründete die Vorinstanz 
wie folgt (Vi-act. 19):

Vorliegend hätten Sie das Arbeitsverhältnis nicht von sich aus kündigen dürfen, 
bevor Ihnen eine neue Stelle zugesichert gewesen ist. Sie hätten die schlechten 
Arbeitsbedingungen behördlich melden müssen oder sie beim Arbeitgeber bean-
standen. Durch ihre Kündigung liegen nun keine eindeutigen Beweise vor, dass Ihr 
Arbeitsverhältnis nicht den gesetzlichen Normen entsprochen hat. Der Arbeitgeber 
bestreitet dies und es steht Aussage gegen Aussage.

Weil er aber plausibel darlegen könne, dass das Arbeitsverhältnis zumindest 
schwierig gewesen sei, werde die Einstellhöhe vom schweren ins mittelschwere 
Verschulden reduziert.

3.5 In der Einsprache vom 6. April 2023 wiederholte der Beschwerdeführer, er 
habe feststellen müssen, dass die ihm zugewiesenen Arbeiten nicht mit den ge-
setzlichen Vorgaben vereinbar seien; 13 Std. Lenkzeit ohne Pause sei weder ge-
setzlich noch menschlich vertretbar. Er sei im 2022 bereits der Vierte, welcher 
diese Stelle in der Probezeit verlasse. Eine Drittperson könne die Verhältnisse im 
Betrieb bezeugen (Vi-act. 15). In der Eingabe vom 4. Mai 2023 wird ergänzt, das 
Problem liege auch darin, dass die Fahrzeuge - anders als LKWs - über keine 
Fahrtenschreiber verfügen würden, sodass die Arbeitgeber die Arbeitnehmer 
zwingen würden, schnell und ohne gesetzeskonforme Pausen zu arbeiten; das 
Fehlen der Pausen könne nachträglich nicht nachgewiesen werden. Schon als 
Beifahrer habe er pausenlos arbeiten müssen. Nach der eigenen dreizehnstündi-
gen Fahrt habe er die Arbeitgeberin angerufen, sei aber abgewimmelt worden. 
Die Fahrt sei derart kräfteraubend sowie für alle Verkehrsteilnehmer gesund-
heitsgefährdend gewesen, dass er keinen andern Ausweg als die Kündigung ge-
sehen habe. Während bei anderen Berufen eine Weiterbeschäftigung bis zum 
Auffinden einer neuen Anstellung gefordert werden könne, sei dies beim ihm als 
Chauffeur unter solchen Bedingungen unmöglich gewesen. Hätte es einen Unfall 
gegeben und wäre dabei ausgekommen, dass Übermüdung den Unfall zumin-
dest mitverursacht hätte, hätten erhebliche Konsequenzen gedroht. Zudem seien 
auch die Fahrzeuge nicht in ordnungsgemässem Zustand gewesen (Vi-act 13).

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Der Einsprache hat der Beschwerdeführer die Zeiterfassung beigelegt (Vi-act. 
12). Sie weist bei einem Tagessoll von 9.6 Std. für die Tage nach der Einführung 
ab dem 7. November 2022 folgende Ist-Std. auf: 11.47, 10.67, 10.65, 10.65, 
14.17, 10.07, 12.77, 11.07, 8.75 und 9.05; Arbeitsantritt war jeweils nach 5 Uhr. 
Handschriftlich vermerkt ist, dass es sich - abgesehen vom letzten Tag - um 
Lenkzeiten ohne Pausenmöglichkeit handle. Konkret für den 11. November 2022 
ist bei Arbeitsbeginn 5.05 Uhr und Ende 20.00 Uhr eine Ist-Zeit von 14.17 Std. 
erfasst, was ergibt, dass bei den Ist-Zeiten Pausenzeiten abgezogen sind (dies 
auch an den übrigen Tagen; z.B. 15.11.2022 Ist-Zeit von 12.77 Std. bei Antritt um 
5 Uhr und Ende um 18.31 Uhr). 

3.6 Im Rahmen des Einspracheverfahrens unterbreitete die Vorinstanz der 
F.________ AG weitere Fragen (Vi-act. 10), welche diese am 14. September 
2023 beantwortete (Vi-act. 6-9). Demgemäss werde vertraglich ein Wochen-
durchschnitt von 48h vereinbart. Den Fahrern werde erklärt, dass es Tage mit 
Überstunden gebe, die man kompensieren könne und mit Abwechseln der Tou-
ren innert 26 Wochen einen Schnitt von 48h erziele. Auch der Beschwerdeführer 
wäre auf Touren geplant worden, damit er seine Wochenarbeitszeit von 48h er-
reiche. Es würden noch immer die gleichen Touren mit denselben Stationen dis-
poniert, wobei die Fahrer wöchentlich ändern würden, um die 48h/Woche einzu-
halten und Pausen/Ruhezeiten zu gewährleisten. Den Antworten hat die 
F.________ AG verschiedene Unterlagen wie die Zeiterfassung des Beschwer-
deführers, seine Wochenübersicht sowie verschiedene Tourdetails (erfasste ab-
solvierte Touren) beigelegt.

3.7 Im angefochtenen Einspracheentscheid verweist die Vorinstanz auf die 
Rechtsprechung betreffend selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit. Es stehe fest, 
dass der Beschwerdeführer die Stelle ohne Anschlussstelle gekündigt habe. Be-
züglich Arbeitssituation habe sie die Arbeitgeberin befragt (vgl. vorstehend E. 
3.6). Anhand der Akten könne die Vorinstanz nicht feststellen, dass die Weiter-
führung des Arbeitsverhältnisses für den Beschwerdeführer aus gesundheitlichen 
Gründen nicht weiter zumutbar gewesen sei; entsprechende Arztzeugnisse lägen 
keine vor; Arbeitsunfähigkeiten seien keine ausgewiesen. Die Arbeit selbst sei 
ihm nicht berufsfremd gewesen. Da er im Zeitpunkt der Kündigung keine An-
schlussstelle in Aussicht gehabt habe, habe er die Arbeitslosigkeit bewusst in 
Kauf genommen. Es liege ein schweres Verschulden vor. 

Eine Unzumutbarkeit der Arbeit zum Zeitpunkt der Kündigung könne aufgrund 
der kurzen Anstellungsdauer nicht mit letzter Bestimmtheit erkannt werden, zu-
mal die Arbeitgeberin angebe, dass er auch auf kürzeren Touren geplant worden 
wäre, so dass er seine Wochenarbeitszeit von 48h im Schnitt erreicht und seine 

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Überstunden kompensiert hätte. Es könnten keine Gründe gemäss Art. 16 AVIG 
erkannt werden, welche die Unzumutbarkeit des Arbeitsverhältnisses belegen 
würden. Mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit wäre das 
Arbeitsverhältnis mindestens vorübergehend zumutbar gewesen. Die Kündi-
gungsgründe seien als subjektiv zu bezeichnen. Die Kündigung möge zwar per-
sönlich als gerechtfertigt erscheinen; aus arbeitslosenrechtlicher Sicht könne dies 
aber lediglich schuldmildernd berücksichtigt werden. Der Eintritt der Arbeitslosig-
keit sei nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben, sondern liege in einem nach 
den persönlichen Umständen und persönlichen Verhältnissen vermeidbaren Ver-
halten des Beschwerdeführers, wofür die Arbeitslosenversicherung keine Haf-
tung übernehme. 

Für die Beurteilung der Zumutbarkeit des Verbleibens an einer Arbeitsstelle sei 
rechtsprechungsgemäss ein strenger Massstab anzusetzen. Belastende Verhält-
nisse könnten eine vorzeitige Stellenauflösung nicht rechtfertigen, aber beim 
Verschulden berücksichtigt werden. Bei einem entschuldbaren Grund sei dabei 
nicht ein Grund zu sehen, der das schwere Verschulden ausschliesse, sondern 
das Verschulden als leichter erscheinen lasse. Die Vorinstanz konstatiert, dass 
die Arbeitgeberin zu den detaillierten Vorwürfen des Beschwerdeführers nicht 
konkret Stellung genommen habe, was darauf schliessen lasse, dass gewisse 
Touren lange und ohne Zeit für Pausen gewesen seien. Auch dementiere sie den 
Vorwurf betreffend Fahrzeugservice nicht, wobei anzunehmen sei, dass die 
Fahrzeuge geprüft und damit in strassenverkehrstauglichem Zustand gewesen 
seien. Auch seien gemäss Arbeitgeberin die Fahrer, auch der Beschwerdeführer, 
auf mögliche Tage mit Überstunden hingewiesen worden, wobei die Touren 
wechseln würden und eine Kompensation innert 26 Wochen möglich sei, so dass 
der Schnitt von 48h/Wo erreicht werde. Auch habe sie angegeben, dass der Be-
schwerdeführer für kürzere Touren eingeplant worden wäre. Aus den eingereich-
ten Unterlagen ergebe sich sodann, dass er am 11. November 2022 4.57 Über-
stunden geleistet habe; ansonsten hätten sich die zusätzlichen Stunden bis dahin 
im Rahmen gehalten. Der Beschwerdeführer habe im Kündigungszeitpunkt somit 
nicht wissen können, dass er effektiv jeden Tag 4 bis 5 Std. Mehrarbeit hätte leis-
ten müssen. Es sei ihm daher mindestens vorübergehend zumutbar gewesen, 
das Arbeitsverhältnis aufrechtzuerhalten. Hätte sich dann Ende Probezeit her-
ausgestellt, dass er effektiv praktisch täglich eine Arbeitszeit von ca. 14 anstelle 
von 9.6 Std. geleistet hätte, so wäre höchstwahrscheinlich eine Unzumutbarkeit 
belegt gewesen. Am 14. und 16. November 2022 habe er aber nur Mehrstunden 
von 0.47 resp. 1.47 geleistet, was auf kürzere Touren schliessen lasse. Es sei 
dies ein Indiz, dass er wohl auf längere und kürzere Touren eingeteilt worden wä-
re und im Schnitt die 48Std./Wo erreicht hätte, wie dies die Arbeitgeberin ange-

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be. Auch hätte er mit der Zeit mehr Routine erhalten und wohl weniger Zeit 
benötigt. Weiter sei zu beachten, dass die Tätigkeit als Chauffeur oft mit Stress 
und strikt geplanten Routen auszuführen sei, wo kaum Zeit für Verzögerungen 
bleibe. Insgesamt konnten gemäss Vorinstanz Milderungsgründe anerkannt wer-
den, weshalb eine Sanktion für mittelschweres Verschulden angezeigt sei. Für 
die Annahme eines leichten Verschuldens oder gar eines Sanktionsverzichts be-
stehe keine Veranlassung. 

4.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer seine Anstellung noch 
während der Probezeit nach zwei Wochen mit einer Frist von 7 Tagen gekündigt 
hat. Unbestritten ist ebenso, dass er im Kündigungszeitpunkt über keine zugesi-
cherte Anschlussstelle verfügt hat. Für die Frage, ob ein sanktionswürdiges Ver-
halten vorliegt, ist damit einzig entscheidend, ob dem Beschwerdeführer das 
Verbleiben noch zumutbar gewesen wäre (vgl. oben E. 2.2). Selbst wenn recht-
sprechungsgemäss hierfür ein strenger Massstab anzuwenden ist, so kann der 
Vorinstanz dennoch nicht gefolgt werden, wenn sie vorliegend von einer Zumut-
barkeit ausgeht.

4.2 Die Vorinstanz anerkennt wohl, dass die Arbeitgeberin den Vorwürfen des 
Beschwerdeführers nichts Konkretes entgegenhält und dass es damit wohl in der 
Tat zu teils längeren Touren komme und auch der Fahrzeugpark in den Service 
müsste. Wenn die Vorinstanz dann aber weiter ausführt, gemäss Arbeitgeberin 
sei den einzustellenden Fahrern das Auftreten von Überstunden mitgeteilt wor-
den, längere Routen würden aber mit kürzeren abwechseln, so dass über 26 
Wochen im Schnitt die Wochenarbeitszeit von 48 Std. erreicht werden könne, so 
verkennt sie den wesentlichen Punkt der Unzumutbarkeit. 

Der Beschwerdeführer moniert nicht eine unzumutbare Leistung von Mehrarbeit. 
Er bezweifelt auch nicht, dass diese kompensiert werden könnte. Was er als un-
zumutbar geltend macht, ist der Umstand, dass die tägliche Mehrarbeit im Rah-
men von Lenkzeit erfolgt, ohne dass die gesetzlichen Pausen/Ruhezeiten einge-
halten werden könnten. Es sei dies gesetzeswidrig und sowohl für ihn als Fahrer 
als auch für die übrigen Verkehrsteilnehmer gefährlich, unzumutbar. 

4.3.1 Gemäss Art. 5 Abs. 1 ARV1 darf die Lenkzeit zwischen einer täglichen Ru-
hezeit und der darauf folgenden täglichen Ruhezeit oder zwischen einer tägli-
chen und einer wöchentlichen Ruhezeit 9 Stunden nicht überschreiten. Sie darf 
zweimal pro Woche auf 10 Stunden ausgedehnt werden. Die wöchentliche Lenk-
zeit darf 56 Stunden nicht überschreiten (Art. 5 Abs. 2 ARV1) und während zwei-
er aufeinander folgender Wochen darf die Gesamtlenkzeit 90 Stunden nicht 
überschreiten (Art. 5. Abs. 3 ARV1). 

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Nach einer Lenkzeit von 4.5 Std. ist eine Pause von mindestens 45' einzulegen 
(Art. 8 Abs. 1 ARV1), wobei die Pause in eine 15minütige und eine 30minütige 
unterteilt werden kann (Art. 8 Abs. 2 ARV1). Während der Pausen darf keine be-
rufliche Tätigkeit ausgeübt werden (Art. 8 Abs. 4 ARV1). Weiter wird normiert, 
dass die wöchentliche Arbeitszeit im Schnitt über 26 Wochen 48 Std. nicht über-
schreiten, und die wöchentliche Höchstarbeitszeit bis zu 60 Std. betragen darf 
(Art. 6 Abs. 1 ARV1). 

4.3.2 Die von der F.________ AG eingereichte Wochenübersicht des Beschwer-
deführers (Vi-act. 7) zeigt für die erste Novemberwoche 2022, als er in den Be-
trieb eingeführt wurde, eine Wochenarbeitszeit von 29.01 Std. (diese Woche 
bleibt nachfolgend unbeachtlich, da es sich um die Einführungswoche ohne 
Fahrzeit handelte). In der zweiten Woche, als er Mitfahrer war oder selber fuhr, 
ist eine Wochenarbeitszeit von 60.36 Std. ausgewiesen, mithin mehr als die ge-
setzliche Höchstarbeitszeit; in der dritten Woche waren es 55.25 Std. 

Weiter fällt auf, dass einzig am 7. November 2022 1h 52' Pausen aufgeführt sind. 
An allen übrigen Tagen sind keine Pausen ausgewiesen, die Arbeitszeit als 'Prä-
senz mit Pausen' vermerkt und eine Autokorrektur von 45' vorgenommen. Wenn 
die Aussage des Beschwerdeführers zutrifft, dass keine Pausen eingehalten 
werden konnten, dann stellen die ausgewiesenen Stunden aber reine Lenkzeit 
dar. Damit wäre erstens die tägliche Maximallenkzeit von 9h an jedem Tag über-
schritten worden, zweitens wäre die Ausnahmeregelung (2x pro Woche max. 
10h) auch nicht eingehalten worden, drittens wäre die maximale Wochenlenkzeit 
(56h) in einer Woche deutlich überschritten, in der zweiten (reduzierten Woche) 
knapp eingehalten und schliesslich wäre auch die letzte Regel (über zwei Wo-
chen max. 90h Lenkzeit) massiv überschritten worden. Sollte jeweils morgens vor 
der Abfahrt sowie nach der Rückkehr Zeit für die Disposition aufgewendet wer-
den müssen, so würde dies wohl die Lenkzeit reduzieren, das Gesamtbild aber 
nicht entscheidend positiv verändern.

4.3.3 Gemäss Beschwerdeführer weisen die benutzten Fahrzeuge keinen Fahr-
tenschreiber auf. Lenkzeiten und Pausen können damit nicht zweifelsfrei belegt 
werden. Es gilt daher die Aussage des Beschwerdeführers, Pausen hätten nicht 
gemacht werden können, zu plausibilisieren.

Für den 15. November 2022 weist die Wochenübersicht eine Arbeitszeit/Prä-
senzzeit mit Pausen von 13h 31' aus (von 5 Uhr bis 18.31 Uhr), davon wird eine 
Autokorrektur von 45' (Pause) vorgenommen. 

Aktenkundig sind die Tourdetails dieses Tages (Vi-act. 6 S. 31). Abfahrt in 
E.________ war um 6 Uhr; die Tour führte via Bonaduz, Thusis, Alvaschein, 

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Lenzerheide, Sils, St. Moritz, Poschiavo, Tschierv, Scuol, Davos Platz, Davos 
Wolfgang, Klosters und Küblis zurück nach E.________. Anzufahren waren in 
diesen 13 Ortschaften 15 Stationen, wobei die einzelnen Stationen unterschied-
lich viele Ankunftszeiten (Auslieferungen?) aufweisen (ausgewiesen sind 30 Zeit-
stempel). Der Routenplaner von Google (www.google.ch/maps; eingesehen am 
15.11.2023) zeigt für diese Tour eine Weglänge von 541 km an sowie eine reine 
Fahrzeit von 9h 02'. Das erwähnte Aktorum 'Tourdetails' weist eine Reisezeit von 
11h 29' (von 6 Uhr bis 17.29 Uhr) aus. Dies ergibt eine Differenz von rund 2.5h. 
Davon abzuziehen ist noch die eigentliche Belieferung der Stationen. In Anbe-
tracht dessen ist es glaubhaft, dass nicht noch Pausen von gesamthaft 45' 
machbar waren. Dies bestätigt sich, wenn die einzelnen Zeitstempel bei den ver-
schiedenen Stationen betrachtet werden, erscheint es doch schier unmöglich, ir-
gendwo noch eine Pause von mindestens 15' einzufügen. 

Die Arbeitgeberin legte zudem die Tourdetails einer vergleichbaren Tour, absol-
viert durch eine Drittperson am 12. September 2023, ins Recht (Vi-act. 6 S. 33). 
Die Route dauerte hier 11h 48'. Anzufahren waren 21 Stationen in 17 Ortschaf-
ten. Auch hier lassen die Zeitstempel nicht erkennen, dass Pausen möglich ge-
wesen wären. Was die Arbeitgeberin mit diesem Dokument belegen wollte, bleibt 
daher schleierhaft.

4.4 Insgesamt erscheint es für das Gericht damit als überwiegend wahrschein-
lich, dass der Beschwerdeführer in den zwei Wochen, in welchen er als Mitfahrer 
oder als Fahrer unterwegs war, aufgrund der von der Arbeitgeberin vorgegebe-
nen Routenplanung die gesetzlichen Vorschriften für Chauffeure nicht einhalten 
konnte. Es handelte sich beim 11. November 2022 nicht um eine Ausnahmesi-
tuation; das Bild zeichnet sich über beide Wochen vergleichbar ab. Es ist denn 
auch bezeichnend, dass die Arbeitgeberin - wie es auch die Vorinstanz feststellte 
- nur ausweichend Stellung zu den Vorwürfen nahm und nur ganz wenige, aus-
gewählte Tourdetailblätter ins Recht legte. Die Vorwürfe vermag sie damit nicht 
zu zerstreuen. 

Nicht entscheidend ist, ob die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48h über 
die 26 Wochen dank Kompensationen eingehalten werden kann. Entscheidend 
ist vielmehr, dass an mehreren aneinander folgenden Tagen die Tages- und Wo-
chenvorschriften gemäss ARV1 nicht eingehalten werden können. Dabei handelt 
es sich nicht um sozialpartnerschaftliche Bestimmungen des Arbeitnehmerschut-
zes, sondern um gesetzliche Vorgaben für Chauffeure. Wie der Beschwerdefüh-
rer zu Recht betont hat, geht es dabei mitunter auch um die Verkehrssicherheit, 
um Schutz von Leib und Leben der Chauffeure und der weiteren Verkehrsteil-

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nehmer. Die regelmässige und schier eingeplante Nichtbeachtung dieser Vor-
schriften ist einem Arbeitnehmer nicht zumutbar.

Unbehilflich ist die Aussage der Arbeitgeberin, der Beschwerdeführer hätte künf-
tig auch für kürzere Routen eingesetzt werden können, was ihm die Kompensati-
on ermöglicht hätte. Kompensiert werden können allenfalls Mehrzeiten. Verstös-
se gegen Lenkzeiten oder Ruhezeit- und Pausenregelungen können indes nicht 
kompensiert werden. Jeder Arbeitstag mit derartigen Routen stellt eine Rechts-
verletzung sowie Gefährdung der Verkehrssicherheit dar. 

Auffallend ist sodann, dass die Arbeitgeberin für den Beschwerdeführer wohl 
auch kürzere Routen (als Kompensationsmöglichkeit) in Aussicht stellte. Gleich-
zeitig hielt sie aber auch an den kritisierten Routen fest (welche ihres Erachtens 
aber über 26 Wochen hinweg ausgeglichen werden können). Auch gegenüber 
der Vorinstanz äusserte sie nicht, auf Fahrten (für den Beschwerdeführer oder 
andere Fahrer), wie jene der zwei ausgewiesenen Arbeitswochen, inskünftig zu 
verzichten, die Einsätze anders zu disponieren. Damit aber musste der Be-
schwerdeführer weiterhin mit unzulässigen und damit unzumutbaren Einsatzplä-
nen rechnen. Fehl geht hierzu die vorinstanzliche Anmerkung, mit der Zeit wäre 
der Beschwerdeführer auch routinierter geworden und hätte er die Routen in we-
niger Zeit absolvieren können. Der Beschwerdeführer weist bereits viele Berufs-
jahre als Chauffeur Kat. BE auf (seit 2008); auch durch die Arbeitgeberin wird er 
als erfahren eingeschätzt. Inwiefern bei dieser ausgewiesenen Transportgewer-
beerfahrung mit mehr Dienstzeit bei dieser Arbeitgeberin und diesen Routen die 
Lenkzeiten reduziert werden könnten, ist nicht nachvollziehbar.

4.5 Nicht gefolgt werden kann der Vorinstanz auch in der Feststellung, das Ab-
solvieren mindestens der Probezeit wäre dem Beschwerdeführer zumutbar ge-
wesen; erst danach hätten die Arbeitsbedingungen höchstwahrscheinlich nach-
gewiesen werden können; hätte sich dann herausgestellt, dass praktisch täglich 
rund 14 Arbeitsstunden geleistet werden mussten, so hätte das Arbeitsverhältnis 
als unzumutbar qualifiziert werden können. Wie bereits erwähnt, geht es nicht al-
lein um die Arbeitszeit bzw. Mehrzeiten und mögliche Kompensation. Es geht 
insbesondere auch um die Routenplanung, Lenkzeiten und Pausen. Wie aufge-
zeigt, sind die zwei ausgewiesenen Arbeitswochen unzumutbar. Dabei gilt es zu 
bemerken, dass der Beschwerdeführer nach der ersten Woche kündigte, seine 
Arbeitgeberin gleichzeitig auch schriftlich ausführlich informierte (vgl. oben E. 
3.2) und man sich auch telefonisch aussprach. Gleichwohl änderten sich die 
Verhältnisse in der Folgewoche nicht merklich. Mit einer Verbesserung konnte 
der Beschwerdeführer nicht rechnen. Zudem stellte die Arbeitgeberin wohl auch 
kürzere Routen in Aussicht, gleichzeitig aber explizit auch solche Arbeitstage wie 

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die absolvierten; im Vordergrund stand für sie offenbar die Kompensation über 
26 Wochen. Dies ändert indes nichts daran, dass der Beschwerdeführer auch 
künftig regelmässig und geplant mit Einsätzen rechnen musste, welche die Lenk-
zeit- und Pausenvorschriften nicht einhalten und die Verkehrssicherheit damit ge-
fährden würden. Derlei war für den Beschwerdeführer auch für die Dauer der 
Probezeit unzumutbar. Entgegen der vorinstanzlichen Erwägungen handelt es 
sich dabei nicht um subjektive Empfindungen. Vielmehr war der Beschwerdefüh-
rer an die Einsatz- und Routenplanung der Arbeitgeberin gebunden und diese 
Einsätze sind, da den gesetzlichen Vorgaben widersprechend, objektiv unzumut-
bar. Der Eintritt der Arbeitslosigkeit ist damit objektiven Faktoren zuzuschreiben 
und liegt nicht in einem vermeidbaren Verhalten des Beschwerdeführers. 

4.6 War dem Beschwerdeführer aber die nur schon minimale Weiterführung 
der Anstellung bis zur Zusage einer Anschlussstelle nicht zumutbar, weil er auch 
weiterhin mit Einsatzplänen rechnen musste, welche gegen die Vorgaben der 
Chauffeurverordnung verstossen, was zusätzlich eine Gefährdung der Verkehrs-
teilnehmer darstellt, so kann ihm die Kündigung vom 13. November 2023 per 18. 
November 2023 nicht zum Vorwurf gemacht werden. Eine selbstverschuldete Ar-
beitslosigkeit liegt nicht vor. 

5. Die Beschwerde erweist sich als begründet und ist gutzuheissen. Verfah-
renskosten werden keine erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG). Der anwaltschaftlich 
vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 
lit. g ATSG), welche in Beachtung der Grundsätze und Kriterien des Gebührenta-
rifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975 auf 
Fr. 1'500 (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 20. 
September 2023 aufgehoben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 
Fr. 1'500 (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 22. November 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. November 2023