# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1584ade9-e005-55fa-999f-70c4b9966276
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2023 III 2022 173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-173_2023-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 173

Entscheid vom 22. Februar 2023 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin 
lic. iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) B.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (Wechsel der Mandats-
trägerin)

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Sachverhalt:

A. Mit Beschluss vom 29. September 2014 hat die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde (KESB) C.________ für A.________ (________) eine Beistand-
schaft nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(ZGB; SR 210) errichtet. 

B. Mit Beschluss der Autorità regionale di protezione D.________ vom 7. April 
2017 wurde die bestehende Massnahme übernommen und angepasst. Unter an-
derem wurde A.________ die Handlungsfähigkeit in Bezug auf das hängige Ehe-
schutz- und Scheidungsverfahren entzogen. 

C. Mit Beschluss vom 26. Februar 2021 übernahm die KESB B.________ die 
von der Autorità regionale di protezione D.________ geführte Massnahme per 1. 
April 2020 und setzte Berufsbeiständin E.________ als Beiständin ein. 

D. Mit Schreiben vom 1. April 2021 gewährte die KESB B.________ 
A.________ das rechtliche Gehör zum vorgesehenen Mandatsträgerwechsel der 
bisherigen Berufsbeiständin E.________ auf die Berufsbeiständin F.________ 
(Vi-act. 7.1). Mit Mailschreiben vom 28. April 2021 kritisierte A.________ die 
Tätigkeit der KESB (Vi-act. 7.3). 

E. Mit Beschluss vom 1. Dezember 2021 erteilte die KESB B.________ die 
Zustimmung zur Vereinbarung über die Scheidungsfolgen (Vi-act. 5.22). Die Ehe 
von A.________ und G.________ wurde mit Urteil des Bezirksgerichts 
C.________ vom 16. Februar 2022 geschieden (Vi-act. 6.7).

F. Am 31. Mai 2022 reichte Beiständin F.________ stellvertretend für Bei-
ständin E.________ den Bericht mit Rechnung für die Periode vom 1. April 2020 
bis zum 31. März 2022 zur Prüfung ein und beantragte die Anpassung der be-
stehenden Massnahmen (Vi-act. 6.12). 

G. Mit Mailschreiben vom 11. Juli 2022 brachte A.________ sinngemäss zum 
Ausdruck, dass sie mit dem Mandatsträgerwechsel zu Beiständin F.________ 
nicht einverstanden sei (Vi-act. 7.7).

H. Mit Schreiben vom 5. August 2022 gewährte die KESB B.________ 
A.________ erneut das rechtliche Gehör zum vorgesehenen Mandatsträger-
wechsel sowie zur vorgesehenen Anpassung der Massnahme (Vi-act. 7.8). In der 
Folge richtete A.________ vom 8. August 2022 bis 15. September 2022 zahlrei-
che Mailschreiben an die KESB B.________, aus denen unter anderem hervor-
ging, dass sie mit dem Mandatsträgerwechsel nicht einverstanden war. 

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I. Mit Beschluss Nr. IA/008/47/2022 vom 26. Oktober 2022 hat die KESB 
B.________ im Dispositiv was folgt festgehalten (Vi-act. 7.21):

1. Die Beistandschaft nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB für A.________ wird 
angepasst und per 01. November 2022 an Berufsbeiständin F.________, 
zur Weiterführung übertragen.

2. Die Aufgaben der Beiständin lauten neu wie folgt:

a. stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für A.________ 
besorgt zu sein und sie bei allen in diesem Zusammenhang erforderli-
chen Handlungen, soweit notwendig, zu vertreten;

b. ihr soziales Wohl zu fördern und sie bei allen dafür erforderlichen Vor-
kehrungen, soweit notwendig, zu vertreten;

c. sie beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten zu vertreten, 
insbesondere auch im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, 
(Sozial-) Versicherungen, sonstigen Institutionen und Privatpersonen;

d. sie beim Erledigen der finanziellen Angelegenheiten zu vertreten, ins-
besondere ihr gesamtes Einkommen und Vermögen sorgfältig zu ver-
walten;

e. per 31. März 2024 den ordentlichen Rechenschaftsbericht mit Rech-
nung und Belegen für die Zeit vom 01. April 2022 bis 31. März 2024 zu 
erstellen und bis spätestens am 31. Mai 2024 der KESB B.________ 
einzureichen.

3. Die Handlungsfähigkeit bleibt nach Art. 394 Abs. 2 ZGB in Bezug auf die vor-
genannten Aufträge c. und d. sowie in Bezug auf Kreditverträge, Kauf- und 
Verkaufsverträge, Einkäufe auf Rechnung, Telefonverträge und Mietverträge 
(Abschluss und Kündigung) entzogen.

4. Der Beiständin wird gestützt auf Art. 391 Abs. 3 ZGB weiterhin die Befugnis er-
teilt, soweit erforderlich die Post von A.________ zu öffnen, ausser solche, die 
offensichtlich persönlichen Charakter hat.

5. Der Zugriff auf die auf A.________ lautenden Bank- und Postkonti bleibt ihr 
gemäss Art. 395 Abs. 3 ZGB weiterhin entzogen.

6. A.________ ist das Recht über das Grundstück in H.________ zu verfügen, 
weiterhin entzogen.

Das Verfügungsverbot über das Grundstück bleibt gemäss Art. 395 Abs. 4 
ZGB im Grundbuch angemerkt. 

7. Die bisherige Mandatsträgerin E.________ wird gemäss Art. 425 Abs. 1 ZGB 
von der Pflicht zur Einreichung eines Schlussberichts und einer Schlussrech-
nung entbunden.

8.-10. (Gebühren, Rechtsmittelbelehrung, Eröffnung)

Gleichentags hat die KESB mit Beschluss Nr. IA/009/47/2022 den von Beiständin 
F.________ stellvertretend für Beiständin E.________ eingereichten Bericht vom 
31. Mai 2022 sowie die Rechnung für die Zeit vom 1. April 2020 bis zum 31. März 
2022 im Sinne von Art. 415 ZGB genehmigt (Vi-act. 6.23).

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J. A.________ äusserte sich in mehreren Mailschreiben vom 16. und 17. No-
vember 2022 an die KESB B.________ sinngemäss dahingehend, dass sie mit 
der Einsetzung von F.________ als Beiständin nicht einverstanden sei. Die 
KESB B.________ leitete die Mailschreiben am 23. November 2022 zuständig-
keitshalber dem Verwaltungsgericht Schwyz weiter, welches ein Beschwerdever-
fahren eröffnete und die Beschwerdeführerin zur Verbesserung und Ergänzung 
der Beschwerde hinsichtlich Antrag, Begründung und Unterschrift aufforderte. 
Am 7. Dezember 2022 ging beim Verwaltungsgericht eine mit "Einsprache" be-
zeichnete und mit einer Unterschrift versehene Rechtsschrift der Beschwerdefüh-
rerin ein, in welcher Gründe für die Ablehnung von F.________ als Mandatsträ-
gerin vorgebracht wurden. 

K. Die KESB B.________ verzichtete mit Eingabe vom 4. Januar 2023 auf ei-
ne Stellungnahme zur Beschwerde und verwies zur Begründung auf den Auszug 
der fallrelevanten Akten. 

L. Mit Mailschreiben vom 11. Januar 2023 reichte die Beschwerdeführerin 
zahlreiche Beilagen zu den Akten und stellte sinngemäss den Antrag, es sei ein 
Betrag von monatlich Fr. 2'537.--, entsprechend der Summe der monatlichen 
Rente der Invalidenversicherung (IV) sowie der Hilflosenentschädigung der IV, 
auf ihr "Lebensgeld-Konto" auszubezahlen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. 
insbesondere die Zuständigkeit und die Zulässigkeit des Rechtsmittels, (vgl. § 27 
Abs. 1 lit. a und e Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRP, SRSZ 234.110). Ist eine 
dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen Nichteintreten-
sentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP).

1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiter-
ziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungs-
gegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit 
keine Verfügung ergangen ist (siehe BGE 125 V 414 Erw. 1a mit Verweis auf 
BGE 119 Ib 36 Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, 110 V 51 Erw. 3b, je mit Hinweisen; 
vgl. auch BGE 123 V 324 Erw. 6c). Diesbezüglich wird in der kantonalen Recht-

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sprechung festgehalten, dass nach konstanter Praxis der Umfang der Tätigkeit 
des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegen-
stand abgegrenzt wird. Es kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens 
sein, was auch Gegenstand der zugrunde liegenden Verfügung war bzw. nach 
richtiger Gesetzesauslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die 
erste Instanz bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) nicht entschieden hat, fallen 
nicht in den Kompetenzbereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz 
(vgl. statt vieler VGE III 2020 77 vom 1.5.2020 Erw. 1.2 mit weiteren Hinweisen).

2. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung einer Be-
schwerde gegen einen Beschluss der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
ergibt sich aus Art. 450 ZGB i.V.m. § 2b Abs. 1 lit. a des kantonalen Ein-
führungsgesetzes zum schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; SRSZ 
210.100). Mithin hat die Vorinstanz das bei ihr eingereichte Rechtsmittel zu 
Recht an das Verwaltungsgericht weitergeleitet (siehe auch Art. 444 Abs. 2 
ZGB).

3.1 Der angefochtene Beschluss vom 26. Oktober 2022 regelt verschiedene 
Fragestellungen. Mit der Dispositiv-Ziffer 1 wurde die Beistandschaft nach 
Art. 349 i.V.m. Art. 395 ZGB angepasst und per 1. November 2022 an die Bei-
ständin F.________ zur Weiterführung übertragen. Mit der Dispositiv-Ziffer 2 
werden die Aufgaben der Beiständin neu umschrieben. Mit den Dispositiv-Ziffern 
3 bis 6 werden Massnahmen aufgeführt, die unverändert weitergelten (betreffend 
Handlungsfähigkeit, Postverkehr, Zugriff auf Bank- und Postkonti, Grundstück in 
H.________). Mit Dispositiv-Ziffer 7 wird die bisherige Beiständin von ihren 
Pflichten betreffend Schlussbericht und Schlussrechnung entbunden. 

3.2 Die Beschwerdeführerin hat vor Gericht weder gegen die Dispositiv-Ziffern 
2 bis 7 des Beschlusses opponiert noch gegen die Anpassung der Beistand-
schaft gemäss Dispositiv-Ziffer 1. Sie wendet sich einzig insoweit gegen Disposi-
tiv-Ziffer 1, als sie den Mandatsträgerwechsel der Beiständin E.________ auf die 
Beiständin F.________ beanstandet. In diesem Punkt ist auf die vorliegende Be-
schwerde einzutreten.

4. Die Parteien sind sich darin einig, dass die Beschwerdeführerin gegenwär-
tig auf eine Beistandsperson angewiesen ist. Auch der Aufgabenkatalog ist un-
bestritten. Streitig ist, wer als Mandatsträger einzusetzen ist, nachdem die bishe-
rige Berufsbeiständin seit längerem nicht mehr bei der zuständigen Amtsbei-
standschaft arbeitet. Die KESB hat Berufsbeiständin F.________ als Mandats-
trägerin eingesetzt, welche die bisherige Berufsbeiständin vertreten hat. Die Be-
schwerdeführerin lehnt F.________ als Beiständin ab. 

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4.1 Nach Art. 400 Abs. 1 Satz 1 ZGB ernennt die Erwachsenenschutzbehörde 
als Beistand oder Beiständin eine natürliche Person, die für die vorgesehenen 
Aufgaben persönlich und fachlich geeignet ist, die dafür erforderliche Zeit einset-
zen kann und die Aufgaben selber wahrnimmt. Schlägt die betroffene Person ei-
ne Vertrauensperson als Beistand oder Beiständin vor, so entspricht die Erwach-
senenschutzbehörde ihrem Wunsch, wenn die vorgeschlagene Person für die 
Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme bereit ist (Art. 401 Abs. 1 
ZGB). Die Behörde berücksichtigt, soweit tunlich, dabei auch die Wünsche der 
Angehörigen oder anderer nahestehender Personen (Art. 401 Abs. 2 ZGB). 
Lehnt die betroffene Person eine bestimmte Person als Beistand oder Beiständin 
ab, so entspricht die Erwachsenenschutzbehörde, soweit tunlich, diesem 
Wunsch (Art. 401 Abs. 3 ZGB). 

4.2 Der Begriff der Vertrauensperson im Sinn von Art. 401 Abs. 1 ZGB be-
zeichnet diejenige Person, die vom Hilfsbedürftigen als Beistand vorgeschlagen 
wird, die also dessen Vertrauen geniesst. Es kann sich um einen Angehörigen 
oder eine Person aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis handeln, es kann 
aber auch ein bestimmter Berufsbeistand als Vertrauensperson bezeichnet wer-
den. Es muss sich aber immer um eine natürliche Person handeln, zu der die be-
troffene Person irgendwie einen Bezug hat (BSK ZGB I–Reusser, Art. 401 N 11).

4.3 Das Ablehnungsrecht gilt nicht absolut. Der Ablehnung ist zwar grundsätz-
lich zu entsprechen, aber nur soweit dies tunlich ist, d.h. in der konkreten Situati-
on bei Abwägung aller Umstände geboten ist. Handelt es sich z.B. um einen 
schwierigen Fall, für den nur ein Berufsbeistand in Frage kommt, muss dem 
Wunsch nach einem Verwandten als Beistand nicht entsprochen werden. Die 
KESB hat nach pflichtgemässem Ermessen zu entscheiden, ob sie der Ableh-
nung, die auf einigermassen einleuchtenden Gründen beruhen muss, entspricht 
oder nicht (Reusser, a.a.O., Art. 401 N 22). 

4.4 Die Beschwerdeführerin hat keine Vertrauensperson als Beistand oder Bei-
ständin bezeichnet. Sie hat zwar in ihrem Schreiben vom 8. August 2022 ge-
genüber der KESB den Kontakt I.________, gewünscht und um einen Termin mit 
ihr als Vorgesetzte von F.________ ersucht (Vi-act. 7.9). Ferner wünschte sie in 
der Eingabe an das Gericht vom 6. Dezember 2022 den Einbezug von 
I.________ oder von J.________. Zur Begründung führt sie aus, man solle zu-
sammen mit der K.________ "die Situation zur fachlichen Korrektheit führen bis 
Ende Januar 2023". Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass die Beschwerde-
führerin I.________ als Vertrauensperson bezeichnet hätte. Aus den Umständen 
ist vielmehr zu schliessen, dass die Beschwerdeführerin I.________ in ihrer 

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Funktion als Vorgesetzte der neu eingesetzten Beiständin kontaktieren wollte, 
ohne dass darüber hinaus ein besonderer Bezug zu I.________ zum Ausdruck 
kommt. Der Vorschlag einer Mandatsführung lediglich bis Ende Januar 2023 al-
lein in finanzieller Hinsicht spricht ebenfalls dagegen, dass die Beschwerdeführe-
rin I.________ als Beiständin gewünscht hätte. Ferner hat die KESB im ange-
fochtenen Beschluss überzeugend darauf hingewiesen, dass I.________ nie als 
offizielle Beiständin der Beschwerdeführerin eingesetzt war. Eine besondere Be-
ziehung zwischen I.________ und der Beschwerdeführerin ist auch nicht akten-
kundig. Nachdem die Beschwerdeführerin keine Vertrauensperson bezeichnet 
hat, bleibt zu prüfen, ob der Ablehnung der neuen Berufsbeiständin zu entspre-
chen ist. 

4.5 Die KESB hat Berufsbeiständin F.________ bereits mit Schreiben vom 
1. April 2021 als neue Mandatsträgerin vorgeschlagen (Vi-act. 7.1). Nachdem die 
bisherige Berufsbeiständin nicht mehr für die Amtsbeistandschaft L.________ 
arbeitete, hat F.________ mindestens ab Ende Februar 2021 die Interessen der 
Beschwerdeführerin in Vertretung der bisherigen Berufsbeiständin wahrgenom-
men. Namentlich hat F.________ im Scheidungsverfahren der Beschwerdeführe-
rin mitgewirkt, indem sie Ansprechperson des Rechtsvertreters war und der 
KESB für Abklärungen im Zusammenhang mit der Vereinbarung über die Schei-
dungsfolgen zur Verfügung stand (vgl. Vi-act. 5.22). Ferner erstellte F.________ 
am 31. Mai 2022 den Bericht und die Rechnung für die Berichtsperiode vom 1. 
April 2020 bis 31. März 2022 (Vi-act. 7.4). Im Zeitpunkt der Ernennung zur neuen 
Beiständin im Beschluss vom 26. Oktober 2022 hatte F.________ somit – wenn 
auch als stellvertretende Beiständin – mehr als eineinhalb Jahre lang die Interes-
sen der Beschwerdeführerin vertreten. Sie kennt deshalb sowohl die persönli-
chen als auch die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin bereits. 

4.6 Die Beschwerdeführerin begründet die Ablehnung der neu eingesetzten 
Beiständin unter anderem damit, dass das Vertrauensverhältnis fehle, sowie 
dass sie einen zu geringen monatlichen Betrag zur freien Verfügung erhalte.

4.6.1 Hinsichtlich des vorgebrachten fehlenden Vertrauensverhältnisses verhält 
es sich so, dass bereits der vormalige Beistand der Erwachsenenschutzbehörde 
in D.________ in seinem Schluss- und Finanzbericht vom 24. April 2020 festhielt, 
die Beschwerdeführerin arbeite in keinster Weise mit ihm zusammen. Sie handle 
weiter, als ob keine Beistandschaft bestünde (Vi-act. 6.3, S. 2 oben). Aus dem 
genannten Bericht geht unter anderem weiter hervor, dass 

- die Beschwerdeführerin täglich E-Mails an ihren Beistand versandte, 

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- die Reinigungsfirma, welche für Instandstellungs- und Reinigungsarbeiten in 
der Wohnung in H.________ beauftragt war, den Vertrag kündigte, da sie die 
Anfragen und Aufforderungen der Beschwerdeführerin nicht mehr bewältigen 
konnte,

- die Beschwerdeführerin während der Berichtsperiode unverständliche 
Schreiben an diverse Privatversicherungen, die Kantonspolizei Zürich, das 
Bundesgericht, an verschiedene Anwaltskanzleien, Banken und weitere Emp-
fänger sandte (wobei anzumerken ist, dass die Beschwerdeführerin im Ver-
lauf des Beschwerdeverfahrens auch zahlreiche Mailschreiben ohne erkenn-
baren Bezug zum Streitgegenstand an das Verwaltungsgericht Schwyz ein-
reichte),

- die Beschwerdeführerin ihren Beistand regelmässig ersuchte, ihr einen höhe-
ren Betrag als Fr. 1'500.-- zur freien Verfügung zu überweisen,

- die Beschwerdeführerin aus eigenem Antrieb diverse Anzahlungen auf Rech-
nungen der Elektrizitätswerke, M.________, Produkte für die fiktive 
N.________ und anderes leistete,

- die Beistandschaft vor allem deshalb einen erheblichen Zeitaufwand erforder-
te, weil die Korrespondenz sowie die Initiativen der Beschwerdeführerin sehr 
umfangreich waren. 

4.6.2 Auch die Beiständin F.________ führte in ihrem Bericht vom 31. Mai 2022 
aus, es habe keine Beziehung zur Beschwerdeführerin aufgebaut werden kön-
nen. Diese sei mit der beistandschaftlichen Massnahme nicht einverstanden und 
daher sei eine Zusammenarbeit nicht möglich. Die Beschwerdeführerin habe den 
Kontakt zu ihr verweigert, weshalb ihr keine Einsicht in den Bericht habe gewährt 
werden können (Vi-act. 7.4). Weiter lässt sich dem Bericht unter anderem ent-
nehmen, dass die Beschwerdeführerin

- Bestellungen auf Rechnung der [fiktiven] N.________ tätige,
- teilweise Rechnungen an diverse Behörden und Institutionen schicke und 

sich als Ärztin ausgebe,
- die Realität anders wahrnehme und dass dies oftmals wahnhaft wirke, wobei 

die Berichterstatterin relativierend von einer Diagnose Abstand nahm, 
- zusammenhanglose Mails an Gerichte, Behörden und Institutionen versende 

und unbegründete Forderungen oder Schadenersatzansprüche stelle,
- mit ihrem Verhalten immer wieder in Konflikt mit der Umwelt gerate,
- unnütze Verträge abschliesse, die durch die Beiständin im Nachhinein wieder 

aufgelöst werden müssten,
- davon überzeugt sei, dass sie Witwe sei und ihr Ex-Ehemann verschollen sei.

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4.6.3 Bei dieser Sachlage ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Vertrau-
ensverhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und der neu eingesetzten Bei-
ständin noch nicht besteht. Daraus lässt sich indes noch nicht auf einen Ableh-
nungsgrund schliessen. Hervorzuheben ist, dass bereits zum vormaligen Bei-
stand im O.________ kein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden konnte. So-
wohl die Beistandschaft im O.________ als auch die aktuelle Beistandschaft sind 
offenkundig durch einen sehr hohen Umfang an Korrespondenz zwischen der 
Beschwerdeführerin und ihrer Umgebung, durch wiederkehrende Forderungen 
nach einem höheren Betrag zur freien Verfügung sowie durch Widerstand ge-
genüber den Mandatsträgern geprägt. Anzumerken ist, dass die Beschwerdefüh-
rerin auch im Scheidungsverfahren vor dem Bezirksgericht C.________ ihre Mit-
wirkung verweigerte und Belege deshalb nicht erhältlich gemacht werden konn-
ten. Grund dafür war unter anderem, dass die Beschwerdeführerin der Überzeu-
gung war, ihr Ehemann sei verschollen und sie sei deshalb Witwe (Vi-act. 5.22, 
S. 2). Nachdem die Beschwerdeführerin sowohl gegenüber ihren Beiständen als 
auch gegenüber ihrem Rechtsvertreter im Scheidungsverfahren eine deutliche 
Abwehrhaltung zeigte, ist davon auszugehen, dass die konfliktbehafteten Bezie-
hungen nicht in der individuellen Persönlichkeit der jeweiligen Mandatsträger be-
gründet sind. Das fehlende Vertrauensverhältnis kann deshalb nicht als hinrei-
chender Grund für die Ablehnung der Beiständin F.________ angesehen wer-
den. 

4.6.4 Ebenso wenig spricht der Umstand, dass F.________ den monatlich über-
wiesenen Betrag zur freien Verfügung entgegen den Wünschen der Beschwerde-
führerin auf Fr. 1'500.-- beschränkte, für die Ablehnung der neu eingesetzten 
Beiständin. Zum einen hatte bereits der vormalige Beistand im O.________ den 
monatlichen Betrag zur freien Verfügung auf Fr. 1'500.-- festgesetzt und den Be-
trag trotz wiederholter Aufforderung der Beschwerdeführerin nicht erhöht. Eine 
wesentliche Verbesserung der finanziellen Verhältnisse ist seither nicht ersicht-
lich und auch nicht behauptet worden. Zum anderen ist daran zu erinnern, dass 
die Beistandsperson nach pflichtgemässem Ermessen über die Höhe der freien 
Beträge zu befinden hat. Jedenfalls bilden die aktenkundigen unterschiedlichen 
Auffassungen über die Höhe des Betrags zur freien Verfügung vorliegend noch 
keinen hinreichenden Grund für die Ablehnung der neu eingesetzten Beiständin, 
zumal ein Missbrauch des pflichtgemässen Ermessens der Beiständin nicht er-
sichtlich ist.

4.6.5 Soweit im Übrigen die Beschwerdeführerin im Mailschreiben vom 11. Ja-
nuar 2023 im laufenden Beschwerdeverfahren sinngemäss beantragt, ihr sei von 
der Beiständin ein höherer Betrag von monatlich Fr. 2'357.-- auf ihr selbstverwal-

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tetes Konto zu überweisen, ist festzuhalten, dass die monatliche Überweisung 
von Beträgen an die Verbeiständete zur freien Verfügung nicht Gegenstand des 
angefochtenen Beschlusses der KESB bildet, weshalb auf diesen Antrag hier 
nicht einzutreten ist.

4.7 Die Beschwerdeführerin beanstandet ferner sinngemäss, dass F.________ 
gegen ihren Willen die Wohnung im O.________ habe weggeben wollen und ei-
nen Betrag von fast Fr. 200'000.-- falsch ausbezahlt habe. Aus den schwer ver-
ständlichen Ausführungen ist zu schliessen, dass die Beschwerdeführerin auf die 
güterrechtliche Auseinandersetzung anlässlich des Scheidungsverfahrens vor 
dem Bezirksgericht C.________ Bezug nimmt und mit dem Verfahrensausgang 
nicht zufrieden ist. Das Scheidungsurteil des Bezirksgerichts C.________ erging 
gestützt auf eine Scheidungsvereinbarung zwischen den Parteien. Dem Verwal-
tungsgericht ist es verwehrt, das Scheidungsurteil einer inhaltlichen Prüfung zu 
unterziehen. Es ist nicht ersichtlich und wird nicht nachvollziehbar dargelegt, 
dass F.________ entgegen dem Scheidungsurteil Vermögensdispositionen vor-
genommen haben sollte. Darauf ist nicht weiter einzugehen. 

4.8.1 Die Beschwerdeführerin bringt ferner vor, die Beiständin F.________ sei 
persönlich und fachlich nicht geeignet, da sie

- zu langsam arbeite, indem sie beispielsweise die Heizung seit dem Frühjahr 
2022 nicht habe reparieren lassen,

- die Gesetze betreffend Sozialhilfe und Sozialversicherung nicht kenne und 
beispielsweise keine Witwenrente beantragt habe,

- ihre Vermögenssituation per 31. März 2022 falsch dargestellt habe,
- kein Fahrzeug habe und ihre Mobilität schlecht sei,
- Konti vor ihr verheimliche.

4.8.2 Die nicht weiter substantiierten Beanstandungen genügen offenkundig 
nicht, um die fachliche und persönliche Eignung der Beiständin F.________ in 
Frage zu stellen. Die Beschwerdeführerin bringt beispielsweise nicht vor, dass 
sie wegen Unzulänglichkeiten der Beiständin F.________ in ihrer Wohnung zu 
kalt habe. Nicht nachvollziehbar ist, inwiefern der Beschwerdeführerin durch eine 
behauptete Gesetzesunkenntnis der Beiständin F.________ ein Nachteil er-
wachsen sein sollte. Offenkundig besteht (nebst weiteren Hinderungsgründen) 
schon deshalb kein Anspruch auf eine Witwenrente, weil ihr Ex-Ehemann nicht 
verstorben ist. 

4.8.3 Soweit die Beschwerdeführerin den Rechnungsbericht vom 31. Mai 2022 
beanstandet und unter Hinweis auf die Steuererklärung 2012 Ausführungen zu 

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Vermögenswerten ihres Ex-Ehemannes macht, übersieht sie, dass das Bezirks-
gericht C.________ im Scheidungsurteil vom 16. Februar 2022 auch über die fi-
nanziellen Verhältnisse der Eheleute Anordnungen getroffen hat. Es wird nicht im 
Ansatz plausibel dargelegt, in welchen Punkten die Rechnung vom 31. Mai 2022 
falsch sein soll. Im Übrigen ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Steuerer-
klärung 2012 für den aktuellen Rechnungsbericht vom 31. Mai 2022 sowie für die 
behaupteten Verfehlungen der neu eingesetzten Beiständin von Relevanz sein 
soll. Soweit die Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 7. Dezember 2022 
darüber hinaus eine Überprüfung ihrer Vermögenssituation durch die 
K.________ verlangt, ist festzuhalten, dass die Überprüfung der Vermögenssi-
tuation nicht Gegenstand des angefochtenen Beschlusses vom 26. Oktober 2022 
bildet und insofern auf dieses Vorbringen hier nicht einzutreten ist.

4.8.4 Hinsichtlich der behaupteten schlechten Mobilität sowie der behaupteten 
Verheimlichung von Konti ist nicht nachvollziehbar, welche Pflichtverletzungen 
F.________ konkret vorgeworfen werden bzw. aus welchen Gründen 
F.________ in Nachachtung ihrer Berufspflichten anders hätte handeln müssen. 

5. Zusammenfassend bringt die Beschwerdeführerin keine zureichenden 
Gründe vor, welche für die Ablehnung der neu eingesetzten Beiständin 
F.________ sprechen. Die Übertragung der Beistandschaft für die Beschwerde-
führerin auf die Beiständin F.________ zur Weiterführung ist nicht zu beanstan-
den. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzu-
treten ist.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin 
kostenpflichtig, d.h. ihr werden die Gerichtskosten auferlegt. Eine 
Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, im Sinne der Erwägun-
gen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 600.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat einen Kostenvorschuss von Fr. 400.-- bezahlt, so dass sie noch 
Fr. 200.-- zu bezahlen hat.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben wer-
den (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; 
SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (2/R, für sich und die Beistandsperson)
- und das Departement des Innern (z.K.)

Schwyz, 22. Februar 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. Februar 2023