# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 327ea512-15d1-567d-a9c5-efada4c4a5de
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.09.2021 II 2021 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-74_2021-09-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 74

Entscheid vom 20. September 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, 
Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 20__) arbeitete seit dem 20. August 2020 als Köchin im 
B.________ AG, C.________, als Vollzeitmitarbeiterin (Vi-act. 88 f.). Am 25. Ja-
nuar 2021 kündigte sie das Arbeitsverhältnis ordentlich per 28. Februar 2021 (Vi-
act. 112 = Bf-act. 10), nachdem sie am 23. Januar 2021 einen neuen Arbeitsver-
trag mit der D.________ AG abgeschlossen hatte. Am 10. März 2021 meldete 
sie sich zur Arbeitsvermittlung an (Vi-act. 107 f.) und stellte am 15. März 2021 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. März 2021 (Vi-act. 101 ff.).

B. Mit Verfügung Nr. 258 vom 31. März 2021 wurde A.________ aufgrund 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab 1. März 2021 für 36 Tage in der An-
spruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung eingestellt (Vi-act. 61). Da-
gegen liess A.________ am 9. April 2021 Einsprache erheben (Vi-act. 57 und 
60), welche die Arbeitslosenkasse mit Einspracheentscheid Nr. 81/2021 vom 
31. Mai 2021 abwies (Vi-act. 11 ff. = Bf-act. 2). 

C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________ mit Eingabe vom 2. 
Juni 2021 (Postaufgabe am 12.6.2021) fristgerecht Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz und beantragt sinngemäss, der Einspra-
cheentscheid sei aufzuheben und es sei ihr Arbeitslosenentschädigung per 1. 
März 2021 auszurichten. 

D. Mit Vernehmlassung vom 22. Juni 2021 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei abzuweisen. 

E. Am 28. Juni 2021 nahm die Beschwerdeführerin Stellung zur vorinstanzli-
chen Vernehmlassung und reichte gleichzeitig verschiedene Unterlagen, nament-
lich einen Arbeitsvertrag mit der D.________ AG, ein. Mit Schreiben vom 1. Juli 
2021 weist die Vorinstanz darauf hin, dass der von der Beschwerdeführerin ein-
gereichte Arbeitsvertrag von jenen, die der Arbeitslosenkasse vorlägen, abwei-
che. Hierauf ersuchte das Gericht die Beschwerdeführerin sowie die Arbeitgebe-
rin am 5. Juli 2021 um Stellungnahme betreffend die abweichenden Arbeitsver-
träge. Am 7. Juli 2021 nahm die Arbeitgeberin Stellung und am 19. Juli 2021 die 
Beschwerdeführerin. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ihre unbefristete Stelle als 
Köchin in Vollzeitanstellung (Vi-act. 88) selbständig per 28. Februar 2021 gekün-
digt hat. Die Kündigung vom 25. Januar 2021 enthielt keine Begründung (Vi-act. 
112). Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 15. März 2021 nannte die 
Beschwerdeführerin als Grund der Kündigung "Die Art der Küche hat mir nicht 
gefallen" (Vi-act. 102). Im "Fragebogen Arbeitnehmer" führte sie dazu am 
30. März 2021 aus, sie habe einen neuen Arbeitsvertrag abgeschlossen, welcher 
jedoch aufgrund der Corona-Pandemie ungültig gewesen sei. Vor der Selbstkün-
digung sei ihr von einer neuen Arbeitgeberin eine andere Anstellung zugesichert 
worden. Diese habe sie aufgrund des Lockdowns nicht antreten können (Vi-act. 
80 ff.). Die Vorinstanz wirft der Beschwerdeführerin deshalb vor, es liege keine 
Unzumutbarkeit am Verbleib der alten Arbeitsstelle vor, weshalb die Kündigung 
zu einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit geführt habe. Strittig und nachfol-
gend zu prüfen ist daher, ob die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zu Recht 
wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 36 Tage in der Anspruchsberech-
tigung eingestellt hat.

2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz, 
AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 muss die versicherte Person alles Zumutba-
re unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen 
(Schadenminderungspflicht; vgl. BGE 114 V 285 Erw. 3, 111 V 239 Erw. 2a, Ur-
teil BGer 8C_12/2010 vom 4.5.2010 Erw. 2.2). Kommt sie dieser Verpflichtung 
nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der An-
spruchsberechtigung verfügen (vgl. Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funkti-
on einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, die die versicherte 
Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie 
vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip be-
herrscht (vgl. Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizeri-
sches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl. 
2007, S. 2423, Rz. 822 ff.).

2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der An-
spruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeits-
los geworden ist. Eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn 
und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschrei-
ben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den persönli-
chen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (vgl. 

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Arbeitsrecht und Arbeitslosenversicherung [ARV] 1982 Nr. 4 S. 39). So liegt 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit etwa vor, wenn die versicherte Person das 
Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine andere Stelle mit 
vereinbartem Arbeitsbeginn zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verblei-
ben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (vgl. Art. 44 lit. b der 
Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzent-
schädigung [AVIV; SR 837.02] vom 31.8.1983; AVIG-Praxis ALE D23). Verlangt 
wird damit (1.) die Auflösung des Arbeitsverhältnisses von sich aus, ferner (2.), 
dass dem Versicherten das Verbleiben nicht zumutbar war, und schliesslich (3.), 
dass ihm keine neue Stelle zugesichert war. Indem die Unzumutbarkeit des Ver-
bleibens eine Voraussetzung für die (unverschuldete) Kündigung ist, ist Art. 44 
lit. b AVIV vereinbar mit Art. 20 lit. c des für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in 
Kraft getretenen Übereinkommens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisa-
tion über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 
(IAO-Übereinkommen; SR 0.822.726.8), welches für die Einstellung wegen 
selbstverschuldeter Kündigung verlangt, dass diese freiwillig ohne triftigen Grund 
erfolgt ist (vgl. BGE 124 V 236 f. Erw. 3c).

2.3 Die freiwillig gekündigte Anstellung muss für den Versicherten unzumutbar 
sein. Bei Beurteilung, ob eine Unzumutbarkeit vorliegt, hat Art. 16 AVIG die 
Funktion einer Auslegungshilfe. So ist nach Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG unter ande-
rem eine Arbeit unzumutbar, die dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder 
dem Gesundheitszustand der versicherten Person nicht angemessen ist. Immer-
hin ist aber gemäss Rechtsprechung die Zumutbarkeit des Verbleibens am Ar-
beitsplatz strenger zu beurteilen als die Zumutbarkeit der Annahme einer neuen 
Stelle (BGE 124 V 238 Erw. 4b/bb). Das Bundesgericht wendet hinsichtlich der 
Annahme der Unzumutbarkeit einen strengen Massstab an und schliesst generell 
subjektive Beweggründe für die Kündigung von der Zumutbarkeitsprüfung aus 
(Urteil EVGer C 392/00 vom 8.10.2002 Erw. 4.4; vgl. ARV 1986 Nr. 23 mit Hin-
weisen; Nussbaumer, a.a.O., S. 2428, Rz. 832; AVIG-Praxis ALE D26). 

Wenn nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zu-
gemutet werden, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine 
neue Stelle gefunden hat (vgl. Chopard, Die Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung, Zürich 1998, S. 116; BGE 124 V 238 Erw. 4b/bb). Ein schlechtes 
Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Arbeitskol-
legen vermögen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des Ar-
beitsverhältnisses zu begründen (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung 
[SVR] 1997 ALV Nr. 105 S. 324, C 128/96, Erw. 2a; Chopard, a.a.O., S. 124; 
AVIG-Praxis ALE D26). Unzumutbarkeit aus medizinischen oder gesundheits-

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gefährdenden Gründen muss durch ein eindeutiges Arztzeugnis (oder allenfalls 
durch andere geeignete Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssi-
cherheit darf sich die Arbeitslosenkasse nicht mit blossen Behauptungen begnü-
gen, sondern benötigt vielmehr zweckdienliche Beweismittel, welche primär die 
versicherte Person im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Ab-
klärung des Sachverhalts beizubringen hat (Urteil BGer 8C_742/2013 vom 
27.11.2013 Erw. 4.1 mit Hinweis auf BGE 124 V 238 Erw. 4b/bb).

2.4 Umstände, die eine Anstellung zwar nicht als unzumutbar erscheinen las-
sen (und damit eine Selbstkündigung nicht rechtfertigen), können das Verschul-
den jedoch in einem milderen Licht erscheinen lassen (vgl. Kupfer Bucher, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge-
setz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädi-
gung, 4. Aufl., Zürich 2013, S. 165 mit Hinweis auf Urteil EVGer C 161/96 vom 
6.12.2006 Erw. 3.2). Sie können so allenfalls im Rahmen der Verschuldensbeur-
teilung und damit bei der Festlegung der Einstellungsdauer Berücksichtigung fin-
den (vgl. Urteil BGer 8C_742/2013 vom 27.11.2013 Erw. 4.1 mit Hinweisen). 

3. Damit die Beschwerdeführerin wegen einer selbstverschuldeten Arbeitslo-
sigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt werden kann (vgl. Art. 44 Abs. 1 
lit. b AVIV), muss sie von sich aus das Arbeitsverhältnis mit der B.________ AG 
gekündigt haben, obwohl ihr der Verbleib zumutbar gewesen wäre (i.S.v. Art. 16 
Abs. 2 lit. c AVIG) und obwohl ihr keine neue, unmittelbar anschliessende Ar-
beitsstelle zugesichert war (vgl. vorstehend Erw. 2). Diese Voraussetzungen gilt 
es nachfolgend zu prüfen.

4.1 Es steht zweifelsfrei fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin 
ihre unbefristete Vollzeitstelle bei der B.________ AG am 25. Januar 2021 per 
28. Februar 2021 gekündigt hat (Vi-act. 98). Sie selber bestätigte dies denn auch 
im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (Vi-act. 102).

4.2 Hinweise, dass der Beschwerdeführerin der Verbleib in der Anstellung bei 
der B.________ AG nicht mehr zumutbar gewesen wäre, bestehen keine. Sie 
selber nannte als Kündigungsgrund, die Art der Küche habe ihr nicht gefallen. 
Dies mag für eine junge Köchin, welche die Kreativität am Beruf liebt und eine 
Stelle in Aussicht hat, welche dieser Vorliebe gerechter wird, nachvollziehbar 
sein. Ein - im Übrigen nicht weiter substantiierter - Mangel an Entfaltungsmög-
lichkeit bedeutet jedoch nicht, dass die Stelle geradezu unzumutbar in dem Sinne 
wäre, als nicht bis zur verbindlichen Zusicherung einer neuen Stelle weitergear-
beitet werden könnte (vgl. oben Erw. 2.3). Auch der erwähnte Arbeitsweg 
(E.________ - B.________) mag mühsam sein und einen Stellenwechsel als 

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wünschbar erscheinen lassen. Er rechtfertigt jedoch keine Kündigung ohne fest 
zugesicherte Stelle. Gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. f AVIG gilt ein Arbeitsweg zudem 
erst bei einer Dauer von mehr als zwei Stunden je für den Hin- und Rückweg als 
unzumutbar (vgl. auch Urteil BGer 8C_652/2015 vom 17.5.2016 Erw. 5.3). Der 
Weg von E.________ nach F.________ beträgt mit den öffentlichen Verkehrsmit-
teln pro Weg ca. 1,5 Std, was noch zumutbar ist (ob am Arbeitsort keine ange-
messene Unterkunft vorhanden war, was gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. f AVIG eine 
weitere Voraussetzung wäre, ist nicht bekannt, aber aufgrund des nicht zwei-
stündigen Arbeitsweges auch nicht entscheidend). Im Übrigen kannte die Be-
schwerdeführerin diesen Umstand bereits bei Vertragsabschluss im August 
2020. Nicht zu hören ist sodann das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie ha-
be nicht weiterarbeiten können einerseits wegen dem abgeschlossenen Arbeits-
vertrag und anderseits wegen der Corona-Massnahmen. Die Corona-
Massnahmen hätten den Weiterbestand der Anstellung nicht gehindert (allenfalls 
Kurzarbeit ausgelöst) und den neuen Vertrag hat sie ja gerade abgeschlossen, 
obwohl die bisherige Stelle nicht unzumutbar und ein Arbeitsbeginn unbestimmt 
war (auf diesen neuen Vertrag ist nachfolgend noch einzugehen). Zusammen-
fassend ist - auch in Beachtung der strengen bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung - kein Grund ersichtlich, der eine Weiterarbeit in der B.________ AG als 
unzumutbar erscheinen liesse.

4.3 Schliesslich setzt die Sanktionierung voraus, dass der Beschwerdeführerin 
im Anschluss an die Beendigung der gekündigten Arbeitsstelle keine neue Ar-
beitsstelle zugesichert war (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV; oben Erw. 2), so dass auf 
die gekündigte Stelle die Arbeitslosigkeit folgt. Diesbezüglich gilt es, die Umstän-
de rund um die Kündigung und den neuen Stellenantritt genauer darzustellen.

4.3.1  Mit E-Mail vom 8. März 2021 gelangte der Geschäftsführer der 
D.________ AG (neue Arbeitsstelle) an die Arbeitslosenkasse (Bf-act. 1). Er ha-
be per 1. März 2021 einen neuen Koch eingestellt. Im Vertrag stehe per 1. März 
2021 mit dem Vermerk (nach Lockdown). Er fragt an, ob er die Stelle bei der 
Kurzarbeit anmelden müsse oder ob dies unter 'arbeitslos' falle und der Koch 
sich bei der Arbeitslosenkasse anmelden müsse. Das Amt für Arbeit, welchem 
die Anfrage weitergeleitet wurde, fragte gleichentags zurück, ob die Arbeitgeberin 
trotz des Lockdowns ab 1. März 2021 gegenüber der neuen Angestellten lohn-
zahlungspflichtig sei. Man gehe davon aus, dass dies bei Vertragsunterzeich-
nung ausdrücklich verneint worden sei, ersuche aber um Zustellung des Vertra-
ges. Hierauf antwortete der Geschäftsführer: "Ja wir haben gesagt Lohn gibt's 
wenn es wieder los geht, dachten natürlich nicht, dass es noch so lange dauert". 
Hierauf antwortete das Amt für Arbeit, es bestehe kein Anspruch auf Kurzar-

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beitsentschädigung. Einerseits wegen fehlender Lohnzahlungspflicht und ander-
seits aufgrund der Tatsache, dass die Person während der behördlichen Schlies-
sung angestellt worden sei. Bezüglich Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung 
sei die Leiterin der Arbeitslosenkasse zu kontaktieren (Vi-act. 31).

Mit E-Mail vom 9. März 2021 gelangte der Geschäftsführer dann mit derselben 
Fragestellung an die Leiterin der Arbeitslosenkasse (Bf-act. 1). Diese antwortete 
ihm am 10. März 2021, der neu angestellte Koch müsse sich möglichst sofort 
beim RAV zur Arbeitsvermittlung als arbeitslos anmelden. Aufgrund der aktuellen 
Lage erfolge die Anmeldung telefonisch. 

Noch am 10. März 2021 erfolgte die Anmeldung zur Arbeitsvermittlung der Be-
schwerdeführerin durch das RAV Goldau (Vi-act. 105). Am 15. März 2021 stellte 
sie Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. März 2021 (Vi-act. 101).

4.3.2  Da der Verdacht einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit bestand, unter-
breitete die Vorinstanz der Beschwerdeführerin am 17. März 2021 einen Frage-
bogen, welchen diese am 30. März 2021 wie folgt retournierte (Vi-act. 80):

1. Wir gehen davon aus, dass Sie die Stelle aufgrund Ihres freien Entscheides 
selbst gekündigt haben. Trifft dies zu?
□ nein
■ ja

2. Wurde Ihnen die Kündigung nahegelegt?
■ nein
□ ja, mündlich
□ ja, schriftlich gemäss Beilage mit ersichtlichen Gründen

3. Welche Gründe haben Sie veranlasst, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, bevor 
Sie eine neue Stelle gefunden hatten? Bitte beschreiben Sie Ihren Standpunkt 
möglichst genau und führen auch allfällige Vorfälle und Beispiele an, da gestützt 
auf diese Aussagen die Verfügung von bis zu 60 Sperrtagen zu prüfen ist: 
Antwort: Ich hatte einen Vertrag abgeschlossen dieser ist jedoch ungültig wegen 
der Corona Pandemie.

4. Gibt es schriftliche Belege oder Beweise für Ihre Aussagen?
□ ja. Bitte Kopien beilegen
■ nein

5. Wäre ein Verbleiben am bisherigen Arbeitsplatz bis zum Auffinden einer neuen 
Anstellung zumutbar gewesen?
□ ja
■ nein, warum nicht? Antwort: Ich hatte einen Vertrag abgeschlossen konnte je-
doch da noch nicht arbeiten.

(Bitte entsprechende Beweismittel beilegen und/oder Zeugennamen nennen. 
[…])

6. Gibt es weitere für die Beurteilung wesentliche Bemerkungen (wenn zutreffend, 
bitte in Kopie entsprechende Beweismittel beilegen)?

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Keine Antwort

7. Wurde Ihnen vor der Selbstkündigung durch einen neuen Arbeitgeber eine ande-
re Anstellung zugesichert?
□ nein
■ ja, gemäss beiliegender Bestätigung des neuen Arbeitgebers. Bitte begründen 
Sie, warum Sie die neue Anstellung nicht angetreten haben bzw. antreten konn-
ten: Antwort: Lockdown. 

8. Haben Sie bereits wieder eine neue Anstellung gefunden?
□ ja, wo und per wann? (bitte Kopie Arbeitsvertrag beilegen)
■ nein

Den Antworten hatte die Beschwerdeführerin keine Beilagen angefügt.

4.3.3  Am 31. März 2021 verfügte die Vorinstanz die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung ab 1. März 2021 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit 
für 36 Tage (Verfügung Nr. 258 vom 31.3.2021, Vi-act. 61). Die Beschwerdefüh-
rerin habe ihre Stelle bei der Firma B.________ AG per 28. Februar 2021 selber 
gekündigt, ohne eine andere Anschlussanstellung schriftlich zugesichert gehabt 
zu haben. Die Beschwerdeführerin habe in der Stellungnahme vom 30. März 
2021 keine Beweise beigebracht oder Gründe geltend gemacht, welche den Ver-
bleib an der ehemaligen Arbeitsstelle - wenigstens bis zum Finden einer neuen 
Festanstellung - als unzumutbar habe erscheinen lassen. Die Zusicherung einer 
Stelle bestehe nur, wenn die versicherte Person gegenüber dem neuen Arbeit-
geber einen Rechtsanspruch auf Antritt der Stelle besitze. Eine Stelle gelte erst 
dann als zugesichert, wenn ein Arbeitsvertrag über einen vorgesehenen Arbeits-
beginn vorliege, wobei ein Vorvertrag zum Abschluss eines Arbeitsvertrages, 
nicht jedoch blosse Vorverhandlungen, genügend seien. Indem die Beschwerde-
führerin die Stelle gekündigt habe, bevor eine andere Anschlussanstellung 
schriftlich zugesichert worden sei, habe sie das Risiko einer anschliessenden Ar-
beitslosigkeit zu Lasten der Arbeitslosenversicherung wissentlich und willentlich 
bewusst in Kauf genommen. Es sei ihr zuzumuten gewesen, sich zunächst eine 
andere Stelle zu suchen und ihre Festanstellung erst nach einer entsprechenden, 
definitiven Zusage von sich aus zu kündigen. Deshalb liege eine selbstverschul-
dete Arbeitslosigkeit vor.

4.3.4 Die Beschwerdeführerin erhob gegen die Einstellungsverfügung am 6. April 
2021 eine zusammen mit dem Geschäftsführer der D.________ AG mitunter-
zeichnete Einsprache (Vi-act. 57). Sie habe vor der Stellenkündigung am 23. Ja-
nuar 2021 einen Arbeitsvertrag mit der D.________ AG schriftlich abgeschlos-
sen, was in der angefochtenen Verfügung nicht erwähnt werde. Bei Vertragsab-
schluss habe sie nicht wissen können, dass das neue Arbeitsverhältnis per 1. 
März 2021 nicht beginnen könne (Covid-19 Verordnung). Auch könne keine 

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Kurzarbeitsentschädigung beantragt werden, da das Arbeitsverhältnis noch nicht 
begonnen habe, weshalb die Arbeitslosenkasse die Anmeldung beim RAV emp-
fohlen habe. Wenn der Staat das Arbeiten verbiete, könne weder dem Arbeitge-
ber noch der Arbeitnehmerin ein Verschulden vorgeworfen werden; ohne Ar-
beitsverbot würde man schon lange arbeiten. Ab März 2021 sei auch das 
B.________ AG behördlich geschlossen, weshalb die Beschwerdeführerin auch 
da nicht habe weiterarbeiten können.

Der Einsprache lag ein am 23. Januar 2021 abgeschlossener Arbeitsvertrag für 
eine 'Mitarbeiter/in mit unregelmässigem Pensum' bei (Vi-act. 55). Der Vertrags-
beginn wurde auf "1. März 2021 (nach Lockdown)" festgesetzt. Die einzelnen Ar-
beitseinsätze würden jeweils nach Absprache im gegenseitigen Einvernehmen 
erfolgen; die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit liege unter 42 Std. Als 
Entlohnung war ein Stundenlohn vereinbart.

4.3.5  Mit Schreiben vom 29. April 2021 bekräftigten die Beschwerdeführerin und 
der Geschäftsführer der D.________ AG ihre Darstellung, dass die Beschwerde-
führerin an der Arbeitslosigkeit kein Verschulden treffe (Vi-act. 28). Sie habe bis 
am 28. Februar 2021 im B.________ AG gearbeitet und per 1. März 2021 einen 
gültigen Arbeitsvertrag mit der D.________ AG gehabt. Es sei ein lückenloser 
Übergang sichergestellt gewesen. Ab 1. März 2021 hätten sämtliche Gastgewer-
bebetriebe Corona bedingt nicht arbeiten können. Es sei damals täglich nicht klar 
gewesen, ob man innert Tagesfristen wieder öffnen könne oder nicht. Daher sei 
es nicht nötig gewesen, dass sich die Beschwerdeführerin um eine andere Stelle 
bemühe. Als die Schliessung der Gastronomie durch den Bundesrat verlängert 
worden sei, sei klar gewesen, dass sie reagieren müssten. Noch Anfang März 
2021 habe man mit dem Amt für Arbeit Kontakt aufgenommen betreffend Kurza-
rbeit. Da habe es geheissen, die Beschwerdeführerin müsse sich beim RAV mel-
den. Dies habe sie getan und sie habe sich stets korrekt verhalten. Der Vorwurf, 
sie habe sich schwer verschuldet, und die Bestrafung mit 36 Einstelltagen seien 
nicht nachvollziehbar. Schuld sei allein die Covid-19 Lage in der Schweiz. Es sei 
der Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2021 eine volle Arbeitslosenentschädi-
gung auszurichten. 

Zum besseren Verständnis dieser Ausführungen ist anzumerken, dass die Be-
schwerdeführerin am 26. April 2021 vom Amt für Arbeit zur Stellungnahme einge-
laden wurde betreffend den (neuen) Vorwurf, für die Zeit während der Kündi-
gungsfrist keine Arbeitsbemühungen nachgewiesen zu haben, weshalb eine (zu-
sätzliche) Sanktionierung drohe (Vi-act. 48). Mit Verfügung vom 5. Mai 2021 
wurde sie deswegen denn auch für 7 Tage in der Anspruchsberechtigung einge-
stellt mit dem Hinweis, keine Stellung zum Vorwurf genommen zu haben (Vi-act. 

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44). Es ist dies nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Dennoch ist festzuhalten, 
dass das genannte Schreiben vom 29. April 2021 als Betreff "Stellungnahme zu 
Brief 26. April 21 Verfügung Nr. 258" und im Untertitel "36 Tage Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung ab 01.03.2021 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosig-
keit" nennt. Mithin hat die Beschwerdeführerin in diesem Schreiben Stellung ge-
nommen sowohl zur angedrohten Sanktionierung wegen ungenügender Arbeits-
bemühungen während der Kündigungsfrist (was vom Amt für Arbeit nicht so zur 
Kenntnis genommen wurde) als auch noch einmal zur bereits verfügten Einstel-
lung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit.

4.3.6  Am 11. Mai 2021 wurde die Beschwerdeführerin von der Arbeitsvermitt-
lung abgemeldet mit der Begründung, eine Stelle gefunden zu haben (Vi-act. 40). 
Am 1. Mai 2021 unterzeichnete die Beschwerdeführerin einen Arbeitsvertrag per 
1. Mai 2021 bei der D.________ AG, mit denselben Konditionen wie der Vertrag 
vom 23. Januar 2021, namentlich wiederum als Mitarbeiter/in mit unregelmässi-
gem Pensum (Vi-act. 38). 

4.3.7  Am 13. Mai 2021 gelangte die Beschwerdeführerin neuerlich an das Amt 
für Arbeit. Sie erklärt noch einmal, am 23. Januar 2021 einen Arbeitsvertrag ab-
geschlossen und danach am 25. Januar 2021 gekündigt zu haben. Sie und die 
neue Arbeitgeberin hätten nicht wissen können, dass sie per 1. März 2021 nicht 
mit Arbeiten beginnen könne, weil es die aktuelle Coronasituation nicht erlaube. 
Da noch kein Arbeitsverhältnis begonnen habe, habe sie auch keine Kurzarbeit 
beanspruchen können. Sie habe sich - wie empfohlen - aber umgehend beim 
RAV gemeldet. Der Staat verbiete das Arbeiten, weshalb weder der Arbeitgeber 
noch der Arbeitnehmer eine Schuld treffe. Sie hätte die Arbeit an der neuen Stel-
le sehr gerne am 1. März 2021 aufgenommen (Vi-act. 23). 

Dem Schreiben war (u.a.) wieder eine Kopie des Arbeitsvertrages vom 23. Janu-
ar 2021 beigelegt worden. Gemäss diesem (in Abweichung des mit der Einspra-
che eingereichten, vgl. oben Erw. 4.3.4) war Arbeitsbeginn der 1. März 2021, oh-
ne Verweis auf 'nach Lockdown'. 

4.3.8  Mit Entscheid Nr. 81/2021 vom 31. Mai 2021 wurde die Einsprache abge-
wiesen (Vi-act. 11). Die Vorinstanz führte aus, die Beschwerdeführerin sei im 
B.________ AG in einem Vollpensum mit Monatslohn angestellt gewesen. Dem-
gegenüber sei der schriftliche Arbeitsvertrag mit der D.________ AG ein Arbeits-
vertrag für Mitarbeiter mit unregelmässigem Pensum mit Stundenlohn. Der neue 
Arbeitsvertrag stelle sie schlechter, sei doch ein Arbeitspensum auf Abruf verein-
bart worden. Daher sei sie faktisch arbeitslos geworden, als die neue Arbeitgebe-
rin ihr aufgrund der behördlich angeordneten Schliessungen der Gastronomiebe-

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triebe keine Arbeit habe anbieten können. Die Kündigung durch die Beschwerde-
führerin sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, als sich die Schweiz im Höhepunkt der 
zweiten Welle der Corona-Pandemie befunden habe. Am 13. Januar 2021 habe 
der Bundesrat beschlossen, dass neben den Fitnesscentern und Gastronomiebe-
trieben, welche bereits seit dem 22. Dezember 2020 behördlich geschlossen ge-
wesen seien, auch noch alle Verkaufsläden haben schliessen müssen. Im Zeit-
punkt der Kündigung (25.1.2021) habe man folglich nicht damit rechnen können, 
dass Gastronomiebetriebe bald wieder öffnen würden. Die Versicherte habe ihre 
sichere Arbeitsstelle in einer höchst ungewissen Zeit gekündigt und sei auch 
noch einen Vertrag eingegangen, der sie als Arbeitnehmerin schlechter gestellt 
habe, als im vorangehenden Arbeitsverhältnis. Dies habe zur Folge gehabt, dass 
sie trotz schriftlich vereinbartem Arbeitsvertrag, faktisch arbeitslos gewesen sei. 
Diesen Schaden könne sie der Arbeitslosenkasse nicht vollständig überwälzen. 
Die Beschwerdeführerin hätte mit der Kündigung zuwarten können, bis anhand 
der Signale vom Bundesrat damit gerechnet werden konnte, dass die Gastrono-
miebetriebe wieder öffnen könnten. Da für die alte Stelle keine Unzumutbarkeit 
vorliege, sei ein Verschulden bezüglich Kündigung zu bejahen. Wenn die Be-
schwerdeführerin ein zumutbares Arbeitsverhältnis von sich aus auflöse, ohne 
Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle, liege gemäss Art. 45 Abs. 4 AVIV ein 
schweres Verschulden vor. Im Rahmen des schweren Verschuldens könne ver-
schuldensmindernd berücksichtigt werden, dass die Corona-Pandemie das Gas-
tronomiegewerbe hart getroffen habe. Insgesamt sei die mit Verfügung verhäng-
ten 36 Einstelltage verschuldensadäquat und nicht zu beanstanden. 

4.3.9  Vor Verwaltungsgericht macht die Beschwerdeführerin sinngemäss gel-
tend:

- Mitte Januar 2021 habe ihr der Chef des D.________ AG gesagt, er suche ei-
nen Koch. Da sie bei ihm die Lehre absolviert habe und ihr seine kreative 
Küche besser gefalle als jene im B.________ AG, habe sie sich bei ihm gemel-
det und nach der Stelle erkundigt. Am 23. Januar 2021 habe sie den Vertrag 
per 1. März 2021 abgeschlossen in der Hoffnung, am 1. März 2021 nach dem 
Lockdown starten zu können.

- Am 25. Januar 2021 habe sie die Anstellung im B.________ AG gekündigt.
- Weil der Lockdown dann doch länger gedauert habe, hätte sich der neue Chef 

beim Amt für Arbeit erkundigt, wie es mit der Lohnzahlung an sie zu regeln sei. 
Man habe geantwortet, sie solle sich rasch beim RAV melden, was sie getan 
habe.

- Die Corona-Pandemie könne ihr nicht angelastet werden; sie habe auch nicht 
wissen können, dass der Lockdown noch so lange anhalte und daher könne ihr 

12

nicht vorgeworfen werden, dass sie am 1. März 2021 nicht mit der Arbeit 
gemäss Vertrag habe beginnen können. Es sei nicht fair, wenn sie dafür nun 
sanktioniert werde.

- Es treffe zu, dass sie am alten Arbeitsort mehr verdient habe; es sei aber nicht 
zutreffend, dass sie nicht auch am neuen Ort zu 100%, sondern als Aushilfe 
angestellt sei. Sie sei voll angestellt, einfach im Stundenlohn. 

- Es treffe nicht zu, dass sie vor Zusicherung einer neuen Stelle gekündigt habe. 
Sie habe am 23. Januar 2021 einen Arbeitsvertrag abgeschlossen und am 
25. Januar 2021 gekündigt. Zu diesem Zeitpunkt habe sie nicht wissen können, 
dass der Vertrag ungültig sei wegen der Corona-Pandemie, mithin einem 
Grund, für welchen sie keine Schuld treffe.

- Es werde ihr vorgeworfen, sie hätte mit der Kündigung zuwarten können bis 
sich die Corona-Lage gebessert hätte. Dann hätte die D.________ AG aber 
womöglich einen anderen Koch gefunden und sie hätte nicht wechseln können. 
Und wenn sie den Vertrag nicht abgeschlossen hätten, wäre die D.________ 
AG am 1. März 2021 womöglich ohne Koch dagestanden, wenn der Lockdown 
beendet worden wäre. All dies habe man nicht wissen können, auch nicht, dass 
der Lockdown verlängert werde.

Der Einsprache waren vier Arbeitsverträge beigefügt (eine Kopie und drei mit 
Originalunterschrift). Alle für Mitarbeiter/in mit unregelmässigem Pensum (z.B. 
Aushilfen im Stundenlohn). Ein Vertrag (die Kopie) nennt als Arbeitsbeginn 
"1. März 2021 (nach Lockdown)", einer nennt als Arbeitsbeginn den 1. März 2021 
ohne Zusatz und zwei nennen den 1. Mai 2021 als Arbeitsbeginn. Drei datieren 
vom 23. Januar 2021 und einer vom 1. Mai 2021.

4.3.10   Vernehmlassend betont die Vorinstanz am 22. Juni 2021, bei der im Ein-
spracheentscheid erwähnten Schlechterstellung des neuen Arbeitsvertrages ge-
he es nicht um den Lohn. Vielmehr habe die Beschwerdeführerin im B.________ 
AG in einem Vollzeitpensum mit fixem Pensum gearbeitet und dann mit dem 
D.________ AG ab 1. März 2021 einen Arbeitsvertrag ohne vertraglich zugesi-
chertes Pensum abgeschlossen. Gemäss Vertrag seien die Arbeitseinsätze nach 
Absprache zu leisten, womit der Arbeitgeber ihr keine Mindestanzahl zu leisten-
der Arbeitsstunden zusichere, sondern sich die Arbeit nach Arbeitsanfall richte. 
Dass die Beschwerdeführerin nun ab 1. März 2021 mangels Arbeit nicht zur Ar-
beit aufgeboten worden sei, entspreche dem Risiko des abgeschlossenen Ar-
beitsvertrages und der angesprochenen Schlechterstellung gegenüber dem 
gekündigten Arbeitsvertrag. Damit sei erstellt, dass die faktische Arbeitslosigkeit 
auf die in Kauf genommene Schlechterstellung zurückzuführen und somit selbst-
verschuldet sei.

13

4.3.11   Auf die Vernehmlassung der Vorinstanz reagiert die Beschwerdeführerin 
am 28. Juni 2021 und betont, sie sei als Köchin mit 100%-Pensum angestellt. 
Einfachheitshalber entschädige die Arbeitgeberin die Angestellten seit Jahren im 
Stundenlohn. Die Abmachung und das Organigramm zeigten aber klar, dass sie 
ein Vollzeitpensum habe; sie arbeite an 5 Tagen in einer 43.5 Stundenwoche. 
Einzig für den amtlichen Blick sei der Vertrag irreführend. 

Der Eingabe war neben dem Organigramm (das den Chefkoch, die Beschwerde-
führerin als Souschef, zwei Lehrlinge und einen Abwascher aufführt) erneut ein 
Arbeitsvertrag, datierend vom 23. Januar 2021, beigelegt. Als Arbeitsbeginn war 
der 1. März 2021 ohne Zusatz 'nach Lockdown' vermerkt. Dafür war im Titel "Mit-
arbeiter/in mit unregelmässigem Pensum (z.B. "Aushilfe" im Stundenlohn) durch-
gestrichen und unter besondere Vereinbarungen war vermerkt, dass es sich um 
einen 100%-Job mit 100%-Pensum handle, einfachheitshalber aber nach Stun-
den abgerechnet werde (Bf-act. 3 zur Eingabe vom 28.6.2021).

4.3.12   Mit Schreiben vom 1. Juli 2021 macht die Vorinstanz auf die mehreren 
verschiedenartigen Arbeitsverträge aufmerksam. Hierauf ersucht das Gericht die 
Beschwerdeführerin und die Arbeitgeberin um Stellungnahme. 

Am 7. Juli 2021 teilt der Arbeitgeber mit, man habe am 23. Januar 2021 einen 
Arbeitsvertrag unterschrieben mit dem klaren Gedanken und Gewissen, am 
1. März 2021 zu öffnen und die Beschwerdeführerin zu 100% mit vollem Pensum 
zu beschäftigen. Dann sei am 1. März 2021 noch Lockdown gewesen, weshalb 
man klären wollte, wie die Beschwerdeführerin versichert sei, Arbeitslosenent-
schädigung oder Kurzarbeit. Von da an habe Unklarheit geherrscht, kein Amt ha-
be helfen können. Man habe alles mitgemacht, auch als man empfohlen habe, 
die Verträge anzupassen. Deshalb lägen nun verschiedene Verträge vor. Gültig 
sei jener mit dem gestrichenen Vertragstitel und den besonderen Vereinbarun-
gen wegen dem Verständnis für Dritte. Die Beschwerdeführerin habe ein Voll-
zeitpensum; Gastrosuisse stelle aber keine Vorlage für Vollzeitpensum mit Stun-
denlohn zur Verfügung. Für sie alle sei aber klar, dass die Beschwerdeführerin 
mit 100%-Pensum arbeite, was sich auch aus dem Organigramm ergebe. Die 
Beschwerdeführerin treffe an der Situation keine Schuld; es liege keine selbst-
verschuldete Arbeitslosigkeit vor; schuld sei allein die Corona-Pandemie und die 
Massnahmen des Bundes. 

Am 19. Juli 2021 (Postaufgabe) bekräftigt auch die Beschwerdeführerin, man 
habe am 23. Januar 2021 einen Arbeitsvertrag unterzeichnet in der Überzeu-
gung, am 1. März 2021 beginnen zu können. Am 1. März 2021 sei dann aber 
noch immer Lockdown gewesen und sie und der Chef hätten sich gefragt, wie sie 
nun versichert sei. Es sei vieles unklar gewesen, weshalb sie die Verträge ange-

14

passt hätten. Der gültige Vertrag sei derjenige mit dem durchgestrichenen Titel; 
sie sei zu 100% angestellt.

4.4.1  Es ist auffallend und nicht nachvollziehbar, wie in so kurzer Zeit derart vie-
le und widersprüchliche schriftliche, datierte und unterzeichnete Arbeitsverträge 
vorliegen können. So liegen vor:

Datum Titel / Vertragsart Arbeitsbeginn beso. Vereinbarung
23.1.2021 Mitarbeiter/in unregelmässiges 

Pensum (z.B. "Aushilfen" im Stun-
denlohn)

1.3.2021 (nach 
Lockdown)

-

23.1.2021 Mitarbeiter/in unregelmässiges 
Pensum (z.B. "Aushilfen" im Stun-
denlohn)

1.3.2021 -

23.1.2021 Mitarbeiter/in unregelmässiges 
Pensum (z.B. "Aushilfen" im Stun-
denlohn)

1.5.2021 -

23.1.2021 Mitarbeiter/in unregelmässiges 
Pensum (z.B. "Aushilfen" im Stun-
denlohn)

1.3.2021 Diese Arbeitsstelle 
gilt als 100%-Job; 
Einfachheitshalber 
wird nach Stunden 
abgerechnet; es ist 
ein 100% Pensum

1.5.2021 Mitarbeiter/in unregelmässiges 
Pensum (z.B. "Aushilfen" im Stun-
denlohn)

1.5.2021 -

Die Erklärung der Beschwerdeführerin und des Arbeitgebers, wonach man auf-
grund der Verlängerung des Lockdowns über den 1. März 2021 hinaus die Versi-
cherungsfrage für die Beschwerdeführerin klären wollte, jedoch unklare Auskünf-
te erhalten und daher die Verträge angepasst habe, ist nicht weiter erhellend. 
Vielmehr entsteht dadurch der Eindruck, man habe bewusst die Verträge mani-
puliert, um staatliche Versicherungsleistungen erhältlich machen zu können. 
Letztlich kann die Frage aus nachfolgenden Gründen indes offen bleiben.

4.4.2  Wie einleitend ausgeführt, setzt eine Sanktionierung wegen selbstver-
schuldeter Arbeitslosigkeit u.a. voraus, dass man eine (zumutbare) Stelle freiwil-
lig kündigt, ohne eine neue sichere Anschlussstelle zugesichert zu haben. Vor-
liegend stellt sich nun die Frage, ob bzw. inwiefern die neue Arbeit bei der 
D.________ AG zugesichert war. Es kann dabei als unbestritten gelten, dass die 
Beschwerdeführerin am 23. Januar 2021 einen Arbeitsvertrag abschloss und erst 
danach die bestehende Anstellung gekündigt hat. 

15

4.4.3  Was den neuen Anstellungsvertrag bei der D.________ AG anbelangt, so 
liegen folgende Varianten vor: Die Beschwerdeführerin unterzeichnete einen Ver-
trag
a. mit unregelmässigem Pensum (auf Abruf) fix per 1. März 2021;
b. mit unregelmässigem Pensum (auf Abruf) erst nach Lockdown;
c. mit fixem Vollpensum (im Stundenlohn) fix per 1. März 2021;
d. mit fixem Vollpensum (im Stundenlohn) erst nach Lockdown.

4.4.4  Wenn Varianten a oder b vereinbart wurden, d.h. ein unregelmässiges 
Pensum auf Abruf, dann spielt es keine Rolle, ob der Vertrag fix per 1. März 2021 
oder erst nach Lockdown abgeschlossen wurde. Tatsache bleibt, dass die Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf Arbeit (und Entlöhnung) hätte, wenn sie 
nicht zur Arbeit aufgeboten wird. Dies war ab 1. März 2021 tatsächlich der Fall, 
da die Gastronomiebetriebe noch geschlossen waren.

Für diesen Fall treffen die Ausführungen der Vorinstanz zu, dass die Beschwer-
deführerin freiwillig eine zumutbare Stelle mit Fixpensum per 28. Februar 2021 
aufgegeben hätte, ohne verbindliche Zusicherung, ab 1. März 2021 tatsächlich 
erwerbstätig zu sein. Damit aber ging sie ein erhebliches Risiko ein und der 
Schaden, der sich verwirklichte, kann nicht vollumfänglich der Arbeitslosenversi-
cherung überbürdet werden. 

Auch wenn es nicht unproblematisch erscheint, einen "Formularvertrag" unre-
gelmässiges Pensum/Arbeit auf Abruf im Stundenlohn abzuschliessen, wenn die 
Parteien etwas Anderes meinen (Fixpensum 100% mit Stundenlohn), so erschei-
nen die Ausführungen des Geschäftsführers und der Beschwerdeführerin den-
noch glaubhaft, dass effektiv ein Vertrag mit Fixpensum abgeschlossen wurde 
und für die Beteiligten klar war, dass die Beschwerdeführerin in der Funktion als 
Souschef ein Vollpensum erfüllt. Im Weiteren werden daher nur die Varianten 
Erw. 4.4.3 lit. c und d betrachtet. 

4.4.5  Das eben zu den Varianten lit. a und b Ausgeführte gilt jedoch auch für Va-
riante lit. d (mit fixem Vollpensum [im Stundenlohn] erst nach Lockdown): Selbst 
wenn die Beschwerdeführerin - wie von ihr und der Arbeitgeberin geltend ge-
macht - ein Vollzeitpensum vereinbart hat und grundsätzlich ein Lohnanspruch 
für ein Vollzeitpensum bestand, sie aber den Stellenantritt auf die Zeit nach Be-
endigung des Lockdowns festsetzten, dann hat die Beschwerdeführerin die alte 
Stelle gekündigt, ohne zu wissen, ob sie die neue Stelle am 1. März 2021 wirklich 
wird antreten können. Mithin stand bei Vertragsabschluss resp. im Kündigungs-
zeitpunkt fest, dass die Anstellung im B.________ AG per 28. Februar 2021 en-
dete, sie keinen Lohn mehr erhielt, aber gleichzeitig ungewiss war, ob sie per 1. 

16

März 2021 arbeiten, d.h. einen Lohn erzielen konnte. Die Beschwerdeführerin 
hatte also - sollte Variante lit. d zutreffen - gekündigt, ohne dass der Beginn der 
neuen Stelle fest und lückenlos gesichert war. Wiederum treffen die Ausführun-
gen der Vorinstanz zu, dass die Beschwerdeführerin freiwillig eine zumutbare 
Stelle mit Fixpensum per 28. Februar 2021 aufgegeben hat, ohne verbindliche 
Zusicherung, ab 1. März 2021 tatsächlich erwerbstätig zu sein. Damit aber ging 
sie auch bei Variante lit. d ein erhebliches Risiko ein und der Schaden, der sich 
verwirklichte, kann nicht vollumfänglich der Arbeitslosenversicherung überbürdet 
werden.

Gegen die Darstellung der Beschwerdeführerin (und des Geschäftsführers), sie 
habe nicht damit gerechnet, dass sich der Lockdown so lange hinziehe, spricht 
allein schon die Tatsache, dass im Vertrag (in der ersten vorgelegten Vertrags-
version und im Mailverkehr gegenüber der Vorinstanz) explizit vermerkt wurde, 
Arbeitsbeginn sei nach Lockdown. Mithin haben die Beschwerdeführerin und die 
Arbeitgeberin explizit davon gesprochen, dass die Anstellung erst nach Beendi-
gung des Lockdowns beginnt und ein Lohn erst nach Lockdown und bei Arbeits-
beginn geschuldet ist. Diese vertragliche Abmachung trifft man aber nur, wenn 
man einen über den 1. März 2021 andauernden Lockdown in Betracht zieht. 
Wenn diese Möglichkeit schon explizit zum Vertragsinhalt gemacht wird, kann 
nicht ernsthaft behauptet werden, man sei von der Gewissheit ausgegangen, am 
1. März 2021 die neue Stelle antreten zu können. Vielmehr gingen die Parteien 
geradezu von der realistischen Möglichkeit aus, dass infolge Lockdown die Gas-
tronomie dann noch geschlossen war, sich der Arbeitsbeginn damit verzögert.

Diese Annahme war denn auch nachvollziehbar und begründet. Die Restaurants 
mussten per 22. Dezember 2020 schliessen. Am 13. Januar 2021 beschloss der 
Bundesrat aufgrund der angespannten und unsicheren Lage, dass (u.a.) Restau-
rants bis Ende Februar 2021 geschlossen bleiben müssen. Am 20. Januar 2021 
verwies der Bundesrat auf die weiterhin angespannte epidemiologische Situation; 
er erachtete es als dringend notwendig, die Fallzahlen sofort und sehr deutlich zu 
senken, um ein unkontrolliertes Ansteigen der Fallzahlen durch die neuen Virus-
varianten und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Am 
gleichen Tag beschloss er eine Erweiterung der Massnahmen im Bereich Kurza-
rbeit und deren Verlängerung bis Ende Juni 2021. Nach einem Treffen mit Kul-
turschaffenden (welche von den Schliessungen wie Restaurants betroffen waren) 
liess der Bund am 25. Januar 2021 verkünden, eine verbindliche Perspektive zur 
Wiedereröffnung lasse sich leider derzeit nicht geben; eine schrittweise Wieder-
eröffnung hänge von zahlreichen Variablen ab, wie die Fortschritte bei der Durch-
impfung, die Verbreitung der neuen Covidmutationen und die Einhaltung der sa-
nitarischen Massnahmen; der Bundesrat evaluiere die epidemiologische Situati-

17

on laufend; sollten in den kommenden Monaten Lockerungen möglich sein, wer-
de diese voraussichtlich etappenweise und je nach Art und Grösse der Veran-
staltung erfolgen (vgl. Medienmitteilungen des Bundesrates vom 13., 20. und 
25.1.2021). Dies bedeutet, dass am 23. Januar 2021 (Vertragsabschluss) und 
am 25. Januar 2021 (Kündigung) die Schliessung der Gastronomie bis Ende Fe-
bruar 2021 galt, eine Zusicherung einer Öffnung per 1. März 2021 aber nicht be-
stand, sondern die Lage ausserordentlich unsicher war. Eine Verlängerung der 
Schliessung musste mithin ernsthaft in Betracht gezogen werden, wie dies die 
Beschwerdeführerin und die D.________ AG ja auch taten.

Damit aber steht fest, dass die Beschwerdeführerin mit Variante lit. d am 25. Ja-
nuar 2021 ihre gesicherte Anstellung per Ende Februar 2021 gekündigt hat, ohne 
Gewissheit zu haben, dass sie am 1. März 2021 eine Anstellung hat. Gerade weil 
sie einen Vertrag mit Arbeitsbeginn 'nach Lockdown' abschloss, musste ihr be-
wusst sein, dass Arbeitsbeginn womöglich nicht der 1. März 2021 ist. Sie nahm 
damit bewusst ein Risiko in Kauf, am 1. März 2021 keine Anstellung zu haben. 
Dies trotz resp. gerade aufgrund des am 23. Januar 2021 abgeschlossenen Ar-
beitsvertrages, der ihr keine Anstellung per 1. März 2021 zusicherte.

4.4.6  Sollte schliesslich Variante lit. c vereinbart worden sein (Vollzeitpensum 
mit Stellenantritt fix per 1.3.2021), dann wäre die Beschwerdeführerin gar nicht 
arbeitslos gewesen. Der Arbeitsvertrag wäre am 1. März 2021 in Kraft getreten, 
die Beschwerdeführerin hätte Anspruch auf Arbeit gehabt und hätte trotz behörd-
licher Massnahmen entlöhnt werden müssen. Die Beschwerdeführerin hätte ih-
ren Lohnanspruch gegenüber der Arbeitgeberin geltend machen müssen und 
nicht Arbeitslosenentschädigung gegenüber der Arbeitslosenkasse. 

Da jedoch die Beschwerdeführerin und die Arbeitgeberin von Beginn an gegenü-
ber der Vorinstanz stets von einem Arbeitsvertrag sprachen, der nach dem Lock-
down in Kraft treten und Anspruch auf Lohn erst nach dem Lockdown bestehen 
sollte, dies auch im ersten eingereichten Vertrag so verbrieft ist (vgl. Vi-act. 55), 
und die Parteien dieser Variante im Verlaufe des Verfahrens nie widersprachen, 
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Arbeits-
beginn effektiv nach Beendigung des Lockdowns festgesetzt wurde.

4.5 Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass
- im Falle, dass die Beschwerdeführerin einen Vertrag als Mitarbeiterin mit unre-

gelmässigem Pensum im Stundenlohn, unabhängig ob per 1. März 2021 oder 
nach Lockdown, und ebenso

- im Falle, dass sie einen Vertrag mit fixem Vollzeitpensum (mit Stundenlohn) mit 
Arbeitsbeginn nach Lockdown,

18

abgeschlossen hat, die Beschwerdeführerin ihre sichere Anstellung gekündigt 
hat ohne verbindliche Zusicherung, ab 1. März 2021 tatsächlich erwerbstätig zu 
sein. Damit aber bestand ein nicht unerhebliches und realistisches Risiko, dass 
sie ab 1. März 2021 arbeitslos war. Der Schaden, der sich dann aufgrund der Ar-
beitslosigkeit effektiv verwirklichte, kann nicht vollumfänglich der Arbeitslosenver-
sicherung überbürdet werden, da die Beschwerdeführerin aufgrund der Kündi-
gung per 28. Februar 2021 mit diesem Risiko rechnen musste.

Bleibt anzuführen, dass die Ausführung der Beschwerdeführerin, der neue Ver-
trag sei wegen der Corona-Pandemie "ungültig" gewesen, nicht zutrifft. Vielmehr 
konnten die Beschwerdeführerin und die D.________ AG einen Vertrag absch-
liessen, der einen Arbeitsbeginn auf den Zeitpunkt nach Lockdown festsetzte. 
Dass dieser Vertrag dann am 1. März 2021 nicht in Kraft trat, macht ihn nicht un-
gültig, sondern entspricht dem Vertragsinhalt und dem zuvor beschriebenen Risi-
ko. Nicht entscheidend ist auch, dass sie infolge Lockdown auch bei der alten 
Arbeitgeberin ab März 2021 nicht hätte arbeiten können; der Arbeitsvertrag mit 
der B.________ AG hätte, wäre er nicht gekündigt worden, dennoch bestand ge-
habt. 

4.6 Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin von sich aus das Arbeitsver-
hältnis mit der B.________ AG am 25. Januar 2021 per 28. Februar 2021 gekün-
digt hat, obwohl ihr der Verbleib zumutbar gewesen wäre und obwohl ihr - trotz 
abgeschlossenem und gültigem Arbeitsvertrag - keine neue Anschlussstelle per 
1. März 2021 zugesichert war, sondern erst nach Beendigung des Lockdowns. 
Damit aber erfüllt sie den Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit, 
weshalb sie zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.

5.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach 
dem Grad, der Schwere des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Die Einstellung 
dauert 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittelschwerem 
Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV). 

5.2.1  Ein schweres Verschulden liegt von Gesetzes wegen vor, wenn der Versi-
cherte ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusiche-
rung einer neuen aufgegeben oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (Art. 45 
Abs. 4 AVIV). In diesem Fall beträgt die Dauer der Einstellung somit mindestens 
31 Tage, falls keine entschuldbaren Gründe vorliegen. 

5.2.2  Bei Vorliegen eines gesetzlichen Tatbestandes nach Art. 45 Abs. 4 AVIV 
liegt nicht zwingend schweres Verschulden vor (BGE 130 V 125 Erw. 3.2). Die 
Mindesteinstellungsdauer von 31 Tagen für schweres Verschulden kann unter-

19

schritten werden, wenn entschuldbare Gründe für das Handeln des Versicherten 
vorliegen. Unter einem entschuldbaren Grund ist dabei ein Grund zu verstehen, 
der - ohne zur Unzumutbarkeit zu führen - das Verschulden als mittelschwer oder 
leicht erscheinen lassen kann. Bei der Prüfung, ob ein entschuldbarer Grund vor-
liegt, sind wie bei der Bemessung der Einstellungsdauer die konkreten Umstände 
und persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen (Chopard, Die Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 169). Ein entschuldbarer Grund 
kann also die subjektive Situation (wie gesundheitliche Probleme, familiäre Situa-
tion, Religionszugehörigkeit) oder eine objektive Gegebenheit (wie befristete 
Stelle) betreffen (BGE 130 V 125 Erw. 3.5; Urteil BGer 8C_24/2021 vom 
10.6.2021 Erw. 3.2.1; Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
Sozialversicherungsrecht, AVIG, 4. Auflage, S. 187). Liegt ein entsprechender 
entschuldbarer Grund vor, ist Art. 45 Abs. 4 AVIV nicht anwendbar; vielmehr ist 
die Einstellungsdauer diesfalls nach der allgemeinen Regel des Art. 30 Abs. 3 
AVIG zu bemessen (SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, N. Arbeitslosenver-
sicherung, 3. Auflage, Rz 864).

5.2.3  Bei der Bemessung der Einstellungsdauer sind alle Umstände des konkre-
ten Einzelfalls wie Beweggründe, persönliche Verhältnisse (z.B. Alter, Zivilstand, 
Gesundheit, soziales Umfeld, Bildungsgrad) und Begleitumstände zu berücksich-
tigen (vgl. VGE I 2008 85 vom 25.6.2008 Erw. 4.1 mit Verweisen auf VGE 324/02 
vom 17.7.2002 Erw. 5b, Chopard, a.a.O. S. 167 ff.; AVIG-Praxis ALE, Januar 
2016, D 64). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versicherten Person, das 
unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der ob-
jektiven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen ist (BGE 130 V 125 Erw. 
3.5). Es ist dabei vom Mittelwert des jeweils definierten Rahmens für leichtes, 
mittelschweres und schweres Verschulden auszugehen, welcher bei qualifizier-
tem Verhalten entsprechend verschärft und bei privilegiertem Verhalten gemin-
dert werden kann (BGE 123 V 153 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_24/2021 vom 
10.6.2021 Erw. 6).

5.2.4  Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt schliesslich eine typische Er-
messensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, das sie pflicht-
gemäss auszuüben hat. 

Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist in diesem Zusammenhang zwar nicht 
auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf die Beurteilung 
der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. Bei der Angemessenheit geht 
es dabei um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Vorinstanz 
nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechts-
prinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise an-

20

ders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Verwaltungsgericht sein Ermes-
sen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen;  
es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichen-
de Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 
Erw. 5.2; Urteil BGer 8C_331/2019 vom 18.9.2019 Erw. 3.3; VGE II 2016 6 vom 
22.3.2016 Erw. 4.1; VGE II 2015 20 vom 22.7.2015 Erw. 4.1). Bleibt anzufügen, 
dass der Begriff des entschuldbaren Grundes gemäss Art. 45 Abs. 4 AVIV einen 
unbestimmten Rechtsbegriff darstellt und die Handhabung unbestimmter Rechts-
begriffe als Rechtsfrage grundsätzlich einer uneingeschränkten Überprüfung un-
terliegt, mithin keine Ermessensfrage ist.

5.3 Die Vorinstanz begründete die 36 Einstelltage damit, dass die Beschwerde-
führerin ein zumutbares Arbeitsverhältnis von sich aus ohne Zusicherung einer 
neuen Arbeitsstelle aufgelöst hat, was ein schweres Verschulden darstelle. Von 
dieser gesetzlichen Verschuldenseinreihung könne nicht abgewichen werden. 
Hingegen könne verschuldensmindernd berücksichtigt werden, dass die Corona-
Pandemie das Gastronomiegewerbe hart getroffen habe, weshalb 36 Einstelltage 
verschuldensadäquat seien.

5.4 Demgegenüber hält die Beschwerdeführerin fest, sie selbst treffe über-
haupt kein Verschulden. Ihre Arbeitslosigkeit sei allein der Corona-Situation so-
wie den behördlichen Massnahmen, dem Lockdown geschuldet. Sie sei diesbe-
züglich schuldlos. Es rechtfertige sich daher überhaupt keine Sanktion.

5.5.1  Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin weder an der Corona-
Pandemie noch am Lockdown eine Schuld trifft. Sie kann dies selbstverständlich 
nicht beeinflussen. Für ihre eigene Situation jedoch ist sie selbst verantwortlich. 
Und diesbezüglich wurde aufgezeigt, dass sie selber einen Arbeitsvertrag abge-
schlossen hat, der ihr Arbeit erst für die Zeit nach dem Lockdown verbindlich zu-
gesichert hat, und dennoch hat sie trotz dem ungewissen Arbeitsbeginn ihre un-
befristete und zumutbare, sichere Anstellung per 28. Februar 2021 gekündigt. 
Damit aber ist sie an ihrer am 1. März 2021 eingetretenen Arbeitslosigkeit nicht 
schuldlos. 

5.5.2  Anderseits kann der Vorinstanz nicht gefolgt werden, dass der Beschwer-
deführerin ein schweres Verschulden vorgeworfen werden müsse und kein ent-
schuldbarer Grund vorliege (sondern nur verschuldensmindernde Umstände, so 
dass im unteren Bereich des Rahmens von 31 bis 60 Einstelltagen für schweres 
Verschulden zu sanktionieren sei).

21

5.6 Die Beschwerdeführerin hat ihre (sichere) Anstellung erst gekündigt, nach-
dem sie einen neuen Arbeitsvertrag abgeschlossen hatte. Sie hatte damit die 
verbindliche Zusicherung für eine neue Anstellung. Ungewiss war einzig der 
Zeitpunkt des Stellenbeginns, da dieser auf das Ende des Lockdowns festgesetzt 
wurde. Bei Vertragsunterzeichnung galten die behördlichen Massnahmen bis 
Ende Februar 2021. Damals war der 1. März 2021 also nach Lockdown. Aller-
dings bestand hierfür keine Sicherheit; im Gegenteil konnte - wie zuvor darge-
stellt - eine Verlängerung des Lockdowns nicht ausgeschlossen werden und 
schlossen auch die Beschwerdeführerin und die neue Arbeitgeberin eine solche 
nicht aus (vgl. oben Erw. 4.4.5). Damit nahm die Beschwerdeführerin (und die 
neue Arbeitgeberin, welche auf einem Arbeitsbeginn nach Lockdown beharrte) 
eine Arbeitslosigkeit, sollten die Massnahmen verlängert werden, in Kauf. Diesen 
Vorwurf muss sie sich entgegenhalten lassen.

Anderseits bestand auch die - wenn auch wenig wahrscheinliche - Möglichkeit, 
dass sie die neue Arbeit am 1. März 2021 effektiv hätte aufnehmen können. Und 
selbst falls nicht, so wäre die Arbeitslosigkeit dennoch definitiv nur auf die Zeit 
des Lockdowns, der behördlichen Massnahme befristet gewesen. Mithin hatte 
die Beschwerdeführerin die volle Gewissheit, dass sie eine neue Anstellung zu-
gesichert hatte. Sie kündigte damit ihre sichere Anstellung zwar ohne zugesi-
cherte, lückenlose Anschlussstelle, aber doch im Wissen, eine neue Anstellung 
zu haben. 

Auch wenn Verständnis gezeigt werden kann, dass die Beschwerdeführerin die 
neue Stelle unbedingt haben und daher den Vertrag unbedingt abgeschlossen 
haben wollte, so hätte die Arbeitslosigkeit dennoch verhindert werden können. 
Weder sie noch die neue Arbeitgeberin wussten, ob sie per 1. März 2021 die 
neue Stelle antreten konnte, vereinbarten sie doch einen Stellenantritt nach 
Lockdown. Änderungen der behördlichen Massnahmen kündigte der Bundesrat 
in der Regel mindestens zwei Wochen im Voraus an (am 17. Februar kündigte er 
Lockerungen ab März ausser für Restaurants an, am 24. Februar wurden sie be-
schlossen und Terrassenöffnungen per April angekündigt; am 14. April wurden 
diese per 19. April beschlossen; drinnen blieben Restaurants noch weiter ge-
schlossen). Die Kündigungsfrist im Anstellungsvertrag der B.________ AG be-
trug einen Monat. Angezeigt gewesen wäre daher der Abschluss eines Vertrages 
mit Antritt nach Lockdown und Berücksichtigung einer einmonatigen Kündigungs-
frist. Wenn überhaupt, so hätte die D.________ AG nach Lockdown-Ende nur 
kurze Zeit auf den Stellenantritt der Beschwerdeführerin warten müssen. Ein lü-
ckenloser Wechsel wäre so möglich gewesen. Daran ändert die Tatsache, dass 
die Beschwerdeführerin aufgrund der verschärften Massnahmen auch im 
B.________ AG ab März 2021 nicht mehr arbeiten konnte, nichts. Die Anstellung 

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hätte trotzdem angedauert. Dadurch hätte die nun eingetretene Arbeitslosigkeit 
vermieden werden können.

Dennoch sind diese objektiven Gesamtumstände (Corona-Pandemie, behördli-
che Massnahmen, unklare Perspektiven, zugesicherte Stelle, unklarer Arbeits-
beginn, zeitlich befristete Arbeitslosigkeit) wie auch die subjektive Situation 
(Wunsch nach Stellenwechsel, erster Stellenwechsel überhaupt, wenig Berufs-
erfahrung und wohl auch gewisse Unbedarftheit, Wissen um Vertragsabschluss, 
Hoffnung auf Massnahmenende) als entschuldbarer Grund zu bewerten, so dass 
kein schweres Verschulden vorliegt. Vielmehr ist das Verhalten gesamthaft als 
leichtes Verschulden zu bewerten, so dass 10 Einstelltage als angemessen er-
scheinen. 

6. Die Beschwerde erweist sich insofern als teilweise begründet, als der Be-
schwerdeführerin wohl eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit, aber kein schwe-
res, sondern ein leichtes Verschulden im oberen Bereich vorzuwerfen ist. In die-
sem Sinne ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 31. Mai 2021 auf-
zuheben und die Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2021 für die Dauer von 
10 Tagen in der Anspruchsberechtigung einzustellen.

7. Es werden keine Kosten erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht nicht (Art. 61 lit. g und fbis ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 
vom 31. Mai 2021 aufgehoben und die Beschwerdeführerin im Sinne der 
Erwägungen ab dem 1. März 2021 für die Dauer von 10 Tagen in der An-
spruchsberechtigung eingestellt. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 20. September 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 1. Oktober 2021