# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ec84be4-525c-5f21-ad7c-1f3c4ef7552b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2008 C-1128/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1128-2006_2008-04-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1128/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Antonio Imoberdorf (Kammerpräsident), 
Richter Blaise Vuille, Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

U._______, 
vertreten durch Fürsprecher Christian Flückiger, Spi-
talgasse 9, Postfach 6164, 3001 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Erleichterte Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1128/2006

Sachverhalt:

A.
Der aus Nigeria  stammende Beschwerdeführer (geb. ________), der 
ab dem Frühjahr 1995 als Asylbewerber hierzulande geweilt hatte und 
am 31. Mai 1996 in sein Heimatland ausgeschafft worden war, reiste 
am 22. Juli 1996 erneut in die Schweiz ein und heiratete am 24. Juli 
1996 in I._______ die knapp zwanzig Jahre ältere Schweizer Bürgerin 
L._______ geb. K._______. In der Folge erhielt er von der kantonalen 
Migrationsbehörde  eine  Aufenthaltsbewilligung  zum  Verbleib  bei  der 
Schweizer Ehefrau.

B.
Gestützt auf seine Ehe stellte der Beschwerdeführer am 9. September 
2000  erstmals  ein  Gesuch  um erleichterte  Einbürgerung.  Da  er  die 
Wohnsitzvoraussetzungen von Art. 27 Abs. 1 des Bürgerrechtsgeset-
zes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0) noch nicht erfüllte, wur-
de  das  Verfahren  vom  damaligen  Bundesamt  für  Ausländerfragen 
(BFA, heute: Bundesamt für Migration [BFM]) am 20. September 2000 
als  gegenstandslos  geworden  abgeschrieben.  Zwei  weiteren  Gesu-
chen vom 17. Januar 2001 bzw. 21. März 2001 war, da ebenfalls ver-
früht eingereicht, das gleiche Schicksal beschieden.

C.
Am 21. Juni 2001 ersuchte der Beschwerdeführer erneut  darum, er-
leichtert eingebürgert zu werden. Als er die zeitlichen Einbürgerungs-
voraussetzungen rund  einen Monat  später  erreichte,  beauftragte  die 
Vorinstanz den Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern 
mit  der Erstellung eines Erhebungsberichts. Der  gewünschte Bericht 
lag am 18. September 2001 vor.

Mit Schreiben vom 18. Oktober 2001 forderte das Bundesamt den Be-
troffenen unter anderem auf, für Referenzauskünfte zur ehelichen Ge-
meinschaft  Namen und Adressen von Drittpersonen anzugeben. Die 
danach  eingeholten  Erkundigungen  riefen  auf  Seiten  der  Vorinstanz 
Zweifel am Bestehen einer tatsächlichen, stabilen ehelichen Gemein-
schaft  hervor,  was sie dem Gesuchsteller  gegenüber  am 15. Januar 
2002 schriftlich kund tat.

Nachdem die Vorinstanz weitere Personen um Referenzauskünfte an-
geschrieben hatte, legte sie dem Beschwerdeführer am 1. Mai  2002 

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nahe, sein Gesuch um erleichterte Einbürgerung zurückzuziehen, wo-
rauf dieser den Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangte.

D.
Mit Verfügung vom 22. Juli 2002 lehnte das Bundesamt die erleichterte 
Einbürgerung des Gesuchstellers ab. Zur Begründung wurde im We-
sentlichen ausgeführt, in Anbetracht der Tatsache, dass er nur knapp 
zwei Monate nach seiner Ausschaffung nach Nigeria eine Schweizerin 
geheiratet  habe,  sei  davon auszugehen,  dass der  Beschwerdeführer 
diesen Schritt mindestens teilweise auch unternommen habe, um sich 
ein Aufenthaltsrecht für die Schweiz zu sichern. Im Rahmen der Prü-
fung der Einbürgerungsvoraussetzungen seien insgesamt sieben Per-
sonen um Auskünfte über  den Bestand der  Ehe des Gesuchstellers 
gebeten worden. Verschiedene der erhaltenen Referenzauskünfte hät-
ten bei der Vorinstanz Zweifel am Bestand einer tatsächlichen, stabilen 
ehelichen  Gemeinschaft  geweckt.  So  hätten  sich  einzelne  Personen 
dahingehend geäussert, die Ehegatten besuchten selten gemeinsame 
Anlässe bzw. der Beschwerdeführer erscheine manchmal nur für kurze 
Zeit  an  Familienanlässen  und  gehe  danach  wieder  seine  eigenen 
Wege. Jemand anderes  habe erklärt,  der  Betroffene werde voll  und 
ganz von seiner Ehefrau unterhalten, sei arbeitsscheu, überhaupt nicht 
an  die  hiesige  Kultur  angepasst  und  die  Ehegatten  würden  nie  als 
Paar auftreten. Die Voraussetzungen für die erleichterte Einbürgerung 
seien deshalb nicht erfüllt.

E.
In  einer  von  seiner  Ehefrau  mitunterzeichneten  Beschwerde  vom 
26. Juli  2002 an das  Eidgenössische Justiz-  und Polizeidepartement 
(EJPD) beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung. Dazu bringt er vor, seine spätere Gattin kennenge-
lernt zu haben, bevor ein negativer Asylentscheid getroffen worden sei. 
Sie hätten sich sehr  gut  verstanden und deswegen beschlossen,  zu 
heiraten. Der Altersunterschied sage nichts darüber aus, ob eine Ehe 
gut sei oder nicht. Gleiches gelte in Bezug auf negative Auskünfte von 
Referenzpersonen. Er liebe seine Frau und sie lebten seit sechs Jah-
ren als Ehepaar zusammen. Als Ausländer und Schwarzer habe er in 
der Schweiz zwar grosse Schwierigkeiten gehabt,  eine feste Arbeits-
stelle zu finden und er sei immer wieder arbeitslos geworden, am Ar-
beitswillen habe es indessen nie gefehlt. Aus diesem Grunde habe er 
beschlossen, sich im Exportbereich selbständig zu machen und sein 
Möglichstes zum familiären Unterhalt  beizutragen. Es gehe nicht  an, 

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eine Ehe aufgrund diffuser Auskünfte anzuzweifeln und alle in densel-
ben Topf zu werfen. Seine Frau habe in einem Brief bestätigt, dass sie 
beide in einer dauerhaften stabilen ehelichen Gemeinschaft lebten.

F.
Am 6. August 2002 reichte der Rechtsvertreter bei der Vorinstanz eine 
Vollmacht  ein  und  ersuchte  um Einsicht  in  die  Akten des  Einbürge-
rungsverfahrens. Mit Zwischenverfügung vom 21. August 2002 wurde 
ihm von der instruierende Behörde im Rahmen von Art. 26 und 27 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) daraufhin Akteneinsicht gewährt.

G.
Mit Beschwerdeergänzung vom 13. September 2002 stellt der Partei-
vertreter  die  Begehren,  die  angefochtene Verfügung  sei  aufzuheben 
und sein Mandant erleichtert einzubürgern. Den bisherigen Ausführun-
gen  des  Beschwerdeführers  fügte  er  hinzu,  die  Tatsache,  dass  die 
Ehegatten  seit  mehr  als  sechs  Jahren  ununterbrochen  zusammen-
wohnten, bilde ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen einer stabilen, 
tatsächlichen  ehelichen  Gemeinschaft.  Von den  sieben  Stellungnah-
men der Referenzpersonen sei nur eine geeignet, entsprechende Be-
denken  zu  wecken.  Sie  stamme von  jemandem,  der  seine  Identität 
nicht offen legen wolle. Den übrigen Aussagen lasse sich nichts Nega-
tives entnehmen. Der angefochtene Entscheid, der sich in rechtsstaat-
lich äusserst bedenklicher Weise vollumfänglich auf die einzige negati-
ve Aussage stütze, halte vor dem Willkürverbot nicht Stand. Indem die 
Vorinstanz  die  erhobenen  Beweise  offensichtlich  falsch  gewürdigt 
habe, habe sie auch den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig fest-
gestellt.

H.
Das Bundesamt schliesst in seiner Vernehmlassung vom 28. Oktober 
2002 auf Abweisung der Beschwerde. In der Replik vom 28. November 
2002 hält der Rechtsvertreter an seinen Anträgen und deren Begrün-
dung fest.

I.
Aufgrund  ergänzender  Erkundigungen  brachte  die  instruierende  Be-
hörde im Dezember 2003 in Erfahrung, dass gegen den Beschwerde-
führer und weitere Angeschuldigte vor dem Kreisgericht VIII Bern-Lau-
pen ein Strafverfahren wegen Betrugs hängig ist.

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J.
Mit Urteil vom 22. Dezember 2003 sprach das Kreisgericht VIII Bern-
Laupen den Beschwerdeführer in erster Instanz vom Vorwurf des Be-
trugs  frei.  Weil  dagegen  Appellationen  eingingen,  wurde  das  Be-
schwerdeverfahren  von  der  Instruktionsbehörde  mit  Zwischenverfü-
gung vom 15. Januar 2004 sistiert.

K.
Das Obergericht des Kantons Bern verurteilte den Beschwerdeführer 
am 7. Dezember 2005 wegen vollendeten Betrugs und versuchten Be-
trugs zu einer bedingten Gefängnisstrafe von vier Monaten, zu einer 
bedingten Landesverweisung von vier Jahren sowie zur Bezahlung ei-
ner Ersatzforderung in der Höhe von Fr. 5'000.- an den Kanton Bern. 
Eine dagegen gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde wies das Bundesge-
richt mit Urteil vom 6. November 2006 ab.

L.
Mit  Zwischenverfügung vom 10. Dezember 2007 nahm das nunmehr 
zuständige Bundesverwaltungsgericht  das Beschwerdeverfahren wie-
der auf.

Mit ergänzender Vernehmlassung vom 10. Januar 2008 und Stellung-
nahme vom 20. Februar 2008 halten die Parteien an ihrem jeweiligen 
Standpunkt fest.

M.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, welche von einer in Art. 33 VGG 
aufgeführten  Behörde erlassen wurden. Darunter  fallen  Verfügungen 
des BFM betreffend erleichterter Einbürgerung (Art. 27 i.V.m. Art. 32 
BüG).

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1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verwaltungsgerichtsge-
setzes bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder 
bei  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechtsmittel. 
Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 
VGG).

1.3 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts ande-
res bestimmt.

1.4 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Anfechtung 
legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
deshalb einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes sowie die Unangemessenheit  gerügt  wer-
den, sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz ver-
fügt hat (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-2825/2007 
vom 24. Januar 2008 E. 2 und C-135/2006 vom 20. Dezember 2007 E. 
2 [mit Hinweisen]).

3.
3.1 Nach  Art.  27  Abs.  1  BüG  kann  ein  Ausländer  nach  der  Ehe-
schliessung mit einer Schweizer Bürgerin ein Gesuch um erleichterte 
Einbürgerung stellen, wenn er insgesamt fünf Jahre in der Schweiz ge-
wohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren in ehelicher 
Gemeinschaft  mit  der  Schweizer  Bürgerin  lebt.  Seine  Einbürgerung 
setzt gemäss Art. 26 Abs. 1 BüG zudem voraus, dass er in die schwei-
zerischen  Verhältnisse  eingegliedert  ist  (Bst.  a),  die  schweizerische 
Rechtsordnung beachtet (Bst. b) und die innere oder äussere Sicher-
heit der Schweiz nicht gefährdet (Bst. c).

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3.2 Sämtliche Einbürgerungsvoraussetzungen müssen sowohl im Zeit-
punkt der Gesuchseinreichung als auch anlässlich der Einbürgerungs-
verfügung erfüllt sein (BGE 132 ll 113 E. 3.2 S. 115, BGE 130 ll 482 E. 
2 S. 483 f. mit Hinweisen, BGE 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.).

4.
Das Bundesamt lehnt die erleichterte Einbürgerung vor allem ab, weil 
es  am Bestand einer  ehelichen  Gemeinschaft  im Sinne von Art.  27 
Abs. 1 BüG zweifelt (vgl. hierzu BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f., BGE 
130 II 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BGE 128 II 97 E. 3a S. 98 f., BGE 121 II 
49 E. 2b S. 52). Aufgrund der in der Zwischenzeit eingetreten Verände-
rungen im Sachverhalt  steht  heute allerdings  die Voraussetzung der 
Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung (Art. 26 Abs. 1 Bst. b 
BüG) im Vordergrund. Die Parteien erhielten im Rahmen eines zweiten 
Schriftenwechsels  Gelegenheit,  sich  ergänzend zum genannten Ein-
bürgerungserfordernis zu äussern.

4.1 Die in Art. 26 Abs. 1 Bst. b BüG festgehaltene Einbürgerungsvor-
aussetzung  der  Beachtung  der  schweizerischen  Rechtsordnung  be-
deutet,  dass  der  Gesuchsteller  einen  guten  straf-  und  betreibungs-
rechtlichen Leumund haben muss (vgl. hierzu die Botschaft zur Ände-
rung des Bürgerrechtsgesetzes vom 26. August 1987, BBl 1987 lll 305 
u. 309). In der Praxis wird von einem Einbürgerungswilligen verlangt, 
dass er in den letzten fünf Jahren vor der erleichterten Einbürgerung 
die Rechtsordnung der Schweiz sowie allfälliger anderer Aufenthalts-
staaten eingehalten hat. Ferner dürfen keine ungelöschten Vorstrafen 
vorliegen  und  keine  Strafverfahren  in  der  Schweiz  oder  in  anderen 
Staaten  gegen  ihn  hängig  sein.  Gelöschte  Einträge  sind  hingegen 
nicht mehr relevant. Darüber hinaus darf der Betroffene generell keine 
Delikte begangen haben, für welche er auch heute noch eine Strafver-
folgung oder eine Verurteilung zu gewärtigen hat. Schliesslich sollen 
weder hängige Betreibungen noch Steuerausstände bestehen (ausge-
nommen,  wenn  entsprechende  Steuervereinbarungen  getroffen  wur-
den) und es dürfen in den der erleichterten Einbürgerung vorangehen-
den fünf Jahren keine Verlustscheine ausgestellt worden sein (vgl. Ur-
teile  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-1217/2006  vom  15.  Januar 
2008 E. 5 und C-1216/2006 vom 9. November 2007 E. 4).

4.2 Die Abklärungen während des Instruktionsverfahrens haben erge-
ben, dass der Beschwerdeführer vom Obergericht des Kantons Bern 
im  Appellationsverfahren  am  7.  Dezember  2005  wegen  vollendeten 

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Betrugs und versuchten Betrugs zu vier Monaten Gefängnis (bedingt 
bei  einer  Probezeit  von zwei  Jahren),  zu  vier  Jahren Landesverwei-
sung (bedingt mit einer Probezeit von zwei Jahren) und zur Bezahlung 
einer  Ersatzforderung  von Fr. 5'000.-  an  den  Kanton  Bern  verurteilt 
worden ist. Das Bundesgericht hat dieses Urteil am 6. November 2006 
bestätigt (siehe das entsprechende Urteil 6S.168/2006 vom 6. Novem-
ber  2006). Es  steht  somit  ausser  Frage,  dass  er  im massgebenden 
Zeitraum  vor  dem  Entscheid  über  seine  erleichterte  Einbürgerung 
strafrechtlich  negativ  in  Erscheinung getreten ist,  womit  es  an einer 
unabdingbaren Einbürgerungsvoraussetzung mangelt.

4.3 Dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Gesuchseinreichung  einen 
unbescholtenen Ruf im Sinne von Art. 26 Abs. 1 Bst. b BüG genossen 
hat (vgl. Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 9. Okto-
ber 2001), ändert an diesem Ergebnis nichts. Wie an anderer Stelle er-
wähnt, müssen sämtliche Voraussetzungen der erleichterten Einbürge-
rung auch im Zeitpunkt der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. Dem 
Gesuchsteller obliegt  hierbei eine Mitwirkungs- bzw. Auskunftspflicht, 
was bedeutet,  dass er  die Behörde unaufgefordert  darüber zu infor-
mieren hat, wenn besagte Voraussetzungen nicht vollständig vorliegen 
(BGE 132 ll 113 E. 3.2 S. 115 f.). Diese Mitwirkungs- und Auskunfts-
pflicht besteht selbst dann, wenn sich die Auskunft zum Nachteil des 
Betroffenen auswirkt (vgl. BGE 132 ll 113 E. 3.2 S. 115 f. oder das Ur-
teil des Bundesgerichts 5A.9/2006 vom 7. Juli 2006 E. 2.4.1). Ab wann 
genau der Beschwerdeführer sich im Klaren war, dass gegen ihn ein 
Strafverfahren  eingeleitet  worden  ist,  lässt  sich  aufgrund  der  Akten 
nicht  beantworten. Tatsache ist,  dass das Bundesamt für  Justiz (BJ) 
wegen der in Frage stehenden Delikte bereits am 27. Mai 2002 – also 
noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung – ein Rechtshilfeersu-
chen in die Wege geleitet hat. Spätestens zu Beginn des Rechtsmittel-
verfahrens  betreffend  erleichterter  Einbürgerung  musste  er  jedoch 
wohl  davon  Kenntnis  haben,  dass  gegen  ihn  strafrechtlich  ermittelt 
wird. Der  erstinstanzliche  Entscheid  in  diesem umfangreichen  Straf-
prozess, in den eine Reihe weiterer Angeschuldigter involviert war, er-
ging  am  22. Dezember  2003.  Dass  er  wusste  bzw. wissen  musste, 
dass  ein  Strafverfahren  wegen  derartiger  Delikte  einer  erleichterten 
Einbürgerung entgegensteht, bedarf in diesem Zusammenhang keiner 
näheren Erläuterungen. Aus den aufgeführten Gründen wäre der Be-
schwerdeführer gehalten gewesen, das BFM bzw. die Beschwerdein-
stanz über das hängige Strafverfahren zu informieren. Losgelöst davon 
verlangt die Einbürgerungsvoraussetzung des Beachtens der schwei-

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zerischen Rechtsordnung,  wie  schon dargelegt,  dass  zum Zeitpunkt 
der erleichterten Einbürgerung kein Strafverfahren hängig ist und kei-
ne ungelöschten Vorstrafen vorliegen. Letzteres ist beim Beschwerde-
führer, wie ein aktueller Auszug aus dem Schweizerischen Strafregis-
ter vom 7. April 2008 zeigt, nicht der Fall.

4.4 Dass der Beschwerdeführer in erster Instanz freigesprochen wor-
den war und er seine Beteiligung an den Straftaten nie eingestanden 
hat, führt nicht dazu, dass das Merkmal der Beachtung der Rechtsord-
nung als erfüllt betrachtet werden kann. Abgesehen davon handelt es 
sich  bei  den  der  rechtskräftigen  Verurteilung  durch  das  Obergericht 
des Kantons Bern zu Grunde liegenden Delikten keineswegs um Ba-
gatellen. Bei dieser Sachlage erübrigt sich die Prüfung der Frage, ob 
eine eheliche Gemeinschaft im Sinne von Art. 27 Abs. 1 BüG besteht.

5.
Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  die 
Voraussetzung  der  Beachtung  der  schweizerischen  Rechtsordnung 
gemäss Art. 26 Abs. 1 Bst. b BüG nicht erfüllt. 

6.
Aus diesen Darlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung – im 
Ergebnis – Bundesrecht nicht verletzt (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde 
ist demzufolge abzuweisen.

7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die 
Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und Art. 
3 Bst. b des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 700.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] und [...] retour)
- den Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Daniel Grimm

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

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