# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f62fbc5-2ce7-55d8-929d-f37aecfdd86b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-21
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 21.04.2021 SK 2020 467
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2020-467_2021-04-21.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 20 467+468

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 21. April 2021 

Besetzung Obergerichtssuppleantin Weingart (Präsidentin i.V.)
Oberrichter Gerber, Oberrichter Vicari
Gerichtsschreiberin Hebeisen

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern  

und

C.________ AG
v.d. Rechtsanwalt D.________

Strafklägerin

Gegenstand Pornografie, Hausfriedensbruch, Ungehorsam in einem Betrei-
bungsverfahren sowie Widerrufsverfahren

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Einzelgericht) vom 7. September 2020 (PEN 18 437)

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland (Einzelgericht, nachfolgend Vorinstanz) stellte 
mit Urteil vom 7. September 2020 das Strafverfahren gegen den Beschuldigten und 
Berufungsführer A.________ (nachfolgend Beschuldigter) wegen unrechtmässigen 
Entziehens von Energie und Sachbeschädigung, angeblich begangen zwischen 
dem 1. Juli 2016 und dem 31. August 2016 in F.________ infolge des Eintritts der 
Verjährung ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten und ohne Ausrichtung einer 
Entschädigung oder Genugtuung ein (pag. 568, Ziff. I des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs).

Weiter sprach die Vorinstanz den Beschuldigten frei von der Anschuldigung des 
Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, angeblich begangen am 29. Mai 2018 
in G.________, unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten von 
CHF 800.00 an den Kanton Bern und ohne Ausrichtung einer Entschädigung oder 
Genugtuung an den Beschuldigten (pag. 568, Ziff. II des ersinstanzlichen 
Urteilsdispositivs). 

Hingegen erklärte die Vorinstanz den Beschuldigten schuldig wegen Pornografie, 
mehrfach begangen in G.________ zwischen dem 8. September 2013 und dem 
9. August 2016 durch Zugänglichmachen sowie durch Besitz zum Konsum, wegen 
Hausfriedensbruchs, begangen zwischen dem 16. Juli 2016 und dem 31. August 
2016 in F.________ sowie wegen Ungehorsams in einem Betreibungsverfahren, 
begangen am 26. April 2018 in G.________. Sie verurteilte den Beschuldigten in 
Anwendung der eingschlägigen Gesetzesbestimmungen zu einer Geldstrafe von 
110 Tagessätzen à CHF 20.00, ausmachend insgesamt CHF 2'200.00, teilweise 
als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (BM 16 
8642) vom 8. März 2016 sowie unter Gewährung des bedingten Vollzuges bei einer 
Probezeit von zwei Jahren, zu einer Verbindungsbusse von CHF 260.00 unter 
Festsetzung der Ersatzfreiheitsstrafe auf 13 Tage sowie zu einer 
Übertretungsbusse in der Höhe von CHF 100.00 unter Festsetzung der Ersatzfrei-
heitsstrafe auf 2 Tage. Die Vorinstanz auferlegte dem Beschuldigten sodann die 
auf die Schuldsprüche fallenden, anteilsmässigen Verfahrenskosten von insgesamt 
CHF 4'328.00 und verpflichtete ihn zudem zur Bezahlung einer Parteikostenent-
schädigung im Umfang von CHF 1'022.00 an die Strafklägerin C.________ (nach-
folgend Strafklägerin; pag. 568 f., Ziff. III des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs).

Die Vorinstanz verzichtete im Weiteren darauf, den mit Strafbefehl vom 8. März 
2016 (BM 16 8642) für eine Geldstrafe von 4 Tagessätzen zu CHF 40.00 
gewährten bedingten Vollzug zu widerrufen (pag. 569, Ziff. III des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs).

Schliesslich wurden die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amt-
liche Verteidigung des Beschuldigten durch Rechtsanwalt B.________ festgelegt 

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und die weiteren Verfügungen getroffen (pag. 570 ff., Ziff. IV und V des erstinstanz-
lichen Urteilsdispositivs).  

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete Rechtsanwalt B.________ mit Schreiben vom 
9. September 2020 namens und im Auftrag des Beschuldigten innert Frist Berufung 
an (pag. 580).

Die Berufungserklärung datiert vom 19. November 2020 und gelangte am 20. No-
vember 2020 ebenfalls frist- und formgerecht beim Obergericht des Kantons Bern 
ein (pag. 681 ff.). 

Mit Eingabe vom 25. November 2020 teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, dass 
sie auf eine Teilnahme am oberinstanzlichen Verfahren verzichte (pag. 754 f.). 

Am 30. November 2020 teilte die Strafklägerin mit, weder Anschlussberufung zu 
erklären noch ein Nichteintreten auf die Berufung des Beschuldigten zu beantra-
gen. Sie erklärte sich überdies mit der Durchführung des schriftlichen Verfahrens 
einverstanden (pag. 767 f.).

Am 14. Dezember 2020 teilte die Verteidigung mit, dass der Beschuldigte auf die 
Durchführung einer mündlichen Verhandlung bestehe (pag. 770).

3. Gesuch um Wechsel der amtlichen Verteidigung

Der Beschuldigte beantragte mit Eingabe vom 2. April 2021, Rechtsanwalt 
B.________ sei rückwirkend per 18. Januar 2021 das amtliche Mandat zu entzie-
hen. Im Wesentlichen machte er geltend, alles, was Rechtsanwalt B.________ 
nach dem 18. Januar 2021 geschrieben und gemacht habe, sei ohne das Wissen, 
die Anweisungen oder das Einverständnis seinerseits gemacht worden sei 
(pag. 816).

Mit Verfügung vom 7. April 2021 wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich 
zum Gesuch um Entlassung von Rechtsanwalt B.________ aus dem amtlichen 
Mandat zu äussern (pag. 828 f.).

Die Straf- und Zivilklägerin teilte mit Schreiben vom 9. April 2021 mit, auf eine Stel-
lungnahme zu dem vom Beschuldigten gestellten Antrag zu verzichten und dessen 
Beurteilung in das richterliche Ermessen zu stellen (pag. 832). 

Mit Stellungnahme vom 15. April 2021 (vorab per Mail) führte Rechtsanwalt 
B.________ dazu zusammengefasst aus, er habe das Auftragsverhältnis stets mit 
der üblichen, gesetzlich gebotenen und professionellen Sorgfalt und Kompetenz 
ausgeführt und bestreite daher sämtliche vom Beschuldigten in den Raum gestell-
ten Vorwürfe und Kritiken mit aller Entschiedenheit. Wünsche und Ansichten [des 
Beschuldigten] seien zu keinem Zeitpunkt ignoriert und Fragen jeweils vollständig 
beantwortet worden. Der Beschuldigte sei immer angehört worden und es sei je-
weils alles eingehend und zeitintensiv besprochen worden. Rechtsanwalt 
B.________ hielt weiter fest, eine wirksame und effektive Verteidigung sei nach wie 
vor uneingeschränkt gewährleistet und der Antrag des Beschuldigten daher abzu-
weisen (pag. 834 ff.).

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Die Generalstaatsanwaltschaft liess sich innert Frist nicht vernehmen.

Mit Verfügung vom 15. April 2021 wurde der Antrag des Beschuldigten auf Wech-
sel der amtlichen Verteidigung abgewiesen (pag. 837 ff.). 

4. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Von Amtes wegen wurde über den Beschuldigten ein Leumundsbericht, datierend 
vom 24. März 2021 und ein aktueller Strafregisterauszug, datierend vom 26. März 
2021, eingeholt (pag. 804 f. bzw. 806 f.). 

Mit Eingabe vom 2. April 2021 machte der Beschuldigte geltend, der Leumundsbe-
richt sei nicht durch H.________, sondern durch eine von ihm zu bezeichnende 
Person aus einer Liste von fünf Namen zu verfassen (pag. 811). 

Diese Rüge ist nicht zu hören. H.________ von der StatPol I.________ ist ohne 
Zweifel in der Lage, einen Leumundsbericht über den Beschuldigten zu schreiben. 
Im konkret verfassten Leumundsbericht vom 24. März 2021 sind denn auch keine 
Hinweise ersichtlich, welche gegen das wahrheitsgetreue Verfassen des Berichts 
sprechen würden, zumal sich der Bericht darauf beschränkt, das Telefonat mit dem 
Beschuldigten, wonach dieser keine Aussagen und Angaben mache, zusammen-
gefasst wiederzugeben. Auf den Leumundsbericht vom 24. März 2021 kann somit 
ohne weiteres abgestellt werden.

Anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung reichte der Beschuldigte eigenhändig 
vier Blätter ein (pag. 881 ff.), welche nach kurzer geheimer Beratung zu den Akten 
erkannt wurden (pag. 877). Die weiteren vom Beschuldigten mit Eingabe vom 
2. April 2021 sowie im Rahmen der oberinstanzlichen Verhandlung gestellten Be-
weisanträge, namentlich die Einvernahme vom 9. August 2016 aus den Akten zu 
weisen, die anlässlich der Hausdurchsuchung erstellten Fotos zu edieren sowie die 
sichergestellten Festplatten erneut auszuwerten, wurden abgewiesen (pag. 877).

Im Rahmen der oberinstanzlichen Verhandlung wurde ferner E.________ als Zeu-
ge zur Sache befragt (pag. 864 ff.). Auch der Beschuldigte wurde oberinstanzlich 
nochmals zur Person sowie zur Sache befragt (pag. 868 ff.).

5. Anträge der Parteien

Rechtsanwalt B.________ stellte und begründete an der oberinstanzlichen Ver-
handlung für den Beschuldigten die folgenden Anträge (pag. 877 f.):

1. Der mit Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 07.09.2020 beschlossene Freispruch 
betreffend den Anklagevorwurf des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, der unrechtmäs-
sigen Entziehung von Energie und der Sachbeschädigung seien zu bestätigen.

2. Der Beschuldigte sei bezüglich der restlichen Anklagevorwürfe, deren er von der Vorinstanz 
schuldig gesprochen wurde, vollumfänglich von Schuld und Strafe freizusprechen.

3. Sämtliche anlässlich der Hausdurchsuchung vom 09.08.2016 beschlagnahmten Gegenstände 
seien dem Beschuldigten vollumfänglich wieder herauszugeben.

4. Die anlässlich der Hausdurchsuchung vom 09.08.20216 sichergestellten pornografischen Er-
zeugnisse seien definitiv einzuziehen.

5. Zivilrechtliche Ansprüche seien auf den Zivilweg zu verweisen.
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse

5

7. Die vorinstanzlichen Verfahrensakten seien für das Berufungsverfahren beizuziehen.

Eventualantrag
8.
8.1 Bestrafung mit einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 30.00, entsprechend 

CHF 900.00.
8.2 Der von der Vorinstanz bewilligte bedingte Strafvollzug sowie der Verzicht auf den Widerruf der 

Vorstrafe vom 08.03.2016 sei zu bestätigen.
8.3 Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien verhältnismässig auf die Staatskasse zu nehmen 

bzw. dem Beschuldigten teilweise aufzuerlegen.

6. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Der Beschuldigte hat das vorinstanzliche Urteil mit Berufungserklärung vom 
19. November 2020 teilweise, mithin hinsichtlich des Schuldspruchs wegen Porno-
grafie, Hausfriedensbruchs sowie Ungehorsams in einem Betreibungsverfahren 
und der dazugehörigen Strafzumessung, angefochten (pag. 683 ff.). In Rechtskraft 
erwachsen sind damit der Freispruch vom Vorwurf des Missbrauchs von Auswei-
sen und Schildern sowie die Einstellung des Verfahrens wegen Sachbeschädigung 
und unrechtmässiger Entziehung von Energie.

Mit Strafbefehl vom 8. März 2016 (BM 16 8642) wurde dem Beschuldigten für eine 
Geldstrafe von 4 Tagessätzen à CHF 40.00 der bedingte Vollzug gewährt, unter 
Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren (pag. 806). Dazu ist festzustellen, dass 
seit dem Ablauf der Probezeit am 15. April 2018 mehr als drei Jahre vergangen 
sind. Der Widerruf darf demzufolge nicht mehr angeordnet werden, das Verfahren 
ist diesbezüglich einzustellen (Art. 46 Abs. 5 StGB).

Die Kammer verfügt hinsichtlich der angefochtenen Punkte über volle Kognition 
(Art. 398 Abs. 2 StPO). Aufgrund der alleinigen Berufung des Beschuldigten darf 
das Urteil nicht zu dessen Ungunsten abgeändert werden; es gilt das Verschlechte-
rungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

7. Vorwurf der Pornografie

7.1 Vorwurf gemäss Strafbefehl vom 8. März 2018 im Verfahren BA 16 342 

Dem Beschuldigten wird mit Strafbefehl vom 8. März 2018 Folgendes vorgeworfen 
(pag. 155): 

A.________ stellte mehrfach soweit nicht verjährt bis zum 06.08.2016, hauptsächlich in G.________, 
pornographische Bilder und Videomaterial her, welche tatsächliche und nicht tatsächliche sexuelle 
Handlungen mit Kindern sowie sexuelle Handlungen mit Tieren und Gewalttätigkeiten unter Erwach-
senen zum Inhalt haben. 

Der Beschuldigte beschaffte sich über das Internet, unter anderem über das den P2P Client „Emule",

- rund 90 Bild- (inkl. 1100 Duplikate) und 8 Filmdateien (inkl. 9 Duplikate) mit sexuellen Handlungen 
mit Minderjährigen, indem er diese mit seinem Computer herunterlud und in der Folge darauf bzw. 
auf verschiedene externe Festplatten abspeicherte, womit er Kopien derselben erstellte

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- rund 450 Bild- (inkl. 1100 Duplikate) und 36 Filmdateien, welche sog. „Präferenzindikatoren" ent-
halten, d.h. Darstellungen, welche z.B. nackte Kinder, Kinder in sexuell provokativer Kleidung, Po-
se oder Umgebung oder sexuelle Handlungen zwischen jungen Personen, zeigen;

- rund 100 Bilddateien (inkl. 350 Duplikate), welche in virtueller Weise, d.h. in Form von Comics  
oder sog. Anime Zeichnungen, sexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Personen und offen-
sichtlich nicht geschlechtsreifen bzw. minderjährigen Mädchen und Knaben zeigen (z.B. orale und 
vaginale Sexualpraktiken);

- rund 1900 Bilddateien (inkl. 1950 Duplikate), welche sexueller Gewalt enthalten, d.h. Bilder auf 
welchen Frauen auf gewalttätige Weise sexuell erniedrigt werden (z.B. durch Zunähen der Vagina, 
(teils mechanische) Penetration mit Gegenständen die nicht für diesen Gebrauch bestimmt sind, 
sowie Abschnüren oder Durchstechen der Brust oder dem Vaginalbereich mit Spritzen, Hacken 
und Seilen oder anderen spitzen Gegenständen);

- rund 250 Videodateien mit zoophilem Inhalt, welche sexuelle Handlungen mit Tieren, vornehmlich 
mit Hunden und Pferden, zum Inhalt haben. Dabei werden die Tiere explizit und sichtbar in sexuel-
le Handlungen mit Menschen einbezogen, indem am Menschen bzw. der Person vaginale oder 
orale Sexpraktiken vollzogen werden.

A.________ besass soweit nicht verjährt bis zum 09.08.2016, hauptsächlich in G.________, Ge-
genstände, die tatsächliche, nicht tatsächliche und virtuelle sexuelle Handlungen mit Kindern sowie 
sexuelle Handlungen mit Tieren und Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen zum Inhalt haben. Der Be-
schuldigte speicherte die im Internet beschafften Dateien auf diverse Festplatten und verfügte in der 
Folge über die entsprechenden Datenträger

A.________ verbreitete soweit nicht verjährt bis zum 09.08.2016, hauptsächlich in G.________, min-
destens 3 gesamthafte Videodateien und 4 Teilvideodateien, welche tatsächliche Handlungen mit 
Kindern und sexuelle Handlungen mit Tieren zum Inhalt haben, indem der Beschuldigte sich die Da-
teien über den "Emule" P2P Client (Internettauschbörse) beschaffte und so während seines eigenen 
Downloads die Dateien anderen Nutzern ebenfalls für den Download zur Verfügung stellte. Der Be-
schuldigte hat dadurch überdies in Kauf genommen, dass auch unter 16-jährige Kinder diese porno-
graphischen Erzeugnisse herunterladen können.

7.2 Vorbringen der Verteidigung im erstinstanzlichen Verfahren

Die Vorinstanz fasste die Vorbringen der Verteidigung vor der ersten Instanz zutref-
fend wie folgt zusammen (pag. 611, S. 16 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung): 

Der Beschuldigte monierte im Wesentlichen zusammengefasst das Folgende: Seine polizeiliche Erst-
befragung vom 9. August 2016 habe am gleichen Vormittag wie die Anhaltung, die erkennungsdienst-
liche Behandlung und die Hausdurchsuchung stattgefunden. An dieser Einvernahme sei er wegen 
Depressionen und Schlafentzug bzw. Schlafstörungen nicht verhandlungs-, vernehmungs- oder aus-
sagefähig gewesen. Der Polizist habe es unterlassen, ihn über seinen körperlichen und geistigen Zu-
stand bzw. seine Einvernahmefähigkeit zu befragen. Der Beizug eines Rechtsbeistandes und das 
Selbstlesen des Protokolls seien verweigert worden. Er habe das Protokoll nur unter Druck unter-
schrieben und Angst gehabt, ihm würden seine von der Polizei eingezogenen privaten Bilder und 
Briefe nicht zurückgegeben. Der Polizist habe ihm versprochen, er könne Bilder und Briefe mitneh-
men, wenn er kooperiere. Er widerrufe daher seine anlässlich der Einvernahme vom 9. August 2020 
gemachten Aussagen. Diese dürften nicht als Grundlagen für einen Schuldspruch berücksichtigt wer-
den und seien unzulässig bzw. nichtig. Eine Einvernahme unter solchen Bedingungen verstosse ge-

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gen geltendes Strafprozessrecht (Art. 3 i.V.m. 62 und 106, 107 und 114 StPO) und Verfassungsrecht 
(Art. 29 BV bzw. Art. 6 EMRK).

In den Jahren 2016 und 2017 seien sodann die WLAN-Router der Firma UPC Cablecom spielend 
leicht zu hacken gewesen. Die Dateien seien über «eMule» von einem Hacker auf den PC des Be-
schuldigten heruntergeladen bzw. zwischengespeichert worden. Die FDF schliesse einen Hackeran-
griff in der Zeitspanne 2016 und 2017 in ihrem Bericht vom 22. Oktober 2020 nicht aus. Solche Ha-
ckerangriffe seien auch nicht zwingend nachweisbar. Hinzu komme, dass der Zeitpunkt von Dateier-
zeugungen i.d.R. nicht zuverlässig festgestellt werden könne. Auf der Hauptfestplatte Nr. ________ 
seien sodann keine Suchbegriffe, zuletzt geöffnete Dateien, Suchmaschinen-Einträge oder Teildatei-
en gefunden worden, was zeige, dass er keine einzige verbotene Datei konsumiert habe. Die Zeit-
punkte des Herunterladens könnten zudem nicht bestimmt werden, womit anzunehmen sei, alle 
Handlungen seien verjährt. Der Nachweis des Tatvorwurfs des Beschaffens von kinderpornografi-
schen Erzeugnissen könne nicht zweifelsfrei erfolgen, der Beschuldigte sei nach dem Grundsatz der 
Unschuldsvermutung freizusprechen. Die Staatsanwaltschaft habe es zudem versäumt, die Zuorden-
barkeit des mutmasslich deliktischen Materials zum Täter zu substantiieren. Es fehle sodann an den 
objektiven und subjektiven Tatbestandsvoraussetzungen und insbesondere am Herrschaftswillen. 
Weiter wird auf die Schreiben des Beschuldigten vom 20. August [pag. 199], vom 13. September 
2019 [pag. 203 f., 212b f.] sowie auf seine Aussagen an der Hauptverhandlung vom 18. September 
2018 [pag. 210] und an der Fortsetzungsverhandlung vom 7. September 2020 [pag. 540 und 544] 
sowie auf die Plädoyernotizen vom 6. September 2020 [pag. 545 ff.] verwiesen.

7.3 Beweiswürdigung durch die Vorinstanz

Die Vorinstanz stellte vorab fest, die Einvernahme vom 9. August 2016 sei unein-
geschränkt verwertbar, da die Einwände des Beschuldigten – seine Verhandlungs-
fähigkeit sei eingeschränkt gewesen und die Verfahrensleitung habe ihm gedroht 
bzw. ihn unter Druck gesetzt, Aussagen zu machen – nur vorgeschoben worden 
seien. Sie begründete, der Beschuldigte habe während der gesamten Einvernahme 
die ihm gestellten Fragen verstanden, was sich daraus ergebe, dass er ebenso dif-
ferenzierte wie (sachlich, zeitlich und örtlich) schlüssige Antworten habe geben 
können, die mit den Erkenntnissen des FDF in Einklang stünden. Zudem habe er 
den Einwand, er sei verhandlungsunfähig gewesen, zum ersten Mal erst knapp 
zwei Jahre nach der Befragung, nämlich mit Schreiben vom 20. August 2018, vor-
gebracht. Wenn seine Behauptungen stimmen würden, hätte er diese Rüge zeitnah 
nach der Befragung oder spätestens an der zweiten polizeilichen Einvernahme 
vom 14. September 2016 vorgetragen (pag. 612 Ziff. 2.1.4. der Urteilsbegründung).

In Bezug auf das Vorbringen des Beschuldigten, er sei Opfer eines Hackings ge-
worden, führte die Vorinstanz aus, es bestünde zwar theoretisch die Möglichkeit, 
dass sich ein Hacker über das offene WLAN Zugriff oder durch das Ausnutzen ei-
ner offenen Sicherheitslücke bzw. durch Netzwerkfreigabe geöffneter Ordner Zu-
gang zu einem Computer verschafft habe. Anlässlich der Einvernahme vom 9. Au-
gust 2016 habe er davon nichts erwähnt, sondern in Widerspruch hierzu klar und 
detailliert sowie in sich stimmig ausgeführt, nur er selber habe Zugang zum Com-
puter gehabt, sonst habe ihn niemand benutzt. Andere Personen hätten keinen Zu-
griff auf diesen Computer bzw. die Datenträger gehabt. Zudem habe er eingestan-
den, verbotene Pornografie heruntergeladen und abgespeichert zu haben, wobei 
der Upload-Filter auf das Minimum gestellt worden sei. Des Weiteren habe er aus-

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geführt, in den letzten zwei Jahren vor 2016 keine Komponenten mehr an seinem 
Computer ausgetauscht zu haben. Die vielen Laufwerke seien aus der früheren 
Zeit. Diese Aussagen, so die Vorinstanz weiter, würden sich mit den zahlreichen 
Festplatten decken, die gemäss Sicherstellungsverzeichnis nicht nur im Computer 
des Beschuldigten, sondern auch in der Schublade des Schreibtisches und rechts 
sowie links im Schrank gefunden worden seien. Die darauf befindlichen Dateien 
müssten damit bereits vor 2014 abgespeichert worden sein. Für einen Hacker sei 
es unmöglich gewesen, auf diese Festplatten zuzugreifen, da diese nach 2014 gar 
nicht mehr an den Computer des Beschuldigten angeschlossen worden seien. Zu-
dem erscheine es lebensfremd, dass ein Hacker sich die Mühe machen sollte, über 
Jahre hinweg immer wieder verbotene Pornografie auf den Computer des Beschul-
digten abzuspeichern. Die Vorinstanz kam deswegen zum Schluss, dass für die 
Hypothese eines «Hackerangriffs» keine Anhaltspunkte bestünden und es sich da-
her lediglich um eine theoretische Möglichkeit handle.

Die Vorinstanz würdigte die vorhandenen objektiven und subjektiven Beweismittel 
sodann wie folgt (pag. 612 ff., S. 17 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Das Gericht hält unter Würdigung dieser objektiv und subjektiv schlüssigen Beweismittel folgenden 
Sachverhalt für bewiesen: Der Beschuldigte speicherte zum Zwecke des Konsums bis zum 6. August 
2016 acht unterschiedliche Filme und 90 unterschiedliche Bilder mit kinderpornografischem Inhalt, 
100 Bilder mit virtueller Kinderpornografie, 250 Filme mit Zoophilie und 1900 Bilder mit sexueller Ge-
walt auf einer CD-Rom und verschiedenen Festplatten, die teilweise noch im Computer des Beschul-
digten eingebaut waren, teilweise aber im Schrank links bzw. rechts sowie der Schublade des 
Schreibtischs aufgefunden wurden und sich somit allesamt im alleinigen Herrschaftsbereich des Be-
schuldigten befanden, ab. Soweit auch Bilder und Filme im Strafbefehl genannt werden, die von der 
Polizei nicht als verbotene Pornografie klassifiziert werden konnten (sog. Erzeugnisse mit «deliktspe-
zifischen Präferenzindikatoren»), können diese nach dem Grundsatz «in dubio pro reo» nicht zu ei-
nem Schuldspruch führen. Sofern die Staatsanwaltschaft in Abweichung der polizeilichen Einschät-
zung dennoch einzelne dieser Erzeugnisse als verbotene Pornografie klassifiziert, hat sie diese kon-
kret zu bezeichnen, so dass sich die beschuldigte Person dagegen verteidigen kann. 

Die genauen Zeitpunkte der Downloads können für die einzelnen Erzeugnisse ebenso wenig festge-
stellt werden wie für das Betrachten derselben. Fest steht jedoch, dass der Beschuldigte beim Down-
load auch einen minimalen Upload dieser Dateien zuliess und die Dateien damit potentiell für jeder-
mann via «eMule» zugänglich waren, wobei es lediglich in wenigen Fällen tatsächlich zu einer Weiter-
verbreitung gekommen sein dürfte.

7.4 Vorbringen der Verteidigung im oberinstanzlichen Verfahren

Die Verteidigung brachte zum Tatvorwurf der Pornografie oberinstanzlich mit Beru-
fungserklärung vom 19. November 2020 vor, die ersten Einvernahmen des Be-
schuldigten, die er nicht in Anwesenheit eines Verteidigers über sich habe ergehen 
lassen müssen, könnten nicht als Beweismittel herangezogen und müssten aus 
dem Recht gewiesen werden. Die vom Beschuldigten geschilderten «Verhörzu-
stände» anlässlich der polizeilichen Einvernahme sowie die Ignorierung seiner in 
diesem Zeitraum deutlich erkennbar angeschlagenen körperlichen und geistigen 
Gesundheit würden das Fairnessgebot gemäss Art. 3 StPO in Verbindung mit 
Art. 62 und Art. 106 StPO, das rechtliche Gehör gemäss Art. 107 StPO sowie die 

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gesetzlichen Bestimmungen betreffend Verhandlungsfähigkeit gemäss Art. 114 
StPO in Verbindung mit Art. 29 BV bzw. Art. 6 EMRK verletzen. Diese Aussagen 
seien gestützt auf Art. 140 f. StPO als nicht verwertbar aus dem Recht zu weisen 
(pag. 683, Ziff. 7 der Berufungserklärung). 

Weiter monierte die Verteidigung, das Argument der Vorinstanz, wonach der Be-
schuldigte erst zwei Jahre nach der Befragung vom 9. August 2020 auf diese Um-
stände hingewiesen habe, er dies aber unverzüglich hätte tun müssen, überzeuge 
nicht. Unmittelbar nach der Befragung habe der Beschuldigte wohl nicht auf die 
Umstände hinweisen können, denn die durch die Verhörtechnik und -taktik verur-
sachte Einschüchterung habe nicht so rasch verklungen sein können. Auch habe 
der Beschuldigte nach der Entlassung aus der Polizeigewahrsam seine Zeit 
benötigt, um sich wieder körperlich und seelisch erholen zu können. Und schliess-
lich sei die Angst des Beschuldigten, sich mit den Ermittlungsbehörden – die ihm 
derart unfair zugesetzt hätten – proaktiv mit einer Kritik wieder in Verbindung zu 
setzen und sich ihnen erneut aussetzen zu wollen, nachvollziehbar und verständ-
lich. Nur der Hinweis ohne weitere Prüfung auf eine verspätete Kritik reiche nicht 
aus, diese als nicht gerechtfertigt zu verwerfen (pag. 684, Ziff. 8 und 9 der Beru-
fungserklärung). Die Einvernahme sei widerrechtlich zustande gekommen und 
müsse deshalb aus dem Recht gewiesen werden; auf diese dürfe als Beweismittel 
nicht zurückgegriffen werden (pag. 684, Ziff. 10 der Berufungserklärung). Die auf 
dem Rechner des Beschuldigten sichergestellten Bild- und Videoerzeugnisse wür-
den, so die Verteidigung, nicht von ihm [dem Beschuldigten] stammen, sondern 
seien von einem unbekannten Hacker auf dessen Rechner heruntergeladen wor-
den (pag. 684, Ziff. 11 der Berufungserklärung).

Anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung verwies Rechtsanwalt B.________ 
im Wesentlichen auf die Ausführungen in der Berufungserklärung. Zusätzlich führte 
er aus, es sei trotz des Umstandes, dass die Kammer das Protokoll der Einver-
nahme vom 9. August 2016 als verwertbar erklärt habe (vgl. Ziff. 4 hiervor), auf die 
Ungereimtheiten dieser Einvernahme hinzuweisen. Die Rechtsbelehrung sei nicht 
ausreichend erfolgt, namentlich sei der Beschuldigte über sein Recht, sich nicht 
selber belasten zu müssen, nicht rechtsgenüglich aufgeklärt worden. Es gebe da-
her grosse Zweifel, dass die Aussagen am 9. August 2016 als diejenigen gewertet 
werden könnten, die seinem Mandanten entsprächen. Weiter führte Rechtsanwalt 
B.________ aus, die Vorinstanz behandle das Thema «unbekannte Hacker» nur 
am Rande; mithin stütze sie sich nur auf die (unverwertbaren) Aussagen des Be-
schuldigten anlässlich der Ersteinvernahme, verwerfe den Aspekt dann aber ohne 
jegliche weitere Begründung. Der Beschuldigte habe selber darauf hingewiesen, zu 
keinem Zeitpunkt einen Herrschaftswillen gehabt zu haben (pag. 878).

7.5 Vorbringen des Beschuldigten im oberinstanzlichen Verfahren

Der Beschuldigte führte in seiner eigenhändig verfassten Eingabe vom 4. Februar 
2021 im Wesentlichen aus, die erste Einvernahme sei unverwertbar und die Aus-
wertung der Daten sei fehlerhaft bzw. die Polizei habe falsche Angaben an die 
Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Er habe auf seinen Datenträgern sicher keine 
verbotenen Dateien gehabt, von denen er Kenntnis gehabt habe (pag. 812).

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Im Rahmen des letzten Wortes anlässlich der oberinstanzlichen Verhandlung gab 
der Beschuldigte zudem zu Protokoll, er habe immer wieder auf Fehler in der Aus-
wertung [seiner Festplatten] hingewiesen, im Dreieck zwischen Staatsanwaltschaft, 
Polizei und Forensik scheitere jedoch die Kommunikation. Er habe wiederholt be-
wiesen, dass die Forensik mehrfach legale Dateien als illegal eingestuft habe, was 
jedoch ignoriert worden sei. Weiter führte der Beschuldigte aus, betreffend seine 
Ersteinvernahme vom 9. August 2016 habe er nicht vorher intervenieren können, 
da er nichts von dieser Einvernahme gewusst habe. Er habe auch versucht zu in-
tervenieren, aber dies sei ihm nicht gelungen. Fehler seitens des Staates würden 
einfach unter den Tisch gekehrt. Er sei vom Vorwurf der Pornografie freizuspre-
chen (pag. 878 f.). 

7.6 Bestrittener Sachverhalt 

Nachdem der Beschuldigte in seiner ersten Einvernahme vom 9. August 2016 noch 
zugab, verbotene Pornografie (Kinder- und Tierpornografie, nicht aber Gewaltvide-
os) heruntergeladen und konsumiert zu haben, verweigerte er seither seine Aussa-
gen und liess durch seine Verteidigung die Täterschaft vollumfänglich bestreiten. 

7.7 Beweismittel

Die Vorinstanz hat die objektiven und subjektiven Beweismittel, die bereits dem 
erstinstanzlichen Verfahren zugrunde lagen, zutreffend wiedergegeben und zu-
sammengefasst; darauf kann verwiesen werden (pag. 605 ff., S. 10 ff. der erstin-
stanzlichen Urteilsbegründung).

Im oberinstanzlichen Verfahren wurde zusätzlich der Zeuge E.________ einver-
nommen. Er führte aus, sich nicht mehr daran erinnern zu können, ob bei der Er-
steinvernahme des Beschuldigten am 9. August 2016 etwas Spezielles vorgefallen 
sei. Er gehe jedoch davon aus, dass wenn dem so gewesen wäre, er sich daran er-
innern könnte. Auf Frage, ob der Beschuldigte jemals angetönt habe, nicht einver-
nahmefähig zu sein, gab E.________ zu Protokoll, sich nicht daran erinnern zu 
können, dies aber ansonsten verbalisiert worden wäre. Die Frage, ob er gegenüber 
dem Beschuldigten geäussert habe, kein Recht auf einen Rechtsbeistand zu ha-
ben, beantwortete der Zeuge abschlägig. Man habe die Rechtsbelehrung so ge-
macht, wie sie im Protokoll stehe, was unter anderem bedeute, dass er [der Be-
schuldigte] auf freie Wahl einen Anwalt beiziehen oder eine amtliche Verteidigung 
beantragen könne. Abweichungen von einer «normalen» Einvernahme habe es 
nicht gegeben. Im Weiteren sei weder Druck auf den Beschuldigten ausgeübt, noch 
seien ihm für ein Geständnis Gegenleistungen versprochen worden (pag. 864 ff., 
Z. 40 ff.).

Der Beschuldigte gab oberinstanzlich im Wesentlichen zu Protokoll, er habe erst 
22 Monate nach der Ersteinvernahme gesehen, was er unterschrieben habe, wes-
halb er nicht vorher reagiert habe, dass er nicht einvernahmefähig gewesen sei 
(pag. 870, Z. 26 ff.). 

Zum Vorwurf der Pornografie konkret gab er an, keine Kenntnis davon zu haben, 
dass von dem, was bei ihm beschlagnahmt worden sei, überhaupt etwas Verbote-
nes drauf sei. Auf Frage, wie es gekommen sei, dass er anlässlich der Ersteinver-
nahme gestanden habe, verbotene Pornografie heruntergeladen und konsumiert zu 

11

haben, führte der Beschuldigte aus, sein Zustand sei schwierig zu erklären. Es falle 
ihm schwer, anderen zu erklären, wie es in ihm drin aussehe. Er habe beispiels-
weise vier Tage nach der Hausdurchsuchung seinen Computer zu Hause noch ge-
sucht. Er habe an der Einvernahme gar nicht gesehen, was er unterschrieben ha-
be, er habe es nie gesehen. Erst im Juni 2018, als er Akteneinsicht gehabt habe, 
habe er es gesehen. Auf Vorhalt, dass üblicherweise protokolliert werde, was ge-
sagt werde, führte der Beschuldigte zusammengefasst aus, auf den Datenträgern 
gebe es Fotos von x Frauen und Freundinnen, die bei ihm in der Wohnung gewe-
sen seien, nackt oder angezogen. Er habe keine Kolleginnen fotografiert, aber er 
habe Besuch gehabt. Er sei nie ganz alleine gewesen. Nach langem Überlegen 
führte er weiter aus, das Gericht wolle, dass er bestätige, was er dort gesagt habe 
oder ob er etwas anderes gesagt habe. Er habe nach Pornos gesucht, so zum Bei-
spiel habe er «huge anal» eingegeben. Er habe nach Shane Diesel, einer Porno-
darstellerin, gesucht. Aber nach «OBVA» habe er nicht gesucht. Er könne zudem 
auch bestätigen, dass er nicht gesagt habe, nach Gewaltvideos gesucht oder sol-
che gesehen zu haben. Es gehe ja nur um den Zeitraum April bis August. Im April 
habe man bei ihm nichts gefunden (pag. 870 ff., Z. 39 ff.).

Auf Vorhalt, das fedpol habe damals gemeldet, dass auf der IP-Adresse des Be-
schuldigten Kinderpornografie heruntergeladen worden sei und er angegeben ha-
be, das stimme, antwortete der Beschuldigte, dies müsse er gewesen sein. Nach-
dem ihm die entsprechende Stelle vorgelesen wurde, korrigierte er und gab an, das 
stimme nicht. Er könne es sich zudem nicht erklären, wieso es so im Protokoll ste-
he, er habe es nicht gesagt und es stimme auch nicht. Der Beschuldigte führte wei-
ter aus, sein Fall sei vergleichbar mit demjenigen im Urteil 6B_744/2010. Er habe 
keine Kenntnis der verbotenen Dateien gehabt. Wenn er heute so etwas hätte, so 
würde er dies löschen, was wiederum bedeute, dass er überhaupt keine Kenntnis 
davon gehabt habe. Er wiederholte erneut, dass er x-mal bewiesen habe, dass es 
sich nicht um illegale Dateien handle. Er habe keinen einzigen Internetbegriff ge-
sucht. Als UPC das technische Problem gehabt habe, habe man den Router nur 
anschreien müssen, und der habe das Passwort bereits herausgespuckt 
(pag.  871 ff., Z. 43 ff.).

Für die Aussagen des Beschuldigten im Rahmen des letzten Wortes an der oberin-
stanzlichen Verhandlung wird auf die Ausführungen in Ziff. 7.5 hiervor verwiesen.

7.8 Würdigung durch die Kammer 

7.8.1 Theoretische Grundlagen der Beweiswürdigung

Das Gericht würdigt das Ergebnis der Beweisaufnahme und fällt das Urteil nach 
seiner freien, aus dem gesamten Verfahren und den Akten gewonnenen Überzeu-
gung (Art. 350 Abs. 2 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StPO). Freie Beweiswürdigung bedeu-
tet, dass jede verurteilende Erkenntnis auf der aus der Beweiswürdigung geschöpf-
ten Überzeugung des Gerichts von der Schuld der beschuldigten Person beruhen 
soll. Die freie Beweiswürdigung gründet auf gewissenhaft festgestellten Tatsachen 
und logischen Schlussfolgerungen; sie darf sich nicht auf blossen Verdacht oder 
blosse Vermutung stützen (HOFER, in: Basler Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N 58 und 61 zu Art. 10, m.w.H.). Bestehen un-

12

überwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der an-
geklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren 
Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). 

Der Grundsatz «in dubio pro reo» als Beweiswürdigungsregel besagt, dass sich 
das Gericht nicht von einem für die angeklagte Person ungünstigen Sachverhalt 
überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich 
der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische 
Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewiss-
heit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unter-
drückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage 
aufdrängen. Liegen keine direkten Beweise vor, ist auch ein indirekter Beweis 
zulässig. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittel-
bar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, unmit-
telbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche 
für sich alleine nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder 
die Tat hinweisen und einzeln betrachtet die Möglichkeit des Andersseins offen 
lassen, können einen Anfangsverdacht verstärken und in ihrer Gesamtheit ein Bild 
erzeugen, das bei objektiver Betrachtung keine Zweifel bestehen lässt, dass sich 
der Sachverhalt so verwirklicht hat (Urteil des Bundesgerichts 6B_781/2010 vom 
13. Dezember 2010 E. 3.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_300/2015 vom 3. De-
zember 2015 E. 3.2.2; 6B_605/2016 vom 15. September 2016 E. 2.8).  

7.8.2 Verwertbarkeit der Aussagen des Beschuldigten anlässlich der Ersteinvernahme 
vom 9. August 2016 bei der Polizei

Art. 3 Abs. 2 lit. d StPO verbietet Beweiserhebungsmethoden, welche die Men-
schenwürde verletzen. Damit wird in der Strafprozessordnung bereits im einleiten-
den 2. Kapitel zu den «Grundsätzen des Strafverfahrensrechts» festgehalten, was 
Art. 140 StPO unter dem Titel «Verbotene Beweiserhebungsmethoden» konkreti-
siert: Zwangsmittel, Gewaltanwendung, Drohungen, Versprechungen, Täuschun-
gen und Mittel, welche die Denkfähigkeit oder die Willensfreiheit einer Person be-
einträchtigen können, sind bei der Beweiserhebung untersagt (Abs. 1). Solche Me-
thoden sind auch dann unzulässig, wenn die betroffene Person ihrer Anwendung 
zustimmt (Abs. 2; THOMMEN, Kommentar StPO, 2. Aufl., N 106 zu Art. 3). 

Die Verhandlungsfähigkeit setzt gemäss Art. 114 Abs. 1 StPO voraus, dass die be-
schuldigte Person körperlich und geistig befähigt ist, der Verhandlung zu folgen. 
Die beschuldigte Person muss in der Lage sein, bei den Verhandlungen anwesend 
zu sein, diesen zu folgen und von Teilnahmerechten nach Art. 147 StPO in physi-
scher und psychischer Hinsicht Gebrauch zu machen. Sie muss im Stande sein, 
die gegen sie erhobenen Beschuldigungen zu verstehen und dazu mit Blick auf ihre 
Verantwortlichkeit vernunftgemäss Stellung zu nehmen. Entsprechend den Anfor-
derungen an die Vernehmungsfähigkeit muss der Beschuldigte körperlich und geis-
tig in der Lage sein, bei seinen Einvernahmen über seine Person und den Sach-
verhalt Auskunft zu erteilen und die Bedeutung seiner Aussagen erkennen (ENG-
LER, Kommentar StPO, 2. Aufl., N 4 f. zu Art. 114).

13

An die Verhandlungsfähigkeit, die nur ausnahmsweise zu verneinen ist, sind vorab 
bei verteidigten beschuldigten Personen keine hohen Anforderungen zu stellen. In 
der Regel sind nur jugendliches Alter, schwere körperliche oder geistige Störungen 
bzw. schwerwiegende Erkrankungen geeignet, die Verhandlungs- und Verneh-
mungsfähigkeit zu verneinen. Einen Anwendungsfall für die Vernehmungsunfähig-
keit ist bspw. die kombinierte Wirkung von Drogensucht, Entzugserscheinungen 
und einer starken Dosis Beruhigungsmitteln (ENGLER, Kommentar StPO, 2. Aufl., 
N 7 zu Art. 114).

In Anlehnung an die Ausführungen der Vorinstanz (pag. 612, S. 17 der erstinstanz-
lichen Urteilsbegründung) ist diesbezüglich festzuhalten, dass der Beschuldigte an-
lässlich der Befragung vom 9. August 2016 zu Beginn der Einvernahme über seine 
Rechte und Pflichten belehrt wurde und keines der ihm zustehenden Rechte – ins-
besondere das Recht auf Beizug eines Rechtsanwalts – geltend machen wollte. Er 
hat sodann unterschriftlich bestätigt, das Protokoll selbst gelesen zu haben 
(pag. 27). Daran, dass er sich selber verteidige, hielt der Beschuldigte denn auch 
anlässlich seiner Einvernahme vom 8. August 2017 fest, indem er Akteneinsicht 
beantragte, weil er sich selber verteidige (pag. 33).

Vorliegend bestehen keinerlei Anzeichen dafür, dass der Beschuldigte in seinem 
damaligen Zustand nicht fähig gewesen wäre, die ihm von der Polizei gestellten 
Fragen und deren Kontext zu verstehen und korrekte Angaben zu machen. So fin-
den sich im gesamten Protokoll der Einvernahme keinerlei Hinweise darauf, dass 
die Verhandlungsfähigkeit des Beschuldigten zum Zeitpunkt der Befragung einge-
schränkt gewesen wäre, ebenso, dass ihm seitens der Verfahrensleitung gedroht 
oder er unter Druck dazu genötigt worden wäre, Aussagen zu machen oder das 
Protokoll zu unterzeichnen. Die differenzierten wie auch sachlich, zeitlich und ört-
lich schlüssigen Antworten des Beschuldigten auf die ihm gestellten Fragen 
während der Einvernahme vom 9. August 2016 deuten in massgeblicher Weise 
darauf hin, dass er die Fragen jeweils verstanden hat und vernunftgemäss beant-
worten konnte. Auch der Zeuge E.________, notabene ein Polizist mit fast 30 Jah-
ren Berufserfahrung, konnte oberinstanzlich bestätigen, dass der Beschuldigte sich 
nicht in einem aussergewöhnlichen Zustand befunden habe (pag. 865, Z. 9 ff. so-
wie Z. 39 ff.).

Entgegen dem Vorbringen des Beschuldigten in seiner Eingabe vom 2. April 2021, 
die Polizei habe es unterlassen, ihn am Anfang der Einvernahme über die ihm vor-
geworfenen Taten zu informieren und er sei erst bei Frage 20 über den Tatvorwurf 
informiert worden (pag. 819 f.), lässt sich dem Protokoll vom 9. August 2021 ent-
nehmen, dass er zu Beginn der Einvernahme über den Verfahrensgegenstand in-
formiert wurde: «Es ist gegen Sie ein Vorverfahren wegen Pornographie eingeleitet 
worden. Sie werden als beschuldigte Person einvernommen. […]» (pag. 23, Z. 2 f.). 
Vor besagter Einvernahme wurde beim Beschuldigten zudem eine Hausdurchsu-
chung durchgeführt. Dem dazu erstellten Protokoll, eigenhändig unterschrieben 
vom Beschuldigten (pag. 101), ist ebenfalls zu entnehmen, was ihm vorgeworfen 
wird und aus welchem Grund eine Hausdurchsuchung durchgeführt wird (pag. 99, 
«Zusatz: Pornografie»). Auf der zweiten Seite des Protokolls, wo die Stellungnah-
me der betroffenen Person festgehalten wird bzw. notiert wird, ob und aus welchem 

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Grund die Siegelung von bestimmten Aufzeichnungen verlangt wird, steht ge-
schrieben: «Nein. Es dürfen alle sichergestellten Gegenstände ausgewertet wer-
den.» (pag. 100). Auch diese Seite wurde vom Beschuldigten eigenhändig unter-
schrieben. Es ist daher mehr als wahrscheinlich, dass der Beschuldigte bereits zu 
diesem Zeitpunkt, mithin am frühen Morgen und weit vor seiner Ersteinvernahme 
bei der Polizei wusste, worum es geht und was ihm konkret vorgeworfen wird. Zum 
Vorbringen, er sei erst bei der 20. Frage mit dem Tatvorwurf konfrontiert worden, 
sei erwähnt, dass sich die ersten 19 Fragen der Einvernahme auch nicht mit dem 
Tatvorwurf an sich, sondern mit den Eigentumsverhältnissen und den Zugriffsrech-
ten an den Speichermedien befassten. Mit Frage 20 wurde dem Beschuldigten die 
Feststellung der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KO-
BIK) vorgehalten, woraufhin er sein vollumfängliches Geständnis ablegte (pag. 25, 
Z. 85 ff.). Dieses Vorgehen der Polizei stellt indessen nichts Ungewöhnliches dar; 
zu seinen Gunsten vermag der Beschuldigte daraus jedenfalls nichts abzuleiten.

Der Vorinstanz ist sodann zuzustimmen, wenn sie festhält, der Beschuldigte hätte 
den Einwand, nicht verhandlungsfähig gewesen zu sein, bereits früher anbringen 
müssen. Auch in den Augen der Kammer erscheint doch sehr fraglich, weshalb 
dieser Einwand erst zwei Jahre später erfolgte, musste sich doch der Beschuldigte 
bewusst gewesen sein, dass er sich mit einem Geständnis belastet und dies straf-
rechtliche Folgen für ihn haben würde. Dass ihm dies erst zwei Jahre später in den 
Sinn kam, ist schlicht nicht nachvollziehbar, konnte der Beschuldigte doch auch an 
der Einvernahme vom 4. Dezember 2018 bzw. 11. Februar 2019 bei der Staatsan-
waltschaft jeweils bereits zu Beginn mitteilen, gesundheitlich angeschlagen zu sein 
(pag. 384 bzw. pag. 366). Wieso er also nicht in der Lage hätte sein sollen, auch 
bereits anlässlich der Ersteinvernahme seine gesundheitlichen Bedenken mitzutei-
len, leuchtet nicht ein. Mit Berufungserklärung vom 19. November 2020 brachte die 
Verteidigung zudem vor, der Beschuldigte habe nicht unmittelbar nach der Befra-
gung auf die Umstände aufmerksam machen können, zumal er durch die Verhör-
technik und –taktik eingeschüchtert gewesen sei (pag. 683 f.). Diese Auffassung 
teilt die Kammer nicht. Schon die zweite Einvernahme am 14. September 2016 – 
mithin nur einen Monat nach der Ersteinvernahme – zeigt, dass eine Einschüchte-
rung beim Beschuldigten kaum vorgelegen haben dürfte: Er verweigerte die Aus-
sage von Beginn weg (pag. 29 ff.). Gar auf die Frage, ob er eines der ihm zuste-
henden Rechte geltend machen wolle, antwortete der Beschuldigte mit «Ich ver-
weigere die Aussage». Ein solches Verhalten wäre von einer eingeschüchterten 
beschuldigten Person indessen nicht zu erwarten. Der Einwand zielt ins Leere.

Sodann erscheint auch fraglich, ob die beim Beschuldigten damals angeblich be-
stehende Depression und Schlafentzug bzw. Schlafstörungen überhaupt geeignet 
gewesen wären, eine Verhandlungsunfähigkeit zu begründen, wenn sie denn auch 
tatsächlich vorgelegen hätten. Der Beschuldigte unterliess es im gesamten Pro-
zess, einen Arztbericht einzureichen, welcher die Diagnose einer (schweren) Er-
krankung im Zeitpunkt der Einvernahme vom 9. August 2016 oder auch sonst wann 
belegt hätte. Er hat im Verlauf des Verfahrens denn auch immer wieder andere 
Gründe gefunden, weshalb Einvernahmen nicht stattfinden konnten oder beendet 
werden mussten: Nachdem er am 9. August 2016 angeblich an einer Depression 
gelitten haben will, musste die Einvernahme vom 4. Dezember 2018 bei der 

15

Staatsanwaltschaft wegen angeblichem Fieber des Beschuldigten abgebrochen 
werden (pag. 384). Die Einvernahme vom 11. Februar 2019, wiederum bei der 
Staatsanwaltschaft, brach der Beschuldigte wegen starker Migräne ab (pag. 366). 
Die Einvernahme vom 19. März 2019 musste wegen einer Terminkollision ver-
schoben werden (pag. 391). Auch die vom Beschuldigten selbst beantragte münd-
liche oberinstanzliche Hauptverhandlung versuchte er bis zuletzt zu verschieben 
(pag. 798 bzw. pag. 811 f.). Die Kammer hegt aufgrund dessen starke Zweifel, 
dass der Beschuldigte bei den Einvernahmen jeweils an einer neuen Krankheit litt, 
welche die Einvernahmen immer wieder verunmöglichten. Aus diesem Grund kann 
dem Beschuldigten nicht geglaubt werden, wenn er im Nachhinein behauptet, er 
sei am 9. August 2016 nicht einvernahmefähig gewesen. Nachdem bereits äus-
serst zweifelhaft ist, ob im Einvernahmezeitpunkt überhaupt eine Krankheit bestan-
den hat, ist umso mehr zu bezweifeln, dass diese in einer solchen Schwere vorge-
legen hat, dass sie geeignet gewesen wäre, seine Verhandlungs- und Verneh-
mungsfähigkeit einzuschränken.

Nach dem Gesagten sind die Aussagen des Beschuldigten gegenüber der Polizei 
anlässlich seiner Erstbefragung am 9. August 2016 folglich verwertbar und unter 
Berücksichtigung der Gesamtumstände zu würdigen. 

7.8.3 Würdigung der subjektiven Beweismittel

Die Erstaussagen des Beschuldigten erfüllen sämtliche Realkennzeichen. Sie sind 
konstant im zentralen Handlungsablauf, strukturgleich, logisch konsistent homogen 
und folgerichtig. Sie enthalten keine Widersprüche, sind detailgenau und detailreich 
und enthalten keine Verlegenheiten oder Übertreibungen. Der Beschuldigte gibt 
sogar ein Motiv an, weshalb er kinderpornografische Inhalte konsumiert habe: Er 
habe das nur aus Neugier getan, und nicht, weil es ihn angesprochen habe 
(pag. 25, Z. 115). Weiter führte er aus, er habe in letzter Zeit vermutlich zu viel Zeit 
gehabt, ansonsten er nie auf solche Sachen gekommen wäre (pag. 26, Z. 130 ff.). 
Diese Aussagen erscheinen authentisch und glaubhaft und sind dem Beschuldig-
ten voll zurechenbar; auf sie kann abgestellt werden.

Die späteren Aussagen des Beschuldigten bei der Polizei lassen sich demgegenü-
ber kaum nach aussagenpsychologischen Kriterien analysieren, machte er zum 
Kernsachverhalt doch keine Aussagen mehr bzw. beschränkte sich darauf, die 
Vorwürfe lediglich zu bestreiten. Diesen Aussagen ist entsprechend kein massge-
blicher Beweiswert beizumessen. Im Rahmen der (zweiten) erstinstanzlichen Ver-
handlung beschränkte sich der Beschuldigte im Wesentlichen darauf, Ausführun-
gen zu seinem angeblich labilen Gesundheitszustand zu machen und sich als «Op-
fer des Systems» darzustellen. So gab er beispielsweise auf Frage des Gerichts-
präsidenten, wie er sich erklären könne, dass bei ihm Festplatten und Speicherme-
dien mit illegaler Pornografie gefunden worden seien, an, er könne sich dies bis 
heute nicht erklären. Er habe Gerichtspräsidentin J.________ seine Überlegungen 
an der letzten Verhandlung [Anm. der Kammer: Gemeint ist der erste Teil der vor-
instanzlichen Hauptverhandlung] schriftlich abgegeben, sie habe aber nicht hören 
wollen (pag. 540, Z. 37 ff.). 

16

Auch oberinstanzlich vermochte der Beschuldigte keine überzeugenden und 
glaubhaften Aussagen mehr machen. Er blieb bei seinen Aussagen, wonach er 
keine Kenntnis der verbotenen Dateien hatte bzw. dass er anlässlich seiner Er-
steinvernahme nicht einvernahmefähig gewesen sei. Er wisse nicht mal, ob er 
überhaupt etwas geantwortet habe (pag. 873, Z. 30). Der Beschuldigte katapultierte 
sich auch oberinstanzlich in die Rolle eines Opfers des Systems, indem er angab, 
diese Leute [die Polizei] seien Gewinner. Es sei immer so, «wie wagsch du über-
houpt», «du bisch ä Durchschnitts us dr Bevölkerig», es seien extreme Gewinner. 
Sie würden einem alles immer noch schmackhafter machen. Er habe dies auf je-
den Fall nicht gesagt und wie es da rein [ins Protokoll] gekommen sei, wisse er 
nicht […] (pag. 873, Z. 22 ff.). Solche Gegenangriffe sprechen indes nicht für die 
Glaubwürdigkeit des Beschuldigten, sondern erweisen sich als deutliches Lügensi-
gnal.

Die Aussagen des Zeugen E.________ anlässlich der oberinstanzlichen Verhand-
lung sind nach Ansicht der Kammer hingegen glaubhaft und überzeugend. Ange-
sichts der langen Zeitspanne zwischen Einvernahme und der oberinstanzlichen 
Hauptverhandlung sowie der zahlreichen Einvernahmen, die E.________ jährlich 
durchführt, erstaunt es wenig, dass er sich an die Einvernahme kaum noch erin-
nern konnte und auf das Protokoll verweisen musste (pag. 864, Z. 30 ff.). Es ist 
denn auch genau dieser Umstand, welcher darauf hindeutet, dass die Einvernahme 
mit dem Beschuldigten eben nichts Spezielles in sich barg, ansonsten E.________ 
sich mit Sicherheit daran hätte erinnern können. So erinnerte er sich beispielsweise 
hinsichtlich der beim Beschuldigten durchgeführten Hausdurchsuchung an das  
eher ungewöhnliche Vorgehen, dass extern ein Schlüssel organisiert werden muss-
te, zumal der Beschuldigte die Tür nicht öffnete (pag. 864, Z. 26 ff.). Die Aussagen 
des Zeugen E.________ können insgesamt als authentisch und glaubhaft bezeich-
net werden.

Gestützt auf die subjektiven Beweismittel im Verfahren kann somit festgehalten 
werden, dass der Beschuldigte die ihm vorgeworfene illegale Pornografie ursprüng-
lich eingestanden hat; darauf ist abzustellen. Seine krampfhaften Bemühungen im 
weiteren Verlauf des Verfahrens, diese glaubhaften Erstaussagen zu korrigieren, 
überzeugen indessen nicht.

7.8.4 Würdigung der objektiven Beweismittel

Die objektiven Beweismittel bestehen vorwiegend aus Berichten der Polizeibehör-
den sowie aus dem Ergebnis der Hausdurchsuchung beim Beschuldigten. 

Die Berichte des FDF und des Bundesamtes für Polizei fedpol wurden sorgfältig 
erstellt und lassen keine Zweifel an einer wahrheitsgetreuen Widergabe der Er-
kenntnisse offen. Der Bericht des FDF ist sodann nachvollziehbar, schlüssig und es 
sind keine Hinweise ersichtlich, welche darauf hindeuten würden, dass die Krimina-
labteilung der Kantonspolizei Bern die Abgrenzung zwischen illegaler und legaler 
Pornografie nicht erkannt hätte. Dies ergibt sich einerseits aus der gerichtlichen 
Überprüfung der sich in den Akten befindlichen Bilder und Videos und andererseits 
aus den zutreffenden Ausführungen des FDF in Bezug auf die deliktsspezifischen 
Präferenzindikatoren und die virtuelle Kinderpornografie (vgl. pag. 224, Ziff. 5 und 6 

17

des Nachtrags FDF). Der Bericht erweist sich überdies als sehr ehrlich verfasst, 
wurde darin doch festgehalten, die Zeiten im Bericht sowie in den Beilagen seien 
mit einer Computerzeit festgehalten, ob diese allerdings jeweils mit der exakten 
Uhrzeit übereinstimme, könne nicht beurteilt werden (pag. 38).

Entgegen den Vorbringen des Beschuldigten gilt dies auch für die Hausdurchsu-
chung, welche am 21. Juli 2016 korrekt angeordnet und am 9. August 2016 am 
Domizil des Beschuldigten durchgeführt wurde. Das Protokoll und das Sicherstel-
lungsverzeichnis dieser Hausdurchsuchung deuten keineswegs auf eine unzulässi-
ge Vorgehensweise von Seiten der Polizei hin. Auch der Zeuge E.________ mach-
te keinerlei Bemerkungen dazu, dass die Hausdurchsuchung unzulässig durchge-
führt worden wäre. Auch hier ist davon auszugehen, dass er sich an spezielle Vor-
kommnisse anlässlich der Hausdurchsuchung auch heute noch hätte erinnern kön-
nen, so, wie er sich genauestens an die Komplikationen betreffend Zutritt und 
Schlüsselorganisation erinnern konnte (vgl. Ausführungen Ziff. 7.8.3 hiervor).

Der Beschuldigte führte weiter aus, die Polizei habe ihn anlässlich der Hausdurch-
suchung bestohlen: 20 DVDs seien aus den Beweisen verschwunden. Die DVDs 
seien durch die Polizei von Hand bis 379 durchnummeriert worden. Ihm seien je-
doch nur 356 DVD ausgehändigt worden (pag. 820). Für die Kammer ist nicht be-
greiflich, inwiefern diese Anschuldigung – sollte sie denn auch der Wahrheit ent-
sprechen, was vorliegend jedoch nicht Gegenstand des Verfahrens bildet und so-
mit auch nicht näher zu prüfen ist – Einfluss auf die im Protokoll festgestellten Er-
gebnisse in Bezug auf die bei ihm aufgefundene verbotene Pornografie haben soll-
te. Dass eine Differenz zwischen den sichergestellten und dem Beschuldigten wie-
der ausgehändigten DVDs besteht, mag möglich sein (vgl. pag. 881), ist vorliegend 
allerdings nicht von Belang. Fakt ist, dass beim Beschuldigten anlässlich der Hau-
durchsuchung Datenträger mit verbotener Pornografie gefunden wurden. 

Auf die objektiven Beweismittel kann somit vollumfänglich abgestellt werden.

Die objektiven Beweismittel lassen den unzweifelhaften Schluss zu, dass auf dem 
Computer bzw. auf diversen Datenträgern des Beschuldigten bis zum 6. August 
2016 Filme und Bilder mit kinderpornografischem Inhalt, mit virtueller Kinderporno-
grafie mit Zoophilie und mit sexueller Gewalt abgespeichert waren. Zudem lässt 
sich den Berichten des fedpol und des FDF entnehmen, dass der Beschuldigte 
während des Downloads von verbotenen Dateien seinerseits Erzeugnisse für ande-
re Nutzer zum Download (inkl. Jugendlichen) zugänglich machte und diese von an-
deren Nutzern auch effektiv angefordert wurden (pag. 40). 

Was die Täterschaft betrifft, so ist vorab festzustellen, dass sich die Datenträger 
und der Computer mit der aufgefundenen Pornografie im alleinigen Herrschaftsbe-
reich des Beschuldigten befanden. Der Beschuldigte gab diesbezüglich auch selber 
an, dass niemand ausser ihm selber Zugriff auf die Geräte hatte (pag. 23, Z. 13; 
pag. 24, Z. 61; pag. 209, Z. 22 f.). Aufgrund dieses Umstands ist grundsätzlich da-
von auszugehen, dass das Beschaffen, der Besitz und das Verbreiten der aufge-
fundenen Daten alleine dem Beschuldigten zuzurechnen sind. 

Der Beschuldigte machte dazu geltend, die auf seinem Rechner sichergestellten 
Bild- und Videoerzeugnisse würden nicht von ihm stammen, sondern seien von ei-

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nem unbekannten Hacker auf seinen Rechner heruntergeladen worden (pag. 684, 
Ziff. 11 der Berufungserklärung). Oberinstanzlich erklärte er zudem, der Computer 
sei gar nicht an das WLAN angeschlossen gewesen (pag. 873, Z. 119).

Dem Nachtrag zum Bericht des FDF vom 22. Oktober 2016 ist zu entnehmen, bei 
nicht geschütztem bzw. offenem WLAN-Netzwerkzugang könne sich im Prinzip je-
de Person, welche sich im Abdeckungsbereich, d.h. in der Regel in einem Umkreis 
von maximal ca. 50 bis 100 Metern befände, mit diesem verbinden. Würden sich 
auch noch andere Geräte in demselben WLAN-Netzwerk befinden, so könnte auch 
auf diese zugegriffen werden, wobei für Zugriffe auf die Datenträger bzw. das Be-
triebssystem, je nach Konfiguration des Geräts, Benutzernamen und Passwörter 
benötigt würden. Das Ausnutzen einer nicht geschlossenen Sicherheitslücke und 
per Netzwerkfreigabe geöffneter Ordner ermögliche ebenfalls den Zugriff auf die 
Datenträger bzw. das Betriebssystem (pag. 221). Weiter ist dem Bericht zu ent-
nehmen, anhand der Daten könne grundsätzlich nicht erkannt werden, wie diese 
auf den Datenträger gelangt seien. Möglicherweise könnten aber anhand von Auf-
zeichnungen des Betriebssystems Aussagen hierzu gemacht werden, jedoch ohne 
absolute Sicherheit, da diese Aufzeichnungen mit entsprechendem Aufwand mani-
puliert werden könnten. Zusammenfassend sei ein solcher Vorgang also möglich, 
auch ohne, dass dieser im Nachhinein nachgewiesen werden könne (pag. 222 
i.V.m. pag. 219).

Obwohl gestützt auf die Erwägungen des Berichts grundsätzlich die Möglichkeit 
besteht, dass sich eine Drittperson Zugriff auf den Computer des Beschuldigten 
beschafft haben könnte, ist nach Ansicht der Kammer ein Hacking vorliegend nicht 
naheliegend:

A priori hat der Beschuldigte die Taten in seiner Ersteinvernahme, wie bereits 
mehrfach erwähnt, vollumfänglich eingestanden. In dieser Einvernahme – und im 
Übrigen auch in den darauffolgenden – deutete er zudem weder einen möglichen 
Hackerangriff an, noch äusserte er sein Erstaunen darüber, dass die Dateien auf 
seinen Datenträgern gefunden wurden. Ein möglicher Hackerangriff wurde erst an-
lässlich der Einvernahme vom 18. September 2018 (erste Hauptverhandlung) 
Thema (pag. 210, Z. 43 ff.). Wie der Beschuldigte jedoch oberinstanzlich zu Proto-
koll gab, war sein Computer nicht mit dem WLAN verbunden; ein externer Hacker-
angriff auf sein Rechnernetz war somit per se nicht möglich. Auch die aufgefunde-
nen Festplatten waren teilweise nicht mehr an das Internet angeschlossen, son-
dern im Schrank verstaut, und so einem Hacker ebenfalls nicht mehr zugänglich. 
Gleich verhält es sich mit den aufgefundenen CDs und DVDs, welche per se nicht 
an ein Internet angeschlossen sein können. Die Dateien konnten damit nur durch 
das Kopieren vom Computer auf die Festplatten bzw. CDs/DVDs dorthin kommen. 
Dass ein Hacker die verbotenen Videos und Bilder auch auf die Datenträger kopiert 
hätte, stellt eine höchst unglaubhafte Geschichte dar. Die Daten wurden zudem 
auch schon vor dem Jahr 2016 auf die Festplatten gespeichert, was sich aus den 
Aussagen des Beschuldigten, er habe seit 2016 keine Komponenten mehr an sei-
nem PC ausgetauscht, ergibt (pag. 24, Z. 46 f.). Gemäss Ausführungen der Vertei-
digung im erstinstanzlichen Verfahren soll das Datenleck der Cablecom in den Jah-
ren 2016/2017 bestanden haben, mithin zu einer Zeit, als die Daten bereits auf den 

19

Datenträgern vorhanden waren. Auch dieser Umstand spricht somit gegen einen 
Hackerangriff. Und schliesslich ist festzuhalten, dass Hackerangriffe (in den aller-
meisten Fällen) dahingehend erfolgen, dass Daten von Servern abgezogen, nicht 
jedoch Daten auf einen Träger heruntergeladen werden. Dass ein Dritter dem Be-
schuldigten hätte schaden wollen, machte dieser allerdings zu keiner Zeit geltend.

Nach Überzeugung der Kammer ist insgesamt davon auszugehen, dass der Ha-
ckerangriff vom Beschuldigten als Schutzbehauptung herangezogen wurde, was 
sich insbesondere auch in der Verteidigungstaktik zeigt, welche darauf abzielt, die 
Verfehlungen des Beschuldigten jeweils auf unbekannte Drittpersonen abzuschie-
ben (vgl. pag. 684, Ziff. 11 und pag. 687, Ziff. 20 der Berufungserklärung).

7.9 Gesamtwürdigung

Insgesamt ist festzustellen, dass die anlässlich der Hausdurchsuchung 
aufgefundene Pornografie einzig dem Beschuldigten zuzurechnen ist. Die 
Täterschaft ist damit erstellt.

Was den massgeblichen Sachverhalt betrifft, so ist mit Blick auf die Tathandlung 
des Besitzes zum Konsum festzustellen, dass der Beschuldigte am 9. August 2016 
sämtliche mit Bericht des FDF festgestellten Erzeugnisse zum Zwecke des 
Konsums besass, namentlich acht unterschiedliche Filme und 90 unterschiedliche 
Bilder mit kinderpornografischem Inhalt, 100 Bilder mit virtueller Kinderpornografie, 
250 Filme mit Zoophilie und 1900 Bilder mit sexueller Gewalt auf einer CD-Rom 
und verschiedenen Festplatten, die sich im alleinigen Herrschaftsbereich des 
Beschuldigten befanden (pag. 39 f.).

In Bezug auf die Tathandlungen des Beschaffens bzw. Herstellens (durch 
Herunterladen und Abspeichern) ist festzustellen, dass die Tatbegehung einzig im 
Zeitraum vom 8. September 2013 (Verjährungsfrist von 7 Jahren seit dem 
Urteilszeitpunkt) bis am 9. August 2016 (Zeitpunkt der Hausdurchsuchung) 
begangen werden konnte. Sämtliche vor diesem Zeitraum heruntergeladenen 
Dateien unterliegen aufgrund der eingetretenen Verfolgungsverjährung keiner 
Strafbarkeit mehr. In den hier massgebenden, nicht verjährten Zeitraum fallen 
vorab sämtliche Speicherungen von Erzeugnissen gemäss dem Bericht des FDF, 
welche vollumfänglich diesem Zeitraum zugeordnet werden können 
(ausgenommen sind Filme und Bilder mit deliktspezifischen Präferenzindikatoren; 
pag. 39 f.). Dies sind namentlich:

FDF-Nr. Anzahl Erzeugnisse Zeitraum

________ 6 Filme mit tatsächlichen sexuellen Handlungen mit 
Minderjährigen

07.06.2014-06.08.2016

________ 12 Filme mit Zoophilie 07.06.2015-08.08.2016
________ 256 Filme mit Zoophilie 14.04.2015-10.07.2015
________ 3 Bilder mit sexueller Gewalt 05.04.2015

Hinzu kommt für diejenigen Zeiträume, welche teilweise im verjährten und teilweise 
im nicht verjährten Zeitraum liegen, jeweils ein Erzeugnis, da davon ausgegangen 
werden muss, dass am letzten Tag des angegebenen Zeitraums mindestens ein 
Erzeugnis durch den Beschuldigten beschafft bzw. hergestellt wurde. Dies sind, mit 

20

Ausnahme der Filme und Bilder mit deliktspezifischen Präferenzindikatoren, 
namentlich:

FDF-Nr. Anzahl Erzeugnisse Zeitraum

________ 1 Bild mit tatsächlichen sexuellen Handlungen mit 
Minderjährigen

24.03.2010-17.04.2016

________ 1 Bild mit virtueller Kinderpornografie 16.01.2006-25.11.2015
________ 1 Bild mit virtueller Kinderpornografie 05.01.2012-01.10.2013

In Bezug auf die Tathandlung des Zugänglichmachens (insb. an minderjährige 
Personen) wurde das konkrete Zugänglichmachen von drei Dateien mit 
kinderpornografischem Inhalt zwischen dem 18. April 2016 ab 17:33 Uhr und dem 
21. April 2016 bis 21:16 Uhr festgestellt (Bericht fedpol, pag. 15 ff.). Ausserdem 
war der «eMule P2P Client», als dieser am 9. August 2016 das letzte Mal 
ausgeführt wurde, damit beschäftigt, vier Zoophilie-Filme aus dem P2P-Netzwerk 
herunterzuladen und sogleich auch anderen Nutzern, inkl. Jugendlichen, 
zugänglich zu machen (vgl. Bericht des FDF, pag. 40). Zudem ist davon 
auszugehen, dass während des Herunterladens und Abspeicherns der hiervor bei 
der Tathandlung des Beschaffens/Herstellens aufgeführten Erzeugnisse aufgrund 
des Filesharings (Peer-to-Peer, P2P) gleichzeitig ein minimaler Upload dieser 
Dateien zugelassen wurde und die Dateien damit potentiell für jedermann via 
«eMule» zugänglich waren. Insofern ist für die Tathandlung des 
Zugänglichmachens der Tatzeitraum vom 8. September 2013 bis am 9. August 
2016 massgebend. In Bezug auf die Anzahl von Erzeugnissen, die im hier 
relevanten Tatzeitraum zur Verfügung gestellt wurden, kann auf das hiervor 
Ausgeführte zum Beschaffen bzw. Herstellen verwiesen werden.

8. Vorwurf des Hausfriedensbruchs  

8.1 Vorwurf gemäss Strafbefehl vom 8. März 2018 (BA 16 342) 

Dem Beschuldigten wird mit Strafbefehl vom 8. März 2018 vorgeworfen, sich im 
Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis am 31. August 2018 [recte: 2016] in F.________, 
zum Nachteil der Strafklägerin einen Hausfriedensbruch begangen zu haben, 
indem er mittels Aufbrechen der Tür des Lagerraums der Strafklägerin mit einem 
Flachwerkzeug in die Lagerhalle eindrang (pag. 155 ff.).

8.2 Unbestrittener Sachverhalt

Die Vorinstanz fasste den unbestrittenen Sachverhalt zutreffend wie folgt 
zusammen (pag. 620 f., S. 25 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Die Privatklägerin ist Eigentümerin des Grundstückes mit der Gbbl.-Nr. ________ an der F.________. 
Am 4. November 2015 schlossen sie und die «K.________ AG» für den Zeitraum zwischen dem 
1. Dezember 2015 und dem 29. Februar 2016 einen befristeten Mietvertrag über die Aussenparkplät-
ze mit den Nr. 4 bis 12 an der F.________, ab. Das Mietverhältnis endete am 29. Februar 2016 (der 
Mietvertrag über den Lagerraum und die Vorplätze wurde früher abgeschlossen und endete im Som-
mer 2015). Am 18. März 2016 stellte die Privatklägerin fest, dass die von der «K.________ AG» ge-
mieteten Parkplätze immer noch von Autos belegt waren. Sie forderte diese mit Schreiben vom 
21. März 2016 (pag. 288) auf, sämtliche Mietobjekte bis am 31. März 2016 zu räumen. Dieses sowie 
alle weiteren Schreiben wurden an die «K.________ AG, Herr A.________» adressiert. Mit Schreiben 

21

vom 8. April 2016 (pag. 290) setzte die Privatklägerin der «K.________ AG, Herr A.________» erneut 
eine Frist zur Räumung der Autos auf der Fläche des Vorplatzes bis zum 20. April 2016 und zur 
Räumung der Aussenparkplätze Nr. 4 bis 12 bis zum 30. Juni 2016. Mit Schreiben vom 22. Juni 2016 
(pag. 293) erinnerte die Advokatur «L.________» die «K.________ AG, Herr A.________» erneut 
daran, dass er seine Fahrzeuge von den Aussenparkplätzen Nr. 4 bis 12 bis am 30. Juni 2020 zu ent-
fernen und diese freizugeben habe. Da die «K.________ AG» die gemieteten Parkplätze innert Frist 
nicht geräumt hatte, informierte Rechtsanwalt M.________ die «K.________ AG, Herr A.________» 
am 8. Juli 2016 (pag. 260) darüber, dass sie nun die Räumung der Autos veranlasst werde. Am 
19. Juli 2016 (pag. 261 ff.) reichte sie beim Regionalgericht Bern-Mittelland, Zivilabteilung, ein ent-
sprechendes Gesuch ein. Am 2. September 2016 traf die Kantonspolizei Bern vor Ort Frau 
N.________ und Herrn O.________ an (pag. 193 ff.). Seitlich der Liegenschaft, gegenüber den Aus-
senparkplätzen Nr. 4 bis 12, parkte ein weisser Kleinbus von dem ein Kabel, durch den Türspalt, ins 
Innere der Liegenschaft, unter dem Holztor des Lagers, zu einer Steckdose führte, wo es angeschlos-
sen war. Mit Entscheid vom 19. September 2019 hiess das Regionalgericht Bern-Mittelland, Zivilabtei-
lung, das Räumungsgesuch gut (pag. 299). Der Beschuldigte räumte die Fahrzeuge im November 
2016, nach Rücksprache mit der Polizei.

8.3 Bestrittener Sachverhalt

Der Beschuldigte bestreitet, einen Hausfriedensbruch begangen zu haben bzw. mit 
dem weissen Kleinbus in Verbindung zu stehen. Er habe die Lagerhalle nach 
Ablauf des Mietvertrages zwischen März und September 2016 nicht mehr betreten. 
Weder er noch die K.________ AG hätten je einen solchen Kleinbus besessen, 
gelenkt oder gehalten. Es sei unklar, wem der Kleinbus gehöre. Ein Telefonat der 
P.________ AG sowie das Schreiben der Strafklägerin vom 9. Mai 2016 habe er 
nie erhalten. Er habe den weissen Kleinbus daraufhin auch nicht umparkiert und 
später weggeräumt. Die Beweislage bzw. die Vermutungen würden den Nachweis 
der Täterschaft für eine rechtsstaatlich zulässige Verurteilung seiner Person nicht 
erbringen können (pag. 203; pag. 212b; pag. 541 und pag. 549 f.; vgl. pag. 622, 
S. 27 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung).

8.4 Beweismittel

Die Vorinstanz gab die objektiven und subjektiven Beweismittel, die bereits dem 
vorinstanzlichen Verfahren zugrunde lagen, zutreffend wieder und fasste diese 
korrekt zusammen; darauf kann verwiesen werden (pag. 622 ff., S. 27 ff. der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung).

Im oberinstanzlichen Berufungsverfahren wurde der Beschuldigte zur Sache 
nochmals befragt. Auf Vorhalt einer Fotografie des weissen Lieferwagens 
(pag. 193) bestritt der Beschuldigte zu wissen, wem dieser gehöre. Er wisse zwar, 
wo dieses Foto gemacht worden sei und er kenne alle Autos, aber der weisse 
Lieferwagen gehöre nicht ihm. Er habe gedacht, dieser gehöre O.________ oder 
einer Baufirma, habe sich aber nicht weiter darauf geachtet. Auf Vorhalt, ihm werde 
vorgeworfen, einen Hausfriedensbruch begangen zu haben, indem er in die 
Lagerhalle eingedrungen sei, gab der Beschuldigte zu Protokoll, er habe auf keinen 
Fall einen Hausfriedensbruch begangen. Er sei nicht dort gewesen und habe das 
Kabel eingesteckt und das Auto sei auch nicht ihm. Die konkrete Frage, ob er die 

22

Lagerhalle betreten habe, um Strom zu beziehen, beantwortete der Beschuldigte 
abschlägig (pag. 874 f., Z. 8 ff.).  

8.5 Allgemeine Grundlagen der Beweiswürdigung

Auf die zusammengefassten Grundlagen zur Beweiswürdigung der Vorinstanz, 
namentlich zum Grundsatz in dubio pro reo als Beweiswürdigungsregel, kann 
vollumfänglich verwiesen werden (pag. 628, S. 33 der erstinstanzlichen 
Urteilsbegründung; vgl. auch Ziff. 7.8.1 hiervor). 

8.6 Würdigung durch die Vorinstanz 

Die Vorinstanz erachtete den angeklagten Sachverhalt mit folgender Begründung 
als erstellt (pag. 628  ff., S. 33 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Die Aussagen des Beschuldigten, wonach er selbst nie formell Geschäftsführer, Inhaber, Aktionär  
oder Beteiligter der «K.________ AG» gewesen sei, deckt sich mit den Eintragungen im Handelsre-
gister. Hingegen war der Beschuldigte faktisch Geschäftsführer der «K.________ AG»: Erstens gab 
dies der ehemalige Verwaltungsrat Q.________ an (der Beschuldigte sei immer Firmeninhaber gewe-
sen); 

Zweitens sagte Frau N.________ aus, sie habe in den letzten zehn Jahren nur mit dem Beschuldigten 
Kontakt gehabt und dieser habe die Firma ihr gegenüber vertreten. Entsprechend wurde als Kontakt-
person der «K.________ AG» jeweils der Beschuldigte angeschrieben bzw. genannt (vgl. pag. 247, 
251, 255, 260, 278-282, 288, 290 f. und 293), ohne, dass dieser sich jemals dagegen verwahrt hätte. 

Drittens hat der Beschuldigte sich gegenüber der Kantonspolizei noch im Februar 2016 als verant-
wortliche Person der «K.________ AG» gemeldet und die entsprechende Verurteilung wegen Nicht-
abgabe der Kontrollschilder durch die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland akzeptiert. 

Viertens hat er auch im 2018 noch die Rechnung in der Höhe von CHF 513.40, lautend auf die 
«K.________ AG» bezahlt.

All dies lässt nur den Schluss zu, dass der Beschuldigte zumindest faktisch die Geschäfte der 
«K.________ AG» führte und für die Fahrzeuge verantwortlich war. Dass beim SVSA weder auf den 
Namen des Beschuldigten, noch auf die «K.________ AG» ein weisser Lieferwagen/ Kleinbus der 
Marke ________ eingelöst war, widerspricht dem nicht, denn gemäss Stellungnahme im Räumungs-
verfahren halte die «K.________ AG» auch Fahrzeuge in Kommission (pag. 300).

Sodann fügen sich die Aussagen, welche Frau N.________ an der Fortsetzungsverhandlung vom 
7. September 2020 hinsichtlich des Umparkierens des weissen Fahrzeuges machte, sowohl zeitlich 
als auch sachlich nahtlos in die Erkenntnisse ein, die der vorliegenden Korrespondenz entnommen 
werden können: Die «P.________ AG» habe sie im Frühling 2016 angerufen und sich beschwert, 
dass sie die Leiter zum Aufhängen eines Plakates an der gemieteten Werbefläche wegen eines weis-
sen Fahrzeuges nicht hätte anbringen können, worauf sie der Firma die Mobiltelefonnummer des Be-
schuldigten herausgegeben habe. Diese Aussage deckt sich mit der E-Mailkorrespondenz innerhalb 
der «P.________ AG» vom 26. bzw. 27. April 2016, wonach der Developement Manager, 
R.________, seinem Mitarbeiter die Telefonnummer des Beschuldigten weiterleitete und ersteren mit 
Zusatzinformationen eindeckte, die er nur im Vornerein durch die Privatklägerin bzw. die Auskunfts-
person erhalten haben konnte und die sich durch früher getätigte Schreiben zwischen der Privatkläge-
rin und dem Beschuldigten belegen lassen (pag. 248: «das Mietverhältnis mit dem ________ (Beruf) 
sei nicht sehr einfach und es müsse subtil vorgegangen werden», «Der A.________, Tel. ________ 

23

sei nur Nachmittags dort», «Wichtig: Vor morgen 3. Mai darf aber kein Kontakt zustande kommen, da 
die Verwaltung heute mit ihm generell einen Kontakttermin hat»). Das Telefongespräch zwischen 
Frau N.________ und der «P.________ AG» ist darüber hinaus auch durch die Telefonnotiz vom 
27. April 2016 belegt. Ihre Aussage, wonach sie kurz darauf bei der «P.________ AG» nachgefragt 
habe, ob das Plakat habe angebracht werden können und diese angegeben habe, dass der Beschul-
digte habe kontaktiert und das Plakat habe gewechselt werden können, fügt sich nahtlos ein.

In zeitlicher Hinsicht ist dokumentiert, dass der weisse ________-Bus am 4. und 9. Mai 2016 
(pag. 256 ff.) noch unterhalb des Werbeplakates parkiert war, worauf die «K.________ AG» am 
9. Mai 2016 gemahnt wurde, diesen wegzustellen (pag. 255). Er wurde sodann umgestellt und 
spätestens am 15. Juni 2016 vor dem seitlichen Tor vis-à-vis den Aussenparkplätzen Nr. 4 bis 12 ab-
gestellt (pag. 259). Schliesslich gab Frau N.________ zu Protokoll, die Autos und der weisse Liefer-
wagen seien erst am 11. November 2016 gemeinsam verschwunden, nachdem die Polizei dem Be-
schuldigten erneut Gelegenheit zur Entfernung der Fahrzeuge gegeben habe. Der zeitliche Ablauf 
führt daher zum Schluss, dass ein zufälliges Umparkieren dieses ________-Busses durch eine unbe-
kannte Drittperson als rein theoretische Hypothese verworfen werden muss und zu schliessen ist, 
dass es der Beschuldigte war, der für die «K.________ AG» über den weissen Lieferwagen verfügt 
hatte.

Daraus folgt für das Gericht zugleich die Feststellung, dass der Beschuldigte nach dem Verstellen des 
Fahrzeugs Probleme mit der Batterie bemerkte, was angesichts der Standzeit nicht verwundert und 
die Lagerhalle betrat, um ein Stromkabel zum weissen Lieferwagen zu ziehen (höchstwahrscheinlich 
um die Batterie zu versorgen).

Nicht bewiesen ist hingegen, dass die Schiebetüre des Lagerraumes zu diesem Zeitpunkt abge-
schlossen gewesen war bzw. überhaupt noch funktioniert hatte. Die Holzabsplitterungen lassen sich 
zudem nicht mit einem (dem Beschuldigten vorgeworfenen) Aufbrechen der Türe vereinbaren, son-
dern einzig durch die Darstellung des Beschuldigten erklären, wonach die Türe beim Zuschieben ge-
gen die Metalllasche gestossen und so beschädigt wurde. Dies deswegen, weil bei einem Aufbrechen 
der Türe Schäden am Türschloss oder der Metallverriegelung vorhanden sein müssten, die jedoch 
fehlen. Auf die Höhe des angeblichen Sachschadens sowie den Wert der entzogenen Energie wird im 
rechtlichen Teil zurückzukommen sein.

Zugleich ergibt sich, dass die «K.________ AG» spätestens ab Anfang November 2016 auch noch 
die Parkplätze an der F.________ geräumt hatte und damit an dieser Adresse über keine Räumlich-
keiten und/oder Briefkasten mehr verfügte.

8.7 Würdigung durch die Kammer

Die subjektiven Beweismittel, namentlich die Aussagen des Beschuldigten und 
diejenigen von N.________, sind vorliegend wenig hilfreich: 

Letztere konnte nie mit Sicherheit sagen, dass es der Beschuldigte war, welcher 
das Stromkabel zum weissen Lieferwagen gezogen hat und somit er derjenige 
gewesen sein muss, welcher die Lagerhalle unbefugterweise betreten hat. 
Vielmehr gab sie zu Protokoll, sie und die Strafklägerin «hätten vermutet», es sei 
der Beschuldigte gewesen, sie hätten es aber nicht mit Sicherheit gewusst 
(pag. 535, Z. 12 und Z. 25 f.). Ihr sei unbekannt, wer mit dem Beschuldigten von 
der Plakatfirma telefoniert habe (pag. 535, Z. 18 ff.). Dieser Frage wurde während 
der Untersuchung denn auch nicht weiter nachgegangen. Überdies gab 
N.________ an, sie habe vermutet, dass es sich um das Auto des Beschuldigten 

24

handle, da der Kleinbus vor Ort gleich ausgesehen habe wie derjenige, welchen sie 
im Mai gesehen habe (pag. 535, Z. 23 ff.).

Der Beschuldigte seinerseits bestreitete von Beginn weg, mit dem weissen 
Lieferwagen in Verbindung zu stehen.

Die objektiven Beweismittel lassen keine Rückschlüsse darauf zu, auf wen der 
weisse Lieferwagen im August 2016 eingelöst war. Dies konnte im gesamten 
Verfahren durch die Strafverfolgungsbehörden nicht beantwortet werden. Gemäss 
Berichtsrapport vom 19. Oktober 2018 habe weder vor Ort – aufgrund des 
abgeschlossenen Kleinbusses – noch im Nachhinein – aufgrund fehlender VIN-
Nummer – eine Halterabklärung vorgenommen werden können. Ob das Fahrzeug 
auf den Beschuldigten eingelöst gewesen sei, sei unklar. Im Jahr 2016 sei eine 
Vielzahl an Autos auf den Namen des Beschuldigten und auf die K.________ AG 
eingelöst worden, darunter habe sich aber kein weisser Kleinbus der Marke 
________ befunden (pag. 215). Demgegenüber ist in objektiver Hinsicht erstellt, dass 
der Kleinbus nie auf der an den Beschuldigten vermieteten Fläche stand 
(vgl. pag. 254 [Mailverkehr zwischen N.________ und der Advokatur D.________ 
vom 9. Mai 2016]). 

Die eine mutmassliche Strafbarkeit begründende Verbindung zwischen dem 
weissen Lieferwagen und dem Beschuldigten basiert folglich einzig auf der 
Aussage von N.________, wobei der Beschuldigte diesbezüglich festhält, sie habe 
dies nur deshalb gesagt, weil sie etwas gegen ihn habe; er sei frech zu ihr 
gewesen und habe ihr nicht mehr zugehört (pag. 208, Z. 34 ff.; pag. 874, Z. 41 f.).

Der Beschuldigte war nie formeller Geschäftsführer der K.________ AG; ob er 
faktischer Geschäftsführer war, ist nicht belegt, sondern bildet nach Ansicht der 
Kammer eine blosse Vermutung gestützt auf verschiedene Indizien. Dass 
N.________ nur mit dem Beschuldigten Kontakt hatte und er sich nie gegen die 
Zustelleung der Briefe an ihn gewehrt habe, kann indessen kaum als Beleg für eine 
faktische Geschäftsführung gelten. Dasselbe gilt für das Bezahlen einer Rechnung, 
was aus irgendwelchen Gründen geschehen kann. Es ist auch nicht geklärt, wer – 
ausser dem Beschuldigten – allenfalls sonst noch für die Gesellschaft tätig war. 

Aus den Akten ergibt sich schliesslich, dass nach der Aufforderung der Advokatur 
D.________ vom 29. April 2016 (pag. 251 f.) nur noch der weisse Lieferwagen auf 
der vorderen Fläche stand (vgl. pag. 251; pag. 254 [E-Mail vom 9. Mai 2016]; 
pag. 255 [Aufforderung zum Umparkieren vom 9. Mai 2016] sowie pag. 267, wo 
festgehalten wurde, dass die Gesuchsgegnerin der Aufforderung, den Vorplatz vor 
den Gewerberäumen bis zum 3. Mai 2016 um 16:00 Uhr zu räumen habe, 
nachgekommen sei und den Vorplatz bis zu Beginn des Monats Mai 2016 geräumt 
habe). Diesbezüglich erscheint fraglich, weshalb der Beschuldigte den Vorplatz 
geräumt bzw. sämtliche anderen Fahrzeuge umparkiert, aber gerade den weissen 
Lieferwagen dort hätte stehen lassen sollen. Nach Überzeugung der Kammer wäre 
diesfalls viel naheliegender, er hätte sämtliche seiner Fahrzeuge zusammen nach 
hinten verschoben. Sodann stellt sich die Frage, ob aus dem Umstand, dass der 
Beschuldigte mit Schreiben vom 9. Mai 2016 gemahnt wurde, den Lieferwagen 
umzuparkieren und dieser im Zeitraum vom 9. Mai 2016 bis 15. Juni 2016 dann 

25

auch tatsächlich umparkiert wurde, geschlossen werden kann, der weisse Liefer-
wagen gehöre dem Beschuldigten. N.________ wies den Beschuldigten an, nicht 
auf der Seite vis-à-vis der Aussenparkplätze Nr. 1 bis 3, sondern auf der hinteren 
Fläche bei den Aussenparkplätzen Nr. 4 bis 12 zu parkieren (pag. 255). In der 
Folge wurde der Wagen vis-à-vis der Aussenparkplätze Nr. 8 bis 10 abgestellt 
(pag. 257 ff. i.V.m. pag. 539). Diese Tatsache legt nahe, dass es der Beschuldigte 
war, welcher den Lieferwagen umparkiert hat. Demgegenüber ist – was  den 
zeitlichen Ablauf betrifft – nicht zu verkennen, dass zwischen der Aufforderung und 
der Feststellung des tatsächlichen Umparkierens mehr als ein Monat lag. Dass in 
dieser Zeit eine Drittperson den Wagen umparkierte, ist nicht auszuschliessen, 
jedoch kann von einem zeitlich stimmigen Ablauf keine Rede sein. Nach 
Überzeugung der Kammer ist damit nicht zweifelsfrei erstellt, dass es tatsächlich 
der Beschuldigte war, der aufgrund der Aufforderung der Vermieterin den 
Lieferwagen umparkiert hat.

Ebenfalls ungeklärt ist auch die Frage der Täterschaft, namentlich, ob es der Be-
schuldigte war, welcher den Hausfriedensbruch mittels Eindringen in die Lagerhalle 
begangen hat. Denn selbst wenn bewiesen wäre, dass der Lieferwagen der 
K.________ AG gehörte, für welche der Beschuldigte als faktischer 
Geschäftsführer auftrat, und dieser den Wagen nach Aufforderung umparkiert 
hätte, so führt dies im Umkehrschluss (noch) nicht zum Ergebnis, dass es auch der 
Beschuldigte war, welcher die Tür zur Lagerhalle geöffnet und die Halle unbefugt 
betreten hatte. Es müsste mit anderen Worten bewiesen werden können, dass es 
der Beschuldigte persönlich war, welcher das Kabel vom Innern der Lagerhalle in 
den Bus gezogen und hierfür die Lagerhalle betreten hat. Dass dies auch eine 
Drittperson gewesen sein könnte, kann auch bei Bejahung sämlicher hiervor 
angezweifelten Indizien nicht ausgeschlossen werden.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei objektiver Betrachtung erhebliche und 
nicht zu unterdrückende Zweifel an der Täterschaft des Beschuldigten bestehen. 
Aufgrund den hier vorliegenden Indizien, welche ihrerseits grösstenteils auf vagen 
Vermutungen basieren, kann kein Gesamtbild erzeugt werden, welches keine 
Zweifel bestehen lassen würde, dass sich der Sachverhalt wie in der Anklageschrift 
festgehalten verwirklicht hat. 

In dubio pro reo ist der Beschuldigte vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs 
freizusprechen.

9. Vorwurf des Ungehorsams in einem Betreibungsverfahren

9.1 Vorwurf gemäss Strafbefehl vom 2. April 2019  im Verfahren BM 18 34289

Dem Beschuldigten wird mit Strafbefehl vom 2. April 2019 folgender Sachverhalt 
vorgeworfen (pag. 409):

Die beschuldigte Person wurde mit schriftlicher Vorladung und entsprechender Rechtsmittelbelehrung 
des Betreibungsamtes G.________ vom 18.04.2018 gebeten, am 26.04.2018 beim Betreibungsamt 
vorzusprechen. Die Vorladung wurde am 21.04.2018 zugestellt. Die [recte: Der] Beschuldigte leistete 
der Vorladung keine Folge.

26

9.2 Bestrittener Sachverhalt und Vorbringen der Verteidigung

Der Beschuldigte bestreitet, die schriftliche Vorladung des Betreibungsamtes 
G.________ vom 18. April 2018 erhalten zu haben und macht geltend, die Unter-
schrift auf der Empfangsbestätigung sei gefälscht (pag. 387; pag. 400 f.; pag. 542 
und pag. 552 f.). Die Verteidigung bringt für den Beschuldigten weiter vor, die Tat-
sache, dass dieser alleine lebe, schliesse keineswegs aus, dass sich eine unbe-
kannte Drittperson eine Abholungseinladung – aus welchen Gründen auch immer – 
aus einem Briefkasten angeeignet oder sich gegenüber den Postfunktionären als 
den Beschuldigten ausgegeben habe (pag. 687, Ziff. 20 der Berufungserklärung). 

9.3 Beweismittel

Die Vorinstanz gab auch hier die objektiven und subjektiven Beweismittel, die be-
reits dem vorinstanzlichen Urteil bereits zugrunde lagen, zutreffend wieder und 
fasste diese korrekt zusammen; darauf kann an dieser Stelle wiederum verwiesen 
werden (pag. 637 f., S. 42 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). Diesen Aus-
führungen anzufügen ist lediglich, dass die Empfangsbestätigung vom 21. April 
2016 eine Unterschrift des Empfängers enthält (pag. 379). 

Im oberinstanzlichen Verfahren wurde der Beschuldigte auch zu diesem Vorwurf 
nochmals befragt. Er gab im Wesentlichen an, keine Vorladung erhalten zu haben 
und dass es sich bei den vorgehaltenen Unterschriften gemäss pagina 379 nicht 
um die Seine handle, zumal er seinen Namen immer explizit ausschreibe 
(pag. 875 f., Z. 38 ff.). 

9.4 Würdigung durch die Vorinstanz 

Beweiswürdigend hielt die Vorinstanz Folgendes fest (pag. 639, S, 44 der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Die vom Beschuldigten geltend gemachte Alternativhypothese, wonach ihm die Pfändungsvorladung 
bzw. –ankündigung nicht habe zugestellt werden können, würde den folgenden Ablauf der Ereignisse 
bedingen: 

1. Die Abholungseinladung wird fälschlicherweise im Briefkasten einer benachbarten Person 
eingeworfen oder aus dem Briefkasten des Beschuldigten «entwendet». 

2. Auf der Poststelle wird der Drittperson das Einschreiben ohne Ausweiskontrolle herausgegeben 
oder bei der Ausweiskontrolle wird übersehen, dass es sich gar nicht um den richtigen Empfänger 
handelt, was lediglich bei einem sehr ähnlichen Namen vorstellbar erscheint.

3. Nachdem die Drittperson die Fehlzustellung erkennt, unterlässt sie es, die Post oder den 
Beschuldigten zu benachrichtigen und entsorgt das Dokument. 

4. Obwohl der Beschuldigte sich regelmässig telefonisch beim Betreibungsamt erkundigt, erfährt er 
nicht von der pendenten Vorladung, da er genau in dieser Zeit keine solchen Anfragen tätigt.

Dies erscheint dem Gericht dermassen unwahrscheinlich, dass sie lediglich als theoretische 
Möglichkeit betrachtet werden kann, für die es keine konkreten Hinweise gibt. Da der Beschuldigte 
immer alleine lebte, wird als bewiesen erachtet, dass die Pfändungsvorladung vom 18. April 2018 am 
21. April 2016 [recte: 2018], um 10:43 Uhr, in G.________ dem Beschuldigten persönlich 
ausgehändigt wurde.

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9.5 Würdigung durch die Kammer

Der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist zuzustimmen. Ergänzend kann 
festgehalten werden, dass die Unterschrift auf der Empfangsbestätigung gemäss 
pagina 210 auch nach Überzeugung der Kammer zweifelsohne dem Beschuldigten 
zuzurechnen ist, ohne, dass es dafür ein Sachverständigengutachten bräuchte. 
Nimmt man eine aus der ähnlichen Zeit stammende Unterschrift des Beschuldigten 
– so zum Beispiel die Unterzeichnung des Einvernahmeprotokolls vom 
18. September 2018 gemäss pagina 21 – ist augenfällig, dass die Unterschriften 
weitgehend identisch sind. Auszumachen sind – wenn überhaupt – lediglich 
äusserst geringfügige Abweichungen, wie beispielsweise beim Anfangsbuchstaben 
«R». Beachtet man, dass die Unterschrift bei Empfang eines eingeschriebenen 
Briefes auf einem elektronischen Gerät der Post und nicht mit den gewohnten 
Schreibutensilien erfolgt, so ist die geringfügige Abweichung ohne weiteres 
erklärbar. Mit seinem oberinstanzlich geltend gemachten Einwand, wonach die 
Unterschrift nicht mal ein «R» habe und mit der Seinen damit keine Ähnlichkeit 
habe, dringt der Beschuldigte nicht durch (pag. 876, Z. 3 f.). Für die Kammer 
bestehen keine Zweifel, dass es sich bei der fraglichen Unterschrift gemäss pagina 
379 um jene des Beschuldigten handelt.

Es hat damit als erstellt zu gelten, dass die Vorladung dem Beschuldigten fünf 
Tage vor dem Termin ordnungsgemäss zugestellt wurde und er somit Kenntnis von 
seiner Erscheinungspflicht hatte, diese jedoch nicht wahrnahm.

III. Rechtliche Würdigung

10. Pornografie

10.1 Theoretische Grundlagen zu Art. 197 StGB

Für die allgemeinen Ausführungen zum Tatbestand der Pornografie gemäss 
Art. 197 StGB kann vollumfänglich auf die zutreffenden erstinstanzlichen Erwägun-
gen verwiesen werden (pag. 614 ff., S. 19 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegrün-
dung).

10.2 Konkrete Würdigung

Die Vorinstanz bejahte den Tatbestand der Pornografie durch Besitz zum Konsum 
(Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und 2 StGB) sowie durch Zugänglichmachen an Personen 
unter 16 Jahren (Art. 197 Abs. 4 StGB) mit folgender zutreffender Begründung 
(pag. 617 ff.):

Bei den vom Beschuldigten bis zum 6. August 2016 auf den Festplatten und der CD-ROM elektro-
nisch gespeicherten und anlässlich der Aufzeichnungsdurchsuchung und mit Bericht des FDF aufge-
listeten Filmen und Bildern, handelt es sich eindeutig um solche, verbotenen hartpornografischen In-
halts, was auch der Beschuldigte im Rahmen seiner Erstbefragung eingeräumt hat, ihm mithin be-
wusst war. Die Filme und Bilder zeigen Kinder, deren Sexualität und Genitalbereiche aufdringlich in 
den Vordergrund gerückt und betont sowie aus ihren menschlichen und emotionalen Bezügen geris-
sen werden bzw. die in sexuelle Handlungen mit Erwachsenen (oralen und vaginale Sexualpraktiken) 
einbezogen werden und damit das Ziel verfolgen, den Konsumenten sexuell aufzureizen. Dasselbe 

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gilt für die Videos mit zoophilem Inhalt, welche sexuelle Handlungen (orale und vaginale Sexualprakti-
ken) zwischen Hunden bzw. Pferden und Menschen zeigen und auch für die Bilder, die sexuelle Ge-
walt zwischen Erwachsenen, wie Durchstechen der Brüste, der Vagina und des Pos mit Spritzen, Nä-
geln oder anderen spitzen Gegenständen, Zunähen der Vagina usw. zeigen. Gemäss Beweiswürdi-
gung hat der Beschuldigte die Bilder und Videos im Zeitraum bis zum 6. August 2016 auf einer CD-
ROM und verschiedenen Festplatten, welche teilweise an den Computer angeschlossen waren, teil-
weise lose rechts oder links im Schaft bzw. in der Schreibtischschublade lagen, abgespeichert. Er hat-
te die Möglichkeit jederzeit über die Gegenstände zu verfügen, die darauf gespeicherten Daten zu 
verändern, zu löschen oder zu kopieren bzw. zu konsumieren. Damit hatte der Beschuldigte die 
Sachherrschaft über die Bilder und Filme. Er besass sie insoweit auch i.S.v. Art. 197 Abs. 5 Satz 1 
und 2 StGB und erfüllte den objektiven Tatbestand dieser Bestimmung. 

Während des Downloads über den «eMule P2P Client» eröffnete er es zudem anderen Nutzern und 
damit auch Jugendlichen, sich Kenntnis davon zu verschaffen und machte diesen die Erzeugnisse 
i.S.v. Art. 197 Abs. 1 und 4 StGB zugänglich. Damit erfüllte er den objektiven Tatbestand dieser Be-
stimmungen. 

Er wusste dabei, dass es sich um Videos und Bilder mit verbotenem pornografischem Inhalt handelte, 
dass er diese via die File-Sharing-Plattform herunterlud und dabei zugleich auch zugänglich machte. 
Er hatte bezüglich der heruntergeladenen und abgespeicherten Dateien Herrschaftswillen, jedenfalls 
insoweit er diese nicht wieder löschte. 

Das Zugänglichmachen nahm er zumindest in Kauf, indem er den Upload-Filter aufs Minimum stellte. 
Auch der subjektive Tatbestand der Art. 197 Abs. 1, 4 und 5 StGB ist vorliegend erfüllt. Rechtferti-
gungs- und Schuldausschliessungsgründe sind keine ersichtlich. 

Der Beschuldigte ist folglich der Pornografie, mehrfach begangen, durch Zugänglichmachen und Be-
sitz zum Konsum schuldig zu erklären. 

Diesen Ausführungen schliesst sich die Kammer vollumfänglich an. Die objektiven 
und subjektiven Tatbestände der Pornografie, begangen durch Besitz zum Konsum 
(Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und 2 StGB) sowie durch Zugänglichmachen an Personen 
unter 16 Jahren (Art. 197 Abs. 4 StGB), sind vorliegend erfüllt.

Was die ebenfalls angeklagte Pornografie begangen durch Herstellen von 
Erzeugnissen mit deliktsspezifischen Präferenzindikatoren betrifft, so gelten solche 
Erzeugnisse, die sich rechtlich gesehen in einem Graubereich befinden – weil 
bspw. das Alter einer abgebildeten Person nicht genau genug geschätzt werden 
kann oder das Erzeugnis ein nacktes Kind ohne klare Fokussierung auf den 
Geschlechtsteil zeigt – als nicht verboten (vgl. Nachtrag zum Bericht des FDF, 
pag. 224, Ziff. 5). Es kann in Bezug auf diese Erezeugnisse in rechtlicher Hinsicht 
somit kein Schuldpruch erfolgen.

Zu den Konkurrenzen und der Verfolgungsverjährung hielt die Vorinstanz sodann 
richtigerweise fest, die verschiedenen auf den Konsum gerichteten Durchgangsstu-
fen (sich über elektronische Mittel beschaffen, Herunterladen sowie Besitz) stünden 
nicht in echter Konkurrenz zueinander, zumal es sich dabei um verschiedene Ent-
wicklungs-/Durchgangsstufen desselben deliktischen Angriffs handle. Dies schlage 
sich im Urteilsdispositiv insofern nieder, als einzig ein Schuldspruch wegen des 
Besitzes von Pornografie zum Zwecke des Konsums gemäss Art. 197 Abs. 5 Satz 
1 und 2 StGB erfolge, da dies die letzte Verwirklichungsstufe darstelle und zudem 

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nicht nachgewiesen werden könne, dass der Beschuldigte alle Erzeugnisse auch 
tatsächlich konsumiert habe. In echter Konkurrenz, so die Vorinstanz weiter, stün-
den dagegen diejenigen Tathandlungen, welche nicht auf den Konsum gerichtet 
gewesen seien, womit das Zugänglichmachen zum Schuldspruch wegen Konsums 
hinzutrete (pag. 618 f., S. 23 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung). 

Auf diese korrekten und präzisen Ausführungen kann integral verwiesen werden. 
Ebenfalls zutreffend ist, dass die Verfolgungsverjährungsfrist vor dem 1. Juli 2014 
gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. c aStGB sieben Jahre betrug. Sämtliche vor dem 8. Sep-
tember 2013 angeklagten Tathandlungen sind damit verjährt.

Im Ergebnis ist der Beschuldigte somit schuldig zu sprechen der Pornografie, 
mehrfach begangen in der Zeit vom 8. September 2013 bis am 9. August 2016 
durch Zugänglichmachen an Personen unter 16 Jahren sowie durch Besitz zum 
Konsum. Von der Anschuldigung der Pornografie, angeblich begangen im selben 
Zeitraum durch Beschaffen bzw. Herstellen von bis zu 450 Bilddateien sowie 
36 Fimldateien mit deliktsspezifischen Präferenzindikatoren, ist der Beschuldigte 
hingegen freizusprechen.

11. Ungehorsam in einem Betreibungsverfahren

11.1 Theoretische Grundlagen zu Art. 323 Ziff. 1 StGB

Auch an dieser Stelle kann vorab auf die umfassenden und zutreffenden Erwägun-
gen der Vorinstanz, insbesondere jene zum Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, 
verwiesen werden (pag. 639 f., S. 44 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung).

Gemäss dem Übertretungstatbestand von Art. 323 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, 
wer einer Pfändung oder der Aufnahme eines Güterverzeichnisses, die ihm 
gemäss Gesetz angekündigt worden sind, weder selbst beiwohnt noch sich dabei 
vertreten lässt (Art. 91 Abs. 1 Ziff. 1, 163 Abs. 2 und 345 Abs. 1 SchKG). 

11.2 Subsumtion

Sowohl der objektive wie auch der subjektive Tatbestand von Art. 323 Ziff. 1 StGB 
sind vorliegend erfüllt. Mit Verfügung vom 18. April 2018, vom Beschuldigten per-
sönlich in Empfang genommen am 21. April 2018, wurde dieser aufgefordert, am 
26. April 2018 beim Betreibungsamt zwecks Auskunftserteilung über seine Vermö-
gens-/Einkommens-, Wohn- und Familienverhältnisse vorzusprechen (pag. 379). 
Indem der Beschuldigte diesem Termin ferngeblieben ist, erfüllt er den objektiven 
Tatbestand. Der Beschuldigte blieb dem Termin zudem wissentlich und willentlich 
fern und erfüllt damit auch den subjektiven Tatbestand. Rechtfertigungs- und 
Schuldausschliessungsgründe sind vorliegend keine ersichtlich. Es hat damit ein 
Schuldspruch wegen Ungehorsams in einem Betreibungsverfahren gemäss 
Art. 323 Ziff. 1 StGB zu erfolgen.

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IV. Strafzumessung

12. Allgemeine Grundlagen der Strafzumessung

Was die allgemeinen Bemerkungen zur Strafzumessung anbelangt, kann auf die 
korrekten Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, ebenso, was das 
anwendbare Recht und die Ausführungen zur Gesamtstrafenbildung bei Ausfällung 
einer Zusatzstrafe betrifft (pag. 641 ff., S. 46 ff. der erstinstanzlichen 
Urteilsbegründung). Zur Zusatzstrafenbildung sei ergänzend noch Folgendes 
festgehalten:

Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen 
einer anderen Tat verurteilt wurde (Ersturteil), bestimmt es die Zusatzstrafe in der 
Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren 
Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). Im Falle der 
retrospektiven Konkurrenz ist das Delikt zu bestimmen, für welches das Gesetz die 
schwerste Strafe vorsieht. In einem ersten Schritt ist für dieses Delikt die 
Einsatzstrafe festzusetzen. Anschliessend ist diese Sanktion im Hinblick auf die 
weiteren zu beurteilenden Taten zu erhöhen. Ist das bereits abgeurteilte Delikt das 
schwerere, bestimmt das Gericht die Einsatzstrafe ausgehend von diesem Delikt 
und erhöht die Strafe gestützt auf die neu zu beurteilenden Delikte. Wenn hingegen 
ein neu zu beurteilendes Delikt schwerer ist, dient dieses zur Festsetzung der 
Einsatzstrafe, welche gestützt auf die alten, bereits abgeurteilten Delikte erhöht 
werden muss. Von der so gebildeten Gesamtstrafe ist die im Ersturteil 
ausgesprochene Strafe abzuziehen. Daraus resultiert die auszusprechende 
Zusatzstrafe (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_384/2009 vom 5. November 2009 
E. 3.5.3 mit Hinweisen). Ob eine Zusatzstrafe auszusprechen ist, entscheidet sich 
nach dem Datum der ersten Verurteilung im ersten Verfahren (HANS MATHYS, 
Leitfaden Strafzumessung, 2. Aufl. N 525). Das Gericht hat sich somit zu fragen, ob 
die neue Tat vor der ersten Verurteilung im ersten Verfahren begangen wurde. 
Bejaht es dies, hat es eine Zusatzstrafe auszusprechen. Das Gericht, welches die 
Zusatzstrafe bestimmt, ist an das Ersturteil gebunden. Art. 49 Abs. 2 StGB erlaubt 
keine erneute Beurteilung der in Rechtskraft erwachsenen Grundstrafe, auf das 
Ersturteil kann nicht mehr zurückgekommen werden. Die Unabänderlichkeit der 
Grundstrafe umfasst deren Art, Dauer und Vollzugsform (MATHYS, a.a.O., N. 527).

Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland verurteilte den Beschuldigten am 8. März 
2016 wegen Nichtabgabe von Ausweisen und/oder Kontrollschildern zu einer Geld-
strafe von 4 Tagessätzen à CHF 40.00 sowie zu einer Verbindungsbusse von 
CHF 200.00. Die neu zu beurteilenden Taten beging der Beschuldigte teilweise 
noch vor dem 8. März 2018. Dies betrifft den Schuldspruch wegen Pornografie, 
begangen seit dem 8. September 2013.

Wie eingangs unter Ziff. 6 bereits erwähnt, hat die Kammer das Verbot der 
reformatio in peius zu beachten, weshalb vorliegend für die Pornografie wiederum 
eine Geldstrafe auszufällen ist. Damit liegt zudem auch eine gleichartige Strafe wie 
im Strafbefehl vom 8. März 2016 vor; die Kammer hat aus diesem Grund eine 
Zusatzstrafe gemäss Art. 49 Abs. 2 StGB auszufällen. Vorliegend gilt es das 
rechtskräftige Urteil der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland zu berücksichtigen, was 

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sich in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 2 StGB zu Gunsten 
des Beschuldigten auswirkt. Damit liegt auch keine Verletzung des 
Verschlechterungsverbots vor.

Die Gesamtstrafe darf nicht höher als im angefochtenen Urteil ausfallen, da nur der 
Beschuldigte Berufung erhoben hat (Art. 391 Abs. 2 StPO; vgl. Ziff. 6 hiervor). 
Demgegenüber können in der Berechnung die Strafanteile für einzelne Delikte 
auch mit höheren Werten eingesetzt werden, als sie von der Vorinstanz verwendet 
wurden, zumal sich das Verschlechterungsverbot nur auf das Ergebnis, mithin das 
Dispositiv des Urteils auswirkt, nicht jedoch auf dessen Begründung (BGE 139 IV 
282 E. 2.6).

Beim Vorgehen nach Art. 49 StGB ist zunächst die Einsatzstrafe für die schwerste 
Straftat festzusetzen. Vorliegend bildet die Pornografie mit einem abstrakten 
Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe (Art. 197 Abs. 4 
StGB) das schwerste Delikt, wofür die Einsatzstrafe festzusetzen ist. Es liegt kein 
Fall vor, bei welchem der ordentliche Strafrahmen unter- oder überschritten werden 
müsste.

13. Konkrete Strafzumessung

13.1 Pornografie

13.1.1 Strafzumessung der Vorinstanz

Die Vorinstanz gelangte für die Pornografie unter Anwendung der Richtlinien des 
Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und 
Staatsanwälten (VBRS) zu folgender Strafzumessung (pag. 642, S. 47 der 
erstinstanzlichen Urteilsbegründung):

Sicher festgestellt sind acht kinderpornografische Filme und 90 Bilder mit tatsächlichen sexuellen 
Handlungen mit Minderjährigen, rund 250 Filme mit Zoophilie, 1900 Bilder mit sexueller Gewalt sowie 
100 Bilder mit virtueller Kinderpornografie (pag. 39 f.). Für die Erzeugnisse «virtuelle 
Kinderpornografie», «Kinderpornografie» und «Zoophilie» wurden – in Anlehnung an die VBRS-
Empfehlungen – dabei mit je 20 Strafeinheiten festgesetzt, für die «sexuelle Gewalt» 40 
Strafeinheiten. Dabei wurde zu Gunsten des Beschuldigten berücksichtigt, dass die 1998 Bilder mit 
sexueller Gewalt auf der Festplatte ________  im Zeitraum bis 2005 gespeichert und im Schrank 
gelagert worden waren, weswegen bei der Strafzumessung von «losem» Besitz gesprochen werden 
muss. Für das Zugänglichmachen wurden weitere 20 Strafeinheiten vorgesehen, womit die 
Gesamtstrafe 120 Strafeinheiten beträgt. Bezüglich der weiteren Umstände sowie der subjektiven 
Aspekte der Tat sind keine Besonderheiten ersichtlich, welche die Taten – in Abweichung des in den 
Richtlinien vorgesehenen Regelfalles – in einem schwereren oder leichtern Lichte erscheinen liessen. 
Da der Beschuldigte seine Aussagen später zu widerrufen versuchte, liegt weder Reue noch Einsicht 
in sein Fehlverhalten vor.

Die Vorstrafe berücksichtigte die Vorinstanz mit vier Tagessätzen (pag. 644, S. 49 
der erstinstanzlichen Urteilsbegründung).

Nach Ansicht der Kammer ist diese Strafzumessung zu tief ausgefallen. Mit Blick 
auf die VBRS-Richtlinien wären für den Besitz von über 1000 Erzeugnissen 
sexueller Handlungen mit Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen 55 Tagessätze, für 

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den Besitz von rund 90 Bild- sowie 8 Filmdateien mit sexuellen Handlungen mit 
Minderjährigen 18 Tagessätze sowie für das zur Verfügung stellen von 
Erzeugnissen sexueller Gewalt mit Minderjährigen 60 Tagessätze auszusprechen 
gewesen, vorerst ausmachend somit 133 Tagessätze. Für die Vorstrafe wären 
auch hier vier Tagessätze zu asperieren gewesen, ausmachend insgesamt 137 
Tagessätze, wovon die bereits ausgefällte Strafe von sechs Tagessätzen wieder 
abzuziehen wäre, was die Zusatzstrafe ergeben hätte. Diese beliefe sich im 
Ergebnis auf run