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**Case Identifier:** e587302d-a621-55b0-9075-918bcddd97be
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-02
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 02.04.2025 ZK1 2024 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2024-32_2025-04-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 2. April 2025
ZK1 2024 32

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Pius Schuler, Josef Reichlin,
Jeannette Soro und Daniela Brüngger,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Kläger und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________ AG,
Beklagte und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________, 

betreffend Forderung
(Berufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht Schwyz vom 
19. August 2024, ZEO 2024 4);-

hat die 1. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Am 13. Dezember 2011 erlitt der an die Beklagte verliehene Kläger auf 
deren Baustelle in Ingenbohl einen Arbeitsunfall. Er stürzte bei der Montage 
von Holzschalungsträgern von oben aus nicht näher bekannten Gründen ab 
und verletzte sich am Fuss. 

a) Der Kläger reichte am 15. Januar 2020 beim Einzelrichter am Bezirksge-
richt Schwyz gegen die Beklagte eine Teilklage ein. Er beantragte, sie sei zu 
verpflichten, ihm eine (verbleibende) Genugtuung in der Höhe von 
Fr. 18’900.00 zuzüglich Zinsen von 5 % seit dem Unfalltag zu bezahlen (ZEV 
2020 4 act. 1). Die Beklagte beantragte, die Klage abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten sei. Widerklageweise verlangte sie die Feststellung, dass dem 
Kläger gegen sie keine Forderung aus dem Unfall zustehe. 

b) Am 15. Oktober 2020 überwies der Einzelrichter die Sache als arbeits-
rechtlichen Fall mit einem Streitwert von über Fr. 30‘000.00 in das ebenfalls 
einzelrichterliche (§ 31 Abs. 2 lit. b JG) ordentliche Verfahren (ZEO 2020 89). 
Er beschränkte das Prozessthema auf die Frage der Haftung dem Grundsatz 
nach (ZEV 2020 4 act. 16 = ZEO 2020 89 act. 1). Nach den Schlussvorträgen 
(ebd. act. 48 f.) stellte er mit Zwischenentscheid vom 23. August 2022 fest, 
dass die inzwischen umfirmierte (ebd. act. 38 f.) Beklagte für den Unfall des 
Klägers vom 13. Dezember 2011 dem Grundsatz nach hafte. 

c) In Gutheissung der eingereichten Berufung der Beklagten hob das Kan-
tonsgericht den Zwischenentscheid auf und wies die Sache mit Beschluss 
vom 23. November 2023 im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur 
Neubeurteilung zurück, insbesondere zur Prüfung der konkreten Personalver-
leihverhältnisse und allfälliger situativ tatsächlicher Unterlassungen von In-
struktionen und angemessenen Schutzmassnahmen der Beklagten unter 

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Berücksichtigung der unbestrittenen Berufserfahrung des Klägers (ZK1 2022 
39).

B. Mit Urteil vom 19. August 2024 wies der Einzelrichter am Bezirksgericht 
Schwyz die Klage ab und stellte in Gutheissung der Widerklage fest, dass 
dem Kläger keine Forderung gegen die Beklagte aus dem Unfall vom 13. De-
zember 2011 zusteht (ZEO 2024 4).

C. Der Kläger erhob gegen dieses Urteil rechtzeitig Berufung beim Kan-
tonsgericht. Er beantragt, die Haftung der Beklagte sei in Aufhebung des an-
gefochtenen Urteils zu bejahen, eventualiter sei die Angelegenheit zur neuen 
Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem ersucht er um un-
entgeltliche Rechtspflege. Die Beklagte verlangt, die Berufung sei vollumfäng-
lich abzuweisen (KG-act. 9). Die Parteien nahmen je nochmals Stellung (KG-
act. 11 und 13);-

und in Erwägung:

1. Im Zwischenentscheid (vgl. oben A.b) beschränkte der Einzelrichter das 
Thema zunächst auf den Gegenstand der Widerklage, nämlich die damals 
bejahte Frage, ob die Beklagte überhaupt dem Grundsatz nach hafte. Dieser 
Zwischenentscheid hob die Zivilkammer auf und wies die Sache zur Neubeur-
teilung zurück (oben lit. A.c), worauf der Einzelrichter die Klage abwies (oben 
lit. B). Anders als mit dem ursprünglichen Teilklagebegehren auf Fr. 18‘900.00 
Genugtuung stellt der Berufungsführer zweitinstanzlich in der Sache nunmehr 
den Antrag, die Haftung der Beklagten zu bejahen. Somit zieht er in der Sache 
nur die erstinstanzliche Gutheissung der Widerklage weiter, stellt er doch kei-
nen Antrag auf Klagegutheissung. Der Berufungsbegründung lassen sich 

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denn auch keine Ausführungen zu seiner ursprünglichen Teilleistungsklage 
entnehmen. Thema des Berufungsverfahrens ist daher die gutgeheissene 
Widerklage mit ihrem selbständigen Streitgegenstand bzw. dem Rechts-
schutzziel auf Feststellung des Nichtbestehens der (arbeitsrechtlichen) Haf-
tung der Beklagten wegen des Unfalls des Klägers.

2. Die Zivilkammer wies die Vorinstanz im ersten Berufungsverfahren (vgl. 
oben A.c) in Erwägung, dass die Montage von oben von der Trägerherstellerin 
nicht untersagt und der Beklagte unbestritten berufserfahren sei, neben der 
Klärung der konkreten Personalverleihverhältnisse zur Neubeurteilung der von 
ihr im Zwischenentscheid bejahten Sorgfaltspflichten an (ZK1 2022 22 vom 
23. November 2023 E. 3.b und c). Der Einzelrichter hielt unter Einbezug aller 
infrage kommenden Haftungsnormen (Art. 41 und Art. 55 sowie Art. 97 i.V.m. 
Art. 328 OR) nun mangels Nachweises sowohl einer Sorgfaltspflichtverletzung 
der Beklagten (defekter Träger bzw. Vereitelung der Produktehaftpflicht, feh-
lende Instruktion, fehlende Absturzsicherung und mangelhafte Dokumentation 
der Kontrolle) als auch eines jeweils erforderlichen Kausalzusammenhanges, 
die abschliessende Klärung der Verleihverhältnisse als irrelevant (angef. Urteil 
E. 3.6 i.V.m. E. 4.4, 6.7 und 7.8). Mit deren Relevanz setzen sich die Parteien 
im zweiten Berufungsverfahren nicht mehr auseinander, so dass darauf eben-
so wenig zurückzukommen ist, wie auf die im ersten Rechtsgang umstrittene 
Absturzhöhe (vgl. dazu ZK1 2022 39 E. 3.a). Indes ging der Einzelrichter von 
einer das Regelbeweismass erheblich herabsetzenden Beweisvereitelung der 
Beklagten in Bezug auf den beim Unfall gebrochenen Träger aus, weil sie die-
sen vernichtet habe (angef. Urteil E. 4.6). Ob der Beklagten, was sie bestrei-
tet, eine Beweisvereitelung vorzuwerfen ist, bzw. ob die Frage der Beweisver-
eitelung durch den Einzelrichter überhaupt nochmals beurteilt werden durfte 
(vgl. dazu ZK1 2022 39 vom 23. November 2023 E. 3 vor lit. a), kann ebenfalls 
offengelassen werden, wenn das angefochtene Urteil den Rügen des Klägers 
im Berufungsverfahren standhält. Vorauszuschicken bleibt:

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a) Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung bei der Rechtsmittelin-
stanz schriftlich und begründet einzureichen. Im eigenständigen, der Überprü-
fung und Korrektur des erstinstanzlichen Entscheids dienenden Berufungsver-
fahren (BGE 142 III 413 E. 2.2.2 m.H.) muss der Berufungsführer explizit in 
argumentativer Auseinandersetzung mit dessen Erwägungen und den Akten 
aufzeigen, inwiefern sie diese als fehlerhaft erachtet. Den Begründungsanfor-
derungen genügt es daher unter anderem nicht, den angefochtenen Entscheid 
in allgemeiner Weise zu kritisieren (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 
4A_396/2019 vom 16. Januar 2020 E. 3.3.1 m.H.; ZK1 2021 15 vom 24. März 
2021 E. 2.b m.H). 

b) Genügt eine allgemeine Kritik des angefochtenen Urteils den Begrün-
dungsanforderungen nicht, sind die Zusammenfassungen der erstinstanzli-
chen Urteilserwägungen des Berufungsführers (KG-act. 1 S. 6 ff.) umso weni-
ger beachtlich. Ausser mit der Vereitelung angeblicher Produktehaftpflichtan-
sprüche und mit dem Umstand, dass die Beklagte nur die seines Erachtens 
unzulässige Montage von oben praktizierte, setzt der Berufungsführer sich mit 
dem erstinstanzlichen Urteil über den fehlenden Nachweis von Sorgfalts-
pflichtverletzungen im Einzelnen weiter konkret nicht auseinander. Deshalb ist 
im Nachfolgenden darauf mit Ausnahme der Rüge, die Berufungsgegnerin 
habe nicht hinreichend für seine Vermögensinteressen gesorgt, nämlich An-
sprüche aus Produktehaftpflicht vereitelt, nicht einzugehen.

3. Der Arbeitgeber hat im Arbeitsverhältnis die Persönlichkeit des Arbeit-
nehmers zu achten und zu schützen, auf dessen Gesundheit gebührend 
Rücksicht zu nehmen (Art. 328 Abs. 1 OR). Er hat zum Schutz von Leben, 
Gesundheit und persönlicher Integrität der Arbeitnehmer die Massnahmen zu 
treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik an-
wendbar und den Verhältnissen des Betriebes oder Haushaltes angemessen 
sind, soweit es mit Rücksicht auf das einzelne Arbeitsverhältnis und die Natur 

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der Arbeitsleistung ihm billigerweise zugemutet werden kann (ebd. Abs. 2). 
Rechtsprechung und Lehre zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ar-
beitgeberin zur Verhütung jedes Unfalls verpflichtet ist, der nicht auf ein nicht 
voraussehbares, ein schweres Verschulden darstellendes Verhalten des Ver-
unfallten selber oder Dritter zurückzuführen ist (ZK1 2023 23 vom 18. Novem-
ber 2024 E. 4.a m.H. auf Streiff/von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, 7. A. 
2012, Art. 328 OR N 15 in fine). 

a) Der Einzelrichter verneinte aufgrund der Zeugen- und Parteiaussagen 
sowie der Feststellungen der Polizei, dass der beim Unfall gebrochene Quer-
träger äusserlich erkennbar oder innerlich mangelhaft gewesen sei. Zudem 
könne sich die Beklagte in diesem Fall exkulpieren, da nicht nur der Polier, 
sondern auch der Kläger (ZEO 2020 89 act. 38 Fragen 225 f.) bestätigt habe, 
den Träger einer Sicht- und einer Geräuschkontrolle unterzogen zu haben. 
Deshalb habe sie durch die Veranlassung solcher Prüfungen alles in ihrer 
Macht Liegende unternommen und sei auch für einen innerlich defekten Trä-
ger nicht verantwortlich (angef. Urteil E. 6.2.6 f.). Mit dieser Exkulpation der 
Beklagten setzt sich der Berufungsführer nicht auseinander, weshalb er unab-
hängig von der nicht bekannten genauen Ursache des Bruchs des Trägers 
keine Verantwortlichkeit der Beklagten im Zusammenhang mit der Qualität des 
Trägers aufzuzeigen vermag und darauf nicht weiter einzugehen ist (vgl. oben 
E. 2). Jedoch behauptet er, er hätte gegenüber der Trägerherstellerin An-
sprüche aus Produktehaftung geltend machen können, was ihm durch die 
Vernichtung des Trägers nicht mehr möglich gewesen sei. Die Berufungsgeg-
nerin macht geltend, die Wahrung solcher Ansprüche obliege ihr als blosser 
Einsatzfirma nach Art. 328 OR nicht (dazu unten lit. aa). Hingegen betrachtete 
der Einzelrichter eine Haftung gestützt auf Art. 328 OR als grundsätzlich mög-
lich, verneinte aber die Pflicht der Beklagten, den Träger länger aufzubewah-
ren, als sie es getan habe (angef. Urteil E. 6.5, unten lit. bb).

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aa) Der Einzelrichter begründet nicht näher, warum Produktehaftpflichtan-
sprüche gegenüber Dritten in Analogie zu den in der Lehre der Fürsorgepflicht 
von Art. 328 OR subsumierten Vermögensinteressen zu behandeln wären 
(dazu angef. Urteil E. 6.5.3). Bei den durch den Berufungsführer als möglich 
erachteten Ansprüchen aus Produktehaftpflicht handelt es sich um Ansprüche 
gegen einen Dritten, nämlich der Herstellerin des Trägers. Sie gründen mithin 
nicht wie die in der Lehre im Zusammenhang mit steuer- oder sozialversiche-
rungsrechtlichen Vorschriften oder dem Schutz des wirtschaftlichen Fortkom-
mens erwähnten Vermögensinteressen in der Entstehung des Rechtsverhält-
nisses zwischen den Parteien, selbst wenn dieses hier als sog. faktisches Ar-
beitsverhältnis zu betrachten wäre. Es geht auch nicht um den Schutz des 
Eigentums von Sachen, die der Berufungsführer zur Arbeit mitgenommen hät-
te. Insofern macht die Berufungsgegnerin zu Recht geltend, dass Art. 328 OR 
für Produktehaftpflichtansprüche gegenüber Dritten nicht herangezogen wer-
den kann (KG-act. 9 Rz 34 ff.). Ohnehin ist bei der Berufung auf die allgemei-
ne Fürsorgepflicht nach Art. 328 OR in Bezug auf Handlungspflichten wie hier 
das Aufbewahren des beim Unfall in Bruch gegangenen Trägers ohne er-
kenntliche vorbestehende Mängel Zurückhaltung geboten, umso mehr als es 
sich um einen Fall von Personalverleihung handelt (ZK1 2022 39 vom 23. No-
vember 2023 E. 3.b/bb m.H.), in welcher die Schutzbedürftigkeit des Klägers 
im Rahmen der Eingliederung in den Betrieb der Beklagten weniger im Vor-
dergrund steht (vgl. Portmann/Wildhaber/Rudolph, Schweizerisches Arbeits-
recht, 5. A. 2024 N 408; Etter/Sokoll, Arbeitsvertrag, SHK, Art. 328 OR N 2 f.). 
Schon aus diesen Gründen sind mithin weder Informations- noch Dokumenta-
tionspflichten der Arbeitgeberin zur Wahrung von Produktehaftpflichtan-
sprüche eines entliehenen Arbeitnehmers ersichtlich bzw. bestehen aufgrund 
von Art. 328 OR keine entsprechenden Nebenpflichten (dazu vgl. BGE 141 III 
363 E. 5.2).

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bb) Des Weiteren erwog der Einzelrichter, dass weder ein äusserlich er-
kennbarer noch ein innerer Defekt am Träger bestanden habe, weshalb nicht 
ersichtlich sei, inwiefern die Beklagte Produktehaftpflichtansprüche vereitelt 
haben könnte (angef. Urteil E. 6.5.4). In der Tat hatte die Beklagte nach mehr-
facher Prüfung der Träger auf äussere und innere Mängel des Trägers keinen 
Anlass, eine Produktehaftpflicht der Herstellerin anzunehmen. Im Weiteren 
verneinte der Einzelrichter die Frage der hier schon im Grundsatz abgelehnten 
(vgl. oben lit. aa) Aufbewahrungspflicht von länger als sieben Monaten zu 
Recht: In Anbetracht der polizeilichen Abklärungen und fehlender Anhalts-
punkte für einen Produktehaftpflichtfall, war für die Beklagte nicht absehbar, 
dass der Berufungsführer rechtlich gegen die Herstellerin vorgehen könnte 
bzw. möchte. Die vom Berufungsführer angerufenen Art. 53 und 56 UVV be-
schränken sich auf Pflichten im Zusammenhang der unverzüglichen Feststel-
lung des Hergangs und der Ursache des Unfalls und den entsprechenden 
Unterlagen für den Unfallversicherer. Daraus lässt sich ebenso wenig wie aus 
Art. 328 OR eine Pflicht der Berufungsgegnerin ableiten, einen durch mehrere 
Personen, u.a. auch dem Berufungsführer kontrollierten und als mängelfrei 
befundenen Träger (dazu angef. Urteil E. 6.2.6.1 m.H.) noch jahrelang für all-
fällige, damals nicht absehbare Produktehaftansprüche des Berufungsführers 
aufzubewahren. Den Aussagen des die Aufbewahrung des Trägers anord-
nenden Poliers der Berufungsgegnerin beziehen sich auf einen Nachweis im 
Rahmen einer zeitnahen Unfallklärung (ZEO 2020 89 act. 38 Frage 50 und 
106). Damit kann der Berufungsgegnerin nicht vorgeworfen werden, den Trä-
ger entsorgt zu haben, bevor er hätte gesichert respektive inspiziert werden 
können. Insbesondere kann nicht abgeleitet werden, dass für die Berufungs-
gegnerin ein Prozess erkennbar gewesen wäre, in dem der Berufungsführer 
gegen die Trägerherstellerin Produktehaftpflichtansprüche geltend machen 
würde bzw. könnte. Folglich liegt insoweit keine Beweisvereitelung vor (so 
auch Groner, Beweisrecht, S. 113). Mangels entsprechender Sorgfaltspflicht-
verletzung kann unabhängig von Fragen des Kausalzusammenhangs (dazu 

Kantonsgericht Schwyz 9

noch unten lit. c) die Berufungsgegnerin trotz der Vernichtung des fraglichen 
Trägers auch nicht wegen Vereitelung von Produktehaftansprüche des Beru-
fungsführers gegenüber der Trägerherstellerin verantwortlich gemacht wer-
den.

b) Im Übrigen trifft die Behauptung des Berufungsführers nicht zu, dass 
andere Unfallursachen als ein defekter Träger nicht in Betracht kommen. Der 
Polier der Berufungsgegnerin kann die Variante, dass der Träger nach einem 
Fehltritt durch den mit Schwung und ganzem Körper darauf gefallenen Beru-
fungsführer gebrochen sein könnte, nicht ausschliessen (ZEO 2020 89 act. 38 
Frage 20). Der ebenfalls auf der Baustelle anwesende Kranführer kann sich 
nicht erinnern, den Unfall wirklich gesehen zu haben (ebd. Fragen 138 ff.). Ob 
ein Materialfehler, das Gewicht des Klägers oder vielleicht ein Fehltritt den 
Unfall verursacht haben, will der Polier ausdrücklich nicht sagen können (ebd. 
Frage 10), auch wenn er sich subjektiv von einem Materialfehler überzeugt 
gibt (ebd. Frage 99). Gemäss seinen Aussagen wurden die Jochträger aufge-
stellt und quer darauf Träger gelegt. Dann erfolgte die Montage von oben, 
indem die quer gelegten Träger aufgestellt, angenagelt und mit Schaltafeln 
belegt wurden. Auf den Schaltafeln laufend konnte dann „weiter geschalt“ 
werden (ebd. Fragen 10 und 31). Der Berufungsführer bestreitet die tatsächli-
che Feststellung des Einzelrichters (angef. Urteil E. 6.2.7.1 in fine; vgl. dazu 
auch ZK1 2022 22 vom 23. November 2023 E. 3 vor lit. a) nicht, dass er nicht 
auf diese Art und Weise „vor sich her geschalt“ bzw. sich auf den bereits mon-
tierten Schalungsplatten bewegt habe, sondern sich mitunter in der Mitte auf 
den zuvor ausgelegten, flachliegenden Querträgern bewegt habe. Die Herstel-
lerin garantiert jedoch bei einem Körpergewicht des Berufungsführers von 120 
kg Bruchsicherheit nur dann, wenn Querträger „normal“, d.h. in Richtung Trä-
gerhöhe belastet werden, was bei flach ausgelegten nicht der Fall ist (ZEO 
2020 89 act. 32 Ziff. 3 ff.). Damit lassen sich weitere Ursachen für einen Bruch 
eines mängelfreien Querträgers nicht ausschliessen (vgl. auch ZEO 2020 89 

Kantonsgericht Schwyz 10

act. 38 Fragen 156 f.). Zudem ist hier zu wiederholen, dass diese Montage der 
Schaltafeln von oben seitens der Herstellerin mit dem Vermerk zugelassen 
war, dass allenfalls gemäss lokalen Vorschriften oder einer situativen Gefähr-
dungsbeurteilung persönliche Schutzausrüstungen gegen den Absturz erfor-
derlich werden (ZEO 2020 89 act. 44 Anwenderinformationen S. 17).

c) Schliesslich hält der Berufungsführer der selbständigen Begründung des 
angefochtenen Urteils, wonach er den Kausalzusammenhang zwischen allfäl-
ligen Sorgfaltspflichtverletzungen der Berufungsgegnerin und dem Schaden 
nicht hinreichend substanziert habe (angef. Urteil E. 7.5), nur seine Aus-
führungen in der vorinstanzlichen Replik entgegen (KG-act. 1 Rz 63 m.H. auf 
Replik ZEO 2020 89 act. 6 Rz 31, 42, 68 und 76). An diesen Stellen finden 
sich indes nur die Behauptungen der Verletzung diverser Sorgfaltspflichten mit 
der allgemeinen Schlussfolgerung, dass der Unfall bei deren Einhaltung sich 
nicht ereignet und er sich nicht verletzt hätte. Damit setzt er sich mit den Er-
wägungen des Einzelrichters hinsichtlich der mangelnden Substanzierung des 
Kausalzusammenhangs nicht hinreichend auseinander (vgl. oben E. 2.a), 
weshalb auf die Berufung in diesem Punkt nicht einzutreten ist und die im Ein-
zelnen in der Berufung auch nicht mehr detailliert aufgegriffenen (vgl. oben 
E. 2.b) Sorgfaltspflichtverletzungen nicht mehr geklärt werden müssen. Was 
die angeblich seitens der Beklagten nicht gewahrten Vermögensinteressen im 
Rahmen der vermeintlichen Ansprüche aus Produktehaftung gegen Dritte be-
trifft, fielen diese nicht unter die Verfahrensbeschränkung (ZEO 2020 89 act. 
1). Der Einzelrichter entlastete den Kläger damit weder vom Nachweis der 
Absehbarkeit entsprechender Vermögensinteressen noch von der näheren 
Darlegung eines diesbezüglichen Kausalzusammenhanges. Abgesehen da-
von wird der adäquate Kausalzusammenhang unterbrochen, wenn zu einer an 
sich adäquaten Ursache eine andere Ursache hinzutritt, die einen derart ho-
hen Wirkungsgrad aufweist, dass erstere nach wertender Betrachtungsweise 
als rechtlich nicht mehr beachtlich erscheint (BGE 130 III 182 E. 5.4 m.H.): 

Kantonsgericht Schwyz 11

aa) Es ist unbestritten, dass der Berufungsführer bei der damals zumindest 
noch zulässigen und bei der Beklagten üblichen Montage von oben mitunter in 
der Mitte auf die noch flachliegenden Querträger trat (vgl. oben lit. b). Der Be-
rufungsführer hätte daher zum Nachweis des Kausalzusammenhangs näher 
darlegen müssen, welche Instruktionen und Sicherungsmassnahmen bei die-
ser Montageweise einen Sturz und die erlittenen Verletzungen in der damali-
gen Situation hätten verhindern sollen. Die Montage von oben verstiess nicht 
gegen die damals herrschenden Sicherheitsstandards und war mithin nicht 
adäquat unfallursächlich. Im Übrigen behauptet auch der Berufungsführer 
nicht, dass weitere Schutzmassnahmen auf der damaligen Baustelle möglich 
gewesen wären (KG-act. 1 Rz 64 f.). Er bestreitet namentlich nicht, dass er 
nicht sicher hätte von bereits fixierten Schalungsplatten aus „vor sich her 
schalen“ können. 

bb) Abgesehen von den fehlenden Klagesubstanzierungen hinsichtlich einer 
adäquaten Ursache ist dem Kläger als andere Ursache ein grobes und damit 
die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusammenhangs ohnehin unterbrechen-
des Selbstverschulden (zum Thema schon ZK1 2022 22 vom 23. November 
2023 E. 3.b/aa) anzulasten, weil er sich mitunter in der Mitte auf den flachge-
legten Querträgern fortbewegte. Angesichts seiner Berufserfahrung musste er 
seitens der Beklagten weder instruiert noch kontrolliert werden, dass er dies 
unterlassen würde. Der Kläger wusste denn auch, dass er sich nicht in der 
Mitte der Träger aufhalten darf (ZEO 2020 89 act. 38 Frage 244). Daher ist 
seine Vorgehensweise nicht mit blosser Unachtsamkeit zu erklären, und nicht 
zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Klage in selbständiger Begründung 
wegen mangelnder Substanzierung bzw. fehlenden Nachweises des Kausal-
zusammenhangs abwies.

d) Schliesslich war der Verleiher nicht vollständig aus seinen Pflichten als 
Arbeitgeber entlassen. Er trug die Verantwortung für die Auswahl des für den 

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Einsatz am besten geeigneten Arbeitnehmers und übernahm gegenüber den 
Kunden die Verantwortung für die Qualität der von seinen Angestellten zu er-
bringenden Dienstleistungen (BGer 4A_134/2022 vom 16. September 2022 
E. 3.2.3). Denn in der Vereinbarung mit der Beklagten (KB 8) bestätigt der 
Personalverleiher, dass die von ihm zur Verfügung gestellten temporär Arbei-
tenden über die Vorschriften in Bezug auf „Arbeitssicherheit auf Baustellen“ 
informiert worden sind und er ihnen die persönliche Schutzausrüstung zur 
Verfügung stellt. Damit bestand gerade kein besonderer Fall, in dem die Beru-
fungsgegnerin zur Anweisung über die sichere Vorgehensweise bei der zuläs-
sigen Montage von oben verpflichtet war (dazu Portmann/Rudolph, BSK, 7. A. 
2020, Art. 321d OR N 4). Infolgedessen trifft sie auch weder die Verantwort-
lichkeit noch die Beweislast, den unbestritten berufserfahrenen Berufungsfüh-
rer (vgl. auch ZEO 2020 89 act. 38 Fragen 207 f. und 250 f.) zu einem siche-
ren Arbeitsverhalten bzw. konkret dazu angehalten zu haben, bei der Montage 
von oben sich aussen bei den Jochträgern auf den flachgelegten Querträgern 
und auf den Schaltafeln fortzubewegen. Entgegen den Behauptungen des 
Berufungsführers „kommandierte“ der Polier die Arbeitsweise nicht, sondern 
lag die Arbeits- resp. Fortbewegungsweise in der Verantwortung jedes einzel-
nen (ZEO 2020 89 act. 38 Fragen 31 ff., insbes. auch Frage 36 i.V.m. mit act. 
6 S. 24 und Frage 41). Der Polier war im Verhältnis zum entliehenen mit ein-
schlägiger Berufserfahrung ausgestatteten Berufungsführer unter diesen Um-
ständen nicht die für das sichere Verhalten bei der Montage von oben verant-
wortliche Hilfsperson, für deren vorschriftswidriges Verhalten die Berufungs-
gegnerin nach Art. 55 OR haften würde, weil sie ihn nicht sorgfältig genug 
instruiert hätte. Die Mitarbeiter der Berufungsgegnerin waren im Übrigen in-
struiert, dass man nicht in der Mitte der Träger laufen darf, was der Berufungs-
führer wie gesagt auch wusste. Die entsprechende Verantwortung war bei 
jedem, insbesondere einem vom Verleihbüro angeforderten Schaler voraus-
gesetzt (ebd. Fragen 120 f., 158 f., 161 f., 177, 199 und 202). Selbst wenn der 
Polier sich auch schon vorschriftswidrig in der Mitte der Träger aufgehalten 

Kantonsgericht Schwyz 13

haben sollte, ist ein solches Fehlverhalten in Ausübung seiner Verrichtungen 
im Sinne von Art. 55 Abs. 1 OR für die Beklagte auf der Baustelle, auf der sich 
der Unfall ereignete, weder behauptet noch bewiesen, geschweige denn, dass 
der für die sichere Verrichtung von Schalungsarbeiten selbstverantwortliche 
Kläger dadurch widerrechtlich in einem nicht unterbrochenen adäquaten Kau-
salzusammenhang (vgl. oben lit. c) geschädigt worden wäre. 

4. Aus diesen Gründen erweist sich die mit wesentlichen vorinstanzlichen 
Erwägungen (Exkulpation der Klägerin, Nichtsubstanzierung des Kausalzu-
sammenhanges, etc.) sich nicht auseinandersetzende Berufung als aussichts-
los und ist samt dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen, 
soweit auf sie einzutreten ist. Ausgangsgemäss trägt der Berufungsführer die 
Kosten des Berufungsverfahrens, für das er die Berufungsgegnerin angemes-
sen zu entschädigen hat (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 Abs. 1 ZPO; §§ 2 f., 6 
und 11 GebTRA);-

Kantonsgericht Schwyz 14

erkannt:

1. Die Berufung wird, soweit auf sie eingetreten wird, abgewiesen und das 
angefochtene Urteil bestätigt.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2’500.00 werden dem Be-
rufungsführer auferlegt und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
wird abgewiesen.

3. Der Berufungsführer wird verpflichtet, die Berufungsgegnerin mit 
Fr. 1’500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert beträgt über Fr. 30‘000.00.

5. Zufertigung an die Parteivertreter (je 2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie 
nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R mit den Akten) und 
die Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Namens der 1. Zivilkammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber

Versand 4. April 2025  amu