# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30e42351-df9e-5a32-a6ea-23da6aada7ef
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.08.2018 UV 2017/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-26_2018-08-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/26

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 17.08.2018

Entscheiddatum: 17.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 17.08.2018
Art. 6 UVG: Bejahung eines überwiegend wahrscheinlich unfallkausalen 
Meniskusrisses und mithin Bejahung der Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin hinsichtlich dessen arthroskopischer Behandlung 
inklusive Operationsfolgen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 17. August 2018, UV 2017/26). Aufgehoben durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_658/2018.

Entscheid vom 17. August 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Miriam Lendfers und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/26             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, GN

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Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Giesser bei der B.___ AG tätig und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich laut Unfallmeldung der 

Arbeitgeberin vom 7. September 2016 am 31. August 2016 beim Schieben eines 

Materialwagens das Knie an diesem anschlug (Suva-act. 1). Die Erstbehandlung 

erfolgte am selben Tag bei Dr. med. C.___, Allgemeine Innere Medizin FMH (Suva-act. 

42 f.), mit Röntgenuntersuchung durch Dr. med. D.___, Facharzt für Radiologie FMH, 

RIS Radiologie E.___ (Suva-act. 13). Letztere brachte insbesondere keine frischen 

stufenbildenden Frakturen zur Darstellung. Dr. C.___ diagnostizierte eine Knieprellung 

rechts und attestierte dem Versicherten ab 1. September 2016 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 17). Mit Schreiben vom 9. September 2016 sprach die 

Suva dem Versicherten für die Folgen des Unfalls vom 31. August 2016 die 

gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen) zu (Suva-act. 4).

A.b  Wegen anhaltender Schmerzen an der Tibia medialseits am Pes anserinus und im 

Bereich des medialen Gelenkspalts rechtsseitig folgte auf Zuweisung von Dr. C.___ am 

20. September 2016 eine MRI-Untersuchung des rechten Knies des Versicherten durch 

Dr. D.___, welche unter anderem einen Horizontalriss im Hinterhornbereich des 

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Innenmeniskus sowie eine Chondropathie femorotibial medial (Grad I-II) und 

retropatellär (Grad II) zeigte (Suva-act. 18). Am 26. September 2016 wurde der 

Versicherte, ebenfalls auf Zuweisung durch Dr. C.___, durch Dr. med. F.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädie 

G.___, untersucht, der die Diagnose einer Innenmeniskusläsion Knie rechts bestätigte, 

diese als ursächlich für die beschriebenen Beschwerden sah und eine 

Kniegelenksarthroskopie mit Teilmeniskusresektion empfahl (Suva-act. 19). Am 27. 

September 2016 wurde die Suva um eine entsprechende Kostengutsprache ersucht 

(Suva-act. 6), worauf sie den Versicherten über die Durchführung weiterer Abklärungen 

zur Überprüfung ihrer Leistungspflicht informierte (Suva-act. 7). Der arthroskopische 

Eingriff erfolgte am 6. Oktober 2016 in der Klinik H.___durch Dr. F.___ (Suva-act. 24), 

welcher dem Versicherten nach Klinikaustritt am 7. Oktober 2016 vom 8. Oktober bis 7. 

November 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (Suva-act. 22). Zuvor hatte 

Dr. C.___ den Versicherten bis 6. Oktober 2016 zu 100% arbeitsunfähig geschrieben 

(Suva-act. 16).

A.c  Den am 26. Oktober 2016 von Dr. F.___ erstellten Operationsbericht legte die Suva 

am selben Tag Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Beantwortung der Frage vor, ob die 

Operation vom 6. Oktober 2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis 

vom 31. August 2016 zurückzuführen sei. Dr. I.___ antwortete ebenfalls am 26. Oktober 

2016, dass die Operation keine Unfallfolgen des angegebenen Anprallereignisses vom 

31. August 2016 adressiert habe (Suva-act. 25), worauf die Suva den Versicherten mit 

Schreiben vom 28. Oktober 2016 darüber informierte, dass sie ihre Leistungen bis 4. 

Oktober 2016 erbringen könne. Für die Behandlungen ab 5. Oktober 2016 (Eintritt in 

die Klinik H.___) und deren Folgen könnten hingegen keine Leistungen mehr erbracht 

werden, da diese gemäss kreisärztlicher Beurteilung nicht auf den gemeldeten Vorfall 

zurückgeführt werden könnten und somit ausschliesslich auf einer krankheitsbedingten 

Ursache beruhen würden (Suva-act. 26). Dr. C.___ bestätigte dem Versicherten nach 

wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 43). Am 14. Dezember 2016 nahm 

der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt, lic. iur. L. Gmünder, St. Gallen, zum 

Schreiben der Suva vom 28. Oktober 2016 Stellung, ersuchte um Zustellung einer 

anfechtbaren Verfügung und reichte eine Stellungnahme von Dr. F.___ vom 12. 

Dezember 2016 ein (Suva-act. 34).

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A.d  Am 22. Dezember 2016 liess sich Dr. I.___ erneut zur Terminierung des 

Schadenfalls per 4. Oktober 2016 vernehmen (Suva-act. 37), worauf die Suva mit 

Verfügung vom 9. Januar 2017 die Einstellung ihrer Versicherungsleistungen per 4. 

Oktober 2016 und ihre Ablehnung, für die Behandlungen ab 5. Oktober 2016 und deren 

Folgen Versicherungsleistungen zu erbringen, bestätigte (Suva-act. 41).

B.   

Die gegen diese Verfügung von Rechtsanwalt Gmünder für den Versicherten am 9. 

Februar 2017, insbesondere unter Beilage eines von Dr. F.___ verfassten Arztberichts 

vom 20. Dezember 2016 (Suva-act. 38) und von Arbeitsunfähigkeitszeugnissen über 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 12. Dezember 2016 bis 3. Februar 2017 und 

von 50% vom 4. bis 27. Februar 2017 (Suva-act. 40, 43), erhobene Einsprache (Suva-

act. 44) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 8. März 2017 ab (Suva-act. 48).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch Rechtsanwalt Gmünder mit Eingabe vom 20. April 2017 

Beschwerde erheben. Darin wird beantragt, der angefochtene Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen, 

insbesondere Taggeld und Heilbehandlungen, über den Zeitpunkt des 4. Oktober 2016 

hinaus zu gewähren. Eventualiter seien auf Kosten der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) weitere medizinische Abklärungen durchzuführen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge für das vorliegende Beschwerdeverfahren und für das 

Einspracheverfahren zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c In der Replik vom 26. Mai 2017 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

seinen Anträgen unverändert fest (act. G 5). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf 

die Einreichung einer Duplik (act. G 6 f.).

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C.d Am 14. August 2017 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine 

Kostennote im Gesamtbetrag von Fr. 4'830.80 (Honorar [Fr. 4'247.50], Barauslagen [Fr. 

169.90], Mehrwertsteuer [Fr. 353.40], Arztberichtskosten Dr. F.___ vom 20. Dezember 

2016 [Fr. 60.--]) ein (act. G 8). Die Kostennote wurde der Beschwerdegegnerin vom 

Versicherungsgericht mit Schreiben vom 18. August 2017 zur Kenntnis gebracht (act. G 

9).

Erwägungen

1.   

Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich des 

Unfalls vom 31. August 2016 und erbrachte entsprechende Heilkosten- und 

Taggeldleistungen. Streitig und zu prüfen ist, ob sie zu Recht die 

Versicherungsleistungen per 4. Oktober 2016 und damit vor der Hospitalisation in der 

Klinik H.___ ab 5. Oktober 2016 bzw. vor der Kniegelenksarthroskopie rechts mit 

Teilmeniskektomie medial durch Dr. F.___ eingestellt hat. Die Beschwerdegegnerin 

wäre für eine operative Behandlung und sodann bis zur Heilung der unmittelbaren 

Operationsfolgen (Wundheilung, postoperative Schmerzphase, Einnahme von 

Medikamenten, Schonungsphase mit möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.) 

leistungspflichtig, sofern die operative Behandlung unfallkausale Gesundheitsschäden 

umfasst hätte. Während eine entsprechende Unfallkausalität von der 

Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. I.___ vom 26. 

Oktober 2016 (Suva-act. 25) und 22. Dezember 2016 (Suva-act. 37) verneint wird, 

vertritt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers insbesondere unter Hinweis auf die 

Stellungnahme von Dr. F.___ vom 12. Dezember 2016 (Suva-act. 34) den gegenteiligen 

Standpunkt.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

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sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat 

indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch 

keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365; SVR 2000 UV Nr. 14 

S. 45). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem 

im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung von Versicherungsleistungen um 

eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast für den Wegfall der 

vom Unfallversicherer zunächst anerkannten natürlichen Kausalität - anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war 

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- nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 

363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 

S. 54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur für Verletzungen, welche damals thematisiert 

worden waren und somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des EVG vom 27. April 2005, U 6/05, 

auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.). Allerdings tragen die Parteien im 

Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 

indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4, 

55).

3.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis 

versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen - zu denen die Beurteilungen der Suva-

Kreisärzte gehören - kann nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an 

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ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 229 E. 5.2, 135 V 469 f. E. 

4.4 und 471 E. 4.7; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, 

E. 4.2.2; SVR 2018 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Die Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärzte und Ärztinnen aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Stellung im Zweifelsfall eher zu 

Gunsten ihrer Patienten und Patientinnen aussagen, steht in denjenigen Fällen nicht im 

Vordergrund, in denen ein Arzt oder eine Ärztin einen Patienten oder eine Patientin 

nicht als Hausarzt oder Hausärztin, sondern als Facharzt bzw. Fachärztin behandelte. 

Im Übrigen sind in jeder ärztlichen Konstellation Anhaltspunkte zu beachten, die die 

Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen 

lassen (vgl. BGE 135 V 470 E. 4.5 f; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 1. 

Oktober 2013, 4A_172/2013, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen, vom 12. Februar 2010, 

8C_907/2009, E. 1.1, und vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.2). Die Rechtsprechung 

erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild 

über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 

unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der 

Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein 

lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. PVG 1996 Nr. 89 265 E. 3b; RKUV 1993 Nr. U 167 

S. 95). Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine formellrechtlichen Gründe 

gegen den Einbezug der kreisärztlichen Aktenbeurteilungen von Dr. I.___ vom 26. 

Oktober 2016 (Suva-act. 25) und 20. Dezember 2016 (Suva-act. 37). Ob letztlich auf die 

Aktenbeurteilungen abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden 

materiellrechtlichen Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.

4.   

4.1  Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (4. Oktober 2016) litt der Beschwerdeführer 

unbestrittenermassen unter Kniebeschwerden rechts. Ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlichen Beschwerden hat in der 

Regel als gegeben zu gelten, wenn sich mittels apparativer Untersuchungsmethoden 

(Röntgen, Computertomogramm, Arthroskopie) ein unfallkausaler organischer Befund 

im Sinn eines strukturellen Gesundheitsschadens erheben lässt (vgl. BGE 134 V 121 E. 

9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 

5.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 

mit zahlreichen Hinweisen).

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4.2  Beim Beschwerdeführer wurde noch am Unfalltag (31. August 2016) durch Dr. 

D.___ eine röntgenologische Untersuchung des rechten Kniegelenks durchgeführt, 

welche achsengerechte Stellungsverhältnisse femorotibial, eine zentrierte Stellung der 

Patella, keine Osteodestruktionen, keine frischen stufenbildenden Frakturen, keine 

Zeichen einer signifikanten Gonarthrose oder Chondrokalzinose, derzeitig keinen 

relevanten Gelenkerguss und, soweit erkennbar, reizlose paraossale Weichteile zeigte 

(Suva-act. 13). Gestützt auf dieses unauffällige radiologische Untersuchungsergebnis 

sowie die Angaben des Beschwerdeführers - er sei beim Reinigen einer Maschine 

ausgerutscht, habe sein rechtes Knie geprellt und sei zu Boden gefallen - 

diagnostizierte der erstbehandelnde Arzt Dr. C.___ am 31. August 2016 eine 

Knieprellung rechts (Suva-act. 17, 43). Auch die Beschwerdegegnerin sicherte dem 

Beschwerdeführer angesichts der in der Schadenmeldung UVG vom 7. September 

2016 angegebenen Unfallbeschreibung - beim Schieben des Materialwagens das Knie 

am Wagen angeschlagen (Suva-act. 1) - und der angeführten Schädigung - Prellung 

Knie - (nur) für eine Knieprellung Heilkosten- und Taggeldleistungen zu (Suva-act. 4). 

Bei einer Knieprellung bzw. Kniekontusion, die nicht von einer strukturellen Läsion 

begleitet ist, handelt es sich um eine Weichteilverletzung. Es entspricht einer 

medizinischen Erfahrungstatsache, dass solche Verletzungen innert kurzer Zeit 

folgenlos ausheilen und sich die damit verbundenen Beschwerden gänzlich 

zurückbilden (ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 

Bern 2005, S. 412).

4.3  Eine am 20. September 2016 wegen anhaltender rechtsseitiger Schmerzen an der 

Tibia medialseits am Pes anserinus und im Gelenkspalt durchgeführte MRI-

Untersuchung durch Dr. D.___ brachte sodann einen Horizontalriss im 

Hinterhornbereich vom Innenmeniskus zur Darstellung (Suva-act. 18), welcher mit 

einem weiter erkennbaren Meniskuslappen als Läsion am 6. Oktober 2016 durch Dr. 

F.___ arthroskopisch bestätigt und mit Teilmeniskektomie behandelt wurde (Suva-act. 

24). Dr. F.___ hatte in einem Untersuchungsbericht vom 29. September 2016 die 

Meniskusläsion als ursächlich für die vom Beschwerdeführer beschriebenen 

Beschwerden gesehen (Suva-act. 19), was neben der Tatsache, dass mit der 

Meniskusläsion nun eine strukturelle Gesundheitsschädigung objektiviert war, unter 

den Verfahrensparteien unbestritten ist. Streitig ist hingegen, ob es sich bei der 

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Meniskusläsion um eine beim Unfall vom 31. August 2016 direkt erlittene Verletzung 

handelt.

4.4  Die Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin per 4. Oktober 2016, d.h. vor 

dem Eintritt in die Klinik H.___ am 5. Oktober 2016 für die Durchführung der 

Kniegelenksarthroskopie rechts am 6. Oktober 2016, erfolgte vor dem Hintergrund, 

dass die Ursache für die am 20. September 2016 erhobene und am 6. Oktober 2016 

operativ behandelte Meniskusläsion nach Prüfung einer diesbezüglichen 

Leistungspflicht bzw. nach Durchführung entsprechender medizinischer Abklärungen 

bei Dr. I.___ nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in der 

am 31. August 2016 erlittenen Knieprellung gesehen wurde (Suva-act. 41-11 f.).

5.   

5.1  In Bezug auf eine Meniskusläsion gilt es zu beachten, dass Kniegelenksmenisken 

zur Degeneration neigen, Meniskusläsionen aber auch als Folge eines Traumas 

auftreten können, indem die Menisken bei akuten schweren Knieverletzungen ein- oder 

abreissen (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 1056 ff; ALFRED BÜHLER, Die unfallähnliche 

Körperschädigung, in: SZS 1996, S. 85 und 88). Grundsätzlich sind mithin beide 

Kausalitäten (Krankheits- und Unfallkausalität) denkbar. Tritt bereits im Rahmen einer - 

wie hinsichtlich der MRI-Untersuchung vom 20. September 2016 angenommen werden 

darf - zeitnah zum Unfall durchgeführten radiologischen Untersuchung eine strukturelle 

Läsion zutage, stellt diese im Regelfall entweder eine traumatische Läsion oder einen 

degenerativen Vorzustand dar. Nachfolgend ist damit zu entscheiden, von welcher 

Kausalität mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen ist.

5.2  Laut Beurteilungen von Dr. I.___ vom 26. Oktober 2016 (Suva-act. 25) und 22. 

Dezember 2016 (Suva-act. 37) hat der Beschwerdeführer die am 6. Oktober 2016 

operativ behandelte Meniskusläsion nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit beim Unfall vom 31. August 2016 erlitten.

5.2.1      Dr. I.___ nimmt in seinen Beurteilungen zunächst Bezug auf die für eine 

Kausalitätsbeurteilung massgebende Komponente des Unfallmechanismus bzw. der 

Art und Weise der Einwirkung auf den betroffenen Körper. Er geht von einem 

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Anprallereignis des Kniegelenks von vorn (ventral) aus, womit laut gängiger 

Literaturmeinung kein für eine Meniskusläsion adäquates Trauma vorliege (Suva-act. 

25, 37). Auch Dr. F.___ erklärte in seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 2016, dass 

ein alleiniges Ausrutschen und Anschlagen des Knies nicht geeignet sei, einen 

Meniskusriss hervorzurufen, eine Distorsion allerdings schon (Suva-act. 34), dies in 

Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur (vgl. dazu auch DEBRUNNER, a.a.O., 

S. 1057, ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. S. 1204; PSCHYREMBEL, Klinisches 

Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 1146 [Torsionstrauma]; LEITLINIE DER 

ORTHOPÄDIE, hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie, 2. Erweiterte Aufl. 

Köln 2002, S. 141).

5.2.2      In der Einsprache vom 9. Februar 2017 (act. 44 S. 2 f. Ziff. 8) und in der 

Beschwerde vom 20. April 2017 (act. G 1 S. 11 ff. Ziff. 23) vertritt der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers die Auffassung, der Beschwerdeführer habe am 31. August 

2016 eine Distorsion erlitten, indem er beim Schieben eines schweren eisernen 

Materialwagens bzw. Metallwagens ausgerutscht sei, sich dabei das rechte Knie heftig 

am Materialwagen angeschlagen habe und zu Boden gefallen sei. Distorsionen würden 

oft durch Ausrutschunfälle verursacht. Die Beschwerdegegnerin hält in der 

Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2017 dagegen, dass gemäss Unfallakten klarerweise 

keine Kniedistorsion vorliege (act. G 3 Ziff. 5.1). Ein Unfallhergang mit Direktkontusion 

einschliesslich Ausrutschen bzw. Distorsion und damit ein Unfallmechanismus, der am 

31. August 2016 zu einem traumatisch bedingten Meniskusriss hätte führen können, 

erscheint jedoch nicht unwahrscheinlich.

5.2.3      In der Schadenmeldung UVG der Arbeitgeberin vom 7. September 2016 

wurde zwar lediglich ein Anschlagen bzw. eine Prellung vermerkt (Suva-act. 1). Der 

erstbehandelnde Arzt, Dr. C.___, hielt jedoch im Arztzeugnis UVG vom 4. Oktober 2016 

gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers fest, dieser sei beim Reinigen einer 

Maschine ausgerutscht, habe sein rechtes Knie geprellt und sei zu Boden gefallen 

(Suva-act. 17). Ebenso hielt Dr. F.___ im Untersuchungsbericht vom 29. September 

2016 fest, der Beschwerdeführer habe berichtet, beim Schieben eines schweren 

Karrens ausgerutscht und dabei mit dem rechten Knie an die Kante des Karrens 

gestossen zu sein. Ein Sturz wird nicht erwähnt (Suva-act. 19). Die Akten enthalten 

keine persönliche Unfallschilderung des Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin 

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hat den Unfallmechanismus weder im Rahmen einer gängigen mündlichen Befragung 

des Beschwerdeführers noch mit dem üblichen Frageblatt detailliert erhoben. Ihrer 

Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts ist sie damit nicht umfassend nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz 

[Art. 43 ATSG]; Urteil des EVG vom 26. Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und vom 27. 

Juni 2002, U 148/01, E. 2b). Die Beschwerdegegnerin hat es bei den eingangs 

angeführten Unfallschilderungen Dritter - der Arbeitgeberin, des Hausarztes und des 

behandelnden Arztes - belassen. Auf diese ist mithin abzustellen. Den 

Unfallschilderungen in Einsprache und Beschwerde kann auch nicht entgegengehalten 

werden, der Beschwerdeführer habe bewusst oder unbewusst aus 

versicherungsrechtlichen Überlegungen einen bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt 

bzw. Umstand als Schadensursache erst nach der abschlägigen, einlässlich 

begründeten Verfügung vorgebracht bzw. bis zum Einspracheentscheid unerwähnt 

gelassen.

5.2.4      Die Aussage von Dr. I.___ - weil ein Anprall von vorn nicht geeignet sei, eine 

traumatisch bedingte Innenmeniskusläsion im Vorder- oder Hinterhornbereich zu 

bewirken, fänden sich auch keine Anzeichen von Kollateralschäden durch eine 

fortgeleitete Krafteinwirkung in Form von Signalerhöhungen des Kapselbandapparates 

oder der korrespondierenden knöchernen Gelenkpartner (Bone bruise, Knochenödem 

[Suva-act. 37]) - ist sodann nicht relevant. Wie in Erwägung 5.2.1 dargelegt, ist die 

Ungeeignetheit einer Kontusion für eine traumatische Meniskusläsion unbestritten. 

Insofern kann in Bezug auf die Frage der Ursächlichkeit einer Meniskusläsion auch 

möglichen Kollateralschäden infolge einer Kontusion keine Bedeutung zukommen.

5.2.5      Dr. I.___ diskutiert in seinen ärztlichen Beurteilungen im Weiteren die für eine 

Kausalitätsbeurteilung massgebende Bildmorphologie. In seiner Kurzbeurteilung vom 

26. Oktober 2016 sprach er von einer bildmorphologisch eindeutig degenerativen 

Schädigung des Innenmeniskus älterer Genese, wofür die Bakerzyste spreche (Suva-

act. 25). In seiner Beurteilung vom 20. Dezember 2016 verwies er auf Dr. D.___, 

welcher die kernspintomographischen Bilder des rechten Kniegelenks vom 20. 

September 2016 (Suva-act. 18) als mukoide Veränderungen, das heisse degenerative 

Schäden des Innenmeniskus mit konsekutiver Bakerzyste, als leichte 

Gelenkinnenhautentzündung und beginnende Arthrosezeichen des medialen und 

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femoropatellaren Gelenkkompartiments interpretiere. Der Radiologe verweise auf 

fehlende Zeichen einer unfallbedingten Bandschädigung, das Fehlen eines 

Knochenödems und habe die Existenz von knöchernen, strukturellen Veränderungen 

verneint. Er habe die vorliegenden Veränderungen des Kniegelenks demnach als 

verschleissbedingte Veränderungen des Innenmeniskus und des Knorpelbelags 

beurteilt (Suva-act. 37). Aus Erwägung 5.2.3 lässt sich ableiten, dass das Fehlen einer 

unfallbedingten Bandschädigung oder eines Knochenödems und die Nichtexistenz von 

knöchernen, strukturellen Veränderungen allein keine überzeugenden Hinweise gegen 

einen traumatisch bedingten Meniskusriss sind. Der Meniskusriss stellt - wenn auch 

keine knöcherne - doch eine strukturelle Veränderung dar, welche - sofern sie 

traumatisch bedingt ist - typischerweise durch eine Distorsion hervorgerufen wird (vgl. 

Erwägung 5.2.1). Weshalb diese wiederum zwingend mit einer Bandschädigung oder 

knöchernen Veränderung auftreten muss oder ein Knochenödem einen typischen 

Befund einer Distorsion darstellt, wird von Dr. I.___ nicht nachvollziehbar aufgezeigt. Er 

beschränkt sich also darauf, weitere nicht zur Diskussion stehende traumatische 

Gesundheitsschäden auszuschliessen. Dr. D.___ spricht sodann zwar von einer 

mukoiden Degeneration des Innenmeniskus. Seine Formulierung in Bezug auf den hier 

relevanten Horizontalriss im Hinterhornbereich ("wohl degenerativem"; wohl = 

eventuell, möglicherweise, unter Umständen, gegebenenfalls) lässt indessen einen 

Wertungs- bzw. Beurteilungsspielraum erkennen. Von Eindeutigkeit kann damit nicht 

gesprochen werden. Zwischen einer Baker-Zyste und einer Meniskusläsion kann zwar 

gemäss medizinischer Literatur ein Zusammenhang bestehen (PSCHYREMBEL, a.a.O., 

S. 204, 1146; DEBRUNNER, a.a.O., S. 1058). Hinsichtlich der Ursächlichkeit der 

Meniskusläsion ist damit jedoch nichts gesagt. Diese gilt es umfassend nach mehreren 

Kriterien zu beurteilen. Dr. F.___ erklärt in seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 

2016 nachvollziehbar, dass eine 100%ige alleinige unfallbedingte Ursache letztendlich 

nicht sicher beweisbar sei. Eine allfällige Degeneration des Meniskus könne bei einem 

52-jährigen Patienten schon vorliegen. Beim Beschwerdeführer habe sich jedoch 

intraoperativ keine wesentliche Degeneration gezeigt und der Meniskusriss selbst mit 

einem eingeschlagenen Lappen. Der Unfall sei bereits am 31. August 2016 erfolgt, d.h. 

knapp einen Monat vor der Erstvorstellung in seiner Sprechstunde und drei Wochen 

vor dem MRT. Eine Bakerzystenbildung im Rahmen einer posttraumatischen 

Synovialitis sei in diesem Zeitraum möglich und er sehe im Zusammenhang mit der 

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Anamnese und den intraoperativen Befunden eine unfallähnliche Schädigung als 

hauptverantwortlich (Suva-act. 34). Eine möglicherweise degenerative Erkrankung stellt 

sodann die Chondropathie femorotibial medial (Grad I-II) und retropatellär (Grad II) dar 

(vgl. dazu PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 329; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 326). 

Angesichts der morphologischen Gegebenheit einer Chondropathie femorotibial medial 

Grad I-II bezüglich der sich ebenfalls medial befindenden Meniskusläsion von einer 

älteren Genese und eindeutig degenerativen Schädigung zu sprechen, erscheint jedoch 

angesichts der vorliegenden, von Dr. F.___ überzeugend als unwesentlich eingestuften, 

degenerativen Zustände nicht schlüssig. Im Untersuchungsbericht vom 20. Dezember 

2016 hielt dieser vor allem auch fest, dass sich intraoperativ - abgesehen von der 

Chrondropathie I. Grades - ein unauffälliger Knorpel gefunden habe (Suva-act. 38). 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass insgesamt dem bildmorphologischen Aspekt 

keine Anhaltspunkte für einen überwiegend wahrscheinlich degenerativen Meniskusriss 

zu entnehmen sind und der Beurteilung von Dr. I.___ die insgesamt schlüssigere 

Beurteilung von Dr. F.___ gegenüber steht.

5.2.6      Im konkreten Fall erweist sich schliesslich der Hinweis von Dr. I.___ auf den 

Begriff "post hoc ergo propter hoc" als untauglich. Allgemein vermag dieser juristisch 

gesehen zwar nichts über eine allfällige Unfallkausalität auszusagen (vgl. ALFRED 

MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 FM 

1205; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, N 43 f. zu Art. 4; BGE 119 

V 341 f. E. 2b/bb, SVR 2009 UV Nr. 13 S. 52, E. 7.2.4, sowie SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, 

E. 4.2.3, je mit Hinweisen). Die blosse zeitliche Abfolge stellt jedoch nur in solchen 

Fällen einen ungenügenden Beweis dar, in denen das Vorliegen einer strukturellen 

Verletzung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint 

werden kann. Eine Gesamtbetrachtung lässt jedoch nicht die Schlussfolgerung zu, 

dass die am 20. September 2016 radiologisch erhobene (Suva-act. 18) und am 6. 

Oktober 2016 arthroskopisch bestätigte und behandelte Läsion des Innenmeniskus 

(Suva-act. 24) überwiegend wahrscheinlich unfallfremd war. Wie in Erwägung 5.2.2 

dargelegt, ist bereits die Annahme von Dr. I.___, es liege (nur) ein Anpralltrauma vor, 

nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass 

keinerlei Hinweise gegen eine Beschwerdefreiheit des Beschwerdeführers im Bereich 

des rechten Knies vor dem Unfall bestehen (vgl. Suva-act. 21). Dagegen konnte er laut 

seinen Angaben gegenüber Dr. C.___ nach dem Unfall wegen starker Knieschmerzen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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nicht mehr weiterarbeiten (Suva-act. 17). Bereits am Unfalltag wurde eine ärztliche 

Behandlung erforderlich (Suva-act. 43). Dass die röntgenologische Untersuchung am 

Unfalltag keine Meniskusläsion gezeigt hat (Suva-act. 13), stellt noch keinen Hinweis 

gegen eine traumatische Meniskusläsion dar (Die Diagnose erfolgt vor allem mittels 

MRT und Arthroskopie: vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 1059; PSCHYREMBEL, 

a.a.O., S. 1146; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1204). Anlässlich der Erstbehandlung 

erhob Dr. C.___ immerhin solche für eine mediale Meniskusläsion im Hinterhornbereich 

typischen Symptome wie Schmerzen im medialen Kniegelenksspalt und eine 

endphasig schmerzhafte Knieflexion (Suva-act. 17; DEBRUNNER, a.a.O., S. 1058; 

ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 1204; LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE, a.a.O., S. 142). Eine 

radiologische Objektivierung eines Meniskusrisses bei anhaltenden, für eine 

Meniskusläsion typischen Schmerzen, erfolgte im Übrigen bereits rund einen Monat 

nach dem Unfall durch Dr. D.___ mittels MRI (Suva-act. 18). Hinsichtlich der Bakerzyste 

hielt Dr. F.___ in seiner Stellungnahme vom 12. Dezember 2016 - wie gesagt - fest, 

dass sich eine solche im Zeitraum zwischen Unfall und MRI-Untersuchung entwickeln 

könne (Suva-act. 34). Insgesamt ist mithin von einem für den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis bedeutsamen zeitlichen Zusammentreffen zwischen 

Knieunfall und radiologischer Objektivierung der Meniskusläsion auszugehen, mit 

dessen Beachtung man sich nicht nur der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" 

bedient.

5.3  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass hinsichtlich der Schlüssigkeit der 

kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. I.___ vom 26. Oktober 2016 (Suva-act. 25) und 

vom 22. Dezember 2016 (Suva-act. 37) Zweifel bestehen. Den Feststellungen und 

Beurteilungen von Dr. F.___ kann zudem nichts entgegengehalten werden, was die 

Zweifel an den Einschätzungen von Dr. I.___ beheben könnte. Das Gericht kommt 

mithin anhand der vorliegenden medizinischen Akten zum Schluss, dass die 

Verursachung der Meniskusläsion überwiegend wahrscheinlich durch das versicherte 

Unfallereignis vom 31. August 2016 entstanden ist. Es ist demzufolge auch mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan, dass bei der 

Arthroskopie vom 6. Oktober 2016 eine traumatisch bedingte Meniskusläsion 

behandelt worden ist.

6.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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Nach dem Gesagten ist anhand der vorliegenden Akten davon auszugehen, dass die 

am 6. Oktober 2016 arthroskopisch behandelte Meniskusläsion mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 31. August 2016 

verursacht worden ist, womit die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Unrecht per 

5. Oktober 2016 eingestellt hat.

7.   

7.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 8. März 2017 (Suva-act. 48) gutzuheissen.

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. Der Rechtsvertreter macht mit der Kostennote vom 14. August 2017 ein 

Honorar von Fr. 4'247.50 geltend, wobei darin auch der Zeitaufwand das 

Einspracheverfahren betreffend und die Kosten des im Rahmen des 

Einspracheverfahrens eingereichten Arztberichts von Dr. F.___ vom 20. Dezember 2016 

(Suva-act. 38) eingerechnet sind (act. G 8). Kosten der Rechtsvertretung im 

Einspracheverfahren bzw. im Zusammenhang mit diesem können nicht im 

Beschwerdeverfahren abgegolten werden. Anzumerken bleibt, dass im 

Einspracheverfahren grundsätzlich keine Parteientschädigungen zugesprochen werden 

(Art. 52 Abs. 3 ATSG). In Anbetracht des Gesagten ist die Parteientschädigung auf 

pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen, Mehrwertsteuer) festzusetzen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 8. März 2017 

aufgehoben und festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Unfalls 

vom 31. August 2016 über den 4. Oktober 2016 hinaus leistungspflichtig ist.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (inklusive Barauslagen, Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.08.2018
	Art. 6 UVG: Bejahung eines überwiegend wahrscheinlich unfallkausalen Meniskusrisses und mithin Bejahung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hinsichtlich dessen arthroskopischer Behandlung inklusive Operationsfolgen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. August 2018, UV 2017/26). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_658/2018.

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