# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18af1c98-6c75-57db-acbb-9d152cc1f2a7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.09.2020 II 2020 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-73_2020-09-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 73

Entscheid vom 16. September 2020

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Christina Zehnder, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________, 
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Bewilligung und Finanzierung Kranfüh-
rerkurs)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1963; italienische Staatsbürgerschaft; Aufenthaltsbewilli-
gung B seit 2018) war seit dem 11. April 2018 als Bau-Hilfsarbeiter bei der 
B.________ AG, C.________, angestellt. Nachdem über die Firma der Konkurs 
eröffnet und A.________ stellenlos wurde, stellte er am 2. August 2019 Antrag 
auf Arbeitslosenentschädigung per 1. September 2019 (Vi-act. 2). Das RAV 
D.________ meldete ihn per 26. August 2019 zur Arbeitsvermittlung an (Vi-act. 
1).

B. Am 12. Februar 2020 reichte A.________ beim RAV D.________ das Ge-
such um Zustimmung zu einer Ausbildung zum Kranführer B (Campus Sursee 
Bildungszentrum Bau AG vom 27.2.2020 bis 30.3.2020) ein (Vi-act. 3). Mit Ver-
fügung vom 13. Februar 2020 lehnte das Amt für Arbeit das Gesuch ab           
(Vi-act. 5).

C. Am 10. März 2020 erhob A.________ Einsprache (Vi-act. 6), die das Amt 
für Arbeit mit Entscheid Nr. 133/20 vom 13. März 2020 abwies (Vi-act. 8).

D. Gegen den Einspracheentscheid lässt A.________ durch die Gewerkschaft 
Unia am 11. Mai 2020 beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Be-
schwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 13.03.2020 sei aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den beantragten Kranführerkurs 
zu bewilligen und zu finanzieren.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin.

Mit Verfügung vom 15. Mai 2020 tritt das Sozialversicherungsgericht des Kan-
tons Zürich mangels örtlicher Zuständigkeit auf die Beschwerde nicht ein (VG-
act. 4). Sie wird am 24. Juli 2020 zuständigkeitshalber ans Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz überwiesen.

E. Mit Vernehmlassung vom 10. August 2020 beantragt das Amt für Arbeit die 
Abweisung der Beschwerde. Ebenfalls am 10. August 2020 teilt der Beschwerde-
führer mit, das Vertretungsverhältnis mit der Unia sei aufgehoben, er führe die 
Beschwerde im eigenen Namen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Am 12. Februar 2020 reichte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Zu-
stimmung zur Ausbildung zum Kranführer B ein. In seinem Alter brauche er einen 

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Kranführerschein, um eine gut bezahlte Arbeit im Bauwesen zu finden. Alle Bau-
arbeiter in seinem Alter (Jg. 1963) seien Kranführer. Seine Vermittlungsfähigkeit 
werde enorm steigen. Als Kranführer habe er eher die Sicherheit, seinen künfti-
gen Arbeitsplatz behalten zu können; es sei dies sicher im Interesse der Arbeits-
losenkasse. Kranführer Kat. B seien auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt bzw. ge-
sucht (Vi-act. 3). 

Mit Verfügung vom 13. Februar 2020 hat die Vorinstanz das Gesuch mangels ar-
beitsmarktlicher Indikation abgelehnt (Vi-act. 5) und dies mit Einspracheent-
scheid vom 13. März 2020 bestätigt (Vi-act. 8).

Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz das Gesuch des Be-
schwerdeführers um Zustimmung zur Ausbildung zum Kranführer B vom 12. Fe-
bruar 2020 zu Recht abgelehnt hat oder ob der Abweisungsentscheid - wie vom 
Beschwerdeführer geltend gemacht wird - Bundesrecht verletzt.

2.1 Das Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0) 
vom 25. Juni 1982 bezweckt gemäss Art. 1a Abs. 2 AVIG u.a. die Verhütung ei-
ner drohenden Arbeitslosigkeit, die Bekämpfung einer bestehenden Arbeits-
losigkeit und die Förderung der raschen und dauerhaften Eingliederung in den 
Arbeitsmarkt. Diesem Zweck dienen namentlich die im sechsten Kapitel des 
AVIG geregelten arbeitsmarktlichen Massnahmen (Art. 59 ff. AVIG). 

2.2 Die Versicherung erbringt finanzielle Leistungen für arbeitsmarktliche 
Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Personen, die von 
Arbeitslosigkeit bedroht sind (Art. 59 Abs. 1 AVIG). Mit arbeitsmarktlichen Mass-
nahmen in Form von Bildungsmassnahmen, Beschäftigungsmassnahmen und 
speziellen Massnahmen (Art. 59 Abs. 1bis AVIG) soll die Eingliederung von Versi-
cherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, geför-
dert werden. Solche Massnahmen sollen gemäss Art. 59 Abs. 2 AVIG insbeson-
dere die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, damit diese rasch 
und dauerhaft wieder eingegliedert werden können (lit. a), die beruflichen Qualifi-
kationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts fördern (lit. b), die 
Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit vermindern (lit. c) oder die Möglichkeit bie-
ten, Berufserfahrungen zu sammeln (lit. d). 

Als Bildungsmassnahmen gelten namentlich individuelle oder kollektive Kurse 
zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung sowie Übungsfirmen und 
Ausbildungspraktika. Wer von sich aus an einem Kurs teilnehmen will, muss der 
zuständigen Amtsstelle rechtzeitig vor Beginn ein begründetes Gesuch mit den 
erforderlichen Unterlagen einreichen (Art. 60 Abs. 1 und 3 AVIG).

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2.3 Die Beurteilung der Voraussetzungen für die Gewährung von Massnahmen 
nach Art. 59 ff. AVIG hat prospektiv aufgrund der im Zeitpunkt der Gesuchsein-
reichung gegebenen Verhältnisse zu erfolgen (vgl. BGE 112 V 398 Erw. 1a; Ur-
teil des Bundesgerichts 8C_202/2013 vom 28.5.2013 Erw. 5.2; VGE II 2010 34 
vom 27.5.2010 Erw. 1.3).

2.4 Obwohl allgemein praktisch jeder Besuch einer arbeitsmarktlichen Mass-
nahme bei der Stellensuche von Vorteil ist, ergibt sich aus der Zweckgebunden-
heit der Mittel der Arbeitslosenversicherung, dass Versicherungsleistungen auf 
jene Fälle zu beschränken sind, in denen sich ein Besuch aus arbeitsmarktlichen 
Gründen aufdrängt (vgl. Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, AVIG-Praxis 
AMM Rz. A4). Nach Gesetz und Rechtsprechung sind die Grundausbildung und 
die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der Arbeits-
losenversicherung. Die Grenze zwischen Grund- und allgemeiner beruflicher 
Weiterausbildung einerseits sowie Umschulung und Weiterbildung im arbeitslo-
senversicherungsrechtlichen Sinne anderseits ist fliessend. Da ein und dieselbe 
Vorkehr beiderlei Merkmale aufweisen kann und namentlich praktisch jede Mass-
nahme der allgemeinen Berufsbildung auch der Vermittlungsfähigkeit der versi-
cherten Person auf dem Arbeitsmarkt zugutekommt, ist entscheidend, welche 
Aspekte im konkreten Fall unter Würdigung aller Umstände überwiegen (BGE 
111 V 274 Erw. 2c; Urteil des EVG C 48/05 vom 4.5.2005 Erw. 1.2; VGE II 2013 
134 vom 26.3.2014 Erw. 1.5; KS-AMM A5). 

2.5 Grundvoraussetzung für den Anspruch auf Teilnahme an individuellen ar-
beitsmarktlichen Massnahmen ist in jedem Fall das Vorliegen einer arbeitsmarkt-
lichen Indikation. Dies bedeutet, dass Massnahmen nach Art. 59 ff. AVIG nur 
einzusetzen sind, wenn die Arbeitsmarktlage dies unmittelbar gebietet. Dadurch 
soll verhindert werden, dass Leistungen zu Zwecken in Anspruch genommen 
werden, die nicht mit der Arbeitslosenversicherung in Zusammenhang stehen 
(Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwal-
tungsrecht [SBVR], 3. Aufl. 2016, N 666; Urteil des EVG C 56/04 vom 10.1.2005 
Erw. 2 mit Hinweis auf die Botschaft des Bundesrates zu einem neuen Bundes-
gesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung vom 2.7.1980, BBl 1980 III 610 f.; VGE II 2010 34 vom 27.5.2010 
Erw. 1.5). Mit anderen Worten darf die Leistung nur dann erfolgen, wenn die 
Vermittlung des Versicherten aus Gründen des Arbeitsmarktes unmöglich oder 
stark erschwert ist ("Förderungsvoraussetzung"; vgl. Gerhards, AVIG-
Kommentar, Band II, Art. 59 N 30). Dies ist beispielsweise dann zu bejahen, 
wenn sich das Berufsspektrum eines Versicherten seine Vermittelbarkeit auf 
ganz spezielle Tätigkeitsbereiche ("Nischen") einschränkt (vgl. BGE 111 V 277 

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Erw. 2e) oder wenn eine abgeschlossene Berufsausbildung Lücken aufweist, die 
der aktuelle und voraussehbar künftige Arbeitsmarkt nicht oder nur beschränkt 
toleriert (Nussbaumer, a.a.O., N 694).

2.6 Die Anspruchsvoraussetzung der arbeitsmarktlichen Indikation besteht aus 
einer objektiven und subjektiven Komponente. Das objektive Element bezieht 
sich auf den aktuellen Bedarf des Arbeitsmarktes nach Arbeitskräften. 
Demgegenüber betrifft die subjektive Komponente die Anpassungsbedürftigkeit 
der versicherten Person an diesen Bedarf des Arbeitsmarktes. Die 
Voraussetzung der arbeitsmarktlichen Indikation ist nur erfüllt, wenn die 
Anpassungsbedürftigkeit der versicherten Person an die Nachfrage eines für ihn 
räumlich und zeitlich erreichbaren Arbeitsmarktes feststeht (Gerhards, a.a.O., 
Art. 59 N 33). Was die objektive Zielrichtung anbelangt, muss die in Frage 
stehende arbeitsmarktliche Massnahme spezifisch dafür bestimmt, geeignet und 
notwendig sein, die Vermittelbarkeit zu fördern. Es darf somit nicht die 
bildungsmässige, soziale oder wirtschaftliche Verbesserung im Vordergrund 
stehen, sondern diejenige der Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt. Ein weiteres Kriterium ist sodann der Gesichtspunkt der sozialen 
Üblichkeit unter Berücksichtigung des Alters, der Motivation und der weiteren 
Lebensumstände. Es ist demnach jeweils zu prüfen, ob die versicherte Person 
die fragliche Vorkehr bei den gegebenen Umständen auch vornehmen würde, 
wenn sie - bei im Übrigen gleichen Verhältnissen - nicht arbeitslos oder von 
Arbeitslosigkeit bedroht wäre (BGE 111 V 276 Erw. 2d mit Hinweisen; Urteil des 
EVG C 117/00 vom 8.8.2000 Erw. 1b; VGE II 2010 34 vom 27.5.2010 Erw. 1.7). 

Die Frage, ob die arbeitsmarktliche Indikation im Einzelfall gegeben ist, beurteilt 
sich aufgrund sämtlicher im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebenden 
Umstände. Hierbei gilt zu berücksichtigen, dass nicht entscheidend ist, ob ein 
beantragter Kurs die Chancen der versicherten Person innerhalb ihres bisherigen 
Tätigkeitsgebiets erhöht und zudem das Bewerbungsfeld erweitert, da praktisch 
jede berufliche Massnahme wegen der dadurch vermittelten zusätzlichen 
Kenntnisse Vorteile auf dem Arbeitsmarkt bringt. Ausschlaggebend ist vielmehr, 
ob der Arbeitsmarkt für Personen mit den Qualifikationen der versicherten 
Person grundsätzlich Stellen bereit halte und ob er aus persönlichen Gründen im 
Wettbewerb um diese Stellen benachteiligt ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_67/2018 vom 16.4.2018 Erw. 4.1; 8C_222/2016 vom 30.6.2016 Erw. 4).

3.1 In der angefochtenen Verfügung hält die Vorinstanz fest (Vi-act. 5), bei der 
beantragten Ausbildung zum Kranführer handle es sich um eine Weiterbildung, 
die über die beruflichen Erfahrungen hinausgehe. Im Vordergrund stünde das 
bildungsmässige und wirtschaftliche Fortkommen und nicht die Verbesserung der 

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Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Grundausbildung 
und die allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung seien nicht Sache 
der Arbeitslosenversicherung. Der Beschwerdeführer habe seit seiner Einreise in 
die Schweiz im Jahr 2018 als Baustellenmitarbeiter gearbeitet; es sollte ihm nach 
Ansicht der Vorinstanz möglich sein, auch ohne diese Ausbildung als Kranführer 
wieder in diesem Bereich eine Arbeitsstelle zu finden. Die arbeitsmarktliche Indi-
kation sei daher nicht gegeben.

3.2 In seiner Einsprache vom 10. März 2020 betont der Beschwerdeführer, der 
anbegehrte Kurs sei nicht 'rein' als Grundausbildung einzustufen. Praktisch im 
ganzen Land seien Bauarbeiter - mit oder ohne Fachkenntnisse - die diese Kurse 
zum Kranführer absolvieren würden; es sei eine direkte Konsequenz der bereits 
erworbenen beruflichen Erfahrungen. Zwischenzeitlich habe er den ersten Teil 
absolviert. Wenn das Amt zustimme, sei er bereit, auch den zweiten Kurs bis zur 
Prüfung zu absolvieren. 

3.3 Im Einspracheentscheid verweist die Vorinstanz auf den Lebenslauf des 
Beschwerdeführers. Demgemäss absolvierte er in Italien eine Lehre als Maler 
und Elektrotechniker. In den Jahren 1979 bis 2018 sei er technischer Leiter eines 
Radiosenders gewesen, Inhaber eines Elektronikunternehmens, Vorstandsmit-
glied einer Unternehmer-Vereinigung, Vorsitzender des Verwaltungsrates der 
Unternehmensvertretung Italien, Vorstandsmitglied der öffentlichen Verwaltung, 
Mitglied des Ausschusses für Notfälle der wirtschaftlichen Entwicklung, Mitglied 
der Wahlkreis-Kommission für Beschäftigung, Leiter Technik und Personal, Vor-
sitzender des Verwaltungsrates des nationalen Forums gegen Bankenwucher, 
Vizepräsident des nationalen Bankenforums sowie Finanzberater im Bereich 
Bankkredite und Hypotheken (vgl. auch Lebenslauf Vi-act. 9). 2018 sei er in die 
Schweiz gekommen und habe für eineinhalb Jahre eine Stelle als Bau-
Hilfsarbeiter angenommen. Gemessen an seinen 39 Jahren Tätigkeit in völlig 
anderen Branchen erschienen die letzten 1 ½ Jahre als zu gering, als dass der 
Beschwerdeführer mit der angedachten Ausbildung als Kranführer von einer 
konsequenten Weiterbildung in seinem angestammten Beruf sprechen könne. 
Die Ausbildung zum Kranführer müsse als berufliche Neuorientierung bezeichnet 
werden. Dies aber entspreche nicht dem grundlegenden Ziel der arbeitsmarktli-
chen Massnahmen. Mit seiner vielfältigen Berufskarriere habe der Beschwerde-
führer bewiesen, dass er sich in verschiedene Fachgebiete einarbeiten könne 
und er damit seine breit gefächerten beruflichen Qualifikationen 'on the job' er-
worben habe. Das habe er auch nach seiner Einreise und der Annahme der Stel-
le als Bau-Hilfsarbeiter bewiesen. 

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Die Vorinstanz verweist des Weiteren auf die vom Beschwerdeführer getätigten 
Arbeitsbemühungen. So habe er sich bislang als Chauffeur, Lagerist, Gärtner, 
Hilfsarbeiter, Reinigungsmitarbeiter, im Versand, der Produktion und Gastrono-
mie beworben, hingegen auf keine Stellen im Baubereich. Warum seine Vermit-
telbarkeit mit einer Kranführerausbildung verbessert werde, vermöge er daher 
nicht aufzuzeigen. Nachdem er sich bislang nicht als Bauarbeiter beworben ha-
be, obwohl er dort kurz gearbeitet habe, könne er auch nicht davon ausgehen, 
dass er schlecht vermittelbar wäre und die Kranführerausbildung ein notwendi-
ges Instrument zur Verbesserung sei. 

Schliesslich hält die Vorinstanz fest, weder bestehe ein aktueller Bedarf des Ar-
beitsmarktes nach Arbeitskräften mit Kranführerausbildung, noch habe der Be-
schwerdeführer nachweisen können, dass er sich an die aktuellen Gegebenhei-
ten des Arbeitsmarktes anpassen müsste.

3.4 Laut Beschwerdeführer verletzt die Begründung, er habe mit seiner vielfäl-
tigen Berufskarriere bewiesen, dass er sich in die verschiedensten Fachrichtun-
gen einarbeiten könne, Bundesrecht. Diese Begründung widerspreche der AVIG-
Praxis, wonach für ausländische Versicherte einzig die in der Schweiz erlangte 
Berufserfahrung ausschlaggebend sei.

Auch die unbewiesene Aussage, es bestehe momentan kein aktueller Bedarf des 
Arbeitsmarktes nach Arbeitskräften mit Kranführerausbildung schlage fehl. Hin-
gegen müsse die Vorinstanz berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer 57 
Jahre alt sei und es sich bei der beantragten Kranführerausbildung um eine 
adäquate Massnahme zur Beendigung seiner Arbeitslosigkeit handle. Ent-
scheidwesentlich sei, dass die Vermittlungsfähigkeit aus Gründen des Arbeits-
marktes erschwert sei und die Massnahme darauf ziele, dies konkret zu verbes-
sern. Dies sei erfüllt, weswegen das Gesuch gutzuheissen sei. Dabei sei zu 
berücksichtigen, dass er den ersten Teil bereits absolviert habe und mit Zustim-
mung des Amtes auch den zweiten Kurs inklusive Prüfung beenden werde.

4.1 Es gilt zu wiederholen, dass praktisch jeder Besuch einer arbeitsmarktli-
chen Massnahme, namentlich auch eines Bildungskurses, für jede Stellensuche 
letztlich von Vorteil ist. Die Arbeitslosenversicherung hat sich aber auf die Unter-
stützung jener Fälle zu beschränken, in denen sich ein Besuch aus arbeitsmarkt-
lichen Gründen aufdrängt (im Übrigen sind Massnahmen zum Erhalt und der 
Steigerung der Arbeitsmarktfähigkeit auch Obliegenheit der Versicherten selbst 
[Schadenminderungspflicht]; vgl. auch Gerhards, a.a.O., Art. 59 N 31). Der inlän-
dische Arbeitsmarkt muss die Massnahme, im konkreten Fall den Kranführerkurs, 
gebieten. Ausschlaggebend ist, ob der Arbeitsmarkt für Personen mit den Quali-

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fikationen des Beschwerdeführers grundsätzlich Stellen bereithält und ob er aus 
persönlichen Gründen im Wettbewerb um diese Stellen benachteiligt ist. Es muss 
davon ausgegangen werden, dass es für die versicherte Person ohne Absolvie-
rung des gewünschten Kurses praktisch keine Arbeitsplätze geben würde, sich 
der Kurs daher aus Gründen des Arbeitsmarktes aufdrängt und für das Finden 
einer neuen Stelle notwendig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_222/2016 
vom 30.6.2016 Erw. 4; Urteil des EVG C 89/06 vom 24.1.2007 Erw. 4). 

4.2 Auf diese Voraussetzungen für einen Leistungsanspruch hat die Vorinstanz 
verwiesen. Ihre Beurteilung ist im Ergebnis denn auch nicht zu beanstanden. 

Nach seinen Berufsausbildungen als Maler und Elektrotechniker war der Be-
schwerdeführer in Italien fast vier Jahrzehnte in führenden Positionen engagiert 
als selbständiger Unternehmer in der Elektronikbranche sowie in (regionalen und 
nationalen) Verbänden und der Gemeinde. Erst im Frühling 2018 ist er in die 
Schweiz eingereist, wo er am 11. April 2018 eine Anstellung als Bau-Hilfsarbeiter 
annahm. Dass er für die Baubranche berufliche Erfahrungen mitbrächte, ergibt 
sich aus seinem Lebenslauf nicht, was seine Erfolgschance aber offensichtlich 
nicht schmälerte. Was die dann in der Schweiz gesammelte Erfahrung im Bau-
wesen anbelangt, erscheint von Bedeutung, dass er bereits schon am 25. August 
2018 infolge Unfall und anschliessend krankheitsbedingt bis zum Anstellungsen-
de (31.8.2019) arbeitsunfähig war (vgl. Vi-act. 2). Mithin beschränkt sich seine 
Hilfsarbeitertätigkeit auf dem Bau effektiv auf wenige Monate. Aus der AVAM-
Anmeldebestätigung (Vi-act. 1) ergibt sich sodann, dass der Beschwerdeführer 
neben seiner Muttersprache Italienisch auch über gute englische Sprachkennt-
nisse verfügt, aber keine Kenntnisse in Deutsch hatte. Die RAV-Gespräche fan-
den denn auch unter Begleitung eines Dolmetschers statt (Vi-act. 10 ff.). Zudem 
organisierte das RAV Deutschkurse, so dass die RAV-Beraterin im Juli 2020 no-
tieren konnte, bei einer Kommunikation mit langsamer Artikulation könne das 
Gespräch auch ohne Übersetzer geführt werden (Vi-act. 13). Gute Deutsch-
kenntnisse liegen nicht vor. Die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit war 
gemäss RAV-Protokoll vom 28. August 2019 durch einen Hirninfarkt verursacht 
(Vi-act 10). Da die Arbeitsunfähigkeit länger andauerte, erfolgte am 21. März 
2019 eine IV-Anmeldung. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ver-
anlasste den RAV-Berater auch dazu, ihn von der Arbeitsvermittlung in der Bau-
branche zu löschen, da die Tätigkeit als Bauarbeiter infolge Hirninfarkt nicht mehr 
möglich sei. Der Fokus wurde auf den Produktionsmitarbeiter gelegt (Vi-act. 10). 
Den Gesprächsprotokollen kann zudem entnommen werden, dass sich der Be-
schwerdeführer anfänglich - und wohl in Übereinstimmung mit seinen bisherigen 
Tätigkeiten in Italien - für Führungspositionen bewarb, wovon ihm mangels 

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Deutschkenntnissen abgeraten werden musste (Vi-act. 11). Ab Januar 2020 be-
gann er dann wieder, Arbeitsstellen auch in der Baubranche zu suchen. 

Damit aber steht fest, dass der Beschwerdeführer durchaus über berufliche Qua-
lifikationen und Erfahrungen verfügt, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 
nachgefragt werden. Namentlich dank seiner Ausbildung und beruflichen Tätig-
keit als Elektrotechniker und Praktiker ist es nachvollziehbar, dass der RAV-
Berater den Fokus auf den Produktionsmitarbeiter legte. Die Vermittelbarkeit auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist hier anzunehmen. Respektive ist nicht erkenn-
bar, dass eine Anpassungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers in dem Sinne 
besteht, dass er bei bestehender Nachfrage am Arbeitsmarkt nur dank einem 
Kranführerkurs vermittelbar ist. Anderseits muss konstatiert werden, dass in Be-
trachtung all seiner beruflichen Ausbildungen und Erfahrungen seine Tätigkeit 
auf dem Bau als Bau-Hilfsarbeiter nur äusserst kurz war, und seine Deutsch-
kenntnisse müssen als limitiert beurteilt werden. Seine bisherigen beruflichen 
Betätigungen zeichnen ihn nicht derart aus, dass sich die Baubranche geradezu 
aufdrängen würde. Auch dürften das Alter und die Gesundheit des Beschwerde-
führers für seine Situation auf dem Arbeitsmarkt, gerade auch in der Baubranche, 
eher erschwerend sein. Dass diese Defizite mit einem Kranführerkurs behoben 
werden, erscheint nicht überwiegend wahrscheinlich. Zum einen schliesst er da-
mit weder eine Lücke seiner Fähigkeiten, noch gelingt ihm damit eine spezialisie-
rende Weiterentwicklung seiner beruflichen Biographie. Zum andern gilt gerade 
auch für Stellen als Kranführer, dass eine gute Gesundheit und gute Deutsch-
kenntnisse verlangt sind (da deren Tätigkeit auf der Baustelle wesentlich von der 
Kommunikation mit allen beteiligten Bauleuten abhängt; vgl. www.berufsbe-
ratung.ch; Kranführer/in; eingesehen am 7.9.2020), was vorliegend in Frage ge-
stellt werden muss. Selbst wenn der Beschwerdeführer das für die Kranführer-
prüfung notwendige Gesundheitsattest (vgl. EKAS-Richtlinie 6510) beibringen 
könnte (was sich aus den Akten nicht ergibt), liegt der Entscheid über eine An-
stellung letztlich beim Arbeitgeber, der die gesundheitliche Situation eines anzu-
stellenden Kranführers eigenständig beurteilt. 

4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vermittelbarkeit des Be-
schwerdeführers nicht vom Besitz des Kranführerausweises B abhängig ist. Der 
Arbeitsmarkt verfügt über ein ausreichendes Angebot an Stellen, für welche der 
Beschwerdeführer geeignet und vermittelbar erscheint. Für die verlangte ar-
beitsmarktliche Indikation mangelt es am subjektiven Element der Anpassungs-
bedürftigkeit des Beschwerdeführers. Das Absolvieren eines Kranführerkurses 
stellt keine logische Entwicklung seiner Berufsbiographie dar und ist keine ange-
zeigte Antwort auf die Stellenlosigkeit. Es steht mitnichten fest, dass es für den 

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Beschwerdeführer ohne Abschluss des gewünschten Kurses praktisch keine Ar-
beitsplätze geben würde, sich der Kurs daher aus Gründen des Arbeitsmarktes 
aufdrängt, für das Finden einer neuen Stelle notwendig ist. Aufgrund seiner Be-
rufsausbildung und seiner langjährigen Berufserfahrung müssen und dürfen die 
Suchbemühungen nicht auf die Baubranche beschränkt werden und aufgrund 
seiner - geringen - beruflichen Erfahrung in der Baubranche, seiner geringen 
Deutschkenntnisse sowie seiner Krankheitsgeschichte ist es nicht die fehlende 
Kranführerausbildung, die das Finden einer Stelle verunmöglicht. Weder weist 
der Beschwerdeführer eine nur auf Nischen ausgerichtete Vermittelbarkeit auf, 
noch stellt die fehlende Kranführerausbildung beim Beschwerdeführer eine Lücke 
dar, die es zu schliessen gilt, da sie der Arbeitsmarkt nicht toleriert. Damit aber 
sind die Voraussetzungen, dass die Arbeitslosenversicherung dem Beschwerde-
führer für den Besuch des Kranführerkurses B Leistungen zu erbringen hat, nicht 
erfüllt. Mithin besteht kein Anspruch, weshalb die Vorinstanz das Gesuch man-
gels arbeitsmarktlicher Indikation zu Recht abgelehnt hat. 

5. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuwei-
sen ist.

6. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 16. September 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. September 2020

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II