# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5a24fbb-11d5-57c2-88ff-41ed82cc614a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-10
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 10.11.2016 SK 2016 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-62_2016-11-10.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 16 62

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 10. November 2016 

Besetzung Oberrichter Vicari (Präsident), Oberrichter Zihlmann, 
Oberrichter Guéra
Gerichtsschreiberin Segessenmann

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

Gegenstand Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilweise 
qualifiziert begangen, Geldwäscherei, Widerhandlungen gegen 
das Waffengesetz und das AHV-Gesetz

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-
Seeland (Kollegialgericht) vom 05.11.2015 (PEN 2014 630)

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Mit Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland (Kollegialgericht) vom 5. No-
vember 2015 (pag. 909 ff.) wurde das Strafverfahren gegen A.________ (nachfol-
gend Beschuldigter) wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz und wegen 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (nachfolgend BetmG) in eini-
gen Fällen ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von 
Verfahrenskosten eingestellt. Der Beschuldigte wurde zudem freigesprochen von 
der Anschuldigung der Geldwäscherei, ebenfalls ohne Ausrichtung einer Entschä-
digung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten. Hingegen wurde er schuldig 
erklärt der qualifizierten Widerhandlungen gegen das BetmG, bandenmässig mit 
C.________ und gewerbsmässig begangen, der qualifizierten Widerhandlung ge-
gen das BetmG, gewerbsmässig begangen durch Veräusserung von Marihuana, 
der qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG, mengenmässig qualifiziert be-
gangen durch Besitz und Anstalten treffen zur Veräusserung von MDMA und der 
Widerhandlung gegen das BetmG, begangen durch Besitz und Anstalten treffen 
zur Veräusserung, Veräussern und in Verkehr bringen von diversen Betäubungs-
mittelarten und durch Konsum von Betäubungsmitteln. Weiter wurde er schuldig 
erklärt der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz und der Widerhandlungen 
gegen das AHV-Gesetz. Der Beschuldigte wurde schliesslich in Anwendung der 
einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen zu einer Freiheitsstrafe von 28 Mona-
ten, wovon 14 zu vollziehen seien, zu einer teilbedingten Geldstrafe von 45 Tages-
sätzen zu CHF 170.00, ausmachend total CHF 7‘650.00, wovon 22 Tagessätze zu 
bezahlen seien, sowie zu einer Übertretungsbusse in der Höhe von CHF 1'000.00 
und zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 15‘903.55 
verurteilt. Zudem ergingen diverse Verfügungen im Zusammenhang mit der Einzie-
hung und Beschlagnahme von Objekten und Geldbeträgen sowie die notwendigen 
Verfügungen betreffend DNA-Profil und erkennungsdienstliche Daten und es wurde 
das amtliche Honorar von Rechtsanwältin B.________ für die amtliche Verteidi-
gung des Beschuldigten bestimmt. 

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete Rechtsanwältin B.________ namens des Beschuldig-
ten am 12. November 2015 form- und fristgerecht die Berufung an (pag. 926). Der 
zweite Beschuldigte, C.________, hat das gegen ihn ergangene erstinstanzliche 
Urteil hingegen akzeptiert. Am 11. März 2016 reichte die amtliche Verteidigung des 
Beschuldigten ebenfalls form- und fristgerecht die Berufungserklärung ein und er-
klärte die Anfechtung des erstinstanzlichen Urteils bezüglich der Qualifikation der 
Bandenmässigkeit im Zusammenhang mit dem Schuldspruch wegen qualifizierten 
Widerhandlungen gegen das BetmG durch Veräusserung von Marihuana, sowie 
bezüglich des Schuldspruchs wegen qualifizierten Widerhandlungen gegen das 
BetmG durch Besitz und Anstalten treffen zur Veräusserung von MDMA. Auch die 

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Strafzumessung (Freiheitsstrafe) sowie die entsprechenden Kosten- und Entschä-
digungsfolgen focht er an (pag. 1022 ff). Mit Eingabe vom 17. März 2016 gab die 
Generalstaatsanwaltschaft bekannt, dass sie weder Anschlussberufung erkläre 
noch ein Nichteintreten auf die Berufung des Beschuldigten beantrage (pag. 
1030f.). 

3. Anträge der Parteien

Anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung vom 10. November 2016 stellte 
Staatsanwältin D.________ namens der Generalstaatsanwaltschaft folgende An-
träge (pag. 1069 ff.):

I.

Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland (Kol-
legialgericht in Dreierbesetzung) vom 5. November 2015 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist als

1. das Verfahren wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz gemäss AKS A, Ziff. 3.2-3.4 
und Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss AKS A, Ziff. 5, 1.1.8, 1.3.3, 
1.4.2 eingestellt wurde, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von 
Verfahrenskosten;

2. A.________ freigesprochen wurde von der Anschuldigung der Geldwäscherei gemäss AKS 
A, Ziff. 2, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrens-
kosten;

3. A.________ schuldig erklärt wurde:

a) der qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, gewerbsmässig be-
gangen gemäss AKS A, Ziff. 1.1.2-1.1.7,

b) der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss AKS A, Ziff. 1.2.1+1.2.2, 
1.3.1+1.3.2, 1.4.1, 1.5.1+1.5.2, 1.6.1+1.6.2, 1.7, 1.9,

c) der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss AKS A, Ziff. 5,

d) der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz gemäss AKS A, Ziff. 3.1-3.4,

e) der Widerhandlungen gegen das AHV-Gesetz gemäss AKS A, Ziff. 4;

4. A.________ verurteilt wurde

a) zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu CHF 170.00, wovon 22 Tagessätze zu bezahlen 
sind und bei 23 Tagessätzen der Vollzug aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-
gesetzt wurde,

b) zu einer Übertretungsbusse von CHF 1'000.00 (Ersatzfreiheitsstrafe 10 Tage),

c) zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten;

5. das Rückversetzungsverfahren eingestellt wurde, unter Auferlegung der Verfahrenskosten 
an den Kanton Bern;

6. die beschlagnahmten Drogen und Drogenutensilien sowie das beschlagnahmte iPhone 4 zur 
Vernichtung eingezogen und die beschlagnahmten Bargeldbeträge zur Deckung der Gelds-
trafe verwendet werden;

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II.

A.________ sei zusätzlich schuldig zu erklären:

1. der qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, bandenmässig mit 
C.________ und gewerbsmässig begangen in der Zeit von ca. 2003 bis 26.04.2013 in Biel 
durch Veräusserung von mind. 5'790 g Marihuana an verschiedene Abnehmer (AKS A, Ziff. 
1.1.1);

2. der qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mengenmässig qua-
lifiziert begangen am 26.04.2013 in Biel durch Besitz und Anstaltentreffen zur Veräusserung 
von rund 195 g MDMA (AKS A, Ziff. 1.8).

III.

A.________ sei gestützt darauf sowie gestützt auf die rechtskräftigen Schuldsprüche

in Anwendung von Art. 19 Abs. 1, Abs. 2 lit. a-c, + Abs. 3 BetmG, Art. 426f. StPO, Art. 40,

43, 44, 47, 49 Abs. 1 und 51 StGB

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten, unter Gewährung des teilbedingten Vollzugs, wovon 
14 Monate unbedingt zu vollziehen seien, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersu-
chungshaft von 197 Tagen, und 14 Monate aufzuschieben seien bei einer Probezeit von 2 
Jahren;

2. zur Bezahlung der oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl., eine angemessene Gebühr 
gemäss Art. 21 VKD).

IV.

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. Das Honorar der amtlichen Verteidigerin sei gerichtlich zu bestimmen (Art. 135 StPO).

2. Dem zuständigen Bundesamt sei die Zustimmung zur Löschung des erstellen DNA Profils 
von A.________ (PCN-Nr. ________) zu erteilen (Art. 16 Abs. 1 lit. e DNA-ProfilG). Dem für 
die Führung von ARS zuständigen Dienst sei die Zustimmung zur Löschung der erhobenen 
biometrischen erkennungsdienstlichen Daten von A.________ nach Ablauf der gesetzlichen 
Frist zu erteilen (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung 
biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

Rechtsanwältin B.________ begründete anlässlich der oberinstanzlichen Haupt-
verhandlung ihre in der Berufungserklärung vom 11. März 2016 gestellten Beweis-
anträge (pag. 1064f.). 

4. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Infolge der Berufung durch den Beschuldigten hat die Kammer das erstinstanzliche 
Urteil in Bezug auf die Qualifikation der Bandenmässigkeit zum Schuldspruch we-
gen Widerhandlungen gegen das BetmG, gewerbsmässig begangen durch Ver-

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äusserung von mindestens 5‘790 Gramm Marihuana (Ziff. III.1 des vorinstanzlichen 
Dispositivs) sowie wegen Widerhandlungen gegen das BetmG, mengenmässig 
qualifiziert begangen durch Besitz und Anstalten treffen zur Veräusserung von rund 
195 Gramm MDMA (Ziff. III.3 des vorinstanzlichen Dispositivs) zu überprüfen. Wei-
ter hat die Kammer auch die Strafzumessung (Freiheitsstrafe) sowie die damit zu-
sammenhängenden Kosten- und Entschädigungsfolgen zu beurteilen. Sie verfügt 
dabei über volle Kognition (Art. 398 Abs. 3 der Schweizerischen Strafprozessord-
nung [StPO; SR 312.0]). Aufgrund der alleinigen Berufung des Beschuldigten ist 
die Kammer an das Verschlechterungsverbot gebunden und darf das Urteil nicht zu 
Ungunsten des Beschuldigten abändern (Art. 391 Abs. 2 StPO).

5. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

In der Berufungserklärung vom 11. März 2016 beantragte Rechtsanwältin 
B.________ eine ergänzende Einvernahme des Beschuldigten (pag. 1023). Nach-
dem die Generalstaatsanwaltschaft am 17. März 2016 die Abweisung beantragt 
hat, wies die Verfahrensleitung diesen Beweisantrag mit Verfügung vom 18. März 
2016 ab (pag. 1032f.). 

Von Amtes wegen wurden über den Beschuldigten ein aktueller Strafregisteraus-
zug (pag. 1057f.) sowie ein aktueller Leumundsbericht (pag. 1053 ff.) eingeholt 
(pag. 1042f.). 

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Vorbemerkung

Wie unter dem Titel Verfahrensgegenstand dargelegt, ist das erstinstanzliche Urteil 
in weiten Teilen in Rechtskraft erwachsen, weswegen sich Ausführungen hierzu 
erübrigen. Im Folgenden wird ausschliesslich auf die beiden durch die Kammer zu 
überprüfenden Schuldsprüche bzw. den angefochtenen Teil des Schuldspruchs 
einzugehen sein. 

7. Beweismittel

Die Vorinstanz hat die objektiven Beweismittel zutreffend dargelegt, auf diese Aus-
führungen wird verwiesen (pag. 938f., S. 8f. der Entscheidbegründung). Auch auf 
die vorinstanzliche Zusammenfassung der Aussagen des Beschuldigten, von 
C.________ sowie der übrigen einvernommenen Personen kann vollumfänglich 
verwiesen werden (pag. 939 ff., S. 9-20 der Entscheidbegründung). 

Für die vorliegend zu prüfenden Schuldsprüche sind neben den Aussagen von 
C.________ und des Beschuldigten die Angaben der Auskunftsperson E.________ 
relevant (pag. 948, S. 18 der Entscheidbegründung). Die Aussagen dieser Perso-
nen werden im Folgenden – soweit für die Beweiswürdigung von Bedeutung – noch 
einmal zusammengefasst wiedergegeben. 

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8. Vorwurf gemäss Ziff. 1.1.1 der Anklageschrift 

8.1 Vorbemerkung

Der Beschuldigte wurde von der Vorinstanz der Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, bandenmässig mit C.________ und gewerbsmässig be-
gangen in der Zeit von ca. 2003 bis 26. April 2013 in Biel durch Veräusserung von 
min. 5‘790 Gramm Marihuana schuldig erklärt (pag. 911). Der Beschuldigte wendet 
sich nun vor oberer Instanz nicht mehr gegen diesen Schuldspruch sondern aus-
schliesslich gegen die Qualifikation bzw. die Verurteilung wegen bandenmässiger 
Tatbegehung zusammen mit C.________. Insbesondere ist die Verurteilung wegen 
gewerbsmässiger Tatbegehung nicht angefochten.

8.2 Würdigung durch die Vorinstanz

Die Vorinstanz geht davon aus, dass C.________ und der Beschuldigte den Dro-
genhandel, für den ein Schuldspruch erfolgte, gemeinsam betrieben, weswegen sie 
die Qualifikation der Bandenmässigkeit bejahte.

8.3 Vorbringen der Verteidigung

Die Verteidigung brachte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung im 
Wesentlichen vor, C.________ habe die Drogen beim Beschuldigten gekauft und 
selbstständig weiterverkauft. Er habe das Marihuana beim Beschuldigten billiger 
beziehen können, weil er ihm seinen Keller als Bunker zur Verfügung gestellt habe. 
Er habe jedoch einen eigenen Gewinn erzielt und auch eigene Kunden gehabt. Zu 
keinem Zeitpunkt habe ein Wille für die gemeinsame Tatbegehung bestanden. Zu-
dem würden auch keine objektiven Beweismittel für ein Zusammenwirken vor dem 
Jahr 2010 bestehen. E.________ habe ausgesagt, dass er zwischen 2003 und 
2012 Marihuana bei C.________ bezogen habe. Später habe er dann auch den 
Beschuldigten belastet. Als langjähriger Drogenkonsument und Freund von 
C.________ sei E.________ in Bezug auf die Belastungen des Beschuldigten nicht 
glaubwürdig.

8.4 Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft

Staatsanwältin D.________ machte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptver-
handlung im Wesentlichen geltend, der Beschuldigte sei nicht bloss Lieferant von 
C.________ gewesen. Er habe dessen Abnehmer gekannt und in seiner Wohnung 
bzw. beim Drogenbunker ein- und ausgehen können, was er teils auch mehrere 
Male pro Tag gemacht habe. Auch auf die belastenden Angaben von E.________ 
sei abzustellen. Vorliegend sei von einer arbeitsteiligen Zusammenarbeit zwischen 
C.________ und dem Beschuldigten auszugehen. C.________ sei für die Lage-
rung des Marihuanas verantwortlich gewesen, der Beschuldigte für die Lieferung. 
Beide hätten ihren Profit aus der Zusammenarbeit gezogen, aufgrund der gegen-
seitigen Unterstützung hätten sie sich sicherer gefühlt und weiter delinquiert.

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8.5 Würdigung durch die Kammer

8.5.1 Würdigung der Aussagen des Beschuldigten

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass unbestritten ist, dass der Beschuldigte Mari-
huana im Keller von C.________ gelagert hatte, mithin also, dass das gefundene 
Marihuana dem Beschuldigten gehörte. 

Von Relevanz für die Prüfung des Vorwurfs der Bandenmässigkeit sind vorliegend 
folgende Aussagen des Beschuldigten:

Anlässlich der Einvernahme vom 31. Oktober 2013 gestand der Beschuldigte ein, 
dass E.________ ab und zu bei ihm Marihuana bezogen habe. Dem fügte er an, 
dass E.________ das Marihuana direkt bei C.________ holen gegangen sei (pag. 
444). Der Beschuldigte bestätigte weiter auf Vorhalt auch, dass C.________ bei 
ihm Marihuana zum Weiterverkauf bezogen und ihm den Erlös davon übergeben 
habe (pag. 446). 

Bezüglich der Gründe, wieso der Beschuldigte das Marihuana bei C.________ ge-
lagert hatte, machte er geltend, es sei praktischer gewesen, dieses bei C.________ 
zu deponieren. So hätte er die Drogen von seiner Wohnung in Langenthal nicht 
immer nach Biel transportieren müssen, was ein Risiko dargestellt hätte. Als Ge-
genleistung für die Lagerung der Drogen habe C.________ davon konsumieren 
dürfen. Ab und zu habe C.________ auch bei ihm Marihuana bestellt und das Geld 
dafür anschliessend für ihn bereitgestellt (pag. 465).

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bestritt der Beschuldigte, dass 
es zwischen ihm und C.________ eine Zusammenarbeit gegeben habe. Sie hätten 
keine gemeinsamen Vorbereitungen getroffen oder Drogen zusammen abgepackt. 
Vielmehr sei er einzig ein normaler Lieferant von C.________ gewesen, dieser ha-
be ihm lediglich das Geld gegeben (pag. 880). Anlässlich der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung bestritt der Beschuldigte zudem – im Widerspruch zu früheren 
Angaben – dass die Abmachung bestanden hätte, dass C.________ für das Bun-
kern der Drogen gratis habe konsumieren dürfen (vgl. pag. 465 und pag. 880). 

Die Angaben des Beschuldigten sind äusserst zurückhaltend und zeichnen sich 
dadurch aus, dass er gegenüber den Behörden jeweils nur so viel bekannt gab, wie 
diesen – insbesondere aufgrund der Aussagen des Mitbeschuldigten C.________ – 
bereits bekannt war bzw. bekannt sein musste. Zwar gestand der Beschuldigte von 
Anfang an ein, dass das Marihuana im Keller von C.________ ihm gehörte, hinge-
gen führte er zuerst aus, dass C.________ mit der Sache nichts zu tun habe (pag. 
411). Erst im Verlaufe der weiteren Ermittlungen und im Zuge des Geständnisses 
von C.________ musste der Beschuldigte eingestehen, dass C.________ keines-
wegs völlig unbeteiligt war. Auffällig ist auch, dass er dessen Involvierung anfangs 
noch zu verharmlosen versuchte. So gab er anlässlich der Schlusseinvernahme 
vom 12. März 2014 an, C.________ habe ab und zu für CHF 100.00-200.00 Mari-
huana bei ihm bezogen (pag. 465). Anfangs bestritt er jedoch gänzlich, dass 
C.________ Marihuana weiterverkauft hatte, später gab er an, es sei jeweils nur 
um sehr wenig, z.B. CHF 50.00, gegangen (pag. 405 und 411). 

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Zusammengefasst ist damit festzuhalten, dass der Beschuldigte – was sich im Üb-
rigen auch in Bezug auf weitere in den Drogenhandel involvierte Personen, welche 
unbekannt blieben, zeigte – die Handlungen von C.________ zu verharmlosen und 
ihn anfangs noch zu schützen versuchte. Erst im Zuge der Ermittlungen war der 
Beschuldigte aufgrund der faktischen Situation gezwungen, freimütigere Angaben 
zu machen. 

8.5.2 Würdigung der Aussagen von C.________

C.________ machte bereits von Beginn des Strafverfahrens an detailliertere Anga-
ben als der Beschuldigte. So gab er bereits anlässlich der ersten Einvernahme vom 
26. April 2013 zu, der Beschuldigte habe die aufgefundenen Drogen bei ihm gela-
gert, da die Polizei bereits einmal bei ihm gewesen sei und es auch in der 
F.________Bar in Biel bereits eine Razzia gegeben habe. Der Drogenbunker sei 
eine gemeinsame Idee gewesen. Er sei seinerseits so zu Marihuana gekommen, 
ohne es auf der Gasse besorgen zu müssen. Der Beschuldigte habe einen Schlüs-
sel zu seiner Wohnung gehabt und sei regelmässig vorbeigekommen. Er selbst 
habe jedoch nicht mitgeholfen, das Marihuana abzupacken (pag. 355f.). Präzisie-
rend fügte C.________ an, der Beschuldigte verwende seine Wohnung bereits seit 
drei Jahren als Drogendepot, im gleichen Zeitraum habe er auch Marihuana vom 
Beschuldigten bezogen. Für seine Dienste habe er vom Beschuldigten gratis Mari-
huana erhalten, für seinen eigenen Handel habe er ihm jedoch etwas bezahlen 
müssen (pag. 357). 

Anlässlich der Hafteröffnung bestätigte C.________ seine Angaben, gab jedoch 
ergänzend an, für das Zurverfügungstellen des Kellers habe er auch das Marihua-
na (für seinen Handel) billiger erhalten. Er habe jedoch nie im Auftrag des Beschul-
digten Marihuana gewogen oder abgepackt (pag. 366). Nie habe er mit dem Be-
schuldigten zusammengearbeitet, jeder sei seinem Geschäft nachgegangen (pag. 
367). Später führte C.________ aus, dass er, wenn jemand bei ihm bestellt habe, 
dem Beschuldigten einen Zettel geschrieben oder ihm die Bestellung mitgeteilt ha-
be. Der Beschuldigte habe die Bestellung dann bereit gelegt. Es sei auch vorge-
kommen, dass er die Ware selbst in den Keller holen gegangen sei und dem Be-
schuldigten das Geld hingelegt habe. Entweder er oder der Beschuldigte hätten die 
Drogen portioniert. Der Beschuldigte habe bis auf E.________ seine Drogenab-
nehmer nicht gekannt (pag. 377). 

An diesen Aussagen hielt C.________ im Wesentlichen auch anlässlich der Ein-
vernahmen vom 5. und 19. Juni 2013 fest (pag. 370 ff., pag. 385f.). 

Nachdem C.________ aus der Haft entlassen wurde, bestätigte er anlässlich der 
Schlusseinvernahme vom 12. März 2014 seine Angaben nur noch teilweise. Be-
züglich seines Zusammenwirkens mit dem Beschuldigten machte er jedoch weit-
gehend gleichbleibende Angaben. Er sagte aus, dass E.________ das Marihuana 
beim Beschuldigten und nicht bei ihm gekauft habe. E.________ habe 2-3 mal bei 
ihm bestellt, der Beschuldigte habe das Marihuana dann vorbereitet. Er bestätigte 
weiter, dass er E.________ direkt zum Beschuldigten geschickt habe (pag. 394f.). 
Schliesslich gab C.________ an, dass er einen Arbeitskollegen, nachdem dieser 

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zuerst bei ihm 20 Gramm Marihuana gekauft habe, an die F.________Bar und da-
mit an den Beschuldigten verwiesen habe (pag. 396). 

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung gab C.________ an, er und der 
Beschuldigte hätten jeweils ihren eigenen Kunden Marihuana verkauft (pag. 885). 

Auch C.________ bestreitet eine Zusammenarbeit mit dem Beschuldigten. Er äus-
sert sich diesbezüglich und insbesondere gegen Ende des Strafverfahrens eher 
vorsichtig. In Anbetracht dieses doch eher zurückhaltenden Aussageverhaltens 
kann jedoch insbesondere auf seine (teils wohl unbewusst erfolgten) selbstbelas-
tenden Angaben abgestellt werden. So bestätigte C.________, dass er teils die 
Drogen des Beschuldigten in seinem Keller selbst geholt habe, dass er teils gehol-
fen habe, die Drogen abzupacken und dass er Abnehmer, insbesondere 
E.________ und einen Arbeitskollegen, an den Beschuldigten verwiesen habe. 

8.5.3 Würdigung der Aussagen von E.________

E.________ bestätigte seinerseits, dass er zuerst von C.________ Drogen erwor-
ben habe. Später sei er durch diesen an den Beschuldigten verwiesen worden. Er 
habe die Drogen in der F.________Bar bestellt und bezahlt, anschliessend seien 
die Drogen in der Wohnung von C.________ für ihn bereit gelegt worden. 
E.________ bestätigte weiter, dass er schon seit dem Jahr 2003 Marihuana bei 
C.________ erworben habe, dieses habe vom Beschuldigten gestammt. 
C.________ habe das Geld jeweils auch dem Beschuldigten übergeben (pag. 
285f.). E.________ bestätigte anlässlich der zweiten Einvernahme vom 20. Sep-
tember 2013 seine Angaben (pag. 293 ff.). Er bestätigte insbesondere, dass er 
durch C.________ informiert worden sei, wenn das beim Beschuldigten bestellte 
Marihuana zur Abholung bereit gelegen habe (pag. 295). Er gab zudem an, dass er 
ungefähr 2-3 Jahre vor der Anhaltung damit begonnen habe, direkt beim Beschul-
digten zu bestellen (pag. 294). 

Auf diese Angaben von E.________ kann nach Ansicht der Kammer vollumfänglich 
abgestellt werden. Es sind schlicht keine Gründe dafür ersichtlich, wieso 
E.________ den Beschuldigten und C.________ zu Unrecht belasten sollte. Zwar 
ist – wie dies auch die Verteidigung ausführte – durchaus zutreffend, dass 
E.________ mit C.________ befreundet war. Gerade deshalb ist jedoch auf seine 
Angaben zur Zusammenarbeit zwischen C.________ und dem Beschuldigten ab-
zustellen. Denn seine Aussagen sind nicht nur für den Beschuldigten sondern glei-
chermassen für C.________ belastend. Aus der Tatsache, dass E.________ selbst 
ein langjähriger Konsument von Marihuana ist, kann zudem entgegen den Aus-
führungen der Verteidigung nicht per se auf die Unglaubhaftigkeit seiner Angaben 
geschlossen werden. Motive für eine Falschbelastung sind nach Ansicht der Kam-
mer keine ersichtlich.

Die Kammer stellt deshalb bezüglich der Zusammenarbeit zwischen C.________ 
und dem Beschuldigten auf die Aussagen von E.________ ab. Diese werden denn 
auch zumindest in gewissen Teilen sowohl durch den Beschuldigten als auch durch 
C.________ bestätigt.

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8.5.4 Beweisergebnis

Die Kammer erachtet daher aufgrund der glaubhaften Angaben der Beteiligten fol-
genden Sachverhalt als erwiesen: 

- Der Beschuldigte und C.________ beschlossen gemeinsam im Jahr 2010, den 
Drogenbunker im Keller von C.________ zu errichten. Beide profitierten von 
diesem Arrangement. Der Beschuldigte trennte den Drogenbunker von seinem 
Zuhause und der F.________Bar, wo bereits Hausdurchsuchungen stattfanden 
und minimierte damit das Risiko, entdeckt zu werden. C.________ erhielt sei-
nerseits für das Zurverfügungstellen des Kellers gratis Marihuana zum Eigen-
konsum und konnte das Marihuana bei Bedarf direkt in seinem eigenen Haus 
beziehen. Dieser Sachverhalt wird sowohl durch den Beschuldigten als auch 
durch C.________ bestätigt. 

- Der Beschuldigte besass einen Schlüssel zur Wohnung von C.________ und 
konnte den Drogenbunker jederzeit aufsuchen, was er teils auch regelmässig 
und selbst in Abwesenheit von C.________ bzw. dessen Ehefrau machte. 
Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die Angaben von C.________ abgestellt 
werden, welche durch den Beschuldigten grundsätzlich auch nicht bestritten 
werden.

- Zwar hat C.________ durchaus auch selbstständig Marihuana an Abnehmer, 
welche dem Beschuldigten nicht bekannt waren, verkauft. Hingegen hatte er 
das Marihuana gemäss seinen eigenen und glaubhaften Angaben teils selbst-
ständig aus dem Keller geholt und dem Beschuldigten das Geld dafür bereit ge-
legt. Diesbezüglich ist also von einer Vereinbarung zwischen C.________ und 
dem Beschuldigten auszugehen. 

- C.________ hat dem Beschuldigten gemäss eigenen Angaben teilweise auch 
beim Abpacken des Marihuanas geholfen. 

- C.________ hat wiederum gemäss eigenen Angaben E.________ und einen 
Arbeitskollegen an den Beschuldigten verwiesen. Bezüglich der Verkäufe an 
E.________ ist festzuhalten, dass C.________ seit 2010 das Marihuana, wel-
ches E.________ beim Beschuldigten gekauft und bezahlt hatte, ersterem 
übergeben hat. 

9. Zu prüfender Vorwurf gemäss Ziff. 1.8 der Anklageschrift

9.1 Vorbemerkung

Der Beschuldigte wurde der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
mengenmässig qualifiziert begangen am 26. April 2013 in Biel durch Besitz und 
Anstalten treffen zur Veräusserung von rund 195 Gramm MDMA schuldig erklärt 
(pag. 911). Der Beschuldigte bestreitet den Besitz des MDMA nicht, macht jedoch 
geltend, dieses nur für den Eigenkonsum erworben zu haben. Demzufolge richtet 
sich die Berufung des Beschuldigten gegen den Schuldspruch, verlangt wird ein 
vollumfänglicher Freispruch. 

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9.2 Würdigung durch die Vorinstanz

Aufgrund der Menge und des durch den Beschuldigten geltend gemachten Eigen-
konsums erachtete es die Vorinstanz als erwiesen, dass das aufgefundene MDMA 
mit einem Reinheitsgrad von 95 % zur Veräusserung bestimmt gewesen sei (pag. 
966, S. 36 der Entscheidbegründung). 

9.3 Vorbringen der Verteidigung

Bezüglich des Vorwurfs des Anstaltentreffens zur Veräusserung des MDMA führte 
Rechtsanwältin B.________ aus, der Beschuldigte habe stets ausgesagt, dass er 
das MDMA zum Eigenkonsum erworben habe. Er habe keine Vorbereitungshand-
lungen getroffen und es hätten auch keine Abnehmer gefunden werden können. 
Der Beschuldigte habe auch nicht benennen können, wie viel MDMA er eingelagert 
hatte, demgegenüber habe er die Mengen des gelagerten Marihuanas genau ge-
kannt. Das MDMA sei auch nicht portioniert gewesen. Es würden keine objektiven 
Indizien dafür vorliegen, dass der Beschuldigte das MDMA habe verkaufen wollen. 
Der Beschuldigt sei folglich nach dem Grundsatz in dubio pro reo vom entspre-
chenden Vorwurf freizusprechen. 

9.4 Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft

Staatsanwältin D.________ brachte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptver-
handlung vor, bezüglich des Vorwurfs des Anstaltentreffens zur Veräusserung von 
MDMA sei festzuhalten, dass die Beteuerungen des Beschuldigten, die 195 
Gramm MDMA zum Eigenkonsum gekauft zu haben, nicht glaubhaft seien. Eine 
solche grosse Menge, welche ausserhalb der eigenen Wohnung gelagert werde, 
könne ausschliesslich dem Verkauf gedient haben. Das MDMA sei teils auch be-
reits portioniert und abgepackt aufgefunden worden. Der Beschuldigte habe 
schliesslich auch bezüglich seines eigenen Konsums nicht glaubhafte Aussagen 
gemacht und die angeblich durch ihn konsumierte Menge von Einvernahme zu 
Einvernahme erhöht.

9.5 Würdigung durch die Kammer

Der Beschuldigte hat stets und gleichbleibend ausgesagt, das MDMA nur zum Ei-
genkonsum erworben zu haben. Dennoch kann nach Ansicht der Kammer auf die-
se Angaben nicht abgestellt werden und es ist davon auszugehen, dass das im 
Keller von C.________ gelagerte MDMA zum Weiterverkauf bestimmt war. 

Gegen die Behauptung des Beschuldigten, das MDMA sei nur zum Eigenkonsum 
bestimmt gewesen, spricht in erster Linie – wie auch schon durch die Vorinstanz 
zutreffend festgestellt – die Menge der sichergestellten Droge. Selbst wenn davon 
auszugehen wäre, dass der Beschuldigte jedes Wochenende MDMA konsumiert 
hätte, hätte der aufgefundene Vorrat an MDMA für einen mehrjährigen Konsum 
ausgereicht. Angesichts der Tatsache, dass das Aufbewahren von grossen Men-
gen an Drogen für den Eigenkonsum mit Blick auf das damit verbundene Risiko 
und nicht vorhersehbare Preisschwankungen kaum als sinnvoll erscheint, beurteilt 
die Kammer dies als äusserst unwahrscheinlich. 

Auch die vom Beschuldigten vorgebrachte Erklärung, er habe das MDMA zu einem 
äusserst günstigen Preis erwerben können, vermag den Besitz zum Eigenkonsum 

12

nicht plausibel erscheinen zu lassen. Bei einem Markpreis von CHF 80.00 pro 
Gramm hätte das sichergestellte MDMA CHF 15‘600.00 gekostet. Der Beschuldigte 
will selbst nur CHF 3‘500.00 dafür bezahlt haben (pag. 413). Dieser Preis ist selbst 
unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschuldigte eine grössere Menge 
erworben hatte, nicht glaubhaft. Der angeblich äusserst vorteilhafte Preis vermag 
damit den Besitz zum Eigenkonsum nicht zu belegen. 

Kommt hinzu, dass das aufgefundene MDMA teilweise bereits portioniert war (vgl. 
pag. 223, 109 und 111). Dass der Beschuldigte das MDMA auch abgepackt hatte, 
wurde auch von C.________ glaubhaft bestätigt (pag. 379). Für eine Falschbelas-
tung durch C.________ sind keine Gründe ersichtlich, weswegen auf seine Anga-
ben abzustellen ist. Nach Ansicht der Kammer stellt die Tatsache, dass das MDMA 
portioniert und abgepackt wurde ein starkes Indiz dafür dar, dass die Droge zum 
Weiterverkauf bestimmt war. Wäre das MDMA tatsächlich nur für den Eigenkon-
sum bestimmt gewesen, hätte keinen Anlass für ein solches Vorgehen bestanden. 
Auch wäre nach Ansicht der Kammer davon auszugehen, dass der Beschuldigte 
diesfalls das MDMA bzw. zumindest Teile davon getrennt vom Drogenbunker in 
seiner Nähe aufbewahrt hätte. 

Schliesslich sind insbesondere auch die Aussagen des Beschuldigten zur Menge 
des durch ihn konsumierten MDMA nicht glaubhaft. Auffällig ist, dass er von Ein-
vernahme zu Einvernahme gesteigerte Angaben zu seinem Konsum machte. So 
gab er anfangs an, jedes Wochenende 0,2 bis 0,4 Gramm MDMA konsumiert zu 
haben (pag. 423). Später erklärte er, pro Wochenende 1 Gramm MDMA einge-
nommen zu haben (pag. 450). Die vom Beschuldigten genannte Steigerung bezüg-
lich des MDMA Konsums ist nicht glaubhaft. Es sind schlicht keine Gründe ersicht-
lich, wieso der Beschuldigte anfangs zu tiefe Angaben hätte machen sollen, zumal 
er stets behauptet hatte, das MDMA nicht weiterverkauft zu haben. Angesichts der 
Tatsache, dass der beim Beschuldigten anlässlich seiner Anhaltung durchgeführte 
Drogentest negativ ausfiel, ist weiter auch nicht davon auszugehen, dass der Be-
schuldigte ein regelmässiger Konsument von MDMA war und jedes Wochenende 
Drogen einnahm (pag. 227). Diese falschen und übertriebenen Angaben bezüglich 
des eigenen Konsums lassen sich nur damit erklären, dass der Beschuldigte ver-
bergen will, dass das MDMA grösstenteils zum Weiterverkauf bestimmt war. 

Zusammengefasst geht die Kammer davon aus, dass das im Keller von 
C.________ vorgefundene MDMA des Beschuldigten grösstenteils zum Weiterver-
kauf bestimmt war. Zwar wurde ein Teil davon gemäss den nicht zu widerlegenden 
Aussagen des Beschuldigten auch durch ihn selbst konsumiert, der grösste Teil 
des MDMA war jedoch zum Weiterverkauf bestimmt. Zu Gunsten des Beschuldig-
ten ist jedoch davon auszugehen, dass die Menge reines MDMA, welches zum 
Weiterverkauf bestimmt war, unter 160 Gramm (und damit unter der Grenze zu ei-
ner möglichen mengenmässigen Qualifikation gemäss SGRM) lag. Es ist demnach 
von einer unbekannten Menge, welche zum Weiterverkauf bestimmt war, auszuge-
hen. 

13

III. Rechtliche Würdigung

10. Rechtliche Würdigung Bandenmässigkeit

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass der Schuldspruch wegen Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz, gewerbsmässig begangen in der Zeit von ca. 
2003 bis 26. April 2013 in Biel durch Veräusserung von mind. 5‘790 Gramm Mari-
huana an verschiedene Abnehmer zu bestätigen ist. Zu prüfen ist nachfolgend, ob 
dem Beschuldigten auch die bandenmässige Qualifikation zum Vorwurf gemacht 
werden kann. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass der im erstinstanzlichen 
Verfahren mitbeschuldigte C.________ den entsprechenden Schuldspruch wegen 
bandenmässiger Begehung nicht angefochten hat. Da der Verzicht auf die Anfech-
tung des Urteils aus verschiedenen Gründen erfolgen kann und nicht zwingend als 
Schuldeingeständnis zu werten ist (insbesondere da die Frage der Bandenmässig-
keit vorliegend im Wesentlichen eine rechtliche Frage ist), darf diesem Umstand je-
doch kein grosses Gewicht beigemessen werden. 

Bezüglich der rechtlichen Grundlagen zur Qualifikation der Bandenmässigkeit kann 
vorerst auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 974f., S. 44f. 
der Entscheidbegründung). Im Sinne einer kurzen Zusammenfassung der relevan-
ten Kriterien zur Begründung der Bandenmässigkeit ist auf den jüngsten bundesge-
richtlichen Entscheid zu verweisen. Darin hat das Bundesgericht festgehalten (Ur-
teil des Bundesgerichts BGer 6B_976/2015 vom 27. September 2016, E .9.2): 

Nach der Rechtsprechung ist Bandenmässigkeit gegeben, wenn zwei oder mehrere Täter sich mit 
dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Willen zusammenfinden, inskünftig zur Verübung 
mehrerer selbständiger, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwir-
ken (BGE 132 IV 132 E. 5.2 S. 137 mit Hinweisen). Eine Bande ist bereits beim Zusammenschluss 
zweier Täter denkbar (BGE 135 IV 158 E. 2 und 3 S. 158 ff.). Zweck der Qualifikation ist die besonde-
re Gefährlichkeit, die sich daraus ergibt, dass der Zusammenschluss die Täter stark macht und die 
fortgesetzte Verübung solcher Delikte voraussehen lässt (BGE 78 IV 227 E. 2 S. 233; 72 IV 110 E. 2 
S. 113). Die Mitglieder binden sich an die verbrecherischen Ziele und erschweren sich gegenseitig die 
Umkehr (TRECHSEL/CRAMERI, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 
2013, N. 16 zu Art. 139 StGB; NIGGLI/RIEDO, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 3. Aufl. 2013, 
N. 118 f. zu Art. 139 StGB).

Das Qualifikationsmerkmal der Bande setzt gewisse Mindestansätze einer Organi-
sation, etwa Rollen- oder Arbeitsteilung, und eine Intensität des Zusammenwirkens 
in einem Masse voraus, dass von einem stabilen Team gesprochen werden kann, 
auch wenn dieses nur kurzlebig ist (Urteil des Bundesgerichts BGer 6B_286/2011 
vom 29. August 2011, E. 1.4).

Das Bundesgericht begründet das besondere Strafbedürfnis bei der Qualifikation 
der Bandenmässigkeit damit, dass der Zusammenschluss den Einzelnen psychisch 
und physisch stärkt, ihn deshalb besonders gefährlich macht und die Begehung 
von weiteren solchen Straftaten voraussehen lässt (Urteil des Bundesgerichts BGer 
6B_286/2011 vom 29. August 2011, E. 1.4). 

Vorliegend ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte und C.________ seit dem 
Jahr 2010, als der Drogenbunker im Keller von C.________ errichtet wurde, eine 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/014f7581-4ca1-49bb-9cd0-e3c78c7dde56?citationId=8bf14019-202e-47fb-914b-e73df6801fec&source=document-link&SP=2%7Cqfki3v
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/f4051f67-5df8-41bb-b7d4-a0f94b79ab0f?citationId=4e771b17-ad7b-4c13-972f-5f2b3f96375d&source=document-link&SP=2%7Cqfki3v
https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/564c189e-a29d-4671-9de2-ba95ae975807/fb4ee27d-391d-45a1-89ca-02349a2a7409?source=document-link&SP=2%7Cqfki3v
https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/564c189e-a29d-4671-9de2-ba95ae975807/fb4ee27d-391d-45a1-89ca-02349a2a7409?source=document-link&SP=2%7Cqfki3v

14

Bande bildeten. Beide handelten gemeinsam mit dem Ziel, das sich im Keller be-
findliche Marihuana von A.________ gewinnbringend zu veräussern. Die Kammer 
schliesst wie dargelegt nicht aus, dass C.________ selbstständig, also ohne mit 
dem Beschuldigten zusammenzuwirken, Abnehmer mit Marihuana belieferte. Der 
durch den Beschuldigten betriebene Marihuanahandel fand jedoch ab 2010 unter 
der Mitwirkung von C.________ statt. Dieser leistete in Arbeitsteilung mit dem Be-
schuldigten insofern tatbestandsmässige und relevante Beiträge, als er dem Be-
schuldigten zunächst einmal seinen Keller als Drogenbunker zur Verfügung stellte. 
Durch diesen gemeinsamen Entschluss, den Drogenbunker entfernt vom Ort des 
Verkaufs, also der F.________Bar, zu betreiben, minimierten die beiden das Risi-
ko, dass das Marihuana entdeckt wurde. Dadurch wurden sowohl der Beschuldigte 
als auch C.________ im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung psychisch 
gestärkt, was ihnen die Fortführung der Delinquenz erleichterte. 

Weiter bestand der Tatbeitrag von C.________ auch darin, dass er Abnehmer und 
Kunden wie E.________ und einen Arbeitskollegen an den Beschuldigten verwies. 
Auch beim Abpacken der Drogen war er vereinzelt behilflich. C.________ hatte 
schliesslich teilweise auch das Marihuana für die Abnehmer bereit gelegt und die 
Bezahlung dafür an den Beschuldigten weitergeleitet. Die Arbeitsteilung zwischen 
C.________ und dem Beschuldigten sah demnach so aus, dass der Beschuldigte 
für den Verkauf und das Inkasso zuständig war, C.________ seinerseits teils für 
die Kundenaquise, teils jedoch auch für die Übergabe der Droge. 

C.________ profitierte von diesem Vorgehen insofern, als ihm gratis Marihuana 
zum Eigenkonsum zur Verfügung stand und ihm diesbezüglich durch den Beschul-
digten keine Beschränkungen auferlegt wurden. 

Weiter indiziert auch das Vertrauensverhältnis, welches zwischen C.________ und 
dem Beschuldigten bestanden haben muss, die Bandenmässigkeit. Beide kannten 
sich gemäss ihren übereinstimmenden Aussagen bereits seit Jahren. Die Tatsa-
che, dass C.________ dem Beschuldigten gestattete, mit einem Wohnungsschlüs-
sel jederzeit bei ihm ein- und auszugehen, weist auf ein grosses Vertrauen hin. 
Umgekehrt vertraute der Beschuldigte C.________ eine grosse Menge an Marihu-
ana und damit einen nicht unerheblichen Vermögenswert an. Dieses Vertrauen er-
möglichte es, den Drogenhandel wie dargelegt zu betreiben und das Risiko durch 
die separate Aufbewahrung der Drogen zu minimieren. Auch insofern kann von ei-
nem Zusammenwirken ausgegangen werden. 

Wie dargelegt, rechtfertigt sich die Annahme der Bandenmässigkeit vorliegend ins-
besondere auch mit Blick auf den Normzweck, wonach eine bandenmässige Tat-
begehung zur physischen und psychischen Stärkung und damit zur Fortführung der 
Delinquenz führt. Die Kammer erachtet es daher als erwiesen, dass der Beschul-
digte die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ab 2010 in arbeits-
teiliger Zusammenarbeit mit C.________ beging und das Qualifikationsmerkmal 
der Bandenmässigkeit damit vorliegt. 

11. Rechtliche Würdigung bezüglich MDMA

Indem der Beschuldigte 195 Gramm MDMA mit einem Reinheitsgrad von 95 % be-
sass und bezweckte, eine unbekannte Teilmenge davon, welche nicht zum Eigen-

15

konsum bestimmt war, zu veräussern, hat er sich der Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz durch Besitz und Anstalten treffen zur Veräusserung 
schuldig gemacht. Wie dargelegt, ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte ei-
ne unbekannte Teilmenge von insgesamt unter 160 Gramm reinem MDMA veräus-
sern wollte. Unabhängig von der Frage, ob bezüglich des Verkaufs von MDMA eine 
mengenmässige Qualifikation überhaupt möglich ist, ist angesichts dieser Menge 
von einer einfachen Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG auszuge-
hen.

IV. Strafzumessung

12. Grundlagen der Strafzumessung

Die Vorinstanz hat die Grundlagen der Strafzumessung zutreffend wiedergegeben. 
Darauf wird verwiesen (pag. 982f., S. 52f. der Entscheidbegründung). 

13. Vorbemerkung zur Strafzumessung

Für die Widerhandlung gegen das Waffengesetz hat die Vorinstanz eine Geldstrafe 
in der Höhe von 45 Tagessätzen à CHF 170.00, 22 Tagessätze davon unbedingt, 
ausgesprochen. Diese Strafe ist in Rechtskraft erwachsen, weswegen keine Zu-
satzstrafe zum neusten Urteil gemäss Strafregisterauszug vom 4. August 2016 
(Verurteilung zu einer Geldstrafe) auszusprechen sein wird. Ebenfalls in Rechts-
kraft erwachsen ist die von der Vorinstanz für die Widerhandlungen gegen das 
AHV-Gesetz, die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz durch Kon-
sum sowie teils die Widerhandlungen gegen das Waffengesetz ausgesprochene 
Übertretungsbusse von CHF 1‘000.00.

14. Strafrahmen

Der Beschuldigte hat sich vorliegend der mehrfachen einfachen und qualifizierten 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gemacht. In An-
wendung von Art. 49 Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 
311.0) ist in einem ersten Schritt für die gewerbsmässig und teils bandenmässig 
qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz die Einsatzstra-
fe zu bestimmen. Diese ist anschliessend aufgrund der weiteren Schuldsprüche 
wegen einfacher Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz angemes-
sen zu erhöhen. Der Strafrahmen für die qualifizierten Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittel beträgt Freiheitsstrafe zwischen einem und 20 Jahren, womit ei-
ne Geldstrafe verbunden werden kann (Art. 19 Abs. 2 BetmG). Der Strafrahmen für 
die einfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz beträgt Frei-
heitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 19 Abs. 1 BetmG). Es sind vor-
liegend keine Gründe für eine Unter- oder Überschreitung des Strafrahmens er-
sichtlich. Das Gericht kann die Strafe nach freiem Ermessen mildern, wenn der 
Täter zu einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 Bst. a-f Anstalten getroffen hat 
(Art. 19 Abs. 3 Bst. a i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Bst. g BetmG). 

16

15. Einsatzstrafe

15.1 Objektive Tatkomponenten – Ausmass des verschuldeten Erfolgs

Der Beschuldigte hat vorliegend gewerbsmässig insgesamt mindestens 11‘390 
Gramm Marihuana umgesetzt. Es ist daher von einer erheblichen Menge auszuge-
hen, wobei er während einer sehr langen Zeitdauer von 10 Jahren handelte, womit 
die Anzahl und Erheblichkeit der getätigten Geschäfte nicht allzu gross gewesen 
sein dürften. Der durch ihn erzielte Gewinn von CHF 11‘390.00 ist zudem – insbe-
sondere unter Berücksichtigung der langen Deliktsdauer – eher klein. Die Grenze 
zur gewerbsmässigen Deliktsbegehung wurde nur knapp überschritten. Der Be-
schuldigte hat zudem gewerbsmässig ausschliesslich Marihuana und damit eine 
sogenannte weiche Droge umgesetzt. Auch unter Berücksichtigung dieser Kompo-
nente ist insgesamt von einem leichten Verschulden auszugehen. Entgegen den 
Ausführungen der Vorinstanz darf der tatbestandsmässige Umstand, dass der Be-
schuldigte nicht abhängig von Betäubungsmitteln war, nicht straferhöhend gewich-
tet werden. 

15.2 Objektive Tatkomponenten – Verwerflichkeit des Handelns

Die Art und Weise der Tatbegehung ist vorliegend neutral zu werten. Der Beschul-
digte betrieb – ab 2010 zusammen mit C.________ – einen Drogenhandel. Er legte 
dabei eine gewisse Professionalität an den Tag, insbesondere da er den Drogen-
bunker und den Ort des Verkaufs des Marihuanas räumlich trennte. Diese vorsich-
tige Vorgehensweise weist auf eine gewisse Professionalität hin. Hingegen ist zu 
berücksichtigen, dass der Beschuldigte und C.________ zwar eine Bande bildeten, 
weitere Personen (abgesehen von gewissen Angestellten der F.________Bar) je-
doch nicht involviert waren. Im Weiteren geht das Vorgehen des Beschuldigten 
nicht über die Tatbestandsmässigkeit hinaus, weswegen unter Berücksichtigung 
der objektiven Tatkomponenten von einem leichten Verschulden auszugehen ist. 

15.3 Subjektive Tatkomponenten 

Der Beschuldigte handelte vorliegend direktvorsätzlich und aus egoistischen Be-
weggründen, was jedoch – da tatbestandsimmanent – neutral zu werten ist. Der 
Beschuldigte führte aus, dass er aufgrund finanzieller Probleme – insbesondere im 
Zusammenhang mit seiner Scheidung – mit dem Drogenhandel begonnen habe. 
Dies kann jedoch nicht zu seinen Gunsten gewertet werden, da es ihm nichtsdesto-
trotz zuzumuten gewesen wäre, sich ausschliesslich um legale Erwerbsmöglichkei-
ten zu bemühen. Die subjektiven Tatkomponenten sind daher vorliegend neutral zu 
gewichten. Die Kammer erachtet eine Einsatzstrafe von 18 Monaten dem – im Ver-
hältnis zum weiten Strafrahmen – leichten Verschulden des Beschuldigten als an-
gemessen. 

16. Asperation einfache Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz

16.1 Vorbemerkungen

Obwohl für die einfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
auch eine Geldstrafe verhängt werden könnte, erachtet die Kammer vorliegend aus 
spezialpräventiven Gründen ausschliesslich eine Freiheitsstrafe als angezeigt. Die 

17

einfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz stehen zudem in 
engem Zusammenhang mit den qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz, weswegen sich die separate Ausfällung einer Geldstrafe nicht 
als sachgerecht erweisen würde. 

16.2 Objektive Tatkomponenten 

Der Beschuldigte hat sich der mehrfachen einfachen Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz schuldig gemacht. Die Einsatzstrafe ist daher aufgrund 
dieser Widerhandlungen, welche zu einer Tatgruppe zusammengefasst werden, 
angemessen zu erhöhen. 

Insgesamt ist bezüglich dieser einfachen Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz von folgenden Mengen auszugehen:

- Marihuana: in Verkehr bringen von rund 505 Gramm sowie Besitz und Anstal-
tentreffen zur Veräusserung von rund 7‘555 Gramm;

- Haschisch: Veräusserung von rund 550 – 560 Gramm und Besitz und Anstal-
tentreffen zur Veräusserung von rund 110 Gramm;

- Kokaingemisch: Veräusserung von ca. 21 Gramm und Besitz von rund 2 
Gramm;

- MDMA: in Verkehr bringen von rund 0.1 Gramm und Anstalten Treffen zur Ver-
äusserung von einer unbekannten Menge von MDMA mit einem Reinheitsgrad 
von 95 %.

Unter Berücksichtigung dieser eher geringen Mengen sowie des Umstands, dass 
der Beschuldigte vorwiegend mit sogenannten weichen Drogen handelte, ist das 
Ausmass des verschuldeten Erfolgs als leicht zu bezeichnen. 

Vorliegend ist zudem nicht von einer besonderen Verwerflichkeit des Handelns 
auszugehen. Die Vorgehensweise des Beschuldigten ging nicht weit über die Tat-
bestandsmässigkeit hinaus. Verschuldenserhöhend ist alleine zu gewichten, dass 
der Beschuldigte die Drogen in einem Versteck bei C.________ und damit getrennt 
von seinem Wohn- und Arbeitsort (F.________Bar) aufbewahrte, was auf eine ge-
wisse Professionalität hindeutet. Jedoch ist unter Berücksichtigung der Tatkompo-
nenten im Verhältnis zum Strafrahmen von einem leichten Verschulden auszuge-
hen. 

16.3 Subjektive Tatkomponenten

Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich und aus finanziellen und damit egoisti-
schen Beweggründen. Dies ist jedoch – da tatbestandsimmanent – neutral zu wer-
ten. Wie bereits oben dargelegt, wäre es dem Beschuldigten – trotz bestehender fi-
nanzieller Probleme – zuzumuten gewesen, die strafbaren Handlungen zu vermei-
den und sich um ausschliesslich legale Einkommensmöglichkeiten zu bemühen. 
Dennoch ist auch unter Berücksichtigung der subjektiven Tatkomponenten noch 
von einem leichten Verschulden und damit von einer Strafe von 12 Monaten aus-
zugehen. Asperiert sind vorliegend 8 Monate Freiheitsstrafe anzurechnen. 

18

16.4 Gesetzliche Strafmilderungsgründe

Das Gericht kann bei einer Widerhandlung nach Art. 19 Abs. 1 Bst. g BetmG die 
Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 19 Abs. 3 Bst. a). Vorliegend hat der 
Beschuldigte Anstalten getroffen zur Veräusserung von rund 110 Gramm Ha-
schisch und einer unbekannten Menge MDMA mit einem Reinheitsgrad von 95 %. 
Die Kammer erachtet hierfür ein Abzug von zwei Monaten als verschuldensange-
messen, womit insgesamt eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten resultiert. 

17. Täterkomponenten

17.1 Vorleben und persönliche Verhältnisse

Bezüglich des Vorlebens und der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten 
kann vollumfänglich auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 
987, S. 57 der Entscheidbegründung). Der Beschuldigte arbeitet zurzeit als selbst-
ständiger Standmonteur (pag. 1054). Der Beschuldigte ist auch gemäss aktuellem 
Strafregisterauszug nicht einschlägig vorbestraft, hingegen wurde er am 4. August 
2016 von der Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland der Beschimpfung und Dro-
hung schuldig gesprochen (pag. 1057). Dem Leumundsbericht kann entnommen 
werden, dass der Schuldspruch aus einer Auseinandersetzung zwischen ihm und 
seiner Exfrau resultiert (pag. 1054). Das Vorleben des Beschuldigten ist insgesamt 
neutral zu werten.

17.2 Verhalten im Strafverfahren

Der Beschuldigte hat sich im Strafverfahren eher nicht kooperativ verhalten, Reue 
und Einsicht waren keine ersichtlich. Der Beschuldigte gestand zwar den grössten 
Teil der Vorwürfe ein, dies jedoch erst nachdem er durch weitere Personen bzw. 
durch die Ermittlungen der Polizei entsprechend belastet wurde. Der Beschuldigte 
ist nicht zur Kooperation mit den Strafbehörden verpflichtet, weswegen sein Verhal-
ten neutral zu werten ist. Unter diesen Umständen ist es jedoch nach Ansicht der 
Kammer auch nicht angezeigt, die Strafe aufgrund seines Teilgeständnisses zu 
mindern. 

17.3 Strafempfindlichkeit

Beim Beschuldigten ist von einer durchschnittlichen Strafempfindlichkeit auszuge-
hen. 

17.4 Fazit Strafzumessung

Der Beschuldigte ist unter Berücksichtigung der Tat- und Täterkomponenten zu ei-
ner verschuldensangemessenen Freiheitsstrafe von 24 Monaten zu verurteilen. 

18. Verletzung Beschleunigungsgebot

Die Verteidigung rügte vor oberer Instanz eine Verletzung des Beschleunigungsge-
bots und macht unter diesem Titel eine weitere Reduktion der Strafe geltend.

Die Kammer erachtet vorliegend das Beschleunigungsgebot nicht als verletzt. Die 
Untersuchung gegen den Beschuldigten wurde am 27. April 2013 eröffnet (pag. 1), 
und am 14. März 2014 auf weitere Straftaten ausgedehnt (pag. 2). Die Staatsan-

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waltschaft hatte im Rahmen der Ermittlungen zahlreiche Personen zu befragen und 
Beweismittel auszuwerten. Auch der Beschuldigte und C.________ wurden wie-
derholt befragt. Es sind keine Verfahrensabschnitte auszumachen, während derer 
das Verfahren unbegründet längere Zeit stillstand. Am 15. Oktober 2014 wurde 
schliesslich Anklage erhoben (pag. 769 ff.), die erstinstanzliche Hauptverhandlung 
fand am 4. November 2015 statt, was angesichts der Geschäftslast sowie der Tat-
sache, dass sich der Beschuldigte nicht mehr in Untersuchungshaft befand, noch 
als angemessen erachtet wird. Die oberinstanzliche Hauptverhandlung fand 
schliesslich auch rund ein Jahr nach der erstinstanzlichen Hauptverhandlung statt. 
Der Ablauf des Strafverfahrens ist unter dem Gesichtspunkt des Beschleunigungs-
gebots und der konkreten Umstände nicht zu beanstanden, eine Verletzung des 
Beschleunigungsgebots ist zu verneinen. 

19. Bedingter Vollzug

Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Mona-
ten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht 
notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder 
Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). 

Der Beschuldigte hat bereits knapp 200 Tage in Untersuchungshaft verbracht, was 
im Sinne der Spezialprävention eine genügende Warnwirkung getätigt haben dürf-
te. Weiter ist der Beschuldigte nicht einschlägig vorbestraft und lebt in geordneten 
Verhältnissen. Er geht einer selbstständigen Beschäftigung nach und verfügt über 
ein soziales Umfeld (vgl. pag. 1053f.). Dem Beschuldigten ist daher der gesetzlich 
vorgesehene bedingte Vollzug zu gewähren, unter Ansetzung der ordentlichen 
Probezeit von 2 Jahren. 

V. Kosten und Entschädigung

20. Erstinstanzliche Verfahrenskosten 

Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, 
wenn sie verurteilt wird. Die auf den Beschuldigten entfallenden erstinstanzlichen 
Verfahrenskosten betragen CHF 15‘903.55. Da der Beschuldigte – wie die Vorin-
stanz zutreffend dargelegt hat (pag. 992, S. 62 der Entscheidbegründung) – nur in 
wenigen Nebenpunkten, welche im Zusammenhang mit den erfolgten Schuld-
sprüchen stehen, freigesprochen wurde, rechtfertigt es sich, hierfür keine Verfah-
renskosten auszuscheiden. Der Beschuldigte ist demnach zur Bezahlung der erst-
instanzlichen Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 15‘903.55 zu verurteilen. 

21. Oberinstanzliche Verfahrenskosten

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelver-
fahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Bei diesem Ausgang 
des Verfahrens hat der Beschuldigte – welcher neben den entsprechenden Frei-
sprüchen insbesondere eine Reduktion der Freiheitsstrafe und die Gewährung des 
bedingten Vollzugs verlangte – als im Umfang von zwei Dritteln obsiegend zu gel-
ten. Er hat demnach einen Drittel der oberinstanzlichen Verfahrenskosten, be-

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stimmt auf insgesamt CHF 3‘000.00, ausmachend CHF 1‘000.00, zu bezahlen. Die 
restanzlichen Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 2‘000.00 sind durch den 
Kanton Bern zu tragen. 

22. Amtliche Entschädigung 

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwältin B.________ für die amtliche Verteidi-
gung von A.________ im erstinstanzlichen Verfahren mit CHF 21‘078.60 (inkl. Aus-
lagen und Mehrwertsteuer), abzüglich des an sie ausgerichteten Kostenvorschus-
ses von CHF 15‘277.70, folglich CHF 5‘800.90. Der Beschuldigte hat dem Kanton 
Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen und Rechtsanwäl-
tin B.________ die Differenz von CHF 4‘355.60 zwischen der amtlichen Entschädi-
gung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Ver-
hältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

Soweit A.________ vor oberer Instanz obsiegt, wird die Entschädigung von 
Rechtsanwältin B.________ auf CHF 2‘318.55 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 
bestimmt. Soweit A.________ vor oberer Instanz unterliegt, ist Rechtsanwältin 
B.________ mit CHF 1‘159.25 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädi-
gen. Der Beschuldigte hat dem Kanton Bern für das oberinstanzliche Verfahren die 
auf sein Unterliegen entfallende ausgerichtete Entschädigung von CHF 1‘159.25 
zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 
Abs. 4 StPO).

VI. Verfügungen

Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten 
DNA-Profils (PCN-Nr. ________) von A.________ nach Ablauf der gesetzlichen 
Frist erteilt (Art. 16 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-ProfilG).

Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Lö-
schung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten von 
A.________ nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 Bst. e i.V.m. 
Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungs-
dienstlicher Daten).

21

VII. Dispositiv

Die 1. Strafkammer erkennt:

A.

Das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland vom 5. November 2015 ist bezüglich 
A.________ insofern in Rechtskraft erwachsen, als:

I.

Das Strafverfahren gegen A.________ wegen 

1. Widerhandlung gegen das Waffengesetz, angeblich begangen

1.1. in der Zeit von Oktober 2011 bis 05.11.2012 in Ipsach und anderswo durch 
Nichtaufbewahren von Verträgen beim Erwerb von Feuerwaffen (AKS A, 
Ziff. 3.2.),

1.2. in der Zeit von Oktober 2011 bis 05.11.2012 in Ipsach und anderswo durch 
Nichtaufbewahren von Verträgen bei der Veräusserung von Feuerwaffen 
(AKS A, Ziff. 3.3.),

1.3. in der Zeit von Oktober 2011 bis 05.11.2012 in Ipsach und Biel durch unsorgfäl-
tiges Aufbewahren von Feuerwaffen und Munition (AKS A, Ziff. 3.4.),

2. Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich begangen

2.1 in der Zeit von Oktober 2011 bis 05.11.2012 durch Konsum von Kokain, MD-
MA und Marihuana (AKS A, Ziff. 5),

2.2 in der Zeit von ca. 2003 bis 26.04.2013 in Biel durch Veräusserung einer un-
bekannten Menge Marihuana an unbekannte Abnehmer (AKS A, 1.1.8.),

2.3 in der Zeit von ca. Dezember 2012 bis 26.04.2013 in Biel durch Veräusserung 
einer unbekannten Menge Kokaingemisch an unbekannte Abnehmer (AKS 
A 1.3.3.),

2.4 in der Zeit von ca. 2011 bis 26.04.2013 in Biel durch in Verkehr bringen einer 
unbekannten Menge MDMA an unbekannte Abnehmer (AKS A, 1.4.2.)

eingestellt wurde, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung 
von Verfahrenskosten; 

II.

A.________ freigesprochen wurde von der Anschuldigung der Geldwäscherei, angeb-
lich begangen in der Zeit von ca. 2007 bis 26.04.2013 in Biel und anderswo (AKS A, Ziff. 
2),

22

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskos-
ten;

III.

A.________ schuldig erklärt wurde: 

1. der qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, ge-
werbsmässig begangen in der Zeit von ca. 2010 bis 26.04.2013 in Biel durch Ver-
äusserung von Marihuana wie folgt:

1.1. mind. 3‘300 Gramm durch seine Angestellten G.________ und H.________ in 
der F.________Bar an unbekannte Abnehmer (AKS A, Ziff. 1.1.2.), 

1.2. mind. 300 Gramm an I.________ (AKS A, Ziff. 1.1.3.),

1.3. mind. 110 Gramm an J.________ (AKS A, Ziff. 1.1.4.),

1.4. mind. 1‘800 Gramm an E.________ (AKS A, Ziff. 1.1.5.),

1.5. mind. 40 Gramm an K.________ (AKS A, Ziff. 1.1.6.),

1.6. mind. 50 Gramm an L.________ (AKS A, Ziff. 1.1.7.),

2. der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen

2.1. in der Zeit von ca. 2010 bis 26.04.2013 in Biel durch in Verkehr bringen von 
Marihuana wie folgt:

2.1.1. rund 500 Gramm zum Eigenkonsum an C.________ (AKS A, Ziff. 1.2.1.),

2.1.2. ca. 5 Gramm an M.________ (AKS A, Ziff. 1.2.2.),

2.2. in der Zeit von ca. Dezember 2012 bis 26.04.2013 in Biel durch Veräusserung 
von Kokaingemisch wie folgt:

2.2.1. ca. 20 Gramm an J.________ (AKS A, Ziff. 1.3.1.),

2.2.2. rund 1 Gramm an M.________ (AKS A, Ziff. 1.3.2.),

2.3. in der Zeit von ca. 2011 bis 26.04.2013 in Biel durch in Verkehr bringen von 
rund 0,1 Gramm MDMA an K.________ (AKS A, Ziff. 1.4.1.),

2.4. in der Zeit von ca. 2010 bis 26.04.2013 in Biel durch Veräusserung von Ha-
schisch wie folgt:

2.4.1. ca. 500 Gramm durch seinen Angestellten G.________ in der 
F.________Bar an unbekannte Abnehmer (AKS A, Ziff. 1.5.1.), 

2.4.2. rund 50-60 Gramm an C.________ (AKS A, Ziff. 1.5.2.),

2.5. am 26.4.2013 in Biel durch Besitz und Anstalten treffen zur Veräusserung 
von Marihuana

2.6.  wie folgt:

23

2.6.1. rund 7‘455 Gramm (THC-Gehalt zwischen 10 und 12 %) im Keller der 
Wohnung von C.________ (AKS A, Ziff. 1.6.1.),

2.6.2. 100 Gramm (THC Gehalt von 12 %) in der F.________Bar (AKS A, Ziff. 
1.6.2.),

2.7. am 26.04.2013 in Biel durch Besitz und Anstalten treffen zur Veräusserung 
von rund 110 Gramm Haschisch (AKS A, Ziff. 1.7.),

2.8. am 26.04.2013 in Biel durch Besitz von rund 2 Gramm Kokaingemisch (AKS 
A, Ziff. 1.9.),

3. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen in der Zeit 
vom 06.11.2012 bis 26.04.2013 in Biel durch Konsum einer unbestimmten Menge 
von Kokain, MDMA und Marihuana (AKS A, Ziff. 5),

4. der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, begangen wie folgt:

4.1. in der Zeit von ca. 2011 bis 26.04.2013 in Biel durch Waffentragen ohne Be-
rechtigung (AKS A, Ziff. 3.1.),

4.2. in der Zeit von 06.11.2012 bis 26.04.2013 in Ipsach durch Nichtaufbewahren 
von Verträgen beim Erwerb von Feuerwaffen (AKS A, Ziff. 3.2.),

4.3. in der Zeit von 06.11.2012 bis 26.04.2013 in Ipsach durch Nichtaufbewahren 
von Verträgen beim Veräussern von Feuerwaffen (AKS A, Ziff. 3.3.),

4.4. in der Zeit von 06.11.2012 bis 26.04.2013 in Ipsach und Biel durch unsorgfälti-
ges Aufbewahren von Feuerwaffen und Munition (AKS A, Ziff. 3.4.),

5. der Widerhandlungen gegen das AHV-Gesetz, begangen in der Zeit vom 
01.02.2013 bis ca. 15.10.2013 in Biel durch Nichteinreichen der Lohnunterlagen 
des Jahres 2012 (AKS A, Ziff. 4)

und in Anwendung der Artikel

19a BetmG
34, 43, 44, 47, 49 Abs. 1, 106 StGB
33 Abs. 1 lit. a, 34 Abs. 1 lit. d und e WG
88 aAHVG

verurteilt wurde:

1. zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu CHF 170.00, ausmachend total 
CHF 7‘650.00.

Davon sind 22 Tagessätze zu bezahlen. Bei 23 Tagessätzen wird der Vollzug aufge-
schoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt;

2. zu einer Übertretungsbusse von CHF 1‘000.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuld-
hafter Nichtbezahlung wird auf 10 Tage festgesetzt.

24

IV.

1. das Rückversetzungsverfahren gegen A.________ eingestellt wurde (Art. 84 Abs. 
4 StGB);

2. die Verfahrenskosten für das Rückversetzungsverfahren von CHF 300.00 durch den 
Kanton Bern getragen werden;

3. auf die Ausrichtung einer separaten Entschädigung verzichtet wurde; 

IV.

Weiter verfügt wurde:

1. Die folgenden bei A.________ und C.________ beschlagnahmten Drogen und Dro-
genutensilien werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 StGB):
100 Gramm Marihuana (THC-Gehalt 12%)
1 Minigrip mit ca. 10 Gramm Marihuana brutto
1 Minigrip mit ca. 8 Gramm Marihuana brutto
1 Minigrip mit ca. 5 Gramm Marihuana brutto 
1 Sack mit ca. 160 Gramm Marihuana (Resten)
1 Sack mit ca. 60 Gramm Marihuana
1 Büchse und 1 Sack mit ca. 35 Gramm Marihuana brutto
11 Kehrichtsäcke mit insgesamt ca. 10‘750 Gramm Marihuana (THC-Gehalt zwischen 

10% und 12%)
1 Plastiksack mit ca. 195 Gramm MDMA (Reinheitsgrad 95 % MDMA-Hydrochlorid) 
2 Minigrip mit total ca. 2 Gramm kristallinem Pulver brutto
3 Brieflein mit total ca. 2 Gramm weissem Pulver brutto
2 Minigrip mit Pulverrückständen
2 Platten Haschisch, insgesamt rund 110 Gramm 
1 Kehrichtsack mit ca. 60 Gramm Marihuana brutto (Resten)

2. Das bei A.________ sichergestellte iPhone 4, IMEI ________, 1 Digitalwaage Tanita, 
schwarz, 1 Digitalwaage Söhnle, Style, werden zur Vernichtung eingezogen (Art. 69 
StGB).

3. Die bei A.________ beschlagnahmten Bargeldbeträge von CHF 310.00 und CHF 
3‘230.00 werden in der Höhe von CHF 3‘540.00 zur Deckung der Geldstrafe von CHF 
3‘740.00 verwendet. A.________ hat damit noch einen Betrag von CHF 200.00 für die 
Geldstrafe zu bezahlen. 

25

B.

I.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilweise (ab 2010) 
bandenmässig qualifiziert mit C.________ und gewerbsmässig qualifiziert be-
gangen in der Zeit von ca. 2003 bis 26.04.2013 in Biel durch Veräusserung von 
mind. 5‘790 Gramm Marihuana an verschiedene Abnehmer (AKS A, Ziff. 1.1.1.), 

2. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen am 
26.04.2013 in Biel durch Besitz und Anstalten treffen zur Veräusserung einer un-
bekannten Menge MDMA (RHG 95%) (AKS A, Ziff. 1.8.)

und unter Einbezug der in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüche hiervor sowie in An-
wendung der Artikel

19 Abs. 1 lit. c und d, Abs. 2 lit. b-c, Abs. 3 lit. a BetmG
40, 42, 44, 47, 49 Abs. 1 StGB
426 Abs. 1, 428 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 
festgesetzt.

Die Untersuchungshaft von 197 Tagen wird im Umfang von 197 Tagen auf die Frei-
heitsstrafe angerechnet;

2. zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 15‘903.55;

3. zur Bezahlung von 1/3 der oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 3‘000.00, 
ausmachend CHF 1‘000.00. Die restanzlichen Verfahrenskosten von CHF 2‘000.00 
sind durch den Kanton Bern zu tragen. 

II.

Weiter wird verfügt: 

1. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigerin der beschuldigten Person, Rechtsan-
wältin B.________, wird für das erst- bzw. oberinstanzliche Verfahren wie folgt be-
stimmt:

26

Erste Instanz:

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 80.66 200.00 CHF 16'132.00

CHF 385.20
Reisezuschläge CHF 3'000.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 19'517.20 CHF 1'561.40

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 21'078.60

volles Honorar 80.66 250.00 CHF 20'165.00
CHF 385.20

Reisezuschläge 20.00 150.00 CHF 3'000.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 23'550.20 CHF 1'884.00

CHF 0.00
Total CHF 25'434.20

nachforderbarer Betrag CHF 4'355.60

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwältin B.________ für die amtliche Verteidi-
gung von A.________ mit CHF 21‘078.60, abzüglich des an sie ausgerichteten Kos-
tenvorschusses von Fr. 15‘277.70, folglich CHF 5‘800.90.

A.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurück-
zuzahlen und Rechtsanwältin B.________ die Differenz von CHF 4‘355.60 zwischen 
der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine 
wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

Obere Instanz:

Soweit A.________ vor oberer Instanz obsiegt, wird die Entschädigung von Rechts-
anwältin B.________ wie folgt bestimmt:

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 10.66 200.00 CHF 2'132.00
Reisezuschlag CHF

CHF 14.80
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 2'146.80 CHF 171.75

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 2'318.55

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

Soweit A.________ vor oberer Instanz unterliegt, wird die Entschädigung von Rechts-
anwältin B.________ wie folgt bestimmt:

27

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 5.33 200.00 CHF 1'066.00
Reisezuschlag CHF

CHF 7.40
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 1'073.40 CHF 85.85

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 1'159.25

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

A.________ hat dem Kanton Bern für das oberinstanzliche Verfahren die auf sein Un-
terliegen entfallende ausgerichtete Entschädigung von CHF 1‘159.25 zurückzuzahlen, 
sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

2. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-
Profils (PCN-Nr. ________) von A.________ nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt 
(Art. 16 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-ProfilG).

3. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung 
der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten von A.________ nach 
Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Ver-
ordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

III.

1. Mündlich eröffnet und begründet:
- dem Beschuldigten/Berufungsführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft, v.d. Staatsanwältin D.________

Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Berufungsführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft, v.d. Staatsanwältin D.________

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz
- der Koordinationsstelle Strafregister (nur Dispositiv)
- dem Bundesamt für Polizei (nur Dispositiv)
- dem Bundesamt für Sozialversicherungen (auszugsweise)

28

Bern, 10. November 2016
(Ausfertigung: 31. Januar 2017)

Im Namen der 1. Strafkammer

Der Präsident:

Oberrichter Vicari

Die Gerichtsschreiberin:

Segessenmann

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.