# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e12747e1-6ab6-5c3f-a338-eb5d93ed5673
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-06
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 06.12.2023 V 2023 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2023-45_2023-12-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 6. Dezember 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Eintragung des biologischen Vaters im Personenstandsregister

V 2023 45

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Urteil V 2023 45

A. Am 16. Januar 2023 stellte der 1966 geborene A.________ (nachfolgend: Ge-
suchsteller) beim Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Zug (nachfolgend: 
ZiBü) Antrag auf Eintragung seines biologischen Vaters im Personenstandsregister, nach-
dem er sich bereits im Vorfeld telefonisch beim ZiBü erkundigt hatte, wie diesbezüglich 
vorzugehen sei, wenn er ein Bundesgerichtsurteil habe, aus dem der biologische Vater 
hervorgehe. Besagtes Urteil wollte der Gesuchsteller dem ZiBü nicht zur Verfügung stel-
len, stattdessen teilte er im Antrag mit, dass er die erforderlichen Unterlagen nur ge-
schwärzt vom Staatsarchiv erhalten habe (vgl. dazu auch VGer ZG V 2022 61 vom 
22. Mai 2023). Er gehe jedoch davon aus, dass der ZiBü als Behördenteil des Kantons 
Zug komplette Einsicht in die Akten erhalte, um dem Antrag entsprechen zu können.

In der Folge stellte der ZiBü beim Staatsarchiv des Kantons Zug ein Akteneinsichtsbegeh-
ren in die rechtskräftigen Entscheide, d.h. in das Kantonsgerichts-, das Obergerichts- und 
das Bundesgerichtsurteil betreffend die Feststellung der Vaterschaft durch ein schweizeri-
sches Gericht. Da der Gesuchsteller erst seit 1993 Bürger von B.________ ZG sei, müsse 
die Zuständigkeit zur Eintragung einer allfälligen Vaterschaftsfeststellung ins Personen-
standsregister geprüft werden. 

Mittels Verfügung vom 28. Februar 2023 gewährte das Staatsarchiv dem ZiBü Aktenein-
sicht in die spezifisch bezeichneten Urteilssprüche (E.________) unter Auflagen. Die Ak-
teneinsicht beschränkte sich auf die drei genannten Urteilssprüche inkl. Verteiler sowie 
zusätzlich auf das Schreiben der Direktion des Innern des Kantons Zug vom 16. Novem-
ber 1987 betreffend Zahlvaterschaft. Alle weiteren Angaben zu Verfahrensbeteiligten wur-
den geschwärzt. Die Akteneinsicht gelte ad personam und sei nicht auf Dritte übertragbar. 
Eine Publikation respektive Vervielfältigung oder Verbreitung der Urteilssprüche und deren 
Inhalte in ihrer Gesamtheit oder Auszügen wurde dem ZiBü untersagt.

Nach erfolgter Akteneinsicht teilte der ZiBü dem Gesuchsteller mit Schreiben vom 7. März 
2023 mit, dass es beabsichtige, auf den Antrag vom 16. Januar 2023 betreffend Eintra-
gung des biologischen Vaters im Personenstandregister nicht einzutreten, da der ZiBü im 
vorliegenden Fall nicht zuständig sei. Für die Eintragung im Schweizerischen Personen-
standsregister wäre die damalige Heimatgemeinde C.________ des Gesuchstellers zu-
ständig gewesen, wenn es sich denn um ein eintragungsfähiges Kindesverhältnis handeln 
würde (was vorliegend aufgrund der Zahlvaterschaft nicht der Fall sei). Auch wenn der 
ZiBü vorliegend zuständig wäre, müsste das Gesuch abgewiesen werden, da aus den Ur-
teilen des Kantonsgerichts vom 14. Januar 1971, des Obergerichts vom 19. Oktober 1971 

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Urteil V 2023 45

und des Bundesgerichts vom 8. März 1972 hervorgehe, dass es sich vorliegend um eine 
Zahlvaterschaft handle, die im Schweizerischen Personenstandsregister nicht eingetragen 
werden könne. Der ZiBü räumte dabei dem Gesuchsteller die Gelegenheit ein, dazu bis 
spätestens am 6. April 2023 schriftlich Stellung zu nehmen.

Am 9. März 2023 teilte der Gesuchsteller dem ZiBü schriftlich mit, dass ihm nicht klar sei, 
was die schriftliche Stellungnahme für einen Stellenwert habe bzw. was sie bezwecken 
solle, da der ZiBü gemäss eigener Aussage ja nicht zuständig sei. Bezüglich der Stellung-
nahme ohne Einsicht in die Akten, die der ZiBü vom Staatsarchiv zur Verfügung gestellt 
bekommen habe, sei es ihm nicht möglich, eine objektive und konstruktive Stellungnahme 
abzugeben. Er könne somit nicht nachvollziehen, wieso und warum der ZiBü zu dieser 
Entscheidung gekommen sei. Im Weiteren sei ihm auch nicht klar, wie der ZiBü eine Ent-
scheidung fällen könne mit einer eingeschränkten Akteneinsicht.

Mit Verfügung vom 5. Mai 2023 trat der ZiBü mangels Zuständigkeit auf das Gesuch des 
Gesuchstellers, den biologischen Vater im Personenstandsregister einzutragen, nicht ein.

B. Am 20. Mai 2023 erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde gegen die Verfügung des ZiBü vom 5. Mai 2023 mit dem "An-
trag um Abweisung der Verfügung, da sie formal rechtlich nicht korrekt zugestellt worden 
[sei]. Im Weiteren [sei] die Verfügung nicht nach den schweizerischen rechtlichen 
Grundsätzen erstellt [worden], was unter Punkt 5, Erwägung seitens [des ZiBü] selber so 
bezeichnet [werde]".

C. Mit Verfügung vom 22. Mai 2023 verpflichtete das Verwaltungsgericht den Be-
schwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'000.– bis zum 13. Juni 
2023, was der Beschwerdeführer innert Frist tat.

D. Am 9. August 2023 liess sich der ZiBü vernehmen, ohne einen formellen Antrag 
zu stellen.

E. Der Beschwerdeführer replizierte mit Eingabe vom 1. September 2023. Der ZiBü 
liess sich in der Folge nicht mehr vernehmen.

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig gegen Verwaltungs-
entscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden, soweit sich ihre Entscheide auf Bun-
desrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den Regierungsrat oder das 
Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Die angefochtene Verfügung des ZiBü stützt sich auf 
Bundesrecht, und es ist kein Weiterzug an den Regierungsrat oder das Bundesverwal-
tungsgericht vorgesehen, womit das Verwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde 
grundsätzlich zuständig ist. Indessen kann auf die Beschwerde mangels Zuständigkeit in 
dem Umfang nicht eingetreten werden, in welchem der Beschwerdeführer eine straf- bzw. 
persönlichkeitsrechtlich relevante Ehrverletzung geltend macht. 

Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist als Adressat 
der Verfügung besonders berührt und hat grundsätzlich ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung, sodass er prinzipiell zur Beschwerdeerhebung berech-
tigt ist (§ 62 VRG). Allerdings moniert der Beschwerdeführer unter anderem, dass der ZiBü 
keine Gebühren für das vorinstanzliche Verfahren erhoben habe. Bei dieser Rüge fehlt es 
ihm an einem schutzwürdigen Interesse, da der Verzicht auf die Gebührenerhebung zu 
seinen Gunsten ausfiel, womit auch diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten 
ist. 

Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht und entspricht den übrigen formellen Vor-
aussetzungen (§ 64 f. VRG). Somit ist die Beschwerde vom Verwaltungsgericht zu prüfen, 
soweit sie sich nicht auf eine angebliche Ehrverletzung sowie die Gebührenerhebung für 
das vorinstanzliche Verfahren bezieht.

1.2 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsord-
nung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.3 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung sowie jede 
für den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhalts 
gerügt werden (§ 63 Abs. 1 und Abs. 2 VRG). In besonderen Fällen, namentlich bei Be-
schwerden im Sinne von § 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG, kann vor Verwaltungsgericht auch die 

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Urteil V 2023 45

unrichtige Handhabung des Ermessens gerügt werden (§ 63 Abs. 3 VRG). Im vorliegen-
den Fall ficht der Beschwerdeführer eine sich auf Bundesrecht stützende, direkt vor Ver-
waltungsgericht anfechtbare Verfügung des ZiBü an (§ 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG). Dement-
sprechend steht dem Verwaltungsgericht eine umfassende Kognition im Sinne einer 
Rechts-, Sachverhalts- und Ermessensüberprüfung zu.

2.
2.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Verfügung des ZiBü sei für 
rechtsungültig zu erklären, weil formale Fehler gemacht worden seien. Die Verfügung sei 
ihm mittels A-Post Plus zugestellt worden. Somit könne nicht gesagt werden, wann er die 
Verfügung persönlich erhalten habe. Somit könne die Frist von 30 Tagen nicht genau defi-
niert werden. Aus diesem Grunde reiche er die Beschwerde sehr früh ein, da er den Ab-
lauf der Frist nicht selber genau definieren könne. Somit werde er benachteiligt.

In seiner Replik führte der Beschwerdeführer weiter aus, dass eine Verfügung immer der 
Person direkt zugestellt werden müsse, die davon betroffen sei. Mittels A-Post Plus werde 
lediglich bestätigt, dass der Brief im Briefablagekasten gelandet sei. Dies werde nicht ein-
mal mittels Personenangaben (Zustellbote) oder dergleichen schriftlich bestätigt. Er habe 
am 28. August 2023 wieder einmal die Post von seinem Nachbarn im Briefablagekasten 
gehabt. Der Beschwerdeführer fragt, ob es eventuell der gleiche Zustellbote gewesen sei, 
der den A-Post Plus-Brief in seinem Briefablagekasten deponiert habe und wie sicher die 
Post sei, dass der A-Post Plus-Brief im richtigen Ablagefach gelandet sei. Schliesslich wirft 
der Beschwerdeführer die Frage auf, wie rechtliche Fristen gehandhabt würden, wenn 
man nicht genau sagen könne, wann die betroffene Person den Brief erhalten habe.

2.2 Gemäss § 21 Abs. 1 VRG sind behördliche Entscheide den Parteien grundsätzlich 
durch die Post zuzustellen. Weitere Formvorschriften stellt das Gesetz mit Bezug auf die 
Mitteilung eines Entscheids explizit nicht auf, worauf der ZiBü zu Recht hinweist. Ob der 
ZiBü somit seine Entscheide mit gewöhnlicher Post, eingeschriebenem Brief oder mit der 
hier gewählten Zustellungsart A-Post Plus zustellen will, bleibt nach dem Gesagten ihm 
überlassen.

Nach allgemeinen Grundsätzen muss die Eröffnung dem Adressaten ermöglichen, von der 
Verfügung oder der Entscheidung Kenntnis zu erlangen, um diese gegebenenfalls sachge-
recht anfechten zu können. Der Entscheid gilt als eröffnet, wenn er ordnungsgemäss zu-
gestellt ist und der Empfänger davon Kenntnis nehmen kann. Dass er davon tatsächlich 

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Kenntnis nimmt, ist nicht erforderlich; es genügt, wenn die Sendung in den Machtbereich 
des Adressaten gelangt ist (vgl. dazu statt vieler etwa BGE 142 III 599 E. 2.4.1; 
BGer 1C_394/2022 vom 23. Januar 2023 E. 2; 2C_103/2021 vom 9. Februar 2021 
E. 3.2.1 mit Hinweisen; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 
2020, N 1067). Insofern ist es irrelevant, wann der Beschwerdeführer die Verfügung vom 
5. Mai 2023 "persönlich erhalten" hat. Das Einwerfen der Verfügung in den Briefkasten 
des Beschwerdeführers reicht aus. 

2.3 Laut der in den Akten vorhandenen Sendungsverfolgung zur Verfügung wurde 
diese dem Beschwerdeführer am 6. Mai 2023 zugestellt. Er hat sie denn auch zur Kennt-
nis genommen. Etwas anderes macht der Beschwerdeführer auch nicht geltend. Somit 
begann die Beschwerdefrist am 7. Mai 2023 zu laufen (§ 10 Abs. 1 VRG). Die Beschwer-
defrist kann somit problemlos berechnet werden, und auch der Beschwerdeführer wäre 
dazu ohne Weiteres im Stande gewesen, zumal er auf der Webseite der Post die Sen-
dungsverfolgung hätte abrufen können (vgl. <https://www.post.ch/de/empfangen/sendung-
verfolgen>; besucht am 19. Oktober 2023). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass ohne-
hin der ZiBü die Beweislast für den Beginn des Fristenlaufs trägt und der Beschwerdefüh-
rer lediglich die Einhaltung der Frist zu beweisen hat (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., 
N 1064 und N 1160).

2.4 Soweit der Beschwerdeführer auf Probleme bei der Postzustellung hinweist, ist 
festzuhalten, dass fehlerhafte Postzustellungen zwar gerichtsnotorisch vorkommen, sie in-
des nicht zu vermuten sind, sondern aufgrund der Umstände plausibel erscheinen müssen 
(vgl. etwa BGE 142 III 599 E. 2.4.1; BGer 2C_566/2020 vom 10. Juli 2020 E. 4.2.1). Vor-
liegend macht der Beschwerdeführer jedoch gerade nicht geltend, dass die Zustellung der 
Verfügung vom 5. Mai 2023 fehlerhaft erfolgt sei. Dies ist aufgrund der Akten denn auch 
nicht ersichtlich. Den entsprechenden Ausführungen des Beschwerdeführers kann somit 
nicht gefolgt werden.

2.5 Folglich hat der ZiBü die Verfügung vom 5. Mai 2023 nicht fehlerhaft eröffnet. Es 
ist ferner nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer einen Nachteil durch die A-Post 
Plus-Sendung erlitten haben soll. Dass er die gesamte Beschwerdefrist nicht vollständig 
ausnützte, hat er sich selbst zuzuschreiben, war es ihm doch wie bereits ausgeführt 
durchaus möglich, die Frist selbst zu berechnen. Abgesehen davon hatte der Beschwerde-
führer so oder anders mit seiner Replik nochmals Gelegenheit, allfällige weitere, in der 

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Beschwerdeschrift untergegangene Rügen vorzubringen (vgl. zum Ganzen auch VGer ZG 
F 2023 30 vom 5. September 2023 E. 2).

3.
3.1 Der Beschwerdeführer rügt sodann, dass ihm vor Erlass der Verfügung vom 
5. Mai 2023 das rechtliche Gehör nicht gewährt worden sei. Im Schreiben des ZiBü stehe 
nirgends das Wort rechtliches Gehör geschrieben und er habe im Antwortschreiben nach-
gefragt, welchen rechtlichen Stellenwert das Schreiben habe.

3.2 Der ZiBü hält dem entgegen, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
7. März 2023 zur Stellungnahme eingeladen worden sei. Darin sei ihm in konkreter Weise 
mitgeteilt worden, worüber und wie der ZiBü entscheiden wolle, und ihm sei die Möglich-
keit eingeräumt worden, sich dazu zu äussern. Nachdem der Beschwerdeführer mit Ein-
gabe vom 9. März 2023 eine Stellungnahme eingereicht habe, habe der ZiBü am 5. Mai 
2023 die Verfügung erlassen.

3.3 Gemäss § 15 Abs. 1 VRG gewährt die Behörde den Parteien das rechtliche 
Gehör, bevor sie entscheidet. Den eigentlichen Kerngehalt des rechtlichen Gehörs bildet 
das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden 
Entscheides zur Sache zu äussern. Korrelat dieses Anspruchs bildet die Pflicht der Behör-
den, frei gewählte Vorbringen der Parteien entgegenzunehmen, zu prüfen und in ihrer 
Entscheidfindung entsprechend zu berücksichtigen (Bernhard Waldmann, in: Basler 
Kommentar Bundesverfassung, 2015, Art. 29 N 45; Alain Griffel, in: Kommentar zum Ver-
waltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl. 2014, § 8 N 30 und 33).

3.4 Mit Schreiben vom 7. März 2023 erklärte der ZiBü dem Beschwerdeführer aus-
führlich, weshalb der ZiBü für die Eintragung des biologischen Vaters des Beschwerdefüh-
rers im Personenstandsregister nicht zuständig sei und dass der ZiBü deshalb beabsichti-
ge, auf den entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers vom 16. Januar 2023 nicht 
einzutreten. Am Ende des Schreibens räumte der ZiBü dem Beschwerdeführer die Gele-
genheit ein, bis spätestens am 6. April 2023 zu den im Schreiben enthaltenen Vorbringun-
gen schriftlich Stellung zu nehmen.

In seinem Schreiben vom 9. März 2023 antwortete der Beschwerdeführer, dass ihm nicht 
klar sei, was die schriftliche Stellungnahme für einen Stellenwert habe bzw. was sie be-
zwecken solle, da der ZiBü gemäss eigener Aussage ja nicht zuständig sei. Bezüglich der 

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Stellungnahme ohne Einsicht in diejenigen Akten, die der ZiBü vom Staatsarchiv Zug er-
halten habe, sei es ihm nicht möglich eine objektive und konstruktive Stellungnahme ab-
zugeben. Er könne somit nicht nachvollziehen, wieso und warum der ZiBü zu dieser Ent-
scheidung gekommen sei. Im Weiteren sei ihm auch nicht klar wie der ZiBü eine solche 
Entscheidung fällen könne mit einer eingeschränkten Akteneinsicht.

3.5 Soweit überhaupt möglich, setzte sich der ZiBü in der Verfügung vom 5. Mai 2023 
mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinander. Die Verfügung erklärt nochmals 
ausführlich, weshalb der ZiBü nicht zuständig sei für die Eintragung des biologischen Va-
ters des Beschwerdeführers im Personenstandsregister sowie dass auch eine uneinge-
schränkte Einsicht in die Urteile zu keinem anderen Schluss führen würde. Soweit der Be-
schwerdeführer geltend macht, der Begriff des rechtlichen Gehörs sei im Schreiben vom 
7. März 2023 nie verwendet worden, vermag er daraus nichts für sich abzuleiten. Dem 
rechtlichen Gehör wird Genüge getan, wenn einer Partei die Möglichkeit zur Stellungnah-
me eingeräumt wird. Die Verwendung des Begriffs des rechtlichen Gehörs stellt keine 
Voraussetzung dar. Sodann erklärte der ZiBü dem Beschwerdeführer im Schreiben vom 
7. März 2023, dass er beabsichtige, auf den Antrag des Beschwerdeführers nicht einzutre-
ten und räumte ihm die Gelegenheit ein, dazu Stellung zu nehmen. Insofern konnte der 
Beschwerdeführer erkennen bzw. hätte er erkennen müssen, dass dies seine Gelegenheit 
war, sich zur Angelegenheit nochmals zu äussern. Folglich hat der ZiBü das Recht des 
Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör nicht verletzt.

4.
4.1 Ferner rügt der Beschwerdeführer, dass er keine Akteneinsicht erhalten habe. Da-
bei habe er uneingeschränkte Akteneinsicht, ausser in die datenschutzrelevanten Anga-
ben von D.________, was auch vom Verwaltungsgericht bestätigt worden sei. Somit habe 
er ganz klar Anrecht auf die Akteneinsicht.

4.2 Der ZiBü hält dem entgegen, dass ihm (dem ZiBü) mit Verfügung des Staatsar-
chivs des Kantons Zug vom 28. Februar 2023 die Akteneinsicht unter Auflagen gewährt 
worden sei. Die Akteneinsicht beschränke sich auf die Urteilssprüche inkl. Verteiler. Alle 
weiteren Angaben seien zum Schutz von Dritten geschwärzt. Für die Beurteilung des 
Sachverhalts und zur Herleitung der Rechtsfolge sei die eingeschränkte Akteneinsicht 
ausreichend gewesen. Weiter sei festzuhalten, dass gemäss Verfügung vom 28. Februar 
2023 des Staatsarchivs des Kantons Zug die Akteneinsicht ad personam gelte, weshalb 

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sie nicht auf Dritte übertragbar sei. Entsprechend seien die Akten dem Beschwerdeführer 
nicht zugestellt worden.

4.3 Vorliegend musste der ZiBü beim Staatsarchiv ein Akteneinsichtsbegehren zur 
Abklärung des Sachverhalts und der Rechtslage stellen, weil sich der Beschwerdeführer 
selbst weigerte, dem ZiBü die notwendigen Akten einzureichen. In der Folge erhielt der 
ZiBü eine stark geschwärzte Kopie des Dossiers E.________, mit dem Verbot, die Akten-
einsicht an Dritte zu übertragen. Somit durfte der ZiBü dem Beschwerdeführer gar keine 
Einsicht in die Akten geben. In seinem Schreiben vom 7. März 2023, mit welchem der 
ZiBü dem Beschwerdeführer mitteilte, dass er beabsichtige auf den Antrag des Beschwer-
deführers nicht einzutreten und diesem Gelegenheit zur Stellungnahme einräumte, erläu-
terte der ZiBü jedoch ausführlich, dass ihm eingeschränkte Akteneinsicht in den Urteils-
spruch des Kantonsgerichtsentscheids vom 14. Januar 1971, des Obergerichtsentscheids 
vom 19. Oktober 1971 und des Bundesgerichtsentscheids vom 8. März 1972, jeweils inkl. 
Verteiler, sowie in das Schreiben der Direktion des Inneren vom 16. November 1987 an 
die Mutter des Beschwerdeführers, D.________, betreffend Zahlvaterschaft gewährt wor-
den sei. Zudem wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, was er diesen Akten entnehmen 
könne. Somit kam der ZiBü seiner Pflicht nach, den Inhalt der Akten, in welche die Akten-
einsicht verweigert wird, so weit wie möglich trotzdem mitzuteilen (vgl. Art. 16 Abs. 2 VRG; 
Bernhard Waldmann, a.a.O., Art. 29 N 55). Schliesslich kommt hinzu, dass der Beschwer-
deführer selbst bereits im Besitz der relevanten Akten ist und zwar in einer weniger stark 
geschwärzten Ausfertigung (vgl. VGer ZG V 2022 61 vom 22. Mai 2023). Er hätte die Ak-
ten dem ZiBü selbst zustellen können, weigerte sich jedoch dazu. Hätte er die Akten dem 
ZiBü übermittelt, wäre das Akteneinsichtsgesuch beim Staatsarchiv gar nie vonnöten ge-
wesen. 

Der ZiBü hat somit das Akteinsichtsrecht des Beschwerdeführers nicht verletzt.

5.
5.1 Der Beschwerdeführer bestreitet ferner, dass eine Zahlvaterschaft bestanden ha-
be. Leider sei bis dato nie eine Zahlung eingegangen. Wenn der biologische Vater nicht 
bezahlt habe, bestehe auch kein Recht auf eine Zahlvaterschaft (Weggli und Fünfer gebe 
es nicht). 

5.2 Zur Definition der Zahlvaterschaft kann auf die zutreffenden Ausführungen des 
ZiBü in E. 2 der angefochtenen Verfügung vom 5. Mai 2023 verwiesen werden. Aus dem 

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Dispositiv des Kantonsgerichtsurteils vom 14. Januar 1971 ist nichts anderes ersichtlich, 
als dass eine Zahlvaterschaft festgestellt wurde. Der dort Beklagte F.________ wurde le-
diglich verpflichtet, der Mutter des Beschwerdeführers Unterhaltszahlungen für den Be-
schwerdeführer zu leisten. Darüber hinaus stellte auch die Direktion des Innern mit 
Schreiben vom 16. November 1987 fest, dass es sich lediglich um eine Zahlvaterschaft 
gehandelt habe. Dabei ist nicht massgebend, ob tatsächlich Zahlungen erfolgt sind oder 
nicht. 

5.3 Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, dass der ZiBü den Sachverhalt fehler-
haft festgestellt hätte. Der ZiBü führte richtigerweise aus, dass es ihm auch die ge-
schwärzten Dokumente ermöglicht haben, festzustellen, dass es sich vorliegend weder um 
eine aussereheliche freiwillige Kindsanerkennung noch um eine Kindsanerkennung mit 
Standesfolge oder um ein Brautkind handelt, sondern dass alles für eine Zahlvaterschaft 
spricht. Und zu Recht weist der ZiBü darauf hin, dass nicht er, sondern die damalige Hei-
matgemeinde C.________ des Beschwerdeführers für die Eintragung des biologischen 
Vaters im Personenstandsregister zuständig gewesen wäre, wenn es sich dennoch um ein 
eintragungsfähiges Kindesverhältnis handeln würde.

6. Soweit der Beschwerdeführer generell moniert, dass nur aufgrund einer einge-
schränkten Akteneinsicht entschieden werde, die Gerichtsentscheide nur geschwärzt vor-
liegen würden und man einfach etwas interpretiere, das man anzunehmen scheine, ist er 
ebenfalls nicht zu hören. Eine Verletzung der Untersuchungsprinzips (§ 12 VRG) oder feh-
lerhafte Sachverhaltsfeststellung durch den ZiBü ist für das Gericht nicht ersichtlich. Der 
Beschwerdeführer macht diesbezüglich auch keine weitere konkrete Rügen, womit sich 
Weiterungen hierzu erübrigen. Dasselbe gilt für die offensichtlich haltlosen Vorwürfe der 
Willkür und Diskriminierung der "Zuger Regierung (Verwaltung)" gegen seine Person und 
soweit der Beschwerdeführer eine Verschwörung der Zuger Behörden gegen ihn wittert.

7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde unbegründet ist. Die Verfü-
gung des ZiBü vom 5. Mai 2023 erweist sich als rechtens, und die Beschwerde ist abzu-
weisen, soweit darauf einzutreten ist.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdeführer die 
Verfahrenskosten zu tragen (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Die Spruchgebühr wird auf 
Fr. 1'000.– festgelegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrech-

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net. Eine Parteientschädigung ist dem Beschwerdeführer angesichts seines Unterliegens 
nicht zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 1'000.– auferlegt, welche 
mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (inkl. ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an den Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Zug sowie zum Vollzug 
von Ziffer 2 des Dispositivs an die Finanzverwaltung des Kantons Zug (nur Dispo-
sitiv).

Zug, 6. Dezember 2023

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am