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**Case Identifier:** 0474053c-e46e-5446-9f29-a6eaba7f5a8c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-19
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 19.10.2020 S 2020 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-21_2020-10-19.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 19. Oktober 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2020 21

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Urteil S 2020 21

A. Der 1977 geborene A.________ meldete sich am 2. September 2019 beim 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (AWA-act. 18) 
und stellte Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. September 2019 (AWA-act. 12). 
Mit Schreiben vom 16. September 2019 gewährte das RAV A.________ aufgrund 
ausgebliebener Arbeitsbemühungen vor der Anmeldung das rechtliche Gehör (AWA-
act. 10). Der Versicherte nahm hierzu am 23. September 2019 Stellung (AWA-act. 9). Auf 
eine Anfrage des RAV mit E-Mail vom 26. September 2019 hin (AWA-act. 8), reagierte 
A.________ mit Schreiben vom 4. Oktober 2019 (AWA-act. 6). Das Amt für Wirtschaft und 
Arbeit (AWA) verfügte sodann am 10. Oktober 2019 die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung um 15 Tage, beginnend am 2. September 2019 (AWA-act. 5). Die 
dagegen erhobene Einsprache (AWA-act. 4) wies das AWA mit Entscheid vom 13. Januar 
2020 ab (AWA-act. 1).

B. Beschwerdeweise beantragte A.________ die Aufhebung des 
Einspracheentscheides vom 13. Januar 2020 und der Verfügung vom 10. Oktober 2019. 
Es sei festzustellen, dass keine Einstelltage zu verfügen seien. Ferner sei ein zweiter 
Schriftenwechsel durchzuführen (act. 1).

C. Das AWA schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 4).

D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 6 und 8). Auf die Begründungen der Rechtsschriften wird – 
soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 
1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht 

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Urteil S 2020 21

desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 
837.0], i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 
162.1]). Der angefochtene Einspracheentscheid wurde vom AWA erlassen, weshalb das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich 
und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
13. Januar 2020 wurde am 13. Februar 2020 der Post aufgegeben und gilt folglich als 
rechtzeitig. Der Beschwerdeführer ist durch die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
direkt betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert. Die Eingabe vom 13. Februar 2020 
entspricht schliesslich den Anforderungen von Art. 61 lit. b ATSG, weshalb auf sie 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Der Beschwerdeführer verlangt, dass der Einspracheentscheid vom 13. Januar 
2020 (AWA-act. 1) sowie die Verfügung vom 10. Oktober 2019 (AWA-act. 5) aufzuheben 
seien. Bei der Erhebung einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren durch den 
Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung ersetzt (BGE 
142 V 337 E. 3.2.1). Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
bildet demzufolge allein der Einspracheentscheid. Dieser tritt an die Stelle der vorgängig 
erlassenen Verfügung, und zwar auch dann, wenn er sie bloss bestätigt. Die Verfügung, 
soweit angefochten, hat mit Erlass des Einspracheentscheids jede rechtliche Bedeutung 
verloren (BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1; BGer 8C_592/2012 vom 23. November 2012 E. 3.2). 
Für eine nachfolgende richterliche Beurteilung sind denn auch grundsätzlich die 
tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des strittigen Einspracheentscheids 
massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1). Daher ist, soweit die Aufhebung der Verfügung vom 
10. Oktober 2019 beantragt wird, kein Anfechtungsgegenstand gegeben, weshalb auf 
diesen Antrag nicht einzutreten ist.

3.
3.1 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss 
gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles 

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Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. 
Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres 
bisherigen Berufes. Zudem ist die versicherte Person verpflichtet, ihre Bemühungen 
nachweisen zu können, dass sie alles Zumutbare unternommen hat, um die 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Diese Pflichten ergeben sich bereits aus 
der allgemeinen Schadenminderungspflicht, wonach die versicherte Person – wie in den 
übrigen Zweigen der Sozialversicherung – ihr Möglichstes zur Schadenminderung von 
sich aus, d.h. ohne besondere Aufforderung durch eine Amtsstelle oder Abgabe eines 
Merkblattes, vorzukehren hat (EVG C 199/05 vom 29. September 2005 E. 2.2). Die Pflicht 
zur Vornahme persönlicher Arbeitsbemühungen stellt also eine elementare 
Verhaltensregel dar, die auch ohne vorgängige Aufklärung oder Verwarnung seitens der 
Verwaltung befolgt werden muss. Im Rahmen dieser Schadenminderungspflicht ist die 
versicherte Person namentlich auch zu rechtzeitig einsetzenden persönlichen 
Arbeitsbemühungen, grundsätzlich bereits während der Kündigungsfrist, aber auch 
generell während der Zeit vor der Anmeldung, verpflichtet, um Beschäftigungslücken nach 
Beendigung des Arbeitsverhältnisses bzw. zum Zeitpunkt der beabsichtigten Aufnahme 
einer Arbeitstätigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden (EVG C 14/06 vom 6. September 
2006 E. 2.2; C 144/05 vom 1. Dezember 2005 E. 5.2.1; C 199/05 vom 29. September 
2005 E. 2.1; Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, 1998, S. 
136 f.; Gerhard Gerhards, Kommentar zum AVIG, Bd. I, Art. 17 N 7).

3.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich persönlich, qualitativ und quantitativ, 
nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG hat dabei nicht den 
Charakter einer Strafe im Sinne des Strafrechts, sondern denjenigen einer 
verwaltungsrechtlichen Sanktion mit dem Zweck, im Sinne der Solidarität unter den 
Versicherten eine missbräuchliche Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung zu 
verhindern (vgl. EVG C 90/06 vom 7. August 2006 E. 3.1). Die versicherte Person soll 
dabei am Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der 
Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat, angemessen 
mitbeteiligt werden (BGE 122 V 40 E. 4c/aa). Bestimmte Verhaltensweisen werden zudem 
bereits dann sanktioniert, wenn sie erst ein Schadensrisiko in sich bergen, wie 
insbesondere unzureichende Arbeitsbemühungen oder die Nichtbefolgung von Weisungen 
(Art. 30 Abs. 1 lit. c bzw. lit. d AVIG). Gewisse Einstellungstatbestände sind also (auch) ein 
Instrument der Abwendung oder Minderung drohenden Schadens, indem sie – neben dem 

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"generalpräventiven" Schutz der Arbeitslosenversicherung vor missbräuchlichen 
Verhaltensweisen – der vorbeugenden Verhaltenssteuerung im Einzelfall dienen, so etwa 
der Intensivierung unzureichender Arbeitsbemühungen oder der verbesserten 
Wahrnehmung administrativer Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person (Urteil 
EVG C 134/06 vom 19. September 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen).

3.3 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um 
zumutbare Arbeit bemüht hat, ist sowohl die Quantität als auch die Qualität ihrer 
Bewerbungen von Bedeutung (BGE 124 V 231 E. 4a; Jacqueline Chopard, a.a.O., S. 139 
mit Hinweisen). Massgebend ist dabei einzig die ausreichende Intensität der Bemühungen 
und nicht deren Erfolg (BGE 124 V 225 E. 6; EVG C 347/05 vom 13. März 2006 E. 4). 
Arbeitsbemühungen sind daher unabhängig von den Erfolgsaussichten vorzunehmen 
(Jacqueline Chopard, a.a.O., S. 137 mit Hinweisen). In quantitativer Hinsicht schreiben 
zwar weder Gesetz noch Verordnung eine Mindestanzahl von Bewerbungen vor. 
Allerdings werden nach der Verwaltungspraxis in der Regel durchschnittlich zehn bis zwölf 
Bewerbungen pro Monat verlangt, wobei die Umstände des Einzelfalls, so unter anderem 
das Alter, die Schuldbildung, die Berufserfahrung und auch die Arbeitsmarktlage, zu 
berücksichtigen sind (EVG C 351/05 vom 3. Juli 2006 E. 2 und C 144/05 vom 1. 
Dezember 2005 E. 2.2.3; Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, 2. Aufl. 2007, 
S. 2430 Rz. 839). Ob im Übrigen die Anstrengungen bei der Stellensuche genügend sind, 
muss ebenfalls im Einzelfall beurteilt werden. Bei der Beurteilung der Arbeitsbemühungen 
während eines bestimmten Zeitraums ist entscheidend, ob die zumutbaren Möglichkeiten 
der Stellensuche genutzt worden sind und ob die Bewerbungen sowohl in quantitativer als 
auch in qualitativer Hinsicht als ausreichend betrachtet werden können. Die Quantität der 
Bewerbungen ist auch von der Qualität der Bemühungen abhängig: telefonische 
Bewerbungen im Vergleich zu vollständigen schriftlichen Bewerbungen mit Anschreiben, 
Curriculum vitae, Zeugnisbeilagen, Referenzen usw. oder persönliche Vorsprachen bei 
Arbeitgebern im Vergleich zu blossen telefonischen Anfragen. Das blosse Studieren von 
Stelleninseraten genügt jedenfalls nicht als Arbeitsbemühung und wird als 
selbstverständlich vorausgesetzt (Jacqueline Chopard, a.a.O., S. 139 f.). Da das Gesetz in 
Art. 17 Abs. 1 AVIG die persönliche Stellensuche verlangt, entbindet der Einsatz Dritter bei 
der Arbeitsvermittlung die arbeitslose Person auch nicht von ihrer Pflicht, sich selbst in 
quantitativ und qualitativ ausreichendem Masse um eine zumutbare Arbeit zu bemühen. 
Auch Blindbewerbungen können sinnvoll sein und dienen der Abklärung, ob eine Stelle frei 
ist. Indessen haben sich die Versicherten in erster Linie um ausgeschriebene und damit 

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offene Arbeitsgelegenheiten zu bemühen, bei welchen die Erfolgsaussichten auf einen 
Vertragsabschluss erheblich grösser sind (EVG C 347/05 vom 13. März 2006 E. 4).

3.4 Aus der Pflicht, den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für 
die versicherte Person, sich bereits vom Zeitpunkt der Kündigung des früheren 
Arbeitsverhältnisses an und damit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit intensiv um eine neue 
Arbeit zu bemühen. Die versicherte Person hat sich dementsprechend während einer 
allfälligen Kündigungsfrist, aber auch generell während der Zeit vor der Anmeldung, 
unaufgefordert um Stellen zu bemühen. Sie kann sich insbesondere nicht damit 
exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum 
Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht darauf 
aufmerksam gemacht worden sei. Bei der Anmeldung hat die arbeitslos gewordene 
Person den Nachweis ihrer Bemühungen um Arbeit vorzulegen (Art. 20 Abs. 1 lit. d AVIV). 
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird sie sämtliche während der Kündigungsfrist getätigten 
Stellenbewerbungen einzureichen haben (BGE 139 V 524 E. 2.1.2). In diesem Sinne ist 
gemäss den Weisungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO; AVIG-Praxis ALE, 
Rz. B314) jede versicherte Person grundsätzlich bereits vor der Anspruchstellung zur 
Stellensuche verpflichtet, wobei diese Pflicht insbesondere während der Kündigungszeit 
und bei einem befristeten Arbeitsverhältnis mindestens in den drei letzten Monaten zu 
erfüllen ist (BGE 141 V 365 E.  2.2 und 4.5; BGer 8C_863/2014 vom 16. März 2015 E. 
2.2).

4. Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren, ob der Beschwerdeführer 
vom AWA zu Recht wegen ausgebliebener Arbeitsbemühungen vor der Anmeldung für 
15 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist. Das AWA hat im 
angefochtenen Entscheid erwogen, dass der Beschwerdeführer weder für die letzten drei 
Monate vor der Anmeldung vom 2. September 2019 Arbeitsbemühungen nachgewiesen 
noch entschuldbare Gründe angeführt habe. Der Einspracheentscheid ist ausführlich und 
sorgfältig begründet. Darauf wird verwiesen. Im Folgenden ist deshalb lediglich zu prüfen, 
ob die vom Beschwerdeführer erhobenen Einwände zu einer vom AWA abweichenden 
Beurteilung führen. Soweit der Beschwerdeführer keine Ausführungen zu einzelnen 
Punkten im Einspracheentscheid vorbringt und die diesbezüglichen Erwägungen des AWA 
mit den Akten vereinbar sind, hat es dabei sein Bewenden.

5.

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5.1 Der Beschwerdeführer moniert zunächst, eine Verletzung der Aufklärungspflicht 
gemäss Art. 27 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 19a AVIV durch das RAV. Auf der RAV-Webseite 
seien unter den Rubriken "Anmeldung" und "Rechte und Pflichten" irreführende oder 
zumindest missverständliche Informationen publiziert. Die darin veröffentlichten 
Informationen erweckten den Eindruck, dass die Anmeldung beim RAV entscheidend sei 
für den Leistungsbezug ab Anmeldung. Die Informationen bei den RAV der anderen 
Kantone zeigten, wie eine korrekte Information aussehe. Jedenfalls könne ihm aus den 
irreführenden Informationen des RAV Zug kein Nachteil entstehen (act. 1 Ziff. 2–8). 

5.2 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zunächst ist in Erinnerung zu rufen, 
dass entsprechend dem Grundsatz der Schadenminderungspflicht sich eine versicherte 
Person so verhalten muss, wie wenn es keine Arbeitslosenversicherung gäbe, worauf das 
AWA in seiner Vernehmlassung zutreffend hinwies. Von einer versicherten Person darf 
deshalb verlangt werden, dass sie nach Kenntnisnahme der Kündigung umgehend mit der 
Suche nach einer neuen Arbeitsstelle beginnt. Ein Zuwarten bis Ablauf der Kündigungsfrist 
ist weder nachvollziehbar noch mit der Schadenminderungspflicht in Einklang zu bringen. 

5.3 Was die Rüge der Verletzung der Informationspflicht anbelangt, so kann der 
Beschwerdeführer damit nicht gehört werden. Zu Recht macht er nicht geltend, die 
entsprechende Information, die versicherte Person müsse sich bereits ab dem Zeitpunkt 
der Kenntnisnahme der Kündigung genügend (mind. acht Bewerbungen pro Monat) um 
eine neue Arbeitsstelle bemühen, sei auf der Webseite des RAV überhaupt nicht 
auffindbar. Diesen Hinweis findet man unter der Rubrik "Arbeitsbemühungen". Des 
Weiteren wird auf die Sanktionsfolge hingewiesen, namentlich erhält die versicherte 
Person während einer gewissen Zeit keine Arbeitslosenentschädigung, wenn sie während 
der Kündigungsfrist keine neue Stelle gesucht hat (vgl. https://www.rav-
zg.ch/index.php?inhalt=fuer_stellensuchende&unterinhalt=arbeitsbemühungen; besucht 
am 25. September 2020). Damit hätten dem Beschwerdeführer sämtliche notwendigen 
Informationen offen gestanden. Wenn er nun lediglich die Rubriken "Anmeldung" und 
"Rechte und Pflichten" durchgelesen hat, kann dem RAV dadurch kein Vorwurf gemacht 
werden. Der Frage, ob es der Übersichtlichkeit dienlich wäre, würden diese Angaben über 
die Arbeitsbemühungen vor der Anmeldung unter einer der beiden vorgenannten Rubriken 
gemacht werden, braucht nicht weiter nachgegangen zu werden. Ohnehin ist es nicht 
Aufgabe des Gerichtes darüber zu befinden, wie das RAV seine Webseite zu gestalten 
hat. Entscheidend ist vielmehr, dass der Versicherte bei gehöriger Sorgfalt die für ihn 
notwendigen Informationen hätte finden können. Im Übrigen hat die Verwaltung auf die 

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entsprechende bundesgerichtliche Praxis hingewiesen, wonach sich die versicherte 
Person nicht damit exkulpieren kann, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der 
Anmeldung zum Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht 
darauf aufmerksam gemacht worden sei (vgl. E. 3.4 hiervor).

6.
6.1 Der Beschwerdeführer beanstandet sodann, er habe die Arbeitsbemühungen 
innert der angesetzten Nachfrist eingereicht. Ihm sei bei der Anmeldung mitgeteilt worden, 
dass er bereits seit der Kündigung hätte Arbeitsbemühungen anstellen sollen. Mit E-Mail 
vom 5. September 2019 habe er beim RAV-Berater nachgefragt, ob die Möglichkeit 
bestehe, sehr viele Bewerbungen zu schreiben bzw. nachzureichen, um seinen Fehler 
auszugleichen. Ihm sei geantwortet worden, dies werde am Erstgespräch angeschaut. Er 
habe dann mit Schreiben vom 16. September 2019 eine Frist von fünf Tagen für eine 
Stellungnahme und das Nachreichen der Arbeitsbemühungen angesetzt erhalten. Mit 
Stellungnahme vom 23. September 2019 habe er entsprechende Arbeitsbemühungen für 
die Monate Juni, Juli und August 2019 nachgereicht, welche er im Zeitraum vom 16. bis 
23. September 2019 erstellt habe. Er habe in dieser Zeit 17 Bewerbungen versenden 
können. Die Erwägung im angefochtenen Entscheid, wonach die 
Schadenminderungspflicht nicht durch die nachträgliche Vornahme von Bewerbungen 
geheilt werden könne, stehe im Widerspruch zur angesetzten Nachfrist im Schreiben vom 
16. September 2019. Es ergebe sich auch aus Art. 26 Abs. 2 AVIV, dass 
Arbeitsbemühungen grundsätzlich nachgereicht werden könnten (act. 1 Ziff. 9–16). 

6.2 Der Beschwerdeführer gesteht selber ein, dass die mit Schreiben vom 23. Sep-
tember 2019 (AWA-act. 9) eingereichten Arbeitsbemühungen für Juni, Juli und August 
2019 nicht während der Kündigungsfrist, sondern in der Zeit vom 16. bis 23. September 
2019 erfolgten (vgl. act. 1 Ziff. 11 und 14). Ein Ausgleich seines Fehlers ist auch mit dem 
Nachreichen einer zweifellos erheblichen Anzahl von Bewerbungen nicht möglich. Der 
Versicherte übersieht dabei den Sinn und Zweck der Schadenminderungspflicht. Aus 
Art. 17 Abs. 1 AVIG fliesst die Pflicht, wonach eine versicherte Person alles ihr Zumutbare 
vorzukehren hat, um den Eintritt des Versicherungsfalles zu verhüten bzw. den Schaden 
zu mindern (Gerhard Gerhards, a.a.O., Art. 17 N. 6 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Eine 
versicherte Person, welche die Kündigung erhält und sich sogleich auf neue Arbeitsstellen 
zu bewerben beginnt, könnte bei einer erfolgreichen Bewerbung eine Arbeitslosigkeit 
gänzlich vermeiden bzw. verkürzen, sollte sie beispielsweise einen Monat nach Ende des 
Arbeitsverhältnisses am neuen Ort beginnen können. Der Beschwerdeführer tätigte 

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vorliegend die Bewerbungen indessen erst ab dem 16. September 2019, womit er nicht 
sämtliche zumutbaren Vorkehren getroffen hat, um eine drohende Arbeitslosigkeit zu 
vermeiden oder zu verkürzen. Hiergegen vermag er sich nicht zu exkulpieren.

6.3 Der Beschwerdeführer verkennt sodann die Bedeutung der im Schreiben vom 
16. September 2019 angesetzten Frist von fünf Tagen (AWA-act. 10). Im besagten 
Schreiben steht unmissverständlich, dass er – der Versicherte – innert fünf Tagen die 
Arbeitsbemühungen vor der Arbeitslosigkeit bzw. während der Kündigungsfrist oder aber 
die Gründe für die nicht ausreichende Suche beizubringen resp. darzulegen hat. Hierbei 
handelte es sich in keiner Weise um eine Nachfrist, innert welcher die versäumten 
Handlungen – namentlich die während der Kündigungsfrist unterlassenen Bewerbungen – 
hätten nachgeholt werden können. Es ging einzig darum, allenfalls vorhandene, während 
der Kündigungsfrist erfolgte Bewerbungen nachzureichen, sofern dies bis anhin 
(versehentlich) noch nicht geschehen wäre.

6.4 Auch aus Art. 26 Abs. 2 AVIV kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Der Nachweis für Arbeitsbemühungen ist spätestens am fünften Tag 
des folgenden Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einzureichen. 
Lediglich bei entschuldbaren Gründen wird eine Nachfrist gesetzt bzw. können die 
Bemühungen auch nach dem fünften Tag eingereicht werden. Hierzu zählen etwa 
Krankheit, Unfall oder anderweitig nachvollziehbare Abwesenheiten, welche die 
versicherte Person an der Pflichterfüllung gehindert hätten. Weder macht der 
Beschwerdeführer dergleichen geltend noch sind solche Gründe ersichtlich. Im Übrigen 
betrifft dies zudem Fälle, in welchen die Suchbemühungen rechtzeitig erfolgt waren, mithin 
innert der betreffenden Kontrollperiode, und lediglich der Nachweis verspätet eingereicht 
wurde.

7. Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer ohne entschuldbaren 
Grund während der Kündigungsfrist keinerlei Arbeitsbemühungen getätigt hat. Demzufolge 
hat das AWA zu Recht auf einen Einstellungstatbestand gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG 
erkannt. 

8. Im Folgenden ist deshalb die Höhe der Einstelldauer zu prüfen.

8.1 Die Dauer der Einstellung richtet sich nach dem Grad des Verschuldens und 
beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage 

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bei schwerem Verschulden (Art. 30 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 45 Abs. 3 AVIV). Die 
Bemessung der Einstellungsdauer richtet sich nach dem Verschulden unter 
Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der versicherten Person, wobei alle 
Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen sind. Verschuldensmindernde 
Umstände können unter anderem Alter, familiäre Probleme, missliche finanzielle 
Verhältnisse, aber auch die begründete Hoffnung auf eine Neuanstellung sein (Jacqueline 
Chopard, a.a.O., S. 167).

8.2 Der AVIG-Praxis ALE ist unter D79 ein Einstellraster – Einstellraster KAST/RAV – 
für die Einstellung der Anspruchsberechtigung zu entnehmen. Ziffer 1 regelt die 
Sanktionen bei ungenügenden bzw. gänzlich fehlenden Arbeitsbemühungen; Ziff. 1.B 
konkretisiert die fehlenden Arbeitsbemühungen für den Zeitraum während der 
Kündigungsfrist. Für keine Arbeitsbemühungen bei einer einmonatigen Kündigungsfrist 
werden vier bis sechs Einstelltage, bei einer zweimonatigen Kündigungsfrist acht bis zwölf 
Einstelltage und bei einer dreimonatigen Kündigungsfrist zwölf bis achtzehn Einstelltage 
vorgesehen. In letzterem Fall wird von einem leichten bis mittelschweren Verschulden 
ausgegangen. 

Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. Dieses soll 
sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall 
angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 
Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von 
Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der 
rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch 
interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4; BGer 8C_40/2019 vom 30. Juli 2019 E. 5.4).

8.3 Die vom AWA verfügte Einstellung in der Höhe von 15 Tagen befindet sich somit 
im mittleren Bereich des vorgesehenen Rasters an zu verhängenden Einstelltagen (vgl. 
ALE-Praxis D79 Ziff. 1.B 3). Unter Berücksichtigung obiger Erwägungen erscheint dies 
angemessen. Verschuldensmindernde Umstände sind keine ersichtlich. Ohne Einfluss 
verbleibt dabei der Umstand, dass der Beschwerdeführer – wie er selbst geltend macht –
erstmals beim RAV bzw. bei der Arbeitslosenversicherung Leistungen bezogen habe. Der 
vorgenannte Einstellungstatbestand geht bereits von einem leichten bis mittleren 
Verschulden bei keinen getätigten Arbeitsbemühungen während der Kündigungsfrist aus. 
Die Einstellung für 15 Tage ist demnach nicht zu beanstanden.

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9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das AWA mit dem erlassenen 
Einspracheentscheid vom 13. Januar 2020 kein Recht verletzte. Damit gilt die Beschwerde 
als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen.

10. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos. Eine Parteientschädigung 
ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (SECO), Bern.

Zug, 19. Oktober 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am