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**Case Identifier:** 874ea654-b29b-5b0e-ac0b-041ff60c341b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.01.2023 200 2022 521
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-521_2023-01-05.pdf

## Full Text

200 22 521 IV
KOJ/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Januar 2023

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Juli 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) meldete sich im August 1999 unter Hinweis auf die Folgen eines 
im November 1994 erlittenen Unfalls ("Instabiler Rücken; versteiftes Be-
ckengelenk; Schmerzen im Knie") bei der Eidgenössischen Invalidenversi-
cherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern 
[nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II], 1; 14 S. 7). Nachdem 
die Versicherte sowohl eine Lehre als ... als auch in der weiteren Folge 
eine (von der IVB gewährte) erstmalige berufliche Ausbildung (Vorberei-
tung auf eine ...lehre) gesundheitsbedingt abgebrochen hatte (act. II 1 S. 6; 
4 S. 5; 28; 30 S. 1), sprach die IVB ihr mit (unangefochten gebliebener) 
Verfügung vom 4. Dezember 2001 (act. II 44 S. 3 ff.) rückwirkend ab 1. 
April 1999 eine (auf einem Invaliditätsgrad von 100% basierende) ganze 
Invalidenrente zu. Diese wurde im Februar 2003 (act. II 55) sowie im Au-
gust 2006 (act. II 72) bestätigt. 

Vom 1. August 2008 bis 31. Juli 2010 absolvierte die Versicherte eine Aus-
bildung zur ... (act. II 87 S. 6 f.), und trat am 1. August 2010 bei der 
C.________ eine 40%-Stelle als ... an (act. II 86 S. 2). Mit Mitteilungen vom 
26. November 2010 (act. II 94) und 25. Februar 2013 (act. II 112) bestätigte 
die IVB den bisherigen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bei einem 
Invaliditätsgrad von 83% respektive 75%. Nachdem die Versicherte zwi-
schen Juni 2014 und Juni 2016 im Zuge einer zwischenzeitlich aufgetrete-
nen Panikstörung keiner Arbeit mehr nachgegangen war (act. II 128 S. 3), 
war sie ab 1. Juli 2016 im D.________ als "..." (act. II 118 S. 5) tätig bzw. 
trat am 1. Juni 2017 in der E.________ eine 40%-Stelle an (act. II 129 S. 2 
ff.). Mit Mitteilung vom 11. Juli 2017 (act. II 131) bestätigte die IVB den bis-
herigen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad 
von 75%. Zudem sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 30. No-
vember 2020 (act. II 135) für den im … 2020 geborenen Sohn (act. II 148 
S. 1) ab … 2020 eine Kinderrente zur Invalidenrente zu.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 3

A.b.

Im April 2021 leitete die IVB eine weitere Revision von Amtes wegen ein 
(act. II 136). Sie klärte den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht ab und 
liess durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb erstellen (act. II 160 S. 2 ff.). Mit Vorbescheid vom 26. April 
2022 (act. II 161) stellte die IVB der Versicherten, welche von März 2020 
bis Ende Januar 2022 wiederum bei der D.________ (im Umfang von 10%) 
sowie zusätzlich seit Juni 2021 bei der F.________ (im Umfang von 30% 
bzw. ab Februar 2022 von 40%) als ... angestellt war respektive ist (vgl. 
act. II 155 S. 2; 159 S. 2; 160 S. 5), bei einem nach der gemischten Metho-
de (Erwerb: 40%, Haushalt: 60%) ermittelten Invaliditätsgrad von 30 bzw. 
29% die Aufhebung der Invalidenrente per Ende des der Verfügungszustel-
lung folgenden Monats in Aussicht. Dagegen liess die Versicherte Einwand 
erheben (act. II 165), woraufhin die IVB eine Stellungnahme ihres Ab-
klärungsdienstes einholte (act. II 168). Mit Verfügung vom 6. Juli 2022 (act. 
II 169) entschied die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt. 

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 7. September 2022 Beschwerde erheben. 
Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

Die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2022 sei aufzuheben und es sei der 
Beschwerdeführerin eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zuzuspre-
chen.

Eventualiter sei die Verfügung vom 6. Juli 2022 aufzuheben und die Sache 
zur weiteren Abklärung, insbesondere zur korrekten Ermittlung des Status und 
anschliessender Rentenberechnung, unter Wahrung der Mitwirkungsrechte 
der Parteien, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Oktober 2022 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. Juli 2022 (act. II 
169). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Invalidenrente der IV und dabei insbesondere die Frage, ob die Be-
schwerdegegnerin die bisher ausgerichtete ganze Invalidenrente zu Recht 
auf das Ende des nach der Zustellung der Verfügung folgenden Monats 
aufgehoben hat. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 
Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2022 (act. II 169), 
womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 
erging. Indessen erfolgte die revisionsrelevante Änderung im massgebli-
chen Sachverhalt vor dem 1. Januar 2022 (vgl. E. 3.2 sowie E. 6.4.1 und 
E. 6.5.1 hinten), weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 
831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) 
massgebend sind (vgl. auch Ziff. 9102 des Kreisschreibens über Invalidität 
und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwal-
tungsweisungen vgl. BGE 144 V 195 E. 4.2 S. 198). 

2.2

2.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2.2 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 6

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 
2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

2.3.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 7

3.

3.1 Mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 4. Dezember 
2001 (act. II 44 S. 3 ff.) sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerde-
führerin ab 1. April 1999 eine ganze Invalidenrente zu. Diese wurde mehr-
fach (revisionsweise) bestätigt (act. II 55; 72; 94; 112; 131). Dabei steht 
fest, dass die Verfügung vom 4. Dezember 2001 auf einer materiellen Prü-
fung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung 
beruht (BGE 133 V 108). Inwieweit dies auch auf die (den bisherigen Ren-
tenanspruch bestätigende) Verfügung vom 5. Februar 2003 (act. II 55) bzw. 
die späteren formlosen Mitteilungen (act. II 72; 94; 112; 131) zutrifft, welche 
in Bezug auf den massgeblichen Vergleichszeitpunkt (vgl. E. 2.3.4 vorne) 
einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen wären (SVR 2013 IV Nr. 44 
S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1), wenn – wie hier – keine Verfü-
gung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 IVV), kann offen bleiben, da der 
hier massgebliche Revisionsgrund zeitlich ohnehin nach den besagten 
Verwaltungsakten liegt und insoweit im Hinblick auf alle diese Zeitpunkte zu 
einer Änderung führt (vgl. E. 3.2 sogleich). Demnach bilden massgebende 
Vergleichszeitpunkte im vorliegenden Revisionsverfahren die Verfügung 
vom 4. Dezember 2001 und die nunmehr angefochtene Verfügung vom 6. 
Juli 2022 (vgl. E. 2.3.4 vorne). 

3.2 Die Beschwerdeführerin gebar im … 2020 einen Sohn (act. II 148 
S. 1), welchen sie alleinerziehend betreut (act. II 160 S. 2). Ein dadurch 
bedingter (auch vorliegend erfolgender) Statuswechsel hin zu einer teilzeit-
lichen Erwerbstätigkeit gilt seit der am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen 
Verordnungsänderung auch bei einer dem Urteil des Europäischen Ge-
richtshofes für Menschenrechte in Sachen Di Trizio gegen Schweiz 
(7186/09) vom 2. Februar 2016 analogen Konstellation als Revisionsgrund 
(BGE 147 V 124; vgl. auch E. 2.3.2 vorne). Dies ist denn auch unbestritten. 
In der Folge ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hin-
sicht allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungs-
berechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne 
Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (vgl. E. 2.3.3 vorne).

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4.

Die Beschwerdegegnerin legte im Rahmen des Einkommensvergleichs 
respektive beim Invalideneinkommen eine medizinisch-theoretische Ar-
beitsfähigkeit von 40% in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin aus-
geübte Tätigkeit als ... zugrunde (act. II 169 S. 1 i.V.m. act. II 160 S. 8-10). 

4.1

4.1.1 Im polydisziplinären Gutachten der G.________ (nachfolgend 
MEDAS) vom 31. Dezember 2013 (act. II 128 S. 26-99), welches vom 
Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers in Auftrag gegeben wurde, 
wurden interdisziplinär die folgenden Diagnosen gestellt (S. 43 f.): 

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Chronisches lumbovertebrales- bis ischialgiformes Schmerzsyndrom bei 
medianer, links paramedianer rezessaler Bandscheibenhernie LWK4/5 
mit Zeichen eines Anulusrisses und Kontakt zur Wurzel L5 links (ICD-10 
M51.1) mit/bei 

- St. n. Überrolltrauma durch ... am TT. November 1994 mit 
- Iliosakralgelenk-Luxation rechts mit begleitenden komplexen 

Beckenfrakturen (ICD-10 S32.89) mit/bei 
- St. n. offener Reposition und Plattenfixation der ISG-Luxation 

am 4. November 1994 
2. Intermittierendes cervicocephales und cervicobrachiales, nicht-

radikuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2) mit/bei 
- St. n. Verdacht auf Commotio cerebri am TT. November 1994 

bei 
- St. n. Überrolltrauma durch ... am TT. November 1994 

3. Anpassungsstörung 
4. Leichte kognitive Funktionsstörung gemäss H.________-Gutachten vom 

24. November 2004 (vgl. dazu act. II 65 S. 9)

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Sekundäre Fibromyalgie 
2. Episodische Migräne ohne Aura (ICD-10 G43.0) 
3. Hallux valgus rechts 
4. St. n. schalenförmig wenig dislozierter Calcaneus-Fraktur rechts (ICD-10 

S92.0) bei St. n. Überrolltrauma am TT. November 1994 
5. Unfallfremde, beidseitige Retroversion des Acetabulums, aktuell ohne 

Impingementproblematik 
6. Diskrete Neuropathie des N. cutaneus femoris lateralis rechts (ICD-10 

G57.1) 
7. Anamnestisch beschriebene posttraumatische Belastungsstörung mit 

Restsymptomatik (ICD-10 F43.1) 2004 
8. Selbstunsichere ängstliche vermeidende Persönlichkeitszüge (ICD-10 

F61.1)

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Die aktuelle Tätigkeit als ... in einer ... könne von der Beschwerdeführerin 
im Umfang von 40% mit zusätzlicher Leistungseinbusse von 25% ausge-
führt werden. Es bestehe grundsätzlich eine Arbeitsfähigkeit von 40% mit 
zusätzlicher Leistungseinbusse von 25% für körperlich angepasste, leichte, 
überwiegend sitzende, wechselbelastende Tätigkeiten. Körperliche 
Schwerarbeit könne die Beschwerdeführerin ebenso wie körperlich mittel-
schwere Tätigkeiten nicht mehr ausführen (S. 29). Die zeitliche Einschrän-
kung könne durch die chronische Schmerzsymptomatik lumbal und die 
Schmerzsymptomatik im Rahmen des aktuellen Bandscheibenvorfalls so-
wie aufgrund der neurologischen Diagnose eines chronischen cervicoce-
phalen Schmerzsyndroms begründet werden. Die zusätzliche 
Leistungseinbusse begründe sich mit dem schmerzbedingt erhöhten Pau-
senbedarf und dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin die wahr-
scheinlich gelegentlich anfallenden mittelschweren Tätigkeitsanteile nicht 
bewältigen könne (S. 45 f.). Berufsmassnahmen könnten nicht empfohlen 
werden, da die Beschwerdeführerin in optimal angepasster Tätigkeit einge-
gliedert sei (S. 29).

4.1.2 Im Bericht vom 29. Oktober 2017 (act. II 155 S. 2 ff.) hielt Dr. med. 
I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, fest, der Grund der 
Teilzeitanstellung sei seit dem letzten Bericht vom 28. Juni 2017 unverän-
dert (S. 3). Darin stellte der behandelnde Arzt im wesentlichen dieselben 
Diagnosen wie im MEDAS-Gutachten (act. II 128 S. 2). Es bestehe eine 
Arbeitsunfähigkeit von 40% bei 75% Leistung (S. 3). 

4.2 Zwar wurde das MEDAS-Gutachten im Auftrag des Haftpflichtver-
sicherers erstellt. Indessen haben die darin neben den unfallbedingten auf-
geführten unfallfremden Diagnosen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
(vgl. act. II 128 S. 44 f.), so dass auf das Gutachten auch aus invalidenver-
sicherungsrechtlicher Sicht abgestellt werden kann (vgl. BGE 143 V 124 E. 
2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Dies gilt 
umso mehr, als eine seit dessen Erstellung wesentliche und dauerhafte 
Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin nicht 
vorliegt respektive die Berichte von Dr. med. I.________ insoweit im We-
sentlichen unveränderte Verhältnisse ausweisen. Insbesondere bestehen 
keine Anhaltspunkte dafür und es wird auch nicht geltend gemacht, dass 

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die zwischenzeitlich (zwischen Juni 2014 und Juni 2016) in Erscheinung 
getretene psychische Dekompensation (vgl. act. II 128 S. 3, 6, 22-24) oder 
der zwischen März und … 2020 diagnostizierte Schwangerschaftsdiabetes 
(act. II 155 S. 3; 160 S. 3) im weiteren Verlauf noch Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit ausgeübt hätten. Schliesslich bezog sich Dr. med. I.________ im 
Bericht vom 28. Juni 2017 bei der Quantifizierung des funktionellen Leis-
tungsvermögens zwar auf die Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 4.1.2 vorne); in-
dessen ist aufgrund des Gesamtkontextes ohne weiteres ersichtlich, dass 
er hierbei eine Arbeitsfähigkeit von 40% (mithin eine Arbeitsunfähigkeit von 
60%) bescheinigen wollte und nicht umgekehrt, da – wie dargelegt – auf-
grund seiner übrigen Ausführungen keinerlei Hinweise dafür bestehen, 
dass er eine höhere Arbeitsfähigkeit als bisher attestieren wollte. 

Demnach ist der Invaliditätsbemessung (im erwerblichen Bereich) mit der 
Beschwerdegegnerin eine Arbeitsfähigkeit von 40% in Bezug auf die Tätig-
keit der Beschwerdeführerin als ... zugrunde zu legen. Dies ist denn auch 
unbestritten.

5.

Streitig ist der Status der Beschwerdeführerin.

5.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren 
Invaliditätsbemessungsmethode, welche sich aus dem Status ergibt (Art. 
16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 3 IVG).

5.2 In der angefochtenen Verfügung vom 6. Juli 2022 (act. II 169) leg-
te die Beschwerdegegnerin der Ermittlung des Invaliditätsgrades einen 
Status von 40% Erwerb und 60% Haushalt zugrunde (S. 2). Die Beschwer-
deführerin macht geltend, bei intakter Gesundheit würde sie einem erwerb-
lichen Pensum von 60-70% bzw. 65% nachgehen (Beschwerde, S. 6, 10).

5.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 11

einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). Bei im Haushalt tätigen Versi-
cherten sind die gesamten persönlichen, familiären, sozialen und erwerbli-
chen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs-
aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und 
die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu 
berücksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der 
versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu 
würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b S. 195; SVR 2020 IV 
Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). 

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Ge-
sundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialver-
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

5.4 Zur sozialen Situation der Beschwerdeführerin wurde im Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 13. April 2022 (act. II 160 S. 2 ff.) 
festgehalten, sie sei ledig und Mutter eines im … 2020 geborenen Sohnes. 
Ihr Partner und Kindsvater lebe und arbeite in .... Die Vaterschaft sei provi-
sorisch anerkannt und von der Behörde eingetragen worden. Sie seien bis 
heute unfreiwillig voneinander getrennt (S. 3). 

Bei der Erhebung zu den erwerblichen und häuslichen Verhältnissen gab 
die Beschwerdeführerin auf die Frage, ob sie ohne gesundheitliche Ein-
schränkung eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, gemäss Abklärungsbe-
richt vom 13. April 2022 an, ihr falle diese Frage schwer bzw. sie könne 
diese Frage nicht beantworten. Die Beschwerdeführerin habe aber weiter 
ausgeführt, dass sie von ihrem Gefühl her eigentlich Vollzeitmutter sein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 12

möchte. Weil sie alleinerziehende Mutter sei, sei es ihr aber nicht möglich. 
Sie wolle Mutter sein und für ihren Sohn da sein, habe sie angefügt. Sie 
habe nicht ein Kind, damit sie dann 80% oder 90% auswärts arbeite. Dies 
sei nicht ihre Einstellung. Sie würde keinesfalls – auch bei guter Gesund-
heit – ein höheres Arbeitspensum als 40% ausserhäuslich in der ... arbei-
ten. Auf die Frage, ob sie denn mit dem 40%-Verdienst durchkäme, habe 
sie klar angegeben, dass es ihr nicht ausreichen würde. Sie habe gesagt, 
dass sie akzeptieren müsste, dass sie eine gewisse Zeit vom Sozialdienst 
ergänzend zum erzielten Erwerbseinkommen finanziell abhängig wäre. Ihr 
Sohn werde ein Tag in der Woche von einer Tagesmutter betreut. Am 
Dienstag werde er durch ... gehütet (S. 6). 

5.5

5.5.1 Was die gemäss Abklärungsbericht gemachten Ausführungen der 
Beschwerdeführerin zum Status anbelangt, so ist der Abklärungsfachper-
son beizupflichten, wenn sie festhielt, dass die Beschwerdeführerin zur 
Frage nach dem hypothetischen Erwerbspensum im Gesundheitsfall "klare 
Angaben" habe machen können bzw. in der Lage gewesen sei, diese Fra-
ge "einwandfrei zu erfassen" (act. II 160 S. 6). Dass die Beantwortung die-
ser Frage der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Biographie schwerfiel, ist 
nachvollziehbar und verständlich. Daraus sowie aus der Tatsache, dass die 
Beschwerdeführerin aus (ganz überwiegend) somatischen Gründen nie 
eine Vollzeittätigkeit hatte aufnehmen können, lässt sich jedoch nicht ablei-
ten, sie habe Bedeutung und Tragweite der (hypothetischen) Statusfrage 
überhaupt nicht erkennen können, wie dies beschwerdeweise geltend ge-
macht wird (S. 6). Soweit die beweismässige Relevanz persönlicher Anga-
ben von versicherten Personen zur Statusfrage gemäss Rechtsprechung 
bei Vorliegen geistiger Behinderungen und Intelligenzminderungen herab-
gesetzt ist (vgl. Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 21. Dezember 
2021, 8C_247/2021, E. 5.3 und vom 4. Juli 2017, 9C_281/2017, E. 3.4.1), 
trifft das auf die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen nicht zu. Darü-
ber hinaus ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin seit Jahren effek-
tiv im ersten Arbeitsmarkt tätig ist (vgl. act. II 160 S. 4 f.), womit ihr die 
Beantwortung der Frage nach dem hypothetischen Erwerbspensum im 
Gesundheitsfall (im Sinne einer hypothetischen Willensentscheidung) nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 13

ein unrealistisches Mass an Abstraktionsvermögen und Vorstellungskraft 
abverlangte. Sie hat diese Frage denn auch durchaus differenziert beant-
wortet, wobei ihre Angaben (von ihrem Gefühl wolle sie eigentlich Vollzeit-
mutter sein; sie habe nicht ein Kind, damit sie dann 80% oder 90% 
auswärts arbeite; sie würde auch bei guter Gesundheit nicht ein höheres 
Arbeitspensum als 40% ausserhäuslich in der ... arbeiten) klar in die Rich-
tung einer im hypothetischen Gesundheitsfall 40%igen Erwerbstätigkeit 
weisen. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich geltend macht, sie ha-
be gegenüber der Abklärungsfachperson angegeben, im Gesundheitsfall 
60-70% zu arbeiten (act. II 165 S. 4; Beschwerde, S. 6), so ist dies einer-
seits widersprüchlich, da sie nach der beschwerdeweisen Darstellung ja 
nicht in der Lage gewesen sein will, die Frage überhaupt zu verstehen. 
Andererseits findet diese Darstellung aber auch keine Stütze in den Akten 
und sie wird in der Stellungnahme des Bereichs Abklärungen vom 28. Juni 
2022 ausdrücklich bestritten (act. II 168 S. 3). 

Demnach ist gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber 
der Abklärungsfachperson von einer im hypothetischen Gesundheitsfall 
ausgeübten Erwerbstätigkeit von 40% auszugehen. 

5.5.2 Zu keinem anderen Ergebnis führt die Würdigung der gesamten 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse (vgl. E. 
5.3 vorne): So unterstreicht die berufliche Biographie (Beschwerde, S. 7 f., 
Ziff. 3.2) das generell grosse Engagement der Beschwerdeführerin, wel-
ches sie jedoch nicht nur im erwerblichen Bereich, sondern gerade auch für 
die Betreuung ihres Kindes für sich in Anspruch nimmt (vgl. E. 5.5.1 vorne). 
Dabei kann ein grosses berufliches Engagement auch im Rahmen einer 
Teilzeittätigkeit gegeben sein, weshalb dieser Punkt entgegen der Darstel-
lung in der Beschwerde (S. 8, Ziff. 3.2) der Annahme eines Teilzeitpen-
sums im Gesundheitsfall in keiner Weise entgegensteht. Im Übrigen ist die 
Unterstützung bei der Kinderbetreuung im Rahmen eines 40%-Pensums 
organisiert (je ein Tag durch ... und eine Tagesmutter [act. II 160 S. 6]), 
was es der Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben ermöglicht (act. 
II 148 S. 1), dass sie ihrer beruflichen Tätigkeit in einer ... nachgehen kann. 
Darüber hinaus ist jedoch zu beachten, dass der Kindsvater in ... lebt und 
arbeitet (vgl. E. 5.4 vorne) und eine (weitergehende) Betreuung des Soh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 14

nes seinerseits damit nicht in Frage kommt. Soweit die Beschwerdeführerin 
vorbringt, "bei Bedarf" verfüge sie über eine Betreuungsmöglichkeit an ih-
rem Arbeitsplatz (Beschwerde, S. 8, Ziff. 3.3), wird dies nicht aktenmässig 
untermauert und vermöchte, selbst wenn dies zuträfe, für sich genommen 
kein höheres Erwerbspensum zu begründen. 

Schliesslich verweist die Beschwerdeführerin auf die finanzielle Notwendig-
keit, indem sie vorbringt, dass sie bei einem Arbeitspensum von 40% im 
Gesundheitsfall auf die Unterstützung durch die öffentliche Hand angewie-
sen wäre (Beschwerde, S. 8 f., Ziff. 3.4). Nach der höchstrichterlichen Pra-
xis kommt (auch) den wirtschaftlichen Verhältnissen keine alleinent-
scheidende Bedeutung zu, selbst dann nicht, wenn im Falle der 
Nichtausübung einer Erwerbstätigkeit das Existenzminimum unterschritten 
wird (Entscheid des BGer vom 15. März 2022, 8C_669/2021, E. 5.3.2). 
Nichts Anderes hat unter den gegebenen Umständen vorliegend zu gelten: 
Zwar gab die Beschwerdeführerin gemäss Abklärungsbericht auf die Frage, 
ob sie denn mit dem 40%-Verdienst durchkäme, an, dass es ihr nicht aus-
reichen würde. Indessen habe sie gesagt, dass sie akzeptieren müsste, 
eine gewisse Zeit vom Sozialdienst ergänzend zum erzielten Erwerbsein-
kommen finanziell abhängig zu sein (vgl. E. 5.4 vorne). Daraus ist zu 
schliessen, dass die bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnisse der Be-
schwerdeführerin entgegen der beschwerdeweisen Darstellung kein Indiz 
für die Annahme einer im Gesundheitsfall 40% übersteigenden Erwerbs-
tätigkeit darstellen.

5.6 Zusammenfassend ist der Sachverhalt hinsichtlich der Statusfrage 
rechtsgenüglich abgeklärt und der eventualiter beantragten Rückweisung 
an die Beschwerdegegnerin zwecks weiterer Abklärungen bedarf es in an-
tizipierter Beweiswürdigung nicht (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 
Demnach ist in Würdigung der persönlichen Angaben der Beschwerdefüh-
rerin anlässlich der Befragung durch den Abklärungsdienst sowie aufgrund 
ihrer gesamten persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Ver-
hältnisse ein im hypothetischen Gesundheitsfall ausgeübtes 40%-
Erwerbspensum und in der Folge ein Status von 40% Erwerb und 60% 
Haushalt überwiegend wahrscheinlich erstellt (vgl. E. 5.3 vorne). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 15

6.

6.1 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
(Einkommensvergleichsmethode) festgelegt. Waren sie daneben auch im 
Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf 
einen Betätigungsvergleich ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle 
sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 
zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 
290 E. 4 S. 293). 

6.2 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

6.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der 
Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung 
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Fak-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 16

toren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2019 UV Nr. 40 
S. 153 E. 6.2.3).

6.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person dabei eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders 
stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 
erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen 
und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 
als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296; SVR 2021 IV Nr. 51 S. 
168 E. 3.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss der vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden (BGE 
143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 

6.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und 
der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 
summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind 
Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen 
Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale 
Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrades, den 
die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 
27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf 
die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, 
ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 
27bis Abs. 4 IVV). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 17

6.4 Die Beschwerdeführerin stellt die Berechnung des Invaliditätsgra-
des für den erwerblichen Bereich – im Ergebnis zu Recht (vgl. E. 6.4.4 hin-
ten) – nicht in Frage. Dennoch ist Folgendes zu bemerken:

6.4.1 Aus dem Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 13. April 2022 
folgt, dass die Beschwerdegegnerin zwei Einkommensvergleiche für die 
Zeit vom 1. April 2021 bis 31. Januar 2022 sowie für die Zeit ab Februar 
2022 durchführte (vgl. act. II 160 S. 9 f.). Dies deshalb, weil sie in Bezug 
auf die per 1. Februar 2022 erfolgte Pensumerhöhung (von 30 auf 40%) bei 
der F.________ offensichtlich von einem Revisionsgrund ausging. Zwar 
stellt diese Anpassung des Arbeitsvertrages eine Änderung in den tatsäch-
lichen Verhältnissen dar, jedoch wird bereits für die vorherige Zeit von ei-
nem Pensum von 40% ausgegangen, weshalb insoweit der 
Rentenanspruch gar nicht beeinflusst werden kann (vgl. E. 2.3.2 vorne) und 
somit kein Revisionsgrund vorliegt. 

6.4.2 Im Weiteren steht in Bezug auf das Valideneinkommen mangels 
anderweitiger Anhaltspunkte in den Akten (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; 
vgl. Sachverhalt lit. A) sowie mit Blick auf die Angaben gegenüber dem 
Abklärungsdienst fest, dass die Beschwerdeführerin auch im hypotheti-
schen Gesundheitsfall als ... tätig wäre (act. II 160 S. 6). Weil die Be-
schwerdeführerin ihre Arbeitgeber in der Vergangenheit – zuletzt per 
Februar 2022 – wiederholt wechselte (vgl. act. II 160 S. 4 f.), hat die Be-
schwerdegegnerin zu Recht auf Tabellenlöhne gemäss LSE abgestellt (vgl. 
E. 6.2.1 vorne), wobei sie die LSE 2018, Tabelle TA1_tirage_skill_level 
(BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 182), Position 86-88 (vgl. NOGA 2008, Allgemei-
ne Systematik der Wirtschaftszweige, Erläuterungen zu Ziff. 889100, abruf-
bar unter <www.bfs.admin.ch>), Frauen, Kompetenzniveau 2, zugrunde 
legte. Damit beläuft sich das massgebliche (an die betriebsübliche Arbeits-
zeit angepasste und aufindexierte) Valideneinkommen auf Fr. 65'485.30 
(Fr. 5'170.-- x 12 / 40 x 41.3 / 103.1 x 105.4).

6.4.3 Hinsichtlich des Invalideneinkommens setzte das Abstellen auf 
das im D.________ sowie in der F.________ erzielte effektive Einkommen 
(vgl. act. II 160 S. 9) besonders stabile Arbeitsverhältnisse voraus (vgl. E. 
6.2.2 vorne), was jedoch dem Dargelegten zufolge (vgl. E. 6.4.2 vorne) hier 
nicht zutrifft. Folglich ist auch beim Invalideneinkommen auf Tabellenlöhne 

http://www.bfs.admin.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 18

gemäss LSE 2018 abzustellen, wobei mit Blick auf die medizinisch-
theoretischen Feststellungen die Tätigkeit als ... (im Umfang eines 40%-
Pensums) als den Leiden ideal angepasst zu betrachten ist (vgl. E. 4.2 vor-
ne). Folglich ist in Bezug auf das Invalideneinkommen auf dieselbe 
Tabellenposition abzustellen. Eines leidensbedingten Abzugs (BGE 134 V 
322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481) bedarf es nicht: Zum einen 
wäre ein solcher – soweit die invaliditätsfremden Abzugsfaktoren betreffend 
– bei beiden auf statistischen Daten beruhenden Vergleichseinkommen 
vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 
5). Zum andern stellt das der Beschwerdeführerin ausgerichtete Gehalt 
einen Leistungslohn dar, welcher gemäss ihren Angaben jenem ihrer Mit-
arbeiterinnen entspricht (act. II 160 S. 5), so dass sich auch unter dem 
Blickwinkel der leidensbedingten Einschränkung kein Abzug rechtfertigt. 

6.4.4 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Der 
Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (Entscheid des 
BGer vom 20. April 2015, 8C_304/2014, E. 6), mithin ungewichtet 60% 
bzw. gewichtet 24% (60% x 0.4).

6.5

6.5.1 Mit Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt liess die Beschwer-
degegnerin die häuslichen und erwerblichen Verhältnisse durch ihren spe-
zialisierten Abklärungsdienst vor Ort abklären. Der entsprechende Bericht 
vom 13. April 2022 (zu den Voraussetzungen an den Beweiswert von Ab-
klärungsberichten vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 
63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2) erfolgte in Kenntnis der medizini-
schen Situation (vgl. act. II 160 S. 2, 7). Ferner stützt sich das Ergebnis auf 
die Angaben der Beschwerdeführerin zu den sozialen und erwerblichen 
Verhältnissen und zum Haushalt. In Bezug auf die im Abklärungsbericht 
enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben legte der Abklärungs-
dienst in der (fälschlichen) Annahme, hinsichtlich der per 1. Februar 2022 
erfolgten Pensumerhöhung auf 40% liege ein Revisionsgrund vor (vgl. E. 
6.4.1 vorne), Ziffer 3609 des seit 1. Januar 2022 gültigen KSIR zugrunde, 
welche im Vergleich zur (bis 31. Dezember 2021 in Kraft gestandenen) 
Ziffer 3087 des Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 19

Invalidenversicherung (KSIH) einen neuen Teilbereich "Garten- und Umge-
bungspflege und Haustierhaltung" aufführt und in Bezug auf den Teilbe-
reich "Wohnungs- und Hauspflege" eine maximale absolute Gewichtung 
von 30% (KSIH: 40%) vorgibt. Weitere Unterschiede bestehen insoweit 
nicht. Wie in E. 2.1 (und E. 6.4.1) vorne dargelegt, ist vorliegend das bis am 
31. Dezember 2021 massgebliche Recht anzuwenden. Ob vor diesem Hin-
tergrund hinsichtlich der Abklärung der Invalidität im Haushalt nicht richti-
gerweise die KSIH zugrundezulegen gewesen wäre, bedarf indes keiner 
abschliessenden Klärung. Denn jedenfalls hält sich die Gewichtung der 
einzelnen Aufgabenbereiche sowohl innerhalb der in Ziffer 3087 KSIH als 
auch der in Ziffer 3609 KSIR angegebenen Bandbreiten und ist in Anbe-
tracht der konkreten Umstände nicht zu beanstanden. Insbesondere resul-
tiert unabhängig vom angewendeten Kreisschreiben in Bezug auf den 
Haushalt ein identischer Invaliditätsgrad. Auf den Abklärungsbericht vom 
13. April 2022 kann somit abgestellt werden. Gegenteiliges macht denn 
auch die Beschwerdeführerin nicht geltend.

6.5.2 Gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 13. April 
2022 (act. II 160 S. 2 ff.) beträgt die mittels Betätigungsvergleich ermittelte 
Einschränkung ungewichtet 7.7% (S. 16). Der gewichtete Invaliditätsgrad 
beträgt folglich 4.62% (7.7% x 0.6). 

6.6 Bei einer gewichteten Einschränkung von 24% im erwerblichen 
Bereich (vgl. E. 6.4.4 vorne) und einer solchen von 4.62% im Aufgabenbe-
reich resultiert ein gesamthafter Invaliditätsgrad (vgl. E. 6.3 vorne) von ge-
rundet (zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) 29%, womit kein 
Anspruch mehr auf eine Invalidenrente besteht (vgl. E. 2.2.2 vorne). Der 
Zeitpunkt der Renteneinstellung ist mit Blick auf Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV 
ebenso wenig zu beanstanden.

6.7 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
6. Juli 2022 als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzu-
weisen. 

7.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 20

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdeführerin zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Diese werden dem 
geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen. 

7.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozial-
versicherungsträgerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. 
dazu auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Jan. 2023, IV/22/521, Seite 21

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.