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**Case Identifier:** 4767e38b-43dd-5b77-af81-e2fc4b523155
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.05.2024 200 2024 172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-172_2024-05-02.pdf

## Full Text

200 24 172 IV
JAP/GET/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Mai 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Isliker, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Januar 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a. 

Der … geborene C.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) meldete sich im Februar 2009 unter Hinweis auf "Angststörun-
gen/Depressionen" bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin]; [act. II] 10). Die IVB gewährte berufliche Massnah-
men, insbesondere in Form einer Umschulung zum … mit eidgenössi-
schem Fachausweis (act. II 32 f.; 39 f.; 50; 52; 56; 61; 64; 69; 80; 88; 97 S. 
2). Nachdem der Versicherte bei der D.________ AG eine Stelle als … 
angetreten hatte (act. II 93; 172 S. 3), schloss die IVB im Februar 2013 die 
beruflichen Massnahmen unter Hinweis auf eine rentenausschliessende 
Eingliederung ab (act. II 94). 

Im April 2016 liess der Versicherte nach erfolgter Kündigung der Arbeits-
stelle und anschliessender Arbeitslosigkeit bei der IV unter Hinweis auf 
eine eingeschränkte Belastbarkeit "um Wiederaufnahme seines IV-
Verfahrens" ersuchen (act. II 95 S. 1). Die IVB gewährte wiederum berufli-
che Massnahmen (act. II 106 und 114 [Arbeitstraining]; 118 [Job Coaching 
Praktikum E.________]; 129 [Arbeitsvermittlung]) und liess den Versicher-
ten durch Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, begutachten (Expertise vom 26. Januar 2018 [act. II 164.1]). Mit 
(unangefochten gebliebener) Verfügung vom 6. Juni 2018 (act. II 179) 
schloss die IVB die Arbeitsvermittlung mit dem Hinweis ab, es habe keine 
Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt realisiert werden können. Ferner 
verneinte sie mit Verfügung vom 12. August 2019 (act. II 187) einen weite-
ren Anspruch auf Leistungen der IV. Zur Begründung hielt die IVB fest, es 
liege kein Gesundheitsschaden mit invalidisierender Wirkung im Rechts-
sinne vor. Die dagegen vom Versicherten erhobene Beschwerde wies das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit unangefochten gebliebenem Ur-
teil vom 18. Februar 2020 ab (VGE IV/2019/695 [act. II 193]). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 3

A.b.

Im September 2020 meldete sich der seit September 2018 bei der 
G.________ AG als … angestellte Versicherte unter Hinweis auf eine de-
pressive Störung, eine Persönlichkeitsstörung sowie eine "zusätzliche Ein-
schränkung durch einen Sportunfall im Dezember 2019" erneut bei der IV 
zum Leistungsbezug an (act. II 194; 198 S. 2; 215 S. 2 f.). Die IVB zog Be-
richte behandelnder Ärzte bei, verneinte (vorderhand) einen Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen (act. II 229) und stellte dem Versicherten, wel-
chem die Stelle bei der G.________ AG inzwischen gekündigt worden war 
(act. II 269 S. 3), die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung 
durch die H.________ AG Bern in Aussicht (act. II 274). Nachdem der Ver-
sicherte Einwände gegen die H.________ allgemein sowie namentlich ge-
gen den vorgesehenen Teilgutachter Dr. med. I.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, vorgebracht hatte (act. II 
281), hielt die IVB mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 9. No-
vember 2022 (act. II 286) am geplanten Vorgehen fest. Am 25. Mai 2023 
erstattete die H.________ das Gutachten (Expertise vom 24. Mai 2023 
[Akten der IVB {act. IIA}] 309.1 ff.). Mit Vorbescheid vom 6. Juni 2023 (act. 
IIA 312) stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens mit der Be-
gründung in Aussicht, es liege keine versicherte gesundheitliche Beein-
trächtigung vor. Dagegen erhob der Versicherte Einwand und reichte 
diverse Dokumente ein, woraufhin die IVB bei der H.________ (auch sei-
tens der Behandler aufgeworfene) Rückfragen stellte (act. IIA 319 S. 6; 
320; 323) und eine Stellungnahme von Dr. med. J.________, Praktischer 
Arzt sowie Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztli-
cher Dienst (RAD), einholte (act. IIA 325). Mit Verfügung vom 18. Januar 
2024 (act. IIA 328) entschied die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht ge-
stellt. 

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 23. Februar 2024 Beschwerde. Er stellt die folgenden 
Rechtsbegehren: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 4

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2024 sei auf-
zuheben. 

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 
wann rechtens, spätestens jedoch ab 1. März 2021, eine ganze IV-
Rente auszurichten. 

3. Ev. zu Ziff. 2: Die Angelegenheit sei zur Vornahme weiterer Abklärun-
gen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4. Dem Beschwerdeführer sei für das vorliegende Verfahren die unentgelt-
liche Rechtspflege zu gewähren und der unterzeichnende Anwalt sei 
ihm als unentgeltlicher Rechtsbeistand beizuordnen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Beschwerdeantwort vom 2. April 2024 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. Januar 2024 (act. 
IIA 328). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 
Zwar datiert die vorliegend angefochtene Verfügung vom 18. Januar 2024 
(act. IIA 328), womit sie nach dem 1. Januar 2022 erging. Indessen erfolgte 
die Neuanmeldung im September 2020 (act. II 194), womit der früheste 
Zeitpunkt eines allfälligen Rentenanspruchs noch vor dem 1. Januar 2022 
liegt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Zudem ist für die Zeit nach dem 1. Januar 2022 
kein Revisionsgrund mit Neufestsetzung des Renten- bzw. Leistungsan-
spruchs gegeben, womit das bis 31. Dezember 2021 geltende Recht (fort-
an aArt.) zur Anwendung gelangt (vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens des 
Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in 
der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisun-
gen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82).

2.2

2.2.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 

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Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 
zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Invali-
dität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Dabei ist dem 
klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu 
tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungsweise von der 
grundsätzlichen "Validität“ der versicherten Person auszugehen ist (BGE 
141 V 281 E. 3.7.2 S. 295).

2.2.2

2.2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so 
begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klas-
sifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 
E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285).

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-

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tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und 
andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich 
namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten 
Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, 
intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch ge-
nommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständi-
gen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im Alltag 
behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist 
(BGE 141 V 281 E. 2.2.1 S. 287).

2.2.2.2 Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, 
ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invali-
dität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normati-
ven Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296; 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 8. April 2024, 8C_492/2023, 
E. 4.2.2). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429). Die sachverständige Person schätzt das Leistungsvermö-
gen anhand der einschlägigen Indikatoren ein. Die Rechtsanwender über-
prüfen die betreffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte 
sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten ha-
ben, das heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt 
haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind, und ob 
die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter 
Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 S. 307).

2.3

2.3.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 
die versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Inva-
lidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 
87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, 
wenn angenommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, 
falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. 
SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2).

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Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist insbesondere 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar 
(BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 
S. 110 E. 3.1).

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 9

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom September 2020 
(act. II 194) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu 
überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Massgebende Vergleichs-
zeitpunkte bilden die (mit VGE IV/2019/695 bestätigte [act. II 193]) Verfü-
gung vom 12. August 2019 (act. II 187) – mit welcher die 
Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Leistungen der IV verneint hatte 
– und die nunmehr angefochtene Verfügung vom 18. Januar 2024 (act. IIA 
328; vgl. E. 2.3.3 vorne). 

3.2 Bei Erlass der Verfügung vom 12. August 2019 (act. II 187) legte 
die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen das psychiatrische Gutachten 
von Dr. med. F.________ vom 26. Januar 2018 (act. II 164.1) zugrunde, 
welchem in VGE IV/2019/695, E. 4.3 Beweiswert zuerkannt wurde (act. II 
193 S. 14). Dieser stellte die folgenden Diagnosen (act. II 164.1 S. 14): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
mit somatischen Syndrom (ICD-10 F33.11)

- Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ (ICD-10 
F60.30)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

- Akzentuierung von abhängigen und ängstlichen Persönlichkeitszügen 
(ICD-10 Z73)

- St. n. (= Status nach) Panikstörung (ICD-10 F41.0)

- St. n. Alkoholmissbrauch (ICD-10 F10.1)

In der Beurteilung hielt Dr. med. F.________ fest, die Kriterien der rezidi-
vierenden depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode und 
somatischen Syndrom nach ICD-10 F33.11 seien erfüllt. Es beständen die 
Hauptsymptome mit gedrückter Stimmung, Interesselosigkeit und Antriebs-
störung. Hinzu kämen die Gefühle der Minderwertigkeit und Hoffnungslo-
sigkeit, es beständen eine Müdigkeit, reduzierte Konzentration, 
Schlafstörung und ein Morgentief, so dass eine mittelgradige Episode mit 
somatischen Syndrom zu beurteilen sei. Des Weiteren seien die Kriterien 
einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ nach 

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ICD-10 F60.30 erfüllt. Erkennbar sei ein impulsives Verhalten mit geringer 
Impulskontrolle. Differentialdiagnostisch habe keine kombinierte Persön-
lichkeitsstörung nach ICD-10 F61.0 mit narzisstischen, abhängigen, anan-
kastischen und ängstlich vermeidenden Zügen bestätigt werden können, 
sondern allenfalls eine Akzentuierung von abhängigen und ängstlichen 
Persönlichkeitszügen nach ICD-10 Z73 (S. 18). Seit November 2008 be-
stehe sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit eine 
60%ige Arbeitsfähigkeit (S. 14).

In der Verfügung vom 12. August 2019 (act. II 187 S. 3) wurde die gutach-
terlich bescheinigte (medizinisch-theoretische) Arbeitsunfähigkeit von 40 % 
im Rahmen einer rechtlichen Überprüfung anhand der massgeblichen Indi-
katoren (vgl. E. 2.2.2.2 vorne; BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297) als nicht 
erstellt beurteilt. Dies wurde mit VGE IV/2019/695 vom 18. Februar 2020 
bestätigt (vgl. E. 4.4.3 [act. II 193 S. 19 f.]). 

3.3 Bis zum Erlass der die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) angefochtenen Verfügung vom 
18. Januar 2024 (act. IIA 328) präsentierte sich die medizinische Aktenlage 
im Wesentlichen wie folgt:

3.3.1 Im Bericht der Klinik K.________ AG vom 3. November 2020 (act. 
II 204), unterzeichnet von Dr. med. L.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, und lic. phil. M.________, Fachpsychologin für Psy-
chotherapie FSP, wurden als Diagnosen eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, chronische depressive Sym-
ptomatik (ICD-10 F33.1) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F61.0) festgehalten (S. 2). Der Beschwerdeführer arbeite seit Sep-
tember 2018 zu 100 % im … des E.________. Das Arbeitspensum sei von 
Beginn weg eine grosse Herausforderung gewesen. Der Beschwerdeführer 
habe sich sehr rasch erschöpft gefühlt, sich vollständig aus seinem bereits 
sehr kleinen sozialen Umfeld zurückgezogen und jegliche Freizeitakti-
vitäten völlig eingestellt, um das Pensum aufrecht erhalten zu können. Un-
ter der zunehmenden Überlastung sowie dem vollständigen Fehlen eines 
sozialen Ausgleichs seien einerseits die bekannten Interaktionsschwierig-
keiten und andererseits eine deutlich depressive Symptomatik in den Vor-
dergrund getreten. Ab Herbst 2019 sei es immer wieder zu tage- und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 11

wochenweisen Ausfällen gekommen. Vom 28. Januar bis zum 16. Februar 
2020 sei eine psychiatrische Hospitalisierung in der Klinik K.________ AG 
erfolgt, ohne dass sich die Symptomatik wesentlich verändert habe. Von 
März bis Mai 2020 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig ge-
wesen, seither sei es trotz grossen Bemühungen nicht möglich gewesen, 
das Pensum auf über 70 % zu steigern. (S. 1). 

3.3.2 Dr. med. N.________, Facharzt für Kardiologie, hielt im Bericht 
vom 3. November 2020 (act. II 216 S. 2-4) fest, eine relevante und behand-
lungsbedürftige koronare Herzkrankheit könne ausgeschlossen werden (S. 
3).

3.3.3 Am 6. November 2020 erfolgte bei diagnostizierter anteromedialer 
Rotationsinstabilität Knie links mit Insuffizienz LCMP (= Ligamentum colla-
terale mediale posterius) und posteromedialer Meniskusläsion, medialer 
und lateraler Meniskusinstabilität bei St. n. Distorsionstrauma Knie links 
vom 5. Dezember 2019, eine Kniearthroskopie (act. II 217 S. 3). Der post-
operative Verlauf war normal (act. II 223 S. 2 f.).

3.3.4 Im Bericht vom 21. Mai 2021 (act. II 231 S. 2 ff.) bestätigten Dr. 
med. L.________ und lic. phil. M.________ die bisher gestellten psychiatri-
schen Diagnosen. Weiter beständen Hinweise auf ein ADHS (Aufmerk-
samkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Der Gesundheitszustand habe 
sich verschlechtert (S. 2). Es sei von einer langfristigen deutlichen Beein-
trächtigung auszugehen, eine wesentliche Symptomverände-
rung/Verbesserung sei nicht zu erwarten (S. 3). Seit dem 18. November 
2020 (Eintritt in die Klinik K.________ zwecks stationärer Behandlung [act. 
II 250 S. 7]) betrage die Arbeitsunfähigkeit 100 % (act. II 231 S. 4).

3.3.5 Mit Bericht der Klinik K.________ AG vom 14. Juli 2021 (act. II 
238), unterzeichnet von lic. phil. O.________, Fachpsychologin für Psycho-
therapie FSP, wurde im Zuge einer "psychodiagnostischen Abklärung" (S. 
1) eine andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung 
(ICD-10 F62.0) aufgrund traumatischer Ereignisse in der Kindheit und Ju-
gend (ab 2022 gemäss ICD-11 komplexe posttraumatische Belastungs-
störung KPTBS) sowie komorbid hierzu eine kombinierte 
Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, ängstlich-vermeidenden, abhän-

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gigen und anankastischen Persönlichkeitszügen (ICD-10 F61) und eine 
rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.1), diagnostiziert. Zum ak-
tuellen Zeitpunkt sei die ADHS-ähnliche Symptomatik tendenziell im Be-
reich der Diagnose F62.0 einzuordnen (S. 6). Ein 50- bis 60%-Pensum 
scheine maximal realistisch (S. 7).

Vom 23. Mai bis 1. Juli 2022 erfolgte ein teilstationärer Aufenthalt in der 
Klinik K.________ AG. Im Austrittsbericht vom 25. Juli 2022 (act. II 269 S. 
2 ff.) wurden die im Bericht vom 14. Juli 2021 gestellten Diagnosen 
bestätigt (S. 2). Der Verlauf sei mässig zufriedenstellend. Der Beschwerde-
führer sei in gutem psychovegetativem Zustand in die angestammten Ver-
hältnisse entlassen worden (S. 4).

3.3.6 Im Bericht vom 13. Dezember 2022 (act. II 300 S. 1 f.) diagnosti-
zierte Dr. med. P.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin so-
wie Kardiologie, eine koronare Herzerkrankung, ein Sick-Sinus-Syndrom, 
phasenweise auftretende Müdigkeit sowie eine rezidivierende depressive 
Störung (S. 1 f.). Der Beschwerdeführer sei kardial kompensiert, hyperton, 
im EKG sei ein leicht bradykarder Sinusrhythmus zu sehen. Die aktuelle 
Ergometrie attestiere aktuell eine nur mässig eingeschränkte Leistungs-
fähigkeit und falle damit deutlich besser aus als im Vorjahr. Die Untersu-
chung bleibe klinisch und elektrisch negativ bezüglich Myokardischämie. 
Das Blutdruckverhalten sei während der gesamten Untersuchung adäquat, 
ebenso der Herzfrequenzanstieg. In der heutigen Echokardiographie seien 
bei konzentrischer LV-Hypertrophie, diastolischer Dysfunktion und leicht 
dilatiertem linken Vorhof Hinweise für eine hypertensive Herzerkrankung zu 
sehen. Die aktuellen Untersuchungen zeigten ansonsten stabile Befunde, 
insbesondere bezüglich der bekannten koronaren Herzerkrankung. Der 
Schwerpunkt liege weiterhin auf der optimalen Kontrolle der kardiovas-
kulären Risikofaktoren. Der Beschwerdeführer habe das Statin trotz aus-
führlicher Diskussion im Jahr 2021 weiterhin abgesetzt und möchte dies 
auch momentan nicht wieder nehmen (S. 2).

3.3.7 Im polydisziplinären, auf einer internistischen, orthopädisch-
traumatologischen, kardiologischen, psychiatrischen und neuropsychologi-
schen Untersuchung beruhenden H.________-Gutachten vom 24. Mai 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 13

2023 (act. IIA 309.1 ff.) wurden interdisziplinär die folgenden Diagnosen 
gestellt (act. IIA 309.1 S. 7): 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)

Keine

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) 

1. Zustand nach Covid-19-Infektion 11/2022 (Versichertenangabe) (ICD-10 
U07.1Z) 

2. Zustand nach H.p. (= Helicobacter-pylori)-Infektion (Eradikationsbehand-
lung) 2018 (ICD-10 B98.0Z) 

3. Zustand nach Divertikulitis 05/2020 (konservative Behandlung) (ICD-10 
K57.32Z) 

4. Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.2) 

5. Gute Funktion des Kniegelenkes nach Teilmeniskektomie und partieller 
Meniskusnaht (ICD-10 M23.3 G) 

6. Leichtgradige Einschränkung der Innenrotation beider Hüftgelenke bei 
Verdacht auf inzipiente Coxarthrose (ICD-10 M16.0 V) 

7. Koronare 1-Gefässerkrankung ohne hämodynamisch relevante Stenosen 
(ICD-10 I25.11) 

8. V. a. (= Verdacht auf) hypertensive Herzerkrankung bei diastolischer 
Funktionsstörung des Herzens Grad II (ICD-10 I11.0)

In der Synthese wurde festgehalten, dass – auch bei auffälliger Beschwer-
denvalidierung – die Arbeitsfähigkeit uneingeschränkt gegeben sei, und 
zwar aus Sicht aller beteiligten Fachgebiete (S. 8). Zur Beurteilung von 
Konsistenz und Plausibilität hielten die Gutachter fest, der Beschwerdefüh-
rer sei testpsychologisch nicht untersuchbar gewesen und das Testverhal-
ten habe sehr starke Hinweise darauf gegeben, dass keine authentischen 
Testergebnisse objektiviert werden könnten und dass psychiatrisch respek-
tive auch neuropsychologisch von einer nicht-authentischen Beschwerden-
schilderung ausgegangen werden müsse (S. 6 f.). Da die Diagnosen nicht 
hätten bestätigt werden können, sei davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer durchgehend zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei (S. 10).

3.3.8 Mit "Stellungnahme im Rahmen des Einwandverfahrens" betitel-
tem Bericht vom 14. August 2023 (act. IIA 319 S. 4-6) äusserten sich Dr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 14

med. L.________ und lic. phil. M.________ zum H.________-Gutachten 
vom 24. Mai 2023. Man halte an den in den Vorberichten gestellten Dia-
gnosen einer schweren kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzissti-
schen, ängstlich vermeidenden, abhängigen und anankastischen Zügen 
(ICD-10 F61) auf Basis einer KPTBS (ICD-11, ICD-10 F62.0) sowie einer 
rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.1) fest. Auch werde eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten bestätigt (S. 4). Weiter 
kritisierten die Behandler, der psychiatrische Gutachter stütze sich auf ein 
Beschwerdenvalidierungsverfahren und schlussfolgere aus dessen Resul-
tat, dass die Beschwerden bewusstseinsnah nicht authentisch geschildert 
würden. Schliesslich formulierten sie Ergänzungsfragen an die Gutachter 
(S. 6). 

3.3.9 In der Stellungnahme vom 9. Oktober 2023 (act. IIA 323) bestätig-
ten die H.________-Gutachter die in der Expertise vom 24. Mai 2023 ge-
troffenen Feststellungen und Einschätzungen. 

3.3.10 Der RAD-Arzt Dr. med. J.________ hielt im Bericht vom 28. De-
zember 2023 (act. IIA 325) fest, aus RAD-ärztlicher Sicht könne auf das 
H.________-Gutachten vom 24. Mai 2023 abgestellt werden (S. 4).

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 15

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Spezia-
lärzte, welche diesen Anforderungen entsprechen, kommt grundsätzlich 
(voller) Beweiswert zu, solange nicht konkrete Indizien gegen deren Zuver-
lässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470).

3.5 Das polydisziplinäre H.________-Gutachten vom 24. Mai 2023 
(act. IIA 309.1 ff.) einschliesslich der Stellungnahme vom 9. Oktober 2023 
(act. IIA 323) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen 
(vgl. E. 3.4.2 vorne) und erbringt vollen Beweis. Das Gutachten ist in Bezug 
auf die Einschätzung der gesundheitlichen Situation überzeugend, enthält 
eine nachvollziehbare Plausibilisierung der geltend gemachten Funktions-
einschränkungen (BGE 140 V 290 E. 3.3.2 S. 297) respektive orientiert sich 
bei der Frage der funktionellen Auswirkungen an den normativen Vorgaben 
gemäss BGE 141 V 281 (vgl. act. IIA 309 S. 6 f., 8). In Übereinstimmung 
mit der RAD-ärztlichen Einschätzung von Dr. med. J.________ (act. IIA 
325 S. 4; vgl. Art. 49 Abs. 1 IVV) kann auf die im Gutachten gezogenen 
Schlussfolgerungen abgestellt werden. Danach liegt keine Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 

3.6 Der Beschwerdeführer macht mit Blick auf die medizinische Akten-
lage (vgl. E. 3.3 vorne) zu Recht nicht geltend, dass auf das Gutachten in 
somatischer Hinsicht nicht abgestellt werden könnte. Er beanstandet je-
doch die psychiatrische Beurteilung von Dr. med. I.________ (act. IIA 
309.3) und macht geltend, an seiner (in der Folge auch gesamtmedizini-
schen) Einschätzung, wonach keine gesundheitliche Einschränkung mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe, seien erhebliche Zweifel an-
gebracht (Beschwerde S. 9 Ziff. 26). Insbesondere könne nicht aufgrund 
der Unmöglichkeit einer Untersuchung auf das Fehlen einer Diagnose mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 16

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit geschlossen werden (Beschwerde S. 7 
Ziff. 16).

3.6.1

3.6.1.1 Lic. phil. Q.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, 
hielt im neuropsychologischen Teilgutachten (act. IIA 309.7) vom 22. No-
vember 2022 fest, der Beschwerdeführer habe nach anfänglichem Wider-
stand bei der Untersuchung mitgewirkt (S. 5). Bei der danach erfolgten 
Testuntersuchung habe er sein Unbehagen gegenüber deren Art gezeigt. 
Es seien nur zwei Testverfahren durchgeführt worden und dann sei die 
Testuntersuchung vorzeitig beendet worden. Eine reguläre Durchführung 
mit dem Ziel der Objektivierung einer authentischen Leistung sei somit 
nicht möglich gewesen. Die in den zwei durchgeführten Testverfahren er-
zielten Werte seien sehr deutlich auffällig gewesen und hätten darauf hin-
gewiesen, dass die Testergebnisse nicht authentisch seien (S. 5 f.). 

In der Beurteilung zur Konsistenz und Plausibilität hielt der Gutachter fest, 
der Beschwerdeführer sei testpsychologisch nicht untersuchbar gewesen 
und das Testverhalten habe sehr starke Hinweise darauf gegeben, dass 
keine authentischen Testergebnisse objektiviert werden könnten. Objekti-
ves Zeugnis davon seien die sehr auffälligen Werte in den zwei durchge-
führten Testverfahren. Die Leistung im standardisierten Beschwerden-
validierungsverfahren habe nicht auf eine bewusste und willentliche 
negative Antwortverzerrungstendenz hingewiesen. Ob und inwieweit es 
dem Beschwerdeführer möglich sein sollte und angesichts seiner psychi-
schen Störung erwartet werden könne, eine neuropsychologische Testun-
tersuchung regulär zu bewältigen, könne der neuropsychologische 
Sachverständige nicht beurteilen (S. 10). 

3.6.1.2 Hinsichtlich der psychiatrischen Abklärung folgt aus dem entspre-
chenden Teilgutachten (act. IIA 309.3), dass der Beschwerdeführer am 
ersten Begutachtungstermin vom 1. Dezember 2022 zwar erschien, in der 
Folge jedoch mit der Begründung, aus gesundheitlichen Gründen nicht in 
der Lage zu sein, an der Begutachtung teilzunehmen, die Untersuchung 
verweigerte (S. 1 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 17

Anlässlich des zweiten Untersuchungstermins vom 30. März 2023 (S. 3) 
gab der Beschwerdeführer an, er fühle sich nicht wohl, er habe Probleme 
mit der H.________. Nur mit Mühe sei es gelungen, den Beschwerdeführer 
zu beruhigen, um ihn aufzuklären (S. 4). In der Folge beschrieb Dr. med. 
I.________ die Interaktion mit dem Beschwerdeführer als schwierig. Mit 
Mühe habe er überzeugt werden können, zumindest den Beschwerdenvali-
dierungstest (BVT) SRSI (Self-Report Symptom Inventory) auszufüllen; 
weitere Tests habe er nicht bearbeiten wollen, darunter das MMPI-II (Min-
nesota Multiphasic Personality Inventory zur Erhebung der Persönlichkeit 
sowie von Beschwerden), das FPI (Freiburger Persönlichkeitsinventar) und 
das Beck'sche Depressionsinventar. Darüber hinaus könne der Beschwer-
deführer allerdings nicht als unkooperativ bezeichnet werden (S. 9). 

Bei der Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität hielt Dr. med. 
I.________ fest, der Beschwerdeführer habe ein äusserst abwehrendes 
Verhalten gegenüber der Exploration gezeigt, obwohl er ihm äusserst 
wohlwollend begegnet sei. Gleichwohl müsse festgehalten werden, dass 
der Beschwerdeführer zwar einerseits sehr klagsam, andererseits in seinen 
Angaben auch inkonsistent gewesen sei. In einem spezifischen Beschwer-
denvalidierungsverfahren habe er signifikant schlecht abgeschnitten, so-
dass von einer nicht-authentischen Beschwerdenschilderung ausgegangen 
werden müsse. Dies entspreche auch dem Ergebnis der neuropsychologi-
schen Untersuchung. Er – Dr. med. I.________ – könne durchaus nach-
vollziehen, warum die Behandler der Klinik K.________ zu den Diagnosen 
einer schweren kombinierten Persönlichkeitsstörung, einer andauernden 
Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung aufgrund traumatischer 
Ereignisse in Kindheit und Jugend sowie einer anhaltenden depressiven 
Stimmung gekommen seien. Jedoch sei anlässlich der Begutachtung die 
Verifikation dieser Diagnosen nicht gelungen. Der Beschwerdeführer habe 
sich geweigert, sich einer Persönlichkeitsdiagnostik zu unterziehen, was 
nicht nachvollziehbar sei. Dabei sei darauf hinzuweisen, dass selbst psy-
chisch schwerstgestörte Menschen, wozu Menschen mit einer Schizophre-
nie, einer leichten Demenz, einer Intelligenzminderung und eben auch 
einer kombinierten Persönlichkeitsstörung gehörten, in Beschwerdenvali-
dierungsverfahren vollkommen unauffällige Ergebnisse verwirklichten, was 
beim Beschwerdeführer nicht der Fall gewesen sei, und zwar weder im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 18

Rahmen der neuropsychologischen noch in der psychiatrischen Untersu-
chung (S. 12). Wäre es so, dass beim Beschwerdeführer eine relevante 
Erkrankung vorliegen würde, hätte er im Rahmen der Beschwerdenvalidie-
rung nicht auffallen dürfen. Somit müsse gesamthaft betrachtet von einer 
nicht authentischen Beschwerdenschilderung ausgegangen werden, die 
bewusstseinsnah ausgestaltet sei. Dies sei auch der Grund, warum sowohl 
die Diagnosen als auch die Schlussfolgerungen aus dem Gutachten vom 
26. Januar 2018 nicht nachvollzogen werden könnten. Dies führe im Er-
gebnis auch dazu, dass die im genannten Gutachten bescheinigte Arbeits-
unfähigkeit nicht nachvollzogen werden könne (S. 13).

3.6.1.3 Auf die Kritik der Behandler, der neuropsychologische und der 
psychiatrische Gutachter würden die Ergebnisse der BVT’s unterschiedlich 
interpretieren (act. IIA 315 S. 1) bzw. Dr. med. I.________ stütze sich allein 
auf ein Beschwerdenvalidierungsverfahren und schlussfolgere aus dessen 
Resultat, dass die Beschwerden bewusstseinsnah nicht authentisch ge-
schildert würden (act. IIA 319 S. 6), nahmen die Gutachter mit Bericht vom 
9. Oktober 2023 (act. IIA 323) Stellung. Darin hielten sie fest, es handle 
sich um zwei unterschiedliche Verfahren, wobei das im Rahmen der Neu-
ropsychologie angewandte Verfahren überwiegend auf behauptete Ein-
schränkungen der Konzentration und des Gedächtnisses fokussiert und 
das im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung angewandte Verfahren 
diverse Symptome abfrage und denen kognitive, Gedächtnis-, neurolo-
gisch-motorische, neurologisch-sensorische, Schmerz- und psychische 
Pseudobeschwerden gegenüberstelle. Der Beschwerdeführer habe in bei-
den Verfahren ein Ergebnis verwirklicht, das für eine nicht-authentische 
Beschwerdenschilderung spreche. Bei der Frage, ob es sich um eine be-
wusste und willentlich negative Antwortverzerrungstendenz handle, handle 
es sich um eine Wertungsfrage, die der Neuropsychologe dahingehend 
beantwortet habe, dass er das Antwortverhalten nicht als bewusst und wil-
lentlich negativ bewerte. Dieser Einschätzung habe sich Dr. med. 
I.________ allerdings nicht anschliessen können, auch, weil dies mit dem 
Ergebnis der Beschwerdenvalidierung, welche Dr. med. I.________ selber 
angewandt habe, nicht in Übereinstimmung zu bringen gewesen sei. Man 
gehe nicht davon aus, dass eine Persönlichkeitstestung hier weitere Auf-
klärung gebracht hätte. Selbst wenn der Beschwerdeführer in einem Per-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 19

sönlichkeitsinventar ein Ergebnis verwirklicht hätte, das für eine Persön-
lichkeitsstörung spreche, bestehe hinsichtlich der Beschwerdenvalidierung 
immer noch ein nicht aufzulösender Widerspruch. Die Auffälligkeiten an-
lässlich der Beschwerdenvalidierung seien durch eine psychische Erkran-
kung an sich nicht zu erklären (S. 2).

3.6.2 Gestützt auf diese schlüssigen Ausführungen ist zunächst erstellt, 
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung bei der 
H.________ respektive im Rahmen der neuropsychologischen und der 
psychiatrischen Teilbegutachtung offensichtlich nicht hinreichend koope-
rierte. Daran ändert nichts, dass Dr. med. I.________ den Beschwerdefüh-
rer – abgesehen von den verweigerten Tests – als "nicht unkooperativ" 
bezeichnete (act. IIA 309.3 S. 9). Denn die versicherte Person ist verpflich-
tet, bei allen zumutbaren gutachterlichen Untersuchungen mitzuwirken. 
Hierzu hatte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer in der Verfü-
gung vom 9. November 2022 (act. II 286), mit welcher sie sämtliche der 
gegen die H.________ bzw. namentlich gegen Dr. med. I.________ vorge-
brachten Einwände verworfen respektive festgestellt hatte, dass keine An-
haltspunkte gegen dessen fachliche Kompetenz sowie Objektivität und 
Unvoreingenommenheit sprächen, denn auch ausdrücklich aufgefordert. 
Insbesondere hielt sie fest, dass zur Mitwirkungspflicht auch gehöre, bei 
der Abklärung aktiv mitzuwirken und wies den Beschwerdeführer auf die 
Rechtsfolgen im Unterlassungsfall (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) hin. Die Ver-
fügung blieb in der Folge unangefochten, so dass der Beschwerdeführer 
nicht nur um seine Mitwirkungspflichten wusste, sondern diese grundsätz-
lich auch akzeptierte. Insbesondere war unter diesen Umständen entgegen 
seiner Auffassung (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 28) auch die Durchführung ei-
nes Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nicht (mehr) erforderlich. 

Bei den vorgesehenen Untersuchungen bzw. Tests handelt es sich na-
mentlich um das MMPI-II, das FPI und das Beck'sche Depressionsinventar 
(vgl. E. 3.6.1.2 vorne; act. IIA 309.3 S. 9). Bei der Wahl der Untersu-
chungsmethoden haben die Gutachter einen weiten Ermessenspielraum 
(Entscheid des BGer vom 6. Oktober 2023, 8C_613/2022, E. 4.2) bzw. ist 
es deren Sache zu entscheiden, inwiefern Tests zur Feststellung einer ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung angezeigt sind (vgl. Entscheid des BGer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 20

vom 9. Februar 2022, 8C_663/2021, E. 5.6.5). Nach Ziff. 4.3.2.2 der Qua-
litätsleitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psycho-
therapie SGPP vom 16. Juni 2016 (nachfolgend Leitlinien; abrufbar unter 
<www.psychiatrie.ch> –> Fachleute und Kommissionen) sind testpsycholo-
gische Zusatzuntersuchungen (z.B. Leistungs- und Persönlichkeitsdiagnos-
tik) bei begründeter Indikation, z.B. bei schwer objektivierbaren 
Beschwerden bzw. geklagten Funktionseinbussen zur Evaluation der Leis-
tungsfähigkeit, der Leistungsbereitschaft bzw. der Validität der geklagten 
Symptome zu prüfen. Diese Voraussetzungen waren vorliegend klar gege-
ben, weshalb ohne weiteres einleuchtet, dass Dr. med. I.________ ent-
sprechende Tests durchzuführen beabsichtigte. Es ist denn auch im 
Hinblick auf die normativ vorausgesetzte objektivierte Feststellung eines 
invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschadens (vgl. E. 
2.2.1 f. vorne) die Aufgabe des oder der Gutachter, die von den Behandlern 
getroffenen Feststellungen und gestellten Diagnosen zu verifizieren oder 
falsifizieren (vgl. act. IIA 309.3 S. 12), auch wenn der Gutachter – wie hier 
(vgl. act. IIA 309.3 S. 12) – seine Schlussfolgerungen gestützt auf deren 
Berichte grundsätzlich nachvollziehen kann. 

Es stand dem Beschwerdeführer sodann nicht zu, die vorgesehenen Un-
tersuchungen bzw. Tests (act. IIA 309.3 S. 9) zu verweigern, wird doch 
weder geltend gemacht noch ist ersichtlich, dass diese ungeeignet gewe-
sen wären oder deren Durchführung unter den gegebenen Umständen ein 
nicht den Regeln der ärztlichen Kunst entsprechendes Vorgehen darge-
stellt hätte. Vor diesem Hintergrund ist es namentlich nicht zu kritisieren 
und entgegen der Beschwerde (S. 6 Ziff. 12) auch nicht widersprüchlich, 
wenn Dr. med. I.________ die Persönlichkeitsdiagnostik trotz möglicher 
und erfolgter psychopathologischer Befunderhebung (act. IIA 309.3 S. 9 f.) 
mittels Tests zu ergänzen beabsichtigte, zumal die geltend gemachte Leis-
tungsbeeinträchtigung im Wesentlichen gerade mit einer Persönlichkeitss-
törung (sowie einer depressiven Störung) begründet wird (act. IIA 319 S. 
4). Entsprechend greift auch das Vorbringen der Behandler, allein die Wei-
gerung des Beschwerdeführers, sich einer Testdiagnostik zu unterziehen 
verunmögliche nicht eine Beurteilung auf Basis der klinischen Einschätzung 
und vorliegenden Berichten aus verschiedenen Quellen (S. 5) bzw. die 
Persönlichkeitsstörung sei aus den Schilderungen und der Verhaltensbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 21

obachtung, welche im Gutachten erhoben worden seien, durchaus erkenn-
bar (S. 6), zu kurz.

Schliesslich bestehen auch keine Anhaltspunkte, welche die Durchführung 
der Tests als dem Beschwerdeführer gesundheitsbedingt unzumutbar er-
scheinen liessen. Dergleichen geht namentlich auch nicht aus den Stel-
lungnahmen der Behandler hervor. Der Beschwerdeführer wurde anlässlich 
einer umfangreichen Testung in der Klinik K.________ AG denn auch als 
"motiviert und freundlich zugewandt" beschrieben (act. II 238 S. 1), so dass 
die verweigernde Haltung anlässlich der Begutachtung umso unverständli-
cher erscheint. Auch stellte Dr. med. I.________ klar, dass die Weigerung 
des Beschwerdeführers, sich einer Persönlichkeitsdiagnostik zu unterzie-
hen, nicht nachvollziehbar (act. IIA 309.3 S. 12) bzw. mit einer psychischen 
Erkrankung nicht zu erklären sei (act. IIA 323 S. 2).

3.6.3 Ferner steht fest, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der 
psychiatrischen Teilbegutachtung den BVT SRSI ausfüllte (act. IIA 309.3 S. 
9) und dabei signifikant schlecht abschnitt (S. 12). Dies wird grundsätzlich 
von keiner Seite bestritten. Kritisiert wird seitens der Behandler jedoch, 
dass Dr. med. I.________ sein Fazit, wonach keine Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege, angeblich einzig aus diesem Ergeb-
nis abgeleitet habe (act. IIA 319 S. 6). Hierzu ist Folgendes festzuhalten: 

3.6.3.1 Zunächst trifft es nicht zu, dass Dr. med. I.________ seine 
Schlussfolgerungen einzig aufgrund des Ergebnisses des BVT gezogen 
hätte. Hierzu trug ebenso das insgesamt äusserst abwehrende Verhalten 
des Beschwerdeführers gegenüber der Exploration allgemein, die ana-
mnestisch inkonsistenten Angaben sowie der Umstand bei, dass sich der 
Beschwerdeführer weigerte, sich weiteren Tests zur Erhebung der Persön-
lichkeit und der depressiven Störung zu unterziehen (act. IIA 309.3 S. 12; 
vgl. E. 3.6.2 vorne). Auch wies der Gutachter überzeugend darauf hin, dass 
sich der Beschwerdeführer seit fast zwei Jahrzehnten in psychotherapeuti-
scher Behandlung befindet und es daher überraschend wäre, wenn nicht 
einmal ein geringer Behandlungserfolg eintreten würde. Das Gegenteil sei 
jedoch der Fall, habe der Beschwerdeführer doch berichtet, dass sich sein 
Zustand immer weiter verschlechtert habe, was per se nicht nachvollzieh-
bar sei (act. IIA 309.3 S. 14). Es sind mithin diverse Gesichtspunkte, wel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 22

che Dr. med. I.________ dazu bewogen, die Beschwerdenschilderung als 
nicht authentisch zu qualifizieren, was in der Folge auch in der interdiszi-
plinären Gesamtbeurteilung seinen Niederschlag fand (act. IIA 309.1 S. 6 
f.). Nur der Vollständigkeit halber ist im Übrigen darauf hinzuweisen, dass 
auch Dr. med. F.________ unter den Blickwinkeln von Konsistenz und Ko-
operation auf die fehlende Bereitschaft des Beschwerdeführers für eine 
dauerhafte antidepressive Psychopharmakologie hinwies (act. II 164.1 S. 
13, 15).

3.6.3.2 Ferner bestehen keine Anhaltspunkte dafür und es wird auch nicht 
geltend gemacht, dass Dr. med. I.________ den BVT nicht korrekt durch-
geführt hätte. Insbesondere ist nicht ersichtlich und die Behandler machen 
auch nicht geltend, selber diesen oder einen ähnlichen Test eingesetzt zu 
haben und dabei zu anderen Ergebnissen gelangt zu sein. Ihnen ist zwar 
dahingehend beizupflichten, dass einzig aus den Ergebnissen solcher 
Tests in der Regel nicht auf eine fehlende Ausgewiesenheit geltend ge-
machter Beeinträchtigungen geschlossen werden kann und die Verwen-
dung von BVT’s nur komplementär zur fachlich qualifizierten klinischen 
Untersuchung erfolgt. Diese Voraussetzungen sind vorliegend jedoch dem 
Dargelegten zufolge erfüllt (vgl. E. 3.6.3.1 vorne). Entgegen dem Grundte-
nor in der Stellungnahme der Behandler vom 14. August 2023 (act. IIA 319 
S. 5) kann jedoch aus sozial- bzw. invalidenversicherungsrechtlicher Sicht 
aus einer blossen Schilderung von Symptomen nicht ohne weiteres auf 
deren (versicherungsmedizinisch und in der Folge beweismässig hinrei-
chend erstellte) Validität geschlossen werden. Vielmehr ist die Überprüfung 
der Authentizität oder Glaubhaftigkeit der demonstrierten Beeinträchtigun-
gen die genuine Aufgabe des oder der Gutachter (BGE 140 V 290 E. 3.3.2 
S. 297), wozu diese auch BVT’s einsetzen können (vgl. Ziff. 6.2 Leitlinien). 

3.6.3.3 Im Weiteren haben die Gutachter zum (vermeintlichen) Wider-
spruch zwischen den Testergebnissen der neuropsychologischen und je-
nen der psychiatrischen Untersuchung ausführlich Stellung genommen 
(act. IIA 323). Hervorzuheben ist, dass Dr. med. I.________ selber ein Be-
schwerdenvaldierungsverfahren (SRSI) durchführte (act. IIA 323 S. 2). Re-
levant ist jedoch allemal, dass die Testergebnisse in beiden 
Untersuchungen auf eine nicht authentische Beschwerdenschilderung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 23

schliessen liessen (S. 2). Während jedoch der neuropsychologische Exper-
te auf eine nicht bewusste und willentliche negative Antwortverzerrungs-
tendenz schloss (act. IIA 309.7 S. 10), bezeichnete Dr. med. I.________ 
diese als bewusstseinsnah (act. IIA 309.3 S. 13). Letzteres wurde im inter-
disziplinären Konsens übernommen (act. IIA 309.1 S. 6 f.), was der Be-
schwerdeführer bei seiner Kritik übersieht (vgl. Beschwerde S. 8 Ziff. 20). 
Hierzu ist festzuhalten, dass der konsensualen Gesamteinschätzung in der 
Regel höheres Gewicht zukommt als der Einschätzung in einem einzelnen 
Teilgutachten (Entscheid des BGer vom 24. Januar 2023, 8C_414/2022, E. 
6.2). Dies gilt vorliegend erst recht, stellt die neuropsychologische Ab-
klärung doch lediglich eine Zusatzuntersuchung dar, deren Ergebnisse ab-
schliessend vom Neurologen oder – wie hier – vom Psychiater zu 
beurteilen sind (Entscheid des BGer vom 28. August 2023, 9C_282/2023, 
E. 4.2.8). Vorliegend ist zudem zu beachten, dass lic. phil. Q.________ 
ausdrücklich festhielt, nicht beurteilen zu können, inwieweit es dem Be-
schwerdeführer angesichts "seiner psychischen Störung" möglich sein soll-
te und es von ihm erwartet werden könne, eine neuropsychologische 
Testung regulär zu bewältigen (act. IIA 309.7 S. 10). In der Folge nahm Dr. 
med. I.________ als begutachtender Psychiater zusätzlich selber eine 
testmässige Beschwerdenvalidierung vor, so dass seiner Bewertung der im 
neuropsychologischen Fachbereich durchgeführten Tests umso höheres 
Gewicht beizumessen und unter den gegebenen Umständen beweisrecht-
lich allein auf seine Einschätzung abzustellen ist.

3.6.4 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, im H.________-
Gutachten werde einerseits klargestellt, dass aufgrund fehlender Tester-
gebnisse keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden 
könne, andererseits würden die Fragen zur Arbeitsfähigkeit beantwortet, 
als könnte der psychiatrische Gutachter dies beurteilen, was widersprüch-
lich sei (Beschwerde S. 6 Ziff. 13). Richtig ist, dass die Gutachter festhiel-
ten, der Beschwerdeführer könnte gut an einem Arbeitsplatz eingesetzt 
werden, an dem er keinen Kontakt zu anderen Leuten habe, beispielsweise 
in der Bearbeitung von Akten im Home-Office (act. IIA 309.1 S. 9). Dabei 
kann von einem eigentlichen Widerspruch nicht die Rede sein, da die Gut-
achter für eine solche Tätigkeit eine maximale Präsenz von 8.5 Stunden 
pro Tag ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit bescheinigten (S. 9). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 24

Im Übrigen geht aus der Expertise dem Dargelegten zufolge insgesamt 
konsistent und überzeugend hervor, aus welchen Gründen keine Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden konnte, so dass der 
vom Beschwerdeführer als solcher bezeichnete Widerspruch den Beweis-
wert des Gutachtens nicht zu schmälern vermag. 

3.7 Zusammenfassend bestehen keine konkreten Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit des H.________-Gutachtens vom 24. Mai 2023 (act. IIA 
309.1 ff.) einschliesslich der Stellungnahme der Gutachter vom 9. Oktober 
2023 (act. IIA 323). Der eventualiter beantragten Rückweisung an die Be-
schwerdegegnerin zwecks Neubeurteilung des medizinischen Sachverhalts 
bedarf es somit nicht.

3.8 Daraus ergibt sich was folgt: Gestützt auf die in Nachachtung von 
Art. 43 Abs. 1 ATSG erfolgte H.________-Expertise ist eine gesundheitli-
che (somatische und/oder psychische) Beeinträchtigung mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Demnach 
liegt nicht etwa eine Beweislosigkeit vor, deren Folgen ohnehin der für die 
Veränderung des Gesundheitszustands materiell beweispflichtige Be-
schwerdeführer zu tragen hätte. Da kein Gesundheitsschaden vorliegt, 
kann ferner auch offen bleiben, ob das Verhalten des Beschwerdeführers 
anlässlich der Begutachtung (Verweigerung von Tests) sowie dem signifi-
kant und gesundheitlich nicht erklärbaren schlechten Abschneiden bei den 
BVT insgesamt im Sinne einer (rechtlich relevanten) Aggravation (vgl. E. 
2.2.2.1 vorne) zu qualifizieren wäre, was beschwerdeweise bestritten wird 
(S. 7 f. Ziff. 18 ff.). Im Weiteren erübrigt sich mangels Vorliegens einer 
psychiatrischen Diagnose ein strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 
141 V 281 (vgl. E. 2.2.2.2 vorne). Schliesslich ist mit Blick auf die Frage 
nach dem Vorliegen eines Revisionsgrundes Folgendes festzuhalten: Das 
der Referenzverfügung vom 12. August 2019 (act. II 187) zugrundeliegen-
de psychiatrische Gutachten von Dr. med. F.________ (act. II 164.1) wurde 
mit VGE IV/2019/695 (act. II 193) grundsätzlich als beweiskräftig beurteilt; 
der medizinisch-theoretisch attestierten Arbeitsunfähigkeit konnte jedoch 
aus rechtlicher Optik respektive gestützt auf das Ergebnis der Indikatoren-
prüfung (BGE 141 V 281; vgl. E. 2.2.2.2 vorne) nicht gefolgt werden. Ob mit 
dem H.________-Gutachten lediglich eine unter revisionsrechtlichem Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 25

sichtswinkel unerhebliche unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli-
chen gleich gebliebenen Sachverhalts vorliegt oder aber eine relevante 
Gesundheitsveränderung eintrat, kann offenbleiben. Denn selbst wenn ein 
Revisionsgrund erstellt wäre mit in der Folge allseitiger Prüfung des Leis-
tungsbegehrens (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 
2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1) lag jedenfalls im hier massgebenden Zeit-
raum ab März 2021 (Art. 29 Abs. 1 IVG; act. II 194) kein zu einem Leis-
tungsanspruch berechtigender Gesundheitsschaden vor. 

4.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 18. Januar 2024 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuwei-
sen. 

5.

Mit der Abweisung der Beschwerde ist der Beschwerdeführer als unterlie-
gend zu betrachten. Damit wird er kostenpflichtig (Art. 108 VRPG), weshalb 
nachfolgend vorab das Gesuch um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Rechtspflege zu prüfen ist. 

5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1). 

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der dokumentierten 
finanziellen Verhältnisse respektive seiner Sozialhilfebedürftigkeit ausge-
wiesen (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 3). Im Weiteren ist die Be-
schwerde nicht als aussichtslos zu qualifizieren und die anwaltliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 26

Verbeiständung ist geboten, weshalb die Voraussetzungen für die Erteilung 
des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege vorliegend erfüllt sind. Das 
entsprechende Gesuch des Beschwerdeführers ist somit gutzuheissen und 
es ist ihm Rechtsanwalt B.________ beizuordnen.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festgesetzt 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufer-
legt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 5.1 
hiervor) wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht be-
freit (Art. 113 VRPG). 

5.3 Infolge Unterliegens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss] und Art. 108 Abs. 3 VRPG). Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ 
als amtlicher Anwalt bleibt dessen amtliches Honorar festzulegen.

5.3.1 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer (MWST) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen 
für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach 
den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 27

der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der 
Stundenansatz Fr. 200.--.

5.3.2 Mit Kostennote vom 17. April 2024 macht Rechtsanwalt 
B.________ einen Aufwand von 14 1/3 Stunden à Fr. 270.-- geltend, was 
nicht zu beanstanden ist. Gestützt darauf ist der tarifmässige Parteikosten-
ersatz auf total Fr. 4'224.10 festzusetzen (Honorar: Fr. 3'870.-- [14 1/3 
Stunden x Fr. 270.--]; Auslagen: Fr. 37.60; MWST: Fr. 316.50 [8.1 % auf 
Fr. 3'907.60]). Demnach ist Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von 
Fr. 2‘867.-- (14 1/3 Stunden x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 37.60 
und die MWST von 8.1 % auf Fr. 2'904.60, ausmachend Fr. 235.25, total 
somit eine Entschädigung von Fr. 3'139.85, auszurichten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO.

5.4 Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungs-
trägerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. dazu auch 
BGE 128 V 124 E. 5b S. 133; Entscheid des BGer vom 3. Juni 2009, 
8C_951/2008, E. 7).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Mai 2024, IV/24/172, Seite 28

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 4'224.10 (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3'139.85 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.