# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00f6252f-26b3-5a2e-bc20-1681e143afbd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-03-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.03.2022 E-1196/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1196-2022_2022-03-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1196/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  M ä r z  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer,    

Gerichtsschreiber Kevin Schori. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,   

vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan,  

Advokatur Kanonengasse,  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren); Verfügung des SEM vom 4. März 2022 / N (…). 

 

 

 

E-1196/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

I. 

A.  

A.a Gemäss eigenen Angaben verliess die Beschwerdeführerin ihren Hei-

matstaat im (…) 2021 und suchte am 10. Dezember 2021 im Bundesasyl-

zentrum (BAZ) B._______ um Asyl nach. 

A.b Ein Abgleich der Fingerabdrücke der Beschwerdeführerin mit der eu-

ropäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass sie am (…) 

2021 in Deutschland um Asyl nachgesucht hatte. 

A.c Am 14. Dezember 2021 ersuchte das SEM die deutschen Behörden 

um Rückübernahme der Beschwerdeführerin gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

Diesem Gesuch wurde am 16. Dezember 2021 entsprochen. 

B.  

Am 23. Dezember 2021 reichte die damalige Rechtsvertretung der Be-

schwerdeführerin medizinische Unterlagen (insb. einen Arztbericht vom 

[…] Dezember 2021) betreffend ihren Gesundheitszustand ein. 

C.  

C.a Am 16. Dezember 2021 fand die Personalienaufnahme (PA) und am 

28. Dezember 2021 das persönliche Gespräch (nachfolgend: Dublin-Ge-

spräch) gemäss Art. 5 der Dublin-III-VO statt. Dabei wurde der Beschwer-

deführerin das rechtliche Gehör gewährt zu einem allfälligen Nichteintre-

tensentscheid und der Möglichkeit einer Überstellung nach Deutschland, 

welches möglicherweise für die Behandlung ihres Asylgesuchs zuständig 

sei. 

C.b Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie könne das Asylgesuch in 

Deutschland nicht bestätigen. Sie habe gar nicht gewusst, dass sie in 

Deutschland gewesen sei. Sie sei Analphabetin und wisse nicht, ob ihr in 

Deutschland die Fingerabdrücke abgenommen worden seien. Sie sei nur 

für kurze Zeit dort gewesen. Ihre Reise von Syrien aus sei von einem 

Schlepper organisiert worden. Sie kenne in Deutschland niemanden und 

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wolle nicht an einen fremden Ort zurückkehren. Sie sei in die Schweiz zu 

ihrem Bruder gekommen. Die Reise mit dem Schlepper sei furchtbar ge-

wesen: Sie habe kein Mobiltelefon gehabt, es sei immer Geld verlangt wor-

den und sie seien vom Schlepper bedroht worden. Sie habe sich vor ihm 

gefürchtet. Wo sich der Schlepper zurzeit aufhalte, wisse sie nicht. Sie 

wolle nicht weiter über ihn sprechen. Aufgrund ihrer gesundheitlichen Situ-

ation sei es nicht möglich, nach Deutschland zurückzukehren. In Deutsch-

land würde sie verrückt werden und sich womöglich umbringen.  

C.c In gesundheitlicher Hinsicht machte sie geltend, es gehe ihr physisch 

einigermassen gut. Psychisch sei sie jedoch am Ende. In Syrien habe sie 

einiges erlebt und die Reise mit ihrem Schlepper habe sie sehr belastet. 

Sie sei im BAZ bereits bei der Pflege und auch bereits bei einem Psychiater 

gewesen. Ihr seien Medikamente verschrieben worden. Auf die Frage ihrer 

Rechtsvertretung, wie sich die Unterbringung bei ihrem Bruder auf ihren 

Zustand auswirke, gab sie an, sie fühle sich bei ihm sicher. Im BAZ sei sie 

verängstigt. Sie habe ständig Angst vor anderen Menschen.  

D.  

Mit Schreiben vom 27. Dezember 2021 reichte die vormalige Rechtsver-

tretung der Beschwerdeführerin ein Schreiben ihres Bruders und dessen 

Familie (datiert auf den 28. Dezember 2021) ein, worin auf ihre psychische 

Situation und auf das stabilisierende Umfeld ihrer Familie hingewiesen 

wurde mit der dringenden Bitte, ihr aufgrund dessen den Aufenthalt in der 

Schweiz zu gewähren. Weiter wurde ausgeführt, dass ihre Schlepper sich 

nun in Deutschland aufhielten. Falls diese ihrer habhaft werden sollten, 

drohe ihr eine Zwangsheirat und die Rückführung nach Syrien. Die Ange-

hörigen befürchteten, dass man sie für immer verlieren würde, sollte sie 

nach Deutschland zurückkehren müssen.  

Es wurden ferner ein ärztliches Zeugnis vom (…) Dezember 2021 sowie 

ein ärztlicher Abklärungsbericht vom (…) Dezember 2021 eingereicht.  

In letzterem wurde bei der Beschwerdeführerin eine (…) ([…], ICD-Code: 

[…]) diagnostiziert. 

E.  

E.a Mit Verfügung vom 13. Januar 2022 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) in der Hauptsache auf das Asyl-

gesuch der Beschwerdeführerin nicht ein und verfügte die Überstellung 

nach Deutschland, welches gemäss Dublin-III-VO für die Behandlung ihres 

Asylgesuchs zuständig sei.  

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Seite 4 

E.b Daraufhin legte die im Asylverfahren mandatierte Rechtsvertretung ihr 

Mandat am 17. Januar 2022 nieder. 

II. 

F.  

Mit Eingabe vom 21. Januar 2022 erhob die Beschwerdeführerin – han-

delnd durch den rubrizierten Rechtsvertreter – Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht (das Beschwerdeverfahren wurde unter der Verfah-

rensnummer E-315/2022 geführt). Unabhängig von dieser Beschwerdeein-

gabe wurde in derselben Sache am 25. Januar 2022 eine weitere Be-

schwerdeschrift eines ebenfalls von der Beschwerdeführerin mandatierten 

Rechtsvertreters eingereicht.  

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 15. Februar 2022 leitete der zuständige In-

struktionsrichter den Schriftenwechsel ein und lud das SEM zur Einrei-

chung einer Vernehmlassung ein. 

H.  

Mit Verfügung vom 21. Februar 2022 hob das SEM den Entscheid vom 

13. Dezember 2021 (recte: 13. Januar 2022) wiedererwägungsweise auf 

und nahm das erstinstanzliche Verfahren wieder auf.  

I.  

Mit Entscheid vom 24. Februar 2022 wurde das Beschwerdeverfahren       

E-315/2022 vom Bundesverwaltungsgericht als gegenstandslos geworden 

abgeschrieben.  

III. 

J.  

J.a Mit Verfügung vom 4. März 2022 (eröffnet am 8. März 2022) trat das 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch 

der Beschwerdeführerin nicht ein und verfügte die Überstellung nach 

Deutschland, welches gemäss Dublin-III-VO für die Behandlung ihres Asyl-

gesuchs zuständig sei. Gleichzeitig ordnete es die Aushändigung der edi-

tionspflichtigen Akten an die Beschwerdeführerin an und stellte fest, einer 

allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende 

Wirkung zu. 

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Seite 5 

J.b Zur Begründung führte das SEM im Wesentlichen aus, der Abgleich 

der Fingerabdrücke mit der Eurodac-Datenbank weise nach, dass die Be-

schwerdeführerin am (…) 2021 in Deutschland ein Asylgesuch eingereicht 

habe. Die deutschen Behörden hätten das Übernahmeersuchen gutge-

heissen, womit die Zuständigkeit für ihr Verfahren bei Deutschland liege. 

Deutschland sei ein Rechtsstaat, welcher über eine funktionierende Poli-

zeibehörde verfüge, welche schutzwillig und schutzfähig sei. Sollte sie sich 

in Deutschland vor Übergriffen durch Privatpersonen fürchten oder sogar 

solche erleiden, könne sie sich an die zuständigen staatlichen Stellen wen-

den. Vom Umstand, dass sie über Verwandte in der Schweiz verfüge, 

könne sie nichts zu ihren Gunsten ableiten, da ihr Bruder und dessen Fa-

milie nicht als Familienangehörige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO 

gälten. Eine gewisse Abhängigkeit zwischen ihr und ihren Verwandten in 

der Schweiz sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht von der Hand zu weisen. 

Diese Abhängigkeit sei jedoch unter dem Aspekt ihrer aktuellen gesund-

heitlichen Situation zu sehen und sei nicht von derartiger Intensität, als sich 

daraus eine Zuständigkeit der Schweiz ableiten liesse. Deutschland bleibe 

damit zuständig. Ihr Bruder und seine Familie verfügten als anerkannte 

Flüchtlinge zudem über einen gesicherten Aufenthaltsstatus in der 

Schweiz, welcher ihnen erlaube, sie in Deutschland zu besuchen und ihr 

damit unterstützend und beratend zur Seite zu stehen. Die geltend ge-

machten Beziehungen seien daher weder als dauerhaft im Sinne von Art. 8 

der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) zu werten noch fie-

len sie unter dessen Schutzbereich. Folglich bestehe keine Pflicht, die Sou-

veränitätsklausel gemäss Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO anzuwenden. 

Schliesslich könnten auch ihre suizidalen Tendenzen nicht zu einer ande-

ren Einschätzung führen. Es stehe ihr frei, allenfalls medizinische Hilfe in 

Anspruch zu nehmen; die entsprechende Infrastruktur stehe auch in 

Deutschland zur Verfügung. Es sei sodann nicht davon auszugehen, dass 

sie bei einer Überstellung nach Deutschland gravierenden Menschen-

rechtsverletzungen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO und Art. 3 

EMRK ausgesetzt werde, in eine existenzielle Notlage gerate oder ohne 

Prüfung ihres Asylgesuchs und unter Verletzung des Non-Refoulement-

Gebots in ihren Heimat- oder Herkunftsstaat überstellt werde. Es gebe zu-

dem keine systemischen Mängel in Deutschlands Asyl- und Aufnahmesys-

tem. Es lägen auch keine Gründe gemäss Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO vor, 

die die Schweiz verpflichten würden, ihr Asylgesuch zu prüfen. Ebensowe-

nig lägen Gründe vor, die Anlass zur Anwendung der Souveränitätsklausel 

gemäss Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 geben würden. Eine adäquate Behandlung 

ihrer psychischen Beschwerden sei auch in Deutschland möglich. Der me-

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Seite 6 

dizinische Sachverhalt sei vorliegend ausreichend erstellt, um die Zuläs-

sigkeit einer Wegweisung nach Deutschland beurteilen und über die An-

wendung der Souveränitätsklausel befinden zu können. Hinsichtlich des in 

der Beschwerdeschrift angeführten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts 

F-280/2021 vom 22. Juli 2021 sei festzuhalten, dass es sich dabei um ei-

nen anders gelagerten Fall handle. Es sei nicht von einem gegen- und 

wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis auszugehen, welches ihre Anwe-

senheit in der Schweiz notwendig erscheinen lasse. Eine medizinische 

Notlage und eine drastische Verschlechterung ihres Gesundheitszustands 

bei einer Rückkehr nach Spanien (recte: Deutschland) könne ausgeschlos-

sen werden. Selbst wenn sich durch eine weitere fachärztliche Beurteilung 

die bereits gestellte Diagnose einer (…) weiter bestätigen und spezifizieren 

sollte, würde dies an der Einschätzung des SEM nichts zu ändern vermö-

gen. Deutschland verfüge zudem über eine ausreichende medizinische Inf-

rastruktur und es gebe keine Hinweise, wonach Deutschland ihr eine me-

dizinische Behandlung verweigert hätte oder zukünftig verweigern würde. 

Ihrem aktuellen Gesundheitszustand werde bei der Organisation der Über-

stellung Rechnung getragen, indem die deutschen Behörden vorgängig 

über ihren Gesundheitszustand und die notwendige medizinische Behand-

lung informiert würden.  

K.  

K.a Mit Beschwerde vom 14. März 2022 an das Bundesverwaltungsgericht 

beantragte die Beschwerdeführerin die vollumfängliche Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung, die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur 

rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung sowie 

eventualiter die Anweisung an die Vorinstanz, auf das Asylgesuch einzu-

treten und in der Schweiz ein materielles Asylverfahren durchzuführen. 

Weiter sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und im 

Sinne einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme die Vollzugs-

behörden anzuweisen, von einer Überstellung nach Deutschland abzuse-

hen, bis über die Erteilung der aufschiebenden Wirkung entschieden wor-

den sei. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unent-

geltlichen Prozessführung inklusive Kostenvorschussverzicht sowie die 

Bestellung des rubrizierten Rechtsvertreters als unentgeltlicher Rechtsbei-

stand.  

K.b Die Beschwerdeführerin rügt in der Hauptsache eine unsorgfältige Ein-

zelfallprüfung respektive eine nicht rechtsgenügliche Sachverhaltsfeststel-

lung durch die Vorinstanz. Auf die eingereichten ärztlichen Unterlagen sei 

das SEM noch immer nicht explizit eingegangen, ebensowenig auf die 

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Seite 7 

Schreiben ihres Bruders. Dass ein Abhängigkeitsverhältnis entgegen der 

Ansicht des SEM bestehe, zeige sich alleine schon in der Tatsache, dass 

insbesondere der Bruder sie zu sämtlichen Arztterminen begleitet habe 

und er sich zudem intensiv darum bemühe, den Behörden mit diversen 

Schreiben darzulegen, weshalb seine Schwester dringend in der Schweiz 

verbleiben sollte. Das SEM habe zwar das Bestehen eines Abhängigkeits-

verhältnisses anerkannt, aber lapidar festgestellt, dass dies nur unter dem 

aktuellen gesundheitlichen Zustand der Beschwerdeführerin zu sehen sei. 

Im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts F-280/2021 sei festgestellt wor-

den, dass die Anwesenheit eines nahen Angehörigen auf Dauer zur Ver-

meidung einer schweren Dekompensation unerlässlich erscheine, was 

eine dauerhafte Beziehung bereits impliziere. Dass es sich nach Ansicht 

des SEM dabei um einen anders gelagerten Fall handle, ändere nichts an 

dieser Einschätzung. Im gegenwärtigen Zustand sei es für sie keine realis-

tische Option, durch lediglich gelegentliche Besuche des Bruders und des-

sen Familie in Deutschland genügend Unterstützung zu erhalten. Dass ihr 

vom SEM schlussendlich vorgeworfen werde, sie benutze das Argument 

der Suizidalität, um die Behörden zu einem bestimmten Verhalten zu zwin-

gen, sei mehr als unangebracht; dies, zumal die medizinischen Gutachten 

bereits auf dieses Risiko hingewiesen hätten. Das SEM verweigere jedoch 

eine weitere medizinische Sachverhaltsabklärung. Es könne dem Bruder 

sodann auch nicht vorgehalten werden, dass er mit der Situation überfor-

dert gewesen sei und die Beschwerdeführerin in eine psychiatrische An-

stalt habe einweisen lassen. Der Beizug von Fachpersonen sei mehr als 

gerechtfertigt gewesen. Eine familiäre und stabile Unterstützung sei ein 

wichtiger Faktor bei psychischen Beschwerden, könne aber keinesfalls die 

medizinische oder medikamentöse Betreuung ersetzen. Die familiäre Bin-

dung zwischen ihr und ihrem Bruder sei ausdrücklich vom Anwendungsbe-

reich von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO erfasst und habe zudem bereits im 

Herkunftsstaat bestanden. Der Bruder verfüge seit langer Zeit über eine 

Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz und er wolle die Beschwerdeführerin 

bei seiner Familie aufnehmen. Sie sei ferner gesundheitlich stark ange-

schlagen und eine Trennung von ihrem Bruder führe zu einer psychischen 

Dekompensation, was aus den Arztberichten hervorgehe. Aufgrund ihrer 

(…) sei sie längerfristig auf psychiatrische Behandlung und – zur Bewälti-

gung dieser Situation – auf eine dauerhafte Unterstützung ihres Bruders 

angewiesen. In Deutschland wäre sie völlig auf sich alleine gestellt, was 

schwerwiegende Konsequenzen zur Folge hätte. Unter Berücksichtigung 

der individuellen und soziokulturellen Lebenssituation sei davon auszuge-

hen, dass zwischen ihr und ihrem Bruder ein Abhängigkeitsverhältnis im 

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Seite 8 

Sinne der Dublin-III-VO bestehe. Das SEM habe daher seine Zuständigkeit 

zu Unrecht verneint und hätte auf das Asylgesuch eintreten müssen.  

Im Weiteren stehe mit Blick auf das Risiko einer Verletzung von Art. 3 

EMRK fest, dass das SEM nicht geprüft habe, ob die Beschwerdeführerin 

in Deutschland Zugang zur lebensnotwendigen psychiatrischen Behand-

lung habe. Es hätte eine individuelle Zusicherung betreffend den Zugang 

zu adäquater sofortiger medizinischer sowie psychotherapeutischer Be-

handlung und adäquater Unterbindung bei den deutschen Behörden ein-

geholt werden müssen. Im Falle einer Rückkehr nach Deutschland drohe 

ihr eine massive Verschlechterung des Gesundheitszustands bis zum Sui-

zid; sie wäre auf sich alleine gestellt. Es bestehe daher eine Pflicht zum 

Selbsteintritt. Ebenso sei das SEM aber auch aufgrund des Abhängigkeits-

verhältnisses sowie gestützt auf Art. 8 EMRK in Verbindung mit Art. 17 

Abs. 1 Dublin-III-VO, zumindest aber aus humanitären Gründen, zu einem 

Selbsteintritt verpflichtet gewesen.  

L.  

Am 15. März 2022 setzte der Instruktionsrichter gestützt auf Art. 56 VwVG 

den Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen aus. 

M.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

15. März 2022 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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1.2 Die Beschwerdeführerin ist als Verfügungsadressatin zur Beschwerde 

legitimiert (Art. 105 AsylG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht ein-

gereichte Beschwerde ist daher einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 

Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.).  

3.  

Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend 

aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb das Urteil 

nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Vorab ist zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin erhobenen verfah-

rensrechtlichen Rügen der ungenügenden Einzelfallprüfung respektive der 

unvollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts – insbe-

sondere in medizinischer Hinsicht – seitens der Vorinstanz geeignet ist, 

eine Kassation der angefochtenen Verfügung herbeizuführen. 

4.1 Das Verwaltungs- respektive Asylverfahren wird vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die 

Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, die für das Verfahren notwen-

digen Unterlagen zu beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände abzu-

klären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen (vgl. BVGE 

2012/21 E. 5.1. m.w.H.). 

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Seite 10 

Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, 

welches als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer Partei ein-

zuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur 

Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; BVGE 2009/35 E. 6.4.1). 

Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der Behörden, die Vorbrin-

gen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung 

angemessen zu berücksichtigen. Die Begründung muss so abgefasst sein, 

dass sie eine sachgerechte Anfechtung ermöglicht. Nicht erforderlich ist, 

dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich ausei-

nandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. 

BGE 143 III 65 E. 5.2). 

4.2 Eingangs ist – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – festzu-

stellen, dass sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass das SEM 

seine Pflicht zur richtigen und vollständigen Abklärung des rechtserhebli-

chen (medizinischen) Sachverhalts nicht ausreichend wahrgenommen 

hätte. Der medizinische Sachverhalt, wie er sich aus den Arztberichten 

(vom […] Dezember 2021, […] Dezember 2021 sowie […] Januar 2022 

[letzterer ist indes nicht aktenkundig, vgl. hierzu Ausführungen in E. 5]; vgl. 

vorinstanzliche Akten […]-22/2 [nachfolgend: act. 22], act. 26 und 27), dem 

Stammdatenblatt sowie dem Verlaufsbericht der (…) (vom […] Januar 

2022 resp. […] Februar 2022; vgl. act. 39) und den darin gestellten Diag-

nosen ergibt, ist als erstellt zu erachten. 

4.3 Indes ist die Rüge der Beschwerdeführerin, dass sich das SEM nicht 

respektive in ungenügender Weise mit den ärztlichen Unterlagen und den 

Schreiben des Bruders der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und 

damit (implizit) seine Begründungspflicht verletzt habe, zu bestätigen – 

dies im Wesentlichen mit Blick auf die Frage nach dem Vorliegen eines 

Abhängigkeitsverhältnisses im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO. 

Die Prüfung eines Abhängigkeitsverhältnisses zwischen der Beschwerde-

führerin und ihrem Bruder im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO ist in 

casu von zentraler Bedeutung, zumal ein solches sowohl im vorhergehen-

den Beschwerdeverfahren E-315/2022 als auch im vorliegenden Verfahren 

von der Beschwerdeführerin und ihrer Rechtsvertretung explizit und aus-

führlich geltend gemacht wurde. Zur Untermauerung desselben wurden 

mehrere Arztberichte (vgl. Auflistung oben in E. 4.2) und weitere Doku-

mente (Ausweiskopien sowie zwei Schreiben des Bruders und dessen Fa-

milie vom 28. Dezember 2021 resp. undatiert) eingereicht. Zur Beurteilung, 

E-1196/2022 

Seite 11 

ob ein rechtlich relevantes Abhängigkeitsverhältnis besteht, ist auf eine Ge-

samtwürdigung des konkreten Einzelfalls unter Einbezug der individuellen 

und soziokulturellen Lebenssituation der betroffenen Personen abzustellen 

(vgl. Ulrich Koehler, Praxiskommentar zum Europäischen Asylzuständig-

keitssystem, 2018, Art. 16 N. 8; Christian Filzwieser/Andrea Sprung, Dublin 

III-Verordnung, 2014, K3 zu Art. 16; Urteil F‑280/2021 E. 6.3 m.w.H.). 

Vor diesem Hintergrund ist die vorinstanzliche Prüfung klarerweise als nicht 

rechtsgenüglich zu bezeichnen: In der angefochtenen Verfügung wird auf 

den vorliegend zentralen Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO nur am Rande Bezug 

genommen (vgl. a.a.O. S. 6). Stattdessen verneinte das SEM das Vorlie-

gen eines Abhängigkeitsverhältnisses in der geforderten «Intensität» unter 

alleiniger Bezugnahme auf den für die Beurteilung eines Abhängigkeitsver-

hältnisses gar nicht einschlägigen Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO (Definition 

«Familienangehörige») und schwenkte danach um auf eine Beurteilung 

der familiären Beziehung aus der Perspektive von Art. 8 EMRK mit Blick 

auf die allfällige Anwendung der in Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO statuierten 

sogenannten Souveränitätsklausel (vgl. a.a.O. S. 5). Es ist darauf hinzu-

weisen, dass sich gemäss Wortlaut von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO ein Ab-

hängigkeitsverhältnis insbesondere auch aus medizinischen Gründen 

(«schwere Krankheit») ergeben und dieses auch zwischen Geschwistern 

bestehen kann. Die pauschale Begründung des SEM, wonach «die Abhän-

gigkeit unter dem Aspekt [ihrer] aktuellen gesundheitlichen Situation zu se-

hen» sei und nicht die erforderliche Intensität erreiche, ist daher nicht 

rechtsgenügend; zumal auch nicht begründet wurde, weshalb das grund-

sätzlich nicht verneinte Abhängigkeitsverhältnis die erforderliche Intensität 

nicht erreiche. Das SEM hat sich denn auch – wie von der Beschwerdefüh-

rerin zu Recht gerügt – nicht konkret mit den aktenkundigen medizinischen 

Unterlagen auseinandergesetzt. Der pauschale Hinweis, dass aufgrund 

der Aktenlage nicht von einem gegen- und wechselseitigen Abhängigkeits-

verhältnis ausgegangen werden könne (vgl. a.a.O. S. 6), genügt ange-

sichts der bestehenden Aktenlage nicht. Eine eigentliche Prüfung des Ab-

hängigkeitsverhältnisses nach den Kriterien von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-

VO wurde nicht vorgenommen.  

Folglich ist das SEM seiner Begründungspflicht nicht hinreichend nachge-

kommen und hat damit das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin ver-

letzt.  

  

E-1196/2022 

Seite 12 

5.  

Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht 

in der Sache selbst oder weist diese mit verbindlichen Weisungen an die 

Vorinstanz zurück. Eine Kassation und Rückweisung ist insbesondere an-

gezeigt, wenn weitere Tatsachen festgestellt werden müssen und ein um-

fassendes Beweisverfahren durchzuführen ist (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.1 

m.w.H.). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur und eine 

Verletzung desselben führt grundsätzlich zur Aufhebung des betreffenden 

Entscheids, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sa-

che selbst (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4). Die vorliegend angefochtene Ver-

fügung ist daher aus formellen Gründen aufzuheben und das SEM aufzu-

fordern, den Sachverhalt unter Einhaltung der Begründungspflicht und an-

gemessener Berücksichtigung der medizinischen Sachlage sowie der Ar-

gumente der Beschwerdeführerin hinsichtlich des allfälligen Vorliegens ei-

nes Abhängigkeitsverhältnisses im Sinne von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO 

neu zu beurteilen.  

Bei der Prüfung der vorinstanzlichen Akten hat das Bundesverwaltungsge-

richt zudem festgestellt, dass die dem SEM im Rahmen der Vernehmlas-

sung im Beschwerdeverfahren E-315/2022 überwiesene zweite Beschwer-

deschrift vom 25. Januar 2022 mit dem darin enthaltenen Arztbericht vom 

(…) Januar 2022 offenbar nicht zu den Akten genommen wurden. Das 

SEM ist daher anzuweisen, dies nachzuholen und den erwähnten Arztbe-

richt bei der erneuten Beurteilung ebenfalls zu berücksichtigen. 

6.  

Nach dem Gesagten verletzt die angefochtene Verfügung Bundesrecht. 

Die Beschwerde ist somit gutzuheissen, soweit die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung und die Rückweisung an die Vorinstanz beantragt 

wird. Es erübrigt sich, auf die weiteren Beschwerdevorbringen weiter ein-

zugehen.  

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 

Abs. 1 und 2 VwVG). Die Anträge auf Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und amtlichen Verbeiständung werden damit gegenstandslos. 

Das gleiche gilt – angesichts des direkten Entscheids in der Sache – für 

das Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht und für den An-

trag auf Herstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.  

E-1196/2022 

Seite 13 

8.  

Der vertretenen Beschwerdeführerin ist angesichts ihres Obsiegens in An-

wendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihr 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen.  

Es wurde keine Kostennote eingereicht, weshalb die notwendigen Partei-

kosten aufgrund der Akten zu bestimmen sind (Art. 14 Abs. 2 in fine 

VGKE). Dabei ist zu beachten, dass die Beschwerde in weiten Teilen  

auf der bereits im Beschwerdeverfahren E-315/2022 eingereichten  

Beschwerdeschrift basiert respektive aufbaut, womit vorliegend von einem 

entsprechend reduzierten Aufwand des Rechtsvertreters – konkret von  

insgesamt rund 2.25 Stunden – auszugehen ist. Gestützt auf die in Be-

tracht zu ziehenden Bemessungsfaktoren (Art. 9–13 VGKE) ist der 

Beschwerdeführerin zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von 

insgesamt Fr. 727.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteueranteil) zuzuspre-

chen. 

  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1196/2022 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit damit die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung verlangt worden ist. 

2.  

Die Verfügung des SEM vom 4. März 2022 wird aufgehoben. Die Akten 

werden der Vorinstanz zur erneuten Beurteilung und Entscheidung im 

Sinne der Erwägungen überwiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 727.– auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Kevin Schori 

 

 

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