# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4eb7acd-b81e-5137-add2-722395eb1371
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 21.02.2022 II 2021 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2021-120_2022-02-21.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2021 120

Entscheid vom 21. Februar 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ und B.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

Kantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die 
direkte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 
6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagungsverfügung 
2017; Nichteintreten)

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Sachverhalt:

A. Mit Veranlagungsverfügung 2017 vom 17. November 2020 (Versand glei-
chentags per A-Post Plus; Zustellung via Postfach am 18.11.2020, vgl. Steuerak-
ten 2017 act. 8 [Track & Trace Sendungsinformation]) veranlagte die kantonale 
Steuerverwaltung (StV)/Verwaltung für die direkte Bundessteuer (VdBSt) 
A.________ und B.________ (nachstehend: Steuerpflichtige) für das Steuerjahr 
2017 kantonal mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 332'700.-- (satzbe-
stimmend Fr. 175'300.--) und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 0.-- sowie 
bundessteuerlich mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 325'800.-- (satzbe-
stimmend Fr. 326'300.--). Die Veranlagung erfolgte teilweise nach Ermessen, 
weil im Veranlagungsverfahren keine zuverlässigen Beilagen eingereicht worden 
waren oder die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwand-
frei ermittelt werden konnten. Des Weiteren wurden unter Code 405 (Einkommen 
aus selbständigem Erwerb) ein Erbvorbezug von Fr. 23'400.-- sowie eine Erb-
schaft von Fr. 235'000.-- als Einkommen besteuert, da die Nachweise über die 
Zuteilungsnormen nicht erbracht worden waren. Zudem wurden die deklarierten 
Mietzinseinnahmen um total Fr. 25'800.-- ergänzt. Unter Code 530 wurde für 
Grundstücke im Ausland ein Eigenmietwert von Fr. 2'625.-- angerechnet. 

B. Gegen diese Veranlagungsverfügung vom 17. November 2020 liessen die 
Steuerpflichtigen mit Eingabe vom 29. April 2021 (Postaufgabe am gleichen Tag) 
bei der kantonalen Steuerkommission (StK) eine "Einsprache mit Fristwiederher-
stellungsgesuch" einreichen mit dem Antrag, "Der Erbvorbezug von CHF 23'400 
sowie die Erbschaft von CHF 235'000 seien als steuerfreie Einkünfte zu erfas-
sen". 

In der Sachverhaltsdarstellung wurde unter anderem festgehalten, dass die Ver-
anlagung 2017 am 18. November 2020 im Briefkasten der Steuerpflichtigen ein-
gegangen sei. In dieser Woche seien die Steuerpflichtigen nicht in der Schweiz, 
sondern zwecks einer Voruntersuchung zu einer Augenoperation sowie Famili-
enbesuch am 17. November 2020 nach Deutschland gereist. Am Abend des 
25. November 2020 seien sie in die Schweiz zurückgekehrt. Die Steuerpflichtige 
sei am nächsten Tag (26.11.2020) nach Brasilien weitergeflogen; der Steuer-
pflichtige sei bis zum 23. Dezember 2020 in der Schweiz verblieben und alsdann 
ebenfalls nach Brasilien geflogen. Er habe an einem starken Burnout mit De-
pression gelitten und sei auch aktuell (d.h. 29.4.2021) noch nicht genesen trotz 
starker Medikamentierung. 

Im Januar (2021) habe eine Nachbarin den Briefkasten der Steuerpflichtigen ge-
leert und eine Mahnung für die Rechnung zur Veranlagung 2017 entnommen. 

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Der Steuerpflichtige habe hierauf das Steueramt kontaktiert und um Zustellung 
der Rechnung per E-Mail ersucht, was am 2. Februar 2021 erfolgt sei. Die Veran-
lagung sei ihm jedoch nicht zugestellt worden. Herr C.________ (Mitarbeiter StV) 
habe eine Kopie der Veranlagung hierauf aus Vertraulichkeitsgründen am 5. Fe-
bruar 2021 per Post an die Schweizer Anschrift versendet; zudem habe er er-
klärt, dass die Differenz zur Steuererklärung aus der Umqualifizierung der Erb-
schaft in steuerbares Einkommen stamme. Der Beschwerdeführer habe hierauf 
sofort per Mail vom 5. Februar 2021 um Anpassung der Veranlagung ersucht. Im 
März 2021 seien die Steuerpflichtigen aus Brasilien zurückgekehrt, um in 
Deutschland eine Augenoperation durchzuführen. Wegen der Corona-
Reisebeschränkungen hätten sie nicht direkt nach Deutschland fliegen können, 
sondern zuerst zehn Tage in Quarantäne gehen müssen. Am 31. April 2021 
[hierbei muss es sich um eine Fehldatierung handeln angesichts einer Einspra-
cheerhebung am 29.4.2021] seien sie sodann von der Augenoperation in die 
Schweiz zurückgekehrt. 

C. Mit Entscheid Nr. 54/2021 vom 15. Oktober 2021 trat die StK/VdBSt infolge 
Versäumnisses der Einsprachefrist nicht auf die Einsprache ein (Disp.-Ziff. 1) und 
auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 450.-- den Einsprechern unter solidari-
scher Haftbarkeit (Disp.-Ziff. 2).

D. Gegen diesen Einspracheentscheid Nr. 54/2021 (Versand am 18.10.2021) 
erheben die Steuerpflichtigen mit Eingabe vom 18. November 2021 (Postaufgabe 
am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz mit den folgenden Anträgen:

1. Dem Gesuch um Fristwiederherstellung vom 29. April 2021 sei stattzugeben 
und auf die im gleichen Rechtsschreiben enthaltene Einsprache sei 
einzutreten und in der Folge der Erbvorbezug von CHF 23'400 sowie die 
Erbschaft von CHF 235'000 als steuerfreie Einkünfte zu erfassen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

Eventualiter / alternativ:

3. Im Falle einer Abweisung der Beschwerde sei die Steuerveranlagung 2017 
vom 17. November 2020 wegen eklatanter Abweichung von der Realität und 
massiver Überschreitung des der Steuerverwaltung zustehenden 
Ermessensspielraums als nichtig zu erklären.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Schreiben vom 22. November 2021 reichen die Beschwerdeführer ergänzen-
de Unterlagen ein.

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E. Mit Vernehmlassung vom 2. Dezember 2021 beantragt die StK, die Be-
schwerde sei unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer vollumfänglich 
abzuweisen. 

F. Am 6. Dezember 2021 stellte der verfahrensleitende Richter die Vernehm-
lassung den Beschwerdeführern an deren Heimadresse zu mit Fristansetzung 
bis 22. Dezember 2021 zur Einreichung einer Stellungnahme. Mit E-Mail vom 
8. Dezember 2021 meldeten sich die Beschwerdeführer aus Brasilien, wo sie 
sich seit von diesem Tag an (d.h. 8.12.2021) wieder aufhielten. Diese Anfrage 
wurde mit E-Mail vom 9. Dezember 2021 abschlägig beantwortet unter Hinweis 
auf die Notwendigkeit einer eigenhändigen Unterschrift einer allfälligen Eingabe, 
die bisherige Chronologie des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sowie die 
Möglichkeit der (Rechts-)Vertretung. 

Mit Schreiben vom 16. Dezember 2021 (Eingang beim Verwaltungsgericht am 
20.12.2021) replizierten die Beschwerdeführer. Mit E-Mail vom 21. Januar 2022 
erkundigte sich der Steuerpflichtige nach dem Stand des Verfahrens. Gleichzeitig 
informiert er, dass er und seine Frau "planmässig bis zum 8. Februar" (2022) in 
Brasilien weilten. 

G. Die Vorinstanzen äussern sich nicht zur Replik der Beschwerdeführer. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Auf das Steuerverfahren sind die Bestimmungen des Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 anwendbar, 
soweit nicht das Steuergesetz (StG; SRSZ 172.200) vom 9. Februar 2000 oder 
dessen Ausführungsbestimmungen davon abweichen (§ 128 StG). Die Vorschrif-
ten des kantonalen Rechts finden sinngemäss Anwendung auf die Organisation 
und das Verfahren bei der direkten Bundessteuer, soweit sich keine bundes-
rechtlichen Regelungen finden (vgl. § 3 der Kantonalen Vollzugsverordnung zum 
Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [VVzDBG; SRSZ 171.111] vom 
20.12.1994). 

1.2 Ist die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, so hat das 
Verwaltungsgericht gemäss ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu 
prüfen, ob der Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese 
Frage, so hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die 
Vorinstanz zurück, damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen 
Sachentscheid trifft (VGE II 2019 93 vom 30.3.2020 Erw. 1.3 mit Hinweis auf 

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VGE III 2015 98 vom 26.8.2015 Erw. 1.3.1; VGE II 2018 95 vom 21.3.2019; VGE 
II 2012 108 vom 24.10.2012 Erw. 2.1). 

1.3.1 § 151 StG regelt die Frist und die Voraussetzungen einer Einsprache. Ge-
gen die Veranlagungsverfügung kann die steuerpflichtige Person innert 30 Tagen 
nach Zustellung schriftlich Einsprache erheben (Abs. 1 Satz 1). Hierbei handelt 
es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Frist, die nicht geändert werden darf 
(vgl. § 155 Abs. 1 des Justizgesetzes [JG; SRSZ 231.110] vom 18.11.2009). Die 
Einsprachefrist ist mithin eine Verwirkungsfrist (vgl. Richner/ Frei/ Kaufmann/ 
Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 133 N 18). Auf 
verspätete Einsprachen wird nur eingetreten, wenn die steuerpflichtige Person 
nachweist, dass sie durch Militär- oder Zivildienst, Krankheit, Landesabwesenheit 
oder andere erhebliche Gründe an der rechtzeitigen Einreichung verhindert war 
und dass die Einsprache innert 30 Tagen nach Wegfall der Hinderungsgründe 
eingereicht wurde (Abs. 4). 

Die analogen Bestimmungen enthält das Bundesgesetz über die direkte Bundes-
steuer (DBG; SR 642.11) vom 14. Dezember 1990 in Art. 132 Abs. 1 sowie 
Art. 133 Abs. 3.

1.3.2 Das StG äussert sich nicht zur Zustellung von Entscheiden und den Zustel-
lungsmodalitäten. Es kommen daher aufgrund der Verweise von § 128 StG so-
wie von § 128 StG i.V.m. § 4 Abs. 2 VRP ergänzend die Bestimmungen des VRP 
sowie des Justizgesetzes (JG; SRSZ 231.110) vom 18. November 2009 zur An-
wendung. Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist an 
die Bestimmungsstelle gelangen oder der Schweizerischen Post übergeben sein 
(§ 159 Satz 2 JG). Der Tag der Eröffnung einer Frist oder der Tag der Mitteilung 
eines Entscheides wird bei der Berechnung der Frist nicht mitgezählt (§ 158 
Abs. 1 JG). Ist der letzte Tag der Frist ein Samstag oder ein öffentlicher Ruhetag, 
oder kann die Post an diesem Tag nicht wie gewöhnlich benützt werden, so en-
digt die Frist am nächsten Werktag. Samstage und öffentliche Ruhetage während 
laufender Frist werden mitgezählt (§ 158 Abs. 2 JG). Die inhaltlich übereinstim-
mende Regelung kennt Art. 133 Abs. 1 DBG, wobei auch die Möglichkeit der 
Übergabe der Einsprache an eine schweizerische diplomatische oder konsulari-
sche Vertretung festgehalten wird.

Die Bestimmungen betreffend den Stillstand der Frist (vom 7. Tag vor Ostern bis 
und mit dem 7. Tag nach Ostern; vom 15. Juli bis und mit dem 15. August; vom 
18. Dezember bis und mit dem 7. Januar) gelten im Bereich des Steuergesetzes 
nicht (vgl. § 157 JG). Ebenso kennt auch das Recht der direkten Bundessteuer 
keine Gerichtsferien (vgl. Richner/ Frei /Kaufmann/ Meuter, a.a.O., Art. 133 N 6). 

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Gesetzliche Fristen dürfen nicht geändert werden (§ 155 Abs. 1 JG; Art. 119 
Abs. 1 DBG).

1.3.3 Veranlagungsverfügungen sind in der Regel mit A-Post zuzustellen. Die 
kantonale Steuerverwaltung bezeichnet die Ausnahmen (Versand mit Zustell-
nachweis; vgl. § 53 Abs. 2 der Vollzugsverordnung zum Steuergesetz [VvStG; 
SRSZ 172.211] vom 22.5.2001). Art. 116 Abs. 1 DBG bestimmt, dass Verfügun-
gen und Entscheide den steuerpflichtigen Personen schriftlich eröffnet werden 
und eine Rechtsmittelbelehrung enthalten müssen. Zur Zustellungsart macht das 
DBG keine Vorgaben, weshalb die Behörde selbst bestimmen kann, welche 
Form sie wählen will. Eine uneingeschriebene Zustellung mit normaler A-Post 
oder B-Post ist zulässig (vgl. Richner/ Frei/ Kaufmann/ Meuter, a.a.O., Art. 116 
N 29; Urteil BGer 2A.495/2003 vom 26.5.2004 Erw. 2.2). 

1.4.1 Bei der Versandmethode mit A-Post Plus werden Briefe konventionell in 
uneingeschriebener Form (A-Post) befördert, d.h. die Zustellung erfolgt direkt in 
den Briefkasten oder ins Postfach des Adressaten, ohne dass dieser den Emp-
fang unterschriftlich bestätigen müsste; entsprechend wird der Adressat im Falle 
seiner Abwesenheit auch nicht durch Hinterlegung einer Abholungseinladung 
avisiert. Im Unterschied zu herkömmlichen Postsendungen sind "A-Post Plus"-
Sendungen jedoch mit einer Nummer versehen, was die elektronische Sen-
dungsverfolgung im Internet ("Track & Trace") ermöglicht. Daraus ist u.a. ersicht-
lich, wann dem Empfänger die Sendung durch die Post zugestellt wurde. Diese 
Art von Sendung stellt mithin eine Möglichkeit dar, zu beweisen, dass die Post 
zugestellt worden ist (vgl. Urteile BGer 2C_901/2017 vom 9.8.2019 Erw. 2.2.1; 
2C_875/2015 vom 2.10.2015 [betreffend ein Steuerverfahren] Erw. 2.2.1; 
2C_430/2009 vom 14.1.2010 Erw. 2.5; 2C_855/2015 vom 1.10.2015 [betreffend 
ein Grundstückgewinnsteuerverfahren] Erw. 1.1; 2C_784/2015 vom 24.9.2015 
Erw. 2.1; 2C_1126/2014 vom 20.2.2015 Erw. 2.2, auch zur Abgrenzung von Ein-
schreibesendungen; BGE 144 III 599 Erw. 2.2). 

1.4.2 Ganz allgemein ist eine fehlerhafte Postzustellung nicht zu vermuten, son-
dern nur anzunehmen, wenn sie aufgrund der Umstände plausibel erscheint. Auf 
die Darstellung des Adressaten, dass eine fehlerhafte Postzustellung vorliege, ist 
(nur) abzustellen, wenn seine Darlegung der Umstände nachvollziehbar ist und 
einer gewissen Wahrscheinlichkeit entspricht, wobei sein guter Glaube zu vermu-
ten ist (BGE 142 III 599 Erw. 2.4.1 S. 604). Rein hypothetische Überlegungen 
und die nie auszuschliessende Möglichkeit von Zustellfehlern genügen für sich 
allein nicht, um die Vermutung umzustossen. Vielmehr müssen konkrete Anzei-
chen für einen Fehler vorhanden sein (Urteil BGer 2C_901/2017 vom 9.8.2019 

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Erw. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE 142 III 599 Erw. 2.4.1; BGE 142 IV 201 
Erw. 2.3; Urteil BGer 2C_16/2019 vom 10.1.2019 Erw. 3.2.2).  

1.5 Vorliegend ist erstellt und wurde vom Beschwerdeführer mit der Einsprache 
vom 29. April 2021 auch anerkannt (vgl. vorstehend Ingress lit. A), dass die Ver-
anlagung am 18. November 2020 im Briefkasten der Beschwerdeführer einge-
gangen ist. Konkrete Anhaltspunkte, die hiergegen sprechen, bringen die Be-
schwerdeführer auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht vor. Nament-
lich kann hieran nichts ändern, wenn der Beschwerdeführer die Veranlagung 
bzw. deren Inhalt erst am 5. Februar 2021 zur Kenntnis genommen hat (Be-
schwerde S. 4 Ziff. 8). Nachdem der Beschwerdeführer am 25. November 2021 
(vgl. vorstehend Ingress lit. B) aus Deutschland zurückkehrte, ist einerseits anzu-
nehmen, dass er den Briefkasten leerte, zumal sich die Post während einer ein-
wöchigen Abwesenheit im Briefkasten regelmässig anzuhäufen pflegt. Dies dürf-
te auch der Beschwerdeführer getan haben, erklärt er doch beschwerdeweise 
(S. 4 Ziff. 6), "einen ganzen Plastiksack voll ungeöffneter Briefe im Handgepäck 
mit" auf den Flug nach Brasilien genommen zu haben. Anderseits verblieb ihm 
trotz seiner baldigen Weiterreise nach Brasilien noch hinreichend Zeit, selber 
noch Einsprache zu erheben oder hiermit einen Dritten zu beauftragen. Weder 
das eine noch das andere hat er getan. 

Innert der 30-tägigen Einsprachefrist, welche angesichts der Zustellung am Mitt-
woch, 18. November 2020, und des fehlenden Fristenstillstandes über die Weih-
nachtstage am Freitag, 18. Dezember 2020, endete, haben die Beschwerdefüh-
rer keine Einsprache erhoben und die Frist somit offenkundig verpasst. Hieran 
kann die spätere Korrespondenz mit den Steuerbehörden (ab Februar 2021, vgl. 
vorstehend Ingress lit. B) nichts ändern. Insoweit ist der angefochtene Entscheid 
(S. 3 drittes "dass"; zu dass-Entscheiden vgl. Urteil BGer 8C_353/2019 vom 
2.9.2019 Erw. 1) zu bestätigen.

2.1.1 Auf verspätete Einsprachen wird nur eingetreten, wenn die steuerpflichtige 
Person einen Fristwiederherstellungsgrund geltend machen kann (vgl. vorste-
hend Erw. 1.3.1; § 163 JG). Ein Hinderungsgrund darf im Interesse eines geord-
neten Verfahrensablaufs nicht leichthin angenommen werden; anzulegen ist 
vielmehr ein strenger Massstab (vgl. VGE II 2018 95 vom 21.3.2019 Erw. 4.1; 
VGE II 2013 131 vom 16.1.2014 Erw. 3; VGE III 2012 78+96 vom 24.7.2012 
Erw. 2.3 mit Hinweisen). 

2.1.2 Entscheidend ist stets, dass der Grund (z.B. Krankheit) die steuerpflichtige 
Person objektiv daran gehindert hat, die Frist einzuhalten, und diese nicht mehr 
in der Lage gewesen ist, rechtzeitig die nötigen Schritte zur Fristwahrung zu un-

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ternehmen. Eine Restitution der Einsprachefrist im Steuerverfahren setzt somit 
immer voraus, dass die Fristversäumnis nicht auf ein Verschulden des Steuer-
pflichtigen zurückzuführen ist. Als Wiederherstellungsgründe sind beispielsweise 
eine Naturkatastrophe oder eine plötzliche schwere Krankheit, Militärdienst oder 
Katastropheneinsatz zu nennen, nicht aber Ferienabwesenheit, Arbeitsüber-
lastung, Unbeholfenheit oder Unachtsamkeit (vgl. VGE II 2018 95 vom 21.3.2019 
Erw. 4.2; VGE II 2013 131 vom 16.1.2014 Erw. 3; VGE II 2012 20 vom 16.4.2012 
Erw. 3.3; VGE II 2007 14 vom 14.6.2007 Erw. 4.2 mit Hinweisen; Zwei-
fel/Hunziker, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Art. 133 N 19).

2.2.1 Die Vorinstanzen haben einen Fristwiederherstellungsgrund verneint, weil

- sich die vom Beschwerdeführer beigebrachten Arztzeugnisse vom 24. Febru-
ar 2021 und 8. Juni 2021 auf den Zeitraum vom 28. Dezember 2020 bis zum 
24. Februar 2021 bezögen und nicht auf den relevanten Zeitraum der Ein-
sprachefrist vom 19. November 2020 bis 18. Dezember 2020,

- der Beschwerdeführer im Zeitraum von November 2020 bis April 2021 eine 
Reihe von Handlungen vorgenommen habe (Familienbesuch und Augenope-
ration in Deutschland im November 2020; Buchung eines Flugtickets nach 
Brasilien am 22.11.2020 und Antritt der Reise am 23.12.2020; Mailverkehr 
mit einer Nachbarin in Steuerangelegenheiten ab Januar 2021 und mit der 
StV ab Februar 2021,

und somit die Krankheit als Fristwiederherstellungsgrund nicht hinreichend nach-
gewiesen sei. 

2.2.2 Dieser vorinstanzlichen Beurteilung ist vollumfänglich beizupflichten. Der 
Einsprache legte der Beschwerdeführer ein Arztzeugnis einer Dra. D.________ 
(Psychiatrist, E.________) vom 24. Februar 2021 bei (Einsprache-act. 32). Diese 
Psychiaterin bescheinigt mit dem 16 Zeilen umfassenden Zeugnis, dass der Be-
schwerdeführer seit 28. Dezember 2020 bei ihr in Behandlung sei, d.h. frühes-
tens ab zehn Tagen nach Ablauf der Einsprachefrist. Dem Arztbericht ist zu ent-
nehmen, dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Schilderungen bereits 
während der letzten sieben Jahre (during the last seven years; bzw. acht Jahre 
gemäss dem Schreiben der Ärztin vom 17.11.2021 = Beschwerdebeilage 8) an 
den geschilderten Beschwerden/Symptomen leide. Während dieser ganzen 
Dauer war der Beschwerdeführer offensichtlich dennoch in der Lage, seinen 
Verpflichtungen nachzukommen. 

Gestützt auf welche psychiatrischen Untersuchungen und Abklärungen die Ärztin 
die Diagnose ICD-10 F31.4 (bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere de-

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pressive Episode ohne psychotische Symptome) stellte, ist nicht ersichtlich; sie 
scheint allein auf den Angaben des Beschwerdeführers zu basieren. 

Das Gleiche ist von ihren Berichten vom 8. Juni 2021 (Einsprache-act. 9) und 
17. November 2021 (Beschwerdebeilage 8) zu sagen, welche keine Diagnose-
stellung gemäss der ICD-Klassifizierung mehr enthalten. Insbesondere fällt über-
dies mit ins Gewicht, dass sich die auf allfälliger eigener Befunderhebung basie-
renden Ausführungen der in Brasilien praktizierenden Ärztin grundsätzlich nur auf 
den Zeitpunkt des 28. Dezember 2020 und folgende Zeit beziehen können. 

2.2.3 Bezeichnenderweise macht der Beschwerdeführer nicht, jedenfalls nicht 
substantiiert geltend, dass er bereits zu einem früheren Zeitpunkt in der Schweiz 
psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen musste und ihm eine generelle oder 
auch nur punktuelle Handlungsunfähigkeit für bestimmte Verrichtungen medizi-
nisch attestiert wurde. Dieser fehlende Nachweis früherer gesundheitlicher Pro-
bleme mittels ärztlicher Berichte eines in der Schweiz praktizierender Arz-
tes/Psychiaters ist nicht nachvollziehbar, nachdem Dr. D.________ festhält, der 
Beschwerdeführer habe von verschiedenen depressiven Episoden im Verlaufe 
der vergangenen acht Jahre berichtet, von denen jede mehrere Wochen gedau-
ert habe (Beschwerdebeilage 8 [Arztbericht vom 17.11.2021]). Die drei Arztbe-
richte dieser Ärztin erweisen sich als Gefälligkeitsgutachten. 

Zudem sprechen einerseits die von der Vorinstanz angeführten Handlungen 
während der Einsprachefrist (wie auch mindestens bis zum Brasilienaufenthalt) 
eine andere Sprache als die drei Arztberichte glauben machen wollen. Ander-
seits spricht gegen die Glaubwürdigkeit der Angaben des Beschwerdeführers 
und der in Brasilien praktizierenden Psychiaterin auch der Umstand, dass der 
Beschwerdeführer nicht geltend macht, wenigstens seit seiner Rückkehr in die 
Schweiz hier psychiatrische Hilfe und gegebenenfalls Behandlung in Anspruch 
genommen zu haben. 

2.2.4 Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren reicht der Beschwerdeführer eine 
"fachärztliche Stellungnahme" von Dr.med. F.________ (Neurologie - Psychiatrie 
- Zentrum G.________) ein (Beschwerdebeilage 9). In dieser Stellungnahme 
werden die Ausführungen von Dr. D.________ sowie die vom Beschwerdeführer 
gemachten Angaben zur gesundheitlichen Verfassung desselben zusammenge-
fasst. 

Was die eigenen Feststellungen von Dr.med. F.________ anbelangt, wird ausge-
führt, von nervenärztlicher Seite habe der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt sei-
nes Erstkontaktes am 12.01.2021 (recte wohl: 12.11.2021, da die Kontaktnahme 
gemäss dem Einleitungssatz der Stellungnahme am 12.11.2021 erfolgt sein soll) 

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"keine auffallende Stimmungsauslenkung mehr" gezeigt, "weder in eine depres-
sive noch gar manische Richtung". Aktuell sei der Beschwerdeführer wieder 
vollständig handlungs- und entscheidungsfähig. Die Ausführungen zur bipolaren 
Störung bleiben auf einer medizinisch-theoretischen Ebene. Die eigenen Anga-
ben des Beschwerdeführers werden als deckungsgleich mit denjenigen von Dr. 
D.________ bezeichnet. Dies kann nicht erstaunen, nachdem der Bericht (bzw. 
die drei Berichte) dieser Ärztin im Wesentlichen auf den eigenen Angaben des 
Beschwerdeführers basieren. 

Abschliessend räumt Dr.med. F.________ ein, dass es sich um eine retrospekti-
ve Beurteilung handle anhand der für ihn "eindeutigen und zweifelsfrei glaubhaf-
ten Angaben des Betroffenen und seiner Psychiaterin". 

Eigene psychiatrische Erhebungen hat Dr.med. F.________ nicht gemacht. Er 
fügt auch an, dass er vom Beschwerdeführer im Hinblick auf eine ihm gegenüber 
"nicht näher genannte bzw. erörterte Rechtsangelegenheit kontaktiert und um ei-
ne Stellungnahme gebeten" worden sei. Mithin handelt es sich bei dieser Stel-
lungnahme, die offenkundig auch keinen Anspruch auf einen gutachterlichen 
Stellenwert erhebt, um eine im Hinblick auf das vorliegende Verfahren verfasste 
Parteistellungnahme, welcher so oder anders kein Beweiswert zugebilligt werden 
kann. 

2.3 Dem Beschwerdeführer gelingt es mithin nicht, eine derartige gesundheitli-
che Beeinträchtigung nachzuweisen, dass sie ihm eine rechtzeitige Einspra-
cheerhebung (sei dies selber oder durch die Mandatierung einer Drittperson) 
verunmöglicht hat und die eine Fristwiederherstellung rechtfertigen könnte. 

Anderweitige Fristwiederherstellungsgründe sind weder erkennbar noch werden 
solche (substantiiert) geltend gemacht. Für die Beurteilung ist somit letztlich nicht 
entscheidend, wann das Fristwiederherstellungsgesuch gestellt wurde (zur Frist-
versäumnis vgl. angefochtener Entscheid S. 3 neuntes "dass"). Indes hat sich der 
Beschwerdeführer darauf behaften zu lassen, dass er die Fristwiederherstellung 
erklärtermassen mit seiner Eingabe vom 29. April 2021 an die StK beantragt hat 
und sich ein solcher Antrag für einen früheren Zeitpunkt den Akten, soweit er-
sichtlich, nicht entnehmen lässt. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

3. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) den Beschwerdeführern unter solidarischer 
Haftbarkeit aufzuerlegen (vgl. § 128 StG i.V.m. § 72 Abs. 2 VRP; Art. 144 Abs. 1 
DBG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 1'200.-- werden Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit 
auferlegt. Nachdem sie am 22. November 2021 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 1'500.-- geleistet haben, sind ihnen Fr. 300.-- aus der Gerichtskasse 
zurückzuerstatten. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanzen (2/EB)
- den Gemeinderat Wollerau (A; im Dispositiv)
- und die Eidg. Steuerverwaltung, Hauptabteilung DVS, 3003 Bern (A).

Schwyz, 21. Februar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 9. März 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II