# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63b53d2b-6fd4-5164-aecb-f1f1ea7a4059
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LC240025-O6
**Docket/Reference:** LC240025-O6
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LC240025-O6.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LC240025-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic

Beschluss und Urteil vom 2. Juni 2025

in Sachen

A._____,

Klägerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,

gegen

B._____,

Beklagter und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,

sowie

C._____,

Verfahrensbeteiligter

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____,

betreffend Ehescheidung

- 2 -

Berufung gegen einen Entscheid des Einzelgerichtes in Zivilsachen des Be-

zirksgerichtes Hinwil vom 22. März 2024; Proz. FE210102

- 3 -

Rechtsbegehren:

A) der Klägerin (act. 113 S. 2 ff., act. 153 S. 2 ff., act. 207 S. 2 und 
Prot. S. 111):

"1.

Die am tt. September 2010 in D._____, China (…), geschlossene 
Ehe der Parteien sei gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden.

2.

3.

4.

Es sei der gemeinsame Sohn C._____, geb. tt.mm.2012, unter der 
gemeinsamen elterlichen Sorge beider Parteien zu belassen.

Der  gemeinsame  Sohn  C._____,  geb.  tt.mm.2012,  sei  unter  die 
alleinige Obhut der Klägerin zu stellen.

Der Beklagte sei zu berechtigen und zu verpflichten, C._____, geb. 
tt.mm.2012, wie folgt zu betreuen:

-

-

-

an  jedem  zweiten  Wochenende  von  Freitag,  18.00  Uhr,  bis 
Sonntag, 18.00 Uhr,

Eventualiter zusätzlich jeden Dienstag nach Schulschluss bis 
Donnerstagmorgen Schulbeginn.

in geraden Jahren über die ganzen Osterfeiertage, von Kar-
freitag 10.00 Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr, und in unge-
raden Jahren über die Pfingstfeiertage, von Pfingstsamstag, 
10.00  Uhr,  bis  Pfingstmontag,  18.00  Uhr,  sowie  jeweils  am 
zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr.

Ausserdem  sei  der  Gesuchsgegner  zu  berechtigen  und  zu  ver-
pflichten, C._____ für die Dauer von 4 Wochen pro Jahr auf eigene 
Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.

Der Beklagte sei zu verpflichten, die Ferienbetreuung mindestens 
3 Monate vor dem geplanten Ferienbeginn anzumelden und mit der 
Klägerin abzusprechen. Können sich die Parteien nicht einigen, so 
kommt das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien 
in Jahren mit gerader Jahreszahl dem Gesuchsgegner und in Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl der Gesuchstellerin zu.

In der übrigen Zeit wird C._____ durch die Klägerin betreut.

5.

Die Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB sei weiter-
zuführen.

Für C._____ sei eine Therapie in E._____ anzuordnen und es sei 
die  Beiständin  mit  der  Organisation  und  der  Überwachung  der 
Massnahme zu betrauen.

6.

Es  sei  der  Beklagte  zu  verpflichten,  der  Klägerin  rückwirkend  ab 
dem 1. März 2022 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemes-
senen Erstausbildung (auch über die Volljährigkeit hinaus) an die 
Kosten des Unterhalts und der Erziehung von Sohn C._____, geb. 

- 4 -

tt.mm.2012,  monatliche,  jeweils  im  Voraus  auf  den  Ersten  eines 
Monats zahlbare und ab Verfall zu 5% verzinsliche Unterhaltsbei-
träge zu bezahlen, zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertragli-
cher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen und zwar wie folgt:

-

-

bis  und  mit  August  2025  mindestens  CHF  1'853.00 
(CHF 1'703.00 Bar- und CHF 150.00 Betreuungsunterhalt);

ab September 2025 mindestens CHF 2'016.00 (Barunterhalt).

Der  Kinderunterhaltsbeitrag  sei  auch  über  die  Volljährigkeit  des 
Kindes  hinaus  an  die  Klägerin  zahlbar,  solange  das  Kind  sich  in 
einer  angemessenen  Erstausbildung  befindet,  in  deren  Haushalt 
lebt und keine eigenen Ansprüche stellt bzw. keinen anderen Zah-
lungsempfänger bezeichnet.

Ferner sei der Beklagte zu verpflichten, sich an ausserordentlichen 
Kinderkosten, über die sich die Parteien vorgängig verständigt ha-
ben, nach Abzug von Kostenbeteiligungen Dritter (insb. Versiche-
rungen) mit zwei Dritteln zu beteiligen.

Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/IV-
Renten seien in Anwendung von Art. 52fbis Abs. 2 AHVV zu 100% 
der Klägerin anzurechnen.

Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin ab Rechtskraft des 
Scheidungsurteils bis und mit August 2025 jeweils monatliche, im 
Voraus  zahlbare  und,  ab  Verfall,  zu  5%  verzinsliche  persönliche 
Unterhaltsbeiträge von mindestens CHF 494.00 zu bezahlen.

Eventualiter sei er zu verpflichten, der Klägerin danach CHF 200.00 
pro Monat an Vorsorgeunterhalt bis zum Erreichen des 16. Alters-
jahres von C._____ zu bezahlen.

7.

8.

9.

10. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Rechtsbegehren Ziff. 5 und 9 seien 

gerichtsüblich zu indexieren.

11. Es seien die während der Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben der 
Parteien in der 2. Säule nach Art. 122 f. ZGB per Rechtskraft des 
Scheidungsurteils  zu  teilen,  wobei  der  Klägerin  eine  überhälftige 
Teilung 
zuzüglich 
CHF 35'295.55).  Die  Pensionskasse  des  Beklagten  sei  anzuwei-
sen, die Überweisung auf das Freizügigkeitskonto der Klägerin vor-
zunehmen.

(hälftige  Teilung 

zuzusprechen 

sei 

12.

In güterrechtlicher Hinsicht sei die Vereinbarung der Parteien vom 
26. Juli 2022 zu genehmigen.

13. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin gemäss Art. 170 ZGB 
im Rahmen einer Parteibefragung und unter Vorlage der entspre-
chenden Urkunden über seine gesamten wirtschaftlichen Verhält-
nisse Auskunft zu geben.

- 5 -

14. Der  Klägerin  sei  nach  Durchführung  des  Beweisverfahrens  die 
Möglichkeit zur Konkretisierung ihrer Anträge betreffend Unterhalt, 
Güterrecht und Vorsorgeguthaben der 2. Säule zu geben.

15. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7% MwSt."

B) des Beklagten (act. 119 S. 2 f., act. 155 S. 2 f.):

"1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

Es sei die Ehe der Parteien zu scheiden.

Es sei der gemeinsame Sohn C._____, geb. tt.mm.2012, unter die 
alleinige Sorge des Beklagten zu stellen.

Es sei der gemeinsame Sohn C._____ unter die Obhut des Beklag-
ten zu stellen.

Es sei die Klägerin zu berechtigen und zu verpflichten, C._____ wie 
folgt zu betreuen:

-

-

-

-

an jedem zweiten Wochenende, jeweils in den geraden Ka-
lenderwochen,  von  Freitag,  ab  Schulschluss  bis  Sonntag-
abend, 18 Uhr.

in den geraden Jahren über die ganzen Osterfeiertage, von 
Karfreitag 10.00 Uhr bis Ostermontag, 18.00 Uhr, und in un-
geraden Jahren über die Pfingstfeiertage, von Pfingstsams-
tag, 10.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr, sowie jeweils 
am  zweiten  Tag  der  Doppelfeiertage  Weihnachten  (d.h. 
25.12.) und Neujahr (01.01.);

während vier Wochen Ferien pro Jahr auf eigene Kosten;

in der restlichen Zeit wird C._____ vom Beklagten betreut.

Es sei die Klägerin zu verpflichten, bis zur Vollendung der obliga-
torischen  Schulpflicht  von  C._____  1/3  des  Barunterhalts  von 
C._____  (Total  CHF  1'823.00)  in  der  Höhe  von  CHF  607.00  zu 
übernehmen.

Es  sei  die  Klägerin  zu  verpflichten,  ab  Vollendung  der  obligatori-
schen Schulpflicht von C._____ bis zum Abschluss einer ordentli-
chen Erstausbildung (auch über die Volljährigkeit hinaus) 1/2 des 
Barunterhalts von C._____ (Total CHF 1'823.00) in der Höhe von 
CHF 912.00 zu übernehmen.

Es seien die ausserordentlichen Kinderkosten, welche den Betrag 
von CHF 200.00 übersteigen, hälftig zwischen den Parteien zu tei-
len, wobei vorab die Parteien schriftlich ihre Zustimmung dazu ge-
geben haben (nur per E-Mail).

Es seien die Parteien zu verpflichten, die Kosten für C._____ kie-
ferorthopädische Behandlung (Zahnspange) nach Abzug allfälliger 
Versicherungsleistungen von Dritten je hälftig zu übernehmen.

- 6 -

9.

Es  sei  festzustellen,  dass  sich  die  Parteien  gegenseitig  keinen 
nachehelichen Unterhalt schulden.

10. Es seien die während der Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben der 

Parteien in der 2. Säule hälftig zu teilen.

11. Es  sei  die  bestehende  Beistandschaft  auf  eine  Erziehungsbei-
standschaft auszuweiten, falls wider Erwarten dem Kindsvater die 
alleinige Sorge bzw. Obhut nicht zugewiesen wird.

12. Es  sei  im  Sinne  einer  Kindesschutzmassnahme  gerichtlich  eine 
Psychotherapie für C._____ anzuordnen, falls wider Erwarten dem 
Kindsvater die alleinige Sorge bzw. Obhut nicht zugewiesen wird.

13. Es sei das Gesuch der Klägerin um Prozesskostenvorschuss voll-

umfänglich abzuweisen.

14. Alles  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zzgl.  MwSt.  von 
7.7% zu Lasten der Klägerin, wobei dem Beklagten weiterhin die 
unentgeltliche Rechtspflege mit der Unterzeichnenden als Rechts-
beiständin zu gewähren sei."

C) der Kindsvertretung (act. 190 S. 2 f.):

"1.

2.

3.

Es  sei  C._____,  geboren  tt.mm.2012,  unter  der  gemeinsamen 
elterlichen Sorge zu belassen;

Es sei C._____ unter die Obhut des Beklagten zu stellen;

Die Klägerin sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, C._____ 
an jedem zweiten Wochenende (gerade Wochen) jeweils von Frei-
tag, 18.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr zu betreuen;

Fällt das Betreuungsrecht der Klägerin auf Ostern, sei dieses auf 
Gründonnerstag, 18.00 Uhr bis Ostermontag, 18.00 Uhr zu erwei-
tern. Fällt das Betreuungsrecht der Klägerin auf Pfingsten, so sei 
dieses  auf  Freitag  vor  Pfingsten,  18.00  Uhr  bis  Pfingstmontag, 
18.00 Uhr zu erweitern;

Zudem sei die Klägerin für berechtigt und verpflichtet zu erklären, 
C._____ in den geraden Jahren am 24. Dezember und am folgen-
den 1. Januar sowie in den ungeraden Jahren am 25. Dezember 
und am 31. Dezember zu betreuen;

Ausserdem sei die Klägerin für berechtigt und verpflichtet zu erklä-
ren, C._____ für die Dauer von vier Wochen pro Jahr auf eigene 
Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Ferien 
seien  3 Monate  im  Voraus  abzusprechen,  wobei  der  Klägerin  in 
den Jahren mit ungerader Jahreszahl und dem Beklagten in den 
Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht zustehen 
soll;

- 7 -

1.

2.

4.

5.

Die Eltern seien zu verpflichten, eine angeordnete Beratung (Erzie-
hungscoaching) in Anspruch zu nehmen;

Die bestehende Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB 
sei weiterzuführen und die Aufgaben der Beistandschaft seien wie 
folgt zu erweitern:

-

-

Organisation und Überwachung der angeordneten Beratung 
(Erziehungscoaching) der Eltern

Ev.  Organisation  und  Überwachung  einer  Therapie  für 
C._____."

Urteil des Bezirksgerichtes:

Die Ehe der Parteien wird geschieden.

Die Teilvereinbarung der Parteien vom 26. Juli 2022 wird vorgemerkt und ge-

nehmigt. Sie lautet wie folgt:

"1.

Scheidung

Die Parteien stellen übereinstimmend fest, dass sie bei Einreichung der Klage 

bereits länger als zwei Jahre getrennt gelebt haben. Gestützt darauf anerkennt 

der Beklagte den geltend gemachten Scheidungsgrund (Art. 114 ZGB).

2.

Elterliche Sorge

Die Parteien beantragen dem Gericht, die elterliche Sorge für den Sohn 

C._____, geboren am tt.mm.2012, den Parteien gemeinsam zu belassen.

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fra-

gen  der  Pflege,  Erziehung  und  Ausbildung  miteinander  abzusprechen.  Den 

Parteien ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung 

beider Parteien bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der 

Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der 

elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und 

dem Kind hat.

- 8 -

3.

Beistandschaft

[…]

(Dem gemeinsamen Antrag der Parteien auf Errichtung einer Beistand-

schaft für den Sohn C._____ wurde bereits mit Verfügung vom 26. Juli 2022 

entsprochen.)

4.

Güterrecht

In güterrechtlicher Hinsicht behält jede Partei zu Eigentum, was sie ge-

genwärtig besitzt oder was auf ihren Namen lautet, und übernimmt die auf sie 

lautenden Schulden zur alleinigen Rückzahlung."

3.

Der  Sohn  C._____,  geboren  am  tt.mm.2012,  wird  unter  der  gemeinsamen 

elterlichen Sorge der Parteien belassen.

4.

5.

Der Sohn C._____ wird unter die alleinige Obhut des Beklagten gestellt.

Die Klägerin ist berechtigt und verpflichtet, C._____ wie folgt auf eigene Kos-

ten zu betreuen:





in den geraden Wochen jeweils am Freitag ab Schulschluss (bzw. in der 

schulfreien Zeit ab 18.00 Uhr) bis Sonntagabend 18.00 Uhr,

in ungeraden Jahren über die ganzen Osterfeiertage, von Gründonners-

tag, 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr, und in geraden Jahren über 

die ganzen Pfingstfeiertage, von Freitag, 18.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 

18.00 Uhr,



in den geraden Jahren am 24. Dezember und am folgenden 1. Januar 

sowie in den ungeraden Jahren am 25. Dezember und am 31. Dezem-

ber.

Ausserdem ist die Klägerin berechtigt und verpflichtet, C._____ für die Dauer 

von sechs Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die 

Ferien zu nehmen.

Die Klägerin ist verpflichtet, die Ferienbetreuung mindestens drei Monate vor 

dem geplanten Ferienbeginn anzumelden und mit dem Beklagten abzuspre-

chen. Können sich die Parteien nicht einigen, so entscheiden die Klägerin in 

- 9 -

den Jahren mit ungerader und der Beklagte in den Jahren mit gerader Jah-

reszahl über die Aufteilung der Ferien.

In der übrigen Zeit wird C._____ vom Beklagten betreut.

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach gegenseitiger 

Absprache der Parteien und unter Einbezug der Wünsche von C._____ blei-

ben vorbehalten.

6.

Die Klägerin und der Beklagte werden im Sinne einer Weisung nach Art. 307 

Abs. 3 ZGB verpflichtet, den Kurs "Eltern bleiben – mein Kind im Zentrum" zu 

absolvieren und ein von der Beiständin einzurichtendes Erziehungscoaching 

zu besuchen.

7.

Die mit Verfügung vom 26. Juli 2022 angeordnete Beistandschaft im Sinne 

von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird mit grundsätzlich unveränderten Aufträ-

gen weitergeführt.

Zusätzlich zu den bisherigen Aufträgen wird die Beiständin damit beauftragt, 

zu überprüfen, ob die Parteien den Kurs "Eltern bleiben – mein Kind im Zen-

trum" besucht haben und die Parteien im Zusammenhang mit diesem Kurs-

besuch bei Bedarf zu unterstützen, sowie ein Erziehungscoaching einzurich-

ten und für deren Finanzierung besorgt zu sein.

Zudem wird die Beiständin berechtigt, bei Bedarf Anträge auf Anordnung wei-

terer Kindesschutzmassnahmen zuhanden der KESB zu stellen.

8.

Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für den Sohn C._____ die fol-

genden Barunterhaltsbeiträge, zuzüglich allfällige Familienzulagen, zu bezah-

len:

 Fr.

330.–

ab  Rechtskraft  des  Scheidungsurteils  bis  und  mit  Juli 
2024,

 Fr.

830.–

ab August 2024 bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit des Sohnes 
hinaus.

Die Unterhaltsbeiträge und die Familienzulagen sind an den Beklagten zahl-

bar, monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.

- 10 -

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss 

einer angemessenen Ausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus, solange 

C._____ im Haushalt des Beklagten lebt und keine eigenen Ansprüche ge-

genüber der Klägerin stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeich-

net.

9.

An ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. Zahnarztkosten, Kosten für schuli-

sche Förderungsmassnahmen, etc.), über welche sich die Parteien vorgängig 

verständigt haben, beteiligen sie sich je zur Hälfte, soweit nicht Dritte, insbe-

sondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen.

Die  Klägerin  wird  zudem  verpflichtet,  dem  Beklagten  innert  30  Tagen  ab 

Rechtskraft des Scheidungsurteils den Betrag von Fr. 1'035.– (hälftige Kosten 

der Begabungsabklärung bei Frau F._____) zu bezahlen.

10. Die  Erziehungsgutschriften  für  die  Berechnung  der  AHV/IV-Renten  werden 

vollumfänglich dem Beklagten angerechnet.

11. Es werden keine nachehelichen Unterhaltsbeiträge zugesprochen.

12. Die  Unterhaltsbeiträge  gemäss  Dispositivziffer  8  hiervor  basieren  auf  dem 

Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik vom Fe-

bruar 2024 von 107.1 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind 

jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2025, 

nach Massgabe des Indexstandes per November des vorangegangenen Jah-

res nach folgender Formel anzupassen:

neuer Unterhaltsbeitrag =

ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index

ursprünglicher Index

Fällt der Index unter den Stand von Ende Februar 2024, berechtigt dies nicht 

zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

13. Die Festsetzung der vorstehenden Unterhaltsbeiträge basiert auf folgenden 

Grundlagen: 

- 11 -

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Familienzula-

gen:

• Klägerin:

Fr.
Fr.

5'432.–
6'500.–

bis Ende Juli 2024 (80%-Pensum)
ab August 2024 (100%-Pensum)

• Beklagter: Fr.

6'964.–

(100%-Pensum)

• C._____:

Fr.

300.–

Kinderzulage

Vermögen:

für die Unterhaltsberechnung nicht massgebend

14. Die BVG-Sammelstiftung M._____ (G._____ AG), M._____ AG, ... [Adresse], 

wird angewiesen, mit Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto 

der Klägerin (A._____, geb. tt. Februar 1985, H._____ [Strasse] 1, E._____, 

AHV-Nr.  2,  Vertrags-Nr.  3,  Versichertengruppe  …)  Fr. 6'663.15,  zuzüglich 

Zins seit 10. Juni 2021, auf das Vorsorgekonto des Beklagten (B._____, geb. 

tt. Februar 1979, I._____-str. 4, J._____, AHV-Nr. 5) bei der N._____ Stiftung 

Berufliche Vorsorge, N._____ AG, … [Adresse], zu überweisen.

15.

Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen, soweit sie nicht ge-

genstandslos geworden sind und auf sie nicht einzutreten ist.

16. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

10'000.– ; die weiteren Gerichtskosten betragen:

2'505.–   Dolmetscherkosten.

Die Kosten der Kindsvertretung bleiben vorbehalten.

17. Die Kosten (inklusive diejenigen der Kindsvertretung) werden den Parteien je 

zur Hälfte auferlegt. Die Kostenanteile beider Parteien werden jedoch infolge 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Staatskasse 

genommen.  Die  Parteien  werden  auf  die  Nachzahlungspflicht  gemäss 

Art. 123 ZPO hingewiesen.

18. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

- 12 -

19.

(Mitteilungen)

20.

(Rechtsmittel)

Berufungsanträge:

der Berufungsklägerin (act. 2 S. 2 ff.):

1.

2.

In Abänderung von Ziff. 4 des Urteils vom 22. März 2024 des Be-
zirksgerichts Hinwil (FE210102-E) sei der Sohn C._____ unter die 
alleinige Obhut der Berufungsklägerin zu stellen.

In Abänderung von Ziff. 5 des Urteils vom 22. März 2024 des Be-
zirksgerichts Hinwil (FE210102-E) sei der Berufungsbeklagte zu 
berechtigen, C._____ wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen:

- an jedem zweiten Wochenende von Freitag ab Schulschluss 
(bzw. in der schulfreien Zeit ab 18.00 Uhr) bis Sonntagabend 
18.00 Uhr;

- zusätzlich jeden Dienstag ab Schulschluss (bzw. in der schul-
freien Zeit ab 18.00 Uhr) bis Donnerstagmorgen Schulbeginn;

- in ungeraden Jahren über die ganzen Osterfeiertage, von Grün-
donnerstag, 18.00 Uhr, bis Ostermontag, 18.00 Uhr, und in gera-
den Jahren über die ganzen Pfingstfeiertage, von Freitag, 18.00 
Uhr, bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr;

- in den geraden Jahren am 24. Dezember und am folgenden 
1. Januar sowie in den ungeraden Jahren am 25. Dezember und 
am 31. Dezember

- ausserdem sei der Beklagte für berechtigt und verpflichtet zu er-
klären, C._____ während der Hälfte der Schulferien Wochen pro 
Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu neh-
men.

Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, die Ferienbetreuung 
mindestens drei Monate vor dem geplanten Ferienbeginn anzu-
melden und mit der Berufungsklägerin abzusprechen. Können 
sich die Parteien nicht einigen, so entscheiden die Berufungsklä-
gerin in den Jahren mit ungerader und der Berufungsbeklagte in 
den Jahren mit gerader Jahreszahl über die Aufteilung der Ferien.

In der übrigen Zeit wird C._____ von der Berufungsklägerin be-
treut.

- 13 -

3.

4.

5.

in Abänderung von Ziff. 8 des Urteils vom 22. März 2024 des Be-
zirksgerichts Hinwil (FE210102-E) sei der Berufungsbeklagte zu 
verpflichten, der Berufungsklägerin zuzüglich allfällige Familienzu-
lagen CHF 2'000.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monat-
lich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zu bezahlen.

Die Zahlungsmodalitäten gelten bis zur Volljährigkeit bzw. bis 
zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung auch über die 
Volljährigkeit hinaus, solange C._____ im Haushalt der Beru-
fungsklägerin lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem 
Berufungsbeklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfän-
ger bezeichnet.

In Abänderung von Ziff. 10 des Urteils vom 22. März 2024 des 
Bezirksgerichts Hinwil (FE210102-E) seien die Erziehungsgut-
schriften für die Berechnung der AHV/IV Renten der Berufungs-
klägerin anzurechnen.

In Abänderung von Ziff. 13 des Urteils vom 22. März 2024 des 
Bezirksgerichts Hinwil (FE210102-E) sei festzuhalten, die Fest-
setzung der vorstehenden Unterhaltsbeiträge basiere auf folgen-
de Grundlage:

Einkommen netto pro Monat inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Fa-
milienzulagen:

-

-

-

Berufungsklägerin: CHF 5'500.00

Berufungsbeklagter: CHF 6'964.00

C._____: CHF 300 Kinderzulage

Die Vermögensverhältnisse sind für die Unterhaltsberechnung 
nicht massgebend.

6.

In Abänderung von Ziff. 14 des Urteils vom 22. März 2024 des 
Bezirksgerichts Hinwil (FE210102-E) sei auf die Teilung der Vor-
sorgegelder zu verzichten.

7.

Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8.1 % MwSt.

des Berufungsbeklagten (act. 8 S. 2):

1.

2.

Es sei die Berufung vom 7.05.2024 gegen das Urteil des Bezirks-
gerichts Hinwil (FE-210102-E) vom 22.05.2024 vollumfänglich ab-
zuweisen und es sei das vorinstanzliche Urteil in allen Punkten zu 
bestätigen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8.1 % 
MwSt.) zu Lasten der Berufungsklägerin.

der Kindesvertretung (act. 23 S. 1):

Es sei die Berufung vollumfänglich abzuweisen.

- 14 -

Gemeinsame Schussanträge der Parteien:
(sinngemäss, vgl. act. 39 und act. 53)

Es seien die Teilvereinbarungen vom 7. April 2025 und vom 19. Mai 
2025 zu genehmigen und die Berufungsverfahren LC240025 betreffend 
Scheidung und LY240016 betreffend Vorsorgliche Massnahmen ent-
sprechend zu erledigen;

unter vereinbarungsgemässer Regelung der Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen. 

Es wird beschlossen:

1.

Es wird vorgemerkt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 22. März 

2024 seit dem 12. Juli 2024 in den folgenden Punkten rechtskräftig ist:

1.

2.

Die Ehe der Parteien wird geschieden.

Die Teilvereinbarung der Parteien vom 26. Juli 2022 wird vorgemerkt und genehmigt. 

Sie lautet wie folgt:

"1.

Scheidung

Die Parteien stellen übereinstimmend fest, dass sie bei Einreichung der Klage 

bereits länger als zwei Jahre getrennt gelebt haben. Gestützt darauf anerkennt 

der Beklagte den geltend gemachten Scheidungsgrund (Art. 114 ZGB).

2.

Elterliche Sorge

Die Parteien beantragen dem Gericht, die elterliche Sorge für den Sohn 

C._____, geboren am tt.mm.2012, den Parteien gemeinsam zu belassen.

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der 

Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist 

bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung beider Par-

teien bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel 

des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterli-

chen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und dem 

Kind hat.

- 15 -

3.

Beistandschaft

[…]

(Dem gemeinsamen Antrag der Parteien auf Errichtung einer Beistandschaft 

für den Sohn C._____ wurde bereits mit Verfügung vom 26. Juli 2022 entspro-

chen.)

4.

Güterrecht

In güterrechtlicher Hinsicht behält jede Partei zu Eigentum, was sie gegenwär-

tig besitzt oder was auf ihren Namen lautet, und übernimmt die auf sie lauten-

den Schulden zur alleinigen Rückzahlung."

3.

Der Sohn C._____, geboren am tt.mm.2012, wird unter der gemeinsamen elterlichen 

Sorge der Parteien belassen.

4.

5.

6.

…

…

Die Klägerin und der Beklagte werden im Sinne einer Weisung nach Art. 307 Abs. 3 

ZGB verpflichtet, den Kurs "Eltern bleiben – mein Kind im Zentrum" zu absolvieren 

und ein von der Beiständin einzurichtendes Erziehungscoaching zu besuchen.

7.

Die mit Verfügung vom 26. Juli 2022 angeordnete Beistandschaft im Sinne von 

Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird mit grundsätzlich unveränderten Aufträgen weiterge-

führt.

Zusätzlich zu den bisherigen Aufträgen wird die Beiständin damit beauftragt, zu 

überprüfen, ob die Parteien den Kurs "Eltern bleiben – mein Kind im Zentrum" be-

sucht haben und die Parteien im Zusammenhang mit diesem Kursbesuch bei Bedarf 

zu unterstützen, sowie ein Erziehungscoaching einzurichten und für deren Finanzie-

rung besorgt zu sein.

Zudem wird die Beiständin berechtigt, bei Bedarf Anträge auf Anordnung weite-

rer Kindesschutzmassnahmen zuhanden der KESB zu stellen.

8.

9.

…

…

10. …

- 16 -

11.

Es werden keine nachehelichen Unterhaltsbeiträge zugesprochen.

12. …

13. …

14. …

15.

Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen, soweit sie nicht gegen-

standslos geworden sind und auf sie nicht einzutreten ist.

16.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

10'000.–

; die weiteren Gerichtskosten betragen:

Fr.

2'505.–

  Dolmetscherkosten.

Die Kosten der Kindsvertretung bleiben vorbehalten.

17.

Die Kosten (inklusive diejenigen der Kindsvertretung) werden den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt. Die Kostenanteile beider Parteien werden jedoch infolge Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Staatskasse genommen. Die 

Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen.

18.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

2.

Schriftliche Mitteilung mit dem nachstehenden Erkenntnis. Weitere Mitteilun-

gen erfolgen durch das Bezirksgericht.

1.

Die Teilvereinbarung der Parteien vom 7. April 2025 wird vorgemerkt und 

Es wird erkannt:

genehmigt. Sie lautet wie folgt:

Obhut und Betreuung

a) Obhut 

Die Parteien beantragen, es sei ihnen beiden die Obhut für den Sohn C._____ mit 
wechselnder Betreuung zu übertragen. 

Die Parteien vereinbaren, dass der zivilrechtliche Wohnsitz des Sohnes beim Vater 
ist.

- 17 -

b) Betreuungsregelung (gilt ab dem 9. Mai 2025)

Die Parteien einigen sich über die Aufteilung der Betreuung des Sohnes C._____ an 
den Wochenenden in einem Turnus von drei Wochen wie folgt:

 an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden ab Schulschluss (bzw. in der 
schulfreien Zeit ab 18.00 Uhr, nicht verpflegt) bis am Sonntagabend, 20.30 Uhr (An-
kunft beim Vater, verpflegt), durch die Mutter;

 am darauffolgenden Wochenende durch den Vater;

 an den zwei darauffolgenden Wochenenden wieder durch die Mutter (wie oben),

fallen Osterfeiertage, das Auffahrt folgende Wochenende oder Pfingstfeier-

tage in das Betreuungswochenende der Mutter, so verlängert sich die Betreuungs-
zeit von Gründonnerstag, Schulschluss, bis Ostermontag, 20.30 Uhr (Ankunft beim 
Vater), von Auffahrt, 12.00 Uhr, bis Sonntag 20.30 Uhr (Ankunft beim Vater), sowie 
Freitag, Schulschluss, bis Pfingstmontag, 20.30 Uhr (Ankunft beim Vater), jeweils 
verpflegt.

Darüber hinaus wird C._____ von der Mutter wie folgt betreut:

 unter der Woche jeden Donnerstag ab Schulschluss bis 20.30 Uhr (Ankunft beim 
Vater, verpflegt), 

falls das Chinesische Neujahrsfest unter der Woche stattfindet, ab Schulschluss 


bis 20.30 Uhr (Ankunft beim Vater, verpflegt),

in den geraden Jahren in der ersten Weihnachtsferienwoche sowie in den un-


geraden Jahren in der zweiten Weihnachtsferienwoche,

 zusätzlich zu den Weihnachtsferienwochen während sechs Wochen Ferien pro 
Jahr.

Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien spätestens per Mitte Dezem-
ber  für  das  Nachfolgejahr  im Voraus ab. Können sie sich  nicht  einigen,  so  kommt 
dem Vater für Jahre mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der 
Aufteilung der Ferien zu; für Jahre mit ungerader Jahreszahl der Mutter.

Fragen um eine allfällige Chinareise resp. falls das Chinesische Neujahrsfest in das 
Betreuungswochenende des Vaters fällt, besprechen die Eltern mit der Beistands-
person.

In der übrigen Zeit wird C._____ vom Vater betreut.

Weitergehende  oder  abweichende  Wochenend-,  Feiertags-  oder  Ferienkontakte 
nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten.

2.

Dispositiv-Ziffer 4 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 22. März 2024 

wird aufgehoben und die Obhut über C._____, geboren am tt.mm.2012, wird 

beiden Eltern übertragen, wobei sein Wohnsitz beim Berufungsbeklagten ist. 

3.

Dispositiv-Ziffer 5 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 22. März 2024 

wird aufgehoben und durch die Betreuungsregelung gemäss lit. b) der Teil-

vereinbarung der Parteien vom 7. April 2025 ersetzt.

- 18 -

4.

Die Teilvereinbarung der Parteien vom 19. Mai 2025 wird vorgemerkt und 

genehmigt. Sie lautet wie folgt:

1.

Vorbemerkung

Die  Parteien  beantragen  dem  Gericht,  die  folgende  Vereinbarung  sei  zu  ge-
nehmigen  und  die  Berufungsverfahren  LC240025  und  LY240016  seien  ent-
sprechend zu erledigen.

2.

Kinderunterhalt

Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für C._____, die während der Zeit 
anfallen, die er beim betreuenden Elternteil verbringt (insb. Verpflegung, All-
tagsbekleidung, Anteil Miete und Ferien etc.) jeweils selber. 

Der Berufungsbeklagte übernimmt die ausserordentlichen Kinderkosten (z.B. 
Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen etc.), soweit 
nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen, sowie 
sämtliche Schulkosten.

Die Familienzulagen werden vom Vater bezogen und von ihm für den Unterhalt 
von C._____ verwendet. 

3.

Grundlagen der Unterhaltsberechnung

Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde:

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen se-
parat:

Berufungsklägerin: CHF

6'500.00 (100%-Pensum)

Berufungsbeklagter:CHF

6'964.00 (100%-Pensum)

C._____:

CHF

  268.00 (Kinderzulage)

Vermögen:

für die Unterhaltsberechnung nicht massgebend

4.

Erziehungsgutschriften

Die Parteien vereinbaren, dass die Erziehungsgutschriften für die Berechnung 
künftiger AHV-/IV-Renten den Parteien je zur Hälfte angerechnet werden. Die 
Parteien werden die betroffenen Ausgleichskassen über diese Regelung infor-
mieren.

5.

Vorsorgeausgleich

Die Parteien verzichten in Kenntnis der Rechtslage gegenseitig auf den Aus-
gleich der während der Ehe geäufneten Austrittsguthaben aus beruflicher Vor-
sorge.

- 19 -

6.

Saldoklausel

Mit Vollzug dieser Vereinbarung sind die Parteien in ehe-, scheidungs- und gü-
terrechtlicher  Hinsicht  (einschliesslich  sämtliche  ausstehende  Kinderunter-
haltsbeiträge, soweit nicht bevorschusst [CHF 5'012.00]) vollständig auseinan-
dergesetzt. 

Die Berufungsklägerin zieht das Betreibungsbegehren Nr. 6 des Betreibungs-
amts Wald-Fischenthal umgehend bzw. bis 21. Mai 2025 zurück und widerruft 
umgehend bzw. bis 21. Mai 2025 die dem Amt für Jugend- und Berufsberatung 
erteilte Bevollmächtigung, Geschäftsstelle K._____, für das Inkasso von Kin-
deralimenten.

7.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

Die  Parteien  übernehmen  die  Gerichtskosten  der  Berufungsverfahren 
LC240025 und LY240016 je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Par-
teientschädigung.

Verlangt eine Partei die Begründung des Urteils, trägt sie die dadurch entste-
henden Mehrkosten allein.

8.

Vorsorgliche Massnahmen

Die Ziffer 2 dieser Vereinbarung tritt sinngemäss als vorsorgliche Massnahme 
im Scheidungsprozess rückwirkend auf den 9. Mai 2025 in Kraft. 

5.

Dispositiv-Ziffern 8 und 9 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 

22. März 2024 werden aufgehoben und durch die Unterhaltsregelung ge-

mäss Ziffer 2 der Teilvereinbarung der Parteien vom 19. Mai 2025 ersetzt.

Dispositiv-Ziffer 12 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 22. März 2024 

wird ersatzlos aufgehoben.

6.

Dispositiv-Ziffer 10 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 22. März 2024 

wird unter Verweis auf Ziffer 4 der Teilvereinbarung der Parteien vom 

19. Mai 2025 aufgehoben.

7.

Dispositiv Ziffer 13 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 22. März 2024 

wird unter Verweis auf Ziffer 3 der Teilvereinbarung der Parteien vom 

19. Mai 2025 aufgehoben.

8.

Dispositiv Ziffer 14 des Urteils des Bezirksgerichts Hinwil vom 22. März 2024 

wird unter Verweis auf Ziffer 5 der Teilvereinbarung der Parteien vom 

19. Mai 2025 aufgehoben.

9.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'800.– festgesetzt.

- 20 -

Verzichten die Parteien auf eine Begründung des Entscheids, wird die Ent-

scheidgebühr auf zwei Drittel ermässigt. 

Die Kosten der Kindesvertretung bleiben vorbehalten.

10. Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ wird eingeladen, eine Aufstellung über den 

Zeitaufwand und die Auslagen als Vertretung des Kindes vorzulegen.

11. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren, einschliesslich der 

Kosten für die Vertretung des Kindes, werden den Parteien je zur Hälfte auf-

erlegt.

12. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen.

13. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an die Parteien, an die Kin-

desvertretung, an die KESB Bezirk Hinwil und an die Beiständin L._____, kjz 

E._____, … [Adresse], sowie an das Bezirksgericht Hinwil.

Wenn keine Begründung verlangt wird, gehen die erstinstanzlichen Akten an 

die Vorinstanz zurück.

14. Dieser Entscheid erwächst in Rechtskraft, wenn nicht innert 10 Tagen ab 

der schriftlichen Zustellung von einer Partei schriftlich beim Obergericht des 

Kantons Zürich, II. Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, eine Begründung 

verlangt wird (Art. 318 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 239 ZPO). Wird eine Begrün-

dung verlangt, so läuft den Parteien die Frist zu Erklärung eines Rechtsmit-

tels ab Zustellung des begründeten Entscheids.

Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung 

des Entscheides mit Beschwerde ans Bundesgericht.

- 21 -

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. E. Lichti Aschwanden

MLaw B. Lakic

versandt am: