# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2029cf43-8f4e-555c-8243-49f3e7711428
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-01-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.01.2022 C-2102/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2102-2020_2022-01-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2102/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  J a n u a r  2 0 2 2   

 

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richterin Caroline Gehring,  

Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Ungarn),   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung,  

Anspruch auf berufliche Massnahmen und Invalidenrente 

(Verfügung vom 18. März 2020). 

 

 

 

C-2102/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der ungarische Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Beschwerde-

führer) wurde am (…) 1977 geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder. Im 

Jahr 2001 absolvierte er nach eigenen Angaben eine Ausbildung zum Bag-

gerführer (vgl. IV-act. 1 S. 5). Von April 2015 bis Februar 2017 lebte er in 

der Schweiz (vgl. IV-act. 1 und 4), wo er von April bis November 2015 bei 

der B._______ AG als Bauarbeiter angestellt war und entsprechende Bei-

träge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-

cherung (AHV/IV) leistete (IV-act. 17 und 30). Am 24. September 2015 erlitt 

der Beschwerdeführer während der Arbeit ein Hebetrauma, bei welchem 

nach dem Aufheben eines Betonstücks seine Arme und Beine taub gewor-

den seien (vgl. z. B. BVGer-act. 2). Daraufhin wurde der Beschwerdeführer 

vom 24. September 2015 bis zum 31. August 2016 zu 100 % krankge-

schrieben (vgl. Unfallschein in IV-act. 207). Von Januar 2016 bis Juli 2017 

leistete der Beschwerdeführer AHV/IV-Beiträge als Nichterwerbstätiger (IV-

act. 17). Am 24. Juli 2018 (Eingang: 25. Juli 2018) meldete er sich zum 

Bezug von IV-Leistungen (berufliche Integration und Invalidenrente) bei der 

Sozialversicherungsanstalt C._______ an. Als Krankheitsgrund gab er ei-

nen Arbeitsunfall vom 24. September 2015 an (IV-act. 1). Mit Schreiben 

vom 27. Juli 2018 übermittelte die Sozialversicherungsanstalt C._______ 

die Akten zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz), da der Beschwerdeführer seit März 2017 

in Ungarn wohnhaft sei (IV-act. 4).  

B.  

B.a Gemäss den in den Vorakten liegenden Dokumenten der SUVA hat 

diese das vom Beschwerdeführer als "Arbeitsunfall" beschriebene Hebe-

trauma nicht als einen Unfall im sozialversicherungsrechtlichen Sinne ein-

gestuft. Sie erklärte dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 2. Oktober 

2015, dass es sich nach ihren Abklärungen bei den von ihm beklagten 

Rückenbeschwerden um Beschwerde krankhafter Natur handle, welche im 

Volksmund unter dem Begriff "Hexenschuss" bekannt seien. Sie empfahl 

eine Meldung dieser Beschwerden bei der Krankenversicherung (IV-act. 

205).  

B.b Eine entsprechende Anmeldung bei der Krankenversicherung liegt 

nicht in den Akten. Aus den Akten (zur Aktenführungspflicht vgl. unten E. 4) 

ist jedoch ersichtlich, dass die Vorinstanz die D._______, Krankentaggeld-

versicherung des Beschwerdeführers, um die Zustellung der vollständigen 

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Seite 3 

Akten ersucht hatte, da diese ebenfalls Leistungen erbracht habe (IV-act. 

21). In den Akten liegen sodann verschiedene medizinische Unterlagen, 

welche die D._______ im Rahmen ihrer Abklärungen veranlasst hatte, so 

der Bericht über die vertrauensärztliche Untersuchung vom 6. Dezember 

2015 von Dr. med. E._______ vom 6. Dezember 2015 (IV-act. 26 S. 72 f.), 

das orthopädische Gutachten von Dr. med. F._______, Facharzt für ortho-

pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 

4. Februar 2016 (IV-act. 26 S. 60-70) sowie die fachärztliche Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit mit Untersuchung auf orthopädischem Fachgebiet von 

Dr. med. G._______, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Trauma-

tologie des Bewegungsapparates, vom 18. Mai 2016 (IV-act. 26 S. 29-38). 

B.c Mit zwei Schreiben je vom 20. November 2018 holte die Vorinstanz 

alsdann beim Beschwerdeführer den Fragebogen für den Versicherten  

(IV-act. 27) und bei der B._______ AG den Fragebogen für Arbeitgebende 

(IV-act. 28) ein. Der durch die B._______ AG ausgefüllte Fragebogen für 

Arbeitgebende vom 27. November 2018 ging am 29. November 2018 bei 

der Vorinstanz ein (IV-act. 30). In den Akten liegen sodann drei weitere, 

vom Beschwerdeführer ausgefüllte Fragebögen ("Fragebogen für den Ar-

beitgeber", "Fragebogen für den Versicherten" sowie "Fragebogen für den 

Versicherten: Berufliche Integration") je vom 14. Januar 2019 (IV-act. 124 

[Anm.: Das Eingangsdatum ist nicht verzeichnet]). Ausserdem ging am 

10. Oktober 2019 über den ungarischen Versicherungsträger (vgl. IV-

act. 179) der ausführliche ärztliche Bericht (Formularbericht E 213 HU) von 

Dr. med. H._______ (Anm.: Facharzttitel unbekannt) vom 29. Mai 2019 

(Originalbericht in IV-act. 180; Übersetzung [nur die im Originalbericht aus-

gefüllten Seiten des Formularberichts] in IV-act. 172) bei der Vorinstanz 

ein.  

B.d Dr. med. I._______, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabili-

tation des regionalen ärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD), äusserte 

sich mit Stellungnahme vom 14. Oktober 2019 zum Dossier. Er erklärte, 

ein Gutachten vom 4. Februar 2016 bescheinige eine volle Arbeitsfähigkeit, 

auch als Baggerführer. Ein Gutachten vom 18. Mai 2016 sehe eine Teilar-

beitsfähigkeit als Baggerführer vor, was wohl eher der Realität entspreche. 

Unbestritten sei die volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit. Für die 

Tätigkeit als Bauarbeiter bestehe sicher eine volle Arbeitsunfähigkeit seit 

September 2015. Das neue Gutachten E 213 von Mai 2019 bestätige diese 

Beurteilung. Auch wies Dr. med. I._______ darauf hin, dass der Beschwer-

deführer eingliederungsfähig sei. Mittelfristig erscheine eine Umschulung 

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Seite 4 

auf eine leichte bis mittelschwere, rückenschonende Tätigkeit ohne Vibra-

tionen, ohne Heben und Tragen, ohne Besteigen von Gerüsten oder Bau-

fahrzeugen und ohne Bücken sinnvoll (IV-act. 178).  

B.e Mit Einkommensvergleich vom 19. November 2019 (IV-act. 186) er-

rechnete die Vorinstanz eine Einkommenseinbusse von 2.35 %, wobei sie 

für beide Vergleichseinkommen auf die vom Bundesamt für Statistik erho-

benen schweizerischen Durchschnittslöhne des Jahres 2016 abstellte (Va-

lideneinkommen: durchschnittlicher Bruttolohn für einen Arbeitsnehmer in 

der Schweiz im Baugewerbe im Kompetenzniveau 1 von Fr. 5'508.–, um-

gerechnet auf die branchenüblichen 41.4 Arbeitsstunden pro Woche 

Fr. 5'700.78; Invalideneinkommen: durchschnittlicher Bruttolohn für einen 

Arbeitsnehmer in der Schweiz im allgemeinen privaten Sektor im Kompe-

tenzniveau 1 von Fr. 5'340.–, umgerechnet auf die branchenüblichen 41.7 

Arbeitsstunden pro Woche Fr. 5'566.95).  

B.f Mit Vorbescheid vom 6. Januar 2020 kündigte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer an, sie werde seine Leistungsbegehren sowohl hinsichtlich 

beruflicher Massnahmen als auch hinsichtlich einer Invalidenrente abzu-

weisen haben. Zur Begründung führte sie aus, es gehe aus den Akten her-

vor, dass ab dem 24. September 2015 eine volle Arbeitsunfähigkeit in der 

Ausübung sämtlicher Tätigkeiten sowie ab Februar 2016 eine Arbeitsunfä-

higkeit von 50 % in der Ausübung der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bau-

arbeiter (Baggerführer) bestehe. Trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung 

sei ab Februar 2016 eine gewinnbringende Tätigkeit in einer rentenaus-

schliessenden Weise wieder zumutbar. Folgende funktionelle Einschrän-

kungen seien bei der Ausübung einer angepassten Tätigkeit zu beachten: 

keine Rumpfrotation, kein Besteigen von Leitern, kein Treppensteigen und 

kein Gehen auf unebenem Gelände, kein Heben von Lasten über 10 Kilo-

gramm sowie Vermeiden von Schlechtwetter. Es liege damit keine Invalidi-

tät vor, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge. Eine Umschu-

lung könne bei der erlittenen Erwerbseinbusse von 3 % nicht übernommen 

werden (IV-act. 195).  

B.g Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit E-Mail vom 28. Januar 

2020 Einwände, wobei er mehrere, mehrheitlich bereits in den Akten lie-

gende medizinische Unterlagen einreichte. Er machte geltend, er sei wei-

terhin voll arbeitsunfähig. In Ungarn sei ihm eine Invalidenrente aufgrund 

eines Gesundheitsschadens von 42 % zugesprochen worden. Er bean-

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tragte eine neue Abklärung seines Falles und wies darauf hin, dass er be-

reitwillig für eine weitere Untersuchung in die Schweiz kommen werde  

(IV-act. 197).  

B.h Mit Stellungnahme vom 10. Februar 2020 (IV-act. 225) hielt RAD-Arzt 

Dr. med. I._______ grundsätzlich an seiner Beurteilung vom 14. Oktober 

2019 fest. Er erklärte mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit ergänzend, es könne 

diskutiert werden, ob die vorwiegend sitzend ausgeübte Tätigkeit als Bag-

gerführer einer leidensadaptierten Tätigkeit entspreche. Die Tätigkeit 

werde zwar sitzend und ohne schweres Heben und Tragen, ohne Zwangs-

haltungen, Bücken u. s. w. durchgeführt, der Beschwerdeführer müsse 

aber erst einmal auf den Bagger kommen. Das Besteigen von Baufahrzeu-

gen könne durchaus rückenbelastend sein. Ausserdem träten vermutlich 

Vibrationsbelastungen auf. Somit sei eine Einschränkung der Arbeitsfähig-

keit als Baggerführer gerechtfertigt. Insgesamt liege damit ab dem 24. Sep-

tember 2015 eine volle Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter sowie seit Feb-

ruar 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % als Baggerführer 

vor. In einer angepassten beruflichen Tätigkeit bestehe (nach einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit ab dem 24. September 2015) spätestens seit Februar 

2016 eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 225). Diese Einschätzung bestä-

tigte Dr. med. I._______, nach Eingang eines weiteren ausführlichen ärzt-

lichen Berichts (E 213 HU) von Dr. med. J._______ (Anm.: Facharzttitel 

unbekannt) vom 31. Oktober 2019 (Originalbericht in IV-act. 224; Überset-

zungen in IV-act. 226 [bei dieser Übersetzung fehlen mehrere im Original 

ausgefüllte Seiten] und BVGer-act. 53 [vollständige Übersetzung des For-

mularberichts]), mit Stellungnahme vom 2. März 2020 (IV-act. 229). 

B.i Mit Verfügung vom 18. März 2020 wies die Vorinstanz das Leistungs-

gesuch des Beschwerdeführers sowohl in Bezug auf berufliche Massnah-

men als auch auf eine Invalidenrente in Bestätigung ihres Vorbescheids 

ab. Zur Begründung führte sie ergänzend zum Vorbescheid aus, der Be-

schwerdeführer habe neu lediglich verschiedene Arbeitsunfähigkeitszeug-

nisse eingereicht, welche sie ihrem RAD unterbreitet habe. Dieser habe 

seine vorgängige Stellungnahme bestätigt. In sämtlichen Gutachten sei die 

Arbeitsfähigkeit in leichter bis mittelschwerer Tätigkeit unstreitig. Diskutiert 

werden könne lediglich, ob die Tätigkeit als Baggerführer (vorwiegend sit-

zend) einer leidensadaptierten Tätigkeit entspreche. Die Tätigkeit werde 

zwar sitzend und ohne schweres Heben und Tragen, ohne Zwangshaltung, 

Bücken u. s. w. durchgeführt. Das Besteigen von Baufahrzeugen könne 

indessen durchaus rückenbelastend sein. Ausserdem würden vermutlich 

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Vibrationsbelastungen auftreten. Deshalb sei eine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit als Baggerführer zu 50 % gerechtfertigt. Die Arbeitsfähigkeit 

in angepasster Tätigkeit werde auch in den aktuellen Gutachten (E 213 

HU) vom 29. Mai 2019 und vom 31. Oktober 2019 bestätigt. Die Entscheide 

ausländischer Sozialversicherungen seien sodann für die schweizerische 

Invalidenversicherung nicht bindend (IV-act. 232). 

C.  

C.a Mit Kontaktformular vom 18. April 2020 erklärte der Beschwerdeführer, 

er wolle "Berufung" erheben gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 

18. März 2020 und erkundigte sich, ob er diese per E-Mail einreichen dürfe. 

Er führte zur Begründung sinngemäss aus, er sei seit einem Arbeitsunfall 

in der Schweiz vom 24. September 2015 trotz (erfolgloser) Behandlung bis 

zum 31. März 2017 arbeitsunfähig verblieben. In Ungarn erhalte er auf der 

Grundlage eines Invaliditätsgrads von 42 % eine Invalidenrente. In der 

Schweiz erhalte er seit Ablauf der Krankentaggelder keine Leistungen 

mehr (BVGer-act. 1).  

C.b Mit E-Mail vom 21. April 2020 machte der Beschwerdeführer darüber 

hinaus geltend, dass er seit seinem Hebetrauma vom 24. September 2015, 

als beim Aufheben eines Betonstücks seine Beine taub geworden seien, 

Rückenprobleme habe. Bei der Abklärung seien auf einem MRI drei Band-

scheibenvorfälle erkannt worden. Daraufhin habe er für eine gewisse Zeit 

Krankentaggelder der D._______ erhalten. Ab dem 24. September 2015 

seien die Krankentaggelder gesperrt worden (Anm.: vgl. aber Schreiben 

der D._______ vom 7. Juni 2016, wonach die Krankentaggelder bis spä-

testens zum 15. Oktober 2016 zu 100 % geleistet und anschliessend ein-

gestellt würden [IV-act. 206]. Aufgrund seines Gesundheitszustands müsse 

er aber weiterhin Anspruch auf Krankentaggelder haben. Er könne den 

Standpunkt der Vorinstanz nicht verstehen, dass er trotz seinen gutachter-

lich belegten gesundheitlichen Einschränkungen keinen Anspruch auf eine 

finanzielle Versorgung aus der Schweiz habe. Wegen der Verschlechte-

rung der Lebensqualität habe er Anrecht auf das ausgefallene Taggeld bis 

zum 24. September 2019 im Betrag von Fr. 300'000.–. Falls ihm die Vor-

instanz eine Umschulung finanziere, werde er gerne für die Ausübung einer 

zumutbaren Arbeit in die Schweiz zurückkehren. Ebenfalls beantragte er 

die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, da er infolge Bedürftig-

keit für die Verfahrenskosten nicht selbst aufkommen könne. Seiner E-Mail 

hängte er diverse, bereits in den Vorakten liegende medizinische Unterla-

gen an (BVGer-act. 2). 

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Seite 7 

C.c Das Bundesverwaltungsgericht teilte dem Beschwerdeführer mit  

E-Mail vom 21. April 2020 mit, dass die Einreichung einer Beschwerde per 

E-Mail nicht zulässig sei und er die Beschwerde schriftlich mit allen Unter-

lagen einzureichen habe. Ebenfalls wies es darauf hin, dass die Beschwer-

deschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 

und die Original-Unterschrift des Beschwerdeführers enthalten müsse. Er 

könne die Beschwerde per Post zustellen oder an eine schweizerische dip-

lomatische oder konsularische Vertretung abgeben (BVGer-act. 3).  

C.d Am 24. April 2020 übergab der Beschwerdeführer sein E-Mail vom 

21. April 2020 ausgedruckt und unterzeichnet (mitsamt dem Ausdruck 

sämtlicher E-Mail Anhänge als Beilagen) an die schweizerische Auslands-

vertretung in (…), Ungarn, zu Handen des Bundesverwaltungsgerichts 

(BVGer-act. 5).   

C.e Mit Zwischenverfügung vom 15. Mai 2020 bestätigte das Bundesver-

waltungsgericht den Eingang der Beschwerde und holte beim Beschwer-

deführer einen Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 800.– ein (BVGer- 

act. 9). Mit Zwischenverfügung vom 7. Juli 2020 hob das Bundesverwal-

tungsgericht indessen den eingeholten Kostenvorschuss auf und setzte 

dem Beschwerdeführer eine Frist an zur Einreichung des ausgefüllten For-

mulars "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" mitsamt den nötigen Be-

weismitteln (BVGer-act. 12). 

C.f Am 19. August 2020 gingen beim Bundesverwaltungsgericht via 

schweizerische Auslandsvertretung in (…), Ungarn, das ausgefüllte For-

mular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" vom 18. August 2020 so-

wie verschiedene Unterlagen aus Ungarn (BVGer-act. 18), deren Überset-

zung das Bundesverwaltungsgericht in der Folge anordnete (BVGer-act. 

20), ein.  

C.g Am 24. August 2020 holte das Bundesverwaltungsgericht bei der  

Vorinstanz die Vorakten ein (BVGer-act. 21). Am 8. September 2020 gin-

gen beim Bundesverwaltungsgericht die eingeholten Übersetzungen be-

treffend das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechts-

pflege ein (BVGer-act. 23).  

C.h Mit Nachinstruktionsverfügung vom 16. September 2020 holte das 

Bundesverwaltungsgericht beim Beschwerdeführer verschiedene ergän-

zende Unterlagen zu seinen im Formular "Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege" gemachten Angaben ein (BVGer-act. 24), welche am 

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Seite 8 

14. Oktober 2020 beim Bundesverwaltungsgericht, erneut zugestellt via 

schweizerische Auslandsvertretung in (…), Ungarn, eintrafen (BVGer-act. 

27). Die vom Bundesverwaltungsgericht erneut eingeholten Übersetzun-

gen (vgl. BVGer-act. 28) der neu eingegangenen Unterlagen gingen am 

22. Oktober 2020 beim Bundesverwaltungsgericht ein (BVGer-act. 31). 

C.i Mit Zwischenverfügung vom 9. April 2021 hiess das Bundesverwal-

tungsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche 

Rechtspflege gut und entband den Beschwerdeführer von der Pflicht zur 

Leistung eines Kostenvorschusses (BVGer-act. 38). 

C.j Mit ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2021 beantragte die Vorinstanz, 

die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu 

bestätigen. Sie führte im Wesentlichen aus, für die Invaliditätsbemessung 

seien ausschliesslich die schweizerischen Rechtsnormen massgebend. 

Auch ein Aktenbericht könne beweistauglich sein, sofern die Akten ein voll-

ständiges Bild über die Anamnese, den Verlauf und den gegenwärtigen 

Status ergäben. Damit könne auf vom RAD vorgenommene Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit abgestellt werden (BVGer-act. 40). 

C.k Mit per E-Mail vom 15. Juni 2021 eingereichter Replik wies der Be-

schwerdeführer darauf hin, dass er vor dem Unfall in der Schweiz keine 

Wirbelsäulenprobleme gehabt habe. Auch habe ihm, entgegen der Darstel-

lung der Vorinstanz, niemand eine Arbeit in einem 50 %-Arbeitspensum 

angeboten (BVGer-act. 43).  

C.l Mit Duplik vom 23. Juni 2021 erklärte die Vorinstanz, es würden sich 

aus der Replik keine neuen Sachverhaltselemente ergeben, womit es bei 

ihren Ausführungen in der Vernehmlassung bleibe (BVGer-act. 45).  

D. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterla-

gen wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

den Vorschriften des VGG, des VwVG [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des 

ATSG (SR 830.1; vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG). 

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Seite 9 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern – wie im vorlie-

genden Fall – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen 

gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört die  

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit 

zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; er ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese beson-

ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  

oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG).  

1.4 Nachdem dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 9. April 2021 

überdies die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist auf die frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1, 

Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 18. März 2020, mit welcher die Vorinstanz das Leistungs-

gesuch des Beschwerdeführers mit Blick sowohl auf berufliche Massnah-

men als auch auf eine Invalidenrente abgewiesen hat.  

Der Beschwerdeführer hat in seinen Eingaben ans Bundesverwaltungsge-

richt zwar immer wieder die Ausrichtung von Krankentaggeldern durch die 

D._______ beantragt. Er hat in seinen (in Deutsch verfassten) Eingaben 

aber jeweils auch allgemein die Ausrichtung von finanziellen Leistungen 

durch die Schweiz sowie insbesondere auch die Gewährung einer Um-

schulung erwähnt (vgl. Sachverhalt Bst. C.b hiervor). Als rechtsunkundiger 

Laie ungarischer Muttersprache ist der Beschwerdeführer damit nicht auf 

seinen Antrag auf Leistung von Krankentaggeldern zu behaften. Vielmehr 

ist aus seinen Eingaben ans Bundesverwaltungsgericht sinngemäss zu er-

kennen, dass es ihm um den Erhalt von Geldleistungen zur Verbesserung 

der Erwerbsmöglichkeiten respektive zur Deckung seiner entstandenen Er-

werbseinbussen geht. Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer mit der 

vorliegenden Beschwerde bezweckt, die im Rahmen des IV-Verfahrens 

möglichen Geldleistungen, sprich die Gewährung von Eingliederungs-

massnahmen sowie Invalidenrente, zugesprochen zu erhalten. Streitig und 

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Seite 10 

vorliegend vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen ist daher die Frage, 

ob der Beschwerdeführer Anspruch auf einerseits berufliche Massnahmen 

und andererseits auf eine Invalidenrente der schweizerischen Invalidenver-

sicherung hat.  

3.  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist ungarischer Staatsangehöriger und wohnt in 

Ungarn, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 

21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits 

und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten anderer-

seits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die gemäss 

Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Europäischen 

Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 sowie 

Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die Ver-

ordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sowie 

Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss 

Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, 

um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertrags-

staaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und 

die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte ab-

weichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze 

dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die 

Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts-

ordnung (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 

16. Januar 2013 E. 4 m. w. H.), was sich auch mit dem Inkrafttreten der 

oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. Ur-

teil des BVGer C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). Demnach rich-

tet sich die Beurteilung der vorliegend streitigen Frage des Anspruchs des 

Beschwerdeführers auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversi-

cherung (berufliche Massnahmen und Invalidenrente) alleine nach schwei-

zerischem Recht. 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 18. März 2020) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-

dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).  

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Seite 11 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 18. März 2020 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind.  

3.4 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).  

3.5 Es ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes we-

gen nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 

Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner Kognition kann es die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. Urteil des BGer 2C_393/2015 vom 

26. Januar 2016 E. 1.2; BGE 132 II 47 E. 1.3 m. w. H.).  

4.  

In formeller Hinsicht ist zunächst auf die der Vorinstanz obliegende Akten-

führungspflicht hinzuweisen.  

4.1 Gemäss ständiger Rechtsprechung bildet die Aktenführungspflicht von 

Verwaltung und Behörden das Gegenstück zum (aus Art. 29 Abs. 2 BV 

fliessenden) Akteneinsichts- und Beweisführungsrecht, indem die Wahr-

nehmung des Akteneinsichtsrechts durch die versicherte Person eine Ak-

tenführungspflicht der Verwaltung voraussetzt (BGE 130 II 473 E. 4.1, 124 

V 372 E. 3b, 124 V 389 E. 3a).  

4.2 Die Behörde ist verpflichtet, ein vollständiges Aktendossier über das 

Verfahren zu führen, um gegebenenfalls ordnungsgemäss Akteneinsicht 

gewähren und bei einem Weiterzug diese Unterlagen an die Rechtsmittel-

instanz weiterleiten zu können. Die Behörde hat alles in den Akten festzu-

halten, was zur Sache gehört (BGE 124 V 372 E. 3b, 115 Ia 97 E. 4c). Der 

verfassungsmässige Anspruch auf eine geordnete und übersichtliche Ak-

tenführung verpflichtet die Behörden und Gerichte, die Vollständigkeit der 

im Verfahren eingebrachten und erstellten Akten sicherzustellen (SVR 

C-2102/2020 

Seite 12 

2011 IV Nr. 44 [8C_319/2010] E. 2.2.1; Urteil des BGer 5A_341/2009 vom 

30. Juni 2009 E. 5.2). Für die dem Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts unterstellten Versicherer wurde in Art. 46 ATSG die Aktenfüh-

rungspflicht auf Gesetzesstufe konkretisiert. Danach sind für jedes Sozial-

versicherungsverfahren alle Unterlagen, die massgeblich sein können, 

vom Versicherungsträger systematisch zu erfassen (BGE 138 V 218 

E. 8.1.2). Ferner sind die Unterlagen von Beginn weg in chronologischer 

Reihenfolge abzulegen; bei Vorliegen eines Gesuchs um Akteneinsicht und 

spätestens im Zeitpunkt des Entscheids ist das Dossier zudem durchge-

hend zu paginieren (8C_319/2010 E. 2.2.2). In der Regel ist auch ein Ak-

tenverzeichnis zu erstellen, welches eine chronologische Auflistung sämt-

licher in einem Verfahren gemachter Eingaben enthält (Urteile des BGer 

2C_327/2010 vom 19. Mai 2011 E. 3.2 [nicht publiziert in BGE 137 I 247], 

8C_319/2010 E. 2.2.2, 8C_616/ 2013 vom 28. Januar 2014 E. 2.1). 

Vorliegend weisen die von der Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht 

eingereichten Vorakten diverse Unterlagen doppelt oder mehrfach auf. 

Während des vorinstanzlichen Abklärungsverfahrens hat zwischen der  

Vorinstanz und dem Beschwerdeführer ein reger E-Mail-Austausch statt-

gefunden. Zudem wurden vom Beschwerdeführer verschiedene Arztbe-

richte der behandelnden Ärzte, insbesondere die Berichte des Spitals 

K._______ bezüglich der stationären Behandlung vom 24. bis zum 

25. September 2015, mehrere ambulante Sprechstundenberichte und Ver-

laufsberichte der L._______ Klinik, (…), der Jahre 2015 bis 2017 sowie 

diverse Arbeitsunfähigkeitszeugnisse mehrfach bei der Vorinstanz einge-

reicht (vgl. z. B. IV-act. 80-93, 146-161 und 209-2019), was die Übersicht-

lichkeit des Dossiers zusätzlich erschwert. Die Unterlagen erscheinen auch 

nicht chronologisch oder in einer anderen logischen Reihenfolge sortiert, 

sondern unsystematisch erfasst. Dies mag daran liegen, dass der Be-

schwerdeführer sich in unzähligen E-Mails immer wieder an die Vorinstanz 

gewandt hat. Dennoch darf auch angesichts dieser Aktenflut erwartet wer-

den, dass die Unterlagen in einer überschaubaren Weise abgelegt werden, 

was der Vorinstanz vorliegend leider nicht vollständig gelang. So ist den 

Akten nicht immer eindeutig zu entnehmen, wann und von wem die darin 

enthaltenen Unterlagen eingereicht wurden (namentlich in den E-Mails des 

Beschwerdeführers wird oftmals angegeben, dass eine Datei angehängt 

wurde, der jeweilige Name der Datei lässt indessen nicht auf ein bestimm-

tes Dokument in den Akten schliessen; vgl. beispielsweise E-Mail des Be-

schwerdeführers vom 15. Mai 2019 mit Angabe eines PDF Anhanges, der 

lediglich mit einer längeren Nummer bezeichnet ist [IV-act. 125]). Hier hätte 

C-2102/2020 

Seite 13 

bereits die Angabe eines Eingangsdatums auf den betreffenden Unterla-

gen geholfen, diese einem bestimmten E-Mail-Schreiben des Beschwer-

deführers zuordnen zu können (vgl. hierzu z. B. Anmerkung im Sachverhalt 

Bst. B.d).  

Darüber hinaus hat die Vorinstanz viele der in dem Aktenverzeichnis als 

"document à traduire" bezeichneten Aktenstücke nicht – oder zumindest im 

Falle der beiden Formularberichte E 213 HU vom 29. Mai 2019 (Original-

bericht in IV-act. 180, teilweise Übersetzung in IV-act. 172 [vgl. hierzu 

Sachverhalt Bst. B.d]) und vom 31. Oktober 2019 (Originalbericht in IV-act. 

224, teilweise Übersetzung in IV-act. 226 [vgl. hierzu Sachverhalt Bst. B.i]) 

nicht vollständig – übersetzen lassen, weshalb sich das Bundesverwal-

tungsgericht gezwungen sah, zum besseren Verständnis der Vorakten im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren diverse aus Ungarn stammenden Un-

terlagen nachträglich übersetzen zu lassen (vgl. BVGer-act. 50 und 53). 

Die wenigen, effektiv eingeholten Übersetzungen sind in den Akten sodann 

nicht gut auffindbar (hilfreich wäre hier eine genauere Bezeichnung im Ak-

tenverzeichnis, ein Verweis auf die Aktennummer der Übersetzung auf 

dem Originalbericht oder ein Ablegen der Übersetzungen unmittelbar an-

schliessend auf die entsprechenden Originalberichte).  

4.3 Wie dargestellt erweisen sich die Vorakten als nicht systematisch er-

fasst. Auch wurden diese nicht so erfasst, dass ersichtlich würde, wer wann 

welches Dokument eingereicht hat. Das Bundesverwaltungsgericht musste 

einen überdurchschnittlichen Aufwand betreiben, um sich einen Überblick 

über das vor der Vorinstanz geführte Verfahren zu verschaffen. Es ist daher 

festzustellen, dass die Vorinstanz ihrer Aktenführungspflicht nicht nachge-

kommen ist. Sie wird ihre Aktenführung im Sinne des Gesagten zu verbes-

sern haben. Eine genauere Bezeichnung der einzelnen Aktenstücke im Ak-

tenverzeichnis könnte darüber hinaus helfen, ein schnelleres Zurechtfin-

den im Dossier zu gewährleisten. 

5.  

Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 

wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und beim 

Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet 

hat (Art. 36 Abs. 1 IVG). Für die Erfüllung der dreijährigen Mindestbeitrags-

dauer können Beitragszeiten, die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt 

worden sind, mitberücksichtigt werden (Art. 6 und Art. 45 VO [EG] 

C-2102/2020 

Seite 14 

883/2004; vgl. auch BGE 131 V 390). Diese Voraussetzungen müssen ku-

mulativ gegeben sein; ist eine davon nicht erfüllt, so entsteht kein Renten-

anspruch, selbst wenn die andere zu bejahen ist.  

5.1 Aufgrund der vorliegenden Akten steht fest, dass der Beschwerdefüh-

rer in der Schweiz nicht während drei vollen Jahren Beiträge an die schwei-

zerische AHV/IV geleistet hat (vgl. IK-Auszug in IV-act. 17: im Jahr 2015 

Beiträge von April bis November, im Jahr 2016 von Januar bis Dezember 

und im Jahr 2017 von Januar bis Juli). Da auf den Beschwerdeführer das 

gemeinschaftliche Recht anwendbar ist, können Beitragszeiten in Ungarn  

oder einem anderen Mitgliedstaat der EU/EFTA mitberücksichtigt werden. 

Diesbezüglich hat der Beschwerdeführer mit E-Mail vom 21. September 

2018 gegenüber der Vorinstanz angegeben, dass er in Ungarn nach seiner 

IV-Anmeldung keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sei (vgl. IV-act. 8). 

Im Formular E 207 CH "Angaben über den Beschäftigungsverlauf des Ver-

sicherten" hat der Beschwerdeführer unter der Ziff. 7 "Angaben über alle 

zurückgelegten Zeiten" lediglich seine berufliche Tätigkeit in der Schweiz 

angegeben (vgl. IV-act. 123 S. 2), dies obschon ihn die Vorinstanz mit 

Schreiben vom 20. November 2018 darauf hingewiesen hat, dass im er-

wähnten Formular auch sämtliche im Ausland absolvierten Beitragszeiten 

aufzuführen sind (IV-act. 29).  

5.2 Die Vorinstanz hat weder in der angefochtenen Verfügung noch in der 

Vernehmlassung zur Frage des Vorliegens von mindestens drei Beitrags-

jahren Stellung genommen (Anm.: Zwar hat sie in der angefochtenen Ver-

fügung darauf hingewiesen, dass ein Anspruch auf eine ordentliche Invali-

denrente nur beim Vorliegen von mindestens drei vollen Beitragsjahren be-

steht, sie hat jedoch nicht angegeben, ob diese Voraussetzung beim Be-

schwerdeführer in casu erfüllt ist; es fehlt namentlich eine Subsumption 

unter den in der Verfügung aufgeführten Textbaustein). Da es sich bei den 

Beitragszeiten um eine versicherungsmässige Voraussetzung handelt, 

hätte die Vorinstanz das Vorliegen der Beitragsdauer von mindestens drei 

Jahren zwingend vorfrageweise abklären müssen. Insbesondere hätte sie 

sich diesbezüglich nicht ausschliesslich auf Angaben des Beschwerdefüh-

rers verlassen dürfen, sondern offizielle Angaben des ungarischen Versi-

cherungsträgers einholen müssen. Indem die Vorinstanz die Frage, ob der 

Beschwerdeführer noch weitere Beitragszeiten in einem Mitgliedstaat der 

EU/EFTA absolviert hat, nicht abgeklärt hat, ist sie ihrer Abklärungspflicht 

nicht nachgekommen. Bereits aus diesem Grund rechtfertigt es sich, die 

angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur 

C-2102/2020 

Seite 15 

neuen Abklärung der versicherungsmässigen Voraussetzungen zurückzu-

weisen. Falls es sich herausstellen sollte, dass der Beschwerdeführer ne-

ben seinen Beiträgen während der Arbeitstätigkeit von April bis November 

2015 in der Schweiz über keine weiteren Beitragszeiten in einem Mitglied-

staat der EU/EFTA verfügt, so wären die versicherungsmässigen Voraus-

setzungen für die Zusprechung einer Invalidenrente in der Schweiz nicht 

erfüllt. Diesfalls würden sich weitere Abklärungen in medizinsicher Hinsicht 

erübrigen.  

5.3 Aus prozessökonomischen Gründen sind hinsichtlich der Abklärung ei-

ner allfälligen Invalidität des Beschwerdeführers mit Blick auf die von ihm 

beantragten Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung (be-

rufliche Massnahmen sowie Invalidenrente) auch die vorliegenden medizi-

nischen Akten summarisch zu prüfen.  

6.  

6.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des 

Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht 

hat (Art. 4 Abs. 2 IVG).  

6.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität 

(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnah-

men, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, 

zu erhalten oder zu verbessern (Bst. a) und die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Bst. b). Der Anspruch 

auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung ei-

ner Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der  

Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbsle-

bens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis IVG).  

6.3 Die Eingliederungsmassnahmen werden nach Art. 9 Abs. 1 IVG in der 

Schweiz, ausnahmsweise auch im Ausland, gewährt. Gemäss Art. 9 

Abs. 1bis IVG entsteht der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen frü-

hestens mit der Unterstellung unter die obligatorische oder die freiwillige 

Versicherung und endet spätestens mit dem Ende der Versicherung. Ge-

mäss Art. 10 Abs. 1 IVG entsteht der Anspruch auf Integrationsmassnah-

C-2102/2020 

Seite 16 

men zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung sowie auf Massnah-

men beruflicher Art frühestens im Zeitpunkt der Geltendmachung des Leis-

tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Laut dieser Bestimmung hat 

sich beim zuständigen Versicherungsträger in der für die jeweilige Sozial-

versicherung gültigen Form anzumelden, wer eine Versicherungsleistung 

beansprucht. Der Anspruch erlischt spätestens am Ende des Monats, in 

welchem die versicherte Person vom Rentenvorbezug nach Art. 40 Abs. 1 

AHVG Gebrauch macht oder in welchem sie das Rentenalter erreicht 

(Art. 10 Abs. 3 IVG).  

6.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG 

sieht vor, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Mo-

naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters-

jahrs folgt, entsteht. 

6.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht ein Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht staatsvertragliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen.  

Das auf den Beschwerdeführer anwendbare FZA (vgl. E. 3.1) sieht diesbe-

züglich eine Ausnahme vor. So können gestützt auf das FZA und seine 

Verordnungen – abweichend von Art. 29 Abs. 4 IVG – auch Viertelsrenten 

ins Ausland ausbezahlt werden, wenn der Begünstigte nicht in der 

Schweiz, sondern in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union wohnt 

(vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3). 

6.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

C-2102/2020 

Seite 17 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 125 V 256 E. 4 m. w. H.). Die – arbeitsmedizinische 

– Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, 

inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funk-

tionen leidensbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei vor 

allem jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im Vor-

dergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesent-

lich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheiz-

ten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen 

kann). Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der 

medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkei-

ten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von 

der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. von der Berufs-

beratung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-

gerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit 

Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).  

6.7 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren 

gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versiche-

rungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst 

ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu wür-

digen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhän-

gig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 

hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strit-

tigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einan-

der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi-

gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-

zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).  

6.8 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

C-2102/2020 

Seite 18 

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex-

perten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc m. w. H.). 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. 

dazu Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis 

auf BGE 125 V 352 E. 3a).  

6.9 Nicht auf eigenen Untersuchungen beruhende RAD-Berichte (Art. 49 

Abs. 3 IVV) können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vor-

liegt und es im Wesentlichen um die Beurteilung eines an sich feststehen-

den medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas-

sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Art. 59 

Abs. 2bis IVG; Art. 49 Abs. 3 IVV; vgl. Urteil des BGer 9C_335/2015 vom 

1. September 2015 E. 3.1). Ein förmlicher Anspruch auf eine versiche-

rungsexterne Begutachtung besteht mithin nicht. Eine solche ist indes an-

zuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen beste-

hen. Ein externes, meist polydisziplinäres Gutachten ist namentlich einzu-

holen, wenn der interdisziplinäre Charakter einer medizinischen Problem-

lage dies gebietet, wenn der RAD nicht über die nötigen fachlichen Res-

sourcen verfügt, sowie wenn zwischen RAD-Bericht und dem allgemeinen 

Tenor im medizinischen Dossier eine relevante Differenz besteht (vgl. BGE 

137 V 210 E. 1.2.1; 135 V 465 E. 4.6).  

7.  

7.1 In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 18. März 2020 hat die 

Vorinstanz nicht explizit angegeben, auf welche Grundlagen sie sich in me-

dizinischer Hinsicht abstützt. Die von ihr angegebene volle Arbeitsunfähig-

keit in der Ausübung sämtlicher Tätigkeiten ab dem 24. September 2015 

sowie die Arbeitsunfähigkeit von 50 % in der Ausübung der zuletzt ausge-

übten Tätigkeit als Bauarbeiter (Baggerführer) ab dem 1. Februar 2016 ent-

spricht indessen den Angaben in der RAD-Stellungnahme vom 10. Februar 

2020 (vgl. Sachverhalt Bst. B.i). Damit hat die Vorinstanz implizit auf die 

Einschätzung ihres RAD abgestellt. RAD-Arzt Dr. med. I._______ stellte in 

den beiden Stellungnahmen vom 14. Oktober 2019 und 10. Februar 2020 

hauptsächlich auf die beiden von der D._______ eingeholten Gutachten 

vom 4. Februar 2016 sowie vom 18. Mai 2016 ab. Darüber hinaus berück-

sichtige er zwei Arztberichte von Prof. Dr. med. M._______ vom 25. Feb-

C-2102/2020 

Seite 19 

ruar 2016 und 9. Mai 2017 sowie ein MRI vom 18. Dezember 2017, gleich-

falls wie die beiden von der Vorinstanz eingeholten Formularberichte E 213 

HU des Jahres 2019 (vgl. IV-act. 178 und 225). 

7.2 Im orthopädischen Gutachten vom 4. Februar 2016 stellte Dr. med. 

F._______, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, – nach einer kurzen Wiedergabe der Anamnese, 

der ihm vorliegenden Akten sowie des klinischen Untersuchungsbefundes 

– keine Diagnosen mit einem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Keinen Ein-

fluss auf die Arbeitsfähigkeit habe die Diagnose chronische Lumbago un-

klarer Ausprägung bei Adipositas (Grad I, BMI 34 kg/m2). Es seien bildmor-

phologisch degenerative spinale Veränderungen nachgewiesen, welche 

zusammen mit dem erheblichen Übergewicht chronische Lumbalgien be-

gründen könnten, dies jedoch nicht in dem vom Beschwerdeführer beklag-

ten Ausmass. Daher sei aus orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit für 

leichte bis mittelschwere körperliche Arbeiten ab sofort im Pensum und 

Rendement zu 100 % gegeben, dies auch in der angestammten Tätigkeit 

als Baggerführer. Schwere körperliche Arbeiten (Strassenbau, Schachtar-

beiten und Ähnliches) sollten für weitere vier Wochen vermieden werden 

(IV-act. 26 S. 60-70). 

7.3 In der medizinischen Begutachtung (bezeichnet als "fachärztliche Ein-

schätzung der Arbeitsfähigkeit mit Untersuchung auf orthopädischem 

Fachgebiet") vom 18. Mai 2016 stellte Dr. med. G._______, Fachärztin für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, – 

nach einer Zusammenfassung der Aktenlage, der Anamnese und Angaben 

des Beschwerdeführers sowie einer umfassenden Darstellung der eigenen 

Untersuchungsbefunde – die Diagnosen von seit September 2015 beste-

henden Schmerzen thoracolumbal links, bei deutlich tastbarer Muskel-

wulst. Bei degenerativen Veränderungen lumbal bestünden in der Folge 

auch Schmerzen lumbal links betont mit Ausstrahlung links gluteal und ent-

sprechend dem Dermatom L5/S1 links, bei einem klinischen Anhalt auf 

eine pseudoradikuläre Ausstrahlung. Es bestehe eine Haltungsinsuffizienz 

bei stammbetonter Adipositas von etwa 25 Kilogramm. Die ausgeprägte 

Fehlstatik mit Hyperlordose der Lendenwirbelsäule sei funktionell ungüns-

tig für den anlagebedingt engen Spinalkanal. Ebenfalls liege ein ausge-

prägter muskulärer Hartspann bei einer deutlich verschmächtigen Rumpf-

muskulatur, ein klinischer Anhalt auf eine erheblich verkürzte Ischiokrural-

muskulatur sowie eine unklare Schwäche des linken Armes vor. Für die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Bauarbeiter (wobei er zumeist als Bagger-

C-2102/2020 

Seite 20 

führer tätig gewesen sei, jedoch auch allgemein auf dem Bau habe mithel-

fen müssen) ergebe sich eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Aufgrund der 

eher funktionellen Beschwerden sollte sich eine Arbeitsfähigkeit für ange-

passte berufliche Tätigkeiten binnen vier bis sechs Wochen einstellen, was 

indessen eine konsequente Therapie und auch eine konsequente Mitarbeit 

erfordere (IV-act. 26 S. 29-38). 

7.4 Prof. Dr. med. M._______, Facharzt für Neurochirurgie der L._______ 

Klinik, (…), stellte im Arztbericht vom 9. Mai 2017 die Diagnose multiseg-

mentale Bandscheibenvorfälle nach Hebetrauma. Der Beschwerdeführer 

habe vor eineinhalb Jahren während schwerer körperlicher Belastung bei 

der Arbeit plötzlich vom Rücken in das Bein ausstrahlende Schmerzen ver-

spürt. Auf einem Kernspintomogramm der Lendenwirbelsäule seien multi-

segmentale Bandscheibenverletzungen und ein frischer traumatischer Vor-

fall L4/5 links zu erkennen gewesen. Die Symptomatik habe sich trotz kon-

sequenter Therapie nicht gebessert, was zu einem mittlerweile maximalen 

Leidensdruck geführt habe. Aktuell zeige sich nach wie vor eine linksbe-

tonte Lumboischialgie mit Einschränkung der aktiven und passiven Len-

denwirbelsäulenbeweglichkeit. Der Bericht enthält keine Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 200). 

7.5 Im Arztbericht vom 25. Februar 2016 stellte Prof. Dr. med. M._______ 

die Diagnosen Lumbalgie und Lumboischialgie beidseits bei multisegmen-

taler Bandscheibendegeneration. Der Beschwerdeführer verspüre seit ei-

nigen Wochen auf beiden Seiten pseudoradikuläre Ausstrahlungen und 

könne sich im privaten und beruflichen Leben nicht belasten. Aufgrund der 

therapieresistenten Symptome habe Prof. Dr. med. M._______ dem Be-

schwerdeführer eine epidurale Infiltration empfohlen. Einer operativen In-

dikation stehe er skeptisch gegenüber. Der Bericht enthält ebenfalls keine 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 214).  

7.6 Im ausführlichen ärztlichen Bericht (Formularbericht E 213 HU) vom 

29. Mai 2019 führte Dr. med. H._______, Vertrauensarzt des Regierungs-

amtes N._______, Bezirksamt O._______, im Rahmen der medizinischen 

Vorgeschichte aus, es sei beim Beschwerdeführer nach einem Betriebsun-

fall eine Diskushernie festgestellt worden, die sich auf mehrere lumbale 

Wirbel ausdehne und eine Berührung der Nervenwurzeln verursache. Es 

sei dem Beschwerdeführer eine Operation empfohlen worden, die jedoch 

aus finanziellen Gründen nicht durchgeführt worden sei. Der Bericht enthält 

sodann stichwortartige Angaben zum Allgemeinzustand des Beschwerde-

C-2102/2020 

Seite 21 

führers. Bezüglich der Wirbelsäule werden insbesondere eine normale Lor-

dose, eingeengte Hüftbewegungen und eine Einschränkung der willkürli-

chen Elevation beider unteren Gliedmassen angegeben. Der neurologi-

sche Befund sei unauffällig. Die bisherige berufliche Tätigkeit könne der 

Beschwerdeführer nur noch zu sechs Stunden täglich ausführen. Eine an-

gepasste berufliche Tätigkeit sei ihm in Vollzeit möglich, wobei ein häufiges 

Bücken, Heben und Tragen von Lasten zu vermeiden sei. Der Bericht ent-

hält keine Diagnosen (Originalbericht in IV-act. 180; Übersetzung [nur die 

im Originalbericht ausgefüllten Seiten des Formularberichts] in IV-act. 172). 

7.7 Im ausführlichen ärztlichen Bericht (Formularbericht E 213 HU) vom 

31. Oktober 2019 gab Dr. med. J._______, Vertrauensarzt des Regie-

rungsamts P._______, nach der Wiedergabe der Vorgeschichte gestützt 

auf die ihm vorliegenden medizinischen Unterlagen die Befunde im Sinne 

einer stichwortartigen Erhebung des Allgemeinzustands wieder. Er stellte 

bei der Wirbelsäule insbesondere eine verflachte lumbale Lordose fest mit 

einer Empfindlichkeit des thorakolumbalen Übergangs und der Lendenwir-

belsäule beim Beklopfen. Auch sei die paralumbale Muskulatur beidseits 

straff und druckempfindlich. Im neurologischen Befund stellte er einen nor-

malen Blutdruck fest, bei mittelgradig geschwächter Dorsalflexion vom lin-

ken Hallux und Fuss gegen Widerstand. Auf der linken Seite in der Region 

der Wurzel L5 und teilweise S1 seien eine Hypästhesie, eine Hypalgesie 

und eine Parästhesie zu bemerken. In der zusammenfassenden Beurtei-

lung erklärte Dr. med. J._______, die MRI-Untersuchungen hätten multi-

segmentale degenerative Veränderungen, Diskusprotrusionen und eine 

Diskushernie, mit betont linksseitiger Wurzelirritationen als Ursachen der 

seit 2015 bestehenden Lendenwirbelsäulen- und linksseitigen lumboischi-

algischen Beschwerden bestätigt. Bislang sei keine Operation durchge-

führt worden. Die Bewegung der Lendenwirbelsäule sei stark einge-

schränkt. Es sei ein Strecksymptom mit linker Betonung, ein linksseitiges 

sensomotorisches Defizit sowie eine Schwäche der Dorsalflexion zu erken-

nen. Der Beschwerdeführer könne nur noch leichte berufliche Tätigkeiten 

mit wechselnder Körperhaltung verrichten. Hierbei seien die folgenden 

funktionellen Einschränkungen zu berücksichtigen: kein häufiges Bücken, 

Heben oder Tragen von Lasten, kein Klettern oder Steigen, keine Absturz-

gefahr, kein besonderer Zeitdruck. Der Bericht enthält ebenfalls keine Di-

agnosen (IV-act. 224; Übersetzungen in IV-act. 226 [bei dieser Überset-

zung fehlen mehrere im Original ausgefüllte Seiten] und BVGer-act. 53 

[vollständige Übersetzung des Formularberichts]). 

C-2102/2020 

Seite 22 

7.8 Insgesamt beschränken sich die von der Vorinstanz eingeholten For-

mularberichte E 213 von Mai und Oktober 2019 hauptsächlich darauf, die 

vorliegenden medizinischen Unterlagen zusammenfassend wiederzuge-

ben. Die eigene Beurteilung der beiden Ärzte umfasst jeweils lediglich ei-

nen kurzen Absatz, die Befunde werden nur stichwortartig wiedergegeben 

(wobei der Bericht von Oktober 2019 doch ausführlicher gehalten ist als 

jener von Mai 2019). In beiden Berichten nahmen die Ärzte die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit mittels Ankreuzen verschiedener auf dem Formular 

vorhandener Optionen vor. Keiner der beiden Berichte enthält sodann vom 

beurteilenden Arzt selbst gestellte Diagnosen. Die in den beiden Berichten 

dargestellten Befunde widersprechen sich darüber hinaus teilweise (wäh-

rend der Bericht von Mai 2019 z. B. eine normale Lordose feststellt, sei 

diese gemäss dem Bericht von Oktober 2019 verflacht). Überdies ist den 

Berichten nicht zu entnehmen, ob es sich bei den beurteilenden Ärzten 

Dr. med. J._______ und Dr. med. H._______ um Fachärzte für Orthopädie 

handelt (vgl. Sachverhalt Bst. B.d und B.i hiervor). 

7.9 Die Kurzberichte aus Ungarn reichen nach dem Gesagten nicht aus, 

um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im aktuellen Zeit-

punkt zu klären. Die beiden durch die D._______ eingeholten Gutachten 

des Jahres 2016 sind demgegenüber zu alt, um Jahre später noch eine 

verlässliche Grundlage für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszu-

stands sowie der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu bilden. Das-

selbe gilt für die vom Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Verfah-

ren, aber auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Be-

richte der behandelnden Ärzte der Jahre 2015 bis 2017 (vgl. Beilagen zu 

BVGer-act. 5), insbesondere auch für die beiden vom RAD zitierten Be-

richte von Prof. Dr. med. M._______ (E. 7.4 f. hiervor). Bezüglich der bei-

den D._______-Gutachten ist darüber hinaus festzustellen, dass sich diese 

inhaltlich sowohl in Bezug auf die darin gestellten Diagnosen als auch die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit widersprechen (vgl. E. 7.2 f.), worauf RAD-

Arzt Dr. med. I._______ in seiner Stellungnahme vom 14. Oktober 2019 

hinwies (vgl. Sachverhalt Bst. B.e hiervor). Nachdem damit vorliegend we-

der ein lückenloser Befund vorliegt noch der medizinische Sachverhalt fest-

steht, reicht die Einholung von RAD-Stellungnahmen als reine Aktenbe-

richte für eine verlässliche Beurteilung des Gesundheitszustands sowie der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht aus, zumal es sich bei dem 

beurteilenden RAD-Arzt (Dr. med. I._______, Facharzt für Physikalische 

Medizin und Rehabilitation) nicht um einen orthopädischen Facharzt han-

delt (vgl. hierzu E. 6.9 hiervor). Die vorliegend angefochtene Verfügung ba-

siert damit nicht auf einer gesicherten medizinischen Aktenlage.  

C-2102/2020 

Seite 23 

7.10 Aufgrund der vorliegenden Akten steht nach dem Gesagten fest, dass 

der Beschwerdeführer Gesundheitsprobleme orthopädischer und offenbar 

auch neurologischer Natur aufweist. Diesbezüglich gilt, dass im Zweifel de-

tailliert mittels Gutachten zu klären ist, welche Funktionsausfälle orthopä-

disch und neurologisch begründet sind (vgl. Urteil des BGer 8C_369/2008 

vom 11. August 2008 E. 6.1). Dennoch fehlt in den vorliegenden Akten eine 

aktuelle sowie umfassende medizinische Begutachtung. Bereits aufgrund 

einer summarischen Prüfung der vorliegenden Medizinalakten steht damit 

fest, dass die Vorinstanz den Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähig-

keit des Beschwerdeführers nicht hinreichend abgeklärt hat. 

7.11 Aufgrund dieser Ausgangslage drängt sich vorliegend die Einholung 

einer umfassenden interdisziplinären Begutachtung des Beschwerdefüh-

rers auf, wobei Erstbegutachtungen in der Regel polydisziplinär durchzu-

führen sind (vgl. hierzu BGE 139 V 349 E. 3.2). Zu diesem Zweck sind 

Experten in den Fachdisziplinen Orthopädie, Neurologie sowie Allgemeine 

Innere Medizin beizuziehen. Ob noch weitere Gutachter beigezogen wer-

den, ist dem pflichtgemässen Ermessen der Gutachter zu überlassen (vgl. 

Urteil des BGer vom 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 E. 6.3.1). Es er-

scheint als angezeigt, die umfassende polydisziplinäre Begutachtung in 

der Schweiz durchführen zu lassen, wo die Gutachterinnen und Gutachter 

mit den Grundsätzen der schweizerischen Versicherungsmedizin vertraut 

sind (vgl. Urteil des BVGer C-3905/2016 vom 20. Oktober 2017 E. 5.2). Die 

Gutachterauswahl bei polydisziplinären Begutachtungen in der Schweiz er-

folgt nach dem Zufallsprinzip (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 5.2.1 S. 354), 

was im Interesse der Verfahrensbeteiligten liegt. Die dem Beschwerdefüh-

rer zustehenden Verfahrensrechte sind zu wahren (BGE 137 V 210 

E. 3.4.2.9 S. 258 ff.). 

Es sind vorliegend im Übrigen keine Gründe ersichtlich, welche eine Be-

gutachtung in der Schweiz als unverhältnismässig erscheinen liessen, zu-

mal der Beschwerdeführer gegenüber der Vorinstanz mehrfach erklärt hat, 

dass er eine Untersuchung in der Schweiz wünsche respektive bereit wäre, 

für eine Begutachtung in die Schweiz zu kommen (vgl. z. B. E-Mails des 

Beschwerdeführers vom 6. September 2019 [IV-act. 144] und 28. Januar 

2020 [IV-act. 197]). 

8.  

Zusammenfassend fehlt es in den vorliegenden Akten bereits an einer um-

fassenden Abklärung der Versicherungszeiten des Beschwerdeführers un-

C-2102/2020 

Seite 24 

ter Einbezug der Versicherungszeiten in Mitgliedstaaten der EU/ETFA so-

wie an einer aktuellen umfassenden Begutachtung des Gesundheitszu-

stands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Damit hat die  

Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt in verschiedener Hinsicht 

nicht vollständig festgestellt und gewürdigt (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie 

Art. 12 VwVG).  

8.1 Da die angefochtene Verfügung gestützt auf eine in mehrfacher Hin-

sicht unvollständige Sachverhaltsabklärung ergangen ist, ist die Sache in 

Anwendung von Art. 61 Abs. 1 VwVG zur Vornahme der notwendigen ver-

sicherungsmässigen sowie medizinischen Abklärungen und hernach 

neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese Rückweisung 

an die Vorinstanz erfolgt insbesondere in Übereinstimmung mit der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher eine Rückweisung an 

die IV-Stelle insbesondere im Falle einer notwendigen Erhebung einer bis-

her vollständig ungeklärten Frage möglich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4).   

8.2 Nachdem vorliegend sowohl eine umfassende Abklärung der Versiche-

rungszeiten des Beschwerdeführers unter Einbezug der Versicherungszei-

ten in Mitgliedstaaten der EU/ETFA als auch eine umfassende, interdiszip-

linäre Beurteilung des Gesundheitszustands sowie darauf basierend der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers fehlt, erscheint eine Rückweisung 

an die Vorinstanz gerechtfertigt – dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass 

damit dem Beschwerdeführer der doppelte Instanzenzug gewahrt bleibt 

(vgl. BGE 137 V 210, E. 3.4). Die angefochtene Verfügung vom 18. März 

2020 ist daher aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen, damit diese vorab die Versicherungszeiten des Beschwerdeführers 

unter Einbezug der Versicherungszeiten in Mitgliedstaaten der EU/ETFA 

vollständig erhebe und im Falle des Vorliegens von (mindestens) drei voll-

ständigen Beitragsjahren nach Aktualisierung der medizinischen Akten 

eine interdisziplinäre Begutachtung in den Fachbereichen Orthopädie, 

Neurologie und Allgemeine Innere Medizin, in der Schweiz einhole und an-

schliessend neu über das Leistungsgesuch (berufliche Massnahmen und 

Invalidenrente) des Beschwerdeführers verfüge. Ob noch weitere Gutach-

ter beigezogen werden, ist dem pflichtgemässen Ermessen der Gutachter 

zu überlassen (vgl. E. 7.5 hiervor). Da der frühestmögliche Rentenbeginn 

gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. oben E. 6.4 und Sachverhalt A) vorliegend 

auf den 1. Januar 2019 fällt, sofern zu diesem Zeitpunkt auch die materiel-

len Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt sind 

C-2102/2020 

Seite 25 

(vgl. oben E. 6.4), wird das einzuholende Gutachten insbesondere die Ar-

beitsfähigkeit und die funktionelle Leistungsfähigkeit ab Januar 2018 zu 

beurteilen haben.  

8.3 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da eine 

Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Par-

tei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind dem Beschwerdeführer keine Verfah-

renskosten aufzuerlegen. Entsprechend kommt die dem Beschwerdefüh-

rer mit Zwischenverfügung vom 9. April 2021 gewährte unentgeltliche 

Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Verfahrenskosten vorliegend 

nicht zum Tragen.  

8.4 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Bei verhältnis-

mässig geringen Kosten kann von einer Parteientschädigung abgesehen 

werden (Art. 7 Abs. 4 VGKE). Da der obsiegende Beschwerdeführer im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich vertreten wurde und er 

auch keine anderweitigen Auslagen geltend gemacht hat, sind ihm keine 

(verhältnismässig hohen) Kosten erwachsen, weshalb ihm keine Parteient-

schädigung zuzusprechen ist. 

 

 

 

 

 

 

 

(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.) 

 

C-2102/2020 

Seite 26 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 18. März 2020 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen wird, damit diese nach systematischer Erfassung der  

vorinstanzlichen Akten ergänzende Abklärungen im Sinne der Erwägungen 

vornehme und hernach über das Leistungsgesuch (berufliche Massnah-

men und Invalidenrente) neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen.  

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Marion Sutter 

 

 

  

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Seite 27 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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