# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38ecd8a7-e7d9-5eac-a2a6-9f0d9bee5a29
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 29.09.2025 ZK2 2025 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2025-39_2025-09-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 29. September 2025
ZK2 2025 39

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Pius Kistler und Kantonsrichterin Jeannette Soro,
Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann.

In Sachen A.________
Kläger und Beschwerdeführer,

gegen

B.________Ltd.,
Beklagte und Beschwerdegegnerin,

betreffend Forderung
(Beschwerde gegen die Verfügung des Vermittleramts Höfe vom 28. April 
2025, SHO 2024 142);-

hat die 2. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. a) Am 23. Mai 2024 stellte A.________ (Kläger) beim Vermittleramt Höfe 
folgendes Schlichtungsgesuch gegen die im Vereinigten Königreich ansässige 
B.________Ltd. (Beklagte; Vi-act. 1):

(…)

3. Verurteilen Sie B.________Ltd. zur Zahlung von CHF 5‘322.60 
nebst 5 % Zinsen seit 9. Januar 2024 an A.________.

4. Mit Kostenfolge und Kostenerstattung, soweit gesetzlich zulässig.

Das Vermittleramt lud die Beklagte am 18. November 2024 auf den 28. April 
2025 zur Schlichtungsverhandlung vor (Writ of Summons, Vi-act. 2).

Am 21. Februar 2025 teilte das Kantonsgericht dem Vermittleramt mit, dass 
die englischen Behörden die rechtshilfeweise zuzustellenden Dokumente 
zurückgesandt hätten und laut des Certificate vom 14. Februar 2025 die Akten 
der Beklagten nicht zugestellt werden konnten.

Mit Verfügung vom 28. April 2025 trat das Vermittleramt auf das Begehren 
nicht ein mit der Begründung, die Klage bzw. das Vermittlungsgesuch habe 
der Beklagten nicht zugestellt werden können (angefocht. Verfügung Disposi-
tiv-Ziffer 1).

b) Dagegen erhob der Kläger am 30. Mai 2025 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht mit folgenden Anträgen (KG-act. 1):

1. Der vorliegende Rekurs sei gutzuheissen;
2. Der Entscheid vom 28. April 2025 sei aufzuheben;
3. Es sei festzustellen, dass die Zustellung an B.________Ltd. als er-

folgt gilt (primär nach schweizerischem, subsidiär nach britischem 
Recht);

4. Das Schlichtungsverfahren sei fortzuführen;

Kantonsgericht Schwyz 3

5. Auf die Erhebung von Gerichtskosten sei zu verzichten (Art. 114 
ZPO).

Am 3. Juni 2025 wurden dem Kläger und dem Vermittleramt der Eingang der 
Beschwerde angezeigt und die Akten eingeholt (KG-act. 2). Das Vermittleramt 
reichte die Akten ein und verzichtete auf Stellungnahme (KG-act. 4 und 5). Am 
21. August 2025 wurden die verfahrensleitenden Anordnungen vom 4.  und 
25. Juli 2025 unter Hinweis auf Art. 114 lit. c ZPO von Amtes wegen widerru-
fen und es wurde dem Kläger mitgeteilt, dass allfällige weitere prozessleitende 
Anordnungen sowie der Endentscheid mit separater Verfügung bzw. separa-
tem Beschluss ergehen würden (KG-act. 13, 6 und 12). 

2. Der in der Schweiz wohnhafte Kläger macht eine Forderung aus Arbeits-
recht gegen die im Vereinigten Königreich domizilierte Beklagte geltend (zum 
Ganzen vgl. Schlichtungsgesuch vom 23. Mai 2024). Mithin liegt ein internati-
onaler Sachverhalt vor. Bei Streitigkeiten mit Auslandbezug gilt im Grundsatz 
die prozessrechtliche lex fori (Zivilprozessrecht des Gerichtsortes). Jedes 
Gericht wendet sein eigenes Prozessrecht an, auch in internationalen 
Sachverhalten; vorbehalten bleibt internationales Staatsvertragsrecht und das 
Bundesgesetz vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht 
(Art. 2 ZPO; Vock/Aepli, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 2 ZPO N 4). Im vor-
liegenden Zusammenhang ist weder Staatsvertragsrecht noch das IPRG ein-
schlägig, massgeblich ist somit einzig die schweizerische Zivilprozessordnung.

3. a) Gemäss Art. 138 ff. ZPO erfolgt die Zustellung von Vorladungen, 
Verfügungen und Entscheiden grundsätzlich durch eingeschriebene 
Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung (Art. 138 
Abs. 1 ZPO). Ausnahmsweise erfolgt sie durch Publikation im kantonalen 
Amtsblatt oder im Schweizerischen Handelsamtsblatt, wenn eine Zustellung 
unmöglich ist oder mit ausserordentlichen Umtrieben verbunden wäre (Art. 

Kantonsgericht Schwyz 4

141 Abs. 1 lit. b ZPO). Eine Unmöglichkeit der Zustellung im Sinne dieser Be-
stimmung liegt vor, wenn die gerichtliche Sendung weder dem Adressaten 
persönlich noch seinem Vertreter noch einer zu deren Empfang berechtigten 
Person zugestellt werden kann (BGer 2C_364/2021 vom 5. August 
2021 E. 5.1.2). Die Bestimmung von Art. 141 Abs. 1 lit. b ZPO umfasst jene 
Fälle, in denen der Aufenthaltsort oder die Adresse des Sendungsempfängers 
zwar bekannt ist, eine tatsächliche Zustellung (oder eine Ersatzzustellung 
oder eine Zustellung an den Vertreter) in der Schweiz oder im Ausland jedoch 
nicht umsetzbar ist. Die Unmöglichkeit der persönlichen Zustellung setzt vor-
aus, dass das Gericht entsprechende ordentliche Zustellungsversuche erfolg-
los unternahm, eine ordentliche Zustellung im Inland oder eine rechtshilfewei-
se Zustellung ins Ausland jedoch nicht durchgeführt werden konnte. Hat eine 
juristische Person ihre Aktivitäten eingestellt, ist die Zustellung an die Privat-
adresse eines Organs möglich und hat daher auf diesem Weg zu erfolgen 
(Seiler/Ammann, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band I, 4. A. 2025, Art. 141 
ZPO N 2b; Gschwend, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 141 ZPO 
N 3 mit Hinweisen).

b) Vorliegend scheiterte die rechtshilfeweise Zustellung der Vorladung zur 
Schlichtungsverhandlung an die Beklagte, obwohl deren Adresse bekannt ist. 
Zu prüfen wird noch sein, ob die Zustellung an ein Organ der beklagtischen 
Gesellschaft in Frage kommt. Allerdings ergab eine Abfrage auf 
www.companieshouse.gov.uk (besucht am 26. August 2025), dass offenbar 
sowohl C.________ als auch D.________ am 19. Dezember 2023 bzw. 
24. April 2025 von ihrer Funktion als Director zurückgetreten sind. Sollte fest-
stehen, dass die Gesellschaft über keine Organe mehr verfügt, sodass eine 
Zustellung an diese persönlich unmöglich sein wird, wird die Vorladung zu 
publizieren sein. Bei darauffolgender Säumnis der Beklagten ist zu verfahren, 

Kantonsgericht Schwyz 5

wie wenn keine Einigung zu Stande gekommen wäre (Art. 206 Abs. 2 ZPO mit 
Hinweis auf Art. 209 ff. ZPO). Mithin wird diesfalls die Klagebewilligung auszu-
stellen sein, auch wenn die beklagte Partei am Verfahren nicht teilnahm. An-
zumerken ist, dass die vom Kläger zitierte Bestimmung von Art. 138 Abs. 3 lit. 
a ZPO nicht zur Anwendung gelangt, weil nicht ersichtlich ist und abgesehen 
von einem blossen Hinweis auf ein „Verfahren“ (KG-act. 1 S. 3) auch nicht 
näher erklärt wird, inwiefern bereits ein Prozessrechtsverhältnis bestehen soll 
und deshalb die Beklagte mit der Zustellung hätte rechnen müssen.

4. Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und ent-
sprechend dem Gesagten die Sache an das Vermittleramt Höfe zurückzuwei-
sen. Bis zu einem Streitwert von Fr. 30’000.00 werden bei Streitigkeiten aus 
dem Arbeitsverhältnis im Entscheidverfahren, wozu auch das Rechtsmittelver-
fahren zählt, keine Gerichtskosten gesprochen (Art. 114 lit. c ZPO; BGer Urteil 
4A_685/2011 vom 24. Mai 2012 E. 6.1);-

Kantonsgericht Schwyz 6

beschlossen:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfü-
gung des Vermittleramts Höfe vom 28. April 2025 aufgehoben und die 
Sache im Sinne der Erwägungen an dieses zurückgewiesen.

2. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Verfassungsbeschwerde 
beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt 
die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
mit Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der glei-
chen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist 
einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert beträgt Fr. 5‘322.60. 

4. Zufertigung an A.________ (1/R) und das Vermittleramt Höfe (1/A) 
sowie nach definitiver Erledigung an das Vermittleramt Höfe (1/R, unter 
Beilage der Akten).

Namens der 2. Zivilkammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin

Versand 29. September 2025  amu