# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05deb615-7ae7-5a3b-86e2-3cec265affb8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2025 E-6226/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6226-2025_2025-10-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6226/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richter Walter Lang, 

Gerichtsschreiberin Tina Zumbühl. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei, 

vertreten durch MLaw Maël Lorétan,  

Etude d'avocats Descombes Loretan,  

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 18. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-6226/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer am 23. März 2023 in der Schweiz ein Asylge-

such einreichte und dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region Nordwest-

schweiz zugewiesen wurde, 

dass das SEM den Beschwerdeführer am 27. Juli 2023 gemäss Art. 29 

AsylG (SR 142.31) vertieft zu seinen Asylgründen anhörte, die Behandlung 

seines Asylgesuchs mit Verfügung vom 7. August 2023 dem erweiterten 

Verfahren zuteilte und am 23. Juni 2025 eine ergänzende Anhörung durch-

führte, 

dass er zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er sei kurdischer Ethnie, habe in B._______ gelebt und als (…) 

gearbeitet, 

dass er selbst nicht intensiv politisch aktiv gewesen sei, er aber ab und zu 

an Kundgebungen der Halkların Demokratik Partisi (HDP) teilgenommen 

habe, sein Bruder C._______ indes Mitglied der HDP sei und eine Lei-

tungsfunktion innerhalb der lokalen HDP-Partei innehabe, 

dass sein Stiefbruder D._______ ebenfalls politisch engagiert gewesen 

und in den 90er Jahren während mehreren Jahren inhaftiert und gefoltert 

worden sei und auch er (der Beschwerdeführer) und weitere Familienan-

gehörige damals Gewalt erlebt hätten, 

dass er insbesondere aufgrund der Aktivitäten seines Bruders C._______ 

immer wieder Schikanen und unnötigen Identitätskontrollen ausgesetzt ge-

wesen sei, 

dass er versucht habe, sich diesen Schikanen zu entziehen, und er in an-

dere Städte gegangen sei, insbesondere in Istanbul habe er länger gelebt, 

aber auch dort verbalen Schikanen durch die Polizei ausgesetzt gewesen 

sei, weshalb er nach B._______ zurückgekehrt sei, 

dass er einige Monate vor seiner Ausreise von sieben bis acht Polizeibe-

amten in Zivil bei seinem (…)stand aufgesucht und verprügelt worden sei, 

dass er anschliessend sieben Tage in Haft gewesen sei, ihm jedoch kein 

Grund dafür genannt worden sei, er aber vermute, man habe ihn mit sei-

nem Bruder C._______ verwechselt, 

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dass er bei dieser Festhaltung geschlagen worden sei und Verletzungen 

an den Fingern und Zähnen erlitten habe, die ihn immer noch belasten 

würden und weswegen er in der Schweiz in Behandlung sei, 

dass er sich nach seiner Freilassung in der Türkei zunächst medizinisch 

habe behandeln lassen und sich dann zur Ausreise aus der Türkei ent-

schlossen habe, 

dass er einige Monate später legal mit seinem Reisepass ausgereist sei, 

dass er nach seiner Ausreise erfahren habe, dass zwei Strafverfahren ge-

gen ihn eröffnet worden seien und es einen Vorführbefehl gebe, 

dass ihm, gemäss den Aussagen seines Anwalts, in einem Verfahren vor-

geworfen werde, er sei mit drei bis vier Personen in einen Streit geraten 

und er habe jemanden mit einem Messer gestochen beziehungsweise an-

geschossen oder geschlagen, genauere Informationen habe er aber nicht 

und auch sein Anwalt in der Türkei habe nichts Genaueres angeben kön-

nen, da er sich fürchte, Nachforschungen anzustellen, 

dass der Beschwerdeführer hierzu ein Verhandlungsprotokoll des 5. Straf-

gerichts des Landgerichts B._______ vom 3. Oktober 2024 und eines vom 

12. Juni 2025 sowie ein Verhandlungsprotokoll des 2. Strafgerichts des 

Landgerichts B._______ vom 22. April 2025 einreichte, 

dass er des Weiteren in Bezug auf seine Asylgründe eine Stellungnahme 

eines Anwalts sowie ein Schreiben von Zeugen des Vorfalls mit den Poli-

zisten in Zivil beim (…)stand und Unterlagen zu den politischen Tätigkeiten 

seines Bruders C._______ einreichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 18. Juli 2025 (gleichentags eröffnet) die 

Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, dessen Asylge-

such vom 23. März 2023 ablehnte sowie seine Wegweisung aus der 

Schweiz und den Vollzug derselben anordnete, 

dass die Vorinstanz im Wesentlichen ausführte, es anerkenne zwar, dass 

die durch die türkischen Sicherheitskräfte erlebte Gewalt und die daraus 

resultierenden Verletzungen belastend für ihn gewesen seien, es sich je-

doch um isolierte Fälle gehandelt habe, die in grossen zeitlichen Abstän-

den und jeweils durch einzelne Beamte verursacht worden seien, 

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dass diese für ihn keine nachteiligen Konsequenzen gehabt hätten, wes-

halb davon auszugehen sei, es habe sich um lokale Verfolgungsmassnah-

men gehandelt und er sich diesen durch einen Wegzug in einen anderen 

Teil der Türkei hätte entziehen können, 

dass aus den Akten nicht hervorgehe, dass er aufgrund der Schikanen im 

Alltag derart eingeschränkt gewesen sei, dass er sich diesen nur durch 

eine Flucht ins Ausland hätte entziehen können, und es ihm vielmehr frei-

stehe, durch einen Wohnortwechsel innerhalb der Türkei den lokalen Schi-

kanen der Polizei zu entgehen, 

dass seine Ausführungen nicht den Schluss zulassen würden, es habe 

eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG stattgefunden oder es sei ein 

unerträglicher psychischer Druck erzeugt worden, und die Vorfälle hätten 

insgesamt kein Ausmass angenommen, als dass ihm ein menschenwürdi-

ges Leben in der Türkei verwehrt gewesen wäre, 

dass den Akten keine genügend konkreten Anhaltspunkte zu entnehmen 

seien, ihm drohe aufgrund der politischen Tätigkeiten seines Bruders mit 

hinreichender Wahrscheinlichkeit Nachteile flüchtlingsrechtlich relevanten 

Ausmasses, zumal sein Bruder selbst immer noch in der Türkei lebe, 

dass er – abgesehen von seiner Verwandtschaft zu seinem Bruder – kein 

nennenswertes politisches Profil habe, welches ein anhaltendes Interesse 

der türkischen Behörden rechtfertigen könne, zumal er kein Mitglied der 

HDP sei und nur gelegentlich an Kundgebungen teilgenommen habe, 

dass aus den eingereichten gerichtlichen Akten (drei Verhandlungsproto-

kolle) hervorgehe, dass beim 5. Strafgericht des Landgerichts B._______ 

eine Ermittlung mit der Aktennummer (…) und beim 2. Strafgericht 

B._______ eine Ermittlung mit der Aktennummer (…) bestehe, 

dass weder der SEM-internen Übersetzung der Verhandlungsprotokolle 

noch aus seinen Aussagen konkrete Tatbestände oder sachdienliche Infor-

mationen zu entnehmen seien und er trotz Aufforderung keine weiteren 

aufschlussreichen Dokumente oder den angeblichen Vorführbefehl einge-

reicht habe, 

dass sich somit aus den vorliegenden Akten und seinen Aussagen keine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung seiner Person ableiten lasse und 

somit angenommen werden könne, dass – soweit überhaupt ein Verfahren 

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bestehe – es sich um eine reguläre und strafrechtlich legitime Ermittlung 

handle, 

dass auch ein möglicher drohender Politmalus nicht zu bejahen sei, da 

keine Anhaltspunkte über den Inhalt, den Stand oder den Kontext der an-

geblichen Strafverfahren bestünden, 

dass insgesamt der Eindruck entstehe, er wolle den tatsächlichen Inhalt 

allfälliger Verfahren bewusst nicht offenlegen, und erhebliche Zweifel an 

der Existenz beziehungsweise Relevanz der geltend gemachten Verfahren 

bestünden, 

dass das SEM bezüglich des Wegweisungsvollzugs im Wesentlichen aus-

führte, er verfüge über langjährige Arbeitserfahrung in der Türkei und es 

sei davon auszugehen, dass er sich in der Türkei wirtschaftlich wieder in-

tegrieren könne, zumal er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern auch 

über ein tragfähiges familiäres Netzwerk verfüge, 

dass sowohl seine physischen Beschwerden (Finger- und Zahnverletzun-

gen) als auch seine psychischen Probleme in der Türkei behandelbar seien 

und der Wegweisungsvollzug insgesamt zumutbar sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 

18. August 2025 (Poststempel) gegen diese Verfügung beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde erhoben hat und beantragt, seine Flüchtlings-

eigenschaft sei festzustellen und ihm sei Asyl zu gewähren, eventualiter 

sei die SEM-Verfügung aufzuheben und er sei wegen Unzulässigkeit, Un-

zumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der 

Schweiz aufzunehmen, subeventualiter sei die SEM-Verfügung aufzuhe-

ben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass darin in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgelt-

lichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses und die Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands sowie 

die Durchführung des Beschwerdeverfahrens auf Französisch beantragt 

wird, 

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen ausführt, er habe an der An-

hörung klar angegeben, dass er aufgrund seiner Vorfälle in der Türkei an 

psychischen und physischen Beschwerden leide und diese auch im Arzt-

bericht vom 3. Juli 2025 bestätigt würden und somit die Dokumente seine 

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Aussagen stützen würden, was die Vorinstanz nicht hinreichend berück-

sichtigt habe, 

dass ausserdem ein Zeugenbericht über den Vorfall mit den Zivilpolizisten 

und ein Anwaltsschreiben vorlägen, 

dass er in der Beschwerde bekräftigt, es sei ein Vorführbefehl gegen ihn 

ausgestellt worden, sein Anwalt in der Türkei aber aus Angst vor Repres-

salien diesen nicht habe erhältlich machen können, was ihm (dem Be-

schwerdeführer) nicht vorgeworfen werden könne, 

dass er ferner geltend macht, auch gegen ein anderes Familienmitglied 

(E._______) sei ein Verfahren beim selben Gericht in B._______ hängig, 

dass er mit der Beschwerde insbesondere ein Dokument mit einer Auflis-

tung der gegen ihn hängigen Gerichtsverfahren sowie ein Dokument mit 

der Auflistung der Verfahren von E._______ einreichte, 

dass er in Bezug auf den Wegweisungsvollzug ausführte, aus dem Arztbe-

richt vom 3. Juli 2025 gehe hervor, dass er an Angstzuständen und einer 

posttraumatischen Belastungsstörung leide, 

dass eine Rückkehr seine psychischen Beschwerden reaktivieren würde, 

da die Ursache dieser Probleme im Zusammenhang mit der in der Türkei 

erlebten Gewalt stehe und selbst bei einer theoretisch existierenden Be-

handlungsmöglichkeit die in der Schweiz erreichte psychische Stabilität mit 

einer Rückkehr gefährdet werde, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

19. August 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 2 

AsylG), 

dass das Gericht am 19. August 2025 den Eingang der Beschwerde be-

stätigte, 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 1. Ok-

tober 2025 mit Verweis auf die Aussichtslosigkeit der Beschwerde die Ge-

suche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Beiord-

nung eines amtlichen Rechtsbeistands abwies und den Beschwerdeführer 

aufforderte, einen Kostenvorschuss zu bezahlen, 

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dass gleichzeitig mit Verweis auf Art. 16 Abs. 3 Bst. c AsylG festgestellt 

wurde, das Verfahren werde auf Deutsch durchgeführt, und der entspre-

chende Antrag des Beschwerdeführers abgewiesen wurde, 

dass der Beschwerdeführer den verlangten Kostenvorschuss fristgerecht 

leistete, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

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politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass vorab auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es 

dem Beschwerdeführer mit der Beschwerdeschrift nicht gelingt, diesen Ar-

gumenten Stichhaltiges entgegenzusetzen, 

dass auch das Gericht anerkennt, dass die in der Türkei erlittenen Schika-

nen für den Beschwerdeführer belastend gewesen sind, diese jedoch ins-

gesamt nicht als flüchtlingsrechtlich relevant eingestuft werden können, 

dass zudem der Beschwerdeführer sich bei einem Fehlverhalten einzelner 

Polizeibeamter mit Hilfe seines Anwalts hätte zur Wehr setzen können be-

ziehungsweise dies hätte zur Anzeige bringen können, 

dass sich das Gericht auch der Einschätzung des SEM anschliesst, der 

Beschwerdeführer hätte sich den Schikanen durch einen Wegzug an einen 

anderen Ort in der Türkei entziehen können, 

dass auch nicht angenommen werden kann, dem Beschwerdeführer drohe 

bei der Rückkehr eine Reflexverfolgung einer flüchtlingsrechtlich relevan-

ten Intensität, zumal sein Bruder C._______ selbst weiterhin in der Türkei 

wohnhaft ist und der Beschwerdeführer über keine ernsthaften Benachtei-

ligungen, welche der Bruder erlitten habe, berichtete, 

dass auch sein Stiefbruder D._______ und seine Geschwister nach wie vor 

in der Türkei leben, was ebenfalls gegen ein gesteigertes behördliches In-

teresse an der Familie des Beschwerdeführers spricht, 

dass überdies dem SEM beizupflichten ist, dass sich aus den eingereich-

ten Verhandlungsprotokollen keine flüchtlingsrechtlich relevante 

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Verfolgung ableiten lässt, zumal sich auch dem Gericht nicht erschliesst, 

um was es sich konkret bei den Verfahren handelt, 

dass sich diesbezüglich auch aus den mit der Beschwerde eingereichten 

Beweismitteln keine Klarheit ergibt, 

dass der Beschwerdeführer selbst auch keine konkreten Angaben zu den 

angeblichen Verfahren machen konnte und auch auf Nachfrage des SEM 

seine Antworten hierzu vage blieben (vgl. SEM Akte […]-38/21, F45 ff.), 

dass der Beschwerdeführer zudem angibt, er habe einen Anwalt in der Tür-

kei und zumindest zu erwarten gewesen wäre, dass er über diesen kon-

krete Informationen hätte erhältlich machen können, 

dass das in der Beschwerde vorgebrachte Argument, der Anwalt in der Tür-

kei habe aus Angst vor Repressalien keine weiteren Informationen erhält-

lich machen können, nicht überzeugt, zumal zu erwarten gewesen wäre, 

dass der Anwalt dies zumindest in einem Anwaltsschreiben konkreter hätte 

ausführen können, 

dass ausserdem auffällt, dass der türkische Anwalt in seinem Anwalts-

schreiben insbesondere auf Posts des Beschwerdeführers auf Sozialen 

Medien verweist und die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Verfahren 

nicht erwähnt, 

dass sich dem Gericht auch nicht erschliesst, was der Beschwerdeführer 

aus dem mit der Beschwerde eingereichten Dokument bezüglich seines 

angeblichen Verwandten E._______ in Bezug auf eine flüchtlingsrechtlich 

relevante Verfolgung abzuleiten versucht, 

dass gestützt auf die heutige Aktenlage keine hinreichenden Anhaltspunkte 

für eine drohende flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung ersichtlich sind, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

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verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

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wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Gründe auf 

eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers bei einer Rückkehr 

dorthin schliessen lassen (vgl. das Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 

vom 8. November 2024 E. 13),  

dass namentlich kein Grund zur Annahme besteht, der Beschwerdeführer 

– der gemäss Aktenlage im Heimatstaat über ein tragfähiges familiäres Be-

ziehungsnetz und über ausreichend Berufserfahrung verfügt – könnte nach 

der Rückkehr in den Heimatstaat in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachten gesundheitli-

chen Beeinträchtigungen – wie vom SEM zutreffend aufgeführt – in der 

Türkei behandelt werden können, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde pauschal auf seine ge-

sundheitlichen Probleme verweist es ihm aber damit nicht gelingt aufzuzei-

gen, dass diese nicht in der Türkei behandelbar seien beziehungsweise 

sich sein Gesundheitszustand in entscheidendem Masse bei einer Rück-

kehr verschlechtern würde, 

dass die Türkei nämlich über ein modernes Gesundheitssystem verfügt 

und die Versorgung weitgehend westeuropäischen Standards entspricht, 

weshalb auch die Behandlung von psychischen Problemen in der Türkei 

möglich ist (vgl. das Referenzurteil des BVGer E-1948/2018 vom 12. Juni 

2018 E. 7.3.5.3),  

dass nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumut-

bar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

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dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der einbe-

zahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwen-

den ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Tina Zumbühl 

 

 

Versand: