# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ecd3146-9714-5826-8ab7-d723ae6e5141
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.06.2020 S 2019 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-111_2020-06-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 29. Juni 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung
(Taggeld)

S 2019 111

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Urteil S 2019 111

A. Der 1988 geborene A.________ meldete sich am 1. Mai 2018 unter Hinweis auf 
die Folgen des am 18. Dezember 2017 erlittenen Unfalles bei der Invalidenversicherung 
zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle Zug tätigte in der Folge erwerbliche und 
medizinische Abklärungen. Da A.________ zufolge der Verletzung am Schultergelenk 
seine angestammte Tätigkeit als C.________ bei der D.________ AG nicht mehr auf 
Dauer fortführen konnte, indessen die zur gleichen Gruppe gehörende E.________ AG 
ihm eine Stelle als F.________ anbot, erteilte die Verwaltung mit Mitteilung vom 
24. Januar 2019 im Rahmen von beruflichen Massnahmen Kostengutsprache für die 
Ausbildung zum F.________ mit eidgenössischem Fachausweis (IV-act. 34). Gleichentags 
gewährte sie zudem einen Einarbeitungszuschuss für die Anlern- bzw. Einarbeitungszeit 
vom 1. Januar bis 30. Juni 2019 (IV-act. 35). Für die Kursdauer vom 26. August 2019 bis 
29. Juni 2020 mit Kurstagen am Montag und Samstag sprach die IV-Stelle A.________ 
zudem ergänzend aufgrund eines Lohnausfalls von 20 % ein Taggeld zu und stellte die 
entsprechende Verfügung in Aussicht (Mitteilung vom 31. Mai 2019 [IV-act. 41]). Am 5. Juli 
2019 verfügte die Verwaltung ein Taggeld von Fr. 163.20 (IV-act. 45). 

B. Beschwerdeweise liess A.________ beantragen, die Verfügung vom 5. Juli 2019 
sei aufzuheben und der Taggeldansatz vom 26. August 2019 bis 29. Juni 2020 sei auf 
Fr. 58.45 pro Kalendertag festzusetzen (act. 1).

C. Der mit Verfügung vom 10. September 2019 erhobene Kostenvorschuss von 
Fr. 500.– wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 3).

D. Die IV-Stelle schloss vernehmlassend auf Abweisung der Beschwerde (act. 5).

E. Mit Schreiben vom 28. Mai 2020 liess der Beschwerdeführer die von ihm 
zusätzlich verlangten Angaben beim Gericht einreichen (act. 9). Diese wurden der 
Ausgleichskasse zur Kenntnis zugestellt (act. 10).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

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Urteil S 2019 111

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – 
gegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die Verfügung 
datiert vom 5. Juli 2019 (IV-act. 45) und ist am 8. Juli 2019 beim Beschwerdeführers 
eingetroffen (vgl. act. 1 Ziff. 1). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen 
direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die 
Beschwerdeschrift trägt das Datum des 9. September 2019, wurde gleichentags der Post 
übergeben und ging am darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die 
30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 
lit. b ATSG – Fristenstillstand vom 15. Juli bis und mit 15. August – als gewahrt. Der 
Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung. 
Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist.

2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, unter welchem Titel und damit verbunden in 
welcher Höhe der Beschwerdeführer Anspruch auf ein Taggeld hat. Der grundsätzliche 
Anspruch ist unbestritten.

3.
3.1 Nach Art. 22 Abs. 1 IVG haben Versicherte während der Durchführung von 
Eingliederungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an 
wenigstens drei aufeinander folgenden Tagen wegen der Massnahmen verhindert sind, 
einer Arbeit nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind. 

Nach ständiger Rechtsprechung ist das Taggeld eine akzessorische Leistung zu 
bestimmten Eingliederungsmassnahmen; es kann grundsätzlich nur ausgerichtet werden, 
wenn und solange Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zur 
Durchführung gelangen (BGE 139 V 399 E. 7.1; 112 V 16 E. 2a). Eine 
Eingliederungsmassnahme, welche zum Taggeldbezug berechtigt, ist insbesondere die 
Umschulung gemäss Art. 17 IVG (BGE 112 V 16 E. 2a).

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Urteil S 2019 111

3.2 Gestützt auf Art. 22 Abs. 6 IVG hat der Bundesrat in Art. 17bis der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) den Taggeldanspruch bei nicht 
zusammenhängenden Tagen geregelt. Nach dieser Verordnungsbestimmung hat der 
Versicherte, der innerhalb eines Monats an mindestens drei nicht zusammenhängenden 
Tagen in Eingliederung steht, Anspruch auf ein Taggeld: (lit. a) für die Eingliederungstage, 
wenn er wegen der Massnahme ganztags verhindert ist, der Arbeit nachzugehen; (lit. b) 
für die Eingliederungstage und die dazwischen liegenden Tage, wenn er in seiner 
gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsunfähig ist. 

3.3 Zumindest 50 % arbeitsunfähig ist der Versicherte, wenn er die gewohnte 
Erwerbstätigkeit zur Hälfte nicht mehr ausüben kann. Relevant sind die Einbusse des 
funktionellen Leistungsvermögens und nicht die erwerblichen Auswirkungen. Die 
Arbeitsunfähigkeit ist nicht Folge der Eingliederung, sondern des Gesundheitszustandes 
(BGE 112 V 16 E. 2b). Für die Beurteilung des Grades der Arbeitsunfähigkeit sind einzig 
der Gesundheitszustand, der zum Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen geführt hat, 
und nicht gesundheitliche Beeinträchtigungen zu berücksichtigen, welche die 
Arbeitsunfähigkeit verschlimmern. Übt die versicherte Person während der Eingliederung 
nicht die bisherige, sondern eine neue Erwerbstätigkeit aus, kann sie ein Taggeld auch 
dann beanspruchen, wenn sie in dieser Tätigkeit zu mehr als 50 % arbeitsfähig ist, ihre 
Arbeitsunfähigkeit aber in der bisherigen Erwerbstätigkeit mindestens 50 % beträgt (vgl. 
zum Ganzen: Erwin Murer, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1–27bis IVG], 2014, Art. 22 
N. 77). Unter der bisherigen Erwerbstätigkeit ist die Tätigkeit zu verstehen, die die 
versicherte Person vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung ordentlicherweise 
ausgeübt hat (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 
2014, Art. 22 N. 3; Rz. 1012 des Kreisschreibens über die Taggelder der 
Invalidenversicherung [KSTI], gültig ab 1. Januar 2019). 

4.
4.1 Der Beschwerdeführer erblickt die Grundlage für seinen Taggeldanspruch in 
Art. 17bis lit. b IVV, da er in seiner angestammten Tätigkeit als C.________ zu mindestens 
50 % arbeitsunfähig sei (act. 1 Ziff. 15). Demgegenüber vertritt die IV-Stelle die 
Auffassung, unter "gewohnter Tätigkeit" sei nicht einfach die ursprüngliche Tätigkeit vor 
Eintritt des Gesundheitsschadens zu verstehen. Der Beschwerdeführer arbeite seit dem 
1. Januar 2019 als F.________ und verdiene dabei mehr, als in der früheren Tätigkeit als 
C.________. Diese Tätigkeit könne er ausüben, weil sein bisheriger Arbeitgeber ihn 

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Urteil S 2019 111

weiterhin und in der neuen, besser qualifizierten Arbeit angestellt habe. Das entspreche 
dem Wunsch des Versicherten. Der Wechsel sei denn auch langfristig geplant worden. 
Dementsprechend sei davon auszugehen, dass diese Tätigkeit langfristig ausgeübt 
werden wolle, was auch durchaus glaubhaft sei. Im vorliegenden Fall sei es also nicht so, 
dass der Beschwerdeführer die ursprüngliche Tätigkeit weiterhin – aber halt in medizinisch 
bedingtem reduziertem Pensum – ausübe, sondern bereits in der zukünftig langfristig 
angestrebten. Diese Tätigkeit sei deshalb als die "gewohnte Tätigkeit" anzusehen. Anders 
wäre es, wenn mit der medizinischen Einschränkung noch die ursprüngliche Tätigkeit 
ausgeübt würde, bis die Umschulung abgeschlossen wäre. In der gewohnten Tätigkeit sei 
der Versicherte somit grundsätzlich nicht eingeschränkt, er arbeite aber 
ausbildungsbedingt nur zu 80 % (act. 5 "zu 15.").

4.2 Der Ansicht der IV-Stelle kann allerdings nicht gefolgt werden. Randziffer 1012 
KSTI hält unmissverständlich fest, dass unter der bisherigen Erwerbstätigkeit die Tätigkeit 
zu verstehen ist, welche die versicherte Person vor Eintritt der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung ordentlicherweise ausgeübt hat. Unstreitig war der Beschwerdeführer als 
C.________ bei der D.________ AG tätig, als er den Unfall erlitt, durch welchen er 
nachhaltig an seiner Schulter geschädigt wurde und welcher schliesslich die Umschulung 
nötig machte. Damit fällt die neue Tätigkeit als F.________ von vornherein ausser 
Betracht, hat der Beschwerdeführer diese doch erst nach dem Eintritt der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung angetreten.

Auch ist der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu mehr als 50 % in 
der bisherigen Tätigkeit als C.________ eingeschränkt. Gemäss Regionalem Ärztlichem 
Dienst (RAD) könne die angestammte Tätigkeit als C.________, welche eine 
mittelschwere bis schwere Arbeit mit regelmässiger Gewichtsbelastung darstelle, nur mit 
Einschränkungen zugemutet werden. Die Arbeit als C.________ wäre zwar für kurze Zeit 
möglich, indessen nicht auf Dauer, da sich die funktionelle Belastbarkeit der linken 
Schulter verschlechtern würde, weshalb berufliche Massnahmen zu prüfen seien 
(Stellungnahme von G.________, Fachärztin Physikalische Medizin und Rehabilitation, 
vom 3. August 2018 [IV-act. 12]). Weiter erhellt daraus das ergonomische Profil. Dem 
Versicherten sind noch leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne repetitives Heben und 
Tragen der Lasten von mehr als 3 kg mit dem linken Arm, ohne Überkopfarbeiten, ohne 
Arbeiten über Schulterhöhe und mit ausgestrecktem Arm zumutbar. Der behandelnde Arzt 
Dr. med. H.________, FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, bescheinigte am 25. Mai 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 

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bis 11. Juli 2018. Zudem berichtete er von einer noch stark eingeschränkten 
Aussenrotation (IV-act. 10). Anlässlich der Besprechung mit einem Mitarbeiter der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) vom 2. Mai 2018 erklärte der 
Versicherte, vor der Operation seine Arbeit zwischenzeitlich im Rahmen von 40 % wieder 
aufgenommen zu haben. Er sei für leichte Service-Arbeiten, Inbetriebnahmen und 
Bestandesaufnahmen bei Kunden eingesetzt worden (IV-act. 9 S. 63 f.). Angesichts 
dessen ist überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen 
Tätigkeit als C.________ zu mindestens 50 % arbeitsunfähig ist. Bereits vor der 
Operation, als er auch schon Gewichte mit mehr als 3 kg nicht mehr heben durfte – wie im 
Übrigen auch jetzt – konnte er maximal zu 40 % eingesetzt werden. Daran hat sich 
offensichtlich nichts geändert und wird auch von Seiten der Beschwerdegegnerin nicht 
bestritten. Vielmehr ging sie selber davon aus (vgl. IV-act. 40 S. 1 in fine).

Sodann ist erstellt, dass der Beschwerdeführer für seine Umschulung jeweils montags von 
8.05 Uhr bis 16.55 Uhr und samstags von 8.05 Uhr bis 14.50 Uhr den Lehrgang 
F.________ an der Schule I.________ besucht. Damit ist er unzweifelhaft während mehr 
als drei nicht zusammenhängenden Tagen pro Monat an der Arbeitsleistung verhindert.

4.3 Soweit die Verwaltung anführt, der Beschwerdeführer gehe vorliegend nicht mehr 
der ursprünglichen Tätigkeit nach, sondern bereits der zukünftig angestrebten, kann sie 
daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Übt die versicherte Person eine andere 
Erwerbstätigkeit aus anstatt die bisherige, kann sie ein Taggeld auch dann beanspruchen, 
wenn sie in dieser Tätigkeit zu mehr als 50 % arbeitsfähig ist, jedoch die Arbeitsunfähigkeit 
in der bisherigen Erwerbstätigkeit mindestens 50 % beträgt. Hier gelangt gegebenenfalls 
die Kürzungsvorschrift gemäss Art. 21septies Abs. 1 IVV zur Anwendung (Rz. 1012 KSTI). 
Dies trifft auf vorliegenden Fall zu.

4.4 Damit sind die Voraussetzungen für ein Taggeld auf der Grundlage von Art. 17bis 
lit. b IVV erfüllt.

5. Folglich ist im Weiteren die Höhe des Taggeldes zu prüfen.

5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in seiner angestammten Tätigkeit 
im Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit pro Jahr Fr. 74'100.– (13 x Fr. 5'700.–) 
verdient. Dieser Lohn sei von Seiten des Arbeitgebers auf den 1. Januar 2018 auf 
Fr. 5'850.– pro Monat (Jahreslohn von Fr. 76'050.–) erhöht worden. Gleichzeitig sei 

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vereinbart worden, dass er ab 1. Januar 2018 wiederum zusätzlich den Pikettdienst 
übernehme. Dieser sollte mit Fr. 1'000.– pro Monat entschädigt werden. Bei einem 
Ferienanspruch von vier Wochen hätte er demnach ohne gesundheitliche 
Beeinträchtigung in der Zeit der Eingliederung Fr. 11'000.– pro Jahr mehr verdient. Dies 
sei gemäss Art. 21bis Abs. 5 IVV zu berücksichtigen. Das massgebende Jahreseinkommen 
belaufe sich somit auf Fr. 87'050.–. Dies entspreche einem massgeblichen 
Tageseinkommen von Fr. 239.– resp. einem Taggeld von Fr. 191.20 (Fr. 239.– x 0,8). Da 
er während der Eingliederung eine Erwerbstätigkeit ausübe, sei das Taggeld im Rahmen 
von Art. 21septies IVV zu kürzen. Seit dem 1. Januar 2019 erziele er in der angepassten 
Tätigkeit ein Einkommen von Fr. 81'250.– jährlich (13 x Fr. 6'250.–). Während der 
Ausbildung erhalte er 80 % des Verdienstes, weil er jeweils montags an der 
Arbeitsleistung verhindert sei. Dies entspreche einem Betrag von Fr. 65'000.– pro Jahr 
resp. Fr. 5'416.65 pro Monat. Ein Dreissigstel davon sei Fr. 180.55. Zusammen mit dem 
Taggeld von Fr. 191.20 ergebe dies einen Betrag von Fr. 371.75. Diese Summe 
übersteige den massgeblichen Tagesverdienst von Fr. 239.– um Fr. 132.75. Um diesen 
Betrag sei das Taggeld von Fr. 191.20 zu kürzen. Das Taggeld pro Kalendertrag betrage 
somit Fr. 58.45 (Fr. 191.20 - Fr. 132.75; act. 1 Ziff. 16–19).

Die IV-Stelle führt hierzu an, für die Berechnung des Taggeldes sei vom letzten ohne 
gesundheitliche Einschränkungen erzielten Monatslohn auszugehen (Art. 21bis Abs. 3 lit. a 
IVV). Von einem in einer neuen Tätigkeit erzielten Verdienst sei nur dann auszugehen, 
wenn der Versicherte glaubhaft mache, dass er in der Zeit der Eingliederung ohne 
Invalidität eine andere als die zuletzt ausgeübte Tätigkeit verrichtet hätte. Dies mache er 
nicht geltend. Zwar habe er angegeben, er hätte ab 2018 einen höheren Monatslohn 
gehabt. Die IVV verlange aber für das Heranziehen einer anderen Anspruchsgrundlage 
des Taggeldes nicht eine Lohnerhöhung, sondern eine andere als die zuletzt ausgeübte 
Tätigkeit. Eine solche sei nie geplant gewesen. Der Beschwerdeführer habe weiterhin als 
C.________ arbeiten wollen. Es bestünden keinerlei Hinweise darauf, dass vor Eintritt der 
Invalidität die Aufnahme einer anderen Tätigkeit geplant gewesen wäre. Es könne deshalb 
nicht vom Lohn einer anderen Tätigkeit ausgegangen werden. Massgebend sei hier die 
Frage, ob der Beschwerdeführer auch ohne Eintritt der gesundheitlichen Einschränkungen 
geplant hatte, in eine andere, allenfalls besser bezahlte Tätigkeit zu wechseln. Diese 
Frage sei zu verneinen. Unter diesem Gesichtspunkt sei auch relevant, ob der 
Beschwerdeführer bereits vor Eintritt der gesundheitlichen Einschränkung von einem 
zukünftig höheren Lohn habe ausgehen können. Die Monatslohnerhöhung sei gemäss 
Akten aber nicht vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens abgemacht und kommuniziert 

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worden. Somit bestünden keinerlei Anhaltspunkte, dass der Versicherte unabhängig und 
unbeeinflusst von seiner verminderten Arbeitsfähigkeit in der ursprünglichen Tätigkeit als 
C.________ auf eine Gehaltserhöhung hätte zählen können. Unter diesen Umständen sei 
auch nicht relevant, dass für Pikettdienste eine zusätzliche Entschädigung ausbezahlt 
worden wäre. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem 
Schadenspezialisten der Suva noch von einer Entschädigung von Fr. 990.– gesprochen 
habe, sei eine regelmässige Entschädigung von Fr. 1'000.– pro Monat auch durch die erst 
nach Eintritt der Einschränkung erstellten Lohnabrechnungen 2018 nicht ausgewiesen. 
Schliesslich zeigten die entsprechenden Lohnabrechnungen zumindest teilweise lediglich 
pro-rata-Beträge. Zudem könne nicht nachvollzogen werden, dass bei einer zumindest 
halben Arbeitsunfähigkeit die Pikettentschädigung in einzelnen Monaten ungekürzt 
ausbezahlt worden seien. Festzuhalten sei ausserdem, dass der Ferienanspruch nicht 
bekannt sei, also auch nicht vier Wochen ausgewiesen seien. Im neuen Arbeitsvertrag, 
welcher für die Berechnung des Taggeldanspruchs nicht massgebend sei, sei jedenfalls 
ein Ferienanspruch von fünf Wochen (25 Tage) festgeschrieben (act. 5 "zu 16. und 17.").  

5.2
5.2.1 Das Taggeld besteht aus einer Grundentschädigung, auf die alle Versicherten 
Anspruch haben, und einem Kindergeld für Versicherte mit Kindern (Art. 22 Abs. 2 IVG). 
Die Grundentschädigung beträgt gemäss Art. 23 Abs. 1 IVG 80 % des letzten ohne 
gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens, jedoch nicht mehr als 80 % 
des Höchstbetrages des Taggeldes nach Art. 24 Abs. 1 IVG. Grundlage für die Ermittlung 
des Erwerbseinkommens bildet das durchschnittliche Einkommen, von dem Beiträge nach 
dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) 
erhoben werden (massgebendes Einkommen; vgl. Art. 23 Abs. 3 IVG).

Laut Art. 21bis Abs. 3 IVV wird das massgebende Einkommen auf den Tag ausgerechnet. 
Für Versicherte mit Monatslöhnen wird der letzte ohne gesundheitliche Einschränkungen 
erzielte Monatslohn mit zwölf vervielfacht. Dem ermittelten Jahreslohn wird ein allfälliger 
13. Monatslohn hinzugerechnet und der so ermittelte Jahresverdienst wird durch 365 
geteilt (lit. a). Lohnbestandteile, die zwar regelmässig, jedoch nur einmal im Jahr oder in 
mehrmonatigen Abständen ausbezahlt werden, wie Provisionen und Gratifikationen, 
werden zu dem nach Abs. 3 ermittelten massgebenden Einkommen hinzugezählt (Abs. 4). 
Macht die versicherte Person glaubhaft, dass sie während der Zeit der Eingliederung ohne 
Eintritt der Invalidität eine andere als die zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkung 

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ausgeübte Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte, bemisst sich das Taggeld nach dem 
Verdienst, der mit dieser neuen Tätigkeit erzielt worden wäre (Abs. 5).

5.2.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 IVG entspricht der Höchstbetrag des Taggeldes dem 
Höchstbetrag des versicherten Tagesverdienstes nach dem Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20). Nach Abs. 2 wird das Taggeld gekürzt, soweit es 
das massgebende Erwerbseinkommen einschliesslich der gesetzlichen Kinder- und 
Ausbildungszulagen übersteigt. Der Bundesrat regelt die Anrechnung eines allfälligen 
Erwerbseinkommens und kann für bestimmte Verhältnisse Kürzungen vorsehen. Das 
Bundesamt stellt verbindliche Tabellen für die Ermittlung der Taggelder mit aufgerundeten 
Beträgen auf (Abs. 5).

Übt eine versicherte Person während der Eingliederung eine Erwerbstätigkeit aus, so wird 
das Taggeld soweit gekürzt, als es zusammen mit dem aus dieser Tätigkeit erzielten 
Einkommen das gemäss den Art. 21–21quinquies massgebende Erwerbseinkommen 
übersteigt (Art. 21septies Abs. 1 IVV). Für die Kürzung des Taggeldes ist das 
Erwerbseinkommen zu berücksichtigen, das die versicherte Person mit der während der 
Eingliederung ausgeübten Tätigkeit erzielt hat. Für Arbeitnehmer entspricht dieses 
Erwerbseinkommen dem massgebenden Lohn im Sinne von Art. 5 AHVG, für 
Selbständigerwerbende dem Einkommen, von dem Beiträge nach dem AHVG erhoben 
werden (Abs. 2).

5.3 Liegt die von der versicherten Person zuletzt voll ausgeübte Tätigkeit nicht mehr 

als zwei Jahre zurück, ist eine Anpassung des Erwerbseinkommens an den neusten Stand 

vorzunehmen, entweder von Amtes wegen, wenn eine Änderung der Ausgleichskasse 

bekannt ist (beispielsweise durch Meldung der IV-Stelle) oder auf Gesuch der versicherten 

Person hin, wenn diese eine Änderung im Erwerbseinkommen nachweisen kann 

(Rz. 3045 KSTI). Sowohl für die erstmalige Festsetzung des massgebenden 

Erwerbseinkommens als auch für die Anpassung während der Eingliederung dürfen nur 

für die zuletzt voll ausgeübte Tätigkeit allgemein geltende Lohnerhöhungen, wie 

ordentliche Lohnerhöhung im Rahmen einer Besoldungsklasse oder Anpassungen an die 

Teuerung, berücksichtigt werden. Sie müssen durch Angaben des/der früheren 

Arbeitgebers/Arbeitgeberin ausgewiesen sein. Sofern der/die frühere 

Arbeitgeber/Arbeitgeberin nicht mehr existiert bzw. macht dieser/diese keine Angaben, 

kann die Anpassung auch aufgrund der Lohnverhältnisse in vergleichbaren Betrieben oder 

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anhand von Lohnstatistiken vorgenommen werden (Rz. 3049 KSTI). Nicht zu 

berücksichtigen sind dagegen theoretische Aufstiegsmöglichkeiten, die der versicherten 

Person ohne Eintritt der Invalidität allenfalls offen gestanden wären (Rz. 3050 KSTI).

Der Beschwerdeführer verdiente vor dem Unfallereignis vom 18. Dezember 2017 
monatlich Fr. 5'700.– bzw. Fr. 74'100.– im Jahr (inkl. 13. Monatslohn; vgl. IV-act. 7 S. 5). 
Ab 1. Januar 2018 erhielt er eine Lohnerhöhung von Fr. 150.–, mithin belief sich das 
Einkommen monatlich auf Fr. 5'850.– bzw. jährlich auf Fr. 76'050.–. Dies ist nach dem 
oben Gesagten zu berücksichtigen, denn der Beschwerdeführer hat vorab per Telefon und 
mit E-Mail vom 5. Juli 2019 um eine Anpassung ersucht (AK-act. 10). Die Lohnerhöhung 
ist rechtsgenüglich durch den Arbeitgeber ausgewiesen (vgl. IV-act. 7 S. 5 sowie die 
Lohnblätter von Januar bis Dezember 2018 [AK-act. 14]). Gleiches gilt für den Pikettdienst, 
welchen der Beschwerdeführer ohne den Unfall ab Januar 2018 weiterhin zeitlich 
unbegrenzt übernommen hätte (vgl. Bestätigung des Geschäftsführers vom 12. März 2019 
[AK-act. 15]). Den Lohnblättern März bis Oktober 2018 sind entsprechende Zahlungen in 
unterschiedlicher Höhe für Pikettdienste zu entnehmen (AK-act. 14 S. 3–9). Im Übrigen 
gab er bereits anlässlich der Besprechung vom 2. Mai 2018 gegenüber dem Suva-
Mitarbeiter an, es sei vorgesehen gewesen, dass er den Pikettdienst übernehme, welcher 
mittels einer Pauschale von Fr. 990.– vergütet werde (IV-act. 9 S. 64). Zwar trifft zu – wie 
die IV-Stelle vorbringt –, dass unterschiedliche Angaben bezüglich der Höhe der 
Pauschale gemacht wurden. Indessen sind den Lohnblättern August bis Oktober 2018 
Entschädigungen in der Höhe von Fr. 1'000.– zu entnehmen (AK-act. 14 S. 7–9). Die 
unterschiedlichen Beträge erklärt der Beschwerdeführer schlüssig damit, dass er den 
Pikettdienst nach dem Unfall gesundheitsbedingt ab Februar/März 2018 nach und nach 
habe aufnehmen können. Ab Juni/Juli 2018 habe er den Pikettdienst vollumfänglich 
ausgeübt. Da er indessen bei schwerer Arbeit einen Kollegen habe mitaufbieten müssen, 
habe sein damaliger Arbeitgeber den Pikettdienst im Herbst 2018 ihm entzogen und 
anders organisiert (act. 9 S. 2). Diese Angaben decken sich mit den vorerwähnten 
Lohnblättern. Eine selbst bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ungekürzte Auszahlung ist 
entgegen der Auffassung der Verwaltung dennoch nachvollziehbar, weil es sich dabei in 
der Regel um leichte Arbeiten handelte, welche oftmals telefonisch oder mittels kleinen 
Handgriffen vor Ort erledigt werden können (vgl. IV-act. 9 S. 64 sowie act. 9 S. 2). Einig zu 
gehen ist mit der IV-Stelle aber insofern und wurde vom Beschwerdeführer schliesslich 
auch eingeräumt (act. 9 S. 2), dass Anspruch auf 25 Ferientage bestand. Hieraus resultiert 
ein Lohnbestandteil von Fr. 10'846.– (Fr. 12'000.– / 52 x 47). Das massgebende 

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Erwerbseinkommen für das Taggeld beläuft sich somit auf Fr. 86'896.–. Dies entspricht 
einem Tageseinkommen von Fr. 239.– bzw. einem Taggeld von Fr. 191.20 (vgl. auch die 
Tabellen zur Ermittlung der IV-Taggelder, Stand 1. Januar 2016).

5.4 Da der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Eingliederung einer Erwerbstätigkeit 
nachging bzw. nachgeht, namentlich ist er seit 1. Januar 2019 bei der E.________ AG in 
J.________ als F.________ im Einsatz, kommt somit die Bestimmung von Art. 21septies 
Abs. 1 IVV zum Tragen. Das diesbezügliche massgebliche Erwerbseinkommen beläuft 
sich auf Fr. 81'250.– (IV-act. 30 S. 2) bzw. auf Fr. 6'770.85 monatlich. Hiervon erhält der 
Beschwerdeführer lediglich 80 % ausbezahlt, weil er jeweils einen Tag pro Woche zufolge 
der Umschulung an der Arbeitsleistung verhindert ist (vgl. Bf-act. 5). Demnach beläuft sich 
das monatliche Erwerbseinkommen auf Fr. 5'416.65. Ein Dreissigstel davon beträgt 
Fr. 180.50 (vgl. Rz. 3073 KSTI). Mit dem Taggeld von Fr. 191.20 resultiert ein Betrag von 
Fr. 371.70, welcher den massgeblichen Tagesverdienst von Fr. 239.– um Fr. 132.70 
übersteigt. Um diesen Betrag ist das Taggeld von Fr. 191.20 zu kürzen. Demnach hat der 
Beschwerdeführer Anspruch auf ein Taggeld pro Kalendertag von Fr. 58.50.

6. Nach dem Gesagten erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als 
begründet und ist gutzuheissen.

7. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 500.– festgesetzt wird und entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. Dem 
Beschwerdeführer ist dementsprechend der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.– 
vollumfänglich zurückzuerstatten. Ferner ist ihm zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, welche ermessensweise auf 
Fr. 2'200.– (inkl. Barauslagen und MWST) festzusetzen ist.

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Urteil S 2019 111

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
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1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung vom 5. Juli 2019 
dahingehend abgeändert, als der Beschwerdeführer Anspruch auf ein Taggeld pro 
Kalendertag von Fr. 58.50 hat.

2. Der Beschwerdegegnerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 500.– auferlegt. Dem 
Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 500.– 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'200.– (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), die IV-
Stelle des Kantons Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das 
Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 29. Juni 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

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