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**Case Identifier:** 0daf0f2e-61fe-5070-b015-5e30fa819670
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.03.2024 100 2023 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-25_2024-03-15.pdf

## Full Text

100.2023.25/26U
HAT/AEN/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 15. März 2024

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Aellen

A.________

Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2013-2015; Nachsteuern; Nichteintreten (Entscheide der Steuerrekurs-
kommission des Kantons Bern vom 13. Dezember 2022; 100 22 155-157, 
200 22 126-128)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.03.2024, Nrn. 100.2023.25/26U, 
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Prozessgeschichte:

A.

Am 13. November 2016 verstarb der in ... wohnhaft gewesene B.________ 
sel. (Erblasser). Er hinterliess als Erben seine (zweite) Ehefrau und zwei 
Enkel, A.________ und C.________. Die Ehefrau legte mit Selbstanzeige 
vom 23. Dezember 2016 gegenüber der Steuerverwaltung des Kantons Bern 
unter anderem Vermögenswerte offen, die der Erblasser zu Lebzeiten nicht 
deklariert hatte. Gestützt darauf leitete die Steuerverwaltung am 5. Januar 
2017 Nachsteuerverfahren ein. Die Nachsteuerverfügungen ergingen am 
1. Dezember 2017 und wurden dem Rechtsvertreter der Ehefrau eröffnet. 
Dieser leitete die Verfügungen an den vom Erblasser bestellten 
Willensvollstrecker weiter, welcher sie in Kopie auch A.________ und 
C.________ zukommen liess. 

Gegen die Nachsteuerverfügungen erhoben A.________ und C.________ 
am 29. Dezember 2017 Einsprache. Mit Entscheiden vom 6. April 2022 hiess 
die Steuerverwaltung die Einsprache betreffend Kantons- und Gemeinde-
steuern (in geringem Umfang) teilweise gut und wies jene betreffend die 
direkte Bundessteuer ab.

B.

Am 8. Mai 2022 gelangte A.________ an die Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern (StRK). Diese trat mit Entscheiden vom 13. Dezember 2022 
auf Rekurs und Beschwerde nicht ein. Ihre Nichteintretensentscheide 
begründete sie zusammengefasst damit, dass die Prozessführungsbefugnis 
im Nachsteuerverfahren ausschliesslich dem Willensvollstrecker zustehe. 
Infolgedessen sei A.________ nicht befugt, Rechtsmittel einzulegen. In einer 
Eventualbegründung hielt die StRK fest, dass weder die 
Nachsteuerverfügungen noch die Einspracheentscheide nichtig seien und 
Rekurs und Beschwerde jedenfalls abzuweisen wären. 

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C.

Dagegen hat A.________ am 16. Januar 2023 in einer einzigen 
Rechtsschrift sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch 
bezüglich der direkten Bundessteuer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erho-
ben. Er beantragt sinngemäss, die angefochtenen Entscheide seien aufzu-
heben und die Angelegenheit sei unter Bejahung seiner Prozessführungsbe-
fugnis an die StRK zurückzuweisen. 

Am 20. Februar 2023 hat die Abteilungspräsidentin die Verfahren betreffend 
die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer ver-
einigt. 

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
16. Februar 2023 bzw. Beschwerdeantwort vom 20. März 2023 je die Abwei-
sung der Beschwerden. Am 28. April 2023 hat der Beschwerdeführer erneut 
umfassend zur Sache Stellung genommen und weitere Unterlagen einge-
reicht. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen 
lassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie 
Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der 
direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die StRK ist auf die Rechtsmit-
tel des Beschwerdeführers nicht eingetreten, weshalb sich dessen Be-
schwerdebefugnis für die verwaltungsgerichtlichen Verfahren unmittelbar 

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aus den negativen Prozessentscheiden ergibt (vgl. BVR 2017 S. 418 E. 1.1, 
2017 S. 459 E. 1.2, 2015 S. 301 [VGE 2014/130/131 vom 8.1.2015] nicht 
publ. E. 1.1). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 140 DBG). Auf die Beschwerden ist einzutreten.

1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Ver-
waltungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 
Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 
135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Be-
stimmungen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich 
lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsicht-
lich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern (zum Ganzen 
auch BGE 9C_732/2022 vom 18.12.2023 E. 2.3).

1.3 Die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide 
fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Geset-
zes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Streitgegenstand der verwaltungsgerichtlichen Verfahren bildet einzig die 
Frage, ob die StRK zu Recht nicht auf den Rekurs und die Beschwerde ein-
getreten ist. Nicht einzugehen ist damit auf Vorbringen des Beschwerde-
führers, die diesen Rahmen sprengen – wie dies grösstenteils bei der Sach-
verhaltsdarstellung und den im Zusammenhang damit gerügten Rechtsver-
letzungen der Fall ist (Beschwerden Ziff. II/1 S. 5-9; weitestgehend Stellung-
nahmen vom 28.4.2023 Ziff. I/1 und 1.1, II/1-2.3, 3.3 f., 4 und 5). Zu prüfen 
ist damit, ob der Beschwerdeführer in den Verfahren betreffend vereinfachte 

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Nachbesteuerung der Erben entgegen der Auffassung der StRK prozess-
führungsbefugt ist (angefochtene Entscheide E. 1.2 f., 2 a.A.). 

2.1 In tatsächlicher Hinsicht steht fest und ist unbestritten, dass der 
Erblasser mit letztwilliger Verfügung einen Willensvollstrecker bestimmt und 
dieser das Mandat angenommen hat (Beschwerden Ziff. II/1 [S. 4], 2.3; 
angefochtene Entscheide Bst. A und E. 1.3; Vorakten StRK [act. 4A] 
pag. 159). Die StRK ist zum Schluss gelangt, die Prozessführung sei in 
Bezug auf die Nachsteuern dem Willensvollstrecker vorbehalten und der 
Beschwerdeführer deshalb nicht befugt, Rechtsmittel einzulegen (angefoch-
tene Entscheide E. 1.1-1.3; vorne Bst. B). Der Beschwerdeführer hält dem-
gegenüber dafür, prozessführungsbefugt zu sein. 

2.2 Die Mitglieder einer Erbengemeinschaft werden Gesamteigentümer 
der Erbschaftsgegenstände und verfügen unter Vorbehalt der vertraglichen 
oder gesetzlichen Vertretungs- und Verwaltungsbefugnisse über die Rechte 
der Erbschaft gemeinsam (Art. 602 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetz-
buches [ZGB; SR 210]). Deshalb können einzelne Erben für den Nachlass 
grundsätzlich nicht handeln. Dies ist in der Regel nur allen Erben gemeinsam 
(Einstimmigkeitsprinzip) oder an deren Stelle einem Erbenvertreter (Art. 602 
Abs. 3 ZGB), einem Willensvollstrecker (Art. 518 ZGB) oder einem Erb-
schaftsverwalter (Art. 554 ZGB) möglich. In zivilrechtlichen Verfahren wird 
hiervon bloss in dringlichen Fällen eine Ausnahme gemacht 
(BGE 144 III 277 E. 3.2, 142 III 782 E. 3.1.2, 125 III 219 E. 1a f., 1d). Ein 
Willensvollstrecker hat aufgrund seiner gesetzlichen Stellung (Art. 518 i.V.m. 
Art. 596 Abs. 1 ZGB) Erbschaftswerte im Streit in eigenem Namen zu 
wahren: Er führt Prozesse an Stelle der materiell Berechtigten oder Verpflich-
teten in eigenem Namen und als Partei, wobei er auf seine gesetzliche 
Ermächtigung hinzuweisen hat. Es handelt sich dabei um eine Prozess-
standschaft oder Befugnis der Prozessführung als Partei, welche dem 
Willensvollstrecker kraft Bundesprivatrechts zusteht. Umgekehrt sind die 
Erben nicht zur Prozessführung befugt, soweit dieses Recht dem Willens-
vollstrecker zukommt (BGE 147 III 537 E. 3.2, 146 III 106 E. 3.2.2, 
129 V 113 E. 4.2; BGer 2C_687/2015 vom 17.11.2016 E. 1.2 f.).

2.3 Im Unterschied zu zivilrechtlichen Verfahren wird in verwaltungs-
rechtlichen Streitigkeiten praxisgemäss jedem Mitglied einer Gesamthand-

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schaft wie einer Erbengemeinschaft ein individuelles Beschwerderecht zu-
erkannt, wenn belastende oder pflichtbegründende Anordnungen in Frage 
stehen; insoweit besteht keine notwendige Streitgenossenschaft (statt vieler 
BGer 9C_611/2023 vom 14.3.2023, in StE 2023 B 92.7 Nr. 13 E. 1.3.4 mit 
Hinweisen). Zu prüfen ist, ob und wie sich die Beauftragung eines Willens-
vollstreckers auf dieses individuelle Beschwerderecht der Mitglieder einer 
Erbengemeinschaft auswirkt:

2.3.1 Der Beschwerdeführer beruft sich sinngemäss auf die geschilderte 
Praxis und bringt vor, Mitgliedern einer Erbengemeinschaft stehe in verwal-
tungsrechtlichen Verfahren ein individuelles Beschwerderecht zu. Die Ein-
setzung eines Willensvollstreckers führe gemäss Lehre und Rechtsprechung 
nicht dazu, dass die Erben im Nachsteuerverfahren keinerlei Verfahrens-
rechte mehr besässen; da sie auch solidarisch für die entsprechenden Steu-
erschulden hafteten, müssten sie zwingend ihre eigenen Verfahrensrechte 
ausüben können. Die Vorinstanz stütze sich in den angefochtenen Entschei-
den denn auch auf eine Reihe von Urteilen und Literaturstellen aus dem 
Privatrecht und nicht aus dem Steuerrecht (Beschwerden Ziff. II/2.4, III).

2.3.2 Eine (gefestigte) Rechtsprechung, die von der zivilrechtlichen Lehre 
und Praxis (vorne E. 2.2) abweicht, sodass der Beschwerdeführer neben 
dem Willensvollstrecker als prozessführungsbefugt anzusehen ist, wird vom 
Beschwerdeführer nicht belegt und ist jedenfalls im Bereich der Ein-
kommens- und Vermögenssteuer bzw. diesbezüglicher Nachsteuerver-
fahren auch nicht ersichtlich (vgl. immerhin BGer 2C_629/2008 vom 
30.3.2009 E. 1.3 zur Erbschaftssteuer [Erbanfallsteuer] gemäss Steuerge-
setz der Gemeinde Churwalden [GR], worin das Bundesgericht zum Schluss 
kam, der Erbe sei aufgrund «der den einzelnen Miterben obliegenden 
Steuerpflicht» prozessführungsbefugt und in Bezug auf den Willensvoll-
strecker sei keine Prozessstandschaft gegeben). Entgegen dem 
Beschwerdeführer liegen damit keine «wichtigen gegenteiligen 
Gerichtsentscheide» vor (Beschwerden Ziff. II/2.4, III), aus welchen sich 
ergibt, dass er in den Nachsteuerverfahren ebenfalls prozessführungsbefugt 
ist.

2.3.3 Aufschlussreich ist demgegenüber die steuerrechtliche Literatur: Die 
herrschende Lehre geht davon aus, dass die Prozessführungsbefugnis – wie 

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im Zivilprozess – ausschliesslich dem Willensvollstrecker zusteht, womit die 
Erben nicht befugt sind, selber Rechtsmittel zu ergreifen (Zweifel/Hunziker, 
in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 124 N. 17c; Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, 
Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, 2. Aufl. 2018, § 6 N. 34; Hugues 
Salomé, in Noël/Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire de la loi sur l’impôt 
fédéral direct [LIFD], 2. Aufl. 2017, Art. 12 N. 6; Künzle/Lyk, Die Stellung des 
Willensvollstreckers im Steuerverfahren, in StR 2/2010 S. 123 ff., 126; vgl. 
ferner Berdoz/Bugnon, La procédure mixte en matière d’impôts directs, in 
Ordre Romand des Experts Fiscaux Diplomés [OREF; Hrsg.], 4. Aufl. 2021, 
S. 501 ff., 537). Diese Auffassung wird damit begründet, dass die 
Steuerschulden des Erblassers als Nachlassschulden der Verfügung durch 
die Erben entzogen seien, wenn ein Willensvollstrecker beauftragt wurde. 
Dieser habe anstelle der Erben und mit Wirkung für diese im Veranlagungs- 
und Rechtsmittelverfahren zu handeln. Er sei insbesondere befugt, die den 
Erben zustehenden Verfahrensrechte wahrzunehmen und in eigenem 
Namen gegen die Steuerveranlagung Rechtsmittel zu erheben, und es träfen 
ihn die den Erben obliegenden steuerlichen Verfahrenspflichten. Weiter ist 
zu bedenken, dass mit der Einsetzung eines Willensvollstreckers 
regelmässig beabsichtigt wird, Streitigkeiten und Uneinigkeiten unter den 
Erben zu vermeiden. Im Rahmen seines Mandats ist der Willensvollstrecker 
verpflichtet, den Nachlass im Interesse des Erblassers zu verwalten und 
effektiv einer Teilung zuzuführen. Würde jedem Erben neben dem 
Willensvollstrecker die Parteistellung zuerkannt, führte diese Diversifizierung 
der Interessen unter den Prozessführenden (auf derselben Parteiseite) zu 
einer Verschleppung der Verfahren und mithin auch der Teilung, was dem 
Sinn und Zweck des Instituts des Willensvollstreckers entgegenstünde 
(Jasmin Malla, Willensvollstrecker und Erben im Steuerrecht, Diss. Zürich 
2016, N. 453 ff., insb. 455-57; Hunziker/Mayer-Knobel, in Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, DBG, 4. Aufl. 2022, 
Art. 12 N. 14). 

2.3.4 Von der herrschenden Lehre abweichende Meinungen sind keine er-
sichtlich. Bei der vom Beschwerdeführer angerufenen «sehr gewichtigen 
Lehrmeinung aus dem Steuerrecht», welche die vorinstanzliche Rechts-
auffassung «in keiner Weise» stütze (vgl. Beschwerden Ziff. II/2.4), dürfte es 

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sich um Martin E. Looser (in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum 
Schweizerischen Steuerrecht, DBG, 4. Aufl. 2022, Art. 153a N. 5, sowie in 
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
StHG, 4. Aufl. 2022, Art. 53a N. 6) handeln, der ausführt, die Einsetzung 
eines Willensvollstreckers bedeute nicht, dass die Erben im Nachsteuerver-
fahren keinerlei Verfahrensrechte mehr besässen (zumal sie solidarisch für 
die Steuerschulden haften würden). Er stützt sich insoweit jedoch einzig auf 
ein Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, dem ein gänzlich 
anderer Sachverhalt zugrunde lag, als er hier zu beurteilen ist: Zu klären war 
primär, ob die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnisse der Erbinnen über-
haupt je beschränkt worden waren, da die rechtsgültige Annahme des 
Willensvollstreckermandats während der streitbetroffenen Nachsteuerver-
fahren von Anfang an umstritten war (VGer ZH SR.2017.00009 vom 
4.7.2018 Ziff. I/B, E. 1.2, 4.2, auch zum Folgenden). Das Verwaltungsgericht 
kam deshalb zum Schluss, die Erbinnen hätten stärker in das Verfahren 
einbezogen werden müssen. Vor diesem Hintergrund ist Martin E. Looser 
jedenfalls nicht so zu verstehen, dass seiner Auffassung nach die Erben 
neben einem Willensvollstrecker in jedem Fall ebenfalls 
prozessführungsbefugt sind (zum zitierten Zürcher Urteil vgl. auch 
Hunziker/Mayer-Knobel, a.a.O., Art. 12 DBG N. 14). Nicht klar positioniert 
hat sich bislang Peter Locher, wiewohl ihm zuweilen eine abweichende 
Auffassung in dem Sinn zugeschrieben wird, dass die Erben trotz Bestellung 
eines Willensvollstreckers prozessführungsbefugt bleiben sollen 
(Zweifel/Hunziker, a.a.O., Art. 124 DBG N. 17c; ferner die angefochtenen 
Entscheide E. 1.2 sowie Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, a.a.O., § 6 
Fn. 274, wo jeweils auf Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001 
bzw. 2. Aufl. 2019, Art. 13 N. 41 verwiesen wird; vgl. aber auch Peter Locher, 
Kommentar zum DBG, III. Teil, 2015, Einführung zu Art. 109 ff. N. 61-63). 
Nicht festgelegt haben sich schliesslich auch Kästli/Teuscher (in Leuch/ 
Kästli/Langenegger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Berner Steuergesetz, 
Bd I, Art. 1-125, Art. 14 N. 14).

2.4 Die Steuerverwaltung hat gestützt auf die Selbstanzeige der Ehefrau 
(Beschwerdebeilage [BB] 2, 4) die streitbetroffenen Nachsteuerverfahren er-
öffnet (vorne Bst. A). Die erhobenen Nachsteuern stellen Erbschafts-
schulden dar (BGer 2C_1035/2020 vom 12.11.2021 E. 4.2; Martin E. Looser, 

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a.a.O., Art. 153 DBG N. 1; Hugo Casanova, Die Nachsteuer, in ASA 68 
S. 1 ff., 16), die der Willensvollstrecker zu bezahlen hat (Art. 518 Abs. 2 
ZGB; vorne E. 2.2, 2.3.3, auch zum Folgenden). Aus den von der 
herrschenden Lehre genannten Gründen, die ohne Weiteres überzeugen, ist 
mit der StRK davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in diesen 
Verfahren nicht prozessführungsbefugt ist. Es wäre dem Willensvollstrecker 
vorbehalten gewesen, gegen die Nachsteuerverfügungen vom 1. Dezember 
2017 vorzugehen. Dass er nicht Einsprache erhoben hat, stellt für sich allein 
kein Grund dar, den Beschwerdeführer neben dem Willensvollstrecker als 
prozessführungsbefugt anzusehen (anders wohl Beschwerden Ziff. II/2.2). 

2.5 An diesem Ergebnis ändern die weiteren Vorbringen des Beschwer-
deführers, soweit darauf überhaupt einzugehen ist, nichts: Ob neben den 
ermittelten Nachsteuern auch die unversteuerten Vermögenswerte in den 
Nachlass gefallen sind, brauchte die Vorinstanz nicht zu erörtern (anders 
Beschwerden Ziff. II/2.2, III; Stellungnahmen vom 28.4.2023 Ziff. II/3). Sie 
hatte allein die Frage zu beurteilen, ob der Beschwerdeführer hinsichtlich der 
Nachsteuern zu Rekurs und Beschwerde legitimiert ist, was sie, wie darge-
legt, zu Recht verneint hat. Aus den Entscheiden der StRK vom 4. Oktober 
2018 (BB 7) in der gleichen Sache kann der Beschwerdeführer nichts zu 
seinen Gunsten ableiten, war in jenen Rechtsmittelverfahren doch lediglich 
zu prüfen, ob die Steuerverwaltung dem Beschwerdeführer in den Nach-
steuerverfahren zu Recht die Einsicht in die Steuerakten des Erblassers (und 
seiner Ehefrau) verweigert hatte; diese Frage stellte sich unabhängig davon, 
ob der Beschwerdeführer in Bezug auf die Nachsteuern neben dem Willens-
vollstrecker auch prozessführungsbefugt ist. Der vom Beschwerdeführer be-
hauptete Widerspruch zwischen jenen und den angefochtenen Entscheiden 
(Beschwerden Ziff. II/2.5, III; Stellungnahmen vom 28.4.2023 Ziff. III/2.4) 
besteht demnach nicht. Ferner ist eine falsche Rechtsauffassung von Mitar-
beitenden der Steuerverwaltung über die Parteistellung des Beschwerde-
führers im Nachsteuerverfahren unerheblich (anders Beschwerden 
Ziff. II/2.6; Stellungnahmen vom 28.4.2023 Ziff. III/2, auch zum Folgenden). 
Die Vorinstanz war daran nicht gebunden, weshalb sich weder in den ange-
fochtenen Entscheiden noch in den weiteren, vom Beschwerdeführer vorge-
brachten Umständen ein treuwidriges Verhalten manifestieren konnte. Ent-
gegen seiner (sinngemässen) Auffassung (vgl. insb. Stellungnahmen vom 

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28.4.2023 Ziff. III/1-3) sind schliesslich auch keine Verfahrensmängel er-
sichtlich, die – je für sich allein oder gesamthaft – eine materielle Behandlung 
von Rekurs und Beschwerde als angezeigt erscheinen liessen. 

3.

Zusammenfassend ist die StRK zu Recht zum Schluss gelangt, dass der 
Beschwerdeführer in den vorliegenden Nachsteuerverfahren nicht prozess-
führungsbefugt ist, weshalb auf Rekurs und Beschwerde nicht einzutreten 
sei. Gestützt darauf hat sie weiter zutreffend erkannt, dass bereits die Steu-
erverwaltung nicht hätte auf die Einsprachen des Beschwerdeführers ein-
treten dürfen, dieser Mangel jedoch nicht die Nichtigkeit der Einsprache-
entscheide zu bewirken vermöge (angefochtene Entscheide E. 2; Michel 
Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 20a N. 44, mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Angesichts der 
fehlenden Prozessführungsbefugnis und damit Sachurteilsvoraussetzung 
hätte die StRK die Einspracheentscheide jedoch kassieren müssen (vgl. 
Art. 40 VRPG). Dass sie dies versäumt hat, muss freilich im Ergebnis folgen-
los bleiben: Im Bereich der Gemeinde- und Kantonssteuern gilt das darum, 
weil das Verwaltungsgericht und im Fall einer Rückweisung an sie auch die 
StRK an das Verschlechterungsverbot gebunden sind (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 84 Abs. 2 VRPG; statt vieler BVR 2024 S. 7 E. 5.3). Insoweit lässt sich 
also der zum Vorteil des Beschwerdeführers ergangene Einsprache-
entscheid (vorne Bst. A, auch zum Folgenden) nicht mehr korrigieren. Im 
Bereich der direkten Bundessteuer bestätigte die Steuerverwaltung mit dem 
Einspracheentscheid die Nachsteuerverfügung, sodass sich diesbezüglich 
kassatorische Anordnungen von vornherein erübrigen. 

4.

Nach dem Gesagten sind die Beschwerden unbegründet und daher abzu-
weisen. Bei diesem Ausgang der Verfahren wird der Beschwerdeführer 
kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 
i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 

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StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensge-
setz, VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2013-
2015 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2013-2015 wird ab-
gewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- entnom-
men. Der Restbetrag von Fr. 2'500.-- wird dem Beschwerdeführer nach 
Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Beschwerdegegnerin
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- Eidgenössische Steuerverwaltung

und mitzuteilen:
- Willensvollstrecker

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.