# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5efada63-a973-5c95-ba0f-97052f7e59aa
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 05.03.2013 S 2012 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-96_2013-03-05.pdf

## Full Text

S 12 96

3. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 5. März 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

1. …, geboren 1998, nachfolgend Beschwerdeführerin, ist körperlich und geistig 

schwerstbehindert. Nach der Scheidung der Eltern, erhielt die Mutter das 

Sorgerecht. Mit Schreiben vom 10. April 2012 meldete diese der IV-Stelle des 

Kantons Graubünden, nachfolgend Beschwerdegegnerin, den 

scheidungsbedingten Umzug der Beschwerdeführerin in eine neue Wohnung 

und zeigte gleichzeitig den invaliditätsbedingten Wohnungsumbau an. 

2. Die Beschwerdegegnerin erteilte dem SAHB Hilfsmittel-Zentrum mit Schreiben 

vom 26. April 2012 den Auftrag, den invaliditätsbedingten Wohnungsumbau für 

die Beschwerdeführerin abzuklären. Das SAHB Hilfsmittel-Zentrum empfahl in 

ihrer Beurteilung vom 25. Mai 2012 neben verschiedenen Anpassungen die 

Installation eines mobilen Patientenhebers um vom Schlafzimmer in die 

Nasszelle zu gelangen. Der von der Mutter der Beschwerdeführerin 

gewünschte Deckenlift würde aufgrund der Anordnung der beiden Räume sehr 

konstenaufwändig sein, da die Türstütze zur Installation ausgebrochen werden 

müsste, was die Statik des Gebäudes betreffen würde. In der Folge erteilte die 

Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7. Juni 2012 

unter anderem Kostengutsprache für einen Deckenlift im Badezimmer in Höhe 

von Fr. 11‘645.30 sowie eines mobilen Patientenhebers in Höhe von Fr. 

3‘760.00.

3. Dr. med. …, Leitender Arzt der Kinder- und Jugendmedizin am Kantonsspital 

nahm mit Schreiben vom 22. Juni 2012 Stellung zur Kostengutsprache der 

Beschwerdegegnerin vom 7. Juni 2012. Aus ärztlicher Sicht werde ein 

Deckenlift für den Transport der Beschwerdeführerin aus ihrem Schlafzimmer 

ins Bad, auf die Toilette und in die Badewanne als notwendig angesehen. Die 

Platzierung vom Bett in den Rollstuhl, die Fahrt mit dem Rollstuhl ins Bad und 

die erneute Umlagerung im Bad sei aufgrund des Gewichts und des Alters der 

Beschwerdeführerin schwierig. Es stelle für die Mutter und die 

Beschwerdeführerin eine nicht unerhebliche Belastung dar, die durch einen 

Deckenlift enorm erleichtert werden könnte. Aufgrund der speziellen 

Sitzanfertigung des Rollstuhls werde der Einsatz von Tüchern nach dem Bad 

erschwert. Die Beschwerdeführerin sei jedoch auf ein rasches Abtrocknen 

angewiesen. Der Transfer aus der Badewanne wäre ebenfalls erleichtert. Die 

nicht vorhersehbaren Epilepsieanfälle würden ein rasches Handeln erfordern. 

Würden sie auftreten, solange die Beschwerdeführerin im Rollstuhl sitze, sei 

dies unproblematisch. Würden sie jedoch in der Badewanne oder auf der 

Toilette auftreten, stelle es eine Notfallsituation dar. Das dann notwendige 

rasche Handeln wäre durch den Einsatz eines Deckenlifts sehr erleichtert. Der 

Deckenlift würde in diesem Fall keinen Luxus darstellen, sondern für die 

Bewältigung des Alltags notwendig sein. 

4. Die Mutter der Beschwerdeführerin erhob mit Schreiben vom 3. Juli 2012 

Einwände gegen die Kostengutsprache vom 7. Juni 2012. Sie beantragte die 

Kosten für einen Deckenlift vom Schlafzimmer bis ins Badezimmer sowie die 

sich daraus ergebenden Anpassungen gutzusprechen. 

5. Mit erneuter Stellungnahme vom 17. Juli 2012 bestätigte das SAHB Hilfsmittel-

Zentrum ihren Bericht vom 25. Mai 2012. Für die Abklärung sei es nicht immer 

notwendig, die Versicherte zu kennen. Alle wichtigen Eckdaten seien bekannt 

gewesen. Ein Besuch hätte nichts am Bericht geändert. Die Mutter der 

Beschwerdeführerin hätte sämtliche Abläufe in der Pflege ihrer Tochter 

erläutert. Der SAHB seien behinderte Personen und deren Hilfsmittel aus der 

täglichen Arbeit gängig, weshalb sie einschätzen könnten, wie sich die Situation 

punkto Hilfsmittel und Krankheitsbild verhalte. Zum Zeitpunkt der Abklärung sei 

bekannt gewesen, dass die Beschwerdeführerin an Epilepsie und deren Folgen 

leide. Es gelte der vom Gesetzgeber geforderte Grundsatz der Einfachheit und 

Zweckmässigkeit. Die Gleichberechtigung der Versicherten sei wichtig. 

Aufgrund der Scheidung der Eltern ergebe sich die spezielle Situation der 

Doppelversorgung, wobei zu berücksichtigen sei, dass die Infrastruktur beim 

Vater ebenfalls vorhanden sei. Die Frage der Zumutbarkeit könne nicht 

beantwortet werden, sie könnten lediglich ihre Meinung darlegen und die 

daraus resultierende Empfehlung abgeben. Aufgrund der 

Schadenminderungspflicht sei ihrer Meinung nach ein Erhöhen der Temperatur 

im Badezimmer und das Bereithalten von Tüchern zumutbar. Im Bericht vom 

25. Mai 2012 seien zwei Lösungsvarianten aufgezeigt worden. Der 

Zeitunterschied sei nicht gross, d.h. bei der direkten Variante ergäbe sich eine 

Zeitersparnis von ca. 1-2 Minuten pro Transfer. Die Epilepsieanfälle könnten 

jederzeit auftreten, weshalb die Betreuungspersonen wissen müssten, wie in 

solchen Situationen zu handeln sei. Es stelle sich ausserdem die Frage, ob es 

aus ärztlicher Sicht sinnvoll sei, die Beschwerdeführerin nach einem 

Epilepsieanfall den Strapazen des Transportes auszusetzen. Normalerweise 

lasse man solche Patienten liegen um eine Verletzungsgefahr auszuschliessen. 

Die Handhabung der Hebetücher sei bei beiden Varianten identisch. Die 

Beschwerdeführerin müsse so oder so, in den angepassten Rollstuhl gehoben 

werden. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass die von der 

Beschwerdeführerin geforderte Variante Kosten in Höhe von Fr. 29‘000.-- 

verursacht hätte. Demgegenüber stünden Kosten von Fr. 15‘405.30, welche im 

Sinne einer einfach und zweckmässigen und im Einzelfall nicht bestmöglichen 

Variante empfohlen werde. 

6. Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Verfügung vom 31. Juli 2012 an der 

Kostengutsprache fest und verfügte die Kostenübernahme von Fr. 11‘045.30 an 

einen Deckenlift im Badezimmer sowie die Kosten von ca. Fr. 600.-- an die 

Elektroinstallation des Deckenlifts. Sofern sich die Mutter der 

Beschwerdeführerin für die teurere Variante (Deckenliftanlage 

Schlafzimmer/Bad) entscheide, könne die Beschwerdegegnerin in 

Austauschbefugnis einen Betrag von Fr. 15‘405.30 übernehmen. Des Weiteren 

würden die Kosten von ca. Fr. 3‘760.-- für die leihweise Abgabe eines mobilen 

Patientenhebers übernommen. Aufgrund der Schadenminderungspflicht sei es 

zumutbar, die Raumtemperatur im Badezimmer zu erhöhen und Tücher 

bereitzuhalten, um dem Abkühlungsprozess entgegenzuwirken. Zudem sei der 

Zeitunterschied der beiden Transfervarianten nicht gross und durchaus auch 

zumutbar. Bei beiden Varianten sei eine Handhabung mit den Hebetüchern für 

den Transport in den Rollstuhl unabdingbar. Für die weitere Begründung wurde 

auf die Stellungnahme des SAHB verwiesen. 

7. Am 11. September 2012 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden gegen die Verfügung vom 31. Juli 

2012 mit dem Begehren, die Verfügung sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für den Einbau eines 

Deckenlifts vom Schlafzimmer bis ins Bad im Betrag von rund Fr. 29‘000.-- zu 

übernehmen. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und es sei die 

Angelegenheit zur Durchführung weiterer medizinischer und administrativer 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zwischenzeitlich 

scheine es, als werde sich die Haftpflichtversicherung der Beschwerdeführerin 

an den Kosten beteiligen. Unter diesen Umständen sei das Verfahren bis zum 

31. Oktober 2012 zu sistieren, da es bei einer Einigung hinfällig würde. 

8. Aus der am 26. September 2012 nachgereichten Begründung der Beschwerde 

geht hervor, dass die Beschwerdeführerin auf Hilfsmittel gemäss IVG 

angewiesen sei, wozu auch ein Deckenlift vom Schlaf- ins Badezimmer gehöre. 

In der bisherigen Wohnsituation habe sie über einen solchen verfügen können. 

Der Deckenlift innerhalb des Badezimmers sei weitgehend nutzlos, da die 

Beschwerdeführerin jedes Mal auf den Rollstuhl umgebettet werden müsse, 

was mit einer enormen Kraftanstrengung verbunden sei. Erschwerend komme 

der Umstand hinzu, dass die Beschwerdeführerin an Epilepsie leide. Wenn sie 

einen unvorhersehbaren Anfall auf der Toilette oder im Bad erleide, entstehe 

eine Notsituation, in der der Deckenlift gemäss medizinischer Bescheinigung 

vom 22. Juni 2012 ein wesentliches Instrument darstelle. Der Entscheid sei 

ergangen, ohne dass von der Person der Beschwerdeführerin und ihrem 

Rollstuhl ein Bild gemacht worden sei. Ohne ein solches, sei es nicht möglich, 

sich die Umstände des Transports vorzustellen. Im Bericht des Reha-

Technikers werde auf den Grundsatz der Gleichbehandlung hingewiesen. Vor 

diesem Hintergrund stelle sich die Frage, wie es sich damit verhalte, dass in der 

ehemaligen Liegenschaft der Deckenlift noch als gesetzliche Pflichtleistung und 

als wirtschaftlich und zweckmässig qualifiziert worden sei. 

9. Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 8. Oktober 

2012 das Verfahren nicht zu sistieren. Des Weiteren sei die Beschwerde 

abzuweisen. Die Frage der Kostenübernahme sei unabhängig von einer 

allfälligen Kostenbeteiligung des Haftpflichtversicherers zu beantworten, so 

dass im konkreten Fall kein Grund vorliege, eine Verfahrenssistierung 

anzuordnen. Es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin für den Transfer 

vom Schlaf- ins Badezimmer und umgekehrt auf Hilfsmittel angewiesen sei. Der 

Deckenlift im Badezimmer sei jedoch nicht nutzlos. Er ermögliche in 

Kombination mit dem mobilen Patientenheber und dem Rollstuhl den Transfer 

vom Schlaf- ins Badezimmer und umgekehrt. Die dafür erforderlichen 

Umbettungen seien in Berücksichtigung des mobilen Patientenhebers 

zumutbar. Falls bei der Beschwerdeführerin in der Badewanne oder auf der 

Toilette ein Epilepsieanfall auftreten sollte, spiele es aus medizinischer Sicht 

keine Rolle, ob die Beschwerdeführerin während des Anfalls im Schlafzimmer 

auf dem Bett oder im Badezimmer auf dem Boden liege. Etwas anderes gehe 

aus dem Bericht des Kantonsspitals Graubünden vom 22. Juni 2012 nicht 

hervor. Zudem sei fraglich, ob die Beschwerdeführerin während eines Anfalls 

tatsächlich mit dem Deckenlift vom Badezimmer ins Schlafzimmer transferiert 

werden würde. Mit einem solchen Transport würde die Beschwerdeführerin 

unnötigen und unerwünschten Strapazen sowie Verletzungsrisiken ausgesetzt. 

Die Tatsache, dass die Abklärungsperson des SAHB die Verhältnisse nicht vor 

Ort abgeklärt habe, würde den Beweiswert der einleuchtenden Beurteilungen 

der SAHB vom 25. Mai und 17. Juli 2012 nicht schmälern. Aus der Tatsache, 

dass die IV-Stelle am früheren Wohnort am 18. Oktober 2006 die Kosten für 

den Einbau eines Deckenlifts vom Bade- ins Schlafzimmer übernommen habe, 

lasse sich im konkreten Fall von vornherein nichts zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin ableiten. Einerseits hätten sich die Kosten für den 

damaligen Deckenlift lediglich auf Fr. 12‘929.30 belaufen, andererseits sei im 

Schlafzimmer der früheren Wohnung der Einsatz eines mobilen 

Patientenhebers im Unterschied zu heute nicht möglich gewesen. Ein Vergleich 

sei daher nicht möglich. 

10. Nachdem dem Sistierungsantrag gemäss Schreiben des Verwaltungsgerichts 

des Kantons Graubünden vom 9. Oktober 2012 nicht stattgegeben wurde, 

reichte die Beschwerdeführerin am 17. Oktober 2012 eine Stellungnahme zur 

Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin (Replik) ein. Sie führte aus, die 

Beschwerdegegnerin verkenne, dass zur Beurteilung des Gesuchs unabdingbar 

sei, eine individuelle Tatbestandsaufnahme durchzuführen. Zur Einschätzung 

der vorliegenden Situation genüge es nicht, dass behinderte Personen gemäss 

Bericht vom 17. Juli 2012 „gängig sind“. Die Beschwerdeführerin habe nicht die 

geringste Kopfkontrolle und ebenso wenig Rumpfkontrolle. Solche Fakten seien 

wichtig für die Beurteilung der Zumutbarkeit. Es gehöre zur 

Sachverhaltsabklärung, sich mit den Möglichkeiten der versicherten Person 

auseinanderzusetzen. Dies habe die Beschwerdegegnerin unterlassen. 

Ausserdem handle es sich bei der Beurteilung der Zumutbarkeit nicht um eine 

Tat-, sondern um eine Rechtsfrage. Es sei erstaunlich, dass im Bericht vom 25. 

Mai 2012 ausgeführt werde, dass unter Berücksichtigung der 

Schadenminderungspflicht die Alternative zumutbar sei. Dasselbe gelte für den 

Umstand, dass in Ziff. 5 des Berichts vom 17. Juli 2012 als zumutbar erachtet 

werde, die Raumtemperatur im Badezimmer zu erhöhen. Die 

Beschwerdegegnerin verkenne ebenfalls, dass die engen örtlichen 

Gegebenheiten ein Liegenlassen am Boden nicht zulassen würden. Die beiden 

Badezimmer in der früheren Liegenschaft und in der jetzigen Situation seien mit 

einem sehr geringfügigen Unterschied gleich gross. Von der 

Beschwerdegegnerin werde auch übersehen, dass die Beschwerdeführerin bei 

der verfügten Variante von der Badewanne in ihrem durchnässten Hebetuch 

ungetrocknet direkt auf den Rollstuhl gehoben werden müsste. 

11. Mit Duplik vom 29. Oktober 2012 hielt die Beschwerdegegnerin fest, es sei nicht 

auszuschliessen, dass die Abklärungsperson des SAHB ihre eigene 

Einschätzung zur Frage der Zumutbarkeit abgeben dürfe. Die 

Abklärungsperson halte sowohl in der fachtechnischen Beurteilung vom 25. Mai 

2012 als auch in der Stellungnahme vom 17. Juli 2012 ausdrücklich fest, dass 

die Frage der Zumutbarkeit schlussendlich von der IV-Stelle beantwortet 

werden müsse. Schliesslich übersehe die Beschwerdeführerin, dass der 

Einsatz eines mobilen Patientenhebers im Jahr 2006 im Unterschied zu heute 

nicht möglich gewesen sei, weil das Schlafzimmer der Beschwerdeführerin 

(nicht das Badezimmer) zu klein gewesen sei. Ausserdem werde das Hebetuch 

des Deckenlifts im Badezimmer in gleichem Masse durchnässt wie das 

Hebetuch des beantragten Deckenlifts vom Badezimmer ins Schlafzimmer. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und auf den 

angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin gemäss Art. 21 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 

Anspruch auf Hilfsmittel hat respektive die Voraussetzungen einer 

Kostengutsprache erfüllt sind. Streitig und zu prüfen ist indessen, ob die 

Beschwerdeführerin Anspruch auf die Kostenübernahme von Fr. 29‘000.-- für 

einen Deckenlift vom Schlafzimmer bis ins Badezimmer hat. 

2. Gemäss Art. 2 Abs. 4 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch 

die Invalidenversicherung (HVI) besteht Anspruch auf Hilfsmittel in einfacher, 

zweckmässiger und wirtschaftlicher Ausführung. Durch eine andere Ausführung 

bedingte zusätzliche Kosten hat die Versicherte selbst zu tragen. Die 

Beschwerdegegnerin ist der Ansicht ein mobiler Patientenheber in Kombination 

mit einem Deckenlift im Badezimmer sei zumutbar und angemessen (Verfügung 

vom 31. Juli 2012). Sie stützt sich dabei auf die fachtechnische Beurteilung 

durch das SAHB Hilfsmittel-Zentrum vom 25. Mai 2012, wonach eine 

Installation eines Deckenliftes aufgrund der Anordnung der Nasszelle und des 

Schlafzimmers sehr kostenaufwändig sei. Zur Installation des Deckenlifts 

zwischen Bade- und Schlafzimmer müsste die Türstütze ausgebrochen werden, 

was die Statik des Gebäudes betreffen würde. Alternativ könnten mittels 

mobilem Patientenheber im Schlafzimmer die Transfers vom Rollstuhl ins Bett 

und umgekehrt ausgeführt werden. Innerhalb der Nasszelle würde sich 

platzbedingt nur eine Deckenliftanlage eignen, dies in Form einer 

Schiebebühne. Gemäss Beurteilung sei diese Variante einiges günstiger, bringe 

aber den Nachteil mit sich, dass die Beschwerdeführerin bei jedem Transfer 

vom Zimmer in die Nasszelle, in den Rollstuhl gehoben werden müsse. 

3. Die Argumentation der Beschwerdeführerin für einen Deckenlift zwischen 

Schlaf- und Badezimmer stützt sich demgegenüber auf die Stellungnahme von 

Dr. med. … vom 22. Juni 2012. Dieser hält unter anderem fest, dass aus 

ärztlicher Sicht ein Deckenlift für den Transport der Beschwerdeführerin aus 

ihrem Schlafzimmer ins Bad, auf die Toilette und in die Badewanne als 

notwendig angesehen werde. Ohne Deckenlift müsste sie vom Bett in den 

Rollstuhl platziert werden, mit dem Rollstuhl ins Bad gefahren und dort wieder 

umgelagert werden. Dies sei auf Grund des Gewichts und des Alters der 

Beschwerdeführerin schwierig und stelle sowohl für die Beschwerdeführerin als 

auch für deren Mutter eine enorme Belastung dar. Der Transfer aus der 

Badewanne wäre mit dem Deckenlift ebenfalls erleichtert. Würden nicht 

vorhersehbare epileptische Anfälle auftreten während die Beschwerdeführerin 

im Rollstuhl sitze, sei dies unproblematisch, in der Badewanne oder auf der 

Toilette würde dies demgegenüber eine Notfallsituation darstellen. Ein 

Deckenlift würde das dabei notwendige rasche Handeln erheblich erleichtern. 

Dr. med. … berücksichtigt aber anscheinend nicht, dass gerade im Badezimmer 

ein Deckenlift vorgesehen ist, so dass das von ihm geforderte rasche Handeln 

durchaus möglich ist. Durch Bereithalten von Decken und Tüchern kann eine 

Verletzung wie auch eine befürchtete Unterkühlung vermieden werden. 

Ausserdem würde ein durchgängiger Deckenlift bis ins Schlafzimmer an der 

Unterkühlungsgefahr nichts ändern, da auch das Hebetuch des Deckenlifts 

feucht sein würde. Schliesslich erscheint es nicht plausibel, dass die 

Beschwerdeführerin während eines Epilepsieanfalls noch ins Schlafzimmer und 

ins Bett transportiert werden würde. Ebenfalls keine Berücksichtigung findet in 

der Beurteilung von Dr. med. … der von der Beschwerdegegnerin 

zugesprochene Patientenheber. Dieser erleichtert die Umlagerung der 

Beschwerdeführerin, so dass nicht mehr von einer enormen Belastung der 

Mutter und der Beschwerdeführerin bei der Umlagerung gesprochen werden 

kann. Zweifellos wäre die von der Beschwerdeführerin respektive ihrer Mutter 

gewünschte Variante mit einem Deckenlift zwischen Schlaf- und Badezimmer 

bequemer, die Argumente gegen die vorgeschlagene günstigere Variante 

vermögen jedoch nicht davon zu überzeugen, dass es an deren Zumutbarkeit 

fehlt. Die Stellungnahme von Dr. med. … vom 22. Juni 2012, worauf die 

Argumente der Beschwerdeführerin beruhen, erscheint unvollständig und damit 

nicht geeignet, die Zumutbarkeit in Frage zu stellen. Aufgrund seiner 

Ausführungen fragt sich denn auch, ob er überhaupt über alle Informationen 

verfügte. So erachtet er wie erwähnt den Kraftaufwand für die Umlagerungen 

vom Bett in den Rollstuhl für die Mutter als grosse Belastung, erwähnt aber den 

ebenfalls gesprochenen mobilen Patientenheber dabei nicht. Schliesslich lässt 
sich auch aus dem Umstand, dass in der früheren Wohnung ein durchgängiger 

Deckenlift zugesprochen worden war, nichts ableiten. Die Beschwerdeführerin 

verkennt, dass in der damaligen Wohnsituation der Einsatz eines mobilen 

Patientenhebers aufgrund der zu engen Platzverhältnisse im Schlafzimmer der 

Beschwerdeführerin im Gegensatz zur heutigen Wohnsituation nicht möglich 

gewesen war. 

4. Die Beurteilung des SAHB Hilfsmittel-Zentrums vom 25. Mai 2012 ist 

nachvollziehbar und schlüssig. Es werden sowohl die Vor- als auch Nachteile 

der verschiedenen Varianten dargestellt. Ausserdem handelt es sich beim 

SAHB Hilfsmittel-Zentrum um eine gesamtschweizerische unabhängige 

Fachstelle für hindernisfreies und selbständiges Leben in den Bereichen 

Mobilität und Wohnen, welche über erfahrene Experten verfügt. Die 

vorgeschlagene günstigere Variante ist unter Berücksichtigung sämtlicher 

Argumente zumutbar und praktikabel. Die vorgeschlagene Variante ist die 

einfachere, zweckmässigere sowie wirtschaftlichere. Die Beschwerdegegnerin 

hat daher zu Recht die Kostenübernahme für den durchgängigen Deckenlift 

abgelehnt und stattdessen die günstigere Variante mit einem Deckenlift im 

Badezimmer zusammen mit einem mobilen Patientenheber zugesprochen. 

Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtmässig, weshalb die 

Beschwerde abzuweisen ist.

5. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren - in Abweichung von 

Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Diese Kosten werden jeweils nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert der Sache im Umfang von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 

festgelegt. Aufgrund des Ausgangs dieses Verfahrens rechtfertigt es sich 

vorliegend, der unterliegenden Beschwerdeführerin Kosten von Fr. 400.-- zu 

überbinden. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 400.-- gehen zulasten der Beschwerdeführerin und sind 

innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.