# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c138256a-1f48-5fbe-ab47-387cff0290b7
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-02
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 02.11.2016 604 2016 85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2016-85_2016-11-02.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2016 85+86

Urteil vom 2. November 2016

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux
Richter: Christian Pfammatter, Dina Beti
Gerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch TaxConsult Thun GmbH     

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz     

Gegenstand Kantons- und Gemeindesteuer und direkte Bundessteuer 2014 – 
Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen, Berechnung 
des Erwerbs aus Landwirtschaft, Abzug von Unterhaltsbeiträgen

Beschwerde vom 1. Juni 2016 gegen den Einspracheentscheid der 
Kantonalen Steuerverwaltung vom 3. Mai 2016

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________ ist in der Gemeinde B.________ wohnhaft und steuerpflichtig. In einem 
Einspracheentscheid vom 2. September 2013 betreffend die Steuerperiode 2011 wurde das 
landwirtschaftliche Einkommen des Steuerpflichtigen auf CHF 5'000.- festgesetzt. A.________ 
wurde allerdings auch darauf aufmerksam gemacht, dass ab der Steuerperiode 2013 eine 
Abrechnung über das landwirtschaftliche Einkommen erstellt werden müsse.

In seiner Steuererklärung vom 19. Oktober 2015 für die Steuerperiode 2014 hat A.________ den 
Erwerb aus landwirtschaftlicher Tätigkeit (Code 1.310) mit CHF 5'000.- eingesetzt und keine 
Abrechnung dazu eingereicht. Auf Anfrage der Steuerverwaltung hat er am 14. Dezember 2015 
eine handgeschriebene Aufstellung über Einnahmen und Ausgaben abgegeben, aus welcher ein 
Nettoeinkommen von CHF 1'024.- hervorging.

B. In der Veranlagungsanzeige, welche dem Steuerpflichtigen am 21. Januar 2016 eröffnet 
wurde, hat die Steuerverwaltung ein steuerbares Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit von 
CHF 18'934.- festgehalten, unter Berücksichtigung des Nettoeinkommens aus der eingereichten 
Aufstellung und der Direktzahlungen von CHF 17'910.-.

Am 5. Februar 2016 erhob A.________ Einsprache gegen die Veranlagung. Er machte geltend, 
die handschriftliche Liste seiner Ausgaben sei unvollständig. Nachdem die Steuerverwaltung ihn 
aufgefordert hatte, seine Behauptungen zu belegen, reichte der Steuerpflichtige eine 
Jahresrechnung mit einem Jahreserfolg von CHF 32.12 ein. Die Steuerverwaltung verlangte 
daraufhin eine Jahresrechnung, die mit den handschriftlichen Angaben des Steuerpflichtigen 
übereinstimme, wonach dieser eine 2. Version der Jahresrechnung einreichte, diesmal mit einem 
Jahresgewinn von CHF 3'543.12.

Mit Entscheid vom 3. Mai 2016 wies die Kantonale Steuerverwaltung die Einsprache ab. Sie hob 
hervor, die Beweiskraft der im Einspracheverfahren vorgewiesenen Jahresrechnungen sein nicht 
gegeben, so dass das ursprünglich berücksichtigte Einkommen aufrechtzuerhalten sei.

C. Mit Eingabe vom 1. Juni 2016 erhebt der Steuerpflichtige Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 3. Mai 2016. Er beantragt, es sei seine Buchhaltung zur Festsetzung 
des Erwerbs aus Landwirtschaft zu berücksichtigen und die handschriftliche Aufstellung aus den 
Akten zu verweisen, die seiner ehemaligen Ehefrau geschuldeten Unterhaltsbeiträge von 
CHF 9'600.- seien zu berücksichtigen, und ein Guthaben von CHF 80'113.- aus Güterrecht sei als 
Vermögen zu berücksichtigen. Er nimmt zudem Stellung zu den einzelnen Bemerkungen der 
Steuerverwaltung zu seiner Jahresrechnung.

Der mit Verfügung vom 6. Juni 2016 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 
22. Juni 2016 fristgerecht bezahlt.

Mit Eingabe vom 7. Juli 2016 beantragt die Kantonale Steuerverwaltung die Abweisung der 
Beschwerde unter Wiederholung der im Einspracheentscheid erwähnten Ausführungen in Bezug 
auf das Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit. Betreffend den Unterhaltszahlungen und 
dem Guthaben aus Güterrecht hebt sie hervor, diese seien weder in der Steuererklärung noch in 
der Einsprache geltend gemacht worden.

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Die Eidgenössische Steuerverwaltung reichte keine Vernehmlassung ein.

Die einzelnen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die weiteren Erwägungen des 
angefochtenen Entscheides werden, soweit wesentlich und notwendig, in den nachstehenden 
Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Erwägungen

1. Gegen Einspracheentscheide der Veranlagungsbehörde kann die steuerpflichtige Person 
innert 30 Tagen nach Zustellung beim Kantonsgericht schriftlich Beschwerde erheben (Art. 140 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 [DBG; 
SR 642.11]; Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der 
Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 [StHG; SR 642.14]; Art. 180 Abs. 1 des 
Gesetzes über die direkten Kantonssteuern vom 6. Juni 2000 [DStG; SGF 631.1]). Die 
Beschwerdeschrift muss die Begehren des Beschwerdeführers und deren Begründung enthalten 
(vgl. Art. 140 Abs. 2 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 2 DStG). Mit der Beschwerde können 
alle Mängel des angefochtenen Entscheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden 
(Art. 140 Abs. 3 DBG; Art. 50 Abs. 2 StHG; Art. 180 Abs. 3 DStG). Gemäss Art. 182 DStG richtet 
sich das Beschwerdeverfahren im Übrigen nach dem Gesetz vom 23. Mai 1991 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1).

Der Steuerpflichtige hat seine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 3. Mai 2016 am 
1. Juni 2016 eingereicht. Er macht geltend, er habe den angefochtenen Entscheid am 9. Mai 2016 
erhalten. Aus den Akten ergibt sich nichts Gegenteiliges, so dass darauf abzustellen ist (vgl. 
BGE 142 IV 125 E. 4.3). Die Beschwerde enthält im Übrigen Rechtsbegehren und ist begründet. 
Der Beschwerdeführer, Schuldner der in Frage gestellten Steuer, ist durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 76 Bst. a VRG).

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

I. Direkte Bundessteuer (604 2016 85)

2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Steuerverwaltung habe ihr pflichtgemässes 
Ermessen zur Festsetzung des Erwerbs aus Landwirtschaft überschritten, indem sie sich lediglich 
auf eine ad-hoc Aufstellung abgestützt habe, die jeglicher Beweiskraft entbehre, jedoch die 
nachgereichten, belegten Auslagen, die Abschreibungen und die dargelegten Berechnungen aus 
den Akten weise, sowie einen falschen Betrag für die Direktzahlungen heranziehe.

a) Nach Art. 123 Abs. 1 DBG stellen die Veranlagungsbehörden zusammen mit dem 
Steuerpflichtigen die für eine vollständige und richtige Besteuerung massgebenden tatsächlichen 
und rechtlichen Verhältnisse fest. In Bezug auf die Beweislast ist festzuhalten, dass der Nachweis 
für steuerbegründende oder -erhöhende Tatsachen der Steuerbehörde, der Beweis für 
steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen grundsätzlich dem Steuerpflichtigen obliegt (vgl. 
BGE 133 II 153 E. 4.3). Für buchführende Steuerpflichtige hat die objektive Beweislastverteilung 
als Konsequenz, dass der Saldo der Erfolgsrechnung Ausgangspunkt der Ermittlung des 

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steuerbaren Einkommens bildet. Die buchführende steuerpflichtige Person erbringt den Beweis für 
grundsätzlich steuermindernde Aufwendung durch die Vorlage der Erfolgsrechnung, die auf einer 
ordnungsgemässen Buchhaltung beruht. Es ist Aufgabe der Steuerbehörde darzutun, weshalb 
gewisse Aufwendungen nicht abzugsfähig sein sollen. Kann die Steuerverwaltungsbehörde den 
Hauptbeweis der buchführenden Person erschüttern, ist es wiederum an der steuerpflichtigen 
Person, die Zweifel auszuräumen (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum 
DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 123 N. 85).

b) Vorliegend gilt es einleitend zu bemerken, dass der Steuerpflichtige gemäss seinen 
eigenen Angaben für die Steuerperiode 2014 keine Buchhaltung geführt hat, so dass die 
Buchhaltung erst nachträglich auf Basis der vorhandenen Belege erstellt wurde. Der 
Steuerpflichtige gibt daher zu, seine Buchhaltung sei teilweise nicht beweiskräftig, da die 
Einnahmen nicht belegt, sondern lediglich berechnet werden konnten. Dazu kommt, dass der 
Steuerpflichtige drei verschiedene Darstellungen seiner Einkommenssituation eingereicht hat, 
zuerst handschriftlich, dann in Form von nachträglich erstellten Jahresrechnungen, welche 
unterschiedliche Beträge aufführen. Unter diesen Voraussetzungen kann nicht davon 
ausgegangen werden, dass die zuletzt eingereichte Jahresrechnung die Anforderungen an eine 
ordnungsgemässe Buchhaltung vollumfänglich erfüllt und die Angaben und der Saldo der 
Erfolgsrechnung dieser Jahresrechnung undifferenziert Ausgangspunkt der Ermittlung des 
steuerbaren Einkommens bilden können. Allerdings kann auch nicht von einer völlig 
unbewiesenen Einkommenssituation ausgegangen werden, welche der Steuerverwaltung erlauben 
würde, weiterhin ausschliesslich auf die handschriftlichen Angaben des Steuerpflichtigen 
abzustellen. Es müssen im Gegenteil die einzelnen in Frage gestellten Posten analysiert und 
aufgrund der eingereichten Beweismittel beurteilt werden.

c) In Bezug auf das Bruttoeinkommen ist die Steuerverwaltung von Direktzahlungen im 
Betrag von CHF 17'910.- ausgegangen. Aus der eingereichten GELAN-Abrechnung ergibt sich 
allerdings ein Nettobetrag von CHF 17'544.90 an Direktzahlungen, der auch in der 
Erfolgsrechnung abgebildet ist. Angesichts der Beweiskraft der GELAN-Abrechnung ist dieser 
Betrag zu berücksichtigen.

Die Steuerverwaltung ist zudem von einem Betrag von CHF 16'700.- aus dem Verkauf von 
25 Schafen und 7 Rindern gemäss der handschriftlichen Angabe des Steuerpflichtigen 
ausgegangen. In der Erfolgsrechnung hingegen erscheinen, neben verschiedenen anderen 
Einnahmen, nur noch CHF 5'280.- für den Verkauf von Lämmern, CHF 2'591.- für den Verkauf von 
Kälbern, und CHF 2'900.- für die Zunahme des Tierbestands. In seiner Beschwerdeschrift gibt der 
Steuerpflichtige dazu folgende Erklärung: "Zusätzlich wurde ein möglicher Ertrag für 36 Lämmer 
und drei Rinder als Umsatz sowie 2 Rinder als Zunahme des Tierbestands verbucht. Die 
Beweiskraft der Einnahmen ist jedoch nicht gegeben. Auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung 
können sie jedoch annäherungsweise ermittelt werden. Eine maximale mögliche Einnahme lässt 
sich durch die Anzahl der Tiere und dem erzielbaren Fleisch- bzw. Tierpreismarkt berechnen." 
Diese Erklärungen überzeugen nicht. Es ist hingegen davon auszugehen, dass der Steuer-
pflichtige, als er die handschriftlichen Angaben aufsetzte, sehr wohl wusste, wie viele Lämmer und 
Rinder er im Jahr 2014 verkauft hatte. Die Steuerverwaltung hat daher zu Recht auf den Betrag 
von CHF 16'700.- abgestellt. Im Übrigen sind die weiteren Einnahmen, die in der Erfolgsrechnung 
aufgeführt werden, und sich auf entsprechende Belege beziehen, zu den Einnahmen aus dem 
Viehverkauf dazu zu rechnen. Die im Jahr 2014 steuerrelevanten Einnahmen des 

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Beschwerdeführers beziffern sich somit auf CHF 40'635.35 (17'544.95 + 16'700 + 6'390.40 
[14'261.40 - 5'280 - 2'591]) und nicht auf CHF 34'706.35 wie beantragt.

d) Die Steuerverwaltung erwähnt in ihrem Einspracheentscheid, eine in der ersten 
Jahresrechnung verbuchte Einnahme (Gegenkonto 3'000) von CHF 6'000.- gemäss 
"Rechnung 79" sei in der zweiten Jahresrechnung als "Toyota Bus Rechnung 79" mit Gegenkonto 
"2'850 Privat", d. h. ohne Einnahmecharakter erwähnt. Der Steuerpflichtige erklärt dazu, es handle 
sich um ein Auto aus dem Privatvermögen, welches im Jahr 2014 verkauft worden sei. Die 
handschriftliche Notiz auf dem Kontoauszug habe seinerzeit nicht entziffert werden können, 
weshalb der Betrag fälschlicherweise als Ertrag aus der Landwirtschat verbucht worden sei. Dem 
entgegnet die Steuerverwaltung, das Fahrzeug sei in der Steuererklärung nicht deklariert worden, 
so dass Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Buchhaltung bestünden. Aufgrund der Tatsache, dass 
das Fahrzeug Toyota in den früheren Steuererklärungen nicht (mehr) aufgeführt wurde, ist davon 
auszugehen, dass es keinen Steuerwert mehr hatte und vollständig amortisiert war. Der 
Verkaufserlös von CHF 6'000.- ist daher vollumfänglich als Einnahme zu berücksichtigen, so dass 
sich die Gesamteinnahmen auf CHF 46'635.35 erhöhen.

e) Der weitere Einwand der Steuerverwaltung, gewisse Kreditorenrechnungen seien auf 
die A.________ Holzbau GmbH oder AG ausgestellt, mag zutreffen. Da die Vorinstanz jedoch 
daraus keine Folgen zieht, ist nicht weiter darauf einzugehen.

f) In der eingereichten Jahresrechnung wird ein Geschäftsanteil Privatauto von 
CHF 9'918.- geltend gemacht, der gemäss den Angaben der Steuerverwaltung einem Aufwand 
von 300 Tagen à 58 km zu CHF 0.57 entspricht, von ihr aber nicht anerkannt wird, da der 
Steuerpflichtige keine Angaben zum benutzten Fahrzeug gemacht hat, bzw. die Steuerverwaltung 
davon ausgeht, dass die gemachten Angaben nicht der Realität entsprechen. Tatsächlich gibt der 
Steuerpflichtige erst in seiner Beschwerdeschrift Angaben über die benutzten Fahrzeuge. Er 
erwähnt einen NSU aus dem Privatvermögen, und einen BMW der Lebenspartnerin.

Bei Selbstständigerwerbenden sind sämtliche Gewinnungskosten abzugsfähig, sofern sie 
geschäftsmässig begründet sind (vgl. Art. 27 Abs. 1 DBG). Fahrkosten zwischen Wohn- und 
Arbeitsstätte sind bei Selbstständigerwerbenden aus Gründen der Rechtsgleichheit abzugsfähig, 
obwohl sie keine Gewinnungskosten im engen Sinn darstellen (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/ 
MEUTER, Art. 27 N. 8). Gemäss den Richtlinien der Steuerverwaltung dürfen 70 Rappen pro 
Kilometer für die ersten 10'000 Kilometer, bzw. 60 Rappen für die nächsten 10'000 Kilometer, in 
Abzug gebracht werden.

Aus den Unterlagen ergibt sich, und wird auch von der Steuerverwaltung anerkannt, dass das 
Einkommen des Beschwerdeführers aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit nicht in B.________, 
sondern in C.________ erwirtschaftet wird. Die Distanz zwischen diesen beiden Ortschaften 
beträgt 16.9 km über die Hauptstrasse. Dies ergibt 33.8 km pro Tag. Der Steuerpflichtige selber 
hat 300 Tage berücksichtigt, was für eine landwirtschaftliche Tätigkeit adäquat erscheint, müssen 
doch Tiere täglich betreut werden. Es ergibt sich somit ein abzugsfähiger Betrag von CHF 7'084.- 
(33.8 x 300 =10'140; 10'000 x 0.70 = 7'000; 140 x 0.60 = 84). Irrelevant ist dabei die Art des 
benutzten Fahrzeugs.

g) Die weiteren Angaben der Jahresrechnung in Bezug auf den geltend gemachten 
Aufwand werden von der Steuerverwaltung nicht in Frage gestellt. Es ist daher darauf abzustellen. 
Die Erfolgsrechnung ist somit wie folgt zu berichtigen:

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Ertrag 46'635.35
Materialaufwand 6'469.05
Personalaufwand 519.20
Raumaufwand 5'000.-
Unterhalt, Reparaturen, Ersatz 2'153.95
Fahrzeug- und Transportaufwand 7'084.-
Sachversicherungen, Gebühren 908.50
Energie- und Entsorgungsaufwand 634.90
Verwaltungsaufwand 3'653.-
Werbeaufwand 114.10
Abschreibungen 1'782.80
Finanzergebnis 9.73
Betriebsaufwand 28'329.23
Gewinn/Verlust 18'306.12

Die Beschwerde ist somit sehr teilweise gutzuheissen und der Einspracheentscheid der 
Kantonalen Steuerverwaltung vom 3. Mai 2016 dahingehend zu ändern, dass der Erwerb aus 
Landwirtschaft auf CHF 18'306.- statt CHF 18'934.- festzulegen ist.

3. Der Beschwerdeführer beantragt weiter, die seiner ehemaligen Ehefrau geschuldeten 
Unterhaltsbeiträge von CHF 9'600.- seien zu berücksichtigen und von seinem Einkommen 
abzuziehen. Die Steuerverwaltung argumentiert dazu, dieser Abzug sei in der Steuererklärung und 
in der Einsprache nicht beantragt worden.

a) Nach Art. 118 VRG ist die Beschwerde an eine obere Behörde erst zulässig, wenn die 
vorgängigen Rechtsmittel der Einsprache gegen einen Entscheid ausgeschöpft sind. Dies hat zur 
Folge, dass auf Anträge, die der Vorinstanz nicht unterbreitet wurden, nicht eingetreten werden 
kann (vgl. Art. 81 Abs. 3 VRG). Im Steuerrecht ist die Situation jedoch anders, denn die 
Beschwerde hat einen vollen Devolutiveffekt und der Steuergerichtshof kann über die Begehren 
der Parteien hinausgehen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRG). Es handelt sich allerdings um eine Kann-
Vorschrift, so dass der Steuergerichtshof den angefochtenen Entscheid aus eigenem Antrieb 
lediglich dann abändern sollte, wenn er offensichtlich falsch ist und die Änderung eine grosse 
Auswirkung hat (vgl. Entscheid KG/FR 4F 2004 92 E. 6a).

Vorliegend handelt es sich um einen Abzug, der offensichtlich gewährt werden muss, wenn die 
Voraussetzungen dazu erfüllt sind. Es ist daher auf diesen Antrag einzutreten.

b) Der leistungspflichtige Ehegatte oder Elternteil kann bei Scheidung, gerichtlicher oder 
tatsächlicher Trennung Beiträge an den Unterhalt des anderen Ehegatten von seinen Einkünften 
abziehen (vgl. Art. 33 Abs. 1 Bst. c DBG). Als Unterhaltsbeiträge gelten dabei regelmässig oder 
unregelmässig wiederkehrende Unterstützungen und Unterhaltsleistungen zur Deckung des 
laufenden Lebensbedarfs, die dem Empfänger keinen Vermögenszuwachs verschaffen (vgl. Urteil 
BGer 2C_503/2015 vom 31. März 2016 E. 3.1). Unterhaltsbeiträge müssen tatsächlich bezahlt 
werden, damit sie einkommensmindernd abgezogen werden können. Eine blosse Verpflichtung zur 
Zahlung, ohne dass tatsächlich erfolgt, berechtigt nicht zum Abzug der geschuldeten Beiträge (vgl. 
Urteil BGer 2C_585/2014 vom 13. Februar 2015 E. 5.1).

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Vorliegend wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des I. Zivilappellationshofs des Kantonsgerichts 
Freiburg vom 22. Februar 2013 verpflichtet, seiner Ex-Ehefrau folgende Unterhaltsbeiträge 
monatlich zu bezahlen: vom 1. Juni 2011 bis und mit 30. Juni 2012, CHF 1'210.-; vom 1. Juli 2012 
bis und mit 30. Juni 2016, CHF 800.-; vom 1. Juli 2016 bis zum 30. April 2022, CHF 500.-. Die 
eingereichten Akten enthalten allerdings keinen Nachweis, dass diese Unterhaltsbeiträge auch 
wirklich bezahlt wurden. Der Beschwerdeführer gibt zwar an, die monatlichen Beträge seien 
teilweise bezahlt, teilweise mit einem Darlehen über CHF 100'000.- verrechnet worden. Auch sein 
Verweis auf Ziff. 2.1 des Scheidungsurteils kann ihm hier nicht weiterhelfen, da dieser lediglich 
vorsieht, dass durch den von der Ex-Ehefrau zu bezahlende Betrag aus Güterrecht CHF 100'000.- 
beträgt. Die genehmigte Teilvereinbarung präzisiert zudem, dass durch diesen Betrag sämtliche 
gegenseitigen Ansprüche, namentlich auch Unterhaltszahlungen sowie Beträge für die Benützung 
von Räumlichkeiten und die Benützung des Pachtlandes bis und mit 31. Mai 2011 abgegolten 
sind. In Bezug auf die effektive Bezahlung der Unterhaltsbeiträge für das Jahr 2014 kann daraus 
kein Schluss gezogen werden. Unter diesen Voraussetzungen hat die Vorinstanz die 
Abzugsfähigkeit dieser Unterhaltsbeiträge zu Recht verweigert. Die Beschwerde ist in diesem 
Punkt abzuweisen.

4. In einem letzten Punkt verlangt der Beschwerdeführer, dass sein Guthaben von 
CHF 100'000.- aus Güterrecht, vermindert um die nicht bar ausbezahlten Alimente, somit in der 
Höhe von CHF 80'113.- als Vermögen zu berücksichtigen sei. Die Steuerverwaltung argumentiert 
auch hier, dieses Guthaben sei in der Steuererklärung und in der Einsprache nicht deklariert 
worden, habe jedoch keinen Einfluss auf die Vermögenssteuer.

In Bezug auf die Berücksichtigung, im Beschwerdeverfahren, von Anträgen, die der Vorinstanz 
nicht unterbreitet worden sind, kann auf E. 3a hiervor verwiesen werden.

Nachdem die Einfügung des Guthabens aus Güterrecht keine Auswirkung auf die 
Vermögenssteuer hat, da auch die Berücksichtigung dieses Guthabens kein steuerbares 
Vermögen ergibt, denn das zur Zeit berücksichtigte Vermögen beläuft sich auf CHF -37'919.-, bzw. 
das satzbestimmende Vermögen auf CHF -105'936.-. Es genügt somit festzuhalten, dass das 
Guthaben in den zukünftigen Steuererklärungen zu deklarieren sein wird.

5. Die Beschwerde ist somit teilweise gutzuheissen. Allerdings ist der Einfluss dieser 
Gutheissung auf die Steuerpflicht des Beschwerdeführers vernachlässigbar, beläuft sich doch das 
steuerbare Einkommen dadurch auf CHF 73'832.- statt CHF 74'460.-, und der Betrag der 
Bundessteuer auf CHF 1'173.- statt CHF 1'208.-, was einer Steuerersparnis von CHF 35.- statt der 
geltend gemachten CHF 513.- entspricht. Diesem Ausgang entsprechend sind die Kosten dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG; Art. 131 Abs. 1 und 132 Abs. 2 VRG). Die 
Höhe der Verfahrenskosten wird durch das kantonale Recht bestimmt (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG). 
Es gelangt der Tarif vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der 
Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; SGF 150.12) zur Anwendung (vgl. Art 146-147 VRG), welcher 
vorsieht, dass die Verwaltungsjustizgebühr CHF 50.- bis 50 000.- beträgt (Art. 1 Abs. 1 Tarif VJ) 
und die Höhe der Gebühr nach dem erforderlichen Zeit- und Arbeitsaufwand, der Wichtigkeit der 
Angelegenheit und bei vermögensrechtlichen Sachen nach dem betreffenden Streitwert 
festgesetzt wird (Art. 2 Tarif VJ).

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 400.- festzusetzen.

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II. Kantonssteuer (604 2016 86)

6. Die Rechtslage ist bei den kantonalen Steuern die gleiche, wie bei der direkten 
Bundessteuer: Die Art. 154 Abs. 1 und 34 Abs. 1 Bst. c DStG entsprechen Art. 123 Abs. 1 und 33 
Abs. 1 Bst. c DBG, sowie 9 Abs. 2 Bst. c, und sinngemäss, Art. 46 Abs. 1 StHG. Die zum DBG 
ausgeführten Erwägungen sind damit ebenfalls für die kantonalen Steuern massgebend. Damit 
resultiert für die Staats- und Gemeindesteuern dasselbe Ergebnis wie bei der direkten 
Bundessteuer. Auch in diesem Punkt wird daher die Beschwerde teilweise gutgeheissen und der 
Einspracheentscheid der Kantonalen Steuerverwaltung vom 3. Mai 2016 dahingehend geändert, 
dass der Erwerb aus Landwirtschaft auf CHF 18'306.- statt CHF 18'934.- festzulegen ist.

7. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG; Art. 131 Abs. 1 und 132 Abs. 2 VRG), denn auch hier ist der 
Einfluss der Gutheissung auf die Steuerpflicht des Beschwerdeführers vernachlässigbar, beläuft 
sich doch das steuerbare Einkommen dadurch auf CHF 71'705.- statt CHF 71'755.-, und der 
Betrag der Kantonssteuer auf CHF 6'914.- statt CHF 6'929.-, was einer Steuerersparnis von 
CHF 15.- statt der geltend gemachten CHF 2'067.- entspricht. Es gelangt der Tarif vom 
17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; 
SGF 150.12) zur Anwendung (vgl. Art 146-147 VRG), welcher vorsieht, dass die 
Verwaltungsjustizgebühr CHF 50.- bis 50 000.- beträgt (Art. 1 Abs. 1 Tarif VJ) und die Höhe der 
Gebühr nach dem erforderlichen Zeit- und Arbeitsaufwand, der Wichtigkeit der Angelegenheit und 
bei vermögensrechtlichen Sachen nach dem betreffenden Streitwert festgesetzt wird (Art. 2 Tarif 
VJ).

Im vorliegenden Fall erscheint es angemessen, die Gerichtsgebühr auf CHF 400.- festzusetzen.

Der Hof erkennt:

I. Direkte Bundessteuer (604 2016 85)

1. Die Beschwerde von A.________ wird teilweise gutgeheissen.

2. Der Entscheid der Kantonalen Steuerverwaltung vom 3. Mai 2016 wird dahingehend 
abgeändert, dass der Erwerb aus Landwirtschaft auf CHF 18'306.- statt CHF 18'934.- 
festgelegt wird.

3. Die Kosten (Gebühr: CHF 400.-) werden A.________ auferlegt. Diese Gerichtsgebühr wird 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

II. Kantonssteuer (604 2016 86)

4. Die Beschwerde von A.________ wird teilweise gutgeheissen.

5. Der Entscheid der Kantonalen Steuerverwaltung vom 3. Mai 2016 wird dahingehend 
abgeändert, dass der Erwerb aus Landwirtschaft auf CHF 18'306.- statt CHF 18'934.- 
festgelegt wird.

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6. Die Kosten (Gebühr: CHF 400.-) werden A.________ auferlegt. Diese Gerichtsgebühr wird 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Zustellung

Der vorliegende Entscheid kann sowohl bezüglich der veranlagten direkten Bundessteuer 
(Dispositiv Ziff. I) als auch der Kantonssteuer (Dispositiv Ziff. II) gemäss Art. 146 DBG bzw. 73 
StHG und 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 
173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten beim Bundesgericht angefochten werden, wobei die Begehren und 
Begründungen je der betroffenen Steuer anzupassen sind.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die Einsprache an die 
Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten wird 
(Art. 148 VRG).

Freiburg, 2. November 2016/dbe

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin