# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbaa0a0d-9f1e-5fd6-976d-ef913567b4b8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SU250026-O1
**Docket/Reference:** SU250026-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SU250026-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SU250026-O/U/bs

Präsidialverfügung vom 3. Juli 2025

in Sachen

A._____, 

Beschuldigte und Berufungsklägerin

gegen

Stadtrichteramt Zürich, 

Berufungsbeklagte und Verwaltungsbehörde

betreffend geringfügiger Diebstahl

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - 

Einzelgericht, vom 5. Mai 2025 (GC250050)

- 2 -

Erwägungen:

1.

Die Beschuldigte liess mit Eingabe vom 13. Mai 2025 innert gesetzlicher Frist 

die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzel-

gericht, vom 5. Mai 2025 anmelden (Urk. 25). Das begründete Urteil der Vorinstanz 

wurde der Beschuldigten in der Folge am 28. Mai 2025 zugestellt (Urk. 28/2). Die 

20-tägige Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung lief entsprechend bis zum 

17. Juni 2025 (Art. 399 Abs. 3 StPO). Innert dieser Frist ging keine Eingabe der 

Beschuldigten ein, weshalb in Anwendung von Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO auf 

die Berufung nicht einzutreten ist (Art. 388 Abs. 2 StPO).

2.

Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel der Beschul-

digten kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigten 

wären daher die Kosten für das Berufungsverfahren mit einer Gerichtsgebühr von 

praxisgemäss  Fr. 500.–  grundsätzlich  aufzuerlegen.  Die  Beschuldigte  ist  indes 

Sozialhilfeempfängerin, eine IV-Abklärung ist im Gang und sie hat kein Vermögen 

(Urk. 29 S. 8; Prot. I S. 8 f.; Urk. 16 S. 6). Die Kosten des Berufungsverfahrens sind 

daher – ausnahmsweise – auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. B. Gut)

1.

2.

3.

Auf die Berufung der Beschuldigten vom 13. Mai 2025 wird nicht eingetreten. 

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.–.

Die  Kosten  des  Berufungsverfahrens  werden  auf  die  Gerichtskasse  ge-

nommen. 

4.

Schriftliche Mitteilung an





die Beschuldigte 

das Stadtrichteramt Zürich

- 3 -





die Privatklägerin B._____ AG (ad acta)

die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich

sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 



die Vorinstanz.

5. Gegen  diesen  Entscheid  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in  Straf-

sachen erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten  sich  nach  den  massgeblichen  Bestimmungen  des  Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 3. Juli 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. B. Gut

lic. iur. S. Maurer