# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fcbef008-38bd-58d3-bb31-96072c590cd2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2014 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2014-13_0000-00-00.pdf

## Full Text

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Unterstützungswohnsitz. Heimbewohnerin.
– Im Gegensatz zu Art. 23 Abs. 1 ZGB wurde in Art. 5 ZUG 

eine vom zivilrechtlichen Wohnsitz abweichende Rege- 
lung verankert (E.2).

– In der Regel hat eine Heimbewohnerin ihren Unterstüt- 
zungswohnsitz weiterhin dort, wo sie vor dem Heim- 
eintritt ihren Lebensmittelpunkt hatte, was vorliegend der 
Fall ist (E.3).

Domiclio assistenziale. Dimorante in un ospizio.
– Contrariamente all’art. 23 cpv. 1 CC, all’art. 5 LAS il legi- 

slatore ha voluto prevedere una regola che si scosta 
dalla nozione di domicilio del diritto civile (cons. 2).

– Di regola, una persona dimorante in un ospizio continua a 
mantenere il proprio domicilio assistenziale laddove aveva 
il centro delle proprie relazioni personali prima del 
ricovero, come è anche il caso nell’evenienza con- creta 
(cons. 3).

Erwägungen:
2. a) Gemäss Art. 5 Abs. 1 und 2 KUG obliegt die Unter-

stützungspflicht der politischen Gemeinde, in welcher die Bedürf- 
tige ihren Wohnsitz hat. Die Bedürftige hat ihren Wohnsitz in der 
Gemeinde, in welcher sie sich mit der Absicht dauernden Verblei- 
bens aufhält. Für den Begriff des Wohnsitzes verweist Art. 6 Abs. 1 
KUG auf die Grundsätze, welche gemäss ZUG im interkantonalen 
Verhältnis gelten. Dank dieses Verweises im kantonalen Recht gel- 
ten die Bestimmungen des ZUG grundsätzlich auch im Verhältnis 
von Gemeinde zu Gemeinde (WERNER THOMET, Kommentar zum 
Bundesgesetz über die Zuständigkeit für die Unterstützung Be- 
dürftiger [ZUG], 2. Aufl., Zürich 1994, S. 63 f., Rz. 93). Gemäss den 
bundesrechtlichen Bestimmungen hat die Bedürftige ihren Unter- 
stützungswohnsitz in dem Kanton, in dem sie sich mit der Absicht 
dauernden Verbleibens aufhält. Dieser Kanton wird als Wohnkan- 
ton bezeichnet (Art. 4 Abs. 1 ZUG). Dabei entspricht der Unterstüt- 
zungswohnsitz nicht zwingend dem zivilrechtlichen Wohnsitz, er 
knüpft aber wie dieser am Ort an, wo sich eine Person mit der Ab- 
sicht dauernden Verbleibens aufhält. Mangels anderer Anhalts- 
punkte gilt die polizeiliche Anmeldung als Wohnsitzbegründung 
(Art. 4 Abs. 2 ZUG). Weniger stark als im Zivilrecht kommt es dabei 
allerdings auf den Willen der Betroffenen als auf die gesamten Le- 
bensverhältnisse an. Art. 5 ZUG sieht vor, dass der Aufenthalt in

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einem Heim keinen Unterstützungswohnsitz begründet (siehe mit 
dem genau gleichen Wortlaut Art. 6 KUG). Der Eintritt eines sol- 
chen Sachverhalts vermag einen bestehenden Unterstützungs- 
wohnsitz denn auch nicht zu beenden (Art. 9 Abs. 3 ZUG). Diese 
Regelung dient unter anderem dem Schutz der Standortkantone 
und soll den Anreiz nach kantonsexterner Unterbringung unter- 
stützungsbedürftiger Personen verringern (Urteile des Bundes- 
gerichtes 8C_79/2010 vom 24. September 2010 E.7.2, nicht publ. in: 
BGE 136 V 346 und 2A.714/2006 vom 10. Juli 2007 E.3.2). Der Ge-
setzgeber nahm dabei bewusst in Kauf, dass eine freiwillig in ein 
Heim eintretende und am Ort des Heims zivilrechtlichen Wohnsitz 
begründende Person ihren Unterstützungswohnsitz  weiterhin 
dort hat, wo sie vor dem Heimeintritt ihren Lebensmittelpunkt 
hatte (THOMET, a. a. O., Rz. 109 zu Art. 5 und Rz. 153 zu Art. 9 Abs. 3 
ZUG). Die gleiche Auffassung wurde auch in der Botschaft zum 
ZUG vertreten: «Art. 5 ZUG schliesst somit die Begründung oder 
den Wechsel des Unterstützungswohnsitzes durch einen Heim- 
oder Anstaltseintritt aus, gleich ob dieser freiwillig oder unfreiwil- 
lig erfolgt ist» (BBl 1976 III 1203 f.). Gemäss bundesrechtlicher 
Rechtsprechung geht die Regelung von Art. 5 und 9 ZUG derjeni- 
gen von Art. 4 Abs. 2 ZUG (die polizeiliche Anmeldung gilt als 
Wohnsitzbegründung) grundsätzlich vor (BGE 138 V 23 E.3.1.3). 
Der Unterstützungswohnsitz kann sich damit insbesondere bei 
Heiminsassen ohne Weiteres vom Ort der tatsächlichen Anwesen- 
heit unterscheiden ( THOMET, a. a. O., Rz. 109 zu Art. 5 ZUG).

b) Eine ähnliche Bestimmung findet sich auch in Art. 23 
Abs. 1 ZGB, wonach der Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung 
oder die Unterbringung einer Person in einer Erziehungs- oder 
Pflegeeinrichtung, einem Spital oder einer Strafanstalt für sich al- 
lein keinen Wohnsitz begründet. Rechtsprechungsgemäss wird je- 
doch in der letztgenannten Bestimmung lediglich die Vermutung 
aufgestellt, wonach der Aufenthalt in einer Anstalt nicht bedeutet, 
dass auch der Lebensmittelpunkt an den fraglichen Ort verlegt 
worden ist. Diese Vermutung ist widerlegbar, insbesondere wenn 
eine urteilsfähige, mündige Person freiwillig und selbstbestimmt, 
allenfalls vom «Zwang der Umstände» (etwa Angewiesen sein auf 
Betreuung, finanzielle Gründe) diktiert, sich zu einem Anstaltsauf- 
enthalt unbeschränkter Dauer entschlossen und überdies die An- 
stalt und den Aufenthaltsort frei gewählt hat (BGE 137 III 593 E.4.1, 
134 V 236 E.2.1, 133 V 309 E.3.1, 127 V 237 E.2b und c). In Anleh- 
nung an diese Praxis argumentiert  die  Beschwerdegegnerin, 
wenn sie behauptet, die Wahl des Alters- und Pflegeheims sei frei-

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willig erfolgt, wohne die Beschwerdeführerin doch schon seit 15 
Jahren in O.2.     und damit in der Nähe ihrer Familienmitglie-    
der. Folglich befinde sich auch hier ihr Lebensmittelpunkt. Zudem 
bestünden keine Verbindungen mehr zu O.1.  . Auch die Tat-  
sache, dass die Beschwerdeführerin ihr erstes Unterstützungs-
gesuch  an  die  Gemeinde  O.2.    
diese These.

gerichtet habe, unterstütze

c) Im Gegensatz zu Art. 23 Abs. 1 ZGB wurde gemäss Ge- 
setzgeber in Art. 5 ZUG eine vom zivilrechtlichen Wohnsitz ab- 
weichende Regelung verankert (BGE 138 V 23 E.3.1.3), indem der 
Unterstützungswohnsitz weiterhin dort bleibt, wo die unterstüt- 
zungsbedürftige Person vor dem Heimeintritt ihren Lebensmittel- 
punkt hatte. Im Gegensatz zur neueren Lehre und Praxis zu Art. 23 
Abs. 1 ZGB schliesst auch der freiwillige Eintritt in ein Heim, na- 
mentlich der Eintritt in ein Altersheim mit dem Zweck, dort auf un- 
bestimmte Zeit zu wohnen, nach dem ZUG die Wohnsitzbegrün- 
dung aus (THOMET, a. a. O., Rz.109 zu Art. 5 ZUG). Gemäss Botschaft 
zum ZUG wäre sogar eine Wohnsitzbegründung nach den Art. 5 bis 
8 ZUG ausgeschlossen (BBl 1976 III 1203) gewesen. Für das Bun- 
desgericht hingegen führt die Unterbringung in einem Heim nicht 
zwingend dazu, dass sich der Unterstützungswohnsitz praktisch 
nicht mehr ändern kann. Ist davon auszugehen, dass die unter- 
stützungsbedürftige Person ihre Beziehungen zum bisherigen 
Kanton abbricht und in subjektiver sowie objektiver Hinsicht ein 
neues Verhältnis zu einem anderen Kanton begründet hat, kann 
der Unterstützungswohnsitz trotz ununterbrochenem Aufenthalt 
in einem Heim wechseln. Dies kann etwa dann zutreffen, wenn die 
wichtigsten Bezugspersonen in einen neuen Kanton zügeln und 
die unterstützungsbedürftige Person ihnen durch eine Heimverle- 
gung folgt, sofern diese Heimverlegung hauptsächlich nicht durch 
medizinische, sondern durch andere − wie insbesondere familiäre
− Gegebenheiten begründet ist. Auch hier kommt es wesentlich 
auf die Gesamtheit der Umstände im Einzelfall an (Urteil des Bun- 
desgerichts 2A.714/2006 vom 10. Juli 2007 E.3.3). In Anbetracht 
dieser Ausführungen − insbesondere wenn man sich vor Augen 
führt, dass der Gesetzgeber mit den Bestimmungen des ZUG eine 
abweichende Regelung vom zivilrechtlichen Wohnsitz treffen 
wollte − liegt es auf der Hand, dass die Rechtsprechung zu Art. 23 
Abs. 1 ZGB nicht unbesehen auch auf Art. 5 resp. Art. 9 Abs. 3 ZUG 
anwendbar ist, was auch aus der Argumentation der Beschwerde- 
gegnerin hervorgeht. In Abweichung zu dem, was Art. 5 und  9  
Abs. 3 ZUG klar festlegen, ist eine Änderung des Unterstützungs-

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wohnsitzes dementsprechend nur unter restriktiven Voraussetzun- 
gen anzunehmen, nämlich etwa dann, wenn die unterstützungs- 
bedürftige Person durch eine Heimverlegung ihren Bezugsperso- 
nen folgt und keine medizinische Indikation hauptverantwortlich 
ist für den Wechsel, sondern familiäre Gegebenheiten.

d) Mit den Bestimmungen von Art. 5 und 9 Abs. 3 ZUG 
wollte der Gesetzgeber somit vermeiden, dass Gemeinden sich 
gewissen Heimprojekten (wie zum Beispiel Altersheimen) aus 
Angst vor künftiger Unterstützungszuständigkeit entgegenstellen 
könnten. Diese Regelung ist nicht unbillig: Heiminsassen, welche 
freiwillig in ein Heim eingetreten sind und dort nicht nur ihren zi- 
vilrechtlichen, sondern auch ihren politischen und steuerrecht- 
lichen Wohnsitz begründet haben und zudem auch Steuern bezah- 
len, werden in der Regel auch nicht unterstützungsbedürftig, 
sodass ihre frühere Wohnsitzgemeinde, in der sie gemäss Art. 9 
Abs. 3 ZUG ihren Unterstützungswohnsitz behalten haben, gar 
nicht oder höchstens in Ausnahmefällen belastet wird ( THOMET,
a. a. O., Rz. 109 zu Art. 5 ZUG). Im Unterstützungsfall hingegen 
werden mit dieser Regelung grundsätzlich die früheren Wohnsitz- 
gemeinden belastet, in denen die Heiminsassen im aktiven Be- 
rufsleben auch ihre Steuern bezahlt haben.

3. a)  Vorliegend  ist  unbestritten,  dass  die  X. in
O.2. als Heim im Sinne von Art. 5 und 9 Abs. 3 ZUG gilt. Un- 
bestritten ist des Weiteren, dass die Beschwerdeführerin vor dem 
Heimeintritt mit ihrer Familie in O.1. lebte und dort auch ihren 
Lebensmittelpunkt und ihren zivilrechtlichen Wohnsitz hatte. Als 
sie im Jahr 1999  ins Alters- und Pflegeheim nach O.2.    zog,     
blieb der Rest ihrer Familie in O.1. zurück (Ehemann und zwei 
Kinder). Dannzumal zog somit kein Familienmitglied  mit  nach  
O.2. und es gibt keine Hinweise, dass eines der Familienmit- 
glieder dies zu tun beabsichtigte. Insbesondere liegt aber auch 
nicht der vom Bundesgericht erwähnte Fall vor, dass die unter- 
stützungsbedürftige Person der Familie durch den Heimeintritt ge- 
folgt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.714/2006 vom 10. Juli 
2007). Deswegen konnte die Beschwerdeführerin damals im Sinne 
der vorstehend erwähnten Rechtsprechung in O.2.     auch kei-  
nen neuen Unterstützungswohnsitz begründen, unabhängig da- 
von, ob der Heimeintritt gesundheitsbedingt oder freiwillig erfolgt 
ist. Gemäss der zitierten Rechtsprechung (Urteil des Bundes- 
gerichts 2A.714/2006 vom 10. Juli 2007 E.3.3) und entgegen den 
beschwerdegegnerischen Behauptungen konnte unter diesen 
Umständen  die  Wahl  eines,  vermutlich  wegen  der  Sprache be-

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stimmten Heims − anstatt eines Pflege- bzw. Altersheims in der 
unmittelbaren Nähe des Ortes, wo die unterstützungsbedürftige 
Person vor dem Heimeintritt ihren Lebensmittelpunkt hatte − nicht 
als Ausdruck eines Abbruchs der Beziehungen zu ihrer Familie zu- 
gunsten der Absicht, in einem Heim einer anderen Gemeinde neue 
Beziehungen aufzubauen, gewertet werden. Vielmehr befanden 
sich dannzumal sowohl der Kern der Familie als auch die familiä- 
ren Beziehungen der Beschwerdeführerin und damit auch ihr Le- 
bensmittelpunkt offenkundig noch in O.1. . Der Wegzug der 
Beschwerdeführerin ins Heim im Jahre 1999 änderte demnach 
nichts am Unterstützungswohnsitz in O.1.    . In der Tatsache,     
dass die Kinder ein Jahr und der Ehemann zwei Jahre später von 
O.1.        wegzogen, sieht die Beschwerdegegnerin einen geplan- 
ten Entscheid. Sie geht davon aus, dass der Wegzug der übrigen 
Familie schon vor Heimeintritt bewusst gewesen sei und gerade 
deswegen absichtlich O.2. als neuer Heimstandort gewählt 
worden sei. Es ist aber durchaus auch vorstellbar, dass gerade das 
Gegenteil der Fall war: Die beiden Kinder der Beschwerdeführerin, 
die noch in O.1. Wohnsitz hatten, haben möglicherweise erst 
aufgrund des Wegzugs der Mutter beschlossen wegzuziehen. Ähn- 
liche Gründe könnten auch für die Entscheidung des Ehemannes 
nach Italien zurückzukehren und dort ein Haus zu bauen mass- 
gebend gewesen sein, da er nach der Pensionierung nunmehr als 
einziges Familienmitglied Wohnsitz in O.1. hatte.

b) Aber auch nachträglich kann vorliegend kein Wechsel 
des Unterstützungswohnsitzes stattgefunden haben. Per 1. Sep- 
tember 2001 wurde die Beschwerdeführerin in O.2.     polizei-    
lich angemeldet, während ihr Ehemann  im  selben  Jahr  nach  
O.3.     in Italien zurückkehrte. Wie schon erwähnt, geht nach     
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Regelung von Art. 5 
und 9 ZUG derjenigen von Art. 4 Abs. 2 ZUG grundsätzlich vor  
(BGE 138 V 23 E.3.1.3). Ab 2001 konnte die Beschwerdeführerin am 
Ort des Heims wohl einen zivilrechtlichen Wohnsitz, nicht aber 
einen neuen Unterstützungswohnsitz begründen. Die Tatsache, 
dass die Beschwerdeführerin ihr erstes Unterstützungsgesuch an 
die Gemeinde O.2.   gerichtet hat, ist dabei wenig aussage-   
kräftig. Schliesslich ist es auch für die involvierten Sozialbehörden 
nicht immer sofort eruierbar, in welcher Gemeinde der mass- 
gebende Unterstützungswohnsitz liegt. Auch die Nähe (20 km) 
zum dannzumal in Italien lebenden Ehemann sowie zu einem der 
vier Kinder genügt nicht, um ab dem Jahr 2001 einen neuen Un- 
terstützungswohnsitz in O.2. zu begründen. Sodann lebten

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die Eheleute voneinander getrennt und es gibt auch keine spezi- 
elle Nähe zum in Italien lebenden Sohn im Vergleich zu den in der 
Schweiz lebenden anderen Geschwistern (vgl. Urteil des Ver- 
waltungsgerichts des Kantons Graubünden S 13 97 vom 11. De- 
zember 2013).

c) Schlussendlich kann auch die Tatsache, dass die Be- 
schwerdeführerin mit dem Wegzug ihrer Familienangehörigen  
von der Gemeinde O.1.      überhaupt keinen Bezug mehr zu die- 
ser Gemeinde hat, nicht von Bedeutung sein. Denn der Eintritt in 
ein Altersheim ausserhalb der Wohnsitzgemeinde ist oft mit der 
Aufgabe einer Wohnung und damit mit dem Verlust des Haupt- 
bezugs zur Gemeinde, wo die unterstützungsbedürftige  Person 
vor dem Heimantritt ihren Lebensmittelpunkt hatte, verbunden. 
Ähnliches gilt für die Dauer des Aufenthalts, welche als solche kein 
taugliches Mittel darstellt, um auf die Begründung eines neuen 
Unterstützungswohnsitzes schliessen zu können. Denn bei einem 
Eintritt in ein Altersheim kann die betagte Person nicht wissen, wie 
lange der Aufenthalt dauern wird, obwohl ab dem Zeitpunkt des 
Heimeintritts in den meisten Fällen kein Wechsel der Wohnbedin- 
gungen mehr erfolgt. Würde man die Dauer des Heimaufenthalts 
als Indiz für einen Wechsel des Unterstützungswohnsitzes zulas- 
sen, wäre gerade für Standortgemeinden mit Altersheimen der 
Schutz, welchen der Gesetzgeber vorgesehen hat, aufgehoben. 
Deswegen kann weder die Absicht, definitiv in einem (Alters-) 
Heim bleiben zu wollen, noch die Dauer des Aufenthalts eine mas- 
sgebende Rolle spielen hinsichtlich der Begründung bzw. des 
Wechsels eines Unterstützungswohnsitzes. Vor diesem Hinter- 
grund kann man vorliegend aber nicht davon ausgehen, dass be- 
züglich des beschwerdeführerischen Unterstützungswohnsitzes 
ein Wechsel erfolgt wäre. Folglich kann aber die unterstützungs- 
pflichtige Gemeinde keine andere sein, als jene, wo die Be- 
schwerdeführerin vor ihrem Heimeintritt ihren Lebensmittelpunkt 
hatte.
U 14 14 Urteil vom 30. September 2014