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**Case Identifier:** 8cacfc37-566a-5265-84b3-85def3860345
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.03.2022 PS220030
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220030_2022-03-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS220030-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichterin lic. iur. 

R. Bantli Keller sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck 

Urteil vom 18. März 2022 

in Sachen 

 

A._____ Architekten AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 1. Februar 2022 (EK212161) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1.1. Mit Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich (nachfolgend: 

Vorinstanz) vom 1. Februar 2022 wurde über die Schuldnerin und Beschwerde-

führerin (nachfolgend: Schuldnerin) für eine Forderung der Gläubigerin und Be-

schwerdegegnerin (nachfolgend: Gläubigerin) von Fr. 812.65 zuzüglich Zins von 

5 % seit 22. Mai 2021, Fr. 20.– Mahnspesen sowie Betreibungskosten von 

Fr. 220.10 der Konkurs eröffnet (act. 3 = act. 7/8; nachfolgend zitiert als act. 3). 

Dagegen erhob die Schuldnerin mit Eingabe vom 16. Februar 2022 (am 

17. Februar 2022 überbracht) rechtzeitig (vgl. act. 7/11 sowie Art. 174 Abs. 1 

SchKG) Beschwerde, wobei sie die Aufhebung des Konkurses und die Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung beantragte (act. 2).  

1.2. Mit Verfügung vom 17. Februar 2022 wurde der Beschwerde die aufschie-

bende Wirkung einstweilen verweigert und die Schuldnerin darauf aufmerksam 

gemacht, dass sie ihre Beschwerde innert Beschwerdefrist ergänzen könne 

(act. 8). Daraufhin überbrachte die Schuldnerin am 21. Februar 2022 fristgerecht 

(vgl. act. 7/11 sowie Art. 174 Abs. 1 SchKG) weitere Unterlagen (act. 11/1-12). Mit 

Verfügung vom 22. Februar 2022 wurde der Beschwerde einstweilen aufschie-

bende Wirkung zuerkannt (act. 12). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezo-

gen (act. 7/1-11). Die Sache erweist sich als spruchreif. 

2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerde-

verfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des 

Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen 

der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterle-

gung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Die Beschwerde ist innert der Rechtsmit-

telfrist abschliessend zu begründen, was bedeutet, dass der Schuldner die im 

Gesetz aufgezählten konkurshindernden Tatsachen bis zum Ende der Frist nach-

weisen bzw. glaubhaft machen muss, wobei er auch neue Behauptungen und 

Beweismittel vorbringen kann. Nachfristen können nicht gewährt werden (vgl. 

BGE 136 III 294 E. 3). 

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3. Die Schuldnerin belegt, dass sie die Konkursforderung einschliesslich der 

Zinsen und Kosten von Fr. 1'081.15 am 11. Februar 2022 und damit innert Be-

schwerdefrist (vgl. act. 7/11 sowie Art. 174 Abs. 1 SchKG) bei der Obergerichts-

kasse hinterlegte (act. 4/2 = act. 5/2). Weiter leistete die Schuldnerin am 

11. Februar 2022 und damit ebenfalls fristgerecht beim Konkursamt Enge-Zürich 

einen Vorschuss von Fr. 1'000.– (act. 4/4), welcher gemäss der Bestätigung des 

Konkursamts vom 21. Februar 2022 ausreicht, um die Kosten des erstinstanzli-

chen Konkursgerichts und diejenigen des Konkursamts sicherzustellen (act. 11/1). 

Im Übrigen bezahlte die Schuldnerin bei der Obergerichtskasse am 11. Februar 

2022 Fr. 750.– als Kostenvorschuss für das Beschwerdeverfahren (act. 4/3 = 

act. 5/1). Damit weist die Schuldnerin den Konkursaufhebungsgrund der Hinterle-

gung im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG durch Urkunden nach. Da die 

Hinterlegung nach der Konkurseröffnung erfolgt ist, hat die Schuldnerin darüber 

hinaus ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen, um die Aufhebung der Kon-

kurseröffnung zu erreichen (vgl. Art. 174 Abs. 2 SchKG). 

4.1. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden 

sind, um die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen zu befriedigen. Der 

Schuldner hat also aufzuzeigen, dass er in der Lage ist, seinen laufenden Ver-

bindlichkeiten nachzukommen sowie die bestehenden Schulden abzutragen. 

Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner noch nicht 

als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 

für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf 

unabsehbare Zeit als illiquid erscheint. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist 

sich hingegen ein Schuldner, der beispielsweise Konkursandrohungen anhäufen 

lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere Beträge nicht be-

zahlt. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund der Zah-

lungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck (BGer 

5A_297/2012 vom 10. Juli 2012 E. 2.3; BGer 5A_115/2012 vom 20. April 2012 

E. 3).  

 Für die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit reicht es aus, wenn das 

Gericht zum Schluss kommt, dass die Zahlungsfähigkeit des Konkursiten wahr-

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scheinlicher ist als die Zahlungsunfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu 

strengen Anforderungen gestellt werden, insbesondere wenn die wirtschaftliche 

Lebensfähigkeit des schuldnerischen Unternehmens nicht von vornherein ausge-

schlossen werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vorzulegen, die ge-

eignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen (BGer 

5A_297/2012 vom 10. Juli 2012 E. 2.3; BGer 5A_115/2012 vom 20. April 2012 

E. 3). 

4.2. Die Schuldnerin ist eine seit mm 2020 bestehende AG mit Sitz in Zürich. Sie 

bezweckt die … sowie … als General- und Totalunternehmer (act. 6). Die Be-

schwerde wurde von C._____, Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunter-

schrift (vgl. act. 6), eingereicht. Er führt aus, aufgrund der Coronakrise habe er 

neue Perspektiven für sein Geschäft gehabt und durch die Gründung der Schuld-

nerin habe er nicht nur Innenarchitektur und Szenografie, sondern auch Leistun-

gen im Hochbau anbieten wollen (act. 2 S. 2). Zum Konkurs sei es gekommen, 

weil die Schuldnerin für die Renovation bei einer Klientin, der D._____ AG, auf ei-

genen Namen bei der Gläubigerin Material bezogen habe, wobei abgemacht wor-

den sei, dass die D._____ AG die Rechnung direkt an die Gläubigerin bezahlen 

würde. Der Auftrag für die D._____ AG sei durch die Schuldnerin erfüllt worden, 

doch habe die D._____ AG das Honorar der Schuldnerin nicht bezahlt, es seien 

noch über Fr. 6'000.– offen. In dieser Situation habe die Schuldnerin nicht zusätz-

lich die Rechnung der Gläubigerin "vorbezahlen" wollen. Zudem habe die 

D._____ AG der Schuldnerin versprochen, die Rechnung an die Gläubigerin zu 

bezahlen. Er, C._____, sei dann für eine gewisse Zeit abwesend gewesen, da er 

in anderen Kantonen und im Ausland Aufträge gesucht habe und zudem an Covid 

erkrankt sei. Dadurch habe er unter anderem die Konkursandrohung verpasst und 

dann bei seiner Rückkehr feststellen müssen, dass der Konkurs eröffnet worden 

sei (act. 2 S. 1). Zu ihrer Schuldensituation im Allgemeinen macht die Schuldnerin 

keine näheren Ausführungen.  

4.3. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage eines Schuldners gibt insbesondere der Betreibungsregisterauszug über die 

letzten fünf Jahre. Daraus ergibt sich vorliegend, dass neben der zum Konkurs 

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führenden Betreibung Nr. 1 eine weitere Betreibung im Stadium der Konkursan-

drohung über Fr. 2'806.25 sowie eine erst eingeleitete Betreibung über 

Fr. 9'609.75 offen sind. Zwei weitere Betreibungen über total Fr. 847.25 sind 

durch Zahlungen an das Betreibungsamt erloschen. Verlustscheine und frühere 

Konkurseröffnungen sind keine registriert (act. 11/11). 

 Die Schuldnerin macht geltend, die am 24. Januar 2022 von der SVA Kan-

ton Zürich eingeleitete Betreibung Nr. 2 über Fr. 9'609.75 werde zurückgezogen 

werden, da der Betrag nicht korrekt sei. Gemäss einer Abrechnung des Betrei-

bungsamtes Zürich 2 vom 17. Februar 2022 bezahlte sie dem Betreibungsamt 

zuhanden der SVA Kanton Zürich Fr. 123.30. Nach Ansicht der Schuldnerin han-

delt es sich dabei um die Betreibungskosten, wobei das Betreibungsamt die Zah-

lung als Teilzahlung entgegen nahm und nach Abzug von Gebühren von Fr. 6.10 

an die SVA Kanton Zürich überwies (act. 11/12). Während es durchaus sein mag, 

dass die SVA Kanton Zürich die Betreibung dereinst zurückziehen wird, ist dies im 

vorliegenden Kontext eine blosse Parteibehauptung. Es ist folglich für das Be-

schwerdeverfahren weiterhin vom Bestand der Forderung bzw. von einem Rest-

bestand von Fr. 9'637.10 (Fr. 9'754.30 - Fr. 117.20) auszugehen. 

 Mit der E._____ AG, Gläubigerin der sich im Stadium der Konkursandrohung 

befindlichen Betreibung Nr. 3 über Fr. 2'806.25 (vgl. act. 11/12), konnte die 

Schuldnerin am 16. Februar 2022 eine Zahlungsvereinbarung abschliessen. 

Demnach verpflichtete sich die Schuldnerin, die offene Schuld in sieben Raten à 

Fr. 469.95 zu begleichen, jeweils zahlbar anfangs Monat, erstmals per 1. März 

2022. Erfüllt die Schuldnerin die Vereinbarung, wird sie nicht nur den im Betrei-

bungsregisterauszug ersichtlichen Betrag, sondern auch weitere zwischenzeitlich 

angefallene Kosten wie Betreibungsgebühren, Zinsen und Bearbeitungsgebühren 

der E._____ AG zu beglichen haben (vgl. act. 4/8).  

 Damit ist von zwei noch offenen, in Betreibung gesetzten Forderungen aus-

zugehen, wobei die Schuldnerin hinsichtlich der an sich dringend zu bezahlenden 

Betreibung im Stadium der Konkursandrohung eine Ratenzahlungsvereinbarung 

abschliessen konnte. Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Schuldnerin über ausrei-

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chende liquide Mittel verfügt, um die noch offenen Forderungen begleichen und 

darüber hinaus auch ihren laufenden Verbindlichkeiten nachkommen zu können. 

4.4. Über wesentliche Kontoguthaben auf ihrem Kontokorrentkonto bei der 

F._____ [Bank] Zürich verfügte die Schuldnerin per Mitte Februar 2022 nicht 

(act. 4/10). Mangels einer Bilanz sind ihre weiteren Vermögensverhältnisse un-

klar. Die Schuldnerin reichte jedoch eine – nicht unterzeichnete – Debitorenliste 

per 16. Februar 2022 ein, welche für sich erst einmal eine blosse Parteibehaup-

tung darstellt. Darin sind folgende Schuldner aufgeführt: D._____ AG mit 

Fr. 7'925.–, G._____ und H._____ mit Fr. 4'000.–, I._____ mit Fr. 3'500.–, Pizza 

J._____ mit Fr. 1'000.– und K._____ mit Fr. 2'350.– (act. 4/9). Hinsichtlich der 

D._____ AG liegt eine letzte Mahnung für die Schlussrechnung vom 31. August 

2021 über den in der Debitorenliste aufgeführten Betrag vor, wobei die Schuldne-

rin darauf handschriftlich anmerkte "Debitoren Rechnung noch nicht bezahlt." 

(act. 11/7). Der Ausstand erscheint damit glaubhaft, wobei allerdings angesichts 

der Ausführungen der Schuldnerin zur D._____ AG (vgl. E. 4.2) und des Datums 

der Mahnung fraglich ist, wie hoch die Chance auf Erhalt des Guthabens ist. Be-

treffend die D._____ AG reichte die Schuldnerin im Übrigen eine weitere Rech-

nung für "Extraaufwände Sonderwünsche ausserhalb Vertrag" vom 

15. September 2021 über Fr. 7'075.– ein, auf welcher ebenfalls handschriftlich 

vermerkt ist, dass es sich um einen Ausstand mit in Bälde zu erwartender Zah-

lung handle (act. 11/6). Diesbezüglich sind dieselben Vorbehalte anzubringen wie 

hinsichtlich des anderen Ausstandes der D._____ AG. Von den Schuldnern 

G._____ und H._____, I._____ und Pizza J._____ finden sich im Kontoauszug 

vom 9. Juli 2020 bis 15. Februar 2022 des erwähnten Kontokorrentkontos Akon-

tozahlungen (vgl. act. 4/10, ab S. 11), welche das Bestehen von Projekten und 

damit auch die behaupteten Ausstände grundsätzlich glaubhaft machen. Für die 

Schuld von K._____ sind hingegen keine weiteren Anhaltspunkte ersichtlich, so-

dass es bei einer blossen Parteibehauptung bleibt und dieser Betrag einstweilen 

ausser Acht zu lassen ist.  

 Weiter liegt ein unterzeichneter Vertrag vom 16. Februar 2022 mit der 

L._____ SA betreffend Renovation der M._____ Boutique für ein Honorar von 

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knapp Fr. 55'000.– bei den Akten. Die Schuldnerin ist zur Stellung einer ersten 

Akontorechnung über Fr. 15'000.– bei Arbeitsbeginn, welcher direkt nach der Un-

terzeichnung erfolgen soll, berechtigt (act. 4/5-6).  

 Sodann liegt ein Auftrag vom 24. August 2021 der N._____ AG für einen 

Werkstattumbau im Recht, dem gemäss eine Entschädigung von gesamthaft 

Fr. 13'200.– zu erwarten ist. Der Vertrag ist zwar nicht unterzeichnet, doch merkte 

die Schuldnerin handschriftlich an, das Projekt laufe und es seien Zahlungen ein-

gegangen (act. 11/8). Tatsächlich lassen sich dem Kontoauszug des Kontokor-

rentkontos ab dem 1. September 2021 Zahlungen entnehmen, welche sich bis 

zum 15. Februar 2022 auf insgesamt Fr. 11'511.85 belaufen (vgl. act. 4/10, ab 

S. 18). Entsprechend darf vom Bestehen des Auftrages ausgegangen werden. 

Die Schuldnerin fügte handschriftlich an, dass die Schlussrechnung noch zu er-

stellen sei. Gemäss Vertrag soll das Projekt im Januar 2021 [recte: 2022] abge-

schlossen werden (vgl. act. 11/8). Dass bald die Schlussrechnung erfolgen wird, 

ist damit glaubhaft. Diese dürfte sich auf knapp Fr. 1'700.– belaufen (Fr. 13'200.– 

- Fr. 11'511.85).  

 Schliesslich liegt eine Offerte an O._____ vom 10. Dezember 2021 für Arbei-

ten im Gesamtbetrag von Fr. 4'850.– vor, wobei Fr. 2'850.– bei Auftragsbestäti-

gung fällig würden und die restlichen Fr. 2'000.– bei Vollendung des Vorprojektes 

20 Arbeitstage nach Arbeitsbeginn. Die Schuldnerin schrieb von Hand, dass sie 

die erste Zahlung erhalten habe und die zweite pendent sei (act. 11/9). Ein Zah-

lungseingang von Fr. 2'850.– ist jedoch auf dem Kontokorrentkonto nicht ersicht-

lich (vgl. act. 4/10), weshalb im vorliegenden Kontext nicht vom Bestehen dieses 

Auftrages ausgegangen werden kann. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden kann 

die Anfrage von P._____ im Mail vom 18. Januar 2022. Die Schuldnerin geht hier 

zwar von einer "hochwahrscheinlichen" Zusage aus, doch ist abgesehen davon, 

dass dafür keine weiteren Anhaltspunkte bestehen, auch unklar, um was für ein 

Projekt mit welcher Entschädigung es sich handeln würde (vgl. act. 11/10). Das-

selbe gilt für von der Schuldnerin ohne nähere Angaben erwähnte Projekte, bei 

denen völlig unklar bleibt, worum es sich handelt und wie hoch die jeweiligen Ho-

norare wären (vgl. act. 2 S. 2 und 3).  

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 Zusammenfassend ist von Debitoren von total Fr. 40'200.– auszugehen 

(Fr. 7'925.– + Fr. 4'000.– + Fr. 3'500.– + Fr. 1'000.– + Fr. 7'075.– + Fr. 15'000.– + 

Fr. 1'700.–). Unter der Annahme, dass nicht alle Forderungen (vollumfänglich) 

einbringlich sein werden, ist ein Abzug von 10 % vorzunehmen. Entsprechend ist 

in nächster Zeit mit Eingängen von rund Fr. 36'000.– zu rechnen. Glaubhaft ist im 

Übrigen auch, dass die Schuldnerin laufende Projekte hat, was auch für die Zu-

kunft auf eine Geschäftstätigkeit schliessen lässt.  

4.5. Die Schuldnerin reichte sodann die Erfolgsrechnung des Jahres 2021 sowie 

eine provisorische Erfolgsrechnung von Januar bis Mai 2022 ein. Es handelt sich 

um rudimentäre Aufstellungen in Excell-Tabellen, welche von C._____ elektro-

nisch unterzeichnet sind (act. 11/2-3). Demzufolge soll die Schuldnerin im Jahr 

2021 Fr. 75'000.– eingenommen haben bei Ausgaben von Fr. 16'340.–, woraus 

ein Gewinn von Fr. 58'660.– resultierte (act.11/2). Für die ersten fünf Monate des 

Jahres 2022 rechnet die Schuldnerin mit Einnahmen von Fr. 73'200.– und Ausga-

ben von Fr. 9'340.–, mithin einem Gewinn von Fr. 63'860.– (act. 11/3). Im Ver-

gleich zum Vorjahr erscheinen diese Einnahmen als sehr hoch; allerdings ist zu 

berücksichtigen, dass die Schuldnerin mit dem Projekt der Renovation der 

M._____ Boutique, welches gemäss den provisorischen Zeitangaben in den frag-

lichen Monaten durchgeführt werden soll, Fr. 55'000.– verdienen sollte (vgl. 

act. 4/5-6) und sie zudem wie gezeigt noch weitere Einnahmen haben wird. An-

gesichts dessen erscheint die Zahl von Fr. 73'200.– nicht als unrealistisch. Die 

Ausgaben bewegen sich jedenfalls in ähnlichem Rahmen bzw. sind in den be-

rücksichtigten Monaten des Jahres 2022 monatlich rund Fr. 500.– höher als im 

Jahr 2021, was bei mehr Arbeit durchaus einleuchtet. Wird der Kontoauszug des 

Kontokorrentkontos betrachtet, so ist ersichtlich, dass in den knapp 20 Monaten 

seit der Gründung der AG Honorareinzahlungen von rund Fr. 120'000.– erfolgten 

(ohne Berücksichtigung der Einzahlungen von C._____ und der Härtefallentschä-

digungen), mithin durchschnittlich etwa Fr. 6'000.– monatlich (vgl. act. 4/10). 

Demnach sind die Einnahmen für das Jahr 2021 gemäss der "Erfolgsrechnung" 

jedenfalls nicht abwegig. Die Gewinne scheint sich C._____ ferner jeweils im Ver-

lauf des Jahres auszuzahlen, sodass der Schuldnerin davon nichts verbleibt (vgl. 

act. 4/10); er scheint davon seine Lebenshaltungskosten zu decken. Im Übrigen 

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reichte die Schuldnerin auch die – im selben Stil wie diejenigen der Jahre 2021 

und 2022 gehaltenen – Erfolgsrechnungen der Jahre 2018 und 2019 ein (vgl. 

act. 11/4-5). Da sich diese auf die Zeit vor der Gründung der Schuldnerin bezie-

hen, sind sie im vorliegenden Kontext nicht direkt relevant. Immerhin vermitteln 

sie den Eindruck, dass C._____ seine zuvor als Einzelunternehmung ausgeübte 

Geschäftstätigkeit mit der Gründung der Schuldnerin auf diese übertragen hat, 

wobei die Pandemie zu einem Einbruch geführt zu haben scheint (vgl. act. 11/4-5; 

Honorareinnahmen von rund Fr. 176'000.– und Ausgaben von Fr. 120'000.– im 

Jahr 2019). Es darf angenommen werden, dass dies zusammen mit Schwierigkei-

ten im administrativen Bereich der Schuldnerin zu den Betreibungen und finanzi-

ellen Engpässen der Schuldnerin geführt hat. 

4.6. Nach dem Gesagten kann bei grosszügiger Betrachtung trotz knapper An-

gaben davon ausgegangen werden, die Schuldnerin vermöge in den kommenden 

Monaten ihre laufenden Ausgaben zu decken und sogar einen monatlichen Ge-

winn von über Fr. 10'000.– zu erwirtschaften. Damit sollte es ihr auch ohne Weite-

res möglich sein, die sieben Raten à Fr. 469.95 an die E._____ AG und die For-

derung der SVA Kanton Zürich von noch Fr. 9'637.10 in absehbarer Zeit zu be-

zahlen. Dasselbe würde für allfällige weitere, im vorliegenden Verfahren nicht be-

kannte Kreditoren gelten, zumal angesichts der Höhe der schuldnerischen Aus-

gaben nicht davon auszugehen ist, dass Kreditoren in grosser Höhe ausstehen. 

Insofern bestehen durchaus Aussichten auf eine Besserung der Situation der 

Schuldnerin, selbst wenn über die Gründe für die finanziellen Schwierigkeiten in 

der Vergangenheit nur Mutmassungen angestellt werden können. Negativ er-

scheint zwar, dass auch Kleinstbeträge über wenige hundert Franken betrieben 

werden mussten und die Schuldnerin über die dringendst zu bezahlende Forde-

rung der E._____ AG eine Ratenzahlungsvereinbarung schliessen musste. Ande-

rerseits erhob die Schuldnerin nicht systematisch Rechtsvorschlag und erscheint 

bemüht, ihre Ausstände zu regeln und ihre Gläubiger zu befriedigen. Ihre Zah-

lungsschwierigkeiten scheinen, da davon ausgegangen werden kann, dass sie in 

Kürze alle betriebenen Schulden, die überdies keine grosse Höhe erreichen, wird 

abtragen und in absehbarer Zukunft ihre Verbindlichkeiten wird decken können, 

vorübergehender Natur zu sein. Es entsteht anhand der Ausführungen der 

- 10 - 

Schuldnerin und den eingereichten Unterlagen eher der Eindruck einer unzu-

reichend Buchführung und vernachlässigten Administration als einer dauerhaften 

Illiquidität. Die Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin ist damit einstweilen wahr-

scheinlicher als die Zahlungsunfähigkeit. Entsprechend ist die Beschwerde gutzu-

heissen. 

4.7. Es ist jedoch nicht zu verhehlen, dass es sich um einen Grenzfall handelt. 

Insbesondere fällt auch auf, dass die Schuldnerin immer wieder Beträge an 

C._____ ausbezahlt und auch von diesem überwiesen erhält. Ebenso gehen aus 

dem Auszug des Kontokorrentkontos diverse Ausgaben zu privaten Zwecken her-

vor (vgl. act. 4/10). Es entsteht der Eindruck, dass die Finanzen der Schuldnerin 

und diejenigen von C._____ nicht getrennt werden. Dies geht nicht an. Bei der 

Schuldnerin handelt es sich um eine AG und damit um eine juristische Person, die 

von der natürlichen Person C._____ abzugrenzen ist. Als AG hat die Schuldnerin 

die für sie geltenden Vorschriften nach Art. 620 ff. OR zu befolgen, ebenso wie 

die ihrem Umsatz entsprechenden Buchhaltungsvorschriften nach Art. 957 ff. OR. 

Eine Vermischung von privaten Angelegenheiten ihres Mitgliedes des Verwal-

tungsrates C._____ mit Belangen der Schuldnerin erschwert nicht nur die Prüfung 

der Liquidität, sondern weckt auch Zweifel an der Seriosität und Professionalität 

der Schuldnerin. Die Schuldnerin ist darauf hinzuweisen, dass sie ihre Tätigkeiten 

und vor allem ihre Buchhaltung von derjenigen C._____s zu trennen hat. C._____ 

hat es im Übrigen zu unterlassen, das Kontokorrentkonto der Schuldnerin als sein 

Privatkonto zu benutzen. Im Fall einer neuerlichen Konkurseröffnung wären an 

das Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit jedenfalls höhere Anforderungen zu 

stellen. 

5. Die Kosten des Konkurseröffnungs- und des Beschwerdeverfahrens wurden 

durch die Zahlungssäumnis der Schuldnerin verursacht und sind daher ihr aufzu-

erlegen, obwohl der Konkurs letztlich aufgehoben werden kann. Parteientschädi-

gungen sind mangels Umtrieben der Gläubigerin im vorliegenden Verfahren nicht 

zuzusprechen. 

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Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Kon-

kursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 1. Februar 2022 aufgehoben. 

Das Konkursbegehren wird abgewiesen.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidge-

bühr von Fr. 400.– wird bestätigt und der Schuldnerin auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den für die Forderung hinterlegten 

Betrag von Fr. 1'081.15 der Gläubigerin auszubezahlen. 

5. Das Konkursamt Enge-Zürich wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahl-

ten Totalbetrag von Fr. 2'400.– (Fr. 1'000.– Zahlung der Schuldnerin sowie 

Fr. 1'400.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten 

Vorschusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der Schuldnerin einen nach 

Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen. 

  

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6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage einer 

Kopie von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich 

(unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt En-

ge-Zürich, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des 

Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Zürich 2, je gegen Empfangs-

schein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw C. Funck 
 
versandt am: 
21. März 2022 
 
 
 

	Urteil vom 18. März 2022
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 1. Februar 2022 aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 400.– wird bestäti...
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den für die Forderung hinterlegten Betrag von Fr. 1'081.15 der Gläubigerin auszubezahlen.
	5. Das Konkursamt Enge-Zürich wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 2'400.– (Fr. 1'000.– Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'400.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Vorschusses) der Gläubigerin Fr....
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage einer Kopie von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Enge-Zürich, ferner mit bes...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...