# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a9a8615-9ca8-554d-ab34-06f71adfa1ec
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.11.2009 C-3637/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3637-2009_2009-11-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3637/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Alberto Meuli (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiber Jean-Marc Wichser.

X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3637/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA mit Verfügung vom 
17. April 2009 (vgl. act. 65 IVSTA) das Leistungsbegehren der am NN. 
geborenen,  in  Spanien  wohnhaften  Schweizer  Bürgerin  X._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  abgewiesen  hat  im  Wesentlichen 
mit der Begründung, dass aus den Akten hervorgehe, dass:

- bei ihr keine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit wäh-
rend  eines  Jahres  vorliege  und  ihr  trotz  des  Gesundheitsschadens 
eine Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich noch immer in renten-
ausschliessender Weise zumutbar sei,

- das im Vorbescheidverfahren eingereichte Arztzeugnis die bekannten 
Gesundheitsbeeinträchtigungen bestätigen und keine neuen Elemente 
enthalten würde und

- die Tatsache, dass die Sozialversicherung ihres Wohnsitzlandes eine 
bleibende vollständige Invalidität  zuerkannt  habe,  für  die schweizeri-
sche Invalidenversicherung nicht bindend sei,

dass die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung der IVSTA vom 17. 
April 2009 Beschwerde erhob und sinngemäss die Aufhebung der  an-
gefochtenen Verfügung beantragte, dies im Wesentlichen mit der Be-
gründung, dass auf sie zu Unrecht der Hausfrauenschlüssel angewen-
det  worden  sei  und  dass  sie  durch  den  schleichenden  Verlust  ihrer 
Sehkraft und weitere Leiden wie Nieren- und Darmbeschwerden, blo-
ckierten  Mittelfinger,  tumorale  Hautflecken  und  eine  schwere  De-
pression daran gehindert  sei,  einer Arbeit  nachzugehen, was sie mit 
der  gleichzeitigen  Einreichung  weiterer  medizinischer  Unterlagen 
nachweisen wolle (act. 1),

dass die Vorinstanz hierauf mit Vernehmlassung vom 12. Oktober 2009 
beantragte, die Beschwerde sei dahingehend gutzuheissen, dass die 
angefochtene Verfügung aufzuheben sei und die Sache im Sinne der 
Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes vom 6. Oktober 2009, wonach 
die Versicherte in der Schweiz ophthalmologisch zu untersuchen sei, 
an  die  Verwaltung  zurückzuweisen  sei  (act.  7  in  Verb.  mit  act.  72 
IVSTA),

Seite 2

C-3637/2009

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung  (IVG,  SR 831.20)  Beschwerden gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und 
vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig ist, 

dass die Beschwerdeführerin  beschwerdelegitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 
VwVG; vgl.  auch  Art.  59  des  Bundesgesetzes  vom 6. Oktober  2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 
830.1]),  und dass die Beschwerde im Übrigen frist-  und formgerecht 
eingereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 
und Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG),

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Am-
tes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen 
hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG),

dass  nach  Auffassung  der  Vorinstanz,  der  sich  das  Bundesverwal-
tungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die angefochtene Ver-
fügung  vom 17. April  2009  auf  einer  mangelhaften  Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass  die  Beschwerde demnach  gutzuheissen  und  die  Sache  an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist  (Art. 61 Abs. 1 VwVG), verbunden mit 
der  Anweisung,  insbesondere  die  erforderliche  ophthalmologische 
Untersuchung  der  Versicherten  in  der  Schweiz  sowie  einen  Ein-
kommensvergleich  durchzuführen  und  ihr  –  sollten  die  Voraus-
setzungen  erfüllt  sein  -  gegebenenfalls  eine  Invalidenrente  zuzu-
sprechen,

Seite 3

C-3637/2009

dass  weder  die  obsiegende  Beschwerdeführerin  noch  die  unter-
liegende Vorinstanz Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 und 
2 VwVG),

dass  der  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführerin  keine 
Parteientschädigung zuzusprechen ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 17. 
April 2009 aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

3.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  keine  Parteient-
schädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 756.8297.4416.90)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Alberto Meuli Jean-Marc Wichser

Seite 4

C-3637/2009

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen 
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Seite 5