# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** caf6491c-bbfc-56bb-a340-8246964569af
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.06.2016 UV 2014/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-27_2016-06-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.06.2016

Entscheiddatum: 09.06.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 09.06.2016
Art. 6 Abs. 1 UVG. Beweiswürdigung Gerichtsgutachten (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Juni 2016, UV 
2014/27).Teilweise aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_477/2016.Entscheid vom 9. Juni 2016

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Della Batliner

Geschäftsnr.

UV 2014/27

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Bilgeri, Advokaturbüro Dähler & 

Lippuner, Poststrasse 12, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Gutachten

Sachverhalt

A.      

A.a      Mit Verfügung vom 23. April 2012 (Suva-act. 113) sprach die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) A.___ (nachfolgend: Beschwerdeführer) - gestützt auf das 

leidensadaptierte Leistungsprofil von PD Dr. med. B.___, Teamleiter Stv. Orthopädie 

der Universitätsklinik Balgrist, Zürich, wonach dieser bei Vermeidung anhaltender 

repetierender Tätigkeiten in Pro-/Supination unter Kraftanwendung dazu befähigt sei, 

eine leichte, intermittierend mittelschwere Tätigkeit ganztägig auszuüben und auch 

feinmotorische Arbeiten ohne Probleme ausgeübt werden könnten (Suva-act. 99 S. 17, 

78 S. 246) - ab 1. April 2011 eine Invalidenrente von Fr. 1‘303.35, gründend auf einem 

Erwerbsunfähigkeitsgrad von 24%, sowie eine Integritätsentschädigung von 

Fr. 5‘340.--, gründend auf einer Integritätseinbusse von 5%, zu. Die vom damaligen 

Rechtsvertreter beantragte polydisziplinäre Begutachtung erscheine nicht notwendig.

A.b     Die dagegen erhobene Einsprache vom 24. Mai 2012 (Suva-act. 116) wies die 

Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 21. Juni 2012 (Suva-act. 126) ab.

A.c      Daraufhin liess der Beschwerdeführer am 22. August 2012 beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde erheben (Suva-act. 128). Mit 

Entscheid vom 14. Juni 2013 (UV 2012/64) hiess das Versicherungsgericht die 

Beschwerde dahingehend gut, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zu 

29% mit Wirkung ab 1. April 2011 zugesprochen und die Sache zur Rentenfestsetzung 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wurde. Im Übrigen wurde die Beschwerde 

abgewiesen.

A.d     Das gegen diesen Entscheid von beiden Parteien ergriffene Rechtsmittel der 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beurteilte das Bundesgericht mit 

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Urteil vom 10. Februar 2014 (8C_492/2013, 8C_599/2013). Darin erwog es, die 

(vereinigten) Beschwerden seien im Sinne der Erwägungen teilweise gutzuheissen und 

der Entscheid des Versicherungsgerichts vom 14. Juni 2013 aufzuheben. Die Sache 

werde zur Einholung eines medizinischen Gutachtens und zu neuem Entscheid an das 

Versicherungsgericht zurückgewiesen und die Beschwerden im Übrigen abgewiesen.

B.       

B.a      Am 13. Mai 2015 erteilte das Versicherungsgericht der Medas Zentralschweiz 

den Auftrag zur polydisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers (act. G22). Im 

Gutachten vom 29. Januar 2016 (act. G25) wurde festgehalten, die ulnocarpalen 

Beschwerden des Beschwerdeführers seien zum Teil auf die unfallbedingte TFCC-

Läsion zurückzuführen. Die radiocarpalen und radioulnaren arthrotischen 

Veränderungen seien nicht unfallkausal. Es sei anzunehmen, dass mit Rentenbeginn 

am 1. April 2011 der medizinische Endzustand in Bezug auf die Unfallfolgen erreicht 

gewesen sei. Die angestammte Tätigkeit als CNC-Fräser bzw. Polymechaniker komme 

wegen der stereotyp-repetitiven Belastung des linken Handgelenks nicht mehr in 

Frage. Eine leidensangepasste Tätigkeit werde sowohl durch den Handchirurgen PD 

Dr. B.___ wie auch den Hausarzt Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, für 

zumutbar erachtet. Auch aus gutachterlich-medizinischer Sicht seien Beobachtungs- 

und Überwachungsfunktionen ebenso wie feinmotorische leichte Tätigkeiten zumutbar. 

Repetitive schwere Arbeiten seien zu vermeiden. Auch müsse eine Kälteexposition auf 

Grund der doch vorhandenen Dysästhesien im Ulnarisbereich vermieden werden. Eine 

leidensadaptierte Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer im Vollpensum zumutbar. In 

Anlehnung an Tabelle 5 werde die Integritätseinbusse auf 10% geschätzt.

B.b     Die Beschwerdegegnerin hielt am 12. Februar 2016 zum Gerichtsgutachten fest, 

aus der Expertise der Medas ergebe sich schlüssig, überzeugend und damit 

beweisbildend, dass lediglich die TFCC-Läsion am linken Handgelenk als unfallkausal 

zu qualifizieren sei. Es bestehe keinerlei Anlass, den von ihr festgelegten 

Invaliditätsgrad von 24% zu erhöhen. In Bezug auf die Bemessung des 

Integritätsschadens sei das Medas-Gutachten nicht beweisbildend, da jegliche 

Begründung fehle (act. G27).

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B.c      Die den Beschwerdeführer neu vertretende Rechtsanwältin lic. iur. Debora 

Bilgeri, St. Gallen, hat die Frist für eine Stellungnahme unbenutzt verstreichen lassen 

(act. G26 und G28).

Erwägungen

1.       

1.1      Vorliegend sind die Höhe der Invalidenrente und der Integritätsentschädigung 

streitig.

1.2      Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung hat die versicherte Person, wenn sie durch 

einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet (Art. 24 UVG). Eine Leistungspflicht der 

Unfallversicherung besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra 

Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht bisweilen auf 

Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den 

von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 177, 123 III 

111 E. 2).

1.3      Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne zwingende Gründe von 

den Einschätzungen des medizinischen Experten ab. Ein Grund zum Abweichen kann 

vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht 

eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen 

gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche 

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Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, 

die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die 

Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 

Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen 

zieht (BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.6; BGE 125 V 351 E. 3a und 3b/aa mit Hinweis; Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N55 zu Art. 43).

2.        

2.1      Grundstein für die Beurteilung der Höhe der Invalidenrente und der 

Integritätsentschädigung bildet die Beantwortung der Frage, ob das vom 

Versicherungsgericht eingeholte Gutachten der Medas Zentralschweiz vom 29. Januar 

2016 (act. G25) und die entsprechenden Teilgutachten einer Prüfung auf Schlüssigkeit 

und Beweistauglichkeit standhalten. Der Beschwerdeführer bringt keine Einwendungen 

gegen das Medas-Gutachten vor (vgl. act. G26 und G28). Die Beschwerdegegnerin 

erklärt sich einzig mit der Bemessung des Integritätsschadens nicht einverstanden mit 

der Begründung, die Gutachter hätten nicht offengelegt, welcher Gesundheitsschaden 

dabei konkret berücksichtigt worden sei und auch in Bezug auf die Quantifizierung 

fehle jegliche Begründung und eine Auseinandersetzung mit den kreisärztlichen 

Erörterungen zum Integritätsschaden vom 13. Januar 2012 (Suva-act. 90).

2.2      Der handchirurgische Gutachter Dr. med. D.___, FMH Chirurgie speziell 

Handchirurgie, Klinik E.___, bezifferte die Integritätseinbusse gemäss Tabelle 5 auf 

10%. Zwar erörterte er seine Schätzung nicht weiter und setzte sich mit der erwähnten 

kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens durch Dr. med. F.___, Facharzt für 

Chirurgie FMH, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, nicht auseinander. Doch bezog 

sich die Frage nach dem Integritätsschaden explizit nur auf die bleibenden 

Unfallfolgen, welche von Dr. D.___ bereits davor gesondert aufgeführt worden waren 

(Frage 3 zum Kausalzusammenhang, wobei Dr. D.___ einzig die unfallbedingte TFCC-

Läsion nannte; act. G25, Handchirurgisches Teilgutachten vom 4. Januar 2016). Daher 

stösst der diesbezügliche Vorwurf der Beschwerdegegnerin ins Leere. In Bezug auf die 

Quantifizierung des Integritätsschadens ist einerseits zu berücksichtigen, dass 

Dr. F.___ im Vergleich zu Dr. D.___ in der Subspezialität Handchirurgie nicht gleich 

bewandert ist. Andererseits wird die von Dr. F.___ in seiner Beurteilung vom 13. Januar 

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2012 bereits angetönte, aber weder zeitlich noch quantitativ konkretisierte weitere 

Verschlimmerung für Dr. D.___ nach fast vier Jahren besser voraussehbar gewesen 

sein (vgl. dazu Art. 36 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; 

SR 832.202] und die Ausführungen im Urteil vom 14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 5.3) 

und dieser Umstand in seiner Beurteilung der Höhe der Integritätseinbusse 

Niederschlag gefunden haben. Einer Revision aufgrund einer zu einem späteren 

Zeitpunkt zutage tretenden Verschlimmerung wäre - entgegen der Zusicherung von 

Dr. F.___ - wohl kaum Erfolg beschieden gewesen, da sie im vorliegenden Umfang von 

5% die in Art. 36 Abs. 4 UVV geforderte grosse Tragweite mutmasslich nicht erreicht 

hätte. Jedenfalls vermittelt die - wenn auch knapp begründete - Bezifferung des 

Integritätsschadens von Dr. D.___ keinen Anschein auf Willkür und es sind keine 

zwingenden Gründe ersichtlich, die ein Abweichen von der Schätzung des 

handchirurgischen Experten rechtfertigen. Auf das Gutachten kann im gerügten Punkt 

abgestellt werden.

2.3      Zu prüfen ist weiter, ob das Gerichtsgutachten auch mit Blick auf die 

bundesgerichtlichen Vorgaben im Urteil vom 10. Februar 2014 (8C_492/2013, 

8C_599/2013) schlüssig ist, insbesondere die vom Bundesgericht gestellten 

Anforderungen an die einzuholende medizinische Beurteilung erfüllt.

2.3.1  Das Bundesgericht rügte zunächst, die Beschwerdegegnerin und das 

Versicherungsgericht hätten keine medizinische Beurteilung zur Frage der 

Unfallkausalität der Hals-, Nacken- und Rückenbeschwerden eingeholt und damit 

gegen den Untersuchungsgrundsatz verstossen. Dies sei nachzuholen. Im 

Gerichtsgutachten (act. G25 S. 31) wurden die Pisotriquetralarthrose, sowie die 

Radiocarpal- und die Radioulnararthrose als unfallfremd angesehen, obwohl sie 

ebenfalls Einfluss auf den heutigen Gesundheitszustand mit entsprechenden 

Beschwerden im Handgelenk links hätten. Unfallfremd seien zudem mit Sicherheit die 

degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (Diskushernie C5/6, 

Foraminalstenosen C4-C7, aktuell ohne Hinweise auf eine radikuläre Kompression), die 

unspezifischen lumbalen Rückenschmerzen, das metabolische Syndrom, die 

hypertonen Blutdruckwerte und der Zustand nach arthroskopischer Meniscektomie am 

rechten Knie. Damit fallen unfallbedingte Fehl- oder Überbelastungen ausser Betracht.

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2.3.2  Das Gerichtsgutachten vom 29. Januar 2016 (act. G25) löst die im 

bundesgerichtlichen Urteil vom 10. Februar 2014 (8C_492/2013, 8C_599/2013, E. 5.2) 

geäusserten Bedenken, PD Dr. B.___ habe möglicherweise auch bei Vollzeitarbeit keine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit als gegeben angesehen, da er eine volle Leistung bei 

Teilzeitarbeit nicht als empfehlenswert ansah, auf. Die Gerichtsgutachter sehen die 

Zumutbarkeit einer 100%-igen leidensadaptierten Tätigkeit ohne Leistungseinbussen 

als gegeben an.

2.3.3  Die - vom Bundesgericht im oben genannten Urteil (E. 5.4) als zusätzliches, den 

Entscheid vom 14. Juni 2013 des Versicherungsgerichts in Frage stellendes Element 

betrachtete - Aktenstellungnahme von Dr. med. G.___, Facharzt für orthopädische 

Chirurgie FMH, beratender Traumatologe, AXA Winterthur, vom 23. November 2011 

(Suva-act. 85-2ff./6) fand Eingang in das Gerichtsgutachten (act. G25 S. 13) und wurde 

bei der Beurteilung des mutmasslichen Beginns und Verlaufs einer herabgesetzten 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit diskutiert (act. G25 S. 33). Indessen fällt 

ins Gewicht, dass in Übereinstimmung mit den bundesgerichtlichen Erwägungen allein 

gestützt auf die Angaben von Dr. G.___ keine Leistungszusprache erfolgen konnte. 

Dr. G.___ bezeichnete eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit generell als schwierig. Er 

setzte die Arbeitsunfähigkeit in einer manuellen Tätigkeit aufgrund der Diagnose der 

Arthrose und Schmerzen im Handgelenk links bei mindestens 50% an und erachtete 

eine kombinierte Untersuchung zusammen mit einem Neurochirurgen bzw. Orthopäden 

und Handchirurgen als sinnvoll. Im Gerichtsgutachten wurde die Aktenstellungnahme 

von Dr. G.___ ausreichend behandelt, so dass sich Weiterungen erübrigen.

2.4      Die Würdigung des Gerichtsgutachtens ergibt insgesamt, dass dieses auf 

eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange 

umfassend ist. Die Medas-Gutachter haben die medizinischen Vorakten verwertet und 

die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden berücksichtigt und gewürdigt. Die 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung leuchtet in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Des Weiteren 

bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht 

berücksichtigt worden wären. Gestützt auf das Gutachten der Medas Zentralschweiz 

vom 29. Januar 2016 ist deshalb davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer in 

einer leidensadaptierten Tätigkeit mit Beobachtungs- und Überwachungsfunktionen 

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und ebenso für feinmotorische leichte Tätigkeiten ohne repetitive schwere Arbeiten 

oder Kälteexpositionen seit 25. Februar 2011 (Berichterstattung von PD Dr. B.___, 

Suva-act. 99 S. 17) eine vollständige Arbeitsfähigkeit besteht.

3.        

3.1      Zu beurteilen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der bescheinigten 

Arbeitsunfähigkeit.

3.2      Vorliegend werden von den Parteien keine Gesichtspunkte vorgebracht, die ein 

Abweichen von dem im Entscheid vom 14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 4.1, festgelegten 

Valideneinkommen von Fr. 77'800.-- im Jahr 2011 nahe legen.

3.3      Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist - wie bereits im Entscheid 

vom 14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 4.3 - vom LSE-Hilfsarbeiterlohn 2010 von 

Fr. 4'901.-- bzw. von einem Jahreseinkommen von Fr. 58'812.-- (Fr. 4'901.-- x 12) 

auszugehen. Nach Aufrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 2011 

von 41.7 Stunden (Fr. 58'812.-- / 40 x 41.7; im Entscheid vom 14. Juni 2013 wurde 

irrtümlicherweise von einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6 

Stunden ausgegangen) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 2011 

(1.0%) ergibt sich ein Jahreslohn von Fr. 61'924.60.

3.4      Hinsichtlich des Tabellenlohnabzugs ist auf die Ausführungen im Entscheid vom 

14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 4.4, zu verweisen. Die darin dargelegten Gründe für die 

Gewährung eines Abzugs in Höhe von 10% haben auch mit Blick auf das von der 

Beschwerdegegnerin mit Beschwerde vom 2. Juli 2013 ans Bundesgericht ins Feld 

geführte Urteil des Bundesgerichts vom 18. Oktober 2012, 8C_657/2012, E. 5, 

weiterhin Gültigkeit. Die Ausgangslage in jenem Urteil ist nicht mit derjenigen des 

Beschwerdeführers vergleichbar, handelte es sich doch dort um einen zum Zeitpunkt 

des Verfügungserlasses 54 Jahre alten Versicherten, wobei Art und Dauer seiner 

Erwerbstätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber nicht bekannt sind. Im Gegensatz dazu 

bestehen im Fall des Beschwerdeführers Anhaltspunkte dafür, dass ihm sein 

Lebensalter (60 Jahre) und sein Dienstalter als Polymechaniker (17 Jahre bei der H.___ 

AG) bei der Stellensuche beschränken und ihm somit bei der Verwertung seiner 

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Restarbeitsfähigkeit zum Nachteil gereichen. Diesen Umständen ist nach wie vor mit 

einem Tabellenlohnabzug von 10%

Rechnung zu tragen.

3.5      Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 77'800.-- und des 

Invalideneinkommens von Fr. 55'732.15 (61'924.60/10%) ergibt einen Invaliditätsgrad 

von 28.36%.

4.        

Gestützt auf die Bezifferung des Integritätsschadens von Dr. D.___ auf 10% (vgl. E. 2.2) 

resultiert eine Integritätsentschädigung von Fr. 10'680.--.

5.        

5.1      Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise gutzuheissen, 

dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. April 2011 eine Invalidenrente auf 

Grund eines Invaliditätsgrads von 28% und eine Integritätsentschädigung von 

Fr. 10'680.-- bei einer Integritätseinbusse von 10% zuzusprechen ist. Zur 

Rentenfestsetzung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im 

Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2      Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG; SR 830.1)

5.3      In Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 27. Juni 2013, 8C_71/2013, E. 2.2.3) hat die Beschwerdegegnerin 

die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 10'562.80 (samt nachträglich 

eingegangener Rechnung Klinik E.___, von Fr. 125.75) zu tragen.

5.4      Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

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Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im Verfahren UV 2012/64 war bei 

geringgradigem Obsiegen im Rentenpunkt und Abweisung bezüglich Erhöhung der 

Integritätsentschädigung eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen worden. Mit Blick auf den 

durch das Gerichtsgutachten entstandenen Mehraufwand und der gestützt darauf 

zugesprochenen höheren Integritätsentschädigung erscheint eine Parteientschädigung 

von Fr. 5'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) für die Verfahren 

UV 2012/64 und UV 2014/27 angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 21. Juni 2012 

dahingehend gutgeheissen, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zu 28% 

mit Wirkung ab 1. April 2011 sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 10'680.--, 

basierend auf einer Integritätseinbusse von 10%, zugesprochen und die Sache zur 

Rentenfestsetzung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird 

die Beschwerde abgewiesen.

2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.     

Die Beschwerdegegnerin hat die für das Gerichtsgutachten angefallenen Kosten von 

Fr. 10'562.80 zu bezahlen.

4.     

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 5'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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