# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e03728d9-0226-5ae1-819a-88270fe02738
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.07.2021 RT210123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT210123_2021-07-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT210123-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende,  

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hochuli 

Urteil vom 15. Juli 2021 

 

in Sachen 

 

A._____ Pensionskasse,  
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 28. Juni 2021 (EB210242-K) 
 

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Erwägungen: 

1.1. Mit Urteil vom 28. Juni 2021 wies die Vorinstanz das Rechtsöffnungsgesuch 

der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin) vom 21. Juni 

2021 in der gegen die Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin (fortan Ge-

suchsgegnerin) angehobenen Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Win-

terthur-Wülflingen (Zahlungsbefehl vom 27. April 2021) ab (Urk. 4 S. 4 = Urk. 7 

S. 4). 

1.2. Hiergegen erhob die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 7. Juli 2021 rechtzei-

tig (vgl. Urk. 5 S. 1) Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag auf Erteilung der 

provisorischen Rechtsöffnung (Urk. 6). 

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-5). Da sich die Be-

schwerde – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – sogleich als offensichtlich 

unbegründet erweist, erübrigt sich das Einholen einer Beschwerdeantwort 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Die beschwerdeführende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Män-

geln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht 

beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz grundsätzlich nicht geprüft 

zu werden.  

2.2. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel (No-

ven) sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Was 

im erstinstanzlichen Verfahren nicht behauptet, bestritten oder eingereicht wurde, 

kann im Beschwerdeverfahren nicht mehr nachgeholt werden. Es herrscht grund-

sätzlich ein umfassendes Novenverbot sowohl für echte als auch unechte Noven 

(BGer 5A_872/2012 vom 22. Februar 2013, E. 3; BGer 5A_405/2011 vom 

27. September 2011, E. 4.5.3 m.w.H.; vgl. aber immerhin auch BGE 139 III 466 

E. 3.4 und BGer 4A_51/2015 vom 20. April 2015, E. 4.5.1; zum Ganzen ferner ZK 

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ZPO-Freiburghaus/Afheldt, Art. 326 N 4 f.; Steininger, DIKE-Komm-ZPO, Art. 326 

N 1 ff.). 

3. Die Vorinstanz erwog, ein zustande gekommener Versicherungsvertrag stel-

le grundsätzlich eine Schuldanerkennung für die fälligen Prämien dar, wobei nach 

dem Grundsatz, wonach die Versicherungssumme zum Zeitpunkt der Unterzeich-

nung der Schuldanerkennung bestimmbar sein müsse, für den Fall, dass die 

Prämien nicht im Vertrag genannt seien, nur dann Rechtsöffnung erteilt werden 

könne, wenn der Versicherer nachweise, dass sich die Prämie aufgrund der dem 

Versicherungsnehmer zugestellten oder öffentlich bekanntgemachten Unterlagen, 

auf welche im Vertrag verwiesen werde, leicht bestimmen lasse. Basiere die zu 

bezahlende Prämienrechnung auf noch zu deklarierenden Lohnsummen, so kön-

ne Rechtsöffnung erteilt werden, wenn die Höhe des Lohnes nachträglich unter-

schriftlich anerkannt worden sei (mit Verweis auf BSK SchKG I-Staehelin, Art. 82 

SchKG N 143 f.). Zum zwischen einem Arbeitgeber und einer Vorsorgeeinrichtung 

der 2. Säule geschlossenen Anschlussvertrag habe das Bundesgericht in diesem 

Sinne festgehalten, dass der unterzeichnete Anschlussvertrag zusammen mit den 

unterzeichneten Lohnlisten die Anforderungen an einen provisorischen Rechtsöff-

nungstitel erfülle, wenn die Beiträge aus den weiteren mitanerkannten Urkunden 

leicht bestimmbar seien (mit Verweis auf BGE 114 III 71 E. 2). Vorliegend stütze 

die Gesuchstellerin ihr Begehren im Wesentlichen auf eine zwischen ihr und der 

Gesuchsgegnerin abgeschlossene Anschlussvereinbarung vom 31. Januar 2018 

und beantrage gestützt darauf Rechtsöffnung für Fr. 38'175.85 BVG-Beiträge des 

Jahres 2019 sowie Fr. 450.– Mahngebühren (Urk. 1). Aus der genannten An-

schlussvereinbarung gingen jedoch weder die von der Gesuchsgegnerin geschul-

deten Beitragszahlungen noch die Mahngebühren konkret hervor (Urk. 2/1). So-

dann seien seitens der Gesuchstellerin auch keine von der Gesuchsgegnerin un-

terzeichneten Lohnlisten eingereicht worden, womit die Anforderungen an einen 

provisorischen Rechtsöffnungstitel nicht erfüllt seien. Nichts zu ihren Gunsten ab-

leiten könne die Gesuchstellerin schliesslich aus den von ihr als Schuldanerken-

nung betitelten E-Mail-Korrespondenzen, zumal diese nicht von der Gesuchsgeg-

nerin unterschrieben seien und damit auch keine provisorischen Rechtsöffnungsti-

tel im Sinne von Art. 82 SchKG darstellten (Urk. 2/4 und Urk. 2/5). Im Ergebnis sei 

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das Rechtsöffnungsgesuch mangels eines provisorischen Rechtsöffnungstitels 

abzuweisen (Urk. 7 S. 3 f.). 

4.1. Die Gesuchstellerin rügt, es treffe zwar zu, dass für das Jahr 2019 keine un-

terzeichnete Lohnliste vorliege. Es bestünden jedoch unterzeichnete Lohnmel-

dungen im Sinne von Eintrittsmeldungen, welche zum Teil über ihr Onlineportal 

eingegangen seien und daher keine Unterschriften enthielten (mit Verweis auf 

Urk. 9/1). Betreffend das Jahr 2019 habe ihr der Treuhänder der Gesuchsgegne-

rin mitgeteilt, dass sich die Lohnsummen nicht verändert hätten und die Löhne 

gemäss Eintrittsmeldung übernommen werden könnten (mit Verweis auf Urk. 9/2). 

Die Höhe der Beiträge lasse sich einfach bestimmen, denn die einzelnen Bei-

tragssätze seien in der Beschreibung des Vorsorgeplans detailliert aufgeführt (mit 

Verweis auf Urk. 9/3). Dieses Dokument sei integraler Bestandteil des Vorsorge-

reglements und den versicherten Personen bei Eintritt zusammen mit dem Vor-

sorgeausweis ausgehändigt worden (Urk. 6 S. 1). 

 Die Gesuchstellerin stützt ihre Rüge gänzlich auf Tatsachenbehauptungen 

und Beweismittel (vgl. Urk. 9/1-3), welche sie im vorinstanzlichen Verfahren noch 

nicht vorgebracht hatte (vgl. Urk. 1 und Urk. 2/1-6). Diese können aufgrund des 

umfassenden Novenverbots im Beschwerdeverfahren (vgl. oben Ziff. 2.2) vorlie-

gend nicht berücksichtigt werden, weshalb sich die Beschwerde in diesem Punkt 

als offensichtlich unbegründet erweist. 

4.2. Die Gesuchstellerin beanstandet weiter, soweit die Vorinstanz bemängle, 

dass die Zusicherungen der Gesuchsgegnerin betreffend Begleichung ihrer Aus-

stände (vgl. Urk. 2/4 und Urk. 2/5) keine Unterschriften enthielten, sei darauf hin-

zuweisen, dass man auf ausdrücklichen Wunsch der Gesuchsgegnerin per E-Mail 

kommuniziert habe, was im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung auch 

Usanz sei. Auf jeder E-Mail sei der Absender der Nachricht ersichtlich, zudem sei 

jede Nachricht vom Geschäftsführer und Alleinaktionär der Gesuchsgegnerin – 

wenn auch nicht handschriftlich – signiert worden. Nie sei bestritten worden, dass 

noch Ausstände bestünden. Schliesslich sei die Höhe der Mahngebühren im Ver-

waltungskostenreglement festgelegt, welches auf ihrer Website einsehbar sei. 

Daher sei antragsgemäss Rechtsöffnung zu erteilen (Urk. 6 S. 1 f.). 

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 Gemäss Art. 82 SchKG erteilt der Richter provisorische Rechtsöffnung, 

wenn die Forderung auf einer durch öffentlichen Urkunde festgestellten oder 

durch Unterschrift bekräftigten Schuldanerkennung beruht und der Betriebene 

nicht Einwendungen, welche die Schuldanerkennung entkräften, sofort glaubhaft 

macht. Die Unterschrift der Schuldanerkennung muss entsprechend den Voraus-

setzungen von Art. 14 Abs. 1 OR eigenhändig geschrieben worden sein. Der ei-

genhändigen Unterschrift gleichgestellt ist die mit einem qualifizierten Zeitstempel 

verbundene qualifizierte elektronische Signatur nach dem Bundesgesetz vom 

18. März 2016 über die elektronische Signatur (vgl. Art. 14 Abs. 2bis OR). Schuld-

anerkennungen in E-Mails, welche wie vorliegend keine solche Signatur enthal-

ten, berechtigen daher nicht zur provisorischen Rechtsöffnung (BSK SchKG I-

Staehelin, Art. 82 N 14). Dementsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die 

Vorinstanz die Erteilung der Rechtsöffnung gestützt auf die E-Mails vom 17. Au-

gust 2020 (Urk. 2/4) und vom 14. März 2021 (Urk. 2/5) verweigerte. 

4.3. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde in allen Punkten als of-

fensichtlich unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

5.1. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von 

Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.– festzusetzen. Die Ge-

richtskosten sind ausgangsgemäss der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO). 

5.2. Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-

chen, der Gesuchstellerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO), der 

Gesuchsgegnerin mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin 

auferlegt. 

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4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beila-

ge einer Kopie von Urk. 6, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangs-

schein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 38'625.85. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
 
Zürich, 15. Juli 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hochuli 
 
 
versandt am: 
lm 

	Urteil vom 15. Juli 2021
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 6, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...