# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61eb9614-ed57-59d7-8e3d-54da9bd7027a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.10.2016 715 16 170/263
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-16-170-263_2016-10-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 6. Oktober 2016 (715 16 170 / 263) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung  
 
 
Aufgrund des rechtsgenüglich nachgewiesenen Lohnflusses erfüllt der Beschwerdefüh-
rer die für einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung erforderliche Beitragszeit.  
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. Mark Grieder 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Der 1990 geborene A.____ meldete sich am 4. März 2016 bei der Öffentlichen Arbeits-
losenkasse Baselland (Kasse) zur Arbeitsvermittlung an und machte ab dem 1. April 2016 einen 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung geltend. Mit der Anmeldung reichte er unter anderem 
zwei Arbeitgeberbescheinigungen ein. Demnach hatte er vom 1. Juli 2012 bis 30. August 2015 
als Kellner im Restaurant B.____ in C.____ und danach vom 1. September 2015 bis 30. März 
2016 – ebenfalls als Kellner – im Restaurant D.____ in E.____ gearbeitet. Beide Arbeitgeber-
bescheinigungen wurden von seinem Vater unterzeichnet, welcher an beiden Arbeitsstellen 

 
 
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jeweils der Geschäftsführer war. Im Auszug über das Individuelle Konto (IK) vom 23. März 2016 
sind Lohnzahlungen für die Zeit von Juli bis September 2012 und von März 2013 bis Dezember 
2014 ausgewiesen. Eingereicht wurden ausserdem diverse Quittungen über Barzahlungen. Auf 
Forderung der Kasse reichte der Vater von A.____ sodann eine Aufstellung der Ausgleichskas-
se F.____ über ausgezahlte Löhne ein, die sich mit dem IK-Auszug decken. Gleichzeitig bestä-
tigte er, dass er ab November 2015 den Lohn seines Sohnes nicht mehr habe ausbezahlen 
können. Die Kasse lehnte in der Folge den Anspruch mit Verfügung vom 12. April 2016 ab, da 
der Versicherte die Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten nicht erfüllt habe. Hiergegen erhob 
A.____ am 21. April 2016 Einsprache, welche mit Entscheid vom 25. Mai 2016 abgewiesen 
wurde.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 27. Mai 2016 Beschwerde beim Kantonsge-
richt Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er machte darin 
sinngemäss geltend, dass er stets gearbeitet und immer seine Beiträge bezahlt habe und daher 
auch Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe. 
 
C Mit Schreiben vom 3. Juni 2016 bestätigte der Vater von A.____, dass der Lohn stets 
in bar bezahlt worden sei. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 21. Juli 2016 schloss die Kasse auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss den Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der 
Versicherungsträger Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Ört-
lich zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG grundsätzlich das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Diese 
Regelung entspricht nun allerdings für den Bereich der Arbeitslosenversicherung (ALV) nicht 
der bis vor Inkrafttreten des ATSG geltenden Zuständigkeitsordnung, weshalb der Bundesrat in 
Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die 
Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 ausdrücklich ermächtigt worden ist, die örtli-
che Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 ATSG zu 
regeln. Nach Art. 128 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich die Zuständigkeit des 
kantonalen Versicherungsgerichts für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfü-
gungen sinngemäss nach Art. 119 AVIV. Diese Bestimmung erklärt in Abs. 1 lit. a für die Ar-
beitslosenentschädigung den Ort, wo die versicherte Person die Kontrollpflicht erfüllt, als mass- 
gebend. Vorliegend hat der Beschwerdeführer die Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft 
erfüllt, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. 
Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzi 

 
 
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ge gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Die Beschwerde vom 27. Mai 2016 ist fristgerecht erfolgt und genügt 
den formellen Anforderungen einer Laienbeschwerde, da erkennbar ist, dass der Beschwerde-
führer die Aufhebung des Entscheids wünscht. Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.  
 
2.1 Die versicherte Person hat Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 2 
lit. a AVIG), wenn sie unter anderem die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Bei-
tragszeit befreit ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 13 und 14 AVIG). Nach Art. 13 Abs. 1 AVIG 
hat die Beitragszeit erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist von zwei Jahren 
(Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung 
ausgeübt hat (vgl. AVIG-Praxis B143). 
 
2.2 Art. 13 Abs. 1 AVIG setzt eine beitragspflichtige Beschäftigung voraus. Nach Art. 2 
Abs. 1 lit. a AVIG ist für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig, wer nach dem Bundes-
gesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 obli-
gatorisch versichert und für Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit beitragspflichtig ist, d.h. 
massgebenden Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 AHVG bezieht (vgl. BGE 122 V 251 E. 2b mit 
Hinweisen). Die Beitragspflicht einer versicherten unselbständigen Person entsteht mit der Leis-
tung der Arbeit. Beiträge sind indessen erst bei Realisierung des Lohn- oder Entschädi-
gungsanspruchs geschuldet (vgl. BGE 111 V 166 f. E. 4a und b). Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung ist im Rahmen des Art. 13 Abs. 1 AVIG deshalb vorausgesetzt, dass die versi-
cherte Person effektiv eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt und der Arbeitgeber für 
diese Beschäftigung tatsächlich auch einen Lohn entrichtet hat (vgl. BGE 128 V 190 E. 3a/aa; 
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute: Bundesgericht, sozialrechtliche 
Abteilungen] vom 28. Februar 2003, C 127/02, E. 1). Mit dem Erfordernis des Nachweises ef-
fektiver Lohnzahlung sollen Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Ar-
beitgeber und Arbeitnehmer verhindert werden (vgl. Arbeitsrecht und Arbeitslosenversicherung 
[ARV] 2001 Nr. 27 S. 228 E. 4c). Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss genügen Belege 
über entsprechende Zahlungen auf ein Post- oder Bankkonto, welches auf den Namen des Ar-
beitnehmers lautet. Bei behaupteter Barauszahlung sind hohe Anforderungen an den Nachweis 
des Lohnflusses zu stellen. Dazu geeignet sind einerseits Lohnquittungen oder durch die Steu-
erverwaltung mit Lohnausweis deklarierte Einkommen, andererseits durch Treuhandbüros ge-
führte Geschäftsbücher sowie Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern – allenfalls in Form von 
Zeugenaussagen –, jeweils in Verbindung mit einem entsprechenden individuellen Kontoaus-
zug der AHV (vgl. AVIG-Praxis B148). Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlungen bil-
den Arbeitgeberbescheinigungen und vom Arbeitnehmer unterzeichnete Lohnabrechnungen 
oder AHV-Lohnblätter sowie Steuererklärungen (vgl. BGE 133 V 447 E. 1.2 mit Hinweisen; Ur-
teil des EVG vom 28. Juli 2004, C 250/03, E. 2.1; ARV 2004 Nr. 10 S. 115 ff.; vgl. auch: 
BARBARA KUPFER BUCHER, Der Nachweis des Lohnflusses als Voraussetzung für den Anspruch 
auf Arbeitslosenentschädigung, in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und beruf-
liche Vorsorge [SZS] 2005, S. 138 f.). 
 

 
 
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2.3 Für Personen, die vor der Anmeldung zum Bezug von Leistungen der ALV keine ar-
beitgeberähnliche Stellung innehatten, gelingt der Nachweis des Lohnbezuges und damit der 
beitragspflichtigen Beschäftigung in der Regel mittels Arbeitgeberbescheinigungen und Lohnab-
rechnungen. Hat die Arbeitslosenkasse jedoch begründete Zweifel, ob der Arbeitgeber das Ar-
beitsverhältnis mit der versicherten Person korrekt bescheinigt oder ob ein solches überhaupt 
bestanden hat, muss sie weitergehende Abklärungen treffen. Begründete Zweifel können sich 
z.B. bei Anstellungsverhältnissen unter Verwandten ergeben (vgl. AVIG-Praxis B145). 
 
2.4 In BGE 131 V 444 ff. hat das EVG präzisierend festgehalten, die bisherige Rechtspre-
chung sei nicht in dem Sinne zu verstehen, dass eine beitragspflichtige Beschäftigung über-
haupt nur dann zur Bildung von Beitragszeiten führe, wenn und soweit der Nachweis tatsächli-
cher Lohnzahlungen erbracht ist. Unter dem Gesichtspunkt der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 
Abs.1 lit. e AVIG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 AVIG sei die faktische Ausübung einer beitragspflichtigen 
Beschäftigung während der geforderten Dauer die einzige Voraussetzung für den Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung (vgl. BGE 113 V 352 f.). Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung 
komme deshalb nicht der Sinn einer selbstständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber 
jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden Indizes 
für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung. Das im Gesetz zwar nicht ausdrück-
lich genannte, nach ständiger Rechtsprechung aber massgebliche Erfordernis der genügenden 
Überprüfbarkeit der beitragspflichtigen Beschäftigung diene der Verhinderung von Missbräu-
chen (vgl. Urteil des EVG vom 29. Dezember 2005, C 258/04, E. 3.2 mit Hinweis). Fehle es am 
Nachweis einer tatsächlich ausgeübten unselbstständigen Tätigkeit, sei das Anspruchserfor-
dernis nach Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG und Art. 13 AVIG nicht gegeben. Dies gelte auch dann, 
wenn als Lohn bezeichnete oder auf ein als solches bezeichnetes Lohnkonto erfolgte Zahlun-
gen des Arbeitgebers bestehen würden. Dieser Umstand bilde eben nur, aber immerhin, ein 
bedeutsames Indiz für eine beitragspflichtige Beschäftigung (vgl. BGE 131 V 451 E. 3.2.2). 
 
2.5 In zwei weiteren Urteilen (vgl. Urteile des EVG vom 18. August 2006, C 83/2006 und 
vom 6. März 2007, C 111/2006) hat die höchstrichterliche Rechtsprechung ebenfalls präzi-
sierend festgehalten, dass der Umstand, dass eine tatsächliche Lohnzahlung nicht hinreichend 
belegt werden könne, nicht bedeute, dass der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung kurzer-
hand abzulehnen wäre. Massgebend sei nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes einzig, dass 
innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit eine beitragspflichtige Beschäftigung während der 
Mindestdauer von zwölf Monaten rechtsgenüglich dargetan sei. Soweit eine beitragspflichtige 
Beschäftigung nachgewiesen, der exakt ausbezahlte Lohn jedoch unklar geblieben sei, habe 
eine Korrektur über den versicherten Verdienst zu erfolgen (vgl. Urteil des EVG vom 18. August 
2006, C 83/2006, E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 131 V 451 E. 3.2.3). Was die Einkommenshöhe 
betreffe, habe sich die mangelnde Bestimmbarkeit der Lohnhöhe diesfalls grundsätzlich zu Un-
gunsten der versicherten Person auszuwirken (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 
2007, C 111/2006, E. 3.4). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 

 
 
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Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 
122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache 
der verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusam-
mentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin 
die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit 
zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO i.V.m. Art. 61 Satz 1 und 
Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Ge-
richt dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be-
stehen überzeugt sind (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, 
Bern 1984, S. 135 f.). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern 
das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 
Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 
die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 
(vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, je mit Hinweisen). 
 
4.1 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der ALV 
und in diesem Zusammenhang die Frage, ob er innerhalb der massgebenden Rahmenfrist für 
die Beitragszeit gemäss Art. 9 Abs. 1 und 3 AVIG vom 1. April 2014 bis 31. März 2016 eine bei-
tragspflichtige Beschäftigung von mindestens zwölf Monaten nachweisen kann. Dabei ist na-
mentlich das Kriterium des Lohnflusses umstritten.  
 
4.2 Gemäss der Arbeitgeberbescheinigung vom 7. April 2016 sei der Beschwerdeführer 
vom 1. Januar 2012 bis 30. August 2015 im Restaurant B.____ in C.____ als Kellner angestellt 
gewesen. Danach habe er gemäss der zweiten Arbeitgeberbescheinigung, die ebenfalls am 
7. April 2016 ausgestellt wurde, per 1. September 2015 zum Restaurant D.____ in E.____ ge-
wechselt, wo er bis zum 30. März 2016 wiederum als Kellner beschäftigt gewesen sei. An bei-
den Arbeitsorten seien die Löhne nur in bar ausbezahlt worden (vgl. Schreiben des Vaters des 
Beschwerdeführers vom 3. Juni 2016). Vom Beschwerdeführer wurden zudem die Arbeitsver-
träge von beiden Arbeitsorten, Quittungen für die Auszahlung des Barlohnes zwischen April 
2014 bis Oktober 2015, Auszüge seines IK-Kontos von 2012 bis 2016, die Auszüge der Aus-
gleichskasse F.____ von 2012 bis 2015 sowie die Postkontoauszüge von 1. Januar 2014 bis 
31. Dezember 2015 eingereicht.  
 

 
 
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4.3 Die Beschwerdegegnerin hat aufgrund entsprechender Abklärungen erwogen, es sei 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine beitragspflichtige Beschäftigung nachgewie-
sen, da sich aus den massgebenden Unterlagen kein Lohnfluss verifizieren liesse. Es stehe 
nicht fest, ob und wie viel der – in der fraglichen Zeit bei seinem Vater angestellte – Beschwer-
deführer tatsächlich Lohn erhalten habe, weshalb auch der versicherte Verdienst nicht hinrei-
chend zuverlässig bestimmbar sei. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den 
Standpunkt, dass sich anhand der eingereichten Unterlagen ein Lohnfluss hinreichend nach-
weisen lasse. 
 
4.4 Aufgrund der vorliegenden Unterlagen kann der Beschwerdeführer den Lohnfluss in 
der massgebenden Rahmenfrist für mindestens 13 Monate nachweisen. Aus den eingereichten 
Postkontoauszügen (vgl. Verzeichnis der Vernehmlassung vom 21. Juli 2016, Nr. 63 – 97) ist 
ersichtlich, dass in regelmässigen Abständen Einzahlungen auf das Postkonto des Beschwer-
deführers getätigt wurden, die vom Zeitpunkt und der Höhe her grundsätzlich als Lohnzahlun-
gen qualifiziert werden können. So betrug der Bruttolohn zwischen dem 1. April 2014 und 
31. Juli 2015 nach Arbeitsvertrag und IK-Auszug Fr. 3‘412.--. Nach Abzug der Sozialleistungen 
sowie Kost und Logis von Fr. 500.-- wurden demnach netto Fr. 2‘407.80 ausbezahlt. Entgegen 
der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann aus der Tatsache, dass die effektiv auf dem 
Postkonto einbezahlten Beträge tiefer waren als die geltend gemachten Löhne, nicht geschlos-
sen werden, dass es sich nicht um Lohn handelt. Denn es erscheint naheliegend, dass der Be-
schwerdeführer nicht den ganzen Barlohn einbezahlt hatte, sondern einen Teil für laufende Be-
dürfnisse verwendete. So sind auf den Postkontoauszügen von April 2014 bis April 2015 – mit 
Ausnahme der Monate Oktober 2014 und März 2015 – Einzahlungen von jeweils rund 
Fr. 2‘000.-- getätigt worden. Im Mai und Juni 2015 sind zudem Fr. 700.-- sowie Fr. 3‘300.-- ein-
bezahlt worden, was im Durchschnitt wiederum dem „Standardbetrag“ von Fr. 2‘000.-- ent-
spricht. Neben der gleichbleibenden Höhe dieser 13 Einzahlungen wurden sie auch jeweils in 
derselben Poststelle in C.____ getätigt. Da sich aus den Akten keine andere Arbeitstätigkeit des 
Beschwerdeführers ergibt, kann nur darauf geschlossen werden, dass es sich dabei um Lohn-
zahlungen aus dem Restaurant B.____ in C.____ handelt. Da zudem keine Hinweise auf miss-
bräuchliche Einzahlungen vorliegen, besteht auch kein Anlass an dieser Sachverhaltsdarstel-
lung zu zweifeln. Damit ist der Lohnfluss für 13 Monate innerhalb der massgebenden Rahmen-
frist für die Beitragszeit erstellt. Ob darüber hinaus weitere Lohnflüsse nachweisbar sind – ins-
besondere solche aus dem Anstellungsverhältnis mit dem Restaurant D.____ in E.____ – kann 
in der Folge offengelassen werden.  
 
4.5 Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin ist die widersprechende Lohnhöhe in 
der Arbeitgeberbescheinigung im Vergleich zu den Lohnquittungen für den Nachweis des Lohn-
flusses nicht entscheidend. Während den nachgewiesenen 13 Monaten mit Lohnfluss hatte der 
Beschwerdeführer gemäss Arbeitgeberbescheinigung einen Lohn von Fr. 3‘400.--. Dass dies 
den Bruttolohn darstellt, zeigt der Vergleich mit dem ebenfalls eingereichten Arbeitsvertrag. Die 
gemäss Lohnquittung ausbezahlten Fr. 2‘550.-- müssen daher dem Nettolohn gegenüberge-
stellt werden. Dieser wird mit Fr. 2‘407.80 ausgewiesen (vgl. hiervor, E. 4.4). Die geringe Diffe-
renz von Fr. 142.20 zwischen dem Nettolohn und der quittierten Barlohnzahlung vermag den 
Lohnfluss insbesondere daher nicht zu widerlegen, als die Unklarheit über den exakt ausbe-

 
 
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zahlten Lohn gemäss Bundesgerichtspraxis zwar eine Korrektur des versicherten Verdiensts 
bewirkt, jedoch dem Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung nicht automatisch entgegensteht. 
Die mangelnde Bestimmbarkeit der Lohnhöhe wirkt sich diesfalls aber grundsätzlich zu Unguns-
ten der versicherten Person aus (vgl. hiervor, E. 2.5). Ebenso ist für den Nachweis des Lohn-
flusses nicht entscheidend, ob der Lohn für das Jahr 2015 bei der Ausgleichskasse F.____ ge-
meldet und die Beiträge auf das IK einbezahlt worden sind. Dafür steht einzig der frühere Ar-
beitgeber – in casu der Vater des Beschwerdeführers – in der Pflicht, da der Beschwerdeführer 
darauf keinen Einfluss hatte. Durch den nachgewiesenen Lohnfluss wurde zudem aufgezeigt, 
dass die monatlichen Lohnzahlungen über Fr. 500.-- lagen, wodurch auch die Mindestgrenze 
des versicherten Verdienstes erreicht wurde.  
 
5. Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass der Beschwerdeführer durch die 
vorgelegten Belege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen konnte, dass er die Min-
destbeitragszeit von zwölf Monaten erfüllt hat. Der Fall ist zur Abklärung der weiteren Voraus-
setzungen gemäss Art. 8 ff. AVIG an die Vorinstanz zurückzuweisen. Dabei sind die Unsicher-
heiten hinsichtlich der Höhe der ausbezahlten Löhne bei der Berechnung des versicherten Ver-
dienstes zu berücksichtigen (vgl. hiervor, E. 2.5). 
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. Die ausserordentlichen Kosten sind bei dem anwaltlich nicht vertretenen Beschwerde-
führer wettzuschlagen. 
 
7. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). Beim vorliegen-
den Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des 
BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an 
das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. 
Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung 
erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland vom 25. Mai 2016 aufgeho-
ben und festgestellt, dass der Beschwerdeführer die Beitragszeit er-
füllt. Die Angelegenheit wird zur Prüfung der weiteren Anspruchsvo-
raussetzungen gemäss Art. 8 ff. AVIG an die Vorinstanz zurückgewie-
sen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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