# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 28cd9109-3a02-5ce6-bdfe-a0d73fcd9f28
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** FE240108-H3
**Docket/Reference:** FE240108-H3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/FE240108-H3.pdf

## Full Text

Bezirksgericht Pfäffikon
Einzelgericht  

Geschäfts-Nr. FE240108-H/U

Mitwirkend: Bezirksrichterin lic. iur. E. Casparis 

Gerichtsschreiberin MLaw E. Castelnuovo 

Urteil vom 11. April 2025

in Sachen

A._____,

Gesuchstellerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et lic. oec. X._____, 

und

B._____, 

Gesuchsteller

betreffend Ehescheidung

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Rechtsbegehren:
(act. 1 i.V.m. und act. 18)

"1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2. Es sei der gemeinsame Sohn, C._____, geb. am tt.mm.2022, unter 

die alleinige Obhut der Gesuchstellerin zu stellen.

3.  Es sei der gemeinsame Sohn, C._____, geb. am tt.mm.2022, unter 

die alleinige elterliche Sorge der Gesuchstellerin zu stellen.

4. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-/IV-
Renten seien vollumfänglich der Gesuchstellerin anzurechnen.

5. Es sei auf ein Besuchsrecht zu verzichten.

6. Eventualiter sei dem Gesuchsgegner für seinen Sohn ein begleite-

tes Besuchsrecht zu bewilligen.

7.  Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für 
den Unterhalt für den gemeinsamen Sohn, C._____, rückwirkend 
seit dem 1. September 2024 mindestens einen monatlichen Unter-
halt von CHF 1'200.– zu bezahlen. Zahlbar jeweils im Voraus auf 
den Ersten eines jeden Monats.

8. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, bei ausserordentlichen 
Kinderkosten, die den Betrag von CHF 200.– pro Ausgabe über-
steigen  (grössere  Zahnbehandlungen,  Nachhilfeunterricht  etc.) 
nach  vorgängiger  schriftlicher  Absprache  und  nach  Vorlage  der 
Rechnung die Hälfte der Kosten der Gesuchstellerin zu erstatten, 
sofern diese Kosten nicht durch Dritte (Versicherung etc.) gedeckt 
sind.

9. Es sei die Gütertrennung per Datum der Einreichung dieses Ge-

suchs anzuordnen.

10. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin ei-
nen  einmaligen  Betrag  von  CHF  7'000.–  bis  spätestens 
1. März 2025 zu zahlen.

11. Es sei festzustellen, dass die Parteien gegenseitig auf Ausgleich 

der Pensionskasse verzichten.

12. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, letztere zuzüglich 

8.1% Mehrwertsteuer zulasten des Gesuchsgegners."

Erwägungen:

I.

1. Mit Eingabe vom 16. Oktober 2024 (act. 1) reichten die Parteien, unter Beilage 

diverser Unterlagen (act. 1A, 2, 3 und 4/1-18), ein gemeinsames Scheidungs-

begehren hierorts ein. Daraufhin wurden die Parteien zur Anhörung auf den 

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13. Februar 2025 vorgeladen (act.8 sowie 10/1-2), wobei dem Gesuchsteller, 

die  Teilnahme  an  der  Verhandlung  über  Videokonferenz  gestattet  wurde 

(act. 8 und 11).

2.

Im  Hinblick  auf  die  Anhörung  reichte  die  Gesuchstellerin  mit  Eingabe  vom 

7. Februar 2025 (act. 16) weitere Unterlagen (act. 17/1-3) ein und stellte die 

eingangs erwähnten Rechtsbegehren betreffend die Scheidungsnebenfolgen 

(act. 18).

3.

Anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 13. Februar 2025 teilte der 

Gesuchsteller dem Gericht mit, nicht mehr mit der Scheidung einverstanden 

zu sein (Prot. S. 3 ff.).

II.

Die  Voraussetzungen  für  eine  Scheidung  auf  gemeinsames  Begehren  sind 

demzufolge nicht erfüllt, weshalb das gemeinsame Scheidungsbegehren der 

Parteien abzuweisen ist. Gleichzeitig ist den Parteien im Sinne Art. 288 Abs. 3 

ZPO eine Frist von 20 Tagen anzusetzen, um eine Scheidungsklage gemäss 

Art. 114 oder 115 ZGB einzureichen.

III.

1.

Die  Gerichtskosten  werden  von  Amtes  wegen  festgesetzt  und  verteilt.  Die 

Parteientschädigung spricht das Gericht nach der Verordnung über die An-

waltsgebühren zu (Art. 105 in Verbindung mit Art. 96 ZPO).

Gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegen-

den Partei auferlegt. Obsiegt keine Partei vollständig, so werden die Prozess-

kosten in der Regel nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt. In familien-

rechtlichen Verfahren kann von diesen Verteilungsgrundsätzen abgewichen 

und die Prozesskosten können nach Ermessen verteilt werden (Art. 107 Abs. 

1 lit. c ZPO).

2.

Angesicht der Tatsache, dass es sich vorliegend um eine Scheidung auf ge-

meinsames Begehren handelt, der Gesuchsteller im Rahmen der gemeinsa-

men  Anhörung  zum  Scheidungspunkt  seinen  Scheidungswillen  zurückzog 

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(Prot.  S. 3  ff.),  und  den  Parteien  der  vorliegende  Entscheid  bereits  mit  Be-

gründung zugestellt wird, erscheint eine Entscheidgebühr von Fr. 900.– an-

gemessen (§§ 2, 5 und 10 Abs. 1 GebV OG). Hinzu kommen die Kosten für 

den Dolmetschereinsatz in der Höhe von Fr. 210.–.

3.

Vorliegend  zog  der  Gesuchsteller  anlässlich  der  Anhörung  vom  13.  Fe-

bruar 2025  seinen  Scheidungswillen  zurück  (Prot. S. 3 ff.).  Die  Nichtbestäti-

gung des Scheidungswillens durch den Gesuchsteller darf nicht zu einer ein-

seitigen Kostenfolge zu seinen Lasten führen, da er nur von einem ihm ge-

setzlich zustehenden Recht Gebrauch machte. Nur damit kann der freie Wille 

betreffend die Zustimmung zur Scheidung gewährleistet werden. Ein anderer 

Entscheid würde der freien Widerrufbarkeit des Scheidungswillen widerspre-

chen und wäre nur haltbar, wenn der Gesuchsteller seine Mitwirkungspflicht 

trotz ausdrücklicher gerichtlicher Aufforderung verletzt hätte – was vorliegend 

jedoch nicht zutrifft. Entsprechend ist gemäss konstanter Praxis des Oberge-

richts des Kantons Zürich die Entscheidgebühr in vorliegendem Fall beiden 

Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteientschädigungen sind wett-

zuschlagen  (vgl. OGer  ZH  PC230003  vom  3. Oktober  2023,  E.  III.1.5.; 

PC170005  vom  7.  Februar  2018,  E.  II.3.5.;  PC140009  vom  15.  April  2014, 

E. III.2.). Die Dolmetscherkosten werden hingegen dem Gesuchsteller aufer-

legt, da die Dolmetscherin ausschliesslich für ihn aufgeboten wurde.

1.

2.

Es wird erkannt:

Das gemeinsame Scheidungsbegehren wird abgewiesen.

Den Parteien wird je eine Frist von 20 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung 

angesetzt, um beim zuständigen Gericht schriftlich und im Doppel eine Schei-

dungsklage  einzureichen.  Darin  haben  sie  insbesondere  den  Scheidungs-

grund  genau  zu  bezeichnen  und  ihre  Rechtsbegehren  zu  den  Nebenfolgen 

der Scheidung zu stellen. Die erforderlichen Belege sind zusammen mit der 

Scheidungsklage und zusätzlich je in Kopie für die Gegenseite einzureichen.

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Das Verfahren bleibt während dieser Frist rechtshängig. Die Rechtshängigkeit 

entfällt mit Ablauf der Frist, falls keine Partei innert Frist eine Scheidungsklage 

einreicht. 

3.

Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

900.– die weiteren Gerichtskosten betragen 

210.00 Dolmetscher

4.

Die Entscheidgebühr wird den Parteien je zur Hälfte auferlegt.

5.

6.

7.

Die Dolmetscherkosten werden dem Gesuchsteller auferlegt.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien.

Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zu-

stellung  an  in  je  einem  Exemplar  für  das  Gericht  und  für  jede  Gegenpartei 

sowie unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, 

Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungs-

schrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind 

mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.

Wird alleine der Kostenentscheid angefochten, so ist das Rechtsmittel die Be-

schwerde, welche innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und un-

ter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkam-

mer,  Postfach,  8021 Zürich,  erklärt  werden  kann.  In  der  Beschwerdeschrift 

sind  die  Anträge  zu  stellen  und  zu  begründen.  Allfällige  Urkunden  sind  mit 

zweifachem Verzeichnis beizulegen.

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BEZIRKSGERICHT PFÄFFIKON
Einzelgericht

Bezirksrichterin:

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. E. Casparis

MLaw E. Castelnuovo