# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63380345-6198-517e-9f91-a75111f9d69a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 11.12.2014 PP140056
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP140056_2014-12-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PP140056-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichterin lic. iur. M. Stamm-

bach sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hinden. 

Urteil vom 11. Dezember 2014 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
B._____,  

Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend Aberkennungsklage (unentgeltliche Rechtspflege) 

 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im vereinfachten 

Verfahren des Bezirksgerichtes Meilen vom 10. November 2014; Proz. 

FV140075 

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Erwägungen: 

1. Einleitung, Prozessgeschichte  

Am 15. Februar 2001 nahm die Beklagte und Beschwerdegegnerin (im Folgen-

den: Beklagte) bei der … Bank einen Kredit über den mit 13.75% zu verzinsenden 

Betrag von CHF 20'150.00 auf (act. 6/4/4/1). Am 1. Juli 2003 schlossen die Par-

teien einen Darlehensvertrag. Darin hielten sie fest, dass die Beklagte den Kredit 

bei der … Bank für den Kläger und Beschwerdeführer (im Folgenden: Kläger) 

aufgenommen habe und dass die Beklagte dem Kläger die Darlehenssumme 

ausbezahlt habe. Sie hielten fest, dass der Kläger der Beklagten bei Vertrags-

schluss noch den Betrag von CHF 12'792.50 schulde und dass ein Zinssatz von 

13.75% gelte. Sie vereinbarten monatliche Raten von mindestens CHF 250.00. 

Grössere Raten seien erwünscht und möglich (act. 6/4/4/2).  

Auf Begehren der Beklagten stellte das Betreibungsamt Pfannenstiel am  

13. Februar 2014 einen Zahlungsbefehl gegen den Kläger über die Forderungs-

beträge von CHF 12'792.50 nebst Zins zu 13.75% seit 1. Februar 2014 sowie von  

CHF 14'835.70 nebst Zins zu 5% seit 1. März 2014 aus. Als Grund der Forderung 

wurde "Darlehensvertrag vom 01.07.2003" angegeben. Der Kläger erhob Rechts-

vorschlag (act. 6/4/2). Mit Urteil vom 3. September 2014 hiess das Bezirksgericht 

Meilen das Gesuch der Beklagten um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung 

im Umfang der betriebenen Forderungen gut (act. 6/4/12).  

Mit Eingabe vom 18. September 2014 erhob der Kläger Aberkennungsklage  

(act. 6/1). Mit Verfügung vom 22. September 2014 setzte die Vorinstanz dem Klä-

ger Frist zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses von CHF 3'760.00 an 

(act. 6/6). Mit Eingabe vom 2. Oktober stellte der Kläger ein Gesuch um Erteilung 

der unentgeltlichen Prozessführung (act. 6/8). Mit Verfügung vom 6. Oktober 2014 

setzte die Vorinstanz dem Kläger Frist an, um sich zu den Prozessaussichten zu 

äussern (act. 6/10). Mit Eingabe vom 20. Oktober 2014 reichte der Kläger eine 

Begründung ein (act. 6/12). Mit Verfügung vom 10. November 2014 wies die Vor-

instanz das Gesuch wegen Aussichtslosigkeit der Klage ab und setzte dem Klä-

ger eine Nachfrist zur Leistung des Gerichtskostenvorschusses an. Sie drohte ihm 

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an, dass bei Säumnis auf die Klage nicht eingetreten werde (act. 6/13). Dieser 

Entscheid wurde dem Kläger am 19. November 2014 zugestellt (act. 6/14/1). Mit 

Eingabe vom 29. November 2014 (Datum Poststempel) erhob der Kläger gegen 

diese Verfügung rechtzeitig Beschwerde. Er stellt sinngemäss die Anträge, der 

angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm für das vorinstanzliche 

Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen (act. 2). Die Akten der 

Vorinstanz wurden beigezogen. Das Verfahren ist spruchreif.  

2. Erwägungen der Vorinstanz 

Die Vorinstanz erwog, der Kläger bestreite den Bestand und die Fälligkeit der 

Forderung grundsätzlich nicht, sei aber mit der Höhe des verlangten Zinses nicht 

einverstanden. Der Zins von 13.75% sei vertraglich vereinbart und weder nichtig 

noch verboten. Die Forderung der Beklagten sei grundsätzlich ausgewiesen.  

Weiter habe der Kläger behauptet, er habe bis am 3. Februar 2014 monatliche 

Zahlungen von CHF 70.00 – insgesamt CHF 3'780.00 – geleistet und seither mo-

natliche Zahlungen auf ein Sperrkonto geleistet. Aus den Akten gehe hervor, dass 

die Beklagte den Betrag von CHF 3'780.00 im Rechtsöffnungsverfahren bei der 

Zinssumme in Abzug gebracht habe und den ausstehenden Betrag eingeklagt 

habe. Gegen diese Verrechnung bringe der Kläger nichts vor, so dass die beiden 

Parteien über die geleisteten Rückzahlungen einig seien. Die Ausführungen be-

treffend die Rückzahlung auf ein Sperrkonto seien weder substanziert noch be-

legt.  

Die vom Kläger geltend gemachte Arbeitslosigkeit und eine offenbar angespannte 

finanzielle Situation befreie den Kläger nicht von der Rückzahlungspflicht des Dar-

lehens und rechtfertige auch keine Reduktion des vereinbarten Zinses.  

Nach dem Gesagten sei die Forderung der Beklagten ausgewiesen und die Er-

folgsaussichten der Aberkennungsklage des Klägers seien äusserst gering. Das 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sei deshalb wegen 

Aussichtslosigkeit gemäss Art. 117 lit. b ZPO abzuweisen. Die Frage der Mittello-

sigkeit im Sinne von Art. 117 lit. a ZPO könne offen gelassen werden.  

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3. Argumente des Klägers 

Der Kläger bringt sinngemäss vor, sowohl die Nominal- als auch die Zinsforde-

rung würden bestritten. Die von ihm geleisteten Zahlungen von monatlich  

CHF 70.00 seien Tilgungen bezüglich der Darlehenssumme und keine Zinszah-

lungen. Dies gehe aus dem Bankauszug hervor, wo die Zahlungen als "monatli-

che Zahlung" bezeichnet worden seien. Dies sei bei Ratenzahlungen üblich. Auf-

grund dieser Ausführungen erscheine die Aberkennungsklage nicht als aussicht-

los. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass der Kläger arbeitslos und ausge-

steuert sei und ihm die Wohnung fristlos gekündigt worden sei (act. 2).  

4. Würdigung 

4.1. Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innerhalb der Rechtsmittel-

frist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Der Beschwer-

deführer muss sich mit der Begründung des vorinstanzlichen Entscheides ausei-

nandersetzen und die behaupteten Mängel wenigstens in groben Zügen aufzei-

gen. Sind auch diese minimalen Anforderungen nicht erfüllt, so sind die Voraus-

setzungen für das Eintreten auf die Beschwerde nicht erfüllt (vgl. OGerZH 

NQ110031 vom 9. August 2011). Eine ungenügende Begründung ist kein verbes-

serlicher Mangel im Sinne von Art. 132 ZPO, weshalb keine Nachfrist zur Verbes-

serung anzusetzen ist (OGer ZH RT110114 vom 18. August 2011, zugänglich un-

ter www.gerichte-zh.ch). Dies gilt insbesondere nach Ablauf der Beschwerdefrist 

(Berner Kommentar ZPO, Art. 321 N 22).  

4.2. Der Kläger setzt sich in Bezug auf die Forderungshöhe mit der vorinstanz-

lichen Begründung nicht auseinander, sondern beschränkt sich im Wesentlichen 

auf den Hinweis, dass er die Forderung bestreite. Sein Vorbringen, die monatli-

chen Zahlungen von CHF 70.00 seien auf den Zins und nicht auf die Nominalfor-

derung anzurechnen ist nicht stichhaltig. Denn gemäss Art. 85 Abs. 1 OR kann 

der Schuldner Teilzahlungen nur dann an das Kapital anrechnen lassen kann, 

wenn er mit Zinsen oder Kosten nicht im Rückstand ist. Daran ändert auch der 

vom Kläger angebrachte Zahlungsvermerk "monatliche Zahlung" nichts.  

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Auch hinsichtlich der vorinstanzlichen Begründung, wonach eine schlechte finan-

zielle Situation an der Zahlungspflicht nichts ändere, bringt der Kläger keine Rü-

gen vor. Mit seinem Hinweis auf die Arbeitslosigkeit und den Wohnungsverlust 

kommt der Kläger seiner Begründungspflicht nicht nach.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz aufgrund zutreffender 

Erwägungen zum Schluss gekommen ist, dass die Aberkennungsklage aussichts-

los ist. Soweit der Kläger überhaupt begründete Rügen vorbringt, sind sie nicht 

stichhaltig. Die Beschwerde ist abzuweisen.  

4.3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird bei Laien nach Treu und 

Glauben als stillschweigend gestelltes Gesuch um eventuelle Fristerstreckung be-

trachtet. Stellt der Kläger das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege, bevor ihm die Nachfrist zur Leistung des Gerichtskostenvorschus-

ses angesetzt worden ist, so ist nach Abweisung des Gesuches die Erstfrist neu 

anzusetzen. Ficht der Kläger den abweisenden Entscheid erfolglos an, so wird 

ihm diese Frist von der Beschwerdeinstanz nochmals angesetzt. Lässt der Kläger 

diese Frist ungenutzt verstreichen, so setzt ihm die Vorinstanz eine Zweitfrist  

mit Säumnisandrohung im Sinne von Art. 101 Abs. 3 ZPO an (ZR 111 Nr. 103, 

OGerZH PP130009 E. 3.).  

Der Kläger stellte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege innert der Erstfrist 

für den Gerichtskostenvorschuss (act. 6/6, 6/7/1 und 6/8). Mit dem Beschwerde-

entscheid ist ihm eine kurze Frist anzusetzen, um den Gerichtskostenvorschuss 

von CHF 3'760.00 gemäss Verfügung der Vorinstanz vom 22. September 2014 zu 

bezahlen. Lässt der Kläger diese Frist ungenutzt verstreichen, wird ihm das Be-

zirksgericht Meilen eine Nachfrist mit der Androhung ansetzen, dass bei Säumnis 

auf die Klage nicht eingetreten werde.  

5. Prozesskosten 

Im Verfahren um die unentgeltliche Rechtspflege werden auch im Rechtsmittel-

verfahren keine Gerichtskosten erhoben (Art. 119 Abs. 6 ZPO, OGerZH 

PC11052-O/Z01 vom 23. November 2011).  

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Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. Dem Kläger nicht wegen Un-

terliegens, der Beklagten nicht mangels erheblicher Umtriebe in diesem Verfah-

ren.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Dem Kläger wird eine Frist von 5 Tagen ab Zustellung des vorliegenden 

Entscheides angesetzt, um den mit Verfügung des Bezirksgerichts Meilen 

vom 22. September 2014 auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 3'760.00 zu 

leisten. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines 

Doppels von act 2, sowie – unter Rücksendung der vorinstanzlichen Akten –

an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert erreicht 
CHF 30'000.00 nicht. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Hinden 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 11. Dezember 2014
	Erwägungen:
	1. Einleitung, Prozessgeschichte
	2. Erwägungen der Vorinstanz
	3. Argumente des Klägers
	4. Würdigung
	4.1. Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz innerhalb der Rechtsmittelfrist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Der Beschwerdeführer muss sich mit der Begründung des vorinstanzlichen Entscheides auseinandersetzen und ...
	4.2. Der Kläger setzt sich in Bezug auf die Forderungshöhe mit der vorinstanzlichen Begründung nicht auseinander, sondern beschränkt sich im Wesentlichen auf den Hinweis, dass er die Forderung bestreite. Sein Vorbringen, die monatlichen Zahlungen von ...
	4.3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird bei Laien nach Treu und Glauben als stillschweigend gestelltes Gesuch um eventuelle Fristerstreckung betrachtet. Stellt der Kläger das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, bevor ihm ...

	5. Prozesskosten
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Dem Kläger wird eine Frist von 5 Tagen ab Zustellung des vorliegenden Entscheides angesetzt, um den mit Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 22. September 2014 auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 3'760.00 zu leisten.
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines Doppels von act 2, sowie – unter Rücksendung der vorinstanzlichen Akten –an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...