# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aeb89c23-1a2f-5bee-9a9c-652402b028b8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 19.10.2017 110 2017 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2017-54_2017-10-19.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 110/2017/54 Bern, 19. Oktober 2017

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

Frau C.________
Beschwerdeführerin 2

beide vertreten durch B.________

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Uebeschi, Bauverwaltung, Dorf 32,
3635 Uebeschi

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Uebeschi vom 12. April 
2017 (Abbruch Dachgeschoss und Aufstockung mit Einbau separater Wohnung, Anbau 
Erschliessungstrakt mit Treppe und Lift, Erweiterung Balkon, nachträgliche Baubewilligung 
für Aussenparkplatz)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführenden reichten am 15. Dezember 2016 bei der Gemeinde 

Uebeschi ein Baugesuch ein für den Um- und Ausbau ihres Wohnhauses auf der Parzelle 

Uebeschi Grundbuchblatt Nr. D.________. Die Parzelle liegt in der Wohnzone W2. Die 

Beschwerdeführenden beabsichtigen, das vorhandene Dachgeschoss abzubrechen, das 

Gebäude aufzustocken und eine separate Wohnung einzubauen sowie einen 

Erschliessungstrakt mit Treppe und Lift anzubauen und den bestehenden Balkon zu 

erweitern. Gleichzeitig ersuchten sie um Erteilung einer nachträglichen Baubewilligung für 

den bereits erstellten Aussenparkplatz entlang der Kantonsstrasse. Gegen das Um- und 

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Ausbauvorhaben wurde Einsprache erhoben. Mit Entscheid vom 12. April 2017 erteilte die 

Gemeinde Uebeschi einerseits die nachträgliche Baubewilligung betreffend den 

Aussenparkplatz und andererseits den Bauabschlag betreffend das Um- und 

Ausbauvorhaben.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 16. Mai 2017 Beschwerde bei der 

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen die 

Aufhebung des Entscheids vom 12. April 2017 und die Erteilung der Baubewilligung. Sie 

rügen insbesondere, die Gemeinde habe dem Um- und Ausbauvorhaben einzig gestützt auf 

ästhetische Gründe den Bauabschlag erteilt und dies obwohl sich das um- bzw. ausgebaute 

Gebäude gut ins Strassen- und Ortsbild einfügen würde. Zudem habe die Gemeinde 

unzulässigerweise auf die Einholung eines Fachberichts der kantonalen Kommission zur 

Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) verzichtet.

3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den 

Schriftenwechsel durch und edierte die Vorakten. Es holte zudem einen Fachbericht der OLK 

ein; aufgrund der ausführlichen Fotodokumentation, welche die OLK zusammen mit dem 

Fachbericht einreichte, wurde auf die Durchführung eines Augenscheins verzichtet. Die 

Parteien erhielten Gelegenheit, sich zum Fachbericht der OLK zu äussern und 

Schlussbemerkungen einzureichen. Die Gemeinde beantragt die Abweisung der 

Beschwerde und verweist hauptsächlich auf ihren Entscheid. Die Einsprechenden haben auf 

eine Beteiligung am Beschwerdeverfahren verzichtet.

4. Auf die Rechtsschriften und den Fachbericht der OLK wird, soweit für den Entscheid 

wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191).

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II. Erwägungen

1. Prozessvoraussetzungen

Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 

Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung der 

Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die 

Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige 

Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Baugesuch in 

Bezug auf den Um- und Ausbau abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen 

Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und 

fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Die Beschwerdeführenden reichten einerseits ein Baugesuch ein für den Um- und 

Ausbau ihres Wohnhauses; andererseits ersuchten sie um Erteilung einer nachträglichen 

Baubewilligung für den bereits erstellten Aussenparkplatz entlang der Kantonsstrasse. 

Bezüglich des Um- und Ausbauvorhabens verfügte die Vorinstanz den Bauabschlag. Für den 

bereits erstellten Aussenparkplatz erteilte sie hingegen die nachträgliche Baubewilligung; 

dies unter der Auflage, dass der bestehende Parkplatz auf 1.50 m ab Fahrbahnrand 

zurückzubauen ist. In ihrer Beschwerde beantragen die Beschwerdeführenden nun pauschal 

die Aufhebung des vorinstanzlichen Bauentscheids. Sie unterscheiden dabei nicht zwischen 

dem Bauabschlag auf der einen Seite und der nachträglichen Baubewilligung auf der 

anderen Seite.

b) Anfechtungsobjekt in einem Beschwerdeverfahren ist die Verfügung der Vorinstanz. 

Der Streitgegenstand bezeichnet denjenigen Teil des Anfechtungsobjekts, den die 

beschwerdeführende Partei von der Rechtsmittelinstanz überprüfen lassen will. Der 

Streitgegenstand braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch 

nicht über dieses hinausgehen. Er wird mit dem Antrag und der Begründung in der 

Beschwerde festgelegt. Der Entscheid in der Sache ist ebenso wie das Verfahren 

grundsätzlich auf den Streitgegenstand begrenzt.3

2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
3 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 13 und Art. 72 N. 6 bis 8; 
Markus Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 148 ff.

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c) Im Gegensatz zum Antrag in der Beschwerde geht aus deren Begründung – zumindest 

sinngemäss – hervor, dass die Beschwerdeführenden lediglich den Bauabschlag betreffend 

ihr Um- und Ausbauvorhaben von der BVE überprüfen lassen wollen. Der nachträglich 

bewilligte Aussenparkplatz und insbesondere die damit verbundene Auflage werden von den 

Beschwerdeführenden hingegen nicht in Frage gestellt. Folglich ist die Verfügung der Vor-

instanz in diesem Punkt in Rechtskraft erwachsen. Streitgegenstand des vorliegenden 

Verfahrens bildet demnach einzig der Bauabschlag betreffend das Um- und 

Ausbauvorhaben.

3. Ästhetik

a) Das bestehende, vom Um- und Ausbauvorhaben der Beschwerdeführenden betroffene 

Einfamilienhaus ist ein rund 15 Jahre altes Fertighaus mit weissem Verputz und Satteldach. 

Es ist insbesondere geplant, dessen Dachgeschoss abzubrechen, das Gebäude 

aufzustocken und die dadurch erstellte Einliegerwohnung über einen separaten Anbau mit 

Treppe und Lift zu erschliessen. Daneben soll der bestehende Balkon erweitert werden. Der 

ebenfalls bestehende, giebelseitig entlang der Ostfassade platzierte Carport, welcher mit 

einem geneigten Vordach versehen ist, soll hingegen unverändert bleiben. Ursprünglich war 

geplant, diesen durch einen teilweise staketenverschalten Carport mit Flachdach zu 

ersetzen. Die Beschwerdeführenden haben im Laufe des Baubewilligungsverfahrens jedoch 

darauf verzichtet. Das in Leichtbauweise (Holzelemente) erweiterte, wiederum mit einem 

Satteldach aus naturroten Tonziegeln überfangene Wohnhaus soll nach wie vor verputzt 

sein; neuerdings jedoch nicht mehr weiss, sondern hellgrau. Durch den geplanten 

Erschliessungsanbau soll das Gebäude nordseitig, das heisst zur Kantonsstrasse hin, eine 

zusätzliche schmale Raumschicht erhalten, welche eine Breite von 1.40 m aufweist. Diese 

neue, in der Höhe gestufte Trauffront sowie die gegen Westen gerichtete Giebelseite mit 

einem neuen und dem erweiterten Balkon sollen grossflächig mit einer hölzernen, ebenfalls 

hellgrau gestrichenen Staketenschalung verkleidet werden.

b) Die Gemeinde begründete den Bauabschlag für das Bauvorhaben mit einer Verletzung 

des kommunalen Gestaltungsgrundsatzes. Die durchgehend „hochgestellte“ sprossenartige 

Fassadenverkleidung auf der Nord- und Westfassade passe sich nicht gut ins Dorfbild ein. 

Die Sprossenverkleidung verleihe der Baute einen siloähnlichen Charakter, welcher mit den 

umliegenden Häusern keinesfalls im Einklang stehe. Wie die Beschwerdeführenden zwar zu 

Recht ausführten, seien solche vertikalen Holzverschalungen in der umliegenden Region 

durchaus anzutreffen. Dabei gelte jedoch zu beachten, dass diese Verschalungen in der 

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Regel bloss Teile einer Fassade oder eines Bauteils einnehmen würden. Vorliegend sei 

jedoch geplant, die gesamte Nordfassade und der grösste Teil der Westfassade zu 

verkleiden, was weit über das verträgliche Mass hinausgehe. Denn dadurch werde die 

vertikale Verschalung zu einem prägenden Merkmal des Gebäudes, was nicht 

ortbildverträglich sei. So wirke die gegen die Hauptstrasse ausgerichtete Nordfassade durch 

die beinahe vollständige Verschalung viel zu wuchtig im Vergleich zu den vorherrschenden 

Fassaden dieses Strassenzuges.

c) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- 

und Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die 

„ästhetische Generalklausel“ im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine 

Beeinträchtigung liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden 

Überbauung schafft, der erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften 

erlassen, die über die kantonalen Vorschriften hinausgehen können (Art. 9 Abs. 3 BauG). 

Derartige Vorschriften müssen, um selbständige Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst 

sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie dürfen Letztere nicht bloss allgemein 

anders formulieren.4

Von dieser Möglichkeit hat die Gemeinde Uebeschi in ihrem Baureglement Gebrauch 

gemacht: Art. 7 Abs. 2 GBR5 legt fest, dass Bauten und Anlagen so zu gestalten sind, dass 

zusammen mit ihrer Umgebung eine gute Gesamtwirkung entsteht. Bei der Beurteilung, ob 

eine gute Gesamtwirkung entsteht, sind nach Art. 7 Abs. 3 GBR insbesondere zu 

berücksichtigen:

- die prägenden Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes,
- die bestehende und bei Vorliegen einer entsprechenden Planung auch die beabsichtigte 

Gestaltung der benachbarten Bebauung,
- Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen der Bauten und Anlagen,
- die Fassaden- und Dachgestaltung sowie die Materialisierung und Farbgebung,
- die Gestaltung der Aussenräume, insbesondere des Vorlandes und der Begrenzungen gegen den 

öffentlichen Raum,
- die Gestaltung und Einordnung der Erschliessungsanlagen, Abstellplätze und Eingänge.

Diese Bestimmung geht weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihr kommt daher selbständige 

Bedeutung zu. Der Begriff „gute Gesamtwirkung“ stellt einen unbestimmten kommunalen 

Gesetzesbegriff dar, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen 

Beurteilungsspielraum haben. Wird die Anwendung einer von der Gemeinde erlassenen 

Bestimmung Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die Rechtsmittelinstanzen zu 

4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 9/10 
N. 4 f. und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen.
5 Baureglement der Gemeinde Uebeschi vom 7. Dezember 2012 (GBR).

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prüfen, ob die von der Gemeinde geltend gemachte Auslegung rechtlich haltbar ist. Sie 

auferlegen sich bei der Auslegung von unbestimmten Rechtsbegriffen in eigenständigen 

kommunalen Vorschriften eine gewisse Zurückhaltung gegenüber der Auffassung der 

Gemeinde, indem sie sich der Prüfung enthalten, ob eine andere Bedeutung der 

umstrittenen Bestimmung ebenfalls möglich und rechtlich vertretbar wäre. Sie sind nicht 

befugt, die kommunale Auslegung der Norm durch ihr eigenes Verständnis zu ersetzen, 

wenn die Rechtsauffassung der Gemeinde betreffend den Inhalt, den Sinn und die Tragweite 

der interessierenden Vorschrift rechtlich vertretbar erscheint. Dies gilt insbesondere dann, 

wenn die Würdigung örtlicher Verhältnisse in Frage steht.6 Jedoch dürfen auch an das 

Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt 

werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders hohen 

architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen 

Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine 

neue Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der 

Umgebung zu orientieren hat.7

d) Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Vorinstanz hätte zwingend die OLK 

beiziehen müssen. Die Gemeinde stellt sich hingegen auf den Standpunkt, es habe 

vorliegend keine Pflicht bestanden, die OLK bereits im Baubewilligungsverfahren 

beizuziehen; vielmehr sei diese Entscheidung einzig in ihrem Ermessen gelegen.

Das Rechtsamt der BVE hat für die ästhetische Beurteilung des Um- und Ausbauvorhabens 

der Beschwerdeführenden die OLK beigezogen; dazu war die BVE, als verwaltungsinterne 

Justizbehörde, sowohl gestützt auf die allgemeinen geltenden Verfahrensgrundsätze gemäss 

Art. 18 Abs. 1 und 2 VRPG8 als auch gestützt auf Art. 4 Abs. 1 OLKV9 befugt. Aufgrund 

dieses Umstands und angesichts des Verfahrensausgangs kann deshalb offen gelassen 

werden, ob vorliegend bereits die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, die OLK 

beizuziehen.

e) In ihrem Bericht vom 15. August 2017 führt die OLK bezüglich Charakterisierung des 

Ortsbilds in der Umgebung des Bauvorhabens aus, das Ortsbild von Uebeschi sei – nicht nur 

im engeren Umfeld des umstrittenen Hauses – ausgesprochen heterogen. So variiere nicht 

6 VGE 22887 vom 21.8.2007, E. 4.3 mit Hinweisen.
7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 5; BVR 2009 S. 328 E. 5.3 und 2006 S. 491 E. 6.3.1 f.
8 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
9 Verordnung vom 27. Oktober 2010 über die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLKV; 
BSG 426.221).

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nur die Setzung der Baukörper, sondern auch deren Volumina, Proportionen, 

Fensterverteilung und Firstrichtung. Die vorhandenen Bauten seien massiv gemauert, in 

Ständerbauweise oder als Fachwerk ausgeführt; ferner seien sie auf Sicht oder verputzt und 

verschiedentlich mit Eternitrand oder einer Brettschalung versehen. Letztere sei jeweils 

stehend oder liegend angebracht und naturbelassen, gebeizt oder in Grautönen gehalten, 

aber teilweise auch farbig gefasst. Daneben gebe es – gerade bei Bauten nach 1980 – 

allerlei konstruktive und gestalterische Mischformen, die entwurfsmässig selten überzeugen 

würden. Für das innere Ortsbild prägend seien wenige Leitbauten aus der Zeit um 1900, die 

ihrerseits jedoch unterschiedlichen konstruktiven und stilistischen Vorbildern folgen würden. 

Im unmittelbaren Umfeld des umstrittenen Vorhabens seien dies insbesondere die beiden 

auf der gegenüberliegenden Seite der Kantonsstrasse stehenden grossvolumigen 

Liegenschaften Nrn. E._______ und F._______. Das bestehende Haus der 

Beschwerdeführenden gehöre schliesslich zu den zahlreichen Einfamilienhäusern, die nach 

1960 vielfach eher konzeptlos – also keiner übergeordneten und vorausschauenden 

Gesamtplanung folgend – in die gleichmässig parzellierten Grundstücke am Dorfrand gesetzt 

worden seien. Die Architektur der meisten dieser Eigenheime sei beliebig und austauschbar. 

Die Wohnzone W2 in der Gemeinde Uebeschi sei denn auch ein anschauliches Beispiel 

dafür, wie die soeben beschriebene Agglomerations-Architektur in den ländlichen Raum 

exportiert worden sei und dort gesamthaft oft ortsfremd wirke. 

So unterschiedlich wie die Architektur sei im Übrigen das Verhältnis der einzelnen Gebäude 

zum öffentlichen Raum. So gebe es je nach Terrainverlauf Latten- und Staketenzäune sowie 

Böschungsmauern aus Natur- oder Zementformsteinen. Teilweise seien die Vorgartenzonen 

aber auch mit Maschendrahtzäunen oder gar nicht eigefriedet und manchmal werde das 

Umfeld eines Gebäudes durch asphaltierte Vorplätze, Garagenzufahrten und Abstellflächen 

sogar zum Strassenraum hin aufgerissen. In Bezug auf die Gestaltung und Begrenzung des 

öffentlichen Raums bestehe in Uebeschi folglich ein Defizit. Dies gelte insbesondere auch für 

das umstrittene Gebäude. So überzeuge bei diesem die gegenwärtige Gartensituation mit 

offenem Abstandsgrün in keiner Weise; die betreffende Umgebungsgestaltung sei daher 

eindeutig verbesserungsfähig.

f) Zur Wirkung des Bauvorhabens in Bezug auf das umliegende Ortsbild bzw. auf die 

bestehende Gestaltung der benachbarten Bebauung führt die OLK in ihrem Bericht aus, das 

Einfamilienhaus der Beschwerdeführenden – welches als Typenhaus eigentlich für ein 

urbanes Umfeld konzipiert worden sei – wirke in seiner heutigen Form an diesem Standort 

ortsfremd. Durch den projektierten Umbau werde das Gebäude jedoch ein völlig anderes 

Gesicht erhalten; die filigrane „zweite Fassade“ und deren Materialisierung erachtet die OLK 

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dabei nicht als problematisch. So könne die OLK auch den von der Gemeinde monierten 

„siloähnlichen Charakter“ nicht nachvollziehen. Die Neukonzeption mit einer von einer 

Staketenschalung überspannten Erschliessungszone bzw. zusätzlichen Raumschicht auf der 

Balkonseite nehme vielmehr ein in der Region früher verbreitetes Motiv auf, entwickle daraus 

ein im Baumaterial (Holz) identisches, farblich aber dem Grundbau angeglichenes 

Entwurfselement und setze dieses ganz oder teilweise fassadenfüllend um. Mit Blick auf die 

benachbarten Gebäude, die teilweise ein beträchtliches Volumen aufweisen würden, sei 

zudem auch das zusätzliche Geschoss tragbar.

Die OLK hält sodann fest, dass gerade aufgrund des ausgesprochen heterogenen Ortsbilds 

entlang der Kantonsstrasse ein neuzeitlich (um-)gestalteter Baukörper an besagter Stelle gut 

denkbar sei. So liege das Haus der Beschwerdeführenden gut einsehbar im Strassenraum 

und werde schon heute im leicht geschwungenen Strassenraum aus verschiedenen 

Perspektiven wahrgenommen; auch deshalb seien gestalterische Verbesserungen, wie sie 

mit dem geplanten Umbau nun vorgesehen wären, begrüssenswert.

Weiter fügt die OLK an, dass die Bebauung mit Einfamilienhäusern in der Wohnzone W2 

stellenweise zwar ortsfremden Charakter habe; alle diese Bauten seien aber inzwischen 

längst gebaute Realität. Auch in dieser Hinsicht sei es deshalb legitim, einerseits dem Gebot 

der Zeit folgend eine innere Verdichtung anzustreben (Aufstockung) und andererseits einen 

allfälligen Umbau auch mit unkonventionellen gestalterischen Mitteln auszuformulieren 

(Staketenschalung); eine simple Volumenvergrösserung unter Satteldach liefere nämlich 

nicht zwingend befriedigende Resultate.

Zusammenfassend kommt die OLK zum Schluss, dass schon aufgrund des Umstands, 

wonach in der Wohnzone W2 von Uebeschi die einzelnen Liegenschaften derart verschieden 

gestaltet seien, eine bewusste Wechselwirkung zwischen diesen eigentlich gar nicht 

stattfinde und in der Regel auch nie beabsichtigt worden sei. Letztlich handle es sich 

vielmehr um eine Ansammlung von auf sich selbst bezogenen Eigenheimen, die 

konzeptionell weder einen Kontext suchen würden noch gestalterisch je einen solchen 

herstellen könnten. Der umstrittene Umbau versuche indes, diese Baugesinnung mit einem 

unkonventionellen Entwurf zu durchbrechen. Letzterer beziehe sich auf regionale 

Architekturmotive, die weiterentwickelt würden, und auf Volumetrien benachbarter 

Gebäudekörper selbstbewusst reagiere. Dadurch entstehe ein neuer Mosaikstein im 

vielgestaltigen Ortsbild von Uebeschi.

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g) Aufgrund ihrer Ausführungen beantragt die OLK, das Um- und Ausbauvorhaben der 

Beschwerdeführenden zu bewilligen. Gleichzeitig empfiehlt sie aber, die Bewilligung mit zwei 

Auflagen zu verknüpfen. So sei einerseits der Garten zur Kantonsstrasse hin räumlich zu 

schliessen und andererseits der giebelseitig platzierte Carport gemäss der ursprünglichen 

Planung als kubisches staketenverschaltes Volumen zu gestalten. Denn würde Letzterer 

unverändert übernommen werden, würde das bestehende Vordach nach dem geplanten 

Umbau nach Ansicht der OLK gestalterisch als Fremdkörper wirken und wäre damit einer 

einheitlichen, in sich stimmigen Gesamterscheinung des Hauses abträglich.

h) Die dem Bericht der OLK beiliegende Bilddokumentation zeigt, dass das Ortsbild in 

Uebeschi entlang der Kantonsstrasse äusserst heterogen ist. Nichts anderes gilt für die 

nähere Umgebung der Bauparzelle. So befinden sich im betreffenden Strassenzug sowohl 

verschieden grosse Wohnhäuser (aus der Zeit von 1950 bis 1965) als auch zwei 

grossvolumige Bauernhäuser (aus der Zeit um 1900). Die Häuser weisen unterschiedliche 

Konstruktionsformen auf. Ihre Stellung und Ausrichtung ist zudem nicht einheitlich. Die 

vorhandenen Gebäude unterscheiden sich aber nicht nur in Bezug auf ihre Stellung, Form, 

Proportionen und Dimensionen, sondern auch hinsichtlich ihrer Fassadengestaltung, 

Materialisierung und Farbgebung stark voneinander. Die Fassade des Wohnhauses 

(Nr. G._______), welches sich östlich der Bauparzelle befindet, ist im unteren Bereich hell 

verputzt und im oberen Bereich mit einer Brettschalung versehen, welche von dunkelbraun 

bis schwarz reicht.10 Die beiden anderen Wohnhäuser (Nrn. H._______ und I._______) sind 

zwar beide vollständig hell verputzt, jedoch in unterschiedlichen Farbtönen.11 Die beiden 

Bauernhäuser (Nrn. E._______ und F._______), welche sich auf der gegenüberliegenden 

Seite der Kantonsstrasse befinden, weisen grösstenteils in braun gehaltene Holzfassaden 

auf; deren Sockel sowie einzelne Fassadenelemente sind wiederum in unterschiedlichen 

Grautönen verputzt.12 Letztlich prägen diese beiden Bauernhäuser mit ihren Giebel- bzw. 

Trauffassaden aus Holz aber den umliegenden Strassenraum stark. Das Haus der 

Beschwerdeführenden in seiner jetzigen Form gehört hingegen – wie die umliegenden 

Wohnhäuser – zu denjenigen Gebäuden, welche aufgrund ihres urbanen Charakters bzw. 

ihrer Agglomerations-Architektur – wie sie die OLK zutreffend nennt – in der voralpinen, 

landwirtschaftlich geprägten Zwischenzone, in welcher sich die Gemeinde Uebeschi 

befindet, ortsfremd wirken.

10 Vgl. Bildbeilage zum Fachbericht der OLK vom 15. August 2017, S. 5 Mitte und S. 9 oben und Mitte.
11 Vgl. Bildbeilage zum Fachbericht der OLK vom 15. August 2017, S. 5 unten, S. 9 sowie S. 11 oben.
12 Vgl. Bildbeilage zum Fachbericht der OLK vom 15. August 2017, S. 5 und S. 10 jeweils oben und Mitte.

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Durch den geplanten Um- und Ausbau würde das betreffende Haus aber – wie die OLK 

richtigerweise ausführt – ein völlig anderes Erscheinungsbild erhalten. Die von der 

Gemeinde geäusserte Ansicht, wonach die geplante Staketenschalung zu einem prägenden 

Merkmal des Gebäudes werde, kann zwar gefolgt werden. So soll diese – mit Ausnahme von 

ein paar wenigen Öffnungen (insbesondere auf Höhe der Balkone und des 

Gartensitzplatzes) – die gesamte Nord- und Westfassade umfassen und daher gut vom 

öffentlichen Raum her einsehbar sein. Dieser Umstand hat jedoch nicht zur Folge, dass die 

umstrittene Staketenschalung nicht ortsbildverträglich wäre. Ebenso wenig verleiht die 

geplante Verschalung dem Gebäude einen siloähnlichen Charakter. Es ist zwar davon 

auszugehen, dass das Haus der Beschwerdeführenden mit der umstrittenen 

Staketenschalung sowie der gleichzeitigen Aufstockung eine dominantere Erscheinung 

haben dürfte, als dies zum jetzigen Zeitpunkt der Fall ist. Dies ist angesichts des westlich der 

Bauparzelle befindlichen Massivbaus (Nr. I._______)13 sowie den beiden grossvolumigen 

Bauernhäusern (Nrn. E._______ und F._______)14, die sich auf der gegenüberliegenden 

Seite der Kantonsstrasse befinden, aber unproblematisch. Vielmehr wird dadurch eine 

grössere Einheitlichkeit in Bezug auf die Dimensionen der betreffenden Gebäude erreicht; 

von einer (zu) wuchtigen Erscheinung kann entgegen den Ausführungen der Gemeinde 

jedenfalls nicht gesprochen werden. Hinzu kommt, dass mit der geplanten Staketenschalung 

aus Holz nicht nur ein früher in der Region verbreitetes Motiv aufgenommen und weiter 

entwickelt wird, sondern sich das Um- und Ausbauvorhaben damit insbesondere auch an 

den beiden Bauernhäusern, welche das umliegende Strassenbild prägen, orientiert. Dass 

deren Holzfassaden nicht stehend, sondern grösstenteils liegend ausgeführt und nicht 

hellgrau, sondern braun gehalten sind, ändert daran nichts. Entscheidend ist vielmehr, dass 

sich das umstrittene Vorhaben bewusst an den qualitativ hochwertigeren Bauten in seiner 

Umgebung, mithin an den beiden Bauernhäusern Nrn. E._______ und F._______, orientiert 

und seine Umgebung nicht stört. Am Beispiel des Neubaus am Weg zur Schürmatt, 

gegenüber dem Gebäude Nr. J._______ wird ausserdem deutlich, dass eine blosse 

Volumenvergrösserung unter Satteldach ohne Staketenschalung nicht unbedingt zu einem 

besseren Resultat führt.15 Letztlich ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass es sich vorliegend 

nicht um eine besonders schützenswerte Umgebung handelt. So liegt die Bauparzelle weder 

in einem Ortsbildschutzgebiet noch in einer Baugruppe nach Bauinventar. Das einzige im 

Bauinventar als erhaltenswert eingestufte Objekt in der näheren Umgebung der Bauparzelle, 

ist die „Alte Käserei“, in welcher sich heute die Gemeindeverwaltung befindet. Dieser Bau 

13 Vgl. Bildbeilage zum Fachbericht der OLK vom 15. August 2017, S. 7 und 8 jeweils unten sowie S. 9 oben und 
unten.
14 Vgl. Bildbeilage zum Fachbericht der OLK vom 15. August 2017, S. 5 und S. 10 jeweils oben und Mitte.
15 Vgl. Bildbeilage zum Fachbericht der OLK vom 15. August 2017, S. 13 unteres Bild.

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wird durch das Vorhaben der Beschwerdeführenden jedoch nicht gestört. Vielmehr weist das 

betreffende Gebäude auf seiner der Bauparzelle zugewandten nordöstlichen Seite eine 

Holzfassade auf, welche der geplanten Staketenschalung nicht unähnlich sieht.16

i) Nach dem Gesagten orientiert sich das umstrittene Um- und Ausbauvorhaben an den 

prägenden Elementen des bestehenden Strassenbildes und tritt damit im Umgebungsbild 

nicht störend in Erscheinung; das Um- und Ausbauvorhaben führt vielmehr zu einer 

Verbesserung der bestehenden Situation. Das Erfordernis der „guten Gesamtwirkung“ nach 

Art. 7 Abs. 2 GBR ist damit erfüllt. Dies gilt umso mehr, als dass an diese bei der 

vorliegenden, aus ästhetischer Sicht nicht besonders wertvollen Umgebung nicht allzu 

strenge Anforderungen gestellt werden dürfen. Auch wenn der Gemeinde bei der Auslegung 

des Begriffs der „guten Gesamtwirkung“ ein gewisser Beurteilungsspielraum zukommt, kann 

ihrer Auffassung daher nicht gefolgt werden. Als Begründung für den Bauabschlag aus 

ästhetischen Gründen hält sie in ihrem Entscheid vom 12. April 2017 in allgemeiner Weise 

fest, die geplante Staketenschalung habe Silocharakter und wirke im Vergleich zu den 

vorherrschenden Fassaden viel zu wuchtig; folglich stehe diese nicht im Einklang mit den 

umliegenden Häusern. Dabei bleibt jedoch unklar, was genau die Gemeinde mit dem Begriff 

„Silocharakter“ vorliegend meint bzw. inwiefern die beabsichtigte Verschalung dem Gebäude 

einen solchen Charakter verleihen soll. Angesichts der grossvolumigen Bauten in der 

unmittelbaren Umgebung der Bauparzelle kann ferner nicht von einer zu wuchtigen 

Erscheinung der geplanten Fassaden gesprochen werden. Aber auch im Verlaufe des 

Verfahrens vermochte die Gemeinde nicht überzeugend darzulegen, inwiefern der 

kommunale Gestaltungsgrundsatz tatsächlich verletzt werde. So hält sie in ihren 

Schlussbemerkungen im Wesentlichen lediglich fest, dass sich die OLK in ihrem Bericht zu 

stark an Vergangenem orientiere. Dem kann jedoch nicht gefolgt werden. Vielmehr ist es für 

die gute Gesamtwirkung entscheidend, dass sich das Um- und Ausbauvorhaben der 

Beschwerdeführenden an den das umliegende Strassenbild prägenden Bauten orientiert. Die 

von der Vorinstanz vertretene Auffassung ist aufgrund der genannten Umstände rechtlich 

nicht haltbar.

j) Gemäss den obigen Ausführungen führt der geplante Um- und Ausbau auch ohne die 

von der OLK gewünschten Verbesserungen betreffend Umgebungsgestaltung und Carport 

zu einer guten Gesamtwirkung. Das Bauvorhaben erfüllt damit die massgebenden 

Gestaltungsvorschriften und ist daher aus ästhetischer Sicht bewilligungsfähig. Insofern sind 

die von der OLK empfohlenen Auflagen nicht nötig.

16 Vgl. Bildbeilage zum Fachbericht der OLK vom 15. August 2017, S. 5 unten sowie S. 6 oben.

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k) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die OLK das Um- und Ausbauvorhaben 

der Beschwerdeführenden geprüft und zur Bewilligung empfohlen hat. Die BVE sieht keinen 

Anlass, von dieser überzeugenden Fachmeinung abzuweichen und dem Vorhaben die 

Baubewilligung aus ästhetischen Gründen zu verweigern. Da das Vorhaben auch ansonsten 

den massgebenden Vorschriften entspricht und alle erforderlichen Zusatzbewilligungen 

sowie Fachberichte vorliegen und Letztere allesamt positiv lauten, ist die Beschwerde 

gutzuheissen. Dementsprechend ist der Bauabschlag gemäss Ziffer 4.1 des Bauentscheids 

der Gemeinde Uebeschi vom 12. April 2017 aufzuheben und das Um- und Ausbauvorhaben 

der Beschwerdeführenden zu bewilligen. Da der vorinstanzliche Entscheid in Ziffer 4.3 

bereits auf die genannten Zusatzbewilligungen und Fachberichte verweist und somit die 

darin verfügten bzw. genannten Auflagen und Bedingungen gelten, müssen diese mit dem 

vorliegenden Entscheid nicht (neu) verfügt werden.

4. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. 

Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren 

erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf 

Fr. 1'200.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV17). Die Kosten der OLK 

(Fr. 800.– für den Bericht vom 15. August 2017 gemäss Rechnung vom 25. August 2017) 

werden gestützt auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Die Verfahrenskosten im 

Beschwerdeverfahren betragen somit Fr. 2'000.–. Gemäss Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die 

Verfahrenskosten der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale 

Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 

rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben.

b) Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens gilt die Gemeinde Uebeschi als 

unterliegende Partei. Vorliegend können dieser jedoch keine Verfahrenskosten auferlegt 

werden, da sie nicht in ihren Vermögensinteressen betroffen ist (Art. 108 Abs. 2 VRPG i.V.m. 

Art. 2 VRPG). Der Kanton trägt daher die Verfahrenskosten. Die amtlichen Kosten für das 

erstinstanzliche Baubewilligungsverfahren in der Höhe von Fr. 2'384.45 haben hingegen in 

jedem Fall die Beschwerdeführenden als Baugesuchsteller zu tragen (Art. 52 Abs. 1 

BewD18).

17 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).
18 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).

RA Nr. 110/2017/54 13

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 

deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 

Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als 

gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Da die Gemeinde als unterliegend gilt, 

haben die Beschwerdeführenden Anspruch auf Parteikostenersatz.

Das von den Rechtsvertretern der Beschwerdeführenden geltend gemachte Honorar von 

Fr. 6'700.– zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer ist überhöht. Die Parteikosten umfassen 

den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). 

Nach Art. 11 Abs. 1 PKV19 beträgt das Honorar in verwaltungsrechtlichen 

Beschwerdeverfahren Fr. 400.– bis Fr. 11'800.– pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs 

bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand sowie 

der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG20). 

Im vorliegenden Fall ist der gebotene Zeitaufwand aufgrund der Durchführung eines 

Beweisverfahrens sowie eines zweiten Schriftenwechsels zwar als durchschnittlich zu 

werten. Angesichts der Baukosten gemäss Baugesuch von rund Fr. 540'000.– und den 

umstrittenen Rechtsfragen sind aber die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit 

des Prozesses insgesamt als eher unterdurchschnittlich einzustufen. Daher erscheint eine 

Ausschöpfung des Gebührenrahmens zu 35 % und damit ein Honorar von Fr. 4'390.– (exkl. 

Auslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Die Gemeinde hat somit den 

Beschwerdeführenden eine Parteikostenentschädigung von Fr. 4'892.40 (Honorar Fr. 4'390.–

, Auslagen Fr. 140.– und Mehrwertsteuer Fr. 362.40) zu bezahlen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Bauabschlag gemäss Ziffer 4.1 des 

Bauentscheids der Gemeinde Uebeschi vom 12. April 2017 wird aufgehoben. Das 

Baugesuch vom 14. Dezember 2016 mit Projektänderung vom 8. März 2017 wird 

bewilligt. Massgebend sind folgende Pläne:

- Situationsplan/Grundbuchplankopie im Massstab 1:500 vom 14. Dezember 2016 

(abgestempelt von der Gemeinde Uebeschi am 15. Dezember 2016)

19 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; 
BSG 168.811).
20 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11).

RA Nr. 110/2017/54 14

- Projektplan im Massstab 1:100 vom 14. Dezember 2016 (abgestempelt von der 

Gemeinde Uebeschi am 15. Dezember 2016)

- Fassadenplan im Massstab 1:100 vom 8. März 2017 (mit Eingangsstempel der 

Gemeinde Uebeschi vom 9. März 2017)

- Grundrissplan EG/Umgebungsplan im Massstab 1:100 vom 8. März 2017 (mit 

Eingangsstempel der Gemeinde Uebeschi vom 9. März 2017)

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Gemeinde Uebeschi hat den Beschwerdeführenden die Parteikosten im Betrag von 

Fr. 4'892.40 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- B.________, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Uebeschi, Bauverwaltung, eingeschrieben

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), z. H. der OLK-Gruppe Bern-Mittelland, 

zur Kenntnis

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

Barbara Egger-Jenzer

Regierungsrätin