# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35570680-caa5-5102-87a4-99bdfa7c20bd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.10.2011 E-5644/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5644-2011_2011-10-19.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­5644/2011

U r t e i l   v om   1 9 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Bruno Huber,
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

Parteien A._______, geboren (…),
Iran, 
alias
B._______, geboren (…), Niederlande,
vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer,
zba Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende,
(…),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);
Verfügung des BFM vom 4. Oktober 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der Beschwerdeführer  den  Iran  eigenen Angaben  zufolge  am  (…) 
verliess  und  über  den  Flughafen  von  (…)  am  20. September  oder  am 
21. September 2011 mit einem  ihm nicht  zustehenden Reisepass  in die 
Schweiz gelangte,

dass  er  am  22.  September  2011  bei  der  Grenzpolizei  am  Flughafen 
Zürich  um  Asyl  nachsuchte,  nachdem  er  am  21.  September  2011 
anlässlich  seiner  versuchten  Ausreise  nach  (…)  wegen  des  Verdachts 
der missbräuchlichen Verwendung von Identitätsdokumenten angehalten 
worden war,

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  mit  gleichentags  eröffneter 
Zwischenverfügung vom 22. September 2011 die Einreise in die Schweiz 
vorläufig verweigerte und  ihm  für die Dauer von maximal 60 Tagen den 
Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zuwies,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  summarischen  Befragung  vom 
24. September  2011  und  der  Anhörung  vom  30.  September  2011  zur 
Begründung  seines  Asylgesuchs  vorbrachte,  er  sei  iranischer 
Staatsangehöriger  und  er  habe  zusammen  mit  seinen  Eltern  in  (…) 
gelebt,

dass  er  als  erfolgreicher  Sportreiter  regelmässig  an  (…)  teilgenommen 
und sich in Sportvereinen engagiert habe,

dass  ihm die  staatliche Stiftung  (…)  respektive  (…)  im Jahre  (…) einen 
(...) verpachtet habe,

dass ab Anfang 2011 auf Vermittlung eines Freundes Amtsdirektoren des 
regimekritischen  Stadtpräsidenten  von  (…)  in  seinen  (...)  gekommen 
seien,  woraufhin  der  Sicherheitsverantwortliche  des  (...)  ihn  im  (…) 
vorgeladen  und  über  seine  Beziehungen  zu  den  besagten  Personen 
befragt habe,

dass  der  Direktor  der  Stiftung  ihn  am  Folgetag  aufgefordert  habe,  den 
Pachtvertrag für den (...) aufzulösen,

dass er danach in seiner Arbeit behindert worden sei und deshalb Anfang 
(…) 2011 eine andere Halle für seinen (...) gemietet habe,

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dass  die  Amtsdirektoren  nach  der  (…)  2011  erfolgten  Entlassung  des 
Stadtpräsidenten  von  (…)  im  Gefolge  von  Demonstrationen  einer 
paramilitärischen Miliz nicht mehr im (...) erschienen seien,

dass  ihn  der  Sicherheitsdienst  im  (…)  2011  erneut  telefonisch 
vorgeladen,  über  seine  Beziehungen  zu  den  Amtsdirektoren 
einvernommen und zur Zusammenarbeit aufgefordert habe,

dass  ihm  anlässlich  des  rund  (…)  Stunden  dauernden  Verhörs 
vorgeworfen  worden  sei,  von  den  Amtsdirektoren  Geld  für  eine 
Werbekampagne  im (...) erhalten und dafür eine Gegenleistung erbracht 
zu haben,

dass er mit der Auflage entlassen worden sei, Stillschweigen über diese 
Treffen zu bewahren und sich zur Verfügung zu halten,

dass  er  am  Abend  des  (…)  2011  seine  Heimatstadt  nach  dem  Erhalt 
einer  dritten  Vorladung  aus  Angst  vor  behördlichen  Nachstellungen 
verlassen  und  sich  vorerst  bei  einem  Freund  in  (…)  versteckt  gehalten 
habe, bevor er schliesslich auf dem Landweg in die Türkei ausgereist sei,

dass er später erfahren habe, die Sicherheitsbeamten hätten ihn am (…) 
2011  im  (...)  sowie  bei  seinen Eltern  gesucht  und  seinen Vater  für  (…) 
inhaftiert,

dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten und, soweit  für 
den Entscheid wesentlich, auf die nachfolgenden Erwägungen verwiesen 
wird,

dass sich aus den Akten ergibt, dass es sich beim vom Beschwerdeführer 
für  die  beabsichtigte  Weiterreise  nach  (…)  verwendeten  Dokument 
(eingezogene  niederländischen  Identitätskarte)  um  eine  Totalfälschung 
handelt,

dass der Beschwerdeführer  im erstinstanzlichen Verfahren Kopien einer 
Identitätskarte  und  einer  Geburtsurkunde  sowie  zur  Stützung  seiner 
gesuchsbegründenden Vorbringen verschiedene Papiere  (…) und Fotos 
einer Demonstration der  (…) vor dem Stadthaus  von  (…) zu den Akten 
reichte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  4.  Oktober  2011  –  eröffnet  am  6. 
Oktober  2011  –  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 

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Flüchtlingseigenschaft  nicht,  sein  Asylgesuch  vom  22.  September  2011 
ablehnte  und  die Wegweisung  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens 
Zürich sowie den Vollzug anordnete,

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  anführte,  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers seien unglaubhaft, weshalb deren Asylrelevanz nicht 
geprüft werden müsse und das Asylgesuch abzulehnen sei,

dass  insbesondere  seine Schilderungen  zu  den Nachstellungen  seitens 
des Sicherheitsdienstes äusserst vage, knapp und wenig nachvollziehbar 
ausgefallen seien,

dass er nicht gewusst habe, ob die Amtsdirektoren nach dem Weggang 
des Stadtpräsidenten ihre Posten auch hätten räumen müssen, ob diese 
in der Folge Probleme mit den Behörden gehabt hätten und aus welchem 
Grund sie nicht mehr im (…) erschienen seien,

dass  vor  dem  Hintergrund  der  geltend  gemachten  eigenen  Probleme 
erstaune,  dass  der  Beschwerdeführer  nichts  unternommen  habe,  um 
etwas  über  das  Schicksal  des  Stadtpräsidenten  und  dessen 
Amtsdirektoren in Erfahrung zu bringen,

dass  sich  zudem  aus  den  vom  Beschwerdeführer  beschriebenen 
Gesprächen  anlässlich  der  Vorladungen  nicht  ergebe,  weshalb  ihn  die 
Sicherheitsbeamten  hätten  verdächtigen  sollen,  mit  den  Amtsdirektoren 
zusammenzuarbeiten,  und  dieser  auf  entsprechenden Vorhalt  hin  keine 
nachvollziehbare Erklärung gegeben,  sondern  lediglich ausgesagt habe, 
die  Behörden  hätten  vielleicht  gedacht,  dass  diese  in  seinem  (...) 
Sitzungen abhielten,

dass  dieser  Erklärungsversuch  nicht  plausibel  sei,  zumal  es  nicht 
ungewöhnlich  sei,  dass  städtische  Beamte  miteinander  reden  und 
kooperieren würden,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  weder  in  der  Lage  gewesen  sei 
anzugeben,  von  welcher  Behörde  die  Sicherheitsbeamten,  die  ihn 
vorgeladen  hätten,  stammten,  noch  welche  Art  von  Zusammenarbeit 
diese von ihm als Leiter des (...) verlangt hätten,

dass  erstaune,  dass  ihn  die  Sicherheitsbeamten  angeblich  drei  Mal 
telefonisch  vorgeladen  hätten,  zumal  das  Bundesamt  davon  ausgehe, 
dass  Personen,  welche  von  der  Staatssicherheit  als  Staatsrisiko 

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eingestuft  würden,  zu  Hause  aufgesucht  und  nicht  lediglich  mündlich 
vorgeladen würden,

dass  der  Beschwerdeführer  überdies  nicht  in  der  Lage  gewesen  sei, 
genaue Angaben zur Razzia im Elternhaus zu machen beziehungsweise 
zu berichten, wie es zur Festnahme seines Vaters gekommen sei, obwohl 
zu erwarten gewesen wäre, dass er sich über diese für ihn bedeutenden 
Vorkommnisse genauestens informiert hätte,

dass zusammenfassend  festzustellen sei, dass sämtliche Aussagen des 
Beschwerdeführers zu seinen angeblichen Problemen mit den Behörden 
oberflächlich und stereotyp seien, sodass der Eindruck entstehe, er habe 
diese Ereignisse nicht wirklich erlebt,

dass  die  zu  den Akten  gereichten Beweismittel  an  dieser  Einschätzung 
nichts zu ändern vermöchten, zumal es sich um Dokumente handle, die 
keinen  ersichtlichen  Zusammenhang  mit  den  geltend  gemachten 
behördlichen  Nachstellungen  hätten,  womit  diesen  kein  Beweiswert 
zukomme,

dass  die  Folge  der  Ablehnung  eines  Asylgesuches  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  deren  Vollzug  vorliegend  zulässig, 
zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  durch  seinen  Rechtsvertreter  mit 
Rechtsmitteleingabe  vom 12. Oktober  2011  in materieller Hinsicht  unter 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung die Gewährung von Asyl oder 
jedenfalls  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft,  eventualiter  unter 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  die  Feststellung  der 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs beantragt,

dass  er  in  prozessualer Hinsicht  unter  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
beantragt,

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit  für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass die per Telefax übermittelten vorinstanzlichen Akten am 12. Oktober 
2011 beim Bundesverwaltungsgericht eingingen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31]  i. V. m.  Art. 31 – 33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften­
wechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 

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Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  nach  Prüfung  der  Akten  in 
Übereinstimmung mit dem BFM zur Ansicht gelangt, dass die Vorbringen 
des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  in der 
Tat nicht zu genügen vermögen,

dass  insbesondere  die  vom  Beschwerdeführer  geschilderte 
Vorgehensweise  der  iranischen  Sicherheitsbeamten  (telefonische 
Vorladungen)  realitätsfremd  erscheint  und  in  keiner  Weise 
nachvollziehbar  ist,  aus welchem Grund  ihn  diese  nach  der  Entlassung 
des Stadtpräsidenten überhaupt hätten vorladen sollen,

dass es dem Beschwerdeführer weder gelungen ist, auf eine plausible Art 
zu  erklären,  weshalb  er  von  den  Sicherheitsbeamten  in  seiner 
Eigenschaft  als  (…)  der  Kollaboration  mit  ihm  kaum  bekannten 
Amtsdirektoren  verdächtigt  worden  sein  soll,  noch  welche  Art  von 
Zusammenarbeit die Sicherheitsbeamten von ihm verlangt haben,

dass  sein  Erklärungsversuch  bei  der  Anhörung,  die  Beamten  seien  zu 
einem  Zeitpunkt  zu  ihm  in  den  (...)  gekommen,  als  die  (…)  versucht 
hätten, den Stadtpräsidenten aus dem Amt zu jagen, vielleicht hätten die 
Sicherheitsbeamten  Indizien  gesucht,  um  gegen  dessen  Anhänger 
vorzugehen, oder sie hätten vermutet, dass diese bei ihm ihre Sitzungen 
abhalten würden (vgl. Akten BFM A11/13 S. 8 Frage 53), in keiner Weise 
zu überzeugen  vermag,  zumal  bei  einer  solchen Ausgangslage die  erst 

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einige Zeit  nach der Amtsenthebung erfolgten Vorladungen keinen Sinn 
mehr machen würden,

dass  der  Beschwerdeführer  des  Weiteren  nicht  imstande  gewesen  ist, 
detaillierte  Angaben  zur  angeblichen  Razzia  bei  seinen  Eltern  und  zur 
anschliessenden Festnahme seines Vaters zu machen, obwohl er bei der 
Anhörung auf  entsprechende Frage antwortete,  er  habe  seither Kontakt 
mit seiner Mutter gehabt (vgl. A11/13 S. 11 Frage 82),

dass  seine  Aussagen  zu  den  fluchtauslösenden  Ereignissen  äusserst 
vage  und  unsubstanziiert  ausgefallen  sind  und  nicht  den  Eindruck 
entstehen lassen, er habe diese tatsächlich selber erlebt,

dass  sich  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde  lediglich  in 
unvollständiger  und  nicht  stichhaltiger  Weise  mit  der  im  Ergebnis 
zutreffenden Argumentation des Bundesamtes auseinandersetzen,

dass  sich  keine  Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  das  BFM  habe  bei  der 
Glaubhaftigkeitsprüfung  keine  Gesamtwürdigung  der  Aussagen 
vorgenommen und es unterlassen, diese gegeneinander abzuwägen,

dass  die  zu  den  Akten  gereichten  Dokumente  nicht  geeignet  sind,  die 
fluchtauslösenden Ereignisse zu belegen,

dass  angesichts  der Antwort  des Beschwerdeführers  bei  der Anhörung, 
er  habe  sich  nicht  erkundigt,  weshalb  die  Amtsdirektoren  nicht mehr  in 
seinen  (...)  gekommen  seien  (vgl.  A11/13  S.  5  Frage  22),  in  der 
angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  ausgeführt  wurde,  es  erstaune 
angesichts  der  geltend  gemachten  eigenen  Probleme,  dass  der 
Beschwerdeführer  nichts  unternommen  habe,  um  etwas  über  das 
Schicksal dieser Personen in Erfahrung zu bringen,

dass  der  Beschwerdeführer  den  angeblichen  Verdacht  der 
Sicherheitsbeamten,  die  Amtsdirektoren  hätten  ihm  eine 
Werbekampagne im (...) finanziert und dafür eine Gegenleistung erhalten, 
in Berücksichtigung seiner Aussage bei der Anhörung, er habe für diese 
Kampagne  nichts  bezahlen müssen, weil  die  zuständige Person  für  die 
Ausstrahlung der Werbung ein Freund von ihm gewesen sei (vgl. A11/13 
S. 7 Frage 48), ohne weiteres hätte entkräften können,

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dass  es  sich  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  erübrigt,  auf  die 
weiteren  Vorbringen  in  der  Beschwerde  einzugehen,  zumal  diese  nicht 
geeignet sind, an dieser Beurteilung etwas zu ändern,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich im Einklang 
mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt 
zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der 
vormaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  der  gleiche 
Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie 
sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls 
wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in: 
UEBERSAX/RUDIN/HUGI YAR/GEISER [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 
2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 

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Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  angesichts  der  heutigen  Lage  im  Iran  nicht  von  einer  Situation 
allgemeiner  Gewalt  oder  von  kriegerischen  oder  bürgerkriegsähnlichen 
Verhältnissen  gesprochen  werden  kann,  welche  für  den 
Beschwerdeführer  bei  einer  Rückkehr  eine  konkrete  Gefährdung 
darstellen würde,

dass sich in den Akten auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür finden, 
der  Beschwerdeführer  geriete  bei  einer  Rückkehr  aus  individuellen 
Gründen in eine existenzbedrohende Situation, zumal er jung und gesund 
ist und in seinem Heimatstaat über ein soziales Beziehungsnetz verfügt,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

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dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  ohne  vorgängige 
Instruktion  der  Antrag  auf  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses gegenstandslos wird,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos  erweist,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege  (Art. 65 Abs. 1 VwVG)  abzuweisen  ist  und 
bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.–  (Art. 16 
Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1­3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Der  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM,  die 
Flughafenpolizei Zürich und (…).

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: