# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f964f9eb-af7f-5597-854f-d54f6158619e
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-14
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 14.04.2025 F 2024 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2024-37_2025-04-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Adrian Willimann und lic. iur. Sarah Schneider
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 14. April 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Jud und/oder Rechtsanwalt Andreas 
Eichenberger, Badertscher Rechtsanwälte AG, Mühlebachstrasse 32, 
Postfach 769, 8024 Zürich
Beschwerdeführerin

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), Bahnhofstrasse 12,
Postfach 27, 6301 Zug
Beschwerdegegnerin 

weiter verfahrensbeteiligt: 
B.________

betreffend

Erwachsenenschutzrecht
(Massnahmen für die Dauer des Abklärungsverfahrens)

F 2024 37

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Urteil F 2024 37

A. Aufgrund einer Gefährdungsmeldung vom 11. September 2024, worin (untermau-
ert mit Belegen) der Verdacht auf eine unmittelbar bevorstehende Schädigung des Ver-
mögens von A.________ – im Wesentlichen durch zwei Personen, nämlich C.________ 
und D.________ – geäussert wurde, ordnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
des Kantons Zug (fortan: KESB) mit superprovisorischem Entscheid Nr. 2024/1230 vom 
13. September 2024 für A.________, geb. 1940, wohnhaft in E.________, eine umfassen-
de Beistandschaft an. Als Beistand wurde B.________ ernannt. Am 16. September 2024 
hörte die KESB A.________ im Beisein des Beistandes persönlich an. Mit Entscheid 
Nr. 2024/1280 vom 23. September 2024 bestätigte die Behörde die Anordnung der umfas-
senden Beistandschaft im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Ab-
klärungsverfahrens und nahm davon Vormerk, dass alle von A.________ unterzeichneten 
Vollmachten und Aufträge per 13. September 2024 erloschen seien, soweit sie nicht oh-
nehin aufgrund der Urteilsunfähigkeit von A.________ bereits ab Ausstellung unwirksam 
gewesen seien. Weiter erteilte sie dem Beistand die Postöffnungsbefugnis und die Befug-
nis zum Betreten der Wohnräume im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer 
des Abklärungsverfahrens. B.________ wurde als Beistand im Sinne einer vorsorglichen 
Massnahme während des Abklärungsverfahrens bestätigt und eingeladen, in Zusammena-
rbeit mit der KESB bis Ende 2024 über die zu verwaltenden Vermögenswerte ein Inventar 
aufzunehmen. Einer allfälligen Verwaltungsgerichtsbeschwerde entzog die KESB die auf-
schiebende Wirkung (BF-act. 2; KESB-act. VL). 

B. Hiergegen liess A.________ am 7. Oktober 2024 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erheben, wobei sie im Wesentlichen eine teilweise Aufhebung resp. Abänderung des Ent-
scheids der KESB vom 23. September 2024 insoweit verlangte, als für die Dauer des Ab-
klärungsverfahrens eine Vertretungsbeistandschaft im Umfang gemäss Begründung an-
zuordnen sei. Des Weiteren verlangte sie, es sei ihrer Beschwerde im Umfang ihres 
Hauptantrages die aufschiebende Wirkung wiederzuerteilen, was superprovisorisch und 
alsdann vorsorglich zu verfügen sei (act. 1). 

C. Mit Verfügung vom 10. Oktober 2024 wies der stellvertretende Kammervorsitzen-
de der fürsorgerechtlichen Kammer den Antrag auf superprovisorische Wiederherstellung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab. Zugleich setzte er den Parteien und Ver-
fahrensbeteiligten Frist bis zum 18. Oktober 2024, um zum Begehren um Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen und die sachbezogenen Akten ein-
zureichen (act. 2).

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Urteil F 2024 37

D. Innert Frist beantragte die KESB die Abweisung des Antrags der Beschwerdefüh-
rerin auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und reichte die Akten der Verfah-
rensleitung ein (act. 4; KESB-act. VL). Der Beistand nahm am 18. Oktober 2024 sogleich 
umfassend Stellung. Er beantragte die Bestätigung des angefochtenen Entscheids vom 
23. September 2024, die Beibehaltung des darin verfügten Entzugs der aufschiebenden 
Wirkung sowie eventualiter die Anordnung einer unabhängigen fachärztlichen Begutach-
tung über die Urteilsfähigkeit durch das Gericht (act. 5). Weiter reichte er verschiedene 
Belege ein über die Vermögensverhältnisse der Beschwerdeführerin sowie deren Bezie-
hungen zu C.________ (BB-act. 1-18). Mit Verfügung vom 24. Oktober 2024 bestätigte die 
Kammervorsitzende den Entzug der aufschiebenden Wirkung bis zum Entscheid in der 
Hauptsache (Anordnung einer umfassenden Beistandschaft für die Dauer des Ab-
klärungsverfahrens) und setzte den Parteien Frist bis zum 25. November 2024, um sich 
hierzu zu äussern und gegebenenfalls weitere Akten einzureichen (act. 6). 

E. Mit Stellungnahme vom 25. November 2024 beantragte die Beschwerdeführerin 
neu die vollumfängliche Aufhebung des Entscheids der KESB Nr. 2024/1280 vom 23. Sep-
tember 2024, bzw. eventualiter von dessen Dispositiv-Ziffern 15 in Kombination mit der 
vorsorglichen Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft im Sinne von Art. 394 ZGB, 
wahrzunehmen durch eine neue Beistandsperson. Weiter verlangte sie, es sei die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde Zug anzuweisen, für die Tonbandaufzeichnung der Be-
gutachtung durch den von der KESB zwischenzeitlich beauftragten Experten Dr. med. 
F.________ am 28. November 2024, 11.00 Uhr, zu sorgen (act. 9 S. 2). Gleichzeitig liess 
sie u.a. ein Privatgutachten des Dr. med. G.________ vom 22. November 2024 (BF-act. 7) 
sowie eine Kurzstellungnahme des Dr. med. H.________ vom 21. November 2024 (BF-
act. 11; beide: Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie) einreichen zum Beleg ihrer 
Urteilsfähigkeit. 

F. Der Beistand äusserte sich mit Eingabe vom 16. Dezember 2024 abschliessend, 
wobei er an den eingeholten Privatgutachten insbesondere kritisierte, dass den Gutach-
tern die Kenntnis der konkreten Hintergründe gefehlt habe (act. 13 S. 3 ff.). 

G. Mit Eingabe vom 17. Januar 2025 ersuchte der Rechtsvertreter der Beschwerde-
führerin um raschen Entscheid, ohne Abwarten des durch die KESB bei Dr. med. 
F.________ in Auftrag gegebenen Gutachtens (act. 15). 

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Urteil F 2024 37

H. Am 31. Januar 2025 (Eingang auf der Gerichtskanzlei: 3. Februar 2025) reichte 
die KESB ihre aktualisierten Akten sowie das zwischenzeitlich eingetroffene psychiatrische 
Gutachten des Dr. med. F.________ vom 26. Januar 2025 ein (act. 16; KESB-act. 5). 
Hierzu nahm die Beschwerdeführerin am 14. Februar 2025 Stellung (act. 19), der Beistand 
am 26. Februar 2025 (act. 25).  

I. Am 20. bzw. 21. Februar 2025 gingen Anträge von I.________, Tochter der Be-
schwerdeführerin, sowie von J.________, ihres (potenziellen) Vorsorgebeauftragten, um 
Beitritt zum Verfahren ein (act. 21 f.). Diese wurden mit Verfügungen der Kammervorsit-
zenden vom 6. März 2025 abgewiesen, wobei indes das Interesse des potenziellen Vor-
sorgebeauftragen auf Mitteilung des zu fällenden Urteils anerkannt wurde (act. 28 f.). 

J. Am 21. Februar 2025 wurde die Beschwerdeführerin durch den Spruchkörper per-
sönlich angehört (Protokoll act. 26) mit anschliessender erster Beratung durch das Ge-
richt. Am 14. März 2025 nahm sie abschliessend Stellung (act. 30). Die KESB verzichtete 
mit Schreiben vom 24. März 2025 auf Weiterungen (act. 32). Der Beistand äusserte sich 
selbentags nochmals ausführlich (act. 33). Die Beschwerdeführerin verzichtete mit Schrei-
ben vom 27. März 2025 auf eine weitere Stellungnahme und verwies auf ihre bisherigen 
Eingaben (act. 35). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 450 ZGB und § 58 Abs. 1 lit. a des Gesetzes betreffend die Ein-
führung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches für den Kanton Zug (EG ZGB; BGS 
211.1) kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde beim Verwaltungsgericht 
Beschwerde erhoben werden. Gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen beträgt 
die Beschwerdefrist zehn Tage (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Örtlich zuständig ist im Verfahren 
betreffend Erwachsenenschutzmassnahmen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
bzw. im Beschwerdefall das Gericht am Wohnsitz der betroffenen Person (Art. 442 Abs. 1 
ZGB; § 58 Abs. 2 EG ZGB). Das Verwaltungsgericht verfügt über volle Kognition, also 
auch über die Ermessenskontrolle (vgl. Art. 450a ZGB). Für das Verfahren vor Verwal-
tungsgericht gelten die Bestimmungen der Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen ist gemäss § 56 
EG ZGB i.V.m. Art. 450f ZGB auf das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht das Gesetz 

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Urteil F 2024 37

über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; 
BGS 162.1) anwendbar. Des Weiteren ist festzuhalten, dass auch Personen, denen die 
Handlungsfähigkeit entzogen worden ist, höchstpersönliche Rechte ausüben können. Die 
hier geltenden Anforderungen an die Urteilsfähigkeit sind rechtsprechungsgemäss herab-
gesetzt, um den Zugang zum Gericht nicht unbotmässig einzuschränken, so dass die Be-
schwerdelegitimation der Beschwerdeführerin jedenfalls zu bejahen ist, nachdem diese 
klar und nachvollziehbar auszudrücken vermag, dass sie sich durch die errichtete Bei-
standschaft eingeschränkt fühlt und diese aufgehoben sehen möchte. Der Mandatierung 
eines Rechtsvertreters für das vorliegende Verfahren hat zudem ohnehin der vorsorglich 
eingesetzte Beistand zugestimmt, so dass sich weitere Ausführungen dazu erübrigen. 

2.
2.1 Jede Person kann der Erwachsenenschutzbehörde Meldung erstatten, wenn je-
mand hilfsbedürftig erscheint (Art. 443 Abs. 1 ZGB). Die Erwachsenenschutzbehörde trifft 
auf Antrag einer am Verfahren beteiligten Person oder von Amtes wegen alle für die Dauer 
des Verfahrens notwendigen vorsorglichen Massnahmen. Sie kann insbesondere eine 
Massnahme des Erwachsenenschutzes – namentlich eine Beistandschaft – vorsorglich 
anordnen (Art. 445 Abs. 1 ZGB). Voraussetzung für die Errichtung vorsorglicher Mass-
nahmen ist, dass ein Hauptverfahren hängig ist und davon auszugehen ist, dass die dort 
geprüften Massnahmen tatsächlich angeordnet werden (Hauptsachenprognose, summari-
sche Prüfung, solange das Abklärungsverfahren noch hängig ist). Die Anordnung vorsorg-
licher Massnahmen muss weiter dringlich und verhältnismässig sein. Unter dem Titel der 
Dringlichkeit muss die Anordnung der vorsorglichen Massnahme geboten erscheinen, um 
den Zweck und Erfolg des Hauptverfahrens zu sichern. Der Verzicht auf die Massnahme 
muss einen erheblichen Nachteil bewirken, den die betroffene Person bzw. ihr Umfeld 
nicht abzuwenden vermögen. Die Verhältnismässigkeit der vorsorglichen Massnahme be-
zieht sich schliesslich auf die verschiedenen auf dem Spiel stehenden Interessen. Dabei 
ist stets die mildeste Anordnung zu treffen, die den angestrebten Erfolg noch zu gewähr-
leisten vermag. Die Massnahme darf nicht stärker in die Rechtsposition der betroffenen 
Person eingreifen als die in der Sache zur Diskussion stehende voraussichtlich definitive 
Massnahme. Für die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme genügt das Beweismass 
der Glaubhaftmachung (zum Ganzen Luca Maranta, in: Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 7. Aufl. 2022, Art. 445 N 5 ff.).

2.2 Die Erwachsenenschutzbehörde errichtet eine Beistandschaft, wenn eine volljäh-
rige Person wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines 

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ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise 
oder gar nicht besorgen kann oder wenn sie wegen vorübergehender Urteilsunfähigkeit 
oder Abwesenheit weder selber handeln kann noch eine zur Stellvertretung berechtigte 
Person bezeichnet hat (Art. 390 Abs. 1 ZGB).

2.2.1 Eine umfassende Beistandschaft wird errichtet, wenn eine Person, namentlich we-
gen dauernder Urteilsunfähigkeit, besonders hilfsbedürftig ist. Sie bezieht sich auf alle An-
gelegenheiten der Personensorge, der Vermögenssorge und des Rechtsverkehrs. Die 
Handlungsfähigkeit der betroffenen Person entfällt von Gesetzes wegen (Art. 398 ZGB). 
Die wichtigste Funktion der umfassenden Beistandschaft ist ihre Schutzfunktion, die dann 
zum Tragen kommt, wenn die betroffene Person ihre Angelegenheiten völlig unzweck-
mässig besorgt, etwa so krass gegen ihre eigenen wohlverstandenen Interessen handelt, 
dass es nicht verantwortet werden kann, dass sie weiterhin Rechtshandlungen vornimmt, 
und ihr deshalb die Handlungsfähigkeit nicht belassen werden kann (vgl. dazu etwa Daniel 
Rosch, in: Berner Kommentar, 2023, Art. 398 N 55). 

2.2.2 Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Person be-
stimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss 
(Art. 394 Abs. 1 ZGB). Durch eine Vertretungsbeistandschaft wird die Handlungsfähigkeit 
der betroffenen Person nicht von Gesetzes wegen eingeschränkt; die Erwachsenen-
schutzbehörde kann eine Einschränkung jedoch anordnen (Art. 394 Abs. 2 ZGB). 

2.2.3 Eine Mitwirkungsbeistandschaft wird errichtet, wenn bestimmte Handlungen einer 
hilfsbedürftigen Person zu deren Schutz der Zustimmung eines Beistands oder einer Bei-
ständin bedürfen (Art. 396 Abs. 1 ZGB). Die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person 
wird von Gesetzes wegen entsprechend eingeschränkt (Art. 396 Abs. 2 ZGB). Die Mitwir-
kungsbeistandschaft kommt primär dort in Frage, wo die betroffene Person zwar 
grundsätzlich noch über eine erhaltene Urteilsfähigkeit verfügt, diese jedoch insofern ein-
geschränkt ist, als sie sich z.B. entgegen ihrem eigenen wohlverstandenen Interesse aus-
nützen lässt (vgl. Yvo Biderbost, in: Basler Kommentar ZGB I, 7. Aufl. 2022, Art. 396 N 6 
ff.).  

2.2.4 Urteilsfähig ist gemäss Art. 16 ZGB jede Person, der nicht wegen ihres Kindesal-
ters, infolge geistiger Behinderung, psychischer Störung, Rausch oder ähnlicher Zustände 
die Fähigkeit mangelt, vernunftgemäss zu handeln. Nach ständiger bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung enthält der Begriff der Urteilsfähigkeit zwei Elemente: Einerseits ein intel-

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lektuelles Element, nämlich die Fähigkeit, Sinn, Zweckmässigkeit und Wirkungen einer 
bestimmten Handlung zu erkennen (auch: Willensbildungsfähigkeit bzw. intellektuelles 
Element); anderseits ein Willens- bzw. Charakterelement, nämlich die Fähigkeit, gemäss 
dieser vernünftigen Erkenntnis nach freiem Willen zu handeln (auch: Willensumsetzungs-
fähigkeit bzw. voluntatives Element; vgl. zum Ganzen etwa BGer 5A_401/2022 vom 
6. März 2023 E. 3.3 mit Hinweisen). Entsprechend hat sich auch ein Gutachten über die 
Urteilsfähigkeit insbesondere darüber auszusprechen, ob, bzw. inwieweit, die betroffene 
Person einerseits fähig ist, Sinn, Zweckmässigkeit und Wirkungen ihrer Handlungen zu er-
kennen und anderseits auch, inwieweit sie in der Lage ist, gemäss der vernünftigen Er-
kenntnis nach freiem Willen zu handeln und allfälliger fremder Willensbeeinflussung in 
normaler Weise Widerstand zu leisten (BGer 5A_912/2014 vom 27. März 2015 E. 3.2.2). 
Urteilsfähigkeit ist dabei stets relativ: Sie kann nicht abstrakt beurteilt werden, sondern nur 
immer konkret bezogen auf bestimmte Handlungen im Zeitpunkt ihrer Vornahme unter 
Berücksichtigung ihrer Rechtsnatur und Wichtigkeit (BGer 5A_401/2022 vom 6. März 2023 
E. 3.3 mit Verweis auf BGE 144 III 264 E. 6.1.1). 

Unter den oben genannten Gesichtspunkten sind auch psychiatrische Gutachten zur Ur-
teilsfähigkeit – seien diese nun Privatgutachten oder durch die Behörde eingeholte Gut-
achten – durch das Gericht zu würdigen und insbesondere auf ihre Vollständigkeit, Nach-
vollziehbarkeit und Aussagekraft zu prüfen. 

3.
3.1 Die KESB legte im Entscheid vom 23. September 2024 dar, aus der Gefähr-
dungsmeldung vom 11. September 2024 gehe deutlich hervor, dass A.________ mut-
masslich nicht mehr zu ihrem eigenen Schutz, besonders aber nicht mehr zum Schutz ih-
res Vermögens, entscheiden und handeln könne. Vorliegend sei mit anspruchsvollen, um-
fangreichen und komplexen Sachverhalten im Bereich Vermögensverwaltung, Gesell-
schaften und Immobilien umzugehen und es seien regelmässig entsprechende Geschäfte 
zu besorgen. Zurzeit läge kein ausreichender Überblick über die relevanten Vermögens-
werte von A.________ vor, diesen müsse sich der Beistand erst noch verschaffen. Eine 
Vertretungsbeistandschaft mit Einschränkung der Handlungsfähigkeit als weniger ein-
schneidende Massnahme stehe damit ausser Frage, da die Gefahr, bei einer Auflistung al-
ler Aufgaben nicht allen anliegenden Problemen gerecht zu werden, zu gross wäre. Zu 
gross wiege zudem die Gefahr, dass nicht alle Vermögenswerte geschützt werden könn-
ten und damit Handlungsraum für Dritte geschaffen würde. Für A.________ selbst sowie 
für ihr Vermögen brauche es somit einen stärkeren Schutz. Es sei demnach die mildest 

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mögliche Massnahme, A.________ und ihr gesamtes Vermögen mindestens für die Dauer 
der weiteren Abklärungen mittels umfassender Beistandschaft bestmöglich zu schützen. 
Einerseits müsse geklärt werden, ob die Urteilsunfähigkeit von A.________ allenfalls nicht 
offenkundig sei und sie deshalb immer wieder Gefahr laufe, durch Personen aus ihrem 
Umfeld ausgenutzt zu werden. Andererseits müsse ein Überblick über die zu schützenden 
Vermögenswerte gewonnen werden, was in Anbetracht des grossen Vermögens und der 
Struktur mit diversen Gesellschaften einer umfassenden Prüfung bedürfe.

3.2 Die Beschwerdeführerin schliesst zuletzt auf Aufhebung jeglicher Beistandschaft 
während der verbleibenden Dauer des Abklärungsverfahrens, nachdem sie zunächst ihr 
Einverständnis erklärt hatte mit einer vorübergehenden Vertretungsbeistandschaft im Sin-
ne von Art. 394 ZGB für die Vermögensverwaltung (act. 9, 1). Ihr zufolge beständen keine 
Gründe, generell an ihrer Handlungs- und Urteilsfähigkeit zu zweifeln. Die KESB habe den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig bzw. unvollständig festgestellt, indem sie vollum-
fänglich auf die Gefährdungsmeldung abgestellt habe. Die umfassende Beistandschaft sei 
unverhältnismässig. Zwar treffe es zu, dass die Vermögensverwaltung sowie die Verwal-
tung von Gesellschaften und Immobilien umfangreich, anspruchsvoll und komplex sei. Für 
solche Geschäfte vermöge sie sich jedoch selbst professionelle Hilfe zu organisieren. 
Ausserdem sehe das Gesetz hierfür gegebenenfalls die Vertretungsbeistandschaft vor. 
Eine umfassende Beistandschaft sei für die Unterstützung in der Vermögensverwaltung 
nicht erforderlich. Die Vermögenswerte, die vom Beistand verwaltet werden sollen, könn-
ten vorliegend klar bestimmt werden. Konkret könne der Beistand mit der Verwaltung der 
Aktien der Gesellschaften bzw. den von diesen gehaltenen Immobilien beauftragt werden. 
Diese würden ca. 97–98 % des Vermögens ausmachen. Eine erhebliche Vermögens-
schädigung während der Dauer der Abklärungen sei damit ausgeschlossen. 

Mit Eingabe vom 25. November 2024 machte die Beschwerdeführerin geltend, es lägen 
bei ihr weder Erkrankungen noch Behinderungen vor, insbesondere keine psychischen 
oder neurologischen. Dies ergebe sich aus dem von Dr. G.________ angefertigten Gut-
achten zur Urteilsfähigkeit in Bezug auf vermögensrelevante Rechtsgeschäfte. Gemäss 
dem Experten verfüge sie über eine ungetrübte Urteilsfähigkeit (act. 9 S. 6 f.; BF-act. 7). 
Es entspreche ihrer Absicht, die Liegenschaft an der .________ in K.________ "zu einem 
Freundschaftspreis an einen Freund" zu verkaufen. Das Ehepaar A.________ und 
L.________ habe sich seit Jahren grosszügig gezeigt. Der in Frage stehende (Schen-
kungs-)Betrag von rund .________ Millionen Franken sei vor dem Hintergrund der Vermö-
genslage der Beschwerdeführerin vernachlässigbar (act. 9 S. 8). Ihre Urteilsfähigkeit un-

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termaure zusätzlich ein Kurzgutachten des Dr. H.________ (act. 9 S. 8; BF-act. 11). Dem 
aktuellen Beistand wirft die Beschwerdeführerin vor, dieser würde primär seine eigenen In-
teressen an der Aufrechterhaltung der Beistandschaft verfolgen; gemäss Art. 401 Abs. 3 
ZGB sei aber ihr Wunsch nach Einsetzung einer anderen Beistandsperson zu respektieren 
(act. 9 S. 10; BF-act. 12). 

4. Wie bereits mit Verfügungen des hiesigen Gerichts vom 10. bzw. 24. Oktober 
2024 erläutert, ist völlig unbestritten, dass A.________ Unterstützung bei der Besorgung 
ihrer (komplexen) geschäftlichen Angelegenheiten und der Verwaltung ihres erheblichen 
Vermögens benötigt. Diese Aufgabe – inkl. der Auswahl professioneller Unterstützung z.B. 
durch einen Treuhänder oder durch Anwälte – nahm offenbar zeitlebens ihr verstorbener 
Ehemann L.________ sel. wahr (vgl. etwa act. 1 S. 7; BF-act. 7 S. 1), ohne dass sich 
A.________ massgeblich hiermit befassen musste. Ausschlaggebend für die Frage da-
nach, ob die vorsorglich errichtete Beistandschaft Bestand haben soll, ist aber nicht dieser 
ausgewiesene Unterstützungsbedarf allein, welcher bei vielen Immobilienbesitzern gege-
ben sein dürfte. Vielmehr ist die Frage zu beantworten, ob A.________ in der Lage ist, 
selbständig und unbeeinflusst von Dritten ihre eigenen Interessen wahrzunehmen und ei-
genständig zu entscheiden, wem sie die Besorgung ihrer geschäftlichen Angelegenheiten 
und die Vermögensverwaltung überträgt, bzw. auch, ob und durch wen sie sich auch in 
den Angelegenheiten des alltäglichen Lebens unterstützen und begleiten lässt. Zu fragen 
ist weiter danach, ob sie in der Lage ist, die Geschäftsführung durch die beauftragten Per-
sonen zu überwachen, bei unsachgemässer Besorgung ihrer Angelegenheiten gegebe-
nenfalls einzugreifen und so sich und ihre Interessen vor Übervorteilung oder anderen er-
heblichen Nachteilen angemessen zu schützen.

4.1 Die Urteilsfähigkeit sowie ein allfälliger Schwächezustand der Beschwerdeführerin 
sind Gegenstand der nach wie vor laufenden Abklärungen durch die KESB. Diesbezüglich 
liegt nun als erstes Abklärungsergebnis das von der Behörde in Auftrag gegebene Gutach-
ten des Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vor (KESB-
act. 5; vgl. zum notwendigen Inhalt einer solchen Begutachtung oben E. 2.2.4 sowie etwa 
Daniel Rosch, a.a.O., Art. 398 N 64 ff.). 

4.2
4.2.1 Mit Blick auf die vorhandenen Akten – die im Rahmen des Abklärungsverfahrens 
selbstverständlich noch zu ergänzen sein werden, etwa um genauere Belege zu den durch 
C.________ durchgeführten Umbauten an der .________ in E.________ oder dessen 

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Urteil F 2024 37

Anweisungen an die Urkundsperson bezüglich eines Verkaufs der Immobiliengesellschaf-
ten von A.________ – ist festzustellen, dass die Ereignisse im Zusammenhang mit 
C.________ jedenfalls zu grosser Besorgnis Anlass geben. Aus neutraler Warte ist offen-
sichtlich, dass verschiedene von diesem getroffene Vorkehren dem wohlverstandenen In-
teresse der Beschwerdeführerin diametral entgegenlaufen. So bestehen kaum noch Zwei-
fel daran, dass C.________ die Beschwerdeführerin gezielt beeinflusst hat im Hinblick auf 
einen Verkauf der Liegenschaft .________ in K.________ an ihn selbst zu einem weit un-
ter dem Marktwert liegenden Preis, indem er alte emotionale Verletzungen der Beschwer-
deführerin bewirtschaftete und diese durch Vorlage und Unterzeichnung eines Vertrags-
entwurfs (wofür abgesehen vom ausgeübten Druck weder rechtliche noch praktische 
Überlegungen sprachen) auf diesen Entschluss fixierte (vgl. dazu die Ausführungen des 
Beistandes, act. 5 S. 8 sowie BB-act. 11). Auf eine Beeinflussung deutet nicht zuletzt hin, 
dass die Beschwerdeführerin sich von ihrem Beistand offenbar ohne grosse Mühe wieder 
in die entgegengesetzte Richtung bewegen liess und sich keineswegs im Klaren war, dass 
ihr Vorhaben – auch steuerlich – als Schenkung mit entsprechenden Folgen zu qualifizie-
ren gewesen wäre (vgl. act. 5 S. 9). Einen eigentlichen Schenkungswillen verneinte die 
Beschwerdeführerin in ihrer Anhörung durch das Gericht am 21. Februar 2025 klar und 
deutlich (act. 26 S. 15 i.f.). 

4.2.2 Alarmierend ist sodann, dass C.________ sich umgehend als einzelzeichnungs-
berechtigten Verwaltungsrat der M.________ AG eintragen liess (act. 5 S. 9; BB-act. 12), 
was erst durch Intervention des Beistands wieder rückgängig gemacht werden konnte 
(BB-act. 13). Zumindest bei Rechtsanwalt N.________, der von A.________ mit dem Ver-
kauf ihrer Liegenschaften und Gesellschaften beauftragt worden war, gab denn auch de-
ren Verhalten zu hinreichender Besorgnis Anlass (da die Verkäufe allesamt weit unter 
Marktwert erfolgen sollten), so dass dieser die Tochter der Beschwerdeführerin bzw. deren 
Rechtsbeistand kontaktierte und danach fragte, ob die geplanten Transaktionen wirklich 
dem Willen ihrer Mutter entsprächen (KESB-act. VL-1.2; BB-act. 14). Diese Besorgnis hat 
sich als begründet erhärtet, nachdem die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 25. No-
vember 2024 erklärte, sie habe nie geplant, die Aktien ihrer Gesellschaften an 
C.________ zu verkaufen (act. 9 S. 20); auch aus der Befragung durch das Gericht ergab 
sich ohne Zweifel, dass sie dies wohl nicht wollte, der bereits in Gang gesetzte Vorgang 
aber nicht durch sie selber, sondern erst durch die verhängte Beistandschaft mit Ein-
schränkung der Handlungsfähigkeit gestoppt wurde (vgl. act. 26 S. 38 ff.). Unzutreffend 
erscheint zwar die Auffassung von Beistand und Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, 
wonach es C.________ mit der Einsetzung seiner eigenen Person als Verwaltungsrat der 

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Urteil F 2024 37

M.________ AG in der Hand gehabt hätte, sich selbst die Liegenschaft .________ auch 
ohne Zutun der Beschwerdeführerin zu übertragen (act. 5 S. 9; act. 9 S. 19 f.). Nach stän-
diger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist das Selbstkontrahieren grundsätzlich un-
zulässig und hat die Ungültigkeit des betreffenden Rechtsgeschäfts zur Folge, ausser es 
könne die Gefahr einer Benachteiligung des Vertretenen, hier von A.________ als Aktio-
närin der M.________ AG, ausgeschlossen werden (vgl. BGer 6B_818/2017 vom 18. Ja-
nuar 2018 E. 1.5.2 mit Hinweisen). Dennoch erscheinen die getroffenen Vorkehren geeig-
net, einen gewissen Druck auf die Beschwerdeführerin aufzubauen, zumal allenfalls hätte 
argumentiert werden können, A.________ habe der Doppelvertretung durch Unterzeich-
nung des Vertragsentwurfs zugestimmt. Zu Besorgnis Anlass gibt weiter, dass zunächst 
die Immobilie an der .________ übertragen werden sollte, und später – wohl im Bewusst-
sein darum, dass dieser Verkauf durch die gemeindliche Urkundsperson so nicht ohne 
Weiteres beurkundet würde – eine Übertragung der Liegenschaft mittels Übertragung der 
Anteile an der diese haltenden Immobiliengesellschaft ins Auge gefasst wurde (wozu auch 
die freien Notare [Anwaltsnotare] befugt sind, welchen ansonsten die Beurkundung von 
Grundstücksübertragungen nicht erlaubt ist [vgl. § 4 Abs. 2 sowie § 7 Abs. 2 des Gesetzes 
über die öffentliche Beurkundung und die Beglaubigung in Zivilsachen, BGS 223.1]). 

4.2.3 Es wirft in der Tat eine Reihe von Fragen auf, wenn die Beschwerdeführerin, die 
gemäss nachvollziehbaren eigenen Angaben keinen verschwenderischen Lebensstil pflegt 
(z.B. trotz ihres hohen Alters und erheblichen Vermögens ihre Wohnung noch mehrheitlich 
selber reinigt) und die Betätigung in ihren Immobiliengesellschaften als sinnstiftend erlebt 
(vgl. act. 26 S. 41) plötzlich ins Auge gefasst haben will, sämtliche ihrer zeitlebens (zu-
sammen mit dem Ehemann) aufgebauten Immobiliengesellschaften zu veräussern 
(vgl. act. 9 S. 20; BB-act. 14; die Meldung des mit der entsprechenden Vorbereitung be-
auftragten Anwalts brachte denn auch das vorliegende Verfahren überhaupt erst ins Rol-
len) und sie das Verteilen von Millionengeschenken im Rahmen des Vollzugs der Vermö-
gensauflösung an einen losen Bekannten damit erklären will, sie und ihr verstorbener 
Ehemann hätten sich seit Jahren grosszügig gezeigt, insbesondere Millionenbeträge für 
diverse Zwecke gespendet (vgl. dazu auch die Ausführungen in der Begutachtung durch 
Dr. G.________, BF-act. 7). Nota bene konnte die Beschwerdeführerin in der Anhörung 
durch das Gericht nicht einmal benennen, welcher Art denn die angeblich langjährige 
Freundschaft zu C.________ genau sei, was man gemeinsam unternehme etc., sondern 
führte lediglich aus, dieser würde immer wieder Besorgungen für sie machen (act. 26 S. 2 
ff., 52). Zwar steht es einer Person selbstverständlich im Grundsatz frei, ihr Vermögen 
nach Belieben zu verwenden, insbesondere hieraus Schenkungen zu entrichten. Dies gilt 

12

Urteil F 2024 37

aber nur, solange es sich bei der angedachten Verwendung um ihren eigenen, freien, von 
anderen Personen unbeeinflussten Willen handelt. Befindet sie sich hingegen in einer Ab-
hängigkeit von Personen wie C.________ und/oder D.________, aufgrund deren Interven-
tion sie sich unter erheblichem Fremdeinfluss und unter falschen Annahmen entreichert, 
liegt ein Schwächezustand vor, und bedarf sie des Schutzes durch einen Beistand. Dieser 
verweist mit Stellungnahme vom 16. Dezember 2024 zutreffend darauf, es gelte zu klären, 
ob die Beschwerdeführerin aus freiem Willen oder unter unbotmässiger Beeinflussung ihr 
Vermögen verschenken wolle, wobei zumindest zu vertieften Fragen Anlass gebe, dass 
sie plötzlich all ihre bisherigen Bezugspersonen (.________, Anwälte, Verwalter, 
.________) seit Sommer 2024 kategorisch ablehne und sich von diesen isoliere (act. 13 
S. 6). Eine solch abrupte Abkehr vom bisherigen Umfeld mutet in der Tat seltsam an, zu-
mal die Beschwerdeführerin hierfür bis anhin keine stringenten Erklärungen geliefert hat, 
bzw. diesbezüglich auch einen grossen Wankelmut gezeigt hat (etwa aktenkundig im Um-
gang mit dem Leiter ihres Family Office, O.________). 

4.3 Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Privatgutachten vermögen die dar-
gelegten, erheblichen Zweifel an einer unbeeinflussten Willensbildung nicht zu beseitigen. 
Sie leiden an dem entscheidenden Mangel, dass die Gutachter die Relativität der Urteils-
fähigkeit (oben E. 2.2.4) übergehen. Infolgedessen setzen sie sich mit den oben darge-
stellten Unstimmigkeiten in keiner Art und Weise kritisch auseinander und liefern auch kei-
ne befriedigenden Erklärungen für das doch äusserst seltsam anmutende Vorgehen der 
Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit den Geschäften mit C.________. Stattdessen 
wird zum Beleg der Selbstbehauptungsfähigkeit der Explorandin etwa ausgeführt, diese 
habe sich gegen ärztlichen Rat wehren und selbst über ihre medizinische Behandlung 
entscheiden können. Infolgedessen wird die Urteilsfähigkeit in allen Belangen pauschal 
bejaht. Ein Entscheid über eine medizinische Behandlung, nach vorgängiger sorgfältiger 
und neutraler Aufklärung über die Optionen durch den Arzt, der zwar eine Empfehlung ab-
geben mag, i.d.R. aber keinen hinreichenden Anlass hat, die Patientin nachgerade zur 
Übernahme derselben im eigenen Interesse zu manipulieren, ist nicht vergleichbar mit der 
Situation, in welcher sich die betagte Beschwerdeführerin konfrontiert sieht mit jemandem, 
der sich als Freund darstellt, sich im zweistelligen Millionenbereich beschenken lassen will 
und zu diesem Zweck systematisch die sich bietenden Möglichkeiten (etwa: Direktverkauf 
der Liegenschaft und/oder Übertragung der Immobiliengesellschaft) auslotet (BF-act. 7, 
11; vorne E. 4.2.2). Vor dem Hintergrund dieser völlig ungenügenden Auseinandersetzung 
der Privatgutachter mit der Fähigkeit der Explorandin, in solchen konkret vorliegenden Si-

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Urteil F 2024 37

tuationen einer Beeinflussung durch C.________ zu ihrem Nachteil standzuhalten, kann 
auf die Privatgutachten offensichtlich nicht abgestellt werden. 

Entsprechend hat die KESB denn auch völlig zu Recht mit ihren Fragen an den von ihr 
beauftragten psychiatrischen Gutachter Dr. F.________ gezielt dafür gesorgt, dass sich 
ein neutraler Experte mit diesen Sachverhalten auseinandersetze und sich eine Exper-
tenmeinung dazu bilde, ob die Beschwerdeführerin in der Lage sei, solche Machenschaf-
ten zu erkennen und ihnen gegebenenfalls entgegenzutreten, wenn sie damit nicht einver-
standen sein sollte (act. 9 S. 23). Ohne Abklärung dieser Frage wäre es der KESB gar 
nicht möglich, einen informierten Entscheid in der Hauptsache zu fällen, was aber ihre 
Aufgabe ist (zum Untersuchungsgrundsatz vgl. § 12 VRG). 

4.4 Doktor F.________ erstattete sein Gutachten schliesslich am 26. Januar 2025. 
Darin kam er zur zentralen Erkenntnis, die Urteilsfähigkeit sei bei der Explorandin als 
grundsätzlich vorhanden einzustufen. Gleichzeitig erachtete er als nicht gesichert, ob sie 
sich dem Einfluss Dritter widersetzen könne bzw. in der Lage sei, ihre Fähigkeit bezüglich 
Erkenntnis und Wertung sowie ihre Willensbildung umzusetzen. Er führte aus, dass – falls 
die in den Akten beschriebenen Umstände, insbesondere betreffend des Verkaufs der 
Liegenschaft an der .________ in K.________ zuträfen – die Vermutung nahe liege, dass 
sie sich in bestimmten Situationen beeinflussen lasse durch Bespielen ihrer Emotionalität 
sowie eines Glaubens um die Qualität einer Freundschaft (KESB-act. 5 S. 46 f.). Der Gut-
achter verwies weiter darauf, solche Abhängigkeiten könnten sich insbesondere mit zu-
nehmendem Alter intensivieren. Allenfalls könnte jedoch die Explorandin aufgrund des ak-
tuellen Verfahrens eine kritischere Haltung gegenüber C.________ und D.________ ein-
genommen haben (KESB-act. 5 S. 47; dies verneinte jedoch die Beschwerdeführerin an 
ihrer Anhörung durch das Gericht klar, vgl. act. 26 S. 3). 

4.5 Aufgrund der nun vorliegenden gutachterlichen Einschätzung, worin sich der Gut-
achter intensiv und in Kenntnis der Akten mit der Lage der Beschwerdeführerin befasste, 
kann deren Schutzbedarf präziser eingegrenzt werden, als dies zuvor möglich war. 

4.5.1 Dass die KESB vorerst anordnete, der Beschwerdeführerin sei zu ihrem eigenen 
Schutze bis zur Vorlage belastbarer Erkenntnisse bezüglich der Urteils(un)fähigkeit die 
Handlungsfähigkeit umfassend zu entziehen, erscheint weiterhin als korrekt. Insbesondere 
angesichts der vernunftgemäss kaum nachvollziehbaren, erratischen Meinungsum-
schwünge der Beschwerdeführerin (Schenkungswille ja oder nein, Auswechseln von Ver-

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Urteil F 2024 37

trauenspersonen, Zustimmung zur Beistandschaft) stand eine weitgehende Urteilsunfähig-
keit im Raum, da (noch) nicht klar eingeschätzt werden konnte, ob die Beschwerdeführerin 
selber schon gar nicht mehr zur konsistenten Willensbildung fähig war und es deshalb 
zum inkonsistenten Verhalten kam, oder ob die Meinungsumschwünge im Zusammen-
hang mit fremder Beeinflussung standen. Gleichzeitig standen gewichtige Geschäfte (Im-
mobilienübertragung bzw. Übertragung der Anteile an Immobiliengesellschaften) kurz vor 
dem Abschluss, die offensichtlich nicht im wohlverstandenen Interesse der Beschwerde-
führerin gewesen wären. Diesen konnte nur durch rasches Handeln der KESB Einhalt ge-
boten werden. Angesichts der massiven Bedrohungslage und der hohen zeitlichen Dring-
lichkeit blieb nachvollziehbar keine Zeit, vor Verhängen der vorsorglichen Massnahme 
langwierige Abklärungen zu treffen um zu bestimmen, ob allenfalls der eine oder andere 
Lebensaspekt bereits damals von der Beistandschaft hätte ausgenommen werden kön-
nen. Ein milderes Mittel als die umfassende Beistandschaft kam angesichts dessen 
zunächst nicht in Frage. Insbesondere wäre die Errichtung einer Vermögensverwaltungs-
beistandschaft, wie sie der Beschwerdeführerin vorschwebte, nicht zielführend gewesen, 
da diese ihr lediglich Unterstützung in der Vermögensverwaltung geboten hätte (Hand-
lungsfähigkeit des Beistands), sie selbst aber nicht daran gehindert hätte, in urteilsunfähi-
gem Zustand oder unter erheblicher fremder Beeinflussung entgegen ihrem eigenen wohl-
verstandenen Interesse ungünstige Verfügungen zu treffen (vgl. oben E. 2.2.2), welche 
nur sehr umständlich wieder hätten rückgängig gemacht werden können (vgl. Art. 1 ff. und 
21 OR).

4.5.2 Auch unter Einbezug der neuen gutachterlichen Erkenntnisse sowie der Aus-
führungen der Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Anhörung vom 21. Februar 2025 über-
zeugt nicht, dass diese aktuell plötzlich selbst in der Lage sein will, eine professionelle 
Vermögensverwaltung ohne Unterstützung auszuwählen, einzusetzen und zu überwa-
chen. Zum Verlauf seit dem Tod von L.________ ist folgendes bekannt: Die Beschwerde-
führerin liess zunächst den bisherigen Treuhänder der Familie als einzelzeichnungsbe-
rechtigtes Mitglied in den Verwaltungsräten ihrer Gesellschaften M.________ AG, 
P.________ AG, Q.________ AG und R.________ AG (damals in Liquidation, mittlerweile 
liquidiert) eintragen. Im Mai bzw. Juni 2024 entfernte sie ihn aus sämtlichen Gesellschaf-
ten mit Ausnahme der R.________ AG wieder; in der M.________ AG wurde alsdann im 
August 2024 neu C.________ als einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied eingetragen (vgl. 
www.zefix.ch; Aufstellung der Gesellschaftsstruktur in KESB-act. VL-1.3). Offenbar erteilte 
die Beschwerdeführerin C.________ weiter eine Generalvollmacht und beauftragte die re-
nommierte S.________ anstelle des abgesetzten Treuhänders. Dieses Mandat entzog sie 

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Urteil F 2024 37

aber bereits nach kurzer Zeit wieder (vgl. act. 5 S. 10; BB-act. 15). Dass das geschilderte 
Vorgehen für sie gewichtige finanzielle Folgen zeitigen könnte, nachdem C.________ u.a. 
bereits innert kurzer Zeit Dispositionen traf, die für die Beschwerdeführerin bzw. deren 
Gesellschaften eine hohe Steuerbelastung auslösen würden (vgl. BF-act. 16 S. 2), ver-
kennt die Beschwerdeführerin völlig, ebenso wie die für Aussenstehende offenkundige 
Tatsache, dass C.________ primär seine eigenen Interessen zu verfolgen scheint 
(vgl. oben). 

Immerhin verweist die Beschwerdeführerin zu Recht darauf, dass primär der Schutz ihres 
erheblichen Vermögens zur Erstattung der Gefährdungsmeldung ausschlaggebend gewe-
sen sei (vgl. nur etwa act. 26 S. 45). Zwar wäre es durchaus auch wünschenswert, die 
selbstbestimmte Lebensgestaltung der Beschwerdeführerin in allen Belangen zu schützen, 
insbesondere diese davor zu bewahren, sich unter dem Eindruck fremder Beeinflussung – 
entgegen ihrem eigentlichen, freien Willen – zu isolieren und ihrer sozialen und familiären 
Beziehungen verlustig zu gehen. Zu diesem Zweck hat etwa der Beistand ein Hausverbot 
ausgesprochen gegen C.________ sowie D.________ (vgl. BB-act. 9). Es ist jedoch nicht 
von der Hand zu weisen, dass ein solcher Schutz kaum umsetzbar ist und sich aktuell 
denn auch als weitgehend wirkungslos erweist, gehen doch anscheinend C.________ und 
D.________ nach wie vor bei der Beschwerdeführerin aus und ein, wie dies ihre Tochter 
unter Verweis auf Beobachtungen des Hauswarts behauptet (act. 21 Ziff. 9).

Mit Blick darauf ist zu hinterfragen, ob der Schutz von A.________ – die abgesehen von 
den widersprüchlichen und wenig kohärenten Angaben im Zusammenhang mit ihren Ge-
schäftsentscheidungen in der Tat als luzid und urteilsfähig in Erscheinung tritt (wie dies 
denn auch der psychiatrische Gutachter bescheinigt hat) – nach wie vor ein umfassender 
sein muss, oder ob es ausreicht, ihr die Handlungsfähigkeit bezüglich sämtlicher Vermö-
gensdispositionen (seien diese vertraglich oder letztwillig) zu entziehen, um sie vor Aus-
nützung und Übervorteilung zu schützen. Hierfür erscheint eine Mitwirkungsbeistandschaft 
als das geeignete Mittel, so dass die bisherige umfassende Beistandschaft im Lichte der 
neuen Erkenntnisse nun aufgehoben und durch die mildere Mitwirkungsbeistandschaft er-
setzt werden kann (vgl. dazu oben E. 2.2.3). 

Die Dringlichkeit der Anordnung ist weiterhin ausgewiesen, stand doch die Beschwerde-
führerin im Zeitpunkt der Gefährdungsmeldung kurz vor der Übertragung einer Liegen-
schaft an bester Lage in K.________ an C.________ zu einem weit unter dem Marktwert 
liegenden Preis, und haben dabei ihr eigenes Verhalten sowie auch das Verhalten von 

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C.________ und D.________ den Argwohn des langjährigen Treuhänders, des mit dem 
Liegenschaftsverkauf beauftragten Rechtsanwalts sowie auch der involvierten Bankmitar-
beitenden erregt (vgl. KESB-act. VL-1.2 Beilage 4; BB-act. 11). Ebenfalls aktenkundig ist, 
dass die Beschwerdeführerin in der Verwaltung der durch sie beherrschten Gesellschaften 
bereits nachteilige Anordnungen getroffen hat, indem sie C.________ für Aufgaben aus-
serhalb seines Kompetenz- und Fähigkeitsbereichs eingesetzt hat, was nicht zuletzt auch 
Dritten negativ aufgefallen ist (BB-act. 18). Weiter hat sie im Rahmen eines Umbauvorha-
bens in ihrer Privatwohnung Zahlungen in Höhe von über einer halben Million Franken an 
C.________ oder an durch ihn beherrschte Gesellschaften geleistet, ohne dass bislang 
hätte nachvollzogen werden können, welche Materialien oder Dienstleistungen die ausge-
stellten Rechnungen betreffen würden (BB-act. 10). Schliesslich überblickt sie den Sach-
verhalt offensichtlich nicht vollständig, gab sie doch – im Sinne zweier Beispiele – in ihrer 
Anhörung durch die KESB an, C.________ würde nicht bei ihr wohnen (KESB-act. VL-
1.15 S. 3), offensichtlich in Unkenntnis dessen, dass C.________ Wohnsitz genommen 
hatte in einer ihr bzw. einer von ihr beherrschten Gesellschaft gehörenden Überbauung an 
der .________ in E.________, von wo er erst per .________ 2024, mithin nach Interventi-
on des nun eingesetzten Beistands, zurück nach T.________ zog (gemäss zefix-Eintrag 
bezüglich der M.________ AG sowie telefonischer Auskunft der Einwohnergemeinde 
E.________ gegenüber dem Gericht). Weiter vermochte sie beispielsweise auch nicht ein-
zuordnen, welche Folgen ein Verkauf der Liegenschaft an der .________ in K.________ 
auf ihre Berechtigung gehabt hätte, die dort befindlichen Parkplätze weiterhin zu nutzen 
(act. 5 S. 9 f.). 

4.6 Zusammengefasst gilt weiterhin, dass das persönliche und finanzielle Wohl der 
Beschwerdeführerin auf dem Spiel steht und akut gefährdet scheint. Dieses gilt es zu 
schützen vor Personen, welche ihren Schwächezustand, der primär darin liegt, dass sie 
sich der Beeinflussung durch starke Charaktere offensichtlich nicht zu entziehen vermag, 
zu eigenem Vorteil auszunutzen trachten. Mit Blick auf Dringlichkeit, Hauptsachenprogno-
se und Verhältnismässigkeit ist festzuhalten, dass vom weiteren Bestand einer Massnah-
me des Erwachsenenschutzes nach aktuellem Kenntnisstand auszugehen ist, da ihr Da-
hinfallen das Potenzial hätte, A.________ erheblicher Schädigung auszusetzen. 

4.7 Nach dem Ausgeführten kommt – angesichts der Tatsache, dass die Urteilsfähig-
keit von A.________ offenbar nicht gänzlich aufgehoben, sondern lediglich beschränkt ist 
insofern, als sie Beeinflussungsversuchen augenscheinlich nicht standzuhalten vermag, 
es ihr aber weiterhin klarerweise möglich ist, ihre alltäglichen Verrichtungen eigenständig 

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zu tätigen, sich auch um ihre Wohnsituation und ihre Personensorge zu kümmern, so dass 
sie nur im Bereich der finanziellen Belange eines besonderen Schutzes – als milderes Mit-
tel nun eine Zurückstufung des Schutzumfangs von der umfassenden Beistandschaft auf 
eine Mitwirkungsbeistandschaft als mildere Massnahme in Frage. A.________ muss die 
Handlungsfähigkeit für Vermögensdispositionen, die über alltägliche Besorgungen bis 
maximal Fr. 10'000. im Monat hinausgehen (gemäss eigener Schätzung der Beschwer-
deführerin benötigt sie für ihre alltäglichen Bedürfnisse ca. Fr. 5'000. im Monat, was mit 
Blick auf die äusserst günstigen finanziellen Verhältnisse aufzurunden ist), entzogen blei-
ben. Für Vermögensdispositionen über den genannten Betrag hinaus bzw. für sämtliche 
nicht alltäglichen Vermögensdispositionen (etwa: das Tätigen grösserer Schenkungen, die 
Verfügung über Immobilien oder Gesellschaftsanteile etc.) ist für die Gültigkeit die Zu-
stimmung, also die Mitwirkung des Beistandes nötig. Ebenso ist für sämtliche Geschäfte 
mit C.________ und/oder D.________ bzw. von diesen Personen beherrschten Gesell-
schaften als Gegenpartei ungeachtet der betraglichen Höhe die Mitwirkung des Beistands 
zu verlangen. Damit ist der Beschwerdeführerin insbesondere auch die Handlungsfähig-
keit für das Tätigen letztwilliger Verfügungen über Vermögenswerte entzogen. Hingegen 
wird damit ihrem verständlichen Begehren Rechnung getragen, dass kein Dritter "über ih-
ren Kopf" finanzielle Entscheidungen für sie oder ihre Gesellschaften treffen könne, be-
deutet doch die Mitwirkungsbeistandschaft, dass sie grundsätzlich die Entscheidungen 
trifft, und diese lediglich – zum eigenen Schutz – zusätzlich noch vom Beistand genehmi-
gen lassen muss. So sollte es ihr insbesondere möglich sein, z.B. für ihre Gesellschaften 
Revisionsstellen einsetzen zu lassen, wie sie sich das offenbar wünscht, um die Ge-
schäftsführung des eingesetzten Treuhänders überprüfen zu können.

Nach dem Gesagten kann nach Abwägung der wohlverstandenen Interessen der Be-
schwerdeführerin einerseits auf Schutz, anderseits auf Selbstbestimmung, der Schutzum-
fang reduziert werden. Zu einer vollständigen Aufhebung besteht jedenfalls so lange kein 
Anlass, als das Verhältnis zu C.________ und die diversen Geschäfte zwischen der Be-
schwerdeführerin und dieser Person noch nicht genauer geklärt werden konnten. Bis an-
hin sind diesbezüglich noch zu viele Fragen offen, die auch durch die medizinischen Gut-
achten nicht geklärt werden konnten (die aber immerhin das Vorliegen gravierender neuro-
logischer oder psychiatrischer Probleme ausschliessen). Vorderhand bleibt es damit bei 
einer vorläufigen Einschätzung und Würdigung, wonach eine Wiederherstellung der Hand-
lungsfähigkeit der Beschwerdeführerin zwar teilweise möglich ist, so dass die umfassende 
Beistandschaft aufgehoben werden kann, jedoch der Entzug der Handlungsfähigkeit für 
die finanziellen Belange im genannten Umfang weiterhin Bestand haben muss. Eine Auf-

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Urteil F 2024 37

hebung dieser Schutzmassnahmen bärge für sie das erhebliche Risiko, dass sie – massi-
ven Beeinflussungen ausgesetzt, denen sie nach summarischer Prüfung aufgrund der bis-
lang vorliegenden Informationen nicht widerstehen kann – ihren eigenen Interessen ent-
gegengesetzte Dispositionen treffen könnte. Entsprechende Dispositionen hat sie in der 
Vergangenheit konkret getroffen. Der Beistand hat dabei selbstverständlich von den ihm 
übertragenen Befugnissen möglichst zurückhaltend und schonend Gebrauch zu machen 
("soweit nötig"). Die Beschwerdeführerin wird Zugang zu einem Bankkonto mit einem Be-
trag zur freien Verfügung für ihre alltäglichen Angelegenheiten erhalten, so dass für sie die 
Einschränkungen im Alltag weiterhin möglichst wenig spürbar sind. Diesen soll sie weiter-
hin nach ihren individuellen Wünschen gestalten können, etwa Freunde zum Essen einla-
den oder mit ihrem Hund den Tierarzt aufsuchen (act. 1 S. 13); klarerweise wird sie auch 
auf allfälligen gewohnten Luxus nicht verzichten müssen, diesbezüglich jedoch allenfalls 
die Zustimmung des Beistands einholen müssen, der sie vor Übervorteilung schützen, je-
doch nicht einer Fortsetzung ihres bisherigen Lebensstandards im Wege zu stehen hat 
(bis anhin liegen auch keine Anhaltspunkte vor, dass der Beistand die Beschwerdeführerin 
diesbezüglich unbotmässig eingeschränkt hätte). Hervorzuheben ist dabei insbesondere, 
dass die Beistandschaft einzig dem Schutz und Wohlergehen der Beschwerdeführerin zu 
dienen hat insbesondere vor Ausnützung, und nicht etwa den Schutz von Interessen Drit-
ter (z.B. Vermögensschutz mit Blick auf die Tochter) bezweckt.    

5. Zusammenfassend ist die umfassende Beistandschaft für die Dauer der laufenden 
Abklärungen der KESB aufzuheben und zu ersetzen durch eine Mitwirkungsbeistandschaft 
für sämtliche Vermögensdispositionen ausserhalb des Alltäglichen bzw. betragsmässig ei-
nen Betrag von Fr. 10'000. im Monat übersteigend. Die Mitwirkung des Beistands ist wei-
ter unabhängig vom Betrag notwendig für alle Geschäfte mit C.________ und oder 
D.________ oder von diesen beherrschten juristischen Personen als Gegenparteien. Die-
ser vorsorgliche Entscheid basiert auf summarischer Prüfung der bestehenden Akten. Aus 
prozessökonomischen Überlegungen wäre es widersinnig, es würde das Gericht selber 
parallel zur KESB die notwendigen weiteren Abklärungen durchführen und damit gerade 
deren Abklärungen und Entscheid in der Hauptsache behindern und verzögern (so wie be-
reits die Anträge auf superprovisorische und alsdann provisorische Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung den nun vorliegenden Entscheid über die vorsorgliche Mass-
nahme verzögert haben). Nach dergestalt vorläufiger Erkenntnis liegt bei A.________ in-
sofern eine Urteilsunfähigkeit vor, als sie jedenfalls im Verkehr mit C.________ und/oder 
D.________ oder anderen Personen, die sie zu beeinflussen versuchen, nicht (mehr) in 
der Lage ist, ihre eigenen Interessen zu wahren und dessen Willensbeeinflussung Wider-

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stand zu leisten, so dass das akute Risiko besteht, dass sie sich unwiderruflich selbst 
schädigt. Aufgrund dessen bedarf sie des Schutzes durch den Mitwirkungsbeistand. Die-
ser hat sein Mandat so auszuüben, dass die Klientin in ihren alltäglichen Verrichtungen so 
wenige Einschränkungen wie möglich erfährt, insbesondere weiterhin ihr Vermögen ge-
niessen und entsprechend ihrem wirklichen, eigenen Willen verwenden kann, was denn 
offenbar auch sein Bestreben ist. 

6.
6.1 Lediglich der Vollständigkeit halber ist daran zu erinnern, dass für den Fall umfas-
sender Urteilsunfähigkeit von A.________ ein Vorsorgeauftrag bei J.________ hinterlegt 
ist. Es wird vor definitiver Anordnung von Erwachsenenschutzmassnahmen durch die Er-
wachsenenschutzbehörde zu prüfen bzw. auszulegen sein, ob dieser vorliegend Wirkung 
entfaltet und Vorkehren enthält, die zum Schutz der Beschwerdeführerin ausreichen (und 
wenn ja, inwiefern). 

6.2 Festzuhalten ist weiter, dass dem Gericht nicht die Kompetenz zukommt, der 
KESB während laufendem Abklärungsverfahren Anweisungen zu erteilen, wie etwa anzu-
ordnen, es sei eine psychiatrische Begutachtung aufzuzeichnen. Soweit nicht ohnehin ge-
genstandslos geworden, ist demnach auf diesen Antrag, der ohnehin nicht den aktuellen 
Streitgegenstand (vorsorgliche Massnahme) betrifft, nicht einzutreten. 

6.3 Schliesslich ist auf den von der Beschwerdeführerin gewünschten Beistandswech-
sel einzugehen. Dazu ist zu bemerken, dass für Beanstandungen bezüglich der Mandats-
führung des Beistandes grundsätzlich in erster Linie die KESB zuständig ist, nicht direkt 
das Gericht. Prima vista ist jedoch auch materiell nicht ersichtlich, welche konkreten Ver-
säumnisse die Beschwerdeführerin dem Beistand vorwirft, ausser dass er – auftrags-
gemäss – die Beistandschaft führt, mit welcher sie nicht einverstanden ist (vgl. dazu auch 
die zutreffenden Ausführungen des Beistands in act. 33 S. 5 f.). Die Beschwerdeführerin 
unterbreitet denn auch keine Vorschläge bezüglich einer anderen geeigneten Person, wel-
che die Beistandschaft zu führen bereit und imstande wäre (was selbstverständlich ihr 
Recht wäre, vgl. Art. 401 Abs. 1 und 3 ZGB). Auch auf dieses Begehren ist demnach im 
Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht einzutreten. 

7.
7.1 Gemäss § 57 Abs. 1 EG ZGB richten sich die Gebühren für Amtshandlungen im 
Kindes- und Erwachsenenschutz unter Vorbehalt von Abs. 2 und 3 nach dem VRG und 

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dem Verwaltungsgebührentarif. Das Verwaltungsgericht erhebt eine Spruchgebühr zwi-
schen Fr. 400.– und Fr. 15'000.– (§ 22a Abs. 2 VRG i.V.m. § 1 Abs. 1 der Verordnung 
über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht [KoV]; BGS 162.12). Sie ist un-
ter anderem nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand des Gerichts, der Wichtigkeit und 
Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Streitwert oder den sonstigen Interessen der 
Parteien an der Beurteilung der Angelegenheit festzusetzen (§ 1 Abs. 2 KoV). Im Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht trägt die unterliegende Partei die Kosten (§ 23 Abs. 1 
Ziff. 3 VRG). Um unnötige Buchungen innerhalb desselben Gemeinwesens zu vermeiden, 
belastet das Gericht dem Kanton als Gemeinwesen, dem es selbst angehört, sowie des-
sen übrigen Behörden keine Kosten (§ 24 Abs. 1 VRG). 

7.2 Die Beschwerde ist nur teilweise gutzuheissen, mehrheitlich aber abzuweisen, 
womit A.________ grundsätzlich kostenpflichtig wird, zumal bei ihr offensichtlich keine 
Bedürftigkeit vorliegt. Der zeitliche Aufwand für das Gericht war vorliegend – obschon erst 
über eine vorsorgliche Massnahme für die Dauer des Abklärungsverfahrens zu entschei-
den war – überdurchschnittlich hoch, was – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin 
(act. 30 S. 2) – nicht zuletzt auf ihre zahlreichen, z.T. auch im Laufe des Verfahrens abge-
änderten Anträge und die mehreren verlangten Prozessentscheide zur aufschiebenden 
Wirkung zurückzuführen ist. Die Spruchgebühr wird deshalb mit Blick auf den Aufwand 
des Gerichts, die Schwierigkeit der Sache sowie die Interessenlage der Parteien ermes-
sensweise auf Fr. 5'000.– festgesetzt, wovon A.________ ein Anteil von Fr. 3'000. aufer-
legt wird. 

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ist eine interdisziplinäre Fachbehörde des 
Kantons Zug; bei ihr sowie den ihr unterstellten Diensten handelt es sich um ein Amt der 
kantonalen Verwaltung (vgl. bspw. § 5a Abs. 1 und § 32 Abs. 1 EG ZGB). Ihr sind deshalb 
so oder anders keine Gerichtskosten aufzuerlegen, abgesehen davon, dass der KESB 
vorliegend auch kein Fehler vorzuwerfen ist, sondern die teilweise Gutheissung auf den 
zwischenzeitlich besseren Kenntnisstand zurückzuführen ist. 

7.3 Aufgrund ihres mehrheitlichen Unterliegens ist der Beschwerdeführerin keine Par-
teientschädigung zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 VRG). Die KESB hat keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (§ 28 Abs. 2a VRG).

21

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als für die Dauer des Abklärungsverfah-
rens die Beistandschaft auf eine Mitwirkungsbeistandschaft reduziert wird. Diese um-
fasst sämtliche Vermögensdispositionen (vertraglich oder letztwillig) mit Ausnahme 
alltäglicher Geschäfte bis maximal Fr. 10'000. pro Monat. Insbesondere ist die Mit-
wirkung des Beistands notwendig für sämtliche Geschäfte im Zusammenhang mit den 
Immobiliengesellschaften der Beschwerdeführerin (Verkauf von Anteilen, Verträge 
etc.) sowie auch für sämtliche Geschäfte mit C.________ oder D.________ bzw. von 
diesen beherrschten juristischen Personen als Gegenparteien. Die entsprechenden 
Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäfte können nur mit Mitwirkung des Beistands 
gültig vorgenommen werden. Die Handlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin wird in 
diesem Umfang von Gesetzes wegen eingeschränkt. Im Übrigen wird die Beschwerde 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr in Höhe von Fr. 3'000.– auferlegt.

3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. 

4. Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen eingereicht 
werden. 

5. Mitteilung an die Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde des Kantons Zug, an den Beistand B.________, an 
J.________ sowie – je im Dispositiv – an die Finanzverwaltung und das Handelsregis-
teramt des Kantons Zug. 

Zug, 14. April 2025

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am