# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31982747-e472-5018-a189-68c19723ae00
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.04.2021 C-3227/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3227-2020_2021-04-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-3227/2020 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  2 8 .  A p r i l  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Michael Peterli, 

Gerichtsschreiberin Barbara Camenzind. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, (Polen), 

Zustelladresse: c/o A._______, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz. 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch;  

Verfügung vom 4. Mai 2020. 

 

 

 

C-3227/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder 

Vorinstanz) dem 1970 geborenen X._______ (im Folgenden: Versicherter 

oder Beschwerdeführer) mit Verfügung vom 2. Juli 2018 mit Wirkung ab 

1. Oktober 2017 eine ganze Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 100 %) in der 

Höhe von monatlich Fr. 588.- sowie eine Kinderrente von Fr. 235.- pro Mo-

nat zugesprochen hat (IV-act. 68), 

dass die IVSTA im März 2019 im Rahmen einer Rentenrevision von Amtes 

wegen den Rentenanspruch des Versicherten überprüft (IV-act. 85 – 117) 

und in der Folge mit Verfügung vom 4. Mai 2020 seine IV-Rente eingestellt 

hat (IV-act. 119; act. 2, Beilage 5), 

dass der Versicherte ein auf den 3. April 2020 datiertes Schreiben unter 

Beilage medizinischer Unterlagen an die IVSTA eingereicht (Eingang: 

25. Mai 2020) und damit auf seine aktuelle medizinische Situation aufmerk-

sam gemacht hat (act. 1), 

dass die IVSTA dieses Schreiben am 19. Juni 2020 zuständigkeitshalber 

an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet hat (act. 2), 

dass der Beschwerdeführer nach Aufforderung des Bundesverwaltungsge-

richts am 22. Juli 2020 angegeben hat, Beschwerde führen zu wollen und 

die Weiterausrichtung seiner Rente verlangt hat, 

dass der Beschwerdeführer zudem die unentgeltliche Prozessführung be-

antragt hat (act. 4), 

dass der Beschwerdeführer mit prozessleitender Verfügung vom 12. Au-

gust 2019 aufgefordert worden ist, innert Frist ein Zustelldomizil in der 

Schweiz anzugeben (act. 6) und er dieser Aufforderung nachgekommen ist 

(act. 7), 

dass die Vorinstanz am 26. November 2020 eine neue Verfügung erlassen 

hat, mit welcher dem Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von 

100 % mit Wirkung ab 1. Juli 2020 eine ganze IV-Rente in der Höhe von 

monatlich Fr. 593.- sowie eine ganze Kinderrente im Betrag von Fr. 237.-

pro Monat zugesprochen worden ist (act. 23), 

C-3227/2020 

Seite 3 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 30. November 2020 an-

gegeben hat, die vorliegend angefochtene Verfügung vom 4. Mai 2020 in 

Wiedererwägung gezogen zu haben (act. 23), 

dass die Vorinstanz damit dem Antrag des Beschwerdeführers entspro-

chen hat, 

dass der Beschwerdeführer im prozessleitender Verfügung vom 16. De-

zember 2020 aufgefordert worden ist, dem Bundesverwaltungsgericht in-

nert Frist mitzuteilen, ob er an der Beschwerde festhalten will (act. 25), 

dass der Beschwerdeführer keine Stellungnahme eingereicht hat,  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz betreffend Rentenanspruch beim Bun-

desverwaltungsgericht anfechtbar sind, 

dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Be-

schwerde zuständig ist und vorliegend – was das Sachgebiet angeht – 

keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (Art. 32 VGG), 

dass auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (zum Kosten-

punkt s. weiter unten), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist, 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprünglichen 

Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen 

hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen-

standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung vom 4. Mai 2020 an-

gegeben hat, die Aufhebung der Rente erfolge mit dem ersten Tag des 

zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung, 

dass die Rente demnach per 1. Juli 2020 eingestellt worden ist, 

C-3227/2020 

Seite 4 

dass am 26. November 2020 wiedererwägungsweise die Ausrichtung der 

Rente ab 1. Juli 2020 verfügt worden ist,  

dass die Vorinstanz damit dem Antrag des Beschwerdeführers entspro-

chen und die nahtlose Weiterausrichtung der Rente verfügt hat, 

dass sich aufgrund der Akten keine Zweifel an der Richtigkeit der Renten-

berechnung ergeben und diese vom Beschwerdeführer auch nicht bemän-

gelt wird, 

dass vom Beschwerdeführer zudem nichts vorgebracht wird, was die Fort-

setzung des Beschwerdeverfahrens erfordern würde, 

dass durch die Wiedererwägungsverfügung der Vorinstanz vom 26. No-

vember 2020 die angefochtene Verfügung vom 4. Mai 2020 widerrufen 

worden und das vorliegende Beschwerdeverfahren vollumfänglich gegen-

standslos geworden ist, 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Wiedererwägung vollumfänglich gegenstandslos geworden abzu-

schreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass die Gegenstandslosigkeit von der Vorinstanz zu verantworten ist, die-

ser aber keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 5 VGKE i.V.m. mit 

Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass somit keine Verfahrenskosten zu erheben sind, 

dass das Gesuch des Beschwerdeführers vom 22. Juli 2020 auf Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege deshalb gegenstandslos geworden 

ist, 

dass die Vorinstanz als Bundesbehörde (vgl. BGE 127 V 205) und der nicht 

anwaltlich vertretene Beschwerdeführer – da diesem keine unverhältnis-

mässig hohen Kosten entstanden sind – keinen Anspruch auf eine Partei-

entschädigung haben (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 

und 4 VGKE). 

C-3227/2020 

Seite 5 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Das Gesuch um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abge-

schrieben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Barbara Camenzind 

 

  

C-3227/2020 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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