# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37984afb-342c-55b3-b14c-960dca93acfc
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-03
**Language:** de
**Title:** Einwände betreffend Validen- und Invalideneinkommen (DAP) nicht stichhaltig; Abweisung.
**Docket/Reference:** UV.2013.00250
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00250.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00250
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiberin Tiefenbacher
Urteil
vom
3. Juni 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dominique
Chopard
Werdstrasse
36, Postfach 9562, 8036 Zürich
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1972, war
seit dem 1
4.
April 2009
bei der
Y.___
AG als Bauarbeiter tätig und damit bei der Schweizeri
schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert, als er sich am 2
2.
Februar 2010 eine Verletzung am rechten Fussgelenk zuzog (
Urk.
8/1).
Mit Verfügung vom 2
8.
Juni 2013 verneinte die SUVA einen Anspruch auf
eine
Rente oder Integritätsentschädigung für die Folgen des
genannten
Ereignisses (
Urk.
8/242).
Der Versicherte erhob am 28. August 2013 Einsprache (Urk. 8/257). Diese wies die SUVA am 19. Septem
ber 2013 ab (Urk. 8/261 = Urk. 2).
Der zuständige Krankenversicherer zog seine
gegen die Verfügung
erhobene Einsprache (
Urk.
8/245) wieder zurück (
Urk.
8/25
5
).
1.2
Am 1
4.
März 2013 hatte die Arbeitgeberin gemeldet, der Versicherte leide seit Arbeiten mit dem Steinhammer am
9.
November 2012 an Schmerzen im rechten Unterarm (
Urk.
9/7).
Mit Verfügung vom 1
4.
November 2013 lehnte die SUVA eine
Kostenüber
nah
me
für die gemeldeten Handgelenk
s
- und Schulterbeschwerden ab (
Urk.
9/13). Dagegen erhob der Versicherte am 1
6.
Dezember 201
3
Einsprache (
Urk.
9/
14), worauf die SUVA am
8.
Januar 2014 erneut (ablehnend) verfügte (
Urk.
9/15).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
9.
September 2013 (
Urk.
2) erhob der Ver
sicherte am 2
1.
Oktober 2013 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzu
heben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente sowie Integritätsentschädigung auszurichten (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2).
Mit Gerichtsverfügung vom 1
4.
Juli 2014 wurde das Verfahren sistiert (
Urk.
12) und - nach Vorliegen des
Einspracheentscheids
vom
4.
August 2014 betreffend Handgelenks- und Vorderarmbeschwerden (
Urk.
14) - am
2.
Oktober 2014 wie
der aufgenommen (
Urk.
15).
Mit Beschwerdeantwort vom
8.
Januar 2015 (
Urk.
19) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
8.
Mai 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
22).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung
,
UVG)
. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbsein
kommen
, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
1.3
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht.  Ist kein  tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheits
schadens
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig
keit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder
Tabel
len
löhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohn
strukturerhebungen
(LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
1.4
Die DAP
(Dokumentation über Arbeitsplät
ze)
ist eine Sammlung von Beschrei
bun
gen in der Schweiz tatsächlich existierender Arbeitsplätze. Damit unter
schei
det sie sich von der tabellarischen Darstellung von
Durchschnitts
löh
nen
, die im Rahmen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) vom Bundes
amt für Statistik
regelmässig
erhoben werden. Neben allgemeinen Anga
ben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforde
rungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Der Raster der körper
li
chen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizi
nischen
Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leis
tungs
prü
fung).
Die SUVA entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das
Inva
li
deneinkommen
entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hin
weisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten
Be
hinderungsprofil
entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des
Aus
wahl
ermessens
ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeits
plätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der SUVA verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die SUVA die für die Invaliditätsbemessung im kon
kreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Anga
ben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu
äussern
. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des
Auswahlermes
sens
und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die SUVA im
Einspracheent
scheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die SUVA nicht in der Lage, im Ein
zelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die SUVA hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die
Rechtskonfor
mität
der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3
,
129 V 472
E. 4.7.2).
1.5
Rechtsprechungsgemäss
sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschrei
bun
gen konkrete Verweisun
gstätigkeiten ermittelt werden
,
Abzüge grund
sätz
lich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder
leis
tungs
mässige
Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezi
fischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumut
baren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönli
chen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre,
Auf
enthaltsstatus
), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3,
129 V 472
E. 4.2.3).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer stellte sich beschwerdeweise auf den Standpunkt (
Urk.
1), eine gesamthafte Beurteilung der Folgen des Ereignisses vom 2
2.
Februar 2010 (Sprunggelenk) und des Ereignisses vom
9.
November 2012 (rechte obere Extre
mität) sei unerlässlich, weshalb er bezüglich des letztgenannten den Erlass einer Verfügung verlangt habe (S. 4
Ziff.
2).
Bei der kreisärztlichen Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit seien nur die Sprunggelenk
sb
eschwerden und zu Unrecht nicht auch die Beschwerden an der rechten oberen Extremität berück
sichtigt worden (S. 4
Ziff.
3). Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Invali
deneinkommen
sei aus näher dargelegten Gründen unzutreffend (S. 5
Ziff.
4), ebenso das
Valideneinkommen
(S. 5 f.
Ziff.
5).
Die Integritätsentschädigung sei nach Berücksichtigung des zweiten Unfalls neu zu beurteilen (S. 6
Ziff.
6).
2.
2
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
19) davon aus, nach dem rechtskräftigem
Einspracheentscheid
betreffend Schulter- und
Hand
beschwerden
(vgl.
Urk.
14) seien ausschliesslich allfällige Leistungen aufgrund der Fussbeschwerden Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (S. 5
Ziff.
7).
Ab
zu
stellen sei auf das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil (vgl.
Urk.
8/206)
,
und das von ihr ermittelte Invalideneinkommen wie auch das
Valideneinkommen
seien, aus näher dargelegten Gründen, zutreffend, womit ein nicht
anspruchs
be
gründender
Invaliditätsgrad von 6
%
resultiere (S. 6 f.
Ziff.
9).
Gemäss unwi
der
legter kreisärztlicher Beurteilung bestehe kein unfallkausaler
Integritätsscha
den
(S. 7 f.
Ziff.
10).
2.3
Im
Einspracheentscheid
vom
4.
August 2014 (
Urk.
14) hielt die
Beschwerdegeg
nerin
unter anderem
fest,
d
ie gemeldeten Handgelenks- und
Schulterbeschwer
den
stünden - gemäss kreisärztlicher Beurteilung vom 1
4.
März 2014 (S. 10
Ziff.
5d) - nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürlichem Kausal
zusammenhang mit de
m Unfall vom 2
2.
Februar 2010 (S
. 11
Ziff.
5g). Bei den
Handgelenks-
und Vorderarmb
eschwerden handle es sich um eine Berufskrank
heit im Sinne von
Art.
9
Abs.
1 UVG; die entsprechenden Beschwerden seien
jedoch spätestens am
8.
Februar 2013 abgeheilt gewesen. Bezüglich der
Schul
terbe
schwer
den
liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Berufskrank
heit vor (S. 13 f.
Ziff.
6f).
Dieser
Einspracheentscheid
ist rechtskräftig.
2.4
Der Einwand des Beschwerde
führers, nebst den Sprunggelenksb
eschwerden seien auch solche der rechten oberen Extremität beim Zumutbarkeitsprofil und der Integritätseinbusse zu berücksichtigen, ist mit der Rechtskraft des einen
dies
bezüglichen
natürlichen Kausalzusammenhangs verneinenden
Einsprache
entscheids
hinfällig geworden.
Strittig und zu prüfen bleiben somit allfällige Leistungsansprüche aufgrund der Folgen der 2010 er
littenen Fussverletzung, namentlich die Höhe der
Vergleichs
einkommen
im Hinblick auf eine allfällige Invalidenrente.
3.
3.1
Betreffend das
Valideneinkommen
wandte der Beschwerdeführer ein,
der von der Beschwerdegegnerin eingesetzte Betrag von
Fr.
63‘760.-- sei unzutreffend. E
r habe bereits im Jahr 2009 in weniger als neun Monaten
Fr.
47‘634.-- ver
dient, was bereits damals einem Jahreslohn von mehr als
Fr.
65‘
000.-- entspro
chen habe und aktuell ein
Valideneinkommen
von mindestens
Fr.
68‘000.-- ergebe (
Urk.
1 S. 5 f.
Ziff.
5).
3.2
Laut Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 1
9.
April 2013 er
zielte der - seit dem 1
4.
April 2009 angestellte (
Urk.
8/1
Ziff.
3) - Beschwerde
führer im Jahr 2009 ein Einkommen von
Fr.
47‘634.-- (
Urk.
8/226).
3.3
Die frühere Arbeitgeberin teilte auf Anfrage der Beschwerdegegnerin am 1
5.
Mai 2013 mit, ohne Unfallereignis hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2011 einen Grundlohn von
Fr.
4‘640.-- pro Monat (x 13), 2012 einen solchen von
Fr.
4‘690.-- und 2013 einen solchen von 4‘720.-- erzielt
, dies zuzüglich eine
r
AHV-pflichtige
n
Mittagessenentschädigung von
Fr.
200.-- pro Monat
(
Urk.
8/
231 S. 1).
Ausgehend vom genannten Grundlohn von
Fr.
4‘720.-- (x 13) und der Zulage von
Fr.
200.-- (x 12) resultiert für das Jahr 2013 ein Einkommen von
Fr.
63‘760.-- (
Fr.
61‘300.-- +
Fr.
2‘400.--).
3.4
Das
Valideneinkommen
bestimmt sich ausgehend von der Annahme, im
Gesund
heitsfall
wäre die vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübte Tätig
keit an der bisherigen oder damaligen Stelle weiter ausgeübt worden (vorste
hend E. 1.2). Dem trägt die Anfrage der Beschwerdegegnerin bei der früheren Arbeitgeberin Rechnung, und es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, gemäss denen für die Bestimmung des
Valideneinkommens
nicht auf die von der Arbeitgeberin erteilte Auskunft abzustellen wäre.
Das vom Beschwerdeführer im Jahr 2009 erzielte Einkommen hingegen lässt sich nicht auf das Jahr 2013 hochrechnen. Denn der Beschwerdeführer war damals im Stundenlohn beschäftigt (vgl.
Urk.
8/1
Ziff.
12) und wäre es heute im Monatslohn (vgl.
Urk.
8/231 S. 1). Besonders ins Gewicht fällt auch, dass sich die Anstellung im Jahr 2009 mit den Monaten April bis Dezember nur über einen Teil des Kalenderjahres erstreckte, was ein lineares Umrechnen des
Lohnes verunmöglicht, da in die genannte Zeit zahlreiche in der Baubranche besonders arbeitsintensive Monate fallen.
Somit ist das von der Beschwerdegegnerin mit
Fr.
63‘670.-- eingesetzte
Vali
den
einkommen
nicht zu beanstanden.
4.
4.1
Kreisarzt
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte in seinem Bericht vom 1
1.
Februar 2013 (
Urk.
8/206) über seine am
8.
Februar 2013 erfolgte Untersuchung folgendes Zumutbarkeitsprofil an: Überwiegend mittelschwere und zusätzlich bis zu 20
%
einer täglichen Arbeitszeit umfassende schwere Tätigkeit ganztags, allerdings ohne Einnehmen von hockenden und knienden Positionen und ohne das Tragen von Lasten über 15 kg über unebenes Gelände oder über Leitern und Gerüste (S. 8 Mitte).
4.2
Der Beschwerdeführer machte gegenüber
einzelnen der
von der
Beschwerdegeg
nerin
dem Invalideneinkommen zugrunde gelegten
fünf
DAP-Tätigkeiten gel
tend
, sie entsprächen nicht der Zumutbarkeitsbeurteilung
(
Urk.
1 S. 5
Ziff.
4):
-
Die Tätigkeit DAP 3623 erfordere unter anderem das Stapeln von vollen Kartonbehältern bis 25 kg
.
-
Gemäss DAP 8391 habe der Betriebsmitarbeiter Punktschweissungen vor
zunehmen, welche anschliessend mit dem Hammer zu bearbeiten seien, alles stehend
, mithin grobe schwere Arbeit.
-
Gemäss DAP 389825 habe der Chauffeur den Lieferwagen zu beladen, zu entladen und die Ware bis 25 kg an Kundschaft auszuliefern; hierbei könne Gehen über unebenes Gelände nicht ausgeschlossen werden.
4.3
Die Tätigkeit gemäss DAP 3623 (
Urk.
8/221 S. 29 ff.) besteht im Abfüllen von Kartonbehältern mit flüssigen Kleinmengen und dem Stapeln der vollen Behäl
ter. Die Hebe- und Tragbelastung umfasst bis 5 kg bis Lendenhöhe „oft“, 5-10 kg bis Lendenhöhe „oft“ sowie 10-25 kg bis Lendenhöhe „manchmal“ (S.
30).
Die im Anforderungsprofil genannte
Gewichtslimite
gilt nicht generell, sondern bezieht sich auf das Hantieren von Lasten über unebenes Gelände, was auf die hier beschriebene Tätigkeit nicht zutrifft
(S. 29 unten)
. Damit ist nicht ersicht
lich, inwiefern sie nicht dem Anforderungsprofil entsprechen sollte.
Die Tätigkeit gemäss DAP 8391 (
Urk.
8/221 S. 25 ff.) besteh
t
im
Punktschweis
sen
an einer Maschine sowie Finish-Arbeiten mit einem Hammer und ist ste
hend auszuführen (S. 28). Die Hebe- und Tragbelastung beschränkt sich auf bis 5 kg („manchmal“), das Hantieren mit Gegenständen wird zwischen fein- und grobmotorisch eingestuft (S. 26). Es kann somit keine Rede von einer schweren groben, dem Anforderungsprofil nicht genügenden Arbeit sein.
Die Tätigkeit gemäss DAP 389825 (
Urk.
8/221 S. 21 ff.) als Chauffeur besteht im Beladen des Lieferwagens mittels Rolli, der Fahrt zu Kunden oder zur Post und der paketweisen Auslieferung (S. 24). Es findet kein Gehen auf unebenem Gelände statt (S. 22 unten). Damit erweist sich auch diese Tätigkeit als mit dem Anforderungsprofil übereinstimmend.
4.4
Basiert das Invalideneinkommen auf den Lohndaten der ausgewählten DAP-Tätigkeiten, ist kein Abzug analog dem sogenannten Leidensabzug beim Abstel
len auf Tabellenlöhn zulässig (vorstehend E. 1.5).
Diesbezüglich kann dem Beschwerdeführer (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
4 am Ende) deshalb nicht gefolgt werden.
4.
5
Somit erweisen sich die Einwände des Beschwerdeführers gegenüber der Bestim
mung des Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin als nicht stichhaltig. Da auch das von der Beschwerdegegnerin eingesetzte
Va
lidenein
kommen
nicht zu beanstanden ist (vorstehend E. 3.4), erweist sich die
Invalidi
tätsbemessung
insgesamt als zutreffend.
Es ist mithin der angefochtene Entscheid, mit welchem die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch und einen solche
n
auf Integritätsentschädigung aufgrund der 2010 erlittenen Fussverletzung verneint hat, zu bestätigen.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Dominique
Chopard
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
Bundesamt für Gesundheit
sowie an:
-
Gerichtskasse
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannTiefenbacher