# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9623b93b-75a2-5bbb-a5d6-0f3572f34f4b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.10.2021 725 21 95/277
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-95-277_2021-10-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Oktober 2021 (725 21 95 / 277) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Keine Zweifel an der medizinischen Beurteilung der Kreisärztin; Adäquater Kausalzusam-

menhang zwischen den im Zeitpunkt des Fallabschlusses vorhandenen psychischen Ge-

sundheitsbeeinträchtigungen und dem erlittenen Unfall in Anwendung der sogenannten 

Psycho-Praxis zu Recht verneint; Einstellung der gesetzlichen Leistungen erfolgte zu-

recht.  

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Deborah Büttel, Rechts-
anwältin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 A.___ arbeitet seit dem Oktober 19XX als Innendekorateur/Wohnberater bei der Firma 
B.___ AG. Am 8. März 2019 wurde er, als er sich mit dem Velo auf dem Heimweg befand, von 
einem Auto angefahren. Dabei zog er sich eine Commotio cerebri, eine Lungenkontusion links 

 

 
 
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und eine laterale Claviculafraktur links zu. Für diesen Unfall erbrachte die zuständige Schweize-
rische Unfallversicherungsanstalt (Suva) die gesetzlichen Leistungen.  
 
A.2 Am 21. Februar 2020 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall, als er beim Absteigen 
von seinem Velo am Pedal hängen blieb und auf die linke Schulter stürzte. Dabei zog er sich eine 
dislozierte laterale Claviculafraktur zu. Die Suva richtete auch für dieses Ereignis die gesetzlichen 
Leistungen aus.  
 
A.3 Mit Verfügung vom 17. Juni 2020 teilte die Suva mit, die Abklärungen hätten ergeben, 
dass sich die noch geklagten Beschwerden aus dem Unfallereignis vom 8. März 2019 organisch 
nicht mehr ausreichend erklären lassen würden. Zudem sei auch die Adäquanz zu verneinen, 
weshalb die bisherigen Versicherungsleistungen für diesen Unfall per Ende Juni 2020 eingestellt 
würden. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Suva am 9. Februar 2021 ab. 
 
B. Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, welche A.____, vertreten durch 
Rechtsanwältin Deborah Büttel, am 11. März 2021 beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht), erhob. Er beantragte, es sei der Einspracheentscheid vom 
9. Februar 2021 aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetz-
lichen Leistungen betreffend das Unfallereignis vom 8. März 2019 auszurichten und ihm eine 
Rente von 60 % zuzusprechen. Eventualiter sei ein gerichtliches medizinisches Gutachten bei 
einer neutralen Stelle einzuholen. Subeventualiter sei die Streitsache an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen und diese zu verpflichten, ein medizinisches Gutachten bei einer neutralen 
Stelle einzuholen und es sei nach Vorliegen dieses Gutachtens neu über den Leistungsanspruch 
zu entscheiden; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass er 
weiterhin an objektivierbaren Folgen des Unfalls vom 8. März 2019 leide. Die Suva habe ihren 
Entscheid zudem auf unzureichende medizinische Unterlagen gestützt. Insbesondere könne 
nicht auf die versicherungsinternen Beurteilungen der Kreisärztin Dr. med. C.____, FMH Allge-
meine Innere Medizin, abgestellt werden. 
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. März 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Be-
schwerdeführer wohnt im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-

 

 
 
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tonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde vom 11. März 2021 ist einzutreten.  
 
2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 
8. März 2019 zu Recht per 30. Juni 2020 verneint hat. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er 
sich bis zum Erlass des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids vom 9. Februar 2021 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1 mit Hinweis). 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch auf Taggeld gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG entsteht am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Der Rentenanspruch 
entsteht sodann, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Ein-
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1 
UVG).  
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (vgl. 
BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Er-
eignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht 
– im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

 

 
 
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eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 
129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3.1 Eine weitere Voraussetzung für die Leistungspflicht des Unfallversicherers bildet das 
Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis 
dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Ob bei Vorliegen eines natürli-
chen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen ge-
sundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln 
vom Gericht zu beurteilen ist (vgl. BGE 112 V 30 E. 1b).  
 
3.3.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Anders verhält es sich bei 
natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden. 
Hier bedarf es einer besonderen Adäquanzprüfung. Dabei ist vom augenfälligen Geschehensab-
lauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Ge-
mäss der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis (vgl. 
BGE 115 V 133) werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft, 
während nach der bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der HWS sowie Schä-
del-Hirntraumen anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis auf eine Differenzierung zwischen 
physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1 
mit Hinweisen). Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen wird erst dann gesprochen, 
wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (für 
viele: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hin-
weisen). Diese Untersuchungsmethoden müssen wissenschaftlich anerkannt sein (vgl. BGE 134 
V 231 mit Hinweisen). Alleine die grundsätzliche Geeignetheit eines Ereignisses, zu einer Verlet-
zung zu führen, reicht nicht, um diese als organisch objektiv ausgewiesen zu betrachten (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2011, 8C_310/2011, E. 4.5.1). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 
in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 
nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch 

 

 
 
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verrichtet werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditäts-
schätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-
zialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4.4.1 Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliesslich auf versicherungsin-
terne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 14. Mai 2019, 9C_143/2019, E. 4.1 mit Hinweisen).  
 
4.4.2 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten oder Ärztinnen darf und soll das Gericht 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus-
sagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der 

 

 
 
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therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte bzw. (Fach)Ärztinnen einerseits und von Begutachtungsauf-
trag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten oder Expertinnen anderseits (vgl. BGE 
124 I 170 E. 4; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, 
sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- 
oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu neh-
men, wenn die behandelnde Ärzteschaft zu anderslautenden Einschätzungen gelangt. Vorbehal-
ten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden 
Ärzte bzw. Ärztinnen wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin-
gende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt ge-
blieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Unter-
suchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts sind vorliegend im Wesentlichen 
folgende Berichte zu berücksichtigen:  
 
6.2 Im Austrittsbericht des Spitals D.____, Klinik für E.____, vom 13. März 2019, wo sich der 
Beschwerdeführer nach seinem Unfall vom 8. bis 10. März 2019 stationär aufgehalten hatte, wur-
den als Diagnosen eine Commotio cerebri, eine Lungenkontusion links und eine laterale Clavicu-
lafraktur links genannt. Es habe für das Ereignis sowohl antero- wie retrograd eine Amnesie be-
standen. Der Beschwerdeführer sei zunächst bei einem Glasgow Coma Scale [GCS]-Wert von 
14 autopsychisch und örtlich, aber zeitlich nur teilweise orientiert gewesen, die Pupillen hätten 
aber prompt und konsensuell auf Licht reagiert und die Herztöne seien rein sowie rhythmisch 
gewesen. In der Beurteilung wurde ausgeführt, dass die initial bestehende zeitliche Desorientie-
rung zeitnah regredient gewesen sei. Die Überwachung sei ansonsten komplett unauffällig aus-
gefallen. In der neurologischen Untersuchung sei eine Anisokorie aufgefallen, welche seit einer 
Bestrahlung bei einem Status nach einem Tonsillenkarzinom rechts bekannt sei. Ansonsten seien 
keine klinischen Befunde erkennbar gewesen. In der initial durchgeführten Computertomographie 
(CT) hätten sich keine Hinweise für eine intrakranielle Blutung/Ischämie oder eine Schädelfrak-
tur/Fraktur der Halswirbelsäule (HWS) gezeigt. Allerdings habe sich der Verdacht auf eine laterale 
linksseitige Claviculafraktur bestätigt. Ausserdem habe eine Lungenkontusion links bei ansonsten 
fehlenden weiteren Traumafolgen zur Darstellung gebracht werden können.  
 

 

 
 
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6.3 Am 23. Juli 2019 berichtete das Spital D.____, Klinik für F.____, dass in Bezug auf den 
Schultergürtel links reizlose Narbenverhältnisse und eine residuelle Druckdolenz über der latera-
len Clavicula bestünden. Zudem läge noch eine Kapselsteife vor, die weiterhin mit Physio- und 
Wassertherapie behandelt werde. Weiter wurde auf eine limitierte Gedächtnisleistung bei Status 
nach Commotio cerebri hingewiesen. Der Versicherte sei auch im Hinblick auf die Konzentrati-
onsschwäche weiterhin zu 50 % arbeitsunfähig. 
 
6.4 Dr. C.____ führte am 4. September 2019 aus, dass wegen der festgestellten Kapsel-
steife aktuell keine kreisärztliche Untersuchung angezeigt sei. Der Verlauf sei offensichtlich 
protrahiert und bedürfe sicherlich noch einiger Zeit. Als strukturell objektivierbare Schadenfolge 
könne die Claviculafraktur links genannt werden. 
 
6.5 Dem Bericht des Spitals D.____, Klinik für F.____, vom 16. September 2019 ist zu ent-
nehmen, dass der Versicherte rund 6 Monate nach Frakturversorgung von Seiten der Schulter 
zufrieden sei. Überkopfbewegungen seien noch mühsam und eingeschränkt, jedoch würde er 
subjektiv von den physiotherapeutischen Massnahmen profitieren. Nebenbefundlich werde über 
eine Sensibilitätsstörung der rechten Gesichtshälfte berichtet, welche bereits nach der Tonsillen-
operation erstmalig aufgetreten sei und welche sich durch den Sturz verschlimmert habe. Zudem 
bestünden eine anhaltende Müdigkeit, eine Schläfrigkeit und Konzentrationsstörungen nach 
Commotio cerebri, welche die Arbeit als Innendekorateur/Wohnberater massiv erschweren wür-
den. Aus rein schulterorthopädischer Sicht könne der Versicherte aber wieder zu 100 % arbeiten. 
Aufgrund des anhaltenden postkommotionellen Syndroms bleibe die Arbeitsfähigkeit jedoch ein-
geschränkt. Diesbezüglich sei eine allfällige neurologische Weiterabklärung in die Wege zu leiten. 
 
6.6 Am 18. Oktober 2019 fand im Auftrag des Hausarztes Dr. med. G.____, 
FMH Allgemeinmedizin, ein neurologisches Konsilium bei Dr. med. H.____, FMH Neurologie, 
statt. Dieser diagnostizierte ein Schädel-Hirntrauma Grad I am 8. Oktober (recte März) 2019 nach 
Velounfall und einen Status nach Plattenepithelkarzinom der Tonsille rechts. In der Beurteilung 
hielt Dr. H.____ fest, dass beim Versicherten nach einem Velounfall mit Sturz auf den Kopf eine 
antero- und eine retrograde Amnesie bestanden habe. Es lägen eine Reduktion der Leistungsfä-
higkeit, eine vermehrte Müdigkeit, holokraniell drückende Kopfschmerzen vom Spannungstyp 
und typische Zeichen eines Schädel-Hirntraumas Grad I vor. Erfreulicherweise seien aber sowohl 
das CT als auch die aktuelle Magnetresonanztomografie (MRT) ohne Nachweis substantieller 
Schäden am Gehirn. Die klinische Untersuchung sei unauffällig. Bei subjektiv unverändertem 
Verlauf ohne Besserungstendenz der Leistungsminderung werde eine neuropsychologische Ab-
klärung in der Klinik I.____ empfohlen.  
 
6.7 Der Beschwerdeführer wurde in der Folge am 9. Dezember 2019 in der Klinik I.____ 
neuropsychologisch untersucht. Im Bericht vom 5. Februar 2020 wurden eine leichte neurokog-
nitive Störung mit deutlich reduzierter kognitiver Belastbarkeit sowie mittelschwerer kognitiver und 
motorischer Fatigue und ein Status nach Schädel-Hirntrauma Grad I am 8. Oktober (recte März) 
2019 nach Velounfall, eigenanamnestisch Amnesie für zwei Tage, genannt. Gemäss MRT vom 
23. Oktober 2019 lägen keine Blutung, keine posttraumatischen gliotischen Veränderungen, 
keine Subduralhämatome, keine sulcale Hämosiderose und keine Hinweise auf Shearing injuries 

 

 
 
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vor. Im Rahmen der ausführlichen neuropsychologischen Untersuchung hätten sich leichte bis 
mittelschwere Auffälligkeiten in Teilbereichen der Aufmerksamkeit, im verbal-episodischen Ge-
dächtnis, bei der Visuokonstruktion und in Teilbereichen der Exekutivfunktionen objektivieren las-
sen. Anamnestisch bestünden anhaltende Gedächtnisschwierigkeiten infolge des Unfalls sowie 
deutliche planerische Schwierigkeiten und Konzentrationsprobleme. Das Testprofil bestätige 
diese Ausfälle. Weiter bestehe eine erhöhte Reizbarkeit, ein vermehrter Rückzug und eine ver-
stärkte Müdigkeit. Obwohl die bildgebenden Befunde ohne Nachweis substantieller Schäden oder 
Shearing injuries geblieben seien, müssten die Befunde im Sinne einer leichten neurokognitiven 
Störung als Folge des erlittenen Schädel-Hirntraumas gesehen werden, da sich keine Hinweise 
auf eine anderweitige Ursache erkennen lassen würden. Eine Steigerung des Arbeitspensums 
sei aktuell nicht sinnvoll. Gestützt auf diesen Bericht der Klinik I.____ bestätigte der Hausarzt Dr. 
G.____ eine Arbeitsunfähigkeit von 60 %. 
 
6.8 Am 8. März 2020 unterzog sich der Beschwerdeführer einer neurootologischen Stand-
ortbestimmung im Spital J.____, Klinik für K.____. Im Bericht vom 13. März 2020 wurden ein 
Schädel-Hirntrauma Grad I nach Velounfall am 8. März 2019, eine leichte Presbyakusis beidseits 
und ein Status nach Plattenepithelkarzinom der Tonsille rechts (Erstdiagnose 04/2017) mit Status 
nach Operation und anschliessender Radio-/Chemotherapie im Jahr 2017 genannt. In der Beur-
teilung wurde ausgeführt, dass sich nach eingehender Untersuchung keine Hinweise für eine 
peripher vestibuläre Funktionsstörung gezeigt hätten. Mit einem zweitgradigen Spontannystag-
mus nach rechts mit Downbeat-Komponente sowie einer schlechten Fixationssuppression in der 
Kalorik hätten sich jedoch ebenso wie im 3Dv-KIT diskrete zentrale Zeichen präsentiert. Aus die-
sem Grund werde – sofern nicht bereits erfolgt – eine neurologische Untersuchung empfohlen.  
 
6.9 In ihrer kreisärztlichen Beurteilung vom 2. Juni 2020 führte Dr. C.____ aus, dass sich 
der Beschwerdeführer am 8. März 2019 bei einem Velounfall eine dislozierte laterale Clavicula- 
fraktur links (adominant) zugezogen habe. Zudem habe er auch ein Schädelhirn-Trauma Grad I 
ohne objektivierbare strukturelle Läsionen im Gehirn erlitten. Gemäss der letzten Kontrolle im 
Spital D.____, Klinik für F.____, vom 10. September 2019 sei die betroffene Schulter aus ortho-
pädischer Sicht soweit hergestellt gewesen, dass eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden 
sei. Es bestünden aber anhaltende Beschwerden bezüglich des neurokognitiven Zustands. Dazu 
führte die Kreisärztin am 10. Juni 2020 aus, dass neuropsychologische Untersuchungen eine 
leichte neurokognitive Störung gezeigt hätten, welche eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit nicht 
möglich machen würde. Dr. C.____ kam aus versicherungsmedizinischer Sicht bezüglich der lin-
ken (adominanten) Schulter respektive der Clavicula zum Schluss, dass der medizinische End-
zustand erreicht sei. In Bezug auf das erlittene Schädel-Hirntrauma Grad I, ohne nachweisbare 
strukturell objektivierbare Läsionen, sei gemäss Suva-Praxis das anhaltende Beschwerdebild 
zum jetzigen Zeitpunkt als nicht mehr unfallkausal einzustufen. 
 
6.10 Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. G.____, berichtete am 2. Juli 2020, dass der 
Unfall mit grosser Wahrscheinlichkeit die Ursache für den jetzigen Zustand darstelle.  
 
7.1 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 9. Februar 2021 bei 
der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in erster 

 

 
 
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Linie auf die Berichte von Dr. C.____ vom 2. und 10. Juni 2020. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass in Bezug auf die Verletzung an der linken Schulter der Endzustand erreicht sei und keine 
organischen Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Dieses Ergebnis der vorinstanzlichen Beweis-
würdigung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.5.1 hiervor), kommt nach der 
Rechtsprechung den Berichten beratender Ärzte bzw. Ärztinnen des Versicherungsträgers zwar 
nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten 
externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ein solcher Bericht ist aber soweit 
zu berücksichtigen, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfol-
gerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtig-
keit der Feststellungen von Dr. C.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass sie sich 
einlässlich und umfassend mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen auseinan-
dergesetzt und die Unfallkausalität schlüssig verneint hat. Dr. C.____ führte unter Berücksichti-
gung der ausführlichen bildgebenden Abklärungen und der bis dahin ergangenen orthopädischen 
und neurologischen Berichte einleuchtend und nachvollziehbar aus, dass der Beschwerdeführer 
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht mehr an organisch nachweisbaren traumatischen Be-
schwerden litt. Ihre Einschätzung der medizinischen Situation erscheint widerspruchsfrei und 
schlüssig und lässt sich auf die von den Fachärzten erhobenen Befunde stützen. Demnach steht 
fest, dass der Beschwerdeführer die linke Schulter bereits seit 16. September 2019 wieder voll 
belasten konnte (vgl. Bericht des Spitals D.____, Klinik für F.____, vom 16. September 2019, 
vorstehend E. 6.5) und eine Leistungseinstellung per Ende Juni 2021 daher nicht zu beanstanden 
ist. Auch in Bezug auf das beim Unfall vom 8. März 2019 erlittene Schädel-Hirntrauma Grad I ist 
der Beurteilung der Kreisärztin zu folgen und davon auszugehen, dass sich organische Beein-
trächtigungen nicht nachweisen lassen. Sie stützte sich dabei auf die eingeholten Berichte und 
die bildgebenden Unterlagen des Spitals D.____, Klinik für E.____, Dr. H.____ sowie der Klinik 
I.____, welchen übereinstimmend weder eine Verletzung des Gehirns noch des Schädels noch 
des Neurocraniums zu entnehmen sind. Zu beachten ist ferner, dass weder der geklagte Schwin-
del noch die Augenprobleme objektiviert werden konnten, ergaben die dazu durchgeführten neu-
rologischen, neurootologischen sowie die ophtalmologischen Untersuchung doch keine organi-
sche Ursache. Zwar ist dazu festzustellen, dass die Kreisärztin keine eigenen Untersuchungen 
vorgenommen oder in die Wege geleitet hat. Solche waren aber aufgrund der übereinstimmenden 
und nachvollziehbaren Berichte des Spitals D., von Dr. H.____ und der Klinik I.____ nicht erfor-
derlich. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Kreisärztin in Bezug auf das 
Schädel-Hirntrauma Grad I festgestellt hat, dass keine organisch nachweisbaren Schädigungen 
objektiviert werden konnten. Ihre Schlussfolgerungen sind schlüssig und nachvollziehbar, wes-
halb die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid auf die Beurteilungen ihrer Kreisärztin Dr. C.____ 
abstützen durfte.  
 
7.2.1 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die Einschätzungen 
von Dr. C.____ in Zweifel zu ziehen.  
 
7.2.2 Soweit er geltend macht, dass der Kreisärztin als Fachärztin der Allgemeinen Inneren 
Medizin die Fachkompetenz für die Beurteilung der strittigen medizinischen Fragen fehle, kann 
ihm nicht gefolgt werden. Dr. C.____ orientierte sich – wie bereits erwähnt – in ihrer Beurteilung 

 

 
 
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an den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Berichten der behandelnden Ortho-
päden des Spitals D.____, des Neurologen Dr. H.____ und der Ärzteschaft der Klinik I.____. 
Diese Berichte sind umfassend und werden auch vom Beschwerdeführer nicht konkret kritisiert. 
Er kann deshalb aus dieser Argumentation nichts zu seinen Gunsten ableiten.  
 
7.2.3 Wenn der Beschwerdeführer weiter unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts vom 
1. September 2015, 9C_335, E. 4.2.2, moniert, dass bei orthopädischen Beschwerdebildern die 
klinische und nicht die bildgebende Untersuchung die feinste Prüfung darstelle und eine blosse 
Aktenbeurteilung ungenügend sei, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Das Bundesgericht 
führte in der genannten Fundstelle aus, dass bei Gesundheitsschäden im Bereich der Orthopädie 
eine Diagnose des Funktionsausfalls, d.h. eine qualitative und quantitative Analyse der Funkti-
onsstörung des Bewegungsapparats und seiner Folgen für die versicherte Person, von zentraler 
Bedeutung ist. So seien etwa bei den Bewegungsprüfungen nicht die Winkelgrade ausschlagge-
bend, sondern die Brauchbarkeit eines Gelenks, die praktische Leistungsfähigkeit bzw. die Be-
hinderung im täglichen Leben. Aus orthopädischer Sicht ist dem Bericht des Spitals D.____, Klinik 
F.____, vom 16. September 2019 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bezüglich der lin-
ken Schulter trotz gewisser Einschränkungen wieder vollständig arbeitsfähig sei. Diese Einschät-
zung bezog sich nicht nur auf die bildgebenden Unterlagen, sondern auch auf eine persönliche 
Untersuchung des Beschwerdeführers.  
 
7.2.4 Weiter legt der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar, dass er beim Sturz mit dem 
Velo eine strukturelle Verletzung des Hirns, des Schädels oder des Neurokraniums erlitten hat. 
Er weist lediglich auf die Untersuchungen in der Klinik I.____ hin und moniert, er erbringe auf-
grund der Testergebnisse mittelschwere bis teilweise schwere kognitive Minderleistungen. Diese 
leichte neurokognitive Störung müsse als Folge des erlittenen Schädel-Hirntraumas gesehen 
werden, da sich keine Hinweise auf eine anderweitige Ursache erkennen lassen würden. Es sei 
demnach diesbezüglich von objektivierbaren Befunden auszugehen. Dieser Auffassung kann 
nicht gefolgt werden. Gemäss konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts ist nämlich die 
neuropsychologische Testuntersuchung allein nicht ausreichend, um die Kausalitätsfrage eines 
Beschwerdebilds selbstständig und abschliessend zu beantworten (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 28. November 2018, 8C_636/2018, E. 4.2 mit Hinweisen). Daran ist auch im vorlie-
genden Fall festzuhalten. Auch wenn aufgrund der neuropsychologischen Untersuchungen kog-
nitive Einschränkungen erhoben werden konnten, ändert dies nichts an der Tatsache, dass diese 
alleine – ohne organisch nachweisbare strukturelle Unfallfolgen – nicht zur Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs führen können (vgl. E. 3.3.2 hiervor mit Hinweisen). Mit der Be-
schwerdegegnerin – auf deren nachvollziehbare Angaben in der Vernehmlassung vom 29. März 
2021 (S. 3) verwiesen werden kann – ist weiter festzustellen, dass das vom Beschwerdeführer 
zur Untermauerung seines Standpunkts zitierte Urteil des Bundesgerichts vom 10. Januar 2011, 
8C_892/2010, keinen anderen Schluss zulässt, lag diesem doch ein nicht mit dem vorliegenden 
Fall vergleichbarer Sachverhalt zugrunde. Unter diesen Umständen ist der Nachweis eines Kau-
salzusammenhangs zwischen den neuropsychologischen Beschwerden und dem versicherten 
Ereignis im dafür erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht er-
bracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2018, 8C_636/2018, E. 4.2). Daran 
ändert auch der Bericht des Hausarztes Dr. G.____ vom 2. Juli 2020 nichts. Er bringt vor, dass 

 

 
 
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die kognitiven Beschwerden mit grosser Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 8. März 
2019 zurückzuführen seien. Auch er nennt aber keine objektiven Befunde, aus welchen mit über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit geschlossen werden könnte, dass sie auf den Unfall vom 8. März 
2019 zurückzuführen sind. Da Dr. G.____ zudem keine Aspekte nennt, die in den vorgenannten 
Berichten nicht bereits erwähnt und bei der Beurteilung berücksichtigt worden sind, erübrigen 
sich dazu weitere Ausführungen (vgl. oben E. 4.5.2).  
 
8.1 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen steht fest, dass der natürliche Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall vom 8. März 2019 und den weiterhin geklagten neuropsychologi-
schen Beschwerden zu verneinen ist. Unter diesen Umständen würde sich eine Prüfung des für 
die Bejahung der Leistungspflicht ebenfalls erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhangs er-
übrigen (vgl. E. 3.3). 
 
8.2.1 Zu beachten ist aber, dass selbst wenn der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen 
und eine Adäquanzprüfung durchzuführen wäre, dies nicht zu einem für den Beschwerdeführer 
vorteilhafteren Ergebnis führen würde, wie nachfolgend aufzuzeigen ist. 
 
8.2.2 Im vorliegenden Fall hat die Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) 
nachweisbaren Unfallfolgeschäden unbestritten nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kri-
terien zu erfolgen (sog. Psycho-Praxis; vgl. zu den Anforderungen an die Objektivierbarkeit von 
organischen Leiden: nicht publizierte E. 2 des Urteils BGE 135 V 465, in: SVR 2010 UV Nr. 6 
S. 25 [8C_216/2009]). Demnach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen im Einzelfall zu verlangen, dass 
dem Unfall für die Entstehung der Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit 
Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus-
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenommen wurde: ba-
nale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der 
dazwischenliegende mittlere Bereich (vgl. BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 
120 V 352 E. 5b/aa; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2). 
 
8.2.3 Bei Unfällen – wie dem vorliegenden – aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, 
ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 
Unfalls allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, wel-
che unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise in-
direkte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Krite-
rien sind zu nennen: 
 
- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre  
 erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;  
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;  
- körperliche Dauerschmerzen;  

 

 
 
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- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (vgl. BGE 134 V 109 E. 6.1, 

115 V 133 E. 6c/aa). 
 
8.2.4 Weiter ist zu berücksichtigen, dass für die Bejahung der Adäquanz nicht in jedem Fall der 
Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung erforderlich ist (vgl. RKUV 1999 
Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). 
Handelt es sich – wie vorliegend – um einen Unfall im mittleren Bereich, müsste von den in die 
Beurteilung einzubeziehenden Kriterien mithin entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter 
Form erfüllt sein oder es hätten mindestens deren drei in gehäufter Form vorzuliegen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2012, 8C_684/2012, E.4.2 mit Hinweisen). 
 
8.2.5 Bei der Prüfung der Adäquanzkriterien nach der Psycho-Praxis sind zudem die Folgen 
der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen (vgl. 
ANDRÉ NABOLD, in: Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 
über die Unfallversicherung [UVG; Hürzeler/Kieser, Hrsg.], 2018, N. 70 zu Art. 6 UVG; Urteil des 
Bundesgerichts vom 15. Mai 2014, 8C_899/2013, E. 5.1 mit Hinweisen). 
 
9.1 Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Psycho-Praxis in jenem Zeitpunkt vor-
zunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann 
(vgl. BGE 134 V 106 E. 6.1). Dieser Zeitpunkt wurde im vorliegenden Fall auf Ende Juni 2020 
festgesetzt, was auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird.  
 
9.2.1 Nachfolgend ist zu prüfen, ob vorliegend ein einzelnes Kriterium in besonders ausgepräg-
ter Form erfüllt ist oder mindestens drei in gehäufter Form vorliegen (vgl. vorstehend E. 8.2.4):  
 
9.2.2 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrück-
lichkeit des Unfalls ist objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. des Angst-
gefühls der versicherten Person zu beurteilen (vgl. RUMO-JUNGO ALEXANDRA, HOLZER ANDRÉ 
PIERRE, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich 2012, S. 69). Dabei ist 
zu berücksichtigen, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit 
eigen ist, was aber noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2). Den vorliegenden Akten ist in 
Bezug auf den Unfall vom 8. März 2019 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer mit dem 
Fahrrad auf dem Heimweg war, als er von einem Auto angefahren wurde. In der Folge kam er zu 
Fall. Dieser Sachverhalt weist weder besonders dramatische Begleitumstände auf noch ist er 
besonders eindrücklich im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieses Kriterium nicht erfüllt ist. 
Auch die beim Unfall erlittenen Verletzungen (Commotio cerebri, Lungenkontusion links und la-
terale Claviculafraktur links) sind nicht derart schwer oder von besonderer Art, dass sie geeignet 
wären, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Die Kriterien der ungewöhnlich langen 
Dauer der ärztlichen Behandlung und der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen er-

 

 
 
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heblich verschlimmert haben, sind ebenso wenig erfüllt wie jenes des schwierigen Heilungsver-
laufs und erheblicher Komplikationen. Beim zuletzt genannten Kriterium ist ohnehin zu beachten, 
dass nur Gründe berücksichtigt werden können, welche die Heilung als solche beeinträchtigen. 
Dazu zählen aber weder die Einnahme von Medikamenten noch die Durchführung verschiedener 
Therapien. Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger Therapie keine Beschwerde-
freiheit erreicht werden konnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2009, 8C_116/2009, 
E. 4.5). Das zuletzt zu prüfende Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_803/2017, E. 3.7 mit Hinweisen). Gemäss Be-
richt des Spitals D.____, Klinik für F.____, vom 16. September 2019 war der Beschwerdeführer 
aus rein schulterorthopädischer Sicht ab diesem Zeitpunkt wieder zu 100% arbeitsfähig. Damit 
war der Beschwerdeführer aber aufgrund der strukturell nachweisbaren Verletzungen an der lin-
ken Schulter während rund 6 Monaten arbeitsunfähig. Dieser Zeitrahmen genügt nach der Recht-
sprechung des Bundesgerichts nicht, um das Kriterium der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 
zu bejahen (vgl. dazu Urteil vom 26. Juni 2009, 8C_116/2006, E. 4.6).  
 
9.3 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass keines der von der Rechtsprechung für 
die Bejahung der Adäquanz verlangten Kriterien erfüllt ist. Damit steht der psychische Gesund-
heitsschaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in adäquatem Kausalzusammenhang 
mit dem Unfallereignis vom 8. März 2019. 
 
10. Bei dieser Sachlage drängen sich weitere medizinische Abklärungen in Form eines exter-
nen versicherungsmedizinischen Gutachtens, wie sie der Beschwerdeführer verlangt, nicht auf, 
weshalb davon abgesehen werden kann. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das 
Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisab-
nahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über 
jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt 
das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Un-
terlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinrei-
chend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbun-
dene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu-
lässig (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d).  

11. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
9. Februar 2020 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als 
unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
12. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche 
Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Partei-
entschädigung wird bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zugesprochen. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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