# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6e5476d-6c35-5157-89c5-5de79ee926ee
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.09.2009 C-2124/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2124-2007_2009-09-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2124/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richter Alberto Meuli, 
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

A._______,
vertreten durch Advokat lic. iur. Nicolai Fullin, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2124/2007

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 20. Mai 1999 hatte die IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) der 1946 geborenen schweizerischen 
Staatsangehörigen A._______, wohnhaft in Frankreich, welche bisher 
als  kaufmännische  Sachbearbeiterin  in  der  Schweiz  tätig  gewesen 
war, per 1. Februar 1998 eine halbe Invalidenrente zugesprochen (IV-
act. 6  und IV-act. 1 S. 44 f.,  107 und 109). Diese Verfügung basierte 
auf einem Invaliditätsgrad von 50%, bei Status nach Verkehrsunfall mit 
seitlicher  Frontalkollision  am  5. August  1992  mit  Halswirbelsäulen-
Distorsion,  leichter  traumatischer  Hirnverletzung,  konsekutiv  cervico-
cephaler Symptomenkomplex, lumbovertebrales Syndrom bei Fehlhal-
tung,  muskulärer  Dysbalance und  leichten degenerativen Wirbelsäu-
lenveränderungen,  neuropsychologischer  Funktionsstörungen,  post-
traumatischer Anpassungsstörung; Status nach Reitunfall  am 30. Au-
gust 1988 mit leichter traumatischer Hirnverletzung, Läsion des hinte-
ren  Kreuzbandes  mit  konsekutiver  postero-lateraler  Instabilität  des 
rechten Kniegelenkes; Status  nach traumatischer  Teilamputation  des 
rechten Daumens im Februar 1995 (IV-act. 5). 

B.
Am  3. Juli  2001  sprach  die  IV-Stelle  A._______  revisionsweise  per 
1. Februar 2000 eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad 
von 80% zu (IV-act. 15 S. 3 f.). Diese Verfügung basierte namentlich 
auf dem Gutachten von Dr. med. B._______, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, vom 6. Februar 2001, welche "nach wie vor" 
von einer andauernden Persönlichkeitsänderung im Anschluss an den 
Autounfall  von  1992  ausging.  Ihrer  Ansicht  nach  übersteige  die 
Arbeitsfähigkeit zur Zeit  nicht 20%. Es erscheine sinnvoll,  "die Versi-
cherte durch eine volle  Berentung vom ständigen Druck in  Richtung 
auf  ein  Arbeitspensum  zu  entlasten,  das  auszufüllen  sie  in  ihrem 
Zustand gar nicht mehr in der Lage wäre" (IV-act. 11). 

Die  nächste  Rentenrevision  wurde  auf  den  1. Mai  2004  vorgesehen 
(IV-act. 14). 

C.
Im Rahmen dieses Revisionsverfahrens teilte A._______ der IV-Stelle 
Basel-Stadt  am 3. Juni  2005  mit,  dass  sich  ihr  Gesundheitszustand 
seit  Herbst  2004  verschlechtert  habe  (IV-act. 16),  was  Dr. med. 

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C._______ in seinem Bericht vom 12. Juli 2005 bestätigten konnte (IV-
act. 21).

In  der  Folge erstattete  Dr. med. D._______,  Facharzt  für  Psychiatrie 
und  Psychotherapie  FMH,  am 21. Oktober  2005  ein  psychiatrisches 
Teilgutachten  (IV-act. 24).  Gestützt  darauf  erfolgte  am  4. November 
2005  ein  Gutachten  zu  Handen  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  durch 
Dr. med. E._______,  Arzt  für  Allgemeinmedizin  FMH sowie  Dr. med. 
D._______  (IV-act. 25).  Dabei  wurde  festgestellt,  dass  es  seit  2001 
insofern zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen 
sei, als dass bei der Explorandin keine depressive Symptomatik mehr 
objektiviert werden könne. Im Gegensatz zum Gutachten von Dr. med. 
B._______  sei  nicht  davon  auszugehen,  dass  es  sich  um  eine 
andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, sondern 
um ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma handle. 
Diesbezüglich  wurde  ausgeführt,  dass  der  Schweregrad  jener 
schwierig abzuschätzen sei, durch eine erneute neuropsychologische 
Verlaufsuntersuchung  jedoch  weitere  Anhaltspunkte  zur  Beurteilung 
des  Schweregrades  erwartet  werden  könnten.  Weiter  kamen  die 
Gutachter zum Schluss, dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in 
der zuletzt  ausgeübten (wie auch in  einer alternativen) Tätigkeit  aus 
rein psychiatrischer Sicht bei etwa 50% liege.

Am  25. September  2006  erfolgte  eine  erneute  neuropsychologische 
Untersuchung  von  A._______  durch  Dr.  med.  F._______  und  Dipl. 
Psych. G._______ in der Rehaklinik X._______, in der bereits die ent-
sprechende  Untersuchung  im  Jahr  1996  durchgeführt  worden  war. 
Dabei konnte nun insgesamt eine erfreuliche Verbesserung und gleich-
zeitige  Fokussierung  der  kognitiven  Beeinträchtigungen  festgestellt 
werden. Das Hauptproblem der  Patientin  bestehe in  der  reduzierten 
Belastbarkeit  und  insofern  kognitiven  Dekonditionierung,  die  unter 
Schmerzzunahme  rasch  verstärkt  werde.  Insofern  sei  nicht  auszu-
schliessen,  dass  es  unter  längerfristigen,  kognitiv  anspruchsvollen 
Anforderungen zu schwerwiegenden alltags-  und tätigkeitsrelevanten 
Einbussen kommen könne (IV-act. 32 S. 8 ff.). 

Am 23. Oktober  2006  berichtete  Dr. med. E._______,  dass  sich  der 
Gesundheitszustand "von Seiten der Psyche" verbessert  habe. Auch 
vor  dem  Hintergrund  der  erneuten  neuropsychologischen  Unter-
suchung  könne  bei  einer  nunmehr  stabilen  Situation  davon  ausge-
gangen  werden,  dass  mindestens  seit  dem  Zeitpunkt  der  für  sein 

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Gutachten durchgeführten Untersuchung eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit 
attestiert werden könne (IV-act. 32 S. 1 ff.).

D.
Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (IV-act. 35 S. 8 ff.) und 
entsprechenden  hiergegen  erhobenen  Einwänden  (IV-act. 35  S. 2) 
verfügte die IV-Stelle am 16. Februar 2007 die Ersetzung der bis dahin 
gewährten ganzen Invalidenrente durch eine halbe Rente per 1. April 
2007.  Zur  Begründung  führte  sie  im  Wesentlichen  aus,  dass  sich 
A._______s Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht verbessert 
habe, so dass ihr die bis dahin ausgeübte Arbeit als Sachbearbeiterin 
wieder zu 50% zugemutet werden könne (IV-act. 38).

E.
Gegen diese Verfügung erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerde-
führerin),  vertreten durch Advokat  lic.  iur. Nicolai Fullin,  mit  Eingabe 
vom 21. März 2007 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und 
beantragte  die  Aufhebung  der  Verfügung  und  die  Ausrichtung  einer 
ganzen Invalidenrente über den 1. April  2007 hinaus. Zudem ersucht 
sie  um Wiederherstellung  der  von  der  Vorinstanz  mit  der  Verfügung 
entzogenen aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. 

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass aus psychiatri-
scher  Sicht  keine  Verbesserung  ihrer  gesundheitlichen  Situation  zu 
verzeichnen sei, habe doch bereits Dr. med. B._______ keine Depres-
sion, sondern vielmehr eine andauernde Persönlichkeitsänderung dia-
gnostiziert.  Zudem  sei  die  neuropsychologische  Untersuchung  zu 
wenig berücksichtigt worden. Schliesslich sei die hier streitige medizi-
nische Beurteilung – im Gegensatz zu jener durch Dr. med. B._______ 
–  erfolgt,  nachdem  sie  seit  bereits  mehreren  Jahren  nicht  mehr 
erwerbstätig  sei  und sich  somit  in  einem Zustand der  Entspanntheit 
befinde. Eine allfällige Verbesserung – die jedoch bestritten werde – 
sei  gegebenenfalls  allein  auf  die  Entspannung  aufgrund  der  weg-
gefallenen Arbeitsbelastung zurückzuführen. Ferner erweise sich eine 
Revision  der  Rente  aufgrund  ihres  fortgeschrittenen  Alters  auch als 
unverhältnismässig, zumal auch kein leidensbedingter Abzug gewährt 
worden  sei.  Entsprechend  sei  eine  Revision  der  Rente  nicht  recht-
mässig erfolgt. 

F.
Mit  Vernehmlassung  vom  19. April  2007  beantragte  die  IV-Stelle 

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gestützt auf die Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt vom 13. April 
2007 die Abweisung der Beschwerde. 

G.
Mit Replik vom 24. Mai 2007 hielt die Beschwerdeführerin ihre Anträge 
aufrecht. 

H.
Das Bundesverwaltungsgericht wies am 4. Mai 2007 das Gesuch der 
Beschwerdeführerin um Wiederherstellung der aufschiebende Wirkung 
ab. 

I.
Mit  Duplik  vom  27. Juni  2007  hielt  die  IV-Stelle  gestützt  auf  die 
Stellungnahme der IV-Stelle Basel-Stadt vom 22. Juni 2007 ihre Anträ-
ge aufrecht. 

J.
Der mit  Verfügung vom 5. Juli  2007 einverlangte Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 400.- ging innert der gesetzten Frist bei der Gerichts-
kasse  ein.  Gegen  den  ebenfalls  mit  Verfügung  vom  5. Juli  2007 
bekanntgegebenen Spruchkörper sind keine Ausstandsbegehren ein-
gegangen.

K.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter-
lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  Bst. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-
gen  der  schweizerischen  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland.  Eine 
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VVG liegt nicht vor.

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1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes über das Verwal-
tungsverfahren  vom 20. Dezember  1968  (VwVG,  SR 172.021)  findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss 
Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung (Art. 1a-26bis und 28-70 IVG) anwendbar, soweit das IVG 
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  sie  im  Sinne  von  Art.  59  ATSG  beschwerde-
legitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art. 60 
ATSG und Art. 52 VwVG) eingereicht  und der  Kostenvorschuss frist-
gerecht geleistet wurde, ist darauf einzutreten.

2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen  nach  den  Vorschriften  des  VGG,  des  VwVG  (Art. 37 
VGG) sowie des ATSG. Dabei finden nach den allgemeinen intertem-
poralrechtlichen  Regeln  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung,  welche 
im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 
E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. 

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälli-
ger Leistungsanspruch ist  für  die Zeit  vor einem Rechtswechsel auf-
grund  der  bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 

Nach  der  Rechtssprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei 
der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit-
punkt  des  Erlasses  des  angefochtenen  Verwaltungsaktes  (hier: 
16. Februar 2007) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit  Hinweisen).  Tatsachen,  die  jenen  Sachverhalt  seither  verändert 

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haben,  sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungs-
verfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

2.2 Da sich der Wohnsitz der Beschwerdeführerin in Frankreich befin-
det,  gelangen  im  vorliegenden  Fall  die  Bestimmungen  des  Abkom-
mens vom 3. Juli  1975 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft  und  der  Französischen  Republik  über  Soziale  Sicherheit 
(SR 0.831.109.349.1,  in  Kraft  seit  1. November  1976) sowie ab dem 
1. April 2006 diejenigen des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen 
der  Schweizerischen Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäi-
schen  Gemeinschaft  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (Freizügig-
keitsabkommen,  nachfolgend  FZA,  SR 0.142.112.681,  in  Kraft  seit 
1. Juni 2002, vgl. Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Art. 2 Ziff. 7 des 
Bundesratsbeschlusses  vom 17. Dezember  2004  über  die  Genehmi-
gung und Umsetzung des Protokolls über die Ausdehnung des Freizü-
gigkeitsabkommens  auf  die  neuen  EG-Mitgliedstaaten  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der EG und ihren 
Mitgliedstaaten andererseits  sowie  über  die  Genehmigung der  Revi-
sion der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit, in Kraft 
seit 1. April  2006, AS 2006 979 994) zur Anwendung. Das Freizügig-
keitsabkommen setzt das Abkommen vom 3. Juli  1975 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Französischen Republik 
über Soziale Sicherheit insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich 
geregelt wird (Art. 20 FZA). 

Es ist auf das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG abzustellen. 
Die  darin  enthaltenen  Formulierungen  der  Arbeitsunfähigkeit,  der 
Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Einkommensvergleichs-
methode  entsprechen  ohnehin  den  bisherigen,  von  der  Rechts-
sprechung  dazu  entwickelten  Begriffen  in  der  IV. Demzufolge  bean-
spruchen die diesbezüglich schon herausgebildeten Grundsätze auch 
unter  der  Herrschaft  des ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343). 
Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist 
vor dem 1. Juni 2002 auf die bis Ende Mai 2002 gültige Fassung (AS 
2000 2685), nachher auf die bis Ende 2002 gültige Fassung (AS 2002 
685  und  701),  danach  auf  die  bis  Ende  2003  gültige  Fassung  (AS 
2002 3371 und 3453), und schliesslich auf die Fassung gemäss den 
am  1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen  Änderungen  (4. IV-Revision; 
AS 2003  3837)  abzustellen. Nicht  zu  berücksichtigen sind  die  durch 

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die  5. IV-Revision  eingeführten  Änderungen,  welche  am  1. Januar 
2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129).

3.

3.1 Gemäss  Art. 4  Abs. 1  IVG  in  der  bis  zum  31. Dezember  2002 
gültig  gewesenen  Fassung  beziehungsweise  Art. 8  ATSG in  Verbin-
dung mit Art. 4 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2003 gültigen Fassung 
ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall.

Art. 7  ATSG definiert  die  Erwerbsunfähigkeit  als  durch  Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.2 Ein  Anspruch  auf  eine  ganze  Invalidenrente  bestand  gemäss 
Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewese-
nen  Fassung,  wenn  die  versicherte  Person  mindestens  zu  zwei 
Dritteln,  derjenige  auf  eine  halbe  Rente,  wenn  sie  mindestens  zur 
Hälfte und derjenige auf  eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40% invalid war. Seit dem 1. Januar 2004 besteht Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente bei einem IV-Grad von mindestens 70%, auf eine 
Dreiviertelsrente  bei  mindestens  60%,  auf  eine  halbe  Rente  bei 
mindestens  50%  sowie  auf  eine  Viertelsrente  bei  mindestens  40% 
(Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision]). 

Gemäss  Art. 28  Abs. 1ter IVG  (in  den  bis  zum  31. Dezember  2007 
gültig gewesenen Fassungen) werden Renten, die einem Invaliditäts-
grad  von  weniger  als  50%  entsprechen,  nur  an  Versicherte  ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtssprechung 
stellt  Art. 28  Abs. 1ter IVG  nicht  eine  blosse  Auszahlungsvorschrift, 

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sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE  121  V 
264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt  seit  dem 1. Juni 
2002  für  Schweizer  Bürger  und  Staatsangehörige  der  Europäischen 
Gemeinschaft.  Diesen  Personen  wird  bei  einem  Invaliditätsgrad  ab 
40%  eine  Rente  ausgerichtet,  wenn  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der 
Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 
und 3.1).

3.3 Für  die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  wird  das  Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (so genanntes Invaliden-
einkommen),  in  Beziehung gesetzt  zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (so genanntes 
Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 
im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben.

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die 
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zuge-
mutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglich-
keiten  im  angestammten  Beruf,  sondern  auch  in  zumutbaren  Ver-
weisungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c 
mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c).

Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invalidenver-
sicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Er-
werbsfähigkeit,  welche  die  versicherte  Person  bei  Aufbietung  allen 
guten Willens,  die  verbleibende Leistungsfähigkeit  zu  verwerten,  ab-
wenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im 
gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der 
Schadenminderungspflicht  ist  ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeits-
bereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, innert  nützli-
cher  Frist  Arbeit  in  einem  anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu 

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suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint 
(BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). 

Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-
Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver-
bliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem 
Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese 
so genannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen 
zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 1986 
S. 204 f.).

3.4 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung – wie alle anderen Beweismittel  – frei,  d.h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf  es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 
die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157 E. 1c).

3.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Das Institut der Revision von 
Invalidenrenten wurde vom Gesetzgeber in Weiterführung der entspre-
chenden  bisherigen  Regelungen  in  Art. 17  Abs. 1  ATSG aufgenom-

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men. Die zu altArt. 41 Abs. 1 IVG (in Kraft bis Ende 2002) entwickelte 
Rechtsprechung  ist  daher  grundsätzlich  weiterhin  anwendbar  (BGE 
130 V  343  E. 3.5.4,  in  BGE 133  V  108  nicht  publizierte  E. 2  [Urteil 
EVG I 465/05 vom 6. November 2006]).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat-
sächlichen  Verhältnissen,  die  geeignet  ist,  den  Invaliditätsgrad  und 
damit  den  Rentenanspruch  zu  beeinflussen.  Eine  Invalidenrente  ist 
demgemäss  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des 
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund-
heitszustandes  erheblich  verändert  haben  (BGE  130  V  343  E. 3.5, 
BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Dagegen stellt  nach ständiger 
Rechtsprechung die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkun-
gen  eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen  Gesundheits-
zustandes  auf  die  Arbeitsfähigkeit  für  sich  allein  genommen  keinen 
Revisionsgrund  im  Sinne  von  Art. 17  Abs. 1  ATSG dar  (Urteil  BGer 
9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 
E. 2 [I 574/02]; AHI 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; vgl. auch BGE 112 V 371 
E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Ände-
rung eingetreten ist,  beurteilt  sich durch den Vergleich des Sachver-
haltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröff-
neten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 
des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitszustands) beruht,  mit  demjenigen zur Zeit  der strei-
tigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheentscheides; vor-
behalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozes-
sualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist 
die  anspruchsbeeinflussende  Änderung  im Falle  einer  Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem 
angenommen  werden  kann,  dass  sie  voraussichtlich  längere  Zeit 
dauern  wird.  Sie  ist  in  jedem  Fall  zu  berücksichtigen,  nachdem sie 
ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei  Monate  gedauert  hat  und 
voraussichtlich weiterhin andauern wird. In derartigen Konstellationen 
ist  Art. 29  Abs. 1 IVG nicht  anwendbar  (BGE 109 V 125 E. 4a; vgl. 
auch BGE 133 V 108). Führt die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu 
einer derartigen Verminderung des Invaliditätsgrades, dass die Rente 

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herabgesetzt  werden  muss,  so  erfolgt  die  Anpassung  der  Rente 
gemäss  Art.  88bis Abs. 2  Bst.  a  IVV frühestens  vom ersten Tag des 
zweiten der Zustellung der Revisionsverfügung folgenden Monats an. 
Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist  die  anspruchsbeeinflussende Änderung 
im  Falle  einer  Verschlechterung  der  Erwerbsfähigkeit  zu  berück-
sichtigen,  sobald  sie  ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei  Monate 
angedauert  hat.  Gemäss  Art.  88bis  Abs.  1  Bst.  a  IVV  erfolgt  die 
Erhöhung  der  Rente  frühestens  von  dem  Monat  an,  in  dem  das 
Revisionsbegehren gestellt wurde.

4.
Aufgrund der soeben dargelegten Grundsätze ist im vorliegenden Ver-
fahren  zu  prüfen,  ob  sich  der  Gesundheitszustand  und  die  Arbeits-
fähigkeit  der  Beschwerdeführerin  seit  der  rentenzusprechenden  Ver-
fügung vom 3. Juli  2001 bis zum 16. Februar 2007 massgeblich ver-
bessert haben. 

4.1 Gemäss  dem  Bericht  von  Dr. med.  B._______  vom  6. Februar 
2001, welcher für die rentenzusprechende Verfügung vom 3. Juli 2001 
entscheidend war, litt  die  Beschwerdeführerin  an einer andauernden 
Persönlichkeitsänderung  (ICD F 62)  im  Anschluss  an  den Autounfall 
vom 5. August  1992. Die Symptomatik  der Beschwerdeführerin  habe 
seit  der letzten Begutachtung vom 23. Oktober 1998 eher zugenom-
men. Dies würde sie nun auch erheblich in der Haushaltsführung ein-
schränken. Zwar habe sie im Rahmen der durchgeführten neuropsy-
chologischen Therapie Strategien erlernt,  um die Auswirkungen ihrer 
Konzentrations-  und  Gedächtnisstörungen  sowie  der  aggressiven 
Durchbrüche zu mildern, doch stünde sie dennoch unter einer ständi-
gen  Spannung  und  Furcht,  wegen  ihrer  Problematik  einen  folge-
schweren  Fehler  zu  begehen.  Insgesamt  wirke  sie  seit  der  letzten 
Begutachtung  erschöpfter  und  wie  ausgebrannt.  Nach  Angaben  der 
behandelnden Psychologin, Frau Dr. H._______, die die Beschwerde-
führerin regelmässig gesehen habe, sei  die Arbeitsfähigkeit  während 
der  ganzen  Zeit  seit  der  letzten  Begutachtung  im  Oktober  1998  in 
diesem  Umfang  eingeschränkt  gewesen.  Die  Arbeitsfähigkeit  der 
Beschwerdeführerin  dürfte  zur Zeit  20% nicht  übersteigen. Umschul-
ungsmassnahmen seien insofern  nach wie vor nicht  sinnvoll,  als  ihr 
überall ihre Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten sowie ihre 
seit  dem Unfall  stark  verminderte  emotionale Belastbarkeit  im Wege 
stünden.  Dringend  indiziert  sei  weiterhin  die  Therapie  bei  Frau  Dr. 
H._______. Es erscheine auch sinnvoll, die Beschwerdeführerin durch 

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eine  volle  Berentung  vom  ständigen  Druck  in  Richtung  auf  ein 
Arbeitspensum zu entlasten, das auszufällen sie in ihrem Zustand gar 
nicht mehr in der Lage wäre.

4.2 Für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes und der 
Arbeitsunfähigkeit  stützte sich  die IV-Stelle  im Wesentlichen auf  das 
Gutachten  von  Dr. med. E._______  vom 23. Oktober  2006,  welches 
sich seinerseits auf die Gutachten von Dr. med. D._______ und sein 
eigenes  vom  21. Oktober  2005  beziehungsweise  4. November  2005 
sowie den neuropsychologischen Bericht von Dr. med. F._______ und 
Dipl. Psych. G._______ der Rehaklinik X._______ vom 25. September 
2006 stützte.

In  den  Gutachten  vom  21. Oktober  2005  und  4. November  2005 
eruierten Dr. med. D._______ und Dr. med. E._______ als Diagnosen 
mit  Auswirkung  auf  die  Arbeitsfähigkeit  (1)  ein  organisches  Psy-
chosyndrom nach Schädelhirntrauma; (2)  Status  nach Verkehrsunfall 
mit  seitlicher  Frontalkollision  mit  leichter  traumatischer  Hirnschädi-
gung, Halswirbelsäulen-Distorsion Grad II nach Quebec-Klassifikation, 
cervico-cephales Syndrom, pathologischer Seitendifferenz der Rotati-
onswerte C1/2, lumbovertebralem Syndrom bei Fehlhaltung, diskreten 
Spondylarthrosen  L4/5  und  L5/S1  beidseits  sowie  muskulärere 
Dysbalance,  neuropsychologische  Funktionsstörungen,  posttraumati-
scher Anpassungsstörung; (3) Status nach Reitunfall 1988 mit leichter 
traumatischer  Hirnschädigung,  Läsion des hinteren Kreuzbandes mit 
konsekutiver postero-lateraler Instabilität des rechten Kniegelenks. Als 
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (1) 
Status  nach  traumatischer  Teilamputation  des  rechten  Daumens 
Februar  1995;  (2)  Status  nach  depressiver  Symptomatik.  Entgegen 
dem  Gutachten  von  Dr. med.  B._______  ging  Dr. med.  D._______ 
nicht  von  einer  andauernden  Persönlichkeitsänderung  nach  Extrem-
belastung aus, sei doch diese Diagnose nach der ICD-Klassifizierung 
bei  einer  lediglich  kurzzeitigen  Lebensbedrohung  (wie  bei  einem 
Autounfall) ausgeschlossen. Bei der aktuellen Untersuchung lasse sich 
überdies keine depressive Symptomatik mehr nachweisen. Hingegen 
hätten  sich  Hinweise  für  neuropsychologische  Funktionsstörungen 
gefunden, welche als Folge der leichten traumatischen Hirnschädigung 
zu  beurteilen  seien.  Inwieweit  sich  diese  Werte  seit  der  entsprech-
enden  Untersuchung  vom  29. August  1996  in  der  Rehaklinik 
X._______ verändert hätten, könne nicht beurteilt  werden, hierzu sei 
eine  neuropsychologische  Verlaufsuntersuchung  notwendig.  Die  er-

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wähnte Untersuchung habe damals leichte bis mittelschwere Minder-
funktionen bezüglich der Aufmerksamkeit gezeigt, wobei die Verlang-
samung  am  deutlichsten  ins  Gewicht  gefallen  sei.  Die  Gedächtnis-
funktionen hätten in der verbalen und in der figuralen Modalität den Er-
wartungen entsprochen. Als weitere Ursache für die neuropsychologi-
schen  Funktionsstörungen  seien  die  Schmerzen  zu  nennen. 
A._______  mache  nebst  den  Konzentrations-  und  Gedächtnis-
störungen auch eine allgemeine Verlangsamung geltend. Die Arbeits-
fähigkeit  werde  dadurch  sicher  beeinträchtigt.  Im  Vergleich  mit  der 
Untersuchung  durch  Dr. med.  B._______  im  Jahr  2001  sei  es  nun 
insofern  zu  einer  Verbesserung  gekommen,  als  keine  depressive 
Symptomatik  mehr  objektiviert  werden  könne.  Wann  diesbezüglich 
eine Besserung eingetreten sei, könne allerdings nicht eruiert werden. 
Bezüglich  der  neuropsychologischen  Funktionsstörungen  sei  am 
ehesten davon auszugehen, dass diese in etwa gleich geblieben seien 
–  von  einer  entsprechenden  Untersuchung  seien  jedoch  hierzu 
genauere  Informationen  zu  erwarten.  Unter  Berücksichtigung  aller 
erwähnten  Faktoren  sei  davon  auszugehen,  dass  aus  rein 
psychiatrischer  Sicht  die  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  in  der 
zuletzt ausgeübten (wie auch in einer alternativen) Tätigkeit bei etwa 
50% liege. Wie erwähnt könne der genaue Zeitpunkt der Verbesserung 
der Arbeitsfähigkeit nicht eruiert werden. Eine Leistungsverminderung 
bestehe  bei  der  Restarbeitsfähigkeit  nicht.  Die  Einschränkung  der 
Arbeitsfähigkeit  sei  auf  das  organische  Psychosyndrom  nach 
Schädelhirntrauma  zurückzuführen.  Aus  psychiatrischer  Sicht  sei  es 
A._______  durchaus  zumutbar,  die  notwendige  Willensanstrengung 
aufzubringen, um einer mindestens 50%-igen Tätigkeit nachzugehen.

Gemäss der im oben erwähnten Gutachten angeregten erneuten neu-
ropsychologischen Untersuchung durch Dr. med. F._______ und Dipl. 
Psych.  G._______  vom  25. September  2006  in  der  Rehaklinik 
X._______,  stelle  sich  im  Vergleich  zu  den  entsprechenden 
Vorbefunden  insgesamt  eine  erfreuliche  Verbesserung  und  gleich-
zeitige  Fokussierung  der  kognitiven  Beeinträchtigungen  dar.  Bei  der 
Untersuchung  der  kognitiven  Basisfunktionen  stellten  sich  unter 
Ausschluss  der  Faktoren  Ausdauer  und  Belastung  im  Wesentlichen 
Verlangsamungen  der  kognitiven  Verarbeitungsgeschwindigkeit  mit 
nivellierendem  Charakter  auf  die  Konzentrationsfähigkeit  dar.  Die 
Beeinträchtigungen  manifestierten  sich  in  einer  grenzwertigen  Auf-
merksamkeitskapazität, insbesondere bei der integrativen Verarbeitung 
von komplexen Informationen,  bei  der  längerfristigen selektiven Auf-

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merksamkeitszuwendung sowie beim kognitiven Monitoring. Die Symp-
tomatik  stelle  sich  belastungs-  beziehungsweise stressabhängig  (bei 
Schmerzexazerbation)  rascher  und  ausgeprägter  dar.  Die  einfachen 
Aufmerksamkeitsfunktionen, die übrigen exekutiven Funktionen sowie 
die Gedächtnis- und die visuo-perzeptiven Funktionen seien insgesamt 
altersnormgerecht.  Das  Hauptproblem  der  Patientin  bestehe  in  der 
reduzierten  Belastbarkeit  und  insofern  kognitiven  Dekonditionierung, 
die unter  Schmerzzunahme rasch verstärkt  werde. Insofern  sei  nicht 
auszuschliessen,  dass  es  unter  längerfristigen,  kognitiv  anspruchs-
vollen  Anforderungen  zu  schwerwiegenderen  alltags-  und  tätigkeits-
relevanten Einbussen kommen könne. 

Am 23. Oktober 2006 berichtete Dr. med. E._______, dass – auch vor 
dem Hintergrund der erneuten neuropsychologischen Untersuchung – 
bei  einer nunmehr stabilen Situation seines Erachtens davon ausge-
gangen  werden  könne,  dass  mindestens  seit  dem Zeitpunkt  der  für 
sein  Gutachten  durchgeführten  Untersuchung  eine  50%-ige  Arbeits-
fähigkeit attestiert werden könne.

4.3 Dr. med  E._______  hat  der  Beschwerdeführerin  in  seinem  Gut-
achten  vom  4. November  2005  nebst  dem  von  Dr. med.  D._______ 
diagnostizierten organischen Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma 
zusätzlich  neuropsychologische und somatische Diagnosen mit  Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit attestiert (vgl. E. 4.2 hiervor). Trotz-
dem kommt er im Gutachten zum Schluss, dass die Arbeitsunfähigkeit 
der Beschwerdeführerin  lediglich aufgrund der psychischen Situation 
bestünde  und  beschränkt  sich  darauf,  die  Beurteilung  von  Dr. med. 
D._______ zusammenzufassen und sich dessen Einschätzung anzu-
schliessen.  Es  ist  nicht  nachvollziehbar,  weshalb  die  als  "mit  Aus-
wirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit"  diagnostizierten  somatischen 
Leiden  ohne  schlüssige  Erklärung  völlig  unberücksichtigt  blieben, 
zumal auch Dr. med. D._______ in seinem Gutachten vom 21. Oktober 
2005 festgestellt hat, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
durch die allgemeine Verlangsamung sicher beeinträchtigt werde. Des 
Weiteren konnte ein Schmerzsyndrom mit Schmerzen im Bereich des 
Nackens und beider  Schultern  sowie  im Bereiche des Rückens und 
beider  Knien  nachgewiesen  werden,  welches  sich  jedoch  keiner 
psychiatrischen  Krankheit  mit  Krankheitswert  unterordnen  liess. 
Diesbezüglich  könne  eine  somatoforme  Schmerzstörung  ausge-
schlossen werden. Zudem wies Dr. med. D._______ auf Röntgenbilder 

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hin,  bei  welchen  Verkalkungen  der  Sehnen  im  Schulterbereich  fest-
gestellt worden seien. 

Hinzu  kommt,  dass  in  der  auf  Empfehlung  von  Dr. med. D._______ 
durchgeführten  neuropsychologischen  Verlaufsuntersuchung  vom 
25. September  2006  zwar  eine  Verbesserung  der  kognitiven 
Beeinträchtigung  festgestellt  wurde,  hingegen  nicht  ausgeschlossen 
werden konnte, dass es unter längerfristigen, kognitiv anspruchsvollen 
Anforderungen zu schwerwiegenden alltags-  und tätigkeitsrelevanten 
Einbussen  kommen  könnte.  Die  Gutachter  äusserten  sich  jedoch 
weder zum Ausmass der festgestellten Verbesserung noch zu den mit 
den  möglichen  Einbussen  einhergehenden  Auswirkungen  auf  die 
Arbeitsfähigkeit. Im Gutachten vom 23. Oktober 2006 führte Dr. med. 
E._______  diesbezüglich  lediglich  aus,  dass  die  aktuelle  neuro-
psychologische Beurteilung eine insgesamt erfreuliche Verbesserung 
der Testbefunde zeige und liess diesen Aspekt  in seiner Beurteilung 
betreffend Arbeitsunfähigkeit  ohne weitergehende Begründung unbe-
rücksichtigt.  Diese  Einschätzung  von  Dr. med.  E._______  überzeugt 
nicht.  Vielmehr  hätten  das  Ausmass  der  Verbesserung  sowie  die 
Auswirkungen  der  neuropsychologischen  Leiden  auf  die  Arbeits-
fähigkeit der Beschwerdeführerin genau eruiert und in der Beurteilung 
von  Dr. med.  E._______  entsprechend  einbezogen  werden  müssen. 
Der medizinische Sachverhalt  erweist sich demnach als ungenügend 
abgeklärt.

Daran  vermag  auch  die  Tatsache,  dass  Dr. med.  B._______  eine 
andauernde  Persönlichkeitsänderung  diagnostizierte,  während 
Dr. med.  D._______  als  Diagnose  ein  organisches  Psychosyndrom 
nach  Schädelhirntrauma  attestierte  und  die  Diagnose  von  Dr. med. 
B._______  als  fehlerhaft  bezeichnete,  nichts  zu  ändern,  zumal  in 
beiden Gutachten dieselben Symptome bewertet wurden.

4.4 Aufgrund der dem Gericht vorliegenden medizinischen Unterlagen 
lässt sich somit nicht beurteilen, ob sich der Gesundheitszustand und 
die  Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  seit  der  rentenzuspre-
chenden Verfügung vom 3. Juli 2001 bis zum 16. Februar 2007 mass-
geblich verbessert haben. Die angefochtene Verfügung ist deshalb auf-
zuheben  und  die  Sache  an  die  IV-Stelle  zurückzuweisen,  damit  sie 
ergänzende medizinische Abklärungen vornehme und anschliessend 
über  den  Rentenanspruch  neu  verfüge.  In  diesem  Sinne  ist  die 
Beschwerde gutzuheissen. 

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5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Eine  Rückweisung  gilt  praxisgemäss  als  Obsiegen  der  Beschwerde 
führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6), so dass der geleistete Kosten-
vorschuss von Fr. 400.- der Beschwerdeführerin auf ein von ihr anzu-
gebendes Konto zurückzuerstatten ist. Den Vorinstanzen werden keine 
Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

5.2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gemäss Art. 64 
Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Feb-
ruar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundes-
verwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2)  Anspruch auf  eine  Partei-
entschädigung zu Lasten der Verwaltung. Diese wird unter Berücksich-
tigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Aufwands  auf  Fr. 2'000.- 
festgelegt. 

Seite 17

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 
vom 16. Februar  2007 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter neuer Abklärung im 
Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 
wird  der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvorschuss  von  Fr. 400.- 
zurückerstattet.

3.
Die Vorinstanz wird verpflichtet,  der Beschwerdeführerin  eine Partei-
kostenentschädigung von Fr. 2'000.- zu bezahlen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular  Zahl-
adresse)

- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

Versand: 

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