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**Case Identifier:** 5c164d18-ada9-50b7-8e38-9c85c95add51
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 08.06.2016 810 15 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-15-74_2016-06-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 8. Juni 2016 (810 15 74) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Direkte Bundessteuer 2005 / Kapitalabfindung  

 

 
 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Claude Jeanneret, Stefan Schulthess, Jgnaz Jermann, 
Gerichtsschreiber Martin Michel 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Beschwerdegegnerin 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, 
Beschwerdegegnerin 
 

 Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, Beigeladene 
 
 

  
Betreff Direkte Bundessteuer 2005 / Kapitalabfindung  

(Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 24. Oktober 2014) 
 
 
 
 

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A. Die damals in Basel wohnhafte und selbstständig erwerbstätige Advokatin A.____ erlitt 
am 19. Juni 1996 einen Verkehrsunfall. Während sie am Steuer ihres Autos vor einem Rotlicht 
korrekt wartete, fuhr eine Fahrzeuglenkerin von hinten mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h 
auf den Wagen von A.____ auf. In der Folge wurde bei A.____ ein Schleudertrauma 
diagnostiziert. Mit Urteil vom 15. Februar 1999 sprach das Strafgericht Basel-Landschaft die 
Verursacherin des Unfalles der fahrlässigen einfachen Körperverletzung schuldig und verurteilte 
sie zu einer Busse von Fr. 200.--. Sodann hiess das Strafgericht die Entschädigungs- und 
Genugtuungsforderung von A.____ dem Grundsatz nach gut und verwies diese im Übrigen an 
das Zivilgericht. In der Folge belangte A.____ die Haftpflichtversicherung der Unfallverur-
sacherin (Haftpflichtversicherung) mit einer Teilklage für den Zeitraum vom Unfalldatum bis zum 
31. Januar 2000. Im Rahmen dieses Prozesses entschied das Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Zivil- und Strafrecht, mit Urteil vom 8. Juni 2004 (Verfahren 40-03/507) 
auf Appellation hin, dass die Beklagte verurteilt wird, A.____ insgesamt Fr. 381'115.-- zuzüglich 
Zins zu 5 % ab 1. Februar 2000 auf Fr. 348'208.25 zu bezahlen. Eine von der Haftpflichtversi-
cherung dagegen erhobene Berufung wies das Bundesgericht mit Urteil vom 22. Dezem-
ber 2004 (Verfahrensnummer 4C.327/2004) ab, soweit es darauf eintrat. 
 
B. In der Folge schlug die Haftpflichtversicherung A.____ vor, sich aussergerichtlich über 
die verbleibenden Ansprüche zu einigen. A.____ entgegnete mit Schreiben vom 9. Feb-
ruar 2005, sie sei bereit, der Haftpflichtversicherung noch einige Zeit zum Entwerfen eines Erle-
digungsvorschlags einzuräumen. Zur Untermauerung des Willens der Haftpflichtversicherung 
zur aussergerichtlichen Erledigung und weil sich hochgerechnet auf den Zeitraum 1. Februar 
2000 bis 31. Januar 2005 bereits wieder ein offenes Betreffnis zu ihren Gunsten in siebenstel-
liger Höhe ergeben habe, ersuchte A.____ die Haftpflichtversicherung darum, in den folgenden 
Tagen eine Akontozahlung in der Höhe von einer Million Franken auf ihr Konto zu veranlassen 
und monatlich nachschüssige Akontozahlungen in der Höhe von Fr. 20'000.-- (andauernd bis 
zur aussergerichtlichen Erledigung) beginnend am 1. März 2005 aufzunehmen. 
 
C. Am 10. März 2005 überwies die Haftpflichtversicherung Fr. 250'000.-- an A.____. 
 
D. Am 12. Mai 2005 unterbreitete die Haftpflichtversicherung A.____ gestützt auf die 
vorgenannten Urteile für die Zeit ab dem 1. Februar 2000 einen unpräjudiziellen Vorschlag zur 
vergleichsweisen Erledigung der verbleibenden Haftpflichtansprüche, wobei sich die Ersatz-
positionen wie folgt zusammensetzten: verbleibender Erwerbsschaden direkt, nach Abzug einer 
ganzen IV-Rente: Fr. 3'429'425.--, verbleibender Haushaltsschaden: Fr. 339'691.--, 
Schadenzins: Fr. 133'994.-- sowie verbleibende Genugtuung inkl. Zins: Fr. 84'689.--; total 
Fr. 3'987'809.--. Mit diesem Erledigungsvorschlag teilte die Haftpflichtversicherung A.____ mit, 
dass sie nach der Teilzahlung von Fr. 250'000.-- somit bereit sei, Fr. 3'737'809.-- zu leisten. 
 
E. Per 28. Dezember 2005 meldete sich A.____, die zuvor im Juli 2002 ihren Wohnsitz 
von Basel-Stadt nach B.____ (Kanton Basel-Landschaft) verlegt hatte, bei der Ein-
wohnerkontrolle B.____ nach C.____ (Kanton Nidwalden) ab.  
 

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F. Mit Schreiben vom 30. Dezember 2005 teilte A.____ der Haftpflichtversicherung mit, 
die Überprüfung des Vergleichsvorschlags dauere länger als angenommen und sie hoffe, dass 
sie diesen per Ende März 2006 definitiv überprüfen könne. Zugleich bat sie die Haft-
pflichtversicherung, "bis Ende Januar 2006 eine weitere Akontozahlung in der Höhe von 
Fr. 750'000.-- (…) zu überweisen". Daraufhin leistete die Haftpflichtversicherung am 
27. Januar 2006 Fr. 750'000.-- an A.____. 
 
G.  In der Folge flossen weitere Akontozahlungen an A.____: Am 27. März 2007: 
Fr. 500'000.-- und am 15. August 2008: Fr. 2'250'000.--. Inklusive der Zahlungen vom 
10. März 2005 (vorne lit. C.) und vom 27. Januar 2006 (vorne lit. E.) leistete die Haftpflichtver-
sicherung somit total Zahlungen in der Höhe von Fr. 3'750'000.-- an A.____. 
 
H. Mit Veranlagungsverfügung vom 20. Mai 2010 veranlagte die Steuerverwaltung Basel-
Landschaft A.____ für zwei Kapitalabfindungen vom 4. Februar 2005 und vom 10. März 2005 in 
der Höhe von Fr. 160'422.-- und Fr. 220'000.--, insgesamt Fr. 380'422.-- für die direkte 
Bundessteuer 2005 zu einem Steuersatz von 2,101 %, was zu einem Steuerbetrag von 
Fr. 7'992.10 führte. 
 
I. Eine von A.____ dagegen erhobene Einsprache wies die Steuerverwaltung mit 
Entscheid vom 16. April 2013 ab. 
 
J. Dagegen erhob A.____ am 15. Juli 2013 Beschwerde beim Steuer- und Enteignungs-
gericht, Abteilung Steuergericht (Steuergericht). Am 22. August 2014 stellte das Steuergericht 
das Verfahren aus und verfügte gegenüber der Beschwerdeführerin, dass man allenfalls eine 
reformatio in peius (Schlechterstellung) vornehmen könnte, die darin bestehen würde, dass 
eine Kapitalleistung in der Höhe von total Fr. 3'429'435.-- (Anteil Erwerbsschaden gemäss 
Offerte vom 12. Mai 2005) besteuert würde. 
 
K. Mit Urteil vom 24. Oktober 2014 entschied das Steuergericht: 1. Die Beschwerde wird 
im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen; 2. Die Steuerverwaltung wird angewiesen, in 
Abänderung zum Einspracheentscheid vom 16. April 2013 und der Veranlagung vom 20. Mai 
2010 die steuerbare Kapitalabfindung von bisher Fr. 380'422.-- auf neu Fr. 215'000.-- zu redu-
zieren; 3. Der Beschwerdeführerin werden reduzierte Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 400.-- auferlegt. (…) 4. Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird 
abgewiesen. 
 
L. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 23. März 2015 Beschwerde beim 
Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den 
Rechtsbegehren: Es sei festzustellen, dass qua nicht gegebener Steuerhoheit des Kantons 
Basel-Landschaft (…) die Veranlagungsverfügungen vom 20. Mai 2010 nebst zugehöriger 
Steuerrechnung, der Einspracheentscheid sowie das Urteil des Steuergerichts nichtig sind; 
Eventualiter seien diese Entscheide vollständig aufzuheben; Subeventualiter sei die Steuer-
verwaltung anzuweisen, für das Steuerjahr 2005 die steuerbare und noch nicht mit Steuern 
belegte Kapitalleistung auf Fr. 62'700.-- festzulegen, wobei aus Billigkeitsgründen auf die Er-

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hebung von Verzugszinsen auf den Steuerbetreffnissen zu verzichten sei; Es seien sämtliche 
ordentlichen und ausserordentlichen Kosten (diese hätten für die Verfahren vor Steuer- und 
Kantonsgericht bis und mit 23. März 2015 Fr. 25'136.-- betragen) dem Staat aufzuerlegen. 
 
M. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin, es seien das 
Beschwerdeverfahren betreffend direkte Bundessteuer 2005/Kapitalabfindung sowie das 
parallel erhobene Beschwerdeverfahren betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2005/Kapital-
abfindung (Verfahrensnummern 810 15 64/75) zusammenzulegen und es seien die Kantone 
Basel-Stadt und Nidwalden zum vorliegenden Prozess beizuladen. 
 
N. Das Steuergericht schloss am 24. April 2015 auf Abweisung der Beschwerde. Die 
Steuerverwaltung beantragte mit Vernehmlassung vom 6. Mai 2015 eine reformatio in peius. 
 
O. Am 18. Juni 2015 stellte die Beschwerdeführerin ein Gesuch um Ausstand der Abtei-
lungspräsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli und des Gerichtsschreibers Martin Michel. Am 
22. Juni 2015 stellte sie zusätzlich ein Ausstandsbegehren gegen Richter Niklaus Ruckstuhl. 
Niklaus Ruckstuhl erklärte in der Folge seinen Ausstand und beantragte die Abschreibung des 
ihn betreffenden Begehrens. Am 6. August 2015 wies das Kantonsgericht die Ausstands-
begehren ab, soweit sie nicht gegenstandslos geworden sind. 
 
P. Nachdem die Beschwerdeführerin in den parallel geführten Beschwerdeverfahren 
betreffend Staats- und Gemeindesteuer 2005/Kapitalabfindung (Verfahrensnummern 810 15 
64/75) keine Bescheinigung über die erhaltenen Leistungen eingereicht hatte, forderte das 
Kantonsgericht die Haftpflichtversicherung mit Präsidialverfügung vom 30. November 2015 auf, 
dem Kantonsgericht eine Bescheinigung über Bestand, Höhe, Art, Rechtsgrund, Fälligkeit und 
Verzinsung der Forderung der Beschwerdeführerin (Schaden-Nr. X.____) oder sämtliche 
rechtsrelevante Korrespondenz zwischen ihr und der Beschwerdeführerin im Zusammenhang 
mit den im Jahr 2005 getätigten sowie den weiteren Auszahlungen zu edieren. Weiter wurde die 
Haftpflichtversicherung ersucht, diverse Fragen zu den Zahlungen zu beantworten. Mit dieser 
Präsidialverfügung wurde der Fall sodann der Kammer zur Beurteilung überwiesen und die 
Akten der parallel geführten Beschwerdeverfahren betreffend Staats- und Gemeindesteuer 
2005/Kapitalabfindung (Verfahrensnummern 810 15 64/75) beigezogen. 
 
Q. Mit Eingaben vom 19. Januar 2016 und 23. Februar 2016 nahm die Haftpflicht-
versicherung, vertreten durch Barbara Klett, Rechtsanwältin in Zürich, Stellung und reichte 
Unterlagen ein. 
 
R. Mit Eingaben vom 13. Januar 2016 und vom 1. Februar 2016 ersuchte die 
Beschwerdeführerin insbesondere um eine Verfügung betreffend die Beiladung der Kantone 
Basel-Stadt und Nidwalden. 
  
S. Mit Präsidialverfügung vom 9. März 2016 wurden der Beschwerdeführerin die Einga-
ben der Haftpflichtversicherung zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zugestellt. Zugleich wurde 
darauf hingewiesen, dass von einer Beiladung der Kantone Basel-Stadt und Nidwalden 

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weiterhin abgesehen werde. Der Entscheid, ob weitere Beweismassnahmen erforderlich seien, 
bleibe aber der Kammer überlassen. 
 
T. Am 13. April 2016 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie zu 100 Prozent arbeits-
unfähig sei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss Art. 145 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 
14. Dezember 1990 i.V.m. § 3 der kantonalen Vollzugsverordnung zum DBG (VV DBG) vom 
13. Dezember 1994 können Entscheide des Steuergerichts betreffend die direkte Bundessteuer 
mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht angefochten werden. Die formellen 
Voraussetzungen nach Art. 140 ff. DBG, Art. 145 Abs. 2 DBG sowie §§ 43 ff. des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 sind 
erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. Mit der Beschwerde in Steuersachen können 
gemäss § 45 Abs. 2 VPO alle Mängel des angefochtenen Entscheids und des 
vorangegangenen Verfahrens gerügt werden. 
 
2. In Bezug auf die Sonderveranlagung der Staats- und Gemeindesteuer 2005 (Kapitalab-
findung) hat die Vorinstanz ein separates Urteil gefällt. Dieses wurde sowohl von der 
Beschwerdeführerin als auch von der Steuerverwaltung beim Kantonsgericht angefochten, 
weshalb das Kantonsgericht diesbezüglich zwei weitere Dossiers eröffnet hat (Verfahrensnum-
mern 810 15 64 und 75). Die beiden Beschwerdeverfahren betreffend die Staats- und Gemein-
desteuer hat das Kantonsgericht vereinigt; von einer Vereinigung der Streitsache betreffend 
direkte Bundessteuer mit den Beschwerdeverfahren betreffend Staats- und Gemeindesteuer 
wird demgegenüber abgesehen. Die vorliegende Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 
wird daher vom Kantonsgericht in einem separaten Urteil behandelt. 
 
3.1 Die Beschwerdeführerin beantragt wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren, es seien 
die Kantone Basel-Stadt und Nidwalden zum Beschwerdeverfahren beizuladen. In der 
Begründung bringt die Beschwerdeführerin vor, dank der Beiladung müssten sich auch die 
anderen Kantone mit den vorgetragenen Argumenten befassen und ein Entscheid hätte auto-
matisch Bindungswirkung für alle Beigeladenen. Zudem müssten die genannten Kantone auch 
zur Wahrung ihres Gehörsanspruchs beigeladen werden. 
 
3.2 Nach Art. 140 Abs. 1 und Art. 141 Abs. 1 i.V.m. Art. 145 Abs. 2 DBG sind im verwal-
tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren die steuerpflichtige Person, die kantonale Steuerver-
waltung und die Eidgenössische Steuerverwaltung zur Beschwerde befugt. Nicht zur 
Beschwerde legitimiert sind demgegenüber die anderen Kantone. Damit kommt einzig den 
genannten Personen und Behörden Parteistellung im Verfahren vor Verwaltungsgericht zu. 
Andere Kantone werden, worauf die Vorinstanz bereits zutreffend hingewiesen hat (vgl. Ver-
fügung des Steuergerichts vom 3. Oktober 2014), erst im Verfahren vor Bundesgericht mitein-

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bezogen. Demgemäss ist der Antrag der Beschwerdeführerin auf Beiladung der Kantone Basel-
Stadt und Nidwalden auch im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren abzuweisen. 
 
4.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, es sei vorab die Streitfrage des Fälligkeitszeitpunk-
tes zu klären, zumal der Zeitpunkt der Fälligkeit die Steuerhoheit bestimme. Weil sie unbestrit-
tenermassen am 19. Juni 1996 einen Verkehrsunfall erlitten habe, sei das Unfalldatum nach 
den allgemeinen zivilrechtlichen Fälligkeitsregeln auch das Fälligkeitsdatum ihrer Ansprüche. 
Der hier anwendbare steuerrechtliche Fälligkeitsbegriff sei identisch auszulegen wie der zivil-
rechtliche Fälligkeitsbegriff. Gemäss dieser Betrachtungsweise sei der Moment der zugefügten 
Körperverletzung für die Bestimmung des Fälligkeitszeitpunkts ihrer Ansprüche gegenüber der 
Haftpflichtversicherung relevant. Dies entspreche auch der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
und der herrschenden Lehre. Alle bisherigen und alle zukünftigen Zahlungen, die ihren Rechts-
grund im Unfall hätten, seien daher dem Steuerjahr 1996 zuzuordnen. Am 19. Juni 1996, dem 
Tag des Verkehrsunfalls, habe sie ihren Wohnsitz und ihren Geschäftssitz im Kanton Basel-
Stadt gehabt, weshalb die Steuerhoheit ausschliesslich beim Kanton Basel-Stadt liege. 
 
4.2 Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid demgegenüber zum Schluss, die 
einzelnen Entschädigungsansprüche seien im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses 
regelmässig noch unbestimmt, unsicher und von der Realisierung zusätzlicher Tatbestands-
elemente abhängig. Daher könne nicht von einem steuerrechtlich abgeschlossenen Rechts-
erwerb im Zeitpunkt der Schadenszufügung gesprochen werden. Die entsprechende Leistung 
könne demzufolge im Zeitpunkt des Unfalls nicht als zugeflossen betrachtet werden. 
 
 
5.1 Nach ständiger Lehre und Rechtsprechung ist eine (Geld-)Einkunft nach steuer-
rechtlichen Grundsätzen in jenem Zeitpunkt als zugeflossen und erzielt zu betrachten, in dem 
die steuerpflichtige Person die Leistung vereinnahmt oder einen festen Rechtsanspruch darauf 
erwirbt, über den sie tatsächlich auch verfügen kann (Urteil des Bundesgerichts 2C_179/2007 
vom 14. Dezember 2007 E. 4.1 mit Verweis auf BGE 113 I b 26 E. 2e; PETER LOCHER, 
Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil 2001, Art. 16 N 18 ff.; MARKUS REICH, in: Martin 
Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a [DBG], 
Art. 16 N 34 ff.; ERNST KÄNZIG, Wehrsteuer [Direkte Bundessteuer], I. Teil, 2. Auflage, Basel 
1982, Art. 21 Rz. 7). Vom festen Rechtsanspruch auf eine Leistung und deren tatsächlicher 
Erfüllung ist der zivilrechtliche Begriff der Fälligkeit zu unterscheiden, wonach der Gläubiger 
fordern darf und der Schuldner leisten muss. Insofern bildet die Fälligkeit keine Voraussetzung 
des steuerlich massgebenden Rechtserwerbs. Einerseits kann dem Steuerpflichtigen aus dem 
Erwerb nicht fälliger Ansprüche Einkommen zufliessen, andererseits hat trotz Fälligkeit eine 
Besteuerung zu unterbleiben, wenn der Zufluss beim Pflichtigen noch nicht gesichert ist. Die 
Ablehnung der Fälligkeit als allgemeines Zuflusskriterium schliesst jedoch nicht aus, dass im 
konkreten Einzelfall der steuerlich massgebende Realisationszeitpunkt mit der Fälligkeit des 
Anspruchs zusammenfallen kann (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich vom 13. Dezember 
2006 E. 2.2, publ. in: Der Steuerentscheid [StE] 2007 B 22.1 Nr. 4). Die Begründung des 
Anspruchs auf die Forderung ist in der Regel Vorstufe der Geldleistung. Bei diesem zwei-
stufigen Erwerb entsteht die Steuerpflicht entweder beim Forderungserwerb oder bei der 

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Zahlung. Vorherrschend ist die Besteuerung im Zeitpunkt des Forderungserwerbs (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_179/2007 vom 14. Dezember 2007, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 113 I b 26 
E. 2e; LOCHER, a.a.O., Art. 16 N 18 ff.; REICH, a.a.O., Art. 16 N 34 ff.; KÄNZIG, a.a.O., 
Art. 21 Rz. 7). Von diesem Grundsatz wird in der Steuerpraxis nur ausnahmsweise abge-
wichen; namentlich wenn die Erfüllung der Forderung – die Leistung – als unsicher betrachtet 
werden muss (z.B. bei bedingten Forderungen oder blossen Anwartschaften) wird mit der 
Besteuerung bis zur tatsächlichen Erfüllung der Forderung zugewartet (Urteil des Bundes-
gerichts 2P.323/2003 vom 7. Mai 2005, publ. in: StE 2005 A 24.21 Nr. 16, E. 4.1 mit Hinweisen, 
REICH, a.a.O., Art. 16 N 34 ff.; LOCHER, a.a.O., Art. 16 N 21 f.). Das gilt namentlich auch für den 
Bereich von Kapitalleistungen aus Vorsorge (Urteil des Bundesgerichts 2C_245/2009 vom 
20. Oktober 2009, publ. in: StE 2010 B 21.2 Nr. 26 E. 3.1 mit Hinweisen). 
  
5.2 Vor allem bei Kapitalabfindungen kann der Zeitpunkt des einkommenssteuerlich rele-
vanten Zuflusses fraglich sein (LOCHER, a.a.O., Art. 23 N 25). So gelten z.B. Entschädi-
gungsansprüche aus Versorgerschaden (Art. 45 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR] vom 30. März 
1911) unter steuerrechtlichen Aspekten nicht bereits im Zeitpunkt des schädigenden 
Ereignisses als realisiert, auch wenn das Schuldverhältnis zwischen Gläubiger und 
Geschädigtem grundsätzlich mit der Zufügung des Schadens entsteht. Die einzelnen 
Ansprüche dieses Schuldverhältnisses haben aber zumindest steuerrechtlich im Zeitpunkt des 
schädigenden Ereignisses erst anwartschaftlichen Charakter, weil mit der Schadenszufügung 
oftmals nicht alle anspruchsbegründenden Tatbestandselemente erfüllt sind. Art und Grösse 
des Schadens (Art. 42 und 45 OR), allfällige Reduktionsfaktoren (Art. 44 OR) sowie Art und 
Umfang des Schadenersatzes bzw. einer allfälligen Genugtuung (Art. 43 und 47 OR) stehen in 
der Regel noch nicht fest. Unter Umständen kann die Haftpflicht selbst noch fraglich sein (Art. 
41 und 54 OR). Auch bei rein zivilrechtlicher Betrachtungsweise kommt man daher zum 
Schluss, dass im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses oft noch gar nicht alle Schadener-
satzansprüche entstanden sind. Von einem steuerrechtlich relevanten abgeschlossenen 
Rechtserwerb kann im Zeitpunkt der Schadenszufügung deshalb nicht gesprochen werden (vgl. 
LOCHER, a.a.O., Art. 23 N 33; Urteil des Verwaltungsgerichts Luzern vom 17. Oktober 1995 
E. 4, publ. in: Luzernische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [LGVE] 1995 III Nr. 21). 
 
5.3 Aus dem Gesagten erhellt, dass die Ansprüche der Beschwerdeführerin, welche ihren 
Unfall im Jahr 1996 erlitten hatte, damals steuerrechtlich erst anwartschaftlichen Charakter 
hatten, zumal die Höhe des Anspruchs noch völlig unbestimmt war. Dementsprechend hat das 
Strafgericht auch in seinem Urteil vom 15. Februar 1999 nicht etwa gemäss Art. 9 Abs. 1 des 
damals geltenden Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (aOHG) vom 
4. Oktober 1991 selbst über die Zivilansprüche entschieden, sondern bloss die Entschädigungs- 
und Genugtuungsforderung der Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 9 Abs. 3 aOHG dem 
Grundsatz nach gutgeheissen und im Übrigen das Opfer an das Zivilgericht verwiesen. Art. 9 
Abs. 3 aOHG sah vor, dass das Strafgericht die Ansprüche nur dem Grundsatz nach 
entscheiden und das Opfer im Übrigen an das Zivilgericht verweisen kann, sofern die 
vollständige Beurteilung der Zivilansprüche einen unverhältnismässigen Aufwand erfordern 
würde. Mit dieser Bestimmung wollte der Gesetzgeber eine ungebührliche Komplikation und 

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Verzögerung des Verfahrens im Strafpunkt vermeiden, indem dem Strafgericht lange und oft 
schwierige Feststellungen über Fragen, die keinen Einfluss auf den Entscheid im Strafpunkt 
haben, erspart werden sollten. Darüber hinaus verband der Gesetzgeber mit dieser Bestim-
mung die Hoffnung, dass als Folge des Grundsatzentscheids häufiger ein Vergleich zwischen 
den Parteien möglich und damit eventuell sogar ein nachfolgendes Zivilverfahren entbehrlich 
werde (vgl. EVA WEISHAUPT, Die verfahrensrechtlichen Bestimmungen des Opferhilfegesetzes, 
Zürich 1998, S. 244). Unter diesen Voraussetzungen kann die am 10. März 2005 geleistete 
Zahlung von Fr. 250'000.-- steuerlich weder im Unfallzeitpunkt noch im Zeitpunkt des 
Strafgerichtsurteils als zugeflossen und erzielt gelten. Ebenso fällt mangels einer bedingungs-
losen Schuldanerkennung der Haftpflichtversicherung eine steuerliche Erfassung dieser 
Leistung vor der Steuerperiode 2005 ausser Betracht. Vielmehr kann die am 10. März 2005 
geleistete Zahlung in der Höhe von Fr. 250'000.-- steuerrechtlich frühestens mit der Auszahlung 
in der Steuerperiode 2005 als zugeflossen gelten. Die Beschwerde erweist sich damit in diesem 
Punkt als unbegründet. 
 
6.1 Damit bleibt zu klären, ob der Kanton Basel-Landschaft für die Besteuerung der im 
Jahr 2005 erhaltenen und in dieser Steuerperiode zu erfassenden Kapitalabfindung zuständig 
ist, was die Beschwerdeführerin bestreitet. 
 
6.2 Die Vorinstanz bestätigte die Steuerhoheit des Kantons Basel-Landschaft für die Erhe-
bung der direkten Bundessteuer in Bezug auf die im Jahr 2005 erhaltene Kapitalabfindung. Sie 
zog in Erwägung, dass gemäss Art. 68 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung 
der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) vom 14. Dezember 1990 (in der 
Fassung vom 23. November 2004; nachfolgend StHG 2005) bei Wechsel des steuerrechtlichen 
Wohnsitzes innerhalb der Schweiz die Steuerpflicht auf Grund persönlicher Zugehörigkeit für 
die laufende Steuerperiode im Kanton besteht, in welchem der Steuerpflichtige am Ende dieser 
Periode seinen Wohnsitz hat. Kapitalleistungen gemäss Art. 11 Abs. 3 StHG seien jedoch in 
dem Kanton steuerbar, in dem der Steuerpflichtige im Zeitpunkt der Fälligkeit seinen Wohnsitz 
habe (Art. 68 Abs. 1 Satz 2 StHG 2005). Art. 216 DBG (in der damals geltenden Fassung vom 
23. November 2004; nachfolgend DBG 2005) habe im Gegensatz zur damaligen Fassung des 
StHG keine Ausnahmeregelung für die Besteuerung von Kapitalleistungen enthalten. Diese 
Unzulänglichkeit habe die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) aber im Kreisschreiben Nr. 
5 vom 9. April 2001 korrigiert. Die Vorinstanz stützte sich somit im Wesentlichen auf das 
Kreisschreiben Nr. 5 der ESTV, worin diese ausführte, dass die Bestimmung von Art. 38 Abs. 1 
DBG jener in Art. 11 Abs. 3 StHG entspreche und die Zuständigkeit für die Besteuerung dieser 
Einkünfte bei den kantonalen direkten Steuern gemäss Art. 68 Abs. 1 StHG dem Wohnsitz-
kanton des Begünstigten im Zeitpunkt der Fälligkeit der Kapitalleistung zugewiesen werde. Zum 
Zweck der Sicherstellung einer Koordination der Zuständigkeiten im Bereich der direkten 
Steuern werde dieser Kanton auch die Veranlagung für die direkte Bundesteuer vornehmen 
(Kreisschreiben Ziff. 7).  
 
6.3.1 In einem kürzlich ergangenen Grundsatzurteil setzte sich das Bundesgericht aus-
führlich mit der Frage der Bundesrechtskonformität dieses Vorgehens bzw. des Kreisschreibens 
Nr. 5 der ESTV auseinander (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 2C_77/2015 vom 

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24. Mai 2016 = BGE 142 II 182). Dabei kam das Bundesgericht zum Schluss, der herrschende 
Vollzugsföderalismus bei der direkten Bundessteuer werfe die Frage nach der örtlichen Zustän-
digkeit auf. Hierzu bestimme Art. 216 Abs. 1 DBG in der hier massgebenden Fassung vom 
14. Dezember 1990 (nachfolgend: DBG 1990): "Die kantonalen Behörden erheben die direkte 
Bundessteuer von den natürlichen Personen, die am Ende der Steuerperiode oder der 
Steuerpflicht ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder, wenn ein solcher in der Schweiz fehlt, ihren 
steuerrechtlichen Aufenthalt im Kanton haben. Vorbehalten bleiben die Art. 3 Abs. 5 und 107." 
Mit dieser Formulierung bringe der Gesetzgeber den Grundsatz der Einheit des Veranla-
gungsortes zum Ausdruck. Von der Einheit des Veranlagungsortes bestünden gemäss Art. 216 
Abs. 1 Satz 2 DBG 1990 bloss zwei Ausnahmen. Dabei handle es sich zum einen um die 
Besteuerung am Heimatort gemäss Art. 3 Abs. 5 DBG 1990, zum andern um die "Pro-rata-
temporis-Besteuerung" bei Kantonswechsel von Personen, die der Quellenbesteuerung 
unterliegen (Art. 107 Abs. 1 lit. a DBG). Im Umkehrschluss seien Kapitalleistungen aus Vor-
sorge (Art. 38 DBG) einheitlich vom Kanton zu veranlagen und zu beziehen, an welchem die 
persönlich zugehörige steuerpflichtige Person am Ende der Steuerperiode ihren steuerrecht-
lichen Wohnsitz oder Aufenthalt hatte (Art. 3 Abs. 1 DBG). 
 
6.3.2 Weiter stellte das Bundesgericht fest, dass es sich bei der streitbetroffenen Regelung 
in Ziff. 7 des Kreisschreibens Nr. 5 um eine (reine) Verwaltungsverordnung handle, deren 
Regelung eine Übereinstimmung mit Art. 68 Abs. 1 Satz 2 StHG 2000 schaffe und im Übrigen 
Art. 105 Abs. 4 DBG 2013 vorwegnehme. In der Doktrin habe dies weitgehende Zustimmung 
gefunden, wobei die Befürworter dieser Praxis Praktikabilitätsüberlegungen in den Vordergrund 
gestellt hätten. Selbst wenn diese an sich gerechtfertigt sein sollten, gestatte dies kein 
delegationsfreies Abkehren von der gesetzlichen Zuständigkeitsordnung. 
 
6.3.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei Art. 216 Abs. 1 Satz 
1 DBG 1990 um eine Weichenstellung im Sinne der Einheit des Veranlagungsortes. Die 
bundesrechtliche Kompetenzverteilung zu Veranlagung und Bezug der direkten Bundessteuer 
ist danach ebenso abschliessender wie ausschliesslicher Natur: Für die steuerliche Erfassung 
ein und desselben Wirtschaftsguts (Einkommen, Vermögen, Gewinn usw.) ist ein einziger 
Kanton rechtszuständig. Art. 216 Abs. 1 Satz 2 DBG 1990 sehe lediglich zwei Ausnahmen vor 
und Kapitalleistungen aus Vorsorge (Art. 38 DBG) würden nicht darunter fallen. Örtlich 
zuständig sei nach dem Recht von 1990 nicht der Fälligkeits-, sondern der Kanton der 
persönlichen Zugehörigkeit (Art. 3 DBG). Er sei im Sinne eines "Pflichtrechts" ebenso 
verpflichtet wie berechtigt, die Veranlagung und später den Bezug vorzunehmen, ihm stehe 
hierfür aber auch ein Anteil am Steueraufkommen zu. Für die Zwecke der direkten 
Bundessteuer habe der Gesetzgeber hinsichtlich der Kapitalleistungen aus Vorsorge selbst 
dann noch an der Einheit des Veranlagungsortes festgehalten, als er einen neuen Art. 68 
Abs. 1 Satz 2 StHG geschaffen habe. Man möge dies als Versehen deuten, jedenfalls hätte 
aber reichlich Zeit bestanden, die möglicherweise unbeabsichtigte Unterlassung zu beheben. 
Der Gesetzgeber habe dies erst mit der Revision vom 22. März 2013 (Art. 105 Abs. 4 DBG 
2013) getan, was für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden mass-
gebend sei (Art. 190 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 
18. April 1999). Die Verwaltungsverordnung (Kreisschreiben Nr. 5 der ESTV vom 9. April 2001) 

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erweise sich damit insoweit als bundesrechtswidrig, als deren Ziff. 7 dazu führe, dass Kapital-
leistungen aus Vorsorge vom Fälligkeitskanton zu erfassen sind. Dies widerspreche Art. 216 
Abs. 1 DBG 1990. Diese Rechtslage habe erst mit der Revision vom 22. März 2013 (AS 2013 
2397; nachfolgend: DBG 2013) eine Umkehr erfahren. Gemäss Art. 105 Abs. 4 DBG 2013, der 
am 1. Januar 2014 in Kraft trat, würden solche Kapitalleistungen aus Vorsorge nunmehr vom 
Kanton veranlagt, in welchem die begünstigte Person im Zeitpunkt der Fälligkeit ihren steuer-
rechtlichen Wohnsitz habe (vgl. zum Ganzen BGE 142 II 182). 
 
6.4 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Auszahlung zwar noch 
Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft hatte. Per 28. Dezember 2005 meldete sich die 
Beschwerdeführerin allerdings bei der Einwohnerkontrolle B.____ nach C.____ (Kanton Nid-
walden) ab. Die Steuerverwaltung anerkannte in der Folge, dass sich der steuerrechtliche 
Wohnsitz der Beschwerdeführerin Ende 2005 im Kanton Nidwalden befand. Weil – wie zuvor 
dargelegt – Kapitalleistungen aus Vorsorge gemäss Art. 38 DBG einheitlich vom Kanton zu 
veranlagen und zu beziehen sind, an welchem die persönlich zugehörige steuerpflichtige 
Person am Ende der Steuerperiode ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt hatte, ist 
festzustellen, dass der Kanton Basel-Landschaft für den Erlass der vorliegend umstrittenen 
Veranlagungsverfügung nicht zuständig war. 
 
7.1 Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen. Demgemäss ist der 
angefochtene Entscheid des Steuergerichts vollumfänglich aufzuheben und festzustellen, dass 
sich die von der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft erlassene Veranla-
gungsverfügung betreffend Direkte Bundessteuer 2005, Kapitalabfindung mangels Zuständig-
keit als unzulässig erweist. 
 
7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigen sich weitere Ausführungen zu den 
übrigen materiellen Vorbringen der Parteien. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Für die Beschwerde an das Kantonsgericht 
als weitere kantonale Beschwerdeinstanz im Bereich der direkten Bundessteuer gelten laut 
Art. 145 Abs. 2 DBG die Vorschriften von Art. 140 bis 144 DBG sinngemäss. Gemäss Art. 144 
Abs. 1 DBG werden die Kosten der unterliegenden Partei auferlegt; wird die Beschwerde 
teilweise gutgeheissen, so werden sie anteilsmässig auferlegt. Die Höhe der Kosten des 
Verfahrens wird durch das kantonale Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG). Dem Ausgang des 
Verfahrens entsprechend gehen die Verfahrenskosten des vorinstanzlichen Beschwerde- wie 
auch des kantonsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Gerichtskasse. Die erho-
benen Kostenvorschüsse sind der Beschwerdeführerin zurückzuzahlen. 
 
8.2 Für die Zusprechung von Parteikosten gilt Art. 64 Absätze 1-3 des Verwaltungsver-
fahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG) sinngemäss (Art. 144 Abs. 4 DBG). Laut 
Art. 64 Abs. 1 VwVG kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder 
auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe 
Kosten zugesprochen werden. 
 

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8.3 Die als Anwältin tätige, in eigener Sache prozessierende, Beschwerdeführerin bean-
tragt unter Verweis auf die bundesgerichtliche Praxis (BGE 110 V 132 ff.) die Zusprechung 
einer Parteientschädigung für das vorinstanzliche und das verwaltungsgerichtliche Verfahren. 
Weiter macht sie geltend, das von der Vorinstanz angeführte Argument der Nichtvertretung sei 
auf den ersten Blick zwar zutreffend, weil tatsächlich keine von ihr an sich selbst erteilte 
schriftliche Vollmacht existiere. Sie sei aber auch nicht aufgefordert worden, eine 
entsprechende Vollmacht einzureichen. Allerdings habe sie davon ausgehen dürfen, dass die 
Tatsache, dass sie nicht als Privatperson, sondern als Advokatin ihre Anliegen vertreten habe, 
den Vorinstanzen hinlänglich bekannt gewesen sei. Sie habe auch für sämtliche Eingaben 
ausschliesslich Briefpapier mit dem Briefkopf der Advokatur verwendet. 
 
8.4 Wenn eine Anwältin in eigener Sache prozessiert, besteht keine echte Vertretung. Ent-
sprechend kann die dergestalt handelnde Anwältin nur ausnahmsweise, bei Vorliegen spezieller 
Verhältnisse, eine Parteientschädigung beanspruchen (MICHAEL BEUSCH in: Christoph 
Auer/Markus Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 
Verwaltungsverfahren, Zürich/St. Gallen 2008, Art. 64 N 14, MARCEL MAILLARD in: Bernhard 
Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 
2. Auflage, Art. 64 N 36; BGE 129 II 297 E. 5 mit Verweis auf BGE 110 V 132 und Urteile des 
Bundesgerichts 1B_163/2014 vom 18. Juli 2014 E. 3, 4A_76/2014 vom 19. Juni 2014 E. 5 und 
2C_807/ 2008 vom 19. Juni 2009 E. 4.3 sowie BGE 133 III 439 E. 4). Eine solche Ausnahme-
situation ist nach der bundesgerichtlichen Praxis anzunehmen, wenn es sich um eine kompli-
zierte Sache mit hohem Streitwert handelt, die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand 
notwendig macht, der den Rahmen dessen überschreitet, was der Einzelne üblicher- und 
zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu 
nehmen hat und zwischen dem betriebenen Aufwand und dem Ergebnis der Interessenwahrung 
ein vernünftiges Verhältnis besteht (vgl. BGE 110 V 132 ff.). 
 
8.5 Die Beschwerdeführerin reichte beim Kantonsgericht in den beiden Beschwerdever-
fahren betreffend direkte Bundessteuer und betreffend Staatssteuer mit Ausnahme der 
geänderten Betreffzeile quasi übereinstimmende Beschwerden ein. Für die Beschwerdeführung 
vor Kantonsgericht macht sie einen Arbeitsaufwand von insgesamt 30 Stunden – davon sollen 
24 Stunden verrechnet werden – geltend. Eine detaillierte Honorarnote reichte die 
Beschwerdeführerin indes nicht ein, sodass das Kantonsgericht die Parteientschädigung nach 
Ermessen festsetzen kann (§ 18 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003). In der Beschwerdeschrift befasst sich die Beschwerdeführerin ausführlich 
mit der Rechtslage in Bezug auf die im Parallelverfahren umstrittene Staatssteuer. Demgegen-
über setzt sie sich nur am Rande – im Schlussresümee – mit der Rechtslage in Bezug auf die 
direkte Bundessteuer auseinander (vgl. Beschwerde vom 23. März 2015 S. 39). Unter diesen 
Umständen sind die Voraussetzungen für die ausnahmsweise Gewährung einer Parteientschä-
digung im vorliegend zu beurteilenden Verfahren betreffend die direkte Bundesteuer nicht 
gegeben. Eine Parteientschädigung wird demzufolge nicht zugesprochen. Aus den gleichen 
Gründen fällt die Zusprechung einer Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren 
ausser Betracht. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Steuergerichts 

vom 24. Oktober 2014 aufgehoben. 
   
 2. Die steuer- und kantonsgerichtlichen Verfahrenskosten gehen zu Lasten 

der Gerichtskasse. Der ans Kantonsgericht geleistete Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 1‘400.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber