# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c0ef93d-7ad2-5a80-a028-8c5a703b4569
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.07.2023 725 2022 251 (725 22 251)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2022-251_2023-07-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Juli 2023 (725 22 251 / 162) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Die vorliegende akademische Ausbildung mit Bachelor, spezifischem Master im Ausland 

und anschliessendem Doktoratsprogramm mit Forschungsbezug ist als Einheit und pri-

märe Ausbildung zu qualifizieren. In Bezug auf die Ermittlung des versicherten Verdiens-

tes für die Rente ist folglich nicht von der Grundregel nach Art. 15 Abs. 2 UVG auszugehen, 

sondern von der Ausnahmebestimmung nach Art. 23 Abs. 4 UVV. 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Christina Markie-
wicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Soluna Girón, Rechts-
anwalt, schadenanwaelte AG, Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, Rechtsdienst, General Guisan-Strasse 
40, Postfach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin, vertreten 
durch Christoph Frey, Rechtsanwalt, c/o Kellerhals Anwälte, Rä-
mistrasse 5, Postfach, 8024 Zürich 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 

 

 
 
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A. Die 1989 geborene A.____ war im Rahmen eines Doktoratsprogramms der Graduate 
School of Econonmics (GSE) an der Universität B.____ als Doktorandin mit einem Beschäfti-
gungsgrad von 48 % tätig, als sie am 6. August 2017 einen schweren Reitunfall erlitt. Dabei zog 
sie sich ein Schädelhirntrauma und weitere Verletzungen zu. Die AXA Versicherungen AG (AXA) 
als zuständige Unfallversicherung anerkannte ihre Leistungspflicht. Die stationäre Erstversor-
gung erfolgte im C.____, ab dem 15. August 2017 wechselte sie in die stationäre Rehabilitation. 
Im Anschluss daran war sie vom 2. Oktober 2017 bis zum 4. Juni 2018 in der Tagesklinik der 
D.____ in Behandlung. Ab Januar 2018 arbeitete A.____ für einige Stunden pro Woche am Insti-
tut für Volkswirtschaftslehre der Universität B.____. Im Rahmen dieses Reintegrationsprozesses 
wurde sie ab Juli 2018 von Dr. phil. E.____, Neuropsychologin, begleitet. 
 
Im Zuge der medizinischen Sachverhaltsermittlung beauftragte die AXA die Academy of Swiss 
Insurance Medicine (asim) mit einer polydisziplinären Abklärung. Gemäss asim-Gutachten vom 
1. April 2020 sei die objektivierbare Hirnverletzung mittlerweile, wenn überhaupt, nur noch mit 
sehr leichten kognitiven Einschränkungen verbunden. Jedoch stehe eine psychische Überlage-
rung einer Anpassungsstörung klar im Vordergrund. Aus neurologischer und neuropsychologi-
scher Sicht sei im angestammten Beruf wieder eine Arbeitsfähigkeit von 100 % gegeben, aus 
psychiatrischer Sicht bestehe hingegen in sämtlichen Bereichen lediglich noch eine Arbeitsfähig-
keit von 21 %. Der medizinische Endzustand sei aber noch nicht erreicht. Ferner sei eine genaue 
Abschätzung verbleibender organischer Anteile (organische Persönlichkeits- und Verhaltensstö-
rung) erst nach Abklingen der Verarbeitungsproblematik möglich. Namentlich sei unklar, wie sich 
hirnorganische Resteinschränkungen in der angestrebten, anspruchsvollen beruflichen Laufbahn 
auswirken würden. 
 
Rund ein Jahr nach der Durchführung der asim-Untersuchungen beurteilte Dr. med. F.____, FMH 
Neurologie, die medizinische Situation. Er kam in seinem Bericht vom 6. November 2020 zum 
Schluss, dass der medizinische Endzustand mittlerweile erreicht sei. Im Weiteren stellte er fest, 
dass die Verarbeitungsstörung im Rahmen eines organisch bedingten Symptoms (Frontalhirn-
Syndrom) zu sehen sei und nicht wie die asim-Fachpersonen vermuteten als reaktives psycholo-
gisches Phänomen. Die Arbeitsfähigkeit von 21 % bestätigte Dr. F.____, jedoch lediglich hinsicht-
lich einer angepassten Tätigkeit. Eine der angestammten Tätigkeit auch nur annähernd vergleich-
bare Arbeit sei dagegen undenkbar. 
 
Mit Verfügung vom 31. März 2021 stellte die AXA ihre Taggeldleistungen per 31. Dezember 2021 
ein, wobei ebenfalls verfügt wurde, dass kein Anspruch auf eine rückwirkende Anpassung des 
Taggeldes per 1. Juli 2020 gemäss Art. 23 Abs. 7 der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV) vom 20. Dezember 1982 bestehe. So habe A.____ keine garantierte Weiterbeschäftigung 
am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität B.____ nach hypothetischem Abschluss des 
Doktorats im Juni 2020 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen kön-
nen. Die AXA sprach der Versicherten gestützt auf die Einschätzung von Dr. F.____ und auf der 
Basis eines Invaliditätsgrades von 84 % eine monatliche Rente von Fr. 2'382.85 ab 1. Januar 
2021 basierend auf einem versicherten Verdienst von Fr. 42'550.95 sowie eine Integritätsent-
schädigung von Fr. 74'100.-- basierend auf einem Integritätsschaden von 50 % zu. Ferner ver-
fügte die AXA die Kostenübernahme für die Fortsetzung psychotherapeutischer sowie 

 

 
 
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neuropsychologischer Behandlungen bis spätestens 31. Dezember 2021. Schliesslich richtete 
sie in Berücksichtigung der vollen Rente der Invalidenversicherung von Fr. 1'288.-- monatlich eine 
Komplementärrente nach Art. 31 und 32 UVV von Fr. 1'903.30 aus. 
 
Die dagegen erhobene Einsprache vom 29. April 2021 wies die AXA mit Einspracheentscheid 
vom 13. Juli 2022 ab. In Bezug auf die Berechnung der Rente passte sie zwar das Invaliden- und 
Valideneinkommen der Nominallohnentwicklung an und ermittelte einen Invaliditätsgrad von 
85 % und eine Rente von Fr. 2'411.20. Der versicherte Verdienst blieb hingegen unverändert wie 
auch die Komplementärrente in der Höhe von Fr. 1'903.30. 
 
B. Mit Eingabe vom 13. September 2022 erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt So-
luna Girón, schadenanwaelte AG, gegen den ablehnenden Entscheid der AXA Beschwerde ans 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte die Aufhe-
bung des Einspracheentscheids vom 13. Juli 2022 und die Gewährung der ihr zustehenden ge-
setzlichen Leistungen. Namentlich sei ein Taggeld ab 1. Juli 2020 auf der Grundlage eines versi-
cherten Verdienstes von Fr. 135'000.--, eventuell Fr. 134'820.90, subeventuell Fr. 120'654.85 und 
subsubeventuell Fr. 107'027.45 auszurichten. Ferner sei ihr eine Komplementärrente ab 1. Ja-
nuar bis 31. August 2021 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 89 %, eventuell 88 % sowie ab 
1. September 2021 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % zu gewähren, alles auf der 
Grundlage eines versicherten Verdienstes von Fr. 135'000.--, eventuell Fr. 134'820.90, subeven-
tuell Fr. 120'654.85 und subsubeventuell Fr. 107'027.45, jeweils bis 31. Dezember 2025 sowie 
ab 1. Januar 2026 auf der Grundlage eines versicherten Verdienstes von Fr. 148'200.-- und sub-
subsubeventuell auf der Grundlage eines versicherten Verdienstes von Fr. 60'820.95. 
 
C. Die AXA, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Frey und Rechtsanwältin Stefanie Ri-
gaux, Kellerhals Carrad Zürich KIG, beantragte mit Vernehmlassung vom 30. November 2022 die 
Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 6. Februar 2023 und Duplik vom 4. April 2023 hielten die Parteien an 
ihren Anträgen und Begründungen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 

 

 
 
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Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde vom 13. September 2022, die im Übrigen frist- und 
formgerecht erhoben worden ist, zuständig. 
 
2. In formeller Hinsicht beantragte die Versicherte in ihrer Beschwerde vom 13. September 
2022, es seien Prof. Dr. G.____, Institut für Volkwirtschaftslehre, Universität B.____, H.____, 
Head of Graduate Studies, Departments of Economics, Universität B.____, und Prof. Dr. I.____, 
WWZ/Wirtschafswissenschaftliche Fakultät, Universität J.____, als Auskunftspersonen/Zeugen 
zum von ihr absolvierten Masterstudiengang in Economics and Finance an der Universitat K.____ 
sowie zum Doktoratsprogramm an der GSE an der Universität B.____ und zu den Löhnen der 
Absolventen dieses Programms zu befragen. Da die in den Akten enthaltenen Dokumente der 
genannten Personen bereits Aufschluss über die Ausbildung und die Löhne geben, sind zusätz-
liche, mündliche Ausführungen zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde nicht erforderlich, 
weshalb die Beweisanträge abzuweisen sind. 
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Ist die versicherte Person infolge des 
Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 
UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch 
auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt 
oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 
(Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
4. Zwischen den Parteien ist streitig, ob im Rahmen der UVG-Leistungen als Folge des 
Unfalls vom 6. August 2017 ab dem 1. Juli 2020 eine Anpassung der Taggeldhöhe zu erfolgen 
hat und wie die Rente ab dem 1. Januar 2021 zu berechnen ist, namentlich wie hoch der versi-
cherte Verdienst ist. Nicht strittig sind hingegen die verfügten Leistungen aus Heilbehandlung, die 
Höhe der Integritätsentschädigung, der Zeitpunkt des medizinischen Endzustandes sowie die 
Höhe der Taggeldleistungen bis zum 30. Juni 2020. 
 
5.1 Zu prüfen ist als Erstes, ob die Vorinstanz den für die betragliche Rentenhöhe massge-
benden versicherten Verdienst zu Recht auf Fr. 42'550.95 festgesetzt hat. 
 
5.2 Taggelder und Renten werden gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG nach dem versicherten Ver-
dienst bemessen. Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Renten der innerhalb 
eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Das damit verankerte Konzept 
des Vorunfallverdienstes wird auch als abstrakte Berechnungsmethode bezeichnet. Es hängt eng 
mit dem Äquivalenzprinzip zusammen, wonach für die Bemessung des versicherten Verdienstes 

 

 
 
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als leistungsbestimmender Grösse von denselben Faktoren auszugehen ist, die Basis für die 
Prämienberechnung bilden (BGE 148 V 84 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen; Urteil des Bundes-
gerichts vom 22. November 2021, 8C_208/2021, E. 7.1). Da diese Regelung nicht allen Sonder-
fällen gerecht werden kann, hat der Bundesrat in Art. 24 UVV von seiner Kompetenz, weitere 
Bestimmungen auf dem Verordnungsweg zu erlassen (Art. 15 Abs. 3 Satz 3 UVG), punktuell 
Gebrauch gemacht. Vorliegend ist insbesondere Art. 24 Abs. 3 UVV von Interesse: Für eine ver-
sicherte Person, die am Tag des Unfalls wegen beruflicher Ausbildung nicht den Lohn einer ver-
sicherten Person mit voller Leistungsfähigkeit derselben Berufsart bezogen hat, sieht der Bun-
desrat vor, dass das versicherte Einkommen von dem Zeitpunkt an, da sie die Ausbildung abge-
schlossen hätte, nach dem Lohn festgesetzt wird, den sie im Jahr vor dem Unfall als voll leis-
tungsfähige Person erzielt hätte. Beim versicherten Verdienst gilt somit der Grundsatz, dass der 
erstmalig (rückwirkend) festgesetzte versicherte Verdienst für die gesamte Dauer des Rentenan-
spruchs fixiert ist (Ausnahme Art. 24 Abs. 4 UVV, wenn der Bezüger einer Invalidenrente einen 
weiteren versicherten Unfall erleidet; BGE 139 V 28 E. 4.3.4). Insofern handelt es sich dabei um 
ein statisches Element (DELLA BATLINER-CHENNANPARAMBIL, Valideneinkommen versus versi-
cherter Verdienst, Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht [JaSo] 2014, S. 173 ff.). 
 
5.3 Die Ähnlichkeiten bei der Bestimmung des Valideneinkommens und des versicherten 
Verdienstes sind augenfällig. Ausgangspunkt bildet in beiden Fällen grundsätzlich der vor dem 
Unfallereignis erzielte Verdienst. Auch das Bundesgericht weist darauf hin, dass in gewissen Fäl-
len Parallelen zwischen der Bestimmung des versicherten Verdienstes und derjenigen des hypo-
thetischen Einkommens nicht zu übersehen seien (BGE 139 V 28 E. 4.3.4). Allerdings lässt die 
zukunftsgerichtete Bemessung des Valideneinkommens Anpassungen in grosszügiger Weise zu 
und kann so der Situation beziehungsweise der hypothetischen beruflichen Entwicklung im Ein-
zelfall gerecht werden, während der versicherte Verdienst – abgesehen von den restriktiv ge-
handhabten Ausnahmefällen gemäss Art. 24 UVV – einmal rückwirkend festgesetzt, nicht mehr 
abänderbar ist. Das liegt wohl daran, dass es sich beim Valideneinkommen um eine hypotheti-
sche Grösse handelt, welche dazu dient, das (realistische) Erwerbspotential einer versicherten 
Person im Verlauf ihrer gesamten erwerblichen Laufbahn zu berücksichtigen. Der versicherte 
Verdienst aber übt im Gegensatz dazu faktisch eine Begrenzungsfunktion der Rente aus und 
bezweckt gerade nicht, dass das gesamte Einkommen samt entgangener Karriere "entschädigt" 
wird, sondern lediglich ein solches im Rahmen der bisherigen Leistungsbeiträge der versicherten 
Person im Sinne des Solidaritätsprinzips und des Gleichbehandlungsgebots. Die Unfallversiche-
rungsleistungen sollen ein gewisses Mass nicht überschreiten und in einem angemessenen Ver-
hältnis zu den geleisteten Prämien der versicherten Person stehen (BATLINER-CHENNANPARAMBIL, 
a.a.O., S. 179 f.).  
 
5.4.1 Die AXA bemass den hier strittigen versicherten Verdienst in der Höhe von Fr. 42'550.95 
nicht nach Art. 24 Abs. 3 UVV, sondern nach der Grundregel des Art. 15 Abs. 2 UVG. Auf Art. 24 
Abs. 3 UVV dürfe nicht abgestellt werden, wenn sich die versicherte Person nach einer bereits 
abgeschlossenen Erstausbildung für die Erreichung eines höheren Berufsziels oder für eine Spe-
zialisierung weiterbilde. Art. 24 Abs. 3 UVV sei somit nicht massgebend für Versicherte, die we-
gen einer Weiterbildung ihr Arbeitspensum reduzierten, denn Personen in Zusatzausbildungen, 
Weiterbildungen oder beispielsweise auch Vorbereitungsklassen zu weiteren Ausbildungen 

 

 
 
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profitierten nicht von der Privilegierung nach Art. 24 Abs. 3 UVV. Die versicherte Erwerbstätigkeit 
müsse "die gleiche sein wie die zukünftige Erwerbstätigkeit". Dies werde beispielsweise bejaht 
bei Anwaltspraktikanten, da die Praktikumstätigkeit mit der künftigen Erwerbstätigkeit als Anwalt 
übereinstimme. Entgegen der Auffassung der Versicherten weise ihre berufliche Tätigkeit wäh-
rend ihrer Doktoratszeit am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität B.____ keinen kon-
kreten Bezug zu einem späteren Beruf auf. Zudem stelle ein Doktorat keine Bedingung für ein 
"endgültiges Berufsziel" dar. Die Erstausbildung sei spätestens mit Erreichen des Mastertitels 
abgeschlossen gewesen. Der Vergleich mit einer Rechtspraktikantin auf dem Weg zum Anwalts-
beruf gehe damit fehl. So sei ein Anwaltspraktikum in der Regel als 100 %-Pensum ausgestaltet 
und ziele ausschliesslich auf die Zulassung zur Anwaltsprüfung ab, welche wiederum eine Vo-
raussetzung für die Ausübung des Anwaltsberufs sei. Demgegenüber arbeiteten Doktorandinnen 
in der Regel in einem Teilzeitpensum und widmeten sich daneben hauptsächlich ihrer Doktorar-
beit. 
 
5.4.2 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, dass es nicht auf die 
allgemeine Beschreibung eines Doktorats ankomme, massgebend sei vorliegend einzig, wie es 
sich mit der konkreten Ausbildung an der GSE verhalte, namentlich, ob diese vergleichbar mit 
einem befristeten juristischen Praktikum sei, welches Voraussetzung für die Erlangung des An-
waltspatentes sei. Bei solchen Praktikumstätigkeiten in Advokatur, Verwaltung oder Gericht stehe 
das Berufsziel einer Tätigkeit, die ein Anwaltspatent voraussetze, offenkundig im vorausgesetz-
ten Konnex zur versicherten Tätigkeit als juristische Praktikantin. Die GSE ziele auf die berufliche 
Ausbildung zum Beruf einer Ökonomin mit Forschungsbezug hin, der ebendiese Ausbildung und 
den Abschluss mit Doktorat voraussetze. Entsprechend habe die Versicherte im Unfallzeitpunkt 
diesen anvisierten forschungsbasierten Beruf noch nicht "normal" ausüben können. Dazu fehlten 
ihr zunächst noch die Fähigkeiten und dann der dazugehörige und vorausgesetzte akademische 
Abschluss. Sie sei somit nicht "voll leistungsfähig" im Sinne von Art. 24 Abs. 3 UVV gewesen, 
mithin – was der Begriff ja eigentlich meine – in Ausbildung zur angestrebten Tätigkeit gewesen. 
Die Stelle an der Universität B.____ habe die gleichen Aufgaben wie die künftig für die Zeit nach 
Abschluss des Doktorats vorgesehene Betätigung als forschungsbasierte Ökonomin beinhaltet. 
Das Doktoratsprogramm habe direkt und spezifisch auf diese spätere Tätigkeit vorbereitet. Es 
liege, anders als bei einem (teilzeitlichen) Nebenerwerb ohne Bezug zur Ausbildung, ein enger 
Zusammenhang zwischen der versicherten Tätigkeit an der GSE und dem Ausbildungsziel einer 
theoretisch oder angewandt forschenden Ökonomin vor. Die Tätigkeit an der Universität B.____ 
diene denn auch weder primär dem Gelderwerb wie ein "Nebenjob" noch sei sie freiwillig; es 
handle sich vielmehr um einen obligatorischen Teil des Doktorats- und Ausbildungsprozesses. 
Deshalb weise die Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Programm entgegen der Vorinstanz 
durchaus einen konkreten Bezug zu diesem Berufsbild auf. Aufgrund des engen inhaltlichen Zu-
sammenhangs sei die hier interessierende Doktorandenstelle eine typische "Ausbildungsstelle". 
Sie sei auf einige Jahre befristet und nicht als dauerhafte Beschäftigung vorgesehen. Gleicher-
massen sei auch der Verdienst als Doktorandin nicht der für promovierte, forschungsbasierte 
Ökonominnen berufsübliche. Die Doktorandinnen verrichteten zwar inhaltlich ähnliche Arbeiten 
wie promovierte, forschungsbasierte Ökonominnen, aber vor allem initial auf einem deutlich tie-
feren Niveau und unter fortlaufender Ausbildung sowie Anleitung und intensiver Betreuung durch 
die Professoren. Insofern verhalte es sich gleich wie bei der Stelle einer Anwaltspraktikantin, die 

 

 
 
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nicht berufsüblich wie eine Person mit Anwaltspatent entlöhnt sei. Es würden zwar durch die 
Praktikantin auch – je nach Stelle – Klagen, Urteile oder behördliche Verfügungen geschrieben, 
an Vergleichsgesprächen, Gerichtsverhandlungen oder Einvernahmen mitgewirkt, aber dies stets 
unter Anleitung und Kontrolle einer Anwältin, einer Richterin oder eines Staatsanwalts, im Sinne 
einer Ausbildung "on the job" ohne die Eigenverantwortung und Selbständigkeit einer "voll leis-
tungsfähigen" und daher berufsüblich entlöhnten Angestellten. Der versicherte Verdienst der Be-
schwerdeführerin sei folglich wegen der Ausbildung an der GSE niedriger als der Lohn von pro-
movierten forschungsbasierten Ökonominnen. Damit bestehe der Kausalzusammenhang zwi-
schen Ausbildungscharakter der Stelle und dem kleineren, berufsunüblichen Lohn. Gemäss 
Prof. G.____ bewirke die Ausbildung mehrjährige Gehaltseinbussen, die nur deshalb in Kauf ge-
nommen würden, weil die Ausbildung und der Abschluss Voraussetzung für das genannte Be-
rufsziel seien. 
 
Insgesamt betrachtet sei die Stellung der Beschwerdeführerin als Doktorandin an der GSE somit 
nicht nur mit der Position einer Anwaltspraktikantin vergleichbar, sondern erfülle auch für sich 
allein die Anwendungskriterien von Art. 24 Abs. 3 UVV. Sie unterscheide sich umgekehrt grund-
legend vom Fall eines "gewöhnlichen Nebenjobs" parallel zu und inhaltlich losgelöst von einer 
Ausbildung. Lehre und Rechtsprechung hätten erkannt, dass bei juristisch universitären Ausbil-
dungen das prioritär angestrebte Ausbildungsziel im Sinne von Art. 24 Abs. 3 UVV nicht zwingend 
das Lizentiat beziehungsweise heute der Master sein müsse (obwohl mit einem Master of Law 
durchaus eine Berufstätigkeit möglich sei). Vielmehr könne auch eine direkt anschliessende Aus-
bildungsstufe dieses Ziel darstellen, konkret der Erwerb des Anwaltspatents. Dieses sei Voraus-
setzung für die verschiedenen Tätigkeiten im Rahmen des Berufsbildes eines Anwalts. Es sei 
kein Grund ersichtlich, weshalb sich diese Regelung auf die Rechtswissenschaft und das An-
waltspatent beschränken und die vergleichbare Ausbildung der Beschwerdeführerin ausge-
schlossen bleiben sollte. Massgebend seien nur die Umstände wie bei der Beurteilung des An-
waltspraktikums als Teil des angestrebten Berufsweges: Sei im Studium eine Tätigkeit ins Auge 
gefasst worden, bei der die Ausbildung nach dem universitären Studienabschluss mit weiteren 
Schritten fortgesetzt werden müsse, sei diese Ausbildung erst mit erfolgreichem Bestehen dieser 
Etappen abgeschlossen. Die Entscheidung, die Ausbildung in dieser Weise fortzusetzen, müsse 
spätestens im Zeitpunkt der bestandenen Masterprüfung beziehungsweise kurz danach gefällt 
werden; dann gehörten die weiteren Etappen noch zur selben Ausbildung und es könne nicht von 
einer späteren "Weiterbildung" gesprochen werden. 
 
Die Beschwerdeführerin habe bereits im Bachelorstudium eine künftige Tätigkeit mit Forschungs-
bezug im Fokus gehabt. Den anschliessenden Masterstudiengang habe sie daher im Hinblick auf 
das für eine forschende Tätigkeit nötige Doktorat auf Empfehlung von Prof. I.____ nicht in J.____, 
sondern an der Universitat K.____ absolviert (Letter of Recommendation vom 1. Februar 2014 
sowie Schreiben vom 9. September 2022). Hierfür habe die Versicherte noch während des Ba-
chelorstudiums einen aufwendigen Bewerbungsprozess durchlaufen. Dieser Master sei als "For-
schungsmaster" bekannt und geniesse für spätere forschende Tätigkeiten und Stellen ein hohes 
Renommé (Schreiben von Prof. G.____ vom 6. September 2022). Es handle sich dabei um eine 
"Talentschmiede" mit Vermittlung von theoretischem Grundlagenwissen und Vorbereitung auf 
eine forschende Tätigkeit auf höchstem Niveau. 

 

 
 
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Die angestrebte Ausbildung sei somit entgegen der Beschwerdegegnerin nicht bereits mit dem 
Mastertitel abgeschlossen. Das Doktorat sei geradezu eine Voraussetzung für das prioritäre Be-
rufsziel (wie beim Berufsziel einer Tätigkeit, die ein Anwaltspatent voraussetze). Damit könne 
letztlich offenbleiben, ob die von der Beschwerdegegnerin mit Hinweis auf BGE 148 V 84 vertre-
tene Ansicht, dass die Norm von Art. 24 Abs. 3 UVV auf Fälle der "Erstausbildung" beschränkt 
sei, tatsächlich zutreffe oder nicht doch auch spätere Weiterbildungen miteingeschlossen seien. 
Im Übrigen betreffe der im Einspracheentscheid referenzierte BGE 148 V 84 den klassischen Fall 
eines Werkstudenten und keine Konstellation wie im vorliegenden Fall. Insbesondere spreche 
der Entscheid nicht dafür, die "Grund-/Erstausbildung" im Zusammenhang mit einem Doktorat 
wie dem vorliegenden engstmöglich auszulegen. Mit Blick auf die historischen Grundlagen und 
die in BGE 148 V 84 E. 7.2 sogar bestätigte Problematik der Absicherung von Personen in Aus-
bildung würden nämlich weder die historische noch die geltungszeitliche Optik dahin zielen, die 
geforderte "Grund-/Erstausbildung" im engstmöglichen Sinne zu verstehen. Darauf laufe aber die 
Sichtweise der Beschwerdegegnerin hinaus, wenn sie die Erstausbildung trotz des klar erkenn-
baren frühen nachgelagerten Ausbildungsziels bereits mit dem Masterabschluss als beendet an-
sehe (anders als beim Jurastudium und der Anwaltsprüfung). Der aktuellen Rechtslage lasse sich 
vielmehr immerhin mit einer sachgemässen Auslegung der "Grund-/Erstausbildung" im Zusam-
menhang mit dem vorliegenden Doktorat begegnen, wenn man schon keine Praxisänderung 
durchführen möchte. Für die hier konkret interessierende Frage der Qualifikation des Doktorats 
an der GSE gebe es auch keine Praxis, an der aus Gründen der Rechtssicherheit festgehalten 
werden müsste. Schliesslich lasse sich auch nicht auf die Gesetzgebung verweisen, die kaum 
eine solche Auslegung für den Einzelfall explizit regeln würde oder müsste. 
 
5.4.3 Die AXA führte demgegenüber aus, dass die Argumentation der Beschwerdeführerin, 
das Doktoratsprogramm an der GSE, an dem sie im Unfallzeitpunkt teilgenommen habe, stelle 
ein Anwendungsfall von Art. 24 Abs. 3 UVV dar und daher sei der versicherte Verdienst nach 
dem hypothetischen Einkommen nach Abschluss des Doktorats zu bestimmen, stimme weder 
mit der Intention des Gesetzgebers noch der jüngsten höchstrichterlichen Rechtsprechung über-
ein. Art. 24 Abs. 3 UVV wolle nämlich dem Härtefall begegnen, dass bei einer auf dem Arbeits-
markt noch nicht voll leistungsfähigen und daher minderbezahlten versicherten Person bei der 
Rentenberechnung auf einen unzureichenden Lohn abgestellt werde. Voll leistungsfähig im Sinne 
von Art. 24 Abs. 3 UVV sei gemäss Lehre und Rechtsprechung, wer das primäre Ausbildungsziel 
erreicht habe und seinen Beruf normal ausüben könne. Die Bestimmung schütze jedoch nicht die 
versicherte Person, die sich nach Abschluss der Erstausbildung spezialisiere, um eine höhere 
Ausbildungsstufe zu erreichen, wie es bei der Beschwerdeführerin der Fall sei. Das Bundesge-
richt nehme mit der restriktiven Auslegung von Art. 24 Abs. 3 UVV in Kauf, dass versicherte Per-
sonen, die eine Ausbildung ergreifen würden, die sich nur etappenweise vervollständigen lasse, 
benachteiligt würden. Die berufliche Weiterbildung könne nämlich nicht mehr mit der Berufslehre 
junger Leute verglichen werden. Entsprechend sei die Anwendbarkeit der Bestimmung von Art. 
24 Abs. 3 UVV auch dem ausgebildeten Elektromechaniker, welcher im Unfallzeitpunkt eine Wei-
terbildung zum Helikoptermechaniker absolviert habe, versagt geblieben (Urteil des Bundesge-
richts vom 1. Dezember 2009, 8C_530/2009). Unerheblich sei gewesen, dass der Versicherte 
von Beginn weg das Ziel gehabt habe, Helikoptermechaniker zu werden. In der Lehre werde die 

 

 
 
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Praxis des Bundesgerichts, welche Art. 24 Abs. 3 UVV bei Weiterbildungen die Anwendung ver-
sage, kritisiert. In seinem Urteil vom 9. November 2021 habe sich das Bundesgericht mit eben-
dieser Kritik auseinandergesetzt und sei zum Schluss gekommen, dass es Sache des Gesetzge-
bers sei, das Äquivalenzprinzip weitergehend zu durchbrechen und nicht des Gerichts (BGE 148 
V 84 E. 7.4). Die Haltung des Bundesgerichts sei damit klar. Eine Gesetzesänderung habe es 
nicht gegeben. Es sei auch offensichtlich, dass die Beschwerdeführerin die Erstausbildung längst 
abgeschlossen habe. Spätestens mit dem Master of Economics and Finance sei die Erstausbil-
dung beendet worden und die Versicherte sei auf dem Arbeitsmarkt voll einsetzbar und leistungs-
fähig gewesen. Die Beschwerdeführerin übersehe, dass nicht entscheidend sei, ob sie nach Ab-
schluss des Doktorats in den angestrebten (nicht konkret gefassten) Tätigkeiten leistungsfä-
hig(er) gewesen wäre. Eine Weiterbildung bringe es in der Regel mit sich, dass das Gelernte auf 
dem Arbeitsmarkt angewendet und verwertet werden könne. 
 
Die Behauptung der Beschwerdeführerin, es gebe keine Praxis, an der aus Gründen der Rechts-
sicherheit festgehalten werden müsse und die Frage der Grundausbildung nicht dem Gesetzge-
ber überlassen werden könne, sei schlicht falsch. Offensichtlich sei es rechtsprechungsgemäss 
so, dass nur die Erstausbildung massgebend sei und eine diesbezügliche Änderung auch auf-
grund der bedeutenden Kostenfolgen dem Gesetzgeber überlassen werden müsse. Dies habe 
das Bundesgericht jüngst in BGE 148 V 84 E. 7.3 f. entschieden. Entsprechend könne offenblei-
ben, ob die versicherte Erwerbstätigkeit die gleiche sei wie diejenige nach Abschluss des Dokto-
rats und ob die Beschwerdeführerin "wegen der Ausbildung" einen niedrigeren Lohn erzielt habe 
oder die Situation mit einer berufsfremden Teilzeiterwerbstätigkeit verglichen werden könne. Die 
in Teilzeit ausgeübte berufliche Tätigkeit während des Doktorats habe keinen Bezug zu einem 
konkreten Beruf gehabt, der einem Vergleich mit der Lehre standhalten würde. Das Doktorat 
stelle somit keine Erstausbildung dar, weshalb die Anwendung von Art. 24 Abs. 3 UVV bereits 
daran scheitere. 
 
5.4.4 Der Rechtsvertreter entgegnete in seiner Replik, dass die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin vorwerfe, weder die Intention des Gesetzgebers noch die jüngste Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zu berücksichtigen. Die Beschwerdeführerin habe dargelegt, inwiefern 
die Materialien gegen die Sichtweise der Beschwerdegegnerin sprechen würden. So oder anders 
gehe es aber bei der Beschwerdeführerin ohnehin nicht um einen Berufslehrabschluss und eine 
anschliessende Ausbildung. Das Bundesgericht sage in BGE 148 V 84 lediglich, dass Art. 24 
Abs. 3 UVV weiterhin nur für die primäre Ausbildung gelte und nicht auch für Weiterbildungen 
und dergleichen. Es definiere diese primäre Ausbildung aber nicht allgemein und sage insbeson-
dere nicht, was ausserhalb der Berufslehren als primäre Ausbildung gelte (beispielsweise eben 
bei einer universitären Ausbildung). Ferner habe das Bundesgericht nicht so entschieden, weil es 
die bisherige Praxis inhaltlich richtig finden würde, sondern weil man für eine Öffnung der Praxis 
für Weiterbildungen den Ball an den Gesetzgeber habe zuspielen wollen. Wie es sich mit dem 
spezifischen Doktorat an der GSE verhalte, bleibe also offen. Dazu gebe es noch keinen entspre-
chenden Entscheid. 
 
5.4.5 Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Duplik dagegen an, dass das Bundesgericht den 
Begriff der primären Ausbildung in BGE 148 V 84 E. 4.2 mit der "beruflichen Grundausbildung" 

 

 
 
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gleichsetze und den Begriff damit durchaus definiere. Ferner habe das Bundesgericht erst jüngst 
festgehalten, dass mit Abschluss eines Masters of Science in Biologie das primäre Ausbildungs-
ziel erreicht sei (Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 2021, 8C_208/2021, E. 7.5). Dem-
entsprechend sei klar, dass auch die Beschwerdeführerin spätestens mit Erlangen des Masters 
in Economics and Finance ihre primäre Ausbildung abgeschlossen habe. Das Bundesgericht 
habe im genannten Entscheid denn auch klargemacht – wie von der Beschwerdeführerin eben-
falls erkannt –, dass Weiterbildungen nicht von Art. 24 Abs. 3 UVV erfasst seien und dass für eine 
Änderung der Rechtslage der Gesetzgeber zuständig sei. 
 
6.1 Zu entscheiden ist, ob die Ausbildung der Beschwerdeführerin im Rahmen des Dokto-
ratsprogramms der Graduate School of Economics an der Universität B.____ zum primären Aus-
bildungsziel zu zählen ist, womit die Beschwerdeführerin in den Anwendungsbereich von Art. 24 
Abs. 3 UVV fallen würde, oder ob der Abschluss als Master in Economics and Finance das pri-
märe Ausbildungsziel darstellt und die Absolvierung des Doktoratsprogramms als Weiterbildung 
zu verstehen ist, womit die Grundregel gemäss Art. 15 Abs. 2 UVG anwendbar wäre (BGE 148 
V 84). 
 
6.2.1 Als Grundausbildung beziehungsweise als primäres Ausbildungsziel gilt nach dem all-
gemeinen Verständnis das Studium an der Universität bis zum Masterabschluss und ein an-
schliessendes Doktorat gehört in der Regel zur beruflichen Weiterbildung. Von dieser Regel ist 
jedoch einzelfallweise abzuweichen, wenn das primäre Ausbildungsziel überhaupt erst mit Ab-
schluss des Doktorats erreicht werden kann. In diesem Sinn führte Prof. I.____ von der wirt-
schaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität J.____ in seinem Schreiben vom 9. September 
2022 aus, dass es an vielen Schweizer Universitäten (so auch an der Universität J.____) möglich 
sei, das Doktorat in Ökonomie als eine Art allgemeine Weiterbildung oder Zusatzqualifikation 
ohne Bezug zu einem konkreten Berufsziel zu absolvieren. Der von der Beschwerdeführerin be-
reits im Bachelorstudium gewählte Weg mit dem Master an der Universitat K.____ und dem Dok-
torat an der GSE lasse sich hiermit nicht vergleichen. Denn diese Programme seien, ihren Vor-
bildern in den USA entsprechend, sehr konkret auf die berufliche Ausbildung zur Ökonomin mit 
Forschungsbezug ausgerichtet, für die ein Doktorat unerlässlich sei. Die ganze Ausbildung der 
Beschwerdeführerin ziele nach dem Bachelorstudium in J.____ und dem Masterstudium in 
K.____ auf eine forschungsbasierte Tätigkeit ab, da der dortige Master in Economics and Finance 
im Bereich der Ökonomie international als eines der besten Programme zur Vorbereitung auf das 
spezifische Doktorat an der GSE und eine anschliessende berufliche Forschungstätigkeit ange-
sehen werde. Die Ausbildung für eine Tätigkeit in diesem spezifischen, internationalen For-
schungsbereich sei ab dem Bachelor vorgegeben und erst mit dem dazugehörigen Doktorat er-
reicht (vgl. auch Schreiben von Prof. G.____ vom 6. September 2022). 
 
6.2.2 Das spezifische Doktorat an der GSE stellt anders formuliert ein notwendiger Bestandteil 
dar, um eine forschungsbasierte Tätigkeit als Ökonomin ausüben zu können, vergleichbar mit 
dem Anwaltspraktikum nach dem Studium zur Erreichung des Anwaltspatents. Das juristische 
Studium sollte, so bereits Alfred Maurer in seinem Werk Schweizerisches Unfallversicherungs-
recht, Bern 1985, für sich allein nicht als primäres Ausbildungsziel verstanden werden, da der 
Anwaltsberuf als selbständiger Beruf aufzufassen sei. Demzufolge sei das Anwaltsvolontariat der 

 

 
 
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Grundausbildung zuzurechnen (MAURER, a.a.O., S. 332). Weder in der Lehre noch unter den 
Parteien ist strittig, dass ein Anwaltspraktikum zur Grundausbildung gehört, da die anwaltliche 
Praktikumstätigkeit mit dem angestrebten Berufsziel in Verbindung steht. Anders gesagt ist der 
Ausbildungscharakter im Fall eines anwaltlichen Praktikums gegeben, da ein Konnex zwischen 
dem Praktikum und dem angestrebten Berufsziel zu bejahen ist (BATLINER-CHENNANPARAMBIL, 
a.a.O., S. 180; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute: Bundesgericht] vom 24. 
Januar 2002, U 30/01). 
 
6.2.3 Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, dass das primäre Ausbildungsziel der 
Masterabschluss sei, da den Absolventen des Doktorats an der GSE sehr unterschiedliche Tä-
tigkeiten in der Privatwirtschaft, Verwaltung und der Akademie offenstehen würden, womit auch 
gesagt sei, dass das Doktoratsprogramm an der GSE nicht für einen bestimmten Beruf vorbe-
reite, weshalb kein Konnex zwischen Doktorat und angestrebtem Berufsziel bestehe, kann ihr 
nicht gefolgt werden. Vorliegend handelt es sich einerseits um ein spezifisches Doktorat, das an 
das Masterstudium in K.____ anknüpft und Voraussetzung für den Beruf einer Ökonomin mit 
Forschungsbezug ist. Andererseits gilt das von der Beschwerdegegnerin zum Konnex Angeführte 
auch für das Anwaltspraktikum. Zwar ist dieses für die Ablegung der Anwaltsprüfung Vorausset-
zung. Ein Konnex zwischen Praktikumstätigkeit und der zukünftigen Erwerbstätigkeit würde je-
doch nur bestehen, sofern die Anwaltstätigkeit tatsächlich angestrebt würde. Heute wird jedoch 
auch für andere Berufsfelder die Anwaltsprüfung verlangt, so wird von zweitinstanzlichen Gerich-
ten oft die Ablegung der Anwaltsprüfung zur Ausübung einer Gerichtsschreibertätigkeit vorge-
schrieben. Insofern liegt doch der Konnex darin, dass alle Ausbildungsschritte (Master, Prakti-
kum, Doktorat) für das angestrebte Berufsziel Voraussetzung sind und diese inhaltlich aufeinan-
der aufbauen beziehungsweise voneinander abhängig sind und nur gemeinsam zum angestreb-
ten Berufsziel führen. Anders formuliert kann das angestrebte Berufsziel allein mit dem Abschluss 
des Masterstudiums nicht erreicht werden. Dies gilt sowohl für den Anwaltsberuf als auch für die 
hier angesprochene Forschungstätigkeit als Ökonomin. Für beide Studienrichtungen gilt aber 
ebenfalls, dass mit dem Abschluss des Masterstudiums die Erstausbildung regelmässig als ab-
geschlossen gelten kann. So gibt es viele Jurastudentinnen, die nach abgeschlossenem Studium 
als Juristinnen tätig sind und eine Vielzahl von Wirtschaftsstudentinnen, die nach dem Master in 
Economics and Finance als Ökonominnen arbeiten. Eine spätere Spezialisierung gilt dann als 
Weiterbildung. Es bedarf deshalb der Einzelfallbetrachtung. 
 
6.2.4 Im von der Beschwerdegegnerin angeführten Entscheid des Bundesgerichts vom 
22. November 2021 (8C_208/2021) war unbestritten, dass es sich beim Master of Science um 
einen berufsqualifizierenden Abschluss handelt, welcher es der Versicherten ermöglicht habe, 
eine fachbezogene Berufstätigkeit (als Biologin) aufzunehmen. Festgestellt wurde aber auch, 
dass die Versicherte nicht geltend gemacht habe und auch nicht ersichtlich gewesen sei, dass 
der nach dem Studium angetretene Volontariatseinsatz in Afrika im Rahmen der beruflichen 
Grundausbildung zu werten gewesen wäre. Es beständen keine Anhaltspunkte dafür, so die Vo-
rinstanz, dass die Versicherte ausschliesslich eine Laufbahn in Forschung und Wissenschaft an-
gestrebt hätte, weshalb das Volontariat in Afrika als Fortbildung zu qualifizieren und nicht unter 
Art. 24 Abs. 3 UVV zu subsumieren sei. Das primäre Ausbildungsziel war hier mit dem Master-
abschluss erreicht und die Versicherte konnte ihren Beruf wie vorgesehen als Biologin normal 

 

 
 
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ausüben. Im hier zu entscheidenden Fall wird für den Beruf einer Ökonomin mit Forschungsbezug 
hingegen der Durchlauf des Doktoratsprogramms verlangt. Das primäre Ausbildungsziel ist allein 
mit dem Masterabschluss nicht erreicht. 
 
7. Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass im vorliegenden Fall das von der Be-
schwerdeführerin absolvierte spezifische Doktoratsprogramm an der GSE als Baustein der pri-
mären Ausbildung zur Ökonomin im Forschungsbereich zu qualifizieren ist. Erst mit Abschluss 
des Doktorats hat die Beschwerdeführerin ihre volle Leistungsfähigkeit in ihrer Berufsart erreicht. 
Anders formuliert war die berufliche Ausbildung ursächlich kausal für den während des Doktorats 
erzielten kleineren, berufsunüblichen Lohn. Ferner steht die versicherte Tätigkeit als Doktorandin 
im Forschungsbereich in Zusammenhang mit der zukünftigen Erwerbstätigkeit (DORIS 
VOLLENWEIDER/ANDREAS BRUNNER, Basler Kommentar zum UVG, Basel 2019, Art. 15 UVG N 
104). Dafür sprechen auch die Angaben von H.____, Head of Graduate Studies, Department of 
Economics, Universität B.____, vom 26. Januar 2021. Seit Beginn des strukturierten Doktorats-
programms im Jahr 2009 hätten 59 Personen das Programm erfolgreich abgeschlossen. Davon 
seien 56 direkt im Anschluss einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen, deren zwingende Vo-
raussetzung das Doktorat gewesen sei. Die spezifische, wissenschaftliche Ausbildung war somit 
nicht bereits mit dem Masterstudium, das gezielt auf eine wissenschaftliche oder wissenschafts-
nahe Laufbahn vorbereitet, abgeschlossen, sondern erst mit der Dissertation an der GSE 
(vgl. auch Schreiben von Prof. G.____ vom 6. September 2022). Dies im Gegensatz zum erwähn-
ten Fall der Biologin im Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 2021. Folglich ist der ver-
sicherte Verdienst nach der Bestimmung von Art. 24 Abs. 3 UVV zu berechnen. 
 
8. In Anwendung von Art. 24 Abs. 3 UVV bemisst sich der versicherte Verdienst bis zum 
Erreichen der "vollen Leistungsfähigkeit" beziehungsweise bis zum mutmasslichen Ausbildungs-
abschluss ohne Unfallereignis nach der zum Voraus befristeten Tätigkeit und beträgt 
Fr. 42'550.95. Ab dem Zeitpunkt jedoch, in dem die Beschwerdeführerin das Doktoratsprogramm 
an der GSE mit der Dissertation abgeschlossen hätte, ist der versicherte Verdienst nach dem 
Einkommen festzusetzen, das sie im Jahr vor dem Unfall als voll Leistungsfähige beziehungs-
weise als voll Ausgebildete erzielt hätte (BATLINER-CHENNANPARAMBIL, a.a.O., S. 181 f.). 
 
9.1 Es stellt sich die Frage, was unter einem Lohn einer voll leistungsfähigen Person zu 
verstehen ist. Das Eidgenössische Versicherungsgericht (heute: Bundesgericht) hat in BGE 108 
V 265 E. 2c die dort streitige Frage, ob der versicherte Verdienst nach Art. 24 Abs. 3 UVV im 
Sinne eines Durchschnittslohnes zu ermitteln sei, welchen der Versicherte bei den verschiedenen 
für ihn in Betracht fallenden Arbeitgebern hätte erzielen können, oder aufgrund des im Lehrbetrieb 
erzielbaren Gehaltes, in Anwendung des am 31. Dezember 1983 aufgehobenen Zweiten und 
Dritten Titels des Kranken- und Unfallversicherungsgesetzes vom 13. Juni 1911 (KUVG) wie folgt 
entschieden: Art. 78 Abs. 4 KUVG wolle lediglich der Härte begegnen, dass bei uneingeschränk-
ter Anwendung der Grundregel von Abs. 1 ein noch nicht voll leistungsfähiger und demzufolge 
minderbezahlter Versicherter, der einen Unfall erleide, bei der Rentenberechnung auf seiner noch 
unvollkommenen Lohngrundlage fixiert werde, obwohl dies im Hinblick auf die einbezahlten Prä-
mien, rein versicherungstechnisch gesehen, richtig wäre. Art. 78 Abs. 4 KUVG solle aber ande-
rerseits auch nicht zu einer Besserstellung der Lehrlinge gegenüber den anderen Versicherten 

 

 
 
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führen, sondern nur eine Gleichbehandlung ermöglichen. Diesem Zweck entsprechend sei im 
Falle des Lehrlings auf die Lohnverhältnisse in seinem Betrieb abzustellen, unabhängig davon, 
ob anzunehmen sei, dass nach Lehrabschluss ein Stellenwechsel erfolge. Der Lehrling sei damit, 
wie jeder andere Versicherte auch, der Zufälligkeit ausgesetzt, aufgrund des Lohnniveaus seines 
Betriebes je nachdem besser oder schlechter zu fahren, als wenn irgendein Mittelwert beigezo-
gen würde. Diese Rechtsprechung zu Art. 78 Abs. 4 KUVG, der inhaltlich und redaktionell weit-
gehend Art. 24 Abs. 3 UVV entspricht, gilt auch unter der Herrschaft des UVG (Urteil des Bun-
desgerichts vom 22. November 2002, U 413/01, E. 2.2). Der Lohn als voll leistungsfähige Person 
wird demnach anhand der Verhältnisse im Ausbildungsbetrieb im Jahr vor dem Unfall festgesetzt 
(MAURER, a.a.O, S. 333; DOROTHEA RIEDI HUNOLD, Kommentar zum schweizerischen Sozialver-
sicherungsrecht, UVG, Bern 2018, Art. 15 UVG N 35; BGE 108 V 265 E. 2c und 102 V 147). Es 
ist deshalb zu klären, welchen Lohn die versicherte Person verdient hätte, wenn die berufliche 
Ausbildung ein Jahr vor dem Unfall abgeschlossen gewesen wäre. 
 
9.2 Diese auf Lehrbetriebe und Lehrpersonen zugeschnittene Rechtsprechung kann vorlie-
gend nicht eins zu eins angewendet werden, da es sich nicht um eine klassische Ausbildungs-
stätte mit genau definierten Löhnen nach Abschluss der Dissertation handelt. Della Batliner-
Chennanparambil schlägt deshalb vor, für die Festlegung des versicherten Verdienstes nach vo-
raussichtlichem Abschluss der akademischen Ausbildung auf die Tabellenlöhne der Schweizeri-
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik abzustellen (BATLINER-
CHENNANPARAMBIL, a.a.O., S. 181; VOLLENWEIDER/BRUNNER, a.a.O., Art. 15 UVG N 104). 
 
9.3 Es ist zu prüfen, wie es sich vorliegend damit verhält. Prof. G.____ als die Ausbildung 
der Versicherten betreuender Professor äusserte sich zwar zum Thema beruflicher Tätigkeiten 
und Verdienste nach Abschluss des Doktorats. Dabei handelt es sich jedoch um vage und weni-
ger die Tätigkeit direkt nach der Ausbildung, als einen möglichen Karriereverlauf betreffende An-
gaben. Prof. G.____ führte in seinem Bericht vom 29. September 2020 namentlich dazu aus, 
dass sich die typischen Karriereverläufe ihrer Programmabsolvierenden innerhalb der ersten 
Jahre nach der Dissertation anhand von vier Beispielen aus seinem näheren Umfeld aus den 
letzten fünf Jahren skizzieren liessen: Ein Doktorand sei Assistenzprofessor an einer namhaften 
Schweizer Universität und innerhalb von drei Jahren zum Extraordinarius befördert worden. Ein 
Doktorand habe für ein bis zwei Jahre bei der Eidgenössischen Wettbewerbskommission 
(WEKO) gearbeitet und sei seitdem bei einer führenden kartellrechtlichen Beratungsfirma in den 
USA tätig. Eine Doktorandin sei bei einer der grossen internationalen Beratungsgesellschaften in 
B.____ angestellt. Ein Doktorand, der im Bachelor- und Masterstudiengang den exakt gleichen 
akademischen Werdegang wie die Versicherte absolviert habe, arbeite bei einer führenden Ver-
sicherung in der Schweiz. Es gebe keinerlei Anlass zur Annahme, dass der erwartete Verlauf bei 
der Beschwerdeführerin anders gewesen wäre. Diese Aspekte sind gegebenenfalls für die Er-
mittlung des Valideneinkommens von Bedeutung und weniger für die Ermittlung des versicherten 
Verdienstes im Rahmen einer ersten Anstellung direkt nach Abschluss des Doktorats. 
Prof. G.____ führte bezüglich des Lohnes denn auch aus, dass er eine genaue Antwort zum Ein-
kommensverlauf in den genannten Tätigkeiten nicht geben könne, da ihm die entsprechenden 
Einblicke weitgehend fehlten. Die Gepflogenheiten bei den Behörden und in der Privatwirtschaft 
seien ihm nicht geläufig. Eine präzisere Angabe konnte Prof. G.____ immerhin bezüglich einer 

 

 
 
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universitären Anstellung geben, indem er mitteilte, dass für eine Assistenzprofessur in der 
Schweiz Jahresgehälter von Fr. 120'000.-- bis Fr. 150'000.-- üblich seien. Der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin schlug deshalb vor, den versicherten Verdienst auf der Grundlage der Aus-
kunft der Universität B.____ auf gemittelt Fr. 135'000.-- (Fr. 120'000.-- plus Fr. 150'000.-- : 2) pro 
Jahr für eine forschungsbasierte Ökonomin festzulegen. Ebenso liege dieser Mittelwert im Be-
reich des Anfangslohns von Assistenzprofessorinnen im Kanton B.____ von Fr.  137'373.-- pro 
Jahr (Lohnklasse 24, Lohnstufe 1; § 23 der Personalverordnung der Universität B.____ [PVO]). 
 
9.4 Für die Bestimmung des versicherten Verdienstes stellt der Lohn einer Assistenzprofes-
sorin einen fassbaren Anhaltspunkt dar, wäre eine solche akademische Tätigkeit am Lehrinstitut 
nach dem Doktorat mit einem Einstiegslohn von Fr. 120'000.-- doch durchaus denkbar. Der 
Rechtsvertreter nennt sogar einen Lohn von Fr. 137'373.-- (für das Jahr 2020) als Einstiegslohn 
für eine solche Tätigkeit (Lohnklasse 24, Lohnstufe 1; § 23 PVO). Dies wird von der Beschwer-
degegnerin auch nicht bestritten. Sie macht jedoch geltend, dass, ob die Beschwerdeführerin 
ohne Unfall Fr. 120'000.-- oder sogar Fr. 150'000.-- pro Jahr — oder doch deutlich weniger – 
verdient hätte, nun einmal davon abhänge, welche Stelle sie angetreten hätte. So gehe aus der 
Statistik über das standardisierte Bruttoerwerbseinkommen der Hochschulabsolventinnen hervor, 
dass Absolventinnen mit einem Doktorat in Ökonomie ein Jahr nach Abschluss zwischen 
Fr. 85'000.-- und Fr. 120'000.-- pro Jahr verdienen würden. Die weite Lohnspanne gelte nicht nur 
dem Grundsatz nach für promovierte Ökonomen, sondern auch konkret für die hypothetisch pro-
movierte Beschwerdeführerin wie bereits der Einkommensvergleich zwischen Postdoc und As-
sistenzprofessur zeige. Hätte sich die Beschwerdeführerin wie rund 25 % der Absolventinnen des 
Doktorats an der GSE für einen Postdoc an der Universität entschieden, so wäre sie bei einem 
Jahresgehalt von Fr. 95'986.-- (heute: Fr. 96'850.--) eingestiegen (Lohnklasse 18, Lohnstufe 3; 
§ 27 PVO). 
 
9.5 Die Diskussion um den Einstiegslohn zeigt, dass es schwierig ist, eine Lösung aufgrund 
der von den Parteien präsentierten Daten zu finden. Klar scheint, dass eine Mischrechnung auf-
grund möglicher Tätigkeiten in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst zur Berechnung 
des versicherten Verdienstes, namentlich in Berücksichtigung der Rechtsprechung, nicht als Ba-
sis dienen kann. Da auch keine gesicherte Lohngrundlage seitens der Arbeitgeberin für einen 
Einstiegslohn gegeben ist, drängt es sich auf, den versicherten Verdienst gleich wie das Validen-
einkommen gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE zu bestimmen (BATLINER-CHENNANPARAMBIL, 
a.a.O., S. 181; VOLLENWEIDER/BRUNNER, a.a.O., Art. 15 UVG N 104). Sowohl beim versicherten 
Verdienst nach massgeblichem Abschluss der Ausbildung nach Art. 24 Abs. 3 UVV wie auch 
beim Validenlohn handelt es sich vorliegend um hypothetische Grössen. Was sie unterscheidet, 
ist, dass beim versicherten Verdienst für die Rente nach Art. 24 Abs. 3 UVV von dem Lohn aus-
zugehen ist, den die versicherte Person gleich nach Abschluss der Ausbildung ein Jahr vor dem 
Unfall erzielt hätte. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist hingegen entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Eine 
berufliche Weiterentwicklung, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte, ist mit-
zuberücksichtigen (vgl. E. 5.3; ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des 

 

 
 
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Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Ba-
sel/Genf 2014, Art. 28a N. 63). 
 
9.6 Sowohl beim versicherten Verdienst nach Abschluss der Ausbildung wie auch beim Va-
lidenlohn handelt es sich – wie gesagt – um hypothetische, zukunftsgerichtete Grössen, deren 
Basis aufgrund der gegebenen Konstellation vergleichbar ist. Bei dem im Gesundheitsfall erziel-
ten Einkommen gilt der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a N 62). Naturgemäss entzieht sich im 
Falle einer jungen versicherten Person, die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn von einem 
versicherten Ereignis betroffen wurde, die hypothetische Tatsache einer Jahre später im Gesund-
heitsfall ausgeübten bestimmten Tätigkeit einem strikten Beweis, so dass die Anforderungen an 
den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht überspannt werden 
dürfen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute: Bundesgericht] vom 9. April 
2003, B 55/02, in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufliche Vorsorge 
[SZS] 2004, S. 67 und Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2008, 8C_145/2008, E. 3.3.2). 
Diese, für die Bestimmung des Valideneinkommens geltende Beweisregelung lässt sich im 
Grundsatz auch auf die Ermittlung des versicherten Verdienstes nach Art. 24 Abs. 3 UVV anwen-
den. 
 
9.7 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verwies bezüglich Ermittlung des versicher-
ten Verdienstes gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE auf seine Berechnungen zum Validen-
einkommen, da diese in der vorliegenden Konstellation korrelierten. Dies trifft zu. Der Einfachheit 
halber wird nachfolgend das Valideneinkommen, das die Parteien ausführlich diskutiert haben, 
geprüft und danach werden die Abweichungen zum versicherten Verdienst ermittelt. 
 
9.8 Die AXA stellte bezüglich des Validenlohnes auf die LSE 2018, Tabelle TA11, Universi-
täre Hochschule (UNI/ETH), Frauen, berufliche Stellung 4 (unterstes Kader), und somit auf ein 
monatliches Einkommen von Fr. 8'460.-- bei 40 Wochenstunden ab. Nach Umrechnung auf die 
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,5 Stunden und Anpassung an die Nominallohn-
entwicklung (Frauen 2018 [105.3] bis 2020 [107]) ermittelte die Beschwerdegegnerin gemäss 
Einspracheentscheid vom 13. Juli 2022 ein Valideneinkommen von Fr. 107'027.45 (12 x 
Fr. 8'918.95), ausgehend davon, dass die Beschwerdeführerin ihre Ausbildung mit Dissertation 
Ende Juni 2020 abgeschlossen hätte. 
 
9.9 Der Rechtsvertreter führte dagegen an, dass, sofern von statistischen Werten auszuge-
hen sei, zu beachten sei, dass nach Auskunft der Universität B.____ die Absolventinnen in füh-
renden Positionen tätig würden, so namentlich als Assistenzprofessorin, als Strategic Managerin 
Real Estate oder als Head of Sales Development. Unter diesen Umständen sei die Tabelle T11, 
Universitäre Hochschule (UNI, ETH), Frauen, berufliche Stellung 3 (unteres Kader), massgebend. 
Mit Blick auf die herausragenden Qualifikationen der Versicherten mit spezifischem Doktorat und 
die potentiellen Anschlussstellen müsste richtigerweise wenigstens der Mittelwert der beruflichen 
Stellungen 3 (unteres Kader) und 2 (mittleres Kader) gewählt werden. Da das mittlere Kader mit 
dem oberen Kader in der beruflichen Stellung 1 + 2 kombiniert sei, rechtfertige sich eine Gewich-
tung dieses Wertes zu nur einem Drittel. Sodann seien die Verhältnisse bei Erlass des 

 

 
 
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Einspracheentscheides massgebend, also die bereits am 28. März 2022 veröffentlichten Werte 
der LSE 2020 für die Tabelle T11 (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2020, 8C_132/2020, 
E. 4.1). Das ergebe folgende Rechnung: Fr. 10'073.-- (berufliche Stellung 3) x 2 + Fr. 12'250.-- 
(berufliche Stellung 1+2) / 3 = Fr. 10'798.65. Angepasst an die Werte von 2021 (betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden, Index 99.8) resultiere ein Valideneinkommen von 
Fr. 11'235.08 pro Monat und Fr. 134'820.90 pro Jahr. 
 
Eventuell sei gemäss Tabelle T1_tirage_skill-level der LSE 2020, Frauen, Wirtschaftszweig 64-
66 (Finanz- und Versicherungsdienstleistungen), von einer Tätigkeit im höchsten Kompetenzni-
veau 4 und damit von einem Lohn von Fr. 9'664.-- (richtig: Fr. 9'765.--) pro Monat auszugehen. 
Angepasst an die Werte von 2021 (betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden, Index 
99.8) resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 10'054.60 (richtig: Fr. 10'159.65) pro Monat und 
Fr. 120'654.85 (richtig: Fr. 121'915.80) pro Jahr (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Dezember 
2020, 8C_416/2020, E. 5.2). Dies entspreche immerhin dem Einkommen, mit dem die Beschwer-
deführerin nach Auskunft der Universität B.____ in jedem Fall, unabhängig vom Sektor, als Mini-
mum hätte rechnen können. Zumindest sei der versicherte Verdienst auf das von der Beschwer-
degegnerin ermittelte Valideneinkommen in Höhe von Fr. 107'027.45 festzusetzen. 
 
9.10 Die AXA stellte fest, dass sie im Einspracheentscheid vom 13. Juli 2022 zur Ermittlung 
des Valideneinkommens auf die statistischen Werte der Tabelle T11 der LSE 2018 abgestellt 
habe, was angemessen sei, da vorliegend davon auszugehen sei, dass für die Beschwerdefüh-
rerin mit akademischer Ausbildung eine Anstellung sowohl im privaten als auch im öffentlichen 
Bereich in Frage gekommen wäre. Die Tabelle T1_triage_skill-level sei dagegen nicht heranzu-
ziehen. Die Tabelle T11 der LSE 2018 unterscheide zwischen den Positionen ohne Kaderfunk-
tion, unterstes Kader (4), unteres Kader (3) und oberstes, oberes, mittleres Kader (1 + 2). Im 
Einspracheentscheid sei zu Recht auf die berufliche Stellung 4 (unterstes Kader) abgestellt wor-
den. So sei zu beachten, dass die nach der Promovierung beziehungsweise am 1. Januar 2021 
31-jährige Beschwerdeführerin ihre erste Stelle in der Privatwirtschaft oder Verwaltung ohne Füh-
rungserfahrung und mit wenig Berufserfahrung angetreten hätte. Ein Berufseinstieg auf dem Ni-
veau mittleres Kader (in der Regel Abteilungs- und Bereichsleitung), wie es die Beschwerdefüh-
rerin für richtig halte, sei nicht realistisch. Dem Doktortitel der Beschwerdeführerin sei genügend 
Rechnung getragen, indem ihr eine Anstellung im untersten Kader und nicht ohne Kaderfunktion 
zugestanden worden sei. 
 
10.1 Die Beschwerdegegnerin verkennt bei ihrer Argumentation, dass im Einspracheent-
scheid vom 13. Juli 2022 nicht auf die LSE-Tabelle T11 (privater und öffentlicher Sektor), sondern 
auf die LSE-Tabelle TA11 (privater Sektor) abgestellt worden ist. Unbestritten ist jedoch unter 
den Parteien, dass die Tabelle anzuwenden ist, welche Stellen sowohl im privaten als auch im 
öffentlichen Sektor berücksichtigt. Dem ist zu folgen, ist es doch sachgerecht, aufgrund des Wer-
deganges und der beruflichen Aussichten der Versicherten für die Bemessung des versicherten 
Verdienstes wie auch des Validenlohnes die Tabelle T11 "Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert 
und Quartilbereich) nach Ausbildung, beruflicher Stellung und Geschlecht, privater und öffentli-
cher Sektor zusammen" heranzuziehen. 
 

 

 
 
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10.2 Soweit der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vorschlägt, dass mindestens der 
Mittelwert der beruflichen Stellungen für das untere und mittlere Kader gewählt werden sollten, 
namentlich, dass die berufliche Stellung 3 (unteres Kader) und die berufliche Stellung 1 + 2 
(oberstes, oberes und mittleres Kader), Universitäre Hochschule (UNI, ETH), im Verhältnis 1/3 
und 2/3 zu berücksichtigen seien, ist festzuhalten, dass das Bundesgericht mehrfach festgestellt 
hat, dass es unzulässig sei, auf das arithmetische Mittel zweier Medianwerte abzustellen (Urteile 
des Bundesgerichts vom 30. Juni 2021, 8C_58/2021, E. 4.1.2 und vom 20. Februar 2018, 
9C_785/2017, E. 2.2.4; BGE 142 V 178 E. 2.5.7 mit Hinweisen). Folgerichtig ist auch ein Misch-
wert mit dem Verhältnis 1/3 und 2/3 zweier Medianwerte nicht als Grundlage heranzuziehen. 
 
10.3 Insofern bleibt zu entscheiden, welche berufliche Stellung für den versicherten Verdienst 
zu berücksichtigen ist, namentlich von welchem hypothetischen Einstiegslohn nach Abschluss 
des Doktoratsprogramms an der GSE nach den Verhältnissen im Jahr vor dem Unfallzeitpunkt 
auszugehen ist. Da der Unfall sich am 17. August 2017 ereignete, sind die Zahlen für das Jahr 
2016 massgebend zur Bestimmung des versicherten Verdienstes. 
 
11.1 Vorliegend ist es sachgerecht, von einer beruflichen Stellung mit Kaderposition auszu-
gehen, da überwiegend wahrscheinlich ist, dass die Versicherte ihren Doktoratsabschluss erlangt 
und eine akademische Stelle angetreten hätte. Dies wird von der Beschwerdegegnerin auch nicht 
bestritten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die berufliche Stellung 3 (unteres Kader) oder die 
berufliche Stellung 4 (unterstes Kader) zu berücksichtigen ist. Dagegen fallen die berufliche Stel-
lung 1 + 2 (oberstes, oberes und mittleres Kader) sowie die berufliche Stellung ohne Kaderfunk-
tion ausser Betracht, da eine Arbeitsstelle in Bereich 1 + 2 als Einstieg direkt nach Abschluss des 
Doktoratsprogramms, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkte, nicht realistisch erscheint 
und der Lohn in der Sparte ohne Kaderfunktion in Anbetracht der Ausbildung der Versicherten 
etwas tief ist. 
 
11.2 Die Einteilung in eine bestimmte Kaderstufe wie bei grösseren Dienstleistungs- und Han-
delsbetrieben, die klare Kader- und Funktionsstufen haben, gestaltet sich vorliegend bei einer 
akademischen Ausbildung mit verschiedenen Jobmöglichkeiten im öffentlichen und privaten Sek-
tor als schwierig. Sagen lässt sich jedoch, dass die Versicherte mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit nach Abschluss ihrer überdurchschnittlichen universitären Ausbildung mit Dissertation im 
Forschungsbereich eine Tätigkeit mit (Führungs-)Verantwortung übernommen hätte, sei dies im 
Lehrbereich beispielsweise als Assistenzprofessorin oder in der Privatwirtschaft im Forschungs-
bereich. Welchen Kaderstufen diese Tätigkeiten nun entsprochen hätten, lässt sich nicht zwei-
felsfrei bestimmen, weshalb es sich rechtfertigt, zu prüfen, welchen Lohn die Beschwerdeführerin 
mutmasslich und realistischerweise ein Jahr vor dem Unfall hätte erzielen können, hätte sie da-
mals die Ausbildung abgeschlossen. Dabei dürfen die Anforderungen an den massgebenden Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht überspannt werden (E. 9.6). 
 
11.3 Gemäss Tabelle T11 der LSE 2016 liegt der durchschnittliche Monatslohn im Sektor 
Universitäre Hochschule (UNI, ETH), Frauen, in der Kategorie unterstes Kader bei Fr. 8'865.-- 
und in der Kategorie unteres Kader bei Fr. 9'877.-- (jeweils bei 40 Wochenstunden). Auf ein Jahr 
umgerechnet ergibt dies einen Lohn von Fr. 110'901.-- (unterstes Kader [ausgehend von 41,7 

 

 
 
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Stunden pro Woche]) beziehungsweise von Fr. 123'561.-- (unteres Kader [ausgehend von 41,7 
Stunden pro Woche]). Anhaltspunkte für die Höhe des mutmasslichen Einkommens bei einer 
Anschlussstelle nach Doktorat ergeben sich aus den Ausführungen der Parteien in Bezug auf die 
Lohnbandbreite für Absolventinnen mit Doktorat in Ökonomie von Fr. 85'000.-- bis Fr. 120'000.-- 
gemäss AXA für das Jahr 2020 und von Fr. 120'000.-- bis Fr. 150'000.-- gemäss Ausführungen 
der beschwerdeführenden Partei gestützt auf die Auskünfte von Prof. G.____ sowie gemäss 
PVO. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die Lohnzahlen für das Jahr 2016 etwas geringer aus-
gefallen sind. War der Einstiegslohn beispielsweise für eine Assistenzprofessur im Jahr 2020 Fr. 
137'373.--, belief er sich im Jahr 2016 auf Fr. 135'201.-- (Lohnklasse 24, Lohnstufe 1, § 23 PVO; 
Lohntabelle 2012-2017, Kanton B.____, Finanzdirektion, Personalamt). Zu beachten ist, dass 
vorliegend in Anwendung der Tabelle T11 der LSE 2016 von einem Lohn von mindestens Fr. 
110'901.-- aufgrund der Kaderfunktion unterstes Kader auszugehen ist. Da für die Versicherte 
auch eine Lehrtätigkeit als Assistenzprofessorin an der Universität mit einer Lohnbandbreite von 
Fr. 120'000.-- bis Fr. 150'000.-- als Anfangslohn in Frage gekommen wäre oder eine Anstellung 
im privaten Sektor mit Bonuszahlungen, hätte sie einen Lohn im Bereich der beruflichen Stellung 
3 unteres Kader in Höhe von Fr. 123'561.-- durchaus erzielen können. Auch die Einschätzung 
des die Versicherte betreuenden Prof. G.____, dass die Versicherte neben den ausgezeichneten 
akademischen Qualifikationen über hervorragende kommunikative Fähigkeiten verfügt habe, 
spricht dafür, dass sie eine sehr gute Anstellung hätte erhalten können. Die Exklusivität der Aus-
bildung wird auch aus dem Schreiben von H.____ vom 26. Januar 2021 deutlich. So legte sie 
dar, dass das strukturierte Doktoratsprogramm im Jahr 2009 gegründet worden sei und bisher 59 
Absolventen das Programm erfolgreich abgeschlossen hätten. Davon seien 56 direkt im An-
schluss einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen, deren zwingende Voraussetzung das Doktorat 
gewesen sei. 14 hätten direkt eine Assistenzprofessur angetreten, 15 Absolventen seien nach 
dem Abschluss als Postdoctoral Researcher im akademischen Umfeld beschäftigt worden und 
21 ehemalige Doktorandinnen hätten den Weg in die Privatwirtschaft gewählt und 5 seien heute 
im öffentlichen Bereich tätig. Seit dem Start des Programms im Jahr 2009 hätten 24 Schweizer 
Staatsangehörige abgeschlossen. Davon seien 11 im akademischen Bereich tätig, 10 im Privat-
sektor, eine Person im public sektor (SNB) und eine Person sei noch ohne Anstellung, da sie eine 
Weltreise angetreten habe. Von den 23 berufstätigen Schweizer Absolventen seien drei im Aus-
land beschäftigt und 20 in der Schweiz. Der akademische Karriereverlauf an der Universität sehe 
üblicherweise ca. 5-6 Jahre Assistenzprofessur vor, bevor eine feste Anstellung erfolge. Durch 
das relativ junge Alter des Programms seien die Absolventen zeitlich noch nicht dort angelangt. 
In der Privatwirtschaft ständen die ersten Personen, die das Programm an der GSE erfolgreich 
durchlaufen haben, heute in führenden Positionen, beispielsweise als Strategic Manager Real 
Estate bei der L.____, als Quantitative Risk Modeler und als Assistant Vice President Compliance 
Analytics & Data Science Team bei der M.____ oder als Head of Sales Development der N.____. 
Für diese Personen seien die Anfangslöhne sicherlich nicht unter und die aktuellen Gehälter weit 
über den bekannten Zahlen der Assistenzprofessuren. 
 
Es erweist sich, dass die Versicherte mit ihrer gezielten, auf eine wissenschaftliche beziehungs-
weise wissenschaftsnahe Laufbahn vorbereitenden Ausbildung an der GSE für Tätigkeiten im 
Forschungsbereich hochqualifiziert gewesen wäre. Prof. G.____ führte diesbezüglich in seinem 
Schreiben vom 29. September 2020 aus, dass die Beschwerdeführerin ihren Bachelor an der 

 

 
 
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Universität J.____ mit summa cum laude und den Master an der Universitat K.____, die in der 
Volkswirtschaftslehre europaweit führend sei, mit dem Prädikat "excellent" abgeschlossen habe. 
Aufgrund ihrer Qualifikationen habe sie zu den 15 Kandidatinnen gehört, die im Jahr 2015 aus 
250 Bewerberinnen für das kompetitive Doktoratsprogramm von der zuständigen Kommission 
des Instituts ausgewählt worden seien. Im zweiten Jahr seien ihre Leistungen im Durchschnitt mit 
5,5 bewertet worden. Aufgrund ihrer Vorbildung und der Erfahrungen mit vergleichbaren Dokto-
rierenden wäre ein Abschlussergebnis von magna cum laude oder noch besser sehr wahrschein-
lich gewesen. Das Prädikat summa cum laude wäre gut möglich gewesen. Im Ergebnis liegen 
somit erhebliche Indizien dafür vor, dass die Beschwerdeführerin mit ihren ausgezeichneten Leis-
tungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (E. 9.6) einen Einstiegslohn nach LSE-Tabelle T11, 
Universitäre Hochschule (UNI,ETH), Frauen, berufliche Stellung 3 (unteres Kader), hätte erzielen 
können, weshalb es sich rechtfertigt, von einem versicherten Verdienst von Fr. 123'561.-- für die 
Rente auszugehen und zwar ab Juli 2020, dem Zeitpunkt des mutmasslichen Ausbildungsab-
schlusses ohne Unfallereignis.  
 
12. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich eine Beurteilung des subsubsubeventuellen Antrages 
der Beschwerdeführerin, dass, sofern eine Anpassung des versicherten Verdienstes für die Rente 
gestützt auf Art. 24 Abs. 3 UVV ausser Betracht falle, das gesamte vor dem Unfall erzielte Ein-
kommen (inkl. Nebeneinkünfte) nach Art. 15 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 4 UVV 
für die Berechnung des versicherten Verdienstes für die Rente zu berücksichtigen sei. 
 
13.1 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, der versicherte Verdienst für die Rente 
sei nach fünf Jahren und somit per 1. Januar 2026 anzupassen. Im Rahmen der erstmaligen 
Festsetzung des versicherten Verdienstes für die Rente sei bereits zu berücksichtigen, dass nach 
Auskunft von H.____ vom 26. Januar 2021 nach fünf Jahren eine erhebliche Karriereentwicklung 
stattgefunden hätte. Daher sei der versicherte Verdienst fünf Jahre nach Rentenbeginn zu erhö-
hen, womit per 1. Januar 2026 sicherlich der maximal versicherte Verdienst von 
Fr. 148'000.-- pro Jahr erreicht worden wäre. Diese Summe entspreche auch den statistischen 
Werten nach Tabelle T11 der LSE 2020, Universitäre Hochschule (UNI, ETH), Frauen, berufliche 
Stellung 1 + 2. Nach den LSE 2020 resultiere für das Jahr 2021 bereits ein Jahreslohn von 
Fr. 152'941.-- (Fr. 12'250.-- [angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 
Stunden sowie an den Index 99.8]) x 12), welcher dem Karriereweg nach fünf Jahren entsprechen 
würde. 
 
13.2 Die hypothetische Erhöhung des Arbeitspensums respektive des Lohns ohne Unfaller-
eignis ist im Katalog der Sonderfälle zur Ermittlung des versicherten Lohnes für Renten (Art. 24 
UVV) nicht enthalten und eine analoge Anwendung von Art. 23 Abs. 7 UVV (siehe nachfolgende 
E. 14) im Rahmen der Festlegung der Renten ist nicht zulässig (VOLLENWEIDER/BRUNNER, a.a.O., 
Art. 15 ATSG N 61; Urteil des Bundesgerichts vom 4. Dezember 2012, 8C_722/2012, E. 5.5.1). 
Die Berücksichtigung einer mutmasslichen Karriereentwicklung fällt bei der Festsetzung des ver-
sicherten Verdienstes für die Rente demnach ausser Betracht. 
 
14.1 Die Beschwerdeführerin beantragt weiter die Anpassung des versicherten Verdienstes 
für das Taggeld ab 1. Juli 2020 gemäss Art. 23 Abs. 7 UVV. 

 

 
 
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14.2 Als versicherter Verdienst für die Bemessung der Taggelder gilt der letzte vor dem Unfall 
bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht bezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsan-
spruch besteht (Art. 15 Abs. 2 Halbsatz 1 UVG; Art. 22 Abs. 3 UVV). Massgeblich ist der Lohn im 
Zeitpunkt des Unfalls; es ist nicht von Bedeutung, was die versicherte Person nach dem Unfall 
während der Arbeitsunfähigkeit verdient hätte (BGE 139 V 464 E. 2.1; MAURER, a.a.O., S. 321). 
Ebenso ist grundsätzlich nicht von Belang, wie lange das Arbeitsverhältnis vor dem Unfall gedau-
ert hat. Der vor dem Unfall bezogene Lohn ist mit den Lohnbestandteilen, auf die ein gesetzlicher 
Anspruch besteht, auf ein volles Jahr umzurechnen und auf einen Tagessatz herunterzubrechen. 
Beim letzten bezogenen Lohn handelt es sich in der Regel um den Monats-, Wochen- oder Stun-
denlohn; dieser wird auf ein volles Jahr umgerechnet und durch 365 geteilt. Die Aufrechnung auf 
einen Jahreslohn erfolgt auch, wenn die versicherte Person vor dem Unfall nur kurz gearbeitet 
hat oder wenn das Arbeitsverhältnis befristet war. Anders als bei der Festlegung des versicherten 
Verdienstes für die Rente wird beim Taggeld auch bei einem befristeten Arbeitsverhältnis auf 
einen Jahreslohn abgestellt und es entfällt die differenzierte Prüfung und Betrachtungsweise, wie 
sie für die Renten in Art. 22 Abs. 4 UVV vorgesehen ist. Die Taggelder werden schliesslich wäh-
rend der ganzen Dauer der Arbeitsunfähigkeit und für alle Tage (einschliesslich Sonn- und Feier-
tage) ausgerichtet, unabhängig von einer allfälligen Änderung oder Auflösung des Arbeitsverhält-
nisses während der Dauer der Arbeitsunfähigkeit (VOLLENWEIDER/BRUNNER, a.a.O., Art. 15 UVG 
N 24 ff.). 
 
14.3 In Abweichung vom Grundsatz, dass nicht der mutmasslich entgangene Verdienst, son-
dern der tatsächlich vor dem Unfall bezogene Lohn für die Berechnung des Taggeldes massge-
bend ist, sieht Art. 23 Abs. 7 UVV eine Anpassung des versicherten Verdienstes nach mindestens 
dreimonatiger Heilbehandlung vor, wenn der Lohn in dieser Zeit um mindestens 10 % erhöht 
worden wäre (MAURER, a.a.O., S. 328; ANDRÉ PIERRE HOLZER, Der versicherte Verdienst in der 
obligatorischen Unfallversicherung, in: SZS 2010, S. 220; VOLLENWEIDER/BRUNNER, a.a.O., 
Art. 15 UVG N 58). Nach der Rechtsprechung ist diese Bestimmung nicht nur auf Lohnerhöhun-
gen anwendbar, sondern auch bei einer Erhöhung der Arbeitszeit. Die Änderung muss aber be-
reits vor dem Unfall voraussehbar gewesen sein, ausser sie sei auf unvorhersehbare, schicksals-
hafte Gründe wie etwa Tod, Invalidität oder Konkurs des Ehegatten zurückzuführen. Es ist im 
Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht Sache der versicherten Person, mit dem im So-
zialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzulegen, 
dass ohne Eintritt des Unfalls eine Erhöhung erfolgt wäre (VOLLENWEIDER/BRUNNER, a.a.O., 
Art. 15 UVG N 59). An den Nachweis der mutmasslichen Änderung werden somit hohe Anforde-
rungen gestellt; blosse Wünsche oder einseitige Absichtserklärungen der versicherten Person 
reichen rechtsprechungsgemäss nicht aus, um diesen Nachweis zu erbringen (HOLZER, a.a.O., 
S. 219 f.). 
 
14.4 Dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall das Doktoratsprogramm im Juni 2020 
erfolgreich abgeschlossen hätte, war im Unfallzeitpunkt voraussehbar. Ob sie jedoch direkt im 
Anschluss daran tatsächlich eine Arbeitsstelle angetreten hätte, lässt sich hingegen nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sagen, muss die Änderung doch bereits vor 
dem Unfall erkennbar gewesen sein. Hierfür gibt es keine konkreten Hinweise. Insbesondere 

 

 
 
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liegen zwischen Unfallereignis und mutmasslichem Abschluss des Doktoratsprogramms drei 
Jahre. Eine konkrete Stelle zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise nicht ab, 
weshalb durchaus vorstellbar ist, dass die Versicherte erst ein halbes oder ein ganzes Jahr später 
eine Stelle angetreten hätte und nach dem Abschluss, auch aufgrund ihrer vielseitigen Interes-
sen, eine Auszeit genommen und gegebenenfalls noch auf Reisen gegangen wäre. Folglich hat 
die Vorinstanz zu Recht eine Anpassung des versicherten Verdienstes für das Taggeld ab Juli 
2020 abgelehnt. Da wie in E. 13.2 dargelegt, eine analoge Anwendung von Art. 23 Abs. 7 UVV 
im Rahmen der Festlegung der Renten nicht zulässig ist, kann es sich wie hier ergeben, dass der 
versicherte Verdienst für die Berechnung des Taggeldes und derjenige für die Berechnung der 
Rente unterschiedlich ausfallen. 
 
15. Als Zwischenergebnis ist demnach festzuhalten, dass die akademische Ausbildung der 
Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall mit Bachelor an der Universität J.____, spezifischem 
Master an der Universitat K.____ und anschliessendem Doktoratsprogramm an der GSE der Uni-
versität B.____ mit Forschungsbezug als Einheit und primäre Ausbildung zu qualifizieren ist. Folg-
lich ist in Bezug auf die Ermittlung des versicherten Verdienstes für die Rente nicht von der Grund-
regel nach Art. 15 Abs. 2 UVG auszugehen, sondern von der Ausnahmebestimmung nach Art. 
23 Abs. 4 UVV. Der versicherte Verdienst richtet sich nach dem Einkommen, das die versicherte 
Person mutmasslich verdient hätte, hätte sie ein Jahr vor dem Unfall ihre Ausbildung abgeschlos-
sen. Infolge der ausserordentlichen Qualifikationen, die die Beschwerdeführerin mit dem Doktorat 
mit Forschungsbezug erreicht hätte, ist es sachgerecht, Tabelle T11 der LSE 2016, Universitäre 
Hochschule (UNI, ETH), Frauen, berufliche Stellung 3 (unteres Kader), beizuziehen, womit im 
Ergebnis von einem versicherten Verdienst für die Rente ab Januar 2021 in der Höhe von 
Fr. 123'561.-- nach hypothetischem Abschluss im Juni 2020 auszugehen ist. Dagegen ist eine 
Anpassung des versicherten Verdienstes für das Taggeld ab Juli 2020 nicht vorzunehmen. 
 
16.1 Weiter ist die Invalidenrente zu überprüfen. Unbestritten ist vorliegend der Zeitpunkt des 
Fallabschlusses per 31. Dezember 2020 und der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab 
1. Januar 2021. Strittig sind hingegen die Restarbeitsfähigkeit und deren Verwertbarkeit und mit-
hin die Höhe des Invaliditätsgrad, namentlich der Einkommensvergleich. Die AXA ermittelte einen 
Invaliditätsgrad von 85 % ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 107'027.45 (E. 9.8) 
und einem Invalideneinkommen von Fr. 16'628.40 (E. 16.5) in Berücksichtigung einer Restar-
beitsfähigkeit von 21 %. 
 
16.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Validenein-
kommen). 
 
16.3.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person 
im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

 

 
 
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Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Ermittlung des im Ge-
sundheitsfall von der versicherten Person erzielbaren Einkommens hat so konkret wie möglich 
zu geschehen (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum So-
zialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Ba-
sel/Genf 2014, Art. 28a IVG N. 48 ff.). In der Regel wird am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 
Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfah-
rungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 
134 V 322 E. 4.1). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche 
Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte abzustellen, mithin auf die Daten der vom Bundesamt für Statistik perio-
disch herausgegebenen LSE. Eine berufliche Weiterentwicklung, die eine versicherte Person nor-
malerweise vollzogen hätte, ist mitzuberücksichtigen (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a N. 63). 
Rechtsprechungsgemäss sind theoretisch vorhandene berufliche Entwicklungs- oder Aufstiegs-
möglichkeiten nur dann beachtlich, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten wären. Für 
die Annahme einer mutmasslichen Weiterentwicklung wird daher der Nachweis konkreter An-
haltspunkte dafür verlangt, dass die versicherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein ent-
sprechend höheres Einkommen auch tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre. Es müssen konkrete Hinweise für das behauptete berufliche Fortkommen bestehen. Ab-
sichtserklärungen allein genügen nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, 
bereits durch konkrete Schritte kundgetan sein (Urteil des Bundesgerichts vom 22.  August 2019, 
9C_686/2018, E. 3.1 mit Hinweisen; BGE 139 V 28 E. 3.3.3.2). 
 
Bei dem im Gesundheitsfall erzielten Einkommen handelt es sich um eine hypothetische Tatsa-
che, für welche der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit gilt (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a N. 62), wobei – wie unter E. 9.6 bereits 
dargelegt – die Anforderungen an den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nicht überspannt werden dürfen. 
 
16.3.2 Basis für das Valideneinkommen bildet im gegebenen Fall der hypothetische Verdienst, 
der für den versicherten Verdienst für die Rente ab Juni 2020 festgelegt wurde, angepasst an das 
Jahr des Rentenbeginns 2021 (E. 9.7 ff.). Das von der AXA ermittelte Valideneinkommen in Höhe 
von Fr. 107'027.45 fällt somit ausser Betracht. Werden für die Ermittlung der Vergleichseinkom-
men die Tabellenlöhne der LSE herangezogen, sind grundsätzlich die aktuellsten statistischen 
Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 und 4.1.3). Im Bereich der Unfallversicherung ist 
dabei der Zeitpunkt des Einspracheentscheides massgebend (Urteile des Bundesgerichts vom 2. 
Mai 2023, 8C_707/2022, E. 4.2.2 und vom 27. Oktober 2021, 8C_81/2021, E. 7.3). Der Ein-
spracheentscheid datiert vom 13. Juli 2022, womit grundsätzlich die Tabelle T11 der LSE 2020 
anwendbar ist, welche am 28. März 2022 veröffentlicht worden ist. Massgebend ist die berufliche 
Stellung 3 (unteres Kader), Frauen, Universitäre Hochschule (UNI, ETH), mit einem monatlichen 
Einkommen von Fr. 10'073.-- bei 40 Wochenstunden. Umgerechnet auf die betriebsübliche Wo-
chenarbeitszeit von 41,7 Stunden und angepasst an den Index 99.8 für das Jahr 2021 resultiert 
ein Valideneinkommen für das Jahr 2021 von Fr. 125'760.-- (Fr. 10'480.-- x 12). In Bezug auf die 
berufliche Weiterentwicklung lässt sich vorliegend, auch wenn naturgemäss keine hohen Anfor-
derungen an den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu stellen sind, nicht mit 

 

 
 
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der notwendigen Bestimmtheit sagen, welche berufliche Laufbahn die Versicherte im Vergleich 
zu ihren Kollegen, die bereits abgeschlossen haben – eingeschlagen hätte, da sie zum Unfall-
zeitpunkt noch mitten im Doktoratsprogramm war und der mutmassliche Abschluss der Ausbil-
dung erst drei Jahre nach dem Unfall erfolgt wäre. Folglich fehlen konkrete Hinweise für die Kar-
riereentwicklung und die Realisierung eines höheren Einkommens als Fr. 125'760.--, wenn sie 
nicht invalid geworden wäre (Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2020, 9C_439/2020, E. 
4.4). 
 
16.4.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der bisherigen Rechtsprechung 
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 
konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verblei-
bende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft hätte, und erscheint zudem das 
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen gegeben, 
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden-
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, sind die Tabellenlöhne 
der LSE heranzuziehen. Dabei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist 
beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe 
A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, abzustellen ist (BGE 148 V 174, E. 6.2 mit weiteren Hin-
weisen). 
 
16.4.2 Die Vorinstanz ging bei der Ermittlung des Invalideneinkommens von einer Restarbeits-
fähigkeit von 21 % aus. Die asim-Fachpersonen seien im polydisziplinären Gutachten vom 1. Ap-
ril 2020 wie auch der beratende Neurologe, Dr. F.____, in seinem Bericht vom 6. November 2020 
zum Schluss gekommen, dass die Beschwerdeführerin in sämtlichen Bereichen zu 21 % arbeits-
fähig sei. Aufgrund dessen, dass die Versicherte für jegliche Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit 
von 21 % aufweise, sei diese ohne Weiteres verwertbar. Es rechtfertige sich vorliegend die Ta-
belle T1_triage_skill_level der LSE 2018, Total, Frauen, Kompetenzniveau 3, heranzuziehen, weil 
die Versicherte auch für Aufgaben qualifiziert sei, die ein bestimmtes Mass an Wissen in einem 
Spezialgebiet voraussetzten. Selbst Prof. G.____ habe angegeben, dass die Versicherte für ge-
wisse wissenschaftliche Aufgaben wie mathematische, nach wie vor hohe intellektuelle Fähigkei-
ten aufweise. Demnach sei von einem Invalideneinkommen von monatlich Fr. 6'229.-- (40 Wo-
chenstunden) auszugehen. Auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden 
umgerechnet (Fr. 6'493.73) und angepasst an den Nominallohnindex ([105.3] bis 2020 [107]) 
resultiere ein monatliches Invalideneinkommen von Fr.  6'598.57 beziehungsweise von Fr. 
1'385.70 (jährlich Fr. 16'628.--) bei einem Pensum von 21 %. 
 
16.4.3 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hält dagegen, dass die Restarbeitsfähigkeit 
keinesfalls für sämtliche Tätigkeiten gelte und ein Invalideneinkommen im Bereich von Kompe-
tenzniveau 3 für die Versicherte ausser Reichweite sei. Die Anstellung der Beschwerdeführerin 
bei der Universität B.____ sei von Prof. G.____ im Schreiben vom 13. November 2020 sowie von 
Dr. F.____ im Bericht vom 6. November 2020 als hoch angepasste Tätigkeit bezeichnet worden. 

 

 
 
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Es habe sich faktisch um einen geschützten Arbeitsplatz gehandelt. Im asim-Gutachten vom 1. 
April 2020 werde die Arbeitsfähigkeit der Versicherten denn auch in Zusammenhang mit dem 
damaligen, angepassten Arbeitsplatz an der Universität B.____ beurteilt und nicht in Zusammen-
hang mit der ursprünglichen Tätigkeit. Dr. F.____ habe sogar ausdrücklich geschrieben, dass 
eine der angestammten Tätigkeit auch nur annähernd vergleichbare Arbeit undenkbar sei. Ein 
geschützter Arbeitsplatz entspreche naturgemäss nicht einer vergleichbaren Stelle auf dem ers-
ten Arbeitsmarkt. Werde nun die ursprüngliche Stelle im ersten Arbeitsmarkt von ihren Anforde-
rungen und Belastungen her nach dem Unfall faktisch zu einem geschützten Arbeitsplatz umge-
staltet, ohne die Entlöhnung anzupassen, enthalte der weiterhin ausgerichtete (volle) Lohn eine 
Soziallohnkomponente. Das sei bei der glücklicherweise eine Weile erhalten gebliebenen Stelle 
an der Universität B.____ der Fall gewesen. Das Arbeitsverhältnis sei schliesslich per Sommer 
2021 ohne Anschlusslösung beendet worden. Hintergrund dessen seien die maximale Befristung 
auf sechs Jahre gewesen, welche erreicht worden seien, sowie der Umstand, dass die Beschwer-
deführerin Ende 2020 das Doktorat gesundheitsbedingt definitiv habe abbrechen müssen. Zur 
Wiedereingliederung habe sich Prof. G.____ in seinem Schreiben vom 13. November 2020 da-
hingehend geäussert, dass es deutlich spürbar gewesen sei, dass die Versicherte nach dem Un-
fall in ihrer Tätigkeit habe wieder Fuss fassen wollen. Man habe sie deshalb langsam mit klar 
umschriebenen Aufgaben wieder an die Arbeit herangeführt. Dabei habe sich das hohe Leis-
tungspotential gezeigt, sodass zum damaligen Zeitpunkt (kurz nach dem Unfall) denkbar erschie-
nen sei, dass die Dissertation erfolgreich abgeschlossen werden könnte. Die Versicherte sei von 
zahlreichen normalerweise zu leistenden Arbeiten befreit worden. Die Zielsetzung sei allerdings 
mit der Hoffnung auf eine deutliche gesundheitliche Verbesserung verbunden gewesen, welche 
sich nicht eingestellt habe. Es hätten sich erhebliche Schwierigkeiten gezeigt, namentlich im Er-
stellen und Redigieren von wissenschaftlichen Texten, aber auch in der Lektüre solcher Arbeiten. 
Die Produktivität sei ausgesprochen gering gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sich in De-
tails verloren und daher Mühe gehabt, Informationen zusammenzufassen und den Überblick zu 
behalten. Im Dialog habe sie sich als nicht genügend flexibel erwiesen und habe Vorschläge des 
Gegenübers nur mit Aufwand und Zeitverzögerung in ihre eigenen Gedanken integrieren können. 
Mit dem Versuch, das Aufgabengebiet auszuweiten, habe sich darüber hinaus gezeigt, dass die 
Versicherte noch stärker ermüdet sei als zuvor, wobei die permanente Erschöpfung offenkundig 
gewesen sei. Prof. G.____ habe angesichts seiner Beobachtungen seine Bedenken geäussert, 
dass die Versicherte ein Pensum von 15-20 % längerfristig würde durchhalten können (E-Mail 
vom 2. November 2020), weshalb eine Anstellung nach Auslaufen der aktuellen Stelle weder 
sinnvoll noch umsetzbar und gegenüber der Universität B.____ kaum zu begründen gewesen 
wäre (E-Mail vom 25. März 2021). Wenn somit nicht einmal die Arbeitgeberin, die sich betreffend 
Wiedereingliederung vorbildlich verhalten habe, die noch vorhandenen Fähigkeiten der Versi-
cherten wirtschaftlich verwerten könne, sei es unwahrscheinlich, dass dies irgendwo anders im 
ersten Arbeitsmarkt möglich sei. Es gebe weder im öffentlichen Sektor noch in der Privatwirtschaft 
geschützte Beschäftigungsstellen, bei denen ohne jeden Leistungs- und Produktivitätsdruck in 
einem reizarmen Einzelbüro unter enger Anleitung spezifisch auf den Gesundheitszustand zuge-
schnittene, isolierte mathematische Aufgaben in einem Kleinstpensum verrichtet werden könnten. 
Das allenfalls noch vorhandene Leistungspotential der Versicherten sei mangels Selbständigkeit, 
Flexibilität und Belastbarkeit nur mit unverhältnismässigem Aufwand nutzbar und daher wirt-
schaftlich betrachtet nicht mehr verwertbar. 

 

 
 
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Wenn die bisherige Tätigkeit jedoch nicht mehr möglich sei und sich unter dem Gesichtspunkt 
der Schadenminderungspflicht die Frage nach einem Berufswechsel stelle, seien angepasste Tä-
tigkeiten nur zumutbar, wenn sie nicht einen unangemessenen sozialen Abstieg bedeuteten 
(CHRISTOPH FREY/NATHALIE LANG, Basler Kommentar zum ATSG, Basel 2020, Art. 16 ATSG N 76 
und ANDREAS TRAUB, Art. 6 ATSG N 23, je mit weiteren Hinweisen). Dies sei vorliegend der Fall. 
Möglich wären im ersten Arbeitsmarkt gemäss Dr. F.____ einzig kognitiv wenig anspruchsvolle 
Tätigkeiten, in welchen die Beschwerdeführerin definierte, ihr gut bekannte Arbeitsabläufe ohne 
Leistungsdruck während einigen Stunden pro Woche ausführen könnte. Das Kompetenzni-
veau 3, das zweithöchste Kompetenzniveau der LSE, entspreche sicherlich nicht kognitiv wenig 
anspruchsvollen Tätigkeiten ohne Leistungsdruck. Bei versicherten Personen, die nach Eintritt 
eines Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten 
verrichten könnten, sei vom Totalwert im niedrigsten Anforderungsniveau auszugehen. Der Be-
schwerdeführerin sei es als studierte und fast promovierte Volkswirtschaftlerin nicht zumutbar, 
fortan noch stundenweise repetitive Hilfsarbeiten ohne kognitive Ansprüche auszuführen. Dies 
gelte umso mehr, als auch in solchen Tätigkeiten nur noch eine kleine Restarbeitsfähigkeit von 
einigen wenigen Stunden pro Woche bestehe und ziemlich unwahrscheinlich sei, dass solche 
Stellen für Kleinstpensen überhaupt existierten. Somit resultiere grundsätzlich ein Invalidenein-
kommen von Fr. 0.--. Die Invalidenversicherung habe diesen Umstand im Übrigen anerkannt und 
der Beschwerdeführerin schliesslich eine ganze Invalidenrente mit einem Invaliditätsgrad von 
100 % zugesprochen. 
 
16.4.4 Die Vorinstanz entgegnete, dass bestritten werde, dass der Lohn an der Universität 
B.____ eine Soziallohnkomponente enthalten habe. Dies könne jedoch offen bleiben, werde doch 
im Einspracheentscheid nicht auf das bei der Universität D.___ erzielte Einkommen abgestellt, 
sondern auf die Tabellenlöhne der LSE. Der berufliche Wiedereinstieg der Beschwerdeführerin 
sei auf sehr hohem Niveau versucht worden und sei gescheitert. Entscheidend für die Bestim-
mung des Invalideneinkommens sei jedoch nicht, ob sie konkret ihrer früheren Arbeitstätigkeit an 
der Universität B.____ noch nachgehen könnte beziehungsweise aus Sicht ihrer bisherigen Ar-
beitgeberin noch längerfristig dort hätte arbeiten können, sondern, ob ihre Restarbeitsfähigkeit 
von 21 % verwertbar sei. Gemäss asim-Gutachen vom 1. April 2020 sei die Restarbeitsfähigkeit 
von 21 % in allen Bereichen dieselbe. Dr. F.____ führe zwar aus, dass eine "annähernd vergleich-
bare Tätigkeit im akademischen Milieu" undenkbar sei. Dies stehe jedoch nicht im Widerspruch 
zur LSE-Tabelle, die herangezogen worden sei. Letztlich erachte auch Dr. F.____ eine Arbeits-
tätigkeit als möglich, schliesse er sich doch der im asim-Gutachten vom 1. April 2020 vertretenen 
Ansicht an. Die Aussagen des ehemals die Beschwerdeführerin betreuenden Professors für 
Volkswirtschaft gäben keinen Anlass, an der ärztlichen Einschätzung zu zweifeln beziehungs-
weise auf ein Invalideneinkommen von Fr. 0.-- abzustellen. Die Beschwerdeführerin sei entgegen 
der Behauptung ihres Rechtsvertreters nicht auf eine geschützte Beschäftigungsstelle angewie-
sen. Ihr ständen angesichts ihres Studiums in Volkswirtschaft sowie des Bürofach- und Handels-
diploms VSH sehr viele Stellen offen, die fachlich mit der Ausbildung einhergingen und die sie in 
einem 21 %-Pensum bewältigen könne. Sie sei in der Lage, kognitiv leicht anspruchsvolle Arbei-
ten zu erledigen und sei nicht auf repetitive Hilfsarbeiten, welche Kompetenzniveau 1 umfassen 
würden, angewiesen. Nur am Rande sei darauf hinzuweisen, dass die Invalidenversicherung 

 

 
 
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nicht anerkannt habe, dass die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht verwerten 
könne. Sie habe lediglich deshalb eine 100 %ige Rente verfügt, weil sie von einem Invaliditäts-
grad von 85 % ausgegangen sei und Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenver-
sicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 bereits ab einem Invaliditätsgrad von 70 % eine volle Rente 
vorsehe. Für die UVG-Rente könne sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
 
17. Bevor über das Invalideneinkommen entschieden werden kann, ist die Restarbeitsfähig-
keit zu überprüfen und die Frage der Verwertbarkeit zu beurteilen. Diesbezüglich ist der medizi-
nische Sachverhalt zu würdigen. Dabei ist dem Gericht nicht entgangen, dass die Höhe der at-
testierten Restarbeitsfähigkeit von 21 % unter den Parteien unbestritten ist. Die ursprüngliche 
Grundlage dafür, das asim-Gutachten vom 1. April 2020, gibt jedoch zu erheblichen Zweifeln 
hinsichtlich Vollständigkeit und Schlüssigkeit Anlass. Die Vorinstanz stellte darauf in ihrer Verfü-
gung vom 31. März 2021 infolge noch offener Fragen denn auch nicht ab, sondern schloss sich 
den Erkenntnissen ihres beratenden Neurologen, Dr. F.____, vom 6. November 2020 an. Im Ein-
spracheentscheid vom 13. Juli 2022 zog die Beschwerdegegnerin hingegen das asim-Gutachten 
vom 1. April 2020 als Entscheidgrundlage wieder heran, obwohl sie ihm vorher – wie der Rechts-
vertreter der Beschwerdeführerin in seiner Replik zu Recht bemerkte – die Relevanz abgespro-
chen hatte. Wie es sich damit verhält, ist nachfolgend zu prüfen.  
 
18.1 Anlässlich der polydisziplinären Begutachtung bei der asim wurde die Beschwerdefüh-
rerin in innermedizinischer, neuropsychologischer, neurologischer und psychiatrischer Hinsicht 
abgeklärt. In der Konsensbeurteilung wurden als Beschwerdebilder mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine traumatische Hirnverletzung nach EFNS (European Federation of Neurological 
Societies) 2012 mit substanziellen Hirnverletzungen in Form von "shearing injuries zentral und 
pervientrikulär linksbetont, parahippokampal, infratentoriell (zerebellär links) und subinsulär so-
wie nicht hämorrhagische shearing injuries im Zentrum semiovale, im Corpus callosum, im Gyros 
prae- und postcentralis links sowie eine zusätzliche, traumatische Subarachnoidalblutung im 
Sulcus centralis beidseits rechts betont, ED 06.09.2017 (MRI des Gehirns, inklusive Schädelka-
lotte)" genannt mit folgenden klinischen Initialbefunden: "initialer GCS unbekannt, LOC (unklarer 
Dauer), protrahierte posttraumatische Amnesie mit im Vordergrund stehenden anterograden Am-
nesieanteilen und mit Hinweisen für eine hirnorganische Verhaltensstörung am Unfallort (Agita-
tion)". Weiter wurden folgende, aktuelle Residuen festgestellt: 
 

- klinisch-neurologisch: residuelles distal und sensibel betontes sensomotorisches Hemi- 
syndrom rechts sowie bein- und rechtsbetontes Tetrapyramidalsyndrom. 

 
- neuropsychologisch: kognitiver Nomalbefund (aktuell) mit initial leichter neuropsychologi-

scher Störung mit kognitiven Defiziten einzelner exekutiver und verbal-mnestischer Teil-
funktionen infolge einer Schädigung des Gehirns (ICD-10 F07.8) gemäss psychiatrischer 
Beurteilung. 
 

- sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen aufgrund einer Krankheit, 
Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.8). 
 

 

 
 
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- Schwierigkeiten bei der Krankheitsverarbeitung als Reaktion auf den schweren Unfall 
(ICD-10 F43.8). 

 
Initial hätten im Rahmen der Rehabilitationsmassnahmen kognitive Defizite objektiviert werden 
können, die sich im Verlauf bis heute (aktuelle Testung) formal (zumindest in einer strukturierten 
und zeitlich begrenzten Testsituation) normalisiert hätten aktuell mit Befunden im normalen bis 
überdurchschnittlichen Bereich. Damit sei zumindest auf kognitiver Ebene eine klare Verbesse-
rung erkennbar. Im Verlauf sei aber eine zusätzliche psychische Verarbeitungsproblematik hin-
zugekommen. Eine genauere Abschätzung verbleibender organischer Anteile (organische Per-
sönlichkeits- und Verhaltensstörungen) und Einschränkungen der Leistungsfähigkeit könnten erst 
nach Abklingen der Verarbeitungsproblematik und Austesten der effektiven Leistungsgrenzen 
genauer abgegrenzt werden. Insbesondere bleibe unklar, wie sich hirnorganische Resteinschrän-
kungen in der angestrebten, anspruchsvollen beruflichen Laufbahn auswirken würden. Der Status 
quo ante liege nicht vor. Ebenso sei noch kein Endzustand erreicht. Weitere Verbesserungsmög-
lichkeiten seien wahrscheinlich. In ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Angestellte im Rahmen 
des Doktoratsprogramms am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität B.____ sei die Ver-
sicherte zurzeit quantitativ zu 30 % arbeitsfähig, wobei ihre Leistungsfähigkeit durch die häufig 
benötigten Pausen zusätzlich um 30 % eingeschränkt sei (Arbeits- und Leistungsfähigkeit 27 % 
[richtig: 21 %]). Eine genaue Trennung in neurologische/psychische Anteile sei nicht möglich. 
Diese Arbeitsfähigkeit gelte für jegliche Tätigkeit. Eine bessere Differenzierbarkeit in die einzel-
nen Tätigkeitsgebiete könne erst erfolgen, wenn die Explorandin die Verarbeitungsproblematik 
überwunden habe und eine realistische Austestung der Leistungsgrenzen unter realweltlichen 
Bedingungen möglich sei. 
 
18.2 Dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. O.____ ist zu den Auswirkungen der 
Beschwerdebilder "sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen aufgrund einer 
Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.8)" sowie "Schwierigkei-
ten bei der Krankheitsverarbeitung als Reaktion auf den schweren Unfall (ICD-10 F43.8)" detail-
lierter zu entnehmen, dass der jetzige Arbeitsplatz der Versicherten als wissenschaftliche Mitar-
beiterin am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität B.____ bereits optimal an ihre Ein-
schränkungen angepasst worden sei. Sie brauche ein ruhiges Umfeld ohne Störungen von aus-
sen. Dies sei ihr durch ein eigenes Arbeitszimmer an der Fakultät ermöglicht worden, auch seien 
ihre Tätigkeiten soweit reduziert worden, dass sie klar umschriebene Aufgaben für jeden Arbeits-
tag erhalte, die sie ohne Zeitdruck abarbeiten könne. Für Studentenunterricht oder Vorlesungen, 
bei denen sie vielen Sinneseindrücken ausgesetzt sei und spontan reagieren müsse, werde sie 
nicht mehr eingeplant. Ihre Leistungsfähigkeit sei durch ihre erhöhte Ablenkbarkeit durch optische 
und akustische Reize und ihre rasche Ermüdbarkeit auch unter den angepassten Bedingungen 
um 30 % eingeschränkt und liege bei 21 %. Die Versicherte werde bereits intensiv psychothera-
peutisch und neuropsychologisch behandelt und in ihrem Alltag begleitet. Aus psychiatrischer 
Sicht wäre es sinnvoll, die Wohnbegleitung langsam zu reduzieren, damit sie zunehmend eigen-
ständiger werden könne. Psychotherapeutisch sei weiter eine intensive Behandlung notwendig, 
um mit ihr ein Krankheitskonzept zu erarbeiten und ihr zu helfen, auch Defizite für sich zu akzep-
tieren und ihre Lebensplanung anzupassen. Seit dem Unfall hätten sich viele Symptome 

 

 
 
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zurückgebildet, eine weitere Besserung sei möglich, sodass der Gesundheitszustand nach zwei 
Jahren reevaluiert werden sollte. 
 
18.3 Dr. med. P.____ kam in ihrem neurologischen Teilgutachten bezüglich der Arbeitsfähig-
keit nach traumatischer Hirnverletzung präzisierend zum Schluss, dass gemäss aktueller psychi-
atrischer Beurteilung und im Konsens aller involvierten Disziplinen davon auszugehen sei, dass 
wohl eine gewisse organische Komponente vorliege (im Sinne einer organischen Persönlichkeits- 
und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns 
[ICD-10 F07.8]), dass jedoch das aktuell subjektiv erlebte Ausmass der hochgradigen Beeinträch-
tigung damit nicht erklärbar sei, sondern zusätzlich ein erheblicher Anteil einer Verarbeitungs-
problematik gemäss psychiatrischem Teilgutachten vorliege. Grundsätzlich sei aus neurologi-
scher/neuropsychologischer Sicht davon auszugehen,