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**Case Identifier:** e0510308-585d-59ec-a7b4-af78c0c7d8e4
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-02
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.10.2023 S 2021 152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-152_2023-10-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Sarah Schneider
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 2. Oktober 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2021 152

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Urteil S 2021 152

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1995, meldete sich im Jahr 2014 wegen 
Depressionen erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-
act. 1). Mit Verfügung vom 17. September 2015 lehnte die IV-Stelle Zug die Zusprache 
von IV-Leistungen ab mit der Begründung, dass kein dauerhafter psychischer Gesund-
heitsschaden ausgewiesen sei, welcher die Arbeitsfähigkeit einschränke (IV-act. 12). 

Auf die am 9. Februar 2017 unter Angabe von Depressionen, Angstzuständen, sozialen 
Phobien, Panikattacken und übermässigem Schwitzen eingegangene Neuanmeldung (IV-
act. 13) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. März 2017 nicht ein, da eine wesentliche 
und anhaltende Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht glaubhaft gemacht 
wurde (IV-act. 21). 

Die bis dato letzte Neuanmeldung – unter Hinweis auf eine seit ca. 2009 bestehende 
psychiatrische Erkrankung – datiert vom 5. Februar 2019 [recte: wohl 2020] (IV-act. 23). 
Nachdem die IV-Stelle auf die Neuanmeldung eingetreten war, teilte sie dem Versicherten 
am 10. September 2020 die Notwendigkeit einer medizinischen Begutachtung mit (IV-
act. 35). Der beauftragte Dr. med. C.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, er-
stattete sein Gutachten am 31. März 2021 (IV-act. 45). Gestützt darauf wies die IV-Stelle 
das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 14. Oktober 2021 ab (IV-act. 64). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 15. November 2021 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung vom 14. Oktober 2021 sei aufzuheben, die Beschwerdegegne-
rin sei zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente nach Gesetz zuzusprechen und er sei durch 
das Gericht psychiatrisch begutachten zu lassen. Eventualiter sei die Sache zur Neube-
gutachtung und anschliessendem Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. In 
prozessualer Hinsicht wurde die unentgeltliche Prozessführung und in der Person der Un-
terzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsvertreterin verlangt. Zur Begründung stellt sich 
der Beschwerdeführer im Wesentlichen auf den Standpunkt, sein Gesundheitszustand ha-
be sich nach der Begutachtung erheblich verschlechtert und das psychiatrische Gutachten 
von Dr. C.________ sei mangelhaft (act. 1). 

C. Mit Verfügung vom 12. Januar 2022 bewilligte der Vorsitzende der sozialversiche-
rungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des Beschwerdeführers 
um unentgeltliche Rechtspflege und stellte ihm für das Verfahren vor dem Verwaltungs-

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Urteil S 2021 152

gericht in der Person von RA MLaw B.________ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bei 
(act. 5).

D. Mit Vernehmlassung vom 3. März 2022 beantragte die IV-Stelle die vollumfängli-
che Abweisung der Beschwerde (act. 7). 

E. Im Rahmen der Replik hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest 
(act. 12). Eine Duplik ging innert angesetzter Frist beim Gericht nicht ein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in casu: 
14. Oktober 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 V 364 E. 7.1).

Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil die angefochtene Verfügung 
vor dem Inkrafttreten dieser IVG-Änderung datiert, finden die bis 31. Dezember 2021 gülti-
gen Normen des IVG auf den vorliegenden Fall Anwendung und werden in dieser Fassung 
zitiert.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invaliden-
versicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort der IV-
Stelle – fraglos gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 14. Oktober 2021; 
diese ging am 15. Oktober 2021 bei der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein. In 
Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 

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Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 15. November 2021 
der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der Be-
schwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde 
legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den 
formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Ver-
waltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kön-
nen (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jah-
res zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität von 40 % 
besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf eine Drei-
viertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc). 

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3.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-Grades bereits 
einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versicherte Person 
glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub-
haft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem-
nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzuge-
hen. Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung 
keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu-
sätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine ren-
tenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a). Ob 
eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erheblichen Tatsachen ein-
getreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach 
Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten 
materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3).

4. In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer zunächst eine Verletzung sei-
nes rechtlichen Gehörs geltend.

4.1 Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der expliziten 
gesetzlichen Regelung in Art. 42 ATSG auch in Art. 29 Abs. 2 BV garantiert wird, ist das 
Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden 
Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Ak-
ten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 
wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu 
äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Zudem gebietet der 
Gehörsanspruch die ausreichende Begründung der gefällten Entscheide (vgl. BGE 124 V 
180 E. 1a mit Hinweisen). 

4.2
4.2.1 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin die Stellungnahme des 
RAD-Arztes D.________ vom 8. Oktober 2021 (Beilage zur Vernehmlassung der IV-Stelle) 

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dem Beschwerdeführer nicht zugestellt hat, worin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
zu erblicken ist. Von einer Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 
kann vorliegend jedoch abgesehen werden, würde dies doch nur zu einem formalistischen 
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem (der Anhörung 
gleichgestellten) Interesse des Beschwerdeführers an einer beförderlichen Beurteilung der 
Sache nicht zu vereinbaren wären. Aus der Vernehmlassung geht deutlich hervor, dass 
die Beschwerdegegnerin wieder denselben Entscheid fällen würde. Zudem wurde der 
RAD-Bericht dem Beschwerdeführer mit Schreiben des Gerichts vom 8. März 2022 (act. 8) 
zur Kenntnis gebracht und es wurde ihm Gelegenheit gegeben, sich anlässlich des lau-
fenden Beschwerdeverfahrens vor dem mit voller Kognition ausgestatteten hiesigen Ge-
richt in Kenntnis sämtlicher medizinischer Akten und somit auch der Stellungnahme des 
RAD-Arztes D.________ vom 8. Oktober 2021 nochmals umfassend zu äussern. Davon 
machte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juni 2022 (act. 12) denn auch Ge-
brauch. Angesichts dessen kann die Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt be-
trachtet werden. 

4.2.2 Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor. Die Beschwerdegegnerin 
hat in der angefochtenen Verfügung die als wesentlich erachteten Tatsachen und die dar-
aus gezogenen rechtlichen Schlüsse nachvollziehbar dargelegt. Insbesondere geht aus 
der Verfügung klar hervor, dass die Beschwerdegegnerin bei ihrer Beurteilung auf das 
Gutachten von Dr. C.________ und die RAD-Stellungnahmen abgestellt hat. Auch wenn 
sie in der Begründung nicht auf jedes einzelne Vorbringen des Beschwerdeführers in sei-
nem Einwand eingegangen ist, kann darin keine Verletzung der aus dem Anspruch auf 
rechtliches Gehör abgeleiteten Begründungspflicht erblickt werden. Entscheidend ist näm-
lich, dass es den Parteien wie auch der Rechtsmittelinstanz möglich ist, die Motive und 
Überlegungen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie sich in ihrem 
Entscheid stützt, zu erkennen. Wesentlicher Gesichtspunkt hierbei ist, dass die Partei in 
die Lage versetzt wird, den Entscheid sachgerecht anzufechten (BGE 134 I 83 E. 4.1; 133 
III 439 E. 3.3; 124 V 180 E. 1a mit Hinweisen). Dies trifft hier klar zu. Das Schreiben von 
Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. Juni 2021 
(IV-act. 63), worauf sich der Beschwerdeführer einwandsweise im Wesentlichen stützt und 
womit Kritik zum Gutachten von Dr. C.________ vorgebracht wird, wurde vor Erlass der 
angefochtenen Verfügung dem RAD-Arzt D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, zur Beurteilung unterbreitet. In seiner Stellungnahme vom 8. Oktober 2021 
(Beilage zur Vernehmlassung der IV-Stelle) nahm er zu den einzelnen Beanstandungen 
der behandelnden Psychiaterin ausführlich Stellung. Darauf wurde in der angefochtenen 

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Verfügung Bezug genommen. Darüber hinaus setzte sich auch die Beschwerdegegnerin 
noch einmal eingehend mit den gegen das Gutachten vorgebrachten einzelnen Einwände 
auseinander und zeigte auf, weshalb auf das Gutachten von Dr. C.________ abgestellt 
werden kann.

4.2.3 Was schliesslich die replicando erhobene Rüge betreffend die Aktenführung der 
IV-Stelle anbelangt, so ist dem Beschwerdeführer zwar beizupflichten, dass eine gleiche 
Nummerierung der Aktenstücke durch die IV-Stelle sicherlich die Arbeit und Durchsicht für 
Dritte angenehmer und einfacher machen würde. Allein im Umstand, dass die Akten im 
Verwaltungsverfahren noch eine andere Nummerierung aufgewiesen haben als im Rah-
men des vorliegenden Verfahrens, kann aber noch keine Verletzung der Aktenführungs-
pflicht gesehen werden. Artikel 46 ATSG sieht lediglich vor, dass alle Unterlagen, die 
massgeblich sein können, vom Versicherungsträger systematisch zu erfassen sind. Artikel 
8 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; 
SR 830.11) verlangt sodann, dass die Akten systematisch und chronologisch geordnet ge-
führt werden müssen und dass ein vollständiges Aktenverzeichnis zu führen ist. Darüber 
hinaus stellt das Gesetz aber keine konkreten Anforderungen an die Art und Weise, wie 
die Akten zu führen, paginieren, indexieren etc. sind. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, 
dass Art. 46 ATSG der Charakter einer Ordnungsvorschrift zukommt und die vorliegend 
gerügten Mängel keinesfalls derart gravierend sind, dass sie geeignet wären, eine (unheil-
bare) Verletzung des Gehörsanspruchs, die mit der Kassation des vorinstanzlichen Ent-
scheids zu ahnden wäre, zu bewirken. 

5.
5.1 Ihrer leistungsablehnenden Verfügung vom 17. September 2015 legte die IV-Stelle 
die Einschätzung des RAD-Arztes F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom 25. Juni 2015 zugrunde. Danach sei die Entwicklung des 20-jährigen Versicher-
ten in den letzten Jahren geprägt gewesen von familiären Auseinandersetzungen beson-
ders mit dem Vater und der Schwierigkeit, in seinem kulturellen Umfeld seine sexuelle 
Identität als Homosexueller zu leben. Sichere Hinweise für eine IV-relevante Intelligenz-
minderung bestünden nicht. Sowohl vom APD G.________ als auch Dr. H.________ wür-
den depressive Symptome beschrieben. Dabei werde aber eine konsequente Behandlung 
verunmöglicht durch Nichteinhaltung der Termine und Nichteinnahme der verordneten 
Medikamente. Von allen Behandlern werde der enge Zusammenhang zwischen der fami-
liären Problematik und der psychischen Symptomatik betont. Auch Dr. H.________, der 
als einziger eine eigentliche Depression diagnostiziere, bescheinige dem Versicherten ei-

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ne 100%ige Arbeitsfähigkeit für "geistig und körperlich leichte" Arbeiten. Der RAD-
Psychiater kam zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht kein dauerhafter 
psychischer Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-
act. 10).  

5.2 In der angefochtenen Verfügung stützte sich die IV-Stelle auf das psychiatrische 
Gutachten von Dr. C.________ vom 31. März 2021. Dieser führte als psychiatrische Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine emotional instabile Persönlichkeitss-
törung (ICD-10 F60.31) und eine Benzodiazepinabhängigkeit, ständiger Substanzge-
brauch (ICD-10 F13.25), auf. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine ak-
tenanamnestisch ausgewiesene rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert 
(ICD-10 F33.4). Weiter wies er auf diverse festgestellte Inkonsistenzen hin, wobei er zum 
Schluss kam, dass die allermeisten davon Folge eines aggravativ-simulativen Mischbildes 
seien. Die plausible Nachvollziehbarkeit der Zusammenhänge zwischen dem Verhalten, 
der erkennbaren Motivationslage und den Inkonsistenzen spreche dagegen, dass die In-
konsistenzen Ausdruck oder Folge krankheitswertiger psychiatrischer Phänomene seien. 
Des Weiteren zeigte der Sachverständige auf, dass die vorliegenden psychiatrischen 
Störungen (seit längerem) nicht lege artis behandelt würden. Es stünden medizinisch 
sinnvolle und zumutbare Therapieoptionen zur Verfügung. Die Prognose sei gut genug, 
um eine relevante Verbesserung erwarten zu können. Der Explorand sei also weit von ei-
nem medizinischen Zustand entfernt, der als vorläufig stabil beurteilt werden könnte. Somit 
seien zurzeit keine individuellen Angaben zur Arbeitsfähigkeit möglich. Die Angaben, wel-
che möglich seien, seien rein theoretisch unter Berücksichtigung der häufigsten Auswir-
kungen der festgestellten psychischen Störungen. Auf die Frage nach der Arbeitsfähigkeit 
gab der Gutachter an, dass für einen Zeitraum von über sechs Monaten eine psychia-
trisch-psychotherapeutische Behandlung (drei Monate stationäre Psychotherapie und drei 
Monate tagesklinische Psychotherapie, zuzüglich vorangegangene Entzugsbehandlung) 
empfohlen werde. Während dieser Zeit könne der Versicherte nicht arbeiten. Wenn sich 
der Explorand darauf nicht einlassen könne und weniger engmaschige und damit weniger 
erfolgsversprechende oder keine therapeutischen Massnahmen stattfänden, dann wäre 
der Aufenthalt an einem geeigneten Arbeitsplatz je nach Tätigkeit über mehrere Stunden 
bis prinzipiell ganztags möglich (IV-act. 45). 

5.3 Am 26. April 2021 nahm RAD-Arzt D.________ zum psychiatrischen Gutachten 
Stellung und führte aus, Dr. C.________ habe sehr detailliert dargelegt, dass der Versi-
cherte nicht nur ein nichtauthentisches Antwortverhalten gezeigt habe, sondern auch 

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durchaus zielgerichtet eine psychische Erkrankung versucht habe "darzustellen", um der 
Verpflichtung arbeiten gehen zu müssen, zu entgehen. Doktor C.________ habe auch 
aufgezeigt, dass die involvierte Behandlerin Dr. E.________ ihre Diagnosen nicht nur we-
nig fundiert gestellt, sondern auch fachlich unkorrekt behandelt habe mit dem Ergebnis 
von iatrogen induzierten Intoxikationen und einer Benzodiazepinabhängigkeit. Die neu vor-
liegenden Berichte des Kantonsspitals I.________ würden hauptsächlich diesen Umstand 
(Intoxikationsbehandlungen wegen Neuroleptikaüberdosierung) oder die Behandlung von 
temporären somatischen Beschwerden (Atemwegsbeschwerden und Obstipation) betref-
fen. Würdigend legte RAD-Psychiater D.________ dar, dass das Gutachten Fehldiagno-
sen der behandelnden Psychiaterin und insbesondere einen weiterhin fehlenden IV-
relevanten Gesundheitsschaden aufzeige. Die iatrogen verursachte Benzodiazepinabhän-
gigkeit lasse sich ebenso wie die vorbestehende Alkoholerkrankung und der Kokainmiss-
brauch therapeutisch behandeln und stellten weiterhin keine Gesundheitsschäden mit 
dauerhaften Auswirkungen auf die Arbeitsunfähigkeit dar. Damit sei eine Verschlechterung 
des Gesundheitsschaden versicherungsmedizinisch ausgeschlossen worden (IV-act. 49). 

5.4 Im Rahmen des Einwandverfahrens nahm am 24. Juni 2021 Dr. E.________ Stel-
lung und bemängelte diverse Punkte des psychiatrischen Gutachtens. So habe der Gut-
achter die ihm genehme Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nur aufgrund von Notfall-
berichten des Kantonsspitals I.________ begründet. Die Persönlichkeitsauffälligkeiten sei-
en als Teil der von ihr diagnostizierten dissoziativen Störung zu sehen. Sie habe sich am 
aktuellen Zustand des Patienten und nicht wie Dr. C.________ an der vergangenen Sym-
ptomatik orientiert. Des Weiteren liege eine familiäre genetische Belastung vor (FX-
Syndrom). Aufgrund des dominanten Erbgangs müsse der Versicherte mindestens ein 
Träger der Prämutation sein, die auch mit Symptomen behaftet sei, die beim Versicherten 
vorliegen würden. So bestehe beim Versicherten der Verdacht auf ein FXTAS und FX-
AND. Dieses Thema sei von Dr. C.________ gar nicht aufgegriffen worden. Bei den ge-
stellten Diagnosen (FXTAS bzw. FXAND) verschlechtere sich die Symptomatik im Laufe 
des Lebens bis hin zu Parkinson und Demenz. Darüber hinaus sei das verwendete Dia-
gnose-Tool kein von Psychologen entwickelter psychometrisch validierter Test und des-
wegen nicht ausreichend aussagekräftig. Der Versicherte sei mittels (bewusster) Benzodi-
azepin-Medikation zum Zeitpunkt der Begutachtung ungewöhnlich ruhig gewesen und die 
Symptome einer Psychose und die der Dissoziation wären dadurch unterdrückt worden. 
Die Benzodiazepin-Behandlung erfolge im Sinne einer Substitutionsbehandlung im Rah-
men der Schizophrenie-Behandlung. Sie sei zudem durch ärztliche Verordnung legitimiert. 
Der RAD habe eine Kokain-, Benzodiazepin- und Alkoholsucht behauptet, obwohl labor-

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chemisch die CDT (Alkohol) nicht im pathologischen Bereich gewesen und kein Kokain 
nachgewiesen worden sei. Eine Benzodiazepinsucht liege nicht vor, da die Benzodiazepi-
ne ärztlich verordnet seien. In zwei kürzlich stattgefundenen Hospitalisationen in der 
Psychiatrischen Klinik J.________ sei die Diagnose einer Schizophrenie auch aufgeführt 
worden, sodass damit diese Diagnose auch von anderer Seite bestätigt sei. Schliesslich 
habe der Gutachter den Versicherten auch nicht ausreden lassen. Der Versicherte habe 
nur mit "Ja" oder "Nein" antworten dürfen (IV-act. 63). 

5.5 Zu den einzelnen Beanstandungen der behandelnden Psychiaterin nahm RAD-
Arzt D.________ am 8. Oktober 2021 Stellung (Beilage zur Vernehmlassung der IV-
Stelle). 

6. Zunächst ist das Gutachten von Dr. C.________ vom 31. März 2021 auf seine 
Beweiskraft hin zu überprüfen. 

6.1 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, so-
lange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 
V 351 E. 3b/bb). 

6.2 Das Gutachten von Dr. C.________ ist umfassend, basiert auf Kenntnis der Vor-
akten und beruht auf einer eingehenden psychiatrischen Abklärung. Zudem enthält das 
Gutachten anamnestische Angaben, es berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklag-
ten Beschwerden und vermittelt ein vollständiges Bild seines Gesundheitszustandes. Die 
Schlussfolgerungen sind zudem begründet, einleuchtend und nachvollziehbar. Dem Gut-
achten kommt damit grundsätzlich voller Beweiswert zu. Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob 
die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen und Einwendungen gegen das Gutach-
ten stichhaltig sind und an dessen Beweiswert etwas zu ändern vermögen.

6.2.1 Soweit sich der Beschwerdeführer zunächst auf den Standpunkt stellt, das Gut-
achten sei in diagnostischer Hinsicht unpräzise, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie sich 
aus dem Gutachten ergibt, legte Dr. C.________ unter Verweis auf die Klassifikationskrite-
rien gemäss ICD-10 über mehrere Seiten in einleuchtender Weise dar, weshalb als psych-
iatrische Hauptdiagnose von einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Bor-

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derline-Typ auszugehen ist. Dabei nahm der Sachverständige insbesondere zu den dies-
bezüglich massgebenden Vorberichten des APD für Kinder und Jugendliche vom 16. Juli 
2012 (IV-act. 9) und der K.________ AG vom 19. Dezember 2016 (IV-act. 15) Stellung 
und zeigte auf, dass bereits im Bericht des kinder- und jugendpsychiatrischen Dienstes auf 
eine Störung des Sozialverhaltens verwiesen und einige der wichtigsten Symptome einer 
Borderline Persönlichkeitsstörung aufgeführt worden seien. Passend zu diesem Bericht sei 
dann auch von der K.________ AG eine emotional instabile Persönlichkeitsstruktur doku-
mentiert worden, wobei man sich aber noch nicht dazu habe entschliessen können, eine 
Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren, obwohl dies nach seiner Auffassung bereits 
zum damaligen Zeitpunkt gerechtfertigt gewesen sei. Es sei jedoch eine vertiefte diagnos-
tische Auseinandersetzung mit dem Verdacht einer solchen Persönlichkeitsstörung emp-
fohlen worden. Im Weiteren nahm der Sachverständige auch Bezug zum Bericht der be-
handelnden Psychiaterin Dr. E.________ vom 30. März 2020 (IV-act. 29) und stellte fest, 
dass ihrerseits eine diagnostische Auseinandersetzung mit der sich aus den früheren Be-
richten ergebenen Verdachtsdiagnose der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung, 
welche die Symptome und den Verlauf der Krankengeschichte am plausibelsten erklären 
könne, fehle. Anhand der soeben dargelegten Berichte zeigte Dr. C.________ eingehend 
auf, dass Verhaltensauffälligkeiten seit der späten Kindheit und Jugend dokumentiert sind 
und die Diagnose der Persönlichkeitsstörung bereits 2015 hätte gestellt werden können 
bzw. sollen. Darüber hinaus legte der psychiatrische Gutachter in schlüssiger Weise dar, 
weshalb die depressive Symptomatik seit spätestens 2016 remittiert ist und sich die nach 
September 2019 entwickelte Benzodiazepinabhängigkeit therapeutisch behandeln lässt. 
Der aufgrund der Akten zunächst relevante Verdacht einer Alkoholabhängigkeit bzw. eines 
schädlichen Gebrauchs von Alkohol liess sich anlässlich der Begutachtung nicht erhärten.  

6.2.2 Zum Vorwurf des Beschwerdeführers, Dr. C.________ habe zur Unterstützung der 
Diagnostik der Persönlichkeitsstörung einen amerikanischen Test durchgeführt, ist 
zunächst auf die Stellungnahme von RAD-Arzt D.________ vom 8. Oktober 2021 zu ver-
weisen. Darin führte er zu diesem Einwand aus, dass die Diagnosen einer Persönlich-
keitsstörung, einer sozialen Phobie und einer dissoziativen Störung nicht testpsycholo-
gisch bewiesen, sondern fachärztlich klinisch gestellt würden, wobei die Testpsychologie 
behilflich sein könne, ebenso wie erprobte Diagnosetools und strukturierte Interviewverfah-
ren. Des Weiteren wies Dr. C.________ im Gutachten darauf hin, dass er sich für dieses 
Interview entschieden habe, weil derart gut validierte strukturierte Interviewverfahren für 
ICD-10 nicht existieren würden (vgl. IV-act. 45 S. 22). Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers trifft es daher gerade nicht zu, dass der Sachverständige sein Vorgehen 

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nicht begründet hätte. Im Übrigen ist dem Beschwerdeführer entgegenzuhalten, dass es 
im Ermessen der medizinischen Fachperson liegt, ob und gegebenenfalls welche Testver-
fahren sie durchführen will (BGer 8C_466/2017 vom 9. November 2017 E. 5.1). 

6.2.3 Im Weiteren kritisiert der Beschwerdeführer die Befunderhebung. Diesem Vorbrin-
gen ist entgegenzuhalten, dass einem testmässigen Erfassen der Psychopathologien im 
Rahmen der psychiatrischen Exploration generell nur ergänzende Funktion beigemessen 
werden kann, während die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomer-
fassung und Verhaltensbeobachtung ausschlaggebend ist (BGer 9C_276/2016 vom 
19. August 2016 E. 3.2). Es liegt im Ermessen der medizinischen Fachperson, ob sie psy-
chologische Tests durchführen will (BGer 8C_628/2014 vom 22. Dezember 2014 E. 3.4). 
Aus diesem Grund ist es dem Beweiswert des psychiatrischen Teilgutachtens nicht ab-
träglich, dass keine Mini-ICF-APP durchgeführt wurde. Ebenso unbegründet ist der Ein-
wand, Dr. C.________ habe bei der Erhebung des Psychostatus nicht alle Items des 
AMDP-Systems beurteilt. Diesbezüglich hat das Bundesgericht explizit festgehalten, dass 
die Erhebung des Psychostatus nach AMDP noch keine Schlüssigkeit der gutachterlichen 
Ergebnisse sicherstellt. Da den Experten bei der Wahl der Methode zur Erstellung des 
Gutachtens ein grosses Ermessen zukommt, kann nicht gesagt werden, dass nur die An-
wendung einer Methode zulässig ist. Massgebend ist vielmehr, dass das Gutachten ge-
samthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeugend ist (BGer 8C_820/2016 
vom 27. September 2017 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Eine Mangelhaftigkeit des durch 
Dr. C.________ erhobenen Psychostatus, der sich bei der psychopathologischen Befund-
erhebung durchaus an den AMDP-Richtlinien orientierte, vermag der Beschwerdeführer 
nicht darzutun. Der psychiatrische Gutachter erhob sowohl die geltend gemachten Be-
schwerden wie auch die objektiven psychiatrischen Befunde. Neben den eigentlichen Aus-
führungen zum psychopathologischen Status nach AMDP (vgl. IV-act. 45 S. 21) enthält 
das Gutachten auch an anderer Stelle Angaben zur Affektivität und allfälligen Antriebs- 
und psychomotorischen Störungen (vgl. z.B. IV-act. 45 S. 18 und 54). Vorliegend ist jeden-
falls nicht ersichtlich, inwiefern die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Sym-
ptomerfassung und Verhaltensbeobachtung ungenügend sein soll. 

Des Weiteren ist auch der von Dr. E.________ am 16. Juni 2021 erhobene Befund (AMDP 
und Mini-ICF-APP [IV-act. 63 S. 6 ff.]) nicht geeignet, die Schlüssigkeit der gutachterlichen 
Befunderhebung in Zweifel zu ziehen. Der Beschwerdeführer übersieht, dass die 
Diagnosestellung durch Dr. E.________ im Wesentlichen auf den subjektiven Angaben 
seinerseits basiert und nicht durch eine fachärztliche Diskussion anhand objektiver Punkte 

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Urteil S 2021 152

substanziiert wird. Doktor E.________ erwähnt als nach den AMDP-Richtlinien erhobene 
objektive Befunde denn auch zur Hauptsache die vom Beschwerdeführer angegebenen 
Symptome, über welche der Beschwerdeführer auch bereits im Rahmen der Begutachtung 
bei Dr. C.________ berichtet hat. Der Sachverständige zeigte indes mit nachvollziehbarer 
und überzeugender Begründung auf, dass die Angaben des Beschwerdeführers nicht 
glaubwürdig sind. Es erfolgte mithin eine zusätzliche Objektivierung, welche in den 
Ausführungen von Dr. E.________ weitgehend fehlt. Die ungenügende Befunderhebung 
war im Übrigen bereits anlässlich der psychiatrischen Begutachtung Thema. Dabei warf 
der Sachverständige Dr. E.________ gerade vor, dass sie sich bei ihrer Beurteilung bloss 
auf die Angaben des Beschwerdeführers im Gespräch und in Fragebögen gestützt habe, 
ohne diese kritisch zu hinterfragen. 

6.2.4 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers trifft es im Weiteren nicht zu, 
dass eine korrekte Auseinandersetzung mit den Vorakten fehlt. Wie unter Erwägung 6.2.1 
bereits aufgezeigt, nahm Dr. C.________ zu den in psychiatrischer Hinsicht massgeben-
den Vorberichten – es handelt sich dabei im Wesentlichen um den Bericht des APD, des 
früheren Psychiaters Dr. H.________, der K.________ AG und der behandelnden Psych-
iaterin Dr. E.________ – eingehend Stellung (vgl. IV-act. 45 S. 25 ff.). Dabei diskutierte 
der Sachverständige auch die seitens der Behandlerin bisher gestellten Diagnosen aus-
führlich und legte in Anlehnung an die anerkannten Klassifikationskriterien detailliert und 
nachvollziehbar dar, weshalb er die von ihr diagnostizierten Störungen – paranoide Schi-
zophrenie, soziale Phobie, Panikstörung und dissoziative Störung – nicht diagnostizieren 
kann (vgl. IV-act. 45 S. 41 ff.). Was die paranoide Schizophrenie anbelangt, stellte er ins-
besondere fest, dass Dr. E.________ diese Diagnose lediglich mit den Angaben des Be-
schwerdeführers im Gespräch – Bericht über Verfolgungswahn und Halluzinationen 
(Stimmenhören) – und in Fragebögen begründet, indes nicht kritisch exploriert habe. Dies 
begründete er nachvollziehbar damit, dass bereits eine Nachfrage anlässlich der Begut-
achtung beim Beschwerdeführer gezeigt habe, dass es sich lediglich um Pseudohalluzina-
tionen handle, weil der Explorand über deren fehlende Realität Bescheid wisse und er 
auch keinen Wahn im Sinne der psychiatrischen Terminologie, sondern relativ kurze, rea-
litätsnahe paranoide Zustände in bestimmten interaktionellen Stresssituationen erlebe. Be-
treffend dissoziative Störung wies der Gutachter sodann darauf hin, dass dissoziative 
Symptome sowohl als eigenständige Störungen als auch als Symptome bei einer Reihe 
anderer psychiatrischer Störungen vorkommen würden. Beim Exploranden lasse sich ein 
gesicherter dissoziativer Anfall nachvollziehen, der jedoch als Symptom der psychiatri-
schen Hauptdiagnose und nicht als Ausdruck einer eigenständigen Störung beurteilt wer-

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Urteil S 2021 152

de. Zusammenfassend zeigte Dr. C.________ schlüssig auf, weshalb die von der Psychia-
terin vorgenommene Diagnosestellung nicht nachvollziehbar erscheint. Darauf kann abge-
stellt werden.

Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, er sei zum Zeitpunkt der Begutachtung 
aufgrund bewusster Benzodiazepin-Medikation ungewöhnlich ruhig und die Symptome der 
Psychose und der Dissoziation dadurch unterdrückt gewesen, kann er daraus nichts zu 
seinen Gunsten ableiten. Zunächst ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass 
dem Sachverständigen bekannt war, unter welcher neuroleptischen Wirkung der Be-
schwerdeführer anlässlich der Begutachtung stand. Doktor C.________ setzte sich an 
mehreren Stellen in seinem Gutachten mit der vom Beschwerdeführer angegebenen Ein-
nahme des Neuroleptikums Aripiprazol und dem entsprechenden Laborbefund auseinan-
der. Dabei stellte er fest, dass der Serumspiegel des verordneten Neuroleptikums trotz 
anamnestisch und gemäss Verordnung hoher Dosierung unterhalb des therapeutischen 
Mindestwertes liegt (vgl. IV-act. 45 S. 21). Dementsprechend erscheint es nachvollziehbar, 
wenn er – entgegen der nun auch in der Beschwerdeschrift geltend gemachten hohen Do-
sierung – von einer noch geringeren täglichen Einnahmedosis als anlässlich der Untersu-
chung angegeben ausgeht (vgl. IV-act. 45 S. 34 f.). Des Weiteren war sich der Sachver-
ständige der Wirkung der Benzodiazepine durchaus bewusst, wies er doch explizit darauf 
hin, dass die Benzodiazepinabhängigkeit einen negativen Einfluss auf die Beurteilbarkeit 
des Affekts habe, da die Beruhigungsmittel die Affektlage beeinflussten, Ängste dadurch 
gelöst würden und sie in gewissen Fällen Einfluss auf die Psychomotorik hätten (vgl. IV-
act. 45 S. 54). Gleichzeitig stellte Dr. C.________ aber auch ein weitestgehend unauffälli-
ges Erscheinungs- und Verhaltensbild des Exploranden fest. Während der Untersuchung 
konnte er jedenfalls weder Hinweise für eine Intoxikation durch die Substanzen bzw. für 
deren Wirkung beobachten (vgl. IV-act. 45 S. 18) noch zeigten sich Sedierungszeichen 
(vgl. IV-act. 45 S. 55). Der Einwand des Beschwerdeführers geht daher fehl. 

Im Übrigen zeigte Dr. C.________ schlüssig auf, dass die von der Behandlerin angenom-
mene Diagnose der paranoiden Schizophrenie auf einer Fehlbeurteilung der subjektiven 
Angaben des Beschwerdeführers beruht. Es trifft daher gerade nicht zu, dass er die Er-
krankung nur deshalb nicht diagnostizieren konnte, weil die Symptome unterdrückt waren. 
Vielmehr setzte sich der Sachverständige mit den angegebenen Symptomen und dabei 
insbesondere auch mit dem berichteten Verfolgungswahn und den Halluzinationen (Stim-
menhören) eingehend auseinander und zeigte auf, dass es sich dabei entgegen der dia-

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Urteil S 2021 152

gnostischen Einschätzung der behandelnden Psychiaterin gerade nicht um Wahn im Sin-
ne der psychiatrischen Terminologie und auch um keine echten Halluzinationen handelt. 

6.2.5 Ebenfalls fehl geht der Einwand, die Familienanamnese und damit die Tatsache, 
dass eine familiäre genetische Belastung vorliege, sei vom Gutachter zu wenig berück-
sichtigt worden. Dass der Zwillingsbruder des Beschwerdeführers an einem fragilen X-
Syndrom leidet, geht aus dem Hausarztbericht vom 14. September 2014 (IV-act. 5) hervor. 
Von diesem Bericht hatte der Sachverständige offensichtlich Kenntnis, fragte er doch ge-
rade angesichts dieses hausärztlichen Berichts beim Beschwerdeführer nach, ob sein 
Bruder nicht vielmehr an einem fragilen X-Syndrom, anstatt wie von ihm angegeben am 
Down-Syndrom leiden würde, was er bejahte (vgl. IV-act. 45 S. 27). Zu den von 
Dr. E.________ eingewandten möglichen Diagnosen (FXTAS [Fragiles-X-assoziiertes-
Tremor-Ataxie-Syndrom] bzw. FXAND [Fragile X-Associated Neuropsychiatric Disorders]) 
nahm sodann RAD-Psychiater D.________ am 8. Oktober 2021 Stellung und merkte an, 
dass die genannten Gendefekte zwar allenfalls eine erhöhte Vulnerabilität für bestimmte 
Erkrankungen bedeuten könnten, aber nicht begründeten, dass psychische Störungen auf 
jeden Fall aufträten. Zudem würden sie oft erst im höheren Alter (meist ab dem 60. Alters-
jahr) relevant. Der Versicherte sei hingegen seit seiner Jugend verhaltensauffällig. Im Üb-
rigen sei die Inzidenz durch die genannten Gendefekte bei Erkrankungen aus dem schizo-
phrenen Formenkreis oder bei sozialen Phobien und dissoziativen Störungen nicht erhöht. 
Insofern sei eine Diskussion darüber im Gutachten nicht nötig und für die Beurteilung des 
versicherungsmedizinisch relevanten Sachverhaltes nicht zielführend gewesen. 

6.2.6 Schliesslich weist nichts darauf hin, dass die psychiatrische Begutachtung nicht 
sorgfältig oder der konkreten Fragestellung nicht angemessen vorgenommen worden wä-
re. Insbesondere enthält das Gutachten keine Anhaltspunkte, wonach der Gutachter den 
Beschwerdeführer nicht habe ausreden, sondern nur mit "Ja" und "Nein" habe antworten 
lassen. Dementsprechend gab es für die Beschwerdegegnerin auch keine Veranlassung, 
den Sachverständigen mit den Vorwürfen des Beschwerdeführers zu konfrontieren. Das 
Gutachten enthält des Weiteren weder Anhaltspunkte, welche auf eine mangelnde Objek-
tivität oder Voreingenommenheit von Dr. C.________ hinweisen würden, noch solche, 
wonach die Aussagen des Beschwerdeführers von Anfang an nicht ernst genommen wor-
den wären. Medizinische Gutachter haben im Übrigen die Aufgabe, gezeigte Symptome 
und geltend gemachte Beschwerden auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu überprüfen. Es ist ge-
rade Aufgabe der Gutachter, allseitige Befunde zu erheben und deren Auswirkungen bei 
der Untersuchung und im Alltag substantiiert darzulegen. Dazu zählen insbesondere An-

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gaben zum beobachteten Verhalten, Feststellungen über die Inkonsistenz und Vagheit der 
gemachten Angaben und über Hinweise, welche zur Annahme von Aggravation oder gar 
Simulation führen. Es ist somit gerade Pflicht eines Arztes, auf Inkonsistenzen, Wider-
sprüche und Aggravation/Simulation hinzuweisen. Dies hat der Sachverständige denn 
auch getan. 

6.2.7 Zu guter Letzt tut der Beweiskraft der psychiatrischen Exploration auch der Um-
stand keinen Abbruch, dass Dr. C.________ sich veranlasst sah, auf eine abschliessende 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu verzichten. Wie die Beschwerdegegnerin vernehmlas-
send korrekterweise festgestellt hat, äusserte sich der Sachverständige sehr ausführlich 
und detailliert zur Frage der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus 
psychiatrischer Sicht. Dabei wies er darauf hin, dass die Angaben des Exploranden über 
grosse Teile von Inkonsistenzen geprägt seien, die eine Beurteilung der Fähigkeiten, der 
Ressourcen, aber auch der Funktionseinbussen verunmöglichten. Die von ihm geschilder-
ten Auswirkungen der geltend gemachten, zum Teil aggravierten bzw. simulierten Sym-
ptomatik, seien konstruiert und nicht glaubwürdig. Gerade der Umstand, dass er so wenig 
glaubwürdige Angaben mache, lege nahe, dass es keine in seinem aktuellen Alltag rele-
vanten Funktionseinschränkungen gebe. Es müsse davon ausgegangen werden, dass 
trotz prinzipieller Motivation für eine Integration in den Arbeitsmarkt aggravatives bzw. si-
mulatives Verhalten auch in Zukunft eine Rolle spielen werde (vgl. IV-act. 45 S. 60). Wei-
ter hielt der Gutachter fest, dass der Beschwerdeführer, wenn er sich auf eine Therapie 
einlassen könne und so mitarbeite, dass die Durchführung einer derart langen und intensi-
ven Therapie in diesem Rahmen Sinn mache, während dieser Zeit nicht arbeiten könne. 
Wenn er sich aber darauf nicht einlassen könne und weniger engmaschige und damit we-
niger erfolgversprechende oder keine anderen als jetzt therapeutischen Massnahmen 
stattfänden, dann wäre der Aufenthalt an einem geeigneten Arbeitsplatz je nach Tätigkeit 
bis prinzipiell ganztags möglich (vgl. IV-act. 45 S. 62). Mit der Beschwerdegegnerin ist 
somit einig zu gehen, dass der Sachverständige von einer konkreten Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit Abstand nahm, weil eine quantitative Beurteilung wegen der Unglaubwür-
digkeit der Angaben des Beschwerdeführers nicht möglich war. Daraus kann jedoch nicht 
auf die Unverwertbarkeit des Gutachtens geschlossen werden, sondern es spricht viel-
mehr für die Seriosität seiner Beurteilung. 

6.3 Nach dem soeben Dargelegten ist festzuhalten, dass sich die Vorbringen des Be-
schwerdeführers insgesamt nicht als stichhaltig erwiesen haben, um die ausschlaggeben-
de Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens in Frage zu stellen. Dementsprechend ist 

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es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das genannte Gutachten vom 
31. März 2021 als beweiskräftig angesehen hat. 

7. Mit dem Gutachten von Dr. C.________ ist nun eine wesentliche Verschlechte-
rung des psychischen Gesundheitszustandes seit der rechtskräftigen Verfügung vom 
17. September 2015 ausgeschlossen worden. Doktor C.________ attestierte zwar verän-
derte Diagnosen, führte aber explizit aus, dass sich abgesehen davon der Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers nur geringfügig verändert habe. Was die neu diagnostizierte 
emotional-instabile Persönlichkeitsstörung anbelangt, zeigte er ausführlich auf, dass es 
sich dabei nicht um eine neue Problematik handle. Dies begründete er eingehend damit, 
dass psychische Auffälligkeiten seit der späten Kindheit/Jugend bestünden und die damals 
als Störung des Sozialverhaltens beschriebenen Verhaltensstörungen bereits Ausdrucks-
weise der in Entwicklung begriffenen Persönlichkeitsstörung gewesen seien. Auch wenn 
die Diagnose 2015 noch nicht gestellt worden sei, seien die diagnostischen Kriterien die-
ser Persönlichkeitsstörung bereits zum damaligen Zeitpunkt erfüllt gewesen. Doktor 
C.________ kam somit zum Schluss, dass die jetzt objektivierte Persönlichkeitsstörung 
bereits anlässlich des im Jahr 2014 gestellten Leistungsbegehrens vorgelegen hat. Dass 
sich die nach der Beurteilung des Sachverständigen vorbestandene Persönlichkeitss-
törung in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert hätte, geht aus 
dem Gutachten nicht hervor. Vielmehr hält der Gutachter explizit fest, dass der Einfluss 
der Persönlichkeitsstörung seit 2015 weitgehend unverändert sei (vgl. IV-act. 45 S. 66). 
Was die seit Herbst 2019 hinzugekommene Benzodiazepinabhängigkeit betrifft, geht 
Dr. C.________ von einer guten Prognose aus, da die Störung noch nicht lange besteht 
und durch eine geeignete Entzugstherapie therapeutisch angehbar ist. Im Hinblick auf die 
aktenanamnestisch ausgewiesene rezidivierende depressive Störung ist schliesslich von 
einer Rückbildung der depressiven Symptomatik und damit einer gewissen Verbesserung 
des Gesundheitszustandes auszugehen. 

8. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist auch keine dauerhafte 
Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nach der Begutachtung ausgewiesen. 
Zwar sind im Nachgang zu den psychiatrischen Untersuchungen durch Dr. C.________ 
vom 15. und 17. Februar 2021 im April 2021 zwei stationäre Aufenthalte in der 
Psychiatrischen Klinik J.________ per ärztliche fürsorgerische Unterbringung aktenkundig 
(1. Hospitalisation vom 3. bis 6. April 2021 [IV-act. 59 S. 5 ff.] und 2. Hospitalisation vom 
20. bis 26. April 2021 [IV-act. 59 S. 1 ff.]). Wie den entsprechenden Austrittsberichten 
entnommen werden kann, wurden diese kurzzeitigen Klinikaufenthalte jedoch einzig 

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aufgrund von Alkoholexzessen und häuslicher Gewalt notwendig. Zudem ist mit dem RAD-
Arzt D.________ einig zu gehen, dass die in den Austrittsberichten aufgeführten 
Diagnosen (paranoide Schizophrenie, ADHS und soziale Phobie) nicht anhand einer 
eigenen Diagnostik während des jeweiligen stationären Aufenthaltes gestellt wurden. 
Vielmehr handelt es sich dabei um Störungen, welche im Vorfeld anamnestisch durch die 
ambulante Psychiaterin diagnostiziert wurden, was in den Austrittsberichten denn auch 
explizit so bestätigt wurde, und welche die Ärzte der Psychiatrischen Klinik J.________ in 
der Folge übernahmen. Damit kann aber keine Rede davon sein, dass die von 
Dr. E.________ vorgebrachten Diagnosen mit den Austrittsberichten der Psychiatrischen 
Klinik J.________ bestätigt worden seien, führen sie doch lediglich aktenanamnestische 
Diagnosen auf. 

9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das neuerliche 
Leistungsbegehren zu Recht abgewiesen hat, sich die angefochtene Verfügung vom 
14. Oktober 2021 mithin als rechtmässig erwiesen hat. Die Beschwerde erweist sich somit 
als unbegründet, weshalb sie vollumfänglich abzuweisen ist. 

10. Nachdem der medizinische Sachverhalt mit dem psychiatrischen Gutachten von 
Dr. C.________ umfassend geklärt ist und dem Gutachten volle Beweiskraft zukommt, 
sind von einer weiteren Begutachtung des Beschwerdeführers keine neuen Erkenntnisse 
zu erwarten, sodass sein Antrag in zulässiger Anwendung der antizipierten Beweiswürdi-
gung abzuweisen ist (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d). Schliesslich kann der Beschwerdegeg-
nerin auch keine Verletzung der Abklärungspflicht i.S.v. Art. 43 ATSG vorgehalten werden.

11. Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. Januar 2022 die unentgeltliche 
Rechtspflege gewährt wurde, sind ihm für das vorliegende Verfahren keine Kosten aufzu-
erlegen. Zudem besteht kein Grund, der Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die 
Beschwerdegegnerin im Kostenpunkt Rechnung zu tragen. Mit Blick auf die vorgebrachten 
Rügen ist nicht erstellt, dass die Verletzung des rechtlichen Gehörs die 
Beschwerdeerhebung wesentlich beeinflusst und erhebliche (zusätzliche) Kosten 
verursacht hat. Insbesondere ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer vor 
allem aufgrund des nicht zugestellten RAD-Berichts Beschwerde führte und dass es somit 
keiner Beschwerde bedurft hätte, wenn ihm die RAD-Stellungnahme im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens zugestellt worden wäre. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 
lit. g ATSG ist nicht auszurichten. Die vom Beschwerdeführer beigezogene Rechtsvertre-
terin ist für ihren Aufwand ausgehend von einem Stundenansatz für Rechtsanwälte von 

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Fr. 220.– und in Berücksichtigung des Umstandes, dass nur der notwendige Aufwand ver-
rechnet werden kann, ermessensweise mit Fr. 2'700.– (inkl. Barauslagen und MWST) aus 
der Staatskasse zu entschädigen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wird für das Beschwerdeverfahren 
mit Fr. 2'700.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 2. Oktober 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am