# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ba35a13-014d-542e-b746-684a6b4ead89
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 17.06.2021 720 18 270/166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-270-166_2021-06-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 17. Juni 2021 (720 18 270 / 166)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Keine zwingenden Gründe, um von der Einschätzung des Gerichtsgutachters abzuwei-

chen. Rückweisung der Angelegenheit zur Festsetzung der Rentenleistungen auf der 

Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50%. 

 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christl Schaefer, Advoka-
tin, Baselstrasse 11, Postfach 722, 4125 Riehen 1 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1979 geborene A.____ meldete sich am 9. Oktober 2014 (Eingang) unter Hinweis 
auf eine Depression, Erschöpfung, Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit bei der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitli-
chen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch auf eine Inva-

 
 
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lidenrente mit Verfügung vom 22. Juni 2018 mit der Begründung ab, dass keine Invalidität vor-
liege. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Monica Armesto, Advo-
katin, am 24. August 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung der Beschwerdegeg-
nerin vom 22. Juni 2018 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm mit 
Wirkung ab 1. Juli 2015 eine ganze Invalidenrente nach Massagabe eines Invaliditätsgrades 
von 100% auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung machte er im Wesentlichen 
geltend, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei auf das von der Beschwerdegegnerin bei 
Dr. med. B.____ FMH Psychiatrie und Psychotherapie, eingeholte Gutachten vom 11. Oktober 
2016 abzustellen, wonach seit Juli 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% für jegliche Tätigkei-
ten ausgewiesen werde. Die Invaliditätsbemessung habe auf dieser Basis zu erfolgen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 5. November 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 12. Dezember 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 
fest. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er zudem die Durchführung einer öffentlichen 
Parteiverhandlung. Er begründete diesen Antrag mit den in der Vernehmlassung vorgebrachten 
neuen Tatsachen und Vorwürfe. In ihrer Duplik vom 10. Januar 2019 hielt auch die IV-Stelle an 
ihrem Standpunkt fest. 
 
E. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 28. März 2019 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhan-
denen medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den Fall auszu-
stellen und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten einzuholen. 
 
F. Mit Schreiben vom 16. Mai 2019 beauftragte das Kantonsgericht PD Dr. med. C.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens, 
welches am 26. September 2019 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegen-
heit, sich zum Inhalt des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf 
den Leistungsanspruch des Versicherten auswirken würden. Mit Stellungnahme vom 6. No-
vember 2019 hielt die IV-Stelle unter Hinweis auf eine Stellungnahme ihres regionalen ärztli-
chen Dienstes (RAD) fest, dass nicht auf das Gerichtsgutachten abgestellt werden könne. Der 
Beschwerdeführer beantragte demgegenüber mit Eingabe vom 9. Dezember 2019, dass grund-
sätzlich auf das Gutachten abzustellen und ihm ab Juli 2015 eine ganze Invalidenrente auszu-
richten sei. Als nicht nachvollziehbar erachtete er die prognostischen Einschätzungen des Gut-
achters zur Arbeitsfähigkeit, wobei er diesbezüglich die Unterbreitung einer Zusatzfrage an den 
Gutachter beantragte.  
 
G. Mit Schreiben vom 27. Dezember 2019 teilte Advokatin Armesto dem Kantonsgericht 
mit, dass der Beschwerdeführer neu durch ihre Kollegin, Christl Schaefer-Lötscher, Advokatin, 
vertreten werde und ihr Mandat hiermit beendet sei. Mit Eingabe vom 28. Januar 2020 zeigte 

 
 
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Advokatin Schaefer-Lötscher dem Kantonsgericht an, dass der Beschwerdeführer sie mit der 
Wahrung seiner Interessen beauftragt habe. Gleichzeitig orientierte sie das Gericht unter Bei-
bringung entsprechender Berichte über eine beim Beschwerdeführer anstehende Sprungge-
lenksoperation.  
 
H. Mit Eingaben vom 4. März, 19. März und 16. April 2020 legte der Beschwerdeführer 
weitere Berichte und Arbeitsunfähigkeitszeugnisse betreffend seine somatische Situation ins 
Recht.  
 
I. Anlässlich seiner Urteilsberatung vom 14. Mai 2020 kam das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit noch immer nicht möglich 
sei, weil hinsichtlich der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit vereinzelte Unklarheiten im 
Raum stünden, deren Klärung zur Erfüllung der bundesgerichtlichen Kriterien an ein schlüssi-
ges Gerichtsgutachten angezeigt sei. Das Kantonsgericht beschloss daher, den Fall erneut 
auszustellen und dem Gutachter ergänzende Nachfragen zu unterbreiten. Diese Stellungnahme 
erging am 23. September 2020.  
 
J. Mit Schreiben vom 17. August 2020 legte der Beschwerdeführer einen aktuellen Be-
richt seines behandelnden Psychiaters vom 13. August 2020 vor. In derselben Eingabe legte er 
abermals Berichte betreffend seine somatische Situation ins Recht. 
 
K. Der Beschwerdeführer hielt mit Eingabe vom 22. Oktober 2020 an seinem Antrag auf 
Ausrichtung einer vollen Invalidenrente auf der Grundlage einer Arbeitsunfähigkeit von 100% 
vollumfänglich fest. Mit Eingabe vom 27. Oktober 2020 teilte die Beschwerdegegnerin unter 
Hinweis auf eine weitere Stellungnahme des RAD vom 12. Oktober 2020 mit, dass sie nach wie 
vor an ihrem Abweisungsantrag festhalte. 
 
L. Mit Eingabe vom 14. Juni 2021 orientierte der Beschwerdeführer das Kantonsgericht 
abermals über seinen aktuellen Gesundheitszustand und dokumentierte diesen mit entspre-
chenden Berichten.  
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
3.1  Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-

 
 
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gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 
mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- 
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

 
 
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genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 30 E. 1). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten 
aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizini-
schen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur 
Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen 
(BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von 
Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderun-
gen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingehol-
ten Gerichtsgutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4). Schliesslich lässt es die Na-
tur des Begutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zu 
(BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein Administra-

 
 
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tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn andere Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundes-
gerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben Fälle, in de-
nen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil beispielsweise die behandelnden Ärzte 
wichtige − und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende − Aspekte benen-
nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6.1 Die IV-Stelle gelangte in der angefochtenen Verfügung vom 22. Juni 2018 zum 
Schluss, dass bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes nicht auf das anlässlich des 
Verwaltungsverfahrens von ihr eingeholte Gutachten von Dr. B.____ vom 11. Oktober 2016 
abgestellt werden könne. Sie ging vielmehr gestützt auf die Beurteilung des RAD, insbesondere 
auf den Bericht von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. April 2018 
von einer Arbeitsunfähigkeit von 20% aus und verneinte mangels Invalidität einen Anspruch auf 
eine Invalidenrente. Wie oben ausgeführt (E. 5.3 hiervor) ist den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund ein-
gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat-
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweis-
würdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen. Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolgten Parteiver-
handlung vom 28. März 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass der IV-Stelle 
dahingehend beizupflichten sei, dass dem Gutachten von Dr. B.____ keine ausschlaggebende 
Beweiskraft zukomme. Anlass, an den entsprechenden Schlussfolgerungen des Gutachtens zu 
zweifeln, gab insbesondere der Umstand, dass der Gutachter lediglich einen Verdacht auf eine 
Persönlichkeitsstörung mit psychoneurotischen und ängstlichen Zügen (ICD-10 F60.8) diagnos-
tiziert hatte, im Widerspruch dazu aber implizit davon ausgegangen war, dass dieser Diagnose 
bei der Begründung der vollständigen Arbeitsunfähigkeit massgebende Bedeutung zukomme. 
Dabei fiel ins Gewicht, dass sich die für eine Persönlichkeitsstörung vorausgesetzten Kardinal-
kriterien gestützt auf die kurz gehaltenen gutachterlichen Ausführungen nicht rechtsgenüglich 
nachweisen liessen. Das Gutachten liess jedoch auch eine vertiefte Exploration in Bezug auf 
das Vorliegen diagnoseinhärenter Merkmale im späten Kindesalter oder in der Adoleszenz 
vermissen. So hätten die Aussagen, wonach der Explorand einige Zeit schulische Schwierigkei-
ten gehabt hätte oder nicht ganz klar sei, ob Umstrukturierungsmassnahmen als Grund für den 
wiederholten Stellenverlust in Betracht kommen würden, durch weitere Informationsquellen er-
gänzt und vertieft werden müssen. Dies umso mehr, als der Gutachter für das zweifelsfreie Vor-
liegen dieser Diagnose weitere fremdanamnestische Angaben selbst als sinnvoll erachtet hatte. 
Unter diesen Umständen war der gutachterliche Schluss auf eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 
nicht nachvollziehbar und in Zweifel zu ziehen. Nach Auffassung des Gerichts vermochten in-
dessen auch die versicherungsinternen Beurteilungen keine verlässliche Entscheidungsgrund-
lage zu bilden. Dabei liess allein schon die auf einer reinen Aktenbeurteilung gründende Fest-
stellung, die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sei vorliegend ausgeschlossen, weil es dem 
Versicherten möglich gewesen sei, bei zwei Arbeitgebern ein rentenausschliessendes Einkom-
men zu erzielen, erhebliche Zweifel an diesen Berichten laut werden, nachdem der Einstieg ins 
Berufsleben und die Arbeitstätigkeit für eine gewisse Dauer der Diagnose einer Persönlichkeits-

 
 
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störung bekanntermassen nicht entgegensteht. Hinzu kam, dass die fehlende Beeinträchtigung 
der Arbeitsunfähigkeit im Wesentlichen mit dem nach alter Rechtsprechung massgebenden 
Kriterium der Therapieresistenz und einem marginalen Hinweis auf das aus der Aktenlage er-
sichtliche Funktionsniveau begründet worden war. Nachdem sich dementsprechend mit Be-
schluss des Kantonsgerichts vom 28. März 2019 die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens 
als unerlässlich erwiesen hatte, steht nunmehr das gerichtliche Gutachten von PD Dr. C.____ 
vom 26. September 2019 im Zentrum der medizinischen Beurteilung. 
 
6.2 In seinem Gutachten vom 26. September 2019 diagnostiziert PD Dr. C.____ mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit akzentuierte selbstunsichere und abhängige Persönlichkeitszü-
ge (ICD-10 Z73.1), Differentialdiagnose (DD): kombinierte Persönlichkeitsstörungen (ICD-10 
F61) mit selbstunsicheren und abhängigen Anteilen sowie eine Agoraphobie mit Panikstörung 
(ICD-10 F40.01). Hinsichtlich der innerpsychischen Struktur sei festzustellen, dass der Explo-
rand aufgrund der Ausgangsbedingungen im Familiensystem eine teilweise erhebliche Depriva-
tion erlebt habe, die ihm nicht die Entwicklung eines ausreichend stabilen Narzissmus bzw. 
Selbstwerts ermöglicht hätte, um mit den Anforderungen und Belastungen des späteren Er-
wachsenenlebens adäquat umzugehen. Während seiner Schulbildung habe sich der Explorand 
ausgegrenzt und nicht willkommen gefühlt und sei regelmässig gemobbt worden. Der Explorand 
habe sich in solchen Situationen nicht impulsiv verhalten, sondern beschreibe sich als einen 
ruhigen, unauffälligen Schüler. In diesen frühen Lebensabschnitten seien keinerlei Hinweise für 
emotional instabile Persönlichkeitsanteile oder anderweitig störende Persönlichkeitsauffälligkei-
ten auszumachen. Zur Berufsanamnese sei festzuhalten, dass der Explorand im Grunde nie 
längerdauernde Anstellungen innegehabt habe. Aufgrund der subjektiven Angaben des Explo-
randen zu diesen Arbeitsstellen könne nicht behauptet werden, dass er sich in wiederholte Kon-
flikte mit Vorgesetzten, Mitarbeitern oder Kunden begeben habe. Es gebe keine einzige Ar-
beitsstelle, die von ihm vorzeitig verlassen worden sei. Hingegen sei es mehrmals zu Kündi-
gungen vonseiten des Arbeitgebers gekommen, wobei einzig auffalle, dass der Explorand von 
Vorgesetzten gemobbt und nicht gemocht worden sei. Ein relevanter Beitrag für die Kündigun-
gen seitens des Exploranden habe nicht nachgewiesen werden können. Hervorzuheben sei 
jedoch, dass die Schilderungen des Exploranden in der hiesigen Begutachtung wenig Auf-
schluss über die Qualität seiner Beziehungen zu anderen Menschen gegeben hätten, wie auch 
durch seinen Behandler pract. med. E.____ telefonisch bestätigt worden sei. Es stelle sich da-
her die Frage, ob er überhaupt in der Lage habe sein können, bestehende Konflikte, zu denen 
auch er beigetragen haben könnte, zu erkennen und zu reflektieren. Dies sei auffällig und könn-
te dafür sprechen, dass die Persönlichkeitspathologie nicht unerheblich sei. Es fehle jedoch die 
Möglichkeit, fremdanamnestische Angaben einzuholen, welche hier häufig weiterhelfen würden. 
Die Mutter des Exploranden sei durch die Folgen eines Cerebrovaskulären Insultes (CVI) schwer 
beeinträchtigt, der Vater lebe in Thailand und die Schwester lebe in den USA. Auch sei der Ex-
plorand letztmals 2014 im ersten Arbeitsmarkt tätig gewesen. Die Kardinalkriterien für eine Per-
sönlichkeitsstörung, wonach ab verhältnismässig frühem Alter zentrale Bereiche der privaten, 
sozialen und beruflichen Anamnese nachhaltig und relevant tangiert seien, seien bei diesem 
Exploranden nicht erfüllt, wenn die zur Verfügung stehenden Informationen zur Hand genom-
men würden und ausser Acht gelassen würde, das fremdanamnestische Angaben mangels 
Informationsquellen fehlen. Es sei aber nicht auszuschliessen, dass sich hinter den unverbindli-

 
 
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chen, nach aussen hin wenig anmutenden und insgesamt wenig fassbaren Beziehungsschilde-
rungen eine Pathologie in der Beziehungsgestaltung und Konfliktverarbeitung verberge, die 
einer Persönlichkeitsstörung zugordnet werden müsste. Akzentuierte Persönlichkeitszüge wür-
den sich von Persönlichkeitsstörungen dadurch unterscheiden, dass die Konfliktbewältigungs-
strategien ausgereifter seien. Dies würde erklären, weshalb es dem Exploranden möglich ge-
wesen sei, trotz der Belastung durch die schwere Erkrankung seiner Mutter und trotz seines 
hohen Engagements als Tänzer, während vielen Jahren im ersten Arbeitsmarkt tätig zu sein. 
Dass der Explorand 2014 an einer Arbeitsstelle, an welcher er erstmals in seiner Berufsanam-
nese überhaupt mit erheblichem Druck konfrontiert worden sei, mit einer Exazerbation relevan-
ter psychischer Beschwerden reagiert habe, untermauere, dass die innerpsychischen Abwehr-
mechanismen nicht solide sein könnten. Dies zeige auch ein erneuter Blick auf die Schul- und 
Berufsanamnese. Die innerpsychische Struktur sei daher mindestens akzentuierten Persönlich-
keitszügen zuzuordnen. Der Explorand erfülle zumindest auch einzelne diagnostische Kriterien 
sowohl für eine selbstunsichere als auch für eine abhängige Persönlichkeitsstörung. Grundsätz-
lich würden akzentuierte Persönlichkeitszüge aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht als 
invalidisierend gelten. Unter ungünstigen Umständen könnten diese durchaus zur Entwicklung 
klinisch manifester Beschwerdeformationen führen, was sich beim Exploranden hauptsächlich 
durch eine klinisch manifeste Angstsymptomatik präsentiere. Diese Angstsymptomatik, die beim 
Exploranden als Panikstörung und Agoraphobie vorliege, könne vorübergehend ein erhebliches 
Ausmass annehmen und somit auch zu erheblichen Beeinträchtigungen in den qualitativen 
Funktionsfähigkeiten führen. Offenbar sei die durch diese Angststörung induzierte innerpsychi-
sche Not des Exploranden im Juli 2014 derart stark gewesen, dass er nicht mehr in der Lage 
gewesen sei, seiner Arbeit bei der X.____ AG nachzugehen. Er habe sich sodann noch im sel-
ben Monat in eine erste ambulante psychiatrische Behandlung begeben, wo gemäss den 
Vorakten keine korrekte Psychodiagnostik erfolgt sei und somit keine störungsspezifische adä-
quate Psychotherapie habe erfolgen können.  
 
In den bisherigen Tätigkeiten bestehe aktuell mindestens eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Der 
Explorand sei seit fünf Jahren nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt tätig gewesen, so dass eine 
nicht unerhebliche Konditionierung eingetreten sei. Er benötige also eine ausreichend lange 
Einarbeitungsphase von möglicherweise sechs bis zwölf Monaten, um sich an den Arbeitsmarkt 
zu gewöhnen und die aktuell bestehende Arbeitsfähigkeit von 50% zu konsolidieren. Danach 
sollte von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 80% ausgegangen werden. Nachdem der Ex-
plorand schon fünf Jahre nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt tätig gewesen sei, benötige er eine 
ausreichend lange Einarbeitungsphase von möglicherweise sechs bis neun Monaten. Eine sol-
che berufliche Massnahme werde aber erst dann sinnvoll gestaltet und erfolgsversprechend 
umgesetzt werden können, wenn der Explorand eine intensivierte Psychotherapie durchlaufen 
habe. Die veranschlagte Arbeitsunfähigkeit von 50% gelte auch für eine angepasste Tätigkeit.  
 
6.3  Im Rahmen der Urteilsberatung vom 15. Mai 2020 ist das Kantonsgericht zum Schluss 
gelangt, dass hinsichtlich der gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit nach wie vor verein-
zelte Unklarheiten im Raum stünden, deren Klärung zur Erfüllung der bundesgerichtlichen Krite-
rien an ein schlüssiges Gerichtsgutachten angezeigt sei. Das Kantonsgericht hat deshalb be-
schlossen, den Fall erneut auszustellen und dem Gerichtsgutachter zwecks Vervollständigung 

 
 
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des Gerichtsgutachtens vom 23. September 2019 diverse Zusatzfragen zu unterbreiten. Zu-
nächst wurde der Gutachter gebeten zu präzisieren, welche konkreten Funktionseinschränkun-
gen in welchem Ausmass die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% begründen würden. Als-
dann ersuchte das Gericht um Beantwortung der Fragen, welchen Anteil die Dekonditionierung 
im Sinne eines invaliditätsfremden Faktors an der Arbeitsunfähigkeit von 50% habe und wie 
sich die Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80% in zeitlicher Hinsicht verhalte bzw. ob sich in 
dieser Hinsicht überhaupt eine genaue Prognose erstellen lasse. Schliesslich wurde der Gut-
achter um eine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gebeten. Mit Stellungnahme vom 
23. September 2020 hat der Gerichtsgutachter die entsprechenden Ergänzungsfragen beant-
wortet. Unter Verweis auf Kapitel 5.3.2. seines Gutachtens (sowie die zum Gutachten ergange-
ne RAD-Stellungnahme vom 5. November 2019) hat der Gutachter zunächst erneut hervorge-
hoben, dass mangels relevanter fremdanamnestischer Angaben eine regelrechte Persönlich-
keitsstörung weder ausreichend untermauert noch ausgeschlossen werden könne. Dies sei 
deshalb von Relevanz, weil eine Beantwortung der Rückfragen kaum möglich sei, ohne dass 
gewisse Aspekte erneut unbeantwortet bleiben oder offengelassen werden müssten. Unter er-
neuter Darlegung der ICF-Kriterien führt der Gutachter aus, dass diese Kriterien nicht einfach 
zusammengezählt werden könnten und aus den jeweiligen Beeinträchtigungen ein Mittelwert 
berechnet werden könne. Gerade die Durchhaltefähigkeit, die mittelgradig beeinträchtigt sei, sei 
von besonderer Relevanz. Hinsichtlich der Frage nach der Dekonditionierung sei zu berücksich-
tigen, dass der Explorand während mehreren Jahren keiner intensiven psychiatrischen Behand-
lung zugeführt worden sei. Dies sei nicht dem Exploranden anzurechnen. Wenn eine Intensivie-
rung der psychiatrischen Behandlung schon seit mehreren Jahren erfolgt wäre, hätten die mit 
hoher, allenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Gerichtsgutachten formulierten An-
gaben zur Arbeitsfähigkeit und Prognose Gültigkeit. Es sei auch darauf hinzuweisen, dass eine 
Intensivierung der Psychotherapie, beispielsweise im Rahmen einer tagesklinischen Behand-
lung, aufzudecken in der Lage wäre, ob nicht doch unreifere und daher dysfunktionale Ab-
wehrmechanismen als Abbild einer eigentlichen Persönlichkeitsstörung vorliegen würden. Eine 
teilstationäre Behandlung, die ausreichend lange erfolge, würde eine gewisse fremdanamnesti-
sche Beurteilung ermöglichen, die bis anhin unterblieben sei. Es sei denn auch die nach wie vor 
bestehende Unsicherheit hinsichtlich des eigentlichen Schweregrads der psychostrukturellen 
Störung, die es nicht zuliesse, genaue zeitliche Prognosen in Bezug auf die Steigerung der Ar-
beitsfähigkeit vorzunehmen. Wäre bereits eine intensivierte Psychotherapie erfolgt, so würde 
ein Langzeitverlauf zur Verfügung stehen, der eine engere und präzisere Formulierung der 
Prognose erlauben würde. Im Einklang mit den Ausführungen von pract. med. E.____ in seiner 
Stellungnahme vom 13. August 2020 müsste eine teilstationäre Behandlung von mindestens 
mehreren Monaten erfolgen, die zunächst im Rahmen der bestehenden ambulanten Psychothe-
rapie beim besagten Behandler erfolgen könnte und im Rahmen derer allenfalls schon berufli-
che Massnahmen im Sinne eines Arbeitstrainings schrittweise und behutsam begonnen werden 
könnten. Dies würde das eigentliche Funktionsniveau des Exploranden sowohl im intensivierten 
medizinischen Behandlungsrahmen wie auch im Rahmen der beruflichen Massnahmen viel 
deutlicher zu beurteilen erlauben. Die Formulierung von pract. med. E.____, wonach von einer 
weiteren Behandlungsdauer von wenigstens sechs bis neun Monaten auszugehen wäre, bis ein 
Arbeitstraining aufgenommen werden könnte, würde den Aussagen im Gutachten entsprechen 
und sei zu unterstützen. Zum retrospektiven Verlauf führte der Gutachter an, der Explorand sei 

 
 
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letztmals bis 1. Juli 2014 im ersten Arbeitsmarkt arbeitstätig gewesen, ab 2. Juli 2014 sei eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Es würden sich keinerlei Hinweise dafür erge-
ben, dass sich der psychische Zustand des Exploranden seither in irgendeiner Weise relevant 
verbessert hätte. Abschliessend sei nochmals hervorzuheben, dass man es hier mit einer 
psychodiagnostischen Situation zu tun habe, die kaum eindeutig beantwortet werden könne, 
was mit den aufgeführten Gründen zusammenhänge. Möglicherweise müsste der Explorand 
nach erfolgter Intensivierung der psychiatrischen Behandlungsmassnahmen und im Idealfall 
auch nach zumindest teilweiser Durchführung beruflicher Massnahmen erneut psychiatrisch 
begutachtet werden, und zwar in der Annahme, dass dann relevante und bisher fehlende Auf-
schlüsse vorliegen würden, um den tatsächlichen Schweregrad der psychostrukturellen Störung 
des Exploranden präziser und konklusiver beurteilen zu können. Dies könnte auch eine präzise-
re Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bzw. prognostischer Angaben ermöglichen.  
 
6.4 Das zitierte Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ vom 26. September 2019 erfüllt mit 
dessen Ergänzung vom 23. September 2020 alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen 
an ein beweiskräftiges Gerichtsgutachten. Nachdem sich der Gutachter im Rahmen seiner Stel-
lungnahme vom 23. September 2020 nunmehr eingehend zu den Ergänzungsfragen geäussert 
hat, weist seine gerichtliche Begutachtung weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – 
wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.2 hiervor) – für die streitigen Belange um-
fassend. Die darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenom-
menen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Der Gutachter hat den Ver-
sicherten persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und geht einlässlich auf 
seine Angaben und Beschwerden ein. Er setzt sich zudem fundiert mit den bei den Akten lie-
genden medizinischen Berichten auseinander und begründet abweichende Einschätzungen in 
überzeugender Weise.  
 
Der Gerichtsgutachter vermag dabei namentlich schlüssig zu begründen, dass die erforderli-
chen Kardinalkriterien für eine Persönlichkeitsstörung anhand der zur Verfügung stehenden 
Akten und Informationen zwar nicht als (vollständig) erfüllt betrachtet werden könnten, diese 
Diagnose mangels fremdanamnestischer Angaben, namentlich in Form von Erkenntnissen auf 
der Grundlage einer intensivierten psychiatrischen Behandlung, aber auch nicht auszuschlies-
sen sei. Dabei ist daran zu erinnern, dass für die Belange der Invalidenversicherung nicht die 
Diagnose, sondern insbesondere die sozial-praktische Auswirkung der Erkrankung, mithin die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, massgebend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 
2019, 9C_184/2019, E. 4.2 und vom 27. September 2017, 8C_820/2016, E. 5.4). Diesbezüglich 
legt der Gutachter anhand einer ausführlichen Diskussion der innerpsychischen Struktur des 
Versicherten und einer eingehenden Würdigung der Berufs- und Sozialanamnese nachvollzieh-
bar dar, dass – ungeachtet einer abschliessenden Zuordnung der Persönlichkeitspathologie zur 
Diagnose einer Persönlichkeitsstörung – auch akzentuierten Persönlichkeitszügen unter Um-
ständen eine invalidisierende Wirkung zukomme, wobei sich diese beim Versicherten nament-
lich in einer klinisch manifesten Angstsymptomatik (Agoraphobie und Panikstörung) äussere. 
Unter Hervorhebung der im Gerichtsgutachten aufgeführten ICF-Kriterien bekräftigt der Gutach-
ter in seiner Stellungnahme vom 23. September 2020, dass das Funktionsniveau mittelschwer 
beeinträchtigt ist. Insgesamt sind die medizinisch-diagnostischen Feststellungen im Gerichts-

 
 
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gutachten bzw. die daraus resultierenden Schlussfolgerungen betreffend die funktionelle Leis-
tungsfähigkeit durch die ergänzenden Ausführungen des Gerichtsgutachters umfassend und 
plausibel begründet worden. Soweit sich kein lückenloses Bild der Gesundheitsschädigung und 
deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergibt, wird die Ursache nachvollziehbar auf (noch) 
nicht zur Verfügung stehende Informationsquellen zurückgeführt. Die Ausführungen zur Arbeits-
fähigkeit hat der Gutachter nun dahingehend bekräftigt, dass beim Versicherten im Einklang mit 
dem anhand der ICF-Kriterien festgestellten Funktionsniveau aktuell eine medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit von 50% besteht. Der Stellungnahme zur Frage nach der De-
konditionierung kann entnommen werden, dass der Versicherte die auf psychischen Einschrän-
kungen beruhende, aktuell bestehende Restarbeitsfähigkeit von 50% infolge der Dekonditionie-
rung nicht verwerten kann. Die Arbeitsfähigkeit muss gefestigt werden. Dabei legt der Gutachter 
ebenso überzeugend dar, dass zum jetzigen Zeitpunkt über den diesbezüglichen Verlauf, na-
mentlich auch über eine allfällige Steigerung der Arbeitsfähigkeit, keine präzise Prognose mög-
lich sei, weil er insbesondere von einer intensivierten Psychotherapie (und allenfalls bereits pa-
rallel verlaufender beruflicher Massnahmen) weitere relevante Angaben in dieser Hinsicht er-
wartet.  
 
6.5.1 Unter Berücksichtigung des vorstehend Dargelegten zielt namentlich der Verweis der 
Beschwerdegegnerin auf die bereits in ihrer Stellungnahme vom 6. November 2019 zum Ge-
richtsgutachten geäusserten Einwände ins Leere. Dies umso mehr, als sie anhand dieses pau-
schalen Hinweises nicht näher darlegt, inwiefern PD Dr. C.____ es in seiner Stellungnahme 
vom 23. September 2020 unterlassen habe, die durch das Kantonsgericht im Rahmen der Er-
gänzungsfragen teilweise aufgenommene Kritik der Beschwerdegegnerin am Gerichtsgutachten 
bzw. die im damaligen Zeitpunkt verbliebenen Unklarheiten auszuräumen. Soweit der RAD-Arzt 
Dr. D.____ in seiner Stellungnahme vom 12. Oktober 2020 die gutachterlich attestierte Arbeits-
unfähigkeit erneut allein mit Verweis auf die diagnostizierten akzentuierten Persönlichkeitszüge 
in Frage stellt, kann vollumfänglich auf das unter Erwägung 6.4 hiervor Gesagte verwiesen 
werden. Alsdann legt PD Dr. C.____ in seiner Stellungnahme vom 23. September 2020 zu die-
ser bereits im Nachgang zum Gerichtsgutachten geäusserten Kritik erneut dar, weshalb sich 
eine isolierte Betrachtungsweise vorliegend gerade nicht rechtfertigt. Für die Beurteilung der 
zentralen Fragen nicht von ausschlaggebender Bedeutung ist die zwischen dem Gutachter und 
dem RAD-Arzt bestehende Unstimmigkeit, ob die akzentuierten Persönlichkeitszüge den frühe-
ren Neurosebegriff abgelöst haben oder die Narzisstische Neurose unter ICD-10 F48.9 (nicht 
näher bezeichnete neurotische Störung) einzuordnen ist. Dies gilt umso mehr, als auch der 
RAD-Arzt Dr. D.____, so oder anders, eine damit verbundene (zumindest) teilweise Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit nicht in Abrede stellt.  
 
6.5.2 Demgegenüber lässt sich die durch den Beschwerdeführer im Wesentlichen aus der 
Beantwortung der Frage zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit hergeleitete vollständi-
ge Arbeitsunfähigkeit anhand der vorliegenden Aktenlage ebenfalls nicht stützen. Eine solche 
Interpretation lässt sich schon aufgrund der Tatsache nicht aufrechterhalten, dass 
PD Dr. C.____ die Ausführungen des damaligen Behandlers Dr. F.____, der seinerzeit unver-
ändert eine vollständige Arbeitsunfähigkeit diagnostizierte hatte, in seinem Gutachten an ver-
schiedener Stelle nicht folgen kann und den entsprechenden Berichten explizit keinen Beweis-

 
 
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wert zuerkennt (vgl. Gutachten, S. 41). Die Aussage, wonach sich der psychische Zustand des 
Exploranden seit seiner letzten Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt im Juli 2014 nicht rele-
vant verbessert habe, ist vielmehr dahingehend zu verstehen, dass durchgehend von einer Ar-
beitsunfähigkeit von 50% auszugehen ist. 
 
7. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.3 hiervor), weicht das Gericht bei einem Gerichtsgut-
achten nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, 
deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um 
einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Solche zwingenden Gründe liegen im 
vorliegenden Fall keine vor, weshalb kein Anlass besteht, von den Ergebnissen des zitierten 
Gerichtsgutachtens und dessen Ergänzung abzuweichen. Für die Beurteilung des Gesund-
heitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten kann demnach auf das überzeugende 
Gutachten von PD Dr. C.____ abgestellt werden, der darin zum nachvollziehbaren Ergebnis 
gelangt ist, dass auch in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 50% 
verbleibt.  
 
8.1 Wie bereits dargelegt (vgl. 6.5.2 hiervor), ist davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer bereits seit 1. Juli 2014 in seiner Arbeitsfähigkeit zu 50% eingeschränkt ist. Weil ein allfäl-
liger Rentenanspruch erst entsteht, nachdem der Versicherte während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens im Umfang von 40% arbeitsunfähig gewesen 
ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), kommt der frühestmögliche Rentenbeginn vorliegend auf den 
1. Juli 2015 zu liegen. Wie der Beschwerdeführer zutreffend geltend macht, trifft der Gutachter 
keine präzise Aussage hinsichtlich einer künftigen Steigerung der Arbeitsfähigkeit, die es recht-
fertigen würde, den aus der Arbeitsunfähigkeit von 50% resultierenden Rentenanspruch von 
vornherein zu befristen. Der Gutachter weist explizit darauf hin, dass sich eine genaue Progno-
se zum jetzigen Zeitpunkt nicht formulieren lasse. Um die Prognose präziser und den Verlauf 
besser beurteilen zu können, habe vielmehr eine intensivierte Psychotherapie von mindestens 
sechs bis neun Monaten zu erfolgen, bis schliesslich ein Arbeitstraining aufgenommen werden 
könnte (vgl. E. 6.3 hiervor). Dabei schliesst der Gutachter eine schrittweise Aufnahme berufli-
cher Massnahmen parallel zur Psychotherapie nicht aus. Abschliessend stellt der Gutachter 
nach Durchführung medizinischer und beruflicher Massnahmen gar eine erneute Begutachtung 
in den Raum, die es erlauben würde, den tatsächlichen Schweregrad der Störung zu erheben. 
Diesen gutachterlichen Empfehlungen hinsichtlich der Wiedereingliederung ist nun aber inso-
fern Rechnung zu tragen, als ausgehend von der Restarbeitsfähigkeit von 50% unter Berück-
sichtigung der gesundheitlichen Entwicklung mit Unterstützung der Invalidenversicherung eine 
Reintegration in den Arbeitsmarkt anzustreben ist. Die Durchführung geeigneter Eingliede-
rungsmassnahmen (medizinische und berufliche Massnahmen) wird die Beschwerdegegnerin 
mittels einer Schadenminderungsauflage sicherzustellen haben.  
 
8.2 Nachdem die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 22. Juni 2018 von einer 
fehlenden Invalidität ausgegangen war, hat sie auf Abklärungen in erwerblicher Hinsicht mit 
entsprechender Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet. Die Angelegenheit ist 
daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Invaliditätsgrad auf der Basis 
einer Arbeitsunfähigkeit von 50% berechnet. 

 
 
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9. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle ist aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab 
1. Juli 2015 Anspruch auf eine Invalidenrente basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50% 
hat. Zur Festsetzung der Rentenleistungen ist die Angelegenheit an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückzuweisen.  
 
10.  Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden.  
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-
sind somit der IV-Stelle aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer erhält seinen bereits geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet.  
 
10.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der 
Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnah-
men angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesproche-
ner Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in 
jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweis-
massnahmen an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die 
Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebe-
nen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend 
war das Kantonsgericht anlässlich seiner Parteiverhandlung vom 28. März 2019 zum Ergebnis 
gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich 
war. Es kann in dieser Hinsicht vollumfänglich auf die Erwägungen im Beschluss des Kantons-
gerichts vom 28. März 2019 verwiesen werden. In Anbetracht der dort erwogenen Umstände 
war die gerichtliche Begutachtung durch PD Dr. C.____ nicht nur angezeigt, sondern unerläss-
lich. Es tritt hinzu, dass das Gerichtsgutachten und dessen Ergänzung vom 23. September 
2020 nunmehr zweifellos die Grundlage für die dem Beschwerdeführer zuzusprechende Invali-
denrente bildet. Im Lichte der geschilderten Rechtsprechung sind die daraus resultierenden 
Kosten, welche sich gemäss den Honorarrechnungen vom 26. September 2019 und 23. Sep-
tember 2020 auf insgesamt Fr. 6‘750.-- belaufen, demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerle-
gen.  
 

 
 
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10.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die (ganz oder teilweise) obsiegende beschwerdefüh-
rende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegt, ist ihm 
eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen.  
 
10.3.1 Die bis Ende 2019 mandatierte Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Advokatin 
Armesto, machte in ihrer Honorarnote vom 27. Dezember 2019 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von insgesamt 38 Stunden und 30 Minuten geltend. Dieser Aufwand erweist 
sich im Quervergleich zu ähnlich gelagerten Fällen als zu hoch. 
 
Dabei gilt es vorab zu berücksichtigen, dass eine Stunde für das Studium und die Besprechung 
des Urteils eingerechnet worden war. Da die Rechtsvertreterin das Mandat vor Erlass des Ur-
teils niederlegte, ist dieser geltend gemachte Aufwand nicht zu berücksichtigen und daher ent-
sprechend zu kürzen. Nachdem das Kantonsgericht das Verfahren mit Beschluss vom 28. März 
2019 ausgestellt hatte, erteilte es PD Dr. C.____ am 16. Mai 2019 den definitiven Auftrag zur 
Erstellung des Gerichtsgutachtens. Mit Verfügung vom 8. Oktober 2019 wurde den Parteien 
Gelegenheit eingeräumt, bis zum 7. November 2019 zum Gerichtsgutachten Stellung zu neh-
men. Zumal den Parteien ein Entwurf des Gutachtensauftrags bereits mit Beschluss vom 
28. März 2019 zugestellt und die Möglichkeit für Ergänzungsfragen eingeräumt worden war, 
gehen die im Zeitraum nach der definitiven Auftragserteilung bis zur Erstattung des Gerichts-
gutachtens vom 27. Mai 2019 bis und mit 10. September 2019 geltend gemachten Bemühun-
gen (Kontaktnahme mit PD Dr. C.____ und dem Mandanten sowie die Bearbeitung diesbezügli-
cher Korrespondenz) über eine zweckmässige und notwendige Vertretung hinaus. Dieser Auf-
wand von rund 4 Stunden (exkl. die Kontaktnahme mit der Rechtsschutzversicherung) ist daher 
nicht zu berücksichtigen. Ferner macht die Rechtsvertreterin einen Aufwand von rund 6 Stun-
den und 30 Minuten für das Studium des Gerichtsgutachtens, eine diesbezügliche wiederholte 
Kontaktnahme mit PD Dr. C.____ sowie das Verfassen der vierseitigen Stellungnahme vom 
9. Dezember 2019 an das Kantonsgericht geltend. Auch dieser Aufwand ist wesentlich zu hoch. 
Das Gutachten ist zwar insgesamt 50 Seiten lang, aber gut leserlich und verständlich geschrie-
ben. Wenngleich sie sich den gutachterlichen Ausführungen und Schlussfolgerungen nicht voll-
umfänglich anschliessen konnte und hinsichtlich der attestierten Arbeitsunfähigkeit Unklarheiten 
im Raum standen, ist ein Aufwand für die geltend gemachten Bemühungen von insgesamt 3 
Stunden als ausreichend zu beurteilen. Der geltend gemachte Aufwand ist folglich um 3 Stun-
den und 30 Minuten zu kürzen. Nicht berücksichtigt werden können ferner die geltend gemach-
ten Bemühungen vom 16. Dezember 2019 im Umfang von 30 Minuten für allfällige Abklärungen 
nach erfolgter Stellungnahme vom 9. Dezember 2019 an das Kantonsgericht. Schliesslich fin-
den sich in der Deservitenkarte auch Bemühungen, welche auf den Kontakt der Rechtsvertrete-
rin mit der Rechtsschutzversicherung zurückzuführen sind. Dieser Aufwand würde im Falle ei-
ner nicht Rechtsschutz versicherten Person nicht anfallen und kann daher nicht berücksichtigt 
werden. Aus diesem Grund sind die Bemühungen im Zusammenhang mit der Rechtsschutzver-
sicherung im Umfang von insgesamt 3 Stunden und 20 Minuten sowie die damit verbundenen 
Auslagen in der Höhe von Fr. 8.50 in Abzug zu bringen. Vor diesem Hintergrund erscheint ein 
Aufwand von gerundet 26 Stunden als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozial-
versicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist folglich für den Aufwand von Advokatin 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Armesto eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 7'081.60 (26 Stunden à Fr. 250.-- + Aus-
lagen von Fr. 75.30 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
10.3.2 Mit Schreiben vom 28. Januar 2020 teilte Advokatin Schaefer-Lötscher mit, dass sie 
nun den Beschwerdeführer vertrete. Sie hat in ihrer Honorarnote vom 22. Oktober 2020 für das 
vorliegende Beschwerdeverfahren ab 12. Februar 2020 einen Zeitaufwand von 20 Stunden und 
10 Minuten sowie Auslagen von Fr. 193.70 geltend gemacht. Auch dieser Aufwand erweist sich 
als zu hoch. 
 
Zunächst gilt es festzuhalten, dass die Rechtsvertreterin das Mandat erst kurz vor der Urteilsbe-
ratung vom 14. Mai 2020 übernommen hat, weshalb sie keine Beschwerdeschrift einreichen 
musste. Mit Beschluss vom 14. Mai 2020 wurde das Verfahren erneut ausgestellt und es wur-
den Ergänzungsfragen zum Gerichtsgutachten angeordnet. Am 18. und 19. Juni 2020 macht 
die Rechtsvertreterin einen Aufwand für das Studium der Akten und des Gerichtsgutachtens 
(Vorbereitung Kundengespräch) sowie für einen persönlichen Besuch bei ihrem Mandanten mit 
entsprechender Aktennotiz von insgesamt 4 Stunden und 20 Minuten geltend, nachdem sie 
bereits am 2. Juni 2020 unter anderem für das Studium des Ausstellungsbeschlusses einen 
Aufwand von 30 Minuten geltend gemacht hat. Auch wenn sie das Mandat neu übernommen 
hat, war ein solch hoher Aufwand für das Einarbeiten nicht erforderlich. Ferner erschliesst sich 
dem Gericht auch die Notwendigkeit eines persönlichen Besuchs beim Beschwerdeführer zu 
Hause nicht, zumal die Rechtsvertreterin bis zu diesem Zeitpunkt bereits einen Aufwand von 
2 Stunden für telefonische Gespräche und schriftliche Korrespondenz mit ihrem Mandanten 
geltend gemacht hat. Ein kurzes Studium der Akten und des Ausstellungsbeschlusses von ins-
gesamt 1 Stunde und 30 Minuten hätte überdies zur Einarbeitung ausgereicht. Der geltend ge-
machte Aufwand ist folglich um 3 Stunden und 20 Minuten zu kürzen. Alsdann gilt es zu be-
rücksichtigen, dass im vorliegenden Verfahren von Anfang an ausschliesslich die psychische 
Situation des Beschwerdeführers streitig und zu beurteilen war. Folglich erweisen sich die zahl-
reichen Eingaben in Bezug auf die somatischen Beschwerden des Beschwerdeführers offen-
sichtlich als nicht relevant und damit nicht notwendig für die Beurteilung der vorliegenden Ange-
legenheit. Gleichermassen verhält es sich für die diesbezüglich erfolgte Kontaktnahme mit den 
behandelnden Ärzten. Demzufolge kann der in diesem Zusammenhang geltend gemachte Auf-
wand im Umfang von insgesamt 1 Stunde und 50 Minuten nicht berücksichtigt werden. Ebenso 
für das vorliegende Verfahren als nicht relevant zu bezeichnen sind die geltend gemachten 
Bemühungen im Zusammenhang mit dem Sozialdienst der Gemeinde Y.____. Der diesbezügli-
che Aufwand von insgesamt 1 Stunde und 35 Minuten kann daher ebenfalls keine Berücksichti-
gung finden. Schliesslich macht die Rechtsvertreterin einen Aufwand von 5 Stunden und 
40 Minuten für das Studium der achtseitigen Stellungnahme von PD Dr. C.____ vom 23. Sep-
tember 2020 sowie das Verfassen ihrer daraufhin ergangenen fünfseitigen Eingabe an das Kan-
tonsgericht geltend. Wenngleich sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers vor-
liegend als komplex erweist, ist in Anbetracht des Umstands, dass die Rechtsvertreterin Fach-
anwältin für Haft- und Versicherungsrecht ist, ein Aufwand von insgesamt 2 Stunden und 
30 Minuten als ausreichend zu bezeichnen. Unter Beachtung aller Umstände erscheint daher 
ein Aufwand von gerundet 10 Stunden als angemessen. Die ausgewiesenen Auslagen sind vor 
diesem Hintergrund um Fr. 49.90 auf den Betrag von gerundet Fr. 144.-- zu reduzieren. Für die 

 
 
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Bemühungen von Advokatin Schaefer-Lötscher ist dem Beschwerdeführer daher eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'847.60 (10 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 144.-- 
zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) zuzusprechen. 
 
10.3.3 Insgesamt ist dem Beschwerdeführer somit ein Honorar von Fr. 9'929.20 (inklusive 
Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) auszurichten. 
 
 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die 
angefochtene Verfügung vom 22. Juni 2018 aufgehoben und festge-
stellt wird, dass der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2015 Anspruch auf 
eine Invalidenrente basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50% 
hat. Zur Festsetzung der Rentenleistungen wird die Angelegenheit an 
die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 6'750.--  werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin für die 
Bemühungen der Rechtsvertreterin Monica Armesto eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 7'081.60 (inkl. Auslagen und 7.7% 
Mehrwertsteuer) und für die Bemühungen der Rechtsvertreterin Christl 
Schaefer-Lötscher eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2'847.60 (inkl. Auslagen und 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen.