# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac3ab222-4d8b-597b-9a1c-ce1f039c3d99
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 15.06.2020 410 20 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_410-20-108_2020-06-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

vom 15. Juni 2020 (410 20 108) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Zivilprozessrecht 

 

 

Arrestierung von Vermögenswerten Dritter; wirtschaftliche Berechtigung am Arrestge-

genstand  

 

 
Besetzung  Präsidentin Christine Baltzer-Bader; Gerichtsschreiber i.V. Linus Zweifel 
  

 

Parteien  A. ____ AG,  
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Ruggle, Ruggle Partner,  
Limmatquai 4, Postfach 160, 8024 Zürich,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  Schweizerische Eidgenossenschaft,  
vertreten durch Steuerverwaltung Basel-Stadt, Abteilung Dienste und 
Steuerbezug, Fischmarkt 10, Postfach, 4001 Basel,  
Beschwerdegegnerin 

   

Gegenstand  Einsprache gegen Arrestbefehl Nr. XXXXXXXX 
Beschwerde gegen den Entscheid der Gerichtspräsidentin des Zivilkreis-
gerichts Basel-Landschaft West vom 15. April 2020 

 

A. Auf Begehren der Schweizerischen Eidgenossenschaft, vertreten durch die Steuerverwal-

tung Basel-Stadt, Abteilung Dienste und Steuerbezug (nachfolgend: Steuerverwaltung), vom 

29. November 2019 erliess die Gerichtspräsidentin des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West 

am 2. Dezember 2019 gestützt auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 5 SchKG den Arrestbefehl 

Nr. XXXXXXXX gegenüber B. ____ für eine Forderung in Höhe von CHF 2'888.85. Als Arrestge-

genstand wurde im Arrestbefehl die Liegenschaft Nr. XYZ, Grundbuch X. ____, aufgeführt. Als 

Grund der Arrestforderung wurden dem Arrestbegehren drei Verlustscheine für offene Steuer-

schulden (Direkte Bundessteuern) der Steuerjahre 2011 (Verlustschein-Nr. XXXXXXXX), 2012 

 
 
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(Verlustschein-Nr. XXXXXXXX) und 2013 (Verlustschein-Nr. XXXXXXXX) beigelegt. Schuldner 

dieser Steuerforderungen ist B. ____. Die Schweizerische Eidgenossenschaft bemerkte bereits 

im Arrestbegehren sinngemäss, dass nicht B. ____, sondern die A. ____ AG als Eigentümerin 

der erwähnten Liegenschaft im Grundbuch eingetragen war. Da B. ____ jedoch der wirtschaftlich 

Berechtigte an der Liegenschaft sei und zudem die Voraussetzungen eines Durchgriffs erfüllt 

seien, könne die Liegenschaft mit Arrest belegt werden. 

B. Gegen den Arrestbefehl Nr. XXXXXXXX erhob die A. ____ AG, vertreten durch Rechtsan-

walt Peter Ruggle, mit Eingabe vom 14. Februar 2020 Einsprache und begehrte, dieser Arrest-

befehl sei aufzuheben. Mit Entscheid vom 15. April 2020 wies die Präsidentin des Zivilkreisge-

richts Basel-Landschaft West die Einsprache ab und bestätigte den angefochtenen Arrestbefehl. 

Die Gerichtsgebühr von CHF 300.00 wurde der Einsprecherin auferlegt und diese zudem ver-

pflichtet, der Gesuchsbeklagten eine Umtriebsentschädigung von CHF 50.00 zu bezahlen. 

C. Mit Eingabe vom 27. April 2020 gelangte die A. ____ AG (nachfolgend: Beschwerdeführe-

rin), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Peter Ruggle, an das Kantonsgericht, Abteilung Zi-

vilrecht, und erhob Beschwerde gegen den Entscheid vom 15. April 2020. Sie beantragte unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Ent-

scheid vom 15. April 2020 sowie der Arrestbefehl Nr. XXXXXXXX vom 2. Dezember 2019 seien 

aufzuheben und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Sie machte zusam-

mengefasst geltend, Schuldner der Arrestforderung sei nicht die Beschwerdeführerin, sondern 

B. ____. Das Arrestobjekt befinde sich jedoch im Allein-Eigentum der Beschwerdeführerin, wel-

che die Liegenschaft bereits im Jahr 1992 gekauft habe. Damals sei eine Frau C. ____ Mitglied 

des Verwaltungsrates gewesen und nicht B. ____. Zugunsten der Familie B. ____ bestehe einzig 

ein Mietverhältnis, welches 2018 erneuert worden sei und die Familie B. ____ bezahle regelmäs-

sig einen Mietzins. Aktionäre der Beschwerdeführerin seien schliesslich Frau D. ____ aus Y. 

____ sowie eine Gesellschaft mit Sitz in Dubai. B. ____ sei nicht an der Beschwerdeführerin be-

teiligt; die Aktien der Beschwerdeführerin seien seit 2013 an mehrere Käufer veräussert worden, 

wobei die Veränderung der Eigentumsverhältnisse unstreitig sei. Die aus den Jahren 2011 und 

2013 stammenden Urteile des Strafgerichts Basel-Stadt sowie des Appellationsgerichts Basel-

Stadt könnten die Beteiligungsverhältnisse deshalb, wenn überhaupt, nur für den Zeitpunkt dieser 

Urteile belegen, allfällige zwischenzeitliche Veränderungen der Beteiligungsverhältnisse würden 

jedoch ausgeschlossen. Eine wirtschaftliche Berechtigung des B. ____ an der Beschwerdeführe-

rin im Arrestzeitpunkt könne auf diese jedoch Weise nicht belegt werden. Weiter sei falsch, dass 

B. ____ immer über das Vermögen der Beschwerdeführerin habe verfügen können, ohne dieser 

gegenüber rechenschaftspflichtig gewesen zu sein. Ein Verwaltungsrat könne nicht einfach ohne 

Rechenschaftspflicht über Vermögenswerte einer Gesellschaft verfügen, andernfalls er sich der 

ungetreuen Geschäftsbesorgung strafbar machen würde. Aus der Tatsache, dass B. ____ die 

streitgegenständliche Liegenschaft als Familienwohnung nutze, könne ebenfalls keine wirtschaft-

liche Berechtigung desselben abgeleitet werden, zumal unstreitig ein Mietverhältnis bestehe. Fer-

ner sei es auch üblich, dass eine Gesellschaft, welche eine Liegenschaft erwerbe, diese auch als 

Geschäftssitz nutze. Daraus könne keine wirtschaftliche Berechtigung eines Dritten abgeleitet 

werden. Das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West verhalte sich zudem widersprüchlich, wenn 

es festhalte, dass lediglich glaubhaft gemacht werden müsse, dass die Schilderungen der 

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Schweizerischen Eidgenossenschaft nicht zuträfen, im Gegenzug jedoch ein Urkundenbeweis 

verlangt würde. Angesichts dessen, dass die Beweislast bei der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft liege, könne dies nicht verlangt werden. Das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West habe 

folglich sowohl den Sachverhalt unrichtig festgestellt als auch das Recht falsch angewendet.  

D. Mit Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2020 beantragte die Schweizerische Eidgenossen-

schaft (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), vertreten durch die Steuerverwaltung, die Abweisung 

der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge, soweit darauf einzutreten sei. Der Antrag um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung sei zudem abzuweisen. Auf die Begründung der Beschwerdegeg-

nerin wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

E. Die Präsidentin der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts wies mit Verfügung vom 

12. Mai 2020 den Antrag der Beschwerdeführerin auf aufschiebende Wirkung der Beschwerde 

ab. Zudem schloss sie mit selbiger Verfügung den Schriftenwechsel und ordnete den Entscheid 

aufgrund der Akten an. 

Erwägungen 

1. Die Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid der Präsidentin des Zivilkreisgerichts 

Basel-Landschaft West vom 15. April 2020, mit welchem die Einsprache gegen den Arrestbefehl 

Nr. XXXXXXXX vom 2. Dezember 2019 abgewiesen wurde. Gemäss Art. 278 Abs. 3 Satz 1 

SchKG i. V. m. Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO und Art. 309 lit. b Ziff. 6 ZPO i. V. m. Art. 319 lit. a ZPO 

kann der Einspracheentscheid unabhängig vom Streitwert nur mit Beschwerde gemäss Art. 319 

ff. ZPO angefochten werden. Arrestbewilligung und Arresteinsprache erfolgen im summarischen 

Verfahren (Art. 251 lit. a ZPO), weshalb die Beschwerde nach Art. 321 Abs. 2 ZPO innert zehn 

Tagen seit der Zustellung des begründeten Entscheids oder seit der nachträglichen Zustellung 

der Entscheidbegründung schriftlich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen ist. 

Der am 15. April 2020 ergangene Entscheid ist der Beschwerdeführerin gemäss Rückschein der 

Schweizerischen Post am 20. April 2020 zugestellt worden, womit die Beschwerdefrist mittels 

Postaufgabe des Rechtsmittels am 27. April 2020 gewahrt worden ist. Der Kostenvorschuss für 

das zweitinstanzliche Verfahren ist ausserdem fristgerecht geleistet worden. Als Drittpartei, wel-

che Eigentum am Arrestobjekt geltend macht, ist die Beschwerdeführerin in ihren Rechten be-

troffen und damit zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 278 Abs. 1 SchKG; HANS REISER, Basler 

Kommentar SchKG, 2. Auflage 2010, Art. 278 N 22). Gemäss § 5 Abs. 1 lit. b EG ZPO ist für die 

Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide von Präsidien der Zivilkreisgerichte Basel-Land-

schaft das Präsidium der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts zuständig. Da auch die weite-

ren Formalien eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.1 Im Beschwerdeverfahren nach Art. 278 Abs. 3 SchKG kann die Beschwerdeinstanz das 

Vorliegen der Arrestvoraussetzungen gemäss Art. 272 SchKG im Rahmen der Rechtsbegehren 

mit voller Kognition überprüfen, wobei mit der Beschwerde die unrichtige Rechtsanwendung 

und / oder die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden kann (vgl. 

Art. 320 ZPO). Vorliegend macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die Voraussetzung ge-

mäss Art. 272 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG nicht erfüllt sei. 

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Gemäss Art. 272 Abs. 1 SchKG wird der Arrest bewilligt, wenn der Gläubiger glaubhaft macht, 

dass eine Forderung besteht, ein Arrestgrund vorliegt und Vermögensgegenstände vorhanden 

sind, die dem Schuldner gehören. Glaubhaftmachen ist weniger als beweisen, jedoch mehr als 

das blosse Behaupten. Glaubhaftmachen bedeutet, dass es genügt, dem Gericht aufgrund ob-

jektiver Anhaltspunkte den Eindruck einer gewissen Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins der 

in Frage stehenden Tatsache zu vermitteln, ohne dass dabei die Möglichkeit ausgeschlossen 

sein muss, dass die Verhältnisse sich auch anders gestalten könnten. Glaubhaft gemacht ist da-

her eine Tatsache schon dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, 

selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben 

könnte (vgl. BGE 142 II 49 E. 6.2; 132 III 140 E. 4.1.2; BGer 5A_15/2018 vom 16. April 2019 

E. 3.1; OG ZH PS180189 vom 8. November 2018 E. 3 m.w.H). Der Arrestschuldner hat demge-

genüber der Glaubhaftigkeit des Vorbringens des Gläubigers die Glaubhaftmachung des Gegen-

teils entgegenzustellen. Es gilt folglich für beide Parteien dasselbe Beweismass, wobei der Gläu-

biger die Beweislast trägt (HANS REISER, Basler Kommentar SchKG, 2. Auflage 2010, Art. 278 

N 38). Über den Bestand der Forderung, das Bestehen eines allfälligen Pfandrechts und die 

rechtliche Zugehörigkeit des Arrestobjekts wird in diesem Prozess dagegen nicht materiell rechts-

kräftig entschieden. Vielmehr ist diesbezüglich auf spätere Verfahren, etwa auf das Wider-

spruchsverfahren gemäss Art. 106 ff. SchKG, zu verweisen (HANS REISER, a.a.O., Art. 278 N 3 

f.; vgl. auch BGer 5A_697/2010 vom 11. November 2010 E. 3). 

Der Arrest kann für diejenigen Vermögensgegenstände bewilligt werden, welche dem Schuldner 

gehören (Art. 272 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG). Ein Zugriff auf Vermögenswerte, die einer anderen Per-

son gehören, ist normalerweise unzulässig (REISER, a.a.O. Art. 272 N 32 mit Hinweisen). Auf 

fremden Namen, aber für Rechnung des Arrestschuldners gehaltene Vermögenswerte sind je-

doch dann ebenfalls uneingeschränkt als Eigentum des Arrestschuldners verarrestierbar, wenn 

es dem Gläubiger gelingt, die tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen (BGer 

5A_225/2009 vom 10. September 2009 E. 4.1; REISER, a.a.O., Art. 271 N 53 und Art. 272 N 32). 

Dasselbe gilt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch, wenn Vermögenswerte des Ar-

restschuldners von einem Dritten treuhänderisch gehalten werden (BGE 126 III 95 E. 4a; 130 III 

579 E. 2.2.1; REISER, a.a.O. Art. 271 N 54 f.). Es ist folglich nicht darauf abzustellen, wer einen 

Vermögensgegenstand dem Anschein nach besitzt, sondern wem dieser gemäss einer wirt-

schaftlichen Betrachtungsweise tatsächlich gehört. 

2.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Einschätzung, die Liegenschaft sei dem Ver-

mögen des B. ____ zuzurechnen, auf Urteile des Strafgerichts Basel-Stadt sowie des Appellati-

onsgerichts Basel-Stadt aus den Jahren 2011 beziehungsweise 2013. In diesen Urteilen wurde 

u. a. festgehalten, dass B. ____ sowohl der wirtschaftlich Berechtigte an der Beschwerdeführerin 

als auch an der verarrestierten Liegenschaft sei («Es hat daher als erstellt zu gelten, dass 

[B. ____] der wirtschaftlich Berechtigte an den beiden Firmen [A. ____ AG und E. ____ Ltd.] ist. 

Dies gilt auch für die von ihm bewohnte Liegenschaft in Oberwil, welche gleichzeitig Firmendo-

mizil der A. ____ AG ist», AppGer BS SB.2012.23 vom 4. September 2013 E. 6). Damit gelingt 

es ihr, mittels objektivierten Feststellungen prima facie und im Sinne des verlangten Beweismas-

ses des Glaubhaftmachens darzulegen, dass die Liegenschaft der Beschwerdeführerin tatsäch-

lich dem Vermögen des B. ____ zuzurechnen ist. 

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2.3 Die Beschwerdeführerin wendet den Vorbringen der Beschwerdegegnerin gegenüber sinn-

gemäss ein, die Beteiligungsverhältnisse hätten sich dem Jahr 2013 verändert und eine Frau D. 

____ aus Y. ____ sowie eine Gesellschaft mit Sitz in Dubai seien nunmehr Eigentümer der Aktien 

der Beschwerdeführerin. Die Präsidentin des Zivilkreisgerichts hat diesbezüglich jedoch zu Recht 

festgehalten, dass es der Beschwerdeführerin damit nicht gelingt, den von der Beschwerdegeg-

nerin mittels besagten Urteilen glaubhaft gemachten Anschein zu entkräften, zumal die Beteili-

gungsverhältnisse entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin keineswegs unstreitig 

sind. In der Tat versucht die Beschwerdeführerin ihre Behauptung, die Besitzverhältnisse hätten 

sich zwischenzeitlich verändert, nicht einmal im Ansatz zu substantiieren. So verweist sie ohne 

nähere Angaben auf «eine Gesellschaft mit Sitz in Dubai» und eine «Frau D. ____». Dabei wäre 

es für die Beschwerdeführerin ein Leichtes, tatsächliche Veränderungen in der Aktionärsstruktur 

mit wenig Aufwand aufzuzeigen. Einerseits wäre davon auszugehen, dass eine solche Aktien-

übertragung nicht papierlos über die Bühne gehen würde; andererseits müsste die Beschwerde-

führerin über Dokumente verfügen, welche Hinweise auf eine veränderte Aktionärsstruktur zu-

liessen (wie beispielsweise ein – von der Gesellschaft nota bene zwingend zu führendes – Ak-

tienbuch oder die Aktionärsstruktur reflektierende Verwaltungsrats- oder Generalversammlungs-

beschlüsse etc.). Aus den von der Beschwerdegegnerin eingereichten Urteilen aus den Jahren 

2011 und 2013 ergibt sich ausserdem deutlich, dass B. ____ der wirtschaftlich Berechtigte sowohl 

der Beschwerdeführerin als auch der verarrestierten Liegenschaft ist. Im Ergebnis gelingt es der 

Beschwerdeführerin deshalb nicht, den glaubhaft gemachten Vorbringen der Beschwerdegegne-

rin die Glaubhaftigkeit des Gegenteils entgegenzubringen. 

An diesem Ergebnis vermag auch der von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegte Mietvertrag 

vom 30. September 2018 nichts zu ändern. Vorwegzunehmen ist, dass die Beschwerdegegnerin 

die Rechtmässigkeit dieses Mietvertrages entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin 

bestreitet. Tatsächlich lässt sich aus dieser Vereinbarung nichts zugunsten der Beschwerdefüh-

rerin ableiten; das Gegenteil ist eher der Fall. Gemäss besagtem Mietvertrag trägt B. ____ einzig 

die Kosten des Unterhalts sowie die vierteljährlich zu entrichtenden Amortisationszahlungen über 

jeweils CHF 2'500.00, während die Beschwerdeführerin im Gegenzug die Hypothekarzinsen 

trägt. Ein eigentlicher Mietzins ist nicht geschuldet. Es scheint demnach höchst fraglich, ob das 

von B. ____ geleistete Entgelt für die Gebrauchsüberlassung der Liegenschaft marktüblich ist 

und einem Drittvergleich standhalten würde. Täte es dies nicht, wäre der vorliegende Mietvertrag 

als weiteres Indiz dafür zu werten, dass B. ____ in Tat und Wahrheit der wirtschaftlich Berechtigte 

der Beschwerdeführerin und damit auch der streitgegenständlichen Liegenschaft ist. Unbesehen 

davon lässt auch die Vertragsschliessung auf eine tatsächliche wirtschaftliche Berechtigung des 

B. ____ schliessen. Dieser hat den Mietvertrag vom 30. September 2018 sowohl im eigenen Na-

men als auch im Namen der Beschwerdeführerin unterzeichnet. Nach ständiger Rechtsprechung 

des Bundesgerichts ist das Kontrahieren eines Gesellschaftsvertreters mit sich selbst grundsätz-

lich unzulässig (BGer 4A_127/2013 vom 22. Mai 2013 E. 6.1). Im Sinne einer Ausnahme ist dies 

nur dann erlaubt, wenn eine Benachteiligung der Gesellschaft der Natur des Geschäfts nach – 

z.B. aufgrund von Marktpreisen – ausgeschlossen werden kann oder eine Ermächtigung zum 

Selbstkontrahieren vorliegt. Eine solche, allenfalls stillschweigende, Ermächtigung ist insbeson-

dere in Situationen mit einem Alleinaktionär anzunehmen (ROLF WATTER, Basler Kommentar OR, 

5. Aufl. 2016, Art. 718a N 12). Nach dem Gesagten spricht der Mietvertrag vom 30. September 

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2018 folglich eher für eine wirtschaftliche Berechtigung des B. ____ als für das von der Beschwer-

deführerin behauptete Gegenteil. 

Wenn die Zivilkreisgerichtspräsidentin zudem festhält, dass die Beschwerdeführerin ihre Einwen-

dungen nicht auf Urkunden oder vergleichbare Beweismittel stützen könne, so verhält sie sich 

nicht – wie von der Beschwerdeführerin vorgebracht – widersprüchlich. Die Zivilkreisgerichtsprä-

sidentin meinte damit einzig, dass es der Beschwerdeführerin mittels ihren Vorbringen nicht ge-

lingt, das Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne von Art. 272 Abs. 1 SchKG zu erfüllen. 

Denn im summarischen Verfahren, wie das Arresteinspracheverfahren eines darstellt (vgl. 

Art. 251 lit. a ZPO), sind Beweise grundsätzlich mittels Urkunden zu erbringen (Art. 254 Abs. 1 

ZPO). Dies gilt auch dann, wenn lediglich das Beweismass des Glaubhaftmachens zu erfüllen 

ist. 

Die Beschwerdeführerin liegt zwar richtig, wenn sie angibt, die Beweislast liege bei der Beschwer-

degegnerin. Sie verkennt jedoch den Unterscheid zwischen der Beweislast und dem Beweismass 

des Glaubhaftmachens. Vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdegegnerin ihre Auffassung auf 

ein rechtskräftiges und hinsichtlich des relevanten Sachverhalts deutliches Gerichtsurteil zu stüt-

zen vermag, gelingt es ihr, aufgrund objektiver Anhaltspunkte den Eindruck einer gewissen Wahr-

scheinlichkeit der wirtschaftlichen Berechtigung des B. ____ an der verarrestierten Liegenschaft 

zu vermitteln. Da es die Beschwerdeführerin demgegenüber in jeglicher Hinsicht unterlässt, den 

von der Beschwerdegegnerin glaubhaft gemachten Sachverhalt substantiiert zu bestreiten, sind 

die Voraussetzungen von Art. 272 Abs. 1 SchKG vorliegend erfüllt. Im Ergebnis ist deshalb der 

Vorinstanz insofern beizupflichten, dass auch heute noch davon auszugehen ist, dass B. ____ 

als wirtschaftlich Berechtigter der Liegenschaft zu qualifizieren ist. Der Arrestbefehl wurde folglich 

zu Recht ausgestellt und die Beschwerde gegen den Entscheid der Präsidentin des Zivilkreisge-

richts Basel-Landschaft West vom 15. April 2020 ist abzuweisen.  

3. Abschliessend ist über die Verteilung der Prozesskosten für das Rechtsmittelverfahren zu 

befinden. In Anwendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO sind der unterliegenden Beschwerdeführerin 

die Gerichtskosten aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist dabei in 

Anwendung von Art. 61 i. V. m. Art. 48 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuld-

betreibung und Konkurs (GebV SchKG, SR 281.35) entsprechend dem einverlangten Kostenvor-

schuss auf CHF 450.00 festzusetzen. Die Beschwerdeführerin ist ausserdem zu verpflichten, der 

Beschwerdegegnerin eine Umtriebsentschädigung in der Höhe von CHF 100.00 zu bezahlen. 

  

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Demnach wird erkannt: 

://: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2.  Die Entscheidgebühr von CHF 450.00 für das Beschwerdeverfahren wird 

der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvor-

schuss von CHF 450.00 verrechnet. 

Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin für das kantonsge-

richtliche Verfahren eine Umtriebsentschädigung von CHF 100.00 auszu-

richten. 

 

Präsidentin 

 

 

 

Christine Baltzer-Bader 

 

Gerichtsschreiber i.V. 

 

 

 

Linus Zweifel 

 

 

 

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