# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84957ba1-6652-5000-a5b5-e34b62c2a256
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-01
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 01.11.2016 RT160181
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT160181_2016-11-01.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT160181-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. H.A. Müller, Vorsitzender, Oberrichterin  

Dr. M. Schaffitz und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 1. November 2016 

 

in Sachen 

 
A._____ GmbH,  

Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 
B._____,  

Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Winterthur vom 4. Oktober 2016 (EB160330-K) 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 4. Oktober 2016 erteilte das Bezirksgericht Win-

terthur (Vorinstanz) der Gesuchstellerin in der Betreibung Nr. … des Betreibungs-

amts Winterthur-Stadt (Zahlungsbefehl vom 6. Mai 2016) – gestützt auf entspre-

chende Rechnungen der Gesuchstellerin – definitive Rechtsöffnung für  

Fr. 42'179.-- nebst 6 % Zins seit 4. Mai 2016 (definitive Prämien 2013),  

Fr. 429.90 (6 % Verzugszins auf Fr. 42'179.-- ab. 2. März 2016 bis 3. Mai 2016),  

Fr. 40'641.-- nebst 6 % Zins seit 4. Mai 2016 (definitive Prämien 2014),  

Fr. 414.20 (6 % Verzugszins auf Fr. 40'641.-- ab. 2. März 2016 bis 3. Mai 2016),  

Fr. 42'179.-- nebst 6 % Zins seit 4. Mai 2016 (definitive Prämien 2015),  

Fr. 429.90 (6 % Verzugszins auf Fr. 42'179.-- ab. 2. März 2016 bis 3. Mai 2016),  

Fr. 39'702.-- nebst 6 % Zins seit 4. Mai 2016 (provisorische Prämien 2016),  

Fr. 404.65 (6 % Verzugszins auf Fr. 39'702.-- ab. 2. März 2016 bis 3. Mai 2016),  

sowie Fr. 225.30 Betreibungskosten und Kosten und Entschädigung gemäss die-

sem Entscheid (Urk. 10 = Urk. 13). 

b) Hiergegen hat die Gesuchsgegnerin am 22. Oktober 2016 fristgerecht 

Beschwerde erhoben und stellt den Beschwerdeantrag (Urk. 12 S. 1): 

"Es sei das Urteil vom 04.10.2016 vom Bezirksgericht Winterthur in der obige-
ren Angelegenheit aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten des Antragsstellers B._____. Mit der Auflage um Löschung der Betrei-
bung Nr. … im Betreibungsamt Winterthur-Stadt, 8403 Winterthur." 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerde-

antwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Gesuchstellerin stütze ihr 

Rechtsöffnungsbegehren auf vier von ihr erlassene Rechnungen vom 6. Januar 

2016 für Unfallversicherungsprämien für die Jahre 2013 bis 2015 (definitive Prä-

mien) sowie für das Jahr 2016 (provisorische Prämien). Die Gesuchstellerin ver-

füge aufgrund gesetzlicher Ermächtigung über die Kompetenz, vollstreckbare Ver-

fügungen zu erlassen. Sie habe mittels Rechtskraftbescheinigung belegt, dass die 

Prämienrechnungen in Rechtskraft erwachsen seien, womit grundsätzlich definiti-

ve Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 SchKG vorliegen würden. Die Ge-

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suchsgegnerin wende in diesem Zusammenhang ein, gegen alle vier Rechnun-

gen Einsprache erhoben zu haben. Sie habe dazu zwar vier entsprechende 

Schreiben eingereicht, jedoch keine Postaufgabequittungen oder Sendungsver-

folgungen. Die Gesuchsgegnerin habe damit nicht den Beweis erbracht, dass sie 

gegen die vier Prämienrechnungen rechtzeitig Einsprache erhoben habe. Über-

dies erscheine fraglich, ob jene Schreiben den formalen Anforderungen an eine 

Einsprache überhaupt genügt hätten. Damit sei von der Rechtskraft der vier Ver-

fügungen auszugehen (Urk. 13 S. 3 f. Erw. II.1). Die Forderungen samt Verzugs-

zinsen seien durch die Verfügungen ausgewiesen (Urk. 13 S. 4 f. Erw. II.2 und 

S. 6 f. Erw. II.5). 

Die Gesuchsgegnerin wende weiter ein, sie habe im Jahr 2013 kein Perso-

nal beschäftigt gehabt; die Rechnung für das Jahr 2013 sei daher nicht korrekt. 

Für die Jahre 2014, 2015 und 2016 sei die Gesuchstellerin von einer zu hohen 

Lohnsumme ausgegangen. Das Rechtsöffnungsgericht verfüge jedoch nicht über 

die Kompetenz, die von der Gesuchstellerin getroffenen Entscheide in Frage zu 

stellen; dies hätte mit den in den Verfügungen genannten Rechtsmitteln gesche-

hen müssen (Urk. 13 S. 5 f. Erw. II.3). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Dabei bedeutet Geltendmachung, dass in der Beschwerde konkret 

dargelegt werden muss, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein 

soll; was nicht in dieser Weise beanstandet wird, braucht von der Beschwerde-

instanz nicht überprüft zu werden und hat insofern grundsätzlich Bestand.  

c) Die Gesuchsgegnerin verweist zur Begründung ihrer Beschwerde vor-

ab auf ihre Stellungnahme vom 13. September 2016 im vorinstanzlichen Verfah-

ren und erklärt diese zum Bestandteil ihrer Beschwerde. Sodann macht sie gel-

tend, sie sei bereit, für die abgerechneten und deklarierten Löhne die geschulde-

ten Prämien zu bezahlen, die Rechnungen der Gesuchstellerin seien jedoch nicht 

korrekt; so müsste die Gesuchstellerin beispielsweise für 2013 die gesamte Jah-

resprämie inklusive Zins zurückbezahlen, da in jenem Jahr kein Personal be-

schäftigt worden und somit auch keine Prämie zu bezahlen sei (Urk. 12 S. 1 f.). 

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Mit den in der Stellungnahme der Gesuchsgegnerin vom 13. September 

2016 vorgebrachten Einwendungen (Urk. 8) hat sich bereits die Vorinstanz im an-

gefochtenen Entscheid auseinandergesetzt (Urk. 13 S. 4-6, oben Erw. 2.a). Diese 

Erwägungen werden in der Beschwerde nicht konkret beanstandet. Wie bereits 

die Vorinstanz korrekt dargelegt hat, dürfen im Verfahren auf definitive Rechtsöff-

nung die zu vollstreckenden Entscheide inhaltlich nicht mehr überprüft werden. 

Die inhaltliche Prüfung (ob die Forderungen zu Recht bestehen oder nicht) ist in 

jenen Verfahren erfolgt, welche zu den Entscheiden geführt haben, welche nun-

mehr zu vollstrecken sind. Eine Überprüfung jener Entscheide hätte mit den dafür 

vorgesehenen Rechtsmitteln erfolgen können bzw. müssen; im Rechtsöffnungs-

verfahren dürfen diese Entscheide dagegen nicht mehr (noch einmal) überprüft 

werden. Demgemäss durfte die Vorinstanz die Vorbringen der Gesuchsgegnerin, 

dass sie die fraglichen Unfallversicherungsprämien nicht bzw. nicht in der gefor-

derten Höhe schulde, nicht berücksichtigen. Die Vorinstanz hat demzufolge das 

Recht korrekt angewendet. 

d) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet; sie 

ist demgemäss abzuweisen. 

3. a) Im Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 164'701.--. Die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens, der Gesuchstellerin 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt. 

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3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchsgeg-

nerin auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

der Doppel von Urk. 12, 14 und 15/I-XII, sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 164'701.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 1. November 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 
versandt am: 

	Urteil vom 1. November 2016
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage der Doppel von Urk. 12, 14 und 15/I-XII, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...