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**Case Identifier:** ece9a781-54cb-58ae-86a7-29d35d654c5b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-04
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 04.04.2025 ZK1 2024 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2024-5_2025-04-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 4. April 2025
ZK1 2024 5

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg,
Kantonsrichter Pius Schuler, Josef Reichlin,
Jeannette Soro und Daniela Brüngger,
Gerichtsschreiberin Michelle Mettler.

In Sachen A.________,
Beklagter, Berufungsführer und Anschlussberufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________,
Klägerin, Berufungsgegnerin und Anschlussberufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

betreffend Ehescheidung
(Berufung und Anschlussberufung gegen das Urteil der Einzelrichterin am 
Bezirksgericht Einsiedeln vom 22. Dezember 2023, ZEO 2018 13);-

hat die 1. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Die Parteien heirateten am ________. Ihrer Ehe entsprossen zwei mitt-
lerweile volljährige Töchter (Vi-act. KB2). Am 1. Juni 2016 trennten sich die 
Parteien. Die Ehefrau reichte am 25. Juni 2018 eine unbegründete Schei-
dungsklage beim Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln ein (Vi-act. A1; 
ZEO 2018 13). Der Ehemann reichte am 29. Juni 2018 eine eigene Klage ein 
(ZEO 2018 14). Nach Durchführung einer Einigungsverhandlung wurden die 
Verfahren unter der Fallnummer ZEO 2018 13 vereinigt (Vi-act. D13). 

B. Auf die begründete Scheidungsklage der Ehefrau folgten die Klageant-
wort des Ehemannes, eine zweite Einigungsverhandlung und Schriftenwech-
sel (Vi-act. A3-9). Am 15. Juni 2020 fand eine weitere Verhandlung zwecks 
Beweisabnahmen statt (Vi-act. A10). Mit Verfügung vom 7. November 2022 
wurde E.________ mit der Verkehrswertschätzung der Liegenschaft 
M.________ (Adresse) (GB xx, KTN yy Grundbuch Einsiedeln) beauftragt (Vi-
act. D81). Die Gutachterin erstattete das Gutachten am 2. Januar 2023 (Vi-
act. D82; nachfolgend „Gutachten E.________“) und beantwortete die Ergän-
zungsfragen des Ehemannes am 9. April 2023 (Vi-act. D94). Mit Verfügung 
vom 12. Oktober 2023 lehnte die Einzelrichterin den Antrag des Ehemannes 
auf Erstellung eines Obergutachtens betreffend die Liegenschaft M.________ 
(Adresse) ab (Vi-act. D102). 

C. Das vorinstanzliche Urteil erging am 22. Dezember 2023 und die Einzel-
richterin erkannte was folgt (angef. Urteil):

1. [Scheidung.]

2. [Vormerknahme des gegenseitigen Verzichts auf nachehelichen 
Unterhalt.]

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3. [Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils der Ehefrau am 
Grundstück GB xx, KTN yy, 8840 Einsiedeln auf den Ehemann.]

4. [Übertragung des Liegenschaftskontos auf den Ehemann.]

5. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau zur Abgeltung der 
güterrechtlichen Ansprüche Fr. 212’375.50 zu bezahlen, zahlbar 
innert 60 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils.

6. [Ausgleich Freizügigkeitsguthaben.]

7. Die Gerichtskosten von Fr. 8’523.15, bestehend aus der Ent-
scheidgebühr von Fr. 7’500.00 und den Gutachterkosten von 
Fr. 1’023.15, werden der Ehefrau zu einem Drittel (Fr. 2’841.05) 
und dem Ehemann zu zwei Dritteln (Fr. 5’682.10) überbunden. Der 
Gerichtskostenanteil des Ehemannes wird zunächst über den von 
ihm geleisteten Kostenvorschuss über Fr. 5’000.00 bezogen, so-
dass er noch Fr. 682.10 zu bezahlen hat. Der von der Ehefrau zu 
tragende Gerichtskostenanteil von Fr. 2’841.05 wird mit dem von 
ihr bezahlten Vorschuss über total Fr. 5’000.00 verrechnet, sodass 
ihr ein Restbetrag von Fr. 2’158.95 zurückzuerstatten ist.

8. Der Ehemann wird verpflichtet, die Ehefrau ausserrechtlich mit 
pauschal Fr. 6’666.65 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädi-
gen.

9. [Rechtsmittel.]

10. [Zustellung.]

D. Am 1. Februar 2024 reichte der Ehemann (nachfolgend auch Berufungs-
führer) Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil ein und stellte folgende An-
träge (KG-act. 1):

1. Die Dispositivziffer 5 des angefochtenen Entscheides vom 22. De-
zember 2023 des Bezirksgerichts Einsiedeln (ZEO 2018 13) sei 
aufzuheben und wie folgt abzuändern:

1.1 Der Berufungsführer sei zu verpflichten, der Berufungsgeg-
nerin zur Abgeltung der güterrechtlichen Ansprüche 
Fr. 84’472.13 zu bezahlen.

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2. Die Dispositivziffern 7 und 8 des angefochtenen Entscheids vom 
22. Dezember 2023 des Bezirksgerichts Einsiedeln (ZEO 2018 13) 
seien aufzuheben und die Kosten- und Entschädigungsfolgen sei-
en wie folgt abzuändern:

2.1 Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 7’500.00 des Bezirksge-
richts Einsiedeln seien vollumfänglich der Berufungsgegne-
rin aufzuerlegen. 

2.2 Die Gutachterkosten von Fr. 1’023.15 seien vollumfänglich 
der Berufungsgegnerin aufzuerlegen, evtl. der Vorinstanz.

2.3 Die Ehefrau sei zu verpflichten, dem Berufungsführer eine 
volle Parteientschädigung von Fr. 20’000.00, evtl. wieviel 
auszurichten.

3. Eventualiter seien die vorinstanzlichen Dispositiv-Ziff. 5, 7 und 8 
des angefochtenen Entscheids vom 22. Dezember 2023 des Be-
zirksgerichts Einsiedeln (ZEO 2018 13) aufzuheben und es sei die 
Angelegenheit zur Ergänzung des Sachverhalts, insbesondere zur 
Erstellung eines Obergutachtens betreffend Verkehrswertschät-
zung der Liegenschaft M.________ (Adresse) (bzw. welches sich 
mindestens mit den Ergänzungsfragen Ziff. 1-15 des Berufungs-
führers auseinandersetzt und/oder eine eigene Verkehrswertschät-
zung abgibt) und zur Neube12urteilung über die Berufungsanträge 
Ziff. 5, 7 und 8 an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulas-
ten der Berufungsgegnerin.

E. Die Ehefrau (nachfolgend auch Berufungsgegnerin) reichte am 7. März 
2024 ihre Berufungsantwort und Anschlussberufung ein und stellte folgende 
Rechtsbegehren (KG-act. 7):

1. Die Berufung des Berufungsführers sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Dispositiv Ziffer 5 des Urteils des Bezirksgerichts Einsiedeln vom 
22. Dezember 2023 (Verfahren ZEO 2018 13) sei aufzuheben und 
es sei der Berufungsführer zu verpflichten, der Berufungsgegnerin 
zur Abgeltung der güterrechtlichen Ansprüche Fr. 343’525.00 zu 
bezahlen, zahlbar innert 60 Tagen ab Rechtskraft des Schei-
dungsurteils. 

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3. Eventualiter sei der Berufungsführer unter Aufhebung von Disposi-
tiv Ziffer 5 des Urteils des Bezirksgerichts Einsiedeln zu verpflich-
ten, der Berufungsgegnerin zur Abgeltung der güterrechtlichen 
Ausgleichszahlung den Betrag von Fr. 271’495.00 zu bezahlen, 
zahlbar innert 60 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beru-
fungsführers.

F. Der Berufungsführer beantragte mit Anschlussberufungsantwort vom 
23. April 2024 die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der An-
schlussberufung, soweit darauf einzutreten sei. Im Übrigen hielt er an den 
Anträgen seiner Berufung fest (KG-act. 10, S. 2). Es folgten weitere Eingaben 
der Berufungsgegnerin (KG-act. 14 und 18) und des Berufungsführers (KG-
act. 16 und 20). Am 23. Januar 2025 teilte das Kantonsgericht den Parteien 
mit, dass es in die Phase der Urteilsberatung übertritt (KG-act. 23). Die Partei-
en reichten am 12. März 2025 und 14. März 2025 jeweils ihre Kostennoten ein 
(KG-act. 24 und 24/1; 26 und 26/1-2).

G. Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien wird, soweit notwendig, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen;-

in Erwägung:

1. a) Die Parteien fochten mit Berufung und Anschlussberufung das Urteil 
der Einzelrichterin am Bezirksgericht Einsiedeln vom 22. Dezember 2023 hin-
sichtlich der Dispositivziffern 5 (güterrechtliche Auseinandersetzung), 7 (Ge-
richtskosten) und 8 (Parteientschädigung) an (KG-act. 1, S. 2 und KG-act. 7, 
S. 2). Nicht angefochten sind die Dispositivziffern 1 (Scheidung), 2 (nacheheli-
cher Unterhalt), 3 (Eigentumsübertragung GB xx Einsiedeln auf Ehemann), 
4 (Übertragung des Liegenschaftskontos auf Ehemann) und 6 (Ausgleich 
Freizügigkeitsguthaben), die somit in Rechtskraft erwuchsen (vgl. KG-act. 1, 

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KG-act. 7, Art. 315 Abs. 1 ZPO; vgl. auch KGer SZ, ZK1 2022 40 vom 24. No-
vember 2023 E. 1a/aa).

b) Für die güterrechtliche Auseinandersetzung gilt grundsätzlich die Ver-
handlungsmaxime (Art. 277 Abs. 1 und Art. 55 Abs. 1 ZPO) und die Dispositi-
onsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO; vgl. auch BGer 5A_36/2023 vom 5. Juli 2023 
E. 3.3.1 f.). Es obliegt den Parteien, die wesentlichen Tatsachen zu behaupten 
und den erforderlichen Beweis durch Einreichung der greifbaren Beweismittel 
und Stellung von Beweisanträgen zu erbringen (Art. 277 Abs. 1 ZPO; Haus-
heer/Geiser/Aebi-Müller, Das Familienrecht des Schweizerischen Zivilgesetz-
buches, 7. A. 2022, N 668). 

2. a) Der Berufungsführer rügt zunächst, dass die Vorinstanz die Rückzah-
lung von Fr. 10’000.00 durch die Berufungsgegnerin an die Erbengemein-
schaft F.________ fälschlicherweise als Zahlung aus deren Eigengut qualifi-
zierte. Er macht zusammengefasst geltend, er habe im Jahr 2002 als Erbe von 
F.________ sel. einen Erbvorbezug in Höhe von Fr. 80’000.00 erhalten. 2012 
habe er im Sinne einer Ausgleichung Fr. 10’000.00 an die Erbengemeinschaft 
F.________ zurückbezahlen müssen (KG-act. 1, Ziff. 11). Die Rückzahlung 
sei unbestrittenermassen am 26. November 2023 (recte: 2012) durch die Be-
rufungsgegnerin erfolgt (KG-act. 1, Ziff. 14, vgl. auch Ziff. 15 f.). Die Beru-
fungsgegnerin habe behauptet, dass sie von ihrer Mutter am 27. Januar 2012 
Fr. 10’000.00 geschenkt erhalten habe und diese Schenkung, d. h. Eigengut, 
für die Ausgleichszahlung an die Erbengemeinschaft verwendet habe (KG-
act. 1, Ziff. 12). Bei diesen von der Berufungsgegnerin in die Erbengemein-
schaft zurückbezahlten Fr. 10’000.00 sei – entgegen den vorinstanzlichen 
Erwägungen – nicht von Eigengut, sondern von Errungenschaft auszugehen 
(KG-act. 1, Ziff. 14 f.). Erstens sei von der Berufungsgegnerin kein Nachweis 
für die bestrittene Schenkung von Fr. 10’000.00 vorgelegt worden. Zweitens 
habe der Berufungsführer am 22. März 2012 Fr. 8’000.00 von seinem Lohn- 

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und damit Errungenschaftskonto auf das N.________(Bank I) Sparkonto der 
Berufungsgegnerin überwiesen. Die Berufungsgegnerin, die als einzige Per-
son Zugang zu diesem N.________(Bank I) Sparkonto gehabt habe, habe im 
Zeitraum zwischen der bestrittenen Schenkung im Januar 2012 und dem 
26. November 2012 (Zeitpunkt der Ausgleichszahlung) insgesamt 
Fr. 12’000.00 vom N.________(Bank I) Konto bezogen (zweimal Fr. 2’000.00 
und am 12. März 2012 Fr. 8’000.00). Die Vorinstanz gehe beim Bezug von 
Fr. 8’000.00 am 12. März 2012 und der Einzahlung desselben Betrages 
10 Tage später durch den Berufungsführer zu Unrecht von einer Ausleihe aus, 
da auch hierfür keine Beweise vorlägen. Darüber hinaus seien, wie auch die 
Vorinstanz festhalte, auf dem N.________(Bank I) Sparkonto der Berufungs-
gegnerin zum Zeitpunkt des Bezugs am 26. November 2012 Fr. 4’572.95 Er-
rungenschaftsmittel gewesen (KG-act. 1, Ziff. 15). Es sei vom Berufungsführer 
glaubhaft nachgewiesen worden, dass zwischen der bestrittenen Schenkung 
am 27. Januar 2012 und der Rückzahlung an die Erbengemeinschaft 
F.________ sel. am 26. November 2012 von der Berufungsgegnerin die an-
gebliche Schenkung übersteigende Bezüge vom N.________(Bank I) Spar-
konto stattgefunden hätten (KG-act. 1, Ziff. 16). Aufgrund der gesetzlichen 
Vermutung in Art. 200 Abs. 3 ZGB sei von Errungenschaft auszugehen. Der 
allgemein geltende Grundsatz, dass das Eigengut grundsätzlich für ausseror-
dentliche Investitionen eingesetzt werde, vermöge die gesetzliche Vermutung 
in Art. 200 Abs. 3 ZGB nicht auszuhebeln (KG-act. 1, Ziff. 17).

b) Die Berufungsgegnerin bestreitet diese Ausführungen (KG-act. 7, 
Ziff. 27 ff.). Sie macht zusammengefasst geltend, der Nachweis, dass der Be-
trag von Fr. 10’000.00 eine Schenkung dargestellt habe, sei entgegen der 
Behauptung des Berufungsführers erbracht worden, und zwar einerseits mit 
dem Beleg KB 12, in der die Gutschrift von O.________ zugunsten ihrer Toch-
ter C.________ am 27. Januar 2012 festgehalten sei, und andererseits durch 
die Aussage anlässlich der Zeugenbefragung von O.________ (Mutter der 

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Berufungsgegnerin) am 15. Juni 2020 (KG-act. 7, Ziff. 28). Der vom Beru-
fungsführer behauptete Barbezug von Fr. 8’000.00 am 12. März 2012 ab dem 
Sparkonto der Berufungsgegnerin sowie die Gutschrift von Fr. 8’000.00 am 
22. März 2012 würden sich gegenseitig aufheben. Seine Schlussfolgerung, 
wonach am 26. November 2012 Fr. 4’572.95 Errungenschaftsmittel auf dem 
Sparkonto der Ehefrau vorhanden gewesen seien, sei falsch. Zu diesem Zeit-
punkt habe keine Errungenschaft, sondern einzig Eigengut der Ehefrau vorge-
legen (KG-act. 7, Ziff. 29). Es werde weder ein glaubhafter noch ein substanti-
ierter Nachweis seiner Behauptung vorgelegt, wonach die Rückzahlung des 
Betrags von Fr. 8’000.00 am 22. März 2012 Errungenschaft darstellen solle. 
Vielmehr handle es sich um die Rückzahlung der Ausleihe (Barbezug von 
Fr. 8’000.00 am 12. März 2012). Die gesetzliche Vermutung von Art. 200 
Abs. 3 ZGB greife nicht. Ausserdem habe sich das Gericht auf die zitierte 
Rechtsprechung berufen dürfen, wonach Eigenmittel in erster Linie für aus-
serordentliche Investitionen eingesetzt würden. Es sei zu erwähnen, dass der 
Betrag ab dem Sparkonto der Ehefrau (Eigengut) getätigt worden sei und 
nicht etwa ab dem Lohnkonto des Ehemanns (Errungenschaft des Berufungs-
führers; KG-act. 7, Ziff. 30). 

c) Eigengut sind von Gesetzes wegen unter anderem die Vermögenswerte, 
die einem Ehegatten zu Beginn des Güterstandes gehören oder ihm später 
durch Erbgang oder sonstwie unentgeltlich zufallen (Art. 198 Ziff. 2 ZGB). Al-
les Vermögen eines Ehegatten gilt bis zum Beweis des Gegenteils als Errun-
genschaft (Art. 200 Abs. 3 ZGB). Die Beweislast für eine Schenkungsabsicht 
trägt aufgrund von Art. 200 Abs. 3 ZGB demnach der Ehegatte, der Eigengut 
geltend macht (BGer 5A_662/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 2).

Von der güterrechtlichen Zuordnung eines bestimmten Vermögensgegenstan-
des zu unterscheiden ist die völlig anders gelagerte Frage, wer die Beweislast 
dafür trägt, dass Mittel der einen Vermögensmasse zur Tilgung von Schulden 

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bzw. zum Erwerb von Vermögensgegenständen der andern beigetragen ha-
ben, so dass derjenigen Gütermasse, die für die andere aufgekommen ist, 
eine entsprechende Ersatzforderung zusteht, die entweder auf den Nominal-
wert beschränkt ist (Art. 209 Abs. 1 ZGB) oder darüber hinaus auch Anteil am 
Mehr- oder Minderwert des fraglichen Vermögensgegenstandes hat (Art. 209 
Abs. 3 ZGB). Art. 200 Abs. 3 ZGB regelt diese Frage nicht. Es gilt diesbezüg-
lich die allgemeine Beweisregel von Art. 8 ZGB (BGE 131 III 559 E. 4.3 m.H.). 
Dieser Vorschrift zufolge hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten 
Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (BGer 5A_37/2011 vom 
1. September 2011 E. 3.2.1). Schwierig ist regelmässig der Nachweis, aus 
welcher Gütermasse Ausgaben und Investitionen getätigt, Vermögensge-
genstände erworben oder Schulden getilgt werden, namentlich wenn Bank-
konten sowohl mit Eigenguts- als auch mit Errungenschaftsmitteln gespiesen 
werden (OGer ZH, LC220019-O/U vom 1. Februar 2023 E. V.3.5.1). Das Bun-
desgericht hat vor diesem Hintergrund Beweiserleichterungen durch natürliche 
Vermutungen aufgestellt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
der Aufwand für den Unterhalt der Familie sowie die Auslagen zur Erzielung 
der Erwerbseinkommen und die darauf lastenden Steuern von der Errungen-
schaft zu tragen (BGE 135 III 337 E. 2). Daraus folgt die natürliche Vermu-
tung, dass die Ehegatten zur Deckung der laufenden Bedürfnisse nicht die 
Substanz ihres Eigenguts angreifen, das ihnen im Zeitpunkt der Eheschlies-
sung schon gehört oder später durch Erbschaft oder sonstwie unentgeltlich 
zugefallen ist. Solche Eigengutsmittel bleiben nach dem gewöhnlichen Lauf 
der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung grundsätzlich unangetastet 
und werden in erster Linie für ausserordentliche Investitionen eingesetzt 
(BGer 5A_37/2011 vom 1. September 2011 E. 3.2; BGer 5A_892/2014 vom 
18. Mai 2015 E. 2.1; OGer ZH, LC220019-O/U vom 1. Februar 2023 
E. V.3.5.1). Auch in der Lehre wird dafür gehalten, dass vermutungsweise 
einerseits laufender Unterhaltsaufwand aus der Errungenschaft beglichen wird 
und andererseits namentlich für werterhaltende oder wertvermehrende Investi-

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tionen und Investitionen in das eigene Vermögen zuerst Mittel des Eigenguts 
verwendet werden (OGer ZH, LC220019-O/U vom 1. Februar 2023 E. V.3.5.1 
m.H.). Die natürliche Vermutung bewirkt keine Umkehr der Beweislast, son-
dern betrifft die Beweiswürdigung. Der Prozessgegner muss nur, aber immer-
hin, den Gegenbeweis erbringen, indem er beim Gericht Zweifel an der natür-
lichen Vermutung erzeugt (BGer 5A_37/2011 vom 1. September 2011 E. 3.2; 
BGer 5A_182/2017 vom 2. Februar 2018 E. 3.2.2; OGer ZH, LC220019-O/U 
vom 1. Februar 2023 E. V.3.5.1).

d) Aus dem Auszug des Sparkontos der Berufungsgegnerin ergibt sich, 
dass am 27. Januar 2012 eine Gutschrift in Höhe von Fr. 10’000.00 mit dem 
Vermerk „Gutschrift O.________“ erfolgte und am 26. November 2012 
Fr. 10’000.00 mit dem Vermerk „Barbezug – Uebertrag in Erbgemeinschaft 
F.________ – Einsiedeln 10:57“ belastet wurden (Vi-KB 12). O.________, die 
Mutter der Berufungsgegnerin, sagte anlässlich ihrer Zeugenbefragung vom 
15. Juni 2020 aus, sie habe von ihrem Bruder erben können und habe ge-
dacht, ihrer Tochter gehörten davon auch Fr. 10’000.00. Ihres Wissens sei 
dies sogar als Geschenk deklariert worden (Vi-act. A10, S. 4 [Ergänzungsfra-
ge der Gerichtsschreiberin]). Sie habe ihre Tochter gefragt, ob sie etwas 
Schönes damit gekauft habe. Diese habe gesagt, sie habe es der Erbenge-
meinschaft F.________ ausbezahlt, und der Berufungsführer habe gemeint, er 
bezahle ihr das zurück (Vi-act. A10, S. 4 f. [Ergänzungsfrage der Gerichts-
schreiberin]). Aufgrund der Zeugenaussage der Mutter der Berufungsgegne-
rin, die durch den Kontoauszug, wonach am 27. Januar 2012 eine Gutschrift 
in Höhe von Fr. 10’000.00 von O.________ erfolgte, gestützt wird, durfte die 
Vorinstanz den Nachweis einer Schenkung von Fr. 10’000.00 an die Beru-
fungsgegnerin als erbracht betrachten. Die Ausgleichszahlung der 
Fr. 10’000.00 an die Erbengemeinschaft erfolgte sodann einmalig und nicht im 
Rahmen des laufenden Unterhalts der Familie oder der Auslagen zur Erzie-
lung des Erwerbseinkommens (vgl. BGE 135 III 337 E. 2). Folglich ist bei die-

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ser Ausgleichszahlung von einer ausserordentlichen Investition auszugehen, 
wofür im Sinne einer natürlichen Vermutung Eigengut eingesetzt wird 
(vgl. oben E. 2c). Aus dem Kontoauszug ergibt sich am 27. Januar 2012 eine 
Gutschrift und am 26. November 2012 eine Belastung von Fr. 10’000.00 (Vi-
KB 12). Der zeitliche Konnex und die identische Höhe der Beträge sprechen 
dafür, dass die Berufungsgegnerin die erhaltene Schenkung für die Rückzah-
lung an die Erbengemeinschaft verwendete. Dies wird auch durch die Zeu-
genaussage von O.________ gestützt, auch wenn diese den Sachverhalt nur 
vom Hörensagen bestätigen konnte. Zwar sind dem Kontoauszug im Zeitraum 
zwischen dem 27. Januar 2012 und dem 26. November 2012 die Schenkung 
übersteigende Bezüge zu entnehmen. So erfolgte am 12. März 2012 eine Be-
lastung im Betrag von Fr. 8’000.00, welche am 22. März 2012 durch eine vom 
Berufungsführer geleistete Gutschrift im Betrag von Fr. 8’000.00 jedoch wie-
der ausgeglichen wurde. Ausserdem erfolgten am 15. Oktober 2012 und 
19. November 2012 je ein Barbezug im Betrag von Fr. 2’000.00 (Vi-KB 12). Es 
ist zwar nicht bewiesen, wofür diese Belastungen dienten. Die von der Vor-
instanz implizit getroffene Annahme, dass die innerhalb von 10 Tagen erfolgte 
Belastung und Gutschrift von Fr. 8’000.00 miteinander in einem Zusammen-
hang stehen, weshalb sie sich ausgeglichen und daher unbeachtlich zu blei-
ben haben, ist aufgrund des zeitlichen Konnexes und der betragsmässigen 
Übereinstimmung der Beträge nicht zu beanstanden. Sodann wies das betref-
fende Sparkonto per 1. Januar 2012 einen Saldovortrag von Fr. 4’572.95 auf 
(Vi-KB 12), der ausreichte, um die beiden Barbezüge vom 15. Oktober 2012 
und 19. November 2012 von je Fr. 2’000.00 zu decken. Der Berufungsführer 
anerkannte im Übrigen, dass das betreffende Sparkonto N.________(Bank I) 
mit Fr. 7’388.50 per Stichtag 27. Februar 2017 dem Eigengut der Berufungs-
gegnerin zuzuordnen ist (Vi-act. A7, S. 26). Nach dem Gesagten liegen keine 
Umstände vor, welche Zweifel daran wecken könnten, dass die Berufungs-
gegnerin die geschenkten Fr. 10’000.00 für die Rückzahlung an die Erbenge-
meinschaft verwendete. Entsprechend der natürlichen Vermutung im Sinne 

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der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass diese 
Rückzahlung an die Erbengemeinschaft als ausserordentliche Investition mit 
den als Schenkung erhaltenen Mitteln (Eigengutsmittel) erfolgte. Die entspre-
chenden vorinstanzlichen Erwägungen sind aus diesen Gründen nicht zu be-
anstanden (vgl. angef. Urteil, E. C.3.1.3). Die Berufung ist diesbezüglich ab-
zuweisen.

3. a) Die Berufungsgegnerin macht ihrerseits mit Anschlussberufung im 
Zusammenhang mit der Erbschaft F.________ geltend, die Vorinstanz gehe 
beim Betrag von Fr. 80’000.00 fälschlicherweise von einem Erbvorbezug aus, 
obwohl es sich um ein Darlehen gehandelt habe (KG-act. 7, Ziff. 1). 
F.________ sel. habe dem Berufungsführer im Verlauf des Hausbaus 
Fr. 80’000.00 übergeben, was unbestritten sei. In der öffentlichen Urkunde 
über die Liegenschaftsübertragung unter Ehegatten sei dieser Betrag zwar als 
„Vorerbschaft F.________“ bezeichnet worden. Zu dieser Urkunde sei zu sa-
gen, dass damals der Bau des Einfamilienhauses im vollen Gang und die Fi-
nanzierung noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Die Urkunde habe des-
halb den Begriff der „bisherigen Eigenheimfinanzierung“ verwendet sowie ei-
nen Baukredit anstelle einer Hypothek vorgesehen. Es sei eine laufende 
Rechnung bezüglich der Erstellung und Fertigstellung des Hauses gewesen. 
Die Ehegatten seien ursprünglich von einem Erbvorbezug ausgegangen und 
hätten diesen auch in der Urkunde als solchen bezeichnet. Als Ende 2002 die 
erste Zinsrechnung gestellt worden sei, habe sich der Erbvorbezug jedoch als 
Darlehen erwiesen bzw. im Nachhinein sei aus dem vermeintlichen Erbvorbe-
zug ein Darlehen geworden. Dass es sich effektiv um ein Darlehen und nicht 
etwa um eine Schenkung (oder einen effektiven Erbvorbezug ohne Rückzah-
lungspflicht) gehandelt habe, gehe auch aus der Mail vom 27. November 2018 
von I.________, Treuhänder von F.________ sel., hervor, der geschrieben 
habe: „Das seinerzeit gewährte Darlehen von F.________ an A.________ im 
Betrag von Fr. 70’000.00 wurde bei der Erbteilung vom 30.11.2012 berück-

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sichtigt“ (KG-act. 7, Ziff. 10; Vi-KB 29). Sie habe aufzuzeigen vermögen, dass 
die „verurkundete“ Behauptung des Berufungsführers, wonach er 
Fr. 80’000.00 „aus Vorerbschaft F.________“ in die Liegenschaft investiert 
habe, falsch sei. F.________ sei erst im Jahr 2012 verstorben. Im Erbtei-
lungsvertrag vom 30. November 2012 sei wiederum von „Erbvorbezug Darle-
hen“ die Rede. Daraus gehe hervor, dass erst im Rahmen der Erbteilung das 
Darlehen von Fr. 80’000.00 in eine Schenkung, und damit Eigengut, umge-
wandelt worden sei. Weil die effektive Erbschaft nur Fr. 70’000.00 betragen 
habe, habe der Betrag von Fr. 10’000.00 der Erbengemeinschaft zurückbe-
zahlt werden müssen (KG-act. 7, Ziff. 11). Folglich könne beim Betrag von 
Fr. 80’000.00 (ursprüngliches Darlehen) bzw. Fr. 70’000.00 (effektives Erbe 
nach Abzug der Rückzahlung der Berufungsgegnerin von Fr. 10’000.00) nicht 
von Eigenmitteln gesprochen werden und es könne schon gar nicht als inves-
tiertes Mittel des Berufungsführers verstanden werden. Dem Betrag von 
Fr. 70’000.00 komme kein Mehrwertanteil zu (KG-act. 7, Ziff. 12).

b) Der Berufungsführer macht geltend, die Vorinstanz nehme richtigerwei-
se an, dass es sich bei den Fr. 80’000.00 von F.________ sel. um einen Erb-
vorbezug und nicht, wie von der Berufungsgegnerin behauptet, um ein Darle-
hen gehandelt habe (KG-act. 1, Ziff. 11; KG-act. 10, Zu 1). Die Fr. 80’000.00 
seien in der öffentlichen Urkunde zu Recht als Vorerbe bezeichnet worden. 
Als öffentliche Urkunde komme dem Liegenschaftsübertragungsvertrag zwi-
schen den Parteien erhöhte Beweiskraft zu, solange nicht deren Unrichtigkeit 
bewiesen sei (Art. 9 ZGB). Der Berufungsführer habe den Betrag von 
Fr. 80’000.00 von seiner Grossmutter erhalten. Nach deren Tod habe er als 
Erbe nichts mehr aus dem Nachlass erhalten, weil er sein Erbe bereits zuvor 
für den Hausbau erhalten habe. Es handle sich offensichtlich um eine Erb-
schaft. Gerade weil der Betrag von Fr. 80’000.00 bei der Erbteilung vom 
30. November 2012 berücksichtigt worden sei, sei eindeutig von einer Erb-
schaft auszugehen, weil ihm der entsprechende Betrag an sein Erbe ange-

Kantonsgericht Schwyz 14

rechnet worden sei. Die Berufungsgegnerin habe nicht nachweisen können, 
dass es sich um ein Darlehen gehandelt habe (KG-act. 10, Zu 10 ff.).

c) Die Überlassung einer Geldsumme durch den Erblasser an einen künfti-
gen Erben kann je nach Ausgestaltung ein Erbvorbezug oder Darlehen sein, 
je nachdem, ob eine – nach allgemeinen Regeln vom Ansprecher zu bewei-
sende – Rückerstattungspflicht vereinbart ist. So charakterisiert sich der Erb-
vorbezug im Gegensatz zum Darlehen durch ein endgültiges Zurverfügung-
stellen der entsprechenden Werte (Maurenbrecher/Schärer, in: Widmer 
Lüchinger/Oser [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. A. 2020, 
Art. 312 OR N 49; Weber, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Das Obligationenrecht, Das Darlehen, 
Art. 312–318 OR, 2013, Vor Art. 312 OR N 90). Gewährt der Erblasser einem 
künftigen Erben ein Darlehen, so hat sich der Erbe dieses Darlehen bei der 
Erbteilung im Nachlass des Erblassers an seinen Erbanteil anrechnen zu las-
sen (Art. 614 ZGB).

d) Die Vorinstanz ging gestützt auf eine Beweiswürdigung davon aus, dass 
der Berufungsführer von F.________ einen Erbvorbezug von Fr. 80’000.00 
erhalten habe, der sich nach der Ausgleichszahlung von Fr. 10’000.00 an die 
Erbengemeinschaft von F.________ auf Fr. 70’000.00 reduziert habe. Als 
Eventualbegründung führte sie an, dass es – nachdem, wie im Urteil einlei-
tend ausgeführt worden sei, bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung auf 
eine mehrstufige Mehrwertberechnung verzichtet werde (vgl. angef. Urteil, 
E. C.3.1) – ohnehin irrelevant wäre, wenn zuerst ein Darlehen bestanden hät-
te, da gestützt auf den Erbteilungsvertrag vom 30. November 2012 (und der 
dort getroffenen Vereinbarung, wonach sich der Berufungsführer einen „Erb-
vorbezug Darlehen“ im Betrag von Fr. 70’000.00 an seinen Erbanteil anrech-
nen zu lassen habe; Vi-KB 28) unbestritten sein dürfte, dass (jedenfalls) im 

Kantonsgericht Schwyz 15

Zeitpunkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung diesbezüglich ein Erbe 
und damit Eigengut des Ehemannes vorliege (angef. Urteil, E. C.3.1.3).

Weist der angefochtene Entscheid zu einem Streitpunkt mehr als eine Be-
gründung auf, zum Beispiel eine Haupt- und eine Eventualbegründung, muss 
sich der Berufungsführer (bzw. hier: die Anschlussberufungsführerin) mit allen 
Begründungen auseinandersetzen, andernfalls hinsichtlich des betreffenden 
Streitpunkts auf die Berufung (bzw. hier: Anschlussberufung) nicht einzutreten 
ist (Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schwei-
zerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 311 ZPO N 16 m.H.). Die Beru-
fungsführerin setzte sich in ihrer Anschlussberufung einzig mit der Hauptbe-
gründung der Vorinstanz auseinander, nicht jedoch mit deren Eventualbe-
gründung. Aus diesem Grund ist bezüglich dieses Streitpunkts auf die An-
schlussberufung nicht einzutreten. Ohnehin wäre die Anschlussberufung dies-
bezüglich abzuweisen, da zumindest die Eventualbegründung der Vorinstanz 
in der Sache nicht zu beanstanden ist, nachdem die Vorgehensweise der Vor-
instanz, im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung auf eine mehr-
stufige Mehrwertberechnung zu verzichten, von keiner Partei als rechtsfehler-
haft gerügt wurde. Bei dieser Ausgangslage macht es keinen Unterschied, ob 
der vom Berufungsführer erhaltene und in die Liegenschaft investierte Betrag 
von Fr. 70’000.00 von Anfang an als Erbvorbezug oder zunächst als Darlehen, 
welches im Rahmen der Erbteilung an den Erbanteil angerechnet wurde und 
damit zum Erbbetreffnis wurde, zu qualifizieren ist, weil der Betrag so oder 
anders Eigengut darstellt. 

Auf die Anschlussberufung ist daher in diesem Punkt nicht einzutreten, even-
tualiter wäre sie diesbezüglich abzuweisen, sodass die vorinstanzliche Fest-
stellung, wonach die vom Berufungsführer erhaltenen Fr. 70’000.00 als Ei-
gengut zu qualifizieren sind, im Ergebnis zu bestätigen ist (vgl. angef. Urteil, 
E. C.3.1.3).

Kantonsgericht Schwyz 16

e) Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob der Berufungsführer ver-
pflichtet gewesen wäre, die von der Berufungsgegnerin zur Edition beantrag-
ten Steuererklärungen einzureichen, was die Vorinstanz verneinte, und ob es 
sich bei der von der Berufungsgegnerin anlässlich der Verhandlung vom 
15. Juni 2020 eingereichten Steuererklärung 2010 um ein unzulässiges No-
vum handelte, was die Vorinstanz bejahte (vgl. KG-act. 7, Ziff. 14 ff.; KG-
act. 10, Zu Ziff. 10 ff.; angef. Urteil, E. C.3.1.3).

4. a) Der Berufungsführer rügt zudem, dass die Vorinstanz fälschlicherwei-
se davon ausgegangen sei, die Berufungsgegnerin habe mit der Ausgleichs-
zahlung eine Investition in die Liegenschaft der Parteien getätigt (KG-act. 1, 
Ziff. 19 ff.). Bloss weil die Berufungsgegnerin im Jahr 2012 mit Fr. 10’000.00 
von ihrem N.________(Bank I)-Sparkonto eine Schuld des Berufungsführers 
gegenüber der Erbengemeinschaft F.________ beglichen habe, könne nicht 
eine Investition in die Liegenschaft angenommen werden. Mit dem Geld sei 
nicht in die Liegenschaft investiert, sondern eine Schuld des Berufungsführers 
beglichen worden (KG-act. 1, Ziff. 20). Die Berufungsgegnerin stellt dies in 
Abrede (KG-act. 7, Ziff. 31 f.). Sie macht ihrerseits geltend, die Fr. 80’000.00 
bzw. Fr. 70’000.00 könnten nicht als investiertes Mittel des Berufungsführers 
verstanden werden. Dem Betrag von Fr. 70’000.00 komme kein Mehrwertan-
teil zu (KG-act. 7, Ziff. 12).

b) Sind Schulden der Errungenschaft aus dem Eigengut oder Schulden des 
Eigengutes aus der Errungenschaft eines Ehegatten bezahlt worden, so be-
steht bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung eine Ersatzforderung 
(Art. 209 Abs. 1 ZGB). Haben Mittel der einen Vermögensmasse zum Erwerb, 
zur Verbesserung oder zur Erhaltung von Vermögensgegenständen der an-
dern beigetragen und ist ein Mehr- oder ein Minderwert eingetreten, so ent-
spricht die Ersatzforderung dem Anteil des Beitrages und wird nach dem Wert 

Kantonsgericht Schwyz 17

der Vermögensgegenstände im Zeitpunkt der Auseinandersetzung oder der 
Veräusserung berechnet (Art. 209 Abs. 3 ZGB).

c) Der Berufungsführer macht geltend, die Rückzahlung der Fr. 10’000.00 
an die Erbengemeinschaft F.________ sei erst zehn Jahre nach dem Kauf der 
Liegenschaft und damit lange nach den tatsächlichen Investitionen in die Lie-
genschaft geleistet worden, sodass keine Investition in die Liegenschaft vor-
liege (KG-act. 1, Ziff. 19). Für die Annahme einer Ersatzforderung ist aller-
dings unerheblich, dass der zur Finanzierung der in die Errungenschaft fallen-
den Sache verwendete Beitrag aus dem Eigengut in zeitlicher Hinsicht erst 
nach deren Erwerb geleistet wurde. Entscheidend ist allein, dass ein hinrei-
chender Zusammenhang zwischen der Zahlung und dem Erwerb des fragli-
chen Vermögenswerts besteht (BGer 5A_345/2020 vom 30. April 2021 E. 6.4; 
BGer 5A_479/2015 vom 6. Januar 2015 E. 3.2.2). Die Rückzahlung der 
Fr. 10’000.00 an die Erbengemeinschaft F.________ steht in hinreichendem 
Zusammenhang mit dem Erwerb der Liegenschaft, zumal die vom Berufungs-
führer von F.________ erhaltenen Fr. 80’000.00 (nach Rückzahlung an die 
Erbengemeinschaft noch Fr. 70’000.00) unbestrittenermassen während des 
Hausbaus vergütet (vgl. KG-act. 1, Ziff. 11; KG-act. 7, Ziff. 10) und im Liegen-
schaftsübertragungsvertrag erwähnt (vgl. Vi-KB 15 S. 3) und damit als Investi-
tion zu verstehen sind. Aus demselben Grund ist auch der vom Berufungsfüh-
rer von F.________ sel. erhaltene Betrag von Fr. 80’000.00 (nach Rückzah-
lung an die Erbengemeinschaft noch Fr. 70’000.00) als Investition in die Lie-
genschaft zu verstehen, unabhängig davon, ob der Betrag von Fr. 70’000.00 
von Anfang an als Erbvorbezug oder zunächst als Darlehen, das im Rahmen 
der Erbteilung an den Erbanteil angerechnet wurde und damit zum Erbbetreff-
nis wurde, zu qualifizieren ist. Die Berufung und Anschlussberufung sind in 
diesem Punkt abzuweisen und die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach 
Fr. 70’000.00 als Eigengut des Ehemanns und Fr. 10’000.00 als Eigengut der 

Kantonsgericht Schwyz 18

Ehefrau in der güterrechtlichen Auseinandersetzung samt Mehrwertanteil zu 
berücksichtigen sind, zu bestätigen (vgl. angef. Urteil, E. C.3.1.3 und C.3.3.3). 

5. a) Die Berufungsgegnerin rügt in ihrer Anschlussberufung weiter, die 
Vorinstanz habe die unentgeltliche Zuwendung der Genossame G.________ 
an sie nicht als solche anerkannt (KG-act. 7, Ziff. 1). Sie sei Bürgerin der Ge-
nossame G.________ und habe am 13. September 2000 von der Genossame 
das Grundstück Nr. yy mit einem Umfang von 727 m2 zum Preis von 
230.00 / m2 zuzüglich von 40.00 / m2 für die Erschliessung, mithin zu einem 
Preis von Fr. 196’290.00 erwerben können. Für diese Summe habe ihr die 
Genossame G.________ ein Darlehen gewährt (KG-act. 7, Ziff. 2). Reell sei 
die Liegenschaft damals mit Fr. 460.00 / m2 bewertet gewesen. Dies gehe 
einerseits aus der Bauverordnung der Genossame G.________ hervor, wo 
unter § 4 explizit festgehalten sei, dass bei einer Veräusserung des erworbe-
nen Landes innert 30 Jahren der Genossame der doppelte Betrag des Kauf-
preises nachzuzahlen sei. Andererseits werde dieser Wert auch durch die 
Verkehrswertschätzung der K.________AG vom 8. Dezember 2016 (recte: 
13. Dezember 2016 mit Stichtag 15. Dezember 2016; Vi-KB 22) bestätigt, die 
einen Landwert von mindestens Fr. 410.00 / m2 vorsehe. Ausserdem sähen 
die erhobenen „Richtwerte 2004 für Baulandpreise“ im Kanton Schwyz für 
G.________ den Wert von Fr. 300.00 bis Fr. 400.00 vor (KG-act. 7, Ziff. 3). Im 
Umfang, in dem die Genossame G.________ das genannte Grundstück der 
Berufungsgegnerin zum hälftigen Wert statt zum angenommenen Verkehrs-
wert übereignet habe, liege folglich und entgegen der Auffassung der Vor-
instanz eine Schenkung bzw. eine unentgeltliche Zuwendung im anrechenba-
ren Betrag von Fr. 196’290.00 vor (KG-act. 7, Ziff. 4). Die Vorinstanz vertrete 
die falsche Auffassung, dass es ihr nicht gelungen sei, den Beweis zu erbrin-
gen, dass ihr ein unentgeltlicher Vermögenswert durch den Kauf als Genos-
senbürgerin zugefallen sei. Es sei notorisch, dass die Genossamen des Kan-
tons Schwyz ihren Bürgern Genossenland zu Vorzugspreisen verkaufen wür-

Kantonsgericht Schwyz 19

den. Ausserdem habe sie anlässlich der Grundstücksüberschreibung den 
Kaufpreis nicht per Bankzahlung überweisen müssen, sondern den Erwerb 
mittels Aufnahme eines Darlehens im Umfang des Kaufpreises abwickeln 
können (KG-act. 7, Ziff. 5). Der unentgeltliche Vermögensanfall habe sich be-
reits beim Abschluss des Kaufvertrags im Jahr 2000 verwirklicht. Die Vor-
instanz gehe fälschlicherweise davon aus, dass sich die Unentgeltlichkeit erst 
bei einer Nachzahlungspflicht (recte: Löschung der Nachzahlungspflicht) ver-
wirklichen würde (KG-act. 7, Ziff. 7).

b) Der Berufungsführer macht geltend, eine unentgeltliche Zuwendung der 
Genossame an die Berufungsgegnerin liege nicht vor. Die gemäss kantonaler 
Steuerverwaltung Schwyz erhobenen „Richtwerte 2004 für Baulandpreise“ 
hätten für die Wohnzone in G.________ Fr. 300.00 bis Fr. 400.00 betragen 
und die Parteien hätten die Liegenschaft vier Jahre vor dieser Richtwerterhe-
bung gekauft, weshalb der angenommene Landwert in Höhe von 
Fr. 230.00 / m2 bzw. Fr. 270.00 / m2 keineswegs realitätsfern sei. Weder mit 
der Bauverordnung der Genossame G.________ noch mit der Verkehrswert-
schätzung der K.________AG vom 8. Dezember 2016 (recte: 13. Dezember 
2016) lasse sich nachweisen, dass der Quadratmeterpreis am 13. September 
2000 Fr. 460.00 / m2 betragen habe (KG-act. 10, Zu 3).

c) Aus dem öffentlich beurkundeten Kaufvertrag vom 13. September 2000 
(Vi-KB 14) ergibt sich, dass die Genossame G.________ der Berufungsgeg-
nerin das Grundstück zu Fr. 230.00 pro Quadratmeter zuzüglich Fr. 40.00 pro 
Quadratmeter (Erschliessung) zum Preis von insgesamt Fr. 196’290.00 ver-
kaufte. In der Höhe dieses Kaufpreises gewährte die Genossame G.________ 
der Berufungsgegnerin ein Darlehen. Zur Sicherung der Forderung besteht ein 
Inhaberschuldbrief in Höhe von Fr. 196’290.00, haftend im ersten Rang auf 
GB Nr. xx Katasternummer yy (Vi-KB 14, S. 3; Vi-BB 15, S. 1). Ausserdem 
vereinbarten die Berufungsgegnerin und die Genossame G.________ eine 

Kantonsgericht Schwyz 20

„Nachzahlungspflicht“, wonach die Berufungsgegnerin im Falle, dass sie das 
Grundstück an eine Person veräussert, die nicht Bürger der Genossame 
G.________ ist, eine Nachzahlung von Fr. 460.00 pro Quadratmeter zu leisten 
hat. Zur Sicherstellung dieser Forderung wurde auf dem Grundstück GB Nr. xx 
Katasternummer yy zu Gunsten der Genossame G.________ eine Grund-
pfandverschreibung über den Betrag von Fr. 334’420.00 (727 m2 à Fr. 460.00) 
im dritten Rang mit einem Vorgang von Fr. 500’000.00 errichtet (Vi-KB 14, 
S. 5; Vi-BB 15, S. 2). Die Bestimmungen der Bauverordnung der Genossame 
G.________ bildeten Bestandteil des Kaufvertrags (Vi-KB 14, S. 6). § 4 dieser 
Bauverordnung (Stand 17. April 1998) schreibt vor, dass der Käufer den dop-
pelten Betrag des Kaufpreises an die Genossame nachzuzahlen hat, wenn er 
das erworbene Land innert 30 Jahren veräussert (Vi-KB 23). 

d) Nach Art. 198 Ziff. 2 ZGB sind Vermögenswerte, die einem Ehegatten 
zu Beginn des Güterstands gehören oder ihm später durch Erbgang oder 
sonst wie unentgeltlich zufallen, von Gesetzes wegen Eigengut. Zugefallen im 
Sinne von Art. 198 Ziff. 2 ZGB ist dem Ehegatten ein Vermögenswert dann, 
wenn er zu einer Gesamtvermögensmehrung geführt hat. Unentgeltlich erfolgt 
der Zufall des Vermögenswerts, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise 
keine Gegenleistung erbracht wurde (vgl. Hausheer/Aebi-Müller, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. A. 2022, 
Art. 198 ZGB N 18; BGE 121 III 201 E. 4a; BGer 5A_111/2007 vom 8. Janu-
ar 2008 E. 4.2.2 m.H.). Liegt formell ein entgeltlicher Erwerb durch Kaufvertrag 
vor, wird aber inhaltlich eine gemischte Schenkung behauptet, erfolgt die Ab-
grenzung danach, ob dem Leistungsaustausch ein Begünstigungs- oder Zu-
wendungswille des Schenkers zugrunde liegt. Diese Schenkungsabsicht 
("animus donandi") wird in Rechtsprechung und herrschender Lehre ausdrück-
lich vorausgesetzt (BGer 5A_662/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 2.2 m.H.; 
BGer 5A_907/2018 vom 3. November 2020 E. 4.2).

Kantonsgericht Schwyz 21

e) Die Berufungsgegnerin trägt die Beweislast für die von ihr behauptete 
(teilweise) Unentgeltlichkeit des Vermögensanfalls. Den Beweis, dass das 
strittige Grundstück im Jahr 2000 einen Verkehrswert von Fr. 460.00 / m2 auf-
wies, vermochte sie jedoch nicht zu erbringen. Wie die Vorinstanz zutreffend 
ausführte, geht die Verkehrswertschätzung vom 13. Dezember 2016 – die 
mehr als 16 Jahre nach dem Erwerb des Grundstücks erstellt wurde – von 
einem Landwert von Fr. 410.00 / m2 aus (vgl. Vi-KB 22, S. 9), was gegen den 
Standpunkt der Berufungsgegnerin spricht, dass dieses Grundstück im Jahr 
2000 einen Verkehrswert von Fr. 460.00 / m2 aufgewiesen haben soll (angef. 
Urteil, E. C.3.1.1). Auch aus dem Umstand, dass gemäss § 4 der zu Vertrags-
bestandteil erklärten Bauverordnung der Genossame G.________ bei einer 
Veräusserung des erworbenen Landes innert 30 Jahren der Genossame der 
doppelte Betrag des Kaufpreises nachzuzahlen ist, lässt sich die behauptete 
(teilweise) Unentgeltlichkeit nicht beweisen, weil diese Nachzahlungspflicht 
durchaus als Strafzahlung verstanden werden kann, wie die Vorinstanz zutref-
fend ausführte (angef. Urteil, E. C.3.1.1). Sodann erbringen auch die von der 
Berufungsgegnerin angerufenen „Richtwerte 2004 für Baulandpreise“, die für 
G.________ in der Wohnzone einen Quadratmeterpreis von Fr. 300.00 bis 
Fr. 400.00 vorsahen (Vi-BB 30), nicht den Beweis für die von der Berufungs-
gegnerin behauptete (teilweise) Unentgeltlichkeit. Denn auch diese Richtwerte 
sprechen gegen den von der Berufungsgegnerin behaupteten Verkehrswert 
von Fr. 460.00 / m2. Sie erbringen aber auch nicht den Beweis, dass der Qua-
dratmeterpreis des strittigen Grundstücks im Jahr 2000 irgendwo zwischen 
Fr. 300.00 und Fr. 400.00 lag, da die Richtwerte erstens von 2004 stammen 
und sie zweitens explizit den Vermerk enthalten, dass im Einzelfall der konkret 
angewandte Landwert auch ausserhalb der Bandbreite liegen kann (vgl. Vi-
BB 30). Der Umstand, dass die Berufungsgegnerin den Kaufpreis für das 
Grundstück vollumfänglich mittels Gewährung eines Verkäuferdarlehens be-
gleichen konnte, beweist ebenso wenig die behauptete (teilweise) Unentgelt-
lichkeit, weil auch reine Kreditkäufe möglich sind. Schliesslich ist es auch nicht 

Kantonsgericht Schwyz 22

gerichtsnotorisch, dass die Genossame G.________ das Genossenland ihren 
Bürgerinnen und Bürgern zu Vorzugspreisen verkauft. Den vorinstanzlich 
noch gestellten Beweisantrag auf Begutachtung des Verkehrswerts von 
Grundstück GB xx Einsiedeln per Jahr 2000 (Vi-act. A3, S. 6) stellt die Beru-
fungsgegnerin zweitinstanzlich nicht mehr, sodass sich die Frage erübrigt, ob 
dieser Beweis abzunehmen wäre (siehe BGE 144 III 394 E. 4.2). Zusammen-
fassend gelang der Berufungsgegnerin der Nachweis der behaupteten (teil-
weisen) Unentgeltlichkeit des Erwerbs des strittigen Grundstücks im Jahr 2000 
nicht. Die diesbezüglichen Rügen der Berufungsgegnerin sind unbegründet 
und das vorinstanzliche Urteil in diesem Punkt zu bestätigen (vgl. angef. Urteil, 
E. C.3.1.1 S. 16).

6. a) Der Berufungsführer rügt weiter, die Vorinstanz habe fälschlicherwei-
se die Amortisationszahlung in Höhe von Fr. 29’000.00 der Hypothek des 
Grundstücks M.________ (Adresse) je hälftig beiden Errungenschaften der 
Ehegatten zugeteilt (KG-act. 1, Ziff. 27). Sein Miteigentumsanteil falle in sein 
Eigengut, weil er sich ausschliesslich aus Eigengut zusammensetze. Diese 
Ansicht werde auch von der Vorinstanz geteilt. Der Miteigentumsanteil der 
Berufungsgegnerin falle dagegen, entgegen dem angefochtenen Urteil, in de-
ren Errungenschaft, weil diese sich, wie auch die Vorinstanz festhalte, über-
wiegend mit Errungenschaft am Erwerb der Liegenschaft beteiligt habe. Die 
Hypothek belaste damit je zur Hälfte das Eigengut des Berufungsführers und 
die Errungenschaft der Berufungsgegnerin (KG-act. 1, Ziff. 29). Weil die Hypo-
thek vorliegend das Eigengut des Berufungsführers und die Errungenschaft 
der Berufungsgegnerin belaste, müsse davon ausgegangen werden, dass die 
Amortisation der Hypothek von je Fr. 14’500.00 aus dem Eigengut des Beru-
fungsführers und aus der Errungenschaft der Berufungsgegnerin erfolgt sei 
(KG-act. 1, Ziff. 30). Die Berufungsgegnerin bestreitet die Ausführungen des 
Berufungsführers mit Verweis auf das angefochtene Urteil (KG-act. 7, Ziff. 37). 
Die Vorinstanz erwog, eine Amortisation durch Eigengut wäre durch den 

Kantonsgericht Schwyz 23

Ehemann zu beweisen, ansonsten gestützt auf die Errungenschaftsvermutung 
gemäss Art. 200 Abs. 2 (recte: Abs. 3) ZGB davon auszugehen sei, dass die 
Amortisation mittels Errungenschaft erfolgt sei. Der Ehemann habe bezüglich 
der Amortisationen keinen Beweisantrag gestellt, sodass gestützt auf Art. 200 
Abs. 3 ZGB davon auszugehen sei, dass die Amortisationen mittels Errungen-
schaft erfolgt seien (angef. Urteil, E. C.3.1.2).

b) Eine Hypothek als Schuld stellt keinen vom Vermögensgegenstand los-
gelösten Wert dar, sondern folgt diesem (Art. 209 Abs. 2 ZGB). Sie wird 
grundsätzlich als Ganzes derjenigen Vermögensmasse zugerechnet, mit der 
sie sachlich zusammenhängt, d. h. derjenigen Vermögensmasse, der auch die 
Liegenschaft angehört. Die Hypothek als solche wird somit nicht proportional 
zu den Beteiligungen auf die Vermögensmassen aufgeteilt (Haus-
heer/Geiser/Aebi-Müller, a.a.O., N 1068). Amortisationen ersetzen nur die 
Hypothek und ändern an deren Zuordnung nichts. Allerdings handelt es sich 
bei Amortisationen um nachträgliche Investitionen i.S.v. Art. 206 Abs. 1 und 
Art. 209 Abs. 3 ZGB (Hausheer/Geiser/Aebi-Müller, a.a.O., N 1070).

c) Der Miteigentumsanteil des Berufungsführers fällt in sein Eigengut, weil 
dieses – wie von der Vorinstanz festgestellt (vgl. angef. Urteil, E. C.3.1.3) und 
von keiner Partei gerügt – sich mit insgesamt Fr. 249’500.00 (Eigengut abzüg-
lich überhälftige Investition in den Miteigentumsanteil der Ehefrau) an der Lie-
genschaft beteiligte. Der Miteigentumsanteil der Berufungsgegnerin fällt dem-
gegenüber in deren Errungenschaft, da die Berufungsgegnerin das Grunds-
tück am 13. September 2000 unbestrittenermassen im Rahmen eines reinen 
Kreditkaufs erwarb (vgl. oben E. 5c; zur güterrechtlichen Zuordnung eines 
durch reinen Kreditkauf erworbenen Vermögenswerts in die Errungenschaft 
siehe BGE 141 III 145 E. 4.3.1 m.H.). Der Miteigentumsanteil der Berufungs-
gegnerin wäre überdies auch dann der Errungenschaft zuzuweisen, wenn für 
dessen güterrechtliche Zuordnung nicht der Zeitpunkt des ursprünglichen 

Kantonsgericht Schwyz 24

Grundstückerwerbs am 13. September 2000 massgebend sein sollte, sondern 
der 30. März 2002, als die Berufungsgegnerin einen hälftigen Miteigentumsan-
teil am Grundstück auf den Berufungsführer übertrug (vgl. Vi-KB 15). Gemäss 
den von den Parteien in der öffentlichen Urkunde zur Übertragung des Mitei-
gentumsanteils vom 30. März 2002 festgehaltenen Ausführungen beteiligte 
sich die Ehefrau zu diesem Zeitpunkt mit Fr. 15’000.00 Eigengut und 
Fr. 25’000.00 Errungenschaft und im Übrigen mit Drittmitteln (inklusive über-
hälftige Investition des Ehemannes) an der Liegenschaft bzw. an ihrem Mitei-
gentumsanteil (vgl. Vi-KB 15 S. 3), weshalb ihr Miteigentumsanteil nach dem 
Übergewicht der beteiligten Gütermassen der Errungenschaft zuzuordnen ist. 
Die Hypothek stellt als Schuld nach dem Gesagten keinen vom Vermögens-
gegenstand losgelösten Wert dar, sondern folgt diesem (Art. 209 Abs. 2 ZGB). 
Die Hypothek belastet somit je zur Hälfte das Eigengut des Berufungsführers 
und die Errungenschaft der Berufungsgegnerin.

d) Ist streitig, ob eine bestimmte Schuld aus der Errungenschaft oder aus 
dem Eigengut getilgt wurde, etwa weil auf einem Bankkonto Errungenschaft 
und Eigengut zusammenkamen, ist davon auszugehen, die Schuld sei durch 
jene Gütermasse beglichen worden, der sie auch zuzuordnen war (Haus-
heer/Aebi-Müller, a.a.O., Art. 209 ZGB N 17; Hausheer/Reusser/Geiser, in: 
Meier-Hayoz [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 
Das Familienrecht, Das Eherecht, Das Güterrecht der Ehegatten, Art. 181–
220 ZGB, 1992, Art. 209 ZGB N 40). So sind Amortisationen grundsätzlich von 
der Gütermasse vorzunehmen, die mit der Hypothek belastet ist (Haus-
heer/Reusser/Geiser, a.a.O., Art. 196 ZGB N 57; KGer SZ, ZK1 2016 19 vom 
23. Mai 2017 E. 2e/dd m.H.). Im Sinne einer natürlichen Vermutung kann da-
von ausgegangen werden, dass Schulden, die den Familienunterhalt (in-
kl. Altersvorsorge) betreffen, durch Errungenschaft beglichen werden und 
dafür nicht die Substanz des Eigenguts angezehrt wird und die Substanz des 
Eigenguts in erster Linie für ausserordentliche Investitionen eingesetzt wird 

Kantonsgericht Schwyz 25

(vgl. oben E. 2c; Hausheer/Aebi-Müller, a.a.O., Art. 209 ZGB N 17; 
BGer 5A_182/2017 vom 2. Februar 2018 E. 3.3.2 f.; BGer 5A_37/2011 vom 
1. September 2011 E. 3.2.1). Die Anrufung dieser natürlichen Vermutung zu 
Gunsten des Eigenguts setzt jedoch voraus, dass die Substanz des Eigenguts 
dem Grundsatz nach unbestritten oder bewiesen ist und einzig zu klären ist, 
ob eine bestimmte Schuld aus der Errungenschaft oder aus dem Eigengut 
getilgt wurde (vgl. BGer 5A_182/2017 vom 2. Februar 2018 E. 3.3.3). Der Be-
rufungsführer, der sich auf den Standpunkt stellt, die Amortisation der Hypo-
thek im hälftigen Betrag von Fr. 14’500.00 sei aus seinem Eigengut erfolgt, 
trägt daher in Anwendung von Art. 8 ZGB die Beweislast dafür, dass er über 
Eigengut in entsprechender Höhe verfügte, welches für die Amortisation der 
Hypothek verwendet werden konnte (vgl. BGer 5A_182/2017 vom 2. Februar 
2018 E. 3.3.2).

e) Der Berufungsführer legt in seiner Berufung nicht dar, er habe erstin-
stanzlich bewiesen oder es sei unbestritten geblieben, dass er über Eigen-
gutsmittel verfügt habe, die nicht bereits anderweitig in die eheliche Liegen-
schaft investiert gewesen seien und die er zur Amortisation der Hypothek im 
hälftigen Betrag von Fr. 14’500.00 habe verwenden können. Hierfür bestün-
den im Übrigen auch keine Anhaltspunkte in den erstinstanzlichen Rechts-
schriften (vgl. Vi-act. A4, S. 14; Vi-act. A7, S. 13). Die Vorinstanz stellte denn 
auch fest, der Ehemann habe bezüglich der Amortisationen keinen Beweisan-
trag gestellt (angef. Urteil, E. C.3.1.2). Da der Berufungsführer nicht beweisen 
konnte, dass er über Eigengutsmittel in der Höhe von Fr. 14’500.00 verfügte, 
die er zur Amortisation der Hypothek im entsprechenden Betrag verwenden 
konnte, ist seinem Eigengut diesbezüglich keine Ersatzforderung zuzuerken-
nen. Das vorinstanzliche Urteil, das die Amortisation der Hypothek im Betrag 
von je Fr. 14’500.00 den beiden Errungenschaften der Parteien zuteilte, ist in 
diesem Punkt zu bestätigen und die diesbezügliche Berufung abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist.

Kantonsgericht Schwyz 26

7. Der Berufungsführer macht geltend, die Parteien hätten betreffend die 
Liegenschaft M.________ (Adresse) gemeinsam eine Verkehrswertschätzung 
bei J.________ (nachfolgend „Gutachten J.________“) in Auftrag gegeben 
und sich prozessual implizit über den Bewertungszeitpunkt und die Bewertung 
der Liegenschaft gemäss Gutachten J.________ geeinigt (nachfolgend E. 7a). 
Er rügt eine Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes, indem die Vorinstanz 
diesbezüglich ein weiteres Gutachten (Gutachten E.________) einholte (nach-
folgend E. 7b). Aus dem Gutachten J.________ leitet er einen Verkehrswert 
der Liegenschaft von Fr. 1’014’297.00 ab (nachfolgend E. 7c; KG-act. 1, 
Ziff. 32 ff.).

a) aa) Der Berufungsführer macht geltend, die Parteien hätten sich hin-
sichtlich der Liegenschaft M.________ (Adresse) implizit auf einen Bewer-
tungszeitpunkt per 15. Dezember 2016 geeinigt. Die Parteien hätten die Ver-
kehrswertschätzung J.________ gemeinsam in Auftrag gegeben. Beide Par-
teien hätten in ihren Eingaben mit dem geschätzten Wert gemäss Gutachten 
J.________ gerechnet und weder den Wert bestritten noch in einer genügen-
den Weise anderweitige Gutachten beantragt. Durch dieses übereinstimmen-
de Verhalten der Parteien seit Einreichung der Scheidungsklagen bis zur An-
ordnung des zweiten Gutachtens, lange nachdem der Novenschluss eingetre-
ten sei, hätten sich die Parteien implizit über den Bewertungszeitpunkt (Zeit-
punkt des Gutachtens J.________) und den Verkehrswert der Liegenschaft 
geeinigt (KG-act. 1, Ziff. 42 f.).

bb) Die Berufungsgegnerin stellt in Abrede, dass sich die Parteien in Abwei-
chung von Art. 214 Abs. 1 ZGB implizit auf den Zeitpunkt des Gutachtens 
J.________ geeinigt und den Bewertungszeitpunkt vorverlegt hätten. Sie habe 
in der Replik mit aller Deutlichkeit ihre Zweifel an der Richtigkeit der Ver-
kehrswertschätzung geäussert (KG-act. 7, Ziff. 53).

Kantonsgericht Schwyz 27

cc) Bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung sind die Vermögensge-
genstände zu ihrem Verkehrswert einzusetzen (Art. 211 ZGB). Massgebend 
für den Wert der bei der Auflösung des Güterstandes vorhandenen Errungen-
schaft ist der Zeitpunkt der Auseinandersetzung (Art. 214 Abs. 1 ZGB). Ver-
kehrswert im Sinne des Gesetzes ist der Wert, der bei einem Verkauf auf dem 
freien Markt realisierbar wäre (BGer 5A_1048/2019 vom 30. Juni 2021 E. 3.2; 
BGE 136 III 209 E. 6.2.1 m.H.). Erfolgt die güterrechtliche Auseinanderset-
zung im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens, so ist der Verkehrswert am 
Tag der Urteilsfällung massgebend (BGE 121 III 152 E. 3a). Lehre und Recht-
sprechung lassen aber Abweichungen von diesem Grundsatz zu, namentlich 
durch Vereinbarung der Parteien. Die Einigung auf einen anderen Zeitpunkt 
für die Bewertung kann auch implizit geschehen (BGer 5A_346/2015 vom 
27. Januar 2017 E. 3; BGer 5C.279/2006 vom 31. Mai 2007 E. 7 m.H.; 
Steck/Fankhauser, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, Scheidung, Band I, 
4. A. 2022, Art. 214 ZGB N 6).

dd) Beide Parteien erteilten ihre Zustimmung zur Einholung des Gutachtens 
J.________ mit Stichtag des Verkehrswerts per 15. Dezember 2016 (Vi-
KB 22, S. 3; Vi-BB 17, S. 3). Die Berufungsgegnerin wie auch der Berufungs-
führer rechneten seit Einreichung der Klage im Jahr 2018 stets mit dem Ver-
kehrswert gemäss diesem Gutachten (Berufungsgegnerin: Vi-act. A3, S. 11; 
Vi-act. A6, S. 20; Vi-act. A8, S. 7; Berufungsführer: Vi-act. A4, S. 13; Vi-
act. A7, S. 14; Vi-act. A9, S. 6 ff.). Strittig war einzig, ob der Empfehlung des 
Gutachters zu folgen sei, wonach bei der internen Übertragung zwischen den 
Ehegatten eine Preisreduktion von 5 % vorzunehmen sei, und ob die latenten 
Grundstückgewinnsteuern zum Abzug zuzulassen seien (vgl. Vi-act. A7, 
S. 14 f.). Nachdem die Parteien ihre Ausführungen und Rechtsbegehren 
durchgehend auf das Gutachten J.________ stützten und keine von ihnen 
nicht spätestens anlässlich der Hauptverhandlung vom 15. Juni 2020 eine 
aktualisierte Verkehrswertschätzung beantragte (vgl. Vi-act. A10), soweit dies 

Kantonsgericht Schwyz 28

unter den Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO überhaupt noch zulässig 
gewesen wäre, liegt eine – zumindest implizite – Vereinbarung vor, wonach 
die Parteien für die Bewertung der Liegenschaft M.________ (Adresse) auf 
den Verkehrswert gemäss Gutachten J.________ per Stichtag 15. Dezember 
2016 abstellen wollten.

b) aa) Der Berufungsführer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe den 
Parteien am 29. Juli 2022 mitgeteilt, dass sie eine Verkehrswertschätzung der 
Liegenschaft (Gutachten E.________) in Auftrag geben werde, obwohl die 
Berufungsgegnerin weder einen genügenden Beweisantrag gestellt noch 
genügende Tatsachenbehauptungen bezüglich eines neuen Gutachtens vor-
gebracht habe, wobei bestritten werde, dass der im Gutachten J.________ 
festgestellte Verkehrswert zu tief sei. Das Gericht sei nicht berechtigt gewe-
sen, eine neue Verkehrswertschätzung anzuordnen, nachdem beide Parteien 
stets mit dem Verkehrswert gemäss Gutachten J.________ gerechnet hätten. 
Indem das Gericht trotz des ungenügenden Antrags ohne Tatsachenbehaup-
tungen ein Zweitgutachten eingeholt habe, habe es den Verhandlungsgrund-
satz verletzt. Aus diesem Grund sei auf den Verkehrswert gemäss Gutachten 
J.________ abzustellen (KG-act. 1, Ziff. 32 ff.).

bb) Die Berufungsgegnerin führt zusammengefasst aus, es treffe zu, dass 
der im Gutachten J.________ festgestellte Verkehrswert der ehelichen Lie-
genschaft weitgehend unstreitig gewesen sei und unter der Herrschaft der 
Verhandlungsmaxime das Gutachten als Beweismittel regelmässig einen ent-
sprechenden Beweisantrag mindestens einer Partei voraussetze (KG-act. 7, 
Ziff. 43). Das Gericht dürfe jedoch von sich aus Beweis abnehmen, wenn es 
gegenüber einer unbestritten gebliebenen Tatsache massive Zweifel habe. 
Dabei sei unerheblich, weshalb eine Tatsachenbehauptung nicht bestritten 
worden sei. Die Vorinstanz habe implizit die Auffassung geäussert, dass sie 
Zweifel an der Richtigkeit des im Recht liegenden Gutachtens J.________ mit 

Kantonsgericht Schwyz 29

Stichtag vom 15. Dezember 2016 gehabt habe. Dies überrasche nicht weiter, 
denn seit der Verkehrswertschätzung seien zum Zeitpunkt der letzten Ge-
richtsverhandlung im Juni 2020 bereits dreieinhalb Jahre und am 26. August 
2023 (recte: 26. August 2022; Datum der prozessleitenden Verfügung der Vor-
instanz; Vi-act. D73) etwas weniger als sieben (recte: sechs) Jahre vergangen 
(KG-act. 1, Ziff. 47). Die Anordnung eines aktualisierten Verkehrswertgutach-
tens stelle damit das notwendige Korrektiv zu einer überspitzten Anwendung 
des Verhandlungsgrundsatzes dar (KG-act. 7, Ziff. 48). Es werde bestritten, 
dass die Einholung eines aktualisierten Verkehrswertgutachtens durch die 
Parteien vor der Novenschranke möglich gewesen sei, denn die Frage nach 
einem solchen habe sich erst nach der unbegründeten gerichtlichen Verzöge-
rung im Nachgang zur letzten Verhandlung im Juni 2020 bis zur verfahrenslei-
tenden Verfügung im August 2022 bzw. bis zum Urteil von Ende 2023 gestellt 
(KG-act. 7, Ziff. 50).

cc) Die Verhandlungsmaxime besagt, dass es den Parteien obliegt, die Tat-
sachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel 
anzugeben (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Wer eine Tatsache behauptet, muss den 
Beweis durch Einreichung verfügbarer Beweismittel oder durch Beweisanträ-
ge erbringen (Gehri, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 55 ZPO N 5). Ohne sie 
darf das Gericht unter Vorbehalt von Art. 153 Abs. 2 ZPO grundsätzlich keine 
Beweise abnehmen (Hasenböhler/Yañez, in: Sutter-Somm/Lötscher/
Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 4. A. 2025, Art. 152 ZPO N 11).

Jede Partei hat das Recht, dass das Gericht die von ihr form- und fristgerecht 
angebotenen tauglichen Beweismittel abnimmt (Art. 152 Abs. 1 ZPO). Grund-
voraussetzung der Beweisabnahme ist im Anwendungsbereich der Verhand-
lungsmaxime, dass die objektiv beweisbelastete Partei zur betreffenden Tat-

Kantonsgericht Schwyz 30

sachenbehauptung den Beweis angetreten, also einen Beweisantrag gestellt 
hat und damit ihrer (abstrakten) Beweisführungslast nachgekommen ist 
(Baumgartner, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, Schwei-
zerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 152 ZPO N 3). Ein Beweisan-
trag muss inhaltlich so bestimmt oder bestimmbar sein, dass ohne gerichtli-
ches Dazutun Beweis abgenommen werden kann, denn grundsätzlich 
herrscht im Bereich der Verhandlungsmaxime Parteibetrieb (Guyan, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess-
ordnung, 4. A. 2024, Art. 152 ZPO N 3). In der Regel erfolgt der Beweisantrag 
als Teil einer Eingabe (Art. 221 Abs. 1 lit. e bzw. Art. 222 Abs. 2 i.V.m. Art. 219 
ZPO), ohne dass für die Antragsform besondere Regeln gelten, sodass die 
formellen Anforderungen an die Eingabe bezüglich Form und Frist mass-
geblich sind (siehe auch Art. 130 ZPO; Guyan, a.a.O., Art. 152 ZPO N 4). Das 
Novenrecht mit seinen Ausschlusswirkungen setzt dem Recht auf Beweis 
Schranken (Guyan, a.a.O., Art. 152 ZPO N 9a). Im ordentlichen Verfahren tritt 
der Aktenschluss mit dem zweiten Schriftenwechsel ein. Neue Tatsachen und 
Beweisanträge können nach diesem Zeitpunkt nur noch unter den Vorausset-
zungen des Art. 229 Abs. 1 ZPO (bzw. Art. 317 ZPO; Art. 229 ZPO in der gel-
tenden Fassung bis 31. Dezember 2024, vgl. Art. 407f ZPO) in den Prozess 
eingebracht werden (BGE 140 III 312 E. 6.3.2), wobei einerseits solche Noven 
„ohne Verzug“ in das Verfahren einzuführen sind und andererseits diejenige 
Partei, die sich auf Noven beruft, darzutun hat, dass die Voraussetzungen 
dazu gegeben sind (OGer ZH, NE160010-O/U vom 7. Juli 2017 E. 3.1).

dd) Die Berufungsgegnerin führte im erstinstanzlichen Verfahren mit Replik 
betreffend die Verkehrswertschätzung gemäss Gutachten J.________ Fol-
gendes aus: „Es ist darum von den Fr. 1’080’000.00 auszugehen. Bereits die-
ser Wert erscheint tief. Sollte auch das Gericht Zweifel an der Richtigkeit die-
ses Betrages haben, würde die Klägerin die Einholung eines Zweitgutachtens 
unterstützen und auch beantragen“ (Vi-act. A6, S. 9; vgl. auch KG-act. 1, 

Kantonsgericht Schwyz 31

Ziff. 37). Sie stellte jedoch keinen entsprechenden eigenständigen Beweisan-
trag. Mit Widerklageduplik führte sie aus, die Zweifel an der Korrektheit der 
Liegenschaftsschätzung seien von Seiten des Gerichts aufgekommen. Für 
den Fall, dass auch von Seiten des Gerichts weiterhin Zweifel bestünden, 
würde sie die Einholung einer zweiten Schätzung befürworten und auch bean-
tragen (Vi-act. A8, S. 6). Sie stellte wiederum keinen eigenen Beweisantrag, 
sondern verwendete erneut den Konjunktiv II und nannte als Bedingung, dass 
das Gericht Zweifel habe (Vi-act. A8, S. 6). Aufgrund der Novenschranke wäre 
vorliegend ein inhaltlich bestimmter Beweisantrag grundsätzlich im Rahmen 
des doppelten Schriftenwechsels zu stellen gewesen. Die Ausführungen in der 
Replik und Widerklageduplik, sie würde die Einholung eines Zweitgutachtens 
beantragen, falls das Gericht auch Zweifel an der Richtigkeit der Schätzung 
habe, stellen keinen inhaltlich genügend bestimmten Beweisantrag der an-
waltlich vertretenen Berufungsgegnerin dar, zumal Prozesshandlungen 
grundsätzlich bedingungsfeindlich sind (BGE 134 III 332 E. 2.2), was auch für 
Beweisanträge gelten dürfte. Die Berufungsgegnerin macht denn auch vor 
Kantonsgericht nicht geltend, dass sie erstinstanzlich einen entsprechenden 
Antrag gestellt habe, sondern trägt – nebst dem Hinweis auf Art. 153 Abs. 2 
ZPO (dazu unten E. 7b/ee f.) – einzig vor, dass sie in der Replik mit aller Deut-
lichkeit ihre Zweifel an der Richtigkeit der Verkehrswertschätzung geäussert 
habe (KG-act. 7, Ziff. 53). Im Zeitpunkt der Replik vom 1. Juli 2019 
bzw. Widerklageduplik vom 20. November 2019 war das Gutachten 
J.________ rund 2 ½ bis 3 Jahre alt und der Berufungsgegnerin wäre es – 
unbesehen der gerichtlichen Einschätzung – möglich und zumutbar gewesen, 
bei Zweifeln an der Richtigkeit der Schätzung von sich aus eine Aktualisierung 
der Verkehrswertschätzung konkret zu beantragen. Dies tat sie nicht. Vielmehr 
stützte die Berufungsgegnerin ihre Ausführungen und Rechtsbegehren hin-
sichtlich der güterrechtlichen Ausgleichung weiterhin auf den Verkehrswert 
des Gutachtens J.________ (Vi-act. A6, S. 20; Vi-act. A8, S. 7). An der 
Hauptverhandlung vom 15. Juni 2020 äusserte sie sich gar nicht mehr zum 

Kantonsgericht Schwyz 32

Verkehrswert der Liegenschaft und stellte – auch knapp vier Jahre nach Vor-
liegen des Gutachtens J.________ – keinen Antrag auf Aktualisierung der 
Verkehrswertschätzung (vgl. Vi-act. A10, S. 9), soweit dies vor dem Hinter-
grund von Art. 229 Abs. 1 ZPO überhaupt noch zulässig gewesen wäre. Nach 
dem Gesagten stellte die Berufungsgegnerin keinen form- und fristgerechten 
Beweisantrag auf Einholung eines neuen Gutachtens.

ee) Ohne einen entsprechenden Beweisantrag einer Partei kann das Gericht 
ausnahmsweise nach Art. 153 Abs. 2 ZPO den Beweis von Amtes wegen er-
heben, wenn es an der Richtigkeit einer unbestrittenen Tatsache erhebliche 
Zweifel hat (vgl. auch Gehri, a.a.O., Art. 55 ZPO N 8). Diese Bestimmung be-
wirkt eine Lockerung der Verhandlungsmaxime. Das Gericht soll nicht eine 
Behauptung als formell wahr hinnehmen müssen, wenn ein Umstand erhebli-
che Zweifel an der Richtigkeit bzw. Wahrheit des unstrittigen Sachverhalts zu 
begründen vermag (Guyan, a.a.O., Art. 153 ZPO N 10). Ein Zweifel gemäss 
Art. 153 Abs. 2 ZPO muss erheblich, d. h. von einer gewissen Intensität sein, 
womit das Gericht auf sein Ermessen verwiesen ist. Erheblich kann der Zwei-
fel etwa sein, wenn eine Sachverhaltsdarstellung im Widerspruch zum Be-
weismaterial steht (BGer 5A_545/2021 vom 8. Februar 2022 E. 4.2). Die Zwei-
fel des Gerichts müssen eine gewisse Intensität haben, mithin massiv oder 
stark sein. Das Gericht muss die unstrittige Tatsachenbehauptung für höchst 
unwahrscheinlich oder offensichtlich unrichtig halten (KGer SG, BE.2022.2 
vom 19. Oktober 2022 E. III.3b m.H.). Wenn die unbestrittenen Vorbringen 
einer Partei keineswegs glaubwürdig sind, soll das Gericht nicht zu einem Ur-
teil gezwungen sein, das – etwa wegen Säumnis der anderen Partei – auf 
einem unwidersprochenen Sachverhalt beruht. Absatz 2 korrigiert solche un-
haltbaren Konsequenzen der Verhaltungsmaxime (Botschaft ZPO, BBl 2006 
7221, S. 7313). Eine blosse Möglichkeit, dass die Sache anders als behauptet 
liegen könnte, genügt für die Begründung von Zweifeln jedoch nicht 
(BGer 4A_367/2022 vom 10. November 2022 E. 2.2). 

Kantonsgericht Schwyz 33

ff) Die Vorinstanz forderte die Parteien mit prozessleitender Verfügung vom 
29. Juli 2022 auf, dazu Stellung zu nehmen, ob sie eine neue, aktuellere Ver-
kehrswertschätzung beantragen oder ob das Gericht die Verkehrswertschät-
zung vom 9. Dezember 2016 (recte: 13. Dezember 2016 mit Stichtag 15. De-
zember 2016; Gutachten J.________) dem Urteil zugrunde legen soll (Vi-
act. D70). Dass das Gericht erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Ver-
kehrswertschätzung vom 13. Dezember 2016 hatte, ist weder der prozesslei-
tenden Verfügung noch den übrigen Akten zu entnehmen. Indem die Vor-
instanz den Parteien mit dieser prozessleitenden Verfügung die Wahl zwi-
schen dem Gutachten vom 13. Dezember 2016 und einem neuen, aktuelleren 
Gutachten einräumte, brachte sie im Gegenteil vielmehr zum Ausdruck, dass 
sie die Verkehrswertschätzung gemäss Gutachten J.________ nicht für 
höchst unwahrscheinlich oder offensichtlich unrichtig hielt, andernfalls sie den 
Parteien nicht die Möglichkeit gegeben hätte, sich für diese Verkehrswert-
schätzung auszusprechen. Erhebliche Zweifel an der Richtigkeit des Gutach-
tens ergeben sich auch nicht aus dem Umstand, dass die Vorinstanz in ihren 
prozessleitenden Verfügungen vom 29. Juli 2022 und 26. August 2022 
schrieb, das Urteil habe grundsätzlich auf einen Verkehrswert abzustellen, der 
möglichst nahe am Urteilstag liege (Vi-act. D70), bzw. dass die im Recht lie-
gende Verkehrswertschätzung nicht mehr genügend aktuell sei, da bei der 
gerichtlichen Bewertung der Aktiven und Passiven der Tag der Urteilsfällung 
massgebend sei (Vi-act. D73). Das Gutachten J.________ war im Zeitpunkt 
der prozessleitenden Verfügungen vom 29. Juli 2022 und 26. August 2022 gut 
5 ½ und im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils 7 Jahre alt. Trotz dieses Zeit-
ablaufs lagen vorinstanzlich keine Anhaltspunkte vor, welche darauf schlies-
sen liessen, dass der im Gutachten J.________ festgestellte Verkehrswert der 
Liegenschaft von Fr. 1’080’000.00 in der Zwischenzeit höchst unwahrschein-
lich oder offensichtlich unrichtig geworden ist (vgl. oben E. 7b/ee), zumal sich 
die Parteien zumindest implizit auf eine Bewertung per Stichtag 15. Dezember 
2016 geeinigt hatten (oben E. 7a/dd). Mangels erheblicher Zweifel an einer 

Kantonsgericht Schwyz 34

unstreitigen Tatsache, d. h. an der Richtigkeit des Verkehrswerts gemäss Gut-
achten J.________, durfte die Vorinstanz nicht von Amtes wegen gestützt auf 
Art. 153 Abs. 2 ZPO ein neues Gutachten (Gutachten E.________) in Auftrag 
geben.

gg) Nach dem Gesagten ist für die Bewertung der Liegenschaft M.________ 
(Adresse) auf den Verkehrswert gemäss Gutachten J.________ per Stichtag 
15. Dezember 2016 abzustellen. Die Berufung ist diesbezüglich gutzuheissen. 
Damit erübrigen sich Ausführungen zu den Rügen des Berufungsführers zum 
Gutachten E.________ (vgl. KG-act. 1, Ziff. 51 ff.; KG-act. 7, Ziff. 61 ff.; KG-
act. 10, S. 12 ff.).

c) Strittig ist schliesslich, ob gestützt auf das Gutachten J.________ von 
einem Verkehrswert von Fr. 1’080’000.00 auszugehen ist oder ob eine Preis-
reduktion von 5 % zu gewähren und die latenten Steuerlasten (Grundstück-
gewinnsteuern) abzuziehen sind.

aa) Der Berufungsführer macht geltend, der gemäss Gutachten J.________ 
eher zu hoch angesiedelte Marktwert von Fr. 1’080’000.00 sei entsprechend 
der Empfehlung des Gutachters um 5 % zu reduzieren, damit alle Unwägbar-
keiten als abgedeckt betrachtet werden könnten (KG-act. 1, Ziff. 45; so bereits 
Vi-act. A7, S. 14). Der Gutachter J.________ führte in seinem Gutachten aus, 
dass die Liegenschaft einen Marktwert von ca. Fr. 1’080’000.00 im freien Ver-
kauf (Handel an Dritte) aufweise. Im internen Verhältnis, das heisse, wenn ein 
Ehepartner das Haus übernehme, empfehle er ausgehend vom Marktwert 
eine Preisreduktion von 5 %, womit alle Unwägbarkeiten (verdeckte Mängel, 
anstehende Investitionen, z.B. Küchengeräte, Umgebung usw.) als abgedeckt 
betrachtet werden könnten (Vi-KB 22, S. 10; Vi-BB 17, S. 10). Nach dem Ge-
sagten entspricht der Verkehrswert im Sinne des Gesetzes demjenigen Wert, 
der bei einem Verkauf auf dem freien Markt realisierbar wäre (oben E. 7a/cc). 

Kantonsgericht Schwyz 35

Vor diesem Hintergrund ist gestützt auf das Gutachten J.________ auf den 
Marktwert von Fr. 1’080’000.00 abzustellen, der gemäss Einschätzung des 
Gutachters bei einem freien Verkauf an einen Dritten zu erzielen wäre. Für 
einen Abzug von 5 % bei einer Übertragung der Liegenschaft an einen Ehe-
gatten besteht nach der Definition des Verkehrswerts kein Raum.

bb) Der Berufungsführer stellt sich weiter auf den Standpunkt, die Grunds-
tückgewinnsteuer in Höhe von Fr. 11’703.00 sei in Abzug zu bringen (KG-
act. 1, Ziff. 45). Die Vorinstanz erwog, künftige Grundstückgewinnsteuern 
könnten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei der güterrechtlichen 
Auseinandersetzung nur berücksichtigt werden, wenn mit Sicherheit oder ho-
her Wahrscheinlichkeit feststehe, dass ein Grundstück nach der güterrechtli-
chen Auseinandersetzung veräussert werde. Letzteres mache der Ehemann 
nicht geltend. Er belasse es bei der Schilderung eines Allgemeinbefindens 
und habe anlässlich der Parteibefragung ausdrücklich ausgesagt, dass es 
keine konkreten Aussichten für einen Verkauf gebe. Es sei deshalb und auch 
aufgrund der bis ins Jahr 2030 geltenden Nachzahlungspflicht gegenüber der 
Genossame G.________ nicht davon auszugehen, dass der Ehemann das 
Grundstück vor diesem Zeitpunkt verkaufen werde, weshalb nicht damit zu 
rechnen sei, dass ein Verkauf unmittelbar bevorstehe (angef. Urteil, E. C.3.2). 
Der Berufungsführer setzt sich mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen nicht 
argumentativ auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern diese fehlerhaft sein 
sollen. Auf die vom Berufungsführer pauschal erhobene Rüge ist daher nicht 
einzutreten (Art. 311 Abs. 1 ZPO; BGer 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015 
E. 2.4.1 mit Hinweis auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Folglich sind die Aus-
führungen der Vorderrichterin, wonach die latenten Grundstückgewinnsteuern 
nicht zum Abzug zuzulassen sind, nicht zu beanstanden, und es ist gestützt 
auf das Gutachten J.________ von einem Verkehrswert von Fr. 1’080’000.00 
auszugehen.

Kantonsgericht Schwyz 36

8. a) Entgegen der vom Berufungsführer in seiner Berufung geäusserten 
Auffassung (siehe KG-act. 1, Ziff. 49) ist der auf die Hypothek entfallende 
Mehrwert bei einem Zusammenwirken von Errungenschaft und Eigengut nicht 
ausschliesslich derjenigen Gütermasse zuzuweisen, die von der Hypothek 
belastet ist. Vielmehr erfolgt diesbezüglich eine proportionale Aufteilung des 
Mehrwerts auf die investierten Gütermassen des Eigentümerehegatten 
(BGE 132 III 145 E. 2.3.2; BGer 5A_94/2019 vom 13. August 2019 E. 4.3.1). 
Diesbezüglich wie auch hinsichtlich der weiteren Positionen ist die von der 
Vorinstanz vorgenommene Mehrwertberechnung nicht zu beanstanden 
(vgl. angef. Urteil, E. C.3.3.3). Die vorinstanzliche Berechnung ist nach dem 
Gesagten jedoch insoweit zu korrigieren, als von einem Verkehrswert von 
Fr. 1’080’000.00 der Liegenschaft M.________ (Adresse) auszugehen ist.

b) Der Berufungsführer partizipiert mit Fr. 39’500.00 Errungenschaft (be-
stehend aus Fr. 25’000.00 von Anfang an investierten Mitteln und 
Fr. 14’500.00 Amortisation Hypothek) und Fr. 395’000.00 Eigengut (zusam-
mengesetzt aus Fr. 110’000.00 Erbschaft Mutter, Fr. 200’000.00 Vorerbschaft 
Vater, Fr. 15’000.00 in die Ehe gebracht und Fr. 70’000.00 Vorerbschaft 
F.________) am Wert der Liegenschaft. Die Berufungsgegnerin partizipiert mit 
Fr. 39’500.00 Errungenschaft (bestehend aus Fr. 25’000.00 von Anfang an 
investierten Mitteln und Fr. 14’500.00 Amortisation Hypothek) und 
Fr. 25’000.00 Eigengut (zusammengesetzt aus Fr. 15’000.00 in die Ehe ge-
bracht und Fr. 10’000.00 Ausgleichszahlung an Erbengemeinschaft 
F.________) am Wert der Liegenschaft (vgl. oben und angef. Urteil, 
E. C.3.3.3, § 45 Abs. 5 JG). Dies ergibt folgende tabellarische Aufstellung der 
Mehrwertberechnung:

Kantonsgericht Schwyz 37

½ Miteigentum EF ½ Miteigen-
tum EM

Hypothek 
und Darle-
hen Genos-
same

WEF 
Vorbezug 
EM

Total

EG EF ER EF ER EM EG EM EG EM
Investierte Mittel in 
Fr. (ohne Mehrwert)

25’000 39’500 
(= 25’000 
+ 14’500)

39’500 
(= 25’000 
+ 14’500)

145’500 249’500 406’290 32’167 937’457

In Prozent (gerundet) 2.67 4.21 4.21 15.52 26.61 43.34 3.43 100

Beteiligung am 
Mehrwert von 
Fr. 142'543 (berech-
net ohne gerundete 
Prozentzahlen)

3’801.32 6’006.09 6’006.09 22’123.69 37’937.18 61’777.55 4’891.08 142’543

Verhältnis EG EF 
und ER EF in Pro-
zent

38.8 61.2

Verteilung Mehrwert 
Hypothek und Darle-
hen auf die Eigentü-
merehegatten

11’984.84 
(= 38.8 % 
von 
30’888.77)

18’903.93 
(= 61.2 % 
von 
30’888.77)

30’888.77 -61’777.54

Verteilung Mehrwert 
auf WEF-Vorbezug

4’891.08 -4’891.08

Totalanspruch je 
beteiligte Gütermas-
se

40’786.16 64’410.02 45’506.09 167’623.69 323’217.04 406’290 32’167 1’080’000

Wie die Vorinstanz unangefochten erwog, erhalten die Ehegatten je ihr in die 
Liegenschaft investiertes Eigengut samt darauf entfallendem Mehrwert sowie 
je die Hälfte der in die Liegenschaft investierten Errungenschaft samt der Hälf-
te des darauf entfallenden Mehrwerts (vgl. angef. Urteil, E. C.3.4 S. 30; 
Art. 215 Abs. 1 ZGB). Da der Berufungsführer den Miteigentumsanteil der Be-
rufungsgegnerin übernimmt (vgl. unangefochtene Dispositivziffer 3 des angef. 
Urteils), hat er ihr ihr Eigengut samt darauf entfallendem Mehrwert sowie die 
Hälfte sämtlicher investierter Errungenschaft samt der Hälfte des darauf entfal-
lenden Mehrwerts zu bezahlen. Entsprechend der tabellarisch dargestellten 
Berechnung hat der Berufungsführer der Berufungsgegnerin für die Übernah-
me ihres hälftigen Miteigentumsanteils eine Ausgleichszahlung von gerundet 

Kantonsgericht Schwyz 38

Fr. 95’744.00 zu bezahlen (Fr. 40’786.16 + Fr. 32’205.01 [1/2 von 
Fr. 64’410.02] + Fr. 22’753.04 [1/2 von Fr. 45’506.09] = Fr. 95’744.21).

c) Auf die unangefochtenen vorinstanzlichen Erwägungen, wonach – je-
weils ohne die Liegenschaft per Stichtag 27. Februar 2017 – die Errungen-
schaft der Ehefrau Fr. 3’245.43 (angef. Urteil, E. C.2.2) und die Errungen-
schaft des Ehemannes Fr. 51’944.42 betrug (angef. Urteil, E. C.2.3, 
C.2.3.1 f.), kann verwiesen werden (§ 45 Abs. 5 JG). Da jeder Ehegatte je 
hälftigen Anteil an der Errungenschaft des andern hat (Art. 215 ZGB), ergibt 
sich in Bezug auf die übrigen Mittel (ohne Liegenschaft) ein Anspruch der Be-
rufungsgegnerin auf eine Ausgleichszahlung von Fr. 24’349.50 
(= [Fr. 51’944.42 / 2] – [Fr. 3’245.43 / 2]; vgl. angef. Urteil, E. C.2.4 und obige 
Ausführungen).

d) Die Gesamtausgleichszahlung unter Berücksichtigung der Ausgleichs-
zahlung für die Liegenschaft beläuft sich damit auf gerundet Fr. 120’094.00 (= 
Fr. 24’349.50 + Fr. 95’744.00). Die güterrechtliche Akontozahlung des Ehe-
mannes von Fr. 4’400.00 ist in Abzug zu bringen (vgl. angef. Urteil, E. C.4.1), 
womit eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von Fr. 115’694.00 resultiert.

9. Zusammenfassend ist die Berufung teilweise gutzuheissen und die An-
schlussberufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Nachdem das Be-
rufungsrechtsbegehren Ziff. 1 (KG-act. 1, S. 2) und Anschlussberufungs-
rechtsbegehren Ziff. 2 (KG-act. 4, S. 2) materiell beurteilt wurden, erübrigt sich 
eine Rückweisung an die Vorinstanz zur Einholung eines Obergutachtens, wie 
vom Berufungsführer eventualiter beantragt (KG-act. 1, Antragsziffer 3).

a) Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie 
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 
Abs. 3 ZPO). Die Vorinstanz erwog, die Gerichtskosten bestehend aus der 

Kantonsgericht Schwyz 39

Entscheidgebühr von Fr. 7’500.00 und den Kosten des Gutachtens von 
Fr. 1’023.15, total Fr. 8’523.15, seien dem Ehemann zu 2/3 und der Ehefrau 
zu 1/3 aufzuerlegen (angef. Urteil, E. E sowie Dispositivziffer 7).

aa) Der Berufungsführer rügt, die unnötigen Kosten des Gutachtens 
E.________ könnten ihm weder teilweise noch ganz auferlegt werden. Diese 
seien durch die Berufungsgegnerin, eventuell durch die Vorinstanz zu tragen 
(KG-act. 1, Ziff. 81). Er sei mit seinen Begehren vorinstanzlich mehrheitlich 
durchgedrungen, weshalb es gerechtfertigt sei, die Kosten vollumfänglich der 
Berufungsgegnerin aufzuerlegen (KG-act. 1, Ziff. 83 f.). Die Berufungsgegne-
rin macht geltend, sie bestreite sämtliche Ausführungen des Berufungsführers 
hinsichtlich der Kostenverteilung. Die vorinstanzliche Kostenverteilung sei 
nicht zu beanstanden. Zudem handle es sich bei den Kosten im Zusammen-
hang mit dem Gutachten E.________ nicht um unnötige Kosten (KG-act. 7, 
Ziff. 91 f.).

Für die Frage des Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO) bzw. des Ausgangs des 
Verfahrens (Art. 106 Abs. 2 ZPO) ist entscheidend, in welchem Mass die Par-
teien im Ergebnis mit ihren Rechtsbegehren durchdringen (BGE 148 III 182 
E. 3.2; KGer SZ, ZK1 2023 29 vom 4. Juli 2024 E. 8b). Bei einer vermögens-
rechtlichen Streitigkeit kann der prozentuale Anteil des Obsiegens und Unter-
liegens berechnet werden. Entscheidend ist die Differenz zwischen dem im 
Rechtsbegehren gestellten Antrag und dem zugesprochenen Betrag im Ent-
scheid, das aber nicht das einzige Kriterium darstellt (Sutter-Somm/Seiler, 
Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2021, Art. 106 
ZPO N 10). So kann das Gewicht, das den Anträgen der Parteien beigemes-
sen wird, nach verschiedenen Kriterien beurteilt werden: nach ihrer Bedeutung 
im Streitfall, dem zugesprochenen Betrag oder der verursachten Arbeit 
(BGer 5D_108/2020 vom 28. Januar 2021 E. 3.2; KGer SZ, ZK1 2023 29 vom 
4. Juli 2024 E. 8b). 

Kantonsgericht Schwyz 40

bb) Die Vorinstanz erwog, dass sich die Ehegatten in Bezug auf die Schei-
dung, die berufliche Vorsorge und den nachehelichen Unterhalt einig gewesen 
seien, weshalb die dafür angefallenen Kosten hälftig zu teilen seien. Im 
Hauptstreitpunkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung hätten die Ehegat-
ten unterschiedliche Anträge gestellt, wobei die Ehefrau mit ihren Anträgen 
mehr durchgedrungen sei als der Ehemann. Aufgrund des familienrechtlichen 
Charakters und mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens rechtfertige es sich, 
die Gerichtskosten zu zwei Drittel dem Ehemann und zu einem Drittel der 
Ehefrau aufzuerlegen (angef. Urteil, E. E.). 

Die Berufungsgegnerin verlangte vor Vorinstanz eine güterrechtliche Aus-
gleichszahlung von insgesamt Fr. 289’185.67 (Fr. 228’383.60 [Liegenschaft], 
Fr. 56’553.47 [übrige güterrechtliche Abfindung] und Fr. 4’248.60 [Grabunter-
haltsfonds]; Vi-act. A3, S. 2). Der Berufungsführer beantragte eine güterrecht-
liche Ausgleichszahlung von maximal Fr. 67’821.22 (Vi-act. A4, S. 2). Strittig 
war somit eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe von 
Fr. 221’364.45 (= Fr. 289’185.67 - Fr. 67’821.22). Die Vorinstanz setzte die 
gesamte güterrechtliche Abgeltung auf Fr. 212’375.50 fest (angef. Urteil, Dis-
positivziffer 5). Nach Korrektur des vorinstanzlichen Urteils beläuft sich die 
güterrechtliche Ausgleichszahlung auf insgesamt Fr. 115’694.00 (vgl. oben 
E. 8d). Die Berufungsgegnerin unterliegt im Güterrecht damit zu 78 % 
(= [Fr. 289’185.67 – Fr. 115’694.00] / Fr. 221’364.45). Der Berufungsführer 
unterliegt im Umkehrschluss zu 22 %. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der 
hälftigen Kostenteilung in den nichtstreitigen Punkten sowie in Anwendung 
von Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO rechtfertigt es sich, die vorinstanzlichen Ge-
richtskosten von Fr. 7’500.00 zu 2/3 der Berufungsgegnerin (Fr. 5’000.00) und 
zu 1/3 dem Berufungsführer (Fr. 2’500.00) aufzuerlegen. Die Kosten des Gut-
achtens von Fr. 1’023.15 sind im Sinne von Art. 108 ZPO der Vorinstanz auf-
zuerlegen (vgl. auch Jenny, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler 

Kantonsgericht Schwyz 41

[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. A. 2025, 
Art. 108 ZPO N 7).

cc) Die Parteientschädigung wird nach den kantonalen Tarifen festgelegt 
(Art. 96 ZPO). Grundlage für die Entschädigung der Rechtsvertreter bildet der 
Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA). Für Ehe- und Vaterschaftssachen 
beträgt das Honorar gemäss § 9 Abs. 1 Satz 1 GebTRA Fr. 1’000.00 bis 
Fr. 10’000.00. Sofern in Ehesachen gleichzeitig güterrechtliche Ansprüche 
über Fr. 100’000.00 streitig sind, sind die Ansätze des § 8 massgebend (§ 9 
Abs. 1 GebTRA). Erstinstanzlich waren güterrechtliche Ansprüche in der Höhe 
von Fr. 221’364.45 umstritten (oben E. 9a/bb), sodass für das Grundhonorar 
ein Rahmen von Fr. 5’500.00 bis Fr. 39’600.00 anwendbar ist (§ 8 Abs. 2 
GebTRA).

Die Vorinstanz erachtete ein Honorar von je Fr. 20’000.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) als angemessen (angef. Urteil, E. E), was keine der Parteien rügte 
(vgl. KG-act. 1, Ziff. 80 ff.; KG-act. 7, Ziff. 92). Entsprechend dem für das erst-
instanzliche Verfahren festgelegten Verteilschlüssel der Prozesskosten 
(vgl. oben E. 9a/bb) hat die Berufungsgegnerin den Berufungsführer nach Ver-
rechnung der gegenseitigen Ansprüche reduziert mit Fr. 6’666.65 für das vor-
instanzliche Verfahren zu entschädigen.

b) Im Berufungsverfahren war – nebst der erstinstanzlichen Kostenverle-
gung – einzig die Höhe der güterrechtlichen Ausgleichszahlung strittig. Zu 
beurteilen war somit eine rein vermögensrechtliche Streitigkeit. Es rechtfertigt 
sich daher, den prozentualen Anteil des Obsiegens und Unterliegens aussch-
liesslich anhand der Differenz zwischen dem in den Rechtsbegehren gestell-
ten Anträgen und dem zugesprochenen Betrag im Entscheid festzulegen. Der 
Berufungsführer beantragte eine güterrechtliche Ausgleichszahlung im Betrag 
von Fr. 84’472.13 (KG-act. 1, S. 2), die Berufungsgegnerin eine solche von 

Kantonsgericht Schwyz 42

Fr. 343’525.00 (KG-act. 7, S. 2). Strittig war somit eine güterrechtliche Aus-
gleichszahlung in der Höhe von Fr. 259’052.87 (= Fr. 343’525.00 - 
Fr. 84’472.13). Nach dem Gesagten beläuft sich die güterrechtliche Aus-
gleichszahlung auf insgesamt Fr. 115’694.00 (vgl. oben E. 8d). Die Beru-
fungsgegnerin unterliegt damit zu 88 % (= [Fr. 343’525.00 – Fr. 115’694.00] / 
Fr. 259’052.87) bzw. gerundet zu 90 %. Es rechtfertigt sich daher, die Kosten 
des Berufungsverfahrens zu 9/10 der Berufungsgegnerin und zu 1/10 dem 
Berufungsführer aufzuerlegen.

aa) In Anwendung von § 2 Abs. 2 i.V.m. § 34 Ziff. 7 GebO/SZ sind die Kos-
ten des Berufungsverfahrens auf pauschal Fr. 10’000.00 festzusetzen. Nach 
dem für das Berufungsverfahren festgelegten Verteilschlüssel der Prozesskos-
ten (vgl. oben E. 9b) sind diese Kosten der Berufungsgegnerin zu 90 % 
(Fr. 9’000.00) und dem Berufungsführer zu 10 % (Fr. 1’000.00) aufzuerlegen. 

bb) Im Berufungsverfahren beträgt das Honorar 20-60 % des erstinstanzli-
chen Ansatzes (siehe dazu oben E. 9a/cc), wobei der noch vor Berufungsin-
stanz in Frage kommende Streitwert massgebend ist (§ 11 GebTRA). Vorlie-
gend ergibt dies einen Rahmen für das Grundhonorar von Fr. 1’100.00 bis 
Fr. 23’760.00. Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des Ho-
norars nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang 
und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 
GebTRA). Der Berufungsführer verfasste eine rund 34-seitige Berufungsschrift 
(KG-act. 1) und eine rund 25-seitige Anschlussberufungsantwort (KG-act. 10) 
sowie eine vierseitige Stellungnahme im Rahmen des Replikrechts (KG-
act. 16). Die Berufungsgegnerin reichte eine rund 30-seitige Anschlussberu-
fung und Berufungsantwort (KG-act. 7) sowie zweimal eine rund vierseitige 
Stellungnahme im Rahmen des Replikrechts (KG-act. 14 und 18) ein. Den 
Parteien wurde am 23. Januar 2025 mitgeteilt, dass das Gericht in die Phase 
der Urteilsberatung übertritt (KG-act. 23). Die von den Parteien am 

Kantonsgericht Schwyz 43

12. bzw. 14. März 2025 eingereichten Kostennoten sind mithin nach Übergang 
in die Beratungsphase eingereicht worden, weshalb sie nicht mehr zu beach-
ten sind (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.5; vgl. auch KGer SZ, ZK1 2022 10 vom 
27. Juni 2024 E. 4e/bb; OGer ZH, PA160012-O/U vom 28. April 2016 E. 6; 
Hofmann/Baeckert, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 105 ZPO N 15 m.H.). 
Trotz der etwas kürzer gehaltenen Eingaben der Berufungsgegnerin dürfte der 
gebotene zeitliche Aufwand für beide Rechtsvertreter in etwa gleich gross ge-
wesen sein. Der zeitlich gebotene Aufwand und die Schwierigkeit des Verfah-
rens dürften sich im mittleren Bereich bewegt haben. Vor diesem Hintergrund 
erscheint eine volle Entschädigung von Fr. 10’000.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) als angemessen. Nach Verrechnung der gegenseitig zustehenden 
Teil-Entschädigungen hat die Berufungsgegnerin dem Berufungsführer eine 
Entschädigung von Fr. 8’000.00 (8/10 von Fr. 10’000.00; inkl. Auslagen und 
MWST) zu bezahlen;-

Kantonsgericht Schwyz 44

erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Berufung werden die Dispositivziffern 5, 7 
und 8 des Urteils der Einzelrichterin am Bezirksgericht Einsiedeln vom 
22. Dezember 2023 aufgehoben und wie folgt abgeändert:

5. Der Ehemann wird verpflichtet, der Ehefrau zur Abgeltung der 
güterrechtlichen Ansprüche Fr. 115’694.00 zu bezahlen, zahlbar 
innert 60 Tagen nach Rechtskraft des Scheidungsurteils.

7. Die Entscheidgebühr von Fr. 7’500.00 wird der Ehefrau zu zwei 
Drittel (Fr. 5’000.00) und dem Ehemann zu einem Drittel 
(Fr. 2’500.00) auferlegt. Die Gutachterkosten von Fr. 1’023.15 ge-
hen zulasten der Bezirksgerichtskasse. Der Gerichtskostenanteil 
der Ehefrau von Fr. 5’000.00 wird mit dem von ihr geleisteten Kos-
tenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. Der Gerichtskostenan-
teil des Ehemanns wird mit dem von ihm bezahlten Vorschuss von 
Fr. 5’000.00 verrechnet, sodass ihm ein Restbetrag von 
Fr. 2’500.00 zurückzuerstatten ist.

8. Die Ehefrau wird verpflichtet, den Ehemann ausserrechtlich mit 
pauschal Fr. 6’666.65 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädi-
gen.

2. Im Übrigen werden die Berufung und die Anschlussberufung abgewie-
sen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil der Einzelrichterin am 
Bezirksgericht Einsiedeln vom 22. Dezember 2023 bestätigt.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 10’000.00 werden zu 90 % 
(Fr. 9’000.00) der Berufungsgegnerin und zu 10 % (Fr. 1’000.00) dem 
Berufungsführer auferlegt und von den jeweiligen Gerichtskostenvor-
schüssen von je Fr. 10’000.00 bezogen. Die Kantonsgerichtskasse hat 
dem Berufungsführer von seinem Kostenvorschuss Fr. 9’000.00 und der 
Berufungsgegnerin von ihrem Kostenvorschuss Fr. 1’000.00 zurückzu-
erstatten.

Kantonsgericht Schwyz 45

4. Die Berufungsgegnerin hat den Berufungsführer für das Berufungsver-
fahren reduziert mit Fr. 8’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu ent-
schädigen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung 
nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivil-
sachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert übersteigt Fr. 30’000.00.

6. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwältin 
D.________ (2/R) und an die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Er-
ledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die 
Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der 1. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 8. April 2025  amu