# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38deeb0c-e7a0-52df-bc3a-970b4c94d1a3
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-29
**Language:** de
**Title:** Rentenrevision. Rezidivierende depressive Störung, leichte bis mittelgradige Episode, ausgewiesen. Posttraumatische Belastungsstörung nicht nachvollziehbar. Verbesserung gemäss RAD-Bericht. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2014.00260
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00260.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00260
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Gerichtsschreiberin Muraro
Urteil
vom
29. September 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Yvonne Mäder
Rechtsauskunftsstelle Zürcher Oberland RZO
Bahnhofstrasse 10, Postfach 1136, 8620 Wetzikon ZH
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1968 geborene
X.___
, t
ürkische Staatsangehörige und Mutter
drei
er
Kinder
(Urk. 8/3/2 und Urk. 8/36/3)
, reiste im April 1977 in die Schweiz ein und war
nach eigenen Angaben seit 1997
als Hausfrau tätig (
Urk.
8/3
/4 f.
).
Den Akten zufolge
war die Versicherte von 1986 bis 1999 verschiedentlich
als
Hilfs
arbeiterin
in
Temporäreinsätzen
tätig
;
zuletzt
bei der
Y.___
(
vgl. Auszug aus dem
Individuellen Konto vom 15. Juni 2001
,
Urk.
8/4
,
Urk.
8/
8/2
).
Mit Datum vom 2
5.
Mai 2001 meldete sie sich unter Hinweis auf ein seit 1990 bestehendes psychisches Leiden bei der Eidgenössischen Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/3). Die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte beruflich-erwerbliche
sowie
medizi
nische Abklärungen
(
Urk.
8/4-6). Zudem
beauftragte sie ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit de
r
Versicherten im Haushalt (Abklärungsbericht vom
11
.
September 20
01
,
Urk.
8
/
8
).
Mit Verfügung vom 15.
November 2001 sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung ab
1.
Juli 2001 eine ganze Rente gestützt auf einen
nach der gemischten Methode bemessenen
Invaliditätsgrad von 84
%
, zuzüglich zweier akzessorischer
Kin
derrenten
,
zu
(
Urk.
8/10)
. Mit Verfügungen vom
6.
Februar 2002
(
Urk.
8/11) und 1
7.
Mai 2002 (
Urk.
8/12) wurde die Rentenhöhe
zufolge Rentenanspruchs ihres Ehemannes
neu berechnet und
um eine dritte
Kinderrente ergä
nzt
.
1.2
Nach Durchführung
zweier
amtlicher
Rentenrevisionsverfahren
in den Jahren 2004
(
Urk.
8/13 ff.
)
und 2008 (
Urk.
8/19 ff.) bestätigte die IV-Stelle
mit Mittei
lungen vom 2
8.
Juni 2004
(
Urk.
8/17) und 1
2.
Februar 2009 (
Urk.
8/24
)
den unveränderten An
spruch der Versicherten auf die bisherige
Invalidenrente
.
1.3
Anfang
2012
eröffnete die IV-Stelle
abermals
ein
ordentliche
s
Revisionsverfah
ren
(
Urk.
8/27 ff.)
. Die IV-Stelle klärte
die erwerblichen Ver
hältnis
se ab
(
Urk.
8/29)
und holte
die
Bericht
e
von
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin
,
vom
7.
Mai 2012 (
Urk.
8/30) sowie den Bericht von
Dr.
med.
A.___
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin, vom 2
0.
Juli 2012 (
Urk.
8/31
)
ein.
Nachdem am
2
2.
Oktober 2012
ein
Beratungsge
spräch
bei der IV-Stelle stattgefunden hatte (
vgl.
Berich
t vom 30. Oktober
2012
,
Urk.
8/34
)
, teilte
diese
der Versicherten
gleichentags
mit,
die
Arbeitsvermittlung werde abgeschlossen, da
sich
die Versicherte
aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig
fühle (
Urk.
8/33).
In der Folge wurde die Versicherte durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) psychiatrisch untersucht (Untersu
chungsberi
cht vom 1
1.
Dezember 2012, Urk.
8/36) und erneut hinsichtlich
der beeinträchtigten A
rbeitsfähigkeit
im Haushalt
vor Ort abgeklärt (
Abklärungsbe
richt
vom 3
0.
Mai 2013,
Urk.
8/39
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 3
0.
Mai
2013, Urk.
8/42; Einwand vom 2
5.
Juni 2013,
Urk.
8/44) stellte die IV-Stelle die laufende Rente
mit Verfügung vom 2
8.
Januar 2014
zufolge wesentlicher Verbesserung in den gesundheitlichen Verhältnissen
und
gestützt
auf einen nach der gemischten Methode bemessenen Invaliditätsgrad
von 8
% auf Ende des folgenden Monates
ein
(
Urk.
2
[= Urk.
8/50
]
).
2.
Dagegen
erhob
X.___
,
vertreten durch Rechtsanwältin Yvonne Mäder
, am
3.
März 2014 Beschwerde und beantragte,
es sei die Verfügung vom 2
8.
Januar 2014 aufzuheben und ihr weiterhin eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei
sie
psychiatrisch
zu begutachten
. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1
S.
1). Ausserdem reichte sie den Bericht des
B.___
vom 2
8.
Februar 2014 sowie den Bericht von
Dr.
A.___
vom 2
5.
Februar 2014 zu den Akten (
Urk.
3/3,
Urk.
3/4). Mit Beschwerdeantwort vom
4.
April 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 1
0.
April 201
4
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die
Akten
ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
An diesem Grundsatz ändert auch das kürzlich publizierte Urteil des Bundesgerichtes vom 3. Juni 2015 (9C_492/2014, insbesondere E. 3.7) nichts.
1.3
Gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min-
destens
zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro-zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.
4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.
5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführ
te Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des
Art.
69
Abs.
2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Best
immung der gesundheitlichen Ein
schränkung im Haushalt dar (Urteil 9C_201/2011 vom
5.
September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Per
son sind - analog zur Rechtspre
chung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst
wird, die Kenntnis von den ört
lichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen
Diag¬nosen
sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [
in BGE 129 V 67 nicht veröffent
lichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E.
6.2 und 128 V
93 E. 4 betreffend Abklärungs
berichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit).
1.
6
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom
28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung
, ihre Abklärun
gen hätten ergeben, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin aus medizinischer Sicht
signifikant verbessert habe. Zeitlich flexible Tätigkeiten, ohne permanenten Zeit- und Termindruck bei geringem Publi
kumsverkehr, ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpas
sungsvermögen, in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre seien ihr zu 80
%
zumutbar. Mit Blick auf ihre Qualifikation als Teilzeiter
werbstätige im Umfang von 50
%
, bestehe im Erwerbsbereich nunmehr keinerlei Einschränkung. Im Haushaltsbereich sei die Beschwerdeführerin gemäss Abklä
rungen zu 15.75
%
eingeschränkt.
Aufgrund der gemischten Methode resultiere ein Invaliditätsgrad von 8
%
, womit kein Rentenanspruch mehr bestehe
(
Urk.
2)
.
2.2
Die Beschwerde
führerin
wandte dagegen im Wesentlichen ein, in der Untersu
chung durch den RAD-Arzt sei der 1995 verstorbene
Sohn
nicht thematisiert worden
(
Urk.
1 S. 3)
. Dies wecke Zweifel an der Zuverläss
igkeit der RAD-Ab
-
klärung vom 4.
Dezember 2012, da er durch Vermeidung dieses Themas die posttraumatische Belastungsstörung nicht abgeklärt habe und lediglich von einer leichten bis mittelgradigen rezidivierenden depres
siven Episode ausgegan
gen sei
, obwohl bei ihr mehr als vier
ausgeprägte
, in der ICD-10 Klassifikation für psychische Störungen
genannte Symptome
nach F32
vorliegen würden
(
Urk.
1 S. 4)
.
Ausserdem habe der RAD-Arzt keine Stellung bezogen zur Frage, ob sie in der Lage sei, nebst dem Haushalt auch noch einer 50%igen aus
-
ser
häuslichen
Tätigkeit nachzugehen.
Allenfalls sei die Einschätzung des
RAD-Arztes
auch nicht mehr aktuell, da sich ihr Gesundheitszustand in der Zwi
schenzeit erneut verschlechtert habe
(
Urk.
1 S. 3)
.
Sodann habe sich d
ie
Haus
ärztin
Dr.
A.___
mit der RAD-Beurteilung
auseinandergesetzt
u
nd
darauf hingewiesen, dass es nicht als fehlende Depression interpretiert werden könne, dass sie (die Beschwerdeführerin) gepflegt zur RAD-Untersuchung erschienen sei
und
Suizidgedanken verneint habe. Dies habe vielmehr mit ihrem kulturellen Hintergrund zu tun. Sodann
sei für
Dr.
A.___
völlig unverständlich, dass der RAD-Arzt festgehalten habe, Freudfähigkeit, Interesse für das Leben und Hoff
nung auf Besserung seien nicht wesentlich eingeschränkt
.
Ausserdem
sei die Sprechweise
der Beschwerdeführer
i
n nervös
mit ge
legentlichem Stottern und Sich-V
erh
aspeln und nicht etwa – wie vom
RAD-Arzt festgestellt – mit klarer und modulierbarer Stimme. Sodann
habe
Dr.
A.___
darauf hingewiesen, dass
sie (d
ie Beschwerdeführerin) bis auf i
hre Einkäufe gar keinen Kontakt nach aussen
habe
. Auch die Fachpersonen der
B.___
würden davon ausgehen, dass sie abgeschottet lebe und mehr Sozialkontakte vorteilhaft wären (
Urk.
1 S. 3 f.).
Weiter stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, d
ie Beurteilung d
er Fachpersonen des
B.___
, welche
auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit
beruhe, sei
schl
üssig und nachvollziehbar. Auch würden diese
klar dazu Stel
lung beziehen, dass sie lediglich noch z
u 30
%
im Haushalt
arbeitsfähig,
dane
ben
aber zu
70
%
arbeitsunfähig sei
. Auch Dr.
A.___
gehe von einer Arbeits
fähigkeit
von 10-20
%
für ausserhäusliche Tätigkeiten aus. Ein solch kleines Arbeitspensum wäre wirtscha
ftlich gar nicht verwertbar. Da
mit sei klar, dass sie keiner ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit mehr nachgehen könne
(
Urk.
1 S. 4). Tatsache sei ferner, dass sie bereits mit dem Haushalt überfordert sei. Ob die aktenkundigen Befunde auf eine posttraumatische Belastungsstörung oder schwere Depression zurückzuführen seien, spiele letztendlich
mit Bezug auf die
Arbeitsfähigkeit keine Rolle. Die unterschiedlichen Diagnosen hätten lediglich Einfluss auf die Therapie. Sollte das Gericht zur Auffassung gelangen, eine mindestens 70%ige Arbeitsunfähigkeit sei nicht erstellt, müss
t
e diesbezüglich ein unabhängiges Gutachten eingeholt werden. Auf den RAD-Bericht könne jedenfalls nicht abgestellt werden.
Sodann sei bei der Haushaltsabklärung nicht berücksichtigt worden, dass sie im Falle einer 50%igen ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit
nur halb so viel Zeit für den Haushalt
hätte und die
Haushalts
arbeiten
nicht über den ganzen Tag verteilen könnte, weshalb sie
viel st
ärker eingeschränkt wäre
. Sodann sei die Position „V
erschiedenes“
,
ungeachtet d
es
sen, dass sie seit der ersten Haushaltsabklärung 2001 den
Garten,
die
Woh
nu
ngspflanzen
sowie das Stricken und Häkeln krankheitsbedingt aufgegeben habe
,
nach wie vor
mit
7 %
(statt
2
%
) zu gewichten, da sie zu 100 % einge
schränkt sei. S
ie
hätte
doch nach wie vor gerne einen Garten. Weshalb das frühere Stricken und Häkeln nunmehr keine Rolle spiele, sei auch nicht ersicht
lich
(
Urk.
1 S. 5
f.
).
Im Bereich „Wäsch
e- und Kleiderpflege“ sei sie
mind
estens zu 50
%
(statt 15
%
)
eingeschränkt,
zumal
sie nunmehr weder bügle noch
zum Flicken komme.
Schliesslich sei s
ie bei der Kinderbetreuung zu 50
%
(
statt 20
%
)
eingeschränkt,
da sie kaum etwas mit den Kindern unternehme und mit den Hausaufgaben ihres Sohnes überfordert sei
. Damit erhöhe sich das Ausmass der gegenwärtigen Einschränkung im Haushaltsbereich auf circa 2
5
%
. Zusam
men mit der 100%igen Einschränkung im ausserhäuslichen Erwerbsbereich ergebe sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von 75
%
, womit sie weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe (
Urk.
1 S. 6).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin im massgeblichen Zeitraum zwischen der
Rentenverfügung vom 15. November 2001, mit welcher der Beschwerdeführerin eine ganze Rente zugesprochen worden war, u
nd der angefochtenen Verfügung vom
2
8.
Januar 2014
, welche die zeitliche Grenze für den zu beurteil
enden Sachverhalt bildet, derge
stalt verbessert hat, dass nunm
ehr kein Rentenanspruch besteht. Die Mit
teilungen vom 2
8.
Juni 2004 und 1
2.
Februar 2009 (vgl. Sachverhalt
Ziff.
1.2)
beruhten auf keiner umfassenden medizinischen und erwerblichen
Sachver
haltsabklärung
.
3.
Massgeblich für die Beurteilung des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt
der
Rentenverfügung
vom 1
5
.
No
vember 2001
war
en
gemäss Feststellungsblatt zum Beschluss (
Urk.
8
/
7
) im Wesentlic
hen der
Bericht
des
B.___
vom 1
4.
Juni
2001 (
Urk.
8/6) sowie der Bericht
von
Dr.
A.___
vom 2
4.
Juni 2001 (
Urk.
8/5
).
3.1
Im
Bericht
des
B.___
vom
1
4.
Juni 2001
diagnostizierten die beurteilenden
Fach
personen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine depressive Episode ohne somatisches Syndro
m (ICD-10 F32.10), bestehend seit circa 199
5.
Die Beschwerdeführerin sei zu
100
%
arbeitsunfähig, wobei sie
nur in der Lage sei
, einfachste Hausarbeiten
unter erheblicher Zeitaufwendung zu erledigen
(Urk.
8/6/2). Es sei
der Beschwerdeführerin
kaum gelungen, über den Tod ihres Sohnes hinwegzukommen. Auch die Geburt der zweiten Tochter 1997 h
abe
ihr nur ungenügend über den Verlust des Sohnes hinweghelfen können. Die Beschwerdeführerin fühle sich ständig müde, erschöpft und niedergeschlagen und sei kaum in der Lage
,
ihre Rolle als Mutter und Hausfrau zu erfüllen. Ver
schiedene Abklärungen der Hausärztin hätten
mit Ausnahme einer
Eisenman
gela
nämie
, die behandelt worden sei, keine organische
n
Ursachen ergeben (
Urk.
8/6/4).
3.
2
Dr.
A.___
stellte im Bericht vom 2
4.
Juni 2001 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine schwere Depression bestehend seit Juli 2000 sowie (2) eine chronische Eisenmangelanämie fest. Ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit diagnostizierte sie chronische Spannungskopfschmerzen. Die Beschwerdeführerin sei seit dem 2
6.
Juli 2000 bis auf Weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/5/1). Sie sei immer müde und schlapp, sodass sie seit August 2000 kaum den Haushalt bewältigen könne. Zurzeit sei sie im Haushalt nur knapp arbeitsfähig. Ihre schwere Depression werde teilweise von
Panikatta
cken
sowie Hypochondrie begleitet. Seit August 2000 sei die Beschwerdeführe
rin in psychiatrischer Behandlung im
B.___
. Da innerhalb der letzten 10 Monate keine Besserung ihres Zustandes habe erreicht werden können, sei eine Prog
nose nicht möglich (
Urk.
8/5/2).
4
.
Im Rahmen
des
Anfang
2012 eröffnete
n
ordentlichen Revisionsverfahren
s (Urk.
8/27 ff.)
finden sich die nachfolgend zitierten Berichte bei den Akten:
4.1
Im Bericht vom
7.
Mai 2012 diagnostizierte der von 2000 bis 2012 behandelnde
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt FMH für A
llgemeine Medizin, eine Depression
(
Urk.
8/30/1)
.
Die Beschwerdeführerin sei seit 1997 zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
8/30/2)
.
Die b
isherige Tätigkeit sei ihr
punktuell zumutbar
. Fragen betref
fend Art und Umfang einer angepassten Tätigkeit beantwortete
Dr.
Z.___
jeweils
mit Fragezeichen
(
Urk.
8/3
0
/3
)
.
4.2
Dr.
A.___
, bei welcher die Beschwerdeführerin seit 2009 nicht mehr in Behandlung
gewesen
war,
diagnostizierte
mit Bericht vom 2
0.
Juni 2012 (1) eine chronische Migräne und Spannungskopfschmerzen
,
neurologisch abgeklärt 2010
,
sowie (2) eine
mittelschwere Depression
. Anlässlich der Konsultation vom 2
7.
April 2012 habe die Beschwerdeführerin über Rückenschmerzen geklagt. Nervlich sei sie „immer am Rand
e
“
zufolge
der übermässigen Belastung durch ihre Kinder und den schizophrenen Ehemann. Auch hätte sie chronische Kopf
schmerzen. Die Beschwerdeführerin sei zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/31/5).
4
.3
RAD-Arzt
Dr.
med.
C.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie
, stellt
e im Untersuchungsbericht vom 1
1.
Dezember
2012 als Diag
nosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.0/F33.1)
fest.
Als somatische Diagnose nach Aktenlage hielt er chronische Kopf- und Rückenschmerzen fest (
Urk.
8/36/7).
Die Beschwerdeführerin habe den 1990 geborenen Sohn, der an einer
Gastroschisis
gelitten und nach 5-jähriger inten
siver Pflege 1995 verstorben sei, nicht erwähnt
. Vom Untersucher sei dieses Thema denn auch nicht weiter aufgegriffen worden (
Urk.
8/36/1)
.
Die
Auffas
sungsgabe der Beschwerdeführerin sei unauffällig. Ihre
Merkfähigkeit
sei mit
telgradig einges
chränkt. Das Langzeitgedächtnis sei
leichtgradig
reduziert im Gegensatz zum Kurzzeitgedächtnis, welches unauffällig sei.
Der affektive Rap
port sei gut herstellbar, bei gut erhaltener affektiver Modulationsfähigkeit mit
leichtgradiger
Affektlabilität. Die Beschwerdeführerin habe während der Explo
ration mehrmals angefangen zu weinen, sich aber rasch wieder fangen können. Die Stimmung befinde sich in Mittellage und könne auch zum positiven Pol ausgelenkt werden. Freudfähigkeit, Interesse für das Leben und Hoffnung auf Besserung seien nicht wesentlich eingeschränkt.
Selbstbewusstsein
und Selbst
wertgefühl sowie das Gefühl für Energie, Kraft und Vitalität
seien leicht- bis mittelgradig eingeschränkt.
Suizidgedanken seien verneint worden. Antrieb und Psychomotorik seien unauffällig. Die Beschwerdeführerin spreche mit klarer und modulierbarer Stimme. Zur Krankheitseinsicht hielt
Dr.
C.___
sodann fest, die Beschwerdeführerin sei nach eigenen Angaben nicht krank, sie habe ab und zu Kopfschmerzen (
Urk.
8/36/5).
Sodann bestünden Ein- und Du
rchschlaf
störungen, indem die Beschwerdeführerin ein bis zwei Stunden wach liege, ehe
sie einschlafen könne
,
und sie zwischen ein bis drei Mal pro Nacht aufwache, ohne zu wissen warum. Ein sozialer Rückzug sei nicht auszumachen. Demge
genüber seien Kontaktfähigkeit zu Dritten
sowie
Selbstbehauptungsfähigkeit leicht- bis mittelgradig eingeschränkt
. Die Fähigkeit zu ausserberuflichen Akti
vitäten sowie die Wegefähigkeit seien nicht eingeschränkt (
Urk.
8/36/6). Dem
gegenüber sei von einer
intrapsychische
n
Selbstlimitier
ung
auszugehen
.
Nach der eigenen Einschätzung der Beschwerdeführerin würde sie zusammenbrechen, wenn sie zusätzlich zu ihren Aufgaben noch etwas arbeiten müsste (
Urk.
8/36/7).
Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich
seit der ursprünglichen
Rentenzusprache
im Jahre 2001
signifikant verbessert. Würden doch
nunmehr
keine Panikattacken auftreten und
würden
die
Kardinalsymp
t
ome
für eine schwere Depression,
nämlich massive D
enk
hemmung sowie psychomotorische Blockade, heute gänzlich fehlen.
Gegen eine gravierende psy
chische Erkrankung spreche auch die Selbsteinschätzung der Beschwerdeführe
rin, wonach sie nicht krank sei, sondern ab und zu Kopfschmerzen habe. In dieselbe Richtung wiesen ferner das insgesamt gepflegte Erscheinungsbild, das hohe Aktivitätsniveau (Versorgung beider Kinder
,
des Ehemannes
sowie ihrer Mutter
), die gute Tagesstruktur sowie das zur Versorgung der Familie notwen
dige Organisationstalent. Sodann sei die Beschwerdeführerin in der Lage gewe
sen, alleine mit dem Fahrzeug zur Untersuchung zu gelangen und in
D.___
einen Parkplatz zu finden. Die beiden hausärztlichen
Berichte
von
Dr.
Z.___
und
Dr.
A.___
vermoch
t
en fachlich nicht zu überzeugen. Insbesondere fehle
ein p
sychopathologischer Befund
, anhand dessen eine Depression nachvollzo
gen werden könnte. Demgegenüber wären die Probleme der Beschwerdeführerin in Übereinstimmung zur Einschätzung von
Dr.
A.___
gemäss
ihrem
Bericht vom 1
7.
Juni 2004 (
Urk.
8/15) zu einem grossen Teil soziokulturell bedingt
. Nach Subtraktion der diagnoseunspezifischen Überlagerungsfaktoren (
Migrati
onshintergrund
, fehlende Berufsausbildung, Hilfstätigkeit, IV-berenteter Ehe
mann, mangelnde
Coping
-Strategien, intrapsychische Selbstlimitierung)
attes
tierte
Dr.
C.___
der Beschwerdeführerin
seit Untersuchungsdatum vom
4.
Dezember 2012 und bis auf Weiteres eine
20%ige Arbeitsunfähigkeit
sowohl
für die bisherige als auch für eine - näher umsc
hriebene - angepasste Tätigkeit
(
Urk.
8/36/8).
4.4
Dem
einwandweise
eingereichten Bericht des
B.___
vom 1
3.
August 2013
sind
als Diagnosen zu entnehmen
(1) eine posttrau
m
a
tische Belastungsstörung, chronisch seit 1990 (ICD-10 F43.1), Diagnostik: Klinische
Posttraumatische
Belastungsstörung
(
PTB
)
-Skala für DSM (KPS-T
X) von Karl (2000), (2) eine ungenügend
e
familiäre Unterstützung (ICD-10 Z63.2) sowie (3) Alleinleben
der Familie (ICD Z60.2) (
Urk.
8/47/1). Subjektiv bestünden
erhebliche
Aufmerksam
keits
-,
Konzentrations
- und Artikulations
störungen. Die Beschwer
-
deführerin
wisse manchmal
nicht mehr, w
as sie
habe sagen wollen.
Formalgedanklich bestehe ein Grübe
l
n
mit massive
n
, leicht wahnhaft anmutend
en
Schuldgefüh
le
n, welche die Krankheit und den
Tod
ihres Sohnes
betreffen würden
.
Es bestünden Schuldgefühle bis hin zum Selbsthass.
Zwangs
-
handlungen oder –
gedank
en
seien weder festgestellt noch
angegeben worden. Demgegenüber bestünden Intrusionen mit Bildern aus der
Hospitalisation
des Sohnes, welche wie ein Film ablaufen würden; Flashbacks leicht dissoziativ im Bericht. Weiter sei die Beschwerdefü
hrerin affektiv ratlos, hilflos und
verzweifelt. Ebenso wür
den Antriebsstörungen, erhebliche Schlafstörungen sowie Erschöpfungsgefühle vorliegen. Eine akute Suizidalität bestehe nicht
. Problematisch sei ferner, dass sich die Familie gegen aussen abgeschottet
habe
und der Tod ihres Sohnes
ein
Tabu
thema
sei. Die chronisch depressiven Symptome würden es der Beschwer
deführerin kaum erlauben, den Alltag zu bewältigen. Die Intrusionen des unver
arbeiteten Traumas kämen immer wieder zum Vorschein und belasteten sie sehr. Darüber hinaus müsse sie aufgrund der Krankheit ihres Mannes die gesamte Verantwortung für die Familie über
-
nehmen.
Ferner bestehe zufolge
der
Schuld- und Schamgefühle ein ungünstiges Denkmuster. Daraus entstehe ein Teufels
kreis, welcher sich mit körperlichen Symptomen wie
Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen schliesse und durch Stress
getriggert
werde. Bei alle dem bestehe aktuell eine Arbeits
-
unfähigkeit von 100
%
(
Urk.
8/47).
5
.
5
.1
Die IV-Stelle stützte
den angefochtenen Entscheid vom 2
8.
Januar 2014 (vgl.
Feststellung
s
blatt vom 3
0.
Mai 2013 sowie 2
8.
Januar 2014,
Urk.
8/40, Urk.
8/49
) auf den psychiatrischen Untersuchungs
bericht von RAD-Arzt Dr.
C.___
vom 1
1.
Dezember
2012
(
Urk.
8/36, E. 4.3)
ab.
5
.2
Nach
Art.
49
Abs.
1 der Verordnung über die I
nvalidenversicherung (IVV) beur
tei
len die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) die medizinischen
Vorausset
zun
gen des Leistungsanspruchs. Gemäss
Art.
49
Abs.
2 IVV führen die RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen durch. Den RAD-Berichten, die zu den sogenannten versicherungsinternen Beurteilungen gehören, kann Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom
3.
Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E.
5.2; 135 V 465
E.
4.4 und E. 4.7).
Beim Arzt des RAD, welcher die Beschwerdeführerin untersuchte, handelt es sich um einen psychiatrischen Facharzt. Sein
Bericht beruht auf der Untersu
chung vom
4.
Dezember
2012, berücksichtigt die geklagten Beschwerden
und ist in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben worden.
Sodann
hat Dr.
C.___
– soweit Diskrepanzen bestanden -
zu
den abweichenden Einschätzu
ngen
diffe
renziert Stellung bezogen und seine Beurteilung schlüssig und
nachvollziehbar
begründet
,
weshalb
darauf
abgestellt werden kann.
5
.3
Nach der Rechtsprechung werden leicht- bis mittelgradige Episoden einer Depres
sion und selbst mittelgradige depressive Episoden regelmässig nicht als von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es der betroffenen Person verunmöglicht, die Folgen der bestehenden Schmerzproblematik zu überwinden.
Dasselbe gilt selbst dann
, wenn die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Stö
rung diagnostiziert worden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_104/2014 vom 2
6.
Juni 2014 E. 3.3.4 mit Hinweisen; vgl.
auch Urteil 9C_856/2013 vom 8.
Oktober 2014 E. 5.1.2).
Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Stö
rungen aus dem depressiven Formenkreis gelten zudem grundsätzlich als thera
peutisch
angehbar
(Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2013 vom
4.
März 2014
E.
3.6.1 mit Hinweisen).
An diese
n Grundsä
tz
en
ändert auch das kürzlich publi
zierte Urteil des Bundesgerichts vom
3.
Juni 2015 (9C_492/2014, insbesondere E. 3.7) nichts.
Ergibt sich doch a
us dem
RAD-Bericht
hinreichend, dass die Aus
prägung der psychischen
und somatischen diagnoserelevanten
Befunde nicht stark ins Gewicht fällt.
Insbesondere fehlten die
Kardinalsymptome einer schweren Depress
ion gänzlich und
nahm
die Beschwerdeführerin
seit
2000/2001
, abgesehen von der einmaligen Konsultation im
B.___
2008 zwecks Verlaufsberichterstattung zuhanden
der IV-Stelle
, weder psycho- noch pharma
kotherapeutische Behandlungsmassnahmen in Anspruch
(vgl.
Urk.
8/22
)
. Als Schmerzmedikamente nahm sie
Dalfalgan
und
Mefenacid
. Weiter gab
sie
an, nicht krank zu sein, sondern ab und zu Kopfschmerzen zu haben
(
Urk.
8/36/7 f.)
. Sodann schilderte
die Beschwerdeführerin
einen geordneten Tagesablauf,
mitunt
er ausserhäusliche Aktivitäten, im
Rahmen dessen
sie die beiden,
noch
zu Hause
lebenden Kin
der und
ihren Ehemann versorg
t
und den Haushalt erledigt
.
Sodann unterstützt sie ihre Mutter bei deren Erledigungen.
Ausserdem berich
tete die Beschwerdeführerin über zahlreiche Bekanntschaften, mit denen sie sich anlässlich ihrer Kommissionen unterhalte – wenn auch ohne, dass sie von sich aus den Kontakt suche.
Bei dieser Sachlage ergeben sich keine
erheb
lichen
funktionellen Auswirkungen der
medizinisch festgestellten Diag
nosen.
Vielmehr verwies der RAD-Arzt auf eine intrapsychische Selbstlimitierung der Beschwer
deführerin (
Urk.
8/36/7).
5
.
4
Daran vermag auch der beschwerdeweise eingereichte Bericht von
Dr.
A.___
vom 2
5.
Februar 2014
,
worin diese ab Juni 201
3 –
im Nachgang des
die
Ren
teneinstellung
in Aussicht stellenden
Vorbescheids vom
3
0.
Mai 2013
-
eine häufigere Konsultationskadenz
dokumentierte und (1)
eine mittel
schwere
bis schwere Depression
,
(2)
migräniforme
Spannungskopfschmerzen mit Ausstrah
lung in den Rücken sowie (3) chronische Schlafstörungen diagnostizierte (
Urk.
3/4)
,
nichts zu ändern. Insbesondere sind dem Bericht k
eine
objektive
n
Befunde
zu entnehmen
, sondern
stützte sich
Dr.
A.___
vornehmlich
auf die subjektiven Angaben
der Beschwerdeführerin
,
womit
ihre
Einschätzung
nicht nachvollzogen werden
kann
.
Kommt hinzu, dass es sich bei
Dr.
A.___
nicht um eine psychiatrische Fachärztin handelt und das Gericht der Erfahrungstatsa
che Rechnung zu tragen hat
, dass behandelnde Ärzt
e und Ärztinnen mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351
E.
3b/cc).
Im Übrigen
hielt
Dr.
A.___
diskrepant
zur festgestellten mittel- bis schweren Depression
fest
, die Beschwerdeführerin sei unter den gegenwärtigen Bedingungen soweit kompensiert, dass sie als Hausfrau mit einem psychisch stark behinderten Ehemann einigermassen funktionieren könne
(
Urk.
3/4 S. 3)
.
Weiter bestehe
kein akutes Leiden
und
habe sich die Beschwerdeführerin
an die
Kopf-
und Rückenschmerzen sowie
Schlafstörungen
, welche
zu ihrem Alltag gehörten,
ge
wöhnt
(
Urk.
3/4 S. 2).
5
.
5
D
ie in den
Bericht
en
des
B.___
vom 1
3.
August 2013
und 2
8.
Februar 2014 (Urk.
3/3)
erstmals diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), bestehend
seit 1990
(
Urk.
8/47, E. 4
.4)
, steht diskrepant zur
übrigen Aktenlage
, mitunter
zu den
eigenen
früheren
Beurteilung
en
des
B.___
vom 14.
Juni 2001
(
Urk.
8/6)
und 27. Januar 2009
(
Urk.
8/22)
, worin
durchgehend
(lediglich) depressive
Episode
n diagnostiziert worden
waren
– wohingegen
eine
posttraumatische Belastungsstörung
innerhalb von
sechs Mo
nate
n
nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergewöhnlicher Schwere auf
tritt
(
Dil
ling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Stö
rungen, ICD-10 Kapitel V [F],
9.
Auflage, Bern 2014, S. 2
08)
.
U
nter Berücksich
tigung der
einschlägigen ICD-
Diagnosek
riterien
vermag
die Diagnose einer post
traumatischen Belastungsstörung
nicht zu überzeugen
.
Auffällig ist schliesslich
auch
, dass
letztere
wiederum
erst im Nachgang des Vorbescheids vom Mai
2013 diag
nostiziert wurde.
5.6
Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin, ergibt sich aus dem Umstand, dass sie überfordert wäre, nebst der ausschliesslichen Verantwortung für den Haushalt und die Kinderbetreuung einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, keine invalidenversicherungsrechtliche Ursache. Das konstitutionelle Unvermö
gen, eine erhebliche Mehrfachbelastung zu ertragen, ist nicht krankheitswertig. Denn der Versicherungsschutz sowohl für erwerbliche wie für nichterwerbliche Beschäftigungen wird nur im Rahmen eines durchschnittlichen Pensums gewährt (ZAK 1988 S. 477 E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 469/99 vom 2
1.
November 2000 E. 4b mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts
I
46/03 vom 2
6.
März 2004 E. 3.1). Die nachvollziehbare Mehrbelastung durch
die Erkrankung ihres Ehemannes, welcher seinerseits
berentet wird (
Urk.
8/36/1
,
Urk.
11/3
),
und der damit verbundene Mehraufwand
der Beschwerdeführerin
ist daher invaliditätsfremd.
Mangelnde Schulbildung sowie soziokulturelle Fakto
ren sind für die
Beurteilung
der Erwerbs
fähigkeit auch nicht zu berücksichtigen.
Schliesslich geht auch d
er Einwand, wonach der 1990 verstorbene Sohn anläss
lich der Unterstützung durch den RAD-Arzt nicht
thematisiert wurde
und womit die Zuverlässigkeit des RAD-
Berichts anzuzweifeln sei,
ins
Leere.
Die Beurtei
lung durch den RAD-Arzt erging
in Kenntnis und in Auseinandersetzung
mit den
Vorakten
,
einschliesslich
der familiären Vorgeschich
te der Beschwerdefüh
rerin.
So wurde d
er
1995 verstorbene
Sohn
denn auch
wiederholt
im RAD-Bericht
erwähnt (
Urk.
8/36
/
1,
Urk.
8/36/3).
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – auch kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der
Verfügung vom 15. November 2001
in erheblicher Weis
e verbessert hat
, indem sie zwischen
zeitlich nicht mehr an Panikattacken l
eidet
und die Kardinalsymptome für
eine schwere Depression, namentlich eine massive Denkhemmung und eine massive psychomotorische Blockade, gänzlich fehlen (vgl. psychiatrischer Untersu
chungsbericht vom 11. Dezember 2012, Urk. 8/36),
und ihr
jedenfalls seit
4.
Dezember
2012 in der angestammten sowie
für zeitlich flexible Tätigkeiten, ohne permanenten Zeit- und Termindruck bei geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforderung an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen, in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre
eine 8
0%ige Arbeitsfähigkeit
zu
zumuten ist (
Urk.
8/36/8).
6
.
6
.1
Die IV-Stelle hat die Beschwerdeführerin als t
eilerwerbstätige Hausfrau einge
stuft, wobei sie den Anteil der Erwerbstätigkeit
unbestrittenermassen
auf
5
0
%
und den Anteil der Haushaltstätigkeit auf
5
0
%
festgesetzt hat. Sie
stützte sich dabei auf die Fest
stellungen i
n den
Abklärungsbericht
en
vom
11
.
September 2001 (
Urk.
8/8
)
und 3
0.
Mai 2013 (
Urk.
8/39).
Weiter kam die IV-Stelle zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin im Haush
alt zu 15.75
%
eingeschränkt sei
.
Der Abklärungsbericht ist von einer qualifizierten Person in Kenntnis der örtli
chen und räumlichen Verhältnisse unter Berücksichtigung der Angaben der Beschwerdeführerin verfasst worden
sowie b
egründet, plausibel und angemes
sen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen, womit er sowohl für
die
Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt als auch hin
sichtlich des mutmasslichen Umfangs der erwerblichen Tätigkeit im
Gesund
heitsfall
als voll beweiskräftig
zu qualifizieren ist
(AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts
I
733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2). Insbesondere greift der Richter
in das Ermessen der Abklärungs
person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein
schät
zungen oder An
haltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (b
ei
spielsweise infolge von Widersprüchlichkeiten) vorlie
gen. Das gebietet insbe
sondere der Umstand, das
s die fachlich kompetente Abklärungs
person näher am konkreten Sachverhalt i
st als das im Beschwerdefall zu
ständige Gericht (BGE 128 V 94 E. 4).
6
.2
Ob
die Beschwerdeführerin
– wie von ihr geltend gemacht -
im
Haushaltsbe
reich
zu
circa 25
%
(
Urk.
1 S. 6)
eingeschränkt ist,
kann mangels
Entscheidrele
vanz
offen gelassen werden
,
wie
nac
hfolgend aufzuzeigen
ist
.
7
.
7
.1
Da die Beschwerdeführerin als teilerwerb
stätige Person mit einem
ausser
häus-lichen
Erwerbspensum von
50
%
zu qualifizieren ist, kommt die gemischte
Me-thode
bei der Invaliditätsbemessung zur Anwendung. Die Invalidität bestimmt sich demnach dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Haus-
haltsbereich
ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird (E. 1.4), wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 13
0 V 396 E. 3.3).
7
.2
Wie bereits erwogen (E.
5.6
) ist
der Beschwerdeführerin jedenf
a
lls seit 4.
Dezember 2012 eine 80%ige ausserhäusli
che Erwerbstätigkeit zuzumuten, womit bei der
vor
liegenden Qualifikation keine Einschränkung im
Erwerbsbe
reich
mehr besteht
. Im Haushaltsbereich beträgt die Einschränkung 15.75
%
. Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von
je
50
%
ergibt sich
im Erwerbsbereich
ein Teilinvaliditätsgrad von 0
%
und
im Haushaltsbereich
ein Teilinvaliditätsgrad von 7.88
%
(15.75
%
x 0.5). Bei einem
Gesamtinvaliditäts
grad
von 7.88
%
besteht kein Rentenansp
ruch. Selbst bei Annahme einer 25%igen Einschränkung im Haushaltsbereich liesse sich kein
rentenbegründen
der
Invaliditätsgrad ermitteln.
Der angefochtene Ent
scheid erweist sich auch hinsichtlich des Zeitpunkts der Rentenaufhebung (vgl.
Art.
88a
Abs.
1 und
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a
der Verord
nung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
) als richtig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
8
.
8
.1
Die Beschwerdeführerin stellte am
3.
März 2014 ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 1). Mit Eingabe vom
8.
April 2014 sub
stantiierte sie ihr Gesuch bezüglich Bedürftigkeit und reichte nebst dem
For-mular
zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit diverse Belege ein (
Urk.
9,
Urk.
10,
Urk.
11/2-10). Da die Voraussetzungen gemäss
§
16
Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind, ist der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und ihr in der Person von Rechtsanwältin Yvonne Mäder eine unentgeltliche
Rechtsver
treterin
zu bestellen. Die Beschwerdeführerin ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hin
zuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der ihr erlassenen Gerichtskosten sowie der Auslagen für die unentgeltliche Rechtsvertretung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.
8
.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzusetzen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
8
.3
Rechtsanwältin Yvonne Mäder
machte mit
Honorarnote vom 27. August 2015
einen Gesamtaufwand von
7.25
S
tunden sowie Barauslagen von Fr. 7.-- geltend (
Urk.
14
), was angemessen erscheint. In Anwendung des gerichtsüblichen
Stun
denansatzes
für nicht freiberufliche Anwälte und Juristen
von
Fr. 17
0.
-- bis Ende 2014 ist
sie mit Fr.
1
‘
338.7
0
(
= Honorar von Fr. 1‘
232.50
plus Barauslagen von Fr. 7.--,
zuzüglich 8
%
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädi
gen.
Das Gericht beschliesst:
In Bewilligung des Gesuchs vom
3.
März 2014 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege gewährt, und es wird ihr Rechtsanwältin Yvonne Mäder als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Die
unentgeltliche Rechtsvertrete
rin
der Beschwerdeführerin,
Rechtsanwältin Yvonne Mäder
, wird mit Fr.
1‘
338.7
0
(inkl.
Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskas
se entschädigt. Die Be
schwerde
führerin wird auf die Nachzahlungspflich
t gemäss
§
16
Abs.
4
GSVGer
hin
gewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Yvonne Mäder
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstMuraro