# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7952f0e6-a4be-5498-8cbd-aedafe466845
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.08.2010 D-5397/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5397-2010_2010-08-03.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5397/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...), Staat unbekannt, alias 
A._______, geboren (...), China,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5397/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin am 11. Mai 2010 von der Kantonspolizei 
B._______  in  einem  Einkaufszentrum  wegen  des  Verdachts,  einen 
Ladendiebstahl  begangen  zu  haben,  beziehungsweise  gegen  das 
Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer  (AuG,  SR  142.20) verstossen  zu  haben,  festgenommen 
wurde, 

dass  sie  bei  der  Einvernahme  durch  die  Kantonspolizei  B._______ 
vom  12.  Mai  2010  geltend  machte,  sie  wolle  in  der  Schweiz  ein 
Asylgesuch  stellen,  weshalb  sie  in  der  Folge  dem  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum (EVZ)  C._______  zugewiesen  wurde,  wo  sie  am 
14. Mai 2010 ein Asylgesuch einreichte, 

dass sie bei der Erstbefragung vom 3. Juni 2010 im EVZ C._______ 
sowie anlässlich der am selben Ort  durchgeführten direkten Bundes-
anhörung vom 15. Juni  2010 vorbrachte,  sie sei  chinesische Staats-
angehörige, gehöre zur Ethnie der (...) und habe bis zu ihrer Ausreise 
aus  China  zusammen  mit  ihrem  Vater  im  Dorf  D._______  im 
Regierungsbezirk E._______ (...) gelebt, 

dass in ihrem Dorf ein Ableger der (...) Bewegung "(...)" bestehe, die 
sich für die Unabhängigkeit von den Chinesen sowie für die Pflege der 
(...) Traditionen und Kultur einsetze, 

dass sie - die Beschwerdeführerin - sich für diese Bewegung engagiert  
habe, indem sie in ihrem Dorf alte (...) über ihre Traditionen und ihre 
Kultur interviewt habe und darüber im Jahre 2009 zirka zwanzig Artikel 
geschrieben habe,  die  in  der  Folge in  der  Zeitung "(...)"  erschienen 
seien, 

dass sie in ihrer Heimat eingeschränkt und ohne Zukunftsperspektiven 
gewesen sei, 

dass  sie  mit  anderen  (...)  Gruppierungen  in  verschiedenen  Ländern 
Kontakt habe aufnehmen wollen,

dass sie sich aus diesen Gründen zur Ausreise aus ihrem Heimatland 
entschieden  habe,  weshalb  sie  am  25.  April  2010  ohne  Reise-
dokumente  mit  einem Schlepper  per  Auto  nach  Österreich  gefahren 

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sei, von wo sie per Zug unter Umgehung der Grenzkontrolle am 2. Mai 
2010 in die Schweiz eingereist sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird, 

dass die Beschwerdeführerin bei der Einreichung des Asylgesuchs im 
EVZ C._______ schriftlich aufgefordert wurde, innert  48 Stunden ein 
Reise- oder Identitätspapier einzureichen, 

dass das BFM mit Entscheid vom 20. Juli 2010 - eröffnet am folgenden 
Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
der Beschwerdeführerin vom 14. Mai 2010 nicht eintrat und die Weg-
weisung sowie den Vollzug verfügte, 

dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesent-
lichen  ausführte,  die  Beschwerdeführerin  habe  innerhalb  der  ein-
geräumten Frist von 48 Stunden weder ein Reise- noch ein Identitäts-
papier eingereicht, 

dass  sie  auf  Vorhalt  zu  ihrer  Papierlosigkeit  anlässlich  der  Erst -
befragung  sinngemäss  vorgebracht  habe,  sie  habe  zwischenzeitlich 
keine Anstrengungen unternommen, Papiere zu beschaffen, zumal sie 
nie Ausweispapiere besessen habe, 

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  dieses  Verhalten  die  zumutbare 
Mitwirkungspflicht willentlich verletzt habe, da sie anlässlich der Ein -
vernahme  bei  der  Kantonspolizei  B._______  vom  12.  Mai  2010 
ausgesagt habe, sie habe sehr wohl Ausweispapiere besessen, diese 
jedoch bei ihr nicht bekannten Personen in Österreich zurückgelassen, 

dass im Weiteren festzustellen sei, dass die Schilderung ihrer geltend 
gemachten  Reise  von  China  in  die  Schweiz  lückenhaft  und  un-
substanziiert ausgefallen sei, 

dass die Beschwerdeführerin zudem nicht habe angeben können, wie 
sie die verschiedenen Landesgrenzen jeweils habe passieren können, 
zumal ihre Aussage, während der gesamten Reise nie von Behörden 
kontrolliert worden zu sein, realitätsfremd und damit unglaubhaft sei, 

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dass derart dürftige, realitätsfremde und substanzlose Vorbringen be-
zeichnend seien für Gesuchsteller, die nicht gewillt seien, innert Frist 
(48 Stunden) ihre Identität mittels Dokumenten gegenüber dem BFM 
zu belegen, weshalb sich der begründete Schluss aufdränge, dass die 
Beschwerdeführerin  dem  BFM  rechtsgenügliche  Reise-  beziehungs-
weise Identitätspapiere  bewusst  vorenthalten habe, um ihre  Identität 
zu verschleiern und/oder einen allfälligen Wegweisungsvollzug zu er-
schweren oder zu verhindern, 

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es der Be-
schwerdeführerin  verunmöglicht  hätten,  dem  BFM  innert  Frist 
rechtsgenügliche Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass die  Beschwerdeführerin  anlässlich der Erstbefragung nach Ge-
gebenheiten in ihrer Heimat gefragt worden sei, wobei sie ausgesagt 
habe,  dass  sie  nicht  wisse,  wie  viel  die  Zugfahrt  von  ihrem  Dorf 
D._______ in die Stadt F._______ koste, zumal sie nie mit diesem Zug 
gereist sei, 

dass  dem  entgegenzuhalten  sei,  dass  die  Beschwerdeführerin  von 
anderen Dorfbewohnern sehr wohl diesbezügliche Informationen hätte 
mitbekommen müssen, 

dass die Beschwerdeführerin im Weiteren nicht imstande gewesen sei, 
grössere Städte in der Umgebung von D._______ zu nennen, 

dass auch ihre Angaben über den angeblichen Heimatort  D._______ 
von grosser  Unkenntnis  geprägt  seien,  insbesondere sie die Namen 
der  behaupteten  Wohnnachbarn  in  D._______  nicht  habe  nennen 
können, 

dass schliesslich festzustellen sei, dass die Beschwerdeführerin beim 
BFM  die  gleiche  mongolische  Sprache  verwendet  habe  wie  die 
Dolmetscherin, 

dass bezeichnenderweise der kurze Text, den die Beschwerdeführerin 
anlässlich der Erstbefragung auf Aufforderung hin geschrieben habe, 
in einer Schrift und Sprache abgefasst sei, die auch in der Mongolei 
gepflegt werde, 

dass  erfahrungsgemäss  in  den  Aussagen  von  Personen  mit  einem 
Lebenslauf,  wie  er  von  der  Beschwerdeführerin  geltend  gemacht 

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werde,  Realkennzeichen  enthalten  seien,  die  im  vorliegenden  Fall 
jedoch fehlten, 

dass  klar  erkennbar  sei,  dass  die  Beschwerdeführerin  ihre  Primär-
sozialisation - entgegen ihren Angaben - nicht in D._______ (China) 
erlebt habe, 

dass die  Beschwerdeführerin  offenkundig  versucht  habe, die mit  der 
Gesuchsabklärung betrauten Schweizer Behörden über ihre Herkunft 
zu täuschen, weshalb sich Erwägungen über die von ihr geltend ge-
machten Asylvorbringen erübrigten, 

dass die Beschwerdeführerin daher die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle, 

dass aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshinder-
nisses nicht erforderlich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom 27.  Juli  2010  (Post-
stempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, 
die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft  und die Gewährung des 
Asyls sowie die Feststellung der Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und 
Unmöglichkeit  des Vollzugs der  Wegweisung und die vorläufige  Auf-
nahme beantragte,

dass sie in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um Gewährung der  unent-
geltlichen  Rechtspflege  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  ersuchte,  eventualiter  sei  die  aufschiebende 
Wirkung  wiederherzustellen  und  die  zuständige  Behörde  vorsorglich 
anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder 
Herkunftstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu 
unterlassen,  eventuell  sei  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  die 
beschwerdeführende Person darüber in einer separaten Verfügung zu 
informieren,

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dass  für  den  Inhalt  der  Beschwerde  auf  die  Beschwerdeschrift  zu 
verweisen ist,

dass die  vorinstanzlichen Akten am 29. Juli  2010 beim Instruktions-
richter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen  (Art.  109  Abs.  2 
AsylG),

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
vorbehältlich der nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist (Art.  108 
Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 
VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer all-
fälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht  entzogen  hat 
(Art. 55 Abs. 2 VwVG),  weshalb auf  das Eventualbegehren,  die auf-
schiebende Wirkung sei wiederherzustellen, nicht einzutreten ist, 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32 -  35 AsylG),  die Beurteilungskompetenz der Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  -  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist,  
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl.  
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdever-
fahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73), 

dass jedoch auf das Beschwerdebegehren nicht einzutreten ist, soweit 
darin beantragt wird, der Beschwerdeführerin sei Asyl zu gewähren,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), wenn 
auf  Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird (Art. 32  Abs. 3 Bst. b  AsylG) 
oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  die  Beschwerdeführerin  innert  der  gesetzlichen  Frist  von  48 
Stunden  nach  Einreichung  ihres  Asylgesuchs  keine  Papiere  ein-
gereicht  hat,  womit  die  Grundvoraussetzung  für  einen  Nichtein-
tretensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt  
ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise-
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, wes-
halb zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass nach Prüfung der Akten durch das Gericht - in Übereinstimmung 
mit der Vorinstanz - festzustellen ist, dass es der Beschwerdeführerin 
nicht  gelungen  ist,  ihre  Herkunft,  insbesondere  ihre  chinesische 
Staatsangehörigkeit,  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  ihren  Asylvor-
bringen, die sich ausschliesslich auf angeblich Erlebtes in D._______ 
stützen, jegliche Grundlage entzogen ist,

dass  bezüglich  des  soeben  Gesagten  zur  Vermeidung  von  Wieder-
holungen  auf  die  zutreffenden  vorinstanzlichen  Erwägungen  zu  ver-
weisen ist,

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dass die Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, zu einer von der 
Vorinstanz  abweichenden  Betrachtungsweise  zu  führen,  zumal  die 
Beschwerdeführerin den vorinstanzlichen Erwägungen nichts Substan-
zielles  entgegenhält,  und  im  Wesentlichen  lediglich  am  Wahrheits-
gehalt  der  im  vorinstanzlichen  Verfahren  geltend  gemachten  Vor-
bringen festhält, 

dass  der  Vollständigkeit  halber  festzuhalten  ist,  dass  selbst  bei 
Glaubhaftigkeit  der Vorbringen der Beschwerdeführerin deren Flücht-
lingseigenschaft  zu  verneinen  wäre,  zumal  sie  nicht  geltend  macht, 
eine flüchtlingsrelevante Verfolgung erlitten zu haben, 

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  offenkundig 
erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für  die An-
nahme  ergeben,  das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss  summarische 
materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche  Abklärungen  ge-
troffen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG  i.V.m.  Art.  32  Abs.  3  AsylG  auf  das  Asylgesuch  der  Be-
schwerdeführerin nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf  Erteilung einer solchen besteht,  weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde (vgl. 
BVGE 2008/34 E. 9.2), 

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), diese Untersuchungspflicht 
jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht 
des  Asylsuchenden  findet  (Art.  8  AsylG),  welcher  auch  die  Sub-
stanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es deshalb nicht Sache der  
Asylbehörden sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in 
hypothetischen Herkunftsländern zu forschen, 

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dass - wie oben erwähnt und von der Vorinstanz zutreffend festgestellt  
- die Angaben der Beschwerdeführerin zur Herkunft es nicht erlauben, 
in casu von einer bestimmten Staatsangehörigkeit auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin  deshalb die Folgen ihrer  mangelhaften 
Mitwirkung  respektive  Verheimlichung  der  wahren  Identität  und  Her-
kunft zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es 
würden  einer  Wegweisung  in  den  tatsächlichen  Heimatstaat  keine 
landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 
44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG entgegenstehen (vgl. 
auch EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2, S. 5 f.),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG),

dass die Beschwerdeführerin  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe beantragt, 
die Vollzugsbehörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme 
mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jeglichen Datentransfer zu 
unterlassen, um im Fall einer Rückkehr keine Probleme zu bekommen, 

dass  mit  vorliegendem Urteil  die  Beschwerde  abgewiesen  wird  und 
damit das Beschwerdeverfahren abgeschlossen ist,  weshalb sich der 
Antrag auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen - solche sind ohne-
hin  nur  für  die  Dauer  des  Beschwerdeverfahrens  wirksam  -  als 
gegenstandslos erweist, 

dass  im  Übrigen  aus  den  dem  Gericht  vorliegenden  Akten  nicht 
hervorgeht,  die  Vorinstanz  habe  die  Beschwerdeführerin  betreffende 
Daten an den Heimatstaat weitergegeben, weshalb auf das Eventual-
begehren,  es  sei  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  die  Be-
schwerdeführerin darüber in einer separaten Verfügung zu informieren, 
mangels Rechtsschutzinteresses im Rahmen dieses Verfahrens nicht 
einzutreten ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

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dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos wird, 

dass  das mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist, da die Begehren - wie sich aus den vorliegenden Erwägungen er-
gibt - als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen 
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand:

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