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**Case Identifier:** 447acfca-64eb-508b-9f33-14f09cddbb1a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.02.2021 720 20 328/46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-328-46_2021-02-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Februar 2021 (720 20 328 / 46) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Ana Dettwiler, Advoka-
tin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 
 
 
B.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Ana Dettwiler, Advoka-
tin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente betr. C.____ sel.  

 
 
 
A. Die 1961 geborene und am 12. September 2019 verstorbene C.____ war vor Eintritt 
ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen Hausfrau und daneben teilzeitlich als Tagesmutter in 
einem Pensum von 80 % tätig. Am 20. Januar 2009 (Eingang) meldete sie sich erstmals unter 
Hinweis auf psychische Beschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 

 

 
 
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Leistungsbezug an. Nach Vornahme der erwerblichen, hauswirtschaftlichen und medizinischen 
Abklärungen sowie Durchführung des Vorbescheidverfahrens wies die IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) das Leistungsbegehren gestützt auf einen ermittelten IV-Grad von 20 % mit 
Verfügung vom 7. Juni 2010 ab. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.  
Mit Eingabe vom 20. Januar 2016 (Eingang) hat sich die Versicherte erneut – wiederum unter 
Hinweis auf psychische Beschwerden – zum Leistungsbezug bei der IV angemeldet, worauf die 
IV-Stelle zunächst mit Vorbescheid vom 18. Oktober 2016 auf das Begehren nicht eingetreten 
ist. Nachdem die Versicherte Einwand erhoben hatte, nahm die IV-Stelle die erforderlichen er-
werblichen, hauswirtschaftlichen und medizinischen Abklärungen vor und wies das Begehren 
nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 7. August 2020 gestützt auf ei-
nen ermittelten IV-Grad von 20 % erneut ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhoben die beiden Töchter der inzwischen verstorbenen Ver-
sicherten, A.____ und B.____, vertreten durch Advokatin Ana Dettwiler, mit Schreiben vom 
9. September 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragten, es sei die Verfügung vom 7. August 2020 auf-
zuheben und der Versicherten zugunsten der Beschwerdeführerinnen als Erbinnen mit Wirkung 
ab 1. Juli 2009, eventualiter mit Wirkung ab 1. Juli 2016 bis zum 30. September 2019 eine ganze 
Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei ein posthumes unabhängiges polydisziplinäres 
Gutachten in Auftrag zu geben und danach über den Rentenanspruch zu entscheiden; alles unter 
o/e-Kostenfolge zu Lasten der IV-Stelle.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 24. September 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. In formeller Hinsicht ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerinnen gemäss Beschei-
nigung des Erbschaftsamtes X.____ vom 4. Februar 2020 einzige Erbinnen der verstorbenen 
Versicherten sind. Sie sind somit als Rechtsnachfolgerinnen der Versicherten beschwerdelegiti-
miert. Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht beim örtlich und sachlich zuständigen Kan-
tonsgericht eingereicht, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

 

 
 
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Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommens-ver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-glie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkom-mens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-werbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer-den. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Me-thode des 
Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-weise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 

 

 
 
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3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 
125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
3.5 Zweck interdisziplinärer Gutachten ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfä-
higkeit in ein Gesamtergebnis zu fassen (BGE 143 V 124 E. 2.2.4, 137 V 210 E. 1.2.4; SVR 2008 
IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1). Dasselbe gilt mit Blick auf die mitunter schwierige Abgrenzung 
der im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG versicherten Zustände von invaliditätsfremden Faktoren. Der 
abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit 
kommt damit dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Konsensdiskussion 
der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Sep-
tember 2013, 9C_425/2013, E. 4.3.1). Eine solche zusammenfassende Beurteilung auf der 
Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführen-
den Arztes zur Zusammenführung und Darlegung der Ergebnisse aus den einzelnen Fachrich-
tungen ist ideal, aber nicht zwingend (Urteile des Bundesgerichts vom 15. Januar 2016, 
9C_889/2015, E. 2.2; vom 25. Februar 2013, 9C_556/2012, E. 4; vom 25. Februar 2008, 
8C_323/2007, E. 4.3.2 mit Hinweisen). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, 
beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevan-
ten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein 

 

 
 
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polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgut-
achten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die 
Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbespre-
chung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutach-
ten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeich-
nen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuer-
kennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem 
weiteren Teil des Gutachtens – z.B. der Schlussbeurteilung – die Beweiskraft fehlt (BGE 143 V 
124 E. 2.2.4; Urteile des Bundesgerichts vom 25. Februar 2013, 9C_556/2012, E. 4 und vom 
8. Februar 2012, 9C_687/2011, E. 3.2.2).  
 
3.6 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle 
und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über 
die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit 
besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen 
ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
4. In materieller Hinsicht strittig und zu prüfen ist, ob der Versicherten ein Anspruch auf 
eine IV-Rente zustand. Die Beschwerdeführerinnen bringen vorweg vor, dass die in Rechtskraft 
erwachsene Verfügung vom 7. Juni 2010 zweifellos unrichtig gewesen sei, weshalb sie wieder-
erwägungsweise aufzuheben sei und der Versicherten ab 1. Januar 2009 bis zu ihrem Tod eine 
ganze IV-Rente zugestanden habe. Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfü-
gung vom 7. August 2020 festgehalten, dass der damalige Entscheid korrekt erfolgt sei und kein 
Grund bestehe, die Verfügung vom 7. Juni 2010 in Wiedererwägung zu ziehen. 
 
4.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG (SR 830.1) kann der Versicherungsträger auf formell 
rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos 
unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Diese Bestimmung 
wurde in Anlehnung an die Kriterien erlassen, welche die Rechtsprechung bis zum Inkrafttreten 
des ATSG am 1. Januar 2003 entwickelt hatte (BGE 140 V 77 E. 3.1, 133 V 50 E. 4.1; vgl. auch 
BGE 138 V 147 E. 2.1). Voraussetzung einer Wiedererwägung ist – nebst der erheblichen Be-
deutung der Berichtigung –, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung 
besteht, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist. Dieses Erfordernis ist in der Regel erfüllt, 
wenn eine Leistungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebli-
che Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 138 V 324 E. 3.3). Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich nach der bei Erlass der Verfügung bestandenen Sach- und Rechtslage, ein-
schliesslich der damaligen Rechtspraxis (vgl. BGE 138 V 147 E. 2.1, BGE 138 V 324 E. 3.3). Um 
wiedererwägungsweise auf eine verfügte Leistung zurückkommen zu können, genügt es aber 
nicht, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechtswidrig festgelegt wurde. Vielmehr hat sich die 
Leistungszusprache auch im Ergebnis als offensichtlich unrichtig zu erweisen. So muss etwa, 
damit eine zugesprochene Rente wegen einer unkorrekten Invaliditätsbemessung wiedererwä-
gungsweise aufgehoben werden kann, – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, 

 

 
 
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dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem anderen 
Ergebnis geführt hätte (BGE 140 V 77 E. 31, BGE 117 V 8 E. 2c/aa; SVR 2006 UV Nr. 17 S. 60, 
U 378/05 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2013, 8C_778/2012, E. 3.1 mit weiteren 
Hinweisen). 
 
4.2 Die rentenablehnende Verfügung der IV-Stelle vom 7. Juni 2010 stützte sich auf ein po-
lydisziplinäres (allgemeinmedizinsch-psychiatrisch-endokrinologisch/diabetologisch) Gutachten 
des BEGAZ Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) vom 23. September 2009. Die Gutachter diag-
nostizierten aus gesamtmedizinischer Sicht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen insulin-
pflichtigen Diabetes mellitus Typ 1 mit schlechter Stoffwechseleinstellung in Folge von Malcom-
pliance/Essstörungen, mit Dyslipidämie, mit ausgeprägter sensomotorischer Polyneuropathie 
und autonomer Neuropathie, mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit, mit diabetischer Re-
tinopathie und fokaler Makulopathie links sowie mit anamnestisch diabetischer Nephropathie mit 
erhöhtem Microalbumin/Kreatinin Quotienten, ferner eine emotional instabile Persönlichkeitsstö-
rung, mit differenzialdiagnostisch einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Keine Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit hätten rezidivierende Schmerzen der rechten Schulter. Im psychiatrischen 
Teilgutachten führte Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, aus, dass sich die 
Versicherte durchaus in der Lage fühle, die bisherige Tätigkeit als Tagesmutter zu 80 % durch-
zuführen. Bis anhin sei ihr offensichtlich auch nie längerfristig eine höhergradige Arbeitsunfähig-
keit attestiert worden. Es könne angenommen werden, dass sie aufgrund ihrer schwerwiegenden 
Persönlichkeitsstörung mit depressiven Krisen allgemein vermindert belastbar sei, doch bis anhin 
könne seit März 2008 in der bisherigen Tätigkeit als Tagesmutter und in jeder anderen Tätigkeit 
höchstens eine dauerhafte Einschränkung von 20 % angenommen werden. Im endokrinologisch-
diabetologischen Teilgutachten führt Dr. med. E.____, FMH Endokrinologie, aus, dass angesichts 
der langjährigen und sehr schlechten Blutzuckereinstellung, der häufigen Entgleisungen und der 
Unfähigkeit der Versicherten, sich korrekt mit Insulin zu behandeln und regelmässig Nahrung zu 
sich zu nehmen, in jedem Beruf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit postuliert werden müsse. Bisher 
sei es nicht möglich gewesen, trotz mehrfacher Schulungen und intensiver ärztlicher Betreuung, 
das Fehlverhalten der Versicherten in der Diabetestherapie zu ändern. Es sei äusserst bedenklich 
und gefährlich, wenn die Versicherte bei so schlechter Stoffwechseleinstellung weiterhin als Ta-
gesmutter Kinder beaufsichtige. In Situationen mit Extrementgleisungen und Bewusstseinstrü-
bungen seien Diabetikerinnen nicht voll zurechnungsfähig für ihr Handeln und könnten aggressiv 
und gewalttätig werden. Eine Verbesserung der Teil-Arbeitsfähigkeit sei bei guter Therapiecom-
pliance und adäquater Stoffwechselkontrolle denkbar. Es bestehe jedoch ein eingeprägtes Fehl-
verhalten, so dass eine adäquate Stoffwechseleinstellung mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht 
erreicht werden könne. Es sei mit baldiger Progression der organischen Spätschäden mit Teiler-
blindung, Niereninsuffizienz, Dialysepflichtigkeit, Hypertonie und koronarer Herzkrankheit zu 
rechnen. In der Konsensbeurteilung wird ausgeführt, dass sich die Beurteilung als äusserst 
schwierig gestalte, einerseits bestehe seit dem 1. Januar 2008 eine Krankschreibung zu 100 % 
durch die behandelnde Diabetologin, anderseits arbeite die Versicherte mit einem Arbeitsvolu-
men von 80 % als Tagesmutter. Gesamtmedizinisch sei der Versicherten aufgrund der psychi-
schen Problematik seit März 2008 eine 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu attestieren, 
dies in der angestammten wie in jeder alternativen vergleichbaren Tätigkeit unter der Vorausset-
zung, dass der Diabetes mellitus korrekt eingestellt werde, was der Versicherten im Sinne einer 

 

 
 
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Schadenminderungspflicht durchaus zugemutet werden könne. Aufgrund der Diabetesproblema-
tik könne die Versicherte keine Tätigkeiten im Schichtbetrieb oder mit Gebrauch von gefährlichen 
Maschinen ausüben. Da bei Blutzuckerentgleisungen psychische Ausnahmezustände auftreten 
könnten, müsse gefordert werden, dass die Versicherte Tätigkeiten durchführe, in denen sie 
keine Verantwortung über Kinder oder Personen zu tragen habe, welche allenfalls zu Schaden 
kommen könnten.  
 
4.3 Die Beschwerdeführerinnen kritisieren die Verfügung vom 7. Juni 2010 als zweifellos 
unrichtig, weil das zugrundeliegende Gutachten insofern qualifiziert fehlerhaft sei, als die gesamt-
medizinische Zumutbarkeitsbeurteilung derjenigen des diabetologischen Teilgutachtens von Dr. 
E.____ widerspreche.  
 
Es trifft zu, dass Dr. E.____ im Begutachtungszeitpunkt von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
in jeder Tätigkeit ausgeht und eine mögliche Teilarbeitsfähigkeit künftig nur bei guter Thera-
piecompliance als denkbar erachtet, wobei eine adäquate Stoffwechseleinstellung mit grosser 
Wahrscheinlichkeit nicht erreicht werden könne. Diese Einschätzung widerspricht der gesamtme-
dizinischen Einschätzung, welche auf die 20%ige Einschränkung aus psychiatrischer Sicht ab-
stellt. Bei der Konsensfindung wird aber die diabetologische Einschätzung nicht einfach missach-
tet, vielmehr wird das Dilemma transparent gemacht, indem auf die Tatsache hingewiesen wird, 
dass die Versicherte effektiv noch im Umfang von 80 % arbeitstätig ist und dabei Risiken eingeht, 
die aus diabetologischer Sicht nicht vertretbar sind. Zudem hat auch die Diabetologin darauf hin-
gewiesen, dass bei guter Therapiecompliance und adäquater Stoffwechselkontrolle eine Erhö-
hung der Teil-Arbeitsfähigkeit denkbar wäre. Bei der Definition des Anforderungsprofils wird zu-
dem einschränkend festgelegt, dass die Versicherte keine Tätigkeiten mit Verantwortung für Kin-
der oder Personen, die zu Schaden kommen könnten, mehr ausüben dürfe. Nicht zutreffend ist 
der Einwand der Beschwerdeführerinnen, dass die Versicherte aufgrund ihrer psychiatrischen 
Persönlichkeitsstörung nicht in der Lage sei, die erforderliche Compliance zu erreichen. Im Ge-
genteil kommt der Facharzt Dr. D.____ in seinem Teilgutachten zum Schluss, es sei der Versi-
cherten möglich und zumutbar, vermehrt Anstrengungen und Verantwortung zu übernehmen, 
nicht in Entgleisungen des Stoffwechsels zu geraten. Insgesamt wird damit der Widerspruch der 
gesamtmedizinischen Zumutbarkeitsbeurteilung zur Zumutbarkeitsbeurteilung aus diabetologi-
scher Sicht erklärt und aufgelöst. Damit ist die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20 % im BEGAZ-
Gutachten vom 23. September 2009 gestützt auf die damalige Sach- und Rechtslage nachvoll-
ziehbar, so dass die darauf abgestützte Verfügung vom 7. Juni 2010 nicht als zweifellos unrichtig 
qualifiziert werden kann. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle dem Antrag auf 
Wiedererwägung nicht stattgegeben hat.  
 
5. Des Weiteren bleibt zu prüfen, ob die Versicherte Anspruch auf Leistungen der IV-Stelle 
nach ihrer Anmeldung vom 20. Januar 2016 hatte.  
 
5.1 Bei der am 20. Januar 2016 eingegangenen Anmeldung zum Leistungsbezug handelt 
es sich zwar nicht um eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG, sondern um eine Neuanmeldung, 
nachdem die IV-Stelle den Rentenanspruch des Versicherten mit Verfügung vom 7. Juni 2010 
erstmals rechtskräftig abgelehnt hatte. Gleichwohl zielt auch die Neuanmeldung auf eine erneute 

 

 
 
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Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund veränderter Verhältnisse ab (Art. 87 Abs. 3 der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 in Verbindung mit Art. 87 
Abs. 2 IVV; zur Prüfung der Eintretensfrage vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a; BGE 109 V 114 E. 
2b, BGE 109 V 264 f. E. 3; für die materiellen Voraussetzungen: BGE 130 V 64). Die Gemein-
samkeiten sowohl bei einer Rentenrevision als auch bei einer Neuanmeldung legen es deshalb 
nahe, die entscheidende Frage nach einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgra-
des nach denselben Grundsätzen zu prüfen. Diesem Zweck kann nur wirksam Rechnung getra-
gen werden, wenn sich die versicherte Person das Ergebnis der letztmaligen materiellen Über-
prüfung des Rentenanspruchs – mit rechtsgenüglicher Abklärung des Gesundheitszustands und 
gesetzeskonformer Ermittlung des Invaliditätsgrades – auch im Rahmen eines erneuten Leis-
tungsgesuchs entgegenhalten lassen muss, wobei der relevante Vergleichszeitraum hinsichtlich 
der materiellen Anspruchsprüfung im Neuanmeldungsverfahren analog zu einer Rentenrevision 
nach Art. 17 ATSG zu bestimmen ist (BGE 133 V 108 E. 5.2). Mit Blick auf die angefochtene 
Verfügung vom 7. August 2020 stellt sich vorliegend deshalb die Frage, ob diese Grundsätze 
auch im vorliegenden Fall eingehalten worden sind.  
 
5.2 Eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts erfolgte letztmals im Zeitpunkt der erstmaligen Beurteilung des 
IV-Rentenanspruchs im Juni 2010 gestützt auf das BEGAZ-Gutachten vom 23. September 2009 
(vgl. Ziff. 4.2 f. hievor). Gestützt darauf eröffnete die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 
7. Juni 2010, dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde. Zeitliche Vergleichsbasis für die 
Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 7. August 
2020 eine erhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die in Analogie 
zu Art. 17 ATSG eine Leistungszusprache rechtfertigen würde, bildet demnach die Situation, wie 
sie im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle vom 7. Juni 2010 bestanden hatte. Strittig ist dabei 
insbesondere, in welchem Ausmass die Versicherte aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen nach ihrer Anmeldung im Januar 2016 bis zu ihrem Ableben im September 2019 ar-
beitsfähig war. 
 
5.3.1 Im aktuellen IV-Verfahren hat die IV-Stelle beim BEGAZ ein polydisziplinäres Verlaufs-
gutachten eingeholt. Nachdem am 28. August 2017 ein erstes Gutachten mit psychiatrischer, 
neurologischer, endokrinologischer und neuropsychologischer Beteiligung ergangen war, wurde 
am 18. Dezember 2017 das Schlussgutachten unter Einbezug einer kardiologischen Begutach-
tung fertiggestellt. Aus gesamtmedizinischer Sicht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde 
eine Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen Anteilen oder Borderlinezügen diagnosti-
ziert, ferner eine progrediente diabetisch bedingte Polyneuropathie, eine Gangataxie sehr wahr-
scheinlich infolge des Afferenzdefizites bei sensomotorischer Polyneuropathie, ein insulinpflichti-
ger Diabetes mellitus Typ 1 bei persistierend sehr schlechter Stoffwechseleinstellung, bei schwe-
rer Complianceproblematik und Selbstvernachlässigung sowie bei Progression der sensomotori-
schen Polyneuropathie an den Füssen und Händen. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
bestehe ein Restless Legs-Syndrom, eine schwere proliferative diabetische Retinopathie mit Ma-
kulaödem beidseits, eine beginnende diabetische Nephropathie mit signifikanter Mikroalbuminu-
rie, eine autonome diabetische Neuropathie mit gastrointestinaler Paresis, Obstipation und 
Stuhlinkontinenz, ein symptomatischer orthostatischer Blutdruckabfall ohne kompensatorischem 

 

 
 
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Pulsanstieg sowie eine deutliche Leistungsintoleranz mit Anstrengungsdys-pnoe. Im Vordergrund 
stehe die optimale Behandlung des Diabetes. Wegen der schwerst gestörten Compliance sei 
nicht mit einer Besserung der Stoffwechseleinstellung zu rechnen. Bei verbesserter Compliance 
könnte eine wesentliche Verbesserung des Stoffwechsels erreicht werden, was im April und Ok-
tober 2016 auch gelungen sei. Eine bessere Compliance sei der Versicherten aus medizinischer 
Sicht zumutbar. Die sensomotorische Neuropathie werde sich trotz einer guten Blutzuckereinstel-
lung nur zum Teil bessern und sei nicht heilbar. Eine adäquate Behandlung der bestehenden 
Gesundheitsschäden sei der Versicherten voll zumutbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich 
entsprechend behandeln lasse, sei äusserst gering. In diesem Fall sei die Prognose der Spät-
schäden infaust.  
 
Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte vermindert belastbar. In der Vergangenheit sei eine 
20%ige Einschränkung aufgrund des damals vorgefundenen Arbeitspensums von 80 % attestiert 
worden. Es sei anzunehmen, dass aktuell eine 40%ige Einschränkung aufgrund des psychischen 
Zustandes vorliege, doch würden keine entsprechenden Arztzeugnisse vorliegen, so dass zum 
Verlauf keine Stellung bezogen werden könne. Aus psychiatrischer Sicht bestehe im Vergleich 
zur Beurteilung im Jahr 2009 in etwa ein ähnlicher Zustand. Die Versicherte gebe an, dass sie 
teilweise weniger arbeite, als sie noch im Jahr 2009 angegeben habe. Deswegen sei bezüglich 
der Arbeitsfähigkeit angenommen worden, es sei denkbar, dass eine bis zu 40%ige Einschrän-
kung aufgrund des psychischen Zustandes vorliege. Die Verminderung der Arbeitsfähigkeit be-
stehe in allen Tätigkeiten. Bei einer konsequenten Therapie wäre eine bessere Stabilisierung und 
mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit möglich. Aus neurologischer 
Sicht bestehe infolge der sensomotorischen Polyneuropathie und der Gangataxie eine Beein-
trächtigung der Arbeitsfähigkeit. Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, feinmotorische Arbeiten, wie 
auch Tätigkeiten, welche ein dauerndes Stehen oder Gehen benötigen, seien nicht mehr möglich. 
Einfache körperliche Tätigkeiten in abwechslungsreicher Stellung sowie organisatorische und ad-
ministrative Tätigkeiten könne die Versicherte noch ganztags ausüben. Dabei sei aber von einem 
erhöhten Pausenbedarf auszugehen. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 80 % seit Januar 2016. Die Tätigkeit als Tagesmutter sei aus neurologischer Sicht ideal. Aus 
endokrinologischer bzw. diabetologischer Sicht sollte die Versicherte angesichts des langjährig 
schlecht eingestellten Diabetes freiwillig auf die Tätigkeit als Tagesmutter mit hoher Verantwor-
tung für Kleinkinder verzichten. Bei besserer Blutzuckereinstellung und korrektem Umgang mit 
der Insulintherapie könnte eine 30%ige Arbeitsfähigkeit als Tagesmutter bzw. in einer entspre-
chend angepassten Tätigkeit attestiert werden. Da eine bessere Stoffwechseleinstellung aktuell 
nicht bestehe und die Versicherte nicht einsichtig sei, müsse eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als 
Tagesmutter gefordert werden. Auch bei einer verbesserten Blutzuckereinstellung würde wegen 
der fortgeschrittenen Spätfolgen eine partielle Arbeitsunfähigkeit weiterhin bestehen. Tätigkeiten 
auf unebenem Gelände oder auf Leitern und Gerüsten sowie an Maschinen mit Selbst- und 
Fremdgefahr seien zu 100 % unzumutbar. In neuropsychologischer Hinsicht liege ein kognitiv-
neuropsychologischer Normalbefund vor und insofern bestehe keine Beeinträchtigung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit.  
 

 

 
 
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Aus kardiologischer Sicht sei die Versicherte voll arbeitsfähig, da keine kardiale Grunderkrankung 
bestehe. Es bestehe eine deutliche Leistungsintoleranz wahrscheinlich aufgrund von Trainings-
mangel, so dass schwere körperliche Arbeiten nicht zumutbar seien. Gesamtmedizinisch bestehe 
eine instabile medizinische Situation aufgrund des schlecht eingestellten Diabetes, wobei in allen 
Untersuchungen zum Ausdruck gekommen sei, dass die Versicherte nicht gewillt sei, die ent-
sprechenden medizinischen Massnahmen, namentlich die Insulinbehandlung, korrekt zu befol-
gen. Es handle sich um ein bewusst gesteuertes Verhalten, welches von ihr korrigierbar wäre. In 
der aktuellen Situation sei die Tätigkeit als Tagesmutter nicht zu verantworten, womit in dieser 
Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % zu attestieren sei. Infolge der sensomotorischen Po-
lyneuropathie sowie der Gangataxie bestehe eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit insofern, 
als Arbeiten auf Leitern und Gerüsten nicht mehr möglich seien. Ebenso unmöglich seien fein-
motorische Arbeiten und Arbeiten, die ein dauerndes Stehen und Gehen erfordern würden. In 
einer adaptierten Tätigkeit, welche diese Einschränkungen berücksichtige, bestehe gesamtmedi-
zinisch eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % aufgrund der psychischen Problematik.  
 
5.3.2 Am 22. Januar 2018 nimmt der psychiatrische Gutachter Dr. D.____ Stellung zu einem 
Bericht der behandelnden Ärztin Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
11. März 2016. Darin führt Dr. D.____ aus, dass auch die behandelnde Psychiaterin die psychi-
sche Situation der Versicherten als seit 2009 im Wesentlichen unverändert beurteile. Wie Dr. 
F.____ bei der Feststellung, wonach die Versicherte noch dreieinhalb Tage arbeite, auf eine at-
testierte Arbeitsunfähigkeit von 70 % komme, sei nicht nachvollziehbar. Eine Verschlechterung 
aus psychischer Sicht könne jedenfalls nicht festgestellt werden, so dass er an seiner bisherigen 
Beurteilung festhalte.  
 
5.3.3 Nachdem die Versicherte wegen anhaltender Dyspnoe im Mai 2018 kardiologisch abge-
klärt und dabei eine koronare Erkrankung festgestellt worden war, wurde der kardiologische Gut-
achter Dr. med. G.____, FMH Kardiologie, um eine ergänzende Beurteilung gebeten. In seinem 
Bericht vom 14. Juli 2020 hält er fest, dass bis zum Zeitpunkt der Begutachtung keine Hinweise 
auf eine objektivierbare relevante Herzerkrankung bestanden hätten. Die Sachlage habe sich 
jedoch mit der Untersuchung im Spital Y.____ vom 30. Mai 2018 grundlegend geändert. 
Dr. G.____ diagnostiziert eine koronare 3-Gefäss-Erkrankung mit Hauptstammbeteiligung. Es 
seien am 31. Mai 2018 je ein Drug-Eluting-Stent im proximalen Ramus interventricularis anterior, 
im proximalen Ramus circumflexus und im Ramus intermedius implantiert worden. Danach habe 
sich die Symptomatik etwas gebessert, im weiteren Verlauf habe die belastungsabhängige Dys-
pnoe aber wieder zugenommen, in Ruhe sei die Versicherte aber weiterhin beschwerdefrei ge-
wesen. Rückwirkend müsse ein Teil der bereits 2017 vorhandenen Dyspnoe-Beschwerden als 
wahrscheinlich koronar interpretiert werden. Ab 31. Mai 2018 habe bis zum Tod der Versicherten 
in der angestammten Tätigkeit als Tagesmutter aus kardiologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit 
von 50 % bestanden. In einer stressfreien Verweistätigkeit ohne Schichtarbeit, ohne Heben und 
Tragen von Lasten über 10 kg und ohne Laufen von mehr als 100 m sei die Versicherte weiterhin 
zu 100 % arbeitsfähig gewesen.  
 

 

 
 
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5.3.4 Des Weiteren liegen Stellungnahmen zum BEGAZ-Gutachten sowie zu den Einwänden 
der Versicherten gegen das Gutachten von Dr. med. H.____, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regi-
onaler Ärztlicher Dienst (RAD), sowie des RAD-Arztes Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, vor. Diese äussern sich dahingehend, dass bei attestiertem unverändertem psy-
chiatrischem Gesundheitszustand seit 2009 auch eine unveränderte Arbeitsunfähigkeit von 20 % 
anzunehmen sei.  
 
6. Die IV-Stelle stützte sich in ihrer Verfügung vom 7. August 2020 bei der Beurteilung des 
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die Einschät-
zungen der Gutachter des BEGAZ sowie die Beurteilung des RAD. Sie ging folglich davon aus, 
dass aufgrund einer gesamtmedizinischen Einschränkung von 20 % kein Anspruch auf eine 
Rente bestehe.  
 
6.1 Wie bereits im BEGAZ-Gutachten aus dem Jahr 2009 besteht auch im BEGAZ-
Gutachten vom 18. Dezember 2017 in Bezug auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit eine Dis-
krepanz zwischen den Teilgutachten und der Gesamtbeurteilung. Auch im neuen BEGAZ-
Gutachten wird nicht das Teilgutachten mit der höchsten Arbeitsunfähigkeit als für die Gesamt-
beurteilung massgeblich erachtet. Vielmehr wird in casu die diabetologische Einschätzung, wo-
nach selbst bei optimaler Compliance in der angestammten Tätigkeit als Tagesmutter und in allen 
anderen Verweistätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von nur noch 30 % bestehe, in der Konsensbe-
urteilung ohne nähere Begründung ignoriert. Diese Einschätzung war im Übrigen bereits im Gut-
achten vom 28. August 2017 (ohne kardiologische Beteiligung) getroffen worden. Mit separatem 
Schreiben vom 18. Dezember 2017 begründete der fallführende Dr. med. K.____, FMH Allge-
meine Medizin, die Diskrepanz damit, dass die Situation zur damaligen Untersuchungszeit insta-
bil gewesen sei, weshalb die Einschätzung von Dr. E.____ rein hypothetisch sei. Diese Begrün-
dung ist nicht nachvollziehbar. Weder ist ersichtlich, weshalb die Situation gerade dazumal insta-
bil gewesen sein soll noch ist nachvollziehbar, weshalb die Einschätzung von Dr. E.____ rein 
hypothetisch gewesen sein soll. Dr. E.____ hat ausgeführt, dass selbst bei Besserung der Blut-
zuckereinstellung in den Zielbereich ohne schwere Hypoglykämien wegen fortgeschrittenen Spät-
folgen eine partielle Arbeitsunfähigkeit weiterhin bestehen würde. Die Formulierung von Dr. 
E.____ lässt keine Zweifel offen, dass die Versicherte auch bei guter Compliance in jeder Ver-
weistätigkeit nur zu 30 % arbeitsfähig sei. Aus ihren Ausführungen ergibt sich auch, dass die 
bereits 2009 ausgesprochen schlechte Stoffwechseleinstellung aktuell noch wesentlich schlech-
ter sei. Neu sei auch eine beginnende diabetische Nephropathie mit signifikanter Mikroalbuminu-
rie eingetreten. Weiter seien gegenüber 2009 sowohl eine gastrointestinale Paresis, eine mögli-
che Gallenblase-Atonie wie auch eine symptomatische Orthostase mit Blutdruckabfall ohne kom-
pensatorischen Pulsanstieg neu aufgetreten. Auch betreffend peripherer senso-motorischer Po-
lyneuropathie sei eine massive Verschlechterung eingetreten. Insgesamt kann folglich aus dia-
betologischer Sicht von einer erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustands ausge-
gangen werden. Die in Bezug auf die diskrepante Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus gesamt-
medizinischer Sicht einerseits und diabetologischer Sicht andererseits erteilte Begründung durch 
den fallführenden Arzt – ohne Mitbeteiligung der diabetologischen Fachärztin – mit separatem 
Schreiben vom 18. Dezember 2017 vermag nicht zu überzeugen.  
 

 

 
 
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6.2 Der psychiatrische Gutachter führt in seinem Teilgutachten aus, es hänge vom psychi-
schen Zustand ab, in wie weit die Versicherte bereit sei, konsequent die Medikamente zu dosie-
ren, doch handle es sich dabei um eine willentliche Steuerung und nicht um eine eigentliche 
Unfähigkeit, sich nicht den Umständen anpassen zu können. Der Gutachter hält jedoch auch fest, 
dass sich die Versicherte bewusst Nachteile einhandle und auch in eine bedrohliche Situation 
geraten könnte. Es handle sich um eine Art Selbstbestrafung, möglicherweise richte sie auch die 
Wut gegen sich selber. Die Explorandin weise ein ausgesprochen selbstschädigendes Verhalten 
auf, was sie zeitweise nicht genügend steuern könne, andererseits sei sie teilweise durchaus gut 
in der Lage, ihr Verhalten genügend zu steuern, weswegen auch mehr von ihr gefordert werden 
könne. Mit diesen Ausführungen wird aber die Frage, ob die Steuerungsfähigkeit der Versicherten 
in Bezug auf die Compliance genügend vorhanden war, nicht überzeugend beantwortet. Auf S. 80 
des Gutachtens wird festgehalten, es sei anzunehmen, dass bei der Explorandin eine Persön-
lichkeitsstörung mit vorwiegend emotional instabilen Anteilen vorliege, was dazu führe, dass ihr 
Zustand teilweise wechseln könne. Vor dem Hintergrund dieser Erkrankung ist unklar, ob die 
Versicherte genügend in der Lage war, eine Therapie konsequent durchzuführen. Insbesondere 
wenn die Versicherte nur teilweise in der Lage war, ihr Verhalten zu steuern, erscheint fraglich, 
ob sie in diabetologischer Hinsicht eine genügende Compliance erreichen konnte. Insgesamt wird 
von Dr. D.____ nicht genügend begründet, ob die Versicherte in der Lage war, ihr Verhalten 
genügend zu steuern, um die Insulintherapie korrekt vorzunehmen.  
 
6.3 Zu guter Letzt fällt auf, dass der Kardiologe Dr. G.____ von einer Arbeitsfähigkeit von 
50 % als Tagesmutter und von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % für eine Verweistätigkeit ausgeht. 
Angesichts dieser recht erheblichen Diskrepanz wäre zu erwarten gewesen, dass Dr. G.____ 
diese auch begründet, was nicht geschehen ist.   
 
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht eine Wiedererwägung der 
Verfügung vom 7. Juni 2010 abgelehnt hat. Des Weiteren ergibt sich jedoch, dass in Bezug auf 
einen allfälligen Leistungsanspruch gestützt auf die Anmeldung der Versicherten vom 20. Januar 
2016 der medizinische Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt wurde, da Zweifel an den 
vorliegenden ärztlichen Beurteilungen bzw. am Gutachten des BEGAZ vom 18. Dezember 2017 
bestehen. Die Angelegenheit ist daher an die IV-Stelle zurückzuweisen. Angesichts der Tatsache, 
dass die Versicherte am 12. September 2019 verstorben ist, ist von einer – posthumen – Begut-
achtung abzusehen. Die Vorinstanz wird jedoch die in den Ziff. 6.1-6.3 hievor aufgeworfenen 
Fragen nochmals dem BEGAZ vorzulegen und danach neu zu verfügen haben. In diesem Sinne 
ist die Beschwerde gutzuheissen. 
 
8.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene 
Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht 
die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende 
Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die IV-Stelle unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- werden somit 
ihr auferlegt, und der geleistete Kostenvorschuss ist den Beschwerdeführerinnen zurückzuerstat-
ten.  
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Den Beschwerdeführerinnen ist deshalb eine Parteientschädigung zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin-
nen hat in ihrer Honorarnote vom 6. November 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von insgesamt 14 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in So-
zialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangen-
den Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der 
Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 79.20. Den Beschwerdeführerinnen ist deshalb 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'854.80 (14 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen 
von Fr. 79.20 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzuspre-
chen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 7. August 2020 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückgewiesen wird.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Den Beschwerdeführerinnen wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat den Beschwerdeführerinnen eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'854.80 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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