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**Case Identifier:** 508dbc7a-c59f-5b3c-b86c-b49fb058c051
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.12.2016 200 2015 235
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-235_2016-12-13.pdf

## Full Text

200 15 235 UV
KNB/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Dezember 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Basler Versicherung AG
Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel
vertreten durch lic.iur. Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Februar 2015 (29/022393/12.X)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
vom 1. Januar 1981 bis 31. März 2000 für D.________ tätig (Dossier der 
Basler Versicherung AG, act. IIB 2/16) und dadurch bei der Basler Versi-
cherungs-Gesellschaft (Basler bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Fol-
gen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert (act. IIB 2/49-2/52). Im 
Rahmen der Tätigkeit für die D.________ arbeitete er von … 1990 bis … 
1995 als … mit Spezialgebiet … und von … 1995 bis Ende … 2000 als … 
in … (act. IIB 2/16-2/18, 2/23). Der Versicherte arbeitete zudem von … 
2003 bis Ende … 2005 als Mitarbeiter Betreuung für den Einsatz in … so-
wie … für die E.________ in einem Pensum von 60 % (act. IIB 2/33-2/40). 
Vom 2. August 2005 bis 14. April 2006 war er für F.________ tätig (act. IIB 
2/42, 2/43). Seither erzielt er ein Einkommen durch … in … (act. IIC 4/12 S. 
12, 4/68).

Die D.________ meldete am 21. Dezember 2011 der Basler, der Versicher-
te habe in der Zeit von 1991 bis 1994 als … in den …gebieten von … als 
Folge eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) erlitten (act. IIB 
2/1). Es erfolgten Abklärungen und die Basler erbrachte gesetzliche Leis-
tungen. Sie holte ferner Berichte der behandelnden Ärzte (act. IIB 3/1, 3/2, 
3/9-3/11, 3/15, 3/20) ein; weiter veranlasste sie eine Begutachtung durch 
Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH 
(psychiatrisches Gutachten vom 22. März 2012; Akten der Basler, act. IIC 
4/7) sowie eine psychiatrisch-psychologische Beurteilung durch Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, … und dipl.-
psych. I.________, klinische Psychologin, vom 15. Juni 2012 (act. IIC 4/11) 
und eine psychiatrische Beurteilung durch Dr. med. H.________ vom 8. 
Januar 2013 (act. IIC 4/14). Weiter veranlasste sie eine Begutachtung 
durch Prof. Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie FMH, Psychosomatik SAPPM (psychiatrisches Gutachten vom 27. 
Juli 2014; act. IIC 4/34).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 3

Am 27. November 2014 verfügte die Basler die Einstellung der Taggelder 
und Heilbehandlungen per 31. Juli 2014. Die Ausrichtung einer UV-Rente 
lehnte sie ab und legte den Ausbruch der Berufskrankheit auf den 1. Janu-
ar 1994 fest (act. IIC 5/8). Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch 
K.________, …, Einsprache und stellte sinngemäss ein Gesuch um unent-
geltliche Verbeiständung bzw. verlangte eine Entschädigung von Fr. 500.-- 
für die Einsprache (act. IIC 5/38). Mit Entscheid vom 3. Februar 2015 wies 
die Basler die Einsprache ab. Als Datum für den Ausbruch der Berufs-
krankheit statuierte sie den 14. Dezember 2010. Weiter wies sie das Ge-
such um unentgeltliche Verbeiständung ab (act. IIC 5/42).

B.

Am 5. März 2015 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
MLaw B.________, Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern. Er stellt die folgenden Anträge:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 3. Februar 2015 sei aufzuhe-
ben, und die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, über den 1. August 2014 hinaus

a. die Kosten der notwendigen Behandlungen des Beschwerdeführers (insbe-
sondere den stationären Aufenthalt in der Klinik L.________) zu übernehmen 
und

b. dem Beschwerdeführer Taggelder auszurichten.
2. Eventualiter: Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 3. Februar 2015 

sei aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, ein medizinisches Ober-
gutachten einzuholen.

3. Subeventualiter: Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 3. Februar 
2015 sei aufzuheben, und die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, dem Beschwer-
deführer eine Rente auszurichten.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

Der Beschwerdeführer beanstandet das Gutachten von Prof. Dr. med. 
J.________; es sei nicht schlüssig und erfülle die Anforderungen der 
Rechtsprechung nicht. Der Beschwerdegegnerin gelinge es nicht zu bewei-
sen, dass die einmal gegebene und von ihr anerkannte Kausalität wegge-
fallen sei. Sollte ein Endzustand angenommen werden und auf das Gutach-
ten von Prof. Dr. med. J.________ abgestellt werden, so wäre der Grad der 
Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen; die Beschwerdegegnerin habe es unter-
lassen, einen Einkommensvergleich vorzunehmen.

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Mit Beschwerdeantwort vom 20. Juli 2015 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. C.________, die Abweisung der 
Beschwerde.

In der Replik vom 22. September 2015 – eingereicht zusammen mit einem 
Bericht der psychiatrischen Klinik M.________ des Spitals N.________ 
vom 16. März 2015 (Beschwerdebeilage [BB], act. I 16) und einem Bericht 
der Klinik L.________, …, …, vom 6. Juli 2015 (act. I 14) – und der Duplik 
vom 14. Dezember 2015 – eingereicht zusammen mit einer Stellungnahme 
des Gutachters Prof. Dr. med. J.________ vom 11. November 2015 (act. 
IID 1) – haben die Parteien an den Anträgen festgehalten.

In der Stellungnahme vom 4. Februar 2016 hat der Beschwerdeführer die 
Rechtsbegehren ergänzt und beantragt unter „Subeventualiter“ zusätzlich 
zu einer Rente die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung. Er kritisiert 
die Stellungnahme des Gutachters vom 11. November 2015; dieser bezie-
he darin deutlich Partei, weshalb dem Gutachten kein erhöhter Beweiswert 
zukomme. Zudem sei in Modifikation des Eventualbegehrens ein Obergut-
achten durch das Gericht anzuordnen.

Nachdem der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 
23. Februar 2016 beantragt hat, es sei ihm die Gelegenheit zu einer Stel-
lungnahme zu geben, hat ihn der Instruktionsrichter mit prozessleitender 
Verfügung vom 29. Februar 2016 angewiesen, sich bei einer allfälligen 
Stellungnahme – soweit überhaupt nötig – auf kurze Schlussbemerkungen 
zu beschränken.

In der Stellungnahme vom 23. März 2016 hat sich die Beschwerdegegnerin 
nochmals zum Gutachten von Prof. Dr. med. J.________ sowie zu den 
Gutachten der Dres. med. G.________ und H.________ und der diagnosti-
zierten PTBS geäussert. Weiter hat sie festgehalten, es sei nicht nur das 
Vorliegen einer PTBS nachzuweisen, sondern auch, dass diese Störung 
mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht sei, was hier 
nicht erstellt sei. Weiter hat sie ihr Schreiben an Prof. Dr. med. J.________ 
vom 1. Oktober 2015 zu den Akten gegeben (act. IID 2).

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In der Stellungnahme vom 15. April 2016 hat der Beschwerdeführer die 
bisherigen Ausführungen bestätigt und die Vorbringen der Gegenpartei 
bestritten.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde – unter 
Vorbehalt nachfolgender Erwägungen – einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der Basler vom 
3. Februar 2015 (act. IIC 5/42). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung von 
Taggeldern und Heilungskosten per 31. Juli 2014 sowie die Ablehnung des 
Anspruchs auf eine Rente der Unfallversicherung.

Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zustän-
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung 
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be-
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt 

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es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvor-
aussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 
164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1). Soweit der Beschwer-
deführer in der Stellungnahme vom 4. Februar 2016 die Ausrichtung einer 
Integritätsentschädigung beantragt, ist darauf mangels Anfechtungsgegen-
stand nicht einzutreten.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]).

2.1.1 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.1.2 Rechtsprechung und Lehre haben schreckbedingte plötzliche Ein-
flüsse auf die Psyche als Einwirkung auf den menschlichen Körper im Sin-
ne des Unfallbegriffs (Art. 4 ATSG) anerkannt und für ihre unfallversiche-
rungsrechtliche Behandlung besondere Regeln entwickelt. Das Begriffs-
merkmal der Ungewöhnlichkeit vermögen nur aussergewöhnliche Schre-
ckereignisse, die mit einem ausserordentlichen psychischen Schock ver-
bunden sind, zu erfüllen. Die seelische Einwirkung muss durch einen ge-
waltsamen, in der unmittelbaren Gegenwart der versicherten Person sich 
abspielenden Vorfall ausgelöst werden und in ihrer überraschenden Heftig-

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keit geeignet sein, auch bei einem gesunden Menschen durch Störung des 
seelischen Gleichgewichts typische Angst- und Schreckwirkungen (wie 
Lähmungen, Herzschlag etc.) hervorzurufen, wobei gemäss Rechtspre-
chung jedoch auf eine „weite Bandbreite“ von versicherten Personen abzu-
stellen ist (BGE 129 V 177 E. 2.1 S. 179; SVR 2014 UV Nr. 25 S. 86 
E. 6.1). 

Es handelt sich dabei um Ereignisse – wie etwa Brand- oder Erdbebenka-
tastrophen, Eisenbahn- oder Flugzeugunglücke, schwere Autokollisionen, 
Brückeneinstürze, Bombenabwürfe, verbrecherische Überfälle oder sonsti-
ge plötzliche Todesgefahren sowie Seebeben – bei denen, anders als im 
Rahmen der üblichen Unfälle, die psychische Stresssituation im Vorder-
grund steht, wogegen dem somatischen Geschehen keine (entscheidende) 
Bedeutung beigemessen werden kann. Aus diesem Grund erweist sich in 
solchen Fällen auch die analoge Anwendung der in BGE 115 V 133 entwi-
ckelten Adäquanzkriterien als ungeeignet (SVR 2014 UV Nr. 25 S. 86 
E. 6.1, 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.1).

An den Beweis der Tatsachen, die das Schreckereignis ausgelöst haben, 
an die Aussergewöhnlichkeit dieses Ereignisses sowie den entsprechen-
den psychischen Schock sind strenge Anforderungen zu stellen. Nach der 
Rechtsprechung besteht die übliche und einigermassen typische Reaktion 
auf solche Ereignisse erfahrungsgemäss darin, dass zwar eine Traumati-
sierung stattfindet, diese aber vom Opfer in aller Regel innert einiger Wo-
chen oder Monate überwunden wird (SVR 2014 UV Nr. 25 S. 86 E. 6.1).

2.1.3 Als Berufskrankheiten gelten gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG Krankhei-
ten (vgl. Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder 
vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht 
worden sind. Der Bundesrat erstellt eine Liste dieser Stoffe und Arbeiten 
sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegations-
norm und Art. 14 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. De-
zember 1982 (UVV; SR 832.202) hat der Bundesrat in Anhang 1 zur UVV 
eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen 
erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine "vorwiegende" Verursachung 
von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten gege-
ben, wenn diese mehr wiegen als alle anderen mitbeteiligten Ursachen, 

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mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen (BGE 
133 V 421 E. 4.1 S. 425, 119 V 200 E. 2a S. 200; SVR 2011 UV Nr. 5 S. 17 
E. 2.2; Entscheid des BGer vom 6. November 2014, 8C_429/2013, 
E. 5.1 f.). 

Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere 
Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder 
stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese 
Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch ent-
stehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 zur UVV 
entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder 
eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. Nach 
der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des "ausschliesslichen oder 
stark überwiegenden" Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrankheit 
mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. 
Dabei ist grundsätzlich in jedem Einzelfall Beweis darüber zu führen, ob die 
geforderte stark überwiegende (mehr als 75 %ige) bis ausschliessliche 
berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 2b S. 186 und E. 4b 
S. 189, 119 V 200 E. 2b S. 201; SVR 2010 UV Nr. 11 S. 45 E. 3). An die 
Annahme einer Berufskrankheit sind relativ strenge Anforderungen zu stel-
len. Verlangt wird, dass die versicherte Person für eine gewisse Dauer ei-
nem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist. Die einmalige gesundheitliche 
Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. 
Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte aus-
geübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b S. 186; 
SVR 2007 UV Nr. 27 S. 91 E. 2).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 

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Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzu-
schliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei 
richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch hin-

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sichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Ge-
sundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz 
vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung 
auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen 
und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen 
einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvorausset-
zungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 11

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ging vorliegend nicht von einem Schre-
ckereignis aus, denn einerseits ist keine Anknüpfung an ein bestimmtes 
Ereignis möglich und andererseits besteht nach der Rechtsprechung die 
übliche und einigermassen typische Reaktion erfahrungsgemäss darin, 
dass zwar eine Traumatisierung stattfindet, diese aber vom Opfer in aller 
Regel innert einiger Wochen oder Monate überwunden wird (E. 2.1.2 hier-
vor). Vielmehr prüfte sie den Sachverhalt als Berufskrankheit gemäss Art. 9 
Abs. 2 UVG (E. 2.1.3 hiervor), was nachfolgend zu überprüfen ist. Eine 
solche läge vor, wenn sie ausschliesslich oder stark überwiegend, d.h. 
mindestens zu 75 %, durch die berufliche Tätigkeit, hier die Arbeit als „…“ 
für die D.________ in den Jahren 1991 bis 1994 in … und … und von 1995 
bis 1999 in … (act. IIB 2/16-2/18, 2/23, 3/1; act. IIB 4/7 S. 9 f., 4/34 S. 32 
ff.), verursacht worden wäre. Es ist hier somit im Rahmen einer Kausa-
litätsprüfung strittig, ob der Beschwerdeführer – nachdem Leistungen er-
bracht wurden – über den 31. Juli 2014 hinaus an den Folgen einer Berufs-
krankheit leidet, die ihm die Ausübung einer zumutbaren Tätigkeit verun-
möglichten und welche die Behandlung durch psychiatrische Fachärzte als 
notwendig erscheinen liessen (vgl. act. IIC 5/42 S. 2 Ziff. II 1). 

3.2 Bezüglich des medizinischen Sachverhalts ist den Akten im We-
sentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 16. Dezember 2010 (act. IIB 3/1) diagnostizierte PD 
Dr. med. O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Spital 
N.________, eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 
F:43.1) und eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syn-
drom (ICD-10 F32.1). In der Folge der Erlebnisse mit Lebensbedrohung 
während der …- bzw. … durch den Beschwerdeführer in den Jahren 1991 
bis 1994 in … und … habe er eine verzögerte PTBS und Depression entwi-
ckelt. Gemäss dem Golden-standard der PTBS-Diagnostik (Clinician-
Administered-PTSD-Scale; CAPS) zeigten sich die PTBS-Symptome mit 

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einem Gesamtscore von 80, was einer extrem schweren PTBS-
Symptomatik entspreche. Bezüglich der PTBS-spezifischen Symptomatik 
hielt der Arzt fest, der Beschwerdeführer sei während seiner Tätigkeit als … 
während einiger …erlebnisse bei Leib und Leben bedroht gewesen. Er ha-
be Wiedererlebenssymptome gezeigt in Form von ungewollten Erinnerun-
gen, Albträumen und Handlungen. In Triggersituationen zeigten sich psy-
chophysische Symptome. Er vermeide Trigger, z.B. ertrage er keine Pop-
musik im Radio, diese erinnere ihn an … . Oft fühle er sich emotional 
betäubt, zeige verminderte Aktivität und Interessen. Er leide an 
Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen und übermässiger 
Wachsamkeit. Gelegentlich bemerke er auch eine übertriebene Schreckre-
aktion. Die Symptomatik habe mit Verzögerung begonnen; erst nachdem er 
aus der Belastungssituation der … gewesen sei, seien erste Symptome 
aufgetreten. Die Symptomatik dauere nun seit vielen Jahren an. Es müsse 
aufgrund des klinischen Eindrucks und des CAPS-Interviews von einer 
chronischen extrem schweren PTBS mit verzögertem Beginn ausgegangen 
werden (act. IIB 3/1).

3.2.2 Im Bericht von 29. August 2011 (act. IIB 3/2) – nach Vorgespräch 
und Befunderhebung – diagnostizierten die Psychologen der Klinik 
L.________ eine PTBS (ICD-10 F43.1) und eine mittelgradige Episode mit 
somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11). Es kämen seit Jahren regelmäs-
sig Bilder der …erlebnisse in sein Bewusstsein, ohne dass der Beschwer-
deführer darüber Kontrolle ausüben könne. Für die Symptomatik gebe es 
einige spezifische, jedoch auch eine Vielzahl unspezifischer und nicht 
näher benennbarer Auslöser (sog. „Trigger“). Die Symptomatik gehe für 
den Beschwerdeführer mit einem hohen Leidensdruck, nicht zuletzt auf-
grund deren Unkontrollierbarkeit, einher. Es sei eine traumaspezifische 
psychosomatische Behandlung dringend indiziert.

3.2.3 Im Gutachten vom 22. März 2012 (act. IIC 4/7) stellte Dr. med. 
G.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Diagnosen einer 
PTBS (ICD-10 F43.1) mit leicht- bis mittelgradiger depressiver Episode mit 
somatischen Symptomen (ICD-10 F32.01 bzw. F32.11) und Alkoholabusus 
(ICD-10 F10.1; S. 27 Ziff. 4). Der Gutachter erachtete die Grundvorausset-
zung einer PTBS erfüllt. Diese entstehe als eine verzögerte oder protrahier-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 13

te Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation ausserge-
wöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses (kurz- oder 
langanhaltend), die bei fast jedem eine tiefe Verstörung hervorrufen wür-
den. Es seien typische Merkmale aufgetreten wie das wiederholte Erleben 
des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhallerinnerungen, 
Flashbacks), Träumen oder Albträumen, vor dem Hintergrund eines an-
dauernden Gefühls von Betäubtsein und emotionaler Stumpfheit, Gleich-
gültigkeit gegenüber anderen Menschen, Teilnahmslosigkeit der Umge-
bung gegenüber, Anhedonie sowie Vermeidung von Aktivitäten und Situati-
onen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Auch wenn der 
Beschwerdeführer ziemlich abgeschieden lebe, werde er in der Nacht von 
Albträumen, aber auch tagsüber völlig unerwartet und immer wieder über-
raschend, getriggert von Wäscheleinen, hügeligen Landschaften, Geräu-
schen oder Hunden usw., ohne dass er dies kontrollieren könne, ins Trau-
ma rein versetzt (S. 22). Der Gutachter ging davon aus, dass die Patholo-
gie spätestens seit März 1999 vorliege, in den Jahren 1991 bis 1994 ihren 
Anfang genommen habe und wahrscheinlich schon damals manifest gewe-
sen sein dürfte (S. 23). Auch sei davon auszugehen, dass nicht ein Trau-
ma, sondern im Sinne einer sequentiellen Traumatisierung mehrere Trau-
men im Zeitraum ab 1991 bis 1999 vorliegen dürften (S. 23). Der Gutachter 
bejahte den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den …erlebnis-
sen bzw. den in … erlittenen psychischen Traumen und der heutigen Be-
fundlage (S. 24 oben). Er attestierte eine erhaltene Arbeitsfähigkeit von 30 
% in einer angepassten Tätigkeit; denkbar seien Gartenarbeiten, Bürotätig-
keiten, auch … Tätigkeiten, aber losgelöst vom … Kontext (S. 26 oben). Es 
sei durch die weitere psychiatrische Behandlung eine wesentliche Besse-
rung zu erwarten (S. 28 Ziff. 8.3).

3.2.4 In der psychiatrisch-psychologischen Beurteilung vom 15. Juni 2012 
(act. IIC 4/11) hielten Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, und dipl. psych. I.________ fest, es gebe keinen Anlass 
an der Verlässlichkeit der Aussagen im Gutachten von Dr. med. 
G.________ zu zweifeln. Das Gutachten könne als medizinische Grundla-
ge herangezogen werden (S. 3 Ziff. 1). Die Kriterien für die Diagnose einer 
PTBS seien erfüllt. Anlass zu Fragen könnte höchstens die späte Scha-
denmeldung geben. Es sei jedoch zu beachten, dass sie nicht mit dem Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 14

ginn der Symptomatik übereinstimme. Anlass für die Schadenmeldung sei 
ein akuter Einbruch im Herbst 2010 gewesen, der den Beschwerdeführer 
schliesslich auch veranlasst habe, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu 
nehmen. Der Umstand, dass er zwischen 2003 bis 2005 als … und von 
August 2005 bis 2006 eine Tätigkeit bei P.________ in … angenommen 
habe, entspräche geradezu klassisch den Verhaltensweisen, die auch an-
dere Menschen mit chronischer PTBS berichten würden; der Beschwerde-
führer selbst habe dies als „selbstgebastelte Konfrontation“ charakterisiert 
(S. 3 Ziff. 2). In der psychiatrischen Beurteilung vom 8. Januar 2013 (act. 
IIC 4/14 S. 2) führte Dr. med. H.________ bezüglich der Frage, wann die 
Berufskrankheit ausgebrochen sei, aus, dies sei nicht eine Frage des me-
dizinischen Sachverhalts, sondern eine rechtliche Frage: gelte die Berufs-
krankheit als ausgebrochen zu dem Zeitpunkt, zu dem erstmals manifeste 
Symptome einer eindeutigen psychischen Störung aufgetreten seien, so sei 
dies der Zeitraum zwischen 1991 und 1994. Gelte als Ausbruch der Be-
rufskrankheit die erste Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe, so sie dies der 
Dezember 2010.

3.2.5 Im Bericht vom 20. August 2012 – gestützt auf einen stationären 
Aufenthalt vom 5. Juni bis 16. August 2012 – (act. IIB 3/9) diagnostizierten 
die behandelnden Ärzte und Psychologen der Klinik L.________, eine 
PTBS Typ II (ICD-10 F43.1), eine mittelgradige depressive Episode ohne 
somatisches Syndrom (ICD-10 F32.1) und eine Agoraphobie (ICD-10 
F40.0). Sie hielten fest, dass es dem Beschwerdeführer im Laufe der The-
rapie gut gelungen sei, erlernte hilfreiche Techniken zu nutzen, um angst-
besetzte Situationen erfolgreich zu bewältigen (S. 14). Es werde eine stati-
onäre Intervalltherapie ab Januar 2013 für notwendig und hilfreich erachtet. 
In der Behandlungspause solle er die vermittelten Techniken selbstständig 
anwenden (S. 17). Die Leistungsfähigkeit sei derzeit stark beeinträchtigt 
(Belastung durch Schlaf- und Konzentrationsstörungen, S. 18). Im Bericht 
vom 21. März 2013 – gestützt auf eine weitere stationäre Behandlung vom 
9. Januar bis 13. März 2013 (act. IIB 3/11) – hielten die Behandelnden fest, 
die Therapieziele seien weitgehend erreicht worden; das Ziel der Öffnung 
gegenüber der Partnerin und Freunden könne sich erst in der Erprobung im 
heimatlichen Umfeld zeigen. Die durch Schuldgefühle und kompensatori-
sche Strategien bewirkte Zurückhaltung und Verschlossenheit sollte nahe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 15

stehende Menschen vor Belastung schützen. Der vollständige Abbau der 
depressiven Symptomatik und die Verbesserung in allen Problembereichen 
könnten als Voraussetzung und förderlich für die erfolgreiche Umsetzung 
der Aufgaben in der Therapiepause angesehen werden (S. 17). Es werde 
eine etwa sechsmonatige psychotherapeutische Behandlungspause emp-
fohlen (S. 18). Im Bericht vom 26. November 2013 – gestützt auf die statio-
näre Behandlung vom 19. September bis 21. November 2013 (act. IIB 
3/18) – hielten die behandelnde Ärztin und die Psychologen fest, die Trau-
matherapie habe erfolgreich abgeschlossen werden können; die depressi-
ve Symptomatik sei rückläufig. Durch die Traumaverarbeitung sei es fast 
zum vollständigen Abbau von Intrusionen, Flashbacks und dissoziativen 
Zuständen gekommen. Diese seien zuletzt einmalig während der Konfron-
tation in einem ehemaligen …gebiet (…) aufgetreten. Albträume von …er-
lebnissen bestünden sehr selten, dann jedoch im Zusammenhang mit einer 
vorher bedrohlich erlebten Situation. Vermeidungsverhalten habe der Be-
schwerdeführer abbauen können (S. 17). Er sei für die letzte Tätigkeit als 
… und … arbeitsunfähig (S. 18). In welchem Ausmass eine zukünftige 
Tätigkeit möglich sein werde, sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht einzu-
schätzen und sollte nach vollständigem Abklingen der depressiven Sym-
ptome erfolgen (S. 19).

3.2.6 Der Gutachter Prof. Dr. med. J.________ stellte am 27. Juli 2014 
als Diagnosen einen Verdacht auf Anpassungsstörung mit gewissen Hin-
weisen auf leichte affektive Symptome, am ehesten im Sinne einer depres-
siven Störung (ICD-10 F43.20) bei dokumentierten relevanten psychosozia-
len Belastungen namentlich: Finanziellen Problemen (niedriges Einkom-
men; ICD-10 Z59.6), versicherungsrechtlichen Unklarheiten (ICD-10 Z65.3) 
und partnerschaftlichen Problemen (ICD-10 Z63.0; act. IIC 4/34 S. 76 
Ziff. 2). Es ergäben sich in den aktuellen Untersuchungen anamnestisch 
und im Psychostatus keine Hinweise auf ein ins Gewicht fallendes affekti-
ves Syndrom. Es sei zwar nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdefüh-
rer unter leichten Symptomen einer Anpassungsstörung zum Zeitpunkt der 
aktuellen Untersuchungen gelitten habe. Doch lasse sich eine solche 
Störung aufgrund der widersprüchlichen Ergebnisse höchstens verdachts-
weise annehmen, jedoch nicht bestätigen. Für die Annahme einer leicht 
ausgeprägten Anpassungsstörung am ehesten mit Symptomen, die im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 16

Rahmen der Depression aufträten, würden auch die bereits im Vorfeld der 
dritten Hospitalisation in der Klinik L.________ vorhandenen Belastungen 
sprechen (S. 74 oben). Zum Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung bzw. 
auch zum Zeitpunkt der Entlassung aus der letzten Hospitalisation (No-
vember 2013) könne keine psychische Störung mit oder ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert werden. Die verdachtsweise anzu-
nehmende Anpassungsstörung mit allerhöchstens gewissen Hinweisen auf 
leichte Symptome am ehesten im depressiven Spektrum, führe nicht zur 
Beeinträchtigung von psychischen Funktionen, welche eine Beeinträchti-
gung der Arbeitsfähigkeit bedinge. Dennoch würde eine forcierte Rückkehr 
in die Tätigkeit, die der Beschwerdeführer bei der D.________ ausgeübt 
habe, vermutlich zu einer Gegenreaktion führen (S. 75 oben). Es werde 
hier nicht vertreten, dass der Beschwerdeführer im Verlauf keine psychi-
schen Probleme aufgewiesen habe, auch solche, die zu einer PTBS 
gehören könnten, was Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gehabt haben 
könnte. Die Grundlage der psychischen Störung im Verlauf müsse aller-
dings in psychosozialen Belastungen gelegen haben und die Erfassung 
dieser verschliesse sich und sei in der momentanen Situation auch nicht 
mehr möglich (S. 75 unten). Weder zum Beginn noch zum Verlauf der 
gemäss Akten diagnostizierten psychischen Störung könne etwas Konkre-
tes ausgesagt werden (S. 76 Ziff. 5). Der Beschwerdeführer sei als … 
(ausser als … bei der D.________) vollständig arbeitsfähig (S. 76 f. Ziff. 6).

3.2.7 Im Bericht vom 16. März 2015 (act. I 14) diagnostizierten die Ärzte 
der psychiatrischen Klinik M.________, Spital N.________, eine PTBS 
(ICD-10 F43.1), dissoziativer Subtyp und eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittel- bis schwergradige Episode (ICD-10 F33.1). In 
der diagnostischen Beurteilung hielten sie fest, die Beschwerden seien in 
den letzten Monaten exazerbiert, ausgelöst durch die Trennung von seiner 
Lebensgefährtin und einer Wiederbegegnung mit seinen Schicksalsgenos-
sen (… während der …) sowie durch versicherungsrechtliche Konflikte.

3.2.8 Im Bericht vom 6. Juli 2015 – gestützt auf einen stationären Aufent-
halt vom 19. Mai bis 16. Juni 2015 – diagnostizierten die Ärzte der Klinik 
L.________ eine PTBS (ICD-10 F43.1), eine mittelgradige depressive 
Störung (ICD-10 F32.1) und eine Hypothyreose (ICD-10 E 03.9; act. I 16 S. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 17

1). Die Therapiearbeit habe sich zunächst auf Stabilisierung und Verstehen 
der Ursachen und Auslöser der vorangegangenen Krise beschränkt. Der 
Beschwerdeführer habe trotz der Kürze vom Aufenthalt profitieren können. 
Er habe soweit stabilisiert werden können, dass er jetzt zuversichtlich sei, 
die Zeit zu Hause bis zur Wiederaufnahme managen zu können. Ange-
sichts der weiterhin bestehenden Symptomatik erscheine die Weiterführung 
der traumaspezifischen Therapie dringend notwendig (act. I 16 S. 17).

3.2.9 In der Stellungnahme vom 15. November 2015 (act. IID 1) führte der 
Gutachter Prof. Dr. med. J.________ aus, gemäss allen verfügbaren Infor-
mationen sei vor Dezember 2010 keine psychische Problematik nachge-
wiesen. Darauf basierend stelle sich die Frage, weshalb die potentiellen 
Trigger während der damaligen Tätigkeiten in … und als … nicht zu Sym-
ptomen einer PTBS geführt hätten, sondern die Symptomatik ohne einen 
Trigger erst Jahre nach den Traumatisierungen ausgebrochen sein solle 
(S. 2 unten). Weiter bestätigt der Gutachter nochmals, dass die Symptome 
einer PTBS nicht widerspruchslos belegt werden könnten (S. 7). Es handle 
sich im Gutachten vom 27. Juli 2014 (act. IIC 4/34) nicht um eine blosse 
Kritik der früheren ärztlichen Einschätzungen, sondern um in begründeter 
Weise aufgezeigte Hinweise auf diverse Inkonsistenzen, welche die Dia-
gnose einer PTBS nicht widerspruchsfrei erscheinen liessen (S. 12). Der 
Hinweis, dass die psychosozialen Belastungen die Grundlage der psychi-
schen Störungen im Verlauf bildeten, sei keinesfalls unerheblich. Das 
Scheidungsverfahren habe sich über vier Jahre hingezogen; es sei eine 
belastende Zeit für den Beschwerdeführer gewesen, wobei er über die 
Auswirkungen der damaligen Belastungen nichts Konkretes angebe. Be-
züglich der Belastungen innerhalb der (letzten) partnerschaftlichen Bezie-
hung werde auf den Bericht der Klinik L.________ vom 26. November 2013 
hingewiesen, wonach der Beschwerdeführer durch seine veränderte private 
Lebenssituation (Trennung von der Partnerin) deutlich beeinträchtigt und in 
der Therapiepause mit der Verarbeitung der bürokratischen und rechtlichen 
Klärung der veränderten Lebenssituation beschäftigt gewesen sei (S. 13).

3.3 Das Gutachten von Prof. Dr. med. J.________ vom 27. Juli 2014 
(act. IIC 4/34) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an ärztliche 
Berichte. Der Gutachter hatte Kenntnis der Akten (S. 2 ff.), berücksichtigte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 18

die Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der Untersuchungen (S. 31 
ff.), nahm Testuntersuchungen vor (S. 54 ff.) und setzte sich mit den Resul-
taten auseinander (S. 56). Die Beurteilung des Gutachters, dass in der Zeit 
unmittelbar nach Beendigung der Tätigkeit bei der D.________ (S. 57), d.h. 
nach 1999 bis Dezember 2010, keine medizinischen Behandlungen erfolg-
ten und somit keine fachkundige Auseinandersetzung mit den Beschwer-
den durchgeführt worden sei, ist mit Blick auf die Akten schlüssig. Der Gut-
achter setzt sich ausführlich mit der Frage auseinander, wann die Sympto-
me einer PTBS laut den verschiedenen medizinischen Berichten tatsäch-
lich aufgetreten sind (S. 61 ff.) und weist daraufhin, dass dieser Aspekt 
unterschiedlich verankert worden sei (S. 62 Mitte). Er stützt sich dabei auch 
auf die Angaben des Beschwerdeführers, wonach das im Jahr 2002 durch-
geführte Assessment im Begutachtungsinstituts Q.________ nicht wegen 
psychischer Probleme, sondern wegen Berufsorientierung im Sinne einer 
Berufsberatung erfolgt sei (S. 57). Nachvollziehbar sind auch seine Aus-
führungen, dass dieses Assessment im Bericht von PD Dr. med. 
O.________ vom 16. Dezember 2010 nicht erwähnt worden ist, wäre doch 
bei sehr dramatischen und bedrängenden Symptomen im Rahmen einer 
PTBS im 2002 dies bei der Anamnese der Untersuchung vom 14. Dezem-
ber 2010 aufgenommen worden (S. 58 oben). Überzeugend ist die gutach-
terliche Schlussfolgerung, dass der Beschwerdeführer im 2002 zwar mögli-
cherweise wegen psychischer Beschwerden zu 50 % arbeitsunfähig beur-
teilt wurde (S. 65 Mitte), dass jedoch bei Symptomen mit Hinweis auf eine 
PTBS dem Beschwerdeführer kaum eine Tätigkeit im …bereich empfohlen 
worden wäre (S. 64 unten). Der Experte setzt sich auch mit den Berichten 
der behandelnden Fachpersonen (Ärzte, Psychologen) bezüglich der Be-
funde sowie der Diagnose einer PTBS auseinander (S. 58 ff.) und verweist 
auf Unstimmigkeiten und Inkonsistenzen (S. 59 unten S. 67 Mitte). Er hat 
überzeugend begründet, weshalb die erstmals von PD Dr. med. 
O.________ diagnostizierte PTBS nicht zutrifft (S. 58 ff.). Er beanstandet 
u.a., dass psychosoziale Belastungen (Scheidung nach langjährigem Ver-
fahren) im Bericht von PD Dr. med. O.________ vom 16. Dezember 2010 
(act. IIC 3/1) keine Erwähnung gefunden haben (S. 60). Es sei darin wie 
auch im Gutachten von Dr. med. G.________ vom 22. März 2012 (act. IIC 
4/7) nicht diskutiert worden, ob allenfalls die Symptome der PTBS oder 
eine Nachfolgestörung zu ehelichen Problemen geführt haben, was hin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 19

sichtlich der Auswirkungen allfälliger psychischer Probleme von Bedeutung 
gewesen wäre (S. 60 Mitte). Der Gutachter weist überzeugend darauf hin, 
dass im Bericht vom 16. Dezember 2010 zwar mit Verzögerung aufgetrete-
ne, seit Jahren (ohne Angabe einer Zeitdimension) bestehende psychische 
Probleme erwähnt, diese inklusive der möglichen Einflussfaktoren jedoch 
nicht genau elaboriert worden seien (S. 61). Der Experte erwähnt, dass der 
Beschwerdeführer anlässlich seiner Untersuchung angegeben habe, nach 
der Tätigkeit im … und in … (2005/2006) keine spezifischen Symptome 
einer manifesten PTBS gehabt zu haben und dass er während seiner 
Tätigkeit in … nicht explizit eine Triggerung der Symptome der PTBS an-
gegeben habe. Die gutachterliche Beurteilung, es sei kaum anzunehmen, 
dass der Beschwerdeführer in … nicht mit „Triggern“ konfrontiert worden 
sei (S. 62 oben), ist daher überzeugend. Auch bezüglich der Berichte der 
Klinik L.________, die auf einer längeren Beobachtungs- und Behand-
lungszeit beruhen, verweist der Gutachter nachvollziehbar auf deutliche 
Inkonsistenzen und Diskrepanzen (S. 67 ff.): U.a. begründet er, weshalb 
am Ende der Behandlung die depressive Symptomatik verringert gewesen 
sei, was im Entlassungsbericht vom 22. August 2012 (act. IIB 3/9) in der 
Diagnose – mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom 
– jedoch nicht gewürdigt worden sei. Er hält überzeugend fest, dass solch 
eklatante Mängel kritische Fragen in Bezug auf den gesamten diagnosti-
schen Prozess aufwerfen würden (S. 68). Nachvollziehbar ist auch seine 
Aussage, die Diagnose einer PTBS am Ende der Behandlung im Bericht 
vom 26. November 2013 bedeute – nach einer expliziten Erwähnung, es 
sei zum fast vollständigen Abbau von Intrusionen, Flashbacks und disso-
ziativen Zuständen gekommen – einen unauflösbaren Widerspruch (S. 72). 
Schlüssig ist die Beurteilung des Gutachters, es sei aufgrund der Akten 
anzunehmen, dass eine relevante psychische Störung bei der Beendigung 
der dritten Hospitalisation (November 2013) in der Klinik L.________ nicht 
mehr bestanden habe (S. 74 unten). 

An der Schlüssigkeit des Gutachtens ändern auch der Bericht der psychia-
trischen Klinik M.________, Spital N.________, vom 16. März 2015 (act. I 
14) und der Bericht der Klinik L.________ vom 6. Juli 2015 (act. I 16) 
nichts. In der Stellungnahme vom 11. November 2015 (act. IID 1) hat der 
Gutachter Prof. Dr. med. J.________ sich damit befasst und u.a. darauf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 20

hingewiesen, dass es sich dabei um die Beurteilung des psychischen Zu-
standes durch die behandelnden Ärzte und Psychologen handelt. Er kriti-
sierte denn auch, dass in den Berichten keine vertiefte Anamnese und in 
diesem Zusammenhang auch keine Auseinandersetzung mit der Problema-
tik der langen Latenzzeit – zwischen der Tätigkeit des Beschwerdeführers 
in den …gebieten und der erstmals erfolgten Behandlung einer PTBS bzw. 
dem nicht genau festlegbaren erstmaligen Auftreten der Symptomatik – 
erfolgt sei. Es ist im Bericht der psychiatrischen Klinik M.________, Spital 
N.________, vom 16. März 2015 (act. I 14) zwar eine Verschlechterung der 
depressiven Episode (mittel- bis schwergradig) geltend gemacht worden. 
Diese Diagnose überzeugt jedoch nicht, denn Prof. Dr. med. J.________ 
beanstandet nachvollziehbar, dass nicht umgehend eine antidepressive 
Therapie durchgeführt worden sei (act. IID 1 S. 3). Eine weitere Behand-
lung erfolgte erst ab Mitte Mai 2015 in der Klinik L.________, wobei wie 
bereits in früheren Berichten eine mittelgradige depressive Episode dia-
gnostiziert wurde (act. I 16). Prof. Dr. med. J.________ verweist auch be-
züglich des Berichts der Klinik L.________ vom 6. Juli 2015 (act. I 16) auf 
Inkonsistenzen und beanstandet das Fehlen einer medikamentösen Be-
handlung hinsichtlich der diagnostizierten PTBS (act. IID 1 S. 6 unten).

Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers (Replik S. 8; vgl. auch act. I 
15 S. 3) war der Gutachter Prof. Dr. med. J.________ in keiner Weise vor-
eingenommen (vgl. auch act. IIC 5/21), es fehlen entsprechende Anhalts-
punkte. Auch liegen keine Zweifel an der fachlichen Kompetenz des Gut-
achters vor. Soweit der Beschwerdeführer in der Stellungnahme vom 4. 
Februar 2016 (S. 3 unten) das Vorgehen der Beschwerdegegnerin bean-
standet, bei Prof. Dr. med. J.________ eine Stellungnahme (act. IID 1) ein-
geholt zu haben, kann ihm nicht gefolgt werden. Es ist festzustellen, dass 
der Beschwerdeführer seinerseits den Bericht der psychiatrischen Klinik 
M.________, Spital N.________, vom 16. März 2015 (act. I 14) und den 
Bericht der Klinik L.________ vom 6. Juli 2015 (act. I 16) einreichte und 
dass sich Prof. Dr. med. J.________ in der Stellungnahme vom 15. No-
vember 2015 (act. IID 1) u.a. damit befasste. Daraus lässt sich nicht ablei-
ten, dass sein Gutachten vom 27. Juli 2014 (act. IIC 4/34) im Beweiswert 
vermindert ist. Dem Beschwerdeführer wurde im Instruktionsverfahren zu-
dem Gelegenheit gegeben sich zur Stellungnahme des Gutachters zu äus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 21

sern. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs – soweit überhaupt geltend 
gemacht – wäre beim Gericht mit voller Kognition als geheilt zu erachten 
(vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV 
Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

Nach dem Dargelegten ist auf das schlüssige Gutachten von Prof. Dr. med. 
J.________ vom 24. Juli 2014 (act. 4/34) abzustellen. Danach liegt keine 
PTBS vor, sondern – ohne Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit – ein Verdacht 
auf eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.1) mit gewissen Hinweisen auf 
leichte affektive Symptome, am ehesten im Sinne einer depressiven 
Störung (ICD-10 43.20) bei dokumentierten psychosozialen Belastungen 
(act. IIC 4/34 S. 76 Ziff. 2). Damit besteht kein relevanter Gesundheits-
schaden. Die gesamte Beschwerdesymptomatik war im Zeitpunkt der Leis-
tungseinstellung per 31. Juli 2014 (vgl. act. IIC 5/8) „unfallfremd“. Weitere 
Abklärungen sind nicht durchzuführen, da hiervon keine neuen entscheid-
wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung: 
BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 Dass keine PTBS vorliegt, überzeugt auch aus nachfolgenden 
Gründen: Eine PTBS entsteht als eine verzögerte oder protrahierte Reakti-
on auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher 
Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses (kurz oder langanhal-
tend), die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (DIL-
LING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation psychischer Störun-
gen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 9. Aufl., 2014, 
S. 207). … Ereignisse sind grundsätzlich geeignet, zu einer PTBS zu 
führen, was nicht heisst, dass im vorliegenden Fall eine PTBS besteht bzw. 
entstanden ist. Zwar hielt sich der Beschwerdeführer von 1991 bis 1994 in 
… bzw. in … als … auf und … zudem von 1995 bis 1999 als … aus … über 
… (mit Aufenthalten in …; act. IIC 4/34 S. 32), dabei habe er „ausseror-
dentlich Schreckliches erlebt“ (act. IIC 4/34 S. 35; vgl. auch act. IIB 3/11 S. 
16 [….]). Es steht jedoch fest, dass der Beschwerdeführer erstmals im De-
zember 2010, d.h. über zehn Jahre danach, anlässlich einer Sprechstunde 
für Belastungsreaktionen (PTBS) angab, in Folge der Erlebnisse mit Le-
bensbedrohung (vor allem während der Jahre 1991 bis 1994 in … und …) 
unter psychischen Beschwerden zu leiden, wobei die Symptomatik mit Ver-

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zögerung begonnen habe und seit vielen Jahren dauere (act. IIB 3/1). Die 
Diagnose einer PTBS und einer mittelgradigen depressiven Störung wurde 
erstmals im Dezember 2010 gestellt und danach sowohl von den behan-
delnden Ärzten und Psychologen der Klinik L.________ (act. IIB 3/2, 3/9, 
3/11, 3/18) wie auch vom Gutachter Dr. med. G.________ und Dr. med. 
H.________ wiederholt. Mit Blick auf das schlüssige Gutachten von Prof. 
Dr. med. J.________ (act. IIC 4/34), welcher auf Inkonsistenzen und Dis-
krepanzen in den früheren Berichten und Gutachten verwiesen hat (act. IIC 
4/34 S. 61 f. und S. 67 ff.), ist jedoch die Diagnose einer PTBS aufgrund 
der Befunde fraglich. Denn der Gutachter geht einerseits davon aus, dass 
im Verlauf der Jahre der Beschwerdeführer psychische Beschwerden (da-
von auch Symptome einer möglichen PTBS) gehabt haben könnte, er weist 
andererseits auch begründet auf psychosoziale Belastungssituationen hin 
(vierjähriges Scheidungsverfahren, Trennung von der neuen Partnerin), 
welche in früheren Berichten und Gutachten ungenügend berücksichtigt 
worden seien. Es konnte weder der Beginn noch der Verlauf der psychi-
schen Beschwerden konkret eruiert werden (act. IIC 4/34 S. 76 Ziff. 5). 
Gemäss den Leitlinien (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a. O., S. 208) soll 
eine PTBS nur dann diagnostiziert werden, wenn sie innerhalb von sechs 
Monaten nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergewöhnlicher 
Schwere aufgetreten ist. Späte, chronifizierte Folgen von extremer Belas-
tung, d.h. solche, die noch Jahrzehnte nach der belastenden Erfahrung 
bestehen, sind unter F62.0 (andauernde Persönlichkeitsstörung nach Ex-
trembelastung) zu klassifizieren (zur Definition und Latenzzeit vgl. auch 
Entscheid des BGer vom 26. Juni 2013, 9C_228/2013, E. 4.1.2). Letztere 
Diagnose wurde vorliegend nie gestellt. Gemäss Rechtsprechung ist zu-
dem bei Unfällen zu beachten, dass bei psychischen Störungen die Wahr-
scheinlichkeit eines ursächlichen Zusammenhangs mit einem Unfall – was 
ebenso für eine Berufskrankheit analog zu gelten hat – entsprechend dem 
zeitlichen Abstand zwischen diesem und dem Auftreten von Symptomen 
einer psychogenen Gesundheitsstörung abnimmt, weil das Unfallerlebnis in 
der Regel mit der Zeit verarbeitet und verkraftet wird. Je grösser das zeitli-
che Intervall zwischen einem Unfall und dem Eintritt psychischer Störungen 
ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis 
des natürlichen Kausalzusammenhanges zu stellen (SVR 2003 UV Nr. 12 
S. 35 [U 78/02] E. 4.3.1 mit Hinweisen; Entscheid des Bundesgerichts vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 23

31. Juli 2008, 8C_531/2007, E. 3.3). Mit Blick auf das schlüssige Gutachten 
von Prof. Dr. med. J.________ vom 27. Juli 2014 (act. IIC 4/34) ist nach 
der langen Latenzzeit und ohne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesenen Brückensymptomen eine PTBS im Sinne einer Berufs-
krankheit, ausschliesslich bzw. zu 75 % als Folge der Tätigkeit des Be-
schwerdeführers in den Jahren 1991 bis 1999 für die D.________ nicht 
erstellt. Auf das Vorliegen einer PTBS beim Beschwerdeführer kann eben-
so wenig aus allfälligen parallel aufgetretenen Fällen zweier …, welche den 
Beschwerdeführer in den Jahren 1991 bis 1994 begleitet haben (Be-
schwerde S. 3 unten) geschlossen werden. Es liegen medizinische Fragen 
(Latenzzeit, Diagnose, Arbeits[un]fähigkeit) vor, die von den entsprechen-
den Fachpersonen zu beantworten sind, weshalb eine Befragung des da-
maligen Vorgesetzen und der … vorliegend nicht dienlich wäre. Am Ergeb-
nis ändert auch der vom Beschwerdeführer zitierte Entscheid des BGer 
vom 24. November 2015, 9C_195/2015, E. 3.3.3, nichts. Darin wird festge-
halten, dass unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls sich die 
PTBS-Diagnose nicht von vornherein bloss aufgrund der Latenz verwerfen 
lasse. Es wird jedoch auch angemerkt, dass im Einzelfall angesichts einer 
langen Zeit von Ausbildung, Berufstätigkeit und Umschulung, von ausge-
prägten sozialen Bezügen und Engagements, eines vielfältigen Freizeitver-
haltens und schliesslich auch der langen Jahre ohne Inanspruchnahme von 
medizinischen Leistungen gewisse Zweifel an einer PTBS-Diagnose ange-
bracht sein können. Vorliegend ist festzuhalten, dass der Beschwerdefüh-
rer nach 1999 weiterhin arbeitstätig war (als …, in … im 2005/2006 und 
durch Vermietung …. in …) und dass er sich – trotz potentieller Trigger 
während der Tätigkeit als … und in … (vgl. act. IID 1 S. 2) – erst im De-
zember 2010 wegen psychischer Beschwerden in Form von angegebenen 
Intrusionen, Flashbacks usw. medizinisch behandeln liess. Der Gutachter 
geht deshalb überzeugend nicht vom Vorhandensein von Brückensympto-
men und damit einer PTBS in Folge der Ereignisse von 1991 bis 1999 aus. 
An diesem Ergebnis ändert mit Blick auf die Rechtsprechung (E. 2.3 hier-
vor) auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdegegnerin bis Ende Juli 
2014 Leistungen erbrachte, denn diese werden von ihr nicht zurückgefor-
dert (act. IIC 5/42).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 24

3.5 Da kein kausal auf eine Berufskrankheit oder ein sonstiges durch 
die Beschwerdegegnerin als früheren Unfallversicherer versichertes Be-
schwerdebild mit Krankheitswert (act. IIC 4/34 S. 77 Ziff. 8.1) besteht, erüb-
rigt sich die Durchführung eines Einkommensvergleichs. Es ist davon aus-
zugehen, dass der Beschwerdeführer aus rein UV-rechtlicher Sicht mit 
Blick auf die verneinte Kausalität weiterhin eine … Tätigkeit ausüben könn-
te (act. IIC 4/34 S. 76 Ziff. 6); daran ändert nichts, dass die Tätigkeit eines 
… auch vom Gutachter Prof. Dr. med. J.________ ausdrücklich nicht emp-
fohlen wird. Es liegen keine Hinweise vor, dass er die Arbeit bei der 
D.________ aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat (act. IIB 2/16; 
vgl. auch act. IIC 4/34 S. 33 oben).

3.6 Damit erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid der Bas-
ler vom 3. Februar 2015 (act. IIC 5/42), mit welchem die Leistungen per 
31. Juli 2014 eingestellt wurden, als rechtens und die Beschwerde ist ab-
zuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, UV/15/235, Seite 25

- lic.iur. Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.