# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3204f61c-9a02-5be8-bb5f-15f951d63dd2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-08-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.08.2014 E-3600/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3600-2014_2014-08-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-3600/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  A u g u s t  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;   

Gerichtsschreiberin Aglaja Schinzel. 

   Parteien 
 

A._____, 

Staat unbekannt,   

vertreten durch Magda Burkhard, Rechtsanwältin, Bündner 

Beratungsstelle,  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 2. Juni 2014 / N (…). 

 

 

E-3600/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat 

am 4. September 2013 verliess und am 15. Februar 2014 in die Schweiz 

einreiste, wo sie am 24. März 2014 – nach einer Anhaltung im Zug ohne 

gültigen Fahrausweis – um Asyl nachsuchte, 

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum Basel vom 11. April 2014 sowie der Anhörung zu den Asylgründen 

vom 19. Mai 2014 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen gel-

tend machte, sie werde aufgrund ihrer gemischt-ethnischen Herkunft dis-

kriminiert, ihre Mutter sei Mongolin und ihr Vater Inner-Mongole aus Chi-

na,  

dass sie in B._______ (Inner-Mongolei) geboren sei, die Familie jedoch 

im Jahr 1996, als die Beschwerdeführerin (…)jährig gewesen sei, in die 

Äussere Mongolei gezogen sei, 

dass sie in der Mongolei als Chinesin ausgelacht und schikaniert worden 

sei, weshalb sie die Schule nur ein oder zwei Jahre besucht habe, 

dass ihr Vater nach China zurückgekehrt sei, da er die Schikanen in der 

Mongolei nicht mehr ausgehalten habe, und sie für einige Jahre alleine 

mit ihrer Mutter in der Mongolei gelebt habe, 

dass auch ihre Mutter, die aufgrund ihrer Heirat mit einem Chinesen 

ebenfalls schikaniert worden sei, es in der Mongolei bald nicht mehr aus-

gehalten habe, und sie deshalb im Jahr 2006 mit der Beschwerdeführerin 

wieder zu deren Vater nach B._______ gezogen sei, 

dass ihre Mutter jedoch am (…) 2008 nach einer Krankheit im Spital ver-

storben sei, und ihr Vater sie daraufhin im Juni 2008 an ein Bordell ver-

kauft habe, 

dass sie sich von (…) 2008 bis zu ihrer Ausreise am (…) 2013 in diesem 

Bordell aufgehalten und dieses nicht habe verlassen dürfen, 

dass sie, da sie sich anfänglich habe weigern wollen, der Arbeit im Bor-

dell nachzugehen, von der Leiterin und zwei oder drei anderen Mädchen 

zusammengeschlagen worden sei, 

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dass sie in der Folge zunächst als Hausmädchen eingesetzt worden sei 

und fürs Saubermachen, Kochen und Bedienen der Kunden mit Geträn-

ken und Speisen zuständig gewesen sei,  

dass ihr im (…) 2009 ihr erster Kunde zugeführte worden sei, welcher sie 

daraufhin regelmässig alle zwei oder drei Monate aufgesucht habe, 

dass sie rasch Vertrauen zu diesem Kunden gefasst habe und ihm bereits 

anlässlich ihres zweiten Treffens von ihrer desolaten Situation berichtet 

und ihn gebeten habe, ihr zu helfen, 

dass dieser ihr angeboten habe, sie zu heiraten, was sie jedoch nicht ge-

wollt habe, 

dass sie indessen auch andere Kunden habe bedienen müssen, worunter 

sie sehr gelitten und deshalb übermässig Alkohol konsumiert habe, 

dass sie deshalb mehrheitlich betrunken gewesen sei und von ihrer Arbeit 

kaum etwas mitbekommen habe, 

dass die anderen Mädchen im Bordell sie gemobbt und schlecht behan-

delt hätten, 

dass sich ihr regelmässiger Kunde schliesslich bereit erklärt habe, ihre 

Ausreise zu organisieren und zu finanzieren, die Vorbereitungen aber 

noch über ein Jahr gedauert hätten, 

dass sie nie einen Pass oder eine Identitätskarte besessen habe und 

nicht wisse, welche Staatsangehörigkeit sie besässe, 

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 

vom 2. Juni 2014 – eröffnet am 4. Juni 2014 – ablehnte und die Wegwei-

sung aus der Schweiz anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 

der Beschwerdeführerin würden den Anforderungen an die Glaubhaftig-

keit gemäss Art. 7 AsylG [SR 142.31] nicht standhalten, weshalb sie die 

Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und das Asylgesuch abzulehnen sei, 

dass sich die Beschwerdeführerin sowohl im Rahmen ihres ersten Kon-

taktes mit den Schweizer Behörden als auch bei der Einreichung ihres 

Asylgesuchs als mongolische Staatsangehörige ausgegeben habe,  

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dass sie anlässlich der Erstbefragung angegeben habe, die chinesische 

Staatsangehörigkeit zu besitzen und während der Anhörung festgehalten 

habe, ihre Staatsangehörigkeit sei für sie nie Thema gewesen, weshalb 

sie nicht wisse, welche Staatsangehörigkeit(en) sie besässe, 

dass sie nie Identitätspapiere beantragt habe und deshalb auch keine 

solchen einreichen könne, 

dass sich angesichts dieser sowohl substanzlosen als auch unplausiblen 

Angaben zur Staatsangehörigkeit in Kombination mit den haltlosen Erklä-

rungen für die Nichtabgabe von Identitätsdokumenten der Verdacht auf-

dränge, dass die Beschwerdeführerin ihre Staatsangehörigkeit absichtlich 

verschweige und den Asylbehörden ihre Identitätspapiere vorenthalte, um 

ihre Identität und den Reiseweg zu verschleiern und so den Wegwei-

sungsvollzug zu erschweren oder zu verunmöglichen, 

dass sie zur Eruierung ihrer Herkunft und Staatsangehörigkeit vertieft zu 

ihren Länderkenntnissen bezüglich der Inneren Mongolei befragt worden 

und in der Lage gewesen sei, die ihr vorgelegten Bilder mit Monumenten 

eines regenbogenförmigen Baues und zweier Dinosaurier der Stadt 

B._______ zuzuordnen, sowie den Namen des grossen chinesischen 

Fernsehsenders gekannt habe, 

dass sie ebenfalls auf Unterschiede zwischen der inner- und aussermon-

golischen Sprache hinzuweisen vermocht habe, 

dass sie angegeben habe, ausser der chinesischen Begrüssungsformel 

kein weiteres Wort zu kennen, da sie sich geweigert habe Chinesisch zu 

lernen, weil ihre Probleme mit ihrer chinesischen Herkunft zusammenhin-

gen, 

dass dieses Unwissen und die Erklärung dazu angesichts ihres angeblich 

mehrjährigen Aufenthaltes in B._______ und der Tatsache, dass Chine-

sisch dort Amtssprache sei, nicht zu überzeugen vermöge, 

dass sie auch keinerlei Angaben zur chinesischen Währung habe ma-

chen können beziehungsweise falsche Angaben gemacht habe, 

dass sie ferner nicht habe angeben können, wie viele Kinder chinesische 

Staatsbürger haben dürften, und auch keine näheren geographischen 

oder demographischen Angaben zur Stadt B._______ und Umgebung 

habe machen können, 

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dass schliesslich die Aussagen zu ihren Asylgründen nicht zu überzeugen 

vermöchten, da sie nicht in der Lage gewesen sei, ihren langjährigen 

Aufenthalt im Bordell detailliert und mit persönlicher Prägung versehen zu 

schildern, 

dass insbesondere ihre Angabe, wonach sie das Bordell nie verlassen 

haben wolle, weil sie Angst davor gehabt habe, auf der Strasse ohne gül-

tige Papiere angehalten und festgenommen zu werden, in eklatantem 

Widerspruch stehe zur Angabe, wonach Ausweispapier und Identitätsdo-

kumente für sie nie ein Thema gewesen seien, 

dass sich aus ihren Angaben zu ihrer Flucht schliessen lasse, dass sie 

das Bordell jederzeit hätte verlassen können und die Beschwerdeführerin 

diesbezüglich passiv und wenig überzeugend erklärt habe, dass sie nicht 

gewusst habe, wohin sie hätte gehen sollen, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. Juni 2014 gegen die 

vorinstanzliche Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhob und dabei beantragte, ihr sei Asyl oder die vorläufige Aufnahme zu 

gewähren, von einer Wegweisung sei abzusehen und es sei die unent-

geltliche Rechtspflege zu gewähren, 

dass zur Begründung der Beschwerde im Wesentlichen die Aussagen der 

Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung wiederholt und ausserdem 

festgehalten wurde, die dort anwesende Hilfswerkvertreterin habe die ho-

he Emotionalität der Beschwerdeführerin während der Anhörung bestä-

tigt, 

dass die Vorinstanz bei ihrer Prüfung der Glaubhaftigkeit die falschen 

Massstäbe verwendet habe und die Wahrscheinlichkeit, dass die Be-

schwerdeführerin die Wahrheit gesagt habe, überwiegen würde, weshalb 

die Glaubhaftigkeit der Vorbringen und auch deren Asylrelevanz zu über-

prüfen seien,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 1. Juli 2014 den 

Eingang der Beschwerde bestätigte und der Beschwerdeführerin mitteilte, 

sie könne einstweilen den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz ab-

warten, 

 

 

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und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Än-

derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

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nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben 

hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-

sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 

den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das BFM in seinen Erwägungen mit überzeugender und äusserst 

detaillierter Begründung zur Erkenntnis gelangt ist, die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin würden den Anforderungen an die Glaubhaftma-

chung eines asylbegründenden Sachverhalts nicht standhalten, weshalb 

sie die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen würde, 

dass folglich zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die 

vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden kann und die Einwände 

in der vorliegenden Beschwerde nicht geeignet sind, die vorinstanzlichen 

Schlussfolgerungen umzustossen,  

dass insbesondere die Aussagen der Beschwerdeführerin, wonach sie 

nicht wisse, über welche Staatsangehörigkeit sie verfüge, und sich nie um 

Papiere gekümmert habe beziehungsweise dies nie ein Thema gewesen 

sei, als unglaubhaft zu beurteilen sind, 

dass die mangelnden Chinesischkenntnisse dagegen sprechen, dass sie 

tatsächlich (…) Jahre lang ([…] davon in einem Bordell) in B._______ ge-

lebt hat und ihr Vorbringen, sie habe diese Sprache nicht lernen wollen, 

da ihre Probleme mit ihrer chinesischen Herkunft zusammenhängen wür-

den, nicht plausibel ist (vgl. vorinstanzliche Akten A8 F 29), 

dass die Beschwerdeführerin die Frage, ob sie während der fünfeinhalb 

Jahre im Bordell jemals einen Arzt benötigt habe, verneinte (vgl. A8 

F113), was Zweifel an ihrem Vorbringen betreffend Arbeit im Bordell auf-

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kommen lässt, da erfahrungsgemäss eine solche Tätigkeit in der Regel 

mit physischen Erkrankungen (insb. Infektionen) einhergeht, 

dass auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihrer Ausreise 

und der Organisation derselben nicht glaubhaft sind, 

dass es ihr somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen 

oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das Bundesamt das Asyl-

gesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte 

Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 

demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 

Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 ge-

gen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-

handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK er-

sichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass in der Beschwerde diesbezüglich geltend gemacht wird, bei der Be-

schwerdeführerin handle es sich um eine erst (…)-jährige Frau, welche 

als (…)-jährige von ihrem Vater an ein Bordell verkauft worden sei, nach-

dem ihre Mutter verstorben sei, 

dass sie weder in der Inneren noch in der Äusseren Mongolei weitere An-

gehörige habe, 

dass sie somit über kein tragfähiges familiäres oder soziales Bezie-

hungsnetz verfüge, welches ihr beim Aufbau einer neuen Existenz behilf-

lich sein könnte, 

dass ihr ausserdem ihre gemischt-ethnische Herkunft eine Eingliederung 

praktisch verunmögliche, 

dass die Beschwerdeführerin über keine Schulbildung und – ausser der 

Arbeit im Bordell – auch über keine Arbeitserfahrung verfüge, weshalb sie 

sich bei einer Rückkehr keine Lebensgrundlage aufbauen könne, 

dass darüber hinaus alleinstehende Frauen in der Mongolei in Gefahr 

seien, in Armut zu geraten und oft Opfer von Menschenhandel würden, 

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dass die Beschwerdeführerin viele Jahre ihres Lebens als Opfer von 

Menschenhandel in einem Bordell verbracht habe, weshalb es ihr nicht 

zumutbar sei, in ihr Heimatland zurückzukehren, wo sie schon Schlimmes 

habe durchleben müssen und ihr erneut Menschenhandel und Prostituti-

on drohen würde, 

dass vorliegend eine konkrete Gefahr bestehe, dass sie bei einer Rück-

kehr in eine existenzielle Notlage gerate, weshalb der Wegweisungsvoll-

zug nicht zumutbar und die vorläufige Aufnahme zu gewähren sei, 

dass, wie bereits erwähnt, die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur 

angeblich bereits erlebten Prostitution unglaubhaft ausgefallen sind, wes-

halb sie daraus kein Wegweisungsvollzugshindernis abzuleiten vermag, 

dass im Weiteren bezüglich Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges 

vollumfänglich auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwie-

sen werden kann, wonach aus der Verheimlichung der Staatsangehörig-

keit zu schliessen sei, dass weder die im tatsächlichen Heimatstaat herr-

schende politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit 

einer Rückführung dorthin sprechen würden,  

dass der Vollzug der Wegweisung somit zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat schliesslich möglich 

ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es 

der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapie-

re mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 

E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im 

Sinn von Art. 65 Abs. 1 VwVG bereits aufgrund der Aussichtslosigkeit der 

Rechtsbegehren abzuweisen ist und bei diesem Ausgang des Verfahrens 

die Kosten von Fr. 600.- (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-

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Seite 11 

richt [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona-

le Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Aglaja Schinzel 

 

 

Versand: