# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd1109a0-13c2-5a55-b7c1-a94404ec21bc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2011 D-4576/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4576-2009_2011-08-19.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­4576/2009

U r t e i l   v om   1 9 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richter Robert Galliker, Richter Gérald Bovier;  
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

Parteien A._______, geboren am _______,
Irak, 
_______,  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Juni 2009 / _______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  sein  Heimatland 
am 23. November 2008 verliess und via der Türkei am 9. Dezember 2008 
in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  er  am  16.  Dezember  2008  summarisch  befragt  und  am 
9. März 2009 zu seinen Fluchtgründen angehört wurde (vgl. Art. 26 Abs. 
2  und  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG, 
SR 142.31]),

dass  er  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte, er stamme aus dem Dorf _______,

dass  im  Oktober  2008  sein  Bruder  entführt  worden  sei  und  für  seine 
Freilassung die Täter eine Lösegeldsumme von 20 Daftar verlangt hätten,

dass die Familie des Beschwerdeführers nicht genügend finanzielle Mittel 
gehabt habe, um das Lösegeld zu bezahlen,

dass ihm der Vater geraten habe, das Land zu verlassen, dies aus Angst, 
dem Beschwerdeführer könnte ebenfalls etwas zustossen, 

dass  der  Beschwerdeführer  eine  irakische  Identitätskarte  und  einen 
irakischen Nationalitätenausweis zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  die  Identitätskarte  des  Beschwerdeführers  am 
13. März 2009  einer  Dokumentenanalyse  unterzog  und  feststellte,  es 
würden objektive Fälschungsmerkmale vorliegen,

dass  das  Bundesamt  dem  Beschwerdeführer  in  der  ergänzenden 
Anhörung vom 21. April 2009 i.S.v. Art. 41 Abs. 1 AsylG beziehungsweise 
mit  Schreiben  des  gleichen  Datums  die Möglichkeit  gab,  sich mündlich 
sowie schriftlich dazu zu äussern,

dass  der  Beschwerdeführer  seine  Stellungnahme  am  29.  April  2009 
einreichte und er an der Echtheit der Identitätskarte festhielt,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom  15.  Juni  2009  –  eröffnet  am  18.  Juni  2009  –  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  der 
Beschwerdeführer  habe  unterschiedlich  hohe  Lösegeldforderungen 
angegeben, 

dass  der  Beschwerdeführer  erklärt  habe,  seine  Mutter  habe  keine 
Kenntnis  jedoch eine Ahnung von der Entführung  ihres Sohnes gehabt, 
weshalb  sie  einen  Hirnschlag  erlitten  habe,  beziehungsweise  später 
gestorben sei, als sie davon erfahren habe,

dass  er  demgegenüber  an  einer  anderen  Stelle  erzählt  habe,  seine 
Mutter  habe  einen  Hirnschlag  erlitten,  nachdem  ihr  die  Verschleppung 
ihres Sohnes mitgeteilt worden sei, 

dass er verschiedene Daten genannt habe, wann er letztmals Kontakt mit 
seinem Vater gehabt habe,

dass er weiter nicht  in der Lage sei, die Situation der Einwohner seines 
Dorfes  genauer  zu  beschreiben,  obwohl  dieses  lediglich  aus  zehn 
Häusern bestehe,

dass  er  sich  weiter  hinsichtlich  der  Anzahl  der  Häuser  seines  Dorfes 
widersprochen habe,

dass ferner die Behauptung des Beschwerdeführers realitätsfremd sei, es 
gebe in seinem Dorf kein Stammesoberhaupt,

dass der Beschwerdeführer auf die Frage, zu welchem Stamm er gehöre, 
ausweichend  geantwortet  habe  respektive  auf  Nachfrage  hin  nur  den 
Namen zu Protokoll habe geben können, 

dass  aufgrund  seines  fehlenden  Detailwissens  das  BFM  ernsthafte 
Zweifel an seiner behaupteten Herkunft hatte,

dass  das  Bundesamt  zudem  aufgrund  der  Dokumentenanalyse  vom 
13. März 2009 feststellte, bei der irakischen Identitätskarte handle es sich 
um  eine  Fälschung,  da  sie  aus  einem  nachgebildeten  Trägermaterial 
bestehe  sowie  einen  falschen  Provinzcode  beziehungsweise  Text  und 
eine regelwidrige Seriennummer trage, 

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Stellungnahme  lediglich  behauptet 
habe, die Identitätskarte sei echt,

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dass  demnach  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  nicht  glaubhaft 
seien, weshalb die Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juli 2009 gegen diesen 
Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 
beantragte,  die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  15.  Juni  2009  sei 
aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft sei festzustellen beziehungsweise 
sei  aufgrund  der  Unzumutbarkeit  beziehungsweise  Unzulässigkeit  des 
Wegweisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021)  und  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
ersuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  vorbrachte,  er  habe  die 
Befragungen  allgemein  als  mühsam  empfunden,  da  jedes  Mal  andere 
Personen mit unterschiedlichen Dialekten die Übersetzung vorgenommen 
hätten,

dass 20 Daftar 200'000 Dollar beziehungsweise 15 Daftar 150'000 Dollar 
entsprechen  würden,  was  schwierig  gewesen  sei,  dem 
wissenschaftlichen  Mitarbeiter  und  dem  Übersetzer  zu  erklären,  was 
Daftar bedeute,

dass er nicht wisse, ob es in seinem Dorf ein Stammesoberhaupt gebe,

dass  ihn  das  BFM  genauer  über  die  Geografie  seiner  Region  hätte 
befragen  können  respektive  auch  sein  Dialekt  Aufschluss  über  seine 
Herkunft gegeben hätte, 

dass er der Rechtsmitteleingabe  je eine Kopie des Todesscheins seiner 
Mutter  und  der  Wohnsitzbescheinigung  seines  Vaters  mit  deutscher 
Übersetzung beilegte,

dass der Beschwerdeführer weiter die Fürsorgebestätigung _______ vom 
20. Juli 2009 zu den Akten reichte,

dass  mit  Zwischenverfügung  vom  27.  Juli  2009  die  Gesuche  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie um Verzicht  auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses abgewiesen wurden,

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dass  zudem  dem  Beschwerdeführer  Frist  zur  Bezahlung  eines 
Kostenvorschusses von Fr. 600.­­ angesetzt wurde,

dass  er  am  29.  Juli  2009  (Poststempel)  die  beiden  oben  genannten 
Dokumente seines Vaters und seiner Mutter im Original ins Recht legte,

dass  der  verlangte  Kostenvorschuss  am  6.  August  2009  fristgerecht 
geleistet wurde,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 Asyl  i. V. m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Vorinstanz  zu Recht  von der Unglaubhaftigkeit  der Vorbringen 
ausgegangen ist,

dass  diesbezüglich  im  Wesentlichen  auf  die  von  der  Vorinstanz 
angeführten Unglaubhaftigkeitselemente verwiesen werden kann, 

dass  der  Beschwerdeführer  insbesondere  zur  Verschleppung  seines 
Bruders,  zur  Lösegeldforderung  und  den  Übergabemodalitäten,  zu  den 
Folgen für seine Familie und vor allem auch für den Bruder äusserst vage 
und  oberflächliche  Angaben  machen  konnte  und  nicht  der  Eindruck 
entsteht, der Beschwerdeführer habe das Geschilderte tatsächlich erlebt,

dass ausserdem auch die Aussagen zu seiner Herkunft aus einem Dorf 
bei _______ derart substanzlos ausgefallen sind, dass die Vorinstanz zu 
Recht davon ausging, der Beschwerdeführer habe diesbezüglich nicht die 
Wahrheit gesagt,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelang, die aufgeführten Zweifel auf 
Beschwerdeebene auszuräumen,

dass vielmehr erstaunt, dass der Beschwerdeführer kurz nach Erhalt der 
vorinstanzlichen Verfügung Dokumente aus dem Heimatstaat beschaffen 

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konnte,  das  eine  zudem  am  2.  Juli  2009  auf  Wunsch  des  Vaters 
ausgestellt,  hat  er  doch  noch  am  21.  April  2009  ausgeführt,  er  habe 
niemanden mehr  im  Irak,  sein Bruder  sei  entführt worden,  seine Mutter 
sei verstorben beziehungsweise er wisse nicht, wo sein Vater und seine 
Schwester seien (Akte A15 S. 9 F83),

dass die Wohnsitzbescheinigung seines Vaters vom 2. Juli 2009 zudem 
angeblich  vom Dorfvorsteher  von _______ ausgestellt worden war, was 
seiner  Aussage,  es  gäbe  keine  "wichtigste"  Person  in  seinem  Dorf 
_______, alle hätten "gleichviel zu sagen", entgegensteht (Akte A15 S. 4 
F 32), 

dass der Todesbescheinigung sodann zu entnehmen ist, die Mutter habe 
an der Adresse, Hausnummer _______ in der Povinz _______ gewohnt, 
das  betreffende  Dorf  aber  nicht  genannt  wird  (vgl.  Ziff.  9  der 
Todesbescheinigung),

dass  die  angegebene  Hausnummer  _______  auf  der 
Todesbescheinigung  im  Widerspruch  zu  seinen  früher  gemachten 
Berichten  steht,  gemäss  welchen  in  seinem  Dorf  es  lediglich  acht  bis 
zehn Häuser gegeben habe und diese mit keiner Hausnummer versehen 
gewesen seien (Akte 15 S. 3 F10, A13 S. 5 F39),

dass  zudem  auf  der  Todesbescheinigung  der  Name  der  obduzierten 
Person  sowie  die  ID­Nummer  fehlt  respektive  unter  der  anzugebenden 
Provinz "Krankheit" steht (vgl. Ziffn. 20 und 21 der Todesbescheinigung),

dass die Dokumentenanalyse des BFM zur Identitätskarte zu überzeugen 
vermag,  gemäss  der  diverse  Auffälligkeiten  bei  der  irakischen 
Identitätskarte  festgestellt  wurden  (unter  anderem  stimmen  das 
Trägermaterial  und  der Druck  der Seriennummer  nicht mit  einer  echten 
Identitätskarte  überein)  und  der  Beschwerdeführer  dem  nichts 
Substanzielles entgegenzuhalten vermag, 

dass  die  Identitätskarte,  die  Todesbescheinigung  und  die 
Wohnsitzbestätigung  entsprechend  gestützt  auf  Art  10  Abs.  4  AsylG 
einzuziehen sind, 

dass  die  zahlreichen  aufgeführten  Ungereimtheiten  in  wesentlichen 
Punkten  die  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
bekräftigen, 

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dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis 
nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  über  die 
vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG), 

dass die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs (Art. 44 
Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  AuG)  grundsätzlich  von  Amtes  wegen  zu 
prüfen  sind,  diese Untersuchungspflicht  jedoch  nach Treu  und Glauben 
ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerdeführenden Person 
findet  (Art. 8 AsylG), die  im Übrigen auch die Substanziierungslast  trägt 
(Art. 7  AsylG),  und  es  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein  kann,  nach 
allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen zu forschen,

dass  aufgrund  der  oben  dargelegten  Ungereimtheiten  bezüglich  seiner 
eingereichten  Dokumente  beziehungsweise  seines  angeblichen 
Heimatdorfs  ausgeschlossen  werden  kann,  der  Beschwerdeführer 
stamme aus der von ihm angegebenen Region,

dass unter den gegebenen Umständen das Gesuch um Anordnung einer 
Herkunftsanalyse  im  Sinne  einer  antizipierten  Beweiswürdigung 
abzuweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  die  Folgen  seiner  fehlenden  Mitwirkung 
respektive  der  Verheimlichung  seiner  wahren  Identität  und  Herkunft  zu 
tragen  hat,  indem  vermutungsweise  davon  auszugehen  ist,  es  würden 

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einer Wegweisung  in den Nord­Irak keine  landes­ oder völkerrechtlichen 
Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 
2 ­ 4 AuG (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.) entgegenstehen,

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung in den Irak zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG)  und  mit  dem  am  6.  August  2009  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die Identitätskarte, die Todesbescheinigung und die Wohnsitzbestätigung 
werden gestützt auf Art 10 Abs. 4 AsylG eingezogen. 

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem  am  6.  August  2009  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet. 

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Milva Franceschi

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