# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52a2d0bd-b5d1-511b-9160-5e5f301c3f11
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.06.2021 200 2020 685
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-685_2021-06-25.pdf

## Full Text

200 20 685 EL
FUE/BRO/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 25. Juni 2021

Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Brunner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. August 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, EL/20/685, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1951 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezieht seit Februar 2014 Ergänzungsleistungen (EL) zur Altersrente der 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) in unterschiedlicher Höhe 
(Akten der Ausgleichskasse des Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegeg-
nerin], Antwortbeilage [AB] 1, 24 f., 33, 62, 75, 92, 100, 152, 180, 192). 
Nachdem seiner Ehefrau gekündigt worden war, ersuchte der Versicherte 
um Neuberechnung seines Anspruchs auf EL per Februar 2020 (AB 200). 
Nach Vornahme der entsprechenden Abklärungen (AB 209 S. 2 ff.) berück-
sichtigte die AKB mit Verfügung vom 27. März 2020 (AB 213) in der EL-
Berechnung ab Februar 2020 ein hypothetisches Erwerbseinkommen der 
Ehefrau des Versicherten in der Höhe ihres bisher erzielten Erwerbsein-
kommens von Fr. 13'200.-- (wovon anrechenbar Fr. 7'110.--) pro Jahr. Mit 
einer weiteren Verfügung vom 27. März 2020 (AB 214) informierte die AKB 
den Versicherten darüber, dass bei der EL-Berechnung ab Oktober 2020 
ein zumutbares Erwerbseinkommen seiner Ehefrau von Fr. 36'000.-- (wo-
von anrechenbar Fr. 21'470.--) berücksichtigt werde. Zudem wurde darauf 
hingewiesen, dass sie sich auf acht bis zehn ausgeschriebene Stellen, de-
ren Anforderungsprofil sie erfülle, bewerben solle, und dass Spontanbe-
werbungen nicht als ernsthafte und intensive Arbeitsbemühungen qualifi-
ziert würden. Die gegen die Verfügungen vom 27. März 2020 erhobene 
Einsprache (AB 215) wies die AKB mit Entscheid vom 31. August 2020 
(AB 222) ab. 

B.

Mit einer als „ANTRAG um NACHZAHLUNG von insgesamt 5.920.-- von 
Jan. 20 bis und mit Okt. 2020“ bezeichneten Eingabe vom 2. September 
2020 gelangte der Versicherte an die AKB, welche diese Eingabe am 
10. September 2020 an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern weiter-
leitete. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, EL/20/685, Seite 3

Mit prozessleitender Verfügung vom 14. September 2020 erwog der In-
struktionsrichter, er gehe davon aus, dass es sich bei der Eingabe vom 
2. September 2020 – weil die Nachzahlung von EL beantragt werde bzw. 
der Nichteinbezug von Erwerbseinkommen der Ehefrau in die EL-
Berechnung – um eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
31. August 2020 (AB 222) handle. Sollte dies nicht zutreffen, hätte der Be-
schwerdeführer dies dem Gericht umgehend mitzuteilen. 

Am 17. und 21. September 2020 gingen weitere Eingaben des Beschwer-
deführers beim Gericht ein. Er teilte sinngemäss mit, dass seine Eingabe 
vom 2. September 2020 keine Beschwerde darstelle. 

Ebenfalls am 21. September 2020 gingen zwei vom 18. September 2020 
datierte Beschwerden des Beschwerdeführers gegen den Einspracheent-
scheid vom 31. August 2020 beim Gericht ein mit dem sinngemässen An-
trag, in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 31. August 2020 seien 
ihm EL ohne Anrechnung eines hypothetischen Einkommens der Ehefrau 
ab Februar 2020 auszurichten. Ausserdem sei die aufschiebende Wirkung 
der Beschwerde wiederherzustellen. 

Mit Eingabe vom 28. September 2020 teilte der Beschwerdeführer weiter 
mit, dass das Verwaltungsgericht seine Eingabe vom 2. September 2020 
unter Umständen doch als Beschwerde behandeln dürfe. 

Mit Eingabe vom 6. Oktober 2020 beantragte der Beschwerdeführer sinn-
gemäss die superprovisorische Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde. Dieses Gesuch wies der Instruktionsrichter mit Ver-
fügung vom 8. Oktober 2020 ab. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde 
trat das Bundesgericht mit Entscheid vom 15. Dezember 2020 und auf das 
dagegen gerichtete Revisionsgesuch mit Entscheid vom 26. Februar 2021 
nicht ein. 

Mit Eingabe vom 26. Oktober 2020 beantragte der Beschwerdeführer im 
Sinne einer „superprovisorischen Massnahme“ die Nachzahlung von EL ab 
Oktober 2020 bzw. die betragliche Anpassung künftiger EL-Zahlungen. Im 
Übrigen stellte er gegen den Instruktionsrichter ein Ablehnungsbegehren, 
woraufhin das vorliegende Verfahren sistiert wurde (Verfügung des Abtei-
lungspräsidenten vom 28. Oktober 2020). 

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Am 4. und 5. November 2020 gingen weitere Eingaben des Beschwerde-
führers beim Gericht ein. Mit beim Gericht am 6. November 2020 einge-
gangener Eingabe vom 5. November 2020 stellte der Beschwerdeführer ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und wiederholte hauptsächlich 
seine Forderungen vom 26. Oktober 2020. Mit Eingabe vom 21. Dezember 
2020 beantragte er im Wesentlichen abermals die Nachzahlung bzw. An-
passung künftiger EL-Zahlungen. 

Am 15. Januar 2021 ging eine durch die Beschwerdegegnerin weitergelei-
tete Eingabe des Beschwerdeführers und am 19. Januar 2021 eine weitere 
Eingabe des Beschwerdeführers beim Gericht ein. 

Nachdem mit unangefochten gebliebenem Urteil vom 18. Dezember 2020, 
EL/2020/803, das Ablehnungsgesuch gegen den Instruktionsrichter abge-
wiesen worden war, hob dieser mit prozessleitender Verfügung vom 
15. Februar 2021 die Sistierung des vorliegenden Verfahrens auf. Zudem 
erwog er, dass der Beschwerdeführer mit seinem wiederholten Antrag auf 
Nachzahlung von EL ab Oktober 2020 bzw. die betragliche Anpassung 
künftiger EL-Zahlungen letztlich erneut (vgl. prozessleitende Verfügung 
vom 8. Oktober 2020) die superprovisorische Wiederherstellung des 
Suspensiveffektes der Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
31. August 2020 beantrage. Darüber werde erst nach Vorliegen des bun-
desgerichtlichen Entscheids im Verfahren 9F_3/2021 befunden. 

Mit Eingabe vom 23. Februar 2021 stellte der Beschwerdeführer gegen den 
Instruktionsrichter erneut ein Ablehnungsbegehren, woraufhin das vorlie-
gende Verfahren abermals sistiert wurde (Verfügung des Abteilungspräsi-
denten vom 4. März 2021). Mit unangefochten gebliebenem Urteil vom 
28. April 2021, EL/2021/178+179, trat das Verwaltungsgericht auf das Ab-
lehnungsgesuch nicht ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 1. März 2021 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. 

Am 8. Juni 2021 ging eine weitere Eingabe des Beschwerdeführers beim 
Gericht ein.

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Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Juni 2021 hob der Instruktionsrich-
ter die Sistierung des vorliegenden Verfahrens auf und gab dem Be-
schwerdeführer die Möglichkeit, bis am 21. Juni 2021 Schlussbemerkungen 
einzureichen. 

Am 15. Juni 2021 ging eine Eingabe des Beschwerdeführers sowie eine 
durch die Beschwerdegegnerin weitergeleitete Eingabe des Beschwerde-
führers beim Gericht ein. Ferner leitete die Beschwerdegegnerin mit 
Schreiben vom 16. Juni 2021 eine weitere Eingabe des Beschwerdeführers 
dem Gericht weiter und beantragte, die Verhängung einer Ordnungsbusse 
gemäss Art. 46 VRPG sei zu prüfen, was dem Beschwerdeführer mit pro-
zessleitender Verfügung vom 17. Juni 2021 angezeigt wurde. Am 21. und 
22. Juni 2021 gingen weitere durch die Beschwerdegegnerin weitergeleite-
te Eingaben des Beschwerdeführers beim Gericht ein. Die letzten beiden 
Eingaben der Beschwerdegegnerin sind an den Beschwerdeführer adres-
siert (in Kopie an das Verwaltungsgericht), weshalb sie ihm nicht nochmals 
zugestellt wurden.

Der Beschwerdeführer liess sich am 19. Juni 2021 (Postaufgabe) erneut 
vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde (grundsätz-
lich; vgl. nachstehende Erwägungen) einzutreten.

Weil das vorliegende Verfahren grundsätzlich kostenlos ist (aArt. 61 lit. a 
ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendba-
ren Fassung [vgl. Art. 83 ATSG]) und hier keine Ausnahme von diesem 
Grundsatz vorliegt, fehlte es dem Beschwerdeführer hinsichtlich der mit 
Eingabe vom 5. November 2020 anbegehrten unentgeltlichen Rechtspflege 
im Sinne der Befreiung von der Vorschuss- und Kostenpflicht von vornher-
ein an einem schutzwürdigen Interesse, womit auf das entsprechende Ge-
such nicht einzutreten ist. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 31. August 
2020 (AB 222). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf EL ab Februar 2020 und dabei einzig die Frage, ob die Beschwer-
degegnerin bei der EL-Berechnung zu Recht ein hypothetisches Erwerbs-
einkommen der Ehefrau von jährlich Fr. 13'200.-- (wovon anrechenbar 
Fr. 7'110.--; ab Februar 2020) bzw. Fr. 36'000.-- (wovon anrechenbar 
Fr. 21'470.--; ab Oktober 2020) berücksichtigt hat. Praxisgemäss hat sich 
die richterliche Beurteilung auf die gerügten Punkte zu beschränken, wo-
gegen nach Lage der Akten kein Anlass besteht, die übrigen unbestrittenen 
Berechnungspositionen in die Prüfung mit einzubeziehen (BGE 131 V 329 
E. 4 S. 330). 

1.3 Verfügungen und Einspracheentscheide über Ergänzungsleistungen 
entfalten in zeitlicher Hinsicht Rechtsbeständigkeit nur für das betreffende 
Kalenderjahr (BGE 141 V 255 E. 1.3 S. 258; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 6. November 2020, 9C_237/2020, E. 2.1). Die beschwerdewei-
se gerügte (und Streitgegenstand bildende [vgl. E. 1.2 hiervor]) Berech-
nungsposition (Anrechnung eines hypothetischen Einkommens der Ehe-
frau) betrifft somit einzig die Monate Februar bis Dezember 2020, was ein-

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nahmeseitig einen Betrag von insgesamt Fr. 10'107.50 ausmacht 
([Fr. 7'110.-- / 12 x 8] + [Fr. 21’470.-- / 12 x 3]; AB 213 S. 6, 214 S. 3) und 
den Anspruch auf EL in diesem Umfang mindert. Damit liegt der Streitwert 
unter Fr. 20‘000.-- und die Beurteilung der Beschwerde fällt in die einzel-
richterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2021 sind die Änderung vom 22. März 2019 des Bun-
desgesetzes vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG; SR 831.30) und die Än-
derung vom 29. Januar 2020 der Verordnung vom 15. Januar 1971 über 
die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELV; SR 831.301) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht 
– vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätz-
lich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des 
rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Gel-
tung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 140 V 41 E. 6.3.1 S. 44, 
132 V 215 E. 3.1.1 S. 220; SVR 2018 KV Nr. 2 S. 14 E. 2), ist der vorlie-
gende Fall aufgrund der bis zum 31. Dezember 2020 gültig gewesenen 
Rechtslage [nachfolgend aArt.] zu beurteilen.

2.2 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz u.a. Anspruch auf Ergänzungsleis-
tungen, wenn sie eine Rente der AHV beziehen. Die Ergänzungsleistungen 
bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung sowie der Vergütung von 
Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 ELG). Die jährliche Er-
gänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausga-
ben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (aArt. 9 Abs. 1 ELG).

2.3 Grundsätzlich sind alle wiederkehrenden Leistungen, die nicht unter 
aArt. 11 Abs. 3 ELG fallen, vollumfänglich als Einnahmen anzurechnen, 

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gleichgültig, ob es sich um Geld- oder um Naturalleistungen handelt (BGE 
139 V 574 E. 3.3.3 S. 578). Als Einnahmen werden u.a. zwei Drittel der 
Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien angerechnet, soweit sie bei al-
leinstehenden Personen jährlich Fr. 1’000.-- und bei Ehepaaren und Per-
sonen mit rentenberechtigten Waisen oder mit Kindern, die einen Anspruch 
auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen, Fr. 1’500.-- übersteigen 
(aArt. 11 Abs. 1 lit. a ELG). Das jährliche Erwerbseinkommen wird ermittelt, 
indem vom Bruttoerwerbseinkommen die ausgewiesenen Gewinnungskos-
ten sowie die einkommensabhängigen obligatorischen Sozialversiche-
rungsbeiträge abgezogen werden (Art. 10 Abs. 3 lit. c ELG i.V.m. Art. 11a 
ELV; vgl. auch Ziffer 3280.01 der vom Bundesamt für Sozialversicherungen 
[BSV] herausgegebenen Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur 
AHV und IV [WEL]; zur Verbindlichkeit von Verwaltungsweisungen vgl. 
BGE 145 V 84 E. 6.1.1 S. 87). 

Als Einkommen anzurechnen sind auch Einkünfte und Vermögenswerte, 
auf die verzichtet worden ist (aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG). Mit dieser Rege-
lung, welche die Verhinderung von Missbräuchen bezweckt, soll eine ein-
heitliche und gerechte Lösung ermöglicht werden, indem sich die schwieri-
ge Prüfung der Frage erübrigt, ob beim Verzicht auf Einkommen oder Ver-
mögen der Gedanke an eine EL tatsächlich eine Rolle gespielt hat oder 
nicht (BGE 131 V 329 E. 4.4 S. 335, 122 V 394 E. 2 S. 397).

2.4 Unter dem Titel des Verzichtseinkommens (aArt. 11 Abs. 1 lit. g 
ELG) ist auch ein hypothetisches Einkommen des Ehegatten eines EL-
Ansprechers anzurechnen (vgl. Art. 9 Abs. 2 ELG), sofern auf eine zumut-
bare Erwerbstätigkeit oder deren zumutbare Ausdehnung verzichtet wird. 
Daran ändert eine (Teil-)Invalidität des betroffenen Ehepartners nichts. Ist 
dieser im rechtlichen Sinne nicht invalid, ist Art. 14a wie Art. 14b ELV we-
der direkt noch analog anwendbar. Bei der Ermittlung einer allfälligen zu-
mutbaren Erwerbstätigkeit der Ehefrau oder des Ehemannes ist der kon-
krete Einzelfall unter Anwendung familienrechtlicher Grundsätze (vgl. 
Art. 163 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]) zu 
berücksichtigen. Dementsprechend ist auf das Alter, den Gesundheitszu-
stand, die Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die bisherige Tätigkeit, die 
konkrete Arbeitsmarktlage sowie gegebenenfalls auf die Dauer der Abwe-

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senheit vom Berufsleben abzustellen (BGE 142 V 12 E. 3.2 S. 14; SVR 
2019 EL Nr. 15 S. 38 E. 3.2). Dabei ist dem Ehegatten rechtsprechungs-
gemäss sowohl im Falle laufender als auch erstmals beantragter EL eine 
realistische Übergangsfrist für die zumutbare Aufnahme einer Erwerbs-
tätigkeit oder die Ausdehnung eines Arbeitspensums einzuräumen. Dies 
gilt dort nicht, wo mit Blick auf einen absehbaren künftigen EL-Bezug des 
einen Ehepartners, beispielsweise infolge Eintritts in das AHV-Rentenalter 
und Aufgabe der Erwerbstätigkeit, dem anderen Ehepartner im Vorfeld 
genügend Zeit zur Verfügung stand, um sich erwerblich einzugliedern (BGE 
142 V 12; SVR 2019 EL Nr. 15 S. 38 E. 3.2). 

Bemüht sich der Ehegatte trotz (teilweiser) Arbeitsfähigkeit nicht oder nur 
ungenügend um eine Stelle, verletzt er dadurch die ihm obliegende Scha-
denminderungspflicht (SVR 2016 EL Nr. 1 S. 2 E. 3.2.1).

Die objektive Beweislast dafür, dass kein Einkommensverzicht im Sinne 
von aArt. 11 Abs. 1 lit. g ELG vorliegt, weil die Arbeitskraft auf dem konkre-
ten Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist, liegt beim Leistungsansprecher (Ent-
scheid des BGer vom 13. Juli 2017, 9C_549/2016, E. 2). Auch ausserhalb 
des Anwendungsbereichs von Art. 14a f. ELV kann eine (in grundsätzlicher 
oder masslicher Hinsicht) fehlende Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
nur angenommen werden, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
(BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) feststeht (Entscheid des BGer vom 2. Juli 
2012, 9C_326/2012, E. 2.2).

3.

3.1 In Bezug auf das bei der EL-Berechnung bei den anrechenbaren 
Einnahmen berücksichtigte zumutbare Erwerbseinkommen der Ehefrau 
des Beschwerdeführers bzw. auf die Frage, ob Gründe vorliegen, welche 
die Verwertung der Arbeitskraft ausnahmsweise als unzumutbar erschei-
nen lassen, ergibt sich aus den Akten Folgendes:

3.1.1 Zunächst ist festzustellen, dass bei der Ehefrau des Beschwerde-
führers kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt. Dies wird vom 
Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten, gab er im Fragebogen vom 

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3. Mai 2020 (AB 209 S. 4 ff.) doch an, seine Ehefrau sei nicht in ärztlicher 
Behandlung (S. 5 Ziff. 7) und fühle sich von ihrem Gesundheitszustand her 
in der Lage, eine Erwerbstätigkeit auszuüben (S. 5 Ziff. 8). Im Übrigen war 
sie denn auch von 2015 bis 2019 tatsächlich erwerbstätig (IK-Auszug der 
Ehefrau des Beschwerdeführers vom 4. November 2020 [in den Gerichts-
akten]). Medizinische Gründe, die gegen die (vollständige) Verwertbarkeit 
der Arbeitskraft sprechen, liegen folglich nicht vor.

3.1.2 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Eingaben des Be-
schwerdeführers vom 2. September 2020 S. 1 f. und vom 18. September 
2020) sprechen auch keine anderen persönlichen Gründe gegen die Ver-
wertbarkeit der vollständigen Arbeitsfähigkeit seiner Ehefrau. Sowohl der 
Umstand, dass sie – laut Angaben des Beschwerdeführers – über keine in 
der Schweiz anerkannte Ausbildung und keine besonderen Begabungen 
und Fertigkeiten verfügt, als auch die mangelhaften Deutschkenntnisse und 
das Alter von 43 Jahren (AB 15) im Zeitpunkt des Einspracheentscheids 
vom 31. August 2020 (AB 222) stehen der Anrechnung eines hypotheti-
schen Einkommens nicht entgegen. Auf dem konkreten Arbeitsmarkt wird 
durchaus eine erhebliche Zahl von Arbeitsstellen angeboten, die einfache 
und repetitive Verrichtungen umfassen. Solche Tätigkeiten werden altersu-
nabhängig nachgefragt und erfordern weder Sprachkenntnisse noch ein 
besonderes Bildungsniveau (vgl. SVR 2016 IV Nr. 21 S. 63 E. 3.4.2; Ent-
scheide des BGer vom 18. April 2019, 8C_687/2018, E. 5.3, und vom 
3. Januar 2018, 8C_434/2017, E. 7.3.2). 

3.1.3 Schliesslich kann auch aus arbeitsmarktlicher Sicht nicht von einer 
Unverwertbarkeit der Erwerbsfähigkeit gesprochen werden. Denn der Be-
schwerdeführer kann den ihm obliegenden Nachweis, dass kein Einkom-
mensverzicht vorliegt (vgl. E. 2.4 hiervor) bzw. dass seine Ehefrau trotz 
(ausreichenden) Arbeitsbemühungen keine Stelle fand, nicht erbringen. 
Obwohl sie bzw. der Beschwerdeführer auf die Bewerbungspflicht hinge-
wiesen wurden (AB 214 S. 1 f.), sind im hier massgebenden Zeitraum bis 
zum Erlass des angefochtenen Einspacheentscheids einzig sechs Bewer-
bungen vom 1. März 2020 (AB 215 S. 5 ff.) aktenkundig. Für die übrigen 
Monate sind keinerlei Arbeitsbemühungen ausgewiesen. Dadurch wurde 
die Anzahl der von der Praxis durchschnittlich als genügend erachteten 

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zehn bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat (BGE 141 V 365 E. 4.1 
S. 369, 139 V 524 E. 2.1.4 S. 528) respektive die von der Beschwerdegeg-
nerin geforderten acht bis zehn Bewerbungen pro Monat (AB 214 S. 2) klar 
unterschritten. Im Übrigen handelt es sich bei sämtlichen sechs Bewerbun-
gen um Spontanbewerbungen (AB 215 S. 5 ff.) mit stets identischem 
– qualitativ eher dürftigen – Bewerbungstext. Weil Spontanbewerbungen 
nicht als ernsthafte Arbeitsbemühungen qualifiziert werden können (vgl. 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] 
vom 18. August 2006, P 2/06, E. 3.2) – worauf der Beschwerdeführer mit 
Verfügung vom 27. März 2020 explizit hingewiesen wurde (AB 214 S. 2) –, 
genügen die getätigten Bewerbungen eindeutig nicht. Auch wenn berück-
sichtigt wird, dass – wie vom Beschwerdeführer sinngemäss geltend ge-
macht (Eingaben des Beschwerdeführers vom 2. September 2020 S. 1 und 
vom 18. September 2020 S. 1) – ab Mitte März 2020 die Arbeitssuche auf-
grund der ausserordentlichen Lage in Zusammenhang mit dem Coronavi-
rus deutlich eingeschränkt gewesen sein dürfte, vermag dies das gänzliche 
Ausbleiben von Arbeitsbemühungen ab diesem Zeitpunkt nicht zu erklären. 
Dies umso weniger, als der Bundesrat per 6. Juni 2020 weitgehende Lo-
ckerungen der Schutzmassnahmen beschloss (vgl. Medienmittelung des 
Bundesrats vom 27. Mai 2020; abrufbar unter www.admin.ch > Dokumenta-
tion > Medienmitteilungen des Bundesrats), womit u.a. alle Freizeitbetriebe 
und touristischen Angebote wieder öffnen konnten. Sodann stellen auch die 
geltend gemachten mangelnden Deutschkenntnisse (Eingaben des Be-
schwerdeführers vom 2. September 2020 S. 1 und vom 18. September 
2020) keinen Grund dar, sich nicht ernsthaft und intensiv um eine Arbeits-
stelle zu bemühen. Die Ehefrau hätte – nebst der Hilfe ihres Mannes – ent-
sprechend dem Hinweis im Fragebogen "Zumutbares Erwerbseinkommen 
für nichtinvalide Ehegatten" (AB 209 S. 7) ohne Weiteres beim Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) kostenlos Beratung und Vermittlungs-
dienste in Anspruch nehmen können (Art. 24 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 1989 über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih [Ar-
beitsvermittlungsgesetz; AVG; SR 823.11] sowie THOMAS NUSSBAUMER, 
Arbeitslosenversicherung, in Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches Bun-
desverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, 
S. 2272 N. 22). 

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Insgesamt entsprechen die getätigten Arbeitsbemühungen in keiner Weise 
denjenigen, die eine Person in gleicher Lage, die keine Entschädigung vom 
Gemeinwesen oder von Sozialversicherungsträgern zu erwarten hätte, vor-
nehmen würde (vgl. BGE 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274).

3.2 Nach dem Gesagten ist eine fehlende Verwertbarkeit der Arbeits-
fähigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers auf dem konkreten Arbeits-
markt nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt, womit die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens 
grundsätzlich zu Recht erfolgt ist.

3.3 Sodann ist auf den Zeitpunkt der Anrechnung des hypothetischen 
Erwerbseinkommens ab Februar 2020 bzw. die Erhöhung ab Oktober 2020 
einzugehen. 

Diesbezüglich machte bzw. macht der Beschwerdeführer geltend, selbst 
wenn ein hypothetisches Erwerbseinkommen anzurechnen wäre, dürfte 
dies nicht bereits per Februar 2020, sondern erst nach einer mindestens 
sechsmonatigen Übergangsfrist gemäss Art. 25 Abs. 4 ELV erfolgen 
(AB 215 S. 2; Eingabe des Beschwerdeführers vom 18. September 2020 
S. 2). Dem kann nicht gefolgt werden. Art. 25 Abs. 4 ELV bestimmt, dass 
die Herabsetzung einer laufenden EL infolge der Anrechnung eines Min-
desteinkommens nach den Art. 14a Abs. 2 ELV (Anrechnung des Erwerbs-
einkommens bei Teilinvaliden) und Art. 14b ELV (Anrechnung des Er-
werbseinkommens bei nichtinvaliden Witwen) erst sechs Monate nach Zu-
stellung der entsprechenden Verfügung wirksam wird, was hier nicht ein-
schlägig ist. Richtig ist jedoch, dass auch bei der Herabsetzung einer lau-
fenden EL aufgrund der Anrechnung eines hypothetischen Erwerbsein-
kommens für den nicht invaliden Ehegatten eine angemessene Frist ein-
geräumt werden muss (Rz. 3521.06 WEL). In concreto wurde die laufende 
EL per Februar 2020 jedoch nicht herabgesetzt, sondern der Ehefrau wur-
de ihr bisher erzieltes Einkommen (lediglich) unverändert angerechnet (AB 
178 S. 2 f., 213 S. 6; vgl. auch 192 S. 6 und S. 8, 198 S. 1). Hierfür muss 
keine Übergangsfrist angesetzt werden. Einer Übergangsfrist bedurfte es 
demnach erst mit der Anrechnung des höheren hypothetischen Einkom-
mens und der damit einhergehenden Herabsetzung des EL-Anspruchs per 
1. Oktober 2020. Diese Frist hielt die Beschwerdegegnerin ein, kündigte sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, EL/20/685, Seite 13

doch mit Verfügung vom 27. März 2020 (AB 214) die Anrechnung eines 
hypothetischen Einkommens von Fr. 36'000.-- per Oktober 2020 an. 

3.4 Schliesslich ist auf die Höhe der per 1. Februar und 1. Oktober 2020 
angerechneten hypothetischen Einkommen einzugehen. Was die Anrech-
nung eines hypothetischen Einkommens von Fr. 13'200.-- bzw. effektiv von 
Fr. 7'110.-- pro Jahr ab Februar 2020 betrifft (vgl. zur sog. privilegierten 
Anrechnung E. 2.3 hiervor), entspricht dies dem zuvor effektiv erzielen Er-
werbseinkommen (E. 3.3 hiervor). Dieses Einkommen ist in masslicher 
Hinsicht als sehr tief zu bezeichnen bzw. fiel jedenfalls nicht zu Ungunsten 
des Beschwerdeführers aus. Ob, wie die Beschwerdegegnerin mit Be-
schwerdeantwort (S. 8 Ziff. 2.4) geltend macht, die Anrechnung dieses hy-
pothetischen Erwerbseinkommens sogar zu Gunsten des Beschwerdefüh-
rers ist, weil die Ehefrau grundsätzlich Anspruch auf Taggeld der Arbeitslo-
senversicherung gehabt hätte (indes auf die Geltendmachung des An-
spruchs verzichtete) und der Taggeldanspruch, der vollumfänglich als Ein-
kommen zu berücksichtigen wäre (Entscheid des BGer vom 20. Juli 2012, 
9C_390/2012; Rz. 3456.01 WEL), sogar höher als das effektiv angerechne-
te hypothetische Einkommen ausgefallen wäre (vgl. Art. 22 des Bundesge-
setzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0]), erscheint mit Blick auf 
die Rechtsprechung zum Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bei im 
Betrieb mitarbeitenden Ehegatten von arbeitgeberähnlichen Personen 
(BGE 142 V 263) fraglich. Diese Frage kann indes offen bleiben, da so 
oder anders auf eine Androhung einer Schlechterstellung (reformatio in 
peius; vgl. Art. 61 lit. d ATSG) zu verzichten wäre. Zum einen ist zu berück-
sichtigen, dass die Beschwerdegegnerin in Kenntnis einer allfälligen 
Schlechterstellungsmöglichkeit auf einen entsprechenden Antrag verzichte-
te. Zum anderen träfe die Schlechterstellung einen relativ kurzen Zeitraum 
(Februar bis September 2020) und die desolate finanzielle Situation des 
Beschwerdeführers ist aktenkundig (insbesondere erfolgte offenbar eine 
Exmission: vgl. AB 189 S. 1 und S. 3). Aus diesen Gründen überwiegt vor-
liegend das subjektive Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers an 
der Beibehaltung des Verfügten gegenüber der Durchsetzung des objekti-
ven Rechts (vgl. zur Befugnis des kantonalen Gerichts zur diesbezüglichen 
Interessenabwägung: BGE 144 V 153 E. 4.2.4 S. 158). Damit hat es bei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, EL/20/685, Seite 14

der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens von Fr. 13'200.-- bzw. 
effektiv von Fr. 7'110.-- pro Jahr ab Februar 2020 sein Bewenden. 

Auch die Höhe des ab Oktober 2020 angerechneten hypothetischen Ein-
kommens ist nicht zu beanstanden. Nota bene liegt das von der Beschwer-
degegnerin im Rahmen der Erfüllung der Schadenminderungspflicht als 
zumutbar erachtete (hypothetische) Erwerbseinkommen der Ehefrau des 
Beschwerdeführers von Fr. 36'000.-- (AB 214 S. 3) deutlich unter dem sta-
tistischen Zentralwert (Median) für – hier zur Diskussion stehende – Hilfs-
arbeiten für Frauen von Fr. 55'702.80 (Fr. 4'371.-- [vgl. Bundesamt für Sta-
tistik {BFS}, Lohnstrukturerhebung {LSE} 2018, Tabelle TA1, Kompetenzni-
veau 1, Total, Frauen] x 12 [Monate] / 40 x 41.7 [BFS, Betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total] / 101.7 x 103.6 [BFS, Tabelle 
1.2.15, Nominallohnindex Frauen, 2016-2020, Total, 2018 bzw. 2020]; vgl. 
auch BVR 2015 S. 484 E. 3.5, wonach der Betrag von Fr. 36‘000.-- als 
wohlwollend zu bezeichnen ist). Mit Blick auf die Höhe des angerechneten 
hypothetischen Einkommens hat die Beschwerdegegnerin somit auch die 
sprachlichen Schwierigkeiten und die mangelnde Ausbildung der Ehefrau 
des Beschwerdeführers gebührend berücksichtigt. 

3.5 Die Rüge, die Beschwerdegegnerin habe Art. 12 der Bundesverfas-
sung (BV; SR 101; Recht auf Hilfe in Notlagen) verletzt (Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 2. September 2020 S. 2), ist offensichtlich unbegrün-
det. Die Beschwerdegegnerin ist nicht zuständig zur Ausrichtung von Not-
hilfe und dem Beschwerdeführer ist es unbenommen, sich beim Sozial-
dienst zu melden. 

3.6 Nach dem Ausgeführten berücksichtigte die Beschwerdegegnerin 
bei der Berechnung der EL zu Recht ab Februar 2020 ein hypothetisches 
Einkommen der Ehefrau von Fr. 13'200.-- bzw. erhöhte dieses zu Recht per 
Oktober 2020 auf Fr. 36'000.--. Demnach ist der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 31. August 2020 (AB 222) nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

3.7 Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird das (erneute) Gesuch 
um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde – 
worum es sich bei den Anträgen auf Nachzahlung von EL ab Oktober 2020 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, EL/20/685, Seite 15

bzw. auf betragliche Anpassung künftiger EL-Zahlungen (Eingaben vom 
26. Oktober, 5. November, 21. Dezember 2020 und 13. Januar 2021) letzt-
lich handelt (vgl. prozessleitende Verfügung vom 15. Februar 2020, fünftes 
Lemma) – gegenstandslos und ist vom Geschäftsverzeichnis abzuschrei-
ben.

4.

4.1 Wer mutwillig prozessiert, im Verfahren Sitte und Anstand verletzt 
oder den Geschäftsgang stört, kann durch die instruierende Behörde mit 
einer Ordnungsbusse bis zu 1‘000.-- Franken, bei Rückfall bis zu 3‘000.--
Franken, bestraft werden (Art. 46 VRPG).

4.2 Durch die vom Beschwerdeführer in diversen Eingaben an die Be-
schwerdegegnerin gewählte Wortwahl (bspw. „Sie müssen entweder 
DUMM oder ein ARROOGANTES “ARSCHLOCH“ sein“ [elektronische Ein-
gabe des Beschwerdeführers vom 14. Juni 2021], „Sie müssen entweder 
SEHR DUMM sein oder möglicherweise SENIL, oder gar in einem FRÜH-
KINDLICHEN Stadium verblieben zu sein. Ales nur IDIOTEN und DUMM-
KÖPFE“ [elektronische Eingabe des Beschwerdeführers vom 15. Juni 
2021], „Es wäre vielleicht besser wenn Sie nochmals eine Prüfung als Ju-
rist ablegen würden. Möglicherweise haben Sie die erste Prüfung ergaunert 
oder Erschwindelt“ [elektronische Eingabe des Beschwerdeführers vom 
18. Juni 2021]) wird offensichtlich Sitte und Anstand verletzt. Es steht dem 
Beschwerdeführer frei, die Verwaltung zu kritisieren, jedoch hat er dies – 
wie ihm bereits mehrfach dargelegt wurde – in anständiger Art und Weise 
zu tun. Dem Beschwerdeführer mussten bereits in den Verfahren 
EL/2020/896, EL/2021/178 und EL/2021/179, sowie im vorliegenden Ver-
fahren (prozessleitende Verfügung vom 15. Februar 2021) wegen Verlet-
zung von Sitte und Anstand Ordnungsbussen auferlegt werden, womit es 
sich um einen Rückfall i.S.v. Art. 46 VRPG handelt. Dem Beschwerdeführer 
ist wegen wiederholter Verletzung von Sitte und Anstand eine Ordnungs-
busse von Fr. 600.-- aufzuerlegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, EL/20/685, Seite 16

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG in 
der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung sind keine Verfah-
renskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird nicht eingetreten.

3. Das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der 
Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

4. Dem Beschwerdeführer wird wegen wiederholter Verletzung von Sitte 
und Anstand eine Ordnungsbusse von Fr. 600.-- auferlegt. 

5. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

6. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 

(samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 19. Juni 2021)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2021, EL/20/685, Seite 17

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.