# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae9e58bd-8d3e-5451-8d30-34593b5f7c10
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.10.2020 RA200012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RA200012_2020-10-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RA200012-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech 

und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. M. Hochuli 

Urteil vom 8. Oktober 2020 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Kläger und Beschwerdeführer 

 
gegen 

 
B._____ Versicherungs-Gesellschaft AG,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 
betreffend arbeitsrechtliche Forderung (Ausstand) 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Bülach vom 
7. Juli 2020 (AN190013-C) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien stehen sich seit dem 26. Juni 2019 in einem arbeitsrechtlichen 

Verfahren vor dem Arbeitsgericht Bülach gegenüber (Urk. 6/2). Mit Verfügung 

vom 13. Mai 2020 hatte die Vorinstanz dem Kläger und Beschwerdeführer (fortan 

Kläger) Frist zur Verbesserung seiner Replikschrift angesetzt, da diese nicht nur 

ungebührliche und gegen den prozessualen Anstand verstossende Aussagen 

enthalte, sondern auch überaus weitschweifig sei und daher im Gesamten als klar 

mangelhaft im Sinne von Art. 132 Abs. 2 ZPO zu bezeichnen sei (Urk. 6/35). Mit 

Eingabe vom 24. Mai 2020 rügte der Kläger, die angesetzte Frist zur Überarbei-

tung seiner Replik sei zu kurz, und stellte ein Ausstandsbegehren gegen den ver-

fahrensleitenden Bezirksrichter lic. iur. C._____ (Urk. 6/37). Mit Schreiben vom 

26. Mai 2020 setzte das Arbeitsgericht Bülach dem Kläger eine neue Frist von 

vierzehn Tagen zur Verbesserung seiner Replik an (Urk. 6/38). Am selben Tag 

nahm Bezirksrichter C._____ zum Ausstandsbegehren Stellung (Urk. 6/40) und 

überwies dieses an die II. Abteilung des Bezirksgerichts Bülach (Urk. 6/39). Mit 

Eingabe vom 10. Juni 2020 nahm die Beklagte und Beschwerdegegnerin (fortan 

Beklagte) Stellung zum Ausstandsbegehren (Urk. 6/44). Der Kläger liess sich mit 

Eingabe vom 21. Juni 2020 zur Stellungnahme von Bezirksrichter C._____ ver-

nehmen (Urk. 6/49). Am 7. Juli 2020 erliess die Vorinstanz folgenden Beschluss 

(Urk. 6/51 S. 4): 

1. Auf das Ausstandsbegehren des Klägers gegen die Gerichtsschreiberin 
MLaw D._____ wird nicht eingetreten und es wird das Begehren dem Ar-
beitsgericht Bülach, I. Abteilung, zur Behandlung überwiesen.  

2. Das Ausstandsbegehren des Klägers gegen Bezirksrichter lic. iur. C._____ 
wird abgewiesen.  

3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt.  

4. Die Kosten werden dem Kläger auferlegt.  

5. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von 
Fr. 200.– zu bezahlen.  

6. (Schriftliche Mitteilung) 

7. (Beschwerde)  

- 3 - 

2. Dagegen erhob der Kläger rechtzeitig (vgl. dazu Urk. 6/52 S. 1) mit Eingabe 

vom 9. September 2020 Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 1 f.): 

" 1. Die Beschlüsse des Bezirksgerichts Bülach vom 7. Juli 2020 seien aufzuhe-
ben. 

2. Der verfahrensleitende Bezirksrichter C._____ sowie die zuständige Ge-
richtsschreiberin D._____ haben in den Ausstand zu treten. 

3. Mir sei eine angemessene Prozessentschädigung für die eigene Vertretung 
vor dem Bezirksgericht Bülach sowie dem Obergericht des Kantons Zürich 
zuzusprechen. 

4. Die der Beklagten zugesprochene Entschädigung von CHF 200.– sei aufzu-
heben. 

5. Die je auf CHF 150.– festgesetzte Gerichtsgebühr sei aufzuheben. 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates." 

3. Da sich die Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet erweist, 

kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 

Abs. 1 ZPO). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

II. 

 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind im Be-

schwerdeverfahren ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

III. 

1.1. Der Kläger moniert die fehlende Zuständigkeit der II. Abteilung bzw. des Ar-

beitsgerichts am Bezirksgericht Bülach für den Entscheid über sein Ausstandsbe-

gehren. Nach § 127 lit. d GOG habe das Obergericht über streitige Ausstandsbe-

gehren nach Art. 50 ZPO zu entscheiden, wenn Mitglieder des Bezirksgerichts be-

troffen seien. Der angefochtene Entscheid sei demnach aufgrund eines schweren 

Verfahrensfehlers aufzuheben (Urk. 1 S. 4 Rz. 5). 

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1.2. Art. 50 Abs. 1 ZPO beinhaltet keine bundesrechtliche Regelung der funktio-

nellen Zuständigkeit über den Ausstandsentscheid. Entsprechend obliegt es den 

Kantonen zu bestimmen, welches Gericht im Sinne von Art. 50 Abs. 1 ZPO zu-

ständig ist, um über ein Ausstandsbegehren zu entscheiden (BGer 4A_377/2014 

vom 25. November 2014, E. 4.3, und 5A_194/2014 vom 21. Mai 2014, E. 2.2). 

1.3. Im kantonalen Gesetz über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- 

und Strafprozess (GOG) war zwar ursprünglich vorgesehen, dass das Oberge-

richt über streitige Ausstandsbegehren entscheidet, wenn Mitglieder des Bezirks-

gerichts betroffen sind (§ 127 lit. d GOG in der bis am 31. Mai 2015 in Kraft ste-

henden Fassung). Indes wurde diese Bestimmung am 27. Oktober 2014 vom 

Kantonsrat dahingehend geändert, dass neu das Bezirksgericht über streitige 

Ausstandsbegehren gegen eigene Mitglieder zu entscheiden hat (§ 127 lit. c 

GOG, LS 211.1, OS Band 70, S. 107 ff.). Sie ist seit dem 1. Juni 2015 in Kraft 

(RRB Nr. 151/2015 vom 25. Februar 2015). Demnach war für die Beurteilung des 

gegen Bezirksrichter C._____ gerichteten Ausstandsbegehrens das Bezirksge-

richt Bülach zuständig. 

2.1. Der Kläger rügt weiter, nach § 22 der Geschäftsordnung des Bezirksgerichts 

Bülach entscheide eine andere Abteilung innerhalb des gleichen Bezirksgerichts 

über ein strittiges Ausstandsverfahren, der das betroffene Gerichtsmitglied nicht 

angehöre. Vorliegend habe die II. Abteilung des Bezirksgerichts Bülach unter der 

Leitung von Gerichtspräsident lic. iur. E._____ über das Ausstandsbegehren ent-

schieden. Insofern erscheine die Geschäftsordnung auf den ersten Blick eingehal-

ten, da der betroffene Bezirksrichter grundsätzlich Vorsitzender der I. Abteilung 

sei. Allerdings gehe es in der Hauptsache um eine arbeitsrechtliche Streitigkeit, 

welche in die alleinige Zuständigkeit des Arbeitsgerichts Bülach falle, welches 

ebenfalls von Gerichtspräsident E._____ geleitet werde. Offensichtlich habe Be-

zirksrichter C._____ in unzulässiger Einmischung im Zuständigkeitsbereich des 

Gerichtspräsidenten gewirkt, der nun ein seinen eigenen Geschäftsbereich am 

Arbeitsgericht betreffendes Ausstandsbegehren beurteilt habe. In diversen Verfü-

gungen werde Bezirksrichter C._____ sodann als mitwirkender bzw. verfahrens-

leitender Richter des Arbeitsgerichts Bülach aufgeführt, obwohl er überhaupt nicht 

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Mitglied des Arbeitsgerichts sei. Das Vorgehen des Bezirksgerichts Bülach wider-

spreche somit dessen Geschäftsordnung, da das Ausstandsbegehren nicht von 

der II. Abteilung unter der Leitung von Gerichtspräsident E._____ hätte beurteilt 

werden dürfen, welcher zugleich Präsident des Arbeitsgerichts sei und unter wel-

chem der betroffene Bezirksrichter C._____ gewirkt habe (Urk. 1 S. 3 f. Rz. 3 und 

4). 

2.2. Bezirksrichter C._____ gehört der I. Abteilung des Bezirksgerichts Bülach an 

und ist deren Vorsitzender (Urk. 4/7; Konstituierungsbeschluss des Bezirksge-

richts Bülach vom 22. Juni 2020, Amtsblatt des Kantons Zürich vom 17. Juli 2020, 

Meldungs-Nr. RS-ZH04-0000000039). Gemäss § 22 der Geschäftsordnung war 

das gegen ihn gerichtete Ausstandsbegehren demnach von der II. Abteilung zu 

beurteilen. Sämtliche am angefochtenen Beschluss Mitwirkenden (Gerichtspräsi-

dent lic. iur. E._____, Bezirksrichter F._____, Bezirksrichterin lic. iur. G._____ 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw H._____) gehören denn auch der II. Abteilung an 

(vgl. Urk. 1 S. 3 Rz. 3; Konstituierungsbeschluss des Bezirksgerichts Bülach vom 

22. Juni 2020).  

 Soweit der Kläger geltend macht, das Ausstandsbegehren hätte nicht von 

der II. Abteilung des Bezirksgerichts Bülach, sondern "von einer anderen Abtei-

lung als ihrer eigenen zweiten" beurteilt werden müssen, da deren Vorsitzender 

auch Präsident des Arbeitsgerichts sei (Urk. 1 S. 4 Rz. 4), scheint er zu überse-

hen, dass es sich hierbei einzig um die I. Abteilung des Bezirksgerichts Bülach 

unter dem Vorsitz von Bezirksrichter C._____ hätte handeln können. Abgesehen 

davon enthält die Geschäftsordnung keine spezifische Regelung für Spezialge-

richte (Miet-, Arbeitsgericht), weshalb der allgemeine Grundsatz zum Tragen 

kommt, wonach über streitige Ausstandsbegehren eine Abteilung (des ordentli-

chen Gerichts) zu entscheiden hat, der die betroffene Gerichtsperson nicht ange-

hört (§ 22 der Geschäftsordnung). Die Mitwirkung von Gerichtspräsident E._____, 

zugleich Präsident des Arbeitsgerichts, beim Entscheid über das Ausstandsbe-

gehren ist jedoch nicht nur mit der Geschäftsordnung, sondern auch mit den bun-

des- und kantonalrechtlichen Vorgaben ohne weiteres vereinbar, welche einzig 

verlangen, dass das Gericht über Ausstandsbegehren unter Ausschluss der abge-

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lehnten Gerichtsperson entscheidet (vgl. BGer 4A_377/2014 vom 25. November 

2014, E. 4; BGer 4A_182/2013 vom 17. Juli 2013, E. 4; ZK ZPO-Wullschleger, 

Art. 50 N 2; BK ZPO-Rüetschi, Art. 50 N 2; Hauser/Schweri/Lieber, Kommentar 

zum zürcherischen Gesetz über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- 

und Strafprozess, 2. Aufl. 2017, § 127 N 16a). 

 Jedenfalls im Ergebnis unbehelflich erweist sich sodann die Rüge des Klä-

gers, in der Kopfzeile des Beschlusses vom 7. Juli 2020 werde als ausstellende 

Behörde das Arbeitsgericht und nicht die II. Abteilung aufgeführt (Urk. 1 S. 4 f. 

Rz. 6). Die falsche Bezeichnung ist einzig darauf zurückzuführen, dass betreffend 

das Ausstandsbegehren kein separates Verfahren eröffnet wurde und daher ver-

sehentlich die Angaben zum Gericht aus dem Hauptverfahren übernommen wur-

den. Entgegen der Ansicht des Klägers kann daraus allerdings nicht abgeleitet 

werden, dass nicht die II. Abteilung, sondern das Arbeitsgericht über sein Aus-

standsbegehren entschieden hat, zumal die Mitwirkenden – wie oben dargelegt – 

allesamt der II. Abteilung angehören. 

3. Soweit der Kläger weiter rügt, Bezirksrichter C._____ habe in unzulässiger 

Einmischung in den Zuständigkeitsbereich des Gerichts- bzw. Arbeitsgerichtsprä-

sidenten gewirkt, erweist sich dies als unbegründet, denn gemäss (Plenar-) Be-

schluss vom 22. Juni 2020 des Bezirksgerichts Bülach sind alle Richter berech-

tigt, gegenseitig als Stellvertreter zu amten (Amtsblatt des Kantons Zürich vom 

17. Juli 2020, Meldungs-Nr. RS-ZH04-0000000039). 

4. Der Kläger beanstandet sodann, beim Entscheid, auf das Ausstandsbegeh-

ren gegen Gerichtsschreiberin MLaw D._____ nicht einzutreten, habe das Be-

zirksgericht Bülach ignoriert, dass gemäss Rubrum seine arbeitsgerichtliche Ab-

teilung am Entscheid vom 7. Juli 2020 mitgewirkt habe, weshalb es – wie es 

selbst ausgeführt habe – sehr wohl in deren Zuständigkeitsbereich gefallen wäre, 

über das gegen die Gerichtsschreiberin gerichtete Ausstandsbegehren zu befin-

den. Indem das Bezirksgericht Bülach sich in kafkaesk anmutender Verschleie-

rung der tatsächlichen Verhältnisse um einen entsprechenden Entscheid gedrückt 

habe, habe es widerrechtlich Rechtsverweigerung, zumindest aber Rechtsverzö-

gerung betrieben (Urk. 1 S. 5 f. Rz. 7). 

- 7 - 

 Wie bereits oben dargelegt, hat nicht das Arbeitsgericht, sondern die II. Ab-

teilung über das gegen Bezirksrichter C._____ gerichtete Ausstandsbegehren des 

Klägers befunden. Dagegen hat gemäss § 127 lit. a GOG das Arbeitsgericht über 

das gegen Gerichtsschreiberin D._____ gerichtete Ausstandsbegehren zu befin-

den. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die II. Abteilung des Bezirksgerichts 

Bülach auf das entsprechende Ausstandsbegehren (mangels Zuständigkeit) nicht 

eintrat und es zur Beurteilung an das Arbeitsgericht Bülach überwies. Der gegen 

das Bezirksgericht Bülach, II. Abteilung, erhobene Vorwurf betreffend Rechtsver-

weigerung bzw. -verzögerung erweist sich daher als unbegründet. 

5. Der Kläger rügt weiter, das Bezirksgericht Bülach habe im angefochtenen 

Entscheid festgehalten, eklatante Verfahrensfehler seien erst dann als Amts-

pflichtverletzung zu qualifizieren, wenn sie wiederholt begangen würden, was je-

doch vorliegend nicht der Fall sei. Dabei übersehe das Bezirksgericht Bülach al-

lerdings, dass es mit seinem Beschluss vom 7. Juli 2020 erneut mehrere schwere 

Verfahrensfehler begangen habe, weshalb von einer wiederholten Begehung in-

nerhalb des Arbeitsgerichts und der II. Abteilung bzw. von einer "wiederholten, 

gemeinsam begangenen Amtspflichtverletzung, wenn nicht sogar von gemeinsam 

begangenen strafbaren Handlungen durch die oben erwähnten Gerichtsperso-

nen" auszugehen sei. Allein schon aus diesem Grund sei der angefochtene Ent-

scheid aufzuheben (Urk. 1 S. 7 Rz. 9). 

 Weder Bezirksrichter C._____ noch Gerichtsschreiberin D._____ haben am 

angefochtenen Entscheid mitgewirkt. Der Verweis des Klägers auf angebliche 

Fehler im Verfahren betreffend Ausstand ist daher von vornherein unbehelflich, 

um die Erwägungen der Vorinstanz zu widerlegen und wiederholte schwere Ver-

fahrensfehler von Bezirksrichter C._____ und/oder Gerichtsschreiberin D._____ 

darzutun. Auch in diesem Punkt erweist sich die Beschwerde des Klägers als of-

fensichtlich unbegründet. 

6. Der Kläger bemängelt, bei der Festsetzung der Gebühr für den angefochte-

nen Entscheid in Höhe von Fr. 150.– habe die Vorinstanz offensichtlich überse-

hen, dass bei arbeitsrechtlichen Verfahren keine Gebühren erhoben würden. Der 

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angefochtene Entscheid sei daher aufzuheben und es sei zu entscheiden, dass 

ihm keine Gebühren auferlegt werden (Urk. 1 S. 7 Rz. 10). 

 Unnötig verursachte Kosten hat nach Art. 108 ZPO zu bezahlen, wer sie 

verursacht hat. Das Ausstandsbegehren des Klägers ist als offensichtlich haltlos 

zu qualifizieren. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Kos-

ten nicht nach dem Ausgang des Hauptverfahrens, sondern dem diese unnötig 

verursachenden Kläger auferlegte (vgl. ZK ZPO-Wullschleger, Art. 50 N 13; Hau-

ser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 127 N 22).  

7. Schliesslich rügt der Kläger, die Vorinstanz habe der Gegenpartei ohne Be-

gründung eine Parteientschädigung von Fr. 200.– zugesprochen, obwohl die Be-

klagte eine solche Entschädigung weder beantragt noch begründet habe. Daher 

sei die Verpflichtung zur Entrichtung einer Parteientschädigung an die Beklagte 

aufzuheben (Urk. 1 S. 8). 

 Der Entscheid über ein Ausstandsbegehren ist prozessleitender Natur (ZK 

ZPO-Wullschleger, Art. 50 N 6; BK ZPO-Rüetschi, Art. 50 N 3). Daher bezieht 

sich der Antrag der (anwaltlich vertretenen) Beklagten in der Hauptsache, wonach 

die Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen sei (Urk. 6/28 

S. 2), auch auf die Entschädigungsfolgen des Ausstandsverfahrens. Der Ent-

scheid über die Höhe der Gerichtskosten und der Parteientschädigung muss so-

dann nicht begründet werden, wenn diese im Rahmen des kantonalen Tarifs oder 

Gesetzes festgelegt werden und keine der Parteien aussergewöhnliche Umstän-

de vorgebracht hat (Urwyler/Grütter, Dike-Komm-ZPO, Art. 105 N 11). Dies ist 

vorliegend ohne weiteres der Fall, denn die zugesprochene Entschädigung ent-

spricht dem Minimum, das in § 10 Abs. 2 der Verordnung über die Anwaltsgebüh-

ren (LS 215.3) vorgesehen ist. Des Weiteren war die Beklagte von der Vorinstanz 

zur Stellungnahme aufgefordert worden (Urk. 6/41), welcher Aufforderung sie mit 

Eingabe vom 10. Juni 2020 (Urk. 6/44) nachgekommen war, was mit entspre-

chendem, im Rahmen einer Parteientschädigung zu entschädigendem Aufwand 

verbunden war. Die Rüge, die Vorinstanz habe der Gegenpartei zu Unrecht eine 

Parteientschädigung zugesprochen, erweist sich daher als unbegründet. 

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8. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde des Klägers in allen Punk-

ten als offensichtlich unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

IV. 

 Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist ausgangsgemäss dem Kläger 

aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gebühr ist gestützt auf § 9 Abs. 1 sowie 

§ 12 Abs. 1 und 2 GebV OG (LS 211.11) sowie unter Berücksichtigung des redu-

zierten Aufwands, da im Parallelverfahren RA200013-O im Wesentlichen die sel-

ben Rügen zu beurteilen waren, auf Fr. 1'000.– festzusetzen. Mangels relevanter 

Umtriebe ist der Beklagten für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädi-

gung zuzusprechen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger aufer-

legt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen.  

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 92 BGG. Es handelt sich in der 
Hauptsache um eine vermögensrechtliche Angelegenheit arbeitsrechtlicher Natur. Der 
Streitwert in der Hauptsache übersteigt Fr. 30'000.–. Die Beschwerde an das Bundes-
gericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 
44 ff. BGG. 

 
 
Zürich, 8. Oktober 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hochuli 
 
 
versandt am: 
lb 

	Urteil vom 8. Oktober 2020
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...