# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92aeb62b-35a7-5dae-801a-ce3f08489de6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.07.2023 720 2022 314 / 173 (720 22 314 / 173)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2022-314---173_2023-07-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Juli 2023 (720 22 314 / 173) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Medizinische Sachlage nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Chris Bräutigam, 
Rechtsanwalt, Advokatur zum Schloss, Schlossgasse 1, 
4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1977 geborene A.____ war zuletzt vom 14. Juli 2015 bis 31. August 2021 bei der 
B.____ AG als Mitarbeiterin Zutrittskontrolle angestellt. Am 8. April 2020 meldete sie sich unter 
Hinweis auf psychische Beschwerden bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte die gesundheitlichen und erwerblichen Ver-
hältnisse ab, wobei sie die Versicherte bei der PMEDA AG Polydisziplinäre Medizinische Abklä-
rungen (PMEDA) bidisziplinär (internistisch und psychiatrisch) begutachten liess (Expertise vom 
8. März 2022). Gestützt auf die Abklärungsergebnisse und nach Rücksprache mit dem Regio-

 

 
 
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nalen Ärztlichen Dienst (RAD) verneinte sie infolge Nichterfüllung des Wartejahrs einen An-
spruch auf eine Invalidenrente (Verfügung vom 17. Oktober 2022). 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Chris Bräutigam, am 
16. November 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfü-
gung vom 17. Oktober 2022 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr mit 
Wirkung ab 1. Oktober 2020 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei ein ge-
richtliches Gutachten einzuholen, subeventualiter sei die Sache zur ergänzenden Sachverhalts-
abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrens-
rechtlicher Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Rechts-
anwalt Bräutigam als Rechtsvertreter. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass der 
angefochtene Entscheid auf unzureichenden medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. Mit Verfügung vom 21. November 2022 wurde der Beschwerdeführerin für das vorlie-
gende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit 
Rechtsanwalt Chris Bräutigam als Rechtsvertreter bewilligt. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Januar 2023 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. C.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, vom 23. November 2022 bei. 
 
E. Die Beschwerdeführerin liess am 22. März 2023 einen Bericht der Klinik I.____ vom 
13. März 2023 einreichen. Die IV-Stelle verzichtete am 5. April 2023 auf eine Stellungnahme. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b VPO beurteilt 
das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 16. November 2022 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 

 

 
 
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1.  Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der 
Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 
gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invaliden-
versicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch 
ab 1. Oktober 2020 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der 
bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im Fol-
genden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 17. Oktober 2022 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. b). 
 
3.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist.  
 
3.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 
E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht 
ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss 

 

 
 
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eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und 
grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Ent-
scheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es 
der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 
E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankun-
gen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Diese Abklä-
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die 
ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf 
Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 
3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die rechtsanwendende Behörde re-
gelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet wer-
den können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.6 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter-
lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.7 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 

 

 
 
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3.8 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit wei-
teren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten und Ärztinnen darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unter-
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Arztperson einer-
seits und von Begutachtungsauftrag des bzw. der amtlich bestellten fachmedizinischen Exper-
ten oder Expertinnen anderseits (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute: Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, 
E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab-
weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte und Ärztinnen wichtige – und 
nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rah-
men der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 
vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2).  
 
5.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind. 
 
5.2 Die Versicherte war vom 30. Oktober 2019 bis 16. Januar 2020 in der Klinik D.____ 
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 7. Februar 2020 wurden eine mittelgradige depressive 
Episode, rezidivierende abdominelle Schmerzen unklarer Genese, ein allergisches und an-
strengungsabhängiges Asthma bronchiale, ein inkompletter Rechtsschenkelblock, eine Gastro-

 

 
 
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enteritis, eine erosive Antrumgastritis und anamnestisch ein Vorhofseptumdefekt diagnostiziert. 
Die Versicherte sei im Rahmen einer mittelgradig depressiven Episode in die Klinik aufgenom-
men worden. Sie sei stark erschöpft und antriebslos gewesen und habe sich in depressiver 
Stimmungslage befunden. Eine mehrere Tage andauernde Phase von stärksten therapierefrak-
tären Bauchschmerzen hätten trotz intensiver Abklärung nicht hinreichend einer organischen 
Ursache zugeordnet werden können. Laborchemisch hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt. 
Da die Versicherte wiederholt eine Enge im Brustbereich beschrieben und eine deutliche Leis-
tungsminderung teils mit Gehstrecken unter 500 Metern gezeigt habe, sei eine kardiologische 
und pneumologische Abklärung erfolgt. In der Spirometrie habe sich eine reversible Obstruktion 
gezeigt, weshalb von einem allergisch- und anstrenugungsabhängigen Asthma bronchiale aus-
zugehen sei. Im Elektrokardiogramm habe sich ein inkompletter Rechtsschenkelblock gezeigt. 
Eine Echokardiographie habe keine wegweisenden Auffälligkeiten ergeben. Während des Auf-
enthalts habe sich die Erschöpfung verbessert. Die Versicherte habe auch wieder längere Geh-
strecken zurücklegen können. Zudem habe sich eine Aufhellung der Stimmungslage gezeigt. 
Sie sei am 16. Januar 2020 in stabilisiertem Zustand nach Hause entlassen worden. 
 
5.3 Die Zusatzversicherung E.____ liess die Versicherte vertrauensärztlich untersuchen. Am 
8. Juni 2020 diagnostizierte Dr. med. F.____, FMH Praktischer Arzt, mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und attestierte der Versi-
cherten sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit. 
 
5.4 Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte am 7. Oktober 
2020 eine seit August 2019 bestehende mittel- bis schwergradige depressive Episode (ICD-10 
F32.1/2). Bei der Versicherten seien die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis und die Konzentrati-
on herabgesetzt. Auffallend sei die rasche Ermüdbarkeit. Gegenwärtig stehe vor allem die kör-
perliche Schwäche im Vordergrund. Zudem bestünden eine emotionale Instabilität, eine herab-
gesetzte emotionale Belastbarkeit und herabgesetzte kognitive Funktionen. Ab August 2019 
habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden, ab Februar 2020 eine solche von 80 % 
und seit Ende April 2020 wiederum eine solche von 100 %. 
 
5.5 Die Zusatzversicherung E.____ beauftragte Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, mit einem Gutachten. Am 12. Dezember 2020 diagnostizierte er mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10 F33.10), und eine Agoraphobie mit Panikstörung, gegenwärtig ziemlich remittiert, bei 
nach wie vor bestehendem Vermeidungsverhalten (ICD-10 F40.01). Es bestünde eine depres-
sive Verstimmung mit verminderter Freude, Interessenverlust, erhöhter Ermüdbarkeit, Schlaf- 
und Konzentrationsstörungen und mit einem verminderten Selbstwert mit Insuffizienzgedanken. 
Im Rahmen der affektiven Symptomatik sei eine Somatisierung möglich. Durch die psychischen 
Störungen komme es zu einer erhöhten Ermüdbarkeit und vermehrten Konzentrationsstörun-
gen. Es bestünde ein deutliches Vermeidungsverhalten, vor allem im Rahmen der Angststö-
rung. Zudem könne es zum verstärkten Auftreten von Panikstörungen mit vegetativen Sympto-
men und Blockaden kommen. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Mitarbeiterin Zutrittskontrolle 
sei weiterhin nicht zumutbar. Unter Fortführung der Behandlung und mit sozialrehabilitativen 

 

 
 
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Massnahmen könne im Verlauf von höchstens vier Monaten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 
erreicht werden. 
 
5.6 Die Versicherte wurde vom 26. Januar 2021 bis 11. März 2021 in der Klinik I.____, stati-
onär behandelt. Im Austrittsbericht vom 17. März 2021 wurde als Hauptdiagnose eine mittelgra-
dige depressive Episode (ICD-10 F32.1) diagnostiziert. Die Versicherte sei mit einer ausgepräg-
ten depressiven Symptomatik in die Klinik eingetreten. Im Vordergrund gestanden hätten das 
ausgeprägte Gefühl von Gefühllosigkeit sowie die Erschöpfungssymptomatik. Die Kindheit und 
Jugend der Versicherten seien sehr belastend gewesen. Die in der Vergangenheit vereinzelt 
aufgetretenen Panikattacken seien während der stationären Behandlung kein Thema gewesen. 
Die letzte Attacke sei über einen Monat her, weshalb von der Diagnose einer Panikstörung ab-
gesehen werde. Die Versicherte habe die Klinik in einem verbesserten, aber noch immer belas-
teten Zustand verlassen können. Sie werde die ambulante Therapie bei Dr. G.____ wieder auf-
nehmen. 
 
5.7 Vom 14. Mai 2021 bis 31. Mai 2021 war die Versicherte in der Klinik D.____ hospitali-
siert. Im Austrittsbericht vom 7. Juni 2021 wurden eine SARS-CoV-2-Pneumonie, ein Asthma 
bronchiale, eine SARS-CoV-2-assozierte Hepatitis, ein Verdacht auf eine dissoziative Störung, 
eine Hypotonie-Disposition, eine Bradykardie, eine reaktive Thrombozytose, rezidivierende de-
pressive Episoden, eine Hypothyreose sowie diverse Nebendiagnosen festgestellt. Nach Ab-
klingen der Symptomatik sei eine ausgeprägte muskuläre Schwäche aufgetreten. Die Versi-
cherte habe sich initial kaum aufsitzen können. Stehen und Gehen seien nicht möglich gewe-
sen. Zudem hätten ein Schwindel und Angst bestanden. Bei den wandernden Symptomen wer-
de ein dissoziativer Charakter vermutet. Da der Symtomkomplex verbunden mit einer nicht 
regenerierbaren Müdigkeit seit zwei Jahren bestünde, sei differentialdiagnostisch ein Fatigue-
Syndrom möglich. 
 
5.8 Am 4. Oktober 2021 diagnostizierte Dr. med. J.____, FMH Pneumologie und Allgemeine 
Innere Medizin, Klinik D.____, einen hochgradigen Verdacht auf eine Long-Covid-Erkrankung, 
eine anhaltende Erschöpfung/Müdigkeit, eine leichte kombinierte obstruktiv-restriktive Ventilati-
onsstörung, ein allergisches und anstrengungsabhängiges Asthma bronchiale und eine arteriel-
le Hypotonie. Nach Austritt aus der Klinik Ende Mai 2021 hätten weiterhin eine verminderte kör-
perliche Leistungsfähigkeit, eine zögerliche Besserung der Atmung und eine Anstrengungsdis-
pnoe bestanden. Die Versicherte könne noch nicht tief einatmen und sei vermehrt müde.  
 
5.9 Die IV-Stelle beauftragte die PMEDA mit einem internistisch-psychiatrischen Gutachten, 
welches am 8. März 2022 erstattet wurde. Die untersuchende Ärzteschaft stellte keine Diagno-
se mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit be-
stünden ein Asthma bronchiale, ein Status nach Corona-Virus-Infektion im Mai 2021, eine Hy-
pothyreose, eine Adipositas, ein Meteorismus, eine rezidivierende depressive Störung unklarer 
Ausprägung (ICD-10 F33.8) und eine mögliche Agoraphobie mit Panikattacken (ICD-10 
F40.01). Der internistische Gutachter hielt fest, anamnestisch seien vorrangig psychische Be-
schwerden mit Depressionen und Panikattacken, eine verminderte Geh-, Steh-, Sitz-, Konzent-
rations- und Merkfähigkeit, eine vorzeitige Ermüdung und Erschöpfung sowie ein ständiger 

 

 
 
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Drehschwindel reklamiert worden. Die Versicherte sei auf einen Rollstuhl angewiesen. Daneben 
würden eine belastungsabhängig verstärkte Atemnot sowie ein gelegentlicher Meteorismus an-
gegeben. Die kardinalen und pulmonalen Befunde seien unauffällig. Auf einen Belastungstest 
durch Treppensteigen habe die Versicherte unter Angabe von Schwindel verzichtet. Hierfür ge-
be es jedoch keinen plausiblen internistischen Grund. In Ruhe hätten sich bei forcierter sowie 
bei aktuell möglicher vertiefter Atmung ubiquitär vestikuläre Atemgeräusche gezeigt. Einschrän-
kungen der Konzentrations- und Merkfähigkeit oder eine vorzeitige Ermüdung und Erschöpfung 
seien während der Untersuchung nicht beobachtet worden. Aufgrund des Aktenkapitels, der 
Anamnese und der klinischen Befunderhebung würden sich keine Hinweise auf Erkrankungen 
ergeben, die eine eigenständige dauerhafte Einschränkung der Belastbarkeit in der ange-
stammten oder einer vergleichbaren Tätigkeit bedingen würden. Für ein anhaltendes Long-
Covid-Syndrom würden sich keine objektivierbaren klinischen Anhaltspunkte ergeben. Auch 
rückblickend sei anamnestisch und aktenkundig keine internistische Gesundheitsstörung mit 
dauerhaftem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu erkennen. Die 
psychiatrische Gutachterin hielt fest, dass sich aktuell nur geringe Auffälligkeiten objektivieren 
lassen würden. ICD-10 konform wäre von einer leichtgradigen depressiven Episode auszuge-
hen, allerdings sei eine klare diagnostische Zuordnung bei erheblichen Inkonsistenzen im Rah-
men der Anamneseerhebung und der testpsychologischen Untersuchung nicht möglich. Retro-
spektiv würden sich Symptome einer mittelgradigen depressiven Episode erfragen lassen. Eine 
antidepressive Medikation oder eine engmaschige psychotherapeutische Behandlung würde 
nicht erfolgen, was gegen eine überdauernde, die Arbeitsfähigkeit limitierende depressive 
Symptomatik spreche. Die Versicherte berichte über Symptome, welche die diagnostischen 
Kriterien einer Agoraphobie mit Panikstörung erfüllen könnten. Der Ausprägungsgrad sei bei 
erheblicher Verdeutlichung aber nicht ausreichend beurteilbar. Für das Vorliegen einer ander-
weitigen psychiatrischen Erkrankung würde sich kein Anhalt finden. Eine Persönlichkeitsstörung 
oder eine Traumafolgestörung seien nicht mit der gebotenen Wahrscheinlichkeit diagnostizier-
bar. Die von der Versicherten angegebene hochgradig eingeschränkte Steh- und Gehfähigkeit, 
begründet mit Schwindel und Energielosigkeit, sei aus psychiatrischer Sicht nicht einleuchtend 
erklärbar. Die testpsychologische Symptomvalidierung habe deutliche Hinweise auf ein nicht 
authentisches Antwortverhalten ergeben. Die angegebenen Einschränkungen von Konzentrati-
on sowie Merkfähigkeit, Lang- und Kurzzeitgedächtnis seien somit nicht hinreichend plausibel. 
Zudem würden sich keine Befunde ergeben, die auf die Entwicklung einer Long-Covid-
Symptomatik hinweisen würden, zumal die beklagte Erschöpfung sowie die eingeschränkte 
Steh- und Gehfähigkeit bereits zuvor mehrfach beschrieben worden seien. Die Diagnose einer 
dissoziativen Störung könne nicht gestellt werden. Aus psychiatrischer Sicht seien keine erheb-
lichen Funktions- und Fähigkeitsstörungen zu erkennen. Die Ressourcen seien anamnestisch 
weitgehend erhalten. Die vorangegangenen Bewertungen könnten aufgrund therapeutischer 
Widersprüche und fehlender Plausibilitätsprüfungen aus gutachterlicher Sicht nicht bestätigt 
werden. Die depressive Symptomatik sei bereits bei Entlassung aus der Klinik I.____ im März 
2021 remittiert, eine (niedrigdosierte) antidepressive Medikation sei zwischenzeitlich beendet 
und eine psychotherapeutische Behandlung habe nicht engmaschig stattgefunden. Dies spre-
che gegen eine überdauernde, die Arbeitsfähigkeit limitierende depressive Erkrankung. Somit 
sei auch retrospektiv keine dauerhafte Minderung der Arbeitsfähigkeit zu bestätigen. 
 

 

 
 
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5.10 Am 18. März 2022 hielt Dr. C.____ fest, dass das bidisziplinäre Gutachten der PMEDA 
vom 8. März 2022 beweistauglich sei, weshalb darauf abgestellt werden könne. Im Verlauf habe 
vom 26. Januar 2021 bis 11. März 2021 und vom 14. Mai 2021 bis 31. Mai 2021 eine vollstän-
dige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Im Übrigen sei die Versicherte in ihrer angestammten Tätig-
keit als Mitarbeiterin Zutrittskontrolle vollständig arbeitsfähig. 
 
5.11 Am 19. Mai 2022 hielt Dr. G.____ fest, dass er mit der Beurteilung im PMEDA Gutachten 
nicht einverstanden sei. Die Versicherte leide an einer sehr schweren und facettenreichen psy-
chischen Beeinträchtigung. Sie sei kaum in der Lage, über eine längere Zeit eine Tätigkeit aus-
zuüben und verfalle sehr schnell in Erschöpfungszustände. Seit August 2019 bestünde eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Im Gutachten der PMEDA seien die dissoziativen Aspekte 
kaum berücksichtigt worden. Gegebenenfalls könnten diese das «Nicht-Authentische» und 
«Aggravierende» erklären. Um dies erfassen zu können, seien aber eine mehrmalige Untersu-
chung sowie fremdanamnestische Angaben erforderlich. Die Einnahme von Antidepressiva und 
die Therapiefrequenz liessen entgegen der Annahme der Gutachterin keine Rückschlüsse auf 
den Schweregrad der Erkrankung zu. 
 
5.12 Dr. med. K.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, führte am 9. November 2022 aus, 
dass bei der Versicherten seit August 2019 ein psychiatrisches Krankheitsbild bestanden habe, 
welche zunächst anlässlich einer ersten Hospitalisation in der Klinik D.____ im Rahmen einer 
mittelgradigen depressiven Erkrankung beschrieben worden sei. Bereits damals hätten sich 
Hinweise auf dissoziative Symptome und eine Fatigue gezeigt. Seit der SARS-CoV-2-Infektion 
bestünde eine ausgeprägte Fatigue mit körperlicher Belastungsintoleranz, die gegenüber den 
depressiven Symptomen klar im Vordergrund stünde. Seit Beginn der Behandlung zeige sich 
ein gleichbleibendes Krankheitsbild mit ausgeprägter Ermüdbarkeit, Erschöpfbarkeit, körperli-
cher Belastungsintoleranz sowie kognitiven Einschränkungen. Die Versicherte könne nur kurze 
Strecken gehen und habe ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Die Symptomatik sei in ihrer Ausprä-
gung seit der Coronaerkrankung im Mai 2021 vorhanden, wobei es danach zu einer vorüberge-
henden leichten Besserung gekommen sei. Nach einer erneuten Virusinfektion (Echovirus) im 
Herbst 2021 sei eine weitere Verschlechterung bis zur aktuell beschriebenen hochgradigen 
Funktionseinschränkung eingetreten. Aus hausärztlicher Sicht bestünde ein in sich konsistentes 
Krankheitsbild in allen Lebensbereichen ohne Hinweise auf Aggravation. Naturgemäss seien 
die Symptome schwer fassbar und könnten nicht durch (allgemeinmedizinisch) messbare Pa-
rameter objektiviert werden. Die wiederholten allgemeinmedizinischen Abklärungen hätten kei-
ne fassbaren organischen Ursachen der Symptomatik ergeben, sodass am ehesten von einem 
komplexen Zusammenspiel aus einer vorbestehenden psychiatrischen Erkrankung mit mögli-
cher Verschlechterung durch die zwei durchgemachte Virusinfektion auszugehen sei. Welche 
Rolle dabei einer Long-Covid-Symptomatik beigemessen werden könne, sei unklar, da für die-
ses Krankheitsbild bis heute bekanntermassen objektivierbare Parameter fehlen würden. Für 
eine diagnostische Einschätzung des komplexen Krankheitsbilds bedürfe es einer interdiszipli-
nären Beurteilung unter Berücksichtigung von somatischen, psychosomatischen und psychiatri-
schen Aspekten. Im Gutachten der PMEDA vom 8. März 2022 sei aufgrund einer auffälligen 
Beschwerdevalidierung in der neuropsychologischen Untersuchung und einer nicht-
authentischen Beschwerdepräsentation in der psychiatrischen und in der allgemeininternisti-

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schen Untersuchung auf das Nichtvorhandensein von Funktionseinschränkungen geschlossen 
worden. Im psychiatrischen Fachgutachten sei aufgrund von Inkonsistenzen der Schweregrad 
der depressiven Störung als nicht beurteilbar eingestuft worden. Dennoch sei eine abschlies-
sende Beurteilung der daraus resultierenden Funktionseinschränkungen erfolgt und eine unein-
geschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert worden, was nicht nachvollziehbar sei. Eine vertiefte 
Auseinandersetzung mit der Trauma-Anamnese habe im Gutachten ebenso wenig stattgefun-
den wie eine sorgfältige und differenzierte Erörterung mit dem Krankheitsbild Long-Covid. Eine 
erneute umfassende psychiatrische und somatische Beurteilung sei unabdingbar. 
 
5.13 Im Verlaufsbericht vom 13. März 2023 hielt Dr. med. L.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, Klinik I.____, fest, dass die Versicherte nach Austritt aus der Klinik D.____ am 31. Mai 
2022 vollkommen dekonditioniert gewesen sei. Mittlerweile könne sie wieder 50-100 Meter oh-
ne Gehilfe, jedoch mit Sitzpausen, zurücklegen. Die Hauptsymptome seien neben der körperli-
chen Schwäche eine chronische Müdigkeit, die im Alltag sehr einschneidend sei. 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 17. Oktober 2022 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf die Ergeb-
nisse im Gutachten der PMEDA vom 8. März 2021 und ging demzufolge davon aus, dass die 
Beschwerdeführerin – abgesehen von vorübergehenden Phasen mit vollständiger Arbeitsunfä-
higkeit vom 11. Oktober 2019 bis 16. Januar 2020, vom 26. Januar 2021 bis 11. März 2021 und 
vom 14. Mai 2021 bis 31. Mai 2021 – keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Mitarbeiterin 
Zutrittskontrolle aufweise. Wie in Erwägung 3.8 hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und Spezialärzten 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, wenn diese aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, und solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien sind vorliegend jedoch nicht von der Hand zu 
weisen, wie die nachstehenden Erläuterungen aufzeigen. 
 
6.2.1 Zunächst wirft das nur sehr oberflächlich begründete internistische Teilgutachten Fragen 
auf. Der Gutachter stellte im Wesentlichen fest, dass sich im internistischen Fachgebiet auf-
grund des Aktenkapitels, der Anamnese und der klinischen Befunderhebung keine Hinweise auf 
Erkrankungen ergeben, die eine eigenständige dauerhafte Einschränkung der Belastbarkeit in 
der angestammten oder einer vergleichbaren Tätigkeit bedingen würden. Diese Beurteilung 
wurde mehrfach in den Text hineinkopiert. Eine eingehende und nachvollziehbare Beurteilung 
der in den Vorakten beschriebenen und geklagten Beschwerden (Drehschwindel, verminderte 
Steh-, Geh-, Sitz-, Konzentrations- und Merkfähigkeit, schnelle Ermüdbarkeit, Erschöpfung und 
belastungsabhängig verstärkte Atemnot) fehlt weitgehend. Zudem enthält das Gutachten keine 
sorgfältige und differenzierte Auseinandersetzung mit den abweichenden Beurteilungen der 
behandelnden und vorbegutachtenden Fachärzte. In Bezug auf das Long-Covid-Syndrom be-
lässt der Gutachter es sodann bei der unbegründeten Feststellung, dass sich dafür keine objek-
tivierbaren klinischen Anhaltspunkte ergeben würden. Während der aktuellen klinisch internisti-
schen Untersuchung hätten sich pulmonal klinisch in Ruhe, bei forcierter und bei aktuell mögli-
cher vertiefter Atmung ubiquitäter vesikuläre Atemgeräusche gezeigt. Ein Belastungstest fand 

 

 
 
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aber nicht statt, da die Versicherte den Angaben im Gutachten zufolge ohne plausiblen internis-
tischen Grund auf eine solche Testung unter Verweis auf Schwindel verzichtet habe. Eine ver-
tiefte Befragung zur bzw. Abklärung der Schwindelproblematik fand in der Folge ebenso wenig 
statt wie eine einlässliche Auseinandersetzung mit der geklagten und von den behandelnden 
Ärzten festgestellten Anstrengungsdyspnoe sowie der ausgeprägten Fatigue mit körperlicher 
Belastungsintoleranz. Diese Versäumnisse stellen einen schwerwiegenden Mangel dar und 
begründen erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Expertise. Insgesamt ergibt sich aus 
dem Gutachten kein einleuchtendes und stimmiges Bild über den internistischen Gesundheits-
zustand und die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin, weshalb ihm kein hinreichender 
Beweiswert zukommen kann. 
 
6.2.2 Dasselbe gilt für das psychiatrische Teilgutachten. Darin wurde auf eine auffällige Be-
schwerdevalidierung in der neuropsychologischen Untersuchung und auf eine nicht-
authentische Beschwerdepräsentation hingewiesen. Es wurde sodann lediglich festgestellt, 
dass keine erheblichen Funktions- und Fähigkeitsstörungen zu erkennen und die Ressourcen 
anamnestisch weitgehend erhalten seien. Die depressive Symptomatik sei bereits bei Entlas-
sung aus der Klinik I.____, im März 2021 remittiert gewesen und eine niedrigdosierte antide-
pressive Medikation sei zwischenzeitlich beendet worden. Zudem finde die psychotherapeuti-
sche Behandlung nicht in engmaschigem Setting statt, was gegen das Vorliegen einer über-
dauernden, die Arbeitsfähigkeit limitierenden depressiven Erkrankung spreche. Somit sei auch 
retrospektiv keine dauerhafte Minderung der Arbeitsfähigkeit zu bestätigen. Die Beurteilung der 
Gutachterin steht aber in einem unaufgelösten Widerspruch zu den Diagnosen und Schlussfol-
gerungen der bisher involvierten Ärzteschaft, die bei der Versicherten zumindest initial eine 
ausgeprägte Affektpathologie feststellten. Die Gutachterin zitiert zwar die abweichenden medi-
zinischen Beurteilungen, setzte sich damit aber nicht rechtsgenügend auseinander. Dasselbe 
gilt hinsichtlich der in den Vorakten erwähnten belasteten Kindheit und Jugend der Versicherten 
sowie des Verdachts auf eine dissoziative Störung. Zweifelhaft erscheint sodann die Beurtei-
lung der Gutachterin, wonach die Ressourcen der Versicherten anamnestisch weitgehend er-
halten seien. Aus dem Gutachten ergibt sich, dass sie die meiste Zeit des Tages zuhause ver-
bringt, sich bereits nach leichten Arbeiten im Haushalt ausruhen muss und viele Pausen benö-
tigt, was eindeutig für ein erheblich eingeschränktes Aktivitätsniveau und gegen weitgehend 
erhaltende Ressourcen spricht. Vor diesem Hintergrund und aufgrund des im Raum stehenden 
Verdachts auf eine dissoziative Störung erscheinen auch ihre Erkenntnisse aus den testpsycho-
logischen Zusatzuntersuchungen nicht hinreichend gesichert. 
 
6.2.3 Nach dem Gesagten bestehen erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und Richtigkeit 
der Ausführungen im Gutachten der PMEDA vom 8. März 2021. So wie sich die Aktenlage prä-
sentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt nicht ausreichend abgeklärt, weshalb 
die Auswirkungen der gesundheitlichen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden können. 
Folglich ist der rechtserhebliche Sachverhalt durch geeignete medizinische Abklärungen zu 
vervollständigen. Dabei ist nebst dem Verlauf der psychischen Erkrankung auch die Frage zu 
prüfen, ob die geklagten Beschwerden einem Long-Covid-Syndrom zuzuschreiben sind. Dafür 
bedarf es einer vertieften ganzheitlichen Betrachtung. Neben einer psychiatrischen Analyse 

 

 
 
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gehört dazu auch eine abschliessende somatische Beurteilung der Gesundheitssituation der 
Versicherten im Sinne einer pneumologischen und neurologischen Abklärung. Von weiteren 
Abklärungen kann nicht abgesehen werden, da nicht von vornherein angenommen werden 
kann, eine ergänzende Begutachtung vermöge zu keinen besseren Erkenntnissen führen. Da-
mit steht fest, dass die angefochtene Verfügung vom 17. Oktober 2022 auf unzureichenden 
medizinischen Abklärungsergebnissen beruht und deshalb aufzuheben ist. 
 
7. Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die 
Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Ge-
richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen 
Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativex-
pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-
Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher voll-
ständig ungeklärten Frage begründet ist, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung 
oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1). Vor-
liegend erweist sich das der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte Gutachten der 
PMEDA vom 8. März 2021 als nicht beweistauglich. Da es die IV-Stelle unterlassen hat, den 
massgeblichen medizinischen Sachverhalt mit der gebotenen Sorgfalt widerspruchsfrei abzu-
klären, und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren ver-
säumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz 
nichts entgegen. Diese wird angehalten, über die Vergabeplattform SuisseMed@P eine poly-
disziplinäre Begutachtung der Versicherten anzuordnen, wobei die PMEDA als Begutachtungs-
stelle nicht mehr in Frage kommt. Die Expertise hat die Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, 
Psychiatrie, Neurologie und Pneumologie zu umfassen. Falls die Fachärzteschaft aufgrund ihrer 
Untersuchungen zusätzlich eine neuropsychologische Abklärung für angezeigt halten sollte, 
wird sie eine solche anzuordnen haben. Hernach ist eine interdisziplinäre Konsensbeurteilung 
durchzuführen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergänzung wird die IV-Stelle über das 
Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin neu zu befinden haben. Die Beschwerde ist in die-
sem Sinne gutzuheissen. 
 
8.1 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 
von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Ange-
legenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei 
als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 
und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- wer-
den somit ihr auferlegt.  

 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen An-
spruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Be-
schwerde führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rück-
weisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rech-
te im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nach-
dem die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung auszurichten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarno-
te vom 17. November 2022 einen Zeitaufwand von 32 Stunden und 24 Minuten geltend ge-
macht. Dieser Aufwand ist in Anbetracht des einfachen Schriftenwechsels, des Aktenumfangs 
und der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen im Quervergleich zu ähnlich gelagerten 
Fällen deutlich zu hoch. In Anbetracht des Umstands, dass der Rechtsvertreter bereits im Ein-
wandverfahren mit der Angelegenheit befasst war, ist bei der Ausarbeitung der Beschwerde-
schrift und dem Aktenstudium eine Reduktion angezeigt. Für das vorliegende Verfahren er-
scheint unter Beachtung aller Umstände ein Aufwand von 13 Stunden als angemessen. Dieser 
ist zum geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 200.-- zu entschädigen. Der Beschwerdefüh-
rerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'800.20 (13 Stunden à Fr. 200.-- 
zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) –  nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2). 
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenent-
scheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft vom 17. Oktober 2022 aufgehoben und die Angelegen-
heit wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-
wiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdegegnerin auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'800.20 (inkl. 7,7 % Mehrwertsteu-
er) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
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