# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6db0db65-ddf7-5a9d-8e48-f055859b11ea
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 07.11.2017 S 2017 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-84_2017-11-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 84

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Audétat

Aktuar Paganini

URTEIL

vom 7. November 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Klägerin

gegen 

B._____ GmbH,

Beklagte

betreffend BVG-Beiträge

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1. Die B._____ GmbH schloss sich mit Anschlussvertrag vom 19. Mai bzw. 

12. Juni 2014 der A._____ (nachfolgend: Pensionskasse) in deren 

Eigenschaft als Stiftung der beruflichen Vorsorge BVG rückwirkend per 1. 

April 2014 als Arbeitgeberin an.

2. Mit Schreiben vom 15. Februar 2016 mahnte die Pensionskasse die 

B._____ GmbH ein erstes Mal und mit Schreiben vom 15. März 2016 ein 

zweites Mal für die noch ausstehenden Beiträge. Da die B._____ GmbH 

diesen Schreiben keine Folge leistete, forderte die Pensionskasse die 

B._____ GmbH mit Schreiben vom 15. April 2016 unter Androhung der 

Beschreitung des Rechtswegs und der Kündigung des 

Anschlussvertrages zum 30. Juni 2016 ein drittes Mal auf, den per 31. 

Dezember 2015 ausstehenden Saldo von Fr. 5'373.60 zzgl. Mahnspesen, 

insgesamt also Fr. 5'973.60, bis zum 29. April 2016 zu überweisen.

3. Da innert Frist keine Zahlung einging, trat die Pensionskasse mit 

Schreiben vom 31. Mai 2016 per 30. Juni 2016 vom Anschlussvertrag 

zurück. Da die B._____ GmbH der Aufforderung der Pensionskasse im 

Schreiben vom 24. August 2016 zur Zahlung der Schlussabrechnung bis 

zum 15. September 2016 nicht nachkam, setzte die Pensionskasse am 

18. Oktober 2016 den Prämienausstand über Fr. 9'128.60 zzgl. Zins von 

5 % seit dem 16. September 2016 und Fr. 207.85 als Zins bis zum 15. 

September 2016 in Betreibung. Gegen den am 26. Oktober 2016 

zugestellten Zahlungsbefehl erhob die B._____ GmbH gleichentags 

Rechtsvorschlag. 

4. Am 1. Juni 2017 erhob die Pensionskasse (nachfolgend: Klägerin) Klage 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und stellte folgende 

Rechtsbegehren:

"1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Beitragsausstand von 

CHF 9'128.60, nebst Zins zu 5 % seit dem 16.09.2016, minus CHF 884.70 

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Lohnkorrektur per 15.09.2016, zuzüglich CHF 207.85 Zins bis 15.09.2016 und 

vertragliche Betreibungsspesen zu bezahlen. 

 2. Es sei der in der Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes X._____ erhobene 

Rechtsvorschlag vollumfänglich zu beseitigen. 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten."

Begründend legte die Klägerin dar, wie sich die eingeklagten Beiträge 

zusammensetzen und gestützt worauf sie geschuldet sind.

5. In ihrer Klageantwort vom 9. Juni 2017 machte die B._____ GmbH 

(nachfolgend: Beklagte) geltend, dass ihr infolge des 

Gesundheitszustandes ihres alleinigen Zeichnungsberechtigten, C._____, 

unmöglich sei, ihre Interessen im vorliegenden Verfahren zu vertreten, 

weshalb ihr die Handlungs- und Prozessfähigkeit fehle. Auf das 

klägerische Begehren sei somit nicht einzutreten.

6. Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Juni 2017 wies die 

Instruktionsrichterin die Beklagte namentlich darauf hin, dass die Organe 

der Beklagten bestellt seien, weshalb sie unabhängig vom persönlichen 

Gesundheitszustand des alleinigen Zeichnungsberechtigten als 

handlungs- und prozessfähig gelte. Die Instruktionsrichterin räumte der 

Beklagten eine auf begründetes Gesuch hin erstreckbare Frist bis zum 

26. Juni 2017 ein, um allenfalls einen Vertreter zu beauftragen, der die 

Interessen der Beklagten im vorliegenden Verfahren wahrnimmt. 

7. Mit Schreiben vom 26. Juni 2017 brachte die Beklagte erneut vor, dass ihr 

infolge des Gesundheitszustandes des alleinigen 

Zeichnungsberechtigten, C._____, die Handlungs- und Prozessfähigkeit 

fehle. Sie teilte zudem mit, dass C._____ bis auf weiteres von seinem 

Geschäftsführerposten zurückgetreten sei und demzufolge die 

Gesellschaft ab dem 26. Juni 2017 keine unterzeichnungsberechtigte 

Person habe, obschon die Organe im Handelsregister korrekt bestellt 

seien. 

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8. Am 30. Juni 2017 teilte die Instruktionsrichterin der Beklagten mit 

unangefochten gebliebener prozessleitender Verfügung insbesondere mit, 

dass der angebliche Rücktritt vom Geschäftsführungsposten von C._____ 

keine Rechtswirkungen in prozessualer Hinsicht entfalte, da im 

Handelsregister des Kantons Graubünden unverändert C._____ als 

einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer und die D._____ AG als 

Gesellschafterin der B._____ GmbH als deren Organe eingetragen seien.

9. Mit Stellungnahme vom 7. Juli 2017 ersuchte die Klägerin um 

Weiterführung des Verfahrens. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur 

Beurteilung von Streitigkeiten über Beiträge aufgrund des 

Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) ergibt sich aus Art. 73 Abs. 1 und 3 

BVG in Verbindung mit Art. 63 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Zum Zeitpunkt der 

Klageeinreichung am 1. Juni 2017 befand sich der Sitz der Beklagten in 

Y._____ (GR), weshalb die örtliche Zuständigkeit des streitberufenen 

Verwaltungsgerichts als Versicherungsgericht gegeben ist. 

b) In formeller Hinsicht rügt die Beklagte, dass ihre Partei- und 

Prozessfähigkeit infolge der krankheitsbedingten Hinderungen ihres 

einzelzeichnungsberechtigten Geschäftsführers, C._____, bzw. seines 

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angeblichen Rücktritts als Geschäftsführer der Beklagten, nicht gegeben 

sei. Dieser Einwand geht fehl. Die Beklagte ist seit dem 15. Oktober 2013 

unbestrittenermassen im Handelsregister des Kantons Graubünden 

eingetragen und verfügt mit einer Gesellschafterin (D._____ AG) und 

einem (einzelzeichnungsberechtigten) Geschäftsführer (C._____) über 

die erforderlichen Organe, wie die Beklagte in ihrer Klageantwort vom 9. 

Juni 2017 selber ausführt. Durch die konstitutive Eintragung der beklagten 

GmbH in das Handelsregister erlangte sie die Rechtsfähigkeit (Art. 53 und 

52 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Damit 

ist sie parteifähig (Art. 66 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; 

SR 272] i.V.m. Art. 65 Abs. 2 VRG), d.h. sie kann eingeklagt werden (sog. 

passive Parteifähigkeit, vgl. HRUBESCH-MILLAUER, in: BRUNNER/GASSER/

SCHWANDER, Kommentar-ZPO, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, Art. 66 

Rz. 5).

Ebenso ist die Prozessvoraussetzung der Prozessfähigkeit (Art. 67 ZPO 

i.V.m. Art. 65 Abs. 2 VRG) der Beklagten zu bejahen. Die 

Prozessfähigkeit ist das prozessuale Gegenstück zur Handlungsfähigkeit. 

Sie ist die rechtliche Befugnis, in einem Prozess in eigenem Namen oder 

als Vertreter rechtswirksame Handlungen vor- und entgegenzunehmen. 

Eine juristische Person ist handlungsunfähig und damit prozessunfähig, 

wenn es an der gesetz- oder statutenmässigen Bestellung der 

notwendigen Organe mangelt (Art. 54 ZGB). Ist eine juristische Person 

dauernd handlungsunfähig, so ist sie grundsätzlich aufzulösen und zu 

liquidieren. Vorübergehend kann sie sich jedoch auch durch nicht 

ordnungsgemäss berufene Personen, allenfalls nach Massgabe der 

Regeln über die Geschäftsführung ohne Auftrag (Art. 419 ff. OR), 

vertreten lassen. Bestehen Mängel in der Organisation einer juristischen 

Person, sei es, weil ein vorgeschriebenes Organ fehlt oder dieses nicht 

rechtmässig zusammengesetzt ist, so sind diese zu beseitigen (vgl. 

HRUBESCH-MILLAUER, a.a.O., Art. 67 Rz. 25). 

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Im vorliegenden Verfahren gilt die Beklagte, trotz des geltend gemachten 

Gesundheitszustandes des einzigen einzelzeichnungsberechtigten 

Geschäftsführers, C._____, bzw. seines angeblichen Rücktritts vom 

Geschäftsführerposten per 26. Juni 2017, weiterhin als handlungs- und 

prozessfähig, zumal die vorgeschriebenen Organe gemäss dem vom 

Gericht am 19. Oktober 2017 zuletzt eingesehenen 

Handelsregisterauszug bestellt sind (unverändert ist C._____ als 

Geschäftsführer und die D._____ AG als Gesellschafterin aufgeführt). 

Soweit die Beklagte behauptet, dass ihr eine zeichnungsberechtigte 

Person fehle, so ist darauf hinzuweisen, dass die Instruktionsrichterin mit 

prozessleitender Verfügung vom 13. Juni 2017 der Beklagten eine auf 

begründetes Gesuch hin erstreckbare Frist bis zum 26. Juni 2017 

einräumte, um einen Vertreter zur Interessenwahrung der Beklagten im 

vorliegenden Rechtsstreit zu beauftragen. Dessen ungeachtet beharrte 

die Beklagte laut ihren Vorbringen in ihrer letzten Stellungnahme vom 26. 

Juni 2017 darauf, dass sie infolge des Gesundheitszustandes von 

C._____ bzw. dessen angeblichem Rücktritt als Geschäftsführer der 

beklagten GmbH ab dem 26. Juni 2017 keine unterzeichnungsberechtigte 

Person mehr habe und ihr damit die Prozessfähigkeit fehle. Angesichts 

der gemäss Handelsregisterauszug korrekt bestellten Organe teilte die 

Instruktionsrichterin der Beklagten mit prozessleitender Verfügung vom 

30. Juni 2017 – unter Verweis auf deren Anfechtungsmöglichkeit mit 

Prozessbeschwerde – sodann mit, dass der angebliche Rücktritt von 

C._____ vom Geschäftsführungsposten keine Rechtswirkungen in 

prozessualer Hinsicht entfalte. Es lägen keine Hinweise vor, dass diesen 

Rücktritt betreffend die gesetzlichen Vorgaben eingehalten worden seien. 

Im Handelsregister des Kantons Graubünden seien unverändert C._____ 

als einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer und die D._____ AG als 

Gesellschafterin der Beklagten als deren Organe eingetragen. Die 

Beklagte sei demnach weiterhin handlungs- und prozessfähig. Das 

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Handelsregisteramt des Kantons Graubünden wurde mit einer Kopie 

dieser prozessleitenden Verfügung bedient. Die Beklagte focht diese 

prozessleitende Verfügung nicht an. Somit steht fest, dass sie handlungs- 

und prozessfähig ist. Selbst wenn schliesslich angenommen wird, dass 

die Beklagte über gar keine Vertretung verfügen sollte, ist nicht 

einzusehen, weshalb sie keinen Vertreter bzw. Vertreterin bestellen 

konnte oder wollte. Das Vorgehen der Beklagten zielt offenbar darauf ab, 

das Verfahren zu verzögern bzw. zu behindern. Das prozessuale 

Erfordernis der Partei- und Prozessfähigkeit der Beklagten ist demnach 

als erfüllt anzusehen, weshalb auf die vorliegende Klage einzutreten ist.

2. Gemäss Art. 11 Abs. 1 BVG muss ein Arbeitgeber, der obligatorisch zu 

versichernde Arbeitnehmer beschäftigt, entweder eine in das Register für 

berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich 

einer solchen anschliessen. Alsdann ist der Arbeitgeber der alleinige 

Schuldner der gesamten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge, deren 

Höhe von der Vorsorgeeinrichtung in deren reglementarischen 

Bestimmungen bzw. Beitragsordnungen festgelegt wird (Art. 66 BVG).

3. Die Beklagte war im Zeitraum vom 1. April 2014 bis zur Kündigung des 

Anschlussvertrages per 30. Juni 2016 unstreitig der Klägerin in deren 

Eigenschaft als Stiftung der beruflichen Vorsorge BVG angeschlossen 

und hatte daher für ihre Angestellten Beiträge aus der obligatorischen 

beruflichen Vorsorge gemäss Anschlussvertrag vom 19. Mai bzw. 12. Juni 

2014 (vgl. klägerische Beilage [Kl-act.] 1) zu entrichten. 

4. a) Mit der vorliegenden Klage macht die Klägerin in erster Linie ausstehende 

Prämienzahlungen geltend. Die Höhe der ausstehenden 

Beitragsforderung von Fr. 9'128.60 ergibt sich dabei ohne Weiteres aus 

den eingereichten Unterlagen. Mit Schreiben vom 24. August 2016 

(klägerische Akten [Kl-act.] 13) erhielt die Beklagte die 

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Schlussabrechnung. Darin wurde ein Saldo per 31. Dezember 2015 über 

Fr. 5'373.60 ausgewiesen. Über diesen Beitragsausstand wurde die 

Beklagte mit Mahnung vom 15. Februar 2016 (Kl-act. 9) aufmerksam 

gemacht. Die Beklagte beanstandete diesen Ausstand auch nach Erhalt 

der späteren Mahnungen vom 15. März und 15. April 2016 (Kl-act. 10 und 

11) nie, auch nicht in ihrer Klageantwort vom 9. Juni 2017, weshalb die 

ausstehende Beitragsforderung in der Höhe von Fr. 5'373.60 als 

anerkannt zu gelten hat. Sodann sind gemäss vorgenannter 

Schlussabrechnung auch noch die Beiträge in Höhe von Fr. 2'655.-- für 

den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zur Kündigung des 

Anschlussvertrages, d.h. dem 30. Juni 2016, geschuldet. Auch 

diesbezüglich wurde seitens der Beklagten aktenkundig nichts bemängelt, 

weshalb auch dieser Teil der eingeklagten Forderung in der Höhe von Fr. 

2'655.-- als anerkannt gilt. Weiter sind in der betreffenden 

Schlussabrechnung für Inkassomassnahmen und Verwaltungskosten 

Fr. 600.-- bzw. Fr. 500.-- aufgeführt. Sowohl die Höhe der Inkassokosten 

als auch diejenige der Verwaltungskosten ergeben sich aus dem als 

integrierender Bestandteil des Anschlussvertrages geltenden 

Kostenreglement (vgl. Ziff. 5 Anschlussvertrag [Kl-act. 1]). So sind in Ziff. 

3 des Kostenreglements für die Vertragsauflösung mindestens Fr. 500.-- 

vorgesehen. Für das Mahnverfahren können gemäss Ziff. 2.1 ausserdem 

bis zu Fr. 650.-- erhoben werden. Demnach ist der in Betreibung gesetzte 

und mit der vorliegenden Anerkennungsklage geforderte 

Beitragsausstand von Fr. 9'128.60 nachgewiesen. 

b) Des Weiteren verlangt die Klägerin Verzugszinsen zu 5 % seit dem 16. 

September 2016. Die Klägerin räumte der Beklagten mit Schreiben vom 

24. August 2016 (Kl-act. 13) eine Frist bis zum 15. September 2016 ein, 

um den vorgenannten fälligen Betrag von Fr. 9'128.60 zzgl. 

Verzugszinsen per 30. Juni 2016 von Fr. 146.90 zu überweisen. Damit 

befand sich die Beklagte ab dem 16. September 2016 im Verzug, 

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weshalb die Klägerin zu Recht gemäss Art. 104 des Bundesgesetzes 

betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

(Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220) Verzugszinsen zu 5 % ab 

dem 16. September 2016 verlangt. Die Klägerin macht zudem die bis zum 

15. September 2016 aufgelaufenen Verzugszinsen von Fr. 207.85 

geltend. Dazu ist zu sagen, dass sich die Beklagte ab dem 31. Dezember 

2015 (vgl. Kl-act. 9) mit der Zahlung des Beitragsausstands im Verzug 

befand. Deshalb sind auch die eingeklagten Verzugszinsen von Fr. 

207.85 bis zum 15. September 2016 gerechtfertigt. Für die Einleitung des 

Betreibungsbegehrens sind ausserdem in Ziff. 2.2 des Kostenreglements 

(Kl-act. 1) Inkassokosten von Fr. 300.-- angeführt, weshalb auch die 

verlangten vertraglichen Betreibungsspesen in dieser Höhe ausgewiesen 

sind. Schliesslich gibt auch die Lohnkorrektur von Fr. 884.70 gemäss 

Abrechnung vom 8. November 2016 (Kl-act. 8) zu keinen Bemerkungen 

Anlass, wird doch dadurch die von der Beklagten geschuldete Summe 

reduziert. Da die Beklagte den fälligen Betrag nicht beglich und sowohl 

diesen als auch die dadurch entstandenen Kosten und Verzugszinsen nie 

beanstandete, ist die hier eingeklagte Forderung von Fr. 9'128.60, nebst 

Zins zu 5 % seit dem 16. September 2016, minus Fr. 884.70 

Lohnkorrektur per 15. September 2016, zuzüglich Fr. 207.85 Zins bis zum 

15. September 2016 und vertragliche Betreibungsspesen von Fr. 300.-- 

gemäss dem Gesagten ausgewiesen. 

5. a) Sodann beantragt die Klägerin die vollumfängliche Beseitigung des 

Rechtsvorschlages in der Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes 

X._____. Gemäss Art. 79 Abs. 1 SchKG hat eine Gläubigerin, gegen 

deren Betreibung Rechtsvorschlag erhoben worden ist, ihren Anspruch im 

Zivilprozess oder im Verwaltungsverfahren geltend zu machen. Sie kann 

die Fortsetzung der Betreibung nur aufgrund eines vollstreckbaren 

Entscheids erwirken, der den Rechtsvorschlag ausdrücklich beseitigt.

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b) Vorliegend wird der Antrag auf Bezahlung des geschuldeten Betrags 

vollumfänglich geschützt. Die ausgewiesene Forderung von Fr. Fr. 

9'128.60 nebst Zins zu 5 % seit dem 16. September 2016, zuzüglich Fr. 

207.85 Zins bis zum 15. September 2016 und vertragliche 

Betreibungsspesen von Fr. 300.-- berücksichtigt jedoch auch die 

Lohnkorrektur von Fr. 884.70 gemäss Abrechnung vom 8. November 

2016 (Kl-act. 8). Der Rechtsvorschlag ist somit - unter Berücksichtigung 

der Lohnkorrektur - im Umfang von Fr. 9'128.60, nebst Zins zu 5 % seit 

dem 16. September 2016, minus Fr. 884.70 Lohnkorrektur per 15. 

September 2016, zuzüglich Fr. 207.85 Zins bis zum 15. September 2016 

und vertragliche Betreibungsspesen von Fr. 300.-- zu beseitigen. Nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils ist die Klägerin demnach 

berechtigt, die Betreibung innert der Jahresfrist von Art. 88 Abs. 2 SchKG 

fortzusetzen (vgl. hierzu STAEHELIN, in: STAEHELIN/BAUER/STAEHELIN 

[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und 

Konkurs, Basel/Genf/München 1998, Art. 79 N 28 ff.).

6. Zusammenfassend ist die Beklagte in Gutheissung der vorliegenden 

Klage zu verpflichten, der Klägerin den Beitragsausstand von Fr. 

9'128.60, nebst Zins zu 5 % seit dem 16. September 2016, minus Fr. 

884.70 Lohnkorrektur per 15. September 2016, zuzüglich Fr. 207.85 Zins 

bis zum 15. September 2016 und vertragliche Betreibungsspesen von Fr. 

300.-- zu bezahlen. Zudem wird der in der Betreibung Nr. _____ des 

Betreibungsamtes X._____ erhobene Rechtsvorschlag in dieser Höhe 

beseitigt.

 7. a) Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG und Art. 72 Abs. 1 VRG ist das Verfahren 

betreffend BVG-Beiträge in der Regel kostenlos. In Fällen leichtsinniger 

oder mutwilliger Prozessführung können einer Partei indes die 

Gerichtskosten sowie eine aussergerichtliche Entschädigung der 

anwaltlich vertretenen obsiegenden Vorsorgeeinrichtung auferlegt werden 

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(vgl. BGE 128 V 323 E.1a sowie VETTER-SCHREIBER, Kommentar zum 

BVG, 3. Aufl., Zürich 2013, Art. 73 N 45 ff.). 

b) Vorliegend hat es die Beklagte über einen längeren Zeitraum versäumt, 

die BVG-Beiträge zu bezahlen und hat die Klägerin mittels 

Rechtsvorschlag zur Klageerhebung gezwungen. Indem sich die Beklagte 

in diesem von ihr selbst veranlassten Prozess überdies darauf 

beschränkte, auf ihre mangelnde Partei- und Prozessfähigkeit 

hinzuweisen und das Nichteintreten auf die Klage zu beantragen, 

materiell aber nichts zur von der Klägerin geltend gemachten Forderung 

ausführte und damit nicht das geringste zur Klärung des Sachverhalts 

beigetragen hat, handelte sie mutwillig. Rechtlich relevante Gründe für 

dieses mutwillige Verhalten sind nicht ersichtlich. Somit darf die Haltung 

der Beklagten, welche offenbar auf eine Verzögerungstaktik hinausläuft, 

mit der Auferlegung der Gerichtskosten von vorliegend Fr. 1'000.-- 

sanktioniert werden (vgl. BGE 124 V 285 E.4b). Der nicht anwaltlich 

vertretenen Klägerin steht praxisgemäss keine Parteientschädigung zu.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Klage wird gutgeheissen und die B._____ GmbH verpflichtet, der 

A._____ Fr. 9'128.60 nebst Zins zu 5 % seit dem 16. September 2016, 

minus Fr. 884.70 Lohnkorrektur per 15. September 2016, zuzüglich Fr. 

207.85 Zins bis zum 15. September 2016 und vertragliche 

Betreibungsspesen von Fr. 300.-- zu bezahlen. 

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes 

X._____ wird in Höhe von Fr. 9'128.60 nebst Zins zu 5 % seit dem 16. 

September 2016, minus Fr. 884.70 Lohnkorrektur per 15. September 

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2016, zuzüglich Fr. 207.85 Zins bis zum 15. September 2016 und 

vertragliche Betreibungsspesen von Fr. 300.-- beseitigt. 

3. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- gehen zulasten der B._____ GmbH und 

sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]