# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbdca5f0-ead4-5f52-93a2-875898f4decd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 21.12.2022 R 2020 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2020-8_2022-12-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 20 8 und R 20 4

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

RichterIn Audétat und Pedretti

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 21. Dezember 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrin Perl,

Beschwerdeführer im Verfahren R 20 8

Beigeladener im Verfahren R 20 4

gegen

Gemeinde B._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger,

Beschwerdegegnerin 1 im Verfahren R 20 8

Beschwerdegegnerin im Verfahren R 20 4

und

C._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armon Vital,

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Beschwerdegegnerin 2 im Verfahren R 20 8

Beschwerdeführerin im Verfahren R 20 4

betreffend Baueinsprache und Bauauflagen

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I. Sachverhalt:

1. Gemäss Baugesuch vom 21. November 2016 (BG Ref. Nr. AI._____) 

möchte die C._____ AG auf ihren Parzellen D._____ und E._____ 

(Grundbuch B._____), Wohnzone, Empfindlichkeitsstufe (ES) II, einen 

Gastronomiebetrieb mit Restaurant, Bar, Terrasse sowie einem 

integrierten kleinen Shop in Form einer Alphütte (AA._____) errichten (vgl. 

auch Betriebskonzept, Bg1-act. 1). 

2. Gegen dieses Baugesuch erhob A._____, Eigentümer der 

Parzelle F._____ (Grundbuch B._____), am 14. Dezember 2016 

Einsprache mit dem Antrag, das Bauvorhaben der C._____ AG sei 

vollumfänglich abzulehnen. Dabei äusserte er sich im Wesentlichen zur 

Unzumutbarkeit der zu erwartenden Lärmemissionen von Seiten des 

geplanten Gastronomiebetriebes.

3. In der Folge beauftragte die C._____ AG die G._____ AG mit der 

Erstellung eines Lärmschutznachweises. In ihrem Lärmschutznachweis 

vom 15. Februar 2017 (Parkplatz, Gaststättenlärm) hielt die G._____ AG 

zusammenfassend fest, die detaillierten Lärmberechnungen hätten 

ergeben, dass die gesetzlichen Anforderungen – bei den Parkplätzen 

ohne und beim Restaurantbetrieb mit zusätzlichen Massnahmen – 

eingehalten werden könnten. 

4. Am 8. März 2017 fand zwischen der Baubehörde, der Bauherrschaft und 

dem Einsprecher eine erste Bauverhandlung statt. Dabei konnte keine 

Einigung erzielt werden. 

5. In der Folge liess die Gemeinde B._____ den Lärmschutznachweis der 

G._____ AG durch die H._____ AG überprüfen. In ihrem Prüfbericht vom 

8. Mai 2017 gelangte die H._____ AG zum Schluss, dass bei der 

Parkierungsanlage der Planungswert in der Nacht nicht eingehalten 

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werden könne; es seien Massnahmen zu prüfen. Darüber hinaus stellte 

sie u.a. fest, dass bei der Beurteilung des Gaststättenlärms durch die 

G._____ AG verschiedene Angaben fehlten, so etwa zu den Anlagedaten 

oder der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen bei weiteren 

relevanten Empfangspunkten. 

6. Am 29. Mai 2017 nahm die C._____ AG (Bauherrschaft) Stellung zum 

Prüfbericht der H._____ AG vom 8. Mai 2017, wobei sie insbesondere 

einen "Lärmschutznachweis mit Ergänzungen" der G._____ AG vom 

28. März 2017/24. Mai 2017 einreichte. Letztere gelangte darin 

(wiederum) zum Schluss, die detaillierten Lärmberechnungen hätten 

ergeben, dass die gesetzlichen Anforderungen – bei den Parkplätzen, den 

Lüftungsanlagen und den internen Geräuschen des Restaurants ohne und 

beim Restaurantbetrieb auf der Terrasse mit zusätzlichen Massnahmen – 

eingehalten werden könnten. 

7. In der Folge bzw. mit Schreiben vom 27. Juli 2017 liess sich A._____ zum 

Prüfbericht der H._____ AG, zum ergänzenden Bericht der G._____ AG 

vom 24. Mai 2017 sowie zur Stellungnahme der C._____ AG vom 29. Mai 

2017 vernehmen. Dabei beantragte er sinngemäss was folgt: Sollte die 

Baugesuchstellerin weiterhin an ihrem Baugesuch festhalten, so sei der 

Bericht der G._____ AG vom 24. Mai 2017 zur Begutachtung der H._____ 

AG zu unterbreiten. 

8. Daraufhin legte die C._____ AG bzw. die G._____ AG eine Aktennotiz vom 

11. Oktober 2017 ins Recht. Dieser Aktennotiz der G._____ AG ist unter 

anderem zu entnehmen, dass das Projekt AA._____ bisher mittels einer 

Simulationssoftware (3D-Modell) bearbeitet worden war. Im Rahmen der 

Diskussionen um das Projekt AA._____ seien mit der Gemeinde (nun 

allerdings) Bestrebungen im Gang, die einen Augenschein vor Ort sowie 

vorsorgliche Messungen oder Beurteilungen von zu erwartenden 

Immissionen ermöglichen sollten. 

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9. Am 23. Oktober 2017 wandte sich die Gemeinde B._____ mittels einer 

Standortbestimmung hinsichtlich des weiteren Vorgehens betreffend die 

Lärmprognose an die Parteien. Sie hielt fest, grundsätzlich sei es Sache 

der C._____ AG als Gesuchstellerin, den Nachweis dafür zu erbringen, 

dass der projektierte Betrieb die lärmschutzrechtlichen Vorgaben einhalte. 

Vorliegend bestehe das Problem allerdings darin, dass das Gebäude noch 

gar nicht vorhanden sei und demzufolge Ermittlungen nur aufgrund von 

"Simulationen" möglich seien. Die Aussagekraft solcher Simulationen sei 

zweifellos relativ bescheiden. Weit repräsentativer wären Messungen der 

Emissionen bzw. Immissionen bei vergleichbaren Betrieben. Solche 

könnten in der kommenden Wintersaison periodisch durch das 

Gemeindebauamt durchgeführt werden, wie das vom Bundesgericht auch 

im Fall AF._____ verlangt worden sei. Als vergleichbare Betriebe kämen 

sicher einmal die Y._____ und das Q._____ in Frage. Die Baubehörde 

stelle diese Ermittlungen in aller Form zur Diskussion. Weiter wies die 

Gemeinde B._____ daraufhin, es wäre sicherlich sinnvoll und teilweise 

auch nötig, wenn bzw. dass die C._____ AG ihr Baugesuch im Vorfeld 

dieser Erhebungen mit der konkreten Ausgestaltung der geplanten 

Lärmschutzvorkehren, insbesondere den Lärmschutzwänden, ergänzte. 

Nicht zuletzt auch deshalb, weil davon die Immissionen auf die 

Nachbarliegenschaften abhingen. Ausserdem sei in diesem 

Zusammenhang allenfalls auch noch das Betriebskonzept zu präzisieren, 

insbesondere in Anbetracht der diesbezüglichen Beanstandungen durch 

den Einsprecher.

10. Hierzu nahm A._____ am 13. November 2017 Stellung. Er hielt fest, das 

zur Bewilligung eingereichte Bauvorhaben sei in keiner Art und Weise 

bewilligungsfähig. Sollte jedoch die Baugesuchstellerin am Baugesuch 

festhalten, beantrage er das folgende weitere Vorgehen:

1. Die Baugesuchstellerin habe endlich mit klarer und aussagekräftiger 
planerischer Darstellung mit Begleitkommentar aufzuzeigen, wie sie in 

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baulicher Hinsicht den einschlägigen Lärmschutznormen gerecht werden 
wolle.

2. Ebenso habe die Baugesuchstellerin ein klares, umfassendes, d.h. insbe-
sondere auch detailliertes Betriebskonzept der Baubehörde vorzulegen.

3. Auf der Basis der vorstehenden Unterlagen gemäss den Ziff. 1und 2 sei 
der Experte I._____ von der H._____ AG zur ergänzenden Begutachtung 
im Sinn seines ersten Berichts vom 8. Mai 2017 zu beauftragen.

4. Gestützt auf das Ergebnis gemäss Ziff. 1, 2 und 3 vorstehend sei zu defi-
nieren, welcher bereits bestehende Gastwirtschaftsbetrieb der künftigen 
AA._____ in baulicher und betrieblicher Hinsicht am nächsten komme. 
Gestützt darauf könne festgelegt werden, wie die Messungen 
vorzunehmen seien, damit eine eigentliche Vergleichbarkeit der 
Ergebnisse zwischen Vergleichsobjekt und AA._____ gewährleistet sei.

11. Auch die Baugesuchstellerin nahm am 27. November 2017 Stellung zum 

Schreiben der Gemeinde B._____ vom 23. Oktober 2017 

(Standortbestimmung/weiteres Vorgehen betreffend die Lärmprognose). 

Dabei erklärte sie sich mit den von der Gemeinde zur Diskussion gestellten 

Ermittlungen (Messungen der Emissionen bzw. Immissionen bei 

vergleichbaren Betrieben) grundsätzlich einverstanden. Aufgrund der 

kleinen Grösse der AA._____ schlug sie allerdings vor, zusätzlich bspw. 

den Betrieb Z._____, der auch nahe der Skipiste liege und aufgrund seiner 

Dimensionen mit der AA._____ eher vergleichbar sei, in die Messungen 

einzubeziehen. Zudem wies sie daraufhin, sie habe die gewünschten 

Pläne mit den eingezeichneten Windschutzwänden sowie ein 

angepasstes Betriebskonzept am 21. November 2017 eingereicht (vgl. 

Bg1-act. 12). 

12. Am 29. November 2017 wurden A._____ die Stellungnahme der C._____ 

AG vom 27. November 2017 sowie die von der C._____ AG zur Ergänzung 

ihres Baugesuchs Nr. AI._____ (Projektänderung "Ergänzung 

Windschutzwände für BG Neubau Gastronomiebetrieb und Bar", 

Ref. Nr. AI._____.1) eingereichten Unterlagen (Pläne, angepasstes 

Betriebskonzept) zugestellt. Das Baugesuch Nr. AI._____.1 wurde am [...] 

publiziert; auch hiergegen erhob A._____ Einsprache (vgl. Bg1-act. 16).

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13. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 ordnete die Baubehörde was folgt 

an:

a) Das Bauamt nimmt im Bereich der Y._____ (beiliegendes Plänchen) 
während der kommenden Wintersaison jeweils zwei Mal pro Woche in der 
Zeit zwischen 11.00 und 15.00 Uhr unangemeldete Erhebungen vor, und 
zwar einerseits in Form von Aufzeichnungen der Lärmmessungen und 
andererseits in Form von Aufzeichnungen der lärmrelevanten Ereignisse.

b) Bei Beginn der Erhebungen wird das Bauamt durch I._____ von der 
H._____ AG über das Prozedere instruiert.

c) Nach Abschluss der Messungen wird die H._____ AG die Ergebnisse der 
Erhebungen auswerten und beurteilen. Im Anschluss erhalten 
Bauherrschaft und Einsprecher Gelegenheit, sich zu den Ergebnissen der 
Erhebungen sowohl im Einzelnen wie im Gesamten zu äussern.

In ihrer Begründung hielt sie insbesondere fest, dass die Y._____ 

durchaus repräsentativ sei, weil sich die relevanten Terrassenflächen – 

Y._____ 215 m2, AA._____ 200 m2 – nicht wesentlich voneinander 

unterschieden.

14. Im Auftrag der C._____ AG erhob die G._____ AG am 29. Januar 2018 

zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr zudem die durch die Skifahrer 

verursachten Emissionen auf jener Skipiste, welche vor dem Standort 

AA._____ und den anliegenden Grundstücken durchführt. In ihrem Bericht 

vom 9. Februar 2018 hielt die G._____ AG fest, die Messungen zeigten, 

dass bei der AA._____ neben den durch das Restaurant/die Terrasse 

entstehenden Lärmemissionen auch solche durch den reinen 

Pistenbetrieb entstünden. Diese wirkten sich auch auf die bestehenden 

Häuser aus und würden durch den nachmaligen Betrieb der AA._____ 

nicht beeinflusst. Am Tag der Messungen sei der Schnee sehr weich 

gewesen. Bei hartem Schnee lägen die Emissionspegel höher. Wie die 

Messkurve zeige, könne während der Messdauer ein sehr impulshaltiger 

Verlauf festgestellt werden. Man habe beobachten können, dass 

insbesondere Snowboards höhere Emissionen verursachten als Skis (vgl. 

Beilage 11 der C._____ AG im Verfahren R 20 4).

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15. Am 22. März 2018 wurden die Protokolle der durch das Bauamt B._____ 

im Bereich der Y._____ vorgenommenen Lärmimmissionserhebungen 

den Parteien zugestellt (vgl. Bg1-act. 16).

16. Am 11. April 2018 fand zwischen der Baubehörde, der Bauherrschaft und 

dem Einsprecher eine zweite Bauverhandlung statt, wobei wiederum keine 

Einigung erzielt werden konnte.

17. In der Folge beauftragte die Gemeinde B._____ die H._____ AG – gemäss 

Anordnung in der Verfügung vom 12. Dezember 2017 – mit der Vornahme 

einer Beurteilung Kundenlärm aufgrund der vom Bauamt durchgeführten 

Lärmmessungen. Diesem Auftrag kam die H._____ AG mit Bericht vom 

29. Juni 2018 nach. Darin gelangte sie zu folgendem Schluss: Infolge 

Gästeverhaltens und Bedienung auf der geplanten Terrasse der AA._____ 

sei sowohl für den Betrieb am Tag (9 - 19 Uhr) als auch für den Betrieb im 

Sommer am Abend (19 - 20 Uhr) davon auszugehen, dass die im 

vorliegenden Fall für eine neue ortsfeste Anlage geltenden 

Planungsrichtwerte überschritten würden.

18. Im Auftrag der C._____ AG nahm die G._____ AG am 24. Juli 2018 

Stellung zum Bericht der H._____ AG vom 29. Juni 2018. Sie wies 

daraufhin, die H._____ AG habe bei der Auswertung der Lärmmessungen 

die neue Empfehlung des Cercle Bruit vom Frühjahr 2018 

(Vernehmlassungsentwurf vom 22. Dezember 2017) herangezogen, 

welche gegenüber der früheren Empfehlung einige wesentlichen 

Änderungen erfahren habe. Gestützt auf diese neue Empfehlung habe sie 

– die G._____ AG – eine Bewertung nach Schallquelle S6 (Gästeverhalten 

und Bedienung auf der Terrasse)/Anhang 3 und entsprechendem Excel-

Formular vorgenommen. Die bisherige Empfehlung des Cercle Bruit habe 

eine solche Methode nicht gekannt. Werde bei der Auswertung der 

Messresultate auf die neue Empfehlung abgestellt, müsse diese allerdings 

konsequent angewendet werden. Als Resultat einer solchen Bewertung 

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(nach Schallquelle S6/Anhang 3 und entsprechendem Excel-Formular) 

erhalte man "höchstens geringfügig störend, PW (Planungswert) 

eingehalten". Mit diesem Beurteilungsansatz würde einem Bauvorhaben 

AA._____ aus lärmtechnischer Sicht nichts im Wege stehen. Zudem sehe 

das vorliegende Projekt AA._____ verschiedenste Massnahmen 

hinsichtlich des Vorsorgeprinzips vor, welche den folgenden, in der 

Empfehlung des Cercle Bruit aufgeführten Bemerkungen entsprächen: 

"Unabhängig von der ermittelten Lärmbelastung mit Hilfe des Excel-

Formulars sind in jedem Fall vorsorgliche Massnahmen gemäss Art. 11 

Abs. 2 USG soweit zu ergreifen, als diese technisch und betrieblich 

möglich sowie wirtschaftlich tragbar sind."

19. Aufgrund der abweichenden Beurteilungen der Lärmimmissionen durch 

die G._____ AG und die H._____ AG ersuchte die Gemeinde B._____ im 

Herbst 2018 das Amt für Natur und Umwelt (ANU) um Amtshilfe. Dieses 

vereinbarte in der Folge mit den involvierten Ingenieurbüros und der 

Gemeinde B._____ eine Sitzung, um die strittigen Punkte zu klären. Dabei 

hätten die Ursachen für die abweichenden Beurteilungen eruiert werden 

können und die involvierten Ingenieurbüros seien angewiesen worden, die 

Berechnungsmethodik zu bereinigen (vgl. dazu Bg1-act. 25 sowie Bg1-

act. 19 [Anhang]).

20. In der Folge legte die C._____ AG am 20. Dezember 2018 einen neuen 

(umfassenden) Lärmschutznachweis der G._____ AG vor 

(Gaststättenlärm, Parkplatz, Industrie- und Gewerbelärm). In diesem 

Lärmschutznachweis vom 20. Dezember 2018 wurde festgehalten, dass 

sämtliche anlässlich der Besprechung mit dem ANU gewonnenen 

Erkenntnisse berücksichtigt worden seien; der Bericht sei neu aufgestellt 

und konsequent der Vollzugshilfe Cercle Bruit angepasst worden. Die 

aktuellen Ergebnisse zeigten, dass in allen Bereichen die Grenzwerte 

nach LSV eingehalten würden.

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Darüber hinaus reichte die C._____ AG mit gleichem Datum vom 

20. Dezember 2018 (Eingang: 9. Januar 2019) neue Pläne sowie ein 

erneut überarbeitetes Betriebskonzept ein (Projektänderung; Ref. 

Nr. AI._____.2).

21. In der Folge wurde die H._____ AG mit der Überprüfung des (aufgrund der 

Projektänderung angepassten) Lärmschutznachweises der G._____ AG 

vom 20. Dezember 2018 beauftragt. Dabei gelangte sie in ihrer 

Stellungnahme vom 29. Januar 2019 zum Schluss, dass die Beurteilung 

der G._____ AG grundsätzlich korrekt sei (vgl. zu den einzelnen 

Beanstandungen auch Bg1-act. 25). 

22. Am 11. März 2019 erhob A._____ Einsprache gegen die Projektänderung 

"Neubau Gastronomiebetrieb und Bar" bzw. das Baugesuch Ref. 

Nr. AI._____.2, wobei er Folgendes beantragte: 

1. Dem angefochtenen Baugesuch Ref. Nr. AI._____ mitsamt den beiden 
Ergänzungen/Projektänderungen Ref. Nr. AI._____.1 und AI._____.2 sei 
die Baubewilligung vollumfänglich zu verweigern.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Baugesuchstellerin.

Begründend hielt er insbesondere fest, auch mit den jüngsten 

Baugesuchsakten liege keine wirkliche substanzielle Projektänderung vor. 

Demgegenüber beantragte die C._____ AG in ihrer Vernehmlassung vom 

28. März 2019 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde [recte: 

Einsprache], alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 

Einsprechers.

23. In der Folge bzw. mit Schreiben vom 14. März 2019 ersuchte die 

Gemeinde B._____ das ANU darum, die vorliegenden 

Lärmschutznachweise (jenen der G._____ AG vom 20. Dezember 2018 

und jenen der H._____ AG vom 29. Januar 2019 [Stellungnahme]) auf ihre 

Richtigkeit hin zu prüfen und allfällige Mängel mitzuteilen. Letzteres hielt 

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in seiner Stellungnahme vom 2. April 2019 sodann im Wesentlichen 

Folgendes fest:  

Wie bereits durch die H._____ AG im Bericht vom 29. Januar 2019 

festgehalten, habe die G._____ AG die Lärmbeurteilung grundsätzlich 

korrekt vorgenommen und die massgeblichen Normen und Vollzugshilfen 

richtig angewendet. Die von Seiten der H._____ AG bemängelten Punkte 

hätten keinen entscheidenden Einfluss auf die Gesamtbeurteilung. Der 

vom Innenraum nach aussen dringende Schall könne mit der im 

Lärmschutznachweis vorgeschlagenen Konstruktion der Gebäudehülle so 

weit begrenzt werden, dass der Planungsrichtwert selbst bei höherem 

Innenpegel eingehalten werden könne. Und die Lautstärke der 

Terrassenbeschallung könne manuell oder gegebenenfalls wie im 

Lärmschutznachweis empfohlen mit einem Limiter so weit begrenzt 

werden, dass sie ausserhalb der Terrasse nicht störend sei. Eine 

Beschallung des Aussenraums sei für den Restaurantbetrieb nicht 

unbedingt erforderlich und müsse daher im Sinne der Lärmvorsorge 

zwingend so weit begrenzt werden, dass keine Störung verursacht werde.

Mit den getroffenen Annahmen werde im Lärmschutznachweis aufgezeigt, 

dass die massgeblichen Belastungsgrenz- und -richtwerte eingehalten 

würden. Obwohl die für die Lärmbeurteilung getroffenen Annahmen 

plausibel seien, bestehe bei deren Festlegung dennoch ein beträchtlicher 

Ermessensspielraum und damit verbunden eine entsprechende 

Unsicherheit bei der Ermittlung der resultierenden Lärmbelastung. Bei der 

im Lärmschutznachweis vorgenommenen Beurteilung sei kein 

Projektierungszuschlag berücksichtigt worden und die 

Belastungsgrenzwerte würden teilweise nur ganz knapp eingehalten. 

Bereits eine unwesentlich höhere Gästezahl auf der Terrasse oder eine 

geringfügig höhere Anzahl Parkierungsvorgänge führe zu einer 

Überschreitung der massgeblichen Grenz- und -richtwerte. Aufgrund der 

unvermeidlichen Unsicherheiten bei der Festlegung der 

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Beurteilungsgrundlagen und weil bei der Lärmbeurteilung kein 

Projektierungszuschlag berücksichtigt worden sei, könne nicht 

ausgeschlossen werden, dass die Anforderungen nicht eingehalten 

würden bzw. dass der Gastrobetrieb mehr als nur geringfügig störend sei.

Zudem sei zu beachten, dass es für die Beurteilung der Störwirkung von 

Gastrobetrieben generell keine allgemein gültige Beurteilungsmethode mit 

zahlenmässigen Belastungsgrenzwerten gebe. Die hier richtigerweise 

angewendete Vollzugshilfe 8.10 des Cercle Bruit konkretisiere zwar 

unbestimmte Rechtsbegriffe und fördere eine einheitliche Vollzugspraxis. 

Dennoch sei eine Einzelfallbeurteilung vorzunehmen, welche auch 

zusätzliche Kriterien berücksichtige. Raumplanerische Kriterien sowie die 

Beurteilung und Bewertung der Ortsüblichkeit seien hier speziell zu 

erwähnen. Bei der Bewertung dieser Kriterien verbleibe der 

Vollzugsbehörde ein gewisser Ermessensspielraum.

24. Am 8. Mai 2019 fand zwischen der Baubehörde, der Bauherrschaft, dem 

Einsprecher und dem ANU eine dritte Bauverhandlung statt, wobei 

wiederum keine Einigung erzielt werden konnte.

25. Mit Schreiben vom 29. Mai 2019 teilte der Einsprecher der Gemeinde mit, 

er werde selber einen Fachgutachter mit der Ausarbeitung einer Expertise 

beauftragen, nachdem die bisherigen Lärmermittlungen der G._____ AG, 

der H._____ AG sowie des ANU derart widersprüchlich und mangelhaft 

belegt seien. In der Folge wurden ihm die Kalkulationsgrundlagen zu den 

vorliegenden Lärmermittlungen antragsgemäss ausgehändigt.

26. Am 26. August 2019 reichte A._____ der Gemeinde B._____ einen Bericht 

der K._____ AG vom 26. August 2019 zur Thematik der Prüfung des 

Lärmschutznachweises der Bauherrschaft ein. Der Bericht bestätige, dass 

der geplante Betrieb der AA._____ die Planungswerte der 

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Lärmschutzverordnung gemäss der ES II nicht einzuhalten vermöge; er 

sei störend im Sinne der Lärmschutzverordnung. 

27. Hierzu liess sich die C._____ AG am 30. September 2019 vernehmen, 

wobei sie unverändert die kostenfällige Abweisung der Baueinsprache 

beantragte. Zudem legte sie eine Stellungnahme der G._____ AG zur 

Prüfung des Lärmschutznachweises durch die K._____ AG vom 

20. September 2019 ins Recht. 

28. Am 31. Oktober 2019 reichte A._____ wiederum eine Stellungnahme samt 

Kommentar der K._____ AG vom 30. Oktober 2019 zur Stellungnahme 

der G._____ AG vom 20. September 2019 ein. 

29. Mit Baubewilligung Nr. AI._____.2 sowie Bau- und Einspracheentscheid 

vom 11. Dezember 2019 entsprach die Gemeinde B._____ dem 

Baugesuch der C._____ AG unter verschiedenen Auflagen und 

Bedingungen. 

30.1. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

31. Januar 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden (Verfahren R 20 8 betreffend Baueinsprache). Dabei stellte 

er folgende Anträge:

1. Die nachfolgend aufgeführten, mit vorliegender Beschwerde 
angefochtenen zwei Entscheide der Gemeinde B._____ vom 
11. Dezember 2019 seien richterlich vollumfänglich aufzuheben, nämlich

 Bau- und Einspracheentscheid der Baubehörde B._____ vom 
11. Dezember 2019 betreffend Neubau Gastronomiebetrieb und Bar 
AA._____ N._____, C._____ AG;

 Baubewilligung Nr. AI._____.2 Projekt Änderung Neubau 
Gastronomiebetrieb und Bar, M._____-strasse 9, P._____.

2. Die nachgesuchte Baubewilligung sei vollumfänglich zu verweigern.

3. Der vorliegenden Beschwerde sei bis zur rechtskräftigen Erledigung des 
Verfahrens vor Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die 
aufschiebende Wirkung zu gewähren.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zzgl. jeweils geltende 
MWST, zulasten der Beschwerdegegner für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren.

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In seiner Begründung hielt er im Wesentlichen fest, das Bauvorhaben 

AA._____ sei völlig zweifelsfrei nicht zonenkonform. Zudem halte die 

geplante AA._____ die lärmschutzrechtlichen Vorgaben nicht ein.

30.2. Mit Schreiben vom 5. Februar 2020 räumte der Instruktionsrichter der 

Gemeinde B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) sowie der 

C._____ AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 2) eine Frist bis zum 

17. Februar 2020 bzw. 26. Februar 2020 ein, um zur aufschiebenden 

Wirkung bzw. zur Sache selbst Stellung zu nehmen. Nachdem die 

Beschwerdegegnerin 1 gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

nichts einzuwenden und die Beschwerdegegnerin 2 dazu keine 

Stellungnahme eingereicht hatte, erteilte der Instruktionsrichter der 

Beschwerde mit Schreiben vom 19. Februar 2020 ohne Weiteres die 

aufschiebende Wirkung.

30.3. In ihrer Vernehmlassung vom 19. Februar 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin 1 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, 

alles unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Auch die 

Beschwerdegegnerin 2 beantragte in ihrer Vernehmlassung zur Sache 

selbst vom 12. März 2020 die vollumfängliche Abweisung der 

Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 

Beschwerdeführers.

31.1. Mit Datum vom 27. Januar 2020 erhob auch die C._____ AG Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (Verfahren R 20 4 

betreffend Bauauflagen). Dabei stellte sie folgende Anträge:

1. Die nachfolgenden Auflagen der Baubehörde B._____ im Bau- und 
Einspracheentscheid sowie in der erteilten Baubewilligung Nr. AI._____.2, 
beide vom 11. Dezember 2019, seien aufzuheben:

a) Betriebszeiten Restaurant: 9.00 Uhr bis 22.00 Uhr (anstatt bis 24.00 
Uhr) gemäss Ziff. 2.1 des Dispositivs der Baubewilligung i.V. mit 
Ziff. 1 des Dispositivs des Bau- und Einspracheentscheids;

b) Betriebszeiten Terrasse Sommer: 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr (anstatt bis 
20.00 Uhr) gemäss Ziff. 2.1 des Dispositivs der Baubewilligung i.V. 
mit Ziff. 1 des Dispositivs des Bau- und Einspracheentscheids;

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c) Verbot von Live-Musik innerhalb des Lokals (Ziff. 2.2 lit. e des 
Dispositivs der Baubewilligung i.V. mit Ziff. 1 des Dispositivs des Bau- 
und Einspracheentscheids);

d) Verbot einer Aussenbar auf der Terrasse gemäss Ziff. 2.3 lit. d des 
Dispositivs der Baubewilligung i.V. mit Ziff. 1 des Dispositivs des Bau- 
und Einspracheentscheids.

2. An Stelle der gemäss vorstehendem Antrag in Ziff. 1 lit. a und b 
aufzuhebenden Auflagen seien folgende Auflagen zur Lärmbegrenzung zu 
verfügen:

a) Generelle Betriebszeiten Restaurant: 9.00 Uhr bis 24.00 Uhr;

b) Betriebszeiten Terrasse Sommer: 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

In ihrer Begründung hielt sie im Wesentlichen fest, obwohl die Gemeinde 

zutreffend ausführe, dass sowohl die eigene Beraterin H._____ AG als 

auch die zuständige Fachstelle beim ANU bestätigten, dass das 

Bauvorhaben mit zahlreichen immissionsrelevanten Projektanpassungen 

den umweltschutzrechtlichen Vorgaben entspreche, würden mit der 

Baubewilligung zusätzliche Auflagen verknüpft und die im 

Lärmschutznachweis vorgeschlagenen Betriebseinschränkungen in 

zeitlicher Hinsicht noch verschärft. Diese im Vergleich zum eingereichten 

Projekt samt Betriebsreglement zusätzlich verfügten Auflagen in der 

angefochtenen Baubewilligung sowie im angefochtenen Bau- und 

Einspracheentscheid seien unverhältnismässig.

31.2. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Februar 2020 beantragte die Gemeinde 

B._____ die Abweisung der Beschwerde, soweit sie nicht gegenstandlos 

geworden sei, unter Kostenfolge zu Lasten der C._____ AG. Begründend 

hielt sie insbesondere fest, die C._____ AG verkenne, dass es in all den 

Berichten (der G._____ AG, der H._____ AG, des ANU und der K._____ 

AG) nur um die Einhaltung der Planungswerte i.S.v. Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV 

gegangen sei, und nicht um die vorsorgliche Emissionsbegrenzung i.S.v. 

Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV. Mit diesem Thema hätten sich die Gutachter nicht 

weiter beschäftigt, sondern den diesbezüglichen Entscheid der 

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Baubehörde überlassen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil diese die 

Verhältnisse am Ort am besten kenne. 

31.3. In seiner Vernehmlassung vom 20. April 2020 beantragte A._____ die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde der C._____ AG, unter voller 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu ihren Lasten. Begründend hielt er im 

Wesentlichen fest, die Baubewilligung für den Neubau 

Gastronomiebetrieb und Bar AA._____ dürfe schon in der jetzt 

angefochtenen Ausgestaltung unter keinen Umständen erteilt werden. Die 

durch die C._____ AG angefochtenen Auflagen vermöchten schon in der 

angefochtenen Ausgestaltung die Bewilligungsfähigkeit des Bauprojektes 

nicht zu rechtfertigen. Würden aber diese Auflagen noch im Sinne der 

Forderungen der C._____ AG aufgeweicht, so vermöchte das Bauprojekt 

noch viel weniger den gesetzlichen Ansprüchen zu genügen.

32. Mit prozessleitender Verfügung vom 22. April 2020 legte der 

Instruktionsrichter die Verfahren R 20 4 und R 20 8 antragsgemäss 

zusammen.

33.1. Am 19. Mai 2020 reichte die C._____ AG (Beschwerdeführerin im 

Verfahren R 20 4, nachfolgend allerdings: Beschwerdegegnerin 2) eine 

Replik ein, wobei sie an ihren bisherigen Anträgen festhielt. In der Folge 

reichte auch A._____ (Beschwerdeführer im Verfahren R 20 8, 

nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Datum vom 3. Juni 2020 eine Replik 

ein, wobei er an seinen bisherigen Anträgen festhielt. Die Gemeinde 

B._____ (Beschwerdegegnerin in den Verfahren R 20 8 und R 20 4, 

nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) verzichtete mit Schreiben vom 

11. Juni 2020 auf die Einreichung einer Duplik. 

33.2. Mit Schreiben vom 9. Juni 2020 verzichtete die C._____ AG auf die 

Einreichung einer weiteren Stellungnahme, während A._____ am 29. Juni 

2020 erneut Stellung nahm. 

- 17 -

34. Am 22. April 2021 führte das Gericht in Anwesenheit der Parteien einen 

Augenschein durch. In der Folge reichten die Parteien je eine 

Stellungnahme zum Augenscheinprotokoll vom 22. April 2021 ein.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegenden Beschwerden richten sich gegen die Baubewilligung 

sowie den Bau- und Einspracheentscheid der Gemeinde 

B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) vom 11. Dezember 2019, 

worin dem Baugesuch der C._____ AG (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin 2) unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen 

entsprochen wurde. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, 

soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können 

oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Die 

vorliegend angefochtenen Entscheide der Beschwerdegegnerin 1 sind 

weder endgültig noch können sie bei einer anderen Instanz angefochten 

werden. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerden fällt demzufolge 

in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als im vorinstanzlichen 

Verfahren unterliegender Eigentümer der an die zu überbauenden 

Parzellen D._____ und E._____ angrenzenden Parzelle F._____ 

(Grundbuch B._____) ist A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) durch 

die angefochtenen Entscheide sowohl formell als auch materiell 

beschwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (vgl. Art. 50 VRG). 

Darüber hinaus ist auch die C._____ AG als Bauherrschaft und 

- 18 -

Grundeigentümerin der Parzellen D._____ und E._____ durch die 

angefochtenen Entscheide (siehe Auflagen und Bedingungen) sowohl 

formell als auch materiell beschwert, weshalb auch sie zur Beschwerde 

legitimiert ist (vgl. Art. 50 VRG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichten Beschwerden ist somit einzutreten (vgl. Art. 52 Abs. 1 und 

Art. 38 VRG). 

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob dem Baugesuch der 

Beschwerdegegnerin 2 zu Recht unter verschiedenen Auflagen und 

Bedingungen entsprochen wurde. 

Hinsichtlich der Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Art. 33 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) hinzuweisen, 

wonach die Kantone gegen Verfügungen und Nutzungspläne, die sich auf 

das RPG sowie die kantonalen und eidgenössischen 

Ausführungsbestimmungen stützen, mindestens ein Rechtsmittel zur 

Verfügung stellen müssen, wobei gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG die 

volle Überprüfung durch wenigstens eine Beschwerdebehörde zu 

gewährleisten ist. Aufgrund dieser bundesrechtlichen Vorgaben zur 

zumindest einmaligen vollen Überprüfung von raumplanungsrechtlichen 

Anwendungsakten verfügt das Verwaltungsgericht in der vorliegenden 

Angelegenheit grundsätzlich über eine umfassende Kognition, die nicht 

auf die Rechts- und Sachverhaltskontrolle nach Art. 51 Abs. 1 VRG 

beschränkt ist, sondern eine Angemessenheitskontrolle mitumfasst. 

Insofern würde eine Willkürprüfung in jedem Fall nicht ausreichen (vgl. 

BGE 146 II 367 E.3.2.1, 145 I 52 E.3.6; Urteile des Bundesgerichts 

1C_494/2018 vom 13. Juni 2019 E.2.2, 1C_682/2017 vom 11. September 

2018 E.6.1 f. m.w.H.; Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden [VGU] R 21 16 vom 3. Mai 2022 E.3.4, R 19 52 vom 

14. Oktober 2021 E.4.6). Im Rahmen dieser vollen Überprüfungsbefugnis 

auferlegt sich das Gericht aber regelmässig eine gewisse Zurückhaltung, 

wenn es um lokale Angelegenheiten und die Anwendung von 

- 19 -

kommunalem Recht geht. Diesbezüglich hat auch das Bundesgericht 

festgehalten, dass eine richterliche Zurückhaltung bei der Überprüfung 

unbestimmter Rechtsbegriffe mit der Rechtsweggarantie vereinbar ist, 

was den Gerichten erlaubt, den entsprechenden Handlungsspielraum der 

unteren Instanzen und insbesondere der Gemeinden zu wahren (BGE 145 

I 52 E.3.6 m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 1C_266/2020 vom 4. Januar 

2021 E.3.3.1, 1C_231/2020 vom 16. Dezember 2020 E.2.5).

3. Umstritten ist zunächst die Zonenkonformität der geplanten AA._____ 

(Gastronomiebetrieb mit Restaurant, Bar, Terrasse sowie einem 

integrierten kleinen Shop), welche in der Wohnzone der Gemeinde 

B._____ erstellt werden soll (zur Voraussetzung der Zonenkonformität für 

die Erteilung einer Baubewilligung: vgl. Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG). Gemäss 

Art. 24 des Baugesetzes der Gemeinde B._____ vom [...] (BauG) ist die 

Wohnzone für Wohnbauten sowie für Dienstleistungsbetriebe 

eingeschlossen Läden sowie Hotels und Restaurants bestimmt. 

3.1.1. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, die geplante AA._____ sei 

insofern nicht zonenkonform, als sie keinerlei Zusammenhang mit den 

Bedürfnissen der bisherigen Nutzer der Wohnzone habe. Vielmehr würden 

mit dem Betrieb AA._____ ganz neue Leistungsnachfrager in die 

Wohnzone hineingebracht, welche wiederum dieser Wohnzone völlig 

fremd seien (vgl. S. 11 der Beschwerde R 20 8 sowie S. 7 f. der Replik des 

Beschwerdeführers vom 3. Juni 2020). Dabei stützte sie sich – soweit 

ersichtlich – auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts im Urteil BGE 

117 Ib 147 (vgl. S. 10 der Beschwerde R 20 8). 

3.1.2. Im Urteil BGE 117 Ib 147 gelangte das Bundesgericht zum Schluss, dass 

die funktionale Betrachtungsweise der Zürcher Behörden, wonach in der 

Wohnzone (der Gemeinde Opfikon) nur Gewerbe zugelassen würden, 

welche dem täglichen Bedarf der Bewohner dienten, nicht zu beanstanden 

sei. Daraus abzuleiten, dass auch Bauvorhaben in der Wohnzone der 

- 20 -

Gemeinde B._____ nur dann zonenkonform sind, wenn zwischen dem 

geplanten Betrieb und den Bedürfnissen der bisherigen Nutzer/Bewohner 

der Wohnzone ein Zusammenhang besteht, greift allerdings zu kurz. So 

verkennt der Beschwerdeführer, dass der funktionalen Betrachtungsweise 

der Zürcher Behörden eine Bestimmung zugrunde lag, wonach in der 

fraglichen Wohnzone der Gemeinde Opfikon nur "nicht störende 

Gewerbe" zulässig sind (vgl. Art. 14 der damaligen Bauordnung der 

Gemeinde Opfikon). Ein solcher Passus ist Art. 24 BauG, wonach die 

Wohnzone für Wohnbauten sowie für Dienstleistungsbetriebe 

eingeschlossen Läden sowie Hotels und Restaurants bestimmt ist, 

indessen nicht zu entnehmen. Entsprechend hielt auch die 

Beschwerdegegnerin 1 im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid 

fest, dass die jetzt geltende Zonenvorschrift für die Wohnzone B._____ 

den Passus "nicht störende Dienstleistungsbetriebe" nicht mehr enthalte, 

weshalb unter dem Aspekt der Zonenkonformität diese Eigenschaft (nicht 

störend) auch nicht mehr zu prüfen sei. Damit sei auch schon gesagt, dass 

die Zonenkonformität vorliegend nicht das Problem sein könne, denn die 

Wohnzone sei ja nicht nur für Wohnbauten, sondern auch für 

Dienstleistungsbetriebe eingeschlossen Restaurants bestimmt (vgl. 

Ziff. II./1. lit. d; vgl. auch Rz. 33 ff. der Vernehmlassung der 

Beschwerdegegnerin 1 vom 19. Februar 2020 [R 20 8]). 

3.2.1. Der Inhalt einer Norm ist ausgehend von ihrem Wortlaut nach ihrem Sinn 

und Zweck und den ihr zugrunde liegenden Wertungen zu ermitteln. Ziel 

der Auslegung ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen 

Gefüge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis aus der ratio legis 

(Urteil des Bundesgerichts 1P.543/2003 vom 17. November 2003 E.2.3 

m.H.a. BGE 128 III 113 E.2a). Dabei gilt es zu beachten, dass die 

Ortsplanung gemäss Art. 3 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 801.100) Aufgabe der Gemeinden ist, welche 

diese im Rahmen des übergeordneten Rechts autonom erfüllen, u.a. 

- 21 -

indem sie den Zonenzweck und die zulässige Art der Nutzung in den 

Zonenvorschriften des kommunalen Baugesetzes festlegen (Art. 24 

Abs. 3 und 27 KRG). Bei der Anwendung und Auslegung von Art. 24 BauG 

hat sich das Verwaltungsgericht somit Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 1C_499/2014 und 1C_503/2014 vom 25. März 

2015 E.4.2 ff.). 

3.2.2. Die Beschwerdegegnerin 1 begründet die Zonenkonformität der geplanten 

AA._____ (Gastronomiebetrieb mit Restaurant, Bar, Terrasse sowie 

einem integrierten kleinen Shop) im Wesentlichen damit, dass die 

Wohnzone gemäss Baugesetz der Gemeinde B._____ sowohl für 

Wohnbauten als auch für Dienstleistungsbetriebe eingeschlossen Läden 

sowie Hotels und Restaurants bestimmt ist (vgl. etwa Ziff. II./1. der 

angefochtenen Baubewilligung). Diese Auffassung ist angesichts des 

Wortlauts von Art. 24 BauG nicht zu beanstanden. Darüber hinaus ist 

Folgendes zu beachten: Dem Planungs- und Mitwirkungsbericht vom [...] 

betreffend die Totalrevision der Ortsplanung [...] ist zu entnehmen, dass in 

der Gemeinde B._____ aufgrund der besonderen Wirtschafts- und 

Nutzungsstruktur seit jeher auf eine strikte Trennung der Nutzungen 

(Wohnen, Gastgewerbe, Dienstleistungen, Arbeiten) verzichtet wird. 

Anstatt dessen werde bewusst eine gewisse Mischnutzung zugelassen 

bzw. angestrebt. Entsprechend sei die tatsächliche Nutzungsstruktur stark 

durchmischt (vgl. zum Ganzen S. 15 f. des Planungs- und 

Mitwirkungsberichts; vgl. auch S. 6 f. der Vernehmlassung der 

Beschwerdegegnerin 2 vom 12. März 2020 [R 20 8]). 

3.3. Nach dem Gesagten ist somit nicht ersichtlich, inwiefern das vorliegend 

umstrittene Bauvorhaben (Gastronomiebetrieb mit Restaurant, Bar, 

Terrasse sowie einem integrierten kleinen Shop) dem Zweck der 

Wohnzone der Gemeinde B._____ widersprechen bzw. nicht 

zonenkonform sein sollte.

- 22 -

4. Umstritten ist weiter die Frage, ob die geplante AA._____ 

(Gastronomiebetrieb mit Restaurant, Bar, Terrasse sowie einem 

integrierten kleinen Shop) die lärmschutzrechtlichen Vorgaben einhält. Ob 

es sich hierbei um eine Frage der Zonenkonformität (vgl. Art. 22 Abs. 2 

lit. a RPG bzw. vorstehende Erwägungen 3 ff.) oder aber um eine Frage 

der Einhaltung der übrigen Voraussetzungen einer Baubewilligung handelt 

(vgl. Art. 22 Abs. 3 RPG), kann vorliegend offenbleiben, zumal dies 

letztlich keine Rolle spielt (vgl. auch Rz. 37 der Vernehmlassung der 

Beschwerdegegnerin 1 vom 19. Februar 2020 [R 20 8]).

4.1.1. Vorliegend steht fest, dass es sich beim geplanten Gastronomiebetrieb 

AA._____ um eine neue ortsfeste Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 7 des 

Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG; SR 814.01) und Art. 2 

Abs. 1 der Lärmschutz-Verordnung (LSV; SR 814.41) handelt, die den 

bundesrechtlichen Bestimmungen über den Lärmschutz unterliegt, soweit 

die mit dem Betrieb verbundenen Emissionen nach aussen dringen 

(Aussenlärmemissionen; vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. a LSV). Der Anlage 

zuzurechnen sind alle Geräusche, die durch ihre bestimmungsgemässe 

Benutzung verursacht werden, und zwar unabhängig davon, ob sie 

innerhalb oder ausserhalb des Gebäudes erzeugt werden (BGE 

133 II 292 E.3.1 m.w.H.). Dazu gehört insbesondere auch der Lärm, den 

Gäste beim Betreten und Verlassen des Lokals verursachen (vgl. BGE 

130 II 32 E.2.1, 123 II 325 E.4a). Gemäss Art. 7 Abs. 1 LSV müssen die 

Lärmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage nach den Anordnungen 

der Vollzugsbehörde so weit begrenzt werden, als dies technisch und 

betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (lit. a, vgl. auch Art. 11 

Abs. 2 USG) und dass die von der Anlage allein erzeugten 

Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschreiten (lit. b). Die von 

der Anlage verursachten Lärmimmissionen müssen somit sowohl die 

Planungswerte der jeweils massgebenden Empfindlichkeitsstufen – 

vorliegend der Empfindlichkeitsstufe II (vgl. Art. 14 BauG i.V.m. Art. 43 

- 23 -

Abs. 1 lit. b LSV) – einhalten als auch der Vorsorge genügen. Die 

Anforderungen gelten kumulativ und ihre Einhaltung ist jeweils im 

Einzelfall zu prüfen (SCHRADE/LORETAN, Kommentar zum 

Umweltschutzgesetz, Art. 11 Rz. 34b m.H.a. BGE 123 II 325 E.4c/dd; 

GRIFFEL/RAUSCH, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband 

zur 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2011, Art. 11 Rz. 11; zum Ganzen VGU 

U 14 70 vom 6. November 2015 E.5a).

4.1.2.1. Der Bundesrat hat gestützt auf Art. 13, 19 und 23 USG für einige häufige, 

oft als besonders störend empfundene Schall- bzw. Lärmquellen in den 

Anhängen 3 ff. der LSV mit den Belastungsgrenzwerten (Planungs-, 

Immissionsgrenz- und Alarmwerte; Art. 2 Abs. 5 LSV) objektive 

Beurteilungskriterien aufgestellt, die auf die durchschnittliche Reaktion 

normal lärmempfindlicher Personen abgestützt sind (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 1C_161/2013 vom 27. Februar 2014 

E.3.3, 1C_550/2010 vom 25. März 2011 E.2.2). Die 

Lärmschutzverordnung enthält jedoch nicht für alle Lärmarten 

Belastungsgrenzwerte. Fehlen solche, so sind die Lärmimmissionen 

gemäss Art. 40 Abs. 3 LSV im Einzelfall nach Art. 15 USG unter 

Berücksichtigung von Art. 19 (Alarmwerte) und 23 USG (Planungswerte) 

zu beurteilen (zum Ganzen VGU U 14 70 vom 6. November 2015 E.5a). 

4.1.2.2. Nach Art. 15 USG sind die Immissionsgrenzwerte für Lärm so festzulegen, 

dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen 

unterhalb dieser Werte die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht 

erheblich stören. Aufgrund des Verweises auf Art. 23 USG ist sodann eine 

strengere Beurteilung angezeigt, wenn − wie hier − nicht eine bereits 

bestehende, sondern eine neue Anlage zur Diskussion steht. In diesem 

Fall sind die Planungswerte zu berücksichtigen, welche unter den 

Immissionsgrenzwerten liegen (Art. 23 und 25 Abs. 1 USG, Art. 7 Abs. 1 

lit. b LSV). Das Bundesgericht hat zu den Planungswerten in seiner 

Rechtsprechung betreffend Publikumseinrichtungen festgehalten, dass 

- 24 -

der durch die Kundschaft eines Betriebs verursachte Lärm während der 

Nacht grundsätzlich höchstens geringfügige Störungen verursachen darf 

(BGE 137 II 30 E.3.4) bzw. die Lärmimmissionen höchstens geringfügig 

störend sein dürfen (Urteile des Bundesgerichts 1C_471/2021 vom 

10. Oktober 2022 E.5.2, 1C_252/2017 vom 5. Oktober 2018 E.5). Im 

Rahmen der vorzunehmenden Einzelfallbeurteilung sind der Charakter 

des Lärms, der Zeitpunkt und die Häufigkeit seines Auftretens sowie die 

Lärmempfindlichkeit bzw. Lärmvorbelastung zu berücksichtigen. Dabei ist 

nicht auf das subjektive Lärmempfinden einzelner Personen abzustellen, 

sondern eine objektivierte Betrachtung unter Berücksichtigung von 

Personen mit erhöhter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG) vorzunehmen 

(Urteile des Bundesgerichts 1C_13/2020 vom 13. Oktober 2020 E.5.5, 

1C_293/2017 vom 9. März 2018 E.3.1.2; BGE 133 II 292 E.3.3 m.w.H.; 

zum Ganzen VGU U 14 70 vom 6. November 2015 E.5a).

Als Entscheidungshilfe für eine derartige objektivierte Betrachtung können 

fachlich abgestützte private Richtlinien, wie namentlich die von der 

Vereinigung kantonaler Lärmschutzfachleute (Cercle Bruit) 

herausgegebene Vollzugshilfe 8.10 zur Ermittlung und Beurteilung des 

Lärms von öffentlichen Lokalen (abrufbar unter www.cerclebruit.ch, 

Vollzugsordner/Alltagslärm/Kultur- und Gastgewerbebetriebe [zuletzt 

besucht am 21. Dezember 2022]) berücksichtigt werden (vgl. BGE 

137 II 30 E.3.4 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 1C_13/2020 vom 

13. Oktober 2020 E.5.5). Die Vollzugshilfe des Cercle Bruit ist nicht nur 

auf öffentliche Lokale mit Musikerzeugung zugeschnitten, sondern 

umfasst alle Lärmimmissionen von Gaststätten, einschliesslich 

Kundenverkehr, Parkplatzlärm und durch Verkehr erzeugten Lärm (vgl. 

insbesondere Ziff. 3 der Vollzugshilfe; Urteil des 

Bundesgerichtes 1C_161/2013 vom 27. Februar 2014 E.3.3; zum Ganzen 

VGU U 14 70 vom 6. November 2015 E.5a).

http://www.cerclebruit.ch

- 25 -

4.2. Gemäss Art. 36 Abs. 1 LSV ermittelt die (kommunale) Vollzugsbehörde 

(vgl. dazu Art. 20 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz 

über den Umweltschutz [Kantonales Umweltschutzgesetz, KUSG; 

BR 820.100]) die Aussenlärmimmissionen ortsfester Anlagen oder ordnet 

deren Ermittlung an, wenn sie Grund zur Annahme hat, dass die 

massgebenden Belastungsgrenzwerte überschritten sind oder ihre 

Überschreitung zu erwarten ist. Dabei dürfen an die Wahrscheinlichkeit 

einer Überschreitung der Belastungsgrenzwerte keine hohen 

Anforderungen gestellt werden (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 1C_498/2019 vom 21. Oktober 2020 E.4.1). Gemäss 

Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Behörde nicht verpflichtet, die 

erforderlichen Untersuchungen selber durchzuführen oder in Auftrag zu 

geben, sondern sie kann von der Bauherrschaft eine Lärmprognose 

verlangen. Zwar ist es Sache der Vollzugsbehörde, die Lärmimmissionen 

zu ermitteln; der Gesuchsteller hat aber mitzuwirken (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_244/2020 vom 17. Juni 2021 E.4.1 m.w.H.). 

5. Vorliegend macht der Beschwerdeführer geltend, der geplante 

Gastronomiebetrieb AA._____ sei ein störender Betrieb bzw. halte die 

Vorgabe der LSV entsprechend der Empfindlichkeitsstufe II nicht ein; 

hieran änderten auch die bis anhin bekannten Projektanpassungen nichts. 

Insbesondere unter Bezugnahme auf einen Bericht der K._____ AG vom 

30. Januar 2020 (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 5 [R 20 8]) 

äusserte sich der Beschwerdeführer dabei u.a. zu folgenden Lärmquellen: 

Kundenverhalten/Lärmimmissionen auf der Terrasse, Musikbeschallung 

mit Schallpegelbegrenzer, Parkierung, Verkehr – Shuttle-Busse, 

Raucherbereiche bzw. Gästeverkehr. Darauf gilt es nachfolgend im 

Einzelnen einzugehen (vgl. nachstehende Erwägungen 6 ff.). 

5.1. Vorab gilt es allerdings festzuhalten, dass im Zusammenhang mit der 

Ermittlung der Aussenlärmimmissionen des umstrittenen Bauvorhabens 

gemäss Baugesuch Nr. AI._____.2 verschiedene Berichte im Recht 

- 26 -

liegen: So insbesondere ein Lärmschutznachweis der G._____ AG vom 

20. Dezember 2018 (im Auftrag der Beschwerdegegnerin 2), ein Bericht 

der H._____ AG vom 29. Januar 2019 (im Auftrag der 

Beschwerdegegnerin 1), eine Stellungnahme des ANU vom 2. April 2019 

(im Auftrag der Beschwerdegegnerin 1) sowie ein Bericht der K._____ AG 

vom 26. August 2019 (im Auftrag des Beschwerdeführers). Angesichts 

dessen gilt es darauf hinzuweisen, dass für das gesamte Verwaltungs- 

und Beschwerdeverfahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung gilt 

(vgl. Art. 21 VRG). Danach haben die Verwaltungsbehörden und das 

Gericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Richter alle Beweismittel, 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen hat. 

Expertisen, die von einer Partei eingeholt und in das Verfahren als 

Beweismittel eingebracht werden (Partei- oder Privatgutachten), darf der 

Beweiswert nicht schon deshalb abgesprochen werden, weil sie von einer 

Partei stammen (vgl. BGE 137 II 266 E.3.2 m.w.H.). 

5.2. Dieser Grundsatz wird allerdings in mehrfacher Hinsicht relativiert bzw. 

eingeschränkt: So hat es die Rechtsprechung als zulässig erachtet, mit 

Bezug auf Sachverständigengutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. Gemäss diesen Richtlinien darf der 

Richter bei vom Gericht bestellten Sachverständigengutachten nicht ohne 

zwingende Gründe von der Einschätzung des Experten bzw. der Expertin 

abweichen, dessen bzw. deren Aufgabe es ist, seine bzw. ihre Kenntnisse 

in den Dienst der Gerichtsbarkeit zu stellen. Ein Abweichen ist demnach 

nur zulässig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die 

Umstände ernsthaft erschüttert ist. Bestehen ernsthafte Zweifel an der 

Richtigkeit des Gutachtens, muss eine ergänzende Abklärung angeordnet 

werden; das Abstellen auf eine widersprüchliche, nicht nachvollziehbare 

oder sonst nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen 

- 27 -

zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot der willkürlichen 

Beweiswürdigung verstossen. Diese Grundsätze gelten in analoger Weise 

für von der Verwaltung bestellte Sachverständigengutachten und zwar für 

die Würdigung sowohl durch die bestellenden Verwaltungsbehörden 

selbst als auch durch die überprüfenden Beschwerdeinstanzen (zum 

Ganzen WALDMANN, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Auflage, 

Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 19 Rz. 21 f.).

6. Kundenverhalten/Lärmimmissionen auf der Terrasse (Schallquelle S6)

6.1. In der Vollzugshilfe 8.10 des Cercle Bruit (nachfolgend: Vollzugshilfe) wird 

als Methode zur Beurteilung des Lärms von Terrassen (Schallquelle S6: 

Gästeverhalten und Bedienung auf der Terrasse) empfohlen, die 

Ermittlung anhand folgender Kriterien vorzunehmen (vgl. Anhang 3 der 

Vollzugshilfe; Excel-Berechnungstool): Betriebszeit (Tag, Abend, Nacht), 

Anzahl Aussenplätze und Grösse der Terrasse, Position des 

Empfangspunkts in Bezug zur Terrasse, Gästeverhalten, Ausbreitung des 

Lärms in Funktion der örtlichen Gegebenheiten, eventuelle 

Hinderniswirkung zwischen Terrasse und Empfangsort, 

Empfindlichkeitsstufe am Empfangsort, Hintergrundgeräusch, 

Ortsüblichkeit, Saisonalität und Betriebszeiten. Des Weiteren werden in 

der Vollzugshilfe verschiedene Störkategorien zur Beurteilung der 

Zulässigkeit der Terrassennutzung definiert (wenig störend [= Störung ist 

gering und Betrieb auf der Terrasse erfüllt Anforderungen des 

Lärmschutzes], störend, stark störend und sehr stark störend; vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 1C_293/2017 vom 9. März 2018 E.3.1.3). 

6.1.1. Im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid gelangte die 

Beschwerdegegnerin 1 gestützt auf den Anhang 3 der Vollzugshilfe 

(Excel-Berechnungstool) zum Schluss, dass der Planungswert (für 

Gästeverhalten und Bedienung auf der Terrasse) während der 

- 28 -

Betriebszeit der Terrasse von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr eingehalten und 

das Gästeverhalten auf der Terrasse höchstens geringfügig störend sei. 

Dabei ging sie – insbesondere gestützt auf die Stellungnahme der 

H._____ AG vom 29. Januar 2019 zum Lärmschutznachweis der G._____ 

AG vom 20. Dezember 2018 und die Lärmbeurteilung des ANU vom 

2. April 2019 (vgl. Rz. 38 ff. der Vernehmlassung der 

Beschwerdegegnerin 1 vom 19. Februar 2020 [R 20 8]) – von folgenden 

Parametern aus: 

Liegenschaft M.______-strasse 10 (Parzelle S._____):

Parameter Bau- und Einspracheentscheid
Anzahl Aussensitzplätze
Gästeverhalten
Abstrahlung
Hinderniswirkung
Hintergrundgeräusch
Ortsüblichkeit

100 (gemäss Betriebskonzept)
Mittel
Halbraum
Terrasse ist gut einsehbar
Mittel
Nicht gegeben

Beurteilung Höchstens geringfügig störend (PW eingehalten)

Darüber hinaus hielt sie fest, dass im Sommer bei der geplanten 

Betriebszeit von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr das Hintergrundgeräusch mit 

"leise" angenommen werde (in Abweichung vom Lärmschutznachweis der 

G._____ AG vom 20. Dezember 2018, vgl. Akten der 

Beschwerdegegnerin 1 [Bg1-act.] 19 Beilage 2 [Anmerkung des 

Gerichts]); damit ergebe sich gemäss Berechnungstool, dass der 

Kundenlärm auf der Terrasse störend sei. Aus diesem Grund und im Sinne 

des Vorsorgeprinzips werde die Betriebszeit der Terrasse auch im 

Sommer auf 19.00 Uhr begrenzt. Dementsprechend sei die 

Baubewilligung mit folgenden Auflagen zu verknüpfen: a) die Terrasse darf 

generell nur bis 19.00 Uhr begrenzt [recte: benützt] werden; b) auf der 

Terrasse dürfen sich nicht mehr als 100 Gäste aufhalten; c) auf der 

Terrasse darf keine Bar eingerichtet werden.

- 29 -

6.1.2. Der Beschwerdeführer ist allerdings der Auffassung, dass der Betrieb 

AA._____ – auch mit den von der Gemeinde zusätzlich angeordneten, 

teils angeblich gar nicht tauglichen Einschränkungen – störend sei, 

weshalb er in der Wohnzone nicht bewilligt werden dürfe. Zwar seien die 

Auswirkungen des Gästeverhaltens korrekterweise anhand Anhang 3 der 

Vollzugshilfe (Excel-Berechnungstool) abgeschätzt worden. Gemäss den 

Erkenntnissen der K._____ AG (vgl. dazu die Berichte vom 26. August 

2019, 30. Oktober 2019 und 30. Januar 2020) sei dabei jedoch von 

folgenden Parametern auszugehen:

Liegenschaft M._____-strasse 10 (Parzelle S._____):

Parameter Bau- und Einspracheentscheid Beurteilung K._____
Anzahl Aussensitzplätze
Gästeverhalten
Abstrahlung
Hinderniswirkung
Hintergrundgeräusch
Ortsüblichkeit

100 (gemäss Betriebskonzept)
Mittel
Halbraum
Terrasse ist gut einsehbar
Mittel
Nicht gegeben

Viertelraum

Leise

Beurteilung Höchstens geringfügig störend (PW eingehalten)
Erheblich störend 
(zwischen IGW und 
AW)

6.1.3. Nachfolgend gilt es somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 1 bei der 

Beurteilung der Schallquelle S6 zu Recht auf die Fachmeinungen der von 

ihr beigezogenen H._____ AG abgestellt hat oder ob – insbesondere 

angesichts der Berichte der K._____ AG – ernsthafte Zweifel an deren 

Richtigkeit bestehen.

6.2.1. In ihrem Bericht vom 29. Januar 2019 hielt die H._____ AG sinngemäss 

fest, die Beurteilung der G._____ AG betreffend die Schallquelle S6 in 

deren Lärmschutznachweis vom 20. Dezember 2018 sei korrekt (vgl. Bg1-

act. 21 S. 2 f.). Letztere gelangte darin zum Schluss, dass mit den 

vorgesehenen 100 Aussensitzplätzen bei einer Belegung von 75 % am 

Tag (10.00 Uhr bis 19.00 Uhr) [und im Sommer mit 50 % am Abend 

- 30 -

(19.00 Uhr bis 20.00 Uhr)] und folgenden Parametern die Anforderungen 

nach Cercle Bruit zum obenliegenden Gebäude (Liegenschaft M._____-

strasse 10, Parzelle S._____) eingehalten würden: Gästeverhalten mittel, 

Abstrahlung in den Halbraum, Terrasse gut einsehbar, 

Hintergrundgeräusch mittel, Ortsüblichkeit nicht gegeben (vgl. Bg1-act. 19 

S. 12 samt Beilage 2). Ausserdem wies sie daraufhin, dass dieselben 

Berechnungen zum untenliegenden Gebäude (Liegenschaft M._____-

strasse 5, Parzelle F._____) keine eigentlichen Immissionen ergäben, da 

das Haus gegenüber der Terrasse um einiges tiefer liege und keinen 

Einblick auf die Terrasse erlaube (vgl. Bg1-act. 19 S. 12 samt Beilage 2). 

Neben der H._____ AG gelangte auch das ANU in seinem Bericht vom 

2. April 2019 zum Schluss, dass die Lärmbeurteilung durch die G._____ 

AG grundsätzlich korrekt vorgenommen und die massgeblichen Normen 

und Vollzugshilfen richtig angewendet worden seien. Mit den getroffenen 

Annahmen werde im Lärmschutznachweis aufgezeigt, dass die 

massgeblichen Belastungsgrenz- und -richtwerte eingehalten würden; die 

für die Lärmbeurteilung getroffenen Annahmen seien plausibel (vgl. Bg1-

act. 25 S. 2). 

6.2.2. Demgegenüber hält die K._____ AG in ihrem Bericht vom 26. August 2019 

sinngemäss fest, sie würde bei der Beurteilung der Schallquelle S6 

gestützt auf Anhang 3 der Vollzugshilfe (Excel-Berechnungstool) folgende 

Parameter anders wählen: "Abstrahlung in den Viertelraum" sowie 

"Hintergrundgeräusch leise" (vgl. Bg1-act. 30 S. 9 f.). 

6.3.1.1. Die G._____ AG begründet die Wahl des Parameters 

"Hintergrundgeräusch mittel" in ihrem Bericht vom 20. September 2019 

damit, dass sich in der näheren Umgebung (der geplanten AA._____) zwei 

Barbetriebe befänden, die offiziell eine kommunale Öffnungsbewilligung 

bis 02.00 Uhr hätten. In der Umgebung dieser Betriebe seien alle Parzellen 

der ES II zugeordnet, welche damit die gleichen Rahmenbedingungen 

aufwiesen wie die geplante AA._____. Diese Lokale seien nur zwei 

- 31 -

Gebäude weiter entfernt. Zudem befinde sich auf der Parzelle O._____ im 

Winter eine Schneekanone, die am Abend und in der Nacht bei Bedarf in 

Betrieb sei. Ausserdem werde die Piste mit Pistenmaschinen vor allem an 

Abenden und in der Nacht bearbeitet. Die Skipiste führe direkt an den 

Gebäuden vorbei. Während der Tagesstunden sei hier ein Pegel LAeq von 

58dB(A) gemessen worden (10 Meter Abstand vom Pistenrand [recte: ab 

Pistenmitte, vgl. Akten der Beschwerdegegnerin 2 [Bg2-act.] 11, R 20 8]) 

(vgl. Bg1-act. 31 S. 4 f.; vgl. auch Bg2-act. 5 S. 3 f. [R 20 8]). Ergänzend 

dazu hält die H._____ AG in ihrer Stellungnahme vom 18. Februar 2020 

Folgendes fest: Das Hintergrundgeräusch "mittel" werde gemäss der 

Vollzugshilfe üblicherweise für Kernzonen angewendet, während das 

Hintergrundgeräusch "laut" z.B. für Innenstädte (Ausgehzone, 

Einkaufsstrasse) angewendet werde und vorliegend nicht in Betracht 

komme. Das Hintergrundgeräusch "leise" werde insbesondere in ruhigen 

Wohnzonen bzw. Innenhof- oder sehr engen baulichen Situationen ohne 

andere Lärmquellen angewendet. Die Einstufung "leise" für das 

Hintergrundgeräusch treffe im Bereich AA._____ ausserhalb der 

Wintersaison zu. In der Wintersaison hingegen erhöhe sich im Zeitraum 

starker Belegung der Terrasse, nämlich in den späteren 

Nachmittagsstunden, infolge stärkerer Nutzung der nahen Talabfahrt (bis 

zu 2'500 Skifahrer pro Tag) und dem Durchgang der Skifahrer vom 

Pistenausstieg über die M._____-strasse das Hintergrundgeräusch über 

die Stufe "leise" hinaus. Dabei handle es sich um Immissionen infolge 

Befahren der Talabfahrt (z.B. Kantengeräusche) sowie infolge Begehen 

der M._____-strasse (Klappern von Skischuhen, Skiern und Stöcken 

sowie das Schwatzen/Lachen usw. der Schneesportler). Zudem gehe es 

bei der Berücksichtigung des Hintergrundgeräusches zur Beurteilung des 

Kundenverhaltens auf der Terrasse mehr darum, inwiefern das 

Kundenverhalten aus dem Hintergrundgeräusch heraushörbar sei und 

nicht um die Qualität des Hintergrundgeräusches (vgl. Bg1-act. 33 S. 2).

- 32 -

6.3.1.2. Dem hält die K._____ AG entgegen, dass die Vollzugshilfe Cercle Bruit in 

der ganzen Schweiz eingesetzt werde, insbesondere auch in den Städten. 

In der Stadt Zürich werde in der Regel von einem mittleren 

Hintergrundgeräusch ausgegangen, wenn sich die Gaststätte nicht direkt 

an einer lauten Strasse oder mitten im Ausgehviertel befinde. Der Dorfteil 

P._____ werde vom Verkehr umfahren und die Liegenschaften befänden 

sich am Dorfrand ohne Verkehr und ohne Unterhaltungsbetriebe in der 

Nähe. Im Verhältnis zur üblichen Bewertung des Hintergrundgeräusches 

sei am Dorfrand von P._____ von einem "leisen" Hintergrundgeräusch 

auszugehen (vgl. Bg1-act. 30 S. 10). Weiter hält sie in ihrer 

Stellungnahme vom 30. Januar 2020 fest, das Geräusch von Skis auf 

Schnee habe eine andere – "harmonischere" – Qualität als technischer 

Lärm wie Autos etc. Aus ihrer Sicht ändere eine Skipiste allein die 

Beurteilung des Hintergrundgeräusches somit nicht (insbesondere auch 

aufgrund der Zeiten, zu welchen z.B. die Skipiste in Betrieb sei etc.; vgl. 

Bf-act. 5 S. 5 [R 20 8]; vgl. auch S. 14 der Beschwerde R 20 8).

6.3.1.3. Soweit die Wahl des Parameters "Hintergrundgeräusch mittel" damit 

begründet wird, dass sich in der näheren Umgebung der geplanten 

AA._____ bzw. zwei Gebäude weiter zwei Barbetriebe (Restaurant 

Q._____ und R._____ Bar; vgl. dazu Augenscheinprotokoll, Fotos 3 und 

11) befänden, die eine kommunale Öffnungsbewilligung bis 02.00 Uhr 

hätten, ist dem Folgendes entgegenzuhalten: Anlässlich des 

Augenscheins vom 22. April 2021, 16.00 Uhr bis 17.15 Uhr, konnte die 

Musik des Restaurants Q._____ am Standort I, Parzelle D._____, nicht 

wahrgenommen werden (vgl. S. 17 des Augenscheinprotokolls 

[Vorbringen von RA Perl]; vgl. auch S. 12 des Augenscheinprotokolls 

[Vorbringen von RA Perl betreffend die R._____ Bar und das Hotel 

J._____]). Es ist somit davon auszugehen, dass die Musik des 

Restaurants Q._____ bzw. der Barbetrieb auch auf der Parzelle S._____ 

(= vorliegend umstrittener Immissionsort) nicht zu hören war bzw. ist. Nach 

- 33 -

Auffassung des streitberufenen Gerichts ist nicht ersichtlich, inwiefern sich 

die Wahl des Parameters "Hintergrundgeräusch mittel" ausserhalb der 

Wintersaison (sei es während der geplanten Betriebszeit der Terrasse von 

10.00 Uhr bis 19.00 Uhr [Tag] oder von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr [Abend]) 

rechtfertigen liesse. Im Übrigen hält denn auch die von der 

Beschwerdegegnerin 1 beigezogene H._____ AG in ihrem Bericht vom 

18. Februar 2020 fest, ausserhalb der Wintersaison sei im Bereich 

AA._____ von einem leisen Hintergrundgeräusch auszugehen (vgl. 

vorstehende Erwägung 6.3.1.1 sowie Bg1-act. 33 S. 2; vgl. auch S. 9 f. 

des angefochtenen Bau- und Einspracheentscheids sowie S. 10 der 

Replik des Beschwerdeführers vom 3. Juni 2020). Gestützt auf die im 

Recht liegenden Berechnungstabellen (Excel-Berechnungstool) ergibt 

sich somit, dass der Kundenlärm auf der Terrasse zumindest ausserhalb 

der Wintersaison störend bzw. der Planungswert für Gästeverhalten und 

Bedienung auf der Terrasse zumindest im Sommer nicht eingehalten ist – 

weder während der geplanten Betriebszeit der Terrasse von 10.00 Uhr bis 

19.00 Uhr (Tag) noch von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr (Abend; vgl. Bg1-

act. 19 Anhang 2 sowie S. 11 des angefochtenen Bau- und 

Einspracheentscheids). Aus diesem Grund ist der Betrieb der Terrasse im 

Sommer ganz zu verbieten und die Auflage gemäss Ziff. III./2.1 der 

angefochtenen Baubewilligung wäre dahingehend anzupassen, dass die 

Terrasse im Sommer nicht betrieben werden darf. Damit erübrigt es sich 

denn auch, auf die von der Beschwerdegegnerin 1 verfügte und von der 

Beschwerdegegnerin 2 im Verfahren R 20 4 beanstandete 

Betriebsschliessung der Terrasse im Sommer bereits um 19.00 Uhr 

anstatt 20.00 Uhr einzugehen (vgl. S. 14 der Beschwerde R 20 4).

Demgegenüber erscheint die Wahl des Parameters "Hintergrundgeräusch 

mittel" während der Wintersaison (geplante Betriebszeit der Terrasse: 

10.00 Uhr bis 19.00 Uhr) aufgrund des Pistenverlaufs (vgl. dazu 

Augenscheinprotokoll, Fotos 1 - 7 und 17) und der damit verbundenen 

- 34 -

Immissionen (Schneekanone/Beschneiung, Pistenpräparation, Befahren 

der Piste, Pistenausstieg über die M._____-strasse, Begehen der 

M._____-strasse) gerechtfertigt. Entgegen den Vorbringen der K._____ 

AG geht es dabei nicht nur um den Lärm von Skis auf Schnee während 

des Betriebs der Skipiste. Zudem vermögen auch die vom 

Beschwerdeführer A._____ im Verfahren R 20 4 vorgebrachten 

Argumente die Wahl des Parameters "Hintergrundgeräusch mittel" 

während der Wintersaison nicht in Zweifel zu ziehen (vgl. S. 4 f. der 

Vernehmlassung vom 20. April 2020 [R 20 4] sowie S. 4 ff. der Duplik vom 

29. Juni 2020, teilweise widersprüchlich). So legt die 

Beschwerdegegnerin 2 (C._____ AG) überzeugend dar (vgl. S. 4 der 

Replik vom 19. Mai 2020 [R 20 4]), dass die künstliche Beschneiung der 

Pistentalabfahrt in Abhängigkeit von den Temperaturverhältnissen in der 

Regel im November beginne, aber auch (entgegen den Vorbringen des 

Beschwerdeführers) während der gesamten Skisaison immer wieder 

punktuell erfolge – dies in aller Regel nicht tagsüber während des 

Skibetriebs, sondern am Abend und in der Nacht. Gleiches gelte für die 

tägliche Präparation der Skipiste mit den lärmträchtigen Pistenmaschinen. 

Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers (A._____) sei dies nur 

ausserhalb der Betriebszeiten möglich, um die Skifahrer nicht zu 

gefährden. Weiter hält die Beschwerdegegnerin 2 überzeugend fest, die 

Talabfahrt N._____ werde täglich von mehreren tausend Schneesportlern 

befahren, was ebenfalls mit Lärm verbunden sei, ganz besonders das 

Rutschen auf den Skiern und auf den Snowboards. Diesbezüglich könne 

auf die aussagekräftigen Lärmmessungen der G._____ AG vom 

9. Februar verwiesen werden (vgl. Bg2-act. 11 [R 20 8]). Diese seien bei 

normalen Schneeverhältnissen erfolgt; bei harter Piste insbesondere 

vormittags im Frühjahr dürften die Emissionen noch höher ausfallen (vgl. 

S. 4 der Replik vom 19. Mai 2020 [R 20 4]). Schliesslich überzeugt denn 

auch das Argument der Beschwerdegegnerin 2, wonach ein Teil der 

Gebäude im Ortsteil der geplanten AA._____ insbesondere entlang der 

- 35 -

M._____-strasse auch über Zimmer und Wohnungen für Feriengäste 

verfügten, z.B. die Betriebe T._____, U._____, V._____ und der Betrieb 

des Beschwerdeführers (W._____), deren Feriengäste am Morgen und 

am späten Nachmittag in Skischuhen die M._____-strasse begingen und 

diese auch auf dem Nachhauseweg des Nachts nach dem Abendessen 

und dem Ausgang frequentierten (vgl. S. 5 der Replik vom 19. Mai 2020 

[R 20 4]). Das Vorbringen des Beschwerdeführers in dessen Replik vom 

3. Juni 2020, wonach mit Beendigung des Pistenbetriebes am späten 

Nachmittag grundsätzlich von praktisch keinerlei Hintergrundgeräuschen 

von der Piste herrührend mehr auszugehen sei, vermag nach dem 

Gesagten somit nicht zu überzeugen (vgl. S. 10 der Replik vom 3. Juni 

2020).

Soweit der Beschwerdeführer sodann geltend macht, dass der hier 

interessierende, aktuell noch bestehende Pistenkorridor gemäss der 

aktuellen Raumplanung in der Gemeinde B._____ wohl kaum noch lange 

ein bedeutendes Thema sei (vgl. S. 4 f. der Vernehmlassung vom 20. April 

2020 [R 20 4] m.H.a. Beilage 1 von A._____ im Verfahren R 20 4; vgl. 

auch S. 10 der Replik des Beschwerdeführers vom 3. Juni 2020), ist mit 

der Beschwerdegegnerin 2 Folgendes festzuhalten (vgl. S. 5 der Replik 

vom 19. Mai 2020 [R 20 4]): Den Akten ist zu entnehmen, dass der 

besagte Pistenkorridor trotz der geplanten neuen Sesselanlage bestehen 

bleiben soll (vgl. Bg2-act. 12 [R 20 8] sowie Beilage 1 von A._____ im 

Verfahren R 20 4 samt Anhang; vgl. insbesondere auch die Ausführungen 

der Beschwerdegegnerin 1 anlässlich des Augenscheins, wonach es das 

Ziel sei, die bestehende Pistenabfahrt so lange als möglich zu erhalten 

[Augenscheinprotokoll, S. 7 oben]). 

6.3.2.1. Die G._____ AG begründet die Wahl des Parameters "Abstrahlung in den 

Halbraum" in ihrem Bericht vom 20. September 2019 damit, dass die 

Terrasse rundum eine Wind- und Schallschutzwand von 2.5 Metern Höhe 

sowie gegen das Restaurant hin die Aussenwand des Gebäudes habe. 

- 36 -

Diese sei nur unwesentlich höher als die umfassenden Wind- und 

Schallschutzwände. Die Abstrahlung von der Terrasse sei ihres Erachtens 

halbkugelförmig (vgl. Bg1-act. 31 S. 6 f.). Ergänzend dazu hält die 

H._____ AG in ihrer Stellungnahme vom 18. Februar 2020 fest, der 

gesamte Terrassenboden werde mit trittschalldämmendem Material 

ausgelegt, welcher eine absorbierende Wirkung aufweisen werde. Zudem 

werde für den massgebenden Beurteilungszustand von einer Terrasse 

ausgegangen, die zu 75 % mit Gästen belegt sei. Die Gäste wiesen infolge 

Bekleidung ebenfalls eine absorbierende Wirkung auf. Somit sei der 

"Boden" im Bereich der Terrasse für die Beurteilung des 

Kundenverhaltens höchstens teilweise reflektierend. Das Gebäude 

AA._____ weise im Bezug zu den mittleren Distanzen zwischen Terrasse 

und Empfangspunkten (D = ca. 20 - 25 m) keine grosse Höhe (H = ca. 3 

bis 5 m) und Breite auf. Der Schall werde sich oberhalb bzw. seitlich des 

Gebäudes AA._____ bzw. oberhalb der Schallschutzwände im Halbraum 

ausbreiten. Aufgrund dieser Situation entspreche die Ausbreitung 

gesamtheitlich betrachtet eher einem Halbraum (vgl. Bg1-act. 33 S. 2).

6.3.2.2. Dem hält die K._____ AG entgegen, dass bei der Liegenschaft M._____-

strasse 10 mit einer Verstärkung der Lärmimmissionen aufgrund der 

Reflexionen an der Seitenwand des geplanten Restaurants zu rechnen 

sei. Es sei somit aus ihrer Sicht eher von einer Abstrahlung in den 

Viertelraum (Reflexionen an Boden und Wand) als in den Halbraum 

(Reflexion nur am Boden) auszugehen (vgl. Bg1-act. 30 S. 10). Darüber 

hinaus weist sie in ihrer Stellungnahme vom 30. Januar 2020 darauf hin, 

dass bei der Berücksichtigung der Reflexionsflächen im Anhang 3 der 

Vollzugshilfe die genaue geometrische Ausbreitung bewusst nicht 

modelliert werde, da diese mit einer grossen Ungenauigkeit versehen sei 

und dies ausserdem den Aufwand erhöhen würde. Stattdessen werde im 

Zweifel im Sinne der Vorsorge eher der ungünstigere Fall gewählt. Die 

Formulierung "kein ausgesprochener Viertelraum" (im angefochtenen 

- 37 -

Bau- und Einspracheentscheid) scheine auszudrücken, dass auch die 

Baubehörde eine Abstrahlung in den Viertelraum nicht ausschliessen 

könne. Aus diesen Gründen sei aus ihrer Sicht die Abstrahlung in den 

Viertelraum zu wählen (vgl. Bf-act. 5 S. 4 [R 20 8]; vgl. auch S. 14 der 

Beschwerde R 20 8).

6.3.2.3. Die Ausführungen der K._____ AG vermögen nach Auffassung des 

streitberufenen Gerichts keine ernsthaften Zweifel an der Richtigkeit der 

Fachmeinungen der H._____ AG betreffend die "Abstrahlung in den 

Halbraum" zu begründen. So setzt sich die K._____ AG nicht mit den 

Ausführungen der H._____ AG (sowie jenen der G._____ AG) hinsichtlich 

der Schallschutzwände, der trittschallgedämmten Terrassenböden, der 

absorbierenden Wirkung der Kleidung der Gäste sowie der Höhe und 

Breite der geplanten AA._____ auseinander (vgl. darüber hinaus auch S. 2 

des Berichts der G._____ AG vom 10. März 2020 [Bg2-act. 5, R 20 8]). 

6.3.3.1. Weiter übt der Beschwerdeführer Kritik am Parameter Anzahl 

Aussensitzplätze. Letztere würden durch die Vorinstanz entsprechend 

dem überarbeiteten Betriebskonzept von 150 Aussensitzplätzen (= 

ursprüngliches Betriebskonzept, gemäss welchem die ES II gemäss LSV 

ganz klar nicht eingehalten gewesen sei) auf 100 reduziert. Dies sei 

allerdings ein blosser Papiertiger. Die vorhandene Terrasse lasse immer 

noch ohne jeden Umstand und ohne Gedränge den Besuch auch von 

150 Gästen zu, die sich erfahrungsgemäss nicht alle hinsetzen 

wollten/müssten und somit auch nicht auf Sitzplätze angewiesen seien 

(vgl. S. 13 der Beschwerde R 20 8).

6.3.3.2. Dem gilt es entgegenzuhalten, dass die H._____ AG in ihrem Bericht vom 

29. Januar 2019 festhält, die 100 Gäste entsprächen bei der Bruttofläche 

von rund 130 m2 einer Belegung von rund 0.8 Gästen/m2, was leicht über 

dem üblichen Erfahrungswert (ÖNORM S 5012) von ca. 0.7 Gästen/m2 

liege (vgl. Bg1-act. 21 S. 2). Insofern vermag die Kritik des 

- 38 -

Beschwerdeführers am Parameter "Anzahl Aussensitzplätze" nicht zu 

überzeugen (vgl. auch S. 2 des Berichts der G._____ AG vom 10. März 

2020 [Bg2-act. 5, R 20 8]). 

6.3.4. Lediglich der Vollständigkeit halber gilt es vorliegend festzuhalten, dass 

die von der K._____ AG vorgenommene Beurteilung der Schallquelle S6 

(Gästeverhalten und Bedienung auf der Terrasse) am Immissionsort 

M._____-strasse 5 (Parzelle F._____) genauso wie jene der G._____ AG 

trotz unterschiedlich gewählter Parameter eine höchstens geringfügig 

störende Lärmbelastung (Planungswert eingehalten) ergab (vgl. Bg1-

act. 30 S. 9 und Bg1-act. 19 S. 12 samt Beilage 2), weshalb nicht näher 

darauf eingegangen werden muss. Nachfolgend gilt es allerdings im 

Zusammenhang mit der Schallquelle S6 (Gästeverhalten und Bedienung 

auf der Terrasse) den Immissionsort Parzelle X._____ (unüberbaute 

Parzelle) noch näher zu beleuchten.

6.3.4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, von der erhöht liegenden 

Parzelle X._____ sei die Terrasse des geplanten Bauvorhabens voll 

einsehbar. Für diese Parzelle liege ausserdem klar eine Abstrahlung in 

den Viertelraum vor, womit die massgebenden Planungswerte auch mit 

den von der Baubehörde gewählten Annahmen überschritten seien (vgl. 

S. 14 der Beschwerde R 20 8). Entsprechend hält auch die K._____ AG in 

ihrem Kommentar vom 30. Januar 2020 zum Bauentscheid vom 

11. Dezember 2019 fest, es sei für die Parzelle X._____ eine genauere 

Lärmabklärung angebracht. Denn von der erhöht liegenden Parzelle sei 

die Terrasse des geplanten Bauvorhabens voll einsehbar. Für diese 

Parzelle liege ausserdem klar eine "Abstrahlung in den Viertelraum" vor, 

womit die massgebenden Planungswerte auch mit den von der 

Baubehörde gewählten Annahmen überschritten sein dürften (vgl. Bf-

act. 5 S. 5 [R 20 8]; vgl. auch Bg1-act. 30 S. 19 m.H.a. Art. 39 Abs. 3 LSV 

[Bericht der K._____ AG vom 26. August 2019], Bg1-act. 32 S. 8 [Bericht 

der K._____ AG vom 30. Oktober 2019]).

- 39 -

6.3.4.2. Demgegenüber hält die Beschwerdegegnerin 1 im angefochtenen Bau- 

und Einspracheentscheid fest, aufgrund der örtlichen Gegebenheiten 

(Distanz zur Terrasse, Einsehbarkeit) könne ohne detaillierte 

Untersuchung davon ausgegangen werden, dass die Lärmimmission auf 

der Baulinie der unüberbauten Parzellen nicht grösser sei als bei den 

nächstgelegenen Gebäuden, auf welche sich die Untersuchungen 

bezögen. Eine separate Ermittlung der Lärmimmission auf diesen 

Parzellen sei daher nicht zwingend erforderlich (S. 13). 

Die von der Beschwerdegegnerin 1 beigezogene H._____ AG anerkennt 

in ihrem Bericht vom 18. Februar 2020, dass die geplante Terrasse von 

der erhöht liegenden Parzelle X._____ voll einsehbar ist. Sie weist 

allerdings darauf hin, dass dies bereits von der G._____ AG in ihrem 

Nachweis vom 20. Dezember 2018 für den gleich nahe zur Terrasse 

liegenden Empfangspunkt Gebäude M._____-strasse 10 

(Parzelle S._____) berücksichtigt worden sei. Diesbezüglich sei somit 

nicht die Parzelle X._____ massgebender. Zudem gelte das, was zur 

"Abstrahlung in den Halbraum" von der Terrasse zur Parzelle S._____ 

erläutert worden sei, auch für die Beurteilung der Lärmimmissionen bei der 

unüberbauten Parzelle X._____ infolge Kundenverhaltens auf der 

Terrasse (vgl. Bg1-act. 33 S. 3; vgl. auch Bg1-act. 31 S. 12 [Bericht der 

G._____ AG vom 20. September 2019]).

6.3.4.3. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts kann den Ausführungen 

der H._____ AG zur Beurteilung der Lärmbelastung im Zusammenhang 

mit der Schallquelle S6 (Gästeverhalten und Bedienung auf der Terrasse 

[der geplanten AA._____]) am Immissionsort Parzelle X._____ 

(unüberbaute Parzelle) gefolgt werden, zumal die Ausführungen der 

K._____ AG keine ernsthaften Zweifel an deren Richtigkeit zu erwecken 

vermögen. Es bleibt allerdings festzuhalten, dass der Planungswert für 

Gästeverhalten und Bedienung auf der Terrasse (mindestens) am 

Immissionsort M._____-strasse 10 (Parzelle S._____) im Sommer nicht 

- 40 -

eingehalten ist – weder während der geplanten Betriebszeit der Terrasse 

von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr (Tag) noch von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr 

(Abend) –, weshalb der Betrieb der Terrasse im Sommer ganz zu 

verbieten ist und die Auflage gemäss Ziff. III./2.1 der angefochtenen 

Baubewilligung entsprechend anzupassen wäre (vgl. dazu vorstehende 

Erwägung 6.3.1.3). 

7. Musikbeschallung mit Schallpegelbegrenzer

7.1. Im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid hielt die 

Beschwerdegegnerin 1 fest, die Parteien seien sich darin einig, dass sich 

die Planungswerte im Restaurant und auf der vorgelagerten Terrasse nur 

dann sicher einhalten liessen, wenn analog zur Y._____ die 

Musikbeschallung durch Schallpegelbegrenzer begrenzt werde. 

Dementsprechend werde die Baubewilligung mit folgenden Auflagen 

verknüpft (vgl. S. 12): 

 Im Restaurant resp. der Bar und auf der vorgelagerten Terrasse ist ein Schallpegelbegrenzer 

einzubauen und damit die Beschallung so zu begrenzen, dass bei den massgebenden 

Punkten in der Nachbarschaft die geltenden Planungsrichtwerte gemäss Vollzugshilfe 8.10 

des Cercle Bruit eingehalten werden können. Es ist ein Schallpegelbegrenzer mit integriertem 

Equalizer zur getrennten Lautstärkenregelung der verschiedenen Frequenzbänder 

einzusetzen. Der Schallpegelbegrenzer muss mit einer Vorrichtung zur Plombierung des 

Begrenzers durch die Baubehörde ausgerüstet sein und die Speicherung und den Ausdruck 

der Lärmpegel der letzten 30 Tage ermöglichen (Einsatz eines Schallpegelbegrenzers mit 

integriertem Equalizer zur getrennten Lautstärkenregelung der verschiedenen 

Frequenzbänder).

 Der Schallpegelbegrenzer ist mit Einjustierung der Begrenzung vor Betriebsbeginn durch die 

Baubehörde abzunehmen, allenfalls unter Beizug eines Akustikers. 

 Der Schalldruckpegel Mitte Speiserestaurant wird gemäss Lärmschutznachweis auf 

max. 75 dB(A) (Mitteilungspegel Leq über 1 Minute) begrenzt. In jedem Fall sind aber die 

Planungsrichtwerte gemäss Vollzugshilfe 8.10 des Cercle Bruit bei den massgebenden 

Punkten in der Nachbarschaft einzuhalten.

 Die Lautstärke der beiden Lautsprecher auf der Terrasse wird so begrenzt, dass deren 

Schallleistungspegel gemäss Lärmschutznachweis max. 73 dB(A) (Mittelungspegel Leq über 

1 Minute) beträgt. Dies entspricht einem Schalldruckpegel Mitte Terrasse von max. 50 dB(A) 

- 41 -

(Mittelungspegel Leq über 1 Minute). In jedem Fall sind aber die Planungsrichtwerte gemäss 

Vollzugshilfe 8.10 des Cercle Bruit bei den massgebenden Punkten in der Nachbarschaft 

einzuhalten.

 Die Darbietung von Livemusik im Innern des Lokals sowie auf der Terrasse ist untersagt.

 Die C._____ AG bzw. der Betreiber des Restaurants hat mit betrieblichen Massnahmen zu 

verhindern, dass private Musikgeräte/-instrumente zum Einsatz gelangen.

7.2. Der Beschwerdeführer hält diesbezüglich fest, auch die Ausführungen der 

Vorinstanz zur Schallpegelbegrenzung zeigten mit aller nur 

wünschenswerten Deutlichkeit auf, dass mit einer Vielzahl kaum 

umsetzbarer Massnahmen das annähernd Unmögliche einer 

Schallpegelbegrenzung durchgesetzt werden solle. Illusorisch sei zudem, 

dass im Falle einer nicht mit betriebseigener Musik beschallten Terrasse 

keine privaten Gäste solche Musik ab ihren eigenen Audiogeräten 

abspielten. Auf einer solchen Halli-Galli-Terrasse werde ganz klar immer 

auch privat Musik abgespielt und unter den Gästen ausgetauscht resp. 

vorgeführt. Und da eben gerade dies höchst wahrscheinlich geschehen 

könne, dürfe ein neuer Betrieb auch unter Beachtung des 

Vorsorgeprinzips nicht bewilligt, erstellt und in Betrieb genommen werden 

(vgl. S. 15 der Beschwerde R 20 8). 

7.3. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts ist nicht ersichtlich und wird 

vom Beschwerdeführer auch nicht substanziert dargelegt, inwiefern die 

Umsetzung der Schallpegelbegrenzung unmöglich sein sollte. Auch der 

Beschwerdeführer selber hält lediglich fest, dass die Durchsetzung 

annähernd unmöglich sei (Hervorhebung durch das Gericht). Dass die 

Durchsetzung von Auflagen – vorliegend etwa das Verbot zum Einsatz 

privater Musikgeräte/-instrumente – für die Betreiber mit einem gewissen 

Aufwand verbunden ist, führt jedenfalls nicht dazu, dass die Auflagen 

untauglich wären. Mit Bezug auf den Einsatz von Schallpegelbegrenzern 

kommt hinzu, dass die Beschwerdegegnerin 1 bei ähnlichen Betrieben wie 

jenem der AA._____ bereits seit mehreren Jahren die Anordnung einer 

- 42 -

Auflage hinsichtlich Pegelbegrenzern pflege, was bestens funktioniere 

(vgl. S. 16 der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 2 vom 12. März 

2020 [R 20 8] bzw. der G._____ AG vom 10. März 2020 [Bg2-act. 5, R 20 

8, S. 4]). Darüber hinaus hielt auch das ANU in seinem Bericht vom 2. April 

2019 fest, der vom Innenraum nach aussen dringende Schall könne mit 

der im Lärmschutznachweis vorgeschlagenen Konstruktion der 

Gebäudehülle so weit begrenzt werden, dass der Planungsrichtwert selbst 

bei höherem Innenpegel eingehalten werden könne, und die Lautstärke 

der Terrassenbeschallung könne manuell oder gegebenenfalls wie im 

Lärmschutznachweis empfohlen mit einem Limiter so weit begrenzt 

werden, dass sie ausserhalb der Terrasse nicht störend sei (vgl. Bg1-act. 

25 S. 2). Schliesslich begrüsste auch die vom Beschwerdeführer 

beigezogene K._____ AG den Einbau von Schallpegelbegrenzern im 

Restaurant und auf der Terrasse (vgl. Bg1-act. 30 S. 7 und 12 sowie Bg1-

act. 32 S. 5; zum Einsatz von Schallpegelbegrenzern vgl. zudem auch 

Urteil des Bundesgerichts 1C_161/2013 vom 27. Februar 2014 E.4.3). 

8. Parkierung (Schallquelle S10)

8.1. Was die Beurteilung von Parkplatzlärm (Schallquelle S10) anbelangt, 

verweist die Vollzugshilfe auf Anhang 6 der LSV. So hält sie fest, der durch 

Autos auf dem Parkplatz sowie auf dessen Zufahrt verursachte Lärm 

werde in Anhang 6 der LSV behandelt (Belastungsgrenzwerte für 

Industrie- und Gewerbelärm). Die Lärmermittlung erfolge gemäss der 

VSS-Norm SN 640 578 "Lärmimmissionen von Parkierungsanlagen - 

Berechnung der Immissionen".

8.2.1. Im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid gelangte die 

Beschwerdegegnerin 1 im Wesentlichen zum Schluss, dass die 

Belastungsgrenzwerte durch die Parkierung (9 Parkplätze auf dem 

Parkplatz an der Südostseite der geplanten AA._____; 3 Parkplätze als 

Längsparkplätze entlang der M._____-strasse) eingehalten würden. 

- 43 -

Hierbei stützte sie sich insbesondere auf die Stellungnahme der von ihr 

beigezogenen H._____ AG vom 29. Januar 2019 zum 

Lärmschutznachweis der G._____ AG vom 20. Dezember 2018 (vgl. Bg1-

act. 21) und die Lärmbeurteilung des ANU vom 2. April 2019 (vgl. Bg1-

act. 25; Rz. 38 ff. der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 1 vom 

19. Februar 2020 [R 20 8]).

Die H._____ AG hält in ihrem Bericht vom 29. Januar 2019 fest, die 

Ermittlung der Beurteilungspegel und die Beurteilung (Vergleich 

Beurteilungspegel mit Planungswert [vgl. dazu Anhang 6 der LSV; 

Anmerkung des Gerichts]) sei von der G._____ AG korrekt gemäss Norm 

VSS 640 578 (Lärmimmissionen von Parkierungsanlagen) vorgenommen 

worden (vgl. Bg1-act. 21 S. 3). Letztere gelangte in ihrem 

Lärmschutznachweis vom 20. Dezember 2018 hinsichtlich der Parzellen 

F._____ und AB._____ sowie der 9 Parkplätze an der Südost Seite der 

geplanten AA._____ zum Schluss, die berechneten Beurteilungspegel 

könnten die geforderten Planungswerte einhalten (vgl. Bg1-act. 19 S. 12 f. 

samt Anhang 3). Auch das ANU gelangte in seinem Bericht vom 2. April 

2019 zum Schluss, dass die Lärmbeurteilung durch die G._____ AG 

grundsätzlich korrekt vorgenommen und die massgeblichen Normen und 

Vollzugshilfen richtig angewendet worden seien. Mit den getroffenen 

Annahmen werde im Lärmschutznachweis aufgezeigt, dass die 

massgeblichen Belastungsgrenz- und -richtwerte eingehalten würden; die 

für die Lärmbeurteilung getroffenen Annahmen seien plausibel (vgl. Bg1-

act. 25 S. 2). 

8.2.2.1. [Berücksichtigung der Parkfelder 10 und 11] Demgegenüber bringt die 

K._____ AG in ihrem Bericht vom 26. August 2019 im Wesentlichen vor, 

ihrer Meinung nach seien von den Parzellen F._____ und AB._____ aus 

auch die Parkfelder 10 und 11 entlang der M._____-strasse (zumindest 

teilweise) einsehbar. Dies ergebe sich aus dem Umstand, dass der 

Gebäudeteil mit dem Restaurant auf Stelzen stehe. An der Liegenschaft 

- 44 -

M._____-strasse 7 (Parzelle AB._____) könnten die Planungswerte durch 

den Parkplatzlärm nicht eingehalten werden (Überschreitung um 1dB in 

der Nacht; vgl. Bg1-act. 30 S. 14 ff.; vgl. auch S. 16 der Beschwerde R 20 

8). Soweit die G._____ AG mit Bezug auf die Liegenschaft M._____-

strasse 7 (Parzelle AB._____) und die Parkfelder 10 und 11 eine 

Lärmminderung durch eine Stützmauer entlang der M._____-strasse 

sowie den Boden des geplanten Bauprojekts geltend mache, sei 

festzuhalten, dass gemäss Eingabeplänen keine Stützmauer in diesem 

Bereich vorgesehen respektive möglich sei (Zufahrt zu den Bereichen im 

Untergeschoss müsse möglich sein). Bezüglich einer Abschirmung durch 

den Boden des WC/Raucherbereichs des geplanten Bauvorhabens könne 

genauso gut argumentiert werden, dass sich aufgrund von Reflexionen an 

der Untersicht des Bodens die Lärmeinwirkungen erhöhten (vgl. Bg1-

act. 32 S. 7; vgl. auch Bf-act. 5 S. 5 f. [R 20 8, Kommentar der K._____ 

AG vom 30. Januar 2020 zum angefochtenen Bauentscheid]).

8.2.2.2. [Beurteilung unüberbauter Parzellen] Weiter hält die K._____ AG in ihrem 

Bericht vom 26. August 2019 fest, bei der Beurteilung des Parkplatzlärms 

seien auch die unüberbauten Parzellen AC._____ und AD._____ zu 

berücksichtigen (vgl. Art. 39 Abs. 3 LSV; vgl. Bg1-act. 30 S. 19). Von einer 

möglichen Überbauung auf der Baulinie der Parzellen AC._____ und 

AD._____ seien alle Parkplätze voll einsehbar (vgl. Bg1-act. 32 S. 8 

[Bericht der K._____ AG vom 30. Oktober 2019]). Der Abstand auf den 

grossen Parkplatz (Parkfelder 1 - 9) sei ausserdem von der 

Parzelle AC._____ her am kürzesten. Zudem sei auch für die 

Parzelle X._____ eine genauere Lärmabklärung angebracht (vgl. Bf-act. 5 

S. 5 [R 20 8]; vgl. zudem S. 15 f. der Beschwerde R 20 8). 

8.3. Nachfolgend gilt es somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 1 bei der 

Beurteilung der Schallquelle S10 zu Recht auf die Fachmeinungen der von 

ihr beigezogenen H._____ AG (bzw. des ANU und der G._____ AG) 

abgestellt hat oder ob (ernsthafte) Zweifel an deren Richtigkeit bestehen. 

- 45 -

8.3.1.1. [Berücksichtigung der Parkfelder 10 und 11] Nach Vorliegen des 
Kommentars der K._____ AG vom 30. Januar 2020 holte die 

Beschwerdegegnerin 1 bei der H._____ AG eine Stellungnahme dazu ein. 
Die H._____ AG äusserte sich in ihrem Bericht vom 18. Februar 2020 

allerdings nicht zur (Nicht-)Berücksichtigung der Parkfelder 10 und 11 im 

Zusammenhang mit den Parzellen F._____ und AB._____. Dem Bericht 

der G._____ AG vom 20. September 2019 lässt sich diesbezüglich jedoch 

was folgt entnehmen: Da die Parkfelder 10 und 11 terrainbedingt an der 

ansteigenden Strasse lägen, müsse mit einer Stützmauer der 

Terrainausgleich geschaffen werden (siehe auch Ostfassadenansicht mit 

eingezeichneter Mauer zur M._____-strasse hin, unter dem Kapitel 

"Raucherbereich"; vgl. Bg1-act. 20, Planbeilage). Dieser Umstand habe 

aber auch eine Lärmminderung gegen das Gebäude M._____-strasse 7 

hin zur Folge. Das Restaurant, bzw. der Raucherbereich und die WCs, 

stünden hier auf Stützen. Der Boden der Räume biete zusätzlich eine 

Abminderung der Lärmausbreitung seitens der Parkplätze. Diese 

Parkfelder seien damit gegen die M._____-strasse 7 hin nicht 

anzurechnen (vgl. Bg1-act. 31 S. 11). In ihrer Stellungnahme zum 

Kommentar der K._____ AG vom 30. Januar 2020 sowie zur Beschwerde 

hielt sie zudem (präzisierend) fest, von der M._____-strasse 7 aus sei 

höchstens 1 Parkplatz, derjenige entlang der Strasse, sichtbar. Die 

Strasse steige von der Einfahrt zu den 9 Parkfeldern gegen den Bereich, 

wo sich das eine Parkfeld an der Strasse weiter oben befinde, stark an. Im 

Bereich gegen die 9 Parkfelder hin sei das Restaurant auf Stützen gebaut. 

Zwischen den beiden seitlichen Parkfeldern und dem Unterbau des 

Restaurants sei entlang der Parkfelder eine Mauer vorgesehen, ansonsten 

die Terraindifferenz nicht überwunden werden könnte (vgl. Bg2-act. 5 S. 6 

[R 20 8]; vgl. auch S. 17 Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 2 vom 

12. März 2020 [R 20 8]).

- 46 -

8.3.1.2. Zwar lässt sich anhand der im Recht liegenden Pläne die Einsehbarkeit 

der Parkfelder 10 und 11 von den Parzellen F._____ und AB._____ aus 

nicht hinreichend beurteilen. Den Eingabeplänen lässt sich allerdings – 

entgegen den Vorbringen der K._____ AG (vgl. vorstehende 

Erwägung 8.2.2.1) – entnehmen, dass zwischen den beiden seitlichen 

Parkfeldern (zumindest dem Parkfeld 11) und dem Unterbau des 

Restaurants entlang der M._____-strasse eine Stützmauer vorgesehen ist 

(vgl. Bg1-act. 20, Planbeilage). Dass dieser Umstand eine Lärmminderung 

gegen das Gebäude M._____-strasse 7 hin zur Folge hat, ist nach 

Auffassung des streitberufenen Gerichts durchaus plausibel und wird von 

Seiten der K._____ AG denn auch nicht bestritten. Zudem legt die K._____ 

AG nicht dar, weshalb die Einschätzung der G._____ AG, wonach der 

Boden des WC/Raucherbereichs (Untersicht der auf Stelzen stehenden 

Gebäudeteile) zusätzlich eine Abminderung der Lärmausbreitung seitens 

der Parkplätze biete, nicht zutreffend sein sollte. Stattdessen hält sie 

lediglich fest, es könne genauso gut argumentiert werden, dass sich 

aufgrund von Reflexionen an der Untersicht des Bodens die 

Lärmeinwirkungen erhöhten. Damit vermag sie allerding keine Zweifel an 

der Beurteilung der G._____ AG zu erwecken, weshalb es im Ergebnis 

nicht zu beanstanden ist, wenn die Parkfelder 10 und 11 gegen die 

M._____-strasse 7 hin nicht angerechnet wurden. Schliesslich ist der 

Vollständigkeit halber noch auf A1 der VSS-Norm SN 640 578 

hinzuweisen, wonach diese Norm für Längsparkierung im öffentlichen 

Strassenraum ohnehin nicht gilt.

8.3.2.1. [Beurteilung unüberbauter Parzellen] Wie bereits erwähnt, holte die 

Beschwerdegegnerin 1 nach Vorliegen des Kommentars der K._____ AG 

vom 30. Januar 2020 bei der H._____ AG eine Stellungnahme dazu ein. 

Diese äusserte sich in ihrem Bericht vom 18. Februar 2020 wie folgt zur 

Beurteilung der unüberbauten Parzellen: Korrekt sei, dass von einer 

möglichen Überbauung im Grenzabstand auf der Parzelle AC._____ alle 

- 47 -

Parkfelder voll einsehbar seien. Nicht korrekt sei jedoch, dass der Abstand 

von einer möglichen Überbauung auf der Parzelle AC._____ im 

Grenzabstand auf die Parkfelder 1 - 9 am kürzesten sei. Am nächsten zur 

Emissionsquelle Parkfelder 1 - 9 liege der massgebende Empfangspunkt 

des Gebäudes L._____ [recte: M._____-strasse] 7 (Parzelle AB._____). 

Ausgehend von der Beurteilung der G._____ AG im Nachweis vom 

20. Dezember 2018 könne aufgezeigt werden, dass unter Voraussetzung 

gleicher Belegung der Parkfelder für die massgebende Beurteilungszeit 

Nacht (19 - 7 Uhr) die unüberbaute Parzelle AC._____ nicht 

massgebender sei als der Empfangspunkt Parzelle AB._____ (vgl. Bg1-

act. 33 S. 3 [inkl. Tabelle]).  

Darüber hinaus nahm auch die G._____ AG mit Bericht vom 10. März 

2020 Stellung zum Kommentar der K._____ AG vom 30. Januar 2020 

bzw. zur Beschwerde. Um die Aussagen der Beschwerde zu widerlegen, 

berechnete sie den Parkplatzlärm auch für die noch unüberbauten 

Parzellen AC._____ und AD._____. Dabei gelangte sie zum Schluss, dass 

die zusätzlich berechneten Immissionsorte – auf der Baulinie in 3 Metern 

Abstand zur Grundstücksgrenze am nächsten gelegenen Punkt zu den 

Parkplätzen liegend – die Belastungsgrenzwerte einhielten (vgl. Bg2-act. 5 

S. 5 [R 20 8] sowie Bg2-act. 6 [R 20 8]). Zudem hielt sie mit Bezug auf die 

Parzelle X._____ fest, diese sei entschieden weiter entfernt als die bereits 

beurteilten und nun noch zusätzlich berechneten Parzellen AC._____ und 

AD._____ und liege mit Bestimmtheit innerhalb der Belastungsgrenzwerte 

(vgl. Bg2-act. 5 S. 5 [R 20 8]; vgl. auch Bg1-act. 31 S. 12 sowie S. 16 f. 

der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 2 vom 12. März 2020 [R 20 

8]). 

8.3.2.2. Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts ist nicht ersichtlich und wird 

vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht, dass die 

Beurteilungen der H._____ AG und der G._____ AG nicht korrekt wären. 

Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die 

- 48 -

Belastungsgrenzwerte (Planungswerte) durch die Parkierung auch unter 

Berücksichtigung der unüberbauten Parzellen AC._____, AD._____ und 

X._____ – soweit ersichtlich – eingehalten sind.

9. Verkehr - Shuttle-Busse (Schallquelle S11)  

9.1. Benützer einer Anlage verursachen in der Regel zusätzlichen Verkehr auf 

den Strassen, über welche die Anlage erschlossen ist. Die zusätzliche 

Lärmbelastung, die das Befahren der Zufahrtsstrassen verursacht, gehört 

zu den Sekundärimmissionen der erschlossenen Anlage und ist als Lärm, 

der von dieser indirekt erzeugt wird, in ihre Beurteilung mit einzubeziehen 

(WOLF, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Art. 25 Rz. 64). Gemäss 

Art. 9 LSV darf der Betrieb neuer oder wesentlich geänderter ortsfester 

Anlagen nicht dazu führen, dass durch die Mehrbeanspruchung einer 

Verkehrsanlage die Immissionsgrenzwerte (gemäss Anhang 3 LSV [vgl. 

dazu auch S. 5 der Vollzugshilfe]) überschritten werden (lit. a) oder durch 

die Mehrbeanspruchung einer sanierungsbedürftigen Verkehrsanlage, 

d.h. einer Anlage, welche die Immissionsgrenzwerte bereits überschreitet 

(Art. 13 Abs. 2 lit. b LSV; Urteil des Bundesgerichts 1C_244/2020 vom 

17. Juni 2021 E.4.6.4), wahrnehmbar stärkere Lärmimmissionen erzeugt 

werden (lit. b). 

9.1.1. Im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid hielt die 

Beschwerdegegnerin 1 fest, zwar sei es richtig, dass der Verkehr auf der 

M._____-strasse durch den geplanten Restaurantbetrieb zunehmen 

werde, dies wäre jedoch auch bei einem Hotelbetrieb mit Restaurant der 

Fall. Falls die Beschwerdegegnerin 2 einen Einsatz von Shuttle-Bussen 

vorsehe, so verringere dies den Individualverkehr. Im Übrigen seien die 

Lärmimmissionen infolge Parkierung (Längs-, Schräg- und 

Längsparkierung [recte: Senkrechtparkierung]) bzw. Haltevorgängen (z.B. 

Busse, Taxis, usw.) entlang des öffentlichen Strassenraumes gemäss 

Norm VSS 40578 nicht als Parkierung zu beurteilen. Die Beurteilung 

- 49 -

erfolge als Strassenverkehrslärm. Aufgrund der Gebäudegrösse könne 

davon ausgegangen werden, dass trotz Mehrverkehr die geltenden 

Immissionsgrenzwerte für Strassenverkehrslärm (vgl. dazu Anhang 3 der 

LSV; Anmerkung des Gerichts) weiterhin eingehalten würden (Art. 9 

"Mehrbeanspruchung von Verkehrsanlagen").  

9.1.2. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, mit der 

Inbetriebnahme des neuen Gewerbebetriebes AA._____ werde die 

Verkehrsbelastung im Quartier enorm zunehmen. Dabei sei zu beachten, 

dass sich während den Betriebszeiten des Gastrobetriebes ohne Weiteres 

bis zu 200 Gäste, und zu Spitzenzeiten gar noch mehr in diesem Betrieb 

aufhalten würden. Diese Gäste kämen und gingen nicht allesamt über die 

Skipiste (im Sommer und Herbst ohnehin nicht). Vielmehr werde ein sehr 

grosser Teil dieser Gäste entweder individuell mit eigenen 

Personenwagen ins Wohnquartier hineinfahren oder mit Mitteln des 

öffentlichen Verkehrs. Darüber hinaus sei aber auch der Shuttle-Bus-

Betrieb der diversen (privaten) Betreiber entsprechend den Gewohnheiten 

in B._____ beachtlich. Die Shuttle-Busse führen zwischen 10.00 Uhr und 

16.00 Uhr teils im 10-Minuten-Takt. Und bezüglich dieser 

Verkehrssituation sei auch nochmals auf das Betriebskonzept der 

Bauherrschaft hinzuweisen. Ausdrücklich sollten Gäste neu in dieses bis 

anhin sehr ruhige Wohnquartier gebracht werden, welche bis anhin 

keinerlei Grund gehabt hätten, in dieses Wohnquartier zu gelangen. Diese 

neue Verkehrssituation infolge des neuen Betriebes AA._____ sei absolut 

unzumutbar. Auch dies wiederum zeige mit aller nur wünschenswerten 

Deutlichkeit, dass eben auch unter diesem Aspekt die Zonenkonformität 

Wohnzone mit ES II gemäss LSV nicht gegeben sei (vgl. S. 16 f. der 

Beschwerde R 20 8). 

9.2. Wie bereits in vorstehender Erwägung 4.2 dargelegt, ermittelt die 

(kommunale) Vollzugsbehörde die Aussenlärmimmissionen ortsfester 

Anlagen oder ordnet deren Ermittlung an, wenn sie Grund zur Annahme 

- 50 -

hat, dass die massgebenden Belastungsgrenzwerte überschritten sind 

oder ihre Überschreitung zu erwarten ist (Art. 36 Abs. 1 LSV). Als Mittel 

zur Untersuchung der Lärmbelastung dienen Messungen und 

Berechnungen (Art. 38 LSV i.V.m. Anhang 2), welche durch entsprechend 

ausgebildete und ausgerüstete Fachleute vorzunehmen sind, seien dies 

Mitarbeiter der zuständigen Amtsstelle oder beigezogene externe 

Experten (WOLF, a.a.O., Art. 25 Rz. 95 f.). Vorliegend ist dem Bericht der 

von der Beschwerdegegnerin 1 beigezogenen H._____ AG vom 

29. Januar 2019, jenem der G._____ AG vom 20. Dezember 2018 sowie 

jenem des ANU vom 2. April 2019 mit Bezug auf die Schallquelle S11 

nichts zu entnehmen (vgl. Bg1-act. 21, Bg1-act. 19 und Bg1-act. 25). 

Stattdessen äusserte sich einzig die vom Beschwerdeführer beigezogene 

K._____ AG in ihrem Bericht vom 26. August 2019 zur Schallquelle S11, 

während die G._____ AG am 20. September 2019 dazu Stellung nahm.

9.2.1.1. Die vom Beschwerdeführer beigezogene K._____ AG äusserte sich in 

ihrem Bericht vom 26. August 2019 dahingehend, dass durch das 

geplante Vorhaben mit 12 Parkplätzen das Verkehrsaufkommen markant 

ansteigen werde. Zu beachten sei auch, dass die M._____-strasse eine 

starke Steigung aufweise, so dass insbesondere die Fahrzeuge zur 

geplanten Gaststätte je nach Gangwahl zu grossen Lärmimmissionen 

führen könnten. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen seien die Shuttle-

Busse und Taxis, welche wohl auf dem Parkplatz oder noch näher an den 

umliegenden Gebäuden manövrierten, um zu wenden und das Ein- und 

Aussteigen zu ermöglichen. Dadurch würden je nach Frequenz die 

Lärmimmissionen noch einmal signifikant erhöht (vgl. Bg1-act. 30 S. 18). 

9.2.1.2. Demgegenüber hält die G._____ AG in ihrer Stellungnahme vom 

20. September 2019 Folgendes fest: Der allfällige Shuttle-Bus-Verkehr 

(VW-Bus) würde den Individualverkehr (und damit auch die 

angenommene Anzahl Individualparkierungen) mindern, wodurch auch 

die Parkfeldfluktuation nicht unverhältnismässig hoch sei und mit üblichen 

- 51 -

Zahlen in den Berechnungen berücksichtigt werden könne. Die Besucher 

würden am Tag vor allem mit den Skiern von der Piste her und zu Fuss 

aus den umliegenden Ferienhäusern zum Lokal gelangen. Mit der 

AA._____ solle am Abend ein Speiserestaurant, insbesondere für die 

umliegenden Ferienwohnungen und Gäste anderer Hotels, angeboten 

werden. Diese würden am Abend und in der Nacht zu Fuss zum 

Restaurant gelangen (vgl. Bg1-act. 31 S. 11). Zudem führte sie in ihrem 

Bericht vom 10. März 2020 weiter aus, ein ÖV mache nicht nur 

umweltmässig, sondern auch für den Kunden am Abend Sinn, da er nicht 

mehr selbst mit dem eigenen Personenwagen unterwegs sein müsse, so 

z.B. nach einem Nachtessen mit Wein. Weiter hielt sie fest, die erwähnten 

Shuttle-Bus-Fahrten im 10-Minuten Rhythmus seien zwischen B._____ 

AH._____ und der ausserhalb liegenden Talstation der Zubringerbahn ins 

Skigebiet in den Stosszeiten am Morgen und Nachmittag seit langem in 

Betrieb. Diese Talstation sei jedoch weit entfernt von der hier 

beschriebenen AA._____ und habe überhaupt keinen Zusammenhang. 

Die vom Beschwerdeführer behauptete Busfluktuation zum Restaurant 

AA._____ sei schon von der Grösse des Lokals her gesehen eine reine 

Phantasie und Verzerrung der reellen Gegebenheiten (vgl. Bg2-act. 5 S. 8 

[R 20 8]; vgl. auch S. 18 der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 2 

vom 12. März 2020 [R 20 8]). Entsprechend hielt auch die 

Beschwerdegegnerin 2 (C._____ AG) im Verfahren R 20 4 fest, mit Bezug 

auf den hochstilisierten Shuttle-Bus-Verkehr sei Folgendes zu bemerken: 

Tagsüber benötigten die Wintersportler diese Transportmöglichkeit nicht, 

weil sie nach einem Zwischenhalt auf der AA._____ auf den Skiern ihre 

Fahrt fortsetzen könnten bis zur nahegelegenen Skibusstation sowie auch 

zur künftigen Talstation der Bergbahnen in N._____. Der private Shuttle-

Bus komme regelmässig erst am Abend zum Einsatz, wenn von anderen 

Fraktionen her Gäste zum Nachtessen in die AA._____ gelangen möchten 

ohne hierfür ihren PW benützen zu müssen. Insofern sei die Behauptung 

eines ganztägigen Shuttledienstes in 10 Minutenfrequenzen geradezu 

- 52 -

absurd. Das Ganze reduziere sich auf einige wenige Shuttle-Bus-Fahrten 

pro Abend (vgl. S. 6 der Replik der Beschwerdegegnerin 2 vom 19. Mai 

2020 [R 20 4]).

9.2.2. Soweit ersichtlich hat die Beschwerdegegnerin 1 die Immissionen der 

geplanten AA._____ im Zusammenhang mit der Schallquelle S11 nicht 

ermittelt bzw. ermitteln lassen (vgl. dazu vorstehende Erwägung 9.2). Wie 

die nachstehenden Ausführungen zeigen, besteht nach Auffassung des 

streitberufenen Gerichts allerdings durchaus Grund zur Annahme, dass 

aufgrund des Betriebs der AA._____ bzw. der dadurch verursachten 

Mehrbeanspruchung der M._____-strasse die massgebenden 

Belastungsgrenzwerte überschritten sind oder ihre Überschreitung zu 

erwarten ist; etwas Gegenteiliges vermag die Beschwerdegegnerin 1 mit 

dem Hinweis auf die Gebäudegrösse der geplanten AA._____ und dem 

Vorbringen, wonach der Verkehr auf der M._____-strasse auch bei einem 

Hotelbetrieb mit Restaurant zunehmen würde, nicht darzutun. Letztere 

wäre somit verpflichtet gewesen, die Immissionen der geplanten 

AA._____ im Zusammenhang mit der Schallquelle S11 – durc