# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 70e5679a-8169-54f4-84d2-74762c3f973a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2018 IV 2017/178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-178_2018-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/178

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 20.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2018
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Invaliditätsbemessung. 
Valideneinkommen in einer Tätigkeit mit einer überdurchschnittlichen 
Arbeitszeitbelastung. Unzumutbarkeit einer höchst anforderungsreichen 
Tätigkeit aufgrund von neurokognitiven Funktionsbeeinträchtigungen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 
2018, IV 2017/178). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_504/2018.

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.  

IV 2017/178

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Cristina Schiavi, goldbach law, Gustav-Siber 

Weg 4, Postfach 645, 8700 Küsnacht ZH,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im März 2008 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie sei gelernte Krankenschwester. Seit 

1984 arbeite sie als „Business Finance Manager“; der Jahreslohn betrage 127’748 

Franken. Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) 

Ostschweiz im Juli 2010 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 78). Der neurologische 

Sachverständige hielt fest, die Versicherte leide an einem chronischen 

Cervicalsyndrom, an einem residuellen cervico-spondylogenen Syndrom rechts, 

anamnestisch an einem cervico-radiculären Reiz- und sensomotorischen 

Ausfallsyndrom C7 rechts, anamnestisch an einem Impingementsyndrom der rechten 

Schulter, an einem Status nach einer arthroskopischen Kalkentfernung, Acromioplastik 

und AC-Gelenkresektion rechts sowie anamnestisch an einem Status nach zwei Grand 

Mal-Anfällen unbekannter Ursache in den Jahren 1969 und 1984 oder 1985. Da sich 

die cervico-radiculären Ausfälle objektiv vollständig zurückgebildet hätten und da die 

episodischen Parästhesien in den Fingern die Gebrauchsfähigkeit der Hand nicht 

einschränkten, ergebe sich rein neurologisch keine Einschränkung für die manuell 

beziehungsweise brachial nicht belastende bisherige Tätigkeit. Das persistierende 

cervicale und cervico-spondylogene Syndrom sei nicht neurogen. Die Krampfanfälle 

hätten angesichts einer Jahrzehnte dauernden Anfallsfreiheit keine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend sei aus neurologischer Sicht für 

wechselbelastende, körperlich nicht schwere Tätigkeiten eine uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit zu attestieren. Der psychiatrische Sachverständige führte aus, es liege 

eine psychogene Überlagerung der Cervicobrachialgie rechts mit einer 

zugrundeliegenden leistungsorientierten Persönlichkeitsstruktur von Typ A mit 

histrionischen Zügen vor. Diese Überlagerung führe zu einer Abnahme der 

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Leistungsfähigkeit und zu einer Verminderung der Stresstoleranz. Der daraus 

resultierende Arbeitsunfähigkeitsgrad sei auf 30 Prozent zu schätzen. Aus 

polydisziplinärer Sicht attestierten die Sachverständigen eine seit spätestens dem 1. 

Januar 2010 bestehende Arbeitsfähigkeit von 70 Prozent für körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten. Für den Zeitraum vor dem 1. Januar 2010 erklärten sie 

die von den behandelnden Ärzten attestierten Arbeitsunfähigkeiten ab Juli 2007 als 

nachvollziehbar. Im November 2010 notierte Dr. med. B.___ vom IV-internen regionalen 

ärztlichen Dienst (RAD), das Gutachten sei überzeugend, weshalb darauf abgestellt 

werden könne (IV-act. 81). Mit einer Verfügung vom 13. Mai 2011 sprach die IV-Stelle 

der Versicherten für den Zeitraum vom 1. Juli 2008 bis zum 31. Dezember 2009 eine 

ganze Rente zu; für die Zeit ab dem 1. Januar 2010 verneinte sie einen 

Rentenanspruch, da sie für diese Zeit vom Vorliegen eines nicht rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades von 30 Prozent ausging (IV-act. 106).

A.b  Dagegen liess die Versicherte am 16. Juni 2011 eine Beschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen erheben (vgl. IV-act. 108). Der 

Beschwerde liess sie ein in ihrem Auftrag erstelltes neurologisches Gutachten der 

unabhängigen medizinischen Gutachtenstelle (UMEG) Zürich vom 18. März 2011 

beilegen (vgl. IV-act. 110). Darin hatte der Neurologe Dr. med. C.___ festgehalten, es 

liege eine Cervicobrachialgie rechts mit einer ausgeprägten intermittierend 

einschiessenden Schmerzsymptomatik im Bereich der Wurzel C7 vor. Die 

Sachverständigen der MEDAS Ostschweiz hätten die Schmerzsituation vollständig 

vernachlässigt und der Unberechenbarkeit der Beschwerden keine Rechnung 

getragen. Das Attest einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht 

sei nicht nachvollziehbar, da einerseits neuroradiologische Grundlagen (nachgewiesene 

Foramenstenose C6/7) vorlägen und da die Beschwerden andererseits klinisch 

reproduzierbar seien. Als Business Finance Managerin sei die Versicherte vollständig 

arbeits¬unfähig. Zurzeit lasse sich „kein brauchbares Profil“ einer angepassten 

Tätigkeit zeichnen. Der Arbeitsversuch in einer leichten Tätigkeit mit einem Coaching 

sei trotz der Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung gescheitert. Der RAD-Arzt Dr. B.___ 

notierte im August 2011, das Gutachten von Dr. C.___ enthalte keine neuen 

objektivierbaren Befunde und sei deshalb nicht geeignet, ernsthafte Zweifel an der 

Überzeugungskraft des Gutachtens der MEDAS Ostschweiz zu wecken (IV-act. 112). 

Das Versicherungsgericht forderte in der Folge die MEDAS Ostschweiz auf zu 

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begründen, unter welchen Annahmen sowohl für die anspruchsvolle bisherige als auch 

für andere Tätigkeiten derselbe Arbeitsunfähigkeitsgrad attestiert worden sei (IV-act. 

120). Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS Ostschweiz antwortete im März 

2013 (IV-act. 122–4 f.), die von der Versicherten angegebenen Beschwerden – 

Konzentrationsstörungen sowie mnestische und kognitive Einschränkungen – hätten 

nicht objektiviert werden können. Die Arbeitsunfähigkeit von 30 Prozent für sämtliche 

Tätigkeiten begründe sich durch eine verminderte Stresstoleranz. Mit einem Entscheid 

vom 3. September 2013 hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die 

Beschwerde teilweise gut (IV 2011/203; vgl. IV-act. 124). Es führte aus, die 

unterschiedslose Festsetzung des Arbeitsunfähigkeitsgrades für sämtliche Tätigkeiten 

sei nicht überzeugend. Diesbezüglich könne nicht auf das Gutachten der MEDAS 

Ostschweiz abgestellt werden. Auch das Gutachten von Dr. C.___ sei indessen nicht 

überzeugend. Der Sachverhalt erweise sich damit als ungenügend abgeklärt. Die 

Sache sei an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese werde zunächst Anforderungsprofile 

der bisherigen und anderer, für die Versicherte in Frage kommender Tätigkeiten 

erstellen und anschliessend eine ergänzende medizinische Abklärung vornehmen. Für 

die Zeit vom 1. Juli 2008 bis zum 31. März 2010 könne allerdings bereits jetzt eine 

ganze Rente zugesprochen werden. Das Dispositiv des Entscheides lautete: „In 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Sinn der Erwägungen wird die 

angefochtene Verfügung vom 13. Mai 2011 aufgehoben und wird der 

Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Juli 2008 bis 31. März 2010 eine ganze Rente 

zugesprochen; im Übrigen (Sachverhalt ab 1. Januar 2010; allfälliger Anspruch ab 1. 

April 2010) wird die Sache zu ergänzenden Abklärungen im Sinn der Erwägungen und 

zu entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen (…)“. 

Mit einer Verfügung vom 4. Dezember 2013 sprach die IV-Stelle der Versicherten – dem 

Entscheid des Versicherungsgerichtes folgend – auch noch für die Monate Januar, 

Februar und März 2010 eine ganze Rente zu (IV-act. 130).

A.c  Am 21. Februar 2014 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie die 

Durchführung einer erneuten polydisziplinären Begutachtung vorsehe (IV-act. 140). Am 

11. März 2014 liess die Versicherte einwenden (IV-act. 145), die IV-Stelle habe zuerst 

die Anforderungsprofile für die bisherige und für andere in Frage kommende 

Tätigkeiten zu definieren, bevor sie eine medizinische Begutachtung in Auftrag geben 

könne. Zudem sei nur eine ergänzende medizinische Begutachtung notwendig. Der von 

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der IV-Stelle zur Stellungnahme vorgelegte Fragenkatalog sehe aber eine komplette 

neue Begutachtung vor. Das sei unzulässig. Am 19. März 2014 vereinbarten eine 

Sachbearbeiterin der IV-Stelle und die Rechtsvertreterin der Versicherten telefonisch, 

dass die IV-Stelle die massgebenden Anforderungsprofile definieren und eine 

Zwischenverfügung erlassen werde, mit der sie an der Durchführung einer 

vollständigen polydisziplinären Begutachtung festhalten werde (IV-act. 147). Noch am 

selben Tag erliess die IV-Stelle die angekündigte Zwischenverfügung (IV-act. 148). Am 

28. April 2014 liess die Versicherte eine Beschwerde gegen diese Verfügung erheben 

(IV-act. 155). Mit einem Entscheid vom 11. November 2014 (IV 2014/225; vgl. IV-act. 

172) wies das Versicherungsgericht diese Beschwerde ab. Zur Begründung führte es 

aus, das Versicherungsgericht habe im Entscheid IV 2011/203 vom 3. September 2013 

festgehalten, dass der medizinische Sachverhalt für die Zeit ab dem 1. Januar 2010 

ungenügend abgeklärt sei. Aus der Formulierung in jenem Rückweisungsentscheid, die 

IV-Stelle habe „ergänzende“ medizinische Abklärungen zu tätigen, lasse sich nicht 

ableiten, dass nur noch Ergänzungsfragen zu stellen seien. Der Entscheid der IV-Stelle, 

eine erneute – vollständige – polydisziplinäre Begutachtung durchführen zu lassen, sei 

nicht rechtswidrig. Bereits am 13. Mai 2014 hatte die Versicherte der IV-Stelle eine 

detaillierte Beschreibung ihrer früheren Tätigkeit und eine selbst erstellte Auflistung von 

Anforderungen einer ideal leidensadaptierten Tätigkeit eingereicht (IV-act. 159 f.).

A.d  Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die estimed AG am 11. April 2016 ein 

polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 215). Der neurologische Sachverständige hielt fest, 

die Versicherte leide an einem chronischen cervico-vertebralen Syndrom, an 

chronischen Spannungskopfschmerzen mit migräniformen Komponenten, an einem 

Status nach der Resektion eines meningotheliomatösen Meningeoms rechts im 

Dezember 2012 sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – anamnestisch an 

einem cervico-radiculären Syndrom C6/7 rechts, an einem diskreten 

Carpaltunnelsyndrom rechts und an einer generalisierten Epilepsie mit insgesamt drei 

Grand Mal-Anfällen (zwei im Jahr 1969 und einer im Jahr 1984 oder 1985). Aus rein 

klinisch-neurologischer Sicht, also ohne Berücksichtigung der neuropsychologischen 

Einschränkungen, sei die Arbeitsfähigkeit der Versicherten durch die chronischen 

Nackenschmerzen, durch die Trigeminusneuralgie und durch die 

Spannungskopfschmerzen eingeschränkt. Weder die Trigeminusneuralgie noch die 

Spannungskopfschmerzen liessen sich objektivieren. Da die Versicherte diese 

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Schmerzen in den letzten Jahren konsistent beklagt habe, sei dennoch aus rein 

klinisch-neurologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 20–30 Prozent – eher 30 

Prozent – in der bisherigen Tätigkeit zu attestieren. Für eine wechselbelastende 

Verweistätigkeit sei eine Arbeitsunfähigkeit von 20 Prozent zu attestieren. Die 

internistische Sachverständige führte aus, aus internistischer Sicht liege keine 

Erkrankung vor, weshalb auch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Die 

rheumatologische Sachverständige hielt fest, die Versicherte leide an einem 

chronischen cervico-cephalen Syndrom, an einem cervico-spondylogenen Syndrom, 

anamnestisch an einem cervico-radiculären Syndrom C6/7 rechts, an einem Status 

nach einer arthroskopischen Kalkentfernung, einer Acromioplastik und einer AC-

Gelenksresektion rechts, anamnestisch an einem Status nach einer idiopathischen 

generalisierten Epilepsie im Jugendalter, an einer Migräne ohne und mit Aura sowie an 

einem Status nach der Resektion eines Meningeoms rechts im Dezember 2012. 

Leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Arbeiten über Kopfhöhe, ohne ständiges 

Gewicht heben von mehr als fünf Kilogramm, selten bis maximal zehn Kilogramm und 

ohne Exposition in Nässe oder Kälte seien der Versicherten zu 70 Prozent zumutbar. 

Die Versicherte sollte jeden Tag arbeiten, damit sie die Möglichkeit habe, längere 

Pausen zu machen und die selbst erlernten Entspannungsübungen durchzuführen. Die 

neuropsychologische Sachverständige führte aus, die Versicherte leide an kognitiven 

Defiziten leichten bis mittelgradigen Ausmasses. Diese Defizite verunmöglichten eine 

Rückkehr der Versicherten in den angestammten Beruf als Finanzmanagerin. Bezüglich 

einer leidensadaptierten Tätigkeit sei aus neuropsychologischer Sicht nebst den 

spezifischen Defiziten hervorzuheben, dass die „heute teils drein schiessende 

Arbeitsweise“ der Versicherten qualitative Einbussen mit sich bringe und eine Tendenz 

zu Missverständnissen begründe. Plötzliche, belastungsabhängig auftretende 

Blockaden erschwerten das unmittelbare Erfassen von Informationen. Zudem müsse 

den Defiziten in der Daueraufmerksamkeit, der deutlichen Ermüdbarkeit und der damit 

einhergehenden Verlangsamung Rechnung getragen werden. Den Kriterien zur 

Bestimmung des Schweregrades einer neuropsychologischen Störung der 

Schweizerischen Gesellschaft für Neuropsychologen folgend ergebe sich für die 

bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent. Der psychiatrische 

Sachverständige hielt fest, im Rahmen einer unvollständig remittierten 

Anpassungsstörung, einer dysfunktionalen Krankheitsverarbeitung und einer 

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somatischen Comorbidität könne es „in den bisherigen Tätigkeiten“ zu 

Einschränkungen von „nicht mehr als 30 Prozent“ kommen. Unter einer adäquaten 

Therapie sei die Arbeitsfähigkeit um nicht mehr als 20 Prozent eingeschränkt. In ihrer 

interdisziplinären Konsensbeurteilung führten die Sachverständigen an, für die 

bisherige Tätigkeit sei eine Arbeitsunfähigkeit von 40 Prozent („sich nun für die 

Gesamtbeurteilung an den höchsten Wert richtend“) zu attestieren. Körperlich leichte, 

wechselbelastende Verweistätigkeiten seien der Versicherten zu 70 Prozent zumutbar. 

Der RAD-Arzt Dr. med. D.___ notierte im Juli 2016, das Gutachten sei überzeugend, 

weshalb darauf abgestellt werden könne (IV-act. 219). Am 18. Juli 2016 forderte die IV-

Stelle die ehemalige Arbeitgeberin der Versicherten auf, verschiedene Angaben zu den 

Lohnverhältnissen zu tätigen (IV-act. 221). Diese antwortete am 5. August 2016 (IV-act. 

222), das Jahreseinkommen der Versicherten würde aktuell etwa 150’000 Franken 

betragen. Die Versicherte müsste keine Überstunden leisten. Sie würde einen Bonus 

von etwa zehn Prozent des Einkommens erhalten. Am 5. September 2016 liess die 

Versicherte darauf hinweisen, dass das neurologische Teilgutachten der estimed AG 

einen Widerspruch enthalte, denn die neurologische Sachverständige habe einerseits 

angeführt, die bisherige Tätigkeit sei der Versicherten nicht mehr zumutbar, aber 

andererseits dann für jene Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von (lediglich) 40 Prozent 

attestiert (IV-act. 225). Der RAD-Arzt Dr. D.___ empfahl am 4. Oktober 2016 eine 

entsprechende Rückfrage an die neurologische Sachverständige (IV-act. 228). Die IV-

Stelle kam dieser Empfehlung nach (IV-act. 229). Der neurologische Sachverständige 

und federführende Gutachter der estimed AG antwortete im Oktober 2016 (IV-act. 230), 

die Frage treffe „mitten in das Problem“ der Arbeitsfähigkeitsbemessung. Gemäss den 

Leitlinien hätten die festgestellten neuropsychologischen Defizite eine 

Arbeitsunfähigkeit von 30–50 Prozent zur Folge. Im Gutachten sei auf den Mittelwert 

abgestellt worden. Allerdings stelle sich die – für die medizinischen Sachverständigen 

nicht beantwortbare – Frage, ob die Tätigkeit als Finanzmanagerin im Teilpensum 

ausgeübt werden könne oder ob diese Tätigkeit beispielsweise mit jener eines Piloten 

oder Chirurgen vergleichbar sei, die entweder voll oder gar nicht ausgeübt werden 

könne. Dazu sei eine berufliche Abklärung notwendig. In einer Verweistätigkeit sei die 

Arbeitsfähigkeit jedenfalls zu 40 Prozent eingeschränkt. Der RAD-Arzt Dr. D.___ 

erachtete diese Ausführungen als überzeugend, wies aber darauf hin, dass das 

Antwortschreiben der estimed AG bezüglich der Arbeitsunfähigkeit in einer 

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Verweistätigkeit einen Schreibfehler enthalte; diese betrage nur 30 Prozent (IV-act. 

231). Eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle notierte am 8. November 2016, gemäss einer 

telefonischen Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin bezögen sich die Lohnangaben 

im Schreiben vom 5. August 2016 auf ein Vollpensum (IV-act. 234). Die ehemalige 

Arbeitgeberin bestätigte diese Angabe am 30. November 2016 schriftlich (IV-act. 241).

A.e  Eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle notierte im Dezember 2016 (IV-act. 243), das 

Valideneinkommen sei gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin auf 

132’000 Franken (= 150’000 Franken × 80 Prozent × 110 Prozent) festzusetzen. Für das 

Invalideneinkommen sei gestützt auf die Schweizer Lohnstrukturerhebung (TA1, Niveau 

4, Branchen 64–66) von einem Ausgangswert von 108’224 Franken auszugehen (vgl. 

IV-act. 242). Der Invaliditätsgrad betrage 41 Prozent, weshalb der Versicherten mit 

Wirkung ab dem 1. April 2010 eine Viertelsrente zuzusprechen sei. Mit einem 

Vorbescheid vom 16. Dezember 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit (IV-act. 

244), dass sie die Zusprache einer Viertelsrente mit Wirkung ab dem 1. April 2010 

vorsehe. In der Begründung führte sie an, dass bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 60 

Prozent eigentlich ein Invaliditätsgrad von 51 Prozent resultiere. Dieser Invaliditätsgrad 

müsse aber proportional zum Erwerbspensum von 80 Prozent gewichtet werden, 

sodass ein Invaliditätsgrad von 41 Prozent resultiere. Mit einer Verfügung vom 23. März 

2017 sprach die IV-Stelle der Versicherten schliesslich eine Viertelsrente mit Wirkung 

ab dem 1. April 2010 zu (IV-act. 261).

B. 

B.a  Am 11. Mai 2017 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. März 2017 erheben (act. G 1). Ihre 

Rechtsvertreterin beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die 

Zusprache einer Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 63 Prozent. Zur 

Begründung führte sie an, das Gutachten der MEDAS Ostschweiz überzeuge nicht und 

könne folglich keine Grundlage für die Bemessung der Invalidität der 

Beschwerdeführerin bilden. Das Gutachten von Dr. C.___ sei dagegen in jeder Hinsicht 

überzeugend, weshalb darauf abzustellen sei. Das Gutachten der estimed AG leide an 

einem Widerspruch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzung für die angestammte 

Tätigkeit. Der neurologische Sachverständige habe diesen Widerspruch nicht 

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ausräumen können, denn er habe den Tätigkeitsbeschrieb für die frühere Arbeitsstelle 

nicht berücksichtigt. Aus dem neuropsychologischen Teilgutachten gehe klar hervor, 

dass der Beschwerdeführerin die frühere Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden 

könne. Das stimme mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. C.___ überein. Die IV-

Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) habe zwar darauf hingewiesen, dass die 

Beschwerdeführerin vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung nur in einem 

Pensum von 80 Prozent tätig gewesen sei. Aber bei der entsprechenden Angabe zum 

Pensum handle es sich nur um einen formalen Wert. Effektiv habe die 

Beschwerdeführerin nämlich sogar mehr als 100 Prozent gearbeitet, was ihr ehemaliger 

Vorgesetzter bestätigen könne. Wenn man mit einem Pensum von 80 Prozent rechnen 

wollte, müsste man die tatsächlich geleisteten Überstunden berücksichtigen. Das führe 

zum selben Ergebnis wie die Berücksichtigung des bei einem Vollpensum 

geschuldeten Lohnes. Das Valideneinkommen betrage also 165’000 Franken. Die 

medizinisch attestierte Restarbeits¬fähigkeit von 70 Prozent sei nur in einer intellektuell 

viel weniger anspruchsvollen und auch viel weniger hektischen Tätigkeit ohne eine so 

hohe Verantwortung verwertbar. Das Invalideneinkommen müsse folglich ausgehend 

vom Kompetenzniveau 2 berechnet werden. Unter Berücksichtigung des 

Arbeitsfähigkeitsgrades ergebe sich ein Invalideneinkommen von 54’702 Franken. In 

Relation zum Valideneinkommen von 165’000 Franken resultiere ein Invaliditätsgrad 

von 67 Prozent. Wenn man das Invalideneinkommen in Beziehung zu jenem 

Valideneinkommen setze, das in der ersten Verfügung vom 13. Mai 2011 berücksichtigt 

worden sei (146’580 Franken), resultiere ein Invaliditätsgrad von 63 Prozent. Das 

Gericht müsse allerdings noch von Amtes wegen die Berücksichtigung eines 

„Leidensabzuges“ prüfen. Am 26. Juni 2017 liess die Beschwerdeführerin ein 

Schreiben ihres ehemaligen Vorgesetzten vom 15. Mai 2017 einreichen, laut dem sie 

insgesamt ein Pensum von mehr als 80 Prozent gearbeitet hatte und ihre Tätigkeit gar 

nicht in einem Teilpensum von weniger als 80 Prozent hätte verrichten können (act. G 4 

und G 4.1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 30. August 2017 die Aufhebung der 

Verfügung und die Abweisung des Rentenbegehrens sowie eventualiter die Abweisung 

der Beschwerde (act. G 6). Zur Begründung führte sie aus, die Sachverständigen der 

estimed AG hätten nicht auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Neuropsychologin 

abstellen dürfen, da diese über keinen Arzttitel verfüge. Der Arbeitsunfähigkeitsgrad 

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betrage demnach auch für die angestammte Tätigkeit nur 30 Prozent. Unter 

Berücksichtigung des vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübten 

Pensums von 80 Prozent resultiere nur ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad 

von 34 Prozent. Die nachträglichen Angaben der Beschwerdeführerin bezüglich des 

effektiv geleisteten Vollpensums seien nicht überzeugend.

B.c  Die Beschwerdeführerin liess am 20. September 2017 an ihren Anträgen festhalten 

(act. G 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 11).

Erwägungen

1. 

Über das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin vom März 2008 hätte an sich mit 

einer einzigen Verfügung entschieden werden müssen, denn der Anspruch auf eine 

Rente ist ein Ganzes, weshalb nicht mit mehreren Verfügungen über je einen Teil davon 

entschieden werden kann (vgl. BGE 131 V 164). Das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen hat der Beschwerdeführerin aber in seinem Entscheid IV 2011/203 vom 3. 

September 2013 für einen ersten Zeitraum bis Ende März 2010 direkt eine ganze Rente 

zugesprochen und die Sache (nur noch) zur Abklärung bezüglich des Rentenanspruchs 

für die Zeit ab April 2010 an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, das heisst es 

hat den an sich unteilbaren Rentenanspruch in zwei gesonderte Teile aufgespalten. 

Diesem Entscheid folgend hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit 

einer Verfügung vom 4. Dezember 2013 für die Zeit bis Ende März 2010 eine ganze 

Rente zugesprochen. Diese Verfügung ist unangefochten in formelle Rechtskraft 

erwachsen und damit für die Parteien und auch für das Gericht verbindlich geworden. 

Vor diesem Hintergrund besteht keine Möglichkeit mehr, die an sich unzulässige 

Aufteilung des Rentenanspruchs rückgängig zu machen. Das Versicherungsgericht 

kann in diesem Beschwerdeverfahren nur noch den Rentenanspruch ab April 2010 

prüfen (vgl. dazu auch den Entscheid IV 2016/92 des St. Galler Versicherungsgerichtes 

vom 15. Februar 2017, E. 1).

2. 

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Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die 

während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, hat gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen 

Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Laut dem Art. 28a Abs. 1 IVG in 

Verbindung mit dem Art. 16 ATSG wird für die Bemessung der Invalidität das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu 

jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben 

wäre.

3. 

3.1  Die Beschwerdegegnerin hat den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin zu 

Recht anhand eines (reinen) Einkommensvergleichs und nicht in Anwendung der 

sogenannten gemischten Methode berechnet. Allerdings hat sie die 

Beschwerdeführerin als „Teilzeit-Privatier“ qualifiziert und lediglich jenen Lohn als 

Valideneinkommen berücksichtigt, den die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 

80 Prozent erzielt hätte. Die Beschwerdeführerin hat dagegen vorbringen lassen, das 

formal vereinbarte Pensum von 80 Prozent habe einem üblichen Vollpensum 

entsprochen, denn in ihrer früheren Tätigkeit hätten immer wieder Überstunden in 

einem erheblichen Ausmass geleistet werden müssen. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades müsse folglich mit einem gewöhnlichen Vollpensum oder aber mit 

einem Pensum von 80 Prozent plus Überstunden von 20 Prozent gerechnet werden, 

was beides zum selben Ergebnis führe. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt 

werden, da für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht ein abstraktes, 

generelles Vollpensum (z.B. immer 42 Stunden pro Woche), sondern vielmehr jenes 

Pensum massgebend ist, das in Bezug auf die konkrete Tätigkeit einem üblichen 

Vollpensum entspricht. Offenbar entspricht es in jener Tätigkeit, die von der 

Beschwerdeführerin vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübt 

worden ist, der Regel, dass in einem Vollpensum über das ganze Jahr hinweg gesehen 

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wesentlich mehr als 42 Stunden pro Woche gearbeitet wird. Diese Tatsache ist bei der 

Festsetzung des Valideneinkommens zu berücksichtigen, das heisst als Vollpensum 

kann nur das in dieser Tätigkeit übliche Vollpensum (inkl. Überzeit) qualifiziert werden. 

Das bedeutet, dass vorliegend also tatsächlich mit einem Pensum von 80 Prozent 

gerechnet werden müsste, wenn das tatsächliche Pensum für die Festsetzung des 

Valideneinkommens massgebend wäre. Allerdings steht das Abstellen auf das 

tatsächliche Pensum (anstelle der Berücksichtigung der Erwerbsmöglichkeiten; vgl. Art. 

7 Abs. 1 ATSG) im Widerspruch zum Wortlaut des Art. 5 Abs. 1 IVG und des Art. 8 Abs. 

3 ATSG, im Widerspruch zum Sinn und Zweck der Invalidenrente, im Widerspruch zum 

Rentensystem der Invalidenversicherung und im Widerspruch zum Willen des 

historischen Gesetzgebers. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat in 

seinem (vom Bundesgericht mit dem Urteil 9C_431/2016 bestätigten) Entscheid IV 

2014/125 vom 24. Mai 2016 mit einer ausführlichen Begründung aufgezeigt, dass sich 

der durch eine Rente der Invalidenversicherung gedeckte Schaden sowohl für 

Erwerbstätige als auch für Nichterwerbstätige anhand der Erwerbsunfähigkeit der 

versicherten Person bemisst und dass das Gesetz nur für jene Fälle eine Ausnahme 

von diesem Grundsatz vorsieht, in denen die versicherte Person bereits vor dem Eintritt 

der Gesundheitsbeeinträchtigung (überhaupt) nicht erwerbstätig gewesen ist und in 

denen ihr die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit aufgrund der Bedeutung des 

Familienlebens nicht zugemutet werden kann. Die Invalidenversicherung ist nämlich 

eine Volksversicherung, deren Rentenleistungen einen Schaden des versicherten Gutes 

„Erwerbsfähigkeit“ abdecken. Als eine Erwerbsunfähigkeit gilt der Verlust an 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Der Frage, ob eine 

versicherte Person diese Möglichkeiten vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung genutzt hat, kommt dabei keine Bedeutung zu. Der 

Gesetzgeber hat aus diesem Grund bei der Schaffung des IVG explizit festgehalten, 

dass sich die Invalidität auch für Haustöchter, Privatiers und Hausfrauen, die teilweise 

erwerbstätig gewesen sind, anhand eines reinen Einkommensvergleichs zu bemessen 

habe (vgl. BBl 1958 II 1162 und den Bericht der Expertenkommission vom 30. 

November 1956, S. 27 und 116 ff. und zum Ganzen auch den Entscheid IV 2014/125 

des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 24. Mai 2016, E. 2.2, mit zahlreichen 

Hinweisen). Dabei muss auf der Validenseite von einem Vollpensum ausgegangen 

werden, denn eine gesunde Person ist in aller Regel fähig, ein Vollpensum zu leisten, 

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weshalb ihre Erwerbsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt – 

unabhängig vom effektiv geleisteten Pensum – jenen einer vollerwerbstätigen Person 

entsprechen. Das ist vom IV-Verordnungsgeber in Bezug auf die gemischte Methode 

mittlerweile explizit bekräftigt worden (vgl. Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV). Folglich spielt es 

im vorliegenden Fall keine Rolle, wie hoch das Arbeitspensum gewesen ist, das die 

Beschwerdeführerin vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung effektiv 

ausgeübt hat. Für die Bestimmung des Valideneinkommens massgebend ist also, was 

die Beschwerdeführerin in einem Vollpensum hätte verdienen können.

3.2  Die Beschwerdeführerin hat ursprünglich eine pflegerische Ausbildung (inkl. 

Weiterbildungen) absolviert. Sie ist aber nur einige Jahre im erlernten Beruf tätig 

gewesen und hat sich anschliessend beruflich neu orientiert: Sie hat eine Arbeitsstelle 

als „Business Finance Manager“ angetreten und nebenbei eine wirtschaftliche 

Weiterbildung absolviert. In der neuen Tätigkeit, die sie dann während vielen Jahren 

ausgeübt hat, ist sie in einer die Geschäftsleitung unterstützenden, 

verantwortungsvollen Funktion eingesetzt worden. Die Arbeit hat sehr hohe 

Anforderungen an die Konzentration, an die Daueraufmerksamkeit, an die generelle 

Belastungsfähigkeit und an die zeitliche Flexibilität gestellt. Der ehemalige Vorgesetzte 

hat überzeugend dargestellt (vgl. act. G 4.1), dass sich die Beschwerdeführerin ständig 

für ausserordentliche Einsätze oder Phasen mit massiven Überzeiten hatte bereit halten 

müssen. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin dieser Belastung über Jahre 

hinweg standgehalten hat, zeigt, dass sie ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung auch 

weiterhin in der Lage gewesen wäre, diese Arbeit zu verrichten. Indizien, die darauf 

hindeuten würden, dass die Beschwerdeführerin ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung ihren Beruf oder ihre Arbeitsstelle gewechselt hätte, sind 

nicht ersichtlich. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin ohne eine Gesundheitsbeeinträchtigung ihre bisherige Tätigkeit 

noch während den letzten Jahren bis zur ordentlichen Alterspensionierung 

weitergeführt hätte. Gemäss den überzeugenden, mit den Einträgen im individuellen 

Beitragskonto der Beschwerdeführerin im Einklang stehenden Angaben der ehemaligen 

Arbeitgeberin hätte die Beschwerdeführerin damit (weiterhin) ein Einkommen von 

150’000 Franken plus zehn Prozent Bonus, total also 165’000 Franken erzielen können. 

Dieser Betrag ist als Valideneinkommen zu berücksichtigen.

4. 

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4.1  Bei der Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens 

kommt in aller Regel der medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzung eine entscheidende 

Bedeutung zu. Nachdem das Versicherungsgericht bereits im Entscheid IV 2011/203 

vom 3. September 2013 ausführlich begründet dargelegt hatte, dass weder das 

Gutachten der MEDAS Ostschweiz noch jenes von Dr. C.___ eine überwiegend 

wahrscheinlich richtige Arbeitsfähigkeitsschätzung enthielten, die eine Grundlage für 

die Bestimmung des Invalideneinkommens bilden könnte, hat die Beschwerdegegnerin 

die estimed AG mit einer erneuten Begutachtung beauftragt. Erst deren Gutachten hat 

ein neuropsychologisches Teilgutachten enthalten, obwohl an sich schon bald nach 

der Anmeldung zum Leistungsbezug erkennbar gewesen war, dass eine 

neuropsychologische Untersuchung für die Arbeitsfähigkeitsschätzung unerlässlich 

sein dürfte. Das Gutachten der estimed AG beruht auf den objektiven klinischen 

Befunden, die die Sachverständigen bei eingehenden persönlichen Untersuchungen 

erhoben haben. Die Sachverständigen haben sich zudem eingehend mit den subjektiv 

geklagten Beschwerden und mit den Angaben in den medizinischen Vorakten 

auseinandergesetzt. Sie haben also über eine umfassende medizinische Sachkenntnis 

verfügt. Gestützt darauf haben sie mit einer auch für einen medizinischen Laien 

nachvollziehbaren und überzeugenden Begründung ihre Diagnosen hergeleitet und die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geschätzt. Auch die Gesamtwürdigung im 

Rahmen der Konsensbesprechung überzeugt. Abgesehen von einer 

Widersprüchlichkeit bezüglich der Arbeitsfähigkeitsschätzung für die bisherige Tätigkeit 

aus neuropsychologischer Sicht, die von den Sachverständigen nachträglich beseitigt 

worden ist (vgl. dazu die folgende E. 4.2), enthält das Gutachten keine Widersprüche 

oder Ungereimtheiten, die Zweifel an seiner Überzeugungskraft wecken würden. Auch 

in den übrigen Akten finden sich keine Angaben, die solche Zweifel begründen 

könnten. Folglich ist in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten der estimed AG vom 

11. April 2016 abzustellen.

4.2  Obwohl das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Beschwerdegegnerin 

im Entscheid IV 2011/203 vom 3. September 2013 explizit angehalten hatte, einen 

Berufsberater mit der Erstellung eines konkreten Anforderungsprofils zu beauftragen 

und die Beschwerdeführerin erst anschliessend erneut medizinisch begutachten zu 

lassen, hat diese ohne eine vorgängige berufsberaterische Abklärung direkt eine 

medizinische Begutachtung in die Wege geleitet. Auch nach dieser Begutachtung hat 

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die Beschwerdegegnerin keine berufsberaterische Abklärung durchgeführt. An sich 

müsste der Sachverhalt deshalb als ungenügend abgeklärt qualifiziert werden. 

Allerdings erlauben es die Angaben der Sachverständigen der estimed AG (im 

Gutachten und in der nachträglichen Stellungnahme), die Angaben der ehemaligen 

Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin und des ehemaligen Vorgesetzten sowie die 

allgemeine Lebenserfahrung der Richter, die Frage nach der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin in der angestammten und in einer ideal leidensadaptierten 

Tätigkeit auch ohne einen Bericht eines Berufsberaters zu beantworten. Die 

Sachverständigen der estimed AG haben nämlich festgehalten, dass die frühere 

Tätigkeit als unzumutbar qualifiziert werden müsse, wenn diese nur „ganz oder gar 

nicht“ verrichtet werden könne, wie beispielsweise jene eines Piloten oder eines 

Chirurgen. Damit haben sie entgegen der Interpretation der Beschwerdegegnerin nicht 

zum Ausdruck bringen wollen, dass es massgebend sei, ob die frühere Tätigkeit nur im 

Voll- oder auch in einem Teilpensum ausgeübt werden könne. Vielmehr haben sie die 

Auffassung vertreten, es sei entscheidend, ob die Tätigkeit uneingeschränkte kognitive 

Fähigkeiten voraussetze. Das zeigen die angeführten Beispiele: Ein Pilot und ein 

Chirurg können durchaus in einem Teilpensum tätig sein, aber während der Arbeit 

benötigen beide eine uneingeschränkte, überdurchschnittliche Kognition, da 

Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsstörungen fatale Folgen haben könnten. 

Sinngemäss haben die Sachverständigen der estimed AG festgehalten, dass in Bezug 

auf vergleichbare kognitiv anforderungsreiche Tätigkeiten vom (offenbar die 

Anforderungen der beruflichen Tätigkeit völlig ignorierenden) Richtwert der 

massgebenden Leitlinien abgewichen und die entsprechende Tätigkeit als gänzlich 

unzumutbar qualifiziert werden müsse. Die ehemalige Arbeitgeberin der 

Beschwerdeführerin hat bereits im April 2008 angegeben, dass die Tätigkeit hohe 

Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und an die Belastbarkeit stelle. Die 

Beschwerdeführerin müsse anhand komplexer elektronischer Tabellen und interner 

Software Finanzzahlen zusammenstellen, Präsentationen für die Geschäftsleitung 

erstellen, Daten kontrollieren und analysieren sowie an internen Besprechungen 

teilnehmen. Den Ausführungen des ehemaligen Vorgesetzten vom Mai 2017 lässt sich 

entnehmen, dass immer wieder Zeiten aufgetreten sind, in denen die 

Beschwerdeführerin ein ausserordentlich hohes Pensum hat bewältigen müssen. 

Konzentrationsstörungen, eine verminderte Aufmerksamkeit oder eine vorzeitige 

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Ermüdbarkeit hätten die Erfüllung der qualitativen und der quantitativen Vorgaben der 

Arbeitgeberin verunmöglicht. Gerade bei der Analyse von Daten und bei der 

Zusammenstellung von – für die strategischen Entscheide der Geschäftsleitung 

massgebenden – Zahlen aus diversen komplexen Quellen hätte sich die 

Beschwerdeführerin keine Fehler leisten können. Zudem hatte sich schon vor dem 

Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung gezeigt, dass eine Reduktion des Pensums 

auf 60 Prozent nicht möglich gewesen war. Die Beschwerdeführerin hat also qualitativ 

und quantitativ überdurchschnittliche Leistungen erbringen müssen. Dazu ist sie 

gemäss den überzeugenden Ausführungen der Sachverständigen der estimed AG nicht 

mehr in der Lage, weshalb ihr die frühere Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden kann. 

Aus der Angabe des ehemaligen Vorgesetzten bezüglich der Belastungen während den 

(immer wieder auftretenden) „Spitzenzeiten“ könnte zwar abgeleitet werden, dass es 

auch Zeiten gegeben haben muss, in denen die Beschwerdeführerin weniger 

anforderungsreiche Arbeiten verrichtet hat, die ihr trotz ihrer kognitiven 

Funktionseinbussen auch weiterhin noch zumutbar sein dürften. Aber diese Arbeiten 

könnte auch eine Sachbearbeiterin mit einer durchschnittlichen kaufmännischen 

Ausbildung verrichten. Für diese Arbeiten allein wäre natürlich nur ein 

durchschnittlicher Lohn für eine durchschnittlich ausgebildete kaufmännische 

Sachbearbeiterin geschuldet. Wenn die Beschwerdeführerin sich also auf diese 

Arbeiten beschränken müsste, müsste der Ausgangswert des Invalideneinkommens 

wesentlich tiefer als das Valideneinkommen sein. Zudem dürften diese Arbeiten nur 

einen geringen Teil des Gesamtpensums ausgemacht haben, weshalb eine 

Beschränkung auf diese Arbeiten einen sehr tiefen Beschäftigungsgrad zur Folge 

haben müsste. Der geringe Anteil von weniger anforderungsreichen Arbeiten ändert 

also nichts an der Tatsache, dass die frühere Tätigkeit gesamthaft nicht mehr zumutbar 

ist. Die Beschwerdegegnerin hat zwar eingewendet, dass eine neuropsychologische 

Arbeitsfähigkeitsschätzung rechtsprechungsgemäss nicht ausschlaggebend sein dürfe, 

weil ein Neuropsychologe kein Arzt sei. Dabei hat sie aber verkannt, dass die 

medizinischen Fachärzte der estimed AG die Schluss¬folgerungen der 

Neuropsychologin in ihrer Konsensbesprechung und bei der nachträglichen 

Stellungnahme gewürdigt und als überzeugend qualifiziert hatten. Auch wenn die 

neuropsychologische Arbeitsfähigkeitsschätzung ein grosses Gewicht gehabt hat, 

beruht die Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gesamtgutachten also auf einer 

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interdisziplinären medizinischen Würdigung der objektiven Befunde und der Angaben in 

den Vorakten. Der Einwand der Beschwerdegegnerin verfängt folglich nicht. Gestützt 

auf das überzeugende Gutachten der estimed AG ist der Beschwerdeführerin die 

frühere Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Die Invalidenkarriere kann also entgegen der 

Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht mit der Validenkarriere identisch sein.

4.3  Für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit haben die 

Sachverständigen der estimed AG gesamthaft eine Arbeitsunfähigkeit von 30 Prozent 

attestiert. Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung haben sie überzeugend mit einem erhöhten 

Pausenbedarf (für Entspannungsübungen), mit einer erhöhten Ermüdbarkeit und einer 

damit einhergehenden Verlangsamung sowie mit den festgestellten 

neuropsychologischen Defiziten („dreinschiessende“ Arbeitsweise; Verminderung der 

Daueraufmerksamkeit) begründet. Zu beantworten bleibt aber die Frage nach dem 

Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens. Dafür ist auf 

statistische Daten respektive auf die Ergebnisse der Schweizer Lohnstrukturerhebung 

(LSE) zurückzugreifen. Gemäss den Schilderungen zu den verbliebenen Ressourcen im 

Gutachten der estimed AG ist davon auszu¬gehen, dass die Beschwerdeführerin nicht 

nur einfache und repetitive Tätigkeiten im Sinne des Anforderungsniveaus 4 (LSE 2010, 

TA1), sondern durchaus auch etwas anspruchsvollere Tätigkeiten, die Berufs- und 

Fachkenntnisse voraussetzen, also Tätigkeiten im Sinne des Anforderungsniveaus 3 

(LSE 2010, TA1) verrichten kann; ihre kognitiven Defizite verunmöglichen allerdings 

Tätigkeiten in einem höheren Anforderungsniveau. Da keine branchenspezifischen 

Beschränkungen zu beachten sind, beträgt der für die Berechnung des 

Ausgangswertes des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens massgebende 

standardisierte Monatslohn also 5’202 Franken. Unter Berücksichtigung der 

betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden (im Jahr 2010) ergibt sich ein Jahreslohn 

von 64’921 Franken. Da die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsleistung aber nicht 

konstant und zuverlässig erbringen kann, da die Qualität ihrer Arbeit krankheitsbedingt 

starken Schwankungen unterworfen sein wird, da die Beschwerdeführerin zeitlich 

unflexibel wird arbeiten müssen und da sie mit ihrer „dreinschiessenden“ Arbeitsweise 

vermehrte Missverständnisse verursachen und dadurch die Betriebsabläufe stören 

wird, kann ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender Arbeitgeber ihr keinen 

Lohn ausrichten, der jenem einer durchschnittlich leistungsfähigen, gesunden 

Arbeitnehmerin entspricht. Nur ein selbst nicht betriebswirtschaftlich-ökonomischen 

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Zwängen unterworfener Arbeitgeber könnte es sich leisten, der Beschwerdeführerin 

einen durchschnittlichen Lohn zu bezahlen, worin dann aber ein Soziallohnanteil 

enthalten wäre. Die Sachverständigen der estimed AG haben deshalb auch die Frage 

aufgeworfen, ob die Beschwerdeführerin überhaupt noch ausserhalb eines geschützten 

Rahmens arbeitsfähig sei. Diese Frage ist auf der Grundlage des Konzeptes des 

allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu bejahen, aber bei der Ermittlung 

des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist praxisgemäss ein 

Tabellenlohnabzug von 15 Prozent zu berücksichtigen (vgl. BGE 126 V 75). Das 

Invalideneinkommen beträgt folglich 38’628 Franken (= 64’921 Franken × 85 Prozent × 

70 Prozent). Angesichts des Valideneinkommens von 165’000 Franken ergibt sich ein 

Invaliditätsgrad von 76,59 Prozent. Ohne einen Tabellenlohnabzug würde sich der 

Invaliditätsgrad auf 72,46 Prozent belaufen. So oder anders hat die 

Beschwerdeführerin gemäss dem Art. 28 Abs. 2 IVG also einen Anspruch auf eine 

ganze Rente der Invalidenversicherung.

5. 

Angesichts der in der E. 1 erwähnten Beschränkung des Verfahrens ist nur zu prüfen, 

wie es sich bezüglich des Rentenanspruchs im Zeitraum von April 2010 bis zur 

Eröffnung der angefochtenen Verfügung vom 23. März 2017 verhalten hat. Die 

Sachverständigen der estimed AG haben festgehalten, dass retrospektiv nichts für eine 

wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes beziehungsweise der 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der Zeit seit April 2010 spreche. Diese 

Angabe steht im Einklang mit den übrigen Akten. Es besteht kein Grund dafür, sie 

anzuzweifeln. Folglich ist die ganze Rente rückwirkend ab April 2010 und unbefristet 

zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenbeträge an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6. 

Die Beschwerdeführerin obsiegt damit vollständig. Die Gerichtskosten sind folglich der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete 

Kostenvorschuss zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat der 

Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Da seit den beiden letzten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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Gerichtsverfahren nur verhältnismässig wenig neue Akten angefallen sind und da der 

Fall der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin aus den vorgängigen Verfahren 

bestens vertraut gewesen ist, ist von einem insgesamt unterdurchschnittlichen 

erforderlichen Vertretungsaufwand auszugehen. Die Parteientschädigung wird deshalb 

auf 3’000 Franken (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 23. März 2017 

aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 

1. April 2010 einen Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat; die 

Sache wird zur Festsetzung der Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; der 

Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken 

zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit 3’000 Franken zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2018
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Invalidenrente. Invaliditätsbemessung. Valideneinkommen in einer Tätigkeit mit einer überdurchschnittlichen Arbeitszeitbelastung. Unzumutbarkeit einer höchst anforderungsreichen Tätigkeit aufgrund von neurokognitiven Funktionsbeeinträchtigungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2018, IV 2017/178). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_504/2018.

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