# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 812c702c-e9c2-53d0-8992-be34309e287b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.09.2011 D-5022/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5022-2011_2011-09-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5022/2011

U r t e i l   v om   2 0 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richter Pietro Angeli­Busi, Richter Thomas Wespi,   
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

Parteien X._______, geboren am _______,
Eritrea, 
_______ 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 18. Juli 2011 / N _______.

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Sachverhalt:

A. 
A.a. Mit Eingabe vom 18. Januar 2011 an die schweizerische Botschaft in 
_______ ersuchte der Beschwerdeführer um Bewilligung der Einreise  in 
die Schweiz und um Gewährung von Asyl. 

A.b.  Mit  Schreiben  vom  30.  Mai  2011  teilte  das  BFM  dem 
Beschwerdeführer mit,  im anhängig gemachten Asylverfahren werde auf 
eine Befragung verzichtet. Gleichzeitig  forderte es  ihn unter Hinweis auf 
seine Mitwirkungspflicht auf, ergänzende Angaben zum Asylbegehren zu 
machen. 

A.c.  Am  26.  Juni  2011  gab  der  Beschwerdeführer  eine  präzisierende 
Eingabe und Beweismittel (Kopien von Ausweisen) zu den Akten.

B. 
In den beiden vorerwähnten Eingaben machte der Beschwerdeführer  im 
Wesentlichen  geltend,  als  eritreischer  Staatsbürger  in  Äthiopien 
aufgewachsen  zu  sein.  Im  Jahre  1999  sei  er  durch  die  äthiopischen 
Behörden nach Eritrea deportiert worden. Es sei  ihm ermöglicht worden, 
seine universitäre Ausbildung  in _______  fortzusetzen. Danach habe er 
als  Sprachlehrer  gearbeitet.  Wegen  seiner  Religion  (Mitglied  der 
Pfingstgemeinde) sei es zu Konflikten gekommen. Im Jahr 2008 seien er 
und  andere  Lehrer  inhaftiert  und  geschlagen  worden.  In  Anbetracht 
dieser Situation sei er am 4. Februar 2009  in den Sudan geflohen. Dort 
habe er bis zum 7. Mai 2009 in einem Flüchtlingslager gelebt. Aktuell lebe 
er zusammen mit einer ihm aus Eritrea bekannten Person in _______. Da 
er  im  Sudan  keine  Lebenssicherheit  habe  und  eine  Rückführung  nach 
Eritrea befürchte, sei er auf den Schutz der Schweiz angewiesen.

C. 
Mit  Verfügung  vom  18.  Juli  2011  –  eröffnet  am  2.  August  2011 – 
verweigerte  das  BFM  die  Bewilligung  zur  Einreise  in  die  Schweiz  und 
lehnte  das Asylgesuch ab.  Zur Begründung  führte  es  aus,  das UNHCR 
registriere alle im Sudan Zuflucht suchenden Eritreer und weise sie einem 
Flüchtlingslager zu. Dort kümmere sich das UNHCR zusammen mit den 
sudanesischen  Behörden  um  die  Grundversorgung.  Praxisgemäss 
würden entsprechende Asylgesuche von Eritreern aus dem Sudan durch 
die  schweizerischen  Asylbehörden  in  der  Regel  abgewiesen,  da  die 
Schutzgewährung im Drittstaat Sudan meist für genügend erachtet werde 
und  es  den  Betroffenen  zuzumuten  sei,  diesen  Schutz  in  Anspruch  zu 

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nehmen  (Art.  52  Abs.  2  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG, 
SR 142.31]). Es sei zwar davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
in Eritrea eine asylbeachtliche Verfolgung zu befürchten hätte.  Indessen 
befinde er sich aktuell im Sudan, wo er durch das UNHCR als Flüchtling 
registriert  sei,  im Flüchtlingslager _______ gelebt habe und sich  jetzt  in 
_______  aufhalte.  Das  Risiko,  als  registrierter  Flüchtling  nach  Eritrea 
verschleppt zu werden, sei gemäss Erkenntnissen der Botschaft vor Ort 
als  sehr  gering  einzustufen.  Angesichts  der  Anwesenheit  von  rund 
165'800  eritreischen  Flüchtlingen  und  Asylbewerber  im  Sudan 
(Quellenangabe für die Schätzung aus dem Jahr 2009) sei die Lage vor 
Ort  zwar  nicht  einfach.  Es  bestünden  jedoch  keine  konkreten 
Anhaltspunkte  für die Annahme, dass ein weiteres Verbleiben  im Sudan 
nicht  zumutbar  oder möglich wäre. Da Flüchtlinge  im Sudan  kein  freies 
Aufenthaltsrecht  im ganzen Land besitzen und  vom UNHCR  registrierte 
Flüchtlinge  einem  bestimmten  Flüchtlingslager  zugeteilt  würden,  sei  es 
ihm  zuzumuten,  wieder  in  das  zugewiesene  Flüchtlingslager 
zurückzukehren. Somit benötige er den zusätzlichen subsidiären Schutz 
der Schweiz gemäss Art. 52 Abs. 2 AsylG nicht. Der Verbleib  im Sudan 
sei  ihm  zuzumuten.  Die  Anträge  auf  Einreiseerlaubnis  und  Gewährung 
des Asyls seien damit abzulehnen.

D. 
Mit Eingabe vom 18. August 2011 (Eingang Botschaft: 24. August 2011; 
Eingang Bundesverwaltungsgericht: 13. September 2011) beantragte der 
Beschwerdeführer  die  Aufhebung  des  vorinstanzlichen  Entscheids  und 
die Schutzgewährung  in der Schweiz. Er machte geltend, Eritrea wegen 
religiös  motivierter  Verfolgung  verlassen  zu  haben.  Es  sei  ihm  nicht 
zuzumuten,  in einem Flüchtlingslager zu  leben. Auch  im Sudan habe er 
Verfolgung  erlitten.  So  sei  die  Polizei  in  seine Wohnung  eingedrungen 
und habe ihn samt seiner Freundin unter entwürdigenden Umständen auf 
den  Posten  gebracht.  Sie  hätten  Schläge  erlitten  und  einige  Zeit  im 
Gefängnis verbringen müssen. Als bekennende Christen seien sie unter 
Drohungen aufgefordert worden, die muslimischen Gesetze einzuhalten. 
Seit der Haftentlassung leide er unter psychischen Beschwerden. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

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gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

2.2.  Amtssprachen  des  Bundes  sind  das  Deutsche,  Französische  und 
Italienische  (vgl.  Art.  70  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]). 
Aus  prozessökonomischen  Gründen  ist  vorliegend  indes  auf  die 
Nachforderung  einer  Übersetzung  der  englischsprachigen  Eingabe  zu 
verzichten.

3. 
Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet.

4. 

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4.1. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in 
dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität, 
Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer 
politischen  Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  sind  oder 
begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als 
ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des  Leibes,  des 
Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen 
psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

4.2. Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die 
Einreise  zur Abklärung  des Sachverhaltes, wenn  ihnen  nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz­ oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder  in ein 
anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art.  20 Abs. 3 AsylG kann das 
Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische 
Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die 
glaubhaft  machen,  dass  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und  Leben 
oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.

4.3.  Bei  diesem  Entscheid  gelten  restriktive  Voraussetzungen  für  die 
Erteilung  einer  Einreisebewilligung,  wobei  den  Behörden  ein  weiter 
Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im 
Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, 
die  Möglichkeit  der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die 
Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und 
objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die 
voraussichtlichen  Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in 
Betracht zu ziehen (vgl. Art. 52 Abs. 2 AsylG).

5. 
Gemäss  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  ist  die  asylsuchende 
Person  im Auslandverfahren  in der Regel  zu befragen. Davon kann nur 
abgewichen  werden,  wenn  eine  Befragung  faktisch  oder  aus 
organisatorischen  beziehungsweise  kapazitätsmässigen  Gründen  nicht 
möglich  ist.  Falls  die  Befragung  nicht  durchgeführt  werden  kann,  muss 
die ein Gesuch stellende Person ­ soweit möglich und notwendig ­ mittels 
eines  individualisierten  und  konkretisierten  Schreibens  aufgefordert 
werden, ihre Gründe für das Asylgesuch schriftlich einzureichen. Dabei ist 
sie  auf  die  allfällige  Konsequenz  eines  negativen  Entscheids  infolge 
Verletzung  ihrer  Mitwirkungspflicht  aufmerksam  zu  machen  (vgl.  BVGE 
2007/30 E. 5). Das BFM hat keine Befragung durchgeführt und den damit 

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einhergehenden  Verfahrensumständen  im  Rahmen  der 
Zwischenverfügung vom 30. Mai 2011 hinreichend Rechnung getragen. 

6. 
6.1.  In  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  ist  zunächst  festzustellen, 
dass  eine  flüchtlingsrechtlich  relevante  Gefährdung  des 
Beschwerdeführers  im  Falle  seiner  Rückkehr  nach  Eritrea  durchaus 
gegeben  sein  könnte.  Er  befindet  sich  aktuell  indes  im  Sudan,  was 
hinsichtlich  der  bei  einem  im  Ausland  gestellten  Asylgesuch  weiter  zu 
prüfenden  Frage,  ob  ihm  die  Aufnahme  in  einem  Drittstaat  zugemutet 
werden kann, zu berücksichtigen ist (Art. 52 Abs. 2 AsylG). Im Sudan ist 
er  gemäss  seinen  eigenen  Angaben  seit  dem  4.  Februar  2009.  Die 
Vorinstanz hält  in  ihrem Entscheid vom 18. Juli  2011 gestützt auf  seine 
Aussagen  fest,  er  habe  sich  beim  UNHCR  gemeldet  und  den 
Flüchtlingsstatus erhalten. Der Beschwerdeführer bringt vor, er befürchte 
eine  Deportation  nach  Eritrea.  Zudem  werde  er  wegen  seiner  Religion 
auch im Sudan verfolgt.  

6.2. Diese  Argumente  des  Beschwerdeführers  sind  jedoch  nicht  derart, 
dass  es  für  ihn  in  Berücksichtigung  der  heutigen  Situation  im  Sudan 
objektiv  unzumutbar  erscheint,  den  in  diesem  Land  gegenüber  der 
Verfolgungsgefahr  im  Heimatstaat  bestehenden  Schutz  weiterhin  in 
Anspruch  zu  nehmen.  So  ist  es  ihm  unbenommen,  sich  an  die  örtliche 
Vertretung  des  UNHCR  zu  wenden,  um  die  geltend  gemachten 
polizeilichen  Übergriffe  zu  melden.  Ausserdem  hat  er  grundsätzlich  die 
Möglichkeit,  sich  wieder  in  einem  Flüchtlingslager  des  UNHCR 
niederzulassen,  falls er sich an seinem aktuellen Aufenthaltsort offenbar 
ausserhalb  eines  Lagers  nicht  hinreichend  sicher  fühlen  sollte.  Im 
Weiteren  kann  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  des  BFM  verwiesen 
werden. Dies gilt  auch  in Bezug auf die geltend gemachte Gefahr einer 
Deportation  nach  Eritrea.  Zwar  wird  von  einigen  Deportationen  von 
Eritreern  in  den  Heimatstaat  berichtet  (vgl.  ALEXANDRA  GEISER,  SFH­
Länderanalyse,  Eritrea:  Deportation  von  eritreischen  Flüchtlingen  und 
Asylsuchenden aus dem Sudan, Bern 24. Februar 2010). Angesichts der 
Zahl von gegen 170'000 eritreischen Flüchtlingen und Asylsuchenden im 
Sudan, ergibt sich allein daraus  jedoch noch keine generelle Gefahr der 
Rückschiebung. Der Beschwerdeführer  lebt sodann offenbar bereits seit 
über  zwei  Jahren  im  Sudan,  wohnt  in  _______  und  geht  einer 
regelmässigen  Arbeitsbeschäftigung  nach.  Politisch  ist  der 
Beschwerdeführer nicht aktiv. Insgesamt ergibt sich aus den Akten damit 

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kein  Profil,  das  ihn  einer  konkreten  Gefahr  der  Deportation  aussetzen 
könnte (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D­4758/2010 vom 30. 
August  2010).  Zudem  ist  auch  hier  anzumerken,  dass  der 
Beschwerdeführer im Sudan nicht über ein freies Aufenthaltsrecht verfügt 
und  demnach  gehalten  wäre,  in  das  ihm  zugewiesene  Flüchtlingslager 
zurückzukehren,  was  wiederum  eine  Gefahr  der  Deportation  in  den 
Heimatstaat weiter minimieren würde. 

6.3.  Eine  Schutzgewährung  durch  die  Schweiz  aufgrund  einer 
entsprechenden  Schutzbedürftigkeit  erscheint  somit  gestützt  auf  Art. 52 
Abs. 2  AsylG  unter  Berücksichtigung  aller  Umstände  nicht  als 
erforderlich.

6.4.  Ferner  macht  der  Beschwerdeführer  nicht  geltend,  in  der  Schweiz 
hielten  sich  Verwandte  auf.  Eine  Bewilligung  der  Einreise  unter  dem 
Aspekt  des  Familiennachzugs  kommt mithin  ebenfalls  nicht  in  Betracht. 
(vgl. Art. 51 AsylG). 

6.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM zutreffend festgestellt 
hat,  der  Beschwerdeführer  sei  nicht  schutzbedürftig  im  Sinne  des 
Asylgesetzes. Unter diesen Umständen hat das Bundesamt zu Recht die 
Erteilung  der  Einreisebewilligung  verweigert  und  das  Asylgesuch 
abgelehnt.

7. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist daher abzuweisen.

8. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs. 1  VwVG).  Aus 
verwaltungsökonomischen  Gründen  sowie  in  Anwendung  von  Art. 63 
Abs. 1  in  fine  VwVG  und  Art.  2  und  6  Bst. b  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  vorliegend  jedoch 
auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
schweizerische Botschaft in _______.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

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