# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 876d5ca9-0734-52a4-a9ff-ee903b12067a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.06.2008 E-3724/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3724-2008_2008-06-11.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3724/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

A._______, geboren _______, Sri Lanka,
vertreten durch Rechtsanwalt Gabriel Püntener,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 22. Mai 2008 / N _______,

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3724/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  -  ein  srilankischer  Staatsangehöriger 
tamilischer  Ethnie  aus  X._______,  Distrikt  Y._______  -  eigenen 
Angaben zufolge seinen Heimatstaat am 27. September 2006 verliess 
und via W._______ und Frankfurt nach Dänemark gelangte,

dass er  Dänemark  anfangs April  2008 verliess  und via Kopenhagen 
mit einem LKW am 7. April 2008 illegal in die Schweiz einreiste, wo er 
am 9. April 2008 um Asyl nachsuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  am  14.  April  2008  im  EVZ  Basel  kurz 
befragt  und  am  15.  Mai  2008  durch  das  BFM  einlässlich  zu  den 
Asylgründen angehört und ihm gemäss Art. 29 des Asylgesetzes vom 
26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  das  rechtliche  Gehör  zu  einer 
allfälligen Rückführung nach Dänemark  gewährt  wurde,  wobei  er  im 
Wesentlichen geltend machte, er habe seit 1997 in Z._______ gelebt, 
wo er bis zu seiner Ausreise im September 2006 ein Geschäft mit (...) 
geführt habe,

dass Familienangehörige des Beschwerdeführers mit  der tamilischen 
Befreiungsorganisation LTTE sympathisiert  hätten und er diese wäh-
rend der Zeit des Waffenstillstandes aktiv unterstützt habe,

dass er wegen Verdachts, für die LTTE Waren zu liefern, 2006 von der 
Polizei mehrmals angehalten und befragt, jedoch nach den Befragun-
gen jeweils wieder freigelassen worden sei,

dass 2006 Gegner der LTTE sein Geschäft  bombardiert,  ihn bedroht 
und Schutzgeld erpresst hätten,

dass er der örtlichen Polizei deshalb Anzeige erstattet habe, diese ihm 
jedoch keinen Schutz gewährt hätten,

dass  er  aus  Angst,  nach  seiner  Rückreise  nach  Sri  Lanka  wegen 
seiner  Nähe  zur  LTTE  ermordet  zu  werden,  nicht  mehr  in  seinen 
Heimatstaat zurückkehren könne, 

dass der Beschwerdeführer 1995 eine srilankische Staatsangehörige 
kennengelernt  habe,  die  ihrem  Vater  im  Rahmen  eines  Familien-
nachzuges 1997 nach Dänemark gefolgt sei,

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dass er sich 2001 mit ihr in W._______ verheiratet habe, worauf seine 
Ehefrau wieder zurück nach Dänemark geflogen sei, wo sie sich noch 
heute als dänische Staatsbürgerin aufhalte,

dass  er  in  Sri  Lanka  während  sechs  Jahren  vergebens  um  eine 
Aufenthaltsbewilligung für Dänemark ersucht habe, um dauerhaft  bei 
seiner Frau leben zu können,

dass die dänischen Behörden dem Beschwerdeführer unter verschie-
denen Vorwänden die Aufenthaltsbewilligung in Dänemark nicht hätten 
erteilen wollen,

dass seine Schwiegerfamilie sodann bei den dänischen Behörden ein 
Sicherheitsdepot von 54'000 Dänischen Kronen hinterlegt hätten, um 
ein dreimonatiges Touristenvisum für den Beschwerdeführer zu erhal-
ten,

dass  der  Beschwerdeführer  damit  am  27.  September  2006  nach 
Dänemark zu seiner Frau habe einreisen können,

dass der Beschwerdeführer aufgrund der veränderten Sicherheitslage 
in Sri Lanka und der Hoffnung, im Rahmen des Familiennachzuges in 
Dänemark bleiben zu können, nach Ablauf seines Touristenvisums am 
25.  Dezember  2006  in  Dänemark  ein  Asylgesuch  gestellt  habe, 
welches abgewiesen wurde, 

dass  es  zwischen ihm und seiner  Ehefrau zu  einem Zerwürfnis  ge-
kommen sei, 

dass er von den dänischen Behörden am 6. Februar 2008 hätte aus-
geschafft werden sollen, weshalb er in die Schweiz geflüchtet sei,

dass er nicht mehr nach Dänemark zurückkehren könne, weil  er mit 
seinem  Schwiegervater  wegen  seiner  Frau  Auseinandersetzungen 
gehabt  habe  und  dieser  ihm  mit  dem  Tode  gedroht  habe,  wenn  er 
Dänemark nicht verlasse,

dass er aus diesen Gründen und aus Angst, von seinem Schwieger-
vater  umgebracht  zu  werden,  nicht  nach  Dänemark  zurückkehren 
könne,

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dass die dänischen Behörden einer Rückübernahme des Beschwerde-
führers zustimmten (vgl. E-Mail vom 7. Mai 2008; act. A 14/1),

dass das BFM mit Verfügung vom 22. Mai 2008 – eröffnet gleichentags 
– in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 
nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  die  Voraus-
setzungen von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG i.V. mit Art. 6a Abs. 2 Bst. b 
AsylG  seien  vorliegend  erfüllt,  da  der  Bundesrat  Dänemark  als  si-
cheren Drittstaat bezeichnet habe, der Beschwerdeführer sich vor der 
Einreise in die Schweiz dort  aufgehalten und jenes Land die Bereit-
schaft zur Rückübernahme erklärt habe,

dass Dänemark effektiven Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 
1  AsylG  biete,  ferner  das Abkommen  vom  28.  Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30)  und die  Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101)  ratifiziert  habe und das Land damit die 
Bedingungen von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG erfülle,

dass  ausser  B._______  weder  Personen,  zu  denen  der  Beschwer-
deführer  eine  enge  Beziehung  habe,  noch  nahe  Angehörige  in  der 
Schweiz leben würden,

dass die Ehefrau des Beschwerdeführers mittlerweile dänische Staats-
angehörige sei und in Dänemark lebe, wodurch diese Verbindung stär-
ker zu gewichten sei, als jene zu B._______,

dass  der  Beschwerdeführer  bereits  in  Dänemark  erfolglos  ein  Asyl-
verfahren  durchlaufen habe  und  seine Aussagen vor  den  dänischen 
Behörden Zweifel  an der Glaubhaftigkeit  seiner Vorbringen erwecken 
würden, 

dass  der  Beschwerdeführer  auch  keine  Gründe  vorgebracht  habe, 
welche  zur  Widerlegung  der  Vermutung  der  Beachtung  des  Non-
refoulement-Gebotes durch Dänemark geeignet wären,

dass daher die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt 
seien und auf das Asylgesuch nicht eingetreten werde,

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dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  5.  Juni  2008  (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei auf-
zuheben zwecks Eintretens auf  das Asylgesuch,  eventualiter  sei  die 
angefochtene Verfügung des BFM aufzuheben unter Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft sowie der Unzulässigkeit des Wegweisungsvoll-
zugs, eventualiter (recte: subeventualiter) sei die Verfügung des BFM 
aufzuheben unter Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzuges nach Dänemark und nach Sri Lanka,

dass  er  ausführt,  das  BFM habe den rechtserheblichen Sachverhalt 
unvollständig und unrichtig abgeklärt  und Bundesrecht, insbesondere 
Art. 3,  7 und Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG, Art. 83 Abs. 3 und 4 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie allenfalls Art. 3 EMRK verletzt,

dass er von seiner Schwiegerfamilie mit dem Tod bedroht worden sei 
und deshalb nicht mehr nach Dänemark einreisen könne und ihm auch 
die  dänischen  Behörden  keinen  staatlichen  Schutz  gewährleisten 
könnten,

dass er ebensowenig nach Sri Lanka zurückkehren könne, da er aus 
dem Norden des Landes komme, wo gemäss einem Grundsatzurteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  von  der  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs auszugehen sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  unter  Bezugnahme  auf  den  Grund-
satzentscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  betreffend  der  Zumut-
barkeit  des  Wegweisungsvollzugs  für  Tamilen  aus  dem  Norden  Sri 
Lankas  (E-2775/2007)  darlegt,  weshalb  bei  den  notwendigen 
rechtserheblichen Sachverhaltsabklärungen vor einem Nichteintretens-
entscheid die Frage im Zentrum stehe, ob in Dänemark ein effektiver 
Schutz vor Rückschaffung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG bestehe,

dass das BFM die Überprüfung der Frage, ob in Dänemark diesbezüg-
lich eine vergleichbare Praxis betreffend der Unzumutbarkeit oder fak-
tischer  Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzugs  bestehe,  offenge-
lassen  habe,  was  Art.  3  EMRK  verletzen  würde,  ginge  der  Schutz 
weniger weit als in der Schweiz,

dass  aufgrund  dieser  Sachlage  eine  detaillierte  Auskunft  über  die 
aktuelle Praxis der dänischen Asylbehörden eingeholt werden müsse,

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dass der  Beschwerdeführer  des  Weiteren  geltend macht,  wenn kein 
mit  der  Schweiz  vergleichbarer  staatlicher  Schutz  bestehe,  sei  ein 
Nichteintretensentscheid nicht haltbar, Art. 5 und Art. 34 Abs. 3 Bst. c 
AsylG würden verletzt, und somit sei Wegweisungsvollzug unzulässig 
und unzumutbar,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  6.  Juni  2008  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass im Übrigen vorliegend hinsichtlich  Sachverhaltsfeststellung und 
Verfahrensgang auf die Akten und den Inhalt der angefochtenen Verfü-
gung verwiesen werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art.  105 AsylG i.V.m. Art.  31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung hat  und daher  zur  Einreichung der  Beschwerde le-
gitimiert ist (Art  6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbstständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 

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die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2008 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche in der 
Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  sicheren 
Drittstaat  nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in 
welchem sie sich vorher aufgehalten haben,

dass nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG der Bundesrat Staaten bezeich-
nen kann, in denen nach seinen Feststellungen effektiver Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht,

dass der vorangegangene Aufenthalt des Beschwerdeführers in Däne-
mark aktenkundig und unbestritten ist, 

dass Dänemark – zusammen mit allen anderen EU- und EFTA Staaten 
– zuletzt  am 14. Dezember 2007 (in  Kraft  seit  1. Januar 2008)  vom 
Bundesrat  als  sicherer  Drittstaat  bezeichnet  worden ist,  womit  keine 
Veranlassung  besteht,  bei  den  dänischen  Asylbehörden  eine  detail-
lierte  Auskunft  zur  aktuellen  Praxis  des  Rückschiebungsschutzes 
Dänemarks einzuholen, weshalb der diesbezügliche Antrag abgewie-
sen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  –  wie  vom BFM zutreffend erkannt  –  in 
den sicheren Drittstaat Dänemark zurückkehren kann, da dessen Be-

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hörden mit nach wie vor gültiger Erklärung vom 7. Mai 2008 gegenüber 
der Schweiz die Rückübernahme ausdrücklich zugesichert haben,

dass nach Art. 34 Abs. 3 AsylG die Bestimmung von Abs. 2 dieses Ar-
tikels keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die asylsu-
chende Person enge Beziehungen hat,  oder nahe Angehörige in der 
Schweiz  leben  (Bst.  a),  die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b) oder Hinweise 
darauf  bestehen,  dass im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor Rück-
schiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c),

dass die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG vorliegend in Bestätigung der 
vorinstanzlichen Erkenntnisse erfüllt sind,

dass der Beschwerdeführer nie behauptete, er hätte zur Schweiz enge 
Beziehungen, 

dass  unerheblich  ist,  ob  der  Beschwerdeführer  persönliche  Anknüp-
fungspunkte zu Dänemark hat (Botschaft des Bundesrates zur Ände-
rung  des  Asylgesetzes  vom  4.  September  2002  [02.060]  S.  6884; 
demgegenüber zur alten Rechtslage der vorsorglichen Wegweisung in 
einen Drittstaat EMARK 1994 Nr. 12 und EMARK 1997 Nr. 16),

dass überdies gemäss der Drittstaatenregelung unbeachtlich ist, ob im 
Drittstaat  ein  Asylverfahren  hängig  oder  schon  abgeschlossen  ist 
(a.a.O. S. 6884),

dass  bei  Anwendung  des  neuen  Nichteintretens-Tatbestandes  von 
Art. 34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat) und im Unterschied zu Abs. 1 
der gleichen Bestimmung (safe country im Sinne eines verfolgungssi-
cheren Herkunftslandes)  nicht  zu  prüfen ist,  ob  Hinweise auf  Verfol-
gung  vorliegen,  sondern  lediglich  die  Ausnahmeklausel  von  Art.  34 
Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist, wonach von einer Wegweisung in 
den Drittstaat  dann abgesehen wird,  wenn die asylsuchende Person 
offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt,

dass somit das BFM nicht darlegen muss, dass der Beschwerdeführer 
die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  erfüllt,  sondern  bereits 
die  Feststellung  genügt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  jedenfalls 
nicht offensichtlich zutage tritt,

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dass sich, wie in der angefochtenen Verfügung zutreffend erkannt, aus 
den Akten keine konkreten Hinweise zur offensichtlichen Annahme der 
Flüchtlingseigenschaft ergeben und auf die betreffenden Erwägungen 
verwiesen werden kann,

dass  die  Beschwerdeschrift  keine Anhaltspunkte  für  eine  gegenüber 
den vorinstanzlichen Erkenntnissen andere Betrachtungsweise in der 
Eintretensfrage enthält,

dass der Vollständigkeit halber zu erwähnen ist,  dass die Erkenntnis 
eines allfälligen weiteren Abklärungsbedarfs  im Hinblick auf  die Prü-
fung  der  Flüchtlingseigenschaft  einen  Nichteintretensentscheid  nach 
Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht abzuwenden vermag,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführer nicht einge-
treten ist,

dass  der  Antrag  des  Beschwerdeführers,  es  sei  bei  den  dänischen 
Asylbehörden  eine  detaillierte  Auskunft  einzuholen,  wie  sich  die 
aktuelle  Praxis  betreffend  den  Rückschiebungsschutz  im  Sinne  von 
Art. 5 Abs. 1 AsylG durch den Drittstaat Dänemark präsentiere, abge-
wiesen wird, zumal – wie oben dargelegt – die Tatsache genügt, dass 
Dänemark  das  Abkommen  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge 
vom  28.  Juli  1951  wie  auch  die  der  Konvention  zum  Schutze  der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten ratifiziert hat, 

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwer-
deschrift näher einzugehen, zumal diese am Ausgang des Verfahrens 
nichts zu ändern vermögen, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

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nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  vorliegend einzig  ein  Vollzug der  Wegweisung nach Dänemark 
zur Diskussion steht, nicht aber ein solcher in das Heimatland des Be-
schwerdeführers,

dass Dänemark die Rückübernahme zugesichert hat, so dass der Be-
schwerdeführer  auch  von  den  dänischen  Behörden  nicht  einfach  in 
sein Heimatland weggewiesen wird,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen (insb. auch Art. 3 EMRK) 
zulässig ist, da der Beschwerdeführer in Dänemark offensichtlich nicht 
an  Leib,  Leben  oder  Freiheit  gefährdet  ist  oder  eine  menschen-
rechtswidrige Behandlung zu befürchten hat und er dort zudem – wie 
bereits oben erkannt – Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 
Abs. 1 AsylG findet, sofern darum ersucht wird,

dass weder die in Dänemark herrschende allgemeine Lage noch sons-
tige Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges des 
Beschwerdeführers nach Dänemark sprechen,

dass eine Feststellung der Unzumutbarkeit die begründete Annahme 
einer konkreten und ernsthaften Gefährdung, mithin einer eigentlichen 
Notlage bedarf, die vom Beschwerdeführer nicht dargetan wird,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Dänemark schliesslich möglich ist, da keine konkreten Vollzugshinder-

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nisse ersichtlich sind (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die dänischen Behörden 
die Rückübernahme zugesichert haben,

dass nach dem Gesagten der vom BFM angeordnete Vollzug der Weg-
weisung als rechtmässig zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt  und Rückkehrförderung (vorab per 
Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand:

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