# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 873d79da-d410-58fc-878a-fc9ad96adc78
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.05.2018 B 2016/193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-193_2018-05-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/193

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 23.05.2018

Entscheiddatum: 23.05.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.05.2018
Art. 24c und 24e RPG (SR 700). Art. 42 RPV (SR 700.1).Bestätigung des 
vorinstanzlichen Entscheids, mit welchem die vom Beschwerdeführer 
beantragte nachträgliche Baubewilligung von bereits erstellten Bauten und 
Anlagen ausserhalb der Bauzone verweigert wurde. Der Grundsatz der 
Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet - als Raumplanungsanliegen im 
Sinn von Art. 24c Abs. 5 RPG - hat zur Folge, dass der Bewilligungsentscheid 
betreffend die in Frage stehenden zonenfremden Bauten und Anlagen 
sowohl Art. 42 Abs. 3 RPV als auch die weiteren einschlägigen 
Bestimmungen wahren muss. Die erstellten Bauten (Hühnerstall, 
Velounterstand) sind weder für eine zeitgemässe Wohnnutzung erforderlich 
noch sind sie darauf ausgerichtet, die Einpassung in die Landschaft zu 
verbessern (vgl. Art. 24c Abs. 4 RPG). Im Weiteren fehlt es am körperlichen 
Zusammenhang zur Hauptbaute. Die Bauten können insbesondere auch mit 
Blick auf die im Jahr 2010 bereits bewilligten erheblichen Erweiterungen 
nicht bloss als untergeordnete zusätzliche Veränderungen bezeichnet 
werden. Die baulichen Massnahmen stehen insofern mit wichtigen Anliegen 
der Raumplanung nicht im Einklang, als die beiden Grundstücke gemäss 
kantonalem Richtplan von einem Kerngebiet - Lebensraum bedrohter 
Tierarten überlagert werden und zudem Teil des Bundesinventars für 
Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung sind.Die 
(zonenfremde) hobbymässige Tierhaltung setzt eine schon bestehende, 
rechtmässig erstellte Baute voraus. Ein Anspruch auf Erstellung neuer 
zonenfremd genutzter Nebenbauten ist bereits insofern nicht gegeben, als 
es bei diesen an einem körperlichen Zusammenhang zur Hauptbaute 
fehlt.Die Verweigerung der nachträglichen Bewilligung der Bauten und 
Anlagen mit gleichzeitiger Anordnung der Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands verstösst unter gegebenen Umständen nicht gegen 
das Verhältnismässigkeitsprinzip (Verwaltungsgericht, B 2016/193).

Besetzung

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Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Schmid

 

Verfahrensbeteiligte

A.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marcel Köppel, Grossfeldstrasse 45, 

7320 Sargans,

gegen

 

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

 

WWF Schweiz, Hohlstrasse 110, Postfach, 8010 Zürich,  

Beschwerdegegner,

vertreten durch WWF Sektion St. Gallen, Merkurstrasse 2, Postfach 2341, 9001 St. 

Gallen,

zusätzlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Schmid, Engelgasse 2, 

Postfach 230, 9004 St. Gallen,

 

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Politische Gemeinde X., Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,

 

Gegenstand

Baugesuch und Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

a. A.Y. ist Eigentümer der in der Landwirtschaftszone liegenden Grundstücke Nrn. 

0000 und 0001, Grundbuch X. Gemäss kantonalem Richtplan werden die Grundstücke 

von einem Kerngebiet - Lebensraum bedrohter Tierarten überlagert. Das Gebiet ist 

zudem Teil des Bundesinventars für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler 

Bedeutung (BLN-Objekt Nr. 0002). Grundstück Nr. 0000 ist mit einem Wohnhaus und 

einem Unterstand überbaut. Das Wohnhaus wurde bereits vor 1972 

nichtlandwirtschaftlich genutzt. Auf dem teilweise bewaldeten Grundstück Nr. 0001 

befindet sich eine Scheune. Mit Baugesuch vom 12. Januar 2010 ersuchte A.Y. bei der 

Gemeinde X. um Erteilung einer Baubewilligung für den Um- und Ausbau des 

Wohnhauses. Nachdem die Stiftung WWF Schweiz, vertreten durch die WWF Sektion 

St. Gallen, gegen das Baugesuch Einsprache erhoben hatte, bestätigte A.Y., dass 

weder eine gewerbliche Nutzung noch ein Beherbergungsbetrieb und auch keine 

veränderte Umgebungsnutzung geplant seien. Hierauf zog die Stiftung die Einsprache 

zurück und der Gemeinderat erteilte am 18. Mai 2010 die Baubewilligung unter der 

Bedingung, dass sämtliche künftigen Umnutzungen und Nutzungsänderungen 

bewilligungspflichtig seien. Mit Schreiben vom 18. August 2014 teilte die WWF Sektion 

St. Gallen dem Gemeinderat X. mit, dass auf den beiden Grundstücken diverse 

Nebenbauten und Anlagen insbesondere für die hobbymässige Tierhaltung erstellt und 

Umgebungsanpassungen vorgenommen worden seien.

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b. Auf Aufforderung der Gemeinde X. reichte A.Y. am 23. September 2014 ein 

nachträgliches Baugesuch für einen Futtercontainer, einen Gemüsegarten, einen 

Unterflurbehälter, einen offenen Maschinenunterstand, ein Biotop, einen offenen 

Tierunterstand, zwei Sitzplätze, einen offenen Velounterstand, einen Hühnerstall mit 

Auslaufgehege, eine Einwandung Windfang sowie ein Gerätehaus ein (act. G 15/9 

Beilage). Hiergegen erhob die Stiftung WWF Schweiz Einsprache mit den Anträgen, es 

sei die nachträgliche Baubewilligung zu verweigern und die Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustands zu verfügen. Mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 

3. Juni 2015 erteilte das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) die 

nachträgliche Zustimmung für die Erstellung des Windfangs. Für die übrigen Bauten 

und Anlagen verweigerte es die Zustimmung (act. G 15/9 Beilage zum 

Verfügungsentwurf vom 20. Oktober 2015). Mit Beschluss vom 5. November 2015 

erteilte der Gemeinderat X. die nachträgliche Baubewilligung für die Einwandung am 

Wohnhaus (Windfang; Ziff. 1) und verweigerte sie für sämtliche weitere Bauten und 

Anlagen, für welche nachträglich um Bewilligung ersucht worden war (Ziff. 2). Sie 

verpflichtete A.Y., den rechtmässigen Zustand wie folgt wiederherzustellen (Ziff. 3): a) 

Beseitigung des Futtercontainers, des Unterflurbehälters, des offenen 

Maschinenunterstands, des offenen Tierunterstands, des offenen Velounterstands, des 

Hühnerstalls mit Auslaufgehege sowie des Gerätehauses einschliesslich Renaturierung 

der dafür erstellten Flächenbefestigungen; b) Rückbau der beiden Sitzplätze 

einschliesslich Renaturierung der dafür befestigten Flächen; c) Rückbau und 

Renaturierung sämtlicher Umgebungsflächen, die über den vom AREG am 11. Mai 

2010 gemäss Plan „Amtliche Vermessung farbig“ bewilligten Zustand hinaus zusätzlich 

befestigt wurden. Bezüglich Gemüsegarten sowie Biotop wurde auf die 

Wiederherstellung verzichtet (Ziff. 4; act. G 15/9 Beilage). Den gegen diesen Beschluss 

durch Rechtsanwalt Dr. Markus Köppel, Sargans, für A.Y. erhobenen Rekurs (act. G 

15/1, G 15/7) wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen, nachdem es am 

3. Mai 2016 mit den Verfahrensbeteiligten und einem Vertreter des AREG einen 

Augenschein durchgeführt hatte (act. G 15/16), mit Entscheid vom 30. August 2016 ab 

(act. G 2).

B.

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a. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Köppel für A.Y. mit Eingabe vom 

13. September 2016 (act. G 1) Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei 

aufzuheben (Ziff. 1), der Beschluss vom 5. November 2015 sei in den Dispositivziffern 2 

und 3 sowie 5 bis 8 aufzuheben (Ziff. 2) und unter Gutheissung des Antrages gemäss 

Ziff. 2 sei die raumplanungsrechtliche Teilverfügung in den Dispositivziffern 1a und 1c 

sowie 2 und 3 aufzuheben (Ziff. 3). Das nachträgliche Baugesuch sei in allen Teilen zu 

bewilligen (Ziff. 4). Es sei festzustellen, dass folgende baulichen Massnahmen 

bewilligungsfähig seien: ein nördlich der Liegenschaft gelegener befestigter Platz, ein 

westlich der Liegenschaft gelegener Platz und östlich und südlich der Liegenschaft 

erstellte Verkehrsflächen (Ziff. 5a). Von der Anordnung des Rückbaus resp. 

Renaturierung dieser Umgebungsflächen sei abzusehen (Ziff. 5b). Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (Ziff. 6). In der Beschwerdeergänzung vom 25. November 2016 

bestätigte und begründete der Rechtsvertreter die gestellten Rechtsbegehren (act. G 

11).

b. In der Vernehmlassung vom 30. November 2016 beantragte die Vorinstanz 

Abweisung der Beschwerde mit der Begründung, in der Beschwerde würden keine 

neuen Ausführungen gemacht. Sie verwies auf die Darlegungen des angefochtenen 

Entscheids (act. G 14). Im Schreiben vom 12. Dezember 2016 beantragte die 

Beschwerdebeteiligte Abweisung der Beschwerde (act. G 17). Rechtsanwältin Schmid 

beantragte für den Beschwerdegegner in der Vernehmlassung vom 23. Januar 2017 

Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 

Beschwerdeführers (act. G 20).

c. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit für den Entscheid relevant, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 59  Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, VRP) zur Behandlung der gegen einen Entscheid 

des Baudepartementes erhobenen Beschwerde zuständig. Der Beschwerdeführer ist 

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Adressat des Entscheids und somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 13. September 2016 

entspricht in Verbindung mit der Beschwerdeergänzung vom 25. November 2016 

zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist grundsätzlich 

einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit damit die Aufhebung des 

Beschlusses vom 5. November 2015 sowie der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung 

vom 3. Juni 2015 beantragt wird, da der angefochtene Rekursentscheid an deren Stelle 

getreten ist ("Devolutiveffekt", BGE 134 II 142 E. 1.4 und BGer 1C_166/2013 vom 

27. Juni 2013 E. 1.1).

2. Der Beschwerdeführer beantragt die Durchführung eines Augenscheins (act. G 11 S. 

4). Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch 

die entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Ob 

ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden 

Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen Augenschein überprüft zu 

werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen geboten ist 

(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 

966). Die tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden Fall aus den 

Verfahrensakten (act. G 15) sowie aus dem Geoportal. Überdies führte die Vorinstanz 

im Rekursverfahren einen Augenschein durch und hielt die aktuell bestehende Situation 

auf Fotos fest (act. G 15/16). Der Beschwerdeführer beanstandete das Augenschein-

Protokoll nicht (act. G 15/18). Im vorliegenden Verfahren besteht kein Anlass, aufgrund 

dessen sich ein Augenschein rechtfertigen würde, zumal die materiellen Gegebenheiten 

- wie sich nachstehend ergeben wird - sich gestützt auf die erwähnten Datenquellen 

beurteilen lassen.

Im Weiteren fehlt es angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer sich im 

vorliegenden Verfahren umfassend schriftlich äussern konnte, auch an einem Anlass für 

eine Befragung des Beschwerdeführers (act. G 11 S. 3 f.).

3.

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3.1. Vorliegend ist zum einen streitig, ob die Vorinstanz die Verweigerung der vom 

Beschwerdeführer beantragten nachträglichen Bewilligung von bereits erstellten 

Bauten und Anlagen im angefochtenen Entscheid zu Recht bestätigte. Der 

Grundtatbestand für die Erteilung von Ausnahmebewilligungen für nicht 

zonenkonforme Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone findet sich in Art. 24 

RPG. Diese Bestimmung kommt subsidiär zu den Tatbeständen über die erleichterte 

Ausnahmebewilligung zum Zug (Waldmann/Hänni, Raumplanungsgesetz, Bern 2006, 

Rz. 13 zu den Vorbemerkungen zu Art. 24 ff. RPG). Art. 24c Abs. 1 und 2 RPG, dessen 

Marginalie und Formulierung in der Fassung vom 1. November 2012 (vgl. Art. 24c Abs. 

1, 2 und 5) unverändert blieben, konkretisiert die Besitzstandsgarantie für alle Bauten 

und Anlagen ausserhalb der Bauzone, die nicht mehr zonenkonform sind (Waldmann/

Hänni, a.a.O., Rz. 14 zu den Vorbemerkungen zu Art. 24 ff. RPG). Art. 24c Abs. 1 RPG 

schützt bestimmungsgemäss nutzbare, aber zonenwidrig gewordene Bauten und 

Anlagen ausserhalb der Bauzonen grundsätzlich in ihrem Bestand. Nach Abs. 2 dieser 

Bestimmung können solche Bauten und Anlagen teilweise geändert oder massvoll 

erweitert werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind. In jedem 

Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten 

(Art. 24c Abs. 5 RPG). Die Zulässigkeit einer teilweisen Änderung oder massvollen 

Erweiterung ergibt sich unmittelbar aus dem Bundesrecht (BGE 127 II 215 E. 3b S. 219 

mit Hinweisen). Art. 24c Abs. 2 RPG gilt gemäss dem auf den 1. November 2012 neu 

eingefügten Art. 24c Abs. 3 RPG auch für landwirtschaftliche Wohnbauten sowie 

angebaute Ökonomiebauten, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, 

bevor das betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinn des 

Bundesrechts wurde. Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild müssen für eine 

zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder darauf 

ausgerichtet sein, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern (Art. 24c Abs. 4 

RPG).

Nach Art. 42 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung (SR 700.1; RPV) gilt die Änderung 

einer altrechtlichen Baute als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die 

Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen 

Zügen gewahrt bleibt. Verbesserungen gestalterischer Art sind zulässig. Massgeblicher 

Vergleichszustand für die Beurteilung der Identität ist der Zustand, in dem sich die 

Baute oder Anlage im Zeitpunkt der Zuweisung zum Nichtbaugebiet befand (Art. 42 

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Abs. 2 RPV). Ob die Identität der Baute oder Anlage im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist 

unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen. In jedem Fall gelten folgende 

Regeln: Innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens darf die anrechenbare 

Bruttogeschossfläche nicht um mehr als 60 Prozent erweitert werden, wobei das 

Anbringen einer Aussenisolation als Erweiterung innerhalb des bestehenden 

Gebäudevolumens gilt (Art. 42 Abs. 3 lit. a RPV). Unter den Voraussetzungen von 

Artikel 24cAbsatz 4 RPG kann eine Erweiterung ausserhalb des bestehenden 

Gebäudevolumens erfolgen; die gesamte Erweiterung darf in diesem Fall sowohl 

bezüglich der anrechenbaren Bruttogeschossfläche als auch bezüglich der 

Gesamtfläche (Summe von anrechenbarer Bruttogeschossfläche und Brutto-

Nebenfläche) weder 30 Prozent noch 100 m  überschreiten; die Erweiterungen 

innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens werden nur halb angerechnet (Art. 42 

Abs. 3 lit. b RPV).

Der Anwendungsbereich von Art. 24c RPG ist auf Bauten und Anlagen beschränkt, die 

nicht mehr zonenkonform, d.h. durch eine nachträgliche Änderung von Erlassen oder 

Plänen zonenwidrig geworden sind (Art. 41 RPV; vgl. BGE 127 II 209 E. 2c). Die 

Bestandesgarantie nach Art. 24c RPG erstreckt sich damit nur auf Bauten, die 

seinerzeit in Übereinstimmung mit dem materiellen Recht erstellt und aufgrund einer 

späteren Rechtsänderung zonenwidrig geworden sind, nicht aber auf Bauten, bei 

denen die Zonenwidrigkeit ohne Rechtsänderung, sondern allein durch tatsächliche 

Änderungen, wie namentlich die Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebes, entstanden ist. 

"Seinerzeit" erstellte Bauten und Anlagen sind in erster Linie solche, die vor dem 1. Juli 

1972 erstellt wurden, d.h. vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Schutz 

der Gewässer gegen Verunreinigung (aGSchG; AS 1972 950). Mit diesem Gesetz 

wurde erstmals eine klare Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet vorgenommen. Nach 

dem 1. Juli 1972 erstellte Bauten und Anlagen fallen namentlich dann in den 

Anwendungsbereich von Art. 24c RPG, wenn sie aufgrund einer Zonenplanänderung 

von der Bauzone in eine Nichtbauzone gelangten (BGer 1C_279/2008 vom 6. Februar 

2009 E. 2.3; R. Muggli, Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, 2010, 

Rz. 6 und 14 zu Art. 24c RPG; P. Karlen, Die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 - 24d 

RPG, in: ZBl 102/2001 S. 291, 296 f.).

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3.2. Nach Art. 24e RPG werden bauliche Massnahmen bewilligt in unbewohnten 

Gebäuden oder Gebäudeteilen, die in ihrer Substanz erhalten sind, wenn sie 

Bewohnern oder Bewohnerinnen einer nahe gelegenen Wohnbaute zur hobbymässigen 

Tierhaltung dienen und eine tierfreundliche Haltung gewährleisten (Abs. 1). Im Rahmen 

von Absatz 1 werden neue Aussenanlagen bewilligt, soweit sie für eine tiergerechte 

Haltung notwendig sind. Im Interesse einer tierfreundlichen Haltung können solche 

Anlagen grösser als die gesetzlichen Mindestmasse dimensioniert werden, soweit dies 

mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vereinbar ist und die Anlage reversibel 

erstellt wird (Abs. 2). Die Aussenanlagen können für die hobbymässige Beschäftigung 

mit den Tieren genutzt werden, soweit damit keine baulichen Änderungen verbunden 

sind und keine neuen Auswirkungen auf Raum und Umwelt entstehen (Abs. 3). Nach 

Art. 42b RPV gilt die hobbymässige Tierhaltung als Erweiterung der Wohnnutzung der 

nahe gelegenen Wohnbaute (Abs. 1). Sie ist an allfällige Möglichkeiten zur Erweiterung 

der Wohnbaute nach Artikel 42 Absatz 3 anzurechnen (Abs. 2).

4.

4.1. In der Teilverfügung vom 3. Juni 2015 legte das AREG dar, sämtliche baulichen 

Massnahmen, welche auf Grundstück Nr. 0001 vorgenommen worden seien, seien 

nicht bewilligungsfähig. Die auf diesem Grundstück stehende Scheune werde nicht 

nach Art. 24c RPG beurteilt und könne nicht von einer teilweisen Änderung profitieren. 

Die nicht Teil des Baugesuchs bildende Scheune würde nach Art. 24a RPG beurteilt. 

Der auf Grundstück Nr. 0000 errichtete offene Velounterstand und der Hühnerstall 

würden weder die Identität der ursprünglichen Baute noch das äussere 

Erscheinungsbild wahren. Da die erfolgten baulichen Massnahmen mit Ausnahme des 

Windfangs nicht bewilligt werden könnten, sei der Beschwerdeführer anzuhalten, den 

rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Gemäss Stellungnahme des Amtes für 

Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) vom 2. März 2015 seien einzig flächenmässig 

geringe, landschaftskonforme Veränderungen im Nahbereich des Hauses 

bewilligungsfähig, da sich das Grundstück in einem BLN-Gebiet und in einem 

Landschaftschutzgebiet befinde. Sodann befinde sich die Liegenschaft gemäss 

Mitteilung des Amtes für Umwelt und Energie (AFU) in der definitiven Zone S3, weshalb 

z.B. ein unbefestigter und offener Maschinenunterstand und ein unbefestigter 

Tierlaufhof nicht bewilligt werden könnten (act. G 15/9 [Beilage zum Verfügungsentwurf 

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vom 20. Oktober 2015]). In der Stellungnahme vom 21. März 2016 hielt das AREG 

überdies fest, das Bauvorhaben sei weder in der bis 31. Oktober 2012 geltenden noch 

nach der aktuellen Fassung von Art. 24c RPG bewilligungsfähig. Das in den Jahren 

2003 und 2010 gestützt auf Art. 24c RPG teilweise geänderte Wohnhaus samt 2015 

bewilligtem Windfang befänden sich auf Grundstück Nr. 0000 in rechtmässigem 

Zustand. Für den offenen Velounterstand und Hühnerstall fehle es mangels 

körperlichem Zusammenhang zum Hauptgebäude an einer Bewilligungsvoraussetzung 

nach Art. 24c RPG. Die übrigen Bauten befänden sich auf Grundstück Nr. 0001. Dieses 

weise als rechtmässigen Vorbestand die per 1. Juli 1972 als Pferdestall genutzte 

Scheune aus. Die zu beurteilenden Bauten und Anlagen auf diesem Grundstück 

ständen weder in einem körperlichen noch einem funktionellen Zusammenhang zur 

Scheune noch seien sie Teile einer zulässigen Umgebungsgestaltung derselben. 

Wiederum fehle es an einer Bewilligungsvoraussetzung nach Art. 24c RPG. Die 

angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen seien konsequent und verhältnismässig 

(act. G 15/14).

4.2. Art. 24c RPG ist nicht anwendbar auf allein stehende, unbewohnte 

landwirtschaftliche Bauten und Anlagen (Art. 41 Abs. 2 RPV). Für die auf dem 

Grundstück Nr. 0001 stehende Scheune fällt damit eine Beurteilung gestützt auf diese 

Bestimmung - wie in der erwähnten Teilverfügung des AREG festgehalten - ausser 

Betracht. Dies hat zur Folge, dass eine nachträgliche Bewilligung des auf diesem 

Grundstück (vgl. act. G 15/14/106) errichteten Futtercontainers, Gemüsegartens, 

Unterflurbehälters, offenen Maschinenunterstandes und Tierunterstandes, des Biotops, 

des Gerätehauses und der beiden Sitzplätze (als Erweiterung der Scheune) gestützt auf 

Art. 24c RPG nicht möglich ist. Dies wird vom Beschwerdeführer auch nicht in Frage 

gestellt. Dementsprechend ist die Frage, ob die erwähnten (freistehenden) Bauten und 

Anlagen die materiellen Voraussetzungen von Art. 24c RPG (körperlicher 

Zusammenhang zur Scheune, Identität usw.) zu erfüllen vermöchten, nicht weiter zu 

diskutieren. Die Frage, ob die vorstehend erwähnten Bauten gestützt auf Art. 24e RPG 

(hobbymässige Tierhaltung) bewilligt werden können, ist nachstehend in E. 4.4.2 zu 

klären.

4.3.

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4.3.1. Hinsichtlich des Wohnhauses auf Grundstück Nr. 0000 ergibt sich aus den 

Akten, dass dieses vor dem 1. Juli 1972 errichtet worden und schon damals 

nichtlandwirtschaftlich genutzt war (act. G 15/14/102), weshalb Art. 24c RPG auf 

dieses Gebäude grundsätzlich zur Anwendung kommt (vgl. vorstehende E. 2.2). Zu 

klären ist, ob die Bewilligung für die Erstellung des offenen Velounterstandes und des 

Hühnerstalls mit Auslaufgehege auf diesem Grundstück (vgl. act. G 15/14/106) zu 

Recht verweigert wurde. Im erläuternden Bericht des Bundesamtes für 

Raumentwicklung ARE zur Teilrevision der Raumplanungsverordnung vom Oktober 

2012 (erläuternder Bericht ARE) wurde zu Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV festgehalten, 

verschiedene Revisionen von RPG und RPV hätten in die Richtung gezielt, 

Erweiterungen innerhalb des bestehenden Gebäudevolumens zu erleichtern und solche 

ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens zu erschweren. Mit der Teilrevision 

des RPG vom 23. Dezember 2011 sei diesbezüglich mit Art. 24c Abs. 4 RPG ein 

weiterer Schritt erfolgt (erläuternder Bericht ARE S. 9). Als Grundregel für alle Vorhaben 

gilt wie bis anhin, dass die Identität der Baute einschliesslich ihrer Umgebung in den 

wesentlichen Zügen gewahrt bleiben muss (Art. 42 Abs. 1 und 2 RPV; Erfordernis der 

Identität oder Wesensgleichheit). Wenn einer der Tatbestände von Art. 24c Abs. 4 RPG 

erfüllt ist, so befreit dies im Grundsatz nicht vom Erfordernis der Wesensgleichheit. Ist 

hingegen keiner der drei Tatbestände von Art. 24c Abs. 4 RPG erfüllt, so sind mehr als 

geringfügige Änderungen am äusseren Erscheinungsbild an sich nicht mehr zulässig, 

selbst wenn die Identität gewahrt bleibt. Dies ist vor allem für die Erweiterung 

ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens von praktischer Bedeutung. Art. 42 

Abs. 3 lit. b RPV stellt ausdrücklich klar, dass solche Erweiterungen nur unter der 

Voraussetzung von Art. 24c Abs. 4 RPG möglich sind (vgl. R. Muggli/M. Pflüger, 

Bestehende Wohnbauten ausserhalb der Bauzone, in: VLP-ASPAN, Raum & Umwelt 

1/2013, S. 12-14). Der erläuternde Bericht des ARE verweist sodann (auf S. 8 unten) 

auf die Vollzugsempfehlung des ARE von 2001. In letzterer wird festgehalten, dass die 

Frage, ob die Identität der Baute in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibe, auf Grund 

einer Gesamtbetrachtung zu beantworten sei. In Betracht zu ziehen seien dabei 

insbesondere Vergrösserungen der Nutzfläche, Volumenveränderungen, innerhalb des 

Gebäudevolumens vorgenommene Nutzungsänderungen und Umbauten, 

Veränderungen des äusseren Erscheinungsbildes, Erweiterungen der Erschliessung, 

aber auch Komfortsteigerungen und die Umbaukosten gemessen am Wert des 

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Gebäudes als solchem. Die auf Verordnungsstufe (Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV) 

vorgenommene Präzisierung schaffe keinen absoluten Anspruch auf eine 

Vergrösserung im maximalen Umfang. Wenn beispielsweise die Identität der Baute 

durch die in Frage stehende (maximale) Erweiterung massgeblich verändert würde, 

dürfe diese nicht oder zumindest nicht im anbegehrten Mass bewilligt werden 

(Vollzugsempfehlung 2001 a.a.O., S. 45). Im Einklang mit diesen Grundsätzen ist nach 

der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung die Neuerstellung von Nebenbauten mit 

den Anforderungen Art. 24c RPG aufgrund des fehlenden körperlichen 

Zusammenhangs zur Hauptbaute in aller Regel nicht vereinbar (VerwGE B 2007/112 

vom 12. Februar 2008, E. 3.4.1.1).

4.3.2. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz zum Schluss, eine Bewilligung 

für den Velounterstand und den Hühnerstall entfalle aufgrund des fehlenden 

körperlichen Zusammenhangs zur Hauptbaute. Im Weiteren erfüllten die Bauten auch 

das Identitätserfordernis nicht. Unabhängig von der durch das AREG festgestellten 

Erweiterung der Bruttogeschossfläche von 85.3 m  würde aufgrund der baulichen 

Massnahmen das äussere Erscheinungsbild nicht gewahrt bleiben. Zu berücksichtigen 

sei, dass bereits im Jahr 2010 eine Verlegung des Treppenhauses an die Aussenhülle 

des Gebäudes und eine kleinere Erweiterung des Dachgeschosses bewilligt worden 

seien. Zudem seien drei offene Autounterstände realisiert und auch die Zufahrt 

verbreitert worden. Sodann habe das AREG am 15. September 2010 die Zustimmung 

zur Erstellung von zwei Balkonen und eines zusätzlichen Dachaufbaus erteilt 

(Baubewilligung vom 21. September 2010). Bereits diese baulichen Massnahmen 

hätten einen Einfluss auf das Erscheinungsbild des Wohnhauses gehabt. Durch die 

weiteren Massnahmen (Velounterstand, Hühnerstall) werde das Erscheinungsbild - 

gegenüber 1972 - nun dermassen verändert, dass auch aus diesem Grund keine 

Bewilligung erteilt werden könne. Hinzu komme, dass sämtliche Bauten und Anlagen 

ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens errichtet worden seien. Weder der 

Hühnerstall noch der Velounterstand erfülle jedoch die Voraussetzungen von Art. 24c 

Abs. 4 RPG für Erweiterungen ausserhalb des bestehenden Gebäudes. Beide Bauten 

seien nicht für eine zeitgemässe Wohnnutzung erforderlich. Bei seiner Argumentation, 

dass ein Velounterstand für ein Mehrfamilienhaus, in welchem 12-15 Personen leben, 

geradezu ein Muss sei, verkenne der Beschwerdeführer, dass sich das Bauvorhaben 

ausserhalb der Bauzone befinde und damit nur sehr restriktiv und unter den 

2

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Voraussetzungen von Art. 24 ff. RPG gebaut werden dürfe. Die Bauten seien auch nicht 

darauf ausgerichtet, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern. Der Hühnerstall 

und der Velounterstand könnten somit nicht nach Art. 24c RPG bewilligt werden (act. G 

2 S. 10 f.).

Auch für die hobbymässige Tierhaltung als Nebennutzung des Wohnens müsse der 

Grundsatz gelten, dass Nutzungserweiterungen nur im Innern von bestehenden 

Gebäuden erfolgen dürfe oder in Anbauten bzw. Gebäudeerweiterungen, die mit dem 

Hauptgebäude einen körperlichen Zusammenhang hätten. Neubauten seien für die 

hobbymässige Tierhaltung ausserhalb der Bauzone demgegenüber nicht erlaubt, mit 

Ausnahme der für eine tiergerechte Haltung notwendigen Aussenanlagen gemäss Art. 

42 Abs. 5 RPV. Davon seien Weideunterstände explizit ausgenommen. Vorliegend 

handle es sich bei sämtlichen Bauten, die der hobbymässigen Tierhaltung dienen 

würden, um selbständige Neubauten ohne körperlichen Zusammenhang zur 

Hauptbaute. Zudem würde durch sie die Obergrenze für eine Erweiterung (Art. 42 Abs. 

3 RPV) deutlich überschritten. Die erstellten Bauten und Anlagen (insbesondere 

Futtercontainer, Tierunterstand und Hühnerstall) könnten daher auch nicht gestützt auf 

Art. 24e RPG bewilligt werden (act. G 2 S. 11 f.).

Sodann könnten neue befestigte Aussenflächen sowie deren Erweiterung zugelassen 

werden, soweit dies mit der Identität der Umgebung vereinbar sei. Vergleichsmassstab 

im Rahmen einer Gesamtbetrachtung sei auch hier der Zeitpunkt, in welchem das 

Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets geworden sei (1. Juli 1972). Aus dem 

Vergleich der Luftaufnahme von 1971 mit dem Orthofoto 2013/2014 zeige sich 

deutlich, dass die bestehenden umfangreichen (befestigten) Umgebungsflächen den 

Rahmen des Zulässigen sprengen würden. Die Umgebungsgestaltung sei mit 

derjenigen von 1972 (1971) schlicht nicht mehr vergleichbar. Von einer Identität der 

Umgebung könne nicht mehr gesprochen werden. Die umstrittenen Aussenflächen, für 

welche trotz Aufforderung kein Baugesuch eingereicht worden seien, seien materiell 

rechtswidrig. Die Erteilung einer nachträglichen Bewilligung für die erhebliche 

Vergrösserung der Umgebungsflächen sei offensichtlich ausgeschlossen (act. G 2 S. 

12-14). 

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4.3.3. Der Beschwerdeführer wendet ein, die erstellten Bauten und Anlagen 

(Velounterstand, Sitzplätze, Parkplätze, Verkehrsflächen, Gerätehaus und der 

Unterflurbehälter) seien für die 12 bis 15 Bewohner des Mehrfamilienhauses notwendig 

und zeitgemäss. Der Futtercontainer, der Maschinenunterstand, der offene 

Tierunterstand und der Hühnerstall seien für die Bewirtschaftung und die 

hobbymässige Tierhaltung erforderlich. Die Aussenanlagen seien für die tiergerechte 

Haltung notwendig. Dem Beschwerdeführer sei von Fachleuten die Erstellung eines 

Unterstandes für die von ihm gehaltenen Lamas empfohlen worden. Auch Hühner 

bräuchten einen Stall und ein Auslaufgehege. Auf den Parzellen Nr. 0000 und 0001 

seien nach seinem Kenntnisstand seit jeher Tiere (Hühner) gehalten worden. Die beiden 

Sitzplätze würden die Wohnqualität erheblich aufwerten und passten sich nahtlos in die 

Umgebung ein. Auch die befestigten Plätze seien zu bewilligen. Sie würden die 

Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Maschinen sowie das Befahren der 

Grundstücke mit grösseren Fahrzeugen und die Schneeräumung ermöglichen. Für ein 

Fünffamilienhaus hätten in der Baubewilligung zumindest fünf Parkplätze 

vorgeschrieben werden müssen. Insgesamt werde die Identität der vorbestehenden 

Baute einschliesslich ihrer Umgebung gewahrt. Das Wohnhaus und die Scheune fügten 

sich aufgrund der erstellten Nebenbauten und Anlagen besser in die Landschaft ein. 

Die realisierten Massnahmen seien moderat dimensioniert. Die Auswirkungen auf den 

Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet sowie auf Natur und Landschaft 

seien gering. Die angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei 

unverhältnismässig (act. G 11).

4.4.

4.4.1. Der Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet - als 

Raumplanungsanliegen im Sinn von Art. 24c Abs. 5 RPG - hat zur Folge, dass der 

Bewilligungsentscheid betreffend die in Frage stehenden zonenfremden Bauten und 

Anlagen sowohl Art. 42 Abs. 3 RPV als auch die weiteren einschlägigen Bestimmungen 

wahren muss. Die auf Grundstück Nr. 0000 erstellten freistehenden Bauten 

(Hühnerstall, Velounterstand) sind weder für eine zeitgemässe Wohnung erforderlich 

noch sind sie darauf ausgerichtet, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern (vgl. 

Art. 24c Abs. 4 RPG). Im Weiteren fehlt es am körperlichen Zusammenhang zur 

Hauptbaute (vgl. vorstehende E. 4.3.1 am Schluss). Sie können angesichts der 

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konkreten Umstände, insbesondere auch mit Blick auf die im Jahr 2010 bereits 

bewilligten erheblichen Erweiterungen (vgl. act. G 15/14/96), auch nicht bloss als 

untergeordnete zusätzliche Veränderungen (vgl. dazu vorstehende E. 4.3.1) bezeichnet 

werden. Vielmehr sprengen sie nach den zutreffenden Feststellungen des AREG (act. G 

15/14/125 S. 6) das zulässige Mass an Veränderung der ursprünglichen Baute und 

wahren deren Identität nicht. Dies zeigt ein Vergleich der ursprünglichen Situation 

(vereinzelte Bauten, Erschliessungsstrasse und Wiesland; vgl. act. G 15/14/3 und 10) 

mit den aktuellen Gegebenheiten (Verkehrsflächen, Parkplätze, Sitzplätze und Anlagen 

für hobbymässige Tierhaltung; Bilder in act. G 15/1 und G 15/16) klar auf. Die baulichen 

Massnahmen stehen auch insofern mit wichtigen Anliegen der Raumplanung nicht im 

Einklang, als die beiden Grundstücke gemäss kantonalem Richtplan von einem 

Kerngebiet - Lebensraum bedrohter Tierarten überlagert werden und zudem Teil des 

Bundesinventars für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung 

(BLN-Objekt Nr. 0002) sind. An diesem Ergebnis vermöchte die vom Beschwerdeführer 

beantragte Expertise aller Voraussicht nach nichts zu ändern, weshalb der 

entsprechende Beweisantrag (act. G 11 S. 10) abzulehnen ist.

4.4.2. Hinsichtlich der Frage, ob die auf den Grundstücken Nr. 0001 (Futtercontainer, 

Tierunterstand) und Nr. 0000 (Hühnerstall) errichteten Bauten gestützt auf Art. 24e RPG 

bewilligt werden können, ist festzuhalten, dass die (zonenfremde) hobbymässige 

Tierhaltung eine schon bestehende, rechtmässig erstellte Baute voraussetzt. Ein 

Anspruch auf Erstellung neuer zonenfremd genutzter Nebenbauten ist bereits insofern 

nicht gegeben, als es bei diesen an einem körperlichem Zusammenhang zur 

Hauptbaute fehlt (vgl. vorstehende E. 4.3.1 am Schluss). Zum Einwand, die 

Aussenanlagen seien für eine tiergerechte Haltung notwendig (act. G 11 S. 12), ist 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die Grundstücke nicht zonenkonform (als 

Landwirt) bewirtschaftet und daher die Erstellung neuer Ökonomiebauten nicht möglich 

ist. Vielmehr können für die hobbymässige Tierhaltung und die Unterbringung von 

Geräten lediglich die schon bestehenden Bauten genutzt werden. Hinzu kommt, dass 

sich die Grundstücke in der Gewässerschutzzone S3 befinden, weshalb ein 

unbefestigter Maschinenunterstand und Tierlaufhof im betreffenden Bereich auch aus 

diesem Grund ausser Betracht fallen (act. G 15/14/88 und 120).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Im Zusammenhang mit der streitigen Bewilligungsfähigkeit der befestigten Plätze rund 

um das Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0000 bestätigte der Vertreter des AREG 

anlässlich des Augenscheins vom 3. Mai 2016, dass kein Anspruch auf Befestigung der 

Verkehrsflächen bestehe. Auch diesbezüglich sei das Änderungspotential gegenüber 

dem Vergleichszustand aus dem Jahr 1972 massiv überschritten. Es bestehe kein 

Anspruch darauf, dass z.B. ein Lastwagen vorfahren könne. Für eine zeitgemässe 

Wohnnutzung werde ein Parkplatz pro Wohneinheit anerkannt, wobei die Vorschriften 

über die Mindestanzahl von Parkplätzen ausserhalb der Bauzone selbstverständlich 

keine Bedeutung hätten (act. G 15/16 S. 4). Ein konkreter Anlass, von diesen 

begründeten Feststellungen abzuweichen, ist nicht ersichtlich. Die Notwendigkeit von 

zusätzlichen Parkplätzen lässt sich im Rahmen einer zonenfremden Nutzung 

insbesondere nicht mit dem Hinweis begründen, die Bewohner seien wegen der 

grossen Distanz zum Dorf auf Fahrzeuge angewiesen (act. G 11 S. 16).

5.

5.1. Ist eine Baute oder Anlage materiell gesetzeswidrig (vgl. Art. 130 Abs. 2 des 

Baugesetzes [BauG] in der hier anwendbaren bis 30. September 2017 gültig 

gewesenen Fassung), hat dies für sich allein noch nicht zur Folge, dass sie beseitigt 

werden muss. Auch in einem solchen Fall sind die allgemeinen verfassungs- und 

verwaltungsrechtlichen Grundsätze zu berücksichtigen. Vor dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit hält eine Massnahme stand, wenn sie zur Erreichung des 

angestrebten Ziels geeignet und erforderlich ist und das verfolgte Ziel in einem 

vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln steht (BGE 128 I 3 E. 3e/cc S. 15 

mit Hinweisen). Ist die Abweichung vom Gesetz jedoch gering und vermögen die 

allgemeinen Interessen den Schaden, der dem Eigentümer durch den Abbruch 

entstünde, nicht zu rechtfertigen, ist ein Beseitigungsbefehl unverhältnismässig (BGE 

111 Ib 213 E. 6 S. 221 mit Hinweisen). Im Weiteren fällt eine Berufung auf den guten 

Glauben nur in Betracht, wenn die Bauherrschaft bei zumutbarer Aufmerksamkeit und 

Sorgfalt annehmen durfte, sie sei zur Bauausführung oder Nutzung berechtigt. Es darf 

vorausgesetzt werden, dass die grundsätzliche Bewilligungspflicht für Bauvorhaben 

allgemein bekannt ist. Dies gilt erst recht bei Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone. 

Grundsätzlich kann sich auch die Bauherrschaft, die nicht gutgläubig gehandelt hat, 

gegenüber einem Abbruch- oder Wiederherstellungsbefehl auf den Grundsatz der 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%22hobbym%E4ssige+Tierhaltung%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F128-I-3%3Ade&number_of_ranks=0#page3
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Verhältnismässigkeit berufen. Sie muss indessen in Kauf nehmen, dass die Behörden 

aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der 

baurechtlichen Ordnung sowie mit Blick auf den Grundsatz der Trennung von 

Baugebiet und Nichtbaugebiet, dem Interesse an der Wiederherstellung des 

gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft 

erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass berücksichtigen (BGer 

1C_179/2013 vom 15. August 2013, E. 5.3; vgl. auch BGer 1C_284/2017 vom 1. März 

2018, E. 6.2 und 6.4). 

5.2. Vorliegend erteilte die Beschwerdebeteiligte dem Beschwerdeführer am 18. Mai 

2010 die Baubewilligung unter der Bedingung, dass sämtliche künftigen Umnutzungen 

und Nutzungsänderungen bewilligungspflichtig seien. Mit Schreiben vom 7. April 2010 

hatte der Beschwerdeführer unter anderem auch bestätigt, dass keine veränderte 

Umgebungsnutzung vorgesehen sei (act. G 15/14/64). Für die nachträglich erstellten 

Bauten und Anlagen kann sich der Beschwerdeführer somit offensichtlich nicht auf ein 

gutgläubiges Vorgehen berufen; vielmehr ist sein Verhalten als klar bösgläubig zu 

qualifizieren. Wenn er festhält, das Landwirtschaftsamt St. Gallen habe ihm beim 

Erwerb der Liegenschaft das Vorhandensein von Maschinen für die landwirtschaftliche 

Bewirtschaftung zur Auflage gemacht (act. G 11 S. 16), so kann er allein gestützt 

hierauf für die anschliessende Erstellung eines freistehenden Maschinenunterstandes 

kein gutgläubiges Vorgehen für sich beanspruchen, zumal er zuvor die 

Bewilligungsbehörden (Gemeinde bzw. AREG) nicht konsultiert hatte. Auch der 

Einwand, die baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit der Tierhaltung (Hühner, 

Lamas) seien ihm von Fachleuten und Tierschützern empfohlen worden (act. G 11 S. 

16), vermag kein gutgläubiges Vorgehen bei der Neuerstellung von freistehenden 

Bauten (Hühnerstall, Tierunterstand, Futtercontainer) ausserhalb der Bauzone darzutun, 

zumal auch hier eine vorgängige Konsultation der Bewilligungsbehörden nicht 

stattfand. Die Eignung des angeordneten Rückbaus, den rechtmässigen Zustand auf 

den beiden Grundstücken wiederherzustellen, ist offensichtlich gegeben; eine mildere 

Massnahme ist nicht ersichtlich. Es stehen sich das öffentliche Interesse an der 

Einhaltung des Raumplanungsgesetzes und das private Interesse des 

Beschwerdeführers an der Hobbytierhaltung sowie an der Beibehaltung des 

Velounterstandes und der Sitzplätze gegenüber. Insgesamt sind lediglich relativ 

geringe private Interessen an einer Zulassung der rechtswidrigen Bauten ersichtlich. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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Gegenüber diesen überwiegen die öffentlichen Interessen an der Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustands, die nicht zuletzt dem Grundsatz der strikten Trennung 

von Bauzonen und Nichtbaugebiet dienen. Hinzu kommt, dass die beiden Grundstücke 

von einem im kantonalen Richtplan vermerkten Kerngebiet Lebensraum bedrohter 

Arten überlagert werden und das Gebiet Teil des BLN-Inventars ist (Objekt Nr. 0002). 

Die Verweigerung der nachträglichen Bewilligung der Bauten und Anlagen mit 

gleichzeitiger Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verstösst 

unter diesen Umständen nicht gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. statt vieler 

VerwGE B 2011/63 vom 7. Dezember  2011, E. 5.3). 

6.

6.1. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten ist, abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die 

amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zulasten des Beschwerdeführers (Art. 95 

Abs. 1 VRP). Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von CHF 3'500 (Art. 7 

Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf diesen Betrag wird der 

Kostenvorschuss von CHF 4‘000 angerechnet; der verbleibende Betrag von CHF 500 

wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

6.2. Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht 

Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am Verfahren Beteiligten 

gemäss Art. 98  VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt werden. Die 

Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) über die 

Parteientschädigung finden sachgemäss Anwendung (Art. 98ter VRP). Der 

Beschwerdegegner obsiegt im verwaltungsgerichtlichen Verfahren vollumfänglich. Ihre 

Rechtsvertreterin reichte keine Kostennote ein. Unter Berücksichtigung des Aufwandes 

erscheint eine Entschädigung zulasten des Beschwerdeführers von CHF 2‘500, 

zuzüglich Barauslagen von CHF 100 (4%) als angemessen. Die Mehrwertsteuer wird 

grundsätzlich dazu gerechnet (Art. 29 HonO). Da der Beschwerdegegner aber selber 

mehrwertsteuerpflichtig ist, kann sie die der Honorarrechnung ihrer Anwältin belastete 

Mehrwertsteuer als Vorsteuer in Abzug bringen. Daher muss die in Rechnung gestellte 

Mehrwertsteuer bei der Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung nicht 

zusätzlich berücksichtigt werden (statt vieler VerwGE B 2013/181 vom 19. August 

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© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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2014, E. 6). Vorinstanz und Beschwerdebeteiligte haben keinen Anspruch auf 

ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP; 

Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 829).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten von CHF 3‘500, unter 

Anrechnung des von ihm geleisteten Kostenvorschusses von CHF 4‘000 und 

Rückerstattung des verbleibenden Betrages von CHF 500.

3. Der Beschwerdeführer entschädigt den Beschwerdegegner ausseramtlich mit 

CHF 2‘500 zuzüglich Barauslagen von CHF 100, ohne Mehrwertsteuer.

 

Der Abteilungspräsident                  Der Gerichtsschreiber

Eugster                                            Schmid

bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 23.05.2018
	Art. 24c und 24e RPG (SR 700). Art. 42 RPV (SR 700.1).Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids, mit welchem die vom Beschwerdeführer beantragte nachträgliche Baubewilligung von bereits erstellten Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone verweigert wurde. Der Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet - als Raumplanungsanliegen im Sinn von Art. 24c Abs. 5 RPG - hat zur Folge, dass der Bewilligungsentscheid betreffend die in Frage stehenden zonenfremden Bauten und Anlagen sowohl Art. 42 Abs. 3 RPV als auch die weiteren einschlägigen Bestimmungen wahren muss. Die erstellten Bauten (Hühnerstall, Velounterstand) sind weder für eine zeitgemässe Wohnnutzung erforderlich noch sind sie darauf ausgerichtet, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern (vgl. Art. 24c Abs. 4 RPG). Im Weiteren fehlt es am körperlichen Zusammenhang zur Hauptbaute. Die Bauten können insbesondere auch mit Blick auf die im Jahr 2010 bereits bewilligten erheblichen Erweiterungen nicht bloss als untergeordnete zusätzliche Veränderungen bezeichnet werden. Die baulichen Massnahmen stehen insofern mit wichtigen Anliegen der Raumplanung nicht im Einklang, als die beiden Grundstücke gemäss kantonalem Richtplan von einem Kerngebiet - Lebensraum bedrohter Tierarten überlagert werden und zudem Teil des Bundesinventars für Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung sind.Die (zonenfremde) hobbymässige Tierhaltung setzt eine schon bestehende, rechtmässig erstellte Baute voraus. Ein Anspruch auf Erstellung neuer zonenfremd genutzter Nebenbauten ist bereits insofern nicht gegeben, als es bei diesen an einem körperlichen Zusammenhang zur Hauptbaute fehlt.Die Verweigerung der nachträglichen Bewilligung der Bauten und Anlagen mit gleichzeitiger Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verstösst unter gegebenen Umständen nicht gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Verwaltungsgericht, B 2016/193).

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