# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edec341f-ef3e-54eb-8ad2-2942ac6afbda
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 15.04.2015 V-2014/159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_V-2014-159_2015-04-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: V-2014/159

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Kindes- und Erwachsenenschutz

Publikationsdatum: 15.04.2015

Entscheiddatum: 15.04.2015

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 15.04.2015
Art. 307, Art. 310, 314a ZGB (SR 210). Die Anordnung der Rückplatzierung 
eines seit mehr als zwei Jahren fremdplatzierten, mittlerweile 10-jährigen 
Kindes hat sich am Wohl des betroffenen Kindes auszurichten. 
Wirtschaftlichen Interessen der Wohnsitzgemeinde als Kostenträgerin 
kommt dabei nach geltender Rechtslage keine Bedeutung zu. Vorgängig der 
Rückplatzierung des Kindes zu der suchtabhängigen Kindsmutter wurde 
diese zur Erfüllung verschiedener Auflagen angehalten, mit dem Zweck, den 
Nachweis einer stabilen Lebenssituation zu erbringen, welche eine 
Rückplatzierung möglich machen kann (Verwaltungsrekurskommission, 
Abteilung V, 15. April 2015, V-2014/159).

Präsident Stefan Zürn, Fachrichter Heinrich Gründler und Fachrichterin Marina Wismer, 

Gerichtsschreiberin Louise Blanc Gähwiler

X, verbeiständet durch B, Berufsbeistandschaft, Beschwerdeführer,

vertreten durch Dr.iur. Monika Brenner, Rechtsanwältin, Paradiesstrasse 4, 

9030 Abtwil,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde M, Vorinstanz,

Y, Beschwerdebeteiligte,

vertreten durch lic.iur. Eugen Koller, Rechtsanwalt, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. 

Gallen,

und

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Z, Beschwerdebeteiligter,

betreffend

persönlicher Verkehr/Aufhebung Fremdplatzierung

Sachverhalt:

A.- X, geb. 2004, ist das gemeinsame Kind von Y und Z. Bereits während der 

Schwangerschaft wurde für ihn am 30. April 2004 eine Erziehungsbeistandschaft 

errichtet.

B.- Am 30. September 2012 wurde X von der Polizei ins Schlupfhuus St. Gallen 

gebracht, nachdem in der mütterlichen Wohnung ein Kollege von Y tot aufgefunden 

worden war. In der Folge wurde X am 4. Oktober 2012 im Einvernehmen der Eltern bei 

einer Pflegefamilie in O platziert. Vom 18. März bis 18. Juli 2013 hielt sich Y zwecks 

Entzugs im Mühlhof, Zentrum für Suchttherapie und Rehabilitation, auf. Am 31. Juli 

2013 erteilte die KESB Q der Pflegefamilie von X die Bewilligung zu dessen Aufnahme 

in Familienpflege. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2013 bestätigte die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde (KESB) M die umfassende Erziehungsbeistandschaft für X 

und ernannte neu A als Beistand.

C.- Am 4. Februar 2014 liess Y durch ihren Rechtsvertreter die sofortige Aufhebung der 

Fremdplatzierung bzw. zumindest die Ausdehnung des Besuchsrechts auf zwei Tage 

alle zwei Wochen beantragen. Die KESB M hörte am 14. Februar 2014 Y und am 

18. Februar 2014 X und seine Pflegefamilie zur geplanten Rückplatzierung persönlich 

an. Am 20. März 2014 bestätigte die KESB M die Fremdplatzierung von X bis zum 

rechtsgenüglichen Abschluss des Abklärungsverfahrens betreffend 

Platzierungssituation in der Pflegefamilie. Mit Verfügung vom 8. Mai 2014 regelte die 

KESB M den persönlichen Verkehr der Mutter mit X detailliert (Ziffer 1 des Dispositivs), 

hob die Fremdplatzierung per 3. Oktober 2014 auf und sah vor, dass X ab diesem 

Datum wieder in die Eigenpflege der Mutter zu geben sei (Ziffer 2 des Dispositivs), 

versah die Aufhebung der Fremdplatzierung mit der erfolgreichen Absolvierung 

verschiedener von der Kindsmutter zu erfüllenden Auflagen (Ziffer 3 des Dispositivs), 

wies die Sozialen Dienste M an, fristgerecht die notwendige Finanzierung zu regeln und 

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die hierfür notwendigen Kostengutsprachen zu sprechen (Ziffer 4 des Dispositivs) und 

entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Ziffer 5 des 

Dispositivs).

D.- Gegen diese Verfügung erhob X mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 16. Juni 

2014 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission und beantragte unter 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung die Aufhebung der Ziffern 1 bis 5 der 

angefochtenen Verfügung. Die Beschwerdeergänzung datiert vom 3. Juli 2014. Am 

20. August 2014 beantragte Y durch ihren Rechtsvertreter, der Beschwerde keine 

aufschiebende Wirkung zu gewähren. Mit Verfügung vom 25. August 2014 hiess der 

Abteilungspräsident der Verwaltungsrekurskommission das Gesuch um 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gut und entzog einer allfälligen 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Am 2. September 2014 verzichtete die KESB 

M auf eine Stellungnahme zur Sache.

E.- Am 3. Dezember 2014 wurde X vom Abteilungspräsident der 

Verwaltungsrekurskommission im Beisein einer Gerichtschreiberin persönlich angehört. 

Wegen Stellenwechsels des bisherigen Beistands setzte die KESB M mit Verfügung 

vom 5. Dezember 2014 neu B als Beiständin ein. Das Gericht ersuchte die Pflegeeltern 

von X, verschiedene Fragen im Zusammenhang mit der Aufhebung der 

Fremdplatzierung zu beantworten. Der Bericht datiert vom 4. Januar 2015. Am 

26. Januar bzw. 19. Februar 2015 nahmen die verfahrensbeteiligten Rechtsvertreter 

dazu Stellung. Weitere Stellungnahmen datieren vom 25. Februar und 2. März 2015.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 16. Juni 2014 ist rechtzeitig 

eingereicht worden und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 3. Juli 2014 in 

formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 450 und 450b 

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ZGB, Art. 27 des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

[sGS 912.5; abgekürzt: EG-KES] sowie Art. 41  des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1; abgekürzt: VRP]). Auf die Beschwerde ist somit 

einzutreten.

2.- In formeller Hinsicht ist die angefochtene Verfügung vom 8. Mai 2014 nicht zu 

beanstanden.

a) Die Zuständigkeit bestimmt sich nach Bundesrecht. Für die Anordnung von 

Kindesschutzmassnahmen ist nach Art. 315 Abs. 1 ZGB die Kindesschutzbehörde am 

Wohnsitz des Kindes zuständig. Die Bestimmungen über das Verfahren vor der 

Erwachsenenschutzbehörde sind sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 2 ZGB). Der 

Beschwerdeführer hat seinen Wohnsitz in M, womit die KESB M für die Verfügung der 

Regelung des persönlichen Verkehrs und der Fremdplatzierung örtlich und sachlich 

zuständig war.

b) Nach Art. 314a Abs. 1 ZGB ist das Kind vor dem Erlass von 

Kindesschutzmassnahmen in geeigneter Weise durch die Kindesschutzbehörde oder 

durch eine beauftragte Drittperson persönlich anzuhören, soweit nicht sein Alter oder 

andere wichtige Gründe dagegen sprechen. Das Bundesgericht geht im Sinn einer 

Richtlinie davon aus, dass die Kinderanhörung grundsätzlich ab dem vollendeten 

sechsten Altersjahr möglich ist (BGE 131 III 553 E. 1.2.3). Der Beschwerdeführer wurde 

am 18. Februar 2014 von der Vorinstanz angehört (act. 27/87).

3.- In materieller Hinsicht ist die Rückplatzierung des Beschwerdeführers bei seiner 

Mutter umstritten.

a) Die Vorinstanz führt in der Verfügung vom 8. Mai 2014 aus, der Beschwerdeführer 

befinde sich zurzeit bei einer Pflegefamilie, wo er sich wohl fühle. Er besuche dort die 

örtliche Schule mit guten Ergebnissen und die damals gegebene Gefährdungssituation 

habe abgewendet werden können. Der Aufenthaltsort bei der Pflegefamilie könne aber 

nur befristeter Natur sein. Es sei wichtig, die Mutter-Kind-Beziehung mittels geeigneten 

Massnahmen wieder herzustellen und aufzubauen. Der Beschwerdeführer wolle noch 

bei der Pflegefamilie bleiben und den Kontakt zur Mutter mit einem ausgedehnten 

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Besuchsrecht aufbauen und vertiefen, mit dem Ziel zu gegebener Zeit wieder ganz zu 

seiner Mutter zurückzukehren. Sowohl die Mutter als auch die Sozialen Dienste der 

Stadt M beantragten eine Rück- bzw. Umplatzierung. Der Beistand erachte eine 

Ausdehnung des Besuchsrechts verbunden mit einer späteren Rückkehr des 

Beschwerdeführers zu seiner Mutter als gangbaren Weg. Zurzeit sei eine 

Rückplatzierung noch verfrüht, das Besuchsrecht solle aber ausgedehnt werden. Damit 

solle eine tragfähige Bindung zwischen Mutter und Kind aufgebaut und gefestigt 

werden, sodass der Beschwerdeführer zu Beginn der Ferien gut vorbereitet zu seiner 

Mutter zurückkehren könne. Es erscheine wichtig, dass er in einer suchtmittelfreien 

Umgebung aufwachsen könne. Entsprechend seien der Mutter gewisse Auflagen zu 

erteilen.

Dem hält die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zur Hauptsache entgegen, der 

Beschwerdeführer lebe bereits seit beinahe zwei Jahren in der Pflegefamilie, wo er sich 

gut entwickelt habe. Er sei in seiner Schulklasse gut integriert und es sei ihm in der 

Zwischenzeit gelungen, Freunde zu finden. Als er in der Pflegefamilie platziert worden 

sei, habe er unter Angstzuständen, Gleichgewichtsstörungen und 

Konzentrationsschwierigkeiten gelitten. Mittlerweile hätten sich die Probleme stark 

verbessert. Er habe mit Hilfe der Pflegefamilie das ihm fehlende Selbstvertrauen 

entwickeln und an Selbständigkeit gewinnen können. Ob die Mutter ihre 

Suchtproblematik tatsächlich überwunden habe, scheine derzeit ungewiss. An den 

Wochenenden halte sie sich mit dem Beschwerdeführer häufig beim Grillplatz in M auf, 

wo sich die Alkoholiker der Gegend treffen würden. Problematisch sei überdies, wenn 

sich der Vater in der mütterlichen Wohnung aufhalte, da er regelmässig Suchtmittel 

konsumiere. Die Mutter könne daher dem Beschwerdeführer keine kindgerechte, 

suchtmittelfreie Umgebung bieten. An den Wochenenden finde im Übrigen keine 

regelmässige Verpflegung statt. Er leide bei der Mutter zudem an gravierenden 

Schlafproblemen und werde von Alpträumen geplagt. Üblicherweise laufe die ganze 

Nacht der Fernseher und er könne kaum zur Ruhe kommen. Hinzu komme, dass er 

aufgrund des starken Rauchens manchmal Atembeschwerde bekomme.

b) Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für 

Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde die 

geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Kann der 

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Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, hat die Kindesschutzbehörde 

es den Eltern gestützt auf Art. 310 ZGB wegzunehmen und in angemessener Weise 

unterzubringen. Eine Rückkehr des Kindes zu den leiblichen Eltern ist zumindest als 

wünschenswert im Auge zu behalten. Dieser Gesichtspunkt ist indes gegenüber der 

Wahrung des Kindeswohls von untergeordneter Bedeutung. So ist der 

Fremdplatzierung des Kindes vorrangig seinen aktuellen Interessen Rechnung zu 

tragen, und es ist die bestmögliche Art der Fremdbetreuung zu wählen. Der 

Gesetzgeber nimmt dabei in Kauf, dass zwischen dem Kind und der betreuenden 

Drittperson naturgemäss eine emotionale Bindung entsteht und wächst. Diese Bindung 

kann so intensiv werden, dass sie einer späteren Rückkehr zu den leiblichen Eltern 

entgegensteht. Art. 310 Abs. 3 ZGB bestimmt für diesen Fall, dass eine Rücknahme 

des Kindes durch die Eltern dann zu untersagen ist, wenn seine Entwicklung ernstlich 

zu gefährden droht (Entscheid des Obergerichts Luzern vom 8. März 2005 E. 2.4, 

FamPra.ch 2005 Nr. 128). Eine Neu-, Um- oder Rückplatzierung des Kindes hat sich an 

dessen Wohl auszurichten und bedingt eine Abwägung zwischen den auf dem Spiel 

stehenden Interessen. Für die Rückplatzierung gelten nicht die gleichen Kriterien wie 

für den Obhutsentzug. Im Zusammenhang mit der Rückplatzierung ist zwar zu 

berücksichtigen, dass beim Obhutsentzug dem Verhältnismässigkeitsprinzip eine 

zentrale Rolle zukommt und dieses verletzt ist, wenn Massnahmen länger als 

notwendig aufrechterhalten bleiben. Indes ist zu bedenken, dass es bei langdauerndem 

Pflegeverhältnis zu einer Verwurzelung mit sozialpsychischer Elternstellung der 

Pflegeeltern kommen kann; jedenfalls stete Umplatzierungen sind diesfalls zu 

vermeiden und vielmehr kontinuierliche Verhältnisse anzustreben. Entscheidend für die 

Frage der Zurücknahme durch die Mutter ist, ob die seelische Verbindung zwischen ihr 

und dem Kind intakt ist und ob ihre Erziehungsfähigkeit und ihr 

Verantwortungsbewusstsein eine Rückübertragung der Obhut unter Beachtung des 

Kindeswohls rechtfertigen. Bei der Gewichtung der vorstehenden Interessen sind der 

Anspruch des Elternteils auf persönliche Betreuung und das Interesse des Kindes an 

stabilen Beziehungen gegeneinander abzuwägen (Urteile des Bundesgerichts [BGer] 

5A_736/2014 vom 8. Januar 2015 E. 3.3 und 5A_473/2013 vom 6. August 2013 E. 6).

c) Am 30. April 2004 wurde für den noch nicht geborenen Beschwerdeführer wegen 

einer Drogenproblematik der Kindseltern eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 

ZGB errichtet (act. 27/1). In der Folge gelang es der Kindsmutter trotz der 

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Drogenproblematik zunächst, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Entwicklung 

des Beschwerdeführers zu fördern (vgl. act. 27/24). Am 8. September 2012 musste sie 

jedoch wegen Drogenmissbrauchs ins Kantonale Spital M eingeliefert werden. Der 

Beschwerdeführer wurde damals in die Obhut seines Vaters übergeben (act. 27/33). 

Am 30. September 2012 musste er im Rahmen einer polizeilichen Intervention ins 

Schlupfhuus gebracht werden, nachdem ein Kollege der Kindsmutter in der Wohnung 

an illegalen Drogen verstorben war und die Kindseltern zunächst in Untersuchungshaft 

genommen werden mussten. Mit Einverständnis der Eltern wurde der 

Beschwerdeführer sodann bei einer Pflegefamilie in O platziert (act. 27/35, 38 und 41).

Es ist allgemein bekannt, dass die Familie eines Suchtabhängigen unter den 

Auswirkungen der Abhängigkeit leidet. Sie bringt für die Angehörigen im gleichen 

Haushalt gewaltige Belastungen mit sich, welche von Menschen getragen werden 

müssen, welche oft selber besonders wenig belastbar sind; Kinder sind solchen 

Belastungen besonders wehrlos ausgesetzt. Von einer suchtabhängigen Person kann 

auch kaum eine kontinuierliche erzieherische Führung eines Kindes erwartet werden 

(vgl. BGer 5C.112/2001 vom 30. August 2001 E. 2e/aa mit weiteren Hinweisen). Es ist 

damit nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdeführer zum damaligen Zeitpunkt 

fremdplatziert wurde.

d) Mit Verfügung vom 8. Mai 2014 befristete die die Vorinstanz die Fremdplatzierung 

des Beschwerdeführers bei der Pflegefamilie auf fünf Monate und ordnete die 

anschliessende Rückplatzierung bei seiner Mutter an (Dispositiv-Ziffer 2 der 

angefochtenen Verfügung).

Der zehnjährige Beschwerdeführer schrieb der Vorinstanz aufgrund der drohenden 

Rückplatzierung einen Brief (Eingang bei der Vorinstanz: 14. Mai 2014) und erklärte, es 

sei noch zu früh, um zu seiner Mutter zurückzukehren. Er wolle noch drei Jahre bei der 

Pflegefamilie bleiben, weil er sich dort wohl fühle (act. 27/107). Anlässlich der 

persönlichen Anhörung vom 18. Februar 2014 gab er an, ihm gehe es gut und zwar 

besser als bei seiner Mutter. Bei der Pflegefamilie gefalle es ihm sehr gut. Es habe 

nette Kinder in der Schule und er habe einige Freunde gefunden. Er wolle lieber nicht 

zurück zu seiner Mutter, weil sie noch nicht ganz gesund sei. Sie sitze viel vor dem 

Fernseher, trinke fast nur Coca Cola und esse fast nichts (act. 27/87). Gegenüber der 

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Verwaltungsrekurskommission gab er am 3. Dezember 2014 an, als es geheissen habe, 

er müsse zurück zur Mutter, habe er das nicht gewollt. Man habe ihm den Vorschlag 

gemacht, einen Anwalt einzuschalten; diesem Vorgehen habe er zugestimmt. Es habe 

ihn gefreut, dass er daraufhin bei der Pflegefamilie habe bleiben dürfen. Es gefalle ihm 

vieles bei der Pflegefamilie, insbesondere dass sie viel Zeit für ihn hätten und er dort 

gute Kollegen habe. Die Pflegefamilie sei mega lieb zu ihm, sie würden nicht rauchen 

und fast keinen Alkohol trinken. Jedes zweite Wochenende verbringe er bei seiner 

Mutter bzw. zusammen mit ihr bei ihrem neuen Lebenspartner. Mit dessen 

neunjährigem Sohn "game" er häufig, obwohl er lieber draussen spielen würde. Ein 

Wochenende verbringe er bei seiner Omi in R; mit ihr gehe er viel spazieren. Er wolle 

seine Mutter nicht öfter sehen; so wie es sei, genüge ihm. Er könne sich auch nicht 

vorstellen, mehr Ferien mit seiner Mutter zu verbringen. Er wolle nicht zurück zu seiner 

Mutter, da sie früher Drogen genommen habe. Im Gegensatz zu seinem Vater habe 

seine Mutter zudem nicht aufgehört, Alkohol zu trinken. Bei seiner Mutter sei es nicht 

richtig aufgeräumt, sie rauche im Wohnzimmer und überall stinke es nach Rauch. Er 

wolle lieber bei der Pflegefamilie bleiben. Wenn er drei Wünsche offen hätte, würde er 

sich als erstes wünschen, dass er bis 18 Jahre bei der Pflegefamilie bleiben könne. 

Zweitens wünsche er sich schöne Weihnachten und drittens – was natürlich nicht in 

Erfüllung gehen könne –, dass alle seine Plüschtiere lebendig werden würden (act. 39).

Die Pflegeeltern führten aus, es klappe sehr gut mit dem Beschwerdeführer und es sei 

sehr schön zu sehen, wie er Fortschritte in der Schule und bei ihnen zuhause mache. 

Zu Beginn habe er viel geweint, was nachgelassen habe. Er stehe aber weiterhin unter 

dem Druck der Situation, weil er nicht wisse, wie es weitergehe. Seit dem Aufenthalt sei 

der Beschwerdeführer mental stärker geworden und habe ein gesteigertes 

Selbstbewusstsein entwickelt. Er habe in der Schule einige neue Freunde gefunden 

und die Leistungen seien gestiegen. Den Zustand der Kindsmutter erachteten sie für 

eine Rückplatzierung als noch zu wenig stabil. Sie habe immer wieder kleine 

gesundheitliche Einschränkungen. Auch das soziale Umfeld variiere etwas zu viel. Der 

Beschwerdeführer benötige Stabilität, was die Kindsmutter nur bedingt erfüllen könne. 

Das Risiko eines Rückfalls sei recht gross. Wenn die Kindsmutter fit sei, zeige sie 

sicherlich einen Mutterinstinkt und sie sei dann auch anwesend und präsent. Sie liebe 

ihren Sohn und dieser seine Mutter (act. 27/88). Die Schwester der Kindsmutter glaubt, 

dass eine Rückplatzierung nicht gut gehen werde. Ihr fehle es an Kraft und Geduld, um 

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für den Beschwerdeführer die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Sie schätze 

ihre Schwester als eher labil ein. Im Moment funktioniere es aber gut. Sobald aber eine 

grosse Schwierigkeit auf sie zukomme, bestehe die Gefahr eines Rückfalls (act. 27/86). 

Im Bericht vom 4. Januar 2015 beschreiben die Pflegeeltern den Beschwerdeführer als 

anfänglich ängstliches Kind, welches nun selbstbewusst, offen und zugewandt sei. Seit 

einem Jahr erbringe er wesentlich bessere schulische Leistungen. Seine 

Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer habe er verbessern können. Als der 

Beschwerdeführer im Mai 2014 erfahren habe, dass die Vorinstanz für Herbst die 

Rückkehr zur Mutter vorgesehen habe, habe er eine Stunde heftig geweint, da er nicht 

zurück zu ihr wolle, sondern bei der Pflegefamilie bleiben. Seit Herbst 2014 komme er 

aggressiv und unzufrieden von den Besuchswochenenden zurück. Er verbringe die 

Wochenenden gemeinsam mit der Mutter bei ihrem neuen Lebenspartner und dessen 

Stiefsohn. Der Beschwerdeführer wünsche sich explizit mehr Zeit alleine mit seiner 

Mutter verbringen zu können. Dies sei dann am Standortgespräch vom 20. November 

2014 so vereinbart worden, dennoch verbringe die Mutter die meiste Zeit des 

Besuchskontakts bei ihrem neuen Lebenspartner und dessen Stiefsohn. Die beiden 

Buben würden sich gemeinsam mit Computerspielen beschäftigen und manchmal mit 

der Mutter und ihrem Partner am See spazieren gehen. Der Beschwerdeführer habe 

seine Mutter gerne, er kümmere sich um sie und übernehme Verantwortung und 

kontrolliere ihren Alkoholkonsum. Er reagiere enttäuscht, wenn seine Mutter 

Abmachungen nicht einhalte. Er wolle sie nicht verletzen. Zu ihnen bestehe eine gute 

Beziehung mit gegenseitiger Verbundenheit. Sie hätten den Beschwerdeführer gerne; 

er fühle sich wohl bei ihnen. Sie würden seine Bedürfnisse ernst nehmen und ihn 

unterstützen. Er brauche Orientierung, Sicherheit und Klarheit. Seit 2012 habe er seinen 

Lebensmittelpunkt in O und gehe dort zur Schule. Er habe sich positiv entwickelt. Er sei 

ein feinfühliger und aufgeweckter Junge (act. 42).

e) Die Mutter-Kind-Beziehung war seit dem Start des Beschwerdeführers ins Leben 

aufgrund der Suchtproblematik der Kindsmutter stark belastet. Die Situation spitzte 

sich im Herbst 2012 zu und fand ihren Höhepunkt, als in der Wohnung der Mutter ein 

Kollege tot aufgefunden worden war. In der Folge musste der Beschwerdeführer 

notfallmässig fremdplatziert werden. Wegen der Suchtproblematik unterzog sich die 

Kindsmutter in der Zeit vom 18. März bis 18. Juli 2013 einer Entziehungskur im 

Mühlhof. Dem Austrittsbericht vom 16. Juli 2013 ist zu entnehmen, dass der 

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Behandlungsverlauf sehr positiv zu werten sei, da das bisherige Suchtverhaltensmuster 

deutlich unterbrochen worden sei. Während der Aufenthaltsdauer sei sie hinsichtlich 

alkoholischer Getränke vollständig rückfallfrei geblieben; zu Beginn habe sie jedoch 

einmalig Cannabis konsumiert. Sie habe sich reflektiert und bereit gezeigt, ihr 

bisheriges Suchtverhalten zu überdenken und hinsichtlich wichtiger Erklärungs- und 

Risikofaktoren zu analysieren (act. 27/69). Am 20. September 2013 bestätigte die 

Regionale Beratungsstelle für Suchtfragen, dass es der Kindsmutter erfolgreich 

gelungen sei, eine Verhaltensänderung einzuleiten. Die bestehende komplexe 

Lebenssituation und Alltagsbewältigung bedinge jedoch weiterhin medizinische, 

suchttherapeutische, soziale und anwaltliche Hilfeleistungen. Sie sei motiviert, die 

Alkoholabstinenz und die Stabilität auf Methadon weiterhin einzuhalten. Eine langsame 

Reduktion der Methadonsubstitution sei sekundäres Ziel (act. 27/70). Anlässlich der 

persönlichen Anhörung vom 14. Februar 2014 erklärte die Kindsmutter, sie nehme 

regelmässig ein- bis zweimal im Monat an einer Suchtberatung teil. Zweimal im Monat 

gehe sie zudem zum Hausarzt für die Methadonabgabe und eine Sprechstunde. Sie 

lebe von der Sozialhilfe und einer kleinen Suva-Rente. Gesundheitlich gehe es ihr 

besser, jedoch seien die Nerven im Handgelenk weiterhin angeschlagen. Seit ihrem 

Entzug sei sie trocken und drogenfrei; sie konsumiere täglich Methadon und sei 

Raucherin. Bei einer Rückplatzierung benötige sie in der Mutter-Kind-Beziehung oder 

bei schwierigen Hausaufgaben Unterstützung. Zudem sei sie weiterhin auf finanzielle 

Hilfe angewiesen. Auch müsse sie weiterhin unterstützt werden, um die Abstinenz 

weiterzuführen (act. 27/89).

Die Kindsmutter benötigt demnach gemäss eigenen Angaben nach wie vor 

Unterstützung, um ihr Leben in geregelte Bahnen lenken zu können. Die Gefahr, dass 

sie bei einer Rückplatzierung überfordert wäre, ist daher als sehr hoch einzuschätzen, 

und es bestünde dadurch das erhebliche Risiko eines Rückfalls. So erachtete auch der 

damalige Beistand des Beschwerdeführers eine Rückplatzierung noch zu früh, da es 

wegen der Suchtproblematik bei einer grossen Belastung zu einem hohen 

Rückfallrisiko kommen könne. Sinnvoller sei eine stufenweise Kontaktöffnung, um so 

Belastungssituationen zu trainieren und Krisen zu verhindern. Hinzu komme, dass es 

dem Beschwerdeführer im Moment sehr gut gehe und er im Moment nicht nach Hause 

wolle. Er entwickle sich bei der Pflegefamilie sehr gut und eine Rückplatzierung zum 

jetzigen Zeitpunkt könnte die Entwicklungsfortschritte gefährden. Aus diesem Grund 

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erachte er die Fortsetzung des Pflegeverhältnisses als sinnvoll (act. 27/90). Weiter 

reichte die Kindsmutter keine Belege für ihre Abstinenz ein. Sie erklärte lediglich, 

verschiedene Blut- und Urinproben durchgeführt zu haben, wobei die Anzahl der 

Proben aus Kostengründen bescheiden seien. Auch die Durchführung einer 

Haaranalyse sei ihr aus finanziellen Gründen nicht möglich gewesen (act. 50 Ziff. 1). 

Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer gegenüber seiner Rechtsvertreterin 

ausführte, seine Mutter konsumiere nach wie vor Alkohol (act. 52). Eine erneute 

Alkohol- oder Drogenabhängigkeit stellt jedoch eine ernsthafte Gefährdung des 

Kindeswohls dar. Seit Januar 2015 lebt die Kindsmutter nun bei ihrem neuen 

Lebenspartner, mit welchem sie seit Herbst 2014 zusammen ist (act. 50 Ziff. 2). Von 

einer stabilen Beziehung kann daher noch nicht die Rede sein. Der Beschwerdeführer 

ist jedoch für eine gesunde Entwicklung auf Kontinuität und Stabilität angewiesen. Die 

Kindsmutter scheint dabei die Bedürfnisse des Beschwerdeführers nicht genügend 

ernst zu nehmen. Die Besuchswochenenden mit seiner Mutter verbringt der 

Beschwerdeführer stets bei ihrem Lebenspartner und dessen Stiefsohn, obwohl er 

ausdrücklich Zeit alleine mit seiner Mutter wünscht. Die Zeit verbringt er dann meistens 

mit Computerspielen, obwohl er viel lieber draussen etwas machen würde. Der 

Einwand der Kindsmutter, lediglich Fr. 30.– vom Sozialamt für die Gestaltung des 

Besuchswochenendes zu erhalten, ist dabei nicht zu hören. Ausflüge in die Natur sind 

bekanntlich auch mit geringen finanziellen Mitteln möglich. So machen dem 

Beschwerdeführer beispielsweise die Spaziergänge bei seiner Grossmutter und dem 

Hund der Nachbarn "mega Spass" (vgl. act. 39). Auch ein Ausflug in den Wildpark 

Peter und Paul in St. Gallen wäre abgesehen von der Anreise kostenlos.

f) Zusammenfassend ergibt sich, dass eine Rückkehr von X zu seiner Mutter im jetzigen 

Zeitpunkt verfrüht wäre. Die Beschwerde ist folglich in diesem Punkt gutzuheissen. Die 

Kindsmutter hat sich zunächst im Rahmen der Besuchsrechtsausübung über eine 

gewisse Zeit zu beweisen, dass sie über genügend Stabilität für eine Rückkehr des 

Sohnes verfügt.Zeigt sich die Situation der Kindsmutter weiter stabil, respektive ist ihre 

Abstinenz hinreichend erstellt, ist die Angelegenheit neu zu beurteilen (vgl. zum Ganzen 

BGer 5A_736/2014 vom 8. Januar 2015). Die wirtschaftlichen Interessen der 

Wohnsitzgemeinde als Kostenträgerin der Massnahme sind dabei nicht zu 

berücksichtigen. Ob das Kind in eine Pflegefamilie, eine betreute Wohngruppe oder in 

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ein Pflegeheim zu geben ist, beurteilt sich allein unter dem Blickwinkel der spezifischen 

Gefährdungslage (vgl. BGer 5A_979/2013 vom 28. März 2014 E. 4.3).

5.- a) Im Idealfall ist die Massnahme auf die Rückkehr des Kindes zu den leiblichen 

Eltern gerichtet. Der laufende Kontakt mit den Eltern ist durch Besuche, Briefe und 

Telefonate nach Möglichkeit aufrecht zu erhalten. Parallel zur Fremdunterbringung 

sollen die Eltern in geeigneter Weise auf die Wiederaufnahme des Kindes vorbereitet 

werden, was die Aufrechterhaltung des Kontakts mit dem Kind erfordert, 

gegebenenfalls mit Beratung oder Veranlassung von geeigneten therapeutischen 

Massnahmen mit dem Zweck, die objektiven Fähigkeiten der Eltern und ihre 

Überzeugung, die Betreuung persönlich erbringen zu können, nach Möglichkeit zu 

stärken (BSK ZGB I-Breitschmid, 5. Aufl. 2014, Art. 310 N 10 f.).

b) Wie dargelegt ist eine Rückkehr zur Mutter erst möglich, wenn ihre Lebenssituation 

für eine solche genügend stabil ist. Dies sah auch die Vorinstanz und knüpfte die 

vollständige Aufhebung der Fremdplatzierung des Beschwerdeführers an gewisse 

Auflagen, welche die Mutter zu erfüllen habe. So wurde Letztere dazu verpflichtet

-     sich in Zusammenarbeit mit dem Beistand bei der Schulischen Sozialarbeit der

      betroffenen Schulen zu melden und das weitere Vorgehen betreffend Schulübertritt

      abzusprechen und zu koordinieren

-     in Zusammenarbeit mit dem Beistand die Familienberatungsstelle Q regelmässig zu

      besuchen und sich fachlich beraten zu lassen

-     weiterhin zweimal pro Monat die Suchtberatungsstelle M aufzusuchen und deren

      Empfehlungen umzusetzen

-     halbjährlich dem Beistand unaufgefordert einen Verlaufsbericht der 

Suchtberatungsstelle

      M zukommen zu lassen

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-     halbjährlich nach Massgabe des Beistandes und in Absprache mit der

      Suchtberatungsstelle M Suchtmittelscreenings (Alkohol und Drogen) mittels 

Haaranalyse

      beim Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen erstellen zu lassen und diese der 

Kindes-

      und Erwachsenenschutzbehörde der M unaufgefordert abzugeben

-     beim Hausarzt monatlich Cannabiskontrollen und Blutkontrollen zur 

Alkoholabstinenz

      durchzuführen und die Resultate bei einem positiven Befund umgehend dem 

Beistand

      zu übermitteln bzw. bei negativem Befund dem Beistand halbjährlich einen 

hausärztlichen

      Verlaufsbericht zuzustellen.

Von einer suchtabhängigen Person kann kaum eine kontinuierliche erzieherische 

Führung eines Kindes erwartet werden (vgl. BGer 5C.112/2001 vom 30. August 2001 

E. 2e/aa mit weiteren Hinweisen). Der Beschwerdeführer brachte mehrmals vor, seine 

Mutter trinke nach wie vor Alkohol. Solange diese Ungewissheit besteht, darf zum 

Wohle des Kindes nicht davon ausgegangen werden, dass die Kindsmutter ihre 

Suchtproblematik überwunden hat. Gegen die Anordnung von Auflagen an die Mutter 

ist deshalb nichts einzuwenden. Sie sieht dabei selbst ein, weiterhin Unterstützung zu 

benötigen, um die Abstinenz einhalten zu können (vgl. act. 27/89), und sie erklärte sich 

bereit, die Abstinenz kontrollieren zu lassen (act. 50 Ziff. 7). Da eine Rückplatzierung 

zurzeit nicht zur Diskussion steht, ist auf die Auflage, die Mutter habe sich in 

Zusammenarbeit mit dem Beistand bei der Schulischen Sozialarbeit der betroffenen 

Schulen zu melden und das weitere Vorgehen betreffend Schulübertritt abzusprechen 

und zu koordinieren, zu verzichten.

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c) Schliesslich ist der Umfang des persönlichen Verkehrs der Kindsmutter zu ihrem 

Sohn während der Dauer der Fremdplatzierung umstritten.

aa) Die Vorinstanz räumte der Kindsmutter in der angefochtenen Verfügung vom 8. Mai 

2014 das Recht ein, den Beschwerdeführer während zwei Monaten jedes zweite 

Wochenende und danach während weiteren zwei Monaten jedes Wochenende zu sich 

auf Besuch zu nehmen. Zudem sollte der Beschwerdeführer drei Wochen Ferien pro 

Jahr und die gesetzlichen Feiertage bei seiner Mutter verbringen. Zur Begründung 

führte die Vorinstanz aus, angesichts des Alters des Beschwerdeführers und des 

Ausmasses der bisherigen Beziehung zu seiner Mutter sowie aufgrund der positiven 

Veränderungen bei den Lebensumständen bei der Mutter erscheine eine Ausdehnung 

des Besuchsrechts als angemessen. Es sei wichtig, dass die Mutter-Kind-Beziehung 

wieder hergestellt und aufgebaut werde. Der Beschwerdeführer wolle aktuell noch bei 

der Pflegefamilie bleiben und den Kontakt zu seiner Mutter mit einem ausgedehnten 

Besuchsrecht aufbauen und vertiefen, mit dem Ziel zu gegebener Zeit wieder ganz zu 

ihr zurückzukehren.

Der Beschwerdeführer lässt dagegen beantragen, von einem Besuchsrecht an jedem 

Wochenende sei abzusehen und auf die Zusprechung von Ferien- und 

Feiertagsbesuchen sei bis auf weiteres zu verzichten. Auf eine Ausdehnung des 

Besuchsrechts über das übliche Mass von jedem zweiten Wochenende sei zu 

verzichten. Er habe an den Wochenenden bei der Mutter gravierende Schlafprobleme 

und werde von Alpträumen geplagt. Üblicherweise liefe die ganze Nacht der Fernseher 

und er könne kaum zur Ruhe kommen. Hinzu komme, dass er aufgrund des starken 

Rauchens manchmal Atembeschwerden bekomme.

bb) Bei der persönlichen Anhörung durch die Vorinstanz gab der Beschwerdeführer an, 

sich zu wünschen, jedes Wochenende bei seiner Mutter zu verbringen, jedes zweite 

Wochenende mit Übernachtung von Samstag auf Sonntag (act. 27/87). Am 

3. Dezember 2014 erklärte er gegenüber der Verwaltungsrekurskommission dagegen, 

die bestehende Regelung – jedes zweite Wochenende bei der Mutter, einen Samstag 

pro Monat bei seiner Grossmutter – genüge ihm; er wolle seine Mutter nicht häufiger 

sehen. Es sei in Ordnung, einige Ferientage mit seiner Mutter zu verbringen (act. 39).

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cc) Ziel ist zwar, dass der Beschwerdeführer irgendwann wieder bei seiner Mutter 

wohnt. Hierfür müsste das Besuchsrecht schrittweise ausgedehnt werden. Ohne den 

Nachweis, dass die Kindsmutter ihrem Sohn eine suchtmittelfreie Umgebung bieten zu 

können, ist die Ausdehnung des Besuchsrechts über das übliche Mass hinaus nicht im 

Interesse des Beschwerdeführers. Die Praxis tendiert dabei dazu, dass im Streitfall das 

Besuchsrecht bei schulpflichtigen Kindern auf ein Wochenende pro Monat und zwei bis 

drei Ferienwochen im Jahr festgesetzt wird (BSK ZGB I-Schwenzer/Cottier, a.a.O., 

Art. 273 N 15). Da der Beschwerdeführer ein Besuchsrecht an jedem zweiten 

Wochenende beantragt und sich diese Regelung während der Hängigkeit des 

vorliegenden Verfahrens bewährt hat, ist der Kindsmutter das Recht einzuräumen, alle 

zwei Wochen jeweils von Freitag ab 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr mit dem 

Beschwerdeführer zu verbringen. Daneben sind ihr drei Wochen Ferien mit ihrem Sohn 

zuzugestehen. Einerseits erklärte der Beschwerdeführer anlässlich der persönlichen 

Anhörung vom 3. Dezember 2014, dass einige Ferientage mit seiner Mutter in Ordnung 

seien. Andererseits muss die Kindsmutter die Möglichkeit haben, auch während einer 

längeren Zeit als ein Wochenende beweisen zu können, für ihren Sohn sorgen zu 

können.

6.- Da der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt 

(Art. 450c ZGB) und die Rückkehr des Beschwerdeführers in die mütterliche Obhut 

während eines allfälligen Rechtsmittelverfahrens das Kindswohl gefährden würde, ist 

einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen.

7.- a) Nach Art. 11 lit. a EG-KES in Verbindung mit Art. 95 Abs. 1 VRP hat in 

Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder 

teilweise abgewiesen werden. Es gilt der Grundsatz der Kostentragung nach Massgabe 

des Obsiegens und Unterliegens. Da die Beschwerde praktisch vollumfänglich 

gutgeheissen wird, können dem Beschwerdeführer keine Kosten auferlegt werden. Die 

amtlichen Kosten von Fr. 1'500.– (Entscheidgebühr) sind daher der Vorinstanz zu zwei 

Dritteln und der Kindsmutter zu einem Drittel aufzuerlegen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die Kosten der Kindesvertretung gehören zu 

den Gerichtskosten, wobei das von der Kindesvertreterin geltend gemachte Honorar 

von Fr. 4'942.10 (Barauslagen und Mehrwertsteuer inklusive, act. 53) als tarifgemäss 

und angemessen erscheint. Auf die Erhebung des Kostenanteils der Vorinstanz ist zu 

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verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Die Kindsmutter ist von der Bezahlung ihres 

Kostenanteils zufolge unentgeltlicher Rechtspflege vorläufig zu befreien. Sie wird 

darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzahlung verpflichtet wird, sobald sie dazu in der 

Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).

b) Die Kindsmutter hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung gestellt, 

welches mit Schreiben vom 7. August 2014 bewilligt wurde (act. 22). Ihr 

Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. Das Honorar des Rechtsvertreters ist 

in Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission grundsätzlich als Pauschale zu 

bemessen; der Rahmen liegt zwischen Fr. 1'000.– und Fr. 12'000.– (Art. 22 Abs. 1 lit. b 

der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt: 

HonO). Das Honorar wird nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und 

Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen 

Verhältnissen der Beteiligten, festgesetzt (Art. 19 HonO; vgl. auch Entscheid des 

Kantonsgerichts St. Gallen FE.2012.34-EZE2 vom 26. Oktober 2012 S. 4 letzter 

Abschnitt). Ein zufolge unentgeltlicher Rechtspflege um einen Fünftel gekürztes 

Honorar von Fr. 3'500.– erscheint als angemessen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, 

sGS 963.70). Hinzuzählen sind die Barauslagen von Fr. 140.– und die Mehrwertsteuer 

von Fr. 291.20 (Art. 28  Abs. 1 und Art. 29 HonO). Die Entschädigung für den 

unentgeltlichen Rechtsvertreter der Kindsmutter beträgt demnach insgesamt 

Fr. 3'931.20.

Entscheid:

1.    Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Ziffern 1, 2, 3 und 4 des Dispositivs

       der Verfügung der KESB M vom 8. Mai 2014 werden aufgehoben.

2.    Der persönliche Verkehr von Y mit X (geb. 2004) wird gestützt auf Art. 273 ff. ZGB 

im

       Sinne einer Mindestregelung wie folgt geregelt:

       a)  Die Kindsmutter hat das Recht, bis auf weiteres alle zwei Wochen jeweils von 

Freitag, 

bis

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            18 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, das Wochenende mit X zu verbringen. Für den

            pünktlichen Transport sorgt sie auf eigene Kosten.

       b)  Sie hat ferner das Recht, mit X drei Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen.

       c)  Der Beistand führt regelmässig situationsbezogene Gespräche mit allen 

Beteiligten.

            Er unterstützt sie, speziell die Kindsmutter, aktiv in ihren jeweiligen Ressourcen,

            insbesondere mit Blick auf die Förderung Xs und die Aufrechterhaltung von

            dessen Kontaktnetz im mütterlichen Umfeld.

       d)  Der Beistand handelt die Modalitäten der Handhabung des persönlichen 

Verkehrs,

            insbesondere auch die Regelung der Feiertage, zwischen der Kindsmutter und 

X

            im Detail aus. Er entscheidet nötigenfalls, wobei den Bedürfnissen Xs Vorrang

            zukommt.

3.    Die bisherige Fremdplatzierung von X bei der Pflegefamilie P wird bestätigt.

       Sie wird unbefristet weitergeführt.

4.    Die Prüfung einer allfälligen Rück-/Umplatzierung von X darf frühestens im zweiten

       Quartal 2016 an die Hand genommen werden. Die Kindsmutter hat vorweg 

glaubhaft

       aufzuzeigen, dass sie Willens und in der Lage ist, X eine suchtmittelfreie 

Umgebung

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       zu bieten, und entsprechend die nachstehend in Ziff. 5 wiedergegebenen Auflagen

       dauerhaft einzuhalten.

5.    Y wird verpflichtet:

       a)  in Zusammenarbeit mit dem Beistand die Familienberatungsstelle Q 

regelmässig

            zu besuchen und sich fachlich beraten zu lassen;

       b)  weiterhin zweimal pro Monat die Suchtberatungsstelle M aufzusuchen und 

deren

            Empfehlungen umzusetzen;

       c)  halbjährlich dem Beistand unaufgefordert einen Verlaufsbericht der

            Suchtberatungsstelle M zukommen zu lassen;

       d)  halbjährlich nach Massgabe des Beistandes und in Absprache mit der

            Suchtberatungsstelle M Suchtmittelscreenings (Alkohol und Drogen) mittels

            Haaranalyse beim Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen erstellen zu lassen 

und

            diese der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde M unaufgefordert 

abzugeben;

       e)  beim Hausarzt monatlich Cannabiskontrollen und Blutkontrollen zur 

Alkoholabstinenz

            durchzuführen. Bei einem positiven Befund hat sie die Resultate umgehend 

dem

            Beistand zu übermitteln. Bei negativem Befund ist dem Beistand halbjährlich

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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            ein hausärztlicher Verlaufsbericht zuzustellen.

6.    Die Sozialen Dienste M werden angewiesen, die für die Fremdplatzierung von X in

       der Pflegefamilie notwendige Finanzierung zu regeln und die notwendigen

       Kostengutsprachen zu erteilen.

7.    Bezüglich der vorgenannten Ziffern 1 - 6 wird einer allfälligen Beschwerde

       die aufschiebende Wirkung entzogen.

8.    Die amtlichen Kosten von Fr. 6'442.10.– (Entscheidgebühr Fr. 1'500.–; Honorar

       der Kindesvertreterin Fr. 4'942.10) werden zu zwei Dritteln der KESB M und zu 

einem

       Drittel Y auferlegt. Auf die Erhebung des Kostenanteils der KESB M wird 

verzichtet. Y

       wird von der Bezahlung ihres Kostenanteils zufolge unentgeltlicher Rechtspflege

       vorläufig befreit.

9.    Der Staat hat den unentgeltlichen Rechtsvertreter von Y, Rechtsanwalt lic.iur. 

Eugen

       Koller, mit Fr. 3'931.20 zu entschädigen.

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	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 15.04.2015
	Art. 307, Art. 310, 314a ZGB (SR 210). Die Anordnung der Rückplatzierung eines seit mehr als zwei Jahren fremdplatzierten, mittlerweile 10-jährigen Kindes hat sich am Wohl des betroffenen Kindes auszurichten. Wirtschaftlichen Interessen der Wohnsitzgemeinde als Kostenträgerin kommt dabei nach geltender Rechtslage keine Bedeutung zu. Vorgängig der Rückplatzierung des Kindes zu der suchtabhängigen Kindsmutter wurde diese zur Erfüllung verschiedener Auflagen angehalten, mit dem Zweck, den Nachweis einer stabilen Lebenssituation zu erbringen, welche eine Rückplatzierung möglich machen kann (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung V, 15. April 2015, V-2014/159).

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