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**Case Identifier:** 309d72f1-c6cf-54e4-a291-0bc6864f4cd5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.07.2020 720 19 258 / 151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-258---151_2020-07-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 2. Juli 2020 (720 19 258 / 151) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung der Arztberichte; Einkommensvergleich 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Daniel Gfel-
ler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1983 geborene A.____ schloss im Juli 2004 eine Lehre als Schreiner erfolgreich ab. 
In der Folge war er bei der B.____ AG in C.____ als Maurer/Polier/Schreiner und später als Ge-
schäftsführer im Büro tätig. Das Geschäft war von seinem Grossvater gegründet und von seinem 
Vater weitergeführt worden mit der Absicht, dass A.____ mit seinem Bruder das Geschäft über-
nehme. Inzwischen mussten alle Angestellten entlassen werden, der Betrieb ist eingestellt wor-
den. Einzig der Bruder von A.____ ist noch im Geschäft tätig und erledigt Arbeiten in der X.____. 
Am 9. Dezember 2009 meldete sich A.____ mit Hinweis auf gerissene Bänder im linken Fuss und 

 

 
 
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Schmerzen beim Gehen und Tragen von Gegenständen bei der Eidgenössischen Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) nahm Abklä-
rungen vor und liess medizinisch abklären, wie der Versicherte im Betrieb eingesetzt werden 
könne, ohne dass er sich körperlich übermässig belaste. Am 24. Juni 2011 meldete sich A.____ 
erneut bei der IV an, wobei es sich aber nicht um eine eigentliche Neuanmeldung handelte, son-
dern um ein Gesuch zur Kostenübernahme von konkreten Weiterbildungskursen, die der Versi-
cherte besuchen wollte. Die IV-Stelle sprach mit Mitteilungen vom 19. Juli und 31. Oktober 2011 
Frühinterventionsmassnahmen in Form von Ausbildungskursen für die Zeit vom 3. November 
2011 bis 26. April 2012 im Hinblick auf die Ausübung einer angepassten Erwerbstätigkeit zu. Ziel 
war, A.____ gezielt ausbildungsmässig zu unterstützen, damit er die entsprechenden Kenntnisse 
in Informatik und kaufmännischem Wissen, Buchhaltung und Kalkulation erwerben könne, um im 
Familienbetrieb für körperlich leichtere Arbeiten eingesetzt werden zu können. Einen Anspruch 
auf Umschulung lehnte die IV-Stelle mit Mitteilung vom 8. Dezember 2011 ab. Des Weiteren hat 
die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. März 2012 auch einen Rentenanspruch gestützt auf einen 
Invaliditätsgrad von 0 % abgelehnt. Am 2. Juni 2015 meldete sich A.____ erneut bei der Invali-
denversicherung an. Er gab an, an Problemen mit den Hüften und dem linken Sprunggelenk zu 
leiden. Mit Verfügung vom 23. September 2016 wies die IV-Stelle auch dieses Leistungsbegeh-
ren ab. 
 
Mit Schreiben vom 23. Mai 2017 meldete sich A.____ unter Hinweis auf chronische Schmerzen 
im Beckenboden seit September 2016 erneut zum Leistungsbezug bei der IV an. Nach Vornahme 
der gesundheitlichen und erwerblichen Abklärungen und Durchführung des Vorbescheidverfah-
rens lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. Juni 2019 die Ausrichtung einer IV-Rente gestützt 
auf einen Invaliditätsgrad von 6 % ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, mit 
Schreiben vom 15. August 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und es sei eine gerichtliche medizinische Begutachtung des Beschwerdeführers an-
zuordnen, welche die Frage nach der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beantworten solle. 
Des Weiteren sei dem Beschwerdeführer auf den frühestmöglichen Zeitpunkt eine ganze Rente 
der Invalidenversicherung zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 26. September 2019 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen. 
 
D. Nach dem Beizug der Akten des Krankentaggeldversicherers Y.____ AG hielten die Par-
teien mit Replik vom 19. Februar 2020 bzw. Duplik vom 25. März 2020 an ihren Rechtsbegehren 
fest.  
 
 
  

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist demnach grundsätzlich einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente 
hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 

 

 
 
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3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten 
des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Me-
thode (BGE 128 V 29). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die 
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung 
und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten 
zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber 
hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufs-
arbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persön-
lichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden 
können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaff-
hauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, 
S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
5.1 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  

 

 
 
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5.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-würdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei 
der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung 
dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen 
werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf 
nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum 
abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkennt-
nisse hervor.  
 
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen, zu welchen Berichte des regio-
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD) gehören, kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im 
Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem 
Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 
470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit dem Beweiswert von 
externen medizinischen Sachverständigengutachten (BGE 125 V 351 E. 3b/bb) vergleichbar, 
wenn sie den von der Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutach-
ten genügen (SVR 2009 IV Nr. 56 S. 174, 9C_323/2009 E. 4.3.2). Die IV-Stellen werden aber 
stets externe Gutachten einholen, wenn der ausgeprägt interdisziplinäre Charakter einer medizi-
nischen Problemlage dies gebietet sowie wenn der RAD nicht über die fachlichen Ressourcen 
verfügt, um eine sich stellende Frage beantworten zu können. Dasselbe gilt, wenn zwischen RAD-
Bericht und allgemeinem Tenor im medizinischen Dossier eine Differenz besteht, welche nicht 
offensichtlich auf unterschiedlichen versicherungsmedizinischen Prämissen (vgl. SVR 2007 IV 
Nr. 33 S. 117, I 738/05 E. 5.2) beruht (BGE 137 V 210, E. 1.2.1). 
 
6.1 Vorweg gilt es festzuhalten, dass es sich im vorliegenden Verfahren nicht um eine erst-
malige Anmeldung, sondern um eine Neuanmeldung nach rechtskräftiger Rentenablehnung mit-
tels Verfügung vom 8. März 2012 handelt. Tritt die IV-Stelle auf die Neuanmeldung ein, so hat sie 
– und im Beschwerdefall das Gericht – analog zu einer Rentenrevision zu prüfen, ob sich seit der 
letzten Verfügung eine tatsächliche Veränderung in einer für den Anspruch erheblichen Wese 
effektiv nachweisen lässt. Massgebend ist damit folglich die Frage, ob sich in der Zeit zwischen 
der rentenablehnenden Verfügung vom 8. März 2012 und der vorliegend angefochtenen Ableh-
nungsverfügung vom 11. Juni 2019 eine erhebliche Änderung des Sachverhalts ergeben hat. 
 
6.2 Die erhebliche Änderung des Sachverhalts ist vorliegend offensichtlich. Nach der ren-
tenablehnenden Verfügung aus dem Jahr 2012 hat sich der Versicherte am 25. Juli 2014 und 

 

 
 
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19. Juni 2015 einer Hüftarthroskopie rechts und links mit Einsetzung einer Totalprothese unter-
zogen. Nachdem diese Eingriffe gute Erfolge gezeigt haben, die Hüftproblematik also behoben 
war, hat er ausgehend von Schmerzen in der Beckenregion und lumbal eine Gangunsicherheit 
entwickelt, war zunehmend auf Gehstöcke und dann auf den Rollstuhl angewiesen. Im Vergleich 
mit dem Gesundheitszustand zur Zeit der ersten rentenablehnenden Verfügung aus dem Jahr 
2012 ist also eine Veränderung des Gesundheitszustandes zu bejahen. 
 
7. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers liegen im Wesentli-
chen die folgenden ärztlichen Unterlagen vor: 
 
7.1 Im Austrittsbericht der D.____-Klinik vom 13. Juni 2017 (Aufenthalt vom 8. Mai - 3. Juni 
2017) wird unter anderem ein Verdacht auf eine psychogene Ausweitung neuropathischer 
Schmerzen lumbosakral sowie eine Exazerbation eines chronischen Lumbovertebralsyndroms 
mit Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung diagnostiziert.  
 
7.2 Mit Schreiben vom 30. August 2017 berichtet die behandelnde Psychologin E.____, 
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, über den Versicherten. Er habe sich bei ihr im März 
2017 gemeldet, da er aufgrund einer erblichen Vorbelastung an Coxarthrose leide. Im Oktober 
2014 bzw. im Juni 2015 sei eine Hüft-TEP-Implantation rechts bzw. links vorgenommen worden. 
Im Sommer 2016 hätten sich Schmerzen lumbosakral und im Bereich des Penisschafts manifes-
tiert. Die durchgeführten Untersuchungen hätten jedoch keine Ursache finden können. Die 
Schmerzen seien unter Belastung so stark, dass er sich nur mühsam bewegen könne und seinen 
Aufgaben als selbständiger Unternehmer in der Baubranche nicht nachgehen könne, was zu fa-
miliären Schwierigkeiten geführt habe. Vom 8. Mai bis 3. Juni 2017 sei er in der D.____-Klinik 
gewesen und habe körperlich vom Aufenthalt profitieren können. Dies habe sich auch positiv auf 
seine psychische Verfassung ausgewirkt. Nach seiner Rückkehr habe er realisiert, dass sein Um-
feld zu einer Verschlechterung seiner Gesamtsituation geführt habe. Aus diesem Grund habe er 
sich eine weitere Auszeit ohne Termine und Abklärungen fern vom Geschäft genommen, damit 
er sich ganz auf seine Heilung bzw. die Verbesserung seiner Schmerzsituation konzentrieren 
könne, um sich anschliessend mit seiner beruflichen Zukunft auseinandersetzen zu können. Die 
letzte Therapiestunde habe im Juni 2017 stattgefunden. Eine psychiatrische Diagnose wird nicht 
gestellt. 
 
7.3 Am 14. Dezember 2017 bzw. am 12. März 2018 ergeht ein bidisziplinäres psychiatrisch-
rheumatologisches Gutachten von Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und 
Dr. G.____, FMH Rheumatologie und FMH Innere Medizin, zu Handen der Invalidenversicherung. 
 
7.3.1 Dr. G.____ stellt in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 14. Dezember 2017 keine 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit di-
agnostiziert er eine Schmerzverarbeitungsstörung. Eine somatoforme Schmerzstörung schliesst 
Dr. F.____ aus. Zur Begründung gibt er an, dass keine klaren Hinweise auf wesentliche psycho-
soziale Belastungen im Vorfeld der Schmerzverarbeitungsstörung gefunden werden konnten. Der 
Versicherte sei im Alltag nicht durch eine psychiatrische Störung beeinträchtigt. In der bisherigen 

 

 
 
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Tätigkeit wie auch in einer anderen beruflichen Tätigkeit sei er aus psychiatrischer Sicht zu 100 % 
arbeitsfähig.  
 
7.3.2 Dr. G.____ gibt in seinem rheumatologischen Teilgutachten vom 12. März 2018 einen 
Status nach Hüft-Arthroskopie rechts am 25. Juli 2014, nach Hüft-Totalprothese rechts bei Co-
xarthrose am 17. Oktober 2014 und nach Hüft-Totalprothese links bei Coxarthrose am 19. Juni 
2015 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfä-
higkeit führt er unter anderem ein chronisches Schmerzsyndrom der Beckenregion ohne Nach-
weis einer organischen Ursache, ein chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Bandscheiben-
protrusionen ohne Neurokompression und normalem Plexus lumbalis sowie eine beginnende 
OSG-Arthrose links an. Er hält fest, dass bis heute keine organische Ursache der Schmerzsymp-
tomatik, welche innerhalb der letzten 1 ½ Jahre vor der Begutachtung zu einer zunehmenden 
Immobilisierung geführt haben könnte, habe gefunden werden können. So habe sich das Bild von 
"Mensch mit normalem freiem Gangbild ohne jegliche Behinderung, über den Menschen mit 
Stockgebrauch bis schliesslich zum Menschen vorwiegend im Rollstuhl mit nur noch kurzen Geh-
strecken" verändert. Das Schmerzsyndrom müsse heute auf psychogener Basis gesehen werden 
und wenn er sich als Gutachter an den organischen Befunden orientiere, seien es die Hüft-Total-
prothesen, die zu Einschränkungen führen würden. Als Schreiner, Bauarbeiter und Polier müsse 
körperliche Schwerarbeit geleistet werden und diese sei nicht mehr zumutbar. In der bisherigen 
Tätigkeit als Geschäftsführer eines Baugeschäfts, die als körperlich leicht zu qualifizieren sei, mit 
vorwiegend Büroarbeiten und gelegentlichen Besuchen auf einer Baustelle, bestehe eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit. Auch in jeder anderen körperlich leichten Tätigkeit, bei welcher nicht 
über zehn Kilo gehoben, gestossen oder gezogen, nicht dauernd in Zwangsstellung, wie dauernd 
vornüber geneigt, repetitiv gebückt oder überkopf gearbeitet werden müsse, bestehe eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein Ganztagespensum, wenn die Möglichkeit bestehe, vor-
wiegend zu sitzen im Wechsel mit Gehen.  
 
Bei der Untersuchung ist dem Gutachter aufgefallen, dass das Gangbild normal gewesen sei, 
kein Schonhinken bestanden habe und das Gehen auch ohne Stöcke problemlos und ohne Un-
sicherheiten möglich gewesen sei. Es habe auch keine muskuläre Atrophie der Ober- oder Un-
terschenkel bestanden und auch die Muskulatur der unteren Extremitäten sei normal ausgebildet.  
 
7.4 Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, erstellt zu Handen der Kranken-
taggeldversicherung des Beschwerdeführers am 9. Januar 2018 ein fachvertrauliches Gutachten. 
Dr. H.____ diagnostiziert eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Gemäss dem Versi-
cherten würden sich die Schmerzen generell bei Bewegung verschlimmern. Je mehr er liege und 
die Beine hochlagere, desto besser werde es. Seit drei Wochen benutze er nebst den Krücken 
einen Rollstuhl. Momentan könne er sich nicht vorstellen, irgendeine Tätigkeit im Baugeschäft zu 
übernehmen. Nach einer halben Stunde sitzen habe er so starke Schmerzen, dass er sich nicht 
mehr konzentrieren könne. Er habe auch versucht, eine stehende Tätigkeit auszuführen, dies sei 
aber zu schmerzhaft. Er könne sich im Moment auch nicht vorstellen, irgendeine andere Arbeit 
auszuführen, ausser es gebe etwas, das er im Bett liegend machen könnte. Objektiv liessen sich 
die Schmerzen natürlich nicht quantifizieren. Für den hohen Leidensdruck spreche sicherlich die 

 

 
 
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hohe Inanspruchnahme von Therapien und Medikamenten. Wie bei somatoformen Schmerzstö-
rungen typisch sei die Folge der Schmerzen eine beträchtlich gesteigerte persönliche oder medi-
zinische Hilfe und Unterstützung. Die funktionellen Einschränkungen im gesamten Alltag des Pa-
tienten würden von ihm konsistent als so schwerwiegend beschrieben, dass momentan eine Aus-
übung der letzten Tätigkeit als Geschäftsführer eines Baugeschäfts nicht möglich sei. Aktuell 
könne sich der Versicherte selbst nur eine Tätigkeit vorstellen, die er im Bett liegend ausführen 
könnte.  
 
8. Die IV-Stelle hat sich zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers 
auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. F.____ und Dr. G.____ gestützt und dementsprechend 
den Anspruch auf eine Invalidenrente verneint. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden.  
 
8.1 Dr. G.____ hat sich umfassend mit den Voruntersuchungen auseinandergesetzt und 
auch selber noch weitere Abklärungen veranlasst. Er hat auf breiter Ebene nach den Schmerzu-
rsachen gesucht, ist aber nicht fündig geworden. Er konnte keine organische Ursache der 
Schmerzsymptomatik mehr finden, welche innerhalb der letzten 1 ½ Jahre vor der Begutachtung 
zu der zunehmenden Immobilisierung geführt haben könnte. Zu den Abklärungen der behandeln-
den Ärzte besteht keine Diskrepanz. Der Versicherte hat sich auf der Suche nach der Schmerzu-
rsache umfassend abklären lassen. Unter anderem ist eine Blasenspiegelung ohne Pathologie 
durchgeführt worden, weitere Abklärungen in der D.____-Klinik erfolgten wegen eines schwachen 
Schliessmuskels, analer Schmerzen und Sensibilität im linken Bein. Die Lendenwirbelsäule 
wurde in der spinalen Chirurgie abgeklärt, ohne dass sich eine Pathologie gezeigt hätte und auch 
die Hüftgelenke wurden nach dem Einsetzen der Totalprothese geröntgt. Es wurde eine ruhige 
Implantatlage festgestellt und ausgeschlossen, dass die Probleme im Zusammenhang mit den 
Hüftprothesen stehen könnten. Weder orthopädisch, neurologisch, noch urologisch haben die 
fachärztlichen Abklärungen eine organische Ursache ergeben. Auch von den Spezialärzten ist 
eine psychogene Schmerzursache, bzw. eine Schmerzverarbeitungsstörung angegeben worden. 
Insbesondere ist im Austrittsbericht der D.____-Klinik vom 13. Juni 2017 ein Verdacht auf eine 
psychogene Ausweitung neuropathischer Schmerzen lumbosakral sowie eine Exazerbation ei-
nes chronischen Lumbovertebralsyndroms mit Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung diag-
nostiziert worden. Die bildgebenden Aufnahmen, insbesondere auch der MRT-Befund des Be-
ckens vom 16. März 2017, sind von Dr. G.____ ebenfalls beigezogen und besprochen worden, 
ohne dass er darin Auffälligkeiten gefunden hätte, die die Schmerzen erklären könnten. Das von 
der Schmerzklinik im nachgereichten Bericht vom 3. September 2019 vermutete Knochenmarks-
ödem im MRT von 2017 ist weder im Originalbefund noch von Dr. G.____ beschrieben worden. 
Die neuropathischen Schmerzen, die als Verdachtsdiagnose vereinzelt genannt worden sind, 
konnten durch umfangreiche Untersuchungen nicht objektiviert werden. Auch der erwähnte Aus-
trittsbericht der Schmerzklinik vom 3. September 2019 ändert daran nichts. Klinisch ist dort die 
deutliche Dekonditionierung im Vordergrund gestanden. Eine Myelopathie oder Radikulopathie 
konnte nicht objektiviert werden. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass er sich einen 
Neurostimulator habe einsetzen lassen, der subjektiv zu einer leichten Verbesserung der Symp-
tomatik geführt habe, ist entgegen seiner Ansicht kein Nachweis für eine organische Ursache der 
Schmerzen. Auch der weitere Einwand des Beschwerdeführers, Dr. G.____ sei nicht bekannt 
gewesen, dass er im Jahr 2016 einen Motorradunfall gehabt habe, trifft nicht zu. Dr. G.____ hat 

 

 
 
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aus den medizinischen Vorakten gesehen und auch darauf hingewiesen, dass sich der Versi-
cherte bei einem Motorradunfall im Sommer 2016 in Z.___ multiple Schürfwunden zugezogen 
habe. Das Gutachten von Dr. G.____ und damit auch seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
sind schlüssig und nachvollziehbar, sodass darauf abgestellt werden kann. 
 
8.2 In psychiatrischer Hinsicht gelangt Dr. F.____ in seinem Gutachten vom 14. Dezember 
2017 zum Schluss, dass der Versicherte zu 100 % arbeitsfähig sei. Im Gegensatz dazu vertritt 
Dr. H.____ in seinem Gutachten vom 9. Januar 2018 die Auffassung, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund einer somatoformen Schmerzstörung zu 100 % arbeitsunfähig sei. Allerdings konnte 
Dr. H.____ die Kriterien, die für eine solche Diagnose vorhanden sein müssen, nicht wirklich klä-
ren. Vielmehr ist die Diagnose so zu verstehen, dass er sie nicht als ausgeschlossen hält. Im 
Gegensatz zu Dr. Geschwind konnte Dr. F.____ bei seinen Untersuchungen auf die umfassen-
den medizinischen Akten zugreifen und er hat insbesondere auch die somatischen Befunde ge-
kannt. Aus dem Gutachten von Dr. H.____ geht nicht hervor, welche Akten ihm zur Verfügung 
gestanden sind. Ausgeschlossen ist aber jedenfalls, dass er über das sehr ausführliche, umfas-
sende Gutachten von Dr. G.____ verfügt hat, welches erst später erstellt wurde. Eine depressive 
Erkrankung hat Dr. Geschwind allein schon aufgrund seiner Exploration ausschliessen können. 
Gestützt auf die nicht gesicherte Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, vor 
allem aber gestützt auf die vom Versicherten selber beschriebenen Einschränkungen, wonach 
sich die Schmerzen generell bei Bewegung verschlimmern würden und es ihm besser gehe, je 
mehr er liege und die Beine hochlagere, schliesst Dr. H.____ darauf, dass momentan die Aus-
übung der letzten Tätigkeit als Geschäftsführer eines Baugeschäfts nicht möglich sei. Auf die 
Frage, welche Leistungsfähigkeit er bei der versicherten Person für eine leidensangepasste Tä-
tigkeit feststellen könne, schreibt er: "Aktuell kann sich Herr A.____ selbst nur eine Tätigkeit vor-
stellen, die er im Bett liegend ausführen könnte." Also hat sich Dr. H.____ in seiner Funktion als 
Gutachter gar nicht selbst zur Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit geäussert. Er stellt allein 
auf die subjektive Einschätzung des Versicherten ab. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, 
Dr. H.____ spreche davon, dass die funktionellen Einschränkungen im gesamten Alltag vom Pa-
tienten konsistent als so schwerwiegend beschrieben würden, dass momentan eine Ausübung 
der letzten Tätigkeit als Geschäftsführer eines Baugeschäfts nicht möglich sei. Diese Aussage 
steht allerdings nicht in Diskrepanz zum Gutachten von Dr. F.____. Denn der Beschwerdeführer 
hat auch Dr. F.____ gegenüber angegeben, dass er sich selbst nicht als arbeitsfähig einschätze. 
Invalidenversicherungsrechtlich relevant ist allerdings nicht diese Selbsteinschätzung des Versi-
cherten, sondern die objektivierte fachmedizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Für die 
Beantwortung dieser Frage liefert das Gutachten von Dr. F.____ zusammen mit dem Gutachten 
von Dr. G.____ eine verlässliche Grundlage. Es hat eine Konsensbesprechung unter den Gut-
achtern stattgefunden mit dem Resultat, dass in einer körperlich leichten Verweistätigkeit eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Unerklärliche Abweichungen zu den Berichten der in die Be-
handlung involvierten Fachpersonen existieren nicht. Im Gegenteil wurde der Versicherte sehr 
umfassend abgeklärt und es wurden keine organischen Schmerzursachen gefunden. Ein psychi-
atrisches Leiden mit Krankheitswert konnte, abgesehen von der Schmerzverarbeitungsstörung, 
die nachvollziehbar keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nach 
sich zieht, ausgeschlossen werden.  
 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9. Auf der Basis dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tä-
tigkeit vorliegt, resultiert jedenfalls kein rentenbegründender Invaliditätsgrad, auch wenn der von 
der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich gewisse Fragen aufwirft. So geht die IV-
Stelle von einem Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 95'550.-- pro Jahr aus, was nicht nach-
vollziehbar ist, da der Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug im Familienbetrieb nie ein solches 
Einkommen erzielt hat. Die Einkommen haben zwischen Fr. 35'000.-- und einmalig im Jahr 2016 
Fr. 82'000.-- geschwankt. Bezüglich Invalideneinkommen stellt sich die Frage nach dem richtigen 
Kompetenzniveau und fraglich ist auch, ob ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist. Selbst 
wenn man aber das Valideneinkommen zu Gunsten des Versicherten bei Fr. 95'550.-- belassen 
und für das Invalideneinkommen vom Kompetenzniveau 2 ausgehen sowie zusätzlich einen lei-
densbedingten Abzug von 10 % berücksichtigen würde, würde sich kein mindestens 40%iger In-
validitätsgrad ergeben. Das Invalideneinkommen würde im Kompetenzniveau 2 mit praktischen 
Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung und Administration, Bedienen von Maschinen 
und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst, Fahrdienst, Fr. 70'669.-- betragen. Unter Berück-
sichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von 
Fr. 63'602.10. Stellt man dieses Einkommen dem von der IV-Stelle angenommenen Validenein-
kommen von Fr. 95'550.-- gegenüber, resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 
33 %. 
 
10. Zusammenfassend ergibt sich, dass aus medizinischer Sicht auf das bidisziplinäre Gut-
achten der Dres. F.____ und G.____ abgestellt werden kann und demzufolge von einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist. Gestützt darauf ergibt ein Ein-
kommensvergleich keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad. Die IV-Stelle hat folglich einen 
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu Recht verneint, weshalb die vorlie-
gende Beschwerde abzuweisen ist.  
 
11. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- - Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 
durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in 
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 
Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse-
nem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die 
Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Prozessausgang entsprechend wird keine Par-
teientschädigung zugesprochen. 
 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 

Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer am 2. November 2020 Beschwerde beim 
Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_682/2020) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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