# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d641f56-ba44-565e-bbde-e4d143da24bb
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 24.08.2021 I 2020 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-110_2021-08-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 110

Entscheid vom 24. August 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Höhe des Rentenanspruchs)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. _____19__, Vater von 3 Kindern mit Jahrgang 20__, 
20__ und 20__) arbeitete seit September 2002 als Bauarbeiter für die Firma 
C.________ (D.________). Am 7. Februar 2012 glitt er auf einer Baustelle aus 
und verletzte sich dabei am rechten Ellbogen. Die Suva bejahte mit Verfügung 
vom 21. Mai 2014 grundsätzlich die Leistungspflicht und schloss den Fall per 31. 
August 2012 ab. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde von der Suva mit 
Entscheid vom 27. Januar 2015 abgewiesen (UV-act. 8). Dieser Entscheid ist 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

B. Aufgrund der Ellenbogen-Beschwerden hatte sich A.________ bereits am 
2. Mai 2012 bei der IV-Stelle für eine Früherfassung gemeldet (IV-act. 1-1/3). Die 
ordentliche Anmeldung für IV-Leistungen ging am 11. Juni 2012 bei der IV-Stelle 
ein, wobei die gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit "Arthrose im Ellbogenge-
lenk, rechts" umschrieben wurden (IV-act. 8-5/7). Aufgrund der Einschränkungen 
der Beweglichkeit im Ellenbogenbereich beendete die Tiefbaufirma C.________ 
das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2012 (vgl. IV-act. 60-7/8). Eine in Be-
tracht gezogene Umschulung zum Buschauffeur scheiterte an der fehlenden 
Sehschärfe (IV-act. 26). Am 28. Januar 2013 unterzeichnete A.________ eine 
Vereinbarung zur Arbeitsvermittlung (IV-act. 34). Am 4. Februar 2015 erteilte die 
IV-Stelle Kostengutsprache für einen Einsatz an einem Testarbeitsplatz der 
P.________ Q.________ (bis 31.7.2015, beginnend mit 50%, IV-act. 67). Aus-
serdem wurde ein IV-Taggeld gewährt (IV-act. 71). Am 8. Juli 2015 verlängerte 
die IV-Stelle die Kostengutsprache für den Testarbeitsplatz bis 1. Februar 2016 
(IV-act. 77). 

C. Am 14. Januar 2016 teilte die IV-Stelle mit, dass die Kosten für eine poly-
disziplinäre medizinische Untersuchung übernommen werde (IV-act. 94). Der 
Auftrag wurde der Gutachterstelle E.________ zugelost (IV-act. 100). Die vorge-
sehenen Gutachter wurden A.________ mit Schreiben vom 29. Februar 2016 
bekanntgegeben (IV-act. 103). Dieses Gutachten wurde am 26. Mai 2016 erstat-
tet (IV-act. 105). Nachdem die IV-Stelle mit Schreiben vom 5. August 2016 
A.________ aufgefordert hatte, eine Pharmakotherapie bei einer psychiatrischen 
bzw. psychotherapeutischen Fachperson aufzunehmen (IV-act. 108), teilte der 
Hausarzt Dr.med. F.________ am 12. August 2016 mit, dass sein Patient seit 
Januar 2013 in regelmässiger ambulanter Psychotherapie beim G.________ sei 
(IV-act. 109).
Vom 5. Januar 2017 bis zum 6. Februar 2017 war A.________ in der Klinik 
H.________ hospitalisiert (IV-act. 132). 

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Auf Anraten des zuständigen RAD-Arztes veranlasste die IV-Stelle eine MEDAS-
Verlaufsbegutachtung bei der gleichen Gutachterstelle (IV-act. 134-9/10, 136). 
Das entsprechende Verlaufsgutachten wurde am 2. Oktober 2017 erstattet (IV-
act. 148). Am 8. November 2017 folgte eine konsiliarische Beurteilung durch die 
RAD-Psychiaterin (IV-act. 151-10/13). Die behandelnde Therapeutin (lic.phil. 
I.________) erachtete am 12. Dezember 2017 die therapeutischen Möglichkeiten 
als ausgeschöpft (IV-act. 154). 

D. Nachdem eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorgebracht 
wurde, empfahl der RAD J.________ (Dr.med.univ. Dr.phil. K.________) eine 
weitere polydisziplinäre Verlaufsbegutachtung (IV-act. 170-12/12), was dem Ver-
treter von A.________ am 16. Mai 2018 mitgeteilt wurde (IV-act. 172). Innert er-
streckter Frist erklärte der Rechtsvertreter mit Schreiben vom 6. Juli 2018 seine 
Zustimmung zum geplanten Vorgehen (IV-act. 178), worauf der Begutachtungs-
auftrag erteilt wurde (IV-act. 179). Am 30. Juli 2018 ging bei der IV-Stelle ein Be-
richt der Klinik H.________ ein, wonach sich A.________ vom 11. Juni 2018 bis 
zum 
6. Juli 2018 in der Klinik aufgehalten habe (2. Hospitalisation, IV-act. 182).

Am 27. September 2018 wurde das dritte MEDAS-Gutachten erstattet (IV-act. 
186). Zu diesem Gutachten äusserte sich die RAD-Psychiaterin Dr.med.univ. 
Dr.phil. K.________ in einer Stellungnahme vom 26. November 2018 (IV-act. 
191-14/14), worauf A.________ im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfah-
rens aufgefordert wurde, eine teilstationäre Behandlung von mindestens 8-12 
Wochen durchzuführen (IV-act. 192). 

Am 29. Januar 2019 liess A.________ der IV-Stelle mitteilen, dass die 
L.________ ihn bei der Klinik M.________ angemeldet habe (IV-act. 198). Vom 
15. April 2019 bis 6. Juni 2019 hielt er sich in dieser Klinik auf (IV-act. 211). 

Nach einer Würdigung der medizinischen Aktenlage durch den RAD-Psychiater 
Dr.med. N.________ vom 20. Januar 2020 (vgl. IV-act. 221-16f./17) kündigte die 
IV-Stelle mit Vorbescheid vom 2. März 2020 an, ab 1. Februar 2016 eine Vier-
telsrente zu gewähren (IV-act. 224). Dazu äusserte sich der Rechtsvertreter von 
A.________ in Eingaben vom 1. Mai 2020 (IV-act. 229) und vom 2. Juni 2020 
(IV-act. 231). Zu diesen Einwänden nahm der RAD-Psychiater Dr.med. 
N.________ am 9. Juli 2020 Stellung (IV-act. 233). Am 20. August 2020 folgte 
noch eine (orthopädische) Stellungnahme von Dr.med. O.________ (RAD-
J.________). 

E. Am 12. November 2020 verfügte die IV-Stelle, dass A.________ mit Wir-
kung ab 1. Februar 2016 Anspruch auf eine Viertelsrente habe (IV-Grad 43%). 

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Gegen diese am 13. November 2020 eingegangene Verfügung liess A.________ 
rechtzeitig am 14. Dezember 2020 (= Montag) beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 12. November 2020 sei insoweit auf-
zuheben, als dem Beschwerdeführer rückwirkend ab Februar 2016 keine fort-
dauernde Dreiviertelsrente ausgerichtet wird.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Vernehmlassung vom 4. März 2021 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch 
einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG:
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 

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versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

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1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 
105 V 156 Erw. 1 begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte 
Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.5.5  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht 
ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher 
praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu 
respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Verweis auf die Leitlinien 
der Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die 
Begutachtung psychischer Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f.). 

1.6 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die 
medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung an 

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den normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall gemäss der 
entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 Erw. 5.2). Die 
Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei, insbesondere 
daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen 
Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die 
ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf 
Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 Erw. 6 S. 426f.). Im 
Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, 
ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen 
Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf 
einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.2; Art. 7 Abs. 2 
ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn 
funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und 
widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versicherungsmedizinischen 
Vorgaben Rechnung getragen wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 141 V 281 Erw. 6; 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.4).

Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen 
einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend 
nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann 
somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte 
Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung 
der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung 
ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 
(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist 
der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über 
die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person 
auswirkt (vgl. zit. Urteil 8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf 
BGE 143 V 418 Erw. 6 und auch BGE 144 V 50 Erw. 4.3).

1.7 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

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2. Aus den vorliegenden Akten sind u.a. die nachfolgend angeführten 
Angaben zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten zu 
entnehmen.

2.1.1  Bei der IV-Anmeldung im Juni 2016 umschrieb der Versicherte seine ge-
sundheitlichen Probleme mit "Arthrose im Ellbogengelenk rechts" (IV-act. 8-5/7).

2.1.2  Beim Abklärungsgespräch vom 26. Juni 2012 führte der Versicherte u.a. 
sinngemäss aus, dass er mittelfristig nicht mehr in der Lage sei, seine bisherige 
Beschäftigung als Bauarbeiter im Tiefbau auszuführen. Er könnte sich vorstellen, 
als Bus-Chauffeur zu arbeiten; er sei sehr motiviert, eine angepasste Tätigkeit zu 
finden (IV-act. 25-2/5).

2.1.3  Anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 28. Januar 2013 erklärte der 
Versicherte u.a. sinngemäss, die bisherige Arbeitgeberfirma habe ihm die Stelle 
per 31. Dezember 2012 gekündigt, weil sie keine leichten Arbeiten für ihn hätte. 
Er könne sich eine Beschäftigung als Fabrikangestellter, im Verkauf (z.B. Kiosk) 
oder bei der Postzustellung vorstellen. Er sei überzeugt, dass er die bisherige 
Tätigkeit nie mehr in Vollzeit werde ausführen können, weil sich durch eine 
solche Arbeit seine (Ellbogen-)Beschwerden noch verschlechtern würden. 
Deshalb wolle er eine neue Tätigkeit finden, wo er wieder zu 100% arbeiten 
könne (IV-act. 41-2f./6).

2.1.4  Die Suva hatte mit Verfügung vom 21. Mai 2014 ihre Leistungspflicht für 
die Folgen des Unfalls vom 7. Februar 2012 ("Ausgleiten auf Baustelle/ 
Ellbogenverletzung") ab dem 31. August 2012 verneint (UV-act. 5). Eine dagegen 
erhobene Einsprache wurde von der Suva mit Entscheid vom 27. Januar 2015 
abgewiesen (UV-act. 8). 

Kurz zuvor wurde bei der Besprechung des Versicherten mit dem IV-Berater am 
7. Januar 2015 (u.a.) notiert, dass gemäss Arztbericht der Versicherte für leichte 
Arbeiten bis zu 10 kg und ohne repetitive Arbeiten (welche sinngemäss den 
Ellbogen rechts belasten) zu 100% arbeitsfähig sei; er könne sich eine 
Beschäftigung als Fabrikangestellter, für Lager/Spedition oder als Kurierfahrer 
(Kat. B) vorstellen (IV-act. 64-2/5). 

2.1.5  Am 29. Januar 2015 unterzeichnete der Versicherte eine 
Eingliederungsvereinbarung für den Einsatz an einem Testarbeitsplatz der 
P.________ in Q.________, welcher mit 50% zu Beginn und allmählicher 
Steigerung geplant war (IV-act. 70). Beim Standortgespräch vom 13. Mai 2015 
wurde u.a. notiert, dass der Versicherte seit ca. 3 Wochen wieder mehr 
Ellenbogenschmerzen habe. Die aktuelle Arbeit sei aber gut angepasst (Stapler 

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fahren, Bahnwagen beladen, etikettieren, rüsten). Der konsultierte Arzt (Dr. 
R.________) befürwortete am 22. Juni 2015 die Verlängerung des 
Testarbeitsplatzes um weitere 6 Monate (IV-act. 72-5/6). Daraufhin übernahm die 
IV-Stelle am 8. Juli 2015 die Kosten für den Einsatz an diesem Testarbeitsplatz 
bis 1. Februar 2016 (IV-act. 77) und gewährte ein entsprechendes Taggeld (IV-
act. 78, 81).

2.2 Am 14. Oktober 2015 ging bei der IV-Stelle ein Bericht des 
Sozialpsychiatrischen Dienstes (G.________) ein, welche von der Psychologin 
MSc. S.________ unterzeichnet und von Dr.med. T.________ (Leitende Ärztin 
G.________, heute L.________ U.________) visiert wurde. Diesem Bericht ist 
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Panikstörung mit 
Agoraphobie (ICD-10 F40.01) sowie eine Major Depression, rezidivierend, aktuell 
mittelschwer (ICD-10 F33.1) zu entnehmen. Als Diagnose ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit wird eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, 
chronisch mit verzögertem Beginn, aktuell stark reduzierte bis remittierte 
Symptome, ICD-10 F43.1) erwähnt. Zur Frage der Arbeitsfähigkeit wurde in 
diesem SPD-Bericht ausgeführt, dass bis anhin keine Arbeitsunfähigkeit attestiert 
worden sei: "Wenn eine geeignete Tätigkeit gefunden werden kann, gehen wir 
von einer 100% Arbeitsfähigkeit aus". Hinsichtlich Tiefbau sei vermutlich aus 
somatischer Sicht von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (IV-act. 
84).

2.3.1  In einem Verlaufsbericht, welcher bei der IV-Stelle am 25. November 2015 
einging, machte der Hausarzt Dr.med. R.________ (FMH Allgemeinmedizin/ FA 
Psychosomatische Medizin SAPPM, V.________) einen verschlechterten 
Gesundheitszustand des Versicherten geltend, neu sei eine Kniearthrose rechts 
hinzugekommen. Zudem wies er darauf hin, dass im September 2014 im 
Y.________ eine Ellenbogen-Operation (Dr. W.________) durchgeführt worden 
sei, anschliessend postoperative Schmerzen über längere Zeit; der Versicherte 
klage über Hypästhesie im Bereiche Finger II und III der rechten Hand (IV-act. 
86). 

2.3.2  Am 4. Dezember 2015 traf bei der IV-Stelle ein Bericht des Y.________ 
vom 15. September 2015 ein. Darin stellte Dr.med. W.________ (Konsiliararzt 
Orthopädie) folgende Diagnose (IV-act. 88):

Status nach Débridement des Ellbogens arthoskopisch sowie mini open mit 
Kashiwagi-Plastik und Resektion der Olecranonspitze am 05.09.2014;
Neuropathie des Nervus ulnaris rechts.

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Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte dieser Arzt aus, hinsichtlich des Ellbogens 
wäre eine Arbeit sinnvoll, wo keine Lasten über 1-2 kg getragen werden; es 
sollten keine repetitiven Pro- und Supinationsbewegungen durchgeführt werden. 
Feinmotorische Arbeiten an einer Arbeitsbank seien sinnvoll (IV-act. 88-1/5 
unten).

2.3.3  Am 14. Dezember 2015 untersuchte Dr.med. X.________ (Leitender Arzt 
Rheumatologie/ Y.________) auf Zuweisung des Hausarztes den Versicherten. 
Im Bericht vom 18. Dezember 2015 an Dr.med. R.________ stellte Dr.med. 
X.________ folgende Diagnosen (IV-act. 89-2/4):

1. Chronifizierte Schmerzen Ellbogen rechts mit leichtgradigem Funktionsdefizit 
mit/bei

- Ellbogenarthrose
- St.n. Kontusionstrauma am 07.02.2012 mit in der Folge 

persistierenden Schmerzen
- St.n. Débridement des Ellbogens arthroskopisch sowie mini open mit 

Kashiwagi-Plastik und Resektion der Olecranospitze am 05.09.2014

2. Femoropatelläres Schmerzsyndrom rechtsbetont bds.

3. Schmerzen OSG rechts unklarer Ätiologie

4. Vd. a. Symptomausweitung der obigen Schmerzen bei psychosozialer 
Belastungssituation mit/bei Zukunftssorgen und subdepressive Verstimmung 
bei krankheitsbedingter Arbeitslosigkeit zusätzlich funktionelle Beschwerden 
wie Reizdarmsyndrom und intermittierende Kopfschmerzen

5. Nebendiagnosen
- Arterielle Hypertonie
- Adipositas mit BMI 32 kg/m2 (174 cm, 97 kg)

Zur Frage der Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr.med. X.________ dahingehend, 
dass sich "diese nach der Beurteilung der Orthopäden und des Ellbogens" richte; 
aufgrund der Knie- und OSG-Schmerzen sei die Arbeitsfähigkeit nicht 
eingeschränkt (IV-act. 89-3/4 unten).

2.4.1  Bei der interdisziplinären MEDAS-Begutachtung durch die ausgeloste 
E.________-Gutachterstelle wirkten folgende Sachverständige mit (IV-act. 105-
26/73):

- Dr.med. Z.________ (Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie/ 
Federführung)

- AA.________ (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie)
- Dr.med. AB.________ (Facharzt für Innere Medizin)
- Dr.med. AC.________ (Facharzt für Innere Medizin/ med. Supervision und 

med. Verantwortung)

Diese Sachverständigen stellten im Gutachten vom 26. Mai 2016 folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 105-15/73):

1. Arthrose beider Ellenbogengelenke, rechts stärker als links

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2. Panikstörung mit Agoraphobie: ICD-10 F40.01
3. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 

somatischem Syndrom: ICD-10 F33.11

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten die Gutachter 
was folgt (IV-act. 105-16/73):

4. Arthrose des Tarsometatarsalgelenkes IV und Syndaktylie Dig. III/IV des 
rechten Fusses

5. Reizung und mässige Arthrose des rechten Akromioklavikular- und 
Schultergelenkes

6. Retropatellares Schmerzsyndrom rechts Kniegelenk
7. Posttraumatische Belastungsstörung mit verzögertem Beginn, aktuell 

remittierte Symptomatik, ICD-10 F43.1
8. Benzodiazepin-Abhängigkeitssyndrom (iatrogen): ICD-10 F13.2
9. Refraktionsamblyopie rechts Myopie rechts (vermindertes Stereosehen)
10. Arterielle Hypertonie (behandelt)
11. Hypercholesterinämie (behandelt)
12. Kleiner benigner Schilddrüsenknoten
13. Dyspepsie
14. Adipositas (BMI 31 kg/m2)

Eine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen, körperlich schweren Tätigkeit als 
Bauarbeiter wurde von den Gutachtern aus orthopädischer Sicht verneint. Für 
eine 
leidensangepasste Tätigkeit wurde aufgrund der psychiatrischen Erkrankungen 
eine Arbeitsfähigkeit von rund 60% veranschlagt (IV-act. 105-18/73).

Prognostisch hielten die Gutachter fest, dass bei einer dem Belastungsprofil 
entsprechenden Tätigkeit von einer stabilen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die 
depressive Erkrankung sowie Angsterkrankung seien "als nicht genügend 
behandelt (medikamentös) einzustufen". In diesem Sinne bleibe die Forderung 
nach einer Schadenminderungspflicht von Bedeutung (IV-act. 105/19/73).

2.4.2  Der RAD-Arzt Dr.med. AD.________ (FA Innere Medizin D/ Arbeitsmedizin 
D) beurteilte das Gutachten vom 26. Mai 2016 als umfassend, klar und 
widerspruchsfrei. Die Standardindikatoren seien inhaltlich und formal 
berücksichtigt. Die von der psychiatrischen Gutachterin als dringend notwendig 
erachtete Pharmakotherapie der psychischen Gesundheitsstörungen sei dem 
Versicherten zumutbar und könne vom psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Behandler in einem ambulanten Setting umgesetzt werden. Eine aufschiebende 
Wirkung für Eingliederungsmassnahmen habe dies nicht.

12

2.5.1  Nach der Einleitung eines entsprechenden Mahn- und 
Bedenkzeitverfahrens (IV-act. 108) teilte Dr.med. F.________ (Allgemeinmedizin 
D) der IV-Stelle mit, dass der Versicherte seit Januar 2013 beim G.________ in 
regelmässiger ambulanter Psychotherapie sei und dass eine medikamentöse 
Therapie laufe (IV-act. 109). Zudem erläuterte die behandelnde Psychologin des 
G.________ der IV-Stelle am 29. August 2016, dass die Medikation laufend 
angepasst werde und dass "der Versicherte unbedingt eine Chance auf dem 
Arbeitsmarkt brauche, dies würde die AF auch noch verbessern" (IV-act. 110).

2.5.2  Die für die Behandlung zuständige SPD-Psychologin (MSc. S.________) 
meldete der IV-Stelle am 5. Januar 2017 (visiert vom Oberarzt AE.________), 
dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert habe. Aus 
psychiatrischer Sicht sei vermutlich von einer Arbeitsfähigkeit von 60% bis 100% 
auszugehen; es werde empfohlen, bei 60% einzusteigen, da der Versicherte nun 
seit längerem nicht mehr gearbeitet habe. Langfristig sei von einer Erhöhung der 
Arbeitsfähigkeit auf 80%-100% auszugehen; aktuell sei er aufgrund der Krise zu 
100% arbeitsunfähig (IV-act. 121-2/2, Ziff. 4). Zudem wurde im Bericht (Ziff. 5) 
darauf hingewiesen, dass der Versicherte in die Klinik H.________ eintrete.

2.6.1  Vom 5. Januar 2017 bis zum 6. Februar 2017 hielt sich der Versicherte in 
der Psychiatrischen Klinik H.________ auf. 

Im Verlaufsbericht vom 27. Januar 2017 an die IV-Stelle, welcher am 6. Februar 
2017 bei der IV-Stelle einging, stellten der Assistenzarzt AF.________ und der 
Oberarzt Dr.med. AG.________ die Diagnose einer rezidivierenden depressiven 
Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (F33.2). 
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Klinikärzte aus, während des Klinikaufenthaltes 
sei der Versicherte 100% arbeitsunfähig; nach dem Austritt müsse die 
Arbeitsfähigkeit vom Nachbehandler beurteilt werden; ein IV-Gutachten bestätige 
die Diagnose der Klinik und vertrete den Standpunkt, dass der Versicherte zu 
60% arbeitsfähig sei (IV-act. 127-2f./8).

Im Austrittsbericht (vom 10.2.2017) wurde abgesehen von der bereits erwähnten 
Diagnose (F33.2) eine Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01) diagnostiziert (IV-
act. 132-3/5 oben). In der Beurteilung wurde u.a. ausgeführt, dass die 
psychosozialen Belastungen, auf welche der Versicherte mit Angst und 
depressiven Symptomen reagiere, bei der Hospitalisation im Vordergrund 
gewesen seien (IV-act. 132-2/5, unterhalb der Mitte). 

2.6.2  Während dieser Hospitalisation hatte die zuständige Fachperson des 
Sozialdienstes der Klinik zu einer gemeinsamen Besprechung ("Roundtable") mit 
den involvierten Personen eingeladen. Daran nahmen der Versicherte, seine 

13

Ehefrau, die Fachperson des Sozialdienstes, der behandelnde Arzt sowie die bei 
der IV-Stelle zuständige Person teil. In diesem Zusammenhang wurde u.a. 
festgehalten, dass die (ALV-)Taggeldzahlungen Ende Januar (2017) auslaufen 
würden und dass wohl der Gang zum Sozialamt unumgänglich sei, zumal 
(sinngemäss) nach der Aktenlage bei einer leidensangepassten (leichten) 
Tätigkeit aus somatischer Sicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestünde und 
aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 60% bis 100% 
auszugehen sei, was wohl zu einer Abweisung des Rentenbegehrens führen 
werde (IV-act. 124).

2.7.1  Die RAD-Psychiaterin Dr.med. univ. Dr.phil. K.________ gab in ihrer 
Stellungnahme vom 24. April 2017 nach einer Prüfung der Aktenlage folgende 
Empfehlung ab (IV-act. 134-10/10):

In diesem Fall liegen zahlreiche psychosoziale Faktoren vor. Verglichen mit dem 
psychiatrischen Befund im E.________-Gutachten scheint auf der Befundebene 
keine wesentliche Veränderung eingetreten zu sein, auch wenn jetzt der aktuelle 
Befund als schwergradige Depression diagnostisch gelabelt wird. Es ist zu 
vermuten, dass die bisherige stationäre Behandlung als noch nicht ausreichend 
anzusehen ist.
Ich empfehle eine Verlaufsbegutachtung beim E.________.
Ich würde mit der Eingliederungsmassnahme warten, bis das Verlaufsgutachten 
vorliegt. 

2.7.2  Dieses Verlaufsgutachten vom 2. Oktober 2017 wurde bezüglich der 
orthopädischen und psychiatrischen Fachrichtung von den gleichen 
Sachverständigen wie bei der Erstbegutachtung durchgeführt, derweil hinsichtlich 
der Inneren Medizin Prof. Dr.med. AH.________ die Untersuchung vornahm (IV-
act. 145). Die Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden 
grundsätzlich wiederholt mit einigen Änderungen (IV-act. 148-9/64):

1. Arthrose beider Ellenbogengelenke, rechts stärker als links [unverändert]
2. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige 

Episode ohne somatisches Syndrom: ICD-10 F33.1 [neu als Diagnose Ziff. 2 
statt 3 aufgeführt, Veränderungen in Kursivdruck, nun F.33.1 statt F.33.11]

3. Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01) [neu als Diagnose Ziff. 3 statt 2 
aufgeführt]

Die Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden überwiegend 
unverändert aufgeführt; zusätzlich wurden eine Polyglobulie unklarer Ätiologie, 
ein Verdacht auf nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) sowie eine 
Hyperurikämie festgehalten (IV-act. 148-9/64). 

14

2.7.3  Die Arbeitsfähigkeit wurde im Verlaufsgutachten vom 2. Oktober 2017 hin-
sichtlich der bisherigen Tätigkeit unverändert auf 0% sowie für eine leidensadap-
tierte Arbeit auf weiterhin 60% bis 70% veranschlagt (IV-act. 148-12/64).

2.8.1  Der RAD-Arzt AI.________ (Allg. Innere Medizin) umschrieb in seiner Stel-
lungnahme (v. 10.10.2017) das zumutbare ergonomische Profil für eine ange-
passte Tätigkeit unter Einbezug des Verlaufsgutachtens dahingehend, dass kör-
perlich leichte Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, ohne 
repetitive Pro- und Supinationsbewegungen, ohne repetitives Heben, Stossen 
oder Ziehen mit beiden Armen, ohne Nachtschichtbedingungen und ohne Zeit-
druck in einer stressfreien Umgebung, ohne Wechselschichtarbeiten oder Ak-
kordarbeiten, ohne grosse Anforderungen an Verlässlichkeit und Genauigkeit, an 
schnelle Umstellung/ Einstellung an neue Anforderungen sowie an kognitiver 
Flexibilität und Ausdauer im Vordergrund stehen würden (IV-act. 151-13/13). 

2.8.2  Die vom RAD-Arzt AI.________ aufgeworfene Frage, ob die Behand-
lungsmöglichkeiten ausgeschöpft seien, wurde von der RAD-Psychiaterin 
Dr.med.univ. Dr.phil. K.________ verneint, welche am 8. November 2017 emp-
fahl, im Rahmen der Schadenminderungspflicht unter Einbezug der behandeln-
den Psychologin therapeutische Massnahmen zu formulieren und aufzuerlegen 
(IV-act. 151-10/13). 

Demgegenüber konnte die behandelnde Psychologin "keine deutlichen Verbes-
serungschancen der Arbeitsfähigkeit" erkennen; sie befürwortete hingegen einen 
IV-Entscheid für Integrationsmassnahmen (IV-act. 154, 155). 

2.8.3  Im Verlaufsbericht vom 13. März 2018 machte die behandelnde Psycholo-
gin einen verschlechterten Gesundheitszustand des Versicherten geltend (bei 
bekannten Diagnosen). Der Versicherte könne sich keine berufliche Eingliede-
rung mehr vorstellen. Es fänden regelmässig begleitende psychotherapeutische 
Gespräche mit dem Versicherten statt. In etwas grösseren Abständen würden 
auch Paargespräche zur Entlastung der Familiensituation durchgeführt. Die Si-
tuation habe sich über die letzten fünf Jahre chronifiziert und es bestehe eine 
deutliche Therapieresistenz. Deshalb sei die Prognose für eine aktuelle Reinte-
gration in den ersten oder auch den zweiten Arbeitsmarkt sehr schlecht, weshalb 
für eine Rentenprüfung plädiert werde (IV-act. 165).

2.9.1  Daraufhin empfahl die RAD-Psychiaterin Dr.med.univ. Dr.phil. K.________ 
nach einer Prüfung der medizinischen Aktenlage am 26. April 2018 eine weitere 
interdisziplinäre Verlaufsbegutachtung (IV-act. 170-12/12). 

15

2.9.2  Vom 11. Juni 2018 bis zum 6. Juli 2018 hielt sich der Versicherte zum 
zweiten Mal in der Klinik H.________ auf. Der Versicherte war vom AJ.________ 
(früher G.________) zugewiesen worden aufgrund einer rezidivierenden depres-
siven Episode bei anhaltender psychosozialer Belastungssituation (Arbeitssitua-
tion, Familie, Finanzen) und intermittierenden Ängsten (Angstattacken) bei vor-
bekannter Agoraphobie mit Panikattacken (IV-act. 186-67/74).

2.9.3  Am dritten MEDAS-Gutachten, welches von der E.________-
Gutachterstelle am 27. September 2018 erstattet wurde und auf Untersuchungen 
vom 15., 16. und 20. August 2018 basieren, waren folgende Sachverständige be-
teiligt (IV-act. 186/9/74):

- Dr.med. Z.________ (Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie/ 
Federführung)

- Dr.med. AK.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie)
- Prof. Dr.med. AH.________ (Facharzt für Allgem. Innere Medizin)
- Dr.med. AL.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie / med. Supervision 

und med. Verantwortung)

Diese Sachverständigen stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit (IV-act. 186-5/74): 

1. Arthrose beider Ellenbogengelenke, rechts stärker als links
2. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht bis mittelgradige 

Episode (F33.0/ F33.1)
3. Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01)

Zudem wurden die bereits bekannten Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit wiederholt (siehe oben, Erw. 2.7.2 und Erw. 2.4.1). 

2.9.4  Hinsichtlich der funktionellen Auswirkungen der Befunde und Diagnosen 
führten die Gutachter im dritten MEDAS-Gutachten u.a. aus (IV-act. 186-5f./74):

Seit der letzten orthopädisch-traumatologischen Begutachtung des Versicherten 
hat sich keine namhafte Änderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfäh-
gikeit seitens des Stütz- und Bewegungsapparates ergeben. Aus den vorliegenden 
Befunden beider Ellenbogengelenke ergibt sich für die bisherige körperlich schwe-
re Tätigkeit des Versicherten als Bauarbeiter auch weiterhin eine unveränderte 
100%ige Arbeitsunfähigkeit. In einer dem Belastungsprofil entsprechenden Tätig-
keiten besteht jedoch auch weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit des Versicher-
ten. 
Von psychiatrischer Seite bestehen Fähigkeitsstörungen in den Bereichen Durch-
haltefähigkeit, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Selbstbehauptungsfähigkeit 
sowie Wegefähigkeit (Zugfahren nicht möglich). Es wird eingeschätzt, dass sowohl 
in der bisherigen, als auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähig-
keit von ca. 60-70% vorliegt.
Im Vergleich zur Voruntersuchung vom 06.07.2017 ergaben sich jetzt aus internis-
tischer Sicht keine wesentliche Befundänderung und auch weiterhin keine Ein-
schränkungen der Arbeitsfähigkeit des Versicherten.

16

(…)
Belastungsprofil: Körperlich leichte Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Las-
ten über 10 kg, ohne repetitive Pro- und Supinationsbewegungen, ohne repetitives 
Heben, Stossen oder Ziehen mit beiden Armen. Geeignet sind überwiegend sach-
betonte, kognitiv eher einfache, gut strukturierte Tätigkeiten ohne besonderen 
Zeitdruck und ohne erhöhte Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit. Sehr 
unregelmässige Arbeitszeiten sowie Nachtschichten sollten vermieden werden. 
Aufgrund der agoraphopischen Ängste sind Tätigkeiten in engen Räumen sowie an 
stark frequentierten Orten (Bahnhöfe etc.) nicht geeignet.

4.6 Konsistenzprüfung
Der Versicherte sieht sich zu keinerlei beruflicher Tätigkeit in der Lage. Dies ist 
diskrepant zu den Aktivitätenniveaus in den Bereichen Freizeit und Haushalt. Es 
bestehen nur geringe Einschränkungen des Aktivitätenniveaus in den vergleichba-
ren Lebensbereichen Freizeit und Haushalt. Der Versicherte ist u.a. in der Lage, 
regelmässige Autofahrten, auch in den Urlaub in den Kosovo zu unternehmen. Die 
angegebenen Beschwerden sind durch die Untersuchungsergebnisse teilweise 
nachvollziehbar. Es bestanden keine Verdeutlichungstendenzen. Die fehlende In-
anspruchnahme von orthopädisch-traumatologischen Behandlungen und die nur 
bedarfsweise Analgetika-Einnahme sprechen für eine weitestgehende Adaptation 
an die bestehenden degenerativen Veränderungen des Stütz- und Bewegungsap-
parates.
Der Versicherte berichtet über eine tägliche Einnahme des Antidepressivums Sin-
quan (Doxepin) in einer Dosierung von 150 mg. Der sehr niedrige Doxepinspiegel 
spricht eher gegen eine regelmässige Einnahme in dieser Höhe. Denkbar wäre 
ggf. noch eine übermässig schnelle Verstoffwechslung des Antidepressivums ("ra-
pid metabolizer"). Unabhängig von der Ursache ist der Doxepin-Spiegel aber auf 
jeden Fall zu niedrig.
(…)

4.8 AF gesamthaft in leidensangepassten Tätigkeiten in %
60-70%.
(…)

4.9 Begründung der Gesamt-Arbeitsunfähigkeit und Gesamt-Arbeitsfähigkeit
Eine Addition von Teil-Arbeitsunfähigkeitszeiten ergibt sich nicht, da die Ein-
schränkungen von orthopädisch-traumatologischer und von psychiatrischer Seite 
zum Teil zu unterschiedlichen Zeiten bestanden bzw. sich nur kurzzeitig unmittel-
bar im Zusammenhang mit der Operation und postoperativen Nachbehandlung des 
rechten Ellbogengelenkes 2014 überlappen.

4.10 Medizinische Massnahmen und Therapien mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit
Teilstationäre psychiatrische Behandlung, mindestens 8, eher 12 Wochen. Es wird 
eingeschätzt, dass dadurch die AF um 10-20% verbessert werden könnte.

2.9.5  Die RAD-Psychiaterin Dr.med.univ. Dr.phil. K.________ beurteilte am 26. 
November 2018 das 2. Verlaufsgutachten (= 3. MEDAS-Gutachten) als schlüssig 
und nachvollziehbar. Es könne weiterhin von einer 100%igen AUF in ange-
stammter und einer durchschnittlichen 65%igen AF in angepasster Tätigkeit aus-
gegangen werden, wie bereits im bisherigen Verlaufsgutachten. Eine teilstationä-
re psychiatrische Behandlung sei via Mitwirkungspflichten/ Schadenminderungs-

17

pflicht aufzuerlegen, da dadurch die Arbeitsfähigkeit um 10-20% verbessert wer-
den könnte. Dieser Empfehlung der Gutachter sollte unbedingt und ohne Auf-
schub entsprochen werden (IV-act. 191-14/14).

2.9.6  Daraufhin eröffnete die IV-Stelle mit Einschreiben vom 5. Dezember 2018 
ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren für eine teilstationäre psychiatrische Be-
handlung von mindestens 8-12 Wochen (IV-act. 192). 

2.10 Vom 15. April 2019 bis zum 6. Juni 2019 hielt sich der Versicherte für eine 
stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung in der Klinik 
M.________ auf. Als Ziele wurden die psycho-physische-Stabilisierung, die Re-
duktion der depressiven Symptomatik, der selbstfürsorgliche Umgang mit dem 
Schmerz sowie ein verbessertes Angstmanagement definiert (IV-act. 211-4/7 
oben). Dem von Dr.med. AM.________ (Leitende Ärztin) verfassten Austrittsbe-
richt sind folgende Diagnosen zu entnehmen (IV-act. 211-2/7):

1. Depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig
2. Posttraumatische Belastungsstörung
3. Agoraphobie mit Panikstörung
4. Chronische Schmerzstörung

- St.n. Ellbogenoperation 2014 mit Absplitterung des Knochens am Ellen-
bogen

5. Probleme in Bezug auf das Berufsleben und dem engen Familienkreis
6. Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten mit der Lebensbewältigung
7. Obstipation mit Hämorrhoiden
8. Vitamin D-Mangel (…)
9. Dyslipidämie (…)

Das Ergebnis dieses Klinikaufenthaltes wurde im Austrittsbericht u.a. wie folgt 
zusammengefasst (IV-act. 211-4f./7):

Zum Behandlungsende konnte aufgrund der fortbestehenden psychosozialen Be-
lastungssituation nur eine leichte subjektive Reduktion der Schmerzsymptomatik 
verzeichnet werden. Herr … profitierte jedoch deutlich von den Tagesstrukturie-
renden und milieutherapeutischen Effekten unserer stationären Behandlung, der 
Sport- und Bewegungstherapie sowie der Distanz zum häuslichen Umfeld. Der 
Kontakt zu den Mitpatienten schien sich merklich positiv auf sein Wohlbefinden 
auszuwirken, zudem imponierte Herr … durch deutlich mehr Antrieb, Kraft und 
Ausdauer.
Wir entlassen Herrn … stabilisiert in vorbestehende Verhältnisse. Für die weitere 
Behandlung der erreichten Fortschritte möchte Herr … die bisherigen ambulanten 
psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungen fortsetzen und weiter an der 
Angstbewältigung arbeiten. Zum Erhalt der Tagesstruktur werden dem Patienten 
regelmässige Besuche des Tageszentrums sowie physische Aktivität empfohlen. 
(…)

18

Bei aktenanamnestisch zu tiefem Spiegel für Doxepin und fraglicher Compliance 
wurde mit dem Patienten eine Einnahme der Medikation unter Aufsicht vereinbart. 
Herr … führte diese stets zuverlässig durch und nahm die Medikation zuverlässig 
ein. Dennoch zeigte sich in der Blutentnahme vor Austritt ein zu tiefer Serumspie-
gel 36ng/ml (Wirkbereich 50-150 ng/ml), sodass wir von einem schnellen Metabo-
lismus ausgehen. Entsprechend empfehlen wir die Dosierung zu erhöhen, sollte 
der Spiegel im Verlauf weiterhin zu tief sein.
Bezüglich der depressiven Symptomatik ist von unserer Seite eine deutliche Auf-
hellung zu beobachten. (…)

2.11.1  Der Hausarzt Dr.med. F.________ berichtete am 16. September 2019 
der IV-Stelle, dass der Gesundheitszustand des Versicherten stationär sei und 
keine Änderung der Diagnosen eingetreten sei (IV-act. 213).

2.11.2  Demgegenüber führte die behandelnde Psychologin (AJ.________) in 
ihrem Verlaufsbericht vom 23. Oktober 2019 an die IV-Stelle aus, dass sich der 
Gesundheitszustand verschlechtert habe und sich die Diagnosen wie folgt (teil-
weise) geändert hätten (IV-act. 214-1/2):

Depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1)
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)

Weiter führte die Psychologin aus, seit dem letzten Verlaufsbericht hätten sich 
die bestehenden Symptome verstärkt. Im Herbst 2018 habe sich der Versicherte 
von seiner Ehefrau getrennt, er lebe nun bei seiner Schwester, da es ihm nicht 
möglich sei, alleine zu leben. Er fühle sich seither noch verstärkt unnütz, nicht 
wertvoll und ohne Aufgabe im Leben. Seine innere Anspannung, Nervosität und 
Konzentrationsschwierigkeiten hätten tendenziell zugenommen. Es habe eine 
kurzzeitige Verbesserung während des Klinikaufenthaltes in der Klinik 
M.________ gegeben, welche jedoch keine nachhaltige Veränderung herbeige-
führt habe. Es sei erneut festzustellen, dass der Versicherte unter eine starken 
Chronifizierung und Therapieresistenz leide. Die Prognose sei weiterhin schlecht. 
Der Versicherte könne sich nicht vorstellen, irgendwo aktiv tätig zu sein (IV-act. 
214-2/2). 

2.12 In einer Würdigung der medizinischen Aktenlage gelangte der RAD-Arzt 
Dr.med. N.________ (Psychiatrie und Psychotherapie FMH) zum Ergebnis, dass 
hinsichtlich des Versicherten weiterhin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in 
der angestammten Tätigkeit und von einer durchschnittlichen Arbeitsfähigkeit von 
65% für angepasste Tätigkeiten auszugehen sei (IV-act. 221-16/17). 

19

2.13.1  Nach dem Vorbescheid vom 2. März 2020, welcher auf eine Arbeitsfähig-
keit von 65% für leidensangepasste Verweistätigkeiten abstellt (IV-act. 224-2/5), 
wiederholte die behandelnde Psychologin im Verlaufsbericht vom 4. März 2020 
an den Hausarzt die von ihr im Oktober 2019 gestellten Diagnosen (vgl. oben, 
Erw. 2.11.2), wobei die depressive Störung aktuell mittelgradig bis schwer sei. 
Der stark chronifizierte, therapieresistente Versicherte, welcher eine sehr trauma-
tisierende Lebensgeschichte aufweise und aus der Opferhaltung heraus agiere, 
werde im IV-Verfahren seit Jahren hingehalten, was als Grund für die Ver-
schlechterung seines Zustands bzw. für die Stagnation in der Behandlung anzu-
sehen sei (IV-act. 231-17/20). 

2.13.2  Dr.med. AN.________ (Leitender Arzt der Klinik für Orthopädie des 
Y.________) veranschlagte in seinem Sprechstundenbericht vom 7. April 2020 
für dem Leiden angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 60 bis 70% (vgl. 
IV-act. 231-19/20 in fine sowie 231-20/20).

2.13.3  Der leitende Arzt AO.________ von U.________ (wo sich der Versicherte 
seit Jahren behandeln lässt) stellte in seinem Bericht vom 26. Mai 2020 an den 
Rechtsvertreter des Versicherten einzig die Diagnosen einer rezidivierend de-
pressiven Störung, aktuell mittelgradig (wiederholt schwankend bis schwergradig) 
sowie einer Panikstörung mit Agoraphobie (siehe IV-act. 231-14/20). 

2.13.4  Nach einer Konsultation in der Sprechstunde vom 6. August 2020 gelang-
te Dr.med. AN.________ nach ausführlicher Besprechung mit dem Kollegen Dr. 
Atul W.________ zum Ergebnis, dass aufgrund der nicht konklusiven diagnosti-
schen/ therapeutischen intraartikulären Ellenbogengelenksinfiltration vom 
26.5.2020 und des mittlerweile chronifizierten Schmerzsyndroms auch ein opera-
tives Vorgehen höchstwahrscheinlich nicht zu einem Erfolg bzw. zur zufriedens-
tellenden Schmerzreduktion führen werde (IV-act. 238-1/3).

3. Eine gerichtliche Würdigung der Unterlagen sowie der Angaben der invol-
vierten Fachpersonen zeitigt die nachfolgend dargelegten Ergebnisse.

3.1 Vorab ist festzuhalten, dass der Versicherte im Verlauf dreimal interdiszi-
plinär abgeklärt wurde, wobei die drei MEDAS-Gutachten weder hinsichtlich der 
Befunde und Diagnosen (mit und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit), noch 
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung wesentliche Unterschiede ergeben 
haben. Diese Gutachten erfüllen grundsätzlich die von der Rechtsprechung ent-
wickelten Kriterien, um den Beweiswert zu bejahen. Namentlich basieren sie auf 
hinreichenden, umfassenden Untersuchungen, sie berücksichtigen auch die ge-
klagten Beschwerden und die Beurteilung wurde in Kenntnis der Vorakten abge-

20

geben. In der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind sich die Par-
teien insbesondere einig, dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit als 
Bauarbeiter aufgrund der konkreten Ellenbogenbeschwerden nicht mehr arbeits-
fähig ist. Dies leuchtet ein und bedarf keiner weiteren Abklärungen.

3.2 Weitere somatische Beeinträchtigungen des Versicherten, welche über die 
angesprochenen Ellenbogenbeschwerden hinausgehen und sich auf die zumut-
bare Arbeitsfähigkeit auswirken, sind im vorliegenden Fall nicht ausgewiesen. 
Soweit Dr.med. AN.________ (in seinem Bericht vom 7.4.2020) auf ein Sulcus-
ulnaris-Syndrom Bezug nimmt (vgl. IV-act. 231-18/20), verhält es sich so, dass 
sich die Vorinstanz damit hinreichend auseinandergesetzt und in der Vernehm-
lassung (S. 3 oben) nachvollziehbar dargelegt hat, dass - soweit diese Diagnose 
von einem Neurologen bestätigt wird - eine operative Behandlung möglich wäre 
und damit kein Gesundheitsschaden mit (zusätzlicher) dauerhafter Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit resultiert. 

Soweit Dr.med. AN.________ eine Arbeitsfähigkeit von 60% bis 70% als zumut-
bar beurteilt (vgl. IV-act. 231-19/20 in fine), entspricht dieser Arbeitsfähigkeits-
grad von 60% bis 70% an sich dem Ergebnis, welches die Sachverständigen der 
Gutachterstelle gesamthaft mit Einbezug der psychiatrischen Befunde veran-
schlagt haben (wobei sie für leidensangepasste Tätigkeiten aus rein somatischer 
bzw. orthopädisch-traumatologischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 100% postu-
liert haben, vgl. oben, Erw. 2.9.4). Zu dieser Divergenz wird in der vorinstanzli-
chen Vernehmlassung (S. 2) überzeugend ausgeführt, dass zum einen Dr.med. 
AN.________ eine (somatische) Einschränkung hinsichtlich angepasster Tätig-
keiten nicht begründet hat. Zum andern handelt es sich dabei um eine abwei-
chende Beurteilung eines gleichen Sachverhalts, ohne dass neue Befunde disku-
tiert werden, welche in den erwähnten MEDAS-Gutachten unberücksichtigt ge-
blieben wären. Abgesehen davon sind Einschätzungen der behandelnden Ärzte 
wegen deren auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten nach höch-
strichterlicher Rechtsprechung mit Vorbehalt zu würdigen (vgl. statt vieler Urteil 
des Bundesgerichts 9C_337/2017 vom 27.10.2017 Erw. 3.3.6). 

Soweit sich der Versicherte schliesslich in der Beschwerde (S. 10, lit. b) für an-
gepasste Tätigkeiten auf eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50% beruft, handelt 
es sich dabei nach der Aktenlage um die Einschätzung des leitenden Psychiaters 
(AO.________) der Fachstelle, wo (seit Jahren) die psychiatrische bzw. psycho-
therapeutische Behandlung des Versicherten stattfindet. Dieser leitende Arzt der 
erwähnten Fachstelle sprach in seinem letzten (rund 5½ Monate vor Erlass der 
angefochtenen Verfügung erstatteten) Bericht vom 26. Mai 2020 von einer positi-
ven Entwicklung in jüngster Zeit, welcher zu einer Reduktion der Arbeitsunfähig-

21

keit auf ca. 50% führen sollte (vgl. IV-act. IV-act. 231-14/20). Auf diese Thematik 
der psychisch bedingten Einschränkungen ist nachfolgend näher einzugehen.

3.3.1  Was nun die massgebenden psychiatrischen Diagnosen anbelangt, fällt 
auf, dass die Psychologin der Fachstelle (früher G.________, heute 
U.________), welche den Versicherten seit Jahren behandelt, in ihren letzten ak-
tenkundigen Berichten vier ICD-10-Diagnosen aufführte, konkret am 23. Oktober 
2019 (IV-act. 214-1/2): 

Depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1)
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)

sowie am 4. März 2020 die gleichen vier ICD-10-Diagnosen mit der Präzisierung, 
dass die depressive Störung gegenwärtig "mittelgradig bis schwer" sei sowie die 
Reihenfolge der 2. und der 3. Diagnose vertauscht wurde (IV-act. 231-17/20).

Demgegenüber stellte der leitende Arzt der gleichen Fachstelle am 26. Mai 2020 
(und mithin nicht ganz 3 Monate nach dem letzten Bericht der behandelnden 
Psychologin) folgende zwei Diagnosen (IV-act. 231-14/20):

1. (ICD 10: F33.1) rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig, 
wiederholt schwankend bis schwergradig

2. (ICD 10: F40.01) Panikstörung mit Agoraphobie
DD Generalisierte Angststörung (ICD 10: F41.1)

Aus diesen Angaben des Leitenden Arztes der erwähnten Fachstelle ist 
grundsätzlich abzuleiten, dass er die diagnostischen Leitlinien für die Annahme 
einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PBTS) sowie einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung als nicht erfüllt erachtet, andernfalls er diese zu-
sätzlichen Diagnosen aufgelistet hätte, zumal nicht ersichtlich ist, dass der lei-
tende Arzt dieser Fachstelle (mit Zugriff auf das medizinische Dossier des Versi-
cherten bei dieser Fachstelle) versehentlich oder irrtümlich zwei ICD-Diagnosen 
"vergessen" habe.

3.3.2  Nach konstanter Rechtsprechung sagt eine bestimmte Diagnose 
grundsätzlich noch nichts über den jeweiligen Arbeitsfähigkeitsgrad aus (vgl. u.a. 
Urteil des Bundesgerichts 9C_491/2012 vom 22.5.2013 Erw. 5.1.3). 

Was die Abklärungen des psychiatrischen Gutachters im 3. MEDAS-Gutachten 
anbelangt, berücksichtigte dieser Sachverständige abgesehen von den Vorakten 
und den spontanen Angaben des Versicherten (IV-act. 186-32/74) die Ergebnis-
se einer vertiefenden Befragung zu den folgenden Themen: jetziges Leiden; ak-
tuelle Beschwerden; vegetative Anamnese; systematische psychiatrische Ana-

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mnese; Konsum psychotroper Substanzen; Familienanamnese/ Heredität; bio-
grafische Anamnese; beruflicher Werdegang und Tätigkeiten; soziale Anamnese; 
einschneidende Erlebnisse; Tagesablauf; bisherige Behandlungen inkl. Medika-
mente; Zukunftsvorstellungen (vgl. IV-act. 186-33ff./74). 

Hinsichtlich der klinischen Untersuchungsbefunde, welche im Zusammenhang 
mit der Exploration erhoben wurden, hielt der psychiatrische Gutachter u.a. fest 
(vgl. IV-act. 186-37ff./74):

- Aufmerksamkeit und Konzentration: Die Auffassung ist nicht erschwert; es zeigt 
sich keinerlei Konzentrationsminderung, der Versicherte kann dem Untersu-
chungsgespräch aufmerksam folgen, bewältigt auch rasche Themenwechsel 
problemlos; anamnestisch beschreibt er eine Beeinträchtigung der Konzentrati-
on bei Tätigkeiten, die eine durchgehend hohe und uneingeschränkte Konzen-
trationsfähigkeit erfordern, z.B. beim Schach, was durchaus plausibel erscheint 
vor dem Hintergrund einer Schmerzsymptomatik sowie von depressiv-
ängstlichen Symptomen; eine stärker ausgeprägt Störung der Konzentration 
liegt aber sicher nicht vor; dafür spricht nebst dem aktuellen Eindruck in der Un-
tersuchungssituation auch die Tatsache, dass er durchaus noch Auto fährt, 
wenn auch nur noch kürzere Strecken. Es liegen keine Hinweise für intellektuel-
le Defizite vor; die höheren kognitiven Leistungen (problemlösendes Denken, 
Urteilsvermögen) sind angemessen differenziert;

- Orientierung: bewusstsseinsklar, zu allen Qualitäten vollständig orientiert;

- Denken, Sprache, Sprechen und Wahrnehmung: Der formale Gedankengang 
zeigt sich im Untersuchungsgespräch selbst geordnet; (…) auch anamnestisch 
ergeben sich keine Hinweise für psychopathologische Auffälligkeiten;

- Gedächtnis: Merkfähigkeit, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis wirken im klinisch-
psychopathologischen Befund unbeeinträchtigt;

- Ich-Bewusstsein: Störungen des Ich-Bewusstseins liegen nicht vor;

- Intelligenz: im Normbereich;

- Willen und Antrieb: Die Willenskräfte sind ausreichend strukturiert und regel-
recht. Ambivalenz oder Ambitendenz bestehen nicht. Der Antrieb ist leicht ge-
mindert, eine stärker ausgeprägte Antriebsminderung liegt sicher nicht vor; dies 
ergibt sich zum einen aus der Psychomotorik und der Gesprächsaktivität, wie 
sie im Untersuchungsgespräch beobachtet werden kann; zum andern ergibt 
sich dies auch daraus, dass der Versicherte zwar im Alltag eher wenig aktiv ist, 
wenig soziale Kontakte wahrnimmt, dies aber nicht aus Desinteresse oder stär-
ker ausgeprägter depressionsbedingter Antriebsminderung, sondern weil er 
tagsüber nicht von Landsleuten gesehen werden möchte, da ihm seine soziale 
und gesundheitliche Situation unangenehm ist; zudem kann er aus finanziellen 
Gründen Einladungen zum Kaffeetrinken etc. nur sehr begrenzt aussprechen;

- Psychomotorik: Gestik und Mimis sind überwiegend ruhig, Stimmung und Affekt 
werden psychomotorisch synthym unterstrichen;

- Affektivität: Der Versicherte zeigt sich in bedrückter sowie auch etwas missmu-
tig-dysphorischer Grundstimmung; deutlich wird auch Kränkungserleben, nicht 
ausreichend für seine Familie sorgen zu können etc.; er werde von der Familie 

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weniger respektiert als früher; die affektive Schwingungsfähigkeit ist reduziert; 
die Zukunftsperspektive ist eher negativ; keine Affektlabilität oder Affektinkonti-
nenz; keine Interesselosigkeit; kein ausgewiesener Rückzug; keine Anhedonie;

- Zwänge und Phobien: Zwangssymptome liegen nicht vor; es bestehen Panikat-
tacken sowie agoraphobische Ängste; die daraus resultierenden Einschränkun-
gen im Alltag sind eher gering; so ist die Wegefähigkeit nur leicht beeinträchtigt; 
der Versicherte kann zwar nicht Zug-, aber Bus- und Autofahren; der Versicher-
te kann sich nicht in engen Räumen aufhalten (v.a. nicht Lift fahren);

- Persönlichkeit: Von der Persönlichkeit her verträglich, kontaktfreudig, offen; der 
Versicherte ist vermehrt kränkbar, neigt zu Schamgefühlen bei Misserfolgen 
etc.; Hinweise für eine Persönlichkeitsakzentuierung oder gar Persönlichkeitss-
törung ergeben sich insgesamt nicht;

- Realitätsorientierung: Die Urteils- und Kritikfähigkeit sind erhalten; es liegen 
keinerlei Hinweise vor für paranoide Denkinhalte;

- Motivation: Derzeit traue er sich keinerlei berufliche Tätigkeit zu;

- Grundbedürfnisse: Schlaf: Ein- und Durchschlafstörungen; Appetit: gesteigert.

Zudem veranlasste der psychiatrische Gutachter eine Laboruntersuchung hin-
sichtlich der Medikamentenspiegel. Sein Kommentar lautete dahingehend, dass 
der Dosepin-Spiegel sehr niedrig sei und weit unterhalb des Referenzbereiches 
liege. Auch der Quetiapin-Spiegel sei ebenfalls sehr niedrig, was aber zu der 
sehr niedrigen Tagesdosierung passe. Der Lorazepam-Spiegel liegt im praktisch 
nicht mehr messbaren Bereich, was zu den anamnestischen Angaben des Versi-
cherten passe, wonach er dieses Medikament seit einem halben Jahr nicht mehr 
einnehme (vgl. IV-act. 186-39/84). 

3.3.3  Aus all diesen vorstehenden Angaben ist abzuleiten, dass anlässlich der 
dritten MEDAS-Begutachtung der psychische Befundstatus umfassend und lege 
artis erhoben wurde. Es sind diesbezüglich keine Anhaltspunkte zu entnehmen, 
welche für eine ungenügende Befunderhebung durch den psychiatrischen Gut-
achter sprechen. 

Im Einklang damit steht auch, dass der leitende Arzt der Fachstelle (wo sich der 
Versicherte behandeln lässt) am 26. Mai 2020 zum erwähnten psychiatrischen 
Teilgutachten dahingehend Stellung nahm, dass hinsichtlich des beschriebenen 
Ablaufs des Gutachtens, der Untersuchungsbefunde und der Schlussfolgerungen 
"keine grundsätzlichen Bedenken oder Einwände" bestehen. Vermerkt wurde 
einzig, dass der Gutachter keine persönliche Rücksprache mit der zuständigen 
Therapeutin vorgenommen habe (vgl. IV-act. 231-13/20), was praxisgemäss 
grundsätzlich jeweils dem Gutachter überlassen bleibt. Ins Gewicht fällt indes, 
dass dieser leitende Arzt der Fachstelle am 26. Mai 2020 (mithin 5½ Monate vor 
Erlass der angefochtenen Verfügung) den aktuellen Verlauf wie folgt zusammen-
fasste (IV-act. 231-13f./20):

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April und Mai 2020: Im Rahmen der Einschränkungen durch Hygieneauflagen des 
Bundesrates sowie durch einen Lieferengpass bei einem der Antidepressiva des 
Patienten kam es vorübergehend zu vermehrten Ängsten, allgemeinere Verunsi-
cherung und Schlafstörungen. Der Gedankenduktus war in dieser Zeit stark einge-
engt auf Ereignisse der Vergangenheit sowie auf körperliche Beschwerden im Ell-
bogen. In dieser Situation bestand ein mindestens mittelgradig depressives Zu-
standsbild. Im weiteren Verlauf, unter Umstellung auf ein antidepressives Ersatz-
präparat, unter ebenfalls ersatzweise für die in dieser Zeit nicht mögliche Gruppen-
therapie angebotenen Spaziergänge im Einzelmodus und unter zunehmender 
Wirksamkeit des neuen Medikaments kam es zur deutlichen Verbesserung.  (…)   
den letzten Terminen im Mai 2020 wirkte der Patient deutlich weniger klagsam, 
mehr zukunftsorientiert mit begrenzter Zukunftsperspektive, im persönlichen Kon-
takt freundlich und zugewandt. Auch der Schlaf wurde als verbessert berichtet.

(…) Die Arbeitsunfähigkeit wurde bis 31.5.2020 mit 100% von uns bescheinigt. 
Angesichts der positiven Entwicklungen der jüngsten Zeit streben wir bei diesem 
Patienten eine allmähliche Reduktion der Arbeitsunfähigkeit an, in der Absicht, 
letztlich ein Ausmass von cirka 50% Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätig-
keit zu erzielen. Betont sei hierbei, dass es sich um einen zumutbaren Prozess und 
nicht um eine plötzliche Zustandsänderung handelt. Besonders zu beachten ist, 
dass bei diesem Patienten bekanntermassen immer wieder deutliche Schwankun-
gen in der psychischen Stabilität beobachtet wurden.

3.3.4  Bei der Festlegung des massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrades aus psych-
iatrischer Sicht ist festzuhalten, dass sich die MEDAS-Gutachter (und namentlich 
die psychiatrischen Sachverständigen) einerseits und der leitende Psychiater der 
erwähnten Fachstelle andererseits insofern einig sind, als hinsichtlich der mass-
gebenden psychiatrischen Diagnosen eine bestimmte Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit anerkannt wird, letztlich indessen nur das Ausmass divergiert. 
Während die betreffenden MEDAS-Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 60% bis 
70% annehmen, was einer (psychiatrisch bedingten) Einschränkung von 30% bis 
40% entspricht, geht der leitende Arzt dieser Fachstelle von einem relevanten 
Ausmass von ca. 50% Arbeits(un)fähigkeit aus (IV-act. 231-14/20). Diese Diver-
genz von 10% bis 20% ist grundsätzlich dem Beurteilungsspielraum zuzuordnen, 
welcher bei einer lege artis vorgenommenen Begutachtung unumgänglich ist. 
Jedenfalls gibt der Umstand, wonach die Gutachter die Frage des Umfangs der 
psychiatrisch bedingten Arbeitsunfähigkeit etwas restriktiver beantwortet haben 
als der leitende Arzt der behandelnden Fachstelle, im konkreten Fall keinen An-
lass, dieses Begutachtungsergebnis in Frage zu stellen bzw. zu korrigieren oder 
ein weiteres Gutachten in Auftrag zu geben. Dies gilt erst recht, als dem Um-
stand Rechnung zu tragen ist, wonach behandelnde Ärzte infolge des besonde-
ren Vertrauensverhältnisses im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aus-
sagen (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts 9C_138/2021 vom 12.4.2021 
Erw. 3.2.1 mit Hinweis). Zudem ist zu berücksichtigen, dass - auch wenn der lei-
tende Arzt der Fachstelle auf einen schwankenden Verlauf hingewiesen hat - die 

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im Verlauf dreimal eingeholten MEDAS-Gutachten bezüglich des psychischen 
Gesundheitszustands des Versicherten grundsätzlich keine relevanten Unter-
schiede ergeben haben.

3.5 Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in 
der angefochtenen Verfügung den massgebenden, dem Versicherten nach der 
Aktenlage zumutbaren Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensangepasste Tätigkeiten 
gestützt auf das (beweiskräftige) dritte MEDAS-Gutachten insgesamt auf 65% 
festgelegt hat.

3.6 An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen des 
Beschwerdeführers vor Gericht nicht zu ändern. Unbehelflich ist namentlich die 
Argumentation in der Beschwerde (S. 7, Ziff. 9), dass der Versicherte den im 
Rahmen von beruflichen Massnahmen organisierten Testarbeitsplatz bei der 
P.________ in Q.________ im Januar 2016 aus gesundheitlichen Gründen habe 
vorzeitig abbrechen müssen. Dazu ist zum einen auf die überzeugenden 
Ausführungen in der Vernehmlassung (S. 3, Ziff. 6, 3. Abs.) hinzuweisen, 
welchen uneingeschränkt beizupflichten ist. In diesem Zusammenhang ist auf die 
Einschätzung der damals behandelnden Therapeutin hinzuweisen, wonach sie 
für den Versicherten "in einer körperlich angepassten, leichten Tätigkeit" eine 
Arbeitsfähigkeit von 100% veranschlagte (vgl. IV-act. 99-3/4 oben). Soweit 
hingegen im Rahmen dieses Testarbeitsplatzes nicht nur leichte angepasste 
Arbeiten anfielen bzw. gegebenenfalls die Motivation des Versicherten 
mindestens zeitweise begrenzt war, rechtfertigen es solche Umstände nicht, den 
oben gutachtlich hergeleiteten Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensadaptierte 
Tätigkeiten in Frage zu stellen. Zum andern ist hier zu beachten, dass der 
Versicherte auch noch nach der Beendigung des Testarbeitsplatzes bei der 
P.________ nach der Aktenlage Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung 
bezogen hat (offenbar bis Ende Januar 2017), was grundsätzlich eine relevante 
Arbeitsfähigkeit (für angepasste Arbeiten) miteinschliesst, zumal die damals 
behandelnde Therapeutin hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes 
eine Arbeitsfähigkeit in der Bandbreite von 60% bis 100% veranschlagte (vgl. IV-
act. 124). 

Soweit der Beschwerdeführer die Durchführung einer Evaluation der funktionel-
len Leistungsfähigkeit (EFL) fordert, übersieht er, dass eine solche Abklärung 
nicht in jedem Fall durchzuführen ist, sondern allenfalls dann in Betracht zu zie-
hen ist, wenn sich die beteiligten Fachärzte ausser Stande sehen, eine zuverläs-
sige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen sowie deswe-
gen eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als zweckmässigste 

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Massnahme ausdrücklich empfehlen (siehe das Urteil des Bundesgerichts 
9C_556/2012 v. 25.2.2013, Erw. 5.4), was hier nicht der Fall ist. 

4. Zum in der angefochtenen Verfügung enthaltenen Einkommensvergleich 
drängen sich die folgenden Bemerkungen auf. Das von der Vorinstanz ermittelte 
Valideneinkommen von Fr. 69'153.15 (per 2018) wird in der vorliegenden Be-
schwerde nicht in Frage gestellt, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erüb-
rigen. 

Das Invalideneinkommen wurde nach Massgabe der Lohnstrukturerhebung 
(LSE) 2016 (Tabelle TA1, Männer Kompetenzniveau 1, indexiert per 2018) auf 
der Basis eines jährlichen Durchschnittsverdienstes von Fr. 67'430.-- berechnet. 
Davon wurden bei einem massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrad von 65% insge-
samt Fr. 43'829.50 (67'430 x 0.65) berücksichtigt, wovon ein leidensbedingter 
Abzug von 10% (4'382.95) vorgenommen wurde, womit ein Invalideneinkommen 
von Fr. 39'446.55 resultierte.

In der Beschwerde wird bemängelt, dass die Vorinstanz sinngemäss einen zu tie-
fen leidensbedingten Abzug gewährt habe. Selbst wenn dies zuträfe, was hier 
letztlich offenbleiben kann, würde kein höherer IV-Grad resultieren, welcher den 
Anspruch auf höhere Rentenleistungen zur Folge hätte. Denn selbst wenn man 
der Argumentation des Beschwerdeführers folgen wollte, wonach aus verschie-
denen Gründen (Visusprobleme u.a.m.) ein Abzug von 20% gerechtfertigt wäre 
(was in casu gar nicht zutrifft, zumal diesbezüglich der Vorinstanz grundsätzlich 
ein erheblicher Beurteilungsspielraum zuzugestehen wäre), bliebe es bei einem 
Anspruch auf eine IV-Viertelsrente (67'430 x 0.65 = 43'829.50; davon ein Abzug 
von 20% ergäbe ein Invalideneinkommen von Fr. 35'063.60 [43'829.50 x 0.80]; 
setzt man ein derartiges Invalideneinkommen dem unbestrittenen Validenein-
kommen von 69'153.15 gegenüber, resultiert ein Ausfall von Fr. 34'089 
[69'153.15 minus 35'063.60] bzw. ein IV-Grad von 49.3% [34'089.55 : 69'153.15 
x 100 = 49.295]). 

5. Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet, wes-
halb sie abgewiesen wird. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfah-
renskosten dem Beschwerdeführer auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt aus-
ser Betracht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern (A).

Schwyz, 24. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. September 2021

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I