# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e067bac1-82e7-5156-82fd-5a035fddd8af
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.09.2025 100 2025 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2025-45_2025-09-02.pdf

## Full Text

100.2025.45U
MAM/LLA/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. September 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichterin Marti
Gerichtsschreiberin López 

A.________
gesetzlich vertreten durch seine Eltern
vertreten durch Rechtsanwältin

Beschwerdeführer

gegen

Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern
Sulgeneckstrasse 70, 3005 Bern

und

Einwohnergemeinde B.________
Primarschule B.________ Schulleitung

betreffend Zuweisung zur Klasse zur besonderen Förderung ab dem Schul-
jahr 2024/2025 (Entscheid der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons 
Bern vom 15. Januar 2025; 2024.BKD.5203)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.09.2025, Nr. 100.2025.45U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ (geb. 6.1.2014) besuchte die ersten vier Schuljahre (bis und mit 
Schuljahr 2023/2024) die Regelklasse der Primarschule B.________. Im Ok-
tober 2023 wurde bei ihm eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätss-
törung (ADHS) vom gemischten Typus und eine Gesamtintelligenz im knapp 
unterdurchschnittlichen Bereich diagnostiziert. Mit Verfügung vom 1. Juli 
2024 wies die Schulleitung der Primarschule B.________ A.________ für 
das Schuljahr 2024/2025 der Klasse zur besonderen Förderung (nachfol-
gend: KbF) zu. Dagegen erhob er am 31. Juli 2024, gesetzlich vertreten 
durch seine Eltern, diese ihrerseits anwaltlich vertreten, Beschwerde beim 
Regionalen Schulinspektorat …. Mit Entscheid vom 19. September 2024 
wies der Schulinspektor die Beschwerde ab. Einer allfälligen Beschwerde 
wurde weder in der Verfügung noch im Beschwerdeentscheid die aufschie-
bende Wirkung entzogen. 

B.

Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 30. September 2024 Be-
schwerde bei der Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern (BKD). Mit 
Entscheid vom 15. Januar 2025 wies die BKD die Beschwerde ab. Einer all-
fälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung weiterhin nicht ent-
zogen. 

C.

Dagegen hat A.________ am 11. Februar 2025 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuhe-
ben und von der Zuweisung zur KbF sei abzusehen. Er sei in der Regel-
klasse zu belassen. Die Kosten des Verfahrens vor der BKD seien dem Kan-
ton Bern aufzuerlegen.

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Die BKD beantragt mit Vernehmlassung vom 28. Februar 2025 die Abwei-
sung der Beschwerde. Die EG B.________ hat sich nicht vernehmen lassen. 

Mit Eingabe vom 12. August 2025 hat A.________ über den erfolgreichen 
Abschluss des Schuljahres 2024/2025 in der 5. Regelklasse informiert. 
Gleichzeitig hat er seine bisher gestellten Anträge bestätigt.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-
men und ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt. Er hat 
auch ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die hier strittige Zuweisung zur KbF gilt, solange 
keine Rückführung in die Regelklasse angeordnet wird. Hiervon ist auszuge-
hen, da gemäss Art. 11 Abs. 3 Bst. d der Verordnung vom 19. September 
2007 über die einfachen sonderpädagogischen und unterstützenden Mass-
nahmen im Regelschulangebot (VMR; BSG 432.271.1) sowohl für die Zu-
weisung zur KbF als auch für die Rückführung in die Regelklasse eine Ver-
fügung der Schulleitung erforderlich ist (vgl. auch hinten E. 2.2). Im Streit 
liegt damit die Zuweisung zur KbF ab dem Schuljahr 2024/2025 (vgl. ange-
fochtener Entscheid Bst. A). Das Rechtsschutzinteresse des Beschwerde-
führers ist mithin nach wie vor aktuell. Hieran vermag nichts zu ändern, dass 
die Schulleitung die Zuweisung des Beschwerdeführers zur KbF (nur) für das 
Schuljahr 2024/2025 angeordnet hat (vgl. Verfügung vom 1.7.2024, in Akten 
BKD, Beilage 2 zu act. 1; vorne Bst. A). Auf die im Übrigen form- und fristge-
rechte Beschwerde ist einzutreten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG).

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1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Strittig ist, ob die BKD die Zuweisung des Beschwerdeführers zur KbF zu 
Recht bestätigt hat. 

2.1 Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig (Art. 62 Abs. 1 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]). Sie sorgen für einen ausreichenden 
Grundschulunterricht, der allen Kindern offensteht (Art. 19 und Art. 62 Abs. 2 
BV). Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern (KV; 
BSG 101.1) hat jedes Kind Anspruch auf Schutz, Fürsorge und Betreuung 
sowie auf eine seinen Fähigkeiten entsprechende, unentgeltliche Schulbil-
dung. Schülerinnen und Schülern, deren schulische Ausbildung durch 
Störungen und Behinderungen oder durch Probleme bei der sprachlichen 
und kulturellen Integration erschwert wird, sowie Schülerinnen und Schülern 
mit ausserordentlichen Begabungen soll in der Regel der Besuch der ordent-
lichen Bildungsgänge ermöglicht werden (Grundsatz der Integration; Art. 17 
Abs. 1 des Volksschulgesetztes vom 19. März 1992 [VSG; BSG 432.210]). 
Die Bildungsziele werden soweit nötig durch einfache sonderpädagogische 
Massnahmen wie Spezialunterricht, besondere Förderung oder Schulung in 
besonderen Klassen, die grundsätzlich in Schulen mit Regelklassen zu inte-
grieren sind, angestrebt (Art. 17 Abs. 2 VSG). Der Regierungsrat regelt das 
Nähere durch Verordnung (Art. 17 Abs. 3 VSG). 

2.2 Die einfachen sonderpädagogischen (und unterstützenden) Mass-
nahmen berücksichtigen die schulischen, persönlichen und familiären Ver-
hältnisse sowie die individuellen Möglichkeiten und Besonderheiten der 
Schülerinnen und Schüler (Art. 2 Abs. 2 VMR). Sie können mit oder ohne 
Führen besonderer Klassen umgesetzt werden (Art. 4 Abs. 1 VMR). Nach 
Art. 8 Abs. 1 VMR gehören zu den besonderen Klassen die KbF (Bst. a) und 
die Einschulungsklassen (Bst. b). Sie sind in Bezug auf die Regelklassen 
kooperativ und durchlässig zu organisieren (Art. 8 Abs. 2 VMR). KbF dienen 
der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lern- oder Leistungs-

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störungen, Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten, die nicht in einer 
Regelklasse geschult werden (Art. 9 VMR). Die Schulleitung verfügt auf An-
trag der kantonalen Erziehungsberatung (EB) und auf Bericht einer Ab-
klärungsstelle hin die Zuweisung zu besonderen Klassen und die Rück-
führung in Regelklassen (Art. 11 Abs. 3 Bst. d VMR).

2.3 Die Beurteilung des Bedarfs für die Zuweisung zur KbF basiert auf 
dem Fachwissen der antragstellenden EB (vgl. hierzu hinten E. 4.3). Die 
Schulleitung verfügt beim Entscheid darüber, ob eine Zuweisung zur KbF 
angezeigt ist, über einen Beurteilungsspielraum, den die Rechtsmittelbehör-
den zu beachten haben, soweit die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-
punkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend 
durchgeführt worden sind. Der Beurteilungsspielraum der Schulbehörde darf 
indes nicht zu einem Verzicht der Rechtsmittelinstanzen auf eine umfas-
sende Rechts- und Sachverhaltsprüfung führen (VGE 2013/319 vom 
28.4.2014 E. 2.4 mit weiteren Hinweisen).

3.

Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: 

3.1 Der Beschwerdeführer zeigte bereits während des Besuchs des Kin-
dergartens Lernschwierigkeiten. Er wurde daher im Herbst 2020 und im Juni 
2022 auf der Erziehungsberatung C.________ (nachfolgend: EB 
C.________) zwecks näherer Abklärung angemeldet. Die Ergebnisse beider 
Abklärungen wiesen übereinstimmend auf eine leicht unterdurchschnittliche 
Begabung hin. Seit April 2023 wurde der Beschwerdeführer mit vier Lektio-
nen erweiterter Unterstützung gefördert. Im Oktober 2023 erhielt er sodann 
die Diagnose ADHS vom gemischten Typus (Stellungnahme der Schullei-
tung vom 26.8.2024, in Akten BKD, Beilage 10 zu act. 3; Fachbericht der EB 
C.________ vom 26.6.2024, in Akten BKD, Beilage 6 zu act. 3). 

3.2 Am 30. November 2023 fand ein Gespräch mit der Mutter des Be-
schwerdeführers unter Teilnahme der Lehrkräfte, der Schulleitung, der EB 
C.________ sowie einer Übersetzerin statt (Protokoll vom 30.11.2023, in Ak-
ten BKD, Beilage 6 zu act. 3). Im Rahmen des Gesprächs ging es darum, für 

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den Beschwerdeführer eine «passende schulische Lösung» zu finden. Die 
«Schule» schlug die Zuweisung zur KbF vor und behielt sich «weitere 
Schritte» vor, sollten sich die Eltern gegen diesen Entscheid stellen. Auch 
seitens der EB C.________ wurde der Mutter empfohlen, diesem Schullauf-
bahnentscheid zuzustimmen (Fachbericht der EB C.________ vom 
26.6.2024, in Akten BKD, Beilage 6 zu act. 3). Die Mutter des Beschwerde-
führers gab an, die Angelegenheit mit ihrem Ehemann, der am Gespräch 
nicht anwesend war, besprechen zu wollen. 

3.3 Am 9. Januar 2024 fand ein weiteres Elterngespräch unter Teilnahme 
der Schulleitung und einer Übersetzerin statt (Protokoll vom 9.1.2024, in Ak-
ten BKD, Beilage 6 zu act. 3). Die Schulleitung führte aus, dass sie sich Sor-
gen um das Wohl des Beschwerdeführers mache. Dieser könne trotz vier 
Lektionen erweiterter Unterstützung dem Unterricht nicht folgen. Er bedürfe 
einer «1:1 Unterstützung», welche nur in vier von 28 Lektionen möglich sei. 
Sein ADHS hindere ihn daran, sich länger als zehn Minuten zu konzentrie-
ren. Der Beschwerdeführer sei durch die EB abgeklärt worden, welche der 
Auffassung sei, «dass [er] eine andere Förderung» brauche. Der Vater des 
Beschwerdeführers lehnte die Zuweisung zur KbF vehement ab und be-
zeichnete die ADHS-Diagnose als falsch. Er wolle nicht, dass sein Sohn mit 
«nicht normalen» Schülerinnen und Schülern unterrichtet werde. Das Pro-
blem liege bei den unfähigen Lehrpersonen und bei der Schulleitung. Er 
wolle seinen Sohn per sofort zu Hause unterrichten. Die Schulleitung zeigte 
den Eltern die weiteren Möglichkeiten auf (KbF, Verbleib in der Klasse, 
Wechsel in Privatschule und Wegzug aus der Gemeinde). Der Vater blieb 
dabei und lehnte die Zuweisung zur KbF ab. Die Schulleitung informierte die 
Eltern darüber, dass sie meldepflichtig sei, wenn die Entwicklung eines Kin-
des gefährdet sei. 

3.4 Am 4. April 2024 eröffnete die Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde … (nachfolgend KESB) gestützt auf die Gefährdungsmeldung der 
Primarschule B.________ ein Kindesschutzverfahren und beauftragte die 
«…» mit der Abklärung der Situation. Im Rahmen des Kindesschutzverfah-
rens fand am 28. Mai 2024 ein Gespräch mit der Mutter, dem Grossvater, 
der Schulleitung, den Lehrpersonen und der zuständigen Person der KESB 
sowie einer Übersetzerin statt (Protokoll vom 28.5.2024, in Akten BKD, Bei-

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lage 6 zu act. 3). Die Schulleitung führte erneut aus, dass sie sich sehr 
grosse Sorgen um die schulische Zukunft des Beschwerdeführers machen 
würde. Er habe bedingt durch sein ADHS enorme Schwierigkeiten dem Un-
terricht zu folgen und weise «riesige Lücken im Wissen und Verhalten auf, 
welche in einer Regelklasse mit den vorhandenen Ressourcen nicht zeitnah 
geschlossen werden» könnten. Er brauche eine individuelle Unterstützung. 
Eine Repetition der vierten Klasse sei nicht zielführend. Die Mutter und der 
Grossvater lehnten es weiterhin ab, dass der Beschwerdeführer zur KbF zu-
gewiesen wird. Im Rahmen des Abklärungsauftrags gelangte die «…» an die 
EB C.________ und ersuchte diese um einen Fachbericht. Nach Auffassung 
der EB C.________ birgt die fehlende Akzeptanz der Eltern für die beobach-
teten und objektiv erfassten Schwierigkeiten ihres Sohnes die Gefahr, dass 
sie den Druck auf ihn erhöhen und Leistungen von ihm einfordern, für die 
ihm die Voraussetzungen fehlen (Fachbericht vom 26.6.2024, in Akten BKD, 
Beilage 6 zu act. 3). Weiter ist dem Fachbericht Folgendes zu entnehmen 
(S. 3):

«Aus der heutigen Sicht ist ein Wechsel in die Klasse für besondere För-
derung indiziert, um A.________ die nötige Unterstützung in einem klei-
neren Rahmen und eine engere Betreuung zu gewähren. Es ist davon 
ausgehen, dass A.________ längerfristig auf Anpassungen der Lern-
ziele angewiesen ist.»

Die EB C.________ betonte weiter, dass sich Familie und Schule bislang 
selten darüber einigen konnten, worin die Not des Beschwerdeführers be-
stehe und wie dagegen gemeinsam vorgegangen werden könnte. Ein «Kon-
sens in dieser Hinsicht [sei] notwendig, damit [er] unbeschwert und in einem 
passenden Fördersetting Lernfortschritte erzielen [...] und sich seine Befind-
lichkeit stabilisieren» könne (S. 4). Die «…» gelangte mit Abklärungsbericht 
vom 25. Juni 2024 zum Schluss, dass die Anordnung einer Kindesschutz-
massnahme zwar nicht angezeigt sei, die Beziehung zwischen der Schule 
und den Eltern aber so zerrüttet sei, dass keine konstruktiven Lösungen 
mehr gefunden werden könnten (Akten BKD, Beilage 6 zu act. 3). Das Kin-
desschutzverfahren wurde am 9. Juli 2024 ohne Anordnung einer Mass-
nahme abgeschlossen (Entscheid der KESB vom 9.7.2024, in Akten BKD, 
Beilage 6 zu act. 3). 

3.5 Am 1. Juli 2024 verfügte die Schulleitung der Primarschule 
B.________ die Zuweisung des Beschwerdeführers zur KbF (Akten BKD, 

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Beilage 2 zu act. 1). Gemäss dem Beurteilungsbericht für das vierte Schul-
jahr vom 3. Juli 2024 wurden seine schulischen Leistungen wie folgt beurteilt 
(Akten BKD, Beilage 9 zu act. 3):

Mathematik 3.5

Deutsch 3.0

Französisch 3.5

Natur, Mensch, Gesellschaft 3.0

Gestalten 4.0

Musik 4.5

Bewegung und Sport 4.0

Der Schullaufbahnentscheid (Zuweisung zu einer besonderen Klasse) wurde 
im Beurteilungsbericht ebenfalls festgehalten.

3.6 Am 11. September 2024 führte die EB C.________ auf entspre-
chende Fragen des regionalen Schulinspektorats hin aus, sie habe den An-
trag auf Zuweisung zur KbF nicht gestellt, da von den Eltern grosser Wider-
stand gegen diese Massnahme bestanden habe bzw. immer noch bestehe. 
Der Bedarf für eine Beschulung in einer KbF liege aber vor. Es habe sich 
gezeigt, dass die im Rahmen der Regelklasse umgesetzten Massnahmen 
nicht ausreichten. Der Beschwerdeführer habe trotz erweiterter Unterstüt-
zung Leidensdruck und Leistungsschwierigkeiten gezeigt. Den Eltern des 
Beschwerdeführers sei daher empfohlen worden, der Zuweisung zur KbF zu-
zustimmen. Aus fachlicher Sicht würde «diese Form der Weiterbeschulung 
die kleinsten Veränderungen und die grössten Gelingensbedingungen mit 
sich bringen» (Akten BKD, Beilage 14 zu act. 3).

4.

Zur Frage, ob die Vorinstanz die Zuweisung des Beschwerdeführers zur KbF 
zu Recht bestätigt hat, ergibt sich Folgendes:

4.1 Die Vorinstanz hat geprüft, ob in der Empfehlung der EB C.________ 
ein Antrag im Sinn von Art. 11 Abs. 3 Bst. d VMR zu erblicken ist. Aus dem 
Wortlaut und dem allgemeinen Sprachgebrauch könne geschlossen werden, 
dass die Begriffe «Antrag» und «Empfehlung» synonym gebraucht werden 

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könnten (angefochtener Entscheid E. 2.4.1.1). So werde nach Art. 7 der 
Verordnung vom 10. November 2021 über das besondere 
Volksschulangebot (BVSV; BSG 432.282) bei den verstärkten 
sonderpädagogischen Massnahmen für die Zuweisung (lediglich) eine 
Empfehlung der Erziehungsberatung verlangt. Es würde in der 
Gesetzgebung zwar zwischen «Antrag» und «Empfehlung» unterschieden, 
es sei aber kein inhaltlicher Unterschied erkennbar (angefochtener 
Entscheid E. 2.4.1.2). Aus den Materialien und dem Zweck ergebe sich, dass 
mit Art. 11 Abs. 3 VMR das Einholen einer fachlichen Beurteilung 
beabsichtigt worden sei und dass von dieser nur aus triftigen Gründen 
abgewichen werden könne. Die Zustimmung oder Ablehnung der 
Massnahme durch die Eltern ändere nichts daran, dass die EB einen Antrag 
stellen müsse, wenn dieser fachlich geboten sei. Es dürfe auch dann ein 
Antrag gestellt werden, wenn die Eltern der Massnahme nicht zustimmten. 
Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass es unerheblich sei, ob die EB 
C.________ ihre Einschätzung als «Empfehlung» oder «Antrag» bezeichnet 
habe. Entscheidend sei, dass eine fachliche Beurteilung als Grundlage für 
die Anordnung von schulischen Massnahmen vorliege (angefochtener 
Entscheid E. 2.4.1.3 ff.).

4.2 Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, mangels eines An-
trags der EB C.________ sei die Zuweisung zur KbF nicht rechtmässig. Eine 
«Empfehlung» einer Fachbehörde sei nicht mit einem «Antrag» im Sinn von 
Art. 11 Abs. 3 VMR gleichzustellen (Beschwerde S. 3 f.). Hier fehle es an 
einem verbindlichen Antrag. Im Weiteren sei den Materialien zu Art. 11 VMR 
zu entnehmen, dass die Eltern in Streitfällen vor Erlass der Verfügung durch 
die Schulkommission anzuhören seien. Deren Stellungnahme müsse Be-
standteil des Antrags der EB bilden, was im vorliegenden Fall nicht zutreffe. 
Damit seien auch die «inhaltlichen Voraussetzungen», die an einen Antrag 
gestellt würden, nicht erfüllt (Beschwerde S. 4 f.). Darüber hinaus sei 
gemäss Einschätzung seines Klassenlehrers die Zuweisung zur KbF nicht 
mehr angezeigt, da er gute Fortschritte gemacht habe (Beschwerde S. 5 f.). 
Er habe nunmehr die 5. Regelklasse «mit Erfolg» abgeschlossen und das 
6. Schuljahr begonnen. Es bestehe kein Grund für «eine Entfernung […] aus 
der Regelklasse» (Eingabe vom 12.8.2025; act. 5).

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4.3 Der Sinngehalt von Art. 11 Abs. 3 Bst. d VMR, wonach die Schullei-
tung auf Antrag der kantonalen EB und auf Bericht einer Abklärungsstelle 
hin die Zuweisung zu besonderen Klassen und die Rückführung in Regel-
klassen verfügt, ist zu Recht unbestritten. Der Antrag der kantonalen EB soll 
– wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 2.4.1.5) – gewährleisten, dass die Schulleitung die Zuweisung zu einer 
KbF auf der Grundlage einer fachlichen Beurteilung anordnet. Gemäss den 
Materialien zu Art. 11 der Verordnung über die besonderen Massnahmen im 
Kindergarten und in der Volksschule (BMV; BAG 07-99, Erlasstitel bis zum 
31.12.2021) ist die fachliche Beurteilung für die verfügende Behörde sogar 
«grundsätzlich verbindlich». Eine Abweichung bedarf einer «gesonderten, 
fachlichen Begründung» (Vortrag der damaligen Erziehungsdirektion vom 
19.9.2007 zur BMV, in Akten BKD). Die Zuweisung zur KbF muss nach dem 
klaren Sinngehalt von Art. 11 Abs. 3 Bst. d VMR somit auf einer fachlichen 
Beurteilung der EB basieren. Eine solche Beurteilung liegt hier vor: Die EB 
ist regional organisiert (Regionalstellen, hier EB C.________; vgl. Art. 10 
Abs. 3 der Verordnung vom 27. November 2002 über die Organisation und 
die Aufgaben der Bildungs- und Kulturdirektion [OrV BKD; BSG 
152.221.181]). Nach Auffassung der EB C.________ ist die Zuweisung des 
Beschwerdeführers zur KbF aus fachlicher Sicht angezeigt, haben sich doch 
die bisherigen Massnahmen nicht als ausreichend erwiesen. Aus diesem 
Grund hat die EB C.________ auch am Elterngespräch vom 30. November 
2011 teilgenommen und der Mutter des Beschwerdeführers «empfohlen», 
diesem Schullaufbahnentscheid zuzustimmen (vgl. vorne E. 3.2). Die EB 
C.________ bestätigte sodann sowohl im Fachbericht vom 26. Juni 2024 als 
auch in der Stellungnahme vom 11. September 2024, dass die Zuweisung 
zur KbF erforderlich sei (vgl. vorne E. 3.4 und 3.6). 

4.4 Strittig ist aber, ob der Beschwerdeführer – trotz des erwiesenen 
fachlichen Bedarfs – nicht zur KbF hätte zugewiesen werden dürfen, weil die 
EB C.________ lediglich eine «Empfehlung» abgegeben und keinen «An-
trag» gestellt hat. 

4.4.1 Die EB C.________ hat nur deswegen keinen Antrag gestellt, weil 
sich die Eltern vehement gegen diese Massnahme gewehrt haben und dies 
immer noch tun (vgl. vorne E. 3.6). Nach dem Wortsinn ist unter dem Begriff 

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«Empfehlung» ein «Vorschlag, Rat, Hinweis oder Tipp» zu verstehen. Ein 
«Antrag» ist einem «Gesuch» gleichzustellen (vgl. Duden online; einsehbar 
unter: <www.duden.de>). Ob die Begriffe «Antrag» und «Empfehlung» syn-
onym gebraucht werden können, wovon die Vorinstanz ausgeht (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 2.4.1.1), kann dahingestellt bleiben. Denn mit Blick 
auf den Sinngehalt von Art. 11 Abs. 3 Bst. d VMR ist nicht von Bedeutung, 
ob die EB C.________ die fachliche Einschätzung als «Empfehlung» oder 
als «Antrag» in das Verfahren eingebracht hat. Massgebend ist der Inhalt 
der fachlichen Einschätzung und nicht deren Bezeichnung. Die Bezeichnung 
als Empfehlung vermag mit anderen Worten den fachlichen Bedarf nicht zu 
schmälern. 

4.4.2 Die Beschwerdeführenden übersehen zudem, dass sie es nicht in der 
Hand haben, die gebotene Massnahme zu verhindern, indem sie die Zustim-
mung verweigern. Die Zuweisung zu einer KbF setzt – anders als die Mass-
nahmen nach Art. 11 Abs. 1 VMR (individuelle Lernziele in höchstens zwei 
Fächern und solche in mehr als zwei Fächern) – kein Einverständnis der 
gesetzlichen Vertretung voraus. Der Verordnungsgeber hat folglich entschie-
den, dass der Wille der gesetzlichen Vertretung hinter dem Kindeswohl 
zurücktreten muss. Andernfalls hätte er die Zuteilung zu einer KbF in Art. 11 
Abs. 1 VMR aufgeführt. Der Verordnungsgeber hat mit diesem Entscheid 
berücksichtigt, was passiert, wenn die Eltern die Schwierigkeiten ihres Kin-
des nicht akzeptieren: Sie fordern vom Kind Leistungen ein, die es nicht er-
bringen kann (vgl. vorne E. 3.4). 

4.4.3 Nach dem Gesagten kann aus dem Umstand, dass die EB 
C.________ die Zuweisung zur KbF aufgrund des fehlenden Einverständnis-
ses der Eltern «nur» empfohlen hat, nicht auf die Unzulässigkeit der Mass-
nahme geschlossen werden. Vielmehr ist für die Zuweisung zur KbF die 
fachliche Indikation entscheidend, die hier insbesondere mit Blick auf den 
Fachbericht der EB C.________ vom 26. Juni 2024 und die Stellungnahme 
vom 11. September 2024 nicht in Frage steht (vgl. hierzu aber hinten E. 4.6).  

4.5 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es seien auch die «in-
haltlichen Voraussetzungen» (gemeint wohl: die formellen Voraussetzun-
gen) eines Antrags nicht erfüllt, da seine Eltern von der Schulkommission 
hätten angehört werden müssen (vgl. vorne E. 4.2), kann ihm nicht gefolgt 

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werden. Er übersieht, dass mit der Änderung vom 10. November 2021 (BAG 
21-114), die am 1. Januar 2022 in Kraft getreten ist, nicht nur der Titel der 
BMV, sondern auch die Verfügungskompetenzen nach Art. 11 VMR neu ge-
regelt worden sind: Für die Zuweisung zur KbF ist seit 1. Januar 2022 nicht 
mehr die Schulkommission, sondern die Schulleitung zuständig. Dass die 
gesetzliche Vertretung des Kindes von der verfügungskompetenten Schul-
leitung nicht angehört worden wäre, macht der Beschwerdeführer zu Recht 
nicht geltend (vgl. vorne E. 3.2, 3.3 und 3.4). Darüber hinaus ist die EB 
C.________ sowohl im Fachbericht vom 26. Juni 2024 als auch in der Stel-
lungnahme vom 11. September 2024 auf die Einwände der Eltern eingegan-
gen. 

4.6 Kein Erfolg ist zudem der Rüge des Beschwerdeführers beschieden, 
wonach der Bericht und die Stellungnahme der EB überholt seien und er 
aufgrund seiner aktuellen guten Entwicklung keiner Zuteilung in eine KbF 
mehr bedürfe (vgl. vorne E. 4.2). Laut dem Bericht des Klassenlehrers zum 
Standortgespräch vom 16. Januar 2025 ist der Beschwerdeführer zwar ein 
motivierter und interessierter Schüler. Damit er sein Potenzial aber zeigen 
könne, brauche er mehr Unterstützung. Die Unterstützungsressourcen in der 
Klasse seien begrenzt und verteilten sich auf mehrere Schülerinnen und 
Schüler. Dies führe dazu, dass der Beschwerdeführer nicht die Unterstüt-
zung erhalte, die er brauche, um genügende Leistungen zu zeigen (Be-
schwerdebeilage 4). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann 
dem Bericht nicht entnommen werden, die Zuweisung zur KbF sei fachlich 
nicht mehr geboten. Das Gegenteil trifft zu. Gemäss dem Bericht erhält der 
Beschwerdeführer im Rahmen der Regelklasse nicht die Unterstützung, die 
er benötigt. Unter diesen Umständen sind von einer Anhörung des Klassen-
lehrers keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb der entsprechende 
Beweisantrag abgewiesen wird (Beschwerde S. 6; zur antizipierten Beweis-
würdigung vgl. statt vieler BVR 2022 S. 93 E. 4.5.4; Michel Daum, in Her-
zog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art.  18 
N. 27 f.). Auch aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer zwischenzeit-
lich das 5. Schuljahr in der Regelklasse – wie er geltend macht – «mit Erfolg» 
abgeschlossen hat, kann nicht geschlossen werden, es bestehe kein indivi-
dueller Förderungsbedarf mehr. Vielmehr ist mit der EB C.________ davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht seiner Diagnose 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.09.2025, Nr. 100.2025.45U, 
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(ADHS vom gemischten Typus und der Gesamtintelligenz im knapp unter-
durchschnittlichen Bereich) längerfristig auf Anpassungen der Lernziele an-
gewiesen ist (vgl. vorne E. 3.4). Zudem bleibt es dabei, dass Unterstützungs-
massnahmen erforderlich sind, welche in der Regelklasse nur begrenzt ge-
leistet werden können. Mit dem Abschluss des 5. Schuljahrs erübrigt es sich, 
Zwischenzeugnisse des Beschwerdeführers für das Schuljahr 2024/2025 
einzuholen. Der entsprechende Beweisantrag wird abgewiesen (Be-
schwerde S. 6). Schliesslich kann auch darauf verzichtet werden, den Beur-
teilungsbericht für das 5. Schuljahr einzuholen, da von ihm keine neuen Er-
kenntnisse zu erwarten sind. 

4.7 Zusammenfassend ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass eine 
fachliche Beurteilung vorliegt, welche die Zuweisung des Beschwerdeführers 
zur KbF befürwortet. Aus dem Umstand, dass die EB C.________ die fach-
lich gebotene Massnahme mangels Einverständnisses der Eltern lediglich 
«empfiehlt» und nicht «beantragt», kann nicht auf die Unrechtmässigkeit der 
Massnahme geschlossen werden. Die Zuweisung zur KbF setzt denn auch 
kein Einverständnis der Eltern voraus. Zudem liegen keine Umstände vor, 
die darauf schliessen liessen, der Beschwerdeführer könne dem Unterricht 
in der Regelklasse dem Kindeswohl entsprechend folgen. Dies lässt ist we-
der dem Bericht des Standortgesprächs entnehmen, noch lässt es sich aus 
dem Umstand ableiten, dass der Beschwerdeführer die 5. Regelklasse ab-
geschlossen hat. Die Vorinstanz hat demnach die Zuweisung des Beschwer-
deführers zur KbF zu Recht bestätigt. 

5.

Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdefüh-
rer kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men. 

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde B.________

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.