# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7784a6e8-b32b-5c96-99cb-15b76931f9df
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.09.2025 F-7173/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-7173-2025_2025-09-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-7173/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richterin Aileen Truttmann;   

Gerichtsschreiberin Margerita Socha. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren am (…), 

Kamerun, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 9. September 2025 / N (…). 

 

 

 

F-7173/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 14. August 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Euro-

dac) ergab, dass er bereits am 16. September 2019 in Italien und am 2. No-

vember 2023 in Frankreich um Asyl ersucht hatte. 

B.  

Am 25. August 2025 führte die Vorinstanz mit dem Beschwerdeführer ein 

Dublin-Gespräch durch. Dabei wurde ihm das rechtliche Gehör zur Zustän-

digkeit Frankreichs für die Durchführung seines Asyl- und Wegweisungs-

verfahrens, zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid sowie zur Weg-

weisung dorthin gewährt. 

C.  

Am 26. August 2025 ersuchte die Vorinstanz die französischen Behörden 

um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedsstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO). Die französischen Behörden hiessen das Wiederaufnahme-

ersuchen am 5. September 2025 gut. 

D.  

Mit Verfügung vom 9. September 2025 – eröffnet am 12. September 2025 – 

trat die Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 

142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

seine Überstellung nach Frankreich an und forderte ihn auf, die Schweiz 

am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. 

E.  

Am 18. September 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei 

vollständig aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das Asyl-

gesuch einzutreten und das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen. 

Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. Der Beschwerdeführer ersuchte um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvor-

schusses. 

F-7173/2025 

Seite 3 

F.  

Am 19. September 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superpro-

visorischen Vollzugsstopp an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Behandlung der Beschwerde 

zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvorausset-

zungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 

1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO grundsätzlich Frankreich für die Behandlung des Asylge-

suchs des Beschwerdeführers zuständig ist, dass das französische Asyl-

system rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, auf-

grund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die 

Schweiz überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugs-

hindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt 

nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie na-

mentlich die Vorbringen des Beschwerdeführers im Hinblick auf seine 

Rückkehr nach Frankreich (Probleme und Bedrohung durch seine Frau) 

sowie seinen Gesundheitszustand (Müdigkeit) berücksichtigt und recht-

sprechungskonform gewürdigt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in 

rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und 

Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) zukommenden Ermessens von einem freiwilligen Selbstein-

tritt der Schweiz abgesehen. Sie ist demnach zu Recht in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eingetreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine Wegwei-

sung nach Frankreich angeordnet. Zur näheren Begründung wird auf die 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. 

F-7173/2025 

Seite 4 

2.2 Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag 

an der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Hinsicht-

lich der geltend gemachten Bedrohung in Frankreich (Gefährdung durch 

Ehefrau und häusliche Gewalt) ist festzuhalten, dass keine Anhaltspunkte 

dafür bestehen, dass die französischen Behörden nicht in der Lage wären, 

dem Beschwerdeführer den allenfalls benötigen Schutz zukommen zulas-

sen. Frankreich ist ein Rechtsstaat mit einem funktionierenden Justizsys-

tem. Das Land verfügt über Polizeibehörden, die schutzwillig und schutz-

fähig sind und deren Hilfe der Beschwerdeführer im Falle einer Bedrohung 

durch Dritte in Anspruch nehmen kann. Es ist daran zu erinnern, dass we-

der die Dublin-III-VO noch andere völkerrechtliche Bestimmungen den Ge-

suchstellenden ein Recht einräumen, den für die Durchführung des Asyl-

verfahrens zuständigen Staat frei zu wählen (BVGE 2010/45 E. 8.3). 

3.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 

(Art. 106 AsylG) und die Beschwerde ist abzuweisen. 

4.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 19. September 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin. 

5.  

5.1 Die Rechtsbegehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Ge-

such um unentgeltliche Prozessführung (Art. 65. Abs. 1 VwVG) abzuwei-

sen ist. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

6.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-7173/2025 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Margerita Socha 

 

 

Versand: