# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c847bc9-875f-55b6-b17b-ec8de8b103d8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.03.2012 D-6835/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6835-2009_2012-03-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-6835/2009 
law/bah 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Walter Lang (Vorsitz), 

Richterin Regula Schenker Senn, Richter Gérald Bovier, 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), 

Guinea-Bissau,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 23. Oktober 2009 / N (…). 

 

 

D-6835/2009 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer sein Heimatland eigenen Angaben zufolge 

am 2. März 2009 verliess und am 9. März 2009 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass das BFM am 12. März 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

Vallorbe (EVZ) die Personalien des Beschwerdeführers erhob, ihn sum-

marisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des Hei-

matlandes befragte, 

dass das BFM der zuständigen kantonalen Behörde am gleichen Tag mit-

teilte, beim Beschwerdeführer handle es sich um einen unbegleiteten 

Minderjährigen und diese aufforderte, die notwendigen Massnahmen zu 

ergreifen, 

dass das BFM den Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 

16. März 2009 für den weiteren Aufenthalt während des Asylverfahrens 

dem Kanton B._______ zuteilte, 

dass eine Mitarbeiterin der Caritas B._______ dem BFM mittels E-Mail 

vom 4. August 2009 die Personalien der beigeordneten Vertrauensper-

son, Herrn C._______, mitteilte, 

dass die in B._______ domizilierte Vertrauensperson das BFM mit 

Schreiben vom 4. August 2009 darauf hinwies, sie müsse unbegleitete 

Minderjährige oft nach Kreuzlingen oder Bern begleiten, was mit grossem 

Aufwand verbunden sei, und um ein Vorgespräch betreffend Festlegung 

eines Anhörungstermins bat, 

dass das BFM C._______ mit E-Mail vom 11. August 2011 mitteilte, die 

Anhörung sei für den 24. August 2009 in Chiasso festgesetzt worden, 

dass C._______ beim BFM mit Eingabe vom 18. August 2009 formell be-

antragte, die Anhörung des im Kanton B._______ wohnhaften Beschwer-

deführers sei in deutscher Sprache durchzuführen, und erklärte, er sei 

der italienischen Sprache nicht mächtig, 

dass das BFM C._______ mit Schreiben vom 24. August 2009 im We-

sentlichen mitteilte, aufgrund der aktuellen Zuständigkeitszuteilung in den 

verschiedenen BFM-Standorten könnten bestimmte Asylgesuche, die 

dem Kantons B._______ zugeteilt worden sind, in Chiasso behandelt 

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werden, und unter Berücksichtigung der Verfahrensökonomie, aber auch 

unter der Last der hohen Gesucheingänge, könne die EVZ-Zuteilung 

nachträglich nicht mehr geändert werden, 

dass das BFM den Beschwerdeführer mittels seines der Vertrauensper-

son C._______ zugestellten Schreibens vom 30. September 2009 zu ei-

ner in Chiasso für den 13. Oktober 2009 angesetzten Anhörung einlud, 

dass C._______ das BFM mit Schreiben vom 6. Oktober 2009 erneut 

darum ersuchte, die Anhörung in deutscher Sprache durchzuführen, 

dass das BFM C._______ mit Schreiben vom 7. Oktober 2009 unter an-

derem mitteilte, die Anhörungen in Chiasso würden ausschliesslich in ita-

lienischer Sprache durchgeführt, und bedauerte, seiner Anfrage keine 

Folge leisten zu können, 

dass das BFM die Anhörung des Beschwerdeführers in Chiasso am 

14. Oktober 2009 in Abwesenheit der Vertrauensperson C._______ in ita-

lienischer Sprache durchführte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 23. Oktober 2009 – eröffnet am 

27. Oktober 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylge-

setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht 

eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der 

Wegweisung anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. November 2009 durch 

seinen Rechtsvertreter (die ihm beigeordnete Vertrauensperson 

C._______) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erheben und dabei beantragen liess, der angefochtene Ent-

scheid sei aufzuheben, die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorin-

stanz zurückzuweisen, das Asylverfahren sei in deutscher Sprache 

durchzuführen und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewäh-

ren, 

dass der Instruktionsrichter das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege mit Zwischenverfügung vom 6. November 2009 gut-

hiess und die Akten zur Vernehmlassung an die Vorinstanz übermittelte, 

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 27. November 2009 die 

Abweisung der Beschwerde beantragte, 

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dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 15. Dezember 

2009 an seinen Anträgen festhalten liess, 

dass der Rechtsvertreter dem BFM am 13. Oktober 2010 mitteilte, er ha-

be sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG, i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer vom BFM dem Kanton B._______ zugewie-

sen wurde, dessen Amtssprache ausschliesslich das Deutsche ist, 

dass das Verfahren vor dem Bundesamt gemäss Art. 16 Abs. 2 AsylG in 

der Regel in der Amtssprache geführt wird, in der die kantonale Anhörung 

stattfand oder die am Wohnort der Asylsuchenden Amtssprache ist, 

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dass von dieser Regel gemäss Art. 4 der Asylverordnung 1 vom 

11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) unter anderem dann ausnahms-

weise abgewichen werden kann, wenn der Asylsuchende oder dessen 

Rechtsvertreter einer anderen Amtssprache mächtig oder dies unter Be-

rücksichtigung der Gesuchseingänge oder der Personalsituation vorüber-

gehend für eine effiziente und fristgerechte Gesuchserledigung erforder-

lich ist, 

dass die zuständigen kantonalen Behörden gemäss Art. 17 Abs. 3 Bst. c 

AsylG für unbegleitete, minderjährige Asylsuchende unverzüglich eine 

Vertrauensperson, welche deren Interessen wahrnimmt, für die Dauer 

des Verfahrens nach Zuweisung in den Kanton bestimmen, 

dass die Vertrauensperson gemäss Art. 7 Abs. 3 AsylV 1 die unbegleitete 

minderjährige Person im Asylverfahren begleitet und unterstützt, 

dass Personen, die minderjährige Asylsuchende anhören, den besonde-

ren Aspekten der Minderjährigkeit Rechnung tragen (Art. 7 Abs. 5 

AsylV 1), 

dass die dem Beschwerdeführer vom Kanton zugeordnete Vertrauens-

person C._______ der italienischen Sprache offenbar nicht mächtig ist, 

worauf er das BFM mit Schreiben vom 18. August 2009 hingewiesen hat, 

dass das BFM mit Schreiben vom 24. August 2009 C._______ unter Hin-

weis auf die aktuelle Zuständigkeitszuteilung in den verschiedenen BFM-

Standorten und die Last der hohen Gesuchseingänge eine nachträgliche 

Änderung der EVZ-Zuteilung ablehnte und darauf hinwies, es könne auf 

die Dienste des "Ufficio del tutore ufficiale del Cantone Ticino" (Herr 

D._______) zurückgegriffen werden, 

dass C._______ besagten D._______ mit E-Mail vom 2. September 2009 

anfragte, ob für ihn eine Zusammenarbeit als Vertreter bei in Chiasso 

stattfindenden Anhörungen von unbegleiteten Minderjährigen in Frage 

komme, 

dass D._______ C._______ mit E-Mail vom 11. September 2009 mitteilte, 

eine Zusammenarbeit sei für ihn aus zeitlichen Gründen (Arbeitslast) 

nicht möglich, ihm indessen den Vorschlag unterbreitete, seine Ehefrau, 

die sich im Asylgesetz auskenne, könnte zu diesem Zweck substituiert 

werden, 

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dass C._______ dem BFM am 6. Oktober 2009 mitteilte, er sei nicht be-

reit, seine Aufgabe betreffend Anhörungen in Chiasso auf Dauer in Vertre-

tung auszuüben, er verzichte nicht auf die Teilnahme an der Anhörung, 

sondern ersuche darum, diese auf Deutsch zu führen,  

dass das BFM diesem Ersuchen mit Schreiben vom 7. Oktober 2009 er-

neut keine Folge leistete, 

dass die Vertrauensperson gemäss den von der Rechtsprechung gesetz-

ten Vorgaben rechtskundig zu sein hat, woraus sich gewisse Anforderun-

gen an die Eignung und Ausbildung wie an die Amtsführung derselben 

ergeben, und der Vertrauensperson über die Kernaufgabe der Begleitung 

im Asylverfahren hinaus, zusätzliche Aufgaben erwachsen (vgl. Entschei-

dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 

[EMARK] 2006 Nr. 14 E. 4.2 S. 149 f.), 

dass die Vertrauensperson die Interessen des unbegleiteten, minderjähri-

gen Asylsuchenden zu wahren hat, wozu auch die Teilnahme an den An-

hörungen zu den Asylgründen gehört, soweit die Vertrauensperson diese 

als angebracht erachtet, 

dass der Entscheid, ob die Vertrauensperson an einer Anhörung teilneh-

men will oder nicht, oder sich von jemandem, dem die notwendige Quali-

fikation ebenso zukommt, vertreten lassen will, grundsätzlich von dieser 

selbst zu treffen ist, 

dass die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden auf die Auswahl 

der Vertrauensperson keinen Einfluss haben und zu dieser zuerst ein Ver-

trauensverhältnis aufbauen können müssen, weshalb eine von den Asyl-

behörden erzwungene Substitution der Vertrauensperson durch eine dem 

Minderjährigen bis zur Anhörung unbekannte Person nicht sinnvoll ist, 

und nur dort erfolgen kann, wo die Vertrauensperson dies selbst für an-

gebracht erachtet,  

dass C._______ sich in seinen Eingaben an das BFM und in der Be-

schwerde zu Recht auf den Standpunkt stellt, er könne die ihm aufgrund 

seiner Stellung als Vertrauensperson des Beschwerdeführers obliegen-

den Verpflichtungen bei einer Anhörung nicht nachkommen, wenn diese 

in einer Amtssprache geführt werde, der er nicht mächtig sei, 

dass das BFM in der Vernehmlassung vom 27. November 2009 zwar gel-

tend macht, C._______ sei zweimal darauf hingewiesen worden, dass er 

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die Dienste von Herrn D._______ des "Ufficio del tutore ufficiale del Can-

tone Ticino" in Anspruch nehmen könne,  

dass sich aus der Stellungnahme von D._______ vom 11. September 

2009 indessen ergibt, dass C._______ die Dienste von D._______ nicht 

in Anspruch nehmen konnte,  

dass C._______ dem BFM den Umstand, dass er keine Kenntnisse des 

Italienischen habe, rechtzeitig mitteilte, 

dass das BFM weder in seinen in fehlerfreiem Deutsch an die Vertrau-

ensperson gerichteten, von Chiasso verschickten Schreiben vom 

24. August 2009 und 7. Oktober 2009 noch in der Vernehmlassung über-

zeugend darlegt, weshalb eine Anhörung des Beschwerdeführers in Chi-

asso nicht in einer Sprache, der die Vertrauensperson mächtig gewesen 

wäre, hätte durchgeführt werden können, beziehungsweise weshalb die 

Anhörung nicht anderswo, beispielsweise in Bern oder in den EVZ Basel 

oder Kreuzlingen hätte erfolgen können, 

dass der Aspekt des zu berücksichtigenden Kindeswohls (Art. 3 Abs. 1 

der Konvention vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes 

[KRK, SR 0.107]) – gestützt auf diesen Anspruch hat der unbegleitete, 

minderjährige Asylsuchende einen Anspruch auf Beiordnung einer Ver-

trauensperson – im Hinblick auf die Anhörung zu den Asylgründen Vor-

rang vor lösbaren organisatorischen Problemen hat, die gestützt auf Art. 4 

Bst. b AsylV 1 eine Abweichung von Art. 16 Abs. 2 AsylG rechtfertigen 

könnten, 

dass das BFM angesichts der vorliegenden Umstände durch das Festhal-

ten an der Durchführung einer Anhörung in einer der Vertrauensperson 

nicht geläufigen Sprache den Anspruch des Beschwerdeführers auf recht-

liches Gehör verletzte (vgl. EMARK 2006 Nr. 14 E. 4.1 S. 149), 

dass das Anhörungsprotokoll vom 14. Oktober 2009 unter diesen Um-

ständen nicht als Grundlage eines erstinstanzlichen Entscheides über 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers verwendet werden kann, der 

rechtserhebliche Sachverhalt mithin nicht erhoben ist, 

dass eine Heilung der Gehörsverletzung auf Beschwerdeebene nicht in 

Betracht fällt, weshalb die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 

Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur erneuten Anhörung des 

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– mittlerweile volljährigen – Beschwerdeführers an das BFM zurückzu-

weisen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten aufzu-

erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), 

dass in der Beschwerde sinngemäss angeführt wird, im Falle eines Ob-

siegens werde eine Kostennote nachgereicht, 

dass die Beschwerde von der Vertrauensperson C._______ verfasst und 

eingereicht wurde, die für ihre Tätigkeit bei der Begleitung des Beschwer-

deführers im Asylverfahren vom zuständigen Kanton entschädigt wird, 

dass nicht ersichtlich ist, inwiefern dem Beschwerdeführer durch die Be-

schwerdeerhebung anderweitig notwendige Kosten im Sinne von Art. 8 

und Art. 9 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) erwachsen sein könnten, weshalb keine Parteientschädi-

gung auszurichten ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.   

Die Verfügung vom 23. Oktober 2009 wird aufgehoben und die Sache zur 

Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

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