# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d7cf331-decb-580d-9450-daa7e68936f3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 04.10.2010 ST.2010.222
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2010-222_2010-10-04.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
1 ST.2010.222 
1 DB.2010.165 
 
 
 

Entscheid 
 
 

4. Oktober 2010 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter Anton Tobler und Sekretärin Nadja Obreschkow 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
1. A,   

 
2. B,   

 
 Rekurrenten/ 
 Beschwerdeführer,  

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
2. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Bau,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Einschätzung 2007 und Direkte Bundessteuer 2007 

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1 ST.2010.222 
1 DB.2010.165 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A und B (nachfolgend die Pflichtigen) deklarierten im Wertschriften- und 

Guthabenverzeichnis der Steuererklärung 2007 Anteile am C. Dabei handelt es sich 

um einen Offshore-Fund nach dem Recht der Cayman Islands. Den Wert dieser insge-

samt 114 Anteile gaben sie mit (umgerechnet) Fr. 201'138.- und den Ertrag mit (umge-

rechnet) Fr. 15'098.- an. Das steuerbare Einkommen lautete auf Fr. 53'700.- (Staats- 

und Gemeindesteuern) bzw. Fr. 56'000.- (direkte Bundessteuer) und das steuerbare 

Vermögen auf Fr. 781'000.-. Mit Eingabe vom 9. Februar 2009 an das Gemeindesteu-

eramt D korrigierten sie die Deklaration des C, indem sie ausführten, beim angegebe-

nen Ertrag von Fr. 15'098.- handle es sich um steuerfreie Kapitalgewinne, da sie aus 

dem Verkauf von Fondsanteilen stammten. Mithin reduziere sich das deklarierte steu-

erbare Einkommen um diesen Betrag. 

 

 Mit Auflage vom 3. April 2009 verlangte die Steuerkommissärin den Nachweis 

der einzelnen Verkäufe des C mit Angabe der Valorennummer und der Anzahl Titel. 

Die Pflichtigen antworteten am 7. Mai 2009, gemäss Auskunft des Fondsverwalters 

seien keine Ausschüttungen erfolgt, die ausgewiesene Performance setze sich ledig-

lich aus Kursdifferenzen zusammen. Ein (revidierter) Abschluss des Fonds, wie ihn 

offenbar die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) verlange, existiere nicht, da es 

sich um einen geschlossenen Fonds handle und ein solcher von Gesetzes wegen kei-

nen Abschluss vorlegen müsse. Die Valorennummer und eine Aufstellung über Kauf 

und Verkauf der Fondsanteile legten sie bei. Mit weiterer Auflage und Mahnung vom 

25. August bzw. 14. Oktober 2009 verlangte die Steuerkommissärin die Abschlüsse 

2006 und 2007 des Fonds samt Geschäftsbericht und Angabe der Anzahl der im Um-

lauf befindlichen Anteile. Die Pflichtigen liessen am 26. Oktober 2009 verlauten, sie 

erhielten vom Fonds keine Abschlüsse oder dergleichen, die Steuerkommissärin solle 

sich mit dem Fondsmanager in Verbindung setzen. 

 

 Die Steuerkommissärin schätzte die Pflichtigen am 5. November 2009 für die 

Steuerperiode 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 58'700.- (Staats- und 

Gemeindesteuern) bzw. Fr. 61'000.- ein. Dabei unterwarf sie die ursprünglich als Ver-

mögensertrag deklarierten Fr. 15'098.- des C der Einkommenssteuer, weil die Pflichti-

gen den Nachweis der Steuerfreiheit dieses Ertrags nicht erbracht hätten. 

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 Die Veranlagung der direkten Bundessteuer wurde mit Steuerrechnung vom 

27. November 2009 formell eröffnet. 

 

 

 B. Gegen die Einschätzung der Staats- und Gemeindesteuern erhoben die 

Pflichtigen am 25. November 2009 Einsprache mit dem Antrag, von der Besteuerung 

eines Fondsertrags Abstand zu nehmen, weil die verlangten Fondsunterlagen nicht 

existierten. Das kantonale Steueramt nahm diese Einsprache auch als solche gegen 

die Veranlagung der direkten Bundessteuer entgegen. 

 

 Nach diversen telefonischen Unterredungen mit der Steuerkommissärin reich-

ten die Pflichtigen am 12. März 2010 ein Schreiben der E ein, wonach diese Administ-

ratorin des Cs sei und bestätige, dass die Erträge des Fonds ausschliesslich aus dem 

Handel mit Devisen und Derivaten stammten sowie keine Dividendenerträge enthiel-

ten. 

 

 Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen am 2. Juli 2010 ab. 

 

 

 C. Mit Rekurs bzw. Beschwerde vom 27./28. Juli 2010 erneuerten die Pflichti-

gen den Einspracheantrag. 

 

 Das kantonale Steueramt schloss am 9. September 2010 auf Abweisung der 

Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen. 

 

 Auf die Ausführungen der Parteien in diesen Rechtsschriften wird – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Gemäss Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 

vom 14. Dezember 1990 (DBG) und § 16 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 

(StG) bzw. Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten 

Steuern für Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) unterliegen alle 

wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer. Dazu gehören laut 

Art. 20 Abs. 1 DBG und § 20 Abs. 1 StG namentlich die Erträge aus beweglichem 

Vermögen, wie Zinsen aus Guthaben (je lit. a) und Dividenden, Gewinnanteile und Vor-

teile aus Beteiligungen aller Art (je lit. c). Steuerbar sind auch alle Einkünfte aus Antei-

len an Anlagefonds, soweit die Gesamterträge des Anlagefonds die Erträge aus direk-

tem Grundbesitz übersteigen (je lit. e). Hingegen sind Kapitalgewinne aus der 

Veräusserung von Privatvermögen – mit Ausnahme von Grundstückgewinnen bei den 

Gemeindesteuern – nach Art. 16 Abs. 3 DBG und § 16 Abs. 3 StG steuerfrei.  

 

 a) Ein steuerfreier Kapitalgewinn bzw. ein nicht abzugsfähiger Kapitalverlust 

liegt (namentlich) dann vor, wenn der Mehr- bzw. Minderwert eines Vermögensrechts 

des beweglichen Privatvermögens dadurch realisiert worden ist, dass dieses Recht 

veräussert worden, das heisst wirtschaftlich betrachtet aus dem Vermögen des Steu-

erpflichtigen ausgeschieden ist. Steuerfrei sind deshalb all jene Wertzuflüsse beim 

Steuerpflichtigen, welche als Gegenwert (Erlös) für das durch Veräusserung realisierte 

Vermögensrecht erscheinen (RB 1987 Nr. 20 = StE 1988 B 24.4 Nr. 11). Hingegen 

sind Einkünfte, die dem Steuerpflichtigen aus einem privaten beweglichen Vermögens-

recht zufliessen, ohne dass ihr Zufluss Folge einer Veräusserung im umschriebenen 

Sinn ist, gemäss Art. 20 Abs. 1 DBG und § 20 Abs. 1 StG (je lit. a, ev. lit. c oder e) 

steuerbarer Vermögensertrag (vgl. für die direkte Bundessteuer: BGr, 10. Juli 2001 = 

StE 2001 B 21.1 Nr. 10 = ZStP 2001, 226 und 21. Oktober 1996 = ASA 66, 377 E. 2b). 

 

 b) Nach Art. 123 Abs. 1 DBG und § 132 Abs. 1 StG haben die Steuerbehörden 

zusammen mit dem Steuerpflichtigen alles zu tun, um die für die vollständige und  

richtige Besteuerung massgeblichen tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse festzu-

stellen. Diese Behörden haben der Veranlagung bzw. Einschätzung nur jene Tatsa-

chen Grunde zu legen, von deren Vorhandensein sie sich nach durchgeführter Unter-

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suchung selber überzeugt haben (RB 1987 Nr. 35). Im Rekurs- bzw. (erstinstanzlichen) 

Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz, dass der Steuerpflichtige von sich aus eine 

substanziierte Sachdarstellung für steueraufhebende bzw. -mindernde Tatsachen vor-

zutragen hat. Gemäss der allgemeinen Regel trägt die Steuerbehörde die Beweislast 

für steuerbegründende oder -erhöhende, der Steuerpflichtige dagegen für steuermin-

dernde oder -aufhebende Tatsachen (BGr, 1. Oktober 2008, 2C_288/2008, E. 4.4 und 

4. April 2008, 2C_637/2007, E. 2.4, www.bger.ch; 21. Februar 2002, StR 2002, 816 E. 

2.3).  

 

 Macht der Steuerpflichtige geltend, ein Vermögenszufluss sei steuerfrei, so ist 

er hierfür beweisbelastet und hat er die seiner Behauptung Grunde liegenden steuer-

mindernden Tatsachen von sich aus durch eine substanziierte Sachdarstellung darzu-

legen, aus welcher sich ohne weitere Untersuchung der Schluss auf das Vorliegen 

eines einkommenssteuerfreien Vorgangs ziehen lassen muss (VGr, 6. Mai 1997, 

StE 1998 B 21.3 Nr. 3; RB 1994 Nr. 33, 1987 Nr. 35, 1975 Nr. 55). Gelingt dem Steu-

erpflichtigen der Nachweis nicht, dass ein bestimmter VermögensGang aus einem be-

stimmten einkommenssteuerbefreiten Grund vorliegt, ist zu seinen Ungunsten ohne 

Weiteres anzunehmen, es liege Einkommen im Sinn von Art. 16 Abs. 1 DBG bzw. § 16 

Abs. 1 StG vor, da letztere Bestimmungen als Generalklausel alle Wertzuflüsse erfas-

sen, sofern sie nicht kraft besonderer gesetzlicher Bestimmung von der Einkommens-

besteuerung ausgenommen sind. 

 

 

 2. a) Vorliegend deklarierten die Pflichtigen im Wertschriften- und Guthaben-

verzeichnis der Steuererklärung 2007 die streitige Summe von Fr. 15'098.- vorerst als 

der Einkommenssteuer unterliegenden Ertrag von 114 Anteilen des C. Mit Eingabe 

vom 9. Februar 2009 an das Gemeindesteueramt D erklärten sie die Summe dann 

aber als steuerfreien Kapitalgewinn. Für die Umstände, welche auf einen solchen steu-

erfreien Zufluss schliessen lassen, sind sie nach dem Gesagten beweisbelastet. 

 

 b) Zwischen den Parteien besteht Einigkeit darüber, dass es sich beim C um 

einen ausländischen kollektiven Anlagefonds nach dem Recht der Cayman Islands 

handelt, der so genannt "transparent" ist. Dies bedeutet, dass die Fondsleitung das 

Fondsvermögen quasi-treuhänderisch für Rechnung ihrer Anleger verwaltet und der 

Fonds selber kein Steuersubjekt (Gesellschaft) bildet. Steuerlich werden daher die Er-

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träge und das Vermögen des Anlagefonds direkt den Anlegern und nicht dem Fonds 

selber Gerechnet; es liegt so genannte Transparenz vor. Das Fehlen eines eigenen 

Steuersubjekts beim Fonds hat zur Folge, dass bei Rückgabe bzw. Verkauf der Anteile 

an den Fonds durch die Anleger steuerlich keine (Teil-)Liquidation des Fonds ange-

nommen wird und bei den Anlegern insofern kein steuerbarer Vermögensertrag anfällt. 

Steuerbarer Vermögensertrag liegt dagegen vor, wenn der Fonds den Anlegern (direkt) 

entsprechende Ausschüttungen ausrichtet. Solche Ausschüttungen erfolgen entweder 

während der Haltedauer der Anteile oder anlässlich der Rückgabe bzw. des Verkaufs 

der Anteile. 

 

 Vorliegend ist streitig, ob die bei Veräusserung bzw. Rückgabe der Anteile des 

C den Pflichtigen im Jahr 2007 zugeflossenen Beträge von insgesamt Fr. 15'098.- sol-

che aus dem Verkauf bzw. der Rückgabe der Anteile an den Fonds darstellen und da-

her als Kapitalgewinn von der Einkommenssteuer befreit sind und/oder Ausschüttun-

gen des Fonds bilden, welche als Vermögensertrag anfallen und daher von den 

Pflichtigen als Einkommen zu versteuern sind. 

 

 

 3. a) Per 1. Januar 2007 sind das Bundesgesetz über die kollektiven Kapital-

anlagen vom 23. Juni 2006 (KAG, SR 951.31) und die dazugehörige Verordnung über 

die kollektiven Kapitalanlagen vom 22. November 2006 (KKV, SR 951.311) in Kraft 

getreten. Die ESTV hat aus diesem Anlass das Kreisschreiben Nr. 25 zu Direkte Bun-

dessteuer über die Besteuerung kollektiver Kapitalanlagen und ihrer Anleger vom 5. 

März 2009 (KS; ASA 77, 697) erlassen. Dieses Kreisschreiben wird von den Steuerbe-

hörden auch für die Belange der Staats- und Gemeindesteuern angewandt. 

 

 Gemäss Ziff. 3.3 KS gelten für die steuerliche Behandlung kollektiver Kapital-

anlagen ohne direkten Grundbesitz bei den Anlegern folgende Regeln: Bei Anlagen im 

Privatvermögen haben die Anleger sämtliche Erträge aus Anteilen an kollektiven Anla-

gen als Vermögensertrag gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. e DBG zu versteuern, soweit sie 

nicht Erträge aus deren direktem Grundbesitz vereinnahmen. Unter sämtlichen Erträ-

gen sind die ausgeschütteten oder thesaurierten (wiederangelegten) Erträge zu ver-

stehen, soweit sie steuerlich Vermögenserträgen wie Zinsen, Dividenden und derglei-

chen entsprechen. Enthalten ausgeschüttete oder thesaurierte Erträge Kapitalgewinne, 

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sind diese steuerfrei, sofern sie in der Jahresrechnung separat ausgewiesen oder über 

einen separaten Coupon ausgeschüttet werden (Ziff. 3.3.2 KS). 

 

 Ausländische kollektive Kapitalanlagen werden steuerlich den schweizeri-

schen kollektiven Kapitalanlagen gleichgestellt, wenn sie gewisse Bedingungen erfül-

len (Ziff. 4.6 KS). Mithin gilt auch für ausländische kollektive Kapitalanlagen gemäss 

KS, dass den Anlegern ausgeschüttete Kapitalgewinne nur dann steuerfrei sind, wenn 

sie in der Jahresrechnung separat ausgewiesen oder über einen separaten Coupon 

ausgeschüttet werden. 

 

 b) Kreisschreiben und Wegleitungen der ESTV stellen Verwaltungsweisungen 

dar und richten sich an die für die Durchführung des Gesetzes (DBG) zuständigen 

(Einschätzungs-)Behörden. Sie sind für die Gerichte – Steuerrekurskommissionen, 

Verwaltungs- und Bundesgericht – nicht verbindlich. Diese sollen sie bei ihren Ent-

scheidungen jedoch berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und 

gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. 

Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, 

wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. 

Denn dadurch wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine 

rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 

346, 131 V 42 E. 2.3 S. 45 f. und 130 V 163 E. 4.3.1 S. 172 f., je mit Hinweisen). 

 

 Das vorliegend streitbetroffene KS der ESTV erklärt Kapitalgewinne, die von 

kollektiven Kapitalanlagen den Anlegern zufliessen, nur dann als steuerfrei, wenn sie in 

der Jahresrechnung des Fonds separat ausgewiesen oder über einen separaten Cou-

pon ausgeschüttet werden. Damit wird dem Abschluss des Fonds bzw. dem Ausweis in 

einem separaten Coupon für die hier interessierende Frage nach dem Vorliegen eines 

steuerfreien Kapitalgewinns eine erhöhte Glaubwürdigkeit gemessen. Dies erscheint 

als sachgerecht: Gemäss Art. 148 KAG steht die nicht ordnungsgemässe Führung der 

Geschäftsbücher bzw. die Aufnahme falscher Angaben in diesen sowie in Prospekten 

und anderen Informationen durch in- oder ausländische kollektive Kapitalanlagen unter 

Strafdrohung (Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe). Zudem haftet, wer 

Pflichten verletzt, der Gesellschaft, den einzelnen Anlegern sowie den Gesellschafts-

gläubigern gegenüber für den daraus entstandenen Schaden (Art. 145 Abs. 1 KAG). 

Zu den haftenden Personen zählt neben der Fondsleitung, der Depotbank etc. auch 

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der Vertreter ausländischer kollektiver Kapitalanlagen (Art. 145 Abs. 1 lit. g KAG). Eine 

kollektive Kapitalanlage wird daher Kapitalgewinne angesichts dieser Strafdrohung 

bzw. Haftung – sofern sie tatsächlich solche Gewinne ausgeschüttet hat – nicht leicht-

hin falsch, d.h. zu hoch, ausweisen. Demnach ist es folgerichtig, dem separaten Aus-

weis von ausgeschütteten Kapitalgewinnen im Fondsabschluss bzw. in einem eigenen 

Coupon eine erhöhte Glaubwürdigkeit bzw. Beweiskraft zuzusprechen und diese nur 

dann als steuerfrei zu qualifizieren, wenn sie entsprechend ausgewiesen werden. 

 

 

 4. a) Gemäss den vorhandenen Unterlagen erzielten die Pflichtigen die ur-

sprünglich als Ertrag bzw. "Dividende" deklarierte Summe von Fr. 15‘098.- aus dem 

Verkauf von insgesamt 9,1 Anteilen des C in drei Tranchen am 31.10., 30.11. und 

31.12.2007. Dies ergibt sich aus den eingereichten Aufstellungen der Firma F, G, über 

die Verkäufe von Anteilen durch die Pflichtigen in der Zeit vom 30.9.2007 - 1.6.2008 

und über die Wertansätze der Anteile im Verkaufszeitpunkt ("Overview") sowie aus der 

weiteren Aufstellung "Dividenden 2007 von CPP und UPC" pro Monat.  

 

 Über diese Verkäufe liegen jedoch trotz entsprechender Auflage der Steuer-

kommissärin vom 3. April 2009 keinerlei Verkaufsabrechnungen vor, da die genannten 

Aufstellungen keine solchen Abrechnungen darstellen. Zudem ist nicht bekannt, wel-

che Funktion die F als Erstellerin der Aufstellungen im Zusammenhang mit dem C 

ausübt. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil die Pflichtigen im Einspracheverfahren 

eine Bestätigung einer andern Gesellschaft, der H, I, eingereicht haben und diese darin 

ausführt, sie sei die Administratorin des Funds. Demnach ist aber schon der Verkauf 

bzw. die Rückgabe der fraglichen Anteile an den C trotz diesbezüglicher Untersuchung 

nicht hinreichend nachgewiesen. Unbestritten ist dagegen der Zufluss der Fr. 15'098.- 

bei den Pflichtigen selber. Damit haben Letztere diesen Betrag aber als Einkommen zu 

versteuern, da der Einkommenssteuer aufgrund der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 

DBG bzw. § 16 Abs. 1 StG sämtliche einmaligen oder wiederkehrenden Zuflüsse (von 

aussen) unterliegen, sofern sie nicht kraft ausdrücklicher Gesetzesbestimmung von der 

Besteuerung ausgenommen sind. 

 

 b) Sollte der Betrag von Fr. 15'098.- vom C tatsächlich anlässlich der Rückga-

be von Fondsanteilen durch die Pflichtigen ausgeschüttet worden sein, verhält es sich 

wie folgt: 

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 aa) Aus den Aufstellungen der F geht nicht hervor, wie sich die ausgeschütte-

ten Summen zusammensetzen. Zwar stellen sie das Entgelt für die Rückgabe der 

Fondsanteile an den C dar und ergeben sie sich nach der in der Aufstellung "Overview" 

je Anteil aufgelisteten Wertnotierung des Rückgabedatums. Das Entgelt kann jedoch 

neben dem Wert der Anteile auch einen Ertrag enthalten oder überhaupt nur Ertrag 

sein (z.B. dann, wenn die Anteile ihren Wert verloren haben). Denn das von den Pflich-

tigen eingereichte "Term-Sheet" des C führt einen Ertrag auf, und zwar mit "ca. netto 

1,5 - 3% p.m." und dem Hinweis, dass die Fondsanteile jeden Monat um den Prozent-

wert "on a best effort Basis" stiegen. Diese Prozentwerte entsprechen einem Jahreser-

trag von 18 - 36%. Die Steuerkommissärin ging daher mit gutem Grund davon aus, die 

den Pflichtigen ausgeschütteten Entgelte enthielten auch eine Ertragskomponente oder 

bestünden gar nur aus einer solchen. 

 

 Die Pflichtigen haben trotz Auflage und Mahnung vom 25. August bzw. 

14. Oktober 2009 im Einschätzungsverfahren den Abschluss des C 2007 nicht einge-

reicht. Damit konnte die Steuerkommissärin nicht verlässlich überprüfen, ob und inwie-

fern in den anlässlich der Rückgabe der Anteile ausgeschütteten Beträgen steuerfreie 

Kapitalgewinne enthalten sind, d.h. ob und inwiefern diese auf die Rückzahlung der 

Anteile entfallen. Denn Kapitalgewinne sind gemäss dem diesbezüglich zutreffenden 

KS nur steuerfrei, wenn sie vom Fonds entsprechend im Abschluss ausgewiesen oder 

über einen separaten Coupon ausgeschüttet werden. Mangels Vorliegen entsprechen-

der Unterlagen, kann daher nicht von (steuerfreien) Kapitalgewinnen ausgegangen 

werden.  

 

 bb) Die Pflichtigen bestreiten das Fehlen von Fondsabschlüssen nicht, ma-

chen jedoch geltend, der C verfüge – weil es sich um einen geschlossenen Fonds 

handle – über keine Jahresabschlüsse. Zudem vermöchten sie keine andern Doku-

mente vorzulegen, aus denen die Qualifikation der ausgeschütteten Beträge als Kapi-

talgewinne hervorgehe. Dies ist insofern nicht von Belang, als nicht die Steuerbehörde 

sondern der Steuerpflichtige für das Vorliegen von Kapitalgewinnen beweisbelastet ist 

und es auf ein allfälliges Verschulden desselben bei Nichtleistung dieses Nachweises 

nicht ankommt. Bei mangelndem Nachweis eines steuerfreien Gangs durch den Steu-

erpflichtigen ist vielmehr ohne Weiteres, d.h. unbesehen der Gründe des fehlenden 

Nachweises, anzunehmen, es liege Einkommen im Sinn von Art. 16 Abs. 1 DBG bzw. 

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§ 16 Abs. 1 StG vor. Dies hat vorliegend zur Folge, dass die Pflichtigen die vom C zu-

geflossenen Fr. 15'098.- mangels Leistung dieses Nachweises vollumfänglich als Er-

trag zu versteuern haben. 

 

 cc) Im Übrigen verfängt der Einwand der Pflichtigen, der C sei ein geschlos-

sener Anlagefonds und müsse daher von Gesetzes wegen gar keinen Abschluss vor-

legen, nicht: 

 

 Ein geschlossener kollektiver Anlagefonds zeichnet sich dadurch aus, dass 

die Anleger zulasten des (festen) Kollektivvermögens weder unmittelbar noch mittelbar 

einen Rechtsanspruch auf Rückgabe ihrer Anteile zum Nettoinventarwert besitzen  

(Art. 9 KAG). Gemäss dem "Term-Sheet" des C können die Investoren ihre Anteile 

monatlich (ohne Kostenfolge) kündigen, sodass entgegen dem Dafürhalten der Pflich-

tigen kein geschlossener Anlagefonds vorliegt. Dementsprechend haben sie ihre Antei-

le am C denn auch offenbar ohne Weiteres zurückgeben können.  

 

 dd) Nicht weiter hilft den Pflichtigen sodann auch die Bestätigung der E vom 

6. Januar 2009, wonach die Erträge des Cs ausschliesslich aus dem Handel mit Devi-

sen und Derivaten stammten und keine Dividendenerträge enthielten. Denn selbst 

wenn dem so wäre, handelte es sich bei den Ausschüttungen an die Anleger noch kei-

neswegs um (steuerfreie) Kapitalgewinne. Solche lägen vielmehr nur vor, wenn die 

Anleger an den vom Fonds gehandelten, ausschliesslich Kapitalgewinne abwerfenden 

Wertpapieren oder Rechten direkt (d.h. auf eigene Rechnung und über ein eigenes 

Konto) beteiligt wären und auf die Kapitalgewinne entsprechend einen individualisier-

ten Rechtsanspruch besässen (vgl. BGr, 10. Juli 2001 = StE 2001 B 21.1 Nr. 10 = 

ZStP 2001, 226; VGr, 7. Dezember 1994 = ZStP 1995, 51 sowie Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 16 N 162 DBG und Kom-

mentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 16 N 130 StG). Dass 

die Rechtsbeziehungen zwischen den Pflichtigen und dem C entsprechend ausgestal-

tet sind, d.h. dass Erstere an den vom Fonds gehandelten Objekten direkt beteiligt sind 

und die beim Handel erzielten Kapitalgewinne vom Fonds direkt gutgeschrieben erhal-

ten, ist nicht zu vermuten und zudem auch in keiner Form nachgewiesen. Zudem wi-

derspräche eine solche Ausgestaltung der Verhältnisse völlig dem Wesen einer kollek-

tiven Kapitalanlage. 

 

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 ee) Die Pflichtigen reichten im vorliegenden Verfahren für den Nachweis eines 

steuerfreien Kapitalgewinns ein "Confidential private Placement Memorandum" des C 

vom April 2010 (nachfolgend Memorandum) ein. In diesem Memorandum wird zwar 

übereinstimmend mit der erwähnten Bestätigung der E vom 9. Januar 2009 festgehal-

ten, dass der Fonds beabsichtige, keine Dividenden auszuschütten, sondern den Anle-

gern ihr Entgelt in Form von (höheren) Werten der Anteile bei deren Rückgabe auszu-

richten (S. 7 und 10 Memorandum). Damit ist die Frage nach dem Vorliegen eines 

steuerfreien Kapitalgewinns beim Rückgabeentgelt für die Fondsanteile aber – wie 

erwähnt – noch nicht beantwortet: Dies wäre nur der Fall, wenn die Anleger an den 

vom Fonds gehandelten Objekten einen unmittelbaren Anspruch besässen und die 

darauf anfallenden Kapitalgewinne direkt gutgeschrieben erhielten. Dies trifft bei den 

Pflichtigen aber ganz offenkundig nicht zu und wird von ihnen auch gar nicht behaup-

tet. Im Übrigen enthält das Memorandum nur eine Absichtserklärung und bietet nicht 

Gewähr dafür, dass die Ausschüttungen auch tatsächlich dieser Erklärung entspre-

chend ausgerichtet worden sind. 

 

 c) Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Pflichtigen den Nachweis für 

das Vorliegen von steuerfreien Kapitalgewinnen nicht geleistet haben, sodass sie die 

unstreitig Geflossenen Fr. 15'098.- gemäss Art. 16 Abs. 1 DBG bzw. § 16 Abs. 1 StG 

als Einkommen zu versteuern haben. 

 

 

 5. Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Rechtsmittel. Ausgangs-

gemäss sind die Kosten des Verfahrens den Pflichtigen aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 

DBG, § 151 Abs. 1 StG). 

 

 

 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

[…]