# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f7f6a1d-698b-5ccb-8753-06cb8fa6b761
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2011 E-5533/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5533-2011_2011-11-10.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­5533/2011

U r t e i l   v om   1 0 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Muriel Beck Kadima (Vorsitz),
Richterin Gabriela Freihofer, Richter Kurt Gysi,
Gerichtsschreiberin Tu­Binh Truong.

Parteien A. _______, geboren am (…),
dessen Ehefrau
B. ________, geboren am (…),
deren Kinder C. _______, geboren am (…), D. _______, 
geboren am (…),
alle Nepal, 
zurzeit im Transit im Flughafen Zürich, 8058 Zürich,
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 15. September 2011 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführenden  reichten  am  15.  September  2011  am 
Flughafen  Zürich  ihr  Asylgesuch  ein.  Das  BFM  verweigerte  ihnen  am 
selben Tag vorläufig die Einreise in die Schweiz, und es wurde ihnen für 
die  Dauer  von  maximal  60  Tagen  der  Transitbereich  des  Flughafens 
Zürich als Aufenthaltsort zugewiesen. 

Sie wurden am 20. September 2011 kurz befragt und am 26. September 
2011 zu ihren Asylgründen angehört.

Zur  Begründung  ihres  Asylgesuchs  machten  sie  im  Wesentlichen 
Folgendes  geltend: Der  Beschwerdeführer  sei  im  Jahr  1986  der  Armee 
beigetreten. Er sei beim Ausbruch von Unruhen – in den Jahren 2002 und 
2003 – in E. _______, stationiert gewesen. Am (Datum) hätten Maoisten 
das  lokale  Distriktbüro  mit  Steinen  und  selbstgemachten  Bomben 
attackiert. Der Beschwerdeführer sei in der Folge im Kampf gegen diese 
eingesetzt  worden  und  habe  zum  ersten  Mal  Maoisten  getötet. 
Anderthalb Monate nach dem Ereignis habe er über Bekannte erfahren, 
dass  Maoisten  bei  seinen  Eltern  in  F.  _______,  erschienen  seien  und 
nach ihm gefragt hätten. Der Beschwerdeführer sei in der Folge noch ein 
weiteres Jahr  in E. _______ geblieben, während diesem er an weiteren 
militärischen  Operationen  teilgenommen,  aber  keine  Menschen  mehr 
getötet habe. Am. 15. März 2003 habe er das Militär verlassen und sich 
nach G. _______ begeben, wo seine Frau und Kinder gelebt hätten. Am 
14.  April  2003  sei  er  aus  Angst  vor  Racheakten  der  Maoisten  (weil  er 
deren Angehörige getötet habe) nach H. _______ gereist, wo er sich bis 
zum  15.  August  2003  aufgehalten  habe.  Danach  habe  er  seine  Reise 
nach  I.  _______  fortgesetzt, wo  er  ein Asylverfahren  durchlaufen  habe. 
Während  seines  Aufenthaltes  in  I.  ________  sei  seine  Frau  im  Jahre 
2004  zwei  Mal  von  Maoisten  aufgesucht  worden  und  aufgrund  seiner 
Kampfhandlungen  von  diesen  bedroht  und  für  Geldzahlungen  erpresst 
worden. Seine Frau und die zwei Kinder hätten sich anschliessend nach 
H.  ________  begeben,  wo  sie  sich  bis  2009  aufgehalten  hätten,  um 
danach wieder nach Nepal zurückzukehren. Nach der Abweisung seines 
Asylgesuchs  in  I.  _______ mangels Glaubwürdigkeit  sei  er  am  20. Mai 
2009 nach Nepal zurückgekehrt, wo er zwei Monate  lang geblieben sei, 
bevor  er  sich  erneut  nach H.  _______ begeben habe.  Im Mai  2010  sei 
der  Beschwerdeführer  mithilfe  eines  Schleppers  nach  J.  _______ 
gelangt, wo er sich legal aufgehalten und im Restaurant des Schleppers 

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gearbeitet habe. Am 18. August 2011 sei der Beschwerdeführer über H. 
_______ nach Nepal zurückgeflogen, um die Ausreise seiner Familie zu 
organisieren. Am 13. September 2011 sei er in Begleitung seiner Ehefrau 
und seiner Kinder von H. _______ aus nach Zürich gelangt, von wo aus 
die  Familie  nach  J.  _______  habe  weiterreisen  wollen.  Am  Flughafen 
Zürich  sei  der  Schlepper  mit  den  Reisedokumenten  verschwunden. 
Wegen  der  Unmöglichkeit  am  14. September  2011  den  Flug  nach  K. 
_______ anzutreten, hätten sich die Beschwerdeführenden entschlossen, 
am 15. September 2011 am Flughafen ein Asylgesuch einzureichen.

B. 
Das  BFM  lehnte  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden  mit 
Verfügung vom 3. Oktober 2011 – eröffnet am 4. Oktober 2011 – ab und 
ordnete  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Wegweisungsvollzug an. 

Es  führte  zur  Begründung  im  Wesentlichen  an,  die  Vorbringen  der 
Beschwerdeführenden  seien  mehrheitlich  unsubstantiiert  und  nicht 
nachvollziehbar.  So  könne  der  Beschwerdeführer  zum  Beispiel  nicht 
konkret  darlegen,  wie  er  selber Maoisten  umgebracht  haben  soll.  Auch 
sei er nicht  in der Lage, überzeugend zu erklären, wie die Maoisten  ihn 
während  und  nach  dem  Gefecht  hätten  identifizieren  können.  Er  habe 
lediglich  angegeben,  die  Rebellen  hätten  gewusst,  dass  er  Sergeant 
Major gewesen sei. Die Angaben des Beschwerdeführers würden sich als 
allgemein und stereotyp erweisen. Auch seien seine Ausführungen zu der 
Aufsuchung  seiner  in  einem  weit  entfernten  Distrikt  wohnhaften  Eltern 
durch Maoisten nicht überzeugend. Der Beschwerdeführer sei  ferner nie 
direkt von den Maoisten bedroht worden und sei auch nach dem Kampf 
beim  Distriktbüro  noch  ein  weiteres  Jahr  im  Einsatz  in  E.  _______ 
gewesen.  Zudem  sei  in  I.  _______  sein  Asylantrag  mangels 
Glaubwürdigkeit  abgelehnt  worden  und  der  Beschwerdeführer  sei  nach 
2009  mehrmals  nach  Nepal  zurückgekehrt.  Insgesamt  würden  diese 
Umstände  keineswegs  für  ein  dringendes  Schutzbedürfnis  des 
Beschwerdeführers sprechen. An diesen Schlussfolgerungen vermochten 
auch  die  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  nichts  zu  ändern,  da  auch 
diese  stereotyp  seien,  und  das  angegebene  Verhalten  der 
Beschwerdeführerin  unlogisch  und  nicht  nachvollziehbar  sei.  Das  BFM 
wies zudem darauf hin, dass im Laufe des Jahrs 2006 eine Annäherung 
zwischen  der Regierung  und  den Maoisten  stattgefunden  habe,  welche 
im November desselben Jahres in einen Friedensvertrag gemündet habe. 
Die  Maoisten  seien  amnestiert  und  nicht  mehr  als  verbotene 

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Terrororganisation  betrachtet  worden;  im  Gegenzug  hätten  sie  auf 
Gewaltanwendung verzichtet. Diese ganze Entwicklung würde sich in den 
Schilderungen  der  Beschwerdeführenden  an  keiner  Stelle  spiegeln, 
sondern nach  ihrer Darstellung hätten die Maoisten  in den vergangenen 
sechs Jahren die  totale Kontrolle  in Nepal gehabt. Vor dem Hintergrund 
der politischen Entwicklung sei die angeblich  intensive Verfolgung durch 
die Maoisten unglaubhaft,  zumal  es  sich bei  den Beschwerdeführenden 
nicht  um  prominente  Persönlichkeiten  handle,  welche  für  die  Maoisten 
von grosser Bedeutung wären. Vor diesem Hintergrund sei es auch nicht 
nachvollziehbar,  dass  die  Beschwerdeführenden  –  insbesondere  die 
Ehefrau  –  sich  nicht  an  die  Behörden  gewandt  hätten,  um 
Schutzmassnahmen anzufordern. 

Zusammenfassend  würden  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden 
den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhalten, so 
dass ihre Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse. 

Der Wegweisungsvollzug sei zudem zulässig, zumutbar und möglich. 

C. 
Die  Beschwerdeführenden  reichten  am  6.  Oktober  2011  bei  der 
Flughafenpolizei  –  zuhanden  des  Bundesverwaltungsgerichts  –  eine 
deutschsprachige  Formularbeschwerde  mit  fremdsprachiger 
(Nepalesisch) Begründung ein und beantragten, dass der vorinstanzliche 
Entscheid  aufzuheben  und  ihnen  Asyl  zu  gewähren  oder  jedenfalls  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  sei.  Eventualiter  sei  die 
Unzulässigkeit,  allenfalls  die  Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs 
festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. 

In  prozessrechtlicher  Hinsicht  beantragten  sie  die  Übersetzung  der 
Begründung  der  Beschwerdeschrift  in  eine  Amtssprache  von  Amtes 
wegen ohne Kostenerhebung sowie den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses und die unentgeltliche Prozessführung. 

Die  Beschwerde  wurde  per  Telefax  dem  Bundesverwaltungsgericht 
gleichentags übermittelt.

D. 
Mit  Telefaxverfügung  vom  7.  Oktober  2011  liess  das 
Bundesverwaltungsgericht  die  fremdsprachige  Beschwerdebegründung 
antragsgemäss  von  Amtes  wegen  in  eine  Amtssprache  des  Bundes 

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übersetzen  und  verschob  den  Entscheid  über  die  anderen 
Verfahrensanträge auf später.

E. 
Die Übersetzung der Beschwerdebegründung  traf  am 31. Oktober 2011 
beim  Bundesverwaltungsgericht  ein.  Die  Beschwerdeführenden  führen 
darin im Wesentlichen die gleichen Vorbringen wie in den vorangehenden 
Befragungen an, wobei  der Beschwerdeführer  zusätzlich ausführlich die 
Kampfsituation  und  die  Tötung  der  Maoisten  in  der  Kaserne  in 
E. _______  schildert.  Abweichend  und  im  Widerspruch  zu  seinen 
Angaben anlässlich der Befragung gibt der Beschwerdeführer neu an, er 
habe  anlässlich  seines  Asylverfahrens  in  I.  _______  die  Tötung  der 
Maoisten nicht angegeben, weil er Angst davor gehabt habe, dass diese 
Tatsache zu seinem Nachteil ausgelegt werden könne.

Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Beschwerdebegründung  wird,  soweit 
entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Ausnahme ist vorliegend 
nicht  gegeben,  weshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig 
entscheidet.

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

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1.3. Die Beschwerde wurde  fristgerecht eingereicht  (Art. 108 Abs. 2 und 
Abs.  5  AsylG).  Betreffend  der  Form  ist  zu  bemerken,  dass 
fremdsprachige  Eingaben  im  Flughafenverfahren,  die  nicht  in  einer 
Amtssprache verfasst  sind – wie dies vorliegend bei der  in Nepalesisch 
verfassten  Beschwerdebegründung  der  Fall  ist  –  zur  Einhaltung  der 
Verfahrensgarantien  und  aus  verfahrensökonomischen  Gründen  von 
Amtes  wegen  ohne  Kostenübernahme  vom  Bundeverwaltungsgericht 
übersetzt  werden.  Damit  gilt  die  Beschwerde  auch  als  formgerecht 
eingereicht (Art. 52 VwVG). 

1.4. Die Beschwerdeführenden  haben  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  (Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf 
die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet. 

3. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

4. 
4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen Druck  bewirken  (Art. 3  AsylG).  Die  in  Art.  3 
AsylG definierte Flüchtlingseigenschaft  erfüllt  eine asylsuchende Person 
nach  Lehre  und  Rechtsprechung  dann,  wenn  sie  Nachteile  von 
bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  und  in  absehbarer  Zukunft  begründeterweise 
befürchten  muss,  welche  ihr  gezielt  und  aufgrund  bestimmter 
Verfolgungsmotive  durch  Organe  des  Heimatstaates  oder  durch 

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nichtstaatliche Akteure  zugefügt worden  sind beziehungsweise  zugefügt 
zu  werden  drohen  (vgl.  BVGE  2008/4  E.  5.2;  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMAKR]  2006 
Nr. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff. sowie EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193; vgl. 
auch W. STÖCKLI,  §11 Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hug  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, S. 521 – 588, S. 525 ff.). 

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

5. 
5.1.  Die  Vorinstanz  zieht  hauptsächlich  die  Vorfluchtgründe  der 
Beschwerdeführenden  in  Zweifel,  indem  sie  deren  Aussagen  als 
mehrheitlich unsubstantiiert und nicht nachvollziehbar beurteilt. So könne 
der  Beschwerdeführer  vorab  das  Ereignis,  auf  welches  die  angebliche 
Verfolgung  durch  die  Maoisten  gründe  (Tötung  von  Maoisten  während 
eines Angriffes auf das Distriktbüro in E. _______ im Jahre [Jahreszahl]), 
nicht  konkretisieren.  Dem  hält  der  Beschwerdeführer  in  seiner 
Beschwerdebegründung  überzeugenderweise  eine  ausführliche 
Schilderung  des  angeblich  verfolgungsauslösenden  Ereignisses 
entgegen.  Hingegen  ist  der  Vorinstanz  beizupflichten,  dass  die 
Vorbringen  der Beschwerdeführenden  in Bezug  auf  die  darauf  folgende 
angebliche  Verfolgung  der  Familienmitglieder  des  Beschwerdeführers – 
wie von der Vorinstanz richtig festgellt wurde, haben sich gemäss seinen 
eigenen  Angaben  Verfolgungshandlungen  nie  direkt  gegen  den 
Beschwerdeführer  gerichtet  –  mehrheitlich  unsubstantiiert  und  nicht 
nachvollziehbar  erscheinen.  Anstelle  einer  Wiederholung  sei 
diesbezüglich  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  in  der 
angefochtenen  Verfügung  zu  verweisen.  Zudem  führt  der 
Beschwerdeführer  zu  seinem  Asylverfahren  in  I.  _______  auf 
Beschwerdeebene – im Widerspruch zu seinen früheren Aussagen – aus, 
er  habe  dort  nicht  die  gleichen  Asylgründe  wie  hier  in  der  Schweiz 
vorgebracht.  Dieser  Widerspruch  ist  der  persönlichen  Glaubwürdigkeit 
des Beschwerdeführers eher abträglich.

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5.2.  Schliesslich  hat  die  Vorinstanz  zutreffend  festgestellt,  dass  es 
realitätsfremd  erscheint,  dass  die  Maoisten  den  Beschwerdeführer  und 
seine Familie im ganzen Land (und sogar in H. _______) mit der von den 
Beschwerdeführenden  geschilderten  Intensität  suchen  und  verfolgen 
würden; die Schilderungen würden den politischen Hintergrund  in Nepal 
und  dessen  Verlauf  in  den  letzten  sechs  Jahren  in  keiner  Weise 
berücksichtigen.  Da  für  die  Beurteilung  der  Flüchtlingseigenschaft  die 
Situation  im  Zeitpunkt  des  Asylentscheides  massgebend  ist  und  der 
Ausgangspunkt  dieser  Prüfung  die  Frage  nach  der  im  Zeitpunkt  der 
Ausreise  vorhandenen  Furcht  vor  einer  absehbaren  Verfolgung  im 
Heimatstaat  darstellt,  sind  Veränderungen  der  objektiven  Situation  im 
Heimatland  zwischen  Ausreise  und  Asylentscheid  zugunsten  oder 
zulasten  der  schutzsuchenden  Person  zu  berücksichtigen  (vgl.  BVGE 
2007/31, E. 5.3 m.w.H.). Es gilt  folglich zu prüfen, ob die vorgetragenen 
Gründe,  die  die  Beschwerdeführenden  zu  ihrer  Ausreise  veranlassten, 
auch  aus  objektiver  Sicht  noch  aktuell  sind  und  für  die 
Beschwerdeführenden  möglicherweise  eine  Gefährdung  im  Sinne  von 
Art. 3 AsylG darstellen könnten.

5.3.  Die  allgemeine  Lage  in  Nepal  hat  sich  seit  dem  angeblich 
verfolgungsauslösenden  Ereignis  im  Jahre  (Jahreszahl)  und  der  ersten 
Ausreise der Beschwerdeführenden – so war der Beschwerdeführer von 
2003 bis 2009  in H. _______ sowie  I. ________ und seine Ehefrau und 
die  beiden Kinder  hielten  sich  von 2004 bis  2009  in H.  ________ auf – 
wesentlich  verändert.  Bereits  die  als  Vorgängerorganisation  des 
Bundesverwaltungsgerichts  tätige Schweizerische Asylrekurskommission 
(ARK)  hatte  die  allgemeine  Situation  in  Nepal  ausführlich  beurteilt  und 
festgestellt,  die  allgemeine  Sicherheits­  und  Menschenrechtslage  habe 
sich  seit  der  Aufnahme  von  Friedensverhandlungen  zwischen  den 
Maoisten  (Communist  Party  of  Nepal  [CPN­M])  und  der  Regierung 
beziehungsweise der Ankündigung der Maoisten vom 28. Juli 2006, den 
Waffenstillstand  vom  26.  April  2006  um  weitere  drei  Monate  zu 
verlängern, erheblich verbessert (EMARK 2006 Nr. 31 E. 4.3.4 f.). Diese 
Entwicklung  hat  sich  in  der  Folge weiter  fortgesetzt.  Am  21.  November 
2006  unterzeichneten  die  Regierung  und  die  Maoisten  ein 
Friedensabkommen  und  beendeten  damit  den  Volkskrieg  der 
maoistischen  Rebellen.  Durch  den  Vertrag  wurde  das  Parlament  durch 
ein  Übergangsparlament  ersetzt,  an  welchem  die Maoisten  sich mit  73 
von  330  Abgeordneten  beteiligten.  Darüber  hinaus  wurde  eine 
Interimsregierung  gebildet.  Am  10.  April  2008  erfolgte  die  Wahl  der 
verfassungsgebenden Versammlung, die  in einem Sieg  für die Maoisten 

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mündete  (diese  erlangten  vor  dem Nepali  Congress  [NC]  238  von  601 
Abgeordnetensitze),  doch  blieben  sie  auf  die  Kooperation  der  anderen 
zwei grossen Parteien angewiesen. Diese konnten sich mit den Maoisten 
in keiner Weise einigen und der Friedensprozess war weitere drei Jahre 
lang  blockiert.  Auch  wenn  die  Regierungstätigkeit  seit  dem  Ende  des 
Bürgerkrieges im Jahre 2006 regelmässig blockiert wurde und Übergriffe 
der  nach  wie  vor  gewaltbereiten  Young  Communist  League  (YCL)  und 
ethnische  Spannungen  in  der  Terai­Region  (Grenzgebiet  zu  Indien) 
offenbar  andauern  sowie  die  Gewaltakte  beider  vormaligen 
Konfliktparteien  kaum  gerichtlich  geahndet  werden  (vgl  dazu  HUMAN 
RIGHTS WATCH, Country Summary, Januar 2011), kann insgesamt eine 
seit  der  Ausreise  der  Beschwerdeführenden  nachhaltig  verbesserte 
Situation vor Ort festgestellt werden. So haben am 2. November 2011 die 
vier  wichtigsten  Parteien  Nepals  ein  wegweisendes  Sieben­Punkte­
Abkommen  unterzeichnet,  dessen  wichtigster  Teil  die  Integration 
maoistischer  Kämpfer  in  die  Armee  darstellt.  Ferner  wurde  mit  dem 
Abkommen  auch  die  Schaffung  einer  Wahrheits­  und 
Versöhnungskommission  beschlossen  –  die  unter  anderem  das 
Verschwinden  von  über  1'200  Personen  während  des  Bürgerkriegs 
untersuchen  soll  –  und  die  Maoisten  haben  sich  zudem  verpflichtet, 
während  des  Konflikts  enteignetes  Land  innerhalb  weniger Wochen  an 
die  rechtmässigen  Besitzer  zurückzugeben  und  die  YCL  aufzulösen 
(ANDREA SPALINGER, Ein Schritt Richtung Normalität  in Nepal – Einigung 
über  die  Integration  ehemaliger  maoistischer  Kämpfer  in  die  Armee,  in 
Neue Zürcher Zeitung [NZZ] vom 3. November 2011, S. 7).

5.4. In Anbetracht dieser Entwicklung geht das Bundesverwaltungsgericht 
davon aus, dass für die Beschwerdeführenden aufgrund des mittlerweile 
beinahe  fast  (Zahl)  Jahre  zurückliegenden  Vorfalls  vom  (Datum) 
jedenfalls  im  heutigen  Zeitpunkt  keine  begründete  Furcht  vor  einer 
künftigen asylrelevanten Verfolgung durch Maoisten mehr besteht. Dass 
vor  dem  Hintergrund  der  oben  skizzierten  politischen  Entwicklung  in 
Nepal  die  behauptete  gezielte  Verfolgung  der  Beschwerdeführenden 
durch Maoisten deutlich übertrieben erscheint, mag Folge einer subjektiv 
berechtigten  Furcht  sein,  welche  allenfalls  von  der  langen 
Landesabwesenheit  der  Beschwerdeführenden  herrührt;  objektiv 
begründet  ist  sie  jedenfalls  zum  heutigen  Zeitpunkt  nicht,  zumal  auch 
nicht  plausibel  erscheint,  dass  der  Beschwerdeführer  landesweit  von 
Angehörigen  von  ihm  getöteter  Maoisten  gesucht  wurde,  sollte  er 
tatsächlich  von  Überlebenden  des  Konflikts  im  Jahr  (Jahreszahl) 
identifiziert worden sein. 

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5.5. Ob die Vorbringen  der Beschwerdeführenden  damit  insgesamt  den 
Anforderungen  an  Art.  7  AsylG  standhalten  würden,  kann  bei  dieser 
Sachlage  offengelassen  werden;  es  braucht  auf  die  ihnen  von  der 
Vorinstanz  vorgeworfenen  einzelnen  Unglaubhaftigkeitselemente  somit 
nicht weiter eingegangen zu werden, und es erübrigen sich Ausführungen 
zu den weiteren Vorbringen in der Beschwerde.

5.6. Zusammenfassend  ist  festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden 
keine  Gründe  nach  Art.  3  AsylG  glaubhaft  machen  oder  nachweisen 
können.  Das  BFM  hat  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden 
demnach zu Recht abgelehnt.

6. 
6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2.  Die  Beschwerdeführenden  verfügen  weder  über  eine 
ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 
Erteilung  einer  solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht 
angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

7. 
7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen  gilt 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.], 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 

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den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art.  83 
Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

7.3.  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 
Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  der 
Beschwerdeführenden in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt 
von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  der 
Beschwerdeführenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie 
für den Fall einer Ausschaffung  in den Heimatstaat dort mit beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wären.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des UN­Anti­Folterausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihnen  im  Fall  einer  Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche 
Behandlung  drohen würde  (vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen 
Italien,  Urteil  vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06, 
§§ 124 – 127,  mit  weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine 

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Menschenrechtssituation  im Heimatstaat  lässt  den Wegweisungsvollzug 
zum  heutigen  Zeitpunkt  klarerweise  nicht  als  unzulässig  erscheinen. 
Nach  dem Gesagten  ist  der  Vollzug  der Wegweisung  sowohl  im  Sinne 
der asyl­ als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

7.4. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsstaat auf 
Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

7.5. Wie bereits oben in Erwägung 5.3. dargelegt, hat sich die allgemeine 
Lage  in  Nepal  seit  der  (ersten)  Ausreise  der  Beschwerdeführenden 
wesentlich verändert. Aktuell kann nicht von einer Situation landesweiter 
allgemeiner  Gewalt  gesprochen  werden,  weshalb  die  Rückkehr  nach 
Nepal generell als zumutbar zu bezeichnen ist. 

Aus den Akten ergeben sich zudem keine konkreten Anhaltspunkte, die 
darauf  schliessen  liessen,  die  heute  (Zahl)­  und  (Zahl)­jährigen  und – 
soweit  ersichtlich  –  gesunden  Beschwerdeführenden  würden  im  Falle 
einer Rückkehr in ihre Heimat aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, 
sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation 
geraten. Die Beschwerdeführenden verfügen über eine gute Schulbildung 
und  sind  vermögend.  Neben  seiner  Muttersprache  spricht  der 
Beschwerdeführer  ein  wenig  Hindi  sowie  Englisch.  Gemäss  eigenen 
Aussagen  leben  die  Eltern  beider  Beschwerdeführenden  alle  noch  in 
Nepal  und  insbesondere  die  Eltern  der  Beschwerdeführerin  seien 
wohlhabend,  so  dass  auf  ihre  finanzielle  Unterstützung  bei  der 
Reintegration  in  Nepal  gerechnet  werden  kann.  Ergänzend  ist  darauf 
hinzuweisen, dass allein wirtschaftliche Schwierigkeiten, von welchen die 
vor Ort ansässige Bevölkerung generell betroffen  ist, wie beispielsweise 
Wohnungsnot  oder  ein  schwieriger  Arbeitsmarkt,  für  sich  allein  keine 
konkrete Gefährdung  zu  begründen  vermögen  (EMARK 2003 Nr.  24 E. 
5e  S.  159).  Die  Kinder  der  Beschwerdeführenden  sind  aufgrund  ihres 
Alters  ((Zahl)­ und  (Zahl)­jährig) noch stark an die Eltern gebunden und 
sie  befinden  sich  erst  seit  einigen  Wochen  in  der  Schweiz  (im 
Transitbereich des Flughafens), weshalb ihre Rückkehr nach Nepal keine 
Härten zur Folge hat, welche im Lichte von Art. 3 Abs. 1 der Konvention 
vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) zu 
beachten wären. 

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Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 
zumutbar.

7.6.  Schliesslich  obliegt  es  den  Beschwerdeführenden,  bei  der 
Beschaffung der für eine Rückkehr notwendigen Reisepapier mitzuwirken 
(vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG  und  dazu  auch  BVGE 2008/34  E. 12 
S. 513 – 515), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 
bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.7. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9. 
Bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  ist  das Gesuch  um  unentgeltliche 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen, da sich die 
Beschwerde  nach  dem Gesagten  als  aussichtslos  erweist,  weshalb  die 
Kosten  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG) 
und auf insgesamt Fr. 600.­ festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 
21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) sind. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Tu­Binh Truong

Versand: