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**Case Identifier:** b5fd1bb4-91ff-552d-abfe-c9422cda965d
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-06-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.06.2025 725 24 341 (725 2024 341)
**Docket/Reference:** 725 24 341
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-24-341_2025-06-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. Juni 2025 (725 24 341) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Andreas Blattner, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Claude Wyssmann, 
Rechtsanwalt und Notar, Schachenstrasse 34b, Postfach 368, 
4702 Oensingen 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ war als Betriebsinhaber bei der B.____ GmbH im Bereich 
Handel von Befestigungsmaterialien tätig und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfäl-
len versichert, als er am 22. März 2023 als Lenker eines Personenwagens in X.____ in einen 
Verkehrsunfall verwickelt war. Gemäss seinen Aussagen sei er bei einer auf grün geschalteten 
Ampel losgefahren, als von der linken Seite ein anderer Personenwagen in die linke vordere Seite 
seines Fahrzeugs geprallt sei. Er habe beim Aufprall wahrscheinlich den Kopf am Türfenster 

 

 
 
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angeschlagen und durch den Aufprall des Beckens bzw. der LWS am rechtseitigen Schalthebel 
unmittelbar nach dem Unfallereignis Schmerzen lumbal verspürt. Die Suva erbrachte die gesetz-
lichen Leistungen. Mit Verfügung vom 19. September 2023 stellte die Suva die Versicherungs-
leistungen mangels noch vorhandener Unfallfolgen per 22. September 2023 ein. Eine dagegen 
erhobene Einsprache wurde von der Suva mit Entscheid vom 10. Oktober 2024 abgewiesen.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Claude Wyss-
mann, mit Schreiben vom 11. November 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Land-
schaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Einspracheent-
scheid sei aufzuheben und es seien ihm über den 22. September 2022 hinaus die versicherten 
UV-Leistungen (Heilungskosten, Taggelder, eventuell Rente und Integritätsentschädigung) aus-
zurichten. Eventualiter sei die Beschwerdesache zur Einholung eines unabhängigen externen 
medizinischen Gutachtens sowie zu weiteren Abklärungen an die Suva zurückzuweisen. Sube-
ventualiter sei ein orthopädisches Gerichtsgutachten zur Unfallkausalität einzuholen. Des Weite-
ren wurde beantragt, es sei eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK durchzuführen.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 5. Dezember 2024 beantragte die Suva, die Beschwerde sei 
abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2024 sei zu bestätigen.  
 
D. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung wurde der Beschwerdeführer befragt. Auf 
seine Aussagen wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen. Der Rechtsvertre-
ter reichte einen aktuellen Behandlungsbericht von Dr. med. C.____ vom 22. Mai 2025 zu den 
Akten. Die Parteien hielten an ihren Rechtsbegehren und wesentlichen Begründungen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in Y.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde gegen den Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2024 zuständig. Auf die – im Übrigen 
frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2. Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für den Unfall vom 
22. März 2023 grundsätzlich anerkannt. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Suva ihre 
Leistungen zu Recht per 22. September 2023 eingestellt hat.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 % invalid ist und sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat. 
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam-
hafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann 
und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 
dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 
UVG). 
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis im Sinne einer Teilursache zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträch-
tigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 
eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 mit 
weiteren Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö-
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwen-
dende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
2.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifestiert bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach-
gewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 

 

 
 
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und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Mit dem Erreichen des 
Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden 
(SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125). Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder 
erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den 
Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die 
Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Demnach hat die versicherte Person bis zum 
Erreichen des Status quo sine vel ante auch Anspruch auf eine zweckgemässe Behandlung, 
welche operative Eingriffe umfassen kann (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2012, 
8C_956/2011, E. 4.2 mit Hinweisen). 
 
2.4 Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, die zuvor nicht bestanden, und ist 
davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) degenerativer Vorzu-
stand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer bis zum Erreichen 
des Status quo sine vel ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall 
stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125), und zwar selbst dann, 
wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum 
stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet unter Umständen, dass die 
versicherte Person Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung hat, die auch operative Ein-
griffe miteinschliesst, wenn diese im Gesamtkontext gesehen mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Schmerzen dient 
und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall bewirkten Be-
schwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig geworden (Urteil des 
Bundegerichts vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008). Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur 
Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung 
jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses 
von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3). 
 
3.1 Für die Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin – ist die Verwaltung bzw. das Gericht regelmässig auf Unterlagen 

 

 
 
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angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Das Gericht 
hat diese medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel 
– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu wür-
digen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von 
wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unter-
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf 
es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 
das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseiti-
gen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 
122 V 160 E. 1c). 
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach al-
leine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Berich-
ten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-
geholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind 
aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfol-
gerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4. In vorliegender Angelegenheit liegen im Wesentlichen folgende relevanten medizinischen 
Unterlagen vor:  
 
4.1 Dr. med. C.____, Leitende Ärztin Wirbelsäulenchirurgie, D.____-Spital, führt in ihrem 
Sprechstundenbericht vom 4. August 2023 folgende (Haupt-)Diagnosen an: 
 

1. Verkehrsunfall mit Seitenanprall von links in X.____ am 22.03.2023 
 - Kontusion Becken/LWS an Getriebeschalter, seither anhaltende Lumbalgien mit intermit-
  tierend ausstrahlender Schmerzsymptomatik dorsolateral in den Oberschenkel rechts- 
  seitig, nicht sicher dermatombegrenzt 
 - zur Zeit intakte Sensomotorik 
 - MRI LWS vom 28.03.2023: Im Vergleich zu Vor-MRI-Untersuchung der LWS vom  
  28.12.2012 regrediente sequestrierte Diskushernie LWK5/SWK1 mit residueller links 

 

 
 
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  mediolateraler Diskusprotrusion, welche leichtgradig die linke S1 -Wurzel verlagert, neue 
  flache zentrale Diskusextrusion LWK1/2 ohne Nervenwurzelkontakt. Keine Spinalkanal- 
  stenose, keine foraminale Stenose. Aktivierte Osteochondrose LWK4/5, geringer  
  LWK5/SWK1. Kein Ödem oder intramuskuläres Hämatom der autochthonen Rücken-  
  muskulatur oder des Musculus iliopsoas. 

 2. Anamnestisch lumboradikuläres Reizsyndrom L5/S1 
 - gemäss Patientenangabe gelegentlich symptomatisch. 
 

Dr. C.____ verweist darauf, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfallereignis an gele-
gentlich auftretetenden Lumbalgien gelitten habe. Klinisch zeige sich kein sensomotorisches De-
fizit. Die MRI-Untersuchung vom 28. März 2023 zeige als Vorbefund die regrediente sequestrierte 
Diskushernie LWK5/SWK1 mit noch leichtgradiger Auslenkung der Wurzel S1 sowie eine neue 
flache zentrale Diskusextrusion LWK 1/2 jedoch ohne Nervenwurzelkontakt. Die Schmerzen wür-
den jedoch eher tieflumbal angegeben und seien klinisch dort auch als Hauptschmerz vorhanden. 
Durch das Unfallereignis sei es wahrscheinlich zu einer Aktivierung der Osteochon-drosen 
LWK4/5 und LWK5/SWK1 gekommen, welche aktuell im Beschwerdegeschehen im Vordergrund 
stehen würden. Auch die MRI-Untersuchung zeige diesbezüglich Zeichen einer aktivierten Oste-
ochondrose. 
 
4.2 Dr. med. E.____, Facharzt für Orthopädie und Chirurgie, Suva Abteilung Versicherungs-
medizin, führt mit Bericht vom 6. September 2023 aus, dass degenerative Veränderungen der 
LWS bestehen würden, wie sie im MRI vom 28.03.2023 beschrieben würden. Im Vergleich zur 
Vor-MRI-Untersuchung der LWS vom 28.12.2012 zeige sich eine regrediente sequestrierte Dis-
kushernie LWK5/SWK1 mit residueller linksmediolateraler Diskusprotrusion, welche leichtgradig 
die linke S1-Wurzel verlagere, und eine neue flache zentrale Diskusextrusion LWK1/2 ohne Ner-
venwurzelkontakt. Keine Spinalkanalstenose, keine foraminale Stenose. Aktivierte Osteochond-
rose LWK4/5, geringer LWK5/SWK1. Kein Ödem oder intramuskuläres Hämatom der autochtho-
nen Rückenmuskulatur oder des Musculus iliopsoas. Eine frische traumatische strukturelle Lä-
sion sei nicht nachweisbar. Beim Unfall habe der Versicherte eine Prellung erlitten. Diese heile 
innert einigen Wochen ab, spätestens nach drei Monaten sei der Status quo sine erreicht worden. 
5.1 Die Suva stützt ihre Leistungseinstellung im Wesentlichen auf den Bericht von 
Dr. E.____ vom 6. September 2023, wonach spätestens nach drei Monaten der Status quo sine 
erreicht sei bzw. keine Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Der Beschwerdeführer bestreitet, 
dass sämtliche unfallkausalen Faktoren spätestens per 22. Juni bzw. per 22. September 2023 
weggefallen seien. Er wendet ein, ein Nachweis des nachträglichen Wegfalls eines leistungsbe-
gründenden Kausalzusammenhangs durch den Unfallversicherer fehle. Vielmehr würden sich 
aufgrund der Berichterstattung von Dr. C.____ vom 4. August 2023 Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Beurteilung ergeben.  
 
5.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt sich aus dem Bericht der behan-
delnden Ärztin Dr. C.____ vom 4. August 2023 nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. C.____ 
gelangt in ihrem Bericht im Wesentlichen zu den gleichen Feststellungen wie Dr. E.____. Sie hält 
fest, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfallereignis an gelegentlich auftretenden 

 

 
 
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Lumbalgien gelitten habe. Klinisch habe sich kein sensomotorisches Defizit gezeigt. Dr. C.____ 
geht davon aus, dass es wahrscheinlich zu einer Aktivierung der Osteochondrosen LWK 4/5 und 
LWK5/SWK1 gekommen sei. Diese Beschwerden würden im Vordergrund stehen. Entgegen der 
Behauptung in der Beschwerde äussert sich Dr. C.____ nicht zur Kausalität. Mit der Beschwer-
degegnerin ist vielmehr festzuhalten, dass eine Aktivierung der Osteochondrosen nur ein Auftre-
ten der Beschwerden umschreibt, nicht jedoch die Verursachung zusätzlicher struktureller Läsio-
nen. Solche strukturellen Läsionen werden von Dr. C.____ denn auch nirgends erwähnt und 
schon gar nicht nachgewiesen. Sie und der beratende Arzt gehen somit übereinstimmend von 
einer Aktivierung eines krankhaften Vorzustandes aus. Dass Dr. E.____ die Aktivierung als ledig-
lich vorübergehend betrachtet, wird durch die übrigen medizinischen Akten nicht in Frage gestellt. 
Vielmehr geht offenbar auch die behandelnde Ärztin von einer bloss vor-übergehenden Ver-
schlimmerung aus. Damit ergeben sich entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde aus dem 
Bericht von Dr. C.____ keine auch nur geringen Zweifel an der Stellungnahme von Dr. E.____.  
 
Damit haben die unfallbedingten Ursachen des geklagten Gesundheitsschadens ihre kausale 
Bedeutung verloren. In den Akten befinden sich keine anderslautenden medizinischen Berichte, 
weshalb die Beschwerdegegnerin auf die versicherungsinterne Aktenbeurteilung abstellen durfte. 
Im Übrigen ergeben sich auch aus dem anlässlich der heutigen Parteiverhandlung eingereichten 
Bericht von Dr. C.____ vom 22. Mai 2025 keine neuen Erkenntnisse. Die Notwendigkeit, ein ex-
ternes Gutachten in Auftrag zu geben, ist unter diesen Umständen nicht gegeben. 
 
5.3 Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann in vergleichbaren Fällen bei Dis-
kushernien bzw. posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien das Erreichen des Status 
quo sine nach drei bis vier Monaten erwartet werden (Urteile des Bundesgerichts vom 19. März 
2019, 8C_834/2018, E. 3.3 und vom 9. Mai 2018, 8C_13/2018, E. 3.3). Vorliegend sind keine 
Gründe ersichtlich, die dafür sprechen, dass der Status quo sine nach vier Monaten noch nicht 
erreicht war, weshalb die Leistungseinstellung per 22. September 2023, also sechs Monate nach 
dem Unfallereignis, nicht zu beanstanden ist. Demzufolge ist die vorliegende Beschwerde abzu-
weisen. 
 
6. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Verfahrens entspre-
chend nicht ausgerichtet (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). 
 
 
  

 

 
 
Seite 8    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.