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**Case Identifier:** 6e82a27d-5632-5534-9c16-11800fe8fe5d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.01.2019 UV 2017/48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-48_2019-01-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/48

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.01.2019

Entscheiddatum: 03.01.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 03.01.2019
Art. 4 ATSG: Verneinung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors im Sinne 
eines Verhebetraumas und einer unkoordinierten Bewegung in Bezug auf 
das Nachfassen nach einem Weinkarton.  Art. 6 UVG: Selbst bei Bejahung 
des Unfallbegriffs Verneinung einer weitergehenden Leistungspflicht 
(Verneinung einer unfallkausalen Diskushernie sowie einer unfallbedingten 
richtungsgebenden und vorübergehenden Verschlimmerung einer 
vorbestandenen Diskushernie) (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 3. Januar 2019, UV 2017/48). 

Entscheid vom 3. Januar 2019

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Katja Meili

             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/48

             

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Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Hochstrasser, Rain 41, 5000 Aarau,

 

gegen

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

 

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

 

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei 

der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen 

von Unfällen versichert. Am 12. Februar 2016 meldete die Arbeitgeberin, es habe der 

Versicherten am 26. November 2015 beim Hochheben von Getränken im Rücken 

gezwickt. Seit dem 10. Dezember 2015 besuche sie die Physiotherapie. Nach vier 

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Behandlungen sei der Schmerz schlimmer geworden. Eine MRI-Untersuchung vom 8. 

Februar 2016 habe nun die Notwendigkeit einer Operation ergeben (Suva-act. 1).

A.b  Mit Schreiben vom 16. Februar 2016 teilte die Suva der Versicherten mit, keine 

Versicherungsleistungen für die gemeldeten Rückenbeschwerden zu erbringen. Es 

liege weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung und auch keine 

Berufskrankheit vor (Suva-act. 2).

A.c  Die Versicherte entgegnete hierauf am 18. Februar 2016 telefonisch, dass die 

Arbeitgeberin das Ereignis vom 26. November 2015 falsch beschrieben habe (Suva-

act. 3), und reichte am 24. Februar 2016 eine schriftliche Sachverhaltsschilderung ein 

(Suva-act. 4).

A.d  Mit Schreiben vom 25. Februar 2016 gab die Suva der Versicherten die 

Durchführung weiterer Abklärungen bekannt (Suva-act. 5). Sie ersuchte gleichentags 

deren Hausarzt Dr. med. C.___, Arzt für Allgemeine Medizin, um Zustellung der 

radiologischen Untersuchungsbefunde (Suva-act. 6), am 29. Februar 2016 das 

Universitätsspital Zürich (nachfolgend: USZ) um Abgabe eines Berichts (Suva-act. 8) 

und am 24. März 2016 Dr. C.___ um Einreichung des Arztzeugnisses UVG (Suva-act. 

14). Inzwischen hatte dieser am 11. März 2016 den MRI-Untersuchungsbericht vom 8. 

Februar 2016 des Röntgeninstituts D.___, eingereicht (Suva-act. 12). Am 6. April 2016 

liess er der Suva den Unfallschein UVG mit einer seit dem 2. Februar 2016 

eingetragenen 100%igen Arbeitsunfähigkeit zukommen (Suva-act. 15). Am 16. März 

2016 war bei der Suva ausserdem ein Sprechstundenbericht von Dr. med. E.___, 

Oberarzt i.V. der Klinik für Neurochirurgie des USZ, vom 18. Februar 2016 mit der 

Diagnose lumboischialgiformes Schmerzsyndrom seit November 2015 mit/bei MRI 

LWS 8. Februar 2016: paramedianem Bandscheibenprolaps LWK5/SWK1 mit 

Kompression der Nervenwurzel S1 rechts eingegangen (Suva-act. 13). Mit Schreiben 

vom 19. April 2016 teilte die Suva der Versicherten mit, dass sie zum Ereignis vom 26. 

November 2015 noch nicht Stellung nehmen könne; es fehle immer noch das 

Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ (Suva-act. 18). Am 21. April 2016 reichte Dr. C.___ 

einen gleichentags verfassten Bericht sowie das Arztzeugnis UVG ein (Suva-act. 21 f.). 

Am 25. April 2016 ging bei der Suva ein Sprechstundenbericht von Dr. med. F.___, 

Oberarzt i.V. der Klinik für Neurochirurgie des USZ, vom 6. April 2016 ein, dem 

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insbesondere zu entnehmen war, dass bei der Versicherten am 25. Februar 2016 eine 

mikrochirurgische Fenestration und Sequesterektomie eines Bandscheibenvorfalls L5/

S1 rechts durchgeführt worden war (Suva-act. 20).

A.e  Am 26. April 2016 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. G.___, 

Facharzt für Chirurgie FMH, mit der Frage vor, ob anhand der vorliegenden 

medizinischen Berichte und des MRI-Untersuchungsberichts vom 8. Februar 2016 

noch von Unfallfolgen ausgegangen werden könne. Sie hielt ausserdem fest, dass sie 

den Schadenfall anfänglich als Lumbago abgelehnt, aufgrund der neuen 

Sachverhaltsbeschreibung der Versicherten jedoch nachträglich ein Unfallereignis 

anerkannt habe. Nun sei eine Operation geplant und der Schadenfall zur Prüfung des 

Status quo sine vel ante gesperrt. Dr. G.___ forderte die Suva auf, ihm den 

Operationsbericht und den Bericht der präoperativen Konsultation beim Operateur 

vorzulegen und fragte nach, ob tatsächlich erst ab dem 2. Februar 2016 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (Suva-act. 23). Am 12. Mai 2016 bestätigte die Suva 

gegenüber dem Kreisarzt letzteres und legte ihm den Operationsbericht von Dr. F.___ 

vom 25. Februar 2016 mit der Frage vor, ob anhand des Operationsberichts und des 

MRI-Untersuchungsberichts vom 8. Februar 2016 noch von Unfallfolgen ausgegangen 

werden könne (Suva-act. 25 f.). Am 7. Juni 2016 reichte der Kreisarzt seine ärztliche 

Beurteilung ein. Er betrachtete den Status quo sine ca. Ende Januar 2016 als erreicht 

und stellte fest, dass der operative Eingriff vom 25. Februar 2016 zulasten der 

Krankenkasse abzuwickeln sei (Suva-act. 31).

A.f  Gestützt auf diese Beurteilung stellte die Suva mit Verfügung vom 10. Juni 2016 

ihre Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) rückwirkend per 1. Februar 

2016 ein und hielt fest, dass die heute bestehenden Beschwerden nicht mehr 

unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. Der Zustand, wie er sich 

auch ohne den Unfall vom 26. November 2015 eingestellt hätte (Status quo sine), sei 

gemäss medizinischer Beurteilung spätestens am 1. Februar 2016 erreicht gewesen 

(Suva-act. 33).

 

B.   

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B.a  Gegen die Verfügung vom 10. Juni 2016 erhob die Dextra Rechtsschutz AG, 

Zürich, für die Versicherte am 3. Oktober 2016 Einsprache (Suva-act. 52) und reichte 

ausserdem eine am 30. September 2016 durch Dr. F.___ und Dr. med. H.___, Oberarzt, 

Facharzt für Neurochirurgie FMH, USZ, erstellte Kurzbegutachtung der kreisärztlichen 

Beurteilung von Dr. G.___ vom 7. Juni 2016 ein (Suva-act. 52).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 11. Mai 2017 wies die Suva die Einsprache ab 

(Suva-act. 58).

 

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 11. Mai 2017 erhob die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. U. 

Hochstrasser, Aarau, mit Eingabe vom 9. Juni 2017 Beschwerde mit folgenden 

Anträgen: In Gutheissung der Beschwerde sei der Einspracheentscheid vom 11. Mai 

2017 aufzuheben und seien weiterhin gesetzliche Leistungen zu erbringen; eventualiter 

sei ein gerichtliches Gutachten anzuordnen; eventualiter sei die Causa an die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zwecks weiterer Abklärungen zurückzuweisen, 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (act. 

G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 17. November 2017 (act. G 9) und Duplik vom 19. Dezember 2017 

(act. G 11) hielten die Verfahrensparteien an ihren Rechtsbegehren fest.

 

Erwägungen

 

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1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem der Streitigkeit ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zu Grunde liegt, die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

 

2.   

2.1  In formeller Hinsicht rügt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Er wirft der Beschwerdegegnerin vor, 

die ihr obliegende Begründungspflicht verletzt zu haben, indem sie sich im 

angefochtenen Einspracheentscheid nicht mit der Kurzbegutachtung von Dr. F.___ und 

Dr. H.___ vom 30. September 2016 auseinandergesetzt habe, welche eine klar 

differenzierte medizinische Betrachtungsweise des medizinischen Status der 

Beschwerdeführerin darstelle und die Beurteilung von Dr. G.___ als offensichtliche 

Fehleinschätzung veranschlage.

 

2.2  Einspracheentscheide sind gemäss Art. 52 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 820.1) zu begründen. Diese 

Pflicht des Versicherungsträgers folgt aus dem Anspruch der versicherten Person auf 

rechtliches Gehör gemäss Art. 42 ATSG (vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. 

Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 31 zu Art. 42). Dabei sind die Anforderungen an die 

Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls sowie der 

Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass 

der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. In diesem 

Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 

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Behörde leiten liess und auf die sich der Entscheid stützt. Je grösser der Spielraum ist, 

welcher der Behörde infolge Ermessens und unbestimmter Rechtsbegriffe eingeräumt 

ist, und je stärker ein Entscheid in die individuellen Rechte eingreift, desto höhere 

Anforderungen sind an dessen Begründung zu stellen (BGE 118 V 58, BGE 112 Ia 107 

E. 2b mit Hinweisen). Die Verwaltung darf sich nicht damit begnügen, die von der 

betroffenen Person vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu 

prüfen; sie hat ihre Überlegungen der betroffenen Person gegenüber auch namhaft zu 

machen und sich dabei ausdrücklich mit den Einwendungen auseinander zu setzen 

oder zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht 

berücksichtigen kann (BGE 124 V 180 E. 2b).

 

2.3  Die Beschwerdegegnerin zeigte in ihrem ablehnenden Einspracheentscheid ihre 

Überlegungen, von denen sie sich hinsichtlich der Frage des Vorliegens von kausalen 

Unfallfolgen nach dem Leistungseinstellungszeitpunkt per 1. Februar 2016 leiten liess, 

in zureichender Weise auf. Sie gab den Inhalt derjenigen ärztlichen Beurteilung wieder, 

auf welche sie sich bei der Kausalitätsfrage hauptsächlich abstützte (kreisärztliche 

Beurteilung von Dr. G.___ vom 7. Juni 2016 [Suva-act. 31]) und erklärte, inwiefern sie 

die kreisärztliche Beurteilung überzeuge (Suva-act. 58, Ziff. 3.b.). Der 

Einspracheentscheid umfasst im Weiteren theoretische Erwägungen zur 

Leistungsvoraussetzung der Kausalität zwischen Unfallereignis und 

Gesundheitsschädigung und weist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

bezüglich der Voraussetzungen einer traumatischen Bandscheibenschädigung bzw. 

Diskushernie hin. Entgegen der beschwerdeführenden Behauptung hat die 

Beschwerdegegnerin in Erwägung 3.b. des angefochtenen Einspracheentscheids zur 

Kurzbegutachtung von Dr. F.___ und Dr. H.___ vom 22. September 2016 (Suva-act. 52) 

Stellung genommen (Suva-act. 58, Ziff. 3.b). Anzufügen ist, dass den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin zu einem rechtlichen Einwand der beschwerdeführenden Partei 

lediglich ihre Überlegung dazu hinreichend entnommen werden können muss. 

Bezüglich Ausführlichkeit derselben bestehen keine konkreten Vorgaben. Es ist mithin 

nicht ersichtlich, inwiefern es der Beschwerdeführerin nicht ohne weiteres möglich 

gewesen wäre, den Einspracheentscheid sachgerecht anzufechten. Ein 

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Begründungsmangel bzw. eine Verletzung des Gehöranspruchs ist somit nicht 

ersichtlich.

 

3.   

In materieller Hinsicht steht fest, dass die Beschwerdegegnerin infolge des Ereignisses 

vom 26. November 2015 bis 31. Januar 2016 Leistungen für Heilbehandlung (im 

genannten Zeitraum bestand keine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin und 

damit auch kein Taggeldanspruch), ab 1. Februar 2016 jedoch keine 

Versicherungsleistungen mehr erbracht hat. Strittig und zu prüfen ist, ob der 

Beschwerdeführerin auch nach dem vorgenannten Zeitpunkt Leistungen aus der 

Unfallversicherung zustehen.

 

4.   

4.1  Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im 

Sinne von Art. 4 ATSG voraus. Als solcher gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Als weitere Voraussetzung der Leistungspflicht 

des Unfallversicherers ist sodann die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem 

Unfall und der feststellten Gesundheitsschädigung verlangt (Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 

129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE 

HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener somatischer Unfallfolgen 

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spielt jedoch die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen).

 

4.2  Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so 

entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst dann, wenn der Unfall nicht 

(mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn 

also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Ebenso 

wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 

jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; 

THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.). Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem 

durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen 

krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 2007, U 290/06). 

Von einer richtunggebenden Verschlimmerung spricht die Rechtsprechung nur dann, 

wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo ante noch der Status 

quo sine je wieder erreicht werden können (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54).

 

4.3  Im Rahmen der Prüfung der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es für 

die Bejahung eines natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die 

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fragliche gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 

UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des 

Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. 

Februar 2003, U 287/02, E. 4.4).

 

4.4 

4.4.1      Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Während bei der 

Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, demzufolge die 

versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten 

Wegfall der Kausalität die Unfallversicherung (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 117 V 264 E. 3b; 

RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54 f.).

 

4.4.2      Aus dem Sachverhalt (vgl. Bstb. A.a - A.e) ergibt sich, dass die 

Beschwerdegegnerin die Beschwerden der Beschwerdeführerin infolge des Ereignisses 

vom 26. November 2015 (nur) als Lumbago gewertet und in Bezug auf eine solche ihre 

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Leistungspflicht anerkannt und Versicherungsleistungen für Heilbehandlung erbracht 

hat. Taggelder wurden, wie bereits erwähnt, mangels einer Arbeitsunfähigkeit - eine 

solche wurde ärztlich erst ab 1. Februar 2016 bescheinigt (Suva-act. 7, 15, 22) - keine 

ausgerichtet. Mit einer Lumbago wird grundsätzlich nur ein Beschwerdebild definiert 

(Rücken- bzw. Kreuzschmerzen; vgl. dazu ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. 

München 2003, S. 1132; ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 860 ff.), bezüglich welchem erfahrungsgemäss von 

einem absehbaren Heilverlauf ausgegangen wird. Vor diesem Hintergrund hat die 

Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 10. Juni 2016 bzw. angefochtenem 

Einspracheentscheid die Versicherungsleistungen per 1. Februar 2016 mit der 

Begründung eingestellt, der Status quo sine sei, was die Unfallfolgen anbelange, 

erreicht. Angesichts der Ausführungen in Erwägung 4.4.1 trägt sie die Beweislast für 

den Nachweis des Dahinfallens der Lumbagobeschwerden.

 

4.4.3      Am 8. Februar 2016 wurde bei der Beschwerdeführerin ausserdem mittels MRI 

ein Bandscheibenvorfall L5/S1 mit nach kaudal umgeschlagenem Sequester mit 

Kompression der S1-Wurzel rechts (Suva-act. 12) erhoben, der am 25. Februar 2016 

operativ durch Dr. F.___ behandelt wurde (Suva-act. 25). Mit dem Bandscheibenvorfall 

war eine sichtbare strukturelle Läsion im Bereich des Rückens ausgewiesen. Nachdem 

die Beschwerdegegnerin von dieser Schädigung erfahren hatte, liess sie die Frage der 

Unfallkausalität durch ihren Kreisarzt Dr. G.___ abklären und lehnte gestützt auf dessen 

Beurteilung vom 7. Juni 2016 (Suva-act. 31) eine Leistungspflicht für die 

Heilbehandlung des Bandscheibenvorfalls von Grund auf ab. Sie anerkannte das 

Ereignis vom 26. November 2015 ausdrücklich weder als teilkausalen noch als einzigen 

kausalen Faktor für den Bandscheibenvorfall. Hinsichtlich der Frage, ob bezüglich der 

Bandscheibenproblematik ein Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 26. November 

2016 besteht, ist mithin die Beschwerdeführerin beweisbelastet.

 

4.5  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

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urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (KIESER, a.a.O., N 120 zu Art. 61; BGE 125 V 252 E. 3a; SVR 2010 IV Nr. 52, 

9C_125/2009, E. 3.3). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert einer ärztlichen Beurteilung ist 

grundsätzlich weder deren Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (RKUV 1991 Nr. U 133 

S. 312 E. 1b). Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Leistungsablehnung insbesondere 

auf die kreisärztlichen Beurteilung von Dr. G.___ vom 7. Juni 2016 (Suva-act. 31). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts 

vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Der Umstand, dass Dr. G.___ seine 

Beurteilung aufgrund der Akten abgegeben und die Beschwerdeführerin nicht selbst 

untersucht hat, steht ihrem Beweiswert gleichfalls nicht entgegen (RKUV 1988 Nr. U 56 

S. 370 E. 5b)

 

5.   

5.1  Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 10. Juni 2016 (Suva-act. 

33) und angefochtenem Einspracheentscheid vom 11. Mai 2017 (Suva-act. 58) ihre 

Leistungspflicht bezüglich des Ereignisses vom 26. November 2015 grundsätzlich 

anerkannt (vgl. dazu auch Suva-act. 23) und auch entsprechende 

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Versicherungsleistungen (Heilbehandlung) erbracht hat, stellt sie in diesem Verfahren 

erstmals das Bestehen eines Unfallereignisses in Frage, verbindet damit jedoch keine 

Rückforderung der bisher bezahlten Aufwendungen.

 

5.2  Die Verneinung eines Leistungsanspruchs unter Anführung einer neuen bzw. 

weiteren rechtlichen Begründung ist materiell-rechtlich soweit zulässig, als dadurch - 

wie im konkreten Fall - das Dispositiv nicht abgeändert wird (vgl. dazu BGE 130 V 380). 

Dies ergibt sich aus dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Prinzip der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen, wonach die entscheidende Behörde auf einen 

festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden hat, den sie als zutreffend 

ansieht und ihm auch die Auslegung geben muss, von der sie überzeugt ist. Die 

entscheidende Behörde hat sich demzufolge mit allen rechtlich zutreffenden 

Begründungen einer Leistungszusprechung bzw. -abweisung auseinanderzusetzen 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juli 2010, 9C_303/2010, E. 4.3). Von einer 

rechtsmissbräuchlichen Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin kann demnach nicht 

gesprochen werden. Formell-rechtlich liegt sodann keine Gehörsverletzung vor. Die 

Beschwerdeführerin hatte die Möglichkeit, sich in der Replik vom 17. November 2017 

(act. G 9) vor dem Versicherungsgericht - welches sowohl den Sachverhalt wie die 

Rechtslage frei prüfen kann (vgl. Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]; KIESER, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 42; vgl. 

dazu auch ZAK 1990, 396 E. 2) - zur Frage des Vorliegens eines Unfallereignisses zu 

äussern.

 

5.3  Streitig und zu prüfen ist mithin im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin zu 

Recht keine weiteren Leistungen als die bis 31. Januar 2016 gewährte Heilbehandlung 

mit der Begründung erbracht hat, das Ereignis vom 26. November 2015 sei weder als 

Unfall zu qualifizieren noch liege eine unfallähnliche Körperschädigung vor. Liegt kein 

Unfall vor, fällt sowohl eine weiterdauernde Leistungspflicht im Zusammenhang mit der 

Lumbago als auch mit dem Bandscheibenvorfall ausser Betracht.

 

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6.   

6.1  Das Unfallbegriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nach Art. 4 ATSG (vgl. Erwägung 

4.1) bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor 

selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere 

Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ein 

äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit 

Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten 

Bewegung bestehen. So kann der Körper als Ganzes in Bewegung kommen, indem er 

- z. B. bei einem Sturz - auf harter Unterlage aufschlägt und Schaden nimmt. Der 

äussere und der ungewöhnliche Faktor sind hier ohne weiteres gegeben. Dies trifft 

auch zu, wenn sich, wie beim Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren eines Sturzes, bloss 

einzelne Körperteile bewegen und in Verbindung mit einem in der Aussenwelt 

liegenden Umstand zur gesundheitlichen Störung führen. Freilich tritt schon bei einer 

normalen Bewegung des Körpers, wie beispielsweise beim normalen Aufstehen aus 

der tiefen Hocke, eine sinnfällige Veränderung der Aussenwelt ein. Dieser äussere 

Faktor ist aber nicht zugleich ein ungewöhnlicher Faktor; denn die Bewegung des 

Körpers ist, äusserlich betrachtet, normal verlaufen, also nicht durch eine in der 

Aussenwelt begründet Ursache - z.B. Ausrutschen wegen einer glitschigen Unterlage - 

in ihrem Ablauf gestört worden. Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt. Unter unkoordinierten 

Bewegungen versteht man also nur körperliche Bewegungen, die in ihrem Ablauf durch 

etwas Programmwidriges, durch etwas Sinnfälliges, d.h. durch einen ungewöhnlichen 

Faktor, gestört werden, so dass einzelne Muskeln oder Muskelgruppen übermässig 

beansprucht werden; daraus können Muskel- und Sehnenschäden, ja selbst 

Knochenbrüche resultieren (ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 40 f.; RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b). 

Weiter bejaht die Rechtsprechung das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren 

Faktors dann, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz 

ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer, gelegentlich als Verhebetrauma 

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bezeichneten, Schädigung führt. Es muss jedoch von Fall zu Fall geprüft werden, ob 

die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche 

Gewöhnung der betreffend Person ausserordentlich war (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; 

RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2).

 

6.2  Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken und die 

erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheit, insbesondere von 

vorbestandenen degenerativen Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines 

durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten können (z.B. Diskushernien), 

unterliegt der Nachweis eines Unfalls insofern strengen Anforderungen, als die 

unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders "sinnfälligen" Umständen 

gesetzt worden sein muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in 

einer äusseren wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte 

Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.3 mit Hinweisen).

 

6.3  Folgende, in Art. 9 Abs. 2 UVV abschliessend aufgeführte Körperschädigungen 

sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration 

zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen 

gleichgestellt: Knochenbrüche; Verrenkungen der Gelenke; Meniskusrisse; Muskelrisse; 

Muskelzerrungen; Sehnenrisse; Bandläsionen und Trommelfellverletzungen. Wie die 

Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 19. Dezember 2017 (act. G 11) zutreffend 

ausgeführt hat, gehören eine Lumbago und eine Diskushernie nicht zum Kreis der 

unfallähnlichen Schädigungen, womit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 

unter diesem Titel ausser Betracht fällt (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 40).

 

7.   

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7.1  Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen 

Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis 

zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue 

und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund 

derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses 

ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es 

dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt 

sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann 

aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; LOCHER/ 

GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 2 ff., N. 20; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 29; RKUV 

1990 Nr. U 86 S. 50). Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu 

LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58 f.).

 

7.2  Hinsichtlich des Hergangs des Ereignisses stellte die Beschwerdegegnerin - 

abgesehen vom sich Wiederfinden auf dem Hosenboden - auf die Ereignisschilderung 

der Beschwerdeführerin vom 24. Februar 2016 ab (siehe Suva-act. 4). Angesichts 

dessen, dass es sich dabei um die erste persönliche und ausführliche 

Ereignisschilderung durch die Beschwerdeführerin handelt, die Schadenmeldung UVG 

vom 12. Februar 2016 (Suva-act. 1) bzw. die darin enthaltene Sachverhaltsschilderung 

demgegenüber von der Arbeitgeberin eingereicht bzw. verfasst worden ist, erscheint 

dies gerechtfertigt. Es sind keine grundlegenden Widersprüche oder unrealistischen 

Aussagen zum Unfallhergang erkennbar, welche berechtigte Zweifel an der 

vorgenannten Ereignisschilderung der Beschwerdeführerin zu begründen vermöchten. 

Die Sachverhaltsschilderung enthält zwar ergänzende Elemente, die jedoch - soweit 

erkennbar und von der Beschwerdeführerin geltend gemacht - zur Vervollständigung 

bzw. Richtigstellung der Sachverhaltsschilderung der Arbeitgeberin erfolgt sind. 

Unstreitig ist, dass ein Sturz einen Unfalltatbestand im Sinn von Art. 4 ATSG darstellt 

und ein solcher angesichts der Schilderung der Beschwerdeführerin, sie habe sich auf 

dem Hosenboden wiedergefunden, nachdem sie zuvor offensichtlich gestanden ist, 

nicht ohne Weiteres von der Hand gewiesen werden kann. Die Beschwerdegegnerin 

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legt jedoch schlüssig dar, dass das von der Beschwerdeführerin beschriebene sich auf 

dem Hosenboden wiederfinden offensichtlich als Folge des "Knackses", d.h. des 

schmerzauslösenden Ereignisses, zu verstehen ist und der Sturz damit nicht ursächlich 

für die Körperschädigung war. Der beschriebene Sturz kann mithin nachfolgend nicht 

als äusserer Faktor berücksichtigt werden. Sachverhaltsmässig ist weiter festzustellen, 

dass von der Beschwerdeführerin ein Unfallereignis im Sinne eines Verhebetraumas 

oder einer unkoordinierten Bewegung nicht in Hinsicht auf das Heben von zwei 

Weinkartons mit je sechs Flaschen geltend gemacht wird. Den beschriebenen 

"Knacks" im Rücken verspürte sie, als der Weinkarton herunter zu fallen drohte und sie 

diesen aufzufangen versuchte (Suva-act. 4).

 

7.3  Auszuschliessen ist zunächst eine Ungewöhnlichkeit in Bezug auf den 

Kraftaufwand, den die Beschwerdeführerin beim Auffangen des Weinkartons, der 

herunter zu fallen drohte, aufwenden musste. Die höchstrichterliche Rechtsprechung 

orientiert sich hier insbesondere an Gewichten, welche von konkreten Personen unter 

bestimmten Umständen getragen werden können. Ein Weinkarton mit sechs Flaschen 

wiegt je nach Grösse der Flaschen (0.5 - 1.5 l) zwischen ca. 5.5 und 15.5 kg (https://

www.post.ch/-/media/post/gk/dokumente/merkblatt-vinolog.pdf?la=de, abgerufen am 

7. Dezember 2018). In Fällen, in welchen das höchste Gericht eine den Unfallbegriff 

erfüllende Überanstrengung verneint hat, waren die zu hebenden Lasten zwischen 50 

und 100 kg schwer und lagen damit deutlich über dem Gewicht eines Weinkartons (vgl. 

Urteil des EVG vom 9. Oktober 2003, U 360/02, E. 3.4 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 

des Bundesgerichts vom 11. Januar 2010, 8C_1029/2009, E. 2.1, und 25. August 2011, 

8C_246/2011, E. 4.4.). Angesichts dieser Kasuistik fällt demnach beim Greifen nach 

einem Weinkarton ein Unfallereignis ausser Betracht. Denn selbst wenn beide Kartons 

hätten aufgefangen werden müssen, hätte das Gewicht maximal nur rund 30 kg 

betragen, was im Vergleich zu den obigen Sachverhalten zu wenig ist. Im konkreten 

Fall ist also von einem geringen Gewicht auszugehen, bei welchem die fragliche 

Körperbewegung als mit einer normalen Belastung verbunden betrachtet werden muss 

(MAURER, a.a.O., S. 178 N 359).

 

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7.4  Ebenso zu verneinen ist ein ungewöhnlicher äusserer Faktor im Sinne einer 

unkoordinierten Bewegung (vgl. Erwägung 6.1). Laut höchstrichterlicher 

Rechtsprechung gilt eine - wie von der Beschwerdeführerin ausgeführte - 

Nachfassbewegung als normale Bewegung des Körpers (vgl. Erwägung 6.1), die nicht 

in besonderer, einem Ausgleiten oder einem Sturz vergleichbarer Weise geeignet ist, zu 

einer unphysiologischen Belastung einzelner Sehnen, Muskeln, Bänder und Gelenke zu 

führen (vgl. Urteile des EVG vom 10. Januar 2003, U 385/01, E. 2, und vom 30. August 

2001, U 277/99, E. 3c). Das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors ist auch 

nicht deshalb zu bejahen, weil die Bewegung - wie von der Beschwerdeführerin 

beschrieben - unfreiwillig aus einem Reflex heraus ausgeführt wurde (Urteil des EVG 

vom 30. August 2001, U 277/99, E. 3e). In vergleichbaren Fällen hat das EVG das 

Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors verneint, so beim reflexartigen 

Auffangen eines weggekippten Einkaufwagens (Urteil vom 21. März 2006, U 222/05, E. 

3.2), beim reflexartigen Greifen nach einem 100 kg schweren Gusseisenradiator, der 

beim zu zweit ausgeführten Transport wegzugleiten drohte (Urteil vom 12. April 2000, U 

110/99, E. 3), beim Wiederherstellen des Gleichgewichts durch eine heftige 

Handbewegung anlässlich des Transports einer 100 bis 150 kg schweren Türe, beim 

Heben eines ca. 60 kg wiegenden Papierstapels und reflexartigen Nachfassen, als 

dieser in sich zusammenzufallen drohte, und beim ruckartigen An-sich-nehmen eines 

von einem fahrbaren Wagenheber herunterzufallen drohenden Motors mit einem 

Gewicht von ca. 80 kg (siehe zu diesen Beispielen das Urteil vom 23. Mai 2006, U 

144/06, E. 2.2 mit Hinweisen auf SUVA-Jahresberichte). Auch im Fall einer versicherten 

Person, die vorgeschnellt war und reflexartig mit einer Armbewegung versucht hatte, 

einen auf einem unvermittelt wegzukippen drohenden Transportroller stehenden 

Oleander in die Senkrechte zu reissen, hatte das EVG gleich entschieden (Urteil vom 

23. Mai 2006, U 144, 06, E. 2.2). Ebenso verneinte das Bundesgericht die 

Ungewöhnlichkeit einer reflexartigen Bewegung, mit welcher eine versicherte Person 

einen sich ruckartig lösenden, ca. 25 kg schweren Harass aus einem Regal 

herausgezogen hatte (Urteil vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 6.2). Das Auftreten 

von Schmerzen als solches ist kein äusserer (schädigender) Faktor im Sinne der 

Rechtsprechung (vgl. BGE 129 V 470 E. 4.2.1). Die Beschwerdeführerin beschreibt 

sodann eine beim Auffangen gebückte Körperhaltung und ungewöhnlich starke 

Verdrehung (Suva-act. 4). Es kann zwar bedeutsam sein, ob sich jemand in einer 

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ungewohnten Stellung anstrengt (vgl. MAURER, a.a.O., S. 178). Das Heben von und 

damit auch das Nachfassen nach Gewichten von einigen Kilogramm - oft auch in 

unergonomischen Haltungen - gehört jedoch für Erwachsene zu den alltäglichen 

Handlungen, unabhängig davon, ob sie beruflich regelmässig Lasten heben bzw. 

tragen müssen. Ein gebückter Rücken führt nicht bereits zu einer unphysiologischen, 

programmwidrigen Beanspruchung desselben im Sinne eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors. Inwiefern vorliegend eine stärkere Einwirkung stattgefunden haben 

könnte, ist nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen. Was schliesslich die beschriebene Verdrehung angeht, ist zu sagen, 

dass Verdrehungen mit dem Rücken an sich nichts Programmwidriges anhaftet. Es 

handelt sich dabei um normale Bewegungen, die mit dem Körper ausgeführt werden 

können (vgl. BGE 129 V 466 E. 4.1). Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen 

Bewegungsablauf Verdrehungen oder ein gewisser Zug in eine Richtung von Sehnen, 

Muskeln, Bändern und Gelenken nichts Aussergewöhnliches darstellen, sondern die 

genannten beweglichen Bestandteile des Körpers gerade ein normales und 

verletzungsfreies Funktionieren im täglichen Leben bzw. verschiedenste Bewegungen 

und Drehungen und dergleichen mehr - durchaus auch verbunden mit einer 

Krafteinwirkung - gewährleisten. Verdrehungen können sich zwar durch verschiedenste 

Schweregrade auszeichnen, können aber durchaus auch geringfügig sein oder nur 

einem unfallähnlichen Ereignis ohne Programmwidrigkeit im Sinne eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors entsprechen. Bei der von der Beschwerdeführerin 

als "ungewöhnlich stark" beschriebenen Verdrehung handelt es sich um eine reine 

Eigenbewertung. Dass im konkreten Fall eine Verdrehung in der Wirkungsstärke eines 

Unfalls stattgefunden hätte, kann allein mit der Formulierung bzw. Wortwahl der 

Beschwerdeführerin nicht als überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen gelten.

 

8.   

8.1  Selbst wenn man zugunsten der Beschwerdeführerin von einem Unfallereignis am 

26. November 2015 ausginge, wäre ein Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin 

über den 31. Januar 2016 hinaus zu verneinen. Aus den medizinischen Akten geht 

eindeutig hervor, dass mit den Heilbehandlungen ab dem 

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Leistungseinstellungszeitpunkt vom 1. Februar 2016 insbesondere die Heilung des am 

8. Februar 2016 erhobenen Bandscheibenvorfalls LWK5/SWK1 mit Kompression der 

Nervenwurzel S1 rechts angestrebt wurde, welche die durch Dr. F.___ am 25. Februar 

2016 durchgeführte mikrochirurgische Fenestration L5/S1 rechts und 

Sequesterektomie beinhaltete. Der Bandscheibenvorfall war auch verantwortlich für die 

ab dem 1. Februar 2016 attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Suva-act. 13, 21, 

25).

 

8.2  Im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht es einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien (vgl. zu diesem Begriff ALFRED 

M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. S. 778 ff. und 878 ff.) 

bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen. Ein Unfall im 

Rechtssinne (Art. 4 ATSG) kann nur ausnahmsweise als eigentliche Ursache in Betracht 

fallen. Voraussetzung ist, dass das fragliche Ereignis von besonderer Schwere und 

geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome 

der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit 

sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. In solchen Fällen hat die Unfallversicherung 

praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukommen (RKUV 2000 

Nr. U 379 S. 193, E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, 

E. 3.1, und vom 18. Februar 2002, U 459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen der Suva 

Nr. 68 [1995], S. 17). Eine gesunde Bandscheibe ist derart widerstandsfähig, dass unter 

Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe verletzt 

würde. Im medizinischen Versuch konnte die isolierte Verletzung einer Bandscheibe 

durch einen Unfall lediglich bei rein axialer Belastung der Wirbelsäule, nicht aber bei 

Rotations-, Hyperextensions- oder Hyperflexionsbewegungen herbeigeführt werden 

(Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, mit Hinweis auf GÜNTER G. 

MOLLOWITZ [Hrsg.], Der Unfallmann, Berlin/Heidelberg 1993, S. 164 ff.).

 

8.3  Aus der Zeit des Unfallereignisses vom 26. November 2015 liegen keine 

beweiskräftigen bildgebenden Unterlagen vor, welche den genauen Zeitpunkt der 

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tatsächlichen Entstehung der anlässlich der MRI-Untersuchung vom 8. Februar 2016 

festgestellten Diskushernie der Beschwerdeführerin belegen würde. Die Feststellung 

von Dr. G.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 7. Juni 2016 (Suva-act. 31), der 

Bandscheibenvorfall der Beschwerdeführerin habe sich erst anfangs Februar 2016, 

also nach dem Ereignis vom 26. November 2015, ereignet, was gegen eine 

vorbestehende Diskushernie sprechen würde, lässt sich nicht ohne weiteres 

nachvollziehen. Die chronische Wirbelsäulendegeneration ist ein laufender Prozess, der 

unmerklich schleichend, aber auch unvermittelt und schlagartig, kompliziert werden 

kann (vgl. dazu A. DEBRUNNER, a.a.O., S. 860 f.; S. 878). Insofern lässt sich nicht 

ausschliessen, dass bei der Beschwerdeführerin nicht bereits vor dem Ereignis vom 26. 

November 2015 eine vorbestehende, wenn auch symptomlose Diskushernie, 

vorhanden gewesen ist.

 

8.4  Mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen ist 

jedoch - den in Erwägung 8.2 dargelegten medizinischen Erfahrungstatsachen folgend 

- eine direkt durch den Unfall verursachte Diskushernie. Eine besonders schwere 

Krafteinwirkung auf die Wirbelsäule, die geeignet gewesen wäre, eine Diskushernie zu 

verursachen, ist in Bezug auf die Ereignisschilderung der Beschwerdeführerin vom 24. 

Februar 2016 (Suva-act. 4) nicht erkennbar. Nicht ersichtlich ist ausserdem, dass beim 

Ereignis eine axiale Belastung auf die Wirbelsäule der Beschwerdeführerin gewirkt 

hätte. Von entscheidender Bedeutung für die Verneinung einer direkt durch den Unfall 

verursachten Diskushernie ist sodann insbesondere der von Dr. G.___ in seiner 

ärztlichen Beurteilung vom 7. Juni 2016 (Suva-act. 31) angesprochene zeitliche Ablauf. 

Demnach kann im Regelfall eine erst in zeitlichem Abstand zum Unfall diagnostizierte 

Diskushernie nicht die Folge des Unfalls sein, sondern stellt eine eigenständige, d.h. 

unfallunabhängige degenerative Gesundheitsschädigung dar. Dr. G.___ hält zutreffend 

fest, dass die Beschwerdeführerin initial nach dem Ereignis vom 26. November 2015 

keine ärztliche Behandlung in Anspruch genommen habe. Eine Erstbehandlung fand 

erstmals bei Dr. C.___ am 25. Januar 2016 statt. Dieser erhob als Befunde 

insbesondere eine frei bewegliche LWS, diagnostizierte eine - mit dem beschriebenen 

Unfallereignis sehr gut zu vereinbarende (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 856 f.) - 

Lumbago und erachtete eine radiologische Untersuchung aufgrund der erhobenen 

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Befunde offensichtlich - wie von Dr. G.___ ebenfalls richtig bemerkt - nicht als 

notwendig (Suva-act. 22). Laut Schreiben von Dr. C.___ vom 21. April 2016 hatte ihn 

die Beschwerdeführerin zwar am 10. Dezember 2015 um eine 

Physiotherapieverordnung wegen eines eingeklemmten Nervs ersucht, dies jedoch nur 

telefonisch und ohne den Wunsch weiterer Abklärungen (Suva-act. 21). Bezüglich der 

Erstbehandlung vom 25. Januar 2016 schrieb Dr. C.___ zudem, dass er die 

Rückenschmerzen der Beschwerdeführerin mit einer Schmerzspritze behandelt habe, 

die Beschwerdeführerin nicht einmal ein Trauma angegeben und eine empfohlene 

Arbeits¬unfähigkeit für eine empfohlene muskelrelaxierende Behandlung abgelehnt 

habe. Am 29. Januar 2016 habe sie sodann telefonisch mitgeteilt, dass es ihr schon 

besser ginge. Am 1. Februar 2016 habe ihn die Beschwerdeführerin über eine 

Zustandsverschlechterung und eine Arbeitsunfähigkeit orientiert. Sie habe ihn am 2. 

Februar 2016 konsultiert, wobei er ihr eine weitere Schmerzspritze verabreicht habe. 

Ab dem 1. Februar 2016 habe auch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (vgl. 

auch Suva-act. 15). Erst die vorgenannte Zustandsverschlechterung bzw. 

Arbeitsunfähigkeit lässt eine Diskushernienproblematik mit neurologischen 

Komplikationen bzw. einer Nervenkompression erkennen. Entsprechend hielt Dr. C.___ 

in seinem Schreiben vom 21. April 2016 fest, dass nun die Planung eines MRI wegen 

neurologischer Defizite im rechten Bein, welche vorher nicht bestanden hätten, erfolgt 

sei (Suva-act. 21). Ein übereinstimmender Sachverhalt ist dem Sprechstundenbericht 

von Dr. E.___ vom 18. Februar 2016 zu entnehmen (Suva-act. 13). Die 

Beschwerdeführerin hatte Dr. E.___ an diesem Tag konsultiert. Laut der Anamnese 

hatte sie ihm mitgeteilt, dass sie weiterhin an starken Schmerzen lumbal mit 

Ausstrahlung ins Gesäss rechts und intermittierend in das rechts dorsale Bein hinunter 

leide. Die Schmerzen hätten im November 2015 angefangen. Seit mehr als zwei 

Wochen seien zusätzlich Kribbelparästhesien und Taubheitsgefühle im Fuss in den 

Digiti 2-4 aufgetreten. Beim Laufen bemerke sie ein deutliches Hinken und eine 

Schwäche im rechten Bein. Wegen der Schmerzen sei sie seit 1. Februar 2016 

arbeitsunfähig. Auch wenn Dr. E.___ weiter schreibt, die Beschwerdeführerin toleriere 

die starken Schmerzen schon seit November, und die Beschwerdeführerin in der 

Ereignisschilderung vom 24. Februar 2016 erklärte, sie sei eine sehr zähe Natur und 

habe trotz immer stärker werdender Schmerzen weitergearbeitet (Suva-act. 4), ist - wie 

von Dr. G.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 7. Juni 2016 festgestellt - dennoch 

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von erstmals anfangs Februar 2016, d.h. im Leistungseinstellungszeitpunkt, 

aufgetretenen neurologischen Ausfällen, welche eine operative Behandlung der 

Diskushernie erforderlich machten und zu einer Arbeitsunfähigkeit führten, auszugehen. 

In der lumboradikulären Schmerzausstrahlung ist zwar - wie vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 9. Juni 2017 zutreffend bemerkt (act. G 1) 

- die klinische Manifestation des Bandscheibenvorfalls L5/S1 rechts zu sehen, womit 

das typische Bild einer Diskushernie komplettiert ist (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 

880 f.). Eine Unfallbedingtheit derselben ist damit jedoch bei Betrachtung des 

gesamten Sachverhalts eben nicht ausgewiesen. Eine primäre traumatische 

Diskushernie hätte sich, wie bereits erwähnt, durch eine plötzliche, akute 

Beschwerdesymptomatik (vertrebrales oder radikuläres Syndrom mit sofortiger 

Arbeitsunfähigkeit) unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis bemerkbar gemacht.

 

8.5  Hat der Unfall keine Diskushernie verursacht, kann eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin für eine Bandscheibenoperation nur bejaht werden, wenn es 

durch den Unfall zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung einer vorbestehenden 

degenerativen Diskushernie gekommen ist, wenn und soweit also durch den Unfall eine 

Diskushernie früher oder beschleunigt zur Entwicklung gebracht wurde. Denn im Falle 

einer (nur) vorübergehenden Verschlimmerung eines vorbestehenden 

Bandscheibenvorfalls ist eine Leistungspflicht für eine Bandscheibenoperation und die 

nachfolgende Arbeitsunfähigkeit unabhängig davon, ob die Beschwerden des durch 

den Unfall aktivierten Bandscheibenvorfalls im Zeitpunkt der Sequesterektomie noch 

andauerten, zu verneinen, weil der Eingriff der Behebung der Ursache selbst, d.h. des 

degenerativ bedingten Bandscheibenvorfalls dient (vgl. Urteil des EVG vom 20. 

September 2001, U 379/00, E. 6c; Urteil des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 30. 

Juni 2004, UV 2003/51, E. 4.b, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch, Dienstleistungen, 

Rechtsprechung, Versicherungsgericht).

 

8.6  Bezüglich der Frage, ob sich eine vorbestehende Diskushernie richtungsgebend, 

mithin dauernd, unfallbedingt verschlimmert hat, gelten dieselben Kriterien wie für eine 

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unfallbedingte Diskushernie, was auch hier dazu führt, dass eine Unfallkausalität nur 

ausnahmsweise und insbesondere nur dann in Frage kommt, wenn der Unfall auch 

geeignet gewesen wäre, eine gesunde Bandscheibe zu verletzen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Februar 2012, 8C_902/2011, E. 2 mit Hinweisen; Urteil des 

EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, teilweise publiziert in AJP 2006 S. 877 ff., und 13. 

Juni 2005, U 441/04, E. 3.1). Eine allfällige richtungsgebende Verschlimmerung muss 

radiologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben. 

Konkret ist ein radiologischer Nachweis erbracht, wenn die Radioskopie ein plötzliches 

Zusammensinken der Wirbel und das Auftreten bzw. die Vergrösserung von 

Randzacken nach einem Trauma aufzeigt (Urteile des Bundesgerichts vom 22. Juli 

2016, 8C_285/2016, E. 6.4.3, und 25. April 2012, 8C_237/2012, E. 4.2.4; Urteil des EVG 

vom 25. November 2004, U 107/04, E. 4.1; RKUV 2000 Nr. 363 S. 46 f. E. 3a mit 

Hinweisen). Wie in Erwägung 8.5 dargelegt, ist weder von einem Unfall von besonderer 

Schwere auszugehen noch sind angesichts des zeitlichen Ablaufs unfallnahe 

Radikulopathien und eine sofortige Arbeitsunfähigkeit nachgewiesen. Ausgehend von 

einer vorbestandenen Diskushernie wäre zwar von einer bedeutsamen 

Verschlimmerung im Zeitpunkt der Leistungseinstellung auszugehen, nicht jedoch von 

einer solchen im Zeitpunkt des geltend gemachten Ereignisses vom 26. November 

2015.

 

8.7  Dr. F.___ und Dr. H.___, welche die Beurteilung von Dr. G.___ vom 7. Juni 2016 

(Suva-act. 31) in ihrer Kurz-Begutachtung vom 30. September 2016 (Suva-act. 52) als 

Fehleinschätzung bezeichnen, vermögen mit ihren Ausführungen nicht zu überzeugen. 

Dr. F.___ und Dr. H.___ stellen zunächst entscheidende sachverhaltliche Grundlagen 

ungenau dar. Die anamnestische Aussage im Sprechstundenbericht von Dr. E.___ vom 

18. Februar 2016 - die Patientin berichte weiterhin, an starken Schmerzen lumbal mit 

Ausstrahlung ins Gesäss rechts und intermittierend in das rechts dorsale Bein hinunter 

zu leiden - kann nicht dahingehend ausgelegt werden, die neurologische Symptomatik 

habe bereits vor dem 1. Februar 2016 bestanden. Ausgesagt wird damit nur, dass die 

Beschwerdeführerin seit November 2015 Schmerzen gehabt und die vorgenannte 

Symptomatik am Tag der Sprechstunde, d.h. am 18. Februar 2016, bestanden hat. 

Hinsichtlich der neurologischen Symptomatik wird sodann konkret ausgesagt, diese sei 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/27

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vor mehr als zwei Wochen aufgetreten, was einem Beginn ungefähr am 1. Februar 

2016 (Leistungseinstellungszeitpunkt) entspricht. Ebenfalls unpräzise sprechen die 

Ärzte von der Tatsache, dass bereits seit November, nach dem stattgehabten Trauma, 

ausstrahlende Schmerzen aufgetreten seien. Wie in Erwägung 8.5 dargelegt, sind 

ausstrahlende Schmerzen erst ab Anfang Februar 2016 aktenkundig, womit die 

Schlussfolgerung von Dr. F.___ und Dr. H.___ - die ausstrahlenden Schmerzen liessen 

sich nicht mit einem Bandscheibenvorfall mit Erstmanifestation Anfang Februar 

vereinbaren - nicht überzeugt. Die Aussage der beiden Ärzte - die Zunahme der 

Schmerzintensität im Verlauf sowie das Hinzukommen zusätzlicher neurologischer 

Symptome seien sicherlich nicht als Erstmanifestation des Bandscheibenvorfalls zu 

sehen, sondern vielmehr als eine Verschlechterung der Beschwerdesymptomatik - 

erscheint zwar angesichts der Feststellung in Erwägung 8.4, dass eine vorbestehende 

Diskushernie nicht ohne weiteres in Abrede gestellt werden kann, nicht zum Vornherein 

unzutreffend. Keine Unfallkausalität der Beschwerdesymptomatik lässt sich indessen 

aus ihrem Hinweis ableiten, die Beschwerdesymptomatik habe sich in zeitlichem 

Zusammenhang mit dem Traumaereignis manifestiert. Die zeitliche Einordnung einer 

Gesundheitsschädigung nach einem Ereignis besitzt allein keine wissenschaftlich 

genügende Erklärungskraft (vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2015, N 69 zu Art. 4 ATSG; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [= Beweisführung nach der 

Formel "post hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 

7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Keine Klarheit hinsichtlich der 

von Dr. F.___ und Dr. H.___ offensichtlich vertretenen Kausalität zwischen dem Ereignis 

vom 26. November 2015 und der Bandscheibenproblematik ab dem 1. Februar 2016 

bringen auch deren weitere Ausführungen, Bandscheibenvorfälle seien in den meisten 

Fällen als nicht traumatisch zu werten und häufig degenerativer Natur, allerdings 

würden in der Literatur auch traumatische Bandscheibenvorfälle beschrieben, dabei sei 

vor allem das Bandscheibenniveau L5/S1 überhäufig vertreten. Diese allgemeinen 

Aussagen stehen ausser Frage, doch lässt sich daraus für den konkreten Fall nichts 

ableiten. Die Aussage - generell sei bei Bandscheibenvorfällen ein "Verhebetrauma" in 

der Anamnese häufig - kann zumindest in Bezug auf eine traumatisch bedingte, 

primäre Diskushernie nicht bestätigt werden. So stellt ein Verhebetrauma im Regelfall 

kein Ereignis von besonderer Schwere dar, bei welchem eine axiale Stauchung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/27

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stattfindet. Ein Verhebetrauma kann allerdings zu einer Lumbago, d.h. zu einer 

vorübergehenden Verschlimmerung einer vorbestehenden Diskushernie, führen. Ein 

rückwärtiger Sturz ist sodann sachverhaltsmässig nicht erstellt (vgl. Erwägung 7.2), 

ganz bestimmt kein solcher von einer Schwere, der - wie von Dr. F.___ und Dr. H.___ 

vertreten - eine plausible Ursache für einen Bandscheibenvorfall bilden könnte.

 

8.8  Die Beschwerdegegnerin hat schliesslich auch in Bezug auf die von Dr. C.___ nach 

dem Ereignis vom 26. November 2015 festgestellte Lumbago (Suva-act. 22) - allenfalls 

hervorgehend aus einer vorübergehende Verschlimmerung einer allfälligen 

vorbestehenden Diskushernie - weitergehende Leistungen verneint. Auch hier ist zu 

berücksichtigen, dass die Beschwerdesymptomatik, wie sie sich einerseits vor und 

andererseits nach dem Leistungseinstellungszeitpunkt präsentierte, nicht gleich war 

und ein verändertes Beschwerdebild nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit mit einem zwei Monate zuvor stattgehabten Ereignis zu begründen 

ist. Im Regelfall bewirkt ein bestimmtes Ereignis zeitnah eine konkrete gesundheitliche 

Veränderung und allfällige Arbeitsunfähigkeit und es ist unwahrscheinlich, dass zeitlich 

verzögert bedeutsame, insbesondere neuartige gesundheitliche Veränderungen 

auftreten.

 

9.   

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 

11. Mai 2017 (Suva-act. 58), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Erbringung 

weiterer Versicherungsleistungen aus der Unfallversicherung ab dem 1. Februar 2016 

für die Heilbehandlung des am 8. Februar 2016 erhobenen Bandscheibenvorfalls L5/S1 

mit Kompression der Nervenwurzel S1 rechts und die nachfolgende Arbeitsunfähigkeit 

mangels Vorliegens eines Unfallereignisses, aber - selbst bei Annahme eines solchen - 

auch wegen fehlender Unfallkausalität ablehnte, nicht zu beanstanden ist.

 

10. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/27

Publikationsplattform

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10.1       Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung 

des Einspracheentscheids vom 11. Mai 2017 abzuweisen.

 

10.2       Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

 

10.3       Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.01.2019
	Art. 4 ATSG: Verneinung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors im Sinne eines Verhebetraumas und einer unkoordinierten Bewegung in Bezug auf das Nachfassen nach einem Weinkarton.  Art. 6 UVG: Selbst bei Bejahung des Unfallbegriffs Verneinung einer weitergehenden Leistungspflicht (Verneinung einer unfallkausalen Diskushernie sowie einer unfallbedingten richtungsgebenden und vorübergehenden Verschlimmerung einer vorbestandenen Diskushernie) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Januar 2019, UV 2017/48). 

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