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**Case Identifier:** 2fdf78a8-c839-5a74-acca-5323313c1c15
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 04.12.2025 I/1-2025/82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2025-82_2025-12-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2025/82

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 08.01.2026

Entscheiddatum: 04.12.2025

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 04.12.2025
Photovoltaikanlage als Betriebsstätte; Steuerausscheidung; Art. 14 Abs. 1 lit. 
a und Abs. 3 StG; Art. 7 StV; Art. 4 Abs. 2 DBG. Die AG mit ausserkantonalem 
Sitz bezweckt im Wesentlichen die Planung, den Bau und den Betrieb von 
Energieanlagen. Für die Annahme einer Betriebsstätte in Bezug auf 
Photovoltaikanlagen wird in einigen Kantonen – so auch im Kanton St. 
Gallen – auf eine erforderliche Mindestleistung von jährlich 500 kWp 
abgestellt. Gemäss langjähriger st. gallischer Praxis werden dabei mehrere 
Objekte einer Unternehmung pro Kanton kumuliert. Der Sitzkanton geht 
hingegen davon aus, dass jede Anlage für sich die Mindestgrenze von 500 
kWp erreichen müsse und hat die Steuerpflichtige daher ebenfalls besteuert. 
Vorliegend sind sämtliche Voraussetzungen für die Annahme einer 
Betriebsstätte im Kanton St. Gallen gegeben. Insbesondere er-scheint ein 
Zusammenrechnen der Leistung aller Anlagen im Kanton sinnvoll, da auch 
der Betrieb mehrerer kleiner Anlagen auf Erwerb ausgerichtet sein kann. Die 
Sichtweise des Sitzkantons würde dagegen zu einer unerwünschten, gar 
innerkantonalen Zersplitterung des Steuersubstrats führen. Mittels einer 
systematischen Unterschreitung der Mindestgrenze hätten Unternehmen die 
Möglich-keit, durch zahlreiche einzelne PV-Anlagen eine steuerliche 
Begünstigung zu provozieren, indem sie ihren Sitz in steuergünstige 
Kantone verlegen und einer interkantonalen Steuerausscheidung am Ort der 
Anlagen entgehen könnten. Dies kann unter Berücksichtigung des 
Gleichbehandlungsgrundsatzes kaum Sinn und Zweck des Gesetzes sein (E. 
2). Die einzelnen PV-Anlagen stellen als Bestandteil der Liegenschaft Teil 
des Anlagevermögens dar und werden als solches in der Jahresrechnung 
bilanziert und laufend abgeschrieben. Steuersystematisch betrachtet scheint 
es deshalb gerechtfertigt, bei den Photovoltaikanlagen – trotz mangelnder 
zivilrechtlicher Qualifikation als Grundstück – analog zu den 
Kapitalanlageliegenschaften eine objektmässige Steuerausscheidung 
vorzunehmen (E. 3). (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Dezember 2025, I/1-2025/82). Gegen diesen Entscheid wurde Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht erhoben (Verfahren B 2026/2)

«Entscheid siehe PDF»

Kanton St. Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 

 

Verwaltungsrekurskommission 

Abteilung I - 1. Kammer 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 4. Dezember 2025  

Besetzung  Präsidentin Louise Blanc Gähwiler, Richter Markus Frei und Richterin  

Isabelle Krüse, Gerichtsschreiberin Alissa Künzle 

   

Geschäftsnr.   I/1-2025/82 

 

   

Parteien 

 

 A.__ A G ,  

Rekurrentin,  

vertreten durch bcs steuerexperten ag, Sonnenstrasse 5, Postfach, 

9004 St. Gallen,  

 

  gegen 

  Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

 

 

  

Gegenstand  Kantonssteuern 2021 

 

 

 

 

 

I/1-2025/82 

 

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Sachverhalt: 

A.- Die A.__ AG war im Handelsregister des Kantons B.__ mit Sitz in C.__ eingetragen. Die 

Gesellschaft bezweckte im Wesentlichen die Planung, den Bau und Betrieb von Energie-

anlagen sowie die Führung von Gastrobetrieben. 2025 verlegte sie ihren Sitz in den Kanton 

St. Gallen nach D.__ und änderte ihren Zweck.  

B.- Mit Veranlagungsverfügung vom 4. April 2023 veranlagte die Steuerverwaltung des 

Kantons B.__ die A.__ AG aufgrund ihres Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2021 

für die entsprechende Steuerperiode mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 393'800.– 

und einem steuerbaren Kapital von Fr. 1'035'000.–. Davon wies sie im Rahmen der Steu-

erausscheidung Fr. 393'800.– (Gewinn) und Fr. 961'000.– (Kapital) dem Kanton B.__ zu. 

Zugunsten des Kantons St. Gallen schied sie aufgrund des Gastrounternehmens E.__ mit 

entsprechendem Standort zudem einen steuerbaren Reingewinn von Fr. 0.– und den Rest-

betrag des steuerbaren Kapitals in Höhe von Fr. 74'000.– aus. Das Kantonale Steueramt 

des Kantons St. Gallen stellte mit Verfügung vom 12. September 2024 grundsätzlich darauf 

ab, veranlagte die A.__ AG jedoch aufgrund der im Kanton gelegenen Photovoltaikanlagen 

mit einem auf den Kanton St. Gallen fallenden steuerbaren Reingewinn von Fr. 313'000.– 

und einem steuerbaren Kapital von Fr. 208'000.–. Eine dagegen erhobene Einsprache wies 

das Kantonale Steueramt in Bezug auf das Steuerjahr 2021 mit Entscheid vom 22. Mai 

2025 ab.  

C.- Mit Eingabe vom 20. Juni 2025 liess die A.__ AG durch ihre Rechtsvertreter Rekurs bei 

der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) erheben und beantragte 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung des Einspracheentscheids sowie 

die Reduzierung des steuerbaren Gewinns im Kanton St. Gallen um Fr. 313'000.– auf 

Fr. 0.– und des steuerbaren Eigenkapitals um Fr. 134'000.– auf Fr. 74'000.–. Das Kanto-

nale Steueramt beantragte mit Schreiben vom 1. Juli 2025, der Rekurs sei abzuweisen.  

Auf die Ausführungen der Beteiligten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen einge-

gangen.  

Erwägungen: 

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum  

Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der Rekurs 

vom 20. Juni 2025 ist rechtzeitig eingereicht worden und erfüllt in formeller und inhaltlicher 

 

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Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, 

abgekürzt: StG; Art. 41 lit. h Ziff. 1 und Art. 48 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten. 

2.- Im Rekursverfahren ist zunächst streitig, ob die Vorinstanz in Bezug auf die im Kanton 

St. Gallen gelegenen Photovoltaikanlagen zu Recht von einer Betriebsstätte ausgegangen 

ist und diese im Rahmen der Gewinn- und Kapitalsteuer besteuerte.  

a) Die Rekurrentin bringt vor, die Photovoltaikanlagen in den Gemeinden F.__, G.__, H.__ 

und I.__ [Kanton St. Gallen] seien auf fremden Dächern dauerhaft installiert und würden auf 

ihre Rechnung betrieben. Allerdings würden sie rein passiv betrieben und es bestehe kein 

eigenes Personal vor Ort, welches die Anlagen warte und unterhalte. Mangels gesetzlicher 

Grundlage liege im Kanton St. Gallen deshalb keine Betriebsstätte vor. Sofern eine PV-

Anlage auch dann eine Betriebsstätte darstelle, wenn keine menschliche Arbeitskraft ein-

gesetzt werde, stelle sich die Frage, ob das Erreichen einer bestimmten Grösse notwendig 

sei und ob diese Untergrenze von jedem einzelnen Objekt zu erreichen oder die installierte 

Leistung aller Anlagen im Kanton zusammenzurechnen sei.  

Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid damit, dass gemäss den gesetzlichen Grundla-

gen jede Photovoltaikanlage auch ohne den Einsatz menschlicher Arbeitskraft den Charak-

ter einer festen Anlage aufweise und sich somit per se als Betriebsstätte qualifiziere, deren 

Gewinn interkantonal dem Belegenheitskanton auszuscheiden sei. Die Steuerverwaltung 

verzichte aus Gründen der Verwaltungsökonomie auf einen Besteuerungsanspruch zu-

gunsten des Hauptsteuerdomizils, sofern die kumulierte Leistung aller Photovoltaikanlagen 

im Kanton die Grenze von 500 kWp nicht überschreite. Diese Praxis bestehe seit 2014 und 

lehne sich an die Praxen zahlreicher Steuerverwaltungen an. Gesamthaft würden alle Pho-

tovoltaikanlagen im Kanton St. Gallen mit 1'262.45 kWp die Grenze von 500 kWp jedoch 

deutlich überschreiten. Eine Ermittlung des Ausscheidungsanteils sei leicht möglich und der 

Gewinnanteil nicht unwesentlich. Die Betriebsstätte sei deshalb im Kanton St. Gallen zu 

besteuern.  

b) aa) Nach Art. 14 Abs. 1 lit. a StG sind Personen aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit 

im Kanton steuerpflichtig, wenn sie Geschäftsbetriebe oder Betriebsstätten unterhalten. Als 

Betriebsstätte gilt eine feste Geschäftseinrichtung, in der oder durch welche die Geschäfts-

tätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird (Art. 14 Abs. 3 StG). Prä-

zisiert wird der Begriff in Art. 7 der Steuerverordnung (sGS 811.11), wonach Betriebsstätten 

insbesondere Zweigniederlassungen, Fabrikationsstätten, Werkstätten, Verkaufsstellen, 

 

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ständige Vertretungen, Bergwerke und andere Stätten der Ausbeutung von Bodenschätzen 

sowie Bau- und Montagestellen von mindestens zwölf Monaten Dauer sind. Diese Definition 

stimmt mit Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.11, 

abgekürzt: DBG) überein. Die Regeln des st. gallischen Steuerrechts sind denn auch im 

Einklang mit den Vorgaben des Bundesrechts zum Verbot der interkantonalen Doppelbe-

steuerung auszulegen und anzuwenden. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

setzt eine Betriebsstätte ständige körperliche Anlagen oder Einrichtungen an einem Ort vo-

raus, wo sich ein qualitativ und quantitativ wesentlicher Teil des technischen und kommer-

ziellen Betriebs des Unternehmens vollzieht (vgl. BGE 134 I 303 E. 2.2). Voraussetzung 

bildet also das Vorliegen einer festen Geschäftseinrichtung, wo eine Geschäftstätigkeit von 

einem gewissen Umfang ausgeübt wird. Ausgeklammert sind nebensächliche und unterge-

ordnete Tätigkeiten. Damit wird vermieden, dass jede geringfügige Tätigkeit ausserhalb des 

Sitzkantons bereits ein sekundäres Steuerdomizil begründet. 

bb) Beim Contracting von Solaranlagen stellt der Gebäudeeigentümer dem Contractor eine 

ungenutzte (Dach-)Fläche über eine vereinbarte Laufzeit für die Finanzierung, die Planung, 

die Installation, den Betrieb und den Unterhalt einer Photovoltaik-Anlage zur Verfügung. 

Regelmässig besteht zwischen den beiden ein Dachnutzungs- sowie allenfalls ein Strom-

liefervertrag. Während der Vertragsdauer verpflichtet sich der Contractor, den Solarstrom 

dem Kunden zu einem festgelegten Preis zu liefern. Im Gegenzug verpflichtet sich der 

Kunde, den vor Ort produzierten Solarstrom dem Contractor abzunehmen (TONI HESS, Be-

steuerung von Photovoltaikanlagen im Geschäftsvermögen, StR 78/2023, S. 808; SUTER/ 

VOGELSANG/ WARTMANN, Photovoltaikanlagen und Eigenverbrauch der produzierten Ener-

gie, EF 4/22, Ziff. 2.4). Vorliegend handelt es sich um ein solches Contracting-Modell: Die 

Rekurrentin bietet an, Photovoltaikanlagen auf fremden Dächern zu finanzieren, zu planen 

und zu installieren und den Gebäudeeigentümern hierfür eine jährliche Dachmiete zu be-

zahlen, ist im Gegenzug aber dazu berechtigt, die Erträge aus der Energieproduktion zu 

beziehen.  

c) Bei PV-Anlagen handelt es sich gewöhnlich zweifellos um körperliche und auf Dauer 

installierte Anlagen im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum interkantonalen 

Betriebsstättenbegriff. Auch die vorliegenden Solaranlagen wurden gemäss den entspre-

chenden Datenblättern "angebaut" und bereits vor Jahren in Betrieb genommen, womit so-

wohl die Körperlichkeit als auch die Dauerhaftigkeit gegeben sind (act. 2/10.5-10.9). Weiter 

wird für die Annahme einer Betriebsstätte eine ausreichende Verfügungsmacht über die 

Anlage vorausgesetzt, wobei die Stellung als Eigentümerin nicht zwingend notwendig ist 

(BGE 134 I 303 E. 4.1). Da sich der Contractor den permanenten Zugang zur Anlage sowie 

 

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die Möglichkeit, daran Reparaturen und dergleichen vorzunehmen, in der Regel vertraglich 

absichert, ist in der Praxis eine ausreichende Verfügungsmacht über die Solaranlage anzu-

nehmen (SUTER/VOGELSANG/WARTMANN, a.a.O., Ziff. 4.1.4). Angesichts dessen, dass die 

Rekurrentin die Photovoltaikanlagen in ihrer Bilanz als Aktiven bilanziert und in der Erfolgs-

rechnung entsprechende Unterhalt- und Reparaturaufwände verzeichnet, ist hiervon auch 

im vorliegenden Fall auszugehen, sodass die Rekurrentin mangels anderslautender Hin-

weise ausreichende Verfügungsmacht über die Anlagen besitzt (vgl. act. 7/I/02). Etwas Ge-

genteiliges wird nicht vorgebracht. Schliesslich verlangt die Qualifizierung als Betriebs-

stätte, dass die Anlagen zum Unternehmen gehören und nicht zum Betrieb einer anderen, 

unabhängigen Unternehmung. Auch dies ist vorliegend gegeben. Anderweitige Anknüp-

fungspunkte sind nicht ersichtlich und werden von der Rekurrentin nicht geltend gemacht.  

d) Umstritten ist somit lediglich, ob für die Qualifizierung der Photovoltaikanlagen als Be-

triebsstätte der Einsatz menschlicher Arbeitskraft erforderlich ist (E. 2d/aa) und ob eine all-

fällige Mindestleistung von 500 kWp von jedem einzelnen Objekt zu erreichen oder die 

Leistung mehrerer Anlagen zusammenzurechnen ist (E. 2d/bb).  

aa) Entgegen den Darstellungen der Rekurrentin ist es für die Qualifizierung als Betriebs-

stätte nicht erforderlich, dass menschliche Arbeitskraft eingesetzt wird. Auch Anlagen und 

Einrichtungen, die nicht andauernd durch Personal bedient werden, können ein Ort sein, 

an dem sich die Tätigkeit des Unternehmens vollzieht. So können gemäss langjähriger bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung auch Warenautomaten, Leitungen, Stollen und sonstige 

Installationen eines Elektrizitätswerks eine Betriebsstätte begründen (DANIEL DE VRIES-REI-

LINGH, in Zweifel/Beusch/de Vries-Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steu-

errecht, Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 11 N 19; HÖHN/MÄUSLI, Interkantona-

les Steuerrecht, 4. Aufl. 2000, § 10 N 6; BGE 29 I 8 E. 1-3, 30 I 637 E. 2; BGE 46 I 25 E. 4; 

Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2C_235/2009 vom 30. Oktober 2009 E. 4). Die Tatsache, 

dass vorliegend kein Personal zwecks Wartung und Unterhaltung vor Ort ist, vermag die 

Eigenschaft der Photovoltaikanlagen als Betriebsstätte deshalb nicht auszuschliessen. 

bb) Für das Vorliegen einer interkantonalen Betriebsstätte muss sich ein qualitativ und 

quantitativ wesentlicher Teil des technischen und kommerziellen Betriebs des Unterneh-

mens in den ständigen Anlagen oder Einrichtungen abspielen.  

Die qualitative Wesentlichkeit verlangt, dass die Tätigkeit zum Geschäftsbetrieb des Unter-

nehmens gehört (BGE 134 I 303 E. 2.2; MARC VOGELSANG, Der Begriff der Betriebsstätte 

im schweizerischen und internationalen Steuerrecht, SStR 2015 Nr. 25, S. 363 m.w.H.). Die 

 

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Rekurrentin bezweckt, Energieanlagen zu planen, zu bauen und zu betreiben. Die entspre-

chenden Erträge aus dem Contracting und der Energieproduktion in den St. Galler Gemein-

den F.__, G.__, H.__ und I.__ stellen somit zweifellos einen qualitativ wesentlichen Teil des 

Unternehmens dar.  

Die quantitative Wesentlichkeit will bloss untergeordnete und nebensächliche Tätigkeiten 

ausklammern und damit eine unerträgliche Aufsplitterung der Steuerhoheit vermeiden. 

Diesbezüglich wird für Solaranlagen teilweise auf eine erforderliche Mindestleistung von 

jährlich 500 kWp abgestellt. Bezüglich Erreichens dieses Mindestwerts ist gemäss Auffas-

sung der Steuerverwaltung des Kantons B.__ jede Anlage für sich zu beurteilen. Demge-

genüber werden gemäss langjähriger st. gallischer Praxis, welche sich der Vorinstanz zu-

folge an jene zahlreicher anderer kantonaler Steuerverwaltungen anlehnt, mehrere Objekte 

einer Unternehmung pro Kanton kumuliert (vgl. MARTIN ROOS, Photovoltaikanlagen und 

Steuern 2015, Kanton Luzern, Slide 29, abrufbar unter https://steuern.lu.ch/media/Steu-

ern/Dokumente/Steuerseminare/2015/Steuerseminar_2015_Photovoltaik.pdf, besucht am 

18. Juli 2025). Für eine analoge Interpretation spricht auch die Formulierung des Bundes-

amts für Energie. Demzufolge mag eine interkantonale Ausscheidung nachvollziehbar er-

wünscht sein, wenn "in einem Kanton" eine Leistung von über 500 kWp erzielt wird (Ener-

gieSchweiz, Bundesamt für Energie [BFE], Besteuerung von Solarstrom-Anlagen, Update, 

30. November 2021, Ziff. 5.7). Diese Ansicht teilen sowohl SUTER/VOGELSANG/WARTMANN 

(a.a.O., Ziff. 4.1.4) als auch HESS (a.a.O., S. 826), wonach die installierte Leistung aller An-

lagen im Kanton zusammengerechnet wird und für das einzelne Objekt keine Untergrenze 

zur Anwendung kommt. Durch diese Auslegung wird der Gewerbsmässigkeit genügend 

Rechnung getragen, da, wie vorliegend der Fall, auch der Betrieb mehrerer kleinerer Anla-

gen auf Erwerb ausgerichtet sein kann. Eine solche kantonsweite Betrachtungsweise für 

die Annahme einer interkantonalen Besteuerung erscheint sinnvoll und ist nicht willkürlich. 

Eine Einzelbetrachtung hätte demgegenüber im Extremfall zur Konsequenz, dass sich in-

nerhalb desselben Kantons Solaranlagen befinden könnten, die sich als Betriebsstätte und 

somit als Nebensteuerdomizil qualifizieren, da sie den Mindestwert erreichen, zugleich aber 

auch solche, die knapp darunter liegen und folglich vom Hauptsteuerdomizil besteuert wür-

den. Dies würde zu einer gänzlich unerwünschten, gar innerkantonalen Zersplitterung des 

Steuersubstrates führen. Mittels einer systematischen Unterschreitung der Mindestgrenze 

hätten Unternehmen zudem die Möglichkeit, durch zahlreiche einzelne PV-Anlagen eine 

steuerliche Begünstigung zu provozieren, indem sie ihren Sitz in steuergünstige Kantone 

verlegen und einer interkantonalen Steuerausscheidung am Ort der Anlagen entgehen 

könnten. Dies kann unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgrundsatzes kaum Sinn 

und Zweck des Gesetzes sein, würde durch die Auslegung des Kantons B.__ zugunsten 

 

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einer Einzelbetrachtung der jeweiligen Photovoltaikanlagen aber geradezu begünstigt. Aus 

all diesen Gründen ist deshalb der Auffassung der Vorinstanz zu folgen, wonach für die 

Beurteilung der Mindestgrenzen die Leistung und die Grösse der einzelnen Solaranlagen 

zu addieren sind. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass andere Kantone unabhängig 

von einer Mindestgrenze eine Betriebsstätte annehmen, wenn Photovoltaikanlagen nicht 

am Geschäftsort bzw. am Sitz betrieben werden, und Einspeisevergütungen, Einmalvergü-

tungen und sonstige Subventionen sowie Erträge aus Anlagen auf fremden Grundstücken 

im Rahmen einer interkantonalen Besteuerung der Betriebsstätte zuweisen (vgl. TaxInfo 

Kanton Bern, Photovoltaikanlagen im Geschäftsvermögen, Ziff. 4; Solothurner Steuerbuch, 

Betrieb einer Photovoltaikanlage, § 27 Nr. 4 Ziff. 5.2; Swisssolar, Bundesamt für Energie 

[BFE], Merkblatt Photovoltaik Nr. 9 S. 4). 

Vorliegend wird die geforderte Mindestleistung von 500 kWp für die Steuerperiode 2021 bei 

Addition sämtlicher PV-Anlagen innerhalb des Kantons St. Gallen mit insgesamt 1'262.45 

kWp bei Weitem erreicht. Darüber hinaus geht aus der Erfolgsrechnung 2021 (act. 7/I/02) 

hervor, dass die Rekurrentin im umstrittenen Steuerjahr aus dem Contracting und der Ener-

gieproduktion im Kanton St. Gallen mitsamt den Vergütungen für Herkunftsnachweise Er-

träge von insgesamt Fr. 94'015.91 erwirtschaftete. Die Erträge im Kanton B.__ belaufen 

sich auf Fr. 63'264.23. Im Vergleich stammen somit knapp 60% der Erträge aus den Anla-

gen im Kanton St. Gallen. Darüber hinaus bezog die Rekurrentin Einmalvergütungen für die 

beiden Photovoltaikanlagen in H.__ und I.__ im Umfang von insgesamt Fr. 447'213.60. An-

gesichts dessen ist vorliegend offensichtlich nicht von einer bloss untergeordneten und ne-

bensächlichen Tätigkeit auszugehen. Neben der qualitativen Erheblichkeit ist somit auch 

die quantitative klar gegeben.  

e) Zusammenfassend sind sämtliche Voraussetzungen für die Annahme einer Betriebs-

stätte als gegeben zu erachten, womit es sich bei den umstrittenen PV-Anlagen um eine 

Betriebsstätte der Rekurrentin handelt. Diese stellt ein sekundäres Steuerdomizil dar und 

begründet aufgrund der damit einhergehenden wirtschaftlichen Zugehörigkeit eine Steuer-

pflicht im Kanton St. Gallen. Somit ist die Vorinstanz zu Recht von einer Betriebsstätte aus-

gegangen. Der Rekurs erweist sich diesbezüglich als nicht begründet und ist abzuweisen.  

3.- Weiter bringt die Rekurrentin vor, aus den unterschiedlichen Praxen der Kantone resul-

tiere eine verfassungswidrige interkantonale Doppelbesteuerung, welche zu vermeiden sei. 

 

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a) Eine unzulässige interkantonale Doppelbesteuerung (sog. aktuelle Doppelbesteuerung) 

liegt vor, wenn die Steuersysteme von zwei oder mehreren Kantonen kollidieren, der glei-

che Tatbestand in verschiedenen Kantonen von der gleichen oder einer ähnlichen Steuer 

erfasst wird (beispielsweise Einkommenssteuer und Grundstückgewinnsteuer), das gleiche 

Steuersubjekt (oder zwei in besonderem Masse verbundene Steuersubjekte, beispiels-

weise Ehemann und Ehefrau) betroffen ist, das gleiche Steuerobjekt erfasst wird und die 

Besteuerung die gleiche Bemessungsperiode betrifft (MÄUSLI-ALLENSPACH/OERTLI, Das 

schweizerische Steuerrecht, 10. Aufl. 2020, S. 566). Von einer virtuellen Doppelbesteue-

rung ist demgegenüber auszugehen, wenn ein Kanton geltende Kollisionsnormen verletzt, 

seine Steuerhoheit überschreitet und eine Steuer erhebt, die einem anderen Kanton zusteht 

(BGer 2C_627/2017 vom 1. Februar 2019 E. 2.1). 

b) Bei einer wirtschaftlichen Zugehörigkeit ist die entsprechende Steuerpflicht auf diejeni-

gen Teile von Gewinn und Kapital der juristischen Person beschränkt, für die im Kanton 

nach der Bestimmung über die wirtschaftliche Zugehörigkeit eine Steuerpflicht besteht, die 

folglich einem Geschäftsbetrieb, einer Betriebsstätte oder einem Grundstück zugerechnet 

werden können (Art. 73 f. StG; BGer 2C_401/2020 vom 28. Juli 2021 E. 3.3.2). Der Gewinn 

und das Kapital werden diesfalls zwischen den beteiligten Kantonen in sinngemässer An-

wendung der Grundsätze des Bundesrechts über das Verbot der interkantonalen Doppel-

besteuerung ausgeschieden (Art. 74 Abs. 1 StG; Art. 22 Abs. 3 StHG). Anwendbar ist das 

entsprechende Veranlagungsverfahrensrecht des betroffenen Kantons (Art. 2 Abs. 4 der 

Verordnung über die Anwendung des StHG im interkantonalen Verhältnis [SR 642.141, ab-

gekürzt: StHGV]; vgl. BEUSCH/MAYHALL, in Zweifel/Beusch/Mäusli-Allenspach [Hrsg.], 

a.a.O., § 40 N 1 ff.). In jedem Kanton, in welchem eine beschränkte oder unbeschränkte 

Steuerpflicht besteht, ist somit eine eigene Steuerausscheidung vorzunehmen. Ziel und 

Zweck der interkantonalen Steuerausscheidung ist es, unter Berücksichtigung der Verhält-

nisse des Einzelfalls einen Massstab zu finden, welcher die Bedeutung der Betriebsstätten 

im Rahmen des Gesamtunternehmens am zuverlässigsten zum Ausdruck bringt (LO-

CHER/LOCHER, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil: Das interkantonale Doppelbesteue-

rungsrecht, Basel, Stand 2020, § 8 II C, Nr. 10).  

Die Steuerausscheidung zwischen dem Hauptsteuerdomizil und demjenigen des Betriebs-

stättenkantons erfolgt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts in der Regel quoten-

mässig, sodass nur eine bestimmte Gewinn- bzw. Kapitalquote – welche sich aus dem Ver-

hältnis des Gewinns bzw. der Aktiven der einzelnen Betriebsstätten zum Gesamtgewinn 

bzw. -kapital des ganzen Unternehmens ergibt – besteuert wird (BGE 146 II 111 E. 3.4 mit 

Hinweis auf BGE 103 Ia 233 E. 3b; HÖHN/MÄUSLI, a.a.O., § 26 N 6 ff.). Die Summe der von 

 

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den beteiligten Kantonen für eine bestimmte Steuerperiode beanspruchten Quoten darf 

nicht mehr als 100% ausmachen. Andernfalls liegt eine unzulässige interkantonale Doppel-

besteuerung vor. Für die Quotenberechnung hat das Bundesgericht verschiedene Metho-

den entwickelt, wobei die direkte Methode grundsätzlich den Vorzug geniesst. Bei dieser 

wird das Gesamtergebnis des interkantonalen Unternehmens anhand separat geführter 

Spartenbuchhaltungen quotenmässig auf die Betriebsstättenkantone und den Sitzkanton 

verteilt. Vorausgesetzt ist jedoch, dass überhaupt separate Betriebsstättenbuchhaltungen 

vorliegen und die Betriebsstätten weitgehend selbständig operieren. Fehlt es hieran, kommt 

die indirekte Methode zur Anwendung. Bei dieser wird das Gesamtergebnis anhand von 

Hilfsfaktoren verteilt, welche sich nach der Art des interkantonalen Unternehmens bestim-

men (BGE 146 II 111 E. 3.4 mit weiteren Hinweisen). Bei Handelsunternehmen wird für die 

Gewinnsteuer der Umsatz als massgebendes Ausscheidungskriterium zur Quotenermitt-

lung betrachtet, wobei sich die Ausscheidung auf den gesamten Gewinn mit Einschluss des 

neutralen Ertrags erstreckt. Als Hilfskriterium für die Kapitalausscheidung dienen die örtli-

che Nähe und die wirtschaftliche Beziehung eines Aktivums zum Sitz oder zur Betriebs-

stätte. Es wird unterschieden zwischen lokalisierten Aktiven, welche nach Beschaffenheit, 

Lage oder Bestimmung unmittelbar dem Sitz oder bestimmten Betriebsstätten dienen, Sitz-

aktiven, welche nur dem Sitz zugutekommen, und mobilen Konti, welche dem gesamten 

Unternehmen nützen. Debitoren, Wertschriften sowie Bankguthaben, die zusammenge-

fasst als "flüssige Mittel" und "Forderungen" in der Bilanz erscheinen, werden in der Praxis 

als mobile Konti verstanden und werden bei reinen Handelsunternehmen dem Sitz zuge-

wiesen (TEUSCHER/LOBSIGER, in Zweifel/Beusch/Mäusli-Allenspach [Hrsg.], a.a.O., § 30 

N 18 ff., 27 ff., § 31 N 32 ff.; § 32 N 13 ff.).  

Die objektmässige Ausscheidung bildet demgegenüber die Ausnahme und wird nur in Be-

zug auf Kapitalanlageliegenschaften ausserhalb des Sitzkantons, bei Wertzuwachsgewin-

nen auf Betriebs- und Kapitalanlageliegenschaften sowie bei Liegenschaften des Umlauf-

vermögens ausserhalb des Sitz- bzw. Betriebsstättenkantons vorgenommen. Dabei wird 

das im Vermögenswert verkörperte Kapital bzw. der daraus erzielte Ertrag des Unterneh-

mens grundsätzlich ohne Berücksichtigung des Gesamtkapitals bzw. -gewinns objektmäs-

sig demjenigen Kanton zur Besteuerung zugewiesen, in welchem der Vermögenswert liegt 

bzw. der Ertrag angefallen ist. Für die Gewinnsteuer hat dies zur Folge, dass Liegenschafts-

erträge, worunter alle Einkünfte fallen, die einem Unternehmen aufgrund seines Eigentums 

an der Liegenschaft oder eines damit verbundenen Rechts zufliessen, dem Belegenheits-

kanton zugewiesen werden. Dasselbe gilt für entsprechende Gewinnungskosten, wozu ins-

besondere die Kosten des Unterhalts wie Reparatur- und Instandhaltungskosten, die In-

standstellungskosten, soweit nicht aktiviert, die Betriebskosten oder die Abschreibungen 

 

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und Rückstellungen gehören. Im Rahmen der Kapitalsteuer werden in gleicher Weise die 

Liegenschaften dem Belegenheitskanton ausgeschieden, wohingegen die beweglichen Ak-

tiven dem Hauptsteuerdomizil und die Schuldzinsen proportional im Verhältnis zu den Ge-

samtaktiven verlegt werden (TEUSCHER/LOBSIGER, a.a.O., § 30 N 18 ff., § 33 N 10, 15, 17; 

HÖHN/MÄUSLI, a.a.O., § 28 N 16 ff).  

c) aa) Vorliegend wies die Vorinstanz der Rekurrentin für den Kanton St. Gallen im Rahmen 

der interkantonalen Steuerausscheidung einen Gewinn von Fr. 313'000.– zu (act. 2/5). Die 

Steuerverwaltung des Kantons B.__ veranlagte die Rekurrentin demgegenüber mit dem 

gesamten Reingewinn von Fr. 393'800.– (act. 2/3). Die Summe der von den beiden Kanto-

nen beanspruchten Quoten beträgt insgesamt 179.5% des Reingewinns. Dadurch würde 

der Gewinn der Steuerperiode 2021 aktuell im Betrag von Fr. 313'000.– sowohl vom Haupt- 

als auch vom Nebensteuerdomizil besteuert, womit eine interkantonale Doppelbesteuerung 

bestünde. Daneben errechnete die Vorinstanz basierend auf den in ihrem Kantonsgebiet 

befindlichen Betriebsaktiven ein steuerbares Eigenkapital in Höhe von Fr. 208'000.– 

(act. 2/5). Die Steuerverwaltung des Kantons B.__ wies dem Kanton St. Gallen aufgrund 

ihrer abweichenden Betriebsstättenpraxis demgegenüber ein steuerbares Kapital von nur 

Fr. 74'000.– zu und veranlagte die restlichen Fr. 961'000.– des Gesamtkapitals selbst 

(act. 2/3). Die Gesamtheit der von den beteiligten Kantonen für die Steuerperiode 2021 

beanspruchten Quoten beträgt somit 112.9% des Kapitals, sodass auch diesbezüglich auf-

grund der jetzigen Veranlagungsverfügungen eine unzulässige interkantonale Doppelbe-

steuerung vorläge, namentlich in einem Betrag von Fr. 134'000.–. Indem die Rekurrentin 

beantragt, die vom Kanton St. Gallen zu besteuernden Beträge seien der Ausscheidung 

des Kantons B.__ anzupassen, verkennt sie jedoch, dass die Vermeidung der Doppelbe-

steuerung bei interkantonal konkurrenzierenden Steueransprüchen nicht dadurch erreicht 

wird, dass später einschätzende Kantone auf ihr Besteuerungsrecht zu verzichten haben. 

Gegen deren (letztinstanzlichen) Entscheide kann die Steuerpflichtige wegen interkantona-

ler Doppelbesteuerung aber die Beschwerde in öffentlichen Angelegenheiten an das Bun-

desgericht ergreifen und dabei auch die konkurrierende Veranlagung eines anderen Kan-

tons miteinbeziehen, und zwar selbst dann, wenn diese Veranlagung bereits rechtskräftig 

ist (vgl. BGer 2C_401/2020 vom 28. Juli 2021 E. 1). 

bb) Die Vorinstanz nahm vorliegend eine ausführliche interkantonale und innerkommunale 

Gewinnausscheidung vor (act. 2/5). Den einzelnen St. Galler Gemeinden wies sie die dort 

erwirtschafteten Direktzuteilungen, Kapitalgewinne und Immobilienerträge sowie entspre-

chende Aufwände zu und ging insofern objektmässig vor, indem sie den auf dem Gebiet 

 

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des Kantons St. Gallen erzielten Ertrag besteuerte und die Differenz zu dem aus der Buch-

haltung hervorgehenden Reingewinn zugunsten des Kantons B.__ ausschied. Gemäss 

feststehendem und soeben ausgeführtem Grundsatz des interkantonalen Doppelbesteue-

rungsrechts bildet die objektmässige Ausscheidung jedoch die Ausnahme und wird nur bei 

interkantonalen Unternehmen in Bezug auf Kapitalanlageliegenschaften, bei Wertzuwachs-

gewinnen auf Betriebs- und Kapitalanlageliegenschaften sowie bei Liegenschaften des Um-

laufvermögens ausserhalb des Sitz- bzw. Betriebsstättenkantons vorgenommen. Bei Be-

triebsstätten findet demgegenüber praxisgemäss die quotenmässige Ausscheidungsme-

thode Anwendung (vgl. E. 3b). Vorliegend begründen die im Kanton St. Gallen gelegenen 

Photovoltaikanlagen, wie ausführlich dargelegt wurde, eine Betriebsstätte (vgl. E. 2). Dabei 

handelt es sich jedoch um eine atypische Betriebsstätte, zumal die einzelnen PV-Anlagen 

als Bestandteil der Liegenschaft Teil des Anlagevermögens darstellen und als solches in 

der Jahresrechnung bilanziert und laufend abgeschrieben werden. Übliche Abschreibungen 

sowie Sofortabschreibungen von zugesprochenen Subventionen und Einmalvergütungen 

(vgl. ESTV Merkblatt A/1995 Ziff. 4) würden bei einer quotenmässigen Ausscheidung ent-

sprechend der errechneten Gewinnquote auf den Betriebsstätten- und den Sitzkanton ver-

teilt. Dies hätte jedoch nicht sachgerechte Verzerrungen zur Konsequenz, welche beispiels-

weise mit den vorliegend erzielten Buchgewinnen aus dem Verkauf von PV-Anlagen noch 

verstärkt würden. Steuersystematisch betrachtet scheint es deshalb gerechtfertigt, bei den 

Photovoltaikanlagen – trotz mangelnder zivilrechtlicher Qualifikation als Grundstück – ana-

log zu den Kapitalanlageliegenschaften eine objektmässige Steuerausscheidung vorzuneh-

men. Die Rekurrentin hat denn auch die Wahl der Ausscheidungsmethode nicht gerügt. 

Insgesamt erweist sich die interkommunale Gewinnausscheidung der Vorinstanz – gestützt 

auf die detaillierte Aufstellung unter Berücksichtigung sämtlicher Erträge, Verwaltungskos-

ten, Unterhaltskosten, Abschreibungen und Verkaufsgewinne sowie Einmalvergütungen 

(act. 7/I/04) – einzelfallbezogen jedenfalls nicht als willkürlich, sondern sachgerecht und 

plausibel. 

cc) Für die Steuerausscheidung des Kapitals hat die Vorinstanz die Immobilien sowie die 

lokalisierten Aktiven, bestehend aus den Buchwerten der im Kanton St. Gallen gelegenen 

Photovoltaikanlagen und dem Inventar des Restaurantbetriebes, ausgeschieden. Aufgrund 

der unmittelbaren örtlichen Nähe und der wirtschaftlichen Beziehung dieser Vermögens-

werte zum Kanton St. Gallen ist ihre Zuweisung an den Betriebsstätten- bzw. Belegenheits-

kanton sowohl nach der quotenmässigen als auch nach der objektmässigen Ausschei-

dungsmethode nachvollziehbar. Die vorinstanzliche Kapitalausscheidung im Verhältnis die-

ser Aktiven zu den Gesamtaktiven erweist sich somit unabhängig von der Wahl der Aus-

scheidungsmethode als plausibel. Ohnehin hat die Rekurrentin auch diesbezüglich nicht 

 

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die Ausscheidung als solche, sondern vielmehr die daraus resultierende Doppelbesteue-

rung gerügt. Demnach erweist sich auch die Kapitalausscheidung der Vorinstanz als nach-

vollziehbar und nicht willkürlich.  

dd) Zusammenfassend ergibt sich daraus, dass bei Photovoltaikanlangen die objektmäs-

sige Steuerausscheidung aufgrund der Besonderheiten des vorliegenden Einzelfalls sach-

gerechter erscheint als die gemäss der bundesgerichtlichen Praxis für Betriebsstätten vor-

gesehene quotenmässige Zuteilung. Demnach erweist sich die interkantonale und inner-

kommunale Steuerausscheidung der Vorinstanz insgesamt als plausibel. Allfällige Berech-

nungsfehler oder Falschzuweisungen sind nicht ersichtlich und wurden von der Rekurrentin 

auch nicht geltend gemacht. Aus diesem Grund ist der Rekurs vollständig abzuweisen.  

4.- Die amtlichen Kosten sind nach Obsiegen und Unterliegen zu verlegen (Art. 95 Abs. 1 

VRP). Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin aufzuer-

legen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.– ist angemessen (Art. 7 

Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 1'500.– ist mit dem Kostenanteil der Rekurrentin zu verrechnen. Bei diesem Verfahrens-

ausgang besteht kein Anspruch auf Entschädigung ausseramtlicher Kosten im Rekursver-

fahren (Art. 98bis VRP; PK VRP/SG-LINDER, Art. 98bis N 16).  

Entscheid: 

1. Der Rekurs wird abgewiesen.  

2. Die Rekurrentin hat die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– (Entscheidgebühr) zu bezah-

len, unter Verrechnung mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe.  

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt. 

 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 04.12.2025
	Photovoltaikanlage als Betriebsstätte; Steuerausscheidung; Art. 14 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StG; Art. 7 StV; Art. 4 Abs. 2 DBG. Die AG mit ausserkantonalem Sitz bezweckt im Wesentlichen die Planung, den Bau und den Betrieb von Energieanlagen. Für die Annahme einer Betriebsstätte in Bezug auf Photovoltaikanlagen wird in einigen Kantonen – so auch im Kanton St. Gallen – auf eine erforderliche Mindestleistung von jährlich 500 kWp abgestellt. Gemäss langjähriger st. gallischer Praxis werden dabei mehrere Objekte einer Unternehmung pro Kanton kumuliert. Der Sitzkanton geht hingegen davon aus, dass jede Anlage für sich die Mindestgrenze von 500 kWp erreichen müsse und hat die Steuerpflichtige daher ebenfalls besteuert. Vorliegend sind sämtliche Voraussetzungen für die Annahme einer Betriebsstätte im Kanton St. Gallen gegeben. Insbesondere er-scheint ein Zusammenrechnen der Leistung aller Anlagen im Kanton sinnvoll, da auch der Betrieb mehrerer kleiner Anlagen auf Erwerb ausgerichtet sein kann. Die Sichtweise des Sitzkantons würde dagegen zu einer unerwünschten, gar innerkantonalen Zersplitterung des Steuersubstrats führen. Mittels einer systematischen Unterschreitung der Mindestgrenze hätten Unternehmen die Möglich-keit, durch zahlreiche einzelne PV-Anlagen eine steuerliche Begünstigung zu provozieren, indem sie ihren Sitz in steuergünstige Kantone verlegen und einer interkantonalen Steuerausscheidung am Ort der Anlagen entgehen könnten. Dies kann unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgrundsatzes kaum Sinn und Zweck des Gesetzes sein (E. 2). Die einzelnen PV-Anlagen stellen als Bestandteil der Liegenschaft Teil des Anlagevermögens dar und werden als solches in der Jahresrechnung bilanziert und laufend abgeschrieben. Steuersystematisch betrachtet scheint es deshalb gerechtfertigt, bei den Photovoltaikanlagen – trotz mangelnder zivilrechtlicher Qualifikation als Grundstück – analog zu den Kapitalanlageliegenschaften eine objektmässige Steuerausscheidung vorzunehmen (E. 3). (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 4.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Dezember 2025, I/1-2025/82). Gegen diesen Entscheid wurde Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben (Verfahren B 2026/2)

		2026-01-28T03:57:02+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen