# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 729417b2-c4ef-559b-97fb-40efdb7faa1f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.04.2016 200 2015 904
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-904_2016-04-13.pdf

## Full Text

200 15 904 IV
MAW/ABE/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. April 2016

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 2. Februar 2000 wegen Rückenproblemen bei der IV-
Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Ant-
wortbeilage [AB] 1). Nachdem die IVB einen Rentenanspruch zunächst 
verneint (AB 22, 47, 55) und das in der Folge angerufene Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern der Versicherten eine Viertelsrente ab dem 
1. Februar 1999 zugesprochen hatte (Urteil vom 1. März 2005, VGE 65017 
[AB 61]), gelangte die Versicherte an das Bundesgericht, welches auf einen 
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ab dem 1. Februar 1999 erkannte 
(Entscheid vom 20. Juli 2005, I 262/05 [AB 67/2]). Mit Verfügung vom 
28. Oktober 2005 (AB 72/3) setzte die IVB die halbe Rente alsdann betrag-
lich fest.

Im Rahmen einer im Februar 2010 eingeleiteten Revision von Amtes
wegen machte die Versicherte geltend, ihr Gesundheitszustand habe sich 
verschlechtert; sie verwies auf Darmprobleme und Müdigkeit (AB 77). Nach 
Abklärungen in erwerblicher (AB 79) und medizinsicher Hinsicht (AB 81 ff.) 
verneinte die IVB eine dauerhafte wesentliche Verschlechterung des Ge-
sundheitszustands und wies das Erhöhungsgesuch ab bzw. bestätigte den 
bisherigen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (unangefochten geblie-
bene Verfügung vom 5. Oktober 2010 [AB 89]).

Im Februar 2014 leitete die IVB eine weitere Rentenrevision ein (AB 93). 
Die Versicherte gab wiederum an, ihr Gesundheitszustand habe sich ver-
schlechtert, wobei sie insbesondere Rücken- und Verdauungsprobleme 
erwähnte (AB 99). Aufgrund von Hinweisen auf eine psychiatrische Pro-
blematik in den anschliessend eingeholten Berichten (AB 100/3, 102/1, 
102/4, 102/7, 106/2) ordnete die IVB auf Empfehlung ihres Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 109/4) eine polydisziplinäre Untersuchung an 
(AB 110). Gestützt auf das entsprechende Gutachten des D.________ 
(MEDAS) vom 28. Januar 2015 (AB 122.1) stellte die IVB der Versicherten 
mit Vorbescheid vom 11. Februar 2015 (AB 124) in Aussicht, die laufende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 3

halbe Rente per 1. Februar 2014 (Einleitung des Revisionsverfahrens; vgl. 
AB 93/1, 94) auf eine ganze Rente zu erhöhen. Dagegen erhob die Versi-
cherte (verspätet) Einwand; sie beantragte eine Rentenerhöhung bereits ab 
Oktober 2011 (AB 131, 134). Am 8. Juni 2015 2015 verfügte die IVB wie 
angekündigt (AB 135). Diese Verfügung wurde am 10. Juni 2015 formlos 
aufgehoben (AB 137); am 14. September 2015 erliess die IVB – (nunmehr) 
unter Berücksichtigung der Anhörung (vgl. AB 137) – eine im Dispositiv 
gleichlautende Verfügung (AB 140).

B.

Gegen die Verfügung vom 14. September 2015 erhob die Versicherte, ver-
treten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________, B.________, am 15. Ok-
tober 2015 Beschwerde. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei 
insofern kostenfällig aufzuheben, als ihr bereits ab Oktober 2011 eine gan-
ze Invalidenrente auszurichten sei. Zur Begründung macht sie im Wesentli-
chen geltend, sie sei krankheitsbedingt nicht in der Lage gewesen, die 
Verschlechterung rechtzeitig anzumelden.

Am 13. November 2015 verzichtete die Beschwerdegegnerin mit Hinweis 
auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung auf eine Beschwer-
deantwort. Sie beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Unaufgefordert reichte die Beschwerdeführerin am 30. November 2015 
eine weitere Eingabe samt einem Arztbericht (Beschwerdebeilage [BB] 3) 
ein. Die Beschwerdegegnerin erhielt Gelegenheit, sich zu dieser als Replik 
entgegen genommenen Eingabe zu äussern; am 15. Dezember 2015 ver-
zichtete sie auf eine Duplik, wobei sie an ihrem bisherigen Antrag festhielt.

Am 12. April 2016 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss Art. 56 
Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 
161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. September 2015 
(AB 140), mit welcher die halbe Rente per 1. Februar 2014 auf eine ganze 
Rente erhöht wurde. Beschwerdeweise wird zwar einzig der Beginn der 
Rentenheraufsetzung beanstandet. Streitgegenstand bildet jedoch die
Invalidenrente als solche, dienen die Teilaspekte eines verfügungsweise 
festgelegten Rechtsverhältnisses (Invaliditätsgrad, Rentenberechnung, 
Rentenbeginn u.a.) doch in der Regel lediglich der Begründung der Verfü-
gung und sind daher grundsätzlich nicht selbstständig anfechtbar (BGE 125 
V 413 E. 2b S. 416). Werden nur einzelne Elemente des Rechtsverhältnis-
ses beanstandet, bedeutet dies somit nicht, dass die unbestrittenen Teilas-
pekte in Rechtskraft erwachsen und demzufolge der richterlichen 
Überprüfung entzogen sind (BGE 125 V 413 E. 2d S. 417). Folglich ist hier 
nicht nur der Zeitpunkt einer allfälligen Rentenerhöhung, sondern auch die-
se als solche zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

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Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 
V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

2.4.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 7

E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.

Vorab ist zu prüfen, ob eine für den Leistungsanspruch potentiell relevante 
Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, wobei der 
Sachverhalt im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 14. Septem-
ber 2015 (AB 140) mit demjenigen am 5. Oktober 2010 (AB 89) zu verglei-
chen ist. Da der Revisionsverfügung vom 5. Oktober 2010 (AB 89) wegen 
der neu hinzugetretenen gastroenterologischen Problematik eine materielle 
Anspruchsüberprüfung vorausging (vgl. AB 79 ff.), bildet jene massgebli-
ches Referenzobjekt (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

3.1 Der anspruchsbestätigenden Verfügung vom 5. Oktober 2010 (AB 
89) lagen insbesondere folgende Arztberichte zugrunde:

3.1.1 Dr. med. E.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH, nannte 
im Gutachten vom 16. August 2003 (AB 37) folgende Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9):

Lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit radikulärer Ausstrahlung links betont 
- Fehlhaltung der LWS (Streckhaltung und links konvexe Skoliose)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 8

- hochgradig verminderte Beweglichkeit 
- Sensibilitätsstörung L5 (S1) links ohne motorisches Defizit oder Reflexstörung
- degenerative Veränderungen (Osteochondrose und Spondylose sowie

Discusbulging L3/4, L4/5 und L5/S1, alte verkalkte Discushernie medio-
foraminal/rezessal L5 links mit möglicher Wurzelreizung L5 links)

Die bisherige Tätigkeit sei im bisherigen Rahmen von maximal 50% mög-
lich; eine erhebliche Leistungseinbusse sollte hierbei nicht auftreten (S. 11). 
In einer anderen Tätigkeit könnten die verbleibenden Fähigkeiten nicht 
besser verwertet werden (S. 12).

3.1.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im Gutachten vom 18. Dezember 2003 (AB 42) eine 
kurze depressive Reaktion (ICD-10 F43.20), Schwierigkeiten mit den öko-
nomischen Verhältnissen (ICD-10 Z59) und Alleinleben (ICD-10 Z60.2). Die 
Persönlichkeit der Explorandin sei grundlegend nicht geschädigt; es seien 
weder anamnestisch noch bei der Untersuchung entsprechende psychopa-
thologische Befunde zu beobachten gewesen. Die depressive Reaktion, 
wofür die finanziellen Schwierigkeiten ausschlaggebend gewesen seien, 
könne nicht als chronifiziertes Leiden angesehen werden, weshalb interdis-
ziplinär (neurochirurgisch-psychiatrisch) von einer 50%-igen Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Eine psychiatrische Therapie sei nicht 
nötig.

3.1.3 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, nannte im Zwischenbericht vom 9. August 2010 (AB 84/1) 
als Diagnosen eine Defäkationsstörung (St. n. Starr-OP) und eine Angst-
symptomatik mit depressiver Episode. Der Gesundheitszustand sei statio-
när. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 50%.

3.2 Die Verfügung vom 14. September 2015 (AB 140) stützt sich mass-
geblich auf das MEDAS-Gutachten vom 28. Januar 2015 (AB 122.1). Darin 
wurden nach allgemeinmedizinischer/internistischer, orthopädischer, neuro-
logischer, gastroenterologischer und psychiatrischer Untersuchung folgen-
de Diagnosen aufgeführt (S. 39 f.):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
• Paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
• Chronisches lumboradikuläres Syndrom links

- sensibles Ausfallssyndrom L5 links

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 9

- Discushernien L3/4, L4/5 und L5/S1 mit präsacralen Facettengelenks-
arthrosen (CT LWS 14.08.2003)

• Chronisches Schmerzsyndrom linke Schulter mit Impingement
- klinisch Supraspinatustendopathie
- bildgebend unauffälliger Befund

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
• Colon irritabile vom Obstipationstyp (DD: Slowtransit-Konstipation)
• obstruktive Defäkationsstörung bei

- Status nach STARR-Operation am 16.01.2009
• Intussuszeption

Aus gastroenterologischer Sicht sei ein Colon irritabile vom Obstipationstyp 
vorhanden. Ferner weise die Explorandin eine obstruktive Defäkations-
störung auf, welche nach der Operation bis heute unverändert persistiere. 
Nach der Aktenlage hätten sich bei den zahlreichen gastroenterologischen 
Untersuchungen keine strukturellen Läsionen feststellen lassen, welche die 
aktuelle Symptomatik erklären würden. Die Symptome hätten sich nicht 
leicht nachvollziehen lassen, was bereits einen Verdacht auf eine im
Vordergrund stehende nicht somatische Komponente ergeben habe. Von 
orthopädischer Seite ständen Rückenschmerzen im Vordergrund. Des Wei-
teren bestehe ein chronisches Schmerzsyndrom im Bereich der linken 
Schulter, eine Tendopathie am linken Handgelenk (S. 40) sowie eine beid-
seitige Tendoperiostose des Trochanter major (S. 41). Von neurologischer 
Seite wurde festgehalten, die Hauptbeschwerden der Explorandin, die 
Bauchbeschwerden im Zusammenhang mit ihrem trägen Darm, seien nicht 
neurogenen Ursprungs (S. 27). Im psychiatrischen Status wurde festgehal-
ten, die Explorandin lebe sehr zurückgezogen, ihr Tagesablauf sei geprägt 
von bizarren irrationalen Handlungen, die ihrer Darmtätigkeit gewidmet 
seien. Ihr Denken sei geprägt von seltsamen, eigenen Körpervorstellungen 
(Körperhalluzinationen) und zwanghaft fixiert auf eine Darmentleerung 
(S. 36). Es liege eine paranoide Schizophrenie vor. Bei dieser Diagnose 
würden körperliche Symptome oft nicht wahrgenommen oder es werde 
nicht adäquat darauf reagiert. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische 
Behandlung sei angezeigt. Berufliche Massnahmen könnten angesichts der 
psychotischen Erkrankung nicht empfohlen werden. Es müsse eine Ar-
beitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft attestiert werden (S. 37). Interdiszi-
plinär bestehe in der bisherigen und auch in allen anderen Tätigkeiten eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit, die mit der Schizophrenie zu begründen sei. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 10

Bezüglich des Beginns gelte der Bericht von Dr. med. H.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, vom Dezember 2013 (vgl. AB 102/4), in welchem ein Verdacht auf 
paranoide Schizophrenie erhoben worden sei (S. 41).

3.3 Das MEDAS-Gutachten vom 28. Januar 2015 (AB 122.1) erfüllt die 
Anforderungen der Rechtsprechung (E. 2.3.1 hiervor) und überzeugt. Es 
beruht auf einlässlichen Untersuchungen und wurde unter Berücksichti-
gung der geklagten Beschwerden sowie in Kenntnis der damaligen Vor-
akten erstattet. In der Darlegung der medizinischen Situation ist die 
Beurteilung widerspruchsfrei und nachvollziehbar begründet. Dem Gutach-
ten kommt somit voller Beweiswert zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353). Dass den Gutachtern der (damals noch nicht im Besitz der Verwal-
tung gewesene) Bericht des Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, Spital J.________, vom 13. Oktober 2011 (BB 3) 
nicht vorgelegen hat, schadet – entgegen der Annahme der Beschwerde-
führerin (Eingabe vom 30. November 2015) – nichts (vgl. E. 4.3.2 hier-
nach).

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat gestützt auf das MEDAS-Gutachten 
zu Recht eine Verschlechterung des Gesundheitszustands bejaht. 
Während im massgebenden Vergleichszeitpunkt nach wie vor die somati-
schen Probleme im Vordergrund standen und eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit 
bestand, liegt nunmehr eine psychisch bedingte vollständige Arbeitsun-
fähigkeit vor (AB 122.1/41). Im Jahr 2003 hatte Dr. med. F.________ eine 
Depressivität festgestellt, diese indessen als vorübergehendes reaktives 
Geschehen qualifiziert und eine invalidisierende Wirkung verneint; eine 
Persönlichkeitspathologie hatte er explizit ausgeschlossen (AB 42/5). Als-
dann wies der Hausarzt im Jahr 2010 (fachfremd) auf eine Angstsympto-
matik mit depressiver Episode hin, wobei er dieser keine zusätzlichen 
Auswirkungen auf die somatisch eingeschränkte Arbeitsfähigkeit zuschrieb 
(AB 84/1). Noch im Frühjahr 2010 fanden einzig somatisch bedingte Be-
handlungen statt (AB 84/1 ff.). Zwar wurde damals in Bezug auf die Darm-
symptomatik eine „gewisse Mitbeteiligung der Psyche“ nicht 
ausgeschlossen (AB 84/4); eine massgebliche psychogene Ursache der 
Defäkationsstörung wurde dannzumal jedoch nicht in Betracht gezogen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 11

(vgl. AB 84/1 ff.). Abgesehen von der Verlagerung von einem rein somati-
schen zu einem vorwiegend psychischen Beschwerdebild bzw. der Er-
kenntnis, dass die Abdominalproblematik auch funktionell bedingt ist (vgl. 
BB 3; AB 102/2, 102/7, 122.1/40), manifestierte sich im Vergleichszeitraum 
insbesondere die schizophrene Erkrankung, welche eine nunmehr 
vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat (AB 102 ff.). Damit sind poten-
tiell anspruchsrelevante Veränderungen in den tatsächlichen Verhältnissen 
im Sinne eines Revisionsgrundes ausgewiesen; der Rentenanspruch ist frei 
zu prüfen (vgl. E. 2.4.3 hiervor).

3.3.2 Mit dem voll beweiskräftigen MEDAS-Gutachten ist erstellt, dass der 
Beschwerdeführerin im ersten Arbeitsmarkt keine Erwerbstätigkeit mehr 
zumutbar ist. Besteht nicht nur für die angestammte, sondern auch für jeg-
liche andere Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, resultiert von 
vornherein ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente, entspricht ein fehlendes 
Invalideneinkommen doch einem Invaliditätsgrad von 100% (vgl. Art. 16 
ATSG; E. 2.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat die halbe Rente damit 
zu Recht auf eine ganze Rente erhöht. Zu prüfen bleibt der Zeitpunkt, ab 
welchem die Rente zu erhöhen ist.

4.

4.1 Gemäss Art. 88bis Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversi-
cherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) erfolgt die Erhöhung der 
Renten, der Hilflosenentschädigungen und der Assistenzbeiträge – von 
einer hier nicht zur Diskussion stehenden Ausnahme abgesehen (lit. c) – 
frühestens von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wur-
de (lit. a) oder, bei einer Revision von Amtes wegen, von dem für diese 
vorgesehenen Monat an (lit. b).

Das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über 
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH [abrufbar 
unter www.bsv.admin.ch]) sieht im 1. Kapitel (Beginn und Ende des Ren-
tenanspruchs) in Rz. 2028 (in der hier massgebenden, ab 1. Januar 2011 
gültig gewesenen Fassung) Folgendes vor:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 12

Konnte die versicherte Person jedoch den anspruchsbegründen Sachverhalt nicht 
kennen oder war sie aus wichtigen Gründen objektiv verhindert, sich rechtzeitig an-
zumelden (z.B. bei Vorliegen eines schweren psychischen Leidens) so wird ihr die 
Leistung rückwirkend zugesprochen, sofern sie die Anmeldung innert 6 Monaten 
seit Kenntnisnahme des Sachverhalts oder seit Wegfall des Hindernisses einreicht 
(…). Dies gilt selbst dann, wenn gewisse andere, nach Art. 66 Abs. 1 IVV legitimier-
te Personen die rechtzeitige Anmeldung unterlassen haben, obwohl sie dazu in der 
Lage gewesen wären (…). In diesen Fällen erhält die versicherte Person ab dem 
Zeitpunkt Leistungen, in welchem objektiv betrachtet sämtliche Voraussetzungen 
für den Rentenanspruch erfüllt waren. Die Nachzahlung kann jedoch vom Monat 
der Anmeldung an maximal fünf Jahre zurück erfolgen (…).

4.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie sei aus Krankheitsgründen 
nicht in der Lage gewesen, die hier zur Diskussion stehende Verschlechte-
rung ihres Gesundheitszustands rechtzeitig bzw. überhaupt geltend zu ma-
chen. Deshalb sei die Rente nicht erst auf den Zeitpunkt der Einleitung des 
Revisionsverfahrens von Amtes wegen (Februar 2014 [AB 93 f.]), sondern 
– in sinngemässer Anwendung von Rz. 2028 KSIH – schon per 1. Oktober 
2011 (vgl. AB 102/8) zu erhöhen.

Wie nachfolgend aufgezeigt wird, kann im vorliegenden Fall offen bleiben, 
ob die (für das Gericht nicht verbindliche [BGE 141 V 365 E. 2.4 S. 368]) 
Rz. 2028 KSIH (E. 4.1 hiervor) gesetzmässig ist resp. ob die ihr zugrunde 
liegende Bestimmung von Art. 48 Abs. 2 lit. a IVG grundsätzlich sinn-
gemäss auch für Renten gilt (vgl. auch Art. 46 Abs. 2 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG; SR 831.10]). Gleichermassen offen gelassen werden kann die 
Rechtsfrage, ob die genannte Verwaltungsweisung bei gegebener Ge-
setzmässigkeit – mit der Beschwerdegegnerin (vgl. S. 3 der angefochtenen 
Verfügung [in den Gerichtsakten und BB 1; bei AB 140 nicht vorhanden]) – 
nur im Rahmen von verspäteten (Erst- und Neu-)Anmeldungen oder – mit 
der Beschwerdeführerin – auch für nicht rechtzeitig beantragte Rentener-
höhungen resp. in Revisionsverfahren zur Anwendung kommt.

4.3 Dass ein anspruchsbegründender Sachverhalt nicht erkennbar ge-
wesen ist oder dass die versicherte Person trotz entsprechender Kenntnis 
krankheitsbedingt daran gehindert war, sich anzumelden oder jemanden 
mit der Anmeldung zu betrauen, wird von der Rechtsprechung nur sehr 
zurückhaltend angenommen. Das Bundesgericht anerkennt dies einzig bei 
Vorliegen schwerer – vorab psychischer – Erkrankungen, so namentlich bei 
Schizophrenie (BGE 139 V 289 E. 4.2 S. 292; vgl. auch Entscheid des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 13

Bundesgerichts [BGer] vom 20. Februar 2006, I 824/05, E. 2; je mit Hinwei-
sen).

4.3.1 Die Beschwerdeführerin leidet an einer paranoiden Schizophrenie 
(ICD-10 F20.0; AB 122.1/36). Was den Beginn der schizophrenen Erkran-
kung anbelangt, sind den Akten folgende Angaben zu entnehmen: 

Im MEDAS-Gutachten vom 28. Januar 2015 wurde dargelegt, bei der Be-
schwerdeführerin handle es sich um eine psychisch schwer erkrankte Per-
son, die ein seit „vielen Jahren bestehendes“ psychotisches Geschehen im 
Rahmen einer paranoiden Schizophrenie aufweise, was die Arbeitsun-
fähigkeit ausreichend begründe (AB 122.1/41). Unter Bezugnahme auf den 
Bericht des Psychiaters Dr. med. H.________ vom 10. Dezember 2013 
(AB 102/4 [„Wahrscheinliche paranoide Schizophrenie“]) wurde der Zeit-
punkt der Erkrankung auf Dezember 2013 festgelegt (AB 122.1/41).

Während Dr. med. I.________ im Bericht vom 21. November 2013 (AB 
102/7) als Diagnose einen Verdacht auf paranoide Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F60.0) nannte, erwähnte er im – erst im Beschwerdeverfahren 
eingereichten bzw. bis dahin nicht aktenkundigen – Bericht vom 13. Okto-
ber 2011 (BB 3) akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 F60.9). Die Be-
schwerdeführerin fühlte sich bereits damals (2011) im Haus beobachtet 
und hatte den Eindruck, dass ihre Telefonate vom Hauswart abgehört wer-
den. In der Folge ging Dr. med. I.________ denn auch von „paranoiden 
Anteilen“ aus (BB 3, S. 2).

4.3.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist hinsichtlich 
des Beginns der paranoiden Schizophrenie nicht auf den Bericht von Dr. 
med. I.________ vom 13. Oktober 2011 (BB 3) abzustellen. Im fraglichen 
Bericht ist keine Rede von einer Schizophrenie. Zwar wurden paranoide 
Anteile erwähnt, jedoch (lediglich) akzentuierte Persönlichkeitszüge dia-
gnostiziert; solche stellen rechtsprechungsgemäss keine psychische 
Störung von erheblicher Schwere und Ausprägung dar (vgl. bspw. Ent-
scheid des BGer vom 9. April 2014, 9C_5/2014, E. 4.1.1). Dass die Dia-
gnose mit der falschen Kodierung nach ICD-10 (F60.9 [für nicht näher 
bezeichnete Persönlichkeitsstörung], statt: Z73.1) versehen wurde, ändert 
daran nichts. Damit ist erstellt, dass das psychische Geschehen damals 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 14

zwar bereits – mindestens teilweise – vorlag, es aber allein als Persönlich-
keitszug gedeutet wurde und es deshalb auch keine Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit hatte. Insofern ist im Umstand, dass im MEDAS-Gutachten 
einerseits ein „seit vielen Jahren“ bestehendes psychotisches Geschehen 
festgestellt, die vollständige Arbeitsunfähigkeit resp. die dafür verantwortli-
che Schizophrenie aber (erst) per Dezember 2013 als gegeben erachtet 
wurde (AB 122.1/41), kein Widerspruch zu erblicken. Bei diesen Gegeben-
heiten schadet es denn auch nicht, dass der mit der Replik zu den Akten 
gegebene Bericht des Dr. med. I.________ vom 13. Oktober 2011 (BB 3) 
den Gutachtern nicht vorlag (vgl. auch E. 3.3 hiervor).

Beweismässig ist damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 
138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass die psychische Störung, die eine gänz-
liche Erwerbsunfähigkeit bewirkt, bereits seit Oktober 2011 vorliegt (vgl. 
Eingabe der Beschwerdeführerin vom 30. November 2015). Vielmehr ist 
vom Eintritt der relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustands 
Ende 2013 auszugehen. Ob die entsprechende Krankheit seit November 
2013 (AB 102/7 [Verdacht auf paranoide Persönlichkeitsstörung]) oder seit 
Dezember 2013 (AB 102/4 [Wahrscheinliche paranoide Schizophrenie] 
bzw. AB 122.1/41 [paranoide Schizophrenie]) besteht resp. gemäss 
Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen ist, braucht letztlich nicht näher ge-
prüft zu werden. Denn die Beschwerdegegnerin hat die Rente zu Recht in 
Anwendung von Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV per Februar 2014 erhöht.

4.4 Nach dem Dargelegten ist die Rentenerhöhung per 1. Februar 2014 
und damit die angefochtene Verfügung vom 14. September 2015 (AB 140) 
nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Verfahrensausgang hat 
die unterliegende Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten, gerichtlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. April 2016, IV/15/904, Seite 15

bestimmt auf Fr. 800.--, zu bezahlen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden 
dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.