# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05913ae4-94b7-554d-9c78-11bc30f6955a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.07.2023 I 2023 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2023-12_2023-07-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2023 12

Entscheid vom 12. Juli 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1972 im Iran, wo er rund 12 Jahre als Steinmetz/Maurer 
gearbeitet hatte) lebt seit Juni 2000 in der Schweiz, wo er für verschiedene Ar-
beitgeber, u.a. das Hotel B.________, die C.________ AG sowie für Firmen zur 
Vermittlung von temporären Arbeitskräften (zuletzt wurde er für den Zeitraum 
vom 30.4.2019 bis 9.7.2019 der Firma M.________ als Produktionsmitarbeiter 
vermittelt) erwerbstätig war (vgl. IV-act. 11,16, 17, 20, 21). 

Am 30. Juni 2021 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung für Leistungen (berufli-
che Integration/Rente) ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden wie 
folgt umschrieben: Nieren- und Herzprobleme, Bluthochdruck, Probleme mit Knie 
und Auge. Die Arbeitsunfähigkeit (von 100%) sei seit 27. Juni 2018 bzw. 1. Au-
gust 2019 bestehend (vgl. IV-act. 11-6/10 Ziff. 6.1). 

B.1 Nach Abklärung und Einholung diverser medizinischer Berichte nahm die 
RAD-Ärztin N.________ (Allg. Innere Medizin FMH) am 24. August 2021 dahin-
gehend Stellung, dass A.________ für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Pro-
duktionsmitarbeiter sowie in adaptierten Tätigkeiten als 100% arbeitsfähig zu be-
urteilen sei (IV-act. 23). Daraufhin kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 
27. August 2021 an, das Leistungsbegehren abzuweisen. Dagegen reichte 
A.________ am 1. September 2021 Einwände und verschiedene Arbeitsunfähig-
keitszeugnisse ein (IV-act. 26).

B.2 Mit Verfügung vom 27. September 2021 wies die IV-Stelle - nach Stellung-
nahme der RAD-Ärztin vom 21. September 2021, mit welcher sie an ihrer ur-
sprünglichen Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 100% festhielt - das Leis-
tungsbegehren ab (IV-act. 28, 30). 

B.3 Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht mit 
Entscheid VGE I 2021 70 vom 11. Februar 2022 insoweit gut, als die angefoch-
tene Verfügung aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wurde, damit sie im Sinne der Erwägungen vorgehe und alsdann über den Leis-
tungsanspruch neu befinde (IV-act. 37).

C. Nach Einholung weiterer medizinischer Berichte sowie Stellungnahme der 
RAD-Ärztin N.________ vom 15. September 2022 (IV-act. 49) teilte die IV-Stelle 
A.________ mit Vorbescheid vom 20. Oktober 2022 mit, dass vorgesehen sei, 
das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 51). Dagegen erhob A.________ am 
9. November 2022 (Posteingang am 14.11.2022) Einwände (IV-act. 54) und 
reichte am 19. Dezember 2022 weitere Unterlagen, insbesondere Arztberichte, 
ein (IV-act. 56). Nach erneuter Einholung einer Stellungnahme der RAD-Ärztin 

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N.________ am 24. Januar 2023 (IV-act. 59) wies die IV-Stelle das Leistungsbe-
gehren von A.________ bei einem ermittelten IV-Grad von 20% mit Verfügung 
vom 30. Januar 2023 ab (IV-act. 61).

D. Gegen diese Verfügung reicht A.________ am 14. Februar 2023 fristge-
recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein, mit den 
Anträgen:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 30.01.2023 sei aufzuheben.

2. Der Anspruch auf eine Invalidenrente für den Beschwerdeführer sei 
rückwirkend ab IV-Anmeldung vom 30.06.2021 noch einmal aufgrund der 
aktuellen medizinischen Einschätzung durch einen Drittgutachter zu prüfen.

3. Dem Beschwerdeführer sei im Verfahren vor Verwaltungsgericht ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen und die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren.

Mit Vernehmlassung vom 17. März 2023 beantragt die IV-Stelle, die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
vom 19. Juni 1959 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 
2000 gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheits-
schaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die 
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähig-
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG Anspruch:
- auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent und, 
- auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid ist. 

1.1.2  Anzufügen ist, dass der Gesetzgeber mit der Gesetzesrevision "Weite-
rentwicklung der IV" (WEIV) bzw. den Änderungen des IVG vom 19. Juni 2020, 
welche per 1. Januar 2022 in Kraft getreten sind, u.a. ein neues, stufenloses 
Rentensystem eingeführt hat. Mit diesem Wechsel wird die Höhe des Anspruchs 
auf eine Invalidenrente neu in prozentualen Anteilen einer ganzen Rente festge-

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legt und nicht mehr wie bisher nach Viertelsrentenstufen (vgl. E. 1.1.1 in fine). Al-
lerdings gilt das stufenlose Rentensystem für Rentenansprüche ab dem 1. Janu-
ar 2022. Rentenansprüche, die vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind, werden 
noch nach altem Recht zugesprochen (vgl. die Übergangsbestimmungen zur 
IVG-Änderung vom 19.6.2020).

1.1.3  Zwar erging die dem hier angefochtenen Entscheid zugrunde liegende 
Verfügung erst nach dem 1. Januar 2022. Vorliegend steht indessen ein ggf. 
noch im Jahr 2021 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion (vgl. Art 29 
Abs. 1 IVG). Damit beurteilt sich die vorliegende Streitigkeit allein nach der bis 
zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage. Da der Beschwerdeführer zu-
dem am 1. Januar 2022 zwar das 30., aber noch nicht das 55. Altersjahr vollen-
det hatte, bleibt dieser Anspruch so lange bestehen, bis ein Revisionsgrund nach 
Art. 17 Abs. 1 ATSG eintritt.

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 E. 3d). Wer nicht 
mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig und mit-
hin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 E. 1b).

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 

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zu sorgen (BGE 122 V 157 E. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelieren 
die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung des 
Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG N 
10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 E. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4).

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 
V 157 E. 1c). 

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a).

1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil BGer 9C_437/2012 vom 6.11.2012 E. 

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3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 
105 V 156 E. 1 begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte Rechtsprechung, 
z.B. BGE 132 V 93 E. 4).

1.6 Nach konstanter Rechtsprechung darf die IV-Stelle (bzw. im Beschwerde-
verfahren das Sozialversicherungsgericht) sich auf Berichte versicherungsinter-
ner medizinischer Fachpersonen (vom Regionalen Ärztlichen Dienst, RAD, der 
IV-Stellen) abstützen und mithin auch ohne Einholung eines externen Gutach-
tens einen Versicherungsfall nach Massgabe der eingeholten medizinischen Be-
richte entscheiden. Allerdings sind in solchen Fällen an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen, indem bei auch nur geringen Zweifeln an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen grundsätzlich ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. dazu statt 
vieler Urteil BGer 9C_647/2020 vom 26.8.2021 E. 4.2 mit Verweis auf BGE 142 
V 58 E. 5.1f. mit Hinweisen; BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine mit Hinweis).

1.7 Anzufügen ist, dass sich der gerichtliche Überprüfungszeitraum grundsätz-
lich auf den Sachverhalt beschränkt, wie er sich bis zum Erlass der angefochte-
nen Verfügung (hier der Verfügung vom 30.1.2023) verwirklicht hat (BGE 143 V 
409 E. 2.1). Das kantonale Gericht hat aber nach der höchstrichterlichen Recht-
sprechung spätere Berichte und Dokumente in die Beurteilung miteinzubeziehen, 
sowie sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungs-
verfahrens gegebene Situation erlauben (vgl. Urteil BGer 8C_503/2021 vom 
18.11.2021 E. 4.1 m.w.H.).

2. Zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers sowie 
den Auswirkungen auf das verbliebene (zumutbare) Leistungsvermögen, sind 
den Akten u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

2.1.1 Im Entscheid VGE I 2021 70 vom 11. Februar 2022 hat das 
Verwaltungsgericht in E. 2ff. bereits die damals vorliegenden medizinischen 
Akten zusammengefasst dargelegt, worauf vorliegend verwiesen werden kann. 

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2.1.2 Hervorzuheben ist die Beurteilung der RAD-Ärztin N.________ vom 24. 
August 2021, in welcher die Ärztin zur gesamten medizinischen Aktenlage wie 
folgt Stellung nahm (IV-act. 23):

Welche AF-relevanten Diagnosen/ Gesundheitsschäden liegen vor und welche 
Einschränkungen verursachen diese?
Keine Diagnosen/Gesundheitsschäden von längerer Dauer.

Koronare 1-Gefässerkrankung:
Hier erfolgte ein suffizientes Stenting bei St.n. posterolateralem NSTEMI am 
10.04.21 mit Nachweis einer guten Herzfunktion (TTE 10.04.21: normale linksven-
trikuläre Funktion) (EF 68%)

Arterielle Hypertonie, schwer einstellbarer Hypertonus:
Die Therapieoptionen waren gemäss Aktenlage zu 11/20 noch nicht ausgeschöpft, 
zur Optimierung der Blutdruckeinstellung wurden gemäss Bericht Spital 
P.________ vom 13.11.20 verschiedene Behandlungsempfehlungen abgegeben 
(S. 42/ Scan 26.07.21). Es ist unklar, inwieweit diese Behandlungsoptionen umge-
setzt wurden. Ein langandauernder Gesundheitsschaden ergibt sich aus dieser 
Diagnose aufgrund der guten Behandelbarkeit nicht.

Chronisches thorakovertebrales Schmerzsyndrom:
Unter den üblichen Behandlungsoptionen (Analgesie und Physiotherapie/ Manual-
behandlungen) ist hier kein andauernder Gesundheitsschaden ableitbar.

COPD Gold Stadium 1a:
- RF: persistierender Nikotinkonsum

Durch Nikotinverzicht kann diese Erkrankung zumindest verlangsamt oder aufge-
halten werden. Dieses Stadium ist aufgrund der aktuell noch geringen Einschrän-
kungen ohne AU-Relevanz bei leichten und mittelleichten Tätigkeiten.

Hyperhidrosis unklarer Ätiologie ES ca. 2013
Mögliche Behandlungsoptionen wurden noch nicht vollständig ausgeschöpft. Des 
Weiteren kann eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus diesem Symptom nicht 
abgeleitet werden. Allenfalls bei hygienisch bedenklichen Tätigkeiten/ Kundenkon-
takt ist von Einschränkungen auszugehen. Eine einfache Tätigkeit in der Produkti-
on ist möglich.

Nebennieren-Adenom links:
Dies ist ein gutartiger Tumor der Nebennierenrinde, welcher vermutlich i.R. einer 
abdominellen Bildgebung (CT) aufgefallen ist. Ein Befund ist nicht vorliegend. 
Gemäss endokrinologischer Untersuchung USZ 05/2020 fanden sich keine Auffäl-
ligkeiten. Eine AU-Relevanz kann hier nicht nachvollzogen werden.

Polyglobulie:
Zu diesem Laborwertbeschrieb finden sich keine entsprechenden Laborwerte, so-
dass weder die Schwere der Polyglobulie abzuschätzen ist noch werden akte-
nanamnestisch entsprechende funktionelle Einschränkungen beschreiben, welche 
auch nicht nachvollziehbar wären. Eine Polyglobulie ist sicher abklärungsbedürftig, 
jedoch mittels schulmedizinischer Massnahmen behandelbar und stellt keinen lan-
gandauernden Gesundheitsschaden dar.

Ein AU-relevanter langandauernder Gesundheitsschaden ist aus versicherungs-
medizinischer Sicht nicht festzustellen.

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Wie hoch ist die medizinisch zumutbare AF in angestammter Tätigkeit als ehemali-
ger Produktionsmitarbeiter?
100%

Wie wird die medizinisch zumutbare AF in adaptierter Tätigkeit beurteilt?
100%

Was ist in der adaptierten Tätigkeit aus medizinisch theoretischer Sicht zu berück-
sichtigen? Zum weiteren Vorgehen?
Alle Tätigkeiten, bei denen eine übermässige Schweisssekretion ein Problem dar-
stellt, z.B. Verpackung v. hochwertigen Waren, Lebensmittelindustrie. Logistik, 
Kundenkontakt. Ideal wäre eine Tätigkeit in kühler/klimatisierter Umgebung.

2.1.3 In der Folge reichte der Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht einen 
Bericht seines Hausarztes Dr.med. univ. K.________ (Facharzt Innere Medizin) 
vom 25. Januar 2022, eine Beurteilung von Dipl. Arzt O.________ (Facharzt für 
Ophthalmologie) vom 21. April 2021, einen Sprechstundenbericht vom 26. No-
vember 2021 des Spitals P.________ (Q.________, Oberärztin Kardiologie) so-
wie einen ambulanten Bericht des Pneumologen Dr.med. D.________ (Leitender 
Arzt) vom 23. Dezember 2021 ein (IV-act. 36). Zusammenfassend hielt der 
Hausarzt Dr.med. univ. K.________ in seinem Bericht fest (IV-act. 36-3/12):

Laut R.________ besteht am linken Auge eine vollständige Amblyopie bei Aniso-
metropie, das heisst dieses Auge ist vollkommen unbrauchbar und eine Therapie 
in diesem Alter nicht mehr möglich, dies hätte schon in seiner Kindheit erfolgen 
müssen.
Bezüglich des Herzens gab es im letzten Jahr mehrere Ereignisse, die einem Her-
zinfarkt gleichzustellen sind, weshalb der Patient einen Stent brauchte und eine 
verminderte Leistungsfähigkeit des Herzens hat. Es besteht eine sogenannte MI-
NOCA, dies bedeutet, dass es zum Auftreten von Minderdurchblutungen des Her-
zens kommt ohne dass entsprechende Veränderungen an den Herzkranzgefässen 
vorhanden sind. Dies führt aber zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit und es ist 
nicht vorhersehbar, wann der nächste Anfall erfolgen wird. So bleibt es nur die 
kardiovaskulären Risikofaktoren, die Hypertonie, die Dyslipidämie zu behandeln.
Von Seiten der Lunge besteht nur eine leichte Einschränkung der 
Belastungsfähigkeit. Es besteht aber ein sogenanntes Schlafapnoesyndrom, 
welches die Leistungsfähigkeit weiter einschränkt.

2.1.4 Die Würdigung der vorstehend dargelegten Sachlage in VGE I 2021 70 
vom 11. Februar 2022, welche zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz führte, lautete wie folgt (E. 3.1ff.).

Es handle sich um einen 49-jährigen Versicherten mit multiplen Erkrankungen, 
die sich grundsätzlich mindestens teilweise auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit 
auswirken würden (namentlich die koronare Herzkrankheit, die Rückenbe-
schwerden und die Hyperhidrosis). Es treffe an sich zu, dass die angeführten ge-
sundheitlichen Probleme des Versicherten nach der Aktenlage ausreichend un-
tersucht und entsprechende Behandlungsoptionen angesprochen worden seien. 

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Hingegen könne der Argumentation in der angefochtenen Verfügung, welche 
sich ausschliesslich auf die Einschätzung der RAD-Fachärztin abstütze und im 
Wesentlichen beinhalte, dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit 
(Lagermitarbeiter) und in angepassten Tätigkeiten uneingeschränkt (100%) ar-
beitsfähig sei, nicht tel quel beigepflichtet werden. Hinreichend begründete Zwei-
fel an dieser Einschätzung der RAD-Fachärztin seien darin zu erblicken, dass der 
Hausarzt im Rahmen einer gesamtheitlichen Beurteilung aller Krankheitsfaktoren 
sinngemäss von einer reduzierten Belastbarkeit bzw. Leistungsfähigkeit ausge-
he, und zwar auch für grundsätzlich leichte, adaptierte Arbeiten, was im Lichte 
der konkreten Umstände durchaus einleuchte. Mit anderen Worten sei es glaub-
haft, dass der Versicherte mit den dargelegten gesundheitlichen Problemen nicht 
mehr (im Vergleich zu gesunden Versicherten) uneingeschränkt 100% arbeits-
fähig sei, zumal wenn die koronare Situation (mit 2 Koronarangiographien vor 
dem Erlass der angefochtenen Verfügung) hinreichend mitberücksichtigt werde. 
Angesichts solcher begründeter Zweifel an der dargelegten Einschätzung der 
RAD-Fachärztin, welche eine gesamthafte Beurteilung der Auswirkungen aller 
gesundheitlichen Probleme auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit vermissen lasse 
(indem beispielsweise auch nicht eine verminderte Leistungsfähigkeit durch ei-
nen massgeblichen zusätzlichen Pausenbedarf zugestanden worden sei), erwei-
se sich die Beschwerde als begründet. Wie es sich verhalten würde, wenn die 
RAD-Fachärztin in ihrer Einschätzung der gesundheitlichen Situation des Versi-
cherten vom 24. August 2021 für die Summe aller gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen einen zusätzlichen Pausenbedarf und/oder pauschal eine Einschränkung 
der Leistungsfähigkeit beispielsweise von rund 20% bis 25% anerkannt hätte, 
könne hier offen bleiben (E. 3.1).

Für eine Rückweisung sprach denn auch, dass in der angefochtenen Verfügung 
kein Einkommensvergleich durchgeführt worden sei. Dabei sei die Anwendung 
der Rechtsprechung zur Parallelisierung der Vergleichseinkommen zu prüfen (E. 
3.2).

Zum Zeitpunkt des Entscheides erachtete das Verwaltungsgericht eine externe 
Begutachtung nicht zwingend als nötig (E. 3.3).

2.2 Daraufhin holte die Vorinstanz bei den behandelnden Ärzten weitere Be-
richte ein, welchen die folgenden Beurteilungen zu entnehmen sind (IV-act. 41).

2.2.1 Der Beschwerdeführer war vom 12. August 2021 bis 14. August 2021 bei 
einem akuten koronaren Syndrom mit 12-stündigem Brustschmerz und Troponi-
nanstieg auf 4'000 ng/l, was gemäss dem Kardiologen Prof. Dr.med. E.________ 
einem septalen Infarkt entspreche, bei peripherem Verschluss eines septalen As-

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tes des RIVA, im Herzgefässzentrum Zürich hospitalisiert. Als wahrscheinlichste 
Ursache des Infarktgeschehens wurde eine akzelerierte Arteriosklerose genannt. 
Hierfür spreche die rasche Beschwerdefreiheit des Beschwerdeführers, der nur 
geringe Enzymanstieg mit weitgehender Normalisierung der CK-MB-Werte am 
13. August 2021. Differentialdiagnostisch sei bei dem nicht ganz typischen Ver-
lauf auch ein entzündliches Geschehen (Vaskulitis/Myokarditis) in die Überle-
gungen eingeflossen, weshalb eine breite rheumatologische Abklärung (Labor) 
eingeleitet worden sei. Diese habe ausschliesslich normale Werte ergeben. Der 
weitere Verlauf sei unkompliziert gewesen bei kardialer Beschwerdefreiheit, kei-
ne Zeichen einer Herzinsuffizienz und keine Rhythmusstörungen (IV-act. 41-
5f./7). Dr.med. F.________ (FMH Kardiologie) hielt in seinem Bericht vom 6. Ok-
tober 2021 folgende Beurteilung fest (IV-act. 41-3f./7):

Nachweis einer umschrieben, subendokardialen Narbe septal basal bis 
midventrikulär ohne begleitendes Ödem. Subendokardiale Narbe inferolateral 
basal bis midventrikulär ohne begleitendes Ödem. Kein Nachweis einer Ischämie. 
Erhaltene Pumpfunktion des linken Ventrikels bei diskreter Hypokinesie septal 
midventrikulär und inferolateral basal bis midventrikulär. LVEF 66%. 

Gegenüber der Voruntersuchung vom 12.08.2021 Abnahme der Kontrastmittel-
Aufnahme im Septum und verschwinden des Oedems. Keine neuen Herde. Die 
aktuellen, konsolidierten Befunde sind koronartypisch.

2.2.2 Am 15. März 2022 stellte sich der Beschwerdeführer der Kardiologin 
Q.________ vorzeitig vor bei erneuter Angabe von Thoraxschmerzen bei kompli-
zierter koronarer Vorgeschichte (der zwischenzeitlich erfolgte Bericht der Kardio-
login vom 7.12.2012 wurde in VGE I 2021 70 vom 11.2.2022 E. 2.7.1 bereits ge-
würdigt). Zuletzt habe eine Koronarangiographie am 14. Oktober 2021 bei Tho-
raxschmerzen und nur leicht erhöhtem Troponin von 28 ng/ml stattgefunden, wo-
bei keine Reststenose vorhanden gewesen sei. Echokardiographisch zeigte sich 
ein stabiler Befund. Es wurde eine erneute MRI-Untersuchung in Auftrag gege-
ben (IV-act. 42-10/14).

2.2.3 Am 16. Mai 2022 erfolgte eine kardiologische Beurteilung durch Dr.med. 
F.________ bei aktuell rezidivierenden, nicht anginösen Thoraxbeschwerden. 
Echokardiographisch zeigte sich ein stabiler Befund. Unter Berücksichtigung des 
MRI Herz vom gleichen Tag fand sich im Ergebnis kein Nachweis einer belas-
tungsinduzierten Ischämie, bekannte subendokardiale Narben inferolateral von 
basal bis midventrikulär sowie septal basal. Die Perfusionsdefekte deckten sich 
mit den vernarbten Arealen. Erhaltene Pumpfunktion des linken Ventrikels bei 
Hypokiensie inferolateral. LVEF 60%. Hinweise auf eine Myokarditis fanden sich 
nicht (IV-act. 41-1f./7, 42-7/14).

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2.2.4 Gemäss Bericht der Kardiologin Q.________ vom 7. Juni 2022 sei die 
Hauptursache der Arbeitsunfähigkeit wahrscheinlich die Schmerzsituation. Kardi-
al bestehe eine stabile Situation. Eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei beim 
Hausarzt sowie bei Dr.med. G.________ (Leitender Arzt Schmerzmedizin Spital 
P.________) zu erfragen (IV-act. 42-4/14; vgl. auch IV-act. 57-26ff./147). Im Ok-
tober 2022 stellte sich der Beschwerdeführer erneut notfallmässig bei retroster-
nalen brennenden Schmerzen vor (IV-act. 57-37ff./147).

2.2.5 Im Bericht von Dr.med. G.________ vom 20. August 2022 werden folgende 
Diagnosen aufgeführt (IV-act. 46-3/3):

1. ICD-11 MG30.02 Chronic primary musculoskeletal pain 
• Chronische muskuloskelettalen Schmerzen thorakolumbal 
• Ätiologie: biologisch a.e. rein myofazialen-haltungsbedingt bei 

ausgeprägtem muskulären Hartspann und kyphotischer Fehlhaltung, DD 
facettogen, kein Hinweis auf Radikulopathie, psychosoziale Anteile der 
Schmerzverarbeitung vorliegend 

• Interventionen: 
• unklare thorakale Intervention 2016, Zürich 
• Positive diagn. MBB Th10-L1 rechts am 30.05.2022, Dres. 

G.________/T.________ 
• Positive diagn. MBB Th10-L1 rechts am 10.06.2022, Dres. 

G.________/U.________/T.________ 
• Thermokoagulation MB Th10-L1 rechts am 04.07.2022, Dr. 

G.________ 
• Chronische, belastungsabh. Wadenschmerzen 
• Ätiologie: unklar, a.e. myofaszial 
• vaskuläre, neurogene und spinale Genese ausgeschlossen 

2. Fremddiagnosen 
• KHK 
• ACS 08/2021 
• posterolateralem Non-STEMI am 10.04.2021 mit PCI und Stenting einer 

subtotalen RCX-Stenose am 10.04.2021 
• erhaltene linksventrikuläre Funktion (LVEF 77 %) 
• cvRF: art. Hypertonie, Dyslipidämie, chronischer Nikotinkonsum von 30 py 

aktuell sistiert, Adipositas 
• COPD Gold Stadium la 
• OSAS, ED 09/2021

Gemäss Dr.med. G.________ attestiere die Schmerzambulanz keine Arbeitsun-
fähigkeit. Aktuell bestehe eine stabile aber noch optimierungsbedürftige Situation 
mit belastungsabhängiger Selbstlimitierung und neben medikamentöser Therapie 
hauptsächlich MTT. Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei grundsätzlich positiv, 
da momentan vor allem psychosoziale Selbstlimitierung und Sorgen belastend 
seien. Unter muskuloskeletalem Aufbau und MTT körperlich gute Voraussetzung 
für ein restitutio ad integrum (IV-act. 43; vgl. auch IV-act. 57-62ff./147).

12

2.2.6 Am 15. September 2022 nimmt RAD-Ärztin N.________ zu den obgenann-
ten neu eingeholten Arztberichten Stellung. Dabei verweist sie auf die beschrie-
benen Diagnosen in der RAD-Stellungnahme vom 24. August 2021. Diesbezüg-
lich seien keine neuen medizinischen Informationen hinzugekommen, die zu ei-
ner anderen Einschätzung des Gesundheitszustandes führen würden. Im Bericht 
der Schmerzklinik Spital P.________ würden jedoch noch die Diagnosen: "ICD-
11 MG30.02 Chronic primary musculoskeletal pain, chronische muskuloskelettale 
Schmerzen thorakolumbal und chronische belastungsabh. Wadenschmerzen" 
genannt. Diese Diagnosen würden als stabil aber noch optimierungsbedürftig 
angesehen. Ein Fortführen des muskuloskelettalen Aufbaus sei empfohlen wor-
den. Bezüglich der Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei eine Selbstlimitierung der 
versicherten Person aus psychosozialen Gründen (IV-fremd) erwähnt worden. 
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sei seitens des Spitals P.________ nicht 
ausgestellt worden. Die orthopädischen Diagnosen seien mit den üblichen thera-
peutischen Massnahmen gut behandelbar, sodass keine länger andauernde 
höhergradige Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit nachvollziehbar sei.

Aufgrund des dennoch eher komplexen gesundheitlichen Zustands mit offenbar 
aktuell im Vordergrund stehender Schmerzsituation sei für die Gesamtheit aller 
gesundheitlicher Beeinträchtigungen ein vermehrter Pausenbedarf nachvollzieh-
bar. Dieser Pausenbedarf würde eine ca. 20%-ige Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit bedeuten. Die RAD-Ärztin attestierte eine medizinisch zumutbare Ar-
beitsfähigkeit sowohl in angestammter als auch adaptierter Tätigkeit von 80% im 
Rahmen des ergonomischen Profils, welches wie folgt lautet (IV-act. 49):

Körperlich leichte-mittelschwere Arbeiten; kein überdurchschnittlich häufiges 
Heben und Tragen von mittelschweren Lasten. Kein Heben und Tragen von 
schweren Lasten. 
Ausgewogene Wechselbelastung mit etwa gleichen Anteilen von Gehen, Stehen, 
Sitzen. Kein häufiges Bücken, Rumpf- und Kopfdrehbewegungen, Haltungs- und 
Bewegungsmonotonien, Zwangshaltungen wie länger anhaltende Arbeit in 
Rumpfvorbeugung oder länger anhaltende Überkopfarbeit, Arbeiten in niedrigen 
Räumen unter ein Meter Höhe, die eine extreme Rumpfvorbeuge erfordern sind zu 
vermeiden. 
Keine Schichtarbeit. Keine vermehrte Stressbelastung.

2.3 Gestützt auf die Beurteilung der RAD-Ärztin teilte die Vorinstanz dem Be-
schwerdeführer mit, es sei vorgesehen, das Leistungsbegehren abzuweisen. Bei 
einer 80%-igen Leistungsfähigkeit für behinderungsangepasste Tätigkeit resultie-
re ein IV-Grad von 20%, was keinen Anspruch auf eine Rente begründe. Für die 
Ermittlung des IV-Grades stützte sich die Vorinstanz bei Einkommen mit und oh-
ne Gesundheitsschaden auf die LSE-Tabelle (IV-act. 51).

13

2.4 Gegen diesen Vorbescheid erhob der Beschwerdeführer am 14. November 
2022 (Posteingang bei der Vorinstanz) Einwände. Er sei seit dem 1. September 
2018 ununterbrochen zu 100% arbeitsunfähig. Zudem sei es in dieser Zeit zu di-
versen ambulanten und stationären Spitalaufenthalten gekommen. Inzwischen 
sei Ende Oktober 2022 die Diagnose "Diabetes" hinzugekommen, was sich ne-
gativ auf seine Entzündungstendenz auswirke. Ebenfalls seien Probleme mit der 
Leber hinzugekommen. Sein Gesundheitszustand sei aktuell weder abschlies-
send durch die Ärzte geklärt, noch seien die notwendigen Therapien, Medika-
menteneinstellungen und Untersuchungen abgeschlossen (IV-act. 54). 

2.5 Mit Schreiben vom 19. Dezember 2022 liess der Beschwerdeführer, neben 
der Einladung zu einer diabetologischen Sprechstunde bei Dr.med. univ. 
S.________ (Oberärztin Diabetologie/Endokrinologie Spital P.________) (IV-act. 
56-2/7; vgl. auch IV-act. 57-16ff./147, 57-48ff./147), den Arztbericht von Dr.med. 
H.________ (Leitende Ärztin Nephrologie Spital P.________) vom 29. November 
2022 einreichen (IV-act. 56-3ff./7). Darin werden neu folgende Diagnosen aufge-
führt:

1. Vd.a.diabetische Nephropathie KDIGO Stadium G1A2 
• DD hypertensiv-arteriosklerotische Nephropathie 
• Microhämaturie, aktuell nicht-glomerulär, Proteinurie 0.68g/d, davon 

0.48g/d Albumin 
• normale Nierenfunktion mit eGFR nach CKD-EPI von 106 ml/min/1.73m2 
• renale Folgeerkrankungen: aktuell keine 

2. Diabetes mellitus Typ 2, ED 09/2022 
• Prädiabetes bereits 08/2019 beschrieben, zum Zeitpunkt der Erstdiagnose 

HbA1c 7.6%, 6.7% am 29.11.2022 
• Beginn mit Metformin Ende September 2022, Start GLP1-Rezeptoragonist 

Semaglutid (als Ozempic) am 26.10.2022 
• Komplikationen: KHK, neu Nachweis einer Makroalbuminurie s.u. (DD 

multifaktoriell) 
• Aktuell: 

• nur unwesentliche Verbesserung des Gewichts (95.7 kg) unter Ozempic 
0.25 mg 1x wöchentlich, Dosissteigerung bis 1 mg geplant 

• ausgeprägte Albuminurie im Spoturin (Alb/Kreat-Quotient 78 mg/mmol), 
daher Konsil Nephrologie angemeldet

(…)

In der Beurteilung hielt Dr.med. H.________ - neben Ausführungen zu den er-
wähnten Diagnosen - fest, dass sie die erneut geschilderten thorakalen Be-
schwerden aktuell einem Problem im Rahmen des Ösophagus DD Refluxbe-
schwerden zuschreibe. Hierzu meldete sie den Beschwerdeführer für eine Öso-
phagogastroduodenoskopie an. Des Weiteren war betreffend die diabetische 
Nephropathie sowie LDL-Cholesterin eine medikamentöse Behandlung bzw. Ein-
stellung der Medikamente vorgesehen. Eine weitere Verlaufskontrolle war bei 

14

noch normaler Nierenfunktion nicht vorgesehen, einzig eine hausärztliche Kon-
trolle ein bis zwei Mal jährlich.

2.6 In der Folge ging bei der Vorinstanz am 23. Januar 2023 der Verlaufsbe-
richt des Hausarztes Dr.med. univ. K.________ ein, mit weiteren Arztberichten in 
der Beilage, wovon einige - soweit erforderlich - nachfolgend näher darzulegen 
sind (IV-act. 57).

2.6.1 Im Verlaufsbericht vom 18. Januar 2023 machte Dr.med. univ. K.________ 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit 
dem 21. Juli 2021 sowie eine Änderung der Diagnose geltend. Dabei hielt er fol-
gende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 57-2/147):

akutes Koronarsyndrom 08.2021. Weitere Ereignisse im Sinne eines funktionellen 
Verschlusses b. Verdacht auf MINOCA 
MRI 12.08.2021 umschriebene transmurale septale Nekrose mit deutlichen 
Oedem. MRI vom 16.05.2022 ohne Hinweis auf Myocarditis 
OSAS ED 09.2021 
Diabetes mellitus Typ II ED 09.2022 
Vd.a. diabetische Nephropathie KDIGO Stad. G1A2

Zu den therapeutischen Massnahmen bzw. zur Prognose führte Dr.med. univ. 
K.________ aus, dass die hauptsächlichen therapeutischen Massnahmen die 
Kontrolle des Zuckerstoffwechsels mit dabei angestrebter Gewichtsreduktion sei-
en und die Kontrolle der schwer kontrollierbaren Hypertonie. Die kardiale Situati-
on sei schwierig einzuschätzen, da offensichtlich auch eine starke funktionelle 
Komponente eine Rolle spiele. Die Prognose sei insgesamt eher pessimistisch 
einzuschätzen, da nur z.T. effektive therapeutische Ansätze bestehen würden. 
Der Beschwerdeführer sei bezüglich seiner Leistungsfähigkeit stark einge-
schränkt (Diabetes KHK, Polyneuropathie, Hypertonie und beginnende diabeti-
sche Nephropathie). Dies führe zu einer generell eingeschränkten körperlichen 
Belastbarkeit und zusätzlich mit der Hyperhidrose seien alle hygienisch an-
spruchsvollen Tätigkeiten verunmöglicht. Bezüglich der körperlichen Belastbar-
keit seien kardiale Einschränkungen limitierend. Der Beschwerdeführer könnte 
allenfalls ein nur sehr geringes Pensum mit inadäquat möglicher Belastungs-
fähigkeit leisten (IV-act. 57-3/147).

2.6.2 In der Beurteilung des Pneumologen Dr.med. D.________ (Leitender Arzt 
Spital P.________) vom 24. Januar 2022 hielt dieser folgende Diagnosen fest 
(IV-act. 57-89/147):

1. COPD im Stadium 1b 
2. Koronare Herzkrankheit (NSTEMI 04/2021, Stenting RCX) 
3. Claudicatio intermittens 
4. Obstruktives Schlafapnoesyndrom

15

Zusammenfassend bestehe eine leichte COPD, dabei keine relevante Über-
blähung oder Gasaustauschstörung. Von respiratorischer Seite sei im Alltag kei-
ne Limitierung bestehend. Entsprechend stehe der Einleitung einer Beatmungs-
therapie bei nachgewiesenem obstruktiven Schlafapnoesyndrom nichts im Wege. 
Die Indikation zu einer inhalativen Therapie stelle sich ebenfalls nicht, sicher wä-
re aber die Wiederaufnahme eines körperlichen Trainings hilfreich.

2.6.3 Am 21. September 2022 war der Beschwerdeführer in der Sprechstunde 
bei Dr.med. I.________ (Interdisziplinärer Schwerpunkt Sport- und Bewegungs-
medizin SEMS/FMH) aufgrund von akut exacerbierten chronischen Beinschmer-
zen bds. (IV-act. 57-46f./147). Gemäss Laborbefund ergab sich primär kein An-
halt für eine myogen-internistische Ursache der Beinschmerzen. 

2.6.4 Mit der Sonographie des Abdomens vom 23. September 2022 wurde in der 
Beurteilung eine Lebersteatose festgehalten (IV-act. 57-43f./147).

2.6.5 Die mit dem Hausarztbericht eingereichte Beurteilung des Ösophago-
Gastro-Duodenoskopie vom 15. Dezember 2022 von Dr.med. J.________ (Lei-
tender Arzt Gastroenterologie Spital P.________) lautet wie folgt (IV-act. 57-
5/147):

Beurteilung 
Insuffizienter distaler Ösophagussphinkter ohne Nachweis einer Refluxösophagitis 
unter Therapie mit PPI in doppelter Standarddosierung. Mässiggradige HP-
Gastritis (B2022.36744). 

Vorschlag zum Prozedere 
Eine Refluxerkrankung würde die Beschwerden des Patienten gut erklären. 
Diesbezüglich bedarfsadaptierte Fortführung der PPI Therapie empfohlen. Darüber 
hinaus kann eine HP Eradikation erwogen werden. Bezüglich der Hämatochezie 
koloskopische Abklärung empfohlen.

2.7 Mit Stellungnahme vom 24. Januar 2023 äusserte sich RAD-Ärztin 
N.________ zu den neu eingereichten ärztlichen Berichten wie folgt (IV-act. 59):

Die vP bringt nun folgende Einwände vor: Diabetes mellitus und Leberprobleme. 

Ad Diabetes mellitus: 

Erstdiagnose in 09/2021. Als Folgeerkrankung V.a. diabetische Nephropathie 
KDIGO Stad. G1A2 

Es handelt sich um einen Diabetes mellitus, welcher in Zusammenhang mit der 
Adipositas (BMI 32.1 mit AB vom 19.10.22) entstanden ist. Hier sind zum einen 
eigenverantwortliche zumutbare Massnahmen zur Gewichtsreduktion seitens der 
vP erforderlich. 

Die Diabeteseinstellung läuft. Zuletzt erhobener Hba1c 6.7%. 

16

>> Eine Diabeteserkrankung ist behandelbar mit medikamentösen Therapien und 
eigenverantwortlichen Massnahmen seitens der vP. Bei dieser Diagnose ist eine 
berufliche Tätigkeit im ergonomischen Profil uneingeschränkt möglich. 
Voraussetzung ist, dass die vP die üblichen therapeutischen Massnahmen 
umsetzt. 

Eine gute körperliche Aktivität ist bei dieser Stoffwechselerkrankung sogar sehr 
wünschenswert und klarer Bestandteil der offiziellen Leitlinienempfehlungen zum 
Diabetes Typ II; Nationale Versorgungsleitlinie dm-2aufl-vers1 .pdf (siehe S. 18, S. 
23, S34 ... ) von Lifestylemodifikation. So wird z.B. empfohlen hinsichtlich des 
Einflusses von Ernährung und Bewegung auf die Diabeteserkrankung durch die 
Behandler auch Hilfe zum Selbstmanagement und Motivation zu vermitteln. 

Leber: 

Aufgrund erhöhter Leberwerte erfolge eine Abdomensonographie am 23.09.22 
(Scan 23.1.23 S.43) mit dem Befund einer Leberverfettung (Lebersteatose). 

Eine NASH (nicht alkoholische Steatosis Hepatis) ist bekannterweise und nach 
Leitlinie untitled (awmf.org) Roeb E et al. Aktualisierte S2k-Leitlinie nicht-
alkoholische ... Z Gastroenterol 2022; 60: 1346-1421 1 © 2022. Thieme. All rights 
reserved. nach starkem Konsens im weitesten Sinne u.a. metabolisch bedingt. 

Diese Ursachen sind wiederum mit therapeutischen Massnahmen zu begegnen, 
welche auch in der Diabetesbehandlung inkludiert sind (Verbesserung der 
Stoffwechselsituation, Gewichtsabnahme). Sollten die Behandler hier 
weitere/andere Ursachen für abklärungsbedürftig erachten, so hätte das in den 
meisten Fällen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Bei der Hepatosteatose 
handelt es sich um einen deskriptiven Befund ohne Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit. 

Zusätzlich in der Akte dokumentiert (u.a.) mit neuen Befunden: 

Refluxkrankheit: 

Keine AU-relevanz. Therapeutische Optionen. 

Herz: 

Eine erneute Ergometrie erfolgte am 19.10.22 zur Abklärung einer 
belastungsinduzierten Herzinsuffizienz und retrosternalem Brennen. Es wurden 99 
Watt erzielt (51% vom Soll). Der Abbruch erfolgte wegen peripherer Erschöpfung 
und Dyspnoe. Elektrisch und klinisch kein Nachweis einer 
Belastungskoronarinsuffizienz (nicht aussagekräftige Untersuchung bei fehlender 
Ausbelastung). In der Echokardiographieuntersuchung fand sich weiterhin ein 
normal dimensionierter Ventrikel mit normaler Auswurffraktion (EF biplan nach 
Simpson 63%). 

Zusätzlich fand sich in der MR-Herz-Untersuchung vom 16.05.22 kein Nachweis 
einer belastungsinduzierten Ischämie. 

Weiterhin sind bezüglich der o.g. Diagnosen keine neuen medizinischen 
Erkenntnisse dokumentiert, welche zu einer abweichenden Einschätzung der 
vorstellungnahmen des RAD führen.

2.8 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde reicht der Beschwerdeführer sodann 
einen Bericht des Hausarztes Dr.med. K.________ vom 10. Februar 2023 sowie 

17

von PD Dr.med. L.________ (Oberärztin der Klinik für Viszeral- und Transplanta-
tionschirurgie, Sprechstunde Oberer GI-Endokrine-Chirurgie des Universitätsspi-
tals Zürich) vom 31. Januar 2023 ein (Bf-act. 2 und 3), welche nach der ange-
fochtenen Verfügung vom 30. Januar 2023 datieren.

3. Der Beschwerdeführer beantragt u.a. eine aktuelle medizinische Einschät-
zung durch einen Drittgutachter. 

Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden Unterlagen ergibt, dass der Be-
schwerdeführer in medizinischer Hinsicht hinreichend abgeklärt worden ist. 

3.1 Bereits gemäss VGE I 2021 70 vom 11. Februar 2022 waren die damals 
angeführten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers ausreichend un-
tersucht und entsprechende Behandlungsoptionen angesprochen worden. Es 
fehlte jedoch eine Gesamtbeurteilung bzw. gesamtheitliche Einschätzung aller 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Nachdem die Verfügung vom 27. Septem-
ber 2021 mit VGE I 2021 70 vom 11. Februar 2022 aufgehoben wurde, erfolgte 
nicht nur die Einholung weiterer Arztberichte durch die Vorinstanz, sondern am 
15. September 2022 eine erneute Stellungnahme der RAD-Ärztin N.________, in 
welcher diese eine Gesamtbeurteilung des Gesundheitszustandes des Be-
schwerdeführers vorgenommen hat, unter Berücksichtigung sämtlicher - aus den 
Akten ersichtlichen - Diagnosen bzw. Beschwerden. Dabei hielt die RAD-Ärztin 
N.________ im September 2022 nachvollziehbar fest, dass keine neuen medizi-
nischen Informationen hinzugekommen seien, die zu einer anderen Einschät-
zung des Gesundheitszustandes führen würden. Aufgrund des eher komplexen 
gesundheitlichen Zustandes mit offenbar aktuell im Vordergrund bestehender 
Schmerzsituation erachtete sie für die Gesamtheit aller gesundheitlicher Beein-
trächtigungen einen vermehrten Pausenbedarf als nachvollziehbar, wobei dieser 
eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von ca. 20% im Rahmen des erwähn-
ten ergonomischen Profils bedeute (vgl. vorstehende E. 2.2.6).

3.1.1 Betreffend die koronare Herzkrankheit hielt die behandelnde Ärztin bereits 
am 7. Juni 2022 fest, dass die Hauptursache der Arbeitsunfähigkeit wahrschein-
lich die Schmerzsituation sei. Kardial bestehe eine stabile Situation, weshalb die 
behandelnde Kardiologin keine Arbeitsunfähigkeit attestierte. Selbst nach einer 
erneuten notfallmässigen Vorstellung des Beschwerdeführers im Spital 
P.________ sprach sich die Kardiologin gegen eine Progression der koronaren 
Herzkrankheit aus. Bei fehlenden Stenosen in der Koronarangiographie im Okto-
ber 2021 sowie fehlendem Ischämienachweis im MRI vom 16. Mai 2022 und der 
atypischen Anamnese sei eine koronarischämische Ursache der Beschwerden 
extrem unwahrscheinlich. Zur Behandlung der stabilen manuell auslösbaren Be-

18

schwerden wurde ein physiotherapeutischer Ansatz mit Gegendehnbewegungen 
sowie eine bessere medikamentöse Einstellung des Blutdrucks empfohlen (IV-
act. 57-29/147). Diese Beurteilung berücksichtigte denn auch die RAD-Ärztin in 
ihrer Stellungnahme vom 24. Januar 2023 (vgl. vorstehende E. 2.7), weshalb u.a. 
diesbezüglich keine andere Einschätzung der vorangehenden Beurteilung vom 
September 2022 resultierte, was ohne weiteres nachvollziehbar ist. Daran ver-
mag auch die Beurteilung des Hausarztes vom 18. Januar 2023 - wonach die 
kardiale Situation schwierig einzuschätzen sei, da offensichtlich auch eine starke 
funktionelle Komponente eine Rolle spiele - nichts zu ändern. Die ungenügend 
eingestellte Hypertonie vermag nach wie vor keinen langandauernden Gesund-
heitsschaden zu begründen (vgl. vorstehende E. 2.1.2), und wird in der Gesamt-
beurteilung der RAD-Ärztin bereits berücksichtigt. Eine diesbezügliche Änderung 
des Gesundheitszustandes seit dem VGE I 2021 70 ergibt sich aus den Akten 
nicht.

3.1.2 Die RAD-Ärztin N.________ berücksichtigte im September 2022 auch die 
Beurteilung des Schmerzmediziners Dr.med. G.________, welcher in seinem Be-
richt vom 20. August 2022 die Diagnosen: "ICD-11 MG30.02 Chronic primary 
musculoskeletal pain, chronische muskuloskelettale Schmerzen thorakolumbal 
und chronische, belastungsabh. Wadenschmerzen" aufführte; bei stabiler aber 
noch optimierungsbedürftiger Situation aber eine positive Prognose zur Arbeits-
fähigkeit stellte (ohne jedoch eine Arbeitsunfähigkeit zu attestieren und zu be-
gründen), nachdem vor allem psychosoziale Selbstlimitierung und Sorgen belas-
tend seien (vgl. vorstehende E. 2.2.5). Psychosoziale Aspekte (wie Arbeitslosig-
keit, Scheidung, soziale Isolation) haben ausser Acht zu bleiben, soweit sie direkt 
negative funktionelle Folgen zeitigen (Urteil BGer 8C_559/2019 vom 20.1.2020 
E. 3.2 m.w.H.). Dementsprechend führte auch der Hausarzt in seinem Bericht 
vom     18. Januar 2023 die erwähnten Diagnosen und Schmerzen nicht unter 
seinen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auf. Dennoch sprach die 
RAD-Ärztin N.________ dem Beschwerdeführer noch im September 2022 einen 
erhöhten Pausenbedarf zu, auch unter Berücksichtigung der offenbar aktuell im 
Vordergrund stehenden Schmerzsituation, was - auch unter Berücksichtigung 
späterer Berichte, wonach der Beschwerdeführer sich im Oktober 2022 bei re-
trosternalen brennenden Schmerzen notfallmässig im Spital P.________ vorstell-
te (mit Verweis darauf, dass sein Hausarzt ihn bereits mehrfach auf muskuläre 
Schmerzen hinwies, IV-act. 57-38+41/147), oder als Dr.med. I.________ im Sep-
tember 2022 eine komplexe Schmerzsymptomatik und multiple internistische und 
muskuloskelettale Erkrankungen sowie einen erhöhten Behandlungsbedarf attes-
tierte (IV-act. 57-54/147; vgl. auch IV-act. 57-56ff./147) - ohne weiteres nachvoll-
ziehbar ist.

19

3.1.3 Betreffend COPD im Stadium 1b hielt der Pneumologe Dr.med. 
D.________ in seinem Bericht vom 24. Januar 2022 fest (vgl. vorstehende E. 
2.6.2), dass bei bestehender leichter COPD von respiratorischer Seite her im All-
tag keine Limitierung bestehend sei und damit der Einleitung einer Beatmungs-
therapie bei nachgewiesenem obstruktiven Schlafapnoesyndrom nichts im Wege 
stehe. Sodann wäre die Wiederaufnahme eines körperlichen Trainings hilfreich. 
Damit ist - zum aktuellen Zeitpunkt - von der Behandelbarkeit des Schlafapnoe-
syndroms und entgegen den (unbegründeten) Ausführungen des Hausarztes 
(vorstehende E. 2.1.3, 2.6.1) weder aufgrund des COPD noch aufgrund des 
Schlafapnoesyndroms von einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit - abgese-
hen vom bereits anerkannten vermehrten Pausenbedarf unter Berücksichtigung 
sämtlicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers - und 
somit der Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

3.1.4 Zu den übrigen, von der RAD-Ärztin bereits am 24. August 2021 und im 
VGE I 2021 70 vom 11. Februar 2022 berücksichtigten, Beschwerden lassen sich 
den Akten keine weiteren Ergänzungen und somit auch keine Änderungen bzw. 
Verschlechterungen entnehmen, weshalb die Stellungnahme vom September 
2022 auch diesbezüglich weiterhin nachvollziehbar ist.

3.2 Mit Einwänden vom 14. November 2022 machte der Beschwerdeführer so-
dann neu weitere Beschwerden bzw. Diagnosen geltend, namentlich Diabetes 
und Probleme mit der Leber. Hierzu sowie zur - ebenfalls aus den vom Hausarzt 
eingereichten Akten ersichtlichen aber nicht weiter erwähnten - Refluxkrankheit 
hat die RAD-Ärztin am 24. Januar 2023 Stellung genommen. 

3.2.1 Zur Diagnose "Diabetes Mellitus" hat die RAD-Ärztin nachvollziehbar aus-
geführt, dass eine Diabeteserkrankung mit medikamentösen Therapien und ei-
genverantwortlichen Massnahmen (namentlich eine Gewichtsreduktion bzw. mit 
Ernährung und Bewegung) seitens des Beschwerdeführers behandelbar ist.    
Vorausgesetzt, dass der Beschwerdeführer die üblichen therapeutischen Mass-
nahmen umsetzt, ist bei dieser Diagnose eine berufliche Tätigkeit im ergonomi-
schen Profil uneingeschränkt möglich. Es ist aus den Akten sodann nicht ersicht-
lich und wird auch nicht geltend gemacht, dass dem 50-jährigen Beschwerdefüh-
rer eine solche Therapie bzw. die Umsetzung der Massnahmen nicht zumutbar 
sein sollte. Es ist sodann einleuchtend, wenn die RAD-Ärztin darauf hinweist, 
dass eine gute körperliche Aktivität bei dieser Stoffwechselerkrankung sogar sehr 
wünschenswert und klarer Bestandteil der offiziellen Leitlinienempfehlungen zum 
Diabetes Typ II ist. Für einen positiven Verlauf bei Umsetzung der empfohlenen 
Massnahmen spricht denn auch, dass gemäss Aktenlage verschiedenste behan-

20

delnde Ärzte - namentlich die Kardiologin, der Schmerzmediziner sowie der 
Pneumologe - körperliche Aktivität zur Behandlung empfohlen haben. Keine an-
dere Beurteilung der Diabetessituation - als das Erfordernis einer Behandlung - 
ergibt sich sodann aus dem Arztbericht des Hausarztes vom 18. Januar 2023.

3.2.2 Auch bei der Beurteilung der Lebersteatose (Leberverfettung) geht die 
RAD-Ärztin im Januar 2023 von der Behandelbarkeit der Ursachen für die Dia-
gnose aus, wobei die therapeutischen Massnahmen wiederum auch in der Dia-
betesbehandlung inkludiert sind (Verbesserung der Stoffwechselsituation, Ge-
wichtsabnahme). Gemäss RAD-Ärztin handelt es sich bei der Hepatosteatose um 
einen deskriptiven Befund, weshalb sie nachvollziehbar nicht von einem Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit ausgeht. Dazu ist zu berücksichtigen, dass auch der 
Hausarzt im Januar 2023 nicht von einem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit durch 
die - bereits im September 2022 diagnostizierte - Lebersteatose ausgeht (vgl. 
vorstehende E. 2.6.1 und 2.6.4).

3.2.3 Schliesslich hat die RAD-Ärztin im Januar 2023 betreffend die Refluxkrank-
heit, welche sich gemäss Aktenlage bereits spätestens im November 2022 zeigte 
(jedoch auch schon in einem Bericht aus dem Jahr 2016 zu finden ist, vgl. IV-act. 
21-66/68), nachvollziehbar festgehalten, dass keine relevante Arbeitsunfähigkeit 
vorliege und therapeutische Optionen bestehen würden. Bis zum Zeitpunkt der 
angefochtenen Verfügung zeigten sich sodann auch keine dem widersprechen-
den Beurteilungen (vgl. vorstehende E. 2.6.5). Soweit es sich gemäss Bericht 
von PD Dr.med. L.________ vom 31. Januar 2023 (Bf-act. 3) um einen therapie-
refraktären GERD handelt, ist diese Diagnose soweit aus dem Bericht ersichtlich 
mittels Antirefluxoperation ebenfalls behandelbar, was in der Regel höchstens zu 
einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit führt, weshalb nach wie vor und aktu-
ell davon ausgegangen werden kann, dass auch diesbezüglich nicht von einem 
langandauernden Gesundheitsschaden auszugehen ist. Immerhin ist zu bemer-
ken, dass die bereits erfolgte Therapie mit PPI zu einer Verbesserung aber nicht 
zu einem Verschwinden der Beschwerden geführt hat. Damit vermögen aber 
auch die Ausführungen des Hausarztes vom 10. Februar 2023 (Bf-act. 2) im kon-
kreten Fall keine andere Beurteilung zu begründen.

3.2.4 Damit vermögen auch die weiteren, seit dem Verwaltungsgerichtsentscheid 
VGE I 2021 70 hinzugekommenen Diagnosen aktuell keine, die anerkannte Ar-
beitsunfähigkeit von 20% im Rahmen des ergonomischen Profils überschreitende 
Einschränkung zu begründen. Der Hausarzt begründet sodann nicht weiter, wes-
halb von einer höheren als der anerkannten Arbeitsunfähigkeit von 20% aufgrund 
eines vermehrten Pausenbedarfs auszugehen ist.

21

4. Die Vorinstanz hat zur Ermittlung des IV-Grades sowohl für das Validen- 
als auch das Invalideneinkommen auf der Grundlage desselben Lohnes der 
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE-Tabelle) abgestellt 
und damit die Erwägungen im VGE I 2021 70 zum Einkommensvergleich und 
insbesondere zur Parallelisierung berücksichtigt. Sie ist dabei von einem Vali-
deneinkommen von Fr. 65'328.-- und einem Invalideneinkommen von 52'262.40 
(80% des Valideneinkommens) ausgegangen, woraus ein IV-Grad von 20% re-
sultierte. Die Ermittlung des IV-Grades ist vorliegend nicht zu beanstanden. Da-
mit hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass ein IV-Grad von 20% ermit-
telt wurde, welcher kein Anspruch auf eine IV-Rente begründet.

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Es besteht kein Anlass, die vorinstanzliche Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen, weshalb sich weitere Sachverhaltsabklärun-
gen - insbesondere die Einholung eines verwaltungsexternen Gutachtens - im 
konkreten Fall erübrigen. Anzumerken ist, dass sich der gerichtliche Überprü-
fungszeitraum grundsätzlich auf den Sachverhalt beschränkt, wie er sich bis zum 
Erlass der angefochtenen Verfügung (vom 30.1.2023) verwirklicht hat (vgl. vor-
stehende E. 1.7). Sollte beim Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt eine erheb-
liche Verschlechterung des Gesundheitszustandes eintreten, so steht es ihm of-
fen, sich im Sinne von Art. 86 ff. IVV neuerlich zum Leistungsbezug anzumelden. 
Der Einkommensvergleich ist sodann korrekt erfolgt. Dem Ergebnis entspre-
chend werden die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer auferlegt.

6.1 Nach Art. 61 lit. f ATSG und nach konstanter Rechtsprechung hängt der 
Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung grundsätzlich davon ab, dass 
drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind, nämlich die Bedürftigkeit des Be-
schwerdeführers, die Nichtaussichtslosigkeit der verfolgten Rechtsansprüche und 
die Notwendigkeit der Rechtsverbeiständung bzw. die Bewilligung eines unent-
geltlichen Rechtsbeistandes, wo die Verhältnisse es rechtfertigen (vgl. statt vie-
ler: VGE I 2016 133 vom 20.1.2017 E. 1.1; BGE 135 I 1 E. 7.1). 

6.2 Gemäss § 75 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) 
vom 6. Juni 1974 (und Art. 29 Abs. 3 Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft [BV; SR 101] vom 18.4.1999) beschränkt sich der Anspruch 
auf Befreiung von der Kostentragung und somit auf unentgeltliche Prozess-
führung bereits auf die Voraussetzungen der Nichtaussichtslosigkeit und Bedürf-
tigkeit. Im konkreten Fall ist die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers erstellt. Das 
Verfahren erweist sich sodann nicht als aussichtslos. Somit ist der Beschwerde-

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führer im vorliegenden Verfahren von der Kostentragung zu befreien und die un-
entgeltliche Prozessführung zu gewähren.

6.3 Demgegenüber ist die Voraussetzung für einen unentgeltlichen Rechtsbei-
stand im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer 
war hinreichend in der Lage, sein Begehren um IV-Rente bzw. um Rückweisung 
zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung mittels Einholung eines externen Gut-
achtens zu formulieren, wenn gegebenenfalls auch mithilfe der Gemeinde 
P.________ (was bei der Beurteilung der Erforderlichkeit eines Rechtsbeistandes 
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens bereits ausreicht, um eine solche zu ver-
neinen, vgl. VGE I 2016 133 vom 20.1.2017 E. 1.2 m.w.H. u.a. auf Urteil BGer 
8C_468/2016 vom 13.9.2016 E. 3.1 und BGE 132 V 200 E. 4.1). Es ist zudem 
nicht ersichtlich, inwieweit sich vorliegend bzw. nach Einreichung der rechts-
genüglichen Verwaltungsgerichtsbeschwerde weitere juristische Fragen stellten, 
die der Unterstützung durch einen Rechtsbeistand bedürfen bzw. bedurft hätten, 
zumal das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung grundsätzlich zukunftsge-
richtet ist (vgl. BGE 122 I 203 E. 2f). Damit aber rechtfertigen es vorliegend die 
Verhältnisse gerade nicht, zusätzlich einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu 
gewähren.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 
Von einem Inkasso wird derzeit abgesehen, nachdem ihm die unentgeltli-
che Prozessführung gewährt wird.

3. Das Begehren um unentgeltlichen Rechtsbeistand für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren wird abgewiesen.

4. Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- dem Gericht 
zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

6. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherung, Bern (A).

Schwyz, 12. Juli 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. August 2023