# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08369f2b-0763-5d4d-a61c-5d207de477ce
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Steuergerichtshof 20.10.2014 604 2013 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_010_604-2013-30_2014-10-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

604 2013 30
604 2013 31

Urteil vom 20. Oktober 2014

Steuergerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Sugnaux
Richter: Anne-Sophie Peyraud, Hugo Casanova
Gerichtsschreiberin: Elisabeth Rime Rappo

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch die B.________ AG     

gegen

KANTONALE STEUERVERWALTUNG, Vorinstanz     

Gegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen; Abzug frei-
williger Leistungen an juristische Personen mit gemeinnützigem Zweck 
(Anfangskapital einer Stiftung)

Beschwerde vom 18. April 2013 gegen den Einspracheentscheid vom 
25. März 2013; direkte Bundessteuer und Kantonssteuer 2010

Kantonsgericht KG

Seite 2 von 9

Sachverhalt

A. Mit öffentlicher Urkunde errichtete A.________ die Stiftung C.________ mit Sitz in 
D.________/SZ. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am Tag danach. Die Stiftung bezweckt 
die Schaffung und Unterstützung von Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten für benachteiligte 
Frauen und Kinder in Entwicklungsländern, vornehmlich in Afrika. Sie kann zu diesem Zweck 
Immobilien und Fahrnissachen erwerben und veräussern, mieten und vermieten, pachten und 
verpachten. Die Stiftung ist ausschliesslich gemeinnützig tätig. Jeder Ertrag aus der 
Stiftungstätigkeit kommt allein der Stiftung und damit der Erfüllung ihres gemeinnützigen Stiftungs-
zweckes zugute. Die Stifterin behielt sich vor, den Stiftungszweck im Rahmen der gesetzlichen 
Möglichkeiten zu ändern, wobei ein geänderter Zweck wiederum gemeinnützig bzw. öffentlich sein 
muss. Der Stiftung wurde ein Anfangskapital von eee Franken gewidmet. Die Stifterin amtet als 
Präsidentin, mit Kollektivunterschrift zu zweien, des aus mindestens drei (zur Zeit vier) Mitgliedern 
bestehenden Stiftungsrates. Als Revisionsstelle wurde die F.________ AG in G.________/SZ 
bezeichnet. Aufsichtsbehörde ist das Eidgenössische Departement des Innern.

Auf ihr Gesuch vom 29. Dezember 2011 hin wurde die Stiftung C.________ mit Verfügung der 
Kantonalen Steuerverwaltung / Verwaltung für die direkte Bundessteuer Schwyz vom 20. Januar 
2012 ab Gründungsdatum bis zu einem allfälligen Widerruf infolge Verfolgung eines 
gemeinnützigen Zwecks von den kantonalen Gewinn- und Minimalsteuern sowie der direkten 
Bundessteuer befreit. Dies war auch schon vorgängig im Zusammenhang mit einem "Gesuch um 
Vorprüfung zur Steuerbefreiung" in Aussicht gestellt worden.

B. In der Steuererklärung, welche A.________ am 19. Oktober 2011 für die Steuerperiode 2010 
einreichte, machte sie insbesondere einen Abzug für freiwillige Zuwendungen an öffentliche oder 
gemeinnützige juristische Personen (Code 5.120) im Betrag von hhh Franken (iii Franken, 
begrenzt auf 20% des Reineinkommens) geltend. Darin ist nebst anderen Zuwendungen das der 
Stiftung C.________ gewidmete Anfangskapital in der Höhe von eee Franken enthalten.

Gemäss Veranlagungsanzeige vom 18. Mai 2012 wurde dieser Abzug für die Kantonssteuer auf 
jjj Franken (satzbestimmend kkk Franken) und für die direkte Bundessteuer auf kkk Franken 
festgesetzt. Diese Abweichung gegenüber der Steuererklärung wurde unter Hinweis auf das 
Kreisschreiben Nr. 12 der Eidgenössischen Steuerverwaltung (vom 8. Juli 1994) insbesondere 
damit begründet, dass das Anfangskapital der Stiftung C.________ keine freiwillige Leistung im 
Sinne der einschlägigen Gesetzesbestimmungen darstelle. Unter Berücksichtigung der übrigen 
Steuerfaktoren ergab sich ein steuerbares Einkommen von lll Franken (Kanton Freiburg; 
satzbestimmend mmm Franken, geschuldete Steuer: nnn Franken) bzw. ooo Franken (Bund; 
geschuldete Steuer: ppp Franken).

C. Am 8. Juni 2012 erhob A.________, vertreten durch die F.________ AG, gegen diese 
Veranlagung Einsprache. Sie beantragte, die gemeinnützigen Zuwendungen, insbesondere jene 
an die Stiftung C.________, seien in der Höhe von 20% des Nettoeinkommens zu berücksichtigen 
und das steuerbare Einkommen für den Kanton Freiburg neu auf qqq Franken (satzbestimmend rrr 
Franken) sowie für die direkte Bundessteuer auf sss Franken festzulegen. Diesbezüglich machte 
sie insbesondere geltend, das Stiftungskapital stelle eine freiwillige Leistung der Stifterin dar und 
es sei sachlich nicht gerechtfertigt, dieses im Gegensatz zu den späteren Zuwendungen an die 
gleiche (gemeinnützige) Stiftung nicht als abzugsberechtigt zu betrachten. Im erwähnten 
Kreisschreiben werde denn auch keine solche Unterscheidung gemacht.

Kantonsgericht KG

Seite 3 von 9

Diese Einsprache wurde mit Entscheid vom 25. März 2013 abgewiesen. Zur Begründung führte die 
Kantonale Steuerverwaltung insbesondere aus, es ergebe sich sowohl aus dem in der Veran-
lagung erwähnten Kreisschreiben als auch aus der Lehre, dass statutarische Mitgliederbeiträge 
oder sonstige Zahlungen, auf welche die juristische Person einen Anspruch habe, keine Zuwen-
dungen im Sinne der einschlägigen Gesetzesbestimmungen seien. Eine freiwillige Leistung müsse 
zunächst einmal einer steuerbefreiten juristischen Person zukommen. Im vorliegenden Fall handle 
es sich jedoch um das Stiftungskapital für die Stiftung, die zum Zeitpunkt der Zuwendung am 
23. Dezember 2010 noch gar nicht gegründet und auch nicht steuerbefreit gewesen sei. Der 
Steuerbefreiungsentscheid sei zwar rückwirkend erlassen worden, jedoch erst am 20. Januar 
2012. Deshalb habe "zum Zeitpunkt des Anfangskapitals" nicht mit Sicherheit gewährleistet 
werden können, dass die Stiftung wegen Gemeinnützigkeit steuerbefreit werde. Ausserdem sei 
das Stiftungskapital das der Stiftung zugewiesene Anfangskapital, mit dem diese ihren 
statutarischen Zweck verfolgen könne. Mit diesem Vermögen müsse die Stiftung ihre Existenz 
sichern können, das heisst lebensfähig sein und ihren Zweck erfüllen. Dies sei eine materielle 
Bedingung, die erfüllt sein müsse, bevor die Gründung einer Stiftung Gültigkeit erlangen könne. 
Die Stiftungsaufsicht habe denn auch bestätigt: "Als Mittel zur Verfolgung des Zwecks steht ein 
Anfangskapital von CHF eee.- zur Verfügung." Diese Bedingung hange nicht vom freien Willen der 
Steuerpflichtigen ab.

D. Mit Eingabe vom 18. April 2013 reichte A.________, nunmehr vertreten durch die 
B.________ AG, beim Kantonsgericht gegen den Einspracheentscheid Beschwerde ein. Sie 
beantragt, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, die gemeinnützigen Zuwendungen (insbe-
sondere jene an die Stiftung C.________) in der Höhe von 20% des Nettoeinkommens zu 
berücksichtigen, das steuerbare Einkommen neu für den Kanton Freiburg auf qqq Franken 
(satzbestimmend rrr Franken) und für die direkte Bundessteuer auf sss Franken festzulegen sowie 
die "ordentlichen und ausserordentlichen Kosten" der Kantonalen Steuerverwaltung aufzuerlegen. 
Sie hält an ihrer bereits im Einspracheverfahren vorgebrachten Argumentation fest und legt diese 
noch etwas ausführlicher dar. Im Übrigen hält sie der Begründung des angefochtenen Entscheides 
insbesondere entgegen, die Verweigerung des Abzugs widerspreche dem klaren Willen des 
Gesetzgebers. Zudem sei die Analogie zu den statutarischen Mitgliederbeiträgen bei Vereinen 
unzutreffend. Anders als bei der Stiftung sei die Pflicht zur Zahlung von Mitgliederbeiträgen beim 
Verein nicht zwingende Voraussetzung, sondern Folge des Beitritts. Der freiwillige Akt der 
Stiftungserrichtung setze notwendigerweise ein Dreifaches voraus, nämlich den Willen, die Stiftung 
zu errichten, die Festlegung eines besonderen Zwecks sowie die Widmung des Anfangs-
vermögens. Hier sei also klar, dass die Freiwilligkeit der Stiftungserrichtung zwingend die Vermö-
genswidmung umfasse. Ohne Vermögenswidmung könne keine Stiftung errichtet werden. Deshalb 
sei die Widmung des Anfangsvermögens eine freiwillige Zuwendung im Sinne von Art. 33a des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) bzw. 
Art. 34a des Gesetzes vom 6. Juni 2000 über die Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1). Unhaltbar 
sei auch der Hinweis der Vorinstanz, dass die Rückwirkung des Steuerbefreiungsgesuchs fraglich 
sei. Die Stiftung müsse zwingend zuerst mit der Zweckverfolgung gegründet werden, damit ein 
Steuerbefreiungsgesuch überhaupt bewilligt werden könne. Auch sämtliche Umstrukturierungen, 
usw. seien ja rückwirkend möglich. In der Lehre werde denn auch einhellig anerkannt, dass Zu-
wendungen ebenfalls abzugsfähig seien, wenn sie vor der formellen Steuerbefreiungsverfügung 
erfolgten. Verlangt werde einzig, dass die Steuerbefreiungsvoraussetzungen zum Zeitpunkt der 
Zuwendung vorliegen und in der Folge die Steuerbefreiung offiziell anerkannt werde, wie dies vor-
liegend der Fall sei.

Der mit Verfügung vom 23. April 2013 festgesetzte Kostenvorschuss von 2'000 Franken wurde 
fristgemäss bezahlt.

Kantonsgericht KG

Seite 4 von 9

In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. bzw. 4. Juli 2013 schliesst die Kantonale Steuerverwaltung auf 
Abweisung. Sie hält an ihrem Standpunkt fest und betont nochmals, dass Mitgliederbeiträge und 
sonstige Zahlungen, auf die juristische Personen einen Anspruch haben, keine abzugsfähigen 
freiwilligen Zuwendungen darstellen.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.

In ihren Gegenbemerkungen vom 18. Juli 2013 hält die Beschwerdeführerin ebenfalls an ihrem 
Standpunkt fest. Diese Eingabe wurde der Vorinstanz zur Information zugestellt.

Erwägungen

I. Direkte Bundessteuer (604 13 30)

1. a) Von den Einkünften abgezogen werden nach Art. 33a des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) die freiwilligen Leistungen 
von Geld und übrigen Vermögenswerten an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die im 
Hinblick auf ihre öffentlichen oder gemeinnützigen Zwecke von der Steuerpflicht befreit sind 
(Art. 56 lit. g), wenn diese Leistungen im Steuerjahr 100 Franken erreichen und insgesamt 20 Pro-
zent der um die Aufwendungen (Art. 26–33) verminderten Einkünfte nicht übersteigen. Im gleichen 
Umfang abzugsfähig sind entsprechende freiwillige Leistungen an Bund, Kantone, Gemeinden und 
deren Anstalten (Art. 56 lit. a–c).

Art. 33a DBG, welcher den früheren Art. 33 Abs. 1 lit. i DBG ersetzte, wurde – gleich wie Art. 9 
Abs. 2 lit. i des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) – im Zusammenhang mit der Revision 
des Stiftungsrechts eingefügt und ist seit dem 1. Januar 2006 in Kraft (zu Hintergrund und Ziel die-
ser Änderungen siehe etwa das Rundschreiben "Revision des Stiftungsrechts [parlamentarische 
Initiative Schiesser]" der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 16. Dezember 2004, ASA Bd. 
73, 540 ff.; GOTTHARD STEINMANN, Das neue Stiftungsrecht – ein Überblick über die zivilrechtlichen 
sowie steuerlichen Neuerungen, StR 2005, 466 ff.; THOMAS SPRECHER, Die Revision des schwei-
zerischen Stiftungsrechts, Zürich 2006, 161 ff.).

b) Im – noch unter dem alten Recht erlassenen – Kreisschreiben Nr. 12 der Eidgenössischen 
Steuerverwaltung vom 8. Juli 1994 (nachfolgend KS Nr. 12; veröffentlicht in ASA Bd. 63, 130 ff.) 
über die "Steuerbefreiung juristischer Personen, die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke (Art. 
56 Bst. g DBG) oder Kultuszwecke (Art. 56 Bst. h DBG) verfolgen; Abzugsfähigkeit von Zuwen-
dungen (Art. 33 Abs. 1 Bst. i und Art. 59 Bst. c DBG)" sind die anwendbaren Grundsätze näher 
umschrieben. Bezüglich der Abzugsfähigkeit von Zuwendungen natürlicher Personen für öffentli-
che oder ausschliesslich gemeinnützige Zwecke wird darin wenig ausgeführt. 

Im Übrigen hat auch die Schweizerische Steuerkonferenz, eine Vereinigung der schweizerischen 
Steuerbehörden, ihrerseits am 18. Januar 2008 unter dem Titel "Steuerbefreiung juristischer Per-
sonen, die öffentliche oder gemeinnützige oder Kultuszwecke verfolgen – Abzugsfähigkeit von 
Zuwendungen" allgemeine Praxishinweise zuhanden der Kantonalen Steuerverwaltungen for-
muliert. Diese enthalten genauere Ausführungen zu bestimmten Themen des KS Nr. 12 mit dem 
Ziel, die Entscheidfindung im Bereich der Steuerbefreiungen und damit zusammenhängender Fra-
gen in der täglichen Arbeit zu erleichtern. Gleichzeitig soll dazu beigetragen werden, dass in die-
sem weitgehend harmonisierten Bereich in allen Kantonen ein einheitlicher Massstab zur Anwen-

Kantonsgericht KG

Seite 5 von 9

dung gelangt. Im März 2008 wurden zudem noch ergänzende Praxishinweise über die "Abzugs-
fähigkeit von freiwilligen Zuwendungen und Zweckänderungsvorbehalt im Zusammenhang mit dem 
revidierten Stiftungsrecht" veröffentlicht. 

2. a) Wesentliche und vorliegend in erster Linie umstrittene Voraussetzung der Abzugsfähigkeit 
ist die Freiwilligkeit der Leistung (französische Fassung von Art. 33a DBG: "dons"). 

Der Begriff der freiwilligen Zuwendung wird weder im KS Nr. 12 noch in den erwähnten Praxishin-
weisen der Schweizerischen Steuerkonferenz näher umschrieben. Im Ersteren wird bloss betont, 
dass statutarische Mitgliederbeiträge oder sonstige Zahlungen, auf welche die juristische Person 
einen Anspruch habe, keine Zuwendungen im Sinne des Gesetzes seien (Ziff. IV./1.a). In Letzte-
ren wird ohne Weiteres davon ausgegangen, dass "allein Zuwendungen, die unentgeltlich als 
Vergabungen oder Spenden erfolgen", abzugsfähig sind.

Gemäss Rechtsprechung und Lehre sind unter freiwilligen Leistungen solche zu verstehen, die 
weder in Erfüllung einer Schuldverpflichtung noch zum Erwerb des Anspruchs auf eine Gegen-
leistung erbracht werden. Dabei gelten praxisgemäss statutarische Mitgliederbeiträge oder sons-
tige Zahlungen, auf die eine juristische Person Anspruch hat, nicht als abzugsfähige Zuwendun-
gen. Diesbezüglich wird allerdings von gewissen Autoren mit guten Gründen postuliert, dass sta-
tutarische Mitgliederbeiträge an steuerbefreite Vereine ebenfalls abzugsfähig sein sollten, sofern 
die übrigen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Im Alltag gehörten nämlich viele Personen 
einem Verein nur deshalb als Mitglied an, weil sie mit ihrem Bekenntnis, dem Mitgliederbeitrag und 
eventuellen weiteren Zuwendungen ausschliesslich die gemeinnützige Sache unterstützen möch-
ten (RAINER ZIGERLIG / GUIDO JOD, in Martin Zweifel / Peter Athanas, Kommentar zum schweizeri-
schen Steuerrecht I/2a, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], 2. Aufl. 2008, N. 3 ff. 
zu Art. 33a DBG; FELIX RICHNER / WALTER FREI / STEFAN KAUFMANN / HANS ULRICH MEUTER, Hand-
kommentar zum DBG, 2. A., Zürich 2009, Art. 33a N. 1 ff.; vgl. auch PETER LOCHER, Kommentar 
zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, N. 85 zur analogen altrechtlichen Vorschrift von Art. 33 lit. i 
DBG sowie die dort erwähnten Urteile; YVES NOËL, in Danielle Yersin / Yves Noël, Commentaire 
romand, Impôt fédéral direct, 2008, N. 9 zu Art. 33a DBG; PIETRO PEZZOLI, Steuerliche Abzugs-
fähigkeit von Zuwendungen für natürliche Personen bei der Einkommenssteuer [DBG und StHG], 
StR 2012, 781 ff., 790 f.).

Bei den freiwilligen Zuwendungen kann insbesondere zwischen Schenkungen und Spenden unter-
schieden werden. Letztere unterscheiden sich insofern von den gewöhnlichen Schenkungen, als 
der Spender mit seiner Leistung bezweckt, dass der Empfänger bestimmte Aufgaben erfüllt. Spen-
den werden aber nicht im Hinblick auf eine konkrete Gegenleistung gegeben. Die Spende ist somit 
nicht Leistungsentgelt, auch wenn sie dem Leistungsempfänger dazu dient, seine Tätigkeit auszu-
üben (vgl. – wenn auch im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer – BGE 126 II 443 Erw. 8 sowie 
das Bundesgerichtsurteil 2C_202/2011 vom 24. Oktober 2011, Erw. 3.2).

b) Zur Errichtung einer Stiftung bedarf es gemäss Art. 80 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210) der Widmung eines Vermögens für 
einen besonderen Zweck. Die Stiftung wird durch eine öffentliche Urkunde oder durch eine Verfü-
gung von Todes wegen errichtet (Art. 81 Abs. 1 ZGB). Ihre Rechtspersönlichkeit erlangt sie mit 
dem Eintrag ins Handelsregister (Art. 52 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 81 Abs. 2 ZGB).

Die Stiftung ist ein rechtlich verselbstständigtes und personifiziertes Zweck- und Sondervermögen. 
Das Stiftungsgeschäft ist ein einseitiges, nicht empfangsbedürftiges Rechtsgeschäft unter Leben-
den oder von Todes wegen. Als Spezialfälle der Stiftungserrichtung gelten Schenkungen mit der 
Auflage, aus dem Geschenkten eine selbstständige Schenkung zu errichten oder letztwillige Zu-
wendungen mit einer solchen Auflage (zum Stiftungsbegriff siehe HANS WIPFLI, Besteuerung der 

Kantonsgericht KG

Seite 6 von 9

Vereine, Stiftungen und übrigen juristischen Personen, Diss. Basel 2000, 122 ff. mit weiteren Hin-
weisen).

Obwohl die Widmung des Vermögens durch den Stifter zivilrechtlich nicht als Schenkung gilt, kann 
sie steuerlich als solche betrachtet und grundsätzlich der Schenkungssteuer unterstellt werden 
(siehe z.B. PIERRE-MARIE GLAUSER, Apports et impôt sur le bénéfice – Le principe de 
déterminance dans le contexte des apports et autres contributions de tiers, Genf 2005, 356). Wird 
die Stiftung durch eine Verfügung von Todes wegen errichtet, so kommt allenfalls die Erbschafts-
teuer zum Zug (siehe z.B. FRANK BRAUN, Die steuerpflichtige und gemeinnützige Stiftung aus der 
Betrachtung zweier Rechtsordnungen, Diss. Basel 2000, 29 und 43 f.; ADRIAN MUSTER, Erb-
schafts- und Schenkungssteuerrecht – Das bernische Gesetz über die Erbschafts- und Schen-
kungssteuer, Bern 1990, 312). Da liegt es doch nahe, diese steuerrechtliche Betrachtungsweise 
auch hinsichtlich der Abzüge zu übernehmen und konsequenterweise die Erfüllung der (freiwillig 
eingegangenen) Verpflichtung zur Widmung eines Stiftungskapitals als freiwillige, unentgeltliche 
Vermögenszuwendung zu betrachten. Dass die Verpflichtung zur Einzahlung des Stiftungskapitals 
rechtlich in der Stiftungsurkunde begründet wurde, schliesst nicht aus, dass der mit der Stiftungs-
errichtung verbundenen Vermögenswidmung – unter gesamtheitlicher Betrachtung von Verpflich-
tungs- und Verfügungsgeschäft – freiwilliger Charakter zukommt. In diesem Sinne hat denn auch 
das Verwaltungsgericht des Kantons Aarau bereits in einem Urteil vom 23. Juni 1995 (StE 1996 B 
27.4 Nr. 13) entschieden und den einer Stiftung gewidmeten Betrag als freiwillige Zuwendung an 
eine juristische Person mit gemeinnützigem Zweck zum Abzug gebracht. Auch sonst wird übrigens 
anerkannt, dass uneigennützige finanzielle Opfer nicht nur durch Spenden an eine bereits beste-
hende Institution oder Vereinsbeiträge, sondern insbesondere durch die Bereitstellung eines Stif-
tungskapitals erbracht werden können (vgl. MARKUS REICH, Gemeinnützigkeit als Steuerbe-
freiungsgrund, ASA Bd. 58, 465 ff., 472).

Demzufolge ist die Widmung des Kapitals von eee Franken für die Errichtung der Stiftung 
C.________ unter den vorliegend gegebenen Umständen als freiwillige Leistung zu betrachten.

3. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz wird die Abzugsberechtigung gemäss Art. 33a DBG 
auch nicht dadurch ausgeschlossen, dass die Stiftung im Zeitpunkt der Zuwendung gar noch nicht 
errichtet und ihre allfällige Steuerbefreiung ungewiss war.

Wie das Verwaltungsgericht des Kantons Aarau im bereits erwähnten Urteil überzeugend darge-
legt hat, ist davon auszugehen, dass eine Stiftung bereits vor dem Registereintrag bedingt, d.h. 
unter Vorbehalt der tatsächlichen Eintragung, rechtsfähig sein und dementsprechend das vom 
Stifter gewidmete Vermögen erwerben kann. Bereits die Vermögenswidmung als einseitiges, nicht 
empfangsbedürftiges Verpflichtungsgeschäft zu Gunsten einer rechtlich noch nicht existenten Per-
son ist gültig und für den Stifter verbindlich.

Ebenso wenig kann entscheidend sein, dass die Stiftung zum Zeitpunkt der Zuwendung noch nicht 
steuerbefreit war. Relevante Zuwendungen sind auch dann abzugsfähig, wenn sie vor der for-
mellen Steuerbefreiungsverfügung erfolgen. Massgebend ist, dass die Steuerbefreiungsvoraus-
setzungen zum Zeitpunkt der Zuwendung erfüllt sind und in der Folge die Steuerbefreiung auch 
formell zuerkannt wird (VGer. AG, a.a.O.; LOCHER, N. 86 zu Art. 33 DBG; ZIGERLIG / JUD, N. 8 zu 
Art. 33a DBG).

Im vorliegenden Fall wurde der Stiftung C.________ die Befreiung von der direkten Bundessteuer 
sowie den kantonalen Gewinn- und Minimalsteuern zunächst im Rahmen einer Vorprüfung in 
Aussicht gestellt. In der Folge wurde die Steuerbefreiung mit Verfügung der Steuerverwaltung des 
Kantons Schwyz vom 20. Januar 2012 "rückwirkend ab Gründungsdatum bis zu einem allfälligen 
Widerruf" verbindlich gewährt. Somit ist davon auszugehen, dass die freiwillige Leistung der 

Kantonsgericht KG

Seite 7 von 9

Beschwerdeführerin (Widmung des Stiftungskapitals) an eine juristische Person erfolgt ist, welche 
im Hinblick auf ihren gemeinnützigen Zweck steuerbefreit wurde.

Die übrigen gesetzlichen Voraussetzungen des Abzugs sind nicht umstritten, sodass darauf nicht 
näher einzugehen ist.

Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen und der streitige Abzug für freiwillige Zuwendungen 
an gemeinnützige juristische Personen (Code 5.120) auf 20% der um die Aufwendungen vermin-
derten Einkünfte festzusetzen.

II. Kantonssteuer (604 2013 31)

4. Die vorne dargelegten Grundsätze betreffend die abzugsfähigen freiwilligen Leistungen gel-
ten auch im Bereich der Kantonssteuern. Die entsprechenden Bestimmungen sind in Art. 34a des 
Gesetzes vom 6. Juni 2000 über die Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1) sowie Art. 9 Abs. 2 lit. i 
des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der 
Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) enthalten.

Angesichts der mit dem Recht der direkten Bundessteuer übereinstimmenden gesetzlichen Rege-
lung kann für die Rechtsanwendung auf die Ausführungen in Erwägung 1 ff. verwiesen werden. 
Demzufolge ist auch der Rekurs betreffend die Kantonssteuer im gleichen Sinne gutzuheissen.

III. Gerichts- und Parteikosten

5. a) Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend (Art. 144 DBG und Art. 131 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]) sowie in Anwendung von 
Art. 133 VRG sind keine Kosten zu erheben.

b) Gemäss Art. 144 Abs. 4 DBG gilt für die Zusprechung von Parteikosten Art. 64 Abs. 1-3 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren. Diese Bestimmung 
sieht insbesondere vor, dass die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei 
von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig hohe Kosten zusprechen kann.

Auf kantonaler Ebene sieht Art. 137 Abs. 1 VRG vor, dass die (als letzte kantonale Instanz ent-
scheidende) Verwaltungsjustizbehörde der im Beschwerdeverfahren obsiegenden Partei auf Ge-
such grundsätzlich eine Entschädigung für die zur Wahrung ihrer Interessen entstandenen, not-
wendigen Kosten zuspricht. Obsiegt eine Partei nur teilweise, so wird die Parteientschädigung ver-
hältnismässig herabgesetzt. Die Parteientschädigung wird der oder den unterliegenden Parteien 
auferlegt und ist unmittelbar ihrem Anwalt geschuldet (vgl. Art. 141 VRG). 

Gemäss Art. 140 VRG umfasst die Parteientschädigung einerseits die Kosten der Vertretung oder 
Verbeiständung und anderseits die übrigen Auslagen der Partei, insbesondere ihre Reisekosten. 
Die Entschädigung bleibt jedoch auf die zur Wahrung der Interessen entstandenen, notwendigen 
Kosten beschränkt (Art. 137 Abs. 1 VRG in fine). Der Betrag wird im Rahmen des dafür erlassenen 
Tarifs festgesetzt (vgl. Art. 146 und 147 Abs. 1 lit. b VRG). Art. 8 Tarif VJ sieht vor, dass das Hono-
rar für die Vertretung oder die Verbeiständung einer Partei zwischen 200 und 10'000 Franken (seit 
2011 anwendbare Fassung) festgesetzt wird. Bei besonders umfangreichen oder besonders kom-
plizierten Angelegenheiten liegt der Höchstbetrag bei 40'000 Franken. Wer eine Parteientschädi-
gung verlangt, muss der Behörde eine Zusammenstellung der ausgeführten Verrichtungen und 
wenn nötig die Belege für die Barauslagen zukommen lassen. Erhält die Behörde diese Zu-
sammenstellung nicht, bevor der Entscheid getroffen wird, so setzt sie die Entschädigung von 
Amtes wegen und nach freiem Ermessen fest. Die Höhe des Honorars wird nach den gleichen 

Kantonsgericht KG

Seite 8 von 9

Grundsätzen wie die Verwaltungsjustizgebühr festgesetzt, d.h. nach dem erforderlichen Zeit- und 
Arbeitsaufwand, der Wichtigkeit der Angelegenheit und bei vermögensrechtlichen Sachen nach 
dem betreffenden Streitwert (Art. 11 Abs. 1 und 2 des Tarifs). Die Barauslagen des Parteivertreters 
werden zu den Selbstkosten bzw. nach Pauschalansätzen für Fotokopien und Reiseentschädigung 
zurückerstattet (vgl. Art. 9 des Tarifs). Die Entschädigung für die übrigen Auslagen, welche insbe-
sondere Reisekosten und den Ersatz eines allfälligen Erwerbsausfalles umfasst, ist "angemessen" 
festzusetzen (Art. 10 des Tarifs).

Im vorliegenden Fall hat die Vertreterin der Beschwerdeführerin eine Kostenliste für einen Betrag 
von 1'650 Franken (plus 132 Franken Mehrwertsteuer) eingereicht. Dieses Honorar beruht auf ei-
ner Mandatsführung durch den Firmeninhaber lic. oec. HSG, dipl. Steuerexperte T.________, wel-
cher 6.875 Stunden à 240 Franken in Rechnung gestellt hat. Dabei ist zu präzieren dass dieser 
Stundenansatz auch sämtliche Auslagen umfasst. Üblicherweise gewährt der Steuergerichtshof 
bei der Vertretung durch einen selbstständigen Rechtsanwalt einen Stundenansatz von 
230 Franken. Aufgrund der Akten und unter den gegeben Umständen erscheint es vorliegend ge-
rechtfertigt, den Betrag der angemessenen Parteientschädigung auf 1'500 Franken, inkl. Auslagen, 
plus 8 % Mehrwertsteuer (120 Franken) festzusetzen.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Kantonsgericht KG

Seite 9 von 9

Der Steuergerichtshof erkennt:

I. Direkte Bundessteuer (604 2013 30)

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen.

Der angefochtene Entscheid wird aufgehoben und der streitige Abzug für freiwillige Zuwen-
dungen an gemeinnützige juristische Personen (Code 5.120) auf 20% der um die Aufwen-
dungen verminderten Einkünfte festgesetzt.

II. Kantonssteuer (604 2013 31)

2. Der Rekurs wird gutgeheissen.

Der angefochtene Entscheid wird aufgehoben und der streitige Abzug für freiwillige Zuwen-
dungen an gemeinnützige juristische Personen (Code 5.120) auf 20% der um die Aufwen-
dungen verminderten Einkünfte festgesetzt.

III. Gerichts- und Parteikosten

3. Es werden keine Kosten erhoben. Der geleistete Kostenvorschuss (2'000 Franken) wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet.

4. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von 
1'500 Franken, plus 8 % Mehrwertsteuer (d.h. total 1'620 Franken), zugesprochen, welche 
vom Staat Freiburg direkt an ihre Vertreterin zu bezahlen ist.

IV. Zustellung.

Der vorliegende Entscheid kann sowohl bezüglich der veranlagten direkten Bundessteuern als 
auch der Kantonssteuern gemäss Art. 146 DBG bzw. 73 StHG und 82 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) innert 30 Tagen seit Eröffnung mit einer 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Lausanne, angefoch-
ten werden.

Gegen die Festsetzung der Höhe der Parteientschädigung ist innert 30 Tagen die Einsprache an 
die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides angefochten 
wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 20. Oktober 2014/hca

Präsident Gerichtsschreiberin