# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5541a063-5c16-583a-8dea-a732575c4bf4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.11.2018 IV 2016/267
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-267_2018-11-14.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/267

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.09.2019

Entscheiddatum: 14.11.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 14.11.2018
Art. 28 f. IVG; Art. 88a IVV; Art. 7 und 16 ATSG: Ist das Wartejahr erfüllt, so 
entsteht der Rentenanspruch sechs Monate nach seiner Geltendmachung. 
Betreffend Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist auf den hypothetisch 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen. Bei der Berechnung des 
Invaliditätsgrades wird für das Valideneinkommen grundsätzlich am letzten 
erzielten Verdienst angeknüpft (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 14. November 2018, IV 2016/267).

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela

Machleidt Lehmann und Marie-Theres Rüegg Haltinner;

Gerichtsschreiberin Felicia Sterren

Geschäftsnr.  

IV 2016/267

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Stephanie Schwarz,

Sigg Schwarz Advokatur, Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 4. Februar 2014 wegen Polyarthrose, Tenosynovitis, 

Metatarsalgien bei Spreizfüssen, Hammerzehen, Periarthropathia coxae beidseits und 

Verdacht auf beginnende Kollagenose zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 4 f. 

und 2). Am 13. Februar 2014 reichte der damalige Hausarzt der Versicherten, Dr. med. 

B.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, der IV-Stelle ein ärztliches Zeugnis sowie einen 

Auszug aus der Krankengeschichte ein. Eine MEDAS-Abklärung sei erforderlich (IV-act. 

17).

A.b  Auf dem Fragebogen für Arbeitgebende gab die C.___ AG an, die Versicherte habe 

vom 1. April 2003 bis 30. April 2009 für sie gearbeitet und ab 2007 Fr. 49'400.-- pro 

Jahr verdient. Kost und Logis sei zusätzlich mit Fr. 179.-- pro Monat vergütet worden 

(IV-act. 18). Die D.___ GmbH gab auf dem Fragebogen für Arbeitgebende an, die 

Versicherte habe vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 für sie gearbeitet. Sie 

habe gekündigt, weil sie mehr habe verdienen wollen. Von einem Gesundheitsschaden 

bzw. einer "Einschränkung" bei der Arbeit sei der D.___ nichts bekannt. Die Versicherte 

habe ca. 20 Stunden pro Woche bei einer allgemeinen Wochen-Arbeitszeit von 45 

Stunden gearbeitet. Der Jahreslohn habe Fr. 20'267.-- betragen (IV-act. 19).

A.c  In den fallstrategischen Überlegungen vom 27. Februar 2014 notierte die IV-Stelle, 

gemäss telefonischer Rückfrage würde die Versicherte 100% arbeiten, wenn sie 

gesund wäre (IV-act. 21-3). Gemäss RAD-Notiz vom 28. Februar 2014 bestehen die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerden seit 2009, für die Arbeitsfähigkeit relevant seien sie gestützt auf die 

Krankengeschichte des Hausarztes ab Dezember 2012. In der angestammten Tätigkeit 

im Service bestehe eine maximal 50%ige Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht. 

In einer adaptierten Tätigkeit könne eine Arbeitsfähigkeit von mehr als 50% erwartet 

werden (IV-act. 26).

A.d  Am 21. Mai 2014 unterzeichneten die Versicherte und der 

Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle einen Eingliederungsplan 

Arbeitsvermittlung (IV-act. 34). Am 3. Juni 2014 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, 

dass ihr Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch die 

Eingliederungsberatung gewährt werde (IV-act. 36). Am 18. August 2014 bot das 

Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) der Versicherten einen Einsatzplatz in der 

Cafeteria E.___ im Umfang eines 80%-Pensums an. Am 19. August 2014 teilte die 

Versicherte mit, sie habe bei F.___ eine Anstellung im Umfang von 40% erhalten 

(Bewerbung vom 11. Juli 2014; IV-act. 52, 50 und 54). Am 3. September 2014 löste die 

Versicherte das Arbeitsverhältnis mit F.___ wegen gesundheitlicher Probleme fristlos 

auf (IV-act. 66).

A.e  Mit Bericht vom 1. Oktober 2014 hielt med. pract. G.___, Facharzt für Allgemeine 

Medizin, fest, die bisherige Tätigkeit sei der Versicherten laut Rheumatologe noch im 

Umfang von 50% zumutbar. Es bestehe eine verminderte Belastbarkeit der Hände, 

Arme und Muskulatur (IV-act. 75-2 f.).

A.f  Mit Bericht vom 21. November 2014 hielt Dr. med. H.___, Innere Medizin und 

Rheumatologie FMH, fest, die Versicherte leide seit zwei bis drei Jahren unter 

Schmerzen des Bewegungsapparates. Aufgrund der multiplen Beschwerden am 

Rücken und der Extremitäten erachte er die Versicherte aus rheumatologischer Sicht 

vorderhand als maximal 50% arbeitsfähig für eine leichte Arbeit (IV-act. 79-6 ff.). Mit 

Bericht an die IV-Stelle vom 21. November 2014 attestierte Dr. H.___ der Versicherten 

eine volle Arbeitsunfähigkeit als Serviceangestellte seit mindestens 30. Oktober 2014 

bis auf Weiteres. Leichte Arbeiten in Wechselbelastung ohne Heben von Lasten, ohne 

regelmässiges Bücken, ohne Arbeiten über Schulterhöhe und ohne stereotype Arbeiten 

seien der Versicherten aus rheumatologischer Sicht ab Anfang Dezember maximal vier 

Stunden pro Tag zumutbar (IV-act. 79-1 ff.). Der RAD konnte die rheumatologische 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nur teilweise nachvollziehen. Für eine leidensadaptierte 

Tätigkeit liege eine mindestens 50%ige Arbeitsfähigkeit mit Steigerungspotential vor 

(IV-act. 81 und 89).

A.g  Nachdem med. pract. G.___ die Versicherte vom 2. September 2014 bis 31. 

Januar 2015 zu 100% arbeitsunfähig geschrieben hatte (vgl. IV-act. 63, 73, 83 und 88) 

und diese sich auch subjektiv nicht in der Lage sah, mehr als fünf Stunden pro Woche 

zu arbeiten (IV-act. 91-5), teilte die IV-Stelle der Versicherten am 26. Februar 2015 mit, 

dass kein Anspruch auf (weitere) berufliche Massnahmen bestehe (IV-act. 94). Am 14. 

Juli 2015 gab die IV-Stelle ein rheumatologisches Gutachten bei Dr. med. I.___, 

Rheumathologie FMH, in Auftrag (IV-act. 99).

A.h  Im internistisch-rheumatologischen Gutachten vom 8. Januar 2016 stellte Dr. I.___ 

folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Chronische 

Polyarthralgien, vor allem Finger-/Zehengelenke DD unspezifisch, entzündliche 

Komponente bei HLA-B27-Positivität (IV-act. 103-12). Radiologisch hätten sich im 

Hand- und Fussskelett keine degenerativen oder entzündlichen Veränderungen 

dargestellt. In Übereinstimmung mit den früheren rheumatologischen Einschätzungen 

hätten sich keine Hinweise für das Vorliegen einer entzündlichen rheumatischen 

Erkrankung gefunden. Klinisch seien keine Synovitiden oder Tenosynovitiden palpabel 

gewesen. Gegenüber der früheren Einschätzung hätten keine Tenovaginitiden 

nachgewiesen werden können. Die von Dr. med. J.___, Rheumatologie, Physikalische 

Medizin und Rehabilitation FMH, beschriebenen leichten Gelenkspaltverschmälerungen 

könnten anhand der aktuellen Röntgenaufnahmen nicht bestätigt werden. 

Anamnestisch und klinisch seien keine Kollagenosezeichen eruierbar. Entzündliche 

Veränderungen des Achsenskeletts seien aktuell radiologisch nicht nachweisbar. Die 

von Dr. H.___ beschriebenen multilokulären muskuloskelettalen 

Weichteilpalpationsbefunde und muskulären Dysbalancen seien aktuell nicht fassbar. 

Es zeige sich einzig eine segmentale Dysfunktion C5/6 links (IV-act. 103-15 f.). 

Gegenüber den von den vorbeurteilenden Rheumatologen erhobenen 

rheumatologischen Befunden zeige sich eine Verbesserung. Die früheren 

rheumatologischen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit (Dr. J.___: 50% in der 

angestammten Tätigkeit als Serviceangestellte, Dr. H.___: 50% in körperlich leichten, 

wechselbelastenden Berufstätigkeiten) seien aufgrund der damals beschriebenen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Befunde nachvollziehbar. Spätestens ab dem aktuellen Begutachtungszeitpunkt sei 

eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% in der früher ausgeführten Tätigkeit 

als Serviceangestellte nachvollziehbar. In körperlich leichten, wechselbelastenden 

beruflichen Tätigkeiten ohne überwiegendes oder ausschliessliches Gehen/Stehen 

sowie ohne kraftanfordernde manuelle Tätigkeiten lasse sich aus aktueller 

rheumatologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 30% begründen. Arbeiten in 

Nässe und Kälte sollten aufgrund des aktenanamnestisch beschriebenen 

Raynaudsyndroms vermieden werden. Die verminderte Leistungsfähigkeit sei bedingt 

durch über das betriebliche Mass hinausgehende Pausen (IV-act. 103-16 und 18). Für 

die von der Versicherten als invalidisierend geschilderten Polyarthralgien habe sich 

aktuell kein fassbares adäquates organisches Korrelat gefunden. Gemäss Akten sei 

von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ab der Erstuntersuchung durch Dr. J.___ (24. 

Juni 2013) auszugehen. Eine passagere volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit als Serviceangestellte sei aufgrund der von Dr. H.___ am 30. Oktober 2014 

erhobenen Befunde möglich. Behandlungen, von welchen eine wesentliche 

Verbesserung der Arbeits-/Leistungsfähigkeit der Versicherten zu erwarten wäre, 

könnten aus rheumatologischer Sicht nicht empfohlen werden (IV-act. 103-16 ff.).

A.i Mit Vorbescheid vom 26. Februar 2016 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Ablehnung ihres Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 107). Mit Einwand vom 6. April 

2016 beantragte die Beschwerdeführerin, nun vertreten durch Rechtsanwältin 

Stephanie Schwarz, die Zusprache einer Rente (IV-act. 113).

A.j Mit Verfügung vom 21. Juni 2016 lehnte die IV-Stelle den Antrag auf Invalidenrente 

ab. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70%. Der 

Invaliditätsgrad betrage 27%. Dass die Versicherte ihre Anstellung bei der C.___ AG 

wegen einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes, welche sich wesentlich auf 

ihre Arbeitsfähigkeit auswirkte, gekündigt habe, sei nicht belegt. Relevant sei einzig der 

Zeitpunkt, ab dem sich die Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Dies 

könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erst ab Dezember 2012 angenommen 

werden. Wie es der Versicherten möglich gewesen sei, nach der Anstellung bei der 

C.___ AG trotz der geltend gemachten Beschwerden über Jahre in körperlich 

mindestens gleich anstrengenden Tätigkeiten zu funktionieren, lasse sich nicht 

plausibel nachvollziehen. Die D.___ habe keine Einschränkung bei der Arbeit bemerkt. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Für die Bemessung des Valideneinkommens könne somit auf das zuletzt erzielte 

Einkommen als Serviceangestellte bei der D.___ abgestellt werden. Selbst wenn das 

Einkommen bei der C.___ AG als Valideneinkommen herangezogen würde, würde kein 

rentenbegründender IV-Grad resultieren. Ein Leidens- oder Teilzeitabzug sei nicht 

geschuldet, da die Beschwerden der Versicherten bereits in der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. I.___ berücksichtigt seien und Frauen in einer 

Teilzeitbeschäftigung im Verhältnis zu einer Vollbeschäftigung mehr verdienen würden. 

Für die Berechnung des Invalideneinkommens sei auf die Zahlen der 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik abgestellt worden. Betreffend 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sei auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

abzustellen. Invaliditätsfremde Faktoren seien nicht zu berücksichtigen (IV-act. 119).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 21. Juni 2016 richtet sich die Beschwerde vom 19. 

August 2016. Die Beschwerdeführerin lässt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache 

einer Invalidenrente beantragen sowie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

stellen. Zur Begründung lässt sie ausführen, sie sei als Gesunde zuletzt von 2003 bis 

2009 im Betriebsrestaurant von C.___ tätig gewesen. Wegen zunehmender 

Fussbeschwerden habe sie am 21. April 2008 und am 13. November 2009 Dr. K.___ 

konsultiert, ohne sich aber zur vorgeschlagenen Operation entschliessen zu können. 

Nachdem Hand- und Fingergelenkschmerzen zu den Fussschmerzen hinzugetreten 

seien, habe sie sich nicht mehr in der Lage gesehen, eine Vollbeschäftigung beim 

Tagblatt auszuüben, und habe ihre Stelle gekündigt. Krankheitsbedingt habe sie 

unterschiedliche andere Stellen in tieferen Pensen nicht längere Zeit ausüben können. 

In Kenntnis des ausserordentlich lange dauernden IV-Verfahrens des Ehemannes habe 

sie sich jahrelang nicht an eine eigene IV-Anmeldung gewagt. Erst am 4. Januar 2014 

habe sie ein Gesuch eingereicht und dieses im Februar 2014 ergänzt. Dr. I.___ 

attestiere erst ab dem Gutachtenszeitpunkt ausgehend von einer leichten 

Verbesserung der Situation eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit. 

Davor sei auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte abzustellen, wonach lediglich 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Für die erste Periode sechs Monate ab 

IV-Anmeldung sei damit jedenfalls ein rentenerheblicher Invaliditätsgrad ausgewiesen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Beschwerdegegnerin gehe zudem von einem zu tiefen Valideneinkommen aus. Die 

Beschwerdeführerin habe ihre gut bezahlte langjährige Stelle bei C.___ aus seit 2008 

bestehenden gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Das gehe aus ihren 

Angaben und ihrer Krankengeschichte hervor, aus welcher der chronifizierte schlechte 

Gesundheitszustand ersichtlich sei. Ausserdem bestätige auch der Umstand, dass sie 

nach der krankheitsbedingten Kündigung selbst leichtere Stellen im Service nicht mehr 

vollzeitig habe ausüben können, ihre Sachverhaltsdarstellung. Deshalb sei das 

Einkommen von Fr. 52'848.-- für das Jahr 2008 als Grundlage für die Bemessung des 

Valideneinkommens heranzuziehen, angepasst an die Nominallohnentwicklung. Die 

Arbeitgeber-Angaben des Restaurants D.___ vom 20. Februar 2014 seien nicht 

verwendbar, da sie dort nur in Teilzeit gearbeitet und es vermieden habe, ihre 

Beschwerden Aussenstehenden zu zeigen. Zudem habe dieser Arbeitgeber ihr den 

GAV-garantierten Lohn nicht bezahlt, sodass es zu einer arbeitsrechtlichen Streitigkeit 

gekommen sei. Der Beginn der Wartezeit sei auf die Zeit nach der Beendigung der 

Stelle bei C.___ anzusetzen. In den später angenommenen Hilfstätigkeiten habe sie viel 

weniger verdient, sodass ein Invaliditätsgrad von mindestens 20% bereits ab Mai 2009 

überwiegend wahrscheinlich sei. Obwohl sie sich sehr bemühe und auch diverse 

Teilzeitstellen angenommen habe, sei es ihr aufgrund des Zusammenspiels der 

diversen Beschwerden (Schwellungen und Schmerzen im Kniebereich, in den Beinen, 

Füssen und Händen, Störung der Feinmotorik), ihres Alters und der fehlenden 

Berufsausbildung nicht gelungen, die Restarbeitsfähigkeit umzusetzen. Die 

Restarbeitsfähigkeit sei daher nicht mehr verwertbar, eventualiter sei ein Abzug von 

25% beim Invalideneinkommen zu berücksichtigen. Sie verfüge über eine 

Rechtsschutzversicherung mit einem Maximalbetrag von Fr. 5'000.--, der aktuell 

bereits überschritten sei. Sie beantrage deshalb unentgeltliche Rechtspflege (act. G1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 9. September 2016 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie auf 

die angefochtene Verfügung (act. G5).

B.c  Am 21. September 2016 bewilligt die Abteilungspräsidentin das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege einzig bezüglich der Befreiung von der Leistung eines 

Kostenvorschusses bzw. der Gerichtskosten (act. G6). Am 16. Februar 2018 reicht die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eine Kostennote ein (act. G8).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1. 

1.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) versicherte Personen, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40% invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 

(Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).

1.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

1.4  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz und der Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

2. 

2.1  Das internistisch-rheumatologische Gutachten Dr. I.___s vom 8. Januar 2016 

berücksichtigt die geklagten Beschwerden und die aktenkundigen Befunde. Objektive 

Gesichtspunkte, welche an der gutachterlichen Beurteilung Zweifel erwecken, werden 

nicht dargetan. Mit dem RAD (Stellungnahme vom 12. Februar 2016, IV-act. 104) ist 

daher darauf abzustellen und von einer Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit im 

Umfang von 70% auszugehen.

2.2  Wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, geht Dr. I.___ von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50% in der angestammten Tätigkeit als Serviceangestellte ab 

der Erstuntersuchung durch Dr. J.___ vom 24. Juni 2013 aus (IV-act. 103-17). Gestützt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

auf die gutachterliche Einschätzung war das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

somit am 24. Juni 2014 erfüllt.

2.3  Die Beschwerdeführerin hat sich am 4. Februar 2014 zum Bezug von IV-

Leistungen angemeldet. Da der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs 

Monaten entsteht (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), hat die Beschwerdeführerin frühestens ab 

August 2014 Anspruch auf eine Invalidenrente, vorausgesetzt, es liegt ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor.

2.4  Die Beschwerdeführerin weist zu Recht darauf hin, dass Dr. I.___ eine 

Arbeitsfähigkeit von lediglich 50% auch in adaptierter Tätigkeit ab 30. Oktober 2014 

gemäss dem Arztbericht von Dr. H.___ aufgrund der damaligen weichteilrheumatischen 

Beschwerden und Polyarthralgien als nachvollziehbar erachtet, wobei der Gutachter 

von einer Verbesserung spätestens ab dem aktuellen Begutachtungszeitpunkt ausging. 

Damit ist eine Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit im Umfang von 50% für diese 

Periode zumindest überwiegend wahrscheinlich, womit das nötige Beweismass erfüllt 

ist.

2.5  Die Beschwerdeführerin beruft sich sodann auf Art. 88a Abs. 1 der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201). Gemäss dieser Norm ist eine 

Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung der Leistung von dem 

Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie 

voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 

nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und 

voraussichtlich weiterhin andauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV). Die Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit ist deshalb erst drei Monate nach der Begutachtung vom 4. 

November 2015, mithin ab 1. März 2016, zu berücksichtigen.

3. 

3.1  Die Beschwerdeführerin bringt vor, aufgrund ihrer diversen Beschwerden, ihres 

Alters und der fehlenden Berufsausbildung sei ihre Restarbeitsfähigkeit nicht mehr 

verwertbar.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.2  Referenzpunkt für die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ist der hypothetisch 

ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung handelt es 

sich dabei um einen theoretischen und abstrakten Begriff, der dazu dient, den 

Leistungsbereich der Invalidenversicherung von demjenigen der 

Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein 

bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach 

Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen 

Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält und zwar sowohl bezüglich der dafür 

verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des 

körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob 

die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, 

und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 

110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b). Daraus folgt, dass für die 

Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den 

konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob 

sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die 

verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI-

Praxis 6/1998 S. 291). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 

Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer 

Arbeitsgelegenheit kann dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare 

Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt, oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher von vornherein ausgeschlossen erscheint (siehe 

zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2012, 8C_869/2011, E. 4.3.5 mit 

Hinweisen).

3.3  Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in 

der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren 

persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer 

versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird und dass ihr deren 

Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen 

Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend 

können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der 

absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang 

auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Von Bedeutung für 

die Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sind namentlich deren 

Ausmass und die verbleibende berufliche Aktivitätsdauer im Zeitpunkt des Feststehens 

der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)¬Erwerbstätigkeit. Der für die Beurteilung 

relevante Zeitpunkt ist gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen eine zuverlässige 

Sachverhaltsfeststellung erlauben (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3 f.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. Juli 2016, 8C_324/2016, E. 4.4).

3.4  Mit Blick auf die Massgeblichkeit des theoretisch ausgeglichenen Arbeitsmarktes 

ist eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht leichthin anzunehmen (Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 3.3.1). Hilfsarbeiten 

werden auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 

altersunabhängig nachgefragt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2018, 

9C_862/2017, E. 3.3.3 mit Hinweis). Angesichts der strengen Bundesgerichtspraxis 

sind die Hürden für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auch bei älteren 

Arbeitnehmenden hoch (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 

9C_918/2008, E. 4.3; zur Rechtsprechung des Bundesgerichtes vgl. auch Entscheid 

des Versicherungsgerichts vom 7. Dezember 2017, IV 2015/384, E. 3.3.2)

3.5  Die Beschwerdeführerin ist zu 70% arbeitsfähig und damit in quantitativer Hinsicht 

nur leicht eingeschränkt. In qualitativer Hinsicht kann sie körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten ohne überwiegendes oder ausschliessliches Gehen/

Stehen sowie ohne kraftanfordernde manuelle Tätigkeiten unter Vermeidung von 

Arbeiten in Nässe/Kälte ausführen. Ihre Einschränkungen sind damit nicht derart 

gravierend, dass geeignete Stellen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr 

denkbar wären. Konkret zumutbar wären etwa die Kontrolle von Ware, die 

Überwachung von voll- oder halbautomatischen Maschinen oder Hilfsarbeiten im 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Montage-, Sortierungs- und Verpackungsbereich in Produktionsbetrieben. Dafür 

benötigt die Beschwerdeführerin keine besonderen Berufskenntnisse.

3.6  Massgeblicher Zeitpunkt für die verbleibende berufliche Aktivitätsdauer ist 

vorliegend derjenige des Gutachtens vom 8. Januar 2016. Damals war die 

Beschwerdeführerin 59 Jahre und 4 Monate alt. Sie stand somit noch rund viereinhalb 

Jahre vor der ordentlichen Alterspensionierung. Damit ist sie zwar nicht leicht 

vermittelbar, Hilfsarbeiterinnen werden gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

jedoch altersunabhängig nachgefragt, und die verbleibende Zeit bis zur Pensionierung 

ist nicht so kurz, dass eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit angesichts der 

konkreten quantitativen und qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit nicht 

mehr möglich gewesen wäre (vgl. zur Rechtsprechung des Bundesgerichts zur 

Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit in fortgeschrittenem Alter auch Entscheid des 

Versicherungsgerichts St. Gallen vom 7. Dezember 2017, IV 2015/384, E. 3.3.2 mit 

Hinweisen). Nach dem Gesagten ist von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin auszugehen.

4. 

4.1  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

4.2  Die Beschwerdeführerin bestreitet die Berechnung des Invaliditätsgrades durch die 

Beschwerdegegnerin. Validen- und Invalideneinkommen sind deshalb nachfolgend zu 

prüfen.

5. 

5.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte, nicht aber, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

was sie bestenfalls hätte verdienen können. Dabei wird in der Regel am zuletzt 

erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Relevant ist 

grundsätzlich das tatsächlich bezogene Einkommen (nicht etwa der vertraglich 

vereinbarte höhere Lohn). Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 und BGE 131 V 51 E. 5.1.2). Zulässig ist auch, aus 

dem nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung noch erzielten Einkommen auf 

das Valideneinkommen zu schliessen, sofern anzunehmen ist, dass die betreffende 

Person ohne Gesundheitsschaden in einem Vollpensum prozentual hochgerechnet den 

gleichen Lohn erzielen würde (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Bern/

St. Gallen/Zürich 2015, Art. 16 N 22 ff.).

5.2  Bei Annahme eines wesentlich unterdurchschnittlichen Einkommens gebietet der 

Grundsatz der Parallelität der Einkommensermittlung, beide Vergleichseinkommen 

unter Annahme gleicher Verhältnisse zu ermitteln. Dies bringt beispielsweise mit sich, 

dass bei einem bisher erzielten deutlich unterdurchschnittlichen Einkommen das 

Valideneinkommen (wie auch das Invalideneinkommen) unter Abstützung auf 

Tabellenlöhne zu bestimmen ist. Die Unterdurchschnittlichkeit ist indes nicht 

massgebend, wenn sich die betreffende Person aus freien Stücken mit einem 

bescheideneren Einkommensniveau begnügt hat (UELI KIESER, a.a.O., Art. 16 N 44 f.).

5.3  Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe auf ein zu 

tiefes Valideneinkommen abgestellt. Nicht der bei der D.___ erzielte Lohn sei 

massgebend, sondern das Einkommen, welches sie zuletzt bei C.___ erzielt habe. Sie 

habe jene Anstellung aus gesundheitlichen Gründen gekündigt, weil sie sich nicht mehr 

in der Lage gesehen habe, eine Vollbeschäftigung in der Kantine auszuüben.

5.4  Diese Argumentation vermag indes nicht zu überzeugen. Es liegen keinerlei 

medizinische Unterlagen im Recht, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin für das Jahr 2009 belegen würden. Entsprechende Dokumente 

können offenbar auch nicht mehr erhältlich gemacht werden. Bereits Dr. H.___ 

erwähnte im Bericht vom 21. November 2014, die Beschwerdeführerin wisse nicht, wo 

die früheren Röntgenbilder seien, und er habe nicht herausfinden können, wo diese zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

suchen wären (IV-act. 79-8 f.). Die Beschwerdeführerin selbst hat in ihrer Beschwerde 

geäussert, sie bemühe sich aktuell um weitere Unterlagen von Dr. K.___ und werde 

diese dem Gericht nachreichen (act. G1-11). Nachdem das bis heute nicht geschehen 

ist, ist davon auszugehen, dass die Bemühungen der Beschwerdeführerin erfolglos 

blieben. Sodann liegen keine Hinweise darauf vor, dass das Tagblatt mit den 

Leistungen der Beschwerdeführerin nicht zufrieden gewesen wäre. C.___ hat ihr im 

Gegenteil ein gutes Arbeitszeugnis ausgestellt, welches sie als pünktlich, selbständig 

und pflichtbewusst ausweist und ihr "jederzeit gute Leistungen" attestiert (IV-act. 30). 

Nicht C.___ hat das Arbeitsverhältnis beendet, sondern die Beschwerdeführerin. 

Abmahnungen des Arbeitgebers, Korrespondenz über Absenzen oder ein Nachweis 

über Leistungen des Krankentaggeldversicherers wegen krankheitsbedingter 

Arbeitsausfälle fehlen gänzlich. Hinzu kommt, dass das subjektive Empfinden der 

Beschwerdeführerin wesentlich von den objektiven medizinischen Befunden abweicht. 

So gab sie beispielsweise im Rahmen der beruflichen Massnahmen an, nicht mehr als 

fünf Stunden pro Woche (ca. 10%) arbeiten zu können, während Dr. H.___ eine 

Arbeitsfähigkeit von maximal 50% in einer adaptierten Tätigkeit als zumutbar erachtete 

(IV-act. 91-5 i.V.m. IV-act. 79-9). Auch Dr. I.___ spricht im Gutachten von einer 

ausgesprochen tiefen Selbsteinschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit im 

PACT-Test, die aufgrund der aktuellen Befunde nicht erklärt werden könne (IV-act. 

103-16). Nach dem Gesagten ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bereits 2009 einen massgeblichen 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hatte, auch wenn er sich möglicherweise seit der 

Operation 2002 verschlechtert hatte. Die Beschwerdeführerin war deshalb nicht 

objektiv gezwungen, ihre Stelle bei C.___ aufzugeben. Dass sie anschliessend nur noch 

in Teilzeit arbeitete, vermag daran nichts zu ändern. Wiederum war es die 

Beschwerdeführerin, welche die Arbeitsverhältnisse jeweils auflöste, und für das 

längere Arbeitsverhältnis erhielt sie wiederum ein gutes Arbeitszeugnis (IV-act. 31). 

Zudem wich die subjektive Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin wohl von dem 

objektiv Zumutbaren ab. Für die Festsetzung des Valideneinkommens kann deshalb 

nicht auf den Jahreslohn bei C.___ abgestellt werden.

5.5  Die Beschwerdegegnerin zieht für das Valideneinkommen das zuletzt erzielte 

Einkommen als Serviceangestellte heran (IV-act. 105-2). Gemäss Fragebogen für 

Arbeitgebende der D.___ vom 20. Februar 2014 betrug dieses für 949.75 Stunden Fr. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

20'267.-- für das Jahr 2013 (IV-act. 19-3). Die Beschwerdegegnerin lässt bei ihrer 

Berechnung ausser Acht, dass die Beschwerdeführerin Lohnstreitigkeiten mit der D.___ 

hatte und diese ihr eine Nachzahlung leistete. Diese Nachzahlung ist für das 

tatsächliche Jahreseinkommen 2013 zu berücksichtigen. Auch das von der 

Beschwerdegegnerin angenommene Arbeitspensum (44%) ist nicht ganz korrekt. Unter 

Berücksichtigung von Ferien und Feiertagen arbeitete die Beschwerdeführerin 

gerundet 46% (vgl. IV-act. 57).

5.6  Eine detaillierte Berechnung des Jahreseinkommens 2013 erübrigt sich indes, 

denn die Beschwerdeführerin hat die Arbeitsstelle bei der D.___ gekündigt, weil sie 

mehr verdienen wollte (siehe IV-act. 19-1; act. G1.4). Sie hat zudem belegt, dass sie in 

der Lage ist, ein höheres Einkommen zu erzielen. Einerseits hat sie bei C.___ während 

Jahren mehr Lohn erhalten. Wird der Lohn der angebrochenen Jahre jeweils auf das 

ganze Jahr hochgerechnet, so konnte die Beschwerdeführerin während ihrer gesamten 

Anstellung bei C.___ ein Einkommen erzielen, das in etwa dem durchschnittlichen 

Jahreslohn einer Hilfsarbeiterin (Anforderungsniveau 4 / Kompetenzniveau 1) gemäss 

den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) entsprach (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto, IV-

act. 16-1 f.). Andererseits hat die Beschwerdeführerin nach ihrer IV-Anmeldung auch 

eine Stelle bei F.___ mit einem Stundenlohn von Fr. 22.-- zuzüglich 13.04% 

Ferienentschädigung gefunden (IV-act. 54). Gemäss dem L-GAV 2011-2014 bei F.___ 

haben Mitarbeitende Anspruch auf einen 13. Monatslohn, die Wochenarbeitszeit 

beträgt bei einem Vollpensum 41 Stunden und Mitarbeitende, die über 50 Jahre alt 

sind, haben einen Ferienanspruch von sechs Wochen. Bei einem Vollpensum hätte die 

Beschwerdeführerin also mindestens Fr. 50'811.10 pro Jahr verdient (Fr. 22.-- x 1.1304 

[Ferienentschädigung] x 41 [Wochenstunden] x 46 [Arbeitswochen] x 1.0833% [13. 

Monatslohn]). Dieser Betrag liegt zwar noch unter dem Tabellenlohn für 

Hilfsarbeiterinnen für das Jahr 2014 (Fr. 53'793.--; siehe Anhang 2 der vom Bundesamt 

für Sozialversicherungen herausgegebenen Textausgabe, Ausgabe 2018, S. 222, 

basierend auf der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für 

Statistik). Es ist aber zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt 

des Vertragsschlusses bereits gesundheitlich eingeschränkt war. Es ist folglich davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde eine besser bezahlte Stelle 

gesucht und gefunden hätte, zumal ihre Arbeitgeber mit ihren Leistungen und ihrem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verhalten jeweils zufrieden waren. Somit ist nicht auf das Einkommen bei der D.___ 

abzustellen. Nachdem die Beschwerdeführerin gezeigt hat, dass sie willens und in der 

Lage war, durchschnittlich etwa den Lohn einer Hilfsarbeiterin zu erzielen, ist als 

Valideneinkommen der Jahreslohn einer Hilfsarbeiterin gemäss LSE, mithin Fr. 

53'793.--, anzunehmen.

6. 

6.1  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist 

kein effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung statistische Werte, insbesondere die Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE), 

beigezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3).

6.2  Die Beschwerdeführerin ist nicht mehr oder nur noch marginal berufstätig. Da sie 

nur noch beschränkt im angestammten Bereich tätig sein kann und über keine 

Berufsausbildung verfügt, ist für das Invalideneinkommen auf statistische Werte für 

Personen mit dem Kompetenzniveau 1 abzustellen. Der Jahreslohn 2014 beläuft sich, 

wie bereits erwähnt, auf Fr. 53'793.--.

7. 

7.1  Die Beschwerdeführerin fordert einen Tabellenlohnabzug von 25%. Mit dem 

Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. In BGE 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht festgestellt, dass es von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie 

und Beschäftigungsgrad) abhängt, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

herabzusetzen sind. Bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit 

enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung 

des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung 

desselben Gesichtspunkts führen. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 

Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h. 

dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu quantifizieren ist und die 

einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. Der Abzug ist auf höchstens 25% begrenzt 

(Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 2018, 9C_833/2017, E. 2.2; BGE 134 V 327 E. 

5.2).

7.2  Vorliegend rechtfertigt sich wegen des Alters der Beschwerdeführerin ein 

Tabellenlohnabzug. Arbeitnehmende über 50 sehen sich mit zahlreichen 

lohnwirksamen Nachteilen konfrontiert, etwa hohe Lohnnebenkosten, längere 

gesundheitliche Absenzen oder schlechtere Anpassungs- und Angewöhnungsfähigkeit. 

Weil Hilfsarbeiterinnen in leichten Tätigkeiten definitionsgemäss keine Ausbildung 

benötigen und somit betreffend Erfahrungswissen und Dienstjahren nicht von 

vornherein wesentlich weniger als ihre jüngeren Kolleginnen verdienen, ist beim 

Tabellenlohnabzug indes Zurückhaltung geboten. Da Teilzeit arbeitende Frauen 

statistisch gesehen nicht schlechter verdienen als vollzeitig arbeitende, ist ein 

"Teilzeitabzug" nicht gerechtfertigt. Die Einschränkungen der Beschwerdeführerin, 

insbesondere ein erhöhter Pausenbedarf, wurden bereits von Dr. I.___ im Gutachten 

berücksichtigt und können für den Tabellenlohnabzug nicht erneut beigezogen werden. 

Insgesamt ist deshalb maximal ein Tabellenlohnabzug von 10% vorzunehmen.

8. 

8.1  Für die erste Berechnungsperiode ab Oktober 2014 war die Beschwerdeführerin zu 

50% arbeitsunfähig. Dem Valideneinkommen von Fr. 53'793.-- steht demnach ein 

Invalideneinkommen von Fr. 24'206.85 ([Fr. 53'793.-- / 100 x 50] /100 x 90) gegenüber. 

Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 55%. Somit hat die Beschwerdeführerin für 

diesen Zeitraum Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung. Insofern ist 

die vorliegende Beschwerde gutzuheissen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

8.2  Für die zweite Berechnungsperiode ab März 2016 ist eine Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit von 70% massgebend. Dem Valideneinkommen von Fr. 53'793.-- 

steht demnach ein Invalideneinkommen von Fr. 33'889.60 ([Fr. 53'793.-- / 100 x 70] / 

100 x 90) gegenüber. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 37%. Die Beschwerde 

ist demnach abzuweisen, soweit und sofern eine Invalidenrente ab März 2016 

beantragt wurde.

9. 

9.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit angemessen. Da die Sache bezüglich 

eines befristeten Rentenanspruchs gutgeheissen und im Weiteren abgelehnt wird, ist 

von einem teilweisen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen. Die 

Gerichtsgebühr ist den Parteien daher in der Höhe von je Fr. 300.-- aufzuerlegen, 

wobei die Beschwerdeführerin aufgrund der bewilligten unentgeltlichen Rechtspflege 

von der Bezahlung ihres Anteils zu befreien ist.

9.2  Da die Beschwerdeführerin teilweise obsiegt, hat sie einen reduzierten Anspruch 

auf eine Parteientschädigung. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat eine 

Honorarnote über Fr. 2'732.80 eingereicht (Zeitaufwand 11 Stunden 10 Minuten à Fr. 

220.--, Barauslagen Fr. 73.70 plus Mehrwertsteuer; act. G8). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 

963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Nachdem die Honorarnote angemessen 

erscheint, kann darauf abgestellt werden. Einem hälftigen Obsiegen entsprechend hat 

die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Fr. 1'366.40 zu entschädigen.

9.3  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Beschwerdeführerin ab 1. 

Oktober 2014 bis 28. Februar 2016 eine halbe Rente zugesprochen. Die Sache wird zur 

Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat Gerichtskosten von Fr. 300.- zu bezahlen. Die 

Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung von Gerichtskosten in Höhe von Fr. 300.- 

zufolge unentgeltlicher Prozessführung befreit.

3. 

Die Beschwerdegegnerin bezahlt der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 

Höhe von Fr. 1'366.40 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 14.11.2018
	Art. 28 f. IVG; Art. 88a IVV; Art. 7 und 16 ATSG: Ist das Wartejahr erfüllt, so entsteht der Rentenanspruch sechs Monate nach seiner Geltendmachung. Betreffend Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist auf den hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen. Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades wird für das Valideneinkommen grundsätzlich am letzten erzielten Verdienst angeknüpft (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. November 2018, IV 2016/267).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte