# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee6138cc-b858-5feb-87ab-b8b4a1ad322e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.07.2019 UV 2017/64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-64_2019-07-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/64

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.09.2019

Entscheiddatum: 02.07.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2019
Art. 18 Abs. 1 UVG. Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente. Aufgrund des 
Einkommensvergleichs resultiert ein rentenbegründender Anspruch auf eine 
Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 2. Juli 2019, 2. Juli 2019, UV 2017/64).

Entscheid vom 2. Juli 2019

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2017/64

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Kathrin Hässig, Anwaltsbüro Lätsch + Hässig, 

Dorfstrasse 18, Postfach 138, 8630 Rüti ZH,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit Juli 1989 als Zimmermann bei der B.___ AG 

tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 

Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert (Suva-act. I-1-9).

B.   

Am 7. Februar 1993 stürzte der Versicherte beim Skifahren und verletzte sich dabei das 

rechte Knie (Suva-act. I-1-9). Diesbezüglich wurde am 2. August 1993 eine 

Kniearthroskopie und am 28. November 1995 eine Tuberositasvorverlagerung 

durchgeführt (Suva-act. I-3-14). Mit Verfügung vom 9. Januar 2001 wurde dem 

Versicherten bei 20%-iger Erwerbsunfähigkeit (nach Umschulung zum 

Fahrradmechaniker [Suva-act. I-3-30] und tieferem Verdienst bei 100%-iger Tätigkeit 

[Suva-act. I-3-15, 17) eine entsprechende Invalidenrente sowie eine 

Integritätsentschädigung von 5% zugesprochen (Suva-act. I-3-9).

C.   

Am 7. April 2004 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall, als ein Materialwagen auf 

seine linke Körperseite und über den linken Fuss umkippte (Suva-act. II-1-52). Dabei 

erlitt er eine Lisfranc-Luxationsfraktur am linken Fuss sowie eine Deckenplattenfraktur 

am Wirbel L5 (Suva-act. II-1-8). Am 17. Dezember 2004 wurde der Versicherte operiert 

(Hemilaminektomie, Neurolyse und Diskektomie L5/S1 rechts; Suva-act. II-1-26 f.). Mit 

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Verfügung vom 29. November 2005 wurde dem Versicherten für die Folgen dieses 

Unfalls eine Integritätsentschädigung von 10% zugesprochen (Suva-act. II-11).

D.   

Mit Verfügung vom 25. Juli 2007 hob die Suva die Rente (bei höherem tatsächlich 

erzieltem Einkommen) mangels rentenrelevanten Invaliditätsgrads per 1. August 2007 

auf (Suva-act. I-14-6).

E.  

E.a  Am 23. September 2010 liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin (C.___ AG) 

einen Rückfall zum Unfallereignis vom 7. Februar 1993 melden. In der Rückfallmeldung 

wurden ein angeschwollenes Knie und starke Schmerzen vermerkt (Suva-act. I-25). Der 

Versicherte wurde am 24. November 2010 (Arthroskopie [Suva-act. I-58]) und nach 

weiteren diversen medizinischen Abklärungen (Suva-act. I-78 ff.) am 10. Dezember 

2012 (Lateral Release, Tuberositas Osteotomie, Rekonstruktion des medialen 

patellofemoralen Ligamentes, Rückverlagerung der anteriorisierten Tuberositas tibiae 

über Tuberositas Osteotomie [Suva-act. I-231]) erneut am rechten Knie operiert. Am 

22. Januar 2014 wurden die Schrauben operativ entfernt (Suva-act. I-323).

E.b  Am 7. Mai 2014 wurde der Versicherte durch Kreisarzt Prof. Dr. med. D___, 

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie FMH, untersucht (Suva-act. I-342). 

Miteinbezogen wurden dabei auch die Rückenbeschwerden und die Fussverletzung 

links, resultierend aus dem Unfall vom 7. April 2004 (Suva-act. I-340). Prof. D.___ kam 

mit Beurteilung vom 12. Mai 2014 zum Schluss, dass bezüglich des Rückens und des 

linken Fusses die Beschwerden im Wesentlichen unverändert seien. Die Beschwerden 

des rechten Kniegelenks hätten sich durch den Schulbesuch (Umschulung zum 

Sachbearbeiter Planung) eher verschlechtert. Es habe sich bei der Untersuchung eine 

geringe Bewegungseinschränkung des rechten Kniegelenks ohne Nachweis einer 

Instabilität bei hypomobiler Patella rechts gezeigt. Der medizinische Endzustand sei 

erreicht. Von weiteren Behandlungsmassnahmen seien keine erheblichen 

Verbesserungen der unfallbedingten Beschwerden zu erwarten. Dem Versicherten 

seien leichte körperliche Tätigkeiten ganztags zumutbar. Arbeiten auf unebenem 

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Untergrund in längerfristig kniender oder kauender Position sowie Arbeiten auf Leitern 

oder Gerüsten seien aus dem Tätigkeitsprofil auszuschliessen. Die Tätigkeit sollte im 

freien Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen erfolgen. Eine Veränderung der 

Integritätsentschädigung ergebe sich nicht und die erforderlichen Schmerzmittel sowie 

drei bis vier Arztkonsultationen pro Jahr sollten zulasten der Suva gehen (Suva-act. 

I-342-8 f.).

E.c  Zwischen dem 17. Februar 2014 und 31. Dezember 2015 hatte sich der 

Versicherte nach Kostengutsprache durch die IV-Stelle erfolgreich zum Sachbearbeiter 

Planung umschulen lassen (Suva-act. I-322, 347). Seit 1. Januar 2016 arbeitete er mit 

einem 80%-Pensum als Leiter Mobile Einsatzgruppe bei der Stadt E.___ (Suva-act. 

I-352).

E.d  Mit Stellungnahme vom 16. März 2016 hielt Prof. D.___ an seiner Einschätzung, 

dass beim Versicherten keine zeitliche Einschränkung bestehe, fest (Suva-act. I-355), 

woraufhin die Suva mit Verfügung vom 1. April 2014 einen Rentenanspruch mangels 

rentenrelevanten Invaliditätsgrads verneinte (Suva-act. I-356).

F.  

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwältin Dr. Kathrin Hässig, 

Rüti, am 29. April 2016 Einsprache erheben und die Ausrichtung einer Rente (ab 1. 

Januar 2016) gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 22% beantragen 

(Suva-act. I-363). Mit Entscheid vom 30. Juni 2017 wies die Suva die Einsprache ab 

(Suva-act. I-370).

G.   

G.a Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 1. September 2017 durch seine Rechtsvertreterin Beschwerde 

erheben und beantragen, die Verfügung und der Einspracheentscheid seien 

aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer ab 1. Januar 2016 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 22% auszurichten. Eventuell sei bei einem oder mehreren 

aussenstehenden Fachärzten für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

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Bewegungsapparates ein medizinisches Gerichtsgutachten zur Frage der 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, insbesondere durch die Beschwerden an Knie, 

Fuss und Rücken, einzuholen und sodann die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 

dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2016 eine Rente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 22% auszurichten. Subeventuell sei die Sache zur 

weiteren Abklärung (insbesondere Einholung eines medizinischen Gutachtens) und zu 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Unter 

Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin 

(act. G 1).

G.b In der Beschwerdeantwort vom 6. Oktober 2017 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des 

Einspracheentscheids (act. G 4).

G.c Mit Replik vom 3. November 2017 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

und deren Begründungen unverändert festhalten (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin 

reichte am 6. Dezember 2017 eine kurze Stellungnahme ein. Auf eine umfassende 

Duplik verzichtete sie (act. G 8).

G.d Am 8. Januar 2018 reichte die Beschwerdegegnerin eine Stellungnahme zur 

effektiven Arbeitszeit des Beschwerdeführers in den Jahren 2016 und 2017 zuzüglich 

Akten ein (act. G 10). Diese wurden dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht (act. 

G 11), worauf dieser sich am 22. Januar 2018 vernehmen liess (act. G 12). In der Folge 

reichten die Parteien je eine weitere Stellungnahme ein (act. G 14, 18).

G.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.  

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 30. Juni 2017 (Suva-act. I-370), dem die Verfügung vom 1. April 2016 (Suva-act. 

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I-356) zu Grunde liegt. In dieser verneinte die Beschwerdegegnerin mangels 

erheblicher Erwerbseinbusse bzw. rentenrelevanten Invaliditätsgrads einen 

Rentenanspruch. Streitig und zu prüfen ist damit allein ein Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung. Nebst den mit der 

Rückfallmeldung zur Diskussion stehenden Kniebeschwerden rechts, resultierend aus 

dem Unfall vom 7. Februar 1993 (vgl. vorstehende lit. E.a), stehen auch allfällige aus 

dem zweiten Unfall vom 7. April 2004 (vgl. lit. C) resultierende Beschwerden zur 

Beurteilung. Auch die Fussproblematik links und LWS-Rückenproblematik sind in die 

Leistungsbeurteilung der Beschwerdegegnerin eingeflossen bzw. wurden von Prof. 

D.___ mitbeurteilt (vgl. dazu vorstehende lit. E.b). Die Vornahme des Fallabschlusses 

bzw. der Rentenprüfung per 31. Dezember 2015 (nach erfolgreicher Umschulung) ist – 

bereits im Einspracheverfahren – unbestritten geblieben und vom Beschwerdeführer 

nicht beanstandet worden.

2.  

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen 

Folgen der Unfälle aus dem Jahr 1993 bzw. 2004 bzw. ein vor 2017 gemeldeter 

Rückfall zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

3.  

3.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 

Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es 

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dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 

welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig 

ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden 

können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach 

haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts 

ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a mit Hinweis).

3.2 Vorab ist die Frage zu klären, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Der Beschwerdeführer stellt 

auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte (Suva-act. I-353, 371, 373) sowie auf 

ein Gutachten von Dr. med. F.___, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparates, vom Institut G.___ (Suva-act. I-372), ab. Diese erachten 

aufgrund der unfallkausalen objektivierbaren Befunde und der damit einhergehenden 

Beschwerden eine Leistungseinbusse von 20% für angemessen. Die 

Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Annahme einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers in leichten körperlichen Tätigkeiten insbesondere auf die 

Beurteilung des Kreisarztes Prof. D.___ (Suva-act. I-342; vgl. auch die Einschätzung 

der Rehaklinik Bellikon vom 19. März 2012 in Suva-act. I-178-2). Prof. D.___ ist der 

Auffassung, dass beim Beschwerdeführer bei entsprechendem Belastungsprofil keine 

zeitlichen Einschränkungen bestünden.

3.3 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, 

einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die versicherungsinterne Beurteilung zu 

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entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 469 f. E. 4.4). Bei Berichten von 

behandelnden Spezialisten ist zu beachten, dass sich diese in erster Linie auf die 

Behandlung zu konzentrieren haben und – wie Hausärzte – in einem 

Vertrauensverhältnis zum Patienten stehen, so dass im Streitfall eine direkte 

Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und 

Ärzte kaum je in Frage kommt. Dies auch aufgrund der Erfahrungstatsache, dass 

Hausärzte und behandelnde Spezialisten mitunter im Hinblick auf ihre 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. zu den weiteren Gründen BGE 135 V 470 f. E. 4.5).

3.4 Die Beurteilung des Kreisarztes Prof. D.___ vom 12. Mai 2014 wurde in Kenntnis 

und unter Würdigung der Vorakten erstellt (Suva-act. I-342-1 ff.). Sie beruht auf 

eigenständiger Untersuchung mit entsprechender Befunderhebung (Suva-act. I-342-6 

f.) und befasst sich mit den geklagten Beschwerden (Suva-act. I-342-5 f.). Es sind 

keine Anhaltspunkte erkennbar, dass bis zum Untersuchungszeitpunkt objektiv 

wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden sind, womit grundsätzlich auf die 

versicherungsinterne fachärztliche Einschätzung abgestellt werden kann. Daran ändert 

nichts, dass zwischen der Beurteilung von Prof. D.___ und den rentenablehnenden 

Entscheiden rund zwei Jahre (Verfügung vom 1. April 2016) bzw. drei Jahre 

(Einspracheentscheid vom 30. Juni 2017) vergangen sind. Es wird seitens des 

Beschwerdeführers nicht geltend gemacht und es ist auch nicht ersichtlich, dass sich 

die Gesundheitssituation seit der Untersuchung vom 7. Mai 2014 in relevanter Weise 

verschlechtert hätte. Nach der Entfernung der Schrauben im Knie rechts im Januar 

2014 (Suva-act. I-323) stand er denn auch nicht mehr in Behandlung und 

diesbezügliche Therapien wurden ebenfalls keine mehr durchgeführt (Suva-act. I-335).

3.5 Zu prüfen bleibt, ob die Berichte der genannten (behandelnden) (Fach-)Ärzte 

zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von 

Prof. D.___ hervorzurufen vermögen.

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3.5.1 Der Hausarzt, Dr. med. H.___, Innere Medizin, führte mit Bericht vom 11. Februar 

2016 aus, dass es dem Beschwerdeführer wegen belastungsabhängiger Beschwerden 

im Bereich des rechten Kniegelenks nicht möglich sei, eine 100%-ige Arbeit zu 

verrichten. Es bestehe eine dauerhafte 20%-ige Arbeitsunfähigkeit. Der 

Beschwerdeführer müsse sich bei seiner aktuellen Tätigkeit als Leiter Mobile 

Einsatzgruppe der Stadt E.___ jeweils am Donnerstag- und Freitagnachmittag erholen 

(Suva-act. I-353).

3.5.2 Dr. med. I.___, Teamleiter Kniechirurgie des Kantonsspitals J.___ und Operateur 

der letzten zwei Knieeingriffe, sprach im Bericht vom 23. August 2017 von deutlich 

geminderten Schmerzen seit der Operation vom 10. Dezember 2012. Trotzdem seien 

weiterhin Schmerzen vorhanden. Zudem bestehe eine deutliche Degeneration des 

Kniegelenks. Aufgrund der komplexen Vorgeschichte und auch der bestehenden 

Schmerzsymptomatik sei der Beschwerdeführer nur zu 80% arbeitsfähig. Das Knie 

bleibe trotz des guten Erfolgs der letzten Operation weiterhin lädiert und auch anfällig. 

Um ein schnelleres Fortschreiten der Degeneration zu verhindern, sei eine reduzierte 

Arbeitsbelastung notwendig, da der Beschwerdeführer dann ausreichend Zeit habe, 

sein Knie zu beruhigen und auch entsprechende Therapien durchzuführen. Zumutbar 

sei eine wechselnd sitzende und stehende Tätigkeit. Treppensteigen und längeres 

Stehen sollten vermieden werden. Insgesamt sei dem Beschwerdeführer ein sehr hoher 

Arbeitswille zu bescheinigen, da nach einer so komplexen Kniegeschichte die 

wenigsten Patienten wieder in die Arbeitsfähigkeit zurückfinden würden (Suva-act. 

I-371).

3.5.3 Dr. F.___ hielt in der Arbeitsfähigkeitsschätzung vom 29. August 2017 fest, dass 

aufgrund der Kombination der schweren rechtsseitigen Knieverletzung (nach multiplen 

Eingriffen nur unvollständig verbessert) und der posttraumatischen Lisfrancarthrose im 

Zusammenhang mit der klaren Deckplattenfraktur L5 und entsprechender 

Lumboischialgie keine über 80% hinausgehende Arbeitsfähigkeit zu deklarieren sei 

(Suva-act. I-372).

3.5.4 Dr. med. K.___, FMH Orthopädische Chirurgie, Wirbelsäule, Klinik L.___, führte im 

Bericht vom 30. August 2017 aus, dass die aktuelle 80%-ige Tätigkeit die oberste 

Belastungsgrenze darstelle. Rein aufgrund von wirbelsäulenorthopädisch 

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nachweisbaren Diagnosen bestehe eine deutliche Einschränkung der Belastbarkeit der 

Wirbelsäule. Monotones Stehen und Sitzen, ebenso das Tragen und Heben von 

Gewichten über zehn Kilogramm seien dauerhaft zu meiden. Die geschilderten 

Beschwerden seien nachvollziehbar und er sei erstaunt, dass der Beschwerdeführer, 

rein aus Sicht der Wirbelsäulenproblematik, überhaupt 80% arbeitsfähig sei (Suva-act. 

I-373).

3.5.5 In Bezug auf die Wirbelsäulen- und die Fussproblematik führte der 

Beschwerdeführer aus, dass diese keine erheblichen Beschwerden verursachen 

würden (Suva-act. I-340). Die Fussbeschwerden links bestünden weiterhin unverändert, 

insbesondere im Bereich der vorderen Fusssohlenmitte. Auch die Rückenschmerzen 

hätten sich nicht wesentlich verändert (Suva-act. I-342-5). Seit dem am 29. November 

2005 terminierten Fallabschluss bezüglich der Folgen des Unfalls vom 7. April 2004 

und der rechtskräftigen Beurteilung einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten (Suva-act. II-10 f.) wird keine wesentliche Verschlechterung in Bezug auf 

diese Beschwerderegionen geltend gemacht. Eine solche ist auch nicht ersichtlich. 

Demnach ist es nachvollziehbar, dass Prof. D.___ von keinen relevanten 

Veränderungen bezüglich der Fuss- und Wirbelsäulenproblematik ausgeht und nach 

wie vor eine adaptierte Tätigkeit als vollschichtig zumutbar erachtet (Suva-act. I-342-8). 

Entsprechend vermögen auch die Berichte des Wirbelsäulen- (Dr. K.___) und des 

Fussspezialisten (Dr. F.___), soweit sie sich auf diese Beschwerden beziehen, keine 

auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen 

Arbeitsfähigkeitsbescheinigung zu begründen.

3.5.6 Bezüglich der Knieproblematik rechts wurde der Fall mit Verfügung vom 9. Januar 

2001 abgeschlossen (Suva-act. I-3-9 ff.). In adaptierter Tätigkeit wurde von einer 

100%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen (Suva-act. I-3-15, 26 f.). Der 

Beschwerdeführer war damals auch in der Lage, als umgeschulter Fahrradmechaniker 

dieses Pensum zu leisten (Suva-act. I-3-15, 30). Nach der Rückfallmeldung im Jahr 

2010 wurden bei anhaltender 100%-iger Arbeitsunfähigkeit als Messemonteur (Suva-

act. I-55) bei persistierenden Kniebeschwerden mehrere Operationen durchgeführt (vgl. 

vorstehende lit. E.a). Die Operation im Jahr 2012 verlief erfolgreich und die Schmerzen 

konnten deutlich gemindert werden (Suva-act. I-371). Seitens des Beschwerdeführers 

wird nicht geltend gemacht, dass sich die Schmerz- und Funktionsproblematik im Knie 

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aktuell, im Vergleich zur Zeit vor der Rückfallmeldung bzw. zum Zeitpunkt des 

erwähnten Fallabschlusses, relevant einschränkender auswirkten. Demnach leuchtet es 

ein, wenn der Kreisarzt nach einer umfassenden klinischen Untersuchung im Vergleich 

zur Abklärung vom 17. November 2000 (Suva-act. I-5-1 f.) nur geringe Veränderungen 

feststellt und wieder von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten 

ausgeht. Die genannten Berichte der Dres. H.___ und I.___ vermögen keine auch nur 

geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen 

Arbeitsfähigkeitsbescheinigung zu begründen. Deren Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen 

beziehen sich denn auch insbesondere auf die aktuell ausgeübte Tätigkeit des 

Beschwerdeführers als Leiter Mobile Einsatzgruppe, welche, wie sich später zeigen 

wird, nicht optimal angepasst erscheint. Dass in der von Prof. D.___ umschriebenen 

angepassten Tätigkeit noch zusätzliche Pausen bzw. eine Erholungszeit von rund 

eineinhalb Stunden pro Tag bzw. von zwei Nachmittagen bzw. von einem ganzen 

Werktag notwendig sein sollen, erscheint auch nicht nachvollziehbar, zumal der 

Beschwerdeführer keiner weiteren (ärztlichen) Behandlungen und Therapien bedarf.

3.6 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass auf die Einschätzungen von Prof. D.___ 

abzustellen ist und dem Beschwerdeführer leichte körperliche Tätigkeiten ganztags 

zumutbar sind (vgl. zum gesamten Belastungsprofil Suva-act. I-342-9 bzw. 

vorstehende lit. E.b). Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten. Damit ist entgegen den Eventualanträgen des 

Beschwerdeführers (act. G. 1) darauf zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. 

BGE 122 V 162 E. 1d).

4.  

Zur Beurteilung steht letztlich die Höhe des Invaliditätsgrads.

4.1 Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 

ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

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(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

4.2 Gemäss den Angaben der früheren Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (C.___ 

AG) ist das Valideneinkommen für das Jahr 2016 auf Fr. 88'532.-- festzulegen (Suva-

act. I-350). Dies ist seitens der Parteien unbestritten (Suva-act. I-358-3, 370 S. 6, act. G 

1 S. 5).

4.3 Umstritten ist die Höhe des Invalideneinkommens. Damit dafür auf das tatsächlich 

erzielte Einkommen als Leiter Mobile Einsatzgruppe (Fr. 69'096.30 [Fr. 5'315.15 x 13]; 

Suva-act. I-354) abgestellt werden kann, bedarf es unter anderem, dass der 

Beschwerdeführer seine verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft (vgl. BGE 139 V 593 E. 2.3). Dies ist bei bescheinigter 100%-iger 

Leistungsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit (vgl. vorstehende E. 3.6) bei einem 80%-igen 

Pensum offensichtlich nicht der Fall. Die Beschwerdegegnerin errechnet das 

Invalideneinkommen, indem sie den Verdienst des aktuellen 80%-Pensums auf 100% 

hochrechnet, was für das Jahr 2016 ein Invalideneinkommen von Fr. 86'370.70 ergibt 

(Fr. 6'643.90 x 13; Suva-act. I-354 bzw. act. G 4 S. 8). Gemäss Auskunft des 

Arbeitgebers (Stadt E.___) beinhaltet die Tätigkeit als Leiter Mobile Einsatzgruppe die 

Leitung von Personen, welche im Sozialprogramm stehen, Vereinbarung und 

Organisation von Terminen und Verantwortlichkeit für Auftragserledigungen. Dazu 

würden beispielsweise Wohnungsräumungen, Beseitigung von Littering sowie 

Entfernung von Neophyten aus Gärten gehören. Der Beschwerdeführer gebe die 

entsprechenden Anweisungen und packe auch selbst mit an. Er sei zu ca. 70% 

draussen und zu ca. 30% im Büro (Suva-act. I-360). Gestützt auf das genannte 

Stellenprofil entspricht die aktuelle Arbeit nicht gänzlich dem vorgegebenen 

Belastungsprofil. Der Beschwerdeführer hat zwar zum einen leidensangepasste 

administrative Arbeiten auszuführen; auf der anderen Seite hat er bei den 

Ausseneinsätzen auch körperlich belastende Tätigkeiten zu verrichten, die über das 

vorgesehene Profil hinausgehen. Weiter ist aufgrund der Tätigkeitsbeschreibung nicht 

davon auszugehen, dass er die körperlich zu belastenden Arbeiten als Leiter der 

Einsatzgruppe gänzlich delegieren könnte. Aufgrund dieser Ausführungen ist es nicht 

sachgerecht, zur Festlegung des Invalideneinkommens das bei einem Pensum von 

80% erzielte Einkommen auf 100% hochzurechnen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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4.4 Der Beschwerdeführer hat eine knapp zwei Jahre dauernde Umschulung zum 

Sachbearbeiter Planung an der Stiftung M.___ Ende 2015 erfolgreich abgeschlossen 

(zur Ausbildungsdauer vgl. Suva-act. I-346-1 sowie https://www.stiftung-wq.ch/

zuweiser#1; eingesehen am 2. Juli 2019). Er hat mit dieser Umschulung offenkundig 

angeknüpft an seine ursprüngliche, nach dem Skiunfall von 1993 noch wenige Jahre 

ausgeübte berufliche Tätigkeit als gelernter Zimmermann (vgl. Suva-act. I-3-45, 

I-342-5;) und wohl auch an die Berufserfahrung, die er bis September 2013 im 

Messebau bei der C.___ gesammelt hatte (vgl. Suva-act. I-235-2). Die Umschulung ist 

zugeschnitten auf Berufsleute aus der Holzbranche, die sich unfall- oder 

krankheitsbedingt neu orientieren müssen (vgl. https://www.stiftung-wq.ch/portrait, 

eingesehen am 2. Juli 2019; zu den Anforderungen und Schwerpunkten der Ausbildung 

siehe Suva-act. I-345). Es ist davon auszugehen, dass diese Umschulung es dem 

Beschwerdeführer (auf dem für die Invaliditätsbemessung massgebenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt) erlaubt, eine vollzeitliche Tätigkeit zu finden, die seinen 

körperlichen Einschränkungen optimal angepasst ist. Für die Festlegung des 

Invalideneinkommens ist auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (BGE 129 V 475 E. 4.2.1), wobei der Beizug 

von Tabelle TA 1, Sektor Produktion, Position 16-18 "Herstellung von Holzwaren und 

Papier; Druckerzeugnisse" dem Sachverhalt am besten gerecht wird. Hier ist vom 

Kompetenzniveau 2 auszugehen. Die absolvierte Weiterbildung zum Sachbearbeiter 

Planung berechtigt noch nicht zur Einstufung ins Kompetenzniveau 3, welches 

komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet 

voraussetzen, beinhaltet. Entsprechend ist im Jahr 2016 von einem erzielbaren 

hypothetischen Invalideneinkommen von jährlich Fr. 72'920.80 (Fr. 5'829.-- x 12 / 40 * 

41.7) auszugehen. Nachdem nicht ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund 

seiner gesundheitlichen Beschwerden in einer leidensangepassten Tätigkeit 

eingeschränkt und sein erwerbliches Leistungsvermögen entsprechend beschränkt 

wäre, so dass er sich überwiegend wahrscheinlich mit einem geringeren Lohn zu 

begnügen hätte als voll leistungsfähige und entsprechend einsetzbare Arbeitnehmer, 

rechtfertigt sich kein Abzug vom Tabellenlohn. Dass dieses anrechenbare Einkommen 

von Fr. 72'920.80 angemessen erscheint, ergibt sich auch daraus, dass der 

Mindestlohn eines Sachbearbeiters Planung (Schreinerei) ab dem 24. Altersjahr jährlich 

Fr. 68'900.-- beträgt (Fr. 5'300.-- x 13; vgl. Philipp Mülhauser, Das Lohnbuch, 2016, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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Mindestlöhne sowie orts- und berufsübliche Löhne in der Schweiz, Zürich 2016, S. 

229). Der Beschwerdeführer ist etwas über dem Mindestlohn anzusiedeln. So war er im 

Jahr 2016 bereits __-jährig und bringt aus mehreren Berufszweigen Erfahrung mit. Dies 

dürfte sich etwas lohnerhöhend auswirken.

4.5 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen resultiert bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 88'532.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 72'920.80 

eine Erwerbseinbusse von Fr. 15'611.20 (Fr. 88'532 - Fr. 72'920.80) und ein 

Invaliditätsgrad von aufgerundet 18% (Fr. 15'611.20 / Fr. 88'532.-- x 100).

5.  

5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 30. Juni 2017 aufgehoben und dem 

Beschwerdeführer ab 1. Januar 2016 eine Invalidenrente entsprechend einem 18%-

igen Invaliditätsgrad zugesprochen wird. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat der 

obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber der 

Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Zu entschädigen sind einzig die 

Vertretungskosten. Es rechtfertigt sich, diese ermessensweise – wie in vergleichbar 

aufwändigen Fällen üblich – auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzulegen. Bezüglich der beantragten Übernahme der Kosten der 

Berichte von Dr. F.___ und Dr. K.___ (act. G 1 S. 8) ist von Relevanz, dass deren 

Einholung für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht 

entscheidwesentlich war. Dementsprechend können sie nicht als Abklärungskosten im 

Sinne von Art. 45 Abs. 1 ATSG der Beschwerdegegnerin auferlegt werden (vgl. dazu 

Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 61 N 197 mit Hinweis auf BGE 

115 V 62).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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1.  

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 

30. Juni 2017 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, dem 

Beschwerdeführer ab 1. Januar 2016 eine Invalidenrente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrades von 18% auszurichten. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2019
	Art. 18 Abs. 1 UVG. Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente. Aufgrund des Einkommensvergleichs resultiert ein rentenbegründender Anspruch auf eine Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2019, 2. Juli 2019, UV 2017/64).

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