# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 188bb94d-2139-5ab3-a24d-e9c968779685
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 11.12.2014 ZK1 2014 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-140_2014-12-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 11. Dezember 2014 Begründeter Entscheid
ZK1 14 140 (gleichentags im Dispositiv mitgeteilt am:

mitgeteilt) 17. Dezember 2014

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar ad hoc Bott

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 24. November 2014 wurde X._____ durch Dr. med. 
A._____, Facharzt FMH für Innere Medizin, gestützt auf Art. 429 ZGB in der Klinik 
B._____ fürsorgerisch untergebracht. Als Grund hierfür wurden der bei X._____ 
bekannte chronische Äthylismus mit psychotischen Tendenzen und mehrfach 
ausgesprochenen Bedrohungen sowie mehrfache Klinikaufenthalte (zuletzt im 
Jahr 2014 in der Klinik B._____) angegeben. Weiter wurde angegeben, X._____ 
halte sich gemäss Gutachten nicht an die Vorgaben der KESB. Ausserdem wolle 
der Wohneigentümer das Haus renovieren, weshalb Bauarbeiter Zugang zur 
Wohnung von X._____ haben müssten. Dieser bedrohe die Bauarbeiter jedoch mit 
einem Golfschläger.

B. Mit Schreiben vom 25. November 2014 (Poststempel: 26. November 2014) 
erhob X._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) beim Kantonsgericht von 
Graubünden Rekurs (recte: Beschwerde) gegen diese fürsorgerische Unter-
bringung.

C. Mit Schreiben vom 27. November 2014 ersuchte die Vizepräsidentin des 
Kantonsgerichts von Graubünden in Vertretung des Vorsitzenden der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden die ärztliche Leitung der Psy-
chiatrischen Klinik B._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung sowie zur Notwendigkeit eines weite-
ren Verbleibs in der Klinik und forderte die wesentlichen Klinikakten an.

D. Am 1. Dezember 2014 reichte die Klinik B._____ den angeforderten Bericht 
ein. In der Beilage liess sie dem Kantonsgericht den Eintrittsbericht, den Behand-
lungsplan und eine Zusammenfassung der Krankengeschichte zukommen. Dem 
Bericht lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer der Klinik B._____ per 
FU (Fürsorgerische Unterbringung) bei Alkoholintoxikation mit potentieller Fremd-
gefährdung durch Dr. med. A._____, Bezirksarzt Davos, zugewiesen worden sei. 
Dabei seien ein Alkoholabhängigkeitssyndrom sowie eine organische Persönlich-
keits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Schädigung des Gehirns diagnosti-
ziert worden. Daraufhin sei die Krisenintervention und Entzugsbehandlung auf der 
geschlossenen Station erfolgt. Aktuell befinde sich der Beschwerdeführer in der 
Stabilisierungsphase mit der Gefahr des erneuten Rückfalls. Das nächste Ziel sei 
die Erlangung der Absprachefähigkeit. Der Beschwerdeführer lehne weiterführen-
de ambulante Behandlungen (Medikation, KESB-Massnahmen) ab. Die anfangs 
bestehende Gefährdung trete derzeit in den Hintergrund. Beim Beschwerdeführer 

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bestünden jedoch unrealistische Vorstellungen hinsichtlich seiner weiteren Zu-
kunftsgestaltung.

E. Mit prozessleitender Verfügung der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden wurde Dr. med. C._____, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, mit der Begutachtung des Beschwerdeführers gemäss Art. 439 Abs. 
3 in Verbindung mit Art. 450e Abs. 3 ZGB betraut. Die Gutachterin wurde ersucht, 
sich zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und zur Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung zu äussern und insbesondere darzulegen, ob und 
inwiefern ein Bedarf an der Behandlung der festgestellten psychischen Erkran-
kung bzw. an der Betreuung der betroffenen Person bestehe und mit welcher kon-
kreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von 
Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten 
Krankheit bzw. die Betreuung unterbleibe. Des Weiteren sollte sie die Frage be-
antworten, ob sich aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre 
Behandlung bzw. Betreuung aufdränge oder ob allfällige ambulante Alternativen 
bestünden, wobei sie auch darüber Auskunft zu geben habe, ob der Beschwerde-
führer über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht verfüge.

F. Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 6. Dezember 2014. Die Gut-
achterin attestiert dem Beschwerdeführer darin psychische und Verhaltens-
störungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F10.2). Ergänzend 
kommt sie zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer infolge der Alkoholkrankheit 
wahrscheinlich ein Korsakow-Syndrom mit Störung des Alt- und Neu-
gedächtnisses mit Konfabulation und Störung von Konzentration und Orientierung 
vorliegt. Weiter attestiert sie dem Beschwerdeführer ein organisches Psycho-
syndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2). Zu dieser Diagnose könnten 
die kognitiven Störungen und ein verändertes Verhalten herangezogen werden. 
Ob die Veränderung der Emotion im Zusammenhang mit der Hirnverletzung stehe, 
könne sie gemäss Unterlagen nicht verifizieren. Der Beschwerdeführer deute im 
Gespräch an, dass er sich durch die Operation in seiner Aggressivität verändert 
habe. Die Gutachterin kommt zum Schluss, dass aufgrund psychischer und sozia-
ler Verwahrlosungstendenz bei Nicht-Behandlung der schweren Erkrankung des 
Beschwerdeführers eigen- und fremdgefährdendes Verhalten mit grosser Wahr-
scheinlichkeit zu erwarten sei. Da der Beschwerdeführer krankheitsbedingt nicht 
zu Krankheitseinsicht und Behandlungseinsicht fähig sei, erachte sie eine für-
sorgerische Unterbringung im stationären Rahmen der PDGR für mehrere Wo-
chen für unerlässlich, mit dem Ziel, den Beschwerdeführer einer regelmässigen 
ambulanten und teilstationären Behandlung zuzuführen, so dass sich dessen Ge-

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hirnfunktion dahingehend verbessern könne, dass er ein eigenständiges Leben 
ohne gefährdendes Verhalten führen könne.

G. Am 11. Dezember 2014 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Be-
schwerdeführer sowie eine Begleitperson aus der Klinik B._____ anwesend wa-
ren. Die richterliche Befragung bezog sich insbesondere auf die Einweisung und 
den Aufenthalt in der Klinik B._____, die derzeitige medikamentöse Behandlung, 
die Krankheits- und Behandlungseinsicht des Beschwerdeführers sowie seine 
persönlichen Verhältnisse.

H. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie die weiteren Ausführungen im Gutachten und in den beigezogenen 
Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Da es sich vorliegend um ein Verfahren handelt, dem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 429 ZGB zugrunde liegt, und das Kantonsgericht in sol-
chen Angelegenheiten die einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist (Art. 439 Abs. 
1 Ziff. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivil-
gesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begehren um 
gerichtliche Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung an der hierfür zustän-
digen Stelle eingereicht.

b) Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung nach Art. 429 Abs. 1 ZGB 
kann die betroffene oder eine ihr nahestehende Person innert 10 Tagen schriftlich 
das zuständige Gericht anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 ZGB). Eine Be-
gründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e 
Abs. 1 ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt, nicht notwendig. Vorliegend wurde 
die Beschwerdefrist mit Eingabe vom 25. November 2014 (Poststempel: 26. No-
vember 2014) gewahrt. Da aus besagter Eingabe – trotz falscher Bezeichnung 
des Rechtsmittels als „Rekurs“ – klar hervorgeht, dass der Beschwerdeführer mit 
der fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik B._____ nicht einverstanden ist 
und entlassen werden möchte, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten.

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2.a) Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Über-
prüfung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinn-
gemässe Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen 
Beschwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei 
Art. 450e ZGB, der an und für sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung 
eines durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unter-
bringungsentscheids behandelt (vgl. dazu sogleich die nachfolgenden Erwä-
gungen). Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des 
erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der ge-
richtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 
ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser 
[Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 
ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte 
Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene 
Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser 
zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kin-
des- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in 
abgeschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf 
die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle 
Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner 
der ebenfalls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Bestimmun-
gen der ZPO als subsidiär anwendbar erklärt, soweit die Kantone nichts anderes 
bestimmen. Von letzterer Möglichkeit wurde im Kanton Graubünden kein Ge-
brauch gemacht. Vielmehr verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls auf die Zivil-
prozessordnung als subsidiär anwendbares Recht sowie auf die entsprechende 
kantonale Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des 
Weiteren klargestellt, dass die Bestimmungen der ZPO über den Fristenstillstand 
sowie über neue Tatsachen und Beweismittel keine Anwendung finden. Dass im 
Verfahren der gerichtlichen Beurteilung von fürsorgerischen Unterbringungen No-
ven unbeschränkt zuzulassen sind und das Gericht seinem Entscheid den Sach-
verhalt zugrunde zu legen hat, wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsen-
tiert, ergibt sich im Übrigen auch aus dem Grundsatz der Prozessökonomie (Tho-
mas Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB 
wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der EMRK ergibt sich schliesslich, dass das Gericht so-
wohl die Tat- als auch die Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei über-

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prüft und ihm von Bundesrechts wegen volle Kognition zukommt. Weil die Vorin-
stanz nicht zwingend eine Behörde sein muss, sondern – wie im vorliegenden Fall 
– auch ein Arzt sein kann, hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und 
diese nicht an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das 
Rechtsmittel ist mithin reformatorisch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung 
oder Aufrechterhaltung der Massnahme, wobei das Gericht die Massnahme aber 
auch abändern kann, indem es die betroffene Person beispielsweise in eine ande-
re Einrichtung einweist. Allenfalls kann sich auch eine Überweisung an die zu-
ständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde für weitere Abklärungen und 
die Anordnung zusätzlicher Massnahmen aufdrängen. Zur Sicherstellung der ge-
botenen Fürsorge kann in einem solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben 
werden, bis die zuständige Behörde die für ein Leben ausserhalb der Anstalt not-
wendigen Anordnungen getroffen hat (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 
zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e ZGB muss bei psychischen Störungen für den Entscheid 
über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein Gut-
achten eingeholt werden. Dieses muss von einer unabhängigen, im laufenden 
Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt werden und in 
dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stel-
lenden Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 439 ZGB 
und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwach-
senenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 289 E. 4.4 f. 
und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, jeweils 
noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des Bundes-
gerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem am 6. Dezember 2014 
erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. C._____, welche den Beschwerdeführer 
am 5. Dezember 2014 in der Klinik B._____ persönlich untersucht hat, wurde die-
ser Vorschrift Genüge getan.

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person sodann in der Regel als Kollegium anhören, was fak-
tisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. 
Christof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 
848 f.). Mit der am 11. Dezember 2014 vor dem Kantonsgericht Graubünden 
durchgeführten mündlichen Verhandlung wurde diese Vorgabe umgesetzt.

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3.a) Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffe-
ne Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dr. med. A._____ ist 
als stellvertretender Bezirksarzt gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b EGzZGB in Verbin-
dung mit Art. 22 der Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV; BR 
215.010) zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung grundsätzlich legiti-
miert. Zudem enthält die Verfügung die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschrie-
benen Minimalangaben.

b) Fraglich erscheint jedoch, ob die persönliche Untersuchung und Anhörung 
gemäss Art. 430 Abs. 1 ZGB tatsächlich stattgefunden hat. Aus der Einweisungs-
verfügung geht zwar hervor, dass die Unterbringung gestützt auf eine ärztliche 
Untersuchung vom 24. November 2014 angeordnet worden sei. Dies widerspricht 
jedoch den Ausführungen des Beschwerdeführers anlässlich der Hauptverhand-
lung, wonach er Dr. med. A._____ gar nicht kenne und noch nie bei ihm in der 
Sprechstunde gewesen sei oder sich mit ihm unterhalten habe. Insbesondere ha-
be er am 24. November 2014 definitiv keinen Kontakt mit ihm gehabt. Bereits als 
dieser ihn im Februar 2014 per FU in die Klinik B._____ geschickt habe, habe er 
ihn nicht gesehen. Es könne lediglich sein, dass ihn Dr. med. A._____ einmal im 
Spital Davos gesehen habe, als er im Jahr 2011 umgekippt sei. Die Untersuchung 
hat dem Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 21 zu Art. 429/430 ZGB). Zudem muss die betroffene 
Person durch den einweisenden Arzt tatsächlich untersucht werden, was bedeu-
tet, dass dieser sich nicht auf die Angaben von Dritten stützen darf (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 20 zu Art. 429/430 ZGB). Darüber hinaus fehlt eine 
Empfangsbestätigung auf der Einweisungsverfügung. Eine abschliessende Prü-
fung, ob die Einweisungsverfügung von Dr. med. A._____ vom 24. November 
2014 den verfahrensrechtlichen Anforderungen von Art. 430 ZGB genügt, kann 
aus den nachfolgenden Gründen jedoch offen bleiben.

4.a) Eine Person, welche an einer psychischen Störung oder an geistiger Be-
hinderung leidet oder verwahrlost ist, darf gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 

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entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten (Bernhart, a.a.O., N 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu Art. 426 
ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwach-
senenschutz, Bern 2013, N 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psychische 
Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist so-
dann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behand-
lung bzw. Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige 
Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung 
bzw. Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt 
ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1 und 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 
E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur 
in ihrem Zusammenhang verständlich: Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen ei-
ner solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskon-
form, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme er-
reicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den 
angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu 
Art. 426 ZGB).

b) Aufgrund des Gutachtens von Dr. med. C._____s, welche sich nebst einer 
persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf die Einweisungsverfügung 
von Dr. med. A._____ vom 24. November 2014 sowie die Einschätzungen der be-
handelnden Ärzte stützte, steht fest, dass der Beschwerdeführer an psychischen 
und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F10.2) 
und an einem organischen Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: 
F07.2) leidet. Diese Diagnosen stellen grundsätzlich psychische Störungen im 
Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. Bernhart, 
a.a.O., N 272 ff.). Beim Eintritt in die Klinik war der Beschwerdeführer gemäss Ein-
trittsbericht alkoholisiert. Sein Konzentrations-, Auffassungs- und Aufmerksam-

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keitsvermögen war unauffällig. Im formalen Denken zeigte sich eine leichte Einen-
gung und ein Gedankenabreissen. Befürchtungen und Zwänge sowie inhaltliche 
Denkstörungen, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen waren nicht eruierbar. In 
der Grundstimmung präsentierte er sich leicht aggressiv. Am 5. Dezember 2014 
präsentierte er sich im Gespräch mit der Gutachterin gemäss deren Gutachten 
vom 6. Dezember 2014 bewusstseinsklar sowie orientiert zum Ort, der eigenen 
Person und der Situation. Die zeitliche Orientierung war gestört, so konnte er das 
Tagesdatum nur nach dem Blick auf sein Handy angeben. In der Untersuchung 
zeigte er sich unaufmerksam, unkonzentriert und leicht ablenkbar. Anlässlich der 
Hauptverhandlung am 11. Dezember 2014 präsentierte sich der Beschwerdefüh-
rer dem Kantonsgericht von Graubünden in einer relativ guten Verfassung. So trat 
er insgesamt anständig und zugewandt auf und offenbarte – soweit das Gericht 
dies zu beurteilen in der Lage ist – keine Symptome einer psychischen Störung. 
Auf die Fragen des Vorsitzenden antwortete er grösstenteils eloquent.

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer Be-
handlung resp. Betreuung. Gemäss Ausführungen der Gutachterin bestehe beim 
Beschwerdeführer keine Krankheits- oder Behandlungseinsicht. Eine jetzige Ent-
lassung aus der stationären Behandlung bei desolaten Wohn- und Finanzverhält-
nissen erscheine gemäss früherem fremdgefährdenden Verhalten als hochriskant 
für die Gefährdung von Dritten (z. B. des Vaters), wobei anzumerken sei, dass es 
bisher gemäss Aktenlage nur zu verbalem fremdaggressiven Verhalten gekom-
men sei. Die Frustrationstoleranz des Beschwerdeführers sei sicherlich nicht ge-
geben und durch einen zusätzlichen Alkoholkonsum desselben könnte seine Ag-
gression enthemmt werden. Es sei mit grosser Wahrscheinlichkeit zu erwarten, 
dass der Beschwerdeführer ohne deutlich aussenstrukturierende Therapie in 
Rückfälle in den schweren Alkoholkonsum gerate, mit in der Folge eigen- und 
fremdgefährdendem Verhalten. Die Prognose der Erkrankung müsse bei der zu-
sätzlichen Diagnose einer organischen Persönlichkeitsstörung als sehr ungünstig 
gestellt werden. Aus der langjährigen Erfahrung der Gutachterin mit der Behand-
lung der Alkoholkrankheit könne berichtet werden, dass es zu deutlichen Verbes-
serungen der Konzentration, Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und der sozia-
len Kompetenzen kommen könne, wenn die Wohn- und Finanzsituation geregelt 
sei, eine Tagesstrukturierung durch z. B. die teilstationäre Behandlung in einem 
Tageszentrum regelmässig gelinge und stützende soziale Kontakte (z. B. durch 
die Spitex) möglich seien. Die aktuelle Perspektive des Beschwerdeführers, wenn 
die Erkrankung unbehandelt bleibe, werde im hiesigen Gutachten als die eines 

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sozialen Abstiegs, der sozialen Isolation und eventuell der Kriminalisierung durch 
eigen- und fremdgefährdendes Verhalten in der Öffentlichkeit gesehen. Diese 
Entwicklung könne durch ambulante Massnahmen wie oben beschrieben aufge-
halten werden. Eine eingerichtete Beistandschaft habe in der Vergangenheit we-
gen Betreuungsunfähigkeit aufgehoben werden müssen, deshalb werde die rein 
ambulante Betreuung zum jetzigen Zeitpunkt nicht für sinnvoll erachtet. Weil bei 
Nichtbehandlung der schweren Erkrankung des Beschwerdeführers eigen- und 
fremdgefährdendes Verhalten mit grosser Wahrscheinlichkeit zu erwarten sei, wird 
im Gutachten vom 6. Dezember 2014 auf eine Behandlungsbedürftigkeit ge-
schlossen.

d) Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschrei-
bung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum bisherigen Recht re-
striktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen, welche der sog. Drehtür-
psychiatrie entgegen wirken sollte (vgl. Botschaft Erwachsenenschutz, a.a.O., 
S. 7063). Bei richtiger Auslegung galt indessen bereits unter altem Recht, dass 
eine Entlassung zu unterbleiben hatte, solange die Voraussetzungen für eine Ein-
weisung gegeben waren. Insofern hat sich die Rechtslage nicht verändert. Der 
Entscheid über die Entlassung ist stets anhand des Zustands des Betroffenen im 
aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu 
Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interessenabwägung im Hinblick auf den Zweck der 
fürsorgerischen Unterbringung, nämlich die Wiedererlangung der Selbständigkeit 
und der Eigenverantwortung im Entlassungszeitpunkt, vorzunehmen. Ganz allge-
mein resultiert aus dem auch beim Entscheid über die Entlassung zu berücksichti-
genden Grundsatz der Verhältnismässigkeit, dass eine fürsorgerische Unterbrin-
gung nur solange aufrechterhalten werden darf, als im Falle der Entlassung mit 
einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu 
rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass bei Bejahung eines Be-
handlungs- bzw. Betreuungsbedarfs weiter wesentlich sei, mit welcher konkreten 
Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Drit-
ten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krank-
heit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 
III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesgerichtsurteile 5A_312/2007 vom 
10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5.3). Im vorliegenden 
Fall wurde Suizidalität schon im Eintrittsbericht glaubhaft verneint. Ebenso wenig 
erscheint es unter den gegebenen Umständen als glaubhaft, dass vom Beschwer-
deführer eine Fremdgefährdung ausgeht. Die lediglich theoretischen Ausführun-

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gen auf der letzten Seite des Gutachtens genügen nicht, um eine hinreichend 
konkrete Fremdgefährdung zu begründen und auch im Eintrittsbericht wird festge-
halten, dass aktuell "kein Hinweis auf Fremdgefährdung" vorliege. Zur Feststellung 
in der Einweisungsverfügung vom 24. November 2014 wonach der Beschwerde-
führer Bauarbeiter mit einem Golfschläger bedroht habe, äusserte sich Ersterer an 
der Hauptverhandlung vom 11. Dezember 2014 dahingehend, dass diese Behaup-
tung widersinnig sei und er in Davos noch nie gewalttätig geworden sei. Allgemein 
habe er noch nie von sich ausgehend Gewalt angewandt. 

e) Als weitere Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als durch die 
Einweisung resp. Zurückbehaltung in einer Einrichtung. Weil eine Unterbringung 
stets eine schwerwiegende Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, 
muss sie verhältnismässig sein. Mit anderen Worten muss die Unterbringung in 
einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu er-
füllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. 
dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., 
N 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt in den Worten der Botschaft zum 
geltenden Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht 
(a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahme kämen ambulante Massnahmen, 
Nachbetreuung sowie freiwillige Sozialhilfe in Frage. Selbst wenn die Behand-
lungsbedürftigkeit der festgestellten Alkoholkrankheit im vorliegenden Fall in ei-
nem gewissen Ausmass nicht von der Hand zu weisen ist, rechtfertigt diese für 
sich allein noch keine fürsorgerische Unterbringung. Da keine konkrete Selbst- 
bzw. Fremdgefährdung feststellbar ist (vgl. vorstehend Erwägung 4.d), kann die 
adäquate Behandlung im Sinne einer Nachbehandlung (vgl. dazu sogleich Erwä-
gung 5) ohne weiteres im Rahmen einer ambulanten und möglicherweise gar in 
der Eigenverantwortung des Beschwerdeführers liegenden Therapie erfolgen. 
Damit ist die Anordnung der vorliegenden fürsorgerischen Unterbringung als un-
verhältnismässig zu qualifizieren.

5.a) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nicht (mehr) erfüllt sind. Die 
höchstens latent vorhandene Fremdgefährdung geht nicht über ein Mass hinaus, 
welches einen derart einschneidenden Freiheitsentzug wie die stationäre Unter-
bringung in der Klinik B._____ rechtfertigen würde. Damit ist die vorliegende Be-
schwerde gutzuheissen und die ärztliche Einweisungsverfügung vom 24. Novem-
ber 2014 aufzuheben. Vor der umgehenden Entlassung aus der Klinik hat die ärzt-
liche Leitung im Rahmen eines Austrittsgesprächs mit dem Beschwerdeführer ein 

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weiterführendes Behandlungskonzept auszuarbeiten. Für den Fall, dass dieser zu 
einer Vereinbarung über die Nachbetreuung nicht Hand bieten sollte, sind die be-
handelnden Ärzte indes anzuweisen, bei der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde Prättigau/Davos die zur Verringerung der Rückfallgefahr erforderliche 
Nachbetreuung zu beantragen.

b) Gestützt auf Art. 437 Abs. 1 ZGB sind die Kantone verpflichtet, nach einer 
beendeten fürsorgerischen Unterbringung die Nachbetreuung zu regeln. Dazu 
können die Kantone gemäss Abs. 2 auch ambulante Massnahmen vorsehen. 
Nach der Intention des Gesetzgebers soll die Nachbetreuung in erster Linie in Zu-
sammenarbeit mit der betroffenen Person und in gegenseitigem Einvernehmen 
festgelegt werden. Art. 54 Abs. 1 EGzZGB sieht deshalb vor, dass der behandeln-
de Arzt bei Bedarf mit der untergebrachten Person vor der Entlassung eine geeig-
nete Nachbetreuung vereinbaren kann. Falls eine solche Vereinbarung nicht zu-
stande kommt, kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bei Rückfallge-
fahr auf Antrag des behandelnden Arztes eine geeignete Nachbetreuung für 
höchstens zwölf Monate anordnen (Art. 54 Abs. 2 EGzZGB). Im Rahmen dieser 
Nachbetreuung kann die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde auch ambulan-
te Massnahmen anordnen, die geeignet erscheinen, eine fürsorgerische Unter-
bringung zu verhindern oder einen Rückfall zu vermeiden (Art. 55 EGzZGB). Eine 
solche kann beispielsweise die Verpflichtung beinhalten, regelmässig eine fachli-
che Beratung oder Begleitung in Anspruch zu nehmen und sich an die damit ver-
bundenen Anweisungen zu halten (lit. a), sich einer medizinisch indizierten Be-
handlung oder Therapie zu unterziehen (lit. b), sich alkoholischer und anderer 
Suchtmittel zu enthalten und sich den damit verbundenen Alkohol- und anderen 
Suchtmitteltests zu unterziehen (lit. c) oder weitere Verhaltensanweisungen zu 
befolgen (lit. d). Eine geeignete Nachbetreuung könnte darin bestehen, dass der 
Beschwerdeführer angehalten wird, wieder regelmässig Antabus einzunehmen. 
Ausserdem ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der Beschwerdeführer 
gemäss eigenen Angaben auf jeden Fall noch bis Ende Dezember 2014 in seiner 
Mietwohnung in Davos wohnen kann, da er den Mietzins bis dahin bereits bezahlt 
hat.

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden Partei 
auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Antrag auf sofortige Entlassung 
aus der Psychiatrischen Klinik B._____ vollständig durchgedrungen. Bei diesem 

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Verfahrensausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt 
CHF 3'125.--, bestehend aus CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1625.-- Gut-
achterkosten, zu Lasten des Kantons Graubünden.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die ärztliche Leitung der Klinik 
B._____, Psychiatrische Dienste Graubünden, wird angewiesen, den Be-
schwerdeführer umgehend aus der Anstalt zu entlassen. 

2. Der den Beschwerdeführer behandelnde Arzt wird angewiesen, im Rahmen 
des Austrittsgespräches gemäss Art. 436 ZGB auf den Abschluss einer 
Vereinbarung über eine geeignete Nachbetreuung hinzuwirken und im Fal-
le, dass keine solche Vereinbarung zustande kommt, bei der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos Antrag auf Anordnung einer 
geeigneten Nachbetreuung zu stellen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total CHF 3'125.-- (CHF 1'500.-- 
Gerichtsgebühr und CHF 1'625.-- Gutachterkosten) verbleiben beim Kanton 
Graubünden.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: