# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f127b07-8553-5988-9d24-5988d7c4242c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.01.2015 200 2014 672
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-672_2015-01-13.pdf

## Full Text

200 14 672 UV
SCI/SCC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Januar 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 23. Juni 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2015, UV/14/672, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1996 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
begann am 1. August 2012 eine Lehre als … bei der B.________ und war 
dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA bzw. 
Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unfällen versichert (Akten der 
SUVA, Antwortbeilage [AB] 1).

Am … 2012 erlitt der Versicherte einen Unfall am Arbeitsplatz („…“ [AB 1]). 
Es erfolgten Behandlungen u.a. durch Dr. med. C.________, Handchirurgie 
und Orthopädische Chirurgie FMH (vgl. AB 37, 50, 63). 

Im Mai 2013 wurde das Lehrverhältnis des Versicherten als … aufgelöst 
(AB 19, 27) und im August 2013 begann er eine Lehre als … (AB 51, 56, 
58). Nach Meldung eines Rückfalls am 22. Oktober 2013 (AB 56) holte die 
SUVA weitere medizinische Unterlagen ein (AB 79) und veranlasste eine 
kreisärztliche Untersuchung durch den SUVA-Kreisarzt med. pract. 
D.________, Facharzt für Chirurgie FMH (Bericht vom 2. Dezember 2013 
[AB 82] und Ergänzungen vom 9. Januar 2014 [AB 87, 88] und 5. Februar 
2014 [AB 97]). Per Ende Januar 2014 wurde das zweite Lehrverhältnis des 
Versicherten aufgelöst (AB 93).

Mit Verfügung vom 8. April 2014 schloss die SUVA den Fall per 31. März 
2014 ab und lehnte den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen ab. 
In der Begründung führte sie u.a. aus, der Versicherte habe bereits im 
Frühjahr 2012 auf … die linke Hand bei einem Sturz verletzt. Zu diesem 
Zeitpunkt sei er nicht bei der SUVA versichert gewesen. Die Auswertung 
der Röntgenbilder habe ergeben, dass die OS Capitatum Fraktur an der 
linken Hand bereits vor dem Unfall vom …2012 vorgelegen habe. Gemäss 
Beurteilung des Kreisarztes seien die heute bestehenden Beschwerden 
deshalb nicht auf den Unfall vom … 2012, sondern ausschliesslich auf den 
Unfall im Frühjahr 2012 zurückzuführen. Der Zustand, wie er sich auch 
ohne den von der SUVA versicherten Unfall vom … 2012 eingestellt hätte 
(Status quo sine), sei spätestens vier Monate nach dem Unfallereignis vom 
… 2012 erreicht gewesen (AB 109). Nach Vorsprache der Mutter des Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Jan. 2015, UV/14/672, Seite 3

sicherten vom 16. April 2014 (AB 110) beim Kreisarzt erfolgte eine Ergän-
zung des Kreisarztberichtes (AB 111).

Gegen die Verfügung vom 8. April 2014 erhob der Versicherte am 25. April 
2014 Einsprache (AB 113). Mit Einspracheentscheid vom 23. Juni 2014 
wies die SUVA die Einsprache ab (AB 122).

B.

Am 11. Juli 2014 (Postaufgabe vom 12. Juli 2014) erhob der Versicherte 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde. Er beantragte 
sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zuspre-
chung von Leistungen der Unfallversicherung über den 31. März 2014 hin-
aus. Er habe von Mai bis Juli 2012 schwere Tätigkeiten ausüben können. 
Er sei deshalb überzeugt, dass die Beschwerden nicht auf den Unfall vom 
Frühjahr 2012 zurückzuführen seien.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. August 2014 beantragte die SUVA die Ab-
weisung der Beschwerde.

Am 25. August 2014 bestätigte der Versicherte seinen Antrag und reichte 
eine Stellungnahme des behandelnden Arztes Dr. med. C.________ ein 
(Eintrag in die Krankengeschichte vom 20. August 2014: Beschwerdebeila-
ge [BB] 2).

In der Eingabe vom 16. Oktober 2014 hielt die SUVA am Antrag auf Abwei-
sung fest und verwies auf eine Beurteilung von Dr. med. E.________, FMH 
Fachärztin für Chirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin, vom 26. Sep-
tember 2014 (AB IIA 1).

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Oktober 2014 erhielt der Versi-
cherte Gelegenheit zur Stellungnahme. Er liess sich innert Frist nicht ver-
nehmen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der SUVA vom 
23. Juni 2014. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu 
Recht einen Anspruch auf Leistungen aus dem Ereignis vom … 2012 über 
den 31. März 2014 hinaus verneint hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimmte 
gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 
S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). 

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-

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cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 
3b).

2.2.4 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweis-
last – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201).

3.

3.1 Nicht bestritten ist, dass der Beschwerdeführer am … 2012 einen 
Unfall im Rechtsinne erlitten hat (AB 1). Fest steht zudem, dass der Be-
schwerdeführer im Frühjahr 2012 in … stürzte (AB 37 S. 1, 79, 82 S. 3) und 

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er für diesen Unfall nicht bei der SUVA versichert war. Die SUVA erbrachte 
Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfall vom … 2012; diese stellte 
sie per 31. März 2014 ein. Dabei geht sie davon aus, dass die Os Capita-
tum Fraktur Folge des Unfalls vom Frühjahr 2012 sei und der Unfall vom … 
2012 zu einer vorübergehenden jedoch nicht zu einer richtungsgebenden 
Verschlimmerung geführt habe. Der Beschwerdeführer wiederum geht 
sinngemäss davon aus, dass der zweite Unfall eine richtungsweisende 
massive Verschlechterung zur Folge gehabt habe.

3.2 Zum medizinischen Sachverhalt ergibt sich Folgendes:

3.2.1 Nach dem Unfall in … mit dortiger Erstversorgung im Frühjahr 2012 
ging die wegen persistierenden Schmerzen konsultierte Ärztin des Spitals 
F.________ im Bericht vom 29. Mai 2012 von einem Status nach distaler 
Radiusfraktur links aus (AB 79 S. 2). Die Schmerzen seien persistent, vor 
allem beim Anheben von Sachen. 

3.2.2 Im Eintrag in der Krankengeschichte diagnostizierte Dr. med. 
C.________ am 18. Februar 2013 eine delayed Malunion Os Capitatum 
links (erstmals AB 37; vgl. auch BB 2 S. 1).

3.2.3 Nachdem der SUVA-Kreisarzt med. pract. D.________ am 2. De-
zember 2013 die Os Capitatum Fraktur nicht einwandfrei einem der beiden 
Unfallereignisse zuordnen konnte, ordnete er die Einholung der ärztlichen 
Behandlungsunterlagen zur Verletzung im Frühjahr 2012 an (AB 82 S. 5). 
Unabhängig von der Frage nach der Unfallkausalität hielt er im Zumutbar-
keitsprofil vom 9. Januar 2014 fest, eine die Hand belastende mittelschwe-
re bis schwere Arbeit werde schmerzbedingt nicht mehr zumutbar sein. 
Arbeiten mit dauerhaftem Heben über 10 kg, Zwangshaltungen für diese 
Hand oder starken Vibrations- und Schlagbelastung seien nicht mehr zu-
mutbar. Ansonsten bestünde keine zeitliche Einschränkung (AB 87). Im 
Schreiben vom 9. Januar 2014 zuhanden des behandelnden Arztes Dr. 
med. C.________ hielt er dafür, gestützt auf die in der Zwischenzeit vorge-
legten konventionell-radiologischen Bilder habe eine seltene Capitatumfrak-
tur seit Frühling 2012 vorbestanden (AB 94 S. 1).

3.2.4 Im Schreiben vom 24. Januar 2014 bestätigte Dr. med. 
C.________, unzweifelhaft sei hier – gestützt auf die radiologischen Ab-

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klärungen vom Mai 2012 – bereits eine Capitatumfraktur auszumachen 
gewesen (AB 96).

3.2.5 In der Kurzbeurteilung vom 5. Februar 2014 hielt med. pract. 
D.________ fest, beim Unfall vom … 2012 sei nur eine vorübergehende 
Verschlechterung eingetreten; spätestens nach drei bis vier Monaten sei 
von einem status quo sine auszugehen. Wie die Röntgenbilder im Verlauf 
zeigten, sei die Os Capitatum Fraktur vorbestehend gewesen. Diese habe, 
da sie übersehen worden sei, in einer Pseudarthrose gemündet, welche 
durch den … vom … 2012 nicht weiter strukturell geschädigt worden sei 
(AB 97). Im Bericht vom 16. April 2014 diagnostizierte er ein axiales Trau-
ma bei Sturz im April 2012 auf die linke adominante Hand/Handgelenk mit 
primär übersehener Os Capitatum Fraktur mittleres Drittel und Verwechs-
lung einer Epiphysenfuge im Bereich des distalen Radius links als distale 
Radiusfraktur bei Status nach konservativer Therapie und aktuell partieller 
Pseudarthrose Os Capitatum. In der Diagnose erwähnte er weiter den am 
… 2012 stattgefundenen versehentlichen Schlag mit dem … auf das linke 
Handgelenk mit Traumatisierung einer vorbestehenden, primär übersehe-
nen Os Capitatum Fraktur mittleres Drittel (DD: Pseudarthrose) bei Status 
nach konservativer Therapie und aktuell symptomatischer posttraumati-
scher pericapitaler Handwurzelarthrose nach partieller Frakturkonsolidation 
in Fehlstellung (AB 111 S. 4). Er hielt fest, nachdem zwischenzeitlich Rönt-
genbilder vom 29. Mai 2012 hätten beurteilt werden können, zeige sich 
zweifelsfrei, dass die anlässlich des zweiten Unfallereignisses vermutete 
Os Capitatum Fraktur im mittleren Drittel zu diesem Zeitpunkt bereits vor-
bestehend gewesen sei. Im Oktober 2012 habe mindestens eine Pseudar-
throse Situation respektive eine partielle Konsolidation der vorbestehenden 
Fraktur vorgelegen (AB 111 S. 5 oben). Es sei überwiegend wahrschein-
lich, dass der Unfall vom … 2012 nicht zu einer richtungsgebenden Ver-
schlimmerung mit einer strukturellen Läsion geführt habe (AB 111 S. 5 un-
ten).

3.2.6 Im Eintrag in die Krankengeschichte vom 20. August 2014 führte Dr. 
med. C.________ auf Anfrage der Mutter des Beschwerdeführers und ohne 
dass er jenen erneut untersucht hätte aus, der Beschwerdeführer sei im 
April 2012 auf … gestürzt. Eine radiologische Abklärung im Juni 2012, die 

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wegen persistierenden Beschwerden durchgeführt worden sei, habe eine 
Capitatumfraktur mit beginnender Konsolidation ergeben. Im August 2012 
habe der Beschwerdeführer eine Lehre begonnen. Körperlich schwere Ar-
beiten habe er schmerzfrei ausüben können. Im … 2012 habe er mit einem 
…. exakt im Bereich des Os Capitatum auf das Handgelenk geschlagen. 
Der weitere Verlauf habe sich äusserst mühsam gestaltet. Bis heute habe 
die Belastung nicht wieder vollständig aufgebaut werden können. Das Os 
Capitatum sei schlussendlich in leichter Fehlstellung ausgeheilt. Dies kön-
ne die jetzigen Beschwerden begründen. Der zweite Unfall habe eine rich-
tungsweisende massive Verschlechterung verursacht (BB 2 S. 3).

3.2.7 In der Beurteilung vom 26. September 2014 führte Dr. med. 
E.________ aus, die radiologischen Untersuchungen (MRI Handgelenk 
links vom 17. Oktober 2012; CT-Untersuchung des linken Handgelenks 
vom 7. November 2012) nach dem … vom … 2012 dokumentierten im 
Vergleich zum Zustand vor dem … 2012 keine vermehrte Fehlstellung im 
Frakturbereich des OS Capitatum. Zudem hätten diese Abklärungen keine 
Anhaltspunkte für eine frische Fraktur ergeben. Sie dokumentierten hinge-
gen eine verzögerte bzw. eine ausgebliebene Frakturheilung. Das sichtbare 
Ödem spreche bei ausgebliebener Knochenheilung nicht primär für eine 
Knochenkontusion (bone bruise), sondern vielmehr für einen chronisch 
aktiven Prozess im Rahmen einer versuchten Knochenheilung (hypothro-
phe nonunion; AB IIA 1).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

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3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). 

3.3.4 Die versicherte Person hat von Bundesrechts wegen keinen formel-
len Anspruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens, wenn 
Leistungsansprüche streitig sind. Es ist auch im Lichte der von Art. 6 Ziff. 1 
EMRK gewährleisteten Verfahrensgarantien grundsätzlich zulässig, den 
Entscheid ausschlaggebend oder gar ausschliesslich auf verwaltungsinter-
ne Abklärungen zu stützen (BGE 123 V 175 E. 3d S. 176, 122 V 157 E. 2c 
S. 165). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Beweis-
grundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger 
stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stellt auf die Beurteilungen des SUVA-
Kreisarztes med. pract. D.________ vom 16. April 2014 ab (AB 111) und 

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legte im vorliegenden Verfahren eine Beurteilung von Dr. med. 
E.________, Abteilung Versicherungsmedizin, vom 26. September 2014 
vor (AB IIA 1). Diese Stellungnahmen erfüllen die Anforderungen der 
Rechtsprechung an medizinische Berichte (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Die Ärzte 
hatten Einblick in sämtliche Vorakten (AB 111 S. 1 ff., AB IIA 1 S. 1 ff.), 
insbesondere hatten sie auch Kenntnis der vor dem Unfall vom … 2012 
erstellten bildgebenden Abklärungen (vgl. AB 94, 111 S. 5 oben; AB IIA 
S. 4). Sie stellen denn auch überzeugend und vom behandelnden Dr. med. 
C.________ bestätigt fest, dass die Os Capitatum Fraktur vorbestehend 
zum Unfall vom … 2012 war (AB 111 S. 4). Ihre Beurteilung, es sei über-
wiegend wahrscheinlich, dass der Unfall vom … 2012 nicht zu einer rich-
tungsgebenden Verschlimmerung mit einer strukturellen Läsion geführt 
habe (AB 111 S. 5 unten; AB IIA 1 S. 10), ist schlüssig. 

Die medizinischen Unterlagen zeigen denn auch, abgesehen vom auf Vor-
sprache der Mutter des Beschwerdeführers erfolgten Eintrag in die Kran-
kengeschichte von Dr. med. C.________ vom 20. August 2014, ein einheit-
liches Bild. Hierbei ging dieser Arzt davon aus, dass der Beschwerdeführer 
am … 2012 mit einem … exakt im Bereich des Os Capitatum auf das 
Handgelenk geschlagen habe (BB 2 S. 3). Dr. med. E.________ hat sich in 
ihrer Beurteilung vom 26. September 2014 mit dieser Einschätzung aus-
führlich auseinandergesetzt (AB IIA 1 S. 6). Sie legt überzeugend dar, es 
sei zwar möglich, jedoch eher unwahrscheinlich, dass der Beschwerdefüh-
rer beim Schlagen mit dem … mit der rechten Hand und dem Fixieren der 
… mit der linken Hand exakt den Os Capitatum habe treffen können. Über-
zeugend ist auch ihre Beurteilung, dass im MRI vom 17. Oktober 2012 kei-
ne Hinweise auf eine Kontusion der Weichteile vorgelegen haben (AB IIA 
S. 4, 6) und bildgebend (CT vom 7. Oktober 2012) keine Anhaltspunkte 
bestehen, die für eine frische Fraktur (Refraktur) sprechen, sondern viel-
mehr deutliche Zeichen einer verzögerten bzw. einer ausbleibenden Frak-
turheilung nach dem Unfall im Frühjahr 2012 (verkeilte Fraktur mit Rands-
klerose und peripherer Knochenreaktionen; AB IIA 1 S. 7). Die erstmals im 
vorliegenden Verfahren von Dr. med. C.________ vertretene Auffassung, 
es sei beim Ereignis vom … 2012 eine richtungsgebende Verschlimmerung 
erfolgt, basiert demnach auf der von Dr. med. E.________ im Rahmen ihrer 
chirurgischen Beurteilung vom 26. September 2014 überzeugend widerleg-

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ten und damit nicht massgeblichen Hypothese einer Refraktur durch das 
Quetschtrauma bzw. den …schlag und einer nachfolgenden erheblichen 
delate- und malunion. Sie entspricht denn auch nicht der früheren Ein-
schätzung dieses Arztes (vgl. Eintrag in die Krankengeschichte vom 18. 
Februar 2013). Auf die Ausführungen der verwaltungsinternen Ärzte, ins-
besondere die zusammenfassende Beurteilung von Dr. med. E.________ 
vom 26. September 2014 (AB IIA 1), kann vorliegend abgestellt werden. 

Weitere medizinisch plausible Zweifel an der Beurteilung der Abteilung 
Versicherungsmedizin wurden auch nicht formuliert: Der Bericht von 
Dr. med. E.________ vom 26. September 2014 (AB IIA 1) wurde dem Be-
schwerdeführer zur Stellungnahme zugestellt (prozessleitende Verfügung 
vom 17. Oktober 2014). Er hat sich jedoch (innert Frist) nicht mehr ver-
nehmen lassen. 

3.5 Der Zeitpunkt des Fallabschlusses (vgl. E. 2.3 hiervor) per 31. März 
2014 wurde nicht beanstandet. Es besteht – mit Blick auf die vorüberge-
hende Verschlimmerung von drei bis vier Monaten eines vorbestehenden 
Schadens, für welchen der Beschwerdeführer nicht bei der Beschwerde-
gegnerin versichert ist, wie auch den Verzicht auf einen früheren Fallab-
schluss durch die Beschwerdegegnerin (vgl. Verfügung vom 8. April 2014) 
– kein Grund, diesen in Frage zu stellen.

3.6 Damit erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 
23. Juni 2014 als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA (samt Eingabe der Mutter des Beschwerdeführers vom 7. Ja-

nuar 2015)
- Bundesamt für Gesundheit 

Zur Kenntnisnahme:
- Krankenkasse G.________

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.