# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 889e150f-215b-545e-8b51-a97cb3e3b0d2
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-03
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 03.10.2025 VBE.2025.109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-109_2025-10-03.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

3. Kammer 

 

VBE.2025.109, VBE.2025.169 / ad / nl 
Art. 120 

 

 

Urteil vom 3. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Vizepräsident 

Oberrichter Roth 

Oberrichterin Fischer 

Gerichtsschreiberin Dettwiler 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____ 

vertreten durch MLaw Leo Sigg, Rechtsanwalt, 

Buchserstrasse 18, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügungen vom 5. Februar und 16. April 2025) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1970 geborene Beschwerdeführer meldete sich – nachdem sein 

Begehren um Leistungen (berufliche Integration/Rente) der Eidgenössi-

schen Invalidenversicherung (IV) vom 19. Juni 2015 mit Verfügung vom 

26. September 2016 abgewiesen worden war – am 9. Februar 2018 erneut 

bei der Beschwerdegegnerin zum Leistungsbezug (berufliche Integra-

tion/Rente) an. Nach Einholung eines Gutachtens der medexperts AG vom 

2. November 2020 und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst 

(RAD) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfü-

gung vom 5. August 2021 eine vom 1. März bis am 31. August 2019 

befristete halbe Rente zu. Die vom Beschwerdeführer gegen diese Verfü-

gung eingereichte Beschwerde hiess das Versicherungsgericht mit Urteil 

VBE.2021.408 vom 18. Januar 2022 teilweise gut, hob die Verfügung auf 

und wies die Sache zur Vervollständigung der Akten und zur begründeten 

Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurück. 

 

1.2. 

In der Folge liess die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer bei der 

Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) begutachten (Gutachten vom 

8. April 2024) und nahm Rücksprache mit dem RAD. Nach durchgeführtem 

Vorbescheidverfahren sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde-

führer mit Verfügungen vom 5. Februar und 16. April 2025 eine vom 1. De-

zember 2018 bis am 31. Dezember 2023 befristete halbe Invalidenrente 

und ab dem 1. Januar 2024 eine Invalidenrente von 64 % einer ganzen 

Rente zu. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügungen vom 5. Februar und 16. April 2025 erhob der 

Beschwerdeführer mit Eingaben vom 12. März und 24. April 2025 frist-

gerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei die Verfügung vom 05.02.2025 aufzuheben. 
 
2. Es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente zuzusprechen. 

 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWSt zulasten der 
Beschwerdegegnerin. 

 
1. Es sei die Verfügung vom 16.04.2025 aufzuheben. 

 
2. Es sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente zuzusprechen. 
 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWSt zulasten der 
Beschwerdegegnerin." 

 - 3 - 

 

 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 2. Juni 2025 wurden die beiden 

Verfahren vereinigt. 

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassungen vom 2. April 

und 27. Juni 2025 die Abweisung der beiden Beschwerden. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde-

führer mit Verfügungen vom 5. Februar und 16. April 2025 (Vernehm-

lassungsbeilagen [VB] 175, 184) zu Recht eine vom 1. Dezember 2018 bis 

am 31. Dezember 2023 befristete halbe Invalidenrente und ab dem 

1. Januar 2024 eine Invalidenrente von 64 % einer ganzen Rente zuge-

sprochen hat. 

 

1.2. 

Am 1. Januar 2022 traten die Änderungen des revidierten IVG (Weiterent-

wicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, 

BBI 2017 2535), mit dem entsprechendem Verordnungsrecht in Kraft. Die 

angefochtenen Verfügungen ergingen nach dem 1. Januar 2022. 

Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen ist 

nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, 

ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist (BGE 150 

V 323 E. 4 S. 327 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_823/2023 vom 8. Juli 

2024 E. 4). Gemäss lit. b Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-

rung vom 19. Juni 2020 bleibt für Rentenbezüger, deren Rentenanspruch 

vor dem Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die in diesem 

Zeitpunkt das 55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, der bisherige 

Rentenanspruch so lange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach 

Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert. Der bisherige Rentenanspruch bleibt gemäss 

lit. b Abs. 2 der Übergangsbestimmungen auch nach einer Änderung des 

Invaliditätsgrades nach Art. 17 Abs. 1 ATSG bestehen, sofern der bisherige 

Rentenanspruch bei einer Erhöhung des Invaliditätsgrades sinkt oder bei 

einem Sinken des Invaliditätsgrades ansteigt. Der am 1. Januar 2022 weni-

ger als 55 Jahre alte Beschwerdeführer fällt unter diese Bestimmung. 

 

2. 

2.1. 

In den angefochtenen Verfügungen vom 5. Februar und 16. April 2025 

(VB 175, 184) stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer 

Hinsicht im Wesentlichen auf das ABI-Gutachten vom 8. April 2024, in 

 - 4 - 

 

 

welchem folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt 

wurden (VB 160.1 S. 9): 

 

"1. Zwangsstörung mit Zwangshandlungen (ICD-10 F42.1) 
2. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ADHS (ICD-10 F90.0) 
3. Clusterkopfschmerzen (ICD-10 G44.1) (…) 
4. Chronische lymphatische Leukämie (…) (ICD-10 C91.1) (…)" 

 

Aus neurologischer Sicht sei aufgrund der Clusterkopfschmerzen von 

erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeiten auszugehen, so dass die Arbeits-

fähigkeit des Beschwerdeführers in sämtlichen Erwerbstätigkeiten um 

20 % vermindert sei. Aus onkologischer Sicht könne aufgrund der chroni-

schen lymphatischen Leukämie ebenfalls eine um 20 % verminderte 

Leistungsfähigkeit in sämtlichen Erwerbstätigkeiten festgestellt werden. 

Weder aus allgemeininternistischer, aus orthopädischer noch aus dermato-

logischer Sicht könne eine weitere Diagnose mit Einfluss auf die Arbeits-

fähigkeit gestellt werden. Aus psychiatrischer Sicht würden die Zwangs-

störung mit Zwangshandlungen und die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyper-

aktivitätsstörung ADHS die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

einschränken. In der angestammten Tätigkeit als Autolackierer bestehe aus 

psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In angepassten 

Verweistätigkeiten könne aus psychiatrischer Sicht eine Arbeits- respektive 

Leistungsfähigkeit von 60 % attestiert werden (VB 160.1 S. 8 ff.). 

 

Gesamtmedizinisch sei die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

als Autolackierer aufgrund der psychiatrischen Einschränkung aufgehoben. 

In angepassten Verweistätigkeiten bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 

um 40 % verminderte Leistungsfähigkeit und aus onkologischer Sicht eine 

um 20 % verminderte Leistungsfähigkeit. Die genannten Einschränkungen 

könnten nicht addiert werden, sondern würden sich ergänzen, da die 

gleichen Zeitabschnitte für Pausen und Erholung genutzt werden könnten. 

Da die Einschränkung aus neurologischer Sicht mit Ausfalltagen assoziiert 

sei, resultiere ein teilweise additiver Effekt. Insgesamt resultiere somit aus 

polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in adaptierten 

Verweistätigkeiten. In Bezug auf den zeitlichen Verlauf könne eine 

aufgehobene Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, retrospektiv 

gesehen, seit der Diagnosestellung der chronischen lymphatischen Leukä-

mie im Dezember 2017 angenommen werden. Eine angepasste Tätigkeit 

müsse eine klare fachliche Kompetenz der alltäglichen Gesprächsge-

genüber voraussetzen mit einem Maximum an Toleranz, Akzeptanz und 

Respekt der Person des Beschwerdeführers gegenüber. Aus dieser maxi-

malen Toleranz und einer grossen Flexibilität würde sich eine sinnvolle Be-

schäftigung für den Beschwerdeführer ergeben, die er stundenweise mit 

Pausenbedarf erfahren könnte. Es werde zum Beispiel an eine Arbeit 

gedacht, bei der der Beschwerdeführer nach Anleitung weitgehend selbst-

bestimmt eine abwechslungsreiche Tätigkeit erbringen könne. Es sei eine 

maximale Präsenz von 6-7 Stunden pro Tag möglich, wobei eine reduzierte 

 - 5 - 

 

 

Leistungsfähigkeit bei erhöhtem Pausenbedarf und reduziertem Rende-

ment bestehe, dazu würden gelegentliche Ausfalltage kommen. Die Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten betrage 50 % 

und könne ebenfalls seit Dezember 2017 angenommen werden (VB 160.1 

S. 10 f.). 

 

2.2. 

Der Beschwerdeführer macht in Bezug auf das ABI-Gutachten vom 8. April 

2024 (VB 160.1.) keine Einwendungen geltend (Beschwerden S. 8). Es 

sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass das ABI-Gutachten den 

rechtsprechungsgemässen Anforderungen an den Beweiswert eines nach 

Art. 44 ATSG eingeholten Gutachtens von externen Spezialärzten nicht 

genügen würde (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353), 

so dass darauf abgestellt werden kann. 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen mit Verweis auf das im ABI-

Gutachten formulierte Profil für eine angepasste Tätigkeit eine fehlende 

Verwertbarkeit der gutachterlich attestierten Restarbeitsfähigkeit von 50 % 

vor. Zudem würde der von der Beschwerdegegnerin zur Berechnung des 

Invaliditätsgrades vorgenommene Einkommensvergleich gegen Art. 16 

ATSG verstossen, da vom 1. Dezember 2018 bis am 31. Dezember 2023 

ein leidensbedingter Abzug verweigert und ab dem 1. Januar 2024 ein zu 

tiefer leidensbedingter Abzug gewährt worden sei. Es sei ein leidens-

bedingter Abzug von 25 % gerechtfertigt (Beschwerden S. 8 ff.). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes (Art. 16 und Art. 7 Abs. 1 

ATSG) ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete 

Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.) und 

dazu dient, den Leistungsbereich der IV von jenem der Arbeitslosenver-

sicherung abzugrenzen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleich-

gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 

andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her 

einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält (BGE 148 V 174 E. 9.1 

S. 188 mit Hinweisen). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im 

Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche 

Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes 

Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; 

ZAK 1991 318 E. 3 S. 320 f.). Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf 

abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarkt-

verhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr 

verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn – auf dem 

für sie nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten in Betracht fallenden Teil 

 - 6 - 

 

 

des Arbeitsmarktes (BGE 130 V 343 E. 3.3 S. 347) – die verfügbaren 

Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprächen (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_783/2020 vom 17. Februar 2021 E. 7.3.1 und 

9C_304/2018 vom 5. November 2018 E. 3; MEYER/REICHMUTH, Recht-

sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge-

setz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, N. 133 ff. zu 

Art. 28a IVG). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen 

Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers 

rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann aber dort nicht 

gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter 

Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht 

kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich und das Finden einer ent-

sprechenden Stelle daher zum vornherein als ausgeschlossen erscheint 

(SVR 2021 IV Nr. 26 S. 80, 8C_416/2020 E. 4; BGE 148 V 174 E. 9.1 

S. 188 f. mit Hinweisen). 

 

3.2.2. 

Das im ABI-Gutachten formulierte Profil für eine angepasste Tätigkeit lässt 

dem Beschwerdeführer ein genügend grosses Betätigungsfeld auf dem in 

Frage kommenden Arbeitsmarkt offen. Die erhöhten Anforderungen an das 

Arbeitsumfeld des Beschwerdeführers, namentlich klare fachliche Kompe-

tenz der Personen, mit welchen er täglich zu tun habe, ein Maximum an 

Toleranz, Akzeptanz und Respekt seiner Person sowie grosse Flexibilität 

(VB 160.1 S. 11), übersteigen das im Umgang mit gesundheitlich 

beeinträchtigten Arbeitnehmenden zu erwartende Entgegenkommen nicht. 

Sie sind nicht derart unrealistisch, dass das Finden einer entsprechenden 

Stelle für den Beschwerdeführer von vornherein ausgeschlossen wäre. Der 

Beschwerdeführer war als Autolackierer, stellvertretender Werkstattleiter 

sowie Fahrzeugbewerter tätig (VB 160.1 S. 9 f.; VB 106.5 S. 4) und ist trotz 

seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Lage, nach Anleitung 

weitgehend selbstbestimmt eine abwechslungsreiche Tätigkeit auszu-

führen (VB 160.1 S. 11). Es steht dem Beschwerdeführer deshalb der 

gesamte Fächer an Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt offen, so z.B. 

Kontroll- und Überwachungstätigkeiten, Hilfsarbeiten in Produktions- und 

Dienstleistungsbetrieben sowie administrative Tätigkeiten. Zu berücksichti-

gen ist im Weiteren, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt durchaus Stellen 

anbietet, an denen die erwerbstätige Person bei ausgewiesenem Bedarf 

Pausen einlegen kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_192/2022 vom 

7. Juli 2022 E. 7.2.4; 9C_366/2021 vom 3. Januar 2022 E. 4.3). Eine 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liegt 

nicht vor. 

 

 - 7 - 

 

 

3.3. 

3.3.1. 

Die Beschwerdegegnerin legte dem zur Bemessung des Invaliditätsgrades 

(Art. 16 ATSG) durchgeführten Einkommensvergleich ab dem Zeitpunkt 

des frühestmöglichen Rentenbeginns am 1. Dezember 2018 ein Vali-

deneinkommen von Fr. 72'869.00 (Angaben Arbeitgeber: Fr. 72'800.00 im 

Jahr 2017, indexiert auf das Jahr 2018) sowie ein Invalideneinkommen von 

Fr. 33'258.00 (LSE 2018, Tabelle TA 1, Kompetenzniveau 1, Total, Männer, 

und davon 50 % gemäss medizinischer Dokumentation) zugrunde und 

errechnete einen Invaliditätsgrad von 54 %. Von einem leidensbedingten 

Abzug sah sie ab, da die gesundheitliche Beeinträchtigung bereits mit der 

Wahl des Tabellenlohnes (Kompetenzniveau 1) berücksichtigt worden sei 

(VB 175 S. 4). 

 

3.3.2. 

Das Valideneinkommen des Beschwerdeführers betrug im Jahr 2017 

gemäss Angaben des Arbeitgebers Fr. 72'800.00 (Fr. 5'600.00 x 13; 

VB 41.3). Nicht nachvollziehbar ist jedoch, wie die Beschwerdegegnerin 

das auf das Jahr 2018 indexierte Valideneinkommen von Fr. 72'869.00 

konkret ermittelte (VB 175 S. 4). Die Indexierung hat anhand der Tabelle 

T.1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 2011-2024, Pos. 45-47, Handel und 

Reparatur von Motorfahrzeugen, zu erfolgen und ergibt ein Validenein-

kommen von Fr. 73'218.00 (Fr. 72'800.00 : 104.4 x 105.0 [Nominallohnin-

dexierung 2017 – 2018]). 

 

3.3.3. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene 

Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung 

getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 

Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben können und die versicherte Person je nach Ausprägung 

deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwer-

ten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Wür-

digung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen. Die Recht-

sprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug vom Invaliden-

einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich 

leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. 

Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit 

enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die 

Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer 

doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 148 V 

174 E. 6.3; BGE 150 V 410 E. 10.6). 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-V-174%3Ade&number_of_ranks=0#page174
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F148-V-174%3Ade&number_of_ranks=0#page174

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3.3.4. 

Die gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers wurden 

bereits bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit auf 50 %, beim Profil einer 

angepassten Tätigkeit und der Zugrundelegung des Kompetenzniveaus 1 

bei der Berechnung des Invalideneinkommens berücksichtigt und vermö-

gen keinen weiteren Abzug vom Tabellenlohn zu begründen (vgl. E. 2.1. 

und 3.3.3. hiervor). Das Alter des Beschwerdeführers führt zu keinem 

Abzug, da gerade Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen 

Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 

S. 26 f. mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_393/2020 vom 

21. September 2020 E. 4.2). Eine langjährige Betriebszugehörigkeit liegt 

beim Beschwerdeführer nicht vor (VB 41.1 S. 1) und würde ohnehin keinen 

Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen, da diesem Kriterium im Rahmen 

einer Tätigkeit des Kompetenzniveaus 1 keine relevante Bedeutung 

zukommt (Urteil des Bundesgerichts 9C_874/2014 vom 2. September 2015 

E. 3.3.2). Auch die schweizerische Staatsangehörigkeit des Beschwerde-

führers (VB 1) rechtfertigt keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_260/2024 vom 25. November 2024 E. 4.3.2). Zudem 

wirkt sich das dem Beschwerdeführer noch zumutbare Teilzeitpensum von 

6-7 Stunden pro Tag (vgl. E. 2.1. hiervor) bzw. 75 % nicht lohnsenkend aus. 

So verdienen Männer in einem Teilzeitpensum von 75 – 89 % (ohne 

Kaderfunktion) rund 5 % mehr als den Medianlohn (LSE 2018; Tabelle T18; 

monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher 

Stellung und Geschlecht; ohne Kaderfunktion; Männer; Median). Der 

Verzicht der Beschwerdegegnerin auf die Gewährung eines leidens-

bedingten Abzuges ist deshalb bei gesamthafter Betrachtung nicht zu 

beanstanden. Das Invalideneinkommen wurde somit zu Recht auf 

Fr. 33'258.00 (vgl. E. 3.3.1. hiervor) festgesetzt.  

 

3.3.5. 

Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 73'218.00 

(vgl. E. 3.3.2. hiervor) mit dem Invalideneinkommen von Fr. 33'258.00 

(vgl. E. 3.3.4. hiervor) ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 55 % 

([Fr.  73'218.00 – Fr. 33'258.00] / Fr. 73'218.00 x 100 = 54.57 %) und somit 

einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Invalidenrente vom 

1. Dezember 2018 bis am 31. Dezember 2021. 

 

3.4. 

3.4.1. 

Für die Zeit ab dem 1. Januar 2022 (vgl. E. 1.2. hiervor) beträgt das 

Valideneinkommen des Beschwerdeführers von Fr. 72'800.00 im Jahr 

2017, nach Indexierung auf das Jahr 2022 anhand der Tabelle T.1.1.10, 

Nominallohnindex, Männer, 2011-2024, Pos. 45-47, Handel und Reparatur 

von Motorfahrzeugen, Fr. 74'125.00 (Fr. 72'800.00 : 104.4 x 106.3 [Nomi-

nallohnindexierung 2017 – 2022]). 

 

 - 9 - 

 

 

3.4.2. 

Demgegenüber beläuft sich das Invalideneinkommen, unter alleiniger 

Berücksichtigung des Teilzeitabzuges von 10 % gemäss Art. 26bis Abs. 3 

IVV in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fassung (BGE 150 V 410 

E. 10.6 S. 439; E. 3.3.4. hiervor), auf Fr. 29'864.00 (LSE 2022, Tabelle 

TA 1, Kompetenzniveau 1, Total, Männer, Fr. 5'305.00 x 12 : 40 x 41.7 

[Std. betriebsübliche Arbeitszeit], davon 50 % [Restarbeitsfähigkeit] ab-

züglich 10 % [Tabellenlohnabzug]). 

 

3.4.3. 

Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 74'125.00 

(vgl. E. 3.4.1. hiervor) mit dem Invalideneinkommen von Fr. 29'864.00 

(vgl. E. 3.4.2. hiervor) ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 60 % 

([Fr.  74'125.00 – Fr. 29'864.00] / Fr. 74'125.00 x 100 = 59.71 %). Dieser 

Invaliditätsgrad ist um 5 % höher als derjenige vom 1. Dezember 2018 bis 

am 31. Dezember 2021 von 55 % (vgl. E. 3.3.5. hiervor) und begründet – 

nach Überführung in das stufenlose Rentensystem – einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine höhere Invalidenrente von 60 % einer ganzen 

Rente (vgl. E. 1.2. hiervor; Rz. 9105 f. des Kreisschreibens des BSV über 

Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 

1. Januar 2022, Stand 1. Januar 2025; THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler 

Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2. Aufl. 2025, 

N. 11 zu Art. 17 ATSG) ab dem 1. Januar 2022 bis am 31. Dezember 2023. 

 

3.5. 

3.5.1. 

Für den Einkommensvergleich ab dem 1. Januar 2024 stellte die 

Beschwerdegegnerin dem Valideneinkommen von Fr. 75'296.00 (Angaben 

Arbeitgeber Fr. 72'800.00 im Jahr 2017, indexiert auf das Jahr 2023) ein 

Invalideneinkommen von Fr. 26'993.00 (LSE 2023 [recte: LSE 2022, 

indexiert auf das Jahr 2023], Tabelle TA 1, Kompetenzniveau 1, Total, 

Männer, davon 50 % gemäss medizinischer Dokumentation abzüglich 

20 %) gegenüber und errechnete einen Invaliditätsgrad von 64 % (VB 175 

S. 5). 

 

3.5.2. 

Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Indexierung des 

Valideneinkommens des Beschwerdeführers von Fr. 72'800.00 im Jahr 

2017 auf Fr. 75'296.00 im Jahr 2023 ist wiederum nicht nachvollziehbar. 

Die Indexierung hat anhand der Tabelle T.1.1.10, Nominallohnindex, 

Männer, 2011-2024, Pos. 45-47, Handel und Reparatur von 

Motorfahrzeugen zu erfolgen und ergibt ein Valideneinkommen von 

Fr. 75'101.00 (Fr. 72'800.00 : 104.4 x 107.7 [Nominallohnindexierung 2017 

– 2023]). 

 

 - 10 - 

 

 

3.5.3. 

In Bezug auf die Bestimmung des Invalideneinkommens sieht der am 

1. Januar 2024 in Kraft getretene Art. 26bis Abs. 3 IVV einen 10%igen 

Pauschalabzug vom ermittelten Tabellenlohn bzw. einen solchen von 20 % 

bei einer funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger vor. 

Weitere Abzüge sind nicht zulässig. Sofern der Beschwerdeführer zur 

Begründung eines leidensbedingten Abzuges von 25 % auf das Urteil des 

Bundesgerichts 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 (publiziert als BGE 150 V 

410) verweist, bezieht sich dieses nur auf die Gesetzeslage bis am 

31. Dezember 2023 (BGE 150 V 410 E. 10.6 S. 439) und ist daher für den 

vorliegend relevanten Zeitraum ab 1. Januar 2024 nicht einschlägig. Da der 

Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig ist (vgl. E 2.1. hiervor), hat die 

Beschwerdegegnerin zu Recht einen Abzug von 20 % vom Tabellenlohn 

vorgenommen. Es besteht deshalb kein Anlass, von dem von der 

Beschwerdegegnerin festgesetzten Invalideneinkommen von Fr. 26’993.00 

abzuweichen. 

 

3.5.4. 

Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 75'101.00 

(vgl. E. 3.5.2. hiervor) mit dem Invalideneinkommen von Fr. 26'993.00 

(vgl. E. 3.5.3. hiervor) ergibt einen Invaliditätsgrad von gerundet 64 % 

([Fr.  75'101.00 – Fr. 26'993.00] / Fr. 75'101.00 x 100 = 64.05 %), wie von 

der Beschwerdegegnerin ermittelt, und damit einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente von 64 % einer ganzen Rente ab dem 1. Januar 2024. 

 

4. 

4.1. 

Nach dem Dargelegten sind die Verfügungen vom 5. Februar und 16. April 

2025 (VB 175, 184) dahingehend abzuändern, dass dem Beschwerde-

führer vom 1. Dezember 2018 bis am 31. Dezember 2021 eine halbe 

Invalidenrente (vgl. E. 3.3.5. hiervor), vom 1. Januar 2022 bis am 

31. Dezember 2023 eine Invalidenrente von 60 % einer ganzen Rente 

(vgl. E. 3.4.3. hiervor) und ab dem 1. Januar 2024 eine Invalidenrente von 

64 % einer ganzen Rente (vgl. E. 3.5.4. hiervor) zuzusprechen ist. 

 

4.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

 

4.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der 

richterlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). 

  

 - 11 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerden werden die Verfügungen vom 

5. Februar 2025 und vom 16. April 2025 dahingehend abgeändert, dass 

der Beschwerdeführer ab dem 1. Dezember 2018 bis am 31. Dezember 

2021 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente, vom 1. Januar 2022 bis am 

31. Dezember 2023 Anspruch auf eine Invalidenrente von 60 % einer 

ganzen Rente und ab dem 1. Januar 2024 Anspruch auf eine Invaliden-

rente von 64 % einer ganzen Rente hat. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.00 werden der Beschwerde-

gegnerin auferlegt. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die 

Parteikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 2’625.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom 

siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 

15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 

2. Januar (Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 

Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie 

in Händen hat (Art. 42 BGG). 

 

  

 - 12 - 

 

 

   

Aarau, 3. Oktober 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Gössi Dettwiler