# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2a52726-da2c-56c2-bf57-7dd7d33a94a2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-14
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 14.04.2021 S 2020 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-49_2021-04-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker 
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 14. April 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________, 
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 
Postfach 857, 6300 Zug, 
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2020 49

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Urteil S 2020 49

A. Der 1969 geborene A.________ war zunächst vom 1. April 2015 bis 
31. Dezember 2017 bei der C.________ AG, D.________, und zufolge einer 
Umstrukturierung alsdann ab 1. Januar 2018 bei der E.________ AG, D.________, als 
Lagermitarbeiter angestellt (ALK-act. 48 und 49). Die Arbeitgeberin löste das 
Arbeitsverhältnis mit Schreiben vom 16. Januar 2018 per 31. März 2018 auf (ALK-act. 53). 
Der Versicherte meldete sich daraufhin am 9. März 2018 zur Arbeitsvermittlung (ALK-
act. 52) und am 20. März 2018 zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung ab 1. April 
2018 (ALK-act. 45) an.

Mit Verfügung vom 29. März 2018 wurde A.________ zufolge selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit mit 47 Einstelltagen ab 1. April 2018 sanktioniert (ALK-act. 39). Die ALK 
begründete ihren Entscheid damit, dass der Versicherte mit seinem Verhalten den 
Arbeitgeber dazu bewogen habe, ihn zu entlassen. Er habe die Arbeitslosigkeit folglich 
selbstverschuldet. Hiergegen liess der Versicherte am 4. Mai 2018 Einsprache erheben 
(ALK-act. 29/81 ff.). Nach weiteren Erhebungen und der Gewährung des rechtlichen 
Gehörs (ALK-act. 8/30) wies die ALK die Einsprache mit Entscheid vom 13. November 
2018 (ALK-act. 7) ab. Das Verwaltungsgericht bestätigte den Entscheid mit Urteil S 2018 
149 vom 24. Oktober 2019. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht 
mit Urteil 8C_796/2019 vom 27. März 2020 gut und wies die Sache zur ergänzenden 
Sachverhaltsabklärung und neuer Entscheidung an das Verwaltungsgericht zurück. 

B. In der Folge eröffnete das Verwaltungsgericht unter der Verfahrensnummer 
S 2020 49 ein neues Dossier.

C. Mit Schreiben vom 27. April 2020 orientierte das Gericht die Parteien über die 
schriftliche Einvernahme der vier Zeugen, welche die Verfehlungen beobachtet bzw. die 
Stichproben gemacht hätten. Es gab ihnen die Gelegenheit, allfällige Ergänzungsfragen zu 
stellen (act. 4).

D. Mit Eingabe vom 25. Mai 2020 beantrage der Beschwerdeführer die mündliche 
Einvernahme der Zeugen sowie seiner selbst. Für den Fall einer schriftlichen Befragung 
verzichte er vorläufig auf die Stellung von Ergänzungsfragen (act. 6). Die ALK äusserte 
sich nicht.

E. Am 2. Juni 2020 forderte das Gericht die E.________ AG auf, die Namen der vier 
Zeugen bekannt zu geben (act. 8), was das Unternehmen am 8. Juni 2020 tat (act. 9). 

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Urteil S 2020 49

F. Die vier schriftlichen Aussagen gingen am 13. resp. am 14. Juli 2020 bei Gericht 
ein (act. 14–17).

G. Mit Schreiben vom 14. Juli 2020 stellte das Gericht den Parteien die Aussagen zu 
und gab ihnen die Gelegenheit, sich dazu zu äussern (act. 18). 

H. Die ALK wies in ihrer Stellungnahme vom 11. August 2020 darauf hin, die 
Aussagen würden sich mit ihren Unterlagen decken und bestätigten den Sachverhalt. Es 
werde deshalb auf den Einspracheentscheid vom 13. November 2018 verwiesen.

I. Der Beschwerdeführer liess sich am 2. November 2020 vernehmen. Er bestritt die 
Zeugenaussagen und wies nochmals darauf hin, dass die schriftlichen Ausführungen nicht 
ausreichten (act. 23).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Zu den Eintretensvoraussetzungen hat sich das Gericht in Erwägung 1 des Urteils 
S 2018 149 vom 24. Oktober 2019 bereits geäussert. Darauf wird verwiesen.

1.2 Ergänzend sind am 1. Januar 2021 die am 21. Juni 2019 verabschiedeten 
geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht 
Art. 83 ATSG vor, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 
2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die 
hier zu beurteilende Beschwerde wurde am 14. Dezember 2018 der Post übergeben, 
weshalb die bis 31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3 Das Bundesgericht hat mit Urteil 8C_796/2019 vom 27. März 2020 den Entscheid 
des Verwaltungsgerichts Zug S 2018 149 vom 24. Oktober 2019 aufgehoben und zur 
ergänzenden Sachverhaltsabklärung zurückgewiesen. Es wurde beanstandet, dass die 

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Vorfälle, welche zur Kündigung durch die Arbeitgeberin geführt hätten, in tatsächlicher 
Hinsicht klar feststehen müssen. Hierfür habe es an verwertbaren Zeugenaussagen oder 
anderen Beweismitteln gefehlt, weshalb das Gericht nicht auf ergänzende 
Beweismassnahmen habe verzichten dürfen. Damit habe es den Gehörsanspruch verletzt. 
Demnach ist nach wie vor strittig und zu prüfen, ob der Beschwerdeführer zu Recht wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 47 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt 
wurde. 

1.4 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Eine versicherte Person ist gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; 
SR 837.0) in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes 
Verschulden arbeitslos geworden ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als 
selbstverschuldet, wenn sie durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung 
arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; 
SR 837.02]).

2.2 Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn 
und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren 
zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen 
vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt, für das die Versicherung die 
Haftung nicht übernimmt (BGer 8C_12/2010 vom 4. Mai 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). 
Dieses Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der 
Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Beschäftigungsförderung und den Schutz 
gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (SR 0.822.726.8), welches für die Schweiz seit 
dem 17. Oktober 1991 in Kraft steht, vorsätzlich erfolgt sein, was es bei der Anwendung 
von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu berücksichtigen gilt (vgl. BGE 124 V 234; BGer 
8C_22/2016 vom 3. März 2016 E. 4.2). Nicht vorausgesetzt ist hingegen eine Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 OR 
(SR 220; vgl. BGE 112 V 242 E. 1 mit Hinweisen, BGer 8C_179/2017 vom 30. Juni 2017 
E. 3.1). Es genügt, dass das allgemeine Verhalten am Arbeitsplatz aus sachlich 

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gerechtfertigten Gründen vom Arbeitgeber missbilligt wurde und der Arbeitnehmer trotz 
Wissens um diese Missbilligung sein Verhalten nicht geändert hat, womit er dem 
Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gab bzw. eine solche in Kauf nahm (BGer 
8C_466/2007 vom 19. November 2007 E. 3.1 mit Hinweisen). Mithin gehören dazu auch 
charakterliche Eigenschaften im weiteren Sinne, die die Arbeitnehmerin oder den 
Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen liessen; Beanstandungen in 
beruflicher Hinsicht müssen nicht vorgelegen haben (BGE 112 V 242 E. 1 mit Hinweisen). 
Bei der Beurteilung der Untragbarkeit ist jedoch ein strenger Massstab anzuwenden 
(Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2515 Rz. 837 
Fn. 1864 mit Hinweis). Ausschlaggebend ist, ob die versicherte Person wissen konnte und 
musste, dass sie durch ihr Handeln womöglich eine Kündigung bewirkt (BGer 
8C_804/2009 vom 19. Februar 2010 E. 2.1 mit Hinweisen). 

2.3 Beim Einstellungsgrund des Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV genügt der im 
Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nicht, sondern es muss das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar 
feststehen. Bei Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermögen blosse 
Behauptungen des Arbeitgebers den Nachweis für ein schuldhaftes Verhalten der 
versicherten Person nicht zu erbringen, wenn sie von dieser bestritten werden und nicht 
durch andere Beweise oder Indizien bestätigt erscheinen (BGE 112 V 242 E. 1; BGer 
8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen.

3. Die ALK hat im angefochtenen Einspracheentscheid die Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses mit der E.________ AG als selbstverschuldete Arbeitslosigkeit 
gewertet und unter die Bestimmungen des Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 
lit. a AVIV subsumiert. Der Einspracheentscheid ist ausführlich und sorgfältig begründet. 
Darauf wird verwiesen. Im Folgenden ist deshalb lediglich zu prüfen, ob die vom 
Beschwerdeführer erhobenen Einwände zu einer von der ALK abweichenden Beurteilung 
führen. Soweit der Beschwerdeführer keine Ausführungen zu einzelnen Punkten im 
Einspracheentscheid vorbringt und die diesbezüglichen Erwägungen der ALK mit den 
Akten vereinbar sind, hat es dabei sein Bewenden.

4.
4.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass er sich einer (erneuten) 
Arbeitszeitmanipulation schuldig gemacht habe. Dies sei lächerlich und frei erfunden, um 

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ihn loszuwerden. Die Verwaltung habe im Einspracheentscheid vom 13. November 2018 
einseitig auf die durch nichts belegten Behauptungen der Arbeitgeberin abgestellt. In den 
Akten finde sich lediglich ein von Hand korrigierter Zeitrapport der Arbeitgeberin, der 
überhaupt nichts darüber auszusagen vermöge, ob tatsächlich falsch ausgestempelt 
worden sei. Weiter finde sich ein Schreiben der Arbeitgeberin in den Akten, in welchem sie 
vier Personen nenne, welche die von ihr behaupteten "Stichproben" durchgeführt hätten. 
Die Namen der Personen seien jedoch geschwärzt, sodass nicht nachvollziehbar sei und 
nicht nachgeprüft werden könne, ob, und wenn ja, wer und in welcher Form die 
"Stichproben" gemacht habe. Eine Zeugenbefragung sei nicht möglich. Weitere "Beweise" 
für das angebliche Fehlverhalten des Beschwerdeführers lägen nicht vor. Es bedürfe 
eigentlich keiner weiteren Begründung, dass aufgrund dieser Ausgangslage nicht von 
einer klar feststehenden Verfehlung des Beschwerdeführers ausgegangen werden könne. 
Im Grunde bestehe Aussage gegen Aussage. Die von der Beschwerdegegnerin 
angeführte Begründung, weshalb auf die Aussage der Arbeitgeberin abzustellen sei, 
verfange in keiner Weise. So gebe sie an, es gebe keinen Grund für die Arbeitgeberin 
einen guten Mitarbeiter wie den Beschwerdeführer zu entlassen, wenn er sich keiner 
Verstösse schuldig gemacht habe. Dem sei entgegen zu halten, dass der 
Beschwerdeführer verheiratet und Vater zweier kleiner Kinder sei. Es mache überhaupt 
keinen Sinn, als Ernährer einer Familie den Verlust der Arbeitsstelle und damit des 
Einkommens zu riskieren, um hin und wieder ein paar Minuten Zeit zu gewinnen. Weiter 
interpretiere die ALK den Umstand, dass er sinngemäss ausgeführt habe, selbst wenn der 
Vorwurf wahr wäre, würde es sich um eine Bagatelle handeln, als Hinweis dafür, dass die 
Vorwürfe berechtigt seien. Damit verfalle sie in Willkür. Nach dem Gesagten sei 
offensichtlich, dass die ihm vorgeworfenen Verfehlungen nicht ansatzweise klar erstellt 
seien. Eine Einstellung in seinem Anspruch auf Taggelder komme unter diesen 
Umständen nicht in Frage (act. 1 Ziff. 14-18 im Verfahren S 2018 149). 

4.2 Die Arbeitgeberin hat im Fragebogen vom 26. März 2018 (ALK-act. 40) 
ausgeführt, dass eine Missachtung von Weisungen und Regelungen zur Kündigung 
geführt hätten. Es sei eine Arbeitszeitverletzung durch den Arbeitnehmer erfolgt. Er sei 
zuvor mehrmals mündlich und einmal schriftlich verwarnt worden. Die Arbeitgeberin 
wertete dies als Betrug an der Firma. Beigelegt war die Verwarnung vom 28. September 
2017 (ALK-act. 41). Darin wurde festgehalten, dem Personalbüro sei auf der 
Stundenübersicht vom September 2017 aufgefallen, dass die Pausen des 
Beschwerdeführers teilweise nur eine Minute betragen hätten. Er sei oft am Morgen zum 
Znüni-Wagen gegangen und ungefähr zehn Minuten von der Arbeit fern geblieben. 

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Gemäss Stundenübersicht habe er indessen teilweise nur eine Minute ausgestempelt. Am 
18. September 2017 habe er zudem den Erhalt von vier Paketen unterzeichnet, jedoch nur 
deren zwei entgegengenommen. Aufgrund dieser Unzuverlässigkeit hätten die fehlenden 
zwei Pakete gesucht und diverse Abklärungen gemacht werden müssen. Diese verlorene 
Zeit habe bei der Auslieferung zu einer Verzögerung geführt, welche vom Kunden stark 
bemängelt worden sei. Dieses Verhalten wie auch die Missachtung von Weisungen und 
Regelungen stellten einen klaren Vertrauensbruch dar. Ein weiteres Vergehen könne unter 
keinen Umständen akzeptiert werden. Es werde vom Beschwerdeführer erwartet, dass er 
sich ausnahmslos an sämtliche Weisungen und Regelungen halte und konzentrierter 
sowie sorgfältiger arbeite. Eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses im Wiederholungsfalle 
werde vorbehalten. Auf Nachfrage der ALK hin erklärte die Arbeitgeberin in deren 
Schreiben (undatiert, ALK-act. 8/32), der Beschwerdeführer habe zum wiederholten Male 
sein Mittagessen an der Tankstelle (um die Ecke) geholt und erst nach dem Einkauf die 
Pause erfasst. Da einige Mitarbeiter diese Vorfälle beobachtet hätten, seien diverse 
Reklamationen erfolgt. Aufgrund dessen seien Stichproben gemacht worden, die 
beweisen würden, dass der Versicherte zu Recht beobachtet worden sei und er bewusst 
die Firma mit Zeitdiebstahl betrogen habe. Die Stichproben seien unabhängig voneinander 
von folgenden Personen gemacht worden: F.________ (Leiter Umschlag), G.________ 
(stv. Leiter Umschlag), H.________ (Leiterin Administration) und I.________ 
(Personalverantwortliche bis Mai 2018). Der Versicherte habe bereits bei der Firma 
C.________ Zeitmanipulationen getätigt. Ansonsten habe es bei E.________ AG seit dem 
1. Januar 2018 keine sonstigen Fehlverhalten gegeben. Der beigelegten Monatsübersicht 
für Januar 2018 (ALK-act. 8/38) ist zu entnehmen, dass am Freitag, 5. Januar, Montag, 
8. Januar, und Donnerstag 11. Januar 2018 die Zeit nicht richtig erfasst worden sei.

4.3 Unbestritten ist zunächst, dass der Beschwerdeführer am 28. September 2017 
verwarnt worden war, weil er seine Arbeitszeit nicht korrekt erfasst sowie zwei Pakete 
nicht ordnungsgemäss entgegen genommen bzw. ausgeliefert hatte, und ihm im 
Wiederholungsfalle eine Entlassung angedroht wurde (ALK-act. 41). Dies stellt er denn 
auch zu Recht nicht in Abrede. Damit war ihm klar, welches Verhalten von ihm zukünftig 
erwartet worden war.

4.4 Die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Verfehlungen, welche für die 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses ursächlich gewesen waren, sind nach den eingeholten 
Aussagen der vier verantwortlichen Personen der E.________ AG klar ausgewiesen.

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4.4.1 Die damalige Leiterin Administration, H.________, erklärte, sie sei von der 
Personalverantwortlichen I.________ dazu aufgefordert worden, eine Stichprobe zu 
machen. An das genaue Datum könne sie sich nicht mehr erinnern. Sie wisse jedoch 
noch, dass sie die Stichprobe zur Mittagszeit um ca. 12.00 Uhr vorgenommen habe. Sie 
habe sich an ihr Bürofenster gestellt und habe den Beschwerdeführer dabei beobachtet, 
wie er das Firmengelände verlassen und sich auf den Weg zur J.________ Tankstelle 
gemacht habe. Einige Minuten später habe sie gesehen, wie er wieder von der 
J.________ Tankstelle auf dem Rückweg zum Firmengebäude gewesen sei. Dabei habe 
er Esswaren in seinen Händen gehabt, welche er zuvor nicht bei sich gehabt habe. Die 
Zeit, als er das Firmengebäude verlassen habe, und die Zeit, als er wieder zurückgekehrt 
sei, habe sie schriftlich notiert. Nach der Mittagspause habe sie die Zeiten der 
Personalverantwortlichen kommuniziert, welche daraufhin in ihrer Anwesenheit die 
Stempelzeiten des Versicherten gegenkontrolliert habe. Bei der Kontrolle habe sich 
gezeigt, dass der Beschwerdeführer erst nach der Rückkehr von der J.________ 
Tankstelle ausgestempelt habe. Die Zeiten von Kommen und Gehen, welche der 
Versicherte an der Zeituhr gestempelt habe, hätten nicht mit dem tatsächlichen Kommen 
und Gehen übereingestimmt. Ihr sei auch von diversen Arbeitskollegen zugetragen 
worden, dass der Beschwerdeführer des Öfteren erst nach dem Einkauf seines 
Mittagessens ausgestempelt habe (act. 14).

4.4.2 Der damalige stellvertretende Leiter Umschlag, G.________, führte aus, er sei 
vom damaligen Leiter Umschlag, F.________, aufgefordert worden, eine Stichprobe zu 
machen. An das genaue Datum könne er sich nicht mehr erinnern, jedoch wisse er noch, 
die Stichprobe zur Mittagszeit um ca. 12.00 Uhr gemacht zu haben. Von seinem Büro im 
Lager aus könne er den Ausgang des Lagers sehen. Dort sei auch die Zeituhr, wo alle 
Mitarbeiter ein- und ausgestempelt hätten. Als der Versicherte um die Mittagszeit das 
Gebäude verlassen habe, sei er aus seinem Büro raus und habe das Gebäude ebenfalls 
gleich verlassen. Er habe beobachten können, wie der Beschwerdeführer zur J.________ 
Tankstelle gelaufen sei, um sein Mittagessen zu kaufen. Wenig später sei er ins Lager 
zurück gekommen und habe dann ausgestempelt. Die Zeiten, wann der Versicherte 
gegangen und wieder zurück gekommen sei, habe er sich aufgeschrieben und nach dem 
Mittagessen dem Leiter Umschlag mitgeteilt. Dieser habe in seiner Anwesenheit die Zeiten 
des Beschwerdeführers vom Kommen und Gehen geprüft. Sie hätten festgestellt, dass der 
Versicherte erst nach seinem Mittagseinkauf ausgestempelt habe. Das Ausstempeln habe 
somit nicht mit den Pausenzeiten übereingestimmt. Er habe sich erst nach seinem 
privaten Einkauf von der Arbeitszeit ausgestempelt. Man habe immer wieder von 

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verschiedenen Arbeitskollegen gehört, dass der Beschwerdeführer dies des Öfteren so 
mache (act. 15).

4.4.3 Der damalige Leiter Umschlag, F.________, gab an, er habe die Direktive 
erhalten, Stichproben über die Einhaltung der Pausen und des richtigen Aus- und 
Einstempelns zu machen. Die genauen Daten wisse er nicht mehr, da es drei Jahre her 
sei und die HR-Verantwortliche in den Ferien weile. Er habe kontrolliert, wann die 
Mitarbeiter in die Pausen gegangen seien und dies mit dem elektronischen Aus- bzw. 
Einstempeln verglichen. Dies sei über den Mittag erfolgt. Bei einer Nachkontrolle habe er 
festgestellt, dass der Beschwerdeführer zuerst in der J.________ Tankstelle einkaufen 
gewesen sei und erst beim Zurückkommen ausgestempelt habe. Dies sei durch die 
bekannten Personen gesichtet und auch bestätigt worden (act. 16).

4.4.4 Die damalige HR-Verantwortliche, I.________, gab an, im Auftrag des Leiters 
Umschlag eine Stichprobe vorgenommen zu haben. Dieser sei der damalige Vorgesetzte 
des Beschwerdeführers gewesen und er habe Unregelmässigkeiten festgestellt. Die 
Stichprobe habe zur Mittagszeit stattgefunden. Um den genauen Tag festzustellen, würde 
sie Einsicht in die Personalakten benötigen. Von ihrem etwas erhöhten Büro aus, oberhalb 
des Lagers, habe sie durchs Fenster sehen können, dass der Beschwerdeführer mittags in 
Richtung J.________ Tankstelle gelaufen sei, um sich vermutlich etwas zu Essen zu 
holen. Im Zeitsystem, zu welchem sie als HR-Verantwortliche Zugriff gehabt habe, habe 
sie eins zu eins sehen können, dass er nicht ausgestempelt habe. Wenn ein Mitarbeiter 
vergessen habe auszustempeln, sei das nicht weiter schlimm gewesen. Dieser könne es 
dem Vorgesetzten melden und der Vorgesetzte melde es ihr mit der Stempelzeit. Das sei 
der Ablauf damals im Betrieb gewesen. Der Beschwerdeführer aber habe dies nicht 
gemacht und sei ohne Ausstempeln zur J.________ Tankstelle gelaufen. Er habe erst 
ausgestempelt, als er wieder zurück in der Kantine gewesen sei und das Essen zu sich 
genommen habe. Da der Beschwerdeführer sich auch bei weiteren Punkten mehrfach 
nicht an die Anweisungen gehalten habe, sei er verwarnt worden und später sei das 
Arbeitsverhältnis seitens Arbeitgeber gekündigt worden (act. 17). 

4.4.5 Hinsichtlich des Beweisverfahrens verweist § 14 Abs. 1 des Gesetzes über den 
Rechtsschutz in Verwaltungssachen (VRG; BGS 162.1) auf die Bestimmungen der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272), welche sinngemäss gelten.

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Nach Art. 190 Abs. 2 ZPO kann das Gericht von Privatpersonen schriftliche Auskünfte 
einholen, wenn eine Zeugenbefragung nicht erforderlich erscheint.

Bei einer schriftlichen Auskunft kann die Glaubwürdigkeit des Ausstellers durch das 
Gericht und die Parteien nicht in gleicher Weise wie bei einer Zeugenbefragung überprüft 
werden. Daher kommt die schriftliche Auskunft von Privatpersonen an Stelle einer 
Zeugenbefragung i.d.R. nur in Frage, wenn an der Richtigkeit der Auskunft voraussichtlich 
keine ernsthaften Zweifel bestehen bzw. bei einfachen Tatsachenfeststellungen, die 
voraussichtlich von keiner Partei bestritten werden. Hingegen verbietet sich diese 
vereinfachte Beweisform bei Privatpersonen von vornherein, wo Zweifel an der 
Unbefangenheit der Auskunftsperson bestehen. Je wichtiger die zu beweisende Tatsache 
und die Möglichkeit ist, Ergänzungsfragen zu stellen, desto weniger wird eine schriftliche 
Auskunft einer adäquaten Beweiserhebung gerecht und desto eher ist eine 
Zeugenbefragung erforderlich. Eine schriftliche Auskunft schliesst eine nachträgliche 
Zeugenbefragung nicht aus, insbesondere wenn Zweifel an der Richtigkeit der Auskunft 
bestehen oder wenn diese nicht befriedigt. Die Parteien können beantragen, dass eine 
Person, die eine schriftliche Auskunft erteilt hat, als Zeuge einzuvernehmen sei. Das 
Gericht hat einen solchen Antrag im Hinblick auf die im Urteil vorzunehmende 
Beweiswürdigung nach pflichtgemässem Ermessen zu prüfen. Die schriftliche Auskunft 
hat nicht zum Vornherein eine schwächere Beweiskraft als andere Beweismittel und sie 
kann beweiskräftig sein, auch wenn die Aussage nicht zusätzlich durch eine 
Zeugenbefragung bestätigt wird (Peter Hafner, in: Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 190 N 4 und 5). 

4.4.6 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und 
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 
Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter von sich aus und ohne 
Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 
uneingeschränkt, sondern wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien sowie 
durch die im Anspruch auf rechtliches Gehör mitenthaltenen Parteirechte auf Teilnahme 
am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung (BGE 122 V 
157 E. 1a).

In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an besondere 
Beweisregeln gebunden. Er hat alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 

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stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 122 V 157 E. 1c).

4.4.7 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind die schriftlichen Aussagen 
vorliegend ausreichend. Es bestehen keinerlei Zweifel an deren Glaubwürdigkeit und 
Richtigkeit. Immerhin ist zu bedenken, dass lediglich der Leiter Umschlag, F.________, 
noch bei der E.________ AG arbeitet. Die übrigen drei Personen sind nicht mehr dort 
angestellt. Es kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sie, hätten sich die 
Vorfälle anders zugetragen, dies auch erklärt hätten, müssten sie doch mit keinerlei 
Reaktionen seitens des Arbeitgebers mehr rechnen. Gründe, weshalb sie eine falsche 
Auskunft hätten geben sollen, sind weder ersichtlich noch vom Beschwerdeführer 
dargetan.

Zudem erscheint es als unwahrscheinlich, dass gleich vier Personen der E.________ AG 
nach nur zwei Wochen, der Versicherte ist im Rahmen einer Umstrukturierung erst per 
1. Januar 2018 zum Unternehmen dazu gestossen, persönliche Probleme mit ihm gehabt 
hätten. Tatsächlich liegen keine Hinweise auf eine "gesuchte" Kündigung vor. Die 
Auffassung der ALK, wonach es für die Arbeitgeberin keinen Grund gegeben habe, einen 
guten Mitarbeiter zu entlassen, wenn er sich keiner Verstösse schuldig gemacht hätte, ist 
einleuchtend. In der Stellungnahme (ALK-act. 8/32) wurde denn auch bestätigt, dass 
ansonsten kein Fehlverhalten vorlag. Im Übrigen wäre aufgrund der geltenden 
Kündigungsfreiheit auch ohne Grund jederzeit die Auflösung des Arbeitsverhältnisses 
möglich gewesen. Umso mehr muss von einem Fehlverhalten seitens des 
Beschwerdeführers, wie im Kündigungsschreiben vorgeworfen, ausgegangen werden.

4.4.8 Die vier Personen machten klare Angaben zu den Verfehlungen des 
Beschwerdeführers und wie sie festgestellt worden sind. Dass sie sich dabei nicht mehr an 
die genauen Daten erinnern können, ist der Glaubwürdigkeit nicht abträglich, liegen die 
Vorfälle doch schon knapp drei Jahre zurück. Hinzu kommt, dass lediglich noch der Leiter 
Umschlag bei der E.________ AG arbeitet und die übrigen Personen somit keinen Zugang 
zu den entsprechenden Informationen mehr haben.

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4.4.9 Es mag korrekt sein, dass sich die Aussagen von H.________ und G.________ im 
Inhalt und der Formulierung ähnlich sind. Dies spricht indessen nicht per se gegen deren 
Glaubwürdigkeit. Denn letztlich berichteten beide von ihren eigenen gemachten 
Entdeckungen. Es macht lediglich den Anschein, dass dasselbe Layout zwei Mal, 
allerdings mit entsprechenden Anpassungen, verwendet wurde.  

4.4.10 Der Leiter Umschlag, F.________, gab an, bei einer Nachkontrolle festgestellt zu 
haben, dass der Beschwerdeführer zuerst an der J.________ Tankstelle einkaufen 
gewesen sei und erst beim Zurückkommen ausgestempelt habe. Inwiefern daraus zu 
schliessen wäre, er habe selber keine Stichprobe gemacht, ist nicht ersichtlich. Auch der 
Umstand, dass er von einer Direktive spricht, ändert nichts am Ganzen. Wenn er als Leiter 
Umschlag den Auftrag erhält, Stichproben über das korrekte Ein- und Austragen 
vorzunehmen, steht eine Delegation an weitere leitende Mitarbeiter dem nicht entgegen.

4.4.11 Was den Einwand anbelangt, es habe keinen Uhren- und Zeitcheck gegeben, so 
ist dieser nicht relevant. G.________ erklärte in seiner Stellungnahme, er habe gesehen, 
wie der Versicherte das Gebäude verlassen habe, zur Tankstelle gelaufen sei und erst 
beim Zurückkommen ausgestempelt habe. Mithin wurde der Beschwerdeführer 
beobachtet, wie er erst nach seiner Rückkehr ausgestempelt hat. 

4.5 Letztlich gilt noch Folgendes zu bemerken: Soweit sich der Beschwerdeführer auf 
den Standpunkt stellt, der Vorwurf des – mittlerweile durch die Zeugen klar bestätigte – 
Fehlausstempelns entspreche schlichtweg nicht den Tatsachen, und er würde als 
zweifacher Familienvater niemals ein solches Risiko eingehen, so ist nicht einsehbar, 
weshalb sich der Beschwerdeführer – allenfalls mithilfe seiner Rechtsschutzversicherung 
(ALK-act. 8) – nicht bereits gegen die ausgesprochene Kündigung gewehrt hat, welche bei 
einer falschen Anschuldigung missbräuchlich gewesen wäre und 
Schadenersatzansprüche nach sich gezogen hätte. Darüber hinaus musste er auch damit 
rechnen, dass er bei einer selbstverschuldeten Kündigung mit entsprechenden Sanktionen 
seitens der Arbeitslosenkasse zu rechnen hatte.

4.6 Insgesamt ist festzuhalten, dass die Verfehlungen des Beschwerdeführers klar 
erstellt sind. Dabei sind insbesondere die Aussagen von H.________, Leiterin 
Administration, und I.________, HR-Verantwortliche, hervorzuheben. Mit beiden Personen 
hatte der Beschwerdeführer nicht direkt zu tun, war er doch im Lager tätig, wo F.________ 
und G.________ seine Vorgesetzten waren. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, weshalb 

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Urteil S 2020 49

H.________ oder I.________ falsche Tatsachen bezeugen sollten. Vor allem die Aussage 
der HR-Verantwortlichen, wonach sie eins zu eins am Computer habe feststellen können, 
dass der Beschwerdeführer erst nach seiner Rückkehr von der J.________ Tankstelle 
ausgestempelt habe, vermag anschaulich und glaubhaft zu überzeugen. Für das Gericht 
steht nach den schriftlichen Auskünften mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 
fest, dass der Beschwerdeführer das ihm vorgeworfene Verhalten tatsächlich begangen 
hat und damit die Kündigung selbstverschuldet hat.

5.
5.1 Zu prüfen ist weiter die Rechtmässigkeit der verfügten Einstellungsdauer. Gemäss 
Art. 30 Abs. 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach dem Grad des 
Verschuldens, das sich der Beschwerdeführer vorwerfen lassen muss. Sie beträgt je nach 
Einstellungsgrund höchstens 60 Tage. Gemäss Art. 45 Abs. 3 AVIV bewegt sie sich bei 
leichtem Verschulden zwischen 1 und 15 Tagen, bei mittelschwerem Verschulden 
zwischen 16 und 30 Tagen und bei schwerem Verschulden zwischen 31 und 60 Tagen. 
Dem Gericht ist bei der Beurteilung der Einstellungsdauer Zurückhaltung geboten, weil der 
Verwaltung hierbei ein grosser Ermessensspielraum zukommt. So darf es sein Ermessen 
nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75 
E. 6, 123 V 150 E. 2).

5.2 Die ALK ging im angefochtenen Entscheid von einem schweren Verschulden im 
mittleren Bereich aus und setzte die Einstelldauer auf 47 Tage fest. Wie erwähnt, hat der 
Beschwerdeführer seine Arbeitslosigkeit aufgrund seines Verhaltens selbstverschuldet. 
Die Verschuldensbemessung hält sich unter den vorliegenden Umständen im Rahmen des 
der Verwaltung zustehenden Ermessens und ist nicht zu beanstanden. Der 
Beschwerdeführer beantragt eventualiter zwar eine Einstellung höchstens im Rahmen 
eines mittelschweren Verschuldens. Er legt indessen nicht dar und es ist im Übrigen auch 
nicht ersichtlich, zufolge welcher Umstände sein Verschulden in einem milderen Lichte 
erscheinen könnte.

6. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG).

Eine Parteientschädigung kommt bei diesem Verfahrensausgang nicht zur Ausrichtung 
(Art. 61 lit. g ATSG, e contrario). 

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Urteil S 2020 49

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirtschaft 
(SECO), Bern.

Zug, 14. April 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am