# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8712d474-1aaf-5224-91e8-5d449cb85c67
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.10.2016 UV 2015/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-1_2016-10-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.10.2016

Entscheiddatum: 10.10.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 10.10.2016
Art. 6 UVG: Teilweise Verneinung der Leistungspflicht mangels Stattfinden 
eines Unfallereignisses mit einer natürlich und adäquat kausalen 
Schädigung; Nachweis des Dahinfallens der Kausalität zwischen dem Unfall 
und den geklagten Beschwerden bzw. Erreichen des Status quo sine vel 
ante (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. 
Oktober 2016, UV 2015/1).Entscheid vom 10. Oktober 2016

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Philipp 

Geertsen         

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2015/1        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war als Bezügerin von Arbeitslosenentschädigung obligatorisch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als sie am 26. Dezember 2013 in einem Bus kurz nach dem Anfahren bei 

einem Bremsmanöver stürzte (Suva-act. 1, 41). Am 27. Dezember 2013 wurde die 

Versicherte auf der Zentralen Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen 

(nachfolgend: ZNA des KSSG) vorstellig. Sie gab an, am Vortag auf den linken 

Daumen, die linke Hüfte und das linke Knie gestürzt zu sein und jetzt zunehmende 

Schmerzen im linken Handgelenk, ausstrahlend in den Daumen, zu haben. Mit 

Röntgenbefund schlossen die Ärzte der ZNA des KSSG eine ossäre Läsion im Bereich 

der linken Hand aus. Sie stellten die Diagnosen Daumendistorsion, 

Oberschenkelkontusion und Kniekontusion links nach Sturz am 26. Dezember 2013 

und attestierten der Versicherten für den 27. Dezember 2013 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 13, 44). Ab 30. Dezember 2013 konsultierte die 

Versicherte verschiedentlich ihren Hausarzt, Dr. med. B.___, Facharzt für Innere 

Medizin FMH, der sie weiterhin zu 100% arbeitsunfähig schrieb (Suva-act. 10, 12, 15) 

und der Suva am 11. Februar 2014 das Arztzeugnis UVG zukommen liess. Dr. B.___ 

hielt fest, dass die Versicherte bei persistierenden Beschwerden in der linken Hand Dr. 

med. C.___, FMH Chirurgie und Handchirurgie, überwiesen werde (Suva-act. 14). 

Inzwischen, d.h. am 27. und 28. Januar 2014, waren bei der Versicherten auf 

Zuweisung von Dr. B.___ wegen persistierender Schmerzen auf der linken Körperseite 

MRI-Untersuchungen des linken Fusses, des linken Kniegelenks sowie des linken 

Hüftgelenks (Suva-act. 30) bzw. eine Röntgenuntersuchung der linken Schulter (Suva-

act. 28) in der Radiologie D.___ durchgeführt worden.

A.b  Die Suva erbrachte für den Unfall vom 26. Dezember 2013 die gesetzlichen 

Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen; Suva-act. 3 ff.).

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A.c  Mit Schreiben vom 25. Februar 2014 teilte die Suva der Versicherten bezüglich 

ihrer Handbeschwerden mit, dass ihr gemäss den medizinischen Unterlagen auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit gültig ab 3. März 2014 

zumutbar sei (Suva-act. 17). Die Versicherte befand sich weiterhin bei Dr. B.___ in 

Behandlung, der nach wie vor eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bejahte (Suva-act. 18, 

20, 25).

A.d  Wegen persistierender Schmerzen im ganzen Daumen und über dem Scaphoid 

folgten sodann auf Zuweisung von Dr. C.___ am 3. März 2014 eine MRI-Untersuchung 

des linken Handgelenks (Suva-act. 29) und wegen lumbosacraler Schmerzen links am 

19. März 2014, wiederum auf Zuweisung von Dr. B.___, eine MRI-Untersuchung der 

LWS (Suva-act. 31) in der RIS. Am 30. April 2014 wurde bei der Versicherten, ebenfalls 

in der RIS, mit Hilfe der CT eine Infiltrationsanästhesie der Wirbelsäule durchgeführt 

(Suva-act. 62).

A.e  Im ärztlichen Zwischenbericht vom 18. Mai 2014 diagnostizierte Dr. B.___ 

insbesondere ein chronifiziertes multilokuläres Schmerzsyndrom nach Gerbershagen 

Stadium III, einen posttraumatischen Reizzustand des Kapselbandapparats, des 

Sattelgelenks und der Gelenkkapsel des Daumengrundgelenks links sowie eine 

chronische Lumboischialgie und hielt fest, dass die Beschwerden im 

Daumengrundgelenk und im Unterarm links trotz regelmässiger Ergo- und 

Physiotherapie mit ausgebauter medikamentöser Analgesie nicht stabil hätten 

verbessert werden können. Die bereits vorbestehenden, unfallfremden 

Schulterschmerzen im Rahmen des chronischen Schmerzsyndroms würden die 

Rehabilitation erschweren. Die Versicherte sei erneut an die Schmerzklinik des KSSG 

überwiesen worden (Suva-act. 33). Dr. B.___ attestierte der Versicherten weiterhin eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 32, 34).

A.f  Nachdem die Kreisärztin der Suva, med. pract. E.___, am 5. bzw. 24. Juni 2014 zur 

Auffassung gelangt war, dass die medizinischen Akten für eine Beurteilung zu ergänzen 

seien (vgl. Suva-act. 36), ersuchte die Suva Dr. med. F.___, Neurologie FMH (Suva-act. 

39), und Dr. C.___ (Suva-act. 40) um Einreichung eines einfachen Berichts und das 

Schmerzzentrum des KSSG um Zustellung sämtlicher Berichte betreffend die linke 

Hand (Suva-act. 37). Am 17. Juni 2014 hatte der Aussendienstmitarbeiter der Suva 

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ausserdem mit der Versicherten ein Gespräch über das Unfallereignis vom 26. 

Dezember 2013, über deren aktuelles Befinden, die durchgeführten und 

bevorstehenden ärztlichen Behandlungen und die Krankengeschichte geführt (Suva-

act. 41). Dr. C.___ legte der Suva am 24. Juni 2014 einen Auszug aus der 

Krankengeschichte der Versicherten vor. Daraus geht hervor, dass sie von der 

Versicherten auf Zuweisung von Dr. B.___ am 27. Februar 2014 konsultiert worden war. 

Dr. C.___ hatte damals eine röntgenologische Untersuchung der linken Hand 

durchgeführt und „momentan“ die hausärztlich attestierte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

bestätigt (Suva-act. 45). Am 1. Juli 2014 berichtete Dr. C.___ sodann über eine 

Konsultation der Versicherten vom 26. Juni 2014 (Suva-act. 49). Die zuständige Ärztin 

des Schmerzzentrums des KSSG hatte der Suva mit Schreiben vom 27. Juni 2014 

mitgeteilt, dass bei ihren Terminen Beschwerden im Bereich der linken Hand kein 

Thema gewesen seien (Suva-act. 55). Von Dr. F.___ ging am 2. Juli 2014 ein 

elektrophysiologischer Untersuchungsbericht vom 24. Juni 2014 ein (Suva-act. 50). Am 

8. Juli 2014 besuchte die Versicherte die Sprechstunde von Prof. Dr. med. G.___, 

Facharzt FMH für Neurochirurgie, Wirbelsäulenzentrum H.___, der hierüber ebenfalls 

einen Bericht abgab (Suva-act. 54). Am 18. Juli 2014 reichte das Schmerzzentrum des 

KSSG der Suva einen Bericht vom 10. September 2013 über eine am 28. August 2013, 

d.h. vor dem Unfall vom 26. Dezember 2013, durchgeführte Untersuchung der 

Versicherten ein (Suva-act. 57).

A.g  Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von med. pract. E.___ mit der 

Fragestellung, ob die geklagten Beschwerden der Versicherten gestützt auf den neuen 

medizinischen Aktenstand auf das Ereignis vom 26. Dezember 2013 zurückzuführen 

seien (Suva-act. 58), eröffnete die Suva der Versicherten mit Verfügung vom 22. Juli 

2014, dass sie lediglich für die direkten Unfallfolgen, d.h. die Prellung der linken Hand 

vom 26. Dezember 2013, aufzukommen habe. Es sei davon auszugehen, dass diese 

unfallbedingten Beschwerden spätestens 8 Wochen nach dem Unfall abgeklungen 

gewesen seien. Die übrigen behandlungsbedürftigen Leiden seien entweder 

vorbestehend und seien bereits vor dem Unfall behandlungsbedürftig gewesen oder es 

handle sich um keine wahrscheinlichen Folgen des Unfalls vom 26. Dezember 2013. 

Die Suva schliesse demnach den Fall, was die Unfallfolgen angehe, per 24. Juli 2014 

ab und lehne den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen ab. Die bisherigen 

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Versicherungsleistungen (Taggeld- und Heilkostenleistungen) würden auf diesen 

Zeitpunkt eingestellt (Suva-act. 59).

A.h  Am Tag vor Verfügungserlass, d.h. am 21. Juli 2014, war bei der Versicherten bei 

Diagnose eines lokalen Lumbalsyndroms durch Prof. Dr. G.___ eine 

bildwandlergesteuerte transforaminale Wurzelblockade S1 links und 

Fazettgelenksblockade S5/S1 beidseits durchgeführt worden (Suva-act. 61; vgl. dazu 

auch Suva-act. 52 und 63). Nachdem diese konservativ-therapeutische Massnahme 

nicht zum gewünschten Erfolg geführt hatte, teilte Prof. Dr. G.___ Dr. B.___ mit 

Schreiben vom 14. August 2014 mit, dass nun eine Operation im Sinne einer Fusion 

des Segments L5/S1 bei bestehendem Instabilitätsschmerz aufgrund einer massiven 

Diskopathie L5/S1 indiziert sei. Die Operation finde voraussichtlich am 22. September 

2014 statt (Suva-act. 65).

B.   

B.a  Ebenfalls am 14. August 2014 erhob die Versicherte unter Beilage des 

Unfallscheins UVG, worin Dr. B.___ seit dem Unfall ununterbrochen eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte, Einsprache gegen die Verfügung vom 22. Juli 2014 

(Suva-act. 63).

B.b  Am 3. November 2014 legte die Suva den Schadenfall nochmals med. pract. E.___ 

zur Beurteilung vor (Suva-act. 69). Deren Stellungnahme datiert vom 10. November 

2014 (Suva-act. 70).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 13. November 2014 wies die Suva die Einsprache 

der Versicherten ab. Zusammenfassend zeige sich, dass ein kausaler Zusammenhang 

zwischen dem Vorfall vom 26. Dezember 2013 und den danach geklagten 

Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit über den 24. Juli 2014 

hinaus bestehe. Vor diesem Hintergrund sei die Verfügung vom 22. Juli 2014 nicht zu 

beanstanden (Suva-act. 72).

C.  

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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 12. Dezember 2014 Beschwerde, sinngemäss 

mit dem Antrag, der Einspracheentscheid vom 13. November 2014 sei aufzuheben und 

die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, über den 24. Juli 

2014 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (act. G 1). Mit der Beschwerde 

reichte die Beschwerdeführerin insbesondere eine Terminbestätigung der Klinik I.___ 

für einen stationären Eintritt am 14. Oktober 2014 (act. G 1.3) sowie ein 

Kostenbeteiligungsgesuch von Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, vom 

20. Oktober 2014 für eine medizinisch indizierte Haushaltshilfe für zwei Monate nach 

einer Rückenoperation bei der Beschwerdeführerin ein (act. G 1.2).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).

C.c Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Replik (act. G 8).

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

1.1  Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. 

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Unfall die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der 

Unfallversicherer sodann bei Vorliegen eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur 

insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem natürlichen sowie adäquaten 

Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit 

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Hinweisen). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a). Die Frage, ob die übrigen Voraussetzungen für 

eine Zusprechung der konkreten Leistungsarten erfüllt sind (der angefochtene 

Einspracheentscheid enthält grundsätzlich die Ablehnung eines Gesuchs auf 

Heilbehandlung und Taggeld und begründet diese mit der Verneinung der Kausalität 

zwischen den geklagten bzw. ärztlich behandelten Beschwerden und dem 

Unfallereignis vom 26. Dezember 2013) und ob die Akten überhaupt eine genügende 

Beweisgrundlage dafür bilden, stellt sich erst bzw. überhaupt nur, wenn das Vorliegen 

eines Unfallereignisses sowie das Bestehen kausaler Unfallrestfolgen bejaht werden 

können.

1.2  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Auch den Berichten 

und Gutachten versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kommt 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteile des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 

9C_196/2014, E. 5.1.2, und 27. Mai 2010, 8C_21/2010, E. 3.3). Auch reine 

Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von med. pract. E.___ am 22. Juli 

2014 (Suva-act. 58) und 11. November 2014 (Suva-act. 70) erstellt wurden, können 

beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 

um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest stehenden medizinischen 

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Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 

5.1.1).

1.3  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Der 

Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen 

zu ermitteln, bzw. die notwendigen Beweise zu erheben. Indessen ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken (BGE 125 V 

195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Sie 

muss die Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Unvollständige, ungenaue oder 

widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV 1990 NR. U 86 S. 

50; Alexandra RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt 

zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein 

wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann. Wird also auf dem Weg der 

Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit 

Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2) - so hat dieses als 

unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person auswirkt, die 

Anspruch auf Versicherungsleistungen erhebt (BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; 

RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., S. 4, 29 f.; 

THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 

N. 56 f.).

2.   

2.1  Im konkreten Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin am 26. Dezember 

2013 einen Unfall erlitten hat, wobei sie nach eigenen Angaben auf den linken Daumen, 

die linke Hüfte, das linke Knie und zuletzt noch auf die linke Schulter gestürzt ist (vgl. 

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Suva-act. 13, 41, 44). Die erstbehandelnden Ärzte der ZNA des KSSG diagnostizierten 

am Unfalltag eine Daumendistorsion, eine Oberschenkelkontusion sowie eine 

Kniekontusion links (Suva-act. 44, vgl. auch Suva-act. 13). Während die 

Beschwerdeführerin in der Einsprache vom 14. August 2014 Hüft- und Beinprobleme 

erwähnt hatte (Suva-act. 63), sprach sie in der Beschwerde vom 12. Dezember 2014 

einerseits über einen „Rechtehandunfall“ bzw. Beschwerden in der rechten Hand sowie 

andererseits über die „Diagnose L5/S1“, über eine Operation in diesem Bereich und 

damit diesbezüglich offensichtlich über LWS-Beschwerden (act. G 1). Die 

medizinischen Akten zeigen sodann, dass bei der Beschwerdeführerin nach dem Unfall 

insbesondere radiologische Untersuchungen wegen persistierender Schmerzen im 

Bereich des linken Handgelenks, des linken Fusses, des linken Kniegelenks, des linken 

Hüftgelenks, der linken Schulter und der LWS durchgeführt worden sind (Suva-act. 28 

ff.). Fest steht schliesslich, dass die Beschwerdeführerin im Oktober 2014 durch Dr. 

J.___ an der Wirbelsäule bzw. den Rückenmarksegmenten L5/S1 operiert worden ist 

(vgl. dazu act. G 1.2 f., Suva-act. 65). Angesichts des Gesagten steht bezüglich 

verschiedener Körperteile bzw. gesundheitlicher Störungen der Beschwerdeführerin ein 

Anspruch auf Versicherungsleistungen der Unfallversicherung zur Diskussion.

2.2  Die Beschwerdegegnerin hat grundsätzlich ihre Leistungspflicht in Bezug auf den 

Unfall vom 26. Dezember 2013 anerkannt und Versicherungsleistungen (Taggeld- und 

Heilbehandlungsleistungen) erbracht. Dies jedoch laut Verfügung vom 22. Juli 2014 

(Suva-act. 59) einzig für die Prellung der linken Hand bzw. die Daumenkontusion. 

Nachdem die Beschwerdeführerin laut Bericht des ZNA des KSSG vom 27. Dezember 

2013 beim Unfall zusätzlich eine Oberschenkeldistorsion und Kniekontusion erlitten 

hat, darf jedoch angenommen werden, dass auch hinsichtlich dieser Verletzungen eine 

Anerkennung der Leistungspflicht vorliegt, soweit sie eine ärztliche Behandlung 

erforderlich gemacht oder einen Anteil an der Arbeitsunfähigkeit gehabt haben. 

Jedenfalls bezeichnet die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 

(Ziff. 2.a.) auch bezüglich der linken Hüfte und dem linken Bein ihre Leistungspflicht 

über das Datum der Leistungseinstellung hinaus als umstritten. Bezüglich dieser 

Verletzungen ist also streitig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin das Bestehen 

eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 26. Dezember 2013 und den 

fortdauernd geklagten Beschwerden ab 24. Juli 2014 zu Recht verneint hat (vgl. 

nachfolgende Erwägung 4).

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2.3 

2.3.1      Bezüglich der weiteren (möglichen) gesundheitlichen Störungen der 

Beschwerdeführerin im Bereich der Wirbelsäule und des linken Handgelenks lehnt die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid eine Leistungspflicht mit 

der Begründung ab, dass beim Unfall bzw. Sturz vom 26. Dezember 2013 nicht von 

einem Geschehen auszugehen sei, bei welchem eine schädigende Einwirkung auf die 

fraglichen Körperteile stattgefunden habe (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 3.3, 4.2). 

Die linke Schulter erwähnt die Beschwerdegegnerin überhaupt nur im Zusammenhang 

mit den im angefochtenen Einspracheentscheid wiedergegebenen Ausführungen von 

med. pract. E.___ im Bericht vom 10. November 2014 betreffend die im RIS 

durchgeführte Röntgenuntersuchung (Ziff. 2.c.; vgl. nachfolgende Erwägung 3.2).

2.3.2      Die Beschwerdeführerin ist am 26. Dezember 2013 unbestrittenermassen auf 

den linken Daumen, den linken Oberschenkel und das linke Knie gestürzt. Sie verspürte 

sofortige Schmerzen und anlässlich der Erstbehandlung am Unfalltag auf der ZNA des 

KSSG wurden verschiedene entsprechende Befunde erhoben (vgl. Suva-act. 13 f., 44). 

Das Ereignis erfüllt unstreitig die Merkmale des Unfallbegriffs, insbesondere dasjenige 

des ungewöhnlichen äusseren Faktors mit schädigender Einwirkung auf den 

menschlichen Körper (vgl. Art. 4 ATSG; vgl. dazu RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 

40; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, 

S. 176). Allerdings erscheint es fraglich, ob durch den Sturz vom 26. Dezember 2013 

auch die LWS, das (erst beschwerdeweise angeführte) rechte Handgelenk und die linke 

Schulter traumatisch beeinträchtigt worden sind. Dies wäre allenfalls zu bejahen, wenn 

die besagten Körperteile ebenfalls vom Sturz betroffen gewesen wären.

3.  

Nachfolgend gilt es mithin bezüglich der verschiedenen von gesundheitlichen 

Störungen betroffenen Körperteile (vgl. Erwägung 2.1) die Frage der Unfallbeteiligung 

(vgl. Erwägung 2.3) und der Kausalität zu prüfen (vgl. Erwägung 2.2).

3.1  Das rechte Handgelenk bzw. ein Sturz auf dasselbe erscheint namentlich in keiner 

in den Akten enthaltenen Unfallumschreibungen (Suva-act. 1, 13 f., 44). Unerwähnt 

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blieb ein solcher Sturz insbesondere auch von der Beschwerdeführerin anlässlich ihrer 

Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 17. Juni 2014 (Suva-act. 41). Die in der 

Beschwerde vom 12. Dezember 2014 erwähnten Leiden in der rechten Hand bezieht 

die Beschwerdeführerin offensichtlich nicht auf den Unfall vom 26. Dezember 2013 

(act. G 1: damals "Rechtehandunfall"). Keinerlei Erwähnung findet die rechte Hand 

sodann aber auch in den medizinischen Akten, dies in Form von ärztlich erhobenen 

Befunden und Diagnosen oder von durchgeführten Untersuchungen und Therapien. 

Angesichts des Gesagten ist in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin nicht 

mit Wahrscheinlichkeit erstellt, dass am 26. Dezember 2013 ein Unfallereignis mit 

Beeinträchtigung des rechten Handgelenks stattgefunden hat. Bezüglich Beschwerden 

in diesem Bereich ist die Beschwerdegegnerin damit nicht leistungspflichtig.

3.2  Erstmals am 17. Juni 2014, d.h. rund ein halbes Jahr nach dem Unfall, gab die 

Beschwerdeführerin an, am 26. Dezember 2013 auch auf die linke Schulter gestürzt zu 

sein (Suva-act. 41). Die echtzeitlichen medizinischen Akten der ZNA des KSSG 

dokumentieren jedoch weder unter den Rubriken „Angaben des Patienten“ bzw. 

„Anamnese“ eine Unfallbeteiligung der linken Schulter und spezifisch schulterbezogen 

durchgeführte Untersuchungen noch führen sie Befunde oder Diagnosen mit Hinweis 

auf eine erlittene Schulterverletzung auf (vgl. Suva-act. 13, 44). Auch im Arztzeugnis 

UVG von Dr. B.___ vom 11. Februar 2014 findet die linke Schulter keinerlei Erwähnung 

(Suva-act. 14). Die wegen persistierender linksseitiger Schmerzen am 28. Januar 2014 

in der RIS durchgeführte Röntgenuntersuchung der linken Schulter brachte keine 

traumatischen Läsionen, insbesondere keine Fraktur, keine Luxation und keinen 

knöchernen Bandausriss zur Darstellung (Suva-act. 28). Allerdings wurde bei der 

Beschwerdeführerin laut Bericht des Schmerzzentrums des KSSG vom 10. September 

2013 bereits vor dem Unfall vom 26. Dezember 2013 ein chronifiziertes multilokuläres 

Schmerzsyndrom nach Gerbershagen Stadium III diagnostiziert und wurden in dessen 

Rahmen Schmerzen im Schulter-Nackenbereich angeführt (Suva-act. 57). Dr. B.___ 

hielt dazu im ärztlichen Zwischenbericht vom 18. Mai 2014 fest, dass die bereits 

vorbestehenden, unfallfremden Schulterschmerzen im Rahmen des chronischen 

Schmerzsyndroms die Rehabilitation erschweren würden (Suva-act. 33). Aus der 

dargelegten Aktenlage ergeben sich keine Hinweise für eine beim Unfallereignis vom 

26. Dezember 2013 erlittene Schulterverletzung links. Die im Verlauf aufgetretenen 

Schulterschmerzen links (vgl. dazu Suva-act. 28) sind auf eine vorbestehende Ursache 

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zurückzuführen und damit als unfallfremd zu bezeichnen (vgl. dazu auch nachfolgende 

Erwägung 4.5). Bezüglich Beschwerden im Bereich der linken Schulter ist die 

Beschwerdegegnerin damit nicht leistungspflichtig.

3.3 

3.3.1      Auch was die LWS-Beschwerden betrifft, die letztlich zur operativen 

Behandlung durch Dr. J.___ geführt haben, ist festzuhalten, dass in den echtzeitlichen 

Akten keine Traumatisierung des Rückens dokumentiert ist, womit eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung in diesem Bereich ebenfalls zum Vornherein ausser Betracht 

fällt. Rückenschmerzen sind in den Akten erstmals im Zusammenhang mit der MRI-

Untersuchung der LWS vom 19. März 2014 und damit rund drei Monate nach dem 

Unfall erwähnt (Suva-act. 31). Es kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass eine 

strukturelle Verletzung keine unmittelbaren Schmerzen zeitigt und deshalb vom Arzt 

erst in einem späteren Zeitpunkt bemerkt wird. Im Regelfall tritt jedoch eine ernsthafte 

Verletzung unfallnah mit den entsprechenden Schmerzen und 

Funktionseinschränkungen zutage und wird von ärztlicher Seite erkannt. Dass nach 

einer dreimonatigen Latenzzeit neu auftretende Schmerzen im Bereich der LWS Folge 

eines vorangegangenen Unfalls sind, erscheint umso unwahrscheinlicher, als gerade 

Rückenschmerzen im Regelfall degenerativ bedingt sind (vgl. ALFRED M. 

DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 848 ff.; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 1246 

„Lumboischialgie“).

3.3.2      Die radiologischen Untersuchungsergebnisse der LWS weisen ebenfalls nicht 

auf eine Unfallbeteiligung der LWS bzw. auf (fortdauernde) kausale Unfallfolgen im 

Bereich derselben hin. Im MRI-Befund fand sich eine leichtgradige Kompression 

respektive Tangierung der S1-Nervenwurzeln beidseits recessal bei medio birecessal 

diskret nach caudal luxierter und osteophytär abgestützter Diskushernie auf Höhe 

LWK5/SWK1 ohne signifikante Neuroforamenstenose in gleicher Höhe im Rahmen der 

erosiven Osteochondrose Typ Modic III. Zur Darstellung kamen ausserdem diskrete, 

minimal aktivierte Facettengelenksarthrosen in gleicher Höhe. Im Weiteren zeigte sich 

eine flache Bandscheibenprotrusion auf Höhe LWK 4/5, allerdings keine Neuroforamen 

oder Recessusstenosen, insbesondere keine Nervenwurzelkompression. Ansonsten lag 

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ein altersentsprechend regelhafter MRI-Befund des lumbalen Achsenskelettes vor, 

insbesondere keine Spinalkanalstenose (Suva-act. 31). Mit diesem MRI-Befund sind im 

Bereich der LWS zweifelsohne verschiedene organische Substrate ausgewiesen 

(Diskushernie bzw. Bandscheibenprotrusion, Arthrose, Osteochondrose, Osteophyten), 

die jedoch nicht auf neue unfallbedingte strukturelle Schäden hindeuten.

3.3.3      Die Beschwerdegegnerin weist in der Beschwerdeantwort vom 2. Februar 

2015 (act. G 6) zutreffend auf die Rechtsprechung hin, gemäss welcher es einer 

medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts 

entspricht, dass Diskus¬hernien in aller Regel degenerative Erkrankungen darstellen. 

Ein Bandscheibenvorfall kann nur dann als weitgehend durch eine äussere Einwirkung 

entstanden betrachtet werden, wenn die dabei wirkende Kraft ausserordentlich hoch, 

der Unfall mithin geeignet war, eine prätraumatisch vollständig unauffällige 

Bandscheibe zu zerreissen. Die Annahme einer ausnahmsweisen Unfallkausalität setzt 

ausserdem voraus, dass die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 

Syndrom) unmittelbar nach dem Unfall auftreten (Urteile des Bundesgerichts vom 3. 

September 2014, 8C_209/2014, E. 5.2 mit Hinweisen, und 4. Juni 2014, 8C_326/2013, 

E. 2.2; Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68, S. 17). Die Voraussetzungen für eine 

unfallkausale Diskushernie sind vorliegend nicht überwiegend wahrscheinlich erfüllt. 

Wie bereits erwähnt, ist eine Krafteinwirkung auf die LWS anlässlich des 

Unfallereignisses vom 26. Dezember 2013 nicht nachgewiesen. Entsprechend sind in 

den echtzeitlichen medizinischen Akten auch keine Diskusherniensymptome 

dokumentiert. Bei der Arthrose, der Osteochondrose bzw. den Osteophyten handelt es 

sich sodann ebenfalls um häufige degenerative, also nicht traumatisch bedingte 

Veränderungen an der Wirbelsäule, die miteinander zusammenhängende Folge- oder 

Begleiterscheinung einer Diskushernie bilden können (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., 

S. 852 ff.; 58; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1557, 1562, 1998).

3.3.4      Med. pract. E.___ nimmt in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 10. November 

2014 betreffend Unfallkausalität der LWS-Beschwerden die Erwägungen 3.3.1 und 

3.3.3 umfassend auf (vgl. Suva-act. 70/7 f.) und ergänzt, dass im MRI-Befund der LWS 

insbesondere keine Weichteilödeme und auch keine Knochenmarködeme festgehalten 

seien, die als offensichtliche Symptome einer erlittenen LWS-Kontusion betrachtet 

werden könnten (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 655, 1112).

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3.3.5      Med. pract. E.___ zieht sodann die angesichts der vorliegenden medizinischen 

Akten überzeugende und nachvollziehbare Schlussfolgerung, dass die Diskushernie 

überwiegend wahrscheinlich einem degenerativ bedingten Vorzustand entspreche. 

Gemäss Bericht des Schmerzzentrums des KSSG vom 10. September 2013 schloss 

das bei der Beschwerdeführerin von den Ärztinnen des Schmerzzentrums des KSSG 

bereits vor dem Unfall diagnostizierte chronifizierte multilokuläre Schmerzsyndrom 

nach Gerbershagen Stadium III auch lumbal ausstrahlende Schmerzen mit ein (Suva-

act. 57). Die behandelnden Ärztinnen hielten fest, dass das chronifizierte 

Schmerzsyndrom nach Gerbershagen Stadium III ursächlich am ehesten auf 

degenerative Veränderungen der Wirbelsäule zurückzuführen sei. Als solche sind in der 

Diagnosenliste auch die im MRI vom 19. März 2014 erhobene Spondylarthrose bzw. 

Facettengelenksarthrose und mediale Diskushernie L5/S1 aufgeführt. Die 

posttraumatische gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin im Bereich der 

LWS stimmt also im Wesentlichen mit derjenigen vor dem Unfall überein. Aufgrund 

dieser Sachlage und insbesondere auch angesichts der nicht überwiegend 

wahrscheinlichen Traumatisierung der LWS ist nicht ersichtlich, inwiefern hinsichtlich 

der LWS-Beschwerden von einer (Teil-)Unfallkausalität - insbesondere auch von einer 

richtungsweisenden oder vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes (vgl. 

dazu RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190 und Nr. U 379 S. 193 E. 2a; Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E. 4.6; E. MORSCHER, in: BAUR/

NIGST [Hrsg.], Versicherungsmedizin, 2. Aufl. Bern 1985, S. 191) - auszugehen wäre. 

Die Aussagen der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin vom 17. 

Juni 2014 (Suva-act. 41), in der Einsprache vom 14. August 2014 (Suva-act. 63) und in 

der Beschwerde vom 12. Dezember 2014 (act. G 1), sie habe vor dem Unfall nicht unter 

einem chronischen Schmerzsyndrom gelitten, sie sei vor dem Unfall kerngesund 

gewesen bzw. es sei ihr vor dem Unfall viel besser gegangen, erweisen sich mit Blick 

auf die wiedergegebene Aktenlage in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin 

als unglaubwürdig.

3.3.6      Den Akten sind keine ärztlichen Aussagen zu entnehmen, welche in 

Widerspruch zur Verneinung der Unfallkausalität in Bezug auf die LWS-Beschwerden 

stehen oder überhaupt eine Beteiligung der LWS am Unfallereignis vom 26. Dezember 

2013 nahelegen würden. Die Ärztinnen des Schmerzzentrums des KSSG sprachen in 

ihrem Bericht vom 10. September 2013, wie bereits erwähnt, von lumbalen Schmerzen, 

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welche ursächlich am ehesten auf degenerative Veränderungen der Wirbelsäule 

zurückzuführen seien (Suva-act. 57). Dr. B.___ diagnostizierte sodann im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 18. Mai 2014 basierend auf dem Ergebnis der MRI-Untersuchung 

der LWS vom 19. März 2014 (Suva-act. 31) eine chronische Lumboischialgie (Suva-act. 

33). Mit der Diagnose „Lumboischialgie“ wird von den Ärzten im Regelfall das 

Beschwerdebild fassbar gemacht. Rückenschmerzen können ganz unterschiedliche, 

eben besonders auch degenerative Ursachen haben. Gerade eine Lumboischialgie ist 

eine typische Diagnose für eine im Regelfall degenerativ bedingte Diskushernie bzw. 

die bei der Beschwerdeführerin weiteren erhobenen Degenerationen im Bereich der 

LWS (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 860 f.). Eine Chronifizierung spricht gleichfalls 

nicht für ein unfallkausales organisches Substrat, sagt doch diese für sich allein nichts 

über deren Ursachen aus. Schliesslich sprach auch Prof. Dr. G.___ im 

Sprechstundenbericht vom 8. Juli 2014 (Suva-act. 54) in Bezug auf den MRI-Befund 

vom 19. März 2014 von einer deutlichen degenerativen Diskopathie L5/S1 und erhob 

den Befund entsprechend zur Diagnose. Er bestätigte, dass die Beschwerden der 

Beschwerdeführerin mit den degenerativen Veränderungen im Segment L5/S1 

korrelieren würden. Auch bei der klinischen Untersuchung habe sich das Segment L5/

S1 als hauptsächlicher Schmerzgenerator gezeigt. Mit dem Begriff „Degeneration“ 

übereinstimmend sprach Prof. Dr. G.___ sodann am 8. August 2014 im 

Aufklärungsprotokoll für die chirurgische LWS-Behandlung (Suva-act. 63) von einer 

Bandscheibenabnützung im Segment L5/S1 (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 849).

3.3.7      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die LWS wahrscheinlich nicht vom 

Unfallereignis 26. Dezember 2013 betroffen war, weshalb keine natürlich und adäquat 

kausale Schädigung der LWS stattfinden konnte. Die Beschwerdegegnerin hat ihre 

Leistungspflicht für die geltend gemachten LWS-Beschwerden und die im Oktober 

2014 von Dr. J.___ durchgeführte Rückenoperation zu Recht verneint. Auch eine 

Verschlimmerung von vorbestandenen Rückenbeschwerden fällt aus diesen Gründen 

ausser Betracht.

4.   

4.1  Ist - wie hinsichtlich der am 26. Dezember 2013 erlittenen Distorsionen bzw. 

Kontusionen im Bereich der linken Hand, des linken Knies sowie des linken 

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Oberschenkels bzw. linken Hüftgelenks - der Kausalzusammenhang einmal gegeben 

und anerkannt (vgl. Erwägung 2.2), bleibt der Versicherer - anders als beim Beweis 

eines Unfallereignisses wie auch bezüglich der überhaupt jemals gegebenen 

natürlichen Unfallkausalität des Gesundheitsschadens - leistungspflichtig, sofern sich 

nicht hinreichend nachweisen lässt, dass der Kausalzusammenhang zu einem späteren 

Zeitpunkt dahingefallen ist (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). 

War bei einem Körperteil schon vor dem Unfall ein krankhafter bzw. degenerativer 

Vorzustand (vgl. SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007, E. 2.2 mit Hinweisen) 

vorhanden, fällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers dahin, wenn der (krankhafte) 

Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante) oder wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status 

quo sine; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen). Das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein 

(KIESER, a.a.O., Art. 43 N 46). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast beim Unfallversicherer (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54).

4.2 

4.2.1      Hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin am 17. Juni 2014 gegenüber der 

Beschwerdegegnerin beschriebenen (Suva-act. 41) und durch Dr. C.___ am 26. Juni 

2014 behandelten (Suva-act. 49) Handgelenksschmerzen bzw. Schulter-Arm-

Schmerzen links, hält die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 

unzutreffend fest, dass zu einem Sturz auf die linke Hand mit Handgelenksschmerzen 

keinerlei echtzeitliche Akten oder Berichte vorliegen würden. Sowohl im Bericht sowie 

im Arztzeugnis UVG der ZNA des KSSG vom 27. Dezember 2013 bzw. 6. Februar 2014 

(Suva-act. 44, 13) als auch im Arztzeugnis UVG von Dr. B.___ vom 11. Februar 2014 

(Suva-act. 14) ist zwar (nur) von einem Sturz auf den Daumen die Rede und wurde die 

Diagnose Daumendistorsion gestellt, doch gab die Beschwerdeführerin Schmerzen im 

Handgelenk, ausstrahlend in den Daumen, an und liess sich eine Druckdolenz in der 

Metacarpale I, aber auch im Handgelenk erheben. In der ZNA des KSSG wurde 

ausserdem eine Röntgenuntersuchung der linken Hand durchgeführt (Suva-act. 13 f., 

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44). Am 27. Februar 2014 konsultierte die Beschwerdeführerin Dr. C.___, die als 

Befunde eine schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit des Sattelgelenks und eine 

Druckdolenz im Scaphoid palmar- und dorsalseitig erhob (Suva-act. 45). Aufgrund des 

aufgezeigten Sachverhalts ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass das linke Handgelenk am Unfall beteiligt war. Laut ihrem Schreiben 

vom 25. Februar 2014 ging damals offenbar auch die Beschwerdegegnerin davon aus, 

dass sie Taggelder für Handgelenksbeschwerden links ausgerichtet habe (vgl. Suva-

act. 17). Infolge persistierender Schmerzen im ganzen Daumen erfolgte sodann am 3. 

März 2014 eine MRI-Untersuchung des linken Handgelenks inklusive 

Daumensattelgelenk und Daumengrundgelenk (Suva-act. 29).

4.2.2      Die Röntgenuntersuchung der linken Hand in der ZNA des KSSG vom 27. 

Dezember 2013 zeigte keine ossären Läsionen (Suva-act. 44). Die MRI-Untersuchung 

vom 3. März 2014 brachte einen entzündlichen Reizzustand des radialseitigen Kapsel-

Bandapparates im Daumensattelgelenk mit subchondraler Zystenbildung an der Basis 

Os metacarpale I und minimaler perifokaler Osteodystrophie, nur geringgradige 

degenerative Knorpelveränderungen, einen entzündlichen Reizzustand der 

Gelenkkapsel im Daumengrundgelenk und ein lobuliertes Ganglion (5 x 13 mm), am 

ehesten ausgehend von der palmarseitigen Gelenkkapsel, angrenzend an das 

Ligamentum radio-scaphocapitatum, zur Darstellung. Ansonsten zeigte sich das MRI 

des linken Handgelenks normal (Suva-act. 29). Dr. B.___ diagnostizierte hierauf im 

ärztlichen Zwischenbericht vom 18. Mai 2014 einen posttraumatischen Reizzustand 

des Kapselbandapparates im Daumensattelgelenk und in der Gelenkkapsel des 

Daumengrundgelenks links (Suva-act. 33/1). In der elektrophysiologischen 

Untersuchung der linksseitigen Armnerven durch Dr. F.___ vom 24. Juni 2014 zeigte 

sich ein normaler Nervus ulnaris und Nervus radialis und beim Nervus medianus 

sensibel-antidrom eine leichtgradige Verlangsamung der distalen sensibel-antidromen 

Nervenleitgeschwindigkeit bei normaler sensibel-antidromer Nervenleitgeschwindigkeit 

im Unterarm. Insgesamt interpretierte Dr. F.___ diese Befunde zusammen mit der Klinik 

als leichtgradiges, rein sensibles posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom links (Suva-

act. 50). Dr. C.___ hielt hierauf im Bericht vom 1. Juli 2014 über die Konsultation bei ihr 

vom 26. Juni 2014 fest, die Beschwerdeführerin klage zunehmend über diffuse 

Schmerzen im Sinne eines Schulter-Arm-Syndroms. Im EMG habe ein leichtes 

posttraumatisches CTS nachgewiesen werden können (Suva-act. 49). Gestützt auf 

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diese Aktenlage hielt med. pract. E.___ in ihrer Beurteilung vom 22. Juli 2014 schlüssig 

und überzeugend fest, dass kein Hinweis auf strukturelle Unfallfolgen vorliege. Die 

Medianusproblematik sei als nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal zu 

betrachten (Suva-act. 58).

4.2.3      Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, an der Schlussfolgerung von med. 

pract. E.___ zu zweifeln. Das Karpaltunnelsyndrom wird zwar in der medizinischen 

Literatur auch als indirekter unfallbedingter Gesundheitsschaden bzw. sekundärer 

Folgeschaden einer primären Verletzung (Knochenbruch, Luxation, Radiusfraktur) 

beschrieben, stellt jedoch in der Regel ein Krankheitsgeschehen im Sinne einer 

chronischen Kompression des Nervus medianus - u.a. anatomisch bedingt, durch 

Überlastungen, rheumatische Erkrankungen oder durch knöcherne Veränderungen 

(Arthrose) verursacht - dar (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 752; ROCHE LEXIKON, 

Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 978; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1071). 

Entzündliche Reizzustände vermögen sodann einzig als sekundäre Begleit- bzw. 

Folgeerscheinung einer primären Unfallverletzung aufzutreten und werden in der 

medizinischen Literatur grundsätzlich als Krankheit beschrieben (vgl. ROCHE 

LEXIKON, a.a.O., S. 534 f.; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 600 f.). Die in Erwägung 4.2.2 

aufgezeigten bildgebend bzw. apparativ erhobenen Untersuchungsergebnisse weisen 

ausserdem keine unfallkausale Körperverletzung nach. Auch Dr. B.___, Dr. C.___ sowie 

Dr. F.___ formulierten bzw. diskutierten in ihren Berichten keine konkrete primäre 

Unfallläsion oder brachten die vorliegenden gesundheitlichen Störungen mit keiner 

solchen in Zusammenhang. Mit dem von Dr. C.___ und Dr. F.___ verwendeten Begriff 

„posttraumatisch“ wird einzig eine zeitliche Einordnung vorgenommen. Dass vor dem 

Unfall keine entsprechenden Beschwerden geklagt worden sind, bildet für sich allein 

nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis keinen Beweis für eine Unfallkausalität. Der 

zeitliche Aspekt besitzt keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. Andernfalls 

würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen 

Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung 

schon deshalb durch den Unfall verursacht sei, weil sie nach diesem auftrat (KIESER, 

a.a.O., Art. 4 N 69; MAURER, a.a.O., S. 460 N 1205 [= Beweisführung nach der Formel 

„post hoc ergo propter hoc“]; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit 

weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb).

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4.3  Auch die MRI-Untersuchungen des linken Kniegelenks und des linken Hüftgelenks 

vom 27. Januar 2014 in der RIS (Suva-act. 30) zeigten keine strukturellen 

Unfallverletzungen, insbesondere keine Frakturzeichen, welche für einen über den 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus fortdauernden Gesundheitsschaden 

sprechen würden.

4.4  Als echtzeitliche Unfalldiagnosen wurden schliesslich von den Ärzten der ZNA des 

KSSG in Bezug auf die linke Hand und die linke Hüfte einzig eine Daumendistorsion 

bzw. eine Oberschenkelkontusion gestellt (Suva-act. 13, 44). Bei der Distorsion und 

Kontusion handelt es sich um Gesundheitsschädigungen, deren Geschehen sich zwar 

beispielsweise durch den Unfallmechanismus (stumpfe Krafteinwirkung auf einen 

Körperteil oder Dehnung eines Körperteils durch Sturz) annehmen oder anhand (wie 

auch im vorliegenden Fall) klinisch erhobener Befunde - wie Hämatome, Schwellungen, 

Druckschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen - objektivieren 

lassen, die aber nicht von einer strukturellen Läsion bzw. schlecht verheilten, 

strukturellen Läsion mit fortdauernden gesundheitlichen Störungen begleitet sein 

müssen. In diesem Sinn ist auf die medizinische Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass 

Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen oder Zerrungen (Distorsionen) ohne 

strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit folgenlos abheilen (vgl. 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 412). Angesichts der dargelegten Sachlage darf - wie von 

med. pract. E.___ angenommen und schlüssig begründet - mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Status quo 

sine bzw. ante im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (24. Juli 2014) erreicht war. Med. 

pract. E.___ weist in ihrer Beurteilung vom 10. November 2014 (Suva-act. 70) auf den 

Vorzustand der Beschwerdeführerin - das chronifizierte multilokuläre Schmerzsyndrom 

nach Gerbershagen Stadium III - hin, welcher bereits vor dem Unfall auch lumbale 

Schmerzen mit Ausstrahlung in den linken dorsalen Oberschenkel umfasste und in den 

Zusammenhang mit der unfallfremden Diskushernie und der Spondylarthrose (vgl. 

Erwägung 3.3) gestellt wurde (Suva-act. 57). Die unfallfremde Rückenproblematik 

verursacht offensichtlich Schmerzen in der linken Hüfte und im linken Bein. Diese 

Symptomatik wird auch in der medizinischen Literatur beschrieben (vgl. dazu 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 881 f.; LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE, Hrsg.: Deutsche 

Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und Berufsverband der Ärzte 

für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 5). Nachdem med. pract. E.___ in ihrer 

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Beurteilung vom 22. Juli 2014 von einer Heilungsdauer von nur sechs bis acht Wochen 

ausging (Suva-act. 58), erscheint eine Leistungseinstellung nach erst rund sieben 

Monaten - wie sie von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid vorgenommen wurde - nicht als verfrüht.

4.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Nachweis für das Dahinfallen der 

Kausalität zwischen dem Unfall vom 26. Dezember 2013 und den direkten Unfallfolgen 

im Bereich der linken Hand, des linken Knies und der linken Hüfte bzw. des linken 

Oberschenkels per 24. Juli 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan und 

davon auszugehen ist, dass fortdauernde Beschwerden auf unfallfremde Faktoren 

zurückzuführen sind. Die Einstellung der bisherigen Leistungen auf dieses Datum hin 

und die Verneinung weiterer Leistungsansprüche erweist sich damit als gerechtfertigt.

5.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 13. November 2014 abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.10.2016
	Art. 6 UVG: Teilweise Verneinung der Leistungspflicht mangels Stattfinden eines Unfallereignisses mit einer natürlich und adäquat kausalen Schädigung; Nachweis des Dahinfallens der Kausalität zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden bzw. Erreichen des Status quo sine vel ante (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Oktober 2016, UV 2015/1).Entscheid vom 10. Oktober 2016

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