# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed6f44e3-a6c0-5584-9488-f34f88fd777a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 03.08.2010 SK1 2010 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2010-27_2010-08-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 3. August 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 10 27

Urteil
I. Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Redaktion Aktuar ad hoc Wolf

In der strafrechtlichen Berufung

des X., Angeklagter und Berufungskläger, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses G. vom 15. März 2010, mitgeteilt am 
10. Mai 2010, in Sachen gegen den Angeklagten und Berufungskläger,

betreffend mehrfacher Pfändungsbetrug,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X. wurde am 4. Februar 1962 geboren und wuchs zusammen mit vier 
Geschwistern bei seinen Eltern in A. auf, wo er sechs Jahre die Primar– und drei 
Jahre die Sekundarschule besuchte. Nach der Schulentlassung absolvierte er bei 
der Z. in B. mit Erfolg eine vierjährige Schreinerlehre. Von 1982 bis 1985 machte 
er im Kantonsspital C. eine Zusatzausbildung als Biologielaborant. Nach der 
Funktionsprüfung für medizinische Analysegeräte war X. ab Januar 1986 als 
Laborant am Institut für Molekularbiologie der Universität D. tätig. Im März 1987 
wurde er zum Cheflaboranten befördert. Von April 1987 bis April 1988 besuchte er 
den Lehrgang für Betriebsorganisation und Betriebsführung. Im Januar 1988 
wurde er zum technischen Fachspezialisten befördert. Von November 1988 bis 
Oktober 1990 arbeitete X. als Produktmanager in der Y. in D.. Danach absolvierte 
er von Februar 1990 bis März 1991 die Handelsgrundschule in D.. Von November 
1990 bis November 1993 war er Hauptagenturleiter der H. in E.. Im Jahre 1992 
gründete X. die W., wobei er deren einziges Mitglied des Verwaltungsrates und 
Geschäftsführer ist. Sein steuerbares Einkommen belief sich für das Steuerjahr 
2008 (provisorisch) auf Fr. 65'511.--, während das steuerbare Vermögen 
(provisorisch) Fr. 547'071.-- betrug. X. erhält eine monatliche SUVA-Rente von Fr. 
1'339.30. Seine Schulden beziffert er auf rund Fr. 76'000.--. Laut Auszug des 
Betreibungsamtes F. wurden gegen X. vom 1. Januar 2000 bis am 22. April 2009 
17 Betreibungen von total über Fr. 199’000.-- und elf offene Verlustscheine im 
Betrag von über Fr. 64'500.-- registriert.   

X. lebt seit dem 1. August 2005 von seiner Ehefrau V. gerichtlich getrennt in 
seinem Haus in A.. Er hat für seine drei Kinder (Jahrgänge: 1990, 1992 und 1994) 
monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'400.-- zu leisten.

B. Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X. mit einer Eintragung 
verzeichnet. Mit Urteil des Bezirkgerichtsausschusses G. vom 2. Juli 2002 wurde 
er wegen Drohung zu einer Gefängnisstrafe von 45 Tagen bedingt, unter 
Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 400.-- 
verurteilt.

C. Mit Anklageverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 4. Januar 
2010 wurde X. wegen mehrfachen Pfändungsbetrugs gemäss Art. 163 Ziff. 1 
StGB in Anklagezustand versetzt. Die Staatsanwaltschaft legte der Anklageschrift 
vom 4. Januar 2010 folgenden Sachverhalt zugrunde:

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„In der Zeit vom 23. Januar 2007 bis zum 09. Januar 2009 vollzog die 
Betreibungsbeamtin des Betreibungsamtes F. gegenüber dem Angeklagten 
sieben Pfändungen für Forderungen in der Höhe von insgesamt CHF 41'548.25.

In den Pfändungseinvernahmen gab der Angeklagte nach Hinweis auf die 
Straffolgen bei unwahren Angaben und bei Pfändungsbetrug jeweils an, über 
keine pfändbaren Gegenstände bzw. Aktiven, abgesehen von den aufgeführten 
Vermögenswerten im Sinne von Art. 92 Ziff. 1 SchKG (Kompetenzstücke), zu 
verfügen. In der Folge musste das Betreibungsamt jeweils Verlustscheine 
ausstellen. 

In der Tat war der Angeklagte im Zeitpunkt der Pfändungsvollzüge im Besitze von 
100 Namenaktien der W., A., zu je CHF 1'000.00 Nominalwert. Deren Wert belief 
sich für das Jahr 2007 auf CHF 130'000.00 (act. 3.8) bzw. für das Jahr 2008 auf 
mindestens CHF 100'000.00 (act. 3.18). Gegenüber der Betreibungsbeamtin 
verheimlichte der Angeklagte jeweils vorsätzlich den Besitz dieser Aktien und 
schädigte so seine Gläubiger.

 Im Einzelnen handelt es sich um folgende Fälle:

1. Pfändung in der Betreibung Nr. 2600814 vom 23. Januar 2007 in A. in der 
Wohnung des Angeklagten für eine Forderung des Kreisamtes F. in der 
Höhe von CHF 883.45.

2. Pfändung in der Betreibung Nr. 27002787 vom 26. Juni 2007 in I. im Büro 
des Betreibungsamtes F. für eine Forderung des Kantonsgerichts bzw. der 
Finanzverwaltung des Kantons Graubünden in der Höhe von CHF 735.45.

3. Pfändung in der Betreibung Nr. 2700446 vom 26. September 2007 in I. im 
Büro des Betreibungsamtes F. für eine Forderung der Steuerverwaltung der 
Gemeinde J. in der Höhe von CHF 863.75.

4. Pfändung in der Betreibung Nr. 2700472 vom 28. November 2007 in I. im 
Büro des Betreibungsamtes F. für eine Forderung der Steuerverwaltung 
des Kantons Graubünden in der Höhe von CHF 7'930.70.

5. Pfändung in der Betreibung Nr. 2700571 vom 09. Januar 2008 in I. im Büro 
des Betreibungsamtes F. für eine Forderung der Steuerverwaltung des 
Kantons Graubünden in der Höhe von CHF 10'228.00.

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6.  Pfändung in der Betreibung Nr. 2800745 vom 11. Dezember 2008 in I. im 
Büro des Betreibungsamtes F. für eine Forderung der Steuerverwaltung 
des Kantons Graubünden in der Höhe von CHF 9'812.75.

7. Pfändung in der Betreibung Nr. 2800778 vom 09. Januar 2009 in I. im Büro 
des Betreibungsamtes F. für eine Forderung der Steuerverwaltung des 
Kantons Graubünden in der Höhe von CHF 11'094.15.“

D. Mit Urteil vom 15. März 2010, mitgeteilt am 10. Mai 2010, erkannte der 
Bezirksgerichtsausschuss G.:

„1. X. ist schuldig des mehrfachen Pfändungsbetrugs gemäss Art. 163 Ziff. 
1 StGB.

2. Dafür wird X. mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, bedingt bei 
einer Probezeit von drei Jahren, sowie einer Busse von CHF 1'500.00, 
ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von zehn Tagen, bestraft. 

3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft 

Graubünden CHF 1'750.00
- Gerichtsgebühr CHF 3'647.65
- Schreibgebühren CHF     488.00
total CHF 5'845.65

gehen zu Lasten des Verurteilten.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

E. Gegen dieses Urteil erhob X. am 1. Juni 2010 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden mit den folgenden Anträgen:

„- Das Urteil vom 15.03.2010 des Bezirksgerichts (recte: 
Bezirksgerichtsausschusses) G. ist aufzuheben.

- Der Angeklagte sei freizusprechen.

- Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft gehen zu Lasten der 
Anklägerin.

- Sämtliche Kosten aus diesem Verfahren inkl. allfälliger MWST gehen zu 
Lasten der Anklägerin.“ 

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F. Am 7. Juni 2010 beantragte das Bezirksgericht G. die Abweisung der 
Berufung und verwies zur Begründung im Wesentlichen auf das angefochtene 
Urteil.

G. Mit Schreiben vom 17. Juni 2010 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf 
eine Vernehmlassung.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie auf die Ausführungen in 
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 141 Abs. 1 des Gesetzes über die Strafrechtspflege (StPO; 
BR 350.000) können der Verurteilte und der Staatsanwalt gegen Urteile und 
Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Ausschüsse sowie gegen Verfügungen 
der Bezirksgerichts- und Kreispräsidenten beim Kantonsgericht Berufung 
einlegen. Die Berufung ist innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
des angefochtenen Entscheides einzureichen. Sie ist zu begründen und hat 
darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides gerügt werden und ob 
das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 
StPO). Diesen Anforderungen vermag die vorliegende Eingabe zu genügen. Auf 
die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist daher einzutreten.

2. Der Berufungskläger hat keinen Antrag auf Durchführung einer mündlichen 
Berufungsverhandlung gestellt. Bei dieser Sachlage hat das Kantonsgericht 
gemäss Art. 144 Abs. 1 StPO die Möglichkeit, entweder von Amtes wegen eine 
mündliche Berufungsverhandlung durchzuführen oder seinen Entscheid ohne 
Parteivortritt aufgrund der Akten zu fällen (Art. 144 Abs. 1 StPO sowie Art. 144 
Abs. 3 StPO). Der Entscheid ist aufgrund sämtlicher relevanter Umstände des 
konkreten Einzelfalles zu treffen. Vorliegend kann von einer mündlichen 
Verhandlung abgesehen werden, nachdem die Vorinstanz bereits mündlich 
verhandelt hat, eine reformatio in peius ausgeschlossen ist (vgl. Art. 146 Abs. 1 
StPO), die Tatfragen sich im Übrigen leicht nach den Akten beurteilen lassen und 
sich zudem keine Fragen zur Person und zum Charakter des Berufungsklägers 
stellen, deren Beantwortung die Notwendigkeit einer mündlichen Verhandlung 
voraussetzt (vgl. PKG 2001 Nr. 19).

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3.  Für das Berufungsverfahren ist zu beachten, dass dem Kantonsgericht als 
Berufungsinstanz zwar eine umfassende, uneingeschränkte Kognition zukommt 
(Art. 146 Abs. 1 StPO), es jedoch das vorinstanzliche Urteil grundsätzlich nur im 
Rahmen der in der Berufung gestellten Anträge überprüft. Wenn die Aktenlage die 
Beurteilung zulässt, entscheidet das Kantonsgericht in der Sache selber (Art. 146 
Abs. 2 StPO e contrario). Die Rückweisung an die Vorinstanz bildet die Ausnahme 
(Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. 
Auflage 1996, S. 375 f.). Eine solche wurde vorliegend weder beantragt noch ist 
sie angezeigt.

4.a) Zunächst bringt der Berufungskläger vor, den vorinstanzlichen Laienrichtern 
U. und T. sei es nicht gelungen, die Anklageschrift flüssig zu verlesen, weil ihnen 
Fachbegriffe wie SchKG fremd gewesen seien. Die Anklageschrift sei nicht 
vollständig verlesen worden, weil die beiden Richter nicht in der Lage gewesen 
seien, auf Aufforderung des Angeklagten in kurzen Stichworten das bereits 
Verlesene zu rekapitulieren. Der Richter T. habe offensichtlich Mühe gehabt, nicht 
einzuschlafen. Das angefochtene Urteil beruhe auf einem Einzelentscheid des 
Präsidenten. Vom zeitlichen Ablauf her müsse es bereits vor der 
Hauptverhandlung gefällt worden sein. 

b) Mit seiner Kritik am vorinstanzlichen Verfahren macht der Angeklagte 
sinngemäss eine Verletzung des in Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 
101) statuierten Anspruchs auf gerechte Behandlung vor Gerichtsinstanzen sowie 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV geltend. Fest 
steht, dass es sich bei U. und T. um Laienrichter handelt, die gemäss Art. 11 Ziff. 
4 der Verfassung des Kantons Graubünden (KV; BR 110.100) und Art. 29 Abs. 1 
des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) vom Volk gewählt 
wurden. Während Richterinnen und Richter am Kantons- und Verwaltungsgericht 
neben der erforderlichen persönlichen und fachlichen Eignung auch in der Regel 
über ein Anwaltspatent verfügen (Art. 17 Abs. 1 GOG), setzen für die Richterinnen 
und Richter an den Bezirksgerichten weder Verfassung noch Gesetz eine 
juristische Ausbildung voraus. Auch von Bundesverfassungsrechts wegen besteht 
kein Anspruch auf einen juristisch gebildeten Richter; jedoch kann der Anspruch 
auf ein faires Verfahren dann berührt sein, wenn unerfahrene Laienrichter ohne 
Möglichkeit der Mithilfe einer unabhängigen Fachperson ihres Amtes walten 
müssten (BGE 134 I 16 E. 4.3). Vorliegend ist dies schon deshalb nicht der Fall, 
weil der bei der Entscheidfindung mitwirkende Bezirksgerichtspräsident lic. iur. S. 
sehr wohl juristisch ausgebildet ist. Im Übrigen werden die Behauptungen des 
Berufungsklägers bezüglich des vor-instanzlichen Verfahrens von der Vorinstanz 

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in ihrer Vernehmlassung vom 7. Juni 2010 widerlegt und als gänzlich unrichtig 
zurückgewiesen, weshalb die entsprechenden Rügen als appellatorische Kritik am 
angefochtenen Urteil zu werten sind und darauf nicht näher einzugehen ist. 
Zudem würde eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs vor dem mit 
uneingeschränkter Kognition (Art. 146 Abs. 1 StPO) erkennenden Kantonsgericht 
ohnehin geheilt (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1; 127 V 431 E. 3d/aa; 126 II 111 E. 
6b/aa). 

5.a) Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht gemäss Art. 
125 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 146 Abs. 1 StPO nach freier, in der 
Hauptverhandlung gewonnener Überzeugung. Die Beweislast für die dem 
Angeklagten zur Last gelegte Tat liegt dabei grundsätzlich beim Staat (Padrutt, 
a.a.O., S. 306). An den Beweis sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird 
mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der 
Täterschaft. Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden 
Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ darf sich der Strafrichter jedoch nicht 
von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt 
erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen 
Voraussetzungen für ein verurteilendes Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 86 E. 
2.a). Bloss theoretische und abstrakte Zweifel sind indessen nicht massgebend, 
weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden 
kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel 
handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Rechtslage 
aufdrängen (BGE 120 Ia 31 E. 2.c). Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung an 
Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich mit 
Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die Bildung 
der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld des 
Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, die 
vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. PKG 
1987 Nr. 12; Padrutt, a.a.O., S. 307; Schmid, Strafprozessrecht, Eine Einführung 
auf der Grundlage des Strafprozessrechts des Kantons D. und des Bundes, 4. 
Auflage, D. 2004, N. 294 f.). Diese allgemeine Rechtsregel kommt nicht schon 
dann zur Anwendung, wenn Aussage gegen Aussage steht. Es ist vielmehr 
anhand sämtlicher sich aus den Akten ergebenden Umstände zu untersuchen, ob 
die Darstellung der Anklage oder jene des Angeklagten den Richter zu 
überzeugen vermag. Erst wenn eine solche Überzeugung weder in der einen noch 
in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz „in dubio 
pro reo“ der für den Angeklagten günstigere Sachverhalt angenommen werden 

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(PKG 1978 Nr. 31; Padrutt, a.a.O., S. 307). In diesem Fall hat ein Freispruch zu 
erfolgen.

b) Beim Vorliegen verschiedener Beweismittel verbietet der Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung eine Rangordnung. Vielmehr schliesst der 
strafprozessuale Grundsatz der Ermittlung der materiellen Wahrheit eine Bindung 
an die Anträge und Vorlagen der Parteien aus (ZR 90 1991 Nr. 30). Insbesondere 
sind Aussagen von Zeugen, Auskunftspersonen und Angeklagten vollgültige 
Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Auch wenn der Angeklagte am 
Verfahren direkt beteiligt ist, stellt seine Aussage gleichwohl ein Beweismittel dar 
und sind seine Aussagen richterlich auf ihre materielle Richtigkeit hin zu würdigen. 
Bei der Würdigung der Beweise ist weniger die Form, sondern vielmehr der 
Gesamteindruck, das heisst die Art und Weise der Bekundung sowie die 
Überzeugungskraft entscheidend. Massgebend ist mit anderen Worten allein die 
Beweiskraft des konkreten Beweismittels (ZR 91/92 1992/1993 Nr. 35; 
Hauser/Schweri, Schweizerisches Strafprozessrecht, 4. Aufl., 
Basel/Genf/München 1999, S. 269), wobei nicht in erster Linie die Glaubwürdigkeit 
des Aussagenden, sondern vielmehr die Glaubhaftigkeit seiner konkreten 
Aussage im Vordergrund steht.

6.a) Gemäss Art. 163 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB, SR 
311.0) wird der Schuldner, der zum Schaden der Gläubiger sein Vermögen zum 
Scheine vermindert, namentlich Vermögenswerte beiseiteschafft oder 
verheimlicht, Schulden vortäuscht, vorgetäuschte Forderungen anerkennt oder 
deren Geltendmachung veranlasst, wegen Pfändungsbetruges mit Freiheitsstrafe 
bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft, wenn gegen ihn ein Verlustschein 
ausgestellt worden ist. Laut Ziff. 2 der Bestimmung wird der Dritte, der zum 
Schaden der Gläubiger eine solche Handlung vornimmt, unter den gleichen 
Voraussetzungen mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. 
Als zivilrechtliche Grundlage von Art. 163 StGB stellt sich das Schuldbetreibungs- 
und Konkursrecht dar, insbesondere das damit verfolgte Ziel einer möglichst 
vollständigen Admassierung der beim Schuldner noch vorhandenen 
Vermögenswerte zwecks gleichmässiger Befriedigung aller Gläubiger (Brunner, in: 
Basler Kommentar StGB II, 2. Aufl., Basel 2007, N 1 zu Art. 163). So bestimmt Art. 
91 Abs. 1 Ziff. 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs 
(SchKG, SR 281.1) mit Verweis auf Art. 163 Ziff. 1 StGB, dass der Schuldner bei 
Straffolge verpflichtet ist, seine Vermögensgegenstände, einschliesslich 
derjenigen, welche sich nicht in seinem Gewahrsam befinden, sowie seine 
Forderungen und Rechte gegenüber Dritten anzugeben, soweit dies zu einer 

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genügenden Pfändung nötig ist. Im Folgenden ist zu prüfen, ob der 
Berufungskläger von der Vorinstanz zu Recht des mehrfachen Pfändungsbetruges 
im Sinne von Art. 163 Ziff. 1 StGB schuldig befunden worden ist.

b) Fest steht, dass gegenüber dem Berufungskläger in der Zeit zwischen dem 
23. Januar 2007 und dem 9. Januar 2009 insgesamt sieben Pfändungen 
durchgeführt wurden. Fest steht auch, dass in den jeweiligen 
Pfändungsprotokollen die unzweifelhaft und unbestritten auf den Berufungskläger 
lautenden 100 Aktien der W. zu einem Nominalwert von je Fr. 1'000.-- nicht 
angegeben wurden. Bei der ersten Pfändung, die am 23. Januar 2007 im Hause 
des Berufungskläger in A. stattfand, gab dieser, auf die Straffolgen bei unwahren 
bzw. unvollständigen Angaben und bei Pfändungsbetrug aufmerksam gemacht, 
neben seinen (elektronischen) Kompetenzstücken lediglich eine 
Lebensversicherung bei der R. an, die sich nach weiteren Abklärungen der 
Betreibungsbeamtin als nicht pfändbar herausstellte. Zudem wurde im 
Pfändungsprotokoll noch vermerkt, dass sämtliche Liegenschaften des 
Berufungsklägers mittels Sacheinlagevertrag vom 12. September 2005 der Q. 
übertragen worden waren. Sein wohl einziges pfändbares Aktivum, nämlich die 
100 Namenaktien der W., fehlen auf dem vom Berufungskläger unterzeichneten 
Pfändungsprotokoll vom 23. Januar 2007 (act. 4.5). Auch im Rahmen der 
Pfändung vom 26. Juni 2007 im Büro des Betreibungsamtes F. in I. gab der 
Berufungskläger wahrheitswidrig unterschriftlich zu Protokoll, dass er keine 
pfändbaren Aktiven besitze, ausser jenen, die unter Art. 92 Ziff. 1 SchKG fielen 
(act. 5.3). Dieselben wahrheitswidrigen Angaben machte der Angeklagte bei den 
darauf folgenden, ebenfalls im Büro des Betreibungsamtes F. durchgeführten 
Pfändungen vom 26. September 2007 (act. 6.4), 28. November 2007 (act. 7.3), 9. 
Januar 2008 (act. 8.3), 11. Dezember 2008 (act. 9.3) und 9. Januar 2009 (act. 
10.4). Dabei wurde er jedes Mal ausdrücklich auf die Straffolgen bei unwahren 
Angaben und bei Pfändungsbetrug aufmerksam gemacht, was er denn auch 
jeweils mit seiner Unterschrift bestätigte. Erst nachdem mit Arrestbefehl des 
Bezirksgerichtspräsidenten vom 30. März 2009 (act. 3.33) die 100 Aktien der W. 
zusammen mit einem Vorsorgekonto bei der P. Vorsorgestiftung der O., einem 
Bankkonto bei der Graubündner Kantonalbank, einem Bankkonto bei der O. sowie 
einem allfälligen Kontokorrentguthaben bei der W. verarrestiert worden waren, gab 
der Berufungskläger im Rahmen des Pfändungsvollzuges vom 29. April 2009 
seine 100 Namenaktien und die weiteren verarrestierten Vermögenswerte zu 
Protokoll (act. 11.1).  

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7.a) Gegen das angefochtene Urteil bringt der Berufungskläger vor, er habe bei 
der ersten Pfändung vom 23. Januar 2007 der Betreibungsbeamtin eine Kopie der  
Steuererklärung 2005 und eine Kopie des Trennungsurteils abgegeben, damit die 
Betreibungsbeamtin das Existenzminimum berechnen und pfänden könne, was zu 
pfänden sei. Bei der Einvernahme und vor dem Untersuchungsrichter, aber auch 
bei der Konfrontation mit dem Berufungskläger habe die Betreibungsbeamtin 
jeweils ausgesagt, dass sie nicht mehr mit Gewissheit sagen könne, ob sie die 
Steuererklärung des Berufungskläger erhalten habe oder nicht. Die 
Betreibungsbeamtin glaube jedoch, dass sie die Aktien gepfändet hätte, falls sie 
davon gewusst hätte. Er wisse demgegenüber mit Gewissheit, dass er die 
Steuererklärung und das Trennungsurteil der Betreibungsbeamtin bei der ersten 
Pfändung am 23. Januar 2010 in seiner Wohnung ausgehändigt habe. Die 
Betreibungsbeamtin könne nicht mit Sicherheit sagen und auch nicht beweisen, 
dass sie die Steuererklärung nicht erhalten habe. Sie habe einen Irrtum ihrerseits 
nicht ausgeschlossen. Sie habe ihm gegenüber auch erwähnt, dass es doch 
möglich sei, dass er sich geirrt habe und die Steuererklärung nicht abgegeben 
habe. Im Rahmen der Arrestierung der Aktien der W. habe die 
Betreibungsbeamtin diese Aktien mit den Aktien der Q. verwechselt, wofür sie sich 
anschliessend entschuldigt habe. Dieser Fehler zeige auf, dass sich die 
Betreibungsbeamtin bereits bei der ersten Pfändung im Januar 2007 geirrt haben 
müsse. Damit sei bewiesen, dass die Betreibungsbeamtin von Anfang an gewusst 
habe, dass er Aktien der W. gehabt habe, jedoch aus ihrer Verwechslung heraus 
diese nicht pfändete. Seit der ersten Pfändung vom 23. Januar 2007 seien der 
Betreibungsbeamtin sodann einige weitere gravierende Fehler unterlaufen. So sei 
es auch zu erklären, dass seine bereits im Januar 2007 abgegebene 
Steuererklärung in ein anderes Dossier gelangt sei und die Betreibungsbeamtin 
diese Unterlagen nicht mehr finde. Die Fehler der Betreibungsbeamtin schwächten 
die Glaubwürdigkeit ihrer Aussage, dass sie die Aktien der W. gepfändet hätte, 
falls sie davon gewusst hätte. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei seine 
Glaubwürdigkeit höher zu werten als die Glaubwürdigkeit der Betreibungsbeamtin.  

b) Am 27. Januar 2010 reichte der Berufungskläger der Vorinstanz seine 
Steuererklärungen der Jahre 2006, 2007 und 2008 ein, in denen die Aktien der W. 
aufgeführt sind. Er wies dabei darauf hin, dem Betreibungsamt seien diese 
Dokumente zur Verfügung gestanden. Im angefochtenen Urteil wurde einlässlich 
und überzeugend begründet, dass zumindest zur Zeit der ersten der sieben 
fraglichen Pfändungen vom 23. Januar 2007 die Einreichung der 
Steuererklärungen von 2006, 2007 und 2008 ausgeschlossen war, weil diese 

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Steuererklärungen zu jener Zeit noch gar nicht unterschrieben worden waren. Im 
Verfahren vor dem Kantonsgericht stellt sich der Berufungskläger nun auf den 
Standpunkt, am 23. Januar 2007 die Steuererklärung 2005 eingereicht zu haben. 
Von der Steuererklärung 2005 war im ganzen bisherigen Verfahren noch nie die 
Rede. Weder ist sie in den Unterlagen des Betreibungsamtes F. aktenkundig, 
noch hielt es der Berufungskläger offenbar für nötig, sie im Zuge des 
Strafverfahrens einzureichen. Was der Berufungskläger gegen die Glaubhaftigkeit 
der Aussagen der Betreibungsbeamtin N. vorbringt, widerspricht den Akten. 
Bereits an der polizeilichen Einvernahme vom 13. Mai 2009 sagte sie aus, der 
Berufungskläger habe dem Betreibungsamt keine Steuerakten eingereicht und er 
habe die verheimlichten Aktien auch anlässlich der Einvernahmen nicht erwähnt, 
ansonsten sie bzw. das Betreibungsamt die Aktien gepfändet hätte (act. 3.16). An 
der untersuchungsrichterlichen Konfronteinvernahme vom 26. August 2009 wurde 
N. unter Hinweis auf die Straffolgen gemäss Art. 307 StGB gefragt, ob der 
Berufungskläger anlässlich von fünf Pfändungen zwischen Juni 2007 und Januar 
2009 seinen Besitz von 100 Namenaktien der W. je einmal als Vermögen 
deklariert oder in irgendeiner Weise erwähnt bzw. aufgelistet habe, worauf sie mit 
„[n]ein, ansonsten hätte ich diese Aktien eingepfändet“, antwortete (act. 3.29). Auf 
die Frage an derselben Einvernahme, ob das Betreibungsamt F. in der fraglichen 
Zeitspanne im Besitz der Steuererklärungen des Berufungsklägers gewesen war, 
antwortete sie verneinend. Sie begründete dies damit, dass sie normalerweise 
keine Steuererklärungen einfordern würden. Diese seien nicht Grundlage für den 
Pfändungsvollzug. Demgegenüber sagte der Berufungskläger am 8. Mai 2009 
polizeilich aus, dass er seiner Erinnerung nach die Steuerakten bereits bei der 
ersten Pfändung im Juni 2007 dem Betreibungsamt persönlich abgegeben habe 
(act. 3.15). Wann genau er die Steuerakten dem Betreibungsamt angeblich 
übergeben hatte, wusste er aber nicht (act. 3.14).

c) Festzuhalten gilt es, dass die Motivation, Aktienwerte in der 
Steuererklärung zu deklarieren, eine völlig andere ist als deren Angabe im 
Rahmen einer Pfändung. Derweil die Deklaration in der Steuererklärung nicht zum 
Verlust der 
Aktienwerte führt, kann die Pfändung sehr wohl zum Verlust führen. Dies 
insbesodere, wenn sich der Schuldner – wie vorliegend der Berufungskläger – in 
engen finanziellen Verhältnissen befindet. Bei der Würdigung der Aussagen des 
Berufungsklägers und der Betreibungsbeamtin N. fällt ins Gewicht, dass letztere 
mehrmals und auch im Rahmen der Konfrontationseinvernahme klar und 
nachvollziehbar aussagte, der Berufungskläger habe dem Betreibungsamt keine 

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Steuerakten eingereicht und diese anlässlich der Pfändungen auch nicht erwähnt. 
Mit Blick auf die entsprechenden Aktenstücke kann keine Rede davon sein, dass 
die Betreibungsbeamtin nicht mit Sicherheit bestätigen konnte, vom Angeklagten 
keine Steuerunterlagen erhalten zu haben. Die Behauptung, die 
Betreibungsbeamtin habe einen Irrtum ihrerseits nicht ausgeschlossen, erweist 
sich offensichtlich als haltlos. Sodann ist auch die Aussage der 
Betreibungsbeamtin, normalerweise keine Steuererklärungen einzufordern, weil 
diese nicht Grundlagen für den Pfändungsvollzug seien, einleuchtend. Wie die 
Vorinstanz richtigerweise bemerkt, kann eine Steuererklärung Lücken aufweisen, 
weshalb erst mit der definitiven Steuerveranlagung Gewähr für die Richtigkeit und 
Vollständigkeit der angegebenen finanziellen Verhältnisse besteht. Die Vorbringen 
des Berufungsklägers vermögen an der Richtigkeit der Angaben der 
Betreibungsbeamtin keine ernsthaften Zweifel aufkommen zu lassen. Unklar und 
vom Berufungskläger ungeklärt bleibt seine Aussage im Rahmen der polizeilichen 
Einvernahme, er habe die Steuerakten bereits bei der ersten Pfändung im Juni 
2007 der Betreibungsbeamtin abgegeben. Die erste Pfändung fand gar nicht im 
Juni 2007, sondern vielmehr bereits im Januar 2007 statt. Dies musste auch dem 
Berufungskläger bewusst gewesen sein, ist er doch normalerweise sehr auf 
Genauigkeit und Korrektheit bedacht (vgl. nachfolgend E. 8.d). Sodann vermöchte 
die angebliche Abgabe der Steuererklärung im Juni 2007 nicht zu erklären, 
weshalb die zu dieser Zeit bereits unterschriebene Steuererklärung 2005 - deren 
Einreichung in der Berufung behauptet wird - nicht bereits bei der ersten Pfändung 
am 23. Januar 2007 abgegeben worden ist. Schliesslich erscheint es auch nicht 
nachvollziehbar, weshalb sich der Berufungskläger am 8. Mai 2009 nicht genau 
erinnern konnte, wann er die Steuerunterlagen eingereicht hatte, wenn er doch in 
der Berufungsschrift behauptet, sich sicher zu sein, die Steuererklärung 2005 am 
23. Januar 2007 der Betreibungsbeamtin abgegeben zu haben. Wenn er mehrere 
Fehler der Betreibungsbeamtin beanstandet, welche dieser angeblich – wie die 
100 Namenaktien der Q. anstelle der W. aufführende Anzeige vom Vollzug einer 
Pfändung vom 14. Mai 2009 - nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der 
behaupteten Einreichung der Steuerunterlagen unterlaufen sind, verkennt er, dass 
bei der Beweiswürdigung nicht primär die Glaubwürdigkeit der aussagenden 
Person, sondern die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage massgebend ist (vgl. 
vorstehend E. 5.b). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist nicht die Aufsicht 
über das Betreibungsamt F. und die Beurteilung allfälliger Fehler der 
Betreibungsbeamtin N.. Vielmehr geht es um die Frage, ob der Berufungskläger 
dem Betreibungsamt im Laufe der fraglichen Pfändungen Steuerunterlagen 
eingereicht hat. Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass der 

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Berufungskläger die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Betreibungsbeamtin nicht 
zu erschüttern vermag und die Behauptung, wonach er seine Steuererklärung 
2005 am 23. Januar 2007 der Betreibungsbeamtin übergeben haben will, aufgrund 
seiner widersprüchlichen Aussagen als reine Schutzbehauptung zu werten ist.             

8.a) Der Berufungskläger bringt vor, bei den Aktien der W. sei klar gewesen, 
dass sie sich in seinem Vermögen befunden hätten. Dies habe auch die 
Betreibungsbeamtin gewusst. Er habe diese Aktien alljährlich in den 
Steuererklärungen aufgeführt. Die kantonale Steuerverwaltung und die Gemeinde 
hätten als Gläubiger gewusst, dass die Aktien in seinem Vermögen gewesen 
seien. Im Pfändungsbericht des ersten Verlustscheines werde erwähnt, dass er 
Mitglied des Verwaltungsrates der W. sei. Jedes Verwaltungsratsmitglied müsse 
über mindestens eine Aktie der Gesellschaft verfügen. Damit sei bewiesen, dass 
die Betreibungsbeamtin Kenntnis gehabt habe, dass er als 
Verwaltungsratspräsident eine enge Beziehung zur W. aufgewiesen habe. Die 
Betreibungsbeamtin und er wohnten seit vielen Jahren in A. und würden sich 
deshalb kennen. In der Region sei es allgemein bekannt, dass die W. ihm gehöre. 
Auch die Betreibungsbeamtin habe dies gewusst. Wenn sie auch die Details 
seiner Vermögensverhältnisse bis zur ersten Pfändung nicht gekannt habe, so 
habe sie mit Sicherheit gewusst, dass er mit der W. in engem Zusammenhang 
gestanden sei. Die Betreibungsbeamtin hätte genügend Anhaltspunkte gehabt, um 
im Zweifelsfall weitere Abklärungen zu treffen. Diese seien jedoch nicht notwendig 
gewesen, weil die Betreibungsbeamtin bestens informiert gewesen sei. Dem 
Aktienbuch könne jederzeit entnommen werden, wer Aktionär sei. Er habe sich 
darauf verlassen können, dass die Betreibungsbeamtin die Pfändung korrekt 
vollziehen würde. Deshalb habe er das Pfändungsprotokoll ohne genaue Prüfung 
unterschrieben. Dass die Aktien nicht gepfändet worden seien, beruhe auf Fehlern 
der Betreibungsbeamtin.

b) Der Zweck der Auskunftspflicht des Schuldners gemäss Art. 91 Abs. 1 Ziff. 
2 SchKG besteht darin, der Betreibungsbeamtin die nötigen Grundlagen für den 
Pfändungsvollzug, insbesondere für die Bestimmung der pfändbaren 
Einkommens- und Vermögenswerte zur Verfügung zu stellen. Die Auskunftspflicht 
ist umfassend, was bedeutet, dass der Schuldner dem Betreibungsamt sowohl 
über Bestand, Umfang und Standort seines Vermögens Auskunft zu erteilen hat 
(Winkler, Kurzkommentar SchKG, Basel 2009, N 10 zu Art. 91). Die 
Betreibungsbeamtin hat die tatsächlichen Verhältnisse, die zur Ermittlung des 
pfändbaren Erwerbseinkommens nötig sind, von Amtes wegen abzuklären, was 
nicht bedeutet, dass der Schuldner von seiner Mitwirkungspflicht entbunden ist. Es 

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obliegt ihm im Gegenteil, die Behörde über die wesentlichen Tatsachen zu 
informieren und die ihm zugänglichen Beweise anzugeben (Staehelin, Basler 
Kommentar SchKG, Erg.Bd., Basel 2005, Art. 91 ad N 9ff.). Die 
Betreibungsbeamtin darf sich beim Pfändungsvollzug allerdings nicht nur auf die 
Angaben des Schuldners verlassen; vielmehr hat sie sich vor Ort zu überzeugen, 
ob vom Schuldner angegebene Gegenstände vorhanden sind oder aber, falls die 
vom Schuldner angegebenen Vermögenswerte zur Deckung nicht ausreichen, ob 
weitere pfändbare Gegenstände existieren (BGE 89 IV 77 E. I.4.b; 83 III 63 E. 1). 
Dennoch ist die Betreibungsbeamtin nicht verpflichtet, nach pfändbaren Guthaben 
des Schuldners zu forschen oder Verwertbares zu suchen, wenn keine konkreten 
Hinweise auf weitere pfändbare Vermögensgegenstände vorliegen (Lebrecht, 
Basler Kommentar SchKG, Basel 1998, N 13 zu Art. 91). Weder das 
Betreibungsamt noch die Aufsichtsbehörden sind somit verpflichtet, geradezu 
detektivische Arbeit zur Auffindung allfälliger trotz Strafandrohung verheimlichter 
Vermögensobjekte zu leisten (Staehelin, a.a.O., Art. 91 ad N 13).   

c) Im Rahmen der Pfändungen zwischen dem 23. Januar 2007 und dem 9. 
Januar 2009 gab der Berufungskläger jeweils an, Geschäftsführer oder 
Verwaltungsratspräsident bzw. Mitglied des Verwaltungsrates der W. zu sein, 
wobei letztere als Arbeitgeberin bezeichnet wurde. Der Angeklagte gab zudem zu 
Protokoll, für seine Tätigkeit im Dienste der W. weder einen Lohn noch andere 
Entschädigungen zu beziehen (act. 4.4, 4.6, 4.17, 5.3, 6.4, 6.5, 6.6, 7.3, 7.4, 8.3, 
8.5, 9.3, 9.4, 9.5, 10.4, 10.5, 10.6). Die W. wurde jedoch ausschliesslich im 
Zusammenhang mit dem Verwaltungs- und Geschäftsführermandat erwähnt. Die 
100 Namenaktien der W. hingegen wurden auf den jeweiligen 
Pfändungsprotokollen, deren Richtigkeit und Vollständigkeit der Berufungskläger 
unterschriftlich bestätigte, nicht angegeben, weshalb sich die Frage stellt, ob die 
Betreibungsbeamtin verpflichtet war, nach den Aktien zu forschen. Die Frage ist 
zu verneinen. Allein aufgrund des Verwaltungsrats- bzw. 
Geschäftsführermandates des Berufungsklägers bei der W. konnte noch nicht 
darauf geschlossen werden, dass er auch deren Alleinaktionär war. Dies, obwohl 
er als Verwaltungsrat und Geschäftsführer - wie er dartut - selbstredend in einer 
engen Beziehung zu seiner Gesellschaft stand. Ebenso vermag daran nichts zu 
ändern, dass gemäss dem bis zum 31. Dezember 2007 geltenden Aktienrecht die 
Mitglieder des Verwaltungsrates Aktionäre sein mussten, konnte doch diese 
Voraussetzung auch durch die treuhänderische Übertragung von nur einer Aktie 
erfüllt werden (Wernli, Basler Kommentar OR II, Basel 2008, N 7 zu Art. 707). 
Wenn der Berufungskläger behauptet, die Betreibungsbeamtin habe gewusst, 

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dass ihm sämtliche Aktien der W. gehörten, ist er damit nicht zu hören. Wie 
vorstehend (E. 7.b) gesehen, ist aufgrund der klaren Aussagen der 
Betreibungsbeamtin anlässlich der polizeilichen Einvernahme sowie der 
untersuchungsrichterlichen Konfronteinvernahme vielmehr erstellt, dass sie erst 
infolge des Arrestbefehls des Bezirksgerichtspräsidenten G. vom 30. März 2009 
(act. 3.33) von den fraglichen Aktienwerten Kenntnis erlangte. Es steht im 
Gegensatz zu den Vorbringen des Berufungsklägers keineswegs fest, dass es in 
seiner Region allgemein bekannt ist, dass die W. ihm gehörte. Ebenso wenig ist 
sein Hinweis zu hören, er und die Betreibungsbeamtin wohnten in derselben 
Gemeinde und würden sich daher kennen. Zunächst widerspricht er damit den 
Aussagen der Betreibungsbeamtin an der polizeilichen Einvernahme (act. 3.16) 
sowie an der Konfrontationseinvernahme (act. 3.29), wonach diese den 
Berufungskläger aus ihrer beruflichen Tätigkeit als Betreibungsbeamtin kennt. 
Sodann ist unerfindlich, weshalb, falls die Betreibungsbeamtin den 
Berufungskläger entgegen ihrer glaubhaften Aussage als Bewohner ihrer 
Wohngemeinde kennen würde, sie auch dessen Vermögensverhältnisse gekannt 
haben sollte. Wenn der Berufungskläger einwendet, die Steuerverwaltung und die 
Gemeinde hätten als Gläubiger aufgrund der Steuererklärungen Kenntnis seiner 
Vermögenswerte gehabt, ist festzuhalten, dass seine Auskunftspflicht gegenüber 
dem pfändenden Betreibungsamt bestand und nicht gegenüber den Gläubigern, 
die erst durch die Pfändungsurkunde (Art. 112 SchKG) über das Ergebnis der 
Pfändung ins Bild gesetzt werden und grundsätzlich keinen Anspruch darauf 
haben, vorgängig über den Pfändungszeitpunkt informiert zu werden oder dem 
Pfändungsvollzug beizuwohnen (vgl. Lebrecht, a.a.O., N 13 zu Art. 90). 
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass vorliegend keine konkreten 
Hinweise auf die dem Berufungskläger gehörenden 100 Namenaktien der W. 
bestanden. Die Betreibungsbeamtin war mit anderen Worten nicht verpflichtet, 
nach diesen Vermögenswerten zu forschen. Der Berufungskläger verletzte durch 
deren Nichtangabe beim Pfändungsvollzug seine in Art. 91 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG 
statuierte Auskunftspflicht. Wie nachfolgend unter E. 9 darzulegen sein wird, 
verheimlichte er gar seine Aktienwerte. 

d) Es kann den Erwägungen der Vorinstanz gefolgt werden, wenn sie darlegt, 
dass der Berufungskläger über sämtliche Pfändungsverfahren gegenüber der 
Betreibungsbeamtin den Eindruck erweckte, kooperativ und willens zu sein, 
vollständige Angaben zu seinen finanziellen Verhältnissen zu machen und mit 
seinem vordergründig korrekten Verhalten eine Scheinwahrheit konstruierte, die 
beim Betreibungsamt zu einer falschen Vorstellung über seine tatsächlichen 

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Vermögensverhältnisse führte. So legte der Berufungskläger bereits im Rahmen 
der ersten Pfändung offen, dass alle seine Liegenschaften mittels 
Sacheinlagevertrag vom 12. September 2005 auf die Q. übertragen worden waren 
(act. 4.5), damit die Betreibungsbeamtin weitere Nachforschungen hinsichtlich 
dieser Gesellschaft machen konnte. Den Sacheinlagevertrag (act. 4.8) reichte er 
der Betreibungsbeamtin sofort und bereitwillig ein. Gleiches gilt für die 
Bekanntgabe der Aktionäre der Q. (act. 4.9) sowie für die Zahlungsnachweise 
betreffend die Erlöse aus der Veräusserung der Aktien dieser Gesellschaft (act. 
4.16). Mit E-Mail vom 9. Dezember 2007 (act. 7.9) wies er die Betreibungsbeamtin 
gar auf einen Schreibfehler in ihrem Schreiben an die Steuerverwaltung vom 5. 
Dezember 2007 (act. 7.6) hin, aus welchem sich eine Differenz zum Verlustschein 
vom 29. November 2007 (act. 7.7) ergab. Mit diesem für ihn typischen Verhalten 
erweckte er bei der Betreibungsbeamtin das erhöhte Vertrauen, seine Angaben 
stets vollständig und wahrheitsgetreu zu machen. Nachdem mit Arrestbefehl vom 
30. März 2009 (act. 3.33) auf verschiedene in den bisherigen Pfändungsverfahren 
nicht angegebene Gegenstände und Bankkonten Arrest gelegt worden war, 
wehrte er sich hiegegen mit dem Hinweis auf seinen unpfändbaren Notbedarf (act. 
11.2). Mit seinem Verhalten und den sorgfältig aufeinander abgestützten 
unvollständigen Angaben verhinderte der Berufungskläger bewusst, dass sich die 
Betreibungsbeamtin veranlasst sah, weitere Nachforschungen zu betreiben. Es 
kann damit nicht gesagt werden, die Betreibungsbeamtin sei konkreten Hinweisen 
auf weitere Vermögenswerte des Berufungskläger nicht nachgegangen.           

9.a) Als Beispiel einer strafwürdigen scheinbaren Vermögensverminderung 
nennt Art. 163 Ziff. 1 StGB – für den vorliegenden Fall relevant - die 
Verheimlichung von Vermögen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
kann die Verheimlichung auf positiven Angaben beruhen, indem z.B. 
wahrheitswidrig behauptet wird, weitere Vermögensgegenstände als die 
angegebenen seien nicht vorhanden oder ein bestimmter Vermögensbestandteil 
stehe im Eigentum Dritter (BGE 102 IV 172 E. 2a; BG-Urteil 6S.327/2000 vom 22. 
Januar 2001, E. 6). Verheimlichen kann ein Schuldner aber auch, wenn er nur 
einen Teil seines Vermögens angibt, im Übrigen sich aber ausschweigt, um so 
den falschen Anschein zu erwecken, über seine gesamten Vermögensverhältnisse 
Auskunft gegeben zu haben, während er in Wirklichkeit einen Teil verschleiert 
(BGE 102 IV 172 E. 2a; BG-Urteil 6S.14/2004 vom 9. Juni 2004, E. 2; BG-Urteil 
6S.243/2004 vom 23. Dezember 2004, E. 2.3). Blosses Schweigen kann somit 
Verheimlichen im Sinne von Art. 163 StGB bedeuten, aber nur dann, wenn es 
betrügerischen Charakter hat, also dazu dient, einen geringeren als den wirklichen 

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Vermögensbestand vorzutäuschen (BG-Urteil 6S.268/2002 vom 6. Februar 2003, 
E. 4.2; anders noch BGE 93 IV 92 E. 1, wonach zur Verheimlichung schon 
genüge, wenn der Vermögenswert durch Unterlassung der vorgeschriebenen 
Anmeldung dem Konkursamt verschwiegen werde). Mit anderen Worten gilt 
mangels einer entsprechenden Garantenpflicht gegenüber dem Betreibungsamt 
das blosse Schweigen nicht als scheinbare Vermögensverminderung, es sei denn, 
dadurch entstehe ein unzutreffendes Gesamtbild. Das blosse Schweigen 
betreffend Vermögenswerte kann gegebenenfalls nach Art. 323 Ziff. 1-4 StGB 
geahndet werden (Donatsch, Strafrecht III, 9. Aufl., D. 2008, S. 331).

b) Der Berufungskläger gab seine 100 Namenaktien der W. auf den 
Protokollen der sieben Pfändungen zwischen dem 23. Januar 2007 und dem 9. 
Januar 2009, deren Richtigkeit und Vollständigkeit er unterschriftlich bestätigte, 
nicht an. Mit der Unterzeichnung der Pfändungsprotokolle erklärte er, dass neben 
seinen Kompetenzstücken keine pfändbaren Vermögenswerte vorhanden seien. 
Der Berufungskläger hat mithin anlässlich der mehreren Pfändungen seine 
Aktienwerte nicht angegeben. Er hat durch die Unterzeichnung der 
Pfändungsprotokolle wahrheitswidrig zum Ausdruck gebracht, keine pfändbaren 
Aktiven zu besitzen. Dadurch hat er seine 100 Namenaktien der W. im Sinne von 
Art. 163 Ziff. 1 StGB verheimlicht, da er durch seine Angaben – und nicht etwa 
durch blosses Schweigen - einen geringeren als den wirklichen Vermögensstand 
vorgetäuscht hat. Seine Verhaltensweisen bei den mehreren Pfändungen stellen 
mithin nicht nur Übertretungen im Sinne von Art. 323 Ziff. 2 StGB dar.     

10.a) Weitere Strafbarkeitsvoraussetzungen gemäss Art. 163 Ziff. 1 StGB 
sind die scheinbare Vermögensverminderung „zum Nachteil der Gläubiger“, der 
Vorsatz sowie die Ausstellung eines Verlustscheines.

b) Art. 163 StGB ist ein konkretes Vermögensgefährdungsdelikt, weshalb die 
Gläubiger im Ergebnis nicht zu Schaden kommen müssen; es genügt eine 
Erschwerung oder Verzögerung des Zugriffs der Gläubiger auf das schuldnerische 
Vermögen (Trechsel et al., Praxiskommentar StGB, D./St. Gallen 2008, N 8 zu Art. 
163; BGE 107 IV 175 E. 1a; 102 IV 172 E. 3; 93 IV 90 E. 2). Der Berufungskläger 
unterliess es, seine 100 Namensaktien der W. in den sieben Pfändungsverfahren 
zwischen Januar 2007 und Januar 2009 anzugeben und verheimlichte diese 
dabei. Damit entzog er diese Vermögenswerte zumindest vorübergehend der 
Zwangsvollstreckung, welche er so verzögerte.

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c) In subjektiver Hinsicht setzt Art. 163 Ziff. 1 StGB Vorsatz voraus, wobei  
Eventualvorsatz genügt. Der Vorsatz hat sich auf die objektiven 
Tatbestandmerkmale, insbesondere auf die Gläubigerschädigung, zu richten 
(Brunner, a.a.O., Art. 163 N 32). Der Angeklagte verheimlichte seine Aktienwerte 
und damit sein wohl einziges pfändbares Aktivum wissentlich und willentlich. Er 
rechnete so zumindest mit der Möglichkeit, dass seine Gläubiger – allen voran die 
kantonale Steuerverwaltung – unbefriedigt bleiben, mithin einen Schaden erleiden, 
und nahm die Gläubigerschädigung auch in Kauf. Der Angeklagte handelte somit 
vorsätzlich.

d) Die Ausstellung eines Verlustscheines ist objektive Strafbarkeitsbedingung 
(Trechsel et al., a.a.O., N 11 zu Art. 163). Vorliegend wurden im Anschluss an 
sämtliche fraglichen Pfändungen Verlustscheine ausgestellt.

e) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich der 
Berufungskläger wegen Pfändungsbetruges gemäss Art. 163 Ziff. 1 StGB strafbar 
gemacht hat und daher zu Recht verurteilt worden ist. Da es sich um sieben 
Pfändungsverfahren handelte, liegt mehrfache Tatbegehung vor. 

11.a) Die Vorinstanz verurteilte den Berufungskläger zu einer Freiheitsstrafe von 
sechs Monaten, bedingt bei einer Probezeit von drei Jahren, sowie zu einer Busse 
von Fr. 1'500.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von zehn Tagen. Bei der 
Überprüfung der Strafzumessung ist zu beachten, dass die I. Strafkammer des 
Kantonsgerichts ihr Ermessen zwar an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt 
und die Regeln über die Strafzumessung selbständig anwendet. Jedoch steht der 
Vorinstanz bei der Gewichtung der einzelnen Strafzumessungsfaktoren innerhalb 
des jeweiligen Strafrahmens ein erheblicher Ermessensspielraum zu. In diesen 
greift die I. Strafkammer des Kantonsgerichts nur mit grosser Zurückhaltung ein. 
Vorliegend gilt es den Berufungskläger wegen mehrfachen Pfändungsbetrugs zu 
bestrafen. Gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB verurteilt das Gericht einen Täter, der 
durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere 
gleichartige Strafen erfüllt, zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht diese 
angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um 
mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der 
Strafart gebunden. Diese Bestimmung gilt auch, wenn mehrere Handlungen eines 
Täters mehrmals denselben Tatbestand erfüllen (sog. gleichartige 
Realkonkurrenz; Trechsel et al., a.a.O., N 1 zu Art. 49).

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b) Grundlage für die Strafzumessung ist vorliegend der in Art. 163 Ziff. 1 StGB 
vorgesehene Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. 
Grundsätzlich gilt, dass für die Wahl der Sanktionsart dieselben Kriterien wie bei 
der Strafzumessung massgebend sind, wobei die Zweckmässigkeit einer 
bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld 
sowie ihre präventive Effizienz angemessen zu berücksichtigen sind. Zu beachten 
ist, dass aufgrund des Verhältnismässigkeitsprinzips bei alternativ zur Verfügung 
stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im 
Regelfall diejenige gewählt werden soll, die weniger stark in die persönliche 
Freiheit des Betroffenen eingreift (BGE 134 IV 82 E. 4.1). Geldstrafe ist gegenüber 
der Freiheitsstrafe eine weniger eingriffsintensive Sanktion und gilt somit als 
mildere Strafe (BGE 134 IV 97 E. 4.2.1). Die Strafart gilt es gemeinsam mit dem 
Strafmass unter Berücksichtigung der Grundsätze nach Art. 47 StGB zu 
bestimmen. Dieser Bestimmung zufolge hat das Gericht die Strafe nach dem 
Verschulden des Täters zu bemessen (Art. 47 Abs. 1 Satz 1 StGB). Dabei hat es 
das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das 
Leben des Täters zu berücksichtigen. Die Bewertung des Verschuldens wird in 
Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend konkretisiert, dass dieses nach der Schwere der 
Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgutes, der Verwerflichkeit des 
Handelns, der Beweggründe und Ziele des Täters sowie danach festzulegen ist, 
inwieweit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, 
die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Bei der Auswahl und Gewichtung 
dieser im Rahmen der Strafzumessung zu berücksichtigenden Kriterien kommt 
dem Gericht ein erheblicher Ermessensspielraum zu, der dahingehend zu nutzen 
ist, dass eine verhältnismässige Strafe angeordnet wird, die ein Höchstmass an 
Gleichheit gewährleistet (BGE 134 IV 19 E. 2.1; Wiprächtiger, in: Basler 
Kommentar StGB I, a.a.O., Art. 47 N 10 ff.; Stratenwerth, Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, 2. Auflage, Bern 
2006, § 6 N 16 ff.). Gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB beträgt die Geldstrafe höchstens 
360 Tagessätze, wobei das Gericht deren Zahl nach dem Verschulden des Täters 
bestimmt. Ein Tagessatz beträgt höchstens Fr. 3'000.--. Das Gericht bestimmt die 
Höhe des Tagessatzes nach dem Nettoeinkommensprinzip, d.h. nach den 
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen im Zeitpunkt des Urteils, 
namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- 
und Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 2 
StGB). Massgebend ist damit die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit 
(BGE 134 IV 60 E. 6.1). 

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c) Die Vorinstanz hat erwogen, das Verschulden des Berufungsklägers wiege 
nicht leicht. Er müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, durch sein Verhalten, 
nämlich mit dem Verheimlichen von Vermögenswerten, eine Benachteiligung 
verschiedener Gläubiger bewusst herbeigeführt zu haben. Das Ausmass der 
eingetretenen Schädigung gehe in die Zehntausende von Franken und sei 
erheblich. Strafschärfend sei die mehrfache Tatbegehung zu werten. 
Strafmilderungsgründe seien keine ersichtlich. Straferhöhend falle die Vorstrafe 
aus dem Jahr 2002 ins Gewicht. Strafmindernd könne dem Berufungskläger 
zugute gehalten werden, dass er die Untersuchung in keiner Weise erschwert 
habe. Diesen Ausführungen kann ohne weiteres gefolgt werden, zumal sie der 
Berufungskläger in seiner Berufungsschrift mit keinem Wort beanstandet. Der 
Berufungskläger bezieht eine monatliche SUVA-Rente von Fr. 1'339.30. Vor der 
Vorinstanz erklärte er, sein definitives steuerbares Einkommen für das Jahr 2008 
betrage Fr. 25'000.--. Für seine Kinder hat er mindestens teilweise noch 
Unterhaltsbeiträge zu leisten. Angesichts dieser Vermögensverhältnisse gilt es 
darauf hinzuweisen, dass der Tagessatz auch für Personen, die am oder unter 
dem Existenzminimum leben, nicht so weit herabgesetzt werden darf, dass er 
lediglich einen symbolischen Wert hat (BGE 124 IV 60 E. 6.5.2). Nach dem 
Bundesgericht besteht in diesen Fällen die Möglichkeit, die Tagessatzhöhe im 
Sinne einer Mindestgrenze auf Fr. 10.-- festzulegen (BGE 135 IV 180 E. 1.4.2). Da 
das vom Berufungskläger angegebene Einkommen nicht einmal ausreicht, um den 
Unterstützungspflichten gegenüber seinen Kindern nachzukommen, würden durch 
eine Geldstrafe im Ergebnis nur seine Kinder benachteiligt. Die Auswirkung einer 
Geldstrafe zu einem Tagessatz von Fr. 10.-- auf den Berufungskläger ist nur 
schwer abzuschätzen. Aller Voraussicht nach würde der im Finanzbereich 
versierte und in der Betriebsorganisation auch ausgebildete Berufungskläger sich 
durch eine Geldstrafe in dieser doch sehr bescheidenen Höhe nur wenig oder 
überhaupt nicht beeindrucken lassen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er 
dadurch vor weiteren Straftaten zurückschrecken würde. Damit erweist sich eine 
Geldstrafe zu einem Tagessatz von Fr. 10.-- im vorliegenden Fall nicht als 
zweckmässig. Der Berufungskläger würde sie schätzungsweise nicht ernst 
nehmen und ihre Auswirkungen würden sich in erster Linie auf seine Kinder 
erstrecken. Eine Freiheitsstrafe wird einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und 
ihn in Zukunft wohl vor weiteren Delikten abhalten. Mangels präventiver Effizienz 
einer Geldstrafe hat die Vorinstanz somit zu Recht eine Freiheitsstrafe 
ausgesprochen. Deren Höhe lag weitgehend im vorinstanzlichen Ermessen, 
welches mit sechs Monaten sicherlich nicht überschritten wurde. Die Gewährung 
des bedingten Strafvollzuges mit einer Probezeit von drei Jahren ist in keiner 

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Weise zu beanstanden, weshalb dazu vollumfänglich auf das angefochtene Urteil 
verwiesen werden kann.

12.a) Eine bedingte Strafe kann mit einer unbedingten Geldstrafe oder mit einer 
Busse nach Art. 106 StGB verbunden werden (Art. 42 Abs. 4 StGB). Das 
Bundesgericht hat sich in zwei Grundsatzentscheiden zu den Verbindungsstrafen 
geäussert (BGE 134 IV 1 ff.; BGE 134 IV 60 ff.). Diese kommen insbesondere in 
Betracht, wenn man dem Täter den bedingten Vollzug einer Geld- oder 
Freiheitsstrafe gewähren möchte, ihm aber dennoch in gewissen Fällen mit der 
Auferlegung einer zu bezahlenden Geldstrafe  oder Busse einen Denkzettel 
verabreichen möchte. Die Strafenkombination dient hier spezialpräventiven 
Zwecken. Das Hauptgewicht liegt auf der bedingten Freiheits- oder Geldstrafe, 
während der unbedingten Verbindungsstrafe beziehungsweise Busse nur 
untergeordnete Bedeutung zukommt (BGE 135 IV 188 E. 3.3). Das Gericht 
bemisst die Busse je nach den Verhältnissen des Täters so, dass dieser die Strafe 
erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist (Art. 106 Abs. 3 StGB). Bei der 
Bemessung der Busse ist auch der finanziellen Leistungsfähigkeit Rechnung zu 
tragen. Für die Verhältnisse des Täters relevant sind die gleichen Kriterien wie bei 
der Geldstrafe, somit Einkommen, Vermögen, Lebensaufwand, 
Unterstützungspflichten und Existenzminimum. In BGE 135 IV 188 hat das 
Bundesgericht entschieden, dass es als sachgerecht erscheine, die Obergrenze 
der Verbindungsstrafe grundsätzlich auf einen Fünftel beziehungsweise 20% 
festzulegen (E. 3.4.4). Abweichungen von dieser Regel sind im Bereich tiefer 
Strafen denkbar, um sicherzustellen, dass der Verbindungsstrafe nicht eine 
lediglich symbolische Bedeutung zukommt.

b) Die Vorinstanz verhängte gestützt auf Art. 42 Abs. 4 StGB eine Busse von 
Fr. 1'500.--. Es erscheint vorliegend aus spezialpräventiven Gründen durchaus als 
sinnvoll, zusätzlich zur bedingten Freiheitsstrafe eine Verbindungsbusse 
auszusprechen. Der von der Vorinstanz festgelegte Betrag erweist sich jedoch im 
Hinblick auf die dargestellte bundesgerichtliche Rechtsprechung zur 
Verbindungsstrafe als weit zu hoch. Ausgehend von einer hypothetischen 
Geldstrafe von 180 Tagessätzen (entsprechend sechs Monaten) zu je Fr. 10.-- 
(vgl. vorstehend E. 11.c) würde eine Geldstrafe von Fr. 1'800.-- resultieren. Eine 
Verbindungsbusse dürfte aufgrund ihres akzessorischen Charakters höchstens 
20% hievon - somit           Fr. 360.-- - betragen. Die vorinstanzlich ausgesprochene 
Verbindungsbusse von Fr. 1'500.-- ist somit auf Fr. 360.-- zu reduzieren.     

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c) Das Gericht hat gemäss Art. 106 Abs. 2 StGB für eine ausgesprochene 
Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und höchstens drei 
Monaten festzulegen. Ist eine Ersatzfreiheitsstrafe für eine Verbindungsbusse im 
Sinne von Art. 42 Abs. 4 StGB festzulegen, besteht die Besonderheit, dass das 
Gericht sich mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Täters bei der 
Bestimmung des Tagessatzes bereits befasst hat. Dies lässt es zwar 
grundsätzlich als sachgerecht erscheinen, die Tagessatzhöhe als 
Umrechnungsschlüssel zu verwenden, indem der Betrag der Verbindungsstrafe 
durch den Tagessatz dividiert wird (BGE 134 IV 60 E. 7.7.3). Derweil aber bei der 
Bemessung der Busse auch der finanziellen Leistungsfähigkeit Rechnung zu 
tragen ist, bemisst sich die Dauer der Ersatzfreiheitsstrafe unabhängig von den 
finanziellen Verhältnissen nach dem Verschulden. Bei der Festlegung der 
Ersatzfreiheitsstrafe muss das Gericht also die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit 
von der Schuld abstrahieren und hernach eine täter- und tatangemessene 
Ersatzfreiheitsstrafe bilden. Finanziell starken und finanziell schwachen 
Verurteilten soll für die gleiche Tat die Freiheit für eine gleich lange Dauer 
entzogen werden. Im Unterschied zum Tagessatzsystem besteht hier ein 
grösseres Ermessen und der Zusammenhang zwischen Verschulden und den 
finanziellen Verhältnissen sowie der Bussenhöhe und der Ersatzfreiheitsstrafe 
muss nicht wie bei der Berechnung der Geldstrafe gleichsam mathematisch 
aufgezeigt werden (vgl. BGE 134 IV 60 E. 7.3.3; Heimgartner, in: Basler 
Kommentar StGB I, a.a.O., N 10 ff. zu Art. 106). Würde vorliegend die 
hypothetische Tagessatzhöhe von Fr. 10.-- als Umrechnungsschlüssel verwendet, 
so ergäbe dies für die auszusprechende Busse von Fr. 360.-- eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von 36 Tagen. Da die Vorinstanz lediglich auf eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen erkannt hat, gilt es das in Art. 146 Abs. 1 StPO 
statuierte Schlechterstellungsverbot (Verbot der reformatio in peius) zu beachten, 
wonach die Berufungsinstanz die im angefochtenen Urteil ausgesprochenen 
Strafen nicht verschärfen darf, wenn nur – wie vorliegend – zugunsten des 
Verurteilten Berufung eingelegt worden ist. Zudem ist es mit Rücksicht auf das 
Schlechterstellungsverbot auch nicht möglich, die bedingt ausgesprochene 
Freiheitsstrafe von 6 Monaten zu reduzieren und die Ersatzfreiheitsstrafe 
gleichzeitig zu erhöhen, da Art. 42 Abs. 1 StGB nur den bedingten Vollzug von 
Freiheitsstrafen von mindestens 6 Monaten – nicht jedoch von kürzeren 
Freiheitsstrafen – erlaubt (vgl. auch Art. 41 Abs. 1 StGB). Daraus folgt, dass die 
Ersatzfreiheitsstrafe auf 10 Tagen zu belassen ist. 

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d) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich der Angeklagte 
wegen mehrfachen Pfändungsbetrugs entsprechend Ziffer 1 des angefochtenen 
Urteils strafbar gemacht hat, weshalb die Berufung insoweit abzuweisen ist. Die 
von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 6 Monaten, bedingt bei 
einer Probezeit von drei Jahren, wird bestätigt. Jedoch ist die Verbindungsbusse 
von Fr. 1'500.-- auf Fr. 360.-- zu reduzieren, derweil die Ersatzfreiheitsstrafe von 
10 Tagen belassen wird. Damit gilt es, Ziffer 2 des angefochtenen Urteils 
aufzuheben und entsprechend neu zu fassen. 

13. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich keine Änderung der 
vorinstanzlichen Kostenverteilung. Bezüglich des Berufungsverfahrens gilt es zu 
berücksichtigen, dass der Angeklagte mit seinem Begehren um Freispruch nicht 
durchgedrungen ist und hinsichtlich des erfüllten mehrfachen Pfändungsbetrugs 
vollumfänglich am vorinstanzlichen Urteil festgehalten wird. Lediglich hinsichtlich 
der Strafzumessung ist die Berufung insoweit teilweise gutzuheissen, als die 
Bussenhöhe zu seinen Gunsten reduziert wird. Damit erscheint es als 
gerechtfertigt, die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- zu ¾ dem 
Angeklagten und zu ¼ dem Kanton Graubünden aufzuerlegen (vgl. Art. 160 Abs. 3 
StPO).

 

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung wird dahin entschieden, dass Ziffer 2 des angefochtenen 
Urteils aufgehoben und wie folgt neu gefasst wird:

X. wird bestraft:

a) mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, bedingt bei einer Probezeit 
von drei Jahren,

b) mit einer Busse von Fr. 360.--, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 
10 Tagen.

2. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu ¾ zu Lasten 
von X. und zu ¼ zu Lasten des Kantons Graubünden.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: