# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3833be42-eb39-5604-9f8a-bb398ea6680e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.05.2025 D-1684/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1684-2024_2025-05-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1684/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger,    

Gerichtsschreiberin Lea Fritsche. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 16. Februar 2024 / N (…). 

 

 

 

D-1684/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge am 9. September 

2023 illegal (vgl. SEM act. 15/14 A34/35) aus der Türkei aus- und am 

12. September 2023 (vgl. SEM act. 1/2 und 2/1) in die Schweiz einreiste, 

wo sie am 12. September 2023 um Asyl nachsuchte, 

dass sie am 11. Oktober 2023 gemäss Art. 29 AsylG (SR 142.31) angehört 

wurde (vgl. SEM act. 15/14), 

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen ausführte, sie 

sei türkische Staatsbürgerin kurdischer Ethnie und alevitischen Glaubens 

aus der Provinz Bursa und habe dort bis zu ihrer Ausreise – mit einem 

kurzen Unterbruch zu Studienzwecken in Istanbul – gelebt,   

dass sie in Istanbul Betriebswirtschaft studiert und ihr Studium im Februar 

2023 abgeschlossen habe, 

dass aufgrund ihres alevitischen Glaubens und ihrer kurdischen Ethnie seit 

ihrer Kindheit schlecht über sie geredet worden sei, 

dass gegen sie am (…) 2023 eine Anzeige erstattet worden sei, weshalb 

die Polizei am (…) 2023 zuhause nach ihr gesucht habe, sie sich an die-

sem Datum jedoch wegen eines Vorstellungsgesprächs in Istanbul aufge-

halten habe, 

dass sie später über ihre Familienanwältin erfahren habe, dass gegen sie 

ein Ermittlungsverfahren wegen Aufstachelung der Öffentlichkeit zu Hass 

und Feindseligkeit eingeleitet worden und am (…) 2023 ein Haftbefehl ge-

gen sie erlassen worden sei,   

dass sie seit dem Jahre 2016 wiederholt Tweets veröffentlicht habe, in wel-

chen sie unter anderem die Regierung, namentlich aufgrund ihres aus ihrer 

Sicht Fehlverhaltens während des Erdbebens, sowie den Innenminister 

Süleyman Soyul, kritisiert habe,  

dass sie auch seit dem Jahre 2017 auf Instagram aktiv sei und dort Ereig-

nisse über Frauenmorde, Vergewaltigungen, Kindsmissbrauch teile, 

dass ihre Mutter die Enkeltochter eines (kurdischen) Führers von Dersim 

sei, 

D-1684/2024 

Seite 3 

dass ihr Onkel mütterlicherseits im Jahre 2000 wegen Mitgliedschaft bei 

einer Terrororganisation ins Gefängnis gekommen und dort gefoltert wor-

den sei, er jedoch aus dem Gefängnis habe fliehen können und 2006 oder 

2007 in B._______ Asyl erhalten habe,  

dass die Mutter nach der Flucht des Onkels immer wieder von der Polizei 

aufgesucht und nach dessen Verbleib gefragt worden sei, weshalb die Be-

schwerdeführerin bereits seit ihrer Kindheit mit Razzien der Polizei kon-

frontiert gewesen sei,  

dass ihre Eltern Mitglieder der Halkların Demokratik Partisi (HDP) seien, 

sie selber zwar nicht Mitglied in einer Partei sei, ihre politische Meinung 

aber seit 2016 über Tweets teile und auch an der Universität ihre Meinung 

immer ausgesprochen habe, 

dass die Beschwerdeführerin im Laufe des Verfahrens mehrere Beweis-

mittel zu den Akten legen liess, unter anderem Verfahrensdokumente im 

Zusammenhang mit dem von ihr geltend gemachten Verfahren sowie einen 

UYAP-Auszug (vgl. SEM act. 16/21 und 29/5), 

dass das SEM mit Verfügung vom 16. Februar 2024 – eröffnet am 19. Feb-

ruar 2024 – feststellte, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, ihr Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz 

verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete (vgl. SEM act. 30/11), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 15. März 2024 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und be-

antragt, es sei die Verfügung der Vorinstanz vollumfänglich aufzuheben, 

die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihr Asyl zu gewähren, eventu-

aliter sei die Wegweisung als unzulässig beziehungsweise unzumutbar zu 

qualifizieren und sie sei vorläufig aufzunehmen, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Wiederherstellung der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde und um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

sowie um amtliche Rechtsverbeiständung ersuchte,  

dass der Beschwerde unter anderem Formulare der (…) Kantonspolizei 

betreffend Strafanzeige beziehungsweise Opferrechte beiliegen, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 19. März 2024 die 

Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive 

D-1684/2024 

Seite 4 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um unentgeltli-

che Rechtsverbeiständung abwies und der Beschwerdeführerin Frist zur 

Bezahlung eines Kostenvorschusses ansetzte,  

dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss fristgerecht leistete,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde und das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu-

kommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz einer allfälligen Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat, weshalb auf ihr 

D-1684/2024 

Seite 5 

Begehren auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht einzu-

treten ist,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass das SEM zur Begründung des Entscheids im Wesentlichen ausführte, 

dass die von ihr geltend gemachten Razzien in ihren Kindheitsjahren als 

abgeschlossen betrachtet werden können und es damit an der flüchtlings-

rechtlichen notwendigen Aktualität mangle, 

dass der Umstand, dass in ihrer Kindheit schlecht über sie gesprochen und 

sie aufgrund ihrer Familiengeschichte mit dem Terrorismus in Verbindung 

gebracht worden sei, nicht als ernsthaft zu qualifizieren und flüchtlings-

rechtlich nicht relevant sei, 

dass bezüglich des eröffneten Strafverfahrens und des Haftbefehls vom 

(…) 2023 vorweg darauf hinzuweisen sei, dass viele der eingereichten Do-

kumente abgesehen von der Nennung des Delikts keinen materiellen Inhalt 

aufweisen, sondern aus standardisierten Bausteinen bestehen würden,  

dass den eingereichten Dokumenten lediglich ein geringen Beweiswert zu-

komme und Verfahrensdokumente in der Türkei problemlos gegen Entgelt 

beschafft werden könnten, weshalb darauf verzichtet werden könne, zu 

prüfen, ob diese objektive Fälschungsmerkmale aufwiesen, 

dass die Frage, ob es sich um echte Verfahrensdokumente handle auch 

offenbleiben könne, weil (noch) kein Gerichtsverfahren eröffnet und es zum 

Entscheidungszeitpunkt offen sei, ob es in absehbarer Zeit überhaupt zu 

einem Gerichtsverfahren oder einer späteren Verurteilung der Beschwer-

deführerin aus einem flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv kommen werde,   

dass hinsichtlich des Haftbefehls festzustellen sei, dass es sich formell 

nicht um einen Haftbefehl, sondern um einen Vorführbefehl und einen Vor-

führbeschluss handle, deren Zweck die Einvernahme mit nachträglicher 

Freilassung sei,  

D-1684/2024 

Seite 6 

dass unter Berücksichtigung der Menschenrechtslage in der Türkei im Kon-

text des der Beschwerdeführerin zur Last gelegten Straftatbestandes nicht 

mit einem systematischen Risiko von Misshandlung oder Folter auszuge-

hen und aufgrund der Akten auch kein solches Risiko ersichtlich sei,  

dass die vorinstanzliche Verfügung in ihren Erwägungen zu bestätigen ist, 

namentlich die von der Beschwerdeführerin geschilderten Fluchtgründe 

flüchtlingsrechtlich nicht relevant sind und diesbezüglich auf die zutreffen-

den Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen ist (vgl. angefochtene Ver-

fügung Ziff. II),  

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde ihre Fluchtgründe wie-

derholt, wobei sie zusätzlich vorbringt, in ihrer Unterkunft in C._______ Op-

fer eines sexuellen Missbrauchs geworden zu sein, was ihre bestehenden 

Ängste verstärke, in der Türkei durch die Polizei und rechte Gruppen un-

terdrückt und misshandelt zu werden, und sie darum nun psychologische 

Hilfe benötige,  

dass eine solche Erfahrung zwar sehr bedauernswert ist, indessen kein 

konkreter Zusammenhang zwischen dieser Straftat und den Problemen 

der Beschwerdeführerin in der Türkei ersichtlich ist, 

dass lediglich die Eröffnung eines staatsanwaltlichen Ermittlungsverfah-

rens gemäss Bundesverwaltungsgericht noch nicht für eine flüchtlings-

rechtlich relevante Verfolgung spricht, zumal es sich bei der Beschwerde-

führerin um eine Ersttäterin ohne geschärftes oppositionelles politisches 

Profil handelt (vgl. Referenzurteil des BVGer D-4103/2024 vom 8. Novem-

ber 2024 E. 8./8.7), 

dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Akten nach dem einmaligen 

Aufsuchen in der Türkei von der Polizei nicht mehr weiter behelligt oder 

gesucht wurde, was auch gegen ein weiterführendes Verfolgungsinteresse 

der türkischen Behörden an ihr spricht (vgl. SEM act. 15/14 F/A55), 

dass die Beschwerdeführerin somit die Flüchtlingseigenschaft nicht darzu-

tun vermag, weshalb die Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt 

hat,  

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), die Beschwerdeführerin weder im Besitz einer kantonalen 

Aufenthaltsbewilligung ist noch Anspruch auf Erteilung einer solchen hat 

D-1684/2024 

Seite 7 

(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte 

Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 

demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen praxis-

gemäss der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingsei-

genschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis 

möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

D-1684/2024 

Seite 8 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass in der Türkei keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die Tür-

kei über ein modernes Gesundheitssystem verfügt und die Versorgung 

weitgehend westeuropäischen Standards entspricht, weshalb auch die Be-

handlung von psychischen Problemen – wie sie die Beschwerdeführerin 

geltend macht – in der Türkei möglich ist (vgl. Referenzurteil E-1948/2018 

vom 12. Juni 2018 E. 7.3.5.3),  

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer 

Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorlie-

gend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat-

staat schliesslich als möglich zu erachten ist  (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und 

es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepa-

piere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 

E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist und diesbezüglich im Übrigen auf die zutreffenden Erwä-

gungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. an-

gefochtene Verfügung, Ziff. III), 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG [SR 142.20]),  

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

soweit darauf einzutreten ist (vgl. oben S. 5), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]),  

dass der einbezahlte Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfahrens-

kosten zu verwenden ist.  

D-1684/2024 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Lea Fritsche 

 

 

Versand: