# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73e99b6b-219e-5558-8502-8ee9e657f15b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-27
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 27.11.2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-27--N_2023-11-27.pdf

## Full Text

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Eidgenössischer Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB 

 
 

 

 

Bern, 27. November 2023 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

im Schlichtungsverfahren zwischen 

H. __ 
(Antragsteller) 

und 

Generalsekretariat des Eidgenössischen Finanzdepartements GS-EFD 

I Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Im März 2023 befand sich die Credit Suisse in einer akuten Vertrauenskrise. Angesichts der hef-
tigen Marktturbulenzen, mit denen die Credit Suisse kämpfte, hat der Bundesrat gestützt auf Not-
recht gemäss Art. 184 und 185 der Bundesverfassung1 am 16. März 2023 die Verordnung über 
zusätzliche Liquiditätshilfe-Darlehen und die Gewährung von Ausfallgarantien des Bundes für Li-
quiditätshilfe-Darlehen der Schweizerischen Nationalbank [SNB] an systemrelevante Banken2 
(nachfolgend: PLB3-NVO) erlassen. Zum Schutz der schweizerischen Volkswirtschaft verabschie-
dete der Bundesrat am 19. März 2023 ein Massnahmenpaket, das die Übernahme der Credit 
Suisse durch die UBS ermöglichte. Zu diesem Massnahmenpaket gehörten unter anderem eine 
Verlustübernahmegarantie des Bundes an die UBS im Umfang von 9 Milliarden Franken, eine 
Garantie an die SNB zur Absicherung von Liquiditätshilfedarlehen an die Credit Suisse im Umfang 
von 100 Milliarden Franken sowie ein ohne staatliche Garantie des Bundes ausgestattetes Liqui-
ditätshilfe-Darlehen der SNB von bis zu 100 Milliarden Franken.4 Der Informationsaustausch und 
die Datenbearbeitung im Zusammenhang mit dem Vollzug der PLB-NVO wird in Art. 6 derselben 

 
1  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101). 
2  Verordnung vom 16. März 2023 über zusätzliche Liquiditätshilfe-Darlehen und die Gewährung von Ausfallgarantien des Bundes für Liquiditäts-

hilfe-Darlehen der Schweizerischen Nationalbank an systemrelevante Banken (AS 2023 135). 
3  Public Liquidity Backstop PLB: staatliche Liquiditätssicherung für systemrelevante Banken.  
4  Eidgenössisches Finanzdepartement EFD: Übernahme der Credit Suisse durch die UBS (abrufbar unter: www.efd.admin.ch > Finanzplatz > 

Übernahme der Credit Suisse durch die UBS [zuletzt abgerufen am 6. September 2023]); Schweizerische Nationalbank: Nationalbank unter-
stützt Übernahme der Credit Suisse durch die UBS mit umfangreicher Liquiditätshilfe, Medienmitteilung vom 19. März 2023 (abrufbar unter: 
www.snb.ch > Informationen für Medien > Medienmitteilungen [zuletzt abgerufen am 6. September 2023]). 

 
 

 

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geregelt. Gemäss Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO ist der Zugang nach dem Öffentlichkeitsgesetz5 zu die-
sen Informationen und Daten ausgeschlossen. Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO wurde am 15. September 
2023 aufgehoben.6 

2. Der Antragsteller (Journalist) hat am 28. April 2023 gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz beim 
Generalsekretariat des Eidgenössischen Finanzdepartements GS-EFD um Zugang zu Folgendem 
ersucht:  

-  "Generalsekretariat GS-EFD - Aktennotizen inklusive Anhänge und Protokolle von Sitzun-
gen der Verwaltungsstellen sowohl intern wie auch mit externer Beteiligung im Zusammen-
hang mit der CS-Krise und daraus resultierend die Übernahme durch die UBS bis zum 
19. März 2023, insbesondere des Finanzdepartements und der Finma" [nachfolgend: 
1. Teilaspekt] und  

-  "Protokolle des 'Ausschuss Finanzkrisen' von 2022 bis zum 19. März 2023" [nachfolgend: 
2. Teilaspekt] 

3. Im Zeitraum zwischen dem 2. Juni 2023 und dem 26. Juni 2023 erfolgte im Zusammenhang mit 
weiteren Schlichtungsverfahren im Sachverhaltskomplex "Ausrichtung von Liquiditätshilfe und 
Übernahme der Credit Suisse" nachfolgend aufgeführter Austausch mit dem GS-EFD resp. wurde 
eine Besprechung mit Vertreterinnen und Vertretern des GS-EFD durchgeführt, was auch vorlie-
gend beachtlich ist:  

-  In der E-Mail vom 2. Juni 2023 an das GS-EFD schlug der Beauftragte für die Besprechung 
des weiteren organisatorischen Vorgehens und die praktische Durchführung der komplexen 
und umfangreichen Schlichtungsverfahren – insbesondere der Dokumenteneinsicht – eine 
Sitzung mit Vertreterinnen und Vertretern des GS-EFD vor.  

-  Am 16. Juni 2023 fand in den Räumlichkeiten des Beauftragten eine kurze Sitzung mit Ver-
treterinnen und Vertreter des GS-EFD statt. Während dieser Besprechung wurden einer-
seits die zwischenzeitlich, d.h. seit der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS, ein-
gereichte Kommissionsmotion der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates SPK-
N7 und der Beschluss des Parlaments zur Einsetzung einer Parlamentarischen Untersu-
chungskommission PUK8 im Kontext dieser Übernahme erwähnt. In Anbetracht dieser Er-
eignisse wurde dem GS-EFD eine Frist bis am 26. Juni 2023 für eine diesbezügliche ergän-
zende Stellungnahme eingeräumt. Andererseits wurde die Durchführung der 
Einsichtnahme des Beauftragten in die von den Schlichtungsverfahren betroffenen Doku-
mente thematisiert. Das GS-EFD gab an, dass die Zusammenstellung der Dokumentation 
in Arbeit, diese allerdings aufgrund deren Umfangs noch nicht komplett sei. Die Aufberei-
tung der Dokumente sei auch für die Arbeit der PUK erforderlich und betreffe teilweise iden-
tische Dokumentenbestände, wobei der Zeitpunkt der Erledigung in beiden Fällen noch 
nicht bekannt sei. In Kenntnis der Fortführung der Aufbereitung der Akten durch das GS-
EFD werde der Beauftragte die ergänzende Stellungnahme abwarten und im Anschluss 
das weitere Vorgehen bestimmen sowie weitere Angaben zur Durchführung der Dokumen-
teneinsicht machen.  

-  Am 26. Juni 2023 reichte das GS-EFD eine ergänzende Stellungahme ein. Darin macht das 
GS-EFD zunächst geltend, dass gemäss Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO der Zugang nach dem 
Öffentlichkeitsgesetz zu Informationen und Daten, die namentlich im Zusammenhang mit 
der Gewährung, Verwaltung, Überwachung und der Abwicklung von Liquiditätshilfe-Darle-
hen und Ausfallgarantien notwendig sind, ausgeschlossen ist. Dabei sei zu beachten, dass 
gestützt auf diese Bestimmung – auch wenn der Wortlaut etwas anderes nahezulegen 
scheine – der Zugang zu Dokumenten im Zusammenhang mit der Ausrichtung von Liquidi-

 
5  Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3). 
6  Verordnung über zusätzliche Liquiditätshilfe-Darlehen und die Gewährung von Ausfallgarantien des Bundes für Liquiditätshilfe-Darlehen 

der Schweizerischen Nationalbank an systemrelevante Banken (PLB-NVO; SR 952.3), Änderung vom 6. September 2023 (AS 2023 495). 
7  Staatspolitische Kommission des Nationalrates SPK-N: Öffentlichkeitsprinzip nicht einschränken: Einreichung einer Kommissionsmotion, 

Medienmitteilung vom 12. Mai 2023; vgl. auch Motion SPK-N "Kein Ausschluss des Öffentlichkeitsprinzips" (23.3587). 
8  Bundesbeschluss über die Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission zur Untersuchung der Geschäftsführung der 

Behörden im Zusammenhang mit der Notfusion der Credit Suisse mit der UBS vom 8. Juni 2023, BBl 2023 1369 (nachfolgend: BBl 2023 
1369). 

https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20233587

 
 

 

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tätshilfe und der Übernahme der Credit Suisse insgesamt zu verweigern sei. Die Auslegung, 
dass der Zugang nur für Dokumente ausgeschlossen werden solle, welche nach dem In-
krafttreten der PLB-NVO erstellt worden seien, entspreche nicht dem Willen des Verord-
nungsgebers. Weiter verweist das GS-EFD auf die von den Eidgenössischen Räten einge-
setzte PUK, deren Aufgabe unter anderem die Sichtung und Bewertung der im 
Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse angefallenen Dokumente sein 
werde. Diese könne nicht unbeeinflusst erfolgen, wenn beispielsweise die öffentliche Mei-
nung bereits durch die mediale Berichterstattung beeinflusst worden sei. Die Gewährung 
des Zugangs zu Dokumenten im Zusammenhang mit den Ereignissen rund um die Über-
nahme der Credit Suisse würde die freie Meinungsbildung der PUK beeinträchtigen, wes-
halb der Zugang in Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ zum Schutz deren Meinungs- 
und Willensbildung zumindest bis zum Abschluss der Arbeiten der PUK aufzuschieben sei. 
Art. 171 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Bundesversammlung (Parlamentsgesetz, 
ParlG; SR 171.10), wonach die Einsetzung einer solchen Untersuchungskommission die 
Durchführung von zivil- und verwaltungsgerichtlichen Verfahren sowie von Voruntersuchun-
gen und Gerichtsverfahren in Strafsachen nicht hindert, zeitige keinen Einfluss auf Schlich-
tungsverfahren nach dem Öffentlichkeitsgesetz. Selbst wenn entgegen dem Ausgeführten 
davon auszugehen wäre, dass Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO keinen pauschalen Ausschluss des 
Zugangs vorsehe, wäre der Zugang schliesslich gestützt auf die Ausnahmebestimmungen 
des Öffentlichkeitsgesetzes vollständig zu verweigern. Der Zugang zu den verlangten Do-
kumenten würde den durch die Massnahmen angestrebten Erhalt der Stabilität des Finanz-
marktes und damit die zielkonforme Durchführung konkreter behördlicher Massnahmen be-
einträchtigen (Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ). Darüber hinaus könnte die Offenlegung es 
erlauben nachzuvollziehen, ob und gegebenenfalls welche vertraulichen Diskussionen mit 
internationalen Partnern geführt worden sind, was die aussenpolitischen Interessen oder 
die internationalen Beziehungen der Schweiz beeinträchtigen könnte (Art. 7 Abs. 1 Bst. d 
BGÖ). Ausserdem seien im Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse durch 
die UBS eine Vielzahl von Haftungsansprüchen in Milliardenhöhe gegen die Eidgenossen-
schaft öffentlich angedroht worden, weshalb die Gefahr bestehe, dass offen gelegte Doku-
mente aus dem Zusammenhang gerissen und in Prozessen gegen die Eidgenossenschaft 
verwendet würden. Dadurch würden die wirtschaftspolitischen Interessen der Schweiz ge-
fährdet (Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ). Abschliessend müsse beachtet werden, dass die ange-
fragten Dokumente Geschäftsgeheimnisse der beteiligten Banken enthielten bzw. die ent-
haltenen Informationen Rückschlüsse auf solche zuliessen (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ).  

4. Am 5. Juli 2023 nahm das GS-EFD Stellung und teilte dem Antragsteller mit, dass der Zugang zu 
den verlangten Informationen und Daten nach dem Öffentlichkeitsgesetz gemäss Art. 6 
Abs. 3 PLB-NVO i.V.m. Art. 4 Bst. a BGÖ ausgeschlossen sei. Weiter sei der Zugang auch ge-
stützt auf Art. 7 Abs. 1 Bst. a, b, c, d, f und g BGÖ zu verweigern.  

5. Am 19. Juli 2023 reichte der Antragsteller einen Schlichtungsantrag beim Eidgenössischen Da-
tenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Beauftragter) ein. 

6. Mit Schreiben vom 19. Juli 2023 bestätigte der Beauftragte gegenüber dem Antragsteller den Ein-
gang des Schlichtungsantrages und informierte darüber, dass vorliegend aufgrund der Anzahl der 
Schlichtungsanträge zu diesem Thema und der Komplexität der aufgeworfenen Rechtsfragen9 auf 
die Durchführung einer Schlichtungssitzung verzichtet werde10, er im Rahmen des schriftlich ge-
führten Schlichtungsverfahrens jedoch Gelegenheit zur Einreichung einer ergänzenden Stellung-
nahme erhalte (Art. 12 Abs. 2 VBGÖ).  

7. Gleichentags forderte der Beauftragte das GS-EFD dazu auf, eine Kopie des Zugangsgesuchs, 
Stellungnahme(n) des GS-EFD, allfällige weitere Korrespondenz im Zusammenhang mit dem Zu-
gangsgesuch sowie bei Bedarf eine ergänzende Stellungnahme einzureichen. Zudem erklärte der 
Beauftragte gegenüber dem GS-EFD, dass im vorliegenden Schlichtungsverfahren auf 

 
9  Vgl. Art. 12a der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31). 
10  Gemäss Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz obliegt die Festlegung des Verfahrens im Einzelnen dem Beauftragten; er kann dasjenige 

Vorgehen wählen, das dem einzelnen Fall am besten angemessen ist (Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwal-
tung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, BBl 2003 1963 (zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024). 

 
 

 

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Wunsch des Beauftragten11 ausnahmsweise eine Einsichtnahme vor Ort (d.h. in den Räumlich-
keiten des EFD) stattfinden werde. Der Beauftragte sehe vor, die Einsicht in die von den Schlich-
tungsverfahren erfassten Dokumente in der Woche vom 14. August 2023 in den Räumlichkeiten 
des EFD durchzuführen. Das GS-EFD wurde zudem gebeten, Inhaltsübersichten mit den Doku-
menten der jeweiligen Zugangs- resp. Schlichtungsverfahren bereitzuhalten.  

8. Am 27. Juli 2023 reichte das GS-EFD das Zugangsgesuch, dessen Empfangsbestätigung sowie 
die Stellungnahme des GS-EFD vom 5. Juli 2023 ein und teilte mit, dass es an der Stellungnahme 
vom 5. Juli 2023 festhalte.  

9. Am 16. August 2023 erfolgte die Dokumenteneinsicht, welche auf Antrag des Beauftragten in den 
Räumlichkeiten des EFD stattfand. Das GS-EFD hielt, den Zugangsgesuchen entsprechend, je-
weils eine separate Dokumentenmappe inkl. Inhaltsverzeichnis bereit. Nach einführenden allge-
meinen Bemerkungen zu den vorgelegten Dokumenten sowie Hinweisen des GS-EFD zu ange-
drohten Haftungsansprüchen gegen die Eidgenossenschaft richtete der Beauftragte einige Fragen 
an das GS-EFD. Anschliessend konnte der Beauftragte die vom GS-EFD bereitgestellten Doku-
mente frei prüfen, wobei sich das GS-EFD weiterhin für die Beantwortung von Fragen zur Verfü-
gung hielt. Bei der Einsichtnahme in die vom Antragsteller angeforderten Dokumente übergab das 
GS-EFD dem Beauftragten eine Mappe, welche nur die Dokumente zum 1. Teilaspekt der mit dem 
Zugangsgesuch verlangten Dokumente enthielt. Der Beauftragte, der bis dahin nicht über das 
Nichtvorhandensein von Dokumenten informiert worden war, stellte fest, dass das Dossier keine 
zum 2. Teilaspekt des Zugangsgesuchs gehörenden Dokumente enthielt, und befragte das GS-
EFD dazu. Im Anschluss an die Dokumenteneinsicht bat der Beauftragte das GS-EFD "[…] um 
schriftliche Präzisierung der Relevanz der aktuell hängigen und noch zu erwartenden Klagever-
fahren der Gläubiger bzw. Aktionäre der Credit Suisse sowie der Relevanz der von den Zugangs-
gesuchen betroffenen Dokumente mit Bezug auf diese Verfahren. Ausserdem bitten wir Sie um 
schriftliche Bestätigung, dass alle uns in der heutigen Sitzung zugänglich gemachten Dokumente 
an die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zur CS-Notfusion übermittelt wurden. 
Sofern dies nicht der Fall ist, bitten wir um Mitteilung, welche Dokumente nicht ediert wurden."  

10. Am 18. August 2023 reichte der Antragsteller eine ergänzende Stellungnahme ein. Er stellte sich 
darin vorab sinngemäss auf den Standpunkt, dass die vom Bundesrat erlassene PLB-NVO kein 
Bundesgesetz im Sinne von Art. 163 Abs. 1 BV darstelle und damit die Anforderungen an spezi-
algesetzliche Vorbehalte gemäss Art. 4 BGÖ nicht erfülle, weswegen Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO der 
Anwendbarkeit des Öffentlichkeitsgesetzes nicht entgegenstehe. Die Bestimmungen des Öffent-
lichkeitsgesetzes könnten nicht durch einen Vorbehalt auf Verordnungsstufe ausgehebelt werden. 
Bezüglich der vom GS-EFD geltend gemachten Ausnahmebestimmungen sei es Pflicht der Be-
hörde, konkret darzulegen, welche Informationen konkret welcher Ausnahmebestimmung unter-
lägen. Eine einfache Auflistung von Ausnahmebestimmungen sei nicht ausreichend. Aufgrund des 
Verhältnismässigkeitsprinzips habe eine Behörde grundsätzlich nur Informationen unkenntlich zu 
machen, soweit dies für den Schutz der tangierten Interessen erforderlich sei. Dies schliesse eine 
komplette Zugangsverweigerung aus. Zu betonen sei schliesslich das grosse öffentliche Interesse 
der Bürgerinnen und Bürger an den Grundlagen zum Entscheid des Bundesrates, die Credit 
Suisse durch die UBS mit staatlichen Liquiditätshilfen und Garantien in Milliardenhöhe retten zu 
lassen.  

11. In seiner E-Mail vom 25. August 2023 an den Beauftragten präzisierte das GS-EFD ausgewählte 
Aspekte zur Bedeutung der hängigen oder drohenden Verfahren und äusserte sich damit zusam-
menhängend zur Relevanz der diese allfällig betreffenden Dokumente. Das GS-EFD wies dabei 
auf die im Nachgang zu den Massnahmen zur Rettung der Credit Suisse zahlreichen öffentlich 
angekündigten Rechtsverfahren hin, u.a. gegen die Eidgenossenschaft. "Neben Klagen nach na-
tionalem Recht sind dabei vielfach auch mögliche Klagen an internationale Gerichte gestützt auf 
Investitionsschutzabkommen genannt worden." Mangels Kenntnis über verfolgte Argumentations-
linien lasse sich nicht hinreichend verlässlich abschätzen, welche Informationen in einem allfälli-
gen Prozess für die prozessuale Position nachteilig sein könnten. Im Ergebnis sei deshalb zur 

 
11  vgl. Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter: Fragen- und Antwortenkatalog des EDÖB vom 13. Oktober 2022 für 

die Anhörung durch die GSK vom 28. Oktober 2022 zum BGÖ, S. 4 (abrufbar unter https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home.html > 
Öffentlichkeitsprinzip > Services BGÖ [zuletzt abgerufen am 30. August 2023]).  

 
 

 

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Wahrung der Interessen der Eidgenossenschaft von höchster Bedeutung, dass der Zugang zu 
Dokumenten betreffend die Rettung der Credit Suisse bis zur definitiven Erledigung der drohen-
den Entschädigungsforderungen umfassend verweigert werde. Abschliessend bestätigte das GS-
EFD ausdrücklich, dass "[…] sämtliche der Ihnen zugänglich gemachten Dokumente auch der 
Parlamentarischen Untersuchungskommission zugänglich gemacht wurden."  

12. Auf die weiteren Ausführungen des Antragstellers und des GS-EFD sowie auf die eingereichten 
und/oder in den Räumlichkeiten des EFD gesichteten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den 
folgenden Erwägungen eingegangen. 

II Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

13. Der Antragsteller reichte ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ beim GS-EFD ein. Dieses verwei-
gerte den Zugang zu den verlangten Dokumenten. Der Antragsteller ist als Teilnehmer an einem 
vorangegangenen Gesuchsverfahren zur Einreichung eines Schlichtungsantrags berechtigt 
(Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Der Schlichtungsantrag wurde formgerecht (einfache Schriftlichkeit) 
und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme der Behörde) beim Beauf-
tragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

14. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.12 
Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der Angelegenheit 
eine Empfehlung abzugeben.  

15. Mit Inkrafttreten des totalrevidierten Bundesgesetzes über den Datenschutz (Datenschutzgesetz, 
DSG; SR 235.1) am 1. September 2023 wurden der Schutz, die Bearbeitung und die Bekanntgabe 
von Daten juristischer Personen aus dem Datenschutzgesetz ausgenommen. Das Datenschutz-
gesetz findet deshalb nur noch auf (Personen-)Daten natürlicher Personen Anwendung. Im revi-
dierten Art. 9 Abs. 2 BGÖ wird für den Zugang von Personendaten auf das Datenschutzgesetz 
(neu Art. 36 DSG) verwiesen. In Bezug auf die Daten juristischer Personen verweist das Öffent-
lichkeitsgesetz neu auf Art. 57s des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG; 
SR 172.010).  

16. Angesichts der Tatsache, dass das Datenschutzgesetz während des vorliegenden Schlichtungs-
verfahrens in Kraft getreten ist, ist vorab zu klären, welche Rechtsgrundlage zur Anwendung ge-
langt: Der Gesetzgeber hat keine Übergangsbestimmungen für das Zugangs- und Schlichtungs-
verfahren nach dem Öffentlichkeitsgesetz erlassen. Das Bundesverwaltungsgericht13 hatte 
kürzlich einen Fall zu beurteilen, bei welchem das neue Datenschutzgesetz während des hängi-
gen Beschwerdeverfahrens in Kraft getreten ist. Es weist darauf hin, dass die Rechtmässigkeit 
eines Verwaltungsaktes grundsätzlich nach der Rechtslage zur Zeit seines Erlasses zu beurteilen 
ist, ausser das seither geänderte Recht sehe ausdrücklich eine andere Ordnung vor. "Es ist des-
halb regelmässig auf das alte Recht abzustellen. Zu relativieren ist dieser Nachwirkungsgrundsatz 
insofern, als für den Beschwerdeführer günstigeres Recht stets berücksichtigt werden soll und 
strengeres Recht dann, wenn zwingende Gründe für dessen sofortige Anwendung sprechen." Das 
Gericht kommt zum Schluss, dass die Tragweite der neuen Bestimmungen gleich geblieben und 
das alte Recht anzuwenden ist. Aus diesen Gründen wendet der Beauftragte in diesem Schlich-
tungsverfahren die altrechtlichen Bestimmungen des Öffentlichkeits- und Datenschutzgesetzes 
an.  

 
12 BBl 2003 2024. 
13  Urteil des BVGer A-516/2022 vom 12. September 2023 E. 8.2.2 m.w.H. 

 
 

 

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B. Materielle Erwägungen 

17. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 VBGÖ die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit 
der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.14  

18. Gegenstand des vorliegenden Schlichtungsverfahrens ist der Zugang zu amtlichen Dokumenten 
entsprechend dem Zugangsgesuch (vgl. Ziffer 2). 

19. Bei der Einsichtnahme in die vom GS-EFD für jeden Schlichtungsantrag vorbereiteten Dossiers 
in den Räumlichkeiten des EFD (vgl. Ziffer 9) stellte der Beauftragte fest, dass das Dossier zum 
vorliegenden Verfahren kein amtliches Dokument enthält, welches dem 2. Teilaspekt des Zu-
gangsgesuchs entspricht, obwohl das GS-EFD diese Information weder dem Antragsteller noch 
dem Beauftragten vorgängig mitgeteilt hatte. Angesichts dessen ist in einem ersten Schritt zu 
prüfen, ob das Nichtvorhandensein von amtlichen Dokumenten glaubhaft ist.  

20. Aufgrund des in Art. 6 BGÖ verankerten Öffentlichkeitsprinzips besteht eine widerlegbare gesetz-
liche Vermutung zugunsten des freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten.15 Das Öffentlichkeits-
prinzip erstreckt sich nur auf amtliche Dokumente (Art. 5 BGÖ).16 Nach Art. 5 Abs. 1 BGÖ gilt als 
amtliches Dokument jede Information, die auf einem beliebigen Informationsträger aufgezeichnet 
ist (Bst. a), sich im Besitz einer Behörde befindet, von der sie stammt oder der sie mitgeteilt wor-
den ist (Bst. b), und die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe betrifft (Bst. c). Zur Voraussetzung 
gemäss Art. 5 Abs. 1 Bst. a BGÖ, wonach die Information "auf einem beliebigen Informationsträ-
ger aufgezeichnet" sein muss, führt der Bundesrat in seiner Botschaft aus, dass sich das Ein-
sichtsgesuch auf ein bereits existierendes amtliches Dokument beziehen muss. Das Öffentlich-
keitsprinzip bezweckt nicht, die Verwaltung zur Erstellung eines noch nicht existierenden 
Dokuments zu verpflichten.17  

21. Bestehen Zweifel an der Nichtexistenz amtlicher Dokumente, so kann sich gemäss Botschaft des 
Öffentlichkeitsgesetzes18 – aufgenommen durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-
richts19 – der Beauftragte nicht darauf beschränken, diese Aussage zur Kenntnis zu nehmen. Er 
muss Abklärungen vornehmen, um die Glaubwürdigkeit und Ernsthaftigkeit der Behauptungen 
des Antragstellers und der Verwaltung abwägen zu können. Gemäss Art. 20 BGÖ verfügt der Be-
auftragte im Schlichtungsverfahren über ein Auskunfts- und Einsichtsrecht. Insbesondere hat er 
das Recht, Zugang zu (amtlichen) Dokumenten zu erhalten, die Gegenstand eines konkreten 
Schlichtungsverfahrens sind. Er hat jedoch keine Möglichkeit, die Behörde zur Herausgabe von 
Dokumenten oder Informationen zu zwingen oder die Vollständigkeit der ihm zur Verfügung ge-
stellten Informationen und amtlichen Dokumente zu überprüfen.20  

22. Mit dem 2. Teilaspekt seines Zugangsgesuchs ersucht der Antragsteller um Zugang zu Protokol-
len des Ausschuss Finanzkrisen AF von 2022 bis zum 19. März 2023. Der AF ist im Hinblick auf 
Finanzkrisen für die Koordination von Vorbereitungsmassnahmen und das Krisenmanagement 
verantwortlich und veranlasst die Ausarbeitung von Entscheidungsgrundlagen.21 Er setzt sich zu-
sammen aus dem Direktor oder der Direktorin der FINMA, der bzw. die den Ausschuss leitet, der 
Staatsekretärin oder dem Staatssekretär des EFD, dem Vizepräsidenten oder der Vizepräsidentin 
des Direktoriums der SNB und dem Direktor oder der Direktorin der Eidgenössischen Finanzver-
waltung EFV. Ausserhalb einer Krise treffen sich die Mitglieder in der Regel ein- bis zweimal pro 
Jahr, in Krisenzeiten bei Bedarf.22 Die im Rahmen des Memorandum of Understanding MoU ge-
nannten Gremien protokollieren ihre Beschlüsse.23 Im vorliegenden Fall können angesichts 

 
14  GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ), Art. 13, Rz 8. 
15  BGE 142 II 340 E. 2.2. 
16  BBl 2003 1190; BÜHLER, in: Maurer-Lambrou/Blechta [Hrsg.], Basler Kommentar zum Öffentlichkeitsgesetz, 3. Aufl., Basel 2014 (zit. BSK 

BGÖ), Art. 5 BGÖ Rz. 4 und 6; NUSPLIGER, in Handkommentar BGÖ, Art. 5 Rz. 5.  
17  BBl 2003 1992; vgl. auch BÜHLER, in: BSK BGÖ, Art. 5 BGÖ Rz. 10. 
18  BBl 2003 1992. 
19  Urteil des BVGer A-7235/2015 vom 30. Juni 2015 E. 5.4. 
20  COSSALI SAUVAIN, in: Handkommentar BGÖ, Art. 20 Rz. 5 ff. 
21  EFD, FINMA und SNB, Memorandum of Understanding zur tripartiten Zusammenarbeit im Bereich Finanzstabilität und Finanzmarktregu-

lierung (zit: MoU), Ziff. 3 Abs. 4 (abrufbar (abrufbar unter: www.sif.admin.ch > Dokumentation > Fachinformationen > EFD, FINMA und 
SNB erneuern tripartite Vereinbarung über Zusammenarbeit [zuletzt abgerufen am: 22. November 2023]). 

22  EFD, FINMA und SNB, MoU, Ziff. 3 Abs. 5. 
23  EFD, FINMA und SNB, MoU, Ziff. 4. 

http://www.sif.admin.ch/

 
 

 

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des Umfangs des 2. Teilaspekts des Zugangsgesuchs, welcher den Zeitraum von 2022 bis zum 
19. März 2023 abdeckt, begründete Zweifel an der Glaubwürdigkeit bestehen, dass es diesbe-
züglich keine amtlichen Dokumente gibt. Immerhin hat AF seine Beschlüsse zu protokollieren und 
vom GS-EFD wird bis anhin nicht dargelegt, weshalb entsprechende Protokolle nicht sämtlichen 
Mitgliedern des AF – und damit auch dem EFD – im Nachgang zu entsprechenden Treffen zumin-
dest zur Korrektur- resp. Kenntnisnahme zugestellt worden sind. Der Beauftragte kann zudem das 
Vorgehen des GS-EFD, weder den Antragsteller während des Zugangsverfahrens noch den Be-
auftragten vor der Einsichtnahme in die Dokumente über die Nichtexistenz von Dokumenten be-
treffend des 2. Teilaspekts zu informieren, nicht nachvollziehen. Der Beauftragte stellt jedoch fest, 
dass die Akte, welche dem Beauftragten bei der Einsichtnahme ausgehändigt wurde, lediglich 
Dokumente zum 1. Teilaspekt der mit dem Zugangsgesuch verlangten Dokumente enthielt. Der 
Beauftragte stellte dem GS-EFD im Rahmen der Dokumenteneinsicht vom 16. August 2023 zu-
sätzliche Fragen. Dieses erklärte, dass entsprechende Audioprotokolle durch die FINMA erstellt 
worden seien und kein Versand an das EFD erfolgte, weswegen keine amtlichen Dokumente vor-
handen seien. Insgesamt verfügt der Beauftragte nicht über hinreichende Anhaltspunkte, um die 
Glaubwürdigkeit der Vorbringen und damit der Nichtexistenz amtlicher Dokumente in Frage zu 
stellen. Daher muss der Beauftragte davon ausgehen, dass die vom Antragsteller verlangten Do-
kumente betreffend den 2. Teilaspekt des Zugangsgesuchs nicht existieren (Art. 5 Bst. a BGÖ e 
contrario) und das GS-EFD folglich keinen Zugang dazu gewähren kann.  

23. Zwischenfazit: Das GS-EFD hat dem Antragsteller bislang nicht mitgeteilt, dass in Bezug auf den 
2. Teilaspekt des Zugangsgesuchs keine amtlichen Dokumente existierten. Daher empfiehlt der 
Beauftragte dem GS-EFD (Ziffer 95), den Antragsteller darüber zu informieren und ihm seinen 
diesbezüglichen Standpunkt direkt mittels einer Verfügung im Sinne von Art. 5 des Bundesgeset-
zes über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) mitzutei-
len, was den Grundsätzen der Verfahrensbeschleunigung und -ökonomie entspricht (vgl. dazu 
Ziffer 91).  

24. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich – sofern nichts anderes vermerkt – lediglich auf 
Dokumente im Zusammenhang mit dem 1. Teilaspekts des Zugangsgesuchs.  

25. Mit dem vorliegend relevanten Zugangsgesuch und verlangt der Antragsteller mitunter Aktennoti-
zen und Protokolle von Sitzungen von Verwaltungsstellen, insbesondere des EFD und der FINMA 
(vgl. Ziffer 2), und damit potenziell Dokumente der FINMA. Das GS-EFD hat sich in seinen Stel-
lungnahmen zur Zugänglichkeit dieser Dokumente nicht geäussert.  

26. Nach Art. 2 Abs. 2 BGÖ gilt das Öffentlichkeitsgesetz nicht für die SNB und die FINMA. In einer 
früheren Empfehlung hat der Beauftragte die Ansicht vertreten, dass die FINMA privaten Dritten 
gleichgestellt ist. Diesfalls wären Dokumente der FINMA nach den Vorgaben des Öffentlichkeits-
gesetzes zugänglich, soweit sie in den Dokumentenbestand einer Behörde nach Art. 2 
Abs. 1 BGÖ Eingang gefunden haben und zur Ausübung einer öffentlichen Aufgabe verwendet 
werden (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. b und c BGÖ).24 Bei genauerer Betrachtung dürfte diese Einschät-
zung jedoch, wie sich sogleich zeigen wird, unzutreffend sein.  

27. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Frage, ob die FINMA bei der Anwendung des Öffentlich-
keitsgesetzes allenfalls wie eine private Dritte zu behandeln ist, bis anhin offen gelassen. Es hat 
lediglich festgehalten, dass es sich bei der FINMA nicht um eine Behörde i.S.v. Art. 10, 12 und 
15 BGÖ handelt, "[…] sondern, wenn schon, um eine 'Dritte, die nicht dem BGÖ untersteht'."25 
Wie diese Aussage genau zu verstehen ist, lässt sich den Erwägungen nicht entnehmen. Das 
Bundesverwaltungsgericht führt weiter aus: "Dem Interesse der Vorinstanz [FINMA], ihren Stand-
punkt einzubringen, kann vorliegend im Übrigen Rechnung getragen werden, indem diese von der 
zuständigen Behörde in analoger Anwendung von Art. 11 Abs. 4 VBGÖ ins Verfahren einbezogen 

 
24  EDÖB Empfehlung vom 18. Dezember 2013: BJ und SIF / Zuständigkeit für die Bearbeitung eines Zugangsgesuches, Ziffer 26. 
25  Urteil des BVGer A-916/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 1.4.1.  

 
 

 

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wird."26 Diese Auffassung spricht eher gegen die Qualifizierung der FINMA als gewöhnliche pri-
vate Dritte, zumal deren Interessen grundsätzlich im Rahmen der Anhörung nach Art. 11 BGÖ 
eruiert werden.27  

28. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 2 Abs. 2 BGÖ gilt das Gesetz als Ganzes nicht für die SNB 
und die FINMA. Dies hat zur Konsequenz, dass namentlich auch die Definitionsmerkmale des 
amtlichen Dokuments nach Art. 5 BGÖ keine Anwendung finden. Daraus folgt, dass von der SNB 
oder der FINMA an eine dem Öffentlichkeitsgesetz unterstehende Behörde übermittelte Doku-
mente nicht zu amtlichen Dokumenten im Sinne des Öffentlichkeitsgesetzes werden.28 Somit sind 
Dokumente der SNB und der FINMA dem Zugang nach dem Öffentlichkeitsgesetz unter dem so-
gleich angemerkten Vorbehalt (Ziffer 30) auch dann entzogen, wenn sie einer Behörde, welche 
vom Geltungsbereich des Gesetzes erfasst wird, mitgeteilt worden sind oder sich in deren Besitz 
befinden.  

29. Sodann ist der Status der SNB zu berücksichtigen: Die SNB verfügt über einen besonderen Status 
der Unabhängigkeit gegenüber dem Bundesrat und der Bundesverwaltung (vgl. Art. 99 BV). Ge-
mäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Schweizerische Nationalbank (Nationalbankgesetz, 
NBG; SR 951.11) dürfen die Nationalbank und die Mitglieder ihrer Organe bei der Wahrnehmung 
der geld- und währungspolitischen Aufgaben weder vom Bundesrat noch von der Bundesver-
sammlung oder von anderen Stellen Weisungen einholen oder entgegennehmen. Um diese Un-
abhängigkeit auch im Bereich des Informationszugangs zu gewährleisten, sollte die SNB nicht 
dem Öffentlichkeitsgesetz unterstellt werden.29 Vor diesem Hintergrund mutet es widersprüchlich 
an, wenn die SNB nicht selbst über den Zugang sie betreffender Dokumente entscheiden kann, 
andere Behörden hingegen über den Zugang zu Informationen, welche sie von der SNB erhalten 
haben, entscheiden.30 Darin ist ein Hinweis zu erblicken, dass die SNB bei der Anwendung des 
Öffentlichkeitsgesetzes nicht als private Dritte zu betrachten ist, sondern dass die von der SNB 
erstellten und mitgeteilten Dokumente dem Zugang insgesamt entzogen sind. Um eine unter-
schiedliche Anwendung der beiden in Art. 2 Abs. 2 BGÖ erwähnten Institute zu verhindern, ist 
diese Auffassung (zumindest im Ergebnis) auch für die FINMA zu beanspruchen.  

30. Soweit vom Zugangsgesuch erfasste Dokumente von der FINMA oder der SNB im Auftrag oder 
in Vertretung des GS-EFD resp. einer anderem dem Öffentlichkeitsgesetz unterstehenden Stelle 
erstellt worden sind, kann für diese nicht die Bestimmung von Art. 2 Abs. 2 BGÖ angerufen wer-
den. Zentrales Kriterium für die Zurechnung sämtlicher unter diesen Umständen erstellten Doku-
mente zum Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes ist dabei die Tatsache, dass die infrage-
stehenden Institutionen/Organisationen öffentliche Aufgaben übernehmen, welche gewöhnlich 
von der Zentralverwaltung bzw. von dem Öffentlichkeitsgesetz unterstehenden Stellen wahrge-
nommen werden müssen, weshalb sie in diesem Umfang als deren verlängerter Arm wirken. Wä-
ren diese Dokumente dem Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes entzogen, stünde es im 
Belieben des Bundesrates oder seiner Departemente, durch die einzelfallweise Auslagerung von 
Verwaltungsaufgaben das Öffentlichkeitsprinzip auszuhebeln.31  

31. Zwischenfazit: Gemäss Art. 2 Abs. 2 BGÖ gilt das Öffentlichkeitsgesetz nicht für die SNB und die 
FINMA, weshalb von diesen erstellte oder durch diese anderen dem Öffentlichkeitsgesetz unter-
stehende Behörden mitgeteilte Dokumente nicht vom Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgeset-
zes erfasst werden. Das GS-EFD kann für diese Dokumente an der Abweisung des Gesuchs 
festhalten. Vorbehalten bleiben Dokumente, welche nicht in Erfüllung der öffentlichen Aufgaben 
der SNB oder FINMA, sondern von diesen in Vertretung oder im Auftrag einer anderen Behörde 
erstellt worden sind (vgl. Ziffer 30).  

32. Das GS-EFD macht in seinen Stellungnahmen gegenüber dem Beauftragten vorab geltend, die 
vom Antragsteller verlangten Dokumente seien Informationen i.S.v. Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO, 

 
26  Urteil des BVGer A-916/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 1.4.2.  
27  Vgl. BGE 142 II 340 E. 4.6 m.w.H. 
28  THOMAS SÄGESSER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 2 Rz. 50. 
29  BBl 2003 1988. 
30  THOMAS SÄGESSER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 2 Rz. 53.  
31  Vgl. dazu BVGE 2011/52 E. 4.2 zur Unterstellung einer Experten- beziehungsweise Ad-hoc-Kommission unter das Öffentlichkeitsgesetz, 

sofern sie öffentliche Aufgaben übernimmt, welche gewöhnlich von der Zentralverwaltung wahrgenommen werden. 

 
 

 

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weshalb der Zugang nach dem Öffentlichkeitsgesetz ausgeschlossen sei. Weiter erklärt das GS-
EFD: "Zwar scheint der Wortlaut der Bestimmung nahezulegen, dass der Ausschluss des Zu-
gangs nach BGÖ nur Informationen betrifft, die gestützt auf die PLB-NVO ausgetauscht wurden, 
mithin den Zugang nur zu Dokumenten ausschliessen soll, die nach dem Inkrafttreten der Verord-
nung erstellt wurden. Diese am Wortlaut orientierte Auslegung entspricht aber nicht dem Willen 
des Verordnungsgebers. Dieser wollte den Zugang zu Dokumenten im Zusammenhang mit der 
Ausrichtung von Liquiditätshilfe und der Übernahme der Credit Suisse insgesamt ausschliessen. 
Ein Grund für eine Unterscheidung zwischen Dokumenten, die vor und nach dem Inkrafttreten der 
Verordnung erstellt wurden, ist nicht ersichtlich. Der Verordnungsgeber wollte zum einen den aus-
serordentlich hohen Geheimhaltungsbedürfnissen im Zusammenhang mit diesem Geschäft Rech-
nung tragen […], zum andern berücksichtigte er, dass die durch das Geschäft ausserordentlich 
belasteten beteiligten Behörden vorderhand nicht in der Lage sind, eine zuverlässige Ausschei-
dung der äusserst grossen Menge von Dokumenten vorzunehmen, bei denen überwiegende Ge-
heimhaltungsinteressen bestehen. Der Zugang zu Dokumenten im Zusammenhang mit diesem 
Geschäft ist insgesamt zu verweigern."  

33. Der Antragsteller bringt sinngemäss dagegen vor, dass die vom Bundesrat erlassene PLB-NVO 
kein Bundesgesetz im Sinne von Art. 163 Abs. 1 BV darstelle und damit die Anforderungen an 
spezialgesetzliche Vorbehalte gemäss Art. 4 BGÖ nicht erfülle, weswegen Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO 
der Anwendbarkeit des Öffentlichkeitsgesetzes nicht entgegenstehe. Die Bestimmungen des Öf-
fentlichkeitsgesetzes könnten nicht durch einen Vorbehalt auf Verordnungsstufe ausgehebelt wer-
den.  

34. Nach Art. 6 PLB-NVO tauschen das EFD, die FINMA und die SNB nicht öffentlich verfügbare 
Informationen aus, die namentlich im Zusammenhang mit der Gewährung, Verwaltung, Überwa-
chung und der Abwicklung von Liquiditätshilfe-Darlehen und Ausfallgarantien notwendig sind. Sie 
dürfen Personendaten und andere Informationen bearbeiten, verknüpfen und untereinander sowie 
an Dritte bekanntgeben, soweit dies für den Vollzug der Verordnung, namentlich für die Gewäh-
rung, die Verwaltung, die Überwachung und die Abwicklung von Liquiditätshilfe-Darlehen und von 
Sicherheiten oder für die Marktbeobachtung notwendig ist. Gemäss Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO ist der 
Zugang nach dem Öffentlichkeitsgesetz zu diesen Informationen und Daten ausgeschlossen. In 
den Erläuterungen zur PLB-NVO wird explizit festgehalten, dass Abs. 3 eine Spezialbestimmung 
im Sinne von Art. 4 Bst. a BGÖ darstellt.32  

35. Gemäss Art. 4 BGÖ sind Bestimmungen anderer Bundesgesetze vorbehalten, die bestimmte In-
formationen als geheim bezeichnen (Bst. a) oder vom Öffentlichkeitsgesetz abweichende Voraus-
setzungen für den Zugang zu bestimmten Informationen vorsehen (Bst. b), was zur Folge hat, 
dass die Bestimmungen des Öffentlichkeitsgesetzes für den Zugang zu diesen Informationen nicht 
anwendbar sind.33 Demnach ist zunächst zu prüfen, ob und in welchem Umfang Art. 6 Abs. 3 PLB-
NVO als Spezialbestimmung i.S.v. Art. 4 BGÖ zu qualifizieren ist und folglich der Anwendbarkeit 
der Bestimmungen des Öffentlichkeitsgesetzes und dessen Zugangsrecht entgegensteht.  

36. Die PLB-NVO ist eine Bundesratsverordnung, welche sich auf Art. 184 Abs. 3 und Art. 185 
Abs. 3 BV stützt. In einem ersten Schritt ist folglich zu prüfen, ob die erwähnten Verfassungsbe-
stimmungen – wie dies vorliegend auch vom Antragsteller in Frage gestellt wird – eine ausrei-
chende (Rechts-)Grundlage für Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO darstellen.  

37. Unter der Bezeichnung Beziehungen zum Ausland legt Art. 184 Abs. 3 BV Folgendes fest: Wenn 
die Wahrung der Interessen des Landes es erfordert, kann der Bundesrat Verordnungen und Ver-
fügungen erlassen. Verordnungen sind zu befristen. Gemäss Art. 185 BV (Äussere und innere 
Sicherheit) kann der Bundesrat, unmittelbar gestützt auf diesen Artikel, Verordnungen und Verfü-
gungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schweren Störungen der öffent-
lichen Ordnung oder der inneren oder äusseren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen 
sind zu befristen (Abs. 3). Auf Art. 185 Abs. 3 BV lassen sich dabei nur Massnahmen stützen, die 

 
32  Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF: Verordnung über zusätzliche Liquiditätshilfe-Darlehen und die Gewährung von Aus-

fallgarantien des Bundes für Liquiditätshilfe-Darlehen der Schweizerischen Nationalbank an systemrelevante Banken, Erläuterungen, 
16. März 2023 (nachfolgend: Erläuterungen PLB-NVO), S. 12. 

33  Vgl. Urteil des BVGer A-1732/2018 vom 26. März 2019 E. 7.2. 

 
 

 

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unmittelbar der Krisenbekämpfung dienen.34 Gestützt auf Art. 185 Abs. 3 BV kann der Bundesrat 
ohne entsprechende Grundlage in einem formellen Gesetz gesetzesvertretende und gesetzeser-
gänzende Verordnungen erlassen. Die darin enthaltenen Anordnungen müssen notwendig, zeit-
lich dringlich, durch überwiegende öffentliche Interessen gerechtfertigt und verhältnismässig 
sein.35 Sofern der Bundesrat gestützt auf Art. 184 Abs. 3 und Art. 185 Abs. 3 BV handelt, müssen 
die qualifizierten Voraussetzungen von Art. 185 Abs. 3 erfüllt sein, da ansonsten die erhöhten 
Voraussetzungen unterwandert werden könnten.36  

38. Im Fall des Vorbehalts des Öffentlichkeitsgesetzes ist für den Beauftragten zumindest dessen 
Notwendigkeit und auch die Verhältnismässigkeit nicht offensichtlich. In Anbetracht der bereits 
existierenden Ausnahmebestimmungen des Öffentlichkeitsgesetzes, welche mitunter den Schutz 
von öffentlichen Interessen (behördliche Entscheidfindung [Art. 7 Abs. 1 Bst. a, Art. 8 Abs. 1 und 
2 BGÖ], wirtschafts- und währungspolitische Interessen [Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ]) sowie privaten 
Interessen (Berufs- und Geschäftsgeheimnisse [Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ], Privatsphäre und Per-
sonendaten [Art. 7 Abs. 2 und Art. 9 BGÖ]) gewährleisten, soweit sie begründet sind, ist für den 
Beauftragten nicht ersichtlich und wird vom Bundesrat auch nicht dargetan, inwiefern berechtigte 
Interessen nicht hinreichend geschützt werden können.37 Im Rahmen der Rettung der UBS im 
Jahr 2008 wurde in die entsprechende Verordnung über die Rekapitalisierung der UBS AG 
(SR 611.055), welche der Bundesrat ebenfalls gestützt auf Art. 184 Abs. 3 und Art. 185 Abs. 3 BV 
erliess, kein spezialgesetzlicher Vorbehalt aufgenommen, was die Notwendigkeit eines solchen 
bei der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS ebenfalls fraglich erscheinen lässt. Zu er-
wähnen ist überdies, dass gemäss Botschaft sowohl auf eine Verlängerung der Gültigkeit von 
Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO wie auch auf eine Überführung dieser Bestimmung ins ordentliche Recht 
verzichtet werden soll.38 Darin kann ebenfalls ein Hinweis erblickt werden, dass die Notwendigkeit 
eines spezialgesetzlichen Vorbehalts zumindest nicht naheliegend ist. Schliesslich widerspricht 
der vorbehaltlose Ausschluss der Verwaltungsöffentlichkeit dem Verhältnismässigkeitsprinzip, zu-
mal ein Aufschub oder eine zeitliche resp. sachliche Begrenzung des Zugangsausschlusses als 
mildere Massnahmen durchaus zu prüfen gewesen wären.  

39. Im Ergebnis hält der Beauftragte fest, dass in Bezug auf die Verfassungs- bzw. Rechtmässigkeit 
der Bestimmung von Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO durchaus Zweifel bestehen, insbesondere was die 
Voraussetzungen der Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit der fraglichen Bestimmung betrifft. 
Nach der Rechtsprechung können und müssen die Gerichte im konkreten Anwendungsfall die 
Rechtmässigkeit der einschlägigen Rechtsgrundlagen überprüfen.39 Im Rahmen des Schlich-
tungsverfahrens ergibt sich für den Beauftragten weder aus dem Öffentlichkeitsgesetz noch aus 
der Öffentlichkeitsverordnung eine rechtliche Grundlage für die Überprüfung der Verfassungsmäs-
sigkeit von Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO, weshalb er die Klärung dieser Frage den Gerichten überlässt. 

40. In einem zweiten Schritt ist sodann zu beurteilen, ob in einer auf Art. 184 Abs. 3 und Art. 185 
Abs. 3 BV gestützten Bundesratsverordnung ein Vorbehalt des Öffentlichkeitsgesetzes (rechts-
genüglich) normiert werden kann. Weder aus dem Öffentlichkeitsgesetz noch aus den Materialien 
ergeben sich Hinweise zur Qualifizierung von auf Art. 184 Abs. 3 und Art. 185 Abs. 3 BV ab-

 
34  Urteil des BVGer B-5990/2020 vom 24. Juni 2021 E. 2.2.6.  
35  Botschaft über eine neue Bundesverfassung vom 20. November 1996, BBl 1997 I 1-643, 418; In der Literatur finden sich ähnliche ver-

langte Voraussetzungen: Die öffentliche Ordnung, die innere oder die äussere Sicherheit als Schutzgut, bezüglich des Schutzgutes be-
steht eine unmittelbar drohende oder eingetretene, schwere Störung (sachliche Dringlichkeit), es liegt zeitliche Dringlichkeit vor und es 
stehen keine geeigneten gesetzlichen Massnahmen zur Verfügung (Subsidiarität) (URS SAXER, in: Bernhard Ehrenzeller/Benjamin Schind-
ler/Rainer J. Schweizer/Klaus A. Vallender. (Hrsg.), Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 3. Aufl., Zürich/St. Gal-
len/Basel/Genf [zit. St. Galler BV-Kommentar], Art. 185 N 71 ff.). 

36  URS SAXER, in: St. Galler BV-Kommentar, Art. 185 N 69. 
37  Siehe auch: Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter EDÖB: Ausschluss des Öffentlichkeitsgesetzes durch Not-

recht, Kurzmeldung vom 6. April 2023 (abrufbar unter: https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home.html > Kurzmeldungen > 06.04.2023 - 
Ausschluss des Öffentlichkeitsgesetzes durch Notrecht [zuletzt abgerufen am 31. August 2023]). 

38  Vgl. Botschaft zur Änderung des Bankengesetzes, Ziff. 7.7 (abrufbar unter: www.admin.ch > Dokumentation > Medienmitteilungen > Bun-
desrat verabschiedet Botschaft zur Einführung einer staatlichen Liquiditätssicherung für systemrelevante Banken [zuletzt abgerufen am: 
12. September 2023]) sowie Entwurf zur Änderung der PLB-NVO und Entwurf zur Änderung des BankG (Art. 32l e contrario); für die Auf-
hebung von Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO vgl. auch Fn. 6. 

39  Urteil des BVGer B-5990/2020 vom 24. Juni 2021 E. 2.2.2 m.w.H., wobei das BVGer darin die Verordnung vom 20. März 2020 über Mass-
nahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19) (Covid-19-Verordnung Arbeitslo-
senversicherung, SR 837.033) zu beurteilen hatte, welche sich während der gesamten für das vorliegende Urteil einschlägigen Zeit auf 
die Rechtsgrundlage von Art. 185 Abs. 3 BV stützte (E. 2.2.1); nach BIAGGINI sind Verordnungen, die sich auf Art. 185 Abs. 3 BV abstüt-
zen, einer Überprüfung durch das Bundesgericht prinzipiell zugänglich (konkrete Normenkontrolle) (GIOVANNI BIAGGINI, «Notrecht» in Zei-
ten des Coronavirus – Eine Kritik der jüngsten Praxis des Bundesrats zu Art. 185 Abs. 3 BV, ZBl 121/2020 S. 242).  

 
 

 

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gestützten Verordnungsbestimmungen als Vorbehalte i.S.v. Art. 4 BGÖ. Der Vorbehalt spezieller 
Bestimmungen anderer Bundesgesetze nach Art. 4 BGÖ bezieht sich auf Gesetze im formellen 
Sinn gemäss Art. 163 Abs. 1 BV.40 Die PLB-NVO ist – wie bereits erwähnt – eine Bundesratsver-
ordnung, welche sich auf Art. 184 Abs. 3 und Art. 185 Abs. 3 BV stützt. Es handelt sich damit nicht 
um von der Bundesversammlung in Form eines Bundesgesetzes erlassene Bestimmungen im 
Sinne von Art. 163 Abs. 1 BV, was für die Annahme eines Vorbehalts vom Öffentlichkeitsgesetz 
gemäss Botschaft grundsätzlich vorausgesetzt ist.  

41. Der Bundesrat kann direkt gestützt auf die Grundlage von Art. 185 Abs. 3 BV verfassungsunmit-
telbare, selbstständige Verordnungen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmit-
telbar drohenden schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusseren 
Sicherheit zu begegnen.41 Nach der Rechtsprechung und der Lehre können diese selbstständigen 
Verordnungen ein formelles Gesetz ersetzen und dürfen wichtige rechtssetzende Bestimmungen 
im Sinne von Art. 164 Abs. 1 BV enthalten sowie Grundlage für schwere Grundrechtseinschrän-
kungen sein.42 Aus der Ermächtigungsgrundlage von Art. 185 Abs. 3 BV ergibt sich für den Bun-
desrat die Befugnis, anstelle des Gesetzgebers zu handeln.43  

42. Zwischenfazit: Verordnungen des Bundesrates gestützt auf Art. 184 Abs. 3 BV und Art. 185 
Abs. 3 BV können ein formelles Gesetz ersetzen und dürfen wichtige rechtssetzende Bestimmun-
gen im Sinne von Art. 164 Abs. 1 BV enthalten sowie Grundlage für schwere Grundrechtsein-
schränkungen sein. Dies muss demnach auch für die PLB-NVO gelten, was nach Ansicht des 
Beauftragten insgesamt dafür spricht, dass der Ausschluss des Öffentlichkeitsgesetzes durch 
Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO grundsätzlich rechtswirksam ist.  

43. Zu klären bleibt der zeitliche und sachliche Anwendungsbereich von Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO. Die 
PLB-NVO ist am 16. März 2023 um 20.00 Uhr in Kraft getreten (Art. 15 Abs. 1 PLB-NVO). Sie 
enthält keine Bestimmung über eine Rückwirkung einzelner oder aller Gesetzesartikel. Allerdings 
wird im Erläuternden Bericht zu Art. 6 Abs. 1 PLB-NVO Folgendes festgehalten: "Die Bestimmung 
erfasst auch Informationen und Unterlagen über zurückliegende Sachverhalte wie beispielweise 
zu Umfang und Modalitäten der von der SNB gewährten ausserordentlichen und zusätzlichen Li-
quiditätshilfe-Darlehen, die sich vor einer allfälligen Gewährung der Liquiditätshilfe-Darlehen mit 
Ausfallgarantie verwirklicht haben, sofern solche Informationen und Unterlagen für den Vollzug 
der Verordnung notwendig sind."44 Es stellt sich somit die Frage der Rückwirkung der Bestimmun-
gen der PLB-NVO resp. insbesondere deren Art. 6 Abs. 3 und damit des Ausschlusses des Zu-
gangsrechts nach dem Öffentlichkeitsgesetz auf Dokumente, die vor Inkrafttreten der PLB-NVO 
erstellt oder den Behörden übermittelt wurden.  

44. Die Rechtsprechung unterscheidet zwischen echter/eigentlicher Rückwirkung und unechter/unei-
gentlicher Rückwirkung.45 Die echte Rückwirkung bzw. die Rückwirkung im eigentlichen Sinne 
bezeichnet den Fall, dass eine neue gesetzliche Regelung auf bereits abgeschlossene Sachver-
halte angewandt wird.46 Nach bundesgerichtlicher Praxis ist diese nur zulässig, wenn sie im be-
treffenden Erlass ausdrücklich angeordnet ist oder sich deutlich daraus ergibt, in zeitlicher Bezie-
hung mässig ist, zu keinen stossenden Rechtsungleichheiten führt, sich durch triftige Gründe 
rechtfertigen lässt und nicht in wohlerworbene Rechte eingreift.47 Als unechte Rückwirkung resp. 
Rückwirkung im uneigentlichen Sinne gilt, wenn das neue Recht an einen vorbestehenden Sach-
verhalt anknüpft oder einen Dauersachverhalt bloss für die Zukunft neu beurteilt.48 Hier findet das 

 
40  BBl 2003 1989. 
41  Vgl. auch URS SAXER, in: St. Galler BV-Kommentar, Art. 185 N 58.  
42  Urteil des BVGer C-1828/2020 vom 4. Mai 2020 E. 2.3 m.H.; vgl. auch BGE 122 lV 258 E. 2.a m.w.H.; URS SAXER, in: St. Galler BV-Kom-

mentar, Art. 185 N 89; PIERRE TSCHANNEN: Staatsrecht der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 5. Auflage 2021, N. 1673. 
43  GIOVANNI BIAGGINI: OFK – BV Kommentar, 2. Aufl. 2017, Art. 185 Rz. 10c. 
44  Erläuterungen PLB-NVO, S. 11.  
45  BGE 138 I 189 E. 3.4.  
46  BVGE 2021 V/2 E. 2.4.4 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des BGer, insb. BGE 144 I 81 E. 4.1; 138 I 189 E. 3.4.  
47  BGE 138 I 189 E. 3.4; 122 V 408; 102 Ia 69 E. 3; Urteil des BVGer B-5990/2020 vom 24. Juni 2021 E. 2.4.4 m.H.; BVGE 2007/25 E. 3.1; 

vgl. auch ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020 (zit.: Verwaltungsrecht), Rz. 270.  
48  BGE 126 V 134 E. 4a m.w.H.; vgl. ausführlicher dazu: ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Verwaltungsrecht, Rz. 279 ff. 

 
 

 

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neue Recht – gestützt auf Sachverhalte, die früher eingetreten sind und noch andauern – lediglich 
für die Zeit seit Inkrafttreten (ex nunc et pro futuro) Anwendung.49  

45. Die PLB-NVO kennt keine ausdrückliche Regelung zur echten Rückwirkung. Vielmehr wird in 
Art. 15 Abs. 1 PLB-NVO zu deren Inkrafttreten explizit festgehalten, dass sie für sechs Monate ab 
Inkrafttreten gilt. Soweit sich das GS-EFD in seiner Stellungnahme darauf beruft, dass für eine 
Unterscheidung zwischen Dokumenten, die vor und nach dem Inkrafttreten der Verordnung er-
stellt wurden, keine Gründe ersichtlich seien, wird dies losgelöst von einem konkreten Bezug zu 
Verordnungsbestimmungen vorgebracht. Abgesehen davon ist für den Beauftragten auch nicht 
ersichtlich, dass sich Hinweise für eine echte Rückwirkung – wie von der Rechtsprechung gefor-
dert – deutlich aus dem Erlass ergeben bzw. erkennbar ist, dass eine echte Rückwirkung klar 
gewollt ist; ausserdem fehlen für die Annahme einer echten Rückwirkung (auch ohne explizite 
Erlassbestimmung) vorliegend triftige Gründe (vgl. Ziffer 38) und eine zeitliche Beschränkung. Die 
von der Praxis aufgestellten Anforderungen für eine echte Rückwirkung werden vom GS-EFD 
nicht hinreichend belegt und sind für den Beauftragten auch nicht ersichtlich. Selbst wenn hier von 
einer unechten Rückwirkung auszugehen wäre, ist die Anwendung der entsprechenden Verord-
nungsbestimmungen auf früher eingetretene Sachverhalte oder Dauersachverhalte gemäss Bun-
desgericht auf den Zeitpunkt nach Inkrafttreten des Erlasses beschränkt.50  

46. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung des Beste-
hens eines Vorbehalts des Öffentlichkeitsgesetzes auf die im Zeitpunkt der Erstellung der Doku-
mente geltenden rechtlichen Grundlagen abstellt.51 Vor Inkrafttreten der PLB-NVO kann sich der 
Umgang mit Informationen und Daten im Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse 
nicht nach der PLB-NVO gerichtet haben, weshalb Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO auf diese Informationen 
nicht anwendbar ist.  

47. Zusammenfassend kommt der Beauftragte zum Schluss, dass der Vorbehalt des Öffentlichkeits-
gesetzes von Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO lediglich für die Zeit nach seinem Inkrafttreten Anwendung 
findet bzw. für Dokumente gilt, welche nach dem 16. März 2023, 20.00 Uhr (Art. 15 Abs. 1 PLB-
NVO), erstellt oder mitgeteilt worden sind.  

48. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass amtliche Dokumente, die vor dem 16. März 2023, 
20.00 Uhr, dem Öffentlichkeitsgesetz unterstellt waren, auch nach diesem Zeitpunkt unterstellt 
bleiben. Dies gilt auch dann, wenn sie nach dem 16. März 2023, 20.00 Uhr, erneut übermittelt, 
mitgeteilt oder weitergegeben wurden.  

49. Im Hinblick auf den sachlichen Anwendungsbereich wird dieser von Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO nicht 
eingehender bezeichnet. Die in Abs. 3 gewählte Formulierung – die explizite Erwähnung von In-
formationen (bezieht sich auf Abs. 1) und Daten (bezieht sich auf Abs. 2) – kann durchaus als 
Hinweis verstanden werden, dass Bezug auf die vorangehenden Absätze 1 und 2 genommen 
wird, welche den Informationsaustausch und die Datenbearbeitung regeln. Auch aus systemati-
schen Gesichtspunkten und aufgrund des Titels von Art. 6 (Informationsaustausch und Datenbe-
arbeitung) ist von einem Bezug auf beide vorhergehenden Absätze 1 und 2 auszugehen, welche 
infolgedessen den sachlichen Anwendungsbereich des Vorbehalts definieren. Entsprechend wäre 
der persönliche Geltungsbereich des Ausschlusses anhand der in den Art. 6 Abs. 1 und 2 PLB-
NVO erwähnten Behörden und Privaten zu definieren.  

50. Gestützt auf das hiervor Ausgeführte kommt der Beauftragte zum Ergebnis, dass der Vorbehalt 
des Öffentlichkeitsgesetzes von Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO – sofern von dessen Verfassungsmässig-
keit ausgegangen wird – lediglich für die Zeit nach seinem Inkrafttreten Anwendung findet bzw. 
für Dokumente gilt, welche nach dem 16. März 2023 um 20.00 Uhr (Art. 15 Abs. 1 PLB-NVO) 
erstellt oder der Behörde mitgeteilt wurden, innerhalb des sachlichen Rahmens von Art. 6 Abs. 1 
und 2 PLB-NVO und in Bezug auf die darin erwähnten Behörden und beigezogenen Dritten.  

51. Zwischenfazit: Der Zugang zu amtlichen Dokumenten, welche in den Anwendungsbereich von 
Art. 6 Abs. 3 PLB-NVO im hiervor erwähnten Sinne fallen (vgl. Ziffer 50), wird in Anwendung 

 
49  BGE 126 V 134 E. 4a; BGE 119 V 200 E. 5.c/dd m.w.H. 
50  Vgl. Ziffer 44, mit Nachweis in Fussnote 49. 
51  Vgl. dazu Urteil des BVGer A-839/2022 vom 5. April 2023 E. 6.2.1 und 7.8; Entscheid angefochten beim BGer. 

 
 

 

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von Art. 4 (Bst. a) BGÖ spezialgesetzlich geregelt, weshalb die Bestimmungen des Öffentlich-
keitsgesetzes für den Zugang zu diesen Informationen nicht anwendbar sind. Mangels Anwend-
barkeit des Öffentlichkeitsgesetzes kann das GS-EFD in diesem Umfang an der Abweisung des 
Gesuchs festhalten. Für die übrigen Dokumente ist nachfolgend die Zugänglichkeit der mit dem 
Zugangsgesuch verlangten Dokumente nach den Vorgaben des Öffentlichkeitsgesetzes zu beur-
teilen.  

52. Im Zusammenhang mit der von der Bundesversammlung eingesetzten PUK erwägt das GS-EFD 
in seiner Stellungahme vom 26. Juni 2023 (Ziffer 3) mit Verweis auf Art. 171 Abs. 2 ParlG, dass 
das Verfahren der PUK keinen Einfluss auf die Durchführung von Schlichtungsverfahren nach 
dem Öffentlichkeitsgesetz habe, da es sich bei diesem weder um ein verwaltungsgerichtliches 
Verfahren noch um eine Voruntersuchung in Strafsachen handle. Jedenfalls sei Art. 171 
Abs. 2 ParlG keine Einschränkung der materiellrechtlichen Ausschlussgründe von Art. 7 
Abs. 1 BGÖ zu entnehmen.  

53. Mit Bundesbeschluss vom 8. Juni 2023 hat die Bundesversammlung die Einsetzung einer Parla-
mentarischen Untersuchungskommission nach den Art. 163 ff. ParlG beschlossen.52 Gegenstand 
der parlamentarischen Untersuchung bildet die Geschäftsführung der letzten Jahre des Bundes-
rates, der Bundesverwaltung und anderer Träger von Aufgaben des Bundes im Zusammenhang 
mit der Notfusion der Credit Suisse mit der UBS, soweit diese der parlamentarischen Oberaufsicht 
unterliegen (Art. 2 Abs. 1 des Bundesbeschlusses). Infolgedessen besteht zwischen dem Unter-
suchungsgegenstand der PUK und dem thematischen Umfang der mit dem vorliegenden Zu-
gangsgesuch verlangten Dokumente offensichtlich eine inhaltliche Nähe. Es bedarf demnach der 
Klärung der Frage, ob die Einsetzung einer PUK Auswirkungen auf die Durchführung von (Schlich-
tungs-)Verfahren nach dem Öffentlichkeitsgesetz hat.  

54. Gemäss Art. 171 Abs. 2 ParlG hindert die Einsetzung einer Untersuchungskommission die Durch-
führung von zivil- und verwaltungsgerichtlichen Verfahren sowie von Voruntersuchungen und Ge-
richtsverfahren in Strafsachen nicht. Disziplinaruntersuchungen oder Administrativuntersuchun-
gen des Bundes, die Sachverhalte oder Personen betreffen, welche Gegenstand der 
parlamentarischen Untersuchung sind oder waren, dürfen hingegen nur mit Ermächtigung der Un-
tersuchungskommission angehoben werden. Laufende Verfahren sind zu unterbrechen, bis die 
Untersuchungskommission die Fortsetzung bewilligt (Art. 171 Abs. 3 ParlG).  

55. Weder der Wortlaut noch die Materialien zu den einschlägigen Bestimmungen des Parlaments-
gesetzes äussern sich zum Verhältnis zwischen Untersuchungen der PUK und dem Öffentlich-
keitsgesetz. Ab dem Zeitpunkt der Einsetzung einer PUK gelten gemäss gesetzlichen Vorgaben 
des Parlamentsgesetzes ausschliesslich für Disziplinar- oder Administrativuntersuchungen spezi-
fische Vorgaben (Art. 171 Abs. 3 ParlG). Es gibt keine Hinweise, dass die Einsetzung einer PUK 
nach dem Willen des Gesetzgebers Auswirkungen auf die Durchführung von Verfahren nach dem 
Öffentlichkeitsgesetz haben soll. So ist namentlich zu beachten, dass der Zugang zu amtlichen 
Dokumenten betreffend Verfahren einer Untersuchungskommission nicht vom sachlichen Gel-
tungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes ausgenommen ist (Art. 3 Abs. 1 Bst. a BGÖ e contrario). 
Bei einer PUK handelt es sich um ein politisches Gremium.53 Art. 3 Abs. 1 Bst. a BGÖ nimmt 
lediglich verschiedene Justizverfahren vom sachlichen Geltungsbereich aus54 und ist nach Ein-
schätzung des Beauftragten beispielsweise auch nicht auf die Untersuchungen der Geschäftsprü-
fungskommissionen GPK anwendbar.55  

56. Zwischenfazit: Insgesamt kommt der Beauftragte zum Schluss, dass die Einsetzung einer PUK 
keine Auswirkungen auf die Durchführung von Verfahren nach dem Öffentlichkeitsgesetz hat.  

57. Das GS-EFD beruft sich für die Zugangsverweigerung resp. den Zugangsaufschub zunächst auf 
die Ausnahme nach Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ, des Weiteren zusätzlich auf Bst. b, c, d, f und 
g BGÖ. Für das Vorliegen der Ausnahmebestimmungen nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ müssen kumu-
lativ folgende zwei Bedingungen gegeben sein: Erstens muss das von der Behörde geltend 

 
52  BBl 2023 1369, Art. 1. 
53  Bericht der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates zum Parlamentsgesetz vom 1. März 2001, Ziffer 9, S. 120. 
54  Vgl. Urteil des BGer 1C_333/2020 vom 22. Oktober 2021 E. 5.1.2. 
55  EDÖB Empfehlung vom 3. Mai 2022: GS-EDI / Verschiedene Unterlagen, Ziffer 6. 

 
 

 

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gemachte Interesse durch die Offenlegung erheblich beeinträchtigt werden, eine bloss geringfü-
gige oder unangenehme Konsequenz gilt nicht als Beeinträchtigung. Zweitens muss ein ernsthaf-
tes Risiko bestehen, dass die Beeinträchtigung eintritt. Ist eine solche lediglich denkbar oder im 
Bereich des Möglichen, darf der Zugang nicht verweigert werden. Der im Öffentlichkeitsgesetz 
verankerte Schutzmechanismus von Geheimhaltungsinteressen gemäss Art. 7 Abs. 1 BGÖ be-
ruht einzig auf dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Schadensrisikos. Ein abstraktes Gefähr-
dungsrisiko für die auf dem Spiel stehenden Interessen reicht jedoch nicht aus. Die Lehre verlangt, 
dass die aufgrund der Offenlegung drohende Verletzung eine gewisse Erheblichkeit aufweisen 
und ein ernsthaftes Risiko für deren Eintreten bestehen müsse. Dies sei dann als gegeben zu 
erachten, wenn der Schaden nach dem üblichen Lauf der Dinge mit hoher Wahrscheinlichkeit 
eintritt. Nach der Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz genügt das Bestehen einer gewissen Wahr-
scheinlichkeit, dass der Zugang zu einem amtlichen Dokument eines der in Art. 7 BGÖ aufgelis-
teten Interessen beeinträchtigen würde. Laut Bundesgericht muss eine Verletzung der jeweiligen 
privaten oder öffentlichen Interessen aufgrund der Zugänglichkeit des betreffenden Dokuments 
wahrscheinlich erscheinen, wobei nicht jede geringfügige oder unangenehme Konsequenz als 
Beeinträchtigung gelten kann.56  

58. Der Antragsteller hält in seiner Stellungnahme vom 18. August 2023 in allgemeiner Art fest, be-
züglich der vom GS-EFD geltend gemachten Ausnahmebestimmungen sei es Pflicht der Behörde, 
konkret darzulegen, welche Informationen konkret welcher Ausnahmebestimmung unterlägen. 
Eine einfache Auflistung von Ausnahmebestimmungen sei nicht ausreichend. Aufgrund des Ver-
hältnismässigkeitsprinzips habe eine Behörde grundsätzlich nur Informationen unkenntlich zu ma-
chen, soweit dies für den Schutz der tangierten Interessen erforderlich sei. 

59. Aufgrund des in Art. 6 BGÖ verankerten Öffentlichkeitsprinzips besteht eine widerlegbare gesetz-
liche Vermutung zugunsten des freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten.57 Die betroffene Be-
hörde hat amtliche Dokumente zugänglich zu machen oder die verlangte Auskunft über deren 
Inhalt zu erteilen, es sei denn, sie kann nachweisen, dass ein Ausnahmetatbestand nach Art. 7 
Abs. 1 BGÖ erfüllt ist, ein besonderer Fall von Art. 8 BGÖ vorliegt oder die Privatsphäre resp. 
Personendaten (Art. 7 Abs. 2 BGÖ i.V.m. Art. 9 BGÖ) zu schützen sind. Die objektive Beweislast 
zur Widerlegung der Vermutung des freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten obliegt der zustän-
digen Behörde. Misslingt ihr der Beweis, ist der Zugang grundsätzlich zu gewähren.58  

60. In seiner Stellungnahme vom 26. Juni 2023 verweist das GS-EFD auf die von der Bundesver-
sammlung eingesetzte PUK, deren Aufgabe unter anderem die Sichtung und Bewertung der im 
Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse angefallenen Dokumente sein werde. 
Diese könne nicht unbeeinflusst erfolgen, wenn beispielsweise aufgrund von aus Geheimhal-
tungsgründen unvollständigen Akten eine mediale Berichterstattung erfolge, welche die öffentliche 
Meinung beeinflusse. Die Gewährung des Zugangs zu Dokumenten im Zusammenhang mit den 
Ereignissen rund um die Übernahme der Credit Suisse würde die freie Meinungsbildung der PUK 
beeinträchtigen, weshalb der Zugang in Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ zum Schutz 
deren Meinungs- und Willensbildung zumindest bis zum Abschluss der Arbeiten der PUK aufzu-
schieben sei.  

61. Gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ kann der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, auf-
geschoben oder verweigert werden, wenn durch seine Gewährung die freie Meinungs- und Wil-
lensbildung einer diesem Gesetz unterstellten Behörde, eines anderen legislativen oder administ-
rativen Organes oder einer gerichtlichen Instanz wesentlich beeinträchtigt werden kann. Laut 
Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz soll der Schutz der freien Meinungs- und Willensbildung ver-
hindern, dass die Verwaltung durch eine verfrühte Bekanntgabe von Informationen während eines 
Entscheidungsprozesses unter allzu starken Druck der Öffentlichkeit gerät, wodurch die Bildung 
einer eigenen Meinung und eines eigenen Willens verhindert werden könnte. Nach dem Wortlaut 
des Gesetzes muss der Zugang zu einem amtlichen Dokument zu einer wesentlichen Beeinträch-
tigung der Meinungs- und Willensbildung führen. Diese Bedingung ist nicht erfüllt, wenn z.B. die 

 
56  BGE 133 II 209 E. 2.3.3; zum Schadensrisiko siehe COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 7 Rz. 4; BGE 142 II 324 

E. 3.4. 
57  BGE 142 II 340 E. 2.2. 
58  Urteil des BVGer A-6003/2019 vom 18. November 2020 E. 2.1. 

 
 

 

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Veröffentlichung eines Dokuments das blosse Risiko beinhaltet, eine heftige öffentliche Auseinan-
dersetzung zu provozieren. Gemäss Botschaft und Rechtsprechung59 ist nicht jede Verzögerung 
oder Erschwerung im Entscheidungsprozess, welche sich aus der öffentlichen Auseinanderset-
zung ergibt, automatisch als wesentliche Beeinträchtigung der freien Meinungs- und Willensbil-
dung einer Behörde zu betrachten.60 Zudem ist die Schwelle für das Ausmass der Beeinträchti-
gung bei Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ höher angesetzt als bei den übrigen Ausnahmebestimmungen 
und bedingt für eine Zugangsbeschränkung eine wesentliche Beeinträchtigung.61  

62. Eine PUK kann eingesetzt werden, wenn Vorkommnisse von grosser Tragweite der Klärung be-
dürfen (Art. 163 Abs. 1 ParlG). Gegenstand der Untersuchungen durch die PUK bildet die Ge-
schäftsführung der letzten Jahre des Bundesrates, der Bundesverwaltung und anderer Träger von 
Aufgaben des Bundes im Zusammenhang mit der Notfusion der Credit Suisse mit der UBS, soweit 
diese der parlamentarischen Oberaufsicht unterliegen. Zu untersuchen ist die Rechtmässigkeit, 
Zweckmässigkeit und Wirksamkeit der Tätigkeit der genannten Behörden und Organe – sowie 
deren Zusammenwirken untereinander und mit Dritten.62 Die eigentlichen Untersuchungsarbeiten 
umfassen insbesondere die Auswertung der relevanten Dokumente.63 Die PUK erstattet den bei-
den Räten Bericht über ihre Untersuchung sowie über allfällige Verantwortlichkeiten und instituti-
onelle Mängel und unterbreitet die nötigen Vorschläge für Massnahmen zur Behebung der Män-
gel.64 Der generell formulierte Auftrag erlaubt es der PUK, alle relevanten Organe und Behörden 
in den Blick zu nehmen. Auch der zu untersuchende Zeitraum wird weit gefasst und umfasst min-
destens Sachverhalte ab dem Jahr 2015 bis zur Umsetzung der Notfusion.65 Sodann ist auch der 
Bestand der Dokumente, die von der Untersuchung erfasst werden, entsprechend breit. Das GS-
EFD hat auf entsprechende Aufforderung des Beauftragten ausdrücklich bestätigt, dass sämtliche 
das Zugangsgesuch betreffende Dokumente auch der PUK zugänglich gemacht wurden, und die 
Ansicht vertreten, dass die Gewährung des verlangten Zugangs somit Auswirkungen auf die Mei-
nungs- und Willensbildung der PUK zeitigen könnte.  

63. Um sich bei der politischen Aufarbeitung der Themenkomplexes keinem unnötigen äusseren 
Druck auszusetzen, sieht die PUK unter Berufung auf die Schweigepflicht nach Art. 169 ParlG 
während der Untersuchung namentlich davon ab, über erhaltene Dokumente und Inhalte dersel-
ben zu informieren.66 In Anbetracht der weit verbreiteten Empörung über den Niedergang der 
Credit Suisse und die Tragweite deren Übernahme durch die UBS findet die Meinungs- und Wil-
lensbildung der PUK vorliegend in einem medial intensiv bearbeiteten Umfeld statt, in welchem 
aufgrund des herrschenden Erwartungsdrucks eine hohe Nachfrage nach Informationen besteht, 
die geeignet sein könnten, die ausstehenden Erkenntnisse und Wertungen der PUK vorwegzu-
nehmen. Entsprechend der in der Lehre vertretenen Ansicht, wonach eine Offenlegung nur bei 
komplexen, umstrittenen oder heiklen Dossiers verhindert werden darf, die einen Reflexions- und 
Reifungsprozess erfordern,67 kann der Beauftragte in diesem Kontext nicht ausschliessen, dass 
selbst Dokumente von begrenztem Informationsgehalt Anlass zu öffentlichen Spekulationen ge-
ben könnten, unter deren Einfluss die Meinungs- und Willensbildung der PUK wesentlich beein-
trächtigt werden könnte. Diesbezüglich die nötigen Abgrenzungen und Triagen der Dokumente 
vorzunehmen, muss der Beauftragte der zuständigen Fachbehörde überlassen68, zumal sich das 
GS-EFD in seinen Stellungnahmen zu diesen Abgrenzungsfragen nicht näher vernehmen liess.  

 
59  BBl 2003 2007; Urteil des BVGer A-6291/2013 vom 28. Oktober 2014 E. 7.2.3 m.w.H. 
60  BBl 2003 2007. 
61  COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 7 Rz. 15. 
62  BBl 2023 1369, Art. 2. 
63  Die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) "Geschäftsführung der Behörden – CS-Notfusion" ist im Zeitplan, Medienmittei-

lung vom 8. September 2023 (zit.: PUK, Medienmitteilung vom 8. September 2023) (abrufbar unter: www.parlament.ch > Services > News 
> Medienmitteilung > Die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) «Geschäftsführung der Behörden – CS-Notfusion» ist im 
Zeitplan [zuletzt abgerufen am 12. September 2023]). 

64  BBl 2023 1369, Art. 3. 
65  PUK, Medienmitteilung vom 8. September 2023.  
66  Parlamentarische Untersuchungskommission «Geschäftsführung der Behörden – CS-Notfusion»: Information und Kommunikation der 

Parlamentarischen Untersuchungskommission, Richtlinien vom 13. Juli 2023, Ziffer 3.2 (abrufbar unter: www.parlament.ch > Organe > 
Kommissionen > Aufsichtskommissionen > Parlamentarische Untersuchungskommissionen PUK > PUK – Geschäftsführung der Behör-
den – CS-Notfusion > Dokumente [zuletzt abgerufen am: 12. September 2023]). 

67  COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, Handkommentar BGÖ Art. 7 Rz 15. 
68  Vgl. Urteil des BVGer A-1051/2022 vom 29. August 2023 E. 10.2. 

http://www.parlament.ch/

 
 

 

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64. Zwischenfazit: Im Ergebnis ist nach Ansicht des Beauftragten hinreichend plausibel, dass die Of-
fenlegung gewisser Informationen und Dokumente im Zusammenhang mit den Ereignissen rund 
um die Übernahme der Credit Suisse die freie Meinungs- und Willensbildung der PUK wesentlich 
beeinträchtigen kann. Infolgedessen empfiehlt der Beauftragte dem GS-EFD, den Zugang zu den-
jenigen Dokumenten, deren Bekanntgabe eine wesentliche Beeinträchtigung der Meinungs- und 
Willensbildung der PUK zur Folge haben können, in Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ bis 
zum Abschluss der Arbeiten der PUK aufzuschieben. Vorgängig hat das GS-EFD im Sinne einer 
Triage diejenigen Dokumente, welche die von der Rechtsprechung aufgestellten Erfordernisse für 
die Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ nicht erfüllen, zu identifizieren und auszusondern.  

65. Zu beurteilen bleibt nachfolgend zum einen die Zugänglichkeit derjenigen Dokumente, deren Zu-
gang nicht gestützt auf Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ aufgeschoben werden kann. Zum andern ist die 
Zugänglichkeit der vom Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes erfassten amtlichen Doku-
mente nach Abschluss der Arbeiten der PUK und damit nach dem Dahinfallen des Grundes für 
den Zugangsaufschub (Ziffer 64) zu beurteilen. 

66. Das GS-EFD bringt in seiner Stellungnahme vom 26. Juni 2023 vor, der Zugang zu den Doku-
menten würde den durch die Massnahmen angestrebten Erhalt der Stabilität des Finanzmarktes 
und damit die zielkonforme Durchführung konkreter behördlicher Massnahmen beeinträchtigen. 
Da ein teilweiser Zugang umgehend Spekulationen auslösen würde, welche Dokumente aus wel-
chen Gründen nicht offengelegt würden, müsste auch gestützt auf Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ der 
Zugang vollständig verweigert werden. 

67. Gemäss Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ wird der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, 
aufgeschoben oder verweigert, wenn durch seine Gewährung die zielkonforme Durchführung kon-
kreter behördlicher Massnahmen beeinträchtig würde. Dieser Ausnahmegrund stellt sicher, dass 
Informationen geheim gehalten werden können, die der Vorbereitung konkreter behördlicher  
Massnahmen dienen (z.B. Inspektionen oder Aufsichtsmassnahmen). Gemäss der Rechtspre-
chung des Bundesverwaltungsgerichts ist Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ auf einzelne, konkrete behörd-
liche Massnahmen zugeschnitten und es ist dabei zu verlangen, "dass im Zeitpunkt der Beurtei-
lung des Zugangsgesuchs die Durchführung einer (oder von einzelnen) klar definierten 
behördlichen Massnahmen beeinträchtigt zu werden droht."69 Die aufgrund der Zugangsgewäh-
rung drohende Verletzung der mit der behördlichen Massnahme verfolgten Ziele muss von einem 
gewissen Gewicht sein70 und die Geheimhaltung der Information muss Bedingung für den Erfolg 
der entsprechenden Massnahme bilden. Mit anderen Worten muss die Geheimhaltung dieser Vor-
kehrungen den Schlüssel zu ihrem Erfolg darstellen.71 Geschützt sind insbesondere die Inspekti-
onen, die Ermittlungen und die administrativen Überwachungen, mit denen sichergestellt werden 
soll, dass sich die Bürgerinnen und Bürger an das Gesetz halten.72 Nicht von Art. 7 Abs. 1 
Bst. b BGÖ erfasst ist jedoch die allgemeine Aufgabenerfüllung oder Aufsichtstätigkeit einer Be-
hörde insgesamt.  

68. Das GS-EFD beschränkt sich auf den pauschalen Hinweis betreffend Massnahmen zum Erhalt 
der Stabilität des Finanzmarktes, ohne eingehender zu belegen, dass die verlangten Dokumente 
in direktem Zusammenhang mit konkreten laufenden behördlichen Massnahmen stehen und wie 
ihre Offenlegung deren Durchführung beeinträchtigen oder ihr Ergebnis beeinflussen könnte. Das 
EFD führt auf seiner Homepage aus, dass dank der raschen Übernahme der Credit Suisse durch 
die UBS und den staatlichen Begleitmassnahmen das Finanzsystem nachhaltig stabilisiert werden 
konnte. Darüber hinaus seien sämtliche Garantien des Bundes beendet, womit "[d]iese zur Wah-
rung der Finanzstabilität notrechtlich geschaffenen Massnahmen […] wegfallen […]"73. Der Be-
auftragte vermag infolgedessen nicht zu erkennen und vom GS-EFD wird auch nicht weitergehend 

 
69  Urteil des BVGer A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 6.1.  
70  BGE 144 II 77 E. 4.3. 
71  Urteile des BVGer A-3443/2010 vom 18. Oktober 2010 E. 5.2; A-700/2015 vom 26. Mai 2015 E. 5.1. 
72  Urteile des BVGer A-2373/2022 vom 30. Juni 2023 E. 4.4.1 f.; A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 6.1; A-4571/2015 vom 10. August 2016 E. 

6.1; A-683/2016 vom 20. Oktober 2016 E. 5.4.2. 
73  Eidgenössisches Finanzdepartement EFD: CS/UBS: Sämtliche Garantien des Bundes beendet, Medienmitteilung vom 11. August 2023 

(abrufbar unter: www.efd.admin.ch > Das EFD > Medienmitteilungen > CS/UBS: Sämtliche Garantien des Bundes beendet [zuletzt abge-
rufen am 8. September 2023]). 

http://www.efd.admin.ch/

 
 

 

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erläutert, welche behördlichen Massnahmen überhaupt betroffen und zu schützen sein könnten. 
Es ist für den Beauftragten insgesamt nicht erkennbar, inwiefern die verlangten Dokumente eine 
konkrete behördliche Massnahme des GS-EFD vorbereiten bzw. wie die zielkonforme Durchfüh-
rung durch die Zugangsgewährung beeinträchtigt würde.  

69. Zwischenfazit: Da die Behörde, die die Beweislast trägt, die Anwendung des Ausnahmetatbestan-
des bislang nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten ausreichenden Begründungsdichte 
belegt hat, erachtet der Beauftragte die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ als 
nicht nachgewiesen.  

70. Überdies begründet das GS-EFD in seiner Stellungnahme an den Antragsteller die Verweigerung 
des Zugangs mit einer Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz (Art. 7 Abs. 1 
Bst. c BGÖ), ohne dieses Vorbringen zu begründen.  

71. Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ ist der Zugang zu amtlichen Dokumenten einzuschränken, aufzu-
schieben oder zu verweigern, wenn durch seine Gewährung die innere oder äussere Sicherheit 
der Schweiz gefährdet werden kann. Gemäss der Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz74 betrifft 
diese Ausnahmebestimmung in erster Linie die Tätigkeit des Polizei-, Zoll-, Nachrichten- und Mi-
litärwesens und bezweckt die Geheimhaltung von Massnahmen zum Erhalt der Handlungsfähig-
keit der Regierung in ausserordentlichen Lagen, zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Landes-
versorgung, Informationen über technische Einzelheiten oder den Unterhalt von Rüstungsgütern 
oder Informationen, deren Zugänglichmachung zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit wichtiger 
Infrastrukturen oder gefährdeter Personen führen würde. Dabei ist nach der Rechtsprechung75 
nicht die Abgrenzung nach den tätigen Behörden massgeblich, sondern die Abgrenzung von ge-
fährdeten Interessen und Rechtsgütern. Sicherheit ist hierbei sowohl als Unverletzlichkeit der 
Rechtsgüter der Einzelnen wie auch des Staates und seiner Einrichtungen sowie der Rechtsord-
nung insgesamt zu verstehen. Die innere und äussere Sicherheit der Schweiz kann durch Angriffe 
und Bedrohungen wie Kriminalität im Allgemeinen, Extremismus und Terrorismus sowie militäri-
sche und nachrichtendienstliche Aktivitäten gefährdet sein. Von der Bestimmung erfasst wird 
ebenfalls der Schutz von sicherheitsrelevanten Informationen im Zusammenhang mit kritischen 
Infrastrukturen der Landesversorgung wie informations-, kommunikations- und energietechni-
schen Einrichtungen. Allerdings muss nach der Rechtsprechung selbst bei legitimen Sicherheits-
zwecken sorgfältig geprüft werden, ob die Offenlegung der verlangten Dokumente die öffentliche 
Sicherheit ernsthaft gefährden könnte.76 Als Leitlinie der Prüfung dient dabei das Kriterium, wie 
weit es verantwortbar ist, dass über die Bekanntgabe von Informationen, die danach auch der 
gesamten Öffentlichkeit offen stünden, Zugang zu Wissen besteht, das sich in unerwünschter 
bzw. für die innere Sicherheit der Schweiz nachteiliger Weise nutzen liesse. 

72. Das GS-EFD beschränkte sich auf den allgemeinen Hinweis auf die Ausnahmebestimmung von 
Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ. Dies erweist sich mit Blick auf die von der Rechtsprechung aufgestellten 
Anforderungen an die Begründungsdichte einer Zugangsverweigerung als zu allgemein und zu 
pauschal, um eine Gefährdung der inneren oder äusseren Sicherheit der Schweiz hinreichend zu 
begründen.  

73. Zwischenfazit: Im Ergebnis hat das GS-EFD bisher nicht mit der von der Rechtsprechung gefor-
derten Begründungsdichte dargelegt, inwiefern durch die Bekanntgabe der amtlichen Dokumente 
die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz gefährdet werden kann. Insgesamt erachtet der 
Beauftragte daher den Tatbestand von Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ als nicht erfüllt. Die gesetzliche 
Vermutung des grundsätzlich freien Zugangs ist nicht widergelegt.  

74. Das GS-EFD macht weiter geltend, die Gewährung des Zugangs zu den verlangten Dokumenten 
sei gestützt auf Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ zu verweigern. Das GS-EFD erklärt, eine Einsicht in die 
Dokumente könnte es erlauben nachzuzeichnen, ob und gegebenenfalls welche vertraulichen 
Diskussionen mit internationalen Partnern geführt worden seien, was die aussenpolitischen Inte-
ressen oder die internationalen Beziehungen der Schweiz beeinträchtigen könnte.  

 
74  BBl 2003 2009. 
75  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H. 
76  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H. 

 
 

 

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75. Die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ gilt, wenn durch die Gewährung des 
Zugangs zu amtlichen Dokumenten die aussenpolitischen Interessen oder die internationalen Be-
ziehungen der Schweiz beeinträchtigt werden können. Dies betrifft auch Informationen, die mit 
anderen Staaten ausgetauscht werden bzw. von diesen stammen und an denen gegebenenfalls 
diese ausländischen Staaten ein Geheimhaltungsinteresse haben können.77 Grundsätzlich kön-
nen alle Bereiche der auswärtigen Beziehungen, in denen amtliche Informationen anfallen, an 
deren Bekanntwerden der Bund kein Interesse hat, davon erfasst werden. So kann es sich um 
rechtliche, politische, wirtschaftliche, kulturelle, soziale oder militärische (etc.) Beziehungen han-
deln. Neben eigenen Dokumenten können auch jene von ausländischen Behörden, Unternehmen 
oder ausländischen Staatsangehörigen betroffen sein. Die Beeinträchtigung kann sich direkt aus 
der Offenlegung der Information ergeben oder indirekt aus der Verärgerung eines Staates ange-
sichts der Veröffentlichung der Information, die ihn oder seine Staatsangehörigen betreffen.78 Die 
befürchtete Beeinträchtigung bei Offenlegung der Daten muss allerdings erheblich sein und ein 
ernsthaftes Risiko für deren Eintritt bestehen.79  

76. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang, dass es nach der Rechtsprechung in der Natur von 
Entscheiden politischen und insbesondere aussenpolitischen Gehalts liegt, dass sie der justiziel-
len Kontrolle nur bedingt zugänglich sind, da sie gerade nicht allein auf rechtlichen, sondern zum 
Teil auf politischen Kriterien beruhen. Die gerichtlichen Instanzen üben bei der Überprüfung sol-
cher Entscheide eine gewisse Zurückhaltung. Diese bezieht sich allerdings nicht auf die rechtliche 
Beurteilung der Streitsache. Erfasst wird einzig die politische Opportunität des Entscheides. Auch 
dafür gilt jedoch nicht ein völliger Freipass für die Exekutivbehörden, sondern deren Entscheide 
müssen insgesamt, auch soweit Zurückhaltung geboten ist, zumindest nachvollziehbar sein und 
haben sachlich zu bleiben. Die Exekutivbehörden müssen ihren Beurteilungsspielraum pflichtge-
mäss nutzen.80  

77. Soweit die betroffenen Dokumente Informationen zu vertraulichen Diskussionen mit internationa-
len Partnern enthalten, an welchen diese ein erhebliches Geheimhaltungsinteresse haben, 
scheint die Beeinträchtigung der bilateralen Beziehungen im Falle der Bekanntgabe derartiger 
Inhalte plausibel. Allerdings zeigt das GS-EFD nicht auf, für welche Informationen dies konkret 
zutrifft, sondern beschränkt sich auf einen allgemeinen Hinweis. Überdies hat das GS-EFD bis 
anhin nicht dargetan, ob und dass sich internationale Partner und ausländische Behörden gegen 
eine Offenlegung aussprechen und welche Aspekte dies konkret betreffen würde. In jedem Fall 
ist nicht einsichtig, weshalb die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ für Inhalte 
anwendbar sein soll, welche keinerlei internationalen Bezug aufweisen. Die Ausführungen des 
GS-EFD sind integral auf die gesamten Dokumente bezogen. Damit ist der erforderlichen Begrün-
dungsdichte für eine vollständige Zugangsverweigerung nach Ansicht des Beauftragten nicht Ge-
nüge getan. Auch wenn die aufgeführten Argumente eine gewisse Überzeugungskraft haben, sind 
sie nicht derart, dass sie eine vollständige Verweigerung des Zugangsgesuchs rechtfertigen wür-
den. Insbesondere fehlen konkrete Darlegungen, weshalb im Sinne des Verhältnismässigkeits-
prinzips gegebenenfalls kein eingeschränkter Zugang gewährt werden kann.81 Insgesamt ist unter 
den speziellen Umständen dieser ausserordentlichen Situation nachvollziehbar, dass das Be-
kanntwerden gewisser Informationen durchaus geeignet ist, aussenpolitische Interessen oder die 
internationalen Beziehungen der Schweiz zu beeinträchtigen. Die vom GS-EFD im Schlichtungs-
verfahren lediglich allgemein gehaltenen Vorbringen vermögen die Anwendbarkeit von Art. 7 
Abs. 1 Bst. d BGÖ indes nicht hinreichend zu begründen.  

78. Zwischenfazit: Der Beauftragte vermag vorliegend nicht auszuschliessen, dass gewisse Inhalte 
der verlangten Dokumente durchaus geeignet sein könnten, die aussenpolitischen Interessen 
oder die internationalen Beziehungen der Schweiz zu beeinträchtigen, stellt jedoch fest, dass dies 

 
77  Urteil des BGer 1C_462/2018 vom 17. April 2019 E. 5.2. 
78  Empfehlung EDÖB vom 10. November 2014: BJ / Korrespondenz, Ziffer 40. 
79  Urteil des BVGer A-4494/2020 vom 20. April 2021 E. 5.2 m.H. 
80  Urteil des BGer 1C_462/2018 vom 17. April 2019 E. 5.4; BGE 142 II 313 E.4.3. 
81  Vgl. Urteil des BGer 1C_14/2016 vom 23. Juni 2016 E. 3.6 mit Verweis auf: HÄNER, Handkommentar BGÖ Art. 15 Rz 8. 

 
 

 

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bis anhin nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte hinreichend dar-
gelegt wurde. Im Ergebnis findet die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ nach 
Ansicht des Beauftragten keine Anwendung.  

79. Das GS-EFD weist in seiner Stellungnahme vom 26. Juni 2023 ausserdem darauf hin, dass im 
Zusammenhang mit der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS öffentlich eine Vielzahl von 
Haftungsansprüchen in Milliardenhöhe gegen die Eidgenossenschaft angedroht worden seien. Es 
bestehe die Gefahr, dass offen gelegte Dokumente aus dem Zusammenhang gerissen und in 
Prozessen gegen die Eidgenossenschaft verwendet würden, wodurch die wirtschaftspolitischen 
Interessen der Schweiz gefährdet (Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ) würden.  

80. Die Ausnahmenorm von Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ schützt die wirtschaftlichen-, geld- und wäh-
rungspolitischen Interessen der Schweiz. Wirtschaftliche Interessen der Schweiz sind vornehmlich 
dann berührt, wenn der Eidgenossenschaft Wettbewerbsnachteile drohen, mit anderen Worten, 
die Offenlegung von amtlichen Dokumenten ihr Wettbewerbsnachteile zufügen würde.82 Diese 
Ausnahme soll gewährleisten, dass der Bund entsprechende Strategien ohne Druck von aussen 
erarbeiten kann. Die Lehre spricht sich für eine restriktive Anwendung der Ausnahmereglung 
aus.83  

81. Bezüglich der Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ legt das GS-EFD bis anhin 
nicht konkret dar, inwiefern durch die Bekanntgabe der amtlichen Dokumente die wirtschafts-, 
geld- und währungspolitischen Interessen der Schweiz erheblich beeinträchtigt werden können 
und gleichzeitig ein ernsthaftes Risiko für den Eintritt der Beeinträchtigung besteht. Abgesehen 
vom pauschalen Hinweis, dass Informationen aus dem Zusammenhang gerissen werden könnten 
und in Prozessen gegen die Schweizerische Eidgenossenschaft verwendet würden, fehlen kon-
kretisierende Hinweise. Allgemeine bzw. grundsätzliche Überlegungen genügen jedoch in der Re-
gel nicht, um das Zugangsrecht nach Art. 7 BGÖ einzuschränken.84 Dem Vorbringen, dass durch 
die Offenlegung der verlangten Dokumente die wirtschafts-, geld- und währungspolitischen Inte-
ressen der Schweiz gefährdet werden können, kann für bestimmte Inhalte durchaus eine gewisse 
Überzeugungskraft abgewonnen werden. Allerdings sind die dargelegten Ausführungen bisher 
derart allgemein gehalten, dass sie selbst in der vorliegend aussergewöhnlichen Situation eine 
vollständige Zugangsverweigerung nicht zu rechtfertigen vermögen.  

82. Zwischenfazit: Der Beauftragte vermag vorliegend nicht auszuschliessen, dass gewisse Inhalte 
der verlangten Dokumente im Fall der Zugangsgewährung die wirtschafts-, geld- und währungs-
politischen Interessen der Schweiz gefährden könnten, stellt jedoch fest, dass die Vorbringen des 
GS-EFD bis anhin nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte hinrei-
chend dargelegt wurde. Damit hat das GS-EFD nach Ansicht des Beauftragten bis anhin das Vor-
liegen der Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ nicht hinreichend dargelegt, wes-
wegen die gesetzliche Vermutung des grundsätzlich freien Zugangs zu diesen Dokumenten nicht 
widergelegt ist.  

83. Das GS-EFD begründet seine Zugangsverweigerung in der Stellungnahme vom 26. Juni 2023 
namentlich auch damit, dass die beteiligten Banken weitreichende Informationen offengelegt hät-
ten und aus den angefragten Dokumenten Rückschlüsse auf vertrauliche Informationen gezogen 
werden könnten, auch wenn diese in den Dokumenten nicht explizit enthalten seien. Damit be-
stehe die Gefahr der Offenbarung von Geschäftsgeheimnissen beteiligter Banken, weshalb der 
Zugang auch gestützt auf Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ zu verweigern sei.  

84. Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ entsprechend kann der Zugang eingeschränkt, aufgeschoben oder ver-
weigert werden, wenn durch die Bekanntgabe amtlicher Dokumente Berufs-, Geschäfts- oder Fab-
rikationsgeheimnisse offenbart werden können. Der Begriff "Geschäftsgeheimnis" ist gesetzlich 
nicht definiert. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird als Geheimnis jede in Bezie-
hung mit dem betroffenen Geheimnisträger stehende Tatsache qualifiziert, welche weder offen-
kundig noch allgemein zugänglich ist (relative Unbekanntheit), welche der Geheimnisherr geheim 

 
82  Vgl. dazu SCHOCH, Informationsfreiheitsgesetz IFG, Kommentar, 2. Aufl., München 2016 (zit.: Kommentar IFG), § 3 Rz. 6 ff. 
83  COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, Handkommentar BGÖ, Art. 7, Rz 39. 
84  Urteil des BVGer A-7405/2014 vom 23. November 2015 E. 6.3. 

 
 

 

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halten will (subjektives Geheimhaltungsinteresse) und an deren Geheimhaltung der Geheimnis-
herr ein berechtigtes Interesse hat (objektives Geheimhaltungsinteresse).85  

85. Vom Geheimnisbegriff werden jedoch nicht alle Geschäftsinformationen erfasst, sondern nur die 
wesentlichen Daten, deren Kenntnisnahme durch die Konkurrenz Marktverzerrungen bewirken 
und dazu führen würde, dass dem betroffenen Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil genommen 
bzw. ein Wettbewerbsnachteil und damit ein Schaden zugefügt wird. Der Gegenstand des Ge-
schäftsgeheimnisses muss geschäftlich relevante Informationen betreffen. Darunter können ins-
besondere Informationen fallen, die Einkaufs- und Bezugsquellen, Betriebsorganisation, Preiskal-
kulation, Geschäftsstrategien, Businesspläne sowie Kundenlisten und -beziehungen betreffen und 
einen betriebswirtschaftlichen oder kaufmännischen Charakter aufweisen. Entscheidend ist, ob 
diese Informationen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben können, oder mit anderen 
Worten, ob diese Informationen bei einer Zugänglichmachung an Dritte Auswirkungen auf die 
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung haben. Ein abstraktes Gefährdungsrisiko genügt nicht.86 
Die Verletzung des Geschäftsgeheimnisses muss aufgrund der Zugänglichkeit des betreffenden 
Dokuments wahrscheinlich erscheinen; eine lediglich denkbare oder (entfernt) mögliche Gefähr-
dung reicht nicht aus. Als Beeinträchtigung kann zudem nicht jede geringfügige oder unange-
nehme Konsequenz des Zugangs zum gewünschten amtlichen Dokument wie etwa zusätzliche 
Arbeit oder unerwünschte öffentliche Aufmerksamkeit gelten. Die drohende Verletzung muss ge-
wichtig und ernsthaft sein.87 Von einem berechtigten Geheimhaltungsinteresse kann dann nicht 
gesprochen werden, wenn die privaten Interessen im Widerspruch zur Rechtsordnung stehen.88  

86. Die Beweislast für das Vorliegen von Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen trägt die zustän-
dige Behörde bzw. der (angehörte) Geheimnisherr.89 Gemäss ständiger Rechtsprechung genügt 
ein pauschaler Verweis auf das Geschäftsgeheimnis nicht, vielmehr haben der Geheimnisherr 
bzw. die zuständige Behörde konkret und im Detail aufzuzeigen, inwiefern eine Information vom 
Geschäftsgeheimnis geschützt ist.90 Misslingt der Beweis, ist der Zugang grundsätzlich zu gewäh-
ren.91 Dabei ist auch das Verhältnismässigkeitsgebot zu beachten: Erweist sich eine Beschrän-
kung als gerechtfertigt, soll die Behörde hierfür die möglichst mildeste, das Öffentlichkeitsprinzip 
am wenigsten beeinträchtigende Form wählen.92  

87. Bezüglich der vom Antragsteller verlangten Dokumente bringt das GS-EFD ohne weitergehende 
materielle Ausführungen lediglich vor, dass daraus Rückschlüsse auf vertrauliche Informationen 
gezogen werden könnten. Dadurch wird einzig der subjektive Geheimhaltungswille des GS-EFD, 
nicht aber der subjektive Geheimhaltungswille des Dritten kundgetan. Unbestritten ist, dass die 
vom Antragsteller verlangten Informationen weder offenkundig noch allgemein zugänglich sind. 
Darüber hinaus ist im Vorbringen des GS-EFD nicht mehr als ein pauschaler Verweis auf allenfalls 
in den Dokumenten enthaltene Geschäftsgeheimnisse zu erblicken.  

88. Zwischenfazit: Im Ergebnis hat das GS-EFD bisher nicht mit der von der Rechtsprechung gefor-
derten Begründungsdichte dargelegt, inwiefern die Bekanntgabe der amtlichen Dokumente den 
Konkurrenten der beteiligten Banken einen wesentlichen Vorteil verschafft, mithin welche konkrete 
Wettbewerbsverzerrung zum Nachteil einer der beteiligten Banken zu erwarten ist. Es fehlt daher 
im Schlichtungsverfahren am Nachweis des ernsthaften Schadensrisikos und damit auch am ob-
jektiven Geheimhaltungsinteresse. Insgesamt erachtet der Beauftragte daher den Tatbestand von 
Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ als nicht erfüllt. Die gesetzliche Vermutung des grundsätzlich freien Zu-
gangs ist nicht widergelegt.  

89. Schliesslich weist der Beauftragte darauf hin, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 
bei der Offenbarung von Angaben, die potenziell Geschäftsgeheimnisse darstellen können, die 

 
85  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3. 
86  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3; Urteil des BVGer A-3367/2017 vom 3. April 2018 E. 7.4. 
87  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 3.2.2. 
88  SCHOCH, Kommentar IFG, § 6 Rz. 96 ff. 
89  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 4.3.2. 
90  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 5.4. 
91  Urteil des BVGer A-1732/2018 vom 26. März 2019 E. 8. 
92  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 3.2.2. 

 
 

 

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betroffenen Dritten resp. die Geheimnisherren vorgängig anzuhören sind, soweit nicht ausnahms-
weise auf eine Anhörung verzichtet werden kann.93 

90. In Anbetracht der vom GS-EFD stets geltend gemachten vollständigen Zugangsverweigerung ist 
abschliessend auf das verfassungsrechtliche Verhältnismässigkeitsprinzip hinzuweisen. Sofern 
ein Ausnahmetatbestand vorliegt, ist zudem im Einzelfall zu prüfen, ob in Anwendung des Ver-
hältnismässigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 BV) ein eingeschränkter Zugang in Frage kommt. Dem-
nach darf der Zugang nicht einfach verweigert werden, wenn ein verlangtes Dokument Informati-
onen enthält, die nach dem Ausnahmekatalog von Art. 7 BGÖ nicht zugänglich sind. Vielmehr ist 
in diesem Fall ein eingeschränkter, das heisst teilweiser Zugang zu den Informationen im Doku-
ment zu gewähren, welche nicht geheim zu halten sind, etwa durch Anonymisierung, Einschwär-
zen, Teilveröffentlichung oder zeitlichen Aufschub.94  

91. Zusammengefasst gelangt der Beauftragte damit zu folgendem Ergebnis:  

- In Bezug auf den 2. Teilaspekt des Zugangsgesuchs muss der Beauftragte davon ausgehen, 
dass die vom Antragsteller verlangten Dokumente nicht existieren, weshalb kein Zugang dazu 
gewährt werden kann. Folglich informiert das GS-EFD den Antragsteller – welcher bis anhin 
nicht über die Nichtexistenz informiert wurde – darüber und teilt ihm seinen diesbezüglichen 
Standpunkt direkt mittels einer Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG mit.  

- In Bezug auf den 1. Teilaspekt des Zugangsgesuchs gilt, was hiernach folgt: Soweit das Zu-
gangsgesuch Dokumente der SNB oder der FINMA betrifft, ist – da das Öffentlichkeitsgesetz 
gemäss Art. 2 Abs. 2 BGÖ für diese nicht gilt – das Zugangsgesuch abzuweisen. Vorbehalten 
bleiben Dokumente, welche nicht in Erfüllung der öffentlichen Aufgaben der SNB oder FINMA, 
sondern von diesen in Vertretung oder im Auftrag einer anderen Behörde erstellt worden sind 
(vgl. Ziffer 30). 

- Der Zugang zu amtlichen Dokumenten, welche in den Anwendungsbereich von Art. 6 
Abs. 3 PLB-NVO im hiervor erwähnten Sinne fallen (d.h. insb. nach dem 16. März 2023 um 
20.00 Uhr (Art. 15 Abs. 1 PLB-NVO) erstellt oder der Behörde mitgeteilt wurden; vgl. Ziffer 50), 
wird in Anwendung von Art. 4 (Bst. a) BGÖ spezialgesetzlich geregelt, weshalb die Bestim-
mungen des Öffentlichkeitsgesetzes für den Zugang zu diesen Informationen nicht anwendbar 
sind. Mangels Anwendbarkeit des Öffentlichkeitsgesetzes ist das Zugangsgesuch in diesem 
Umfang abzuweisen.  

- Soweit die vom Zugangsgesuch umfassten Dokumente in den Geltungsbereich des Öffentlich-
keitsgesetzes fallen, geht aus den Ziffern 61-64 hervor, dass das GS-EFD in Anwendung von 
Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ die in den Ziffern 63 und 64 dargelegte Triage durchführt und hernach 
den Zugang zu denjenigen Dokumenten, deren Bekanntgabe eine wesentliche Beeinträchti-
gung der Meinungs- und Willensbildung der PUK zur Folge haben könne, in Anwendung von 
Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ bis zum Abschluss der Arbeiten der PUK aufschiebt. Nach Abschluss 
der Arbeiten der PUK gewährt das GS-EFD den vollständigen Zugang zu den Dokumenten, 
da das GS-EFD im Schlichtungsverfahren das Vorliegen von Ausnahmebestimmungen ge-
mäss Art. 7 Abs. 1 Bst. b, c, d, f und g BGÖ nicht mit der von der Rechtsprechung verlangten 
Begründungsdichte hinreichend dargelegt hat. Nach Ansicht des Beauftragten ist diesbezüg-
lich die gesetzliche Vermutung des freien Zugangs zu den verlangten Dokumenten somit nicht 
widerlegt. Das GS-EFD berücksichtigt dabei, welche Informationen die PUK dannzumal öffent-
lich gemacht haben wird und beachtet die Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips 
(Art. 5 Abs. 2 BV). Das GS-EFD prüft, ob die betroffenen Personen gemäss Art. 11 BGÖ vor-
gängig anzuhören sind.  

- Das GS-EFD gewährt den Zugang zu denjenigen vom Zugangsgesuch erfassten amtlichen 
Dokumenten, für welche der Zugang gemäss durchgeführter Triage nicht aufzuschieben ist, 
da das GS-EFD im Schlichtungsverfahren das Vorliegen von Ausnahmebestimmungen ge-
mäss Art. 7 Abs. 1 Bst. a, b, c, d, f und g BGÖ nicht mit der von der Rechtsprechung verlangten 

 
93  Urteil des BGer 1C_222/2018 vom 21. März 2019 E. 3.4 f.  
94  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 3.3.2. 

 
 

 

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Begründungsdichte hinreichend dargelegt hat. Nach Ansicht des Beauftragten ist diesbezüg-
lich die gesetzliche Vermutung des freien Zugangs zu den verlangten Dokumenten nicht wi-
derlegt. Das GS-EFD berücksichtigt dabei das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV). 
Das GS-EFD prüft, ob die betroffenen Personen gemäss Art. 11 BGÖ vorgängig anzuhören 
sind.  

- Aufgrund des Beschleunigungsgebots95 und aus verfahrensökonomischen Gründen empfiehlt 
der Beauftragte dem GS-EFD, im Fall der Durchführung einer Anhörung direkt eine Verfügung 
im Sinne von Art. 5 VwVG zu erlassen, sofern das GS-EFD den Zugang zu den verlangten 
Dokumenten einschränkt. Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs genügt es nach der Rechtspre-
chung des Bundesverwaltungsgerichts, dass betroffene Dritte vor Erlass der Verfügung zumin-
dest einmal Gelegenheit erhalten, sich zur Sache zu äussern96 und im Rahmen einer entspre-
chenden Stellungnahme im Verfügungsverfahren allenfalls vorhandene private Interessen 
geltend machen können.  

92. Abschliessend ist anzumerken, dass es dem GS-EFD unbenommen ist, im Rahmen eines allen-
falls auf die Empfehlung folgenden Verfügungsverfahrens namentlich die Wirksamkeit der Aus-
nahmebestimmungen von Art. 7 Abs. 1 Bst. b, c, d, f und g sowie Art. 8 Abs. 1 BGÖ mit der von 
der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte aufzuzeigen. Wie bereits ausgeführt, ist es 
Aufgabe der Fachbehörde, sich mit strittigen Sach- und Rechtsfragen auseinanderzusetzen.97  

 

III Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeits-
beauftragte:  

93. Das Generalsekretariat des Eidgenössischen Finanzdepartements schiebt den Zugang zu denje-
nigen vom 1. Teilaspekt des Zugangsgesuchs erfassten amtlichen Dokumente, welche die von 
der Rechtsprechung aufgestellten Erfordernisse für die Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ 
erfüllen, bis zum Abschluss der Arbeiten der PUK auf, soweit sie in den Geltungsbereich des 
Öffentlichkeitsgesetzes im hiervor dargelegten Sinn fallen (vgl. Ziffer 91). Nach Abschluss der Ar-
beiten der PUK gewährt das Generalsekretariat des Eidgenössischen Finanzdepartements den 
vollständigen Zugang zu den Dokumenten, da es die Wirksamkeit von Ausnahmebestimmungen 
bis anhin nicht hinreichend begründet hat.  

94. Das Generalsekretariat des Eidgenössischen Finanzdepartements gewährt Zugang zu den vom 
1. Teilaspekt des Zugangsgesuchs erfassten amtlichen Dokumenten, soweit sie in den Geltungs-
bereich des Öffentlichkeitsgesetzes im hiervor dargelegten Sinn fallen (vgl. Ziffer 91) und der Zu-
gang nicht in Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ aufgeschoben wird (Ziffer 93), da es die 
Wirksamkeit von Ausnahmebestimmungen bis anhin nicht hinreichend begründet hat.  

95. Das Generalsekretariat des Eidgenössischen Finanzdepartements teilt dem Antragsteller mit, 
dass im Zusam