# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0bd8e3d-a886-50b4-b033-255c4e512a5b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.02.2012 D-1889/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1889-2011_2012-02-28.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­1889/2011

U r t e i l   v om   2 8 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Daniele Cattaneo,
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Bruno D'Amaro.

Parteien A._______, geboren (…),
Nepal, 
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 24. Februar 2011 / N […].

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 
am 6. Juli 2009 verliess und am 17. August 2009 in die Schweiz einreiste, 
wo  er  gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ) 
Kreuzlingen um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  EVZ  Kreuzlingen  vom  21. 
August  2009  (A  1/10)  sowie  der  Anhörung  durch  das  BFM  vom  27. 
August 2009 (A 8/12) zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend machte,

dass  er  aus  B._______,  Distrikt  C._______  (Nepal)  stamme  und  bei 
seinen Eltern gelebt habe,

dass zwei Bauern, welche zwei Grundstücke  im Besitz seiner Familie  in 
B._______ (Nepal) zur Pacht erhalten hätten, gestützt auf eine mündliche 
Abmachung und  trotz mehrmaliger Aufforderung das Land zwecks  ihres 
beabsichtigten Verkaufs freizugeben, nicht wieder zurückgeben wollten,

dass  er  folglich,  um  die  Pächter  zur  Freigabe  der  Landstücke 
aufzufordern, am 29. Juni 2009 zur Polizei gegangen sei,

dass wenige Tage später, am 5. Juli 2009, ein Pächter zusammen mit 15 
bis 20 Mitgliedern aus der Gruppierung der "D._______" während seines 
Aufenthalts  in  E._______  (Nepal)  sein  Zuhause  aufgesucht  habe  und 
diese Leute eine grosse Verwüstung hinterlassen hätten,

dass beim Angriff durch diese Leute sein Zuhause zerstört,  sein Bruder 
verprügelt  und  ein  Geschäft  im  Familienbesitz  vollständig  geplündert 
worden sei,

dass er zudem von seinen Eltern nach seiner Rückkehr von E._______ 
(Nepal) am Tag nach dem Angriff  vernommen habe, dass die Täter die 
Drohung  ausgesprochen  hätten,  ihn  umzubringen,  weshalb  er  noch 
gleichentags auf Anraten seiner Eltern nach Indien geflohen sei,

dass  er  auf  dem  Landweg  nach  Indien  ausgereist,  am  31.  Juli  2009  in 
Begleitung  eines  Schleppers  mit  dem  Bus  F._______  (Indien)  erreicht 
habe, einige Tage dort geblieben sei und anschliessend auf dem Luftweg 
von  F._______  (Indien)  nach  G._______  (Frankreich)  weitergereist  sei, 

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wo er sich etwa fünf bis sechs Tage aufgehalten habe, bevor er mit dem 
Zug in die Schweiz gereist sei,

dass  er  mit  einem  gefälschten,  nicht  auf  seinen  Namen  lautenden 
indischen  Reisepass  und  einer  Fotokopie  seiner  Identitätskarte 
unterwegs gewesen sei,

dass der Beschwerdeführer der Vorinstanz keine Identitätsdokumente zu 
den  Akten  gab  und  einer  am  17.  August  2009  im  Empfangszentrum 
ergangenen  schriftlichen  Aufforderung  zur  Papierbeschaffung  innert 
48 Stunden  (A  3/1)  –  mit  Nachdruck  erneuert  anlässlich  der 
durchgeführten Befragung und Anhörung zu den Asylgründen (A 1/10, S. 
4) – nicht nachgekommen ist,

dass er hierzu erklärte, nie mit dem Original seiner Identitätskarte gereist 
zu sein, sondern stets eine Fotokopie der Identitätskarte im Portemonnaie 
mit sich getragen habe,

dass  er  diesbezüglich  zunächst  behauptete,  seine  Identitätskarte  habe 
sich  vermutlich  bei  ihm  zu  Hause  befunden,  seine  Eltern  würden  nicht 
über  ein  Telefon  verfügen,  letztere  allerdings  über  sein  Geschäft 
telefonisch  zu  erreichen  seien  (A  1/10,  S.  4),  womit  er  sich  seine 
Identitätskarte hätte beschaffen können,

dass  er  anlässlich  der  Anhörung  durch  das  BFM  hingegen  erklärte,  es 
habe niemand bei  ihm zu Hause gewusst, wo sich  seine  Identitätskarte 
befunden hätte (A 8/12, S. 9),

dass  er  vor  seiner  Ankunft  in  der  Schweiz  von  keiner  Behörde  eines 
anderen Landes angehalten, daktyloskopiert  oder untergebracht worden 
sei (A 1/10, S. 7),

dass er im Übrigen keine Probleme mit den Behörden gehabt habe,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 24. Februar 2011 – eröffnet am 28. Februar 2011 – ablehnte und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  seinen  ablehnenden  Asylentscheid  damit 
begründete,  dass  einerseits  die  Schilderungen  des  Beschwerdeführers 
den Anforderungen an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit gemäss Art. 
3  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  nicht 

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genügten  und  andererseits  den  Anforderungen  betreffend  das 
Glaubhaftmachen eines Asyl begründenden Sachverhalts gemäss Art. 7 
AsylG  teilweise  nicht  genügten,  weshalb  er  mithin  die 
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG nicht erfülle,

dass  der  Beschwerdeführer  Nachteile  respektive  Furcht  vor  Nachteilen 
geltend  mache,  die  sich  aus  lokal  oder  regional  beschränkten 
Verfolgungsmassnahmen  ableiten  liessen,  weshalb  es  dem 
Beschwerdeführer zuzumuten sei, sich – wie offensichtlich seine Eltern – 
allfälligen  befürchteten  weiteren  Übergriffen  mittels  Wohnsitznahme  an 
einem anderen Ort in Nepal zu entziehen,

dass  durch  das  Verlassen  des  Dorfes  seitens  des  Beschwerdeführers 
und seiner Familienangehörigen und  ihre damit verbundene Aufgabe an 
die Ansprüche an  ihr Land, nicht davon auszugehen sei, dass weiterhin 
eine  relevante  Verfolgungsmotivation  seitens  ihrer  Gegner  ihnen 
gegenüber bestehen könne,

dass die geltend gemachte Furcht des Beschwerdeführers vor weiteren – 
erst recht landesweiten – Übergriffen folglich nicht begründet sei,

dass  zudem  seine  Vorbringen  in  einer  wesentlichen  Angelegenheit 
widersprüchlich  seien,  und  zwar  was  den  Verkauf  seines  Geschäfts 
betrifft;  insofern, dass der Betroffene zunächst behauptet, sein Geschäft 
sei  verkauft worden  (A  1/10,  S.  4)  und  anschliessend  zu Protokoll  gibt, 
dass er keine Kenntnisse davon habe, ob sein Geschäft verkauft worden 
sei oder nicht (A 8/12, S. 9),

dass er  ferner  die  ihm obliegende Mitwirkungspflicht  nach Art.  8 Abs.  1 
AsylG  verletzt  habe,  da  er  sich  trotz  Zumutbarkeit  und  objektiver 
Beschaffbarkeit  nicht  ernsthaft  um  die  Beschaffung  der  Identitätskarte 
bemüht  habe  und  jeglichen  Versuch  im  Voraus  ausgeschlossen  habe, 
was für seine Asylvorbringen erhebliche Zweifel aufkommen lasse,

dass  mangels  Erfüllung  der  Flüchtlingseigenschaft  der  Grundsatz  der 
Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG keine Anwendung finde 
und keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer mit beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  drohende,  durch  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  verbotene  Bestrafung  oder 
Behandlung ersichtlich seien,

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dass ferner von der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auszugehen 
sei,  da  in  Nepal  insbesondere  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt 
herrsche  und  auch  die  politische  Situation  oder  andere  Gründe  nicht 
gegen die Zumutbarkeit sprächen,

dass  sich  vielmehr  die  Lage  seit  Einleitung  des  Friedensprozesses  mit 
dem  Friedensabkommen  vom  21.  November  2006  und  der  Schaffung 
einer  Übergangsregierung,  den  von  der  Maobadi  gewonnenen  Wahlen 
vom 10. April 2008  für eine verfassungsgebende Versammlung und der 
im  Mai  2008  erfolgten  Ablösung  der  Monarchie  durch  eine  Republik 
wesentlich  verbessert  habe,  wenngleich  die  innenpolitische  Situation 
noch nicht stabil sei und eine neue Verfassung noch ausstehe,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  29.  März  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht (Eingang: 30 März 2011) gegen die Verfügung 
vom 24. Februar 2011 Beschwerde erhob und darin die Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids, die Gewährung von Asyl unter Zuerkennung 
der  Flüchtlingseigenschaft  sowie  eventualiter  die  Anordnung  der 
vorläufigen  Aufnahme  unter  Feststellung  der  Unzulässigkeit  sowie  der 
Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs  und  in  prozessualer Hinsicht 
die  unentgeltliche  Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1  des 
Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG, 
SR 172.021]) samt Entbindung von der Vorschusspflicht beantragte,

dass er in der Begründung materiell geltend macht, er verfüge entgegen 
der  Ansicht  des  BFM  nicht  über  eine  innerstaatliche  Fluchtalternative, 
sondern  sei  landesweit  verfolgt,  wobei  ihm  die  Polizei  keinen  Schutz 
gewähren  könne,  wie  das  von  ihm  zu  den  Akten  eingereichte 
Beweismittel  –  ein  in  seiner  Landessprache  verfasstes  Schreiben  des 
Dorfvorstehers – zum Ausdruck bringe,

dass er das widersprüchliche Aussageverhalten bezüglich des Verkaufs 
seines  Geschäfts  bereits  in  der  Anhörung  zu  erklären  versucht  habe, 
weshalb er diesbezüglich auf die entsprechende Anhörung verweise,

dass  die  Einreichung  der  Identitätskarte  lange  Zeit  aufgrund  der  nicht 
funktionierenden Telefonleitungen nicht möglich gewesen sei, mittlerweile 
er  nun  aber  imstande  gewesen  sei,  die  Identitätskarte  zu  organisieren 
und  dem  Bundesverwaltungsgericht  einreichen  konnte  (ein  ID­Ausweis 
wurde zusammen mit dem obengenannten Schreiben des Dorfvorstehers 
als Beweismittel mit der Beschwerde eingereicht),

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dass seine Vorbringen sich als glaubhafte Schilderungen erwiesen haben 
und auf eine drohende Verletzung sowohl von Art. 3 EMRK als auch von 
Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder 
andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder 
Strafe (FoK, SR 0.105) geschlossen werden könne, weshalb der Vollzug 
der Wegweisung unzulässig und unzumutbar sei,

dass  das  Bundesverwaltungsgerichts  mit  Zwischenverfügung  vom 
14. April 2011  den  legalen  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  während 
des Beschwerdeverfahrens feststellte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31]  i. V. m.  Art. 31 – 33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  eine  solche  Ausnahme  in  casu  nicht  vorliegt,  weshalb  das 
Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

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dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die Vorinstanz  gesetzes­  und  praxiskonform erkannt  hat,  dass  die 
geltend  gemachten  Benachteiligungen  und  Befürchtungen 
flüchtlingsrechtlich  unbeachtlich  sind  und  den  Anforderungen  an  das 
Glaubhaftmachen eines asylbegründenden Sachverhalts nicht genügen,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  umfassend  auf  die 
Akten abgestützten Erwägungen gemäss angefochtener Verfügung sowie 

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die  obenstehende  zusammenfassende  Darstellung  verwiesen  werden 
kann,

dass  die  Beschwerdeschrift  offensichtlich  keine  zureichenden 
Anhaltspunkte  für  eine  von  den  vorinstanzlichen  Erkenntnissen 
abweichende Betrachtungsweise enthält, 

dass sie sich über weite Teile auf eine Bekräftigung der erstinstanzlichen 
Vorbringen  und  das  Aufstellen  blosser Gegenbehauptungen  beschränkt 
und auf  die Argumente  des BFM meist  nur  in  pauschaler Weise Bezug 
nimmt, ohne sie substanziell zu beanstanden,

dass  im  Übrigen  sowohl  der  mit  der  Beschwerde  eingereichte 
"Identitätsausweis"  als  auch  der  Brief  des  Dorfvorstehers,  welcher 
beweisen  soll,  dass  er  landesweit  verfolgt  sei,  nicht  näher  spezifiziert 
sind,  weshalb  der  Beweiswert  dieser  zwei  Dokumente  erheblich 
eingeschränkt ist,

dass der Beschwerdeführer sich darauf beschränkt auf den eingereichten 
Brief des Dorfvorstehers zu verweisen und in keiner Art und Weise darauf 
eingeht,  inwiefern  vom  Inhalt  des  Briefes  auf  eine  landesweite 
asylrechtlich relevante Verfolgung geschlossen werden kann,

dass  er  für  das  vom  BFM  korrekt  festgestellte  widersprüchliche 
Aussageverhalten lediglich auf seine Aussagen in der Anhörung verweist, 
womit  er  nicht  imstande  gewesen  ist,  den  aus  den  beiden Anhörungen 
ergangenen  Widerspruch  betreffend  den  Verkauf  seines  Geschäfts 
aufzulösen,

dass  zudem  –  unabhängig  vom  eingeschränkten  Beweiswert  der 
eingereichten  Identitätskarte  –  die  Gründe  des  verspäteten  Einreichens 
des Dokumentes nicht glaubhaft dargelegt sind,

dass mit der verspäteten Einreichung einer Identitätskarte zwar teilweise 
eine Heilung der Verletzung der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 Abs. 1 
AsylG stattgefunden hat,  jedoch – unabhängig davon und aufgrund des 
geringen Beweiswertes der eingereichten Dokumente – die Beweismittel 
nichts  an  der  rechtlichen Würdigung  zu  ändern  vermögen,  wonach  die 
vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  Schilderungen  asylrechtlich  nicht 
relevant  sind  und  beträchtliche  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit 
wesentlicher Vorbringen bestehen,

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dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  der  Beschwerdeführer 
keine begründete Furcht vor landesweiten Verfolgungen geltend machen 
konnte und die Schilderung des Sachverhaltes den Anforderungen an die 
Glaubhaftmachung im Sinne von Art. 7 AsylG nicht genügte,

dass  dem  Beschwerdeführer  folglich  im  Heimatstaat  unter  dem 
Gesichtspunkt  der  Verfolgungssicherheit  eine  zumutbare  innerstaatliche 
Fluchtalternative offen stand und weiterhin offen steht,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer solchen besteht  (vgl. BVGE 2008/34 E. 9.2), weshalb die verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn  der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 FoK und 
der  Praxis  zu  Art. 3  EMRK  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder  die  allgemeine  Lage  in Nepal  noch  individuelle Gründe  auf 
eine  konkrete  Gefährdung  des  Beschwerdeführers  im  Falle  einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar (siehe vorstehende Erwägungen) ist,

dass  auch  diesbezüglich  vollumfänglich  auf  die  vorinstanzlichen 
Erwägungen  verwiesen  werden  kann  und  zudem  auf  die  für  den 
Beschwerdeführer  begünstigenden  Zumutbarkeitselemente  insoweit 
hinzuweisen  ist,  als  er  noch  jung  und  durchschnittlich  gut  gebildet  ist 
sowie  über  Berufserfahrungen  und  ein  familiäres  sowie  verwandt­  und 
bekanntschaftliches  soziales  Beziehungsnetz  verfügt,  welches  auch 
kontaktierbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  sich  die  Rechtsbegehren  des  Beschwerdeführers  aufgrund 
vorstehender Erwägungen als aussichtslos erwiesen haben, weshalb das 
Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  VwVG 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniele Cattaneo Bruno D'Amaro

Versand: