# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b1922b3-797a-5593-aed7-5fb6343b5533
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2008 D-3341/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3341-2008_2008-09-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3341/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Hans Schürch (Vorsitz), Richter Walter Lang, 
Richter Gérard Scherrer, 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______,
Mongolei,
vertreten durch lic. iur. Pascale Bächler, 
Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel, 
_______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3341/2008

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführerin, eine mongolische Staatsangehörige mit letz-
tem Wohnsitz in B._______, verliess ihr Heimatland eigenen Angaben 
zufolge  am 28. oder  29. Februar  2008  und gelangte  zunächst  nach 
Moskau, von wo aus sie in einem PW Richtung Schweiz weiterreiste. 
Am 17. März 2008 reiste die Beschwerdeführerin unter Umgehung der 
Grenzkontrollen in die Schweiz ein und stellte am 20. März 2008 im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum C._______ ein Asylgesuch. Am 31. 
März 2008 wurde sie dort  summarisch befragt,  und am 7. Mai 2008 
hörte das BFM die Beschwerdeführerin ausführlich zu ihren Asylgrün-
den an. 

Anlässlich  der  Befragungen  machte  die  Beschwerdeführerin  im  We-
sentlichen geltend, sie sei in der Provinz D._______ geboren worden 
und habe dort vier Jahre die Grundschule besucht. Danach habe sie 
die Schule abbrechen müssen, weil ihre Eltern kein Geld gehabt hät-
ten, um Schulbücher zu kaufen. Im Jahr 2003 sei sie zusammen mit ih-
ren Eltern nach E._______ bei B._______ gezogen. Ihre Eltern hätten 
dort eine Stelle als Viehhüter angenommen. Ihre Eltern hätten sie da-
raufhin zu einer Tante im Zentrum von B._______ geschickt. Sie habe 
in der Folge bei dieser Tante gelebt und dort im Haushalt mitgeholfen. 
Nur an den Wochenenden sei sie bei ihren Eltern in E._______ gewe-
sen. Das Leben bei der Tante sei nicht einfach gewesen. Nur die Tante 
sei nett zu ihr gewesen, die anderen Familienmitglieder hätten sie im-
mer kritisiert  und beschimpft. Ihre beiden Cousins hätten sie oft  ge-
schlagen  und  hätten  ausserdem versucht,  sie  zu  vergewaltigen.  Sie 
habe es erduldet, weil sie sonst zu ihren Eltern und deren Leben als 
Viehhüter hätte zurückkehren müssen. Ausserdem habe sie ihre Eltern 
sowie  die Tante nicht  enttäuschen wollen. Sie habe in  der  Mongolei 
weder Arbeit noch Geld gehabt. Es sei ihr nicht möglich gewesen, die 
Schule zu besuchen. Sie habe dort  keine Zukunft  für  sich  gesehen. 
Daher habe sie sich entschlossen, in die Schweiz zu gehen und um 
Asyl zu bitten. Sie habe sich vorgestellt, sie könne in der Schweiz eine 
Ausbildung erhalten und später in die Mongolei zurückkehren. Ihre El-
tern und ihre Tante hätten sie in diesem Entschluss unterstützt. Ihre 
Tante habe in der Folge die Ausreise organisiert  und auch grössten-
teils finanziert. 

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Zum  Beleg  ihrer  Identität  reichte  die  Beschwerdeführerin  im  Verlauf 
des vorinstanzlichen Verfahrens ihren Geburtsschein zu den Akten.

B.
Mit  Verfügung  vom 13. Mai  2008  trat  das  BFM gestützt  auf  Art.  34 
Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  auf 
das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  ein  und  ordnete  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an. 

C.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vom 21. Mai 2008 
liess  die  Beschwerdeführerin  beantragen,  die  vorinstanzliche  Verfü-
gung  sei  aufzuheben,  und  die  Vorinstanz  sei  anzuweisen,  auf  das 
Asylgesuch einzutreten. Die Beschwerdeführerin sei  unter Beizug ei-
ner  weiblichen  Vertrauensperson  erneut  zu  den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen  anzuhören.  Eventuell  sei  die  Vorinstanz  anzuweisen, 
hinsichtlich der Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und 
unter Berücksichtigung des Kindeswohls weitere Abklärungen zu tref-
fen. In prozessualer Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021)  sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersucht. 

D.
Mit Verfügung vom 27. Mai 2008 verzichtete der zuständige Instrukti-
onsrichter antragsgemäss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
und teilte  der  Beschwerdeführerin  gleichzeitig  mit,  über  das Gesuch 
um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  werde  im  Endent-
scheid befunden. Die Beschwerdeführerin wurde aufgefordert,  umge-
hend einen Beleg  für  die  geltend gemachte  Bedürftigkeit  nachzurei-
chen.

E.
Mit Eingabe vom 10. Juni 2008 reichte die Rechtsvertreterin der Be-
schwerdeführerin eine Sozialhilfebestätigung des (...) vom 3. Juni 2008 
sowie eine Honorarnote vom 10. Juni 2008 zu den Akten. 

F.
Das BFM hielt  in seiner Vernehmlassung vom 16. Juni 2008 vollum-
fänglich an seiner Verfügung fest und beantragte die Abweisung der 
Beschwerde.

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G.
Die Vernehmlassung der Vorinstanz wurde der Beschwerdeführerin am 
19. Juni 2008 zur Kenntnis gebracht. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM, wel-
che in Anwendung des Asylgesetzes ergangen sind; das Bundesver-
waltungsgericht  entscheidet  in  diesem  Bereich  endgültig  (Art. 105 
AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführerin  ist  legitimiert  (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art.  6  AsylG 
i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist ein-
zutreten.

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-
zung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit ge-
rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 
BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprü-
fen (Art. 32-35 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Sofern die Beschwer-
deinstanz  den  Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet, 
enthält  sie sich demzufolge einer selbständigen materiellen Prüfung. 
Stattdessen hebt sie den angefochtenen Nichteintretensentscheid auf 
und weist die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 21 S. 240 f.). In der Frage der 

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Wegweisung  und  des  Vollzugs  ist  die  Beurteilungszuständigkeit  des 
Bundesverwaltungsgerichts  indessen nicht  beschränkt,  weil  sich  das 
BFM diesbezüglich materiell zu äussern hatte (vgl. Art. 44 AsylG i.V.m. 
Art.  83  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 

4.

4.1 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AsylG wird auf Gesuche von Asylsuchen-
den aus verfolgungssicheren Staaten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 
(sogenannte  Safe-Country-Regelung)  nicht  eingetreten,  ausser  es 
gebe Hinweise auf eine Verfolgung. 

4.2 Praxisgemäss kommt bei Art. 34 Abs. 1 AsylG derselbe weite Ver-
folgungsbegriff zur Anwendung wie bei den Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. 
b und Art. 35 AsylG (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen vgl. 
EMARK 2004  Nr. 35  E. 4.3  S. 247). Dieser  weite  Verfolgungsbegriff 
umfasst  nicht  bloss ernsthafte  Nachteile  im Sinne von Art. 3  AsylG, 
sondern auch die von Menschenhand verursachten Wegweisungshin-
dernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 
AuG (vgl. EMARK 2004 Nr. 5  E. 4c.aa  S. 35 f.,  2004 Nr. 35  E. 4.3 
S. 247). Ausserdem ist dabei ein im Vergleich zum - bereits erleichter-
ten - Beweismass des Glaubhaftmachens nochmals reduzierter Mass-
stab anzuwenden: Sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung 
ergeben, deren Unglaubhaftigkeit nicht bereits auf den ersten Blick er-
kannt werden kann, muss auch bei Asylsuchenden aus verfolgungssi-
cheren Staaten einlässlich geprüft werden, ob sie die Flüchtlingseigen-
schaft erfüllen (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.). 

5.

5.1 Die Vorinstanz brachte zur Begründung ihres Entscheids im We-
sentlichen vor, es handle sich bei der Mongolei um einen verfolgungs-
sicheren Staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG. Auf Asylgesu-
che mongolischer Staatsangehöriger werde nur eingetreten, wenn es 
Hinweise auf  eine Verfolgung gebe (Art. 34 Abs. 1 AsylG). Derartige 
Hinweise seien jedoch im vorliegenden Fall  nicht ersichtlich. Die Be-
schwerdeführerin  habe geltend gemacht,  sie  habe die Mongolei  ver-
lassen, um in der Schweiz eine Ausbildung zu machen und ihre Zu-
kunftschancen  zu  verbessern. Sie  habe  nicht  um Schutz  vor  Verfol-
gung ersucht, sondern die Absicht bekundet, in der Schweiz Sprachen 
und einen Beruf zu erlernen. Dies stelle keine Verfolgung im Sinne des 

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Asylgesetzes  dar.  Es  sei  zudem  wenig  glaubhaft,  dass  die 
Beschwerdeführerin aus Geldmangel die Schule nicht habe besuchen 
können; denn ihre Ausreise sei um ein Vielfaches teurer gewesen als 
der Schulbesuch, zumal dieser in der Mongolei kostenlos und überdies 
obligatorisch  sei.  Hinsichtlich  ihres  Aufenthaltes  bei  Verwandten  in 
B._______  habe  die  Beschwerdeführerin  nachgeschobene, 
widersprüchliche und realitätsfremde Angaben gemacht. Sie habe erst 
in der Bundesanhörung geltend gemacht, es sei bei den Verwandten 
zu  Übergriffen  gekommen.  In  der  Erstbefragung  habe  sie  dies  mit 
keinem  Wort  erwähnt.  Dieses  Vorbringen  müsse  daher  als 
nachgeschoben und daher unglaubhaft erachtet werden. Im Weiteren 
sei es realitätsfremd, dass die Beschwerdeführerin trotz der angeblich 
schlechten Behandlung bei  den Verwandten in  B._______ geblieben 
sei,  anstatt  zu  ihren  Eltern  zurückzukehren.  Es  sei  auch  wenig 
realistisch,  dass  die  Betreuung der  beiden erwachsenen Söhne des 
Hauses ebenfalls zu ihren Aufgaben gezählt  habe. In Bezug auf  die 
Aufenthaltsdauer bei den Verwandten sowie die Anzahl der Übergriffe 
habe die Beschwerdeführerin widersprüchliche Angaben gemacht. Die 
Beschwerdeführerin  habe  ausgesagt,  das  Verhältnis  zu  den  beiden 
Cousins habe sich nach den Übergriffen nicht verändert. Weiter habe 
sie erklärt,  sie wisse nicht,  was die beiden studierten. Diese beiden 
Aussagen  seien  jedoch  realitätsfremd.  Schliesslich  sei  es  auch 
unplausibel,  dass  die  Beschwerdeführerin  weder  die  Ursache  des 
schlechten Verhältnisses zu den Cousins kenne noch den konkreten 
Anlass  für  die  geltend  gemachten  Schläge  benennen  könne. 
Insgesamt  sei  es  der  Beschwerdeführerin  damit  nicht  gelungen,  die 
Vermutung  fehlender  Verfolgung  zu  widerlegen.  Der  Vollzug  der 
Wegweisung der  Beschwerdeführerin  in  die Mongolei  sei  -  auch mit 
Blick  auf  das  Übereinkommen  vom  20. November  1989  über  die 
Rechte  des  Kindes  (KRK;  SR  0.107)  -  zulässig.  Es  spreche  nichts 
gegen  die  Zumutbarkeit  der  Rückführung  der  Beschwerdeführerin; 
ausserdem sei der Wegweisungsvollzug möglich und durchführbar. 

5.2 In der Beschwerde wird zunächst auf die Minderjährigkeit der Be-
schwerdeführerin  hingewiesen. Diese sei  vom BFM nie  in  Frage ge-
stellt worden und daher als erwiesen anzunehmen. Der minderjährigen 
Beschwerdeführerin  sei  eine  männliche  Vertrauensperson  zur  Seite 
gestellt worden. Die Beschwerdeführerin sei nicht gefragt worden, ob 
sie für die Bundesanhörung ein Frauenteam wünsche. Demzufolge sei-
en bei der Anhörung auch männliche Personen (die Vertrauensperson 
sowie ein Befrager)  anwesend gewesen. Als die Beschwerdeführerin 

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auf  Nachfrage  des  Befragers  begonnen  habe,  vom 
Vergewaltigungsversuch zu sprechen, sei die Anhörung unterbrochen 
worden,  und  die  beiden  männlichen  Personen  (darunter  die 
Vertrauensperson)  hätten  den  Raum  verlassen.  Eine  weibliche 
Befragerin habe die Anhörung fortgesetzt. Offensichtlich sei jedoch ab 
Frage  70  bis  zum  Ende  der  Anhörung  (Frage  139)  keine 
Vertrauensperson  mehr  anwesend  gewesen.  Die  minderjährige 
Beschwerdeführerin habe somit einen grossen Teil der Anhörung ohne 
Unterstützung durch eine Vertrauensperson bestreiten müssen; dies, 
obwohl  im  Gesetz  ausdrücklich  festgehalten  sei,  dass  sie  einen 
Anspruch darauf habe. Im vorliegenden Fall stelle sich ausserdem die 
Frage, ob angesichts der Zuordnung einer männlichen Vertrauensper-
son  der  Anspruch  der  minderjährigen  Beschwerdeführerin  auf 
rechtliches  Gehör  rechtsgenüglich  erfüllt  worden  sei.  Die 
Beschwerdeführerin  sei  anlässlich  der  Kurzbefragung  nicht  konkret 
nach frauenspezifischen Fluchtgründen gefragt worden und habe den 
Vergewaltigungsversuch  verständlicherweise  auch  ihrer  männlichen 
Vertrauensperson  nicht  anvertraut.  Aufgrund  der  Tatsache,  dass  bei 
der  Anhörung  auch  Männer  anwesend  gewesen  seien,  sei  es  nicht 
verwunderlich, das sie nur zögerlich von den sexuellen Übergriffen zu 
erzählen begonnen habe. Es stelle  sich die Frage, ob die Anhörung 
nicht  von  Amtes  wegen  hätte  ausgesetzt  werden  müssen,  um 
anschliessend eine weibliche Vertrauensperson zu bezeichnen und die 
Anhörung in einem Frauenteam fortzuführen. Dies wäre mit Blick auf 
das  Kindeswohl  sicherlich  angezeigt  gewesen.  Schliesslich  sei 
festzustellen,  dass  die  Vorinstanz  ihrer  Pflicht  zur  umfassenden 
Abklärung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  der 
minderjährigen Beschwerdeführerin nicht nachgekommen sei und das 
Kindeswohl  ignoriert  habe.  Gemäss  EMARK  1998  Nr.  13  sei  das 
Kindeswohl  im  Rahmen  der  Zumutbarkeitsprüfung  als  gewichtiger 
Aspekt  mitzuberücksichtigen.  Die  Asylbehörden  seien  demzufolge 
verpflichtet,  von Amtes wegen abzuklären,  welche Situation  sich  für 
eine  unbegleitete  minderjährige  Person  im  Falle  einer  Heimkehr 
realistischerweise  ergeben könne. Es müsse demnach insbesondere 
abgeklärt  werden,  ob  das  Kind  zu  seinen  Eltern  oder  anderen 
Angehörigen zurückgeführt  werden könne und ob diese in  der Lage 
seien, die altersentsprechenden Bedürfnisse des Kindes abzudecken. 
Es genüge nicht, einfach festzustellen, dass die minderjährige Person 
im  Heimatland  Eltern  oder  andere  nahe  Verwandte  habe  oder  es 
gegebenenfalls  Einrichtungen  gebe,  welche  sich  um  alleinstehende 
Jugendliche  oder  Kinder  kümmern  könnten.  Vielmehr  müsse  im 

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konkreten  Einzelfall  abgeklärt  werden,  ob  die  unbegleitete 
minderjährige  Person  auch  tatsächlich  in  ihr  familiäres  Umfeld 
zurückgeführt  oder gegebenenfalls anderweitig untergebracht werden 
könne. Den Akten sei zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit 
ihrem 11. Lebensjahr (seit dem Jahr 2003) nicht mehr bei ihren Eltern 
gelebt  habe,  sondern  als  eine  Art  Hausmädchen  bei  entfernten 
Verwandten in B._______ untergebracht worden sei. Die Eltern habe 
sie nur noch an Wochenenden und Feiertagen gesehen. Während ihrer 
Zeit als Hausmädchen habe sie keine Schule besuchen können. Das 
Leben bei  ihrer  Tante sei  nicht  einfach gewesen. Insbesondere  vom 
Ehemann  der  Tante  sowie  den  beiden  Söhnen  sei  sie  schlecht 
behandelt  worden. Ausserdem sei  es  zu  körperlichen und sexuellen 
Übergriffen gekommen. Aus der Lektüre des Anhörungsprotokolls sei 
ersichtlich,  wie schwer es der Beschwerdeführerin  gefallen sei,  über 
diese  Vorkommnisse  zu  sprechen.  Der  Vorwurf,  sie  habe  die 
Misshandlungen  und  den  Vergewaltigungsversuch  nachgeschoben, 
gehe  daher  fehl.  Das  BFM  habe  der  Minderjährigkeit  der 
Beschwerdeführerin auch insofern keine Rechnung getragen, als dass 
von ihr erwartet worden sei, über dieses für sie belastende Thema wie 
eine erwachsene Person zu sprechen. Die Vorinstanz habe sich nur in 
einem  pauschalen  Satz  zur  Frage  der  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs geäussert und die schwierige familiäre Situation 
der  Beschwerdeführerin,  die  erlittenen  körperlichen  und  sexuellen 
Misshandlungen sowie die Ungewissheit einer möglichen Rückkehr zu 
den Eltern völlig ausser Acht gelassen. 

6.
Aufgrund der Aktenlage sowie der in der Beschwerde erhobenen Rü-
gen ist zunächst zu prüfen, ob der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf  rechtliches Gehör  verletzt  wurde,  indem ihr  eine männliche Ver-
trauensperson  beigeordnet  wurde  und  die  Bundesanhörung  ausser-
dem teilweise in Abwesenheit der Vertrauensperson erfolgte.

6.1 Die ehemalige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) hat in 
einem Grundsatzentscheid vom 31. Juli  1998 (EMARK 1998 Nr. 13), 
welchen das Bundesverwaltungsgericht nach wie vor als massgeblich 
erachtet, unter anderem festgelegt, dass unbegleiteten Minderjährigen 
spätestens im Zeitpunkt der Anhörung zu den Asylgründen von Amtes 
wegen eine rechtskundige Person beigeordnet werden muss, falls ih-
nen kein  Vormund oder  Vertretungsbeistand ernannt  worden ist  und 
sie nicht selbst eine rechtskundige Person zur Wahrung ihrer Interes-

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sen beauftragt  haben. Dies nicht  zuletzt  mit  Blick auf  Art. 22 Abs. 1 
KRK, welcher besagt, dass einem Kind, das die Rechtsstellung eines 
Flüchtlings  begehrt,  angemessener  Schutz  und humanitäre  Hilfe  bei 
der Wahrnehmung seiner Rechte zukommen zu lassen sei. Auch das 
Gesetz (vgl. Art. 17 Abs. 2 und 3 AsylG i.V.m. Art. 7 der Asylverord-
nung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999  [AsylV 1,  SR 
142.311]) sieht vor, dass einem unbegleiteten Minderjährigen vor der 
Anhörung zu den Asylgründen eine Vertrauensperson zugeteilt  wird, 
die dessen Interessen wahrzunehmen hat.

6.2 In der Beschwerde wird die Frage aufgeworfen, ob der Anspruch 
auf rechtliches Gehör nicht bereits dadurch verletzt worden sei, dass 
der Beschwerdeführerin eine männliche Vertrauensperson zugeordnet 
worden sei. Dies ist jedoch klarerweise zu verneinen. Gestützt auf die 
vorstehenden Erwägungen ist festzustellen, dass die zuständigen  Be-
hörden  lediglich  verpflichtet  sind,  für  die  unbegleitete  minderjährige 
Person eine Vertrauensperson zu bestimmen. Diese begleitet und un-
terstützt die unbegleitete minderjährige Person im Asylverfahren (vgl. 
Art. 7 Abs. 3 AsylV 1). Es versteht sich von selbst, dass es sich dabei 
um eine Person handeln muss, welche grundsätzlich in der Lage ist, 
die Interessen der minderjährigen Person wahrzunehmen. Dem oben 
erwähnten Grundsatzentscheid der ARK zufolge muss es sich dabei 
überdies um eine rechtskundige Person handeln. Diesen Kriterien wur-
de im vorliegenden Fall Rechnung getragen. Den Akten zufolge wurde 
F._______ zur Vertrauensperson der Beschwerdeführerin ernannt. Er 
ist den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts zufolge bei der 
Nationalen  Rechtsberatungsstelle  für  Asylsuchende  im  Auftrag  der 
Schweizerischen Flüchtlingshilfe (ES-BAS) tätig und gilt somit praxis-
gemäss als  rechtskundige Person. Die  blosse Tatsache,  dass er  ein 
Mann  ist,  lässt  ihn  offensichtlich  nicht  als  grundsätzlich  unfähig  er-
scheinen, die Interessen der Beschwerdeführerin zu vertreten. Im Üb-
rigen bestanden im Zeitpunkt seiner Ernennung zur Vertrauensperson 
der Beschwerdeführerin noch keine Hinweise auf die erst später gel-
tend gemachte geschlechtsspezifische Verfolgung. 

6.3 In der Beschwerde wird im Weiteren darauf hingewiesen, dass die 
Vertrauensperson der Beschwerdeführerin einem wesentlichen Teil der 
Bundesanhörung nicht beigewohnt habe. Dadurch, dass die Beschwer-
deführerin somit teilweise in Abwesenheit ihrer Vertrauensperson an-
gehört worden sei, sei ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt wor-
den. Diesbezüglich ist festzustellen, dass die Vorinstanz als die mit der 

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Anhörung  gemäss  Art.  29  AsylG  befasste  Behörde  lediglich 
verpflichtet war, der unbegleiteten minderjährigen Beschwerdeführerin 
im Hinblick auf die Anhörung zu den Asylgründen von Amtes wegen 
eine rechtskundige Person beizuordnen. Liegen konkrete Hinweise auf 
geschlechtsspezifische Verfolgung vor, muss die zuständige Behörde 
ausserdem  sicherstellen,  dass  die  asylsuchende  Person  von  einer 
Person gleichen Geschlechts angehört  wird (vgl. Art. 6 AsylV 1; vgl. 
dazu  ausserdem  EMARK  2003  Nr.  2  E.  5c  S.  16  ff.).  Diese 
gesetzlichen Vorgaben hat die Vorinstanz im vorliegenden Fall erfüllt. 
Wie  bereits  vorstehend  ausgeführt  wurde,  verfügte  die 
Beschwerdeführerin  im Zeitpunkt  der  Anhörung zu den Asylgründen 
über eine rechtskundige Vertrauensperson,  welche sie zur Anhörung 
begleitete. Da die Beschwerdeführerin  in der Erstbefragung keinerlei 
Andeutungen  machte,  welche  auf  das  Vorliegen  von 
geschlechtsspezifischer  Verfolgung  hätten  schliessen  lassen,  ist  im 
Weiteren nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdeführerin bei der 
Bundesanhörung  zunächst  durch  eine  männliche  Person  befragt 
wurde.  Die  Anhörung  wurde  umgehend  und  von  Amtes  wegen 
unterbrochen,  nachdem die  Beschwerdeführerin  auf  entsprechendes 
Nachfragen  des  Befragers  hin  geltend  machte,  es  sei  zu  einem 
Vergewaltigungsversuch  gekommen.  Der  Befrager  sowie  die 
Vertrauensperson der Beschwerdeführerin verliessen den Raum, und 
die Anhörung wurde durch eine weibliche Person fortgeführt (vgl. A7, 
S.  8).  Entgegen  der  seitens  der  Beschwerdeführerin  vertretenen 
Auffassung  war  die  Vorinstanz  darüberhinaus  nicht  verpflichtet,  von 
Amtes wegen dafür zu sorgen, dass der Beschwerdeführerin für den 
weiteren  Verlauf  des  Asylverfahrens  und  namentlich  der  Anhörung 
statt  einer  männlichen  eine  weibliche  Vertrauensperson  zur  Seite 
gestellt wird. Vielmehr wäre es Sache der rechtskundigen und bei der 
Anhörung  anwesenden  (männlichen)  Vertrauensperson  gewesen,  in 
diesem  Zeitpunkt  die  Ernennung  einer  weiblichen  Vertrauensperson 
sowie gegebenenfalls die Aussetzung der Anhörung bis zum Eintreffen 
seines  weiblichen Ersatzes  zu  beantragen; denn es  ist  Aufgabe der 
Vertrauensperson,  die  Interessen  der  minderjährigen  Person 
wahrzunehmen,  und  es  liegt  in  ihrem  Ermessen,  wie  sie  deren 
Interessen wahrnimmt. Wenn die  Beschwerdeführerin  vorliegend der 
Meinung  ist,  die  ihr  zugeteilte  Vertrauensperson  habe  sie  im 
Asylverfahren ungenügend unterstützt, so handelt es sich dabei nicht 
um einen  Verfahrensfehler  der  Vorinstanz,  sondern  beschlägt  einzig 
das  interne  Verhältnis  zwischen  der  Beschwerdeführerin  und  ihrer 
Vertrauensperson.  Die  Rüge  der  Verletzung  des  Anspruchs  auf 

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rechtliches Gehör ist daher unbegründet. Nach dem Gesagten drängt 
es  sich  auch  nicht  auf,  die  Beschwerdeführerin  unter  Beizug  einer 
weiblichen  Vertrauensperson  erneut  anzuhören,  weshalb  der 
entsprechende Antrag abzuweisen ist.

7.
Im Folgenden ist  zu prüfen,  ob die Vorinstanz zu Recht gestützt auf 
Art. 34 Abs. 1 AsylG nicht eingetreten ist.

7.1 Die Beschwerdeführerin erklärte  anlässlich der Befragungen, sie 
sei  mongolische  Staatsangehörige.  Zur  Untermauerung  dieses  Vor-
bringens reichte sie einen Geburtsschein  zu den Akten. Die geltend 
gemachte  Staatsangehörigkeit  respektive  Herkunft  der  Beschwerde-
führerin wurde vom BFM nicht  bestritten. Aufgrund der Aktenlage ist 
daher  davon  auszugehen,  dass  die  Beschwerdeführerin  tatsächlich 
aus der Mongolei  stammt. Mit  Beschluss vom 28. Juni 2000 erklärte 
der Bundesrat die Mongolei zu einem verfolgungssicheren Staat (safe 
country) im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG. Dieser Beschluss 
wurde  gemäss  Art.  6a  Abs.  3  AsylG  periodisch  überprüft  und  still-
schweigend bestätigt. Nach dem Gesagten sind die formellen Voraus-
setzungen  für  den  Erlass  eines  Nichteintretensentscheids  auf  der 
Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG erfüllt.

7.2 Es muss somit in einem zweiten Schritt untersucht werden, ob es 
im vorliegenden Fall Hinweise auf eine Verfolgung gibt (vgl. dazu vor-
stehend E. 4.2). Die Beschwerdeführerin brachte zur Begründung ihres 
Asylgesuchs vor, sie habe in der Mongolei keine Zukunft für sich gese-
hen,  insbesondere  da  sie  dort  keine  Ausbildung  erhalten  habe. Sie 
machte ausserdem geltend,  sie  sei  durch die Söhne ihrer  Tante ge-
schlagen und sexuell bedrängt worden. Dazu ist Folgendes zu bemer-
ken: Das Vorbringen, wonach die Beschwerdeführerin in der Mongolei 
in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht benachteiligt gewesen sei und 
den Wunsch gehabt habe, in die Schweiz zu kommen, um hier Fremd-
sprachen zu lernen und eine Ausbildung zu erhalten, begründet offen-
sichtlich weder eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG noch ein von 
Menschenhand verursachtes Wegweisungshindernis im Sinne von Art. 
44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG. Im Weiteren ist die 
Auffassung  der  Vorinstanz  zu  bestätigen,  wonach die  Vorbringen  im 
Zusammenhang mit den geltend gemachten Übergriffen im Haus der 
Tante als offensichtlich unglaubhaft zu erachten sind. Zunächst ist da-
rauf  hinzuweisen,  dass die Beschwerdeführerin  in der Erstbefragung 

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weder die allgemein schlechte Behandlung durch den Ehemann und 
die Söhne ihrer Tante noch die angeblich erlittenen Beschimpfungen 
und  Schläge  sowie  den  Vergewaltigungsversuch  auch  nur 
andeutungsweise  erwähnte  (vgl.  A1,  S.  4  und  5).  Es  ist  zwar 
nachvollziehbar, dass Opfer von sexueller oder anderer Gewalt  nicht 
ohne weiteres  frei  über  ihre  Erfahrungen sprechen. Im vorliegenden 
Fall erscheint es jedoch unplausibel, dass die Beschwerdeführerin die 
geltend  gemachten  Übergriffe  in  der  Erstbefragung  nicht  einmal 
ansatzweise  erwähnte.  Es  bestand  insbesondere  kein  Grund,  nicht 
wenigstens  die  Beschimpfungen  und  die  Schläge  bereits  in  der 
Erstbefragung  anzusprechen,  zumal  die  Beschwerdeführerin  dort 
konkret  danach  gefragt  wurde,  wie  es  bei  der  Tante  gewesen  sei. 
Aufgrund  dessen  sind  die  Vorbringen  im  Zusammenhang  mit  den 
angeblichen  Übergriffen  durch  die  Familienangehörigen  der  Tante 
insgesamt in  Übereinstimmung mit  dem BFM als nachgeschoben zu 
erachten und bereits aus diesem Grund zweifelhaft. Die Aussagen der 
Beschwerdeführerin  im Zusammenhang mit  ihrem Aufenthalt  bei  der 
Tante sind überdies widersprüchlich und realitätsfremd ausgefallen. So 
machte sie beispielsweise in der Erstbefragung geltend, sie habe seit 
September 2006 in B._______ bei der Tante gelebt (vgl. A1, S. 1). Im 
Widerspruch dazu erklärte sie in der Bundesanhörung, sie sei bereits 
im  Jahr  2003  zu  ihrer  Tante  gezogen  (vgl.  A7,  S.  4  und  5).  Ihre 
Schilderungen  bezüglich  des  Zusammenlebens  mit  den 
Familienangehörigen ihrer Tante enthalten ebenfalls Ungereimtheiten. 
Einerseits  gab die  Beschwerdeführerin  an,  sie  habe mit  den  beiden 
Cousins  über  Schule  und  Ausbildung  gesprochen.  Andererseits 
erklärte sie jedoch, sie wisse nicht, was die beiden studierten (vgl. A7, 
S.  6).  Angesichts  ihrer  Aussage,  wonach  sie  mit  ihren  Cousins 
mehrere  Jahre  lang  unter  einem Dach gelebt  habe,  erscheint  diese 
Behauptung  als  äusserst  realitätsfremd.  Als  Begründung  für  ihr 
Unwissen  in  Bezug  auf  die  Studienfächer  ihrer  Cousins  gab  die 
Beschwerdeführerin  an,  sie  habe  praktisch  keinen  Kontakt  zu  den 
Cousins gehabt. Trotz des angeblich kaum vorhandenen Kontakts zu 
ihren Cousins konnte die Beschwerdeführerin indessen ohne weiteres 
Auskunft über die Freizeitaktivitäten der Cousins geben. Sie gab dabei 
zu Protokoll, sie wisse darüber Bescheid, weil sie bei entsprechenden 
Gesprächen  zugehört  habe  (vgl.  A7,  S.  10).  Dies  widerspricht 
offensichtlich ihrer früheren Aussage, wonach sie kaum Kontakt zu den 
Cousins  gehabt  habe.  Die  Angaben  der  Beschwerdeführerin  zur 
Anzahl  der  angeblichen  Vergewaltigungsversuche  sind  ebenfalls 
unterschiedlich  ausgefallen:  Zunächst  brachte  sie  vor,  die  beiden 

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Cousins  sowie  deren  Kollegen  hätten  einige  Male  versucht,  sie  zu 
vergewaltigen (vgl. A7, S. 8). Später sagte sie dagegen aus, es habe 
nur einen Vergewaltigungsversuch gegeben, und zwar am 10. Januar 
2007  (vgl.  A7,  S. 12).  Es  gelang  ihr  nicht,  diesen  Widerspruch  auf 
Vorhalt  hin  überzeugend  aufzulösen  (vgl.  A7,  S.  13).  Die 
Beschwerdeführerin machte im Weiteren geltend, ihr Verhältnis zu den 
beiden Cousins habe sich nach dem angeblichen Vergewaltigungsver-
such  nicht  verändert  (vgl.  A7,  S.  14).  Diese  Aussage  erscheint 
indessen realitätsfremd. Es wäre insbesondere zumindest zu erwarten 
gewesen, dass sie sich vor weiteren sexuellen Übergriffen gefürchtet 
hätte und den Cousins vermehrt  aus dem Weg gegangen wäre. Die 
Beschwerdeführerin  brachte  jedoch  nichts  dergleichen  vor.  Es  ist 
ausserdem nicht  plausibel,  dass  die  Beschwerdeführerin  angesichts 
der geltend gemachten Übergriffe nicht zu ihren Eltern zurückkehrte, 
was  ihren  Angaben  zufolge  durchaus  möglich  gewesen  wäre.  Sie 
erklärte dazu, sie habe bei der Tante ausgeharrt, weil sie ihre Eltern 
und die Tante nicht habe enttäuschen wollen (vgl. A7, S. 14). Gerade 
mit Blick auf den geltend gemachten Vergewaltigungsversuch und die 
angeblich  erlittenen  Schläge  vermag  diese  Begründung  aber 
keineswegs  zu  überzeugen. Als  die  Beschwerdeführerin  schliesslich 
gefragt wurde, ob sie lieber bei der Tante oder bei ihren Eltern leben 
würde, erklärte sie zunächst, sie würde lieber bei ihren Eltern anstatt 
bei der Tante leben, da das Leben bei der Tante nicht einfach gewesen 
sei. Nur wenig später  brachte sie dagegen vor, sie habe die Familie 
ihrer Tante zwar verlassen wollen, aber dann hätte sie zu ihren Eltern 
zurückkehren müssen; dieses Leben habe sie aber auch nicht gewollt 
(vgl. A7,  S. 7). Aufgrund des Gesagten ist  im Ergebnis  festzuhalten, 
dass  das  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin,  wonach  sie  mehrere 
Jahre  bei  ihrer  Tante  gelebt  und  dort  mehrfachen  Übergriffen 
ausgesetzt gewesen sei, als offensichtlich unglaubhaft zu qualifizieren 
ist.

7.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass aufgrund der Aktenlage 
keine  Hinweise  auf  eine  Verfolgung  vorliegen,  welche  nicht  auf  den 
ersten  Blick  als  haltlos  erkennbar  wären.  Somit  gelingt  es  der  Be-
schwerdeführerin  nicht,  die  Vermutung fehlender Verfolgung in  ihrem 
Heimatland zu widerlegen. Die Vorinstanz ist demnach zu Recht in An-
wendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch der Beschwer-
deführerin nicht eingetreten.

8.

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8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

8.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei-
ner  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).

9.
Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt das  Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).

9.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 
7  AuG -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft  zum 
Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 8. März 
2002,  BBl  2002 3818). Bei  minderjährigen Beschwerdeführern  muss 
das Kindeswohl im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung als gewichtiger 
Aspekt mitberücksichtigt werden (vgl. EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e S. 98, 
mit weiteren Hinweisen).

9.2 In  Bezug auf  die  Frage der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zugs der Beschwerdeführerin in die Mongolei  stellte das BFM in der 
angefochtenen Verfügung lediglich fest, weder die im Heimatstaat der 
Beschwerdeführerin  herrschende  politische  Situation  noch  andere 
Gründe  sprächen  gegen  die  Zumutbarkeit  ihrer  Rückführung  in  die 
Mongolei. Es stellt sich damit die Frage, ob das BFM die ihm obliegen-
de Begründungspflicht verletzt hat.

9.2.1 Art. 35 Abs. 1 VwVG verpflichtet die Behörden, schriftliche Verfü-
gungen  zu  begründen.  Die  Begründungspflicht  konkretisiert  den 
Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2  der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, 
SR 101]). Sie ermöglicht es den Verfügungsadressaten, wirksam Be-
schwerde zu führen, und verhindert, dass sich die Behörden von un-

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sachgemässen Motiven leiten lassen (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, RZ. 354 ff.). 

9.2.2 Die Vorinstanz verfügt  im Bereich der Anordnung des Wegwei-
sungsvollzugs (im Gegensatz zum Bereich der Anordnung der Weg-
weisung;  Art.  44  Abs. 1  AsylG)  über  einen  erheblichen  Ermessens-
spielraum. Dieser Umstand wirkt  sich direkt auf die erforderliche Be-
gründungsdichte  aus:  Im  Rahmen  der  Prüfung  der  Durchführbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs sind die Vorbringen der betroffenen Person, 
ihre persönliche Situation sowie die allgemeine Lage im Heimat- oder 
Herkunftsstaat zu würdigen, und die auf diese Weise erlangten Befun-
de sind an verhältnismässig offenen Rechtsbegriffen zu messen. Die 
Begründung  des  angeordneten  Wegweisungsvollzugs  hat  demnach 
dichter und ausführlicher auszufallen, als wenn lediglich - wie bei der 
Anordnung  der  Wegweisung  -  eine  gesetzlich  vorgeschriebene 
Rechtsfolge angewandt  wird. Die Unzumutbarkeit  des Wegweisungs-
vollzugs kann sich aus der allgemeinen Lage im Heimatstaat oder aus 
den persönlichen Verhältnissen der  betroffenen Person ergeben. Zur 
Begründung einer Verfügung, mit welcher die Zumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs festgestellt wird, hat die Vorinstanz daher einerseits 
ausdrücklich  darzutun,  dass  die  betroffene  Person  im  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat unter Würdigung der dort herrschenden politischen, si-
cherheitstechnischen und wirtschaftlichen Verhältnissen keiner konkre-
ten  Gefährdung  ausgesetzt  wäre. Andererseits  muss  dargelegt  wer-
den,  dass  auch aufgrund der  persönlichen Situation  der  betroffenen 
Person keine konkrete Gefährdung zu befürchten ist. Insgesamt gilt es 
die humanitären Aspekte im Zusammenhang mit der Situation, in der 
sich die betroffene Person bei einer Rückkehr ins Heimatland befinden 
würde,  gegen das öffentliche Interesse am  Vollzug der  Wegweisung 
abzuwägen.  Aus  der  Begründung  muss  ersichtlich  sein,  dass  diese 
Abwägung vorgenommen wurde (vgl. dazu EMARK 2006 Nr. 4 E. 5.1 
S. 44 f., mit weiteren Hinweisen). 

9.2.3 Wie bereits erwähnt, hat das BFM in der angefochtenen Verfü-
gung zur Frage der Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs lediglich 
festgestellt,  weder  die  im  Heimatstaat  der  Beschwerdeführerin  herr-
schende politische Situation noch andere Gründe sprächen gegen die 
Zumutbarkeit  ihrer Rückführung. Gestützt auf die Erwägungen in der 
angefochtenen  Verfügung  ist  jedoch  nicht  nachvollziehbar,  wie  das 
BFM  zu  dieser  Einschätzung  gelangte.  Es  fehlen  jegliche  Hinweise 

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darauf, dass das BFM die persönliche Situation der Beschwerdeführe-
rin gebührend gewürdigt und eine Abwägung im Sinne der vorgenann-
ten Erwägung (vgl. oben E. 9.2.2) vorgenommen hat. Insbesondere ist 
nicht ersichtlich, dass sich das BFM unter dem Aspekt der Zumutbar-
keit des Wegweisungsvollzugs mit dem Kindeswohl (vgl. oben E. 9.1) 
auseinandergesetzt  hat. Dies erschwert  nicht  nur eine  sachgerechte 
Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheids durch die betroffene Per-
son,  sondern  beschränkt  auch  die  Möglichkeit  des  Bundesverwal-
tungsgerichts,  den  erstinstanzlichen  Entscheidfindungsprozess  zu 
überprüfen. Bei  dieser  Sachlage muss festgestellt  werden,  dass das 
BFM der ihm obliegenden Begründungspflicht nicht nachgekommen ist 
und damit den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Ge-
hör verletzt hat.

9.3 Nachdem aufgrund der vorstehenden Erwägungen feststeht, dass 
die Vorinstanz die Begründungspflicht verletzt hat, bleibt zu prüfen, ob 
dieser Mangel geheilt werden kann oder zur Kassation der angefochte-
nen  Verfügung  führen  muss.  Entsprechend  der  formellen  Natur  des 
rechtlichen Gehörs sind Entscheide mit mangelhafter Begründung im 
Beschwerdeverfahren ungeachtet  ihrer  allfälligen materiellen  Richtig-
keit grundsätzlich aufzuheben. Im Beschwerdeverfahren kann die Ge-
hörsverletzung  jedoch  unter  Umständen  geheilt  werden,  wenn  die 
Rechtsmittelinstanz über die volle Kognition verfügt, die fehlende oder 
mangelhafte Begründung im Beschwerdeverfahren nachgeschoben re-
spektive verbessert wird und die betroffene Partei dazu angehört wird 
(vgl. KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 366). Für den vorliegenden Fall ist festzu-
stellen, dass die Vorinstanz im Rahmen des Vernehmlassungsverfah-
rens Gelegenheit gehabt hätte, eine rechtsgenügliche Begründung des 
angeordneten  Wegweisungsvollzugs  nachzuschieben.  Die  Vernehm-
lassung des BFM vom 16. Juni 2008 besteht  indessen lediglich aus 
Standard-Textbausteinen  und  enthält  keine  weitergehenden  Ausfüh-
rungen zur Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, obwohl 
in  der  Beschwerde  ausdrücklich  beanstandet  wurde,  die  Vorinstanz 
habe sich hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nur 
mit  einem  pauschalen  Satz  geäussert  (vgl.  Ziff.  B.  3.4  der 
Beschwerde). Da die Vorinstanz somit auch im Vernehmlassungsver-
fahren  keine  rechtsgenügliche  Begründung  für  den  angeordneten 
Wegweisungsvollzug nachgeliefert hat und die vorliegende Verletzung 
der  Begründungspflicht  im Übrigen als  schwerwiegender  Verfahrens-
mangel  zu qualifizieren ist,  besteht  kein Raum für  eine Heilung des 
Mangels  durch  die  Beschwerdeinstanz.  Die  angefochtene  Verfügung 

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ist  daher  in  Bezug  auf  den  angeordneten  Wegweisungsvollzug  zu 
kassieren.

9.4 Bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  kann  offen  bleiben,  ob die 
Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt - insbesondere in Bezug 
auf die Frage, ob bei einem Wegweisungsvollzug das Kindeswohl ge-
fährdet wäre - genügend abgeklärt hat. 

10.
Die Beschwerde ist somit insoweit gutzuheissen, als die angefochtene 
Verfügung in Bezug auf den angeordneten Wegweisungsvollzug (Zif-
fern 3 und 4 der vorinstanzlichen Verfügung vom 13. Mai 2008) aufzu-
heben und zur Neubeurteilung des Wegweisungsvollzugs im Sinne der 
Erwägungen  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen ist. Soweit  weiterge-
hend ist die Beschwerde abzuweisen.

11.

11.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens (hälftiges Obsiegen der Be-
schwerdeführerin) wären die reduzierten Verfahrenskosten grundsätz-
lich  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  VwVG). 
Nachdem jedoch von ihrer Bedürftigkeit auszugehen ist (vgl. die Sozi-
alhilfebestätigung des (...) vom 3. Juni 2008) und die Beschwerde nicht 
als aussichtslos bezeichnet werden konnte, ist in Gutheissung des Ge-
suchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege von einer Kos-
tenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 VwVG).

11.2 Der teilweise obsiegenden und vertretenen Beschwerdeführerin 
ist  zulasten  der  Vorinstanz  eine  Parteientschädigung  für  die  ihr  er-
wachsenen  notwendigen  und  verhältnismässig  hohen  Kosten  zuzu-
sprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  Entsprechend  dem 
Grad des Durchdringens ist diese Entschädigung um die Hälfte zu re-
duzieren. Der in der eingereichten Kostennote vom 10. Juni 2008 gel-
tend gemachte  Arbeitsaufwand von 6,25 Stunden erscheint  in  zeitli-
cher Hinsicht als angemessen. In Anwendung der genannten Bestim-
mungen und unter Berücksichtigung der massgeblichen Bemessungs-
faktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) sowie des ausgewiesenen Stundenan-
satzes von Fr. 150.-- ist die Vorinstanz demnach anzuweisen, der Be-
schwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 468.75 
auszurichten. 

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen,  soweit  damit  die Aufhebung der 
vorinstanzlichen  Verfügung  im  Wegweisungsvollzugspunkt  beantragt 
wurde. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die Ziffern 3 und 4 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung vom 
13. Mai  2008 werden aufgehoben, und die Akten werden zur neuen 
Entscheidung im Wegweisungsvollzugspunkt  im Sinne der  Erwägun-
gen an das BFM zurückgewiesen.

3.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5.
Das BFM hat der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  eine  reduzierte  Parteientschädigung  von 
Fr. 468.75 zu entrichten. 

6.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (eingeschrieben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das _______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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