# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecb78d6c-7e86-5032-bf65-73d1d278d401
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.07.2009 D-4662/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4662-2009_2009-07-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4662/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4662/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nigeria auf dem 
Luftweg  am  15.  März  2008  verliess  und  am  folgenden  Tag  in  der 
Schweiz um Asyl ersuchte,

dass der Beschwerdeführer nach einer Kurzbefragung Z._______ vom 
2. April 2008 für die Dauer des Verfahrens dem Kanton Y._______ zu-
gewiesen wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 15. Mai 2009 direkt zu sei-
nen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen im Wesentlichen gel-
tend machte, sein Vater sei mit zwei Frauen verheiratet gewesen, was 
ständig zu Problemen geführt habe, 

dass im Jahre 1993 sein Vater deswegen von der ersten Frau umge-
bracht worden sei,

dass anfangs des Jahres 2008 auch seine Schwester von dieser Frau 
umgebracht worden sei, 

dass er sich in der Folge gerächt habe, indem er diese Frau und deren 
Enkeltochter mit einem Mörser erschlagen habe,

dass er vor diesem Hintergrund sein Heimatland verlassen habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 8. Juli  2009  – eröffnet am 14. Juli 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Juli 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids und die Rückweisung der Streitsache an die 
Vorinstanz  zweck  Eintretens  auf  das  Asylgesuch  und  Durchführung 
des ordentlichen Asylverfahrens beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass vorab festzustellen ist, dass die Vorinstanz ihrer Pflicht, in Anbe-
tracht des mehr als eineinhalbjährigen Aufenthaltes dem Beschwerde-
führer eine angemessene Ausreisefrist anzusetzen (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 27 E. 5.d S. 177), nachgekommen ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-

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stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im  Z._______  bzw. in  den  48 Stunden  nach  der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang unter anderem 
angab, weder einen Pass noch eine Identitätskarte in Nigeria gehabt 
zu haben und dort nie kontrolliert worden zu sein,

dass er von Nigeria in die Schweiz mit einem gefälschten Pass gereist 
sei  und trotz fehlendem Visum die Kontrollen an den Flughäfen pro-
blemlos habe passieren können,

dass das Bundesamt diese Ausführungen des Beschwerdeführers zu-
treffend  als  unglaubhaft  bezeichnete  und  als  stereotype  Vorbringen 
von Asylsuchenden qualifizierte,  die  nicht  bereit  seien,  ihre  Identität 
mit Ausweispapieren zu belegen, 

dass die vom Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene nachträglich in 
Farbkopie  eingereichten  Dokumente  (Führerausweis,  Geburtsschein) 
nichts am Umstand ändern, dass er ohne genügende Entschuldigung 
bei der ersten Instanz keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere abge-
geben hatte,

dass diese Dokumente zum anderen keine Identitätspapiere im Sinne 
der Rechtsprechung darstellen (vgl. BVGE 2007/7),

dass  der  Beschwerdeführer  somit  daraus  nichts  zu  seinen  Gunsten 
abzuleiten vermag,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

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dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe zu den von der 
Vorinstanz aufgezeigten eklatanten Widersprüchen und Ungereimthei-
ten in seinen Aussagen (zeitlicher Ablauf der geschilderten Vorkomm-
nisse, Schilderungen rund um die Vorkommnisse selbst) kein Wort ver-
liert, 

dass er in diesem Zusammenhang lediglich festhält, die "Fehlleistun-
gen in den Anhörungen" seien auf die von ihm im Heimatland began-
gene Straftat zurückzuführen, welche ihn aufs Schwerste belaste und 
dass die  Selbstbezichtigung deshalb keine Phantasiebegründung für 
ein Asylgesuch abgebe,

dass diese Argumentation indes nicht gehört werden kann und als rei-
ne Schutzbehauptung zu qualifizieren ist, zumal den Protokollen keine 
Anhaltspunkte zu entnehmen sind, der Beschwerdeführer wäre aus ir-
gend einem Grund nicht in der Lage gewesen, den beiden Befragun-
gen, denen er den gleichen Sachverhalt zugrunde legte, zu folgen, 

dass er  nämlich die Verständigungsschwierigkeiten mit  dem Dolmet-
scher anlässlich der Befragungen als "sehr gut"  respektive "gut"  be-
zeichnete und nach Rückübersetzung der Protokolle deren Richtigkeit 
und Vollständigkeit unterschriftlich bestätigte, weshalb er sich bei sei-
nen Aussagen behaften zu lassen hat,

dass diese Feststellung umso mehr Gewicht erfährt,  als dass die bei 
der Bundesbefragung anwesende Hilfswerksvertretung überhaupt kei-
ne Einwände anzumelden oder weitere Abklärungen anzuregen hatte,

dass aufgrund der von der Vorinstanz festgestellten und nicht zu bean-
standenden krassen Unglaubhaftigkeitselemente in den Aussagen des 
Beschwerdeführers  von  einer  konstruierten  Geschichte  auszugehen 
ist,

dass  der  auf  Beschwerdestufe  eingereichten  polizeilichen  Vorladung 
nach dem Gesagten kein Beweiswert beizumessen ist, handelt es sich 
dabei doch bloss um einen kopierten, handschriftlich ausgefüllten Vor-
druck eines Formulars, dessen Inhalt zudem mit dem Sachvortrag des 
Beschwerdeführers nicht in Einklang zu bringen ist,

dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen und der 
Antrag um Rückweisung der Streitsache an die Vorinstanz zwecks Ein-

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tretens auf das Asylgesuch und Durchführung des ordentlichen Asyl-
verfahrens abzuweisen ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und – wie oben ausgeführt  – keine Anhaltspunkte für eine menschen-

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rechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer 
im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass  der  junge,  – soweit  aktenkundig  –  gesunde  Beschwerdeführer 
über eine solide Schulbildung verfügt und vor seiner Ausreise während 
Jahren einer Erwerbstätigkeit nachging, welche es ihm ermöglichte die 
Familie zu versorgen, weshalb nicht davon auszugehen ist, er würde 
im Falle  der  Rückkehr  in  eine existenzielle  Notlage geraten (vgl. A1 
S. 2, A9 S. 4),

dass aus den Akten ausserdem hervorgeht, dass nebst seiner Mutter 
noch weitere Verwandte mütterlicherseits in Nigeria leben, mithin der 
Beschwerdeführer auf ein relativ umfangreiches verwandtschaftliches 
Beziehungsnetz zurückgreifen kann, was die Reintegration zusätzlich 
erleichtern dürfte (A9 S. 5),

dass unter all  diesen Umständen der Vollzug der Wegweisung somit 
nicht unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: Angefochtene Ver-
fügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...) (per 
Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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