# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** af095d7d-0873-5d03-8a58-4a2fbb84f6f5
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 21.08.2025 BV.2025.39
**Docket/Reference:** BV.2025.39
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BV-2025-39_2025-08-21

## Full Text

Amtshandlung (Art. 27 Abs. 1 und 3 VStrR);;Amtshandlung (Art. 27 Abs. 1 und 3 VStrR);;Amtshandlung (Art. 27 Abs. 1 und 3 VStrR);;Amtshandlung (Art. 27 Abs. 1 und 3 VStrR)

Beschluss vom 21. August 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Felix Ulrich, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf 

   
 

Parteien 

  

A. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Roger Vago, 

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

EIDGENÖSSISCHES JUSTIZ- UND POLIZEIDEPAR-

TEMENT,  

 

Beschwerdegegner 

 

 

Gegenstand  Amtshandlung (Art. 27 Abs. 1 und 3 VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2025.39 

(Nebenverfahren: BP.2025.73)  

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- der Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (nachfolgend «ÜPF») 

im Rahmen des Verwaltungsstrafverfahrens Nr. VStrV.2025.04 wegen des 

Verdachts einer Widerhandlung im Sinne des Art. 39 Abs. 1 lit. c des Bun-

desgesetzes vom 18. März 2016 betreffend die Überwachung des Post- und 

Fernmeldeverkehrs (BÜPF; SR 780.1) am 13. März 2025 ein Schlussproto-

koll im Sinne des Art. 61 VStrR erliess; 

 

- er das Schlussprotokoll an die A. AG adressierte (vgl. Art. 7 VStrR); 

 

- der ÜPF auf entsprechendes Ersuchen des Rechtsvertreters der A. AG die 

Frist zur Einreichung einer Stellungnahme gestützt auf Art. 61 Abs. 3 VStrR 

erstreckte bis 25. April 2025; 

 

- der Rechtsvertreter der A. AG mit Schreiben vom 25. April 2025 eine zweite 

Fristverlängerung bis zum 5. Mai 2025 beantragte; 

 

- der ÜPF dieses Gesuch mit Schreiben vom 29. April 2025 abwies (vgl. zum 

Ganzen act. 1.1, Ziff. I.a–h); 

 

- der Rechtsvertreter der A. AG offenbar mit Schreiben vom 5. Mai 2025 zum 

Schlussprotokoll Stellung nahm (vgl. act. 1.1, Ziff. II.4.5); 

 

- ihm die ablehnende Verfügung vom 29. April 2025 erst am 8. Mai 2025 zu-

gestellt wurde (vgl. act. 1.1, Ziff. I.h); 

 

- die A. AG hiergegen am 9. Mai 2025 Beschwerde führen liess und in erster 

Linie beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung seien die Stel-

lungnahme vom 5. Mai 2025 zu behandeln und die darin beantragten Be-

weise abzunehmen (vgl. act. 1.1, Ziff. I.i); 

 

- der Stv. Leiter des ÜPF die Beschwerde mit Entscheid vom 1. Juli 2025 teil-

weise guthiess, wobei sich weder aus der Begründung noch aus dem Dispo-

sitiv hinreichend klar ergibt, worin diese teilweise Gutheissung liegen soll 

(act. 1.1); 

 

- die A. AG dagegen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Be-

schwerde erhob, dabei im Wesentlichen ihren vor erster Instanz gestellten 

Beschwerdeantrag wiederholte und um Erteilung der aufschiebenden Wir-

kung ersuchte (act. 1); 

 

- 3 - 

 

 

- der Instruktionsrichter am 17. Juli 2025 das Gesuch um Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung abwies (act. 2); 

 

- der Rechtsvertreter der A. AG mit Schreiben vom 18. August 2025 mitteilte, 

er ziehe die Beschwerde zurück (act. 5). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- Straftaten nach Art. 39 BÜPF gemäss dem VStrR verfolgt und beurteilt wer-

den, wobei für die Verfolgung und Beurteilung der Beschwerdegegner zu-

ständig ist (Art. 40 Abs. 1 und 2 BÜPF); 

 

- im Bereich des Verwaltungsstrafrechts der Rückzug der Beschwerde den 

Rechtsstreit beendet, weshalb das Beschwerdeverfahren als erledigt abge-

schrieben werden kann (vgl. hierzu den Beschluss des Bundesstrafgerichts 

BV.2011.22 vom 19. Juli 2011 m.w.H.); 

 

- die Beschwerdeführerin im Rahmen ihres Gesuchs vom 28. Juli 2025 um 

Erstreckung der Frist zur Leistung des Kostenvorschusses um eine mindes-

tens summarische Begründung ersuchte, weswegen das Gesuch um auf-

schiebende Wirkung abgewiesen wurde (act. 3); 

 

- vorliegend allein die am 29. April 2025 erfolgte Abweisung eines Gesuchs 

um Fristerstreckung das ursprüngliche Anfechtungsobjekt bildet; 

 

- der Streitgegenstand von der Beschwerdeführerin nicht frei bestimmt werden 

kann, sondern durch die angefochtene Verfahrenshandlung verbindlich fest-

gelegt wird (siehe zuletzt u. a. den Beschluss des Bundesstrafgerichts 

BV.2022.27 vom 10. März 2023 E. 2.3 m.w.H.); 

 

- dessen Erweiterung im Beschwerdeverfahren unzulässig ist (GUIDON, Die 

Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, N. 390 

m.w.H.); 

 

- es sich beim ursprünglichen Anfechtungsobjekt um eine sog. negative Ver-

fügung handelt, welche der aufschiebenden Wirkung nicht zugänglich ist, 

weil die Verfügung keine Änderung der Rechtslage zur Folge hat (vgl. hierzu 

SEILER, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 55 VwVG N. 24); 

 

- 4 - 

 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens auf die Erhebung von Gerichtskosten 

ganz oder teilweise verzichtet werden kann (vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog 

[vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3]); 

 

- vorliegend von der Beschwerdeführerin aufgrund des bis zum Rückzug der 

Beschwerde verursachten Kanzleiaufwands eine reduzierte Gerichtsgebühr 

von Fr. 300.– zu erheben ist (vgl. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des 

Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, 

Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 

173.713.162]); 

 

- 5 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abge-

schrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.– wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 21. August 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Roger Vago 

- Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.