# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59721fe9-5d2c-5d15-a0ff-2f09cf453ad3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Zwangsmassnahmengericht 17.03.2014 350 2014 122 (350 14 122)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_ZMG_001_350-2014-122_2014-03-17.pdf

## Full Text

Zwangsmassnahmengericht Basel-Landschaft www.bl.ch/zmg 

 

17. März 2014 

 

Geheime Überwachung 

Zuständigkeit für die Genehmigung eines Zufallsfunds 

 

Zuständig für die Genehmigung eines Zufallsfundes ist das ZMG am Ort, in welchem der 

Zufallsfund verwertet werden soll, und nicht das Gericht, welches die ursprüngliche 

Überwachung angeordnet hat. 

 

Erwägungen 

1. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Waldenburg, führt gegen 

A.___, B.___, C.___, D.___, E.___ und F.___ eine Untersuchung wegen qualifizierter 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG).  

2. Das Zwangsmassnahmengericht genehmigte in dieser Untersuchung mit Entscheiden 

vom 6. Dezember 2013, 11. Februar 2014, 20. Februar 2014 und 14. März 2014 (350 13 

901, 350 14 75/76, 350 14 89, 350 14 90, 350 14 127) die von der Staatsanwaltschaft 

angeordneten Überwachungen der Rufnummern xxx xxx xx xx, yyy yyy yy yy und zzz 

zzz zz zz. 

3. Die Staatsanwaltschaft hat mit Eingabe vom 12. März 2014 - unter Beilage der 

relevanten Protokolle der überwachten Gespräche - beim Zwangsmassnahmengericht 

ein Gesuch um Genehmigung der neuen Erkenntnisse (Zufallsfund) aus der 

Überwachung gegen A.___ und B.___ wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz in Bezug auf einen neuen Verdacht gegen X.___ wegen 

qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gestellt und im 

Wesentlichen wie folgt begründet: Aus den überwachten Gesprächen habe sich 

ergeben, dass X.___ am 15. Februar 2014 in die Schweiz eingereist sei. In Zürich habe 

er unter Mithilfe von C.___ D.___ getroffen. Dieser habe in der Folge seinen Aufenthalt 

organisiert. 

4. Aus dem Antrag der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass der Beschuldigte am 24. 

Februar 2014 durch die Kantonspolizei Zürich angehalten worden ist. Das Verfahren 

gegen den Beschuldigten wird durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl geführt. 

5. Für die Genehmigung zur Verwertung eines Zufallsfundes ist das 

Zwangsmassnahmengericht am Ort, wo das Verfahren geführt wird, in welchem der 

Zufallsfund verwertet werden soll, zuständig und nicht das Zwangsmassnahmengericht, 

welches die Überwachung genehmigt hat, aus welcher der Zufallsfund stammt (THOMAS 

HANSJAKOB, in: Andreas Donatsch / Thomas Hansjakob / Viktor Lieber [Herausgeber], 

Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich 2010, Art. 278 N 18; 

NIKLAUS SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl., 

Zürich 2013, Art. 278 N 9a). 

6. Demnach ist das Zwangsmassnahmengericht im vorliegenden Fall nicht für die 

Genehmigung des Zufallsfundes zuständig und somit kann auf den Antrag der 

Staatsanwaltschaft vom 12. März 2014 nicht eingetreten werden. 

 

Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 17. März 2014 (350 14 122)