# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ece20ee8-e6e5-58e1-bfe6-2cf55891eda8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 18.11.2014 R 2013 197
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-197_2014-11-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 197

5. Kammer

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuar Simmen

URTEIL
vom 4./18. November 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Rainer Metzger, 

Beschwerdeführerin
gegen 

Gemeinde Y._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Pally, 

Beschwerdegegnerin 1
und

A._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, 

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Baueinsprache

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1. Die A._____ AG reichte der Gemeinde Y._____ am 23. Februar 2009 ein 

Gesuch für den Neubau einer rund 25 m hohen Mobilfunkanlage auf Par-

zelle 258 an der Grenze zwischen den Gemeinden X._____ und Y._____ 

in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBA) neben den Gelei-

sen der Rhätischen Bahn (RhB) und in der Nähe des Bahnhofs X._____ 

ein. Das Baugesuch wurde am 5. März 2009 öffentlich ausgeschrieben. 

Dabei sind sechs Antennen mit einer maximalen äquivalenten abgestrahl-

ten Leistung von 13’650 Watt (ERP) im Frequenzband von 870 - 2’170 

MHz vorgesehen. Am 13. März 2009 schrieb das Amt für Natur und Um-

welt (ANU) zum Standortdatenblatt vom 15. Januar 2009, der Anlage-

grenzwert von 5 V/m sei in den nächstgelegenen OMEN und anderen für 

Personen zugänglichen Orten eingehalten. Dagegen erhob unter ande-

rem die Gemeinde X._____ am 25. März 2009 Einsprache und beantrag-

te die Rückweisung des Baugesuchs. Ebenfalls erhoben verschiedene 

Privatpersonen eine "Sammeleinsprache". Nach verschiedenen Ab-

klärungen und Korrespondenzen wies der Gemeindevorstand Y._____ 

mit Bau- und Einspracheentscheid vom 4. Mai und 3./10. August 2010 un-

ter anderem die Einsprache der Gemeinde X._____ ab, soweit er auf die-

se eintrat, und bewilligte das Baugesuch mit der Auflage, dass, neben 

dem Mast, soweit technisch möglich, sämtliche Antennen und Aufsätze 

farblich dunkel zu halten seien.

2. Dagegen erhob die Gemeinde X._____ am 9. September 2010 Be-

schwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (R 10 86) 

und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die 

Einholung eines Gutachtens der Eidgenössischen Natur- und Heimat-

schutzkommission (ENHK). Daneben erhoben am 14. September 2010 

auch verschiedene Privatpersonen gegen den erwähnten Bau- und Ein-

spracheentscheid Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden (R 10 90) und beantragten neben verschiedenen Eventua-

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lanträgen und zahlreichen prozessualen Anträgen die Aufhebung von 

Ziff. 1 des angefochtenen Entscheids (Abweisung Einsprachen soweit 

darauf eingetreten, Bewilligung Baugesuch). Die A._____ AG beantragte 

in ihren jeweiligen Vernehmlassungen die Abweisung der Beschwerden 

sowie auch des Antrags auf Einholung eines Gutachtens der ENHK. Auch 

die Gemeinde Y._____ beantragte in ihren Vernehmlassungen die Ab-

weisung der Beschwerden, soweit darauf eingetreten werden könne. Das 

beigeladene ANU kam in seiner Stellungnahme im Wesentlichen zum 

Schluss, dass die Bewilligungserteilung nicht grundsätzlich ausgeschlos-

sen sei, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich der gewählte 

Standort als der einzige in Frage kommende erweise. Das streitberufene 

Gericht legte die Verfahren R 10 86 und R 10 90 zusammen und hiess die 

Beschwerden am 17. Mai, mitgeteilt am 21. September 2011, gut und hob 

den angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid auf. Es wies die Ange-

legenheit zur Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens unter Mitwir-

kung der Gemeinde X._____ und neuem Entscheid im Sinne der Erwä-

gungen an die Gemeinde Y._____ zurück. Dabei erwog das Gericht im 

Wesentlichen, dass der gewählte Standort infolge der erhöhten Ortsbild-

schutzanforderungen nur in Frage komme, sofern ein anderer Standort 

auch ausserhalb der Bauzone, insbesondere der Hochspannungsmast 

B._____, nicht in Frage komme. Die Standortevaluation der Gemeinde 

Y._____ sei klar ungenügend. Sie habe den geprüften Alternativstandor-

ten, welche - ausser dem laut Gemeinde nicht in Frage kommenden 

Kirchturm - allesamt ausserhalb der Bauzone lägen, schon aus diesem 

Grund ihre Eignung abgesprochen. Sodann habe die Gemeinde zu Un-

recht auf das Schreiben der A._____ AG vom 17. September 2009 abge-

stellt, welches eine reine Parteibehauptung darstelle. Die Gemeinde müs-

se die Prüfung, ob die allenfalls möglichen anderen Standorte zur Versor-

gung geeignet seien, unter obligatorischer Mitwirkung der Gemeinde 

X._____ nachholen.

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3. Dazu aufgefordert benannte die Gemeinde X._____ mit Schreiben vom 

2. November 2011 den Hochspannungsmasten 92 im Gebiet B._____ 

(Gemeindegebiet X._____) sowie das Gebiet C._____ (Gemeindegebiet 

Y._____) als geeignete Standorte. Die A._____ AG hielt am 5. Dezember 

2011 an ihrer Standortwahl fest. Nachdem das Bundesamt für Kommuni-

kation (BAKOM) die Erstellung eines Gutachtens abgelehnt hatte und 

auch andere Gutachtenvorschläge gescheitert waren, wies die Gemeinde 

Y._____ die A._____ AG am 15. Juni 2012 an, ein Privatgutachten zur 

Klärung der Fragen erstellen zu lassen, ob mit einer Mobilfunkanlage auf 

dem Hochspannungsmasten 92 im Gebiet B._____ respektive mit einer 

Mobilfunkanlage beim RhB-Umrichter für das Dorf X._____ eine befriedi-

gende UMTS-Versorgung erreicht werden könne. Das Privatgutachten 

der D._____ AG vom 3. September 2012 hielt im Wesentlichen fest, dass 

ab dem Hochspannungsmast 92 auf B._____ keine genügende Inhouse-

Versorgung in X._____ erreicht werden könne, dagegen der Standort 

beim RhB-Umrichter eine qualitativ gute Inhouse-Versorgung ermögliche. 

In der Folge benannte die Gemeinde X._____ am 5. November 2012 drei 

neue Alternativstandorte ausserhalb der Bauzone, nämlich J._____ 

Forstweg, X._____ (ab Futterraufe 150 m auf Forstweg), J._____ alte Fut-

terraufe, X._____ (ca. 150 m nordwestlich vom vorstehenden Punkt) und 

das Wasserreservoir E._____, X._____. Das von der Gemeinde Y._____ 

am 20. Dezember 2012 angefragte Amt für Raumentwicklung (ARE) 

Graubünden beurteilte diese drei Standorte am 21. Februar 2013 in Be-

zug auf die Erhältlichkeit einer BAB-Bewilligung für den Neubau einer 

Mobilfunkanlage negativ. Die Gemeinde Y._____ liess, wie im Schreiben 

vom 15. Juni 2012 angekündigt, das Gutachten der D._____ AG vom 

ANU auf seine Plausibilität prüfen. Das ANU teilte der Gemeinde Y._____ 

am 30. Mai 2013 mit, das Gutachten vom 3. September 2012 im Rahmen 

seiner Möglichkeiten unter Mitwirkung des BAKOM auf seine Plausibilität 

geprüft zu haben. Obwohl die D._____ AG und das BAKOM unterschied-

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liche Simulationstools verwendeten, kämen sie auf vergleichbare Resulta-

te. Die von der D._____ AG berechneten Versorgungsqualitäten könnten 

somit als zuverlässig und korrekt bezeichnet werden. 

4. Mit Bau- und Einspracheentscheid vom 29. Juli, mitgeteilt am 2. August 

2013, nahm der Gemeindevorstand Y._____ von einem Einspracherück-

zug Kenntnis und wies die übrigen Einsprachen ab, soweit er darauf ein-

trat. Er bewilligte das Bauvorhaben und verfügte als Auflage, dass neben 

dem Masten sämtliche Antennen und Aufsätze farblich dunkel zu halten 

seien, soweit dies technisch möglich sei. Die mit dem Bewilligungsver-

merk versehenen Baupläne und allfällige weitere Dokumente, insbeson-

dere der Fachbericht des ANU vom 13. März 2009, bildeten integrieren-

den Bestandteil der Bewilligung. Zur Begründung brachte die Gemeinde 

Y._____ im Wesentlichen was folgt vor:

• Eine obligatorische Begutachtung durch die ENHK sei nicht erforderlich, 
da keine erhebliche Beeinträchtigung im Sinne von Art. 7 Abs. 2 NHG 
vorliege. 

• Allfällige Wertverluste benachbarter Liegenschaften seien − wie das 
Vorliegen allfälliger übermässiger Einwirkungen im Sinne von Art. 684 
ZGB − nicht im Baubewilligungsverfahren, sondern vom Zivilrichter zu 
entscheiden. 

• Die zur Diskussion stehende Mobilfunkantenne sei in der ZöBA gemäss 
Art. 57 Abs. 1 BG nicht zonenwidrig. Alternativstandorte innerhalb der 
Bauzone seien von niemandem vorgeschlagen worden, weshalb zu 
prüfen bleibe, ob die ausserhalb der Bauzone vorgeschlagenen Stand-
orte kumulativ eine befriedigende Abdeckung der Gemeinde X._____ 
ermöglichten und die besonderen Voraussetzungen der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung betreffend Mobilfunkanlagen ausserhalb der 
Bauzone zwecks Erschliessung von Bauzonen erfüllten. Die Prüfung 
habe gezeigt, dass keiner der vorgeschlagenen Alternativstandorte so-
wohl eine befriedigende Abdeckung der Gemeinde X._____ ermögliche 
als auch die besonderen Voraussetzungen der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung betreffend Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzone 
zwecks Erschliessung von Bauzonen erfülle. Hingegen könne mit dem 
gewählten Standort Umrichter RhB das Dorf X._____ mit einer qualitativ 

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guten Inhouse-Versorgung abgedeckt werden. Da kein anderer Stand-
ort eine befriedigende Abdeckung ermögliche, könne die Bewilligung 
auch unter dem Aspekt des Ortsbildschutzes (ISOS, UNESCO-
Welterbe, NHG) erteilt werden. 

5. Dagegen erhob die Gemeinde X._____ (nachfolgend Beschwerdeführe-

rin) am 9. September 2013 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden mit den Anträgen auf Aufhebung des angefochte-

nen Bau- und Einspracheentscheids, Einholung eines Gutachtens bei der 

ENHK und Erteilung der aufschiebenden Wirkung, welche vom Instrukti-

onsrichter mit prozessleitender Verfügung vom 25. September 2013 erteilt 

wurde. 

• Die geplante Anlage sei für die Versorgung des Dorfes X._____ über-
dimensioniert. Die Anlage ziele vor allem darauf ab, den Bahnkunden 
möglichst mit dem ersten Sendesignal zu Beginn der Z._____ zu erfas-
sen, um sich einen kommerziellen Vorteil zu verschaffen. Für die Ver-
sorgung der Kunden in der Z._____ und auf der Strecke F._____ − 
Y._____ seien Standorte ausserhalb des Siedlungsgebiets zu wählen. 
Die Anlage am geplanten Standort sei, wenn überhaupt, auf die Be-
dürfnisse der Dorfbevölkerung auszurichten und damit sowohl hinsicht-
lich der Sendeleistung als auch der Höhe der Anlage zu redimensionie-
ren. Die Zonenkonformität einer Mobilfunkanlage in der ZöBA werde 
nicht grundsätzlich bestritten. Nicht zonenkonform sei aber die Anlage 
zur Versorgung der Z._____ sowie der Achse Y._____ − F._____ in der 
ZöBA. Darauf werde im angefochtenen Entscheid nicht eingegangen, 
womit das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt sei. Die 
Bauparzelle befinde sich in einem Teil der ZöBA, in welchem lediglich 
nicht störende Betriebe zulässig seien, die ihrem Wesen nach in ein 
Wohnquartier passten und keine Störungen verursachten, welche das 
gesunde Wohnen erheblich beeinträchtigten. In einer solchen Bauzone 
könne eine Mobilfunkanlage zwar grundsätzlich zonenkonform sein, so-
fern die Anlage einem tatsächlichen Bedürfnis zur lokalen Versorgung 
mit Mobilfunkdiensten entspreche. Dies sei hier nicht der Fall. Die ge-
forderte unmittelbare funktionelle Beziehung zum Ort, wo die Anlage er-
richtet werden solle und die Voraussetzung, dass mit der Anlage im 
Wesentlichen Bauzonenland abzudecken sei, seien hier nicht gegeben. 
Mobilfunkantennen, welche auf die Abdeckung von Grundstücken aus-
serhalb der Bauzonen ausgerichtet seien, seien innerhalb der Bauzo-
nen nicht zonenkonform. Die geplante Mobilfunkanlage verletze auch 
das Vorsorgeprinzip gemäss USG. Im Baugebiet sei in Anwendung des 

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Vorsorgeprinzips darauf zu achten, dass sich die NIS-Belastung auf ei-
nem möglichst tiefen Niveau halte. Dies sei hier nicht der Fall. Es wür-
den für die Bewohner von X._____ unnötige und somit vermeidbare 
Emissionen verursacht. 

• Die geplante Mobilfunkanlage liege sowohl in einem Inventarobjekt 
gemäss Art. 6 NHG als auch innerhalb der qualifizierten Pufferzone und 
nur wenige Meter von der Kernzone des UNESCO-Welterbes "RhB in 
der Landschaft Albula/Bernina" entfernt, weshalb dem Gebiet eine er-
höhte Schutzwürdigkeit zukomme. Daher müsste sich die Anlage am 
vorgesehenen Standort besonders gut in das Orts- und Landschaftsbild 
einordnen. Zur Frage der Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit Art. 3 
und 6 NHG werde im angefochtenen Entscheid nicht näher Stellung 
genommen, obwohl sich die Bauberaterin, die kantonale Denkmalpflege 
sowie auch das ANU kritisch zur Einordnung ins Orts- und Land-
schaftsbild geäussert hätten. Damit habe die Vorinstanz das rechtliche 
Gehör verletzt. Zwar treffe die A._____ AG eine Versorgungspflicht. 
Sämtliche vom Bund geforderten Werte seien aber schon längst über-
troffen. Jeder weitere Ausbau der Mobilfunknetze sei eine rein kommer-
zielle Sache. In der Z._____ und auf der Achse F._____ − Y._____ sei 
ein Ausbau nicht notwendig. Die Anlage sei mit einer Höhe von rund 
25 m mit der Pflicht zur grösstmöglichen Schonung des Dorfbildes und 
des UNESCO-Welterbes nicht vereinbar, zumal mit dem Standort 
B._____ und dem Kirchturm in X._____ valable Alternativstandorte 
bestünden. Zwar sei die Eigentümerin der Kirche zurzeit mit dem Ein-
bau einer Mobilfunkanlage nicht einverstanden. Die A._____ AG könne 
gemäss Art. 36 Abs. 1 FMG aber das Enteignungsrecht in Anspruch 
nehmen. 

• Selbst ein geringfügiges Abweichen von der ungeschmälerten Erhal-
tung eines Objekts von nationaler Bedeutung gemäss Art. 6 Abs. 1 
NHG sei gemäss konstanter Rechtsprechung nur im Rahmen einer In-
teressenabwägung und nur dann zulässig, wenn der geringfügige 
Nachteil mit entsprechenden Ersatzmassnahmen ausgeglichen werde 
und zudem keine negativen Präjudizien zu erwarten seien. Hier würden 
das geschützte Ortsbild von X._____ und das UNESCO-Welterbe ge-
schmälert, ohne dass Ersatzmassnahmen angeordnet worden seien. 

• Das Inventarobjekt Gemeinde X._____ werde erheblich beeinträchtigt, 
weshalb zwingend eine Begutachtung durch die ENHK erfolgen müsse. 
Fehle dieses Gutachten, sei die von Art. 6 NHG geforderte Interessen-
abwägung nicht umfassend und damit unvollständig. 

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• Auch mit Rücksicht auf die mit der Erstellung der Mobilfunkanlage ver-
bundenen Wertverluste und möglichen Gesundheitsschädigungen 
müsse auf die umstrittene Anlage verzichtet werden. 

6. Das beigeladene ANU beantragte am 2. Oktober 2013 unter Verweis auf 

ihre Eingaben im Verfahren R 10 86 und 90 sowie ihren Fachbericht vom 

13. März 2009 die Abweisung der Beschwerde. 

• Zur Beurteilung des Ortsbildschutzes (ISOS) in X._____ sei nicht das 
ANU, sondern die Denkmalpflege zuständig. Ob ein Fall einer obligato-
rischen Begutachtung durch die ENHK oder die Eidgenössische Kom-
mission für Denkmalpflege (EKD) vorliege, sei durch die Denkmalpflege 
zu beurteilen. Bezüglich UNESCO-Welterbe liege gemäss kantonalem 
Richtplan die Federführung bezüglich Bauten und Anlagen in Sied-
lungsteilen in der qualifizierten Pufferzone bei den Gemeinden, weshalb 
sich das ANU auch zu diesen Punkten nicht äussere. 

• Das ANU habe entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin 
nie behauptet, das Interesse an der ungeschmälerten Erhaltung des 
bedeutenden Ortsbildes X._____ und des UNESCO-Welterbes Albula 
Bernina überwiege das entgegenstehende Interesse der A._____ AG 
an einer lückenlosen Mobilfunkabdeckung eindeutig. 

• Die Einhaltung der Bestimmungen der NISV sei nicht bestritten, wes-
halb sich weitere diesbezügliche Ausführungen erübrigten. 

7. Die Gemeinde Y._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) schloss in 

ihrer Vernehmlassung vom 7. Oktober 2013 auf Abweisung der Be-

schwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

• Zur Frage der Zonenkonformität, ISOS, UNESCO-Welterbe und NHG 
habe sie im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid ausführlich 
Stellung genommen. Darauf sei verwiesen.

• Die Rüge, mit dem Kirchturm in X._____ stünde ein geeigneter Alterna-
tivstandort innerhalb der Bauzone zur Verfügung, sei rechtsmissbräuch-
lich, weshalb darauf nicht einzutreten sei. Überdies sei der Alterna-
tivstandort Kirchturm schutzwürdiger als der zur Diskussion stehende 
Standort beim RhB-Umrichter. 

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• Zweck der Mobilfunkanlage sei primär die Inhouse-Versorgung des 
Dorfes X._____ mit qualitativ gutem Mobilfunk. Bei dieser Gelegenheit 
solle auch die Achse Y._____ bis F._____ und, so gut es gehe, die 
Z._____ versorgt werden. Die hauptsächlich der Inhouse-Versorgung 
der Bauzone X._____ dienende Mobilfunkanlage sei für diesen Zweck 
nicht überdimensioniert, zumal der nördliche Dorfrand mit der geplanten 
Dimensionierung und der geplanten Antennenhöhe von 25 m bloss kri-
tisch versorgt werde. Eine genügende Inhouse-Versorgung eines be-
stimmten Gebietes führe immer automatisch zu einer genügenden Out-
door-Versorgung eines sehr viel grösseren umliegenden und hinterlie-
genden Gebietes, weil für die genügende Inhouse-Versorgung zufolge 
der Gebäudemauern eine relativ hohe Sendeleistung erforderlich sei, 
währendem für die Outdoor-Versorgung des umliegenden und dahinter-
liegenden Gebietes zufolge fehlender Gebäudedämpfung eine sehr viel 
geringere Sendeleistung genüge. Sei die Sendeleistung so dimensio-
niert, dass der nördliche Dorfrand von X._____ gerade noch eine genü-
gende Inhouse-Versorgung erhalte, führe dies automatisch zu einer 
genügenden oder sogar guten Outdoor-Versorgung der Achse Y._____ 
− F._____. Wenn mit der für Bauzonen notwendigen Ausstattung einer 
Mobilfunkanlage darüber hinaus auch Nicht-Bauzonenland erschlossen 
werden könne, sei dieser Mitnahmeeffekt gemäss Bundesgericht zuläs-
sig. 

• Der in der ZöBA geltende Störungsgrad 1 schränke gemäss Art. 24 
Abs. 1 BG bloss die durch den Betrieb von Dienstleistungs- und Pro-
duktionsbetrieben verursachten Störungen ein. Bei der Mobilfunkanlage 
handle es sich weder um einen Dienstleistungs- noch um einen Produk-
tionsbetrieb. 

• Gegen das Vorsorgeprinzip werde nicht verstossen, habe das ANU 
doch in seinem Fachbericht vom 13. März 2009 festgestellt, dass die 
Anlage die Bestimmungen zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
einhalte. 

• Auch das rechtliche Gehör sei nicht verletzt. Das Verwaltungsgericht 
habe sich in VGU R 10 86 und 90 zum ISOS, zum NHG und zum UN-
ESCO-Welterbe geäussert. 

• Die Kantone dürften keine Bauvorschriften erlassen, welche im über-
bauten Gebiet faktisch zu einem Verbot von Mobilfunkantennen führten. 
Art. 73 Abs. 1 KRG und Art. 3 Abs. 1 NHG dürften daher nicht dahinge-
hend ausgelegt werden, dass Mobilfunkantennen in der qualifizierten 
Pufferzone des UNESCO-Welterbes generell unzulässig seien, zumal 
dies gegen das FMH verstossen würde. Die Bauberaterin, die kantona-
le Denkmalpflege, das ANU und auch das Verwaltungsgericht im 

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Rückweisungsentscheid seien einig, dass die Baubewilligung für die 
Mobilfunkanlage zu erteilen und Art. 3 Abs. 1 NHG und Art. 73 Abs. 1 
KRG nicht verletzt seien, wenn − wie vorliegend − kein valabler Alterna-
tivstandort bestehe. 

• Art. 6 Abs. 1 NHG bedeute nicht, dass Inventarobjekte von nationaler 
Bedeutung überhaupt nicht verändert werden dürften. Die möglichen 
Beeinträchtigungen des Inventarobjekts seien Anhand der im Inventar 
enthaltenen Umschreibung des Schutzgehaltes und der Schutzziele zu 
messen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei betreffend 
Eingriff in das Schutzziel zwischen schweren Eingriffen und Eingriffen 
mit bloss geringfügigen Nachteilen für das Schutzziel zu unterscheiden. 
Vorliegend sei der mit der geplanten Anlage verbundene Eingriff in die 
geschützten Gebiete als äusserst geringfügig zu qualifizieren. Es hand-
le es sich um einen sehr geringfügigen Eingriff ins Schutzziel, welcher 
kein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung gemäss Art. 6 
Abs. 2 NHG zur Folge habe. Die Bewilligungsfähigkeit der Anlage sei 
somit nicht an den qualifizierten Eingriffsvoraussetzungen von Art. 6 
Abs. 2 NHG zu messen. Es genüge, wenn die Voraussetzungen von 
Art. 6 Abs. 1 NHG erfüllt seien, wenn also im Rahmen einer umfassen-
den Interessenabwägung die für den vorliegenden Standort sprechen-
den Interessen das gegenteilige Erhaltungsinteresse überwiegten und 
wenn das Gebot der grösstmöglichen Schonung beachtet werde. Zur 
Pflicht der grösstmöglichen Schonung eines Inventarobjekts gehöre, 
dass mögliche Alternativstandorte geprüft und deren Vor- und Nachteile 
gegeneinander abgewogen würden. Dies sei hier erfolgt. Vorliegend 
spreche die geringfügige Beeinträchtigung des Inventarobjekts X._____ 
sowie die sich aus dem Richtplan UNESCO-Welterbe ergebende be-
sondere Schutzwürdigkeit des Baustandorts und seiner Umgebung ge-
gen den geplanten Standort beim RhB-Umrichter. Dafür spreche aber, 
dass weder in der Bauzone noch ausserhalb der Bauzone valable Al-
ternativstandorte verfügbar seien, die Anlage primär das Dorf X._____ 
versorge und grundsätzlich in einer Bauzone realisiert werden müsse, 
die qualitativ gute Versorgung mit Mobilfunkdiensten ein gewichtiges öf-
fentliches Interesse darstelle und eine hohe Nachfrage nach Mobilfunk-
diensten im Oberengadin bestehe.

• Es sei falsch, dass jeder auch nur geringfügige Eingriff mittels Ersatz-
massnahmen kompensiert werden müsse. Bei der vorliegenden, höchs-
tens geringfügigen Beeinträchtigung des inventarisierten Objekts 
X._____ sei zu Recht auf Ersatzmassnahmen verzichtet worden. 

• Die kantonale Denkmalpflege habe am 15. Juni 2010 die Notwendigkeit 
einer Begutachtung durch die ENHK verneint, weswegen darauf im vor-
instanzlichen Verfahren zu Recht verzichtet worden sei.

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• Die Einhaltung der NISV-Bestimmungen sei unbestritten; soweit die 
Beschwerdeführerin trotzdem eine Reduktion der Strahlung fordere, sei 
dies unbegründet. Ein allfälliger Wertverlust sei nicht in diesem Verfah-
ren zu prüfen.

8. Die A._____ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin 2) beantragte am 

30. Oktober 2013 die Abweisung der Beschwerde sowie des Antrags auf 

Einholung eines Gutachtens der ENHK. Zur Begründung brachte die Be-

schwerdegegnerin 2 im Wesentlichen dieselben Argumente vor wie die 

Beschwerdegegnerin 1. Zusätzlich führte sie was folgt aus:

• Primäres Ziel der geplanten Mobilfunkanlage sei, das Dorf X._____ mit 
qualitativ gutem Mobilfunk (GSM und UMTS) zu versorgen. Bei dieser 
Gelegenheit sollten auch die Achse Y._____ − F._____ und die 
Z._____ zu einem anfänglichen Teil versorgt werden. Es sei weder das 
Ziel noch sei es technisch möglich, die Z._____ als Ganzes und die 
vollständige Achse Y._____ − F._____ abzudecken. Sowohl in die eine 
als auch in die andere Richtung reiche die Abdeckung nicht wesentlich 
über das Siedlungsgebiet von X._____ hinaus. Zudem solle in allen drei 
Richtungen immer auch besiedeltes Gebiet abgedeckt werden.

• Der geplante Mast sei nicht freistehend, sondern praktisch anliegend an 
die Westfassade des bestehenden, 13 m hohen Umrichtergebäudes 
geplant. 

9. Am 12. November 2013 reichte das dazu aufgeforderte ANU dem streit-

berufenen Gericht noch den Fachbericht vom 13. März 2009, die Ver-

nehmlassungen in den Verfahren R 10 86 und R 10 90 sowie die Duplik 

im Verfahren R 10 86 nach. 

10. Die Beschwerdeführerin verzichtete am 30. Dezember 2013 auf die Ein-

reichung einer Replik. 

11. Am 29. Oktober 2014 führte die 5. Kammer des Verwaltungsgerichtes 

einen Augenschein vor Ort durch, an welchem die Beschwerdeführerin, 

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vertreten durch die Gemeindepräsidentin, zwei Gemeindevorstandsmit-

glieder und den Sektionschef, wiedervertreten durch ihren Rechtsanwalt, 

sowie die Beschwerdegegnerin 1, vertreten durch den Leiter des Bauam-

tes, den Präsidenten der Baukommission und die Bauberaterin, wieder-

vertreten durch ihren Rechtsanwalt, anwesend waren. Von Seiten der Be-

schwerdegegnerin 2 waren drei Personen, vertreten durch ihren Rechts-

anwalt, anwesend. Zudem waren je eine Person von Seiten des ANU, der 

kantonalen Denkmalpflege und des ARE zugegen. Allen Anwesenden 

wurde dabei an sieben verschiedenen Standorten Gelegenheit geboten, 

sich anhand der Örtlichkeiten auch noch mündlich zu den aufgeworfenen 

Fragen zu äussern, wovon allseits Gebrauch gemacht wurde. Der Vertre-

ter der kantonalen Denkmalpflege reichte dem Gericht im Verlaufe des 

Augenscheins noch die "Wegleitung für das qualitätsvolle Planen und 

Bauen im UNESCO-Perimeter" ein. Seitens des Gerichts wurden insge-

samt noch 16 Fotografien von den örtlichen Verhältnissen erstellt und zu 

den Akten genommen. 

12. Mit Eingaben vom 3. November 2014 nahmen die Beschwerdeführerin 

sowie die Beschwerdegegnerin 2 noch zu der vom Vertreter der kantona-

len Denkmalpflege anlässlich des Augenscheins vom 29. Oktober 2014 

ins Recht gelegten "Wegleitung für das qualitätsvolle Planen und Bauen 

im UNESCO-Perimeter" Stellung. Während die Beschwerdeführerin die 

erwähnte Wegleitung als Auslegungshilfe zu den Anordnungen des Kan-

tonalen Richtplans betreffend das UNESCO-Welterbe bezeichnet, welche 

im vorliegenden Verfahren zu beachten sei, spricht die Beschwerdegeg-

nerin 2 erwähnter Wegleitung, welche im Auftrag eines privaten Vereins 

zusammengestellt worden sei und der daher nicht einmal die Qualität ei-

ner Verwaltungsverordnung zukomme, jegliche Bindungswirkung für Jus-

tizbehörden ab. 

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid sowie auf das Ergebnis 

des Augenscheins wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-

gungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen 

Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder eid-

genössischem Recht endgültig sind. Der angefochtene kommunale Bau- 

und Einspracheentscheid vom 29. Juli, mitgeteilt am 2. August 2013, mit 

welchem die Beschwerdegegnerin 1 unter anderem die von der heutigen 

Beschwerdeführerin erhobene Einsprache betreffend Neubau einer Mobil-

funkanlage auf Parzelle 258 in Y._____, soweit sie darauf eingetreten ist, 

abgewiesen und gleichzeitig das Bauvorhaben unter der Auflage, dass 

neben dem Masten − soweit technisch möglich − sämtliche Antennen und 

Aufsätze farblich dunkel zu halten seien, bewilligt hat, ist weder endgültig 

noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. Folglich 

stellt er ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Als Adressatin des ange-

fochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 50 VRG). Auf 

die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit ein-

zutreten. 

2. a) In beweisrechtlicher Hinsicht gilt es zunächst festzuhalten, dass auf die 

von der Beschwerdeführerin beantragte Beiladung der RhB als Grundei-

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gentümerin und direktbetroffene Inhaberin des UNESCO Labels zum vor-

liegenden Verfahren verzichtet werden kann, da sich die RhB mit der Er-

stellung der geplanten Mobilfunkanlage auf dem Areal des RhB-

Umrichtergebäudes am Bahnhof X._____ einverstanden erklärt hat. Inso-

fern ist nicht ersichtlich, welche neuen Erkenntnisse mittels einer Beila-

dung der RhB zum vorliegenden Verfahren noch erlangt werden könnten. 

b) Des Weiteren gilt es in beweisrechtlicher Hinsicht auf den beschwerde-

führerischen Antrag, wonach vorliegend zwingend ein Gutachten der EN-

HK eingeholt werden müsse, weil die geplante Mobilfunkanlage zu einer 

erheblichen Beeinträchtigung des Inventarobjekts X._____ im Sinne von 

Art. 7 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz 

(NHG; SR 451) führe, einzugehen. 

c) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Erteilung einer 

Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage eine Bundesaufgabe im Sinne 

von Art. 2 NHG (BGE 131 II 545). Sodann verfügt die Gemeinde X._____ 

gemäss der Verordnung über das Bundesinventar der schützenswerten 

Ortsbilder der Schweiz (VISOS; SR 451.12) unbestrittenermassen über 

ein Ortsbild von nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 5 NHG. Wie 

nachfolgend noch zu zeigen sein wird, bewirkt der Neubau einer Mobil-

funkanlage auf Parzelle 258 in Y._____ indes keine erhebliche Beein-

trächtigung des inventarisierten Dorfes X._____ im Sinne von Art. 7 

Abs. 2 NHG (vgl. nachfolgend E.7e), weshalb von Gesetzes wegen keine 

obligatorische Begutachtung durch die ENHK erforderlich ist. Die Beurtei-

lung, ob trotzdem eine Begutachtung stattfinden soll, hat in kantonalen 

Angelegenheiten gemäss Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 Abs. 2 NHG die kan-

tonale Fachstelle zu treffen. Zuständige Fachstelle im Sinne von Art. 25 

Abs. 2 NHG für den Bereich Denkmalschutz ist gemäss Art. 1 Abs. 2 lit. b 

der kantonalen Natur- und Heimatschutzverordnung (KNHV; BR 496.100) 

- 15 -

das Amt für Kultur. Vorliegend hat die kantonale Denkmalpflege auf ent-

sprechendes Gesuch der Beschwerdegegnerin 1 vom 2. Juni 2010 mit 

Schreiben vom 15. Juni 2010 die Notwendigkeit einer Begutachtung 

durch die ENHK explizit verneint. Folglich hat aber die Beschwerdegegne-

rin 1 im vorinstanzlichen Verfahren zu Recht auf eine Begutachtung durch 

die ENHK verzichtet, weshalb auch im vorliegenden Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren in Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung 

(vgl. BGE 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d mit Hinweisen) 

auf eine entsprechende Begutachtung verzichtet werden kann, zumal sich 

die vorliegend streitigen Fragen aufgrund der bei den Akten liegenden 

umfangreichen Unterlagen sowie dem am 29. Oktober 2014 durchgeführ-

ten Augenschein zuverlässig beurteilen lassen. 

3. a) Bevor im Folgenden auf die sich stellenden materiellen Fragen einzuge-

hen ist, ist die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 

zu prüfen, da dieses Recht formeller Natur ist. Die Verletzung des Gehör-

sanspruchs führt, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in 

der Sache selbst, zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 

132 V 387 E.5.1). Nach der Rechtsprechung kann ein Verfahrensmangel, 

insbesondere eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, zwar 

geheilt werden, wenn die Kognition der urteilenden Instanz nicht einge-

schränkt ist und dem Beschwerdeführer daraus kein Nachteil erwächst. 

Verlangt wird ferner, dass kein für die Beurteilung der Angelegenheit rele-

vantes Kognitionsgefälle besteht (vgl. WIEDERKEHR, Die Begründungs-

pflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV und die Heilung bei Verletzung, Zbl 9/2010, 

S. 502 ff.). Eine Heilung ist aber immer dann ausgeschlossen, wenn es 

sich um eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte 

handelt; zudem soll sie die Ausnahme bleiben (BGE 134 I 331 E.3.1, 

126 I 68 E.2 mit Hinweisen; PVG 2008 Nr. 1). Verfügungen oder Ent-

scheide, die unter Missachtung des rechtlichen Gehörs ergangen sind, 

- 16 -

sind daher grundsätzlich aufzuheben und zur Durchführung eines ord-

nungsgemässen Verwaltungsverfahrens an die Verwaltungsbehörden 

zurückzuweisen (statt vieler: PVG 2011 Nr. 31). Nur wenn es sich aus 

verfahrensökonomischen Gründen geradezu aufdrängt, ist die Heilung ei-

ner allfälligen Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren nach der zitier-

ten Praxis ausnahmsweise zuzulassen.

b) Der durch Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-

genossenschaft (BV; SR 101) gewährleistete Anspruch auf rechtliches 

Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert anderseits ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren, 

soweit dies Einfluss auf ihre Rechtsstellung haben kann. Die Gehörsga-

rantie ist somit ein verfassungsmässig geschütztes Individualrecht, hat al-

so den Charakter eines selbständigen Grundrechtes (HÄFELIN/MÜLLER/ 

UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, 

Rz. 1673 f.). Aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt insbesondere auch ein Mindes-

tanspruch auf Begründung eines hoheitlichen Aktes. Die Begründungs-

pflicht für kantonale und kommunale Behörden ergibt sich aus dem kan-

tonalen Verfahrensrecht, vorliegend aus Art. 22 Abs. 1 VRG, welcher 

ausdrücklich festhält, dass Entscheide zu begründen sind. Der Sinn und 

Zweck der Begründungspflicht liegt darin, dass der Bürger wissen soll, 

warum eine Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Be-

gründung eines Entscheids muss deshalb so abgefasst sein, dass der Be-

troffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur 

möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die 

Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müs-

sen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich 

die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Zwar 

darf sich die Behörde auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-

punkte beschränken. Es ist insbesondere auch nicht nötig, dass sie sich 

- 17 -

mit jeder tatbestandlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzt, sondern sie kann sich vielmehr auf die für den Ent-

scheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (statt vieler BGE 

133 I 270 E.3.1). Ob die Begründung rechtlich zutreffend und haltbar ist, 

ist wiederum keine Frage des formellen Anspruchs auf rechtliches Gehör, 

sondern der materiellen Beurteilung der Streitfrage. 

c) Vorliegend rügt die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht einerseits, 

die Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht nicht auf die Frage, ob die Errich-

tung einer Mobilfunkanlage zur Versorgung der Z._____ sowie der Achse 

Y._____ − F._____ in der ZöBA zonenkonform sei, eingegangen. Ander-

seits habe sich die Beschwerdegegnerin 1 im angefochtenen Bau- und 

Einspracheentscheid auch nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob die 

geplante Mobilfunkanlage mit den Schutzbestimmungen von Art. 3 und 

Art. 6 NHG sowie des UNESCO-Welterbes vereinbar sei. Diese Rügen 

erweisen sich indes als unbegründet. Dem angefochtenen Bau- und Ein-

spracheentscheid vom 29. Juli 2013 lässt sich entnehmen, dass die Be-

schwerdegegnerin die geplante, öffentlichen Interessen dienende und 

primär das Dorf X._____ versorgende Mobilfunkanlage in der ZöBA als 

zonenkonform erachtet (vgl. Ziff. 28 des angefochtenen Bau- und Ein-

spracheentscheids). Anderseits hat sich die Beschwerdegegnerin 1 im 

angefochtenen Entscheid − wenn auch relativ kurz − auch zur Frage, ob 

die geplante Mobilfunkanlage mit den Schutzbestimmungen des NHG 

sowie des UNESCO-Welterbes vereinbar sei, geäussert und dazu in 

Ziff. 34 des angefochtenen Bau- und Einspracheentscheids was folgt 

ausgeführt:

"Gemäss Erw. 4 des in Ziff. 29 zitierten Rückweisungsentscheids führen die erhöh-
ten Ortsbildschutzanforderungen am beantragten Baustandort beim Umrichter RhB 
dazu, dass hier eine Baubewilligung nur erteilt werden darf, wenn kein anderer 
Standort − auch ausserhalb der Bauzone, sofern dort gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung eine Baubewilligung möglich ist − eine befriedigende Abdeckung 
ermöglicht.

- 18 -

Wie vorstehend dargelegt, kann das Dorf X._____ ab dem Gegenstand des vorlie-
genden Baugesuchs bildenden Standort (Umrichter RhB) gut mit UMTS-Diensten 
versorgt werden und es existiert kein Alternativstandort, der sowohl eine befriedi-
gende Abdeckung ermöglicht als auch bewilligungsfähig wäre. Die nachgesuchte 
Baubewilligung ist demnach auch unter dem Aspekt des Ortsbildschutzes (ISOS, 
Unesco Welterbe, NHG) zu erteilen."

Aufgrund dieser Vorbringen war es für die heutige Beschwerdeführerin 

hinreichend verständlich, von welchen Überlegungen sich die Beschwer-

degegnerin 1 im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen hat leiten las-

sen. Ob diese Überlegungen rechtlich zutreffend sind, ist nicht im vorlie-

gend interessierenden formellen Zusammenhang zu prüfen, sondern ma-

terieller Natur, worauf nachstehend noch einzugehen sein wird. Auf jeden 

Fall war die Beschwerdeführerin, wie bereits ihre Beschwerdeeingabe 

aufzeigt, ohne Weiteres in der Lage, den missliebigen Bau- und Einspra-

cheentscheid sachgerecht anzufechten. Folglich ist aber die Beschwer-

degegnerin 1 der sie betreffenden Begründungspflicht − wenn auch 

knapp, aber eben doch in hinreichendem Masse − nachgekommen. 

d) Selbst wenn vorliegend mit Blick auf die gerügte Begründungspflicht eine 

allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs bejaht würde, dürfte der 

Mangel als nachträglich geheilt qualifiziert werden, weil es sich aufgrund 

des eben geschilderten um keine schwerwiegende Verletzung der Partei-

rechte handelt und sich die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfah-

ren ausführlich zu allen Fragen äussern konnte. Gegen eine Rückweisung 

sprechen folglich auch verfahrensökonomische Überlegungen. Der An-

spruch auf rechtliches Gehör ist daher nicht verletzt.

4. a) Wie gesehen hat das Verwaltungsgericht mit Urteil R 10 86 und 90 vom 

17. Mai 2011 den angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid vom 

4. Mai und 3./10. August 2010 mangels genügender Standortevaluation 

aufgehoben und die Angelegenheit zur Weiterführung des Baubewilli-

gungsverfahrens unter Mitwirkung der heutigen Beschwerdeführerin und 

- 19 -

neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

1 zurückgewiesen. Hinsichtlich des Überprüfungsauftrags der Beschwer-

degegnerin 1 hat das Verwaltungsgericht im erwähnten Urteil unter Erwä-

gung 4 was folgt ausgeführt:

"Aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und des oben Gesagten er-
weist sich die von der Gemeinde vorgenommene Standortevaluation als klar unge-
nügend. Die Gemeinde hat den geprüften Alternativstandorten, welche - ausser 
dem laut Gemeinde nicht in Frage kommenden Kirchturm - allesamt ausserhalb 
der Bauzone liegen, schon aus diesem Grund ihre Eignung abgesprochen Ent-
scheidend sei aber vor allem, dass die jeweilige Distanz dieser Alternativstandorte 
zum Dorf X._____ zu gross sei, so dass Letzteres trotz Neubau einer Mobilfunkan-
lage nur mangelhaft versorgt würde. Zudem würden entweder die Achse Y._____-
F._____ und/oder die Z._____ überhaupt nicht oder nur partiell versorgt, was zu-
mindest bei fehlender Erschliessung der Achse Y._____-F._____ allenfalls einen 
zusätzlichen Antennenstandort erforderlich machte. Dazu verwies die Gemeinde 
auf die Ausführungen im Schreiben der A._____ AG vom 17. September 2009, 
welches aber eine reine Parteibehauptung darstellt. Insbesondere der Standort 
B._____, der zwar ausserhalb der Bauzone liegt, aber unter den gegebenen Um-
ständen und der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch als Stand-
ort für eine Mobilfunkanlage in Frage käme, die hauptsächlich Bauzonen versorgt, 
kommt nach Auffassung von Gemeinde und insbesondere A._____ AG aus ver-
sorgungstechnischen Gründen nicht in Frage, insbesondere, weil er für die UMTS-
Versorgung zu weit von der Bauzone entfernt sei. Dies ist seitens A._____ AG 
aber nur behauptet, nicht aber bewiesen. Die mit der Duplik eingelegten Gebiets-
abdeckungskarten stellen ebenfalls blosse Parteibehauptungen dar und sind nicht 
verifiziert. Die Gemeinde hat die entsprechenden Behauptungen einfach über-
nommen. Zudem legt die Tatsache, dass vorher K._____ eine Bewilligung zum 
Bau und Betrieb einer UMTS-Sendeanlage auf B._____ erteilt wurde, nahe, die 
Versorgungseignung vor allem dieses Standortes einer vertieften Prüfung zu un-
terziehen, auch wenn K._____ von dieser Bewilligung noch keinen Gebrauch ge-
macht hat. Die Prüfung hat zusammen mit der Gemeinde X._____ zu erfolgen, da 
die allenfalls möglichen anderen Standorte – insbesondere der Standort B._____ - 
auf deren Gebiet liegen. Die Gemeinde X._____ ist verpflichtet, bei diesen Ab-
klärungen mitzuwirken. 

Die Gemeinde hat im angefochtenen Entscheid sogar die Auffassung vertreten, sie 
sei, nachdem die Zonenkonformität der Anlage in der ZöBA nicht zur Diskussion 
stehe, mangels gesetzlicher Grundlagen seitens der Gemeinde keine Möglichkeit 
bestehe, gar nicht befugt, unter diesem Aspekt weitergehend auf den konkreten 
Standort Einfluss zu nehmen. Dabei schenkt sie indessen dem ISOS und den Vor-
schriften über das UNESCO-Welterbe zu wenig Beachtung. Diese machen das 
Gebiet, in dem der vorgesehene Standort liegt, erhöht schutzwürdig. Überdies geht 
es vorliegend nicht darum, dem Bauvorhaben die Bewilligung mit der Begründung 
zu verweigern, es widerspreche behördenverbindlichen Vorschriften. Behörden-
verbindlich ist die Mitwirkung der Bauberatung; das Resultat der Bauberatung hat 
dann aber - via Art. 3 NHG (allgemeine Pflicht zur Erhaltung des Landschafts- und 
Ortsbildes) - direkten Einfluss auf das Ergebnis des Baubewilligungsverfahrens. 

Hier führen die erhöhten Ortsbildschutzanforderungen am gewählten Standort da-
zu, dass dieser nur dann in Frage kommt, wenn kein anderer Standort auch aus-
serhalb der Bauzone, wenn die Anforderungen der zitierten bundesgerichtlichen 

- 20 -

Rechtsprechung erfüllt sind, eine befriedigende Abdeckung ermöglicht. Es könnte 
allenfalls sogar eine Ersatzlösung mit zwei oder mehr Standorten als Alternative 
zum vorliegenden Projekt in Frage kommen. Ob eine Lösung mit einem anderen 
Standort (ev. anderen Standorten) möglich ist, hat die Gemeinde Y._____ nicht 
genügend abgeklärt. Die beiden Beschwerden sind daher schon aus diesen Grün-
den gutzuheissen, weshalb es sich erübrigt, auf die weiteren Rügen näher einzu-
gehen. Folgerichtig ist der angefochtene Entscheid ohne Weiteres aufzuheben und 
die Angelegenheit zur Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens – unter Mit-
wirkung der Gemeinde X._____ - und neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen 
an die Gemeinde Y._____ zurückzuweisen."

b) Im Nachgang zum Urteil des Verwaltungsgerichtes R 10 86 und 90 vom 

17. Mai 2011 forderte die Beschwerdegegnerin 1 im Zusammenhang mit 

der Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens die heutige Beschwer-

deführerin wie auch die Beschwerdegegnerin 2 auf, alternative Standorte 

zur Erstellung der Mobilfunkanlage zu benennen, worauf die Beschwerde-

führerin mit Schreiben vom 2. November 2011 (Akten der Beschwerde-

gegnerin 1 [Bg1-act.] V/3) bzw. vom 5. November 2012 (Bg1-act. V21) 

den Hochspannungsmast 92 im Gebiet B._____ (X._____), das Gebiet 

C._____ (Y._____), J._____ Forstweg (X._____), J._____ alte Futterraufe 

(X._____) sowie das Wasserreservoir E._____ (X._____) als Alterna-

tivstandorte benannte, während die Beschwerdegegnerin 2 am 5. De-

zember 2011 an ihrer Standortwahl auf dem Areal des RhB-

Umrichtergebäudes festhielt (vgl. Bg1-act. V/5). Nach Prüfung der von der 

heutigen Beschwerdeführerin vorgeschlagenen Alternativstandorte kam 

die Beschwerdegegnerin 1 im angefochtenen Bau- und Einspracheent-

scheid zum Schluss, dass keiner dieser Alternativstandorte sowohl eine 

befriedigende Abdeckung der Gemeinde X._____ ermöglicht als auch die 

besonderen Voraussetzungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

betreffend Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzone zwecks Erschlies-

sung von Bauzonen erfüllt. Hinsichtlich der einzelnen Alternativstandorte 

führte die Beschwerdegegnerin 1 dabei im angefochtenen Bau- und Ein-

spracheentscheid was folgt aus: 

Lichtung C._____, Gemeinde Y._____

- 21 -

"Bei der Lichtung C._____ handelt es sich um eine ausserordentlich schöne, un-
berührte Waldlichtung mit einem alten Kleinst-Gebäude (frühere Alpnutzung). Eine 
Mobilfunkanlage würde an diesem Standort massiv störend in Erscheinung treten 
und vermag die Anforderungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung betref-
fend Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzone zwecks Erschliessung von Bauzo-
nen […] nicht ansatzweise zu erfüllen. Dieser Standort kann mithin nicht als Alter-
nativstandort zur Diskussion stehen."

J._____ Forstweg und alte Futterraufe, Gemeinde X._____
"Das ARE hält zu diesen beiden Standorten in seinem Schreiben vom 21. Februar 
2013 was folgt fest: "Gemäss rechtskräftigem Zonenplan der Gemeinde X._____ 
befinden sich diese beiden Standorte im Wald sowie in der überlagerten Wald- und 
Wildschutzzone und in der überlagerten Landschaftsschutzzone. Beide Standorte 
liegen ausserdem in einer regionalen Landschaftsschutzzone gemäss Natur- und 
Heimatschutzinventar (Objekt L-903, Val Beyer).

Aufgrund der beiden Landschaftsschutzzonen kommen beide Standorte nicht in 
Frage (überwiegendes entgegenstehendes Interesse, störende Erscheinung). Es 
ist zudem nicht ersichtlich, inwiefern an diesen Standorten bestehende Bauten 
vorhanden sind, auf welchen die Antennen montiert werden könnten (…). Des Wei-
teren bleibt zu erwähnen, dass die Standorte im Schutzwald liegen und eine Ro-
dungsbewilligung notwendig wäre sowie dass eine Stromzuleitung fehlt und Mast 
und Anlageteile in verstärkter Bauweise erstellt werden müssten (Lawinen- und 
Schneerutschgefahr)."

Aus diesen Ausführungen des ARE folgt ohne Weiteres, dass diese beiden ein-
gangs erwähnten Standorte die Voraussetzungen der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung betreffend Mobilfunkanlage ausserhalb der Bauzone zwecks Erschlies-
sung von Bauzonen […] bei Weitem nicht zu erfüllen vermögen. Namentlich sind 
diese beiden Standorte nicht überbaut, was für sich allein bereits eine positive In-
teressenabwägung zu deren Gunsten ausschliesst."

Wasserreservoir E._____, Gemeinde X._____
"Das ARE hält zu diesem Standort in seinem Schreiben vom 21. Februar 2013 was 
folgt fest: "Laut rechtskräftigem Zonenplan der Gemeinde X._____ liegt dieser 
Standort ebenfalls im Wald sowie in der überlagerten Wald- und Wildschon- sowie 
Landschaftsschutzzone. Der Standort befindet sich in einem landschaftlich reizvol-
len Gebiet, das durch die geplante Antennenanlage empfindlich gestört würde. 
Dies widerspricht wiederum der im Verwaltungsgerichtsurteil vom 17. Mai 2011 
formulierten Grundvoraussetzung für eine erweiterte ausnahmsweise Bejahung der 
Standortgebundenheit, wonach die Mobilfunkanlage nicht störend in Erscheinung 
treten darf. Das ANU führt zudem auch Art. 1 und 3 NHG an, wonach nur Bauten 
und Anlagen errichtet werden dürfen, welche keine negativen Auswirkungen auf 
das Landschaftsbild haben. - Auch hier bleiben weitere Nachteile des Standortes 
zu erwähnen: Der Standort befindet sich im Schutzwald, ein Rodungsverfahren wä-
re notwendig und der Mast und die Anlagenteile müssten gegen Schneerutsche, 
Lawinen, Steinschläge und Waldbrände gesichert werden. Allenfalls wäre zudem 
eine neue Stromzufuhr zu erstellen, falls die bestehende Stromleistung des Reser-
voirs nicht ausreicht."

Aus dem Gesagten folgt, dass namentlich das vom Bundesgericht als Grundvor-
aussetzung definierte Erfordernis nicht erfüllt ist, wonach die Mobilfunkanlage nicht 
störend in Erscheinung treten darf: "Grundvoraussetzung einer solchen erweiterten 
ausnahmsweisen Bejahung der Standortgebundenheit ist, dass die Mobilfunkanla-
ge ausserhalb der Bauzonen keine erhebliche Zweckentfremdung von Nichtbau-
zonenland bewirkt und nicht störend in Erscheinung tritt" […]. So hält das Amt für 

- 22 -

Natur und Umwelt im Rahmen der Ämtervernehmlassung am 18. Januar 2013 fest: 
"…der Standort Wasserreservoir E._____ liegt in einem landschaftlich reizvollen 
Gebiet, das durch die geplante Antennenanlage empfindlich gestört würde." Diese 
Aussage lässt sich sodann ohne Weiteres mittels der von der Gemeinde X._____ 
mit Schreiben vom 26. November 2012 eingereichten Fotodokumentation nach-
vollziehen. Fehlt es bereits an der Grundvoraussetzung des nicht störend in Er-
scheinung Tretens, so braucht der besagte Standort nicht mehr weiter diskutiert zu 
werden.

Kommt hinzu, dass das ARE im vorzitierten Schreiben weitere negative Punkte 
dieses Standorts erwähnt (Wald- und Wildschon- sowie Landschaftsschutzzone, 
Notwendigkeit eines Rodungsverfahrens, Notwendigkeit einer aufwändige[n] und 
namentlich sichtbare[n] Sicherung gegen diverse Naturgefahren, Möglicherweise 
Notwendigkeit einer neuen Stromzufuhr)."

Hochspannungsmast Nr. 92, B._____, Gemeinde X._____
"Entscheidend ist vorliegend, dass (a) gemäss Modell A._____ AG und gemäss 
Modell D._____ AG ab dem Hochspannungsmast B._____ für X._____ keine 
genügende Versorgung erreicht werden kann und dass (b) das ANU dieses Resul-
tat im Rahmen seiner Plausibilitätsprüfung − unter Beizug des BAKOM − als "zu-
verlässig und korrekt" bezeichnet hat […]. Aufgrund dieser übereinstimmenden 
fachkundigen Meinungsäusserungen von A._____ AG, D._____ AG, ANU und 
BAKOM steht für die Gemeinde fest, dass ab dem Hochspannungsmast B._____ 
für X._____ keine genügende Inhouse-Versorgung realisiert werden kann."

c) Aufgrund der soeben zitierten Ausführungen der Beschwerdegegnerin 1 

im angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid sowie aufgrund der Ak-

ten- resp. der Beweislage ist nun − im Unterschied zum Verwaltungsge-

richtsbeschwerdeverfahren R 10 86 und 90 − erstellt, dass keiner der von 

der Beschwerdeführerin vorgeschlagenen Alternativstandorte in Frage 

kommt. Insbesondere ist jetzt nachgewiesen, dass eine genügende In-

house-Versorgung des Dorfes X._____ vom Standort Hochspannungs-

mast Nr. 92 B._____ nicht erreicht werden kann (vgl. dazu S. 5 Ziff. 1.6. 

des Gutachtens der D._____ AG vom 3. September 2012 [Bg1-

act. V/16a] sowie das Schreiben des ANU vom 30. Mai 2013 [Bg1-

act. V/29]). Anderseits sind die übrigen von der Beschwerdeführerin vor-

geschlagenen Alternativstandorte (C._____, J._____ Forstweg und alte 

Futterraufe, Wasserreservoir E._____) − wie sowohl das ANU im Schrei-

ben vom 18. Januar 2013 (Bg1-act. V/26.4) als auch das das ARE im 

Schreiben vom 21. Februar 2013 (Bg1-act. V/26.1) explizit bestätigt ha-

ben − aus raumplanerischen Gründen ausgeschlossen. Was den von der 

- 23 -

Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde erwähnten Alternativstandort 

"Kirchturm X._____" betrifft ist mit der Beschwerdegegnerin 1 darauf hin-

zuweisen, dass dieser Standort von der Beschwerdeführerin selber mehr-

fach als "nicht zur Verfügung stehend" bezeichnet worden ist (vgl. deren 

Schreiben an die Beschwerdegegnerin 2 vom 9. Dezember 2009 [Bg1-

act. III/14] sowie vom 12. September 2012 [Bg1-act. V/18]). Wenn nun die 

Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren − obwohl sie 

den Kirchturm X._____ weder im Schreiben an die Beschwerdegegnerin 

1 vom 2. November 2011 noch in jenem vom 5. November 2012 als Al-

ternativstandort benannt hat − plötzlich geltend macht, die angefochtene 

Baubewilligung hätte nicht erteilt werden dürfen, weil mit dem Kirchturm in 

X._____ ein geeigneter Alternativstandort innerhalb der Bauzone zur Ver-

fügung stehe und die A._____ AG für diesen Standort gemäss Art. 36 

Abs. 1 des Fernmeldegesetzes (FMG; SR 784.10) das Enteignungsrecht 

ausüben könne, handelt sie widersprüchlich und verhält sich rechtsmiss-

bräuchlich, was keinen gerichtlichen Schutz verdient. Gegen den Alterna-

tivstandort "Kirchturm X._____" spricht im Übrigen auch die Tatsache, 

dass der historische Dorfkern von X._____, wo sich die Kirche befindet, 

im "Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler und regiona-

ler Bedeutung" (KGS Inventar) figuriert und auch die Kirche selber in das 

"KGS-Inventar des Kantons Graubünden (B-Objekte)" aufgenommen 

worden ist. An solchen rechtlich geschützten Baudenkmälern wie der Kir-

che in X._____ ist die Anbringung von Mobilfunkanlagen gemäss Grund-

satzpapier der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege vom 

23. Juli 2002/12. März 2008 (vgl. Bg1-act. V/33) zu vermeiden, sofern Al-

ternativstandorte ausserhalb der Schutzobjekte und ihres Wirkungsbe-

reichs bestehen, was vorliegend mit dem Standort beim RhB-

Umrichtergebäude offenkundig der Fall ist. 

- 24 -

d) Wie das Verwaltungsgericht bereits im Urteil R 10 86 und 90 vom 17. Mai 

2011 in Erwägung 4 festgehalten hat, führen im vorliegend zu beurteilen-

den Fall die erhöhten Ortsbildschutzanforderungen am beantragten 

Baustandort beim RhB-Umrichtergebäude dazu, dass eine Baubewilli-

gung nur erteilt werden darf, wenn kein anderer Standort − auch ausser-

halb der Bauzone, sofern dort gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung eine Baubewilligung möglich ist − eine befriedigende Abdeckung 

ermöglicht. Wie soeben dargestellt erfüllt vorliegend keiner der von der 

Beschwerdeführerin vorgeschlagenen Alternativstandorte sowohl eine be-

friedigende Abdeckung der Gemeinde X._____ als auch die besonderen 

Voraussetzungen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend 

Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bauzone zwecks Erschliessung von 

Bauzonen (bestehende Bauten und Anlagen / keine erhebliche Zweckent-

fremdung von Nichtbauzonenland / keine überwiegenden entgegenste-

henden Interessen, vgl. BGE 133 II 321 E.4.3.3, 133 II 409 E.4.2). Somit 

bleibt zu prüfen, ob die geplante Mobilfunkanlage mit dem primären Ziel 

der Versorgung des Dorfes X._____ mit qualitativ gutem Mobilfunk in der 

ZöBA zonenkonform ist (vgl. nachfolgend E.5) und ob dem geplanten 

Standort der Mobilfunkanlage auf dem Areal des RhB-Umrichtergebäudes 

die erhöhten Ortsbildschutzanforderungen entgegenstehen (vgl. nachfol-

gend E.6 f.). Unbestritten ist, dass vom geplanten Standort der Mobilfunk-

anlage beim RhB-Umrichtergebäude aus das Dorf X._____ mit einer qua-

litativ guten Inhouse-Versorgung abgedeckt werden könnte (vgl. dazu S. 6 

Ziff. 2.3. des Gutachtens der D._____ AG vom 3. September 2012 [Bg1-

act. V16a] sowie das Schreiben des ANU vom 30. Mai 2013 [Bg1-

act. V/29]).

5. a) Die Beschwerdeführerin macht hinsichtlich der Zonenkonformität der Mo-

bilfunkanlage im Wesentlichen geltend, die geplante Anlage sei für die 

Versorgung des Dorfes X._____ überdimensioniert und müsse stark re-

- 25 -

dimensioniert werden. Neben der Versorgung des Dorfes X._____ diene 

die geplante Mobilfunkanlage insbesondere auch der Versorgung der 

Z._____ und der Achse F._____ − Y._____, wofür Standorte ausserhalb 

des Siedlungsgebiets zu wählen seien. Eine Mobilfunkanlage sei in der 

ZöBA zwar grundsätzlich zonenkonform, jedoch nur, soweit die Mobil-

funkanlage im Wesentlichen der Abdeckung von Bauzonen diene. Aus 

dem Gebot der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet ergebe sich, dass 

Mobilfunkanlagen, welche auf die Abdeckung von Grundstücken ausser-

halb der Bauzone ausgerichtet seien, innerhalb der Bauzone nicht zonen-

konform seien. Diese Argumentation zielt − wie nachfolgend erläutert − 

ins Leere.

b) Innerhalb der Bauzonen können Infrastrukturanlagen wie Mobilfunkanten-

nen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als zonenkonform be-

trachtet werden, soweit sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in ei-

ner unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Ort stehen, an dem sie er-

richtet werden sollen, und im Wesentlichen Bauzonenland abdecken. Die 

Zonenkonformität einer Infrastrukturbaute kann unter Umständen auch 

bejaht werden, wenn sie der Ausstattung der Bauzone als Ganze und 

nicht nur speziell dem in Frage stehenden Bauzonenteil dient (BGE 

133 II 321 E.4.3.2). In eigentlichen Wohnzonen weisen Mobilfunkanlagen 

dann einen unmittelbaren funktionellen Bezug zum Standort auf, wenn die 

Anlage der lokalen Versorgung dient. Hierfür kann verlangt werden, dass 

die Anlage von ihren Dimensionen und ihrer Leistungsfähigkeit her der in 

reinen Wohnzonen üblichen Ausstattung entspricht (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 1C_192/2010 vom 8. November 2010 E.6.3), nicht aber, dass 

die Strahlung der Anlage an der Zonengrenze halt macht (was bereits 

physikalisch unmöglich wäre) bzw. nur gerade die Wohnzone abdeckt 

(vgl. BGE 138 II 173 E.5.3 und 5.4; Urteile des Bundesgerichtes 

- 26 -

1C_468/2011 vom 18. Juni 2012 E.2.3, 1C_106/2010 vom 19. Oktober 

2010 E.4.4.1). 

c) Nach der dargestellten bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird damit 

für die Zonenkonformität einer Mobilfunkanlage nicht verlangt, dass sie 

einzig dem Bauzonenteil dient, in welchem sie errichtet werden soll, son-

dern nur, dass sie im Wesentlichen Bauzonenland abdeckt. Dies ist bei 

der vorliegend zu beurteilenden Mobilfunkanlage auf dem Areal des RhB-

Umformerwerks der Fall. Die geplante Mobilfunkanlage liegt am südlichen 

Dorfrand vom X._____ und deckt − was auch von der Beschwerdeführerin 

anerkannt wird − das Dorfgebiet von X._____ ab. Das Gutachten der 

D._____ AG vom 3. September 2012 (Bg1-act. V/16a) bzw. der darin ent-

haltene Plot mit der simulierten Versorgung ab dem RhB-

Umrichtergebäude (vgl. S. 6 Abb. 2 des Gutachtens) zeigt denn auch 

deutlich, dass die Mobilfunkanlage primär der Inhouse-Versorgung der 

Bauzone X._____ dient. Bereits der von der geplanten Mobilfunkanlage 

am weitesten entfernte nördliche Dorfrand von X._____ wird mit der ge-

planten Dimensionierung der Mobilfunkanlage indes bereits bloss "kri-

tisch" versorgt. Bereits daraus erhellt, dass die die geplante Mobilfunkan-

lage für die angestrebte Inhouse-Versorgung der Bauzone X._____ nicht 

überdimensioniert ist. Vielmehr würde durch eine Reduktion der Sende-

leistung der nördliche Dorfrand von X._____ nur noch ungenügend ver-

sorgt werden. Die D._____ AG hat mit Schreiben vom 27. September 

2013 (Bg1-act. V/34) erneut bestätigt, dass die geplante Mobilfunkanlage 

den technischen Bedürfnissen entspricht, um eine qualitativ gute und aus-

rechende Mobilfunkversorgung im Gebiet X._____ zu erreichen. Die ge-

plante Anlage entspricht von ihren Dimensionen und ihrer Leistungsfähig-

keit her denn auch der in Wohnzonen üblichen Ausstattung. Es wird von 

Seiten der Beschwerdeführerin auch nicht behauptet, dass die Bestim-

mungen der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 

- 27 -

(NISV; SR 814.710) durch die geplante Anlage verletzt würden (vgl. dazu 

den Fachbericht des ANU vom 13. März 2009 [Bg1-act. I/6]). Wenn die 

Beschwerdeführerin darüber hinaus gestützt auf das Vorsorgeprinzip so-

wie aufgrund möglicher Gesundheitsschädigungen eine weitergehende 

Reduktion der Sendeleistung bzw. der Strahlenbelastung fordert, kann ihr 

nicht gefolgt werden. Denn der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im 

USG und den darauf gestützten Verordnungen geregelt. Für den Schutz 

vor nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb ortsfester Anlagen er-

zeugt wird, hat der Bundesrat die NISV erlassen, welche insbesondere 

auch die Immissionen von Mobilfunksendeanlagen regelt (vgl. Ziff. 6 

Anh. 1 NISV). Diese Regelung ist abschliessend, und zwar nicht nur hin-

sichtlich des Schutzes vor schädlicher und lästiger Strahlung, sondern 

auch im Bereich des vorsorglichen Immissionsschutzes (BGE 133 II 64 

E.5.2). Insofern kann die Gemeinde keine Auflagen oder Bedingungen 

verfügen, welche über die Anforderungen der NISV hinausgehen. Wenn 

die geplante Mobilfunkanlage vorliegend neben der Versorgung der Bau-

zone von X._____ auch noch Teile der Z._____ sowie der Achse F._____ 

− Y._____ abdeckt, vermag dies entgegen der beschwerdeführerischen 

Auffassung, nichts an der Tatsache zu ändern, dass die Anlage nach wie 

vor primär der Versorgung der Bauzone von X._____ dient und damit den 

erforderlichen funktionellen Bezug zum Standort aufweist. Denn es kann 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung − wie gesehen − nicht ver-

langt werden, dass die Strahlung von Mobilfunkanlagen an der Zonen-

grenze halt macht respektive nur gerade die betreffende Wohnzone oder 

das anvisierte Siedlungsgebiet mit Mobilfunkdiensten versorgt. Diesbe-

züglich weist die Beschwerdegegnerin 1 in ihrer Vernehmlassung vom 

7. Oktober 2013 zu Recht und nachvollziehbar darauf hin, dass die genü-

gende Inhouse-Versorgung eines bestimmten Gebiets immer automatisch 

auch zu einer genügenden Outdoor-Versorgung eines grösseren umlie-

genden Gebiets führt, weil für die Inhouse-Versorgung eine relativ hohe 

- 28 -

Sendeleistung erforderlich ist, während für die Outdoor-Versorgung des 

umliegenden Gebiets eine sehr viel geringere Sendeleistung genügt. Je-

denfalls erweist sich die geplante Mobilfunkanlage in der ZöBA vorliegend 

ohne Weiteres als zonenkonform.

6. a) Hinsichtlich der erhöhten Ortsbildschutzanforderungen am geplanten 

Standort macht die Beschwerdeführerin geltend, die geplante Mobilfunk-

anlage liege sowohl innerhalb der qualifizierten Pufferzone und nur weni-

ge Meter von der Kernzone des UNESCO-Welterbes "RhB in der Land-

schaft Albula/Bernina" entfernt als auch in einem Inventarobjekt gemäss 

Art. 6 NHG, weshalb dem Gebiet eine erhöhte Schutzwürdigkeit zukom-

me. Daher müsste sich die Anlage am vorgesehenen Standort besonders 

gut in das Orts- und Landschaftsbild einordnen. Sie habe bereits in ihrer 

Beschwerde vom 9. September 2010 ausführlich dargelegt, weswegen 

das Bauvorhaben mit Art. 3 und 6 NHG unvereinbar sei. Zwar treffe die 

A._____ AG eine Versorgungspflicht. Sämtliche vom Bund geforderten 

Werte seien aber schon längst übertroffen. Es bestehe keine Pflicht für 

die A._____ AG zur Abdeckung weiterer Gebiete. Selbst ein geringfügi-

ges Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung eines Objekts von 

nationaler Bedeutung gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG sei gemäss konstanter 

Rechtsprechung nur im Rahmen einer Interessenabwägung und nur dann 

zulässig, wenn der geringfügige Nachteil mit entsprechenden Ersatz-

massnahmen ausgeglichen werde und zudem keine negativen Präjudizi-

en zu erwarten seien. Hier würden das geschützte Ortsbild von X._____ 

und das UNESCO-Welterbe geschmälert, ohne dass Ersatzmassnahmen 

angeordnet worden seien. 

b) Wie vorstehend bereits erwähnt, ist die Erteilung einer Baubewilligung für 

eine Mobilfunkanlage nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch 

innerhalb der Bauzone eine Bundesaufgabe i.S.v. Art. 2 NHG (BGE 

- 29 -

131 II 545). Beliehene, die gestützt auf das Bundes-Fernmelderecht eine 

Konzession zum Aufbau und Betrieb eines Mobilfunknetzes erhalten 

haben, müssen bei der Erfüllung der ihr übertragenen Aufgaben das 

Landschafts- und Ortsbild schonen (Art. 3 Abs. 1 NHG; BGE 131 II 545) 

und zwar unabhängig davon, ob es sich um Objekte nationaler, regionaler 

oder lokaler Bedeutung handelt (Art. 3 Abs. 3 NHG). Schutzobjekt ist die 

gesamte besiedelte und unbesiedelte Landschaft der Schweiz. Anlagen 

sind folglich entsprechend zu gestalten oder es ist gänzlich auf ihre 

Errichtung zu verzichten (Art. 3 Abs. 2 lit. a NHG), wobei eine 

Massnahme nicht weitergehen darf, als es der Schutz des Objekts und 

seiner Umgebung erfordert. In diesem Sinne verlangt Art. 73 Abs. 1 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kantons Graubünden (KRG; BR 

801.100) konkretisierend, dass Bauten und Anlagen so zu gestalten und 

einzuordnen sind, dass mit der Umgebung und der Landschaft eine gute 

Gesamtwirkung entsteht (Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kantons 

Graubünden R 07 7 vom 12. Oktober 2007 E.2a). Aufgrund der 

umschriebenen Regelung von Art. 73 Abs. 1 KRG werden aus 

ästhetischer Sicht relativ hohe Anforderungen an ein Bauvorhaben 

gestellt, genügt es doch nicht, dass ein solches nicht störend wirkt (keine 

negative Ästhetikklausel). Doch dürfen die Anforderungen trotz der 

positiven Ausgestaltung nicht derart hoch angesetzt werden, wie dies 

etwa der Fall wäre, wenn eine optimale Gesamtwirkung verlangt würde 

(Botschaft der Regierung zum neuen KRG an den Grossen Rat, Heft 

Nr. 3/2004-2005, S. 343). Die Gemeinwesen haben das durch Art. 73 

Abs. 1 KRG eingeräumte Ermessen pflichtgemäss auszuüben. Nach kon-

stanter Rechtsprechung kommt den Gemeinden bei der Auslegung von 

Ästhetikfragen beziehungsweise bei der Prüfung der Frage der Eingliede-

rung von Bauten in eine bestehende Umgebung jedoch ein geschützter 

Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu, in welchen das Gericht nur 

eingreift, wenn die Gemeinde diesen Ermessensspielraum missbraucht 

- 30 -

oder überschritten hat (statt vieler: Urteile des Verwaltungsgerichtes des 

Kantons Graubünden R 14 1 vom 20. Mai 2014 E.3a, R 13 187 vom 

4. Februar 2014 E.7a). Im Rahmen dieses Ermessensentscheids ist vor-

liegend der Kantonale Richtplan (KRIP) UNESCO Welterbe insofern von 

Bedeutung, als sich daraus die besondere Schutzwürdigkeit des 

Baustandorts und seiner Umgebung ergibt. 

c) Wie die Beschwerdegegnerinnen in ihren Rechtsschriften zu Recht aus-

führen, weisen Mobilfunkanlagen funktionsbedingt eine gewisse Höhe aus 

und ihre Gestaltung ist weitgehend durch technische Bedingungen vorbe-

stimmt. Sie bilden ästhetisch regelmässig keine positive Bereicherung für 

das Orts- und Landschaftsbild, sondern führen bei jedem einigermassen 

intakten Orts- und Landschaftsbild zu einer gewissen Beeinträchtigung. 

Zu prüfen ist, ob diese Beeinträchtigung das gemäss Art. 73 Abs. 1 KRG 

bzw. Art. 3 Abs. 1 NHG erlaubte Mass an Beeinträchtigung überschreitet. 

Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der geplante Standort der Mobil-

funkanlage beim RhB-Umrichter in der qualifizierten Pufferzone des UN-

ESCO-Welterbes "Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina" be-

findet. Diese qualifizierte Pufferzone umfasst wichtige und qualitativ 

hochwertige Kulturgüter, Ortsbilder und Landschaftselemente und bildet 

entlang der Bahnlinie von Thusis über St. Moritz bis nach Tirano ein Band 

mit einer Breite von 500 bis 1'000 m, wobei sich dieses Band in engen Tä-

lern auf eine Breite von 120 bis 150 m verengen bzw. bei eindrücklichen 

Fernsichten auf rund 5 km ausdehnen kann (KRIP UNESCO-Welterbe 

8.1-5 f.). Die UNESCO-Konvention (SR 0.451.41) hat selbst keine unmit-

telbare Rechtswirkung für die Schweiz. Die Umsetzung der Ziele der Kon-

vention erfolgt im Rahmen der schweizerischen Gesetzgebung. Im KRIP 

UNESCO-Welterbe sind die diesbezüglichen behördenverbindlichen Be-

stimmungen festgelegt. Bei Neubau, Umbau und Erneuerung von Bauten 

und Anlagen in der qualifizierten Pufferzone gilt für die Ausführung und 

- 31 -

Gestaltung eine erhöhte Sensibilität bezüglich der Einordnung in das 

Orts- und Landschaftsbild und zwar ausser- und innerhalb des Siedlungs-

gebiets. Die Sicherstellung erfolgt in erster Linie durch eine Fachberatung 

im Bereich der Gestaltung unter Federführung von Gemeinde und even-

tuell der BAB-Behörde. 

d) Die Bauberaterin der Beschwerdegegnerin 1 hat zum vorliegenden Bau-

projekt am geplanten Standort beim RhB-Umrichter am 30. Juli 2009 was 

folgt festgehalten (vgl. Bg1-act. III/5:

"Der Masten der geplanten Mobilfunkanlage ist filigran. Die daran, fast zuoberst 
angebrachten Antennen lassen die Anlage aber deutlich in Erscheinung treten. 
Das Gesamtbild ist zwar ehrlich, weil sie einem Zweck dient und dies auch zeigt, 
anhand der Höhe von über 25 m aber aus gestalterischer Sicht trotzdem störend. 
Je nach Standpunkt ist die Anlage von weitem zu erkennen. Sie steht optisch am 
Dorfrand von X._____ und beeinflusst die Dorfkulisse. Dies gilt insbesondere für 
die S- und SW-Ansicht, zum Beispiel von der Kantonshauptstrasse aus gesehen.

Befindet man sich direkt vor Ort ist die Ansicht der geplanten Anlage weniger 
störend, da sie sich in einem Umfeld von anderen technischen Einrichtungen be-
findet. Auch tritt hier die Höhe nicht im gleichen Mass ins Gewicht wie von weitem 
betrachtet. […]

Das Orts- und Landschaftsbild wird durch das Bauvorhaben beeinträchtigt. Wenn 
auf neue Antennen in keinem Fall verzichtet werden kann, soll aus gestalterischer 
Sicht unbedingt ein bestehender Masten einem neuen vorgezogen werden − auch 
wenn die Versorgung nicht dem Maximum entspricht. […]

Muss aus übergeordnetem Interesse eine neue Anlage gebaut werden, ist der ge-
plante Standort am Rande der Gemeinde X._____, entlang der Bahnlinie und in 
der Nähe anderer technischen Anlagen einem Standort in der näheren Umgebung 
der Dorfzone von X._____ vorzuziehen."

Die kantonale Denkmalpflege führte am 15. Juni 2010 Folgendes aus 

(vgl. Bg1-act. III/24):

"Im Kontext eines historischen Ortsbildes ist eine Mobilfunkanlage zweifellos ein 
ortsfremdes Element von potentiell störender Wirkung. […] Aus Sicht der Denk-
malpflege sollte insbesondere die Standortfrage eingehend geprüft werden. Eine 
angemessene Interessenabwägung kann wohl nur auf der Grundlage einer umfas-
senden Standortevaluation erfolgen. […] Für die zu beurteilende Mobilfunkanlage 
ist nun als Standort das Areal des hinter dem Bahnhof X._____ gegen Y._____ ge-
legenen Umformerwerks für den Bahnstrom der RhB vorgesehen. Dieses Areal 
weist bereits eine hohe Dichte an technischen Anlagen auf. Aus Sicht der kantona-
len Fachstelle liegt hier kein Fall vor, der im gegenwärtigen Verfahrensstand einer 
grundsätzlichen Klärung durch eine Bundeskommission (EKD resp. ENHK) bedarf. 

- 32 -

Die Beeinträchtigung des Ortsbildes erachten wir nicht als in diesem Masse erheb-
lich (gemäss NHG (Bund) Art. 7 Abs. 1)."

Das ANU hielt am 14. Oktober 2010 was folgt fest (vgl. Bg1-act. III/28):

"Die Mobilfunkanlage befindet sich unmittelbar neben einer Umrichteranlage der 
RhB, nahe der Gleise der RhB […]. Dieser Standort ist grundsätzlich gut geeignet 
und er entspricht auch den Anforderungen des kantonalen Richtplans. Dieser ver-
langt als strategischen Schwerpunkt im Kap. 7.3 Kommunikation eine zweckmäs-
sige Bündelung von neuen Kommunikationstechnologien mit weiteren netzartigen 
Infrastrukturen wie Hochspannungsleitungen, Strassen- und Bahntrassen. Der 
Mast überragt jedoch das Gebäude um rund 13 m. Der Antennenanlage dürfte da-
her aus landschaftlicher Sicht wie praktisch alle dieser Anlagen in einem gewissen 
Grad störend in Erscheinung treten. […]

Da der Richtplan ausdrücklich die Gemeinden mit der Federführung für die Umset-
zung der Anforderung "erhöhte Sensibilität in Bezug auf die Einordnung in das 
Orts- und Landschaftsbild" in Bezug auf neue Anlagen beauftragt, darf unseres Er-
achtens die Baubehörde nur mit einer sehr guten Begründung von den Anträgen 
bzw. Schlussfolgerungen der Bauberatung abweichen. Eine solche Begründung 
könnte z.B. darin bestehen, dass kein anderer Standort in Frage kommt. Dies 
scheint vorliegend nicht der Fall zu sein. […]

Wir sind jedoch der Auffassung, dass sich beim vorgesehenen Standort − auch 
wenn er sich in der qualifizierten Pufferzone des UNESCO-Welterbes "Rhätische 
Bahn in der Landschaft Albula/Bernina" befindet − keine derart schwerwiegenden 
Konflikte mit den landschaftlichen Schutzzielen ergeben, dass eine Bewilligung der 
A._____ AG-Antennenanlage ausgeschlossen wäre, sofern sich dieser Standort 
als der einzige erweist, der in Frage kommt."

e) Nach Auffassung des Verwaltungsgerichtes erfüllt die geplante Mobil-

funkanlage die Voraussetzungen von Art. 73 Abs. 1 KRG und Art. 3 

Abs. 1 NHG, obwohl der vorgesehene Standort in der qualifizierten Puf-

ferzone des UNESCO-Welterbes "RhB in der Landschaft Albula/Bernina" 

liegt und damit in Bezug auf die Einordnung in das Orts- und Land-

schaftsbild eine erhöhte Sensibilität für die Ausführung und Gestaltung 

gilt. Denn einerseits hat die Beschwerdegegnerin 1 für die vorliegend zu 

beurteilende Frage nach der Bewilligungsfähigkeit der geplanten Mobil-

funkanlage auf dem Areal des bestehenden RhB-Umformerwerks − wie 

dies im KRIP UNESCO-Welterbe so vorgesehen ist − eine Fachberatung 

beansprucht, welche sich insbesondere auch zur Kompatibilität der ge-

planten Mobilfunkanlage mit der Anforderung der erhöhten Sensibilität in 

Bezug auf die Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild in der qualifi-

- 33 -

zierten Pufferzone geäussert hat. Dabei ist die Bauberaterin im Wesentli-

chen zum Schluss gelangt, dass der geplante Standort am Rande der 

Gemeinde X._____, entlang der Bahnlinie und in der Nähe anderer tech-

nischer Anlagen einem Standort in der näheren Umgebung der Dorfzone 

von X._____ vorzuziehen ist, wenn aus übergeordnetem Interesse eine 

neue Anlage gebaut werden muss. Indes hält die Bauberaterin im vorste-

hend zitierten Bericht auch fest, dass die geplante Mobilfunkanlage von 

bestimmten Standpunkten aus bereits von weitem zu erkennen ist und 

damit die Dorfkulisse von X._____ beeinträchtigt. Diese Beeinträchtigung 

ist jedoch bei Mobilfunkanlagen in Dorfnähe unvermeidbar, zumal sich 

Mobilfunkanlagen aufgrund ihrer technisch bedingten Höhe in der Regel 

nicht verbergen lassen. Obwohl die geplante Mobilfunkantenne mit rund 

25 m zwar relativ hoch ist, ist sie indes von schlanker Gestalt und wirkt 

dementsprechend nur auf unscheinbare Weise auf die Umgebung ein 

(der Durchmesser der Antenne beträgt im unteren rund 0.5 m bzw. im 

oberen Bereich rund 0.25 m; unterhalb der Spitze, wo die Richtfunkspie-

gel angebracht sind, beträgt der Durchmesser der Anlage auf einer Länge 

von rund 2 m zwischen 0.6 und 1.25 m). Davon konnte sich das Gericht 

auch anlässlich des Augenscheins vom 29. Oktober 2014 überzeugen. 

Zwar ist die − anlässlich des Augenscheins mittels eines roten Ballons vi-

sualisierte − geplante Mobilfunkanlage vom Bahnhof X._____ aus (Au-

genscheinstandorte 2 und 6) noch gut wahrnehmbar und beeinträchtigt 

teilweise sogar die Sicht in die umliegenden Berge. Doch bereits vom 

Eingang der Z._____ bzw. von der Via G._____ aus (Augenscheinstand-

ort 5) ist die geplante Mobilfunkanlage nur noch schwerlich zu erkennen, 

und vom Augenscheinstandort "H._____" aus (Augenscheinstandort 7) 

fällt sie visuell schliesslich kaum mehr ins Gewicht. Sodann erweist sich 

der geplante Standort auf dem Areal des bestehenden RhB-

Umformerwerks aus ästhetischer Sicht insoweit als vorteilhaft, als er sich 

in der Nähe der Bahnlinie bzw. des Bahnhofs X._____ und damit im Um-

- 34 -

feld anderer technischer Einrichtungen industriellen Charakters befindet. 

Jedenfalls weist der geplante Standort bereits heute eine hohe Dichte an 

technischen Anlagen auf, welche die allfällige Störwirkung der geplanten 

Mobilfunkantenne zumindest teilweise absorbieren. Schliesslich ist der 

Standort auch insofern günstig, als die Höhe der Anlage bei Betrachtung 

vor Ort (und damit auch bei Betrachtung aus dem fahrenden Zug) − im 

Gegensatz zur Betrachtung von bestimmten Standpunkten aus der Ferne 

− kaum ins Gewicht fällt. Aus all diesen Überlegungen sowie vor dem Hin-

tergrund der Tatsache, dass vorliegend keine valablen Alternativstandorte 

in- und ausserhalb der Bauzone zur Verfügung stehen (vgl. vorstehend 

E.4), ist das Verwaltungsgericht anlässlich des erwähnten Augenscheins 

vom 29. Oktober 2014 zum Schluss gelangt, dass die geplante Mobil-

funkanlage am vorgesehenen Standort zu keinen erheblichen ästheti-

schen Beeinträchtigungen führt, welche das gemäss Art. 73 Abs. 1 KRG 

und Art. 3 Abs. 1 NHG zulässige Mass überschreiten. 

f) An diesem Ergebnis vermag im Übrigen auch die anlässlich des Augen-

scheins vom 29. Oktober 2014 vom Vertreter der kantonalen Denkmal-

pflege ins Recht gelegte "Wegleitung für das qualitätsvolle Planen und 

Bauen im UNESCO-Perimeter" nichts zu ändern. Denn gemäss Art. 89 

Abs. 2 KRG werden Baugesuche nach dem Recht beurteilt, das zur Zeit 

des Entscheids gilt. Der vorliegend zu beurteilende Bau- und Einspra-

cheentscheid wurde am 29. Juli 2013 erlassen, während die erwähnte 

Wegleitung vom 6. September 2013 datiert. Damit lag die Wegleitung im 

Zeitpunkt der Entscheidfällung noch nicht vor. Bereits aus formellen 

Gründen ist die "Wegleitung für das qualitätsvolle Planen und Bauen im 

UNESCO-Perimeter" für das vorliegende Verfahren somit nicht zu beach-

ten. Selbst wenn die erwähnte Wegleitung für das vorliegende Verfahren 

indes zu beachten wäre, ergäbe sich kein anderes Resultat. Wohl ragt die 

geplante Mobilfunkanlage zwar über die Horizontlinie, welche gemäss 

- 35 -

Wegleitung für den Charakter der RhB als Gebirgsbahn und die Wahr-

nehmung der Landschaft wichtig ist, hinaus. Massgebend für die Beurtei-

lung ist indes gemäss Ziff. 3.5 der Wegleitung die Wahrnehmbarkeit von 

der Bahn aus. Wie gesehen befindet sich der geplante Standort der Mo-

bilfunkanlage auf dem Areal des bestehenden RhB-Umformerwerks in der 

Nähe der Bahnlinie bzw. des Bahnhofs X._____ und damit in unmittelba-

rer Nähe zu anderen technischen Einrichtungen industriellen Charakters, 

welche teilweise ebenfalls über die Horizontlinie hinausragen. Folglich 

wird aber die durch weitere technische Einrichtungen bereits beeinträch-

tigte Horizontlinie am geplanten Standort durch den Bau der geplanten 

Mobilfunkanlage zusätzlich nicht übermässig gestört, zumal die Höhe der 

geplanten Mobilfunkanlage bei Betrachtung aus der fahrenden Bahn 

durch die Nähe des geplanten Standorts zum Bahntrasse kaum massge-

blich ins Gewicht fällt. 

7. Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin auch aus dem Umstand, 

dass die Gemeinde X._____ gemäss VISOS über ein Ortsbild von natio-

naler Bedeutung im Sinne von Art. 5 NHG verfügt und damit den verstärk-

ten Schutz von Art. 6 NHG geniesst, nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 

a) Nach Art. 6 Abs. 1 NHG wird durch die Aufnahme eines Objekts in ein 

Inventar dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Er-

haltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder an-

gemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient. 

Dies bedeutet nicht, dass Inventarobjekte überhaupt nicht verändert wer-

den dürfen; die geforderte ungeschmälerte Erhaltung bezieht sich auf die 

gemäss Art. 5 Abs. 1 NHG verlangte Umschreibung der Objekte und vor 

allem auf die Gründe für ihre nationale Bedeutung. Eingriffe in Inventarob-

jekte dürfen die in der Bedeutung des Objekts verankerten Schutzziele 

nicht gefährden (LEIMBACHER, in: KELLER/ZUFFEREY/FAHRLÄNDER [Hrsg.], 

- 36 -

Kommentar NHG, Zürich 1997, Art. 6 Rz. 5 f.). Anhand der im Inventar 

enthaltenen Umschreibung des Schutzgehalts und der Schutzziele sind 

die möglichen Beeinträchtigungen des Inventarobjekts zu messen (BGE 

127 II 273 E.4c; Urteil des Bundesgerichtes 1A.30/2007 vom 9. Oktober 

2007 E.4.2 mit weiteren Hinweisen).

b) Ist mit dem Bauprojekt ein schwerer Eingriff verbunden, das heisst ist 

damit u.a. eine auf ein Schutzziel ausgerichtete, umfangreiche und nicht 

wieder rückgängig zu machende Beeinträchtigung verbunden, die ein 

Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne des Inventars 

zur Folge hat, ist dies in der Erfüllung einer Bundesaufgabe grundsätzlich 

unzulässig (LEIMBACHER, a.a.O., Art. 6 Rz. 17 ff.). Eine Ausnahme ist nach 

der gesetzlichen Regelung von Art. 6 Abs. 2 NHG nur möglich, wenn das 

Eingriffsinteresse auf ein gleich- oder höherwertiges Interesse von eben-

falls nationaler Bedeutung zurückgeht. Das heisst immer dann, wenn das 

zu einem Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung vorgebrachte 

Interesse nicht von nationaler Bedeutung ist, ist der Eingriff unzulässig 

und darf von der Entscheidbehörde keine Interessenabwägung mehr 

durchgeführt werden; denn in diesen Fällen hat der Gesetzgeber bereits 

zu Gunsten der ungeschmälerten Erhaltung entschieden (LEIMBACHER, 

a.a.O., Art. 6 Rz. 20; BGE 127 II 273 E.4c). 

c) Ist der Eingriff in ein Schutzziel bloss mit einem geringfügigen Nachteil 

verbunden, ist grundsätzlich − da Beeinträchtigungen (ohne Abweichen) 

von Schutzzielen durch Art. 6 NHG nicht absolut ausgeschlossen werden 

− eine Interessenabwägung möglich. Da der Gesetzgeber dem Interesse 

an der ungeschmälerten Erhaltung der Inventarobjekte aber Vorrang ein-

geräumt hat und ihm somit sehr grosses Gewicht zukommt, können selbst 

geringe Beeinträchtigungen nur dann zugelassen werden, wenn hinter 

dem Eingriff ein ebenfalls gewichtiges Interesse steht, welches im konkre-

- 37 -

ten Fall das Erhaltungsinteresse überwiegt. Und das ist auch nur dann 

möglich, wenn die Beeinträchtigung zudem das Gebot der grösstmögli-

chen Schonung erfüllt. Blosse Gleichgewichtigkeit von Interessen genügt 

im Gegensatz zu den Fällen eines Abweichens von der ungeschmälerten 

Erhaltung gestützt auf Interessen von nationaler Bedeutung nicht. Hinge-

gen lässt es Art. 6 NHG, solange es sich noch nicht um ein Abweichen 

handelt, zu, dass Eingriffsinteressen jeglicher Art in die Interessenabwä-

gung einbezogen werden. Sie müssen nicht von nationaler Bedeutung 

sein wie in den Fällen eines Abweichens (LEIMBACHER, a.a.O., Art. 6 

Rz. 16). 

d) Kernelemente des Inventarobjekts X._____ bilden gemäss ISOS X._____ 

(Bg1-act. III/25) einerseits das Gebiet 1 "Bürgerlich-bäuerlicher Strassen-

dorfteil 18.-19. Jh." sowie anderseits das Gebiet 2 "Bäuerlicher Haufen-

dorfteil 17. Jh." (Aufnahmekategorie A: Erhalten der Substanz, alle Bau-

ten, Anlagenteile und Freiräume integral erhalten, störende Eingriffe be-

seitigen, Abbruchverbot, keine Neubauten, Detailvorschriften für Verände-

rungen). Die geplante Mobilfunkanlage auf dem Areal des bestehenden 

RhB-Umformerwerks liegt indes nicht in den geschützten Gebieten 1 und 

2, sondern am Rande des äusseren Bereichs der Umgebungsrichtung (U-

Ri) VI, benannt als "Verbaute Ebene Bahnlinie-Umfahrung", für welche 

folgende Detailbewertung gilt:

Aufnahmekategorie: b (empfindlicher Teil des Ortsbildes)
räumliche Qualität: - (ohne besondere räumliche Qualität)
architekturhistorische Qualität: - (ohne besondere arch. hist. Qualität)
Bedeutung: / (gewisse Bedeutung)
Erhaltungsziel: b (Erhalten der Eigenschaften, die für die 

angrenzenden Ortsbildteile wesentlich sind)

Unter dem Titel "Siedlungsentwicklung" wird die Umgebungsrichtung VI 

im ISOS X._____ wie folgt umschreiben (vgl. Bg1-act. III/25 S. 3):

- 38 -

"Gänzlich unterbrochen ist der Zusammenhang zwischen historischer Ortsbebau-
ung und Schwemmlandschaft im Süden. Zwischen Bahnlinie und neuer Umfah-
rungsstrasse ist ein uneinheitliches Wohn- und Industriequartier entstanden (U-Ri 
VI), und die anliegende Bachwiese ist zu einem neuen Wohn- und Ferienquartier 
geworden (U-Ri V). Auf diese erst locker, aber grossflächig verbauten Bereiche 
sollte die weitere Neubautätigkeit beschränkt bleiben."

Bereits aus der dargestellten Detailbewertung sowie der zitierten Um-

schreibung der als "Verbaute Ebene Bahnlinie-Umfahrung" benannten 

Umgebungsrichtung VI wird die untergeordnete Bedeutung des geplanten 

Standorts auf dem Areal des bestehenden RhB-Umformerwerks für die 

Kernelemente des Inventarobjekts X._____ ersichtlich, beschreibt das 

ISOS die Umgebungsrichtung VI doch − wie gesehen − als "uneinheitli-

ches Wohn- und Industriequartier" und empfiehlt es für die "weitere Neu-

bautätigkeit". In der Detailbewertung wird die Umgebungsrichtung VI denn 

auch als Gebiet ohne "räumliche Qualitäten" und ohne "architekturhistori-

sche Qualitäten" qualifiziert, dem lediglich eine "gewisse Bedeutung" zu-

kommt. Zudem sollen in der Umgebungsrichtung VI bloss die "Eigen-

schaften erhalten werden, die für die angrenzenden Ortsteile wesentli-

chen sind". 

e) Wie bereits mehrfach erwähnt soll die geplante Mobilfunkanlage auf dem 

Areal des bestehenden Umformerwerks für den Bahnstrom der RhB reali-

siert werden, mithin auf einem Gebiet, welches bereits eine hohe Dichte 

an technischen Anlagen aufweist. Wie bereits die Bauberaterin in ihrem 

Schreiben vom 30. Juli 2009 (Bg1-act. III/5) ausgeführt hat, steht die ge-

plante Mobilfunkanlage zwar am Dorfrand von X._____ und beeinflusst 

dessen Dorfkulisse. Im Rahmen der bereits bestehenden technischen An-

lagen beim geplanten Standort ist der Eingriff in das Inventarobjekt 

X._____ mit seinen beiden hauptsächlichen Kernelementen − nämlich 

den geschützten Gebieten 1 "Bürgerlich-bäuerlicher Strassendorfteil 18.-

19. Jh." und 2 "Bäuerlicher Haufendorfteil 17. Jh." − jedoch als geringfügig 

zu qualifizieren, zumal einerseits die Distanz vom geplanten Standort der 

- 39 -

Mobilfunkanlage zur nächstgelegenen Baute innerhalb der geschützten 

Gebiete 1 und 2 rund 500 m beträgt und es sich bei den rund 500 m zwi-

schen der geplanten Mobilfunkanlage und den geschützten Gebieten 1 

und 2 gemäss Zonenplan der Beschwerdeführerin anderseits um eine 

dicht überbaute Gewerbe- und Wohnzone handelt. Folglich führt aber die 

geplante Mobilfunkanlage höchstens zu einem geringfügigen Eingriff in 

die Schutzziele des ISOS X._____, welcher jedenfalls kein Abweichen 

von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG zur 

Folge hat. Diese Auffassung wird im Übrigen auch von der kantonalen 

Denkmalpflege vertreten, welche im Zusammenhang mit Art. 7 NHG 

ebenfalls von einer nicht erheblichen Beeinträchtigung des inventarisier-

ten Ortsbildes von X._____ ausgeht (vgl. deren Schreiben vom 15. Juni 

2010 [Bg1-act. III/24]). Dementsprechend ist die Bewilligungsfähigkeit der 

geplanten Mobilfunkanlage nicht an den qualifizierten Eingriffsvorausset-

zungen von Art. 6 Abs. 2 NHG zu messen. Vielmehr genügt es, wenn die 

Voraussetzungen von Art. 6 Abs. 1 NHG erfüllt sind, mithin im Rahmen 

einer umfassenden Interessenabwägung − in deren Rahmen nicht nur In-

teressen von nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 NHG, son-

dern sämtliche Eingriffsinteressen berücksichtigt werden dürfen − die für 

den vorliegenden Standort sprechenden Interessen das gegenteilige Er-

haltungsinteressen überwiegen und wenn überdies das Gebot der 

grösstmöglichen Schonung beachtet wird. Der beschwerdeführerischen 

Auffassung, wonach auch bei einem bloss geringfügigen Eingriff wie dem 

vorliegenden zusätzlich angemessene Ersatzmassnahmen hätten ange-

ordnet werden müssen, ist nicht zu folgen. Denn die Tragweite von Er-

satzmassnahmen im Sinne von Art. 6 Abs. 1 NHG beschränkt sich wei-

testgehend auf die Aspekte des Landschaftsschutzes, während Wieder-

herstellungsmassnahmen in den Bereichen Ortsbildschutz und Denkmal-

pflege begriffsfremd und Ersatzmassnahmen nur im Rahmen der Wah-

rung der Authentizität des Objekts möglich sind (vgl. Botschaft des Bun-

- 40 -

desrates zu einem Bundesgesetz über die Koordination und Vereinfa-

chung der Plangenehmigungsverfahren vom 25. Februar 1998, BBl 1998, 

S. 2616). 

f) Vorliegend sprechen nach dem Gesagten im Rahmen der umfassenden 

Gesamtinteressenabwägung gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG die geringfügige 

Beeinträchtigung des Inventarobjekts X._____ sowie die sich aus dem 

Richtplan UNESCO-Welterbe ergebende besondere Schutzwürdigkeit 

des Baustandorts und seiner Umgebung gegen den geplanten Standort 

der Mobilfunkanlage beim RhB-Umrichtergebäude. Für den vorgesehe-

nen Standort beim RhB-Umrichter spricht demgegenüber, dass weder in 

der Bauzone noch ausserhalb derselben Alternativstandorte verfügbar 

sind, welche sowohl eine befriedigende Abdeckung der Gemeinde 

X._____ als auch die besonderen Voraussetzungen der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung betreffend Mobilfunkanlagen ausserhalb der Bau-

zone zwecks Erschliessung von Bauzonen erfüllen (1), dass die geplante 

Mobilfunkanlage beim RhB-Umrichter primär das Dorf X._____ versorgt 

und aufgrund des Gebots der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet 

grundsätzlich in der Bauzone realisiert werden muss (2) und dass die 

Versorgung mit Mobilfunkdiensten − entgegen der beschwerdeführeri-

schen Ansicht, wonach die Gemeinde X._____ bereits genügend kom-

munikationsversorgt sei − im öffentlichen Interesse liegt (3). Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist ein Bedürfnisnachweis bei der Er-

richtung von Mobilfunkanlagen innerhalb der Bauzone nicht erforderlich 

(vgl. die Urteile des Bundesgerichtes 1C_403/2010 vom 31. Januar 2011 

E.4.3 sowie 1A.162/2004 vom 3. Mai 2005 E.4 mit Hinweisen). Es ist so-

mit unmassgeblich, ob der von den Mobilfunkkonzessionen geforderte 

Abdeckungsgrad bereits erreicht ist. Weil die für den vorgesehenen 

Standort sprechenden Interessen das gegenteilige Erhaltungsinteresse 

somit überwiegen und überdies auch das Gebot der grösstmöglichen 

- 41 -

Schonung beachtet wird, spricht die im Rahmen von Art. 6 Abs. 1 NHG 

vorzunehmende umfassende Gesamtinteressenabwägung für den ge-

planten Standort der Mobilfunkanlage auf dem Areal des bestehenden 

Umformerwerks für den Bahnstrom der RhB. Folglich erfüllt die geplante 

Mobilfunkanlage aber auch die Voraussetzungen von Art. 6 Abs. 1 NHG, 

weshalb sich der vorgesehene Standort auch unter Berücksichtigung von 

Art. 6 Abs. 1 NHG als rechtens erweist. 

8. Wenn die Beschwerdeführerin darüber hinaus noch geltend, die ange-

fochtene Baubewilligung hätte aufgrund der Wertverluste der Liegen-

schaft in der Nähe der geplanten Mobilfunkanlage nicht erteilt werden dür-

fen, kann auf die zutreffenden Erwägungen in Ziff. 27 des angefochtenen 

Bau- und Einspracheentscheids verwiesen werden, wo die Beschwerde-

gegnerin 1 was folgt ausgeführt hat:

"Mobilfunkantennen können bewirken, dass Liegenschaften und Wohnungen 
schwerer verkäuflich oder vermietbar werden und Druck auf den Kaufpreis oder 
den Mietzins entsteht. Umweltrechtskonforme Mobilfunkanlagen können uner-
wünschte Auswirkungen dieser Art auslösen, obwohl von ihnen zurzeit keine er-
wiesene gesundheitliche Gefährdung ausgeht. Solche psychologische Auswirkun-
gen werden auch als ideelle Immissionen bezeichnet, welche grundsätzlich neben 
dem zivilrechtlichen Schutz (Art. 684 ZGB) durch planungs- und baurechtliche Vor-
schriften eingeschränkt werden können (BGE 133 II 328 Erw.4.3.4). In der Ge-
meinde Y._____ existieren allerdings keine solche ideellen Immissionen ein-
schränkende planungs- und baurechtliche Vorschriften. Im vorliegenden Baubewil-
ligungsverfahren können derartige Einschränkungen nicht verfügt werden, zumal 
im Baubewilligungsverfahren ja bloss die Übereinstimmung eines konkreten Bau-
projekts mit der kommunalen Grundordnung (sowie dem übergeordneten kantona-
len und eidgenössischen Recht) geprüft wird. […]"

9. a) Zusammenfassend ergibt sich, dass keiner der von der Beschwerdeführe-

rin vorgeschlagenen Alternativstandorte sowohl eine befriedigende Abde-

ckung der Gemeinde X._____ als auch die besonderen Voraussetzungen 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung betreffend Mobilfunkanlagen 

ausserhalb der Bauzone zwecks Erschliessung von Bauzonen erfüllt. So-

dann erweist sich die geplante Mobilfunkanlage auf dem Areal des RhB-

Umrichtergebäudes in der ZöBA als zonenkonform und auch die erhöhten 

- 42 -

Ortsbildschutzanforderungen (UNESCO-Welterbe, ISOS, NHG) stehen 

dem geplanten Standort der Mobilfunkanlage nicht entgegen. Der ange-

fochtene Bau- und Einspracheentscheid vom 29. Juli 2013 erweist sich 

damit als rechtens, was zur umfassenden Bestätigung desselben und zur 

Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten der Beschwerdeführerin, welche gemäss 

Art. 78 Abs. 1 VRG überdies verpflichtet wird, der obsiegenden Be-

schwerdegegnerin 2 die durch den Rechtsstreit verursachten notwendi-

gen Kosten zu ersetzen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2 

hat am 29. Oktober 2014 eine Honorarnote im Umfang von Fr. 11'662.90 

eingereicht. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einem Honorar von 

Fr. 9'915.-- für 39.66 Arbeitsstunden à Fr. 250.--, Barauslagen von 

Fr. 884.-- (für Fotokopien [Fr. 635.--], Porto [Fr. 46.--] und Reisespesen 

[Fr. 203.--]) sowie 8 % MWST von Fr. 10'799.-- (= Fr. 863.90). Der ge-

samthaft geltend gemachte Arbeitsaufwand von 39.66 Arbeitsstunden 

sowie die geltend gemachten Barauslagen erscheinen dem Gericht als 

angemessen. Hingegen kann während der Reisezeit an den Augenschein 

nicht von einem Stundenansatz von Fr. 250.-- ausgegangen werden, da 

die Reisezeit − zumindest teilweise − auch für die Erledigung anderer Ar-

beiten genutzt werden kann. Für die dreistündige Reisezeit wird der Stun-

denansatz daher auf die Hälfte von Fr. 250.--, ausmachend Fr. 125.--, 

gekürzt. Folglich ergibt sich aus der Honorarnote vom 29. Oktober 2014 

eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 11'257.90 (36.66 x 

Fr. 250.-- [= Fr. 9'165.--] + 3 x Fr. 125.-- [= Fr. 375.--] zuzüglich Barausla-

gen von Fr. 884.-- sowie 8 % MWST von Fr. 10'424.-- [= Fr. 833.90]). Am 

5. November 2014 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2 

überdies noch eine Rechnung der D._____ AG über Fr. 2'973.25 ein und 

machte die erwähnte Kostenposition als Barauslagen geltend, da die Be-

- 43 -

schwerdegegnerin 2 verpflichtet worden sei, zum Augenschein vom 

29. Oktober 2014 einen Mitarbeiter der D._____ AG aufzubieten, der vor 

Ort am Augenschein habe anwesend sein müssen. Dessen Teilnahme 

habe Kosten von Fr. 2'973.25 verursacht. Diese setzen sich zusammen 

aus einem Honorar von Fr. 2'403.-- für 13.5 Arbeitsstunden à Fr. 178.--, 

Übernachtungs- und Reisespesen von Fr. 350.-- sowie 8 % MWST von 

Fr. 2'753.-- (= Fr 220.25). Auch bezüglich dieser Auslagen erscheinen 

dem Gericht der geltend gemachte Arbeitsaufwand von 13.5 Arbeitsstun-

den sowie die geltend gemachten Spesen als angemessen, wobei auch 

hier aus denselben Überlegungen eine Kürzung des Stundenansatzes 

während der zehnstündigen Reisezeit an den Augenschein auf die Hälfte 

von Fr. 178.--, ausmachend Fr. 89.--, angezeigt ist. Folglich werden die 

Barauslagen für die Teilnahme des Vertreters der D._____ AG am Au-

genschein auf gesamthaft Fr. 2'012.05 gekürzt (3.5 x Fr. 178.-- 

[= Fr. 623.--] + 10 x Fr. 89.-- [= Fr. 890.--] zuzüglich Übernachtungs- und 

Reisespesen von Fr. 350.-- sowie 8 % MWST von Fr. 1'863.-- 

[= Fr. 149.05]). Gesamthaft ergibt sich somit eine aussergerichtliche Ent-

schädigung von Fr. 13'269.95 (inkl. MWST; Fr. 11'257.90 + Fr. 2'012.05). 

In diesem Umfang hat die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin 2 

noch aussergerichtlich zu entschädigen. Bund, Kanton und Gemeinden 

sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird 

gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zu-

gesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon 

abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, weshalb der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin 1 keine Parteientschädigung zusteht. 

- 44 -

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 7'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 1'086.--

zusammen Fr. 8'086.--

gehen zulasten der Gemeinde X._____ und sind innert 30 Tagen seit Zu-

stellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die Gemeinde X._____ hat der A._____ AG eine aussergerichtliche Ent-

schädigung in der Höhe von gesamthaft Fr. 13'269.95 (inkl. MWST) zu 

bezahlen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]