# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c1a9227-957f-5eb0-b1aa-e5c250c0da7b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-10-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.10.2021 C-2353/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2353-2019_2021-10-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2353/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  O k t o b e r  2 0 2 1   

Besetzung 
 Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger,  

Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiber Lukas Schobinger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Serbien,  

per Zustelladresse,  

vertreten durch Marija D. Jevremovic, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Neuanmeldung,  

Verfügung vom 29. März 2019. 

 

 

 

C-2353/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der serbische Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Beschwer-

deführer oder Versicherter) wurde (…) 1967 geboren und ist in seiner  

Heimat wohnhaft. Er ist verheiratet und vierfacher Vater. Er legte in der 

Schweiz von 1989 bis 2016 eine Gesamtversicherungszeit von 328 Mona-

ten zurück (Akten der Invalidenversicherungsstelle für Versicherte im Aus-

land [nachfolgend: act.] 90, 111).  

A.b Der Versicherte meldete sich erstmals 2010 nach einem Herzinfarkt 

bei der schweizerischen Invalidenversicherung (IV) für berufliche Integra-

tion / Rente an. Der damalige Arbeitgeber, bei dem er (bis April 2011) als 

Gipser im Vollpensum beschäftigt war, bescheinigte ihm für 2010 ein Jah-

reseinkommen von Fr. 67'730.-. Nachdem der Versicherte trotz zweifacher 

Mahnung nicht an einer zumutbaren medizinischen Abklärung teilgenom-

men hatte, wies die IV-Stelle B._______ das Leistungsbegehren mit 

rechtskräftiger Verfügung vom 13. August 2012 ab («keine Kostengutspra-

che für Rentenleistungen»; act. 1, 11, 62, 75, 77).  

B.  

B.a Der Versicherte meldete sich am 17. Mai 2018 bei der Invalidenversi-

cherungsstelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) 

ein zweites Mal zum Rentenbezug an. Es wurden medizinische Unterlagen 

beigebracht (act. 77 ff.).  

B.b Der Regionale Ärztliche Dienst (nachfolgend: RAD) der Vorinstanz be-

nannte am 12. November 2018 folgende Diagnosen: (mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit) 1. chronische ischämische Kardiopathie; 2. Status 

nach Myokardinfarkt 2004, 2010, 2012, 2015; Behandlung mit neun Stents; 

(ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) 3. Asthma bronchiale; 4. Tabak-

konsum; 5. ängstlich depressiver Zustand; 6. Fettleibigkeit. Die RAD-Ärztin 

Dr. C._______ führte (ohne Angabe eines Facharzttitels) aufgrund der  

Akten aus, im Vordergrund stehe wiederum die vorbekannte chronische 

ischämische Kardiopathie, die bereits 2010 zu einer IV-Anmeldung geführt 

habe. Die Herzkrankheit sei kompensiert. Eine Herzinsuffizienz bestehe 

gemäss einer kardialen Bilanz vom 24. November 2017 nicht. Es werde 

von einer Kurzatmigkeit im Stadium 2 bis 3 berichtet. Die Auswurffraktion 

des linken Herzventrikels betrage zwischen 38 und 45 %. Die kardiale Bi-

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lanz vom 24. November 2017 lasse auf eine beginnende dilatative ischä-

mische Kardiopathie mit leicht verminderter systolischer Funktion schlies-

sen. Die systolische Funktion des linken Herzventrikels sei schon 2015 ver-

mindert gewesen. Die Auswurffraktion des linken Herzventrikels habe ge-

mäss einer kardialen Bilanz vom 29. Januar 2015 38 % betragen. Gleich-

wohl habe der Versicherte die Tätigkeit als Gipser bis Dezember 2016 fort-

führen können. Die aktuelle Situation sei deckungsgleich mit der Situation 

von 2015. Die angestammte Tätigkeit als Gipser sei seit der kardialen Bi-

lanz vom 24. November 2017 nicht mehr zumutbar. Eine sitzende Tätigkeit 

ohne Kraftanstrengung und ohne Tragen von Lasten sei hingegen auch in 

einem Vollpensum zumutbar. Dr. C._______ nannte dafür folgende Bei-

spiele: Aufseher in der Parkgarage oder im Museum, Verkauf per Korres-

pondenz, Verkäufer, Kassierer, einfache Tätigkeiten im Büro und in der Ver-

waltung (act. 112, 114).  

B.c Die Vorinstanz ermittelte unter Berücksichtigung eines leidensbeding-

ten Abzugs von 15 % eine Erwerbseinbusse von 17 % und stellte dem Ver-

sicherten mit Vorbescheid vom 22. Januar 2019 die Abweisung des Leis-

tungsbegehrens in Aussicht (act. 115, 116). Der Versicherte erhob Einwand 

und machte psychische und physische Beschwerden geltend (act. 119). 

Die RAD-Ärztin Dr. C._______ bestätigte am 18. März 2019 ihre bisherige 

Einschätzung (act. 124). Die Vorinstanz wies das Leistungsbegehren mit 

Verfügung vom 29. März 2019 ab. Sie führte (unter anderem) aus, dass 

körperlich schwere Arbeiten sowie das Heben von schweren Lasten zu ver-

meiden seien. Tätigkeiten im Gross- und Detailhandel sowie unqualifizierte 

Tätigkeiten im Verwaltungs- und Bürobereich seien hingegen zu 100 % zu-

mutbar (act. 125).  

C.  

C.a Der Versicherte, vertreten durch die serbische Rechtsanwältin Marija 

D. Jevremovic, machte mit Beschwerde vom 25. April 2019 psychische und 

physische Beschwerden geltend und beanstandete die medizinische Ab-

klärung der Vorinstanz. Er verneinte eine Arbeitsfähigkeit und beantragte 

eine umfassende medizinische Untersuchung in der Schweiz (BVGer act. 

1, 7).  

C.b Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 21. Oktober 2019, 

die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu 

bestätigen. Sie führte im Wesentlichen aus, eine leichtere, leidensange-

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passte Verweistätigkeit sei sowohl aus somatischer als auch aus psychiat-

rischer Sicht vollzeitlich zumutbar. Die festgestellte Depression stelle ledig-

lich eine reaktive Symptomatik auf die koronaren Leiden dar und weise 

folglich keinen selbständigen Krankheitswert auf (BVGer act. 12).  

C.c Der Beschwerdeführer reichte mit Replik / Eingabe vom 29. Oktober 

2019 zwei Arztberichte ein (BVGer act. 15).  

C.d Die Vorinstanz verwies mit Duplik vom 25. November 2019 auf ihre 

Vernehmlassung (BVGer act. 17).  

C.e Der Beschwerdeführer erwähnte mit (unverständlicher) Eingabe vom 

29. November 2019 einen Antrag und Dokumente für eine Invalidenrente 

in Serbien (BVGer act. 19).  

C.f Der Instruktionsrichter schloss den Schriftenwechsel mit Verfügung 

vom 6. Dezember 2019 per 17. Dezember 2019 ab (BVGer act. 20).  

C.g Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 

Unterlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den 

nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochte-

nen Verfügungen durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhe-

bung der Beschwerden legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Nach dem auch der Kostenvorschuss einbezahlt wurde, ist 

auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 60 

ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; BVGer act. 10).  

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

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die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 

2.3 Nach ständiger Rechtsprechung beschränkt sich die Prüfung des So-

zialversicherungsgerichts auf die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass 

der angefochtenen Verwaltungsverfügung entwickelt haben (vgl. Urteil des 

BGer 8C_489/2016 vom 29. November 2016 E. 5.2 m.H. auf BGE 132 V 

215 E. 3.1.1; 130 V 138 E. 2.1; 121 V 362 E. 1b). Tatsachen, die jenen 

Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand ei-

ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

2.4 Der Beschwerdeführer ist serbischer Staatsangehöriger und wohnt in 

Serbien. Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blie-

ben zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volks-

republik Jugoslawien über Sozialversicherung für alle Staatsangehörigen 

des ehemaligen Jugoslawiens anwendbar (nachfolgend: Sozialversiche-

rungsabkommen mit Ex-Jugoslawien; SR 0.831.109.818.1, BGE 126 V 

198 E. 2B, 122 V 381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz 

mit Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, 

Mazedonien) neue Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlossen. 

Das Abkommen vom 11. Oktober 2010 zwischen der Schweizerischen Eid-

genossenschaft und der Republik Serbien über Soziale Sicherheit (nach-

folgend: Sozialversicherungsabkommen mit Serbien; SR 0.831.109.682.1) 

ist seit 1. Januar 2019 in Kraft und findet seitdem für serbische Staatsan-

gehörige Anwendung, wobei das Abkommen keine Leistungsansprüche für 

den Zeitraum vor seinem Inkrafttreten begründet (vgl. Art. 37 Abs. 4 des 

Sozialversicherungsabkommens mit Serbien) und diesbezüglich das  

Sozialversicherungsabkommen mit Ex-Jugoslawien anwendbar bleibt. Der 

sachliche Geltungsbereich bezieht sich gemäss Art. 2 des Sozialversiche-

rungsabkommens mit Serbien unter anderem auf die Bundesgesetz- 

gebung über die Invalidenversicherung (so bereits Art. 1 des Sozialversi-

cherungsabkommens mit Ex-Jugoslawien). Nach Art. 4 Abs. 1 des Sozial-

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versicherungsabkommens mit Serbien sind die Staatsangehörigen des ei-

nen Vertragsstaates in ihren Rechten und Pflichten aus den Rechtsvor-

schriften des anderen Vertragsstaates den Staatsangehörigen dieses Ver-

tragsstaates gleichgestellt, soweit dieses Abkommen nichts anderes be-

stimmt (dies galt auch gemäss Art. 2 des Sozialversicherungsabkommens 

mit Ex-Jugoslawien). Hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf 

eine schweizerische Invalidenrente sowie der anwendbaren Verfahrens-

vorschriften sehen die genannten Sozialversicherungsabkommen keine im 

vorliegenden Verfahren relevanten Abweichungen vom Grundsatz der 

Gleichstellung vor. Demnach beurteilt sich der Anspruch des Beschwerde-

führers auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung allein 

aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. 

2.5 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 29. März 2019 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind.  

3.  

Zum Anspruch auf eine schweizerische Invalidenrente und den Abklärun-

gen, die in diesem Zusammenhang vorzunehmen sind, ist Folgendes vor-

auszuschicken: 

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

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zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

3.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-

bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine 

Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens 

60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze 

Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, 

so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die 

ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 

Schweiz haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Auch Art. 5 Abs. 2 des Sozialversiche-

rungsabkommens mit Serbien sieht vor, dass ordentliche Invalidenrenten 

für Versicherte, die weniger als zur Hälfte invalid sind, nur gewährt werden, 

solange sie ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Eine gleichlautende Be-

stimmung (Art. 8 Bst. e) findet sich auch im Sozialversicherungsabkom-

mens mit Ex-Jugoslawien.  

3.3 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung 

und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen 

und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen 

sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-

tigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-

wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-

lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-

klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-

hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-

folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 

E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson 

muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des 

BGer 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 

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Seite 8 

3.4 Zwar gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsver-

fahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, doch hat die Rechtspre-

chung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufgestellt (vgl. BGE 125 V 351 

E. 3b). So kommt den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Be-

obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

BGE 137 V 210 E. 2.2.2, BGE 135 V 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 

Berichte behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlichen Ver-

trauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den 

allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt 

(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 655/05 vom 20. März 

2006 E. 5.4 m.H. auf BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Allerdings dürfen auch die 

potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen wer-

den, namentlich wenn sie wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-

gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer 

9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 m.H.). Den Berichten und Gutach-

ten versicherungsinterner Ärzte kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-

spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivi-

tät und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Um-

stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung ob-

jektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. auf 125 

V 351 E. 3b/ee). 

3.5 Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der 

IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie 

Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztli-

che Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. 

Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 

vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; je mit 

Hinweisen). Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht 

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Seite 9 

insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfe-

stellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche 

in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den  

medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizi-

nisch zu würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit 

Hinweis; Urteil des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie 

haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, 

wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten 

eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-

dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-

nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-

ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende 

Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-

gen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 

E. 3.3). 

3.6 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-

fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 

anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-

gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 

281 E. 2.1). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 

gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 

der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-

scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 

nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 

objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-

gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 

E. 4.4). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-

mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-

gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung al-

len guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 

S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 

trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit 

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auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offenstehenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies 

ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 

279 E. 3.2.1; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2). 

3.7 Geht es um psychische Erkrankungen, namentlich eine anhaltende  

somatoforme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomati-

sches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen 

leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409), sind für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Be-

rücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits 

und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das 

tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 

281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.). Ausgangspunkt der Prü-

fung und damit erste Voraussetzung bildet eine psychiatrische, lege artis 

gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). 

Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat das 

Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie 

«funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesundheits-

schädigung» (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symp-

tome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; Komorbidi-

täten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struk-

tur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kon-

text» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhal-

tens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des Aktivitä-

tenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und be-

handlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens-

druck (E. 4.4.2). 

3.8 Laut Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger (und gemäss 

Art. 61 lit. c ATSG auch das Sozialversicherungsgericht) den rechtserheb-

lichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und 

zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die 

jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 

V 376 E. 4.1.1 S. 377). Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über 

die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen 

hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge 

Bezüge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung auf. Führen die im Rahmen des Unter- 

suchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen 

den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, 

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Seite 11 

objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 

S. 400) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend 

wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit 

Hinweisen) zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an 

diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht 

auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 

S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Voll-

ständigkeit und / oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststel-

lung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungs-

massnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil 

des BGer 8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E. 2.1 mit Hinweisen). 

4.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 29. März 2019. Streitig und vom Bundesverwaltungsgericht 

zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine schweizerische 

Invalidenrente.  

4.1 Der Beschwerdeführer führte im Einwand vom 21. Januar 2019 aus, 

nach dem letzten Herzinfarkt habe er eine Angina Pectoris bekommen. Er 

könne nur schlecht gehen und es sei für ihn eine Last, längere Zeit im 

Freien zu sein. Er müsse sich wegen der Krankheit ständig ausruhen. Seit 

dem ersten Herzinfarkt (2004) leide er an einer schweren Depression, die 

fast zum Suizid geführt habe. Er sei sowohl in Schweiz als auch in Serbien 

psychiatrisch behandelt worden. Weil er nicht mehr alleine für sich sorgen 

könne, sei er 2016 zu seiner Familie nach Serbien zurückgekehrt (act. 

119). Der Versicherte machte mit seiner Beschwerde vom 25. April 2019 

weiter geltend, dass er neben dem Herzleiden an einer «schweren Rück-

depressionsstörung mit Symptomen der Psychose» leide. Er sei nicht ar-

beitsfähig, ermüde schnell und verliere vorübergehend das Bewusstsein. 

Gehen sei nur erschwert möglich und sitzen und stehen könne er auch 

nicht lange. Oft sei er nicht im Stande, aus dem Bett aufzustehen. Zudem 

erwähnte er suizidale Gedanken und eine Abhängigkeit von der Hilfestel-

lung der Ehefrau bei der Bewältigung von Grundbedürfnissen (BVGer act. 

1).  

4.2 In den (psychiatrischen) Arztberichten vom 14. Dezember 2017 (act. 

105) und 30. Januar 2018 (act. 110) wurde ausgeführt, der Versicherte 

habe 2004, 2010, 2012 und 2015 insgesamt fünf Herzinfarkte erlitten. Es 

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C-2353/2019 

Seite 12 

seien neun Stents eingesetzt worden. Als der Versicherte 2010 wieder ei-

nen Herzinfarkt erlitten habe, habe er begriffen, dass seine physischen Ak-

tivitäten nun zu einem Ende gekommen seien. Er habe dies nicht ertragen 

können. Er sei in eine grössere Krise geraten mit Übellaunigkeit, schlech-

ten Gedanken, Weinen, Verlust der Lebenslust und Mobilität, (auch irratio-

nalen) Ängsten und suizidalen Ideen. Nach dem letzten Infarkt 2015 hätten 

sich die Beschwerden noch zusätzlich verstärkt. Es bestehe ein protrahier-

tes depressives Bild. Daneben bestehe in den letzten Jahren auch ein pho-

bisches Bild. Der Versicherte sei dauerhaft arbeitsunfähig. Es sei eine re-

gelmässige Kontrolle und - im Falle einer Verstärkung der Beschwerden - 

eine Hospitalisation notwendig. Es bestehe eine schwere depressive Stö-

rung mit (act. 110) bzw. ohne Symptome einer Psychose (act. 105).  

4.3 Die RAD-Ärztin Dr. C._______ führte in ihrer Stellungnahme vom 18. 

März 2019 (ohne Angabe eines Facharzttitels) aus, es finde soweit ersicht-

lich keine fortgesetzte psychiatrische Behandlung statt. Im Dossier würden 

sich nur zwei (fast identische) psychiatrische Berichte vom 14. Dezember 

2017 und vom 30. Januar 2018 finden. Darin werde ein depressiver Zu-

stand als Reaktion auf die kardiologische Situation beschrieben. Der de-

pressive Zustand sei nicht invalidisierend. Der Versicherte sei schon nach 

dem ersten Herzinfarkt (2004) psychiatrisch behandelt worden und habe 

seine Berufstätigkeit in der Folge bis 2016 fortsetzen können, «sans aucun 

problème psychiatrique». Die kardiale Situation habe sich gemäss einem 

Bericht vom 8. Februar 2019 unter der Behandlung stabilisiert. Bezüglich 

der Arbeitsfähigkeit bleibe es bei der bisherigen Einschätzung (act. 124; 

vgl. auch die Sachverhaltserwägung B.b).  

4.4 Die RAD-Ärztin Dr. C._______ stützte sich bei der Beurteilung aus-

schliesslich auf die Akten und nahm selber keine eigene Untersuchung des 

Versicherten vor. Ihre Begründung fiel insgesamt knapp aus (act. 112, 114, 

124). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 

nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versiche-

rungsinterner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fäl-

len sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem 

Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässig-

keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärun-

gen vorzunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465; 122 V 157 

E. 1d).  

4.5 Nach dieser Massgabe kann nicht auf die rudimentären Aktenberichte 

von Dr. C._______ abgestellt werden. Insbesondere die psychiatrische 

C-2353/2019 

Seite 13 

Seite des Krankheitsbildes ist ungenügend abgeklärt. In diesem Zusam-

menhang ist darauf hinzuweisen, dass die fachliche Qualifikation eines 

Arztes für die Würdigung medizinischer Berichte eine erhebliche Rolle 

spielt. Verwaltung und Sozialversicherungsgericht müssen sich auf die 

Fachkenntnisse des Verfassers eines medizinischen Berichts, auf welchen 

sie abstellen wollen, verlassen können. Der berichtende oder zumindest 

der den Bericht visierende Arzt muss sich über eine allgemein anerkannte 

Facharztausbildung in der gefragten medizinischen Disziplin ausweisen 

können (vgl. Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1 mit 

diversen Hinweisen). Sowohl das Ärzteverzeichnis doctorfmh.ch als auch 

das Medizinalberuferegister medreg.admin.ch geben keine Auskunft über 

eine allfällige fachärztliche Spezialisierung von Dr. C._______. Dass die 

RAD-Ärztin zur Beurteilung der psychiatrischen Komponente qualifiziert 

war, ist demnach keineswegs ausgewiesen. Bei der psychiatrischen Ein-

schätzung dürfte sich Dr. C._______ auf fachfremdem Gebiet bewegt ha-

ben, was die drei Aktenberichte in ein zweifelhaftes Licht rückt (act. 112, 

114, 124). Zumindest für die psychiatrische Komponente können die Stel-

lungnahmen keine Beweiskraft für sich beanspruchen, zumal sie zu den 

(psychiatrischen) Arztberichten vom 14. Dezember 2017 (act. 105) und 

30. Januar 2018 (act. 110) in einem offenkundigen Widerspruch stehen. Im 

Ergebnis erweisen sich die medizinischen Abklärungen der Vorinstanz als 

unvollständig.  

4.6 Zudem ist anzumerken, dass mit dem gravierenden Herzleiden (mit 

neun Stents nach fünf Herzinfarkten) und der Angina Pectoris schwerwie-

gende Diagnosen im Raum stehen, die erfahrungsgemäss eine psychische 

Beeinträchtigung nach sich ziehen können. Der geltend gemachten und 

auch ärztlich anerkannten psychischen Beeinträchtigung kann vor diesem 

Hintergrund die Relevanz nicht leichthin abgesprochen werden. Dass der-

zeit in Serbien soweit ersichtlich keine kontinuierliche psychiatrische Be-

handlung durchgeführt wird, ändert daran nichts. (Eine aktuelle psychiatri-

sche Stellungnahme findet sich in den Akten nicht.)  

4.7 Eine Berentung allein aufgrund der aktenkundigen Arztbericht scheidet 

im vorliegenden Fall aus. Auch die (psychiatrischen) Arztberichte vom 14. 

Dezember 2017 (act. 105) und 30. Januar 2018 (act. 110) haben nur rudi-

mentären Charakter und sind für die streitigen Belange weder umfassend 

noch ausreichend. Zu ergänzen ist, dass die Berichte von behandelnden 

Ärzten von vornherein nur mit Vorbehalt zu würdigen sind. Eine einleuch-

tende, interdisziplinäre Beurteilung der medizinischen Situation fehlt bis-

lang. Ebenso fehlen begründete Schlussfolgerungen der Expertinnen und 

C-2353/2019 

Seite 14 

Experten zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 

125 V 351 E. 3a). Den vorliegenden Arztberichten ist die Beweistauglich-

keit für eine abschliessende Beurteilung der Invalidität abzusprechen.  

5.  

Nach dem Gesagten lassen sich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit 

aufgrund der Aktenlage nicht zuverlässig beurteilen. Die angefochtene Ver-

fügung ist aufzuheben. Nachdem die vorhandenen Akten für die streitigen 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen enthalten, besteht Anlass zu 

weitergehenden Abklärungen. Zum weiteren Vorgehen ist Folgendes zu er-

wägen:  

5.1 Der Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche ist schwer-

gewichtig auf Stufe des Administrativverfahrens zu führen (BGE 137 V 210 

E. 2.2.2), auch wenn das Gericht reformatorisch entscheiden kann (Art. 61 

VwVG). Nach bundesgerichtlicher Praxis ist ein Verfahren jedenfalls zu-

rückzuweisen, wenn die Ergänzung eines Gutachtens oder aber die not-

wendige Erhebung einer bisher völlig ungeklärten Frage ansteht (BGE 137 

V 210 E. 4.4.1.4). Da Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers als zweifelhaft und somit ungeklärt gelten müssen, ist die 

vorliegende Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Würde eine gravie-

rend mangelhafte Sachverhaltsabklärung im Verwaltungsverfahren stets 

durch die Einholung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren 

korrigiert, bestünde die konkrete Gefahr der unerwünschten Verlagerung 

der den Durchführungsorganen vom Gesetz übertragenen Pflicht zur Ab-

klärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts auf das Gericht 

mit entsprechender zeitlicher und personeller Inanspruchnahme der Res-

sourcen (BGE 137 V 210 E. 4.2; Urteil des BVGer C-1358/2014 vom 11. 

Dezember 2015 E. 5). Die Verwaltung soll zudem nicht dazu verleitet wer-

den, das Gericht die eigentliche Abklärungsarbeit machen zu lassen (vgl. 

dazu MIRIAM LENDFERS, Sachverständige im Verwaltungsverfahren, in: Ueli 

Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 

2016, S. 187; Urteil des BVGer C-2907/2018). 

5.2 In Anbetracht der Diagnosen, die in den RAD-Aktenberichten aufge-

führt werden, liegt ein komplexes Krankheitsbild vor (act. 112, 114, 124; 

vgl. die Sachverhaltserwägung B.b). Um eine vollständige und umfassende 

Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit zu ermögli-

chen, erscheint – wie vom Versicherten beantragt – die Durchführung einer 

polydisziplinären medizinischen Begutachtung unumgänglich. Die medizi-

nische Aktenlage ist hierfür vorgängig zu aktualisieren, sodass der Verlauf 

C-2353/2019 

Seite 15 

bis zum Zeitpunkt der Begutachtung möglichst lückenlos beurteilt werden 

kann. Soweit der Beschwerdeführer über medizinische Unterlagen verfügt, 

die der Vorinstanz noch nicht zugänglich gemacht wurden, sind ihr diese 

umgehend zur Verfügung zu stellen. Die Vorinstanz hat den Gutachtern 

sämtliche medizinischen Unterlagen zugänglich zu machen, wobei diese 

gegebenenfalls ins Deutsche (oder Französische) zu übersetzen sind, wo 

dies noch nicht geschehen ist. Angezeigt erscheint eine Begutachtung in 

den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie und Psychiat-

rie. Ob neben den genannten Fachdisziplinen noch weitere Spezialisten 

beigezogen werden, ist dem pflichtgemessen Ermessen der Gutachter zu 

überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, aufgrund der konkreten Fra-

gestellung über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden (vgl. dazu 

Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 E. 6.3.1). Im Falle 

einer psychiatrischen Erkrankung wäre ein strukturiertes Beweisverfahren 

nach BGE 141 V 281 durchzuführen (BGE 143 V 409; BGE 143 V 418).  

5.3 Mit der interdisziplinären Begutachtung kann sichergestellt werden, 

dass alle relevanten Gesundheitsschädigungen erfasst und die daraus je-

weils abgeleiteten Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit würdigend in einem 

Gesamtergebnis ausgedrückt werden (vgl. dazu SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44, 

E. 2.1; Urteil des BVGer C-2713/2015 vom 13. Oktober 2016 E. 5.1). Die 

anstehende Begutachtung hat (antragsgemäss) in der Schweiz zu erfol-

gen, zumal die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen 

Versicherungsmedizin vertraut sein muss. Vertieft zu prüfen sind nament-

lich Zumutbarkeit und Zuschnitt einer allfälligen Verweistätigkeit. Dem Be-

schwerdeführer ist das rechtliche Gehör zu gewähren und es ist ihm Gele-

genheit zu geben, Zusatzfragen zu stellen (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Die 

Gutachterauswahl erfolgt bei polydisziplinären Begutachtungen in der 

Schweiz nach dem Zufallsprinzip (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 5.2.1), was 

im Interesse der Verfahrensbeteiligten liegt. Auf der Grundlage des inter-

disziplinären Gutachtens hat die Vorinstanz erneut über den Rentenan-

spruch des Beschwerdeführers zu befinden. Sein Invaliditätsgrad ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs zu bemessen.  

6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Rentenanspruch des Be-

schwerdeführers aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit beurteilen lässt. Die Beschwerde wird daher in-

soweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die 

Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung im Sinne der Erwägung 

5 an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

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C-2353/2019 

Seite 16 

7.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als vollständiges 

Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 132 V 215 E. 6, Urteil 

BGer 9C_868/2013 vom 24. März 2014 E. 6). 

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweige-

rung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. 

Die Verfahrenskosten sind in der Regel der unterliegenden Partei aufzuer-

legen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der unterliegenden Vorinstanz werden jedoch 

keine Verfahrenskosten auferlegt (vgl. Art. 63 Abs. 2 VwVG). Dem obsie-

genden Beschwerdeführer ist der Kostenvorschuss von Fr. 800.- nach Ein-

tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. 

7.2 Der obsiegende, durch die serbische Rechtsanwältin Marija D. Jevre-

movic vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in 

Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Ver-

waltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung 

aufgrund der Akten festzusetzen (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter Berück-

sichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen 

Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vor-

liegend zu beurteilenden Verfahrens erscheint eine pauschale Parteient-

schädigung von Fr. 1’000.– angemessen (inklusive Auslagen, ohne Mehr-

wertsteuer, vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a MWSTG [SR 641.20] i.V.m. Art. 8 Abs. 1 

MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). Die Parteientschädigung ist von 

der Vorinstanz nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu 

leisten. 

 

  

C-2353/2019 

Seite 17 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurtei-

lung im Sinne der Erwägung 5 an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Kostenvorschuss von 

Fr. 800.- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 1’000.- zu-

gesprochen. Die Parteientschädigung ist von der Vorinstanz nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr.[…]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Michael Peterli Lukas Schobinger 

 

C-2353/2019 

Seite 18 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: