# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ac34784-05f9-5659-a0a1-562751ddd8f7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.11.2022 PS220167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220167_2022-11-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS220167-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic 

Urteil vom 10. November 2022 

in Sachen 

 

A._____,   
Schuldner und Beschwerdeführer, 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

gegen 

 

C._____ AG,   
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Hinwil 
vom 19. September 2022 (EK220188) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1.1. Der Schuldner ist Gesellschafter der seit dem tt. November 2020 im Han-

delsregister des Kantons Zürich eingetragenen Kollektivgesellschaft "D._____" 

(act. 6; in seiner Beschwerde spricht er fälschlicherweise von einer Einzelunter-

nehmung, vgl. act. 2 Rz. 8 und 10). Mit Urteil vom 19. September 2022 eröffnete 

das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Hinwil den Konkurs über den Schuldner 

für eine Forderung der Gläubigerin von CHF 693.– zuzüglich Spesen von 

CHF 150.– und Betreibungskosten von CHF 106.60, gesamthaft CHF 949.60 

(act. 3 = act. 7 i.V.m. act. 8/1 und 8/6 unten). 

1.2. Gegen diesen Entscheid erhob der Schuldner mit Eingabe vom 

30. September 2022 Beschwerde bei der Kammer. Er beantragte die Aufhebung 

des Konkurses und ersuchte um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 2). 

Mit Verfügung vom 3. Oktober 2022 wurde der Beschwerde einstweilen die auf-

schiebende Wirkung zuerkannt und dem Schuldner Frist angesetzt, um für die 

Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens einen Vorschuss zu leisten (act. 9). 

Noch während laufender Beschwerdefrist ergänzte der Schuldner mit Eingabe 

vom 3. Oktober 2022 seine Beschwerdeschrift (act. 12 f.). Der Schuldner hat die 

Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens rechtzeitig sichergestellt (act. 14). Die 

Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 8/1-14). Das Verfahren ist spruch-

reif.  

2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Be-

schwerdeverfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung 

des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden 

einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hin-

terlegung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Neue Behauptungen und Urkun-

denbeweise über konkurshindernde Tatsachen sind im Beschwerdeverfahren un-

beschränkt zugelassen, unabhängig davon, ob sie vor oder nach dem erstinstanz-

lichen Entscheid ergangen sind. 

3. Der Schuldner belegt, dass er die offene Forderung der Gläubigerin in der 

Betreibung Nr. … mit Valutadatum 23. September 2022 beglichen hat (act. 5/4-6). 

- 3 - 

Weiter hat er die Kosten des Konkursgerichts und des Konkursverfahrens sicher-

gestellt (act. 5/6). Damit hat der Schuldner innert der Rechtsmittelfrist nachgewie-

sen, dass er den geschuldeten Betrag im Sinne von Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG 

getilgt hat. 

4.1. Da die Zahlung erst nach der Konkurseröffnung geleistet wurde, bleibt zu 

prüfen, ob die Zahlungsfähigkeit des Schuldners glaubhaft ist. Zahlungsfähigkeit 

bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, mit denen die Gläubi-

ger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden können. Der Schuldner hat 

deshalb aufzuzeigen, dass er in der Lage ist, in näherer Zukunft seinen laufenden 

Verbindlichkeiten nachzukommen sowie die bestehenden Schulden abzutragen. 

Nach der Praxis der Kammer genügt es zur Annahme der Zahlungsfähigkeit, 

wenn glaubhaft gemacht ist, dass der Schuldner die aktuell dringendsten Ver-

pflichtungen bedienen kann und innert längstens zwei Jahren neben den laufen-

den Verbindlichkeiten auch die schon bestehenden Schulden wird abtragen kön-

nen (OGer ZH PS140068 vom 29. April 2014). Bloss vorübergehende Zahlungs-

schwierigkeiten lassen den Schuldner somit noch nicht als zahlungsunfähig er-

scheinen. Anders verhält es sich, wenn keine Anzeichen für eine Verbesserung 

seiner finanziellen Lage zu erkennen sind und er auf unabsehbare Zeit hinaus als 

illiquid erscheint. Auch wenn der Schuldner die Zahlungsfähigkeit nicht strikt be-

weisen, sondern nur glaubhaft machen muss, so genügen seine Behauptungen 

allein nicht. Er muss die Angaben durch objektive Anhaltspunkte untermauern, 

sodass das Gericht den Eindruck erhält, diese seien zutreffend, ohne das Gegen-

teil ausschliessen zu müssen (BGE 132 III 715 E. 3.1.; BGE 132 III 140 E. 4.1.2.; 

BGer 5A_297/2012 E. 2.3.).  

4.2. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister. Im Recht liegt 

ein aktueller Auszug des Betreibungsamtes Wetzikon, der den Zeitraum vom 

1. September 2018 bis 29. September 2022 umfasst (act. 5/15). In dieser Zeit 

wurde der Schuldner – nebst der vorliegenden Konkursforderung – 15 Mal betrie-

ben. Der Gesamtbetrag sämtlicher Betreibungen beläuft sich – abzüglich der vor-

liegenden Konkursforderung – auf rund CHF 15'818.–. Aktuell sind noch vier Be-

- 4 - 

treibungen über CHF 1'501.35 offen, wobei bei einer Betreibung bislang der Zah-

lungsbefehl zugestellt und kein Rechtsvorschlag erhoben und bei zwei Betreibun-

gen Rechtsvorschlag erhoben wurde; eine Betreibung befindet sich im Stadium 

der Konkursandrohung. Verlustscheine sind keine registriert.  

4.2.1. Zur Betreibung der E._____ AG über CHF 680.30 lässt der Schuldner 

ausführen, er habe die bestellte Ware nie erhalten, wobei er dies auf die Zustel-

lungsmodalitäten während der Pandemie zurückführt (act. 2 Rz. 9 1. Absatz). Ge-

gen diesen Umstand spricht, dass die Betreibung Ende 2019 – und damit vor dem 

Ausbruch der Pandemie – eingeleitet wurde. Allerdings hat die E._____ AG seit 

rund drei Jahren keine weiteren Vollstreckungsschritte unternommen, weshalb es 

glaubhaft erscheint, dass sie nicht mehr an der Forderung festhält. Die betriebene 

Forderung ist folglich zugunsten des Schuldners nicht zu berücksichtigen. 

4.2.2. Hinsichtlich der Forderung der F._____ Schweiz AG in Höhe von 

CHF 227.90 bringt der Gläubiger ebenfalls vor, die bestellte Ware nicht erhalten 

zu haben; die Gläubigerin habe den Erhalt der Ware mittels Unterschrift des 

Schuldners nicht belegen können (act. 2 Rz. 9 2. Absatz). Dass ein Kontakt zur 

F._____ Schweiz AG stattgefunden habe, in welchem der Schuldner um eine 

Empfangsbestätigung ersucht habe, blieb unbelegt. Zwar ist davon auszugehen, 

dass die einjährige Frist zur Stellung des Fortsetzungsbegehrens abgelaufen ist 

(Art. 88 Abs. 2 SchKG i.V.m. act. 5/15 S. 2); dieser Umstand alleine sagt jedoch 

nichts über die Rechtmässigkeit der Forderung aus, zumal seit der Einleitung der 

Betreibung auch nicht derart viel Zeit verstrichen ist, dass davon auszugehen ist, 

die F._____ Schweiz AG verzichte auf die Durchsetzung der Forderung. Die be-

triebene Forderung in Höhe von CHF 227.90 ist folglich zu berücksichtigen. 

4.2.3. Belegt ist, dass der Schuldner die betriebene Forderung der Stadt Win-

terthur über CHF 60.– samt Kosten getilgt hat (act. 2 Rz. 9 3. Absatz i.V.m. 

act. 5/17a-b). Schliesslich ist belegt, dass die (weitere) Forderung der vorliegen-

den Gläubigerin von CHF 533.15 beglichen wurde (act. 2 Rz. 4 i.V.m. act. 5/5).  

 Folglich ist von Betreibungsschulden im Gesamtumfang von CHF 227.90 

auszugehen. 

- 5 - 

4.2.4. Ferner hat der Schuldner – solidarisch mit seiner Ehefrau – eine offene 

Steuerforderung von CHF 5'453.60 für das Jahr 2020 (act. 12 Rz. 20 i.V.m. 

act. 13/25). Weitere Privatschulden des Schuldners sind keine ersichtlich (vgl. 

auch Steuererklärung für das Jahr 2020, act. ).  

 Folglich ist gesamthaft von rund CHF 5'680.– Privatschulden auszugehen. 

4.3. Der Schuldner macht kein eigenes Privatvermögen geltend. Vielmehr 

verweist er auf vier Bankkonten, die unter dem Namen der Kollektivgesellschaft 

geführt werden (act. 2 Rz. 8 i.V.m. act. 5/7a-d). Diese sind dem Gesellschafts-

vermögen zuzuordnen, das – mangels eigener Rechtspersönlichkeit der Kollek-

tivgesellschaft – zwar den Gesellschaftern zur gesamten Hand gehört (BGE 134 

III 643 E. 5.1.); dennoch ist das Privatvermögen unabhängig vom gesellschaftli-

chen Sondervermögen, da das Gesellschaftsvermögen vorrangig für die Verbind-

lichkeiten der Gesellschaft gegenüber Dritten haftet (Art. 570 Abs. 1 OR; vgl. auch 

BGE 134 III 643 E. 5.5.2.; vgl. auch Art. 571 OR, wonach auch der Gesellschafts- 

und Gesellschafterkonkurs voneinander unabhängig sind). Entsprechend kann 

das Vermögen der Kollektivgesellschaft nicht beim Privatkonkurs des Schuldners 

berücksichtigt werden. 

4.4. Belegt ist, dass der Schuldner monatlich ein Nettoeinkommen von 

CHF 6'000.– erzielt (act. 12 Rz. 16 i.V.m. act. 13/21a). Da mangels gegenteiliger 

Anzeichen davon auszugehen ist, dass die Ehefrau des Schuldners kein Ein-

kommen generiert, ist anzunehmen, dass er alleine für den Bedarf der Familie 

aufkommt. Hingegen ist – trotz fehlender Belege – davon auszugehen, dass die 

beiden Kinder der Ehegatten Familienzulagen von je CHF 200.– erhalten oder 

ihnen diese zumindest zustehen. Von diesem Familieneinkommen von monatlich 

CHF 6'400.– ist die belegte Miete von CHF 2'200.– sowie die Krankenkassen-

prämie der Familie in Höhe von CHF 736.20 abzuziehen (act. 12 Rz. 17 f. i.V.m. 

act. 13/22-23). Ferner sind die notorischen Grundbeträge von gesamthaft 

CHF 2'500.– abzuziehen (s. Richtlinien der Verwaltungskommission des Oberge-

richts für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. 

September 2009). Es erscheint glaubhaft, dass die Fahrzeug-, Telekommunikati-

ons- und Rechtsschutzversicherungskosten über die Kollektivgesellschaft abge-

- 6 - 

bucht werden (act. 12 Rz. 19 i.V.m. act. 13/20 S. 4 f.). Unter Berücksichtigung der 

notorischen Serafe-Abgaben von rund CHF 28.– verbleibt ein monatlicher Über-

schuss von gerundet CHF 940.–. Zwar ist unklar, mit welcher (monatlichen) Steu-

erlast der Schuldner seit Aufnahme der Selbständigkeit zu rechnen hat; es kann 

jedoch einstweilen davon ausgegangen werden, dass er mit dem Überschuss so-

wohl den laufenden Bedarf wird decken als auch innert nützlicher Frist seine Alt-

lasten wird abtragen können. 

4.5. Zusammenfassend kann einstweilen davon ausgegangen werden, dass 

die aktuellen Zahlungsschwierigkeiten hauptsächlich auf die Umstellung von der 

Unselbständigkeit in die Selbständigkeit resp. die Gründung der Kollektivgesell-

schaft und den damit zusammenhängenden organisatorischen – aber auch pan-

demiebedingten – Schwierigkeiten zurückzuführen sind. Immerhin scheint das 

Unternehmen des Schuldners eine gute Geschäftstätigkeit aufzuweisen (vgl. Auf-

tragsvolumen von gerundet CHF 361'000.– bis September 2022, act. 5/8a-13; vgl. 

auch Gesamtertrag im ersten Geschäftsjahr 2021 von rund CHF 300'000.–, 

act. 13/20 S. 4). Durch die zu erwartenden Zahlungseingänge und die gute Ge-

schäftstätigkeit der Kollektivgesellschaft erscheint es glaubhaft, dass der Schuld-

ner durch regelmässige Auszahlung eines Einkommens seine Altlasten innert ab-

sehbarer Zeit wird abtragen können und er seinen aktuell dringendsten Verpflich-

tungen nachkommen kann. Der Schuldner erscheint nicht auf unabsehbare Zeit 

als illiquid, weswegen seine Zahlungsschwierigkeiten als nur vorübergehend zu 

erachten sind. Seine resp. die damit eng zusammenhängende wirtschaftliche 

Überlebensfähigkeit der Kollektivgesellschaft scheint gegeben. Dabei ist hervor-

zuheben, dass der Schuldner seine Abläufe insbesondere in administrativen Be-

langen zu verbessern hat (immerhin hat er mit der Auslagerung der Buchhaltung 

in dieser Hinsicht zumindest einen ersten Schritt vollzogen, vgl. act. 5/14). Seine 

Zahlungsfähigkeit ist gerade noch hinreichend glaubhaft im Sinne von Art. 174 

Abs. 2 SchKG. Dies insbesondere, da es sich um die erstmalige Konkurseröff-

nung handelt, bei der in der Regel keine allzu strengen Anforderungen an die 

Glaubhaftmachung gestellt werden (BGer 5A_335/2014 vom 23. Juni 2014 E. 3.1 

m.w.H.). Der Schuldner ist aber darauf hinzuweisen, dass eine erneute Kon-

kurseröffnung in nächster Zeit ein starkes Indiz für eine anhaltende Zahlungsun-

- 7 - 

fähigkeit darstellen würde, an das Glaubhaftmachen seiner Zahlungsfähigkeit hö-

here Anforderungen zu stellen wären und er insbesondere seine persönliche fi-

nanzielle Situation – insb. die monatlichen Ausgaben – detaillierter darlegen 

müsste. 

 Damit erweist sich die Beschwerde als begründet. Die Beschwerde ist 

gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben. 

5.  Obschon die Beschwerde gutgeheissen wird, sind die Gerichtsgebühren 

beider Instanzen dem Schuldner aufzuerlegen, weil er das Verfahren durch seine 

Zahlungssäumnis verursacht hat. Parteientschädigungen sind nicht zuzuspre-

chen. 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Kon-

kursgerichtes des Bezirksgerichtes Hinwil vom 19. September 2022 aufge-

hoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 750.– festgesetzt, dem 

Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidge-

bühr von CHF 300.– wird bestätigt und dem Schuldner auferlegt. 

3. Das Konkursamt Wetzikon wird angewiesen, von dem ihm überwiesenen 

Betrag von CHF 1'500.– (Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht 

geleisteten und von ihr an den Schuldner abgetretenen Vorschusses) dem 

Schuldner einen nach Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbe-

trag auszuzahlen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage der 

Doppel von act. 2 und 12, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes 

Hinwil (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Kon-

kursamt Wetzikon ZH, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregis-

- 8 - 

teramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Wetzikon ZH, je ge-

gen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

i.V. Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw I. Bernheim 
 
versandt am: 
11. November 2022 
 
 

	Urteil vom 10. November 2022
	Erwägungen:
	1.1. Der Schuldner ist Gesellschafter der seit dem tt. November 2020 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragenen Kollektivgesellschaft "D._____" (act. 6; in seiner Beschwerde spricht er fälschlicherweise von einer Einzelunternehmung, vgl. act....
	1.2. Gegen diesen Entscheid erhob der Schuldner mit Eingabe vom 30. September 2022 Beschwerde bei der Kammer. Er beantragte die Aufhebung des Konkurses und ersuchte um Erteilung der aufschiebenden Wirkung (act. 2). Mit Verfügung vom 3. Oktober 2022 wu...
	2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerdeverfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen der drei gesetzlich vorgesehene...
	3. Der Schuldner belegt, dass er die offene Forderung der Gläubigerin in der Betreibung Nr. … mit Valutadatum 23. September 2022 beglichen hat (act. 5/4-6). Weiter hat er die Kosten des Konkursgerichts und des Konkursverfahrens sichergestellt (act. 5/...
	4.1. Da die Zahlung erst nach der Konkurseröffnung geleistet wurde, bleibt zu prüfen, ob die Zahlungsfähigkeit des Schuldners glaubhaft ist. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, mit denen die Gläubiger bei Fällig...
	4.2. Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister. Im Recht liegt ein aktueller Auszug des Betreibungsamtes Wetzikon, der den Zeitraum vom 1. September 2018 bis ...
	4.2.1. Zur Betreibung der E._____ AG über CHF 680.30 lässt der Schuldner ausführen, er habe die bestellte Ware nie erhalten, wobei er dies auf die Zustellungsmodalitäten während der Pandemie zurückführt (act. 2 Rz. 9 1. Absatz). Gegen diesen Umstand s...
	4.2.2. Hinsichtlich der Forderung der F._____ Schweiz AG in Höhe von CHF 227.90 bringt der Gläubiger ebenfalls vor, die bestellte Ware nicht erhalten zu haben; die Gläubigerin habe den Erhalt der Ware mittels Unterschrift des Schuldners nicht belegen ...
	4.2.3. Belegt ist, dass der Schuldner die betriebene Forderung der Stadt Winterthur über CHF 60.– samt Kosten getilgt hat (act. 2 Rz. 9 3. Absatz i.V.m. act. 5/17a-b). Schliesslich ist belegt, dass die (weitere) Forderung der vorliegenden Gläubigerin ...
	Folglich ist von Betreibungsschulden im Gesamtumfang von CHF 227.90 auszugehen.
	4.2.4. Ferner hat der Schuldner – solidarisch mit seiner Ehefrau – eine offene Steuerforderung von CHF 5'453.60 für das Jahr 2020 (act. 12 Rz. 20 i.V.m. act. 13/25). Weitere Privatschulden des Schuldners sind keine ersichtlich (vgl. auch Steuererkläru...
	Folglich ist gesamthaft von rund CHF 5'680.– Privatschulden auszugehen.
	4.3. Der Schuldner macht kein eigenes Privatvermögen geltend. Vielmehr verweist er auf vier Bankkonten, die unter dem Namen der Kollektivgesellschaft geführt werden (act. 2 Rz. 8 i.V.m. act. 5/7a-d). Diese sind dem Gesellschaftsvermögen zuzuordnen, da...
	4.4. Belegt ist, dass der Schuldner monatlich ein Nettoeinkommen von CHF 6'000.– erzielt (act. 12 Rz. 16 i.V.m. act. 13/21a). Da mangels gegenteiliger Anzeichen davon auszugehen ist, dass die Ehefrau des Schuldners kein Einkommen generiert, ist anzune...
	4.5. Zusammenfassend kann einstweilen davon ausgegangen werden, dass die aktuellen Zahlungsschwierigkeiten hauptsächlich auf die Umstellung von der Unselbständigkeit in die Selbständigkeit resp. die Gründung der Kollektivgesellschaft und den damit zus...
	Damit erweist sich die Beschwerde als begründet. Die Beschwerde ist gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben.
	5.  Obschon die Beschwerde gutgeheissen wird, sind die Gerichtsgebühren beider Instanzen dem Schuldner aufzuerlegen, weil er das Verfahren durch seine Zahlungssäumnis verursacht hat. Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen.

	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Kon-kursgerichtes des Bezirksgerichtes Hinwil vom 19. September 2022 aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf CHF 750.– festgesetzt, dem Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Entscheidgebühr von CHF 300.– wird bestätigt...
	3. Das Konkursamt Wetzikon wird angewiesen, von dem ihm überwiesenen Betrag von CHF 1'500.– (Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten und von ihr an den Schuldner abgetretenen Vorschusses) dem Schuldner einen nach Abzug seiner Koste...
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage der Doppel von act. 2 und 12, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Hinwil (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Wetzikon ZH, ferner m...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...