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**Case Identifier:** b5688056-1a89-5e60-aed5-03e852d3d0a7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.10.2023 200 2023 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-37_2023-10-05.pdf

## Full Text

200 23 37 IV
WIS/SVE/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Oktober 2023

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Dezember 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2023, IV/23/37, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 2002 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Juni 2020, nachdem bereits zwei Anmeldungen als Minder-
jähriger erfolgt waren, erstmals als Erwachsener unter Hinweis auf einen 
Verkehrsunfall bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilage [AB] 1.54, 3, 54). Am 25. August 2020 gewährte die 
IVB dem Versicherten eine erstmalige berufliche Ausbildung zum … EBA 
vom 1. August 2020 bis zum 31. Juli 2022 (AB 62). Nachdem sich der Be-
schwerdeführer im Rahmen dieser Ausbildung überfordert gefühlt hatte 
(vgl. AB 65) und auf das Ausbildungsniveau PrA (zweijährige praktische 
Ausbildung [PrA] nach INSOS [nationaler Branchenverband der Institutio-
nen für Menschen mit Behinderung]) wechseln wollte (vgl. AB 72, 75), ver-
anlasste die IVB eine polydisziplinäre Begutachtung in den Fachdisziplinen 
Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie 
(vgl. AB 67 S. 3; Gutachten vom 19. Juli 2022 [AB 128.1 ff.]). Ferner ge-
währte sie eine erstmalige berufliche Ausbildung zum Praktiker PrA … mit 
betreutem Wohnen vom 15. Mai 2021 bis zum 31. Juli 2022 (AB 77, 80, 92) 
sowie Eingliederungsmassnahmen in Form eines Grundkurses … 
(AB 115), eines Arbeitsversuchs vom 1. bis zum 31. August 2022 (AB 123), 
eines Coachings ebenfalls vom 1. bis 31. August 2022 (AB 124) und eines 
Kurses … (AB 125). Nachdem die beruflichen Massnahmen abgeschlossen 
waren (AB 138), stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 
18. Oktober 2022 (AB 147) ab 1. September 2022 eine Rente von 66 % 
einer ganzen Invalidenrente in Aussicht. Am 7. Dezember 2022 verfügte sie 
dem Vorbescheid entsprechend (AB 152).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
C.________, mit Eingabe vom 16. Januar 2023 Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2023, IV/23/37, Seite 3

1. Es sei die Verfügung vom 7. Dezember 2022 aufzuheben, soweit sie den An-
spruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente höher als 66 % einer gan-
zen Rente verneint.

2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die ge-
setzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.

3. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

Überdies stellte er mit gleicher Eingabe ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege für das vorliegende Verfahren unter Beiordnung von Rechts-
anwalt C.________ als Rechtsbeistand.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 6. Februar 
2023 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 24. Februar 2023 zog der Beschwerdeführer das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege zurück.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Dezember 2022 
(AB 152). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 

Die angefochtene Verfügung datiert vom 7. Dezember 2022 (AB 152), wo-
mit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. 
Nach der Anmeldung im Juni 2020 (AB 54) wurden zwischen August 2020 
und August 2022 entsprechend dem Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ 
(vgl. Rz. 1045 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherun-
gen [BSV] über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung 
[KSIH; gültig bis 31. Dezember 2021] sowie Rz. 2300 des Kreisschreibens 
des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR; 
gültig ab 1. Januar 2022]; vgl. zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen 
BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) diverse Eingliede-

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rungsmassnahmen mit Taggeldanspruch durchgeführt, unter anderem eine 
erstmalige berufliche Ausbildung (vgl. AB 62, 77, 80, 92) sowie ein Arbeits-
versuch (AB 123). Nachdem der Beschwerdeführer die Ausbildung zum 
Praktiker PrA … im Juli 2022 erfolgreich abgeschlossen hatte (AB 135 S. 4) 
und im August 2022 ein Arbeitsversuch durchgeführt worden war (AB 123), 
schloss die Beschwerdegegnerin die beruflichen Eingliederungsmassnah-
men mit Mitteilung vom 6. September 2022 (AB 138) ab und prüfte den 
Rentenanspruch ab September 2022, was nicht zu beanstanden ist. Denn 
ein Rentenanspruch kann nicht entstehen, solange Eingliederungsmass-
nahmen durchgeführt werden (vgl. Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG; BGE 
126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 3b). Mithin liegt der 
frühest mögliche Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem 1. Januar 2022 
(vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 28 Abs. 1bis IVG), weshalb die 
Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der seit 
1. Januar 2022 gültigen Fassung massgebend sind (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 11. Januar 2023, 9C_484/2022, E. 2; Rz. 9100 
KSIR). 

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditäts-
grad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad 
(Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch 
auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwi-
schen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von 
Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

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3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 7. Dezember 2022 (AB 152) in medizinischer Hinsicht auf das 
Gutachten vom 19. Juli 2022 (AB 128.1 ff.). In der interdisziplinären Ge-
samtbeurteilung (AB 128.2 S. 5 ff. Ziff. 4) wurden mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen gestellt (S. 7 Ziff. 4.3.1):

- Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2);

- Zustand nach traumatischer Hirnverletzung nach Verkehrsunfall am 9. März 2007 
mit Blutung der Capsula interna links und im 3. Ventrikel

- zentrale Störung der Feinmotorik rechts;

- mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung in allen Bereichen.

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen gestellt 
(Ziff. 4.3.2):

- Hyperurikämie;

- Adipositas Grad I.

In Bezug auf medizinische Massnahmen und Therapien wurde ausgeführt, 
es sei gegenwärtig weder eine medikamentöse noch eine fachpsychiatri-
sche Behandlung notwendig. Empfehlenswert sei jedoch weiterhin eine 
unterstützende Begleitung im beruflichen und privaten Alltag (Ziff. 4.8). Aus 
aktueller gutachterlicher Sicht bestehe nur die Fähigkeit einer praktischen 
Ausbildung (PrA INSOS). Für die gelernte/abgeschlossene Tätigkeit als 
Praktiker PrA … sei aus psychiatrischer Sicht infolge der Beeinträchtigun-
gen bei vorliegendem organischen Psychosyndrom von einer mittelgradi-
gen Beeinträchtigung von 50 % (ganztags mit reduzierter Leistung) im ge-
schützten Rahmen/Nischenarbeitsplatz weiterhin auszugehen. Eine Über-
forderung in der Berufsschule auf dem Ausbildungsniveau zum … EBA sei 
nachvollziehbar. Aus psychiatrischer Sicht sei die Tätigkeit als … (PrA IN-
SOS) die optimale Tätigkeit. Medizinisch-theoretisch sei aber auch in ande-
ren einfachen Tätigkeiten nicht mit einer höheren Leistungsfähig-
keit/Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Die Empfehlung für eine Tätigkeit von 
50 % (ganztags mit reduzierter Leistung) im geschützten Rah-
men/Nischenarbeitsplatz gelte auch für adaptierte Tätigkeiten. Unter 
Berücksichtigung des bisherigen Verlaufs sei die Fortsetzung der Ausbil-
dung auf Attestniveau aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht 
überwiegend wahrscheinlich auch in Zukunft nicht gegeben/zumutbar und 
würde neuerlich zu einer Überforderung führen (S. 8 Ziff. 4.9).

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Im allgemein-internistischen Teilgutachten (AB 128.3) wurden keine Er-
krankungen von Relevanz und mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufge-
führt (S. 4 Ziff. 6.3.1). 

Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde festgehalten, dass sich we-
der aus der klinischen Verhaltensbeobachtung, noch aus den Testergeb-
nissen, noch aus dem durchgeführten Beschwerdevalidierungsverfahren 
Hinweise auf Inkonsistenzen, eine verminderte Anstrengungsbereitschaft, 
übertriebene Beschwerdeschilderung oder Aggravationstendenzen erge-
ben hätten (AB 128.1 S. 6). Die Ergebnisse würden daher als valide einge-
schätzt. Die allgemeine Auffassung sei etwas reduziert, der Beschwerde-
führer wirke umständlich bei eigenständig zu strukturierenden Aufgaben. In 
der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung hätten sich ausgeprägte 
Störungen in der Aufmerksamkeit und Konzentration, im Reaktions- und 
Arbeitstempo, im Arbeitsgedächtnis sowie im visuell-konstruktiven Bereich 
und im visuellen Gedächtnis gezeigt. Im Bereich der komplexen Aufmerk-
samkeit habe sich ein stark vermindertes Reaktionstempo bei leicht redu-
zierter Reaktionsgüte gezeigt. Das Arbeitstempo sei bei verschiedenen 
Aufgaben bei guter Sorgfalt langsam und zum Teil weit unterdurchschnitt-
lich. Auch das Lesetempo sei langsam. Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis-
leistungen seien erheblich vermindert. Das verbal-episodische Gedächtnis 
scheine wenig betroffen. Visuell-figurale Inhalte würden jedoch vom Pro-
banden nur sehr schlecht erinnert. Komplexe visuelle-konstruktive Anforde-
rungen würden nur mit Mühe und umständlich bearbeitet. Auch bei schriftli-
chen Planungsaufgaben zeige sich ein umständliches, langsames Vorge-
hen. Es bestehe eine erhöhte Erschöpfbarkeit, bei längeren Aufgaben zei-
ge sich ein Leistungsabfall. Diese Störungen seien mit dem stattgehabten 
schweren Schädel-Hirn-Trauma 2007 sowie den Vorbefunden gut verein-
bar. Insgesamt sei von einer mittelgradigen neuropsychologischen Funkti-
onsstörung und einer verminderten psychophysischen Belastbarkeit aus-
zugehen. Aufgrund der mittelgradigen neuropsychologischen Störung mit 
im Vordergrund stehender Verlangsamung und Arbeitsgedächtnisstörun-
gen schienen die kognitiven Voraussetzungen sehr knapp für die erfolgrei-
che Bewältigung eines Eidgenössischen Berufsattests. Eine Überforderung 
des Beschwerdeführers in der Berufsschule auf diesem Ausbildungsniveau 
sei daher nachvollziehbar. Den Anforderungen einer Praktischen Ausbil-

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dung nach INSOS sollte der Beschwerdeführer gut gewachsen sein 
(S. 7 f.).

Im neurologischen Teilgutachten (AB 128.4) wurde mit Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit ein Zustand nach traumatischer Hirnverletzung nach Ver-
kehrsunfall am 9. März 2007 mit Blutung der Capsula interna links und im 
3. Ventrikel, mit/bei zentraler Störung der Feinmotorik rechts sowie mittel-
schwerer neuropsychologischer Funktionsstörung in allen Bereichen, dia-
gnostiziert (S. 7 Ziff. 6.3.2). Aus neurologischer und neuropsychologischer 
Sicht bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine Leistungsfähigkeit von 50 %. 
Ein zeitliches Pensum hierfür von 80 %, entsprechend dem bisherigen 
Pensum und die langsamere Arbeitsgeschwindigkeit berücksichtigend, sei 
adäquat (S. 8 Ziff. 8.1). In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50 %. Es sei auf ein Umfeld ohne hohen Zeit- und 
Leistungsdruck zu achten. Es seien Arbeiten mit überwiegend praktischer 
Tätigkeit und ohne hohe Anforderungen an die Feinmotorik geeignet. Der 
Beschwerdeführer benötige für alle Aufgaben mehr Zeit als eine gesunde 
Person, was in der zeitlichen Gestaltung des Arbeitspensums zu berück-
sichtigen sei. Die jetzige Tätigkeit sei optimal angepasst (Ziff. 8.2). 

Psychiatrischerseits wurde ein organisches Psychosyndrom nach Schäde-
lhirntrauma (ICD-10 F07.2) diagnostiziert (AB 128.5 S. 8 Ziff. 6.3.2). In der 
bisherigen Tätigkeit liege eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (ganztags mit re-
duzierter Leistung) im geschützten Rahmen oder an einem Nischenarbeits-
platz vor (S. 9 Ziff. 8.1). Eine noch optimalere adaptierte Tätigkeit als die 
Tätigkeit als … mit praktischer Ausbildung nach INSOS werde kaum zu 
finden sein. Medizinisch-theoretisch sei aber auch in anderen einfachen 
Tätigkeiten nicht mit einer höheren Leistungsfähigkeit/Arbeitsfähigkeit zu 
rechnen. Die Empfehlung für eine Tätigkeit von 50 % (ganztags mit redu-
zierter Leistung) im geschützten Rahmen/Nischenarbeitsplatz gelte auch 
für adaptierte Tätigkeiten (S. 10 Ziff. 8.2). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der angefochtenen 
Verfügung vom 7. Dezember 2022 (AB 152) auf das Gutachten vom 19. Ju-
li 2022 (AB 128.1 ff.). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf 
eigenen Abklärungen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berück-
sichtigung der Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nach-
vollziehbar, umfassend und einlässlich begründet. Dem Gutachten kommt 
damit grundsätzlich (vgl. E. 4.5.3 hiernach) voller Beweiswert zu (vgl. E. 3.2 
hiervor), weshalb darauf abzustellen ist. Dies ist zwischen den Parteien 
denn auch unbestritten (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 14). Die Gutachter ha-

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ben nachvollziehbar dargelegt, dass mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2) 
sowie ein Zustand nach traumatischer Hirnverletzung nach Verkehrsunfall 
am 9. März 2007 mit Blutung der Capsula interna links und im 3. Ventrikel 
(zentrale Störung der Feinmotorik rechts, mittelschwere neuropsychologi-
sche Funktionsstörung in allen Bereichen) bestehen (AB 128.2 S. 7 
Ziff. 4.3.1 f.). Ferner legten sie schlüssig dar, dass der Beschwerdeführer 
sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % 
(ganztags mit reduzierter Leistung) arbeitsfähig ist. Insofern der neurologi-
sche Gutachter im neurologischen Teilgutachten in Bezug auf die bisherige 
Tätigkeit zunächst festhielt, ein zeitliches Pensum von 80 % (mit einer Leis-
tungsfähigkeit von 50 %), entsprechend dem bisherigen Pensum und die 
langsamere Arbeitsgeschwindigkeit berücksichtigend, sei adäquat 
(AB 128.4 S. 8 Ziff. 8.1), stimmte er im Rahmen der interdisziplinären Ge-
samtbeurteilung einem ganztägigen Pensum (mit einer Leistungsfähigkeit 
von 50 %) in der bisherigen Tätigkeit zu (AB 128.2 S. 7 Ziff. 4.6). Soweit die 
Gutachter diese Restarbeitsfähigkeit jedoch einzig in Bezug auf eine Tätig-
keit im geschützten Rahmen bzw. für einen Nischenarbeitsplatz attestierten 
(vgl. Ziff. 4.6 f.), kann darauf – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird (vgl. 
E. 4.5.3) – nicht abgestellt werden. 

Mithin ist der medizinische Sachverhalt hinreichend abgeklärt. Von weite-
ren medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwar-
ten, sodass darauf verzichtet werden kann (vgl. zur antizipierten Beweis-
würdigung BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 
E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Gestützt auf die gutachterli-
che Einschätzung ist sowohl in der bisherigen als auch in einer angepass-
ten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % erstellt. Basierend darauf ist 
nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.

4.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität 
(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 

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Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das 
Valideneinkommen bestimmt sich anhand des zuletzt vor Eintritt der 
Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Unterlag das in den 
letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte Erwerbseinkommen starken 
Schwankungen, so wird auf ein angemessenes Durchschnittseinkommen 
abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das tatsächlich erzielte 
Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau bestimmt werden, 
so wird das Einkommen ohne Invalidität nach statistischen Werten nach 
Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbildung und 
entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV). 
Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität keine berufliche Aus-
bildung beginnen oder abschliessen, so wird das Einkommen ohne Invali-
dität nach statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. In Ab-
weichung von dieser Bestimmung sind geschlechtsunabhängige Werte zu 
verwenden (Art. 26 Abs. 6 IVV).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV).

4.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein 
Erwerbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 
16 ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle 
Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit 
bestmöglich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares 
Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach 
statistischen Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten 
Personen nach Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 
IVV geschlechtsunabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). 
Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2023, IV/23/37, Seite 13

weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für 
Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

4.3 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der LSE 
des BFS massgebend. Andere statistische Werte können beigezogen wer-
den, sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es 
sind altersunabhängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden 
(Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die be-
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominal-
lohnentwicklung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.4 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-
dung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch 
entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG 
beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG).

4.5

4.5.1 Da zwischen August 2020 und August 2022 Eingliederungsmass-
nahmen durchgeführt wurden, konnte ein Rentenanspruch frühestens im 
September 2022 entstehen (vgl. Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG und E. 2.1 
hiervor).

4.5.2 Die Beschwerdegegnerin hat das ohne gesundheitliche Beeinträch-
tigung hypothetisch erzielbare Einkommen nach Massgabe von Art. 26 
Abs. 6 IVV festgesetzt, was unbestritten geblieben und nicht zu beanstan-
den ist (vgl. E. 4.1 hiervor). Gestützt auf die LSE 2020, Tabelle TA1, Total 
(über alle Wirtschaftszweige und Kompetenzniveaus; vgl. Rz. 3330 KSIR), 
indexiert pro 2022 (gemäss Tabelle T1.15, Nominallohnindex 2016 - 2022, 
lit. B-S Ziff. 05-96, Total, 2020: 103.4, 2022:104.1) und unter Berücksichti-
gung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit (vgl. Tabelle „Betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche“ des 
BFS, Total) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 80'114.80 
(Fr. 6'361.-- x 12 / 40 x 41.7 / 103.4 x 104.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2023, IV/23/37, Seite 14

4.5.3 Was das Invalideneinkommen betrifft, ist dem Beschwerdeführer 
gestützt auf das medizinische Zumutbarkeitsprofil die Tätigkeit als … PrA 
INSOS sowie jede andere angepasste Tätigkeit mit einer Arbeitsfähigkeit 
von 50 % zumutbar (AB 128.2 S. 7 Ziff. 4.6 f.). Dieses medizinisch-
theoretische Zumutbarkeitsprofil ist entgegen den beschwerdeweisen Vor-
bringen (vgl. Beschwerde S. 4 f. Ziff. 10 und 14 f.) auch unter den Bedin-
gungen des ersten Arbeitsmarktes verwertbar. Soweit der Beschwerdefüh-
rer unter Hinweis auf das Gutachten geltend macht, die Beschwerdegegne-
rin könne sich nicht über die medizinische Einschätzung, wonach die Rest-
arbeitsfähigkeit nur im geschützten Rahmen bzw. an einem Nischenar-
beitsplatz verwertbar sei, hinwegsetzen, weshalb keine Arbeitsfähigkeit auf 
dem ersten Arbeitsmarkt bestehe (Beschwerde S. 5 Ziff. 14 f.), ist festzu-
halten, dass die Beurteilung, ob eine versicherte Person die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt verwerten 
kann, eine rechtliche Frage bildet, die nicht vom Mediziner zu beantworten 
ist (Entscheid des BGer vom 26. Juli 2019, 9C_798/2018, E. 4.1.2; vgl. zur 
Aufgabenteilung von Rechtsanwender und Arztperson auch BGE 
140 V 193 E. 3.2 S. 195 f.). Der Beschwerdeführer schloss seine Ausbil-
dung in der D.________ als … PrA INSOS erfolgreich ab. Im Bericht vom 
28. Juli 2022 (AB 133; schulischer Semesterbericht; Kompetenznachweis 
nach INSOS [Ende Ausbildung) schätzte die D.________ die Vermittelbar-
keit auf dem ersten Arbeitsmarkt mit Verweis darauf, dass der Beschwerde-
führer vom E.________ ein Stellenangebot als … mit Leistungslohn erhal-
ten hatte (vgl. hierzu AB 137 S. 2), als gegeben ein (vgl. auch AB 96 S. 4 f. 
sowie AB 133 S. 6). Die Leistungsfähigkeit wurde anlässlich des durch die 
Beschwerdegegnerin unterstützten Arbeitsversuchs beim E.________ denn 
auch geprüft. Im Bericht über das Coaching während des Arbeitsversuchs 
(AB 139) wurde die Vermittelbarkeit für den ersten Arbeitsmarkt bejaht (S. 
7) und eine Leistungsfähigkeit von 40 % festgehalten. Diese im Vergleich 
zur gutachterlichen Beurteilung (50%ige Arbeitsfähigkeit; vgl. AB 128.2 S. 7 
Ziff. 4.6 f.) tiefer ausfallende Leistungsfähigkeit wurde nicht mit gesundheit-
lichen Einschränkungen, sondern mit dem Fehlen der …prüfung begründet. 
So wurde ausgeführt, dass nach bestandener …prüfung (beim 
E.________) eine Leistungsfähigkeit von 50 % denkbar sei (S. 2 Ziff. 2.2). 
Überdies ist das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zumutbarerweise erzielbare Einkommen bezogen auf einen 

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ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln. Dieser theoretische und 
abstrakte Begriff dient dazu, den Leistungsbereich der 
Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung 
abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch 
ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er 
umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und 
Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 
Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist 
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können 
nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. 
An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten 
sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen 
zu stellen (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 
2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich 
im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche 
Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes 
Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; 
ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung 
nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten 
Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, 
ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, 
wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften 
entsprechen würden (SVR 2016 IV Nr. 2 S. 6 E. 4.4). Unverwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit ist anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in 
so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht 
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von 
vornherein als ausgeschlossen erscheint (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188; 
SVR 2022 IV Nr. 32 S. 108 E. 5.3.3). Das durch die Gutachter definierte 
Zumutbarkeitsprofil, wonach der Beschwerdeführer als … PrA INSOS und 
in jeder anderen angepassten Tätigkeit bei ganztägiger Präsenz zu 50 % 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2023, IV/23/37, Seite 16

arbeitsfähig ist (vgl. AB 128.2 S. 7 Ziff. 4.6 f.), ist zumindest an einem 
Nischenarbeitsplatz verwertbar. Dies wird sowohl durch die Ergebnisse des 
Arbeitsversuchs vom August 2022 (vgl. AB 139) als auch durch den 
Umstand, dass der Beschwerdeführer eine Stelle auf dem ersten 
Arbeitsmarkt gefunden hat, bestätigt.

Der Beschwerdeführer verwertet seine Restarbeitsfähigkeit mit der Anstel-
lung beim E.________ (AB 140 S. 2) nicht vollständig. Der tiefe Lohn von 
Fr. 1'500.-- (bei 32 Stunden Arbeitszeit) ist nicht einzig gesundheitlich be-
dingt, sondern wird – wie bereits hiervor dargelegt – auch mit der mangels 
der …prüfung tieferen Leistungsfähigkeit von 40 % begründet (vgl. AB 139 
S. 2 Ziff. 2.2). Folglich stellte die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des 
Invalideneinkommens zu Recht auf Tabellenlöhne ab (vgl. E. 4.2 hiervor). 
Gestützt auf die LSE 2020, Tabelle TA1, Total (vgl. Rz. 3416 KSIR), Kom-
petenzniveau 1, indexiert pro 2022 (gemäss Tabelle T1.15, Nominallohnin-
dex 2016-2022, lit. B-S Ziff. 05-96, Total, 2020: 103.4, 2022: 104.1), 
angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit (vgl. Tabelle „Be-
triebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden 
pro Woche“ des BFS, Total) sowie unter Berücksichtigung der gutachterlich 
attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % (vgl. AB 128.2 S. 7 Ziff. 4.6 f.) 
resultiert ein Einkommen von Fr. 30'535.80 (Fr. 4'849.-- x 12 / 40 x 41.7 / 
103.4 x 104.1 x 0.5). Der durch die Beschwerdegegnerin gewährte Abzug 
von 10 % entspricht Art. 26bis Abs. 3 IVV (vgl. E. 4.2 hiervor) und ist nicht zu 
beanstanden. Folglich beläuft sich das Invalideneinkommen auf 
Fr. 27'482.20 (Fr. 30'535.80 x 0.9).

4.5.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen von 
Fr. 80'114.80 (vgl. E. 4.5.2 hiervor) und Fr. 27'482.20 (vgl. E. 4.5.3 hiervor) 
resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 66 % ([Fr. 80'114.80 - 
Fr. 27'482.20] x 100 / Fr. 80'114.80; vgl. zur Rundung BGE 130 V 121 
E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). Damit hat der 
Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente von 66 % einer ganzen Invali-
denrente (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2023, IV/23/37, Seite 17

Infolgedessen ist die angefochtene Verfügung vom 7. Dezember 2022 
(AB 152) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und 
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- 
festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwalt C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern

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- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.