# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b18e6a4d-1f91-594f-a568-27da1f5dd25b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 12.12.2011 SB110501
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB110501_2011-12-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB110501-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, Ersatzoberrichter lic. iur. 

J. Meier und Ersatzoberrichterin lic. iur. M. Bertschi sowie der  

Gerichtsschreiber lic. iur. T. Walthert 

 

Urteil vom 12. Dezember 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. C. Braunschweig, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend  

sexuelle Handlungen mit einem Kind etc. und Rückversetzung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom  
18. Januar 2011 (DG100463) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 13. Septem-

ber 2010 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 32). 

Entscheid der Vorinstanz: 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff.1 StGB, 

− der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB, 

− des mehrfachen Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder im Sinne 

von Art. 136 StGB, 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von dessen 

Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von dessen  

Art. 19a Ziff. 1. 

2. Vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Bezüglich der mit Entscheid des Sicherheitsdepartementes des Kantons Schwyz vom 

25. Mai 2009 verfügten bedingten Entlassung (Reststrafe 1 Jahr und 199 Tage) wird die 

Rückversetzung angeordnet. 

4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe bestraft mit 3 Jahren Freiheitsstrafe 

als Gesamtstrafe (wovon 530 Tage durch Haft erstanden sind) und einer Busse von 

Fr. 500.--. 

5. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB (Behandlung 

von psychischen Störungen) angeordnet. 

6. Der Vollzug der Massnahme geht demjenigen der Freiheitsstrafe voraus. 

 

- 3 - 

7. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatz-

freiheitsstrafe von 5 Tagen. 

8. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 

B._____ im Umfang von Fr. 4'000.-- zuzüglich 5 % Zins ab 26. Juli 2009 anerkannt hat. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgeweisen. 

9. Die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

12. Januar 2010 beschlagnahmten Gegenstände 

− Mobiltelefon der Marke Sony Ericsson, Typ …, IME-Nr. ...; 

− Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...; 

− Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...; 

− SIM-Karte … SIM-Karten-Nr. ... 

werden definitiv eingezogen und der Gerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung über-

lassen. 

10. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr.         Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 19'665.30   Auslagen Untersuchung 

Fr. 37'901.45   amtliche Verteidigung 

Fr. 13'063.80   unentgeltliche Vertretung Privatkläger 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden einstweilen, diejenigen der unentgeltlichen Vertretung des 

Privatklägers B._____ definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung der 

Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjenigen der amtli-

chen Verteidigung bleibt vorbehalten, sobald es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Be-

schuldigten erlauben." 

 

 

- 4 - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(schriftlich, Urk. 184 S. 1 f.) 

1. Es sei in Abänderung von Disp.-Ziff. 1 des angefochtenen Urteils des 

Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2011 der Beschuldigte nicht der 

sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1, 

sondern im Sinne von Art. 187 Ziff. 4 StGB zu verurteilen. 

2. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Disp.-Ziff. 4 des ange-

fochtenen Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2011 mit 

höchstens 30 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe und einer  

Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. 

3. Es sei für den Beschuldigten in Abänderung von Disp.-Ziff. 5 des  

angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2011 

eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 anzuordnen. 

4. Es sei in Aufhebung von Disp.-Ziff. 6 die Freiheitsstrafe nicht zu  

Gunsten der Massnahme aufzuschieben. 

5. Es sei in Aufhebung von Disp.-Ziff. 9 die beschlagnahmten Mobil-

telefone und die SIM-Karte dem Beschuldigten auf erstes Verlangen 

hin herauszugeben. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu 

nehmen. 

 

 

 

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b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich, Urk. 185 S. 2) 

1. Der Beschuldigte sei im Sinne von Dispositiv Ziffer 1 des Urteils des 

Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2011 schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei zudem der sexuellen Nötigung im Sinne von 

Art. 189 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

3. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren sowie einer 

Busse von Fr. 500.– als Gesamtstrafe zu bestrafen. 

4. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen. 

5. Es sei eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen bei schuldhafter Nicht-

bezahlung der Busse festzusetzen. 

6. Untersuchungs- und Sicherheitshaft seien anzurechnen. 

7. Es sei eine Verwahrung nach Art. 64 Abs. 1 StGB anzuordnen. 

8. Die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland vom 12. Januar 2010 beschlagnahmten Gegenstände 

seien einzuziehen. 

9. Die Kosten seien dem Berufungskläger aufzuerlegen. 

Eventualiter, für den Fall, dass keine Verwahrung ausgesprochen werden 

sollte 

- der Vollzug der Freiheitsstrafe sei zugunsten einer stationären Mass-

nahem aufzuschieben 

- es sei eine stationäre therapeutische Massnahme in einer geschlosse-

nen Einrichtung nach Art. 59 Abs. 3 StGB anzuordnen 

 

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Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Der Beschuldigte hat gegen das eingangs erwähnte Urteil des Bezirks-

gerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom 18. Januar 2011 fristgerecht Berufung ange-

meldet (Urk. 63). Gleichzeitig mit der Anmeldung der Berufung beantragte der 

Beschuldigte, welcher zur vorinstanzlichen Hauptverhandlung nicht erschienen 

war, eine neue Beurteilung in seiner Anwesenheit (Urk. 63). Mit Beschluss vom 

22. März 2011 hat die Vorinstanz das Gesuch um neue Beurteilung abgewiesen 

(Urk. 65). Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Beschluss der III. Straf-

kammer des Obergerichtes vom 1. Juni 2011 abgewiesen (Urk. 114 S. 2). 

1.2. Mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichtes vom 6. April 2011 wurde 

das Gesuch des Beschuldigten um Aufhebung der Sicherheitshaft abgewiesen 

(Urk. 71/1). Die Verfahrensleitung im vorinstanzlichen Verfahren hat mit Präsidial-

verfügung vom 12. April 2011 das Gesuch des Beschuldigten um Bewilligung des 

vorzeitigen Strafantrittes abgewiesen (Urk. 74). Eine gegen die Verfügung vom 

12. April 2011 erhobene Beschwerde wurde vom Obergericht, III. Strafkammer, 

mit Beschluss vom 26. Mai 2011 abgewiesen (Urk. 113)  

1.3. Mit Eingabe vom 22. April 2011 stellte der Beschuldigte erneut ein Gesuch 

um Entlassung aus der Sicherheitshaft, eventualiter Bewilligung des vorzeitigen 

Strafantrittes (Urk. 91). Mit Beschluss der Vorinstanz vom 27. Mai 2011 wurde  

der Antrag des Beschuldigten um Entlassung aus der Sicherheitshaft abgewiesen 

und die Fortdauer bis zum möglichen Massnahmeantritt angeordnet, auf den 

Eventualantrag um vorzeitigen Strafantritt wurde nicht eingetreten, ferner wurde 

angeordnet, dass der Beschuldigte für die Dauer von einem Monat kein  

neuerliches Entlassungsgesuch stellen könne (Urk. 106). Die gegen den  

Beschluss vom 27. Mai 2011 erhobene Beschwerde des Beschuldigten wurde  

mit Beschluss des Obergerichtes des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom  

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21. Juni 2011 abgewiesen und die Fortdauer der Sicherheitshaft bis längstens  

27. August 2011 angeordnet (Urk. 114). Gegen den Beschluss des Obergerichtes 

vom 21. Juni 2011 erhob der Beschuldigte Beschwerde an das Bundesgericht 

(Urk. 149 und Urk. 152). Der Entscheid des Bundesgerichtes steht noch aus. 

1.4. Mit Präsidialverfügung vom 23. Juni 2011 trat die Vorinstanz auf den Antrag 

um Aufhebung der Sicherheitshaft vom 13. Juni 2011 nicht ein (Urk. 116), mit  

Verfügung vom 15. Juli 2011 trat sie auf das Gesuch des Beschuldigten vom  

7. Juli 2011 um Aufhebung der Sicherheitshaft nicht ein (Urk. 119). 

1.5. Nach Eingang der Akten beim Berufungsgericht wurde die Sicherheitshaft 

durch die obergerichtliche Verfahrensleitung mit Präsidialverfügung vom  

23. August 2011 vorerst bis 8. September 2011 verlängert (Urk. 136) und nach 

Eingang der Stellungnahmen der Parteien mit Verfügung vom 31. August 2011 

bis vorerst 30. November 2011 verlängert (Urk. 150).  

1.6. Die Berufungserklärung des Beschuldigten wurde mit Eingabe vom  

24. August 2011 fristgerecht erstattet (Urk. 139). Die Staatsanwaltschaft erklärte 

mit Eingabe vom 14. September 2011 Anschlussberufung (Urk. 165). 

1.7. Mit Eingabe vom 1. September 2011 beantragte der Beschuldigte die  

Aufhebung der Sicherheitshaft, eventualiter Bewilligung des vorzeitigen Strafan-

trittes mit ambulanter Therapie (Urk. 154). Am 21. September 2011 fand die 

Haftanhörung des Beschuldigten statt (Urk. 174). Mit Präsidialverfügung vom  

21. September 2011 wurde das Haftentlassungsgesuch des Beschuldigten und 

das Gesuch um Bewilligung des vorzeitigen Strafantritts abgewiesen und die  

Sicherheitshaft bis vorerst 21. Dezember 2011 verlängert. Es wurde festgehalten, 

dass für die Dauer eines Monats ab Erhalt dieser Verfügung auf Haftentlassungs-

gesuche des Beschuldigten nicht eingetreten wird (Urk. 176). 

2.  Gegenstand des Berufungsverfahrens 

2.1. Der Beschuldigte beantragt, er sei nicht der sexuellen Handlungen mit  

einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB, sondern im Sinne von Art. 187  

Ziff. 4 StGB schuldig zu sprechen, er sei mit höchstens 30 Monaten Freiheits-

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strafe als Gesamtstrafe und einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen und es sei  

eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB anzuordnen, wobei der 

Vollzug der Freiheitsstrafe nicht zu Gunsten der Massnahme aufzuschieben sei. 

Ferner wird die Herausgabe der beschlagnahmten Mobiltelefone und der  

SIM-Karte an den Beschuldigten beantragt (Urk. 139 und Urk. 184). 

2.2. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen der Frei-

spruch betreffend den Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung (Urk. 165), 

ferner beantragt sie die die Ausfällung einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und  

einer Busse von Fr. 500.– als Gesamtstrafe sowie die Anordnung einer Verwah-

rung nach Art. 64 Abs. 1 StGB, eventualiter Anordnung einer stationären thera-

peutischen Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung nach Art. 59 Abs. 3 

StGB (Urk. 185). 

2.3. Seitens des Geschädigten B._____ wurde keine Berufung erhoben (Urk. 

161). 

2.4. Demzufolge sind die Schuldsprüche in Dispositiv-Ziffer 1 des vorinstanzli-

chen Urteils ausser demjenigen betreffend sexuelle Handlungen mit einem Kind 

im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB in Rechtskraft erwachsen. Ebenso sind die  

Anordnung der Rückversetzung (Dispositiv-Ziffer 3), die Regelung betreffend das 

Genugtuungsbegehren des Geschädigten B._____ (Dispositiv-Ziffer 8) und die 

Kostenregelung (Dispositiv-Ziffern 10 und 11) nicht angefochten und damit 

rechtskräftig (Art. 402 und Art. 404 Abs. 1 StPO). 

3. Beweisantrag 

Mit Eingabe vom 24. August 2011 stellte die Verteidigung einen Beweisantrag um 

Einholung eines zweiten psychiatrischen Gutachtens (Urk. 139). Mit Präsidialver-

fügung vom 4. Oktober 2011 wurde der Beweisantrag der Verteidigung um  

Einholung eines zweiten psychiatrischen Gutachtens abgewiesen (Urk. 178).  

Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte die Verteidigung erneut den Antrag, 

es sein ein zweites psychiatrisches Gutachten über den Beschuldigten betreffend 

Anordnung einer Massnahme einzuholen (Urk. 184 S. 2). Über diesen Antrag ist 

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im Zusammenhang mit der Prüfung des Gutachtens von Dr. med. C._____ vom 

17. Juni 2010 (HD 9/18) zu entscheiden. Es ist deshalb auf die diesbezüglichen 

Ausführungen unter nachfolgend IV.1. zu verweisen. 

 

II. Schuldpunkt 

1. Bestrittener Sachverhalt 

Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet der Sachverhalt gemäss Anklage-

schrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 13. September 2010  

soweit er den Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung und der mehrfachen 

sexuellen Handlungen mit Kindern zum Nachteil von B._____ betrifft.  

Der äussere Sachverhalt wird vom Beschuldigten anerkannt, und sein Geständnis 

deckt sich mit dem Untersuchungsergebnis. Bestritten ist dagegen der innere 

Sachverhalt betreffend den Vorwurf, der Beschuldigte habe gewusst oder  

zumindest damit gerechnet, dass der Geschädigte B._____ zum Zeitpunkt der 

sexuellen Handlungen noch nicht 16 Jahre alt war (Anklageschrift S. 6 letzter Ab-

satz vor dem Titel "Pornographie zum Nachtteil von B._____"). Die Verteidigung 

beantragt Schuldspruch im Sinne von Art. 187 Ziff. 4 StGB. Diese privilegierte 

Tatbestandsvariante der sexuellen Handlungen mit Kindern kommt zur Anwen-

dung, wenn der Täter in der irrigen Vorstellung handelt, das Kind sei mindestens 

16 Jahre alt, den Irrtum jedoch bei pflichtgemässer Vorsicht hätte vermeiden kön-

nen. Der Beschuldigte macht demzufolge geltend, er sei davon ausgegangen, 

dass der Geschädigte B._____ 16 Jahre alt sei. Die Anklage dagegen wirft ihm 

Vorsatz (mindestens Eventualvorsatz) vor. Nachfolgend ist zu prüfen, ob sich die 

vorsätzliche Tatbegehung mit Bezug auf das Alter des Geschädigten erstellen 

lässt. 

Ferner ist umstritten, ob sich der Geschädigte B._____ in einem durch den Be-

schuldigten herbeigeführten emotionalen und sozialen Abhängigkeitsverhältnis 

befand, welches ihn ausserstande setzte, Widerstand gegen die sexuellen Hand-

lungen zu leisten. Betreffend diesen Punkt lässt sich Sachverhaltserstellung und 

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rechtliche Würdigung nicht klar trennen, weshalb in die Erwägungen betreffend 

diese Frage die rechtliche Würdigung mit einzubeziehen ist.  

2. Kenntnisse des Beschuldigten betreffend das Alter des Geschädigten 

B._____ 

2.1. Standpunkt des Beschuldigten 

In der ersten polizeilichen Befragung nach seiner Verhaftung sagte der Beschul-

digte auf die Frage, ob es nicht komisch sei, dass er als 45-jähriger Mann Kontakt 

mit 15-jährigen Jungen suche, diese seien nicht 15-jährig, sie seien 16-jährig und 

er habe es nicht gesucht (Urk. HD 7/1 S. 2). Auf Vorhalt, wonach er B._____ 

Nacktfotos von sich geschickt habe, erklärte der Beschuldigte, B._____ habe dies 

gewollt. Bevor er ihm solche Fotos geschickt habe, habe er ihn gefragt, wie alt er 

sei, und B._____ habe angegeben, er sei 16-jährig (Urk. HD 7/1 S. 7). 

In der Einvernahme vom 9. September 2009 sagte der Beschuldigte aus, er habe 

einen Ausweis des Geschädigten gesehen, da sei ein Jahrgang 1991 oder so 

drauf gewesen, demnach sei er 16 Jahre alt gewesen (Urk. HD 7/2 S. 2). Er habe 

den Geschädigten im Oktober oder November 2008 kennen gelernt (Urk. HD 7/2 

S. 3). Am Anfang, als sie sich kennengelernt hätten, habe er D._____ und 

B._____ gefragt, wie alt sie seien. B._____ habe gesagt, er sei 15 Jahre alt, 

D._____, er sei 16 Jahre alt (Urk. HD 7/2 S. 4). Im Zeitpunkt der sexuellen Hand-

lungen im Hotel sei er davon ausgegangen, B._____ sei 16 Jahre alt. Er habe 

B._____ ein Natel kaufen wollen und habe ihm gesagt, er solle einen Ausweis 

mitnehmen. Er habe früher schon einen grünen Schülerausweis gesehen mit dem 

Geburtsdatum tt.mm.1991 (Urk. HD 7/2 S. 13). Auf Vorhalt, wonach der Geschä-

digte beim Geburtsdatum tt.mm.1991 ja bereits 17 Jahre alt gewesen wäre, er-

klärte der Beschuldigte, er habe nicht so genau nachgerechnet, vielleicht habe 

dort auch das Jahr 1992 gestanden (Urk. HD 7/2 S. 14). Der Geschädigte habe 

mit dem Ausweis auch manchmal Zigaretten und Alkohol im Tankstellenshop be-

kommen. Er habe die Identitätskarte des Geschädigten sehen wolle, habe aber 

nie eine zu sehen bekommen, er habe den grünen Ausweis gesehen, vermutlich 

einen Schülerausweis (Urk. HD 7/2 S. 14). 

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Der Beschuldigte hielt auch in der Einvernahme vom 6. Januar 2010 daran fest, 

dass der Geschädigte ihm mehrmals gesagt habe, er sei 16 Jahre alt, und ihm  

einen Ausweis vorgelegt habe (Urk. HD 7/5 S. 5). Auf Vorhalt der Aussage von 

E._____, wonach sie den Beschuldigten am 22. Juni 2009 gefragt habe, was ihm 

einfalle, einem 15-jährigen Knaben Drogen zu verabreichen, antwortete der Be-

schuldigte, er habe ihr nicht zugehört. Er habe sie nur sagen gehört, dass er ih-

rem Sohn Drogen gegeben habe (Urk. HD 7/5 S. 7). 

In der Einvernahme vom 21. April 2010 machte der Beschuldigte geltend, er habe 

nicht gehört, dass Frau E._____ das Alter genannt habe, sonst hätte er mit 

B._____ keine sexuellen Handlungen vorgenommen oder an sich vornehmen  

lassen (Urk. HD 8/11 S. 2). Er sei, als sie mit ihm gesprochen habe, herumge-

rannt, um die 20 Hasen einzufangen. Somit sei erklärbar, dass er ihr nicht  

zugehört habe, weil er sich auf die Hasen konzentriert habe (Urk. HD 8/11 S. 3). 

B._____ sei im Jahre 2008 in Z._____ [Staat] gewesen und habe ihm geschrie-

ben, er wolle Sex mit ihm haben. Er habe ihm geantwortet, es wäre besser, noch  

2-3 Monate zu warten (Urk. HD 8/11 S. 5). Mit D._____ habe er am  

7. August 2009 über das Alter von B._____ gesprochen und dabei von D._____ 

das wahre Alter von B._____ erfahren, schriftlich gesehen habe er das Alter erst 

bei der Staatsanwältin (Urk. HD 8/11 S. 7)  

Der Beschuldigte hielt auch in der Schlusseinvernahme daran fest, er habe nicht 

gewusst, dass B._____ noch nicht 16 Jahre alt war. B._____ habe ihm einen 

Schülerausweis mit Jahrgang 1992 gezeigt (Urk. HD 8/15 S. 14).  

Auch anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung hielt der Beschuldigte an 

seiner Bestreitung fest; B._____ habe ihm mehrfach gesagt, er sei bereits 16 Jah-

re alt, was ihm (dem Beschuldigten) zumindest auch von einem der Kollegen von 

B._____ bestätigt worden sei. Zudem sei auf dem Schülerausweis der Jahrgang 

1992 angegeben gewesen (Urk. 183 S. 5). 

 

 

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2.2. Aussagen des Geschädigten 

Der Geschädigte sagte aus, der Beschuldigte habe ihn nach seinem Alter gefragt, 

woraufhin er gesagt habe, er sei 15 Jahre alt. Der Beschuldigte wisse dies seit 

Beginn des Kennenlernens (Urk. 5/2 S. 4). Sie seien ins Hotelzimmer ge-

schlichen. Der Beschuldigte sei die Treppe hochgestiegen, er sei mit dem Lift  

hinaufgefahren (Urk. HD 5/2 S. 6). Der Beschuldigte habe nach dem Oralverkehr 

gesagt, er dürfe vom Vorgefallenen niemandem erzählen, ansonsten er "drunder 

komme". Der Beschuldigte habe zu jener Zeit gewusst, dass er keine 16 Jahre alt 

gewesen sei (Urk. HD 5/2 S. 7). 

Es treffe nicht zu, dass er dem Beschuldigten einen Ausweis gezeigt habe, auf-

grund dessen der Beschuldigte davon ausgegangen sei, er sei schon 16 Jahre alt 

(Urk. HD 5/16 S. 6). Er habe noch nie einen gefälschten Ausweis gehabt, er habe 

auch keinen grünen Bibliotheksausweis gehabt (Urk. HD 5/16 S. 7). Seine Mutter 

habe dem Beschuldigten, als diese sie beim Kiffen erwischt habe, gesagt, wie er 

an 15-jährige Jugendliche Drogen verkaufen könne. Dies habe der Beschuldigte 

gehört. Der Beschuldigte habe einen Streit mit seinem Stiefvater gehabt, dieser 

habe ihm gesagt, dass er dies bei einem 15-jährigen Jungen nicht machen könne 

(Urk. HD 5/16 S. 7). Auf Vorhalt einer SMS des Geschädigten an den Beschuldig-

ten vom 7. Juni 2009, in welcher er schrieb "Ehj du bish 40 ich bi 16!" erklärte der 

Geschädigte, dies bedeute nicht, dass er den Beschuldigten über sein wahres  

Alter getäuscht habe, er habe wohl einfach ein wenig aufgerundet, das mache er 

auch gegenüber Kollegen so (Urk. HD 5/16 S. 8). Einen Grund, weshalb er dies 

gegenüber dem Beschuldigten gemacht habe, gebe es nicht, er sage jedem, dass 

er 16 Jahre alt sei, damit er älter sei, das mache jeder (Urk. HD 5/16 S. 9).  

Der Geschädigte bestätigte, dass er dem Beschuldigten, bevor er zu seinem  

Vater nach Z._____ gegangen sei, gesagt habe, dass er 15 Jahre alt sei. 

 

 

 

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2.3. Zeugenaussagen und Aussagen von Auskunftspersonen 

2.3.1. E._____ 

Die Zeugin E._____ ist die Mutter des Geschädigten B._____. Sie hat als Zeugin 

ausgesagt, sie sei am 22. Juni 2009, als sie den Geschädigten und den Beschul-

digten beim Kiffen getroffen habe, auf den Beschuldigten zugestürmt und habe 

ihn beschimpft, was ihm einfalle, einem 15-Jährigen Drogen anzubieten. Der Be-

schuldigte habe geantwortet, wenn er es nicht von ihm habe, habe er eigene 

Quellen, daran zu kommen (Urk. HD 8/1 S. 3). Sie könne sich nicht vorstellen, 

dass der Beschuldigte nicht gehört habe, dass B._____ 15 Jahre alt sei. Sie sei 

nicht einmal einen Meter vom Beschuldigen weggestanden (Urk. HD 8/1 S. 4). Es 

treffe zu, dass der Beschuldigte während des Gesprächs Hasen eingefangen  

habe. Der Beschuldigte sei während des Gesprächs ihr zugewandt gewesen,  

habe sie angeschaut, als er mit ihr gesprochen habe (Urk. HD 8/1 S. 7). Als sie 

den Satz gesagt habe, weshalb er 15-jährigen Drogen gebe, sei der Beschuldigte 

vor ihr gestanden, so wie sie geschrien habe, könne sie sich nicht vorstellen, dass 

der Beschuldigte ihre Äusserung nicht gehört habe (Urk. HD 8/1 S. 9). 

2.3.2. F._____ 

Bei F._____ handelt es sich um den Stiefvater des Geschädigten. Er sagte als 

Zeuge aus, er habe beim fraglichen Vorfall gehört, wie seine Frau zum Angeklag-

ten gesagt habe, was er sich erlaube, einem 15-jährigen Kind Drogen zu geben. 

Er habe dies gehört, er sei in einer Entfernung von vielleicht 5 Meter zum Be-

schuldigten gestanden, die Distanz zwischen dem Beschuldigten und seiner Frau 

habe ca. 1,5 Meter betragen (Urk. HD 8/2 S. 2). Der Beschuldigte habe gesagt, 

seine Tochter sei auch so alt und dass die Jugendlichen, wenn sie die Drogen 

nicht von ihm erhalten würden, diese von irgendwo anders her beziehen würden 

(Urk. HD 8/2 S. 2). Er habe gehört, wie G._____, welcher zusammen mit ihm zu 

den Hasenställen gekommen sei, den Beschuldigten gefragt habe, wie er reagie-

ren würde, wenn er einen 15-jährigen Sohn hätte und erfahren würde, dass er von 

einem Erwachsenen Drogen bekäme. Der Beschuldigte habe dies gehört, sie sei-

en alle ca. 2 Meter voneinander entfernt gestanden (Urk. HD 8/2 S. 4). Er selber 

- 14 - 

habe gegenüber dem Beschuldigten keine Angaben zum Alter von B._____ ge-

macht (Urk. HD 8/2 S. 4). Auf die Frage betreffend Absprache im Hinblick auf die 

Zeugeneinvernahme sagte der Zeuge aus, sie hätten sich natürlich über die Sa-

che unterhalten und über das, was sie bei der Polizei ausgesagt hätten, im Hin-

blick auf die Einvernahme abgesprochen hätten sie sich nicht (Urk. HD 8/2 S. 5).  

2.3.3. G._____  

G._____ war als Begleiter von F._____ anwesend, als E._____ mit dem Beschul-

digten bei den Hasenställen über das Kiffen sprach. Er sagte als Zeuge aus, Frau 

E._____ habe den Beschuldigten darauf angesprochen, was ihm einfalle, einem 

15-Jährigen Drogen zu verabreichen. Der Beschuldigte habe sich am Anfang 

dumm gestellt, sei dann aufgestanden und die Hasen einfangen gegangen. Ab-

wechselnd hätten Frau E._____ und Herr F._____ den Beschuldigten gefragt, 

was hier ablaufe. Dieser habe sich immer umgedreht und sei weggegangen, als 

ob er sich bedrängt gefühlt habe. Nachdem Frau E._____ mit den Kindern weg-

gegangen sei, habe der Beschuldigte mit ihnen zu reden begonnen und habe ge-

sagt, wenn die Kinder die Drogen nicht von ihm erhalten würden, würden sie die-

se von jemand anderem erhalten. Er (der Zeuge G._____) habe zum Beschuldig-

ten gesagt, er solle sich vorstellen, es sei sein Kind, so 14 oder 15 jährig (Urk. HD 

8/3 S. 2). Er habe die Äusserung von Frau E._____ betreffend einem 15-Jährigen 

Drogen geben gehört, er sei 3-4 Meter entfernt gestanden. Man habe dies nicht 

überhören können, sie sei aufgeregt und laut genug gewesen (Urk. HD 8/3 S. 3). 

Der Beschuldigte hätte das hören müssen, auch wenn er 20 Meter entfernt ge-

standen hätte, da sie wirklich laut gewesen sei. Ausserdem habe er sich jedes 

Mal zu ihr umgedreht, wenn sie etwas gesagt habe, und sie angelächelt (Urk. HD 

8/3 S. 3). 

2.3.4. H._____ 

H._____ ist ein Kollege des Geschädigten. Er sagte in der Einvernahme als Aus-

kunftsperson auf die Frage, was der Beschuldigte über das Alter von B._____ 

wusste, aus, das wisse er nicht (Urk. HD 8/4 S. 10). Auf Vorhalt, wonach er in der 

polizeilichen Einvernahme gesagt habe, der Beschuldigte habe sich mit ihm über 

- 15 - 

B._____ unterhalten und ihm gesagt, er wisse das B._____ noch nicht 16 Jahre 

alt sei und er deswegen mit ihm nichts machen dürfe, womit Sex gemeint gewe-

sen sei, bestätigte der Zeuge, das stimme. Er wisse nicht mehr, wann der Be-

schuldigte ihm dies gesagt habe (Urk. HD 8/4 S. 10). Er wisse nichts davon, ob 

der Beschuldigte im Juli 2009 davon ausgegangen sei, dass B._____ schon 16 

Jahre alt sei (Urk. HD 8/4 S. 11) 

2.3.5. D._____ 

D._____ ist ebenfalls ein Kollege des Geschädigten. Er sagte als Auskunftsper-

son aus, der Beschuldigte habe gewusst, dass B._____ 15 Jahre alt gewesen sei. 

Der Beschuldigte habe ihm (Zeugen) im Sommer 2009 gesagt, B._____ habe mit 

ihm zusammen sein wollen, er habe B._____ gesagt, dass er warten müsse, bis 

er 16 Jahre alt sei, in drei Monaten sei es dann so weit (Urk. HD 8/5 S. 59). Er 

glaube, der Beschuldigte habe ihm dies gesagt, nachdem er aus den Ferien zu-

rückgekommen sei, im Juni oder im Juli 2009. Dies sei nicht im Jahre 2008 gewe-

sen, er habe den Beschuldigten im Sommer 2008 kennengelernt, rund zwei Mo-

nate mit ihm Kontakt gehabt, dann keinen mehr und erst im Februar oder März 

2009 wieder. Sowohl über das Alter als auch über Sex habe er mit dem Beschul-

digten erst im Jahre 2009 gesprochen. 

2.3.6. I._____ 

I._____ kennt den Geschädigten seit der Primarschulzeit und steht in einem kol-

legialen Verhältnis zu ihm. Er hat als Auskunftsperson ausgesagt, der Beschuldig-

te habe das Alter von B._____ gekannt, er habe dessen Geburtsdatum gekannt. 

Er habe davon gesprochen, wie lange er noch warten müsse, bis B._____ 16 Jah-

re alt sei, er habe jeweils gesagt, jetzt müsse er noch vier Monate warten, noch 

drei Monate warten (Urk. HD 8/6 S. 7). Soviel er wisse, habe B._____ dem Be-

schuldigten gesagt, dass er schon 16 Jahre alt sei, und habe der Beschuldigte 

gemeint, B._____ sei schon 16 Jahre alt, es sei dann aber ausgekommen, dass 

er noch nicht 16 Jahre alt gewesen sei. Der Beschuldigte habe einmal erzählt, 

dass B._____, als er ihn kennengelernt habe, gesagt habe, er sei 16 Jahre alt. Er 

(der Beschuldigte) habe auch erzählt, dass glaublich D._____ ihn darauf auf-

- 16 - 

merksam gemacht habe, dass B._____ erst 15 Jahre alt sei. Ungefähr im Juni 

oder im Juli 2009 habe der Beschuldigte ihm (I._____) gesagt, dass er wisse, 

dass B._____ noch nicht 16 Jahre alt sei, er sei sich bezüglich des Zeitpunktes 

aber nicht zu 100% sicher (Urk. HD 8/6 S. 8). Der Beschuldigte habe ihm gesagt, 

wenn B._____ 16 Jahre alt sei, könnten sie nach Z._____ gehen und dort Ge-

schlechtsverkehr haben (Urk. HD 8/6 S. 8). 

2.3.7. K._____ 

K._____ ist eine Kollegin des Geschädigten. In der Befragung als Auskunftsper-

son sagte sie auf die Frage, ob der Beschuldigte im Juli 2009 gewusst habe, dass 

B._____ noch nicht 16 Jahre alt sei, sie könne das nicht genau sagen, es könne 

sein, dass B._____ ihn angelogen habe (Urk. HD 8/7 S. 8). 

2.3.8. L._____ 

L._____ konnte in seiner Befragung als Auskunftsperson keine Angaben darüber 

machen, ob der Beschuldigte im Juli 2009 wusste, dass B._____ noch nicht 16 

Jahre alt war (Urk. HD 8/8 S. 4). 

2.3.9. M._____ 

Bei M._____ handelt es sich um den Bruder von D._____. Er konnte nichts dar-

über sagen, ob der Beschuldigte etwas über das Alter von B._____ wusste (Urk. 

HD 8/9 S. 4 und S. 7). 

2.3.10. N._____ 

N._____ hat als Auskunftsperson ausgesagt, er habe im Auto gesessen und ge-

hört, wie der Beschuldigte gesagt habe, er warte bis B._____ 16 Jahre alt sei. Er 

wisse nicht mehr, wann der Beschuldigte dies gesagt habe (Urk. HD 8/10 S. 4). Er 

sei im Auto gewesen mit I._____ und H._____, er sei sich nicht sicher, ob 

D._____ auch dabei gewesen sei (Urk. HD 8/10 S. 5). 

 

- 17 - 

2.4. Beweiswürdigung 

2.4.1. Aussagen des Beschuldigten 

In den Aussagen des Beschuldigten fällt auf, dass er betreffend den Jahrgang des 

Geschädigten B._____, welchen er im grünen Schülerausweis gesehen haben 

will, nicht stimmige Aussagen machte. Bereits die Vorinstanz hat darauf hinge-

wiesen, dass B._____, wenn im Ausweis der Jahrgang 1991 aufgeführt gewesen 

wäre, im Sommer 2009 bereits 17 Jahre alt gewesen wäre. Dies wiederum ist 

nicht vereinbar mit der Aussage des Beschuldigten, wonach er den Geschädigten 

im Oktober oder November 2008 kennengelernt habe und ihm dieser am Anfang 

gesagt habe, er sei 15 Jahre alt (Urk. HD 7/2 S. 4). Auf diesen Widerspruch hin-

gewiesen sagte der Beschuldigte aus, er habe nicht so genau nachgerechnet, 

vielleicht habe im grünen Ausweis auch das Jahr 1992 gestanden (Urk. HD 7/2 S. 

14). Diese schwerwiegende Ungereimtheit in den Aussagen des Beschuldigten in 

dieser zentralen Frage und das sich anpassende Aussageverhalten lassen erheb-

liche Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Angaben aufkommen. Auf jeden Fall 

zeigt dies auf, dass der Beschuldigte aufgrund der abweichenden Angaben des 

Geschädigten zu seinem Alter gegenüber den Angaben, welche der Beschuldigte 

diesem grünen Ausweis entnommen haben will, keinesfalls auf dieses Dokument 

abstellen durfte, selbst wenn es entgegen den Bestreitungen des Geschädigten 

einen solchen Ausweis gegeben haben sollte. Lediglich am Rande sei hier be-

merkt, dass trotz entsprechender Suche kein solcher Ausweis bei der Hausdurch-

suchung beim Geschädigten gefunden wurde (Urk. HD 3 S. 18; Urk. HD 15/2). 

Ferner ist darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte mit Verfügung des  

Sicherheitsdepartementes des Kantons Schwyz vom 25. Mai 2009 per 27. Mai 

2009 bedingt aus dem Strafvollzug entlassen wurde, wobei für die Dauer der  

Probezeit Bewährungshilfe angeordnet und ihm die Weisung erteilt wurde, sich 

weiterhin der ambulanten Behandlung beim psychiatrisch-psychologischen Dienst 

des Justizvollzuges des Kantons Zürich zu unterziehen und dieser Institution  

umgehend zu melden, wenn zufällige Kontakte mit Jugendlichen unter 18 Jahren 

stattfinden (Urk. HD 22/7). Der Beschuldigte hätte den Kontakt mit dem  

Geschädigten B._____ demzufolge klarerweise seinem Therapeuten melden 

- 18 - 

müssen. Dass er dies nicht getan hat, zeigt, dass er sich der Problematik durch-

aus bewusst war. Es musste ihm klar sein, dass eine entsprechende  

Meldung zu weiteren Abklärungen betreffend die Umstände der Kontakte, das  

Alter des Geschädigten und letztlich zu einem Abbruch der Beziehung geführt 

hätte. Wenn der Beschuldigte und sein Verteidiger nun erklären, der Beschuldigte 

habe diesen Umstand nicht gemeldet, weil der Geschädigte B._____ kurz nach 

dem ersten Kontakt ohnehin für eine geraume Zeit zu seinem Vater nach Z._____ 

gezogen sei (Urk. 183 S. 5 f.; Urk. 184 S. 7), so wirkt das nicht glaubhaft. Die 

Aussage des Beschuldigten, dass beim ersten Kontakt im Herbst 2008 diese 

Weisung noch nicht existierte, trifft zwar zu, Tatsache ist aber, dass er sich nach 

seiner bedingten Entlassung trotz intensivem Kontakt zum Geschädigten B._____ 

nie veranlasst sah, der Weisung Folge zu leisten. Wenn der Beschuldigte angibt, 

dies aus Angst nicht gemeldet zu haben, der Geschädigte könnte sich etwas an-

tun, würde der Kontakt abbrechen (Urk. 183 S. 5 f.), so verfängt auch dies nicht. 

Der Beschuldigte war aufgrund seiner einschlägigen Vorstrafe und aufgrund der 

ausgesprochenen Weisung, welche sehr aktuell waren, gewarnt und sensibilisiert. 

Dass er sich unter diesen Umständen nicht auf die blossen Altersangaben eines 

Jugendlichen verlassen durfte, bedarf keiner Erklärung, erst recht nicht, wenn 

diese nicht mit den Daten in einem ihm (angeblich vorgelegten) halboffiziellen 

Ausweis übereinstimmten. Bereits basierend auf seinen eigenen Aussagen ist er-

stellt, dass der Beschuldigte mindestens in Kauf genommen hat, dass der Ge-

schädigte B._____ im Zeitpunkt der sexuellen Handlungen am 26. Juli 2009 noch 

nicht 16 Jahre alt war. 

Damit ist erstellt und festzuhalten, dass der privilegierte Tatbestand des Art. 187 

Ziff. 4 StGB nicht zur Anwendung gelangt. Allein unter dem Aspekt der rechtlichen 

Würdigung und des Schuldspruches würden sich Ausführungen erübrigen  

betreffend die Frage, ob der Beschuldigte nicht nur in Kauf nahm, sondern  

wusste, dass der Geschädigte noch nicht 16 Jahre alt war. Indessen ist diese 

Frage zu klären mit Bezug auf die Strafzumessung (Gewichtung der subjektiven 

Tatkomponente) und weil sie mit Bezug auf die Frage einer Massnahme von  

Bedeutung ist. 

- 19 - 

Die weiteren Zeugenaussagen und Aussagen von Auskunftspersonen sind für die 

Beurteilung der Kenntnisse des Beschuldigten zu würdigen. 

2.4.2. Aussagen des Geschädigten B._____ 

B._____ sagte in Übereinstimmung mit den Aussagen des Beschuldigten aus, er 

habe dem Beschuldigten gesagt, er sei 15 Jahre alt. Der Beschuldigte habe dies 

seit Beginn des Kennenlernens gewusst (Urk. HD 5/2 S. 4). Unklar ist aufgrund 

der Aussagen des Geschädigten, in welchem Zeitpunkt er dem Beschuldigten 

sagte, er sei 15 Jahre alt, ob dies im Jahre 2008 oder beim näheren Kennenler-

nen im Jahre 2009 gewesen sei. Diese Frage kann indessen offen bleiben, zumal 

der Geschädigte selber einräumte, er runde bei der Altersangabe auf, um älter zu 

erscheinen, das mache jeder (Urk. HD 5/16 S. 9). Gestützt auf die Aussagen des 

Geschädigten lässt sich nicht erstellen, dass der Beschuldigte aufgrund der An-

gaben des Geschädigten wusste und nicht bloss in Kauf nahm, dass der Geschä-

digte am 26. Juli 2009 noch nicht 16 Jahre alt war. Festzuhalten ist, dass auch 

der Geschädigte aussagte, der Beschuldigte habe sein Alter aufgrund der Äusse-

rungen seiner Mutter am 22. Juni 2009 gekannt, da sie dem Beschuldigten vor-

geworfen habe, einem 15-Jährigen Drogen abzugeben (Urk. HD 5/15 S. 7). 

2.4.3. Zeugenaussagen und Aussagen der Auskunftspersonen 

Wie vorstehend dargelegt haben E._____ und F._____ sowie G._____ als Zeu-

gen übereinstimmend ausgesagt, dass E._____ am 22. Juni 2009 sehr aufgeregt 

gewesen sei und deshalb dem Beschuldigten sehr laut und direkt vorgeworfen 

habe, einem 15-Jährigen Drogen abzugeben. Auch der Geschädigte B._____ be-

stätigte dies. Der Beschuldigte machte diesbezüglich geltend, er habe Hasen ein-

gefangen, sei auf diese konzentriert gewesen und habe E._____ nicht zugehört. 

Er habe nicht gehört, dass sie ein Alter genannt habe. Seinen Behauptungen ste-

hen diejenigen der Zeugen entgegen, welche übereinstimmend aussagten, der 

Beschuldigte habe die Mutter des Geschädigten angeschaut, sich ihr zugewandt, 

als sie ihm laut entsprechende Vorhaltungen gemacht habe. Alle Zeugen waren 

übereinstimmend der Auffassung, dass der Beschuldigte ihre Äusserung gehört 

- 20 - 

haben muss und entsprechend spätestens an diesem 22. Juni 2009 (also vor den 

sexuellen Handlungen mit B._____) wusste, dass dieser erst 15 Jahre alt war. 

Die Zeugenaussagen von E._____ und F._____, G._____ und des Geschädigten 

werden zudem gestützt durch die Aussagen der Jugendlichen, welche als Aus-

kunftspersonen ausgesagt haben. N._____ hat ausgesagt, der Beschuldigte habe 

erwähnt, er warte, bis B._____ 16 Jahre alt sei; er wisse nicht mehr, wann der 

Beschuldigte dies gesagt habe, I._____ und H._____ seien sicher dabei gewe-

sen, bei D._____ sei er sich nicht sicher. I._____ seinerseits sagte klar aus, der 

Beschuldigte habe davon gesprochen, da B._____ noch nicht 16 Jahre alt sei, 

müsse er noch vier Monate, noch drei Monate warten. Auch H._____ bestätigte, 

dass der Beschuldigte gesagt habe, er wisse, dass B._____ noch nicht 16 Jahre 

alt sei und er deswegen mit ihm nichts machen dürfe, womit Sex gemeint gewe-

sen sei. D._____ schliesslich sagte aus, der Beschuldigte habe ihm im Sommer 

2009 gesagt, dass er warten müsse, bis B._____ 16 Jahre alt sei, es sei in drei 

Monaten so weit. Zwar lässt sich aufgrund der Aussagen der Auskunftspersonen 

zeitlich nicht genau festlegen, wann der Beschuldigte sagte, er müsse warten, bis 

B._____ 16 Jahre alt sei. Indessen wäre es realitätsfern anzunehmen, dass er 

dies gesagt hat, nachdem er schon sexuelle Handlungen mit dem Geschädigten 

B._____ vorgenommen hat. 

Sowohl die Zeugen untereinander als auch die Auskunftspersonen untereinander 

haben übereinstimmend ausgesagt. Zwar kann eine gegenseitige Beeinflussung 

aufgrund von Besprechungen über das Vorgefallene innerhalb der Gruppe der 

Zeugen wie auch innerhalb der Gruppe der Auskunftspersonen nicht ausge-

schlossen werden. Indessen bestehen zwischen den beiden Gruppen nur teil-

weise Kontakte und es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass eine Absprache 

unter allen Personen stattgefunden haben könnte. Aufgrund der Aussagen der 

Zeugen und der Auskunftspersonen bestehen keine vernünftigen Zweifel daran, 

dass der Beschuldigte am 26. Juli 2009, als es zu den sexuellen Handlungen mit 

dem Geschädigten B._____ kam, wusste, dass dieser noch nicht 16 Jahre alt 

war. 

3. Emotionales und soziales Abhängigkeitsverhältnis 

- 21 - 

3.1. Aussagen des Beschuldigten 

Der Beschuldigte sagte in seiner Schlusseinvernahme aus, B._____ habe ihn 

kontaktiert und beinahe gestalkt. Er (Beschuldigter) sei gegenüber Personen wie 

B._____ psychisch labil. Der Geschädigte habe dies ausgenutzt und ihn manipu-

liert, um sich materielle Vorteile zu verschaffen, um Cannabis zu erhalten. Er ha-

be gehört, dass B._____ sexuelle Leistungen gegen Geld oder Drogen angeboten 

habe, er frage sich, ob der Geschädigte ein Stricher sei (Urk. HD 8/15 S. 10). Er 

habe den Geschädigten nicht manipuliert und keinen Sex mit ihm gewollt, er habe 

auch keine Erektion und keinen Spass gehabt. Er sei einfach nur so dagelegen. 

Er frage sich, ob B._____ die ganze Aktion geplant habe und von jemandem Geld 

bekommen habe, wobei es darum gegangen sei, ihn wieder ins Gefängnis zu 

bringen (Urk. HD 8/15 S. 11). 

Der Beschuldigte bestreitet somit das Bestehen eines emotionalen und sozialen 

Abhängigkeitsverhältnisses. 

3.2. Aussagen des Geschädigten 

Der Geschädigte sagte aus, er habe sich zu den sexuellen Handlungen gezwun-

gen gefühlt. Er habe sich nicht wohl gefühlt und habe Angst gehabt, da er nicht 

gewusst habe, was der Beschuldigte mit ihm vorhabe (Urk. HD 5/2 S. 6). Der  

Beschuldigte habe nach dem Oralverkehr gesagt, er dürfe niemandem davon  

erzählen, er habe nicht konkret gesagt, was passieren würde, wenn er jemandem 

von den sexuellen Handlungen erzählen würde (Urk. HD 5/2 S. 7). Er habe den 

Beschuldigten gesagt, er habe keine Lust auf Sex, der Beschuldigte habe ihn da-

rum gebeten und ihm mit Körpergewalt den Kopf heruntergedrückt (Urk. HD 5/2 

S. 9). 

Er habe befürchtet, dass es noch schlimmer werden könnte, habe Angst gehabt, 

der Beschuldigte könnte ihn entführen oder irgendwohin wegschleppen.  

Der Beschuldigte habe nichts in der Richtung gesagt, er habe dies vermutet  

(Urk. HD 5/16 S. 5). Der Beschuldigte habe ihm nicht gedroht (Urk. HD 5/16 S. 6.) 

- 22 - 

Der Geschädigte verneinte klar, den Beschuldigten zu lieben oder geliebt zu  

haben. Auf die Frage, ob die Beendigung der Beziehung durch den Beschuldigten 

für ihn ein Schock bzw. eine Nachricht sei, welche ihn emotional stark beschäfti-

ge, antwortete der Geschädigte verneinend, indem er erklärte, er habe ja nichts 

mit ihm zu tun gehabt, es sei nie so gewesen, dass etwas zwischen ihnen  

gewesen sei, sie hätten einander nie geliebt. Das Verhältnis sei eher wie unter 

Kollegen gewesen (Urk. HD 5/16 S. 10).  

3.3. Würdigung 

Aufgrund der Aussagen des Geschädigten zu seinem Verhältnis zum Beschuldig-

ten ist das Bestehen eines emotionalen Abhängigkeitsverhältnisses klar zu  

verneinen. Der Geschädigte erklärte, zum Beschuldigten habe ein kollegiales  

Verhältnis bestanden und die Beendigung der Beziehung sei keine Nachricht, 

welche ihn emotional stark beschäftige. 

Auch ein soziales Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Geschädigten und dem 

Beschuldigten ist nicht erkennbar. Der Beschuldigte half dem Geschädigten bei 

der Betreuung des Hasenstalls, den der Geschädigte aber schon vorher mit  

seinem Kollegen D._____ aufgebaut und unterhalten hat. Der Geschädigte hatte 

verschiedene Kollegen und war kein Aussenseiter. Cannabis konsumierte er 

schon, bevor er den Beschuldigten kennenlernte, und konnte sich das  

Betäubungsmittel beschaffen, er war auch diesbezüglich nicht vom Beschuldigten 

abhängig. Dass der Beschuldigte angedroht hätte, die Beziehung abzubrechen 

oder keine Betäubungsmittel mehr zu bringen, wenn der Geschädigte die sexuel-

len Handlungen nicht dulden würde, hat der Geschädigte nie behauptet. Der  

Geschädigte lebte in geordneten familiären Verhältnissen zusammen mit seinem 

jüngeren Bruder, seiner Mutter und seinem Stiefvater. Im Jahre 2008 hatte sich 

der Geschädigte zeitweise bei seinem leiblichen Vater aufgehalten. Besondere 

familiäre Probleme, aufgrund welcher der Geschädigte auf die Unterstützung des 

Beschuldigten angewiesen gewesen wäre, sind entgegen der Ansicht der Staats-

anwaltschaft (Urk. 185 S. 6) und mit der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 184 

S. 10) nicht bekannt. Ein darauf begründetes Abhängigkeitsverhältnis ist aber in 

der Anklage auch nicht umschrieben. Diesbezüglich wird lediglich festgehalten, 

- 23 - 

der Geschädigte habe am 20. Juli 2009 Streit mit seiner Mutter und seinem Stief-

vater gehabt, habe sich im Juli 2009 die Arme aufgeschnitten, und der Geschä-

digte hätte lieber bei seinem leiblichen Vater in Z._____ gewohnt. Wie weit 

Kenntnisse über die Probleme des Geschädigten den Beschuldigten zu einer 

wichtigen Bezugsperson des Geschädigten machten, gar ein emotionales und so-

ziales Abhängigkeitsverhältnis begründeten, ist nicht zu erkennen. Die Darstel-

lung des Geschädigten betreffend sein Verhältnis zum Beschuldigten spricht je-

denfalls gegen ein Abhängigkeitsverhältnis. 

Ferner wird in der Anklageschrift festgehalten, der Beschuldigte habe den  

Geschädigten durch seine Vorgehensweise - Vertrauensgewinnung durch das 

Beschaffen und gemeinsame Konsumieren von Betäubungsmitteln, die Schaffung 

eines emotionalen und sozialen Abhängigkeitsverhältnisses und die Schaffung  

eines sexualisierten Umfelds - in einen lähmenden Gewissenskonflikt gebracht, 

welcher den Geschädigten ausserstand gesetzt habe, Widerstand gegen die  

sexuellen Handlungen zu leisten. Von einem Gewissenskonflikt ist den Aussagen 

des Geschädigten jedoch nichts zu entnehmen. Mit der Vorinstanz ist festzu-

halten, dass nicht ersichtlich ist, worin der lähmende Gewissenkonflikt bestanden 

haben soll (Urk. 125 S. 23; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Weder ein emotionales noch ein soziales Abhängigkeitsverhältnis noch ein  

lähmender Gewissenskonflikt seitens des Geschädigten sind erstellt. Den  

Ausführungen der Vorinstanz ist zu folgen, wonach das Verhalten des Beschul-

digten zwar als Vorbereitungshandlungen zu sexuellen Handlungen mit Kindern 

("Child Grooming") zu werten ist, jedoch nicht als Ausübung von Zwang oder  

psychischen Druck im Sinne eines Nötigungsmittels zu würdigen ist. Es kann auf 

die zutreffenden differenzierten Ausführungen der Vorinstanz zu dieser Frage 

verwiesen werden (Urk. 125 S. 27 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

Der Geschädigte hat nicht geltend gemacht, der Beschuldigte habe ihm irgend-

welche Nachteile in Aussicht gestellt, ihn bedroht oder Gewalt angewendet. Das 

Hinunterdrücken des Kopfes des Geschädigten gegen den Penis des Beschuldig-

ten erfüllt - wie schon die Vorinstanz zutreffend festhielt (Urk. 125 S. 28 f.; Art. 82 

- 24 - 

Abs. 4 StPO) - nicht die Intensität für körperliche Gewalt im Sinne von Art. 189 

StGB.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine Nötigungshandlungen erstellt 

sind, weshalb der Beschuldigte von Vorwurf der sexuellen Nötigung im Sinne von 

Art. 189 Abs. 1 StGB freizusprechen ist. 

4. Fazit betreffend Schuldpunkt 

Der Beschuldigte ist somit der sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne 

von Art. 187 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.  

Vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 

StGB ist der Beschuldigte freizusprechen. 

 

III. Strafe 

1. Rückversetzung 

Vorweg ist festzuhalten, dass die Anordnung der Rückversetzung in den Strafrest 

von 1 Jahr und 199 Tagen betreffend die mit Entscheid des Sicherheitsdeparte-

mentes des Kantons Schwyz vom 25. Mai 2009 verfügte bedingte Entlassung in 

Rechtskraft erwachsen ist. Wie sogleich darzulegen sein wird, ist aufgrund der 

neuen Straftaten eine unbedingte Freiheitsstrafe auszufällen. Demgemäss ist  

gestützt auf Art. 89 Abs. 6 StGB zusammen mit der vollziehbaren Reststrafe in 

Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe auszufällen. 

Die für die neuen Taten auszufällende Freiheitsstrafe ist daher als "Einsatzstrafe" 

unter Einbezug des Strafrestes angemessen zu erhöhen (BGE 135 IV 146 

E. 2.4.1.). 

2. Vorgehen bei der Strafzumessung 

Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass das schwerste vom Beschuldig-

ten begangene Delikt sexuelle Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 

- 25 - 

Ziff. 1 StGB ist und demzufolge von einer Strafandrohung von Freiheitsstrafe bis 

zu fünf Jahren oder Geldstrafe auszugehen ist. Ausgehend von einer für dieses 

schwerste Delikt auszufällenden Einsatzstrafe ist unter Berücksichtigung des As-

perationsprinzipes eine Erhöhung dieser Einsatzstrafe um die für die  

weiteren Delikte auszufällenden Strafen vorzunehmen. Die für die neuen Delikte 

insgesamt auszufällende Strafe wiederum ist angemessen unter Einbezug des 

Strafrestes aus der Rückversetzung zu erhöhen. Für die Übertretungen  

(Betäubungsmittelkonsum) ist zusätzlich eine Busse auszufällen. 

3. Strafe für die neuen Delikte 

3.1. Allgemeine Grundsätze 

Betreffend die allgemeinen Grundsätze für die Strafzumessung kann auf die zu-

treffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 125 S. 31 f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO)  

3.2. Sexuelle Handlungen mit einem Kind 

3.2.1. Tatkomponente 

a) Objektive Tatschwere 

In objektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass die ausgeführten sexuellen Handlun-

gen bestehend in Oralverkehr nahe an der oberen Grenze der denkbaren sexuel-

len Handlungen anzusiedeln sind, was erheblich ins Gewicht fällt. Andererseits 

blieb es bei einem einmaligen Vorfall und war der Geschädigte kein kleines Kind, 

sondern mit über 15 ½ Jahren nahe an der Schutzaltersgrenze. Dass sich  

der Geschädigte nach der Tat von August 2009 bis Januar 2010 psychiatrisch 

behandeln lassen musste (Urk. 53 S. 9), zeigt, dass die psychische Entwicklung 

des Geschädigten durch das Verhalten des Beschuldigten erheblich beeinträchtigt 

wurde. Dabei fällt ins Gewicht, dass der Beschuldigte das Vertrauen, welches ihm 

der Geschädigte entgegenbrachte und welches er auch gezielt aufgebaut hatte, 

schwer missbraucht hat. 

Das Verschulden wiegt in objektiver Hinsicht erheblich. 

- 26 - 

b) Subjektive Tatschwere 

Der Beschuldigte wusste, dass der Geschädigte noch nicht 16 Jahre alt war. Er 

handelte vorsätzlich. Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass er  

planmässig vorging, indem er in manipulativer Weise das Vertrauen des  

Geschädigten aufbaute, diesem Drogen abgab und Pornografie zugänglich  

machte. Dieses gezielte, planmässige Vorgehen über Monate hinweg lässt das 

Verschulden auch in subjektiver Hinsicht als erheblich erscheinen.  

Nachvollziehbar ist vor diesem Hintergrund auch die Schlussfolgerung des  

Gutachters, wonach dieses gezielte und planmässige Vorgehen des Beschuldig-

ten über längere Zeit hinweg gegen eine nennenswerte Verminderung der 

Schuldfähigkeit spricht. Dem Gutachter ist jedoch zu folgen, wenn er aufgrund der 

ausgeprägten Persönlichkeitsstörung und Paraphilie einen erhöhten Bedürfnis-

druck und beeinträchtigte Impulskontrollfähigkeit annimmt und eine höchstens 

leichte Minderung der Steuerungsfähigkeit annimmt (Urk. HD 9/18 S. 65). Das in 

subjektiver Hinsicht erhebliche Verschulden wird daher aufgrund der leicht-

gradigen Verminderung der Schuldfähigkeit relativiert. 

Es ist durchaus zutreffend, wie es der Beschuldigte ausführt (Prot. II S. 24), dass 

der Kontakt auch vom Geschädigten B._____ kam und vorangetrieben wurde, in-

dem er dem Beschuldigten bspw. Liebesbekundungen per SMS schickte. Dieser 

Umstand führt aber nicht zu einer weiteren Relativierung des Verschuldens des 

Beschuldigten, da er um die Minderjährigkeit von B._____ wusste. 

Insgesamt ist in subjektiver Hinsicht somit von einem nicht mehr leichten Ver-

schulden auszugehen. 

c) Ernsthafte Versuchung 

Wie bereits vor Vorinstanz machte die Verteidigung des Beschuldigten auch  

anlässlich der Berufungsverhandlung den Strafmilderungsgrund der ernstlichen 

Versuchung im Sinne von Art. 48 lit. b StGB geltend. Sie verweist dabei auf die 

reichhaltigen, einschlägigen SMS des Geschädigten sowie den Umstand, dass 

seit dem ersten offenkundigen SMS im September 2008 bis zum Vorfall im  

- 27 - 

Juli 2009 fast ein Jahr vergangen sei, mithin der Beschuldigten lange habe wider-

stehen können und der Geschädigte zumindest einen Teil der Verantwortung  

treffe (Urk. 56 S. 22). Es sei schleierhaft, weshalb der Beschuldigte hätte  

erkennen müssen, dass die eindeutigen und dutzenden SMS nicht von sexuellen 

Motiven geleitet gewesen seien (Urk. 184 S. 12). 

Die Argumentation der Verteidigung des Beschuldigten verfängt jedoch nicht. Es 

ist grundsätzlich zwar zutreffend, wie es die Verteidigung vor Vorinstanz aus der 

Literatur zitierte, dass im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen mit Kindern 

unter 16 Jahren dann eine Strafmilderung angezeigt ist, wenn das Kind durch sein 

aktives Verhalten die Geschlechtslust des Täters objektiv in einem solchen Masse 

gesteigert hat, dass auch ein gewissenhafter Mann Gefahr gelaufen wäre, ihr zu 

erliegen (Urk. 56 S. 22; vgl. Trechsel/Affolter-Eijsten, Schweizerisches Strafge-

setzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, Art. 48 N 15). Andererseits 

genügt es gemäss selbiger Lehrmeinung mit Hinweisen auf die Praxis nicht, dass 

das Kind sittlich verderbt war und auf sexuelle Zumutungen bereitwillig einging 

oder dass es den Vorschlag zum Geschlechtsverkehr machte (Trechsel/Affolter-

Eijsten, a.a.O., Art. 48 N 15, mit Hinweisen). Eine Versuchung, die lediglich durch 

die Immoralität oder den psychischen Zustand des Täters bedingt ist oder darauf 

zurückgeht, dass sich diesem eine günstige Gelegenheit zur Begehung der Straf-

handlungen bietet, genügt als Strafmilderungsgrund nicht (Wiprächtiger in: BSK 

StGB I, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 48 N 21, mit weiteren Hinweisen). Auch wenn 

vorliegend die Kontakte oft auch vom Geschädigten B._____ ausgingen, hat der 

Beschuldigte selbst massgeblich zur Schaffung eines sexualisierten Umfeldes 

beigetragen. Er ist schliesslich planmässig vorgegangen und führte den Geschä-

digten B._____ völlig unerwartet ins Hotel, wo es zu den sexuellen Handlungen 

gekommen ist, obwohl der ursprüngliche Plan gewesen war, die Hasen zu holen. 

Es gab für den Geschädigten B._____ vorab keine Hinweise auf die anderslau-

tenden Pläne des Beschuldigten. Diesbezüglich wirken die Aussagen des Ge-

schädigten B._____ glaubhaft und es ist mit der Vorinstanz (Urk. 125 S. 19 f.) 

nicht davon auszugehen, dass dies alles ein zielgerichtetes Vorgehen des Ge-

schädigten B._____ gewesen ist. 

- 28 - 

Folglich ist vorliegend der Strafmilderungsgrund der ernsthaften Versuchung im 

Sinne von Art. 48 lit. b StGB nicht gegeben. 

d) Schuldangemessene Strafe 

Dem insgesamt nicht mehr leichten bis erheblichen Verschulden erscheint eine 

Strafe nahe am mittleren Bereich des Strafrahmens angemessen. 

3.2.2. Täterkomponente 

Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten kann auf die Aus-

führungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 125 S. 34 f.; Art. 82 Abs. 4 

StPO). Anlässlich der Berufungsverhandlung führte er ergänzend aus, dass er in 

der Haft psychische Probleme habe und wegen seinen Füssen und dem Leisten-

bruch Schmerzmittel zu sich nehmen müsse. Er könne teilzeit etwas arbeiten und 

verdiene dabei Fr. 7.– pro Tag. Direkten Kontakt habe er nur mit seiner Mutter 

(Urk. 183 S. 2 f.). Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass sich den persönlichen 

Verhältnissen des Beschuldigten keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ent-

nehmen lassen (Urk. 125 S. 35). 

Der Beschuldigte hat drei Vorstrafen erwirkt (Urk. 128). Mit Urteil des Obergerich-

tes des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 15. Januar 1996 wurde er wegen 

mehrfacher Gefährdung des Lebens, mehrfachen Tätlichkeiten und Nichtabgabe 

von Ausweisen oder Kontrollschildern mit eineinhalb Jahren Zuchthaus bestraft. 

Am 14. Januar 2004 wurde er vom Kreisgericht … wegen mehrfacher Sachbe-

schädigung und Beschimpfung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Schliesslich 

wurde er mit Urteil des Kantonsgerichtes Schwyz vom 31. Januar 2006 wegen 

mehrfacher sexueller Nötigung, mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem 

Kind, einfacher Körperverletzung, Sachbeschädigung, mehrfacher Beschimpfung, 

mehrfacher Drohung, Nötigung, Hausfriedensbruch und grober Verletzung der 

Verkehrsregeln bestraft mit einer Zuchthausstrafe von 4 Jahren. Diese Vorstrafen, 

insbesondere die einschlägige Vorstrafe aus dem Jahre 2006, wirken sich erheb-

lich straferhöhend aus. Ebenfalls straferhöhend zu berücksichtigen ist die Delin-

- 29 - 

quenz während der Probezeit der bedingten Entlassung und während laufender 

Massnahme. 

Der Beschuldigte hat die Vornahme sexueller Handlungen mit dem Geschädigten 

eingestanden. Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass dieses Teilgeständnis 

angesichts der fehlenden Einsicht und Reue des Beschuldigten, welche sich in 

Relativierungen seines Verhaltens und Schuldzuweisungen an den Geschädigten 

zeigen, nur sehr leicht strafmindernd zu berücksichtigen ist (Urk. 125 S. 33 f.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.2.3. Einsatzstrafe 

Unter Berücksichtigung der straferhöhenden Faktoren, welche den strafmindern-

den Faktor des Teilgeständnisses deutlich überwiegen, erscheint eine Einsatz-

strafe für das schwerste Delikt der sexuellen Handlungen mit Kindern im Bereich 

von 30 Monaten angemessen  

3.3. Mehrfache Pornografie, mehrfaches Verabreichen gesundheitsgefährdender 

Stoffe an Kinder und mehrfaches Vergehen gegen das Betäubungsmittel-

gesetz 

Für diese Delikte beträgt der Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 

Geldstrafe. Bezüglich dieser Delikte hat der Gutachter mit überzeugender  

Begründung festgehalten, dass keine Verminderung der Schuldfähigkeit des  

Beschuldigten gegeben ist (Urk. HD 9/18 S. 71). Dies wurde auch von keiner  

Seite beanstandet. 

Betreffend den Vorwurf der Pornografie ist festzuhalten, dass die Opfer im Alter 

von 14 und 15 Jahren nahe an der Schutzaltersgrenze waren. Die den Opfern 

übermittelten Bilder beschränkten sich auf die Darstellung entblösster erigierter 

männlicher Geschlechtsteile. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Geschädig-

ten dadurch in ihrer psychischen Entwicklung beeinträchtigt wurden. Der  

Beschuldigte handelte gegenüber den drei Opfern vorsätzlich. Das Motiv bei  

seinem Vorgehen ist in der Schaffung eines sexualisierten Umfeldes zu erblicken 

und steht im Zusammenhang mit der Vorbereitung sexueller Handlungen mit dem 

- 30 - 

Geschädigten B._____. Das Verschulden betreffend den Vorwurf der Pornografie 

wiegt insgesamt leicht.  

Die Abgabe von Cannabis und Alkohol an B._____ und seine Kollegen bildet 

ebenfalls Bestandteil des "Grooming-Verhaltens" des Beschuldigten. Es stand 

dieselbe Motivation hinter seinem Handeln wie beim Vorwurf der Pornografie. Der 

Beschuldigte handelte vorsätzlich. Betreffend die Verabreichung gesundheitsge-

fährdender Stoffe an Kinder ist festzuhalten, dass diese nahe an der Schutzal-

tersgrenze waren. Die Abgabe von Betäubungsmitteln und von Alkohol erfolgte 

unentgeltlich im Rahmen eines gemeinsamen Konsums. Zwar führte die Dro-

genabgabe zur Intensivierung des Konsums bei B._____, indessen ist zu beach-

ten, dass die Jugendlichen schon vorgängig Cannabis konsumiert hatten und 

nicht erst durch den Beschuldigten damit in Kontakt kamen. Das Verschulden 

wiegt insgesamt noch leicht. 

Auch betreffend diese Delikte lassen sich aus den persönlichen Verhältnissen des 

Beschuldigten keine strafzumessungsrelevanten Faktoren entnehmen und fallen 

die Vorstrafen wie die Delinquenz in der Probezeit und während laufender Mass-

nahme straferhöhend ins Gewicht. Leicht strafmindernd ist sein Geständnis be-

treffend diese Anklagepunkte zu berücksichtigen.  

Die Einsatzstrafe für die sexuellen Handlungen mit einem Kind ist somit ent-

sprechend zu erhöhen. 

3.4. Mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 

Der Beschuldigte hat in der Zeit von Juni 2009 bis 7. August 2009 mehrfach  

Marihuana und/oder Haschisch durch Rauchen konsumiert. Das diesbezügliche 

Verschulden wiegt leicht, zumal sich der Konsum auf Cannabis beschränkte und 

nur relativ kurze Zeit dauerte. Angesichts des Umstandes, dass der Beschuldigte 

seit seiner Inhaftierung am 7. August 2009 kein Einkommen erzielt und der  

Vollzug einer mehrjährigen Freiheitsstrafe bzw. Massnahme bevorsteht, ist davon 

auszugehen, dass er auch weiterhin für längere Zeit kein namhaftes Einkommen 

erzielen wird. Ausserdem verfügt der Beschuldige über kein Vermögen und hat 

- 31 - 

Schulden zwischen Fr 70'000.– bis Fr. 90'000.–. Unter diesen Umständen  

erscheint in Abweichung vom vorinstanzlichen Urteil eine Busse von Fr. 300.– 

dem leichten Verschulden und den knappen finanziellen Verhältnissen des  

Beschuldigten angemessen. 

3.5. Strafe für die neuen Delikte 

Insgesamt ist daher für die heute zu beurteilenden Delikte eine Strafe von  

34 Monaten Freiheitsstrafe und eine Busse von Fr. 300.– auszufällen. Die Ersatz-

freiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse ist auf 3 Tage festzu-

legen  

4. Gesamtstrafe unter Einbezug des Strafrestes aus der Rückversetzung 

Unter Einbezug der Reststrafe von 1 Jahr und 199 Tagen ist die Strafe für die 

neuen Delikte angemessen zu erhöhen und erweist sich das vorinstanzliche Urteil 

als klar zu milde. In Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsfaktoren und 

der Reststrafe sowie unter Beachtung des Asperationsprinzips ist der Beschuldig-

te mit einer Gesamtstrafe von 4 Jahren zu bestrafen. Daran anzurechnen sind 

857 Tage erstandener Haft.  

 

IV. Massnahme 

1. Antrag auf Einholung eines neuen Gutachtens 

1.1. Die Untersuchungsbehörde hat betreffend den Beschuldigten ein Gutachten 

bei Dr. med. C._____ eingeholt. In seinem Gutachten vom 17. Juni 2010 hat  

Dr. med. C._____ ausführlich zur Frage nach dem Vorliegen einer psychischen 

Störung, zur Schuldfähigkeit, zur Rückfallgefahr und zu einer Massnahme  

Stellung genommen (Urk. HD9/18). Die Vorinstanz erachtete dieses Gutachten 

als schlüssig und hat darauf abgestellt. 

1.2. Wie gezeigt beantragt die Verteidigung die Einholung eines neuen  

Gutachtens. Zur Begründung macht sie geltend, das Gutachten hätte sowohl  

- 32 - 

basierend auf der Darstellung der Abläufe durch den Beschuldigten als auch ba-

sierend auf dem Tatvorwurf eine Einschätzung abgeben müssen. Der Gutachter 

habe zu wissen, ob die Anknüpfungstatsachen als erstellt zu gelten haben, oder 

er seiner Expertise Annahmen zu Grunde zu legen habe. So seien denn auch 

diese Annahmen, vorliegend sei er vom Anklagevorwurf der sexuellen Nötigung 

ausgegangen, aufzuzeigen, da bei deren Unrichtigkeit das Gutachten als Ganzes 

eventuell unverwertbar sei. Eklatant auffällig und voreingenommen sei denn auch, 

wenn der Gutachter ausführe, es sei bei zukünftigen Handlungen des Beschuldig-

ten von einer deutlichen Ausprägung nötigenden Charakters auszugehen. Es sei 

nicht objektiv, wenn der Gutachter die Aussagen der Beteiligten auszugsweise  

zitiere, und so sich ein völlig falsches Bild der tatsächlichen Situation ergebe. 

Wenn der Gutachter Aussagen der Beteiligten für sein Gutachten verwerte, habe 

er zu überprüfen, ob diese als Arbeitshypothese oder als gesicherte Grundlage zu 

betrachten seien. Gehe der Gutachter folglich in der Legalprognose davon aus, 

dass ein nötigender Charakter wohl eher die Regel sei, da dieses im Handlungs-

repertoire des Beschuldigten gängig sei, würdige er Beweise einseitig und ver-

letze die Unschuldsvermutung. Insbesondere müsse die Rückfallgefahr anders  

beurteilt werden, wenn der Sachverhalt zugunsten des Beschuldigten gewürdigt 

werde. Es lägen somit gesamthaft genügend triftige Gründe vor, dass eine  

abweichende Gesamtbeurteilung vorzunehmen und für den Beschuldigten  

antragsgemäss ein Zweitgutachten auszufertigen sei (Urk. 184 S. 2 ff.; vgl. auch 

Urk. 139).  

1.3. Die Argumentation der Verteidigung ist nicht nachvollziehbar. Dass die 

Rückfallgefahr betreffend sexuelle Handlungen mit Kindern erheblich ist, ist selbst 

für den Laien derart augenfällig, dass die Kritik der Verteidigung ins Leere stösst. 

Der Beschuldigte wurde im Jahre 2006 unter anderem wegen sexuellen Handlun-

gen mit Kindern zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt. Es wurde eine 

vollzugsbegleitende ambulante Massnahme angeordnet. Der Beschuldigte wurde 

per 27. Mai 2009 bedingt aus dem Strafvollzug entlassen unter Fortsetzung der 

ambulanten Massnahme, mit Anordnung von Bewährungshilfe und unter Erteilung 

der Weisung, zufällige Kontakte mit unter 18 Jährigen dem Therapeuten zu  

melden. Eine entsprechende Meldung betreffend Kontakt mit B._____ und seinen 

- 33 - 

Kollegen unterblieb. Nur gerade zwei (!) Monate nach der bedingten Entlassung 

kam es zu sexuellen Handlungen des Beschuldigten mit einem Kind. Eine deutli-

che Rückfallgefahr ist damit in optima forma dokumentiert und bedarf keiner wei-

teren Abklärung und keiner Berücksichtigung verschiedener Tatvarianten. Eine 

deutliche Rückfallgefahr ist evident und zwar unabhängig davon, ob der bezüglich 

der ganzen Problematik sensibilisierte und gewarnte Beschuldigte nötigendes 

Verhalten an den Tag legte oder nicht. 

1.4. Die Verteidigung hat vor Vorinstanz noch eingewendet, im Gutachten werde 

unzutreffend festgehalten, der Beschuldigte habe ab dem 4. Dezember 2006  

6 Monate in der Sicherheitsabteilung von Y._____ verbracht (Urk. 56 S. 6).  

Wieweit eine allfällige falsche diesbezügliche Annahme von Relevanz wäre für die  

Beurteilung der psychischen Störung, der Schuldfähigkeit, Rückfallgefahr oder für 

eine Massnahme, ist nicht erkennbar. Insbesondere hat der Gutachter daraus 

keine Schlüsse mit Bezug auf die gutachterliche Fragestellung gezogen. Zu Recht 

hat schon die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Kritik des Beschuldigten 

am Gutachten entweder für die Beurteilung irrelevante Details betreffe oder die 

pauschale Behauptung beinhalte, das Gutachten sei falsch (Urk. 125 S. 37;  

Art. 82 Abs. 4 StPO) 

1.5. Das Gutachten von Dr. med. C._____ nimmt umfassend zu den gestellten 

Fragen Stellung und ist schlüssig. Seine Ausführungen sind ohne weiteres nach-

vollziehbar, und es besteht kein Hinweis für Voreingenommenheit des Gutachters 

gegen den Beschuldigten. Der Antrag auf Einholung eines neuen Gutachtens ist 

daher abzuweisen. 

2. Anordnung einer Massnahme 

2.1. Standpunkte 

Die Staatsanwaltschaft beantragt die Anordnung einer Verwahrung nach Art. 64 

Abs. 1 StGB, eventualiter die Anordnung einer stationären therapeutischen Mass-

nahme in einer geschlossenen Einrichtung im Sinne von Art. 59 Abs. 3 StGB.  

- 34 - 

Der Beschuldigte beantragt die Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulan-

ten Massnahme.  

Die Vorinstanz hat eine stationäre Massnahme in einer geschlossenen  

Einrichtung nach Art. 59 Abs. 3 StGB angeordnet (Urk. 125 S. 41).  

2.2. Massnahmebedürftigket 

Die sorgfältig erhobene und schlüssig begründete Diagnose des Gutachters  

wurde vollkommen zu Recht von keiner Seite in Frage gestellt. Beim Beschuldig-

ten liegt demzufolge eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen 

Merkmalen, eine paranoide und emotional instabile impulsive Persönlichkeits-

störung und eine Päderastie bezogen auf pubertierende Knaben im Alter von  

ca. 14 bis 18 Jahren vor. Weiter besteht eine gewisse sexuelle Ansprechbarkeit 

für Kinder knapp unter der Pubertätsgrenze. 

Nachvollziehbar begründete der Gutachter, dass eine deutliche Rückfallgefahr für 

sexuelle Handlungen mit Kindern aber auch bezüglich Drohungen, Nötigung,  

Verstössen gegen das BetmG und gegen das SVG besteht, wobei die Rückfallge-

fahr durch die festgestellten Störungsbilder bedingt wird (Urk. HD 9/18 S. 71 ff.).  

Lediglich am Rande vermerkt sei hier, dass bereits das Gutachten O._____  

vom 21. Februar 2005 von einer erheblichen Rückfallgefahr sprach (Urk.  

HD 10 S. 47 f.) 

Die Massnahmebedürftigkeit des Beschuldigten ist daher klar gegeben, was denn 

auch von keiner Seite in Frage gestellt wird. 

2.3. Massnahmefähigkeit und Massnahmewilligkeit  

2.3.1. Hinsichtlich der Massnahmefähigkeit bestehen erhebliche Bedenken,  

zumal bereits mit Urteil des Kantonsgerichtes Schwyz vom 31. Januar 2006 ein 

vollzugsbegleitende ambulante Massnahme angeordnet wurde, deren Weiter-

führung auch nach der bedingten Entlassung des Beschuldigten aus dem Vollzug 

angeordnet wurde. Die Massnahme zeitigte offensichtlich nicht die erhoffte  

Wirkung.  

- 35 - 

Bereits das im Verfahren im Kanton Schwyz eingeholte Gutachten von Dr. med. 

O._____ vom 21. Februar 2005 kam zum Schluss, eine Massnahme (ambulant 

oder stationär) sei in ihrer Wirksamkeit deutlich eingeschränkt, wenn auch nicht 

völlig aussichtslos (Urk. HD 10 S. 46). Das diagnostizierte Störungsbild sei nur 

schwer zu behandeln (Urk. HD 10 S. 45). Dr. med. C._____ kommt zum Schluss, 

die Massnahmefähigkeit sei unzureichend, er spricht von deutlich eingeschränkter 

Behandelbarkeit (Urk. HD 9/18 S. 72). 

2.3.2. Schon die Massnahmefähigkeit des Beschuldigten ist somit stark ein-

geschränkt. Aber auch der Massnamewille war beim Beschuldigten mit Bezug auf 

eine stationäre Massnahme bis heute nur bedingt gegeben, indem er sich bis  

anhin nur mit einer stationären Massname einverstanden erklärte, deren Dauer 

eine zu erwartende Freiheitsstrafe nicht übersteigt (Urk. HD 8/14 S. 16: "Sollte es 

zu einer Verurteilung kommen, wäre ich bereit, meine Strafe in einer stationären 

Massnahem zu verbüssen"; "Die Frage ist, wie lange eine stationäre Massnahme 

dauern würde und in welcher Form."). 

Der Beschuldigte ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die erneute  

Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten Massnahme angesichts der 

ohnehin äusserst fraglichen Massnahmefähigkeit und des offensichtlichen  

Scheiterns einer ersten vollzugsbegleitenden ambulanten Massnahme klar nicht 

mehr in Betracht zu ziehen ist. Der Gutachter hält dazu nachvollziehbar fest, bei 

vollzugsbegleitender ambulanter Massnahme wären die Behandlungsintensität 

und die verfügbare Therapiedauer je nach Reststrafe unzureichend (Urk. HD 9/18 

S. 69). Auf der anderen Seite ist auch die von der Staatsanwaltschaft beantragte 

Anordnung einer Verwahrung als einschneidenster Eingriff in die Freiheitsrechte 

des Beschuldigten nur als ultima ratio in Betracht zu ziehen (M. Heer in: BSK 

StGB I, 2. Aufl., Basel 2007, N 8 zu Art. 64 StGB). Die Behandelbarkeit des  

Beschuldigten im Rahmen einer stationären Massnahme wird vom Gutachter 

zwar als deutlich eingeschränkt beurteilt, sie wird aber auch nicht völlig ausge-

schlossen. Unter diesen Umständen erscheint es angezeigt, dem Beschuldigten 

die Chance einer stationären Massnahme zu gewähren. Es kann heute noch nicht 

gesagt werden, eine Massnahme nach Art. 59 StGB verspreche keinen Erfolg im 

- 36 - 

Sinne von Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB. Eine Verwahrung als ultima ratio ist im  

heutigen Zeitpunkt noch nicht angezeigt. 

2.3.3. Der Empfehlung des Gutachters folgend ist daher eine stationäre Mas-

snahme im Sinne von Art. 59 StGB anzuordnen, wobei zu prüfen bleibt,  

ob eine stationäre Massnahme in geschlossenem Rahmen im Sinne von Art. 59 

Abs. 3 StGB anzuordnen ist.  

2.4. Anordnung einer stationären Massnahme nach Art. 59 Abs. 2 StGB oder 

Art. 59 Abs. 3 StGB 

Gemäss Art. 59 Abs. 2 StGB erfolgt die stationäre Behandlung in einer geeigne-

ten psychiatrischen Einrichtung oder Massnahmevollzugseinrichtung. Solange die 

Gefahr besteht, dass der Täter flieht oder weitere Straftaten begeht, wird er in  

einer geschlossenen Einrichtung behandelt und kann auch in einer Strafanstalt 

nach Art. 76 Abs. 2 StGB behandelt werden, sofern die nötige therapeutische  

Behandlung durch Fachpersonal gewährleistet ist (Art. 59 Abs. 3 StGB).  

Für die Anordnung einer therapeutischen Massnahme nach Art. 59 Abs. 3 StGB 

ist eine besondere künftige Gefährlichkeit des Täters vorausgesetzt (Heer in: BSK 

StGB I, a.a.O., N. 104 zu Art. 59). Dieses Erfordernis der besonderen Gefährlich-

keit ergibt sich daraus, dass die Gefahr künftiger Delinquenz bei der Anordnung 

einer Massnahme immer vorausgesetzt ist und Grundlage für die Massnahme-

bedürftigkeit bildet. Es muss eine besondere künftige Gefährlichkeit vorliegen, mit 

der in einer therapeutischen Institution nicht umgegangen werden kann (Heer in: 

BSK StGB I, a.a.O., N 104 zu Art. 59). 

Beim Beschuldigten ist keine solche besondere Gefährlichkeit gegeben. Der Gut-

achter empfiehlt die Anordnung einer geschlossenen stationären Massnahme 

denn auch nicht unter dem Aspekt der besonderen Gefährlichkeit des Beschuldig-

ten, sondern vor dem Hintergrund der Problematik aufwendiger Tragbarkeit des 

Exploranden im geschlossenen Rahmen (Urk. HD 9/18 S. 69). 

 

- 37 - 

Da keine besondere Gefährlichkeit des Beschuldigten vorliegt, hat nicht schon 

von Anfang an die Anordnung einer Massnahme nach Art. 59 Abs. 3 StGB zu  

erfolgen. Der Beschuldigte ist indessen mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass 

die geschlossene Unterbringung im Sinne von Art. 59 Abs. 3 StGB auch später 

während laufendem Massnahmevollzug erfolgen kann, wobei auch interne  

Gefährlichkeit in der Anstalt, mithin ein Verhalten, welches Sicherheit  

und Ordnung in der Einrichtung gefährdet, wie zum Beispiel schwere ernstzu-

nehmende Drohungen, Anlass für eine gesicherte Unterbringung sein kann (Heer 

in: BSK StGB I, a.a.O., N 106 zur Art. 59).  

Es ist daher nicht schon mit vorliegendem Urteil eine geschlossene Unterbringung 

anzuordnen, wobei eine solche bei entsprechendem Verhalten des Beschuldigten 

im Massnahmevollzug vorbehalten bleibt. 

2.5. Freiheitsstrafe und Massnahme 

Dass der Vollzug der Massnahme nach Art. 59 StGB der vollziehbaren Freiheits-

strafe vorausgeht, ergibt sich aus dem Gesetz (Art. 57 Abs. 2 StGB). 

 

V. Einziehung 

Die Vorinstanz hat dem Antrag der Untersuchungsbehörde folgend die  

Einziehung der von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland mit Verfügung 

vom 12. Januar 2010 beschlagnahmten Mobiltelefone und der SIM-Karte gestützt 

auf Art. 69 StGB beschlossen. Der Beschuldigte verlangt die Herausgabe dieser  

Gegenstände an ihn, da die diversen SMS nicht strafrechtlich relevant seien und 

auch die MMS an und für sich keine verbotene Pornografie darstellen würden, 

sondern nur im Kontext mit den Jugendlichen strafwürdig seien. Es mangle bei 

der Sicherungseinziehung somit am Erfordernis der konkreten Gefährdung. Es sei 

zudem nicht schlüssig, auf welchem der beschlagnahmten Mobiltelefone oder der 

SIM-Karte die MMS erstellt bzw. versandt worden seien (Urk. 184 S. 13 f.).  

 

- 38 - 

 

Trotz dieser grundsätzlich zutreffenden Einwände der Verteidigung des Beschul-

digten ist klar festzuhalten, dass diverse Bilder sichergestellt wurden. Insbesonde-

re aufgrund des Umstandes, da die drei Mobiltelefone und die SIM-Karte offen-

sichtlich und unbestritten im Zusammenhang mit den eingeklagten deliktischen 

Handlungen (Vorwürfe der Pornographie) stehen, wäre eine genauere Auswer-

tung der Mobiltelefone und Zuordnung der sichergestellten MMS und SMS  

je Mobiltelefon vom Aufwand her nicht verhältnismässig. Mit der Vorinstanz sind 

deshalb die beschlagnahmten Gegenstände einzuziehen und der Lagerbehörde 

zur gutscheinenden Verwendung zu überlassen.  

 

VI. Kosten und Entschädigungsfolgen 

Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte mit seinem Antrag auf Schuld-

spruch im Sinne von Art. 187 Ziff. 4 StGB, betreffend Reduktion der Strafe auf  

30 Monate und Anordnung einer ambulanten vollzugsbegleitenden Massnahme. 

Dagegen obsiegt er betreffend Freispruch vom Vorwurf der sexuellen Nötigung 

und betreffend Absehen von der Anordnung einer Verwahrung. Ausgangsgemäss 

sind die Kosten des Berufungsverfahrens inklusive derjenigen der amtlichen Ver-

teidigung gestützt auf Art. 428 StPO dem Beschuldigten zur Hälfte aufzuerlegen 

und zur Hälfte auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der hälftige dem Beschuldigten 

aufzuerlegende Anteil der Gerichtskosten und Kosten der amtlichen Verteidigung 

ist im Hinblick auf die für längere Zeit weiterhin misslichen finanziellen Verhältnis-

se des Beschuldigten abzuschreiben. Die Kosten der unentgeltlichen Geschä-

digtenvertretung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist auf Fr. 3'000.– anzu-

setzen. 

 

 

- 39 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, 

vom 18. Januar 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− … , 

− der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB, 

− des mehrfachen Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder  

im Sinne von Art. 136 StGB, 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne  

von dessen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von  

dessen Art. 19a Ziff. 1. 

2. … . 

3. Bezüglich der mit Entscheid des Sicherheitsdepartementes des Kantons Schwyz vom 

25. Mai 2009 verfügten bedingten Entlassung (Reststrafe 1 Jahr und 199 Tage) wird 

die Rückversetzung angeordnet. 

4. … . 

5. … . 

6. … . 

7. … . 

8. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren des  

Privatklägers B._____ im Umfang von Fr. 4'000.-- zuzüglich 5 % Zins ab 26. Juli 2009 

anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgeweisen. 

9. … . 

 

- 40 - 

10. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 4'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr.         Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 19'665.30   Auslagen Untersuchung 

Fr. 37'901.45   amtliche Verteidigung 

Fr. 13'063.80   unentgeltliche Vertretung Privatkläger 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden einstweilen, diejenigen der unentgeltlichen 

Vertretung des Privatklägers B._____ definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Ei-

ne Nachforderung der Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, 

inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung bleibt vorbehalten, sobald es die wirt-

schaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten erlauben. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der sexuellen Handlungen mit 

einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung frei-

gesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe bestraft mit einer  

Freiheitsstrafe von 4 Jahren als Gesamtstrafe, wovon 857 Tage durch  

Untersuchungs- und Sicherheitshaft bis und mit heute erstanden sind, sowie 

mit einer Busse von Fr. 300.–. 

 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

- 41 - 

5. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 

Abs. 2 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet. 

6. Der Vollzug der Massnahme geht demjenigen der Freiheitsstrafe voraus. 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  

12. Januar 2010 beschlagnahmen Gegenstände 

− Mobiltelefon der Marke Sony Ericsson, Typ …, IMEI-Nr. ...; 

− Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...; 

− Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...; 

− SIM-Karte … SIM-Karten-Nr. ... 

werden definitiv eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen. 

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

Fr.    unentgeltlicher Rechtsbeistand 

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und 

zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Der dem Beschuldigten aufer-

legte hälftige Kostenanteil wird abgeschrieben. 

Die Kosten der unentgeltlichen Geschädigtenvertretung werden auf die  

Gerichtskasse genommen. 

 

10.  Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben) 

- 42 - 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste (unter Beilage einer Kopie der Haftverfügung)  

− den Vertreter des Privatklägers B._____ im Doppel für sich und zuhan-
den der Privatklägers 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden 
 des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich  
− das Bundesamt für Polizei 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 
− Bezirksgerichtskasse Zürich 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 
 

11.  Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

 

- 43 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Sodann wird beschlossen: 

 

1. Die Sicherheitshaft wird bis zum Antritt der stationären Massnahme,  

längstens bis zum 12. Juni 2012 verlängert. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− das Gefängnis P._____ 
− Amt für Justizvollzug, Bewährungs- und Vollzugsdienste 

3. Gegen diesen Entscheid kann - soweit die Verletzung verfassungsmässiger 

Rechte geltend gemacht wird (Art. 98 BGG) - bundesrechtliche Beschwerde 
in Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen 

Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.  

- 44 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 12. Dezember 2011 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. F. Bollinger 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. T. Walthert 

 

	Urteil vom 12. Dezember 2011
	Anklage:
	Entscheid der Vorinstanz:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff.1 StGB,
	 der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB,
	 des mehrfachen Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder im Sinne von Art. 136 StGB,
	 des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von dessen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 sowie
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von dessen  Art. 19a Ziff. 1.

	2. Vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Bezüglich der mit Entscheid des Sicherheitsdepartementes des Kantons Schwyz vom 25. Mai 2009 verfügten bedingten Entlassung (Reststrafe 1 Jahr und 199 Tage) wird die Rückversetzung angeordnet.
	4. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe bestraft mit 3 Jahren Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe (wovon 530 Tage durch Haft erstanden sind) und einer Busse von Fr. 500.--.
	5. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.
	6. Der Vollzug der Massnahme geht demjenigen der Freiheitsstrafe voraus.
	7. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	8. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ im Umfang von Fr. 4'000.-- zuzüglich 5 % Zins ab 26. Juli 2009 anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgeweisen.
	9. Die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 12. Januar 2010 beschlagnahmten Gegenstände
	 Mobiltelefon der Marke Sony Ericsson, Typ …, IME-Nr. ...;
	 Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...;
	 Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...;
	 SIM-Karte … SIM-Karten-Nr. ...
	werden definitiv eingezogen und der Gerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen.

	10. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden einstweilen, diejenigen der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers B._____ definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Eine N...
	Berufungsanträge:
	1. Es sei in Abänderung von Disp.-Ziff. 1 des angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2011 der Beschuldigte nicht der sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1, sondern im Sinne von Art. 187 Ziff. 4 StGB...
	2. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Disp.-Ziff. 4 des angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2011 mit höchstens 30 Monaten Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe und einer  Busse von Fr. 300.– zu bestrafen.
	3. Es sei für den Beschuldigten in Abänderung von Disp.-Ziff. 5 des  angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2011 eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 63 anzuordnen.
	4. Es sei in Aufhebung von Disp.-Ziff. 6 die Freiheitsstrafe nicht zu  Gunsten der Massnahme aufzuschieben.
	5. Es sei in Aufhebung von Disp.-Ziff. 9 die beschlagnahmten Mobiltelefone und die SIM-Karte dem Beschuldigten auf erstes Verlangen hin herauszugeben.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	II.  Schuldpunkt
	III.  Strafe
	IV.  Massnahme
	V.  Einziehung
	VI.  Kosten und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 … ,
	 der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB,
	 des mehrfachen Verabreichens gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder  im Sinne von Art. 136 StGB,
	 des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne  von dessen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 sowie
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von  dessen Art. 19a Ziff. 1.

	2. … .
	3. Bezüglich der mit Entscheid des Sicherheitsdepartementes des Kantons Schwyz vom 25. Mai 2009 verfügten bedingten Entlassung (Reststrafe 1 Jahr und 199 Tage) wird die Rückversetzung angeordnet.
	4. … .
	5. … .
	6. … .
	7. … .
	8. Es wird festgehalten, dass der Beschuldigte das Genugtuungsbegehren des  Privatklägers B._____ im Umfang von Fr. 4'000.-- zuzüglich 5 % Zins ab 26. Juli 2009 anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgeweisen.
	9. … .
	10. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden einstweilen, diejenigen der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers B._____ definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Eine N...
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig der sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe bestraft mit einer  Freiheitsstrafe von 4 Jahren als Gesamtstrafe, wovon 857 Tage durch  Untersuchungs- und Sicherheitshaft bis und mit heute erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.–.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 2 StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet.
	6. Der Vollzug der Massnahme geht demjenigen der Freiheitsstrafe voraus.
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  12. Januar 2010 beschlagnahmen Gegenstände
	 Mobiltelefon der Marke Sony Ericsson, Typ …, IMEI-Nr. ...;
	 Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...;
	 Mobiltelefon der Marke Nokia, Typ …, IMEI-Nr. ...;
	 SIM-Karte … SIM-Karten-Nr. ...
	werden definitiv eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen.

	8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Der dem Beschuldigten auferlegte hälftige Kostenanteil wird abge...
	Die Kosten der unentgeltlichen Geschädigtenvertretung werden auf die  Gerichtskasse genommen.
	10.  Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (unter Beilage einer Kopie der Haftverfügung)
	 den Vertreter des Privatklägers B._____ im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägers
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B
	 Bezirksgerichtskasse Zürich
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten

	11.  Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Sodann wird beschlossen:
	1. Die Sicherheitshaft wird bis zum Antritt der stationären Massnahme,  längstens bis zum 12. Juni 2012 verlängert.
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 das Gefängnis P._____
	 Amt für Justizvollzug, Bewährungs- und Vollzugsdienste

	3. Gegen diesen Entscheid kann - soweit die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht wird (Art. 98 BGG) - bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom der Zustellung der vollständigen, begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorges...
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.