# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0b6d86e-0030-567f-bf6d-9d1f689f18b4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2010 D-5480/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5480-2007_2010-12-16.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung IV
D-5480/2007

Urteil vom 16. Dezember 2010

Besetzung Richter Walter Lang (Vorsitz),
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro, Richter Daniel Schmid,   
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

Parteien A._______, geboren (…), Afghanistan,
vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther,
Advokatur Kanonengasse,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. Juli 2007 / N (…).

D-5480/2007

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Sachverhalt:

A. 
Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben 
zufolge etwa im März 2005 und gelangte nach längeren Aufenthalten in 
Pakistan und im Iran via die Türkei und weitere ihm unbekannte Länder 
am 17. März 2007 illegal in die Schweiz, wo er am selben Tag um Asyl 
nachsuchte. Am 22. März 2007 erhob das BFM im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen seine Personalien und befragte ihn 
zu seinem Reiseweg sowie – summarisch – zu seinen Asylgründen. Am 
18. April 2007 hörte ihn das BFM zu seinen Asylgründen an. Mit 
Zwischenverfügung vom 19. April 2007 wies ihn das BFM für die Dauer 
des Verfahrens dem Kanton B.__________ zu.

Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer geltend, er sei afghanischer Staatsbürger, stamme aus 
C.__________ (Provinz Ghazni, Distrikt Jaghuri) und sei Angehöriger der Volksgruppe der Hazara. Er habe 
in seiner Heimatgegend als Schafhirte gearbeitet. Ungefähr im März 2005 habe er sich auf die Suche nach 
einem verlorenen Schaf gemacht, das er schliesslich wieder gefunden habe. Auf dem Nachhauseweg – 
abends um etwa sieben Uhr – habe er bei der Ortschaft G.___________ zwei Männer beobachtet, welche 
sich an einer blutüberströmten Leiche zu schaffen gemacht hätten. Beide Männer hätten entdeckt, dass er 
sie beobachtet habe. Daraufhin sei er sofort nach Hause geflüchtet, wo er sich während der nächsten drei 
Tage versteckt habe. Da er befürchtet habe, dass ihn die beiden Männer als Mordzeugen mundtot machen 
könnten, sei er anschliessend nach Kandahar geflohen und habe Afghanistan in der Folge im März oder 
April 2005 verlassen und anschliessend zehn beziehungsweise zwölf Monate in Pakistan respektive im Iran 
gelebt. Da ihn die beiden Männer indessen – wie er telefonisch seitens eines Bruders erfahren habe – auch 
in diesen beiden Ländern gesucht hätten, habe er sich schliesslich zur Weiterreise in die Schweiz 
entschlossen.

B. 
Am 29. März 2007 führte Dr. med. E.__________ im Kantonsspital 
F.___________ eine radiologische Untersuchung der linken Hand des 
Beschwerdeführers zur Bestimmung seines Skelettalters (sogenannte 
("Knochenaltersanalyse") durch. Gemäss dem Bericht vom 29. März 2007 
weist das Handskelett des Beschwerdeführers entsprechend den 
Tabellen von Greulich und Pyle ein Knochenalter von 19 Jahren auf. Am 
2. April 2007 führte das BFM beim Beschwerdeführer eine kurze 
anamnestische Erhebung durch. Anschliessend teilte es ihm die 
Ergebnisse der Knochenaltersanalyse vom 29. März 2007 mit und 
gewährte ihm hierzu das rechtliche Gehör. In dessen Rahmen räumte der 
Beschwerdeführer ein, "eigentlich 18 Jahre alt" (und damit volljährig) zu 
sein (vgl. act. A14/4 S. 3 unten).

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C. 
Am 18. April 2007 sprach der Beschwerdeführer beim BFM vor und 
übergab diesem zuhanden seines Asylverfahrens seine Tazkara vom 
11. April 2004 und vier Originalfotos, auf welchen er – teils zusammen mit 
Verwandten – abgebildet sei.

D. 
Mit Verfügung vom 12. Juli 2007 stellte das BFM fest, der 
Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte sein 
Asylgesuch ab. Zur Begründung führte das BFM aus, dessen Vorbringen 
hielten den Anforderungen an das Glaubhaftmachen nicht stand.

Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug der Wegweisung an. 
Hinsichtlich der Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs hielt die Vorinstanz im Wesentlichen 
fest, die Sicherheitslage in Afghanistan habe sich zwar in letzter Zeit verschlechtert, weil die Taliban ihre 
Aktivitäten verstärkt und ihren Einfluss insbesondere auf Gebiete in der südlichen und südöstlichen 
Landeshälfte sowie auf einzelne Distrikte im Norden ausgedehnt hätten. Gleichzeitig komme der Aufbau 
der afghanischen Nationalarmee und der Polizeikräfte nur schleppend voran und das 
Entwaffnungsprogramm stagniere. Nichtsdestotrotz könne in Afghanistan nicht von einer Situation 
allgemeiner Gewalt gesprochen werden. So sei Hamid Karzaj am 9. Oktober 2004 in den ersten 
demokratischen Wahlen des Landes unter der neuen Verfassung von Januar 2004 als Präsident gewählt 
worden. Im September 2005 seien nach zwei Jahrzehnten die ersten parlamentarischen Wahlen 
durchgeführt worden und im Dezember 2005 die Amtseinsetzung des Parlamentes erfolgt. Dies seien 
wichtige Schritte in Richtung Stabilisierung der Situation. Überdies habe die Regierung Karzaj Fortschritte 
in der Entwicklung und Professionalisierung der der Armee und der Sicherheitsbehörden erzielt. Auch die 
NATO-Führung zeige sich zuversichtlich, das Land erfolgreich stabilisieren zu können. Die NATO-
geführten ISAF-Truppen hätten ihren Einsatzraum ausgedehnt und die Verantwortung für sämtliche 
regionalen Wiederaufbauteams übernommen. Anlässlich der internationalen Afghanistan-Konferenz in 
London Anfang 2006 hätten die Teilnehmer beschlossen, den Wiederaufbau des Landes auch in Zukunft 
zu fördern und hätten dem Land in den kommenden fünf Jahren eine internationale Wiederaufbauhilfe 
zugesagt.

Hinsichtlich des Bestehens allfälliger individueller Wegweisungshindernisse sei unter dem Aspekt der 
Zumutbarkeit überdies festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die Schweizer Asylbehörden in Bezug auf 
die Behauptung, minderjährig zu sein, zu täuschen versucht habe. Diese Schlussfolgerung werde im 
Ergebnis auch durch die Unglaubhaftigkeit seiner Asylvorbringen bekräftigt. Im Weiteren sei festzustellen, 
dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen sei, die Ghazni begrenzenden Nachbarsprovinzen 
korrekt zu benennen, wiewohl er bis im Jahre 2005 in der Provinz Ghazni gelebt haben wolle. Aus diesem 
Grunde müssten auch seine Angaben zu seiner Identität, zu seiner Herkunft innerhalb Afghanistans und 
damit auch zum sozialen Netz innerhalb der örtlichen Familien- und Clanstruktur sowie über seine 
konkreten ökonomischen Verhältnisse erheblich bezweifelt werden. Es sei nach ständiger Rechtsprechung 

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nicht Aufgabe der Asylbehörden, bei fehlenden Hinweisen nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu 
forschen, falls der Beschwerdeführer – wie vorliegend – seiner Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht im 
Rahmen der Sachverhaltsermittlung offensichtlich nicht nachgekommen sei und die Asylbehörden zu 
täuschen versucht habe.

Im Weiteren hielt das BFM in seiner Verfügung fest, der vom Beschwerdeführer im Rahmen des 
erstinstanzlichen Verfahrens eingereichten Tazkara komme bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend 
gemachten Identität und Herkunft kein Beweiswert zu, da derartige Urkunden – wie alle anderen 
afghanischen Dokumente (Parteiausweise, Führerscheine usw.) – bekanntlich leicht gefälscht werden 
könnten. Zudem seien solche Dokumente leicht käuflich erwerbbar.

E. 
Mit Eingabe vom 16. August 2007 erhob der Beschwerdeführer beim 
Bundesverwaltungsgericht gegen die Verfügung des BFM Beschwerde 
und beantragte, die Verfügung des BFM vom 12. Juli 2007 sei 
aufzuheben und ihm Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Verfügung 
des BFM vom 12. Juli 2007 aufzuheben und die Sache zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei 
festzustellen, dass die Wegweisung unzulässig und unzumutbar sei und 
ihm die vorläufige Aufnahme zu gewähren. In verfahrensrechtlicher 
Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses. Im weiteren stellte er den Antrag, es sei ihm Einsicht 
in die Verfahrensakten zu gewähren. Hinsichtlich des Asylpunktes hielt 
der Beschwerdeführer fest, die vom BFM genannten angeblichen 
Widersprüche beziehungsweise Ungereimtheiten liessen sich plausibel 
erklären. Hinsichtlich seiner Herkunft und seines familiären 
Beziehungsnetzes in Afghanistan merkte der Beschwerdeführer an, er 
habe der Vorinstanz eine Tazkara und Fotos, welche ihn zusammen mit 
Verwandten zeigten, eingereicht. Ausserdem seien seine Angaben 
hinsichtlich seiner Familie und seines Werdegangs in sich stimmig, 
weshalb es keinen Grund gebe, an der Richtigkeit seiner diesbezüglichen 
Aussagen zu zweifeln.

F. 
Am 20. August 2007 ging dem Bundesverwaltungsgericht eine seitens 
des Sozialdienstes des Kantons B.__________ versandte und vom 
17. August 2007 datierende Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung für den 
Beschwerdeführer zu.

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G. 
Mit Instruktionsverfügung vom 31. August 2007 bestätigte das 
Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde.

H. 
Mit Zwischenverfügung vom 4. September 2007 stellte der zuständige 
Instruktionsrichter einleitend die Rechtzeitigkeit der Beschwerde fest: 
Zwar habe die schweizerische Post dem Beschwerdeführer die 
eingeschrieben an ihn versandte und mit einem Rückschein versehene 
Verfügung des BFM am 13. Juli 2007 ergebnislos zuzustellen versucht 
und dieser habe in der Folge die Sendung auch während der ordentlichen 
siebentägigen Frist auf der Post nicht abgeholt. Da gemäss der 
Bestimmung von Art. 12 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) eine an die letzte bekannte Adresse eines 
Asylsuchenden zugestellte Sendung nach Ablauf der siebentägigen 
Abholfrist rechtsgültig werde, die Verfügung des BFM demnach als am 
20. Juli 2007 eröffnet gelte und der Beschwerdeführer am 16. August 
2007 Beschwerde eingelegt habe, sei die 30-tägige Beschwerdefrist 
vorliegend gewahrt worden. Er könne den Ausgang des Verfahrens 
gemäss Art. 42 AsylG in der Schweiz abwarten. Gleichzeitig hiess der 
Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts das Gesuch um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) vorbehältlich einer allfälligen 
Veränderung der finanziellen Lage des Beschwerdeführers gut, lud die 
Vorinstanz zur Vernehmlassung ein und wies diese gleichzeitig an, dem 
Beschwerdeführer die Akteneinsicht zu gewähren.

I. 
Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 13. September 2007 
die Abweisung der Beschwerde.

J. 
Mit Instruktionsverfügung vom 18. September 2007 brachte das 
Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung 
des BFM zur Kenntnis.

K. 
Mit Eingabe vom 4. Mai 2009 notifizierte Rechtsanwalt Urs Ebnöther dem 
Bundesverwaltungsgericht die Mandatsübernahme im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren. Gleichzeitig reichte er eine Anwaltsvollmacht und 

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mehrere Beweisdokumente (vier Videoaufnahmen aus der Heimatgegend 
des Beschwerdeführers in Afghanistan sowie ein heimatliches Schreiben, 
worin dessen Herkunft aus dem Weiler G.___________ in der Ortschaft 
C.__________ im Distrikt Jaghuri der Provinz Ghazni bestätigt werde) 
ein.

L. 
Mit Schreiben vom 27. Juli 2010 ersuchte der Rechtsvertreter das 
Bundesverwaltungsgericht um Mitteilung, ob noch in diesem Jahr mit 
einem Abschluss des Verfahrens seines Mandanten gerechnet werden 
könne.

M. 
Am 2. August 2010 teilte das Bundesverwaltungsgericht dem 
Rechtsvertreter mit, dass das vorliegende Beschwerdeverfahren aller 
Voraussicht nach noch dieses Jahr abgeschlossen werden könne.

N. 
Am 10. September 2010 lud das Bundesverwaltungsgericht die 
Vorinstanz unter Zustellung der vom Beschwerdeführer am 4. Mai 2009 
eingereichten Dokumente zu einem weiteren Schriftenwechsel ein.

O. 
Das BFM beantragte in seiner zweiten Vernehmlassung vom 
24. September 2010 die Abweisung der Beschwerde. Ergänzend hielt die 
Vorinstanz fest, mit Blick auf den bisherigen Verlauf des Asylverfahrens 
handle es sich beim nachgereichten Bestätigungsschreiben wichtiger 
Persönlichkeiten um ein gefälschtes oder allenfalls um ein erschlichenes 
Dokument. Im Weiteren sei festzuhalten, dass als Aufnahmeorte der 
Videosequenzen zahlreiche Regionen in Afghanistan in Frage kämen und 
überdies zu bezweifeln sei, dass es sich beim vom Beschwerdeführer 
bezeichneten Jungen tatsächlich um ihn selbst handle.

P. 
Mit Eingabe vom 14. Oktober 2010 gab der Rechtsvertreter für seinen 
Mandanten eine Stellungnahme zur Vernehmlassung des BFM vom 
24. September 2010 ab. Es treffe zwar zu, dass die auf dem 
Bestätigungsschreiben angebrachten Stempel von schlechter Qualität 
seien. Es sei indessen mit Blick auf die herrschenden Verhältnisse in 
Afghanistan nicht angängig, hieraus automatisch auf den 
Fälschungscharakter beziehungsweise die fehlende Beweiskraft jenes 

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Bestätigungsschreibens zu schliessen. Vielmehr trage es im Verbund mit 
allen weiteren Dokumenten und Aussagen des Beschwerdeführers 
durchaus zu dessen Glaubwürdigkeit bei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den 
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde; es 
entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG, Art. 83 
Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, 
SR 173.110]).

1.2. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 105  
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 50 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 
Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz 
teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, 
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 
Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
3.1. 
Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person 
anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 

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Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder 
Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken (Art. 3 AsylG).

3.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft 
gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

4. 
4.1. Der Beschwerdeführer begründete seine Ausreise im Wesentlichen 
damit, er sei an Leib und Leben gefährdet gewesen, weil er Zeuge eines 
Mordes geworden sei.

4.2. Wie das BFM in seiner Verfügung indessen zutreffend festgehalten 
hat, weisen die Schilderungen des Beschwerdeführers im 
Zusammenhang mit dem angeblichen Mord beziehungsweise der 
Identität respektive Herkunft der beiden angeblichen Täter derart 
gravierende Widersprüche und Ungereimtheiten auf, dass die 
Gesamtvorbringen des Beschwerdeführers überwiegend unglaubhaft 
erscheinen.

4.2.1. So gab der Beschwerdeführer anlässlich seiner Befragung im EVZ 
zunächst an, er habe seinem Bruder gegenüber beide Namen der von 
ihm beim Entsorgen einer Leiche beobachteten Männer genannt (vgl. act. 
A1/13 S. 6), während er im weiteren Verlauf derselben Befragung 
plötzlich behauptete, er habe bloss einen der beiden Täter – 
H.__________ – namentlich gekannt, während ihm der zweite Täter nur 
vom Sehen her bekannt gewesen sei (vgl. act. A1/13 S. 6). Die vom 
Beschwerdeführer auf Vorhalt dieses Widerspruchs abgegebene lapidare 
Erklärung, er habe auch seinem Bruder gegenüber immer nur einen 
Täternamen genannt (vgl. act. A1/13 S. 6), muss mit Blick auf die erste – 
unmissverständliche – Protokollstelle als wenig überzeugend eingestuft 
werden. Ungeachtet dessen fällt auf, dass der Beschwerdeführer 
hinsichtlich der beiden Täter in der Erstbefragung zusätzlich angab, beide 
seien Einwohner von G.___________ gewesen (vgl. act. A1/13 S. 6). 

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Anlässlich der Bundesanhörung gab der Beschwerdeführer 
demgegenüber die mit ersterer Aussage nicht zu vereinbarende 
Erklärung ab, er habe den zweiten, ihm namentlich nicht bekannten Täter 
zuvor noch nie gesehen (vgl. act. A16/9 S. 4). Erst auf Vorhalt hin, wie er 
dann anderweitig behaupten könne, dass beide Täter aus 
G.___________ stammten, berichtigte er seine Aussage bei der 
Bundesanhörung dahingehend, er habe den zweiten Täter doch schon 
mal früher gesehen (vgl. act. A16/9 S. 4).

Bereits die dargelegten Widersprüche hinsichtlich der Identität beziehungsweise Herkunft der beiden Täter 
wecken erhebliche Zweifel an der geltend gemachten Gefährdungssituation des Beschwerdeführers.

4.2.2. Gegen die Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Fluchtgründe 
des Beschwerdeführers spricht auch dessen Behauptung, nur er, nicht 
aber sein Bruder I.___________, sei an Leib und Leiben gefährdet (so im 
Ergebnis act. A16/9 S. 5). Es ist nicht plausibel, weshalb I.___________, 
Glaubhaftigkeit der Gesamtvorbringen des Beschwerdeführers 
vorausgesetzt, weniger gefährdet als der Beschwerdeführer sein sollte, 
zumal ihm Letzterer ja die Identität eines beziehungsweise beider Täter 
preisgegeben haben will (vgl. act. A1/13 S. 6) und er damit zum Mitwisser 
einer Mordtat geworden wäre. Der Umstand, dass I.___________ im 
Gegensatz zum Beschwerdeführer nicht unmittelbarer Augenzeuge des 
Mordes gewesen sein soll, vermag hieran entgegen den Behauptungen in 
der Beschwerde (vgl. Beschwerde S. 3) nichts zu ändern.

4.2.3. Realitätsfremd mutet sodann die Behauptung des 
Beschwerdeführers an, die beiden Täter hätten ihm auch in Pakistan und 
im Iran nachgestellt, weshalb er schliesslich in die Schweiz geflüchtet sei. 
Eine derartige Verhaltensweise zweier angeblicher Mörder erscheint a 
priori ziemlich abwegig, zumal die Täter im Ergebnis durch die dauerhafte 
Vertreibung des Beschwerdeführers ins Ausland ihr Ziel, einen allfälligen 
Belastungszeugen loszuwerden, längst erreicht hätten. Ganz abgesehen 
davon vermochte der Beschwerdeführer in keiner Weise plausibel zu 
machen, wie seine Brüder in Afghanistan überhaupt hätten in Erfahrung 
bringen sollen, dass ihn die beiden Täter auch im Ausland aufzuspüren 
versucht haben. Dass die Familie des Beschwerdeführers dies – wie 
nunmehr auf Beschwerdeebene behauptet wird – in dörflicher Enge 
gerüchteweise vernommen haben will (vgl. Beschwerde S. 3), erscheint 
denn auch gar fadenscheinig. Im Weiteren ist nicht ersichtlich, wie die 
beiden Täter überhaupt den genauen Aufenthaltsort des 
Beschwerdeführers in Pakistan respektive im Iran hätten in Erfahrung 

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bringen können. Würden die Brüder des Beschwerdeführers dies den 
Tätern verraten haben, hätte der Beschwerdeführer solches im Verlaufe 
seiner Befragungen durch die Schweizer Asylbehörden beziehungsweise 
auf Beschwerdeebene bestimmt geltend gemacht, was er jedoch 
bezeichnenderweise nicht getan hat.

4.3. Die aufgezeigten Widersprüche und Ungereimtheiten in den 
Schilderungen der angeblichen Fluchtgründe des Beschwerdeführers 
machen deutlich, dass dessen Asylvorbringen nicht den Tatsachen 
entsprechen können. Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG nachzuweisen oder 
zumindest glaubhaft zu machen. Das BFM hat sein Asylgesuch demnach 
zu Recht und mit zutreffender Begründung abgelehnt.

5. 
5.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

6. 
6.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von 
Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 
SR 142.20]).

6.2. Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt 
gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner 
Vorgängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

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WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148).

7. 
7.1. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG).

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr 
Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr 
läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 
Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 
(BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 
unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 
0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 
unterworfen werden.

7.2. Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im 
vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des 
Beschwerdeführers nach Afghanistan ist demnach unter dem Aspekt von 
Art. 5 AsylG rechtmässig.

7.3. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des 
Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 
den Fall einer Ausschaffung nach Afghanistan dort mit beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des 
Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener 
des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine 
konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
drohen würde (vgl. EGMR, [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil 

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Seite 12

vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit 
weiteren Hinweisen). Dem Beschwerdeführer ist es – wie unter E. 4 
ausgeführt – nicht gelungen, eine asylrechtlich relevante Gefährdung 
glaubhaft zu machen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in 
Afghanistan lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht 
als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der 
Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig..

8. 
8.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete 
Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz 
über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 
3818).

8.2. Das BFM vertritt den Standpunkt, die vom Beschwerdeführer 
angegebene Herkunft aus der Provinz Ghazni sei zu bezweifeln. Zur 
Begründung führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer habe die 
Schweizer Asylbehörden in Bezug auf die Frage, ob er volljährig sei oder 
nicht, zu täuschen versucht. Die Korrektheit dieses Schlusses werde 
überdies durch die Unglaubhaftigkeit seiner beim BFM deponierten 
Asylvorbringen erhärtet. Darüber hinaus sei der Beschwerdeführer nicht 
imstande gewesen, korrekt die Ghazni begrenzenden Provinzen 
anzuführen. Der Wahrheitsgehalt seiner Aussagen zu seiner Identität und 
Herkunft innerhalb Afghanistans und damit auch zum sozialen Netz 
innerhalb der örtlichen Familien- und Clanstruktur sowie über seine 
konkreten ökonomischen Verhältnisse seien daher erheblich zu 
bezweifeln. Angesichts dieser Umstände sei es dem Bundesamt 
"schlichtweg nicht möglich, sich in voller Kenntnis der tatsächlichen 
persönlichen und familiären Situation des Beschwerdeführers zur 
Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zu äussern". Zwar seien 
allfällige Wegweisungsvollzugshindernisse grundsätzlich von Amtes 
wegen zu prüfen; die Untersuchungspflicht finde ihre Grenze jedoch an 
der Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht des Beschwerdeführers. Es könne 
nach ständiger Rechtsprechung nicht die Aufgabe der Asylbehörden sein, 
bei fehlenden Hinweisen seitens des Beschwerdeführers nach allfälligen 
Wegweisungshindernissen zu forschen, falls dieser seine Mitwirkungs- 

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und Wahrheitspflicht im Rahmen der Sachverhaltsermittlung verletzt 
beziehungsweise die Asylbehörden zu täuschen versucht habe.

8.3. 
8.3.1. Gemäss den im Personalienblatt des Empfangszentrums (vgl. act. 
A2/2) enthaltenen Angaben, welches dieser – gemäss Personalienblatt 
soll er Analphabet sein (vgl. act. 1/13 S. 1 und 2) – nicht selber ausgefüllt 
hat, ist der Beschwerdeführer am (...) ((...) nach dem persischen 
Kalender) geboren. Demnach wäre er zum Zeitpunkt der Einreise in die 
Schweiz Mitte März 2007 17 Jahre und 10 ½ Monate alt gewesen und 
hätte das Volljährigkeitsalter von 18 Jahren rund sechs Wochen nach der 
Einreise erreicht. Bereits aufgrund dieser geringfügigen Zeitspanne bis 
zum Erreichen der Volljährigkeit erscheint fraglich, ob der 
Beschwerdeführer tatsächlich die Absicht hegte, die Behörden in Bezug 
auf die Frage, ob er volljährig sei oder nicht, zu täuschen. In der 
Befragung im EVZ vom 22. März 2007 erklärte er sodann, er sei am (...) 
((...) nach dem persischen Kalender) geboren, um sogleich anzufügen, er 
sei 19 Jahre alt (vgl. act. 1/13 S. 2). Darauf angesprochen, er habe 
soeben erklärt, 19 Jahre alt zu sein, gemäss dem angegebenen 
Geburtsdatum werde er im Juni 2007 aber erst 18 Jahre alt, fügte er an, 
er habe sich vielleicht geirrt, das angegebene Alter sei jedoch richtig (vgl. 
act. 1/13 S. 3). Aus dem Wortlaut des Protokolls wird zwar nicht klar, ob 
der Beschwerdeführer damit das angegebene Geburtsdatum ((...)) oder 
das Alter von 19 Jahren gemeint hat. Dass Letzteres der Fall gewesen 
sein dürfte, ergibt sich jedoch aus dem Umstand, dass er in der 
Nachbefragung vom 2. April 2007 auf den Vorhalt hin, die 
Knochenaltersanalyse lasse auf seine Volljährigkeit schliessen, ohne 
Weiteres einräumte, "eigentlich 18 Jahre alt" zu sein, und erklärte, er sei 
damit einverstanden, dass er als volljährige Person behandelt werde und 
ihm für die Anhörung keine Vertrauensperson zur Seite gestellt werde 
(vgl. act. A14/4 S. 3 f.). Der Beschwerdeführer hat somit zwar im 
Personalienblatt beziehungsweise in der Befragung im EVZ 
(unterschiedliche) Geburtsdaten genannt, die darauf schliessen liessen, 
dass er zum damaligen Zeitpunkt noch minderjährig gewesen ist. Konkret 
darauf angesprochen, ob er minderjährig oder volljährig sei, hat der er 
indessen jeweils erklärt, volljährig zu sein. Die These des BFM, wonach 
er Beschwerdeführer die Behörden in Bezug auf die Frage, ob er 
volljährig sei oder nicht, zu täuschen versucht habe, vermag vor diesem 
Hintergrund nicht zu überzeugen.

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Der Beschwerdeführer hat bereits in der Befragung im EVZ am 22. März 2007 erklärt, er verfüge zuhause 
über eine afghanische Identitätskarte (Tazkara), welche er vom Vater vor dessen Tod erhalten habe (act. 
A1/13 S. 5 Ziff. 13.2). Auf entsprechende Aufforderung hin gab er zu Protokoll, er werde versuchen, sich 
ein Identitätspapier zuschicken zu lassen (vgl. act. A1/13 S. 5/6) beziehungsweise, er werde diesbezüglich 
seinen Bruder anrufen (vgl. act. A1/13 S. 9). Im Verlaufe der Nachbefragung vom 2. April 2007 erklärte er, 
seine Familie habe die Identitätskarte geschickt, die Adresse sei jedoch falsch gewesen und sie würden sie 
jetzt nochmals an die richtige Adresse schicken (vgl. A14/4 S. 2). Schliesslich reichte der 
Beschwerdeführer am 18. April 2007 seine Tazkara beim BFM im Anschluss an die Anhörung zu den 
Asylgründen ein. Die Auffassung des BFM, wonach der Beschwerdeführer in Bezug auf seine Identität die 
Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht verletzt beziehungsweise die Asylbehörden zu täuschen versucht habe, 
ist auch in diesem Lichte besehen nicht plausibel. Wie festgestellt, können die Vorbringen des 
Beschwerdeführers, mit welchen er sein Asylgesuch begründete, aufgrund widersprüchlicher, ungereimter 
und realitätsfremder Angaben zwar nicht geglaubt werden. Allein daraus lässt sich indessen nicht 
zwangsläufig ableiten, auch seine Angaben zur Identität, Herkunft, sozialen Struktur und zu seinen 
wirtschaftlichen Verhältnissen im Heimatland seien nicht glaubhaft, um hieraus weitergehend zu folgern, 
dem Vollzug der Wegweisung stünden keine Hindernisse entgegen.

8.3.2. Das BFM hat sich in seiner Verfügung vom 12. Juli 2007 mit der 
vom Beschwerdeführer eingereichten Tazkara nicht näher 
auseinandergesetzt. Stattdessen hat es sich darauf beschränkt, deren 
Beweiseignung generell mit dem Argument zu verneinen, entsprechende 
Urkunden könnten wie alle anderen afghanischen Dokumente leicht 
gefälscht werden und überdies seien solche Dokumente käuflich leicht 
erwerbbar (vgl. BFM-Verfügung S. 3 E. I Abs. 5), ohne sich allerdings 
darauf festzulegen, dass die eingereichte Tazkara tatsächlich gefälscht 
ist.

In der Tat ist im Heimatland des Beschwerdeführers eine Vielfalt von vermeintlich amtlichen und 
nichtamtlichen Dokumenten beliebigen Inhalts ohne Mühe gegen Bezahlung zu erwerben. Insofern ist es 
durchaus geboten, Dokumenten afghanischen Ursprungs unbesehen ihrer Ausstattung mit vermeintlichen 
Echtheitsmerkmalen und Beglaubigungskennzeichen wie Stempeln, Unterschriften oder Marken 
grundsätzlich mit Zurückhaltung zu begegnen. Solche Bedenken sind denn auch in Bezug auf die vom 
Beschwerdeführer eingereichte Tazkara am Platz. So wird dem Beschwerdeführer darin bescheinigt, er sei 
am (...) ((...) nach dem persischen Kalender) geboren, was sich jedoch mit seiner Darstellung anlässlich 
der Befragung im EVZ beziehungsweise der Nachbefragung, bereits volljährig zu sein, nicht vereinbaren 
lässt. Ferner ist die Tazkara am 11. April 2004 (22.1.1983 nach persischem Kalender) ausgestellt worden. 
Dies wiederum lässt sich weder mit der Aussage des Beschwerdeführers, er habe eine im Jahre 2001 
ausgestellte Identitätskarte besessen, noch mit seiner Darstellung vereinbaren, er habe die – nunmehr 
eingereichte – Tazkara vom Vater vor dessen Tod erhalten (act. A1/13 S. 5). Nachdem der Vater den 
Angaben des Beschwerdeführers im EVZ zufolge vor fünf Jahren im Winter 2002 gestorben sein soll (vgl. 
act. A1/13 S. 4, A14/4 S. 1), kann der Beschwerdeführer die erst im April 2004 ausgestellte Tazkara nicht 

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von seinem Vater erhalten haben. Im Weiteren ist auch die Behauptung nicht plausibel, bei der 
eingereichten Tazkara handle es sich um ein Originaldokument (vgl. act. A16/9 S. 6). Hätte nämlich sein 
Bruder – wie geltend gemacht – die Tazkara zunächst an eine falsche Adresse versandt und sie 
anschliessend nochmals an die richtige Adresse geschickt (act. A/14/4 S. 2, A16/9 S. 2), würde dies 
bedeuten, dass die unzustellbare, das Originaldokument enthaltende Postsendung wieder an den 
Absender retourniert worden wäre, was im afghanischen Kontext unwahrscheinlich erscheint, oder aber, 
dass der Bruder erst beim zweiten Versuch das Originaldokument verschickt hat, was vom 
Beschwerdeführer wiederum nicht behauptet wird. So oder so bleibt aufgrund der Angaben des 
Beschwerdeführers undurchsichtig, auf welche Weise das angebliche Originaldokument den Weg in die 
Schweiz gefunden hat. Angesichts dieser Ungereimtheiten besteht hinreichend Grund für die Annahme, 
dass es sich bei der eingereichten Tazkara nicht um ein Originaldokument handelt, welches Gewähr dafür 
bietet, dass die darin enthaltenen Angaben über die Identität und Herkunft des Beschwerdeführers 
zuverlässig Auskunft geben. Im Ergebnis übereinstimmend mit dem BFM ist mithin festzuhalten, dass die 
eingereichte Tazkara nicht geeignet ist, die Identität und Herkunft des Beschwerdeführers zu belegen.

8.3.3. Zugunsten der Herkunftsangaben des Beschwerdeführers spricht, 
dass er anlässlich der Befragungen in der Lage war, präzise und 
übereinstimmende geografische Angaben zu seiner engeren Heimat zu 
machen. So hat er insbesondere die umliegenden Dörfer von 
C.__________ genannt (vgl. act. A1/13 S. 2). Da es sich bei diesen 
Dörfern um kleine Siedlungen mit wenigen Häusern handelt, erscheint 
unwahrscheinlich, dass eine Person, die nicht aus der betreffenden 
Gegend stammt beziehungsweise dort gelebt hat, diese ohne weiteres 
namentlich nennen könnte. Zudem vermochte der Beschwerdeführer 
detailliert zu beschreiben, wie er C.__________ verlassen hat und aus 
Afghanistan ausgereist ist (vgl. act. A1/13 S. 8). Im Übrigen fällt auf, dass 
die vom Beschwerdeführer geschilderten – als solche allerdings 
unglaubhaften – Vorfälle, die ihn angeblich zum Verlassen der Heimat 
bewogen haben, sich in der Umgebung von C.__________ zugetragen 
haben sollen, wobei seine Angaben betreffend die Schauplätze der 
angeblichen Ereignisse mit der geografischen Beschreibung seiner 
engeren Heimat harmonieren. Ferner sind auch die Angaben des 
Beschwerdeführers zu seinen familiären Verhältnissen und zum Verbleib 
seiner Angehörigen durchaus detailliert ausgefallen (vgl. act. A1/13 S. 4, 
A14/4 S. 2, A16/9 S. 5).

Der Beschwerdeführer hat zudem beim Bundesverwaltungsgericht mehrere Videoaufnahmen eingereicht, 
in denen unter anderem seine Heimatgegend, sein Elternhaus und das Grab seines Vaters sowie er selbst 
etwa im Jahr 2003 anlässlich einer Feier, beim Dreschen, mit seiner Mutter, bei der Arbeit mit seinem 
Onkel sowie auf einem Esel und im Wasser beziehungsweise im Fluss zu sehen sein sollen. Da die 
abgebildeten Örtlichkeiten in den Videosequenzen kommentiert beziehungsweise diverse Namen von 

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Dörfern in der Heimat des Beschwerdeführers genannt werden, wäre es dem BFM grundsätzlich möglich 
gewesen, etwa bezüglich des Standortes des Elternhauses des Beschwerdeführers oder des Grabes 
seines Vaters weitergehende Abklärungen vorzunehmen. Das BFM hat sich indessen in der 
Vernehmlassung vom 24. September 2010 darauf beschränkt, pauschal zu behaupten, als Aufnahmeorte 
der Videosequenzen kämen zahlreiche Regionen in Afghanistan in Frage, offenbar ohne auch nur den 
Versuch zu unternehmen, die Aufnahmen mit solchen in den angegebenen Dörfern der Heimatgegend zu 
vergleichen. Gerade der Umstand, dass der Beschwerdeführer die besagten Videoaufnahmen aus 
eigenem Antrieb eingereicht und bei deren näheren Überprüfung durch die Vorinstanz theoretisch auch die 
Möglichkeit geschaffen hätte, der Unwahrheit überführt zu werden, spricht im Ergebnis für die 
Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen in Bezug auf seine Herkunft aus Ghazni.

Schliesslich hat der Beschwerdeführer zusammen mit den Videoaufnahmen ein Bestätigungsschreiben 
eingereicht, in welchem gemäss Angaben in der Eingabe vom 4. Mai 2009 „wichtige Persönlichkeiten“, so 
unter anderem der Bürgermeister von J.________ mit Unterschrift vom 16. September 2008 (26.6.1387 
nach dem persischen Kalender) bestätigen, dass der Beschwerdeführer aus dem kleinen Weiler 
G.___________ in der Ortschaft C.__________ im Distrikt Jaghuri in der Provinz Ghazni stamme. Wiewohl 
die Feststellung des BFM in seiner zweiten Vernehmlassung vom 24. September 2010 zutreffen mag, 
wonach die Qualität der Stempel des besagten Schreibens zu wünschen übrig lasse, ist jedoch – wie im 
Übrigen in der Eingabe vom 14. Oktober 2010 seitens des Beschwerdeführers zu Recht geltend gemacht 
wird – zu berücksichtigen, dass aus der schlechten Stempelqualität im afghanischen Kontext (seit 
Jahrzehnten kriegsgebeuteltes Land mit stark vernachlässigter Infrastruktur) nicht vorschnell auf den 
Fälschungscharakter eines Dokuments geschlossen werden kann.

8.3.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der Aktenlage 
glaubhaft erscheint, dass der Beschwerdeführer aus der Provinz Ghazni 
stammt. Daran vermag im Ergebnis auch der Umstand nichts zu ändern, 
dass er nur eine der Ghazni umgebenden Nachbarprovinzen – Oruzgan – 
zu benennen vermochte (vgl. act. A1/13 S. 2 unten), zumal seine 
diesbezüglich lückenhaften Kenntnisse durchaus im Umstand begründet 
liegen könnten, dass er offenbar nie zur Schule gegangen ist, keinen 
Beruf erlernt hat und in Afghanistan seit Geburt in C.__________ 
respektive G.___________ gelebt hat (vgl. act. A1/13 S. 1 und 3, A14/4 
und 2 f.).

8.4. Die allgemeine Sicherheitslage hat sich in Afghanistan in den letzten 
Jahren kontinuierlich verschlechtert. In den östlichen, südlichen und 
südöstlichen Provinzen besteht nach wie vor eine Situation allgemeiner 
Gewalt, weshalb der Wegweisungsvollzug dorthin weiterhin als 
unzumutbar zu betrachten ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 9 E. 7.8).

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8.4.1. Aufgrund der Ausführungen unter Erwägung 8.3 hiervor ist davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus dem Ort C.__________ 
respektive G.___________ (Distrikt: Jaghuri) in der Provinz Ghazni 
stammt, in welche der Wegweisungsvollzug als unzumutbar zu erachten 
ist. An dieser Einschätzung vermögen auch die generellen Ausführungen 
des BFM zur Situation in Afghanistan nichts zu ändern.

8.4.2. Aus den Akten ergeben sich schliesslich keine konkret 
verwertbaren Hinweise, die darauf schliessen liessen, dass der 
Beschwerdeführer über Kontakte und Beziehungen zu Personen 
ausserhalb seiner Heimatprovinz verfügt. Es kann daher nicht ernsthaft in 
Betracht gezogen werden, dass mutmasslich irgendwo im Land weitere 
Verwandte oder andere Bezugspersonen leben, die dem 
Beschwerdeführer eine gesicherte Existenzgrundlage bieten oder ihm bei 
deren Aufbau behilflich sein könnten.

8.5. Der Vollzug der Wegweisung nach Afghanistan erweist sich nach 
dem Gesagten als unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG.  
Nachdem sich aus den Akten keine Hinweise auf das Vorliegen von 
Ausschlussgründen im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG ergeben, sind die 
Voraussetzungen für die Anordnung der vorläufigen Aufnahme erfüllt.

9. 
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen ist, soweit beantragt wird, es sei die 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen; im Übrigen ist sie abzuweisen. Die Ziffern 4 und 5 
des Dispositivs der Verfügung des Bundesamtes vom 12. Juli 2007 sind demnach aufzuheben und das 
BFM ist anzuweisen, den Aufenthalt des Beschwerdeführers nach den gesetzlichen Bestimmungen über 
die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG und Art. 83 Abs. 4 AuG).

10. 
10.1. Der Beschwerdeführer ist lediglich mit seinem auf Anordnung der 
vorläufigen Aufnahme lautenden Begehren und somit nur teilweise 
durchgedrungen. Die Kosten des Verfahrens wären ihm deshalb 
grundsätzlich in ermässigtem Umfang aufzuerlegen (Art. 63 Abs. VwVG). 
Da das Bundesverwaltungsgericht indessen dessen Gesuch um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
VwVG mit Zwischenverfügung vom 4. September 2007 gutgeheissen hat 

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(vgl. Sachverhalt Bst. H), sind dem Beschwerdeführer keine Kosten 
aufzuerlegen.

10.2. Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der 
obsiegenden Partei eine Parteientschädigung für die notwendigen und 
verhältnismässig hohen Kosten zusprechen. Angesichts des teilweisen 
Obsiegens ist dem seit dem 18. Februar 2009 anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen 
(Art. 7 Abs. 2 VGKE). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 
keine Kostennote eingereicht. Der Vertretungsaufwand lässt sich 
indessen aufgrund der Verfahrensakten verlässlich einschätzen, weshalb 
auf die Einforderung einer Kostennote zu verzichten ist (vgl. Art. 14 Abs. 
2 VGKE). Unter Berücksichtigung der massgebenden 
Berechnungsfaktoren (Art. 9-11 und 13 VGKE) ist die um die Hälfte zu 
kürzende Parteientschädigung auf Fr. 500.-- (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) festzusetzen. Das BFM ist anzuweisen, dem 
Beschwerdeführer diesen Betrag als Parteientschädigung zu entrichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit die Feststellung der 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs und die Anordnung der 
vorläufigen Aufnahme beantragt wird; im Übrigen wird sie abgewiesen.

2. 
Die Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der Verfügung des BFM vom 12. Juli 
2007 werden aufgehoben

3. 
Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführer vorläufig 
aufzunehmen.

4. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5. 
Das BFM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer eine 
Parteientschädigung von Fr. 500.-- (inklusive Auslagen und 
Mehrwertsteuer) auszurichten.

6. 
Dieses Urteil geht an:

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Philipp Reimann

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