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**Case Identifier:** e3c193b2-7680-5c1d-a814-0505afb76f3e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.12.2017 IV 2015/270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-270_2017-12-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/270

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2020

Entscheiddatum: 14.12.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2017
Art. 17 ATSG. Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV. Verbesserung des 
Gesundheitszustandes bejaht. Rückwirkende Renteneinstellung infolge 
Meldepflichtverletzung. Einkommensvergleich. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. 
Dezember 2017, IV 2015/270).

Entscheid vom 14. Dezember 2017

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und a.o. 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei;

Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.  

IV 2015/270

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Leo Sigg, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 

4, Postfach, 4601 Olten 1 Fächer,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 3. Oktober 2000 (Datum Posteingang bei der IV-Stelle) 

erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Die 

Versicherte hatte bei einem Reitunfall am 7. August 2000 eine Contusio spinales mit 

initial sensomotorisch inkompletter Paraplegie sub Th10, Flexions-

Distraktionsverletzung BWK6/7 mit komplettem Berstungsbruch BWK6 und Keil-

Impressionsfraktur BWK7 erlitten. Gleichentags hatte sie sich im Kantonsspital St. 

Gallen (nachfolgend: KSSG) einer Dekompression Th6/7 und einer dorsalen 

Repositionsspondylodese Th4-8 unterzogen. Vom 9. August bis 1. September 2000 

hatte sie sich im Schweizer Paraplegiker Zentrum Nottwil befunden. Die dort 

behandelnden Ärzte hatten am 20. September 2000 berichtet, bei Austritt aus der Klinik 

sei die Muskelkraft der unteren Extremität vollständig wieder hergestellt gewesen (IV-

act. 4-3 f., 1).

A.b  Die Versicherte ist gelernte Floristin und war zum Zeitpunkt des Unfalls als 

Verkäuferin tätig (IV-act. 1). Am 13. September 2002 sprach ihr die IV-Stelle für den 

Zeitraum vom 21. Oktober 2002 bis 31. März 2003 berufliche Massnahmen im Sinne 

einer Umschulung in den Bürobereich (Vorkurs) zu (IV-act. 45). Diese brach die 

Versicherte im Januar 2003 beschwerdebedingt ab (IV-act. 55 f., 63).

A.c  Gestützt auf ein Gutachten von Dr. med. B.___, Orthopäde, vom 18. November 

2003 (vgl. IV-act. 62) sprach die IV-Stelle der Versicherten am 2. April 2004 

rückwirkend per 1. August 2001 eine ganze Rente zu (IV-act. 74).

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A.d  Im Rahmen eines von der Unfallversicherung und der IV-Stelle durchgeführten 

amtlichen Revisionsverfahrens (vgl. IV-act. 77 f.) wurde die Versicherte durch Dr. med. 

C.___ und Prof. Dr. D.___, Departement Innere Medizin, Rheumatologie und 

Rehabilitation des KSSG, untersucht. In ihrem Gutachten vom 30. Dezember 2005 

diagnostizierten diese unter anderem ein chronisches thorako-lumbales Syndrom mit 

muskulärer Dysbalance, einen Status nach muskulären Spasmen der Oberschenkel 

und sensorischen Störungen der Beine sowie eine Anpassungsstörung mit klinisch 

signifikanter Selbstwert-Dysregulation. Zusammenfassend könne aus rein funktionell 

somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 85% attestiert werden. Bei 

Berücksichtigung der psychischen Situation gingen sie von einer 100%igen 

Arbeitsunfähigkeit aus. Der Gesundheitszustand habe sich nicht verbessert (IV-act. 89). 

Nachdem die Versicherte im August 2006 ein Kind geboren hatte, führte die IV-Stelle 

im März 2007 eine Haushaltsabklärung durch (IV-act. 101). Am 23. April 2007 teilte die 

IV-Stelle der Versicherten mit, sie habe keine Änderung festgestellt, welche sich auf die 

Rente auswirke. Sie werde zu 75% als Erwerbstätige und zu 25% als Hausfrau 

qualifiziert, der Invaliditätsgrad betrage insgesamt 81% (IV-act. 103).

A.e  Nach der Geburt des zweiten Kindes der Versicherten im Mai 2008 (IV-act. 105) 

führte die IV-Stelle eine Revision und erneut eine Haushaltsabklärung durch (IV-act. 

106, 117 ff.). Hausarzt Dr. med. E.___, FMH Innere Medizin, hielt am 29. September 

2008 einen seit März 2005 stationären Gesundheitszustand fest (IV-act. 111-5). Die IV-

Stelle teilte der Versicherten am 27. April 2009 mit, es bestehe weiterhin Anspruch auf 

die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad insgesamt 79%, qualifiziert als 70% 

erwerbstätig und 30% Hausfrau; IV-act. 122, vgl. IV-act. 121).

A.f  Am 5. August 2013 erhielt die IV-Stelle einen Hinweis einer Drittperson, wonach die 

Versicherte unter anderem Auslieferungen an Kunden der Metzgerei ihres Vaters 

mache sowie ein Pferd pflege und reite. Sie erscheine der Hinweisgeberin sehr vital, 

körperliche Behinderungen seien nicht erkennbar. Zu Hause könne sie alles erledigen, 

sie kümmere sich um den grossen Garten und sei auch in der Lage, ihre Kinder 

herumzutragen (IV-act. 129). Im September und Oktober 2013 wurde die Versicherte im 

Auftrag der IV-Stelle (vgl. IV-act. 136) mehrfach observiert (Überwachungsbericht vom 

12. Oktober 2013; IV-act. 143). Dr. med. F.___, Mitarbeiterin der IV-Stelle, beurteilte am 

12. Dezember 2013, aufgrund des Observationsmaterials sei eine 100%ige 

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“Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit“ nicht nachvollziehbar, zumal auch an zwei 

Vormittagen eine teilweise sitzende Tätigkeit der Versicherten ohne sichtbare 

Einschränkungen dokumentiert worden sei (IV-act. 146).

A.g  Am 14. Januar 2014 fand ein Gespräch zwischen der Versicherten und einem 

Mitarbeiter der IV-Stelle statt, bei dem erstere geltend machte, sie habe schlechtere 

und bessere Zeiten, seit einigen Tagen gehe es ihr gar nicht gut (IV-act. 151 f.). Am 

14./15. Januar 2014 wurde die Versicherte erneut im Auftrag (vgl. IV-act. 146, 153) der 

IV-Stelle observiert (IV-act. 153). Dr. F.___ beurteilte am 19. Februar 2014, die 

Versicherte sei am Tag des Gesprächs bei der IV-Stelle und dem darauf folgenden Tag 

deutlich aktiver gewesen, als man aufgrund ihrer Aussagen hätte vermuten können. Die 

Versicherte habe den ihr vorgeschlagenen ursprünglichen Gesprächstermin bei der IV-

Stelle mit der Begründung verschoben, dass während der Schulferien niemand auf ihre 

Kinder aufpassen könne. Gemäss Facebook habe sie sich jedoch während dieser Zeit 

in den Skiferien befunden (IV-act. 156). Anlässlich eines Gesprächs vom 12. März 2014 

gab die Versicherte gegenüber Mitarbeitern der IV-Stelle an, ihr Zustand habe sich in 

den letzten zwei Jahren schleichend verschlechtert. Konfrontiert mit den Aussagen der 

Hinweisgeberin führte die Versicherte unter anderem aus, sie liefere mittwochs (falls 

gesundheitlich möglich) für ihren Vater Fleisch aus, habe jedoch keinen Arbeitsvertrag 

und erhalte keinen Lohn (IV-act. 160).

A.h  Im Auftrag der IV-Stelle (vgl. IV-act. 172) wurde die Versicherte am 14. und 19. 

Januar 2015 durch Dr. med. G.___, Rheumatologie FMH, und med. pract. H.___, 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bidisziplinär abgeklärt. In ihrem Gutachten vom 

20. März 2015 listeten sie als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 

chronisch thoracovertebrales und anamnestisch lumbovertebrales Syndrom auf. In der 

angestammten Tätigkeit als Floristin wie auch in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als 

Verkäuferin sei spätestens seit dem Zeitpunkt der Observation im September 2013 von 

einer Arbeitsunfähigkeit von höchstens 50% auszugehen. In adaptierten Tätigkeiten 

bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 20% bis höchstens 30% (IV-act. 192).

A.i Mit Vorbescheid vom 9. Juni 2015 kündigte die IV-Stelle der Versicherten die 

rückwirkende Einstellung der Rente per 31. Dezember 2013 an. Neu werde sie zu 80% 

als Erwerbstätige und zu 20% als Hausfrau eingestuft. Sie sei in einer angepassten 

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Tätigkeit zu 75% arbeitsfähig und eine Einschränkung im Haushalt sei 

unwahrscheinlich. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 4.8% (IV-act. 200). Dagegen 

erhob die Versicherte am 8. Juli 2015 Einwand (IV-act. 206). Am 24. Juli 2015 verfügte 

die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid (IV-act. 208).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 24. Juli 2015 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 8. September 2015. Die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) beantragt 

darin deren Aufhebung sowie die Weiterausrichtung einer ganzen Invalidenrente. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Es sei ihr die unentgeltliche 

Rechtspflege und -verbeiständung zu gewähren und sie sei von allfälligen Vorschuss- 

und Sicherheitsleistungen zu befreien. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Sie bestreite, dass sich aus medizinischer Sicht eine signifikante gesundheitliche 

Verbesserung ergeben habe. Dieser Schluss beruhe einzig auf den 

Observationsvideos, welche ungenügend Auskunft über den effektiven 

Gesundheitszustand gäben und weder den bisherigen Gutachten noch dem gemäss 

RAD zu erwartenden Verhalten widersprächen. Ohne Veränderung der Situation sei auf 

die bisherigen Gutachten abzustellen. Die Beschwerdeführerin habe nicht schwarz 

gearbeitet, sondern sich ohne Entschädigung und auf eigenen Wunsch im 

Familienbetrieb mit Arbeiten betätigt, welche ihr das Gefühl “gebraucht zu werden“ 

vermittelten (act. G1). Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung zog die 

Beschwerdeführerin am 30. September 2015 zurück (act. G4).

B.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Oktober 2015 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, die angefochtene 

Verfügung stütze sich nicht primär auf das Observationsmaterial sondern auf die später 

eingeholten Gutachten. Dr. G.___ habe die Beschwerdeführerin einlässlich exploriert. 

Dass er auch die IV-Akten und das Observationsmaterial berücksichtigt habe, sei 

notwendiger Teil einer vollständigen Begutachtung. Leider habe er die gezielten 

Zusatzfragen übersehen und sich nicht explizit zur Frage der Verbesserung geäussert. 

Seinen Ausführungen lasse sich jedoch entnehmen, dass er von einer bis spätestens 

im September 2013 eingetretenen Verbesserung ausgehe. Aus dem psychiatrischen 

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Gutachten gehe eindeutig hervor, dass die früher beschriebenen Angst- und 

Panikstörungen vollständig weggefallen seien. Auch die Mitarbeit im Familienbetrieb 

habe Erwerbscharakter (act. G4).

B.c  Mit Replik vom 15. Dezember 2015 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

fest. Sie macht geltend, die Observationsvideos seien sehr aussagekräftig, aber sie 

besagten das Gegenteil von dem, was die Beschwerdegegnerin behaupte. Dass 

somatisch nicht nachvollziehbare Schwankungen vorlägen, werde mit Verweis auf die 

beiliegenden Berichte des Schweizer Paraplegiker Zentrums Nottwil (vgl. act. G10.1) 

bestritten. Die Beschwerdeführerin habe die Rente aus somatischen und nicht 

psychischen Gründen erhalten, weshalb letztere ohne Belang seien. Es liege kein 

Revisionsgrund vor, da es sich vorliegend bloss um eine andere Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit, basierend auf dem gleichen medizinischen Sachverhalt handle (act. 

G10).

B.d  In ihrer Duplik vom 27. Januar 2016 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag 

fest. Den Berichten des Schweizer Paraplegiker Zentrums Nottwil könne ein 

weitgehend unauffälliger Befund entnommen werden, es ergäben sich keinerlei 

Widersprüche zu den Gutachten. Anzeichen auf eine relevante Arbeitsunfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit liessen sich daraus nicht ableiten (act. G12).

B.e  Mit Schreiben vom 14. Dezember 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin das 

Verfahren zu sistieren oder mindestens mit dem Entscheid zuzuwarten, bis ein 

Grundsatzentscheid des Bundesgerichts betreffend der Zulässigkeit von 

Observationen im Bereich der Invalidenversicherung vorliege (act. G14). Die 

Verfahrensleitung teilte den Parteien am 1. Februar 2017 mit, im gegenwärtigen 

Zeitpunkt bestehe kein Anlass zu einer förmlichen Sistierung (act. G15).

B.f  Am 11. Juli 2017 teilte die Beschwerdegegnerin mit, die Beschwerdeführerin sei 

am 16. Juni 2017 von einem Mitarbeiter der IV-Stelle zufällig angetroffen worden, als 

sie ein Konzert besucht habe. Dies zeige, dass sich der Gesundheitszustand der 

Beschwerdeführerin erfreulicherweise wirklich gebessert habe, nachdem es ihr mit den 

früher behaupteten Beschwerden nicht möglich gewesen wäre, an einem solchen 

Anlass teilzunehmen. Offenbar könne sie mit ihren Ängsten heute so gut umgehen, 

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dass sie sich nicht mehr limitierend auswirkten. Damit sei das Gutachten von med. 

pract. H.___, die einen Status nach einer voll remittierten Panikstörung diagnostiziert 

habe, überzeugend (act. G16, vgl. Aktennotiz vom 21. Juni 2017; act. G16.1). Die 

Beschwerdeführerin brachte am 29. August 2017 vor, die Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin fussten auf einer illegalen Überwachung und seien daher aus 

dem Recht zu weisen. Im Übrigen sei ihre psychische Krankheitsentwicklung von 

untergeordneter Relevanz (act. G18).

Erwägungen

1. 

1.1  Die Beschwerdegegnerin stellte am 14. Dezember 2016 einen Antrag auf 

Sistierung des vorliegenden Verfahrens bis zur Fällung eines bundesgerichtlichen 

Grundsatzentscheides bezüglich der Zulässigkeit von Observationen in der 

Invalidenversicherung (vgl. act. G14). Nachdem in dieser Frage am 14. Juli 2017 ein 

Urteil des Bundesgerichts ergangen ist (9C_806/2016, zur Publikation vorgesehen), ist 

das Sistierungsgesuch gegenstandslos geworden.

1.2  Bezüglich der Verwertbarkeit des in den Akten liegenden Observationsmaterials ist 

folgendes anzumerken: Das Bundesgericht hat − in Nachachtung des Entscheides des 

Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 18. Oktober 2016, V.-B. gegen 

Schweiz, Urteil no. 61838/10 − im Urteil 9C_806/2016 vom 14. Juli 2017 erwogen, dass 

es auch in der Invalidenversicherung an einer genügenden gesetzlichen Grundlage, 

welche die verdeckte Überwachung umfassend klar und detailliert regle, fehle (E. 4). 

Entsprechend ist daher davon auszugehen, dass die durch die Beschwerdegegnerin in 

Auftrag gegebenen Observationen rechtswidrig waren. Was die Verwendung des im 

Rahmen der widerrechtlichen Observation gewonnenen Materials anbelangt, hat das 

Bundesgericht im zitierten Urteil erkannt, die Verwertbarkeit der 

Observationsergebnisse (und damit auch der gestützt darauf ergangenen weiteren 

Beweise) sei grundsätzlich zulässig, wenn die tangierten öffentlichen Interessen, 

namentlich die Verhinderung von Versicherungsmissbrauch, die privaten Interessen 

überwögen. Im konkreten Fall ist das Bundesgericht zum Schluss gekommen, die 

Observationsergebnisse dürften in die Beweiswürdigung miteinbezogen werden, weil 

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die Observation aufgrund von ausgewiesenen Zweifeln über die Leistungsfähigkeit des 

Versicherten eingeleitet worden sei, weil es sich um unbeeinflusste Handlungen des 

Versicherten gehandelt habe, die im öffentlichen Raum aufgenommen worden seien 

und weil weder eine systematische noch eine ständige Überwachung stattgefunden 

habe (E. 5.1.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2017, 8C_735/2016 E. 

5.3).

1.3  Anlass für die Observation der Beschwerdeführerin hat der Hinweis einer 

Drittperson vom 5. August 2013 (vgl. IV-act. 129) gegeben. Somit hat ein begründeter 

Verdacht vorgelegen, dass die − gemäss den IV-Akten vollständig arbeitsunfähige − 

Beschwerdeführerin einer Erwerbstätigkeit nachgeht und gesundheitlich weniger 

beeinträchtigt ist, als geltend gemacht. Die aufgezeichneten Handlungen hat die 

Beschwerdeführerin aus eigenem Antrieb und ohne äussere Beeinflussung gemacht 

(abgesehen von der Fahrt zu einem Gespräch mit der Beschwerdegegnerin am 14. 

Januar 2014; vgl. IV-act. 151, 153). Die Handlungen sind zudem im öffentlichen Raum 

aufgenommen worden. Die Beschwerdeführerin ist zwischen dem 24. September und 

2. Oktober 2013 sowie am 14./15. Januar 2014 an insgesamt acht Tagen überwacht 

worden (vgl. IV-act. 143, 153). Von einer systematischen oder ständigen Überwachung 

kann also nicht gesprochen werden. Gestützt auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung sind die Observationsergebnisse somit verwertbar, obwohl die 

Observation an sich mangels genügender gesetzlicher Grundlage rechtswidrig 

gewesen ist. Ob dies auch für die verdeckt aufgenommenen Fotos und die 

diesbezüglichen Berichte zum Besuch der Beschwerdeführerin eines Sportanlasses 

sowie eines Konzerts (vgl. IV-act. 182 f., act. G16, G16.1) gilt, ist stark zu bezweifeln, 

kann vorliegend jedoch offen bleiben, zumal diese von der Beschwerde¬gegnerin 

vorwiegend zur Belegung der ohnehin nicht mehr substantiiert bestrittenen 

Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes vorgebracht wurden (vgl. E. 

4.1). 

2. 

Die Beschwerdeführerin hat seit 1. August 2001 eine ganze IV-Rente bezogen (IV-act. 

74). Mit der angefochtenen Verfügung vom 24. Juli 2015 hob die Beschwerdegegnerin 

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die Rente rückwirkend per 31. Dezember 2013 auf. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die 

Renteneinstellung zu Recht erfolgt ist.

2.1  Unter Invalidität wird laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden. 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 

(Art. 7 Abs. 2 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden 

Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei 

dem das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und 

nach der Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die ver¬sicherte 

Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

Volljährige, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet 

werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen 

Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 3 ATSG; siehe auch Art. 5 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Bei nicht 

erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die 

Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die 

Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in 

welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 

IVG). Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig (gewesen) sind, wird die Invalidität 

für diesen Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im 

Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Absatz 2 

festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der 

Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ist in beiden 

Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG).

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2.2  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens 

zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine 

Viertelsrente. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird 

die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Bei der Anpassung einer 

Invalidenrente im Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG geht es darum, eine ursprünglich 

tatsächlich und rechtlich korrekte, formell rechtskräftige Verfügung über eine 

Dauerleistung (Rente) an nach Eintritt der formellen Rechtskraft eingetretene 

Veränderungen tatsächlicher Natur anzupassen, das heisst eine nachträglich 

eingetretene tatsächliche Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Verfügung zu 

beheben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 

Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Ob eine solche Änderung 

eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der 

letzten, der versicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung vorlag, die auf 

einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht, mit demjenigen zur Zeit der 

streitigen Revisionsverfügung (BGE 133 V 108 E. 5.4).

2.3  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unter-

lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

3. 

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In einem ersten Schritt ist der Status der Beschwerdeführerin zu prüfen (vgl. E. 2.1). Bei 

der ursprünglichen Rentenzusprache erachtete die Beschwerdegegnerin sie als 

Vollerwerbstätige (vgl. IV-act. 74). Nach der Geburt ihrer beiden Kinder stufte die 

Beschwerdegegnerin sie in unterschiedlichem Grad als teilzeitlich Erwerbstätige ein 

und berechnete den Invaliditätsgrad gestützt auf Art. 28a Abs. 3 IVG (IV-act. 103, 121 

f.). Vor dem Hintergrund dessen, dass die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

das versicherte Gut darstellt und sie vor Eintritt der gesundheitlichen Einschränkungen 

erwerbstätig war, ist sie jedoch als Vollerwerbstätige zu qualifizieren (vgl. SVR 2016 IV 

Nr. 50; Urteil des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 19. Juli 2016, IV 2014/37, mit 

weiteren Hinweisen [abrufbar unter www.gerichte.sg.ch, Dienstleistungen, 

Rechtsprechung, Versicherungsgericht], welches das Bundesgericht mit Urteil vom 9. 

März 2017, 9C_552/2016, zwar aufhob, die “Nicht-Anwendbarkeit“ der gemischten 

Methode in Konstellationen wie der vorliegenden aber nicht in Abrede stellte). 

Demnach ist vorliegend für die Beurteilung des Rentenanspruchs lediglich der 

Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich entscheidend.

4. 

Die letzte Prüfung des Rentenanspruchs nahm die Beschwerdegegnerin nach der 

Geburt des zweiten Kindes der Beschwerdeführerin im Mai 2008 vor (vgl. IV-act. 105). 

Am 27. April 2009 teilte die Beschwerdegegnerin mit, sie habe keine Änderung 

festgestellt, die sich auf die Rente auswirke (IV-act. 122). Im Erwerbsbereich sei sie zu 

100% eingeschränkt (vgl. IV-act. 121). Vorliegend ist zu prüfen, ob seither eine 

Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten ist, 

welche sich auf deren Erwerbsfähigkeit auswirkt. Dabei ist vorerst die Frage zu 

beurteilen, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif ist. Die 

Beschwerdegegnerin stützte die Renteneinstellung auf das Gutachten von med. pract. 

H.___ und Dr. G.___ vom 20. März 2015 (vgl. IV-act. 192). Die Beschwerdeführerin hält 

dieses für mangelhaft (act. G1, G10).

4.1  Nicht (mehr) substantiiert bestritten und durch das überzeugende Teilgutachten 

von med. pract. H.___ ausgewiesen ist, dass die Panikstörung voll remittiert ist und 

auch ansonsten keine psychische Beeinträchtigung mehr besteht, welche sich auf die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirkt (vgl. IV-act. 192-31, bzgl. der 

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diagnostizierten somatoformen Schmerzstörung und deren Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit vgl. die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung; 

IV-act. 208-8). Bei der Mitteilung vom 27. April 2009 ging die Beschwerdegegnerin 

hingegen noch von einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 15% aus (IV-act. 

121, 89-24). Es ist somit von einer Verbesserung des psychischen 

Gesundheitszustandes auszugehen.

4.2  Bezüglich des somatischen Teilgutachtens von Dr. G.___ macht die 

Beschwerdeführerin geltend, dieser sei trotz der gleichen medizinischen Grundlagen 

und fehlendem Nachweis einer Verbesserung des Gesundheitszustandes zu einer von 

den Vorakten erheblich abweichenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gekommen 

(act. G1). 

4.2.1  Wie die Beschwerdeführerin richtig vorbringt, bestehen bezüglich der Diagnosen 

von Dr. G.___ keine relevanten Diskrepanzen zu den vorgängig gestellten (IV-act. 

189-25). Er hat sich nicht konkret zur Frage der Veränderung des 

Gesundheitszustandes im relevanten Zeitraum geäussert und die gezielten 

Zusatzfragen der Beschwerdegegnerin offenbar übersehen (vgl. auch act. G4). Er hielt 

aber fest, eine retrospektive Beurteilung des Verlaufs des gesundheitlichen Befindens 

der Beschwerdeführerin zwischen dem Vorgutachten vom 30. Dezember 2005 und der 

ersten Observation im September 2013 sei aufgrund der spärlichen Angaben in den 

Akten nicht möglich. Spätestens ab dem Observationszeitpunkt sei aus 

rheumatologischer Sicht jedoch von einer Einschränkung der Beschwerdeführerin in 

körperlich leichten, wechselbelastenden beruflichen Tätig-keiten mit Heben/Tragen von 

Lasten bis 5kg von 20% bis höchstens 30% auszugehen (IV-act. 189-26). Damit 

bejahte er implizit eine Verbesserung des Gesundheitszustandes. Dem Gutachten lässt 

sich zudem insofern eine solche Verbesserung entnehmen, als Dr. G.___ die vom 

KSSG attestierte 85%ige somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit nicht von Anfang an 

als unrichtig erachtete, sondern ausführte, diese sei spätestens ab dem Zeitpunkt der 

ersten Observation im September 2013 nicht mehr nachvollziehbar (IV-act. 189-26). 

Schliesslich stützen auch folgende Erwägungen die Einschätzung Dr. G.___, wonach im 

Vergleich zu den Vorakten eine erhöhte Arbeitsfähigkeit eingetreten sei.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/22

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4.2.2  Bezüglich der Befunde und der von der Beschwerdeführerin gegenüber den 

Ärzten angegebenen Beschwerden lässt sich eine Verbesserung im Zeitverlauf 

erkennen. So hielt Dr. E.___ am 13. Oktober 2008 insgesamt im Vergleich zu 2005 

unveränderte Befunde fest (IV-act. 111). Damals fand eine Abklärung durch Dr. C.___ 

und Prof. D.___ statt. Diese hatten primär ein chronisches thorako-lumbales Syndrom 

mit muskulärer Dysbalance diagnostiziert. Die Beschwerdeführerin hatte über starke 

Schmerzen am thorako-lumbalen Übergang im Bereich der Unfallverletzung, welche in 

die Schulterblätter ausstrahlten, geklagt. Manchmal seien die Schmerzen auch 

besonders stark cranial und sekundär leide sie unter Muskelverspannungen mit 

Kopfweh- und Schwindel-Episoden. Auslösen könne sie diese Beschwerden durch 

schnelle oder einfache Rotationsbewe¬gungen, aber auch bei Tragen von Lasten über 

5 kg. Sie habe jeden Tag Schmerzen und wache auch nachts teilweise schmerzbedingt 

auf (IV-act. 89-14). Aus rheumatologischer Sicht erhoben Dr. C.___ und Prof. D.___ eine 

beginnende Kyphosierung der Brustwirbelsäule sowie einen Klopfschmerz vor allem im 

Bereich der Operationsnarbe über dem Brust-/Lendenwirbelsäulen-Übergang. Es 

bestünden ausgedehnte para¬vertebrale Myogelosen im Bereich der Operationsnarbe 

zwischen den Schulterblättern (IV-act. 89-16). Die Beschwerdeführerin habe nach wie 

vor, jedoch wesentlich weniger häufig als früher, Spastizitäten in den Oberschenkeln 

sowie vor allem sensorische Störungen in den Beinen. Die Hauptbehinderung bestehe 

jedoch weiterhin in starken Rückenschmerzen, die nach etwa 15 Minuten sowohl im 

Sitzen als auch im Stehen aufträten und nur durch Schmerzmittel beeinflussbar seien 

(IV-act. 89-22). Die attestierte Arbeitsfähigkeit von 15% als Verkäuferin in einer 

Bäckerei sei realistisch aufgrund der verminderten Kraft der Rumpf-/

Schultermuskulatur und der daraus resultierenden schmerzhaften verminderten 

Beweglichkeit der Wirbelsäule (IV-act. 89-19 f.). Nachdem die Beschwerdeführerin bei 

der Begutachtung durch das KSSG 2005 beim Zehengang und Einbeinstand noch 

Mühe bekundet hatte (IV-act. 89-16), war das Gangbild bei der Untersuchung durch Dr. 

G.___ flüssig und sämtliche Gangarten konnten problemlos ausgeführt werden. Im 

Gegensatz zu den Vorakten fanden sich cervical und lumbal harmonische, 

uneingeschränkte und schmerzfreie Bewegungsausschläge. Lediglich in der mittleren 

Brustwirbelsäule war die Beweglichkeit nach Spondylodese aufgehoben. Nur auf lokale 

Palpation äusserte die Beschwerdeführerin Schmerzen paravertebral links ca. Th8 bis 

Th12 (IV-act. 189-21).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/22

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4.2.3  Im Vergleich zu den im letzten Revisionszeitpunkt beschriebenen Verhältnissen 

ergeben sich auch deutliche Hinweise auf eine gesteigerte Alltagsaktivität der 

Beschwerdeführerin. Anlässlich der Begutachtung durch Dr. C.___ und Prof. D.___ 

hatte sie angegeben, bereits einfache häusliche Tätigkeiten wie zehn Minuten Abspülen 

in einer leicht vornübergebeugten Haltung führten zu stärksten Schmerzepisoden. Ihr 

Mann erledige die meisten Tätigkeiten im Haushalt (IV-act. 89-14 f., vgl. auch Bericht 

von Dr. E.___ vom 13. Oktober 2008; IV-act. 111). Bei der im Mai 2005 im KSSG durch-

geführten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) wurde festgestellt, dass 

der Beschwerdeführerin insbesondere das Stehen vorgeneigt, längeres Stehen, 

Hantieren über Kopf sowie Rumpfrotationen Mühe bereiten (IV-act. 89-27). Das Stehen 

war ihr während der EFL nur kurzfristig möglich, sie suchte immer wieder 

Entlastungshaltungen und konnte zusätzlich keine Arbeiten mit den Armen durchführen 

(IV-act. 89-33). Auch bei der Haushaltsabklärung im Frühjahr 2007 hatte die 

Beschwerdeführerin angegeben, fast alle Haushaltstätigkeiten würden nicht durch sie 

selbst, sondern mit fremder Hilfe (Ehemann) erledigt (IV-act. 100). Das grösste Problem 

für sie sei, dass sie den Kopf nicht nach vorne neigen und in dieser Stellung halten 

könne, wie es bei Tätigkeiten wie Schreiben, Unterlagen lesen, Staubsaugen, 

Saubermachen am Boden, Abwaschen oder Gemüserüsten nötig sei. Sie koche 

einfache Mahlzeiten, kümmere sich mit Unterstützung des Ehemannes sowie weiteren 

Drittpersonen um den Sohn und erledige kleine Haushaltsarbeiten. Dazwischen lege sie 

sich hin (IV-act. 101). Im Frühjahr 2009 gab sie sodann an, ihr Gesundheitszustand 

habe sich eher verschlechtert gegenüber der letzten Abklärung im Jahr 2007. Aufgrund 

ihrer ständigen Rückenschmerzen hätten sie eine Putzfrau. Je nach Schmerzen würden 

alle Haushaltstätigkeiten durch fremde Hilfe erledigt. Bezüglich der Kinderbetreuung 

fühle sie sich sehr eingeschränkt (IV-act. 117). Demgegenüber gab die 

Beschwerdeführerin bei der Begutachtung durch med. pract. H.___ und Dr. G.___ an, 

bei gutem gesundheitlichen Befinden erledige sie den Haushalt selbständig. An guten 

Tagen besorge sie die Wäsche, tätige Einkäufe, koche das Mittagessen und hole ihre 

Kinder von der Schule ab. Sie führe auch leichtere Gartenarbeiten aus, mache 

gelegentlich Spaziergänge oder eine Fahrradtour. An schlechten Tagen mache sie die 

anfallenden Hausarbeiten etappenweise und unternehme wesentlich weniger, auch 

bezüglich Freizeitaktivitäten (IV-act. 189-18, 192-25). Seit 2010 fahre sie mit ihrer 

Familie jeweils in die Ferien in die X.___. Seit etwa 3-4 Jahren gehe sie auch in die 

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Winterferien, wo sie vor allem Langlauf betreibe (IV-act. 192-25 f., vgl. bezüglich 

Skiferien auch IV-act. 160-11 ff.). Dazu ist zu bemerken, dass die geschilderten 

grossen Tagesschwankungen der Schmerzintensität gemäss Dr. G.___ aus 

rheumatologischer Sicht aufgrund der objektivierbaren Befunde und der 

Observationsergebnisse nicht hinreichend erklärbar sind (IV-act. 189-25 f.). Dies 

relativiert auch die von der Beschwerdeführerin beanstandete Aussage Dr. G.___, 

wonach aus rheumatologischer Sicht über die Konstanz der zu erbringenden 

Leistungen in der angestammten sowie einer adaptierten Berufstätigkeit keine 

schlüssigen Angaben möglich seien (IV-act. 189-26).

4.2.4  Wie unter anderem von Dr. G.___ (IV-act. 189) und Dr. F.___ (IV-act. 156) 

beschrieben, sind auf den Observationsvideos flüssige Bewegungen der 

Beschwerdeführerin, insbesondere mehrfaches Drehen des Kopfes und ein leichtes 

Vorbeugen des Oberkörpers sowie ein einmaliges spontanes Bücken sichtbar. Die 

Beschwerdeführerin scheint bei den während den Überwachungszeiten ausgeübten 

Tätigkeiten aus Sicht eines medizinischen Laien nicht bzw. kaum merklich 

eingeschränkt. Bei längeren Gesprächen im Stehen wechselt sie zwar gelegentlich ihre 

Position bzw. bewegt ihre Füsse etwas, dies erscheint jedoch im Vergleich zu einer 

nicht beeinträchtigten Person nicht übermässig. Zudem ist wenige Male zu 

beobachten, wie die Beschwerdeführerin kurz ihre Hände in die Hüfte stemmt und 

dabei scheinbar ihren Rücken leicht streckt (IV-act. 143, 153). Eine ständige auffallende 

(schmerzbedingte) Streckhaltung, wie sie die Beschwerdeführerin vorbringt (vgl. act. 

G1), ist jedoch nicht erkennbar. Die Beschwerdeführerin trägt auf einigen Sequenzen 

einen kleinen Rucksack bzw. Stroh in einem Gefäss und stösst einmal einen gefüllten 

Grüncontainer. Einmalig konnte sie von weitem mit Putzutensilien in ihrem 

Hauseingang beobachtet werden. An drei Observationstagen war sie sodann während 

rund 2,5 Stunden alleine mit dem Fahrzeug der Metzgerei ihres Vaters unterwegs und 

lieferte Fleisch an verschiedene Kunden aus, mit denen sie sich jeweils während 

einigen Minuten stehend unterhielt (IV-act. 143, 153). Auch am Tag des Gespräches mit 

der Beschwerdegegnerin vom 14. Januar 2014 sowie am darauffolgenden Tag wurde 

die Beschwerdeführerin bei diversen Tätigkeiten, insbesondere den 

Fleischauslieferungen gefilmt, obwohl sie anlässlich des Gesprächs geltend gemacht 

hatte, es gehe ihr seit einigen Tagen ziemlich schlecht (vgl. IV-act. 151-4 f.). Dr. G.___ 

und Dr. F.___ hielten diesbezüglich überzeugend fest, es bestehe eine Diskrepanz 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/22

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zwischen der Schilderung des subjektiven Befindens anlässlich des Gesprächs vom 

14. Januar 2014 und den Ergebnissen der gleichentags durchgeführten Observation. 

Auch die geltend gemachte Aussage, wonach die Beschwerdeführerin wöchentlich drei 

bis fünf “schlechte Tage“ erlebe, sei aufgrund der Observationsergebnisse aus 

rheumatologischer Sicht nur schwer nachvollziehbar (IV-act. 189-27, vgl. IV-act. 156). 

Wie die Beschwerdeführerin geltend macht (vgl. act. G1), stehen ihre Aktivitäten in den 

Observationsvideos dem von Dr. I.___ erstellten Leistungsprofil zu erwartenden 

Verhalten nicht entgegen (IV-act. 132-3). Allerdings listete dieser lediglich exemplarisch 

einige Tätigkeiten auf, welche den geschilderten Beschwerden (eindeutig) 

entgegenstehen oder entsprechen würden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das 

Verhalten wie es anlässlich der Observation zu beobachten war, nicht auch als mit den 

Beschwerdeschilderungen unvereinbar zu betrachten ist.

4.2.5  Anlässlich des Gesprächs mit der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2014 gab 

die Beschwerdeführerin zu, an den meisten Mittwochvormittagen für ihren Vater Fleisch 

auszuliefern (IV-act. 160). Mit Schreiben vom 4. April 2014 ergänzte sie sodann, sie 

führe diese Arbeit unregelmässig und an höchstens 2 Tagen pro Woche während 2 

bzw. 2,75 Stunden aus. Sie könne dabei abwechselnd stehen, sitzen und sich 

bewegen. Die Ware sei nicht schwer (max. 5kg) und sie müsse diese nur kurz tragen 

(IV-act. 165). Mit den in den Vorakten geschilderten massiven Einschränkungen der 

Beschwerdeführerin scheint diese Tätigkeit kaum vereinbar zu sein.

4.2.6  Die Befunde und die gesteigerten Alltagsaktivitäten der Beschwerdeführerin 

lassen eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation, insbesondere im Sinne einer 

verbesserten Adaption an die Beschwerden, erkennen. Es ist davon auszugehen, dass 

sich dies auch auf die Erwerbsfähigkeit positiv auswirkt. Die Beschwerdeführerin selbst 

gab am 12. März 2014 auch an, sich vorstellen zu können, wenn es ihr gut gehe, zwei 

bis drei Stunden täglich einer Arbeit nachzugehen, so beispielsweise im Verkauf oder in 

der Auslieferung (IV-act. 160-15 f.). Vor diesem Hintergrund ist die im Vergleich zum 

Vorgutachten höhere Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G.___ nachvollziehbar.

4.3  Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, die tendenziöse Bemerkung der 

Beschwerdegegnerin in den Akten, wonach die Beschwerdeführerin zur Verschiebung 

eines Gesprächstermins falsche Angaben gemacht habe, habe Dr. G.___ offensichtlich 

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stark beeinflusst, wie aus seinem Gutachten bezüglich Glaubwürdigkeit der 

Beschwerdeführerin hervorgehe. Er sei damit in seiner Beurteilung nicht mehr objektiv 

gewesen (act. G1). Die entsprechenden Aktenstellen wurden von Dr. G.___ zwar 

erwähnt (IV-act. 189-9, 189-26, 192-3), ein entscheidender Einfluss auf seine 

Einschätzungen ist jedoch nicht erkennbar. Zudem sind gewisse Zweifel an der 

erwähnten Aussage der Beschwerdeführerin durchaus angebracht, zumal diese am 6. 

Januar 2014 um die Verschiebung eines Gesprächstermins bei der 

Beschwerdegegnerin bat und dies mit der fehlenden Kinderbetreuung begründete, da 

die Kinder Schulferien hätten und ihr Ehemann bei der Arbeit sei (IV-act. 149). Beim 

Gespräch mit der Beschwerdegegnerin am 12. März 2014 gab sie jedoch nach 

entsprechender Konfrontation mit den Kenntnissen der Beschwerdegegnerin zu, 

während einer Woche mit ihrer Familie in den Skiferien gewesen zu sein. Ausserdem 

ergaben sich anlässlich dieses Gesprächs auch weitere Hinweise auf eine Tendenz, 

gewisse Aktivitäten zu verschweigen bzw. die körperlichen Möglichkeiten schlechter 

darzustellen (IV-act. 160). Die Versuche, die auf mehrfache konkrete Nachfrage der 

Beschwerdegegnerin gemachten, zumindest unvollständigen Angaben der 

Beschwerdeführerin zu rechtfertigen (act. G1, G10), ändern daran nichts und sind nur 

teilweise nachvollziehbar.

4.4  Wie die Beschwerdeführerin richtig geltend macht, lässt sich ihr Beschwerdebild 

gemäss den Berichten des Schweizer Paraplegiker Zentrums vom 14. September und 

12. Oktober 2015 weitgehend aufgrund der Befunde erklären (act. G10, act. G10.1). 

Dies wurde grundsätzlich auch von Dr. G.___ nicht bestritten, hat er doch 

Beeinträchtigungen und eine dadurch bedingte eingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

festgehalten (IV-act. 189). Mit der Beschwerdegegnerin (act. G12) ist anzumerken, dass 

sich den Berichten des Schweizer Paraplegiker Zentrums keine höhere 

Arbeitsunfähigkeit, als von Dr. G.___ attestiert, und weitgehend unauffällige Befunde 

entnehmen lassen. Die behandelnden Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin habe 

sich nahezu erholt gezeigt mit geringem sensomotorischem Defizit, vor allem 

rechtsseitig sensibel und mit geringem motorischem Defizit beider Beine für die 

Kennmuskulatur. Diese fielen nur bei einer dezidierten Untersuchung auf und seien im 

alltäglichen Leben und im Gangbild nicht zu erwarten. Die beginnende sagittale 

Dysbalance könne aller Erfahrung nach mit muskelkräftigenden Übungen wieder ins 

Lot gebracht werden. Sie sei in den Aktivitäten des täglichen Lebens selbständig. Ein 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/22

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Hinweis auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes bzw. eine Erhöhung der 

Arbeitsfähigkeit ist schliesslich auch in der im Verlauf eingetretenen Adaptation an die 

Schmerzen zu sehen (act. G10.1). Die Berichte des Schweizer Paraplegiker Zentrums 

sind damit nicht geeignet das Gutachten vom 20. März 2015 zu entkräften.

 

4.5  Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das 

Gutachten von med. pract. H.___ und Dr. G.___ (vgl. IV-act. 192) auf umfassender 

Aktenkenntnis sowie bidisziplinären eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte 

Leidensbild der Beschwerdeführerin berücksichtigt und die auf dieser Grundlage 

gezogenen Schlüsse nachvollziehbar sind. Aus den von der Beschwerdeführerin 

vorgebrachten medizinischen Einschätzungen des Schweizer Paraplegiker Zentrums 

ergeben sich zudem keine objektiven Gesichtspunkte, welche im genannten Gutachten 

ausser Acht gelassen worden wären. Schliesslich wurden auch keine zwischen dem 

Gutachten vom 20. März 2015 und der umstrittenen Verfügung der IV-Stelle vom 24. 

Juli 2015 (IV-act. 208) eingetretenen massgeblichen Veränderungen mit Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit geltend gemacht und solche ergeben sich auch nicht aus den 

Akten. 

4.6  Damit ist vollumfänglich auf das Gutachten vom 20. März 2015 abzustellen. Es ist 

eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zu bejahen und 

von einer Arbeitsunfähigkeit von 25% in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. 

Entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin beruht dieser Schluss nicht einzig auf den 

Observationsvideos (vgl. act. G1), sondern massgeblich auf den medizinischen 

Abklärungen und den Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber den Ärzten.

5. 

5.1  Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten erfolgt grundsätzlich frühestens 

vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 

88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 

Ausnahmsweise erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente rückwirkend ab 

Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn der Bezüger die Leistung zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/22

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Unrecht erwirkt hat oder der ihm nach Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht 

nachgekommen ist, unabhängig davon, ob die Verletzung der Meldepflicht oder die 

unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war (Art. 

88bis Abs. 2 lit. b IVV). Gemäss Art. 77 IVV haben der Berechtigte oder sein 

gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, denen die Leistung zukommt, jede 

für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich insbesondere eine 

solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der 

persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten 

unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen (vgl. Art. 31 Abs. 1 ATSG). Die Meldepflicht 

entsteht erst dann, wenn es für die versicherte Person bei zumutbarer Sorgfalt 

erkennbar ist, dass sich ihre Invalidität verändert hat. Eine Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen ist für die 

Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, 

in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. 

Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung 

drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 1 IVV).

5.2  Nachdem die Beschwerdeführerin eine Erwerbstätigkeit verneint hatte, gab sie auf 

mehrfache Nachfrage der Beschwerdegegnerin anlässlich des Gesprächs vom 12. 

März 2014 an, auch schon für ihren Vater Fleisch ausgeliefert zu haben. Sie verdiene 

dabei jedoch nichts und sehe dies nicht als Erwerbstätigkeit bzw. regelmässige Arbeit 

an, auch ein Arbeitsvertrag bestehe nicht. Im weiteren Gesprächsverlauf führte sie aus, 

sie gehe jeweils am Mittwochmorgen Fleisch ausliefern, habe aber in den vergangenen 

12 Monaten rund zehnmal aufgrund ihrer Schmerzen absagen müssen (IV-act. 160). 

Obwohl sie diese Tätigkeit unentgeltlich im Familienbetrieb und gemäss ihren Angaben 

auf eigenen Wunsch sowie wegen des Gefühls “gebraucht zu werden“ ausführte (IV-

act. 160, 167), wäre die Beschwerdeführerin diesbezüglich meldepflichtig gewesen. 

Dies zumal die Fähigkeit zur Ausführung der Fleischlieferungen auf eine Verbesserung 

des Gesundheitszustandes und damit auch der Erwerbsfähigkeit, hindeutet. Vorliegend 

ist die Aufnahme der Tätigkeit für den Betrieb ihres Vaters und die Verbesserung des 

Gesundheitszustandes spätestens seit der Observation im September 2013 

überwiegend wahrscheinlich und die Beschwerdeführerin hat spätestens dann ihre 

Meldepflicht verletzt. Somit rechtfertigt sich eine rückwirkende Rentenrevision per 31. 

Dezember 2013 (Ablauf von 3 Monaten).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/22

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6. 

Schliesslich ist basierend auf dem Arbeitsfähigkeitsgrad von 75% im Rahmen eines 

Einkommensvergleichs gemäss Art. 16 ATSG (vgl. E. 2.1, E. 3) der Invaliditätsgrad zu 

ermitteln.

6.1  Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt der allfälligen Renten-

revision (vorliegend per 31. Dezember 2013) verdient hätte. Für die Bestimmung des 

Valideneinkommens wird grundsätzlich am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da 

erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt 

worden wäre (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 

18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1, und 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1). 

Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 

322 E. 4.1). Die Beschwerdeführerin ist gelernte Floristin, war nach Abschluss der 

Lehre aber nur für wenige Monate als solche tätig. Danach arbeitete sie bis zum Unfall 

vom 7. August 2000 als (ungelernte) Verkäuferin in einer Bäckerei bzw. in der Metzgerei 

ihrer Eltern (vgl. IV-act. 1, 8, 13, 192-23). Das Einkommen als Floristin kurz nach 

Abschluss der Lehre 1998 ist zur Festlegung des Valideneinkommens nicht geeignet. 

Gleiches gilt für die während den nur 7 bzw. 10 Monate dauernden 

Arbeitsverhältnissen im Verkaufsbereich, bei denen sie einen vergleichsweise geringen 

Verdienst erzielte (vgl. IV-act. 6, 8, 13, 79). Es ist jedoch davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin im Validenfall weiterhin als (ungelernte) Verkäuferin bzw. allenfalls 

als Floristin tätig wäre. Laut den vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 2012) belief sich der Tabellenlohn des 

Wirtschaftszweigs Detailhandel für Frauen, Kompetenzniveau 3, auf Fr. 4‘360.-- 

monatlich bzw. Fr. 52‘320.-- jährlich. Aufgerechnet auf die betriebsübliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und angepasst an die 

Nominallohnentwicklung bis 2013 (+0.7%) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 

54‘925.--.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/22

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6.2  Nach gescheitertem Arbeitsversuch im angestammten Beruf (IV-act. 19) und 

abgebrochener Umschulung im Bürobereich (IV-act. 55 f., 63) ist die 

Beschwerdeführerin als Hilfsarbeiterin zu betrachten. Das Invalideneinkommen ist 

gestützt auf die LSE (vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3, 129 V 475 E. 4.2.1), Total sämtlicher 

Wirtschaftszweige, Anforderungsniveau 4, Frauen, zu bestimmen, der sich im Jahr 

2013 auf Fr. 51‘793.-- belief. Bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 75% ergibt 

sich ein Jahreseinkommen von Fr. 38‘845.--.

6.2.1  Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Tätigkeiten behindert sind, im 

Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszuge¬hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Die Beschwerdeführerin ist unfallbedingt 

selbst bei körperlich leichten Tätigkeiten eingeschränkt und es sind dabei weitere 

qualitative Anforderungen zu beachten (wechselbelastende Tätigkeiten ohne 

rückenbelastende Arbeiten). Es rechtfertigt sich damit, den Tabellenlohnabzug auf 5% 

festzusetzen. Folglich reduziert sich das massgebliche Invalideneinkommen auf Fr. 

36‘903.--.

6.3  Ausgehend von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

und unter Berücksichtigung eines 5%igen Tabellenlohnabzugs resultiert bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 54‘925.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 36‘903.-- 

ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von rund 33%.

7. 

7.1  Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 24. Juli 2015 im Ergebnis nicht zu 

beanstanden und die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/22

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7.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin anzurechnen.

7.3  Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin bezahlt die Gerichtskosten von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss wird der Beschwerdeführerin im Betrag von Fr. 600.-- angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.12.2017
	Art. 17 ATSG. Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV. Verbesserung des Gesundheitszustandes bejaht. Rückwirkende Renteneinstellung infolge Meldepflichtverletzung. Einkommensvergleich. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Dezember 2017, IV 2015/270).

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		2025-07-19T06:40:02+0200
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