# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6712d56-cd60-57d1-ba0b-8e7f7b1ed852
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 11.09.2025 502 2025 311
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2025-311_2025-09-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2025 311
502 2025 312

Urteil vom 11. September 2025

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richter: Jérôme Delabays, Alessia Chocomeli
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Nadine Durot

Parteien A.________, Beschuldigter und Beschwerdeführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt Alain Jeger

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

Gegenstand Untersuchungshaft (Art. 221 StPO)

Beschwerde vom 1. September 2025 gegen die Verfügung des 
Zwangsmassnahmengerichts vom 23. August 2025

Gesuch um amtliche Verteidigung vom 1. September 2025

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Sachverhalt

A. Gegen A.________, geboren 1994, wurde am 21. August 2025 ein Strafverfahren wegen 
Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe 
(Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121) eröffnet (act. 5000). Er soll erhebliche Mengen Hanf 
angebaut und verkauft haben.

Er wurde am 20. August 2025 festgenommen (act. 6000). Das Zwangsmassnahmengericht (im 
Folgenden: das ZMG) hörte ihn am 23. August 2025 an und ordnete sodann gleichentags Unter-
suchungshaft bis zum 19. September 2025 an (act. 6015 ff.; ZMG 100 2025 315).

B. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 1. September 2025 Beschwerde. In 
prozessualer Hinsicht ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege, rückwirkend ab 
dem 27. August 2025. In der Sache selbst beantragt A.________ unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge seine sofortige Entlassung aus der Untersuchungshaft; subsidiär seien 
geeignete Ersatzmassnahmen anzuordnen. Auch beantragt er die Zusprechung einer 
Entschädigung von CHF 220.- pro verbüssten Tag Haft zzgl. Zins von 5% ab dem 20. August 2025 
sowie eine angemessene Parteientschädigung, dies unter Vorbehalt der unentgeltlichen 
Rechtspflege.  

Am 3. September 2025 liess das ZMG der Strafkammer seine Akten zukommen und schloss auf 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Die Staatsanwaltschaft nahm am 4. September 2025 Stellung zur Beschwerde und schloss auf 
deren Abweisung. Sie übermittelte gleichentags ihre Akten. 

Mit Eingabe vom 8. September 2025 teilte Rechtsanwalt Alain Jeger mit, dass A.________ (im 
Folgenden: der Beschwerdeführer) auf eine weitere Stellungnahme verzichte.

Erwägungen

1.

1.1. Die verhaftete Person kann Entscheide über die Anordnung, die Verlängerung oder die 
Aufhebung der Untersuchungs- oder Sicherheitshaft innerhalb von 10 Tagen mittels Beschwerde 
bei der Strafkammer anfechten (Art. 20 Abs. 1 Bst. c, 222, 393 Abs. 1 Bst. c und 396 Abs. 1 StPO; 
Art. 64 Bst. c und 85 Abs. 1 JG).

Die angefochtene Verfügung datiert vom 23. August 2025. Die Frist von 10 Tagen wurde mit der am 
1. September 2025 eingereichten Beschwerde gewahrt.

1.2. Der Beschwerdeführer hat offensichtlich ein rechtlich geschütztes Interesse an der Auf-
hebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung (Art. 382 Abs. 1 StPO).

1.3. Die Beschwerde enthält Rechtsbegehren und eine Begründung (Art. 396 Abs. 1 StPO).

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1.4. Die Strafkammer verfügt über eine umfassende Prüfungsbefugnis in rechtlicher und 
sachlicher Hinsicht (Art. 393 Abs. 2 StPO). Insbesondere können Noven berücksichtigt werden (BGE 
141 IV 396 E. 4.4). 

1.5. Es kann aufgrund der Akten entschieden werden (Art. 397 Abs. 1 StPO).

2.

Gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO sind Untersuchungs- und Sicherheitshaft zulässig, wenn die 
beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und unter anderem 
ernsthaft zu befürchten ist, dass sie Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 
Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Bst. b; sog. Kollusionsgefahr). Anstelle der Haft sind eine oder 
mehrere mildere Massnahmen anzuordnen, wenn diese den gleichen Zweck erfüllen (Art. 212 Abs. 2 
Bst. c und Art. 237 Abs. 1 StPO). Generell muss sich die Haft als verhältnismässig erweisen 
(vgl. Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 BV sowie Art. 197 Abs. 1 Bst. c und d StPO).

3.

Der Beschwerdeführer rügt zunächst, dass die Haftanordnung in Verletzung von Art. 115 Abs. 2 
Bst. b JG auf Französisch verfasst wurde, obwohl die Verfahrenssprache Deutsch wäre 
(vgl. Beschwerde, S. 3). Der Beschwerdeführer hat diesem Vorgehen zugestimmt und die 
Zwangsmassnahmenrichterin hat ihm anlässlich seiner Anhörung bestätigt, dass das weitere 
Verfahren in deutscher Sprache geführt werde (vgl. ZMG 100 25 315, act. 6 Z. 20 ff.). Er erhebt 
seine Beschwerde in deutscher Sprache. 

Gemäss Art. 115 Abs. 4 des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 (JG; SGF 130.1) wird das Rechtsmit-
telverfahren in der Sprache des angefochtenen Entscheids durchgeführt. 

Der angefochtene Entscheid ist aufgrund der französischen Muttersprache der Pikettzwangsmass-
nahmenrichterin unter Berücksichtigung des Beschleunigungsgebots auf Französisch ergangen, 
obwohl die Verfahrenssprache Deutsch ist. Es rechtfertigt sich somit, dass sowohl das 
Beschwerdeverfahren auf Deutsch geführt wird wie auch der Entscheid in deutscher Sprache ergeht 
und dies entgegen vorstehender Gesetzesbestimmung.

4.

4.1. Der Beschwerdeführer bestreitet zunächst den dringenden Tatverdacht (vgl. Beschwerde, 
S. 9, Ziff. 30. ff.). 

Er legt dar, anlässlich der Einvernahmen durch die Polizei, die Staatsanwaltschaft und das 
Zwangsmassnahmengericht bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt zu haben. Im Falle eines 
umfassenden Geständnisses wäre aus seiner Sicht nur eine Sicherheitshaft (recte: Untersuchungs-
haft) zur Verhinderung einer Flucht oder zum Schutz der Gesellschaft (Wiederholungsgefahr) 
denkbar. Die Staatsanwaltschaft habe einzig die Kollusionsgefahr als Haftgrund geltend gemacht.

4.2. Bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO ist 
keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzu-
nehmen. Macht eine inhaftierte Person geltend, sie befinde sich ohne ausreichenden Tatverdacht in 
strafprozessualer Haft, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse 
genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und eine Beteiligung des 
Beschwerdeführers an dieser Tat vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringen-

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den Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei 
der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit 
erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte. Zur Frage des 
dringenden Tatverdachts bzw. zur Schuldfrage hat das Bundesgericht weder ein eigentliches 
Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen (BGE 150 IV 239 
E. 3.2; 143 IV 316 E. 3.1; 330 E. 2.1; Urteil BGer 7B_69/2024 vom 21. Februar 2024 E. 3.2.1). Zu 
Beginn der Strafuntersuchung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als 
in späteren Prozessstadien. Im Laufe des Strafverfahrens ist in der Regel ein zunehmend strengerer 
Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts zu legen. Nach Durchführung der 
gebotenen Untersuchungshandlungen muss eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 
143 IV 316 E. 3.2; Urteil BGer 1B_1/2023 vom 30. Januar 2023 E. 3.1).

4.3. Im angefochtenen Entscheid fasst das ZMG das vom Beschwerdeführer bei seinen 
Einvernahmen abgelegte Geständnis zusammen. Demnach habe er in den letzten acht oder neun 
Monaten aus der an der B.________ eingerichteten Indoor-Anlage 800 und 1200 Gramm Cannabis 
geerntet. In der gleichen Zeitspanne habe er darüber hinaus an seinem Wohnort an der C.________ 
in D.________ ein bis eineinhalb Kilogramm Marihuana zwecks Weiterverkaufs verpackt. Auch habe 
er dieses Jahr einem gewissen E.________ insgesamt zwei Kilogramm Marihuana für CHF 4'000.- 
und einem gewissen F.________ 800 Gramm der gleichen Substanz für CHF 1'800.- verkauft. Das 
nötige Material für den Anbau habe er von einem gewissen, in Sankt Gallen wohnhaften, 
G.________ erworben. Der Wunsch, seine hohen Schulden zu begleichen, habe ihn zum Anbau 
und Verkauf von Betäubungsmitteln motiviert.

Das ZMG hat die Aussagen des Beschwerdeführers als Teilgeständnis gewertet. Es geht davon 
aus, dass er das Ausmass seines Betäubungsmittelhandels herunterspielt. Diesen habe der 
Beschwerdeführer nämlich in zwei Wohnungen betrieben, wobei er die eine ausschliesslich zu 
diesem Zweck hinzu gemietet habe. In der Zeit seiner Arbeitslosigkeit habe er zudem viel Zeit zur 
Verfügung gehabt, um sich dem besagten Handel hinzugeben. 

Die Strafuntersuchung hat soeben begonnen. Aufgrund der geschilderten Umstände hat das ZMG 
die Aussagen des Beschwerdeführers zu Recht bloss als Teilgeständnis gewertet und den 
dringenden Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO hinsichtlich eines umfangreicheren 
Betäubungsmittelhandels des Beschwerdeführers bejaht.

5. 

5.1. Der Beschwerdeführer bestreitet sodann das Vorliegen einer Kollusionsgefahr 
(vgl. Beschwerde, S. 9 ff., Ziff. 34. ff) und rügt eine Verletzung des Willkürverbots (vgl. Beschwerde, 
S. 11 f., Ziff. 45. ff.).

Er legt dar, dass die Staatsanwaltschaft in ihrem Haftantrag vollständig darauf verzichtet habe, ihre 
künftigen Ermittlungsmassnahmen darzulegen. Die Staatsanwaltschaft begnüge sich mit dem 
Hinweis, dass der Sachverhalt noch nicht vollständig geklärt sei, ohne jedoch zu erörtern, inwiefern 
die Freiheit des Beschwerdeführers die Ermittlungen erschweren würde. Sie stelle in ihrem 
Haftantrag zwei Untersuchungshandlungen in Aussicht, und zwar die Untersuchung des Telefons 
des Beschwerdeführers, dessen Siegelung er allerdings beantragt habe, sowie die Spurensicherung 
an sichergestellten Beweismitteln. Mit der Siegelung seines Telefons habe der Beschwerdeführer 
bloss sein verfassungsmässiges Recht ausgeübt. Dieser Vorgang dürfe nicht zur Begründung einer 
Haft herangezogen werden. Die Auswertung von DNA-Spuren und Fingerabdrücken erfordere nicht, 
dass der Beschwerdeführer in Haft bleibe. Indem das ZMG davon ausgehe, es müssten noch 

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weitere Einvernahmen durchgeführt werden, obwohl dies die Staatsanwaltschaft in ihrem Haftantrag 
nicht erwähnt habe, sei das ZMG in Willkür verfallen.

Indem das ZMG ohne entsprechenden Antrag mutmasse, dass die Staatsanwaltschaft 
möglicherweise weitere Einvernahmen durchführen wolle, überschreite es das ihm zustehende 
Ermessen und stütze seine Sachverhaltsfeststellung auf Annahmen zum weiteren 
Verfahrensverlauf, die es gar nicht kennen könne und verfalle so in Willkür. 

5.2. Die Staatsanwaltschaft hält diesen Vorbringen in ihrer Stellungnahme entgegen, die 
Untersuchung ziele darauf ab, das Vorgehen des Beschwerdeführers im Betäubungsmittelanbau 
und -handel (u.a. Verarbeitungsort) zu ermitteln. Es sei daran zu erinnern, dass der Beschuldigte 
versucht habe, seine Wohnadresse zu verheimlichen mit dem Ziel, die vorhandenen Beweis-
elemente zu verstecken. Zurzeit sei noch nicht klar, wo der Beschwerdeführer die Pflanzen 
getrocknet und abgepackt habe und es könne nicht ausgeschlossen werden, dass weitere 
Räumlichkeiten dazu gedient hätten. Diesbezügliche Abklärungen seien am Laufen. Des Weiteren 
sei es üblich, dass das Ausmass des Handels aufgrund der Befragung von Abnehmern ermittelt 
werde. Inwiefern das ZMG diese Massnahmen, welche dem Beschwerdeführer anlässlich der 
Hafteinvernahme in Aussicht gestellt worden seien, in seinem Entscheid nicht hätte berücksichtigen 
können, sei nicht ersichtlich.

5.3. Der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, 
dass die beschuldigte Person jemanden beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 
Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO). Verdunkelung kann gemäss der 
Rechtsprechung insbesondere in der Weise erfolgen, dass sich die beschuldigte Person mit Zeugen, 
Auskunftspersonen, Sachverständigen oder Mitbeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder diese zu 
wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst oder dass sie Spuren und Beweismittel beseitigt. 
Strafprozessuale Haft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass die beschuldigte Person die 
wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts vereitelt oder gefährdet. Die theoretische Möglichkeit, 
dass sie kolludieren könnte, genügt indessen nicht, um Untersuchungshaft unter diesem Titel zu 
rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Kollusionsgefahr 
sprechen. Das Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen 
Einzelfalles zu prüfen (BGE 137 IV 122 E. 4.2). Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können 
sich namentlich ergeben aus dem bisherigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafprozess, 
aus ihren persönlichen Merkmalen, aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im Rahmen des 
untersuchten Sachverhaltes sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihr und den sie 
belastenden Personen. Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche Beeinträchtigung des 
Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeutung der von Beeinflussung 
bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere der untersuchten Straftaten sowie dem Stand 
des Verfahrens Rechnung zu tragen. Fehlende (vollumfängliche) Geständigkeit kann bei der 
Beurteilung der Kollusionsgefahr eine Rolle spielen, auch wenn sie, für sich allein genommen, eine 
solche nicht zu begründen vermag. Dies steht nicht im Widerspruch zum Aussageverweigerungs-
recht (Art. 113 StPO; Urteil BGer 7B_474/2023 vom 6. September 2023 E. 4.2.2 mit Hinweis). Je 
weiter das Strafverfahren vorangeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt 
werden konnte, desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis von Kollusionsgefahr zu stellen 
(Urteil BGer 7B_69/2024 vom 21. Februar 2024 E. 3.3.2. mit Hinweisen).

5.4. Gemäss Art. 225 Abs. 4 StPO erhebt das ZMG die sofort verfügbaren Beweise, die geeignet 
sind, den Tatverdacht oder die Haftgründe zu erhärten oder zu entkräften. Dies bedeutet, dass das 
ZMG das Bestehen des dringenden Tatverdachts und der besonderen Haftgründe sowie die 

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Verhältnismässigkeit der Anordnung von Untersuchungshaft prüfen muss, und zwar in der Regel 
anhand der von der Staatsanwaltschaft eingereichten Haftakten (BSK StPO-FORSTER, 3. Aufl. 2023, 
Art. 225 N. 7). Folgerichtig durfte das ZMG – anders als vom Beschwerdeführer behauptet – 
aufgrund der ihm vorgelegten Haftakten notwendig erscheinende Untersuchungshandlungen 
aufzählen. Mit dem ZMG ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer bei seinem Betäubungsmittel-
handel professionell vorgegangen ist, indem er nicht nur am ehelichen Domizil eine Cannabis-
Indooranlage betrieben, sondern darüber hinaus eine Wohnung hinzu gemietet und in eine einzige 
Indooranlage umgebaut hat, ohne dass sich darin Kleider, Möbel oder ähnliches befanden 
(act. 6012). Dieses Vorgehen deutet auf einen Betäubungsmittelhandel hin, der über das von ihm 
bereits eingestandene Ausmass hinausgeht. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der 
Beschwerdeführer gegenüber der Polizei mehrmals die Adresse seiner Schwester als seine 
Wohnadresse angegeben hat mit der Absicht zu verhindern, dass die Polizei die Anlage an seiner 
Wohnadresse vorfindet (vgl. Einvernahmeprotokoll vom 21. August 2025, Adresse; 
Einvernahmeprotokoll vom 22. August 2025, Z. 15 ff.). Unter diesen Umständen hat das ZMG zu 
Recht angenommen, dass der Beschwerdeführer in Freiheit versuchen könnte, allfällige Mitbeteiligte 
sowie insbesondere seine Abnehmer zu beeinflussen. Zudem ist noch nicht bekannt, wo der 
Beschwerdeführer die Pflanzen getrocknet hat, d.h. ob er dazu weitere Räumlichkeiten benutzt hat. 
Es kann somit auch angenommen werden, dass der Beschwerdeführer in Freiheit versuchen könnte, 
auf Beweismittel einzuwirken.

Die angefochtene Verfügung ist somit in Bezug auf die Kollusionsgefahr nicht zu beanstanden und 
es liegt keine Verletzung des Willkürverbots vor.

6.

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Legalitätsprinzips, von Art. 32 Abs. 1 
BV und Art. 6 EMRK, von Art. 36 BV, Art. 197 Abs. 1 Bst. c und 237 Abs. 1 StPO sowie von Art. 5 
EMRK und Art. 10 Abs. 1 BV (vgl. Beschwerde, S. 12 f., Ziff. 49. ff.).

Es gäbe für den Freiheitsentzug keine genügende Rechtsgrundlage; die Staatsanwaltschaft habe 
nicht detailliert begründet, welche Untersuchungshandlungen noch notwendig seien, was sie hätte 
tun müssen, wenn sie vom grundsätzlichen Recht des Beschuldigten, während des Strafverfahrens 
in Freiheit zu leben, abweichen wolle; und das mit der Untersuchungshaft verfolgte öffentliche 
Interesse sei mangels entsprechender Anträge kaum zu definieren, weshalb nicht gesagt werden 
könne, ob es zu dessen Erreichung auch ein milderes Mittel gäbe. Der Beschwerdeführer sollte sich 
zudem um seinen Sohn kümmern, dessen Obhut er sich mit seiner Ex-Partnerin teile.

Wie in den vorstehenden Erwägungen ausgeführt war die Anordnung der Untersuchungshaft 
gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO gerechtfertigt. Das ZMG hat sich zudem ausführlich mit den 
vorzunehmenden Untersuchungshandlungen und dem mit der Untersuchungshaft verfolgten Ziel der 
Verhinderung der Beeinflussung von anderen Personen durch den Beschwerdeführer befasst, so 
dass sich dieser im vorliegenden Verfahren dazu äussern konnte. Die Strafkammer teilt die Meinung 
des ZMG, dass keine Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 237 StPO ersichtlich sind. Zudem 
erscheint die vom ZMG angeordnete Untersuchungshaft in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig. 

7.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl ein dringender Tatverdacht als auch Kollusions-
gefahr vorliegen und die angeordnete Haft verhältnismässig ist. Die Beschwerde erweist sich damit 
als unbegründet und ist abzuweisen.

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8.

Der Beschwerdeführer beantragt für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege. 

8.1. Die Strafkammer hat kürzlich ihre Praxis, wonach eine amtliche Verteidigung der beschul-
digten Person vor der ersten Instanz automatisch, auch ohne entsprechendes Gesuch, auf das 
Beschwerdeverfahren ausgedehnt wurde, aufgegeben und sich der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung (insbesondere Urteil BGer 7B_485/2023 vom 11. September 2023 E. 4.3 Hinweisen) 
angepasst, gemäss welcher sich die notwendige Verteidigung grundsätzlich nicht auf Beschwerde-
verfahren erstreckt. In solchen Verfahren fällt – jedenfalls wenn die beschuldigte Person Beschwer-
de führt – einzig die amtliche Verteidigung nach den allgemeinen Regeln der unentgeltlichen 
Rechtspflege in Betracht. Es ist zulässig, die Erteilung der amtlichen Verteidigung von der Nicht-
aussichtslosigkeit des Rechtsmittels abhängig zu machen. Die Gewährung einer amtlichen Ver-
teidigung wegen Bedürftigkeit setzt sodann den Nachweis der Mittellosigkeit voraus. Dabei obliegt 
es der Antrag stellenden Partei, ihre aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse aufzu-
zeigen und ihre finanziellen Verpflichtungen zu belegen. Kommt sie dieser Obliegenheit nicht nach, 
ist der Antrag abzuweisen (u.a. Urteil KG FR 502 2024 79 vom 23. August 2024 E. 3.1.2). 

8.2. Der Beschwerdeführer lässt ausführen, er befinde sich in einer finanziell schwierigen Lage 
und verfüge nicht über die notwendigen Mittel, um dieses Verfahren eigenständig zu finanzieren. 
Wegen der angeordneten Haft sei er nicht in der Lage, seine finanzielle Situation mit Beweismitteln 
zu belegen. Es werde daher auf die Einvernahme zu seinen persönlichen Verhältnissen abgestellt.

8.3. Der Beschwerdeführer reicht keine Belege zu seiner finanziellen Situation ein. Seine eigenen 
Angaben gegenüber der Polizei reichen nicht aus, um seine Einkommens- und Vermögensver-
hältnisse aufzuzeigen und zu belegen. Dies umso mehr, als sich seine Angaben von denjenigen 
seines Ehemannes unterscheiden. Während der Beschwerdeführer angab, er erziele ein Nettoein-
kommen von CHF 3'000.- im Monat, sein Ehemann ein solches von CHF 4'300.- (jeweils zwölfmal 
im Jahr; Einvernahmeprotokoll vom 21. August 2025), sagte sein Ehemann aus, er habe zwei 
Arbeitsstellen und erziele ein Einkommen von insgesamt CHF 6'300.- bis 6'400.- pro Monat 
(Einvernahmeprotokoll vom 22. August 2025, Z. 10 ff.). 

Der Beschwerdeführer weist somit seine Mittellosigkeit nicht nach, weshalb sein Antrag auf 
unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist.

9.

Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens werden die Verfahrenskosten von insgesamt CHF 600.- 
(Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) dem Beschwerdeführer auferlegt (vgl. Art. 428 Abs. 1 
StPO). Eine Parteientschädigung ist dem Ausgang des Verfahrens entsprechend nicht auszurichten.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 23. August 2025 wird bestätigt.

II. Der Antrag auf amtliche Verteidigung für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.

III. Die Verfahrenskosten von CHF 600.- (Gebühr: CHF 500.-; Auslagen: CHF 100.-) werden 
A.________ auferlegt.

IV. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

V. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 11. September 2025/ach/ndu

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin