# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68f309cf-fd2a-5527-b71f-e541d77b45d4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.10.2025 D-7316/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7316-2025_2025-10-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7316/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Markus König;  

Gerichtsschreiberin Michèle Fierz. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,  

substituiert durch Emma Neuber,  

AsyLex, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 16. September 2025 / N (…). 

 

 

 

D-7316/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 18. August 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach.  

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass er am 30. April 2025 bereits in Griechenland um 

Asyl nachgesucht hatte und ihm am 19. Juni 2025 von den griechischen 

Behörden internationaler Schutz gewährt worden war. 

C.  

Am 22. August 2025 wurde dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör 

zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid und zur Wegweisung nach 

Griechenland gewährt und er erhielt die Gelegenheit, sich zu seiner Ge-

sundheit zu äussern. 

D.  

Am 25. August 2025 ersuchte die Vorinstanz die griechischen Behörden 

gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Dritt-

staatsangehöriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Ab-

kommen zwischen der Schweiz und Griechenland über die Rücküber-

nahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006  

(SR 0.142.113.729) schriftlich um Rückübernahme des Beschwerdefüh-

rers. 

E.  

Am 27. August 2025 reichte der Beschwerdeführer seine Stellungnahme 

(rechtliches Gehör() ein. Dabei führte er im Wesentlichen aus, er habe 

noch vor Erhalt des Schutzstatus in Griechenland vergeblich nach Arbeit 

gesucht. Nach erteilter Schutzgewährung habe sich seine Situation weiter 

verschlechtert, da er das Flüchtlingscamp habe verlassen müssen. Eine 

Wohnung habe er trotz Bemühungen nicht finden können. Daher sei er drei 

Tage lang obdachlos gewesen, bevor ihm ein anderer Afghane für einige 

Tage Obdach gewährt habe. Von den griechischen Behörden habe er keine 

Unterkunft, keine Nahrung, keine medizinische Hilfe und auch keinen poli-

zeilichen Schutz erhalten. Auch die Nichtregierungsorganisation (…) habe 

ihm nicht geholfen, weshalb er schliesslich in die Schweiz gereist sei.  

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Seite 3 

F.  

Am 8. September 2025 stimmten die griechischen Behörden dem Über-

nahmeersuchen des SEM vom 25. August 2025 zu und teilten gleichzeitig 

mit, der Beschwerdeführer sei in Griechenland als Flüchtling anerkannt 

worden und verfüge über eine bis zum (…) 2028 gültige griechische Auf-

enthaltsbewilligung. 

G.  

Am 15. September 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf zusammen mit den entscheidrelevanten Akten an den Be-

schwerdeführer zur Stellungnahme.  

H.  

Die Stellungnahme vom 16. September 2025 beschränkte sich auf eine 

sinngemässe Wiederholung der bisherigen Vorbringen.  

I.  

Mit Verfügung vom 16. September 2025 – eröffnet am 17. September 2025 

– trat das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, wies ihn aus der 

Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der 

Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen, wobei er ansonsten in Haft ge-

nommen und unter Zwang nach Griechenland zurückgeführt werden 

könne. Ferner beauftragte es den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der 

Wegweisung. 

J.  

Mit Eingabe vom 24. September 2025 erhob der Beschwerdeführer gegen 

diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und bean-

tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz an-

zuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei dem Be-

schwerdeführer die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Subeventualiter sei 

die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Subsubeventualiter seien spezifische Garantien von den griechischen Be-

hörden einzuholen, um eine angebrachte Unterbringung und medizinische 

Versorgung bei Rückkehr sicherzustellen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um aufschiebende Wirkung 

und um die superprovisorische Aussetzung des Wegweisungsvollzugs. 

Ferner sei der zuständige Kanton über die Aussetzung der Wegweisung 

bis zum Entscheid über die vorliegende Beschwerde in Kenntnis zu setzen. 

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Seite 4 

Zudem beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

K.  

Mit Schreiben vom 24. September 2025 bestätigte das Bundesverwal-

tungsgericht den Eingang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1  Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur 

Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG 

zuständig und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie 

auch vorliegend – endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). 

Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist (unter Vorbehalt nachfolgender Erwägung) einzutreten 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Soweit der Beschwerdeführer die Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung der Beschwerde sowie den Erlass eines superprovisorischen 

Vollzugsstopps beantragt, kann festgehalten werden, dass der Be-

schwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (vgl. Art. 

6 AsylG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese vorliegend nicht 

entzogen hat, weshalb darauf mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein-

zutreten ist.   

2.  

2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Im Bereich des 

Ausländerrechts richtet sich die Kognition nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5).  

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2). 

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Seite 5 

3.  

Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachstehend aufgezeigt – 

als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin oder eines zweiten 

Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weiterungen und mit summarischer 

Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Die formelle Rüge (Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes) ist 

vorab zu prüfen, da sie allenfalls geeignet ist, eine Kassation der angefoch-

tenen Verfügung zu bewirken.  

4.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe seine spezifische Si-

tuation in Griechenland als junger, alleinstehender Mann ohne soziales 

Netz und mit fehlenden Sprachkenntnissen nicht angemessen abgeklärt 

und habe zentrale Aspekte seiner persönlichen Situation ausser Acht ge-

lassen. Zudem seien die tatsächlichen Verhältnisse in Griechenland nicht 

angemessen berücksichtigt worden. Aus der angefochtenen Verfügung 

geht jedoch hervor, dass sich die Vorinstanz sowohl mit der vorgebrachten 

persönlichen Situation des Beschwerdeführers und seinen Erlebnissen in 

Griechenland als auch mit den allgemein geltenden Regeln und Richtlinien 

und mit der Rechtsprechung und Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in 

Bezug auf den Wegweisungsvollzug bei Verfahren wie dem Vorliegenden 

auseinandergesetzt hat. Auch hat sie sich in rechtsgenüglicher Weise mit 

der Situation vor Ort befasst. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer die 

Beurteilung durch das SEM nicht teilt, stellt keine Verletzung des Untersu-

chungsgrundsatzes dar, sondern betrifft die materielle Einschätzung. 

4.3 Nach dem Gesagten besteht keine Veranlassung, die angefochtene 

Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben und die Sache zur Neube-

urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der entsprechende Subeven-

tualantrag ist abzuweisen. 

5.  

5.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn die asyl-

suchende Person in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten 

hat (Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG). 

5.2 Das SEM stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, dass 

es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), um 

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Seite 6 

einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). 

Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass der Beschwer-

deführer in Griechenland als Flüchtling anerkannt wurde und die griechi-

schen Behörden seiner Rückübernahme ausdrücklich zustimmten.  

5.3 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten.  

6.  

6.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel 

die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 

AsylG).  

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt in der Schweiz insbesondere weder 

über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-

spruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

7.2.2 Es handelt sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat, in wel-

chem der Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 AsylG findet. Griechenland ist sodann Signatarstaat der 

EMRK, des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe [FoK, SR 0.105], des Abkommens über die Rechtsstellung der 

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Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 

31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völ-

kerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt das Bun-

desverwaltungsgericht an, dass die Lebensbedingungen in Griechenland 

schwierig sind. Trotz gewisser Schwachstellen kann aber nicht von einem 

dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Es existieren in 

Griechenland verschiedene Angebote, die Schutzberechtigten offenste-

hen, auch wenn die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und Infra-

strukturhilfen und Angebote bisher vor allem von internationalen Akteuren 

in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und finanziert 

worden sind. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesverwaltungs-

gericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der 

Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken. Auch ist davon 

auszugehen, dass Rückkehrenden keine menschenunwürdige Behand-

lung droht, weshalb für sie kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen Be-

handlung besteht (vgl. Urteil des BVGer D-2586/2025 vom 11. September 

2025 E. 8.1 [zur Publikation als Referenzurteil vorgesehen]). Vorliegend 

deutet nichts darauf hin, der Beschwerdeführer könnte bei einer Rückkehr 

nach Griechenland einer menschenunwürdigen oder erniedrigenden Be-

handlung ausgesetzt sein. Daran vermögen auch die in der Beschwerde-

schrift zitierten Berichte und allgemeinen Ausführungen zur schwierigen 

Situation in Griechenland nichts zu ändern. 

7.2.3 Eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen kann nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 

EMRK darstellen (vgl. BVGE 2011/9 E. 7; Urteil des Europäischen Ge-

richtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen Belgien 13. De-

zember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.). Eine sol-

che Situation ist vorliegend – auch unter Berücksichtigung der vorgebrach-

ten gesundheitlichen Probleme ([…]) – offensichtlich nicht gegeben.  

7.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

7.3  

7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder 

EFTA-Staat vermutungsweise zumutbar, wobei diese Legalvermutung mit 

Bezug auf Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Personen gilt 

(vgl. Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 E. 11.3). Wird im konkreten 

Einzelfall festgestellt, dass die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs besteht, hat die betroffene Person die Möglichkeit, diese 

umzustossen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte Anhaltspunkte dafür 

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Seite 8 

vorzubringen, dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Umstän-

den sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle 

Notlage geraten würde (vgl. a.a.O. E. 11.4). Allein die Tatsache, dass sich 

die bisherige Integration der betroffenen Person in Griechenland als 

schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der Wegweisung noch nicht als 

unzumutbar erscheinen (vgl. a.a.O. E. 11.5.2). 

7.3.2 Vorliegend hat die Vorinstanz mit überzeugender Begründung aufge-

zeigt, weshalb sie unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zur Er-

kenntnis gelangt, dass der Wegweisungsvollzug für den Beschwerdeführer 

zumutbar ist. Sie hat zutreffend auf die Verpflichtungen Griechenlands ge-

genüber Schutzberechtigten bezüglich Unterbringung, medizinischer Ver-

sorgung, Sozialhilfe und Erwerbstätigkeit hingewiesen, welche sich insbe-

sondere aus der Qualifikationsrichtlinie sowie auch aus der FK ergeben. 

Auch wenn eine adäquate Eingliederung des Beschwerdeführers in die so-

zialen Strukturen Griechenlands als anerkannter Flüchtling mit nicht zu ver-

kennenden Erschwernissen verbunden sein mag, vermögen seine Vorbrin-

gen die Anforderungen an eine konkrete Gefährdung nicht zu erfüllen. Bei 

einer Rückkehr nach Griechenland ist es dem Beschwerdeführer möglich, 

sich für eine Unterkunft, Sozialleistungen und allfällig benötigte medizini-

sche Behandlungen an die entsprechenden Stellen zu wenden und die er-

forderliche Hilfe – nötigenfalls mit anwaltlicher Hilfe oder der Unterstützung 

durch karitative Organisationen – auf dem Rechtsweg einzufordern, selbst 

wenn die diesbezüglichen Prozedere langwierig sein sollten. Es ist daher 

nicht davon auszugehen, dass er bei einer Rückkehr nach Griechenland in 

eine existenzielle Notlage geraten würde, die er nicht aus eigener Kraft ab-

wenden kann. Auch stehen weder die bislang noch fehlenden Kenntnisse 

der Landessprache noch das Fehlen eines familiären beziehungsweise so-

zialen Beziehungsnetzes vor Ort einer Erwerbstätigkeit in Griechenland 

dauerhaft entgegen. Zudem lassen auch die geltend gemachten gesund-

heitlichen Probleme ([…]) nicht auf die Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs schliessen, zumal nicht davon auszugehen ist, dass diese bei ei-

ner Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung 

des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers führen werden. Bei 

dieser Sachlage besteht auch kein Anlass zur Einholung individueller Zusi-

cherungen seitens der griechischen Behörden. Das entsprechende Sub-

subeventualbegehren ist demnach abzuweisen. 

7.3.3 Dem Beschwerdeführer ist es nach dem Gesagten nicht gelungen, 

die oben umschriebene Legalvermutung umzustossen. Der Vollzug der 

Wegweisung erweist sich somit als zumutbar.  

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Seite 9 

7.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich als möglich zu erachten 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), zumal die griechischen Behörden einer Rücküber-

nahme des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben. 

8.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, weil sich die Beschwerde entsprechend den vorstehenden Er-

wägungen als aussichtlos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG erwiesen hat. 

Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– (Art. 1 3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]) dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

10.2 Das Gesuch um Erlass des Kostenvorschusses ist mit vorliegendem 

Direktentscheid gegenstandslos geworden. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Michèle Fierz 

 

 

Versand: