# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24e3f74f-bc41-596d-ba1c-25cc5ab450f3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2024 D-882/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-882-2024_2024-03-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-882/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M ä r z  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richterin Roswitha Petry;   

Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Zimbabwe,  

c/o (…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 31. Januar 2024 / N (…). 

 

 

 

D-882/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer reiste zusammen mit seiner Schwester B._______ 

am 23. Juli 2022 mit einem Schengen-Visum (ausgestellt von der Schwei-

zer Botschaft in Pretoria am (…) Juli 2022 [gültig vom (…) Juli 2022 bis 

(…) Oktober 2022]) legal in die Schweiz ein. Am 15. August 2022 ersuchte 

er beim Migrationsamt des Kantons C._______ um Erteilung einer Aufent-

haltsbewilligung zwecks Verbleibs bei seiner hierzulande wohnhaften Mut-

ter. Das Gesuch wurde abgelehnt und die vom Beschwerdeführer dagegen 

erhobenen Rechtsmittel wurden abgewiesen (letztinstanzlicher Entscheid: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons C._______ vom 25. Mai 

2023).  

B.  

Am 7. September 2023 stellte der Beschwerdeführer ein Asylgesuch. Am 

13. September 2023 mandatierte er die im zugewiesene Rechtsvertretung.  

C.  

Am 26. September 2023 bewilligte das SEM dem Beschwerdeführer einst-

weilig die Privatunterbringung bei seiner Mutter.  

D.  

Am 19. Januar 2024 hörte das SEM den Beschwerdeführer zu seinen Asyl-

gründen an. Er brachte im Wesentlichen vor, er sei simbabwischer Staats-

angehöriger und stamme aus D._______. Sein Vater sei (…), respektive 

als er (der Beschwerdeführer) sechs Jahre alt gewesen sei, gestorben und 

seine Mutter habe Zimbabwe dann verlassen. Er sei in der Folge bei sei-

nem Onkel mütterlicherseits in E._______ (Provinz D._______) aufge-

wachsen, seine Schwester hingegen bei der Tante mütterlicherseits. Im Al-

ter von 16 Jahren habe er die Sekundarschule abgeschlossen. Als er 18-

jährig gewesen sei, sei er von einer Organisation namens «(…)» rekrutiert 

worden. Es handle sich dabei um eine Jugend-Miliz der Zimbabwe African 

National Union – Patriotic Front (Zanu-PF). Er habe damals beeiden müs-

sen, die Organisation nie zu verraten. Als er 2013 bei der Vortäuschung 

eines Autounfalls hätte mitmachen sollen, bei dem eine Person hätte getö-

tet werden sollen, habe er sich geweigert, worauf er als Verräter bezeichnet 

und gefoltert worden sei. Die Narbe an der (…) sei noch sichtbar. Nach 

weniger als einem Jahr habe er die «(…)» verlassen und sei zu seinem 

Onkel in F._______ (Provinz G._______) gegangen. Er habe sich dort von 

Mai bis Dezember 2013 aufgehalten, bevor er 2014 zu seinem Bruder nach 

H._______ gezogen sei. Nachdem sein Bruder wegen der Covid-

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Pandemie nicht mehr habe arbeiten können, sei er 2020 nach Zimbabwe 

zurückgekehrt, da es für seine Mutter einfacher gewesen sei, ihn dort fi-

nanziell zu unterstützen. Sie habe ihm einen Platz in einem Hostel für Män-

ner in I._______ organisiert. Am (…) 2022 habe er zusammen mit seiner 

Schwester und zwei Freunden an einer Gedenkfeier für die am (…) 2022 

getötete Aktivistin J._______ teilgenommen. Viele Anhänger der Partei 

CCC (Citizens Coalition for Change) hätten den Anlass besucht und er 

habe ein T-Shirt der CCC getragen. Als Anhänger der Zanu-PF versucht 

hätten, die Feier zu stören, und die Sache gewalttätig geworden sei, seien 

sie in seinem Auto weggefahren. Bei der Feier sei es zu vielen Verhaftun-

gen gekommen. Als sie in eine Polizeikontrolle geraten seien, seien auch 

sie festgenommen und zur Wache gebracht worden. Die Polizei habe von 

ihm verlangt, gegen den Oppositionspolitiker K._______, der die Gedenk-

feier einberufen habe, auszusagen. Da ihm für den Fall einer Weigerung 

angedroht worden sei, einige Zeit in einer Zelle verbringen zu müssen, 

habe er eingewilligt, der Forderung nachzukommen. Nach der Aufnahme 

seiner Personalien habe man ihn gehen lassen. Ihm sei gesagt worden, 

dass er Bescheid erhalten würde, wenn man ihn brauchen würde, und dass 

er dann vor einem Journalisten werde aussagen müssen, der einen Bericht 

schreiben würde. Am Tag nach der Veranstaltung habe K._______ sich bei 

der Polizei gestellt und befinde sich seither in Haft. Nachdem er (der Be-

schwerdeführer) wisse, dass die «(…)» mit dem Geheimdienst und der re-

gierenden Partei zusammenarbeiten würden, und er in deren System ver-

merkt sei, müsse es sich bei den Leuten, die ihn am (…) 2022 angehalten 

hätten, um die gleichen Personen gehandelt haben, die ihn bei den «(…)» 

gefoltert hätten. Bei einer Rückkehr nach Zimbabwe befürchte er, von die-

sen erneut festgenommen und misshandelt zu werden. Nach der Freilas-

sung am (…) 2022 habe er sich bis zur Ausreise beim Bruder eines Freun-

des in einem Vorort von I._______ aufgehalten. Er habe zwischen Februar 

und März 2022 begonnen, ein Visum für einen Besuch bei seiner Mutter in 

der Schweiz zu beantragen, wobei er damals vorgehabt habe, nach Zim-

babwe zurückzukehren. Dass das Visum am (…) Juli 2022 und damit ge-

nau in der Zeit ausgestellt worden sei, als er im Heimatland Probleme be-

kommen habe, habe sich einfach so ergeben. Am 22. Juli 2022 sei er mit 

dem besagten Visum aus Zimbabwe ausgereist. Ein von ihm beauftragter 

Anwalt sei in Zimbabwe zur Polizeiwache gegangen und habe dort ein Do-

kument erhalten, in dem stehe, dass er (der Beschwerdeführer) öffentlich 

gegen K._______ aussagen müsse. Nach der Ausreise habe er auch ge-

hört, dass die Polizei im Hostel in I._______ nach ihm gesucht habe. Er 

leide an (…) und gelegentlich an Schmerzen in der (…), wenn er zu wenig 

esse. Er habe diese Beschwerden schon in Zimbabwe gehabt. Hierzulande 

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habe er von einem Arzt Medikamente bekommen, die aber nicht geholfen 

hätten. 

Bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten des 

rechtserheblichen Sachverhalts wird auf das Protokoll (vgl. SEM-Akte […]-

14) und die Beweismittel (Reisepass, Dokument der «[…]» vom 13. Januar 

2023 [Kopie]) verwiesen. 

E.  

Am 29. Januar 2024 unterbreitete das SEM dem Beschwerdeführer res-

pektive der Rechtsvertretung den Entwurf des Asylentscheids. Der Be-

schwerdeführer erklärte sich in seiner Stellungnahme vom 30. Januar 2024 

mit dem Entwurf nicht einverstanden. 

F.  

Mit Verfügung vom 31. Januar 2024 – gleichentags eröffnet – stellte das 

SEM fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht er-

fülle. Es lehnte das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. Zudem händigte es dem Beschwerdeführer 

die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus.  

Zur Begründung führte es im Wesentlichen an, die Vorbringen des Be-

schwerdeführers vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 

gemäss Art. 7 AsylG (SR 142.31) nicht standzuhalten. Der Wegweisungs-

vollzug sei als durchführbar zu erachten. Für die detaillierten Ausführungen 

wird auf die angefochtene Verfügung verwiesen. 

G.  

Mit Eingabe vom 9. Februar 2024 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde. Er ersuchte um Aufhebung der vor-

instanzlichen Verfügung und um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 

sowie um Gewährung des Asyls, eventualiter um Feststellung der Unzu-

lässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs 

sowie um Gewährung der vorläufigen Aufnahme, subeventualiter um Rück-

weisung der Sache an das SEM zwecks weiterer Sachverhaltsabklärung. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er zudem um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses.  

Der Beschwerdeführer bekräftigte seine Sachdarstellung. Auf die detail-

lierte Begründung der Beschwerdebegehren wird – soweit für den Ent-

scheid wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

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Seite 5 

H.  

Am 12. Februar 2024 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein-

gang der Beschwerde.  

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 14. Februar 2024 hielt die Instruktionsrichterin 

fest, dass der Beschwerdeführer den Ausgang des Beschwerdeverfahrens 

in der Schweiz abwarten dürfe. Weiter stellte sie fest, dass die Beschwerde 

aussichtslos erscheine. Sie wies deshalb das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung ab und forderte den Beschwerdeführer 

auf, bis zum 26. Februar 2024 einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– zu 

leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.  

Der Kostenvorschuss wurde am 16. Februar 2024 bezahlt.  

J.  

Mit Schreiben vom 22. Februar 2024 teilte die Rechtsvertretung des Be-

schwerdeführers dem SEM die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

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Seite 6 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge-

stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

Eine asylsuchende Person erfüllt die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 

AsylG, wenn sie Nachteile bestimmter Intensität erlitten hat respektive mit 

beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründeter-

weise befürchten muss (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2). Eine bloss entfernte 

Möglichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht, vielmehr müssen konkrete 

Indizien die Furcht vor erwarteten Benachteiligungen realistisch und nach-

vollziehbar erscheinen lassen (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.5). Massgeblich für 

die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Situation im Zeitpunkt des 

Asylentscheids. Die Gewährung des Asyls kann nicht dazu dienen, einen 

Ausgleich für vergangenes Unrecht zu schaffen, sondern bezweckt, Schutz 

vor künftiger Verfolgung zu gewähren (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4). 

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Seite 7 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Entscheidend ist, ob eine 

Gesamtwürdigung der Vorbringen ergibt, dass die Gründe, die für die Rich-

tigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Gesuchstellenden sprechen, bei ei-

ner objektivierten Sichtweise überwiegen oder nicht (vgl. BVGE 2015/3 

E. 6.5.1, 2013/11 E. 5.1, 2012/5 E. 2.2). 

5.  

5.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten in 

Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerde-

führer mit seinen Vorbringen und Beweismitteln die Flüchtlingseigenschaft 

gemäss Art. 3 AsylG nicht zu begründen vermag. Zur Vermeidung von Wie-

derholungen kann auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden. Der Rechtsmitteleingabe sind keine stich-

haltigen Entgegnungen zu entnehmen. Dem Beschwerdeführer wurde be-

reits mit Zwischenverfügung vom 14. Februar 2024 dargelegt, weshalb 

seine Beschwerdevorbringen keine Änderung in Bezug auf die Flüchtlings-

eigenschaft und das Asyl sowie den Wegweisungsvollzug zu bewirken ver-

mögen. Seither wurde keine Veränderung der Sachlage dargetan, so dass 

ebenfalls auf die Ausführungen in der besagten Zwischenverfügung ver-

wiesen werden kann. 

5.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er anlässlich einer 

Gedenkfeier für eine CCC-Angehörige am (…) 2022 von der Polizei fest-

genommen und aufgefordert worden sei, bei Bedarf öffentlich auszusagen, 

dass der Oppositionspolitiker K._______ für die Veranstaltung verantwort-

lich gewesen sei, und in diesem Zusammenhang befürchte, bei einer Rück-

kehr nach Zimbabwe von den gleichen Leuten, die ihn bei den «(…)» 2013 

gefoltert hätten, erneut misshandelt zu werden, vermögen nicht in einem 

für die Glaubhaftigkeit erforderlichen Mass zu überzeugen. Die diesbezüg-

lichen Schilderungen des Beschwerdeführers sind vage, über weite Stre-

cken unsubstanziiert und der allgemeinen Erfahrung sowie der Logik des 

Handelns widersprechend ausgefallen. Das SEM hat berechtigterweise 

Zweifel an den entsprechenden Vorbringen geäussert. Es kann hierzu auf 

die einlässlichen Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen 

werden (vgl. Verfügung vom 31. Januar 2024 S. 4-8). Der Beschwerde-

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führer hat kein exponiertes politisches Profil dargelegt und in dem ge-

schilderten Vorgehen der Polizei, ihn ohne Aufnahme einer Aussage, le-

diglich mit dem Hinweis, er würde wieder kontaktiert, falls man ihn noch 

brauchen sollte, am gleichen Tag nach Hause zu lassen, ist denn auch 

kein behördliches Verfolgungsinteresse asylrechtlich relevanten Ausmas-

ses zu erkennen. Laut dem Beschwerdeführer sei ihm selbst nichts vor-

geworfen worden, sondern es sei einzig um eine allfällige spätere Aus-

sage von ihm betreffend die Verantwortlichkeit von K._______ für die Ge-

denkfeier vom (…) 2022 gegangen. Nachdem der gesuchte K._______ 

sich aber bereits am Folgetag selbst bei der Polizei gestellt habe (vgl. 

SEM-Akte […]-14 F72), ist nicht nachvollziehbar, weshalb noch Bedarf an 

einer Aussage des Beschwerdeführers bestanden haben sollte. Hätten 

die Behörden nach der am (…) 2022 erfolgten Inhaftierung von 

K._______ tatsächlich (noch) ein Verfolgungsinteresse am Beschwerde-

führer gehabt, hätte er wohl kaum ungehindert am 22. Juli 2022 legal un-

ter Vorweisung des ihm im Jahr (…) von den simbabwischen Behörden 

ausgestellten Reisepasses ausreisen können. Das Schreiben der «(…)» 

vom 13. Januar 2023 vermag eine Verfolgung des Beschwerdeführers 

durch die heimatlichen Behörden nicht zu belegen. Dieses Dokument ist 

nicht geeignet, die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der besagten Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers zu beseitigen, zumal das Schreiben nur in 

Form einer Kopie vorliegt und derartige Dokumente ohne Weiteres ge-

fälscht werden können. Zudem stimmt die Angabe des Beschwerdefüh-

rers, er werde in dem Dokument aufgefordert, in der Öffentlichkeit gegen 

K._______ auszusagen, nicht mit dem effektiven Inhalt des Schreibens 

(Publizierung des Namens des Beschwerdeführers in den Medien) über-

ein. Darüber hinaus ist nicht nachvollziehbar, wie eine Drittperson in den 

Besitz dieses Dokuments gelangt sein sollte, ist auf diesem doch ver-

merkt, dass es sich um ein internes Dokument handle, welches sich an 

die Behörden richte und nicht an andere Personen weitergegeben wer-

den dürfe («Official communications should not be addressed to individu-

als»). Der Beschwerdeführer machte bezüglich der Frage, wie er in den 

Besitz des Dokuments gelangt sei, nur rudimentäre Angaben und es lie-

gen keine Unterlagen vor, aus welchen sich Rückschlüsse auf den Über-

mittlungsweg ergeben würden. Dem besagten Dokument kann folglich 

kein rechtserheblicher Beweiswert zugemessen werden. Der Vollständig-

keit halber bleibt anzumerken, dass K._______ zwischenzeitlich nach 

Verbüssung einer Haftstrafe aus der Haft entlassen wurde (vgl. (…), ab-

gerufen am 27. Februar 2024). Ebenso wenig vermag der Beschwerdefüh-

rer das Bestehen einer Verfolgungsgefahr seitens der Regierungspartei 

Zanu-PF respektive der «(…)» glaubhaft zu machen. Es ist kein 

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Seite 9 

Zusammenhang zwischen der Misshandlung, welche der Beschwerdefüh-

rer im Jahr 2013 durch Angehörige der «(…)» erlitten habe, und den Vor-

fällen um die Gedenkfeier vom (…) 2022 erkennbar. Die Angaben des Be-

schwerdeführers zur Zugehörigkeit zu den «(…)» sind widersprüchlich, gab 

er doch einerseits an, im Alter von 18 Jahren von diesen rekrutiert worden 

zu sein, sagte aber andererseits aus, die Gruppierung nach rund einem 

Jahr bereits im Frühling 2013 – mithin mit erst (…) Jahren – verlassen und 

anschliessend bis Ende 2013 bei einem Onkel in F._______ gelebt zu ha-

ben. Die auf der (…) des Beschwerdeführers erkennbare Narbe (vgl. SEM-

Akte […]-9) lässt keine Rückschlüsse auf die Verletzungsursache zu. Im 

Übrigen dient das Asyl, wie bereits gesagt (vgl. E. 4.1), nicht dem Ausgleich 

für vergangenes Unrecht, sondern dem Schutz vor künftiger Verfolgung. 

Wäre der Beschwerdeführer tatsächlich wie geltend gemacht seit dem Aus-

stieg bei den «(…)» im Jahr 2013 in den Datenbanken des simbabwischen 

Geheimdienstes respektive der Polizei vermerkt, wären ihm von den sim-

babwischen Behörden wohl kaum im Jahr (…) ein Reisepass und am (…) 

2022 ein polizeiliches Zertifikat über ein einwandfreies polizeiliches Leu-

mundszeugnis (vgl. SEM-Akte […]-18 Beilage 12) ausgestellt worden. 

Auch mit den Ausführungen in der Beschwerde vermag der Beschwerde-

führer die Zweifel an seinen Angaben nicht auszuräumen beziehungsweise 

keine gezielt gegen ihn gerichtete Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG 

seitens der heimatlichen Behörden oder der «(…)» darzulegen. 

5.3 Nach dem Gesagten ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, 

nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, dass er im Falle sei-

ner Rückkehr nach Zimbabwe begründete Furcht vor einer Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG haben müsste. Er erfüllt die Flüchtlingsei-

genschaft nicht und das SEM hat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt. 

6.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine aus-

länderrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Er-

teilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

 

7.  

D-882/2024 

Seite 10 

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG; vgl. bereits das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich 

vom 25. Mai 2023 E. 3.6.5). 

7.2.1 Das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement schützt nur 

Personen, welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

7.2.2 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofs 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Dies ist dem Beschwerdeführer unter Verweis auf die 

vorstehenden Ausführungen zum Asylpunkt nicht gelungen. Auch die all-

gemeine Menschenrechtssituation in Zimbabwe lässt den Wegweisungs-

vollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.  

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Seite 11 

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

7.3.1 In Zimbabwe herrscht weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine Situ-

ation allgemeiner Gewalt. Demnach ist der Vollzug der Wegweisung als 

generell zumutbar zu erachten (vgl. Urteile des BVGer D-2514/2023 vom 

19. Juni 2023 E. 10.2.1, E-1268/2022 vom 5. April 2022 E. 9.3.1 und  

D-6185/2019 vom 6. Januar 2022 E. 7.3.2; Urteil des Verwaltungsgerichts 

des Kantons C._______ vom 25. Mai 2023 E. 3.6.6).  

7.3.2 Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen (…)-jährigen, al-

leinstehenden Mann, von dem eine eigenständige Lebensführung erwartet 

werden darf. Er hat seinen Angaben zufolge bis 2014 und wieder ab 2020 

bis zur Ausreise im Juli 2022 in Zimbabwe gelebt und verfügt dort über ein 

verwandtschaftliches Beziehungsnetz sowie weitere soziale Anknüpfungs-

punkte. Er kann eine gute Schulbildung (Sekundarstufe) vorweisen. Zudem 

bestätigte das (…) mit Schreiben vom 27. April 2022, dass der Beschwer-

deführer am besagten Institut studiere und eine Ausbildung im (…) absol-

viere (vgl. SEM-Akte […]-18 S. 3 Ziff. 6.3 und Beilage 8). Es sollte ihm da-

mit möglich sein, künftig einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Auch ist da-

von auszugehen, dass er weiterhin auf die finanzielle Unterstützung durch 

seine in der Schweiz lebende Mutter zählen kann. Hinsichtlich der vom Be-

schwerdeführer vorgebrachten gesundheitlichen Beschwerden ([…]), für 

die er weder im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens noch auf Be-

schwerdeebene einen ärztlichen Bericht vorgelegt hat, ist darauf hinzuwei-

sen, dass aus gesundheitlichen Gründen nur dann auf Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG geschlossen wer-

den kann, wenn eine dringend notwendige medizinische Behandlung im 

Heimatland schlicht nicht zur Verfügung steht und die fehlende Möglichkeit 

der Behandlung bei einer Rückkehr zu einer raschen und lebensgefähr-

denden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands, zur Invalidität oder 

gar zum Tod der betroffenen Person führt, wobei Unzumutbarkeit jedenfalls 

nicht vorliegt, wenn im Heimatland eine nicht dem schweizerischen Stan-

dard entsprechende Behandlung grundsätzlich möglich ist (vgl. BVGE 

2011/50 E. 8.3, 2009/52 E. 10.1, 2009/51 E. 5.5, 2009/28 E. 9.3.1, 2009/2 

E. 9.3.2). Von einer solchen, den Wegweisungsvollzug unzumutbar ma-

chenden existenziellen medizinischen Notlage ist vorliegend aufgrund der 

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Aktenlage nicht auszugehen. Im Übrigen darf davon ausgegangen werden, 

dass er im Heimatland bei Bedarf Zugang zu medizinischer Versorgung 

hat. In Übereinstimmung mit dem SEM ist nicht davon auszugehen, der 

Beschwerdeführer würde bei einer Rückkehr nach Zimbabwe aus individu-

ellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine 

existenzielle Notlage geraten. 

7.4 Des Weiteren ist der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu be-

zeichnen (Art. 83 Abs. 2 AIG). Der Beschwerdeführer verfügt über einen 

gültigen simbabwischen Reisepass und es obliegt ihm, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates allenfalls für eine Rückkehr notwen-

dige weitere Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. dazu 

auch BVGE 2008/34 E. 12). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Begleichung der 

Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Susanne Burgherr