# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2114146-5704-5037-a45d-8b2de4cff5f7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.02.2014 715 2013 311 / 51 (715 13 311 / 51)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2013-311---51_2014-02-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Februar 2014 (715 13 311 / 51) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung  

 

 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Gerichtsschreiber i.V. Sandro Jaisli 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Postfach, 4133 Pratteln 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
 
  

  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 

A. Der 1972 geborene A.____ meldete sich am 26. April 2012 beim Regionalen Arbeitsver-
mittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an. Mit Schreiben vom 1. Mai 2012 beantragte er 
den Bezug von Arbeitslosenentschädigung (ALE) bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) rück-
wirkend ab dem 26. April 2012. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2012 verfügte das RAV die Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von drei Tagen ab dem 1. Oktober 2012 
wegen ungenügender Arbeitsbemühungen für die Kontrollperiode September 2012.  

 
 
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Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Schreiben vom 3. November 2012 Einsprache, wel-
che das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) mit Einspracheentscheid vom 
25. September 2013 abwies.  
 
B. Hiergegen erhob A.____ mit Schreiben vom 25. Oktober 2013 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) und bean-
tragte sinngemäss, seine Arbeitsbemühungen in der Kontrollperiode September 2012 seien als 
genügend im Sinne von Gesetz und Rechtsprechung anzuerkennen und der Einspracheent-
scheid vom 25. September 2013 sowie die Verfügung vom 5. Oktober 2012 seien aufzuheben. 
Es seien ihm die drei eingestellten Tage zu bezahlen; alles unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. Das KIGA beantragt mit Vernehmlassung vom 13. Dezember 2013, die Beschwerde sei 
unter o/e-Kostenfolge im Sinne der Erwägungen des Einspracheentscheides vom 
25. September 2013 und der Vernehmlassung vom 13. Dezember 2013 abzuweisen und der 
Einspracheentscheid vom 25. September 2013 sei zu bestätigen.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs.1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 auf die obli-
gatorische Arbeitslosenversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der 
Versicherungsträger Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Ört-
lich zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG grundsätzlich das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Diese 
Regelung entspricht nun allerdings für den Bereich der Arbeitslosenversicherung nicht der vor 
dem Inkrafttreten des ATSG geltenden Zuständigkeitsordnung, weshalb der Bundesrat in 
Art. 100 Abs. 3 AVIG ausdrücklich ermächtigt worden ist, die örtliche Zuständigkeit des kanto-
nalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 ATSG zu regeln. Laut Art. 128 Abs. 2 
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädi-
gung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kan-
tons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, 
den das KIGA Baselland als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, so-
dass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 
Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtli-
che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger 
gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicher-
ten vom 25. Oktober 2013 ist demnach einzutreten. 
  

 
 
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2. Da es sich im vorliegenden Fall um eine Streitsache mit einem Streitwert von weniger als 
Fr. 10`000 handelt, ist die Angelegenheit gemäss Art. 55 VPO präsidial zu entscheiden.  
 
3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob das KIGA den Beschwerdeführer zu Recht für drei Tage we-
gen ungenügender Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat.  
 
3.2 Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG enthält die Schadensminderungspflicht, wonach die versi-
cherte Person mit Unterstützung des Arbeitsamtes alles Zumutbare zu unternehmen hat, um 
eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (vgl. BGE 114 V 285 E. 3; 108 V 165 
E. 2a). Im Rahmen dieser Schadensminderungspflicht ist die versicherte Person insbesondere 
verpflichtet, Arbeit (wenn nötig auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes) zu suchen und ihre 
diesbezüglichen Bemühungen nachzuweisen (Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG und Art. 26 Abs. 2bis 

AVIV; THOMAS NUSSBAUMER, in: Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bundesver-
waltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, Basel 2007, Rz 837). Gemäss 
konstanter Praxis muss sich die versicherte Person grundsätzlich bereits vor Eintritt der Arbeits-
losigkeit um eine neue Stelle bemühen. Sie hat sich dementsprechend während einer allfälligen 
Kündigungsfrist, aber auch generell während der Zeit vor der Anmeldung, intensiv um Stellen 
zu bemühen (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2011, 8C_271/2011, E. 2.2; Urteil des 
Bundesgerichts vom 30. November 2007, C 239/06, E. 3.2 mit Hinweisen). Sie darf sich nicht 
darauf verlassen, dass sie nach Ablauf der Kündigungsfrist innert kurzer Zeit eine neue Stelle 
findet, sondern muss vielmehr alles daran setzen, ohne Arbeitslosigkeit nahtlos auf das Ende 
des alten Arbeitsverhältnisses ein neues Arbeitsverhältnis beginnen zu können (vgl. ARV 1987 
Nr. 2). Versicherte Personen, die einer Tätigkeit zum Erwerb eines Zwischenverdienstes nach-
gehen, gelten ebenfalls als arbeitslos, weil sie nach Art. 24 AVIG Anspruch auf Ausgleich der 
Differenz zwischen versichertem Verdienst und Zwischenverdienst haben. Folglich müssen 
auch diese Personen weiterhin die ihnen in Art. 17 AVIG auferlegten Pflichten erfüllen. Sie 
müssen insbesondere durch geeignete Stellensuche versuchen, die Arbeitslosigkeit vollständig 
zu beenden. Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen, das die arbeitslose Person innerhalb 
einer Kontrollperiode erzielt (vgl. JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung, Diss. Zürich 1998, S. 136).  
 
3.3 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um zumutba-
re Arbeit im Sinne von Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 AVIV bemüht hat, 
sind sowohl die Quantität wie auch die Qualität ihrer Bewerbungen von Bedeutung (BGE 
112 V 217 E. 1b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2006, C 90/06, E. 1 
mit Hinweisen). In qualitativer Hinsicht werden die persönlichen Arbeitsbemühungen einer ver-
sicherten Person in der Regel streng beurteilt (JAQUELINE CHOPARD, a.a.O., S. 138). Die versi-
cherte Person hat sich in der Regel in Form einer ordentlichen Bewerbung gezielt um Arbeit zu 
bemühen (vgl. Art. 26 Abs. 1 AVIV). Anfragen bei Arbeitgebern, die keine Stelle ausgeschrieben 
haben, können zwar nicht zum vornherein als sinnlos betrachtet werden, vermögen jedoch für 
sich alleine dem Erfordernis einer gezielten und intensiven Arbeitssuche nicht gerecht zu wer-
den (JAQUELINE CHOPARD, a.a.O., S. 138). Daraus resultiert die Pflicht der arbeitslosen Person, 
sich in erster Linie um ausgeschriebene und damit offene Arbeitsgelegenheiten zu bemühen, 
bei denen die Aussichten auf einen Arbeitsvertragsabschluss erheblich grösser sind (vgl. Urteil 

 
 
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des Bundesgerichts vom 1. März 2006, C 257/05, E. 3.2). Es können also grundsätzlich nur 
Bewerbungen um offene, mithin ausgeschriebene Stellen als genügend beurteilt werden 
(JAQUELINE CHOPARD, a.a.O., S. 138).  
Telefonische oder durch persönliche Vorsprache erfolgende Blindbewerbungen dienen zwar der 
Abklärung, ob eine Stelle frei ist, entbinden aber keinesfalls von der Pflicht zur ordentlichen Be-
werbung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 AVIV. Unter diesen 
Gesichtspunkten ist zum Beispiel eine Kontaktnahme mit einem Stellenvermittlungsbüro zwar 
durchaus sinnvoll und empfehlenswert, vermag jedoch ohne zusätzliche persönliche Anstren-
gungen der Schadenminderungspflicht nach Art.17 Abs. 1 AVIG nicht zu genügen. Vielmehr hat 
sich die arbeitslose Person zusätzlich und persönlich um offene und ausgeschriebene Stellen 
zu bemühen, was auch die Pflicht beinhaltet, die Stellenangebote in der Tagespresse zu studie-
ren und sich sofort auf jedes in Frage kommende Inserat zu melden (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 20. Mai 2003, C 296/02, E. 3.2). In quantitativer Hinsicht werden gemäss der Verwal-
tungspraxis in der Regel durchschnittlich zehn bis zwölf Bewerbungen pro Monat verlangt (nach 
der Praxis des Kantons Basel-Landschaft mindestens acht, vgl. den Einspracheentscheid vom 
25. September 2013, S. 2), wobei keine allgemeine zahlenmässige Festlegung gemacht wer-
den kann. Vielmehr müssen stets die Umstände des Einzelfalles berücksichtigt werden (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2005, C 10/05, E. 2.3.1; JAQUELINE CHOPARD, a.a.O., 
S. 140: so können beispielsweise von einer spezialisierten Arbeitskraft wesensgemäss weniger 
Bewerbungen verlangt werden als von einer Hilfsarbeitskraft). Zu beachten sind dabei insbe-
sondere die persönlichen Umstände und Möglichkeiten der versicherten Person, namentlich 
Alter, Schul- und Berufsausbildung sowie die Usanzen des für sie in Betracht fallenden Ar-
beitsmarktes (vgl. BGE 120 V 78 E. 4a). Mit dem monatlichen Nachweis der getätigten Arbeits-
bemühungen gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 2bis AVIV soll die Ver-
waltung in die Lage versetzt werden, Quantität und Qualität der Anstrengungen zur Überwin-
dung der Arbeitslosigkeit umfassend abklären und würdigen zu können (vgl. BGE 120 V 77 
E. 3c; vgl. weiter THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz 837). 
 
3.4 Kommt die versicherte Person der Verpflichtung, sich persönlich genügend um zumut-
bare Arbeit zu bemühen, nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse, respektive die 
kantonale Amtsstelle gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG eine Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung verfügen. Diese Bestimmung sanktioniert die Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG 
statuierten und bereits erwähnten Schadenminderungspflicht. Auf den Erfolg der Bemühungen 
kommt es dabei nicht an, sondern nur auf deren Intensität. Die Sanktion soll Arbeitslose zur 
Stellensuche anspornen und vor allem eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosen-
versicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bezweckt mithin eine 
angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr 
pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal zugefügt 
hat (BGE 124 V 227 E. 2b; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2011, 
8C_271/2011, E. 2.2). Die Einstellung hat folglich die Funktion einer Haftungsbegrenzung der 
Versicherung für Schäden, welche die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern 
können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und 
Verschuldensprinzip beherrscht (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz 822).  
 

 
 
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3.5 Im vorliegenden Fall verfügte das RAV mit Schreiben vom 5. Oktober 2012 die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung für drei Tage wegen ungenügenden Arbeitsbemühungen. 
Dabei wurde insbesondere auf die Richtlinien für Stellensuchende des KIGA Baselland verwie-
sen, welche der Beschwerdeführer bei seiner Anmeldung zum Bezug von ALE und zur Arbeits-
vermittlung erhalten hatte. Nach der persönlichen Abmachung zwischen dem RAV und dem 
Beschwerdeführer musste dieser, für die Zeit in welcher er einen Zwischenverdienst bei der 
B.____ AG erwirtschaftete, lediglich sechs anstatt acht Arbeitsbemühungen pro Monat nach-
weisen (vgl. Beratungsgespräch vom 27. Juli 2012). Was die Anzahl der zu erbringenden Ar-
beitsbemühungen anbelangt, kann keine generelle Zahl festgelegt werden, womit den Durch-
führungsorganen der ALV im Einzelfall ein erhebliches Ermessen zukommt (vgl. E. 3.3 hiervor). 
Die vom RAV im vorliegenden Fall verlangten sechs Arbeitsbemühungen pro Monat sind nicht 
zu beanstanden, sind aber klar am unteren Ende des Ermessensraums einzuordnen, weshalb 
an diese sechs Nachweise der Arbeitsbemühungen zu Recht hohe Anforderungen zu stellen 
sind. Das RAV ist der Ansicht, der Beschwerdeführer habe für den Monat September 2012 
bloss fünf anstatt sechs Arbeitsbemühungen getätigt, weshalb es danach auch zur Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung kam. Begründet wurde dies damit, dass sich der Beschwerdefüh-
rer bereits in den Monaten Juli 2012 und August 2012 bei der B.____ AG beworben habe, wo-
mit dieselbe Bewerbung für den Kontrollmonat September 2012 nicht nochmals berücksichtigt 
werden könne. Demgegenüber weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass er sich regelmäs-
sig sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht darum bemühe, eine neue Stelle zu 
finden. Er sei klar der Meinung, dass er auch im Kontrollmonat September 2012 sechs intensive 
Arbeitsbemühungen durchgeführt habe, wobei eine davon in Form eines persönlichen Ge-
sprächs bei der B.____ AG stattgefunden habe, indem er um eine Festanstellung nachgefragt 
habe. Zumindest eine Verlängerung des Zwischenverdienstes bis Ende Dezember 2012 habe 
er im fraglichen Bewerbungsgespräch der Kontrollperiode September 2012 erreichen können 
und damit seine Mitwirkungspflicht erfüllt. Warum seitens des RAV nur fünf Arbeitsbemühungen 
anerkannt würden, sei im „rätselhaft“.  
 
3.6 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer seine persönlichen Arbeitsbemü-
hungen für den Kontrollmonat September 2012 erfüllt hat, indem er sich - wie in den beiden 
Vormonaten - bei der B.____ AG beworben hatte. Diese Frage ist aufgrund der nachfolgend 
aufgeführten Gründe zu verneinen. 
 
3.7 Im vorliegenden Fall wurde dem Beschwerdeführer anlässlich des ersten Beratungs-
gespräches vom 9. Mai 2012 mitgeteilt, dass er monatlich acht Arbeitsbemühungen vorzuneh-
men habe, wobei diese Anzahl ab August 2012 auf sechs Bewerbungen reduziert wurde (vgl. 
Beratungsgespräch vom 27. Juli 2012), weil der Versicherte ab diesem Zeitpunkt in einem Zwi-
schenverdienst tätig war. Folglich musste der Beschwerdeführer aufgrund individueller Verein-
barung mit dem RAV im Vergleich zur allgemeinen Verwaltungspraxis (vgl. E. 3.3 hiervor) nur 
halb so viele persönliche Arbeitsbemühungen tätigen.  
Aber auch im Vergleich zur Praxis des Kantons Basel-Landschaft, welche in der Regel acht 
Arbeitsbemühungen pro Monat verlangt, musste der Versicherte monatlich zwei Bewerbungen 
weniger vornehmen. Diese Tatsache rechtfertigt die hohen Anforderungen an die vorliegend in 
Frage stehenden persönlichen Arbeitsbemühungen umso mehr, als dass wenigstens diese ver-

 
 
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bleibenden sechs Arbeitsbemühungen vollständig den Anforderungen nach Art. 26 Abs. 1 AVIV 
(vgl. E. 3.3 hiervor) entsprechen müssen. Im Beratungsgespräch des Kontrollmonats August 
2012 wurde denn auch explizit festgehalten, dass sich der Beschwerdeführer weiterhin für eine 
Festanstellung zu bewerben habe (vgl. Beratungsgespräch vom 21. August 2012). Aus den 
Protokollen der Beratungsgespräche geht hervor, dass der Beschwerdeführer die Bewerbung 
bei der B.____ AG sowohl im Kontrollmonat Juli 2012, August 2012 als auch September 2012 
als Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen aufführte (vgl. die Protokolle der Bera-
tungsgespräche vom 27. Juli 2012, 21. August 2012 und 2. Oktober 2012). Im Protokoll vom 27. 
Juli 2012 wird festgehalten, dass der Beschwerdeführer die Möglichkeit habe, nach dem Probe-
tag für 3 Wochen als Strassenmarkierer bei der B.____ AG arbeiten zu können. Im gleichen 
Protokoll ist auch vermerkt, dass sich der Beschwerdeführer bei einer vom RAV vermittelten 
Stelle trotz ausdrücklicher Weisung nicht beworben habe, weil diese Arbeitsstelle aufgrund des 
langen Arbeitsweges unzumutbar sei. Dieses Verhalten blieb seitens des RAV sanktionslos. 
Das Protokoll des Beratungsgespräches vom Kontrollmonat August 2012 hält dann fest, dass 
der Beschwerdeführer die Möglichkeit habe, bis Ende Dezember 2012 bei der B.____ AG im 
Zwischenverdienst zu arbeiten. Schliesslich wird im Beratungsgespräch vom 2. Oktober 2012 
für den Kontrollmonat September 2012 protokolliert, dass der Beschwerdeführer weiterhin im 
Zwischenverdienst bei der B.____ AG arbeite und dass er weiterhin aktiv eine Feststellung su-
che, da der Einsatzvertrag mit der B.____ AG per Ende Dezember 2012 auslaufe. Aus dem 
gleichen Protokoll ist weiter ersichtlich, dass eine Festanstellung bei der B.____ AG unwahr-
scheinlich sei. Bezüglich des Nachweises der persönlichen Arbeitsbemühungen wurde in die-
sem Protokoll festgehalten, dass dieser noch offen sei und der Beschwerdeführer darauf auf-
merksam gemacht werde, dass dieser Nachweis bis am 5. Oktober 2012 zu erfolgen habe (vgl. 
Protokoll Beratungsgespräch vom 2. Oktober 2012 und Art. 26 Abs. 2bis AVIV). Am 3. Oktober 
2012 (also einen Tag nach dem Beratungsgespräch) ging dann beim RAV das Formular 
„Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen“ des Beschwerdeführers ein (Datum und Un-
terschrift fehlten jedoch). Darin gab der Versicherte die B.____ AG für den Kontrollmonat Sep-
tember 2012 erneut als Arbeitsbemühung an, obwohl am Tag zuvor im Beratungsgespräch mit 
dem Personalberater festgehalten wurde, dass eine Festanstellung bei der B.____ AG unwahr-
scheinlich sei. Was die Erfüllung der in Frage stehenden Pflicht betrifft, sechs Arbeitsbemühun-
gen pro Monat nachzuweisen, kann die Verlängerung eines Zwischenverdienstes der versicher-
ten Person nicht als ordentliche Arbeitsbemühung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbin-
dung mit Art. 26 Abs. 1 AVIV angerechnet werden, da eine solche keine Bewerbung auf eine 
offene unbefristete Festanstellung darstellt, welche die Abhängigkeit von der ALV beendet.  
 
Die Ausübung eines Zwischenverdienstes ist zwar unter dem Gesichtspunkt der Schadensmin-
derungspflicht erfreulich und begrüssenswert, aber nur so lange, als diese Beschäftigung im 
Zwischenverdienst den ordentlichen Bewerbungsprozess für eine Festanstellung nicht behin-
dert oder erschwert. Denn auch eine im Zwischenverdienst angestellte Person ist arbeitslos, 
weshalb oberstes Ziel ist, dass die versicherte Person eine Festanstellung findet und somit 
nicht mehr auf ALE angewiesen ist. Bei der fraglichen Arbeitsbemühung des Beschwerdefüh-
rers für den Kontrollmonat September 2012 handelt es sich weder um eine Bewerbung für eine 
offene noch für eine ausgeschriebene Stelle, sondern vielmehr (was der Beschwerdeführer 
auch bestätigt) um eine persönliche Vorsprache des Beschwerdeführers bei der B.____ AG zur 

 
 
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Abklärung, ob gegebenenfalls eine Stelle frei sei. Unter Berücksichtigung dieser Erwägungen 
und der Tatsache dass der Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter und Lagerarbeiter im Grosshan-
del mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke sowie Installationsbedarf für Gas, Wasser 
und Heizung einen grossen und vielseitigen Arbeitsmarkt anspricht (vgl. Angaben im Formular 
„Anmeldung zur Arbeitsvermittlung“ vom 2. Mai 2012), kann die Bewerbung bei der B.____ AG 
für den Kontrollmonat September 2012 nicht als ordentliche Arbeitsbemühung betrachtet wer-
den. Daran ändert auch nichts, wenn der Beschwerdeführer (entgegen der Angaben, die aus 
den Protokollen der Beratungsgespräche für die Kontrollmonate Juli, August und September 
2012 ersichtlich sind) behauptet, dass er den Zwischenverdienst bei der B.____ AG erst durch 
Gespräche im Kontrollmonat September 2012 habe verlängern können.  
 
3.8 Schliesslich bleibt noch die Dauer der verfügten Einstellung zu prüfen. Diese bemisst 
sich gemäss Art. 30 Abs. 3 AVIG nach dem Grad des Verschuldens und beträgt je Einstel-
lungsgrund höchstens 60 Tage (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz 855). Bei der Festlegung 
der Dauer in der Anspruchsberechtigung besteht für die anwendenden Behörden ein relativ 
grosser Ermessensspielraum. Bei der Beurteilung dieses Ermessens im Einzelfall ist der vom 
SECO als Aufsichtsbehörde der Durchführungsorgane der ALV (zuletzt im Schreiben 
AVIG Praxis ALE vom Januar 2014, welches das Kreisschreiben über die ALE vom Januar 
2007 ersetzt) herausgegebene Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die Gewährung einer 
möglichst einheitlichen Rechtsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat (THOMAS 
NUSSBAUMER, a.a.O., Rz 856).  Der Raster entbindet aber die Durchführungsstellen der ALV 
nicht von einer konkreten Einzelfallprüfung, sondern verpflichtet diese vielmehr dazu, von den 
Angaben des Rasters abzuweichen, wenn Umstände vorliegen, welche dies verlangen. Eine 
Einstellung ist jeweils für jeden Monat mit ungenügenden Arbeitsbemühungen vorzunehmen 
(THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz 838). Dieser Einstellraster sieht für die erstmalige ungenü-
gende Bemühung um Arbeit während einer Kontrollperiode eine Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung von 3 bis 4 Tagen vor (vgl. das Schreiben AVIG-Praxis ALE des SECO vom Ja-
nuar 2014 bei D72 „Einstellraster“ unter 1.C. „ungenügende Arbeitsbemühungen während der 
Kontrollperiode“ unter 1 „erstmals ungenügende Arbeitsbemühungen“). Vorliegend wurden drei 
Einstelltage verfügt. Es sind auch keine speziellen Umstände ersichtlich, die ein Abweichen 
vom Tabellenraster erfordern würden.  
Die vom RAV mit Schreiben vom 5. Oktober 2012 verfügte Einstellung in der Anspruchsberech-
tigung von drei Tagen ist folglich nicht zu beanstanden.  
 
3.9 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer für den 
Kontrollmonat September 2012 keine genügenden Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 17 
Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 AVIV erbracht hatte und folglich seiner Scha-
densminderungspflicht nicht nachgekommen ist. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
25. September 2013 ist unter diesen Umständen zu bestätigen und die dagegen gerichtete Be-
schwerde abzuweisen.  
 
4. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-

 
 
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heben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine  Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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