# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d498116-5d66-581d-83e3-a0dda38993e9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.06.2020 720 19 362 / 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-362---117_2020-06-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Juni 2020 (720 19 362 / 117) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung der Beweiskraft eines polydisziplinären externen Verwaltungsgutachtens 

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Michael Baader, Rechts-
anwalt, Baader Rechtsanwälte, Ochsengasse 19/21, 4460 Gelterkin-
den 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.1 Der 1966 geborene A.____ arbeitete vom 1. Mai 1993 bis 22. Februar 2012 in einem 
100 % Pensum als Gipser bei der B.____ AG. Am 11. August 2012 hat er sich unter Hinweis auf 
eine Thrombose, eine Blutentzündung sowie einen Leistenbruch bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Nachdem die zuständige IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse abgeklärt hatte, sprach 

 

 
 
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sie ihm mit Verfügung vom 17. Dezember 2013 ab Februar 2013 eine ganze Rente und ab Januar 
2014 eine Dreiviertelsrente zu. Die im Jahr 2014 von Amtes wegen durchgeführte Rentenrevision 
bestätigte den Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.  
 
A.2 Die IV-Stelle leitete im Oktober 2016 erneut eine Rentenrevision ein und klärte den Sach-
verhalt ab. Mit Verfügung vom 20. März 2017 hob sie die Dreiviertelsrente bei einem rentenaus-
schliessenden Invaliditätsgrad von 39 % auf das Ende des folgenden Monats auf. Dieser Ent-
scheid wurde rechtskräftig. 
 
A.3 In der Folge nahm der Versicherte ab 18. April 2017 an Integrationsmassnahmen der IV 
in Form eines Belastbarkeitstrainings bei der C.____ in X.____ teil, welches erfolgreich abge-
schlossen werden konnte. Das daran anschliessende Aufbautraining musste aber wegen einer 
geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustands nach circa zwei Wochen abge-
brochen werden (vgl. Schreiben von Michael Baader, Rechtsanwalt, vom 11. September 2017; 
act. 123). Die IV-Stelle untersuchte erneut den rechterheblichen Sachverhalt und holte bei der 
Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) in den Fachdisziplinen Gefässchirurgie und Psy-
chiatrie ein bidisziplinäres Gutachten ein, welches am 21. September 2018 erging. Am 3. Oktober 
2019 verfügte sie nach durchgeführtem Vorbescheidsverfahren, dass der Versicherte bei einem 
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 39 % keinen Anspruch auf eine Rente habe.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Michael Baader, 
am 7. November 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, es seien ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 
3. Oktober 2019 eine ganze Rente, eventualiter die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Sub-
eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweisen; unter o/e-
Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege mit seinem 
Rechtsvertreter als Rechtsbeistand zu bewilligen. Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer 
im Wesentlichen vor, die IV-Stelle stütze sich auf ungenügende medizinische Unterlagen. Haupt-
sächlich hielt er fest, dass das asim-Gutachten vom 21. September 2018 sowohl in formeller 
Hinsicht wie auch in materieller Hinsicht nicht beweistauglich sei.  
 
C. Mit Verfügung vom 13. November 2019 wurde dem Versicherten die unentgeltliche Pro-
zessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Rechtsanwalt Michael Baader bewilligt.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Dezember 2019 schloss die Beschwerdegegnerin un-
ter Hinweis auf ihre Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und die Stellungnahmen ihres 
Regionalen Ärztlichen Diensts (RAD) vom 21., 22. und 29. November 2019 auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
E. Der Beschwerdeführer hielt im Rahmen seiner Replik vom 17. Februar 2020 an den 
Rechtsbegehren und Argumenten in der Beschwerde fest. In verfahrensrechtlicher Hinsicht er-
gänzte er, dass der Gutachterauftrag nach dem Zufallsprinzip und unter Wahrung seiner Mitwir-
kungsrechte hätte erteilt werden müssen. Die Beschwerdegegnerin bliebt in ihrer Duplik vom 
10. März 2020 unter Verweis auf zwei weitere Stellungnahmen des RAD vom 26. Februar 2020 
und vom 3. März 2020 bei ihrem Abweisungsantrag.  

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
1.2 Zu beachten ist, dass ein aktuelles Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers an 
der Behandlung des Antrags, wonach die IV-Stelle anzuweisen sei, ihm für das Verwaltungsver-
fahren die unentgeltliche Verbeiständung zu bewilligen, zu verneinen ist. Er führte in seiner Replik 
vom 17. Februar 2020 selbst aus, dass dies zwischenzeitlich geschehen sei. Unter diesen Um-
ständen besteht kein aktuelles Rechtsschutzinteresse im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht (ATSG) vom 6. Oktober 2000 an der 
Beurteilung dieser Rüge. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des 
Versicherten vom 7. November 2019 ist einzutreten. 
 
2. Materiell ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers streitig. Massgebend ist der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. Oktober 2019 ent-
wickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). Spätere Arztberichte (und andere ein-
schlägige Dokumente) sind allerdings in die Beurteilung mit einzubeziehen, soweit sie Rück-
schlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation 
erlauben (Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2009, 9C_136/2009, E. 2.5; BGE 131 V 242 
E. 2.1). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

 

 
 
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der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). 
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 
(Satz 2).  
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 
 
3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40 % invalid ist. 
 
3.5 Auf ein Revisionsgesuch oder eine Neuanmeldung nach rechtskräftiger Verneinung ei-
nes Rentenanspruchs hat die Verwaltung nur einzutreten, wenn die versicherte Person glaubhaft 
macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 
hat (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 
Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf 
eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Um-
stände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 E. 2). Tritt die Verwaltung auf ein Revisi-
onsgesuch oder eine Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu 
vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invalidi-
tätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist (SVR 2011 IV Nr. 2 E. 3.2; BGE 117 V 198 E. 4b). 
Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu prüfen, ob 
die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu beja-
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungs-
pflicht auch dem Gericht (SVR 2008 IV Nr. 35 E. 2.1; BGE 117 V 198 E. 3a). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 

 

 
 
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Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialver-
sicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle ande-
ren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll 
das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und 
Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauf-
trag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des dama-

 

 
 
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ligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Ab-
teilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, 
in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – 
und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als 
zentral erweisen. 
 
5.2 Am 28. Dezember 2016 (act. 143) diagnostizierte PD Dr. med. D.____, FMH Nephrolo-
gie und Allgemeine Innere Medizin, Spital E.____, (1) eine Periaortitis unklarer Aetiologie (Erst-
diagnose [ED]: März 2012) mit konsekutiver schwerer Claudicatio venosa bei iliacaler und kavaler 
Venenthrombose, (2) eine chronische leichte bis schwere Niereninsuffizienz (ED: Oktober 2012), 
(3) ein metabolisches Syndrom, (4) eine Refluxösophagitis Grad A, (5) eine Fosamax-Unverträg-
lichkeit, (6) ein mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), (7) eine Dyspnoe un-
klarer Aetiologie, (8) dermatologische Diagnosen in Form eines nodulären Basalzellcarzinoms 
am rechten Nasenflügel, eine seborrhoische Dermatitis und eine Akne vulgaris sowie (9) ver-
schiedene Nebendiagnosen. In seiner Beurteilung führte PD Dr. D.____ aus, dass der Patient 
eine bekannte Angina abdominalis und eine Claudicatio-Symptomatik in abdominae bei körperli-
cher Belastung beklage. Die Verlaufs-PET-Untersuchung zeige eine anhaltende Aktivität der Pe-
riaortitis infrarena, wobei zu beachten sei, dass die Vergleichbarkeit der PET-Untersuchung auf-
grund des technischen Formats und unterschiedlicher Geräte bei nun höherer Auflösung etwas 
limitiert sei. Insgesamt sei bildmorphologisch eine grössere Krankheitsaktivität nachzuweisen un-
ter der bekannten Immunsuppression; jedoch sei diese Erkenntnis der erhöhten Bildauflösung 
geschuldet. Das Blutbild sei normal und die Entzündungszeichen seien nicht erhöht. Die aktuelle 
Laufstrecke könne nicht in Metern angegeben werden, sondern sei durch den zeitlichen Verlauf 
limitiert. Der Beschwerdeführer äussere aber, dass er regelmässig einen Spaziergang von 20-40 
Minuten mache. Aufgrund der Zirkulationsstörung habe sich - im Bereich der unteren Extremität - 
eine Stauungsdermatitis eingestellt, welche zur Claudicatio-Symptomatik passe. Aufgrund der 
Periaortitis sei die periphere Durchblutung an der unteren Extremität eingeschränkt. Aus medizi-
nischer Sicht sei der Beschwerdeführer weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig für schwere körperli-
che Tätigkeiten in seinem Ursprungsberuf. Leichte körperliche Arbeiten mit der Möglichkeit von 
wechselnder Position unter Vermeidung von längerem Sitzen, längerem Stehen und Gehen so-
wie der Möglichkeit, bei belastungsabhängigen Schmerzen Pausen einzulegen, könnte im Um-
fang von ungefähr 75 % ausgeübt werden. 
 
5.3.1 Im Rahmen der Neuanmeldung im September 2017 diagnostizierte PD Dr. D.____ am 
30. Oktober 2017 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Periaortitis unklarer Ätiologie 
mit konsekutiver schwerer Claudicatio venosa bei iliakaler und cavaler Venenthrombose 
(DD: atypischer Morbus Ormond, Morbus Behcet) und (2) ein chronisches lumbovertebrogenes 

 

 
 
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Schmerzsyndrom. Dem Beschwerdeführer sei aufgrund dieser Diagnosen die Arbeit als Gipser 
nicht mehr zumutbar. Hingegen seien behinderungsgerechte Tätigkeiten in einem Pensum von 
50 % möglich, vorausgesetzt, dass es sich dabei um eine leichte Arbeit handle und die Möglich-
keit gegeben sei, die Positionen rasch und häufig zu wechseln sowie genügend Raum für Erho-
lungsphasen bestehe. Im Gegensatz zu den Feststellungen von Ende Dezember 2016, wo auf-
grund einer passageren Verbesserung des Gesundheitszustands von einem möglichen Pensum 
von ca. 75 % in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen worden sei, sei zwischenzeitlich eine 
deutliche Verschlechterung eingetreten mit schmerzhaften Schwellungen beider Beine und einer 
Verschlechterung des Allgemeinzustands. Mittlerweile habe sich der Befund wieder etwas stabi-
lisiert. Es dürfe aber davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit langfristig wohl eher bei 50 % als bei 75 % liegen werde. Weiter wurde ergänzend auf-
geführt, dass der Beschwerdeführer willig sei, die vorgeschlagenen Therapien umzusetzen. In 
der Untersuchung sei auffällig gewesen, dass es dem Beschwerdeführer psychisch deutlich 
schlechter gehe als sonst. Im Gegensatz zu früher habe die Ehefrau berichtet, dass ihr Mann 
zunehmend gereizt und aggressiv sei, weshalb eine psychiatrische Konsultation gewünscht 
werde. 
 
5.3.2 Die IV-Stelle holte zur Abklärung der gesamtmedizinischen Situation und der Arbeitsfä-
higkeit des Beschwerdeführers ein bidisziplinäres (angiologisch/psychiatrisch) Gutachten bei der 
asim ein, welches am 21. September 2018 erstattet wurde. Der interdisziplinären Gesamtbeur-
teilung sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine ausgeprägte Claudi-
catio venosa bei persistierender Thrombose der Vena cava inferior und der Beckenvenen mit/bei 
aktuell postthrombotischem Syndrom mit Schwellungsneigung und Hyperpigmentationen an den 
Beinen sowie lumbale Rückenschmerzen (DD: aufgrund der venösen Hypertonie in den sakralen 
und paravertebralen Umgehungskreisläufen, (2) eine Periaortitis unklarer Ätiologie, aktuell kli-
nisch und messtechnisch ohne Hinweise auf eine arterielle Perfusionsstörung der Beine und 
Arme und (3) eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion. Aus angiologischer 
Sicht bestätige sich eine chronische Okklusion der Vena cava inferior und der proximalen Be-
ckenvenen, welche möglicherweise durch eine Thrombosierung der Vena cava inferior und der 
Beckenvenen bei der Periaortitis entstanden sei. Letztmalig sei die Okklusion in einer CT-
Untersuchung im September 2017 bildgeberisch festgehalten worden. Eine relevante Befundän-
derung liege aber nicht vor. Allenfalls seien die Hautveränderungen leicht vermehrt ausgeprägt 
infolge der venösen Insuffizienz bzw. der venösen Hypertonie mit kleinfleckigen Hyperpigmenta-
tionen im Bereich der Malleoli mediales und laterales linksbetont. Zudem bestünden am Unter-
schenkel beidseits eine Seitenastvarikose und ein Knöchelödem. Auffällig sei zudem ein bereits 
im Liegen palpatorisch deutlich feststellbarer erhöhter Venentonus der Vena saphena magna. 
Diese Befunde könnten zusammenfassend unter der Diagnose eines postthrombotischen Syn-
droms mit sekundärer venöser Insuffizienz und erhöhtem venösen Ruhetonus mit konsekutiver 
Claudicatio venosa subsumiert werden. Bei im CT ausgeprägten venösen Kollateralen auch im 
Bereich der Wirbelsäule und der Sakralregion sei denkbar, dass die beklagten Rückenbeschwer-
den zu einem gewissen Mass auch durch den venösen Hypertonus mitverursacht seien. In Bezug 
auf die stattgehabte Periaortitis lägen derzeit gute Durchblutungsverhältnisse vor, so dass diese 
Diagnose für sich genommen keinen direkten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. 
 

 

 
 
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Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine depressive Symptomatik, welche als Anpassungsstörung 
mit längerer depressiver Reaktion einzuordnen sei. In Übereinstimmung mit dem ambulanten 
Psychiater läge ein relevantes depressives Syndrom vor. Aufgrund der Bindung an die identifi-
zierbare psychosoziale (externe) Belastung, d.h. den Wegfall der Rentenzahlungen, werde je-
doch nicht eine depressive Störung im Sinne der ICD 10, sondern eine Anpassungsstörung diag-
nostiziert. Auch decke sich die depressive Symptomatik weder qualitativ noch quantitativ mit den 
Kriterien einer höhergradigen depressiven Episode im Sinne der ICD 10. Dagegen sprächen ins-
besondere die Schwingungsfähigkeit, die Gestik und Mimik, die Ausdrucksstärke und Willensbil-
dung. Da sich der Zeitraum der Anpassungsstörung über mehr als 6 Monate erstrecke, werde 
von einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion ausgegangen. Bei somatisch 
nicht bestätigter Verschlechterung müsse von einer erheblichen Fixierung auf das eigene (kör-
perliche) Krankheitsmodell ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer habe sich auf die sub-
jektiven Folgen der Gefässerkrankung fixiert und sei von einer hieraus abzuleitenden Arbeitsun-
fähigkeit überzeugt. Dies sei normalpsychologisch nachvollziehbar, da die angiologische Erkran-
kung die bisherige (über 20 Jahre ausgeübte) Tätigkeit als Gipser künftig verunmögliche und er 
auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der fehlenden Berufs und der geringen Schulausbildung sowie 
der Berufskarriere wenig alternative Chancen sehe. Vermutlich manifestiere sich in diesem Kon-
text eine gewisse Verdeutlichungstendenz bei der Abfrage und Darstellung negativer und positi-
ver Leistungsprofile, aber keine bewusstseinsnahe Aggravation oder gar Manipulation. Der Be-
schwerdeführer verfüge über nur geringe Ressourcen, um die Vorgänge zu begreifen und selbst-
wertdienlich zu verarbeiten. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ist dem Gutachten sodann zu ent-
nehmen, dass der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Gipser wegen der Claudica-
tio venosa bei persistierender Thrombose der Vena cava inferior und der Beckenvenen nicht mehr 
ausüben könne. Eine optimal angepasste Tätigkeit sei hingegen bei aus angiologisch-somatisch 
unveränderter Situation im Umfang von 75 % gemäss dem Profil der Medizinischen Poliklinik vom 
31. Dezember 2017 zumutbar. Entsprechend müsse bei dieser Verweistätigkeit Gehen mit Pau-
sen, nicht auf Gerüste und/oder Leitern steigen und lange stehen oder sitzen möglich sein. Zu-
dem seien nur leichte Arbeiten zumutbar, bei welchen die Möglichkeit von wechselnden Positio-
nen, das Vermeiden von längerem Sitzen, das Gehen und Stehen am Ort ebenso bestehen soll-
ten wie belastungsabhängige Schmerzen durch Pausen auszugleichen. Aus psychiatrischer Sicht 
bestehe aufgrund der Anpassungsstörung nur eine geringe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 
In gesamtheitlicher Sicht führe die depressive Verstimmung im Sinne der Anpassungsstörung 
zwar zu einer erheblichen dysfunktionalen Verarbeitung somatischer Symptome, die Eingliede-
rungsmassnahmen massgeblich behindern würde. Darüber hinaus resultiere jedoch keine höher-
gradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf einem hypothetischen Arbeitsmarkt. Die rein psy-
chiatrisch angenommene Arbeitsunfähigkeit von 20 % führe somit nicht zu einer weiteren Ein-
schränkung über die somatisch attestierte von 25 % hinaus.  
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 3. Oktober 2019 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich 
auf die Ergebnisse im Gutachten der asim vom 21. September 2018. Sie ging demzufolge davon 
aus, dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Gipser aus angiologisch-somatischer 
Sicht nicht mehr ausüben könne. Eine angepasste leichte Verweistätigkeit sei ihm aber aus ge-
samtmedizinischer Sicht zu 75 % zumutbar. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist trotz der 

 

 
 
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Kritik des Beschwerdeführers am Gutachten (vgl. dazu die nachstehenden Erwägungen) im Er-
gebnis nicht zu beanstanden. Wie in Erwägung 5.3 hiervor ausgeführt, prüft das Gericht frei, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorak-
ten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und 
seine Schlussfolgerungen begründet sind. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass 
geben könnten, die Ergebnisse im Gutachten der asim vom 21. September 2018 in Frage zu 
stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das Gutachten die recht-
sprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage erfüllt. So 
weist es weder formale noch relevante inhaltliche Mängel auf und beruht auf allseitigen Untersu-
chungen. Der Versicherte wurde hinreichend somatisch und psychiatrisch exploriert. Die entspre-
chenden, vorstehend (vgl. E. 6.3.2 hiervor) wiedergegebenen Darlegungen im Gutachten der 
asim vom 21. September 2018 vermögen im Ergebnis zu überzeugen, sodass darauf verwiesen 
werden kann. 
 
6.2.1 Gegen den Beweiswert des Gutachtens der asim vom 21. September 2018 erhebt der 
Beschwerdeführer zahlreiche formale Einwände, auf welche zunächst einzugehen ist. Soweit er 
geltend macht, dass der Gutachtensauftrag an die asim nach dem Zufallsprinzip unter Wahrung 
seiner Mitwirkungsrechte hätte erteilt werden müssen, kann ihm aus nachfolgenden Gründen 
nicht gefolgt werden: Polydisziplinäre Gutachten, das heisst solche, an denen drei oder mehr 
Fachdisziplinen beteiligt sind, haben nach dem Wortlaut von Art. 72bis Abs. 1 IVV bei einer Gut-
achterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) eine Verein-
barung getroffen hat. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 
IVV). Bei mono- und bidisziplinären Gutachten - wie vorliegend - werden die Aufträge dagegen 
nicht nach diesem System erteilt (vgl. BGE 132 V 349 E. 2.2). Aus diesem Grund ist nicht zu 
beanstanden, dass die IV-Stelle die Vergabe des Gutachtensauftrags an die asim nicht nach dem 
Zufallsprinzip anordnete und den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 24. April 2018 direkt dar-
über informierte. Am 25. Mai 2018 teilte sie ihm auch die Namen der Gutachter mit. Obwohl damit 
die konkreten Details der Begutachtung einen Monat vor der eigentlichen Untersuchung vom 23. 
Juni 2018 (Fachbereich Angiologie) und 25. Juni 2018 (Fachbereich Psychiatrie) bekannt waren, 
opponierte der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer nicht dagegen. Die Gutachtensvergabe 
ist damit gesetzeskonform unter Beachtung der Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers er-
folgt. Die in diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verletzung des 
rechtlichen Gehörs in Sinne von Art. 29 der Bundesverfassung (BV) vom 18. April 1999 ist daher 
zu verneinen.  
 
6.2.2 In formeller Hinsicht bringt der Beschwerdeführer weiter vor, dass das angiologische 
Gutachten nicht verwertbar sei, weil die Untersuchung ohne Beizug eines Dolmetschers oder 
einer Dolmetscherin erfolgt sei. Dazu ist festzustellen, dass es gemäss Rechtsprechung des Bun-
desgerichts keinen Anspruch auf Durchführung einer Untersuchung in der Muttersprache gibt. Ob 
die Abklärung in der Muttersprache der versicherten Person oder mit einer Übersetzungshilfe 
gemacht wird, hat grundsätzlich der Arzt oder die Ärztin im Rahmen einer sorgfältigen Auftragser-
füllung zu entscheiden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2012, 8C_266/2012, E. 4.1 mit 
Hinweis auf AHI 2004 S. 143, I 245/00, E. 4.2.1). Vorliegend ist den Akten zu entnehmen, dass 

 

 
 
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der Beschwerdeführer über geringe Deutschkenntnisse verfügt. Der Gutachter weist denn auch 
darauf hin, dass nach anfänglichen kleinen Verständigungsschwierigkeiten die Anamnese ohne 
Probleme ohne Beizug eines Übersetzers oder einer Übersetzerin habe durchgeführt werden 
können. Die Angaben des Beschwerdeführers sind denn auch ausführlich im Gutachten wieder-
gegeben, ohne dass er geltend macht, sie seien inhaltlich unvollständig oder nicht korrekt. Anders 
als bei einer psychiatrischen Begutachtung, bei welcher der bestmöglichen sprachlichen Verstän-
digung zwischen begutachtender und versicherter Person besonderes Gewicht zukommt, stehen 
bei einer angiologischen und somit einer somatischen Untersuchung die objektiven Befunde im 
Zentrum, so dass die persönlichen Angaben der versicherten Person weniger Bedeutung zu-
kommt und deshalb geringe Sprachkenntnisse genügen können. Nachdem nirgends Hinweise 
darauf bestehen, dass die Aussagekraft und damit die beweismässige Verwertbarkeit des angio-
logischen Gutachtens durch Verständigungsschwierigkeiten in Frage zu stellen wäre, ist auch 
diese Rüge nicht zu hören.  
 
6.2.3 Soweit der Beschwerdeführer insbesondere unter Hinweis auf die Qualitätsleitlinien der 
Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) moniert, das psychiat-
rische Teilgutachten habe keinen Beweiswert, weil diesem weder der Namen des Dolmetschers 
noch das Erstellungsdatum zu entnehmen sei, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Dabei ist 
in Bezug auf die Qualitätsleitlinien zunächst festzustellen, dass deren Einhaltung nicht entschei-
dend ist für die Beweiswertigkeit eines psychiatrischen Gutachtens, stellen sie doch nur eine Ori-
entierungshilfe für die begutachtenden Fachpersonen dar. Entsprechend schreiben weder Ge-
setz noch Rechtsprechung den Psychiatern oder Psychiaterinnen eine Begutachtung nach den 
entsprechenden Richtlinien vor, weshalb ein Gutachten nicht automatisch seine Beweiskraft ver-
liert, wenn es sich nicht an die erwähnten Qualitätsrichtlinien anlehnt (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 27. Mai 2019, 8C_137/2019, E. 6.9 mit Hinweisen). Mit dem Beschwerdeführer ist zwar 
festzustellen, dass der Name des Dolmetschers dem Gutachten nicht zu entnehmen ist, was 
jedoch die Zuverlässigkeit des Gutachtens nicht ernsthaft in Frage zu stellen vermag. Dies gilt 
jedenfalls dann, wenn - wie vorliegend - keine Ausstandsgründe gegen den Übersetzer vorge-
bracht werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. März 2019, 8C_356/2018, E. 4.2). Dem 
Gutachten ist auf Seite 2 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer und der Dolmetscher ange-
geben hätten, weder verwandt noch verschwägert zu sein und sich nicht zu kennen. Zudem wird 
nicht geltend gemacht, es lägen Übersetzungsfehler oder eine Verletzung der geltenden Über-
setzungsstandards vor, weshalb der Beschwerdeführer auch aus dieser Argumentation nichts zu 
seinen Gunsten ableiten kann.  
 
Wenn der Beschwerdeführer sodann - wiederum unter Hinweis auf die Qualitätsleitlinien - vor-
bringt, auf das psychiatrische Teilgutachten könne auch nicht abgestellt werden, weil dieses kein 
Erstellungsdatum aufweise, kann ihm wiederum nicht gefolgt werden. Er begründet diese Auffas-
sung dahingehend, dass das Fertigstellungsdatum deshalb relevant sei, weil anhand desselben 
ermittelt werden könne, ob und welche anderen Faktoren Einfluss auf den Inhalt des Gutachtens 
gehabt hätten. So gäbe es vorliegend Anhaltspunkte, dass das psychiatrische Gutachten erst 
nach der Erstellung der Konsensbesprechung erstellt worden sei. Der Gutachter sei deshalb nicht 
unabhängig, sondern bereits vom angiologischen Untersuchungsergebnis beeinflusst gewesen. 
Dies ergebe sich unter anderem aus der Tatsache, dass der psychiatrische Gutachter auf Seite 
13 seines Gutachtens auch auf das angiologische Gutachten verweise und auf dessen Befund 

 

 
 
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Bezug nehme. Dies zeige auf, dass das psychiatrische Teilgutachten nicht für sich alleine erstellt 
worden sei, sondern Fremdeinflüsse mitgewirkt hätten. Der Beschwerdeführer bringt zwar zu 
Recht vor, dass das psychiatrische Teilgutachten kein Erstellungsdatum enthält. Es steht aber 
unbestritten fest, dass die psychiatrische Begutachtung am 25. Juni 2018 erfolgte. Diese persön-
liche Exploration des Beschwerdeführers ist denn auch die Grundlage für das psychiatrische Teil-
gutachten und Ausgangspunkt für die Konsensbesprechung mit dem angiologischen Gutachter. 
Es ist denkbar, dass die Konsensbeurteilung vor der schriftlichen Abfassung des psychiatrischen 
Teilgutachtens stattfand. Daraus können aber keine Zweifel an der gutachterlichen Unabhängig-
keit des psychiatrischen Experten begründet werden.  
 
Der Beschwerdeführer bringt ausserdem vor, dass auf das psychiatrische Teilgutachten nicht 
abgestellt werden könne, weil der Gutachter bei der Indikatorenprüfung nicht das ergebnisoffene 
Prüfungsraster angewendet und deshalb (wiederum) die Qualitätsleitlinien missachtet habe. Wie 
bereits vorstehend erwähnt, schreiben weder das Gesetz noch die Rechtsprechung den psychi-
atrischen Experten und Expertinnen eine Begutachtung nach den Qualitätsleitlinien vor (vgl. ne-
ben dem bereits vorstehend zitierten Urteil des Bundesgerichts auch das Urteil vom  
30. Mai 2018, 8C_55/2018, E. 6.4.1). Vorliegend hat der Psychiater die massgeblichen Indikato-
renprüfung vorgenommen und auch detailliert und überzeugend auf die erhaltenen Ressourcen 
hingewiesen. Dass er dabei nicht das Prüfungsraster der Qualitätsleitlinien angewendet hat, än-
dert am Beweiswert des psychiatrischen Teilgutachtens nichts.  
 
6.2.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten for-
mellen Einwände gegen das Gutachten der asim vom 21. September 2018 unbegründet sind. 
 
6.3.1 Im materieller Hinsicht moniert der Beschwerdeführer, dass im Vergleich zu den im Arzt-
bericht von PD Dr. D.____ von Ende Dezember 2016 (vgl. oben E. 6.2) erhobenen Befunden mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nunmehr auch noch ein postthrombotisches Syndrom mit 
Schwellungsneigung und Hyperpigmentationen sowie eine Dyspnoe (DD: bei venösem Pooling) 
diagnostiziert würden, weshalb bereits aus somatischer Sicht von einer sich auf die Arbeitsfähig-
keit auswirkenden Verschlechterung des Gesundheitszustands auszugehen sei. Hinzu käme 
auch die psychische Erkrankung, bei welcher es sich gemäss Angaben des behandelnden Psy-
chiaters Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, um eine mittel- bis schwergra-
dige depressive Episode handle (vgl. Bericht vom 9. April 2018, act. 150). Es trifft zwar zu, dass 
sowohl in somatischer wie auch in psychischer Hinsicht neue Diagnosen (mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit) hinzugekommen sind. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann 
dadurch aber nicht automatisch auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustands geschlos-
sen werden, denn für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind nicht die Diagnosen, sondern die 
daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen entscheidend (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 13 Februar 2018, 9C_549/2017/ E. 3.3 mit Hinweis). Entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers ändert daran auch die Einschätzung des behandelnden Psychiaters nichts, 
welcher eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, mangelt es dieser Zumutbarkeitsbeurteilung 
doch an einer überzeugenden und nachvollziehbaren Begründung. In Bezug auf Beurteilungen 
von behandelnden Spezialisten ist zudem der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden 
darf und soll, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353, 122 V 162 E. 1c, 

 

 
 
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120 V 367 E. 3b), weshalb auf deren Aussagen nicht unbesehen abgestellt werden kann (vgl. 
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 28. Januar 2004, I 294/04, 
E. 4.3.3). Zudem übersieht der Beschwerdeführer in seiner Argumentation, dass auch dem asim-
Gutachten die Entwicklung einer psychischen Symptomatik zu entnehmen ist. Im Gutachten wird 
aber überzeugend dargelegt, dass die damit verbundene Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit 
von 20 % bereits in der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit enthalten sei und nicht additiv 
wirke. Dadurch wird deutlich, dass trotz neuer Diagnosen entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers nicht von einer anspruchsrelevanten Verschlechterung des Gesundheitszu-
stands auszugehen ist.  
 
6.3.2 Der Beschwerdeführer wendet mit Blick auf die Ausführungen des behandelnden Angi-
ologen PD Dr. D.____ ein, dass selbst bei unveränderter Befundlage die Arbeitsfähigkeit eher bei 
50 % als bei 75 % liege. Diesbezüglich ist festzustellen, dass die Zumutbarkeitsbeurteilung von 
PD Dr. D.____ in seinem Bericht vom 30. Oktober 2017 (vgl. oben E. 6) nicht überzeugt. Er führt 
einerseits aus, dass seit Ende Dezember 2016, wo aufgrund einer passageren Verbesserung des 
Gesundheitszustands von einem möglichen Pensum von ca. 75 % in einer angepassten Tätigkeit 
ausgegangen worden sei, zwischenzeitlich eine deutliche Verschlechterung eingetreten sei. An-
dererseits führt er aber auch aus, dass sich der Befund wieder etwas stabilisiert habe. Schliess-
lich attestiert er, dass die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit langfristig wohl eher bei 
50 % als bei 75 % liegen werde. Diese schwankenden und vagen Angaben lassen eine genaue 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig zu, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die 
Beschwerdegegnerin darauf nicht abgestellt hat. 
 
6.3.3 Weiter wendet der Beschwerdeführer sinngemäss ein, dass die Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustands nicht auf die Renteneinstellung, sondern vielmehr auf die Zu-
nahme der somatischen Beschwerden zurückzuführen sei. Dies gehe auch aus dem Abschluss-
bericht der C.____ vom 2. Oktober 2017 hervor. Auch diese Argumentation ist nicht stichhaltig. 
Der Beschwerdeführer verkennt dabei, dass es letztlich unerheblich ist, ob die Entwicklung der 
psychischen Beschwerden Folge der Renteneinstellung oder der somatischen Verschlechterung 
war, solange sie in der Zumutbarkeitsbeurteilung - wie hier - entsprechend berücksichtigt wurde. 
Zudem ist dem asim-Gutachten auch zu entnehmen, dass die Gutachter den internen Abschluss-
bericht der C.____ vom 17. September 2017 kannten und sie diesen auf Seite 15 des Gutachtens 
würdigten. Im Bericht wird aber - entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers - nicht eine 
tatsächliche Verschlechterung des Gesundheitszustands dargelegt, sondern festgehalten, dass 
der Beschwerdeführer bzw. sein Rechtsvertreter eine solche geltend machen würden. Auch unter 
diesem Aspekt kann der Beschwerdeführer daher nichts zu seinen Gunsten ableiten.  
 
6.3.4 Schliesslich ist auch in den beiden im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten 
Berichte von Dr. F.____ vom 13. November 2020 und PD Dr. D.____ vom 3. Januar 2020 eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht rechtsgenügend nachgewiesen. Dabei ist mit 
Blick auf die Ausführungen von Dr. D.____ zunächst festzustellen, dass dieser gar keine Ver-
schlechterung behauptet. Dr. F.____ weist hingegen auf eine Verschlechterung hin. Dazu führt 
aber der RAD-Arzt Dr. med. G.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, am 29. November 
2019 überzeugend aus, dass es sich syndromal um dasselbe depressive Beschwerdebild und 

 

 
 
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das gleiche Behandlungssetting handle wie vor der Begutachtung durch die asim, weshalb eine 
gesundheitliche Verschlechterung nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen sei.  
 
7. Nach dem Gesagten ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gestützt 
auf das Gutachten der asim vom 20. März 2017 keine massgebliche Veränderung des Gesund-
heitszustands eingestellt hatte und der Beschwerdeführer weiterhin ein rentenausschliessendes 
Erwerbseinkommen erzielen könnte. Die angefochtene Verfügung vom 3. Oktober 2019, mit wel-
cher ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt wurde, ist im Ergebnis nicht zu be-
anstanden. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, wes-
halb die Verfahrenskosten ihm aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun allerdings mit 
Verfügung vom 13. November 2019 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus die-
sem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
8.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da dem Beschwerdeführer in der genannten Verfügung vom 13. November 2019 die unent-
geltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für seine Be-
mühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die 
Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Ver-
beiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Ho-
norarnote vom 24. März 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 30.02 Stun-
den geltend gemacht. Davon fallen 13.5 Stunden auf die Ausarbeitung der Beschwerde (inklusive 
Aktenstudium). Dieser Aufwand ist im Vergleich zu gleichgelagerten Fällen zu hoch. Der Rechts-
vertreter vertrat den Beschwerdeführer bereits seit der Neuanmeldung am 11. September 2017 
und damit während des gesamten Verwaltungsverfahrens. Unter diesen Umständen war ihm der 
Sachverhalt bekannt und er musste sich deshalb im vorliegenden Verfahren nicht neu einarbei-
ten. Ebenso ist der Aufwand für die Replik von 9 Stunden in Anbetracht der sich zu stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen deutlich zu hoch, weshalb er zu kürzen ist. Dabei ist zu beach-
ten, dass es sich vorliegend nicht um einen leichten, aber auch nicht um einen schwierigen, son-
dern um einen durchschnittlichen Fall handelt. Im Quervergleich zu anderen durchschnittlichen 
Beschwerdeverfahren erscheint eine Reduktion des geltend gemachten Stundenaufwandes von 
insgesamt 32.02 Stunden um 17.02 Stunden auf 15 Stunden als gerechtfertigt. Der Aufwand von 
15 Stunden ist mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von Fr. 200.-- zu 
vergüten (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). 
Nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslangen in Höhe von Fr. 125.50. Dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'366.15 

 

 
 
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(15 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 125.50 zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer) aus der 
Gerichtskasse auszurichten. 
 
8.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie 
dazu in der Lage ist. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar von Fr. 3'366.15 
(inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtkasse aus-
gerichtet. 

 

Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 19.10.2020 Beschwerde beim Bun-
desgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_642/2020) erhoben.