# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4079bd8e-42fa-5b8f-96ea-e3c09a8921cd
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 14.06.2024 810 23 327 (810 2023 327)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-327_2024-06-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 14. Juni 2024 (810 23 327) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Vorsorgliche Regelung persönlicher Verkehr  

 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Gerichtsschreiber Martin Michel 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Stefanie Mathys, 
Advokatin 
 

  
  
Betreff Vorsorgliche Regelung persönlicher Verkehr  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
19. Dezember 2023) 

 
 
 
 
A. D.____ (geb. 2019) ist der Sohn der gemeinsam sorgeberechtigten, nicht verheirateten 
Eltern C.____ (Kindsmutter, geb. 1982) und A.____ (Kindsvater, geb. 1972). Die Kindseltern 

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wohnen seit dem 31. Mai 2020 nicht mehr zusammen und D.____ lebt seither bei der Kinds-
mutter. Am 15. September 2020 einigten sich die Kindseltern dahingehend, dass der Kindsvater 
das Recht erhalte, D.____ an einem Nachmittag pro Woche zu besuchen, vorzugsweise am 
Donnerstag zwischen 14.00 und 17.00 Uhr. Diese Vereinbarung wurde vom Zivilkreisgericht 
Basel-Landschaft Ost am 15. September 2020 genehmigt. 
 
B. Am 29. Januar 2021 gelangte der Kindsvater an die Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde B.____ (KESB) mit dem Antrag der Regelung des persönlichen Verkehrs im Sinne der 
Vereinbarung vom 15. September 2020. Mit Verfügung vom 17. August 2021 informierte die 
KESB die Kindseltern über den Abschluss des Verfahrens ohne Kindesschutzmassnahmen, 
weil zwischen den Kindseltern zufolge Abbruchs der Mediation durch den Kindsvater keine 
gemeinsame Lösung hinsichtlich des persönlichen Verkehrs habe erarbeitet werden können 
und derzeit keine Kindeswohlgefährdung vorliege. Daher gelte weiterhin die Vereinbarung vom 
15. September 2020, welche von den Kindseltern umzusetzen sei. 
 
C. Am 5. April 2022 gelangte der Kindsvater mit dem Antrag an die KESB, es sei eine 
Besuchsrechtsbeistandschaft für D.____ zu errichten. Die Besuchsrechtsbeistandschaft solle 
darauf abzielen, via begleitetes Besuchsrecht in einem möglichst kurzen – mit dem Kindswohl 
zu vereinbarenden – Zeitraum, den Kontakt mit seinem Sohn wiederaufzubauen, sodass er 
seinen Sohn wöchentlich sehen könne. 
 
D. Mit Entscheid vom 31. Mai 2022 räumte die KESB dem Kindsvater das Recht und die 
Pflicht ein, D.____ einmal pro Woche (vorerst befristet bis 30. November 2022) im Rahmen 
eines begleiteten Besuchsrechts für drei Stunden in der Institution "E.____" zu besuchen. Zu-
dem errichtete die KESB für D.____ eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907 und ernannte F.____ als 
Beistandsperson mit den Aufgaben und Kompetenzen, die Kindseltern in ihrer Sorge um das 
Kind zu beraten und unterstützen sowie das begleitete Besuchsrecht zu organisieren und über-
wachen. 
 
E. Mit Urteil vom 2. Juni 2022 untersagte das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost dem 
Kindsvater unter Strafandrohung gerichtlich, sich der Kindsmutter näher als 100 Meter anzunä-
hern, ihre Wohnung zu betreten, sie in irgendeiner Form zu kontaktieren oder dem gemein-
samen Sohn D.____ mehr als eine Postsendung pro Woche zukommen zu lassen. Die im Zu-
sammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts des Kindsvaters einerseits und dessen 
Sohn D.____ andererseits zwingend notwendigen Annäherungen zwischen den Parteien nahm 
das Gericht vom Verbot aus. 
 
F. Mit vorsorglichem Entscheid vom 2. November 2022 sistierte die KESB per sofort den 
persönlichen Verkehr des Kindsvaters zu D.____ bis zum Abschluss des ordentlichen Verfah-
rens betreffend Regelung des persönlichen Verkehrs. Zugleich ordnete die KESB ein interven-
tionsorientiertes Gutachten betreffend die Regelung des persönlichen Verkehrs an. Am 2. No-
vember 2023 erstattete die Psychiatrie Baselland das von der KESB in Auftrag gegebene inter-
ventionsorientierte Gutachten. 

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G. Mit Entscheid vom 19. Dezember 2023 behielt die KESB die vorsorgliche Sistierung 
des persönlichen Verkehrs zwischen dem Kindsvater und D.____ bei (Ziff. 1). Weiter ordnete 
die KESB für D.____ eine Kindsvertretung gemäss Art. 314abis ZGB an und setzte Advokat 
G.____ als Kindsvertreter ein mit dem Auftrag, die Interessen von D.____ im Zusammenhang 
mit dem Verfahren bei der KESB bezüglich des persönlichen Verkehrs zu vertreten (Ziff. 2 und 
3). Der Beiständin F.____ erteilte die KESB im Rahmen der Beistandschaft gemäss Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB neu die Aufgaben und Kompetenzen, die Kindseltern in ihrer Sorge um das 
Kind zu beraten und unterstützen sowie die Eltern in persönlichen Belangen/Fragen betreffend 
D.____ zu beraten, zu unterstützen und sich mit den involvierten Fachstellen auszutauschen.  
 
H. Gegen Ziff. 1 des Entscheids der KESB vom 19. Dezember 2023 erhebt der Kindsvater 
mit Eingabe vom 27. Dezember 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit dem Antrag, die Sistierung 
des persönlichen Verkehrs aufzuheben und einen persönlichen Kontakt zu installieren. Weiter 
beantragt der Beschwerdeführer, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. 
 
I. Mit einem weiteren Entscheid vom 19. Dezember 2023 ordnete die KESB gestützt auf 
Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 446 Abs. 2 ZGB ein Erziehungsfähigkeitsgutachten über den Kinds-
vater an und beauftragte Dr. med. H.____ mit der Erstellung des Gutachtens. Dagegen erhob 
der Kindsvater ebenfalls mit einer Eingabe vom 27. Dezember 2023 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), 
mit dem Antrag, der gesamte Entscheid sei aufzuheben. Das entsprechende Beschwerdever-
fahren wird separat unter der Verfahrensnummer 810 23 328 geführt. 
 
J. Mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2024 beantragt die Vorinstanz unter Verweis auf 
den angefochtenen Entscheid, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Kindsmutter hat sich zur 
Beschwerde nicht vernehmen lassen. 
 
K. Mit Präsidialverfügung vom 22. Februar 2024 wurde das Gesuch des Beschwerde-
führers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung abgewiesen.  
 
 
Der Vizepräsident zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB und § 66 Abs. 1 des kanto-
nalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 
kann gegen Entscheide der KESB Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Von 
Bundesrechts wegen anfechtbar sind sämtliche Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 ZGB) sowie 
Zwischenentscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Beim angefoch-
tenen Entscheid, welcher in der angefochtenen Ziff. 1 eine vorsorgliche Massnahme zum 
Gegenstand hat, handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 445 Abs. 3 
ZGB. Die Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache liegt in Anwendung von 

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§ 66 Abs. 2 EG ZGB i.V.m. § 1 Abs. 3 lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 bei der präsidierenden Person. Der Be-
schwerdeführer ist als direkt Verfahrensbeteiligter nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Be-
schwerdeerhebung legitimiert. Die Beschwerdefrist von zehn Tagen (Art. 445 Abs. 3 ZGB) ist 
eingehalten und die Beschwerde enthält einen Antrag und eine hinreichende Begründung, 
womit die Formerfordernisse an eine Laienbeschwerde erfüllt sind. Da sämtliche Prozess-
voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die 
Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3.1 Die KESB führte im angefochtenen Entscheid zusammengefasst aus, dem interven-
tionsorientierten Gutachten vom 2. November 2023 könne entnommen werden, dass vorliegend 
eine Kindeswohlgefährdung zu bejahen sei. Aus dem Gutachten resultiere unter anderem die 
Empfehlung, dass der Kindsvater sich psychiatrisch abklären liesse und bei entsprechender 
Indikation eine Therapie beginne. In Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips sei versucht 
worden, den persönlichen Umgang respektive das Kontaktrecht des Kindsvaters zu D.____ mit 
verschiedenen Rahmenbedingungen in geeigneter Weise zu strukturieren und zu verbessern, 
um die Bindung zu stärken, ohne D.____ zu gefährden. Dieses Ziel werde auch weiterhin ver-
folgt. Deshalb sei am 19. Dezember 2023 zur weiteren Klärung, in welcher Form ein dem 
Kindeswohl entsprechender Kontaktumgang des Vaters zum Kind gewährleistet werden könne, 
ein Erziehungsfähigkeitsgutachten über den Kindsvater angeordnet worden. Bis zum Vorliegen 
des Erziehungsfähigkeitsgutachtens über den Kindsvater bzw. bis zum Vorliegen weiterer Ent-
scheidgrundlagen, in welcher Form ein dem Kindswohl entsprechender Kontaktumgang des 
Vaters zum Kind gewährleistet werden könne, sei der persönliche Verkehr zwischen Kindsvater 
und Sohn weiterhin zu sistieren. 
 
3.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die KESB habe die Aufgabe, das Kindes-
wohl sicherzustellen. Dazu gehöre auch, dass eine Vater-Kind-Beziehung überhaupt erst er-
möglicht werde. In Fällen mit hohem Konfliktpotential könne vorgesehen werden, dass der 
beschränkte Zugang an "Besuchsorten" mit oder ohne Überwachung für einen bestimmten Zeit-
raum ausgeübt und dann entsprechend der Entwicklung der Situation erweitert werden könne. 
Eine Einschränkung oder Beendigung werde in der Regel nur für einen befristeten Zeitraum an-
geordnet. Mit dem Entscheid der KESB vom 22. November 2022 werde ihm das Recht auf per-
sönlichen Verkehr seit über einem Jahr verweigert. Dieses solle nun bis auf Weiteres sistiert 
bleiben, womit der Grundsatz eines befristeten Entzuges missachtet werde. 
 
3.3  Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige 
Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 
ZGB). Dieses Recht steht dem Betroffenen um seiner Persönlichkeit willen zu. Als sogenanntes 
"Pflichtrecht" dient es freilich in erster Linie dem Interesse des Kindes. Bei der Festsetzung des 
Besuchsrechts geht es nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen den Eltern 

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zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln (BGE 
131 III 209 E. 5; 130 III 585 E. 2.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 273 Abs. 2 ZGB kann die Kin-
desschutzbehörde Eltern, Pflegeeltern oder das Kind ermahnen und ihnen Weisungen erteilen, 
wenn sich die Ausübung oder Nichtausübung des persönlichen Verkehrs für das Kind nachteilig 
auswirkt oder wenn eine Ermahnung oder eine Weisung aus anderen Gründen geboten ist. 
Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben die Eltern ihn 
pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gekümmert oder liegen andere 
wichtige Gründe vor, so kann ihnen das Recht auf persönlichen Verkehr verweigert oder ent-
zogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Gefährdet ist das Wohl des Kindes, wenn seine un-
gestörte körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zusam-
mensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist. Eine Gefährdung ist im Hinblick 
auf die vollständige Aufhebung des persönlichen Verkehrs angesichts dessen Bedeutung für 
das Kind wie für die Eltern nicht leichthin anzunehmen (BGE 127 III 295 E. 4a mit Hinweisen). 
Als wichtige Gründe fallen Vernachlässigung, physische und psychische Misshandlung, ins-
besondere sexueller Missbrauch des Kindes, in Betracht. Erforderlich ist sodann, dass dieser 
Bedrohung nicht durch geeignete andere Massnahmen begegnet werden kann. Dies folgt aus 
dem Gebot der Verhältnismässigkeit, dem Verweigerung oder Entziehung des persönlichen 
Verkehrs als Kindesschutzmassnahme unterliegen. Der vollständige Entzug des Rechts auf 
persönlichen Verkehr bildet daher die "ultima ratio". Können die befürchteten nachteiligen Aus-
wirkungen des persönlichen Verkehrs für das Kind durch die persönliche Anwesenheit einer 
Drittperson (sog. begleitetes Besuchsrecht) in Grenzen gehalten werden, so verbietet sich die 
Verweigerung des persönlichen Verkehrs (vgl. BGE 122 III 404 E. 3b und 3c; Urteil des Bun-
desgerichts 5A_381/2011 vom 10. November 2011 E. 4.2.1, mit Hinweisen). 
 
3.4 Aktenkundig ist, dass zwischen den Kindseltern aktuell unüberbrückbare, teils feind-
selige Differenzen bezüglich des persönlichen Umgangs des Kindsvaters mit D.____ und 
gegenseitige Vorwürfe (z.B. Alkoholkonsum) bestehen. Diverse behördlich angeordnete Ver-
mittlungsversuche, Beratungen und eine Beistandschaft konnten die dysfunktionale Interaktion 
zwischen den Kindseltern bislang nicht verändern (vgl. Interventionsorientiertes Gutachten der 
Psychiatrie Baselland vom 2. November 2023 S. 3). Die mit Entscheid vom 31. Mai 2022 ange-
ordneten – bis 30. November 2022 befristeten – begleiteten Besuche in der Institution "E.____" 
waren sehr schwierig, weil D.____ damals derart auf die Kindsmutter fixiert war, dass er nur mit 
Gewalt von ihr hätte getrennt werden können. Daher kam es damals nicht zu gewinnbringenden 
Besuchen. Mit Entscheid vom 2. November 2022 wurde in der Folge der persönliche Verkehr 
des Kindsvaters mit D.____ sistiert. Im Rahmen der Begutachtung führte die zur Regelung der 
Besuchskontakte eingesetzte Beiständin aus, dass gemeinsame Gespräche mit den Kindsel-
tern nicht möglich gewesen seien und beide Kindseltern stark auffällig seien. Die Kindsmutter 
sei speziell, in ihrer Familie herrsche ein rüder Umgangston und der Erziehungsstil sei "laissez-
faire". Der Kindsvater sei auch auffällig, indem er zu verbalen Entgleisungen und Beleidigungen 
neige und stets "am Stürmen" sei. Es sei jedoch davon auszugehen, dass sein Interesse an 
D.____ ehrlich und väterlich sei. D.____ sei ebenfalls "aussergewöhnlich" (laut, fordernd, unge-
bremst, höre nicht, spreche nicht) und scheine sprachlich und sozial-emotional stark entwick-
lungsverzögert. In Bezug auf die Besuchskontakte führte die Beiständin aus, sie habe bei 
D.____ keine Trennungsangst feststellen können, welche während der begleiteten Besuche des 

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Kindsvaters verschiedentlich wahrgenommen und kommuniziert worden seien. Auf jeden Fall 
erachte sie (gegebenenfalls begleitete) Besuche des Kindsvaters für D.____ als wichtig, wes-
halb diese ermöglicht werden sollten (Gutachten vom 2. November 2023 S. 8). Aus dem Gut-
achten ergibt sich weiter, dass sich der Kindsvater seit fünf Monaten kostenpflichtig von einer 
Kinder- und Familienberatung beraten lässt. Die Beraterin gab gegenüber den Gutachterinnen 
an, der Kindsvater würde alles dafür tun, um mehr Kontakt zu seinem Kind zu haben, und zeige 
aufrichtiges Interesse. Der Kindsvater habe sich – seit er in der Beratung sei – entwickelt, zeige 
sich reflektiert und sei bereit Neues auszuprobieren. Er habe sich auf ihr Anraten ein Buch über 
die Entwicklung und Erziehung von Kindern zugelegt und nehme ihren Rat an (Gutachten vom 
2. November 2023 S. 8). Dem Gutachten ist weiter zu entnehmen, dass D.____s Verhalten sehr 
auffällig und unreguliert ist. Sowohl bezüglich Kraftdosierung, Aufmerksamkeitssteuerung und 
Frustrationstoleranz ergaben sich in der Beobachtung nicht altersentsprechende Befunde. Das 
Nähe-Distanz-Verhalten von D.____ wirkte auffällig und er war sehr bewegungsfreudig, jedoch 
auch unkoordiniert, grob und riskant (Gutachten vom 2. November 2023 S. 23). Hinsichtlich der 
Gewährung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Sohn 
kam das Gutachten zum Schluss, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht sei, den Be-
schwerdeführer mit D.____ alleine zu lassen. Sowohl die auffällige Persönlichkeit des Kindsva-
ters, sowie die fehlende Erziehungserfahrung bzw. fehlende Erfahrung im Umgang mit Klein-
kindern in Kombination mit D.____s anspruchsvollem Wesen inklusive seiner Entwicklungsstö-
rung ergäben eine besorgniserregende Situation, in welcher im Zweifelsfall D.____ der Unter-
legene sein und gegebenenfalls sogar in Gefahr geraten könnte. Die Gefährdung beziehe sich 
dabei auf kurzfristige/akute Situationen, in denen die Aufsichtspflicht vom Kindsvater unter 
Umständen nicht voll gewährleistet sein könnte, aber auch langfristig in Bezug auf D.____s 
globale Entwicklung (Regulierung). Aktuell werde daher keinesfalls der alleinige Umgang des 
Kindsvaters mit D.____ empfohlen. Für einen gelingenden persönlichen Verkehr erscheine es 
zudem wichtig, dass der Kindsvater sich mit seiner eigenen Persönlichkeit und seiner speziellen 
Wahrnehmung auseinandersetze, sich psychiatrisch abklären lasse und bei entsprechender 
Indikation eine persönliche Therapie beginne. Dies sei eine Grundlage dafür, dass der Kindsva-
ter Besuchskontakte zu seinem Sohn (welche zum jetzigen Zeitpunkt ausschliesslich begleitet 
stattfinden sollten) bei gutem Verlauf und Wohlbefinden D.____s, in Zukunft ausdehnen und bei 
entsprechender Entwicklung der Beziehungs- und Erziehungskompetenzen irgendwann auch 
alleine durchführen/wahrnehmen könne (Gutachten vom 2. November 2023 S. 24 f.). Zur Frage, 
wie der Kontakt zum Kindsvater ausgestaltet werden solle, wird im Gutachten ausgeführt, dass 
der Kindsvater sehr bemüht scheine, Kontakte mit D.____ so schnell wie möglich und so häufig 
wie möglich zu realisieren. Andererseits habe der Kindsvater auch signalisiert, abwarten zu 
können, weil er der Auffassung sei, dass sein Sohn sich ihm eines Tages ganz von allein 
zuwenden würde. Einen Vorschlag für einen vorsichtigen, jedoch sehr konsequenten Bezie-
hungsaufbau sehe der Kindsvater in der Option, D.____ dreimal pro Woche jeweils für eine 
halbe Stunde, zunächst in seinem gewohnten Umfeld, später auch in seiner Wohnung/Umge-
bung zu sehen. Aus psychologischer Sicht sei dem (bei entsprechender Begleitung der 
Besuchskontakte sowie Abklärung/Therapie des Kindsvaters) zumindest für einen definierten 
Zeitraum (mit anschliessender Evaluation) nichts entgegenzusetzen. Aufgrund des Scheiterns 
der Kommunikation zwischen den Eltern und der stetigen Abwertung sowohl der Kindsmutter 
als auch ihres Umfelds durch den Kindsvater sei es nicht gelungen, eine Vertrauensperson zu 

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finden bzw. zu benennen, welche begleitete Kontakte hätten realisieren können. Auch habe 
sich der Kindsvater ihres Wissens bisher noch nicht in Bezug auf seine Persönlichkeit und 
Wahrnehmung abklären lassen. Aufgrund dessen müssten künftig entsprechende Kontakte zwi-
schen ihm und D.____ durch eine Fachperson begleitet werden. Sollte sich innert festgesetzter 
Frist keine Normalisierung der Kommunikation und kein normaler Umgang während der 
Besuche zeigen, sei von weiteren Besuchskontakten zwischen dem Kindsvater und D.____ 
abzusehen. Diesfalls würden jährliche Erinnerungsbesuche/-kontakte zwischen Vater und Sohn 
im Rahmen der Behörde empfohlen. Vorerst müssten keine weiteren Kindesschutzmassnah-
men angeordnet werden. Jedoch sollten die weiteren Besuchskontakte des Kindsvaters und 
deren Auswirkungen auf D.____, sowie seine weitere kognitive und emotionale Entwicklung 
evaluiert werden. Es werde empfohlen, die Besuchsrechtsbeistandschaft weiterzuführen bzw. 
gegebenenfalls auf eine Erziehungsbeistandschaft zu erweitern (Gutachten vom 2. November 
2023 S. 25 f.).  
 
3.5 Aus den Akten ergibt sich somit, dass aktuell unbegleitete Besuche aufgrund der Per-
sönlichkeit des Kindsvaters sowie der Auffälligkeit von D.____ eine Gefährdung des Kin-
deswohls darstellen würden und ausser Betracht fallen. Hingegen ergeben sich weder aus den 
Akten noch aus dem Gutachten Umstände, die eine weitere gänzliche Unterbindung des 
Kontakts zwischen dem Beschwerdeführer und D.____ rechtfertigen würden. Insbesondere 
erscheint die von der Vorinstanz geforderte Durchführung eines Erziehungsfähigkeitsgutach-
tens als zwingende Voraussetzung für die Aufnahme von begleiteten Besuchen als unver-
hältnismässig, zumal sich aus dem Gutachten ergibt, dass bei einer entsprechenden fachlichen 
Begleitung und der damit verbundenen Unterstützung nicht von einer Kindeswohlgefährdung 
durch begleitete Besuche ausgegangen werden kann. 
 
3.6 Nach dem Gesagten und in Würdigung der gesamten Umstände rechtfertigt sich ein 
vollständiger Entzug des persönlichen Verkehrs somit nicht. Deshalb ist in Gutheissung der 
Beschwerde Dispositivziffer 1 des angefochtenen Entscheids aufzuheben und die Sache an die 
Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese als Fachbehörde in Zusammenarbeit mit der 
eingesetzten Beiständin sowie dem eingesetzten Kindesvertreter die für die Aufnahme des 
begleiteten Besuchsrechts erforderlichen Anordnungen treffen sowie die Einzelheiten der 
Durchführung festlegen kann. 
 
4. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren 
sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Da sich die Beschwerdegegnerin nicht mit eigenen 
Anträgen am Verfahren beteiligt hat, sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- 
ausschliesslich der unterliegenden Vorinstanz aufzuerlegen. Der vom Beschwerdeführer 
geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird ihm zurückerstattet. Die Ausrichtung 
einer Parteientschädigung fällt ausser Betracht (§ 21 Abs. 1 VPO). 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird Ziff. 1 des Entscheids der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 19. Dezember 2023 
aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Vorinstanz 

auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber