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**Case Identifier:** 8e24252c-d61f-5e9f-a0f1-f0182b790f1e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.07.2018 200 2018 168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-168_2018-07-16.pdf

## Full Text

200 18 168 IV
SCI/RUM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juli 2018

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

D.________
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 7. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1983 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Februar 2014 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) unter Angabe einer Hirnblutung zum Leistungsbezug an (Ant-
wortbeilagen [AB] 1). Die IVB holte medizinische und erwerbliche Unterla-
gen ein. Am 5. November 2014 erteilte sie Kostengutsprache für ein Belast-
barkeitstraining in der Abklärungsstelle E.________ (AB 23), welches je-
doch per 14. Januar 2015 abgebrochen wurde (AB 34, 36). Mit Mitteilungen 
vom 17. November 2015 und 11. April 2016 gewährte die IVB Kostengut-
sprachen für ein erneutes Belastbarkeitstraining und ein anschliessendes 
Aufbautraining im „…“ der psychiatrischen Dienste F.________ (AB 52, 
57/2, 59). Nachdem letzteres am 31. März 2016 abgebrochen worden war, 
schloss die IVB die beruflichen Massnahmen mit Mitteilung vom 19. April 
2016 ab (AB 62, 63/2 ff.). In der Folge veranlasste die IVB eine neurologi-
sche und psychiatrische Begutachtung (bidisziplinäres Gutachten vom 
11. März 2017 [AB 86.1]) und holte zusätzlich Berichte des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen BE/FR/SO (RAD) vom 10. Juli und 7. Au-
gust 2017 ein (AB 92/3 f., 93/6 f.). Nach Durchführung des Vorbescheidver-
fahrens (AB 96 f.) sprach die IVB mit Verfügung vom 7. Februar 2018 rück-
wirkend ab 1. Januar 2015 eine per 31. März 2016 befristete ganze Rente 
zu. Ab 1. April 2016 lehnte sie bei einem Invaliditätsgrad von 30 % einen 
Rentenanspruch ab (AB 102).

B.

Mit Eingabe vom 21. Februar 2018 erhob die Versicherte Beschwerde. Sie 
beantragt sinngemäss, es sei ihr in Aufhebung der Verfügung vom 7. Fe-
bruar 2018 eine ihrer Situation entsprechende Rente zuzusprechen.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

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Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Mai 2018 lud der Instruktionsrichter 
die D.________ zum Verfahren bei.

Mit Eingabe vom 28. Mai 2018 liess die Beschwerdeführerin die Mandatie-
rung des B.________, Rechtsanwältin C.________, anzeigen und ersuchte 
um die Ansetzung einer Frist zur ergänzenden Stellungnahme. Mit prozess-
leitender Verfügung vom 29. Mai 2018 verwies der Instruktionsrichter auf 
die noch laufende Frist zur Einreichung einer Stellungnahme durch die Bei-
geladene und wies deshalb den Antrag vorerst ab.

Mit prozessleitender Verfügung vom 3. Juli 2018 stellte der Instruktionsrich-
ter fest, dass sich die Beigeladene innert (verlängerter) Frist nicht hatte ver-
nehmen lassen. Weiter verfügte er, dass gegenüber der Beschwerdeführe-
rin keine Frist zur Einreichung einer weiteren Stellungnahme bzw. weiterer 
Beweismittel anzusetzen sei, weil die Sache aufgrund der Rechtsschriften 
und Akten liquid erscheine. Ein allfällige Stellungnahme müsse bis spätes-
tens Ende Juli beim Gericht eingegangen sein, damit sie bei der Urteilsfin-
dung mit Sicherheit berücksichtigt werden könne.

Mit Eingabe vom 10. Juli 2018 nahm die Beschwerdeführerin unter Verweis 
auf Ausführungen von Dr. med. G.________ vom 8. Juli 2018 Stellung 
(Beschwerdebeilage [BB] 4).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 7. Februar 2018 (AB 102). Strei-
tig ist der Anspruch auf eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2

2.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss 
Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivier-
ten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten 
Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295) und die materielle 
Beweislast für Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditäts-
grades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi-
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall an-
hand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumin-
dest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 
281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 
V 418 E. 7.2 S. 429).

2.2.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggra-
vation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 
E. 2.2.1 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6). Liegt auch unter dem Ge-

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sichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte Gesundheitsschädi-
gung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene anhand eines normati-
ven Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren eine ergebnisoffene 
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindern-
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens 
(BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Regelfall nach gemeinsamen Ei-
genschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 
S. 297), welche sich in die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 
S. 298) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsras-
ter ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt 
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad be-
stimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ein-
zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe-
rungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

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2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än-
derung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts-
grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 141 V 9 E. 2.3 
S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349). Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähig-
keit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die an-
spruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung 
der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenom-
men werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist 
in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbre-
chung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern 
wird (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 8

3.1.1 Im Arztbericht vom 25. März 2014 der Klinik H.________ wurde als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine linkstemporale, in-
trazerebrale Blutung aufgeführt. Es bestehe eine 100 %ige Arbeitsunfähig-
keit als Arbeiterin in der … vom 27. Januar 2014 bis auf weiteres. Es lägen 
eine reduzierte Belastbarkeit, schnelle Ermüdung, ständig wiederkehrende 
Kopfschmerzen sowie mittelschwere kognitive Minderleistungen vor. Aktu-
ell sei auch eine angepasste Tätigkeit nicht möglich. Im Alltag sei mit einem 
erhöhten Zeitaufwand beim Erledigen von jeglichen Arbeiten zu rechnen. 
Die Arbeitsfähigkeit könne durch die Defizite eingeschränkt sein, ein lang-
samer, stufenweiser Wiedereinstieg (zu Beginn reduziertes Pensum, ev. im 
Rahmen eines Arbeitsversuches) sei zu empfehlen. Durch die reduzierte 
Belastbarkeit sei ein gutes Pausenmanagement besonders wichtig. Aufga-
ben sollten möglichst seriell vorgegeben werden, um einer Überforderung 
vorzubeugen. Zudem sollte Zeitdruck vermieden werden (AB 7/2 ff.).

3.1.2 Im Arztbericht vom 27. November 2014 hielt Dr. med. I.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, als Diagnose mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit einen Status nach linkstemporaler Blutung intrazerebral 
mit Hämatomevakuation und Kavernomexzision sowie als Diagnose ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Entwicklung, zuneh-
mend seit Februar 2014, fest. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 
100 % vom 13. Januar 2014 bis auf weiteres. Die Belastbarkeit und die 
Konzentration seien stark eingeschränkt. Es bestehe eine Lärmempfindlich-
keit. Die bisherige Tätigkeit sei aktuell nicht zumutbar. Die zukünftige Be-
lastbarkeit sei abzuwarten (AB 28/2 ff.).

Im Verlaufsbericht vom 5. Mai 2015 hielt Dr. med. I.________ bei unverän-
derter Diagnosestellung einen leicht verbesserten Gesundheitszustand bei 
persistierender Belastungsintoleranz fest. Es bestehe eine volle Arbeitsun-
fähigkeit seit 13. Januar 2014 (AB 39).

3.1.3 Im Arztbericht vom 26. Mai 2015 des Zentrums J.________ wurden 
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit multiple Kavernome 
(supra- und infratentoriell), Status nach osteoplastischer Kraniotomie, Hä-
matomevakuation und Kavernomexzision am 14. Januar 2014 bei eingeblu-
tetem Kavernom links temporal mit reduzierter Belastbarkeit und Verdacht 
auf neuropsychologische Defizite sowie häufige Kopfschmerzen vom Span-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 9

nungstyp, bestehend seit Anfang 2014, aufgeführt. Aufgrund der multiplen 
zerebralen Kavernome sei mit einer anhaltenden Einschränkung der exeku-
tiven Funktionen und Belastbarkeit zu rechnen. Prinzipiell bestehe das Risi-
ko für eine erneute Kavernom-Einblutung. Entsprechend sollten körperlich 
stark belastende Arbeiten, die mit einer Blutdruckerhöhung einhergingen, 
vermieden werden. Es bestehe aktuell eine ca. 70 %ige Arbeitsunfähigkeit 
in der früheren Fliessbandarbeit. Ob die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, 
hänge primär von der neuropsychologischen Testung ab, die noch aus-
stehend sei. Eine angepasste Tätigkeit sei aktuell während zwei bis maxi-
mal drei Stunden pro Tag möglich. Es könne im Verlauf voraussichtlich mit 
der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit gerechnet werden (wahr-
scheinlich maximal 30-40 %; AB 40).

3.1.4 Dem Bericht vom 4. Juni 2015 des Spitals K.________ betreffend 
einer neurokognitiven Verlaufsuntersuchung ist zu entnehmen, dass im 
Vergleich zur letzten Untersuchung die Belastbarkeit deutlich eingeschränkt 
gewesen sei, wobei die Beschwerdeführerin nach jedem Test eine Pause 
von ca. fünf Minuten eingelegt habe. Bei Berücksichtigung der üblichen 
Leistungsvariabilität über zwei Untersuchungszeitpunkte bestünden aktuell 
vergleichbare Gedächtniseinbussen wie bei der Untersuchung im Mai letz-
ten Jahres. Es hätten sich keine Hinweise auf eine verminderte Anstreng-
ungsbereitschaft, Aggravation oder Simulation der Leistungsverminderung 
ergeben. Bei Berücksichtigung der zerebralen Situation mit multiplen Ka-
vernomen und der relativ grossen links temporalen Einblutung sei nachvoll-
ziehbar, dass einige der vorgebrachten Beschwerden hirnorganisch bedingt 
seien. Allerdings könne das Ausmass der nur geringen Belastbarkeit auch 
bei Berücksichtigung der zeitlichen Dynamik nicht allein damit erklärt wer-
den, so dass vermutlich auch eine funktionelle Ausgestaltung anzunehmen 
sei (AB 41).

3.1.5 Im bidisziplinären Gutachten von Dr. med. L.________, Facharzt für 
Neurologie, und Dr. med. M.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 11. März 2017 wurden als neurologische Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit multiple Kavernome supra- und infra-
tentoriell, ein Zustand nach osteoplastischer Kraniotomie, Hämatomevaku-
ation und Kavernomexzision am 14. Januar 2014 bei eingeblutetem Kaver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 10

nom im Bereich des linken Temporallappens mit leichter bis teils mässiger 
kognitiver Beeinträchtigung, Kopfschmerzen vom Spannungstyp und Fa-
tigue aufgeführt (AB 86.1/11 f.). Psychiatrischerseits wurden als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Episode leichten 
bis mittleren Grads und deutlich ängstlich gefärbt (ICD-10 F32.0/1), ein 
Verdacht auf vorbestehende akzentuierte Persönlichkeitszüge vom ängstli-
chen, überangepassten, zur Somatisierung neigenden, aggressionsge-
hemmten Typ (ICD-10 Z73.1), differentialdiagnostisch eine komplexe post-
traumatische Belastungsstörung nach Traumatisierung in … und in der ers-
ten Ehe (ICD-10 F62.0) sowie kognitive Defizite und Hinweise auf eine or-
ganische Persönlichkeitsproblematik nach Hirnblutung (ICD-10 F07.8) fest-
gehalten (AB 86.1/17).

Aus neurologischer und verhaltensneurologischer Sicht sei die ausgeprägte 
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, wie sie von der Beschwerdeführerin 
geltend gemacht werde, aber auch von den behandelnden Ärzten zum Teil 
attestiert werde, nicht vollumfänglich nachvollziehbar. Bis Ende 2014 gelte 
eine 100 %ige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Ab 1. Januar 2015 ge-
he der Referent von einer 60 %igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätig-
keiten ohne erhöhte Anforderungen an verbal-mnestische Leistungen so-
wie ohne erhöhte Anforderung an die Konzentrationsfähigkeit auf Dauer 
aus. Ab 1. Januar 2016 sei eine Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten 
von 70 % anzunehmen. Die Beeinträchtigung von 30 % ergebe sich aus 
der vermehrten Ermüdbarkeit und geringeren Belastbarkeit bei Fatigue so-
wie infolge der intermittierend auftretenden Kopfschmerzen (AB 86.1/25 f.).

Aus psychiatrischer Sicht wurde festgehalten, würden alle Indikatoren 
berücksichtigt, müsse aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht festgestellt 
werden, dass die Explorandin im angestammten Beruf zu 100 % arbeitsun-
fähig sei. Dies gelte ebenfalls für andere Tätigkeiten. Die Beschwerdeführe-
rin sollte mindestens alle 14 Tage regelmässig in Psychotherapie gehen 
und bei guter Arzt-Patienten-Beziehung auch antidepressiv psychopharma-
kologisch behandelt werden. Die Psychotherapie sollte vorzugsweise in 
ihrer Landessprache durchgeführt werden. Dies sei ihr zumutbar. Diese 
Massnahmen würden wahrscheinlich eine Verbesserung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit mit sich bringen. Der Referent gehe davon aus, dass mit 

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einer Teilarbeitsfähigkeit innerhalb der kommenden 24 Monate und nach 
durchgeführtem Arbeits- und Belastungstraining gerechnet werden könne. 
Innerhalb der nächsten zwei Jahre werde die Beschwerdeführerin aus rein 
psychiatrischer Sicht wieder zumindest 80 % arbeitsfähig. Eine Restarbeits-
unfähigkeit sei durch allfällige organische Elemente bestimmt. Der Beginn 
der aus psychiatrischer Sicht festgestellten Arbeits- und Leistungsein-
schränkung sei mit dem Datum der Hirnblutung festzulegen. Wie der Akten-
verlauf zeige, habe die Beschwerdeführerin sich hinsichtlich der Wiederein-
gliederung motiviert gezeigt, aber die psychischen Ressourcen seien für ei-
ne definitive Arbeitsfähigkeit noch nicht stabil genug gewesen (AB 86.1/25).

Im Rahmen der Konsensbesprechung kamen die Gutachter zum Schluss, 
dass die psychiatrische Beurteilung hinsichtlich der Einschätzung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit massgebend sei (AB 86.1/26).

3.1.6 Im Bericht vom 10. Juli 2017 hielt die RAD-Ärztin, med. pract. 
N.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, aus 
fachärztlich-psychiatrischer Sicht sei überwiegend wahrscheinlich, dass 
eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) vorliege. Ebenso 
könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer vorbestehenden 
Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) ausgegangen werden. Der 
Diagnose kognitive Defizite und Hinweise auf organische Persönlichkeits-
problematik nach Hirnblutung (ICD-10 F07.8) könne insofern gefolgt wer-
den, als die Beschwerdeführerin sowohl eigen- als auch fremdanamnes-
tisch als verlangsamt und z.B. in der Fähigkeit, die deutsche Sprache an-
zuwenden, reduziert beschrieben werde. All dies führe zusam-
mengenommen zu einer deutlichen Verminderung der theoretisch zur Ver-
fügung stehenden Ressourcen, so dass von einer deutlichen Verminderung 
der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (AB 92/3 f.).

Im Bericht vom 7. August 2017 hielt die RAD-Ärztin, Dr. med. O.________, 
Fachärztin für Neurologie, fest, der neurologische Teil des Gutachtens sei 
schlüssig und nachvollziehbar. Das psychiatrische Teilgutachten sei RAD-
intern einer Psychiaterin zur Beurteilung vorgelegt worden. Aktuell sei 
gemäss deren Einschätzung ohne adäquate Psychotherapie eine ange-
passte Tätigkeit nicht zumutbar. Der psychiatrische Gutachter wie auch die 
RAD-interne Psychiaterin würden primär eine Tätigkeit ohne Hektik und 

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Stress in ruhiger Umgebung (laut Gutachter geschützte Werkstatt) als zu-
mutbar erachten, gemäss der RAD-Psychiaterin in einem 40 %-Pensum ab 
sofort. Unter Therapie sei nach einem Jahr eine ca. 50 %ige Tätigkeit als 
… in einer ruhigen Umgebung mit repetitiver Tätigkeit wieder zumutbar, die 
im Verlauf des zweiten Jahres vermutlich auch auf 60 % (ev. 70 %) gestei-
gert werden könne. Im Verlauf von ca. zwei Jahren könne mit einer Stabili-
sierung des Gesundheitszustandes gerechnet werden (AB 93/6).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhän-
gig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Das bidisziplinäre Gutachten vom 11. März 2017 der Dres. med. 
L.________ und M.________ ist umfassend, beruht auf einlässlichen ana-
mnestischen Erhebungen sowie eigenen fachärztlichen Untersuchungen, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vor-
akten erstellt. Die Gutachter haben die Befundlage sorgfältig erhoben und 
die von ihnen gestellten Diagnosen überzeugend begründet. Auf das Gut-
achten ist damit, soweit die Befundlage und Diagnostik betreffend, abzu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 13

stellen. Nicht massgebend ist die in diagnostischer Hinsicht vom Gutachten 
abweichende Einschätzung der RAD-Psychiaterin med. pract. N.________, 
wonach es überwiegend wahrscheinlich sei, dass bei der Beschwerdefüh-
rerin eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1) vor-
liege (AB 92/3). Der psychiatrische Gutachter, Dr. med. M.________, hat 
nachvollziehbar dargelegt, dass keine PTBS diagnostiziert werden könne, 
da es an den hierfür typischen Befunden fehle (AB 86.1/19). Des Weiteren 
fehlt es mit den von der Beschwerdeführerin nicht näher ausgeführten Hin-
weisen auf einen gewalttätigen Ehemann und einer möglichen Vergangen-
heit … in … (AB 86.1/8, 86.1/15, 86.1/19) auch am Nachweis des nach den 
diagnostischen Leitlinien für die Entstehung einer PTBS notwendigen be-
lastenden Ereignisses in der geforderten Schwere; schliesslich werden 
auch die zeitlichen Kriterien für eine solche Diagnose nicht erfüllt, indem 
die PTBS erst mehr als zehn Jahre nach den geltend gemachten traumati-
schen Ereignissen aufgetreten ist und nicht innerhalb der gewöhnlich sechs 
Monate dauernden Latenzzeit (DILLING/MOMBOUR/ SCHMIDT [Hrsg.], Inter-
nationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Kli-
nisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 207 f.).

3.3.1 Verhaltensneurologisch bestätigten sich anlässlich der Begutach-
tung die bereits im Bericht vom 4. Juni 2015 des Spitals K.________ 
(AB 41) beschriebenen kognitiven Minderleistungen, welche bis zum Zeit-
punkt der Begutachtung noch gebessert hatten. Gleiches gilt bezüglich der 
Spannungskopfschmerzen (vgl. die Berichte des Zentrums J.________; AB 
50/2, 58/1, 69/2, 88/2). Die geklagte Ermüdbarkeit und geringere Belastbar-
keit konnten aus neurologischer Sicht jedoch nur zum Teil auf die Anfang 
2014 erlittene Hirnblutung zurückgeführt werden. Die objektivierbaren Ein-
schränkungen führten bzw. führen gemäss den gutachterlichen Ausführun-
gen aus rein neurologischer Sicht bis Ende 2014 zu einer vollen Arbeitsun-
fähigkeit und unter Berücksichtigung der in der Folge eingetretenen Besse-
rung ab Januar 2015 zu einer 40 %igen sowie ab Januar 2016 noch zu ei-
ner Arbeitsunfähigkeit von 30 % in einer angepassten Tätigkeit 
(AB 86.1/13 f.).

3.3.2 Der psychiatrische Gutachter ging von einer im Gutachtenszeitpunkt 
aktuellen 100 %igen Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit aus. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 14

Er postulierte bzw. empfahl eine Beschäftigung von maximal 50-60 % im 
geschützten Rahmen während sechs bis 12 Monaten nach der Begutach-
tung sowie ein anschliessendes Arbeits- und Belastungstraining mit dem 
Ziel, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % auf 80 % zu steigern. 
Nach 24 Monaten sollte die Beschwerdeführerin nach Auffassung des 
psychiatrischen Gutachters die Restarbeitsfähigkeit von 80 % im ersten Ar-
beitsmarkt verwerten können (AB 86.1/24 f.). Im Rahmen der Konsensbe-
sprechung kamen die Gutachter in der Folge zum Schluss, dass die psych-
iatrische Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit massgebend sei 
(AB 86.1/26). Das überzeugt jedoch nicht: 

Der neurologische Gutachter ging nachvollziehbar – auch im Rahmen der 
Konsensbesprechung – von einer Restarbeitsfähigkeit aus neurologischer 
Sicht von 70 % ab Januar 2016 aus (AB 86.1/26). Dass ab diesem Zeit-
punkt in somatischer Hinsicht noch unmittelbar Verbesserungen der Ar-
beitsfähigkeit eintreten, nahm er nicht an (vgl. auch AB 86.1/13 f.). Solche 
Verbesserungen sind damit zwar nicht vollständig ausgeschlossen, jedoch 
in absehbarer Zeit auch nicht bereits überwiegend wahrscheinlich. Da dem-
nach die somatische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter der psychiatri-
schen Festlegung liegt, ist eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von mehr 
als 70 % ab Januar 2016 auch aus konsensualer gutachterlicher Sicht der-
zeit (d.h. jedenfalls bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Ver-
fügung) nicht denkbar. Insoweit ging die Beschwerdegegnerin in der ange-
fochtenen Verfügung zu Recht von einer Arbeitsfähigkeit von maximal 70 % 
in einer angepassten Tätigkeit ab dem vom neurologischen Gutachter ge-
nannten Zeitpunkt (1. Januar 2016; AB 86.1/13 f., 86.1/26) aus.

Zu klären bleibt die Bedeutung der vom psychiatrischen Gutachter erklärten 
vorläufigen vollständigen Arbeitsunfähigkeit mit einem Aufbau der Arbeits-
fähigkeit auf (aus psychiatrischer Sicht) 80 % erst innert zwei Jahren ab 
dem Gutachtenszeitpunkt vom 11. März 2017 (AB 86.1/1, 86.1/24 f.).

3.3.3 Entsprechend der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist im vorlie-
genden Fall – unbesehen der konkreten psychiatrischen Diagnosen (BGE 
143 V 409 ff. und 418 ff.) – die Massgeblichkeit der im Gutachten aus psy-
chiatrischer Sicht attestierten vorläufig noch andauernden hohen Arbeitsun-
fähigkeit im Rahmen der Indikatorenprüfung zu validieren (vgl. E. 2.2.3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 15

hiervor). Die Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 zeigt diesbezüg-
lich weder im Komplex Gesundheitsschädigung noch im Komplex Persön-
lichkeit noch im Komplex Sozialer Kontext eine negative Beeinflussung. Die 
gemäss Gutachten aus psychiatrischer Sicht mittels Therapie erst innert 
zwei Jahren erzielbare Arbeitsfähigkeit von 80 % ist – vorab in Abwägung 
von äusseren Belastungsfaktoren einerseits und Ressourcen sowie Konsis-
tenz andererseits – bereits heute umsetzbar. Dabei ist insbesondere zu be-
achten, dass bereits aus rein neurologischer Sicht ein Arbeitsplatz ohne er-
höhte Anforderungen an verbal-mnestische Leistungen sowie ohne erhöhte 
Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit notwendig ist (AB 86.1/13, 
86.1/25). An einem solchen Arbeitsplatz ist die Beschwerdeführerin den 
wichtigsten Stressoren (nach eigenen Angaben und den Rückmeldungen 
aus den beruflichen Massnahmen vorab dem Lärm und übermässigen sozi-
alen Kontakten; AB 86.1/7, 86.1/14, 63/3, 36/2) nicht ausgesetzt. Es ist 
weiter nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin, die ihren 
Alltag – nur in komplexeren Fragen von Dritten unterstützt – durchaus ohne 
massgebliche Einschränkung meistert, soziale Kontakte pflegt 
(AB 86.1/14 f.) und zu Reisen in ihre Heimat fähig ist (AB 88/2), nicht auch 
in der Lage sein sollte, bereits heute die vom psychiatrischen Gutachter at-
testierte Restarbeitsfähigkeit umzusetzen. Dabei ist insbesondere zu be-
rücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin gemäss Gutachter nach wie 
vor über intakte Ressourcen verfügt, sich namentlich an Regeln und Routi-
nen halten kann, flexibel und umstellungsfähig ist sowie fachliche Kompe-
tenzen anwenden, familiäre Beziehungen aufrechterhalten, die Selbstpfle-
ge gewährleisten, Entscheidungen treffen, Affekte anderer wahrnehmen, 
Beziehungen aufrechterhalten und Trennungen aushalten kann 
(AB 86.1/24). Sie verfügt ausserdem über ein gut mobilisierbares soziales 
Netzwerk, welches sie unterstützt (AB 86.1/22). Zwar bestehen gemäss 
Gutachten aus psychiatrischer Sicht objektivierbare leichte bis mittelgradige 
Beeinträchtigungen (AB 86.1/18 f., 86.1/24). Gleichzeitig hat der Gutachter 
aber auch klar festgehalten, dass eine gute (auch medikamentöse) Thera-
pierbarkeit besteht, die auch aus seiner Sicht (mittelfristig) letztlich eine 
Arbeitsfähigkeit von 80 % ermöglicht (AB 86.1/20, 86.1/22, 86.1/24). Auf-
grund des allein leichten bis mittleren Schweregrades der depressiven Epi-
sode, deren guten Therapierbarkeit und der noch vorhandenen Ressourcen 
hat die psychiatrischerseits postulierte zweijährige Anpassungsfrist ab dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 16

Gutachtenszeitpunkt IV-rechtlich unbeachtlich zu bleiben. Eine solche An-
passungsfrist hält auch vor den weiteren Diagnosen des Gutachters nicht 
stand. Bei den nur als Verdachtsdiagnose aufgeführten akzentuierten Per-
sönlichkeitszüge handelt es sich um eine sog. Z-Diagnose, welche als sol-
che – auch nach der Rechtsprechungsänderung zu den psychischen 
Störungen (BGE 143 V 409 und 418) – unbeachtlich ist (vgl. SVR 2008 IV 
Nr. 15 S. 45 E. 2.2.2.2; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 2. Juni 
2015, 9C_780/2014, E. 4.1.1). Zwar beschrieb der psychiatrische Gutach-
ter insofern eine Wechselwirkung, als die „Persönlichkeitszüge die Bewälti-
gung der Depression und umgekehrt die Depression die Bewältigung der 
Persönlichkeitszüge erschweren“ würden (AB 86.1/19). Dies hat gemäss 
Gutachten aber offensichtlich weder einen Einfluss auf die aktuelle Einsetz-
barkeit der Ressourcen der Beschwerdeführerin noch auf die Therapierbar-
keit der psychischen Störung (AB 86.1/22, 86.1/24), so dass die postulierte 
Anpassungsfrist auch unter diesem Gesichtspunkt invalidenversicherungs-
rechtlich unberücksichtigt bleibt. Abgesehen davon bestehen (auch auf-
grund der Berichte über die beruflichen Abklärungen) keine Anzeichen 
dafür, dass spezifische Persönlichkeitszüge die Anstrengungsbereitschaft 
zur Eingliederung beeinträchtigt hätten bzw. beeinträchtigen würden (AB 
36, 63/2 ff.). Was schliesslich die vom psychiatrischen Gutachter aufgeführ-
ten kognitiven Defizite und der Hinweis auf eine organische Persönlich-
keitsproblematik nach Hirnblutung anbetrifft (AB 86.1/19), besteht eine 
Überschneidung zur somatischen Einschätzung. Die entsprechenden Ein-
schränkungen sind letztlich organischer Natur und wurden vom Neurologen 
bereits nachvollziehbar in seiner Beurteilung berücksichtigt (vgl. E. 3.3.1 
hiervor). Insoweit besteht auch in bidisziplinärer Hinsicht kein Grund, über 
das aus somatischer Sicht Attestierte hinaus von einer Einschränkung aus-
zugehen.

3.4 An dieser Beurteilung ändert die im Gerichtsverfahren nachgereich-
te, in weiten Teilen advokatorische Stellungnahme von Dr. med. 
G.________, Facharzt für Pädiatrie, vom 8. Juli 2018 (BB 4) nach dem 
hiervor bereits Ausgeführten nichts. Abgesehen davon hat er weder die Be-
schwerdeführerin selbst untersucht noch verfügt er über einen Facharzttitel 
in einem der vorliegend betroffenen Bereiche.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 17

3.5 Zusammenfassend bestand ab der Operation vom 14. Januar 2014 
(AB 19/2) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (AB 28/3, 39/2). Nicht zu be-
anstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin die vom neurologischen Gut-
achter retrospektiv gestufte Erhöhung der Arbeitsfähigkeit auf 60 % per 
1. Januar 2015 (vgl. AB 87.1/13) mit Blick auf die Berichte der behandeln-
den Ärzte (vgl. die zusammenfassende Einschätzung des RAD vom 15. Ja-
nuar 2015 [AB 31/2 ff.]) zu Gunsten der Beschwerdeführerin noch ausser 
Acht gelassen hat. In der Folge ist nach dem hiervor Gesagten jedoch 
spätestens ab 1. Januar 2016 – auch aus bidisziplinärer Sicht – eine Ar-
beitsfähigkeit von 70 % erstellt.

4.

Auf dieser Basis ist im Folgenden die Invaliditätsbemessung zu prüfen (vgl. 
E. 2.4 hiervor).

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 
S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Dabei gilt es zu berücksichtigen, 
dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfs-
arbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 18

entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind 
und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rech-
nen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn 
Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 
S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-
setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umstän-
den des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 
Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.1.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222).

4.2 Die Beschwerdeführerin war ab Januar 2014 vollständig arbeitsun-
fähig (E. 3.6 hiervor). Die Anmeldung erfolgte am 27. Februar 2014 (AB 1). 
Damit ist die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. Januar 2015 unter 
Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist und des Wartejahres 
korrekt (Art. 28 f. IVG).

4.3

4.3.1 In der Folge hat sich mit der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf 
70 % per 1. Januar 2016 (vgl. E. 3.6 hiervor) ein Revisionsgrund verwirk-
licht, der in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. April 2016 zu 
berücksichtigen ist. Auf diesen Zeitpunkt hin ist somit ein Einkommensver-
gleich durchzuführen.

4.3.2 Bezüglich des Valideneinkommens ist zu berücksichtigen, dass die 
Beschwerdeführerin vor der Hirnblutung bei der P.________ AG als … voll-
schichtig im Stundenlohn gearbeitet hatte (AB 1/4, 11). Gemäss IK-Auszug 
hat sie dort im Jahr 2013 den höchsten je erzielten Lohn von Fr. 55‘853.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 19

erhalten (AB 6/3). Auf diesen Lohn ist abzustellen, zumal keine Anzeichen 
dafür bestehen, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde nicht weiterhin 
am früheren Arbeitsplatz tätig wäre. Auch ist davon auszugehen, dass sie 
als … ihre Leistung voll erbracht hatte; anders wäre nicht zu erklären, dass 
sie mit einem Stundenlohnvertrag auf Dauer vollschichtig eingesetzt wurde. 
Das Valideneinkommen beläuft sich somit indexiert auf das Jahr 2016 auf 
Fr. 57‘430.15 (Fr. 55‘853.-- / 102.7 x 105.6; Indizes gemäss Bundesamt für 
Statistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex, T1.2.10: Nominallohnindex, 
Frauen, 2011-2016, Bst. C: Verarbeitendes Gewerbe, Herstellung von Wa-
ren).

Zu prüfen bleibt, ob der von der Beschwerdeführerin 2013 bezogene Lohn 
allenfalls im Sinne der Rechtsprechung deutlich (mehr als 5 %) unterdurch-
schnittlich war, indem dieser mit dem LSE-Tabellenlohn des entsprechen-
den Wirtschaftszweiges desselben Jahrs verglichen wird (vgl. BGE 141 V 1 
E. 5.4 S. 3, BGE 135 V 297 E. 6.1.2 f. S. 303). Die P.________ AG ist der 
Ausgleichskasse Q.________ angeschlossen (AB 11/2) und nach dem im 
Handelsregister (abrufbar unter www.zefix.ch) eingetragenen Zweck im Be-
reich der Herstellung, Handel mit und Verkauf von … aller Art sowie von 
Metall- und Kunststoffwaren und verwandten Artikeln tätig. Die Zuordnung 
der Unternehmung zu den Wirtschaftszweigen gemäss LSE 2012, TA1, 
Ziff. 22-23 (Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren) oder Ziff. 24-25 
(Metallerzeugung, Herstellung von Metallerzeugnissen) ist damit nicht ein-
deutig möglich. Selbst wenn jedoch der höhere Tabellenlohnwert nach 
Ziff. 22-23, Anforderungsniveau 1, Frauen, von Fr. 4‘268.-- herangezogen, 
auf das Jahr 2013 indexiert und an die betriebsübliche Arbeitszeit ange-
passt wird, liegt das so erhaltene Vergleichseinkommen von Fr. 53‘759.10 
(Fr. 4‘268.-- / 102 x 102.7 / 40 x 41.7 x 12; Indizes gemäss BFS, Schweize-
rischer Lohnindex, T1.2.10: Nominallohnindex, Frauen, 2011-2016, Bst. C: 
Verarbeitendes Gewerbe, Herstellung von Waren; Betriebsübliche Arbeits-
zeit gemäss BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 
2013) unter dem effektiven Einkommen per 2013 von Fr. 55‘853.--. Damit 
bleibt letzteres zur Bestimmung des Valideneinkommens massgebend; die-
ses beträgt per 2016 – wie hiervor dargelegt – Fr. 57‘430.15.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 20

4.3.3 Die Beschwerdeführerin war seit dem Hirninfarkt nicht mehr er-
werbstätig. Deshalb sowie in Anbetracht der fehlenden beruflichen Ausbil-
dung (AB 1/4, 86.1/15 f.) ist das Invalideneinkommen auf der Basis eines 
durchschnittlichen Einkommens für Hilfsarbeiten gemäss LSE 2014, TA1, 
Total, Anforderungsniveau 1, Frauen (Fr. 4‘300.--), zu berechnen. Dieser 
Wert ist auf das Jahr 2016 zu indexieren und an die betriebsübliche Ar-
beitszeit anzupassen. Es resultiert bei einem zumutbaren Pensum von 
70 % (vgl. E. 3.6 hiervor) ein Invalideneinkommen von Fr. 38‘163.95 
(Fr. 4‘300.-- / 103.6 x 105.0 / 40 x 41.7 x 12 x 0.7; Indizes gemäss BFS, 
Schweizerischer Lohnindex, T1.2.10: Nominallohnindex, Frauen, 2011-
2016, Total; Betriebsübliche Arbeitszeit gemäss BFS, Betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 2016). Entgegen der angefochtenen 
Verfügung ist mit Blick auf die ausserhalb der 30 %igen Arbeitsunfähigkeit 
formulierten, d.h. den statistischen Durchschnittslohn in jedem Pensum re-
duzierenden, Anforderungen an den Arbeitsplatz (kein erhöhter Anspruch 
an verbal-mnestische Leistungen und an die Konzentrationsfähigkeit 
[AB 86.1/13]) ein Tabellenlohnabzug von 10 % vorzunehmen (vgl. E. 4.1.2 
hiervor). Das Invalideneinkommen beläuft sich somit auf Fr. 34‘347.55 
(Fr. 38‘163.95 x 0.9).

4.3.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 57‘430.15 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 34‘347.55 beträgt die invaliditätsbedingte Lohnein-
busse Fr. 23‘082.60. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von gerundet 
40 % (zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Die Beschwer-
deführerin hat somit ab 1. April 2016 (vgl. E. 4.3.1 hiervor) Anspruch auf 
eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

Nach dem Dargelegten ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochte-
ne Verfügung vom 7. Februar 2018 insoweit abzuändern, als der Be-
schwerdeführerin ab 1. April 2016 eine Viertelsrente zugesprochen wird.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 21

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich be-
stimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem Ausgang des Verfahrens die unterlie-
gende Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 
S. 186 E. 4).

5.2 Trotz ihres Obsiegens hat die inzwischen anwaltlich vertretene Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
Rechtsvertretung hat sich erst nach durchgeführtem Schriftenwechsel ver-
nehmen lassen und ihre Eingaben waren für den vorliegenden Entscheid 
nicht weiter massgeblich. Da der eigene Aufwand der Beschwerdeführerin 
zur Wahrung ihrer Interessen den Rahmen dessen nicht überschritten hat, 
was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Besorgung seiner per-
sönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 127 V 205 
E. 4b S. 207), hat sie keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

5.3 Die Beigeladene, die keine Anträge zum Verfahren gestellt hat bzw. 
sich überhaupt nicht hat vernehmen lassen, hat in ihrer Eigenschaft als So-
zialversicherungsträgerin von vornherein keinen Anspruch auf eine Partei-
entschädigung (BGE 126 V 143 E. 4b S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 7. Februar 2018 insoweit abgeändert, als der Be-
schwerdeführerin ab 1. April 2016 eine Viertelsrente zugesprochen 
wird.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juli 2018, IV/18/168, Seite 22

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (inkl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 10. Juli 

2018 [samt Beilage])
- D.________ (inkl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 10. Juli 2018 

[samt Beilage])
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.