# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a41ffc21-882a-52af-a011-994bd893fc36
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.11.2018 LY180017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY180017_2018-11-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LY180017-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. R. Blesi Keller 

Beschluss und Urteil vom 19. November 2018 

 

in Sachen 

 

A._____, Dr. iur. 
 

Beklagter und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

 

gegen 

 

 

B._____,  
Klägerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____ 

 und / oder  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y2._____ 

 

 

sowie 

 

 

- 2 - 

1. C._____,  
2. D._____,  
Verfahrensbeteiligte 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____ 

 

 
betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen) 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfah-
ren am Bezirksgericht Meilen vom 26. März 2018 (FE160068-G) 
 

- 3 - 

Schlussanträge: 

der Klägerin (Urk. 6/149 S. 1f.): 
1.1. Es sei der Beklagte für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu 

monatlichen Kindesunterhaltsbeiträgen für die gemeinsamen 
Kinder C._____ (*tt.mm.2008) und D._____ (*tt.mm.2008)  
von mindestens je Fr. 8'250.– zu verpflichten, zahlbar zum  
voraus auf den 1. eines jeden Monats, zuzüglich allfälliger ge-
setzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen, rückwirkend per 
01.02.2014; 

1.2. es sei der Beklagte für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu 
monatlichen Ehegattenunterhaltsbeiträgen an die Klägerin i.H.v. 
Fr. 11'400.– zu verpflichten, zahlbar zum voraus auf den 1. ei-
nes jeden Monats, rückwirkend per 01.02.2014; 

2.1. eventualiter sei der Beklagte für die Dauer des Scheidungsver-
fahrens zu monatlichen Kindesunterhaltsbeiträgen für die ge-
meinsamen Kinder C._____ (*tt.mm.2008) und D._____ 
(*tt.mm.2008) von mindestens je Fr. 3'000.– zu verpflichten, 
zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden Monats, zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen, 
rückwirkend per 01.02.2014; 

2.2 eventualiter sei der Beklagte für die Dauer des Scheidungsver-
fahrens zu monatlichen Ehegattenunterhaltsbeiträgen an die 
Klägerin i.H.v. Fr. 21'900.– zu verpflichten, zahlbar zum voraus 
auf den 1. eines jeden Monats, rückwirkend per 01.02.2014; 

3.1. […] 
3.2. […] 
4. […] 

 
des Beklagten: 
Eingabe vom 7. Juni 2017 (Urk. 6/146 S. 1): 
1. Kinderunterhalt 

Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin monatliche Unter-
haltbeiträge von Fr. 1'000.– je Kind zzgl. allfälliger Zulagen zu 
bezahlen. 

2. Nachehelicher Unterhalt und Unterhalt vorsorgliche Massnah-
men 
Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin monatliche Un-
terhaltsbeiträge von Fr. 2'000.– zu bezahlen. 

3. Es sei festzustellen, dass der Beklagte berechtigt ist, in Anrech-
nung an seine Unterhaltsverpflichtung gegenüber der Klägerin 
die Kosten der Krankenkasse, die Handy- und Internetkosten 

- 4 - 

und die Kosten für die Fahrzeugversicherung und die Strassen-
verkehrsamtsgebühren direkt zu bezahlen. 

4. Es sei festzustellen, dass der Beklagte während der Zeit seit 
dem 27. April 2016 monatliche Leistungen von Fr. 7'488.50 un-
ter dem Titel Unterhalt erbracht hat. 

 

Eingabe vom 28. August 2017 (Urk. 6/166 S. 1f.): 
1. Die Anträge der Klägerin und des Kinderprozessbeistandes für 

die Zeit bis am 31. Dezember 2016 zum Kinderunterhalt und 
zum ehelichen Unterhalt der Klägerin seien abzuweisen, soweit 
sie von den Anträgen des Beklagten gemäss seiner Eingabe 
vom 7. Juni 2017 abweichen; 

2. Es seien für die Zeit ab 1. Januar 2017 für die Dauer der Tren-
nung Kinderunterhaltsbeiträge von je Fr. 1'700.– als Barunterhalt 
zulasten des Beklagten festzulegen und eheliche Unterhaltsbei-
träge für die Klägerin von Fr. 4'085.–, jeweils pro Monat. 

  Eventualiter: 
Sollte für die Kinder ein höherer Barunterhalt oder zusätzlich ein 
Betreuungsunterhalt zulasten des Beklagten vom Gericht festge-
legt werden, so ist der entsprechende Unterhaltsbeitrag für die 
Klägerin derart zu reduzieren, dass der Gesamtbeitrag für die 
Kinder und die Klägerin den Betrag von Fr. 7'485.50 nicht über-
schreitet. 

 […] 
 

der Verfahrensbeteiligten (Urk. 6/151): 
1. Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter ab 1. Mai 2015 je Kind 

einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 1'780.– 
zzgl. allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen zu 
bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden 
Monats. 

  Bereits geleistete Unterhaltsbeiträge seien anzurechnen. 
2. Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter ab 1. Januar 2017 je 

Kind einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für den Barunterhalt in 
Höhe von Fr. 2'620.– zzgl. allfällige gesetzliche oder vertragliche 
Kinderzulagen sowie je Kind einen monatlichen Betreuungsun-
terhalt in Höhe von Fr. 2'245.– zu bezahlen, zahlbar jeweils im 
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.  

  Bereits geleistete Unterhaltsbeiträge seien anzurechnen. 
3. Der Vater sei zu verpflichten, die ausserordentlichen Auslagen 

für die Kinder nach vorgängiger Absprache (z.B. für Zahnkorrek-
turen, schulische Fördermassnahmen, Privatschulkosten und 

- 5 - 

ähnliches) zu übernehmen, soweit nicht Dritte, insbesondere 
Versicherungen, für diese Kosten aufkommen. 

 
 

Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am  
Bezirksgericht Meilen vom 26. März 2018 (Urk. 2 S. 63 ff.): 

1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Dauer des zwischen den 

Parteien hängigen Scheidungsverfahrens folgende monatlichen Unterhalts-

beiträge, zahlbar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, zu bezahlen: 

 Fr. 13'706.– rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 31. Dezember 

2016, unter Anrechnung für diesen Zeitraum bereits ge-

leisteter Unterhaltsbeiträge;  

 Fr. 10'532.– ab 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017, unter Anrechnung 

für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

 Fr. 10'382.– ab 1. August 2017 bis 30. September 2018, unter An-

rechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unter-

haltsbeiträge; 

 Fr. 10'382.– ab 1. Oktober 2018. 

Im Übrigen wird das Massnahmebegehren Ziff. 1.1. der Klägerin abgewie-

sen. 

2. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn C._____, geboren am 

tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen Unterhalts-

beiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen: 

 Fr. 4'210.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 

31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen Zeit-

raum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

 Fr. 5'797.– ab 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017 (davon Fr. 1'587.– 

als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung für diesen 

Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

- 6 - 

 Fr. 5'345.– ab 1. August 2017 bis 30. September 2018 (davon 

Fr. 1'587.– als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung 

für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

 Fr. 4'345.– ab 1. Oktober 2018 (davon Fr. 587.– als Betreuungs-

unterhalt). 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar monatlich im 

Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

Im Übrigen wird das Massnahmebegehren Ziff. 1.2. der Klägerin betreffend 

C._____ abgewiesen. 

3. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn D._____, geboren am 

tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen Unterhalts-

beiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen: 

 Fr. 3'866.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 

31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen Zeit-

raum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

 Fr. 5'453.– ab 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017 (davon Fr. 1'587.– 

als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung für diesen 

Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

 Fr. 5'345.– ab 1. August 2017 bis 30. September 2018 (davon 

Fr. 1'587.– als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung 

für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

 Fr. 4'345.– ab 1. Oktober 2018 (davon Fr. 587.– als Betreuungs-

unterhalt). 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar monatlich im 

Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

Im Übrigen wird das Massnahmebegehren Ziff. 1.2. der Klägerin betreffend 

D._____ abgewiesen. 

4. Die Berechnung der Unterhaltsbeiträge basiert auf folgenden Einkommens- 

und Bedarfszahlen: 

- 7 - 

 Einkommen (netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen 

separat): 

 – Klägerin: Fr. 0.– bis und mit Ende August 2018; 

   Fr. 2'000.– ab 1. Oktober 2018 (Hypothetisches Ein-
kommen 50% Pensum); 

 – Beklagter: Fr. 37'330.– mindestens 

 Bedarf (reduziert um 25 %): 

 - Klägerin:  Fr. 13'706.– bis Juli 2017 (Fr. 3'174.– Lebenshal-
tungskosten enthalten) 

 Fr. 13'556.– ab August 2017 (Fr. 1'174.– Lebenshal-
tungskosten enthalten) 

 - Beklagter: unbekannt 
 - C._____:  Fr. 4'210.– bis Juli 2017 
   Fr. 3'758.– ab August 2017 

 - D._____:  Fr. 3'866.– bis Juli 2017 
   Fr. 3'758.– ab August 2017 

5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 3 und 4 basieren auf dem Landesindex 

der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Februar 

2018 von 101.1 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind je-

weils auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2019, dem 

Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die An-

passung erfolgt nach folgender Formel: 

Neuer Unterhaltsbeitrag  = 
alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index 

alter Index 

Fällt der Index unter den Stand von Ende Februar 2018, berechtigt dies nicht 

zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge. 

6. Die Editionsbegehren der Klägerin (Erwägung III.8.) werden abgewiesen. 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 10'000.–. 

8. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

- 8 - 

9. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen. 

10. [Mitteilungssatz] 

11. [Rechtsmittelbelehrung] 
 
 

Berufungsanträge: 

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 1): 
 

Der angefochtene Entscheid sei wegen Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs des Beklagten aufzuheben und der Vorinstanz zurückzuweisen 
zur zusätzlichen Befragung der Klägerin, Einholung einer Stellungnah-
me und zum neuen Entscheid; 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt zu Lasten der 
Klägerin. 

 

Eventualiter 
 

In Aufhebung von Dispositiv-Ziff. 1, 2, 3 und 4 der angefochtenen Ver-
fügung sei die Unterhaltsverpflichtung des Berufungsklägers wie folgt 
zu regeln: 
"1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Dauer des zwi-

schen den Parteien hängigen Scheidungsverfahrens folgende 
monatlichen Unterhaltsbeiträge, zahlbar jeweils auf den Ersten 
eines jeden Monats, zu bezahlen: 

− Fr. 4'663.– rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 
31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen 
Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;  

− Fr.   431.– ab 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2018, unter An-
rechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter 
Unterhaltsbeiträge; 

− Fr.   200.– ab 1. Juli 2018, unter Anrechnung für diesen Zeit-
raum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge. 

2. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn C._____, geboren am 
tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen 
Unterhaltsbeiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen: 

− Fr. 2'258.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 
31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen 
Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

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− Fr. 4'374.– ab 1. Januar 2017 bis 31. März 2017 (davon 
Fr. 2'116.– als Betreuungsunterhalt), unter An-
rechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter 
Unterhaltsbeiträge; 

− Fr. 3'950.– ab 1. April 2017 bis 30. Juni 2018 (davon 
Fr. 2'116.– als Betreuungsunterhalt), unter An-
rechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter 
Unterhaltsbeiträge; 

− Fr. 1'834.– ab 1. Juli 2018, unter Anrechnung für diesen Zeit-
raum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge. 

 Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar mo-
natlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

3. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn D._____, geboren am 
tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen 
Unterhaltsbeiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen: 

− Fr. 1'834.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 
31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen 
Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge; 

− Fr. 3'950.– ab 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2018 (davon 
Fr. 2'116.– als Betreuungsunterhalt), unter An-
rechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter 
Unterhaltsbeiträge; 

− Fr. 1'834.– ab 1. Juli 2018, unter Anrechnung für diesen Zeit-
raum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge. 

 Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar mo-
natlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. 

4. Die Berechnung der Unterhaltsbeiträge basiert auf folgenden Ein-
kommens- und Bedarfszahlen: 

 Einkommen (netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Famili-
enzulagen separat): 

- Klägerin: Fr. 0.– bis und mit Ende Juni 2018; 
 Fr. 4'500.– ab 1. Juli 2018 (Hypothetisches 

Einkommen 80% Pensum); 
- Beklagter: Fr. 27'000.– 
 Bedarf: 
- Klägerin:  Fr. 4'663.– bis Juli 2017 (Fr. 3'174.– Lebens-

haltungskosten enthalten) 
- Beklagter: unbekannt 
 
- C._____:  Fr. 2'258.– bis Ende März 2017 

- 10 - 

   Fr. 1'834.– ab April 2017 
- D._____:  Fr. 1'834.– ˶ 
 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der 

Berufungsbeklagten. 
 
 
der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 14 S. 2): 
 

"1. Es sei der Antrag des Beklagten um Aufhebung der mit Verfü-
gung des Bezirksgerichts Meilen vom 26. März 2018, Prozess-Nr. 
FE160068, angeordneten vorsorglichen Massnahmen bei gleich-
zeitigem Antrag auf Rückweisung zur zusätzlichen Befragung der 
Klägerin, Einholung einer Stellungnahme und zum neuen Ent-
scheid an die Vorinstanz, vollumfänglich abzuweisen; 

2. es seien die angeordneten Massnahmen zu bestätigen; 
3. es sei der Eventualantrag des Beklagten um Aufhebung der Dis-

positiv-Ziff. 1, 2, 3 und 4 der Verfügung des Bezirksgerichts Mei-
len vom 26. März 2018, Prozess-Nr. FE160068, vollumfänglich 
abzuweisen und die angeordneten Massnahmen zu bestätigen; 

4. eventualiter seien die mit Verfügung des Bezirksgerichts Meilen 
vom 26. März 2018, Prozess-Nr. FE160068, angeordneten vor-
sorglichen Massnahmen in Bezug auf die laufenden Unterhalts-
zahlungen für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu bestäti-
gen; 

5. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7,7 % Mwst. 
zu Lasten des Beklagten." 

 
 
der Verfahrensbeteiligten (Urk. 18): 
 
----- 
 
 
 
 
 

- 11 - 

Erwägungen: 

I. 

 1. Die Parteien sind seit dem tt. September 2004 verheiratet. Sie haben zwei 

gemeinsame Kinder: C._____ und D._____, beide geboren am tt.mm.2008 (Urk. 

6/1A). Mit Eingabe vom 12. September 2014 hatte die Klägerin und Berufungsbe-

klagte (fortan Klägerin) ein Eheschutzverfahren beim Einzelgericht im summari-

schen Verfahren am Bezirksgericht Meilen anhängig gemacht (Urk. 6/22/1). Das 

Verfahren wurde mit Verfügung vom 26. April 2016 als zufolge Rückzugs des Ge-

suchs erledigt abgeschrieben (Urk. 6/22/121). Gleichentags machte die Klägerin 

vor Vorinstanz ein Scheidungsverfahren anhängig. Sie stellte verschiedene An-

träge zur Regelung der Nebenfolgen. Gleichzeitig ersuchte sie um den Erlass von 

vorsorglichen Massnahmen (Urk. 6/1 S. 3). Mit Verfügung vom 20. Juli 2016 wur-

de C._____ und D._____ Dr. iur. Z._____ als Prozessbeistand im Sinne von Art. 

299 Abs. 1 ZPO bestellt (Urk. 6/21). Die Knaben wurden mit Verfügung vom 1. 

Dezember 2016 für die Dauer des Scheidungsverfahrens unter die alleinige Ob-

hut der Klägerin gestellt. Dem Beklagten und Berufungskläger (fortan Beklagter) 

wurde ein gerichtsübliches Besuchsrecht eingeräumt. Zudem wurde eine Be-

suchsrechtsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet (vgl. Urk. 6/92 

S. 6f.; Urk. 6/100 S. 3). Dieser Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen. Mit Verfü-

gung vom 13. April 2017 wurde festgestellt, dass die Urkunden 6/29/44-46, 

6/29/48-53, 6/29/61 und 6/107/12/1-2 als Beweismittel nicht zu beachten sind 

(Urk. 6/136). Betreffend den weiteren Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens 

kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 2 S. 4ff.). Mit 

der eingangs angeführten Verfügung vom 26. März 2018 wurden die vom Beklag-

ten an C._____ und D._____ sowie die Klägerin zu zahlenden Unterhaltsbeiträge 

geregelt (Urk. 2).  

 2. Der Beklagte hat gegen den Entscheid der Vorinstanz fristgerecht Beru-

fung erhoben (Urk. 1; Urk. 6/188/1). Er hat die eingangs erwähnten Anträge ge-

stellt. Mit Verfügung vom 3. Mai 2018 wurde der Berufung für die bis und mit Ende 

- 12 - 

April 2018 geschuldeten Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge die aufschie-

bende Wirkung erteilt. Im Übrigen wurde das entsprechende Gesuch des Beklag-

ten abgewiesen (Urk. 10). Die Berufungsantwort datiert vom 4. Juni 2018 (Urk. 

14). Mit Verfügung vom 7. Juni 2018 wurde der Antrag der Klägerin um Entzug 

der aufschiebenden Wirkung für die rückwirkend geschuldeten Ehegatten- und 

Kinderunterhaltsbeiträge bis und mit Ende April 2018 abgewiesen (Urk. 17). Die 

weiteren Eingaben der Parteien sowie der Verfahrensbeteiligten wurden je den 

anderen Parteien zur Kenntnis gebracht (Urk. 18; Urk. 21-31/1-2).  

 3. Der Beklagte hat einen Kostenvorschuss von Fr. 7'000.– geleistet (Urk. 5; 

Urk. 7). 

 4.1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26.4.2013, E. 3.1). In der schriftlichen 

Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwie-

fern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft 

zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne 

einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der 

Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich 

argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verwei-

sungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärun-

gen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen 

sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verwei-

sung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. 

BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28.5.2015, E. 2.1). Was nicht 

oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden 

Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu 

werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich 

auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen 

Begründung formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden 

- 13 - 

(vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.Hinw.; BGer 5A_111/2016 vom 6.9.2016, 

E. 5.3). Die Berufungsantwort hat die gleichen Begründungsanforderungen zu er-

füllen wie die Berufung. Der Berufungsbeklagte, der in erster Instanz (teilweise) 

obsiegt hat und eine Gutheissung der Berufung befürchten muss, ist daher gehal-

ten, eine allfällige unrichtige Rechtsanwendung sowie ihm nachteilige Sachver-

haltsfeststellungen formgerecht zu rügen (vgl. hierzu BGer 4A_496/2016 vom 

8.12.2016, E. 2.2.2 m.Hinw.). Die Ausübung des sogenannten freiwilligen Replik-

rechts dient nicht dazu, die bisherige Kritik zu vervollständigen oder gar neue vor-

zutragen (BGE 142 III 413 4. 2.2.4).  

 4.2. Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachenvorbringen und Beweismit-

tel nur zulässig, wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz 

vorgebracht werden konnten (und ohne Verzug vorgebracht werden; Art. 317 

Abs. 1 ZPO). Dies gilt nicht für Verfahren, welche der umfassenden Untersu-

chungsmaxime unterstehen, vorliegend also bezüglich der Kinderunterhaltsbei-

träge. Hier können die Parteien Noven vorbringen, selbst wenn die Vorausset-

zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 351 E. 4.2.1). Wer 

sich – ausserhalb der unbeschränkten Untersuchungsmaxime – auf neue Tatsa-

chen beruft, hat zu substantiieren und zu beweisen, dass er die entsprechenden 

Noven unverzüglich nach ihrer Entdeckung vorgebracht hat und dass er sie trotz 

Anwendung zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz hat vorbringen 

können (Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 317 N 34; BGer 

5A_456/2016 vom 28.10.2016, E. 4.1.1). Die diversen Einwendungen der Partei-

en, es würden unzulässige Noven vorgebracht (vgl. z.B. Urk. 21 S. 17ff.), sind da-

her von Vorneherein nicht zu hören, insoweit die geltend gemachten Tatsachen 

unter den Anwendungsbereich der unbeschränkten Untersuchungsmaxime fallen.  

 5. Mit der vorliegenden Berufung nicht angefochten wird Dispositivziffer 6 

(Abweisung Editionsbegehren Klägerin; Urk. 2 S. 66). Die Rechtskraft dieser Dis-

positivziffer ist vorzumerken. Die Indexklausel (Dispositivziffer 5) wurde (sinnge-

mäss) angefochten (Urk. 1 S. 41).  

 6. Der Beklagte hat den Mietvertrag für die vormals eheliche Liegenschaft an 

der …strasse … in E._____ per Ende September 2018 gekündigt (Urk. 21 S. 20). 

- 14 - 

Es blieb unwidersprochen, dass der Beklagte nunmehr an der …strasse … in 

F._____ wohnhaft ist (Urk. 30 S. 3). Das Rubrum ist entsprechend anzupassen.  

 7. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend nur soweit für die 

Entscheidfindung notwendig eingegangen.  

II. 

 1. Der Beklagte verlangt mit dem Hauptantrag die Aufhebung der Verfügung 

vom 26. März 2018 wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs. Das Verfahren sei 

zur zusätzlichen Befragung der Klägerin, zur Einholung einer Stellungnahme und 

zur Fällung eines neuen Entscheids an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 

S. 2).  

 2.1. Der Beklagte rügt, er habe keine Gelegenheit erhalten, um der Klägerin 

Ergänzungsfragen zu den von dieser anlässlich ihrer Befragung vom 26. Septem-

ber 2017 gemachten Äusserungen zu stellen (Urk. 1 S. 6f.). Der Beklagte erwähnt 

die Themen, zu welchen er die Klägerin noch hätte befragen wollen. Dabei weist 

er auf die entsprechenden Seiten im vorinstanzlichen Protokoll hin (z.B. Refe-

renzperiode [Protokoll S. 53], Erwerbsaufnahme, Haushaltshilfe [Protokoll S. 53 

unten] etc.). Weiter führt er die Ergänzungsfragen an, welche er zu stellen beab-

sichtigte (Urk. 1 S. 7f.).  

 2.2. Das Recht zur Stellung von Ergänzungsfragen an die Gegenpartei ist 

ein Ausfluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 53 Abs. 1 ZPO). Am 

26. September 2017 fand vor Vorinstanz die Einigungsverhandlung, die Verhand-

lung betreffend vorsorgliche Massnahmen sowie die Verhandlung betreffend un-

entgeltliche Rechtspflege und Prozesskostenvorschuss statt (Prot. Vi S. 51). Im 

Rahmen der Verhandlung wurde die Klägerin unter Hinweis auf Art. 191 ZPO be-

fragt (Prot. Vi S. 52). Die Befragung bezog sich auf das Einkommen der Klägerin 

(Prot. Vi S. 53ff.) sowie ihren und den Bedarf der Kinder (Prot. Vi S. 55ff.). Im An-

schluss an die Befragung durch die Einzelrichterin stellten sowohl der Vertreter 

des Beklagten (Prot. Vi S. 68f.) als auch der anwesende Vertreter der Klägerin 

- 15 - 

(Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____) Ergänzungsfragen (Prot. Vi S. 69f.). Hernach er-

folgte die Befragung des Beklagten, ebenfalls unter Hinweis auf Art. 191 ZPO 

(Prot. Vi S. 70ff.). Der Beklagte wurde zuerst zum Bedarf der Klägerin und der 

Kinder befragt (Prot. Vi S. 70ff.). Nach Abschluss dieses Themenbereichs stellten 

der Vertreter der Klägerin und der Prozessbeistand der Kinder Ergänzungsfragen 

(Prot. Vi S. 83f.). Im Anschluss daran wurde der Beklagte zu seinen finanziellen 

Verhältnissen befragt (Prot. Vi S. 84ff.). Am Ende dieser Befragung führte der 

Vertreter der Klägerin auf die Frage der Einzelrichterin, ob die Gegenparteien Er-

gänzungsfragen hätten, an, dass "diese zeitlich zu knapp seien", da der Vertreter 

des Beklagten die Verhandlung demnächst verlassen müsse. In Anbetracht, dass 

die Verhandlung im Dezember fortgesetzt werde, hätte er [der Vertreter der Klä-

gerin] gerne vorgängig das ausgefertigte Protokoll, um dann an der Fortsetzungs-

verhandlung seine Ergänzungsfragen stellen zu können (Prot. Vi S. 97f.).  

 2.3. Aus dem Gesagten erhellt, dass die Befragung der Klägerin anlässlich 

der Verhandlung vom 26. September 2017 abgeschlossen war. Dem Vertreter 

des Beklagten war Gelegenheit eingeräumt worden, der Klägerin zu den nunmehr 

von ihm angeführten Themenbereichen (vgl. Urk. 1 S. 7f.) Ergänzungsfragen zu 

stellen. Damit wurde das rechtliche Gehör des Beklagten gewahrt. Es sind keine 

Gründe ersichtlich, weshalb der Beklagte bzw. sein Vertreter darauf hätte vertrau-

en dürfen, dass ihm anlässlich der Fortsetzung der Befragung des Beklagten das 

Recht zustehen würde, die Klägerin erneut bzw. ergänzend zu befragen. So stan-

den gemäss der Protokollnotiz der Vorinstanz nur noch Ergänzungsfragen betref-

fend die Befragung des Beklagten an (Prot. Vi S. 97f.). So wurde denn auch am 

30. Oktober 2017 dem Vertreter des Beklagten telefonisch mitgeteilt, dass im Pro-

tokoll vermerkt sei, dass anlässlich der Fortsetzungsverhandlung im Dezember 

2017 Ergänzungsfragen zur Befragung des Beklagten anstehen würden (Prot. Vi 

S. 99). Eine Reaktion des Beklagten bzw. seines Rechtsvertreters auf diese Mit-

teilung erfolgte nicht. Die Rüge des Beklagten ist unbegründet.  

 3.1. Von der Klägerin wurde zur Fortsetzung der Einigungsverhandlung und 

Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen vom 14. Dezember 2017 ein 

weiterer Vertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Y2._____, zugezogen. Rechtsanwalt 

- 16 - 

Y2._____ reichte einen Ordner mit zahlreichen Unterlagen ein (vgl. Urk. 6/183/1-

35) und befragte den Beklagten dazu (vgl. Prot. Vi S. 103ff.). Der Beklagte sieht 

eine weitere Verletzung seines rechtlichen Gehörs darin, dass er zu den neu ein-

gereichten Unterlagen "zu ganz neuen Themen" nicht habe Stellung nehmen 

können. Vielmehr habe die Vorinstanz im Anschluss an die Verhandlung ohne 

Weiterungen entschieden (Urk. 1 S. 6f.).  

 3.2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann eine - nicht beson-

ders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als 

geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer 

Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage 

frei überprüfen kann. Von einer Rückweisung der Sache ist selbst bei einer 

schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und 

soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöti-

gen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) In-

teresse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht 

zu vereinbaren wären (vgl. hierzu BGE 133 I 201 E. 2.2 m.Hinw. und BGer 

4A_453/2016 vom 16.2.2017, E. 4.2.2 bis 4.2.4. m.w.Hinw.).  

 3.3. Dem Beklagten wurden die von Rechtsanwalt Y2._____ eingereichten 

Unterlagen vorgehalten. Er beantwortete die zu den jeweiligen Dokumenten ge-

stellten Fragen (vgl. Prot. Vi S. 103ff.). Folglich konnte er die neu eingereichten 

Urkunden einsehen und dazu Stellung nehmen. Seinem Rechtsvertreter war so-

dann im Anschluss an die Befragung die Möglichkeit zur Stellung von Ergän-

zungsfragen eingeräumt worden (vgl. Prot. Vi S. 145). Eine Gehörsverletzung 

kann somit nur darin gesehen werden, dass dem Beklagten unter Berücksichti-

gung der Tatsachen, dass er anlässlich der Verhandlung davon überrascht wurde, 

dass die Klägerin einen zweiten Anwalt beigezogen hatte, und er mit zahlreichen 

neuen Unterlagen konfrontiert wurde, das Recht hätte eingeräumt werden müs-

sen, im Nachgang zur Befragung noch schriftlich zu den gemachten Aussagen 

und den neu eingereichten Dokumenten Stellung zu beziehen. Die Beantwortung 

dieser Frage kann vorliegend jedoch offen bleiben. Selbst wenn das Vorgehen 

der Vorinstanz eine Gehörsverletzung darstellen würde, wäre diese nicht als 

- 17 - 

schwerwiegend zu qualifizieren. Die Berufungsinstanz kann sowohl den Sachver-

halt als auch die Rechtslage frei überprüfen. Sodann können gemäss der neusten 

Rechtsprechung des Bundesgerichtes im Anwendungsbereich der unbeschränk-

ten Untersuchungsmaxime in der Berufung uneingeschränkt Noven vorgebracht 

werden (vgl. vorne I./E. 4.2.). Der Beklagte hat denn in der Berufungsbegründung 

(soweit von Relevanz) zu seinen anlässlich der Verhandlung vom 14. Dezember 

2017 gemachten Aussagen Stellung bezogen und die dazumal neu eingereichten 

Unterlagen kommentiert (vgl. Urk. 1 S. 23ff.). Eine allfällige Verletzung des recht-

lichen Gehörs ist als geheilt anzusehen. Die Rüge des Beklagten ist unbegründet.  

 4. Es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beklagten vor. Der 

Hauptberufungsantrag ist abzuweisen. Nachfolgend sind die Eventualanträge zu 

prüfen.  

III. 

 1. Umstritten ist die Höhe der vom Beklagten ab dem 27. April 2016 zu zah-

lenden Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge. Die Vorinstanz berechnete die 

Beiträge nach der einstufigen Methode, d.h. anhand der konkret berechneten Le-

benshaltung. Die Wahl der Berechnungsmethode blieb unangefochten (Urk. 1 

S. 12; Urk. 14). Dabei stellt der in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebte Lebens-

standard den Massstab für die Bemessung des (maximalen) gebührenden Unter-

halts dar. Er ist als Basis für die Unterhaltsberechnung beizuziehen, soweit die 

Einkommensverhältnisse beider Parteien und die trennungsbedingten Mehrkosten 

dies zulassen (vgl. hierzu Urk. 1 S. 10; Urk. 2 S. 9ff., insbesondere S. 11f.). Die 

Vorinstanz ging bei der Klägerin von einem (hypothetischen) Einkommen ab dem 

1. Oktober 2018 von Fr. 2'000.– netto für ein 50% Pensum aus (Urk. 2 S. 16). Die 

Leistungsfähigkeit des Beklagten setzte sie für das Jahr 2017 auf mindestens 

Fr. 37'331.26 pro Monat fest (Urk. 2 S. 29). Für das Jahr 2014 sah die Vorinstanz 

Einkünfte von Fr. 67'809.71 und für das Jahr 2016 von Fr. 39'903.29 pro Monat 

als glaubhaft an (Urk. 2 S. 24). Den Bedarf der Klägerin berechnete die Vorin-

stanz bis und mit Juli 2017 mit Fr. 18'275.– und hernach mit Fr. 18'075.–. Bei 

- 18 - 

C._____ wurde bis und mit Juli 2017 von einem Bedarf von Fr. 5'614.– und ab 

August 2017 von Fr. 5'010.– ausgegangen. Der Bedarf von D._____ wurde bis 

und mit Juli 2017 auf Fr. 5'154.– festgesetzt und hernach ebenfalls auf Fr. 5'010.– 

(Urk. 2 S. 32). Den Bedarf des Beklagten hat die Vorinstanz nicht berechnet. Den 

gesamthaft vom Beklagten zu leistenden Unterhalt von Fr. 29'043.– bis und mit 

Juli 2017 und von Fr. 28'095.– ab August 2017 hat die Vorinstanz zufolge des 

vom Beklagten im Jahre 2017 gegenüber dem Zeitpunkt der Trennung erzielten 

geringeren Einkommens um 25% auf Fr. 21'782.– bzw. Fr. 21'071.– reduziert 

(Urk. 2 S. 56). Basierend auf diesen Zahlen sprach sie die eingangs angeführten 

Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge zu. Der Beklagte beantragt mit seinem 

Eventualantrag die Herabsetzung der Beiträge. Umstritten sind die Leistungsfä-

higkeit der Klägerin und des Beklagten sowie die Höhe der berücksichtigten Be-

darfe.  

 2. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, sind im vorliegenden Massnahme-

verfahren die Bestimmungen über die Eheschutzmassnahmen sinngemäss an-

wendbar (Art. 276 Abs. 1 ZPO; Urk. 2 S. 7). Das Verfahren ist summarischer Na-

tur und die tatsächlichen Verhältnisse sind lediglich glaubhaft zu machen (vgl. 

Urk. 2 S. 8). Betreffend die Kinderbelange gelten die Offizial- und Untersu-

chungsmaxime (Art. 58 Abs. 2 ZPO; Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Das Gericht er-

forscht den Sachverhalt von Amtes wegen (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Es gilt die un-

eingeschränkte Untersuchungsmaxime. Bezüglich der persönlichen Unterhaltsbei-

träge gelten die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) und der eingeschränkte 

Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 272 ZPO). Da Ehegatten- und Kinderunter-

haltsbeiträge mit Blick auf die Leistungsfähigkeit des Schuldners ein Ganzes bil-

den, dessen einzelne Teile nicht vollständig unabhängig voneinander festgesetzt 

werden können, gilt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime gemäss Art. 

296 Abs. 1 ZPO mit Blick auf die Leistungsfähigkeit der Parteien jedoch vollum-

fänglich. Da sich die Leistungsfähigkeit aus dem Einkommen abzüglich dem eige-

nen Bedarf berechnet, gilt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime für beide 

Kriterien. Sodann richtet sich die Höhe der Kinderunterhaltsbeiträge nicht nur 

nach der Leistungsfähigkeit der Eltern, sondern insbesondere auch nach deren 

Lebensstellung (vgl. Art. 285 Abs. 1 ZGB). Insoweit sind in Fällen, in welchen 

- 19 - 

Kinderunterhaltsbeiträge festzusetzen sind, auch die Bedarfspositionen der Par-

teien von der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime gedeckt, da sie für die 

Bestimmung des gelebten Lebensstandards und damit der Lebensstellung der 

Parteien massgebend sind. Daraus resultiert, worauf der Beklagte zu Recht hin-

weist (Urk. 1 S. 9), dass die (uneingeschränkte) Untersuchungsmaxime auch zu-

gunsten des Pflichtigen gilt (OG ZH LY160030 vom 31.3.2017, B./E. 5.). 

 3.1. Die Geltung der Offizial- und Untersuchungsmaxime befreit die Parteien 

nicht davor, das Tatsächliche vorzutragen und bei der Sammlung des massge-

benden Prozessstoffs mitzuwirken. Insbesondere obliegt es ihnen, dem Gericht 

das Tatsachenmaterial mit vollständigen und bestimmten Behauptungen zu un-

terbreiten und die Beweismittel zu bezeichnen. Das Gericht ist indes an die An-

träge und tatsächlichen Vorbringen der Parteien nicht gebunden (vgl. OG ZH 

LY160030 vom 31.3.2017, B./E. 5.). Es darf und muss gestützt auf die im Recht 

liegenden Beweismittel und vorhandenen Tatsachenbehauptungen unabhängig 

von den Anträgen und Sachverhaltsschilderungen der Parteien eigene Berech-

nungen und Würdigungen zur Leistungsfähigkeit und Lebensstellung der Parteien 

vornehmen. Das Gericht darf und muss eigene Beweismittel erheben und hat 

sämtliche Beweismittel frei zu würdigen (vgl. hierzu auf BK ZPO-Hurni, Art. 55 

ZPO N 54ff.). Wie aus den vorangehenden Ausführungen erhellt, greifen diese 

Kriterien auch mit Bezug auf den bei der einstufig-konkreten Methode für den be-

rechtigten Ehegatten zu bestimmenden Bedarf, insoweit, als dieser den gelebten 

Lebensstandard und damit dessen Lebensstellung abbildet. Der Beklagte will die-

se Grundsätze beschränken. Die bewusste Besserstellung einer ansprechenden 

Partei bezüglich der Beweisführungslast müsse ihre Grenzen in der Mitwirkungs-

pflicht dieser Partei finden. Diese Pflicht müsse umso grösser sein, je höher die 

im Streite liegenden Unterhaltsbeiträge. In Verhältnissen, in denen ein Unterhalt 

nach der einstufig-konkreten Methode im Raume stehe, habe ab einer gewissen 

gewährleisteten Unterhaltsgrösse die sich aus der Untersuchungsmaxime erge-

bende Pflicht des Gerichtes hinter die Pflicht der Parteien zurückzutreten, sowohl 

den früheren Lebensstandard als auch die Leistungsfähigkeit des leistungsver-

pflichteten Ehegatten zu behaupten, zu beziffern und zu belegen bzw. glaubhaft 

zu machen (Urk. 1 S. 10f.). Die zu gewährleistende Höhe sieht der Beklagte bei 

- 20 - 

Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 1'250.– pro Monat gemäss der "Zürcher Kin-

derkosten Tabelle". Der Beklagte hält dafür, ab dieser Grenze dürfe nur noch auf 

das Vorbringen der ansprechenden Partei abgestellt werden. Habe diese ihre 

Mitwirkungspflicht nicht erfüllt, sei das Gericht nicht gehalten, im Rahmen der Un-

tersuchungsmaxime einen noch höheren Unterhalt von Amtes wegen festzustel-

len (vgl. hierzu Urk. 1 S. 8 und insbesondere S. 11).  

 3.2. Dem Gesetz können keine Anhaltspunkte dafür entnommen werden, 

dass - selbst bei anwaltlich vertretenen Parteien - die Offizial- und Untersu-

chungsmaxime ab einer gewissen Höhe der Unterhaltsbeiträge dahinfallen bzw. 

gelockert werden sollten. Gründe für ein solches Vorgehen sind denn auch nicht 

ersichtlich. Es erscheint nicht angemessen, dass ein minderjähriges Kind, wel-

ches bis anhin in sehr guten Lebensverhältnissen aufgewachsen ist, nach der 

Trennung seiner Eltern den gelebten Lebensstandard nur deshalb nicht beibehal-

ten darf, weil es seine Vertreter unterlassen haben, genügend substantiierte Be-

hauptungen aufzustellen. Ein solches Vorgehen ist mit dem Sinn und Zweck von 

Art. 285 Abs. 1 ZGB, welcher das Anrecht des Kindes darauf festhält, dass der 

Unterhaltsanspruch nach der Leistungsfähigkeit und der Lebensstellung der El-

tern bestimmt wird, nicht vereinbar. Vielmehr hat das Gericht, wo das Gesetz die 

"Erforschung" des Sachverhalts anordnet (vgl. Art. 296 Abs. 1 ZPO), auch ohne 

Parteianträge von sich aus jede Abklärung zu treffen, die nötig oder geeignet ist, 

den massgeblichen Sachverhalt zu ermitteln (vgl. Botschaft zur Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, S. 7366). Diese Pflicht obliegt dem Gericht unabhängig von 

der im Raum stehenden Höhe der Unterhaltsbeiträge. Damit gilt die Offizial- und 

Untersuchungsmaxime auch im Falle der Berechnung der Ehegatten- und Kin-

derunterhaltsbeiträge nach der einstufigen Methode vollumfänglich.  

 
 
 
 
 
 
 
 
 

- 21 - 

A. Leistungsfähigkeit/Einkommen Klägerin 

 1. Die Vorinstanz hielt im Wesentlichen dafür, die Klägerin habe während 

der 14 Jahre dauernden Ehe nie gearbeitet. Sie habe sich zuerst der Haushalts-

führung und nach der Geburt der Zwillinge überwiegend der Kinderbetreuung ge-

widmet. Unter Berücksichtigung der Lehre und Rechtsprechung könne daher von 

ihr in der aktuellen Situation (Betreuung von zwei Kindern im Alter von neun Jah-

ren) nicht ohne Übergangsfrist verlangt werden, durch eine Arbeitstätigkeit zum 

Familienunterhalt beizutragen. Am tt.mm.2018 würden die Zwillinge zehn Jahre 

alt. Dann sei der Klägerin die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Teilzeitpensum 

zumutbar. Bei den konkreten Erwerbsaussichten sei die persönliche Qualifikation, 

die Berufserfahrung und die branchenspezifische Arbeitsmarktlage zu berücksich-

tigen. Nach Abschluss des Studiums im Jahre 2003 habe die Klägerin im Jahre 

2004 den Beklagten geheiratet. Sie sei nie erwerbstätig gewesen, weshalb es ihr 

an Berufserfahrung mangle. Sodann sei unklar, ob ihr Abschluss in der Schweiz 

überhaupt anerkannt würde. Die Vorinstanz kam zum Schluss, es sei der Klägerin 

unter weiterer Berücksichtigung ihres Ausbildungsgrades, Alters und ihrer 

Sprachkenntnisse ab dem 1. Oktober 2018 ein hypothetisches Einkommen von 

Fr. 2'000.– netto für ein 50% Pensum anzurechnen (Urk. 2 S. 15f.). 

 2.1. Der Beklagte rügt, die Klägerin müsse seit der Trennung während der 

Woche und den üblichen Geschäftszeiten keinerlei Betreuungsaufgaben nach-

kommen. Die beiden Kinder würden von Montag bis Freitag von morgens 7 Uhr 

bis 18 Uhr in der Sprachheilschule G._____ betreut und verpflegt. Überdies wür-

den sie von und zur Schule gebracht. Eine Ausnahme bilde allenfalls der Mitt-

wochnachmittag. Es sei der Klägerin daher eine Erwerbstätigkeit von mindestens 

80% anzurechnen (Urk. 1 S. 15f.).  

 2.2. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge ist vom tatsächlich erzielten 

Einkommen des unterhaltsberechtigten Ehegatten auszugehen. Soweit dieses 

Einkommen nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein 

hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zu-

mutbar und möglich ist (vgl. BGer 5A_239/2017 vom 14.9.2017, E. 2.1 m.Hinw.). 

Betreffend die Frage, ob und inwieweit einem Ehegatten im Rahmen von vorsorg-

- 22 - 

lichen Massnahmen eine (Wieder-)Aufnahme oder Ausdehnung der Erwerbstätig-

keit zumutbar ist, kann vorab auf die Ausführungen der Kammer in den Urteilen 

LE150071 vom 10. Februar 2016, Erwägung 4., und LE170034 vom 22. Novem-

ber 2017, Erwägung 3.3.2., verwiesen werden. Die Ausführungen erfolgten in ei-

nem Eheschutzverfahren. Aus ihnen erhellt jedoch, dass (auch) beim Entscheid 

über die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens im Rahmen von vorsorg-

lichen Massnahmen nicht ausser Acht gelassen werden darf, dass die Ehebande 

und damit die gegenseitigen Beistands- und Unterstützungspflichten nach wie vor 

bestehen und Art. 163 ZGB (und nicht Art. 125 ZGB) die Grundlage für die Fest-

setzung des Trennungsunterhalts bildet. Es ist daher bei der Festsetzung der Un-

terhaltsbeiträge primär von der zwischen den Ehegatten vereinbarten Lastenver-

teilung auszugehen. Das Gericht hat sich von der bisherigen, ausdrücklich oder 

stillschweigend getroffenen Vereinbarung der Ehegatten über Aufgabenteilung 

und Geldleistungen, die der ehelichen Gemeinschaft eine bestimmte Struktur ge-

geben hat, leiten zu lassen. Hingegen ist im Rahmen von vorsorglichen Mass-

nahmen im Rahmen des Scheidungsverfahrens mit einer Wiederaufnahme des 

Zusammenlebens nicht mehr zu rechnen, weshalb das Ziel der wirtschaftlichen 

Selbstständigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es sind beim Entscheid da-

her auch die für den nachehelichen Unterhalt geltenden Kriterien von Art. 125 

ZGB miteinzubeziehen. Das bedeutet aber nicht, dass in einem solchen Fall aus-

schliesslich die Kriterien von Art. 125 ZGB zur Anwendung gelangen. Es ist zu 

prüfen, ob und in welchem Umfang einem Ehegatten im Lichte dieser Kriterien al-

lenfalls schon während der Dauer der vorsorglichen Massnahmen des Schei-

dungsprozesses eine (Wieder-)Aufnahme oder Ausdehnung der Erwerbstätigkeit 

und damit die Erzielung eines eigenen oder höheren Erwerbseinkommens zuzu-

muten ist. Dadurch soll der betroffene Ehegatte in der Trennungszeit zwar einer-

seits den Schutz erhalten, den ihm die Ehe bietet; andererseits trifft ihn aber auch 

die Pflicht, sich im Rahmen des Zumutbaren auf die absehbare Auflösung der 

Ehe vorzubereiten. Angesichts dieser Doppelnatur stellt sich die Frage der Ei-

genversorgungskapazität im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen noch weni-

ger akzentuiert als bei der Festsetzung des nachehelichen Unterhalts. In diesem 

Sinne betont denn auch das Bundesgericht in seinem am 21. September 2018 

- 23 - 

betreffend die Frage der Aufrechterhaltung der 10/16-Regel gefällten Leitent-

scheid (BGer 5A_384/2018) sowohl mit Bezug auf den Betreuungsunterhalt als 

auch den gestützt auf Art. 125 ZGB festzusetzenden nachehelichen Unterhalt, 

dass das "elternautonom festgelegte Betreuungskonzept" bzw. die damit verbun-

dene Aufgabenteilung vorerst für eine gewisse Zeit weitergeführt werden soll (vgl. 

E. 4.5. und 4.8.2). Massgebend für die Beurteilung bzw. für die Anrechnung eines 

hypothetischen Einkommens sind stets die konkreten Verhältnisse des Einzelfalls. 

Darunter fallen die Ehedauer, die bisher gelebte Aufgabenverteilung, die zeitliche 

Verfügbarkeit, das Alter, die Ausbildung, die Berufserfahrung, die gesundheitliche 

Verfassung und die aktuelle finanzielle Lage (Einkommen und Vermögen) der 

Parteien. Es handelt sich um einen Ermessensentscheid im Sinne von Art. 4 ZGB, 

bei welchem dem Gericht ein weites Ermessen zukommt (vgl. OG ZH LE150071 

vom 10.2.2016, E. 4., und LE170034 vom 22.11.2017, E. 3.3.2.).  

 2.3. Die Ehe der Parteien war lebensprägend (Urk. 1 S. 1; Urk. 2 S. 9). Sie 

heirateten im Jahre 2004. Die Kinder der Parteien kamen im Jahre 2008 zur Welt. 

Die Klägerin arbeitete während der Ehe nie. Sie ging somit auch während der 

Zeit, als die Parteien noch keine Kinder hatten, keiner Erwerbstätigkeit nach. 

Nach der Geburt von C._____ und D._____ stand ihr eine Vollzeit-Nanny zur Ver-

fügung (vgl. hinten III./E. C. 16.1.). Die bis zur Trennung langjährig gelebte Auf-

gabenteilung sah somit die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit durch die Klägerin 

nicht vor. Dies behauptet der Beklagte denn auch nicht. Sodann lebten und - was 

sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt - leben die Parteien nach wie 

vor in sehr guten finanziellen Verhältnissen. Unter diesen Umständen sind keine 

Gründe ersichtlich, wieso der Klägerin im Rahmen der vorsorglichen Massnah-

men ein höheres Arbeitspensum als 50% angerechnet werden müsste. Dies gilt 

selbst dann, wenn ihr die Bewältigung eines höheren Pensums aufgrund der Tat-

sache, dass die Kinder derzeit eine Tagesschule besuchen, zeitlich möglich sein 

sollte. Entsprechend müssen die umstrittenen Schulzeiten nicht näher abgeklärt 

werden (vgl. Prot. Vi S. 54; Urk. 6/28 S. 25). Die Rüge des Beklagten ist unbe-

gründet. Es ist der Klägerin sowohl mit Bezug auf den Betreuungs- als auch den 

Ehegattenunterhalt ein Arbeitspensum von 50% anzurechnen.  

- 24 - 

 3.1. Der Beklagte rügt weiter die Höhe des von der Vorinstanz festgesetzten 

Einkommens von Fr. 4'000.– netto pro Monat bei einem 100%-Pensum. Er ver-

langt die Anrechnung eines Bruttolohnes von Fr. 6'500.– (Urk. 1 S. 16).  

 3.2. Die Klägerin ist 37 Jahre alt und gesund. Sie spricht (akzentfrei) 

Deutsch, Russisch, Englisch, Französisch und Ukrainisch (vgl. Urk. 1 S. 15; 

Urk. 14 S. 27). Die Klägerin schloss im Jahre 2003 in der Ukraine ein Ökonomie-

studium ab (Prot. Vi S. 54f.). Unangefochten blieb, dass sie in der Folge nie gear-

beitet hat. Sie heiratete im Jahre 2004 den Beklagten und kümmerte sich fortan 

um den Haushalt und die gemeinsamen Kinder. Der Klägerin fehlt somit jedwel-

che Berufserfahrung. Unangefochten blieben sodann die Ausführungen der Vorin-

stanz, dass ungewiss sei, ob der Universitätsabschluss der Klägerin in der 

Schweiz überhaupt anerkannt würde. Nicht gefolgt werden kann dem Beklagten, 

wenn er geltend macht, er habe in einer Kurzrecherche aufzeigen lassen, dass es 

in der Region Zürich für russischsprachige Menschen mit Matura und ökonomi-

schem Universitätsabschluss Stellenangebote in ausreichendem Masse gebe, 

und zwar vorab im Bankensektor sowie in anderen, gut bezahlten Branchen (Urk. 

1 S. 15 m.Hinw. auf Urk. 6/12/1-8). Bei den vom Beklagten eingereichten Anzei-

gen fällt auf, dass bei der Grossmehrheit der Stellen mindestens zwei Jahre Be-

rufserfahrung verlangt werden (Urk. 6/12/12/1+2+3+5). Zwei Anstellungen sind 

sodann befristet (Urk. 6/12/12/4+6). Die Anstellung als Auslandredaktorin kommt 

schon aufgrund der damit verbundenen Reisetätigkeit nicht in Frage (Urk. 

6/12/12/7). Die restlichen Stellen entfallen, da es sich um 100% Pensen handelt 

(Urk. 6/12/12/1+8). Im Ergebnis erfüllt die Klägerin für keine Stelle die angeführ-

ten Kriterien. Aus den aufgezeigten Stellen wird kein Arbeitsmarkt der Klägerin 

"im Bankensektor sowie in anderen, gut bezahlten Branchen" glaubhaft (Urk. 1 

S. 15). Vielmehr erscheint für die Klägerin gestützt auf ihre Ausbildung und die 

guten Sprachkenntnisse der Einstieg in das Berufsleben wohl am Ehesten in einer 

Funktion im Verkauf oder als Sachbearbeiterin in einem Reisebüro oder einer an-

deren Branche mit Auslandbezug als realistisch. Doch wird die Klägerin nicht in 

einer Kaderfunktion starten können. Zur Berechnung der Lohnaussichten der Klä-

gerin kann von Amtes wegen auf das "Salarium" (www.lohnrechner.bfs.admin.ch) 

abgestellt werden (vgl. hierzu OG ZH LY160030 vom 31.03.2017, E. C./1.2.d.). 

- 25 - 

Beim "Salarium" (individueller Lohnrechner) müssen im Internet mindestens 

sechs obligatorische Kriterien angegeben werden. Weitere Angaben sind freiwil-

lig. Wenn keine Kategorie ausgewählt wird, verwendet das "Salarium" den häu-

figsten Wert, der in der Erhebung für diese Branche beobachtet wurde. Da die 

Klägerin über einen ausländischen Hochschulabschluss verfügt und sie überhaupt 

keine Berufserfahrung vorweisen kann, wird beim Kriterium Ausbildung Matura 

eingesetzt. Es werden zwei Berechnungen vorgenommen; eine im Detailhandel 

und eine in Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen und Pri-

vatpersonen. 
 

Region:    Zürich (ZH, Wohnsitz Klägerin) 
Branche:    47 Detailhandel 
Berufsgruppe:   52 Verkaufskräfte 
Stellung im Betrieb:  Stufe 5: Ohne Kaderfunktion 
Wochenstunden:  21 
Ausbildung:   Matura 
Alter:     37 
Dienstjahre:   0 
Unternehmensgrösse: 50 und mehr Beschäftigte (häufigster Wert Salarium) 
12 / 13 Monatslohn:  13 Monatslohn 
Sonderzahlungen:  Nein 
Monats- / Stundenlohn: Monatslohn 

Bei Anwendung dieser Kriterien resultiert für die Klägerin (Schweizerin) ein Medi-

anbruttolohn von Fr. 2'544.–.  
 

Region:    Zürich (ZH, Wohnsitz Klägerin) 
Branche: 82 Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen für Unter-

nehmen und Privatpersonen  
Berufsgruppe:   42 Bürokräfte mit Kundenkontakt  
Stellung im Betrieb:  Stufe 5: Ohne Kaderfunktion 
Wochenstunden:  21 
Ausbildung:   Matura 
Alter:     37 
Dienstjahre:   0 
Unternehmensgrösse: 50 und mehr Beschäftigte (häufigster Wert Salarium) 
12 / 13 Monatslohn:  13 Monatslohn 
Sonderzahlungen:  Nein 
Monats- / Stundenlohn: Monatslohn 

Bei Anwendung dieser Kriterien resultiert ein Medianbruttolohn von Fr. 2'829.–. 

Damit ergibt sich ein durchschnittlicher Wert von Fr. 2'686.50 brutto pro Monat 

bzw. nach Abzug von 16,225% Sozialabzügen (inklusive Pensionskasse) ein Net-

- 26 - 

tolohn von Fr. 2'250.60. Unter Berücksichtigung der sehr guten Sprachkenntnisse 

der Klägerin erscheint es angemessen, ihr ein (hypothetisches) Einkommen für 

50% von Fr. 2'500.– netto pro Monat anzurechnen.  

 4.1. Der Beklagte rügt weiter, die der Klägerin bis Ende September 2018 

gewährte Übergangsfrist sei auf "spätestens" drei Monate ab der erstmaligen rich-

terlichen Eröffnung der Umstellungsfrist zu verkürzen. Er verlangt die Anrechnung 

eines hypothetischen Einkommens bereits ab dem 1. Juli 2018 (Urk. 1 S. 15f.).  

 4.2. Wird die Pflicht zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bejaht und von der 

betreffenden Partei durch die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens ei-

ne Umstellung ihrer Lebensverhältnisse verlangt, ist der verpflichteten Partei hin-

reichend Zeit zu lassen, die rechtlichen Vorgaben in die Tat umzusetzen. Die 

Dauer dieser Übergangsfrist bestimmt sich nach den Umständen des Einzelfalls 

(vgl. BGer 5A_224/2016 vom 13.06.2016, E. 3.2). Sie ist nach Möglichkeit gross-

zügig zu bemessen (BGer 5A_384/2018 vom 21.9.2018, E. 4.6). Im Regelfall sind 

es drei bis sechs Monate ab der erstmaligen richterlichen Eröffnung der Umstel-

lungsfrist. Gestützt auf die vorangehend in Erwägung 2.3. dargelegten Umstände 

erscheint es angemessen, der Klägerin ab dem Zeitpunkt, in welchem die Zwillin-

ge das zehnte Altersjahr vollendet haben, ein hypothetisches Einkommen anzu-

rechnen. Zwar musste der Klägerin, wie vom Beklagten angeführt (vgl. Urk. 1 

S. 15f.), ab Einreichung des Scheidungsbegehrens klar sei, dass sie in der Zu-

kunft einer Arbeitstätigkeit wird nachgehen müssen. Doch durfte sie gestützt auf 

die gegebenen Umstände sowie die bis vor kurzem geltende 10/16-Regel darauf 

vertrauen, dass dies erst ab dem 1. Oktober 2018 der Fall sein wird.  

 5. Zusammenfassend ist damit der Klägerin ab dem 1. Oktober 2018 ein 

(hypothetisches) Einkommen von Fr. 2'500.– netto anzurechnen.  

 
 
 
 
 
 
 

- 27 - 

B. Leistungsfähigkeit/Einkommen Beklagter 

 1. Der Beklagte ist Wirtschaftsanwalt. Er ist (Mit-)Inhaber der Kanzlei 

H._____. Sodann wurde der Beklagte von der Staatsanwaltschaft Riga für 30 bis 

40 lettische Unternehmungen als "Kurator" eingesetzt. Dabei handelt es sich um 

Firmen des Oligarchen I._____. Gemäss den Ausführungen des Beklagten schaff-

te es I._____, sich nach dem Abzug der Russen als Bürgermeister der Hafenstadt 

… [Stadt in Lettland] ein Imperium von Hafen- und Transportgesellschaften anzu-

eignen. Wegen dieser Handlungen stehe I._____ seit bald 10 Jahren zusammen 

mit seinem Sohn und dem Strohmann J._____ vor dem Kriminalgericht in Riga. 

Er, der Beklagte, sei früher in Unkenntnis der Delikte beratend für die Familie 

I._____ tätig gewesen. Später sei er von der lettischen Staatsanwaltschaft darauf 

hingewiesen worden, dass ganz erhebliche Verdachtsmomente bestehen würden, 

wonach I._____ im grossen Stil betrogen und erpresst hätten. Er habe daraufhin 

mit der Staatsanwaltschaft kooperiert, was schliesslich zur Verhaftung der I._____ 

geführt habe. Danach sei er (im Jahre 2007) für die Dauer der Untersuchung als 

Kurator der beschlagnahmten Gesellschaftsanteile und Aktien eingesetzt worden. 

Seine Aufgabe sei die Verwaltung der Anteile und Aktien. Für die Tätigkeit als Ku-

rator erhalte er keine Entschädigung. Hingegen habe er gemäss der General-

staatsanwaltschaft das Recht und die Pflicht, die Stimmrechte der beschlagnahm-

ten Gesellschaftsanteile auszuüben. Durch diese Funktion habe er in verschiede-

nen Betriebsgesellschaften vertrauenswürdige Mitglieder in das "Management 

Board" berufen. In diesen Gesellschaften sei er selbst als Mitglied oder Vorsitzen-

der des Aufsichtsrats gewählt. Die Tätigkeiten im Aufsichtsrat würden entlöhnt. 

Von denjenigen Gesellschaften, in denen er ein Amt als Mitglied oder Vorsitzen-

der des Aufsichtsrats ausübe, erhalte er somit ein Salär (vgl. Prot. Vi S. 120; Urk. 

1 S. 24f. und Urk. 21 S. 9; vgl. auch Urk. 6/11 S. 15). Weiter bezieht der Beklagte 

unbestrittenermasssen ein Entgelt von der K._____ GesmbH in Wien (Urk. 6/11 

S. 17).  

 2. Die Vorinstanz ging beim Beklagten gestützt auf die im Recht liegenden 

Urkunden sowie die von den Parteien gemachten Aussagen von folgenden Ein-

künften aus (vgl. Urk. 2 S. 16ff., Übersicht S. 24): 

- 28 - 

 

Hernach äusserte sich die Vorinstanz zur Mitwirkung des Beklagten im Verfahren 

(vgl. Urk. 2 S. 24ff.). Sie zog den Schluss, insgesamt habe der Beklagte nicht 

glaubhaft machen können, dass er seinen Lebensstandard seit der Trennung in 

irgendeiner Weise den von ihm geltend gemachten verschlechterten finanziellen 

Verhältnissen angepasst habe. Eine Verschlechterung der Einkommensverhält-

nisse des Beklagten sei aufgrund der erhaltenen Einkommenszahlen im Vergleich 

zu 2014 und wohl auch früher [jedoch] ersichtlich. Das Gesamteinkommen des 

Beklagten sei schwer eruierbar. Der Beklagte sei leistungsfähig und es sei für die 

Berechnung der Unterhaltsansprüche von einem Einkommen von mindestens 

Fr. 37'331.26 netto pro Monat für das Jahr 2017 auszugehen (Urk 2 S. 28f.).  

 3.1. Gemäss Beklagtem hat sich sein Einkommen im Jahre 2016 auf 

Fr. 26'073.– pro Monat belaufen. Ab dem Jahre 2017 sei von Einkünften von 

Fr. 27'277.– pro Monat auszugehen (Urk. 1 S. 23).  

 3.2. Die Klägerin berief sich vor Vorinstanz darauf, das Einkommen des Be-

klagten sei anhand "seines Aufwandes einzuschätzen" (Urk. 6/1 S. 43). In der Be-

rufungsantwort (Urk. 14) äussert sich die Klägerin auf den Seiten 8 bis 17 zu den 

- 29 - 

"undurchschaubaren" Firmenkonstrukten des Beklagten, den vom Beklagten bis 

Ende April 2018 geleisteten Unterhaltszahlungen und zu dessen (angeblich) ex-

zessivem Ausgabeverhalten. Eine Auseinandersetzung mit der von der Vorin-

stanz vorgenommenen Einkommensberechnung fehlt hingegen weitestgehend, 

weshalb auf diese Ausführungen nur insoweit einzutreten ist, als damit konkrete - 

von der Vorinstanz nicht berücksichtigte, weitere - Einkünfte des Beklagten be-

hauptet werden (vgl. vorne I./E. 4.1.). Eine Auseinandersetzung mit dem  

vorinstanzlichen Entscheid kann auch den Ausführungen in der Eingabe vom 

17. September 2018 nicht entnommen werden (vgl. Urk. 30 S. 2f.). Eine Ausnah-

me bildet die neu vorgebrachte Tatsache, dass gemäss dem … Tagblatt vom tt. 

April 2018 die britischen den schweizerischen Behörden gemeldet hätten, dass 

der Beklagte seit 2004 Aktionär einer Briefkastenfirma auf den British Virgin Island 

sei, welche 77,8 Mio. Pfund auf einem Konto halte (Urk. 14 S. 8f.; Urk. 9; wieder-

holt in Urk. 24 S. 2 m.Hinw. auf einen Artikel vom tt. Juli 2018 in der … Zeitung). 

Der Beklagte bestreitet die Tatsache (Urk. 21 S. 5). Sie wird allein durch die ein-

gereichten Zeitungsartikel nicht glaubhaft. Dabei hat es im Rahmen der vorsorgli-

chen Massnahmen sein Bewenden. Sodann äussert sich die Vorinstanz - wie be-

reits erwähnt - in ihrem Entscheid zwar über mehrere Seiten zum Aussageverhal-

ten des Beklagten sowie zu dessen Mitwirkung im Verfahren (vgl. Urk. 2 S. 24ff.). 

Hingegen leitet sie für die Berechnung des beklagtischen Einkommens hieraus 

nichts Konkretes ab (vgl. Urk. 2 S. 28f.). Auf die einzelnen Vorgänge und die von 

den Parteien diesbezüglich gemachten Ausführungen braucht somit nur insoweit 

eingegangen zu werden, als die Klägerin gestützt darauf die Anrechnung von zu-

sätzlichen Einkünften des Beklagten geltend macht (vgl. insbesondere Urk. 1 S. 

24ff.; Urk. 14 S. 33ff.; Urk. 21 S. 16ff.).  

 4.1. Unangefochten blieben die von der Vorinstanz für das Jahr 2016 und 

2017 berücksichtigen Bezüge aus den lettischen Gesellschaften (Urk. 1 S. 16; 

Urk. 14 S. 27f.). Aus der Sachdarstellung des Beklagten (vgl. Urk. 1 S. 16ff., ins-

besondere S. 21) ergibt sich, dass diese Zahlungen zwar auf das Konto Nr. …. 

Privatbezüge A._____, welches der Beklagte bei der Anwaltskanzlei H._____ be-

sitzt, einbezahlt werden. Sie fungieren jedoch nicht in der Erfolgsrechnung 

A._____ (vgl. beispielsweise Urk. 4/4 S. 2). Damit sind sie im für den Beklagten 

- 30 - 

ausgewiesenen Gewinn ("Ergebnis") aus der Anwaltskanzlei nicht enthalten. Sie 

werden denn auch in Lettland versteuert (vgl. Prot. Vi S. 89). Entsprechend sind 

sowohl die Bezüge von den lettischen Gesellschaften als auch der aus der An-

waltskanzlei realisierte Gewinn dem Beklagten als Einkünfte anzurechnen. Dieses 

(von der Vorinstanz gewählte) Vorgehen wird denn in der Berufung auch nicht ge-

rügt (vgl. Urk. 1 S. 16ff.). Gleich verhält es sich mit den Einkünften aus der 

K._____ GesmbH. Umstritten ist in der Berufung, ob der Beklagte - nebst den be-

rücksichtigten sieben Gesellschaften - noch von anderen lettischen Unterneh-

mungen Entschädigungen bezogen hat. Insoweit diesbezüglich konkrete Bezüge 

behauptet werden, wird nachfolgend darauf eingegangen. Fehl gehen in diesem 

Zusammenhang die Ausführungen des Beklagten, die anlässlich seiner Befra-

gung von Rechtsanwalt Y2._____ eingereichten Unterlagen seien verspätet ge-

wesen und daher nicht mehr zu beachten (vgl. beispielsweise Urk. 21 S. 18). Im 

Rahmen der Untersuchungsmaxime sind Noven bis zur Urteilsberatung zu be-

rücksichtigen (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Sodann können sie im Rahmen der Geltung 

der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime auch im Berufungsverfahren ohne 

weiteres vorgebracht werden (vgl. vorne I./E. 4.2.).  

 4.2. Zu den verarrestierten Werten von I._____ gehört gemäss den Parteien 

die S._____ AG (Urk. 1 S. 27; Urk. 14 S. 37f.). Die Klägerin beruft sich darauf, der 

Beklagte sei Aktionär der S._____ AG und habe über Jahrzehnte in deren Verwal-

tungsrat gesessen. Hierfür habe er ein Verwaltungsratshonorar erhalten (vgl. Prot. 

Vi S. 37). Die jährliche Dividende der Gesellschaft sei dem Beklagten im Umfang 

seiner Beteiligung von 2 bis 3 % als Einkommen bzw. Vermögensertrag anzu-

rechnen. Die geäufneten Verwaltungsratshonorare seien als Vermögen auszu-

weisen (Urk. 14 S. 38). In der Folge blieb jedoch unwidersprochen, dass die 

S._____ AG noch nie Dividenden ausbezahlt und seit dem Jahre 2010 keine 

Verwaltungsratshonorare mehr vergütet hat (Urk. 21 S. 19; Urk. 24). Damit er-

scheinen keine Zahlungen als glaubhaft. Dem Beklagten ist aus dieser Beteili-

gung im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen weder ein Einkommen noch ein 

Vermögensertrag anzurechnen.  

- 31 - 

 4.3.1. Die S._____ AG hat gegen den Beklagten im Kanton Zug eine aktien-

rechtliche Verantwortlichkeitsklage anhängig gemacht. Mit Datum vom 28. Januar 

2016 liess sich der Beklagte von der T._____ Holdings Inc., BVI (T._____) eine 

Darlehensforderung von Fr. 150'000.–, welche die T._____ gegenüber der 

S._____ AG hatte, abtreten. Gemäss Abtretungserklärung erfolgte die Abtretung 

"akonto unbezahlte VR-Honorare" für die T._____ sowie "akonto Anwaltshonorare 

(jeweils seit Anfang 2002)" (vgl. Urk. 6/183/33). Der Beklagte hat die abgetretene 

Darlehensforderung im Verfahren vor dem Kantonsgericht Zug der Forderung der 

S._____ AG verrechnungsweise entgegengehalten. Er wendet ein, bei diesem 

Vorgehen seien keine Gelder geflossen (Urk. 1 S. 28). Eine Zahlung habe nie 

stattgefunden, weder als Honorar noch unter anderem Titel (Urk. 21 S. 20). Die 

Klägerin beantragt, die Fr. 150'000.– seien dem Beklagten im Jahre 2016 als Ein-

kommen anzurechnen (Urk. 14 S. 39).  

 4.3.2. Mit dem Beklagten ist davon auszugehen, dass ihm bei dem von ihm 

gewählten Vorgehen die Fr. 150'000.– im Jahre 2016 nicht effektiv ausbezahlt 

wurden. Da unwidersprochen blieb, dass die S._____ AG überschuldet ist (Urk. 

21 S. 19; Urk. 24) und damit das vom Beklagten von der T._____ zahlungshalber 

erhaltene Darlehen effektiv nicht einforderbar und damit wertlos gewesen wäre, 

ist es im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen beim Beklagten nicht als Ein-

kommen zu berücksichtigen. Für die Bestimmung der - insbesondere zukünftigen 

- Leistungsfähigkeit des Beklagten darf hingegen das Folgende nicht unbeachtet 

bleiben: Aus der im Recht liegenden Abtretungserklärung erhellt, dass der Be-

klagte offenbar gegenüber der T._____ eine offene Forderung von Fr. 150'000.– 

für ausstehende Honorare aus seiner Tätigkeit als beratender Anwalt und Verwal-

tungsrat hatte. Er hat denn der T._____ eine Rechnung über Fr. 150'000.– ge-

stellt (vgl. 6/183/34 und 35). Gestützt auf die Abtretungserklärung erscheint 

glaubhaft, dass die Bezahlung der Fr. 150'000.– nur akonto an die "seit Anfang 

2002" unbezahlten Anwalts- und Verwaltungsratshonorare geleistet wurde (Urk. 

6/183/33). Der Beklagte besitzt somit zumindest gegenüber der T._____ noch of-

fene Forderungen, welche er - bei Bedarf - abrufen kann.  

- 32 - 

 4.4. Aus dem Gesagten erhellt, dass dem Beklagten für das Jahr 2016 als 

Einkünfte aus den lettischen Gesellschaften die von der Vorinstanz festgesetzten 

und von ihm anerkannten Fr. 166'635.– anzurechnen sind (Fr. 20'824.20, 

Fr. 34'872.60, Fr. 41'344.80, Fr. 27'558.60, Fr. 14'476.20 und Fr. 27'558.60; Urk. 

2 S. 24). Für das Jahr 2017 ergeben sich Fr. 179'860.23 (Fr. 20'753.27, 

Fr. 34'749.50, Fr. 41'203.49, Fr. 27'468.90, Fr. 14'478.96, Fr. 27'471.52 und 

Fr. 13'734.59). Ab dem Jahre 2018 ist auf den Durchschnitt der in den letzten drei 

Jahren erzielten Einkünfte abzustellen (vgl. BGer 5A_364/2010 vom 29.7.2010, 

E. 2.1 m.Hinw.). Vorliegend ist unbestritten, dass der Beklagte im Jahre 2014 aus 

den lettischen Unternehmungen Einkünfte von Fr. 211'003.20 erzielt hat (Urk. 2 

S. 24). Die Zahlen für das Jahr 2015 sind nicht bekannt. Es ergibt sich ein Durch-

schnitt (2014, 2016 und 2017) von Fr. 185'832.81. Die Einkünfte im Jahre 2016 

sanken gegenüber dem Jahre 2014 um rund einen Fünftel. Doch ist zu beachten, 

dass im Jahre 2017 wiederum eine Zunahme erfolgte. Zudem nimmt die Anzahl 

an lettischen Unternehmungen, bei welchen der Beklagte ein Salär bezieht, seit 

dem Jahre 2014 stetig zu. Es erscheint daher im Rahmen der vorsorglichen  

Massnahmen als angemessen, ab dem Jahre 2018 von einem Einkommen von 

Fr. 190'000.– auszugehen.  

 5.1. Dem Beklagten wurden im Jahre 2017 Boni von Fr. 68'547.70 ausbe-

zahlt (Fr. 19'546.64 Bonus M'._____, Fr. 40'29.41 Bonus R'._____ und Fr. 

8'781.66 Bonus P'._____). Gemäss dem Beklagten ist die Kumulation der Boni im 

Jahre 2017 zufällig gewesen. Er habe keinen Anspruch auf Boni. In den vorange-

henden Jahren habe er nie höhere Boni als umgerechnet rund Fr. 19'000.– pro 

Jahr erhalten. Die im Jahre 2017 von den Firmen R'._____ und P'._____ ausbe-

zahlten Boni von insgesamt Fr. 49'000.– seien in der Zukunft völlig ungesichert. 

Sie seien nicht zu berücksichtigen. Es sei nebst den ausgewiesenen Salären im 

Zusammenhang mit den lettischen Firmen nur ein jährlicher Bonus von Fr. 

19'000.– aufzurechnen (Urk. 1 S. 17).  

 5.2. Dem Beklagten wurden im Jahre 2016 Fr. 18'286.83 und im Jahre 2017 

Fr. 68'547.70 an Boni ausbezahlt. Für die rückwirkend geschuldeten Unterhalts-

beiträge sind diese Zahlen massgebend. Im Jahre 2014 hat der Beklagte einen 

- 33 - 

Bonus von Fr. 18'876.– bezogen (Urk. 2 S. 24). Es ergibt sich für die drei bekann-

ten Jahre ein Durchschnittswert von Fr. 35'236.65. Zwar erscheinen die dem Be-

klagten im Jahre 2017 ausbezahlten Boni gegenüber dem Jahre 2014 und 2016 

in der Tat als hoch. Doch gilt es - wie vorangehend - dargelegt, auch diesbezüg-

lich zu beachten, dass die Anzahl der lettischen Unternehmungen, von denen der 

Beklagte ein Salär und damit eventuell auch einen Bonus bezieht, stetig zuge-

nommen haben. Es erscheint daher im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen 

durchaus als angemessen, auf den errechneten Durchschnittswert abzustellen. 

Ab dem Jahre 2018 sind damit glaubhafte Einkünfte aus Bonuszahlungen von 

Fr. 35'000.– pro Jahr zu berücksichtigen.  

 6. Unangefochten blieben die Bezüge von der K._____ GesmbH in Wien 

(Urk. 2 S. 20f.; Urk. 1 S. 17; Urk. 14 S. 28). Offensichtlich übersehen hat die Vor-

instanz diesbezüglich jedoch, dass dem Beklagten am 7. September 2016 total 

Fr. 26'353.20 (Fr. 12'913.25 + Fr. 13'439.95) an Lohnnachzahlungen für die Jahre 

2012 bis 2015 auf sein "Privatkonto ZKB" ausbezahlt wurden (vgl. Urk. 6/181/12). 

Diese im Jahre 2016 erfolgten Nachzahlungen sind als Einkommen zu berück-

sichtigen, weshalb im Jahre 2016 von gesamthaften Zahlungen der K._____ 

GesmbH von Fr. 32'677.20 (Fr. 6'324.– + Fr. 26'353.20) auszugehen ist. Sodann 

erhellt dieser Vorgang, dass dem Beklagtem offensichtlich gegenüber mehren Un-

ternehmungen offene Honorarforderungen zustehen bzw. zustanden, welche er 

bei Bedarf abrufen kann.  

 7.1. Der Beklagte besitzt, wie bereits angeführt (vgl. vorne III./E. 4.1.), bei 

der Anwaltskanzlei H._____ das Konto Nr. … Privatbezüge A._____. Über dieses 

Konto begleicht der Beklagte seine Miete, seine Kreditkartenabrechnungen, die 

Steuern, die Miete und den Unterhalt an die Klägerin etc. (vgl. für das Jahr 2014 

Urk. 6/141/113/6). Im Gegenzug werden auf diesem Konto, was ebenfalls bereits 

erwähnt wurde, dem Beklagten die Saläre und Boni der lettischen Unternehmun-

gen gutgeschrieben. Die Vorinstanz hat dem Beklagten den Saldo des Kontos 

(Privatbezüge abzüglich eingegangene Gelder) als Einkommen angerechnet. Sie 

ging für das Jahre 2014 von Fr. 472'645.26 (Urk. 6/141/113/6), für das Jahr 2016 

von Fr. 181'849.52 (Urk. 6/181/11) und für das Jahr 2017 von Fr. 87'534.– aus 

- 34 - 

(vgl. Urk. 2 S. 21 ff.; Urk. 6/181/15). Der Beklagte widersetzt sich dieser Anrech-

nung. Es seien ihm neben den von den lettischen Unternehmungen erhaltenen 

Salären und Boni vielmehr die gemäss seinen Erfolgsrechnungen aus der An-

waltskanzlei H._____ ausgewiesenen Gewinne als Einkommen anzurechnen (vgl. 

Urk. 1 S. 17ff.).  

 7.2. Im summarischen Verfahren ist das Einkommen eines Selbständiger-

werbenden grundsätzlich anhand von Geschäftsabschlüssen, Bilanzen und Er-

folgsrechnungen zu ermitteln, sofern nicht gewichtige Anhaltspunkte dafür vor-

handen sind, dass diese Zahlen nicht der Realität entsprechen bzw. nicht schlüs-

sig sind (vgl. hierzu ZK-Bräm/Hasenböhler, Art. 163 ZGB N 76). Massgebend ist 

der Gewinn korrigiert durch Aufrechnungen von ausserordentlichen Abschreibun-

gen, unbegründeten Rückstellungen und Privatbezügen (BGer 5A_364/2010 vom 

29.7.2010, E. 2.1. m.Hinw.).  

 7.3. Der Beklagte hat gemäss den eingereichten Erfolgsrechnungen im Jah-

re 2014 einen Gewinn von Fr. 98'359.95 (Urk. 4/4; Urk. 6/113/4), im Jahre 2015 

von Fr. 150'037.10 (Urk. 4/5) und im Jahre 2016 von Fr. 113'848.75 erzielt (Urk. 

4/6). Gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass die Zahlen der H._____ nicht der Rea-

lität entsprechen würden, werden nicht behauptet und sind nicht ersichtlich. Auf 

den Einwand der Klägerin, der Beklagte rechne Beratungshonorare über auslän-

dische Firmen ab, wird nachfolgend eingegangen (Urk. 14 S. 30ff., vgl. III./E. 

7.4.). Es ist daher primär auf die im Recht liegenden Erfolgsrechnungen abzustel-

len. Für das Jahr 2017 und inskünftig ist, da sich die Schwankungen im üblichen 

Rahmen bewegen, von einem durchschnittlichen Einkommen von Fr. 120'748.60 

bzw. gerundet Fr. 121'000.– auszugehen ([Fr. 98'359.95 + Fr. 150'037.10 + Fr. 

113'848.75] : 3). Für das Jahr 2016 sind Fr. 113'848.75 einzusetzen. Zu prüfen 

bleibt, ob dem Beklagten ein zusätzliches Einkommen anzurechnen ist, weil der 

Saldo des Kontos Nr. … Privatbezüge A._____ Ende Jahr jeweils den erzielten 

Gewinn überstieg. Die Frage muss nur noch mit Bezug auf das Jahr 2016 beant-

wortet werden. Ab dem Jahre 2017 hat die Vorinstanz einen tieferen als den 

nunmehr vom Beklagten anerkannten Betrag von (gerundet) Fr. 121'000.– (vgl. 

Urk. 1 S. 21), nämlich Fr. 87'534.–, eingesetzt (Urk. 2 S. 22 und 24). Damit ist 

- 35 - 

noch zu entscheiden, ob dem Beklagten für das Jahr 2016 anstatt des ausgewie-

senen Gewinns von Fr. 113'848.75, der Saldo des Kontos Nr. … von 

Fr. 181'849.52 als Einkommen anzurechnen ist (vgl. Urk. 6/181/11; Urk. 4/6 Seite 

2). Hingegen käme eine Aufrechnung von vorneherein nur in Frage, wenn glaub-

haft erschiene, dass sämtliche Auslagen effektiv für private Zwecke verwendet 

wurden. Nun hat der Beklagte in der Parteibefragung ausgeführt, dass die Privat-

bezüge, insbesondere die seinerseits bezahlten Kreditkartenabrechnungen, zu 

einem erheblichen Anteil Geschäftsspesen betroffen hätten (Flugtickets, Hotelun-

terkünfte, Geschäftsessen, etc.; vgl. beispielsweise Prot. Vi S. 87f.). Aufgrund 

seiner angeschlagenen Gesundheit sei er mit der Rückforderung der Spesen in 

Verzug geraten (Urk. 1 S. 17). Im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen sind 

keine Gründe ersichtlich, um an dieser Sachdarstellung ernsthaft zu zweifeln. 

Entsprechend ist für das Jahr 2016 von einem Ertrag aus der Anwaltskanzlei von 

Fr. 113'848.75 auszugehen. Doch sei bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen, 

dass gestützt auf die Tatsache, dass der Beklagte erhebliche Auslagen seines 

täglichen Lebens via Geschäftsspesen bestreiten konnte, davon auszugehen ist, 

dass die von ihm selbst zu zahlenden Auslagen entsprechend tiefer ausfielen (vgl. 

nachfolgend III./E. D.).  

 7.4.1. Die Klägerin macht geltend, der Beklagte habe Beraterhonorare über 

(zumindest) eine andere Firma als die H._____ abgerechnet. So habe der Beklag-

te im Jahre 2015 von der N._____ via die U._____ EUR 666'000.– bzw. 

Fr. 695'970.– für anwaltliche Beratungstätigkeiten im Zeitraum vom 2. Februar 

2015 bis 23. Juli 2015 erhalten. Gemäss Handelsregisterauszug der U._____ sei 

deren einzige Aktionärin die V._____ International Ltd., BVI (fortan V._____). Bei 

dieser Unternehmung sei der Beklagte (direkt oder indirekt) Direktor bzw. Bevoll-

mächtigter. Er habe die Kontrolle über die Firma. Diese Beratungshonorare seien 

dem Beklagten als Einkommen anzurechnen (Urk. 14 S. 30f.).  

 7.4.2. Entgegen der Ansicht des Beklagten sind die Behauptungen der Klä-

gerin in der Berufung als Noven zulässig (vgl. vorne I./E. 4.2.). Es muss daher 

nicht beurteilt werden, ob sie vor Vorinstanz bereits rechtmässig erhoben wurden 

(vgl. Urk. 21 S. 15). Der Beklagte bestreitet die im Zusammenhang mit der Ein-

- 36 - 

kommensanrechnung "irgendwelcher Beratungshonorare" aufgestellten Behaup-

tungen. Ihm seien nur die in der Buchhaltung ausgewiesenen, dem Gericht mitge-

teilten und belegten Honorare ("VR oder Andere") zugeflossen. Weiter weist der 

Beklagte darauf hin, dass er bei den lettischen Gesellschaften, bei denen er als 

Aufsichtsrat amte, die Stellung eines Angestellten habe (Urk. 21 S. 16).  

 7.4.3. Aus der im Recht liegenden Aufstellung für das Geschäftsjahr 2015 

wird glaubhaft, dass die Firma N._____ vom 2. Februar 2015 bis 23. Juli 2015 to-

tal über EUR 666'000.– an die U._____ mit dem Vermerk (übersetzt) Beratungs-

kosten (Urk. 6/183/28) und Ratschläge (Urk. 6/183/29) "A._____" überwiesen hat 

(Urk. 6/183/27). Einzige Aktionärin der U._____ ist gemäss deren Handelsregis-

terauszug die V._____. Der Beklagte bestätigte anlässlich seiner Befragung, dass 

er "direkt oder indirekt" Organ der V._____ sei (Prot. Vi S. 124). Es handle sich 

dabei um eine Treuhandgesellschaft, welche für verschiedene Gesellschaften 

Leistungen erbringe (Prot. Vi S. 124). Auf die Frage, ob die U._____ über die 

V._____ unter seiner Kontrolle stehe, antwortete der Beklagte, dass er über die 

V._____ "Kontrolle" ausüben könne (Prot. Vi S. 126). Er wich damit der Frage 

aus, bestätigte aber, dass er die Kontrolle über die Alleinaktionärin der U._____ 

inne hat. Der Beklagte weiss "nicht auswendig", wer Aktionär der V._____ ist. 

Wirtschaftlich berechtigt an der Firma sei die Familie W._____ (Prot. Vi S. 124). 

W._____ kennt der Beklagte seit vielen Jahren. Er ist ein österreichischer Buch-

halter und Steuerberater (Pro. Vi S. 112). In einigen Gesellschaften, bei welchen 

der Beklagte als Kurator bestellt ist, sitzt er im Aufsichtsrat (vgl. Prot. Vi S. 112f.). 

Der Beklagte besitzt am Wohnort von W._____ in … (Österreich) einen Neben-

wohnsitz (Prot. Vi S. 136). Aus dem Gesagten ergeben sich gewichtige Anzeichen 

dafür, dass der Beklagte über die U._____ oder die V._____, nicht über die An-

waltskanzlei H._____ abgerechnete Honorare bezieht bzw. bei Bedarf beziehen 

kann. Doch genügen die Anzeichen nicht, um dem Beklagten, insbesondere für 

die Zeit ab dem Jahre 2016, konkrete (zusätzliche) Einkünfte glaubhaft nachzu-

weisen. Im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen ist diesbezüglich von Weite-

rungen abzusehen. Gleich verhält es sich mit der Behauptung der Klägerin, der 

Beklagte sei wirtschaftlich Berechtigter der V._____ oder beziehe zumindest ein 

"anständiges Honorar" von dieser Gesellschaft (vgl. Urk. 14 S. 36f.).   

- 37 - 

 8.1. Es ist unbestritten, dass der Beklagte "von den lettischen Gesellschaf-

ten" einen Assistenten, der auch als Fahrer amtet, und eine Haushaltshilfe gestellt 

bekommt (vgl. Urk. 1 S. 22; Urk. 2 S. 23). Der Lohn für beide Personen beläuft 

sich auf Fr. 104'868.– pro Jahr. Die Summe wird auf ein Konto der AA._____ AG 

einbezahlt. Diese Aktiengesellschaft gehört dem Beklagten. Die Vorinstanz hat 

dem Beklagten die Fr. 104'868.– als Naturallohn angerechnet (Urk. 2 S. 23f.). Der 

Beklagte verlangt mit der Berufung die Streichung des Betrages (Urk. 1 S. 22f.).  

 8.2. Der Beklagte erhält die Fr. 104'868.–, um damit die Löhne der Ange-

stellten zu bezahlen. Die Klägerin macht nicht geltend, und es bestehen auch kei-

ne Hinweise dafür, dass der Beklagte die Gelder weiterhin erhalten würde, wenn 

er keine Angestellten mehr hätte. Damit erzielt der Beklagte aus diesen Zahlun-

gen kein Einkommen. Vielmehr erhält er insoweit einen finanziellen Vorteil, als er 

aus seinen Einkünften keine Hausangestellte und keinen Chauffeur bezahlen 

muss. Dies führt dazu, dass er einen entsprechend tieferen gebührenden Bedarf 

hat. Diese Tatsache wird bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beklagten 

zu berücksichtigen sein. Die Lohnkosten sind dem Beklagten nicht als Einkom-

men anzurechnen (vgl. zum Ganzen Urk. 1 S. 22f.).  

 9. Nach dem Gesagten ist beim Beklagten von folgenden Einkünften auszu-

gehen: 

 2016 2017 ab 2018 
Entgelt lettische Unternehmun-
gen  Fr. 166'635.– Fr. 179'860.23 Fr. 190'000.– 
Boni Fr. 18'286.83 Fr. 68'547.70 Fr. 35'000.– 
K._____ GesmbH Fr. 32'677.20 Fr. 7'200.15 Fr. 7'165.15 
Anwaltskanzlei H._____ Fr. 113'848.75 Fr. 121'000.– Fr. 121'000.– 
Summe pro Jahr Fr. 331'447.78 Fr. 376'608.08 Fr. 353'165.15 
pro Monat (gerundet) Fr. 27'600.– Fr. 31'400.– Fr. 29'500.– 

Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen erübrigt sich eine genauere Abklärung 

des behaupteten Gesundheitszustandes des Beklagten (vgl. Urk. 1 S. 16; Urk. 14 

S. 27; Urk. 21 S. 11; Urk. 24 S. 8). 

 

C) Bedarf Klägerin, C._____ und D._____  

- 38 - 

 1. Die Vorinstanz ging bei der Klägerin ab dem 27. April 2016 bis zum 

31. Juli 2017 von einem Bedarf von total Fr. 18'275.– und hernach von 

Fr. 18'075.– aus. Für C._____ berechnete sie bis und mit Juli 2017 einen Bedarf 

von Fr. 5'614.– und ab August 2017 von Fr. 5'010.–. Der Bedarf von D._____ 

wurde bis und mit Juli 2017 auf Fr. 5'154.– festgesetzt, hernach ebenfalls auf 

Fr. 5'010.– (Urk. 2 S. 30ff.). Gemäss dem Beklagten ist der Bedarf der Klägerin 

auf Fr. 4'663.– festzusetzen. Den Bedarf von C._____ beziffert er bis März 2017 

mit Fr. 1'834.– und ab dem 1. April 2017 mit Fr. 2'258.–. Der Bedarf für D._____ 

sei auf Fr. 1'834.– festzusetzen (Urk. 1 S. 31).  

 2.1. Die Vorinstanz ging von einer Trennung der Parteien im Februar 2014 

aus (Urk. 2 S. 11). Sie hat den Bedarf der Klägerin und der Kinder gestützt auf die 

von der Klägerin für das Jahr 2013 behaupteten Auslagen berechnet (Urk. 2 

S. 32ff.). Die Klägerin hat anlässlich ihrer Befragung am 26. September 2017 be-

stätigt, dem Beklagten anfangs Juli 2013 gesagt zu haben, dass sie sich scheiden 

lassen wolle. Seit Mitte Juli 2013 habe man dann getrennt auf verschiedenen 

Stockwerken im selben Haus gelebt. Anfangs Februar 2014 sei sie ausgezogen 

(Prot. Vi S. 53). Somit ist von einer Trennung der Parteien bereits anfangs Juli 

2013 auszugehen. Zur Festsetzung des während der Ehe geführten Lebensstan-

dards, auf dessen Fortführung die Klägerin und die beiden Söhne bei genügend 

vorhandenen Mitteln Anspruch haben, ist auf das Jahr vor der Trennung, somit 

auf die Monate Juli 2012 bis und mit Juni 2013 abzustellen. Der Beklagte führt in 

der Berufung nicht konkret an, wieso bereits im ersten Halbjahr 2013 von einem 

"taktisch motivierte[n] Ausgabeverhalten" der Klägerin auszugehen wäre (vgl. 

Urk. 1 S. 12). Er machte denn vor Vorinstanz auch noch geltend, es sei auf die 

Monate Mai 2012 bis Mai 2013 abzustellen (vgl. Urk. 6/11 S. 5 und S. 22; 

Urk. 6/76 S. 11).  

 2.2.1. Der Beklagte wendet ein, dass wer eine einstufig-konkrete Unterhalts-

berechnung verlange, die Zahlen aus der korrekten Referenzperiode vortragen 

müsse. Werde nichts vorgebracht oder glaubhaft gemacht, sei für alle unbelegten 

Positionen einzig mit einem einfachen Grundbetrag zu rechnen. Eventualiter 

könnten zugunsten der Klägerin die Zahlen des ersten Halbjahres 2013, d.h. der 

- 39 - 

Phase vor der offiziellen Ankündigung des Scheidungswunsches, auf das Jahr 

2013 hochgerechnet bzw. auf den Monat herunter gebrochen und als Basis für 

die Berechnung des Lebensstandards während der Dauer des (ungetrübten) Zu-

sammenlebens genommen werden (Urk. 1 S. 32).  

 2.2.2. Die Klägerin hat vor Vorinstanz basierend auf der einstufig-konkreten 

Methode für sich und die Kinder einen Bedarf von gesamthaft Fr. 28'084.05 (ohne 

Steuern) behauptet (Urk. 6/1 S. 5f.). Sie hat zu den geltend gemachten Bedarfs-

positionen für das Jahr 2013 die im Einzelnen getätigten Ausgaben unter Nen-

nung des Datums, Empfängers, Ortes, Betrages und der benutzten Kreditkarte 

angegeben (beispielsweise 15.1.2013, Confiserie …, Zürich, Fr. 30.20, … Visa 

Gold; vgl. Urk. 6/1 S. 12). Sodann wurden teils weitere, erläuternde Ausführungen 

gemacht (vgl. beispielsweise Urk. 6/1 S. 13). Als Beweismittel hat die Klägerin 

insbesondere auf die Kreditkartenabrechnungen des Jahres 2013 (Urk. 6/3/21/1-

12) und die Auszüge von der Raiffeisenbank (Urk. 6/3/22 = Urk. 6/29/9/1-12; vom 

1.1.2012 bis 11.9.2014) verwiesen. Mit Eingabe vom 14. Juli 2016 (Urk. 6/28) 

reichte die Klägerin dann mitunter auch die Kreditkartenabrechnungen des Jahres 

2012 ins Recht (Urk. 6/29/8/1-12). Fehl geht der Beklagte, wenn er kritisiert, die 

Vorinstanz habe teils in "unglaublicher Akribie" Kleinstpositionen der Klägerin zu-

sammengestellt und so den Grundsatz der unbeschränkten Untersuchungsmaxi-

me einseitig zugunsten einer Partei ausgelebt (vgl. Urk. 1 S. 35). Die Klägerin hat 

in Nachachtung ihrer Mitwirkungspflichten in ihrer Schrift "Tabellen" zu den getä-

tigten Auslagen aufgestellt (vgl. Urk. 1 S. 25ff.; Einkauf Lebensmit-

tel/Haushaltsbedarf) und die Vorinstanz hat anhand der genannten Beweismittel 

(Urk. 6/3/21/1-12 = Urk. 6/29/9/1-12; Urk. 6/3/22) überprüft, ob diese Listen 

glaubhaft erscheinen (Urk. 2 S. 42ff.). Dies entspricht der gesetzlich vorgeschrie-

benen Vorgehensweise.  

 2.2.3. Vorliegend wird der gebührende Bedarf der Klägerin und der Kinder 

gestützt auf die Monate Juli 2012 bis und mit Juni 2013 zu ermitteln sein. Für das 

zweite Halbjahr 2012 hat die Klägerin keine konkreten Behauptungen aufgestellt, 

hingegen liegen ihre diesbezüglichen Kreditkartenabrechnungen sowie die Aus-

züge der Raiffeisenbank im Recht (Urk. 6/3/22; Urk. 6/29/8/6-12), womit die Be-

- 40 - 

träge daraus ermittelt werden können. Wie bereits dargelegt, besteht vorliegend 

keine Veranlassung dazu, die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime einzu-

schränken (vgl. vorne III./E. 3.2.). In Übereinstimmung mit der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung können auch bei der einstufig-konkreten Berechnungsme-

thode gewisse Pauschalisierungen vorgenommen werden. Sodann kann von der 

Klägerin nicht verlangt werden, dass sie für sämtliche Behauptungen (vollständi-

ge) Quittungen oder Kreditkartenauszüge vorlegt (vgl. hierzu die zutreffenden 

Ausführungen der Vorinstanz, Urk. 2 S. 29). Hingegen liegt die Beweislast für ih-

ren und den Bedarf der Kinder nach wie vor bei der Klägerin.  

 3. Unangefochten blieben die Positionen Krankenkasse (KVG/VVG) der 

Klägerin von Fr. 687.– und der Söhne von je Fr. 115.–, Selbstbehalt/Franchise 

von Fr. 42.– und je Fr. 20.– und Kommunikation von Fr. 95.– und je Fr. 60.–. Wei-

ter sind im Bedarf der Klägerin Fr. 38.– für die Billag und Fr. 43.– für die Haft-

pflicht- und Hausratsversicherung einzusetzen (Urk. 1 S. 31; Urk. 2 S. 31). 

 4.1. Die Vorinstanz berücksichtigte bei der Klägerin und den beiden Kindern 

je einen Wohnkostenanteil (inkl. Nebenkosten) von Fr. 1'875.– pro Monat, damit 

total Fr. 5'625.– (Urk. 2 S. 32f.). Der Beklagte beantragt die Reduktion der Positi-

on auf Fr. 3'180.–. Es seien bei der Klägerin Fr. 1'590.– und bei den Söhnen je 

Fr. 794.– einzusetzen (vgl. Urk. 1 S. 31 und S. 32f.).  

 4.2. Die Klägerin lebt mit den beiden Kindern seit der Trennung in einer  

5-Zimmerwohnung (Urk. 3/2). Der Mietzins beträgt Fr. 2'958.– (Urk. 3/2; Urk. 3/4). 

Für die Garage bezahlt die Klägerin Fr. 180.– pro Monat (Urk. 3/3, Urk. 3/4). Es 

sind Gesamtkosten von Fr. 3'138.– belegt. Weiter sind Stromkosten von Fr. 40.– 

pro Monat glaubhaft (vgl. Urk. 3/6/5). Diese Beträge hat die Klägerin vor Vorin-

stanz geltend gemacht (Urk. 6/1 S. 5, insbesondere Urk. 6/115 S. 4). Entgegen 

der Ansicht der Vorinstanz (vgl. Urk. 2 S. 32) besteht keine Veranlassung dazu, 

auch bei der Klägerin und den Kindern einen (fiktiven) Wohnkostenanteil von 

Fr. 7'500.– (vgl. Urk. 2 S. 32f., wobei die Vorinstanz dann effektiv nur total 

Fr. 5'625.– berücksichtigte) einzusetzen. So gab die Klägerin anlässlich ihrer Be-

fragung an, die Wohnung selbst ausgesucht zu haben (Prot. Vi S. 60). Damit sind 

unter der Position Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) total Fr. 3'178.– einzusetzen. 

- 41 - 

Hiervon sind zwei Drittel (Fr. 2'118.–) im Bedarf der Klägerin und je ein Sechstel 

(Fr. 530.–) bei C._____ und D._____ zu berücksichtigen.  

5.1. Die Klägerin machte vor Vorinstanz unter dem Titel öffentliche Ver-

kehrsmittel Fr. 25.– (Urk. 6/1 S. 15f.) und zusätzlich Fr. 600.– Mobilitätskosten 

geltend (Urk. 6/1 S. 9ff.). Sie sei mit zwei Kindern auf ein Auto angewiesen. Der 

Beklagte stelle ihr derzeit einen auf ihn eingelösten Dodge Durango zur Verfü-

gung. Dieses Fahrzeug habe sie schon bis zum Februar 2014 gefahren (Urk. 6/1 

S. 9ff.). Die auf Fr. 630.– aufgerundeten Kosten verteilte die Klägerin je zu einem 

Drittel (Fr. 210.–) auf sich und die beiden Söhne (Urk. 6/115 S. 4). Die Vorinstanz 

sah Parkplatzgebühren von Fr. 180.– sowie Auslagen von Fr. 395.– pro Monat als 

belegt an. Sie erwog weiter, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der 

Hausangestellte ab und zu getankt habe, rechtfertige es sich, der Klägerin Mobili-

tätskosten von Fr. 600.– pro Monat anzurechnen. Darüber hinaus anfallende Re-

paraturkosten, Pneuwechsel etc. seien vom Grundbetrag zu decken (Urk. 2 

S. 34f.).  

5.2. Der Beklagte beruft sich vorab darauf, es sei mangels genügender Mit-

wirkungspflicht bei der Klägerin einzig ein Grundbetrag einzusetzen (Urk. 1 S. 33). 

Dem kann, wie dargelegt, nicht gefolgt werden (vgl. vorne III./E. C.2.2.1.ff.). Wei-

ter beantragt er, es seien gestützt auf die für das erste Halbjahr 2013 belegten 

Auslagen bei der Klägerin Fr. 106.– pro Monat zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 31 

und 33). Wie bereits dargelegt, ist nicht allein auf die Belege des ersten Halbjah-

res 2013 abzustellen (vgl. vorne III./E. C.2.2.3.).  

 5.3. Entgegen den Behauptungen des Beklagten (vgl. Urk. 1 S. 34) hat die 

Klägerin bereits während des Zusammenlebens öffentliche Verkehrsmittel be-

nutzt. Vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 ergeben sich belegte Ausgaben 

von total Fr. 341.40 (23.8.2012 Fr. 72.– [Urk. 6/29/8/8], 28.9.2012 Fr. 36.– 

[Urk. 6/29/8/10], 28.9.2012 Fr. 6.40, 23.10.2012 Fr. 79.– [Urk. 6/29/8/11], 

29.12.2012 Fr. 56.– [Urk. 6/29/9/1], 12.1.2013 Fr. 49.80 [Urk. 6/29/9/2], 28.1.2013 

Fr. 35.60 und 22.4.2013 Fr. 6.60 [Urk. 6/29/9/5]). Damit ist der von der Klägerin 

geltend gemachte Betrag von Fr. 25.– pro Monat glaubhaft.  

- 42 - 

 5.4.1. Ein Fahrzeug hat unbestrittenermassen zum Lebensstandard der Par-

teien gehört. Die Klägerin fuhr einen Dodge Durango, welcher dem Beklagten ge-

hörte und auf ihn eingelöst war. Sie hat dem Beklagten das Fahrzeug am 23. Mai 

2018 zurückgegeben. Es erscheint glaubhaft, dass der Beklagte bis zur Retour-

nierung des Fahrzeuges dessen Versicherungsprämie und die Strassenverkehrs-

abgaben bezahlt hat. Weiter bezahlte der Beklagte die Reparaturen und die Kos-

ten für den Service (vgl. Urk. 6/1 S. 11f.; Prot. Vi S. 75). Im Bedarf der Klägerin 

sind somit für die Zeit von April 2016 bis und mit Ende Mai 2018 nur die effektiv 

angefallenen Kosten für Benzin, Parkgebühren etc. zu berücksichtigen. Diese 

Kosten belaufen sich für das erste Halbjahr 2013 auf anerkannte Fr. 544.10 (Urk. 

2 S. 34f.; Urk. 1 S. 33). Vergessen gingen die Auslagen vom 4. Januar 2013 von 

Fr. 11.– (Urk. 6/29/9/1). Für das zweite Halbjahr 2012 sind total Fr. 274.55 

(25.7.2012 Fr. 28.– [Urk. 6/29/8/8], 25.8.2012 Fr. 19.40, 27.8.2012 Fr. 5.–, 

4.9.2012 Fr. 11.–, 19.9.2012 Fr. 36.15, 10.10.2012 Fr. 23.– [Urk. 6/29/8/10], 

10.11.2012 Fr. 147.– und 26.11.2012 Fr. 5.– [Urk. 6/29/8/12]) glaubhaft und damit 

zu berücksichtigen. Vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 ergeben sich total 

Fr. 829.65 (Fr. 544.10 + Fr. 11.– + Fr. 274.55) bzw. Fr. 69.15 pro Monat. Zu be-

achten ist jedoch, dass das Fahrzeug der Klägerin vor der Trennung der Parteien 

im Sommer 2013 regelmässig vom Hausangestellten aufgetankt wurde (vgl. Prot. 

Vi S. 61 und 75). Zudem wurde für die Reisen nach Frankreich etc. wohl das 

Fahrzeug des Beklagten benutzt. So finden sich in den Kreditkartenabrechnungen 

der Klägerin vor dem Juli 2013 kaum Auslagen für Benzin. Dies änderte sich nach 

der Trennung (vgl. Urk. 2 S. 34f.). Gestützt auf diese Zahlen erscheint es ange-

messen, bei der Klägerin rund Fr. 200.– pro Monat für Benzin einzusetzen. Die 

restlichen Ausgaben sind mit Fr. 50.– pro Monat zu veranschlagen, womit ein Be-

trag von Fr. 250.– pro Monat als angemessen erscheint. Hingegen erscheinen 

damit sämtliche im Zusammenhang mit dem Fahrzeug glaubhaft gemachten Aus-

lagen als gedeckt. Die Kosten von Fr. 180.– pro Monat für die Miete der Garage 

wurden bereits bei der Bedarfsposition Wohnkosten berücksichtigt. Von den 

Fr. 250.– sind Fr. 170.– bei der Klägerin und je Fr. 40.– bei den Söhnen einzuset-

zen.  

- 43 - 

 5.4.2. Ende Mai 2018 gab die Klägerin den Dodge Durango dem Beklagten 

zurück. Entsprechend hat sie ab dem 1. Juni 2018 Anspruch auf die für ein Fahr-

zeug anfallenden Kosten. Die Klägerin macht hierfür einen Betrag von Fr. 600.– 

geltend (Urk. 14 S. 43). Es blieb unbestritten und ist belegt, dass der Beklagte ihr 

zuvor diesen Betrag von den zugesprochenen Unterhaltsbeiträgen für die Benüt-

zung des Dodge Durango abgezogen hat (vgl. Urk. 1 S. 43; Urk. 16/1; Urk. 21 

S. 20). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in den vorangehend berechne-

ten Ausgaben von Fr. 250.– die Versicherungsprämien und die Strassenver-

kehrsabgaben von (für den Dodge Durango) total Fr. 299.30 (Urk. 6/3/7+8) nicht 

berücksichtigt wurden und auch allfällig anfallende Leasingraten einzuberechnen 

sind, erscheint der geltend gemachte Betrag von Fr. 600.– pro Monat als ange-

messen. Hiervon sind Fr. 400.– bei der Klägerin und je Fr. 100.– bei C._____ und 

D._____ einzusetzen.  

 5.5. Zusammenfassend ergeben sich damit bei der Klägerin vom 27. April 

2016 bis und mit 31. Mai 2018 Mobilitätskosten von Fr. 195.– (Fr. 170.– plus 

Fr. 25.– öffentlicher Verkehr) und bei C._____ und D._____ von je Fr. 40.–. Ab 

dem 1. Juni 2018 erhöhen sich die Kosten bei der Klägerin auf Fr. 425.– 

(Fr. 400.– plus Fr. 25.– öffentlicher Verkehr) und bei den Söhnen auf je Fr. 100.–. 

 6.1. Unter der Position Restaurant hielt die Vorinstanz dafür, dass durch-

schnittliche Ausgaben von Fr. 115.– pro Monat belegt seien. Weiter zog sie ge-

stützt auf die Aussagen der Parteien anlässlich ihrer Befragung den Schluss, dass 

diese einmal pro Woche in einem guten Restaurant gegessen hätten und der Be-

klagte jeweils die Rechnung bezahlt habe. Die Klägerin habe die Rechnungen be-

zahlt, wenn sie mit den Kindern unterwegs gewesen sei. Gestützt hierauf sah die 

Vorinstanz Auslagen der Klägerin von monatlich Fr. 400.– und der Kinder von je 

Fr. 150.– als glaubhaft an (Urk. 2 S. 35f.).  

 6.2. Der Beklagte beruft sich vorab darauf, es sei bei der Klägerin mangels 

genügender Mitwirkungspflicht einzig ein Grundbetrag einzusetzen (Urk. 1 S. 33). 

Dem kann, wie dargelegt, nicht gefolgt werden. Weiter beantragt er, es seien ge-

stützt auf die für das erste Halbjahr 2013 belegten Auslagen bei der Klägerin 

Fr. 65.– pro Monat und bei den Söhnen je Fr. 10.– zu berücksichtigen (Urk. 1 

- 44 - 

S. 31 und 33). Wie bereits dargelegt, ist nicht allein auf die Belege des ersten 

Halbjahres 2013 abzustellen. Die Vorinstanz ging gestützt auf die Aussagen der 

Parteien zu Recht davon aus, dass diese in der Regel einmal wöchentlich in ein 

gutes Restaurant (die Klägerin spricht von Kosten von Fr. 100.– pro Person) aus-

wärts Essen gingen. Dabei bezahlte der Beklagte jeweils die Rechnung (vgl. Prot. 

Vi S. 62 und 76; Urk. 2 S. 35f.). Diese Ausführungen wurden vom Beklagten in 

der Berufung nicht gerügt. Weiter sind anerkanntermassen für das erste Halbjahr 

2013 von der Klägerin selbst bezahlte Auslagen von Fr. 85.– pro Monat ausge-

wiesen (Urk. 1 S. 33). Darin inbegriffen sind insbesondere die Ausgaben für die 

Confiserien … und …. Die im zweiten Halbjahr 2012 aus den Kreditkartenabrech-

nungen sich ergebenden - in der Schweiz (vgl. nachfolgend III./E. C.7.2.) - getä-

tigten Ausgaben belaufen sich auf total Fr. 958.30 (24.8.2012 Fr. 40.– [Urk. 

6/29/8/9], 25.8.2012 Fr. 24.80, 5.9.2012 Fr. 41.80, 6.9.2012 Fr. 45.40, 14.9.2012 

Fr. 23.40 [Urk. 6/29/8/10], 2.10.2012 Fr. 137.60, 9.11.2012 Fr. 55.60 [Urk. 

6/29/8/11], 22.11.2012 Fr. 419.30 [Urk. 6/29/8/12], 27.11.2012 Fr. 48.80, 

8.12.2012 Fr. 72.60 und 18.12.2012 Fr. 49.–). Es resultieren für die Zeit vom 

1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 Fr. 122.35 pro Monat (6 x Fr. 85.– + Fr. 958.30 

: 12). Nach dem Gesagten sind im Bedarf der Klägerin die von ihr behaupteten 

und von der Vorinstanz zugesprochenen Fr. 400.– einzusetzen (Urk. 2 S. 35f.; 

Urk. 14 S. 41 und 46). Bei C._____ und D._____ erscheinen je Fr. 60.– als an-

gemessen.  

 7.1. Die Vorinstanz sah bei der Position Körper- und Gesundheitspflege für 

das Jahr 2013 Kosten von Fr. 170.– pro Monat als belegt an. Die Hälfte würde auf 

die Klägerin und je ein Viertel auf die Kinder entfallen. Entsprechend berücksich-

tigte sie im Bedarf der Klägerin Fr. 85.– und bei den Söhnen je Fr. 42.– (Ur. 2 

S. 31 und S. 36f.). Der Beklagte beantragt, sofern nicht nur ein Grundbetrag ein-

gesetzt werde, die Reduktion der Beträge auf Fr. 68.– für die Klägerin und je 

Fr. 10.– für die Söhne (Urk. 1 S. 31 und 33).  

 7.2. Mit Bezug auf die Einwände des Beklagten, dass nur ein Grundbetrag 

einzusetzen und allein auf die Zahlen des ersten Halbjahres 2013 abzustellen wä-

re, ist auf die vorangehenden Ausführungen zu verweisen. Sodann ist an dieser 

- 45 - 

Stelle der folgende Einschub angezeigt: Die Parteien haben während des Zu-

sammenlebens unbestrittenermassen viel Zeit im Ausland verbracht. So insbe-

sondere in Lettland und die Klägerin, teils auch mit den Kindern allein, in ihrer 

Heimat der Ukraine. Während diesen Aufenthalten machte die Klägerin regelmäs-

sig Einkäufe (vgl. beispielsweise Urk. 6/29/8/10 und Urk. 6/29/9/5) und besuchte 

unter anderem auch Beauty Salons (vgl. beispielsweise Urk. 6/29/8/10, Eintrag 

vom 8.5.2013). Diese im Ausland getätigten Ausgaben hat die Klägerin in ihrer 

Bedarfsaufstellung nicht unter die Positionen Körper- und Gesundheitspflege oder 

Betrag zur freien Verfügung etc. subsumiert, sondern sie machte sie unter der 

Position Ferien und Auslandaufenthalte geltend (vgl. Urk. 6/1 S. 17ff., beispiels-

weise S. 20 die vorgenannte Ausgabe). Werden nun die im Ausland getätigten 

Ausgaben für Kosmetika weder bei der Position Körperpflege noch bei den Feri-

enkosten berücksichtigt, führt dies zu keinem sachgerechten Ergebnis, da die 

Auslagen zum Lebensstandard der Parteien gehörten. Vorliegend wird so verfah-

ren, dass die Auslagen, welche die Klägerin unter der Position Ferien und Aus-

landaufenthalte geltend gemacht hat, auch dort berücksichtigt werden. Dies be-

zieht sich auch auf im Ausland bezogenes Bargeld. Das Gesagte gilt es bei den 

nachfolgenden Ausführungen im Auge zu behalten.  

 7.3. Für das erste Halbjahr 2013 sind gemäss dem erstinstanzlichen Ent-

scheid Auslagen von Fr. 480.– anerkannt (Urk. 2 S. 37). Vergessen gingen die 

geltend gemachten (Urk. 6/1 S. 14) und belegten Fr. 41.40 vom 22.1.2013 (Urk. 

6/29/9/1). Die im zweiten Halbjahr 2012 aus den Kreditkartenabrechnungen sich 

ergebenden - in der Schweiz - getätigten Ausgaben belaufen sich auf total 

Fr. 585.85 (9.7.2012 Fr. 45.– [Urk. 6/29/8/7], 23.7.2012 Fr. 8.35 [Urk. 6/29/8/8], 

28.7.2012 Fr. 16.80, 11.10.2012 Fr. 86.55 [Urk. 6/29/8/10], 23.10.2012 Fr. 67.80 

[Urk. 6/29/8/11], 20.11.2012 Fr. 147.90 [Urk. 6/29/8/12], 22.11.2012 Fr. 29.60, 

23.11.2012 Fr. 23.05, 21.12.2012 Fr. 49.90 [Urk. 6/29/9/1] und 21.12.2012 

Fr. 110.90). Es resultieren für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 

Fr. 92.30 pro Monat (Fr. 480.– + Fr. 41.40 + Fr. 585.85 : 12). Es erscheint somit 

glaubhaft, dass die Klägerin rund Fr. 60.– pro Monat für sich persönlich und je 

Fr. 16.– für die Knaben für Gesundheits- und Körperpflege ausgegeben hat.  

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 8.1. Die Klägerin hat Fr. 45.– unter der Position Horoskope und Spiritualität 

geltend gemacht (Urk. 6/1 S. 16; Urk. 6/115 S. 4). Sie subsumiert darunter Ausla-

gen für … und … AG (Urk. 6/1 S. 16f.). Die Vorinstanz sah Fr. 37.– pro Monat als 

glaubhaft an (Urk. 2 S. 37). Gemäss dem Beklagten ist bei dieser Position Fr. 0.–, 

allenfalls Fr. 15.– einzusetzen (Urk. 1 S. 33f.).  

 8.2. Mit Bezug auf die Einwände des Beklagten, dass nur ein Grundbetrag 

einzusetzen und allein auf die Zahlen des ersten Halbjahres 2013 abzustellen wä-

re, ist auf die vorangehenden Ausführungen zu verweisen. Für das erste Halbjahr 

2013 sind Fr. 92.– ausgewiesen und anerkannt (vgl. Urk. 2 S. 37). Für das zweite 

Halbjahr 2012 sind einzig Fr. 28.– am 11.11.2012 belegt (vgl. Urk. 6/29/8/11). Es 

ergeben sich damit vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 glaubhafte Ausgaben 

von Fr. 10.– (Fr. 92.– + Fr. 28.– : 12) pro Monat.  

 9.1. Die Klägerin machte vor Vorinstanz geltend, die Parteien seien während 

der Ehe regelmässig gemeinsam als Familie oder je für sich allein ins Ausland ge-

reist. Man sei regelmässig in Frankreich, Griechenland, Lettland und in der Ukrai-

ne gewesen. Die Winterferien habe man in der Schweiz verbracht (Urk. 6/1 

S. 17). Die Kosten für die Unterkünfte und die Flüge seien meistens durch den 

Beklagten beglichen worden. Hierfür listete die Klägerin für das Jahr 2013 Kosten 

von Fr. 21'033.90 auf (Urk. 6/1 S. 18). Die von ihr persönlich während der Ferien- 

und Auslandaufenthalte bezahlten Ausgaben für Essen, Benzin, Restaurantbesu-

che, Einkäufe in Kleiderboutiquen, Bargeldbezüge etc. bezifferte die Klägerin mit 

Fr. 16'865.10 (Urk. 6/1 S. 18ff.). Gestützt auf diese Zahlen machte sie für Ferien 

und Auslandaufenthalte einen monatlichen Betrag von Fr. 3'500.– geltend (Urk. 

6/1 S. 24), Fr. 1'500.– für sich persönlich und je Fr. 1'000.– für C._____ und 

D._____ (Urk. 6/115 S. 4).  

 9.2. Die Vorinstanz folgte dem Antrag der Klägerin. Sie sah es als glaubhaft 

an, dass sich die monatlichen Ausgaben der Klägerin im Zusammenhang mit Aus-

landaufenthalten im Jahre 2013 auf Fr. 1'205.– beliefen (Urk. 2 S. 38ff.). Weiter 

hielt sie dafür, es sei glaubhaft, dass der Beklagte neben den vielen Geschäftsrei-

sen auch einen Teil der Ferien bezahlt habe. Bei den von der Klägerin bezahlten 

Flügen und Hotelzimmern sei jeweils der Anteil des Beklagten in Abzug zu brin-

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gen. Der Beklagte bestreite nicht, dass er sehr häufig zusammen mit der Klägerin 

und den Kindern auf Geschäftsreisen gegangen oder "sonstige Ferien" mit ihnen 

gemacht habe. Unbestritten sei auch, dass sich die Familie neben dem Aufenthalt 

in den Häusern in Frankreich und auf Kreta Fünfsternehotels geleistet habe. Da 

die Klägerin nach der Trennung weder das Haus in Frankreich noch dasjenige auf 

Kreta benutzen könne, dies aber unbestritten zu ihrem Lebensstandard gehört 

habe, habe sie grundsätzlich Anspruch auf eine ähnliche Unterkunft. Die von der 

Klägerin geltend gemachten Ferienkosten seien bei diesem glaubhaft gemachten 

Lebensstil nachvollziehbar (Urk. 2 S. 41f.). Der Beklagte beantragt mit der Beru-

fung die Senkung des berücksichtigen Betrages von total Fr. 3'500.– auf Fr. 635.– 

pro Monat (Urk. 1 S. 35f.), Fr. 273.– für die Klägerin und je Fr. 181.– für die bei-

den Söhne (Urk. 1 S. 31). 

 9.3. Wie dargelegt (vgl. vorne III./E. C.7.2.) ist unter der Position Ferien und 

Auslandaufenthalte vorab der Betrag zu bestimmen, welchen die Klägerin im Aus-

land für Shoppingtouren etc. ausgegeben hat. Darunter sind auch die Kosten für 

die Lebensmittel zu subsumieren, sofern sie nicht in AB._____ [Ortschaft in der 

Schweiz] getätigt wurden (vgl. nachfolgend III./E. C.11.). Nicht berücksichtigt wer-

den die von der Klägerin bezahlten Flugtickets (vgl. nachfolgend III./E. C.9.4.). Für 

das erste Halbjahr 2013 sind Zahlungen gemäss dem vorinstanzlichen Urteil von 

total Fr. 3'809.05 belegt (Urk. 2 S. 38f.). Nach Abzug von Fr. 376.75, welche am 

5. Mai 2013 für Flugtickets ausgegeben wurden, verbleiben Fr. 3'432.30. Verges-

sen gingen behauptete und belegte Ausgaben von Anfang Januar von total 

Fr. 493.60 (8.1.2012 Fr. 25.15 [Urk. 6/29/9/1], 11.1.2013 Fr. 1.15, 11.1.2013 Fr. 

14.35, 11.1.2013 Fr. 61.79 und 18.1.2013 Fr. 3