# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 603d0c44-287f-5f09-a740-b847c8cea409
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.11.2011 D-2493/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2493-2011_2011-11-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­2493/2011

U r t e i l   v om   1 6 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz),
Richter Maurice Brodard, Richter Martin Zoller;  
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

Parteien A._______, geboren (…),
B._______, geboren (…),
C._______, geboren (…),
Sri Lanka, 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 30. März 2011 / N (…).

D­2493/2011

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführenden  –  ethnische  Tamilen  aus  D._______ 
(Halbinsel  Jaffna)  –  mit  Eingaben  vom  30.  Mai  2007  und  vom  31. Juli 
2007  (jeweiliger  Eingang  bei  der  Botschaft)  bei  der  schweizerischen 
Vertretung in Colombo ein Asylgesuch und ein Gesuch um Einreise in die 
Schweiz stellten,

dass  die  Vorinstanz  mit  Verfügung  vom  6.  Juli  2010  das  Asylgesuch 
ablehnte und die Einreise in die Schweiz nicht bewilligte,

dass dieser Entscheid des BFM unangefochten in Rechtskraft erwuchs,

dass  die  Beschwerdeführenden  am  13.  Oktober  2010  in  die  Schweiz 
einreisten und gleichentags im Empfangs­ und Verfahrenszentrum (EVZ) 
Vallorbe um Asyl nachsuchten,

dass  sie  anlässlich  der  Kurzbefragungen  im  EVZ  Vallorbe  vom  19. 
Oktober 2010 sowie der Anhörungen vom 18. März 2011 zur Begründung 
ihrer  Asylgesuche  im Wesentlichen  geltend machten,  der  Ehemann  der 
Beschwerdeführerin  (A._______)  sei  1999  festgenommen  und  von  der 
srilankischen Armee, die ihn der Kooperation mit den Liberation Tigers of 
Tamil Eelam (LTTE) verdächtigt habe, inhaftiert worden,

dass die Beschwerdeführerin dank der Unterstützung der Eelam People's 
Democratic Party  (EPDP­Partei) die Freilassung  ihres Ehemannes habe 
erwirken können,

dass dieser jedoch am (…) getötet worden sei,

dass  ihr  ältester  Sohn  (E._______)  anlässlich  einer  Razzia  der 
srilankischen  Armee  am  (…)  festgenommen  worden  und  seither 
verschwunden sei,

dass sie aufgrund dieser Ereignisse und aus Angst davor, auch ihr Sohn 
B._______ könnte entführt werden, zusammen mit  ihren beiden Kindern 
(B._______  und  C._______)  ihre  Heimat  am  11.  April  2010  auf  dem 
Seeweg in Richtung Indien verlassen habe,

dass sie am 20. April  2010 vom Flughafen Mumbay nach Kiel  geflogen 
und  in  einem  Lastwagen  nach  Polen  weitergereist  seien,  wo  sie  sechs 
Monate verbracht hätten, bevor sie in die Schweiz eingereist seien,

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dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung 
vom  30.  März  2011  –  eröffnet  am  1.  April  2011  –  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  die  von  den 
Beschwerdeführenden  vorgebrachten  tragischen  Ereignisse  seien 
geraume Zeit vor ihrer Ausreise vorgefallen,

dass  die  Beschwerdeführenden  nach  dem  Tod  ihres  Ehemannes 
beziehungsweise Vaters  noch  vier  Jahre  in  Sri  Lanka  verblieben  seien, 
ohne wegen den unter Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) genannten Gründen Nachteilen ausgesetzt zu sein,

dass die Festnahme ihres ältesten Sohnes beziehungsweise Bruders  im 
Juli 2009  im Kontext mit dem damals herrschenden Bürgerkrieg  in  ihrer 
Heimat zu beurteilen sei,

dass  die  Beschwerdeführenden  nicht  angegeben  hätten,  nach  diesem 
Ereignis  von  den  Behörden  oder  seitens  Dritter  Nachteilen  ausgesetzt 
worden zu sein,

dass die von ihnen geäusserten Befürchtungen, von den LTTE oder den 
Behörden bedroht und verfolgt zu werden, ins Leere greifen würden,

dass  diesbezüglich  darauf  hinzuweisen  sei,  dass  die  LTTE  nach  ihrer 
Niederlage gegen die srilankische Armee im Mai 2009 jegliche Aktivitäten 
eingestellt hätten,

dass  in  Bezug  auf  die  von  der  Armee  ausgehenden  Nachteile  zu 
erwähnen sei, dass die heimatlichen Behörden sich gegenwärtig auf die 
in  Rehabilitationszentren  inhaftierten  Kriegsveteranen  der  LTTE 
konzentrierten,

dass  weder  die  Beschwerdeführerin  noch  die  beiden  mit  ihr  in  die 
Schweiz  gereisten  Kinder  dem Profil  der  von  der  Armee  verhörten  und 
inhaftierten Personen entsprächen,

dass  demnach  die  von  ihnen  geäusserten  Befürchtungen  nicht  die 
Realität in ihrem Heimatland abbildeten,

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dass  die  vorgebrachten Gründe  somit  nicht  asylrelevant  seien  und  ihre 
Vorbringen  den  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 AsylG nicht standhielten,

dass  die  Beschwerdeführenden  demzufolge  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfüllten, so dass ihre Asylgesuche abzulehnen seien,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  im  vorliegenden  Fall  sowohl  in 
allgemeiner  als  auch  in  individueller  Hinsicht  zulässig,  zumutbar  und 
möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  2.  Mai  2011  gegen 
diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben 
und  sinngemäss  beantragten,  der  Entscheid  des  BFM  sei  aufzuheben, 
sie seien als Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen sei Asyl zu gewähren, 
eventualiter sei der Vollzug der Wegweisung auszusetzen und sie seien 
vorläufig aufzunehmen,

dass in prozessualer Hinsicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
zu  verzichten  sei  und  ihnen  die  unentgeltliche  Prozessführung  zu 
gewähren sei,

dass  sie  zur  Untermauerung  ihrer  Vorbringen  Ausschnitte  des  Berichts 
der  Schweizerischen  Flüchtlingshilfe mit  dem  Titel  "Sri  Lanka  – mise  à 
jour: situation actuelle" vom 1. Dezember 2010 zur humanitären Lage  in 
Sri Lanka ins Recht legten,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde  und  das  eingereichte 
Beweismittel  –  soweit  entscheidwesentlich  –  in  den  Erwägungen 
eingegangen wird,

dass der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 11. Mai 2011 das Gesuch 
um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  abwies  und  die 
Beschwerdeführenden  –  unter  Hinweis  auf  die  Säumnisfolgen – 
aufforderte, innert Frist eine Kostenvorschuss von Fr. 600.­ zu leisten,

dass  die Beschwerdeführenden  den Kostenvorschuss  am 18. Mai  2011 
fristgerecht leisteten,

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dass  die  Beschwerdeführenden  zur  Untermauerung  der  vorgebrachten 
Asylgründe  am  24.  Juni  2011  ein  Schreiben  der  Mutter  der 
Beschwerdeführerin, welches auf den 27. April 2011 datiert, zu den Akten 
reichten,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  kein  solches  Auslieferungsbegehren  vorliegt,  weshalb  das 
Bundesverwaltungsgericht vorliegend endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die  Beschwerdeführenden  im  Wesentlichen  dieselben  Asylgründe 
wie im bereits erfolglos und mit Verfügung vom 6. Juli 2010 rechtskräftig 
abgeschlossenen Auslandverfahren vorbringen,

dass diesbezüglich auf die vorinstanzlichen Akten zu verweisen ist,

dass einerseits die Tötung ihres Ehemannes beziehungsweise Vaters am 
(…) und andererseits das Verschwinden ihres älteren Sohnes respektive 
Bruders  (E._______)  am  (…)  sie  veranlasst  hätten,  ihr  Heimatland  zu 
verlassen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  Übereinstimmung  mit  der 
Vorinstanz  die  Glaubhaftigkeit  dieser  Vorbringen  grundsätzlich  nicht  in 
Frage stellt,

dass  die  beiden  Vorfälle  jedoch  keinen  erkennbaren  Zusammenhang 
haben,

dass  die  Beschwerdeführenden  erst  acht  Monate  nach  dem 
Verschwinden ihres ältesten Sohnes beziehungsweise Bruders Sri Lanka 
verlassen haben,

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dass  sie  gemäss  eigenen  Angaben  in  der  Zwischenzeit  keine 
nennenswerten  Benachteiligungen  durch  die  heimatlichen  Behörden  zu 
erleiden hatten,

dass  diesbezügliche  Befürchtungen  aufgrund  der  Aktenlage  sowie  der 
allgemeinen und aktuellen Situation in Sri Lanka nicht plausibel sind,

dass die Beschwerdeführenden zudem gemäss eigenen Angaben nie für 
die LTTE tätig gewesen waren,

dass  die  LTTE  ohnehin  nach  ihrer  Niederlage  gegen  die  srilankische 
Armee im Mai 2009 jegliche Aktivitäten eingestellt haben,

dass  sich  die  politische  Lage  in  Sri  Lanka  seit  Beendigung  des 
Bürgerkrieges fortlaufend entspannt und verbessert,

dass  es  unwahrscheinlich  erscheint,  dass  die  Beschwerdeführerin  oder 
die beiden mit  ihr  in die Schweiz eingereisten Kinder bei einer Rückkehr 
nach  Sri  Lanka  Gefahr  laufen  werden,  von  der  Armee  verhört  oder 
sonstwie benachteiligt zu werden,

dass  sie  den  Erwägungen  der  Vorinstanz  nichts  Substanzielles 
entgegenhalten,  sondern  sich  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  vom  2.  Mai 
2011  auf  die  Wiederholung  des  Sachverhalts  und  die  Schilderung  der 
allgemein schwierigen Lage in Sri Lanka beschränken,

dass  deshalb  zudem  –  um  Wiederholungen  zu  vermeiden  ­ 
vollumfänglich  auf  die  zutreffenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass an dieser Einschätzung auch das  ins Recht gelegte Schreiben der 
Mutter  der  Beschwerdeführerin  vom  27.  April  2011  nichts  zu  ändern 
vermag,  da  der  darin  geschilderte  Sachverhalt  an  sich  unbestritten, 
indessen  vom  BFM  zu  Recht  als  asylrechtlich  unerheblich  erachtet 
worden ist,

dass  die  von  den  Beschwerdeführenden  vorgebrachten  Gründe  somit 
nicht  asylrelevant  sind  und  den  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten,

dass  es  den  Beschwerdeführenden  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 

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machen, weshalb  das  Bundesamt  die  Asylgesuche  zu Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.9  S.  733  m.w.H.; 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  den  Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  von  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 

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grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  zur  Publikation  vorgesehenen 
Urteil  E­6220/2006  vom  27.  Oktober  2011  angesichts  der  veränderten 
Lage nach dem Ende des sri­lankischen Bürgerkriegs  im Mai 2009 eine 
aktuelle Einschätzung vorgenommen hat, 

dass  danach  der  Wegweisungsvollzug  in  diejenigen  Gebieten  der 
Nordprovinz, welche seit  längerer Zeit  unter Regierungskontrolle  stehen 
(Distrikte  Jaffna  und  die  südlichen  Teile  der  Distrikte  Vavuniya  und 
Mannar),  grundsätzlich  zumutbar  ist,  jedenfalls  in  Bezug  auf  Personen, 
welche  dieses  Gebiet  nach  Mai  2009  verlassen  haben  und  dort 
gleichwertige Lebensbedingungen vorfinden (a.a.O., E. 13.2.1.1),

dass  die  Beschwerdeführenden  aus  D._______  (Halbinsel  Jaffna) 
stammen und dort nach ihren Angaben bis 2006 gelebt haben,

dass sie danach – mit Zwischenaufenthalten in Colombo – ab November 
2007 bis zu ihrer Ausreise im April 2010 in F._______ / Vavuniya gelebt 
hätten,

dass  somit  die  Voraussetzungen  für  eine  zumutbare  Rückkehr  gemäss 
der erwähnten aktuellen Lagebeurteilung erfüllt sind, und zwar sowohl in 
Bezug auf ihren Heimatort D._______, wo sich ihr Elternhaus befindet, in 
welchem  noch  der  Bruder  und  die  Mutter  der  Beschwerdeführerin 
wohnen  (vgl.  B13,  S.  7),  als  auch  inbezug  auf  ihren  letzten  Wohnort 
Vavuniya, wo sie sich dreinhalb Jahre bis zu  ihrer Ausreise aufgehalten 
haben,

dass  auch  keine  übrigen  Gründe  zu  erkennen  sind,  welche  die 
Beschwerdeführenden  bei  einer  Rückkehr  in  ihre  Heimat  in  eine 
existenzielle Notlage bringen könnten,

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dass die Beschwerdeführerin  nach dem Tod  ihres Ehemannes mit  ihrer 
Arbeit als Schneiderin für den Familienunterhalt hat aufkommen können,

dass  –  abgesehen  von  den  noch  in  Sri  Lanka  lebenden  Verwandten – 
(vgl.  B5,  S.  3  und B13,  S.7)  auch  der mittlerweile  volljährig  gewordene 
Sohn  B._______  und  die  nunmehr  14­jährige  Tochter  C._______  sie 
werden unterstützen können,

dass  auch  die  (weitere)  medizinische  Versorgung  der 
Beschwerdeführerin  (gemäss  eigenen  Angaben  leide  sie  unter 
Bluthochdruck  [vgl.  B5,  S.  7])  beziehungsweise  der 
Beschwerdeführenden in ihrer Heimat gewährleistet sein dürfte,

dass  in Berücksichtigung sämtlicher  für den vorliegenden Fall  relevanter 
Aspekte  der  Vollzug  der  Wegweisung  daher  auch  unter  individuellen 
Gesichtspunkten zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen und mit dem am 
18.  Mai  2011  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Daniel Stadelmann

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