# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a51e5b93-e4a2-5714-8df2-d054295c2f44
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 21.06.2017 HG160003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG160003_2017-06-21.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

kopip9'iGeschäfts-Nr.: HG160003-O U/dz 

 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. George Daetwyler, Präsident, und Ersatzoberrichte-

rin Nicole Klausner, die Handelsrichter Peter Schweizer, Thomas 

Klein und Peter Zwicky sowie der Gerichtsschreiber Dr. Moritz Vi-

scher 

 

Urteil vom 21. Juni 2017 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  

Klägerin und Widerbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____ AG,  

Beklagte und Widerklägerin 

 

betreffend Forderung 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren der Hauptklage: 
(act. 1 S. 2) 

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 54'293.50 zu-
züglich Zinsen von 5% seit dem 8. Oktober 2014 zuzüglich Zah-
lungsbefehlskosten von CHF 103.00 zu bezahlen. 

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. … des Betreibungs-
amtes Oberwinterthur vom 29. Oktober 2014 sei aufzuheben und 
es sei im Umfang der gutgeheissenden Klage definitive Rechts-
öffnung zu erteilen. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MWSt) 
zulasten der Beklagten." 

 
Rechtsbegehren der Widerklage: 

(act. 9 sinngemäss) 

"1. Die Klägerin und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten 
und Widerklägerin CHF 7'000.– zu bezahlen. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin 
und Widerbeklagten." 

 

Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien und ihre Stellung 

Bei der Klägerin und Widerbeklagten (nachfolgend: Klägerin) handelt es sich um 

eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die insbesondere die Erbringung von 

diversen Elektroinstallationen (z.B. Kommunikations-, EDV-, und Sicherheitsanla-

gen) bezweckt. 

Die Beklagte und Widerklägerin (nachfolgend: Beklagte) bezweckt den Handel mit 

Lebensmitteln, Metzgerei- und anderen Waren sowie Import- und Exportgeschäfte 

auf eigene und fremde Rechnung.  

- 3 - 

b. Prozessgegenstand 

Streitgegenstand bilden offene Forderungen der Klägerin aus der Installation 

neuer Elektro- und Sicherheitsanlagen in einem ehemaligen Ladenlokal der Be-

klagten. 

B. Prozessverlauf  

Am 5. Januar 2016 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die Klage samt Bei-

lagen mit obigen Rechtsbegehren hierorts ein (act. 1; act. 2; act. 3/1-25). Den ihr 

mit Verfügung vom 8. Januar 2016 (act. 4) auferlegten Gerichtskostenvorschuss 

leistete sie fristgerecht (act. 6). Mit Verfügung vom 28. Januar 2016 (act. 7) wurde 

der Beklagten Frist zur Einreichung der Klageantwort angesetzt. Deren Erstattung 

erfolgte am 11. April 2016 (act. 9). Die Beklagte erhob mit Klageantwort zugleich 

Widerklage und wurde hierfür mit Verfügung vom 22. April 2016 (act. 10) zur Leis-

tung eines Gerichtskostenvorschusses verpflichtet. Dieser ging fristgerecht hier-

orts ein (act. 12). Nachdem die Vergleichsverhandlung vom 6. Oktober 2016 ge-

scheitert war (Prot. S. 7 f.), wurde mit Verfügung vom 13. Oktober 2016 ein zwei-

ter Schriftenwechsel angeordnet (act. 15). Die Replik und Widerklageantwort da-

tiert vom 3. Januar 2017 (act.17; act. 18/1-4). Die Beklagte reichte in der Folge 

keine Duplik und Widerklagereplik ein, wobei androhungsgemäss Verzicht auf ei-

ne weitere Rechtsschrift anzunehmen ist (vgl. act. 19). Beide Parteien haben 

ausdrücklich (act. 25) bzw. durch Stillschweigen (die Beklagte; vgl. dazu Verfü-

gung vom 19. Mai 2017, Dispositiv Ziffer 1) auf die Durchführung einer Hauptver-

handlung verzichtet. Das Verfahren erweist sich damit als spruchreif, weshalb ein 

Urteil zu ergehen hat (Art. 236 Abs. 1 ZPO). Auf die Parteivorbringen ist im Fol-

genden nur soweit für die Entscheidfindung notwendig einzugehen. 

- 4 - 

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Hauptklage 

Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zürich 

blieben hinsichtlich der Hauptklage zu Recht unbestritten (act. 1 N 2; act. 9; 

Art. 31 ZPO, Art. 6 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG). 

1.2. Widerklage 

Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die Beklagte Widerklage erheben, wenn der 

geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage 

zu berurteilen ist. Gilt demnach, wie vorliegend, für die Hauptklage das 

ordentliche Verfahren, so kann keine Widerklage im vereinfachten Verfahren 

erhoben werden. Für die Beurteilung von Streitigkeiten im vereinfachten 

Verfahren ist das Handelsgericht ohnehin nicht zuständig (Art. 243 Abs. 3 ZPO; 

BGE 142 III 525 E. 2.2.4). Dies gilt sowohl für vermögensrechtliche Streitigkeiten 

bis zu einem Streitwert von (inkl.) CHF 30'000.– (Art. 243 Abs. 1 ZPO) als auch 

für Streitigkeiten, welche streitwertunabhängig im vereinfachten Verfahren zu 

behandeln sind (Art. 243 Abs. 2 ZPO; Urteil BGer 4A_648/2016 vom 27. Februar 

2017 E. 2.2 [zur Publikation vorgesehen]; dazu umfassend: DAETWYLER / STALDER, 

in: BRUNNER / NOBEL [Hrsg.], Handelsgericht Zürich 1866-2016, Zuständigkeit, 

Verfahren und Entwicklungen, Festschrift zum 150. Jubiläum, Zürich / Basel / 

Genf 2016, S. 203 f., vor allem S. 204). Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung 

ist folglich nicht zwischen den Fällen von Art. 243 Abs. 1 und Abs. 2 ZPO zu 

differenzieren. Eine solche Differenzierung kann folglich – entgegen vereinzelter 

Lehrmeinungen (z.B. GASSER/RICKLI, Art. 224 ZPO N 3) – auch bei der 

Beurteilung der Zulässigkeit einer Widerklage nicht vorgenommen werden. Damit 

ist die vorliegende Widerklage mit einem Streitwert von CHF 7'000.– im 

vereinfachten Verfahren zu behandeln, was sich angesichts der im ordentlichen 

Verfahren zu behandelnden Hauptklage, d.h. aufgrund der fehlenden, gleichen 

Verfahrensart, als unzulässig erweist (Art. 224 Abs. 1 ZPO). Überdies kann das 

- 5 - 

Handelsgericht keine Klagen im vereinfachten Verfahen beurteilen (Art. 243 

Abs. 3 ZPO; vgl. auch BK-KILLIAS, Art. 224 ZPO N 41; LEUENBERGER, ZPO-

Kommentar, Art. 224 ZPO N 16). Auf die vorliegende Widerklage ist daher nicht 

einzutreten.  

1.3. Fazit 

Zusammenfassend ist auf die Hauptklage einzutreten. Dagegen erweist sich die 

Widerklage als unzulässig, was ein Nichteintreten auf diese zur Folge hat.  

Die Widerklage wäre im Übrigen, wie aus den nachfolgenden Erwägungen er-

sichtlich wird, sowieso abzuweisen gewesen (siehe nachfolgend 2.). 

2. Offene Forderungen der Klägerin gestützt auf die Offerten-Nr. 14187/1-5 

Mangels Einreichung einer zweiten Rechtsschrift seitens der Beklagten und man-

gels anderer Darstellung in der Klageantwort gilt folgender, in der Replik neu vor-

getragener Sachverhalt als unbestritten: 

act. 17 N 2 
"(…) Alle diese Offerten sind an die Beklagte adressiert, nennen als Auftragge-
ber Herrn "C._____ i.V. B._____ AG" und sind von Herrn C._____ im Namen 
der Beklagten angenommen und mit "i.V. B._____ AG" unterschrieben worden. 
(…) Aus der Sicht der Klägerin handelte C._____ als bevollmächtigter Vertreter 
der Beklagten. Er hat die Offerten Nr. 14187/2 bis 14187/5 im Namen der Be-
klagten angenommen. Damit sind sie zum Vertragsinhalt zwischen der Klägerin 
und der Beklagten geworden." 

Somit ist in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass zwischen den Parteien diverse 

Verträge, deren Inhalt und Preisgestaltung insbesondere durch die Offerten 

Nr. 14187/2-5 im Detail umschrieben wurden, zustande kamen.  

Dieser zwischen den Parteien bestehende natürliche Konsens macht eine norma-

tive Auslegung der Begriffe "Kostendach", "Richtpreis" und "Pauschalpreis" in der 

Offerte Nr. 14187/1 entbehrlich. Demgemäss kann auch die widerklageweise, un-

ter dem Stichwort "Kostendach" in unsubstantiierter Weise geltend gemachte 

Forderung der Beklagten nicht bestehen. Im Übrigen "akzeptierte" die Beklagte 

ausdrücklich den hinsichtlich der Offerte Nr. 14187/1 durch die Klägerin in Rech-

nung gestellten Betrag in der Höhe von CHF 69'767.20 (act. 9 S. 2; act. 3/3).  

- 6 - 

Anzumerken ist, dass unbestritten blieb, dass die klägerischen Leistungen ord-

nungsgemäss erbracht wurden.  

Demnach setzt sich die Forderung der Klägerin wie folgt zusammen (act. 1 S. 7): 

 

Schliesslich stellte die Beklagte den Lauf und die Höhe der Verzugszinse sowie 

die Zahlungsbefehlskosten nicht in Abrede. Dies führt zur vollumfänglichen Gut-

heissung der Klage. 

Soweit die Beklagte in ihrer Klageantwort lediglich in allgemeiner, nicht weiter 

spezifizierter Weise ausführte, die "Erweiterungen" seien weder "erforderlich ge-

wesen noch ausdrücklich durch sie genehmigt worden" (act. 9 S. 1), ist ihr entge-

genzuhalten, dass derartige pauschale Bestreitungen prozessual ungenügend 

sind (BGE 141 III 433 E. 2.6). Mangels rechtsgenügender Bestreitungen erweisen 

sich demzufolge bereits die in der Klageschrift durch die Klägerin substantiiert 

vorgetragenen Sachverhaltselemente als unbestritten, was – nachdem der Man-

gel nicht in einer zweiten Rechtsschrift behoben wurde – ebenfalls zu einer Kla-

gegutheissung führt. 

Zusammenfassend ist die Klage vollumfänglich gutzuheissen und der Rechtsvor-

schlag der Beklagten in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Oberwin-

terthur vom 29. Oktober 2014 dementsprechend zu beseitigen.  

- 7 - 

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

3.1. Gerichtskosten 

Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG; Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 

GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV 

OG). Der Streitwert beträgt vorliegend CHF 61'293.50, da sich Klage und Wider-

klage nicht gegenseitig ausschliessen (Art. 94 Abs. 2 ZPO). Es wurde ein voll-

ständiger Schriftenwechsel angeordnet. Auch wurde eine mehrstündige Ver-

gleichsverhandlung durchgeführt. Dies führt zu einer Erhöhung der Grundgebühr. 

Die Gerichtsgebühr ist demnach auf CHF 8'600.– festzusetzen. Sie ist ausgangs-

gemäss der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Diese Kosten sind 

vorab je aus den von beiden Parteien geleisteten Kostenvorschüssen zu beziehen 

und teilweise nachzufordern. 

3.2. Parteientschädigungen 

Die Höhe der Parteientschädigung ist nach der Verordnung über die Anwaltsge-

bühren vom 8. September 2010 zu bemessen (AnwGebV; Art. 105 Abs. 2 ZPO). 

Grundlage ist auch hier der Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Bei einem 

Streitwert von CHF 61'293.50 beträgt die Grundgebühr rund CHF 8'020.–. Sie ist 

mit der Begründung der Klage verdient. Für weitere notwendige Rechtsschriften 

wird ein Zuschlag von je höchstens der Hälfte der Grundgebühr berechnet (§ 11 

Abs. 1 und 2 AnwGebV i.V.m. § 4 Abs. 1 AnwGebV). Bei der Festsetzung der 

Parteientschädigung ist vorliegend zu berücksichtigen, dass ein zweiter Schrif-

tenwechsel durchgeführt wurde. Dies führt in Anwendung von §§ 4 und 

11 AnwGebV zu einer Parteientschädigung in der Höhe von CHF 10'700.– (rund 

4/3 der Grundgebühr). Die Klägerin behauptete keine für die Zusprechung der 

Mehrwertsteuer erforderlichen, aussergewöhnlichen Umstände (vgl. ZR 104 

[2005] Nr. 76; SJZ 101 [2005] S. 531 ff.). Daher ist ihr die Parteientschädigung 

ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen. 

- 8 - 

Das Handelsgericht beschliesst: 

1. Auf die Widerklage der Beklagten / Widerklägerin vom 11. April 2016 wird 

nicht eingetreten. 

2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich nach dem nachfolgen-

den Erkenntnis. 

3. Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittelbelehrung an die Parteien mit nachfol-

gendem Erkenntnis. 

und erkennt sodann: 

1. Die Beklagte / Widerklägerin wird verpflichtet, der Klägerin / Widerbeklagten 

CHF 54'293.50 nebst Zins zu 5 % seit 8. Oktober 2014 sowie CHF 103.– 

Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen. 

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Ober-

winterthur vom 29. Oktober 2014 wird im Umfang der Klagegutheissung ge-

mäss Dispositivziffer 1 beseitigt. 

3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 8'600.–. 

4. Die Kosten werden vollumfänglich der Beklagten / Widerklägerin auferlegt, 

aber vorab aus den von den Parteien bereits geleisteten Kostenvorschüssen 

(Klägerin / Widerbeklagte: CHF 6'000.–; Beklagte / Widerklägerin: 

CHF 1'500.–) gedeckt. Der ungedeckte Betrag von CHF 1'100.– wird direkt 

von der Beklagten / Widerklägerin nachgefordert. Für den Betrag von 

CHF 6'000.– wird der Klägerin / Widerbeklagten das Rückgriffsrecht auf die 

Beklagte / Widerklägerin eingeräumt. 

5. Die Beklagte / Widerklägerin wird verpflichtet, der Klägerin / Widerbeklagten 

eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 10'700.– zu bezahlen. 

- 9 - 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte / Widerklägerin unter 

Beilage eines Doppels von act. 25. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 61'293.50. 

 
 
Zürich, 21. Juni 2017 

 
Handelsgericht des Kantons Zürich 

 
Präsident: 

 
 
 

Dr. George Daetwyler 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. Moritz Vischer 
  

	Urteil vom 21. Juni 2017
	
	Rechtsbegehren der Hauptklage: (act. 1 S. 2)
	Rechtsbegehren der Widerklage: (act. 9 sinngemäss)
	Sachverhalt und Verfahren
	A. Sachverhaltsübersicht
	a. Parteien und ihre Stellung
	Bei der Klägerin und Widerbeklagten (nachfolgend: Klägerin) handelt es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die insbesondere die Erbringung von diversen Elektroinstallationen (z.B. Kommunikations-, EDV-, und Sicherheitsanlagen) bezweckt.
	Die Beklagte und Widerklägerin (nachfolgend: Beklagte) bezweckt den Handel mit Lebensmitteln, Metzgerei- und anderen Waren sowie Import- und Exportgeschäfte auf eigene und fremde Rechnung.
	b. Prozessgegenstand
	Streitgegenstand bilden offene Forderungen der Klägerin aus der Installation neuer Elektro- und Sicherheitsanlagen in einem ehemaligen Ladenlokal der Beklagten.

	B. Prozessverlauf
	Am 5. Januar 2016 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die Klage samt Beilagen mit obigen Rechtsbegehren hierorts ein (act. 1; act. 2; act. 3/1-25). Den ihr mit Verfügung vom 8. Januar 2016 (act. 4) auferlegten Gerichtskostenvorschuss leistete sie...

	Erwägungen
	1. Formelles
	1.1. Hauptklage
	Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zürich blieben hinsichtlich der Hauptklage zu Recht unbestritten (act. 1 N 2; act. 9; Art. 31 ZPO, Art. 6 Abs. 1 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG).
	1.2. Widerklage
	Nach Art. 224 Abs. 1 ZPO kann die Beklagte Widerklage erheben, wenn der geltend gemachte Anspruch nach der gleichen Verfahrensart wie die Hauptklage zu berurteilen ist. Gilt demnach, wie vorliegend, für die Hauptklage das ordentliche Verfahren, so kan...
	1.3. Fazit
	Zusammenfassend ist auf die Hauptklage einzutreten. Dagegen erweist sich die Widerklage als unzulässig, was ein Nichteintreten auf diese zur Folge hat.
	Die Widerklage wäre im Übrigen, wie aus den nachfolgenden Erwägungen ersichtlich wird, sowieso abzuweisen gewesen (siehe nachfolgend 2.).

	2. Offene Forderungen der Klägerin gestützt auf die Offerten-Nr. 14187/1-5
	Mangels Einreichung einer zweiten Rechtsschrift seitens der Beklagten und mangels anderer Darstellung in der Klageantwort gilt folgender, in der Replik neu vorgetragener Sachverhalt als unbestritten:
	Somit ist in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass zwischen den Parteien diverse Verträge, deren Inhalt und Preisgestaltung insbesondere durch die Offerten Nr. 14187/2-5 im Detail umschrieben wurden, zustande kamen.
	Dieser zwischen den Parteien bestehende natürliche Konsens macht eine normative Auslegung der Begriffe "Kostendach", "Richtpreis" und "Pauschalpreis" in der Offerte Nr. 14187/1 entbehrlich. Demgemäss kann auch die widerklageweise, unter dem Stichwort ...
	Anzumerken ist, dass unbestritten blieb, dass die klägerischen Leistungen ordnungsgemäss erbracht wurden.
	Demnach setzt sich die Forderung der Klägerin wie folgt zusammen (act. 1 S. 7):
	Schliesslich stellte die Beklagte den Lauf und die Höhe der Verzugszinse sowie die Zahlungsbefehlskosten nicht in Abrede. Dies führt zur vollumfänglichen Gutheissung der Klage.
	Soweit die Beklagte in ihrer Klageantwort lediglich in allgemeiner, nicht weiter spezifizierter Weise ausführte, die "Erweiterungen" seien weder "erforderlich gewesen noch ausdrücklich durch sie genehmigt worden" (act. 9 S. 1), ist ihr entgegenzuhalte...
	Zusammenfassend ist die Klage vollumfänglich gutzuheissen und der Rechtsvorschlag der Beklagten in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Oberwinterthur vom 29. Oktober 2014 dementsprechend zu beseitigen.

	3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	3.1. Gerichtskosten
	Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG; Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Der Streitwer...
	3.2. Parteientschädigungen
	Die Höhe der Parteientschädigung ist nach der Verordnung über die Anwaltsge-bühren vom 8. September 2010 zu bemessen (AnwGebV; Art. 105 Abs. 2 ZPO). Grundlage ist auch hier der Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Bei einem Streitwert von CHF 61'29...

	Das Handelsgericht beschliesst:
	1. Auf die Widerklage der Beklagten / Widerklägerin vom 11. April 2016 wird nicht eingetreten.
	2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich nach dem nachfolgenden Erkenntnis.
	3. Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittelbelehrung an die Parteien mit nachfolgendem Erkenntnis.
	und erkennt sodann:
	1. Die Beklagte / Widerklägerin wird verpflichtet, der Klägerin / Widerbeklagten CHF 54'293.50 nebst Zins zu 5 % seit 8. Oktober 2014 sowie CHF 103.– Zahlungsbefehlskosten zu bezahlen.
	2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Oberwinterthur vom 29. Oktober 2014 wird im Umfang der Klagegutheissung gemäss Dispositivziffer 1 beseitigt.
	3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 8'600.–.
	4. Die Kosten werden vollumfänglich der Beklagten / Widerklägerin auferlegt, aber vorab aus den von den Parteien bereits geleisteten Kostenvorschüssen (Klägerin / Widerbeklagte: CHF 6'000.–; Beklagte / Widerklägerin: CHF 1'500.–) gedeckt. Der ungedeck...
	5. Die Beklagte / Widerklägerin wird verpflichtet, der Klägerin / Widerbeklagten eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 10'700.– zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte / Widerklägerin unter Beilage eines Doppels von act. 25.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...