# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce113510-6102-5fde-90fa-5fd72aad4b6d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.02.2022 720 21 178 / 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-178---26_2022-02-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 3. Februar 2022 (720 21 178 / 26) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Anouck Zehntner, Ad-
vokatin, Indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 
4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1970 geborene A.____ arbeitete zuletzt ab Oktober 2012 in einem Teilzeitpensum 
bei der B.____ GmbH in X.____. Zudem nahm sie im April 2015 ein Fernstudium in der Fachrich-
tung Psychologie an der Universität Y.____ auf. Am 11. Januar 2017 meldete sie sich unter Hin-
weis auf einen IgG4-Subklassenmangel, einen Antikörpermangel (genetischer Defekt), ein 
Asthma bronchiale, Bronchiektasen, ein andauernd erhöhtes CRP, eine starke chronische Müdig-
keit, eine Small Fiber-Neuropathie mit sehr starken Schmerzen in den Füssen und Beinen, eine 

 

 
 
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Depression und eine Angststörung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Nach Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts sprach die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) der Versicherten mit Wirkung ab 1. Juli 2017 eine halbe Rente und ab 1. 
Dezember 2017 bis 31. Dezember 2019 eine Viertelsrente zu (vgl. Verfügung vom 7. Mai 2021). 
Ab 1. Januar 2020 lehnte sie den Anspruch der Versicherten auf eine Rente bei einem renten-
ausschliessenden Invaliditätsgrad von 30 % ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Anouck Zehntner, mit Eingabe vom 
8. Juni 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Sie beantragte, die Verfügung vom 7. Mai 2021 sei dahingehend abzuändern, dass ihr ab 
1. Juli 2021 (recte wohl 1. Juli 2017) eine ganze Invalidenrente auszurichten sei. Eventualiter sei 
ein Gerichtsgutachten zu erstellen und es sei nach dessen Vorliegen ein reformatorischer Ent-
scheid über ihre Leistungsansprüche zu fällen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen vorgebracht, die IV-Stelle habe ihren Entscheid auf unzulängliche Unterlagen ge-
stützt. Insbesondere könne nicht auf das polydisziplinäre Gutachten der C.____ vom 25. Novem-
ber 2019 abgestellt werden.  
 
C Die IV-Stelle schloss in ihrer Vernehmlassung vom 2. August 2021 unter Hinweis auf die 
Ausführungen in der angefochtenen Verfügung auf Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde vom 8. Juni 2021 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 
E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über 
die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. 
Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiederge-
geben, zitiert und angewendet. 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 2021 ent-
wickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2).  
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus-
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 
2).  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1). 
Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 
der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet 
werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, 
in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversiche-
rung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 

 

 
 
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4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen 
darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hin-
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati-
entinnen und Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungs-
auftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. Urteil des damaligen 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilun-
gen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten 
stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandeln-
den Ärzte oder Ärztinnen zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte und 
Ärztinnen wichtige –  und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende –  Aspekte 
benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 

 

 
 
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Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Unter-
suchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und die Arbeitsfähigkeit der Versi-
cherten ist vorliegend auf das polydisziplinäre Gutachten der C.____ vom 25. November 2019 
hinzuweisen. Die Gutachter aus den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 
Pneumologie, Psychiatrie und Neuropsychologie diagnostizierten im Rahmen ihrer interdiszipli-
nären Beurteilung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine histologisch gesicherte Small 
Fiber-Polyneuropathie, differentialdiagnostisch im Rahmen eines Sjögren-Syndroms, bei persis-
tierender Schmerzsymptomatik der Füsse beidseits bis in die Unterschenkel ziehend, ohne Hin-
weise auf sensomotorische Ausfälle der unteren Extremitäten, (2) eine rezidivierende depressive 
Störung, leichtgradig (lCD-10 F33.0), und (3) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (lCD-10 F45.41). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine 
arterielle Hypertonie, eine Adipositas Grad I, eine Endometriose, eine Kontrastmittelallergie, ein 
Favismus, eine Hyperurikämie, eine minimal eingeschränkte Nierenfunktion, ein rezidivierendes 
Zervikalsyndrom linksbetont, ein Morton Neurom am rechten Fuss, ein isolierter lgG4-Subsklas-
senmangel, ein leichtgradiges Asthma bronchiale, eine REM-assozierte leichtgradige obstruktive 
Schlafapnoe und eine spezifisch isolierte Phobie (ICD-10 F40.2) genannt. In der Zumutbarkeits-
beurteilung führte die begutachtende Ärzteschaft aus, dass der Beschwerdeführerin wegen der 
Kombinationsdiagnose der rezidivierend depressiven Störung, leichtgradig mit mittelschweren 
Spitzen, sowie der chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren eine 
Arbeitsfähigkeit von 70 % zu attestieren sei. Aufgrund der Inkonsistenz in der retrospektiven Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit sei rückblickend davon auszugehen, dass sie vom 15. Juli 2016 bis 
31. März 2017 zu 50 %, vom 1. bis 30. April 2017 zu 30 %, vom 1. Mai 2017 bis 31. August 2017 
zu 60 % und vom 1. September 2017 bis 24. September 2019 zu 40 % arbeitsunfähig gewesen 
sei. Bei einer Small Fiber-Neuropathie mit neuropathischer Schmerzsymptomatik bestehe aus 
neurologischer Sicht aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Es 
seien zudem qualitative Anpassungen am Arbeitsplatz sinnvoll, so dass häufige Positionswechsel 
möglich seien, was in der angestammten Tätigkeit als gegeben anzusehen sei. Polydisziplinär 
führend für die Beurteilung der Zumutbarkeit seien die neurologische und psychiatrische Beurtei-
lung, wonach sowohl in einer angepassten als auch in der angestammten Tätigkeit im Berufsle-
ben und auch im Haushalt gleichermassen gesamthaft eine Einschränkung von 30 % zu attestie-
ren sei. Im allgemein-medizinischen und im pneumo-logischen Teilgutachten seien keine die Ar-
beitsfähigkeit beeinflussenden Diagnosen gestellt und es sei davon ausgegangen worden, dass 
die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig sei. In der medizinischen Beurteilung wurde fest-
gestellt, dass bezüglich der langjährigen bilateralen Fussschmerzen eine Small Fiber-Neuropa-
thie vorliege. Hinweise auf eine Polyneuropathie der grosskalibrigen Nervenfasern hätten sich 
aber nicht ergeben. Therapeutisch erfolge die Behandlung mit Pregabalin in der höchst-tolerierten 

 

 
 
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Dosis mit 225 mg pro Tag. Zudem sei die Anwendung eines Capsaicin-Pflasters geplant. Bei 
langjährigen Gelenkschmerzen und einer 
Sicca-Symptomatik der Augen sei die Abklärung bezüglich eines möglichen Sjögren-Syndroms 
veranlasst worden. Diese Verdachtsdiagnose habe sich histopathologisch im Spital G.____ im 
Januar 2018 sichern lassen. Die im Vorfeld veranlasste Behandlung mit Hydroxychloroquin habe 
laut der Versicherten keine spürbare Besserung erbracht. Derzeit erfolge eine "low-dose"-Be-
handlung mittels Naltrexone 2 mg pro Tag. Hinsichtlich eines pulsierenden Ohrgeräuschs am 
rechten Ohr sei im Vorfeld die bildgebende Diagnostik (MRl des Neurokraniums am 23. März 
2017) erfolgt, wobei sich ein unauffälliger Befund habe nachweisen lassen. lm Rahmen der aktu-
ellen psychiatrischen Untersuchung hätten sich die Kriterien für eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig leichtgradig mit mittelgradigen Spitzen, gezeigt. Zusätzlich seien die Krite-
rien für das Bestehen einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak-
toren erfüllt. Eine spezifische Phobie habe im explorativen Gespräch ebenfalls objektiviert werden 
können, wobei die Platzangst sich beim Durchfahren von Tunneln oder der Verwendung von 
Flugzeugen oder Aufzügen zeige. Diese sei therapeutisch aber gut behandelt, sodass diesbe-
züglich kein hoher Leidensdruck und keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe. Aus neu-
ropsychologischer Sicht würden sich Einbussen im attentionalen, mnestischen und exekutiven 
Bereich zeigen. lm Aufmerksamkeitsbereich läge in den basalen Funktionen bei normgerechter 
Grundaktivierung eine leicht verminderte Aktivierbarkeit und ein leicht vermindertes kognitives 
Verarbeitungstempo vor. Unter komplexeren Anforderungen sei die geteilte Aufmerksamkeit 
ebenfalls leicht vermindert. Im Vordergrund stünde eine deutlich reduzierte Daueraufmerksamkeit 
mit vor allem verminderter quantitativer Arbeitsleistung und leichten qualitativen Einbussen im 
Sinne von Fehlern. lm exekutiven Bereich ergäben sich in der Verhaltensbeobachtung Hinweise 
für Probleme in der Handlungsüberwachung/Monitoring mit in verschiedensten Aufgaben auftre-
tenden Fehlern, Regelbrüchen, Perseveration und häufig einer Unsicherheit betreffend die Ant-
worten bei früheren Fragen. Diese Beschwerden seien alle minim bis leichtgradig, aber doch sich 
konstant durchziehend. lm mnestischen Bereich läge eine leicht reduzierte verbale Merkspanne 
und eine leicht- bis mittelgradige Speicherstörung mit Problemen im zeitlich verzögerten Abrufen 
und Wiedererkennen von gelernten Einzelinformationen vor. Unauffällige oder normgerechte 
Leistungen ergäben sich in den Bereichen Orientierung, Sprache, visuelle Wahrnehmung und 
Visuokonstruktion, im Aufmerksamkeitsbereich in der Grundaktivierung und im exekutiven Be-
reich im Arbeitsgedächtnis, in Flüssigkeitsleistungen, der Denkflexibilität und der lnterferenzfes-
tigkeit. Weitere psychiatrische Erkrankungen wie eine Erkrankung des schizophrenen Formen-
kreises, eine bipolare affektive Störung, eine andere eigenständige Angststörung, eine Zwangs-
störung, eine PTBS, eine Persönlichkeitsstörung oder eine hirnorganische oder dementielle Ent-
wicklung hätten anhand der beschriebenen Untersuchungsbefunde ausgeschlossen werden kön-
nen. 
 
6.2 Im Auftrag der IV-Stelle erachtete der Regionale ärztliche Dienst (RAD) das polydiszip-
linäre Gutachten als beweistauglich und die Zumutbarkeitsbeurteilung als nachvollziehbar. RAD-
Arzt Dr. med. D.____, Facharzt für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin, hielt in seiner Stellung-
nahme vom 11. Dezember 2019 fest, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht die Feststellun-
gen der Gutachter sachlich fundiert und nachvollziehbar seien. Auch die Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit leuchte auf dieser Grundlage ein. 

 

 
 
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6.3.1 Im Rahmen des Einwandverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von 
Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 13. Mai 2020 ein. 
Dieser diagnostizierte (1) keine sichere Evidenz für ein primäres Sjögren-Syndrom und (2) chro-
nische Schmerzen des Bewegungsapparats teils durch Fehlstatik teils durch Dekonditio- 
nierung teils durch Gelenkhypermobilität verursacht. Als nicht-rheumatologische Diagnosen 
nannte er einen lgG4-Subklassenmangel, Angaben von schwerer Erschöpfungs- und Fatigue-
symptomatik seit Jahren, eine Endometriose und eine urticarielle Reaktion nach Gadoliniumgabe. 
Dr. E.____ führte in seinem Bericht aus, dass bei der Beschwerdeführerin einerseits chronisch-
rezidivierende Beschwerden des Bewegungsapparats bestünden, wobei diese durch mehrere 
Faktoren insbesondere an den unteren Extremitäten verursacht würden. So lägen eine Fehlstatik 
der Füsse mit sog. Metatarsalgien durch Überlastung der Metatarsaleköpfchen und ein Morton 
Neurom vor. Ob dieses viel zum Beschwerdebild am rechten Fuss beitrage, sei offen und könne 
allenfalls durch eine Infiltration festgestellt werden. Bei der statischen Problematik dürfte ein kon-
sequentes Tragen von orthopädischen Massschuheinlagen helfen. Das Beschwerdebild an Füs-
sen und Unterschenkeln würde durch die Symptomatik einer Small Fiber-Neuropathie überlagert, 
wobei typischerweise die klassischen Zeichen einer Polyneuropathie mit Hyporeflexie und Sen-
sibilitätsstörungen fehlen würden, die Symptomatik aber dennoch vorhanden sei. Die Laborab-
klärungen würden keine Hinweise auf ein derartiges neurologisches Leiden auslösende Ursachen 
zeigen. Allenfalls wäre aber eine Assoziation mit einem Sjögren-Syndrom denkbar. Die übrigen 
Beschwerden des Bewegungsapparats würden wenig Spezifitäten zeigen und entzündliche Zei-
chen würden fehlen. Neben den Beschwerden des Bewegungsapparats bestehe bei der Be-
schwerdeführerin eine ausgeprägte Fatigue, die gutachterlich 2019 als leistungslimitierender Fak-
tor aufgelistet, aber ohne weitere Diskussion als unspezifisch respektive als allenfalls dem psy-
chiatrischen Leiden zugehörig interpretiert worden sei. Die in den Akten nur andiskutierte Frage 
der Existenz eines primären Sjögren-Syndroms könne auch aktuell nicht ganz abschliessend ge-
klärt werden. Diese Frage müsse gesamthaft offenbleiben. Versicherungsmedizinisch müsse je-
doch eine gutachterliche internistische-immunologische Beurteilung eingeholt werden mit diffe-
renzierterem Potential zur Abschätzung der noch möglichen Leistungsfähigkeit der Beschwerde-
führerin. 
 
6.3.2 Zudem äusserte sich im Rahmen des Vorbescheidverfahrens auch die behandelnde 
Psychiaterin der Beschwerdeführerin Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Am 
13. Mai 2020 hielt sie fest, dass sie die Beschwerdeführerin seit 2013 wegen Angst und depres-
siven Symptomen behandle. Bei den Ängsten hätten isolierte Phobien (Tunnel, Lift) und agora-
phobe Ängste mit Panikattacken vorgelegen. Es habe auch eine hohe Ängstlichkeit in Bezug auf 
körperliche Beschwerden bestanden. Die Depression sei gekennzeichnet gewesen durch eine 
negative Zukunftserwartung, Versagensängste, Gedankenkreisen, Schlafstörungen, mangelndes 
Selbstvertrauen sowie dem Eindruck, dem Leben nicht gewachsen zu sein. Ab 2015 habe die 
Beschwerdeführerin vermehrt über Schmerzen unterschiedlicher Lokalisation und leichte Er-
schöpfbarkeit geklagt. Später habe sie besonders beim Gehen oder Stehen unter Schmerzen in 
den Fusssohlen zu leiden begonnen. Mitte 2016 habe sie sodann berichtet, dass eine Small 
Fibre-Myalgie sowie etwa ein Jahr später ein Sjögren-Syndrom diagnostiziert worden seien. Sie 
habe zunehmend über Schmerzen und Erschöpfungssymptome geklagt, wobei letztere nicht an 

 

 
 
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das Auftreten der depressiven Symptomatik und deren Auslöser gebunden gewesen seien. Auch 
ein psychischer Zusammenhang mit der Schmerzstörung sei nicht ersichtlich, da die Erschöpfung 
auch unabhängig von tatsächlichen oder erwarteten Schmerzen auftrete. Diese Symptomatik 
lasse sich daher nicht ausreichend plausibel in die bestehende psychiatrische Diagnostik einord-
nen. Bei Fehlen einer eindeutigen Befundlage von medizinischer Seite müsste daher auch ein 
chronisches Erschöpfungssyndrom diskutiert werden (lCD-10 G93.3). Das CFS sei eine Aus-
schlussdiagnose und könne erst gestellt werden, wenn keine andere medizinische Ursache für 
die Symptomatik in Frage komme. Die Krankheit sei multifaktoriell bedingt und beinhalte immer 
auch eine somatische Problematik, wobei die Versicherte die erforderlichen Kriterien erfülle.  
 
6.4 Nach Einsicht in den Bericht von Dr. E.____ holte RAD-Arzt Dr. D.____ am 25. Juni 2020 
eine Stellungnahme beim Spital G.____ ein. Am 21. August 2020 diagnostizierte die behandelnde 
Ärzteschaft des Spitals G.____ einen lgG4-Subklassenmangel, ein Sjögren-Syndrom, chronische 
strumpfförmige Beinschmerzen bei Small Fiber-Polyneuropathie unklarer Aetiologie, eine Urtika-
ria und eine Endometriose. Als Nebendiagnosen wurden eine chronisch-venöse lnsuffizienz, eine 
arterielle Hypertonie, eine Adipositas, eine gastroösophageale Refluxerkrankung, eine Angststö-
rung, ein Asthma bronchiale und ein leichtgradiges REM-assoziiertes Schlafapnoesyndrom ge-
nannt. In der Beurteilung wurde ausgeführt, dass sich bei der Beschwerdeführerin klinisch und 
laborchemisch ein stabiler Verlauf unter subkutaner lmmunglobulin-Substitutionstherapie bei 
wahrscheinlich genetisch-determiniertem Antikörper-Mangelsyndrom zeige. Die ausgeprägte 
Fatigue-Symptomatik sei im Rahmen der primären lmmundefizienz bzw. -regulation zu sehen.  
 
6.5 Zu den Ausführungen von Dr. E.____ und Dr. F.____ vom 13. Mai 2020 und des Spitals 
G.____ vom 21. August 2020 äusserte sich die C.____ am 20. Januar 2021. Dabei wurde betref-
fend die Ausführungen von Dr. F.____ im Wesentlichen festgehalten, dass keine neuen Diagno-
sen angeführt würden, welche aus psychiatrischer Sicht die Erschöpfungssymptomatik erklären 
könnten. Deshalb werde weiterhin an der Einschätzung der Schmerzstörung in Zusammenhang 
mit der Erschöpfungssymptomatik festgehalten. Weiter wurde ausgeführt, dass die Chronic Fati-
gue völlig unspezifisch und so gut wie immer multifaktoriell bedingt sei. Es gäbe sie nach viralen 
Infekten, aktuell nach Covid-19, bei Sarkoidose und vielen anderen Krankheiten. Versicherungs-
medizinisch als autonomes Leiden anerkannt werde sie so gut wie nie, ausser bei gewissen Tu-
morleiden. Betreffend den lgG4-Mangel wurde an der im Gutachten vertretenen Auffassung fest-
gehalten, wonach es sich hierbei um eine Labordiagnose handle, welche ohne grosse klinische 
Bedeutung sei. Insgesamt ergäben die erhobenen Einwände keine Änderungen an der interdis-
ziplinären Gesamtbeurteilung.  
 
6.6 RAD-Ärztin Dr. H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrer Aktennotiz 
vom 2. März 2021 bezugnehmend auf die Ausführungen von Dr. F.____ vom 13. Mai 2020 und 
die Stellungnahme der C.____ vom 20. Januar 2021 fest, dass aus ihrer Sicht auf das psychiat-
rische und das neuropsychologische Teilgutachten der C.____ vom 25. November 2019 abge-
stellt werden könne. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 2021 bei der Be-
urteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf 

 

 
 
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die Ergebnisse, zu denen die C.____ in ihrem polydisziplinären Gutachten vom 25. November 
2019 gelangte. Sie ging demzufolge davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin aufgrund der 
rezidivierenden depressiven Störung, leichtgradig mit mittelschweren Spitzen, sowie der chroni-
schen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren eine Arbeitsfähigkeit von 70 
% in der angestammten wie auch in einer angepassten Tätigkeit bestehe. Diese vorinstanzliche 
Beweiswürdigung ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin letztlich nicht zu bean-
standen. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Solche Indizien bestehen vorliegend nicht. Mit der IV-Stelle ist festzuhalten, dass 
das Gutachten der C.____ vom 25. November 2019 weder formale noch inhaltliche Mängel auf-
weist und dass es – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E.  4.2 hiervor) – für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein-
leuchtet, sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinandersetzt 
und in den Schlussfolgerungen überzeugend ist. Ebenso nimmt es eine schlüssige Beurteilung 
der aktuellen Arbeitsfähigkeit vor. Insgesamt entspricht das Gutachten der C.____ vom 25. No-
vember 2019 den Anforderungen des Bundgerichts an den Beweiswert von medizinischen Be-
richten, weshalb die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid zu Recht darauf abgestellt hat. 
 
7.2 Daran ändern die Einwände in der Beschwerde nichts. Soweit geltend gemacht wird, 
dass das Gutachten der C.____ vom 25. November 2019 für die strittigen Belange nicht umfas-
send sei und nicht auf allseitigen Untersuchungen beruhe, kann der Beschwerdeführerin schon 
mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen in Erwägung 7.1 nicht gefolgt werden. Konkretisie-
rend bringt sie sodann vor, die Gutachter hätten die Diagnose eines Sjögren-Syndroms nicht 
gestellt, aber in der Beurteilung darauf hingewiesen, dass die Behandlung dieser rheumatologi-
schen Grunderkrankung im Vordergrund stehe. Unter diesen Umständen wäre zur umfassenden 
Abklärung des Gesundheitszustands auch eine rheumatologische Begutachtung notwendig ge-
wesen. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zwar wurde aufgrund der Untersuchungen 
(Lippenbiopsie) im Spital G.____ das Sjögren-Syndrom bestätigt. Im Gutachten wurde das Sjög-
ren-Syndrom als Differentialdiagnose zur histologisch gesicherten Small Fiber-Polyneuropathie 
genannt, was nicht zu beanstanden ist. Denn im Bericht vom 13. Mai 2020 des mit einer konsili-
arischen Zweitmeinung durch die Beschwerdeführerin beauftragten Rheumatologen Dr. E.____ 
wurde festgehalten, dass keine sichere Evidenz für ein primäres Sjögren-Syndrom bestehe und 
die Frage des Vorliegens dieses Syndroms offenbleiben müsse. Dr. E.____ berief sich dabei auf 
die Feststellungen seiner persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin und hielt fest, dass 
lediglich 3 von 4 verlangten Diagnosepunkten vorgelegen hätten. Er wies dabei auch darauf hin, 
dass der augenärztliche Befund lediglich eine unspezifische Sicca-Symptomatik zeige und typi-
sche Antikörper fehlen würden. Zudem hätten sich keine Antikörper für verwandte Erkrankungen 
wie eine rheumatoide Arthritis oder ein Lupus Erythematodes nachweisen lassene. Dr. E.____ 

 

 
 
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erachtete denn auch keine rheumatologische, sondern eine internistische-immunologische Be-
gutachtung als angezeigt. Die Beurteilung durch den Rheumatologen Dr. E.____ macht deutlich, 
dass bei der Beschwerdeführerin keine rheumatologischen Befunde mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit erhoben werden können. Daher ist das Vorgehen der C.____ nicht zu bestanden, wel-
che auf eine Begutachtung in dieser Fachrichtung verzichtet hat.  
 
7.3.1 Die Beschwerdeführerin moniert weiter, auf das Gutachten der C.____ könne auch des-
halb nicht abgestellt werden, weil keine Begutachtung im Bereich Immunologie durchgeführt wor-
den sei. Die Beschwerdeführerin leidet unbestrittenermassen an einem isolierten lgG4-Subklas-
senmangel (Erstdiagnose: Juni 2007). Diese Immunschwäche führte in der Vergangenheit immer 
wieder zu rezidivierenden Bronchitiden und Pneumonien. Unter der wöchentlichen Substitution 
eines Immunglobulins kam es jedoch zu einer Stabilisierung des Gesundheitszustands (vgl. Be-
richt des Spitals G.____ vom 5. Oktober 2016, act. 27). Dass die Beschwerdegegnerin unter 
diesen Umständen bei gut eingestellter Immunsubstitution darauf verzichtete, eine immunologi-
sche Begutachtung durchzuführen und die Beschwerdeführerin stattdessen wegen den bestätig-
ten Bronchitiden und Pneumonien pneumologisch untersuchen liess, ist daher nicht zu beanstan-
den und tangiert den Beweiswert des Gutachtens der C.____ nicht.  
 
7.3.2 Schliesslich wird in der Beschwerde kritisiert, die Fatigue-Problematik werde im Gutach-
ten der C.____ ungenügend berücksichtigt. Die neuropsychologische Abklärung habe anhand 
der Fatigue Severity Scale ergeben, dass eine hohe Fatigue vorliege, was auch im Gutachten 
angeführt werde. Dazu ist festzustellen, dass es sich bei der Fatigue Severity Scale um einen 
Selbstbeobachtungsbogen handelt, der somit auf den subjektiven Angaben der versicherten Per-
son beruht. Entsprechend vorsichtig ist denn auch dessen Auswertung im neuropsychologischen 
Fachgutachten formuliert. Demnach könnten nur die gegen Untersuchungsende festgestellten 
defizitären Leistungen im Aufmerksamkeitsbereich als Objektivierung dieser subjektiven Anga-
ben zumindest bis zu einem gewissen Grad gewertet werden. Dem Fachgutachten ist weiter zu 
entnehmen, dass in der insgesamt 3 Stunden dauernden neuropsychologischen Untersuchung 
die Aufmerksamkeit und das Arbeitstempo im mittleren Bereich mit jedoch leichten Schwankun-
gen bestanden hätten, wobei weder eine übermässige Ermüdbarkeit noch ein starker Leistungs-
abfall zu beobachten gewesen seien. Auch seien keine Pausen eingelegt worden. Die Beschwer-
deführerin habe aber im attentionalen, im mnestischen und im exekutiven Bereich Beeinträchti-
gungen gezeigt. Unauffällige oder normgerechte Leistungen hätten sich in den Bereichen Orien-
tierung, Sprache, visuelle Wahrnehmung und Visuokonstruktion, im Aufmerksamkeitsbereich in 
der Grundaktivierung sowie im exekutiven Bereich beim Arbeitsgedächtnis, in den Flüssigkeits-
leistungen, der Denkflexibilität und Interferenzfestigkeit ergeben. Insgesamt erscheint es unter 
Berücksichtigung dieser Untersuchungsergebnisse plausibel, wenn der Beschwerdeführerin ein 
wenig spezifisches neuropsychologisches Störungsmuster attestiert wird, welches sich am ehes-
ten mit einer im Vordergrund stehenden Erschöpfungsproblematik vereinbaren lässt. Die unter 
diesen Umständen bescheinigte 70%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer 
angepassten Verweistätigkeit ist nicht zu beanstanden, werden dabei doch sowohl die festge-
stellten minimen bis leichten Einschränkungen wie auch die bestehenden Ressourcen berück-
sichtigt. Daran ändert auch die Auffassung der behandelnden Psychiaterin Dr. F.____ nichts, 
welche eine Arbeitsfähigkeit von 30 % attestiert, ohne diese jedoch substantiiert zu begründen. 

 

 
 
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In diesem Zusammenhang ist ohnehin in Erinnerung zu rufen, dass es die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungs-
auftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4) 
nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 
weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen. Weiter ist zu beachten, dass eine Exploration von 
der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet den Gutachtern praktisch 
immer einen Spielraum für verschiedene medizinische Interpretationen, was zulässig und zu res-
pektieren ist, sofern die Gutachter – wie hier – lege artis vorgegangen sind. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Arztperso-
nen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die 
bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. April 2019, 8C_835/2018, E. 3 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin legt nicht substan-
tiiert dar und es ist nicht ersichtlich, dass aus dem Bericht der behandelnden Ärztin Dr. F.____ 
vom 13. Mai 2020 auch Gesichtspunkte hervorgingen, die von den Gutachtern nicht berücksich-
tigt worden wären. Die Angaben der Psychiaterin überzeugen daher nicht und vermögen die Fest-
stellungen im Gutachten der C.____ vom 25. November 2019 nicht zu erschüttern.  
 
7.4 Somit steht fest, dass die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid zu Recht auf das polydis-
ziplinäre Gutachten der C.____ vom 25. November 2019 abstützte. Diesem ist nachvollziehbar 
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführerin eine angepasste Tätigkeit zu 70 % zumutbar ist. 
Damit anerkannte die Beschwerdegegnerin die von den Gutachtern einleuchtend dargelegten 
medizinischen Beschwerden und die gestützt darauf abgeleitete Einschränkung in der Leistungs-
fähigkeit. Eine andere Beurteilung drängt sich wie vorstehend ausgeführt auch unter Berücksich-
tigung der Berichte von Dr. E.____ und Dr. F.____ vom 13. Mai 2020 nicht auf, zumal Dr. E.____ 
in Bezug auf das Vorliegen eines Sjögren-Syndroms festhielt, dass diese Frage offenbleiben 
müsse. Damit lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung 
des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, weshalb dem Eventualantrag der Beschwer-
deführerin, wonach ein Gerichtsgutachten einzuholen sei, nicht stattzugeben ist. Der Anspruch 
auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die 
Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen 
Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streit-
sache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeu-
gung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts er-
geben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel ver-
zichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung zulässig (vgl. BGE 141 I 64 E. 3.3, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 
1d, 119 V 344 E. 3c am Ende mit Hinweisen).  
 
8. In der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 2021 nahm die IV-Stelle gestützt auf das 
vorstehende medizinische Zumutbarkeitsprofil den Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG 
vor. Dabei stützte sie sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf die Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) 2016 des Bundesamts für Statistik. Dieses Vorgehen wird von der Be-
schwerdeführerin zu Recht nicht bestritten und hält auch einer richterlichen Überprüfung Stand. 

 

 
 
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Demnach hat die Beschwerdeführerin vom 1. Juli 2017 bis 30. November 2017 bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 % Anspruch auf eine halbe Rente und vom 1. Dezember 2017 bis 31. Dezem-
ber 2019 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV 
Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach diesem Zeitpunkt besteht bei einem rentenausschliessen-
den Invaliditätsgrad von 30 % kein Anspruch mehr auf eine Rente.  
 
9. Zusammenfassend steht aufgrund der vorstehenden Erwägungen fest, dass die ange-
fochtene Verfügung der IV-Stelle vom 7. Mai 2021 rechtens ist, weshalb die dagegen erhobene 
Beschwerde unbegründet und deshalb abzuweisen ist. 
 
10. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewil-
ligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-
tenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 
durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in 
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 
Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemesse-
nem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb ihr 
die Verfahrenskosten zu überbinden sind. Diese werden mit dem von ihr bezahlten Vorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Ein Anspruch auf Parteienschädigung besteht bei diesem 
Verfahrensausgang nicht (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).  
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwerde-
führerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von 
Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 
Gegen diesen Entscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2022 Beschwerde 
beim Bundesgericht erhoben (siehe nach Vorliegen des Urteils: 9C_224/2022). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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