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**Case Identifier:** 1144e991-658d-58c9-a466-8cc9e5dbf82d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.12.2018 200 2018 309
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-309_2018-12-12.pdf

## Full Text

200 18 309 IV
FUR/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Dezember 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Dez. 2018, IV/18/309, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1981 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war vom 15. September 2014 befristet bis am 31. Dezember 2016 als ... 
bei der C.________ tätig und wurde am 4. Juni 2015 durch ihre Arbeitgebe-
rin wegen Rückenbeschwerden bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zur Früherfassung angemeldet (Akten der IVB [act. II] 
4; 15 S. 2). Am 6. Juli 2015 (act. II 7) erfolgte die Anmeldung zum Leis-
tungsbezug durch die Versicherte unter Hinweis auf eine beidseitige Dis-
sektion der vertebralis Arterie. Die IVB führte erwerbliche sowie medizini-
sche Abklärungen durch und liess die Versicherte insbesondere durch die 
Abklärungsstelle D.________ (MEDAS), polydisziplinär (allgemeininternis-
tisch, psychiatrisch, orthopädisch, ophthalmologisch, neuropsychologisch 
und neurologisch) begutachten (vgl. MEDAS-Gutachten vom 15. August 
2017, act. II 63.1). Mit Vorbescheid vom 22. September 2017 (act. II 68) 
stellte die IVB die Abweisung des Rentenanspruchs in Aussicht. Dabei er-
wog sie hauptsächlich, dass in der angestammten Tätigkeit als ... wie auch 
in anderen, körperlich leichten, adaptierten Tätigkeiten eine Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit von 80% bestehe. Dagegen erhob die Versicherte Ein-
wand (act. II 69) und ersuchte um Fristverlängerung zur Einreichung eines 
weiteren medizinischen Berichtes. Nachdem mehrere Fristverlängerungen 
gewährt wurden (act. II 71; 74; 76; 77; 80), aber keine weiteren Unterlagen 
mehr eingereicht worden waren, verfügte die IVB am 7. März 2018 (act. II 
82) wie im Vorbescheid angekündigt und wies das Leistungsbegehren ab.

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 23. April 2018 Beschwerde. Unter Hinweis auf weitere medizinische 
Berichte beantragte sie die kostenfällige Aufhebung der Verfügung vom 
7. März 2018 und die Zusprache einer Rente in gerichtlich zu bestimmen-
der Höhe. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Abklärung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2018 schloss die Beschwerdegegne-
rin nach Einholung einer Stellungnahme der MEDAS vom 25. Mai 2018 
(act. II 88) auf Abweisung der Beschwerde.

Am 22. August 2018 reichte die Beschwerdeführerin Schlussbemerkungen 
sowie eine weitere ärztliche Stellungnahme vom 9. August 2018 (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. I] 7) ein. 

Erwägungen:

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. März 2018 (act. II 
82). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

3.1.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dia-
gnostizierte im Bericht vom 17. Juli 2015 (act. II 14 S. 2) mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine Vertebralisdissektion beidseits und ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende Lumbago, Migräne und 
Spannungskopfschmerzen (S. 2 Ziff. 1.1). Vom 2. bis zum 9. Februar 2015 
attestierte er eine 100%ige, ab dem 10. Februar 2015 eine 50%ige und ab 
dem 5. März 2015 wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 4 Ziff. 
1.6).

3.1.2 Im Bericht vom 15. September 2016 (act. II 38 S. 2) stellte Prof. Dr. 
med. F.________, Facharzt für Ophthalmologie, die folgenden Diagnosen: 
Eine über die Akkommodation kompensierte Exophorie mit Pseudomyopie 
und starker Asthenopie (besonders in der Nähe), ein Zustand nach bilatera-
ler extraduraler Arteria-vertebralis-Dissektion und Migräne. Anamnestisch 
hielt er fest, die Patientin ermüde bei Tätigkeiten wie Lesen, Sprechen, 
Schauen und Zuhören sehr rasch; Lesen sei maximal für fünf Minuten mög-
lich. Der Verdacht einer posttraumatischen Pseudomyopie mit über die 
Akkommodation kompensierter Exophorie habe sich im längeren Tragever-
such mit Prismen sowie bei der Brechkraftbestimmung in Mydriase 
bestätigt. Aus diesem Grund sei im Juni 2016 eine Prismenbrille mit abge-
schwächten Myopiewerten und einem Teilausgleich des Schielwinkels or-
diniert worden. Das Ziel sei es, dass durch den Ausgleich des Schielwin-
kels mittels Prismen die Akkommodation nachlasse und das Schielen nicht 
mehr kompensiert werden müsse. Dieser Prozess könne erfahrungs-
gemäss jedoch über mehrere Monate bis sogar Jahre dauern. Nach einer 
Verlaufskontrolle im August 2016 habe die Prismenkorrektion leider noch 
nicht angepasst werden können. Die Patientin sehe aktuell mit der Pris-
menbrille zeitweise noch unscharf in die Ferne und das Lesen sei weiterhin 

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nur sehr kurz möglich. Die beschriebene Problematik weise darauf hin, 
dass der Prozess bei der Patientin noch viel Geduld sowie Zeit in Anspruch 
nehmen werde, bis eine dauerhafte Verbesserung erzielt werden könne. 
Das Ziel werde sein, die Pseudomyopie komplett abzuschwächen und den 
dann vorhandenen, messbaren Schielwinkel operativ zu behandeln.

Am 25. Januar 2017 (act. II 45 S. 2) berichtete Prof. Dr. med. F.________, 
die visuellen Sehbeschwerden sprächen auf die orthoptische Therapie mit 
Prisem nur sehr zögerlich und sehr langsam an. Lesen sei nach wie vor 
weder mit Prismen noch monokular möglich. Handlungen, wie Erledigung 
der eigenen Korrespondenz oder alltägliche Dinge seien ohne fremde Hilfe 
nach wie vor unmöglich. Nebst dem stark eingeschränkten Sehvermögen 
komme es bei visuellen Eindrücken zu einer raschen Ermüdung mit stirn-
seitigem Druckschmerz. Die Angewöhnungsphase an die Prismenbrille mit 
12^ Basis innen schreite nur langsam und unbefriedigend voran und sei 
noch nicht abgeschlossen. Die aktuell getragene Prismenbrille mit 12^ Ba-
sis innen bedürfe einer weiteren Verstärkung auf 18^ Basis innen. Bevor 
eine definitive Augenmuskeloperation geplant werden könne, brauche es 
einen zufriedenstellenden Befund, d.h. eine gut kompensierte Heterophorie 
mit normalem Visus und Binokularsehen mit der getragenen Prismenbrille 
(S. 2). Wenn der weitere Verlauf im gleichen Rahmen voranschreite, sei in 
den nächsten sechs bis zwölf Monaten keine signifikante Verbesserung der 
Sehproblematik zu erwarten. Von einer längeren Arbeitsunfähigkeit sei da-
her auszugehen (S. 3). 

3.1.3 Im MEDAS-Gutachten vom 15. August 2017 (act. II 63.1), das auf 
Untersuchungen in den Fachbereichen Innere Medizin, Psychiatrie, Or-
thopädie, Ophthalmologie, Neuropsychologie und Neurologie beruht, wur-
den die folgenden Diagnosen aufgeführt (S. 30): 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

• Leicht eingeschränkte Sehfähigkeit
- asthenopische Beschwerden nach beidseitiger spontaner extraduraler 

Dissektion der Arteria vertebralis (ICD-10 I62.6/H53.1)
- MRI sowie MRI-Schädel und MRA COW und Hals vom 9. Dezember 

2015: regelrechte Verlaufskontrolle mit kompletter Restitutio der Ge-
fässlumina. Keine hämodynamisch relevante Einengung oder Pseudo-
aneurysma. Symmetrische Perfusion

- akkommodative Pseudomyopie (ICD-10 H53.8)
- latentes Aussenschielen in der Nähe (ICD-10 H50.5)

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Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

• Migräne (ICD-10 G43)
• Psychologische Faktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten (ICD-

10 F54)
• Chronische intermittierende Verspannungen im Nackenbereich (ICD-10 

M54.2)
- radiologisch Diskopathie HWK5/6/7

• Anamnestisch Status nach operativ behandelter lateraler Malleolarfraktur 
links 2002

Dr. med. G.________, Fachärztin für Ophthalmologie, legte dar, bei der 
Explorandin bestünden nach Vertebralisdissektion asthenopische Be-
schwerden (stechende Kopfschmerzen bei Naharbeit). Diese seien auf das 
latente Aussenschielen, welches eine übermässige Akkommodation mit 
Pseudomyopie zur Folge habe, zurückzuführen. Nach subjektiver Ein-
schätzung der Explorandin seien die Beschwerden derart ausgeprägt, dass 
sie ihr jede Naharbeit verunmöglichten. Messen liessen sich die von der 
Explorandin angegebenen Beschwerden nicht, diese würden auf den sub-
jektiven Angaben der Patientin beruhen. Sonst liege ein intakter ophthalmo-
logischer Befund mit guter Sehschärfe in die Ferne und in die Nähe sowie 
ein intaktes Stereosehen vor. Aufgrund der asthenopischen Beschwerden 
bestehe aus ophthalmologischer Sicht eine 20%ige Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit für alle in der freien Wirtschaft verwertbaren beruflichen 
Tätigkeiten, welche durchschnittliche Anforderungen an die Sehfähigkeit 
stellten. Die 20%ige Einschränkung liege aufgrund des vermehrten Kom-
pensations- bzw. Pausenbedarfs vor (S. 26 Ziff. 4.4.4 f.).

In den Fachbereichen Innere Medizin, Psychiatrie, Orthopädie, Neurologie 
und Neuropsychologie wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt (act. II 63.1 S. 10 Ziff. 3.4, S. 14 Ziff. 4.1.4, S. 19 f. 
Ziff. 4.2.3 f., S. 23 Ziff. 4.3.3, S. 29 Ziff. 4.5.3 f.). Nach durchgeführter Kon-
sensbesprechung hielten die Gutachter fest, aus Sicht des Bewegungsap-
parates bestehe aufgrund chronisch intermittierender Verspannungen im 
Nackenbereich eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. 
Dagegen seien der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als ... 
wie auch alle anderen, körperlich leichten, adaptierten Tätigkeiten zu 80% 
vollschichtig zumutbar (act. II 63.1 S. 31 Ziff. 6.2).

3.1.4 Am 8. August 2017 wurde eine Schieloperation durchgeführt (vgl. 
Bericht vom 11. August 2017, act. I 4). Im Verlaufsbericht vom 16. Novem-

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ber 2017 (act. I 5) legte Prof. Dr. med. F.________ dar, der Abbau der 
spastischen Myopie gehe nur langsam voran, die Gesamtsituation sei sehr 
unbefriedigend. Trotz durchgeführter Augenmuskeloperation bestehe noch 
immer kein voller Fernvisus. Die Beschwerden seien nur wenig besser, 
jedoch etwas weniger langanhaltend als präoperativ. Aktuell habe durch 
den Eingriff zwar eine leichte Verbesserung, jedoch noch keine Beschwer-
defreiheit, welche eine Wiederaufnahme der Arbeit erlauben würde, er-
reicht werden können.

3.1.5 Am 12. April 2018 (act. I 6) diagnostizierte Prof. Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Ophthalmologie, eine frustrane Kompensation 
der Exophorie über die akkommodative Konvergenz mit massiven asthe-
nopen Beschwerden, einen Status nach Schieloperation bei dekompensie-
render Exophorie, juvenile Hypoakkommodation und einen Status nach 
bilateraler extraduraler Vertebralisdissektion (S. 1). Bei der Begutachtung 
von Dr. med. G.________ sei eine objektive Refraktionsmessung durchge-
führt worden, die deutlich höhere Myopiewerte ergeben habe. Dies sei ein 
klarer Hinweis, dass die Patientin wieder ihren Akkommodationsmecha-
nismus zur Kompensation eingesetzt habe. Zudem bleibe in der Befunddo-
kumentation offen, ob die objektive Refraktion in Miose oder Mydriase er-
folgt sei. Der Visus sei monokular ermittelt worden. Eine Aussage über den 
binokularen Visus fehle gänzlich, obwohl dies aufgrund der Anamnese ein 
entscheidender Untersuchungsschritt gewesen wäre. Bei der Beurteilung 
der Augenstellung sei festgestellt worden, dass im alternierenden Abdeck-
test in der Nähe eine geringe Aussenschielstellung, in der Ferne Parallel-
stand bestehe. Hier erschliesse sich nicht, ob diese Beurteilung mit der 
Prismenbrille oder ohne durchgeführt worden sei. Es sei davon auszuge-
hen, dass diese ohne Prismenbrille erfolgt sei, womit sich der Parallelstand 
in der Ferne nur durch den bekannten Kompensationsmechanismus über 
die akkommodative Konvergenz erkläre. Ansonsten müsste eine Einstell-
bewegung aus der Divergenz zu sehen sein, da die Patientin zum Aus-
gleich der Schielstellung 18 Prismendioptrien getragen habe. Dr. med. 
G.________ halte zwar fest, dass asthenope Beschwerden und deren Ur-
sachen beständen, komme aber zum Schluss, dass ein intakter ophthalmo-
logischer Befund mit guter Sehschärfe in die Ferne und in die Nähe vorlie-
ge. Hier sei klar einzuschränken, dass die Sehschärfe monokular geprüft 

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worden sei und die Patientin ein ausgeprägtes Binokularproblem habe. 
Insofern werde diese Beurteilung der Patientin nicht gerecht. Nach der 
Schieloperation im August 2017 sei es zu einer Entlastung gekommen, der 
Patientin sei es jedoch nach wie vor nicht möglich, länger als zehn Minuten 
zu lesen ohne frontalen Kopfschmerz, der sich bis zu einem Migräneanfall 
verstärkt habe (S. 2). Zur aktuellen Diagnostik und Behandlung legte Prof. 
Dr. med. H.________ dar, bei ihrer Messung der Akkommodation (dreima-
lige Messung monokular) habe die Patientin lediglich vier Dioptrien ak-
kommodieren können. Mit Anstrengung sei ein binokularer Nahvisus von 
0.8 erreicht worden, der nur kurzfristig stabil gewesen sei. Es sei zu Visus-
schwankungen und beginnenden frontalen Schmerzen gekommen. In ei-
nem subjektiven Abgleich für die Ferne seien rechts die Werte -0.25-
0.5/70° und links -0.25-0.75/120° resultiert, wobei der bestmögliche Visus 
0.7 monokular betragen habe. Bei Vorgabe von weiteren Minusgläsern sei 
es im rot/grün-Abgleich zu immer stärkerem Hervortreten der Sehzeichen 
im roten Halbfeld gekommen als klaren Hinweis, dass dies einen Akkom-
modationsreiz ausgelöst und die Patientin akkommodiert habe. Anschlies-
send sei in der Nähe ein prolongierter Leseversuch durchgeführt worden, 
wobei langsam die Nahaddition von +0.25 auf +1.5 erhöht worden sei. Mit 
entsprechender Korrektur habe für die Ferne und Nähe Orthophorie be-
standen. Die Beschwerden der Patientin zeigten ganz klar, dass sie ihren 
Kompensationsmechanismus, nämlich die Akkommodation, noch nicht auf-
gegeben habe – auch nach der Schieloperation nicht. Aufgrund der beste-
henden Hypoakkommodation habe sie eigentlich nicht ausreichende ak-
kommodative Kraft, sondern könne nur mit maximaler Anstrengung den 
Nahfokus halten, was letztlich zu den berichteten Beschwerden und 
Schmerzen führe (S. 3). Im Idealfall könne durch eine Gleitsichtbrille das 
Beschwerdebild verbessert werden, was jedoch nicht bei allen Patienten 
eine akzeptable Lösung darstelle. Wenn die Gleitsichtbrille nicht vertragen 
werde, müsse oft eine eigene Lese- und Fernbrille angepasst werden. Die 
Brillenwerte müssten in der Folge überprüft werden, da es zu einer weite-
ren Entspannung kommen könne und der Nahzusatz entsprechend ange-
passt werden müsse. Aufgrund der Anamnese und stattgehabten Schiel-
operation sowie den aktuellen Untersuchungsergebnissen sei die Patientin 
in ihrem angestammten Beruf als ... an ihrer bisherigen Arbeitsstelle bei der 
C.________ zu 100% arbeitsunfähig. Dies treffe auch für alle sonstigen 

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Arbeiten in der freien Wirtschaft zu, die eine durchschnittliche Anforderung 
an die Sehleistung stellten (S. 4).

3.1.6 In der Stellungnahme vom 25. Mai 2018 (act. II 88) legte Dr. med. 
G.________ dar, in Anbetracht der Tatsache, dass die Explorandin – bis 
auf ein (vor allem subjektiv immer wieder geäussertes) Binokularproblem – 
über völlig gesunde Augen verfüge, sei die Einschätzung von Prof. Dr. 
med. H.________ nicht nachvollziehbar. Aufgrund der Beschwerden beim 
Binokularsehen (frontale Kopfschmerzen nach kurzem Leseversuch) seien 
bei der Begutachtung die Sehschärfe für die Ferne und Nähe monokular 
geprüft worden. Hierbei habe sich (wie bei Prof. Dr. med. H.________) eine 
hervorragende Sehschärfe ergeben. Die Sehschärfe für die Nähe sei so gut 
gewesen, dass sehr kleine Schrift (Schriftgrösse von Beipackzetteln) von 
der Explorandin (mit Fernkorrektur, ohne zusätzliche Nahkorrektur) habe 
gelesen werden können. Binokular seien die Augenstellung und das Ste-
reosehen überprüft worden. Hier hätten sich ein (geringes) latentes Aus-
senschielen in der Nähe und ein volles Stereosehen gezeigt. Bei Prof. Dr. 
med. H.________ sei sogar in die Ferne und Nähe ein Parallelstand (Or-
thophorie) resultiert. Zusammenfassend beklage die Explorandin sehr aus-
geprägte Beschwerden beim Binokularsehen, die objektiv nicht messbar 
seien. Bei der Begutachtung seien die Beschwerden gewürdigt worden. 
Ebenso müsse jedoch berücksichtigt werden, dass ein intakter ophthalmo-
logischer Befund mit guter Sehschärfe und voller Stereofunktion vorliege, 
der keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit rechtfertige. Asthenopische Be-
schwerden müssten eigentlich durch eine geeignete Brillenkorrektur beho-
ben werden können. Falls keine Massnahme irgendeine Symptomverbes-
serung bringe, müsse der Explorandin als letzte Massnahme für Naharbei-
ten eine Monovision empfohlen werden. Indem der Explorandin eine 
20%ige Einschränkung attestiert worden sei, sei eine solche extreme 
Massnahme bereits grosszügig berücksichtig worden. Am bestehenden 
Gutachten könne somit vollumfänglich festgehalten werden.

3.1.7 In Bezug auf die Ausführungen von Dr. med. G.________ vom 25. 
Mai 2018 machte Prof. Dr. med. H.________ am 9. August 2018 (act. I 7) 
geltend, ihre Einschätzung sei nicht aufgrund rein subjektiver Berichterstat-
tung erfolgt, sondern gestützt auf Antworten der Explorandin auf eine ge-

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zielte Untersuchungssequenz, die zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgt sei 
und bis zu 90 Minuten pro Sitzung in Anspruch genommen habe. Sie habe 
sehr wohl andere Befunde erhoben als Dr. med. G.________. In der Dia-
gnoseliste von Dr. med. G.________ fehle die Diagnose der juvenilen Hy-
poakkommodation und der Kompensation der latenten Exophorie über die 
akkommodative Konvergenz. Beweis für diese funktionelle Störung sei die 
Myopisierung im binokularen Sehakt. Das sei ein Befund, den die Patientin 
nicht vortäuschen könne und der objektivierbar sei. Ganz typisch sei die 
bessere monokulare Sehschärfe. In diesem Zustand der Akkommodation 
sei es auch erklärbar, dass kleine Schrift sehr kurzfristig gelesen werden 
könne, jedoch mit der Folge von zunehmenden massiven Kopfschmerzen 
und deutlicher Abnahme des Nahvisus, der sich durch Vorgabe von Plus-
gläsern wieder bessere. Aktuell benötige die Patientin die volle Nahkorrek-
tur von +3.0 dpt beidseits für einen guten binokularen Visus und habe leider 
auch wieder den Schielwinkel vergrössert (S. 1). Da der funktionelle Kom-
pensationsmechanismus der latenten Schielstellung auch nach der Schiel-
operation bestehe und das Beschwerdebild der Patientin erkläre, könne 
nicht die Rede von einem intakten ophthalmologischen Befund sein. Zu 
dieser Schlussfolgerung könne man nur kommen, wenn man funktionelle 
Störungen missachte. Auch funktionell bedingte Beschwerden und 
Schmerzen bei visuellen Anforderungen – und diese seien objektivierbar 
und nicht nur subjektiv – gehörten zu einem vollständigen ophthalmologi-
schen Befund und müssten entsprechend bewertet werden (S. 2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

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beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 7. März 2018 (act. II 82) massgeblich auf das polydisziplinäre 
MEDAS-Gutachten vom 15. August 2017 (act. II 63.1) gestützt. 

3.3.1 Aus internistischer, psychiatrischer, orthopädischer, neuropsycholo-
gischer und neurologischer Sicht führten die MEDAS-Gutachter differen-
ziert und nachvollziehbar aus, dass in diesen Bereichen keine Einschrän-
kung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit besteht (act. II 63.1 S. 10 Ziff. 3.4, 
S. 14 Ziff. 4.1.4, S. 19 f. Ziff. 4.2.3 f., S. 23 Ziff. 4.3.3 f., S. 29 Ziff. 4.5.3 f.). 
Diese Einschätzungen werden von der Beschwerdeführerin denn auch 
nicht in Frage gestellt.

Aus ophthalmologischer Sicht legte Dr. med. G.________ dar, die bei der 
Beschwerdeführerin bestehenden asthenopischen Beschwerden seien 
nicht messbar und würden einzig auf deren subjektiven Angaben gründen, 
zumal ein intakter ophthalmologischer Befund mit guter Sehschärfe in die 
Ferne und Nähe sowie ein volles Stereosehen vorlägen. Aufgrund der 
asthenopischen Beschwerden sei eine 20%ige Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit für alle in der freien Wirtschaft verwertbaren beruflichen Tätigkei-
ten mit durchschnittlichen Anforderungen an die Sehfähigkeit zu attestieren 
(vgl. act. II 63.1 S. 26 Ziff. 4.4.4 f. und bestätigend die Stellungnahme vom 
25. Mai 2018, act. II 88). Auf diese Einschätzungen kann jedoch nicht ab-
schliessend abgestellt werden. Nachvollziehbar hat Prof. Dr. med. 
H.________ auf Fragen hingewiesen, zu denen die Gutachterin eine ab-
schliessende Antwort schuldig blieb. In der gutachterlichen Befunddoku-
mentation blieb offen, ob die objektive Refraktion in Miose oder in Mydriase 
durchgeführt wurde. Auch bei der Beurteilung der Augenstellung blieb un-

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klar, ob diese mit der Prismenbrille erfolgte oder ohne. Betreffend den von 
Dr. med. G.________ festgestellten intakten ophthalmologischen Befund 
mit guter Sehschärfe, moniert Prof. Dr. med. H.________, dass dabei die 
Sehschärfe einzig monokular geprüft worden sei. Dies obwohl die Be-
schwerdeführerin ein ausgeprägtes Binokularproblem aufweise. Weshalb 
bei der ophthalmologischen Begutachtung auf eine binokulare Untersu-
chung verzichtet wurde, blieb unbegründet. Mit Bericht vom 9. August 2018 
(act. I 7 S. 2) erläuterte Prof. Dr. med. H.________ – übereinstimmend mit 
Dr. med. G.________ (act. II 63.1 S. 26 Ziff. 4.4.4; 88 S. 1) – zudem, dass 
ein funktioneller Kompensationsmechanismus der latenten Schielstellung 
ausgewiesen sei und das Beschwerdebild der Beschwerdeführerin erkläre. 
Folglich ist die Schlussfolgerung von Dr. med. G.________, wonach ein 
intakter ophthalmologischen Befund vorliege, nicht nachvollziehbar. So-
dann wies Prof. Dr. med. H.________ darauf hin, dass bei der Diagnoselis-
te von Dr. med. G.________ die juvenile Hypoakkommodation sowie die 
Kompensation der latenten Exophorie über die akkommodative Konver-
genz nicht aufgeführt seien (act. I 7 S. 1). Ob diese Diagnosen zu stellen 
sind und welche Bedeutung ihnen heute (noch) zukommt, blieb gutachter-
lich ungeklärt. Zu den Vorwürfen der unterbliebenen Abklärungen und 
übersehenen Beeinträchtigungen, auf welche Prof. Dr. med. H.________ 
hingewiesen hat (act. I 6), nahm Dr. med. G.________ nicht Stellung. 
Vielmehr legte sie einzig nochmals die von ihr erhobene Befundlage dar 
(vgl. Stellungnahme vom 25. Mai 2018, act. II 88). Ferner ist anzumerken, 
dass die ophthalmologische Begutachtung vom 26. Juni 2017 noch vor der 
Augenoperation vom 8. August 2017 (act. I 4) stattgefunden hat. Gemäss 
Verlaufsbericht von Dr. med. F.________ vom 16. November 2017 (act. I 5) 
konnten durch diesen Eingriff weder ein voller Fernvisus noch Beschwerde-
freiheit erreicht werden. Zudem gab er an, dass durchaus ein zweiter Au-
genmuskeleingriff notwendig sein könnte. In der Stellungnahme vom 25. 
Mai 2018 (act. II 88) äusserte sich Dr. med. G.________ nicht zur durchge-
führten Augenoperation und deren Ergebnis. Auf die ophthalmologische 
Begutachtung vom 26. Juni 2017 (act. II 63.1 S. 24 ff.) sowie auf die 
Stellungnahme vom 25. Mai 2018 (act. II 88) von Dr. med. G.________ 
kann somit nicht abgestellt werden. 

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Auch auf die Berichte von Dr. med. F.________ (act. II 38 S. 2; 45 S. 2; 
act. I 5) und von Prof. Dr. med. H.________ (act. I 6 f.) resp. auf die jeweils 
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit kann für die hier erforderliche Beur-
teilung nicht abgestellt werden. So geht aus diesen Berichten nicht hervor, 
ob sich die behandelnden Fachpersonen in ihren Beurteilungen vor allem 
auf die gezeigten Leistungen und subjektiven Angaben der Beschwerde-
führerin gestützt oder ob sie die Arbeitsfähigkeit medizinisch-theoretisch 
beurteilt haben. Insbesondere bestätigte Prof. Dr. med. H.________ – ent-
sprechend den Ausführungen von Dr. med. G.________ (vgl. act. II 88 S. 
2) –, dass die Sehschärfe für die Ferne und die Nähe monokular so gut 
war, dass sogar sehr kleine Schrift gelesen werden konnte (act. I 7 S. 1). In 
der Stellungnahme vom 25. Mai 2018 (act. II 88 S. 2) gab Dr. med. 
G.________ gestützt darauf an, dass – sofern keine Massnahme irgendei-
ne Symptomverbesserung bringe – der Beschwerdeführerin als letzte 
Massnahme für Naharbeiten eine Monovision empfohlen werden müsse 
und bei der Beurteilung der 20%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
eine solche extreme Massnahme bereits grosszügig berücksichtigt worden 
sei. Zu dieser Massnahme und der dadurch allenfalls möglichen Arbeits-
fähigkeit äusserte sich Prof. Dr. med. H.________ nicht. Im Weiteren stellt 
die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin an Untersuchungen teilnehmen 
konnte, die bis zu 90 Minuten pro Sitzung in Anspruch genommen haben 
(vgl. act. I 7 S. 1), die attestierte vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in Fra-
ge. 

Schliesslich hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, eine klärende 
Beurteilung im Fachbereich Orthoptik einzuholen, was aufgrund der aus-
gewiesenen Schielproblematik und der geltend gemachten asthenopischen 
Beschwerden angezeigt gewesen wäre. 

3.3.2 Unter diesen Umständen kann vorliegend keine abschliessende 
Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden. Deshalb hat die Beschwerdegegne-
rin den medizinischen Sachverhalt in ophthalmologischer Hinsicht erneut 
und vollständig (unter anderem unter Berücksichtigung des Fachbereiches 
Orthoptik) gutachterlich von bis anhin mit dem Fall nicht befassten Gutach-
tern abklären zu lassen. 

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4. Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde gutzuheissen, die ange-
fochtene Verfügung vom 7. März 2018 (act. II 82) aufzuheben und die Sa-
che an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizini-
schen Sachverhalt gutachterlich abklären lasse. Anschliessend hat sie über 
den Rentenanspruch neu zu verfügen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der von der Beschwerde-
führerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird nach Rechtskraft 
des Urteils zurückerstattet.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 
S. 43 E. 9.1).

Die Beschwerdeführerin wird durch Rechtsanwalt B.________ vertreten. 
Dessen Kostennote vom 13. November 2018 ist nicht zu beanstanden. 
Entsprechend wird die Parteientschädigung auf Fr. 3'230.-- (12.92 Stunden 

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à Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 86.70.-- und 7.7% Mehrwertsteuer 
im Betrag von Fr. 255.40, somit auf total Fr. 3'572.10, festgesetzt. Diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 7. März 2018 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu 
verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft 
des Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'572.10 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.