# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da8e08ea-162b-5382-8e4f-451b3ad62480
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2008 B-6039/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6039-2008_2008-12-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-6039/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8  

Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 
Richter Ronald Flury, Richterin Eva Schneeberger.
Gerichtsschreiber Corrado Bergomi.

B-6039/2008
W._______, 

B-6041/2008
X._______,

B-6042/2008
Y._______, p. A. A._______, Herr B._______, (Adresse)

B-6043/2008
Z._______, p. A. A._______, Herr B._______, (Adresse)

alle vertreten durch Herrn Fürsprecher Georg Friedli, 
Bahnhofplatz 5, Postfach 6233, 3001 Bern,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Bankenkommission (EBK),
Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern,
Vorinstanz.

internationale Amtshilfe. 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-6039/2008

Sachverhalt:

A.

A.a Mit  Gesuch vom 7. Dezember 2007 ersuchte die deutsche Bun-
desanstalt für Finanzdienstleistungen (nachfolgend: BaFin) die Eidge-
nössische Bankenkommission (nachfolgend: Vorinstanz oder EBK) um 
Amtshilfe wegen Verdachts auf Verstoss gegen das Insiderhandelsver-
bot (§14 WpHG) im Zusammenhang mit  dem Handel von Aktien der 
E. _______ AG. Die vertrauliche Behandlung und Zweckgebundenheit 
der Informationen wurde zugesichert.

Zur Begründung führte die BaFin aus, am 23. September 2003 habe 
die D._______ GmbH ihre Absicht veröffentlicht, 40,78% des Grundka-
pitals der E._______ AG vom derzeitigen Mehrheitsgesellschafter  zu 
erwerben.  Gemäss  der  beigelegten  WpÜG-Mitteilung  werde  die 
D._______ GmbH den freien Aktionären anbieten, deren auf den Inha-
ber lautenden Stückaktien der E._______ AG zu erwerben. Das Über-
nahmeangebot  umfasse  eine  Gewinnanteilberechtigung  für  das  Ge-
schäftsjahr  2003 einschliesslich  des Anspruchs auf  Zahlung der  be-
schlossenen Kapitalrückzahlung sowie eine Zahlung in Höhe der ge-
setzlichen  Mindestgegenleistung.  Im  Vorfeld  der  Übernahme  der 
E._______ AG am 23. September 2003 sei es zu unüblichen Handels-
volumen und erheblichem Kursanstieg der Titel der E._______ AG ge-
kommen. Die öffentliche Bekanntgabe des Übernahmeangebots habe 
zur Folge gehabt, dass der Kurs für eine kurze Zeit angestiegen und 
danach wieder gefallen sei. 
Der WpÜG-Mitteilung war weiter zu entnehmen, dass C._______ allei-
niger  Gesellschafter  und Geschäftsführer  der  D._______ GmbH und 
gleichzeitig  auch  Sprecher  des  Vorstandes  der  E.________  AG war 
sowie bereits 28.42% des Grundkapitals der E._______ hielt. 

Des Weiteren wies die BaFin darauf hin, im Rahmen der durchgeführ-
ten Untersuchungen sei festgestellt worden, dass folgende Transaktio-
nen von der Bank P._______ AG, in Auftrag gegeben worden seien:

Nr. ISIN Handels-
zeitpunkt

Kauf /
Verkauf

Preis 
(Euro)

Nominale Volumen (Euro)

1 DE0005221303 12.09.2003 V 5.25 4'200 -22'030.85

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2 DE0005221303 15.09.2003 V 5.49 3'873 -21'262.77

3 DE0005221303 17.09.2003 V 7.73 1'714 -13'256.08

4 DE0005221303 17.09.2003 V 6.68 18'388 -122'776.68

5 DE0005221303 18.09.2003 V 6.59 13'249 -87'284.41

6 DE0005221303 19.09.2003 V 6.75 7'598 -51'274.95

Die BaFin ersuchte daher die Vorinstanz, ihr auf dem Amtshilfeweg die 
Identität der Personen, welche die erwähnten Transaktionen über die 
Bank P._______ AG getätigt hätten, sowie die Identität der wirtschaftli-
chen  Berechtigten  und  der  Auftraggeber  (Name,  Geburtsdatum und 
Anschrift) zu übermitteln. Ferner habe die BaFin um die Einholung von 
Informationen zu den Ordererteilungen, insbesondere Datum und Uhr-
zeit  der Ordererteilungen, ursprünglich georderte Stückzahl,  gegebe-
nenfalls gesetztes Limit  einschliesslich gegebenenfalls erfolgter Limi-
tänderungen sowie die Dauer der Gültigkeit der Order ersucht.

A.b Die Vorinstanz setzte daraufhin die Bank P._______ AG mit Sch-
reiben vom 4. Januar 2008 von diesem Amtshilfegesuch in  Kenntnis 
und ersuchte sie um Übermittlung der einverlangten Informationen und 
Unterlagen. 

A.c Mit  Schreiben  vom  31.  Januar  2008  übermittelte  die  Bank 
P._______ AG der Vorinstanz die nachgesuchten Unterlagen. Daraus 
ergibt  sich,  dass  folgende  Gesellschaften  und  Personen  in  der  Zeit 
vom  17. September  2003  bis  zum  22.  September  2003  Titel  der 
E._______  AG verkauft  haben,  wobei  die  Order  am  17. September 
2003 erteilt wurden und keine speziellen Limits bestanden:

Gesellschaft / Person Verkaufsdatum Preis 
(EUR)

Nominale Volumen (EUR)

Z._______ 17.09.2003 6.68 5'331 -35'595.08

18.09.2003 6.59 7'249 -47'755.68

19.09.2003 6.75 7'598 -51'274.34

22.09.2003 6.75 575 -3'881.25

Y._______ 17.09.2003 6.68 7'328 -48'929.05

W._______ 18.09.2003 6.59 6'000 -39'527.40

X._______ 17.09.2003 6.68 5'729 -38'252.53

TOTAL 39'810 -265'215.33

Den Kontounterlagen  der  Bank  P._______  ist  weiter  zu  entnehmen, 
dass wirtschaftlich Berechtigter an den fraglichen Konti lautend auf die 
Z._______ sowie lautend auf die Y._______, beide Sitzgesellschaften 
mit  Domizil  in  P._______,  C._______,  geboren  am ________,  deut-

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scher Staatsangehöriger, mit Wohnsitz an (Adresse) ist. Generalbevoll-
mächtigter  der  beiden  Gesellschaften  mit  Einzelunterschrift  ist 
B._______. Es liegen keine schriftlichen Vermögensverwaltungsaufträ-
ge vor. Gemäss den Bankunterlagen ist  C._______ überdies Bevoll-
mächtigter  der  in  Frage  stehenden  Konti  von  W._______  und  von 
X._______. Keines der fraglichen Konti ist von der Bank P._______ AG 
verwaltet. 
Aus  den  Unterlagen  ist  weiter  ersichtlich,  dass  in  Bezug  auf 
W._______  und  X._______  deren  Bevollmächtigter  C._______  den 
Auftrag für  die in Frage stehenden Verkäufe der Titel der E._______ 
AG gegeben hatte. In Bezug auf die beiden Gesellschaften Z._______ 
und  Y._______  wird  ausgeführt,  dass  der  wirtschaftlich  Berechtigte 
Ende  der  90er  Jahre  erklärt  habe,  der  Kundenbetreuer  F._______, 
Bank P._______ AG, solle ihn ansprechen, falls er Transaktionen der 
Titel  der  E._______  AG  ausführen  wolle.  In  der  Folge  wurde 
C._______ am 17. September 2003 von F.______ angesprochen. An-
lässlich  dieses  Gesprächs  habe  C._______  erklärt,  F.______  könne 
die Titel der E.________ AG verkaufen, sofern er dies für richtig halten 
würde und die Umsätze dies zulassen würden, ohne Kursdruck zu er-
zeugen.

A.d Die  Vorinstanz  teilte  der  Bank  P._______  AG  daraufhin  mit 
Schreiben  vom  13. März  2008  mit,  aufgrund  der  vorgelegten  Akten 
werde eine Weiterleitung der eingeholten Kundeninformationen an die 
BaFin in Betracht gezogen, und forderte die Bank P._______ AG auf, 
die Beschwerdeführenden zu einer Stellungnahme einzuladen. 

A.e Mit vier separaten Stellungnahmen vom 16. April 2008 beantrag-
ten die Beschwerdeführenden, alle vertreten durch Fürsprecher Georg 
Friedli, die Abweisung des Amtshilfegesuchs, widrigenfalls den Erlass 
einer formellen Verfügung. Es sei  auszuschliessen,  dass es sich bei 
den Beschwerdeführenden um Insider handle. Die Transaktionen seien 
ohne ihr Wissen durch den Vermögensverwalter F._______ vorgenom-
men worden. C._______ sei über die umstrittenen Transaktionen ori-
entiert  worden, er habe aber die Verkäufe nur dem Grundsatze nach 
genehmigt. C._______, alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer 
der D._______ GmbH und Sprecher des Vorstands der E._______ AG, 
könne ohnehin nicht als Insider gelten, da die Regel „Niemand kann 
sein eigener Insider sein“ zur Anwendung komme. Es fehle somit be-
reits  am Tatbestandselement der Weitergabe von vertraulichen Infor-
mationen. Im Übrigen bestehe keine aktuelle und gültige Zusicherung 
der BaFin, wonach Spezialität und Vertraulichkeit gewährleistet wären. 

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Rein faktisch bestehe im Verhältnis zu deutschen Behörden keine Ge-
währ für Vertraulichkeit.

A.f Am 4. September 2008 verfügte die Vorinstanz:

„1. Die Eidgenössische Bankkommission leistet der Bundesanstalt für Finanz-
dienstleistungen Amtshilfe und übermittelt dieser die folgenden Informationen:

C._______,  geboren _______,  (Adresse),  hat  als  wirtschaftlich  Berechtigter 
für die Z._______, p.A. A._______, Herr B._______, (Adresse), am 17. Sep-
tember  2003  der  Bank  P._______  AG die  Order  erteilt,  20'000  Aktien  der 
E._______  AG  zu  verkaufen.  Diese  Transaktionen  wurden  von  der  Bank 
P._______ AG in der Zeit  vom 17. September 2003 bis zum 22. September 
2003  zu  einem Kurs  zwischen  EUR 6.59  und  EUR 6.75  für  die  Z._______ 
ausgeführt  (siehe  Tabelle  für  Details).  C._______  war  an  den  Aktien  der 
E._______ AG wirtschaftlich berechtigt. 

Verkaufsdatum Preis (EUR) Nominale Volumen (EUR)

17.09.2003 6.68 5'331 -35'595.08

18.09.2003 6.59 7'249 -47'755.68

19.09.2003 6.75 7'598 -51'274.34

22.09.2003 6.75 575 -3'881.25

C._______, geboren am _______, (Adresse), hat als wirtschaftlich Berechtig-
ter  für  die  Y._______,  p.  A.  A._______,  Herr  B._______,  Letzigraben  89, 
8040 Zürich, am 17. September 2003 der Bank P._______ AG die Order er-
teilt, den Restbestand von 7'328 Aktien der E._______ AG zu verkaufen. Die-
se Transaktion wurde von der  Bank P._______ AG am 17. September 2003 
zum Kurs von EUR 6.68 für die Y._______ ausgeführt. C._______ war an den 
Aktien der E._______ AG wirtschaftlich berechtigt.

C._______,  geboren  am _______,  (Adresse),  hat  als  Bevollmächtigter  von 
W._______,  geboren  am _______,  (Adresse),  am  17. September  2003  der 
Bank P._______ AG die Order erteilt, 6'000 Aktien der E._______ AG zu ver-
kaufen. Diese Transaktion wurde von der Bank P._______ AG am 18. Septem-
ber 2003 zum Kurs von EUR 6.59 für W._______ ausgeführt. W._______ war 
an den Aktien der E.____ AG wirtschaftlich berechtigt. 

C._______, geboren am ________, (Adresse),  hat  als Bevollmächtigter  von 
X._______,  geboren  am _______,  (Adresse),  am  17. September  2003  der 
Bank P._______ AG die Order erteilt,  so viele Aktien der E._______ AG zu 
verkaufen, um den bestehenden Schuldsaldo zu eliminieren. Die Transaktion 
in 5'729 Titel der E._______ AG wurde von der Bank P._______ AG am 17. 
September  2003  zum  Kurs  von  EUR  6.68  für  X._______  ausgeführt. 
X._______ war an den Aktien der E._______ AG wirtschaftlich berechtigt. 

2. (Zweckgebundenheit der Informationen und Dokumente.)

3. (Zustimmungserfordernis der Eidg. Bankenkommission zur Weiterleitung 
der Informationen und Dokumente über den beschriebenen Zweck hinaus.)

4. Die Ziffern 1 bis 3 dieser Verfügung werden 10 Tage nach Zustellung an 
den Rechtsvertreter der Parteien vollstreckt,  sofern innert  dieser Frist keine 
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht wird. 

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5. (Verfahrenskosten). 

Die Vorinstanz führte zur Begründung an, dass dem Ersuchen der Ba-
Fin ein genügender Anfangsverdacht zugrunde liege. Dieser bestehe 
im Umstand,  dass C._______ in zeitlicher Nähe zur öffentlichen Be-
kanntgabe des Übernahmeangebots eine erhebliche Menge an Aktien 
der E._______ AG verkauft habe. Der Einwand der Beschwerdeführer, 
dass es wegen des Grundsatzes „Niemand kann sein eigener Insider 
sein“  bereits  an  einem  Tatbestandselement  des  Insidertatbestandes 
fehle, sei im vorliegenden Fall unbeachtlich. Denn die korrekte Ausle-
gung  und  Anwendung  der  einschlägigen  Bestimmungen  des  deut-
schen Aufsichtsrechts bilde nicht Gegenstand des Amtshilfeverfahrens. 
Da die Beschwerdeführer nicht vorgebracht hätten, dass die Transakti-
onen aufgrund eines schriftlichen Vermögensverwaltungsauftrags aus-
geführt worden seien, bestünden genügend Anhaltspunkte dafür, dass 
die Z._______, die Y._______, W._______ und X._______ nicht als of-
fensichtlich unbeteiligte Dritte gelten könnten.

B.
Gegen die Verfügung vom 4. September 2008 erhoben die Beschwer-
deführenden am 22. September 2008 je einzeln Beschwerde an das 
Bundesverwaltungsgericht.  Sie  beantragen  die  Aufhebung der  ange-
fochtenen Verfügung und die Abweisung des Amtshilfegesuchs der Ba-
Fin,  soweit  dieses  die  Beschwerdeführenden  betrifft,  unter  Kosten- 
und Entschädigungsfolgen.
Die Beschwerdeführenden machen im Wesentlichen geltend, es liege 
kein genügender  Anfangsverdacht,  da  ihr  Transaktionsverhalten eine 
Insidereigenschaft  ausschliesse.  Bezüglich  der  Y._______  und  der 
Z._______ sei ein Insiderdelikt auszuschliessen, da niemand sein ei-
gener Insider sein könne. Hinsichtlich W._______ und X._______ sei 
festzuhalten, dass die entsprechenden Transaktionen ohne ihr Wissen 
erfolgt  seien.  Bei  ihnen  handle  es  sich  um sogenannte  unbeteiligte 
Dritte. Schliesslich  wenden die  Beschwerdeführenden ein,  die  Über-
mittlung der Informationen sei insofern unverhältnismässig, als allfälli-
ge  Verstösse  gegen  das  deutsche  Wertpapierhandelsgesetz  bereits 
verjährt seien. Das ergebe sich aus einem von den Beschwerdeführen-
den eingeholten privaten Rechtsgutachten. 

C.
Mit Vernehmlassung vom 13. Oktober 2008 hält die Vorinstanz vollum-
fänglich an der angefochtenen Verfügung fest und beantragt die kos-
tenfällige  Abweisung der  Beschwerden  und  in  prozessualer  Hinsicht 

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die  Vereinigung  der  Verfahren  B-6039/2008,  B-6041/2008, 
B-6042/2008 und B-6043/2008. 

Mit  Schreiben vom 3. November 2003 teilten die Beschwerdeführen-
den mit, dass aus ihrer Sicht keine Einwände gegen eine Verfahrens-
vereinigung bestehen.

Auf  die  weiteren Ausführungen der  Beschwerdeführenden sowie der 
Vorinstanz wird, soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung ge-
mäss Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesverwaltungs-
gericht  ist  zuständig  für  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen 
Amtshilfeverfügungen  der  Vorinstanz  (Art.  38  Abs. 5  des  Gesetzes 
über die Börsen und den Effektenhandel vom 24. März 1995  [BEHG, 
SR 954.1] und Art. 31 i. v. m. Art. 33 Bst. f des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

Die Beschwerdeführenden sind als Adressaten der angefochtenen Ver-
fügung  vom 4. September  2008 durch  diese berührt  und haben  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 48 
Abs. 1 VwVG). Sie sind daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Die 
Eingabefrist  sowie  die  Anforderungen  an  Form  und  Inhalt  der  Be-
schwerdeschrift  sind gewahrt  (vgl. Art. 38 Abs. 5 BEHG und Art. 52 
Abs. 1 VwVG), der Vertreter hat sich rechtsgenüglich durch schriftliche 
Vollmacht  ausgewiesen (Art. 11 Abs. 3 VwVG),  der Kostenvorschuss 
wurde fristgemäss gezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen Sa-
churteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 46 ff. VwVG). 

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.
Getrennt eingereichte Beschwerden können in einem Verfahren verei-
nigt werden, wenn die einzelnen Sachverhalte in einem engen inhaltli-
chen Zusammenhang stehen, sie die gleichen Parteien betreffen und 
sich in allen Fällen gleiche oder ähnliche Rechtsfragen stellen. Ein sol-
ches Vorgehen dient der Verfahrensökonomie und liegt im Interesse al-

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ler  Beteiligten  (Art.  24  des  Bundesgesetzes  vom 4. Dezember  1947 
über den Bundeszivilprozess, SR 273 i. V. m. Art. 4 VwVG; Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  4.  November  2008  B-5297/2008, 
B-5298/2008, B-5299/2008 E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
Im hier zu beurteilenden Fall richten sich alle vier Beschwerden gegen 
die gleiche Verfügung der EBK vom 4. September 2008. Diesen liegt 
ein weitgehend identischer Sachverhalt zugrunde. Die Beschwerdefüh-
renden  werden  im  Verfahren  vor  Bundesverwaltungsgericht,  wie  be-
reits im vorinstanzlichen Verfahren, vom gleichen Anwalt vertreten, der 
für  sie  beinahe  identische  Beschwerden  beziehungsweise  Stellung-
nahmen eingereicht hat. Die EBK hat gegenüber den vier Beschwerde-
führenden je  eine identische Verfügung erlassen. Die von der  ange-
fochtenen  Verfügung  betroffenen  Personen  weisen  auch  eine  enge 
Verbundenheit auf; sie haben dieselbe Adresse und sind miteinander 
verwandt. Die Beschwerdeführenden selbst haben im Übrigen in ihrem 
Schreiben vom 3. November 2008 erklärt, keine Einwände gegen den 
prozessualen Antrag der Vorinstanz zu haben.

Nach dem Gesagten rechtfertigt es sich, über die Beschwerden in den 
Verfahren B-6039/2008, B-6041/2008, B-6042/2008 und B-6043/2008 
in einem einzigen Entscheid zu befinden.

3.

3.1 Die  Amtshilfe  gegenüber  ausländischen  Finanzmarktbehörden 
richtet sich nach Art. 38 BEHG, welcher seit dem 1. Februar 2006 in 
einer neuen Fassung in Kraft ist (AS 2006 197). Da es sich bei dieser 
Bestimmung um eine Verfahrensvorschrift handelt, ist sie mit dem Tag 
des Inkrafttretens sofort auch auf Verfahren anwendbar, denen Sach-
verhalte zugrunde liegen, die sich in einem früheren Zeitpunkt verwirk-
licht  haben (vgl.  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemei-
nes  Verwaltungsrecht,  5.  Auflage,  Zürich  2006,  Rz.  327a;  BVG 
B-2980/2007 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 2A.266/2006 vom 8. Feb-
ruar 2007). Art. 38 BEHG in seiner geltenden Fassung findet demnach 
im hier zu beurteilenden Fall Anwendung, welcher einen Sachverhalt 
aus dem Jahre 2003 betrifft. 

3.2 Gemäss Art. 38 BEHG darf die EBK in ihrer Eigenschaft als Auf-
sichtsbehörde ausländischen Finanzmarktaufsichtsbehörden nicht  öf-
fentlich  zugängliche  Auskünfte  und  sachbezogene  Unterlagen  nur 
übermitteln,  sofern  die  Informationen  ausschliesslich  zur  Durchset-
zung  von Regulierungen  über  Börsen,  Effektenhandel  und  Effekten-

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händler  verwendet oder zu diesem Zweck an andere Behörden, Ge-
richte oder Organe weiter geleitet werden (Abs. 2 Bst. a; sog. Speziali-
tätsprinzip), und die ersuchenden Behörden an ein Amts- oder Berufs-
geheimnis  gebunden  sind,  wobei  Vorschriften  über  die  Öffentlichkeit 
von Verfahren und die Orientierung der Öffentlichkeit über solche Ver-
fahren vorbehalten bleiben (Abs. 2 Bst. b; sog. Vertraulichkeitsprinzip). 

3.3 Wie das Bundesgericht bereits in mehreren Entscheiden erkannte, 
unterscheidet sich die neue Regelung von Art. 38 BEHG von der bis-
herigen im Wesentlichen dadurch, dass das Vertraulichkeitsprinzip nur 
noch abgeschwächt gilt. Zudem entfallen im Rahmen des Spezialitäts-
grundsatzes das Prinzip der langen Hand sowie das Verbot der Weiter-
leitung an Strafverfolgungsbehörden bzw. der  in  diesem Zusammen-
hang bisher nötige Zusatzverdacht sowie das Erfordernis der doppel-
ten Strafbarkeit (Urteil des Bundesgerichts 2A.266/2006 vom 8. Febru-
ar  2007,  E.  3.1  mit  weiteren  Hinweisen,  bestätigt  u.  a.  in  BVG 
B-852/2008 E. 2 sowie Botschaft des Bundesrates vom 10. November 
2004, BBl 2004 S. 6754 f. und 6764 f.). Im Übrigen gelten die bisheri-
gen Regelungen und die Rechtsprechung grundsätzlich fort, insbeson-
dere soweit Informationen unter Durchbrechung des Spezialitätsgrund-
satzes weitergegeben werden sollen. In diesem Fall muss die EBK im 
Einvernehmen  mit  dem Bundesamt  für  Justiz  die  Zustellung  an  die 
Strafbehörden  vorgängig  genehmigen,  wobei  sie  die  Rechtshilfevor-
aussetzungen zu beachten hat (Art. 38 Abs. 6 BEHG, Urteil des Bun-
desgerichts 2A.266/2006, a. a. O). 

Der allgemeine verwaltungsrechtliche Grundsatz der Verhältnismässig-
keit gilt auch in der Amtshilfe (BGE 125 II 65 E. 6a). Vor dem Inkrafttre-
ten der neuen Fassung von Art. 38 BEHG wurde im Gesetz lediglich 
ein  Anwendungsfall  ausdrücklich  genannt,  indem  bestimmt  wurde, 
dass  die  Übermittlung  von  Informationen  über  Personen,  die  offen-
sichtlich nicht in die zu untersuchende Angelegenheit verwickelt sind, 
unzulässig ist. Neu wird das Verhältnismässigkeitsprinzip - zusammen 
mit dem genannten Anwendungsfall - ausdrücklich im Gesetz festge-
halten  (BBl  2004  6776;  vgl  auch  HANS-PETER SCHAAD in  WATTER/VOGT 
(Hrsg.),  Basler  Kommentar,  Börsengesetz,  Art. 161,  161bis,  305bis 
und 305ter Strafgesetzbuch, Basel 2007, N 10, 71 ad Art. 38 BEHG). 
Zu diesem allgemeinen Rechtssatz besteht eine differenzierte bundes-
gerichtliche Praxis, auf welche mit der gesetzlichen Verankerung eben-
falls Bezug genommen wird. (BBl 2004 S. 6749, 6776 f.). Verboten sind 
reine  Beweisausforschungen  ("fishing  expeditions").  Die  ersuchende 
Behörde muss im Amtshilfeverfahren den relevanten Sachverhalt dar-

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stellen, die gewünschten Auskünfte bzw. Unterlagen konkret bezeich-
nen und den Grund ihres Ersuchens nennen. Dabei ist  zu beachten, 
dass  ihr  in  der  Regel  die  Überwachung  des  Marktgeschehens 
schlechthin obliegt, weshalb an diesem breiten Auftrag zu messen ist, 
ob ein hinreichender Anlass für die Gewährung der Amtshilfe besteht 
(BGE 126 II 409 E. 5a S. 413 f.; BGE 125 II 65 E. 6b S. 73 f.). Soweit 
die  Behörden des ersuchenden Staates verpflichtet  sind,  den mass-
geblichen Sachverhalt darzulegen, kann von ihnen nicht erwartet wer-
den,  dass  sie dies  bereits  lückenlos und völlig  widerspruchsfrei  tun. 
Dies  wäre  mit  Sinn  und  Zweck  der  Amtshilfe  (wie  mit  jenem  der 
Rechtshilfe)  nicht  vereinbar,  sollen  doch aufgrund von Informationen 
und Unterlagen, die sich im ersuchten Staat befinden, bisher im Dun-
keln gebliebene Punkte erst noch geklärt werden (BGE 128 II 407 E. 
5.2.1). Die Bankenkommission hat sich nicht darüber auszusprechen, 
ob die  im Ersuchen angeführten Tatsachen zutreffen oder  nicht. Sie 
hat  weder Tat- noch irgendwelche Schuldfragen zu prüfen und ihrer-
seits eine Beweiswürdigung vorzunehmen. Sie ist  an die Darstellung 
des Sachverhalts im Ersuchen insoweit gebunden, als diese nicht we-
gen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet 
werden kann (BGE 127 II 142 E. 5a S. 145; Urteil  2A.347/2001 vom 
2. Oktober 2001, E. 5a; Urteil 2A.567/2001 vom 15. April 2002, E. 4.1; 
für die Rechtshilfe: BGE 117 Ib 64 E. 5c S. 88).
Gelingt  es  den  an  den  kritischen  Transaktionen  beteiligten,  ins  Auf-
sichtsverfahren  einbezogenen  Personen  nicht,  den  Anfangsverdacht 
klarerweise und entscheidend zu entkräften,  ist  die  Amtshilfe zu ge-
währen (BGE 128 II 407 E. 5.2.1 und 5.2.3, 127 II 142 E. 5a, je mit 
weiteren Hinweisen).

3.4 Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Ba-
Fin) ist eine ausländische Aufsichtsbehörde, welcher die Vorinstanz im 
Rahmen von Art. 38 Abs. 2 BEHG Amtshilfe leisten kann (Urteil  des 
Bundesgerichts  2A.12/2007  vom 17. April  2007,  E. 3.1  mit  weiteren 
Hinweisen, bestätigt u.a. in BVG B-2980/2007 E. 4, B-3900/2008 E. 3). 
Sie sicherte zu, die übermittelten Angaben nur zur Durchsetzung von 
Finanzmarktregulierungen bzw. im Zusammenhang mit der in der An-
frage  genannten  Zweckbestimmung  zu  gebrauchen  und  andernfalls 
vor einer Weitergabe um die Zustimmung der Vorinstanz zu ersuchen. 
Der angefochtene Entscheid enthält die entsprechenden Vorbehalte in 
Ziffer 2 und 3 des Dispositivs. In dieser Hinsicht sind die Voraussetzun-
gen für die Leistungen von Amtshilfe ohne Weiteres gegeben.

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4.
Die Beschwerdeführenden machen geltend, das Gesuch müsse man-
gels genügenden Anfangsverdachts abgewiesen werden. 

4.1 An den Anfangsverdacht sind keine allzu hohen Anforderungen zu 
stellen, da im Zeitpunkt des Ersuchens beziehungsweise der Übermitt-
lung von Informationen noch nicht feststeht, ob diese der ersuchenden 
Behörde dienlich sein werden. Es genügt, wenn die Informationen zur 
Abwicklung des ausländischen Aufsichtsverfahrens grundsätzlich ge-
eignet erscheinen und dies im Gesuch angemessen dargetan ist. Kon-
kret muss die ersuchende Aufsichtsbehörde den Sachverhalt darstel-
len, welcher den Anfangsverdacht auslöst,  die gesetzlichen Grundla-
gen der Untersuchung nennen sowie die benötigten Informationen und 
Unterlagen aufführen (BGE 129 II 484 E. 4.1, mit Hinweisen, BGE 126 
II 409 E. 5a, BGE 125 II 65 E. 6b). Es reicht, wenn in diesem Stadium 
erst  Indizien  oder  abstrakte  Hinweise  auf  eine  mögliche  Verletzung 
börsenrechtlicher  Vorschriften bestehen (BGE 125 II  65 E. 6b; Urteil 
des Bundesgerichts 2A.154/2003 vom 26. August 2003 E. 4.2.1) und 
die ersuchten Informationen nicht ohne jeden Bezug zu den vermute-
ten  Unregelmässigkeiten  stehen  (Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.603/2006 vom 21. Dezember 2006, E. 2, 3; BGE 129 II 484 E. 4.1, 
mit Hinweisen). Verboten sind - wie bereits erwähnt - reine Beweisaus-
forschungen („fishing expeditions“; vgl. vorne E. 3.3). In einem Fall ver-
muteten Insiderhandels hat das Bundesgericht festgehalten, ein hinrei-
chender Anfangsverdacht sei im Umstand zu erblicken, dass die ent-
sprechende  Transaktion  im  Vorfeld  der  Bekanntgabe  einer  vertrauli-
chen Tatsache getätigt wurde, während der ein Anstieg des Transakti-
onsvolumens und des Kurses festzustellen war (BGE 125 II 65 E. 6bb).

Es  ist  Sache des Betroffenen,  einen Anfangsverdacht  zu entkräften, 
beispielsweise indem er nachweist, dass er mit dem in Frage stehen-
den Geschäft  offensichtlich und unzweifelhaft  nichts zu tun hat,  weil 
ein umfassender Vermögensverwaltungsauftrag vorliegt und die Trans-
aktion ohne ihr Wissen erfolgte (vgl. BGE 127 II 323 E. 6b/aa).

4.2 Die BaFin hat in ihrem Gesuch vom 7. Dezember 2007 ausgeführt, 
am 23. September 2003 habe die D._______ GmbH ihre Absicht veröf-
fentlicht,  40,78% des Grundkapitals der E._______ AG vom derzeiti-
gen  Mehrheitsgesellschafter  zu  erwerben.  Gemäss  der  beigelegten 
WpÜG-Mitteilung werde die D._______ GmbH den freien Aktionären 
anbieten, deren auf den Inhaber lautenden Stückaktien der E.______ 
AG zu erwerben. Das Übernahmeangebot umfasse eine Gewinnanteil-

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berechtigung  für  das  Geschäftsjahr  2003  einschliesslich  des  An-
spruchs  auf  Zahlung  der  beschlossenen  Kapitalrückzahlung  sowie 
eine Zahlung in Höhe der gesetzlichen Mindestgegenleistung. Im Vor-
feld der Übernahme der E._______ AG am 23. September 2003 sei es 
zu unüblichen Handelsvolumen und erheblichem Kursanstieg der Titel 
der E._______ AG gekommen. Die öffentliche Bekanntgabe des Über-
nahmeangebots habe zur Folge gehabt, dass der Kurs für eine kurze 
Zeit angestiegen und danach wieder gefallen sei. Aus den im Vorfeld 
der  Veröffentlichungen  getätigten  Transaktionen  (vgl.  zum  genauen 
Gegenstand derselben vorne Sachverhalt Aa) hat die BaFin schliess-
lich Anhaltspunkte für einen Verstoss gegen das Insiderhandelsverbot 
abgeleitet (vgl. Gesuch vom 7. Dezember 2007 S. 1 i. f.).

4.3 Im  Amtshilfegesuch  wies  die  BaFin  ausdrücklich  auf  die  nach 
deutschem Recht relevanten verfahrens- (§ 4 WpHG) sowie materiell-
rechtlichen  (§  14  WpHG,  Insiderhandelsverbot)  Vorschriften  hin. Zu-
dem legte sie die für die ersuchten Auskünfte massgebliche Zeitperio-
de (12. bis und mit 19. September 2003) klar fest. Im gleichen Masse 
bezeichnete sie die gewünschten Auskünfte und Unterlagen und den 
Kreis der sie interessierenden Transaktionen. Dadurch wird die BaFin 
den formellen Anforderungen an ein Gesuch vollumfänglich gerecht. 

Den Beilagen zum Amtshilfegesuch kann entnommen werden, dass im 
Vorfeld der Mitteilung betreffend das Übernahmeangebot vom 23. Sep-
tember 2003 zu einem - im Vergleich zu den Vormonaten - auffälligen 
Kursanstieg der Aktien der E._______ AG kam. Auch war ein unübli-
ches Handelsvolumen derselben festzustellen. Kurze Zeit  danach fiel 
der Kurs dieser Aktien wieder. Die Transaktionen, welche C._______ 
entweder als wirtschaftlich Berechtigter der Z._______ bzw. Y._______ 
oder als Bevollmächtigter  von W._______ bzw. X._______ in Auftrag 
gab, erfolgten zwischen dem 12. und dem 19. September 2003 und fal-
len demnach in die relevante Zeitperiode kurz vor der Publikation der 
Mitteilung.  Mit  anderen  Worten  besteht  in  casu  eine  offensichtliche 
zeitliche  Nähe  zwischen  den  fraglichen  Transaktionen  und  der  Be-
kanntgabe des öffentlichen Übernahmeangebots. 

Ob  die  Beschwerdeführenden  tatsächlich  von  Insiderinformationen 
profitiert  haben,  bildet  nicht  Gegenstand  des  Amtshilfeverfahrens 
(BGE 128 II 407 E. 5.2.3 S. 419), denn für die aufsichtsrechtliche (Vor) 
Abklärung ist in erster Linie entscheidend, dass die betroffenen Aktien-
geschäfte in einem zeitlichen Zusammenhang mit den auffälligen Kurs-
verläufen stattfanden (BGE 129 II 484 E. 4.2 S. 495 , mit Hinweisen; 

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Urteil 2A.324/2004 vom 24. Juni 2004 E. 2.1). Dabei muss sich weder 
notwendigerweise der Kurs der betroffenen Aktie auf eine bestimmte 
Art  entwickelt  haben, noch ein spezifisches Handelsvolumen erreicht 
worden sein (Urteil 2A.486/2004 vom 15. März 2002, E. 4.2.1).

Es ist nach dem Gesagten von einem hinreichenden Anfangsverdacht 
auszugehen.

5.
Es bleibt weiter zu prüfen, ob die Einwände der Beschwerdeführenden 
geeignet sind, den Anfangsverdacht zu entkräften.

5.1 Die  Beschwerdeführenden  machen  im  Allgemeinen  geltend,  sie 
erfüllten die Voraussetzungen der Insidereigenschaft nicht, da sie die 
Akten der E._______ AG vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots 
nicht gekauft  sondern verkauft  hätten. Somit hätten sie eine zur ver-
traulichen Tatsache gegenläufige Transaktion getätigt. Ein Anfangsver-
dacht treffe nur diejenige Person, die die Akten gekauft habe. Insofern 
könne jeweils nur eine Vertragspartei „verdächtig“ sein. 

Diesem Argument ist entgegenzuhalten, dass sich die verschiedenen 
Transaktionen äusserlich nicht in verdächtige und unverdächtige auf-
teilen lassen. Es wird Aufgabe der um Amtshilfe ersuchenden auslän-
dischen Behörde sein, aufgrund eigener Untersuchungen und gestützt 
auf die eingeholten Informationen die entsprechende Ausscheidung zu 
treffen und in diesem Sinne über die Begründetheit des Verdachts zu 
entscheiden (vgl. BGE 129 II 484 E. 4.2; 126 II 409 E. 5b/aa, 414; 126 
II  126  E.  6a/bb,  137;  125  II  65  E.  6b/bb,  74;  bestätigt  in  BVG 
B-2033/2007 E. 5; BVG B-2980/2007 E. 6.4). Nach dem Gesagten er-
gibt sich, dass die Aufteilung in verdächtige und unverdächtige Trans-
aktionen nicht Aufgabe der Vorinstanz sein kann. Dies umso mehr, als 
sie nicht über alle zur Abklärung des Verdachts nötigen Informationen 
verfügt. 
Entgegen  der  Ansicht  der  Beschwerdeführenden  kann  nicht  a  priori 
davon ausgegangen werden, dass ein Insider-Tatverdacht bereits des-
wegen  auszuschliessen  ist,  weil  es  unmittelbar  vor  angekündigter 
Übernahme zu Aktienverkäufen und nicht zu Aktienkäufen gekommen 
ist. Diesbezüglich machen die Beschwerdeführenden selber keine sub-
stantiierten Ausführungen.

5.2 Die  Beschwerdeführerinnen  Y._______  und  Z._______  wenden 
ein, der an ihnen wirtschaftlich Berechtigte (C._______), welcher die 

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Transaktion  genehmigt  habe,  als  alleiniger  Gesellschafter  und  Ge-
schäftsführer der D.________ GmbH und Sprecher des Vorstands der 
E._______ AG nicht als Insider gelten könne, da die Regel „Niemand 
kann sein eigener Insider sein“ zur Anwendung komme. Es fehle dem-
nach an einem Tatbestandselement. Der Grundsatz, wonach die An-
wendung des ausländischen Rechts nicht Aufgabe der ersuchten Be-
hörde sei, dürfe nicht dazu führen, dass auch dann Amtshilfe gewährt 
werde,  wenn  die  Tatbestandsmässigkeit  klarerweise  von  vornherein 
ausgeschlossen werden könne. 

Die Beschwerdeführerinnen stützen ihre Argumentation unter anderem 
auf  Zitate aus zwei  Kommentaren zum schweizerischen Strafgesetz-
buch (StGB; SR 311.00), die sich konkret auf Art. 161 StGB beziehen. 
In dieser Bestimmung wird der Tatbestand des Ausnützens der Kennt-
nis vertraulicher Tatsachen geregelt. Der Verweis der Beschwerdefüh-
renden auf  die  schweizerische  strafrechtliche Literatur  ist  bereits  im 
Ansatz falsch, denn das Amtshilfeersuchen wurde einzig aufgrund von 
Anhaltspunkten für einen Verstoss gegen das Insiderhandelsverbot ge-
mäss § 14 WpHG gestellt, nicht etwa weil ein Verdacht auf einen Ver-
stoss  von  Art.  161  StGB  bestand.  Die  Prüfung  der  Frage,  ob 
C._______ den Tatbestand von §  14 des  deutschen Wertpapierhan-
delsgesetzes  erfüllt,  entzieht  sich  dem  Aufgabenbereich  sowohl  der 
Vorinstanz als auch des Bundesverwaltungsgerichts. Die korrekte Aus-
legung  und  Anwendung  der  einschlägigen  Bestimmungen  des  deut-
schen Rechts ist nach Praxis des Bundesgerichts und des Bundesver-
waltungsgerichts  allein  die  Aufgabe  der  BaFin  (Urteil  BVG 
B-2980/2007 vom 26. Juli 2007 E. 6.2; Urteil 2A.152/2003 vom 26. Au-
gust 2003 E. 4.2.2, Urteil 2A.234/2000 vom 25. April 2001 E. 2a). Der 
BaFin  steht  die  vollständige  Sachverhaltsermittlung  und  letztlich  die 
Beurteilung, ob in den hier zu beurteilenden Fällen Bestimmungen des 
deutschen  Aufsichtsrechts  verletzt  worden  sind  (Urteil  BVG 
B-2980/2007 vom 26. Juli 2007, E. 6.4). Die Aufsichtsbehörde des er-
suchten Staates kann diese Fragen im Rahmen des Amtshilfeverfah-
rens nicht vorwegnehmen, da ihr die zu deren Beurteilung erforderli-
chen Elemente fehlen (vgl. BGE 128 II 407 E. 5.2.3 mit weiteren Hin-
weisen). Im Übrigen, selbst wenn C._______ gemäss Schweizer Recht 
nicht  als Insider betrachtet  werden könnte,  da niemand sein eigener 
Insider sein könne, wie die Beschwerdeführer geltend machen, muss 
das aber nicht heissen, dass das Fehlen eines Tatbestandselements 
im Schweizerischen Strafrecht auch in Deutschland zur Straflosigkeit 
führen könnte. Die Beantwortung der Frage, ob und inwiefern das Ver-
halten der Beschwerdeführenden gegen deutsche Rechtsvorschriften 

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verstösst,  ist  in Anbetracht der vorstehenden Ausführungen letztend-
lich allein der zuständigen ausländischen Behörden vorbehalten. 

5.3 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass es den Beschwerde-
führenden nicht gelingt, mit ihren Argumenten den Anfangsverdacht zu 
entkräften. 

6.
Die Beschwerdeführer W._______ und X._______ bringen ferner vor, 
der  Verkauf  der  Aktien  sei  ohne ihr  Wissen in  Auftrag  gegeben und 
durch den Vermögensverwalter der Bank ausgeführt worden. Gemäss 
konstanter Praxis der Vorinstanz und des Bundesgerichts sei die Über-
mittlung der Kundennamen in solchen Fällen unzulässig.

6.1 Gemäss Art. 38 Abs. 4 Satz 3 ist die Übermittlung von Informatio-
nen über  Personen,  die  offensichtlich  nicht  in  die zu  untersuchende 
Angelegenheit  verwickelt  sind,  unzulässig. Zu diesem Grundsatz  hat 
die  Bankenkommission  die  Praxis  entwickelt,  einen  Kundennamen 
nicht zu übermitteln, wenn nach Darstellung des Kunden nicht er sel-
ber,  sondern  sein  Vermögensverwalter  ohne  sein  Wissen  und  seine 
Mitwirkung  die  zu  untersuchende  Transaktion  veranlasst  hat,  sofern 
keine  Zweifel  an  dieser  Darstellung  bestehen  (Botschaft  Änderung 
BEHG BBl 2004 6767). In der Rechtsprechung wurde klargestellt, dass 
bereits die Möglichkeit, dass ein Konto – auch ohne Wissen des Kon-
toinhabers –  dazu gedient  haben könnte,  ein Delikt  zu begehen,  im 
Grunde genügt, die Eigenschaft als offensichtlich unbeteiligter Dritter 
auszuschliessen; der Kontoinhaber ist praxisgemäss in der Regel nicht 
Dritter im Sinne von Art. 38 Abs. 4 Satz 3 (Urteil des Bundesgerichts 
2A.701/2005 vom 9. August 2006 E. 4.2; BGE 126 II 126 E. 6a/bb, bei-
de bestätigt in BVG B-2921/2008 vom 17. Juli 2008 E. 6.2; BGE 115 Ib 
68, 84 E. 4c). 
Indessen kann das Weiterleiten von Daten, die den Bankkunden be-
treffen, eventuell unzulässig sein, wenn ein klarer und unmissverständ-
licher  schriftlicher  Vermögensverwaltungsauftrag  vorliegt  –  zum  Bei-
spiel ein umfassender Vermögensverwaltungsauftrag – und keine an-
deren Umstände darauf hinweisen, dass der Kunde, über dessen Kon-
to die verdächtigen Transaktionen abgewickelt wurden, in irgendeiner 
Form dennoch an den umstrittenen Geschäften selber beteiligt gewe-
sen sein könnte (BVG B-168/2008 vom 26. März 2008 E. 6.1; BGE 127 
II  323 E. 6b/aa; Urteil  des Bundesgerichts 2A.12/2007 vom 17. April 
2007 E. 4.2 mit Hinweisen). Es obliegt dem Kunden darzulegen, in kei-
nerlei Hinsicht in die umstrittenen Geschäfte beteiligt zu sein, welche 

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ohne sein Wissen im Rahmen eines Vermögensverwaltungsauftrages 
abgewickelt  wurden  (BVG  B-1589/2008  vom  2.  Juni  2008  E.  7.1, 
B-168/2008 vom 26. März 2008 E. 6.1; vgl. auch BBl 2004 6767). 

6.2 Den  Akten  ist  zu  entnehmen,  dass  C._______  Bevollmächtigter 
der  Konti  von  W._______  und  X._______  ist  und  dass  die  Bank 
P._______  AG keinen  schriftlichen  Vermögensverwaltungsauftrag  mit 
den zwei letztgenannten Personen abgeschlossen hatte, was von den 
Beschwerdeführenden im Übrigen auch nicht in Abrede gestellt  wird. 
Des Weiteren steht fest, dass C._______ als Bevollmächtigter beider 
Konti am 17. September 2003 die Order erteilte, die fraglichen Trans-
aktionen der Titel der E._______ AG auszuführen. Der Umstand, dass 
C._______  Geschäftsführer  der  D._______  GmbH  und  gleichzeitig 
auch Sprecher des Vorstandes der E._______ AG war, stellt ein Indiz 
dafür  dar,  dass er  zum Kreis  möglicher  Insider  gehören konnte,  wie 
dies die Vorinstanz zu Recht erkannt hat. Des Weiteren handelt es sich 
bei W._______ und X._______ um die Ehefrau beziehungsweise den 
Bruder von C._______. Aus den Akten geht im Übrigen hervor, dass 
alle drei an derselben Adresse wohnhaft sind. 

Aus  diesen  Gründen  kann  ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden, 
dass  den Beschwerdeführern  W._______ und X._______ die  Eigen-
schaft als offensichtlich unbeteiligte Dritte zukommt. Die Übermittlung 
der  sie  betreffenden  Informationen  läuft  dem  Verhältnismässigkeits-
prinzip nicht zuwider.

7.

7.1 Alle Beschwerdeführer bringen weiter vor, der Grundsatz der Ver-
hältnismässigkeit sei bei einer Übermittlung ihrer Identität an die BaFin 
verletzt, da die Verjährung allfälliger Verstösse gegen das Wertschrif-
tengesetz bereits eingetreten sei. Das ergebe sich aus dem privaten 
Rechtsgutachten  der  Kanzlei  Lovells  LLP  vom 12.  September  2008 
(Beschwerdebeilage 2).

Diesbezüglich erwidert  die Vorinstanz,  der Eintritt  der Verjährung sei 
eine materiellrechtliche Frage, welche nicht Gegenstand des Amtshil-
feverfahrens bilde. 

7.1.1 Unter dem Vorbehalt missbräuchlicher Ersuchen hat die Banken-
kommission  -  weder  gemäss  den  amts-  noch  den  rechtshilferechtli-
chen Regeln - der Strafbarkeit im ersuchenden Staat im Detail nachzu-

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gehen (BGE 128 II 407 E. 5.3.2, BGE 126 II 409 E. 6c/bb). In einem 
sich  gegen  die  Gutheissung  eines  Amtshilfegesuchs  richtenden  Be-
schwerdeverfahren  hat  das  Bundesgericht  erkannt,  dass  die  Frage 
nach einem allfälligen Eintritt der Verjährung im ausländischen Recht 
nicht im Rahmen eines Amtshilfegesuchsverfahrens zu prüfen sei; dies 
umso mehr, als es sich im damals zu beurteilenden Fall nicht um ein 
Strafverfahren sondern um ein Verwaltungsverfahren handle, welches 
die Aufsicht über das Marktgeschehen zum Gegenstand habe (Urteil 
des Bundesgerichts 2A.484/2004 vom 19. Januar 2005, E. 1.5). Aber 
auch in anderen Beschwerdeverfahren, welche sich gegen die Guthei-
ssung  eines  Gesuchs  um  internationale  Rechtshilfe  in  Strafsachen 
richteten,  geht  das  Bundesgericht  grundsätzlich  davon aus,  dass  es 
nicht Aufgabe der schweizerischen Behörden und Gerichte ist, zu prü-
fen, ob die Verjährung nach dem Recht des ersuchenden Staates ein-
getreten ist (Urteil des Bundesgerichts 1A.12/2005 E. 6 sowie unveröf-
fentlichtes Urteil des Bundesgerichts 1A.249/1999 E. 3 e) aa). In den 
zuletzt zitierten Urteilen wird dieser Grundsatz insofern präzisiert, als 
das  Bundesgericht  die  Abweisung eines  Rechtshilfegesuchs für  ver-
tretbar hält,  „wenn ausser Zweifel  steht,  dass im ersuchenden Staat 
eine Strafverfolgung (...) wegen Eintritts der Verjährung nicht weiterge-
führt werden kann.“. Unter dem Aspekt, dass die Voraussetzungen für 
die Rechtshilfe in Strafsachen strenger als diejenige für die Amtshilfe 
sind,  erscheint  diese  Differenzierung  durch  das  Bundesgericht  ohne 
weiteres  erklärbar.  Ob  diese  Ergänzung  auch  auf  Amtshilfegesuche 
Anwendung finden kann, darf  vorliegend offen bleiben. Entscheidend 
ist, dass bei Amtshilfeersuchen die Frage der Verjährung nicht von den 
Verwaltungs- bzw. Verwaltungsjustizbehörden zu prüfen ist. 

7.1.2 An  diesem  Ergebnis  vermag  die  von  den  Beschwerdeführern 
beigelegte Rechtsabklärung der Kanzlei Lovells LLP vom 12. Septem-
ber 2008 nichts zu ändern, gemäss welcher die Verfolgungsverjährung 
für  allfällige Verstösse der Beschwerdeführenden gegen das Insider-
handelsverbot (WpHG § 14) bereits eingetreten ist. Ob der Eintritt der 
Verjährung im hier  zu beurteilenden Fall  schon erfolgt ist  oder nicht, 
hat ausschliesslich die ersuchende und nicht die ersuchte Behörde zu 
ermitteln,  handelt  es  sich  bei  der  Verjährung  nach  herrschender 
Schweizer  Lehre  doch  um  ein  Institut  des  materiellen  Rechts  (vgl. 
PETER MÜLLER in  NIGGLI/WIPRÄCHTIGER (Hrsg.),  Basler  Kommentar  Straf-
recht I, Art. 1-110 StGB, Jugendstrafgesetz, 2. überarbeitete Auflage, 
2007,  Rz. 40-45 vor Art. 97 StGB;  STEFAN TRECHSEL ET.  AL.,  Schweizer 
Strafgesetzbuch,  Praxiskommentar,  Zürich  2008,  N.  5  vor  Art. 97 
StGB)  bzw. um  eine  allgemeine  Voraussetzung  für  die  Strafbarkeit. 

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Weder die Bankenkommission noch das Bundesgericht haben sich im 
Rahmen  des  Amtshilfeverfahrens  auf  juristische  Diskussionen  zu 
Streitfragen hinsichtlich der Auslegung des ausländischen Rechts ein-
zulassen  (Urteile  des  Bundesgerichts  2A.425/2002  vom 18. Februar 
2003, E. 2.2.4 und 2A.234/2000 vom 25. April 2001, E. 2a), insbeson-
dere wenn es darum geht zu ermitteln, ob im ersuchenden Staat die 
Strafbarkeit gegeben ist (vgl. HANS-PETER SCHAAD in WATTER/VOGT (Hrsg.), 
Basler Kommentar, Börsengesetz, Art. 161, 161bis, 305bis und 305ter 
Strafgesetzbuch,  Basel 2007, N. 83 mit  Hinweisen). Demnach haben 
die  Vorinstanz  sowie  das  Bundesverwaltungsgericht  im vorliegenden 
Fall weder zu prüfen, ob das Verhalten der Beschwerdeführenden ef-
fektiv unter § 14 des deutschen Wertpapierhandelsgesetzes fällt (Ver-
bot von Insidergeschäften), noch, ob für dieses Delikt die Verjährung 
bereits eingetreten ist. Der Umstand,  dass die BaFin ihr Gesuch bis 
zum heutigen  Zeitpunkt  nicht  zurückgezogen  hat,  vermag  jedenfalls 
nicht einen gegenteiligen Schluss nahe zu legen. Aus den genannten 
Gründen kann der Stellungnahme des deutschen Rechtsanwalts,  die 
den Beschwerden beigelegt  wurde,  keine ausschlaggebende Bedeu-
tung beigemessen werden. 

7.1.3 Soweit  die  Beschwerdeführenden  eine  Verletzung  des  Verhält-
nismässigkeitsprinzips mit der Begründung geltend machen, dass die 
allfälligen Verstösse gegen das im deutschen Aufsichtsrecht veranker-
ten  Verbot  von  Insidergeschäften  bereits  verjährt  seien,  ergibt  sich 
nach dem Gesagten, dass ihre Rügen ins Leere stossen.

7.2 Ferner  wenden die  Beschwerdeführer  ein,  sie  seien dem Risiko 
ausgesetzt,  dass  die  Informationen  zu  Zwecken  (wie  beispielsweise 
Steuerzwecken) verwendet werden könnten, zu denen sie ursprünglich 
nicht übermittelt worden seien. Dies sei unverhältnismässig.

Wie bereits unter E. 3.4 erkannt, erfüllt das Amtshilfegesuch der BaFin 
die Voraussetzungen für die Leistung der Amtshilfe, zumal sie die ver-
trauliche Behandlung  und  die  Zweckgebundenheit  der  Informationen 
zugesichert hat. Es sind vorliegend keine Gründe ersichtlich, um einen 
Verstoss gegen das Vertraulichkeits- sowie Spezialitätsprinzip zu be-
fürchten. 

8.
Die spontane Amtshilfe ist zulässig, wenn es dabei um die Übermitt-
lung von aufsichtsrechtlich relevanten Informationen geht (BGE 125 II 
65 E. 7, Urteil  des Bundesgerichts 2A.170/2006 vom 8. Mai 2006 E. 

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2.3.1,  bestätigt  in  BVG  B-5297/2006  E.  5.4;  B-2980/2007  E.  7.3; 
B-3900/2008). Die gegenüber dem Amtshilfegesuch zusätzlichen Infor-
mationen  (Unterlagen  zu  der  Transaktion  vom 22. September  2003, 
welche  C._______  als  wirtschaftlich  Berechtigter  für  die  Z._______ 
von der Bank P._______ AG ausführen liess),  welche die Vorinstanz 
gemäss  der  angefochtenen  Verfügung  übermitteln  will,  können  auf-
sichtsrechtlich von Bedeutung sein und dürfen übermittelt werden, weil 
diese Informationen einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen 
der  Beschwerdeführerin  Z._______  und  den  weiteren  verdächtigen 
Transaktionen  aufweisen  könnten. Abgesehen  von der  grundsätzlich 
ablehnenden Haltung gegenüber der verfügten Amtshilfe widersetzen 
sich die Beschwerdeführenden der Übermittlung zusätzlicher, über den 
relevanten Zeitraum hinausreichender Informationen an die BaFin, wie 
dies die Vorinstanz in  der angefochtenen Verfügung angeordnet  hat, 
nicht. Dies wohl auch deshalb, weil  sich die zusätzlich zur Weiterlei-
tung bestimmten Daten für die Beschwerdeführenden gegebenenfalls 
auch entlastend auswirken könnten (vgl. auch Urteile des Bundesge-
richts 2A.50/2005 vom 16. März 2005, E. 2.3;  2A.170/2006 vom 8. Mai 
2006, E. 2.3.2; BVG B-2980/2007 E. 7.3). 

9.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Den unterliegen-
den Beschwerdeführenden sind die Kosten des Verfahrens aufzuerle-
gen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglementes vom 21. Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Diese  werden  auf  insgesamt 
Fr. 6'000.- festgelegt. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die 
Beschwerdeführenden keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 
64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE). Der EBK steht kein Anspruch 
auf Parteientschädigung zu (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

10.
Dieser  Entscheid  kann  nicht  mit  Beschwerde  an  das  Bundesgericht 
weitergezogen  werden  (Art.  83  Bst.  h  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Er ist somit endgültig. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen.

Seite 19

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2.
Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 6'000.-  werden den vier  Be-
schwerdeführenden zu gleichen Teilen, d. h. je zu Fr. 1'500.-, auferlegt 
und mit den geleisteten Kostenvorschüssen von je Fr. 2'500.- verrech-
net. Den Beschwerdeführenden wird die Restanz von je Fr. 1'000.- aus 
der Gerichtskasse zurückerstattet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Einschreiben; Beilagen zurück, Rücker-
stattungsformular);

- die Vorinstanz (Einschreiben; Vorakten zurück).

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Francesco Brentani Corrado Bergomi

Versand: 10. Dezember 2008

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