# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd718619-8a51-5030-bab1-a9ac15bbae82
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 06.11.2025 SR1 2025 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR1-2025-12_2025-11-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 6. November 2025
mitgeteilt am 17. Dezember 2025

Referenz SR1 25 12

Instanz Erste strafrechtliche Kammer

Besetzung Moses, Vorsitz
Cavegn und Bergamin
Bernhard, Aktuarin

Parteien A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter R. Marty
Alexanderstrasse 8, Postfach 428, 7001 Chur

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

B._____
Privatkläger

C._____
Privatkläger

D._____
Privatkläger

E._____
Privatklägerin

F._____
Privatklägerin

2 / 11

G._____
Privatklägerin

H._____
Privatkläger

I._____
Privatklägerin

J._____
Privatklägerin

K._____
Privatklägerin

L._____
Privatklägerin

M._____
Privatklägerin

N._____
Privatklägerin

Gegenstand gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl nach Art. 139 Ziff. 3 lit. a 
und b StGB etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 28. November 2024, mitgeteilt 
am 21. Februar 2025 (Proz. Nr. 515-2024-23)

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Plessur sprach A._____ (nachfolgend: der 
Beschuldigte) am 28. November 2024 wegen diverser Delikte (u.a. 
gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfacher 
Hausfriedensbruch, mehrfache Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch) 
schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, einer Geldstrafe 
von 30 Tagessätzen zu je CHF 30.00 und einer Busse von CHF 800.00. Es schob 
den Vollzug der Strafe auf und setzte die Probezeit auf vier Jahre fest. Weiter 
verwies das Regionalgericht den Beschuldigten für fünf Jahre aus der Schweiz. Eine 
Zivilklage wurde gutgeheissen, die übrigen auf den Zivilweg verwiesen. Die Kosten 
wurden dem Beschuldigten auferlegt.

B. Gegen das Urteil erklärte der Beschuldigte am 17. März 2025 Berufung. Er 
beantragt, es sei statt auf gewerbsmässigen auf einfachen Diebstahl zu erkennen. 
Die Strafe sei von 17 Monaten auf 15 Monate Freiheitsstrafe zu reduzieren. Vom 
Landesverweis sei abzusehen.

C. Die Berufungsverhandlung fand am 4. November 2025 in Anwesenheit des 
Beschuldigten, seines Verteidigers und der Staatsanwaltschaft statt. Der Verteidiger 
bestätigte seine Berufungsanträge; die Staatsanwaltschaft beantragte die 
Abweisung der Berufung.

Erwägungen

1. Auf die Berufung ist einzutreten. Nicht angefochten und damit in Rechtskraft 
erwachsen sind die Dispositivziffern 1, 2 (mit Ausnahme des ersten Spiegelstrichs) 
und 5 des vorinstanzlichen Urteils. Dies ist vorab festzustellen.

2. Der Sachverhalt, wie die Vorinstanz ihn erstellt hat, ist im Berufungsverfahren 
nicht umstritten. Soweit erforderlich, wird er in vorliegendem Urteil wiedergegeben. 
Ansonsten wird auf die entsprechenden Erwägungen des Regionalgerichts 
verwiesen.

3.1 Mit der Berufung wehrt sich der Beschuldigte gegen die Qualifikation der 
Diebstähle als gewerbsmässig. Der Beschuldigte beging in der Zeitspanne 
zwischen dem 9. September 2022 und dem 8. August 2023 (elf Monate) 
16 Diebstähle, wobei es bei dreien beim Versuch blieb. Einmal drückten der 
Beschuldigte und ein Kollege ein offenstehendes Kippfenster eines Schulzimmers 
auf und entwendeten diverse Gegenstände (ein Apple Tablet, zwei Uhren, ein 
Taschenmesser, ein UE Boom Lautsprecher, Kopfhörer, zwei Ladekabel, ein USB 

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Stick) und Geld (CHF 120.00). Sechsmal beging der Beschuldigte Diebstähle in 
verschiedenen Läden (Deliktsgut: zwei Parfums, eine Flasche Whiskey, zwei 
Jacken, drei Paar Socken, Lebensmittel, Kopfhörer) und dreimal Diebstähle aus 
unverschlossenen Fahrzeugen (Deliktsgut: Portemonnaies, Bankkarten, 
Ausweise). Einen zusätzlichen Fahrzeugdiebstahl vollendete der Beschuldigte 
nicht, weil er beobachtet wurde und das Deliktsgut (Metalldose mit Bargeld) 
zurücklegte. Weiter brach der Beschuldigte dreimal in Kellerabteile ein, wobei er nur 
einmal etwas (Wein und Bier) mitnahm. Einmal betrat der Beschuldigte einen 
Kebab-Laden über eine defekte Tür und nahm CHF 50.00 Münzgeld aus der Kasse 
und zwei volle Getränkeflaschen aus dem Kühlregal. Ein weiteres Mal nahm der 
Beschuldigte einen Schlüssel aus einem Briefkasten, verschaffte sich damit Zutritt 
in die Garage, entwendete ein Motorrad zum Gebrauch und eignete sich die 
Motorradhandschuhe an. Die Mehrheit der Diebstähle stand im Zusammenhang mit 
einem Hausfriedensbruch und/oder einer Sachbeschädigung.

3.2. Das Regionalgericht bezifferte die vom Beschuldigten erzielten Einkünfte aus 
den Diebstählen mit CHF 5'000.00, entsprechend CHF 450.00 pro Monat. Dem 
stellte es die dem Beschuldigten ausgerichteten Sozialleistungen von CHF 1'400.00 
gegenüber (act. E.1 E. 5.1.8). Angesichts der hohen Frequenz der Einzeldelikte, der 
dadurch erzielten Einkünfte, der Tatsache, dass diese die einzige Einnahmequelle 
des Beschuldigten darstellten, sowie der systematischen Vorgehensweise sei 
davon auszugehen, dass der Beschuldigte die Diebstähle nach der Art eines Berufs 
und damit gewerbsmässig ausgeführt habe (E.1 E. 5.1.10). Die Staatsanwaltschaft 
schliesst sich den Ausführungen des Regionalgerichts an (act. H.3 Ziff. 2 ff.).

3.3. Was der Beschuldigte dagegen vorbringt, verfängt nicht. Ob der Beschuldigte 
die gestohlenen Gegenstände behielt oder "verramschte" ist für die Qualifikation 
unerheblich (so zutreffend die Staatsanwaltschaft unter Hinweis auf das Urteil des 
Bundesgerichts 6B_1263/2023 vom 28. August 2025 E. 1.3.2; act. H.3 Ziff. 4 S. 4). 
Es trifft zwar zu, dass die Deliktsbeträge teilweise auf den Angaben der Privatkläger 
basieren. Diese sind aber in keinem Fall offensichtlich überhöht, weshalb darauf 
abgestellt werden kann. Dass der Beschuldigte überwiegend Sachen mit geringem 
Wert im Sinne von Art. 172ter StGB an sich nahm, schliesst eine gewerbsmässige 
Tatbegehung nicht aus. Der Beschuldigte selbst gab anlässlich der 
Berufungsverhandlung an, er sei in der Zeit obdachlos gewesen und habe die 
Sachen geklaut, weil er sie gebraucht habe (act. H.1 Rz. 83 ff.). Im Ergebnis ist 
entscheidend, dass der Beschuldigte mit seinen Diebstählen einen namhaften 
Beitrag an seine Lebenshaltungskosten erlangte (monatlich CHF 450.00 im 

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Verhältnis zu CHF 1'400.00 Sozialhilfe; vgl. BGE 147 IV 176; 123 IV 113 E. 2.c; je 
m.w.H).

3.4. Somit ist das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen und der Beschuldigte ist des 
gewerbsmässigen Diebstahls schuldig zu sprechen.

4.1. Der Beschuldigte verlangt eine Reduktion der Freiheitsstrafe. Die 
Verteidigung führt im Wesentlichen aus, dass nicht nachvollziehbar sei, warum das 
Regionalgericht eine höhere Strafe ausgesprochen habe, als der Staatsanwalt vor 
erster Instanz beantragt hatte (act. H.2 S. 3 ff.; H.4 passim). Das Gericht ist nicht an 
die Anträge der Staatsanwaltschaft gebunden und muss selbst eine 
Strafzumessung vornehmen (Art. 47 ff. StGB). Dies hat das Regionalgericht 
entgegen der Ansicht der Verteidigung in korrekter Weise getan. Es begründet, 
warum es eine Freiheitsstrafe wählt (act. E.1 E. 17.8), legt die Einsatzstrafe für den 
gewerbsmässigen Diebstahl als schwerstes Delikt unter Berücksichtigung des 
Verschuldens auf sieben Monate fest (act. E.1 E. 17.9 f.), berücksichtigt die 
Täterkomponenten (act. E.1 E. 17.11), führt eine korrekte Asperation für die 
weiteren Delikte durch (act. E.1 E. 17.12 ff.) – wobei es sich nicht um eine 
Prämierung, sondern um die Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB handelt – und 
kommt im Ergebnis auf eine Freiheitsstrafe von 17 Monaten (act. E.1 E. 17.17). Das 
Berufungsgericht ist zwar grundsätzlich gehalten, eine eigene Strafzumessung 
vorzunehmen, dennoch ist ein Verweis auf das Urteil der Vorinstanz gestützt auf 
Art. 82 Abs. 4 StPO auch in Bezug auf die Strafzumessung zulässig, wenn den 
Erwägungen der Vorinstanz vollumfänglich zugestimmt wird (vgl. BGE 141 IV 244 
E. 1.2.3). Das ist hier der Fall. 

4.2. Soweit sie nicht die Freiheitsstrafe betrifft, ist die vom Regionalgericht 
ausgefällte Strafe nicht angefochten und auch nicht zu beanstanden. Der 
Beschuldigte ist somit mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, einer Geldstrafe 
von 30 Tagessätzen zu je CHF 30.00 und mit einer Busse von CHF 800.00 zu 
bestrafen.

5.1. Ob eine Landesverweisung anzuordnen ist, bestimmt sich zunächst nach 
dem Schweizer Recht (Urteil des Bundesgerichts 6B_205/2023 vom 17. August 
2023 E. 1.2.2). Der Beschuldigte ist deutscher Staatsangehöriger und hat mit dem 
gewerbsmässigen Diebstahl eine Katalogtat begangen. Dies zieht gemäss Art. 66a 
Abs. 1 StGB grundsätzlich automatisch eine Landesverweisung nach sich.

5.2. Von der Anordnung der Landesverweisung kann nur ausnahmsweise unter 
den kumulativen Voraussetzungen abgesehen werden, dass sie einen schweren 

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persönlichen Härtefall bewirken würde und die öffentlichen Interessen an der 
Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib 
in der Schweiz nicht überwiegen. Dabei ist der besonderen Situation von 
Ausländern Rechnung zu tragen, die in der Schweiz geboren oder aufgewachsen 
sind (Art. 66a Abs. 2 StGB; sog. Härtefallklausel). Die Härtefallklausel ist restriktiv 
anzuwenden. Ob ein schwerer persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 
StGB vorliegt, bestimmt sich anhand der gängigen Integrationskriterien. Zu 
berücksichtigen sind namentlich der Grad der (persönlichen und wirtschaftlichen) 
Integration, einschliesslich familiärer Bindungen des Ausländers in der Schweiz 
bzw. in der Heimat, die Aufenthaltsdauer, der Gesundheitszustand und die 
Resozialisierungschancen (BGE 146 IV 105 E. 3.4.2 ff. m.w.H.).

5.3. Der Beschuldigte wurde 2004 in Deutschland geboren. Im Alter von vier 
Jahren zog er mit seinen Eltern in die Schweiz (act. E.1 E. 18.5). Die prägenden 
Schuljahre hat er hier verbracht. Ein schwerer persönlicher Härtefall, der einer 
Landesverweisung entgegenstehen würde, ist dennoch zu verneinen. Die Mutter 
des Beschuldigten ist im Sommer 2023 verstorben. Mit seinem Vater hat er keinen 
Kontakt. Geschwister hat er keine. Eine Tante lebt in der Schweiz. Der Beschuldigte 
hat keine Kernfamilie (im Sinne von Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK) hier. In 
Deutschland hat der Beschuldigte eine Tante, einen Onkel und eine Grossmutter 
(act. E.1 E. 18.5; Sachverhalt A). Der Beschuldigte ist wirtschaftlich kaum bis gar 
nicht integriert. Er hat die obligatorische Schulzeit, aber bisher keine 
Berufsausbildung abgeschlossen. Er hatte verschiedene befristete Anstellungen; 
aktuell arbeitet er bis Ende November 2025. Seine WG-Mitbewohner unterstützen 
ihn wenn nötig. Er hat Schulden in unbekannter Höhe und hat zeitweise Sozialhilfe 
bezogen (act. H.1). Die Chancen des Beschuldigten, in seinem Heimatland eine 
Berufslehre zu absolvieren, sind gleich hoch wie hier in der Schweiz. Der 
Beschuldigte hat bereits als Jugendlicher delinquiert und gegen ihn wurden mehrere 
Strafen (persönliche Arbeitsleistungen) ausgesprochen (RG-act. 36 Beilagen 1 bis 
3). Die Sprache ist kein Hindernisgrund, da an beiden Orten Deutsch gesprochen 
wird. Gesundheitliche Einschränkungen sind keine bekannt. Unter diesen 
Umständen ist nach Schweizer Recht eine Landesverweisung auszusprechen.

5.4. Aufgrund der deutschen Staatsangehörigkeit des Beschuldigten ist zu 
prüfen, ob das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten 
andererseits über die Freizügigkeit (Personenfreizügigkeitsabkommen [FZA; 
SR 0.142.112.681]) einer Landesverweisung entgegensteht. Nach Art. 5 Abs. 1 
Anhang I FZA dürfen die im Abkommen eingeräumten Rechte nur durch 

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Massnahmen, die aus Gründen der öffentlichen Ordnung, Sicherheit und 
Gesundheit gerechtfertigt sind, eingeschränkt werden. Ob die öffentliche Ordnung 
und Sicherheit (weiterhin) gefährdet ist, folgt aus einer Prognose des künftigen 
Wohlverhaltens. Es ist nach Art und Ausmass der möglichen Rechtsgüterverletzung 
zu differenzieren: Je schwerer die Gefährdung, desto niedriger die Anforderungen 
an die in Kauf zu nehmende Rückfallgefahr. Ein geringes, aber tatsächlich 
vorhandenes Rückfallrisiko kann für eine aufenthaltsbeendende Massnahme im 
Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA genügen, sofern dieses Risiko eine schwere 
Verletzung hoher Rechtsgüter wie beispielsweise die körperliche Unversehrtheit 
beschlägt (BGE 145 IV 364 E. 3.5.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_709/2022 vom 
4. Oktober 2023 E. 4.2; 6B_205/2023 vom 17. August 2023 E. 1.2.2; je m.w.H.).

5.5. Der Beschuldigte wird mehrheitlich wegen kleinerer Delikte verurteilt. Diese 
richteten sich hauptsächlich gegen das Vermögen im weiteren Sinne. Eine konkrete 
Gefährdung von Personen lag – soweit ersichtlich – nie vor. Mit seiner 
Strolchenfahrt ins Tessin hat der Beschuldigte andere Verkehrsteilnehmer 
allerdings einer erhöhten abstrakten Gefahr ausgesetzt. Der Beschuldigte fuhr mit 
einem entwendeten Fahrzeug, ohne entsprechenden Führerausweis und unter dem 
Einfluss von Drogen ins Tessin, flüchtete vor der Polizei, überschritt mehrmals die 
Geschwindigkeitsbeschränkungen, fuhr auf der Gegenfahrbahn und konnte erst 
mittels Nagelband-Strassensperre angehalten werden (Anklageziffern 3 und 4.1). 
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte bei allfälliger erneuter Delinquenz auch 
schwerer wiegende Rechtsgüter wie Leib und Leben verletzen könnte, bestehen 
dennoch keine. Damit erscheint die Gefahr für die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung – selbst bei einem Rückfall – als gering.

5.6. Die diesem Urteil zugrundeliegenden Taten beging der Beschuldigte noch 
vor Vollendung des 20. Lebensjahrs. Bereits als Jugendlicher hatte er ähnliche 
Straftaten begangen. Der Beschuldigte befand sich zwischen November 2022 und 
August 2023 insgesamt zwölfmal einzelne Tage in Polizeihaft. Es scheint, als hätte 
dies in dieser Zeit wenig Eindruck auf ihn gemacht. Allerdings können dem 
Beschuldigten nach der letzten Polizeihaft Mitte August 2023 lediglich noch eine 
Widerhandlung gegen das Hausverbot in einem Kaufhaus und mehrere 
Übertretungen des Personenbeförderungsgesetzes zur Last gelegt werden. 
Abgesehen davon ist der Beschuldigte – trotz immer noch schwieriger finanzieller 
Umstände – seither nicht mehr strafrechtlich aufgefallen. Bei Jugendlichen und 
jungen Erwachsenen ist zu berücksichtigen, dass deren Persönlichkeitsentwicklung 
noch nicht abgeschlossen ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_1234 vom 11. Juli 2024 
E. 3.3.1 m.w.H.). Gegenüber dem Obergericht gab der Beschuldigte an, keine 

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Drogen mehr zu konsumieren (ausser zu «kiffen») und keinen Kontakt mit seinen 
damaligen Kollegen mehr zu pflegen (act. H.1). Er versucht, beruflich Fuss zu 
fassen, was zweifelsohne schwierig ist angesichts seines Strafregisterauszugs und 
der abgebrochenen Berufsausbildung. Er scheint mit seiner WG ein 
unterstützendes Umfeld zu haben. Insgesamt ist die vom Beschuldigten 
ausgehende Rückfallgefahr nicht als gross einzuschätzen. Zu diesem Resultat 
kommt auch die Vorinstanz, indem sie im Zusammenhang mit dem Vollzug der 
Strafe vom Fehlen einer ungünstigen Prognose ausgeht (vgl. act. E.1 E. 17.20).

5.7. Die Interessen des Beschuldigten, in der Schweiz verbleiben zu können, 
fallen insgesamt mehr ins Gewicht als die von ihm ausgehende Gefahr für die 
öffentliche Sicherheit und Ordnung. Eine Landesverweisung stünde im Widerspruch 
zum FZA und wäre nicht verhältnismässig. Es ist deshalb davon abzusehen. 

6.1. Nach Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die 
Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Der vorinstanzliche Kostenentscheid ist 
zu bestätigen. Dementsprechend gehen die Untersuchungskosten der 
Staatsanwaltschaft von CHF 29'795.70 und die Kosten des erstinstanzlichen 
Verfahrens in Höhe von CHF 41’822.10 (Gerichtsgebühr CHF 6'000.00, Kosten der 
amtlichen Verteidigung CHF 35'822.10) zulasten des Beschuldigten. Die Kosten für 
die amtliche Verteidigung sind einstweilen vom Regionalgericht Plessur zu 
bezahlen. Der Beschuldigte ist zu verpflichten, den Betrag zurückzuerstatten, 
sobald seine wirtschaftliche Situation ihm dies erlaubt (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).

6.2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren wird auf CHF 4'000.00 
festgesetzt. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend 
obsiegt der Beschuldigte mit seinem Antrag betreffend die Landesverweisung. 
Unter diesen Umständen ist es angebracht, die Kosten je zur Hälfte (CHF 2'000.00) 
dem Beschuldigten und dem Kanton Graubünden (Obergericht) aufzuerlegen.

6.3. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten macht mit seiner Honorarnote 
vom 4. November 2025 einen Aufwand von 18 Stunden für das Berufungsverfahren 
geltend (act. G.1). Dies erscheint angemessen. Der Stundenansatz beträgt 
CHF 200.00 (Art. 5 Abs. 1 HV [BR 310.250]). Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 
8.1 %. Rechtsanwalt Dieter R. Marty ist aus der Kasse des Obergerichts mit 
CHF 3'891.60 zu entschädigen. Der Beschuldigte ist zu verpflichten, die Hälfte 
dieses Betrags, mithin CHF 1’945.80, nach Massgabe von Art. 135 Abs. 4 lit. a 
StPO (vgl. E. 6.1) zurückzuerstatten.

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Es wird erkannt:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 
28. November 2024, mitgeteilt am 21. Februar 2025 (Proz. Nr. 515-2024-23), 
wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

1. A._____ wird in Bezug auf die Ziffern 1.6, 1.8, 1.22, 1.23 und 1.24 der 
Anklageschrift vom Vorwurf des bandenmässigen Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 3 lit. b StGB, in Bezug auf die Ziffern 1.10 und 1.12 der 
Anklageschrift vom Vorwurf des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 3 lit. a StGB und in Bezug auf die Ziffern 1.18 und 1.19 vom 
Vorwurf des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 3 lit. a und b StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung 
gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB und des mehrfachen Hausfriedensbruchs 
gemäss Art. 186 StGB, freigesprochen.

2. A._____ ist schuldig: 

- […];

- der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB (Anklageziffer 
1.28);

- der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB 
(Anklageziffern 1.1, 1.2, 1.3, 1.6, 1.7, 1.20, 1.21, 1.22, 1.23, 1.24);

- des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB 
(Anklageziffern 1.4, 1.5, 1.6, 1.11, 1.22, 1.23, 1.24, 1.25, 1.26, 1.29, 
1.30, 1.31, 1.33);

- des geringfügigen betrügerischen Missbrauchs einer 
Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB i.V.m. 
Art. 172ter Abs. 1 StGB (Anklageziffern 1.9, 1.14, 1.16);

- der Verunreinigung fremden Eigentums gemäss Art. 36h PolG;

- der mehrfachen Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch 
gemäss Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG und des mehrfachen Führens eines 
Personenwagens gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG (Anklageziffern 
1.32, 2.1, 2.2, 2.3, 2.4, 2.5, 2.6, 2.7, 2.8);

- der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG i.V.m. 
Art. 90 Abs. 1 SVG (Anklageziffern 2.6, 4.2);

- der Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 StGB 
(Anklageziffern 3.2, 3.4, 3.5);

- der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln gemäss 
Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. b und d VRV i.V.m. mit 
Art. 90 Abs. 2 SVG (Anklageziffern 3.2, 3.3);

- der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 27 
Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 34 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 90 
Abs. 1 SVG (Anklageziffern 3.1, 3.4);

- des mehrfachen Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 31 
Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 und 2 VRV i.V.m. Art. 91 Abs. 2 lit. b 
SVG (Anklageziffern 4.1, 4.2);

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- des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall gemäss Art. 51 Abs. 3 SVG 
i.V.m. Art. 92 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 4.2);

- der mehrfachen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Anklageziffern 5.1,5.2 und 5.3);

- der mehrfachen Übertretung gegen das Personenbeförderungs-
gesetz gemäss Art. 57 Abs. 2 PBG (Anklageziffern 6.1 bis 6.10).

3. […]

4. […]

5. a) Die Zivilklagen der O._____ AG im Umfang von total CHF 660.00 
(act. 51.1,52.1 und 53.1) werden gutgeheissen.

b) Die übrigen Zivilklagen werden auf den Zivilweg verwiesen.

[…]

2. A._____ ist zudem schuldig des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss 
Art. 139 Ziff. 3 lit. a StGB (Anklageziffern 1.4, 1.6, 1.8, 1.11, 1.13, 1.15, 1.17, 
1.22, 1.23, 1.24, 1.25, 1.26, 1.27, 1.29, 1.30, 1.31).

3.1. A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, einer 
Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 30.00 und einer Busse von 
CHF 800.00. Die Polizei- und Untersuchungshaft von 12 Tagen wird an die 
Freiheitsstrafe angerechnet.

3.2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben. Die 
Probezeit wird auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.

3.3. Bezahlt A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von 26 Tagen.

4. Von einer Landesverweisung wird abgesehen.

5. Die Untersuchungskosten von CHF 29'795.70 gehen zulasten von A._____.

6. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 41’822.10 
(Gerichtsgebühr CHF 6'000.00, Kosten der amtlichen Verteidigung 
CHF 35'822.10) gehen zulasten von A._____.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen aus der 
Gerichtskasse des Regionalgerichts Plessur bezahlt. Vorbehalten bleibt die 
Rückerstattungspflicht von A._____ gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.

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7. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 geht im 
Umfang von CHF 2'000.00 zulasten von A._____ und im Umfang von 
CHF 2'000.00 zulasten des Kantons Graubünden (Obergericht).

Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das Berufungsverfahren von 
CHF 3'891.60 werden einstweilen aus der Gerichtskasse des Obergerichts 
bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht von A._____ gemäss 
Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO im Umfang von CHF 1'945.80.

8. [Rechtsmittelbelehrung] 

9. [Mitteilung an:]