# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6478472-182b-5a86-a868-1c3e1d2f6f93
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 21.10.2025 BEK 2025 93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-93_2025-10-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 21. Oktober 2025
BEK 2025 93

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Beschuldigte und Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Anklagebehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin B.________, 

betreffend Strafbefehl (Rechtzeitigkeit der Einsprache)
(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe 
vom 25. Juni 2025, SEO 2025 27);-

hat die Beschwerdekammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Mit Verfügung vom 25. Juni 2025 trat der Einzelrichter am Bezirksgericht 
Höfe auf die Einsprache der Beschuldigten vom 18. Mai 2025 (Postaufgabe 
20. Mai 2025) gegen den Strafbefehl vom 1. Mai 2025 wegen Verspätung 
nicht ein (Dispositivziffer 1) und erklärte den Strafbefehl betreffend mehrfache 
vorsätzliche und mehrfache versuchte Widerhandlungen gegen das Jagdge-
setz zum rechtskräftigen Urteil (Dispositivziffer 2). Dagegen beschwerte sich 
die Beschuldigte rechtzeitig beim Kantonsgericht. Sie macht sinngemäss gel-
tend, wegen eines kurzfristigen Arbeitseinsatzes vom 13. Mai 2025 bis 19. Mai 
2025 in Basel nicht in der Lage gewesen zu sein, rechtzeitig Einsprache ge-
gen den Strafbefehl zu erheben. Die Staatsanwaltschaft beantragt die kosten-
pflichtige Abweisung der Beschwerde mit der Begründung, dass der geltend 
gemachte Arbeitseinsatz das Versäumnis der rechtzeitigen Einsprache nicht 
entschuldige und die Beschuldigte bis zu ihrem Einsatz am 13. Mai 2025 dazu 
genügend Zeit gehabt hätte (KG-act. 5).  

2. Gegen den Strafbefehl kann die Beschuldigte innert 10 Tagen bei der 
Staatsanwaltschaft Einsprache erheben (Art. 354 Abs. 1 StPO). Die Einhal-
tung der Frist stellt ein absolutes Gültigkeitserfordernis für die Einsprache dar. 
Eine verspätet eingereichte Einsprache ist ungültig (Daphinoff, BSK, 3. A. 
2023, Art. 354 StPO N 1; BGE 142 IV 201 E. 2.2). Die Sanktionierung der 
Nichteinhaltung einer Verfahrensfrist stellt keinen überspitzten Formalismus 
dar, da eine strikte Anwendung der Regeln über die Fristen aus Gründen der 
Gleichbehandlung und des öffentlichen Interesses an einer guten Rechtspfle-
ge und Rechtssicherheit gerechtfertigt ist (BGer Urteil 6B_1057/2022 vom 
30. März 2023 E. 1.2 m.H.). 

3. Die Beschuldigte bestreitet nicht, den Strafbefehl am 7. Mai 2025 zuge-
stellt erhalten (U-act. 18.1.004) und, wie der Einzelrichter zu Recht feststellte 

Kantonsgericht Schwyz 3

(angef. Verfügung E. 3.2), ihre Einsprache mit Datum vom 18. Mai 2025 (U-
act. 18.1.002) erst am 20. Mai 2025 und damit verspätet der Post aufgegeben 
zu haben (U-act. 18.1.003). Zudem ist nicht aktenkundig und macht die Be-
schuldigte auch nach der Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom 22. Mai 2025, 
ihre Einsprache sei verspätet und werde vorbehältlich eines Rückzugs zur 
Klärung der Rechtzeitigkeit und Gültigkeit dem Gericht überwiesen (U-
act. 18.1.005), nicht geltend, ihr Versäumnis entschuldigt oder innert 30 Tagen 
ein Fristwiederherstellungsgesuch (Art. 94 StPO) gestellt zu haben. Abgese-
hen davon geht die Staatsanwaltschaft zutreffend davon aus, dass die Be-
schwerdeführerin nicht konkret darlegt, inwiefern der erst im Beschwerdever-
fahren geltend gemachte kurzfristige Arbeitseinsatz ihr eine rechtzeitige Ein-
sprache tatsächlich verunmöglicht habe. Insbesondere ist nicht nachvollzieh-
bar, dass die Beschwerdeführerin die Einsprache gemäss deren Datum sonn-
tags am 18. Mai 2025 zu Papier bringen, in der Folge aber nicht mehr recht-
zeitig am 19. Mai 2025 der Post übergeben konnte. Dass der durch einen Mit-
arbeiter bestätigte Arbeitseinsatz bis am 19. Mai 2025 (KG-act. 1/1) ihr jegli-
che Postaufgabe, sei es persönlich oder durch eine Drittperson, verunmöglicht 
hätte, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Sie vermag mithin die verspätete 
Erhebung der Einsprache nicht zu entschuldigen.

4. Aus diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie 
ist unter Kostenfolgen zulasten der unterliegenden Beschwerdeführerin 
(Art. 428 Abs. 1 StPO) abzuweisen;-

Kantonsgericht Schwyz 4

beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.00 werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R), die Staatsanwaltschaft 
(1/A an die 2. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), die 
Vorinstanz (1/A) und nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, 
mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv). 

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 27. Oktober 2025  amu