# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5929e00-d59d-5907-92ba-0af63012c5bb
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-05-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.05.2017 SK.2017.25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2017-25_2017-05-22.pdf

## Full Text

Beschluss vom 22. Mai 2017 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Miriam Forni, Vorsitz, 

Sylvia Frei und Daniel Kipfer Fasciati,  

Gerichtsschreiber David Heeb  

 

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Hansjörg 

Stadler, Staatsanwalt des Bundes, 

 

und als Privatklägerschaft: 

 

B., vertreten durch Rechtsanwalt Christian Schmid,  

 

 

gegen 

  

A., zurzeit in Sicherheitshaft, amtlich verteidigt durch 

Rechtsanwalt Fabian Blum,  

 

Gegenstand 

 

Versuchter mehrfacher Mord, Gefährdung durch 

Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Ab-

sicht, Widerhandlung gegen das Waffengesetz 

(Rückweisung der Anklageschrift) 

 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2017.25 

 

- 2 - 

Die Strafkammer erwägt: 

I. Einleitung / Prozessgeschichte 

 Am 5. Mai 2017 (Eingang am 8. Mai 2017) erhob die Bundesanwaltschaft gegen 

den Beschuldigten A. Anklage wegen versuchten mehrfachen Mordes, Gefähr-

dung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht und Wi-

derhandlung gegen das Waffengesetz (pag. TPF 6.100.1-10). 

 

 Die Verfahrensleitung prüft nach Rechtshängigkeit der Anklage insbesondere, ob 

die Anklageschrift und die Akten ordnungsgemäss erstellt sind (Art. 329 Abs. 1 

lit. a StPO). Ergibt sich aufgrund dieser Prüfung oder später im Verfahren, dass 

ein Urteil zurzeit nicht ergehen kann, so sistiert das Gericht das Verfahren. Falls 

erforderlich, weist es die Anklage zur Ergänzung oder Berichtigung an die Staats-

anwaltschaft zurück (Art. 329 Abs. 2 StPO). Das Gericht entscheidet, ob ein sis-

tierter Fall bei ihm hängig bleibt (Art. 329 Abs. 3 StPO). 

II. Prozessuale Grundsätze 

 Anklageschrift / Inhalt 

1.1 Gemäss Art. 325 Abs. 1 StPO bezeichnet die Anklageschrift u.a. die geschädigte 

Person (lit. e) und möglichst kurz, aber genau: die der beschuldigten Person vor-

geworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der 

Tatausführung (lit. f).  

1.2 Art. 325 Abs. 1 StPO definiert, welche Informationen die Anklageschrift zu ent-

halten hat und spezifiziert insb., auf welche Weise der Sachverhalt im Sinne des 

Anklageprinzips gemäss Art. 9 StPO zu umschreiben ist, mithin die grundrechtli-

chen Vorgaben zu erfüllen sind. Die Festlegung des Sachverhalts ist zentral, weil 

dadurch der Prozessgegenstand fixiert und der Beschuldigte davor geschützt 

wird, von einem Vorhalt überrascht zu werden. Auf diese Weise wird in diesem 

Verfahrensabschnitt ein faires Verfahren i.S.v. Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleistet. 

Dem Anklageprinzip kommt eine Umgrenzungs- und Informationsfunktion zu, so-

dass sich die Auslegung der Anforderungen an die Schrift auch nach diesen 

Grundsätzen zu richten hat. Demgemäss hat die Anklageschrift den zu beurtei-

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lenden Straffall in persönlicher und sachlicher Hinsicht zu begrenzen, d.h. zu in-

dividualisieren (HEIMGARTNER/NIGGLI, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl., Basel 

2014, Art. 325 Rz 1).  

1.3 Geschädigte, deren Identität bekannt ist, sind ebenfalls aufzuführen. Dieser 

Grundsatz ergibt sich hinsichtlich Geschädigten, denen Opfereigenschaft zu-

kommt, bereits aus Art. 6 Ziff. 3 EMRK (HEIMGARTNER/NIGGLI, a.a.O., Art. 325 Rz 

17). 

 

 Anklageprinzip 

 

Nach dem aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie aus Art. 6 Ziff. 1 und 3 

lit. a und b EMRK abgeleiteten und nunmehr in Art. 9 Abs. 1 StPO festgeschrie-

benen Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des Ge-

richtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion). Die Anklageschrift hat die der beschul-

digten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu um-

schreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend 

konkretisiert sind. Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz der Vertei-

digungsrechte der beschuldigten Person und garantiert den Anspruch auf recht-

liches Gehör. Gemäss Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO bezeichnet die Anklageschrift 

möglichst kurz, aber genau die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten 

mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung. Ent-

scheidend ist, dass die beschuldigte Person genau weiss, was ihr konkret vorge-

worfen wird, damit sie ihre Verteidigungsrechte angemessen ausüben kann. Das 

Gericht ist an den in der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden (Im-

mutabilitätsprinzip), nicht aber an dessen rechtliche Würdigung durch die Ankla-

gebehörde (vgl. Art. 350 Abs. 1 StPO). Kernstück der Anklageschrift bildet die 

Darstellung der der beschuldigten Person zur Last gelegten Tat. Die Darstellung 

des tatsächlichen Vorgangs ist auf den gesetzlichen Tatbestand auszurichten, 

der nach Auffassung der Anklage als erfüllt zu betrachten ist, d.h. es ist anzuge-

ben, welche einzelnen Vorgänge und Sachverhalte den einzelnen Merkmalen 

des Straftatbestandes entsprechen. Zu den gesetzlichen Merkmalen der strafba-

ren Handlung gehören neben den Tatbestandsmerkmalen die Schuldform (so-

fern vorsätzliches und fahrlässiges Verhalten strafbar ist), die Teilnahmeform 

(Mittäterschaft, Anstiftung, Gehilfenschaft) sowie die Erscheinungsform (Versuch 

oder vollendetes Delikt) und allfällige Konkurrenzen. Die tatsächlichen Umstände 

der Tat - Zeit, Ort, Art der Begehung und Form der Mitwirkung, angestrebter oder 

verwirklichter Erfolg (einschliesslich Kausalzusammenhang) - sind anzugeben 

und die einzelnen rechtlichen Elemente des Delikts hervorzuheben (s. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_963/2015 vom 19. Mai 2016 E. 1.3 mit mehreren Hinwiesen). 

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Der Anklagegrundsatz ist im Hinblick auf die Umschreibungsdichte des vom Ge-

richt zu beurteilenden historischen Lebensvorgangs strenger anzuwenden, wenn 

der Tatvorwurf oder der strafrechtliche Erfolg von einer gewissen Schwere sind, 

mithin auch die Auswirkungen des Verfahrens auf den Beschuldigten bedeuten-

der sein könnten (GREINER, Akkusationsprinzip und Wirtschaftsstrafsachen, in: 

ZStrR 2005, S. 103).  

 

 Geschädigte, Opfer und Privatkläger im Vorverfahren 

3.1 Betreffend allgemeine Stellung von Geschädigten und Opfern ist auf Art. 115 ff. 

StPO zu verweisen. 

3.2 Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich 

am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin oder -kläger zu beteiligen. Die Er-

klärung ist gegenüber einer Strafverfolgungsbehörde spätestens bis zum Ab-

schluss des Vorverfahrens abzugeben. Hat die geschädigte Person von sich aus 

keine Erklärung abgegeben, so weist sie die Staatsanwaltschaft nach Eröffnung 

des Vorverfahrens auf diese Möglichkeit hin (Art. 118 Abs. 1, 3 und 4 StPO).  

3.3 Die Strafverfolgungsbehörden informieren das Opfer über die Opferhilfe (Art. 8 

Abs. 1 OHG).  

3.4 Bei Anklageerhebung übermittelt die Staatsanwaltschaft u.a. der Privatkläger-

schaft und dem Opfer die Anklageschrift (Art. 327 Abs. 1 lit. b. und c StPO).  

 

III.  Prüfung der Anklageschrift vom 5. Mai 2017 

 Versuchte mehrfache Tat / Umschreibung / Subsumierung 

1.1 Die Anklageschrift vom 5. Mai 2017 wirft dem Beschuldigten A. u.a. versuchter 

mehrfacher Mord vor (AS Ziffer 1.1). 

Im Vorverfahren wurde einer Person Geschädigten-Stellung gewährt und diese 

entsprechend orientiert (B.; vgl. pag. BA 15.03.1-5).  

Im Sinne von Art. 325 Abs. 1 lit. e StPO ist auf S. 2 der Anklageschrift (einleitende 

Informationen) ein Geschädigter (B.) als Privatkläger aufgeführt. 

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Gemäss Anklagesachverhalt zum Vorwurf des versuchten mehrfachen Mordes 

(AS Ziffer 1.1) habe der Plan von A. darin bestanden, dass  

 Personen bei der Redaktion Zeitung C. (Adressatin, in Zürich) getötet werden.  

Sodann führt die Anklageschrift auf, dass die sich auf der Terrasse der Wohnung 

von D. in Küsnacht befindlichen  

 E. und dessen Neffen 

 „F.“ und  

 „G.“  

tödlich verletzt worden wären und, dass die in der Wohnung anwesenden  

 übrigen […] 7 Personen  

leichte bis tödliche Verletzungen hätten davon tragen können,  

wobei A. um die tödliche Wirkung der Splitterhandgranate wusste […] und mit 

seiner Vorgehensweise die mögliche Tötung von Menschen bewirkte, dies 

wusste und wollte oder zumindest in Kauf nahm. 

1.2 Aus dem Obgesagten ergibt sich ein Widerspruch zwischen der Gewährung der 

Geschädigten-Stellung im Vorverfahren gegenüber einer Person (B.) bzw. be-

züglich dessen Aufführung als alleiniger Geschädigter im Sinne von Art. 325 

Abs. 1 lit. e StPO in den einleitenden Angaben der Anklageschrift vom 5. Mai 

2017 und dem Anklagesachverhalt, welcher bei der Schilderung der möglichen 

Folgen „beim Umsetzen der Splittergranate“ eine andere Person (E., Bruder von 

B.) mit Vor- und Nachname sowie zwei weitere Personen („F.“ und „G.“) mit Vor-

namen aufführt und im Übrigen im Zusammenhang mit Planung oder Folgen der 

Tat allgemein von „Personen“ bei der Redaktion C. oder von übrigen „Personen“ 

in der Wohnung von D. spricht. 

Es ist somit unklar, ob die Bundesanwaltschaft eine Straftat zum Nachteil eines 

Geschädigten (bzw. B.) anklagen wollte oder gegenüber mehreren und - falls 

mehrere - welche genau (Personalien der einzelnen identifizierten und identifi-

zierbaren Geschädigten), wobei auch die Zuordnung zwischen Straftat/Vorwurf 

und jeweiligen Geschädigten eindeutig zu sein hat. 

Sofern sich der Anklagevorwurf auf Taten zum Nachteil mehrerer Geschädig-

ten/Opfer richtet, hat die Staatsanwaltschaft diese Straftatbestände rechtsgenü-

gend zu untersuchen und in objektiver und subjektiver Hinsicht klar zu umschrei-

ben. 

Jede geschädigte Person bzw. jedes Opfer ist im Vorverfahren auf die Möglich-

keit der Privatklage hinzuweisen (Art. 118 Abs. 1, 3 und 4 StPO). 

 Opfer und Privatkläger ist die Anklageschrift zuzustellen (Art. 327 Abs. 1 lit. b und 

c StPO). Die Opfer sind über die Opferhilfe zu informieren (Art. 8 Abs. 1 OHG; 

Art. 303 StPO). 

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Sofern sich hingegen der Anklagevorwurf auf Taten zum Nachteil eines einzigen 

Geschädigten/Opfer (bzw. gemäss Einbezug im Vorverfahren und Angabe in den 

einleitendenden Informationen zur Anklage vom 5. Mai 2017 auf B. allein) be-

zieht, hat die Staatsanwaltschaft dies ebenfalls klar zu formulieren und im Sach-

verhalt die gegen diesem Opfer gerichtete Tat in objektiver und subjektiver Hin-

sicht klar zu umschrieben. 

 

 Tatbestandsmerkmale / Umschreibung / Subsumierung 

2.1 Zu den Tatbestandsmerkmalen des Mordes gemäss Art. 112 StGB führt die An-

klageschrift vom 5. Mai 2017 pauschal aus, dass A. „aufgrund der gesamten Tat-

umstände“ besonders skrupellos handelte. Dabei handelt es sich lediglich um 

eine Wiedergabe eines geringen Teils des Gesetzestextes, wobei Art. 112 StGB 

in namentlicher Hinsicht präzisiert:„[…] sind namentlich […] Beweggrund, der 

Zweck der Tat oder die Art der Ausführung besonders verwerflich“. 

2.2 Eine Paraphrasierung des Wortlauts des Gesetzesartikels genügt den Subsumie-

rungsanforderungen und dem Anklageprinzip nicht. Wie oben ausgeführt (E. II. 2) 

ist anzugeben, welche einzelnen konkrete Vorgänge und Sachverhalte den ein-

zelnen Merkmalen des Straftatbestandes entsprechen und inwiefern.  

 

 Parteivertreter 

3.1 In der Anklageschrift vom 5. Mai 2017 wird kein Vertreter des Privatklägers B. 

aufgeführt. Indessen geht aus den Akten hervor, dass er anwaltlich vertreten ist 

(pag. BA 15.1.1-2). Unklar ist auch, ob bzw. warum die Zustellungen von Ent-

scheiden und Akten, Einladungen zu Einvernahmen usw. an den Vertreter des 

Privatklägers unterblieben oder nicht aktenkundig sind. 

3.2 Bei gesetzlich oder rechtlich im Verfahren vertretenen Parteien sind die Vertreter 

zu informieren. 

 

 Rückweisung  

4.1 Aufgrund der Verletzung des Anklageprinzips und der obgenannten Parteien-

rechte im Vorverfahren, ist die Anklage an die Bundesanwaltschaft zur Ergän-

zung oder Berichtigung im Sinne der Erwägungen zurückzuwiesen (Art. 329 

Abs. 2 StPO). 

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4.2 Bei dieser Gelegenheit wird auch darauf hingewiesen, dass beim Antrag be-

züglich Auferlegung der Verfahrenskosten (AS Ziffer 5) im Umfang von 

CHF 45‘049.95 (CHF 13‘000.00 und CHF 32‘080.40) ein Verschreiber vorliegen 

dürfte. 

4.3 Die Rechtshängigkeit des sistierten Verfahren verbleibt nicht beim Gericht 

(Art. 329 Abs. 3 StPO).  

4.4 Die den Parteien mit Verfügung vom 9. Mai 2017 mitgeteilten Daten als mögliche 

Termine für Hauptverhandlung und Urteilseröffnung bleiben – mit Ausnahme der 

Daten von 2. bis 4. August 2017 – vorerst und im Hinblick auf die Einreichung der 

berichtigten Anklageschrift hiefür bestehen und sind bis auf Weiteres reserviert 

zu halten.  

4.5 Bei diesem Ausgang ist eine Verfügung bezüglich dem Gericht gestellten Be-

weisanträge hinfällig. 

4.6 Nachdem im Vorverfahren die Korrespondenz der Verfahrensleitung an den Pri-

vatkläger an B. gerichtet war, ist ihm eine Kopie dieser Verfügung z.K. und Ori-

entierung zuzustellen. 

4.7 Es sind keine Kosten zu erheben 

 

 

 

  

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Die Strafkammer beschliesst: 

 Das Verfahren SK.2017.25 wird sistiert. 

 Die Anklage gegen A. vom 5. Mai 2017 wird an die Bundesanwaltschaft im Sinne 

der Erwägungen zurückgewiesen (Art. 329 Abs. 2 StPO). 

 Die Rechtshängigkeit verbleibt nicht beim Gericht; die Akten werden der Bundes-

anwaltschaft retourniert. 

 Die den Parteien mit Verfügung vom 9. Mai 2017 mitgeteilten Daten als mögliche 

Termine für Hauptverhandlung und Urteilseröffnung bleiben – mit Ausnahme der 

Daten von 2. bis 4. August 2017 – vorerst und im Hinblick auf die Einreichung 

der berichtigten Anklageschrift bestehen und sind reserviert zu halten. 

 Es werden keine Kosten erhoben. 

 Der Entscheid zu den gestellten Beweisanträgen ist hinfällig. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Die Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

Zustellung an (Gerichtsurkunde) 

 Bundesanwaltschaft, Herrn Hansjörg Stadler, Staatsanwalt des Bundes (Verfahrens-

akten und Aktenverzeichnis Akten TPF SK.2017.25, mit separater Post)  

 Rechtsanwalt Fabian Blum (Verteidiger von A., Beschuldigter; Aktenverzeichnis Ak-

ten TPF SK.2017.25, mit separater Post) 

 Rechtsanwalt Christian Schmid (Vertreter von B., Privatkläger; Aktenverzeichnis Ak-

ten TPF SK.2017.25, mit separater Post) 

 

Sodann per A-Post an:  

 B. (Privatkläger) 

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Rechtsmittelbelehrung 

 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-
richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 
(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 
Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begrün-

det Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 
396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 
Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-
brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 
 
Beschwerde an das Bundesgericht 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Ausfertigung Beschwerde 

eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 
Gegen selbstständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann 
beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Ausfertigung 

Beschwerde eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 93 und Art. 100 Abs. 1 BGG). Die Beschwerde ist 
zulässig, wenn Vor- und Zwischenentscheide einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeu-
tenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 
BGG). 
Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a und b 
BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder 
auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Versand: 22. Mai 2017