# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ed08099-b143-50ef-b7ab-9f272c211c26
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-04-30
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 30.04.2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-30-Ap_2020-04-30.pdf

## Full Text

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB  

 

 Feldeggweg 1, 3003 Bern 
Tel. 058 463 74 84, Fax 058 465 99 96 
www.edoeb.admin.ch 

 

Bern, 30. April 2020 
 
 
 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

im Schlichtungsverfahren zwischen 
  

 
A. ___, vertr. durch AA.___1 

 
B. ___1 
 
C. ___ 

 
D. ___1 
 
E. ___ 

 
F. ___, vertr. durch AB.___1 

 
G. ___, vertr. durch AC.___ 

 
H. ___ 

 
I. ___, vertr. durch AD.___ 

 
J. ___, vertr. durch AE.___ 

 

(Antragsteller nach Art. 13 Abs. 1 Bst. c BGÖ) 
 

und 
 

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO 
 

und  
 

X.___ 
(Zugangsgesuchsteller nach Art. 10 BGÖ) 

 
 
 
 
 
 

                                                      
1  Empfehlung in französischer Sprache. 

 

 

 

2/14 
 

I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Der Zugangsgesuchsteller (Journalist, nachfolgend Gesuchsteller) hat am 24. Mai 2019 gestützt 
auf das Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, 
BGÖ; SR 152.3) beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO eine Liste zu den bewilligten 
Ausfuhren von besonderen militärischen Gütern verlangt. Er formulierte sein Gesuch wie folgt: 

- „Ich hätte gerne eine Liste von sämtlichen Antragstellern, die in den Jahren 2015 bis 2018 ein 
Gesuch zur Ausfuhr von besonderen militärischen Gütern bewilligt erhalten haben. 

- Bitte schlüsseln Sie auf der entsprechenden Liste auf, welche Kategorien (ML1-ML22) das 
jeweilige Gesuch in den Jahren 2015-2018 betrifft. 

- Bitte schlüsseln Sie auf der Grundlage dieser Liste auf, wie hoch der Wert jedes einzelnen 
Antragstellers insgesamt ist im Bereich der Ausfuhr von besonderen militärischen Gütern in 
den Jahren 2015-2018. (Also nicht der Wert jedes einzelnen bewilligten Gesuches, sondern 
der Gesamtwert pro Antragsteller).“ 

2. Als besondere militärische Güter gelten gemäss Art. 3 Bst. c des Bundesgesetzes über die 
Kontrolle zivil und militärisch verwendbarer Güter, besonderer militärischer Güter sowie 
strategischer Güter (Güterkontrollgesetz, GKG; SR 946.202) Güter, die für militärische Zwecke 
konzipiert oder abgeändert worden sind, die aber weder Waffen, Munition, Sprengmittel noch 
sonstige Kampf- oder Gefechtsführungsmittel sind, sowie militärische Trainingsflugzeuge mit 
Aufhängepunkten. Die Güter sind im Anhang 3 der Verordnung über die Kontrolle zivil und 
militärisch verwendbarer Güter, besonderer militärischer Güter sowie strategischer Güter 
(Güterkontrollverordnung GKV; SR 946.202.1) aufgelistet. Der Anhang 3 ist auf der Website 
des SECO publiziert.2 Die Ausfuhr dieser Güter unterliegt einer Bewilligungspflicht durch das 
SECO. Die Statistik der erteilten Ausfuhrbewilligungen sowie der abgelehnten Ausfuhranträge 
werden auf der Website des SECO3 anhand folgender Kriterien veröffentlicht: Geschäfts-
nummer, Bestimmungsland, Güterart, Geschäftstyp, Richtung, Exportkontrollnummer (EKN) 
und Wert. 

3. Am 28. Mai 2019 nahm das SECO zum Zugangsgesuch Stellung und teilte dem Gesuchsteller 
mit, dass über 70 Drittpersonen von seinem Gesuch betroffen und gemäss Art. 11 BGÖ 
anzuhören seien. Gestützt auf das Ergebnis der Anhörung werde es zu beurteilen haben, ob 
und inwieweit Gründe bestünden, die der Zugänglichkeit der die Drittpersonen betreffenden 
Informationen entgegenstünden. Gleichzeitig kündigte es dem Gesuchsteller die voraussichtlich 
zu erwartende Gebühr für die Bearbeitung des Zugangsgesuches an. Der Gesuchsteller war mit 
der Gebührenankündigung nicht einverstanden und reichte am 11. Juni 2019 einen 
Schlichtungsantrag beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten 
(Beauftragter) ein. Anlässlich der Schlichtungssitzung vom 5. Juli 2019 einigten sich das SECO 
und der Gesuchsteller in dieser Gebührenfrage. 

4. Aus den Unterlagen des SECO (siehe nachfolgend Ziffer 8) ist ersichtlich, dass es bei den 
betroffenen Exporteuren eine Anhörung durchgeführt und dabei diese auf das Urteil des 
Bundesgerichts 1C_222/2018 vom 21. März 2019 hingewiesen hat. Für die Anhörung stellte es 
ihnen einen dreiseitigen Fragebogen mit insgesamt 11 Fragen (1; 2, 2a-c; 3, 3a-c sowie 4 und 

                                                      
2 https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/ 

Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-
gueter/rechtliche-grundlagen-und-gueterlisten--anhaenge-.html (besucht am 29. April 2020).  

3 https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/ 
Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-
gueter/statistik/2015.html (besucht am 29. April 2020). 

https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/%20Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-gueter/rechtliche-grundlagen-und-gueterlisten--anhaenge-.html
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/%20Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-gueter/rechtliche-grundlagen-und-gueterlisten--anhaenge-.html
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/%20Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-gueter/rechtliche-grundlagen-und-gueterlisten--anhaenge-.html
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/%20Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-gueter/statistik/2015.html
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/%20Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-gueter/statistik/2015.html
https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Aussenwirtschaftspolitik_Wirtschaftliche_Zusammenarbeit/%20Wirtschaftsbeziehungen/exportkontrollen-und-sanktionen/industrieprodukte--dual-use--und-besondere-militaerische-gueter/statistik/2015.html

 

 

 

3/14 
 

4a) zu. Für die Antworten waren Kästchen zum Ankreuzen und auch ein freies Feld für 
Begründungen vorhanden.  

5. Mit Schreiben vom 4. November 2019 teilte das SECO den betroffenen Exporteuren das 
Ergebnis der Anhörung mit. Demnach sei es nach der Prüfung der eingegangenen 
Begründungen zum Schluss gekommen, dass die Argumente im Lichte der gerichtlichen Praxis 
und jener des Beauftragten für eine Geltendmachung der Ausnahmen nach Art. 7 Abs. 1 
Bst. g und Art. 7 Abs. 2 BGÖ kaum ausreichen würden, weshalb es in Betracht ziehe, die 
gewünschten Informationen zu veröffentlichen. 

6. In der Folge haben 10 der 71 angehörten Unternehmen gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. c BGÖ 
Schlichtungsanträge beim Beauftragten eingereicht, deren Eingang dieser umgehend 
bestätigte. 

7. Nach Ablauf der gesetzlichen Frist für die Einreichung eines Schlichtungsantrages (Art. 13 
Abs. 2 BGÖ) orientierte der Beauftragte das SECO über die 10 eingegangenen 
Schlichtungsanträge und forderte es dazu auf, die betroffenen Dokumente sowie bei Bedarf 
eine ergänzende Stellungnahme einzureichen.  

8. Mit Schreiben vom 11. Dezember 2019 äusserte sich das SECO zu den vorgenommenen 
Anhörungen und reichte die Verfahrensakten ein. Daraus und aus seiner Stellungnahme an die 
betroffenen Unternehmen ist erkennbar, dass es den Zugang zu den verlangten Informationen 
weiterhin in Betracht zieht. Gemäss SECO haben 30 von 71 angehörten Drittpersonen der 
Herausgabe der verlangten Informationen zugestimmt, während 41 mit der beabsichtigten 
Zugangsgewährung des SECO nicht einverstanden waren. 

9. In der Folge teilte der Beauftragte den Antragstellern mit, schon aufgrund der Anzahl der 
eingereichten Schlichtungsanträge und der Komplexität der Materie erfordere das Verfahren 
eine besonders aufwändige Bearbeitung durch den Beauftragten (Art. 12a Abs. 2 der 
Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung, Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; 
SR 152.31). Somit werde er dieses schriftlich durchführen.  

10. Mit E-Mail vom 26. Februar 2020 ersuchte der Beauftragte das SECO um die Einreichung 
zusätzlicher Verfahrensakten, die das SECO gleichentags zustellte. 

11. Auf die weiteren Ausführungen der Antragsteller und des SECO sowie auf die eingereichten 
Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

12. Die 10 Schlichtungsanträge richten sich gegen ein Zugangsgesuch, das eine Liste mit den 
Namen aller Exporteure verlangt, die in den Jahren 2015 – 2018 ein Gesuch zur Ausfuhr von 
besonderen militärischen Gütern bewilligt erhalten haben. Die Antragsteller wurden vom SECO 
nach Art. 11 Abs. 1 BGÖ angehört. Als betroffene Dritte nahmen sie an einem 
vorangegangenen Verfahren auf Zugang zu amtlichen Dokumenten teil und sind somit zur 
Einreichung eines Schlichtungsantrags berechtigt (Art. 13 Abs. 1 Bst. c BGÖ). Die 
Schlichtungsanträge wurden formgerecht (einfache Schriftlichkeit) und fristgerecht (innert 20 
Tagen nach Empfang der Stellungnahme der Behörde) beim Beauftragten eingereicht (Art. 13 
Abs. 2 BGÖ).  

13. Die Schlichtungsanträge betreffen denselben Gegenstand und dasselbe Zugangsgesuch. Auch 
das SECO behandelte bereits den diesen zugrundeliegenden Sachverhalt und die Anhörung 

 

 

 

4/14 
 

gemeinsam, weshalb es sich rechtfertigt, diese 10 Schlichtungsverfahren zu vereinigen und in 
einer gemeinsamen Empfehlung zu erledigen.  

14. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.4 
Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der 
Angelegenheit eine Empfehlung abzugeben.  

B. Materielle Erwägungen  

15. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 VBGÖ die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit 
der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.5 

16. Einzelne Antragsteller, die anwaltlich vertreten sind, machen vorweg im Schlichtungsverfahren 
geltend, sie könnten ihre Rechte nicht vollumfänglich wahren, wenn sie das, was der 
Geheimhaltung unterliege, dem EDÖB vorlegen müssten und der Journalist am 
Schlichtungsverfahren ebenfalls beteiligt sei. So beantragten sie für den Fall, dass der 
Beauftragte nicht bereits aufgrund der materiellen Ausführungen der Antragsteller zum Schluss 
komme, dass ein Geschäftsgeheimnis gefährdet sein könnte, und er weitere Informationen 
einfordere, dass Schlichtungsverfahren einzeln und unter strikter Wahrung der 
Geheimhaltungsinteressen durchzuführen. Unter diesen Umständen würde sich allenfalls ein 
konferenzielles Verfahren einzig mit der Beteiligung der Antragsteller und dem SECO 
aufdrängen. Vorbehalte gegenüber dem SECO bestünden keine, da die Antragsteller stets 
bemüht gewesen seien, ein korrektes und offenes Verhältnis mit der Bewilligungsbehörde zu 
führen. 

17. Das Schlichtungsverfahren ist ein informelles Verfahren, das nicht mit einer Verfügung, sondern 
mit einer die Parteien nicht bindenden Empfehlung endet. Die Festlegung dieses Verfahrens 
obliegt im Einzelnen dem Beauftragten. Er kann dasjenige Verfahren wählen, das dem 
Einzelfall am angemessensten ist. Es besteht kein Anspruch auf die Durchführung eines 
konferenziellen Schlichtungsverfahrens.6 

18. Konkret teilte der Beauftragte den Antragstellern nach Einreichung ihrer Schlichtungsanträge 
mit, das Verfahren erfordere aufgrund der Anzahl eingegangener Schlichtungsanträge und der 
Komplexität der Materie eine besonders aufwändige Bearbeitung durch den Beauftragten und 
er werde dieses schriftlich durchführen. In diesem Stadium des Verfahrens hatten die 
Antragsteller bereits bei der Anhörung durch das SECO Gelegenheit gehabt, ausführlich zur 
Sache Stellung zu nehmen. Der Fragebogen des SECO war im Sinne einer Hilfestellung so 
ausgestaltet, dass nicht nur Fragen beantwortet, sondern den Antragstellern zusätzlich Raum 
zur Verfügung stand, in welchem sie ihre Standpunkte im Einzelnen darlegen konnten. Weiter 
hatten die Antragsteller die Möglichkeit, sich zusätzlich in ihren Schlichtungsanträgen schriftlich 
umfassend zu den Gründen zu äussern, die gegen eine Zugangsgewährung sprechen.7 
Demzufolge ist nicht ersichtlich, inwiefern die Antragsteller ihre Rechte im Zugangs- und 
Schlichtungsverfahren nicht vollumfänglich wahren konnten. 

                                                      
4 Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, 

BBl 2003 1963 (zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024. 
5 GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ), 

Art. 13, Rz 8. 
6  Eingehende Ausführungen zum Schlichtungsverfahren siehe Urteil BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017 E. 4.1.3.2 ff. 
7  Urteil des BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017 E. 4.1.3. 

 

 

 

5/14 
 

19. Es besteht kein Anspruch auf eine zusätzliche Anhörung.8 Da der Beauftragte und seine 
Mitarbeiter dem Amtsgeheimnis im gleichen Ausmass unterstehen wie die Behörde, in deren 
amtliche Dokumente Einsicht genommen werden will (Art. 20 Abs. 2 BGÖ), versteht es sich von 
selbst, dass der Beauftragte während des Verfahrens oder in der Empfehlung keine 
Informationen bekannt gibt, welche die Behörde oder die angehörte Drittperson nicht offenlegen 
möchten bzw. welche als solche Gegenstand des Verfahrens sind (Art. 13 Abs. 2 VBGÖ).9  

20. Insoweit einzelne Antragsteller erklären, das Gesuch des Journalisten führe zu einem 
eigentlichen „Fischen nach Namen und Zahlen“, ist anzumerken, dass umfangreiche Gesuche 
nicht per se unzulässig sind.10 Das vorliegende Gesuch ist hinreichend präzise formuliert ist und 
das SECO konnte die verlangten Informationen eruieren. Deshalb sind die Anforderungen eines 
Zugangsgesuches nach Öffentlichkeitsgesetz erfüllt.  

21. Die Argumentation einzelner Antragsteller, der Gesuchsteller habe die Empfehlung des 
Beauftragten vom 11. August 2016 nicht weiter bestritten, womit „klargestellt [ist], dass er 
keinen Anspruch auf eine demokratische Kontrolle erheb[t]“, ist für den Beauftragten nicht 
nachvollziehbar.11 
Ausserdem war die besagte Empfehlung Gegenstand zweier Urteile mit 
Rückweisungsentscheiden zur Durchführung einer Anhörung und betraf darüber hinaus ein 
Gesuch, in welchem eine Liste zum Export von Kriegsmaterial verlangt wurde.12 Demgegenüber 
ist in diesem Schlichtungsverfahren die Zugänglichkeit einer Liste der bewilligten Exporte 
besonderer militärischer Güter zu beurteilen und somit auch nicht – wie ein Antragsteller in 
seinem Schlichtungsantrag darlegt – der Zugang zu einer Liste bewilligter Exporte von „Dual-
Use“ Gütern.13 

22. Aufgrund des in Art. 6 BGÖ verankerten Öffentlichkeitsprinzips besteht eine widerlegbare 
gesetzliche Vermutung zugunsten des freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten. Die 
betroffene Behörde hat die verlangte Auskunft zu erteilen, es sei denn, sie kann nachweisen, 
dass ein Ausnahmetatbestand nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ erfüllt ist, ein besonderer Fall von 
Art. 8 BGÖ vorliegt oder die Privatsphäre resp. Personendaten (Art. 7 Abs. 2 BGÖ i.V.m. 
Art. 9 BGÖ) zu schützen sind. Die objektive Beweislast zur Widerlegung der Vermutung des 
freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten obliegt der zuständigen Behörde bzw. der 
(angehörten) Drittperson. Misslingt ihr der Beweis, ist der Zugang grundsätzlich zu gewähren.14 

23. Vereinzelt erklärten die Antragsteller, die Offenlegung von Geheimnissen ausländischer 
Regierungen durch Schweizer Behörden könnte die aussenpolitischen Interessen und 
insbesondere die internationalen Beziehungen der Schweiz zu den betreffenden Regierungen 
stark beeinträchtigen. 

24. Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ können die aussenpolitischen Interessen der Schweiz 
beeinträchtigt werden, wenn ein anderer Staat zu veröffentlichende Daten zum Nachteil der 
Schweiz ausnützen könnte. Insbesondere sollen durch eine allfällige Publikation von 
Informationen die aktuellen und künftigen Verhandlungspositionen der Schweiz nicht 
geschwächt werden. Im Weiteren ist die Ausnahmeklausel auch anwendbar, wenn sich durch 

                                                      
8  Urteil des BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017 E. 4.1.4. 
9  BHEND/SCHNEIDER, Basler Kommentar zum Öffentlichkeitsgesetz (zit. BSK BGÖ), 3. Aufl., Basel 2014, Art. 13 N 23; 

SCHWEGLER, BSK BGÖ, Art. 20 N 31ff. 
10  Urteil des BGer 1C_155/2017 vom 17. Juli 2017 E. 2.5f. 
11  Empfehlung EDÖB vom 11. August 2016: SECO / Kriegsmaterialexporteure, Ziffer 38 und 39. 
12  Urteil des BVGer A-6108/2016 vom 28. März 2018; Urteil des BGer 1C_222/2018 vom 21. März 2019. 
13  Vgl. zu den unterschiedlichen Begriffen Art. 3 GKG. 
14  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 3.2.2. 

 

 

 

6/14 
 

die Veröffentlichung bestimmter Informationen die Beziehungen zu anderen Staaten oder zu 
internationalen Organisationen verschlechtern könnten. Die befürchtete Beeinträchtigung bei 
Offenlegung der Daten muss allerdings erheblich sein und es muss ein ernsthaftes Risiko für 
deren Eintritt bestehen. Der Entscheid über die Anwendbarkeit dieser Ausnahmenorm hat eine 
nicht unwesentliche politische Komponente, die mit einer entsprechenden Zurückhaltung in der 
gerichtlichen Überprüfung einhergeht, sofern der Entscheid insgesamt zumindest 
nachvollziehbar und sachlich ist. Die Exekutivbehörden müssen ihren Beurteilungsspielraum 
pflichtgemäss nutzen. Es obliegt der Behörde darzulegen, dass das öffentliche Interesse 
gegeben und damit die Ausnahmenorm erfüllt ist.15 

25. Zum einen beruft sich das SECO nicht auf diese Ausnahmenorm und zum anderen wurde von 
den Antragstellern weder eine erhebliche Beeinträchtigung bei Offenlegung der verlangten 
Informationen noch ein ernsthaftes Risiko für deren Eintritt nachvollziehbar dargelegt.  

 Daher ist die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ nicht anwendbar. 

26. Einzelne Antragsteller wenden ein, eine Veröffentlichung der Exportzahlen hätte zur „Folge, 
dass zukünftige Projekte nicht mehr an uns vergeben würden, sondern die ausländische 
Konkurrenz berücksichtigt wird. Dadurch würden auch die wirtschaftspolitischen Interessen der 
Schweiz gefährdet (Verweigerungsgrund nach Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ), weil durch den Mangel 
an Aufträgen aus dem Ausland die heimische Rüstungsindustrie nicht überleben könne. Dies 
widerspreche zudem Art. 1 des KMG, gemäss welchem eine den Bedürfnissen der 
Landesverteidigung angepasste industrielle Kapazität aufrechterhalten werden soll.“  

27. Die Ausnahmenorm von Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ schützt beabsichtigte wirtschafts-, geld- und 
währungspolitische Massnahmen und Strategien. Würden solche Informationen vorzeitig 
bekannt, kann deren Wirksamkeit stark infrage gestellt oder zunichte gemacht werden, indem 
die Bevölkerung oder Wirtschaft ihr Verhalten entsprechend ausrichten können.16  

28. Der zu prüfende Sachverhalt steht in keinem direkten Zusammenhang mit beabsichtigten 
Massnahmen und Strategien einer Behörde im Sinne dieser Ausnahmebestimmung. Zum einen 
hat das SECO dieses öffentliche Interesse an der Geheimhaltung der verlangten Informationen 
auch nicht geltend gemacht, zum anderen wurde von den Antragstellern weder eine erhebliche 
Beeinträchtigung bei der Offenlegung der verlangten Informationen noch ein ernsthaftes Risiko 
für deren Eintritt hinreichend dargelegt. Zudem kennen auch Länder wie Frankreich, 
Deutschland und die Vereinigten Staaten von Amerika Informationsfreiheitsgesetze, welche den 
Zugang zu amtlichen Dokumenten ermöglichen. Damit unterliegen die relevanten Konkurrenten 
vergleichbaren Regeln. 
Infolgedessen ist die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. f BGÖ nicht anwendbar. 

29. Hauptsächlich stützten sich die Antragsteller auf den Schutz des Geschäftsgeheimnisses (Art. 7 
Abs. 1 Bst. g BGÖ) sowie den Schutz der Privatsphäre im Sinne von Art. 7 Abs. 2 BGÖ i.V.m. 
Art. 9 Abs. 2 BGÖ und Art. 19 Abs.1bis DSG. Das wiederkehrende Argument der Antragsteller, 
dass mit der Offenlegung vertragliche Geheimhaltungsregeln verletzt werden, betrifft allfällige 
Geschäftsgeheimnisse, die im Rahmen von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ geprüft werden.17 Der von 
den Antragstellern befürchtete Imageschaden im Falle einer Verletzung der 
Geheimhaltungsklausel wird nach Art. 7 Abs. 2 BGÖ i.V.m. Art. 19 Abs. 1bis Bst. b DSG 
berücksichtigt.18 

                                                      
15  Urteil des BGer 1C_222/2018 vom 21. März 2019 E. 4.1ff.; Urteil des BGer 1C_462/2018 vom 17. April 2019 E. 5.4. 
16  STEINEM, BSK BGÖ, 3. Aufl., Basel 2014, Art. 7 N 29. 
17  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 5.5.1. 
18  Urteil des BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017, E. 6.8. 

 

 

 

7/14 
 

30. Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ entsprechend kann der Zugang eingeschränkt, aufgeschoben oder 
verweigert werden, wenn durch die Bekanntgabe amtlicher Dokumente Berufs-, Geschäfts- 
oder Fabrikationsgeheimnisse offenbart werden können. Der Begriff „Geschäftsgeheimnis“ ist 
gesetzlich nicht definiert. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird als Geheimnis 
jede in Beziehung mit dem betroffenen Geheimnisträger stehende Tatsache qualifiziert, welche 
weder offenkundig noch allgemein zugänglich ist (relative Unbekanntheit), welche der 
Geheimnisherr geheim halten will (subjektives Geheimhaltungsinteresse) und an deren 
Geheimhaltung der Geheimnisherr ein berechtigtes Interesse hat (objektives 
Geheimhaltungsinteresse).19 

31. Vom Geheimnisbegriff werden jedoch nicht alle Geschäftsinformationen erfasst, sondern nur 
die wesentlichen Daten, deren Kenntnisnahme durch die Konkurrenz Marktverzerrungen 
bewirken und dazu führen würde, dass dem betroffenen Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil 
genommen bzw. ein Wettbewerbsnachteil und damit ein Schaden zugefügt wird. Der 
Gegenstand des Geschäftsgeheimnisses muss geschäftlich relevante Informationen betreffen. 
Darunter können insbesondere Informationen fallen, die Einkaufs- und Bezugsquellen, 
Betriebsorganisation, Preiskalkulation, Geschäftsstrategien, Businesspläne sowie Kundenlisten 
und -beziehungen betreffen und einen betriebswirtschaftlichen oder kaufmännischen Charakter 
aufweisen. Entscheidend ist, ob diese Informationen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 
haben können, oder mit anderen Worten, ob diese Informationen bei einer Zugänglichmachung 
an Dritte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung haben. Ein abstraktes 
Gefährdungsrisiko genügt nicht.20 Die Verletzung des Geschäftsgeheimnisses muss aufgrund 
der Zugänglichkeit des betreffenden Dokuments wahrscheinlich erscheinen; eine lediglich 
denkbare oder (entfernt) mögliche Gefährdung reicht nicht aus. Als Beeinträchtigung kann 
zudem nicht jede geringfügige oder unangenehme Konsequenz des Zugangs zum 
gewünschten amtlichen Dokument wie etwa zusätzliche Arbeit oder unerwünschte öffentliche 
Aufmerksamkeit gelten. Die drohende Verletzung muss gewichtig und ernsthaft sein.21 Von 
einem berechtigten Geheimhaltungsinteresse kann dann nicht gesprochen werden, wenn die 
privaten Interessen im Widerspruch zur Rechtsordnung stehen.22 Schliesslich ist das 
Verhältnismässigkeitsgebot zu beachten: Erweist sich eine Beschränkung als gerechtfertigt, soll 
die Behörde hierfür die möglichst mildeste, das Öffentlichkeitsprinzip am wenigsten 
beeinträchtigende Form wählen.23  

32. Da es sich beim Geschäftsgeheimnis um ein privates Interesse handelt, hat der Geheimnisherr 
der Behörde konkret und detailliert darzulegen, weshalb es sich um schützenswerte 
Geschäftsinformationen handelt. Die für die Bearbeitung des Zugangsgesuches zuständige 
Behörde hat im konkreten Einzelfall zu prüfen, ob die vom Geheimnisherr geltend gemachten 
Geheimnisse vorliegen, wobei die allgemeine Aussage eines Unternehmens, dass dies der Fall 
sei, nicht ausreicht. Auch darf die Behörde sich nicht bloss der Stellungnahme des 
Unternehmens anschliessen, sondern muss vielmehr selbstständig einschätzen, ob ein 
berechtigtes Interesse am Schutz der Geschäftsinformationen besteht.24  

33. Einzelne Antragsteller argumentierten, die Kunden möchten insbesondere aus militärischen 
Gründen unbedingt vermeiden, dass ihre Beschaffungen publik gemacht würden, weshalb die 
Kundenverträge Geheimhaltungsklauseln enthielten. Die Offenlegung widerspreche den 

                                                      
19  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3. 
20  Urteil des BGer 1C_665/2017 vom 16. Januar 2019 E. 3.3; Urteil des BVGer A-3367/2017 vom 3. April 2018 E. 7.4. 
21  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 3.2.2. 
22  SCHOCH, Informationsfreiheitsgesetz, Kommentar, 2. Aufl., München 2016, § 6 Rz 96ff. 
23  Urteil des BVGer A-199/2018 vom 18. April 2019 E. 3.2.2. 
24  Urteil des BVGer A-6-2015 vom 26. Juli 2017 E. 4.5.1.2. 

 

 

 

8/14 
 

Geheimhaltungsinteressen der Kunden und der vertraglichen Geheimhaltungspflicht des 
Exporteurs. Ein Vertragsbruch habe für das Unternehmen und für die Mitarbeiter 
schwerwiegende direkte Konsequenzen. Durch den Vertragsrücktritt des Kunden und einer 
damit verbundenen Rückabwicklung von Anzahlungen oder nicht mehr gedeckten 
Entwicklungskosten könnten hohe Kosten entstehen. Es könnten zivilrechtliche 
Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden und auch strafrechtliche Konsequenzen für 
natürliche Personen hervorrufen. Die Schweiz habe bisher als „Trustfull Country“ gegolten. 
Diese Einschätzung würden die Kunden aufgeben, was sich wiederum negativ auf die 
Marktanteile der Antragsteller auswirke. Das sei umso mehr der Fall, als die Konkurrenten auch 
aus „Trustfull Countries“ stammen würden. Die Vertraulichkeit sei im Waffengeschäft eine 
fundamentale Grundlage. Ein Antragsteller legte in Zusammenhang mit der Vertraulichkeit dar, 
die Offenlegung der Informationen würde die sog. ITAR-Richtlinien (The International Traffic in 
Arms Regulations / 22 CFR 120-130) verletzen. 

34. Soweit sich die Antragsteller auf Vertraulichkeitsvereinbarungen zwischen ihnen und ihren 
Vertragspartnern berufen, ist das subjektive Geheimhaltungsinteresse erstellt. 25 Dies gilt auch 
insofern die Geheimhaltung aufgrund von ITAR-Richtlinien geltend gemacht wird.26 Darüber 
hinaus ist im konkreten Einzelfall zu prüfen, ob das objektive Geheimhaltungsinteresse 
gegeben ist. Bis anhin wurde dies von den Antragstellern nicht hinreichend dargelegt, allfällige 
Dokumente, welche dieses belegen, wären der Behörde nachzureichen (siehe nachfolgend 
Ziffer 56). 

35. Einige Antragsteller haben gestützt auf eingereichte Unterlagen ausgeführt, die zuständige 
Behörde in Deutschland lege aufgrund der Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen 
Einzelangaben zu den fraglichen Exporten nicht offen, weshalb die Konkurrenten einen Vorteil 
hätten, da sie keine direkten Rückschlüsse befürchten müssten. Zu diesem Verweis ist 
anzumerken, dass es sich hierbei um eine Anfrage einer Parlamentarierin an das 
entsprechende Amt gehandelt hat und somit nicht um ein Einsichtsgesuch nach dem 
Informationsfreiheitsgesetz Deutschlands. Überdies beurteilt sich das vorliegende 
Zugangsgesuch nach Schweizer Recht.27 

36. Die Antragsteller wenden teils ein, es sei unbekannt, dass sie besondere militärische Güter 
verkaufen würden. Andere legen dar, dies sei zwar bekannt, nicht jedoch an welche 
spezifischen Kunden Produkte in welchem Umfang geliefert werden. Insgesamt wird 
argumentiert, es könne anhand der Verknüpfung der bereits in der Statistik veröffentlichten 
Daten mit den vom Gesuchsteller verlangten Informationen ermittelt werden, wer in welche 
Länder welche Produkte liefere. Im Ergebnis würde man gezwungen, Kundenlisten 
herauszugeben. Darüber hinaus werde, wenn die Antragsteller den Anteil am Gesamtexport 
ihrer ausgeführten Produktegruppe bekannt geben müssten, ebenso der genaue Marktanteil 
öffentlich. Die Konkurrenten könnten mit der Offenlegung so über Informationen verfügen, um 
ihre Preisgestaltung anzupassen und bei ihren Kunden Akquisition zu betreiben. Die Kenntnis 
der Kunden (i.d.R. Regierungen von Ländern) eröffne der Konkurrenz die Möglichkeit, 
spezifisch diese Märkte zu bearbeiten, da ersichtlich werde, welche Länder ihr Rüstungsbudget 
in entsprechende Rüstungsgüter investieren und in welchen Ländern sich für bestimmte 
Produkte ein entsprechender Absatzmarkt befinde. Wären die Preise eines Produktes bekannt, 
könnte die Konkurrenz ihre Preise in einer Ausschreibung entsprechend strukturieren und 
anpassen.  

                                                      
25  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 5.5.1. 
26  Empfehlung EDÖB vom 6. September 2019: armasuisse / Aircraft Support Optimisation Study, Ziffer 29. 
27  Urteil des BVGer A-1784/2014 vom 30. April 2015 E. 6.3.6. 

 

 

 

9/14 
 

37. Der Name des Unternehmens und die Kategorie der besonderen militärischen Güter können 
nicht als Geschäftsgeheimnisse gelten. Es ist schwer nachvollziehbar, wie die Unternehmen 
ihre Rolle als Exporteure und ihre Produktepalette geheim halten wollen. Jährlich finden zudem 
mehrere spezielle Rüstungs- und Waffenmessen statt, an welchen die in diesem Markt tätigen 
Unternehmen ihre Produkte anbieten. Es ist auch davon auszugehen, dass die nicht an diesen 
Messen teilnehmenden Unternehmen ihre Produkte anderweitig öffentlich an potentielle 
Kunden anbieten, weshalb der Namen des Unternehmens sowie die Kategorie der besonderen 
militärischen Güter nicht als Geschäftsgeheimnis gelten können.28 Letztlich ist zu 
berücksichtigen, dass diese Güter legal mittels Exportbewilligung verkauft werden. Somit ist das 
Kriterium der relativen Unbekanntheit nach Meinung des Beauftragten nicht überzeugend 
dargelegt worden. 

38. Beim Kundenkreis eines Unternehmens kann es sich zwar grundsätzlich um ein 
Geschäftsgeheimnis handeln.29 Vorliegend ersuchte der Gesuchsteller nicht um Zugang zur 
konkreten Kundenliste eines Unternehmens. Als Kunde ist vielmehr nicht ein Unternehmen, 
sondern ein Land gemeint. Dieses ist bereits mit den Statistiken des SECO veröffentlicht. Somit 
kann bereits jetzt eingesehen werden, in welches Land wie viele besondere militärische Güter 
einer bestimmten Kategorie aus der Schweiz exportiert werden, was bisher offensichtlich keine 
Beeinträchtigung bereitet hat.30 Auch ist es schon heute möglich, potentielle Kunden von 
besonderen militärischen Gütern in diesen Ländern bzw. auf Messen gezielt zu kontaktieren.31 
Durch die gewünschte Liste wird lediglich zusätzlich bekannt, welches Unternehmen, welche 
Güter einer Kategorie ausführt, nicht jedoch der einzelne Wert.  

39. Weiter ist fraglich, ob der Anteil am Gesamtexport ein Geschäftsgeheimnis darstellt. Zum einen 
will der Gesuchsteller nicht den Anteil an den einzelnen Kategorien erfahren, sondern der 
Gesamtwert eines Antragstellers am Export. Zum andern ist zu berücksichtigen, dass dieser 
internationale Markt nicht mit einem offenen Markt gleichzusetzen ist. Er ist vielmehr stark 
reguliert und auch von politischen Interessen geprägt. Die Geschäftsbeziehungen sind somit 
behördlich kontrolliert und die Rahmenbedingungen von Exportland zu Exportland resp. 
Importland zu Importland verschieden. In einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes32 
wurde in diesem Zusammenhang festgehalten: „Wirtschaftlich interessant sind sodann nicht 
primär die Namen der einzelnen Kunden, sondern die Geschäftsbeziehungen, das heisst die 
Kenntnisse über die Voraussetzungen, die einen Kunden an ein Unternehmen binden, etwa 
Informationen über spezifische Bedürfnisse, Beziehungen, Gepflogenheiten sowie interne 
Zuständigkeiten und Abläufe. [Es ist] zudem davon auszugehen, dass die vom 
Beschwerdeführer verlangten Informationen – wenn überhaupt – nur Rückschlüsse darauf 
zuliessen, welche Länder welche konkreten […] importieren, wohingegen bereits öffentlich 
bekannt ist, welche Kategorien […] sie aus der Schweiz einführen.“ Es ist nach Ansicht des 
Beauftragten somit nicht hinreichend erstellt, wonach das blosse Wissen über Anteile am 
Gesamtexport der Konkurrenz betroffener Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen 
könnte, die mit einem ernsthaften Schadensrisiko verbunden wären. 

40. Auch bei Preiskalkulationen kann es sich grundsätzlich um Geschäftsgeheimnisse handeln.33 
Es ist jedoch nicht ersichtlich und wurde konkret auch nicht dargelegt, inwiefern es 
Konkurrenten möglich ist, allein gestützt auf die öffentlich zugänglich Statistikdaten und der vom 

                                                      
28  Vgl. dazu auch Empfehlung EDÖB vom 11. August 2016: SECO / Kriegsmaterialexporteure, Ziffer 35. 
29  Urteil des BVGer A-6108/2016 vom 28. März 2018 E. 6.3. 
30  Empfehlung EDÖB vom 11. August 2016: SECO / Kriegsmaterialexporteure Ziffer 27. 
31  Empfehlung EDÖB vom 11. August 2016: SECO / Kriegsmaterialexporteure Ziffer 37. 
32  Urteil des BVGer A-6108/2016 vom 28. März 2018 E. 6.3. 
33  Urteil des BVGer A-6108/2016 vom 28. März 2018 E. 6.1.2. 

 

 

 

10/14 
 

Zugangsgesuchsteller ersuchten Liste Rückschlüsse auf die Kalkulation der Preise in Erfahrung 
zu bringen, zumal dieser nur die Ausfuhrkategorie sowie den Gesamtwert an der 
Gesamtausfuhr pro Antragsteller pro Jahr verlangt. Sollte dennoch ein Rückschluss möglich 
sein, genügt dies für sich noch nicht für die Bejahung eines Geschäftsgeheimnisses. Letztlich 
ist entscheidend, ob die einzelnen Antragsteller konkret ein berechtigtes Interesse an der 
Geheimhaltung der Informationen haben (objektives Geheimhaltungsinteresse), mithin ein 
ernsthaftes Schadensrisiko besteht. 

41. Da die Geschäftsbedingungen behördlich kontrolliert und die Rahmenbedingungen von 
Exportland zu Exportland resp. von Importland zu Importland verschieden sind und dieses 
Geschäftsfeld eine komplexen Materie (Eigenart des Rüstungsmarktes) darstellt, ist nach der 
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine erhöhte Begründungsdichte zu 
verlangen.34 Die von den Antragstellern bis anhin geltend gemachten Ausführungen sind 
lediglich allgemeiner und hypothetischer Natur. So konnten sie bisher weder in den Fragebögen 
noch in den Schlichtungsanträgen mit der von der Rechtsprechung geforderten 
Begründungsdichte überzeugend darlegen, inwiefern die Bekanntgabe der strittigen 
Informationen ihren Konkurrenten einen wesentlichen Vorteil verschafft, mithin welche konkrete 
Wettbewerbsverzerrung zu erwarten ist. In Bezug auf das Argument, wonach kaum ein anderes 
Land solche detaillierten Informationen veröffentliche, gilt es festzuhalten, dass die Länder, in 
welchen die relevanten Konkurrenten beheimatet sein dürften, vergleichbare 
Informationsfreiheitsgesetze haben (siehe vorstehend Ziffer 28). Es fehlt daher am ernsthaften 
Schadensrisiko und damit auch am objektiven Geheimhaltungsinteresse. 

42. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Antragsteller bisher nicht hinreichend belegt 
haben, dass mit der Offenlegung ihrer Namen, der Kategorien der besonderen militärischen 
Güter und ihrem Anteil am Gesamtexport pro Jahr Geschäftsgeheimnisse nach Art. 7 Abs. 1 
Bst. g BGÖ offenbart würden, weshalb die Ausnahmenorm nicht Anwendung findet. 

43. Die Antragsteller berufen sich weiter auf den Schutz der Privatsphäre im Sinne von Art. 7 
Abs. 2 BGÖ i.V.m. Art. 9 Abs. 2 BGÖ und Art. 19 Abs.1bis DSG. Eine Anonymisierung der 
Personendaten fällt ausser Betracht, da der Gesuchsteller um die Offenlegung dieser 
Personendaten ersucht. Daher ist das Zugangsgesuch nach den Vorschriften des 
Datenschutzgesetzes über die Bekanntgabe der Personendaten durch Bundesorgane zu 
beurteilen (Art. 9 Abs. 2 BGÖ i.V.m. Art. 19 DSG).35 Einschlägig ist Art. 19 Abs. 1bis DSG. 
Demnach dürfen im Rahmen der behördlichen Information der Öffentlichkeit Bundesorgane von 
Amtes wegen (aktive Information) oder gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz (passive 
Information) Personendaten auch dann bekannt geben, wenn damit eine Beeinträchtigung der 
Privatsphäre der betroffenen Person verbunden ist. Dies unter der Voraussetzung, dass erstens 
die betreffenden Personendaten im Zusammenhang mit der Erfüllung öffentlicher Aufgaben 
stehen (Bst. a) und zweitens an deren Bekanntgabe ein überwiegendes öffentliches Interesse 
besteht (Bst. b).  

44. Die erste Voraussetzung ergibt sich bereits aus der Definition des amtlichen Dokuments nach 
Art. 5 Abs. 1 BGÖ.36 Die zweite Voraussetzung verlangt nach einer Interessenabwägung 
zwischen den privaten Interessen der betroffenen Person am Schutz ihrer Privatsphäre und 
dem öffentlichen Interesse am Zugang zum amtlichen Dokument (und den darin enthaltenen 
Personendaten).37 Nach Art. 6 Abs. 2 VBGÖ kann das öffentliche Interesse am Zugang 

                                                      
34  Urteil des BVGer A-6377/2013 vom 12. Januar 2015 E. 3.3.  
35  BBl 2003 2016. 
36  BVGE 2011/52 E. 7.1.1.  
37  Urteil BVGer A-6108/2016 vom 28. März 2018 E. 7. 

 

 

 

11/14 
 

namentlich dann überwiegen, wenn die Zugänglichmachung einem besonderen 
Informationsinteresse der Öffentlichkeit dient, insbesondere aufgrund besonderer 
Vorkommnisse (Bst. a), wenn die Zugänglichmachung dem Schutz spezifischer öffentlicher 
Interessen dient, insbesondere dem Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit oder der 
öffentlichen Gesundheit (Bst. b), oder wenn die Person, deren Privatsphäre durch die 
Zugänglichmachung beeinträchtigt werden könnte, zu einer dem Öffentlichkeitsgesetz 
unterstehenden Behörde in einer rechtlichen oder faktischen Beziehung steht, aus der ihr 
bedeutende Vorteile erwachsen (Bst. c). 

45. Einzelne Antragsteller erklären, bei der Gewichtung der öffentlichen Interessen sei zu 
berücksichtigen, inwiefern die Verwaltung von sich aus über ihre Tätigkeit informiert und 
verweist hierbei auf das Urteil des Bundesgerichtes 1C_74/2015 vom 2. Dezember 2015 
E. 4.2.4. Es wird argumentiert, mit den vom SECO veröffentlichten Tabellen bestünde eine sehr 
weitreichende Kontrollmöglichkeit der Öffentlichkeit, dass die Schweiz keine 
Kriegsmaterialgüter in Krisengebiete exportiere. Weshalb auch ein weiterreichendes 
öffentliches Interesse daran bestehen solle, die Namen der Exporteure und deren 
Exportvolumen in einer Liste zu publizieren, sei nicht ersichtlich. 

46. Die zu prüfende Konstellation ist zum einen nicht vergleichbar mit jener, die Gegenstand des 
vorerwähnten Urteils war, zumal jetzt nicht besonders schützenswerte Personendaten zur 
Diskussion stehen, wie nachfolgend dargelegt wird. Zum anderen enthält die aktive Information 
des SECO auf der Website nicht die vom Gesuchsteller verlangten Informationen, weshalb 
diese auch nicht anstelle des Anspruches gemäss Art. 6 Abs. 1 BGÖ tritt.38 

47. Hinsichtlich der öffentlichen Interessen ist zu beachten, dass dem Interesse an der 
Öffentlichkeit der Verwaltung bereits per se Gewicht zu kommt.39 Der Öffentlichkeitsgrundsatz 
dient der Transparenz der Verwaltung, soll das Vertrauen der Bevölkerung in die staatlichen 
Institutionen und ihr Funktionieren fördern und stellt ein zusätzliches, unmittelbares Instrument 
zur Kontrolle der Verwaltung durch die Bürgerinnen und Bürger dar (Art. 1 BGÖ). Weiter stärkt 
die Bekanntgabe der verlangten Informationen die Glaubwürdigkeit der Kontrolltätigkeit der 
Behörde.40  

48. Die Bewilligungsabhängigkeit des Exportes und das damit einhergehende 
Verwaltungsermessen bergen Risiken mit Blick auf die Rechtmässigkeit des Vollzugs. Um 
diesbezüglichen Verdachtsmomenten oder Spekulationen entgegenzuwirken, liegt es im 
Interesse der Öffentlichkeit und damit auch der Verwaltung, dass so transparent wie möglich 
über die erteilten Bewilligungen informiert wird. Dies gerade auch mit Blick auf die besonderen 
staatlichen Interessen, welche die Beschaffung von militärischen Gütern prägen.41 Dass der 
Export von solchen Gütern in bestimmte Länder nicht unumstritten ist, zeigt sich an der 
aktuellen Medienberichterstattung42 und den parlamentarischen Eingaben.43 Schliesslich kann 
die Transparenz dazu beitragen, allfällige falsche Annahmen – etwa bezüglich 
Waffenlieferungen in Kriegsgebiete – zu korrigieren.44 Es kann daher von einem besonderen 

                                                      
38  Zur aktiven und passiven Behördeninformation vgl. Empfehlung EDÖB vom 6. September 2019: armasuisse / Aircraft 

Support Optimisation Study. 
39  BBl 2003 1973f.; Urteile BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017 E. 8.4.4. 
40  Empfehlung EDÖB vom 11. Februar 2020: BLV / Pelzdeklaration, Ziffer 30. 
41  Empfehlung EDÖB vom 11. August 2016: SECO / Kriegsmaterialexporteure, Ziffer 43. 
42  https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-

schweiz/aussenpolitik/aussenwirtschaftspolitik/kriegsmaterialausfuhr/waffen-menschenrechte ¸ 
https://www.nzz.ch/schweiz/kriegsmaterialexporte-nehmen-zu-ld.1515485 (besucht am 29. April 2020). 

43  https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-sik-s-2019-02-12.aspx (besucht am 29. April 2020). 
44  Urteil des BGer 1C_222/2018 vom 21. März 2019 E. 5.3.2. 

https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/aussenpolitik/aussenwirtschaftspolitik/kriegsmaterialausfuhr/waffen-menschenrechte
https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/aussenpolitik/aussenwirtschaftspolitik/kriegsmaterialausfuhr/waffen-menschenrechte
https://www.nzz.ch/schweiz/kriegsmaterialexporte-nehmen-zu-ld.1515485
https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-sik-s-2019-02-12.aspx

 

 

 

12/14 
 

Informationsinteresse der Öffentlichkeit im Sinne von Art. 6 Abs. 2 Bst. a VBGÖ ausgegangen 
werden. Weiter ist beachtlich, dass der Export besonderer militärischer Güter im Gegensatz 
zum Export von anderen Gütern einer Bewilligungspflicht unterliegt. Damit bringt der 
Gesetzgeber zum Ausdruck, solche Exporte nur unter dem Vorbehalt einer behördlichen 
Prüfung zuzulassen. So wird aufgezeigt, dass ein besonderes öffentliches Interesse an solchen 
Gütern und deren Exportkontrolle besteht. Zudem erwächst den Exporteuren aufgrund der 
Bewilligung ein wirtschaftlicher Vorteil. Die Bewilligung erlaubt ihnen Güter zu exportieren, 
deren Export ohne solche verboten wäre. Somit ist auch von einem besonderen öffentlichen 
Interesse gemäss Art. 6 Abs. 2 Bst. c VBGÖ auszugehen.45 

49. Dem öffentlichen Interesse am Zugang sind die privaten Interessen der Unternehmen an der 
Geheimhaltung entgegenzusetzen. Die Gewichtung der privaten Interessen hat insbesondere 
anhand der Art der in Frage stehenden Daten, der Funktion bzw. Stellung der betroffenen 
Person sowie möglicher Konsequenzen der Bekanntgabe zu erfolgen.46  

50. Die Antragsteller befürchten, bei einer Nichteinhaltung der Geheimhaltung sei der 
Imageschaden immens und das Vertrauen der Kunden nicht mehr gegeben. Einige 
Antragsteller geben zu bedenken, es entstünde ein falsches Bild ihrer tatsächlichen Aktivitäten. 
Darüber hinaus wiederholen die Antragsteller Argumente, die sie bereits im Zusammenhang mit 
Geschäftsgeheimnissen aufgeführt haben. 

51. Die Namen der Antragsteller, alles Unternehmen, zählen nicht zur Kategorie der besonders 
schützenswerten Personendaten im Sinne von Art. 3 Bst. c DSG, deren Geheimhaltung ein 
höheres Gewicht zukommt. Weiter sind die Antragsteller juristische Personen, bei welchen die 
Schutzbedürftigkeit von Personendaten naturgemäss geringer ist als bei natürlichen 
Personen.47  

52. Nicht jede Bekanntgabe von Personendaten führt zu einer Beeinträchtigung der Privatsphäre. 
Geringfügige oder bloss unangenehme Konsequenzen reichen nicht aus, um ein 
überwiegendes privates Interesse geltend zu machen. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts muss als Konsequenz der Bekanntgabe der Personendaten eine ernsthafte 
Schädigung der Privatsphäre mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten. Dabei hat die 
aufgrund der Zugangsgewährung drohende Verletzung gewichtig zu sein; sie muss zwar nicht 
mit Sicherheit eintreten, jedoch darf eine Beeinträchtigung oder Gefährdung auch nicht lediglich 
denkbar oder (entfernt) möglich erscheinen, weil ansonsten der mit dem Öffentlichkeitsgesetz 
vollzogene Paradigmenwechsel ausgehöhlt würde.48  

53. Die Befürchtung der Antragsteller, die Informationen würden nicht entsprechend interpretiert, 
kann der Offenlegung nicht entgegenstehen. Die Interpretation der Informationen ist der 
Öffentlichkeit überlassen. Hingegen können die Antragsteller ihre Positionen in allfällig 
öffentlichen Diskussionen oder Stellungnahmen darlegen,49 so beispielsweise, dass ihre 
Produkte mittlerweile als bewilligungsfrei gelten oder dass die Werte nicht der realen Aktivitäten 
des Unternehmens entsprechen. 

54. Zwar könnte es infolge der Offenlegung möglich sein, dass diese für die Antragsteller kurzfristig 
unangenehme Folgen haben kann, etwa in Form einer vorübergehend höheren Medienpräsenz. 
Dies allein reicht aber nicht aus, um den Zugang zu verweigern. In Bezug auf den Imageverlust 

                                                      
45  Vgl. dazu auch Empfehlung EDÖB vom 11. August 2016: SECO / Kriegsmaterialexporteure, Ziffer 43. 
46  Urteil des BVGer A-8073/2015 vom 13. Juli 2016 E. 6.1.3. 
47  Urteil des BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017 E. 8.6.2. 
48  Urteil BGer 1C_14/2016 vom 23. Juni 2016, E. 3.4. 
49  Urteil des BVGer A-6755/2016 vom 23. Oktober 2017 E. 8.6.2. 

 

 

 

13/14 
 

ist zu anzumerken, dass die Güter kontrolliert über Bewilligungen exportiert werden, nach 
Vorgaben der entsprechenden Gesetzgebung. Letztlich beruht diese Geschäftstätigkeit auf 
einem freien bewussten unternehmerischen Entscheid.50 Darüber hinaus hält die 
Rechtsprechung im Zusammenhang mit einem Imageschaden fest, dass die Namen der 
Unternehmen, die militärische Güter aus der Schweiz exportieren, den interessierten Kreisen 
weitestgehend bekannt sein oder namentlich über das Internet leicht zu eruieren sein dürften. 
Mit (zusätzlichen) ernsthaften Reputationsschäden sei daher kaum zu rechnen.51 Inwieweit der 
Kunde, d.h. vorliegend ein Land als Empfänger der exportierten Güter, vom Schutz der 
Privatsphäre erfasst sein soll, wurde von den Antragstellern nicht substantiiert dargelegt. 
Schliesslich sind insgesamt die Ausführungen der Antragsteller zur Beeinträchtigung des 
eigenen Persönlichkeitsschutzes allgemeiner und hypothetischer Natur. So haben die 
Antragsteller bis anhin nicht mit der von der Rechtsprechung erforderlichen Begründungsdichte 
aufgezeigt, dass die Offenlegung ihrer Namen, der Kategorien der ausgeführten Güter und der 
Höhe der Gesamtausfuhr zusammen mit den bereits bekannten Informationen eine ernsthafte 
Schädigung ihrer Persönlichkeit verursachen könnte. 

55. Zusammenfassend ergibt die Interessenabwägung nach Art. 7 Abs. 2 BGÖ bzw. Art. 19 
Abs. 1bis DSG und Art. 6 Abs. 1 Bst. a und c VBGÖ nach Ansicht des Beauftragten, dass an 
der Bekanntgabe der streitgegenständlichen Informationen ein überwiegendes öffentliches 
Interesse besteht. 

56. Abschliessend ist anzumerken, dass es den Antragstellern unbenommen ist, im Rahmen des 
allenfalls auf die Empfehlung folgenden Verfügungsverfahrens die Wirksamkeit des 
angerufenen Ausnahmegrundes von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ mit der von der Rechtsprechung 
erforderlichen Begründungsdichte aufzuzeigen bzw. darzulegen, inwiefern durch die 
Offenlegung von Informationen die Privatsphäre des Unternehmens gefährdet ist (Art. 7 
Abs. 2 BGÖ). 

III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte:  

57. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO gewährt den Zugang zur verlangten Liste betreffend 
die bewilligte Ausfuhr besonderer militärischer Güter in den Jahren 2015-2018, aufgeschlüsselt 
nach Kategorien (ML1-ML22) und Höhe des Gesamtwertes des einzelnen Antragstellers (siehe 
Ziffer 1). 

58. Die Antragsteller und der Zugangsgesuchsteller können innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt 
dieser Empfehlung beim SECO den Erlass einer Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes 
über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) verlangen, 
wenn sie mit der Empfehlung nicht einverstanden ist (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

59. Das SECO erlässt eine Verfügung, wenn es mit der Empfehlung nicht einverstanden ist (Art. 15 
Abs. 2 BGÖ). 

60. Das SECO erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser Empfehlung oder nach 
Eingang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung (Art. 15 Abs. 3 BGÖ). 

 

 

                                                      
50  Urteil des BVGer A-6108/2016 vom 28. März 2018, E. 7.4. 
51  Urteil des BGer 1C_222/2018 vom 21. März 2019 E. 5.3.2. 

 

 

 

14/14 
 

61. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am 
Schlichtungsverfahren Beteiligten werden die Namen des Gesuchstellers und der Antragsteller 
anonymisiert (Art. 13 Abs. 3 VBGÖ). 

62. Die Empfehlung wird eröffnet: 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
Antragsteller A. – J. 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
Staatssekretariat für Wirtschaft SECO 
3003 Bern 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
Zugangsgesuchsteller X. 

 
 
 
 
 
Adrian Lobsiger  

	I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte: