# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8bea9c69-a402-5d92-9438-66a27298589c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-11-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.11.2010 UV 2010/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-26_2010-11-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/26

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 17.11.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 17.11.2010
Art. 26 und 27 UVG, Art. 38 Abs. 4 UVV, Art. 9 ATSG: Trotz praktischer 
Gebrauchsunfähigkeit der rechten (dominanten) Hand besteht kein 
Anspruch auf Hilflosenentschädigung, da der Beschwerdeführer höchstens 
in einer rechtsprechungsgemäss relevanten Lebensverrichtung auf 
erhebliche Hilfe Dritter angewiesen ist (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 17. November 2010, UV 2010/26).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 17. November 2010

in Sachen

V.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Poststrasse 6, Postfach 239, 

9443 Widnau,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

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betreffend

Hilflosenentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1958 geborene V.___ war als Facharbeiter/Kranführer bei der A.___ tätig und 

dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er 

sich am 25. April 2003 bei einem Betriebsunfall schwerste Verletzungen an der rechten 

Hand zuzog (Suva-act. 1 und 5). Gemäss Rapport der Kantonspolizei St. Gallen vom 2. 

Mai 2003 wurde der Versicherte während des Haltens des Rohrs einer Betonpumpe 

vom massiven Gegendruck der Pumpanlage gegen die Wand geschleudert (Suva-act. 

8). Nach einer Hospitalisation mit mehreren operativen Eingriffen vom 25. April bis 11. 

August 2003 im Kantonsspital St. Gallen, Klinik für Orthopädische Chirurgie, wurde im 

Bericht vom 18. August 2003 festgehalten, dass es bei der Verletzung der rechten 

Hand zu einem massiven Weichteilschaden mit teilweiser Fingeramputation (Dig. II und 

Dig. III) gekommen sei. Bei Eintritt seien ein grosser Hautdefekt mit Decolement der 

Haut am Carpus nach distal, offene Frakturen und Luxationen aller Carpus- und 

Metacarpusknochen, eine massive Weichteilschwellung und eine akute Ischämie 

festgestellt worden (Suva-act. 31). Nach einem stationären Aufenthalt in der Rehaklinik 

Bellikon vom 21. Januar bis 3. März 2004 wurden im Austrittsbericht vom 10. März 

2004 - zusätzlich zur Verletzung der rechten Hand - eine schmerzhafte 

Bewegungseinschränkung der rechten Schulter (in letzter Zeit regredient) sowie eine 

posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) leichten Ausprägungsgrades (im 

Verlauf regredient) und eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) diagnostiziert 

(Suva-act. 71).

A.b   Mit Verfügung vom 20. September 2005 sprach die Suva dem Versicherten für die 

verbliebenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aus dem Unfall vom 25. April 2003 

mit Wirkung ab 1. Juni 2005 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 

55% und eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 40% zu 

(Suva-act. 133). Die Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

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A.c   Mit Schreiben vom 5. Mai 2009 forderte der Rechtsvertreter des Versicherten die 

Suva auf, die Ausrichtung von Hilflosenentschädigung zu prüfen (Suva-act. 174). Am 

23. Juli 2009 erfolgte diesbezüglich eine Besprechung zwischen der Suva und dem 

Versicherten, wobei geklärt wurde, in welchen Lebensverrichtungen der Versicherte auf 

Hilfe Dritter angewiesen ist (Suva-act. 179 und 180).

A.d   Mit Verfügung vom 31. Juli 2009 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass die 

Voraussetzungen für die Annahme einer Hilflosigkeit leichten Grades nicht erfüllt seien 

(Suva-act. 181). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 23. Februar 2010 ab (Suva-act. 182, 185 und 188).

B.       

B.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Krešo Glavaš, Muolen, 

eingereichte Beschwerde vom 24. März 2010 mit den Anträgen, der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 23. Februar 2010 sei aufzuheben, dem Beschwerdeführer sei 

mindestens eine Entschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades zu gewähren, 

eventualiter sei eine erneute medizinische Abklärung vorzunehmen, die auf die 

Einhändigkeit des Beschwerdeführers näher eingehe, und die Eidgenössische 

Invalidenversicherung sei in das vorliegende Verfahren als Beigeladene einzubeziehen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die 

Beschwerdegegnerin habe sich, obwohl in der Einsprache vom 16. November 2009 

beantragt, nicht mit der Problematik der Hilflosigkeit wegen mitwirkender Krankheit 

befasst, weshalb das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Da sich auch die 

psychischen Probleme limitierend auswirken würden, sei die Hilflosenentschädigung - 

unter Beiladung der Invalidenversicherung - gesamthaft, unter Würdigung der 

gesamten medizinischen Problematik, festzulegen. Die Abklärungen der 

Beschwerdegegnerin bezüglich der Hilflosenentschädigung seien in medizinischer und 

lebenspraktischer Hinsicht rudimentär und ungenügend. Unbestrittenermassen sei der 

Beschwerdeführer beim Essen (Speisen zerkleinern) behindert, weshalb diese 

Voraussetzung klar gegeben sei. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, dass der 

Beschwerdeführer knopf- und reissverschlussfreie Kleider tragen könne, sei nicht 

zumutbar. Er könne nicht den ganzen Tag den Trainingsanzug und T-Shirts tragen, 

zumal ihm das Überziehen der Kleider über den Kopf praktisch unmöglich sei. Somit 

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sei erstellt, dass der Beschwerdeführer auch beim An- und Ausziehen behindert sei. 

Bei der Körperpflege sei zu berücksichtigen, dass er die Zahnpasta und das Shampoo 

nicht einhändig ausdrücken und die Bürste nicht betätigen könne, da er sich noch nicht 

an die Einhändigkeit gewöhnt habe. Ausserdem könne sich der Beschwerdeführer 

aufgrund der Verletzung nicht innerhalb einer vernünftigen Zeit alleine rasieren und 

waschen. Die gesamte Problematik sei auch bei der Pflege der gesellschaftlichen 

Kontakte vorhanden, da er ohne Fremdhilfe nur in der nahen Umgebung verkehren 

könne. Der Beschwerdeführer könne somit vier massgebende Lebensverrichtungen 

nicht ohne Mithilfe ausführen, weshalb mindestens ein Anspruch auf eine 

Hilflosenentschädigung leichten Grades bestehe (act. G 1).

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 7. Mai 2010 beantragt Rechtsanwalt Reto 

Bachmann, Luzern, im Namen der Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. 

Der Anspruch auf Hilflosenentschädigung sei von der Beschwerdegegnerin hinreichend 

abgeklärt worden. Die linke Hand des Beschwerdeführers sei nicht eingeschränkt. 

Knöpfe und Reissverschlüsse würden sich in der Regel ohne weiteres mit einer Hand 

öffnen lassen. Da es auch Bekleidungsoberteile ohne Knöpfe gäbe und viele Modelle 

auf Reisverschlüsse verzichten würden, liege keine erhebliche Einschränkung in der 

Lebensverrichtung An- und Auskleiden vor. Bezüglich Aufstehen, Absitzen und 

Abliegen gebe der Beschwerdeführer an, nicht eingeschränkt zu sein. Für die 

Zerkleinerung der Nahrung gäbe es zahlreiche Hilfsmittel, weshalb der 

Beschwerdeführer in der Lebensverrichtung Essen nicht dermassen eingeschränkt sei, 

als dass eine Hilflosigkeit bestehe. Sämtliche Produkte wie Zahnpasten, Shampoos 

etc. könnten ohne erhebliche Einschränkung auch einhändig benutzt werden. Im 

Detailhandel gäbe es diverse Tubenentleerer, die einhändig bedienbar seien. Haare 

kämmen, rasieren und sich waschen sei ohne grosse Schwierigkeiten auch mit der 

adominanten Hand möglich. Eine erhebliche Einschränkung in der Verrichtung der 

Notdurft sei nicht ausgewiesen, da es wie bereits erwähnt, Kleidungsstücke gäbe, die 

einhändig an- und ausziehbar seien. In der Fortbewegung sei der Beschwerdeführer 

nach eigenen Angaben nicht eingeschränkt. Eine Hilflosigkeit in der Lebensverrichtung 

Pflege gesellschaftlicher Kontakte liege nicht vor. Der Beschwerdeführer könne selber 

Autofahren und für längere Strecken sei es ihm durchaus zumutbar, den öffentlichen 

Verkehr zu benutzen (act. G 4).

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B.c   Mit Replik vom 21. Juni 2010 hält der neu mandatierte Rechtsanwalt Adrian 

Fiechter, Widnau, im Namen des Beschwerdeführers an den gestellten 

Rechtsbegehren fest und beantragt zusätzlich die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung. Die rechte Hand des Beschwerdeführers sei praktisch nicht mehr 

funktionsfähig, d.h. sie könne mit einer amputierten Hand verglichen werden. An die 

Stelle des verlorenen Daumens sei der Mittelfinger angenäht worden. Er lasse sich aber 

nicht mehr bewegen, sondern habe eine rein ästhetische Funktion. Der 

Beschwerdeführer sei zusammenfassend bei drei relevanten Lebensverrichtungen auf 

fremde Hilfe angewiesen, weshalb mindestens eine leichte Hilflosigkeit vorliege (act. G 

8).

B.d   Mit Duplik vom 2. Juli 2010 hält die Beschwerdegegnerin am Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde fest (act. G 10).

C.       

An der mündlichen Verhandlung vom 17. November 2010 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers (lic. iur. Daniel Frischknecht i.V. von Rechtsanwalt lic. iur. Adrian 

Fiechter) an seinen Anträgen fest. Auf seine Vorbringen wird - soweit erforderlich - in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Die Beschwerdegegnerin hat auf eine 

Teilnahme an der mündlichen Verhandlung verzichtet.

Erwägungen:

1.        

1.1    Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen 

Gehörs geltend, da sich die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid nicht mit der 

Problematik der Hilflosigkeit wegen mitwirkender Krankheit befasst habe, obwohl dies 

in der Einsprache beantragt worden sei.

1.2     Gemäss Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung (BV; SR 101) ist der Versicherungsträger verpflichtet, sich mit den 

Vorbringen der Partei auseinander zu setzen, um dem Anspruch der Versicherten auf 

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rechtliches Gehör Genüge zu tun. Die Behörde ist aber nicht verpflichtet, sich zu allen 

Vorbringen der Parteien zu äussern. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid 

wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (Häfelin/Müller, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, N 1705 f.).

1.3    In der Einspracheergänzung vom 16. November 2009 lässt der Beschwerdeführer 

ausführen, dass ihm eine angemessene Umstellung auf die adominante linke Hand 

nicht gelungen sei. Hinzu würden psychische Gründe und unfallfremde Ursachen 

kommen, weshalb die Hilflosenentschädigung von der Suva und der 

Invalidenversicherung zusammen zu gewähren sei. Die Beschwerdegegnerin hat im 

Einspracheentscheid vom 23. Februar 2010 (E. 4) ausgeführt, dass gesamthaft geprüft 

worden sei, ob effektiv eine Hilflosigkeit bestehe. Sodann teilte sie mit, weshalb die 

Invalidenversicherung nicht ins Verfahren mit einbezogen werden müsse. Entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers hat sich die Beschwerdegegnerin somit 

rechtsgenüglich mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und 

nachvollziehbar dargelegt, dass ein Einbezug der Invalidenversicherung nicht angezeigt 

ist. Insbesondere hat der Beschwerdeführer in der Einsprache nicht geltend gemacht, 

dass ihm aus psychischen Gründen eine Umstellung auf die linke Hand nicht möglich 

sei. Von daher bestand für die Suva kein Anlass, sich zur psychischen Befindlichkeit 

des Beschwerdeführers zu äussern oder diese näher zu klären. Eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs liegt nach dem Gesagten nicht vor. 

2.        

2.1    Zu prüfen gilt es vorliegend den Anspruch des Beschwerdeführers auf 

Hilflosenentschädigung.

2.2    Gemäss Art. 26 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (SR 832.20, 

UVG) hat die versicherte Person bei Hilflosigkeit Anspruch auf Hilflosenentschädigung. 

Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für 

alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen 

Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). Die Hilflosenentschädigung wird nach dem Grad 

der Hilflosigkeit bemessen (Art. 27 UVG).

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2.3    Gemäss Art. 38 Abs. 2 UVV gilt die Hilflosigkeit als schwer, wenn die versicherte 

Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen 

Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen 

ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf. Die 

Hilflosigkeit gilt gemäss Art. 38 Abs. 3 UVV als mittelschwer, wenn die versicherte 

Person trotz Abgabe von Hilfsmitteln entweder in den meisten alltäglichen 

Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen 

ist (lit. a) oder in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 

erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden 

persönlichen Überwachung bedarf (lit. b). Als leicht gilt die Hilflosigkeit (Art. 38 Abs. 4 

UVV), wenn die versicherte Person trotz Abgabe von Hilfsmitteln alternativ in 

mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise 

auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a), einer dauernden persönlichen Überwachung 

bedarf (lit. b), einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders 

aufwendigen Pflege bedarf (lit. c) oder wegen einer schweren Sinnesschädigung oder 

eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher 

Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann (lit. d).

2.4    Gemäss Rechtsprechung (BGE 121 V 90 Erw. 3a mit Hinweisen) sind die 

folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend: 1. Ankleiden, 

Auskleiden; 2. Aufstehen, Absitzen, Abliegen; 3. Essen; 4. Körperpflege; 5. Verrichtung 

der Notdurft; 6. Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

2.5    Der Anspruch richtet sich in der Unfallversicherung nach denselben Kriterien wie 

in der Invaliden- und in der Alters- und Hinterlassenenversicherung (BGE 127 V 115 

Erw. 1d mit Hinweisen), weshalb auch die in diesen Sozialversicherungszweigen 

ergangene Rechtsprechung herangezogen werden kann (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: SozialrechtlicheAbteilungen des 

Bundesgerichts] vom 5. Dezember 2005, i.S. U., U 324/2005, Erw. 1.2; Alexandra 

Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 2003, S. 167).

3.         

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3.1    Aufgrund der vorliegenden Akten kann eine schwere Hilflosigkeit ohne weitere 

Prüfung ausgeschlossen werden. Der Beschwerdeführer bedarf zudem keiner 

dauernden persönlichen Überwachung, weshalb auch nicht von einer mittelschweren 

Hilflosigkeit gemäss Art. 38 Abs. 3 UVV lit. b ausgegangen werden kann. Zu prüfen gilt 

es hingegen, ob der Beschwerdeführer trotz Abgabe von Hilfsmitteln in den alltäglichen 

Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen 

ist.

3.2    Die Aufgabe des Arztes oder der Ärztin besteht bei der Ermittlung der Hilflosigkeit 

darin zu umschreiben, worin die von Dritten notwendigerweise zu leistende (direkte 

oder indirekte) Hilfe bei den einzelnen Lebensverrichtungen bzw. deren Teilfunktionen 

besteht. Die Verwaltung bzw. das Gericht haben aufgrund dieser Angaben die 

Rechtsfrage zu beurteilen, ob die Hilfsbedürftigkeit erheblich ist oder nicht (Rumo-

Jungo, a.a.O., S. 167f.). Die Hilfe ist regelmässig, wenn sie die versicherte Person 

täglich benötigt oder eventuell täglich nötig hat. Die Hilfe ist erheblich, wenn die 

versicherte Person mindestens eine Teilfunktion einer einzelnen Lebensverrichtung 

(z.B. „Waschen“ bei der Lebensverrichtung „Körperpflege“ [AHI-Praxis 1996 S. 170; 

ZAK 1979 S. 266]) - nicht mehr, nur mit unzumutbarem Aufwand oder nur auf unübliche 

Art und Weise (ZAK 1981 S. 387) selbst ausüben kann (ZAK 1991 S. 456, 1982 S. 131). 

Im Sinn der Schadenminderungspflicht ist die versicherte Person verpflichtet, 

geeignete und zumutbare Massnahmen zu treffen, um ihre Selbständigkeit zu erhalten 

oder wiederherzustellen (z.B. der Behinderung angepasste Kleidung - Klettverschluss 

bei Schuhen für einarmige Personen -, Hilfsmittel, Hilfsvorrichtungen). Unterlässt sie 

dies, so kann die entsprechende Hilfe bei der Bemessung der Hilflosigkeit nicht 

berücksichtigt werden (ZAK 1989 S. 213, 1986 S. 481 [vgl. Kreisschreiben des BSV 

über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, Rz 8025f. und 8085]). 

3.3    Der Kreisarzt der Beschwerdegegnerin hält im Bericht vom 4. Februar 2005 fest, 

dass eine sogenannte "Dreifingerresthand" rechts mit stark eingeschränkter Funktion 

bestehe. Die Hand sei selbst für Zudienfunktionen nur mässig einsetzbar. Gesamthaft 

betrachtet würden erhebliche Unfallfolgen mit einem nahezu gänzlichen "Verlust" der 

rechten Hand bestehen (Suva-act. 98). Nach einer weiteren kreisärztlichen 

Untersuchung am 21. April 2005 wurde ebenfalls festgehalten, dass die Einsetzbarkeit 

der "Dreifingerresthand" äusserst minimal sei. Es bestehe die Problematik einer 

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funktionell praktisch fehlenden, höchst unbefriedigend einsetzbaren Hand- und 

Fingerfunktion (Suva-act. 109). Aktuellere ärztliche Einschätzungen der Einsatzfähigkeit 

der rechten Hand sind den vorliegenden Akten nicht zu entnehmen. Wie die folgenden 

Erwägungen zeigen, sind allerdings weitere medizinische Abklärungen nicht notwendig, 

da selbst bei Annahme, es werde praktisch ausschliesslich die linke Hand benützt, kein 

Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung besteht. Dem Antrag des 

Beschwerdeführers auf weitere medizinische Abklärungen ist daher nicht stattzugeben, 

da keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten sind (antizipierte 

Beweiswürdigung).

3.4    Bezüglich der Einschränkungen für die Alltagsverrichtungen führte der 

Beschwerdeführer gegenüber dem Kreisarzt am 4. Februar 2005 aus, dass er z.B. zum 

Schreiben vorwiegend die (umgelernte) linke Hand einsetze. Auch Schuhe binden, An- 

und Ausziehen und Alltagshygiene würden recht gut gelingen. Beim Haare waschen 

würde z.B. seine Frau behilflich sein. Auch Essen und ähnliche Verrichtungen (Mithilfe 

im Haushalt, Brot schneiden etc.) gelinge recht unterschiedlich (Suva-act. 98). Am 21. 

April 2005 teilte der Beschwerdeführer dem Kreisarzt mit, dass er bei 

Alltagsverrichtungen und Beschäftigungen zunehmend versuche die linke Hand 

einzusetzen, was ihm jedoch nur unvollkommen und sehr unterschiedlich gelingen 

würde. Rechtsseitig würden nur sehr wenige und eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten 

bei häuslichen Reinigungsarbeiten und Haushaltsverrichtungen bestehen. Er versuche 

mit der linken Hand Schreib- und Zeichenmöglichkeiten auszuschöpfen, fühle sich 

dabei jedoch sehr unsicher (Suva-act. 109). Die Beschwerdegegnerin führte am 23. Juli 

2009 weitere Abklärungen bezüglich der Einschränkungen in den Lebensverrichtungen 

durch. Dem entsprechenden "Erhebungsblatt für die Hilflosenentschädigung" ist zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer in gewissen Lebensverrichtungen auf Hilfe 

Dritter angewiesen sei. Er könne Knöpfe und Reissverschlüsse an Kleidern nicht öffnen 

und schliessen, könne die Speisen nicht zerkleinern, habe z.T. Mühe die Kleider wieder 

zu ordnen und habe Probleme bei der Pflege gesellschaftlicher Kontakte, wenn die 

Besuche örtlich weit weg seien oder dort auch gegessen werde (Suva-act. 179).

3.4.1           Aufgrund der Einschränkungen des Beschwerdeführers ist nachvollziehbar 

und grundsätzlich unbestritten, dass sich beim An- und Auskleiden Probleme ergeben. 

Trotz massiver Einschränkung der dominanten rechten Hand ist es dem 

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Beschwerdeführer allerdings zuzutrauen, dass er nach einer Angewöhnungszeit auch 

beim An- und Auskleiden eine ausreichende Selbständigkeit erreicht. Das 

Bundesgericht führte diesbezüglich in einem ähnlichen, einen Versicherten mit 

vollständig gelähmtem linken Arm betreffenden Fall aus, dass es nach allgemeiner 

Lebenserfahrung infolge Anpassung und Angewöhnung an die Behinderung möglich 

sein müsse, eine Jacke oder ein Hemd ohne fremde Hilfe an- und auszuziehen. Im 

Übrigen sei die versicherte Person aufgrund der Schadenminderungspflicht gehalten, 

sich mit leidensangepasster Kleidung und Schuhen zu versehen (z.B. Schuhe ohne 

Schnürsenkel, Hemden mit genügender Manschettenweite, die ein Öffnen des Knopfs 

entbehrlich mache oder andere angepasste Oberbekleidung ohne Knöpfe [ZAK 1986, 

481ff.]). Auch wenn vorliegend der Beschwerdeführer an der dominanten Hand 

eingeschränkt ist, kann in der Lebensverrichtung An- und Auskleiden nicht von einer 

relevanten Hilflosigkeit ausgegangen werden. Insbesondere gilt es festzuhalten, dass 

die vollständige Lähmung eines Arms eine grössere Funktionseinschränkung in der 

Alltagsbewältigung darstellt als die unfallbedingten Beeinträchtigung des 

Beschwerdeführers an der rechten Hand. Der Beschwerdeführer teilte bereits am 4. 

Februar 2005 dem Kreisarzt mit, dass Schuhe binden und das An- und Ausziehen recht 

gut gelingen würden. Es ist davon auszugehen, dass mit der Angewöhnung an die 

Behinderung und unter Verwendung von leidensangepassten Kleidern, weitere 

Fortschritte im selbständigen An- und Auskleiden gemacht werden konnten. Allein ein 

zeitlicher Mehraufwand bei der Lebensverrichtung rechtfertigt für sich allein noch nicht, 

von einer erheblichen Hilflosigkeit auszugehen. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

Umstände (unfallbedingte Einschränkung, Schadenminderungspflicht, Hilfsmittel) ist es 

dem Beschwerdeführer mit einer vollständig funktionierenden linken Hand zuzutrauen 

und zumutbar, die Lebensverrichtung An- und Auskleiden ohne erhebliche Hilfe Dritter 

zu bewältigen.

3.4.2           Beim Aufstehen, Absitzen oder Abliegen besteht unbestrittenermassen 

keine erhebliche Einschränkung.

3.4.3           Im Bereich Körperpflege liegt Hilflosigkeit vor, wenn die versicherte Person 

eine täglich notwendige Verrichtung (Waschen, Kämmen, Rasieren, Baden/Duschen) 

nicht selber ausführen kann (Kreisschreiben des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in 

der Invalidenversicherung, Rz 8020). Der Beschwerdeführer erwähnte am 4. Februar 

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2005 gegenüber dem Kreisarzt, dass die Alltagshygiene recht gut gelingen würde. Die 

Abklärungen der Beschwerdegegnerin ergaben, dass der Beschwerdeführer im Bereich 

der Körperpflege keine fremde Hilfe benötige, sondern mit einem grösseren 

Zeitaufwand sich selbständig waschen, kämmen, rasieren und baden/duschen könne. 

Diese Einschätzung ist nachvollziehbar. Mit allenfalls entsprechenden Hilfsmitteln (z.B. 

fixierter Seifenspender, einhändig bedienbaren Tuben oder Dosen) ist im Bereich 

Körperpflege keine erhebliche Hilfe von Dritten notwendig. Entgegen der Auffassung 

des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren ist es nach allgemeiner 

Lebenserfahrung möglich, auch einzig mit der adominaten linken Hand Tuben und 

Shampoos selbständig zu bedienen und sich die Haare zu kämmen. Das Schneiden 

der Finger- und Zehennägel kann nicht als relevant angesehen werden, da diese 

Hilfeleistung unbedeutend und nicht erheblich ist (vgl. ZAK 1986, 483). Eine erhebliche 

Hilflosigkeit ist in der Lebensverrichtung Körperpflege nicht ausgewiesen.

3.4.4           Zu Recht macht der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren nicht 

geltend, in der Lebensverrichtung Verrichten der Notdurft auf Hilfe Dritter angewiesen 

zu sein. Gegenteiliges ist den vorliegenden Akten nicht zu entnehmen.

3.4.5           Hilflosigkeit liegt vor, wenn sich die versicherte Person auch mit einem 

Hilfsmittel nicht mehr allein im oder ausser Haus fortbewegen oder wenn sie keine 

gesellschaftlichen Kontakte pflegen kann. Unter gesellschaftlichen Kontakten sind die 

zwischenmenschlichen Beziehungen zu verstehen, wie sie der Alltag mit sich bringt 

(z.B. Lesen, Schreiben, Besuch von Konzerten, von politischen oder religiösen 

Anlässen usw.; ZAK 1982 S. 123 und 131 [Kreisschreiben des BSV über Invalidität und 

Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, Rz 8022f.]). Die Fortbewegung beim 

Beschwerdeführer ist aufgrund seiner Handverletzung zweifellos nicht eingeschränkt, 

zumal er sogar angibt, kurze Strecken mit dem Auto fahren zu können. Auch im 

Teilbereich der Kontaktaufnahme besteht keine erhebliche Hilflosigkeit. Das Schreiben 

mit der linken Hand dürfte sich in den vergangenen Jahren stets verbessert haben und 

ist mit entsprechenden Hilfsmitteln (Computer) uneingeschränkt - mit entsprechend 

höherem Zeitaufwand - möglich. Für weiter entfernte Besuche ist es dem 

Beschwerdeführer zumutbar, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, weshalb er 

auch diesbezüglich in der Pflege gesellschaftlicher Kontakte nicht eingeschränkt ist.

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3.4.6           Die Einschränkung in der Lebensverrichtung Essen braucht nicht 

abschliessend beurteilt zu werden, da selbst bei der Notwendigkeit von fremder Hilfe 

der Beschwerdeführer lediglich in einer rechtsprechungsgemäss relevanten 

Lebensverrichtung auf die Hilfe Dritter angewiesen wäre, was für die Bejahung des 

Anspruchs - wie erwähnt (Erw. 2.3) - nicht ausreicht.

4.        

4.1    Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 17. November 2010 führte der 

Beschwerdeführer aus, dass er seit dem stationären Aufenthalt in der Rehaklinik 

Bellikon vom 21. Januar bis 3. März 2004 keine weiteren Therapien, insbesondere 

keine Ergotherapie, durchgeführt habe. Den vorliegenden Akten ist zu entnehmen, dass 

er nach dem Aufenthalt in Bellikon noch bis 18 Monate nach dem Unfallereignis bei 

B.___, Praxis für Ergotherapie, in ergotherapeutischer Behandlung war (Suva-act. 76, 

84, 89, 96 und 116). Weitere therapeutische Massnahmen, mit Ausnahme der 

psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung, ergeben sich nicht aus den Akten. 

Der Beschwerdeführer teilte an der mündlichen Verhandlung diesbezüglich mit, dass 

die Therapien keine wesentlichen Fortschritte gebracht hätten und er in den 

verbliebenen Fingern an der verletzten Hand keine Kraft habe. Der Verzicht auf weitere 

ergotherapeutische Behandlungen und die Aussage, wonach diese keine wesentliche 

Besserung, insbesondere in der Selbständigkeit bei der Bewältigung des Alltags, 

erbringen würden, sind nur schwer nachvollziehbar. Aktenkundig ist dem 

Beschwerdeführer ein Interdigitalgriff (Gegenstände werden zwischen den beiden 

Finger gehalten) möglich (Suva-act. 71 S. 3). Diese Fähigkeit demonstrierte er sodann 

anlässlich der mündlichen Verhandlung, indem er mit dem Ring- und Kleinfinger der 

rechten Hand ein Blatt Papier hochhielt. Es muss angenommen werden, dass bei 

einem gezielten Training mittels des Interdigitalgriffs weitere Tätigkeiten (z.B. das 

Halten einer Gabel oder eines Schreibers) ausgeführt werden könnten und sich 

dadurch die Selbständigkeit im Alltag verbessern würde. Dies umso mehr, als es dem 

Beschwerdeführer auch möglich ist, mit den beiden Fingern Druck auf Gegenstände 

auszuüben. Diese Fähigkeit zeigte er ebenfalls anlässlich der mündlichen Verhandlung, 

als er die beiden Finger mit relativ grossem Druck auf die Tischplatte presste und auch 

ohne grössere Probleme ein Brötchen fixieren konnte, welches er anschliessend mit 

der linken Hand zu schneiden vermochte. Im Weiteren konnte sich das Gericht davon 

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überzeugen, dass keine massgebende Einschränkung im rechten Handgelenk besteht 

und der Beschwerdeführer vor allem in der Lage ist, den gesamten rechten Arm ohne 

Probleme zu bewegen und damit auch genügend Druck auszuüben in der Lage ist. 

Diese Fähigkeiten erleichtern die Verrichtungen im Lebensalltag enorm, insbesondere 

bei einem Vergleich mit einem einarmigen Versicherten. An dieser Stelle ist nochmals 

darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht diesbezüglich ausführte, dass die meisten 

der relevanten Lebensverrichtungen, zu denen normalerweise beide Arme gebraucht 

werden, sich - zwar unter einiger Erschwerung - auch einarmig ausführen lassen 

würden, so dass bei Verlust eines Arms keine Hilflosenentschädigung beansprucht 

werden könne (EVGE 1955 80, in Rumo-Jungo, a.a.O., S. 174). Zudem bestätigte sich 

aufgrund der mündlichen Verhandlung, dass der Beschwerdeführer offenbar die 

Hilfsmittel, welche ihm die alltäglichen Verrichtungen erleichtern würden, nicht 

hinreichend ausnützt. So trug er ein Hemd mit Manschettenknöpfen und für die 

Demonstration der Hilflosigkeit in der Körperpflege versuchte er eine herkömmliche 

Tube (mit Drehverschluss) zu öffnen. Wie bereits erwähnt, wäre es dem 

Beschwerdeführer zumutbar, behinderungsgerechte Kleider zu tragen und Cremes, 

Shampoos etc. aus Tuben zu benützen, welche problemlos einhändig zu bedienen 

sind. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer offenbar die 

möglichen Hilfsmittel nicht ausreichend nutzt und nicht alles Zumutbare unternimmt, 

um sich an die gegebene Situation optimal zu adaptieren. Vielmehr gab er zu erkennen, 

dass er sich mit den Verletzungen und den daraus resultierenden Einschränkungen 

einfach abfindet.

4.2    Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde geltend, dass auch die 

psychischen Beschwerden in die Beurteilung mit einzubeziehen seien, da er aufgrund 

dieser Probleme nicht auf die linke Hand habe umstellen können. Den vorliegenden 

medizinischen Akten sind allerdings keinerlei Hinweise zu entnehmen, dass dem 

Beschwerdeführer aufgrund psychischer Probleme eine Umstellung auf die linke Hand 

nicht möglich wäre. Wie die obigen Erwägungen gezeigt haben, hat er bereits am 4. 

Februar 2005 gegenüber dem Kreisarzt erwähnt, dass er jetzt vorwiegend die 

umgelernte linke Hand benutze. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage ist somit nicht 

erstellt, dass sich die psychischen Beschwerden massgebend auf die Adaption an die 

neue Situation ausgewirkt haben. Bezüglich des beantragten Einbezugs der 

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Eidgenössischen Invalidenversicherung kann auf die Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid verwiesen werden. 

5.        

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Hilflosenentschädigung verneint. Im Sinn der 

vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 23. Februar 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.11.2010
	Art. 26 und 27 UVG, Art. 38 Abs. 4 UVV, Art. 9 ATSG: Trotz praktischer Gebrauchsunfähigkeit der rechten (dominanten) Hand besteht kein Anspruch auf Hilflosenentschädigung, da der Beschwerdeführer höchstens in einer rechtsprechungsgemäss relevanten Lebensverrichtung auf erhebliche Hilfe Dritter angewiesen ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. November 2010, UV 2010/26).

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