# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14159257-f4cb-57ba-b132-3b85d6f0cb72
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2019 200 2018 956
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-956_2019-06-19.pdf

## Full Text

200 18 956 IV
FUE/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juni 2019

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. November 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1966 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
angelernte ... und zuletzt vom 1. April 2009 bis 29. Februar 2016 als ... im 
C.________ in ... mit einem Vollzeitpensum erwerbstätig, meldete sich am 
30. Oktober 2015 unter Hinweis auf Schwindel, Kopfschmerzen und Kon-
zentrationsschwierigkeiten bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilagen [AB] 4/2, 7, 13, 
23/1). Im Rahmen der erwerblichen und medizinischen Abklärungen veran-
lasste die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) insbesondere ein 
neurologisch-psychiatrisches Gutachten vom 17. November 2017 
(AB 84.1). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 88, 90, 96-
97) samt Einholung zweier Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) vom 19. März 2018 (AB 99) und 11. September 2018 
(AB 111) sprach die IVB der Versicherten mit Verfügung vom 12. Novem-
ber 2018 (AB 115) bei einem Invaliditätsgrad von 45 % eine vom 1. Juni bis 
30. November 2016 befristete Viertelsrente zu und verneinte für die Folge-
zeit einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Invaliditätsgrad von 34 % [ab 
1. September 2016] bzw. 17 % [ab 1. Januar 2017]).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 17. Dezember 2018 Beschwerde. Sie beantragt, die Ver-
fügung vom 12. November 2018 sei aufzuheben und die Sache sei zur 
Neubeurteilung bzw. zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2019 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Nichteintreten auf die Beschwerde, eventualiter auf deren 
Abweisung (vgl. hierzu auch prozessleitende Verfügung vom 18. Dezember 
2018, Ziff. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 3

Am 30. Januar 2019 liess die D.________ AG dem Gericht das Original der 
angefochtenen Verfügung samt Eingangsstempel sowie ein weiteres an die 
Beschwerdeführerin gerichtetes Schreiben vom 16. November 2018 zu-
kommen (vgl. prozessleitende Verfügung vom 29. Januar 2019, Ziff. 2). 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. November 2018 
(AB 115). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
IV-Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 
der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbe-
fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 4

Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben 
(BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Streitig und zu prüfen ist dem-
nach der Anspruch auf eine Invalidenrente, unter Einschluss der vom 
1. Juni bis 30. November 2016 befristet zugesprochenen Viertelsrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
141 V 281 E. 2.1 S. 285). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 5

begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klas-
sifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 
E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher 
Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsscha-
den eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich 
anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 
E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invaliden-
rente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 
E. 2.2.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 6

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht erging die angefochtene Verfügung vom 
12. November 2018 (AB 115) massgeblich gestützt auf das bidisziplinäre 
Gutachten der Dres. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, und F.________, Facharzt für Neurologie, vom 17. November 
2017 (AB 84.1). 

Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte eine generalisierte Angst-
störung (ICD-10 F41.1), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
(ICD-10 F45.41, anamnestisch) und eine emotional instabile organisch be-
dingte Problematik (ICD-10 F06.6; vgl. auch AB 84.1/21 Ziff. 9a), aus wel-
chen seit dem Untersuchungsdatum (13. November 2017 [AB 84.1/1]) in 
einer den somatischen Einschränkungen (siehe sogleich) angepassten 
Tätigkeit eine 30%ige Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
resultiere (Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 %). Die Beeinträchtigung 
auf funktioneller Ebene sei hauptsächlich in der generalisierten Angst-
störung begründet. Die Beschwerdeführerin brauche einen wohlwollenden 
Arbeitgeber, der Rücksicht auf ihre Ängste, Unsicherheit und Stressintole-
ranz im Rahmen der generalisierten Angststörung nehmen könne, was 
praktisch einer Nischenarbeitstätigkeit entspreche (AB 84.1/29). Von einer 
psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlung könne 
noch eine weitere Verbesserung erwartet werden, insbesondere in Bezug 
auf die Ängstlichkeit und Verunsicherung nach der Hirnblutung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 7

(AB 84.1/27). Wiedereingliederungsmassnahmen seien im Rahmen des 
oben beschrieben Rendements von 70 % zumutbar (AB 84.1/29). 

Aus neurologischer Sicht bestehe diagnostisch ein Zustand nach Suba-
rachnoidalblutung Hunt & Hess Grad II am 24. Juni 2015, Coiling des An-
eurysmas am 25. Juni 2015 (vgl. AB 9/10-12) sowie mikrochirurgischem 
Clipping des Aneurysmas am 14. Dezember 2015 (vgl. AB 28/2) mit resi-
duell Cephalea, Fatigue, leichten kognitiven Störungen und Hyposmie. Zu-
dem liege ein Zustand nach Discushernie HWK 5/6 vor, operiert am 20. Mai 
2016 (vgl. AB 57/10-11). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine 
ausgeprägte Verdeutlichungstendenz bzw. Aggravation im Rahmen der 
verhaltensneurologischen Untersuchung (vgl. auch AB 84.1/14 Ziff. 6). In 
der angestammten Tätigkeit als ... in einer ... oder aber auch im ... bestehe 
keine Arbeitsfähigkeit mehr. Es sei anzunehmen, dass derartige Tätigkeiten 
in einem Umfeld mit hoher Reizdichte die Explorandin überforderten. In 
anderen den Beschwerden angepassten Tätigkeiten, in einem ruhigen Um-
feld, ohne mehr als leichte bis mässige Belastung von Schultergürtel und 
Körperachse, ohne erhöhte Anforderung, die geteilte Aufmerksamkeit auf 
Dauer aufrechtzuerhalten, sei ab 1. April 2016 von einer 50%igen Arbeits-
fähigkeit auszugehen. Ab dem 1. September 2016 gehe der neurologische 
Gutachter von einer 60%igen und ab 1. Januar 2017 von einer 75%igen 
Arbeitsfähigkeit in einer derartigen Tätigkeit aus. Die Beeinträchtigung von 
25 % ergebe sich aus der Annahme intermittierend auftretender Kopf-
schmerzexacerbationen sowie einer Fatigue. 

Im Rahmen der Konsensbesprechung kamen die Experten nach eingehen-
der Diskussion zum Schluss, dass die psychiatrische Beurteilung hinsicht-
lich Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit massgebend sei 
(AB 84.1/30).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 8

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. E.________ und 
F.________ vom 17. November 2017 (AB 84.1) erfüllt die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen 
Berichts gestellten Anforderungen, weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt 
(vgl. E. 3.2 hiervor). Die Fachärzte haben sich in ihren Beurteilungen sorg-
fältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen auseinandergesetzt sowie 
ihre Schlussfolgerungen und Einschätzungen gestützt auf die neurologisch-
psychiatrische Untersuchung und die Akten in schlüssiger und nachvoll-
ziehbarer Weise dargelegt. Sie hatten Kenntnis der Vorakten, würdigten die 
ihnen zur Verfügung stehenden Informationen einlässlich und nahmen 
auch zu abweichenden Beurteilungen angemessen Stellung. Die Aus-
führungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand überzeugend begründet.

3.3.1 In somatischer Hinsicht legte der neurologische Gutachter nachvoll-
ziehbar und einleuchtend dar, dass die anamnestischen Angaben zur In-
tensität der geklagten Kopfschmerzen (AB 84.1/9, 84.1/14) aufgrund des 
Verhaltens im Rahmen der verhaltensneurologischen Untersuchung sowie 
der auffälligen Diskrepanz zwischen den von der Beschwerdeführerin ge-
klagten Beschwerden (im Untersuchungszeitpunkt VAS [visuelle Analogs-
kala] 6-7 [AB 84.1/12, 84.1/15]) und der gehobenen bis fröhlichen Stim-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 9

mung (ohne ein die Schmerzen begleitender Affekt, ohne psychomotori-
sche Unruhe oder allfällige vegetative Hinweise [AB 84.1/15]) erheblich 
relativiert wurden. Dadurch ebenfalls als relativiert erachtete der Experte 
das Ausmass der geklagten Fatigue (AB 84.1/16). Nebst dem Umstand, 
dass die zwei separat durchgeführten Validierungsverfahren auf einen un-
genügenden Effort hinwiesen (AB 84.1/13), fiel der Untersuchungsbefund 
deutlich diskrepant zu Voruntersuchungen aus mit formal mässig- bis mit-
telstark ausgeprägten kognitiven Beeinträchtigungen, wobei die erwähnten 
Voruntersuchungen nur diskrete Ausfälle bzw. Aufmerksamkeitsschwächen 
bei ansonsten durchschnittlichem neurokognitivem Leistungsprofil belegten 
(AB 84.1/15-16). Der Experte fand im Verlauf jedoch keinen Grund, der 
eine derartige Verschlechterung erklären würde. Als wahrscheinliche Folge 
der Gehirnblutung bestehen nach Beurteilung des somatischen Gutachters 
noch, wie anlässlich zweier neuropsychologischer Untersuchungen im Spi-
tal H.________ (24. Juli 2015 [vgl. AB 21.2/7-9] und 30. Juni 2016 [vgl. 
AB 84.1/15]) festgestellt, diskrete kognitive Beeinträchtigungen mit in die-
sem Rahmen vermutlich auch leichter bis höchstens mässig ausgeprägter 
Fatigue sowie einer leicht bis höchstens mässig ausgeprägten Cephalea. 
Die erwähnten Beschwerden und Beeinträchtigungen schränken die Be-
schwerdeführerin nicht nur in der Arbeitstätigkeit, sondern auch in sämtli-
chen anderen Arbeitsbereichen wie Haushalt und Familie ein (AB 84.1/16). 
Gestützt auf die Darlegungen des neurologischen Experten überzeugt, 
dass die bisherige Tätigkeit als ... aufgrund der durch ein Umfeld mit hoher 
Reizdichte resultierenden Überforderung nicht mehr zumutbar ist, jedoch 
für eine angepasste Tätigkeit in einem ruhigen Umfeld, ohne mehr als 
leichte bis mässige Belastung von Schultergürtel und Körperachse, ohne 
erhöhte Anforderungen und ohne die geteilte Aufmerksamkeit auf Dauer 
aufrechtzuerhalten, eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % ab 1. 
April 2016, 60 % ab 1. September 2016 und 75 % ab 1. Januar 2017 be-
steht (AB 84.1/16). 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, aufgrund der mehrfach ge-
schilderten Gleichgewichtsproblematik, des Schwindels sowie der Ohren-
geräusche hätte auch eine Untersuchung im Bereich Hals-Nasen-Ohren-
Heilkunde (ORL) vorgenommen werden müssen (Beschwerde S. 5-6), 
kann ihr nicht gefolgt werden. Rechtsprechungsgemäss liegt es im Ermes-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 10

sen der Gutachter, die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Ab-
klärungen zu bestimmen; mithin entscheiden sie, ob der Beizug weiterer 
Experten notwendig ist oder nicht (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 30. Januar 2015, 8C_277/2014, E. 5.2). Dass hierzu Anlass bestan-
den hätte, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun (vgl. auch die 
Einschätzungen des RAD [AB 99/3-4, 111/3]) und wurde von den Experten 
auch nicht gefordert. Hinsichtlich der von Dr. med. G.________, Facharzt 
für Oto-Rhino-Laryngologie, am 19. Februar 2018 empfohlenen Abklärung 
der von der Beschwerdeführerin geäusserten Schwindelbeschwerden ist zu 
beachten, dass diese zuletzt Ende Dezember 2016 angegeben wurden 
sowie der Behandler die Beschwerdeführerin letztmals am 25. August 2017 
gesehen hat und über den weiteren Verlauf und die Entwicklung nicht ori-
entiert wurde (AB 97/3). Folglich kann dessen Einschätzung nicht mehr als 
aktuell bezeichnet werden. Ferner wurde im Bericht des Spitals 
H.________ vom 5. Juni 2018 (AB 109/2) keine Gleichgewichts- bzw. 
Schwindelsymptomatik (mehr) thematisiert und die Ärzte erachteten weite-
re diesbezügliche Untersuchungen offenbar nicht als indiziert, da sie fest-
hielten, dass bei ihrer Abteilung keine weiteren Kontrollen mehr vorgese-
hen seien. Schliesslich ging der psychiatrische Gutachter davon aus, dass 
die Beschwerden (Trümmelgefühle, Schwindel) im Rahmen der generali-
sierten Angststörung zu werten seien (AB 84.1/22 bzw. E. 3.3.2 hiernach), 
womit auch aus diesem Grund keine weiteren (somatischen) Abklärungen 
notwendig erscheinen. 

3.3.2 Der psychiatrische Gutachter legte gestützt auf die Untersuchungs-
befunde sowie die Angaben der Beschwerdeführerin schlüssig und nach-
vollziehbar dar, weshalb er die Diagnose einer generalisierten Angst-
störung (ICD-10 F41.1) stellte. Namentlich rapportierte er zu den Sympto-
men, die Beschwerdeführerin sei dauernd nervös und unruhig, sie könne 
gemäss eigenen Angaben kaum sitzen oder längere Zeit Radio hören, ha-
be Angst vor Wasser, als Beifahrerin im Auto, als Passagierin im Zug, habe 
Angst, wenn ihr Sohn nahe an einer Brüstung stehe, und unter vielen Leu-
ten, leide unter einer dauernden Angst über ein zukünftiges Unglück, ins-
besondere ängstige sie sich vor einem erneuten Hirninfarkt, obwohl ihr 
wiederholt mitgeteilt worden sei, dass die Gefahr klein sei. Zudem leide sie 
an vegetativen Symptomen wie Trümmelgefühlen, Schwindel, einer mus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 11

kulären Anspannung mit entsprechenden Schmerzen und einer andauern-
den körperlichen Unruhe sowie Schlafstörungen (AB 84.1/22). Entgegen 
der Auffassung der RAD-Ärztin Dr. med. J.________, Fachärztin für Neuro-
logie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, welche die Diagnose einer 
generalisierten Angststörung in ihrer Stellungnahme vom 19. März 2018 als 
nur schwerlich nachvollziehbar bezeichnete, ohne jedoch einen schlüssi-
gen Grund für ihre Kritik zu nennen (AB 99/3), sind die Ausführungen des 
psychiatrischen Gutachters einlässlich begründet und seine Beurteilung 
lässt sich ohne weiteres mit den diagnostischen Leitlinien in Übereinstim-
mung bringen, stellte er doch sämtliche drei Einzelsymptome der generali-
sierten Angststörung fest (Befürchtungen [1], motorische Spannung [2], 
vegetative Übererregbarkeit [3]; vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internati-
onale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 198-199). Folglich zielt der Ein-
wand der Beschwerdeführerin, das Gutachten sei nicht schlüssig, ins Leere 
(vgl. Beschwerde S. 5). Weiter wurde die Diagnose einer chronischen 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 
F45.41 [AB 84.1/21 Ziff. 9a]) sowie die in Wechselwirkung zur Angsterkran-
kung stehende Diagnose einer organisch emotional instabilen Störung 
(ICD-10 F06.6 [AB 84.1/21 Ziff. 9a]) schlüssig und nachvollziehbar herge-
leitet (vgl. AB 84.1/22-23; vgl. auch DILLING/MOMBOUR/ SCHMIDT, a.a.O., 
S. 99 und 233-234). 

Auch die Rüge, der Gutachter habe sich nur unzureichend mit den Berich-
ten der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt und nicht begründet, wes-
halb er von deren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgewichen sei (Be-
schwerde S. 5), verfängt nicht. Der psychiatrische Experte hat zu den von 
den behandelnden Ärzten gestellten Diagnosen, insbesondere zur mittel-
gradigen depressiven Episode, sehr wohl Stellung genommen (vgl. 
AB 84.1/23-24, 84.1/30). Namentlich hat er dargelegt, dass der behandeln-
de Dr. med. K.________ diese Diagnose nicht ausführlich und damit nicht 
nachvollziehbar begründet habe (AB 84.1/24 Ziff. 11, 84.1/30) und für die 
daraus abgeleitete vollständige Arbeits- und Leistungsunfähigkeit die Ar-
gumente fehlten (AB 84.1/24 Ziff. 11). Tatsächlich fielen die Angaben des 
Behandlers zum Befund äusserst spärlich aus (AB 47/3 Ziff. 1.4, 58/2 
Ziff. 6). Unter diesen Umständen überzeugt, dass der Gutachter in retro-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 12

spektiver Hinsicht der Einschätzung des behandelnden Facharztes, wo-
nach eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (AB 47/4 
Ziff. 1.7, 58/3 Ziff. 11), nicht gefolgt ist. Darüber hinaus stellte der Experte 
nicht grundsätzlich in Abrede, dass in der Zeit vor der Begutachtung eine 
depressive Symptomatik vorhanden gewesen ist, hat er doch als Diagnose 
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Epi-
sode zurzeit remittiert (ICD-10 F33.4 mit evtl. organischen Anteilen) festge-
halten (AB 84.1/21 Ziff. 9b). Ebenfalls auseinandergesetzt hat sich der 
Spezialist mit dem Austrittsbericht des Spitals H.________ vom 8. Dezem-
ber 2017 (AB 87), wobei er gleichermassen zutreffend feststellte, eine 
nähere Begründung für die Diagnosestellung fehle (AB 84.1/29; nota bene 
fehlt im genannten Austrittsbericht eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit). 
Weiter hat der Gutachter anhand der klassifikatorischen Vorgaben für den 
Rechtsanwender nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, weshalb er kei-
ne Depression feststellen konnte, hat er doch das Vorliegen von sämtlichen 
drei typischen Symptomen einer depressiven Episode ausgeschlossen 
(AB 84.1/23; vgl. dazu DILLING/MOM-BOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 169 [ge-
drückte Stimmung, Interessenverlust und Freudlosigkeit, Verminderung des 
Antriebs und erhöhte Ermüdbarkeit]), wobei für das Stellen der Diagnose 
einer leichten depressiven Episode mindestens zwei dieser drei Symptome 
vorliegen müssten (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 172). 

Schliesslich finden sich in dem nach der Begutachtung erstellten Austritts-
bericht der Rehaklinik I.________ vom 27. Januar 2017 (richtig: 2018) über 
die stationäre Rehabilitation vom 14. November 2017 bis 27. Januar 2018, 
in welchem eine schwere depressive Episode ohne psychotische Sympto-
me, teilremittiert (ICD-19 F32.2), postuliert wurde (AB 96/15), keine Aspek-
te, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie-
ben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, Entscheid des BGer vom 25. Mai 
2007, I 514/06, E. 2.2.1). Darüber hinaus ist festzustellen, dass der Klinik-
eintritt am 14. November 2017 und damit einen Tag nach der gutachterli-
chen Untersuchung (vgl. AB 84.1/1) stattfand und es in keiner Art und Wei-
se nachvollziehbar ist, dass sich der psychische Gesundheitszustand in-
nerhalb eines Tages von einer remittierten depressiven Episode 
(AB 84.1/21 Ziff. 9b) zu einer lediglich teilweise remittierten schweren de-
pressiven Episode (AB 96/15) entwickelt haben sollte (vgl. hierzu auch Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 13

richt des RAD vom 19. März 2018 [AB 99/3]). Es kommt hinzu, dass die 
den Austrittsbericht unterzeichnenden Ärzte im eidgenössischen Medizi-
nalberuferegister nicht mit einem psychiatrischen Facharzttitel verzeichnet 
sind (vgl. www.medregom.admin.ch). Rechtsprechungsgemäss kann eine 
fachärztliche Beurteilung zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit 
– wie sie mit dem Gutachten hier vorliegt – grundsätzlich nur gestützt auf 
eine ebenfalls fachärztliche abweichende Beurteilung entkräftet werden 
(vgl. Entscheid des BGer vom 6. Oktober 2014, 9C_139/2014, E. 5.2). Ab-
gesehen davon lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauf-
trag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits nicht 
zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets infrage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (SVR 2017 IV Nr. 49 
S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

3.4 Zusammenfassend wurde der Gesundheitszustand der Beschwer-
deführerin hinreichend abgeklärt, so dass sich die beschwerdeweise bean-
tragten weiteren Sachverhaltserhebungen erübrigen (antizipierte Beweis-
würdigung [vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2]). 

Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung lediglich die 
vom somatischen Experten attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
berücksichtigt, währenddem sie die psychiatrischen Beschwerden nicht als 
invalidisierenden Gesundheitsschaden qualifizierte und die entsprechende 
Arbeitsunfähigkeit ausser Acht liess (AB 115/5). Die Beschwerdeführerin 
rügt, dieses Vorgehen sei weder begründbar noch stichhaltig (Beschwerde 
S. 6). Letztlich muss hier die Frage, ob die psychiatrischerseits attestierte 
Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit auch in rechtlicher Hinsicht Bestand 
hat, nicht mittels Indikatorenprüfung (E. 2.2 hiervor) geklärt werden. Denn 
selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin ab 13. November 2017 
sowie auch für die Zeit davor, weil der Experte in retrospektiver Hinsicht der 
vom Behandler attestierten (höheren) Arbeitsunfähigkeit nicht folgen konnte 
(AB 84.1/24 Ziff. 11), von einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von (ledig-
lich) 70 % (AB 84.1/29) ausgegangen würde, änderte am Ergebnis nichts, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 14

wie der nachfolgende Einkommensvergleich zeigt (vgl. insbesondere 
E. 4.7).

4.

4.1 Der Invaliditätsgrad ist für die verschiedenen Zeitabschnitte nach 
Massgabe der folgenden medizinischen Grundlagen zu bestimmen: Seit 
der Subarachnoidalblutung am 24. Juni 2015 ist der Beschwerdeführerin 
die bisherige Tätigkeit als ... nicht mehr zumutbar. Hingegen besteht in ei-
ner den somatischen Einschränkungen angepassten Tätigkeit (ruhiges Um-
feld, ohne mehr als leichte bis mässige Belastung von Schultergürtel und 
Körperachse, ohne erhöhte Anforderung, die geteilte Aufmerksamkeit auf 
Dauer aufrechtzuerhalten) seit 1. April 2016 eine Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von 50 %, seit 1. September 2016 von 60 % und seit 1. Januar 
2017 von 75 % (AB 84.1/30). Die am 20. Mai 2016 durchgeführte Mikrodis-
kektomie und Titan-Cage-Implantation HWK 5/6 (vgl. AB 57/10-11) führte 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 
138 V 218 E. 6 S. 221) lediglich vorübergehend zu einer Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit, verlief der bis 24. Mai 2016 dauernde stationäre Aufenthalt 
im Spital H.________ doch komplikationslos (AB 57/11) und hielten dessen 
Ärzte im Bericht vom 19. Juli 2016 zur Kontrolle vom 14. Juli 2016 
(AB 42/2-3) fest, die präoperativen Beschwerden seien vollständig regre-
dient. Atteste, wonach entgegen dem Gesagten eine längerdauernde 
(vollständige) Arbeitsunfähigkeit bestanden hätte, bestehen keine. Damit im 
Einklang steht, dass sich der Gutachter an keiner Stelle zu einer aus die-
sem Eingriff – allenfalls über einen längeren Zeitraum – resultierenden Ein-
schränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit äusserte. Folglich hat im 
Zeitpunkt des Ablaufs der einjährigen Frist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
am 23. Juni 2016 das gutachterliche Zumutbarkeitsprofil Gültigkeit. Seit 
13. November 2017 ist in einer sowohl aus neurologischer (siehe soeben 
ausgeführtes Zumutbarkeitsprofil) als auch aus psychiatrischer Sicht ange-
passten Tätigkeit (wohlwollender Arbeitgeber, der Rücksicht auf die Ängs-
te, die Unsicherheit und die Stressintoleranz im Rahmen der generalisier-
ten Angststörung nimmt) von einer psychiatrischerseits attestierten Arbeits- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 15

und Leistungsfähigkeit im Umfang von 70 % auszugehen (vgl. aber E. 3.4 
in fine hiervor).

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.4 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 16

schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 
S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der 
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkun-
gen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs ein-
fliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts 
führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.5 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Die Beschwerdeführerin ist seit der Subarachnoidalblu-
tung am 24. Juni 2015 in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (vgl. AB 9/10-
12, 84.1/29-30) und sie meldete sich am 30. Oktober 2015 zum Leistungs-
bezug bei der Invalidenversicherung an (AB 7). In Anwendung von Art. 28 
Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG fällt der frühestmögliche Rentenbeginn 
somit auf Juni 2016. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der (erste) Einkommens-
vergleich vorzunehmen.

4.6

4.6.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens stützte sich die Be-
schwerdegegnerin auf die effektiven Lohnangaben der ehemaligen Arbeit-
geberin für das Jahr 2015 (vgl. AB 12, wonach ein Einkommen von monat-
lich Fr. 4‘084.04 erzielt worden sei [x 12 = Fr. 49‘008.48]) und ermittelte 
indexiert auf das Jahr 2016 hin einen Betrag von Fr. 49‘430.-- (AB 115/5). 
Die Anknüpfung am zuletzt erzielten Lohn ist nicht zu beanstanden, da die 
Beschwerdeführerin die zuletzt ausgeübte Tätigkeit überwiegend wahr-
scheinlich (vgl. zum Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 138 V 218 E. 6 S. 221) aus gesundheitlichen 
Gründen verlor (vgl. AB 23/1, 84.1/20). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 17

4.6.2 Weil die Beschwerdeführerin bis zum Zeitpunkt des Verfügungser-
lasses keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen aufgenommen hat, 
ist das Invalideneinkommen anhand statistischer Werte zu bestimmen. 
Gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2016 beträgt der massgebliche monatli-
che Bruttolohn (Total, Frauen, Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten 
körperlicher oder handwerklicher Art]) Fr. 4‘363.--. Aufgerechnet auf ein 
Jahr und angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2016 
von 41.7 Stunden (abrufbar unter www.bfs.admin.ch) ergibt dies unter 
Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 50 % (vgl. E. 4.1 hiervor) ein 
jährliches Einkommen von Fr. 27‘290.55 (Fr. 4‘363.-- x 12 / 40 x 41.7 x 
0.5).

Dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn vorge-
nommen hat (vgl. AB 115/5), ist nicht zu beanstanden. Bei Zumutbarkeit 
von leichten und mittelschweren Tätigkeiten (aus neurologischer Sicht an-
gepasste Tätigkeit in einem ruhigen Umfeld, ohne mehr als leichte bis 
mässige Belastung von Schultergürtel und Körperachse, ohne erhöhte An-
forderung, die geteilte Aufmerksamkeit auf Dauer aufrechtzuerhalten 
[AB 84.1/30]) ist grundsätzlich auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit 
kein Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 
bereits eine Vielzahl solcher Tätigkeiten umfasst (vgl. Entscheid des BGer 
vom 8. Januar 2019, 8C_334/2018, E. 5.2.2). Den Beeinträchtigungen der 
Beschwerdeführerin wurde bereits mit dem gewählten Kompetenzniveau 1 
und der um 50 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit umfassend Rechnung 
getragen. Weitere qualitative Einschränkungen sind nicht ersichtlich. Insbe-
sondere stellt der Umstand, dass eine versicherte Person eines besonders 
verständnisvollen Arbeitgebers bedarf (aus psychiatrischer Sicht ist ab 
13. November 2017 ein wohlwollender Arbeitgeber, der Rücksicht auf die 
Ängste, die Unsicherheit und die Stressintoleranz im Rahmen der generali-
sierten Angststörung nimmt, gefordert [AB 84.1/29]) grundsätzlich ebenfalls 
kein lohnminderndes Kriterium dar (Entscheid des BGer vom 2. Juli 2018, 
9C_15/2018, E. 4.4; siehe hierzu auch E. 4.7 hiernach). Ferner kommt dem 
Alter im Zusammenhang mit dem Leidensabzug nur beschränkte Bedeu-
tung zu, denn dieses wirkt sich bei einfachen Tätigkeiten ohnehin nicht 
lohnmindernd aus, werden Hilfsarbeiten doch grundsätzlich altersunabhän-
gig nachgefragt (vgl. Entscheid des BGer vom 1. Februar 2018, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 18

8C_558/2017, E. 5.3.2). Schliesslich ist gemäss der gestützt auf die LSE 
2016 erstellten Tabelle T18 zu den nach Beschäftigungsgrad, beruflicher 
Stellung und Geschlecht differenzierten monatlichen Durchschnittsbrut-
tolöhnen bei Frauen ohne Kaderfunktion in Bezug auf eine Teilzeitarbeit 
zwischen 50 % und 74 % nicht von einem proportional unterdurchschnittli-
chen Einkommen auszugehen, vielmehr fällt das Einkommen bei Teilzeit 
sogar höher aus (Teilzeit zwischen 50 % und 74 %: Fr. 5'888.--, Vollzeit: 
Fr. 5'466.--; so auch bei Teilzeit zwischen 75 % und 89 %: Fr. 6‘028.--, vgl. 
hierzu die ab 1. Januar 2017 attestierte Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 
75 % [AB 84.1/30] bzw. E. 4.7 hiernach). 

4.6.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 49‘430.-- (E. 4.6.1 hiervor) 
und einem Invalideneinkommen von Fr. 27‘290.55 (E. 4.6.2 hiervor) resul-
tiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 22‘139.45 und demnach ein Invaliditäts-
grad von gerundet maximal 45 % (Fr. 22‘139.45 / Fr. 49‘430.-- x 100 = 
44.78 %; zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Damit hat 
die Beschwerdeführerin ab 1. Juni 2016 Anspruch auf eine Viertelsrente 
der IV (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.7 Ab 1. September 2016 ist mit der gutachterlich attestierten Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit von 60 % (vgl. E. 4.1 hiervor) eine Verbesserung 
des Gesundheitszustandes und damit ein Revisionsgrund eingetreten 
(E. 2.4 hiervor). Folglich ist ein weiterer Einkommensvergleich vorzuneh-
men. 

Unter Heranziehung des vorstehend ermittelten Valideneinkommens für 
das Jahr 2016 (Fr. 49‘430.-- [E. 4.6.1 hiervor]) sowie der Anpassung des 
herangezogenen Invalideneinkommens an eine Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von neu 60 % (Fr. 4‘363.-- x 12 / 40 x 41.7 x 0.6 = Fr. 32‘748.65 
[vgl. E. 4.6.2 hiervor]) ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 16‘681.35 
und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet maximal 34 % (Fr. 16‘681.35 / 
Fr. 49‘430.-- x 100 = 33.74 %). Die Beschwerdeführerin hat somit in An-
wendung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ab 1. Dezember 2016 keinen 
Anspruch mehr auf eine Invalidenrente (vgl. E. 2.3 hiervor). Bei diesem 
Ergebnis erübrigt sich mit Blick auf die per 1. Januar 2017 bzw. 13. No-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 19

vember 2017 zusätzlich verbesserte Arbeits- und Leistungsfähigkeit (75 % 
bzw. 70 % [vgl. E. 3.4 und 4.1 hiervor]) eine weitere Invaliditätsbemessung.

5.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführe-
rin mit Verfügung vom 12. November 2018 (AB 115) zu Recht eine vom 
1. Juni bis 30. November 2016 befristete Viertelsrente zugesprochen. Die 
dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2019, IV/18/956, Seite 20

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.