# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65c9c38b-b122-5b00-86cd-991c19795166
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.01.2021 I 2020 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-68_2021-01-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 68

Entscheid vom 14. Januar 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Invalidenrente, Revision Art. 17 Abs. 1 ATSG; 
Integritätsentschädigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1959, Gipser) war seit dem 1. Dezember 2015 arbeitslos 
und dadurch bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er am 28. März 2017 
zu Hause von der Leiter stürzte und sich die linke Schulter prellte (Suva-act. 1). 
Gemäss Hausarzt Dr.med. E.________ (Facharzt Innere Medizin und Allge-
meinmedizin FMH) suchte ihn A.________ am 4. Mai 2017 erstmals auf. Im Arzt-
zeugnis UVG bezeichnete er als Diagnose eine Schulterkontusion links vom 
28.03.2017 mit / bei v.a. myofaszialem Beschwerdebild (Suva-act. 6). Mit Schrei-
ben vom 19. Mai 2017 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht für diesen 
Nichtberufsunfall und erbrachte die Versicherungsleistungen (Suva-act. 2). Am 
11. Juli 2017 erteilte die Suva Kostengutsprache für eine Arthroskopie der linken 
Schulter, die am 22. Juni 2017 durch Dr.med. F.________ (Facharzt Orthopädie / 
Unfallchirurgie) durchgeführt wurde bei Operationsdiagnose Supra- / Infraspina-
tussehnenruptur Schulter links (Suva-act. 9, 12 - 14). Am 26. September 2017 er-
folgte zur Standortbestimmung durch Kreisarzt C.________ (Facharzt Chirurgie) 
eine kreisärztliche Untersuchung (Suva-act. 31). Ab dem 18. Dezember 2017 be-
stand wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 51, 52), ab dem 26. Januar 
2018 nur noch 20% (vgl. Suva-act. 69). Ein Arbeitseinstieg am 31. Januar 2018 
musste abgebrochen werden, worauf erneut eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
bestand (Suva-act. 73). Am 19. Februar 2018 erfolgte eine weitere kreisärztliche 
Untersuchung durch Kreisarzt C.________, der eine stationäre Rehabilitation 
empfahl, sollte sich A.________ nicht für eine vom behandelnden Arzt empfohle-
ne Behandlung entscheiden (Suva-act. 79). Nach Untersuch vom 16. März 2018 
empfahl Dr.med. F.________ bei frustranem Verlauf eine arthroskopische Kap-
sulotomie respektive Arthrolyse, auf welche A.________ zugunsten der statio-
nären Rehabilitation verzichten wollte (Suva-act. 85 - 87, 89). Am 10. April 2018 
erfolgte eine Glenohumeralgelenkinfiltration links (Suva-act. 103, 104) und am 
26. April 2018 der Eintritt in die D.________ (Klinik) mit Hospitalisation bis 24. 
Mai 2018 (Suva-act. 109, 112). Nach der Verlaufskontrolle vom 14. Juni 2018 
wiederholte Dr.med. F.________ seine Empfehlung für eine Revisionsarthrosko-
pie, nachdem A.________ vom Rehaaufenthalt bezüglich Schulter nicht habe 
profitieren können (Suva-act. 118). Am 26. Juni 2018 erfolgte durch Kreisarzt 
C.________ die kreisärztliche Abschlussuntersuchung (Suva-act. 127/128). Da 
A.________ eine Revisionsarthroskopie ablehnte (Suva-act. 129), ging die Suva 
von einem stabilen Zustand aus und stellte die Heilkosten- und Taggeldleistun-
gen per 31. August 2018 ein (Suva-act. 133). Am 6. August 2018 verfügte die 
Suva, A.________ habe für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall 
vom 28. März 2017 Anspruch auf eine Invalidenrente von 27% sowie eine Inte-
gritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 12.5% (Suva-act. 138). 

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Hiergegen liess A.________ am 10. September 2018 (mit Ergänzung vom 15. 
Oktober 2018) Einsprache erheben (Suva-act. 147, 153), welche mit Entscheid 
vom 23. Oktober 2018 abgewiesen wurde (Suva-act. 155). 

B. Nach ärztlichem Untersuch wegen Schmerzen im Bereich des Nackens 
und im linken Arm, verbunden mit Missempfindungen und Kraftminderung melde-
te A.________ der Suva im Herbst 2018 HWS-Beschwerden, die er auf das Un-
fallereignis vom 28. März 2017 zurückführte (Suva-act. 157 - 160). Die Suva ver-
neinte einen Leistungsanspruch mangels Unfallkausalität der geklagten Be-
schwerden am 14. Dezember 2018. Da sich A.________ damit nicht einverstan-
den erklärte, holte die Suva eine ärztliche Beurteilung von Kreisarzt C.________ 
ein (Suva-act. 169) und verfügte am 31. Januar 2019 die Leistungsablehnung 
(Suva-act. 170). Am 6. Februar 2019 erhob die Krankenversicherung Einsprache 
(Suva-act. 175) und am 15. Februar 2019 auch A.________ (Suva-act. 177). Die 
Krankenversicherung zog ihre Einsprache am 28. Februar 2019 nach Prüfung 
der Akten zurück (Suva-act. 182). Mit Schreiben vom 25. Oktober 2019 hielt 
A.________ an der Einsprache nicht weiter fest, womit die Verfügung vom 31. 
Januar 2019 in Rechtskraft erwuchs (Suva-act. 226).

C. Im Februar 2019 nahm A.________ die Behandlung der Schulter links wie-
der auf (vgl. Suva-act. 192). Die geltend gemachten Beschwerden beurteilte 
Dr.med. H.________ (Facharzt für orthopädische Chirurgie) am 13. Mai 2019 als 
überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 28. März 2017 zurück zu 
führend (Suva-act. 201). Mit Schreiben vom 21. Mai 2019 liess A.________ ei-
nen Rückfall melden und beanspruchte Versicherungsleistungen in Form von 
Heilkosten- und Taggeldleistungen sowie eine Revision der Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung. Dies aufgrund einer Re-Ruptur der Supraspinatusseh-
ne, Angst- und depressiver Störung gemischt, Schulter-, Nacken- und Kopf-
schmerzen, Tinnitus sowie einer Sehstörung (Suva-act. 202 - 207). Die Suva an-
erkannte bezüglich Schulterschmerzen links einen Rückfall per 18. Februar 2019 
(Suva-act. 212) und erteilte nach Rücksprache mit dem Kreisarzt Kostengutspra-
che für konservative therapeutische Massnahmen für drei Monate und anschlies-
sender neuerlicher Prüfung (Suva-act. 209, 215). Mit ärztlicher Beurteilung vom 
12. November 2019 gelangte Dr.med. I.________ (Facharzt orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie) zum Schluss, es lägen hinsichtlich Schulterproblematik 
links stabile Verhältnisse vor und diese entsprächen denjenigen vom Sommer 
2018, am Zumutbarkeitsprofil ändere sich nichts; ebenso erscheine die Schät-
zung des Integritätsschadens gemäss Beurteilung Kreisarzt C.________ vom 
26./27. Juni 2018 korrekt (Suva-act. 232). Gestützt hierauf verfügte die Suva am 
4. Dezember 2019 die Einstellung der Heilkostenleistungen per 31. Dezember 

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2019. Ab 1. Januar 2020 werde die seinerzeit zugesprochene Rente von 27% 
ausbezahlt (Suva-act. 236). Hiergegen erhob die Krankenversicherung am 6. 
Dezember 2019 Einsprache (Suva-act. 246), welche sie am 20. Dezember 2019 
zurückzog (Suva-act. 250). Am 9. Januar 2020 erhob A.________ Einsprache 
(Suva-act. 258), welche die Suva mit Entscheid vom 29. Juni 2020 abwies (Suva-
act. 268). 

D. Am 27. August 2020 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid 
vom 29. Juni 2020 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht 
(unter Beachtung des Fristenstillstandes, Art. 38 Abs. 4 lit. b des Bundesgeset-
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] 
vom 6.10.2000) Beschwerde einreichen mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid der Suva vom 29. Juni 2020 sei vollumfänglich aufzu-
heben.

2. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab 1. Januar 2020 eine Invalidenrente 
gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von mindestens 74% auszurichten.

3. Dem Beschwerdeführer sei eine Integritätsentschädigung gestützt auf einen In-
tegritätsschaden von mindestens 25% auszurichten.

4. Unter Entschädigungsfolge.

E. Mit Vernehmlassung vom 23. November 2020 beantragt die Suva, die Be-
schwerde sei - sofern darauf überhaupt einzutreten sei - abzuweisen und der 
Einsprache-Entscheid vom 29. Juni 2020 sei zu bestätigen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Für die Restfolgen des Unfalles vom 28. März 2017 sprach die Suva dem 
Beschwerdeführer mit Verfügung 6. August 2018 eine Invalidenrente von 27% 
sowie eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 12.5% zu. 
Beides trat mit Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2018 in Rechtskraft (vgl. 
Ingress Bst. A). Im Mai 2019 meldete der Beschwerdeführer einen Rückfall an 
und er verlangte eine Revision, da sich sein Gesundheitszustand gesamthaft re-
levant verschlechtert habe. Für den Rückfall erbrachte die Suva Leistungen, 
schloss den Fall per Ende 2019 ab und verneinte die Voraussetzungen für eine 
revisionsweise Anpassung der Invalidenrente oder Integritätsentschädigung (vgl. 
Ingress Bst. C). Strittig und nachfolgend zu prüfen ist damit, ob die Suva eine 
Revision zu Recht ausschloss. 

2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für 

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die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 
ATSG). 

Anlass zur Revision von Invalidenrenten gibt jede Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan-
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände-
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich 
gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- 
oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. 
Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen 
gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich. 
Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attes-
tierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung 
des geltend gemachten Leidens per se genügt, um auf einen verbesserten oder 
verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen. Notwendig ist vielmehr eine 
veränderte Befundlage (SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81 [9C_418/2010 Erw. 4.2]; Urteil 
BGer 8C_170/2020 vom 2.7.2020 Erw. 2.3). Liegt in diesem Sinne ein Revisi-
onsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht 
umfassend (allseitig) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen 
besteht (BGE 141 V 9 Erw. 2.3 m.H.). Ist eine anspruchserhebliche Änderung 
des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es 
nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand 
(vgl. Urteil BGer 9C_273/2014 vom 16.6.2014 Erw. 3.1.1 mit Hinweis).

2.2 Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 
eines Rentenrevisionsverfahrens eine anspruchsrelevante Änderung des Invali-
ditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf 
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruches mit rechtskonformer Sachver-
haltsabklärung, Beweiswürdigung und - bei Anhaltspunkten für eine Änderung in 
den erwerblichen Auswirkungen eines Gesundheitsschadens - Durchführung ei-
nes Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108 Erw. 5.4). Dieser Sachver-
halt ist zu vergleichen mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Neubeurteilung, wo-
bei die Invaliditätsbemessung ex nunc et pro futuro ohne Bindung an die früheren 
Beurteilungen erfolgt (BGE 141 V 9 Erw. 2.3; BGE 139 V 28 Erw. 3.3.1; BGE 130 
V 343 Erw. 3.5.2). Zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet 
dabei der angefochtene Einspracheentscheid vom 29. Juni 2020 (BGE 143 V 
409 Erw. 2.1; BGE 134 V 392 Erw. 6).

2.3 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 

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vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.Aufl., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, 
ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen 
sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind 
die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in 
der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz 
und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 
annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Ge-
setz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der 
Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 
würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 
2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsge-
richts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_663/2009 vom 27.4.2010 
Erw. 2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehör-
sanspruches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der 
Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der 
Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der an-
gebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit ver-
bundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtli-
che Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit 
Hinweis auf BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinwei-
sen).

2.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

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Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.5.1 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 
Erw. 5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist 
grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen; We-
ber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterlichen Würdigung von medizinischen Gut-
achten, JaSo 2020, S. 199). 

2.5.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 
V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

2.5.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätz-
lich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 

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27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit 
Hinweisen). 

2.5.4 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 8C_523/2018 vom 
5.11.2018 Erw. 5.2; 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

3. Bezüglich Vergleichsbasis für die Beurteilung der Revision (letzte rechts-
kräftige Verfügung bzw. Einspracheentscheid vom 23.10.2018; vgl. oben Erw. 
2.2) ergibt sich aus den Akten: 

3.1 Nach dem Leitersturz vom 28. März 2017 meldete der Hausarzt Dr.med. 
E.________ der Suva nach der Erstbehandlung vom 4. Mai 2017 eine Schulter-
kontusion links bei v.a. myofaszialem Beschwerdebild (Suva-act. 6). Das Ereignis 
wurde von der Suva als Unfall anerkannt und entsprechend wurden Versiche-
rungsleistungen erbracht. 

3.2 Am 14. Juni 2017 bestätigte Dr.med. F.________ die ultraschallgesicherte 
Diagnose einer transmuralen Ruptur der Supraspinatussehne, Schulter links 
(Suva-act. 12). Am 22. Juni 2017 wurde durch ihn arthroskopisch eine Rekon-
struktion der Supra- und Infraspinatussehne (Ruptur der Letzteren erst intraope-
rativ erkannt), eine Bizepssehnentenodese und eine subakromiale Dekompressi-
on Schulter links vorgenommen (Suva-act. 13). In der Verlaufssprechstunde vom 
2. August 2017 stellte Dr.med. F.________ eine zeitgerechte Situation fest (Su-
va-act. 20). Anlässlich der 3-Monatskontrolle vom 22. September 2017 stellte er 
fest, es gehe dem Beschwerdeführer soweit wirklich sehr gut, wobei sich eine 
Frozen shoulder etabliert habe (Suva-act. 30). 

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3.3 Im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 26. September 2017 be-
richtete der Beschwerdeführer, es gehe ihm gut, namentlich habe er keine 
Schmerzen mehr, auch nachts nicht. Deutlich eingeschränkt sei er wegen der 
fehlenden Kraft im Bereich des linken Armes; er könne kein Gewicht über zwei 
Kilo über die Horizontale heben. Kreisarzt C.________ stellte als objektivierbare 
Unfallfolge eine deutliche Bewegungseinschränkung im Bereich des linken 
Schultergelenks und eine deutliche Muskelminderung mit entsprechender Kraft-
minderung fest (wobei er hier wohl in Seitenverwechslung vom rechten Arm 
spricht; vgl. angegebene Umfangmasse; Suva-act. 31). Der Kreisarzt schätzte 
die Arbeitsunfähigkeit als Gipser aber auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 
als zu 100% ein. In rund drei Monaten solle eine Reevaluation erfolgen.

3.4 Bei weiterhin bestehender Einschränkung der Beweglichkeit wurde dem 
Beschwerdeführer durch den behandelnden Arzt ab dem 18. Dezember 2017 ei-
ne 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Wie bereits in den Verlaufskontrollen zuvor 
lehnte der Beschwerdeführer die empfohlene intraartikuläre Infiltration ab (Suva-
act. 52). Im Januar 2018 berichtete der Beschwerdeführer Dr.med. F.________, 
die Belastung sei zu hoch, er könne noch nicht in dieser Intensität arbeiten, wor-
auf der Arzt die Arbeitsfähigkeit auf 20% reduzierte, gleichzeitig festhielt, es 
müsse ein Weg zu finden sein, um die Funktion der Schulter zu optimieren, wozu 
er eine Revisionsarthroskopie, eine Kapsulotomie vorschlug (Suva-act. 69, vgl. 
auch 70). 

3.5 Der Kreisarzt bestätigte nach dem Untersuch vom 19. Februar 2018 seine 
Beurteilung vom 26. September 2017 und er hob hervor, auffällig bei der Unter-
suchung sei neben der physischen auch eine psychische Belastung im Sinn von 
Angst- und Stresszuständen, die sich am ehesten durch existenzielle Ängste er-
klären würden. Er bestätigte die vollständige Arbeitsunfähigkeit; der Verlaufsbe-
richt des behandelnden Arztes sei abzuwarten und ebenso der Behandlungsent-
scheid des Beschwerdeführers (Infiltration oder Revisionsarthroskopie); eine sta-
tionäre Rehabilitation sei ins Auge zu fassen (Suva-act. 79). 

3.6 Nachdem sich der Beschwerdeführer gegen eine Revisionsarthroskopie 
(Empfehlung des behandelnden Arztes, Suva-act. 89) entschied, erfolgte am 10. 
April 2018 eine Glenohumeralgelenkinfiltration links (Suva-act. 103) und am 26. 
April 2018 der Eintritt in die D.________(Klinik) zwecks Zumutbarkeitsbeurteilung 
mit Therapieziel (Suva-act. 112). Im Austrittsbericht vom 29. Mai 2018 hielt die 
D.________(Klinik) fest:

Diagnosen
A. Unfall vom 28.03.2017. Sturz von Leiter

A1 Supra-/Infraspinatussehnenruptur Schulter links

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[…]
B. Adipositas Grad I
C. Angst und depressive Störung, gemischt (ICD10: F41.2), DD: Angststörung mit 

komorbider mittelgradiger depressiver Episode

Probleme bei Austritt
1. Belastungsabhängige Schmerzen in der linken Schulter
2. Reduzierter Bewegungsumfang linke Schulter

[…]

Arbeitsfähigkeit / Zumutbarkeit und Eingliederungsperspektive
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit aus psychiatrischer Sicht: 
Die festgestellte psychische Störung begründet aktuell eine arbeitsrelevante Leis-
tungsminderung (zusätzlich zu den muskuloskelettal bedingten Einschränkungen). 
Die psychische Problematik dauert bereits seit 2005/2006 an. Zur Einschätzung 
des Grads der Arbeitsfähigkeit bedarf es einer akkuraten Aufarbeitung und einer 
regelmässigen Re-Evaluation. Im Moment ergeben sich Einschränkungen im Be-
reich der Stress-/Frustrationstoleranz, durch die herabgesetzte Schwelle der Frus-
trationstoleranz kommt es schnell zu Angstsymptomen und in der Folge Blocka-
den.

Die untenstehende Beurteilung der Zumutbarkeit erfolgt aus unfallkausaler Sicht.

Zumutbarkeit für die Berufliche Tätigkeit als Gipser (…):
Tätigkeit nicht zumutbar. Anforderungen zu hoch: schwere Arbeit, z.T. über Kopf
Zumutbarkeit für andere berufliche Tätigkeiten:
Leichte bis mittelschwere Arbeit
Arbeitszeit: Ganztags
Spezielle Einschränkungen (Schulter links): keine Arbeit über Schulterhöhe, kein 
körperfernes Hantieren

Empfehlungen/Prozedere beruflich:
Arbeitssuche. Meldung beim RAV
Von der Fortsetzung der Behandlung kann keine namhafte Besserung mehr erwar-
tet werden. Vorschlag für Fallabschluss.

3.7 Am 14. Juni 2018 notierte Dr.med. F.________, die Rehabilitation habe 
nach Angaben des Beschwerdeführers nichts gebracht. Seinerseits bekräftigte er 
seine Empfehlung für eine Revisionsarthroskopie. Er bestätigte noch einmal eine 
volle Arbeitsunfähigkeit; sollte jedoch weiter auf mentaler Ebene mit dem Be-
schwerdeführer gearbeitet werden, dann sei die weitere Arbeitsunfähigkeit von 
dieser Seite zu dokumentieren (Suva-act. 118). 

3.8 Am 26. Juni 2018 erfolgte die kreisärztliche Abschlussuntersuchung durch 
Kreisarzt C.________ und gleichzeitig die Schätzung des Integritätsschadens 
(Suva-act. 127, 128). Er gelangte dabei zu folgender Beurteilung:

Als überwiegend wahrscheinlich objektivierbare Unfallfolgen finden sich eine Be-
wegungseinschränkung im Bereich des linken Schultergelenkes, insbesondere für 
die Abduktion, Anteversion und Rotation sowie eine Muskelminderung im Bereich 

11

des linken Oberarmes mit minimaler Kraftminderung, die vom Versicherten geklag-
ten Beschwerden im Hinblick auf die Bewegungseinschränkung sowie die 
Schmerzempfindungen bei Gewichtsbelastungen. Aus diesem Grund ist mittel- bis 
langfristig keine wesentliche Verbesserung der überwiegend wahrscheinlich vorlie-
genden strukturellen Läsionen im Bereich des linken Schultergelenkes zu erwar-
ten. Zum jetzigen Zeitpunkt kann daher von einem stabilen Zustand ausgegangen 
werden.

Das Zumutbarkeitsprofil umschreibt Kreisarzt C.________ am 26. Juni 2018 wie 
folgt:

Zumutbarkeit in der angestammten Tätigkeit als Gipser (unfallkausale Sicht): 
Tätigkeit nicht mehr zumutbar, Anforderung zu hoch, schwere Arbeit.

Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für andere und berufliche Tätigkei-
ten (unfallkausale Sicht): Vollschichtige, leichte Arbeit. Keine Arbeit über Schulter-
höhe, kein körperfernes Hantieren, keine Gewichtsbelastung über 7 bis 10 kg über 
Brusthöhe, keine Arbeiten mit schlagenden, hämmernden oder vibrierenden Ma-
schinen. Kein Besteigen von Leitern und Gerüsten (Selbstschutz).

Wie bereits anamnestisch erwähnt, lehnt der Versicherte eine erneute Operation 
restriktiv ab. 

Aufgrund der überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen schätzte Kreisarzt 
C.________ den Integritätsschaden auf 12.5%. Die Beweglichkeit der Schulter 
bis zur Horizontalen werde gemäss Tabelle 1.1 mit 15% bewertet, die mässige 
Form der Periarthrosis humeroscapularis gemäss Tabelle 1.2 mit 10%. Da das 
Bewegungsausmass im Bereich der linken Schulter etwas oberhalb der Horizon-
talen liege, jedoch nur 120°, werde ein Mittelwert in Anrechnung genommen, so-
dass eine Integritätsentschädigung von 12.5% gerechtfertigt sei.

3.9 Gestützt auf diese kreisärztliche Abschlussuntersuchung und in Übernah-
me des beschriebenen Zumutbarkeitsprofils verfügte die Suva am 6. August 
2018 eine Invalidenrente von 27% sowie eine Integritätsentschädigung von 
12.5% (Suva-act. 138, 141).

Im Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2018 stellte die Suva erneut auf die 
kreisärztliche Beurteilung vom 26. Juni 2018 ab und sie stellte fest, es sei nicht 
einzusehen, weshalb dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht einzig auf-
grund von Unfallfolgen an der linken Schulter in einer leidensangepassten leich-
ten Tätigkeit keine oder eine nur reduzierte Erwerbsfähigkeit zumutbar sei. 
Bestätigt wurde ebenso die Schätzung des Integritätsschadens (Suva-act. 155). 

3.10 Dieser Einspracheentscheid erwuchs in Rechtskraft. Die darin enthaltene 
Zumutbarkeitsbeurteilung und Integritätsschadenschätzung (entsprechend der 
kreisärztlichen Beurteilung vom 26.6.2018; oben Erw. 3.8) bildet damit die 
Grundlage für den Vergleich hinsichtlich einer revisionsweisen Anpassung der 

12

Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung. Zu vergleichen ist dies mit dem 
Sachverhalt im Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheides vom 29. 
Juni 2020 (vgl. oben Erw. 2.2).

4.1 Im November 2018 suchte der Beschwerdeführer Dr.med. K.________ 
(FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation) auf wegen Schmerzen im Be-
reich des Nackens und im linken Arm, verbunden mit Missempfindungen und 
Kraftminderung. Sie stellte die Diagnose eines Cervicospondylogenen Schmerz-
syndroms bei ausgeprägter degenerativer Veränderungen der HWS mit Kom-
pression der C6 und C7 Wurzel links. Dies gestützt auf ein MRI HWS vom 6. No-
vember 2018 (Suva-act. 157). Sie hielt fest, durch den Sturz 2017 sowie durch 
die Veränderung des Bewegungsmusters nach dem Unfall könnte die Exazerba-
tion der vorbestehenden Arthrose der HWS mit nachfolgendem Cervicospondy-
logenem Syndrom ausgelöst worden sein. Sie empfahl eine Arbeitsfähigkeit von 
maximal 50% als täglich 3 bis 4 Std. mit einer Pause von 30 min nach 2 Std. 

4.2 Am 11. Dezember 2018 hielt Kreisarzt C.________ fest, ein unfallkausaler 
Zusammenhang der geltend gemachten Beschwerden an der HWS bestehe nicht 
(Suva-act. 160). 

Da sich der Beschwerdeführer hiermit nicht einverstanden erklärte, führte der 
Kreisarzt in ausführlicher ärztlicher Beurteilung vom 28. Januar 2019 hierzu aus 
(Suva-act. 169):

Der Versicherte stürzte beim Unfallereignis vom 28.03.2017 von der Leiter auf die 
linke Schulter. Anschliessend klagte er über Beschwerden beim Heben des Arms. 
Im Rahmen mehrerer Untersuchungen nach dem Unfallereignis, […], wurden keine 
Beschwerden bezüglich der Halswirbelsäule oder hinsichtlich eines zervikospondy-
logenen Syndroms geklagt. Bei den kreisärztlichen Untersuchungen wurde regel-
mässig eine freie Beweglichkeit der Halswirbelsäule in allen Richtungen ohne 
Muskelhartspan festgestellt. Auch im Austrittsbericht der D.________(Klinik) konn-
ten keine Befunde hinsichtlich eines zervikospondylogenen Syndroms festgestellt 
werden. […]

Ursache für die nunmehr geklagten Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule 
sind analog zur Diagnose der K.________ die degenerativen Veränderungen der 
Halswirbelsäule mit Kompression der C 6 und C 7 Wurzel links und das damit ver-
ursachte zervikospondylogene Schmerzsyndrom.

Auch wenn K.________ vermutet, dass durch den Sturz 2017 sowie auch durch 
die Veränderung des Bewegungsmusters nach dem Unfall eine Exazerbation der 
vorbestehenden Arthrose der Halswirbelsäule mit nachfolgendem zervikospondy-
logenem Syndrom hätte ausgelöst werden können, wird hierzu folgendes festge-
halten:

Selbst unter der Annahme, dass es beim Unfallereignis zu einer nicht richtungsge-
benden, vorübergehenden Exazerbation einer vorbestehenden, überwiegend 
wahrscheinlich durch Verschleiss und Abnutzung verursachten Erkrankung der 

13

Halswirbelsäule (siehe MRT vom 06.11.2018) gekommen wäre, wäre diese 
spätestens zwölf Monate nach dem Unfallereignis ad Status quo sine vel ante zu 
terminieren gewesen, zumal während den zwischenzeitlich stadtgehabten Unter-
suchungen durch verschiedene Ärzte keinerlei Beschwerden in Bezug auf ein zer-
vikospondylogenes Syndrom geklagt oder nachgewiesen wurde. 

Eine Unfall- respektive Rückfallkausalität liegt aus den vorstehend erwähnten 
Gründen daher nicht vor. Die geklagten Beschwerden an der Halswirbelsäule sind 
somit überwiegend wahrscheinlich durch einen degenerativen Vorzustand verur-
sacht und stehen in keinerlei unfallkausalem Zusammenhang zu dem Unfallereig-
nis vom 28.03.2017. Das alleinige Auftreten von Beschwerden, (zervikospondylo-
genes Schmerzsyndrom) in zeitgleichen oder wie im vorliegenden Fall im verspäte-
ten Zusammenhang mit einem Unfallereignis, begründet ohne Nachweis überwie-
gend wahrscheinlicher unfallkausaler struktureller Läsionen nicht deren Unfallkau-
salität.

4.3 Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung verneinte die Suva mit Verfü-
gung vom 31. Januar 2019 eine Leistungspflicht für die gemeldeten Beschwer-
den an der HWS, da kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang 
zum Ereignis vom 28. März 2017 bestehe (Suva-act. 170). Diese Leistungsab-
lehnung mangels Unfallkausalität der geklagten HWS-Beschwerden erwuchs in 
Rechtskraft.

5. Am 21. Mai 2019 liess der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers der Su-
va einen Rückfall melden. Der Gesundheitszustand habe sich erheblich ver-
schlechtert. Diese geltend gemachte Verschlechterung stelle einen Rückfall dar, 
der Versicherungsleistungen auslöse und habe ebenso eine Revision zur Folge. 
Er untermauerte die Verschlechterung mit verschiedenen neuen Arztberichten:

5.1 Am 2. Oktober 2018 erfolgte eine ORL-Untersuchung durch Dr.med. 
L.________ (Facharzt ORL, Hals- und Gesichtschirurgie). Er stellte die Diagnose 
(Suva-act. 202 / 5 von 24):

Diagnose
Dekompensierter Tinnitus aurium
- Bekannte Depression, aktuell unter psychologischer und medikamentöser Be-

handlung
Grosses Lipom retroaurikulär rechts
- St.n. Exzision am 28.6.18

Dem Hausarzt berichtete Dr.med. L.________, er kenne den Beschwerdeführer 
seit der Exzision. Der Eingriff sei problemlos verlaufen und habe mit aktueller 
Diskussion nichts zu tun, der Fall sei abgeschlossen. Der Beschwerdeführer 
wünsche eine Verlaufskontrolle bezüglich Tinnitus. Bei der Untersuchung präsen-
tiere sich ein Patient mit deutlichen Dekompensationszeichen, weshalb eine psy-
chologische Betreuung sicher sinnvoll sei. Er scheine sich mit der gegenwärtigen 

14

Situation nur sehr schlecht arrangieren zu können und fordere weitere Abklärun-
gen zur Behandlung des Tinnitus. Aus ORL-ärztlicher Sicht könne ihm indes 
nicht weitergeholfen werden; die Durchführung von therapeutischen CT und ähn-
lichen Untersuchungen seien wenig hilfreich.

5.2 Bezüglich MRI der HWS vom 6. November 2018 sowie Bericht von Dr.med. 
K.________ vom 14. November 2018 vgl. oben Erw. 4.

5.3 Am 21. Januar 2019 berichtet PD Dr.med. habil. G.________ (Facharzt 
Ophthalmologie, Ophthalmochirurgie) dem Hausarzt, der Beschwerdeführer sei 
seit dem 16. Dezember 2018 bei ihm in Behandlung. Er stellt die Diagnosen ei-
ner Blepharokonjunktivitis, Glaskörpertrübungen, Sicca sowie eines Katarakt. Ei-
ne Amotio retinae habe ausgeschlossen werden können, die Blepharokonjunkti-
vitis sei erfolgreich behandelt, Siccapräparate verordnet (Suva-act. 202 / 12 von 
24).

5.4 Aus sprachlichen Gründen wurde die Behandlung bei Dr.med. K.________ 
nicht weitergeführt. Der Hausarzt überwies den Beschwerdeführer zur weiteren 
Abklärung an Dr.med. O.________ (Facharzt Rheumatologie), der am 18. Fe-
bruar 2019 eine rheumatologische Beurteilung vornahm (Suva-act. 202 / 13 von 
24):

Diagnosen
1. Chronische PHS links mit / bei

- Sturz von der Leiter mit resultierender Supra-/ lnfraspinatussehnenruptur links
- Status nach arthroskopischer Rekonstruktion der Supra-/lnfraspinatussehne, 

Bizepssehnentenodese, subakromiale Dekompression Schulter links am 
22.06.2017

- aktuell klinisch dominierend am ehesten ein subakromiales lmpingement bei 
abduktionszentrierten Schmerzen

2. Chronisches cervikospondylogenes Syndrom links mit / bei
- bekannten degenerativen Veränderungen der HWS, aktenanamnestischen 

Beeinträchtigungen der Nervenwurzeln
- DD sekundär im Rahmen der Diagnose 1

3. Aktenanamnestisch Angststörung mit mittelgradiger depressiver Episode

4. Adipositas (BMI 33.4 kg/m2)

Beurteilung / Verlauf

Anamnese: Die Vorgeschichte des Patienten mit unfallbedingten groben Sehnen-
rupturen im Bereich der linken Schulter, anschliessender Operation und persistie-
renden Schmerzen mit Einschränkungen und daraus folgender 25%iger SUVA 
Rente ist Dir bestens bekannt. Ebenso die Diagnose eines cervikoradikulären Syn-
dromes durch K.________ und J.________.

[…]. 

15

Eine Arbeitsfähigkeit sei so seit März 2017 auf keinen Fall mehr möglich.

[…]

In der klinischen Untersuchung: Schulter links mit Rotation in Neutralstellung Aus-
senrotation auf 20° mit ausgeprägtem Endphasenschmerz, Innenrotation unauffäl-
lig. Aktive Abduktion maximal bis 40°, dann schmerzhaft abgebrochen. Passive 
Abduktion jedoch bis knapp 100° möglich. Schürzengriff rechts 40 cm links kaum 
möglich. Nackengriff links nicht möglich nur mit Unterstützung der linken Hand. 
Auffallend ist insbesondere die ausgeprägte Atrophie der Supraspinatussehne auf 
der betroffenen linken Seite gegenüber Gegenseite.

Die Mobilität und Beweglichkeit der rechten Schulter ist unauffällig, auch die Unter-
suchung auf normale Funktionalität sowohl der Ellbogen als auch Hand- und Fin-
gergelenke. Bezüglich Beschwielung fällt eine deutlich geringere Beschwielung 
und auch der Hyperkeratose der betroffenen linken Hand auf im Gegensatz zu 
rechts.

Meinerseits erfolgte eine sonographische Untersuchung. Bei einigermassen intakt 
scheinender lnfraspinatus- und Subscapularis-Sehne ist die Bizepssehne kaum 
diskriminierbar, schwerst veränderte Supraspinatussehne, wobei ich nicht sicher 
bin, ob eine transmurale Ruptur vorhanden sein könnte. Aufgrund der sehr 
schlechten Beweglichkeit des Patienten ist eine befriedigende Untersuchung so-
nografisch jedoch nicht möglich. Es besteht jedoch keine Bursitis.

Untersucht man die HWS ergibt sich eine deutliche Bewegungseinschränkung 
nach links um mindestens die Hälfte, endphasig stark schmerzhaft sowohl in Rota-
tion bei Flexion als auch Extension. Die Schmerzprojektion ist dabei primär lokal 
cervikal nur leicht Richtung Schulter ausstrahlend. Neurologisch besteht eine diffu-
se Hyposensibilität der ganzen linken Hand, medialer Unterarm und lateraler 
Oberarm, was nicht dermatomspezifisch zuzuordnen ist.

Gemäss Dr.med. O.________ bestand eine chronifizierte schwere Schulterpro-
blematik nach erfolgten Rupturen und Operationen mit relevantem Restbefund. 
Vielleicht bestehe eine Aggravation, die Untersuchung scheine aber schon relativ 
konsistent zu sein. Er empfahl ein neutrales MRI sowie eine Zweitmeinung eines 
Orthopäden.

5.5 Am 26. Februar 2019 erfolgte ein Arthro MRI Schulter links bei Fragestel-
lung 'Erneute Ruptur, andere Pathologien?'. Prof. Dr.med. Q.________ (Facharzt 
Radiologie) hielt fest, es bestehe eine Reruptur der Supraspinatussehne bei Z.n. 
Fixation der Supraspinatussehne mit 2 Ankern. Zusätzlich liege, bedingt durch 
die AC-Gelenksarthrose und die grenzwertige Weite des Subakromialraumes, 
auch eine Impingement Konstellation vor (Suva-act. 199). 

5.6 In einem ärztlichen Bericht vom 15. März 2019 schilderte der Hausarzt 
Dr.med. E.________ dem beschwerdeführerischen Rechtsvertreter den bisheri-
gen Verlauf (Suva-act. 202 / 18 von 24). Aus seiner Sicht bestünden vier Pro-
blembereiche, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würden:

16

A. Anhaltende Schulterschmerzen links
B. Nacken- / Kopfschmerzen
C. Tinnitus
D. Psyche

Als dominant stehe die Schulter im Vordergrund, als nächstes relevantes Pro-
blem die Psyche. Eine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Gipser sei 
zurzeit sicher nicht gegeben, bezüglich Restarbeitsfähigkeit aus den verschiede-
nen Themenfeldern seien die entsprechenden Fachärzte zu konsultieren. 

5.7 Für eine Zweitmeinung wurde der Beschwerdeführer in die Schulter-
Sprechstunde vom 2. April 2019 in die M.________ (Klinik) aufgeboten (Suva-
act. 202 / 19 von 24). Im Bericht an den zuweisenden Dr.med. O.________ wer-
den als Diagnosen genannt:

1. Persistierendes chronisches Schmerzsyndrom Schulter links mit postoperativer 
Capsulitis und periscapulärer Insuffizienz mit /bei
- St.n. Arthroskopie mit Double Row Rekonstruktion bei Supra- und Infraspina-

tussehne sowie subacromialer Dekompression Schulter links am 22.06.2017 
(fecit Dr. F.________)

2. Chronisches zervikospondylogenes Syndrom linksbetont
3. Angststörung mit mittelgradiger depressiver Episode
4. Adipositas

PD Dr.med. R.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates) erhob einen klinischen Befund und führte zum Arthro 
MRI Schulter links vom 28. Februar 2019 (recte: 26.2.2019) aus:

Regelrecht inserierende Supra- und Infraspinatussehne nach Rekonstruktion mit 
minimaler Lücke im Bereich des anterioren Supraspinatus von < 2mm. Keine we-
sentliche Reruptur und schon gar keine Retraktion. Intakter glenoidaler und hume-
raler Knorpelüberzug. Leichte AC-Gelenks-Arthrose.

Schliesslich gelangte er zur Beurteilung, im Vordergrund stünden chronische 
Restschmerzen mit einer capsulitischen Komponente sowie einer deutlichen In-
suffizienz der periscapulären Muskulatur und einem generellen Rehabilitations-
defizit trotz einem stationären Aufenthalt in D.________. Eine erneute Arthrosko-
pie erschien ihm bei fehlendem pathoanatomischen Korrelat und überwiegend 
entzündlicher Komponente nicht indiziert. Er empfahl, ambulante konservative 
therapeutische Massnahmen wie z.B. Wassertherapie und eine Adaptation der 
antiinflammatorischen Schmerzbehandlung anzustreben.

Die Wiederaufnahme der Tätigkeit als Gipser bezeichnete Dr.med. R.________ 
als unrealistisch. Allenfalls sei eine Beurteilung der funktionellen Leistungsfähig-
keit zur Quantifizierung einer Tätigkeit in einer angepassten schulterschonenden 
Tätigkeit zu evaluieren. 

17

Da es sich um eine Zweitmeinung handelte, waren an der M.________(Klinik) 
keine weiteren Termine erfolgt (Suva-act. 214).

5.8 Bei gleichbleibender Diagnose wie im Februar berichtete Dr.med. 
O.________ mit Rheumatologischer Beurteilung vom 8. April 2019 (Suva-act. 
202 / 22 von 24), die Untersuchungsergebnisse der M.________(Klinik) seien 
ziemlich vergleichbar mit seinen; die Interpretation neben den myofascialen 
Schmerzen, muskulärer Insuffizienz und Schmerzverarbeitungskomponente sei 
leicht anders interpretiert. Während er eine gewisse Supraspinatussehnen-
/Impingement-Komponente stärker gewichte, welche bei schwer veränderter Su-
praspinatussehne mit (wenn auch kleiner) ReRuptur und leichter Einengung des 
Subacromialraumes strukturell gut nachvollziehbar sei, stelle der Orthopäde im 
M.________ mehr Komponenten der frozen shoulder (Capsulitis) in den Vorder-
grund. Tatsächlich sei die Beweglichkeit allseits eingeschränkt, aber teilweise mit 
aktivem Gegenspannen, was die Interpretation etwas erschwere. Dies unterstüt-
ze die Komponente einer residuellen frozen shoulder. Wahrscheinlich stimme ir-
gendwo beides. Unterstützen könne er den Orthopäden darin, dass es keine 
Operationsindikation gebe, welche die Situation wesentlich verbessern würde. Im 
Vordergrund stehe eine rehabilitative Therapie, insofern die Compliance stimme. 
Eine gute Idee des Orthopäden sei dabei der Beginn mittels Wassertherapie. Ei-
ner Rekonditionierung seien·aufgrund der chronischen Schmerzproblematik 
Grenzen gesetzt. Zudem empfahl Dr.med. O.________ den Versuch einer medi-
kamentösen Therapie.

Für den Beschwerdeführer sei ein wichtiges Thema die IV-Rente, wo er eine 
Rentenerhöhung anstrebe. Er fordere seine diesbezügliche Meinung. Beim Pati-
enten seien sicherlich die Einschränkungen der Schultermobilität, das chronische 
cervicospondylogene Syndrom, die muskuläre Insuffizienz und die diffusen myo-
fascialen Schmerzen und muskulären Verspannungen zu berücksichtigen.

Das Zumutbarkeitsprofil umschreibt Dr.med. O.________ so, dass qualitativ 
Überkopf-Arbeiten, respektive Arbeiten in Armvorhalte nicht mehr durchführbar 
seien. Auch das Tragen von Lasten sollte sich auf leichtes Heben und Tragen 
von Lasten repetitiv auf 5kg intermittierend auf 10kg beschränken, rechts etwas 
besser. Es sollten insbesondere monotone Stellungen mit länger andauernden 
Zwangshaltungen besonders mit HWS-Flexion oder -extension vermieden wer-
den, welche die muskulären Probleme und Probleme der HWS nachvollziehbar 
akzentuieren würde. Entsprechend bestehe eine Restarbeitsfähigkeit für eine 
körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit. Auf Grund eines erhöhten Erho-
lungsbedarfs bestehe seines Erachtens gesamthaft eine Arbeitsunfähigkeit von 
60%, rein rheumatologisch. Die Situation sei aber hochkompliziert und sollte 

18

nicht alleine rheumatologisch beurteilt werden, sondern im Rahmen eines zusätz-
lich auch psychiatrisch, orthopädisch, neurologischen interdisziplinären Gutach-
tens. 

5.9 Mit Verweis auf diese medizinischen Berichte hielt der Beschwerdeführer 
dafür, es sei offenkundig, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 6. August 
2018 erheblich verändert habe. Allein schon die Reruptur der Supraspinatusseh-
ne begründe den Eintritt einer wesentlichen Änderung. Es lägen neue Elemente 
tatsächlicher Natur vor, die nach der ursprünglichen Rentenverfügung eingetre-
ten seien und den damals gegebenen Sachverhalt wesentlich verändert hätten 
(Suva-act. 202). 

5.10 Bereits vor der Rückfallmeldung und Forderung nach einer Revision durch 
den Beschwerdeführer gelangte Kreisarzt Dr.med. H.________ (Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie) am 13. Mai 2019 gestützt auf den MRI-Befund vom 26. 
Februar 2019, die Zweitmeinung der M.________(Klinik) und die Rheumatologi-
sche Beurteilung vom 8. April 2019 (vgl. oben Erw. 5.5, 5.7, 5.8) zur Beurteilung, 
die geltend gemachten Beschwerden an der linken Schulter seien mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 28. März 2017 zurückzuführen. 
Zur Linderung der Kapsulitis sei eine kombinierte konservative Behandlung vor 
allem mit Wassertherapie durchzuführen (Suva-act. 201). 

5.11 Mit Schreiben vom 6. September 2019 teilte die Suva dem Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers mit, sie erbringe für die geltend gemachten Schulter-
schmerzen links rückwirkend Leistungen ab dem 18. Februar 2019 (Rückfall). Die 
Invalidenrente werde geprüft, sobald stabile Verhältnisse bestünden. Leistungen 
für die HWS-Beschwerden seien mit Verfügung vom 31. Januar 2019 abgelehnt 
worden. Die anderen Beschwerden (Kopfschmerzen, Tinnitus, Sehstörung etc.) 
seien nicht Gegenstand jener Verfügung (Suva-act. 212). 

5.12 Mit rheumatologischer Beurteilung vom 2. Oktober 2019 berichtete Dr.med. 
O.________ dem Hausarzt (Suva-act. 222). Dies bei Diagnosen:

1. Chronische PHS links mit/bei
[…]
- aktuell klinisch dominierend abduktionszentrierte Schmerzen und Bewe-
gungseinschränkung wsh als Ausdruck einer residuellen frozen shoulder kom-
biniert mit massiverer myofascialer Schmerzsymptomatik und muskulärer Insuf-
fizienz, Schmerzverarbeitungsstörung.

2. Chronisches cervikospondylogenes Syndrom linksbetont mit/bei
[…]

3. Vd.a. Neuropathie nervus cutanus femoris lateralis links
4. St.n. Sturz auf Gesäss mit vorwiegend myofaszialen Schmerzen Gesäss/Flanke 

links

19

5. Angststörung mit mittelgradiger depressiver Episode

Der Beschwerdeführer habe Ferien in N.________ mit täglicher Wassertherapie 
verbracht, was rein körperlich eine sehr positive Erfahrung gewesen sei. Es seien 
aber die Angstgefühle massiv gestiegen, es ginge ihm momentan psychisch mi-
serabel. Angesichts der psychiatrischen Verschlechterung scheine es ihm wich-
tig, die Wassertherapie, die tatsächlich zu helfen scheine und für welche er nach 
energischer Intervention des M.________-Arztes motiviert sei, weiterzuführen. 
Die Sensibilitätsstörung im Oberschenkel sei neurologisch zu beurteilen. Wichtig 
sei auch, dass er versuche, seine Schmerzen auf nichtmedikamentösem Wege 
anzugehen mittels Eigenbehandlungen.

Auf Anfrage der Suva hin berichtete ihr Dr.med. O.________ am 2. Oktober 2019 
dieselben Diagnosen (Suva-act. 225). Der M.________ habe insbesondere eine 
Bewegungstherapie im Wasser empfohlen, welche der Beschwerdeführer bei gu-
ter Compliance durchführe. Die versuchten Schmerzmedikamente hätten wenig 
gebracht. In den Ferien habe sich die psychiatrische Situation deutlich ver-
schlechtert mit Zunahme der Angststörung. Gleichzeitig habe sich eine ausge-
prägte Hyperästhesie des Oberschenkels links ausgebildet, die er als Neuropa-
thie des Nervus cutaneus lateralis links interpretiere und abklären lasse. In die-
sem Sinne sei die psychiatrische Therapie wieder deutlich vordergründig unter 
Weiterführung der Wassertherapie, allenfalls Erlernen von Eigenbehandlung 
Triggerpunkte. Dr.med. O.________ bat um Beurteilung von psychologischer 
Seite her.

5.13 Am 12. November 2019 nahm Kreisarzt Dr.med. I.________ (Facharzt or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie) eine ärztliche Aktenbeurteilung vor 
und stützte sich hierbei auf den Austrittsbericht der D.________(Klinik), die ver-
schiedenen kreisärztlichen Untersuchungen und Berichte sowie den aktenmässi-
gen Verlauf seit 2019 (Suva-act. 232). Er hielt fest, am 13. Mai 2019 sei durch 
den Kreisarzt eine Rückfallkausalität bejaht worden, gemäss letzter kreisärztli-
cher Beurteilung vom 28. Januar 2019 liege seines Erachtens indes ein unechter 
Rückfall vor (vgl. oben Erw. 4.2). Die Situation sei andauernd die gleiche mit zu-
sätzlicher Tendenz zur Verschlechterung durch die offensichtliche psychische 
Komponente. Die wiederaufgenommene Behandlung habe zu keiner Verbesse-
rung geführt; es sei vom Erreichen des Endzustandes auszugehen. Und weiter:

Aus orthopädisch-traumatologischer Sicht wurde vor einem guten halben Jahr am 
02.04.2019 erneut eine operative Behandlungsmöglichkeit im Schadenfall verneint 
und auf die Chronizität der Beschwerden hingewiesen, wobei eine klare ätiologi-
sche Zuordnung bei geringer somatischer Pathologie nicht möglich war. Die auf-
wendige Behandlung begleitet den Versicherten mittlerweile seit über einem halb-

20

en Jahr, ohne dass eine namhafte Verbesserung festzustellen wäre, im Gegenteil 
wird durch Dr. O.________ eine Verschlechterung der Psyche festgehalten.

Dass eine weitere Behandlung zu einer namhaften Besserung führe, schloss 
Dr.med. I.________ vor dem Hintergrund des seit 2019 dokumentierten Verlau-
fes aus. Zudem erkläre die geringe strukturelle Pathologie der linken Schulter die 
Beschwerden nicht vollständig. Die aktuell stabilen Verhältnisse würden denjeni-
gen vom Sommer 2018 entsprechen. Das damalige Zumutbarkeitsprofil gründe 
überdies auf der Beurteilung der spezialisierten Ärzte in der D.________(Klinik). 
Auch die Schätzung des Integritätsschadens durch Kreisarzt C.________ von 
2018 bestätigte Dr.med. I.________. Weder Ohren noch Augenprobleme hätten 
einen Bezug zum Unfall vom 28. März 2017. Schliesslich fügte er an, dieses Er-
eignis (Leitersturz in der eigenen Wohnung) sei offensichtlich bagatellär gewe-
sen. Die erste ärztliche Konsultation sei erst am 4. Mai 2017 erfolgt. Der Sturz 
aufs Gesäss sei bei dem nicht mehr UV-versicherten Beschwerdeführer schliess-
lich kein versichertes Ereignis.

6.1 Mit Verfügung vom 4. Dezember 2019 hielt die Suva gestützt auf die 
kreisärztliche Beurteilung vom 12. November 2019 durch Dr.med. I.________ 
fest (Suva-act. 236), dass:

- die Suva für den gemeldeten Rückfall (Schulterbeschwerden links) die gesetzli-
chen Versicherungsleistungen erbracht habe;

- die wiederaufgenommene Behandlung keine Verbesserung gebracht habe;

- die Heilkosten per 31. Dezember 2019 eingestellt würden;

- die aktuell stabilen Verhältnisse jenen vom Sommer 2018 entsprechen würden;

- das Zumutbarkeitsprofil unverändert bleibe;

- sich die Leistungen ab 1. Januar 2020 auf die seinerzeit zugesprochene Invali-
denrente von 27% beschränken würden;

- die Sehstörung und der Tinnitus nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Un-
fallereignis vom 28. März 2017 zurückzuführen seien und

- für den Unfall Ende September 2019, Sturz aufs Gesäss, keine Unfalldeckung 
bei der Suva bestehe.

6.2 Mit Einsprache vom 9. Januar 2020 forderte der Beschwerdeführer eine In-
validenrente von mindestens 74% sowie eine Integritätsentschädigung gestützt 
auf einen Integritätsschaden von mindestens 25% (Suva-act. 258). Ausgangs-
punkt sei die Beurteilung von Kreisarzt C.________ vom 27. Juni 2018. Dr.med. 
O.________ halte im Februar 2019 fest, eine Arbeitsfähigkeit sei seit März 2017 
auf keinen Fall mehr möglich; er habe wieder relevante Rupturen in der Schulter 
befürchtet und ein MRI veranlasst. Dieses habe am 26. Februar 2019 eine Re-

21

Ruptur der Supraspinatussehne ergeben. Gemäss Hausarzt Dr.med. 
E.________ sei eine Angst- und depressive Störung gemischt mit psychiatri-
schem Unterstützungsbedarf hinzugekommen sowie Schulter-, Nacken- und 
Kopfschmerzen, ein Tinnitus, eine Sehstörung sowie depressive Störung. Am 10. 
April 2019 diagnostiziere Dr.med. O.________ eine Re-Ruptur der Supraspina-
tussehne und halte fest, in Bezug auf die Restarbeitsfähigkeit seien die Ein-
schränkungen der Schultermobilität, das chronische cervicospondylogene Syn-
drom, die muskuläre Insuffizienz und die diffusen myofascialen Schmerzen und 
muskulären Verspannungen zu berücksichtigen, worauf er das Zumutbar-
keitsprofil beschreibe und festhalte, gesamthaft betrachtet sei eine Arbeitsun-
fähigkeit von 60% gegeben. Dr.med. K.________ habe im November 2018 eine 
maximale Arbeitsfähigkeit von 50% festgestellt, Dr.med. R.________ schlage im 
April 2019 zur Quantifizierung einer Tätigkeit eine EFL vor. Hinzugekommen sei 
noch eine Hyperästhesie des Oberschenkels links. Aufgrund all der Arztberichte 
sei offenkundig, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 6. August 2018 er-
heblich verschlechtert habe. Es habe eine schwerst veränderte Supraspinatus-
sehne festgestellt werden können, die Schulterschmerzen würden ihn in den ma-
nuellen Tätigkeiten massivst einschränken. Es bestehe eine relevante Schmerz-
verarbeitungsstörung. Aufgrund der Verschlechterung attestiere Dr.med. 
O.________ eine Arbeitsunfähigkeit von neu 60%; die Suva verkenne, dass die 
aktuellen Verhältnisse nicht mit denjenigen im Sommer 2018 identisch seien. Er 
betont die Re-Ruptur der Supraspinatussehne, die erhebliche Verschlechterung 
der psychischen Gesundheit, die in natürlichem Kausalzusammenhang zum Un-
fall vom März 2017 stehe und die Arbeitsfähigkeit massiv beeinflusse. All die 
medizinischen Berichte würden erhebliche Zweifel an der versicherungsinternen, 
rein auf Akten beruhenden Beurteilung von Dr.med. I.________ erwecken, wes-
halb darauf nicht abgestützt werden könne. Die Suva mache sich kein gesamt-
haftes Bild der gesundheitlichen Beschwerden. Es sei ein interdisziplinäres Gut-
achten erforderlich. Schliesslich moniert er eine falsche Ermittlung des Invaliden-
einkommens sowie des Integritätsschadens. 

Der Einsprache hat der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr.med. 
O.________ vom 18. Dezember 2019 beigelegt. Darin wiederholt dieser die Dia-
gnosen seiner früheren Berichte, wobei er die Angststörung mit mittelgradiger 
depressiver Episode ergänzt um 'mit/bei multiple komplexe funktionelle Störun-
gen wie Tinnitus, Schwindel, Sehstörungen ohne fachärztlich strukturelles Korre-
lat' (Suva-act. 258 / 27 von 30). Gemäss Diagnoseliste bestehe als primäre Pro-
blematik nach wie vor abduktionszentrierte Schulterschmerzen links, die multifak-
toriell bedingt seien. Neben einer residuellen leichten Frozen Shoulder bestehe 
auch eine im Februar 2019 bildgebend neu diagnostizierte Re-Ruptur im Bereich 

22

der Supraspinatussehne, die 2017 so noch nicht beschrieben gewesen sei und 
als Ausdruck einer relevanten Funktionsstörung die abduktionszentrierte Beweg-
lichkeitseinschränkung der Schulter ergebe. Zudem bestehe eine relevante 
Schmerzverarbeitungsstörung. Letztlich bestehe die erwähnte komplexe psychia-
trische Störung, die einerseits einen negativen Einfluss auf die Schmerzverarbei-
tung habe, andererseits den generalisierten paravertebralen Muskelhartspann 
und damit myofasziale Probleme triggere. Damit bestehe eine hochkomplexe bi-
opsychosoziale Ausgangslage mit sich gegenseitig verstärkenden Faktoren. In 
diesem Sinne bestehe eine komplexe orthopädisch-rheumatologisch-
psychiatrische Problematik, durch welche der Patient 60% arbeitsunfähig sei. Ei-
ne Begutachtung müsse interdisziplinär die verschiedenen Aspekte berücksichti-
gen.

6.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 29. Juni 2020 führte die Suva 
einleitend aus, dass
- für das Unfallereignis vom September 2019 (Sturz auf das Gesäss) keine Un-

falldeckung bei der Suva bestehe;
- die Sehstörung und der Tinnitus nicht unfallkausal seien;
- bereits mit rechtskräftiger Verfügung vom 6. August 2018 rechtskräftig ent-

schieden worden sei, dass die psychischen Beschwerden nicht unfallkausal 
seien und 

- eine Leistungspflicht für die geklagten HWS-Beschwerden mit Verfügung vom 
31. Januar 2019 - nach Rückzug der Einsprache - rechtskräftig ausgeschlossen 
worden sei.

Im weiteren führte die Suva aus, Dr.med. I.________ habe für seine Beurteilung 
sämtliche ärztlichen Berichte berücksichtigt, mithin auch den MRI-Befund bezüg-
lich Re-Ruptur der Supraspinatussehne. Der Vorwurf, nicht alles berücksichtigt 
zu haben, entbehre jeglicher Grundlage. Aus dem jüngsten aufgelegten Bericht 
vom Dezember 2019 von Dr.med. O.________ gehe sodann unmissverständlich 
hervor, dass sich die postulierte Verschlechterung insbesondere auf die psychi-
sche Problematik beziehe. Diese müsse indes als nicht unfallkausal ausser Acht 
bleiben. 

Weiter betonte die Suva, das Zumutbarkeitsprofil vom August 2018 sei sehr ein-
schränkend formuliert gewesen (vgl. oben Erw. 3.8). Damals sei die Arbeitsun-
fähigkeit vom behandelnden Arzt mit 100% bescheinigt worden; Dr.med. 
O.________ beziffere sie nun nur noch auf 60%, obwohl er dabei ganz offen-
sichtlich auch unfallfremde psychische Beschwerden miteinbeziehe. Aus dessen 
Bericht vom Dezember 2019 gehe sodann nicht hervor, dass er die Zumutbarkeit 
enger einschätze als der Kreisarzt. Vielmehr führe er die Verschlechterung auf 

23

unfallfremde Faktoren zurück, was sich unmissverständlich aus dem Verlaufsbe-
richt vom 2. Oktober 2019 ergebe (vgl. oben Erw. 5.12). Aus den Berichten 
Dr.med. O.________ könne nicht abgeleitet werden, dass sich der unfallkausale 
Gesundheitszustand seit August 2018 verschlechtert hätte. So erweise sich das 
von ihm umschriebene Zumutbarkeitsprofil als nahezu identisch mit dem 
kreisärztlichen vom August 2018, obwohl er unzulässigerweise auch unfallfremde 
HWS-Beschwerden berücksichtigt habe. Unberücksichtigt bleiben müsse auch 
der Bericht des Spitals P.________ nach dem Sturz aufs Gesäss, was kein Su-
va-versichertes Ereignis darstelle. Die Vorbringen seien daher insgesamt unbe-
gründet. Fehle es an einer erheblichen Änderung des Gesundheitszustandes, so 
bleibe kein Raum für eine Neuberechnung der Rente. Was den leidensbedingten 
Abzug anbelange, so sei darüber ebenfalls rechtskräftig entschieden worden. 

7.1 In der Beschwerde vor Verwaltungsgericht wiederholt der Beschwerdefüh-
rer weitestgehend seine Vorbringen der Einsprache (vgl. Erw. 6.2). Ob er damit 
den Anforderungen an eine begründete Beschwerde, die sich insbesondere mit 
den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinander zu setzen hat 
(vgl. Art. 61 lit. b ATSG; Urteil BGer 8C_599/2008 vom 27.2.2009 Erw. 5), zu 
genügen vermag oder (wie die Suva geltend macht) nicht, kann offenbleiben, da 
die vorgetragenen Rügen unbegründet sind. 

7.2 Es ist unbestritten, dass als Vergleichsbasis auf das von Kreisarzt 
C.________ am 26. Juni 2018 definierte Zumutbarkeitsprofil abzustellen ist (vgl. 
oben Erw. 3.8):

Zumutbarkeit in der angestammten Tätigkeit als Gipser (unfallkausale Sicht): 
Tätigkeit nicht mehr zumutbar, Anforderung zu hoch, schwere Arbeit.

Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für andere und berufliche Tätigkei-
ten (unfallkausale Sicht): Vollschichtige, leichte Arbeit. Keine Arbeit über Schulter-
höhe, kein körperfernes Hantieren, keine Gewichtsbelastung über 7 bis 10 kg über 
Brusthöhe, keine Arbeiten mit schlagenden, hämmernden oder vibrierenden Ma-
schinen. Kein Besteigen von Leitern und Gerüsten (Selbstschutz).

Dieses basiert auf folgender damaliger Befundlage:

Als überwiegend wahrscheinlich objektivierbare Unfallfolgen finden sich eine Be-
wegungseinschränkung im Bereich des linken Schultergelenkes, insbesondere für 
die Abduktion, Anteversion und Rotation sowie eine Muskelminderung im Bereich 
des linken Oberarmes mit minimaler Kraftminderung, die vom Versicherten geklag-
ten Beschwerden im Hinblick auf die Bewegungseinschränkung sowie die 
Schmerzempfindungen bei Gewichtsbelastungen. Aus diesem Grund ist mittel- bis 
langfristig keine wesentliche Verbesserung der überwiegend wahrscheinlich vorlie-
genden strukturellen Läsionen im Bereich des linken Schultergelenkes zu erwar-
ten. 

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7.3 Wenn der Beschwerdeführer ausführt, Dr.med. O.________ halte dafür, 
"eine Arbeitsfähigkeit sei seit März 2017 auf keinen Fall mehr möglich" (vgl. Be-
schwerde Rz. 11), so verkennt er, dass es sich hierbei nicht um eine Einschät-
zung von Dr.med. O.________ handelt, sondern um die Wiedergabe einer Aus-
sage des Beschwerdeführers in der Anamnese (vgl. Suva-act. 202 / 13 von 24). 

7.4 Von Dr.med. O.________ liegt keine Zumutbarkeitsbeurteilung vor, welche 
einzig die Schulterbeschwerden links berücksichtigt. Vielmehr hält er explizit fest, 
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers werde durch verschiedene Faktoren 
resp. Befunde beeinflusst. Er listet neben den Schulterbeschwerden namentlich 
das chronische cervicospondylogene Syndrom, die muskuläre Insuffizienz und 
die diffusen myofascialen Schmerzen und muskulären Verspannungen sowie 
insbesondere die psychiatrische Situation auf.

7.5 Wie die Suva nun aber zu Recht ausführt, sind einzig die Schulterbe-
schwerden links unfallkausal und für die Frage der Leistungspflicht der Suva zu 
berücksichtigen. 

Die psychischen Leiden sind bereits im Bericht der D.________(Klinik) dokumen-
tiert. Sie weisen eine lange Krankheitsgeschichte auf und bestehen sicher seit 
2005/2006. Bereits durch die D.________(Klinik) wurden sie als nicht unfallkau-
sal für die Beurteilung des unfallbedingten Zumutbarkeitsprofils ausgeschlossen 
(vgl. oben Erw. 3.6). Die vom Beschwerdeführer vorgetragene Behauptung, es 
bestehe eine natürliche Unfallkausalität der psychischen Beschwerden, entbehrt 
jeglicher Grundlage. Vielmehr handelt es sich um eine seit langem bestehende 
gesundheitliche Beeinträchtigung. Die Angst hat sich - gemäss Bericht der 
D.________(Klinik) - über die Jahre auf diverse Lebensbereiche ausgeweitet, 
nimmt agoraphobische und generalisierte Züge an und es zeige sich ebenso eine 
starke Angst vor der Angst (Suva-act. 113 / 2 von 4). Da es sich um eine lange 
Krankheitsgeschichte ohne Behandlung handelt, stellte die D.________(Klinik) 
bereits damals eine Chronifizierung verbunden mit Hilflosigkeit und Hoffnungslo-
sigkeit fest. Bereits damals wurde festgestellt, dass diese psychische Störung ei-
ne arbeitsrelevante Leistungsminderung zusätzlich zu den muskuloskelettal be-
dingten Einschränkungen begründet, aber als nicht unfallkausal unberücksichtigt 
bleiben musste.

Über die HWS-Beschwerden ist bereits rechtskräftig entschieden. Mit Verfügung 
vom 31. Januar 2019 wurde deren Unfallkausalität verneint (vgl. oben Erw. 4).

Dass die Sehbeschwerden auf den Sturz von der Leiter mit Schulterprellung 
zurückzuführen wären, macht auch der Beschwerdeführer, zumindest nicht 

25

nachvollziehbar geltend. Entsprechendes ergäbe sich auch nicht aus dem Be-
richt von PD Dr.med. V.________ (vgl. oben Erw. 5.3).

Dasselbe gilt für den Tinnitus, welcher von Dr.med. L.________ mit keinem Wort 
auf das ihm bekannte Unfallereignis zurückgeführt wird, sondern auf die psycho-
logische Verfassung des Beschwerdeführers (vgl. oben Erw. 5.1). Sodann doku-
mentierte er 2018, der Tinnitus bestehe anamnestisch seit ca. 3 Jahren, mithin 
bereits vor dem Unfall (Suva-act. 202 / 5 von 24).

Keiner der behandelnden Ärzte, insbesondere auch nicht Dr.med. O.________, 
begründet eine mögliche Unfallkausalität der ausgeprägten Hyperästhesie des 
linken Oberschenkels. Ein Zusammenhang zum Leitersturz im März 2017 lässt 
sich nicht herstellen.

Der sich im September 2019 ereignete Sturz aufs Gesäss (und Mitbetroffenheit 
der LWS) ist des weiteren kein Unfallereignis, für welches bei der Suva eine Ver-
sicherungsdeckung bestehen würde. Zu diesem Zeitpunkt war der Beschwerde-
führer bei der Suva nicht obligatorisch unfallversichert. Mithin hat die Suva für die 
Folgen nicht einzustehen.

7.6 Soweit der Hausarzt gegenüber dem Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers verschiedene die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Faktoren auflistet (vgl. 
oben Erw. 5.6), so gilt diesbezüglich das eben ausgeführte. Einzig die Schulter-
beschwerden links sind unfallkausal und für die Leistungsprüfung massgeblich.

7.7 Obwohl Dr.med. O.________ - auf welchen sich der Beschwerdeführer we-
sentlich beruft - für die Zumutbarkeitsbeurteilung erklärtermassen ausdrücklich 
auch wesentliche unfallfremde Faktoren berücksichtigt, weicht das von ihm um-
schriebene Zumutbarkeitsprofil dennoch qualitativ nicht wesentlich von jenem der 
Suva ab (vgl. oben Erw. 5.7 und 3.8). Den erforderlichen Erholungsbedarf, der 
dann gemäss Dr.med. O.________ zu einer Arbeitsunfähigkeit von 60% führen 
soll, begründet er nicht weiter. Insbesondere erklärt er auch nicht, dieser sei al-
lein den Schulterbeschwerden geschuldet. Was sodann seinen Befund der 
Schulterbeschwerden links anbelangt, so könnte einzig die von ihm geltend ge-
machte Re-Ruptur der Supraspinatussehne als Veränderung im Vergleich zu 
2018 gelesen werden. Allerdings wird dies durch die Zweitmeinung der 
M.________(Klinik) so nicht bestätigt, worauf Dr.med. O.________ gegenüber 
dem Hausarzt selber hinweist. 

Demgegenüber begründet Dr.med. I.________ nachvollziehbar, dass die aktuelle 
Situation bezogen auf die Schulterbeschwerden links andauernd die gleiche ist 
indes mit Tendenz zur Verschlechterung aufgrund der offensichtlich psychiatri-
schen Komponente. Seine Ausführung, es liege eine Chronifizierung der Be-

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schwerden vor, wobei eine klare ätiologische Zuordnung bei geringer somati-
scher Pathologie nicht möglich sei, findet sich bestätigt in der Zweitmeinung der 
M.________(Klinik) (vgl. oben Erw. 5.7). Diese vermag die vom Beschwerdefüh-
rer betonte Re-Ruptur der Supraspinatussehne so nicht zu bestätigen, sondern 
interpretiert das Arthro MRI vom Februar 2019 als regelrecht inserierende Supra-
spinatussehne nach Rekonstruktion mit minimer (< 2mm) Lücke im Bereich des 
anterioren Supraspinatus. Eine wesentliche Re-Ruptur wird verneint, erst recht 
eine Retraktion. Ein wesentlich veränderter, unfallkausaler Befund, wie er vom 
Beschwerdeführer geltend gemacht wird, lässt sich mithin nicht bestätigen. Wenn 
aber keine veränderte Befundlage vorliegt, dann besteht keine Grundlage für ei-
ne Revision. Selbst wenn auf die durch Dr.med. O.________ abweichend attes-
tierte Arbeitsunfähigkeit einzugehen wäre, würde dies für eine Revision nicht 
ausreichen, fehlt es doch an einer veränderten Befundlage (vgl. Urteil BGer 
8C_170/2020 vom 2.7.2020 Erw. 2.3). Und selbst wenn die Re-Ruptur der Su-
praspinatussehne als Befundänderung anerkannt würde, so würde es sich laut 
übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen um eine geringe somatische Patho-
logie handeln. Sie wäre - wie die Vorinstanz schlüssig darlegt - ohne Einfluss auf 
das bereits einschränkende Zumutbarkeitsprofil von 2018. 

7.8 Wenn es an der Grundlage für eine Revision mangelt, dann hat die Suva 
eine revisionsweise Anpassung sowohl der Invalidenrente als auch der Inte-
gritätsentschädigung zu Recht abgelehnt. Auf die weiteren Vorbringen des Be-
schwerdeführers bezüglich Invalideneinkommen und leidensbedingter Abzug ist 
nicht einzugehen. Mithin erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. 

8. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG); Anspruch auf eine 
Parteientschädigung besteht nicht (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 14. Januar 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. Januar 2021