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**Case Identifier:** 0c99b483-4341-504f-8e0d-c277673b4803
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.02.2021 720 20 202/45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-202-45_2021-02-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Februar 2021 (720 20 202 / 45) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Georg Ranert, Advokat, 
Schulstrasse 23, 4132 Muttenz 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1958 geborene A.____ meldete sich am 12. Mai 2016 unter Hinweis auf Rücken-
probleme und eine Depression bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug 
von Leistungen an. Nachdem sie die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt 
hatte, lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft einen Rentenanspruch von A._____ - nach durch-
geführtem Vorbescheidverfahren - mit Verfügung vom 20. März 2020 ab. Zur Begründung 
machte sie geltend, dem Versicherten sei aus psychiatrischer und aus somatischer Sicht die 
Ausübung sowohl der angestammten Tätigkeit als auch jeglicher Verweistätigkeit uneinge-

 

 
 
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schränkt zumutbar. Eine Arbeitsunfähigkeit habe einzig im Zeitraum vom 28. April 2016 bis 
31. Mai 2016 vorgelegen. Somit seien die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch nicht 
erfüllt. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A._____, vertreten durch Advokat Georg Ranert, am 
19. Mai 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sie die 
Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, um eine umfassende Abklärung der aktuel-
len, rheumatologischen und/oder orthopädischen Gesundheitssituation vorzunehmen. Hierfür 
sei die Vorinstanz zu verpflichten, in beiden in Frage kommenden medizinischen Bereichen 
unabhängige Begutachtungen zu veranlassen; unter o/e-Kostenfolge, wobei ihm die unentgeltli-
che Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu be-
willigen seien.  
 
C. Mit Verfügung vom 26. Mai 2020 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer 
gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unent-
geltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Georg Ranert als 
Rechtsvertreter. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 4. August 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Aktennotiz von Dr. med. 
B.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, 
vom 3. Juni 2020 bei.  
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielt der Beschwerdeführer mit Replik 
vom 10. September 2020 an den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren und den we-
sentlichen bisherigen Vorbringen fest. Die IV-Stelle wiederum beantragte in ihrer Duplik vom 
13. Oktober 2020 - unter Beilage einer zusätzlichen Aktennotiz des RAD-Arztes Dr. B._____ 
vom 8. Oktober 2020 - nach wie vor die Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 19. Mai 2020 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung einen An-
spruch des Versicherten auf eine Invalidenrente zu Recht verneinte.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Nach ständiger Rechtsprechung kann eine versicherte Person nicht erwerbsunfähig 
(Art. 7 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] 
vom 6. Oktober 2000) und mithin nicht invalid im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG sein, wenn sie 
nicht aus gesundheitlichen Gründen mindestens teilweise arbeitsunfähig ist (Art. 6 ATSG; Urteil 
des Bundesgerichts vom 8. August 2016, 9C_280/2016, E. 2 mit Hinweis auf BGE 105 V 139 
E. 1b).  
 
3.2 Art. 6 ATSG definiert die Arbeitsunfähigkeit als die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, 
im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich be-
rücksichtigt (Satz 2).  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 

 

 
 
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Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Zu ergänzen bleibt, dass nach der Rechtsprechung die Annahme einer allenfalls invali-
disierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte 
Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraussetzt (BGE 
131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Dabei ist zu betonen, dass im Kontext der renten-
mässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie sozio-
kulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden 
im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizini-
sches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine 
psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale 
Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der 
versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und 
einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch 
eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also 
nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, 
ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zu-
mutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 
102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
6.1 Die IV-Stelle gab zur Abklärung des aktuellen Gesundheitszustands und der Arbeitsfä-
higkeit des Versicherten bei Dr. med. C._____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein fach-
ärztliches Gutachten in Auftrag, das dieser am 28. November 2017 erstattete. Darin gelangte 
der Experte zur Auffassung, dass beim Versicherten keine Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit erhoben werden könne. Als Leiden ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
diagnostizierte der Gutachter eine Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 

 

 
 
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F43.21) und eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54). Beim Exploranden bestehe aus 
psychiatrischer Sicht in der bisherigen und auch in jeder anderen beruflichen Tätigkeit eine Ar-
beitsfähigkeit von 100 %. Es bestünden keine Hinweise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit aus 
psychiatrischer Sicht jemals eingeschränkt gewesen sei.  
 
6.2 Im Weiteren holte die IV-Stelle Arztberichte von Dr. med. D.____, Rheumatologie FMH, 
Physikalische Medizin & Rehabilitation FMH und Innere Medizin FMH, und des behandelnden 
Psychiaters Dr. med. E._____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein.  
 
6.2.1 Dr. D.____ diagnostizierte beim Versicherten laut Bericht vom 7. Mai 2019 (1) ein Pan-
vertebralsyndrom bei ausgeprägter Fehlhaltung und muskulärer Dysbalance mit beginnender 
Unk- und Spondylarthrose der mittleren HWS, Osteochondrosen, Diskusprotrusionen, Spon-
dylarthrosen LWK4/5/SWK1 mit mässig- bis hochgradiger Verengung neuroforaminal L5 und 
recessal S1 rechts sowie (2) wechselnde, asymmetrische Arthralgien und Myalgien unklarer 
Genese. Zur Frage der Arbeitsfähigkeit des Versicherten äusserte sich Dr. D.____ wie folgt: 
Bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit des Patienten liege ihm kein Belastungsprofil vor, 
was unter anderem auch durch die sprachlichen Barrieren bedingt sei. Damit könne er zur mit-
tel- bis längerfristigen Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit keine Stellung neh-
men. Da nur ein Teil der Beschwerden des Patienten, aber nicht Ausmass, Dauer und Thera-
pie-Refraktärität durch die bisher vorliegenden klinischen, laborchemischen und radiologischen 
Befunde erklärt werden könnten, könne auch bezüglich der Prognose und letztlich ebenso be-
züglich der mittel- bis längerfristigen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit von seiner Seite 
keine definitive Aussage gemacht werden. Vom heutigen Standpunkt aus bestünden aktuell 
medizinisch-theoretisch aus rein rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit im ange-
stammten Beruf als Schweisser und eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere 
Verweistätigkeiten, bei denen ein rückengerechtes Verhalten gewährleistet sei. Um die mittel- 
bis längerfristige Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, werde seines Erachtens jedoch ein mehrdiszip-
linäres Gutachten mit Übersetzer unumgänglich sein. 
 
6.2.2 Dr. E.____ hielt im Verlaufsbericht vom 26. Juni 2019 bei seinem Patienten als Diag-
nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F32.11) fest. Zusätzlich gab er nochmals sämtliche Diagnosen wieder, die Dr. D.____ im vor-
stehend genannten Bericht vom 7. Mai 2019 aus rheumatologischer Sicht erhoben hatte. Der 
Versicherte sei, so das Fazit von Dr. E.____, aufgrund dieser - psychischen und somatischen - 
Leiden seit 26. November 2014 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 20. März 2020 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich 
auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.____ vom 28. November 2017. Sie ging demzufol-
ge davon aus, dass beim Beschwerdeführer keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit erhoben werden könne und dass diesem die Ausübung sowohl der angestammten Tä-
tigkeit als auch jeglicher Verweistätigkeit uneingeschränkt zumutbar sei. Dieser vorinstanzlichen 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts kann nun aber aus den nachfolgenden Gründen 
nicht gefolgt werden. 

 

 
 
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7.2.1 Der Beschwerdeführer hatte zwischen 1995 und 2010 aufgrund eines Rückenleidens 
eine halbe IV-Rente bezogen. Auch heute bestehen bei ihm, wie etwa dem Bericht von 
Dr. D._____ vom 7. Mai 2019 entnommen werden kann, verschiedene - zumindest teilweise -
objektivierbare Beeinträchtigungen im Rückenbereich (vgl. E. 6.2.1 hiervor). Vor diesem Hinter-
grund wäre es angezeigt gewesen, den Gesundheitszustand des Versicherten auch aus rheu-
matologischer Sicht gutachterlich abklären und anschliessend die Arbeitsfähigkeit des Versi-
cherten durch den psychiatrischen und den rheumatologischen Gutachter gemeinsam aus bi-
disziplinärer Sicht beurteilen zu lassen. Indem sich die IV-Stelle stattdessen darauf beschränk-
te, ausschliesslich ein psychiatrisches Gutachten einzuholen, kam sie ihrer Pflicht zur umfas-
senden Abklärung des massgebenden medizinischen Sachverhalts (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) 
nicht im erforderlichen Masse nach. Diesbezüglich ist zu erwähnen, dass auch Dr. E._____ in 
seinem Bericht vom 7. Mai 2019 ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass seines Erachtens 
zur Beurteilung der mittel- bis längerfristigen Arbeitsfähigkeit des Versicherten ein mehrdiszipli-
näres Gutachten mit Übersetzer unumgänglich sei. In gleichem Sinne hatte sich im Übrigen 
auch schon der zuständige Integrationsberater der IV-Stelle im "Abschlussbericht der Eingliede-
rungsmassnahmen" vom 19. Juli 2016 geäussert.  
 
7.2.2 In der angefochtenen Verfügung vertrat die IV-Stelle die Auffassung, dass für die Beur-
teilung der Auswirkungen der Rückenschmerzsymptomatik auf das Gutachten von Dr. med. 
F.____, Innere Medizin FMH, spez. Rheumaerkrankungen, vom 30. Juni 2015 zurückgegriffen 
werden könne. Die betreffende Expertise hatte der genannte Facharzt damals im Auftrag des 
Krankenversicherers des Beschwerdeführers erstellt. Dieser Betrachtungsweise der Beschwer-
degegnerin kann jedoch nicht gefolgt werden. Zum einen ist das Gutachten von Dr. F._____ 
ausgesprochen kurz ausgefallen und zum andern erweist es sich auch nicht mehr als aktuell. 
Dies ergibt sich etwa aus dem oben genannten Bericht von Dr. D.____ vom 7. Mai 2019, listet 
dieser doch verschiedene rheumatologische Diagnosen auf, die im Juni 2015 von Dr. F.____ 
(noch) nicht erhoben worden waren. Dessen Gutachten vom 30. Juni 2015 ist deshalb für die 
vorliegend strittige Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten beweisrechtlich nicht 
verwertbar.  
 
7.3 Im Weiteren vermag auch das psychiatrische Gutachten von Dr. C.____ vom 28. No-
vember 2017 nicht vollständig zu überzeugen. Es erweist sich in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge, in der Beurteilung der medizinischen Situation und in seinen Schluss-
folgerungen insgesamt als eher oberflächlich. Es ist denn auch umfangmässig eher kurz ausge-
fallen; es umfasst zwar 32 Seiten, davon entfallen aber deren 21 auf die Zusammenfassung der 
Aktenlage. Ebenso ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Dauer der Untersuchung mit 
75 Minuten - auch wenn diesem Aspekt nach der Rechtsprechung für sich allein grundsätzlich 
keine ausschlaggebende Bedeutung zukommt (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 
14. März 2019, 8C_356/2018,E. 4.2 mit weitern Hinweisen) - in Anbetracht, dass die Fragen 
des Experten und die Antworten des Versicherten jeweils von der anwesenden Dolmetscherin 
übersetzt werden mussten, für eine vertiefte Abklärung wohl eher knapp bemessen war.  
 

 

 
 
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7.4 Kein ausschlaggebender Beweiswert kann schliesslich der Beurteilung des behandeln-
den Psychiaters Dr. E.____ beigemessen werden. Dieser listet unter den Diagnosen nicht nur 
die von ihm festgestellten psychischen Leiden, sondern auch verschiedenste somatische Ge-
sundheitsbeeinträchtigungen auf und bezieht diese offensichtlich auch in seine Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit des Versicherten mit ein (vgl. etwa den Verlaufsbericht vom 26. Juni 2019). 
Eine solche "Gesamtbeurteilung" ist aber nicht durch einen einzelnen Facharzt, sondern - wie 
vorstehend ausgeführt (vgl. E. 7.2.1 hiervor) - durch einen psychiatrischen und einen rheumato-
logischen Facharzt/Gutachter im Rahmen einer Konsensbesprechung gemeinsam aus bidiszip-
linärer Sicht vorzunehmen. 
 
7.5 Aus dem Gesagten folgt, dass die vorhandene medizinische Aktenlage keine ab-
schliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten zulässt. Die Abklärungser-
gebnisse aus dem Verwaltungsverfahren sind mit andern Worten nicht ausreichend beweiskräf-
tig, der relevante medizinische Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklärung. Die IV-Stelle, 
an welche die Angelegenheit zurückzuweisen ist, hat den Gesundheitszustand und die Arbeits-
fähigkeit des Versicherten - in Anbetracht der zu beurteilenden Beschwerdesymptomatik - durch 
ein bidisziplinäres (rheumatologisches/psychiatrisches) Gutachten abklären zu lassen, wobei 
der entsprechende Auftrag an zwei mit der Angelegenheit noch nicht befasste Fachärztinnen 
oder -ärzte zu ergehen hat. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen medizinischen Abklä-
rungen wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Versicherten neu zu 
befinden haben. 
 
8. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne 
gutzuheissen ist, als die angefochtene Verfügung vom 20. März 2020 aufzuheben und die An-
gelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückzuweisen ist. 
 
9. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grund-
sätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefoch-
tene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer 
Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als un-
terliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-

 

 
 
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tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, wes-
halb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind.  
 
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
hat in seiner Honorarnote vom 10. September 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeit-
aufwand von 19,25 Stunden geltend gemacht. Darunter fallen auch Bemühungen von einein-
halb Stunden für eine "Recherche zur Aussagekraft zeitlich länger zurückliegender Experten-
gutachten" und von einer Stunde für verschiedene Kontaktaufnahmen mit dem Sozialdienst der 
Wohngemeinde des Mandanten. Die Kosten für solche juristischen Grundabklärungen und für 
die verschiedenen Kontakte mit dem Sozialdienst können nun allerdings nicht im Rahmen des 
Ersatzes der Parteikosten der unterliegenden IV-Stelle auferlegt werden. Die entsprechenden 
Positionen der Honorarrechnung sind daher zu streichen und die ausgewiesenen Bemühungen 
demnach um zweieinhalb Stunden zu kürzen. Der verbleibende entschädigungsberechtigte 
Zeitaufwand von 16,75 Stunden erweist sich zwar nach wie vor als hoch, in Anbetracht der sich 
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen und in Berücksichtigung, dass ein doppelter Schrif-
tenwechsel durchgeführt wurde, aber noch als angemessen. Die Bemühungen sind zu dem 
vom Rechtsvertreter geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 240.-- zu entschädigen. Nicht 
zu beanstanden sind die geltend gemachten Auslagen von Fr. 99.60. Dem Beschwerdeführer 
ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'119.60 (16,75 Stunden à Fr. 240.-- + 
Auslagen von Fr. 99.60) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 
 
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10.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil K. des 
Bundesgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil K. des Bundesge-
richts vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 20. März 2020 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
Basel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4'119.60 (inkl. Auslagen) zu bezah-
len. 

 

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