# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e387098a-7041-5b91-8553-5791a4e9949a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 03.02.2023 110 2022 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-147_2023-02-03.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2022/147

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 3. Februar 2023

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin 1

Herrn D.________
Beschwerdeführer 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________

und

Frau B.________
Beschwerdegegnerin 1

Herrn E.________
Beschwerdegegner 2

beide vertreten durch Herrn Fürsprecher F.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Stadt Bern, Bauinspektorat, 
Bundesgasse 38, Postfach, 3001 Bern

betreffend die Baubewilligung der Stadt Bern vom 9. Februar 2022 (Baukontroll-Nr. 2020-0180; 
Erweiterung Wohnraum, Einbau Dachlukarne, Erweiterung Terrasse DG)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerschaft reichte am 24. März 2020 bei der Stadt Bern ein Baugesuch 
ein für das Bauvorhaben «Sanierung und Erweiterung Waschküche/Bad Umbau Dachlukarne» 
auf der Parzelle Bern 1 (Altstadt/Bahnhof) Grundbuchblatt Nr. L.________. Die Parzelle liegt im 
Gebiet der Baugruppe «Untere Altstadt» und das Gebäude M.________gasse 27 ist im 
Bauinventar der Stadt Bern als schützenswert aufgenommen. Die Stadt Bern führte unter der 
Bauumschreibung «Erweiterung Schlafzimmer + Waschküche/Bad 4. OG, Umnutzung Estrich zu 
Wohnraum, Einbau Dachlukarne + Erweiterung Terrasse DG» ein vereinfachtes 

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Baubewilligungsverfahren ohne Publikation des Baugesuchs durch. Das Bauvorhaben wurde den 
angrenzenden Nachbarn schriftlich mitgeteilt, worauf die Beschwerdeführenden sowohl 
Einsprache erhoben als auch Rechtsverwahrung eingereicht und ein Lastenausgleichsbegehren 
angemeldet haben. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2020 erteilte die Stadt Bern dem 
Bauvorhaben eine kleine Baubewilligung und wies die Einsprache der Beschwerdeführenden als 
unbegründet ab. Eine von den Beschwerdeführenden dagegen geführte Beschwerde hiess die 
Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) mit Entscheid BVD 110/2021/4 vom 26. Mai 
2021 gut. Sie hob den Bauentscheid der Stadt Bern vom 7. Dezember 2020 auf und wies die 
Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen an die Baubewilligungsbehörde 
der Stadt Bern zurück. Insbesondere wurde die Vorinstanz angewiesen, das Baugesuch zu 
publizieren und ein ordentliches Baubewilligungsverfahren durchzuführen sowie die 
Stellungnahme der Denkmalpflege den Beschwerdeführenden zuzustellen und zu klären, ob eine 
Umnutzung des Estrichs erfolgt. Der Beschwerdeentscheid der BVD ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen. 

2. Die Stadt Bern nahm das Baubewilligungsverfahren wieder auf und liess das Bauvorhaben 
ordentlich publizieren. Die Beschwerdeführenden reichten am 8. Oktober 2021 erneut eine 
Einsprache samt Rechtsverwahrung und Lastenausgleichsbegehren ein. Die Stellungnahme der 
Beschwerdegegnerschaft vom 20. Oktober 2021 sowie jene der Denkmalpflege der Stadt Bern 
vom 10. November 2021 wurden den Beschwerdeführenden am 17. November 2021 zusammen 
mit dem Fachbericht Brandschutz vom 24. Juni 2020 eröffnet. Nachdem die 
Beschwerdeführenden am 23. Dezember 2021 Schlussbemerkungen eingereichte hatten, erteilte 
die Stadt Bern mit neuerlichem Entscheid vom 9. Februar 2022 die ordentliche Baubewilligung. 
Die Einsprache wurde erneut abgewiesen.

3. Nachdem die Stadt Bern mit Einschreiben vom 19. Juli 2022 dem Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführenden zwecks Geltendmachung des Lastenausgleichs den Beginn der 
Bauarbeiten per 8. August 2022 angezeigt hatte, meldete sich ein Mitarbeiter des Rechtsvertreters 
am 21. Juli 2022 telefonisch bei der Stadt Bern und teilte mit, der Bauentscheid sei den 
Beschwerdeführenden gar nicht zugestellt worden. In der Folge wurde dieser den 
Beschwerdeführenden mit Einschreiben vom 25. Juli 2022 eröffnet. 

4. Gegen den nachträglich eröffneten Bauentscheid reichten die Beschwerdeführenden am 
24. August 2022 Beschwerde bei der BVD ein. Sie stellen folgende Rechtsbegehren:

«1. Die ordentliche Baubewilligung des Bauinspektorats der Stadt Bern vom 9. Februar 2022 
(Baukontroll-Nr. 2020-0180) sei aufzuheben und die Sache sei zur neuen Beurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Eventualiter sei die ordentliche Baubewilligung des Bauinspektorats der Stadt Bern vom 9. Februar 
2022 (Baukontroll-Nr. 2020-0180) aufzuheben und auf das Baugesuch betreffend das am 
8. September 2021 und 15. September 2021 im Anzeiger Region Bern publizierte Bauvorhaben auf 
dem Grundstück Bern 1 (Altstadt/Bahnhof)-Gbbl. Nr. L.________ (M.________gasse 27) sei nicht 
einzutreten.

3. Subeventualiter sei die Baubewilligung des Bauinspektorats der Stadt Bern vom 9. Februar 2022 
(Baukontroll-Nr. 2020-0180) aufzuheben und dem Bauprojekt sei der Bauabschlag im Sinne der 
nachfolgenden Erwägungen zu erteilen, soweit auf dieses eingetreten werden kann. 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -»

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Sie machen zusammengefasst geltend, die Vorinstanz habe im Bauentscheid ihre Vorbringen 
ungenügend gewürdigt und somit das rechtliche Gehör verletzt. Zudem seien die 
Baugesuchsunterlagen mangelhaft. In materieller Hinsicht rügen sie eine Verletzung 
denkmalpflegerischer Aspekte. 

5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,1 führte den 
Schriftenwechsel durch, holte bei der Stadt Bern die Vorakten ein und zog die Archivakten BVD 
110/2021/4 bei. In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. September 2022 beantragt die 
Beschwerdegegnerschaft das Nichteintreten auf die Beschwerde unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge und im Eventualpunkt die Beschwerdeabweisung. Die Stadt Bern ihrerseits 
beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 23. September 2022, alle drei Anträge der 
Beschwerdeführenden seien abzuweisen, soweit drauf eingetreten werden könne. 

6. Auf die Rechtsschriften und eingeholten Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der 
Beschwerde zuständig. 

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Die Beschwerdeführenden, deren Einsprache abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen 
Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. 

c) Angefochten ist ein Bauentscheid vom 9. Februar 2022. Die Beschwerde vom 24. August 
2022 ging am 25. August 2022 und somit über fünf Monate nach dem Erlass des Bauentscheids 
bei der BVD ein. 

Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Eröffnung des Bauentscheids sei aufgrund eines 
Fehlers der Vorinstanz erst am 25. Juli 2022 erfolgt und ihnen am 26. Juli 2022 zugegangen, 
weshalb die dreissigtägige Beschwerdefrist gewahrt sei. 

Die Beschwerdegegnerschaft hingegen bestreitet die Einhaltung der Beschwerdefrist. Ihrer 
Auffassung nach hätten die Beschwerdeführenden bzw. deren Rechtsvertretung spätestens am 
21. Juli 2022 Kenntnis von der Baubewilligung gehabt, was den Fristenlauf von 30 Tagen auslöste. 
Dass die Beschwerdeführenden erst mit der Zustellung des Bauentscheids als Beilage zum 
Schreiben vom 25. Juli 2022 vom genauen Inhalt und damit den Einzelheiten der Baubewilligung 
erfahren hätten, ändere an der Auslösung des Fristenlaufs nichts.

Die mangelhafte Eröffnung eines Bauentscheids hat nach dem Vertrauensgrundsatz zur Folge, 
dass der Entscheid gegenüber der übergangenen Partei nicht in Rechtskraft erwächst 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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(sog. «hinkende Rechtskraft»); denn aus mangelhafter Eröffnung darf niemandem ein 
Rechtsnachteil erwachsen (Art. 44 Abs. 6 VRPG3). Die übergangene Partei kann deshalb den 
Entscheid auch noch nach Ablauf der Rechtsmittelfrist anfechten (sog. nachträgliche 
Beschwerde). Sie muss aber, sobald sie vom Entscheid erfährt, sich bemühen, von den für sie 
wesentlichen Elementen Kenntnis zu erhalten. Sobald sie Kenntnis von allen für die erfolgreiche 
Wahrung ihrer Interessen wesentlichen Punkten hat bzw. bei gebührender Aufmerksamkeit haben 
könnte, beginnt für sie die Beschwerdefrist von 30 Tagen zu laufen. Welches Mass an 
Aufmerksamkeit der übergangenen Partei zugemutet werden darf, hängt von den Umständen des 
Einzelfalls ab.4

Den Vorakten kann entnommen werden, dass das Bauinspektorat der Stadt Bern den 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 19. Juli 2022 über den 
beabsichtigten Beginn der Bauarbeiten informiert hat.5 Am 21. Juli 2022 hat sich ein juristischer 
Mitarbeiter des Rechtsvertreters der Beschwerdeführenden telefonisch beim Bauinspektorat 
gemeldet und angemerkt, dass der Bauentscheid gar nicht zugestellt worden sei. Der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden hat sich demnach umgehend nach Eingang des 
Schreibens vom 19. Juli 2022 darum bemüht, von den wesentlichen Elementen Kenntnis zu 
erhalten. Die Vorinstanz hat in der Folge die ordentliche Baubewilligung vom 9. Februar 2022 mit 
Einschreiben vom 25. Juli 2022 dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden nachträglich 
zugestellt.6 Mit Eingang der Baubewilligung am 26. Juli 2022 hatten die Beschwerdeführenden 
somit Kenntnis von allen für die erfolgreiche Wahrung ihrer Interessen wesentlichen Punkten, 
womit die Beschwerdefrist von 30 Tagen zu laufen begann. Die Beschwerde vom 24. August 2022 
ist demnach innert der Frist eingereicht worden. Daran ändert auch das Einschreiben der 
Beschwerdegegnerschaft vom 21. Juli 2022 nichts, mit welchem sie die Beschwerdeführenden 
direkt über den Beginn der Bauarbeiten informierten.7 Diesem lag weder die Baubewilligung bei 
noch wurde im Schreiben auf die Baubewilligung oder den Bauentscheid Bezug genommen. 
Sodann hatte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden bei Eingang des Schreibens am 23. 
Juli 2022 bereits die notwendigen Schritte eingeleitet, um von den wesentlichen Elementen 
Kenntnis zu erhalten. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 

2. Verletzung rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Stadt Bern habe ihr rechtliches Gehör 
verletzt, indem sie auf mehrere in der Einsprache vorgebrachten Rügen und die weiteren im 
Einspracheverfahren erfolgten Eingaben gar nicht oder ungenügend eingegangen sei. Der vor-
instanzliche Entscheid sei bezüglich den vorgebrachten Rügen zur Errichtung einer grossen 
Glasfront sowie des Einbaus einer neuen Lukarne ungenügend begründet. Die Vorinstanz habe 
bloss die Stellungnahme der Denkmalpflege der Stadt Bern wiedergegeben, in welcher sich aber 
keine Äusserung zur geplanten Glasfront bzw. deren Vereinbarkeit mit dem Denkmalschutz finden 
lasse. Zudem habe die Vorinstanz bezüglich ihrer Rüge der mangelhaften Baugesuchsunterlagen 
nur in einem Satz ausgeführt, dass diese in genügender Weise den Vorgaben des 
Baubewilligungsdekrets entsprechen würden. Weiter fehle eine Begründung zur Rüge bezüglich 
der bereits vorgängig aus der Baueingabe hervorzugehenden konkreten Ausgestaltung der 
Seitenwände und des Lukarnendachs sowie der Materialisierung. Und auch die Thematik des 
Eingriffs in die Privatsphäre werde im Bauentscheid mit keinem Wort erwähnt.

3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 38–39 
N. 26 mit Hinweisen.
5 Vorakten, pag. 195.
6 Vorakten, pag. 199.
7 Beschwerdeantwort, Beilage 3.

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Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung fest, der angefochtene Entscheid erfülle die 
Anforderungen. Die rechtserheblichen Vorbringen der Beschwerdeführenden seien eingehend 
geprüft und sehr ausführlich dargelegt worden. Die im Entscheid wiedergegebene Ergänzung der 
städtischen Denkmalpflege lege detailliert dar, warum das Bauvorhaben baubewilligungsfähig sei. 
Nur auf die in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht relevanten Vorbringen wie 
beispielsweise der Eingriff in die Privatsphäre sei im Entscheid nicht eingegangen worden. 

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG gibt den Parteien das Recht, sich 
zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Er verlangt, dass die 
Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus 
ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). 
Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht 
anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 
sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch 
nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen 
Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.8

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs führt deshalb grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Eine 
Gehörsverletzung kann aber dann geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe 
Kognition hat wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein 
Nachteil erwächst. Eine Heilung kommt in erster Linie bei nicht besonders schwerwiegenden 
Gehörsverletzungen in Frage. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist aber auch bei 
schwerwiegenden Gehörsverletzungen eine Heilung nicht ausgeschlossen, wenn und soweit die 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache 
nicht zu vereinbaren wären.9 Die Heilung des rechtlichen Gehörs ist allenfalls bei der 
Kostenverlegung zu berücksichtigen.10

c) Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz den Bericht der städtischen Denkmalpflege vom 
10. November 2021 im angefochtenen Entscheid vollständig wiedergegeben und keine eigene 
materielle Beurteilung vorgenommen hat (vgl. unter «Baurechtliche Erwägungen» auf Seite 6 
und 7). Eine Behörde kann jedoch ihrer Begründungspflicht mit Verweisen nachkommen und sich 
auf Ausführungen in Amtsberichten beziehen.11 Vorliegend hat sich die Fachbehörde in ihrer 
Stellungnahme zu den baulichen Veränderungen im rückseitigen Dachbereich der Liegenschaft 
M.________gasse 27 – dazu gehört unter anderem der Umbau der Terrasse und des Dachraums 
mit einer neuen Glasfront sowie einer Lukarne – geäussert. Zum Bauvorhaben führt sie 
insbesondere aus, der geplante Ausbau der Waschküche zum Wohnraum samt der Anhebung 
des Dachs sowie dem Vorziehen der seitlichen Brandmauern ermögliche eine sorgfältige 
Gestaltung der neuen Fensterfront sowie eine Klärung der Dachform, mit welcher eine 
Verbesserung des Erscheinungsbilds erreicht werde könne. Indem die Vorinstanz die Begründung 
der Denkmalpflege im Entscheid wiedergibt, hat sie zum Ausdruck gebracht, dass sie sich der 
Beurteilung der Denkmalpflege bezüglich Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit dem 
Denkmalschutz anschliesst. Aus dem Bauentscheid kann somit entnommen werden, weshalb die 

8 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7.
9 BGE 142 II 218 E. 2.8.1; Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 9 bis 11.
10 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 21 und 39.
11 Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 31.

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Vorinstanz das Bauvorhaben als bewilligungsfähig erachtet. Der Entscheid ist folglich genügend 
begründet und gestützt darauf konnten die Beschwerdeführenden den Bauentscheid der Stadt 
Bern sachgerecht anfechten. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt 
diesbezüglich nicht vor.

d) Der Bauentscheid verweist auf das Baugesuch vom 24. März 2020 und hält fest, dass für 
die Bauart die Angaben im Baugesuchsformular und in den Plänen massgebend seien. Weiter 
führt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid aus, die vorliegenden Gesuchsunterlagen 
würden in genügender Weise den Vorgaben des Baubewilligungsdekrets entsprechen, was von 
der BVD gestützt worden sei. Zudem bringt sie vor, da keine Eingriffe an den bestehenden 
Brandmauern oder Veränderungen der Raumnutzung vorgenommen würden, seien in Bezug auf 
den Brandschutz keine zusätzlichen Massnahmen erforderlich. Die Angaben im Baugesuch zur 
Materialisierung genügen ohne weiteres (siehe dazu E. 4f) und beim Eingriff in die Privatsphäre 
handelt es sich um eine zivilrechtliche Frage (vgl. dazu E. 5). Die Vorinstanz musste sich daher 
zu diesen Vorbringen nicht näher äussern. Entgegen den Ausführungen der 
Beschwerdeführenden ist die Vorinstanz somit soweit nötig kurz auf die verschiedenen Themen 
der Einsprache eingegangen. Dem Bauentscheid kann entnommen werden, weshalb die Vor-
instanz das Bauvorhaben als bewilligungsfähig erachtet. Die Beschwerdeführerin konnte den 
Entscheid gehörig anfechten. Die Vorinstanz ist ihrer Begründungspflicht vorliegend genügend 
nachgekommen und hat das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden nicht verletzt. 

3. Mangelhafte Baugesuchsunterlagen

a) Die Beschwerdeführenden machen geltend, das Baugesuch sei bezüglich einer Erweiterung 
des Schlafzimmers und der Terrasse im Dachgeschoss, dem zusätzlichen Wohnraum von 10 m2 
sowie bezüglich eines gestellten Ausnahmegesuchs gemäss Art. 67 BauG sachverhaltlich 
ungenau formuliert bzw. inhaltlich teilweise falsch. Weiter würden im Fachbericht Brandschutz 
Angaben zu den geplanten Ersatzmassnahmen aufgrund des unterschrittenen 
Brandschutzabstands zu den Nachbargebäuden fehlen. Ebenfalls rügen sie die Korrektheit des 
Energienachweis-Formulars. In den Baugesuchsplänen fehle zudem teilweise die 
Zweckbestimmung und die Angaben zur Stärke der Aussenwände und deren Isolation. Auch die 
ungefähre Stärke der übrigen Mauern sowie die Grösse der Boden- und Fensterflächen seien aus 
den Plänen nicht ersichtlich. Weiter erschliesse keine Legende, welche Bauteile bestehend seien 
und welche entfernt oder neu erstellt werden sollen. Ebenfalls gehe die konkrete Ausgestaltung 
der Seitenwände und des Lukarnendachs wie auch die Materialisierung 
(Fassadenfarbe/Befensterung etc.) nicht mit ausreichender Klarheit aus der Baueingabe hervor. 

Die Beschwerdegegnerschaft führt aus, das Projekt und damit auch die Baugesuchsunterlagen 
inkl. der Pläne seien im neuen Bauverfahren unverändert aufgelegen. Hierzu könne auf die 
Erkenntnisse im Beschwerdeentscheid vom 26. Mai 2021 verwiesen werden. Aus diesem Grund 
könne ausgeschlossen werden, dass die Baugesuchsunterlagen nunmehr mangelhaft seien. Die 
Vorinstanz habe zudem in Bezug auf die angebliche Umnutzung im angefochtenen Bauentscheid 
nach Geschossen begründet, weshalb eine solche nicht vorliege. Die Unklarheit habe im 
ursprünglichen Avisierungstext des ersten Bauverfahrens bestanden, welcher falsch gewesen und 
für die nachträgliche Publikation angepasst worden sei. Die Erweiterung des Wohnraums um 
10 m2 im Baugesuchsformular sei auf die ursprüngliche Absicht, den Raum um 1.5 m statt 1.32 m 
in Richtung der Terrasse zu vergrössern, zurückzuführen. Die Angaben in den Plänen und damit 
eine Vergrösserung des Raums im 4. Obergeschoss um 7.2 m2 sei daher korrekt. Zudem enthalte 
der Fachbericht Brandschutz die nötigen Auflagen und sei integrierender Bestandteil der 
Baubewilligung. Auch der Energienachweis mit Zusatzbedingungen bilde Teil der Baubewilligung. 

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Die Vorinstanz hält fest, es handle sich um dieselben Baugesuchsunterlagen wie im ersten kleinen 
Baubewilligungsverfahren. Diese seien von der BVD mit Entscheid vom 26. Mai 2021 als 
genügend beurteilt worden.

b) Das Baubewilligungsverfahren hat den Zweck, ein Bauprojekt im Interesse der Öffentlichkeit 
und der Nachbarschaft vor seiner Ausführung auf die Übereinstimmung mit der raumplanerischen 
Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen Gesetzgebung zu überprüfen (vgl. Art. 2 BauG). 
Das Baugesuch hat das Bauvorhaben in allen für die Beurteilung wesentlichen Punkten zu 
beschreiben. Lage, Einordnung, Gestaltung und Konstruktion sind zudem durch den 
Situationsplan und die Projektpläne darzustellen.12 Form und Inhalt der Baueingabe sind in den 
Art. 10 ff. BewD13 näher geregelt. Es ist das amtliche Formular zu verwenden (Art. 10 Abs. 2 
BewD) und es sind dem Baugesuch der Situationsplan, die Projektpläne und die allenfalls 
erforderlichen weiteren Unterlagen beizulegen (Art. 10 Abs. 3 BewD). Für die Projektpläne 
schreibt Art. 14 Abs. 1 BewD vor, dass diese im Massstab 1:100 oder 1:50 beizulegen sind. Zu 
erstellen sind insbesondere Grundrisspläne (Art. 14 Abs. 1 Bst. a BewD). Weiter sind die zum 
Verständnis des Bauvorhabens nötigen Schnitte (Art. 14 Abs. 1 Bst. b BewD), die Fassadenpläne 
(Art. 14 Abs. 1 Bst. c BewD) und gegebenenfalls ein Umgebungsgestaltungsplan (Art. 14 Abs. 1 
Bst. d BewD) beizulegen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt bei Unklarheiten 
zwischen dem Text der Baubewilligung und den bewilligten Plänen Letzteren der Vorrang zu.14

c) Die Beschwerdeführenden haben bereits im ersten Beschwerdeverfahren (BVD 110/2021/4) 
die Baugesuchsunterlagen als mangelhaft gerügt und eine Umnutzung des Estrichs thematisiert. 
Hierzu hat die BVD in ihrem Entscheid vom 26. Mai 2021 unter E. 3b Folgendes ausgeführt: 

«Die vorhandenen Baubewilligungsakten erfüllen weitestgehend die vom Bewilligungsdekret formulierten 
Anforderungen. Zwar ist es korrekt, dass beispielsweise die Stärke sowie die Isolation der neu zu 
erstellenden Aussenwand nicht angegeben ist. Da aber das Zimmer als Schlafzimmer bezeichnet ist, ist 
klar, dass diese Wand gegen aussen nach den Regeln der Baukunde isoliert sein wird, resp. die Fenster die 
entsprechende Qualität aufweisen werden. Die Vermassungen der Fassaden- und Schnittpläne sind zudem 
teilweise sehr spärlich. Sie reichen aber aus, um sich ein tatsächliches Bild der Veränderungen machen zu 
können. Ebenso ist ersichtlich, welche Bauteile abgebrochen und welche neu erstellt werden sollen. 
Insgesamt sind daher die Baugesuchsunterlagen knapp als genügend zu beurteilen. Da zudem die Angaben 
in den Plänen korrekt sind und ihnen den Vorrang zukommt, ist auch die Divergenz zu den Angaben im 
Baugesuch kein Anlass zur Rüge der Baugesuchsunterlagen.

Allerdings scheint nicht klar zu sein, ob eine Umnutzung des Dachgeschosses resp. des Estrichs erfolgt 
(ist). Die Beschwerdegegnerschaft hat keine Umnutzung beantragt. Hingegen hat die Vorinstanz eine 
Umnutzung des Estrichs bewilligt. Der Estrich, der sich oberhalb des Dachgeschosses und des neuen 
Zugangs zur Dachterrasse befindet, soll nicht dem Wohnen dienen, diesbezüglich findet daher keine 
Umnutzung statt. Da die Bauherrschaft zudem den Beurteilungsgegenstand mit dem Baugesuch selber 
festlegt, könnte die Baubewilligungsbehörde den Gesuchs- und Beurteilungsgegenstand auch nicht von 
Amtes wegen erweitern. Falls das Dachgeschoss, das verändert und erweitert werden soll, bisher nicht zum 
Wohnen bewilligt gewesen sein sollte, wären die Baugesuchsunterlagen zu präzisieren, da diese 
Umnutzung im Sinne einer ganzheitlichen Beurteilung zum Gegenstand der Beurteilung gemacht werden 
müsste.»

d) Nach Rückweisung der Sache an die Vorinstanz hat diese sämtliche Baugesuchsunterlagen 
des ersten (kleinen) Baubewilligungsverfahrens kopiert und im zweiten (ordentlichen) 

12 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 34/34a N. 4.
13 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
14 BGE 132 II 21, E. 41, Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 34 N. 19a.

BVD 110/2022/147 

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Baubewilligungsverfahren während der Einsprachefrist erneut aufgelegt.15 Da keine neuen 
Baugesuchsunterlagen hinzugekommen sind, hat sich an der rechtlichen Einschätzung der BVD 
gemäss Entscheid vom 26. Mai 2021 nichts geändert. Die vorhandenen Baugesuchsunterlagen 
inkl. den Plänen erfüllen auch weiterhin die gesetzlichen Anforderungen und reichen aus, um sich 
ein Bild des Bauvorhabens zu machen. Dies trifft auch auf die Angaben zur Materialisierung und 
Farbgebung der Fassade und des Dachs im Baugesuchsformular 1.0 zu (vgl. dazu auch E. 4f). 
Die diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführenden sind demnach unbegründet. Im 
Übrigen kommt den korrekten Angaben in den Plänen gegenüber jenen im Baugesuch Vorrang 
zu, weshalb die Beschwerdeführenden aus den Abweichungen insb. bezüglich der 
Bruttogeschossfläche nichts zu ihren Gunsten ableiten können. 

e) Die Vorinstanz hat sich im zweiten (ordentlichen) Baubewilligungsverfahren – wie im 
Rückweisungsentscheid angeordnet – mit der Frage auseinandergesetzt, ob eine Umnutzung des 
Dachgeschosses resp. des Estrichs erfolgt. In nachvollziehbarer Weise hat sie im angefochtenen 
Bauentscheid die bisher bewilligte Nutzung sowohl des 4. Obergeschosses als auch des Dach- 
und Estrichgeschosses aufgezeigt. Ihre Ausführungen stützt sie dabei auf Archivunterlagen aus 
dem Jahr 1905. Demnach werde mit dem vorliegenden Baugesuch keine Umnutzung vollzogen, 
sondern es handle sich lediglich um eine interne Umorganisation und Erweiterung von 
Räumlichkeiten, welche von vornherein dem Wohnen gewidmet und zulässig seien und in dieser 
Form bestätigt werden können.16 Für die BVD besteht kein Anlass, von dieser Feststellung 
abzuweichen. Das 4. Obergeschoss und das Dachgeschoss dienen auch weiterhin der 
Wohnnutzung. Die Unklarheit, ob im Estrichgeschoss eine Umnutzung vorgenommen wird, wurde 
im zweiten (ordentlichen) Baubewilligungsverfahren geklärt. Das vorliegende Bauvorhaben 
berührt das Estrichgeschoss nicht, was im Übrigen von der Beschwerdegegnerschaft auch gar nie 
beantragt worden ist. Mit der entsprechenden Anpassung des Avisierungstexts (Umschreibung 
des Bauvorhabens) hat die Vorinstanz hier zudem Klarheit geschaffen. Die Rüge der 
Beschwerdeführenden kann nicht gehört werden.

f) Da – wie vorstehend ausgeführt – bereits heute das 4. Obergeschoss und das 
Dachgeschoss als Wohnnutzung bewilligt ist und auch im Estrichgeschoss keine Umnutzung 
erfolgt, sind somit die Angaben im Brandschutz- und im Energienachweis-Formular korrekt. Die 
Räumlichkeiten des 4. Obergeschosses und des Dachgeschosses werden auch zukünftig zum 
Wohnen genutzt und Eingriffe in bestehende Brandmauern finden keine statt, weshalb sich an der 
Unterschreitung des Brandschutzabstands gegenüber den Nachbargebäuden nichts ändert und 
somit auch keine Ersatzmassnahmen notwendig sind. Der erforderliche Fachbericht Brandschutz 
datiert vom 24. Juni 2020 und ist integrierender Bestandteil der Baubewilligung. Die darin 
enthaltenen Anforderungen an zu verwendende Baustoffe und an Brandschutzabstände, 
Tragwerke sowie Brandabschnitte sind als Auflagen im Bauentscheid verfügt und genügen den 
rechtlichen Anforderungen. Der energietechnische Massnahmennachweis wurde geprüft und die 
geforderten Energiemassnahmen wurden den Beschwerdeführenden zusammen mit der 
Zustellung des Berichts und dem Einholen der Schlussbemerkungen bekannt gemacht.17 Diese 
Energiemassnahmen bilden Bestandteil der Baubewilligung und die im Energienachweis 
enthaltenen Werte und Angaben sind zusammen mit weiteren Zusatzbedingungen einzuhalten. 
Auch diese Rügen sind unbegründet. 

4. Denkmalschutz 

15 Vorakten, pag. 177-182 sowie 240-253.
16 Baubewilligung vom 9. Februar 2022, S. 3.
17 Vorakten, pag. 232 f., Schreiben vom 17. November 2021.

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a) Die Beschwerdeführenden rügen weiter, mit dem Bauvorhaben würde die Eigenart des 
historischen Gebäudes bzw. der historischen unteren Altstadt nicht respektiert. Die sehr breite 
und prominent in Erscheinung tretende geplante Glasfront sei ein regelrechter Fremdkörper in 
dieser Dachlandschaft. Auch die sonstige Materialisierung scheine keinerlei Rücksicht auf die 
historische Substanz der Nachbarliegenschaft zu nehmen. Der sehr rudimentäre Bericht der 
Denkmalpflege gehe nicht ansatzweise auf diese Thematik ein. Vorliegend erweise sich 
insbesondere die massiv erweiterte und neu zweistöckige Terrasse mit der grossen modernen 
Glasfront sowie die geplante Dachlukarne als nicht bewilligungsfähig. Bei letztere handle es sich 
vielmehr um einen Dachterrassenaus-/bzw. –eingang, was ein unzulässiger Eingriff in die 
historische Bausubstanz des geschützten Baudenkmals darstelle. Zudem werde in die 
Dachlandschaft eingegriffen und diese in nicht unbedeutendem Masse verändert. Die nach 
aussen hin einsehbare und mit dem Bauvorhaben veränderte (Dach-)Landschaft mit der neuen 
breiten Glasfront passe objektiv betrachtet nicht in die historische Dachlandschaft. 

Die Beschwerdegegnerschaft führt in ihrer Beschwerdeantwort aus, das Bauvorhaben betreffe 
gemäss Bauinventar ein schützenswertes Objekt von kantonaler Bedeutung. Das Bauvorhaben 
sei deshalb bewusst und von Anfang an unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen der 
Ortsbildpflege entwickelt und auf die Anforderungen der Denkmalpflege der Stadt Bern 
abgestimmt worden. Die Stellungnahme der Denkmalpflege vom 10. November 2021 stimme dem 
Bauvorhaben klar und deutlich zu. Das Bauvorhaben passe sich bestens in die historische 
Dachlandschaft ein. Mit dem Bauprojekt werde weder eine wertvolle historische Bausubstanz 
zerstört noch die Dachlandschaft beeinträchtigt. Vielmehr werde die Dachvolumetrie geklärt und 
einer Verbesserung des Erscheinungsbilds erreicht. Von einer modernen Glasfront könne keine 
Rede sein. Die Fenster würden mit der Umgebung abgestimmt, was auch bereits aus den 
Planunterlagen erkennbar sei. Es würden Posten-Riegel-Fenster in Holzausführung nach 
traditioneller Bauweise erstellt. Die Gestaltung und Unterteilung würden mit der Denkmalpflege 
detailliert abgesprochen. 

Auch die Vorinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung auf die Beurteilung der städtischen 
Denkmalpflege. Sie teile die Auffassung des Denkmalpflegers, dass der geplante Umbau zu keiner 
nachteiligen Veränderung der Altstadt führe. Die Dachlukarne halte zudem das geregelte 
Maximalmass von einem Drittel der Fassadenlänge ein. 

b) Als schützenswert werden Baudenkmäler bezeichnet, wenn sie wegen ihrer bedeutenden 
architektonischen Qualitäten oder ihrer ausgeprägten Eigenschaften ungeschmälert bewahrt 
werden sollen (Art. 10a Abs. 2 BauG). Sie dürfen grundsätzlich nicht abgebrochen werden. Auch 
innere Bauteile, Raumstrukturen und feste Ausstattungen sind ihrer Bedeutung entsprechend zu 
erhalten (Art. 10b Abs. 2 BauG). Baudenkmäler dürfen aber nach den Bedürfnissen des heutigen 
Lebens und Wohnens für bisherige und passende neue Zwecke genutzt und unter 
Berücksichtigung ihres Wertes verändert werden (Art. 10b Abs. 1 BauG).18 Im 
Baubewilligungsverfahren sind die zur Abwehr von Gefährdungen erforderlichen Bedingungen 
und Auflagen festzusetzen (vgl. Art. 10b Abs. 4 BauG). Zum Schutz der äusseren Baugestaltung 
schutzwürdiger Objekte können mit der Baubewilligung Bedingungen und Auflagen verbunden 
werden.19

c) Das Gebäude M.________gasse 27 liegt in der unteren Altstadt von Bern und ist im Inventar 
der Denkmalpflege der Stadt Bern als schützenswert aufgeführt. Es ist zudem Bestandteil der 
Baugruppe «Untere Altstadt». Diese ist als Ganzes geschützt und ist mit all ihren historisch und 

18 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 10a-10f N. 5.
19 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N. 15b.

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gestalterisch bedeutenden Merkmalen zu erhalten.20 Zudem ist die gesamte Berner Altstadt 
Bestandteil des UNESCO-Weltkulturguts und wird von der UNESCO-Kommission 
folgendermassen umschrieben: «Sie lädt mit imposanten geschlossenen Häuserzeilen und ihrer 
eindrücklichen Dachlandschaft, der Arkaden, Kellern, Türmen und Brunnen, die zu einem 
Grossteil in ihrer originalen Substanz erhalten geblieben sind, zum Gang durch die Jahrhunderte 
ein».21

Das Bauvorhaben betrifft unter anderem das Dach des Gebäudes. Bei der Dachlandschaft der 
unteren Altstadt handelt es sich um ein wesentliches Merkmal der Baugruppe. Das Bauvorhaben 
ist daher mit Auswirkungen auf den Denkmal- und Ortsbildschutz sowie die städtebauliche und 
räumliche Qualität der Stadt Bern verbunden.

d) Die städtische Denkmalpflege hat mit «Amtsbericht / Fachbericht Denkmalpflege» vom 
9. Juli 2020 der Erteilung der Baubewilligung unter Aufnahme folgender Bedingungen / 
Auflagen zugestimmt:22

«1. Unabhängig von bereits geführten Vorgesprächen sind alle baulichen Einzelheiten der Fassaden 
(inkl. Farbgebung), des Treppenhauses, des Daches (auch der Lukarnen, Kamine, Entlüftungsrohre 
etc.) sowie alle Eingriffe in die historischen Ausstattungen (Böden, Wände, Decken, Öfen etc.) vor 
Vergebung der entsprechenden Arbeiten der Denkmalpflege vorzulegen.

2. Die Fenster sind gemäss Merkblatt Fenster der Denkmalpflege auszuführen.»

In ihrer Stellungnahme vom 10. November 2021 begründet die städtische Denkmalpflege zudem 
ihre Zustimmung zum Bauvorhaben wie folgt:23

«Die vorgesehenen baulichen Veränderungen im rückseitigen Dachbereich der Liegenschaft 
M.________gasse 27 sind mit der Denkmalpflege vorbesprochen worden. Die baulichen Eingriffe betreffen 
neuere Teile des Hauses, die mutmasslich in der Nachkriegszeit bereits stark verändert worden sind. Bei 
dem von der Umgestaltung betroffenen Bereich handelt es sich um einen Waschküchenaufbau im südlichen 
Dachseite der Liegenschaft. Er hat keinerlei denkmalpflegerische Bedeutung und kann daher auch nicht 
dem Schutzumfang zugerechnet werden.

Bei der denkmalpflegerischen Bauberatung geht es unter anderem darum, eine Güterabwägung 
vorzunehmen und Wertvolles von weniger Wertvollem oder sogar Störendem zu unterscheiden. Aus dieser 
Abwägung werden bauliche Spielräume ersichtlich, die genutzt werden können, um eine zeitgemässe 
Weiternutzung von Baudenkmälern zu ermöglichen. Schliesslich enthält das kantonale Baugesetz neben 
vielen Schutzbestimmungen auch die Aussage, dass "Baudenkmäler nach den Bedürfnissen des heutigen 
Lebens und Wohnens für bisherige oder passende neue Zwecke genutzt und unter Berücksichtigung ihres 
Wertes verändert werden dürfen" (Art. 10b Abs. 1 BauG). 

Beim Umbau von Terrasse und Dachraum im Haus M.________gasse 27 ging es einerseits darum zu 
bestimmen, wo und wie tief eingegriffen werden darf, ohne dass wertvolle historische Bausubstanz zerstört 
oder die Dachlandschaft beeinträchtigt wird und andererseits den Nutzwert für das Wohnen zu steigern. 
Weiter hat die Denkmalpflege die Aufgabe darauf hinzuwirken, dass fachlich legitime Eingriffe dahingehend 
gestalten werden, dass sie das Baudenkmal nicht beeinträchtigen oder dass bestehende 
Beeinträchtigungen behoben werden. Beides ist vorliegend gegeben. Mit dem Ausbau der ehemaligen 
Waschküche zum Wohnraum soll das Dach an der Traufe etwas angehoben und die seitlichen Brandmauern 

20 Vgl. https://bauinventar.bern.ch/gruppen/untere-altstadt.pdf.
21 Vgl. https://www.unesco.ch/wp-content/uploads/2017/03/PM-en-Suisse_-DE_FR.pdf, S. 4.
22 Vorakten, pag. 181.
23 Vorakten, pag. 224.

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in Südrichtung leicht vorgezogen werden. Dies ermöglicht es, die Dachvolumetrie zu klären und die neue 
Fensterfront sorgfältig zu gestalten. Dass dabei das Volumen leicht vergrössert wird, stellt aus 
denkmalpflegerischer Sicht keinen Nachteil dar. Vielmehr kann mit der Klärung der Dachform sowie mit der 
geplanten Vereinheitlichung der Dacheindeckung (Ziegel- und Deckungsart) eine Verbesserung des 
Erscheinungsbildes erreicht werden. Vorausgesetzt, dass die Arbeiten sorgfältig und professionell geplant 
und ausgeführt werden, ist das vorliegende Projekt mit den Grundsätzen und Zielen der Denkmalpflege 
sowie mit dem Schutz der Altstadt vereinbar.»

Im angefochtenen Bauentscheid wurde sowohl die Begründung der städtischen Denkmalpflege 
vollständig wiedergegeben als auch die formulierten Bedingungen / Auflagen verfügt. 

e) Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, hat die Beschwerdegegnerschaft ihr 
Bauvorhaben mit der Denkmalpflege der Stadt Bern vorbesprochen. Diese hat das Bauvorhaben 
beurteilt und diesem unter Aufnahme von Bedingungen / Auflagen in der Baubewilligung 
zugestimmt. Die städtische Denkmalpflege hat – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden 
– eine ausführliche und schlüssige Stellungnahme zur Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit der 
historischen Bausubstanz des geschützten Baudenkmals abgegeben. Dabei hat sie 
nachvollziehbar aufgezeigt, dass mit dem geplanten Bauvorhaben eine zeitgemässe 
Weiternutzung des bestehenden Baudenkmals unter gleichzeitiger Wahrung des geschützten 
Objekts möglich ist. Zudem sieht die Denkmalpflege in der Klärung der Dachform und 
Vereinheitlichung der Dacheindeckung eine Verbesserung gegenüber der heutigen Situation. Für 
die BVD besteht kein Anlass, von den fachkundigen Ausführungen der Denkmalpflege 
abzuweichen. Das Bauvorhaben ordnet sich gut in die bestehende Situation ein. Eine nachteilige 
Veränderung ist nicht ersichtlich. Die geplante Lukarne befindet sich im ersten Dachgeschoss und 
ist weniger als einen Drittel breit, womit sie das zulässige Mass gemäss Art. 84 Abs. 5 BO24 
einhält. Der von den Beschwerdeführenden vorgebrachte problematische Eingriff in die 
Dachlandschaft liegt gerade nicht vor. Vielmehr erfolgt eine Verbesserung des Erscheinungsbilds, 
da die aktuelle Situation – unter fachkundiger Begleitung der Denkmalpflege – geklärt wird. Dass 
es sich bei der Lukarne und der begehbaren Terrasse zudem nicht um ein atypisches oder 
störendes Element handelt, zeigt auch der Umstand, dass bereits 1905 ein solches Bauvorhaben 
an selber Stelle bewilligt wurde. Die Fensterfront führt nicht zu einer nachteiligen Veränderung 
und passt sich ebenfalls gut in die bestehende Situation ein. Die Eigenart des Gebäudes wird 
respektiert und die historische Substanz gewahrt. Mit den im Bauentscheid aufgenommenen 
«Bedingungen / Auflagen», dass alle baulichen Einzelheiten der Fassaden, des Treppenhauses, 
des Daches sowie alle Eingriffe in die historischen Ausstattungen vor Vergabe der 
entsprechenden Arbeiten der Denkmalpflege vorzulegen und die Fenster gemäss einem 
spezifischen Merkblatt auszuführen sind, ist zusätzlich sichergestellt, dass sich das Bauvorhaben 
gut in die sensible Dachlandschaft der unteren Altstadt integriert. Durch die enge Begleitung und 
Abstimmung mit der Denkmalpflege wird ein sorgfältiger Umgang mit der äusseren Baugestaltung 
zum Schutz des schutzwürden Objekts gewährleistet. 

Nach dem Gesagten verstösst das Bauvorhaben nicht gegen Vorgaben des Denkmalschutzes. 
Das Bauvorhaben ist bewilligungsfähig. Auch der beantragte Augenschein ist für die vorliegende 
Beurteilung nicht notwendig. Der entsprechende Beweisantrag ist zusammen mit der Rüge 
bezüglich Denkmalschutz abzuweisen. 

f) Zudem erachten die Beschwerdeführer die im angefochtenen Entscheid aufgenommene 
Auflage der Denkmalpflege als nicht zulässig. Es reiche nicht aus, dass die konkrete Planung erst 
im Rahmen der Ausführung der Denkmalpflege zur Überprüfung und Zustimmung vorgelegt 

24 Bauordnung der Stadt Bern vom 24. September 2006, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung 
(AGR) am 28. Dezember 2006.

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werden müsse. Es sei Sache der Baubewilligungsbehörde und nicht der Vollzugsorgane, zu 
entscheiden, ob die vorgesehene Farbgebung genüge. Das Baugesuch hat das Bauvorhaben in 
allen für die Beurteilung wesentlichen Punkten zu beschreiben. Die Beschwerdegegnerschaft hat 
im Baugesuchsformular 1.0 in Bezug auf die Materialisierung und Farbgebung der Fassade und 
des Dachs jeweils «bestehend» vermerkt. Anhand dieser Angaben lässt sich beurteilen, wie das 
Bauvorhaben umgesetzt wird. Demnach werden bei der Realisierung des Bauvorhabens die heute 
vorherrschenden Elemente des Materials und der Farbe übernommen. Somit sind alle für die 
Beurteilung wesentlichen Punkt umschrieben. Mit den in der Baubewilligung aufgenommenen 
Auflagen wird zudem sichergestellt, dass die Beschwerdegegnerschaft alle baulichen Einzelheiten 
und Eingriffe in die historischen Ausstattungen vor Vergebung der entsprechenden Arbeiten der 
Denkmalpflege vorzulegen hat. Mit einer Teilbaubewilligung, wie die Beschwerdeführenden 
vorbringen, hat das nichts zu tun. Es handelt sich dabei um eine zulässige Regelung der 
Detailfragen. Auch in diesem Punkt ist die Beschwerde abzuweisen. 

5. Privatsphäre

a) Die Beschwerdeführenden bringen zudem vor, die obere Dachterrasse werde neu 1.35 m 
näher an ihre darunterliegende Dachterrasse heranrücken. Dies wirke sich nachteilig auf ihre 
Privatsphäre aus, was nicht toleriert werden müsse. Angesichts der in der unteren Altstadt ohnehin 
schon praktisch fehlenden Grenz- bzw. Gebäudeabstände sei ein derartiger weiterer Verlust ihrer 
Privatsphäre nicht zumutbar. Sie seien in ihrem Vertrauen darauf, dass gerade bei der 
vorliegenden, sehr engen Bauweise in der unteren Altstadt ihrer Privatsphäre nicht noch weiter 
eingeschränkt und nochmals näher an ihre Dachterrasse gebaut werde, zwingend zu schützen. 
Daher sei das geplante Bauvorhaben nicht zu bewilligen. 

Die Beschwerdegegnerschaft führt aus, die geltend gemachte angebliche nachteilige Auswirkung 
auf die Privatsphäre sei haltlos und insbesondere nicht geeignet, die öffentlich-rechtliche 
Bewilligungsfähigkeit des Projekts in Frage zu stellen. In der Beschwerde würden denn auch keine 
mass-gebenden Normen genannt, welche in dieser Beziehung durch das Bauvorhaben verletzt 
sein sollten. Die Bauten in der unteren Altstadt würden sich seit jeher durch enge Abstände und 
verschachtelte Bauweise charakterisieren. Die damit verbundenen Auswirkungen auf die Nähe im 
Zusammenleben seien notorisch und würden von den allermeisten Bewohnerinnen und 
Bewohnern gerade deshalb geschätzt. Bei der Ausgestaltung des Bauvorhabens sei auf die 
Bedürfnisse der Beschwerdeführenden Rücksicht genommen worden, indem beispielsweise die 
ursprünglich geplante Erweiterung Richtung Terrasse von ca. 1.5 m auf 1.32 m reduziert worden 
sei. Der durch die baulichen Massnahmen im Dachgeschoss veränderte Sichtwinkel auf die 
Terrasse der Beschwerdeführenden sei minim und während den relevanten Sommermonaten 
sogar irrelevant, da aufgrund der Begrünung eine Einsichtnahme ohnehin nicht bzw. kaum 
vorhanden sei. 

b) Bauvorhaben sind zu bewilligen, wenn sie den bau- und planungsrechtlichen Vorschriften 
und den nach andern Gesetzen im Baubewilligungsverfahren zu prüfenden Vorschriften 
entsprechen, die öffentliche Ordnung nicht gefährden und ihnen keine Hindernisse der Planung 
im Sinn der Art. 36 und Art. 62 BauG entgegenstehen (Art. 2 BauG). Sind die genannten 
Voraussetzungen erfüllt, hat die Bauherrschaft einen Rechtsanspruch auf Erteilung der 
Baubewilligung. Die Beschwerdeführenden haben keinen Anspruch darauf, dass die 
Beschwerdegegnerschaft bei ihrem Bauvorhaben eine möglichst günstige Lösung für sie realisiert. 
Die Beschwerdegegnerschaft darf das Bauvorhaben so planen und umsetzen, wie sie möchte, 
sofern sie sich an die bau- und planungsrechtlichen Vorschriften hält. Vom öffentlichen Baurecht 
zu unterscheiden ist das private Nachbarrecht und dessen Immissionsschutz (vgl. Art. 684 ff. 

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ZGB25). Die BVD kann nur Rügen betreffend baurechtliche oder andere öffentlich-rechtliche 
Bestimmungen prüfen. 

c) Mit dem geplanten Bauvorhaben werden weder die Grenzabstände noch die Geschosszahl 
oder die Höhe des bestehenden Gebäudes verändert. Wie die vorstehenden Ausführungen 
zeigen, ist das Bauvorhaben zulässig und mit dem Denkmalschutz vereinbar. Zwar stellt die 
Vergrösserung der oberen Terrasse in Bezug auf die Privatsphäre der Beschwerdeführenden eine 
gewisse Veränderung dar. Soweit die Beschwerdeführenden eine Einsicht auf ihre Dachterrasse 
und damit einen Eingriff in ihre Privatsphäre geltend machen, handelt es sich jedoch um einen 
privatrechtlichen Punkt. Darauf kann nicht eingetreten werden. Zivilrechtliche Einwände sind im 
Bauentscheid lediglich als Rechtsverwahrung vorzumerken26, was vorliegend auch erfolgt ist. 

6. Zusammenfassung und Kosten

a) Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass die Baugesuchsunterlagen den 
Anforderungen an ein Baugesuch genügen. Zudem fügt sich das Bauvorhaben gut in die 
geschützte Umgebung der Altstadt samt der historischen Dachlandschaft ein. Da das 
Bauvorhaben bewilligungsfähig ist, wird die Beschwerde abgewiesen und der Bauentscheid der 
Stadt Bern vom 9. Februar 2022 bestätigt. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 2200.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV27). Sie haften 
solidarisch für den gesamten Betrag.

c) Die Beschwerdeführenden haben zudem der Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten zu 
ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters der 
Beschwerdegegnerschaft gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdeführenden haben 
somit der Beschwerdegegnerschaft unter solidarischer Haftung die Parteikosten von CHF 4598.80 
(inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

25 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210).
26 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O. Art. 2 N. 4a.
27 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 
Bauentscheid der Stadt Bern vom 9. Februar 2022 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 2200.– werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten im Betrag 
von CHF 4598.80 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen. Die 
Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt A.________, eingeschrieben
- Herrn Fürsprecher F.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Stadt Bern, Bauinspektorat, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.