# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19a68564-2e6a-5e9b-ba90-135ab8eda23a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 12.10.2021 IV 2020/79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2020-79_2021-10-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/79

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.02.2022

Entscheiddatum: 12.10.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2021
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter 
Berücksichtigung eines bidisziplinären (Orthopädie und Psychiatrie) 
Gutachtens. Anspruchsvoraussetzungen einer mindestens 40%igen 
Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) während eines Jahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG; sog. Wartejahr) und einer anschliessenden Invalidität von mindestens 
40% nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Oktober 2021, IV 
2020/79).

Entscheid vom 12. Oktober 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb

Geschäftsnr.

IV 2020/79

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, 

Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im April 200_ erstmals zum Bezug von IV-Leistungen bei der 

IV-Stelle im Kanton B.___ an (IV-act. 2). Am 4. März 2009 fand eine interdisziplinäre 

(rheumatologische und psychiatrische) Abklärung durch den Regionalen Ärztlichen 

Dienst der Invalidenversicherung (RAD) statt (IV-act. 47). Der rheumatologische 

Sachverständige stellte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen 

(IV-act. 47-6): chronisches lumbo-vertebrales Syndrom (insuffiziente Rumpfmuskulatur, 

segmentale Dysfunktionen der unteren Lendenwirbelsäule), chronisches zerviko-

thorako-vertebrales Syndrom (Status nach Stauchungstrauma der Halswirbelsäule 

01/98) und chronische Kniebeschwerden beidseits (Status nach Plica-Operation 

beidseits 1996). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gab der Rheumatologe 

eine anamnestisch bestehende Handfraktur links vor Jahren, eine Commotio cerebri 

und Thorax-Kontusion 03/01 (stationäre Behandlung) nach Selbstunfall auf Glatteis und 

einen "Sehnenriss" ca. 2002 nach einem Sturz aus 2m Höhe an. Beim Versicherten 

fänden sich segmentale Dysfunktionen vor allem im Bereich der Lendenwirbelsäule, 

weniger der Halswirbelsäule, eine fixierte Kyphose der mittleren Brustwirbelsäule und 

Überlastungszeichen im Bereich der Kniegelenke. Eine anhaltende, mindestens 20%ige 

Arbeitsunfähigkeit als Maurer sei seit dem Unfall im Januar 1998 klar ausgewiesen. Die 

letzte Tätigkeit in der Filterherstellung (01/200_ bis 06/200_) habe anerkanntermassen 

mittelschwere bis schwere Arbeiten umfasst; dort bestehe seit spätestens Juni 200_ 

(Stellenverlust) eine volle Arbeitsunfähigkeit. Adaptierte Tätigkeiten, d.h. solche mit 

A.a. 

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leichter Wechselbelastung bis 10kg und seltenen Belastungen bis 15kg, seien zu 100% 

zumutbar. Überkopfarbeiten seien ungünstig. Ferner sollte die Tätigkeit ergonomisch 

günstig ausführbar sein, keine Zwangspositionen und keine vorgeneigten und rotierten 

Positionen sowie keine repetitiv monotonen Anteile enthalten. Kälte- und 

Nässeexpositionen seien zu vermeiden. Der psychiatrische Facharzt erhob keine 

Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 47-12). Ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gab er einen Verdacht auf eine hyperkinetische 

Störung an. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe weder in der angestammten noch 

der letzten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Monotone Aufgaben 

sowie Tätigkeiten mit Publikumsverkehr seien aber eher nicht geeignet und die 

Daueraufmerksamkeit sollte nicht überbeansprucht werden. Zu vermeiden seien 

übermässiger Stress und Zeitdruck.

Am 22. Mai 2009 verfügte die IV-Stelle des Kantons B.___ die Kostengutsprache 

für die Umschulung zum Hochbauzeichner EFZ. Vom 10. Januar 2012 bis zum 4. April 

2012 war der Versicherte in der C.___ AG, Privatklinik für Psychiatrie und 

Psychotherapie, hospitalisiert (IV-act. 112-13 ff.). Die Fachärzte gaben an, der 

Versicherte leide an einer schweren depressiven Episode mit Suizidalität, einer 

anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung und einer Hypothyreose 

(substituiert seit 03/2002). Vom 2. bis zum 25. Juli 2012 war der Versicherte in der 

psychiatrischen Klinik D.___ in Behandlung (IV-act. 113). Die Fachpersonen attestierten 

eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom und nannten einen 

Verdacht auf eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (impulsiver Typus). Am 3. 

Oktober 2012 verfügte die IV-Stelle des Kantons B.___ aufgrund der erheblichen 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten den Abbruch der 

beruflichen Massnahmen (IV-act. 118).

A.b. 

Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons B.___ wurde der Versicherte interdisziplinär 

(rheumatologisch und psychiatrisch) begutachtet; das Gutachten lag am 3. Mai 2013 

vor (IV-act. 125). Der rheumatologische Sachverständige gab an, der Versicherte leide 

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an einem chronischen lumbovertebralen bis 

lumbospondylogenen Syndrom (mässiggradige Degeneration L5/S1). Ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit attestierte er ein unspezifisches 

cervikospondylogenes und thorakovertebrales Syndrom, ein unspezifisches 

A.c. 

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Femoropatellarsyndrom links und eine klinisch tendinopathische Periarthropathie der 

rechten Schulter. Insgesamt bestehe eine deutliche Diskrepanz zwischen den subjektiv 

empfundenen, langjährigen bestehenden und weitgehend therapieresistenten 

Schmerzen einerseits und den nur sehr diskreten objektivierbaren Befunden vor allem 

bei den verschiedenen radiologischen Abklärungen. Wohl könne die mässiggradige 

Degeneration im lumbosakralen Bewegungssegment belastungsabhängige lumbale 

Rückenschmerzen durchaus erklären, aufgrund der klinischen und radiologischen 

Befunde finde sich aber keine ausreichende Erklärung für das gesamte vom 

Versicherten beschriebene Beschwerdebild. Aus rheumatologischer Sicht sei daher 

eine wesentliche und klar im Vordergrund stehende nicht-organische Ursache zu 

postulieren. Aus rheumatologischer Sicht könne (unverändert zu früheren 

Beurteilungen) aus körperlicher Sicht eine erhaltene und zumutbare Arbeitsfähigkeit für 

körperlich leichte und mittelschwere, vorwiegend wechselbelastende Tätigkeiten mit 

Einhalten von Gewichtslimiten für repetitiv zu hebende oder tragende Lasten bis 7.5kg 

bzw. Einzellasten bis 20kg attestiert werden. Aus rheumatologischer Sicht sei kein 

Grund ersichtlich, wieso die Umschulung zum Hochbauzeichner nicht weitergeführt 

werden könne. Aufgrund der chronischen Rückenschmerzen bei strukturell lediglich 

leichten degenerativen Wirbelsäulenveränderungen sei lediglich die Arbeitsfähigkeit für 

körperlich schwere Tätigkeiten qualitativ eingeschränkt. Der psychiatrische 

Sachverständige gab in seinem Teilgutachten an (IV-act. 125-20 ff.), der Versicherte 

leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell teilremittiert, einer 

anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung und einer hyperkinetischen 

Störung. Aus rein psychiatrischer Sicht sei der Versicherte in der angestammten 

Tätigkeit als Maurer und in diesem Ausbildungs- und intellektuellen Leistungsprofil 

entsprechenden Verweistätigkeiten in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Auch 

für die Umschulung zum Hochbauzeichner liege keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit vor. Der Abschluss der Umschulung sei unter der fortgesetzten 

psychiatrischen Begleitung und Psychopharmaka-Medikation möglich. Am 10. Juni 

2013 unterzeichneten die Parteien eine Zielvereinbarung, gemäss welcher die 

Umschulung zum Hochbauzeichner mit der Auflage fortgesetzt werden sollte, sich 

parallel ambulant fachärztlich psychiatrisch und psychopharmakologisch behandeln zu 

lassen (IV-act. 129); die IV-Stelle des Kantons B.___ teilte dem Versicherten am 9. 

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B.

Am 26. März 2015 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-Leistungen 

an (IV-act. 158). Mangels der Glaubhaftmachung einer erheblichen Veränderung der 

tatsächlichen Verhältnisse trat die nun zuständige IV-Stelle des Kantons St.Gallens am 

8. Juni 2015 (IV-act. 179) nicht auf das neue Leistungsbegehren ein.

C.  

September 2013 die Kostengutsprache für die Fortführung der Umschulung mit (IV-act. 

136).

Am 7. Juli 2014 berichtete Dr. med. E.___ (IV-act. 152), Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, der Versicherte leide an einer kombinierten 

Persönlichkeitsstörung (anankastisch, emotional instabil), einer hyperkinetischen 

Störung und Prüfungsangst. Die Situation habe mittels psychotherapeutischer und 

Psychopharmakotherapie so weit stabilisiert werden können, dass der Versicherte 

Ende Juni 2014 die Lehrabschlussprüfung als Hochbauzeichner bestanden habe. 

Aktuell sei der Versicherte in seiner Leistungsfähigkeit aufgrund einer verminderten 

Konzentrationsfähigkeit bzw. einer erhöhten Ablenkbarkeit, einer mangelhaften 

Affektregulierung und einer Beeinträchtigung durch ein zwanghaft-perfektionistisches 

Denken um ca. 20% eingeschränkt.

A.d. 

Am 23. Juli 2014 teilte die IV-Stelle des Kantons B.___ dem Versicherten mit (IV-

act. 156), er habe die Umschulung und damit die beruflichen Massnahmen erfolgreich 

abgeschlossen. Aufgrund eines IV-Grades unter 40% bestehe kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente.

A.e. 

Am 29. Juli 2016 meldete sich der Versicherte zur Früherfassung (IV-act. 188) und 

am 22. August 2016 (IV-act. 192) erneut zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Am 30. August 2016 berichtete Dr. med. F.___ (IV-act. 198), 

Facharzt für Rheumatologie FMH, der Versicherte leide an einem chronischen 

lumbospondylogenen Syndrom linksbetont, einem chronischen 

Leistenschmerzsyndrom beidseits, beginnenden Coxarthrosen bei 

femuroacetabulärem Impingement beidseits (rechts>links), einem medialen 

Knieschmerz links und Humerus-Kopf-Schmerzen rechts bei lateraler Kontusion mit 

C.a. 

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diskreter ossärer Irregularität. Im Verlaufe des Jahres habe unter regelmässiger 

Therapie und einem Kräftigungstraining eine deutliche Besserung der Schmerzen im 

Hüftgelenk- und Kniebereich links erzielt werden können. Nicht gewichtbelastende 

Bewegungen seien gut ausführbar. Repetitive Belastungen führten auch beim Gehen 

zu erneuten Schmerzen. Am 29. August 2016 berichteten die Fachpersonen der Klinik 

G.___ (IV-act. 202), der Versicherte sei bei ihnen seit Juli 2015 in psychiatrisch-

psychotherapeutischer Behandlung; vom 14. Juli 2015 bis zum 7. August 2015 habe er 

am teilstationären Rehabilitationsprogramm teilgenommen; seither komme er 

regelmässig zu ambulanten Gesprächstherapien. Der Versicherte leide an einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode mit 

somatischem Syndrom, einhergehend mit multiplen psychosomatischen funktionellen 

Beschwerden, und an einer kombinierten (anankastischen, narzisstischen sowie 

ängstlichen) Persönlichkeitsstörung. Vordiagnostiziert sei eine Aufmerksamkeitsdefizit-/

Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr möglich; eine 

Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit sei aber nicht ausgeschlossen.

Am 31. Januar 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 215), 

aufgrund seines Gesundheitszustandes seien keine beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen möglich.

C.b. 

Am 2. März 2017 berichteten die Fachpersonen der C.___ AG (IV-act. 221), der 

Versicherte sei vom 11. Januar 2017 bis zum 1. März 2017 bei ihnen hospitalisiert 

gewesen. Sie gaben folgende Diagnosen an: Rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, kombinierte und andere 

Persönlichkeitsstörungen (dependent, ängstlich vermeidend und narzisstisch), primäre/

nicht organische Insomnie und vordiagnostiziertes ADHS. Am 12. April 2017 

berichteten sie (IV-act. 220), der Versicherte sei vom 13. bis zum 25. März 2017 erneut 

bei ihnen hospitalisiert gewesen. Sie gaben unveränderte Diagnosen an. In einer 

Aktennotiz vom 28. April 2017 hielt ein Mitarbeiter der IV-Stelle fest (IV-act. 225), im 

Laufe der Fallbearbeitung sei bekannt geworden, dass der Versicherte aktiv 

Tischfussball betreibe; er gehöre zum Kader der Schweizer Nationalmannschaft. In der 

Aktennotiz wurden diverse Bilder/Filme von Tischfussballturnieren, Gruppenfotos mit 

Mitgliedern aus dem Tischfussballverein aus öffentlichen Quellen aufgeführt, auf denen 

mutmasslich der Versicherte zu erkennen war. Am 4. Mai 2017 berichtete der 

C.c. 

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behandelnde Psychologe H.___ (IV-act. 226), der Versicherte leide an einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode mit 

somatischem Syndrom einhergehend mit multiplen psychosomatischen funktionellen 

Beschwerden und an einer kombinierten (anankastischen, narzisstischen sowie 

ängstlichen) Persönlichkeitsstörung. Vordiagnostiziert sei eine ADHS. In der Tätigkeit 

als Hochbauzeichner bestehe seit dem 2. Juli 2015 eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit. Eine adaptierte Tätigkeit in einer möglichst stressfreien Umgebung, 

mit selbständigen Tätigkeiten und genügend Erholungsphasen sei zu 50% möglich. 

Der RAD-Arzt Dr. med. I.___ notierte am 17. Mai 2017 (IV-act. 228), beim Versicherten 

bestehe Eingliederungspotential. Der Versicherte sei in der Lage, eine 60 bis 80%ige 

Präsenzzeit zu erbringen; die Leistungsfähigkeit sei aufgrund der teilweise diffusen, 

fraglich gemischt reaktiven depressiven Symptomatik vor dem Hintergrund einer 

Persönlichkeitsstörung arbeitspraktisch zu ermitteln. Steigerungspotential sei 

vorhanden. Am 8. Juni 2017 notierte Dr. I.___, aufgrund des im Rahmen der Aktennotiz 

vom 28. April 2017 vorgelegten Bild- und Filmmaterials (zur Aktivität des Versicherten 

im Tischfussball), bei dem es sich mutmasslich um den Versicherten handle, seien die 

beklagten und mittlerweile durch verschiedene Behandler angeführten Auswirkungen 

von als krankheitswertiger Symptomatik angeführten Beschwerden stark anzuzweifeln. 

Am 9. August 2017 gaben die Fachpersonen der C.___ AG an (IV-act. 238), der 

Versicherte sei vom 10. bis zum 24. Juli 2017 und vom 26. Juli bis zum 4. August 2017 

bei ihnen hospitalisiert gewesen. Die Diagnosen seien unverändert. Im Rahmen eines 

Gesprächs am 20. September 2017 bei der IV-Stelle bestätigte der Versicherte (IV-act. 

242), dass er auf den Videos und Bildern in der Aktennotiz vom 28. April 2017 zu sehen 

sei. Am 14. Dezember 2017 berichteten die Fachpersonen der C.___ AG über einen 

weiteren Aufenthalt des Versicherten vom 24. November bis zum 14. Dezember 2017 

(IV-act. 248). Sie gaben neu an, der Versicherte leide an einer kombinierten und 

anderen Persönlichkeitsstörungen (narzisstisch und emotional-instabil), einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, einer 

einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung und einer Hypothyreose. Am 1. 

Februar 2018 berichteten die Fachpersonen im Rahmen einer erneuten Hospitalisation 

vom 15. bis zum 17. Januar 2018 von unveränderten Diagnosen (IV-act. 257). Am 11. 

April 2018 führte der neue psychiatrische Behandler med. pract. J.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, aus (IV-act. 264), der Versicherte leide aus 

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psychiatrischer Sicht an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtige 

schwere Episode, an Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt, an einer 

kombinierten und anderen Persönlichkeitsstörungen (narzisstisch und emotional 

instabil) und an einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung. Am 16. 

August 2018 berichteten die Fachpersonen der C.___ AG (IV-act. 270), der Versicherte 

sei vom 21. Juni bis zum 20. Juli 2018 erneut bei ihnen hospitalisiert gewesen; die 

Diagnosen seien unverändert. Am 14. November 2018 gaben sie dann an (IV-act. 276), 

der Versicherte sei vom 28. August bis zum 24. Oktober 2018 nochmals hospitalisiert 

gewesen. Die rezidivierende depressive Störung sei schwergradiger Ausprägung; im 

Übrigen seien die Diagnosen unverändert.

Bereits am 16. Oktober 2017 hatte die IV-Stelle dem Versicherten mitgeteilt (IV-

act. 245), sie erachte zur Klärung der Leistungsansprüche eine bidisziplinäre 

(orthopädische und psychiatrische) Untersuchung als notwendig. Am 28. Juni 2019 

erstattete die Medizinische Abklärungsstelle Bern ZVMB GmbH (MEDAS) ihr 

bidisziplinäres Gutachten (IV-act. 280 und 281). Die Sachverständigen gaben folgende 

Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an: Chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom bei Osteochondrose L5/S1, Anulus fibrosis-Riss L5/S1 

und beginnende Coxarthrose bei einem femoroacetabulären Impingement beidseits 

rechts>links bei Zustand nach Labrumresektion rechts Hüftgelenk am 23.12.2014. 

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die nachfolgenden Diagnosen: 

Retropatellararthrose beidseits bei Zustand nach Plica-Resektion 1996 links und 1997 

rechts, chronisches zervikales Schulter-Arm-Syndrom, Zustand nach Kontusion der 

HWS 1998 und 2000 ohne strukturelle Verletzungsfolgen, Fehlhaltung der Wirbelsäule 

bei einem Rundrücken und Hohlkreuz mit muskulärer Dysbalance, weitgehend 

abgeklungene Kontusion der rechten Schulter, Knick-/Spreizfuss, beginnende 

Adipositas, kombinierte Persönlichkeitsstörung, abnorme Gewohnheiten und 

Störungen der Impulskontrolle, Missbrauch von Ecstasy unbenannten Ausmasses und 

einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung. Der psychiatrische Sachverständige 

gab keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an (IV-act. 280-20). Er 

führte aus, insgesamt seien diverse Hinweise für Inkonsistenzen vorhanden. Aktuell 

seien die Angaben des Versicherten diskrepant zur Aktenlage. Die beklagten 

Beschwerden seien nicht mit den sonstigen Aktivitäten des Versicherten kompatibel 

C.d. 

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und vereinbar; auch eigene Recherchen deuteten darauf hin, dass der Versicherte 

weiterhin aktiv im Tischfussballverein sei. Bei der aktuellen Untersuchung hätten sich 

unter Berücksichtigung der Aktenlage keine Hinweise auf ein schweres 

therapieresistentes Zustandsbild ergeben, welches eine berufliche Tätigkeit 

verunmöglichen würde. Das aktuelle Zustandsbild entspreche nicht dem vom 

Versicherten und von den Behandlern beschriebenen Bild. Die Diagnose der 

kombinierten Persönlichkeitsstörung ergebe auch nicht zwangsläufig eine dauerhafte 

Arbeitsunfähigkeit. Das vorhandene Störungsbild könne mit Schwierigkeiten im Bereich 

sozialer und emotionaler Anforderungen einhergehen. Der Versicherte scheine 

Schwierigkeiten zu haben, Autoritäten zu tolerieren und sich in einer sozialen 

Gemeinschaft unterzuordnen, wenn er die Notwendigkeit nicht einsehe und für die 

Arbeit nicht hinreichend motiviert sei. Er könne aber adäquat interagieren, was er 

willentlich und durch die Motivation beeinflussen könne. Auch bei der 

zwischenmenschlichen Interaktion, bei welcher Probleme auftreten könnten, bestünden 

beim Versicherten gute Kompetenzen; dies könne insbesondere bei seinem Hobby und 

dem dort freundlichen und verbindlichen Kontakt zu seinen Vereinskollegen festgestellt 

werden. Der Versicherte habe über oberflächliche, labile Affekte, innere Leere, 

mangelnde Ausdauer und Selbstkontrolle berichtet, was auf sein Temperament 

zurückzuführen sei. Speziell die Selbstkontrolle und die Ausdauer seien im privaten 

Bereich deutlich besser und könnten damit auch im beruflichen Bereich eingeübt 

werden. Beim Versicherten seien erhebliche Hinweise für negative 

Antwortsverzerrungen im Hinblick auf die Schilderung seiner psychischen 

Beschwerden vorhanden. Zum Fähigkeitsprofil gab der psychiatrische Sachverständige 

folgendes an: Es bestehe eine verminderte Anpassung an Regeln und Routinen 

(temperamentsbedingt). Die Planung und Strukturierung von Aufgaben sei nicht 

reduziert (siehe E-Sport und Tischfussball). Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei 

gegenwärtig im beruflichen Bereich als reduziert anzusehen (vor allem aber aufgrund 

motivationaler Faktoren). Die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sei nicht reduziert. 

Die Durchhaltefähigkeit sei nicht vermindert (in der aktuellen psychiatrischen 

Untersuchung und im Sport unauffällig). Es bestehe keine Antriebsschwäche. 

Störungen der Konzentrationsfähigkeit und der Gruppenfähigkeit bestünden nicht 

(siehe Hobby). Der familiäre Bezug sei derzeit zum Teil dysfunktional, aber nicht 

arbeitsrelevant. Das konkrete Ausmass der spontanen Aktivitäten könne derzeit 

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aufgrund der Inkonsistenzen nicht beurteilt werden. Für die Selbstpflege bestünden 

keine Einschränkungen. Dies gelte auch für die Verkehrsfähigkeit (öffentlicher Verkehr 

und Auto). Aktuell wie auch retrospektiv sei die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit nicht eingeschränkt. Eine Ausnahme bildeten die stationären Aufenthalte. Der 

orthopädische Sachverständige führte aus, anhand des orthopädischen Befundes sei 

nachvollziehbar, dass die berufliche Tätigkeit als Maurer (seit Juni 200_) nicht mehr 

ausgeübt werden könne. Die jetzige Tätigkeit als Hochbauzeichner sei weiterhin (seit 

dem 4. März 200_) ohne Einschränkungen zumutbar. Diese Tätigkeit stelle eine gut 

angepasste Verweistätigkeit dar. Gegenüber den früheren Befunden seien keine 

wesentlichen Diskrepanzen vorhanden, sodass die in der interdisziplinären RAD-

Begutachtung (vgl. IV-act. 47 und vorstehend Bst. A.a) festgestellte volle 

Arbeitsfähigkeit in einer gut angepassten Verweistätigkeit bestätigt werden könne. Es 

ergebe sich nämlich folgendes Fähigkeitsprofil: Der Versicherte sei in der Lage, 

mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten bis ca. 20kg in 

rückengerechter Haltung, in temperierten Räumen, im Wechsel zwischen Gehen, Sitzen 

und Stehen zu verrichten. Zu vermeiden seien teilweise mittelschwere und schwere 

Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten über 20kg ausserhalb des 

Körperlotes, ständige Zwangshaltungen, Vibrationen, ruckartige und plötzliche 

Bewegungsausschläge, Rotation und Neigung des Rumpfes sowie kniende und 

hockende Tätigkeiten. Der Versicherte sollte weiter keiner Kälte- und Nässeexposition 

sowie Zugluft ausgesetzt sein. Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung sei eine 

Überbetonung der Beschwerden anzunehmen. Diese habe aber keine Auswirkung auf 

die objektive Begutachtung. Für frühere orthopädische Befunde könne ein 

Täuschungsverhalten nicht sicher ausgeschlossen werden. Interdisziplinär betrachtet 

bestehe damit für den früheren Beruf als Maurer eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für den 

Umschulungsberuf als Hochbauzeichner, der eine angepasste Tätigkeit darstelle, sei 

jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben. Für sämtliche weiteren leidensadaptierten 

Tätigkeiten bestehe ebenfalls eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Die RAD-Ärztin 

Dr. med. K.___ hielt am 6. September 2019 fest (IV-act. 283), das Gutachten erfülle die 

geforderten Qualitätskriterien; es sei umfassend und weise keine formellen Mängel auf.

Mit einem Vorbescheid vom 14. Januar 2020 kündigte die IV-Stelle dem 

Versicherten die Abweisung seines Rentenbegehrens an (IV-act. 285). Sie führte aus, 

C.e. 

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D.  

gemäss dem MEDAS-Gutachten vom 28. Juni 2019, auf welches vollumfänglich 

abgestellt werden könne, sei der Versicherte sowohl in der angestammten Tätigkeit (als 

Hochbauzeichner) wie auch in adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig. Der 

Versicherte habe daher keine Erwerbseinbusse aus gesundheitlichen Gründen 

hinzunehmen. In einer E-Mail vom 16. Januar 2020 teilte der Versicherte der IV-Stelle 

sinngemäss mit (IV-act. 286), dass er mit dem Vorbescheid nicht einverstanden sei. Am 

21. Februar 2020 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens (IV-act. 

292).

Am 20. April 2020 berichtete med. pract. L.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, gegenüber der IV-Stelle (IV-act. 297), der Versicherte leide an 

Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt mit einer körperdysmorphen Störung, an 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode, 

Hauptmerkmale Freudlosigkeit, Antriebsstörung und Suizidalität, an einer kombinierten 

und anderen Persönlichkeitsstörungen (narzisstisch und emotional instabil), 

vordiagnostiziert an einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (DD: 

Dissoziative Identitätsstörung, Erkrankung des schizophrenen Formenkreises) und 

einer Hypothyreose, nicht näher bezeichnet, substituiert. Dem Beschwerdeführer sei 

weder die bisherige noch eine adaptierte Tätigkeit zumutbar. Der Versicherte sei derzeit 

durch Zwangsgedanken und -handlungen derart beeinträchtigt, dass keine berufliche 

Tätigkeit möglich sei. Erschwerend kämen die Identitätsstörung sowie das 

unkontrollierte, impulsive Verhalten mit interpersonellen Störungen hinzu. Die 

Erkrankung gelte als schwer therapierbar und werde, wenn überhaupt, erst längerfristig 

zu einer Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit führen.

C.f. 

Am 21. April 2020 liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

vom 21. Februar 2020 erheben (act. G 1). Er beantragte, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben und ihm sei eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei 

durch das angerufene Gericht eine psychiatrische Begutachtung anzuordnen. 

Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Zur Begründung führte er aus, die medizinischen 

D.a. 

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Erwägungen

1.  

Abklärungen der Beschwerdegegnerin seien unvollständig. Da die angedachte 

Psychodiagnostik noch nicht habe durchgeführt werden könne, sei das Verfahren bis 

zu dessen Vorlage zu sistieren.

Am 29. April 2020 teilte das Versicherungsgericht des Kantons St.Gallens dem 

Beschwerdeführer mit, dem Antrag um Sistierung werde entsprochen. Das Verfahren 

werde bis zum 16. August 2020 sistiert.

D.b. 

Am 14. August 2020 liess der Beschwerdeführer einen Bericht vom 2. Juli 2020 

über eine testpsychologische Untersuchung durch die Psychiatrie M.___ einreichen 

(act. G 3). Die Fachpersonen waren zum Schluss gekommen, dass aufgrund der 

Untersuchung die Kriterien für eine dissoziative Identitätsstörung nicht erfüllt seien. 

Allerdings seien viele Hinweise für das Vorliegen einer kombinierten 

Persönlichkeitsstörung vorhanden. Zudem seien die Kriterien für eine Zwangsstörung 

erfüllt.

D.c. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 13. Oktober 2020 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 6). Sie machte geltend, die Ausführungen von med. pract. L.___ 

seien nicht überzeugend. Insbesondere sei keine kritische Auseinandersetzung mit den 

Darstellungen des Beschwerdeführers zu erkennen; med. pract. L.___ weise eine 

mangelnde Objektivität auf.

D.d. 

In einer Replik vom 8. Dezember 2020 liess der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen festhalten (act. G 12).

D.e. 

Auch die Beschwerdegegnerin hielt am 25. Januar 2021 an ihrem Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde fest (act. G 14).

D.f. 

Mit der angefochtenen Verfügung vom 21. Februar 2020 hat die 

Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren des Beschwerdeführers abgewiesen. Da 

das Beschwerdeverfahren die Prüfung der Rechtmässigkeit dieser Verfügung zum Ziel 

hat, muss es sich auf den in der Verfügung enthaltenen Gegenstand beschränken. 

1.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/18

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2.  

Folglich ist nur zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung hat.

Gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG stehen gesetzliche Fristen, die nach Tagen 

bestimmt sind, vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern 

still. Am 20. März 2020 hat der Bundesrat die Verordnung über den Stillstand der 

Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im 

Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19; SR 173.110.4) erlassen. Gemäss Art. 

1 Abs. 1 dieser Verordnung beginnt der Fristenstillstand über Ostern nach Art. 38 Abs. 

4 ATSG mit dem Inkrafttreten der Verordnung und dauert bis und mit dem 19. April 

2020. Die Verordnung ist gemäss Art. 2 der Verordnung am 21. März 2020 um 00.00 

Uhr in Kraft getreten und hat bis zum 19. April 2020 gegolten. Die Verfügung vom 21. 

Februar 2020 ist dem Beschwerdeführer frühestens am 22. Februar 2020 zugestellt 

worden. Die 30tägige Beschwerdefrist (Art. 60 ATSG) hat demnach frühestens am 23. 

Februar 2020 zu laufen begonnen. Vom 21. März 2020 bis zum 19. April 2020 hat die 

Frist stillgestanden. Die Beschwerde ist damit am 21. April 2020 rechtzeitig erhoben 

worden.

1.2. 

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 

SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1. 

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/18

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3.

Der Beschwerdeführer hat das Anmeldeformular im August 2016 eingereicht. Zu 

beachten gilt allerdings, dass seine behandelnden Ärzte bereits im Juli 2016 für ihn 

eine Schadensanzeige mit dem "Meldeformular für Erwachsene: Früherfassung" bei 

der Beschwerdegegnerin vorgenommen haben. Es ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bereits damit einen 

Leistungsanspruch gegenüber der Invalidenversicherung hat geltend machen wollen. 

Damit ist die Anmeldung als im Juli 2016 eingegangen zu erachten.

4.  

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Die drei Abteilungen des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen haben im Frühjahr 2019 in einem 

Verfahren nach Art. 54 des Gerichtsgesetzes (sGS 941.1) folgende Frage mehrheitlich 

bejaht: "Haben Versicherte, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und die nach 

Ablauf dieses Jahres weiterhin zu mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig sind, 

grundsätzlich Anspruch auf eine Rente, obwohl zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen, welche ihre Arbeitsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, 

nicht abgeschlossen sind?" Damit hat das Versicherungsgericht im Ergebnis einen 

alternativen Invaliditätsbegriff geschaffen, der sich von dem im Art. 8 Abs. 1 ATSG 

definierten Invaliditätsbegriff darin unterscheidet, dass der Grundsatz der Eingliederung 

vor Rente (vgl. etwa U. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. A., Vorbemerkungen N. 86 ff.) 

nicht zur Anwendung kommt. Der entsprechende Invaliditätsgrad wird in analoger 

Anwendung des Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das 

Valideneinkommen einem Invalideneinkommen gegenübergestellt wird, das ausgehend 

von einer (i.d.R. fiktiven) Erwerbstätigkeit, die vor dem Beginn bzw. vor dem Abschluss 

der (medizinischen und/oder beruflichen) Eingliederung ausgeübt wird bzw. ausgeübt 

werden könnte. Massgebend ist der jeweils aktuelle Arbeitsfähigkeitsgrad einer in 

dieser Situation zumutbaren Erwerbstätigkeit.

Die Beschwerdegegnerin hat auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten der 

MEDAS abgestellt. Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/18

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einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (vgl. etwa BGE 

125 V 351, E. 3a). Die Sachverständigen haben die medizinischen Vorakten eingehend 

gewürdigt und die subjektiven Klagen des Beschwerdeführers umfassend 

wiedergegeben. In ihren Teilgutachten haben sie die von ihnen erhobenen objektiven 

klinischen Befunde anschaulich und vollständig dargelegt und in ihrer Art und Schwere 

gewürdigt, wobei sie sich auch mit den Angaben des Beschwerdeführers 

auseinandergesetzt haben. Sie haben ihre versicherungsmedizinische Beurteilung 

detailliert begründet.  Es besteht kein Grund zur Annahme, dass sie eine wesentliche 

medizinische Tatsache übersehen oder versehentlich ignoriert hätten. Der für ihre 

Beurteilung massgebende medizinische Sachverhalt ist ihnen also vollumfänglich 

bekannt gewesen. Die Sachverständigen haben zu den vorhandenen Inkonsistenzen 

und Aggravationstendenzen überzeugend Stellung genommen und die vorhandenen 

Diskrepanzen ausführlich aufgezeigt. Insbesondere haben sie nachvollziehbar 

ausgeführt, dass die beklagten Beschwerden nicht mit den sonstigen Aktivitäten (z.B. 

aktives Mitglied im Tischfussballverein und Turnierteilnahmen) des Versicherten 

kompatibel und vereinbar sind. Konkret hat der psychiatrische Sachverständige bspw. 

ausgeführt (IV-act. 280-22), es sei unvorstellbar, Tischfussballturniere ohne 

entsprechende Konzentration und Ausdauer zu absolvieren. Ein schwer depressiver 

Mensch sei hierzu sicher nicht imstande. Bezüglich der beklagten Beschwerden seien 

damit negative Antwortsverzerrungen ausgewiesen. Selbst für einen Laien ist 

nachvollziehbar, dass eine schwer depressive Person, die sich auch in 

Menschenansammlungen nicht wohlfühlt und zurückgezogen lebt, keine 

Tischfussballtrainings und Tischfussballturniere absolvieren kann, bei denen volle 

Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und rasche Reaktionsfähigkeit gefordert sind und 

sozialer Kontakt mit anderen Menschen unvermeidlich ist. Die erhobenen Diagnosen 

und die Angaben zu den jeweiligen Arbeitsfähigkeitsschätzungen sind nachvollziehbar. 

Die von den MEDAS-Sachverständigen abschliessend abgegebene interdisziplinäre 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist einleuchtend und mit den in den beiden 

Teilgutachten enthaltenen Würdigungen vereinbar. Bei der objektiven Befundlage 

überzeugt das Attest einer vollen Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit und 

auch für leidensadaptierte Tätigkeiten. Der psychiatrische Gutachter hat damit die vom 

Bundesgericht vorgegebenen Standardindikatoren (BGE 141 V 281), die auch bei 

depressiven Störungen relevant sind (BGE 143 V 409) abgehandelt, womit das 

Gutachten vollständig ist. Zusammenfassend überzeugt das MEDAS-Gutachten und 

die darin abgegebene Arbeitsfähigkeitsschätzung; es kann darauf abgestellt werden.

Rechtsprechungsgemäss hat das Sozialversicherungsgericht auf den Sachverhalt 

bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung abzustellen (BGE 139 V 335 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/18

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E. 6.2). Später eintretenden Tatsachen ist nicht im Rahmen des hängigen 

Beschwerdeverfahrens, sondern im Rahmen eines allfälligen späteren 

Verwaltungsverfahrens Rechnung zu tragen. Sind später eingetretene, mit dem 

Streitgegenstand in einem engen Sachzusammenhang stehende Tatsachen indes 

geeignet, die Beurteilung des im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung bestehenden 

Sachverhalts zu beeinflussen, so sind sie im laufenden Verfahren zu berücksichtigen 

(Entscheid 8C_357/2016 des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2016, E. 3.2 und 

Entscheid 9C_67/2012 des Bundesgerichts vom 4. Juli 2012, E. 2.2). Vorab gilt es 

daher zu prüfen, ob die nachträglich eingereichten Dokumente überhaupt in diesem 

Verfahren zu berücksichtigen sind. Folgende medizinischen Berichte wurden nach dem 

Erlass der angefochtenen Verfügung vom 21. Februar 2020 eingereicht: Bericht von 

med. pract. L.___ vom 20. April 2020 (IV-act. 297) und Bericht der testpsychologischen 

Untersuchung durch die Psychiatrie M.___ vom 2. Juli 2020 (act G 3). Die neu 

eingereichten Berichte lassen einen Rückschluss auf den Gesundheitszustand vor der 

Verfügungseröffnung zu; aus den Berichten geht nämlich nichts hervor, wonach sich 

nach der Verfügungseröffnung der Gesundheitszustand relevant verändert hätte. 

Vielmehr sind sowohl die subjektiven Klagen des Beschwerdeführers als auch die 

relevanten Diagnosen im Wesentlichen gleichgeblieben wie vor dem Verfügungserlass. 

Die nach der Verfügung eingereichten Akten sind daher nachfolgend zu würdigen. Im 

Bericht von med. pract. L.___ ist neu eine körperdysmorphe Störung diagnostiziert 

worden, die jedoch keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat und damit nicht IV-

relevant ist. Weiter ergeben sich aus dem nachträglich eingereichten Bericht von med. 

pract. L.___ keine neuen Tatsachen, sondern lediglich bereits Bekanntes. Sie hat 

gegenüber früheren Behandlerberichten keine neuen relevanten Diagnosen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erhoben und auch die Standardindikatoren (BGE 

141 V 281) nicht geprüft. Sie hat lediglich auf die subjektiven Klagen des 

Beschwerdeführers abgestellt, ohne diese kritisch zu würdigen; ein 

Validierungsverfahren, um allfällige Aggravationen auszuschliessen oder eben 

aufzudecken, fehlt. Dies wäre indessen für eine aussagekräftige 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung umso erforderlicher gewesen, als beim Beschwerdeführer 

gemäss den MEDAS-Sachverständigen Inkonsistenzen und Antwortsverzerrungen und 

damit Aggravationstendenzen festgestellt worden sind. Auch aus dem Bericht der 

testpsychologischen Untersuchung vom 2. Juli 2020 lässt sich nichts entnehmen, was 

im Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen wäre. Insbesondere haben die 

Untersuchenden ebenfalls kein Validierungsverfahren vorgenommen und sich nur mit 

den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers befasst, ohne diese kritisch 

bezüglich Diskrepanzen, Aggravation, Simulation und Ähnlichem zu hinterfragen. Im 

Übrigen ist bei der Würdigung des Beweiswerts der Berichte behandelnder Ärzte der 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/18

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Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten ihrer Patienten 

auszusagen pflegen und zudem dazu neigen, die pessimistischen 

Beschwerdeschilderungen ihrer Patienten als objektiv ausgewiesen zu qualifizieren (vgl. 

etwa BGE 125 V 353 E. 3b.cc). Die neu eingereichten Berichte können das Gutachten 

damit nicht entkräften.

Der Einwand des Beschwerdeführers, die eigenen Recherchen des Gutachters 

erweckten Zweifel an der Beweiskraft des Gutachtens, überzeugt nicht. Das vom 

Gutachter erhobene Bildmaterial hat nämlich keine neuen Erkenntnisse gebracht, 

sondern nur bereits Bekanntes (nämlich die aktive Teilnahme am Vereinsleben eines 

Tischfussballvereins) nochmals bestätigt. Bereits vor der Begutachtung hat die IV-

Stelle solches Bildmaterial erhoben und im Rahmen eines Gesprächs mit dem 

Beschwerdeführer verifiziert, dass er auf den Bildern bzw. Videos zu sehen ist. Damit 

wäre der Gutachter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch ohne die selber 

erhobenen (nicht verifizierten) Recherchen zum selben Resultat gelangt. Gegenteiliges 

geht aus den Akten nicht hervor.

4.3. 

 Damit steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass 

der Beschwerdeführer als gelernter Hochbauzeichner (was gemäss dem Gutachten 

eine adaptierte Tätigkeit darstellt) und in anderen angepassten Tätigkeiten voll 

arbeitsfähig ist.

4.4. 

Eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit (also eine solche, die länger als sechs 

Monate gedauert hat) hat retrospektiv nicht bestanden. Damit sind die 

Anspruchsvoraussetzungen einer mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) 

während eines Jahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; sog. Wartejahr) und einer 

anschliessenden Invalidität von mindestens 40% nach wie vor nicht erfüllt.

4.5. 

Da keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, steht dem 

Beschwerdeführer auch keine Rente im Sinne der angeführten Praxis des 

Versicherungsgerichts (vgl. Erw. 2.2) zu.

4.6. 

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin daher einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine IV-Rente zu Recht verneint; die Beschwerde ist 

abzuweisen.

4.7. 

Im Übrigen wäre selbst bei Erfüllung des Wartejahres keine rentenauslösende 

Invalidität gegeben. Da die Tätigkeit als Hochbauzeichner gemäss dem MEDAS 

Gutachten eine adaptierte Tätigkeit darstellt und dem Beschwerdeführer nach wie vor 

4.8. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/18

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5.  

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Sie ist 

vollumfänglich dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der unterliegende 

Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung; das 

entsprechende Begehren ist abzuweisen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese 

sind durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt.

3. Das Begehren um die Zusprache einer Parteientschädigung wird abgewiesen.

im Vollzeitpensum zumutbar ist, entspricht folglich auch das zumutbare erzielbare 

Invalideneinkommen während des gesamten massgebenden Zeitraum dem 

Valideneinkommen. Denn sowohl die Validenkarriere als auch die Invalidenkarriere stellt 

die Tätigkeit als Hochbauzeichner dar. Der Invaliditätsgrad wäre deshalb anhand eines 

sogenannten Prozentvergleichs zu ermitteln, er entspräche also dem 

Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls (analog dem sog. Tabellenlohnabzug) korrigiert um 

einen zusätzlichen Abzug. Im hier zu beurteilenden Fall ist kein zusätzlicher Abzug 

gerechtfertigt, da ein potentieller Arbeitgeber bei der Beschäftigung des 

Beschwerdeführers keine betriebswirtschaftlich-ökonomischen Nachteile in Kauf 

nehmen müsste, denn der Beschwerdeführer weist in der Tätigkeit als 

Hochbauzeichner (welche sowohl die Validen- auch Invalidenkarriere bildet) keine IV-

relevanten gesundheitlichen Einschränkungen auf. Im Prozentvergleich resultiert damit 

ein IV-Grad von 0%.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2021
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines bidisziplinären (Orthopädie und Psychiatrie) Gutachtens. Anspruchsvoraussetzungen einer mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) während eines Jahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; sog. Wartejahr) und einer anschliessenden Invalidität von mindestens 40% nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Oktober 2021, IV 2020/79).

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