# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6bb62657-39d6-553a-81ae-da67b7aea364
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.04.2025 E-1728/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1728-2025_2025-04-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1728/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; 

Gerichtsschreiberin Martina Stark. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

(…)   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 10. Februar 2025 / N (…). 

 

 

 

E-1728/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der aus B._______ stammende kurdische Beschwerdeführer (mit 

letztem Wohnsitz in der Provinz Aydin) am 25. September 2023 in der 

Schweiz ein Asylgesuch stellte, das er mit einer politischen Verfolgung 

durch die heimatlichen Behörden begründete, 

dass er mit Eingabe vom 15. Januar 2024 mehrere Beweismittel (unter an-

derem betreffend die geltend gemachte behördliche Verfolgung sowie sei-

nen Gesundheitszustand) ins Recht legte, 

dass er anlässlich seiner Anhörung nach Art. 29 AsylG (SR 142.31) er-

klärte, er sei im Jahr 2012 Zeuge der Entführung dreier türkischer Soldaten 

durch Kämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) geworden, und diese 

Armeeangehörigen seien später umgebracht worden, 

dass er von den türkischen Behörden zwar als Zeuge einvernommen, aber 

immer wieder auch der Komplizenschaft mit den Entführern verdächtigt 

worden sei, 

dass er gedrängt worden sei, die Entführer anzuzeigen, was er verweigert 

habe, weil ihm selber kein Schaden durch diese zugefügt worden sei, 

dass er ab 2015 an verschiedenen demokratischen Veranstaltungen teil-

genommen und gegen den Krieg zwischen der türkischen Regierung und 

den Kurden demonstriert habe, wobei er immer wieder von den Ordnungs-

kräften festgehalten und befragt worden sei, 

dass er auch bei den üblichen ldentitätskontrollen immer wieder auf den 

Vorfall im Jahr 2012 angesprochen und der Unterstützung der PKK ver-

dächtigt worden sei, 

dass er daraufhin am (…) 2016 beruflich grundlos degradiert sowie sein 

Lohn massiv gekürzt und er psychisch unter Druck gesetzt worden sei, was 

grosse ökonomische Schwierigkeiten zur Folge gehabt habe, 

dass er im Jahr 2019 im Zusammenhang mit dem Vorfall von 2012 gericht-

lich vorgeladen worden sei, er gegen einen der PKK-Kämpfer von damals 

hätte aussagen sowie diesen hätte anzeigen sollen, und er Letzteres wie-

derum abgelehnt habe, 

dass er in der Folge auch vom für dieses Verfahren zuständigen Richter 

unter Druck gesetzt und mehrmals von Polizisten abgeholt und auf den 

Posten mitgenommen worden sei, wo man ihn beschimpft und geschlagen 

habe, 

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dass er deshalb auch in der Schule, in der er gearbeitet habe, ausgegrenzt 

und schlecht behandelt worden sei und man ihm im (…) 2023 seine Anstel-

lung ohne Begründung aufgekündigt habe, 

dass er am (…) 2023 zur Polizeidirektion gebracht und dort unter Druck 

gesetzt und misshandelt worden sei, 

dass er sich unter diesen Umständen zur Ausreise entschieden habe und 

am (…) September 2023 in Begleitung seines Sohnes (N […]) auf dem 

Luftweg in die Schweiz gereist sei, wo er am folgenden Tag eintraf, 

dass die Vorinstanz das Asylgesuch mit Zwischenverfügung vom 26. Ja-

nuar 2024 dem erweiterten Verfahren zuteilte, 

dass der Beschwerdeführer am 5. Februar und 8. Mai 2024 weitere Be-

weismittel zur Untermauerung seiner Vorbringen einreichte, 

dass am 29. April 2024 eine ergänzende Anhörung durchgeführt wurde, 

dass das SEM mit Verfügung vom 10. Februar 2025 (am Folgetag eröffnet) 

die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, dessen Asyl-

gesuch ablehnte und seine Wegweisung aus der Schweiz sowie den Weg-

weisungsvollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. März 2025 gegen diese 

Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und die Ge-

währung des Asyls unter Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft, den 

Verzicht auf die Wegweisung, eventualiter die Anordnung seiner vorläufi-

gen Aufnahme unter Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs und subeventualiter die Rückweisung der Sa-

che an die Vorinstanz beantragte, 

dass mit der Beschwerde unter anderem medizinische Unterlagen aus der 

Türkei und ein Arztbericht des Psychiatriezentrums C._______ vom 

11. März 2025 zu den Akten gereicht wurden, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 25. März 2025 die 

prozessualen Anträge des Beschwerdeführers auf Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung und amtliche Rechtsverbeiständung sowie auf 

Befreiung von der Kostenvorschusspflicht abwies und ihm Frist zur Leis-

tung eines Kostenvorschusses setzte, 

dass der Vorschuss in der Folge fristgerecht geleistet wurde, 

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und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem auch 

der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu 

begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG) und dies der Fall ist, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für 

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gegeben hält, und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn 

sie in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüch-

lich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-

te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 

AsylG), 

dass das SEM zur Begründung seines Asylentscheids im Wesentlichen 

feststellte, die geltend gemachten Behelligungen wegen des Vorfalls aus 

dem Jahr 2012 seien flüchtlingsrechtlich nicht relevant, zumal aus dem ein-

gereichten Urteil betreffend diese Entführung dreier Soldaten ersichtlich 

werde, dass der Beschwerdeführer von der türkischen Justiz nicht als Tat-

verdächtiger oder Mittäter, sondern als Opfer qualifiziert worden sei, und 

im Übrigen mit Sicherheit ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden 

wäre, wenn er tatsächlich als PKK-Kollaborateur verdächtigt worden wäre, 

dass der im Jahr 2019 gefasste Tatverdächtige im Jahr 2021 der Mitglied-

schaft in einer bewaffneten Terrororganisation schuldig gesprochen und zu 

einer Freiheitsstrafe verurteilt worden sei, womit nicht ersichtlich sei, wes-

halb die heimatlichen Behörden ihn wegen des Vorfalls im Jahr 2012 wei-

terhin behelligen sollten, 

dass beim Beschwerdeführer auch angesichts seines niederschwelligen 

politischen Profils nicht von einem konkreten Interesse der heimatlichen 

Behörden an seiner politischen (oder wirtschaftlichen) Verfolgung auszu-

gehen sei,  

dass sich dies auch daran zeige, dass ihm die legale kontrollierte Ausreise 

auf dem Luftweg problemlos geglückt sei, 

dass im Übrigen erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit der – unlogi-

schen und unsubstanziiert geschilderten – Asylvorbringen bestünden, 

diese Frage indessen angesichts der offensichtlich fehlenden asylrechtli-

chen Relevanz letztlich offenbleiben könne, 

dass der Beschwerdeführer in seinem Rechtsmittel ausführte, er sei mit 

den Schlussfolgerungen des SEM nicht einverstanden und seine Befürch-

tungen, weiterhin vom türkischen Staat verfolgt und wirtschaftlich bedrängt 

zu werden, seien begründet, weshalb er flüchtlingsrechtlichen Schutz be-

nötige, 

dass er in der Türkei während Jahren gedemütigt und diskriminiert worden 

sei, ihm – wegen seiner politischen Anschauungen, seiner kurdischen Eth-

nie und der Weigerung, mit dem türkischen Staat zu kollaborieren – 

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erhebliche Nachteile zugefügt worden seien und er bei einer Rückkehr  

jeden Moment befürchten müsste, erneut Opfer von Menschenrechts- 

verletzungen zu werden, 

dass ihm im Heimatstaat aus politischen Gründen absichtlich eine falsche 

medizinische Diagnose gestellt worden sei (Diabetes mellitus Typ 2), was 

eine zehnjährige unzureichende Behandlung zur Folge gehabt habe, und 

er erst in der Schweiz erfahren habe, dass er in Wirklichkeit unter Diabetes 

mellitus Typ 1 leide, 

dass das SEM die Glaubhaftigkeit seiner Angaben zu Unrecht in Zweifel 

gezogen habe, weil er sich substanziiert geäussert habe und ein allenfalls 

unlogisches Verhalten seiner Verfolger nicht ihm zu Last gelegt werden 

könne, 

dass sich das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der Akten den 

Erwägungen und Schlussfolgerungen des SEM vollumfänglich anschliesst, 

dass auf das Asylgesuch des Sohnes des Beschwerdeführers (Verfahren 

N […]), der den Vater in die Schweiz begleitet hatte, mit Verfügung des 

SEM vom 31. Januar 2024 mangels vorgetragener Asylgründe nicht ein-

getreten wurde und der Sohn (…) Februar 2024 in die Türkei zurückkehrte, 

dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers einen unsubstanziierten 

und teilweise lebensfremden, konstruierten Eindruck hinterlassen und ins-

besondere die Behauptung völlig unplausibel erscheint, er habe rund zehn 

verschiedene Ärzte aufgesucht, die ihn zwecks Unterstützung seiner poli-

tischen Verfolgung durch die türkischen Behörden allesamt (und zwar mit 

dem gleichen unzutreffenden Krankheitsbild) absichtlich falsch diagnosti-

ziert hätten, 

dass die Frage der Glaubhaftigkeit seiner protokollierten Aussagen indes-

sen nicht abschliessend geprüft werden muss, weil die angeblichen Erleb-

nisse in der Tat flüchtlingsrechtlich nicht relevant sind, 

dass es sich bei den durch den Beschwerdeführer geltend gemachten Be-

nachteiligungen um Nachteile handelt, die eine Mehrheit der kurdischen 

Bevölkerung in ähnlicher Weise erlebt und bei denen das Bundesverwal-

tungsgericht regelmässig eine gezielte Verfolgung seitens der türkischen 

Behörden und eine asylrechtlich hinreichende Intensität verneint (vgl. etwa 

Referenzurteil BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 7.1 m.w.H.), 

dass das SEM zu Recht darauf hingewiesen hat, es sei seit dem geltend 

gemachten Vorfall im Jahr 2012 kein Verfahren gegen den 

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Beschwerdeführer wegen des angeblichen Verdachts auf Kollaboration mit 

der PKK eingeleitet worden und er sei im Urteil des (…) Gerichts für 

schwere Straftaten B._______ vom (…) 2021 als Opfer und nicht etwa als 

(Mit-)Täter oder Tatverdächtiger aufgeführt, 

dass das besagte Urteil mit einem Schuldspruch gegen den Beschuldigten 

endete, womit tatsächlich nicht ersichtlich ist, aus welchem Grund die tür-

kischen Behörden den Beschwerdeführer weiterhin zu einer Anpassung 

seiner Aussagen aus dem Jahr 2012 drängen sollten,  

dass der Beschwerdeführer – wie von der Vorinstanz korrekt festgestellt – 

höchstens über ein niederschwelliges politisches Profil verfügt, weshalb 

nicht anzunehmen ist, die heimatlichen Behörden hätten ein besonderes 

Verfolgungsinteresse an ihm, 

dass auch keine Anhaltspunkte für die Annahme vorliegen, der Beschwer-

deführer habe in Bezug auf seine berufliche sowie gesundheitliche Situa-

tion flüchtlingsrechtlich relevante Nachteile erlitten, nachdem aus den ein-

gereichten Akten nicht hervorgeht, dass er aus einem in Art. 3 AsylG ge-

nannten Grund beruflich degradiert und falsch diagnostiziert worden wäre, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das -

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]; vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

  

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,  

dass das SEM zu Recht festgestellt hat, es sei beim Beschwerdeführer 

nicht von einer drohenden medizinischen Notlage auszugehen, weil die 

ihm faktisch zugängliche Gesundheitsversorgung in der Türkei westeuro-

päischen Standards entspreche, 

dass der Beschwerdeführer betreffend die in der Beschwerde vorgebrachte 

Verschlechterung seines psychischen Zustands (im aktuellen Spitalbericht 

wird neben der Diabetes-Erkrankung eine mittelgradige depressive Episo-

de gemäss ICD-10 F32.1 diagnostiziert) auf die konstante Rechtsprech-

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Seite 9 

ung des Bundesverwaltungsgerichts hinzuweisen ist, wonach auch bei ei-

ner allfälligen Gefahr der Suizidalität nicht von einem zwangsweisen Weg-

weisungsvollzug abzusehen ist, solange Massnahmen zur Verhütung der 

Umsetzung einer Suiziddrohung getroffen werden könnten (vgl. statt vieler 

etwa die Urteile des BVGer D-670/2024 vom 17. Mai 2024 E. 9.3 und  

D-172/2021 vom 5. Januar 2023 E. 9.3.3), 

dass die mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragten Behörden dieser 

medizinischen Situation durch die Wahl geeigneter Vollzugsmassnahmen 

Rechnung tragen werden,  

dass der Vollzug der Wegweisung damit als zumutbar zu qualifizieren ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist und keine Veranlassung für die eventualiter 

beantragte Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht, 

dass die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der 

in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung dieser Kos-

ten zu verwenden ist. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

dieser Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Martina Stark 

 

 

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