# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbda3c15-3556-50dd-a498-c1e5e145e649
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-22
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 22.12.2017 105 2017 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_003_105-2017-79_2017-12-22.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

105 2017 79

Urteil vom 22. Dezember 2017

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung Präsidentin: Catherine Overney
Richter: Adrian Urwyler, Dina Beti
Gerichtsschreiberin: Frédérique Jungo

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Pierre Bydzovsky

gegen

das BETREIBUNGSAMT DES SENSEBEZIRKS, Vorinstanz

Gegenstand Betreibung auf Pfändung

Beschwerde vom 15. Juni 2017 gegen verschiedene Anzeigen 
betreffend Einkommenspfändung und Pfändungsurkunden

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ war vom 1. September 2007 bis zum 22. April 2016 bei der Gemeinde 
B.________ angemeldet. Während dieser Zeit lautete seine Adresse C.________.

Seit dem Jahr 2008 wurden durch verschiedene Gläubiger regelmässig Betreibungen gegen 
A.________ eingeleitet, weshalb das Betreibungsamt des Sensebezirks (nachfolgend: das Betrei-
bungsamt) vom 1. Oktober 2010 bis zum 22. April 2016 eine Einkommenspfändung verfügte.

B. Am 6. Juni 2017 stellte das Betreibungsamt dem Rechtsvertreter von A.________ auf 
dessen Verlangen hin Kopien von Anzeigen betreffend Einkommenspfändung sowie sämtlicher 
Pfändungsurkunden der Gruppe Nr. 1 - 21 zu.

C. Mit Eingabe vom 15. Juni 2017 erhob A.________ (nachfolgend: der Beschwerdeführer) 
beim Betreibungsamt Beschwerde gegen die Anzeigen betreffend Einkommenspfändung vom 
10. Oktober 2010, 23. November 2010, 16. November 2011, 14. Februar 2012, 6. Juli 2012, 
12. Februar 2013, 18. Juni 2013 und 27. April 2016 sowie die Pfändungsurkunden vom 
10. Oktober 2010, 30. November 2010, 6. Juni 2011, 8. September 2011, 10. November 2011, 
16. November 2011, 15. Februar 2012, 6. Juli 2012, 20. Juni 2013, 30. Oktober 2013, 6. Mai 2014, 
10. Juni 2014, 19. August 2014, 13. Oktober 2014, 26. Februar 2015, 12. Juni 2015, 10. August 
2015, 27. November 2015, 6. Januar 2016 und 27. April 2016. Gleichentags stellte er der Schuld-
betreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts eine Kopie dieser Eingabe zu; er macht 
eine Verletzung der Art. 64 und 66 SchKG geltend und beantragt die Nichtigerklärung der Anzei-
gen betreffend Einkommenspfändung und der Pfändungsurkunden, subsidiär deren Aufhebung.

D. Das Betreibungsamt nahm am 29. Juni 2017 zur Beschwerde Stellung und beantragt deren 
Abweisung, soweit darauf überhaupt einzutreten sei; sämtliche Betreibungsverfahren gegen den 
Beschwerdeführer seien nach den gesetzlichen Bestimmungen vorgenommen worden.

Am 14. Juli 2017 reichte der Beschwerdeführer seine Replik zur Stellungnahme des Betreibungs-
amtes sowie zusätzliche Unterlagen ein. Er bringt vor, das Betreibungsamt des Sensebezirks sei 
nicht zuständig gewesen und überdies seien die Anzeigen betreffend Einkommenspfändung sowie 
die Pfändungsurkunden in Verletzung von Art. 66 SchKG und somit nicht gültig zugestellt worden. 
Aus diesem Grund sei das Verfahren bis zum Entscheid im Einspracheverfahren betreffend die 
Steuerveranlagungen 2010 bis 2015 auszusetzen. Primär seien die Betreibungsurkunden nichtig 
zu erklären, subsidiär aufzuheben.

E. Mit Schreiben vom 13. Juli 2017 forderte der Instruktionsrichter das Betreibungsamt auf, 
seine Stellungnahme zu ergänzen. Dieser Aufforderung kam das Betreibungsamt mit Eingabe vom 
29. Juli 2017 nach.

Schliesslich reichte der Beschwerdeführer am 9. August 2017 weitere Bemerkungen und Unterla-
gen ein.

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Erwägungen

1. Soweit nicht eine gerichtliche Klage vorgesehen ist, kann gegen jede Verfügung des Betrei-
bungsamtes mit Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts 
als Aufsichtsbehörde gelangt werden (Art. 17 Abs. 1 SchKG; Art. 13 SchKG i.V.m. Art. 5 des 
Ausführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über Schuldbetreibung und Konkurs vom 
12. Februar 2015 [AGSchKG; SGF 28.1] sowie Art. 19 des Reglements für das Kantonsgericht 
betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]). Die Beschwerde muss 
innert zehn Tagen ab dem Zeitpunkt, an dem der Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis 
erhalten hat, erhoben werden (Art. 17 Abs. 2 SchKG).

2.

2.1 In seiner Replik vom 14. Juli 2017 bringt der Beschwerdeführer vor, das Betreibungsamt des 
Sensebezirks sei gemäss Art. 46 Abs. 1 SchKG, 23 ZGB und 20 IPRG nicht zuständig gewesen. 
Er sei am 23. August 2009 aus der Schweiz ausgereist und habe seinen Wohnsitz in diesem Zeit-
punkt nach Brasilien verlegt.

Das Betreibungsamt hält dem entgegen, bei allen gegen den Beschwerdeführer eingeleiteten 
Betreibungen handle es sich um Verbindlichkeiten aus der Schweiz. Auch sei er bei der Gemeinde 
B.________ ordnungsgemäss angemeldet gewesen. Die Betreibungen und der Bankauszug der 
D.________ würden zeigen, dass er hier ein Auto und einen Telefonanschluss gehabt habe, zum 
Optiker und zum Arzt gegangen sei, Lebensmittel und Bücher eingekauft habe und krankenver-
sichert gewesen sei. Somit sei klar ersichtlich, dass das Betreibungsamt des Sensebezirks die 
Betreibungen habe ausführen müssen.

2.2 Der Betreibungsort ist massgebend für die Zuständigkeit des Betreibungsamtes, welches die 
Betreibung gegen den Schuldner einleitet und durchführt. Der Schuldner ist an seinem Wohnsitz 
zu betreiben (Art. 46 Abs. 1 SchKG). Der Wohnsitzbegriff bestimmt sich nach Zivilrecht (Art. 23 ff. 
ZGB und in internationalen Verhältnissen nach Art. 20 IPRG). Danach befindet sich der Wohnsitz 
am Ort, an welchem sich eine Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält. Dabei ist 
unter Berücksichtigung der gesamten Lebensverhältnisse entscheidend, wo sich der Mittelpunkt 
der beruflichen, sozialen und privaten Lebensinteressen befindet (JEANNERET/STRUB, in Kurzkom-
mentar Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl. 2014, Art. 46 N. 3 f.). Zur Bestimmung des 
Wohnsitzes des Schuldners in der Praxis stellt man nicht auf den inneren Willen des Schuldners 
ab, sondern vielmehr auf objektiv erkennbare Umstände. Es wird auf bestimmte Kriterien abge-
stellt, die für Dritte erkennbar sind. Mögliche Indizien zur Bestimmung des Wohnsitzes einer natür-
lichen Person sind insbesondere folgende: Der Ort, an welchem sie ihre Schriften hinterlegte, wo 
sie Steuern zahlt, wo sie ihr Stimm- und Wahlrecht ausübt. Das Hauptgewicht liegt nicht auf dem 
Ort der Berufstätigkeit, sondern auf den Beziehungen des häuslichen Lebens und der familiären 
und gesellschaftlichen Bande (KRÜSI, in Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung 
und Konkurs, 4. Aufl. 2017, Art. 46 N. 20 f. mit weiteren Hinweisen).

Es ist Sache des Gläubigers, dem Betreibungsamt die nötigen Angaben zu machen bezüglich des 
Wohnsitzes des Schuldners oder der sonstigen zuständigkeitsbegründenden Umstände. Der 
Betreibungsbeamte darf sich an diese Angaben halten, wenn sie nicht mit notorischen oder ohne 
weiteres zu ermittelnden Tatsachen im Widerspruch stehen. Der Schuldner, der einen von den 
Angaben des Gläubigers abweichenden Wohnsitz behauptet, ist hiefür beweispflichtig. Vom 

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Betreibungsamt kann nicht verlangt werden, dass es selber umfangreiche Abklärungen über den 
Wohnsitz anstellt. Im Beschwerdeverfahren sollen die Aufsichtsbehörden die zur Aufklärung des 
Sachverhalts notwendigen Massnahmen treffen. Beweispflichtig ist auch der Schuldner, der 
behauptet, einen neuen Wohnsitz begründet zu haben (SCHMID, in Basler Kommentar Bundesge-
setz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Aufl. 2010, Art. 46 N. 59).

Die Zustellung durch ein örtlich unzuständiges Amt begründet lediglich die Anfechtbarkeit inner-
halb der Beschwerdefrist, wobei das nur für den Zahlungsbefehl gilt. Nach unbenütztem Ablauf ist 
die Grundlage für weitere Betreibungshandlungen durch das zuständige Amt geschaffen (ANGST, 
in Basler Kommentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Aufl. 2010, Art. 64 
N. 23). Unterlässt es der Schuldner, die Unzuständigkeit des Betreibungsamtes zum Erlass des 
Zahlungsbefehls mittels Beschwerde geltend zu machen und ist dieser Zahlungsbefehl nicht 
nichtig, so kann die örtliche Zuständigkeit des Betreibungsamtes zur Pfändung nicht mit diejenigen 
Gründen angefochten werden, welche bereits bei Erlass des Zahlungsbefehls hätten gerügt 
werden können (SCHMID, Art. 46 N. 3).

2.3 Vom 1. September 2007 bis zum 22. April 2016 war der Beschwerdeführer bei der 
Gemeinde B.________ angemeldet. Während dieser Zeit mietete er eine Wohnung im 
C.________. Der Auszug aus dem Betreibungsregister zeigt, dass der Beschwerdeführer hier 
zumindest grundversichert war und sich auch medizinisch behandeln liess. Aus den eingereichten 
Bankauszügen geht zudem hervor, dass der Beschwerdeführer übers Jahr verteilt immer wieder 
Transaktionen in der Schweiz tätigte. Aufgrund der objektiv erkennbaren Umstände durfte das 
Betreibungsamt somit davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in der 
Gemeinde B.________ hatte und es somit für die Betreibungshandlungen zuständig war.

Im Übrigen unterliess es der Beschwerdeführer, die angebliche Unzuständigkeit des Betreibungs-
amtes bereits im Zeitpunkt des Erlasses der Zahlungsbefehle mittels Beschwerde geltend zu 
machen, womit die Grundlage für weitere Betreibungshandlungen durch das Betreibungsamt 
geschaffen worden ist. Der Beschwerdeführer bringt nämlich vor, er habe seinen Wohnsitz im 
August bzw. Dezember 2009 nach Brasilien verlegt, weshalb das Betreibungsamt schon zum 
Erlass der Zahlungsbefehle nicht zuständig gewesen wäre. Auch liegen keine Gründe für die 
Nichtigkeit der jeweiligen Zahlungsbefehle vor. Somit kann der Beschwerdeführer die örtliche 
Zuständigkeit des Betreibungsamtes zur Pfändung nicht mit der Begründung anfechten, er habe 
seinen Wohnsitz im Jahr 2009 nach Brasilien verlegt, weil dies bereits bei Erlass der Zahlungsbe-
fehle hätte gerügt werden können.

Die Berufung ist in diesem Punkt abzuweisen.

3.

3.1 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Anzeigen betreffend Einkommenspfändung 
sowie die Pfändungsurkunden seien in Verletzung von Art. 64 und 66 SchKG und somit nicht gültig 
zugestellt worden. Die Betreibungsurkunden seien lediglich mit einfacher Post zugestellt worden, 
obschon die Zustellung von Betreibungsurkunden mit einfacher oder eingeschriebener Post 
ausgeschlossen sei. Das Betreibungsamt habe seine Adresse in Brasilien gekannt und trotzdem 
seien die Zustellungen nicht gemäss Art. 66 Abs. 3 SchKG vorgenommen worden.

Das Betreibungsamt bringt vor, der Beschwerdeführer habe zwecks Zustellung von Betreibungsur-
kunden mehrmals an seinem Wohndomizil angetroffen werden können. Auch habe der Beschwer-
deführer gegen die Zustellung aller Betreibungsurkunden und den Vollzug der Pfändung in den 

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Gruppen Nr. 1 - 21 zu keiner Zeit Beschwerde geführt oder anderweitige Einwände angebracht. 
Die Verhältnisse des Beschwerdeführers seien regelmässig mit dem Protokoll zum Pfändungsvoll-
zug geprüft worden. Die Pfändungsverfügungen seien ihm dann mit eingeschriebener Post zuge-
stellt worden. Insgesamt seien zwischen dem 15. Oktober 2010 und dem 27. April 2016 
21 Pfändungsurkunden erstellt und versandt worden. 

3.2 Gemäss Art. 64 SchKG werden Betreibungsurkunden dem Schuldner in seiner Wohnung 
oder an dem Orte, wo er seinen Beruf auszuüben pflegt, zugestellt. Wird er daselbst nicht ange-
troffen, so kann die Zustellung an eine zu seiner Haushaltung gehörende erwachsene Person oder 
an einen Angestellten geschehen (Abs. 1). Wird keine der erwähnten Personen angetroffen, so ist 
die Betreibungsurkunde zuhanden des Schuldners einem Gemeinde- oder Polizeibeamten zu 
übergeben (Abs. 2). Wohnt der Schuldner im Ausland, so erfolgt die Zustellung durch die Vermitt-
lung der dortigen Behörden oder, soweit völkerrechtliche Verträge dies vorsehen oder wenn der 
Empfängerstaat zustimmt, durch die Post (Art. 66 Abs. 3 SchKG).

Bei mangelhafter Zustellung ist Nichtigkeit derselben die Ausnahme. Eine solche wird nur bei 
gravierenden Zustellungsfehlern angenommen, welche dazu führen, dass der Schuldner die 
Betreibungsurkunde nicht in die Hände bekommt. Die Nichtigkeit kann jederzeit festgestellt 
werden. Die Zustellung von Betreibungsurkunden in Verletzung von internationalen Vorschriften im 
Ausland, ist z.B. unheilbar nichtig. Im Übrigen sind die Zustellungen wie erwähnt lediglich anfecht-
bar. Wird eine Betreibungsurkunde in ungesetzlicher Form oder an einen nicht legitimierten 
Empfänger zugestellt, so kann sich der Schuldner mittels Aufsichtsbeschwerde zur Wehr setzen 
und die Aufhebung verlangen. Unterlässt er dies oder steht fest, dass er die Betreibungsurkunde 
trotz des Zustellungsfehlers erhalten hat, so ist die Zustellung wirksam (GEHRI, in Kurzkommentar 
Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl. 2014, Art. 64 N. 5 mit weiteren Hinweisen). Eine 
mangelhafte anfechtbare, aber nicht nichtige Zustellung ist nur zu wiederholen, wenn ein Rechts-
schutzinteresse des Schuldners gegeben ist (ANGST, Art. 64 N. 23). Dies ist nicht der Fall, wenn er 
Kenntnis vom Inhalt hat und seine Rechte trotz der mangelhaften Zustellung gewahrt sind 
(STAEHELIN, in Basler Kommentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Ergän-
zungsband zur 2. Aufl., 2017, Art. 64 ad N. 23 b).

3.3 Die Frage, ob es sich bei den Verfügungen des Betreibungsamtes um Betreibungsurkunden 
im Sinne von Art. 64 SchKG oder um per Einschreiben zuzustellende gewöhnliche Mitteilungen im 
Sinne von Art. 34 SchKG handelt, kann vorliegend offen gelassen werden, denn der Zustellungs-
akt entfaltet so oder anders volle Rechtswirkung und ist unbekümmert einer allfälligen Fehler-
haftigkeit der Zustellung nicht zu wiederholen, wenn daran kein Rechtsschutzinteresse besteht. 
Dies ist zumindest dann der Fall, wenn der Betriebene daraus – wie vorliegend – keine zusätzli-
chen Erkenntnisse erhalten kann (vgl. die betreffende Rechtsprechung zur fehlerhaften Zustellung 
des Zahlungsbefehls, welche a fortiori für die fehlerhafte Zustellung der Pfändungsurkunde gelten 
muss: FZR 2010 S. 56, BGE 112 III 81 E. 2b; 128 III 101 E. 2).

Das Betreibungsamt erklärt, der Beschwerdeführer habe zwecks Zustellung von Betreibungsur-
kunden mehrmals an seinem Wohndomizil angetroffen werden können; die Pfändungsverfügun-
gen seien ihm mit eingeschriebener Post zugestellt worden. Somit ist festzustellen, dass den 
Anzeigen betreffend Einkommenspfändung und den Pfändungsurkunden andere Betreibungs-
handlungen vorausgingen, welche nicht angefochten und damit widerspruchslos hingenommen 
wurden. Der Beschwerdeführer musste deshalb damit rechnen, dass ihm in den laufenden Betrei-
bungsverfahren weitere Urkunden zugestellt werden würden. Zudem prüfte das Betreibungsamt im 
Zuge der Einkommenspfändung regelmässig die Verhältnisse in Anwesenheit des Beschwerdefüh-

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rers. Aufgrund der Tatsache, dass er die Betreibungshandlungen über so lange Zeit einfach 
hinnahm, ist davon auszugehen, dass die Betreibungsurkunden trotz der allenfalls ungesetzlichen 
Zustellform in seine Hände gelangten. Eine erneute und ordentliche Zustellung würde dem 
Beschwerdeführer somit keine zusätzlichen Erkenntnisse über die angehobenen Betreibungen 
verschaffen und seine Rechte sind trotz der mangelhaften Zustellung gewahrt, weshalb ein 
Rechtsschutzinteresse fehlt. Der Beschwerdeführer stand in Kontakt mit dem Betreibungsamt und 
hat sich in der Zeit von Oktober 2010 bis April 2016 weder über die Zustellung von Betreibungsur-
kunden noch über den Pfändungsvollzug beschwert oder anderweitige Einwände vorgebracht. Die 
erneute Zustellung von Kopien der Betreibungsurkunden an den Anwalt des Beschwerdeführers 
löst keine neue Beschwerdefrist aus.

Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt abzuweisen soweit darauf einzutreten ist.

4. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG).

Die Kammer erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen soweit darauf einzutreten ist.

II. Es werden keine Kosten erhoben.

III. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 10 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 22. Dezember 2017/fju

Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin