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**Case Identifier:** 8fd81882-7bef-5187-9b2c-98413f841947
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.06.2019 200 2018 790
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-790_2019-06-24.pdf

## Full Text

200 18 790 IV
KOJ/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Juni 2019

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. September 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Dezember 2017 unter Hinweis auf die seit den Unfällen 
vom 11. Januar (Betriebsunfall) und 31. März 2017 (Verkehrsunfall) auftre-
tenden Schwindelbeschwerden, Vergesslichkeit, Visusstörungen sowie 
Schulter- und Nackenschmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenversi-
cherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 2). Im Rahmen erwerblicher 
und medizinischer Abklärungen holte die IVB unter anderem die Akten der 
C.________ (C.________; AB 12, 14) ein, welche mangels Unfallfolgen 
den Fall per 15. Januar 2018 abschloss (Verfügung vom 3. Januar 2018; 
AB 12.5, 14.2), und veranlasste ein bidisziplinäres Gutachten in den Fach-
richtungen Psychiatrie und Rheumatologie (AB 26; vgl. auch AB 30 f.). 
Nach Eingang der beiden Gutachten (mitsamt Konsensbeurteilung; 
AB 34.1 und 35.1) und Einholen eines Abklärungsberichts für Selbstständi-
gerwerbende (Bericht vom 5. Juli 2018; AB 40) stellte die IVB mit Vorbe-
scheid vom 11. Juli 2018 die Verneinung des Anspruchs auf eine Invaliden-
rente in Aussicht (AB 41) und verfügte am 24. September 2018 entspre-
chend (AB 42).

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 23. Oktober 2018 Beschwerde erheben und beantragen, 
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung seien ihm ab wann rech-
tens die gesetzlichen Leistungen (berufliche Massnahmen, Invalidenrente) 
nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von mindestens 40 % zuzüglich 
eines Verzugszinses zu 5 % ab wann rechtens auszurichten, eventualiter 
sei die Sache zur Einholung eines neuen polydisziplinären Gutachtens un-
ter Einbezug eines Dolmetschers an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen, ferner sei eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 der Eu-
ropäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) mit zusätzlicher 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 3

Partei- und Zeugenbefragung durchzuführen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung lässt er 
im Wesentlichen vorbringen, aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme 
hätte ein polydisziplinäres Gutachten zufallsbasiert in Auftrag gegeben 
werden müssen.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. November 2018 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutre-
ten sei. Gleichzeitig reichte sie die bis anhin fehlende Seite 32 des psychia-
trischen Gutachtens ein (vgl. AB 48.1/32).

Mit prozessleitender Verfügung vom 3. Dezember 2018 stellte der Instrukti-
onsrichter dem Beschwerdeführer das vorerwähnte Aktenstück zu und wies 
den in der Beschwerde gestellten Antrag auf Partei- und Zeugenbefragung 
ab. Gleichzeitig gab er dem Beschwerdeführer Gelegenheit mitzuteilen, ob 
er an der Durchführung einer öffentlichen Schlussverhandlung festhalte, 
was der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Dezember 2018 bejahte. 
Mit dieser Eingabe reichte er zudem weitere Beweismittel zu den Akten; 
diese wurden der Beschwerdegegnerin mit prozessleitender Verfügung 
vom 21. Dezember 2018 zur Kenntnis gebracht.

Am 8. März 2019 setzte der Instruktionsrichter den Termin für die öffentli-
che Schlussverhandlung auf den 22. Mai 2019 fest und gab die Zusam-
mensetzung der urteilenden Kammer des Verwaltungsgerichts bekannt. 
Gleichzeitig schloss er das Beweisverfahren. Die Beschwerdegegnerin 
teilte mit Schreiben vom 15. Mai 2019 mit, auf eine Teilnahme an der Ver-
handlung zu verzichten.

An der öffentlichen Schlussverhandlung vom 22. Mai 2019 bestätigte der 
Beschwerdeführer die beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren und 
präzisierte sein Eventualbegehren dahingehend, dass die Sache zur Einho-
lung eines neuen polydisziplinären Gutachtens unter Einbezug eines ara-
bisch sprechenden Dolmetschers an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen sei. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde – vorbehältlich der Ausführungen in E. 1.2 nachfolgend – einzu-
treten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Beschwerdegegnerin 
vom 24. September 2018 (AB 42). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch 
des Beschwerdeführers auf eine Rente der IV.

Über den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen 
hat die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung nicht be-
funden. Soweit der Beschwerdeführer nunmehr berufliche Massnahmen 
beantragt, ist darauf mangels Anfechtungsobjekt nicht einzutreten (BGE 
131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1). Sollte der Be-
schwerdeführer Unterstützung durch die IV bei beruflichen Massnahmen 
wünschen und bereit sein, dabei im Rahmen der medizinisch-theoretischen 
Arbeitsfähigkeit aktiv mitzuwirken, kann er ein entsprechendes Gesuch 
einreichen (vgl. auch Beschwerdeantwort, S. 2 lit. C.3).

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 

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zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

2.5.1 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) 
sowie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht 
personenbezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an 
sich oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: 
unnötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen 
Disziplinen). Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu 
äussern (BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In 
einem zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person 
die durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und 
bidisziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die 
Namen der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der 
Bezeichnung der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller 
oder formeller) personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 
E. 3.1 S. 510, 139 V 349 E. 5.2.2.2 S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 
210 E. 3.4.2.7 S. 257; vgl. zum Ganzen auch Bundesamt für Sozialversi-

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cherung [BSV], Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversi-
cherung [KSVI], gültig ab 1. Januar 2010, Rz. 2076 ff.).

2.5.2 Gestützt auf den auch für Private geltenden Grundsatz von Treu 
und Glauben und das Verbot des Rechtsmissbrauchs (Art. 5 Abs. 3 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]) sind verfahrensrechtliche Einwendungen 
so früh wie möglich, das heisst nach Kenntnisnahme eines Mangels bei 
erster Gelegenheit, vorzubringen. Es verstösst gegen Treu und Glauben, 
Mängel dieser Art erst in einem späteren Verfahrensstadium oder sogar 
erst in einem nachfolgenden Verfahren geltend zu machen, wenn der 
Einwand schon vorher hätte festgestellt und gerügt werden können. Wer 
sich auf das Verfahren einlässt, ohne einen Verfahrensmangel bei erster 
Gelegenheit vorzubringen, verwirkt in der Regel den Anspruch auf spätere 
Anrufung der vermeintlich verletzten Verfahrensvorschrift (BGE 143 V 66 E. 
4.3 S. 69).

2.5.3 Feste Kriterien zur allgemeingültigen Abgrenzung der Anwendungs-
felder der verschiedenen Kategorien von Expertisen existieren nicht. Die 
jeweiligen Einsatzbereiche lassen sich jedoch wie folgt umreissen: Die um-
fassende administrative Erstbegutachtung wird regelmässig polydisziplinär 
und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine direkte Auftragserteilung soll 
die Ausnahme bleiben. Eine polydisziplinäre Expertise ist auch dann einzu-
holen, wenn der Gesundheitsschaden zwar bloss als auf eine oder zwei 
medizinische Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Ge-
sundheitsproblematik aber nicht vollends gesichert ist. In begründeten Fäl-
len kann von einer polydisziplinären Begutachtung abgesehen und eine 
mono- oder bidisziplinäre durchgeführt werden, sofern die medizinische 
Situation offenkundig ausschliesslich ein oder zwei Fachgebiete beschlägt; 
weder dürfen weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B. internistischer Art) not-
wendig sein noch darf ein besonderer arbeitsmedizinischer bzw. eingliede-
rungsbezogener Klärungsbedarf bestehen. Diese Voraussetzungen werden 
vor allem bei Verlaufsbegutachtungen erfüllt sein (BGE 139 V 349 E. 3.2 
S. 352).

2.5.4 Sowohl bei poly- als auch mono- bzw. bidisziplinären Begutachtun-
gen steht es den Gutachtern frei, die von der IV-Stelle bzw. dem Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD) – oder im Beschwerdefall durch ein Gericht – 

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bezeichneten Disziplinen gegenüber der Auftraggeberin zur Diskussion zu 
stellen, wenn ihnen die Vorgaben nicht einsichtig sind. Unter diesem Vor-
behalt steht insbesondere auch eine vorgängige Verständigung zwischen 
IV-Stelle und versicherter Person über die Fachdisziplinen. Eine erneute 
Mitwirkung der versicherten Person in diesem Punkt ist alsdann ausge-
schlossen (BGE 139 V 349 E. 3.3 S. 352).

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gut-
achten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beob-
achtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). 
Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei-
chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu 
stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch 
mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur-
teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden 
kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende 
Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

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3.

3.1 Was den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers betrifft, ist den Akten im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1.1 Gemäss Schadenmeldung UVG vom 13. Februar 2017 (mitsamt 
Unfallschein) rutschte der Beschwerdeführer am 11. Januar 2017 aus und 
verletzte sich dabei die Zähne sowie den linken Arm; in der Folge wurde 
eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 9; vgl. auch AB 5).

3.1.2 Nach einem Auffahrunfall vom 31. März 2017 klagte der Beschwer-
deführer zusätzlich über Schmerzen im unteren Rückenbereich, Nacken 
und Kopf (Unfallmeldung UVG vom 12. April 2017; AB 8); es wurde weiter-
hin eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (AB 8/3; vgl. auch AB 5).

3.1.3 In den Berichten des Spitals D.________ vom 19. Juni (AB 12.57), 
12. September (AB 7/3 f.), 20. November (AB 12.7) und 21. Dezember 
2017 (AB 12.3) wurden starke zervikobrachialgiforme Schmerzen linkssei-
tig bei HWS-Schleudertrauma vom 31. März 2017, eine zentrale Spinalka-
nalstenose mit hochgradiger Foraminalstenose C5/6 links (vgl. auch 
AB 12.72) mit C6-Wurzelkompression (vgl. auch AB 12.8) sowie starke 
tieflumbale Rückenschmerzen bei Diskopathie und Facettengelenksarthro-
se L4/5 beidseits bzw. persistierende posttraumatische Schulterschmerzen 
links mit Impingementsymptomatik diagnostiziert und fortwährend eine volle 
Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. AB 12.3/2).

3.1.4 Anlässlich eines ambulanten Assessments in der Rehaklinik 
E.________ vom 4. August 2017 wurden in Bezug auf den Unfall vom 
31. März 2017 eine HWS-Distorsion QTF II und in Bezug auf den Unfall 
vom 11. Januar 2017 eine Schulterkontusion links, ferner der Verdacht auf 
eine psychosoziale Belastungssituation, rezidivierende frontale Kopf-
schmerzen, ein fraglicher Auffahrunfall 2005 sowie ein rezidivierendes lum-
bovertebrales Schmerzsyndrom bei Beinlänge-Differenz diagnostiziert 
(AB 12.49/1 f.). Rein unfallkausal sei sowohl bezüglich Schulter als auch 
HWS nicht von bleibenden Einschränkungen auszugehen. Unter Einhal-
tung der Therapieempfehlungen sei eine schrittweise Steigerung der Ar-
beitsfähigkeit zu erwarten; mit Blick auf die degenerativen Vorzustände 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 10

sollte auf das Hantieren mit sehr schweren Lasten allerdings verzichtet 
werden (AB 12.49/6).

3.1.5 Im psychiatrischen (Teil-)Gutachten vom 8. Mai 2018 (AB 34.1 bzw. 
48.1) verneinte Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und diagnosti-
zierte ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Schmerzverarbei-
tungsstörung (ICD-10 F54; AB 34.1/27 Ziff. 6). Das Ausmass der geklagten 
Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung, nicht mehr arbei-
ten zu können, könnten durch die somatischen Befunde nicht hinreichend 
objektiviert werden, sodass eine psychische Überlagerung angenommen 
werden müsse. Der Beschwerdeführer habe schon vor den Unfällen unter 
erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelitten. Auch sei er belastet 
durch das Scheitern seiner Ehe sowie die Unmöglichkeit, administrative 
Angelegenheiten selbstständig wahrzunehmen, da er nicht lesen und 
schreiben könne. Diese Belastungen könnten dazu beitragen, dass er sich 
durch seine Beschwerden mehr beeinträchtigt fühle als dass es den objek-
tiven Befunden entspreche (AB 34.1/28 Ziff. 7.1). Der Beschwerdeführer 
habe von ausgeprägten Konzentrations- und Gedächtnisstörungen berich-
tet, die im Rahmen der Untersuchung nicht hätten bestätigt werden kön-
nen. Auch die Tatsache, dass er ohne weiteres Auto fahren könne und sich 
täglich mit seinen zahlreichen Kollegen treffe, schliesse eine relevante 
Konzentrations- und Gedächtnisstörung aus. Er klage zwar über Schmer-
zen, berichte aber zugleich, dass er nur gelegentlich Schmerzmittel ein-
nehme. Aufgrund der geschilderten Alltagsaktivitäten sei es nicht nachvoll-
ziehbar, dass er sich überhaupt nicht mehr arbeitsfähig fühle (AB 34.1/29 f. 
Ziff. 7.3.1 f.). Dass er sich angesichts der geschilderten Lebensumstände 
Sorgen um die Zukunft mache, sei nachvollziehbar, begründe aber keine 
psychiatrische Störung (AB 35.1/5 oben).

3.1.6 Im rheumatologischen (Teil-)Gutachten vom 14. Mai 2018 (mitsamt 
interdisziplinärer Beurteilung; AB 35.1) diagnostizierte Dr. med. 
G.________, Facharzt für Rheumatologie sowie für Allgemeine Innere Me-
dizin, was folgt (AB 35.1/37 f.):

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- chronisches Zervikovertebralsyndrom mit/bei

 Status nach HWS-Distorsion am 31. März 2017

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 hochgradiger neuroforaminaler Einengung C5/6 links bei massiver Uncarthro-
se, etwas weniger ausgeprägter neuroforaminaler Einengung C5/6 rechts

 Status nach radikulärer Reizsituation C6 links, beginnend am 31. März 2017, 
dauernd bis wahrscheinlich Ende 2017, ab Anfang 2018 rein spondylogene 
Symptomatik ohne radikuläre Reizung

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Periarthropathia humeroscapularis links mit/bei

 Status nach Schulterkontusion links am 11. Januar 2017
 Tendinitis der Subscapularissehne, der langen Bicepssehne um intrasca-

pulären Abschnitt und der Supraspinatussehne, leicht aktivierte AC-Arthrose, 
keine RM-Ruptur, kein Labrumriss

 Aktiv und passiv freier Beweglichkeit ohne jegliche Schonungszeichen
- chronisches Lumbovertebralsyndrom mit/bei

 degenerativen Veränderungen mit kleiner flachbasiger extraforaminaler Dis-
kushernie L3/4 links, intraforaminale Diskushernie L4/5

 intermittierend spondylogener Ausstrahlung links

Es seien diverse physiotherapeutische Behandlungen bezüglich der HWS 
und bezüglich der Schulterproblematik erfolgt, welche bisher keine Besse-
rung gebracht hätten. Infiltrative Massnahmen im HWS-Bereich seien bis-
her keine erfolgt, was schwierig nachzuvollziehen sei und auch den Lei-
densdruck klar relativiere (AB 35.1/38 Ziff. 7.2). Die vom Beschwerdeführer 
geschilderten zunehmenden Schmerzen seit den Unfallereignissen im 
Schulter- und auch HWS-Bereich seien klar diskrepant zum degressiven 
Verlauf in den Akten und auch zur klinischen Besserung, wie sie aktuell 
konstatiert und im Status belegt werden könne. Der Beschwerdeführer 
vermittle klar, dass er mit dem Erwerbsleben abgeschlossen habe; es sehe 
sich in keiner Weise arbeitsfähig. Dies sei auf somatischer Basis nicht 
nachvollziehbar (AB 35.1/39 Ziff. 7.4). Unter konservativen Massnahmen 
sei es zu einer sukzessiven Besserung der Befunde an der linken Schulter 
gekommen. Ebenfalls hätten sich die Befunde nach dem Unfall vom 
31. März 2017 klar gebessert, bestehe doch keine Reflexdifferenz mehr, 
was klar dokumentiere, dass sich die Wurzel erholt habe. Auch bestünden 
keine Differenzen mehr bezüglich der Muskelumfänge; die athletisch aus-
gebildete Muskulatur dokumentiere, dass diese regelmässig eingesetzt 
werde (AB 35.1/46). So bestünden dahingehend Inkonsistenzen, als der 
Beschwerdeführer aktiv sei (AB 35.1/39 Ziff. 7.3). Der vom Beschwerdefüh-
rer geltend gemachte schlechte Verlauf ohne Besserung der subjektiven 
Beschwerden sei auch auf dem psychosozialen Hintergrund mit psychoso-
zial nicht einfacher Situation (familiäre Verhältnisse, finanzielle Probleme) 
zu sehen (AB 35.1/38 Ziff. 7.1 und 35.1/49 Ziff. 10.6). Ab 11. Januar 2017 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 12

(erster Unfall) bis Ende Dezember 2017 habe keine Arbeitsfähigkeit be-
standen (AB 35.1/41 oben). Seit Anfang 2018 sei der Beschwerdeführer als 
Geschäftsführer sowie generell für körperlich leichte bis gelegentlich mittel-
schwere Tätigkeiten ohne Zwangsstellungen wieder voll arbeitsfähig 
(AB 35.1/40). Da aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit bestehe (vgl. E. 3.1.5 hiervor), gelte die rheumatologische 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit als Gesamtbeurteilung für die Fächer 
Rheumatologie und Psychiatrie (AB 35.1/8 Ziff. 4.9).

3.1.7 Im Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerdeführer den audio-
neurootologischen Bericht von Dr. med. H.________, Spezialarzt für Oto-
Rhino-Laryngologie, vom 29. Mai 2018 ein (Akten des Beschwerdeführers, 
Beschwerdebeilage [BB] 3). Dr. med. H.________ legte dar, es liege eine 
multimodale Funktionsstörung innerhalb des Gleichgewichtssystems und 
sehr wahrscheinlich Mikroverletzungen im Bereich der cervikalen Facetten-
gelenke vor (BB 3/8 Mitte). Zur Arbeits(un)fähigkeit äusserte sich Dr. med. 
H.________ nicht.

3.1.8 Des Weiteren reichte der Beschwerdeführer den vom 24. Septem-
ber 2018 datierten Bericht der neuro-optometrischen Abklärung vom 
16. August 2018 von I.________, Augenoptikmeisterin, ein (BB 4). Bezug-
nehmend auf die standardisierte Diagnostik des dynamischen Se-
hens/Sehprozesses seien die typischen Schwierigkeiten wie bei einer Be-
schleunigungsverletzung gegeben. Der Beschwerdeführer sollte unbedingt 
eine neuro-optometrische Rehabilitation machen können, welche erfah-
rungsgemäss ca. ein Jahr daure (BB 4/4 f.).

3.2 Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtene Verfügung vom 
24. September 2018 (AB 42) im Wesentlichen auf die Gutachten der Dres. 
med. F.________ und G.________ vom 8. und 14. Mai 2018 samt interdis-
ziplinärer Gesamtbeurteilung (AB 34.1 und 35.1) ab. Diese Gutachten erfül-
len die Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 2.6 hier-
vor) und erbringen vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 
Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen 
und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der ge-
klagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurtei-
lung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 13

genen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollzieh-
bar begründet. Was der Beschwerdeführer dagegen in der Beschwerde 
und anlässlich der Schlussverhandlung vorbrachte, ist, wie nachfolgend 
(vgl. E. 3.3 - 3.7) aufzuzeigen ist, nicht stichhaltig:

3.3 Nach Ansicht des Beschwerdeführers hätte statt einer bidiszi-
plinären Begutachtung (rheumatologisch/psychiatrisch) eine polydisziplinä-
re Begutachtung stattfinden müssen, dies unter zusätzlicher Berücksichti-
gung der Fachgebiete Orthopädie, Neurologie und Neurootologie.

3.3.1 Eine Anfrage der Beschwerdegegnerin betreffend Begutachtung 
des Beschwerdeführers beantwortete der RAD am 31. Januar 2018 dahin-
gehend, dass der Auftrag im Verlaufe des Monats März 2018 an die Dres. 
med. F.________ und G.________ versendet werden könne (AB 26). Mit 
Schreiben vom 5. Februar 2018 orientierte die Beschwerdegegnerin den 
Beschwerdeführer unter Beilage der Gutachterfragen über die vorgesehene 
Begutachtung bei den hiervor genannten Ärzten und wies ihn darauf hin, 
dass von ihm gewünschte Zusatzfragen bis 20. Februar 2018 eingereicht 
werden könnten (AB 27). Hiervon machte der Beschwerdeführer keinen 
Gebrauch. Am 15. März 2018 beauftragte die Beschwerdegegnerin sodann 
die Dres. med. F.________ und G.________ mit der Begutachtung (AB 30 
f.). In der Folge nahm der Beschwerdeführer in Kenntnis, dass es sich um 
eine bidisziplinäre Begutachtung handelt, die Gutachtertermine wahr, ohne 
zuvor zusätzliche Untersuchungen in weiteren Fachgebieten verlangt bzw. 
zumindest Zusatzfragen formuliert zu haben. Auch nach Erstattung der 
Gutachten vom 8. (AB 34.1 bzw. 48.1) und 14. Mai 2018 (AB 35.1) wie 
auch nach Erlass des Vorbescheids (AB 41) beanstandete der Beschwer-
deführer die durchgeführte Begutachtung nicht. Erst im Beschwerdeverfah-
ren nach Erlass der abweisenden Verfügung vom 24. September 2018 
(AB 42) liess er diesbezüglich vorbringen, er sei "nicht den rechtlichen Vor-
gaben entsprechend abgeklärt" worden (Beschwerde, S. 5).

3.3.2 Aus dem Dargelegten erhellt, dass dem Beschwerdeführer im Ver-
waltungsverfahren die einschlägigen Mitwirkungsrechte gewährt wurden 
und er dort namentlich die Gelegenheit hatte, materielle Einwendungen 
gegen die Art und den Umfang der Begutachtung wie z.B. eine allenfalls 
unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen vorzubringen (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 14

E. 2.5.1 hiervor). Entsprechend wurden ihm die Partizipationsrechte vor-
gängig der Begutachtung mit Schreiben vom 5. Februar 2018 gewährt 
(AB 27), doch hat er keine Einwendungen dagegen erhoben. Damit ist sei-
ne Rüge, es hätte ein polydisziplinäres Gutachten erstellt werden müssen, 
im vorliegenden Verfahren verspätet erfolgt (vgl. E. 2.5.2 hiervor). Die Gut-
achter haben sodann keine zusätzlichen Abklärungen in weiteren Fachrich-
tungen (vgl. E. 2.5.4 hiervor) zur Diskussion gestellt, sodass auf die von der 
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Empfehlung des RAD (AB 26) getrof-
fene Auswahl abzustellen ist.

3.3.3 Im Übrigen vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen, inwie-
fern vorliegend die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik nicht voll-
ends gesichert gewesen sein soll, sodass eine polydisziplinäre Begutach-
tung angezeigt gewesen wäre (vgl. E. 2.5.3 hiervor). Soweit er sich diesbe-
züglich auf das komplexe Störungsbild nach Distorsion der HWS beruft, gilt 
es festzuhalten, dass hinsichtlich der dafür als Ursache in Betracht kom-
menden Unfälle vom 11. Januar (AB 9) und 31. März 2017 (AB 8) gemäss 
rechtskräftiger Verfügung der C.________ vom 3. Januar 2018 (AB 12.5, 
14.2) keine Unfallfolgen mehr vorliegen. Gestützt auf die sich bei den Akten 
befindlichen Arztberichte leidet der Beschwerdeführer (noch) an gesund-
heitlichen Beschwerden des Bewegungsapparates (starke zervikobrachial-
giforme Schmerzen linksseitig, zentrale Spinalkanalstenose und hochgra-
dige Foraminalstenose C5/6 links mit C6-Wurzelkompression, starke tief-
lumbale Rückenschmerzen bei Diskopathie und Facettengelenksarthrose 
L4/5 beidseits bzw. persistierende posttraumatische Schulterschmerzen 
links mit Impingementsymptomatik; AB 12.57, 7/3, 36/2, 24/3 f., 12.3, 24/1 
f.), d.h. es handelt sich um ein medizinisches Geschehen im Grenzbereich 
zwischen Rheumatologie und Orthopädie. Erstere befasst sich mit Erkran-
kungen des Bindegewebes und schmerzhaften Störungen des Bewe-
gungsapparates, letztere mit Störungen und Anomalien in Form oder Funk-
tion des Stütz- und Bewegungsapparates (PSCHYREMBEL, Klinisches Wör-
terbuch, 267. Auflage 2017, S. 601 ["rheumatischer Formenkreis"], 1561 
["Rheumatologie"] und 1314 ["Orthopädie"]). Es ist deshalb nicht entschei-
dend, ob die Begutachtung durch einen Rheumatologen oder einen Or-
thopäden durchgeführt worden ist. Von daher spricht vorliegend nichts ge-
gen eine zuverlässige Beurteilung der entsprechenden gesundheitlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 15

Beschwerden durch den rheumatologischen Gutachter Dr. med. 
G.________ (der Umstand, dass dieser daneben auch über den Facharztti-
tel für Allgemeine Innere Medizin verfügt, ist im Übrigen für die Frage einer 
allfälligen polydisziplinären Begutachtung nicht relevant [BVR 2019 S. 
214]). Sodann zeigen die Akten neurologisch unauffällige Befunde (vgl. AB 
12.71/2 Mitte, 12.49/9 oben, 12.8, 14.37, 14.26/2 Mitte), weshalb ein Ab-
klärungsbedarf zu verneinen ist; dies gilt umso mehr für allfällige neuropsy-
chologische Untersuchungen (zu deren Stellenwert vgl. BGE 119 V 335 E. 
2b.bb S. 340 sowie Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 7. August 
2009, 8C_261/2009, E. 5.2).

3.4 Was die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers betrifft, enthal-
ten die Akten keine hinreichenden Anzeichen, dass sie einer Verwertbarkeit 
des bidisziplinären Gutachtens entgegenstehen würden. Zwar findet sich 
der Hinweis, dass der Beschwerdeführer nicht lesen und schreiben könne 
(AB 34.1/23 unten), was indessen nicht ausschliesst, dass er sich mit den 
behandelnden Ärzten mündlich verständigen konnte. So war es dem 
psychiatrischen Gutachter durchaus möglich, durch eine Befragung des 
Beschwerdeführers eine eingehende Anamnese zu erheben (vgl. 
AB 34.1/22 ff.), und die Gutachter haben keine Verständigungsschwierig-
keiten mit dem Beschwerdeführer erwähnt (vgl. dazu auch Rz. 2121.2 KS-
VI). Soweit nunmehr der Beschwerdeführer einzelne Fehlinterpretationen 
durch den Gutachter bemängelt (Beschwerde, S. 8 f.), gilt es darauf hinzu-
weisen, dass auch anderweitig in den Akten erstellt ist, dass der Be-
schwerdeführer wieder Auto fährt (so AB 12.76/6 Ziff. 23) und Kollegschaf-
ten pflegt (so AB 12.49/4 Mitte). Auch wenn im Assessmentbericht der Re-
haklinik E.________ vom 4. August 2017 explizit auf "mässige" Deutsch-
kenntnisse hingewiesen worden ist (AB 12.49/3 unten), ist doch auch in 
dieser Untersuchung auf den Beizug eines Dolmetschers verzichtet wor-
den. Entsprechend ist dem Beschwerdeführer eine ausreichende Sprach-
kompetenz zu attestieren, zumal er seit 1991 in der Schweiz lebt und zu-
letzt als Geschäftsführer mit Einzelunterschrift tätig war.

3.5 In dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht des Dr. med. 
H.________ vom 29. Mai 2018 (BB 3) werden insbesondere mangelhafte 
Abklärungen der C.________ und deren Verneinung unfallkausaler Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 16

schwerden thematisiert bzw. beanstandet und therapeutische Massnahmen 
vorgeschlagen. Eine Arbeitsunfähigkeit wird nicht attestiert und dement-
sprechend wird auch keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit gestellt. Kommt hinzu, dass Dr. med. H.________ bloss rein sub-
jektiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennt, nicht aber 
allfällige wichtige Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben wären (vgl. SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 
2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Damit spricht dieser Bericht nicht gegen die 
Zuverlässigkeit der Einschätzung der Gutachter, zumal diesen die darin 
geltend gemachten Einschränkungen hinlänglich bekannt waren. Der Be-
richt vermag auch nicht die Notwendigkeit weiterer Abklärungen zu be-
gründen.

Gleiches gilt in Bezug auf den Bericht der Augenoptikmeisterin I.________ 
vom 24. September 2018 (BB 4) sowie die Belege der Psychiatrischen 
Dienste J.________ vom 13. und 25. September 2018 (BB 5 f.). Erstere ist 
zudem nicht Fachärztin, letztere enthalten weder eine Diagnose noch wird 
darin eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt.

3.6 Die mit Eingabe vom 17. Dezember 2018 eingereichten Berichte 
(BB 7 f.) beziehen sich insbesondere auf einen erneuten Auffahrunfall des 
Beschwerdeführers vom 30. Oktober 2018 und damit offensichtlich auf die 
Zeit nach Verfügungserlass, weshalb sie hier von vornherein nicht relevant 
sind (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Die im Bericht der psychiatrischen 
Dienste J.________ vom 21. November 2018 seit ca. einem Jahr beklagten 
und angeblich seit ca. Juli 2018 zugenommenen Symptome von gedrückter 
Stimmung, Freudlosigkeit, vermindertem Antrieb, erhöhter Müdigkeit sowie 
stark verminderter Konzentration und Aufmerksamkeit (BB 7/1 Mitte) waren 
dem psychiatrischen Gutachter hinlänglich bekannt (AB 34.1/27) und er hat 
dazu nachvollziehbar Stellung genommen (AB 34.1/29 f. Ziff. 7.3.1 f.). Eine 
erneute Zunahme dieser Symptome nach einem Autounfall vom 30. Okto-
ber 2018 bezieht sich alsdann auf die Zeit nach Verfügungserlass; auch 
agoraphobische Ängste schilderte der Beschwerdeführer erstmals nach 
Verfügungserlass (vgl. BB 7/1 unten). Die gestützt darauf gestellten Dia-
gnosen einer mittelgradigen depressiven Störung mit somatischem Syn-
drom (ICD-10 F32.11), isolierten Phobien, Flugangst (ICD-10 F40.2) und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 17

Agoraphobie (ICD-10 F40.9; BB 7/2 Mitte) beruhen somit mehr auf ana-
mnestischen Angaben des Beschwerdeführers denn auf objektiven Befun-
den (so wurde denn auch die Beck-Depressionsskala nicht ausgefüllt).

3.7 Damit erübrigen sich – entgegen dem Eventualantrag in der Be-
schwerde – weitere Sachverhaltserhebungen in Form eines polydiszi-
plinären Gutachtens (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162]).

3.8 Gestützt auf die schlüssige und beweiskräftige Beurteilung im bidis-
ziplinären Gutachten der Dres. med. F.________ und G.________ vom 
8. (AB 34.1 bzw. 48.1) und 14. Mai 2018 (AB 35.1) ist erstellt, dass der 
Beschwerdeführer sowohl in der bisherigen wie auch einer angepassten 
Tätigkeit vom 11. Januar bis Ende Dezember 2017 zu 100 % arbeitsun-
fähig war und seither wieder eine volle Arbeitsfähigkeit besteht (AB 35.1/41 
unten). Damit ist das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.2 
hiervor) nicht erfüllt, so dass von vornherein kein Rentenanspruch besteht. 
Sogar wenn das Wartejahr erfüllt wäre, läge ein rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad von 5 % vor (vgl. E. 3.9 nachfolgend).

3.9 Die Invaliditätsbemessung der Beschwerdegegnerin im Abklärungs-
bericht für Selbstständigerwerbende vom 5. Juli 2018 (AB 40) wird vom 
Beschwerdeführer in keiner Weise bestritten und gibt zu keinen gerichtli-
chen Korrekturen Anlass. Namentlich ist es nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin sowohl zur Bestimmung des hypothetischen Validen- 
wie auch des hypothetischen Invalideneinkommens auf Erfahrungs- und 
Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn nach den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abgestellt hat. 
Der Beschwerdeführer war zwar Angestellter der (mittlerweile konkursiten) 
… (AB 23), gleichzeitig aber auch deren alleinige Inhaber (AB 6). Diese 
Tätigkeit nahm er im April 2016 auf und führte sie bis zum ersten Unfall 
vom 11. Januar 2017 aus (vgl. AB 23/2 f. Ziff. 2.1 und 2.8), also bloss et-
was mehr als neun Monate. Da sich aufgrund dieser kurzen Zeitspanne 
das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht 
hinreichend genau beziffern lässt (vgl. BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] 
vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2), rechtfertigt sich ein Abstellen auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 18

die LSE und dabei mit Blick auf die bisher ausgeführte Tätigkeit (AB 23/3 
Ziff. 2.7, 34.1/23 f. Ziff. 3.2.6 f.) auf die Tabelle TA1, Ziffern 45-47 (…), 
Männer, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art; selbst wenn angesichts der Tätigkeit des Beschwerdefüh-
rers als Geschäftsführer auf das Kompetenzniveau 2 abgestellt würde, 
würde sich im Ergebnis nichts ändern). Unter Berücksichtigung dessen, 
dass hieraus gemäss LSE 2014 ein (hypothetisches) Valideneinkommen 
von Fr. 4'995.-- (vgl. AB 40/4) resultiert und der Beschwerdeführer in der 
Vergangenheit weitaus tiefere Einkommen erwirtschaftet hatte (vgl. den 
Auszug aus dem individuellen Konto; AB 18) bzw. als Selbstständigerwer-
bender gar Konkurs anmelden musste (vgl. dazu die Berufsanamnese in 
AB 34.1/23 f.), wirkt sich dies sogar zu seinen Gunsten aus. Indem der Be-
schwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht ausschöpft respektive kei-
ner ihm zumutbaren Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, ist für die Ermittlung 
des Invalideneinkommens ebenfalls auf statistische Werte gemäss LSE 
abzustellen (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Gemäss dem Zumutbar-
keitsprofil kann der Beschwerdeführer keine dauernd mittelschweren oder 
schweren Arbeiten mehr verrichten (AB 35.1/8 Ziff. 4.8). Demnach ist dem 
Invalideneinkommen praxisgemäss der Wert Total von Tabelle TA1 der 
LSE, Männer, Kompetenzniveau 1, zugrunde zu legen (vgl. Entscheid des 
BGer vom 11. Januar 2018, 9C_621/2017, E. 2.3.1). Der von der Be-
schwerdegegnerin sodann zusätzlich gewährte leidensbedingte Abzug 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327) von 10% liegt im 
Rahmen des der Verwaltung zustehenden Ermessens. Aus der 
Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert somit ein 
rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 5 % (zur Rundung: 
vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123).

4.

Nach dem hiervor Ausgeführten hat die Beschwerdegegnerin den An-
spruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu Recht verneint. 
Die angefochtene Verfügung vom 24. September 2018 (AB 42) ist folglich 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 19

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'000.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt 

Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung vom 22. Mai 2019)
- IV-Stelle Bern (samt Protokoll der öffentlichen Schlussverhandlung 

vom 22. Mai 2019)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Juni 2019, IV/2018/790, Seite 20

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.