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**Case Identifier:** 41c7f84b-add5-5dd2-a3c2-5d4c087a95c6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2023 200 2023 179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-179_2023-06-19.pdf

## Full Text

200 23 179 IV
ACT/ISD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juni 2023

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. Februar 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
Staatsangehörige der … und seit dem 27. Juni 1988 in der Schweiz wohn-
haft, verwitwet seit dem 15. Dezember 2020, Mutter dreier Kinder (geb. 
1990, 1995, 2006), war zuletzt seit April 2013 als ungelernte … in einem 
Vollzeitpensum beim C.________ angestellt. Im März 2021 meldete sie 
sich unter Hinweis auf den Tod ihres Ehemannes, psychische Probleme, 
Depression und Gelenkschmerzen bei der Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB klärte die berufliche und medizinische 
Situation ab, insbesondere holte sie ein vom 16. Mai 2022 datierendes (vgl. 
AB 56.1/34) psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten ein (AB 56.1/32 f. 
[interdisziplinäre Gesamtbeurteilung]; 51.1 [psychiatrisches Teilgutachten], 
52.1 [rheumatologisches Teilgutachten]) sowie ergänzende gutachterliche 
Stellungnahmen vom 10. Oktober 2022 (AB 66) und vom 27. Dezember 
2022 (Posteingang; AB 71) ein. Gestützt darauf und nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren (AB 72) verneinte die IVB mit Verfügung vom 
16. Februar 2023 (AB 76) einen Rentenanspruch.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 14. März 2023 Beschwerde und beantragte, 
die Verfügung vom 16. Februar 2023 sei aufzuheben und die Sache sei zur 
weiteren Abklärung und zur korrekten Ermittlung des Invaliditätsgrades, 
unter Wahrung der Mitwirkungsrechte der Parteien, an die Beschwerde-
gegnerin zurückzuweisen. 

Mit Eingabe vom 29. März 2023 reichte die Beschwerdeführerin ein Schrei-
ben der D.________ vom 23. März 2023 (Beschwerdebeilage [BB] 4) nach, 
was der Beschwerdegegnerin mit prozessleitender Verfügung vom 
30. März 2023 zur Kenntnis gebracht wurde.

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Mit Beschwerdeantwort vom 26. April 2023 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 1. Mai 2023 nahm die Beschwerdeführerin zur Beschwer-
deantwort Stellung.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 16. Februar 2023 
(AB 76). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). Vorbehältlich besonderer übergangsrecht-
licher Regelungen sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Zwar datiert die angefoch-
tene Verfügung (vom 16. Februar 2023 [AB 76]) nach dem Inkrafttreten der 
IVG-Änderung vom 19. Juni 2020. Jedoch liegt der frühestmögliche Zeit-
punkt der potentiellen Entstehung des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 
2022 und danach bestehen keine Revisionsgründe (vgl. dazu hinten 
E. 4.1), weshalb die Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der 
bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind 
(vgl. auch Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreisschreiben über 
Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR] Rz. 9100 f.; zur 
Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 
146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-

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wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-
chung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 
S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des 
Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 6

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 16. Februar 2023 (AB 76) basiert 
in medizinischer Hinsicht auf dem bidisziplinären psychiatrisch-
rheumatologischen Gutachten vom 16. Mai 2022 (AB 56.1/32-34 [interdis-
ziplinäre Gesamtbeurteilung]; 51.1 [psychiatrisches Teilgutachten], 52.1 
[rheumatologisches Teilgutachten]) sowie den ergänzenden gutachterli-
chen Stellungnahmen vom 10. Oktober 2022 (AB 66) und vom 27. Dezem-
ber 2022 (Posteingang; AB 71) der Dres. med. E.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, und F.________, Facharzt für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie.

3.1.1 Im psychiatrischen Teilgutachten wurden als Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine leicht- bis mittelgradige depressive Epi-
sode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.0/1) und als Diagnose ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Verdacht auf eine Schmerzverar-
beitungsstörung (ICD-10 F54) genannt (AB 51.1/15 Ziff. 6.3). Aus rein 
psychiatrischer Sicht bestehe insgesamt eine leicht- bis mittelgradige Ein-
schränkung, insbesondere bei der Durchhaltefähigkeit, der Fähigkeit zu 
Spontanaktivitäten und der Flexibilität sowie Umstellungsfähigkeit. In den 
übrigen Bereichen bestehe keine relevante Einschränkung. Die leicht- bis 
mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom führe zu ei-
ner verminderten psychophysischen Belastbarkeit und dadurch auch zu 
einer verminderten Arbeitsfähigkeit (AB 51.1/19 Ziff. 7.2). In der bisherigen 
Tätigkeit habe ab dem Tod des Ehegatten Mitte Dezember 2020 bis etwa 
Mitte 2021 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden und seit Juli 
2021 betrage die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lediglich noch 30 %. 
Für eine angepasste Tätigkeit seien aus psychiatrischer Sicht keine beson-
deren Merkmale zu berücksichtigen; die Arbeitsfähigkeit entspreche derje-
nigen in der bisherigen Tätigkeit (vgl. AB 51.1/19 ff. Ziff. 8).

Im rheumatologischen Teilgutachten wurden als Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen Schulterschmerzen rechtsbetont 

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Frühjahr 2019 mit Funktionseinschränkung und bei degenerativen Verän-
derungen, eine Epikondylopathia humeri radialis mit ausgedehnter hoch-
gradiger Extensorensehnen-Tendinopathie mit begleitendem interstitiellem 
Riss (ED mit MRI 7. Juli 2021) und der Verdacht auf Epikondylopathia hu-
meri ulnaris (Golfellenbogen) ED Dezember 2020 ohne radiologisches Kor-
relat sowie als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im We-
sentlichen eine chronische Zervikobrachialgie rechtsdominant, eine arteriel-
le Hypertonie, ein Status nach Eklampsie, ein metabolisches Syndrom, 
rezidivierende Thoraxschmerzen, eine chronische venöse Insuffizienz C3 
beidseits, ein bilaterales Lipödem vom Ganzbeintyp im Stadium 1-2 beid-
seits, eine Hypothyreose, eine Helicobacter pylori assoziierte Gastritis (No-
vember 2015), ein Status nach retrozökalem Abszess nach laparoskopi-
scher Appendektomie am 28. März 2017 bei gedeckt perforierter Appendi-
zitis und eine Tränenkanalstenose rechts genannt (AB 52.1/22 f. Ziff. 6). 
Aufgrund der ausgewiesenen Pathologie an der rechtsdominanten Schulter 
und am Epicondylus humeri radialis rechts sei die belastende und monoton 
repetitive Tätigkeit als … im Grunde genommen nicht mehr zumutbar. Es 
sei ein Zeichen von grosser Willenskraft, dass die Beschwerdeführerin 
dennoch die Arbeit wieder zu zwei Stunden pro Tag aufgenommen habe. 
Es sei zu hoffen, dass durch Fortsetzen der konservativen Therapie mit der 
Zeit noch eine weitere Verbesserung der physischen und psychischen Be-
lastbarkeit erreicht werde und die Beschwerdeführerin das Pensum in ihrer 
bisherigen Tätigkeit als … weiter steigern könne. Bei der gegenwärtigen 
Arbeit als … sei jedoch mit Rezidiven zu rechnen. In funktioneller Hinsicht 
seien nur noch leichte Arbeiten zumutbar, während Arbeiten über Schulter-
höhe und monoton repetitive manuelle Tätigkeiten nicht mehr zumutbar 
seien. Bei Fortführung der Arbeit als … sei mit einer deutlichen Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit von schätzungsweise bis 50 % zu rechnen. Im 
Grunde genommen sei die Beschwerdeführerin daher in der bisherigen 
Tätigkeit nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig. In einer körperlich leichten 
Tätigkeit ohne Arbeiten über Schulterhöhe und ohne monoton repetitive 
Bewegung des rechtsdominanten Armes bestehe eine Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit von 20 %, entsprechend einer rheumatologisch begrün-
deten Arbeitsfähigkeit von 80 %. Auch retrospektiv sei die Beschwerdefüh-
rerin aus rein rheumatologischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit nie 
mehr als 20 % arbeitsunfähig gewesen (AB 52.1/29 f. Ziff. 8).

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In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung hielten die Gutachter fest, 
psychiatrisch sei die Beschwerdeführerin von Mitte Dezember 2020 bis 
Ende 2021 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen; seit Januar 2022 sei sie in 
der bisherigen und in einer alternativen Tätigkeit, rein psychiatrisch, zu 
30 % arbeitsunfähig. Unter Berücksichtigung des rheumatologischen Be-
lastbarkeitsprofils könne als gemeinsame Konsensbeurteilung diejenige 
des psychiatrischen Gutachtens uneingeschränkt übernommen werden. 
Eine Teil-Additivität bezüglich der Einschränkungen aus rheumatologisch-
psychiatrischer Sicht lasse sich nicht begründen, da die Depression zum 
Teil durch die Schmerzen verursacht werde (AB 56.1/32).

3.1.2 Mit E-Mail vom 10. Oktober 2022 (AB 66) führte Dr. med. 
F.________ aus, die Beschwerdeführerin sei aus rein rheumatologischer 
Sicht in ihrer bisherigen Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. In einer lei-
densadaptierten Tätigkeit bestehe – wie im rheumatologischen Teilgutach-
ten beschrieben (vgl. dazu AB 52.1/30) – eine Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit von 20 %.

3.1.3 In der ergänzenden Stellungnahme vom 27. Dezember 2022 
(AB 71) stellten die Gutachter klar, aus gesamtmedizinischer Sicht sei die 
Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig. 
In einer alternativen Tätigkeit unter Berücksichtigung des rheumatologi-
schen Belastungsprofils sei die Beschwerdeführerin ab Juli 2021 aus 
psychiatrischer Sicht zu 30 % und aus rein rheumatologischer Sicht zu 
20 % arbeitsunfähig. Eine Teil-Additivität bezüglich der Einschränkungen 
aus rheumatologisch-psychiatrischer Sicht lasse sich nicht begründen, da 
die Depression zum Teil durch die Schmerzen verursacht werde.

3.2

3.2.1 Das bidisziplinäre Gutachten vom 16. Mai 2022 (AB 56.1/32 f.) ein-
schliesslich der beiden Teilgutachten (AB 52.1, 51.1) sowie die ergänzen-
den gutachterlichen Stellungnahmen vom 10. Oktober 2022 (AB 66) bzw. 
vom 27. Dezember 2022 (AB 71) erfüllen die Anforderungen der Recht-
sprechung an den Beweiswert einer versicherungsexternen medizinischen 
Expertise und erbringen vollen Beweis (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 
134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Die darin enthaltenen 

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Feststellungen und Ausführungen beruhen auf eingehenden fachärztlichen 
Abklärungen und sind in Kenntnis bzw. Würdigung der Vorakten sowie un-
ter Berücksichtigung der geklagten Einschränkungen getroffen worden. 
Gestützt darauf haben die Gutachter die Befundlage, die medizinischen 
Zusammenhänge und die daraus zu ziehenden Schlüsse zum Gesund-
heitszustand sowie zur medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähig-
keit nachvollziehbar dargestellt und überzeugend begründet. Es finden sich 
in den übrigen medizinischen Akten keine Berichte oder Hinweise, die ge-
gen die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung 
sprechen würden. Die Beweiskraft des versicherungsmedizinischen Gut-
achtens wird von der rechtskundig vertretenen Beschwerdeführerin denn 
auch nicht bestritten (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 3.2 f.). 

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit gingen die Gutachter von einer rheumato-
logisch begründeten grundsätzlich vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … aus (vgl. AB 52.1/29). In einer körperlich 
angepassten Tätigkeit attestierten sie ab Juli 2021 eine Arbeitsunfähigkeit 
von 30 % aus psychiatrischer respektive von 20 % aus rheumatologischer 
Sicht (AB 72/2). Zu den in den einzelnen Fachgebieten attestierten Arbeits-
unfähigkeiten legten die Gutachter im Rahmen der interdisziplinären ge-
samthaften Beurteilung überzeugend begründet dar, dass unter Berück-
sichtigung des rheumatologischen Belastungsprofils in einer angepassten 
Tätigkeit (vgl. dazu AB 52.1/30) bezüglich der quantitativen Arbeitsunfähig-
keit vollumfänglich auf die psychiatrisch begründete höhere Arbeitsunfähig-
keit abgestellt werden könne. Gleichzeitig schlossen sie eine Teil-Additivität 
bezüglich der Einschränkungen aus rheumatologisch-psychiatrischer Sicht 
aus, da die Depression zum Teil durch die Schmerzen verursacht werde 
(AB 56.1/32). Anders als von der Beschwerdeführerin vertreten (vgl. Be-
schwerde S. 5 f. Ziff. 3.2 ff.), berücksichtigten die Gutachter damit die 
rheumatologisch begründeten Einschränkungen nicht nur im Rahmen des 
zeitlich Möglichen, sondern auch – und insbesondere – in qualitativer Hin-
sicht beim Zumutbarkeitsprofil, während für eine darüber hinausgehende 
quantitative Anrechnung der rheumatologisch begründeten Arbeitsunfähig-
keit kein Anlass bestand, da diese gemäss der gutachterlichen Beurteilung 
bereits durch die grössere (psychiatrische) Teileinschränkung abgedeckt 
ist. Ob sich die einzelnen aus mehreren Behinderungen resultierenden Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 10

schränkungsgrade summieren und in welchem Masse, betrifft eine spezi-
fisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der das Gericht 
grundsätzlich nicht abrückt (SVR 2020 IV Nr. 22 S. 76 E. 4.1); es besteht 
kein Anlass, hier von diesem Grundsatz abzuweichen. 

3.2.2 Soweit die Beschwerdeführerin weiter vorbringt, die Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit auf dem rheumatologischen Fachgebiet würde 24 % 
und nicht bloss 20 % betragen (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 3.2), vermag sie 
hieraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Zwar trifft es zu, dass Dr. med. 
F.________ bei der Herleitung der Arbeitsfähigkeit von einer üblichen Ta-
gesarbeitszeit von 8.5 Stunden und einer Restarbeitsfähigkeit von 
6.5 Stunden ausging, was rein rechnerisch zu einer prozentualen Ein-
schränkung von rund 24 % führen würde ([1 ./. 6.5 / 8.5] x 100; vgl. 
AB 52.1/30). Indes hielt er unmittelbar danach ausdrücklich fest, dass die 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit in Bezug auf ein 100 %-
Pensum 80 % betrage und dass die Beschwerdeführerin aus rein rheuma-
tologischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit nie mehr als 20 % arbeitsun-
fähig gewesen sei (AB 52.1/30). Da aber die rheumatologisch begründete 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der – hier allerdings offen gelassenen 
– psychiatrisch attestierten Arbeitsunfähigkeit aufgeht (vgl. E. 3.2.1 hier-
vor), hat die Frage der Berechnung der Teilarbeitsunfähigkeit auf dem 
rheumatologischen Fachgebiet vorliegend keine Auswirkung auf die mass-
gebende gesamthafte Höhe der Arbeitsfähigkeit.

3.3 Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten vom 16. Mai 2022 
(AB 56.1) und die ergänzende gutachterliche Stellungahme vom 27. De-
zember 2022 (AB 71) ist damit von einer dauerhaften vollständigen Ar-
beitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als … respektive seit Juli 2021 
von einer mindestens 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer dem rheumatologi-
schen Zumutbarkeitsprofil angepassten Tätigkeit auszugehen (AB 56.1/32, 
71/2). Die Beschwerdegegnerin hat den medizinischen Sachverhalt hinrei-
chend abgeklärt und von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine 
entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, sodass darauf zu 
verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 
124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 
E. 4).

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Ob die psychiatrisch einzig aufgrund einer leicht- bis mittelschweren de-
pressiven Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.0/1; 
AB 51.1/15 Ziff. 6.3; vgl. dazu BGE 148 V 49) attestierte Arbeitsunfähigkeit 
von 30 % einem strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 
und 143 V 409 standhielte, kann mit Blick auf das Ergebnis offen bleiben. 
Denn selbst unter Berücksichtigung einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % re-
sultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad (vgl. hinten E. 4.4).

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte im März 
2021 (AB 1), weshalb unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Karenz-
frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. vorne E. 2.4) der frühestmögliche Ren-
tenbeginn auf den 1. September 2021 fällt. Ob in diesem Zeitpunkt bereits 
auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. vorne E. 2.4; zu 
den verschiedenen Funktionen dieser Fristen vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2 
S. 550 f.) erfüllt war, erschliesst sich weder aus dem bidisziplinären Gut-
achten noch aus dem rheumatologischen Teilgutachten (vgl. AB 56.1/32, 
52.1/23 ff.). Auch finden sich in den medizinischen Akten keine Atteste über 
eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % (AHI 1998 
S. 124 E. 3c; vgl. auch BSV, Kreisschreiben über die Invalidität und Hilflo-
sigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH; gültig ab 1. Januar 2015, Stand 
1. Januar 2021] Rz. 2010) für diesen Zeitraum. Mit Blick auf das Ergebnis 
(vgl. hinten E. 4.4) kann offen bleiben, wann das Wartejahr erfüllt ist, wes-
halb der Einkommensvergleich per September 2021 vorzunehmen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 12

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Nicht massgebend ist, 
was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 
E. 5.1.2 S. 53; SVR 2021 IV Nr. 29 S. 91 E. 2.2).

4.2.2 Die Beschwerdeführerin arbeitete zuletzt als … im C.________ in 
einem Vollzeitpensum (vgl. AB 17/2 f.). Zwischen den Parteien ist zu Recht 
unbestritten, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall weiterhin an 
dieser Stelle tätig wäre (AB 76/1; Beschwerde S. 4 f.). Die Beschwerdefüh-
rerin macht hierzu geltend, dass neben dem ordentlichen Monatslohn di-
verse Zulagen bestünden (Einmalzulagen, Umkleidezulagen, Nacht-
/Wochenendzulagen, Ferien-Inkonvenienzen etc.), welche ebenfalls beim 
Valideneinkommen zu berücksichtigen seien (Beschwerde S. 4 f. 
Ziff. 2.3 ff.).

Gemäss den Angaben der Arbeitgeberin würde die Beschwerdeführerin im 
Gesundheitsfall im Jahr 2021 in einem Vollzeitpensum einen Lohn von 
Fr. 58'455.15 erzielen (AB 17/3 Ziff. 2.10); dabei handelt es sich klarerwei-
se um den Verdienst ohne Zulagen. Mit Schreiben vom 23. März 2023 
(BB 4) teilte die Arbeitgeberin mit, wenn die Beschwerdeführerin nicht 
krankheitsbedingt voll- oder teilarbeitsunfähig gewesen wäre, hätte sie im 
Jahr 2021 "in etwa" die gleichen Zulagen erhalten wie in den Vorjahren. 
Dies bedeutet, dass bei der Ermittlung des Valideneinkommens die ent-
sprechenden Zulagen ebenfalls zu berücksichtigen sind. Indes sind weder 
die durchschnittliche Höhe der Zulagen noch der zeitliche Umfang des von 
der Arbeitgeberin bezeichneten Zeitraums klar. Die genaue Höhe der Zula-
gen kann jedoch offen bleiben, da zu Gunsten der Beschwerdeführerin auf 
das von ihr anhand des Durchschnitts der AHV-pflichtigen Löhne zwischen 
2018 und 2020 gemäss dem Individuellen Konto (IK; AB 9/1) berechnete 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 13

Valideneinkommen (inkl. Zulagen) von Fr. 61'798.-- (vgl. Beschwerde S. 4 
Ziff. 2.8) abgestellt werden kann. Das Bundesgericht hat denn auch bei 
schwankenden Einkommen wiederholt auf einen zeitlich mehr oder weniger 
langen Durchschnitt abgestellt (vgl. etwa Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 3. November 2020, 9C_308/2020, E. 3.1). Weitere Abklärun-
gen hierzu sind unter diesen Umständen nicht erforderlich.

4.3

4.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden. Dabei wird in der Regel 
der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorge-
nommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (stan-
dardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Da den Tabellenlöhnen generell eine 
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung 
auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich 
(BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 14

schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 
3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizini-
schen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht 
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und 
so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen 
(BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

4.3.2 Da die Beschwerdeführerin die ihr attestierte Restarbeitsfähigkeit 
nicht umsetzt, ist das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE-
Tabellenlöhne zu ermitteln und dabei praxisgemäss auf den Totalwert des 
Durchschnittslohns (vgl. vorne E. 4.3.1) im untersten Kompetenzniveau 
abzustellen, entsprechend Fr. 4'276.-- (BFS, LSE 2020, Monatlicher Brutto-
lohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Ge-
schlecht, privater Sektor, TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, 
Frauen, Total). Hochgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die wöchentliche 
Normalarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2021 (vgl. BFS, Betriebsübli-
che Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 2021, Total), indexiert auf das 
Jahr 2021 (vgl. BFS, Schweizerischer Lohnindex: Index und Veränderung 
auf der Basis 2015 = 100 [NOGA08] Nominallohnindex, Frauen 2016-2022, 
T1.2.15: 103.6 [2020] bzw. 104.2 [2021]) und angepasst an ein medizi-
nisch-theoretisch zumutbares Pensum von mindestens 70 % (vgl. vorne 
E. 3.3) beträgt das Invalideneinkommen Fr. 37'662.-- (Fr. 4'276.-- x 12 
x 41.7 / 40 x 104.2 / 103.2 x 0.7).

Ein Abzug vom Tabellenlohn beim Invalideneinkommen (vgl. dazu vorne 
E. 4.3.1) ist – anders als von der Beschwerdeführerin vertreten (vgl. Be-
schwerde S. 7 Ziff. 3.13) – angesichts des offen formulierten Zumutbar-
keitsprofils in einer angepassten Tätigkeit, in welchem namentlich in psych-
iatrischer Hinsicht ausdrücklich keine Merkmale besonderer Beachtung 
bedürfen (vgl. AB 51.1/20), nicht angezeigt. Die gutachterlich attestierte 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von (hier offen gelassen) maximal 30 % 
für sämtliche dem rheumatologischen Zumutbarkeitsprofil entsprechenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 15

Tätigkeiten (vgl. AB 52.1/30 respektive 56.1/32) nimmt dabei bereits hinrei-
chend Rücksicht auf die reduzierte Leistungsfähigkeit der Beschwerdefüh-
rerin. Dabei führt der Umstand, dass aufgrund des Belastungsprofils nicht 
mehr alle leichten bis mittelschweren Tätigkeiten zumutbar sind, im hier 
massgebenden Kompetenzniveau 1 nicht ohne Weiteres zu einem Abzug 
beim Tabellenlohn (vgl. Entscheid des BGer vom 30. Juli 2020, 
8C_139/2020, E. 6.3.3). Auch wirkt sich die verbleibende Restarbeitsfähig-
keit unabhängig davon, ob sie vollschichtig umsetzbar ist, gemessen an der 
rechtsprechungsgemäss heranzuziehenden LSE-Tabelle T18 (Entscheid 
des BGer vom 15. April 2020, 9C_782/2019, E. 3.2) gegenüber einer Voll-
zeitbeschäftigung nicht lohnsenkend aus (vgl. BFS, LSE 2020, T18 Monat-
licher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stel-
lung und Geschlecht, Schweiz 2020, ohne Kaderfunktion, Frauen, Teilzeit 
[50 %-74 %]). Ebenso bieten im hier massgebenden untersten Kompetenz-
niveau 1 weder die geltend gemachten sprachlichen Schwierigkeiten (vgl. 
Beschwerde S. 7 Ziff. 3.13) – zumal die Beschwerdeführerin bereits seit 
Juni 1988 in der Schweiz wohnhaft ist (vgl. AB 1/1 Ziff. 1.4) und während 
der Begutachtung (mit Übersetzung) recht gut Deutsch gesprochen respek-
tive verstanden hat (vgl. AB 51.1/12 Ziff. 4.2, 52.1/19 Ziff. 4.2) – noch die 
fehlende berufliche Ausbildung Anlass für einen Abzug (vgl. statt vieler 
BGer 8C_627/2021, E. 7.2, und Entscheid des BGer vom 10. September 
2019, 8C_314/2019, E. 6.2). Was den Ausländerstatus anbelangt, ist eben-
falls kein Abzug angezeigt, verdienen doch Frauen mit Niederlassungsbe-
willigung (Kategorie C; vgl. AB 2/1) ohne Kaderfunktion zwar weniger als 
Schweizerinnen (vgl. BFS, LSE 2020, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert 
und Quartilbereich], Schweizer/innen und Ausländer/innen, nach beruflicher 
Stellung und Geschlecht, TA12, Frauen, Median), aber dennoch mehr als 
das für die Invaliditätsbemessung herangezogene Durchschnittseinkom-
men (vgl. Entscheid des BGer vom 1. Februar 2021, 9C_702/2020, E. 6.3.2 
mit Hinweisen). Weitere Umstände, die einen Abzug zu rechtfertigen ver-
möchten, sind nicht ersichtlich. Damit hat es beim Invalideneinkommen von 
Fr. 37'662.-- sein Bewenden.

4.4 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert – 
unter Berücksichtigung der zu Gunsten der Beschwerdeführerin offen ge-
lassenen Punkte – höchstens eine Erwerbseinbusse von Fr. 24’136.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 16

(Fr. 61'798.-- ./. Fr. 37'662.--) bzw. ein rentenausschliessender Invaliditäts-
grad von maximal 39 % (aArt. 28 Abs. 2 IVG; zur Rundungspraxis siehe 
BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Die Beschwerdegegnerin hat dem-
zufolge zu Recht einen Rentenanspruch verneint.

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 16. Februar 
2023 (AB 76) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe zu entnehmen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2023, IV/23/179, Seite 17

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (inkl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 1. Mai 

2023)
- Bundesamt für Sozialversicherungen.

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.