# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 355ecf5b-ffd8-5b5f-abac-d2294ed37b1d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.12.2025 200 2025 637
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-637_2025-12-05.pdf

## Full Text

UV 200 2025 637
JAP/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 5. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG 
Generaldirektion, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 26. August 2025 (13.619.548/2755)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Dez. 2025, UV 200 2025 637

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung,

1. Die AXA Versicherungen AG (AXA bzw. Beschwerdegegnerin) sprach 
der 1970 geborenen A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) mit Verfügung vom 8. November 2024 (Akten der AXA [act. II] 
A435) im Zusammenhang mit einem Nichtberufsunfall vom 10. April 
2021 (act. II A1) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 39 % ab 
1. Dezember 2024 u.a. eine (Komplementär-)Invalidenrente zu. Eine 
hiergegen erhobene Einsprache (act. II A440) hiess die AXA mit Ent-
scheid vom 26. August 2025 (act. II A468) teilweise gut, indem sie der 
Versicherte ab 1. Dezember 2024 eine auf einem Invaliditätsgrad von 
40 % basierende Rente zusprach. In medizinischer Hinsicht stützte sich 
die AXA dabei auf Aktenbeurteilungen des Dr. med. C.________, 
Facharzt für Neurologie, vom 26. April 2023 (Akten der AXA [act. IIA] 
M65), 15. Juli 2024 (act. IIA M74) und 21. August 2024 (act. IIA M75), 
wonach unfallbedingt eine Restarbeitsfähigkeit von 75 % (Präsenzzeit 
bei uneingeschränktem Rendement) bestehe.

2. Mit Eingabe vom 26. September 2025 hat die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwältin B.________, Beschwerde beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern erhoben und beantragt, der Einspracheent-
scheid vom 26. August 2025 sei kostenfällig aufzuheben und ihr sei ab 
1. Dezember 2024 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditäts-
grad von 71 % zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren 
Abklärung des medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. 

3. In ihrer Beschwerdeantwort vom 26. November 2025 hat die Be-
schwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde sei insoweit teilweise 
gutzuheissen, als sich ein Invaliditätsgrad von 51 % ergebe und die In-
validenrente auf dieser Basis zuzusprechen sei. In medizinischer Hin-
sicht hat sie dabei die neurologischen Beurteilungen des Dr. med. 
C.________ weiterhin für beweiskräftig gehalten, hingegen in erwerbli-
cher Hinsicht die Ansicht der Beschwerdeführerin (Beschwerde Rz. 62) 
geteilt, wonach das Invalideneinkommen anhand der LSE 2022, Tabelle 
T1, Frauen, NOGA-Wirtschaftszweig Ziff. 86-88, Kompetenzniveau 2, 

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zu ermitteln sei (statt gestützt auf die Tabelle T17, ISCO-Berufsgruppe 
Ziff. 32, Frauen, Lebensalter >= 50; Beschwerdeantwort S. 8 f. Ziff. 4 f.).

4. Mit Eingabe vom 4. Dezember 2025 hat die Beschwerdeführerin mitge-
teilt, dass sie sich mit dem von der Beschwerdegegnerin errechneten 
Invaliditätsgrad von 51 % einverstanden erklären kann.

5. Bei dieser Ausgangslage besteht ein gemeinsamer Antrag der Parteien. 
Dieser entspricht der Sach- und Rechtslage, womit er zum Urteil erho-
ben werden kann und gutzuheissen ist. Folglich ist der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 26. August 2025 (act. II A468) aufzuheben 
und der Beschwerdeführerin ab 1. Dezember 2024 eine Invalidenrente 
entsprechend einem Invaliditätsgrad von 51 % zuzusprechen.

6. In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 
1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 61 lit. fbis 
des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts ([ATSG; SR 830.1; Umkehrschluss; vgl. 
auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

7. Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei teil-
weisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 13, P 
71/00 E. 4.1). Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt ei-
ne "Überklagung" eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn 
das Rechtsbegehren den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitig-
keiten um die Höhe einer Invalidenrente darf die Parteientschädigung 
daher nicht allein deswegen reduziert werden, weil der Beschwerde 
führenden Person nicht die beantragte ganze oder höhere Rente, son-
dern eine geringere Teilrente zugesprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c 
S. 407; SVR 2016 IV Nr. 12 S. 36, 8C_478/2015 E. 5). 

Mit Kostennote vom 4. Dezember 2025 hat Rechtsanwältin B.________ 
ein Honorar von 4'398.75, Auslagen von Fr. 35.70 sowie die Mehrwert-
steuer von Fr. 359.20, total Fr. 4'793.65 geltend gemacht. Dieser Auf-
wand erweist sich angesichts des einfachen Sachverhalts, der mässig 
komplexen Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Invaliditätsbemes-
sung, den nicht umfangreichen zu konsultierenden Akten sowie mit 

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Blick auf vergleichbare Fälle als übersetzt. Unter Berücksichtigung von 
Bedeutung und Schwierigkeit des Prozesses sowie im Vergleich zu 
ähnlich gelagerten Fällen und die dafür vom angerufenen Gericht zuge-
sprochenen Parteientschädigungen wird die Entschädigung ermes-
sensweise auf pauschal Fr. 3'500.-- (inkl. Auslagen und MWST) festge-
setzt.

8. Dieser Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 4 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheent-
scheid der AXA Versicherungen AG vom 26. August 2025 aufgehoben 
und der Beschwerdeführerin ab 1. Dezember 2024 eine Invalidenrente 
entsprechend einem Invaliditätsgrad von 51 % zugesprochen. Im Übri-
gen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'500.-- (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG, Generaldirektion (samt Eingabe vom 

4. Dezember 2025)
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.