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**Case Identifier:** 80d8c661-4c98-5108-8af4-3e00caedd452
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.04.2025 100 2023 349
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-349_2025-04-04.pdf

## Full Text

100.2023.349U
STN/CHM/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. April 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Stohner 
Gerichtsschreiber Christen

1. A.________
2. B.________
3. C.________
4. D.________
Beschwerdeführende 3 und 4 gesetzlich vertreten durch ihre Eltern 
(Beschwerdeführende 1 und 2)
alle vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung bzw. Verweigerung der 
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge Schuldenwirtschaft 
(Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 22. November 
2023; 2023.SIDGS.463)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.04.2025, Nr. 100.2023.349U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

Der nordmazedonische Staatsangehörige A.________ (Jg. 1985) heiratete 
am … 2006 in seinem Heimatland eine in der Schweiz niederlassungsbe-
rechtigte Landsfrau. Am 14. Januar 2007 reiste er in die Schweiz ein und 
erhielt eine Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug, die jährlich verlän-
gert wurde. Das Ehepaar trennte sich im Frühling 2015, am … 2015 wurde 
die kinderlos gebliebene Ehe geschieden. Das Amt für Migration und Perso-
nenstand des Kantons Bern (MIP; heute: Amt für Bevölkerungsdienste 
[ABEV]), Migrationsdienst (MIDI), verlängerte nach Zustimmung durch das 
Staatssekretariat für Migration (SEM) die Aufenthaltsbewilligung von 
A.________ am 28. Juni 2016 mit Bedingungen (keine weiteren Schulden, 
stetiger Schuldenabbau, keine weiteren strafrechtlichen Verurteilungen, 
keine finanzielle Unterstützung durch den Sozialdienst, regelmässige Er-
werbstätigkeit). Die Aufenthaltsbewilligung wurde jährlich mit gleichbleiben-
den Bedingungen verlängert, zuletzt bis zum 5. Mai 2021.

A.________ heiratete am … 2018 in Nordmazedonien die serbische Staats-
angehörige B.________ (geb. …), die am 25. Juni 2019 in die Schweiz ein-
reiste. Die Eheleute stellten am 1. Juli 2019 ein Gesuch um Familiennach-
zug, auf das das ABEV mit Verfügung vom 26. August 2020 zufolge Nicht-
einreichens der geforderten Unterlagen trotz wiederholter Mahnungen nicht 
eintrat. Am 24. September 2020 stellten sie erneut ein Gesuch. Am … 2021 
wurde die gemeinsame Tochter C.________ geboren. Am 8. April 2022 sis-
tierte der MIDI das Gesuch um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen an 
B.________ und C.________ zwecks Familiennachzugs aufgrund des hän-
gigen Verfahrens um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von 
A.________. Am … 2022 wurde der gemeinsame Sohn D.________ gebo-
ren.

Mit Verfügung vom 23. Mai 2023 vereinigte das ABEV die Verfahren betref-
fend Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und Erteilung 
von Aufenthaltsbewilligungen an B.________, C.________ und 
D.________, verweigerte A.________ die Verlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung wegen Schuldenwirtschaft, wies die Gesuche von B.________, 

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C.________ und D.________ um Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen im 
Familiennachzug mangels Aufenthaltsrechts von A.________ ab, und wies 
alle unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________, B.________, C.________ 
und D.________ am 23. Juni 2023 Beschwerde bei der Sicherheitsdirektion 
des Kantons Bern (SID). Die SID wies die Beschwerde mit Entscheid vom 
22. November 2023 ab und setzte ihnen eine neue Ausreisefrist auf den 
22. Januar 2024.

C.

Dagegen haben A.________, B.________, C.________ und D.________ 
am 27. Dezember 2023 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem 
Antrag, der Entscheid der SID vom 22. November 2023 sei aufzuheben und 
das ABEV sei anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung von A.________ zu 
verlängern; im Weiteren sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Gleichentags reichten sie ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihres Rechtsvertreters als 
amtlicher Anwalt ein.

Die SID beantragt mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2024 die Abweisung 
der Beschwerde. Zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich 
eines Antrags enthalten. 

Am 14. Februar 2024 teilte der Rechtsvertreter mit, dass er seine anwaltliche 
Tätigkeit per Ende Februar 2024 beende, und ersuchte für den Fall der 
Gutheissung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege, Rechtsanwältin 
… als amtliche Anwältin einzusetzen (Anzeige Mandatswechsel; act. 7). 

Im Verlauf des Verfahrens reichten der MIDI sowie auf Aufforderung des 
Instruktionsrichters A.________ und Familie weitere Unterlagen ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist ein-
zutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

2.1 Der Beschwerdeführer 1 war seit seiner Einreise in die Schweiz re-
gelmässig in der Baubranche erwerbstätig. Ab 2007 war er bei einem Bau-
unternehmen in E.________ als Eisenleger tätig, bis er im Jahr 2009 arbeits-
los wurde (Akten MIDI 5B pag. 26, 30, 32, 34). Im Jahr 2011 ist eine Anstel-
lung als Eisenleger (Ferrailleur) bei einem Unternehmen in F.________ VD 
aktenkundig (Akten MIDI 5B pag. 46), 2012 eine Anstellung in G.________ 
(Akten MIDI 5B pag. 56), 2013 in K.________ VD (Akten MIDI 5B pag. 71), 
2014 in L.________ (Akten MIDI 5B pag. 75) und im Jahr 2015 in 
E.________, wo er bis 2018 tätig war (Akten MIDI 5B pag. 80, 115, 147, 227, 
256). Im Jahr 2019 gab er als Erwerbstätigkeit «Armierungsmitarbeiter/Ge-
schäftsinhaber» einer GmbH mit Sitz in H.________ VD an (Akten MIDI 5B 
pag. 316). Im Jahr 2021 arbeitete er erneut als Eisenleger (Ferrailleur) in ei-
nem Unternehmen in I.________ FR (Akten MIDI 5B pag. 354, 400 ff.), 
im Januar 2022 wechselte er zu einem Unternehmen in J.________ (Akten 
MIDI 5B pag. 479) und per 1. September 2022 zu einem in E.________ (Ak-

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ten MIDI 5B pag. 512), wo er mindestens bis Juni 2023 tätig war (Akten SID 
5A1 Beilage 2 zur Eingabe vom 18.7.2023).

2.2 Der Beschwerdeführer 1 trat während seinem Aufenthalt in der 
Schweiz verschiedentlich strafrechtlich in Erscheinung und wurde seit 2010 
mindestens 20 Mal verurteilt, insbesondere wegen verschiedener Verstösse 
gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (Akten MIDI 5B pag. 36 f., 38 f., 
52, 113 f., 144 f., 224 f., 360 ff., 375 f., 381 f., 383 ff., 388 ff., 391 ff., 412 ff., 
424 f., 457 ff., 470 ff., 536 ff., act. 9A), die Ausländergesetzgebung (Akten 
MIDI 5B pag. 323 ff.) sowie das Personenbeförderungsgesetz (act. 13A).

2.3 Der Beschwerdeführer 1 ist verschuldet. Seine betreibungsrechtliche 
Situation hat sich wie folgt entwickelt:

 Im Februar 2012 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts 
Bern-Mittelland 14 Verlustscheine im Betrag von Fr. 51'169.65 registriert 
(Akten MIDI 5B pag. 49 ff.).

 Im Januar 2013 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts Bern-
Mittelland 37 Verlustscheine im Betrag von Fr. 69'175.45 registriert (Akten 
MIDI 5B pag. 61 f.).

 Im April 2017 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts Bern-
Mittelland 86 Verlustscheine im Betrag von Fr. 162'927.75 registriert (Ak-
ten MIDI 5B pag. 154 ff.).

 Im Februar 2019 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts 
Bern-Mittelland 109 Verlustscheine im Betrag von Fr. 188'349.50 regis-
triert (Akten MIDI 5B pag. 260 ff.).

 Im Februar 2020 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts 
Bern-Mittelland 120 Verlustscheine im Betrag von Fr. 197'686.70 regis-
triert (Akten MIDI 5B pag. 332 ff.).

 Im April 2022 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts Bern-
Mittelland 128 Verlustscheine im Betrag von Fr. 216'708.68 registriert (Ak-
ten MIDI 5B pag. 418 ff.).

 Im März 2023 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts Bern-
Mittelland 135 Verlustscheine im Betrag von Fr. 234'292.48 registriert (Ak-
ten MIDI 5B pag. 530 ff.).

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 Im November 2024 waren im Betreibungsregister des Betreibungsamts 
Bern-Mittelland 148 Verlustscheine im Betrag von Fr. 254'161.43 regis-
triert (act. 18A).

3.

Umstritten ist hauptsächlich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung des Beschwerdeführers 1 und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

3.1 Das ABEV verlängerte die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerde-
führers 1 zwischen Juni 2016 und Mai 2020 jeweils gestützt auf Art. 50 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsge-
setz, AIG; SR 142.20). Ansprüche nach Art. 50 AIG erlöschen, wenn Wider-
rufsgründe nach Art. 62 oder Art. 63 Abs. 2 AIG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 
Bst. b AIG). Ein möglicher Widerrufsgrund bildet dabei ein erheblicher oder 
wiederholter Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der 
Schweiz oder im Ausland (Art. 62 Abs. 1 Bst. c AIG) oder das Nichteinhalten 
einer mit der Verfügung verbundenen Bedingung (Art. 62 Abs. 1 Bst. d AIG). 
Ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung liegt unter ande-
rem vor, wenn öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Verpflichtungen 
mutwillig nicht erfüllt werden (Art. 77a Abs. 1 Bst. b der Verordnung vom 
24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; 
SR 142.201]). Die «Schuldenwirtschaft» allein genügt für den Widerruf bzw. 
die Nichterneuerung eines Anwesenheitsrechts jedoch nicht. Die Verschul-
dung muss vielmehr selbst verursacht und der betroffenen Person qualifiziert 
vorwerfbar sein. Erforderlich ist zumindest ein erheblicher Ordnungsver-
stoss; ein solcher kann bereits in einer qualifizierten Leichtfertigkeit liegen 
(2C_573/2019 vom 14.4.2020 E. 2.2, 2C_789/2017 vom 7.3.2018 E. 3.3.1). 
Die so umschriebene Mutwilligkeit ist nicht leichthin anzunehmen. Der Be-
weis dafür obliegt der Migrationsbehörde. Liegen ausreichend gewichtige 
Hinweise für die Tatsachenvermutung der Mutwilligkeit vor, ist es an der be-
troffenen Person, den Gegenbeweis zu erbringen (Art. 90 AIG; 
BGer 2C_364/2023 vom 12.7.2024 E. 5.2 mit Hinweisen). Wie hoch die Ver-
schuldung in quantitativer Hinsicht insgesamt sein muss, um den Widerrufs-

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grund von Art. 62 Abs. 1 Bst. c AIG bzw. die Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung wegen Schuldenwirtschaft zu rechtfertigen, ist gesetzlich 
nicht festgelegt. Das Bundesgericht erachtet einen Betrag von rund 
Fr. 32'000.-- oder weniger als nicht genügend, hingegen einen Betrag von 
rund Fr. 80'000.-- und mehr als ausreichend (vgl. BGer 2C_834/2021 vom 
24.2.2022 E. 3.3 mit Hinweisen). 

3.2 Der Beschwerdeführer 1 ist hoch verschuldet. Gemäss dem Auszug 
aus dem Betreibungsregister von November 2024 liegen gegen ihn 148 Ver-
lustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 254'161.43 vor (vgl. vorne E. 2.3). Mit 
dieser Verschuldung erfüllt er ohne weiteres die objektive Komponente von 
Art. 62 Abs. 1 Bst. c AIG, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (ange-
fochtener Entscheid E. 6.3). Dies ist auch nicht bestritten.

3.3 Hingegen bestreitet der Beschwerdeführer 1 die Mutwilligkeit der 
Verschuldung (subjektive Komponente; vgl. Beschwerde Rz. 20).

3.3.1 Massgebend ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
(Beschwerde Rz. 16 S. 6) grundsätzlich die gesamte Schuldensituation im 
Urteilszeitpunkt (VGE 2021/281 vom 25.5.2023 E. 3.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_364/2023 vom 12.7.2024]). Der Beschwerdeführer häuft seit 2007 
beachtliche Schulden an. Die Schulden sind dabei bis November 2024 stetig 
angewachsen (vgl. vorne E. 2.3). Soweit er vorbringt, seine Schulden seien 
seit der letzten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung am 6. Mai 2020 
«nur noch sehr moderat» angewachsen (Beschwerde Rz. 17), kann ihm 
nicht gefolgt werden. Die Verschuldung stieg von Februar 2020 bis Novem-
ber 2024 von Fr. 197'686.70 auf Fr. 254'161.43, mithin um über 
Fr. 56'000.-- an. Der Beschwerdeführer reichte im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren zwei Verlustscheine zu den Akten, die belegen, dass eine Forde-
rung der SUVA erneut in Betreibung gesetzt wurde (Beschwerdebeilage [BB] 
3 und 4, act. 1C). Dies trifft zu, ändert aber nichts daran, dass er stetig neue 
Schulden generierte wie namentlich Betreibungen der kantonalen Staatsan-
waltschaften in Höhe von Fr. 9'320.--. Diese Schulden sind auf die gegen ihn 
ergangenen Strafbefehle und die darin ausgesprochenen Geldstrafen und 
Übertretungsbussen zurückzuführen. Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers sind diese Schulden mutwillig verursacht worden und nicht 

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lediglich auf «leichtfertiges Verhalten resp. kognitives Unvermögen» (Be-
schwerde Rz. 17) zurückzuführen.

3.3.2 Für die Mutwilligkeit spricht auch, dass sich der Beschwerdeführer 
nicht von ausländerrechtlichen Massnahmen hat beeindrucken lassen. Nach 
Auflösung der ersten Ehe verlängerte das MIP seine Aufenthaltsbewilligung 
am 28. Juni 2016 ausdrücklich unter der Bedingung, dass er keine weiteren 
Schulden generiert und die bestehenden Schulden abbaut (vorne Bst. A). 
Diese Bedingung wurde anlässlich der Bewilligungsverlängerungen wieder-
holt, ohne dass sie das Verhalten des Beschwerdeführers positiv beeinflus-
sen konnte. Im Gegenteil: Die Schulden wuchsen in dieser Zeit und bis in die 
jüngste Vergangenheit weiter an (vgl. vorne E. 2.3). Erst seit 2023 sind erste 
Anzeichen von Schuldenregulierungen ersichtlich.

3.3.3 Seit März 2023 besteht eine Lohnpfändung von monatlich Fr. 421.40 
(Beschwerde Rz. 18; angefochtener Entscheid E. 6.4). Zudem bezahlte der 
Beschwerdeführer 1 direkt beim Betreibungsamt Einzelbeiträge von insge-
samt rund Fr. 3'800.-- ein (Akten MIDI 5B pag. 498 ff., 521 ff., Akten SID 5A1 
Beschwerdebeilagen). Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass der Beschwer-
deführer trotz dieser Zahlungen seine Schulden nicht merklich zu reduzieren 
vermocht hat (angefochtener Entscheid E. 6.4). Der Beschwerdeführer 
macht geltend, dass er neben der Lohnpfändung nur beschränkt weitere 
Schulden zurückzahlen könne (Beschwerde Rz. 18). Dies trifft zwar 
grundsätzlich zu. Er muss sich jedoch vorwerfen lassen, sich nicht früher um 
seine Schuldensituation gekümmert zu haben. So hat er im Jahr 2019 eine 
Unterstützung durch die Schuldenberatung ausgeschlagen (vgl. Akten 
MIDI 5B pag. 394, 444 f.) und erst während dem Beschwerdeverfahren vor 
der Vorinstanz eine Beratung aufgenommen (Akten SID 5A pag. 51 f.; Erst-
termin am 4.9.2023).

3.3.4 Dem Beschwerdeführer ist zugute zu halten, dass er die meiste Zeit 
seines Aufenthalts in der Schweiz gearbeitet und soweit ersichtlich keine So-
zialhilfeleistungen bezogen hat. Er kann daraus jedoch nichts für sich ablei-
ten, wird dies doch erwartet und wirft eher die Frage auf, wie die hohe Ver-
schuldung trotz der Arbeitstätigkeit zustande kommen konnte.

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3.4 Unter diesen Umständen ist der Vorwurf der qualifizierten Leichtfer-
tigkeit für die Verschuldung gerechtfertigt, womit auch die subjektive Kom-
ponente von Art. 62 Abs. 1 Bst. c AIG erfüllt ist (vgl. dazu auch Marco Weiss, 
Widerruf der Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung aufgrund von 
Schuldenwirtschaft, in AJP 2020 S. 385 f. mit Hinweisen auf die Rechtspre-
chung).

3.5 Die Vorinstanz hat somit den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 
Bst. c AIG zu Recht bejaht. Zwar würde die Wegweisung des Beschwerde-
führers 1 aus der Schweiz dazu führen, dass die Gläubigerinnen und Gläu-
biger faktisch keine Chance mehr hätten, für ihre Forderungen befriedigt zu 
werden, doch dürfte dies weitgehend auch der Fall sein, wenn er im Land 
verbliebe (vgl. für diese Würdigung etwa BGer 2C_789/2017 vom 7.3.2018 
E. 5.2.2; VGE 2020/64 vom 17.12.2020 E. 6.5). Ob der Beschwerdeführer 
darüber hinaus den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. d AIG (Nichtein-
haltung von Bedingungen) gesetzt hat – dies liegt aufgrund des festgestellten 
Sachverhalts nahe – kann unter diesen Umständen wie bereits im vorin-
stanzlichen Beschwerdeverfahren dahingestellt bleiben (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 6.5). Ist jedenfalls der Widerrufsgrund mutwilliger Verschuldung 
erfüllt (Art. 62 Abs. 1 Bst. c AIG), kann sich der Beschwerdeführer 1 nicht auf 
einen Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 AIG berufen.

3.6 Er kann sich für sein Aufenthaltsrecht aber auf Art. 8 Ziff. 1 der Eu-
ropäischen Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]) berufen. Er hält 
sich seit 2007 bewilligt in der Schweiz auf (vorne Bst. A), womit er diese Ga-
rantie unter dem Aspekt des Rechts auf Schutz des Privatlebens anrufen 
kann, da nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nach einer recht-
mässigen Aufenthaltsdauer von zehn Jahren regelmässig davon ausgegan-
gen wird, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden 
sind, dass es für die Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf 
(BGE 144 I 266 E. 3.9, 149 I 207 E. 5.3.4). Hingegen ruft der Beschwerde-
führer 1 zu Recht das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK ebenfalls geschützte Recht 
auf Familienleben nicht an. Seine Ehefrau und Kinder verfügen über kein 
(gefestigtes) Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Sie streben vielmehr abge-
leitet vom Beschwerdeführer 1 Aufenthaltsbewilligungen an.

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4.

4.1 Der Beschwerdeführer 1 rügt weiter die Unverhältnismässigkeit der 
Entfernungsmassnahme (Beschwerde Rz. 26 ff.).

4.1.1 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegwei-
sung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie 
aufgrund einer Interessenabwägung als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 
Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AIG). Beeinträchtigt 
die Entfernungsmassnahme das Familien- oder Privatleben (Art. 8 Ziff. 1 
EMRK; Art. 13 Abs. 1 BV), bilden Grundlage der Interessenabwägung Art. 8 
Ziff. 2 EMRK bzw. Art. 36 Abs. 3 BV (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.7, 144 II 1 
E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Die von Art. 8 Ziff. 2 EMRK 
verlangte Interessenabwägung entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AIG, 
weshalb in ein und demselben Prüfschritt geklärt werden kann, ob die gegen 
den Beschwerdeführer 1 gerichtete Entfernungsmassnahme mit Art. 96 
Abs. 1 AIG und Art. 8 Ziff. 2 EMRK vereinbar ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2; 
BGer 2C_805/2021 vom 31.5.2022 E. 6.2; JTA 2023/172 vom 21.11.2023 
E. 5.1 [bestätigt in BGer 2C_20/2024 vom 17.4.2024]).

4.1.2 Im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind die öffentli-
chen Interessen an der Entfernungsmassnahme und die privaten Interessen 
der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander 
abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen 
Umstände im Einzelfall (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4, 139 I 31 E. 2.3.1; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1). In der vorliegenden Konstellation sind namentlich 
die folgenden Kriterien zu berücksichtigen: die Schwere der Schuldenwirt-
schaft und weiteren Fehlverhaltens, der Grad der Integration bzw. die Dauer 
der Anwesenheit in der Schweiz sowie die der betroffenen Person und ihrer 
Familie drohenden Nachteile. Zu beachten ist auch die Qualität der sozialen, 
kulturellen und familiären Beziehungen sowohl im Gast- wie im Heimatland 
(statt vieler BGer 2C_43/2022 vom 18.1.2023 E. 4.2).

4.2 Aufgrund des Widerrufsgrunds nach Art. 62 Abs. 1 Bst. c AIG besteht 
ein namhaftes öffentliches Interesse an der Entfernungsmassnahme (vgl. 
vorne E. 3.2-3.5). Dieses wird durch die Vielzahl strafrechtlicher Verurteilun-
gen noch verstärkt (vgl. vorne E. 2.2). Entgegen der Auffassung des Be-

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schwerdeführers 1 (Beschwerde Rz. 24 und 28) handelt es sich insbeson-
dere bei seinen Vergehen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung nicht 
um blosse «Bagatellen». Insgesamt ist sein Fehlverhalten schwer und ist von 
einem sehr gewichtigen öffentlichen Interesse an der Entfernungsmass-
nahme auszugehen.

4.3 Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Be-
schwerdeführers 1 am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen (vgl. 
vorne E. 4.1.2).

4.3.1 Der Beschwerdeführer lebt seit 18 Jahren gestützt auf eine Aufent-
haltsbewilligung in der Schweiz. Sein Aufenthalt ist daher als lang zu be-
zeichnen und lässt auf ein grundsätzlich erhebliches Interesse an einem Ver-
bleib in der Schweiz schliessen.

4.3.2 Die beruflich-wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers muss 
als misslungen betrachtet werden. Er war zwar den grössten Teil seiner An-
wesenheit in der Schweiz erwerbstätig (vgl. vorne E. 2.1), häufte aber den-
noch massive Schulden an. Er bringt zu seiner sozialen Integration vor, er 
verfüge über gute Deutschkenntnisse, sei zwischen 2014 und 2018 aktives 
Mitglied eines Fussballvereins in … gewesen und habe ein «ausgeprägtes 
soziales Netz» in der Schweiz (Beschwerde Rz. 32). Abgesehen von den 
Deutschkenntnissen (Akten MIDI 5B pag. 410) bleiben seine Vorbringen in-
des unbelegt. Es wäre aufgrund der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht am 
Beschwerdeführer, allfällige soziale Kontakte konkret darzutun und sach-
dienlich zu belegen (Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AIG und dazu etwas 
BGE 138 II 229 E. 3.2.3; allgemein zur Mitwirkungspflicht BVR 2015 S. 391 
E. 5.5). Er hat seine Mitwirkungspflicht unzureichend wahrgenommen, und 
die soziale Integration ist somit – wie bereits die Vorinstanz festgehalten hat 
(angefochtener Entscheid E. 7.3.2) – nicht erstellt. Schliesslich sprechen die 
zahlreichen strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers klar ge-
gen seine Integration in der Schweiz (vgl. vorne E. 2.2).

4.3.3 Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass eine Rückkehr ins Heimatland 
für den Beschwerdeführer 1 eine grosse Herausforderung darstellt. Die 
Rückkehr ist jedoch auch nach Ansicht des Verwaltungsgerichts weder un-
möglich noch unzumutbar (vgl. angefochtener Entscheid E. 7.3.3). Der Be-

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schwerdeführer verbrachte die ersten 23 Jahre seines Lebens überwiegend 
in seiner Heimat und kehrte seither regelmässig zurück (Akten MIDI 5B 
pag. 118, 193, 320, 466). Er heiratete in erster Ehe eine Landsfrau und auch 
die Ehe mit der Beschwerdeführerin 2 wurde in Nordmazedonien geschlos-
sen. Daher kann mit der Vorinstanz zweifelsfrei davon ausgegangen werden, 
dass er sowohl mit der Sprache als auch mit der Kultur und den Gepflogen-
heiten seines Heimatlands bestens vertraut ist.

4.3.4 Was die den Familienangehörigen drohenden Nachteile angeht, trifft 
zu, dass es der Ehefrau (Beschwerdeführerin 2), welche sich erst wenige 
Jahre ohne Bewilligung in der Schweiz aufhält, zuzumuten ist, mit ihm in 
Nordmazedonien zu leben. Die Ehe zwischen ihr und dem Beschwerdefüh-
rer 1 wurde in Nordmazedonien geschlossen. Die Beschwerdeführerin 2 ist 
serbische Staatsangehörige und spricht albanisch als Muttersprache (Akten 
MIDI 5C pag. 9). Albanisch ist zweite Amtssprache in Nordmazedonien (vgl. 
https://de.wikipedia.org; Suchbegriff «Nordmazedonien»). Alternativ er-
scheint auch denkbar, dass sich das Ehepaar in Serbien niederlassen 
könnte. Die Kinder (Jg. 2021 und 2022) befinden sich noch in einem anpas-
sungsfähigen Alter und werden durch die beide Elternteile betreffende Ent-
fernungsmassnahme nicht in ihrem Recht eingeschränkt, mit beiden Eltern-
teilen aufwachsen zu können.

4.4 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interes-
sen führt zu folgendem Ergebnis: Das öffentliche Interesse an der Entfer-
nungsmassnahme ist sehr gewichtig. Der Beschwerdeführer 1 hat seine 
hohe und langjährige Verschuldung mutwillig verursacht. Des Weiteren 
wurde er häufig straffällig. Die privaten Interessen sind zwar grundsätzlich 
erheblich, haben aber dennoch zurückzustehen: Trotz der langen Anwesen-
heit in der Schweiz ist die Integration nicht gelungen. Eine Rückkehr nach 
Nordmazedonien erscheint möglich und zumutbar. In Würdigung der gesam-
ten Umstände überwiegt das öffentliche Interesse an der Beendigung des 
Aufenthalts des Beschwerdeführers 1 seine privaten Interessen am Verbleib 
in der Schweiz. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers 1 aus der Schweiz erweisen sich dem-
nach im Licht von Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 96 Abs. 1 AIG als verhältnis-
mässig.

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5.

Gemäss Art. 44 Abs. 1 AIG kann ausländischen Ehegattinnen und ‑gatten 
und ledigen Kindern unter 18 Jahren von Personen mit Aufenthaltsbewilli-
gung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn sie mit diesen zusam-
menwohnen (Bst. a), eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (Bst. b), 
sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind (Bst. c), sie sich bei Volljährigkeit in 
der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können oder 
sich zu einem entsprechenden Sprachförderungsangebot anmelden (Bst. d 
sowie Abs. 2 und 3) und die nachziehende Person keine jährlichen Ergän-
zungsleistungen nach dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 über Ergän-
zungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
(ELG; SR 831.30) bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen 
könnte (Bst. e). – Der beantragte Familiennachzug der Beschwerdeführenden 2-
4 leitet sich vom Anwesenheitsrecht des Beschwerdeführers 1 ab. Dessen 
Aufenthaltsbewilligung wird indes nicht verlängert und er wird aus der 
Schweiz weggewiesen. Ein abgeleiteter Anwesenheitsanspruch der 
Beschwerdeführenden 2-4 fällt damit ausser Betracht (so bereits angefoch-
tener Entscheid E. 8).

6.

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die 
zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungs-
verlängerung (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AIG). Die Vorinstanz hat 
auch die Verweigerung einer ermessensweisen Bewilligungsverlängerung 
bestätigt (schwerwiegender persönlicher Härtefall, Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG; 
angefochtener Entscheid E. 9). Die Bewilligungsbehörde hat die massge-
benden Gesichtspunkte und Interessen in Einklang mit der publizierten Pra-
xis des Verwaltungsgerichts vollständig einbezogen und zutreffend gewich-
tet, eingeschlossen die Aufenthaltsdauer, die Integration und die Wiederein-
gliederungsmöglichkeiten (vgl. Verfügung ABEV vom 23.5.2023 E. 4). Die 
Beschwerdeführenden fechten den Entscheid der SID insoweit dann auch 
zu Recht nicht an.

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7.

Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Da 
die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxis-
gemäss eine neue festzulegen (Art. 64d Abs. 1 AIG; vgl. BVR 2019 S. 314 
E. 7).

8.

8.1 Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdeführenden 
an sich kostenpflichtig und haben keinen Anspruch auf Parteikostenersatz 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Sie haben indes für das 
verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege unter Bei-
ordnung ihrer Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin ersucht (vgl. auch 
vorne Bst. C). 

8.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist 
nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das 
heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 
eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen 
können, weil er sie nichts kostet (statt vieler BVR 2019 S. 128 E. 4.1; 
BGE 142 III 138 E. 5.1; zum Ganzen Lucie von Büren, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 111 N. 29 ff.). 

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8.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist als von vornherein aussichts-
los zu bezeichnen. Die Vorinstanz hat einlässlich und zutreffend begründet, 
weshalb dem Beschwerdeführer 1 angesichts seiner Schuldenwirtschaft und 
seiner Straffälligkeit die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert und den 
Beschwerdeführenden 2-4 keine Aufenthaltsbewilligung im Familiennach-
zug erteilt werden kann. Dabei hat sie die massgebenden Gesichtspunkte 
zutreffend gewürdigt. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege in oberinstanzlichen Rechtsmittelverfahren berücksichtigt wer-
den (BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen; BGE 149 III 193 E. 7.1.2 
[Pra 112/2023 Nr. 41]). Gegen die vorinstanzlichen Erwägungen bringen die 
Beschwerdeführenden nichts Neues vor. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist deshalb ab-
zuweisen.

 8.4 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im Rahmen 
des Endentscheids befunden wird und die Beschwerdeführenden deshalb 
keine Gelegenheit hatten, die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs 
zurückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss 
in der Höhe der üblichen Abschreibungsgebühr zu erheben (BVR 2016 
S. 369 E. 4.3.1). Für das Gesuchsverfahren betreffend unentgeltliche 
Rechtspflege sind keine Kosten zu erheben (Art. 112 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Den Beschwerdeführenden wird eine 
neue Ausreisefrist gesetzt auf den 30. Mai 2025.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden den Beschwerde-
führenden auferlegt. 

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4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern 
- Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt wer-
den.