# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54af530e-71b0-5db1-bfc2-828eb3001b83
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.08.2025 E-5891/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5891-2025_2025-08-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5891/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Mathias Lanz, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;  

Gerichtsschreiberin Mara Urbani. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Simea Strebel,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (sicherer Drittstaat);  

Verfügung des SEM vom 28. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5891/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 8. April 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach und gab auf dem Personalienblatt an, am (…) geboren und damit 

minderjährig zu sein. Er reichte eine Tazkera zu den Akten, welche festhält, 

dass er zum Ausstellungszeitpunkt des Dokuments am (…) (im gregoriani-

schen Kalender: […]) – gemäss Angaben des Vaters – ungefähr drei Jahre 

alt gewesen sei.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) 

ergab, dass der Beschwerdeführer am (…) Dezember 2024 in Griechen-

land daktyloskopisch erfasst wurde, am 24. Dezember 2024 dort um Asyl 

nachgesucht hatte und ihm am 22. Januar 2025 in Griechenland internati-

onaler Schutz gewährt wurde. 

B.  

Das SEM richtete am 10. April 2025 gestützt auf Art. 34 der Verordnung 

(EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatangehöri-

gen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO) ein Informati-

onsersuchen an die griechischen Behörden.  

Diese teilten dem SEM mit E-Mail vom 16. April 2025 mit, der Beschwer-

deführer sei am 22. Januar 2025 als Flüchtling anerkannt worden und ver-

füge über eine bis zum 21. Januar 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung. Er 

sei in Griechenland als Erwachsener mit einem Geburtsdatum vom (…) 

registriert worden, wobei keine medizinische Altersabklärung veranlasst 

worden sei. Er habe keine Verwandte in Griechenland. Der  

E-Mail hängten die griechischen Behörden eine Kopie der Tazkera bei, wel-

che der Beschwerdeführer dort abgegeben habe. 

C.  

Anlässlich der Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende 

(EB UMA) vom 24. April 2025 machte der Beschwerdeführer unter ande-

rem geltend, 16 Jahre alt zu sein. Er kenne sein Geburtsdatum von seiner 

Tazkera. Auf die Frage, welche Personalien er in Griechenland angegeben 

habe, gab er zu Protokoll, seine Freunde hätten ihm gesagt, die Lage von 

Minderjährigen sei in Griechenland schlecht. Deshalb habe er dort die 

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Seite 3 

Tazkera seines Bruders gezeigt und sei folglich als 18-Jähriger registriert 

worden. 

In der EB UMA wurde dem Beschwerdeführer überdies das rechtliche Ge-

hör zu einem allfälligen Nichteintreten auf das Asylgesuch und einer Weg-

weisung nach Griechenland gewährt. Dabei machte er im Wesentlichen 

geltend, in Griechenland nach Erhalt des Schutzstatus keine Unterstützung 

bekommen zu haben. Er sei minderjährig gewesen und habe niemanden 

gehabt. Er habe die Sprache nicht gesprochen, habe nicht gewusst, wie 

man eine Wohnung mieten und alles bezahlen könne. Das Leben dort sei 

schwierig gewesen. 

D.  

Im Auftrag des SEM erstattete das Institut für Rechtsmedizin der Universi-

tät B._______ (nachfolgend: IRM B._______) am 8. Mai 2025 ein Gutach-

ten zur Altersschätzung des Beschwerdeführers. Dieses hält fest, dass die 

Altersschätzung nur eingeschränkt habe erfolgen können, da die Schlüs-

selbeinwachstumsfugen des Beschwerdeführers nicht beurteilbare Form-

varianten aufwiesen. Es könne anhand des Handröntgens lediglich gesagt 

werden, dass er mindestens 16.1 Jahre alt sei. Das Durchschnittsalter be-

trage gemäss der Zahnuntersuchung 20.5 Jahre. Folglich könne die Min-

derjährigkeit nicht ausgeschlossen werden, jedoch sei das angegebene 

Alter von 15 Jahren und circa (…) Monaten ausgeschlossen. 

E.  

Mit Schreiben vom 14. Mai 2025 gewährte das SEM dem Beschwerdefüh-

rer das rechtliche Gehör zum durchgeführten Altersgutachten und zur be-

absichtigten Anpassung seines Geburtsdatums im Zentralen Migrationsin-

formationssystem (ZEMIS) auf den (…), da er aufgrund vager und unsub-

stantiierter Angaben, seiner Registrierung in Griechenland sowie dem Er-

gebnis des Altersgutachtens seine Minderjährigkeit nicht habe glaubhaft 

machen können. 

F.  

Am 16. Mai 2025 nahm der Beschwerdeführer schriftlich Stellung und hielt 

im Wesentlichen fest, er sei mit der beabsichtigten Anpassung seines Ge-

burtsdatums nicht einverstanden. Das SEM bezeichne seine Angaben als 

vage und unsubstantiiert, ohne die Unvollständigkeiten und ausweichen-

den Ausführungen rechtsgenüglich darzulegen. Er habe nie eine Schule 

besucht und sei Analphabet, weshalb verständlich sei, dass er keine Jah-

reszahlen angeben könne. Indessen habe er mehr oder weniger Angaben 

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Seite 4 

zu seinem Alter tätigen können. Er habe in der EB UMA spontan angege-

ben, dass er sich in Griechenland absichtlich als volljährige Person habe 

registrieren lassen. Das sei ein Indiz dafür, dass er das SEM nicht täuschen 

und seiner Mitwirkungspflicht so gut wie möglich nachkommen wolle. Im 

Einklang mit der geltenden Rechtsprechung sei aus der vorliegenden me-

dizinischen Altersabklärung zu schliessen, dass sie keine Aussage zu sei-

ner Minder- beziehungsweise Volljährigkeit zulasse. So könne aufgrund 

der Formvariante kein Mindestalter für das Schlüsselbein und aufgrund li-

mitierter Studiendaten kein Mindestalter für die Zähne bestimmt werden. 

Es sei nicht nachvollziehbar, dass das SEM ein von Experten angefertigtes 

Gutachten eigenmächtig neu interpretiere und zu einem anderen Fazit als 

die Fachpersonen komme. Das Altersgutachten sei entgegen der Ansicht 

des SEM kein Indiz für seine Volljährigkeit. 

G.  

Am 23. Mai 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden um Rück-

übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (nachfol-

gend: EU-Rückführungsrichtlinie) sowie auf das bilaterale Abkommen vom 

28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Re-

gierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen 

mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729). Diese stimmten dem Ersu-

chen am 4. Juli 2025 zu.  

H.  

Mit Eingabe vom 28. Juli 2025 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum 

Entscheidentwurf des SEM.  

I.  

Mit Verfügung vom 28. Juli 2025 – eröffnet tags darauf – trat das SEM in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylge-

such des Beschwerdeführers nicht ein (Dispositivziffer 1), ordnete die Weg-

weisung aus der Schweiz (Dispositivziffer 2) sowie den Vollzug (Dispositiv-

ziffer 3–4) an und händigte die editionspflichtigen Akten aus (Dispositivzif-

fer 5). Gleichzeitig stellte es fest, sein Geburtsdatum sei im ZEMIS auf den 

(…) festgelegt und mit einem Bestreitungsvermerk versehen worden (Dis-

positivziffer 6). 

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Seite 5 

J.  

Mit Eingabe vom 5. August 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die Ziffern 3, 4 und 6 

der Verfügung seien aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, sein 

Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) anzupassen und ihn wegen Unzu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz aufzuneh-

men. Eventualiter zum letztgenannten Rechtsbegehren sei die Verfügung 

zur korrekten Sachverhaltserstellung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Prozess-

führung, unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht für Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und entscheidet auf 

dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist als 

Verfügungsadressat zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 105 und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 

VwVG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

2.  

Die vorliegende Beschwerde richtet sich sowohl gegen den verfügten Weg-

weisungsvollzug (Dispositivziffern 3–4) als auch gegen die ZEMIS-Eintra-

gung betreffend das Geburtsdatum des Beschwerdeführers (Dispositivzif-

fer 6). Die Dispositivziffern 1–2 (Nichteintreten auf das Asylgesuch und 

Wegweisung) der Verfügung vom 28. Juli 2025 sind mangels Anfechtung 

in Rechtskraft erwachsen. Das Verfahren betreffend Änderung des im 

ZEMIS vermerkten Geburtsdatums wird praxisgemäss vom vorliegend zu 

behandelnden Verfahren getrennt und separat unter der Verfahrensnum-

mer E-5954/2025 geführt; es bildet mithin nicht Gegenstand dieses Verfah-

rens. Das Beschwerdeverfahren betreffend Überstellung in einen sicheren 

Drittstaat ist angesichts dessen Dringlichkeit (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG) 

vorzuziehen. Das ZEMIS-Beschwerdeverfahren wird zu einem späteren 

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Seite 6 

Zeitpunkt weiterzuführen sein. Eine Koordination erfolgt insofern, als in bei-

den Verfahren derselbe Spruchkörper eingesetzt ist. 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich vorliegend nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz hält in ihrem Entscheid zunächst fest, der Beschwerde-

führer habe seine Minderjährigkeit nicht glaubhaft machen können. Seine 

Aussagen anlässlich der EB UMA seien vage und unsubstantiiert ausge-

fallen. Nach seinem Geburtstag im afghanischen Kalender gefragt, habe 

er zuerst den dritten Monat 2010 angegeben, dann aber gesagt, er wisse 

es nicht. Er habe angegeben, sein Geburtsdatum von seiner Tazkera zu 

kennen. Auf dieser sei vermerkt, dass er im Jahr (…) drei Jahre alt gewe-

sen sei. Ausserdem sei das Ausstellungsdatum (…) notiert (gemäss gre-

gorianischem Kalender: […]). Als der Beschwerdeführer nach der hand-

schriftlichen Notiz auf der Rückseite der Tazkera gefragt worden sei 

(«[…]»), habe er zu Protokoll gegeben, dies sei sein Geburtsdatum. Auf die 

Frage, welches Geburtsdatum in Griechenland erfasst worden sei, habe er 

mit «18 Jahre» geantwortet. Gemäss Auskunft der griechischen Behörden 

sei er aber dort mit dem Geburtsdatum (…) registriert worden. Seine ein-

gereichte Tazkera liege nur als Kopie vor, sei leicht fälschbar und stimme 

nicht mit derjenigen Tazkera überein, welche er in Griechenland abgege-

ben habe. Die medizinische Alterseinschätzung habe aufgrund einer nicht 

beurteilbaren Formvariante der Schlüsselbeinwachstumsfugen nur einge-

schränkt erfolgen können. Das Altersgutachten schliesse zwar eine Min-

derjährigkeit nicht aus, es sei aber wegen des festgestellten Mineralisati-

onsstadiums «H» der Weisheitszähne mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 

von einer Volljährigkeit auszugehen. Er habe in Griechenland ein Asylver-

fahren als volljährige Person durchlaufen und abgeschlossen, weshalb 

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davon auszugehen sei, dass die griechischen Behörden seine Volljährig-

keit als glaubhaft eingestuft hätten.  

Das Bundesverwaltungsgericht habe in seinem Referenzurteil  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 zu Personen mit Schutz-

status in Griechenland an der Legalvermutung festgehalten, dass der Weg-

weisungsvollzug dorthin grundsätzlich zulässig und zumutbar sei. Gemäss 

seinen Aussagen habe er sich nach Gewährung des Schutzes nicht darum 

bemüht, insbesondere betreffend Wohnungs- und Arbeitssuche Hilfe zu er-

halten, und zu seinen Rechten zu kommen. Es stehe ihm die Möglichkeit 

offen, sich zwecks Unterstützung an die zuständigen Stellen und ergän-

zend an örtliche Hilfsorganisationen zu wenden. Seine gesundheitlichen 

Beschwerden (Spannungskopfschmerzen) seien nicht derart gravierend, 

dass die Schwelle einer Verletzung von Art. 3 EMRK erreicht wäre. Grie-

chenland verfüge sodann über eine ausreichende medizinische Infrastruk-

tur und es lägen keine erhärteten Hinweise vor, wonach Griechenland ihm 

eine notwendige medizinische Behandlung verweigert habe oder zukünftig 

verweigern werde. Es sei ihm nicht gelungen, die Regelvermutung, wonach 

der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland zulässig und zumutbar ist, 

umzustossen. 

5.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerdeschrift im Wesent-

lichen geltend, er habe seine Minderjährigkeit glaubhaft gemacht. Der An-

sicht des SEM, das Altersgutachten könne als Indiz für seine Volljährigkeit 

angesehen werden, könne nicht gefolgt werden. Das Gutachten schliesse 

eine Minderjährigkeit explizit nicht aus und aufgrund einer Formvariante 

des Schlüsselbeins sowie limitierter Studiendaten betreffend Zähne könne 

kein Mindestalter bestimmt werden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die 

Vorinstanz ein von Experten angefertigtes Gutachten eigenmächtig neu in-

terpretiere und zu einem anderen Fazit als die Fachpersonen komme. Er 

habe anlässlich der EB UMA spontan erklärt, dass er in Griechenland die 

Tazkera seines Bruders gezeigt habe, zumal ihm Freunde gesagt hätten, 

dass die Lage für Minderjährige dort schlecht sei. Er habe angegeben, 

keine Schule besucht zu haben, in den Bergen aufgewachsen und Anal-

phabet zu sein. Das Nichtwissen oder die Unfähigkeit, das richtige Alter in 

gewissen Lebenssituationen benennen zu können, könne deshalb im er-

wähnten Länderkontext nicht als Widerspruch oder Indiz für mangelnde 

Glaubhaftigkeit ausgelegt werden. Auch die Angabe auf dem Personalien-

blatt, dass dieses selber ausgefüllt worden sei, könne ihm nicht negativ 

angerechnet werden. Diese Angabe sage zwar aus, dass kein Mitarbeiter 

des Bundesasylzentrums beim Ausfüllen geholfen habe, mache aber keine 

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Aussagen dahingehend, dass er nicht von einer anderen Person beim Aus-

füllen unterstützt worden sei. Auch sein äusseres Erscheinungsbild spre-

che für seine Minderjährigkeit. Er falle als Minderjähriger in die vom Bun-

desverwaltungsgericht definierte Kategorie der besonders vulnerablen 

Personen. Es lägen vorliegend keine besonders begünstigende Umstände 

vor, aufgrund welcher der Wegweisungsvollzug trotzdem zumutbar sein 

könnte. Im Falle einer Rückkehr nach Griechenland würde er mit erhebli-

cher Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten, die er nicht 

aus eigener Kraft abwenden könne. 

6.  

6.1 Soweit der Beschwerdeführer seine Minderjährigkeit geltend macht, 

hat er diese zu beweisen, soweit ihm ein Beweis möglich ist, und andern-

falls wenigstens glaubhaft zu machen, da er die Beweislast dafür trägt, 

auch wenn das SEM die entscheidrelevanten Sachverhaltsmomente von 

Amtes wegen festzustellen hat (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3 m.w.H.;  

Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommis-

sion [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 5.3.3). Im Rahmen einer Gesamtwürdigung 

ist eine Abwägung aller Anhaltspunkte, die für oder gegen die Richtigkeit 

der betreffenden Altersangabe sprechen, vorzunehmen (vgl. 

BVGE 2009/54 E. 4.1). Wurde der Sachverhalt abschliessend festgestellt 

und ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, die behauptete Minder-

jährigkeit glaubhaft zu machen, hat er die Folgen zu tragen und wird als 

volljährig betrachtet (vgl. BVGE 2019 I/6 E. 5.4).  

6.2 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten in 

Übereinstimmung mit der Vorinstanz zum Schluss, dass es dem Beschwer-

deführer nicht gelungen ist, die geltend gemachte Minderjährigkeit glaub-

haft zu machen.  

6.3 Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine Identitäts-

papiere im Sinne von Art. 1a Bst. c der Asylverordnung 1 vom 11. August 

1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) oder andere Doku-

mente zu den Akten gereicht hat, mit welchen er sein Geburtsdatum be-

weisen oder zumindest glaubhaft machen kann. Die eingereichte Kopie 

seiner Tazkera, welche festhält, dass er zum Zeitpunkt der Ausstellung am 

«[…]» (im gregorianischen Kalender: […]) drei Jahre alt gewesen sei, ist 

wenig geeignet, sein Alter zu beweisen oder glaubhaft zu machen, zumal 

es sich bei der Tazkera an sich schon nicht um ein fälschungssicheres Do-

kument handelt. Hinsichtlich der Frage der Identität von Inhabern eines sol-

chen Dokuments ist daher praxisgemäss von einem reduzierten 

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Seite 9 

Beweiswert eingereichter Tazkeras auszugehen (vgl. BVGE 2013/30 E. 

4.2.2; Urteil des BVGer E-3096/2022 vom 29. März 2023 E. 6.2). Dieser 

wird vorliegend weiter dadurch geschmälert, dass sie nur in Form einer 

Kopie vorliegt.  

6.4 Im Folgenden ist auf das Altersgutachten näher einzugehen.  

6.4.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stellen 

medizinische Altersabklärungen je nach Ergebnis unterschiedlich zu ge-

wichtende Indizien für das Alter einer Person dar. Die Schlüsselbein- res-

pektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztliche Untersuchung sind da-

bei grundsätzlich, anders als die Handknochenanalyse und die ärztliche 

Untersuchung, zum Beweis geeignet. Das Bundesverwaltungsgericht hat 

in dieser Hinsicht Grundsätze zur Gewichtung der Resultate der Untersu-

chungen definiert (eingehend hierzu: BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.; Urteil des 

BVGer E-3899/2024 vom 2. Oktober 2024 E. 6.4 m.w.H.). Darüber hinaus 

sind die üblichen verfahrensrechtlichen Regeln der Beweiswürdigung zu 

beachten, wobei es umso mehr auf eine Gesamtwürdigung der Beweise 

ankommt, je weniger die medizinischen Abklärungen ein Indiz für das Vor-

liegen des streitigen Alters darstellen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2 f., 2019 

I/6 E. 6.1 ff.).  

6.4.2 Im Gutachten des IRM B._______ vom 8. Mai 2025 wird unter ande-

rem ausgeführt, dass die Wachstumsfugen der Schlüsselbeine des Be-

schwerdeführers eine nicht-klassifizierbare Formvariante aufwiesen, wes-

halb der Schichtröntgenscan der medialen Anteile der Schlüsselbeine nicht 

für die Altersschätzung verwendet werden könne. 

Nach den Ergebnissen der zahnärztlichen Untersuchung hätten alle vor-

handenen Zähne des Beschwerdeführers die Entwicklung abgeschlossen. 

Die apikalen Enden der Zahnwurzeln in Regio 18, 28, 38 und 48 (Weis-

heitszähne) seien komplett verschlossen und die Wurzelhaut habe eine 

gleichmässige Dicke um die Zahnwurzeln. Dies entspreche einem Stadium 

«H» gemäss den schematischen Zeichnungen der Zahnentwicklung nach 

DEMIRJIAN. Aufgrund limitierter Studienlage lasse sich anhand der Zahnda-

ten kein Mindestalter bestimmen. Das Durchschnittsalter betrage gemäss 

der zahnärztlichen Untersuchung ungefähr 20.5 Jahre.  

Zusammenfassend könne, bei obengenannter eingeschränkter Beurteil-

barkeit, die Minderjährigkeit nicht ausgeschlossen werden. Das vom Be-

schwerdeführer angegebene Alter von 15 Jahren und ungefähr (…) 

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Seite 10 

Monaten sei ausgeschlossen (vgl. zum Ganzen SEM act. […]-[nachfol-

gend: SEM act. ]22/6).  

6.4.3 Was den Beweiswert des Gutachtens betrifft, ist festzuhalten, dass 

sich gemäss BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2 keine Aussage zur Minder- respek-

tive Volljährigkeit machen lässt, wenn das Mindestalter bei der Schlüssel-

bein- respektive Skelettaltersanalyse und der zahnärztlichen Untersu-

chung unter 18 Jahren liegt. Beim Beschwerdeführer konnte aufgrund ei-

ner radiologischen Altersschätzung der linken Hand ein Mindestalter von 

16.1 Jahren festgestellt werden. Damit kann festgestellt werden, dass das 

vom Beschwerdeführer angegebene Alter von 15 Jahren und ein paar Mo-

naten nicht der Wahrheit entsprechen kann, was als erstes Indiz gegen 

seine Minderjährigkeit zu qualifizieren ist. Aus dem Resultat der zahnärzt-

lichen Untersuchung lässt sich gemäss Gutachten kein Mindestalter ablei-

ten. Vor diesem Hintergrund greift die Schlussfolgerung in der Verfügung, 

aufgrund des festgestellten Mineralisationsstadiums «H» der Weisheits-

zähne sei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einer Volljährigkeit aus-

zugehen, zu kurz. Angesichts der beschränkten Aussagekraft des Alters-

gutachtens erübrigen sich indessen weitere Ausführungen dazu, zumal, 

wie in den nachfolgenden Erwägungen aufgezeigt wird, die weiteren Indi-

zien gegen die geltend gemachte Minderjährigkeit sprechen.  

6.5 Aus den Akten ergeben sich verschiedene in Frage kommende Ge-

burtsdaten. Auf dem Personalienblatt hat der Beschwerdeführer den (…) 

eingetragen (vgl. SEM act. 2/2). Sodann antwortete er in der EB UMA auf 

die Frage, ob er sein Geburtsdatum im afghanischen Kalender kenne, mit 

«(…), nein, ich weiss es nicht» (vgl. a.a.O. Ziffer 1.06). Ebenfalls im Wider-

spruch zu seinem geltend gemachten Alter steht seine Aussage anlässlich 

des Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat vom 26. Juni 

2025: «Stellen Sie sich vor, wenn ich mich als 16-Jähriger ausgegeben 

hätte, müsste ich zwei Jahre dortbleiben.» (vgl. a.a.O. F21). Zum Zeitpunkt, 

als er in Griechenland ein Asylgesuch stellte, wäre er aber noch nicht 16 

Jahre alt gewesen. Angesichts dessen ist nicht verständlich, weshalb er 

sich als 16-Jähriger registrieren lassen sollte.  

6.6 Gemäss den Akten und den obigen Ausführungen hat der Beschwer-

deführer in Griechenland ein anderes Geburtsdatum als in der Schweiz an-

gegeben, was gegen die Glaubhaftigkeit des von ihm geltend gemachten 

Geburtsdatums spricht. Seine Erklärung, er habe in Griechenland die Per-

sonalien seines Bruders angegeben, um dort nicht als Minderjähriger re-

gistriert zu werden, vermag daran nichts zu ändern. Sein widersprüchliches 

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Seite 11 

Aussageverhalten erweckt vielmehr den Eindruck, dass er seine Altersan-

gabe je nach Situation zu seinem Vorteil anpasst.   

6.7 Das Gericht kommt daher im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller 

Umstände (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 5.3.4 S. 210) in Übereinstimmung 

mit der Vorinstanz zum Schluss, dass es dem Beschwerdeführer nicht ge-

lungen ist, die von ihm geltend gemachte Minderjährigkeit zum Zeitpunkt 

seiner Gesuchseinreichung in der Schweiz glaubhaft zu machen. Nach ei-

ner Gesamtwürdigung überwiegen diejenigen Umstände, die für das Errei-

chen der Volljährigkeit sprechen. Es ist folglich nicht von einer besonderen 

Vulnerabilität des Beschwerdeführers wegen Minderjährigkeit auszuge-

hen. 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.3  

7.3.1 Der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland erweist sich in Be-

achtung der vorstehend (vgl. E. 7.2) genannten völker- und landesrechtli-

chen Bestimmungen als zulässig. Bei Griechenland handelt es sich um ei-

nen sicheren Drittstaat, in welchem der Beschwerdeführer Schutz vor 

Rückschiebung im Sinn von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet. Das Land ist sodann 

Signatarstaat der EMRK, der FoK und der FK sowie des Zusatzprotokolls 

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Seite 12 

der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbe-

züglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar an-

erkennt das Bundesverwaltungsgericht, dass die Lebensbedingungen in 

Griechenland für dort anerkannte Schutzberechtigte in fast allen Bereichen 

des täglichen Lebens schwierig sind und sich die Alltagsbewältigung be-

schwerlich gestaltet. Gemäss koordinierter Praxis ist aber nicht von einer 

Situation auszugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine unange-

messene und erniedrigende Behandlung im Sinn einer Verletzung von 

Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. das Referenzurteil des BVGer  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.2).  

7.3.2 Aus den Akten ergeben sich keine konkreten Hinweise dafür, dass 

der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers den völkerrechtlichen 

Verpflichtungen der Schweiz entgegenstünde. Der Beschwerdeführer hat 

sich insgesamt lediglich (…) Monate (vgl. SEM act. 33/9 F17) in Griechen-

land aufgehalten. Vor diesem Hintergrund und gestützt auf seine allgemei-

nen Angaben, die Situation in Griechenland sei nicht einfach, ist nicht da-

von auszugehen, dass er alles ihm Zumutbare unternommen hätte, um Zu-

gang zu den ihm zustehenden Leistungen zu erhalten. 

7.3.3 Eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen kann nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 

EMRK darstellen (vgl. BVGE 2011/9 E. 7; Urteil des Europäischen Ge-

richtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen Belgien 13. De-

zember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.). Eine sol-

che Situation ist vorliegend offensichtlich nicht gegeben und es kann auf 

die zutreffende Einschätzung der Vorinstanz verwiesen werden, zumal der 

Beschwerdeführer diesbezüglich auf Beschwerdeebene nichts Gegenteili-

ges geltend macht (vgl. angefochtene Verfügung S. 14 f.).  

7.3.4 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ist zulässig. 

7.4  

7.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

E-5891/2025 

Seite 13 

Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-

Staat vermutungsweise zumutbar. Diese Legalvermutung gilt mit Bezug 

auf Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Personen wie bei-

spielsweise Menschen, welche an gesundheitlichen Problemen leiden, die 

nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind; hingegen erachtet 

das Gericht den Vollzug der Wegweisung von äussert vulnerablen schutz-

berechtigten Personen grundsätzlich als unzumutbar, ausser es bestehen 

besonders begünstigende Umstände, aufgrund derer ausnahmsweise von 

der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ausgegangen werden kann 

(vgl. zum Ganzen das oben zitierte Referenzurteil E-3427/2021,  

E-3431/2021 E. 11.5.1 und E. 11.5.3). Wird im konkreten Einzelfall festge-

stellt, dass die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs besteht, hat die betroffene Person die Möglichkeit, diese umzustos-

sen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, 

dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Umständen sozialer, 

wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage ge-

raten würde (vgl. a.a.O. E. 11.4). 

7.4.2 Nach Durchsicht der Akten gelangt das Gericht zum Schluss, dass 

die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs mit zutreffender und hinreichender Begründung bejaht 

hat. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen volljährigen Mann 

(vgl. oben E. 6). Konkrete Hinweise auf eine ausgeprägte Hilflosigkeit im 

alltäglichen Leben lassen sich den Akten nicht entnehmen. Darüber hinaus 

ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aktiv um Unter-

stützung bei den griechischen Behörden nachgesucht hätte und ihm diese 

verweigert beziehungsweise die ihm zustehenden minimalen Lebensbe-

dingungen vorenthalten worden wären. So hat er selbst angegeben, nach 

Gewährung des Schutzes nichts unternommen zu haben, um Hilfe zu er-

halten (vgl. SEM act. 33/9 F48). Mit Zuerkennung der Flüchtlingseigen-

schaft stehen dem Beschwerdeführer in Griechenland grundsätzlich die 

Garantien der Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von 

Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf 

internationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder 

für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu 

gewährenden Schutzes (nachfolgend: Qualifikationsrichtlinie) zu (insbe-

sondere Zugang zu Beschäftigung, Bildung, Sozialhilfeleistungen, Wohn-

raum und medizinischer Versorgung). Ihm ist es zuzumuten, sich bei Un-

terstützungsbedarf an die griechischen Behörden zu wenden und die er-

forderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern. Ergänzend 

E-5891/2025 

Seite 14 

ist auf die Hilfsorganisationen zu verweisen, auf welche das SEM in seiner 

Verfügung ausführlich Bezug nimmt (vgl. angefochtene Verfügung 

S. 12 ff.). Mit seinen pauschalen Angaben, er hätte auch keine Hilfe erhal-

ten, wenn er darum ersucht hätte und man sei nach Erhalt des Schutzsta-

tus in Griechenland auf sich alleine gestellt, vermag der Beschwerdeführer 

die angeführte Legalvermutung nicht umzustossen (vgl. SEM act. 33/9 

F45, F48).  

7.4.3 Es handelt sich beim Beschwerdeführer nicht um eine vulnerable 

Person im Sinne der zuvor zitierten Rechtsprechung. Zudem ist es ihm 

nicht gelungen, die oben erwähnte Legalvermutung umzustossen, wonach 

der Vollzug der Wegweisung grundsätzlich als zumutbar anzusehen ist. 

Angesichts dessen erübrigen sich weitere Abklärungen in Bezug auf das 

Vorliegen besonders begünstigender Umstände in Griechenland. Wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, hat die Vorinstanz den Sach-

verhalt vollständig und korrekt festgestellt. Das Eventualbegehren um 

Rückweisung der Sache zur korrekten Sachverhaltserstellung an die Vor-

instanz ist abzuweisen. 

7.5 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Griechen-

land ist schliesslich möglich, zumal die griechischen Behörden am 4. Juli 

2025 der Rückübernahme explizit zugestimmt haben und er über eine gül-

tige Aufenthaltsbewilligung verfügt.  

7.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Wegweisungsvollzugspunkt (Dispositivziffern 3 und 4) Bundesrecht nicht 

verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig fest-

stellt und angemessen ist. Die Beschwerde gegen den Vollzug der Weg-

weisung ist somit abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

E-5891/2025 

Seite 15 

Prozessführung ist abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vor-

stehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind. Das 

Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit vor-

liegendem Direktentscheid gegenstandslos geworden. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-5891/2025 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde gegen den Vollzug der Wegweisung wird abgewiesen. 

2.  

Die Datenänderung im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) 

wird im Verfahren E-5954/2025 behandelt. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mathias Lanz Mara Urbani 

 

 

Versand: