# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d3befba-3efc-5ea1-81f8-03995e3a9791
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 28.11.2022 R 2021 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2021-120_2022-11-28.pdf

## Full Text

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VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 21 120

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

Richter Audétat und Racioppi

Aktuar Gross

URTEIL        

vom 28. November 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Frank Schuler, 

 

Beschwerdegegnerin 

und

Kanton Graubünden, 

vertreten durch das Amt für Raumentwicklung Graubünden,

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Beschwerdegegner 1

und

C._____, 

Beschwerdegegner 2

betreffend Baueinsprache (BAB)

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. Stand September 2020 bewirtschaftete C._____ 27.34 ha landwirtschaftli-

che Nutzfläche. Aktuell waren beim Amt Landwirtschaft Graubünden (ALG) 

20.91 Grossvieheinheiten (GVE) gemeldet, was einen Arbeitsbedarf 

gemäss Standardarbeitskräften (SAK) von 1.51 ergibt. Der Betrieb umfasst 

0.8 ha Eigenland und 23.46 ha Pachtland. Gemäss im vom ALG in Auftrag 

gegebenen "Betriebskonzept, 2. Version, für landwirtschaftliche Hochbau-

ten" vom 12. März 2020 erfüllt der Betrieb nach erfolgtem Stallbau den öko-

logischen Leistungsnachweis gemäss Direktzahlungsverordnung des Bun-

des vom 23. Oktober 2013.

Weil der aktuelle Standort des Betriebs in zwei Ställen in der Dorfzone von 

B._____ nicht mehr geeignet ist, plant C._____ in D._____, Gemeinde 

B._____, in der Landwirtschaftszone einen Stall für 172 Mutterschafe und 

vier Pferde (total 32.04 GVE). Die Mutterschafe werden auf Tiefstroh und 

die Pferde in Boxen gehalten. Zur Futtermittellagerung ist ein 750 m³-Heu-

lager und eine Siloballenplatte für 54 Ballen eingeplant. Weiter sollen neu 

sämtliche Düngerlager, eine Mistplatte, eine Güllengrube und eine Remise 

erstellt werden. Die Eindeckung der Wände des Gebäudes erfolgt mit Lär-

che, sägerau(h), das Dach wird mit Zementfaserplatten in grau Natur ge-

deckt, die Türen werden in Lärche gehobelt, die Dachrinne in Titanzink und 

die Fenster mit Zweifachverglasung braun ausgeführt. Die geschätzten 

Baukosten betragen CHF 840'000.--. Das Vorhaben wird subventioniert.

Die Landzuteilung durch die laufende Melioration ist noch nicht erfolgt. 

Gemäss Meliorationskommission sollte am vorgesehenen Standort die 

Landzuteilung zu machen sein und zudem habe der Hauptverpächter 

E._____ den Verkauf einer entsprechenden Parzelle im Gebiet D._____ in 

Aussicht gestellt.

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2. Am 31. Juli 2020 reichte C._____ sein Stallneubaugesuch bei der Ge-

meinde ein. Am 13. August 2020 leitete die Gemeinde das Gesuch an das 

Amt für Raumentwicklung Graubünden (ARE) mit dem Antrag auf Geneh-

migung weiter. Die Ämtervernehmlassung bei der Meliorationskommission 

B._____, (zweimal) beim ANU, bei der Denkmalpflege Graubünden (die 

keine Einwände aus denkmalpflegerischer Sicht geltend machte), beim 

AWN, AJF und ALG verlief positiv.

3. Mit gemeinsamer Stellungnahme vom 16. Februar 2021 beantragten der 

X._____, Y._____ sowie die A._____ dem ARE, das BAB-Gesuch in der 

vorliegenden Form nicht zu bewilligen. In einer Standortevaluation sei auf-

zuzeigen, welche weiteren Standorte beurteilt worden seien und welche 

Vor- und Nachteile die jeweiligen Standorte aufwiesen. Eventualiter sei ein 

qualifiziertes Verfahren für die Gestaltung und Einbettung der Bauten und 

Anlagen in die Landschaft durchzuführen und bei der KNHK eine Stellung-

nahme einzuholen, eventualiter sei das tangierte Naturobjekt "Hecke" zu 

schützen, allenfalls Ersatzpflanzung zu leisten. Eventualiter sei ein Eingriff 

in geschützte Landschaft angemessen zu kompensieren.  

4. Laut der von der Gemeinde B._____ auf Weisung des ARE in Auftrag ge-

gebenen Standortevaluation vom 29. März 2021 betreffend Neubau Schaf-

stall (gemäss erstelltem Raum- und Funktionsdiagramm) wird die vorgese-

hene Erweiterung unter Einbezug von vier Pferden eruiert und nicht ledig-

lich auf der Basis von 172 Schafen empfohlen, den Neubau des Schafstalls 

am Standort D._____ zu realisieren. Dieser liege nahe der bestehenden 

Siedlungsansätze am Rand einer Landschaftskammer, eingefasst durch 

bestehende Grüngürtel. Die Eingriffe in Bestockungen seien zu minimieren 

und es sei eine gute Gestaltung und Einfügung der Bauten in das beste-

hende Terrain zu gewährleisten.

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5. Am 30. März 2021 sei bereits die subventionstechnische Projektbewilligung 

seitens ALG erfolgt. Von Seiten des Bundesamtes für Landwirtschaft liege 

ein positiver Vorbescheid vor. Das Projekt sei äusserst zu begrüssen (tier-

freundlicher Laufstall). Aufgrund der gut arrondierten Flächen und dem 

grosszügigen Abstand zur nächsten Wohnzone sei D._____ aus landwirt-

schaftlicher Sicht der zu favorisierende Baustandort.

6. Tags darauf, am 31. März 2021, führt das ANU zur Mitwirkung der Umwelt-

schutzorganisationen (USOS) aus, die Standortbeurteilung zum BAB de-

cke sich mit dem des ANU. Der Standort sei heikel. Es ergebe sich eine 

erhebliche Störung des Landschaftsbilds. Am durchgeführten Augenschein 

hätte die Gemeinde mehrmals erwähnt, es gebe keinen Alternativstandort. 

Die Schaffung oder Erhaltung am jetzigen Standort im Dorfzentrum sei 

nicht mehr zumutbar. Vor Ort seien alternative Standorte in der vorgesehe-

nen Landschaftskammer und im Gebiet nebenan begutachtet worden. 

Diese seien als zu nah bei Wohnhäusern beurteilt worden. Seien keine zu-

mutbaren alternativen Standorte vorhanden, wovon nach den Voten der am 

Augenschein Beteiligten auszugehen sei, reiche nach Ansicht des ANU Art. 

3 NHG (recte wohl 'KNHG') für eine Ablehnung des Projektes nicht aus.

7. Mit Stellungnahme vom 4. Mai 2021 beantragte die Gemeinde die Abwei-

sung der Einsprache der USOS, die Erteilung der Baubewilligung und die 

Abweisung der Verfahrensanträge.

8. Am 11. Juni 2021 beantragten die USOS die definitive Ablehnung des Bau-

gesuchs. Die Standortevaluation sei in Absprache mit ihnen zu bearbeiten, 

unter Einbezug weiterer Standorte. Zudem sei ein qualifiziertes Verfahren 

für die Gestaltung und Einbettung der Bauten und Anlagen in die Land-

schaft durchzuführen und bei der KNHK eine Stellungnahme einzuholen.

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9. Mit Schreiben vom 12. Oktober 2020 forderte das ARE C._____ auf, das 

BAB-Gesuch zu ergänzen, worauf dieser am 14. Dezember 2020 zur ver-

langten Projektanpassung den neuen Plan "Umgebung und Entwässerung" 

einreichte. 

10. Am 25. Januar 2021 nahm das ANU Stellung zur Projektanpassung. Es 

stimmte der Unterschreitung des Mindestheckenabstands zu.

11. Gestützt auf Art. 25 Abs. 2 RPG und Art. 87 KRG in Verbindung mit Art. 1 

Abs. 2 und Art. 49 Abs. 1 KRVO erteilte das ARE die BAB-Bewilligung am 

22. Oktober 2021 unter Auflagen an C._____. Die Einsprachen wurden im 

Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen, soweit die BAB-Bewilligung 

mit Auflagen erteilt werde, im Übrigen abgewiesen.

12. Am 25. November 2021 bewilligte der Gemeindevorstand B._____ das 

Baugesuch unter Auflagen und Bedingungen. Die BAB-Bewilligung des 

ARE bilde einen integrierenden Bestandteil dieses Baubescheides. Ebenso 

bildeten die beiden Amtsverfügungen des ANU vom 22. Dezember 2020 

und vom 18. Januar 2021 einen integrierenden Bestandteil des Baube-

scheides. Die Auflagen der vier in den Ziff. 2-4 genannten Zusatzbewilli-

gungen seien verbindlich und müssten zwingend eingehalten werden.

13. Dagegen erhob die A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) – nachdem 

die beiden anderen USOS [X.____ und Y.____] die Baubewilligung nicht 

weiterziehen wollten – am 24. Dezember 2021 alleine Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Anträgen:    
1. Die Beschwerde sei gutzuheissen sowie die BAB-Bewilligung vom 22.10.2021 aufzu-

heben und die Baubewilligung vom 25.11.2021 zu verweigern;
2.   Eventualiter sei eine definitive Beurteilung der KNHK oder der ENHK einzuholen;
3.   Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner.

Der Standort des Bauprojekts befinde sich im Landschaftsschutzobjekt 

F._____ von regionaler Bedeutung sowie in der kommunalen Landschafts-

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schutzzone gemäss Art. 64 Baureglement. Es grenze direkt an das BLN-

Objekt G._____ an. Die Landschaft der H._____ Ebene sei somit Teil die-

ser Naturlandschaft. Bereits bevor die Landschaftsschutzzone ausgeschie-

den worden sei, habe die Gemeinde ein Hochbauverbot in der H._____ 

Ebene erlassen. Der Stall wäre das erste grosse Gebäude in dieser Land-

schaftskammer. Diese sei heute praktisch frei von Bauten und Anlagen. 

Der Stallbaute würde von unterschiedlichen Punkten aus betrachtet sehr 

gut sichtbar sein und verminderte die Qualität der geschützten Landschaft 

deutlich. Dieses Problem werde vom ANU und vom ARE angesprochen. 

Die Stallbaute wäre von der Kantonsstrasse her gut sichtbar und die Anla-

gen um den Stall und die Erschliessung wären ebenfalls als Belastung zu 

werten.

Es sei ein Augenschein mit der ENHK im Rahmen der Gesamtmelioration 

B._____ erfolgt. Die ENHK habe sich nicht kritisch zum Standort geäussert. 

Ein entsprechendes Gutachten sei aber nicht aktenkundig. Dass sich die 

ENHK im Verfahren der Gesamtmelioration, die auch das BLN-Objekt tan-

giert habe, nicht kritisch geäussert habe, bedeute nicht, dass daraus im 

vorliegenden Verfahren Schlüsse gezogen werden dürfen.

Der Pferdestall sei nicht zonenkonform. Das ARE habe betreffend den vor-

gesehenen Schafstall und den damit verbundenen Pferdestall und die da-

durch stark vergrösserten baulichen Dimensionen das öffentliche Interesse 

daran nicht geprüft. Wegen dem Pferdestall werde das Gesamtprojekt 

überdimensioniert. Das ARE habe, wie die Gemeinde, die Interessenabwä-

gung lediglich auf einen Schafstall beschränkt. Dadurch würden die gesetz-

lichen Voraussetzungen der nach Art. 16a RPG i.v.m. Art. 34b RPV erfor-

derlichen umfassenden Prüfung der Zonenkonformität des geplanten 

Schaf- und Pferdestalles bundesrechtswidrig verletzt. Der Bau des mit dem 

Schafstall verbundenen Pferdestalls verletze Art. 16abis RPG i.v.m Art. 34 

RPV sowie Art. 8 BGBB. Das landwirtschaftliche Gewerbe gemäss diesen 

Bestimmungen müsse vorbestehend sein. Dies sei in Bezug auf die Pfer-

dehaltung nicht der Fall. Es liege das Projekt eines neuen Pferdestalls vor. 

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Erst der Pferdestall erfordere die übergrosse Dimensionierung des Baupro-

jekts. Würde es sich nur um einen Schafstall handeln, ergäbe nicht nur die 

Standortevaluation andere Resultate, sondern es wäre grundsätzlich das 

Gebot der Schonung einer geschützten Landschaft besser zu erfüllen ge-

wesen.

14. Am 17. Februar 2022 beantragte das ARE (Beschwerdegegner 1; Kanton) 

die Abweisung der Beschwerde.

Der Standort des Bauvorhabens sei in einer umfassenden Standortevalua-

tion sowie einer Gesamtinteressenabwägung festgelegt worden. So sei 

D._____ als einzig zumutbarer Standort für das Bauvorhaben erschienen.

Gemäss Art. 4 NHG seien Objekte von nationaler, regionaler bzw. lokaler 

Bedeutung zu unterscheiden. Das Bundesamt für Kultur (BAK) habe auch 

Objekte von regionaler Bedeutung erfasst. Diese seien durch das BAK 

nicht mehr aktualisiert worden, da der Schutz derselben in die Kompetenz 

der Kantone bzw. der Gemeinden falle. Art. 3 KNHG sehe vor, dass die 

Kantone und die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unter ande-

rem die wertvollen Ortsbilder zu schonen, und, wo das öffentliche Interesse 

an ihrer Erhaltung überwiege, soweit möglich zu erhalten hätten. Sie erfüll-

ten diese Aufgabe namentlich und unter anderem beim Erlass und der Ge-

nehmigung von Richt- und Nutzungsplanungen. Die Gemeinde B._____ 

habe die bei der Erstinventarisierung des Bundes aufgenommenen Objekte 

lokaler Bedeutung umgesetzt und ausgedehnte Hochbauverbote über die 

Gebiete I._____ und J._____ erlassen. Diese Hochbauverbote seien durch 

die Einordnung im Rahmen der Inventarisierung durch den Bund abge-

stützt und damit gewichtig. Die Missachtung derselben für die Realisierung 

eines neuen Stallprojektes würde der rechtskräftigen Grundordnung wider-

sprechen.

Die KNHK könne auch von betroffenen Gemeinden zur Stellungnahme zu 

wichtigen Fragen des Natur- und Heimatschutzes beigezogen werden. Das 

EKUD habe zusammen mit der KNHK ein Konzept für den Beizug dersel-

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ben erarbeitet. Darin werde festgehalten, dass es sich bei Art. 8 Abs. 2 

KNHG um eine 'Kann-Formulierung' handle, so dass die Departemente in 

ihrer Entscheidung betreffend Beizug grundsätzlich frei seien. Der Ent-

scheid über den Einbezug der KNHK für eine Stellungnahme zu landschaft-

lichen Eingriffen hange davon ab, wie erheblich ein geplanter Eingriff in ein 

Schutzobjekt zu beurteilen sei.

Das Stallprojekt befinde sich in der Landschaftsschutzzone und sei unter 

dem Objekt Nr. K._____ als Landschaft von regionaler Bedeutung ver-

zeichnet. Ein Einbezug der KNHK wäre somit möglich. Obligatorisch sei die 

Beurteilung durch die KNHK mangels gesetzlicher Grundlage aber nicht. 

Der Verzicht auf die Einholung derartiger Gutachten stehe somit im Ermes-

sen des ARE. Dieses habe sein Ermessen nicht verletzt, zumal bereits das 

ANU und die DPG als zuständige Fachbehörden weder zum Standort noch 

zur Gestaltung Einwände erhoben hätten. Die Interessen des Landschafts-

schutzes und des Ortsbildes seien deshalb durch die involvierten Behörden 

bereits ausreichend berücksichtigt worden, weswegen hier eine freiwillige 

Begutachtung durch die KNHK nicht erforderlich erscheine.

Art. 8 Abs. 2 KNHG sehe den Einbezug der KNHK im Zuge der Realisierung 

von Einzelobjekten (z.B. grosse Ställe) nicht explizit vor. Der Einbezug der 

KNHK sei gemäss Botschaft an den Grossen Rat (Heft Nr. 3/2010-2011, S. 

237) im Bereich von strategischen Aufgaben vorgesehen, bei welchen die 

Kommission von den Departementen fakultativ angehört werden könne. Im 

vorliegenden Fall fehle es an einer gesetzlichen Grundlage.

Gemäss Art. 16abis Abs. 1 RPG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 1 RPV wür-

den Bauten und Anlagen für Pferdehaltung bewilligt, wenn das Gewerbe 

über eine überwiegende betriebseigene Futtergrundlage und Weiden für 

die Pferdehaltung verfüge. Als landwirtschaftliches Gewerbe gelten diese 

gemäss BGBB. Das landwirtschaftliche Gewerbe müsse dabei vorbeste-

hend sein, es dürften demnach keine neuen landwirtschaftlichen Gewerbe 

zum Zweck der Pferdehaltung gegründet werden. Die Weiden müssten 

mindestens acht Aren (800 m²) pro Tier umfassen. Zonenkonform seien 

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Bauten und Anlagen für Pferdehaltung wie solche, die der Unterbringung, 

der Fütterung, dem Auslauf und der Pflege dienten und hierfür nötig seien. 

Weiter seien Bauten zonenkonform, die für die Nutzung der auf dem Be-

trieb gehaltenen Pferde (z.B. Plätze mit befestigtem Boden) nötig seien      

oder Einrichtungen, die mit der Nutzung der Pferde in unmittelbarem Zu-

sammenhang stünden, wie z.B. Umkleideräume, Sattelkammern, WC/Du-

sche etc.

Der Gesuchsteller erfülle mit 1.51 SAK die Grösse eines landwirtschaftli-

chen Gewerbes und verfüge über eine genügende betriebseigene Futter-

basis. In unmittelbarer Umgebung des Stallprojektes bewirtschafte 

C._____ 0.8 ha Eigenland und zudem weitere Pachtflächen. Er verfüge da-

mit über genügende Weiden, mehr als die erforderlichen 3'200 m². Er er-

fülle die Voraussetzungen zum Bauen von Pferdenutzungs- und -haltungs-

anlagen in der Landwirtschaftszone. Die vier Pferde seien gemäss Raum- 

und Funktionsprogramm in der Berechnung des Raumbedarfs berücksich-

tigt. Für die Pferdehaltung und -nutzung seien vier Pferdeboxen mit Auslauf 

und eine Dusche/WC sowie ein Aufenthaltsraum vorgesehen. Diese Bau-

ten seien der Pferdehaltung und -nutzung zuzuordnen und somit zonen-

konform.

Da C._____ in der Nähe seines Betriebszentrums über keine Wohnräume 

verfüge, dürfe er für eine zeitgemässe landwirtschaftliche Tätigkeit Du-

sche/WC sowie einen Umkleide- und Aufenthaltsraum errichten. Die ge-

planten Räumlichkeiten seien nicht überdimensioniert und könnten unab-

hängig von der Pferdehaltung erstellt werden. Damit umfasse das Baupro-

jekt lediglich vier Pferdeboxen à 18 m² und vier Pferdeausläufe à 24 m² 

sowie eine Sattelkammer, welche einzig der Pferdehaltung zuzuordnen 

seien. Im Innenraum des neu zu errichtenden Stallgebäudes entfielen des-

halb lediglich etwas mehr als 60 m² von etwas über 850 m² auf die Pferde-

haltung. Zudem dürfte es wegen des grossen benötigten Heulagers und 

Abladeraums nicht möglich sein, den gesamten Platz, welcher auf die Pfer-

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dehaltung entfalle, einsparen zu können. Insgesamt seien die baulichen Di-

mensionen nicht aufgrund der Pferdehaltung als stark vergrössert zu be-

zeichnen.

Landwirte seien oft darauf angewiesen, im untergeordneten Masse Pensi-

onspferde halten zu können. Deswegen seien mit der RPG 1-Revision die 

Bestimmungen über die Haltung und Nutzung von Pferden in der Landwirt-

schaftszone gelockert worden. Der Bauherr rechne in seinem Voranschlag 

der Erfolgsrechnung mit Einnahmen aus der Pensionspferdehaltung (drei 

Pferde) von CHF 21'600.-- jährlich, was etwas mehr als 13 % seines Be-

triebsertrages (Umsatzes) entspreche und damit beträchtlich ausfalle. Die 

Gesamtinteressenabwägung berücksichtige nicht nur den Schafstall, son-

dern das Gesamtprojekt unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile.

Die Wegleitung 2015, S. 7 des ARE (Bund) besage, dass Neugründungen 

von landwirtschaftlichen Gewerben zum Zweck der Pferdehaltung nicht ge-

stattet seien. Wer einen Betrieb der Pferdehaltung wolle, müsse also schon 

über bestehende Betriebsgebäude verfügen. Der Sinn und Zweck der Be-

stimmung liege darin, Neugründungen von landwirtschaftlichen Gewerben 

zu untersagen, deren Zweck in erster Linie in der Pferdehaltung bestehe. 

Bestehe aber bereits ein Gewerbe und stehe die Pferdehaltung nicht im 

Vordergrund, seien Gebäude für die Pferdehaltung und -nutzung zulässig, 

sofern die weiteren Voraussetzungen gemäss Art. 16abis RPG erfüllt seien. 

Hier bestehe das landwirtschaftliche Gewerbe von C._____ bereits, auch 

wenn es sich an anderem Ort befunden habe oder noch befinde. Die Schaf- 

und nicht die Pferdehaltung stehe im Vordergrund. C._____ könnte dem-

nach ein neues Betriebszentrum für die Schafhaltung in der Landwirt-

schaftszone bauen und sich sodann in einem zweiten Schritt auf Art. 16abis 

RPG für die Erweiterung der Gebäude für die Pferdehaltung berufen, zumal 

für die Beurteilung des Fortbestehens eines Gewerbes kein fixer Zeitpunkt 

vorgesehen sei. Was der Bauherr in zwei Schritten erreichen könne, müsse 

ihm auch in einer Gesamtlösung zugestanden werden.

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15. Am 21. Februar 2022 verzichtete die Gemeinde (Beschwerdegegnerin) auf 

eine Stellungnahme und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

16. In ihrer Replik vom 4. März 2022 hielt die Beschwerdeführerin an ihren An-

trägen in der Vernehmlassung fest. Sie machte geltend, es stünde klar die 

Schafhaltung und nicht die Pferdehaltung im Vordergrund. 

Es stimme nicht, dass man dem Bauherrn, was er in zwei Schritten errei-

chen könnte, in einer in die Zukunft gerichteten Gesamtbeurteilung seines 

Projekts ermöglichen solle. Das Überspringen sei gemäss Bundesgericht 

nicht möglich. Art. 16a RPG lasse das Überspringen der Bedienung des 

vorbestehenden landwirtschaftlichen Gewerbes gar nicht zu. Die Bestim-

mung sei deshalb so formuliert worden, weil die Haltung von Pensionspfer-

den für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung nicht zentral sei, sondern 

gegebenenfalls ein Zukunftseinkommen ermögliche. Hier hätte zuerst der 

Schafstall geplant werden müssen, der dann auch eine andere Standort-

eignung aufweisen würde. Dies hätte möglicherweise zu einem anderen 

Standort für den Schafstall geführt. Der Schafstall sei mit 87 % Umsatzan-

teil längstens existenzsichernd. Mit der Umgehung des Art. 16abis RPG 

könnte eine spätere Abtrennung des Schafbetriebs vom Pferdehaltungsbe-

trieb ermöglicht werden, da gerade in der Gemeinde der Beschwerdegeg-

nerin und Umgebung bereits einige lukrative Pferdegestüte existierten.

Auch bei einer Kann-Formulierung für den Beizug der KNHK sei angezeigt, 

dass in landschaftlichen Konfliktfällen innerhalb kantonaler Schutzzonen im 

Zweifelsfall diese Kommission anzurufen wäre.

17. Am 15. März 2022 verzichtete der Beschwerdegegner 1 auf eine Duplik.

18. Am 18. März 2022 schrieb die Beschwerdegegnerin noch, auf die Pferde-

haltung entfielen lediglich 60 m² Stallfläche, also knapp 7 % der gesamten 

Stallfläche. Ein reiner Schafstall wäre nur unwesentlich kleiner ausgefallen. 

Mit Blick auf die Auswirkungen des Stalls auf die Raumordnung und insbe-

sondere den Landschaftsschutz komme der Pferdehaltung höchstens eine 

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sehr untergeordnete Bedeutung zu. Somit sei die bessere wirtschaftliche 

Ausgangslage des bäuerlichen Betriebes stärker zu gewichten als die in 

der Landschaft kaum wahrnehmbare Vergrösserung des Stallgebäudes.

Der Standortvergleich zeige, dass auch bei einem geringfügig verkleinerten 

Bauvolumen kein anderer Standort besser geeignet gewesen wäre. Auch 

bei einem reinen Schafstall wäre der gleiche Standort gewählt worden. Ein 

Element bei der Standortwahl sei unter anderem die Verfügbarkeit von Ei-

gen- und Pachtland im Rahmen der derzeit laufenden Gesamtmelioratio-

nen in der Gemeinde. Auch dieser Aspekt werde durch die konkrete Stall-

nutzung nicht beeinflusst.

Es gebe keine Pflicht zum Beizug der KNHK im vorliegenden Verfahren. 

(Verweis auf VGU R 18 63 vom 7. Mai 2019, Ziff. 7 und VGU R 12 22 vom 

10. Juli 2012, Ziff. 9). Der Beizug sei danach freiwillig und erfolge nament-

lich beim Erlass der Nutzungsplanung und nicht im Baubewilligungsverfah-

ren.

Der Beizug der ENHK könne ausnahmsweise auch bei Schutzobjekten von 

regionaler Bedeutung erforderlich sein. Eine solche Pflicht bestehe gemäss 

Bundesgericht dann, wenn die kantonale Fachbehörde ein Projekt ablehne 

und deren Stellungnahme im Rahmen der umfassenden Interessenabwä-

gung nicht gefolgt werde (BGE 136 II 214, 222 E.4.2 und 4.3). Selbst, wenn 

man diese Rechtsprechung auf den Beizug der KNHK ausdehnen würde, 

käme man nicht zu einem anderen Ergebnis, weil hier die Voraussetzung 

dafür nicht erfüllt sei. Sämtliche kantonalen Fachstellen hätten sich im Rah-

men der Mitwirkung für die Erteilung der Baubewilligung unter den entspre-

chenden Auflagen ausgesprochen. Die kantonale Bewilligungsbehörde 

habe alle beantragten Auflagen in die Bewilligung aufgenommen, weswe-

gen ein Beizug der ENHK und der KNHK nicht nötig sei.

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien sowie insbeson-

dere die Ausführungen und Beweismittel im angefochtenen Entscheid wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen näher eingegangen. 

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Entscheide von Gemeinden [..], soweit diese nicht bei einer anderen In-

stanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder eidgenös-

sischem Recht endgültig sind. Laut Art. 49 Abs. 1 lit. b VRG beurteilt das 

Verwaltungsgericht auch Beschwerden gegen Entscheide von Dienststel-

len der kantonalen Verwaltung […], soweit das kantonale Recht den direk-

ten Weiterzug vorsieht. Die angefochtene Baubewilligung (Nr. L._____) 

der Gemeinde (Beschwerdegegnerin) vom 25. November 2021, zugestellt 

an die A._____ (Beschwerdeführerin) am 26. November 2021, sowie die 

BAB-Bewilligung mit Einspracheentscheid vom 22./25. Oktober 2021 des 

Kantons Graubünden (ARE; Beschwerdegegner 1) zugunsten des Bau-

herrn (Beschwerdegegner 2) sind beides solche Entscheide, welche nicht 

bei einer anderen Instanz angefochten werden oder nach kantonalem/eid-

genössischem Recht endgültig sind (lit. a) bzw. wofür das kantonale Recht 

direkt den Weiterzug ans Verwaltungsgericht (lit. b) vorsieht. Folglich stel-

len sie zwei taugliche Anfechtungsobjekte für ein Verfahren vor dem Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die Beschwerdeführerin - 

als seit Jahrzehnten schweizweit tätige Natur- und Heimatschutzorganisa-

tion und aufgrund des Verbandsbeschwerderechts - ist vorliegend zur An-

fechtung des betreffenden, raumwirksamen Bauprojekts (Neubau Schaf- 

und Pferdestall mit Remise in Landwirtschaftszone/Landschaftsschutz-

zone; vgl. Akten Beschwerdegegner 1 [Bg1-act.] 1 [Betriebskonzept], Bg1-

act. 2 [BAB-Baugesuchformular für landwirtschaftliche Ökonomiebauten], 

Bg1-act. 3 [Standortblatt D._____], Bg1-act. 4 [Situationsplan, 22. Oktober 

2021 bewilligt, zonenkonform mit Auflagen]; Bg1-act. 5 [Originalplan Bau-

eingabe, Grundrisse, Schnitte, Fassaden], Bg1-act. 6 [Raum- und Funkti-

onsprogramm für landwirtschaftliche Hochbaute]) befugt und – allseits un-

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bestritten – zur Beschwerdeerhebung vor dem hiesigen Verwaltungsge-

richt gestützt auf Art. 50 VRG und Art. 12 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes 

über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) legitimiert. Auf die über-

dies form- und fristgerecht (Art. 38 Abs. 1 i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VRG) ein-

gereichte Beschwerde vom 24. Dezember 2021 ist einzutreten. 

2. Auf die Durchführung eines Augenscheins vor Ort kann hier nach Auffas-

sung des Gerichts verzichtet werden. Einerseits ergibt sich der rechtlich 

relevante Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten und es ist 

daher nicht ersichtlich, inwiefern die Abnahme weiterer Beweise zusätzli-

che entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnte. Andererseits gilt es 

vorliegend ausschliesslich Rechtsfragen zu beantworten, die sich anhand 

der bereits erwähnten Planunterlagen (Bg1-act. 1-6), des eidgenössischen 

und kantonalen Raumplanungsrechts (RPG [SR 700]; KRG [BR 801.100]) 

samt zugehöriger Verordnungen (RPV [SR 700.1]; KRVO [BR 801.110]), 

des NHG des Bundes sowie des Kantons (KNHG [BR 496.100]), des kom-

munalen Baugesetzes (BauG 1999/2000; Regierung genehmigt 2001) und 

der Rechtsprechung des Bundesgerichts betreffs BAB-Verfahren für neue 

landwirtschaftliche Hochbauten in Landschaftsschutzzonen beurteilen las-

sen. Dies gilt hier umso mehr, als überhaupt kein Antrag auf Durchführung 

eines Augenscheins gestellt wurde und ein solcher zur Sachverhaltsermitt-

lung nicht nötig erscheint, weshalb das Gericht in antizipierter Beweiswür-

digung davon absieht (BGE 141 I 60 E.3.3, 134 I 140 E.5.3, 131 I 153 E.3; 

Urteil des Bundesgerichts 1C_646/2018 vom 13. Juni 2019 E.1.4).

3.1. Nach Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG sind Bauten und Anlagen zonenkonform, 

die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden 

Gartenbau nötig sind. Laut Abs. 3 sind Bauten und Anlagen, die der inneren 

Aufstockung eines landwirtschaftlichen [...] Betriebs dienen, zonenkonform. 

Zur Haltung und Nutzung von Pferden bestimmt Art. 16abis RPG folgendes: 
1Bauten und Anlagen, die zur Haltung von Pferden nötig sind, werden auf 

einem bestehenden landwirtschaftlichen Gewerbe im Sinne des Bundes-

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gesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) als zo-

nenkonform bewilligt, wenn dieses Gewerbe über eine überwiegend be-

triebseigene Futtergrundlage und Weiden für die Pferdehaltung verfügt. 
2Für die Nutzung der auf dem Betrieb gehaltenen Pferde können Plätze mit 

befestigtem Boden bewilligt werden. 3Mit der Nutzung der Pferde unmittel-

bar zusammenhängende Einrichtungen wie Sattelkammer oder Umklei-

deräume werden bewilligt. In Art. 34 Abs. 1 RPV wird die allgemeine Zo-

nenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschafszone (laut 

Art. 16a Abs. 1-3 RPG) wie folgt erläutert und präzisiert: In der Landwirt-

schaftszone sind Bauten und Anlagen zonenkonform, wenn sie der bode-

nabhängigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufstockung dienen […]. 

Gemäss Art. 34 Abs. 4 RPV darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn:

a) die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig

                   ist;

b) der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden

                   Interessen entgegenstehen; und 

c) der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann. 

3.2. Nebst den raumplanerischen Vorgaben gilt es vorliegend auch noch auf die 

Vorschriften des Natur- und Heimatschutzes hinzuweisen. Nach Art. 3 NHG 

sorgen der Bund, seine Anstalten und Betriebe sowie die Kantone bei der 

Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts- 

und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler ge-

schont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, un-

geschmälert erhalten bleiben (Abs. 1). Sie erfüllen diese Pflicht, indem sie 

eigene Bauten und Anlagen entsprechend gestalten und unterhalten oder 

gänzlich auf ihre Errichtung verzichten (Abs. 2 lit. a); Konzessionen und 

Bewilligungen nur unter Bedingungen und Auflagen erteilen oder aber ver-

weigern (Abs. 2 lit. b); oder Beiträge nur bedingt gewähren oder ablehnen 

(Abs. 2 lit. c). Eine beinahe identische Bestimmung enthält Art. 3 KNHG, 

wonach der Kanton und die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben 

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dafür sorgen, dass schutzwürdige Landschaften […] geschont und wo das 

öffentliche Interesse an ihrer Erhaltung überwiegt, soweit als möglich er-

halten werden. Bei diesen Massnahmen ist schutzwürdigen land- und forst-

wirtschaftlichen Interessen Rechnung zu tragen (Abs. 1). Sie erfüllen diese 

Aufgabe namentlich, (lit. c) bei der Erteilung von […] Bewilligungen für Bau-

ten und Anlagen. Gemäss Art. 8 Abs. 2 KNHG kann die Natur- und Heimat-

schutzkommission von Departementen oder von den betroffenen Gemein-

den zur Stellungnahme beigezogen werden, so z.B. bei wichtigen Fragen 

des Natur- und Heimatschutzes (lit. a); mit weiteren Beispielen (lit. b-f). Auf 

kommunaler Ebene wird in Art. 55 BauG die Landwirtschaftszone definiert. 

Die Landwirtschaftszone umfasst Land, das sich für die landwirtschaftliche 

Nutzung […] eignet und für diese Nutzung zu erhalten ist (Abs. 1). Bauten 

und Anlagen werden nur bewilligt, soweit sie für die landwirtschaftliche Nut-

zung des Bodens erforderlich sind […] sowie der Sicherung existenzfähiger 

Landwirtschaftsbetriebe dienen (Abs. 2). Bauten in der Landwirtschafts-

zone haben sich gut in die Landschaft einzufügen. Die Baubehörde trifft die 

notwendigen Anordnungen bezüglich Stellung, Grösse, Lage und Ausge-

staltung der Bauten (Abs. 3). In Art. 64 BauG wird sodann die Landschafts-

schutzzone geregelt. Sie umfasst Natur- und Kulturlandschaften von be-

sonderer Schönheit und Eigenart (Abs. 1). Die Erstellung von Bauten und 

Anlagen […] und andere baulichen Vorkehren, die dem Schutzzweck ent-

gegenstehen, sind nicht gestattet. Vorbehalten sind Bauten und Anlagen, 

soweit sie für die land- oder forstwirtschaftliche Nutzung des betreffenden 

Gebiets nötig sind und ein Standort ausserhalb der Landschaftsschutzzone 

nicht zumutbar ist (Abs. 2 Satz 1; vgl. ebenfalls Art. 34 Abs. 2 Satz 1 KRG).     

3.3. Im Lichte dieser gesetzlichen Vorschriften gilt es auch hier zu entscheiden, 

ob der geplante Neubau mit Schafstall (für 172 Mutterschafe) und vier Pfer-

deboxen inkl. Remise (Geräteschuppen/Garage/Heulager) in der Landwirt-

schaftszone, überlagert von einer Landschaftsschutzone, zonenkonform ist 

und auch nicht den Landschaftsschutzvorschriften zuwiderläuft. Von Seiten 

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der Beschwerdeführerin sind dabei namentlich der Standort, die Dimensio-

nen (Ausmasse und Höhe des Neubaus), die Erschliessung sowie die Ein-

fügung ins gewachsene Orts- und Landschaftsbild bemängelt worden und 

deshalb nachfolgend vom Gericht auf ihre Rechtmässigkeit zu überprüfen.

4.1. Der geplante Neubau 'Schaf- und Pferdestall' samt 'Annexbauten' (Remise- 

und Garage) auf den Parzellen M._____ sowie auf Teilen der Parzelle 

N._____ (inkl. Mistlager im Westen/Auslauf Schafe südlich) befindet sich in 

der Landwirtschaftszone und ist daher zweifelsfrei zonenkonform im Sinne 

von Art. 16a RPG und Art. 34 RPV. Die Beschwerdeführerin stellt hier aber 

in Frage, ob die Schutzziele der Landschaftsschutzzone nach Art. 3 

NHG/Art. 3 KNHG genügend beachtet worden seien, zumal kein Gutachten 

oder Fachbericht bei den dafür zuständigen Behörden (KNHK/ENHK) ein-

geholt worden sei (vgl. Antrag unter Ziff. 2 in der Beschwerdeschrift). 

4.2. Nach Auffassung des Gerichts war vorliegend aber weder der Beizug der 

Kantonalen Natur- und Heimatschutzkommission (KNHK) noch der Eid-

genössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) notwendig, 

weil dazu gar keine Pflicht besteht. Art. 8 Abs. 2 KNHG ist eine reine 'Kann-

Vorschrift', die es in das pflichtgemässe Ermessen der Behörden (hier ARE 

mit Gemeinde) stellt, ob diese eine entsprechende Stellungnahme als sinn-

voll und notwendig erachten. Dasselbe gilt auf Bundesebene, soweit es 

sich um ein Inventar des Bundes und somit um eine Bundesaufgabe han-

delt (vgl. Art. 8 und Art. 9 ENHG). Im konkreten Fall ist diesbezüglich er-

stellt, dass bereits alle erforderlichen kantonalen Fachstellen (vgl. Aufzäh-

lung im Sachverhalt Ziff. 2: ARE [Bg1-act. 5], 2x ANU [Bg1-act. 13 und 19], 

kantonale Denkmalpflege [Bg1-act. 14], AWN [Bg1-act. 15], AJF [Bg1-act. 

16] und ALG [BG1-act. 17]) das geplante Neubauprojekt sorgfältig geprüft 

und mit Auflagen letztlich übereinstimmend als bewilligungsfähig eingestuft 

haben. Sämtliche beantragten Auflagen dieser Fachstellen sind in die Bau-

bewilligung (Nr. L._____) vom 25. November 2021 wie auch die BAB-Be-

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willigung (Nr. O._____) vom 22./25. Oktober 2021 aufgenommen worden, 

weshalb auf zusätzliche Stellungnahmen durch weitere Amtsstellen 

(KNHK/ENHK) seitens der Beschwerdegegner verzichtet werden durfte. 

4.3. Im Weiteren trifft es zwar zu, dass das Landschaftsschutzobjekt F._____ 

von regionaler Bedeutung direkt an das BLN G._____ von nationaler Be-

deutung angrenzt. Das Bauvorhaben auf den Parzellen M._____, N._____ 

usw. liegt aber nicht unmittelbar in der Nähe des BLN G._____, sondern in 

einer Entfernung von über einem Kilometer (1.1 km) Luftdistanz. Ein direk-

ter Sichtkontakt zur P._____ besteht denn auch aufgrund der Bewaldung, 

der diversen Geländekammern und der Topografie keiner. Innert des 

grossflächig ausgeschiedenen Landschaftsschutzobjekts Q._____ befin-

den sich die erwähnten Bauparzellen am äussersten Rand des regionalen 

Schutzgebiets Q._____ ganz im Nordosten entlang der Erschliessungs-

strasse ins Gebiet D._____. Weiter östlich davon liegt die Fraktion 

R._____, welche im Dorfkern und in der näheren Umgebung bereits zonen-

konform mit zahlreichen Wohnhäusern und Infrastrukturanlagen bebaut ist. 

Allein die Tatsache, dass das Objekt Q._____ direkt an das BLN G._____ 

anstösst, ist dagegen nicht von Bedeutung, da es umgekehrt auch keine 

Beachtung findet, wenn ein Bauvorhaben noch innerhalb, jedoch am Rand 

eines BLN liegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_86/2020 vom 22. April 

2021 E.4.3). 

5.1. Die Beschwerdeführerin macht weiter zur Hauptsache geltend, der Stall sei 

überdimensioniert. Sie gibt dazu aber an, dies sei nur deshalb so, weil nicht 

ein reiner Schafstall gebaut werde, sondern zusätzlich vier Pferdeboxen. 

5.2. Nach Ansicht des Gerichts ist diese Sachdarstellung nicht nachvollziehbar. 

Es sind vier Pferdeboxen à 12 m2 mit Auslauf geplant, welche zusammen 

mit der dazugehörigen Sattelkammer von 15.6 m2 Stallfläche lediglich ca. 

63.6 m2 Stallfläche bei total ca. 850 m2 Stallfläche, also ca. 7.5 % der ge-

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samten Stallfläche ausmacht (vgl. dazu im Detail Bg1-act. 5 [Originalplan]). 

Den eingereichten Plänen (vgl. auch Bg1-act. 4 [Grundriss/Situationsplan]) 

ist zu entnehmen, dass der grösste Teil des Stalles auf den Schafstall, das 

Heulager, die Garage, die Remise sowie den Abladeraum und das Mistla-

ger entfällt. Die Auslauffläche (mit befestigtem Boden) für die Pferde ist mit 

24 m2 ebenfalls eher bescheiden und es macht räumlich auch keinen be-

achtlichen Unterschied, ob die Stallfläche mit oder ohne 4 Pferde gerechnet 

wird. Von einer Überdimensionierung der geplanten Schafstallbaute für 172 

Muttertiere wegen der zusätzlich integrierten Pferdeboxen kann daher bei 

objektiver Betrachtungsweise der Grössenordnungen nicht die Rede sein. 

Hinzu kommt, dass der Dachfirst mit einer Höhe von 8.15 m angegeben ist. 

Die Dimensionen (Ausmasse/Höhe) der Stallbaute sind daher vertretbar. 

Dasselbe gilt bezüglich ihres äusseren Erscheinungsbildes (Materialwahl), 

was eine gute Einfügung ins bestehende Orts-/Landschaftsbild sicherstellt.   

5.3. Eine Verletzung von Art. 3 KNHG ist ebenfalls zu verneinen, weil ein ande-

rer, besser geeigneter Standort für einen solchen Stallneubau ausserhalb 

der Bauzone in der zonenkonformen Landwirtschaftszone anderswo nicht 

gefunden werden konnte. Somit wurde das Schonungsgebot eingehalten.

5.4. Das landwirtschaftliche Gewerbe des Beschwerdegegners 2 ist im konkre-

ten Fall – wenn auch an einem ganz anderen Ort in der Gemeinde – bereits 

vorbestehend, womit das von der Beschwerdeführerin in ihrer Replik (Ziff. 

1 Seite 2) beanstandete "Überspringen" der Vorbedingung eines bestehen-

den landwirtschaftlichen Betriebs hier gar nicht zur Anwendung kommt. 

5.5. Die Planung des Stalls wurde sorgfältig und seriös durchgeführt. Es wurde 

ein Vergleich mit anderen möglichen Standorten durchgeführt (Bg1-act. 21 

[Standortevaluation]) und ein Betriebskonzept für landwirtschaftliche Hoch-

bauten (Bg1-act. 1), ein Raum- und Funktionsprogramm (Bg1-act. 6), eine 

Berechnung der Düngerbilanz (Bg1-act. 7), eine Berechnung der Min-

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destabstände gemäss FAT-Richtlinien 476/95 (Bg1-act. 8) und ein Voran-

schlag der Erfolgsrechnung (Bg1-act. 11) erstellt. Auch wurde eine Stel-

lungnahme der Meliorationskommission (Bg1-act. 12) zum Standort des 

Stallneubaus eingeholt. Zudem konnte der Beschwerdegegner 2 mit dem 

Nachbarn der Baugrundstücke eine Vereinbarung über die Platzierung des 

eigenen Landes in der laufenden Melioration treffen (Bg1-act. 9). Sämtliche 

Ämter haben, zum Teil mit Auflagen, dem Bauprojekt zugestimmt respek-

tive es für gesetzeskonform erachtet, letztlich – nach einer Projektänderung 

(Umgebung und Entwässerung) – auch das ANU, welches zunächst skep-

tisch gewesen war (vgl. Bg1-act. 19 und 22). Schon damals wies das ANU 

darauf hin, dass der jetzt ausgewählte Standort bereits als potentieller Be-

triebsstandort in der Gesamtmelioration aufgeführt sei und die Erschlies-

sung dafür über die nördliche Zufahrtsstrasse (Güterweg Nr. 18) erfolgen 

könnte.

6.1. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Einwände der Beschwerdeführerin 

nicht stichhaltig genug sind, um die angefochtene Baubewilligung der Be-

schwerdegegnerin wie auch die ihr zugrundeliegende BAB-Bewilligung des 

Beschwerdegegners 1 als rechts- oder gar gesetzeswidrig zu qualifizieren. 

Die Beschwerde ist deshalb im Ergebnis klarerweise abzuweisen.

6.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

Das Gericht erachtet eine Staatsgebühr von CHF 3'000.-- für angemessen.

6.3. Aussergerichtlich steht der Beschwerdegegnerin wie auch dem Beschwer-

degegner 1 gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG keine Parteientschädigung zu, die 

sie lediglich im Rahmen ihres amtlichen Wirkungskreises obsiegt haben.

6.4. Weil sich der Beschwerdegegner 2 nicht am Verfahren vor Verwaltungsge-

richt beteiligt hat, erhält er keine Parteientschädigung (Art. 78 Abs. 1 VRG).    

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 524.--

zusammen CHF 3'524.--

gehen zulasten der A._____.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]