# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 299b2084-e9fa-50d6-b66a-94a5ad6a089b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 18.09.2017 SB170334
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB170334_2017-09-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB170334-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, Oberrichterin lic. iur.  

L. Chitvanni und Oberrichter lic. iur. B. Gut sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. A. Boller 

Beschluss vom 18. September 2017 

 
in Sachen 

 
A._____,  

Privatklägerin und Berufungsklägerin 

 
sowie 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

Anklägerin 

 
gegen 

 
B._____,  

Beschuldigte und Berufungsbeklagte 

betreffend 

mehrfache Drohung etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung -  

Einzelgericht, vom 27. April 2017 (GG170035) 

- 2 - 

 

Erwägungen: 

1. Am 10. Mai 2017 hat die Privatklägerin A._____ innert gesetzlicher Frist ge-

gen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 

27. April 2017 Berufung angemeldet (Urk. 33/3, Urk. 34). Das begründete Urteil 

wurde ihr am 21. August 2017 zugestellt (Urk. 40/4).  

2. Gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO ist die Berufung beim erstinstanzlichen Ge-

richt innert 10 Tagen mündlich oder schriftlich anzumelden. Die Berufungsklägerin 

hat dann innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schrift-

liche Berufungserklärung einzureichen (Art. 399 Abs. 3 StPO). Das Einreichen ei-

ner Berufungserklärung ist zwingend und folglich keine blosse Ordnungsvor-

schrift. Dies ergibt sich aus Art. 403 Abs. 1 lit. a StPO, wonach auf die Berufung 

nur eingetreten wird, wenn eine Berufungserklärung rechtzeitig erfolgt ist (HUG, in: 

Donatsch/Hansjakob/Lieber (Hrsg.), Kommentar zur Schweizerischen Straf-

prozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2014, Art. 399 N 10; BSK StPO-EUGSTER, 

2. Aufl. 2014, Art. 399 N 2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6B_458/2013 vom 

4. November 2013 E. 1.3.2. m.H.).  

3. Die Privatklägerin liess zwar rechtzeitig Berufung anmelden, reichte aber in 

der Folge keine Berufungserklärung ein (Fristende: 11. September 2017). Nach-

dem bei offensichtlicher Unzulässigkeit des Rechtsmittels praxisgemäss auf die 

Einholung von Stellungnahmen der Parteien im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO 

verzichtet werden kann (vgl. ZR 110/2011 Nr. 69), ist auf die Berufung der Privat-

klägerin gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht einzutreten. 

4. Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 600.– festzusetzen. Im Rechtsmittelverfahren 

tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterlie-

gens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel der Privatklägerin kommt einem 

Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten des Berufungsverfahrens 

sind folglich der Privatklägerin aufzuerlegen.  

 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung der Privatklägerin A._____ vom 10. Mai 2017 wird nicht 

eingetreten.  

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Privatklägerin auferlegt.  

4. Schriftliche Mitteilung an 

− die Beschuldigte  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

− die Privatklägerin 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz.  

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

 
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 
Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 

Zürich, 18. September 2017 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Boller 
 

 

	Beschluss vom 18. September 2017
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung der Privatklägerin A._____ vom 10. Mai 2017 wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Privatklägerin auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 die Beschuldigte
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Privatklägerin

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.