# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7477fdb7-1924-5c26-9496-3dc0622cc7a9
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-12
**Language:** de
**Title:** Kurzurteil, übereinstimmende Parteianträge
**Docket/Reference:** IV.2014.00571
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00571.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00571
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiberin Gasser Küffer
Urteil
vom
12. September 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
Dufourstrasse
140, 8008 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Nachdem
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle,
X.___
mit
Verfügung
vom
2
4.
April 2014
ab
1.
Oktober 2013 eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zugesprochen hatte
(
Urk.
2
),
nach Einsicht in die Beschwerde vom
2
6.
Mai 2014
, mit welcher
die Beschwerde
führerin
die Zusprechung mindestens einer halben Invalidenrente
beantragen liess
(
Urk.
1
),
nach weiterer Einsicht
in die Beschwerdeantwort
der Beschwerdegegnerin
vom
1.
Juli 2014 mit dem Antrag auf teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne der
Zusprache
einer halben Invalidenrente
ab
1.
Oktober 2013
(
Urk.
6
),
sowie in die Stellungnahme der Beschwerdeführerin hierzu vom 1
1.
Juli 2014, in welcher sie sich dem Antrag der Beschwerdegegnerin auf Zusprechung einer halben Invali
denrente ab
1.
Oktober 2013 anschloss und auf den Antrag auf
Zusprechung
eine
r
allenfalls höhere
n
Invalidenrente verzichtet
e
(
Urk.
10),
unter Hinweis auf die im angefochtenen Entscheid richtig wiedergegebenen gesetzli
chen Bestimmungen
zu
Anspruch, Umfang und Beginn des Rentenanspruchs (
Art.
28 und 29
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) sowie zur Bemessung der Invalidität (
Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG),
in Erwägung,
dass d
ie
Beschwerdegegnerin
dem angefochtenen Entscheid die Annahme zugrund
e gelegt hatte
, die
Beschwerdeführerin könne ihrer
frühere
n
Tätigkeit
als Leiterin de
r Abteilu
ng Röntgen/Laser/Licht
aufgrund ihrer gesundheitlichen Ein
schränkungen
nicht mehr
nach
gehen
,
jedoch sei ihr d
as
zuletzt
im Rahmen einer
aufgrund einer
Anschlusslösung im
Y.___
ausgeübten 50%ige
n
Tätigkeit
erzielte Einkommen
weiterhin zuzurechnen
, was
nach Durch
führung des Einkommensvergleichs
zu einem Invaliditätsgrad von 44
%
und damit zu eine
m
Anspruch auf eine
Viertelsrente
führe
(
Urk.
2),
dass
die Beschwerdegegnerin, nach
dem
die Beschwerdeführerin
beschwerdeweise
hauptsächlich das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalideneinkommen
hatte
bestreiten lassen (
Urk.
1 S. 4 f.)
,
der Argumentation der Gegenpartei im Rahmen der Vernehmlassung dahingehend folgte, als sie zugestand, dass das
trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbare Einkommen
nicht gestützt auf das von der
Beschwerdeführerin im Rahmen d
er befristeten halbjährigen Anschlusslösung im
Y.___
bis 3
1.
März 2014 erzielte Einkommen (vgl. dazu
Urk.
7/57/
6) festzu
legen
sei, da es sich bei dieser Anstellung
nicht um ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis (BGE 129 V 472 E.
4.2.1, 126 V 75 E.
3b/
aa
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21.
August 2006 E. 4.2)
gehandelt
habe
,
dass
sie
das
Invalideneinkommen
nunmehr
ausgehend
von
der
Beurteilung
von
Dr.
med.
Z.___
,
Facharzt
für
Allgemeine
Medizin
FMH,
vom
3
1.
Mai 2013 (
vgl
.
Urk
.
7/20/12),
gemäss
welche
r
eine
50%ige
Arbeitsfähigkeit
in der
ange
stammten
Tätigkeit
,
wenn
auch
ohne
Tätigkeit
an
den
Patient
en
,
gegeben
ist
,
im
Rahmen
eines
Prozentvergleichs
mit
50
%
und
das
ohne
Invali
di
tät
erzielbare
hypothetische
Einkommen
(
Valideneinkommen
)
mit
100
%
bewertete
(
Urk
.
6)
,
dass sich die Beschwerdeführerin im Rahmen der Replik diesem Vorgehen mit dem Antrag auf Zusprechung einer halben Invalidenrente im Ergebnis anschloss
(
Urk.
10),
dass
somit nunmehr übereinstimmende Parteianträge vor
liegen
, welche
letztlich
mit der Akten- und Re
chtslage in Einklang stehen,
dass nach dem Gesagten die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid dahingehend abzuändern ist, dass die Beschwerdeführerin ab
1.
Oktober 2013 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat,
dass das Verfahren kostenpflichtig ist, da
es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
dass die Gerichtskosten nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens  der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,
dass
die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, welche nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das
Sozialversi
cherungsgericht
(
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu
tung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen ist,
dass sich in Anwendung dieser Grundsätze die Zusprechung einer
Pr
ozessentschädi
gung
von
Fr.
2‘500
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) rechtfertigt,
erkennt das Gericht:
1.
In Gutheissung der Beschwerde wird
die Verfügung
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
2
4.
April 2014
dahingehend abgeändert, als
fest
gestellt
wird
, dass die Beschwerdeführerin
ab
1.
Oktober 2013
Anspruch auf
eine halbe Invalidenrente hat
.
2
.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozessent
schä
digung
von
Fr.
2
‘
500
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigGasser Küffer