# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53e67a0a-9720-5423-9c92-e451d22b9269
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 09.02.2012 UR100238
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UR100238_2012-02-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UR100238-O/U/gk 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, Dr. P. Martin und Er-

satzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. A. Gürber 

 

Beschluss vom 9. Februar 2012 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Rekurrentin 

 

vertreten durch Fürsprecher X._____  

 

gegen 

 

1. Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
2. B._____,  
Rekursgegner 

 

betreffend Einstellung der Untersuchung 
 
Rekurs gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 
11. November 2010, A-SUB2/2009/2682 
 
 

- 2 - 

 
Erwägungen: 

I. 

1. Am 31. Juli 2009 erstattete Fürsprecher X._____ namens und im Auftrag der 

A._____ AG (nachfolgend: Rekurrentin) gegen B._____ (nachfolgend: Rekurs-

gegner 2) bei der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (nachfolgend: Staatsanwalt-

schaft) Anzeige und stellte Strafantrag wegen Diebstahl etc. (Urk. 7/1). Nachdem 

die Staatsanwaltschaft gegen den Rekursgegner 2 eine Untersuchung eröffnet, 

mehrere Einvernahmen und eine Hausdurchsuchung durchgeführt sowie ein Gut-

achten über die Auswertung der anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestell-

ten Gerätschaften eingeholt hatte, stellte sie mit Verfügung vom 11. November 

2010 die Strafuntersuchung betreffend Diebstahl etc. gegen den Rekursgegner 2 

ein (Urk. 3/1). Gegen diese Verfügung liess die Rekurrentin mit Eingabe vom 14. 

Dezember 2010 (Datum Poststempel) fristgerecht Rekurs erheben und Folgendes 

beantragen (Urk. 2 S. 2):  

"1. Die Einstellungsverfügung vom 11. November 2010 sei aufzuhe-
ben. 

2. Es sei ein Strafverfahren gegen den Angeschuldigten durchzufüh-
ren und er sei angemessen zu bestrafen. 

3. Der Angeschuldigte sei zu verurteilen, der Geschädigten einen 
Betrag von CHF 16'090 zuzüglich Zins seit wann rechtens zu be-
zahlen. 

4. Die im Rahmen der Untersuchung sichergestellte Ware sei der 
Geschädigten als rechtmässiger Eigentümerin herauszugeben." 

 

2. Mit Präsidialverfügung vom 3. März 2011 wurde der Staatsanwaltschaft so-

wie dem Rekursgegner 2 Frist zur freigestellten Stellungnahme angesetzt 

(Urk. 8). Die Staatsanwaltschaft verzichtete am 15. März 2011 auf Stellungnahme 

(Urk. 10). Der Rekursgegner 2 reichte mit Eingabe vom 31. März 2011 (Datum 

Poststempel: 4. April 2011) fristgerecht eine Stellungnahme zu den Akten mit dem 

sinngemässen Antrag auf Abweisung des Rekurses (Urk. 11). Diese Stellung-

nahme wurde in der Folge der Rekurrentin zur Kenntnis gebracht (Urk. 14).  

- 3 - 

3. Seit dem 1. Januar 2011 gilt in der Schweiz eine neue, eidgenössische 

Strafprozessordnung (StPO), welche die bis anhin gültigen kantonalen Strafpro-

zessordnungen ablöst. Bei Verfahren, die - wie das vorliegende - in erster Instanz 

noch vor dem 31. Dezember 2010 erledigt wurden, bleibt allerdings das bisherige 

Prozessrecht und damit die Strafprozessordnung des Kantons Zürich (StPO/ZH) 

und das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG/ZH) weiterhin anwendbar (Art. 453 

Abs. 1 StPO). 

4. Aufgrund einer internen Umteilung erfolgt der heutige Beschluss nicht in der 

mit Präsidialverfügung vom 3. März 2011 (Urk. 8) mitgeteilten Besetzung. 

II. 

1. Die Rekurrentin macht eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes und 

der Begründungspflicht geltend. Sie führt aus, es habe bereits ein halbes Jahr 

gedauert, bis der Fall überhaupt habe zugeteilt werden können. Angesichts der 

Notlage der Rekurrentin, die in einer ersten Phase überhaupt nicht auf die benö-

tigten Programme habe zugreifen können und sich schliesslich nur notfallmässig 

durch den Beizug dritter Spezialisten habe behelfen können, sei dieser Umstand 

als rechtsverzögernd zu qualifizieren (Urk. 2 S. 3). Zudem entstehe der Eindruck, 

die Untersuchungsbehörden hätten den in Auftrag gegebenen Sachverständigen-

bericht nicht gelesen oder verstanden und dementsprechend auch im Rahmen 

der Einstellungsverfügung nicht berücksichtigt. Dadurch werde die Begründungs-

pflicht verletzt, und die angefochtene Verfügung sei auch aus diesem Grund auf-

zuheben (Urk. 2 S. 7) 

1.1. Die Rekurrentin rügt einzig die lange Dauer bis zur Zuteilung des vorliegen-

den Verfahrens, die Dauer des eigentlichen Ermittlungsverfahrens beanstandet 

sie zu Recht nicht. Zwischen der Strafanzeige vom 31. Juli 2009 und dem Beginn 

der polizeilichen Ermittlungen Mitte Januar 2010 verging knapp ein halbes Jahr. 

Diese Zeitspanne dauerte zwar tatsächlich verhältnismässig lange, es ist darin je-

doch noch keine Verletzung des Beschleunigungsgebotes zu erblicken. Hinzu 

kommt, dass das vorliegende Verfahren nicht als besonders dringlich zu bezeich-

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nen ist. Es handelt sich nicht um einen Haftfall. Das Vorbringen der Rekurrentin, 

sie habe sich in einer Notlage befunden, vermag keine besondere Dringlichkeit zu 

begründen. Aus der Strafanzeige vom 31. Juli 2009 geht hervor, dass in diesem 

Zeitpunkt das IT-System der Rekurrentin bereits durch einen externen IT-

Spezialisten wiederhergestellt worden war (Urk. 7/1 S. 7). Die Rekurrentin befand 

sich somit bereits im Zeitpunkt der Strafanzeige nicht mehr in der von ihr geltend 

gemachten Notlage. Es liegt somit keine Verletzung des Beschleunigungsgebotes 

vor. 

1.2. Zutreffend ist, dass die eigentliche Begründung in der Einstellungsverfügung 

vom 11. November 2010 sehr kurz gehalten ist. Doch ergibt sich aus der Einstel-

lungsverfügung, dass der Sachverständigenbericht der Firma C._____ ... (nach-

folgend: C._____) vom 1. Juli 2010 berücksichtigt wurde. So wird dessen Inhalt 

zunächst zusammenfassend wiedergegeben (Urk. 3/1 S. 5) und in der Begrün-

dung wird ausdrücklich auf diesen Sachverständigenbericht Bezug genommen 

(Urk. 3/1 S. 6). Die von der Rekurrentin geltend gemachte Verletzung der Be-

gründungspflicht ist damit nicht ersichtlich. 

2. Die Rekurrentin beantragt die Verurteilung des Rekursgegners 2 zur Bezah-

lung von Fr. 16'090.- (Urk. 2 S. 2, Antrag Ziff. 3) sowie die Herausgabe von im 

Rahmen der Strafuntersuchung sichergestellter Ware an die Rekurrentin als 

rechtmässige Eigentümerin (Urk. 2 S. 2, Antrag Ziff. 4). Thema des vorliegenden 

Verfahrens bildet jedoch einzig die Frage der Einstellung der Untersuchung gegen 

den Rekursgegner 2. Der im Rahmen des Strafverfahrens adhäsionsweise bean-

tragte Schadenersatz von Fr. 16'090.- kann im vorliegenden Verfahren nicht gel-

tend gemacht werden. Sodann ist auch die Herausgabe der im Rahmen der Un-

tersuchung sichergestellten Ware nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. 

Zudem wurden die entsprechenden Anträge der Rekurrentin in der Rekursschrift 

in keiner Weise begründet. Auf die Anträge Ziff. 3 und 4 ist deshalb nicht einzutre-

ten.  

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III. 

1. Dem vorliegenden Verfahren liegt der Vorwurf der Rekurrentin gegenüber 

dem Rekursgegner 2 zugrunde, dieser habe im Anschluss an die Kündigung 

durch die Rekurrentin seinen Arbeitsplatz verlassen und seinen persönlichen Lap-

top sowie IT-Programme der Rekurrentin (z.B. die Administratoren Applikation 

"D._____" sowie die vom Rekursgegner 2 entwickelte Applikation "E._____"), zu-

gehörige Dokumentationen einschliesslich eine Auflistung der Software-Lizenzen 

und Passwörter sowie Agentur- und Kundendaten mitgenommen. In der Folge 

hätten die Mitarbeiter der Rekurrentin nicht auf die IT zugreifen können und es 

habe während geraumer Zeit ein beträchtliches Sicherheitsrisiko bestanden, ins-

besondere aufgrund des durch den Rekursgegner 2 herbeigeführten Ausfalls des 

Backup-Systems. Zudem habe der Rekursgegner nach Beendigung des Arbeits-

verhältnisses und evtl. schon vorher versucht, das von ihm im Rahmen der Erfül-

lung seiner arbeitsrechtlichen Pflichten entwickelte und anschliessend entwendete 

Administrations-Programm Dritten zu verkaufen (Urk. 7/1 S. 3). Im Weiteren habe 

der Rekursgegner 2 einen angeblichen Rechnungsbetrag des von ihm neu vorge-

sehenen Providers F._____ AG über seine eigene Firma, die G._____ AG, abge-

wickelt. Das Entgelt habe der Rekursgegner 2 mit der Begründung verlangt, er 

habe diesen Betrag bereits an die F._____ AG bezahlt. H._____, Inhaber und 

Verwaltungsratspräsident der Rekurrentin, habe ihm deshalb den Betrag in bar 

gegen Quittung ausgehändigt. Die in Aussicht gestellte ordentliche Rechnung der 

F._____ AG sei der Rekursgegner 2 in der Folge schuldig geblieben. Es sei da-

von auszugehen, dass der Rekursgegner 2 den in Rechnung gestellten Betrag 

einfach einkassiert habe, ohne der Rekurrentin eine wie auch immer geartete Ge-

genleistung erbracht zu haben (Urk. 7/1 S. 4). 

2. Die Staatsanwaltschaft fasste in der Einstellungsverfügung vom 11. Novem-

ber 2010 zunächst die Aussagen der Beteiligten sowie die Ergebnisse der Haus-

durchsuchung vom 18. März 2010 und des Berichtes der C._____ zusammen und 

begründete die Einstellung des Verfahrens gegen den Rekursgegner 2 in der Fol-

ge damit, dass für die Beurteilung, ob der dem Rekursgegner 2 in der Strafanzei-

ge zur Last gelegte Sachverhalt zutreffe, die glaubhaften Aussagen von I._____, 

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dem ehemaligen stellvertretenden IT-Verantwortlichen der Rekurrentin, aus-

schlaggebend seien. Gemäss diesen Aussagen seien alle Werkzeuge und Pro-

gramme noch vorhanden gewesen, nachdem der Rekursgegner 2 die Arbeitsstel-

le bei der Rekurrentin verlassen habe. Die aktuelle Kundendatenbank sei auf dem 

Server gespeichert gewesen. Er - I._____ - habe zudem auch nach dem Weg-

gang des Rekursgegners 2 immer auf das Programm "E._____" und das Backup 

zugreifen können. Weiter führte die Staatsanwaltschaft aus, die C._____ habe bei 

der Durchsuchung der sichergestellten Hard- und Software des Rekursgegners 2 

keine Hinweise gefunden, dass dieser die Software "E._____" oder andere Daten 

der Rekurrentin Dritten zugänglich gemacht oder weiter gegeben habe. Der dem 

Rekursgegner 2 zur Last gelegte Sachverhalt lasse sich damit nicht anklagege-

nügend erstellen. Weitere, erfolgsversprechende Ermittlungsansätze seien keine 

ersichtlich, weshalb die Strafuntersuchung ohne Weiteres einzustellen sei 

(Urk. 3/1).  

3. Die Rekurrentin bestreitet in ihrer Rekursschrift vom 14. Dezember 2010 zu-

nächst die Glaubwürdigkeit von I._____. Sie führt aus, I._____ sei als damaliger 

Stellvertreter des Rekursgegners 2 zum gleichen Zeitpunkt wie der Rekursgegner 

2 durch die Rekurrentin entlassen worden, weshalb sich I._____ mit dem Rekurs-

gegner 2 solidarisiert habe. Die beiden hätten sogar zeitweilig vorgehabt, eine 

gemeinsame Unternehmung zu gründen, und sie seien auch heute noch Ge-

schäftsfreunde. Vor diesem Hintergrund vermöge die vorgenommene Wertung 

der durchgeführten Beweisabnahmen nicht zu überzeugen. In der Einstellungs-

verfügung werde ausgeführt, I._____ habe auch nach dem Weggang des Re-

kursgegners 2 immer auf das Programm "E._____" und das Backup zugreifen 

können. Diese Feststellung widerspreche den Akten. I._____ sei nach der gleich-

zeitigen Kündigung wie der Rekursgegner 2 Ende Dezember 2008 (auf Ende Ja-

nuar 2009) noch wenige Tage an seinem Arbeitsplatz "anwesend" gewesen, pro-

duktiv sei er in dieser Zeit nicht mehr gewesen (Urk. 2 S. 3 ff.). 

Im Weiteren bringt die Rekurrentin vor, die untersuchungsrichterliche Arbeit der 

Polizei müsse als ungenügend qualifiziert werden. Es seien falsche Schlüsse ge-

zogen und keine genügenden Anstrengungen unternommen worden, allfällige 

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Unklarheiten zu beseitigen bzw. bestehende Wissenslücken zu schliessen. Dies 

wäre vor dem Hintergrund des Untersuchungsgrundsatzes notwendig und im Üb-

rigen auch einfach zu bewerkstelligen gewesen (Urk. 2 S. 4). Die Untersuchungs-

behörden hätten sich nicht veranlasst gesehen, andere Mitarbeiter der Rekurren-

tin zu befragen, um mindestens die Aussagen von I._____ zu hinterfragen. Jede 

weitere Zeugeneinvernahme würde zu Tage bringen, dass sich der Sachverhalt 

genau so zugetragen habe, wie dies in der Strafanzeige geschildert werde. Es 

habe wohl Zugriff zu einzelnen Ergebnissen bestanden, nicht aber zum Kunden-

bearbeitungsprogramm "D._____" und damit auch nicht zur Programmierungsba-

sis, also zum gesamten Arbeitsergebnis des Rekursgegners 2. Die Erstellung ei-

nes Backups sei ebenfalls nicht möglich gewesen (Urk. 2 S. 5). 

Zu den dem Rekursgegner 2 vorgeworfenen Verhaltensweisen führt die Rekur-

rentin aus, die Entwendung des Programms "D._____" sei aktenkundig und wer-

de vom Rekursgegner 2 zugegeben. Dieser scheine als Rechtfertigung hypotheti-

sche Verrechnungsansprüche aus dem aufgelösten Arbeitsverhältnis zu konstru-

ieren. Solche Rechtfertigungsgründe würden aber nicht vorliegen. Bereits aus den 

umfangreichen E-Mail-Wechseln lasse sich mühelos herauslesen, dass die vom 

Rekursgegner 2 für die Rekurrentin entwickelte Software nicht mehr brauchbar 

gewesen sei (Urk. 2 S. 5). Die C._____ habe klar festgehalten, dass auf verschie-

denen Datenträgern Versionen der mit dem Datenbankprogramm "D1._____" 

entwickelten, resp. weiterentwickelten Administrationssoftware "E._____" erkannt 

worden seien. Das Originalpaket des Datenbankprogramms "D._____" mit dem 

Lizenzschlüssel "…", welches vermutlich der Rekurrentin zuzuordnen sei, sei in 

den Räumlichkeiten des Rekursgegners 2 anlässlich der polizeilichen Hausdurch-

suchung vom 18. März 2010 sichergestellt worden. Die Aussagen des Rekurs-

gegners 2 im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Passwörtern und dem 

Gebrauch der Software auf Seiten der Rekurrentin liessen sich bereits aufgrund 

einer groben Analyse des E-Mail-Verkehrs zwischen den Parteien falsifizieren 

(Urk. 2 S. 6). 

Zu den urheberrechtlichen Tatbeständen erklärte die Rekurrentin, der Vorwurf des 

Anbietens von Software an Dritte habe erhärtet werden können. So habe J._____ 

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per E-Mail die Angabe gemacht, der Rekursgegner 2 sei nach seinem Weggang 

von der Rekurrentin auf die Unternehmung K._____ AG zugegangen und habe 

angeboten, die Weiterentwicklung des Programms anzusehen und eventuell die 

Vermarktung mit ihm weiter zu machen. Die Schlüsse, wonach der Vorwurf, der 

Rekursgegner 2 habe sich des unlauteren Wettbewerbs bzw. der Verwertung ei-

ner fremden Leistung schuldig gemacht, nicht habe erhärtet werden können, sei-

en gestützt auf die Aktenlage klar als falsch zu bewerten (Urk. 2 S. 7 f.). 

Schliesslich fänden sich in den Unterlagen Anhaltspunkte für weitere, strafrecht-

lich relevante Verhaltensweisen des Rekursgegners 2. So werde aus der E-Mail-

Korrespondenz zwischen der Rekurrentin und dem Rekursgegner 2 klar, dass der 

Rekursgegner 2 der Rekurrentin seine Dienstleistungen (im Hinblick auf ein Wei-

terfunktionieren der durch ihn während eines gesamten Arbeitsjahres entwickelten 

Software) angeboten habe. Auf entsprechende Rückgabeaufforderungen im 

Rahmen der Auflösung des Arbeitsverhältnisses habe der Rekursgegner 2 indes-

sen nicht reagiert, sondern er habe Druck ausgeübt mit der Drohung, dass sich 

die Probleme ohne seine weitere Mitarbeit nicht lösen liessen. Der Rekursgegner 

2 habe die Unternehmung F._____ AG zudem explizit aufgefordert, einen von ihm 

zu Unrecht gegenüber der Rekurrentin geltend gemachten Betrag (in der Höhe 

von Fr. 465.-) gutzuschreiben und in eine Offerte an die Rekurrentin einzubauen. 

Damit sei der Tatbestand der Anstiftung zum Betrug erfüllt (Urk. 2 S. 6 f.). 

4. Der Rekursgegner 2 führt in seiner Stellungnahme vom 31. März 2011 aus, 

der Rekurrentin sei weder während noch im Anschluss des durch sie beendeten 

Arbeitsverhältnisses materiell oder immateriell durch sein Handeln oder Nicht-

Handeln ein Schaden entstanden. Der Rekurrentin als Arbeit- und Auftraggeberin 

sei bekannt gewesen, dass er - der Rekursgegner 2 - auf seinem persönlichen 

Notebook gearbeitet habe. Es sei deshalb klar begründet, weshalb sich physische 

Originalware in seinem Besitz befunden habe. Im Weiteren habe H._____ selbst 

die Datenbank nie benutzt und seine Mitarbeiter hätten nie Hilfe angefordert. Es 

sei richtig, dass I._____ gleichzeitig gekündigt worden sei und dass er und 

I._____ aktuell zusammenarbeiten würden. Gemäss dem Arbeitszeugnis für 

I._____ habe dieser 30 Tage länger gearbeitet als er - der Rekursgegner 2 -, und 

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sei dabei nicht nur anwesend gewesen. Die Erstellung eines Backups bei der Re-

kurrentin sei nicht möglich gewesen, weil keine Backup-Infrastruktur vorhanden 

gewesen sei. Er - der Rekursgegner 2 - habe nichts entwendet und darum auch 

nichts zugegeben. Sein Verrechnungsanspruch sei belegt. Die Rekurrentin schul-

de ihm bis heute Geld (Urk. 11). 

Bezüglich des Vorwurfs der Anstiftung zum Betrug führte der Rekursgegner 2 

aus, der Kunde - gemeint wohl die Rekurrentin - habe eine Leistung bei der 

G._____ AG bezogen. Die G._____ AG habe dafür bezahlt, sei jedoch nie von 

der Rekurrentin entschädigt worden. Die Rekurrentin sei nach der Vertragsauflö-

sung rückwirkend ein direktes Verhältnis mit dem Lieferanten - der F._____ AG - 

eingegangen, worauf er - der Rekursgegner 2 - ihn - gemeint den Lieferanten - 

um Gutschrift gebeten habe. Von Betrug könne keine Rede sein (Urk. 11). 

5. Soweit erforderlich, d.h. für die Entscheidfindung notwendig, ist nachfolgend 

auf die Begründung der Staatsanwaltschaft und die Vorbringen der Rekurrentin 

und des Rekursgegners 2 näher einzugehen. 

IV. 

1. Allgemeines  

1.1. Gemäss § 30 Abs. 1 StPO/ZH besteht der Zweck der Untersuchung darin, 

den Tatbestand soweit zu ermitteln, dass entweder Anklage erhoben oder das 

Verfahren eingestellt werden kann. Im Vordergrund steht die Abklärung des 

Sachverhalts in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht; einerseits sind dazu gründ-

liche Einvernahmen des Angeschuldigten erforderlich und anderseits ein Sam-

meln der zur Abklärung erforderlichen weiteren Beweise (Schmid, Strafprozess-

recht, 4. Aufl., Zürich 2004, N 787). Der Staatsanwalt muss den belastenden und 

entlastenden Tatsachen mit gleicher Sorgfalt nachgehen (§ 31 StPO/ZH). Der den 

Untersuchungs- und Anklagebehörden zur Pflicht gemachte Untersuchungs-

grundsatz gilt dabei unabhängig vom Verhalten der Verfahrensbeteiligten. Auch 

ein allenfalls widersprüchliches Verhalten der Parteien kann nicht zur Folge ha-

ben, dass von notwendigen Ergänzungen der Untersuchung zur Erforschung der 

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materiellen Wahrheit abgesehen wird (ZR 94 [1995] Nr. 9; Schmid, a.a.O., N 269). 

Der Untersuchungsbehörde steht jedoch ein gewisser Ermessensspielraum zu. 

Insbesondere hat sie diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Fal-

les Wesentliches beizutragen vermögen. Andererseits ist sie nicht verpflichtet, alle 

erdenklichen Ermittlungshandlungen vorzunehmen. Nach Beendigung des Unter-

suchungsverfahrens entscheidet die Untersuchungsbehörde in einem Zwischen-

verfahren, ob Anklage erhoben wird oder nicht (§ 35 StPO/ZH). Eine definitive 

Einstellung erfolgt, wenn eine Straftat nicht vorliegt bzw. der Tatverdacht sich in 

der Untersuchung nicht derart verdichtet, dass mit einem verurteilenden Erkennt-

nis des Gerichtes gerechnet werden kann. Sinn dieser Prüfung ist es, den Ange-

schuldigten vor Anklagen zu schützen, die mit einiger Sicherheit zu Freisprüchen 

führen müssten. Da Untersuchungsbehörden jedoch nicht dazu berufen sind, über 

Recht oder Unrecht zu richten, dürfen sie nicht allzu rasch, gestützt auf eigene 

Bedenken, zu einer Einstellung schreiten. In Zweifelsfällen tatsächlicher oder 

rechtlicher Natur soll tendenziell Anklage erhoben werden. Der Grundsatz "in du-

bio pro reo" spielt hier nicht (vgl. zum Ganzen: Schmid, a.a.O, N 797; sowie 

Schmid in: Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons 

Zürich, Zürich 1996 etc., § 38 N 12 ff.; in diesem Sinne auch Hauser/Schweri/ 

Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 78 N 3 ff.).  

1.2. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass im vorliegenden Rekursverfahren keine 

umfassende Beweiswürdigung und keine abschliessende Prüfung der Glaubwür-

digkeit der Beteiligten bzw. der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen vorzunehmen, 

sondern dies nur insofern zu prüfen ist, als es der Beantwortung der Frage, ob die 

Untersuchung zu Recht eingestellt wurde, dient.  

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2. Aussagen von I._____ 

2.1. Die Rekurrentin zweifelt in ihrer Rekursschrift die Glaubwürdigkeit von 

I._____ an und beanstandet, dass die Staatsanwaltschaft beim Erlass der Einstel-

lungsverfügung vom 11. November 2010 massgeblich auf die Aussagen von 

I._____ abstellte (Urk. 2 S. 3 ff.). Zudem macht sie sinngemäss geltend, I._____ 

könne über die Verfügbarkeit von Programmen und Daten bei der Rekurrentin 

nach dem Weggang des Rekursgegners 2 keine Aussagen machen, da er zwar 

nach der gleichzeitigen Kündigung wie der Rekursgegner 2 Ende Dezember 2008 

(auf Ende Januar 2009) noch wenige Tage an seinem Arbeitsplatz "anwesend", 

jedoch nicht mehr produktiv gewesen sei (Urk. 2 S. 4 f.).  

2.2. Vorab ist festzuhalten, dass sich aus einem E-Mail von L._____, einer An-

gestellten der Rekurrentin, an I._____ (vermutlich vom 27. Januar 2009) ergibt, 

dass dieser auch noch im Januar 2009 aktiv für die Rekurrentin tätig war 

(Urk. 7/15/4, A2.1 S. 32 f.). Der Rekurrentin ist insofern zuzustimmen, als dass die 

Aussagen von I._____ aufgrund des getrübten Verhältnisses zur Rekurrentin (vgl. 

E-Mail von I._____ an den Rekursgegner 2 vom 27. Februar 2009, Urk. 7/15/4, 

A2.1 S. 47) und der guten Beziehung zum Rekursgegner 2 tatsächlich mit Vor-

sicht zu würdigen sind. Dies führt jedoch nicht dazu, dass überhaupt nicht auf sei-

ne Aussagen abgestellt werden dürfte. Massgebend ist nicht die allgemeine 

Glaubwürdigkeit des Aussagenden, sondern vielmehr die Glaubhaftigkeit der kon-

kreten, im Prozess relevanten Aussagen. Diese sind einer Analyse bzw. kritischen 

Würdigung zu unterziehen, wobei auf das Vorhandensein von sogenannten Reali-

tätskriterien grosses Gewicht zu legen ist (Bender, Die häufigsten Fehler bei der 

Beurteilung von Zeugenaussagen, SJZ 81, S. 53 ff.). Damit kommt der allgemei-

nen Glaubwürdigkeit des Aussagenden nach neueren Erkenntnissen kaum mehr 

Bedeutung zu. Weitaus bedeutender für die Wahrheitsfindung ist die Glaubhaf-

tigkeit der konkreten Aussagen. Die Aussagen von I._____ erscheinen grundsätz-

lich als glaubhaft, sind sie doch in sich stimmig und enthalten bezüglich des Re-

kursgegners 2 auch kritische Töne (I._____ bestätigt, dass eine Arbeitsübergabe 

durch den Rekursgegner 2 nicht stattgefunden habe; Urk. 7/14 S. 3). Die Glaub-

haftigkeit der Aussagen wird denn auch von der Rekurrentin nicht in Abrede ge-

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stellt. Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, decken sich seine Aussagen zudem 

mit den Ergebnissen des übrigen Ermittlungsverfahrens. Zusammenfassend steht 

einem Abstellen auf die Aussagen von I._____ damit grundsätzlich nichts im We-

ge. 

3. Diebstahl, evtl. unrechtmässige Aneignung, evtl. Sachentziehung 

3.1. Wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, 

um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern, wird nach Art. 139 

Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Sub-

sidiär, d.h. wenn nicht die besonderen Voraussetzungen der Artikel 138–140 zu-

treffen, wird nach Art. 137 Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 

Geldstrafe bestraft, wer sich eine fremde bewegliche Sache aneignet, um sich 

oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern. Schliesslich wird nach 

Art. 141 StGB auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 

bestraft, wer dem Berechtigten ohne Aneignungsabsicht eine bewegliche Sache 

entzieht und ihm dadurch einen erheblichen Nachteil zufügt. 

3.2. Tatobjekte der oben genannten, von der Rekurrentin zur Anzeige gebrach-

ten Vermögensdelikte sind bewegliche Sachen. Darunter fallen nach der herr-

schenden Lehre körperliche Gegenstände (Niggli, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], 

Basler Kommentar zum Strafrecht, Band II, 2. Auflage, Basel 2007, N 25 zu Vor 

Art. 137, mit weiteren Hinweisen). Daten sind - mangels Körperlichkeit - keine Sa-

chen (Niggli, a.a.O., N 29 und 58 zu Vor Art. 137). Die genannten Vermögensde-

likte sind deshalb an nichtkörperlichen Daten und Programmen nicht möglich. 

Denkbar sind sie aber bei Daten, Programmen, Dokumentationen, Passwortlisten 

sowie Kunden- und Agenturdaten, soweit diese in physischer Form vorhanden 

waren. 

3.3. Der Rekursgegner 2 bestreitet, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 

abgesehen von seinem persönlichen Notebook und seinem persönlichen Bü-

rostuhl irgendetwas mitgenommen zu haben (Urk. 7/11/3 S. 2 und 3). Anlässlich 

der beim Rekursgegner 2 durchgeführten Hausdurchsuchung vom 18. März 2010 

konnten denn auch weder Dokumentationen, noch eine Liste mit Passwörtern o-

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der Lizenzen bzw. Kunden- und Agenturdaten der Rekurrentin sichergestellt wer-

den (Protokoll über die Hausdurchsuchung, Urk. 7/17/4; Kurzbericht C._____, 

Urk. 7/15/3). I._____ führte aus, dass alle Werkzeuge und Programme, welche 

man zum Arbeiten benötigt habe, nach dem Weggang des Rekursgegners 2 noch 

vorhanden gewesen seien. Die aktuelle Kundendatenbank sei bei seinem Weg-

gang auf dem Server gespeichert gewesen (Urk. 7/14 S. 2). Sodann ist darauf 

hinzuweisen, dass äusserst fraglich ist, ob die von der Rekurrentin genannten 

Passwort- und Lizenzlisten überhaupt existierten. Bezüglich Passwörter führte der 

Rekursgegner 2 aus, die Passwörter für "E._____" seien sämtlichen Mitarbeitern 

bekannt gewesen und das Backup der Datenbestände der Rekurrentin sei ohne 

Passwortschutz mittels Speicherung auf externen Harddisks erfolgt (Urk. 7/11/3 

S. 2, 3 und 5). Diese Darstellung deckt sich mit den Aussagen von I._____ 

(Urk. 7/14 S. 3 und 4) und wird auch durch ein E-Mail des Rekursgegners 2 an 

M._____, eine Mitarbeiterin der Rekurrentin, vom 16. Januar 2009 bestätigt 

(Urk. 7/15/4, A2.1 S. 29). Bezüglich Lizenzlisten ist einem E-Mail des Rekursgeg-

ners 2 an N._____, ebenfalls eine Mitarbeiterin der Rekurrentin, vom 27. Februar 

2009 zu entnehmen, dass auch er diese Liste gesucht habe, welche angeblich 

kurz vor seinem Arbeitsbeginn bei der Rekurrentin durch Frau O._____ angefer-

tigt worden sei. Er habe diese Liste aber nie gefunden und gehe davon aus, dass 

es eine solche Liste nicht gebe (Urk. 7/15/4, A2.1, S. 45). Der von der Rekurrentin 

geäusserte Verdacht, der Rekursgegner 2 habe Dokumentationen, Passwort- und 

Lizenzlisten sowie Kunden- und Agenturdaten mitgenommen, konnte deshalb 

nicht erhärtet werden. Die von der Rekurrentin genannten Einvernahmen von wei-

teren damaligen Mitarbeitern erscheinen nicht geeignet, an diesem Ergebnis et-

was zu ändern. Selbst wenn diese ausführten, physisch vorhandene Dokumenta-

tionen, Passwort- und Lizenzlisten sowie Kunden- und Agenturdaten seien nach 

dem Weggang des Rekursgegners 2 nicht mehr vorhanden gewesen, änderte 

dies nichts daran, dass beim Rekursgegner 2 nichts dergleichen gefunden wer-

den konnte. Zudem ergibt sich aus einem E-Mail von N._____ an den Rekurs-

gegner 2 vom 27. Februar 2009, dass die Mitarbeiter der Rekurrentin nicht genau 

darüber Bescheid wussten, welche Listen und Dokumentationen überhaupt er-

stellt wurden (Urk. 7/15/4, A2.1 S. 45). Andere erfolgsversprechende Untersu-

- 14 - 

chungshandlungen sind nicht ersichtlich und werden auch von der Rekurrentin 

nicht genannt. Die Untersuchung wurde diesbezüglich somit zu Recht eingestellt. 

3.4. Die Rekurrentin weist zutreffend darauf hin, dass anlässlich der Hausdurch-

suchung vom 18. März 2010 beim Rekursgegner 2 mehrere Datenträger, auf wel-

chen "E._____"-Verzeichnisse erkannt wurden, aufgefunden werden konnten 

(Urk. 2 S. 3). Es ist davon auszugehen, dass die genannten Datenträger im Ei-

gentum des Rekursgegners 2 stehen, weshalb dieser daran - selbst wenn darauf 

allenfalls der Rekurrentin zustehende Programme gespeichert waren - weder ei-

nen Diebstahl, noch eine unrechtmässige Aneignung noch eine Sachentziehung 

begehen konnte. Von der Rekurrentin wird jedenfalls nicht geltend gemacht, die 

Datenträger selbst hätten sich in ihrem Eigentum befunden (vgl. Urk. 2 S. 6). Wie 

bereits ausgeführt sind Vermögensdelikte an nicht physisch vorhandenen Daten 

und Programmen nicht möglich (vgl. oben Ziff. 3.2.). In Frage käme bezüglich der 

auf diesen Datenträgern gespeicherten "E._____"-Verzeichnissen unbefugte Da-

tenbeschaffung im Sinne von Art. 143 StGB. Dieser Tatbestand scheidet jedoch 

aus, da der Rekursgegner 2 während des Arbeitsverhältnisses unbestrittener-

massen auf seinem persönlichen Laptop an "E._____" arbeitete, wobei er auf sei-

nem Laptop auch das Bearbeitungsprogramm "D1._____" gespeichert hatte (Po-

lizeiliche Einvernahme von H._____ vom 18. Januar 2010, Urk. 7/12/1 S. 1). Darf 

jemand - wie vorliegend - Daten benützen, sind sie auch dann für ihn bestimmt, 

wenn er sich nicht an vertraglich, urheberrechtlich oder anderweitig begründete 

Nutzungsbeschränkungen hält (Weissenberger, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], 

Basler Kommentar zum Strafrecht, Band II, 2. Auflage, Basel 2007, N 15 zu 

Art. 143). Alleine die Tatsache der Nichtrückgabe bzw. der Nichtlöschung dieser 

Programme und Verzeichnisse nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ver-

mag somit eine Strafbarkeit des Rekursgegners 2 nach Art. 143 StGB nicht zu 

begründen. 

3.5. Beim Rekursgegner 2 aufgefunden werden konnte im Rahmen der Haus-

durchsuchung das Programm "D._____ in Form eines Originalpakets, welches ei-

ne Installations-CD, Produktinformationen, Installationshinweise etc. enthielt 

(Urk. 7/15/3 S. 4; Urk. 7/17/4). Dieses Originalpaket ist als bewegliche Sache und 

- 15 - 

damit als taugliches Tatobjekt der zur Anzeige gebrachten Vermögensdelikte zu 

qualifizieren. Es ist deshalb nachfolgend zu prüfen, ob der Rekursgegner 2 im Zu-

sammenhang mit dem sichergestellten Originalpaket "D._____" ein Vermögens-

delikt zum Nachteil der Rekurrentin begangen hat. 

3.5.1. Der Rekursgegner 2 bestreitet nicht, dass das Originalpaket inkl. Programm 

in Form einer CD der Rekurrentin zusteht (Urk. 7/11/3 S. 2). Er macht aber gel-

tend, dieses Paket habe sich physisch nie bei der Rekurrentin befunden 

(Urk. 7/11/3 S. 2; Urk. 7/11/4 S. 1). Es habe sich in seinem Haus befunden, da 

dieses Produkt durch H._____ bei der G._____ AG bestellt worden sei, die Rekur-

rentin der G._____ AG aber bis heute Geld schuldig geblieben sei. Dieses Paket 

sei deshalb nicht entzogen, sondern durch die G._____ AG nie ausgeliefert wor-

den. Vielmehr sei das Paket als Sicherheit bei der G._____ AG verblieben. Er ha-

be P._____, welche bei der Rekurrentin für den Zahlungsverkehr zuständig ge-

wesen sei, ausdrücklich mitgeteilt, dass die Ware durch die G._____ AG ausgelie-

fert werde, sobald keine offene Forderung mehr bestehe (Urk. 7/11/4 S. 1 f.). 

3.5.2. Die Rekurrentin führt in diesem Zusammenhang aus, die Entwendung des 

Programms "D._____ sei aktenkundig. Der Rekursgegner 2 scheine als Rechtfer-

tigung offenbar hypothetische Verrechnungsansprüche aus dem aufgelösten Ar-

beitsverhältnis zu konstruieren. Solche Rechtfertigungsgründe würden tatsächlich 

aber nicht vorliegen (Urk. 2 S. 5).  

3.5.3. Die Darstellung des Rekursgegners 2 wird durch die Rekurrentin nicht 

grundsätzlich bestritten. Insbesondere machte die Rekurrentin nicht geltend, das 

Originalpaket habe sich je bei ihr befunden. Weitere Untersuchungshandlungen, 

die die Darstellung des Rekursgegners 2 widerlegen könnten, sind nicht ersicht-

lich und werden auch von der Rekurrentin nicht genannt. Zudem wird diese Dar-

stellung von H._____ in einem E-Mail an die Polizei vom 21. Januar 2010 insofern 

bestätigt, als er erklärt, die fakturierende Instanz für diese Sachen [gemeint u.a. 

das Programm "D._____"] sei die Firma G._____ AG (Urk. 7/12/3). Im Übrigen 

ergibt sich dies auch aus der Rechnung der G._____ AG an die Rekurrentin vom 

26. August 2008, welche die Position "1 Stk. D._____ … Lizenz (‹‹E._____››)" für 

Fr. 745.- aufweist (Urk. 7/12/4). 

- 16 - 

3.5.4. Befand sich das Originalpaket der Software "D._____ aber nie bei der Re-

kurrentin, hatte diese keine faktische Sachherrschaft über dieses Paket und damit 

keinen Gewahrsam daran, weshalb der Rekursgegner 2 keinen Gewahrsams-

bruch und damit keinen Diebstahl im Sinne von Art. 139 StGB begehen konnte. 

Auch die Absicht unrechtmässiger Bereicherung ist zu verneinen, wollte der Re-

kursgegner 2 das Paket doch lediglich so lange behalten, als die von ihm gegen-

über der Rekurrentin geltend gemachte Forderung nicht bezahlt ist. Dabei ist un-

erheblich, ob die Forderung tatsächlich besteht. Massgeblich ist, dass der Re-

kursgegner 2 im Glauben an das Bestehen dieser Forderung handelte. Gegentei-

liges kann ihm nicht nachgewiesen werden. Untersuchungshandlungen, die an 

dieser Beurteilung etwas ändern könnten, sind nicht ersichtlich, handelt es sich 

hierbei doch um eine innere Tatsache. 

3.5.5. Der Tatbestand der unrechtmässigen Aneignung im Sinne von Art. 137 

StGB scheitert daran, dass der Rekursgegner 2 die Rekurrentin nicht dauernd 

enteignen wollte. Wer - wie der Rekursgegner 2 - eine Sache behändigt oder zu-

rückbehält, um eine Forderung durchzusetzen, handelt nicht mit dem Willen zu 

dauernder Enteignung (Niggli, a.a.O., N 26 zu Art. 137). Wie bereits ausgeführt 

handelt es sich dabei um eine innere Tatsache und es ist nicht ersichtlich, wie 

dem Rekursgegner 2 Gegenteiliges nachgewiesen werden könnte. 

3.5.6. Bei der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB braucht der Berechtig-

te im Zeitpunkt der Sachentziehung zwar keinen Gewahrsam am Gegenstand zu 

haben. Rein obligatorische Ansprüche, wie etwa der Anspruch des Käufers auf 

Lieferung der nicht übereigneten Sache scheiden dagegen aus (Weissenberger, 

a.a.O., N 7 zu Art. 141). Damit entfällt auch eine Strafbarkeit nach Art. 141 StGB. 

3.5.7. Ergänzend ist noch darauf hinzuweisen, dass es sich bei der unrechtmäs-

sigen Aneignung ohne Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 

StGB und bei der Sachentziehung im Sinne von Art. 141 StGB um Antragsdelikte 

handelt. Es kann den Akten zwar nicht eindeutig entnommen werden, wann ge-

nau die Rekurrentin das Nichtvorhandensein des Originalpaketes der Software 

"D._____" feststellte. Da die Rekurrentin sinngemäss ausführte, es sei ihr auf-

grund des Fehlens des genannten Originalpaktes ein wesentlicher Nachteil im 

- 17 - 

Sinne von Art. 141 StGB entstanden (Urk. 2 S. 8) bzw. es sei die vom Rekurs-

gegner 2 entwickelte Software nicht mehr brauchbar gewesen (Urk. 2 S. 5), ist 

davon auszugehen, dass sie das Fehlen dieses Originalpaketes kurz nach dem 

Weggang des Rekursgegners 2 Ende Dezember 2008 bemerkt haben muss. Die 

dreimonatige Strafantragsfrist gemäss Art. 31 StGB war deshalb im Zeitpunkt der 

Strafanzeige vom 31. Juli 2009 mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits verstrichen. 

4. Datenbeschädigung 

4.1. Einer Datenbeschädigung ist - auf Antrag - strafbar, wer unbefugt elektro-

nisch oder in vergleichbarer Weise gespeicherte oder übermittelte Daten verän-

dert, löscht oder unbrauchbar macht (Art. 144bis Ziff. 1 Abs. 1 StGB). 

4.2. Die Rekurrentin wirft dem Rekursgegner 2 vor, er habe zuerst in Erfüllung 

seiner arbeitsrechtlichen Pflichten entsprechende Programme und Applikationen 

erarbeitet und anschliessend für die Rekurrentin blockiert. Dadurch habe er be-

wirkt, dass ein grosser Teil der Daten und des IT-Systems der Rekurrentin un-

brauchbar gewesen sei und erst unter Zuhilfenahme externer IT-Spezialisten hät-

te wiederhergestellt werden können (Urk. 7/1 S. 7). 

4.3. Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 18. März 2010 konnte nichts aufge-

funden werden, was den Verdacht der Rekurrentin bezüglich Datenbeschädigung 

erhärtet hätte. Aus dem sichergestellten E-Mail-Verkehr ergibt sich, dass die Re-

kurrentin nach dem Weggang des Rekursgegners 2 tatsächlich Probleme mit der 

IT hatte (E-Mails von M._____ an den Rekursgegner 2 vom 16. und 27. Januar 

2009, Urk. 7/15/4, A2.1 S. 27 und S. 31; E-Mail von H._____ an den Rekursgeg-

ner 2 vom 28. Januar 2009, Urk. 7/15/4, A2.1 S. 35; E-Mail von N._____ an den 

Rekursgegner 2 vom 27. Februar 2009, Urk. 7/15/4, A2.1 S. 43). Derartige Prob-

leme können jedoch verschiedenste Ursachen haben, wobei im vorliegenden Fall 

voraussichtlich nicht mehr geklärt werden kann, weshalb es zu diesen IT-

Problemen kam. Gemäss dem Bericht der C._____ vom 1. Juli 2010 würde eine 

forensische Untersuchung der Informatikmittel am Sitz der Rekurrentin aufgrund 

der verstrichenen Zeit bis zur Anzeigeerstattung und der nur teilweisen Nachvoll-

ziehbarkeit bei den verwendeten Betriebssystemen/Systemarchitekturen bei gros-

- 18 - 

sem Aufwand nichts zur weiteren Klärung des Sachverhalts beitragen (Urk. 7/15/3 

S. 9). Auch die Einvernahme von Mitarbeitern der Rekurrentin dürfte nichts zur 

weiteren Klärung beitragen, könnten diese doch lediglich das Bestehen von IT-

Problemen bestätigen, über die Ursachen jedoch keine Angaben machen. I._____ 

führte in der polizeilichen Einvernahme vom 17. August 2010 aus, dass nach dem 

Weggang des Rekursgegners 2 sämtliche Werkzeuge und Programme, welche 

man zum Arbeiten benötigt habe, vorhanden gewesen seien. Die aktuelle Kun-

dendatenbank sei auf dem Server gespeichert gewesen. Alle Angestellten hätten 

lange vor dem Weggang des Rekursgegners 2 einen Benutzernamen und ein 

Passwort für "E._____" erhalten, dieses Programm sei jedoch kaum benützt wor-

den. Ein regelmässiges Backup habe es bei der Rekurrentin nie gegeben. Die Da-

ten seien einfach ohne Passwortschutz auf einer externen Harddisk gespeichert 

worden, auf welche alle hätten zugreifen können. Seines Wissens habe der Re-

kursgegner 2 diese Harddisk H._____ übergeben (Urk. 7/14 S. 2 ff.). Diese Aus-

sagen decken sich mit den Aussagen des Rekursgegners 2 und werden auch 

durch ein sichergestelltes E-Mail des Rekursgegners 2 an M._____ vom 16. Ja-

nuar 2009 bestätigt (Urk. 7/15/4, A2.1 S. 29). Dass mit dem Programm "E._____" 

auch nach dem Weggang des Rekursgegners 2 gearbeitet wurde, ergibt sich so-

dann aus dem E-Mail von M._____ an den Rekursgegner 2 vom 27. Januar 2009, 

worin diese Probleme bei der Arbeit mit dem genannten Programm darlegt 

(Urk. 7/15/4, A2.1 S. 31). Auch der Vorwurf der Datenbeschädigung konnte somit 

nicht anklagegenügend erhärtet werden.  

4.4. Lediglich ergänzend ist festzuhalten, dass auch bezüglich Datenbeschädi-

gung mit grosser Wahrscheinlichkeit die dreimonatige Antragsfrist verpasst wur-

de. Die in der Strafanzeige geltend gemachte Verhinderung des Zugangs zu Da-

ten und Programmen muss von der Rekurrentin, welche - wie sie geltend macht - 

nicht oder nicht richtig arbeiten konnte (Urk. 7/1 S. 3 und S. 7), bereits im Januar 

2009 bemerkt worden sein. So erklärte H._____ in seiner Einvernahme vom 

18. Januar 2010, sie hätten kurz nach dem Austritt des Rekursgegners 2 bemerkt, 

dass das Backup nicht funktioniere (Urk. 7/12/1 S. 3). Zudem äusserte H._____ 

bereits am 28. Januar 2009 erstmals sinngemäss den Verdacht, der Rekursgeg-

ner 2 habe an Daten Veränderungen vorgenommen (Urk. 7/15/4 S. 35). Die 

- 19 - 

Strafanzeige erfolgte jedoch erst rund sechs Monate später am 31. Juli 2009 

(Urk. 2). Auch aus diesem Grund ist nicht mit einer Verurteilung des Rekursgeg-

ners 2 wegen Datenbeschädigung im Sinne von Art. 144bis Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu 

rechnen. 

5. Betrug 

5.1. Des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer in 

der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden 

durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder 

ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten be-

stimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt. 

Den Tatbestand erfüllt nur die arglistige Täuschung. Nach der Rechtsprechung ist 

die Täuschung arglistig, wenn der Täter ein ganzes Lügengebäude errichtet oder 

sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient (BGE 119 IV 28 Erw. 3c). Im 

Weiteren verlangt Art. 146 StGB, dass der Getäuschte aufgrund seines Irrtums 

eine Vermögensdisposition vornimmt und sich oder einen Dritten dadurch schä-

digt. In subjektiver Hinsicht erfordert Art. 146 StGB Vorsatz und ein Handeln in 

Bereicherungsabsicht, wobei Eventualvorsatz bzw. Eventualabsicht genügt. 

5.2. Die Rekurrentin wirft dem Rekursgegner 2 vor, er habe mit der Begründung 

einer angeblichen Rechnung der F._____ AG den Betrag von Fr. 1'200.- von der 

Rekurrentin verlangt und einkassiert, die Rekurrentin sei aber bei der F._____ AG 

gar nicht als Kundin geführt worden und habe nie eine Gegenleistung für den be-

zahlten Betrag erhalten (Urk. 7/1 S. 4 und 7). 

5.3. Dem Bericht der C._____, den Aussagen von H._____ sowie dem sicherge-

stellten E-Mail-Verkehr ist zu entnehmen, dass die Rekurrentin ursprünglich den 

Internet Service Provider Q._____ AG verwendete, wobei mit diesem Provider 

technische Probleme auftraten. Der Rekursgegner 2 organisierte in der Folge den 

Providerwechsel von der Q._____ AG zu der Firma F._____ AG. Dabei wurde die 

Firma G._____ AG des Rekursgegners 2 zwischengeschaltet (Einvernahme von 

H._____, Urk. 7/12/1 S. 4; Bericht der C._____, Urk. 7/15/3 S. 7; E-Mail-Verkehr 

zwischen R._____ von der F._____ AG und dem Rekursgegner 2, Urk. 7/15/4, 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2007&sort=relevance&insertion_date=&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=

- 20 - 

A2.1 S. 9 ff.). Vertragspartner der Rekurrentin war in einer ersten Phase somit 

nicht direkt die F._____ AG, sondern die G._____ AG des Rekursgegners 2. Dies 

erklärt, weshalb die Rekurrentin nicht als Kundin bei der F._____ AG geführt wor-

den war. Dem E-Mail-Verkehr zwischen dem Rekursgegner 2 und R._____, ei-

nem Mitarbeiter der F._____ AG, lässt sich sodann entnehmen, dass die F._____ 

AG in einer Offerte für "Web, DNS und Email-Hosting" ursprünglich sogar 

Fr. 1'400.- verlangte (einmalig Fr. 900.- zzgl. Mehrwertsteuer für das Einrichten 

und Fr. 500.- zzgl. Mehrwertsteuer für die Betriebsdauer von einem Jahr; 

Urk. 7/15/4, A2.1 S. 11 ff.), der Rekursgegner 2 dies aber in der Folge der Rekur-

rentin für Fr. 1'200.- verkaufen konnte (Urk. 7/15/4, A2.1 S. 15). Zudem ist dem E-

Mail-Verkehr zu entnehmen, dass der von der Rekurrentin bezahlte Betrag von 

Fr. 1'200.- vom Rekursgegner 2 an die F._____ AG weitergegeben wurde 

(Urk. 7/15/4, A2.1 S. 21). H._____ selber räumte ein, für die Fr. 1'200.- eine Ge-

genleistung erhalten zu haben, er sei jedoch der Ansicht, ein solcher Provider-

wechsel sei normalerweise kostenlos (Urk. 7/12/1 S. 4). Gemäss der Offerte der 

F._____ AG ging es jedoch nicht nur um den Providerwechsel, sondern um "Web, 

DNS und Email-Hosting" für die Rekurrentin (Urk. 7/15/4, A2.1 S. 11 ff.). Dass die 

in der genannten Offerte sowie in einer E-Mail der F._____ AG an H._____ 

(Urk. 7/15/4, A2.1 S. 52 f.) aufgeführten Leistungen kostenlos erfolgen, ist nicht 

anzunehmen. Aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse, welche sich im Übrigen 

mit der Darstellung des Rekursgegners 2 decken (Urk. 7/11/1 S. 2), konnte der 

Tatverdacht betreffend Betrug nicht erhärtet werden. Insbesondere ist weder eine 

arglistige Täuschung durch den Rekursgegner 2 noch ein Vermögensschaden auf 

Seiten der Rekurrentin ersichtlich. Dass der Rekursgegner 2 - entgegen seinem 

Versprechen - der Rekurrentin nie eine Rechnung der F._____ AG präsentierte, 

vermag daran nichts zu ändern. Im Bericht der C._____ wird überzeugend fest-

gehalten, dass die F._____ AG, deren Vertragspartnerin wie ausgeführt die 

G._____ AG und nicht die Rekurrentin war, gemäss Buchhaltungs- und Mehr-

wertsteuergrundlagen wahrscheinlich gar keine Rechnung an die Rekurrentin hät-

te ausstellen können (Urk. 7/15/3 S. 8). Eine solche Rechnung ausstellen konnte 

einzig die G._____ AG, was gemäss der von der Rekurrentin selbst ins Recht ge-

- 21 - 

legten Rechnung (Urk. 7/2/5) und einer E-Mail von H._____ an den Rekursgeg-

ner 2 vom 23. März 2009 (Urk. 7/15/4, A.2.1 S. 57) auch tatsächlich erfolgt ist. 

6. Urheberrechtsverletzung und unlauterer Wettbewerb 

6.1. Nach Art. 67 Abs. 1 URG wird auf Antrag der in ihren Rechten verletzten 

Person mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft, wer vorsätz-

lich und unrechtmässig ein Werk ändert (lit. c) oder Werkexemplare anbietet, ver-

äussert oder sonst wie verbreitet (lit. f). Werke sind, unabhängig von ihrem Wert 

oder Zweck, geistige Schöpfungen der Literatur und Kunst, die individuellen Cha-

rakter haben (Art. 2 Abs. 1 URG). Kraft ausdrücklicher gesetzlicher Regelung gel-

ten Computerprogramme als Werke (Art. 2 Abs. 3 URG). Unrechtmässig sind 

sämtliche Werkverwendungen durch Personen, welche nicht Inhaberinnen oder 

Inhaber der Rechte am betreffenden Werk sind, soweit die Nutzungen weder 

durch eine gesetzliche Schrankenregelung noch durch eine gesetzlich oder indi-

viduell erteilte Erlaubnis gestattet werden (Barrelet/Egloff, Das neue Urheber-

recht, Kommentar zum Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte 

Schutzrechte, 3. Auflage, Bern 2008, N 6a zu Art. 67). Der Urheber oder die Ur-

heberin hat das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie das 

Werk verwendet wird (Art. 10 Abs. 1 URG).  

Gemäss Art. 23 UWG wird auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 

Geldstrafe bestraft, wer vorsätzlich unlauteren Wettbewerb nach Artikel 3, 4, 4a, 5 

oder 6 begeht. In Art. 5 UWG ist festgehalten, dass unlauter insbesondere handelt 

wer ein ihm anvertrautes Arbeitsergebnis wie Offerten, Berechnungen oder Pläne 

unbefugt verwertet (lit. a), ein Arbeitsergebnis eines Dritten wie Offerten, Berech-

nungen oder Pläne verwertet, obwohl er wissen muss, dass es ihm unbefugter-

weise überlassen oder zugänglich gemacht worden ist (lit. b) oder das marktreife 

Arbeitsergebnis eines andern ohne angemessenen eigenen Aufwand durch tech-

nische Reproduktionsverfahren als solches übernimmt und verwertet (lit. c). 

6.2. Die Rekurrentin führt aus, der Rekursgegner 2 habe das von ihm im Rah-

men der Erfüllung seiner arbeitsrechtlichen Pflichten entwickelte Programm 

"E._____" Drittunternehmen angeboten. Zivil- bzw. urheberrechtlich stehe ausser 

- 22 - 

Frage, dass sämtliche Rechte an diesen Programmen und Applikationen der Re-

kurrentin zustehen (Urk. 7/1 S. 8). Der Rekursgegner 2 bestreitet, nach seinem 

Weggang bei der Rekurrentin sein Arbeitsergebnis an Dritte verkauft oder es Drit-

ten angeboten zu haben (Urk. 7/11/3 S. 5). Zudem macht er geltend, die Urheber- 

und Verwertungsrechte an der D1._____-Datenbank "E._____" würden gemäss 

URG nicht bei der Rekurrentin, sondern in erster Linie bei der K._____ AG liegen 

(Urk. 7/11/4 S. 2) bzw. es sei das Urheberrecht an "E._____" zwischen der 

K._____ AG, der Rekurrentin und der Firma G._____ AG nach einem noch zu de-

finierenden Schlüssel aufzuteilen (Urk. 7/11/1 S. 2; Urk. 7/11/3 S. 6). 

6.3. Im Bericht der C._____ ist zutreffend festgehalten, dass offenbar ein Miss-

verständnis betreffend Urheberrechte an "E._____" bestand (Urk. 7/15/3 S. 6). 

Wem ein Urheberrecht an "E._____" zusteht, kann vorliegend offen bleiben, war 

dem Rekursgegner 2 doch auf jeden Fall bewusst, dass das Urheberrecht an 

"E._____" nicht ihm alleine zusteht. Dies ergibt sich auch aus einer E-Mail des 

Rekursgegners 2 an R._____, worin er ausführte, er werde versuchen, die Daten-

bank - gemeint wohl "E._____" - aus dem Arbeitsvertrag herauszulösen 

(Urk. 7/15/4, A2.1 S. 21). 

6.4. Dem sichergestellten E-Mail-Verkehr lässt sich einzig entnehmen, dass der 

Rekursgegner 2 im Oktober 2008 und damit während seiner Anstellung bei der 

Rekurrentin mit der K._____ AG Kontakt aufnahm zwecks Vermarktung des von 

ihm im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses bei der Rekurrentin weiterentwickel-

ten Programms "E._____" (Urk. 7/15/4, A2.1 S. 2 ff.), wobei die Rekurrentin da-

mals über dieses Vorgehen informiert und damit einverstanden war (E-Mail des 

Rekursgegners 2 an H._____ vom 10. Oktober 2008, Urk. 7/15/4, A2.1 S. 4; Tele-

fongespräch der Polizei mit H._____ vom 4. August 2010, Urk. 7/12/5). Diesbe-

züglich kann dem Rekursgegner 2 somit weder eine Urheberrechtsverletzung 

noch unlauterer Wettbewerb vorgeworfen werden. Gemäss dem Bericht der 

C._____ hätten keine Hinweise für ein Bearbeiten oder ein Anbieten nach dem 

Weggang des Rekursgegners 2 Ende Dezember 2008 gefunden werden können 

(Urk. 7/15/3 S. 5). Auch in den übrigen Akten finden sich dafür keine Hinweise. 

- 23 - 

Der Vorwurf der Rekurrentin, der Rekursgegner 2 habe "E._____" zahlreichen 

Dritten angeboten, konnte somit nicht erhärtet werden. 

6.5. J1._____ (genannt J._____), Verwaltungsratspräsident der K._____ AG, er-

klärte in einem E-Mail an die Polizei vom 16. August 2010, der Rekursgegner 2 

habe nach seinem Weggang bei der Rekurrentin Kontakt mit ihm - J._____ - auf-

genommen und angeboten, die Weiterentwicklung des Programms anzusehen 

und eventuell die Vermarktung mit ihm weiter zu machen. Er - J._____ - habe 

unmissverständlich geantwortet, dass er das nur mit der Rekurrentin machen 

würde und er diese deshalb kontaktieren werde (Urk. 7/13). Insofern konnte der 

Tatverdacht der Rekurrentin tatsächlich erhärtet werden. Es fragt sich jedoch, ob 

dieses Verhalten strafbar ist.  

6.6. Die allgemeinen Vorschriften des Strafgesetzbuches sind auch bei Strafbe-

stimmungen ausserhalb des StGB - wie vorliegend Art. 67 URG und Art. 23 

UWG - anwendbar (Art. 333 StGB). Strafbarkeit tritt regelmässig erst bei Beginn 

der Ausführung einer Straftat gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB ein; vorausgehende 

Vorbereitungshandlungen werden nur ausnahmsweise mit Strafe bedroht 

(Art. 260bis StGB). Der Täter beginnt mit der Ausführung der Tat, wenn er den 

letzten entscheidenden Schritt vollzieht, von dem es in der Regel kein Zurück 

mehr gibt, es sei denn wegen äusserer Umstände, die eine Weiterverfolgung der 

Absicht erschweren oder verunmöglichen (BGE 131 IV 104). 

6.7. Allein die Anfrage, ob die Gegenseite gewillt sei, ein Werk weiter zu bearbei-

ten und danach allenfalls zu vermarkten stellt weder eine Änderung des Werkes 

im Sinne von Art. 67 Abs. 1 lit. c URG oder ein Anbieten von Werkexemplaren im 

Sinne von Art. 67 Abs. 1 lit. f URG noch unlauteren Wettbewerb im Sinne von 

Art. 23 Abs. 1 UWG dar. Auch die Schwelle zum Versuch ist damit noch nicht 

überschritten. Vorbereitungshandlungen sind bei diesen Delikten nicht strafbar 

(vgl. Art. 260bis StGB). Aufgrund der Darstellung von J._____ ist nur erstellt, dass 

der Rekursgegner 2 abklären wollte, ob überhaupt ein Interesse an einer Weiter-

bearbeitung und Vermarktung auf Seiten der K._____ AG bestehe. Es muss mög-

lich sein, diese grundsätzliche Frage zu klären, bevor man den oder die Urheber-

rechtsberechtigten miteinbezieht bzw. um Erlaubnis fragt. Zudem ist darauf hin-

- 24 - 

zuweisen, dass es sich bei Art. 67 Abs. 1 URG und Art. 23 Abs. 1 UWG um An-

tragsdelikte handelt und auch bezüglich dieser Delikte die dreimonatige Antrags-

frist verpasst wurde. H._____ führte aus, er sei ca. einen Monat nach dem Austritt 

des Rekursgegners 2 von J._____ informiert worden, dass der Rekursgegner 2 

ihn - J._____ - angerufen habe mit dem Vorschlag, das von ihm - dem Rekurs-

gegner 2 - weiterentwickelte Programm gemeinsam zu vermarkten (Urk. 7/12/1 

S. 3). Ob mit "Austritt" des Rekursgegners 2 der tatsächlich Austritt Ende Dezem-

ber 2008 oder das Ende des Arbeitsverhältnisses Ende Januar 2009 gemeint ist, 

kann offen bleiben, da die dreimonatige Strafantragsfrist in jedem Fall im Zeit-

punkt des Strafantrages vom 31. Juli 2009 schon lange verstrichen war. Die Ein-

stellung der Strafuntersuchung betreffend Urheberrechtsverletzung und unlaute-

ren Wettbewerb ist somit nicht zu beanstanden. 

7. Weitere Delikte 

7.1. Die Rekurrentin führt in ihrer Rekursschrift aus, es hätten sich in den Unter-

lagen der durchgeführten Untersuchungshandlungen Anhaltspunkte für weitere, 

strafrechtlich relevante Verhaltensweisen des Rekursgegners 2 gefunden. Auf 

Rückgabeaufforderungen der Rekurrentin im Rahmen der Auflösung des Arbeits-

verhältnisses habe der Rekursgegner 2 nicht reagiert, sondern er habe Druck 

ausgeübt mit der Drohung, dass sich die Probleme ohne seine weitere Mitarbeit 

nicht lösen liessen. Sodann habe der Rekursgegner 2 in einem E-Mail an 

R._____ die F._____ AG aufgefordert, einen von ihm zu Unrecht gegenüber der 

Rekurrentin geltend gemachten Betrag in der Höhe von Fr. 465.- gutzuschreiben 

und in eine Offerte an die Rekurrentin "einzubauen". Dies erfülle den Tatbestand 

der Anstiftung zum Betrug (Urk. 2 S. 7).  

7.2. Inwiefern durch die Aussage des Rekursgegners 2, dass sich die Probleme 

der Rekurrentin ohne seine weitere Mitarbeit nicht lösen liessen, ein Straftatbe-

stand erfüllt sein soll, ist nicht ersichtlich und wird auch von der Rekurrentin nicht 

näher ausgeführt. Zudem fand sich die entsprechende Aussage des Rekursgeg-

ners 2 weder im sichergestellten E-Mail-Verkehr noch in den Einvernahmen der 

Beteiligten. Weiterungen in diesem Zusammenhang erscheinen nicht als ange-

zeigt. 

- 25 - 

7.3. Zum Vorwurf der Anstiftung zum Betrug ist Folgendes zu sagen: Der Re-

kursgegner 2 ist der Ansicht, er bzw. die G._____ AG habe eine Forderung von 

rund Fr. 465.- gegenüber der Rekurrentin für das Hosting der Website ….ch. Es 

ist davon auszugehen, dass die G._____ AG diesen Betrag der F._____ AG be-

zahlen musste. Mehrmals forderte der Rekursgegner 2 die Rekurrentin bzw. Mit-

arbeiter der Rekurrentin erfolglos zur Zahlung dieses Betrages auf (E-Mail des 

Rekursgegners 2 an die Mitarbeiter der Rekurrentin vom 20. März 2009, 

Urk. 7/15/4, A2.1 S. 55; vgl. auch E-Mail von H._____ an den Rekursgegner 2 

vom 23. März 2009, Urk. 7/15/4, A2.1 S. 57). Wie bereits dargelegt organisierte 

der Rekursgegner 2 den Providerwechsel der Rekurrentin von der Q._____ AG 

zur Firma F._____ AG. Dabei wurde die Firma G._____ AG des Rekursgegners 2 

zwischengeschaltet (vgl. oben Ziff. 5.3.). Im Mai 2009 vereinbarten der Rekurs-

gegner 2 und R._____, dass die F._____ AG den Provider-Vertrag direkt mit der 

Rekurrentin abschliessen und mit anderen Worten die Zwischenschaltung der 

G._____ AG aufgehoben werden solle (vgl. Urk. 7/15/4, A2.1 S. 61 ff.). Im Rah-

men dieser Verhandlungen fragte der Rekursgegner 2 R._____ in einer E-Mail 

vom 5. Mai 2009, ob sie - die F._____ AG - die Fr. 465.- ihm - dem Rekursgegner 

2 bzw. der G._____ AG -, wieder gutschreiben und in die Offerte an die Rekurren-

tin einbauen könne und ob dieses Vorgehen zumutbar sei (Urk. 7/15/4, A2.1 

S. 65). R._____ antwortete darauf, er könne diesen Auftrag nicht wieder gut-

schreiben, da dieser buchhalterisch schon ver- und umgebucht sei (Urk. 7/15/4, 

A2.1 S. 67). 

Der Rekursgegner 2 schlug der F._____ AG somit vor, die durch die G._____ AG 

an die F._____ AG geleistete Zahlung, welche zumindest nach Ansicht des Re-

kursgegners 2 der G._____ AG durch die Rekurrentin zurückzuerstatten wäre, 

rückgängig zu machen und diesen Betrag in der Folge direkt der Rekurrentin in 

Rechnung zu stellen. Inwiefern dieses Vorgehen die Tatbestandsmerkmale des 

Betruges erfüllen könnte, ist nicht ersichtlich und wird auch von der Rekurrentin 

nicht näher ausgeführt. Insbesondere entstünde der Rekurrentin kein Vermö-

gensschaden, wäre sie doch nach wie vor mit einer Forderung von Fr. 465.- kon-

frontiert, die Forderung würde einfach nicht mehr durch den Rekursgegner 2 bzw. 

die G._____ AG, sondern durch die F._____ AG geltend gemacht. Dass die Re-

- 26 - 

kurrentin den Bestand dieser Forderung bestreitet (Urk. 2 S. 7), spielt dabei keine 

Rolle. Es kann deshalb auf Weiterungen verzichtet werden und die Einstellung er-

folgte auch diesbezüglich zu Recht. 

8. Ergebnis 

Damit ist zusammenfassend festzuhalten, dass bei gegebener Sachlage mit ei-

nem verurteilenden Erkenntnis eines Gerichts hinsichtlich der gegenüber dem 

Rekursgegner 2 erhobenen Deliktsvorwürfe nicht gerechnet werden kann. Der 

Ermittlungsstand bzw. die Ergebnisse der Strafuntersuchung rechtfertigen die 

Einstellung der Untersuchung. Auch die Rekurrentin bringt in ihrer Eingabe nichts 

vor, was den angefochtenen Entscheid umzustossen vermöchte. Demzufolge ist 

der Rekurs abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

V. 

Ausgangsgemäss ist für das Rekursverfahren eine Gerichtsgebühr zu erheben 

und ist diese der Rekurrentin aufzuerlegen (§ 396a StPO). Mangels erheblicher 

Umtriebe ist dem Rekursgegner 2 keine Prozessentschädigung zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'800.- festgesetzt und der Rekurrentin auf-

erlegt. 

3. Dem Rekursgegner 2 wird keine Prozessentschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Vertreter der Rekurrentin, zweifach für sich und zuhanden der Rekur-
rentin (per Gerichtsurkunde) 

− den Rekursgegner 2 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (A-SUB2/2009/2682; gegen Emp-

fangsschein) 

- 27 - 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel an: 
− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, unter Rücksendung der beigezo-

genen Akten (Urk. 7; gegen Empfangsschein) 
 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 

14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise 

schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Zürich, 9. Februar 2012 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. K. Balmer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Gürber 
 

	Beschluss vom 9. Februar 2012
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	V.

	Es wird beschlossen:
	1. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'800.- festgesetzt und der Rekurrentin auferlegt.
	3. Dem Rekursgegner 2 wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Vertreter der Rekurrentin, zweifach für sich und zuhanden der Rekurrentin (per Gerichtsurkunde)
	 den Rekursgegner 2 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis (A-SUB2/2009/2682; gegen Empfangsschein)
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 7; gegen Empfangsschein)

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Ersten öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art....