# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab5a65d1-e665-52c5-ac01-48ec58703d61
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2009 E-5974/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5974-2009_2009-09-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5974/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A.________, 
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. September 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Parteien

Besetzung

Gegenstand

E-5974/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat im Juni oder Juli 2009 auf einem Schiff verliess und über ihm un-
bekannte Länder Anfang August 2009 in die Schweiz gelangte, wo er 
am 8. August 2009 im Z._____ um Asyl nachsuchte,

dass er am 27. August 2009 im Y._____ summarisch befragt und am 
8. September 2009  gemäss  Art. 29 Abs. 1 des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31) zu  seinen  Asylgründen  angehört 
wurde, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches gel-
tend machte, er sei nigerianischer Staatsangehöriger mit letztem Woh-
nsitz in B._______, Delta State, 

dass  er  nach  dem Tod seiner  Eltern  gleichenorts  bei  seinem Onkel 
C._______  aufgewachsen  sei,  vier  Jahre  die  Primarschule  besucht 
und später Landwirtschaft betrieben habe, 

dass es in seinem Heimatdorf  einen Baum gäbe, der als Orakel ge-
nutzt und alle (...) Jahre von der Dorfbevölkerung bedient werde, 

dass er von einem Mitglied des Ältestenrates erfahren habe, von den 
Bewohnern  für  die  bevorstehende  Bedienung  des  Orakels  als  Men-
schenopfer bestimmt worden zu sein, 

dass er deswegen sein Heimatdorf  in Richtung D._______ verlassen 
und dort  einen Mann getroffen habe, der ihm behilflich gewesen sei, 
auf ein Schiff zu gelangen, 

dass er nach einigen Wochen auf See irgendwo angekommen und von 
dort über Genf nach Vallorbe gelangt sei, 

dass er während der ganzen Reise nie kontrolliert worden sei und sich 
auch nie habe ausweisen müssen, 

dass er sich fürchte, vom Zauber des Ältestenrates zurückgerufen oder 
geholt zu werden, und er zu niemandem in Nigeria Kontakt aufnehmen 
könne, 

dass das BFM mit Verfügung vom 17. September 2009 – am gleichen 
Tag eröffnet – in Anwendung von Art. 32. Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 

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Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus der  Schweiz  und 
den Vollzug anordnete, 

dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen anführte, der 
Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  ihm einge-
räumten Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere ab-
gegeben, wofür keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, 

dass  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  bezüglich  des  Verlustes 
seiner  Identitätskarte  widersprüchlich  seien  und  die  realitätsfremden 
und unstimmig ausgefallenen Aussagen zu seinem Reiseweg für die 
bewusste Nichtabgabe von Papieren spreche, 

dass  es  sich  bei  dem  von  ihm  geltend  gemachten  Fluchtgrund  der 
möglichen Tötung durch Dorfbewohner um einen potenziellen Übergriff 
Dritter handle und der Beschwerdeführer es unterlassen habe, sich bei 
den nigerianischen Behörden um staatliche Schutzgewährung zu be-
mühen, 

dass er sich dem angeblich bevorstehenden Übergriff durch Leute aus 
seinem Dorf durch Wegzug in einen anderen Landesteil hätte entzie-
hen können und nicht auf den Schutz eines Drittstaates angewiesen 
sei, 

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zusätzli-
chen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe  gegen  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach  Nigeria 
sprechen würden und der Vollzug der Wegweisung technisch möglich 
und praktisch durchführbar sei,

dass  beim  Bundesverwaltungsgericht  am  21. September 2009  eine 
Rechtsmitteleingabe - datierend vom 18. September 2009 - gegen den 
vorinstanzlichen Entscheid eingegangen ist und dieser sinngemäss ein 
Antrag auf Asylgewährung und ein Ersuchen um Zeitaufschub zwecks 
Beschaffung gültiger Reise- oder Identitätspapiere entnommen werden 
kann,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  21. September 2009  beim  Bun-
desverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG, i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde  –  mit  Ausnahme des  sinngemässen  Antrags  auf  Gutheis-
sung  des  Asylgesuchs  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. 
S. 240 f.)  –  einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG 
i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass  mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht,  die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (EMARK 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (Ent-
scheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgeben  (Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der Anhö-
rung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich aufgrund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (a.a.O. E. 5.3. in fine),

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dass  vorliegend  das  Nichteinreichen  rechtsgenüglicher  Reise-  oder 
Identitätspapiere nicht bestritten ist , 

dass das  BFM in der  angefochtenen Verfügung in  rechtsgenüglicher 
Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder 
Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusamenhang eigenen Aussa-
gen zufolge eine Identitätskarte besessen hat (Akten BFM A1/11 S. 4), 
diese jedoch unterwegs verloren haben will,

dass er den Verlust bemerkt habe, als er die Identitätskarte habe zei-
gen  wollen  (A1/11  S. 4),  später  im  Gegensatz  dazu  aber  geltend 
machte,  er  sei  ohne Papiere ausgereist  und habe keine Papiere mit 
sich gebracht (a.a.O.  S. 5), 

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich anlässlich der Anhörung zu-
erst erneut geltend machte, mit seiner Identitätskarte gereist zu sein, 
diese aber unterwegs verloren zu haben (A8/14 S. 3), um sogleich zu 
präzisieren, sie in seinem Dorf verloren zu haben (a.a.O. S. 3), 

dass er den Verlust bemerkt habe, als er irgendwo angekommen sei 
(A8/14 S. 3), später jedoch aussagte, bereits beim Verlassen des Dor-
fes gemerkt zu haben,  dass seine Identitätskarte verloren gegangen 
sei (a.a.O. S. 3 f.), 

dass es dem Beschwerdeführer möglich und zumutbar gewesen wäre, 
sich über seinen Onkel oder über die nigerianische Vertretung in der 
Schweiz Identitätspapiere seines Heimatstaates zu beschaffen, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge keinen Kontakt 
zu seiner Familie in Nigeria aufnehmen kann und keine Möglichkeit be-
steht, irgendwelche Papiere zu beschaffen, 

dass der Beschwerdeführer folglich keine erkennbaren Anstrengungen 
zur Beschaffung entsprechender Papiere unternommen hat, 

dass aufgrund der realitätsfremden und als stereotyp zu bezeichnen-
den Ausführungen des Beschwerdeführers, er habe die Ausreise, für 
welche er nichts habe bezahlen müssen, ohne irgendwelche Ausweis-
papiere angetreten, und er sei auch nirgendwo kontrolliert worden, da-
von auszugehen ist, er habe für seine Reise authentische Reise- und 
Identitätspapiere verwendet, welche er jedoch in Verletzung seiner ge-

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setzlichen Mitwirkungspflicht (Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schwei-
zerischen Asylbehörden vorenthält,

dass an dieser Beurteilung die nachträgliche Einreichung von gültigen 
Reise-  oder  Identitätspapieren  nichts  ändern  würde,  weil  es  bei  der 
Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

dass der in der Beschwerde geforderte Zeitaufschub zur Beschaffung 
gültiger Reise- oder Identitätspapiere somit unbehelflich ist,

dass die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zweifelsfrei 
feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in Fra-
ge gestellt ist,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che  Abklärung  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  zur  Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat, 

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32  Abs. 3  Bstn. b  und 
c AsylG),

dass als Flüchtlinge nur Personen anerkannt werden, die in ihrem Hei-
matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras-
se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 
Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nach-
teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nach-
teilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die in Art. 3 AsylG enthaltene Aufzählung der asylrelevanten Ver-
folgungsmotive abschliessend ist,

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die 
Glaubhaftigkeit auch nicht annährend standhalten, da er sich anläss-
lich  der  Befragungen mehrfach in  massive Widersprüche verwickelte 
und bei verschiedenen Fragen auffallend unschlüssig wirkte,

dass er  beispielsweise  bezüglich der  für  die  Reise  benutzten Trans-
portmittel und Reisedaten unvereinbare Aussagen zu Protokoll gab, 

dass er hinsichtlich seiner Asylvorbringen zunächst angab, jedes Mal, 
wenn das Orakel bedient werde, werde jemand geopfert (A1/11 S. 5), 
später aber erklärte, er wisse nicht, was die Dorfbewohner anlässlich 
des Bedienens des Orakels genau machen würden, er habe nur gese-
hen, dass die älteren Leute den Baum umkreisen würden (a.a.O. S. 6), 

dass der Beschwerdeführer jedoch schlussendlich einräumte, es gäbe 
ein bestimmtes Alter, in welchem man zum Schrein gehen dürfe und 
aussagte "Wir gehen nicht dorthin." (A1/11 S 6), 

dass er zum einen zu Protokoll gab, Ende (...) erfahren zu haben, dass 
er geopfert werden solle, und seinen Heimatstaat im Juni 2009 verlas-
sen  habe  (A1/11  S 6 f.),  zum  anderen  indessen  aussagte,  er  habe 
Ende (...) erfahren, dass die Dorfbevölkerung ihn opfern wolle und er 
sein Dorf im Juli 2009 verlassen habe (A8/14 S. 7 f.), 

dass den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Vorbringen kein 
asylrelevantes Verfolgungsmotiv zu Grunde liegt,

dass den Vorbringen des Beschwerdeführers selbst bei deren Zutref-
fen keine Asylrelevanz zukommen würde,  da er  sich bei  den staatli-
chen Behörden in Nigeria um Schutz bemühen oder eine innerstaatli-
che Schutzalternative in Anspruch nehmen könnte,

dass sich die Rechtsmitteleingabe darin erschöpft, die Vorbringen an-
lässlich der Anhörungen im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens 

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zu  wiederholen,  ohne  in  überzeugender  Weise  auf  die  Erwägungen 
der Vorinstanz einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (EMARK 2001 Nr. 21), wes-
halb die verfügte Wegweisung vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet  ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950  (EMRK, 
SR, 0.101) oder Art. 1 des Übereinkommens gegen Folter und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
vom 10. Dezember 1984 (FoK, SR 0.105) ersichtlich sind, die dem Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Si-

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tuationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe – der junge, alleinstehende und offenbar 
gesunde Beschwerdeführer verfügt eigenen Angaben zufolge in Nige-
ria mit seinem Onkel, dessen Frau sowie Cousins und Cousinen über 
ein familiäres Beziehungsnetz – auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde, so- 
weit darauf einzutreten ist, abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Fe-
bruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige Kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Jonas Tschan

Versand: 

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