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**Case Identifier:** 940fab12-02ca-54e0-b0ed-2c6d7f6d5583
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2022 200 2021 657
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-657_2022-04-07.pdf

## Full Text

200 21 657 FZ
KNB/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 7. April 2022

Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. August 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, FZ/21/657, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1963 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
arbeitet bei der C.________ und hat einen Sohn D.________, geboren … 
(Akten der Ausgleichskasse des Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegeg-
nerin; act. II] 3 S. 15, 15 S. 1). Dieser absolvierte nach der Matura vom 
... Juni … bis … April … Militärdienst als Durchdiener (act. II 12 S. 17 f.). 
Am … August … bestand er die sportpraktische Eignungsabklärung der 
Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen EHSM (EHSM) und 
wurde zum Studium mit dem Ziel Bachelor of Science EHSM in Sports, 
EHSM Magglingen, und "Starting Day" am … September … zugelassen 
(act. II 15 S. 4); im September … begann er das Bachelorstudium (act. II 11 
S. 3). Mit Verfügung vom 26. Mai 2021 (act. II 4) verneinte die AKB einen 
Anspruch der Versicherten auf Ausbildungszulagen für ihren Sohn für den 
Zeitraum vom ... Mai bis ... August … und hielt weiter fest, dass bereits 
ausgerichtete Zulagen zurückzuerstatten seien; zur Begründung führte sie 
im Wesentlichen aus, der Militärdienst als Durchdiener, welcher im vorlie-
genden Fall eine Ausbildung darstelle, sei per ... April … beendet worden. 
Das Studium an der EHSM sei am ... September … aufgenommen worden. 
Gemäss Art. 49ter Abs. 3 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) und Rz. 3369 
der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über die 
Renten (RWL) in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung gelte bei einem Unterbruch von mehr als vier Monaten die 
Ausbildung als beendet. Der Anspruch (auf Ausbildungszulagen) ende am 
Ende des Monats, in dem die Ausbildung unterbrochen worden sei, also 
per ... April …. Daran hielt die AKB auf Einsprache hin (act. II 3) mit Ent-
scheid vom 17. August 2021 (act. II 2) fest.

B.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, FZ/21/657, Seite 3

Mit Eingabe vom 16. September 2021 erhob die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwältin B.________, Beschwerde. Sie beantragte, die Verfü-
gung (recte: der Einsprachentscheid) vom 17. August 2021 sei aufzuheben 
und der Beschwerdeführerin seien rückwirkend Familienzulagen ab dem 
... Mai bis ... August … auszurichten.

In der Beschwerdeantwort vom 26. Oktober 2021 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. 
Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 22 i.V.m. Art. 12 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 24. März 
2006 über die Familienzulagen [FamZG; SR 836.2]). Da auch die Bestim-
mungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. August 
2021 (act. II 2). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdefüh-

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rerin auf Ausbildungszulagen für ihren Sohn D.________ für die Zeit vom 
... Mai bis ... August … (vier Monate) und die Rückforderung von in dieser 
Zeit bereits ausbezahlter Ausbildungszulagen (Monat August …; act. II 3 
S. 15, 14 S. 5).

1.3 Nach Art. 3 Abs. 1 lit. b und Art. 5 Abs. 2 FamZG i.V.m. Art. 1 Abs. 2 
des kantonalen Gesetzes über die Familienzulagen vom 11. Juni 2008 
(KFamZG; BSG 832.71) beträgt die Ausbildungszulage pro Kind bzw. Ju-
gendlichem und Monat Fr. 290.--. Der Streitwert liegt daher unter 
Fr. 20'000.-- (4 x Fr. 290.--), weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 3 Abs. 1 lit. b FamZG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. Oktober 2007 über die Familienzulagen (FamZV; SR 836.21) be-
steht für Kinder, die eine Ausbildung im Sinne von Artikel 49bis und 49ter der 
AHVV absolvieren Anspruch auf eine Ausbildungszulage.

2.2 Gemäss Art. 49bis AHVV ist ein Kind in Ausbildung, wenn es sich auf 
der Grundlage eines ordnungsgemässen, rechtlich oder zumindest faktisch 
anerkannten Bildungsganges systematisch und zeitlich überwiegend ent-
weder auf einen Berufsabschluss vorbereitet oder sich eine Allgemeinaus-
bildung erwirbt, die Grundlage bildet für den Erwerb verschiedener Berufe 
(Abs. 1). Als in Ausbildung gilt ein Kind auch, wenn es Brückenangebote 
wahrnimmt wie Motivationssemester und Vorlehren sowie Au-pair- und 
Sprachaufenthalte, sofern sie einen Anteil Schulunterricht enthalten 
(Abs. 2). Nicht als in Ausbildung gilt ein Kind, wenn es ein durchschnittli-
ches monatliches Erwerbseinkommen erzielt, das höher ist als die maxima-
le volle Altersrente der AHV (Abs. 3).

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Unter den Begriff der Ausbildung fallen ordentliche Lehrverhältnisse sowie 
Tätigkeiten zum Erwerb von Vorkenntnissen für ein Lehrverhältnis, aber 
auch Kurs- und Schulbesuche, wenn sie der berufsbezogenen Vorberei-
tung auf eine Ausbildung oder späteren Berufsausübung dienen. Bei Kurs- 
und Schulbesuchen sind Art der Lehranstalt und Ausbildungsziel unerheb-
lich, soweit diese im Rahmen eines ordnungsgemässen, (faktisch oder 
rechtlich) anerkannten Lehrganges eine systematische Vorbereitung auf 
das jeweilige Ziel bieten. Danach gilt nur als Bestandteil der Ausbildung, 
wenn zwischen diesem und dem Berufsziel ein Zusammenhang besteht. 
Die systematische Vorbereitung erfordert, dass das Kind die Ausbildung mit 
dem objektiv zumutbaren Einsatz betreibt, um sie innert nützlicher Frist 
abschliessen zu können. Während der Ausbildung muss sich das Kind zeit-
lich überwiegend dem Ausbildungsziel widmen. Dies gilt nur dann als er-
füllt, wenn der gesamte Ausbildungsaufwand (Lehre im Betrieb, Schulunter-
richt, Vorlesungen, Kurse, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, 
Selbststudium, Verfassen einer Diplomarbeit, Fernstudium etc.) mindestens 
20 Stunden pro Woche ausmacht. Der effektive Ausbildungsaufwand kann 
teilweise nur mittels Indizien, mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit, eruiert werden. Dabei ist insbesondere auch auf Aus-
künfte des Ausbildungsanbieters über die durchschnittlich aufzuwendende 
Zeit für die jeweilige Ausbildung abzustellen. Wer wöchentlich nur eine ge-
ringe Anzahl Kurslektionen besucht (z.B. 4 Lektionen abends) und daneben 
zur Hauptsache arbeitet (ohne Ausbildungscharakter) oder auch gar kei-
nem Erwerb nachgeht, vermag den erforderlichen überwiegenden Ausbil-
dungsaufwand nur schwer nachzuweisen (BGE 140 V 314 E. 3.2 S. 316).

2.3 Gemäss Art. 49ter AHVV ist mit einem Berufs- oder Schulabschluss 
die Ausbildung beendet (Abs. 1). Die Ausbildung gilt auch als beendet, 
wenn sie abgebrochen oder unterbrochen wird oder wenn ein Anspruch auf 
eine Invalidenrente entsteht (Abs. 2). Nicht als Unterbrechung im Sinne von 
Absatz 2 gelten u.a. die üblichen unterrichtsfreien Zeiten und Ferien von 
längstens 4 Monaten, sofern die Ausbildung unmittelbar danach fortgesetzt 
wird (Abs. 3 lit. a).

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3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass D.________ 
– der sich entschlossen hatte, nach bestandener Matura an der EHSM 
Sport zu studieren – vom ... Juni … bis ... April … als Durchdiener Militär-
dienst leistete (act. II 12 S. 17 f.). Dieser Dienst wird von der EHSM bei 
angehenden Studierenden, welche vorgängig zum Sportstudium eine rein 
schulische Ausbildung absolviert haben (gymnasiale Matur), als Erfüllung 
der Aufnahmevoraussetzung der sog. Arbeitswelterfahrung anerkannt 
(act. II 15 S. 3, 12 S. 12 f.; vgl. Art. 21 Abs. 2 der Verordnung des VBS vom 
3. August 2012 über die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen 
[EHSM-Verordnung, EHSM-V; SR 415.012]). Die Beschwerdegegnerin 
anerkannte den geleisteten Dienst als Ausbildung i.S. eines reglementa-
risch vorausgesetzten Praktikums gemäss Rz. 3361 RWL und sprach der 
Beschwerdeführerin bis ... April … Ausbildungszulagen zu (vgl. Verfügung 
vom 26. Mai 2021; act. II 5). Weiter steht fest und ist unbestritten, dass der 
Sohn der Beschwerdeführerin am ... August … die sportpraktische Eig-
nungsabklärung der EHSM bestand, zum Bachelorstudium zugelassen 
wurde (act. II 15 S. 4) und im September … das besagte Studium aufnahm 
(act. II 11 S. 3). Der Beschwerdeführerin wurden bereits ab August … wie-
der Ausbildungszulagen ausgerichtet (act. II 3 S. 15, act. II 14 S. 5). Streitig 
und zu prüfen ist somit im Folgenden, ob die Beschwerdeführerin auch für 
die dazwischenliegende Zeit vom ... Mai bis ... August … Anspruch auf 
Ausbildungszulagen für ihren Sohn hat.

3.2 Soweit die Rückforderung der bereits ausgerichteten Ausbildungs-
zulagen für den Monat August … betreffend, ist diese – auch wenn sie 
nicht frankenmässig verfügt worden ist – genügend präzis. Für eine hinrei-
chend präzise Umschreibung einer sozialversicherungsrechtlichen Rück-
forderung genügt es, dass die zurückgeforderten Leistungen zeitlich genau 
angegeben werden; eine Bezifferung in Franken ist nicht nötig (vgl. SVR 
2021 IV Nr. 69 S. 232 E. 5.3). Aus dem Auszug "… – …" (act. II 14 S. 5) 
sowie der Bestätigung der Arbeitgeberin C.________ vom 14. Juni 2021 
(act. II 3 S. 15) ist ersichtlich, dass im hier strittigen Zeitraum für den Monat 
August … (wieder) Ausbildungszulagen (im Betrag von Fr. 290.--) ausbe-
zahlt worden sind, was denn auch unbestritten ist (act. II 3 S. 4 Ziff. 6); zu-

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dem ergibt sich der genaue Betrag der monatlichen Ausbildungszulagen 
pro Kind bzw. Jugendlichen aus Art. 3 Abs. 1 lit. b und Art. 5 Abs. 2 FamZG 
i.V.m. Art. 1 Abs. 2 KFamZG (vgl. E. 1.3 hiervor).

3.3 Im Juni und Juli … nahm der Sohn der Beschwerdeführerin zur 
Vorbereitung für die sportpraktische Eignungsabklärung der EHSM insge-
samt 10 Stunden Schwimmunterricht um seine Crawl- und Brustschwimm-
technik zu verfeinern sowie für das Tempotraining (act. I 5). Vom ... bis 
... August … absolvierte er den für die Aufnahme des Bachelorstudiums an 
der EHSM vorausgesetzten Kurs "Ersthelfer Stufe 1 IVR" des Schweizeri-
schen Samariterbundes (act. I 6 f.; vgl. act. II 12 S. 12 und Art. 21 Abs. 1 lit. 
b EHSM-V) und am ... August … legte er die sportpraktische Eignungsab-
klärung der EHSM ab. Das Bestehen der sportpraktischen Eignungsab-
klärung stellt ebenfalls eine unabdingbare Zulassungsvoraussetzung für 
das Bachelorstudium dar (act. II 15 S. 3; Art. 16, 17b Abs. 3, Art. 19 Abs. 1 
EHSM-V). Sodann absolvierte der Sohn am ... und ... August … auch den 
Test der körperlichen und motorischen Fähigkeiten (…) der Universität ... 
(act. I 10).

3.4 Gemäss Art. 17 Abs. 1 EHSM-V umfasst die Eignungsabklärung 
sechs Prüfungsbereiche, namentlich die allgemeine körperliche Leistungs-
fähigkeit (lit. a), Zonenball (lit. b), Gymnastik und Tanz (lit. c), Geräteturnen 
(lit. d), Spiel (lit. e) sowie Schwimmen und Wasserspringen (lit. f.). Die Prü-
fungsbereiche bestehen aus einem oder mehreren Prüfungsteilen (Abs. 2). 
Die Studienleitung legt in Berücksichtigung der Teilnehmerzahl und der 
örtlichen Gegebenheiten für die einzelnen Prüfungsbereiche den Inhalt und 
den Ablauf der Eignungsabklärung fest; diese Festlegungen sind für alle 
Kandidatinnen und Kandidaten identisch (Abs. 3). Die Prüfungsbereiche 
beinhalten in der Regel folgendes: Im Bereich allgemeine körperliche Leis-
tungsfähigkeit sind Standweitsprung, Medizinballstoss, Einbeinstand (mit 
Abfolge verschiedener Körperhaltungen), Rumpfkrafttest (Position Unter-
armstütz und heben der Füsse im Ein-Sekunden-Rhythmus wechselseitig) 
sowie progressiver Ausdauerlauf (20m Pendellauf; Start mit 8,5 km/h und 
Steigerung der Laufgeschwindigkeit alle 200m um 0.5 km/h) und in demje-
nigen des Zonenballs taktische Fähigkeiten in einem Zonenballspiel mit 
zwei Teams zu absolvieren, in demjenigen von Gymnastik und Tanz sind 

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eine vorbereitete max. 60 Sek. dauernde Bewegungsabfolge (mit Bewe-
gungsverwandtschaften: Schritte, gehen, laufen; federn, hüpfen, springen; 
pendeln, schwingen, kreisen, führen; Wellen, Gleichgewichtselemente; 
Drehungen, Pirouetten; Rollen) zu Musik auf einer Fläche von ca. 
10 x 10 m sowie eine max. 60 Sek. dauernde Bewegungsimprovisation zu 
vorgegebener Musik zu präsentieren, in demjenigen des Gerätetur-
nens(/Boden) sind sechs Elemente (Standwaage, Hochschwingen zum 
flüchtigen Handstand und abrollen zum Stand, Strecksprung ½ Drehung, 
Rolle rückwärts zum Stand, Hochschwingen zum Handstand und zurück, 
Rad neutral ½ Drehung und Rad unneutral) vorzuführen, in demjenigen des 
Spiels sind mit dem Basketball (zwei) unterschiedliche Parcours mit Dribb-
ling und Korbleger (sowohl mit der linken als auch der rechten Hand bzw. 
mit Richtungs- und Handwechsel) auszuführen und mit dem Volleyball die 
Ballkontrolle (hohes Pass-Spiel mit Manschette im Team) und die Hand-
lungskette Annahme-Angriff (Pass-Spiel zu Zuspieler mit anschliessendem 
effektiven Smash ins gegnerische Feld) zu zeigen und in demjenigen des 
Schwimmens und Wasserspringens sind 100 m in zwei verschiedenen La-
gen (Brust, Crawl, Delfin oder Rückencrawl) zurückzulegen sowie von der 
3 m-Plattform einen Abfaller vorwärts aus dem Stand, gehechtet, zu voll-
ziehen (vgl. <www.ehsm.admin.ch> Rubrik: Aus- und Weiterbildung / BSc 
EHSM in Sports / Zulassung / Eignungsabklärung [Richtlinien Eignungsab-
klärung]). Für das Bestehen der sportpraktischen Eignungsabklärung ist 
eine bestimmte Mindest-Summe aller Prüfungsbereichsnoten mit zusätzli-
chen (Mindest-)Anforderungen an einzelne Prüfungsbereichsnoten erfor-
derlich (vgl. Art. 17b Abs. 3 EHSM-V).

3.5 Der Sohn der Beschwerdeführerin bestand am ... August … die 
sportpraktische Eignungsabklärung der EHSM und wurde alsdann zum 
Bachelorstudium zugelassen (act. II 15 S. 4). Die erwähnten Prüfungsbe-
reiche und deren Inhalte (vgl. E. 3.4 hiervor) sowie die Punkte- und Noten-
skala (vgl. a.a.O. Richtlinien Eignungsabklärung [Anhang: Noten- und 
Punkteskalen]), machen ohne weiteres deutlich, dass es sich bei der sport-
praktischen Eignungsabklärung der EHSM um eine umfassende polysporti-
ve Prüfung handelt, für deren Bestehen – und damit für die Zulassung zum 
Bachelorstudium – sehr hohe bzw. weit überdurchschnittliche Anforderun-
gen an die körperlichen und motorischen Fähigkeiten der absolvierenden 

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Personen gestellt werden. Dies zumal auch, da jährlich jeweils ca. 100 –
120 Personen an der Eignungsabklärung teilnehmen und pro Studiengang 
lediglich die auf 40 Personen beschränkten Studienplätze (inklusive den 
bereits zugelassenen Spitzensportlern) in der Reihenfolge der Resultate 
der Eignungsabklärung vergeben werden (vgl. <www.ehsm.admin.ch> Ru-
brik: Aus- und Weiterbildung/BSc EHSM in Sports/ Informationsanlass 
BSc/Fragen und Antworten; Art. 19 EHSM-V; a.a.O. Richtlinien Eignungs-
abklärung [Allgemeine Bestimmungen]).

Unter diesen Umständen reicht es nicht aus, am Tag der Eignungsab-
klärung bloss zu "improvisieren". Vielmehr setzt das erfolgreiche Bestehen 
der sehr anspruchsvollen Prüfung mit anschliessender Zulassung zum Ba-
chelorstudium – selbst wenn die teilnehmende Person sportlich, körperlich 
geschickt und polyvalent ist, einen gezielten erheblichen Trainingsaufwand 
über mehrere Monate voraus. Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und moto-
rische Fähigkeiten können naturgemäss nicht kurzfristig in wenigen Wo-
chen oder einem Monat erworben werden bzw. erfordern auch bei Perso-
nen mit bereits hohem sportlichen Niveau anhaltendes Training zum Er-
werb und zur Erhaltung dieser Fähigkeiten. Nach Abschluss des Militär-
dienstes Mitte April … musste sich D.________ daher zwingend systema-
tisch und zeitlich überwiegend der Vorbereitung der sportpraktischen Eig-
nungsabklärung widmen, um überhaupt eine realistische Chance zu haben, 
die sportlich hohen Anforderungen anlässlich der EHSM-Eignungstests zu 
erfüllen. Dies nicht nur im besuchten Schwimmunterricht in den Monaten 
Juni und Juli … von insgesamt zehn Stunden zur Verbesserung der 
Schwimmtechnik und -Geschwindigkeit (act. I 5), sondern vorab insbeson-
dere in gezielten selbständigen Trainingseinheiten im Schwim-
men/Wasserspringen, Laufen (Ausdauerlauf und Schnelligkeit), Gymnas-
tik/Tanz, Spiel (mit Basket- und Volleyball), Kraft usw. entsprechend dem 
Inhalt der Eignungsabklärung (vgl. E. 3.4 hiervor). Die EHSM empfiehlt 
denn auch eine Vorbereitungszeit von sechs Monaten (vgl. a.a.O. Fragen 
und Antworten). Es ist sich vor Augen zu führen, dass das Lauftraining 
langsam und kontinuierlich aufgebaut und gesteigert werden muss, um die 
Gelenke, Muskeln und Bänder an die vermehrte Belastung heranzuführen; 
ansonsten unweigerlich langwierige Verletzungen auftreten. Auch wird 
selbst eine sehr sportliche Person kaum jemals in allen aufgeführten Prü-

http://www.ehsm.admin.ch

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fungsbereichen von Grund auf talentiert sein, sondern ein Läufer wird – 
nebst seinem Lauftraining – bspw. viel Zeit für das Erlernen und Vertiefen 
der anderen Bereiche aufwenden müssen. Beim einem "Läufertyp" bzw. 
Ausdauersportler dürfte zudem Gymnastik und Tanz nicht unbedingt beliebt 
sein und ihm dies viel Zeit und Aufwand abverlangen; desgleichen einem 
"Gymnastik-Typ" das Erarbeiten einer Ausdauerkondition und der Technik 
des Laufens und Schwimmens. Wie erwähnt, absolvierte der Sohn der Be-
schwerdeführerin am ... und ... August … ebenfalls erfolgreich den Eig-
nungstest an der Universität ... (act. I 10), welcher ähnlich hohe Anforde-
rungen an die körperlichen und motorischen Fähigkeiten stellt (vgl. 
<www…> Bachelor / Bachelor in Sport- und Bewegungswissenschaften / 
Weitere Infos [Richtlinien, Beschreibung der Prüfungsdisziplinen und Krite-
rien]). Die erforderlichen, gezielten und zeitaufwändigen Aktivitäten zur 
Vorbereitung der Eignungsabklärungen, welche zu den Prüfungserfolgen 
führten, zusammen mit den absolvierten Prüfungstagen erfüllten insbeson-
dere im August … überwiegend wahrscheinlich das quantitative Kriterium, 
wonach der gesamte Ausbildungsaufwand mindestens 20 Stunden pro 
Woche ausmachen muss, um als "zeitlich überwiegend" zu gelten (vgl. 
E. 2.2 hiervor). Dies auch, weil D.________ im selben Monat, nämlich am 
... und ... August …, den für die Zulassung zum Bachelorstudium ebenfalls 
notwendigen Kurs "Ersthelfer Stufe 1 IVR" ablegte (act. I 6 f.; vgl. E. 3.3 
hiervor). Mit Blick auf Art. 49ter Abs. 3 lit. a AHVV (vgl. E. 2.3 hiervor) und 
Rz. 3369 RWL – und der jedenfalls im August … erfüllten Voraussetzungen 
– fehlt es damit, entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (act. II 2 
und Beschwerdeantwort S. 3 f.), an einem Ausbildungsunterbruch von 
mehr als vier Monaten nach dem von ihr als Ausbildung qualifizierten Mi-
litärdienst. Dass das Studium an der EHSM effektiv erst am ... September 
… begann (act. II 11 S. 3) ist unerheblich. Außerdem schloss D.________ 
am ... und ... September … zusätzlich Kurse der Schweizerischen Lebens-
rettungsgesellschaft ab (act. II 8 f.), die für das Studium ebenfalls erforder-
lich sind (act. II 15 S. 3; Art. 21 Abs. 1 lit. c EHSM-V). Im Übrigen ist mit 
Blick auf die gesamten geschilderten Umstände – trotz der bloss wenigen 
Abklärungen der Beschwerdegegnerin – überwiegend wahrscheinlich er-
stellt, dass der Sohn D.________ auch in den Monaten Mai, Juni, und Juli 
… das Erfordernis der "zeitlich überwiegenden" Ausbildung erfüllt.

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3.6 Der Sohn der Beschwerdeführerin verfolgte und widmete sich damit 
auch nach dem geleisteten Militärdienst mit den erforderlichen gezielten 
körperlichen Trainings und dem Absolvieren des Ersthelferkurses sowie der 
Eignungsabklärungen (vgl. E. 3.3 und 3.5. hiervor) weiterhin überwiegend 
und kontinuierlich seinem Ausbildungsziel Bachelorstudium Sport. Diese 
Vorbereitungshandlungen waren berufsbezogen; sie dienten der Erfüllung 
der (weiteren) Zulassungskriterien. Wie bereits der geleistete Militärdienst, 
stellten sie einen unabdingbaren Bestandteil der Ausbildung zum Bachelor 
of Science EHSM in Sports dar bzw. haben Ausbildungscharakter, erwarb 
D.________ in der zur Diskussion stehenden Zeit doch weitere zulassungs-
relevante Kenntnisse, Fähigkeiten und Bescheinigungen für das anschlies-
sende ordentliche Studium bzw. die spätere Berufsausübung. Des Weite-
ren befand/befindet er sich auf einem ordnungsgemässen rechtlich aner-
kannten, systematischen Bildungsgang (vgl. EHSM-V und E. 2.2 hiervor). 
Zusammenfassend liegt zwischen dem Abschluss des Militärdienstes und 
dem offiziellen Beginn des Sportstudiums kein (massgeblicher) Unterbruch 
der Ausbildung vor.

3.7 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 17. August 2021 (act. II 2) in Gutheissung der Beschwerde aufzuhe-
ben und die Sache betreffend die Ausbildungszulagen für die Zeit vom 
... Mai bis ... August … an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; für 
den Monat August … besteht damit keine Rückerstattungspflicht.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 FamZG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

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Mit Kostennote vom 10. Dezember 2021 macht Rechtsanwältin 
B.________ ein Honorar von Fr. 1'354.20 zuzüglich Auslagen von Fr. 29.70 
und Mehrwertsteuer (MWST) von Fr. 106.55 geltend, was einem Betrag 
von insgesamt Fr. 1'490.45 entspricht und nicht zu beanstanden ist. Diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid der Ausgleichskasse des Kantons Bern vom 17. August 2021 
aufgehoben und die Sache betreffend die Ausbildungszulagen für die 
Zeit vom ... Mai bis ... August … an die Beschwerdegegnerin zurück-
gewiesen. Für den Monat August … besteht keine Rückerstattungs-
pflicht. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'490.45 (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2022, FZ/21/657, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.