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**Case Identifier:** b04a5d02-e94c-5da1-83f4-685a03816e45
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2010 A-626/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-626-2010_2010-10-14.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-626/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter André Moser (Vorsitz), Richter Jérôme Candrian, 
Richter Markus Metz, 
Gerichtsschreiberin Mia Fuchs.

X._______,
vertreten durch Fürsprecher Bruno C. Lenz, 
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD,
3003 Bern,
Vorinstanz.

Einreihung in Lohnklasse.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-626/2010

Sachverhalt:

A.
X._______  ist  seit  dem  1. September  1992  als  wissenschaftlicher 
Mitarbeiter  bei  der  Eidgenössischen  Forschungsanstalt  Agroscope 
Reckenholz-Tänikon  (ART)  tätig.  Im  Rahmen  einer  Reorganisation 
wurden  im  Jahr  2006  sämtliche  Stellen  der  ART  einer  Funktions-
bewertung unterzogen. Die  Stelle  von X._______ wurde nach  Über-
prüfung  durch  das  damals  dafür  zuständige  Eidgenössische  Per-
sonalamt  (EPA) rückwirkend auf  den 1. Januar  2006 vorläufig  in  die 
Lohnklasse 23 eingestuft.

Im März 2007 beantragte die ART, nach Rücksprache mit dem Bun-
desamt  für  Landwirtschaft  (BLW),  beim neu zuständigen Generalse-
kretariat  des  Eidgenössischen  Volkswirtschaftsdepartements  (GS-
EVD; nachfolgend: Klassifikationsstelle) eine Gesamtüberprüfung ihrer 
Stellen. Dabei ersuchte sie – im Anschluss an mehrere Schriftenwech-
sel  mit  X._______ –  um Einstufung  von  dessen  Stelle  in  die  Lohn-
klasse 24. Die  Klassifikationsstelle  entschied  am 9. November  2007, 
die betreffende Stelle sei in der Lohnklasse 23 einzureihen.

Am 13. Juni 2008 gelangte X._______ an die Personalleitung des BLW 
und ersuchte im Hinblick auf eine Einreihung in die Lohnklasse 24 die 
Wiederaufnahme von Verhandlungen oder  den  Erlass  einer  anfecht-
baren Verfügung. Am 8. Dezember 2008 wies die ART das Gesuch um 
Einreihung  der  Stelle  in  die  Lohnklasse 24  ab.  Die  Rechtsmit-
telbelehrung bezeichnete das BLW als Beschwerdeinstanz.

B.
Mit Sprungbeschwerde vom 23. Januar 2009 gelangte X._______ an 
das Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der Ver-
fügung der ART vom 8. Dezember 2008 und rückwirkend per 1. Januar 
2008  die  Einreihung  seiner  Stelle  in  mindestens  die  Lohnklasse 24 
(Verfahren  A-488/2009).  Er  erachtete  die  Voraussetzungen  einer 
Sprungbeschwerde  als  gegeben,  da  das  BLW massgeblich  bei  der 
Stelleneinreihung mitgewirkt habe.

Mit Urteil vom 4. März 2009 trat das Bundesverwaltungsgericht auf die 
Beschwerde nicht ein und überwies diese zuständigkeitshalber an das 
EVD zur weiteren Behandlung.

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C.
Das EVD hat  die  Beschwerde  daraufhin  mit  Entscheid  vom 18.  De-
zember  2009  abgewiesen.  Von  den  sieben  Anforderungen  für  die 
Lohnklasse 24 erfülle der Beschwerdeführer lediglich eine, die übrigen 
überhaupt nicht (deren zwei) oder nur teilweise (deren drei) resp. sei  
die eine Anforderung für die Einreihung im betreffenden Fall nicht aus-
schlaggebend.  Da  somit  die  meisten  Anforderungen  gemäss  dem 
massgebenden Referenzfunktionenkatalog nicht erfüllt seien, rechtfer-
tige sich eine Einreihung in die Lohnklasse 24 nicht.

D.
Gegen  diesen  Entscheid  erhebt  X._______  (Beschwerdeführer)  am 
1. Februar  2010  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  und 
beantragt  dessen  Aufhebung  und  die  rückwirkende Einreihung  ab 
1. Januar  2008  in  mindestens  die  Lohnklasse 24  (Endposition).  Zur 
Begründung macht er geltend, dass er sämtliche Kriterien zur Einreih-
ung in die Lohnklasse 24 erfülle. Auffallend sei zudem, dass bei ande-
ren  Stelleninhabern  derselben  Forschungsgruppe  mit  Lohnklasse 24 
längst  nicht  alle  Anforderungen  in  den  entsprechenden  Stellenbe-
schreibungen figurierten. Die Stellenbeschreibung für sich alleine kön-
ne demnach kaum entscheidend sein, zumal immer wieder betont wer-
de, dass die Formulierungen in Stellenbeschreibungen einen gewissen 
Freiraum ermöglichen sollten. Es müssten daher die im Rahmen des 
Quervergleichs herangezogenen Stellenbeschreibungen der Lohnklas-
se 24  offen  gelegt  und  aufgezeigt  werden,  inwieweit  die  Stellenbe-
schreibung des Beschwerdeführers von denjenigen, die in eine höhere 
Lohnklasse eingestuft seien, abweiche.

E.
Mit  Stellungnahme  vom  17. März  2010  beantragt  das  EVD  (Vorin-
stanz)  die  Abweisung der  Beschwerde. Zur  Begründung verweist  es 
insbesondere  auf  die  Stellungnahme des  BLW vom 11. März  2010, 
das  zum  Schluss  gelangt,  dass  entgegen  der  Auffassung  des  Be-
schwerdeführers nur die dritte und siebte Anforderung des Funktions-
bildes  gemäss  Referenzfunktion  Naturwissenschaftler/in,  Lohnklas-
se 24, vollumfänglich erfüllt seien.

F.
In  seiner  Replik  vom  21. April  2010  besteht  der  Beschwerdeführer 
darauf, dass seinem Interesse an Akteneinsicht kein Grund entgegen 
stehe, da bei einem Quervergleich mit einer Anonymisierung den Inter-

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essen der betroffenen Stelleninhaber an deren Persönlichkeitsschutz 
hinreichend Rechnung getragen werden könne. Er vertritt zudem nach 
wie vor die Ansicht, sowohl auf der Ebene der Grundlagen- als auch 
auf jener der angewandten Forschung tätig zu sein. Sämtliche Mitar-
beiter  der  ART  mit  ähnlichem  Ausbildungs-,  Funktions-  und  Erfah-
rungsgrad wie er seien in der Lohnklasse 24 eingereiht. Dieser (Miss-) 
Stand rechtfertige aus Transparenz- und Kompatibilitätsgründen umso 
mehr  einen  Quervergleich  der  Stellenbeschriebe.  Des  Weiteren  be-
streitet er die Aussage des BLW, wonach er damit einverstanden sein 
soll,  dass seine Stellenbeschreibung seine wichtigsten Aufgaben wi -
derspiegle. Vielmehr gebe die Stellenbeschreibung nicht  sein effekti-
ves und vollständiges Aufgabengebiet wieder und bedürfe deshalb ei-
ner Aktualisierung.

G.
Am 7. Mai 2010 reicht die Vorinstanz auf Aufforderung des Instrukti-
onsrichters  ein  Organigramm der  Forschungsanstalt  ART, eine  Liste 
der  Mitarbeitenden,  die  im  selben  Forschungsbereich  wie  der  Be-
schwerdeführer tätig sind (inkl. Nennung der Lohnklassen), eine Liste 
der  Mitarbeitenden,  die  im  selben  Forschungsbereich  wie  der  Be-
schwerdeführer tätig und in der Lohnklasse 24 eingereiht sind, sowie 
die nicht anonymisierten Stellenbeschreibungen dieser Mitarbeitenden 
ein.

H.
Mit Verfügung vom 19. Mai 2010 stellt  das Bundesverwaltungsgericht 
unter anderem fest, dass diese von der Vorinstanz eingereichten Un-
terlagen  im  Wesentlichen  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers 
bestätigen und deshalb – und unter Berücksichtigung der privaten In-
teressen  der  Betroffenen –  dem Beschwerdeführer  nicht  zuzustellen 
sind.

I.
Der Beschwerdeführer widerspricht  mit  Schreiben vom 26. Mai  2010 
den Ausführungen der Vorinstanz, wonach er keiner Forschungsgrup-
pe angehöre und A._______ direkt unterstellt sei. Vielmehr sei er seit 
dem 1. Januar 2008 der Forschungsgruppe Agrartechnische Systeme 
AS zugeteilt.

J.
Auf die übrigen Ausführungen der Parteien und die sich bei den Akten 
befindlichen  Schriftstücke  wird –  sofern  entscheidrelevant –  im  Rah-

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men der Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gegen  Entscheide  aus  dem  Bereich  des  Bundespersonalrechts 
steht  grundsätzlich  der  Beschwerdeweg an  das  Bundesverwaltungs-
gericht  offen  (Art. 36  Abs. 1  des  Bundespersonalgesetzes  vom 
24. März 2000 [BPG, SR 172.220.1]). Dieses beurteilt gemäss Art. 31 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG, 
SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021),  sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG ge-
geben ist und eine Vorinstanz im Sinne von Art.  33 VGG entschieden 
hat.  Im  vorliegend  zur  Beurteilung  stehenden  Bereich  des  Bundes-
personalrechts besteht keine derartige Ausnahme. Das EVD ist zudem 
eine  Vorinstanz  gemäss  Art. 33  VGG,  weshalb  das  Bundesverwal-
tungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig 
ist.

1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor 
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur 
Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat. Als formeller Adressat hat der Beschwerdeführer ohne 
Weiteres  ein  aktuelles,  schutzwürdiges  Interesse  an  der  Aufhebung 
der  angefochtenen  Verfügung. Er  ist  deshalb  zur  Beschwerde  legiti -
miert.

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
(Art. 50 und 52 VwVG) ist demnach einzutreten.

2.
Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  grundsätzlich  mit  unein-
geschränkter Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung 
von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens  (Art. 49  Bst. a  VwVG)  oder  die  unrichtige  bzw.  unvoll-
ständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  (Art.  49 
Bst. b  VwVG),  sondern  auch  die  Unangemessenheit  des  angefoch-
tenen  Entscheids  (Art. 49  Bst. c  VwVG). Bei  der  Prüfung  der  Ange-
messenheit  auferlegt  sich das Bundesverwaltungsgericht – wie zuvor 

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auch  die  Eidgenössische  Personalrekurskommission  (PRK) –  indes 
eine  gewisse  Zurückhaltung,  soweit  es  um die  Leistungsbeurteilung 
von  Bediensteten  des  Bundes,  um verwaltungsorganisatorische  Fra-
gen oder um Probleme der betriebsinternen Zusammenarbeit und des 
Vertrauensverhältnisses geht. Es entfernt sich insofern im Zweifel nicht 
von der Auffassung der Vorinstanz und setzt  sein eigenes Ermessen 
nicht  an  deren  Stelle  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-3551/2009 vom 22. April  2010 E. 5,  A-7932/2007 vom 29. Oktober 
2008 E. 2 mit Hinweisen;  ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜH-
LER,  Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel  2008, 
Rz. 2.160).

Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ver-
hält es sich auch so bei der Überprüfung einer Stelleneinreihung – sei 
es einer Rückstufung oder einer Besoldungseinstufung –, sofern diese 
letztlich  auf  die  Verwaltungsorganisation  und  die  betriebliche  Zu-
sammenarbeit  zurückzuführen ist. Dabei gilt  insbesondere, dass sich 
eigentliche  Reorganisationsmassnahmen,  wozu  unter  anderem auch 
die  Neueinteilung  der  Ämter  gehört,  der  gerichtlichen  Überprüfung 
weitgehend  entziehen.  Bereits  die  PRK  beurteilte  Reorganisations-
massnahmen  entsprechend  nur  darauf  hin,  ob  sie  auf  ernstlichen 
Überlegungen beruhten und nicht  lediglich  vorgeschoben waren,  um 
auf diese Weise auf ein bestimmtes Dienstverhältnis Einfluss zu neh-
men. Es könne nicht Aufgabe der PRK sein, selbst als qualifizierende 
Instanz  tätig  zu  werden  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-7932/2007 vom 29. Oktober 2008 E. 2, A-3627/2007 vom 9. Januar 
2008  E. 4.1;  Entscheid  der  PRK  2006-014  vom 7. September  2006 
E. 4c; Entscheid der PRK 2003-012 vom 13. Juni 2003 veröffentlicht in 
der Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 68.8 E. 2 und 4b/bb 
mit Hinweisen).

3.
Dem Gesetzgeber  kommt  bei  Organisations-  und  Besoldungsfragen 
grundsätzlich  ein  grosser  Ermessens-  bzw. Gestaltungsspielraum zu 
und  die  zuständigen  Behörden  können  aus  der  Vielzahl  denkbarer 
Anknüpfungspunkte  die  Tatbestandselemente  auswählen,  die  für  die 
Besoldung der Bediensteten massgebend sein sollen (vgl. Entscheid 
der PRK 2006-014 vom 7. September 2006 E. 3a mit Hinweisen). Das 
Bundespersonalrecht  enthält  auf  Stufe  BPG  denn  auch  nur  wenige 
Vorgaben zum Lohn. Dieser bemisst sich gemäss Art. 15 Abs. 1 BPG 
nach  den  drei  Kriterien  Funktion,  Erfahrung  und  Leistung.  Näheres 

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regeln die  gestützt  auf  Art. 15 Abs. 3 BPG erlassenen Ausführungs-
bestimmungen, namentlich die Bundespersonalverordnung vom 3. Juli 
2001 (BPV, SR 172.220.111.3).

Art. 36 BPV stellt ein System von 38 Lohnklassen auf. Jede Funktion 
wird  bewertet  und  einer  dieser  Klassen  zugewiesen  (Art. 52  Abs. 1 
BPV). Vor ihrem Entscheid über  die  Zuweisung der  einzelnen Funk-
tionen zu einer Lohnklasse holt die zuständige Stelle nach Art.  2 das 
Gutachten der Bewertungsstelle nach Art. 53 ein (Art. 52 Abs. 2 BPV). 
Für  die  Funktionsbewertung sind  die  nötige  Vorbildung,  der  Umfang 
des  Aufgabenkreises  sowie  das  Mass  der  betrieblichen  Anforderun-
gen,  Verantwortlichkeiten  und  Gefährdungen  massgebend  (Art. 52 
Abs. 3 BPV). Grundlage für die Bewertung ist  gemäss Art. 20 Abs. 1 
der Verordnung des EFD vom 6. Dezember 2001 zur Bundespersonal-
verordnung  (VBPV,  SR 172.220.111.31)  die  Stellenbeschreibung 
(Pflichtenheft).  Die  Bewertung  hat  nicht  zuletzt  auch  aufgrund  von 
Vergleichen  mit  anderen  Stellen  zu  erfolgen  (sog.  Quervergleiche, 
Art. 20 Abs. 2 VBPV; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts A-7932/2007 vom 29. Oktober 2008 E. 3).

Die Stellenbeschreibung stellt  die formelle  Grundlage für  die Bewer-
tung und Einreihung der Stellen in die Lohnklassen dar. Darin werden 
die Anforderungen, der Aufgabenbereich sowie die Kompetenzen bzw. 
Verantwortlichkeiten  des  Stelleninhabers  zusammengefasst  fest-
gehalten  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-7932/2007  vom 
29. Oktober  2008  E. 5.1;  Entscheid  der  PRK 2005-014  vom 28. No-
vember 2005 E. 4).

4.
4.1 Da  sich  die  gesetzlichen  Grundlagen  für  eine  dezentrale  An-
wendung in der Praxis nur bedingt eignen und insbesondere für die im 
Bewertungsverfahren  eine  wichtige  Rolle  spielenden  Quervergleiche 
nicht genügen, erliess das EPA Referenzfunktionen, welche eine nach-
vollziehbare Funktionsbewertung erleichtern sollen (vgl. Referenzfunk-
tionen  der  Bundesverwaltung,  hrsg.  durch  das  EPA,  1. Aufl.,  2008, 
S. 6).

Die Referenzfunktion für  Naturwissenschaftler/innen in der  Lohnklas-
se 24 enthält unter der Rubrik "Funktionsbild" folgende Anforderungen:

1. Erarbeitet  wissenschaftliche  Grundlagen  im  Forschungs-  oder  Fachbe-
reich.

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2. Leitet  (Labor-)Untersuchungen  in  fachlicher  und  organisatorischer  Hin-
sicht (entwickelt selbständig Methoden der Analytik sowie Synthetik und 
führt Strukturanalysen durch).

3. Entwickelt und erprobt Verfahren der Qualitätssicherung.
4. Leitet  wissenschaftliche Projekte (Konzeption,  Planung, Umsetzung und 

Auswertung).
5. Stellt  nationale  und  internationale  wissenschaftliche  Kontakte  her  und 

pflegt diese (kantonale Behörden, WHO, OECD etc.) und tritt als Experte  
in Fachgremien und Kommissionen auf.

6. Gibt Auskunft und berät die Linie, die Behörden und die Medien bei Fach -
fragen.

7. Publiziert Beiträge in wissenschaftlichen Fachzeitschriften (national, inter -
national).

Als  Abgrenzung  zur  Lohnklasse 23  werden  folgende  Kriterien  auf-
geführt:

- Bearbeitet ein besonders schwieriges wissenschaftliches Hauptsachgebiet 
in einem naturwissenschaftlichen Bereich.

- Tätigkeit ist vorwiegend national ausgerichtet.

Das Funktionsbild  beleuchtet  in  einer neutralen Form die Ziele,  Auf-
gaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Beziehungen zu ande-
ren Stellen. Im Gegensatz zu den konkreten, individuellen Stellenbe-
schreibungen, die einen zeitlich begrenzten Zustand beschreiben und 
periodisch überprüft  werden sollten,  sind die Referenzfunktionen all -
gemeiner gehalten und beständiger (Referenzfunktionen der Bundes-
verwaltung, a.a.O., S. 8).

4.2 Die Stellenbeschreibung vom 30. April 2007 (datiert 5. Dezember 
2005,  unterschrieben am 21. Januar  2008)  für  die Funktion des Be-
schwerdeführers als wissenschaftlicher Mitarbeiter zählt folgende "Auf-
gabenbereiche / Ziele der Stelle" auf: 

- Forschung im Bereich des mechanischen Bodendruckes und seines Ein-
flusses auf Struktur und physikalische Parameter des Bodens

- Entwicklung von anwendungsorientierten Methoden zur Beurteilung von 
Bodenbelastungen und zur Verringerung von Bodenstrukturschäden

- Know-how-Transfer im Bereich der Bestrebungen für einen nachhaltigen 
physikalischen Bodenschutz: Erarbeitung von Empfehlungen in Form von 
Publikationen,  Vorträgen  und  Entscheidungshilfsmittel  für  Praxis,  Bera-
tung und weitere Fachkreise im In- und Ausland. Pflege des entsprechen-
den nationalen und internationalen Netzwerks.

Unter  "Tätigkeiten"  werden  in  der  Reihenfolge  ihrer  Bedeutung  auf-
gelistet:

Forschung (70 %)

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- Leitet  Forschungsprojekte  im  Bereich  des  mechanischen  Bodendrucks 
und dessen Einfluss auf  Struktur  und physikalische Parameter  des Bo-
dens. Nützt dazu insbesondere die vorhandenen Synergien zum Standort  
Reckenholz  in  Fragen des physikalischen Bodenschutzes  und Kontakte 
sowie Kooperationen mit nationalen und internationalen Institutionen und 
Organisationen.

- Entwickelt, gestützt auf den aktuellen Stand der wissenschaftlichen For -
schung,  anwendungsorientierte  Feldmethoden  zur  Beurteilung  der  Be-
fahrbarkeit und Bearbeitbarkeit der Böden im Futter- und Ackerbau. Kon-
zipiert, erarbeitet und entwickelt Entscheidungshilfsmittel weiter (u.a. Soft -
ware) für Praxis, Beratung und Forschung.

- Verfolgen und ausschöpfen von Potentialen für Drittmittelakquisitionen.

Wissenstransfer (ART-intern und -extern; 20 %)
- Plant und betreibt den Wissenstransfer durch Mitwirkung bei Kursen und 

Tagungen,  durch  Pflege  einer  nationalen  und  internationalen  Publikati-
onstätigkeit, durch das Halten von Fachvorträgen und Vorlesungen sowie 
das Erstellen von Fachgutachten.

- Bringt sein Know-how ein in Arbeitsgruppen u.a. bei der Umsetzung und 
dem Vollzug der Verordnung für die Belastung des Bodens (VBBo, BAFU).

Betrieb (10 %)
Unterhalten  und  aktualisieren  der  Mess-  und  Prüfeinrichtungen  sowie  be-
schaffen  und pflegen  der  geeigneten  Maschinen von Landmaschinenfirmen 
für die Durchführung der Forschungsprojekte.

5.
Im  Jahr  2005  schlossen  sich  die  damalige  Forschungsanstalt  für 
Agrarwirtschaft  und  Landtechnik  sowie  die  Forschungsanstalt  für 
Agrarökologie  und  Landbau  zur  heutigen  ART (Eidgenössische  For-
schungsanstalt  Agroscope Reckenholz-Tänikon) zusammen. Im Rah-
men dieser  Reorganisation  wurden 2006 sämtliche Stellen  der  ART 
einer  Funktionsbewertung  unterzogen.  Die  Neueinstufung  des  Be-
schwerdeführers  ist  somit  Folge  einer  Reorganisationsmassnahme 
und als solche der gerichtlichen Kontrolle weitgehend entzogen (vgl. 
E. 2 hiervor).

Im  Folgenden  zu  prüfen  ist,  ob  die  Einreihung  der  Stelle  des  Be-
schwerdeführers in Lohnklasse 23 vor Bundesrecht standhält.  Zu be-
urteilen ist dabei einerseits, ob dessen Stellenbeschreibung in Anwen-
dung  der  Kriterien  gemäss  Referenzfunktionenkatalog  eingereiht 
wurde (nachfolgend E. 6), und andererseits, ob die Funktion des Be-
schwerdeführers gleich eingestuft  ist  wie andere Funktionen mit ver-
gleichbaren Voraussetzungen und Aufgaben, mithin ob die Einstufung 
in  die  Lohnklasse 23  einem  Quervergleich  standhält  (Art. 20  Abs. 2 
VBPV) und den verfassungsmässigen Grundsatz der Rechtsgleichheit 
beachtet  (vgl.  Art. 8  Abs. 1  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999  [BV, SR 101]; nachfol-

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gend  E. 7).  Zu  berücksichtigen  ist,  dass  die  Rubriken  "Ausbildung / 
Fachwissen" und "Kompetenzen / Fähigkeiten" gemäss massgebender 
Referenzfunktion  nicht  umstritten  scheinen,  weshalb  auf  diese  nicht 
weiter  einzugehen ist,  sondern sich die Parteien einzig über  die Er-
füllung der Kriterien der Rubrik "Funktionsbild" nicht einig sind.

6.
6.1
6.1.1 In Bezug auf die erste Anforderung macht der Beschwerdeführer 
geltend,  dass  er  sehr  wohl  Grundlagenforschung  betreibe.  Darunter 
sei die wissenschaftliche Aufstellung, Nachprüfung und Diskussion der 
Prinzipien einer Wissenschaft  zu verstehen. Sie lege die Grundlagen 
für  weitergehende  Forschung  und  hebe  sich  somit  u.a.  von  der  an-
gewandten Forschung ab, die unter Umständen ähnliche Forschungs-
felder bearbeite, jedoch mit einem anderen Fokus und anderen, wirt -
schaftlichkeitsorientierteren  Zielsetzungen  arbeite. Er  sei  sowohl  auf 
der Ebene der Grundlagen- als auch auf jener der angewandten For-
schung tätig. Er entwickle nicht  nur praxisorientierte Methoden, son-
dern erarbeite ebenfalls Grundkenntnisse. Ohnehin erscheine fragwür-
dig, ob eine Unterscheidung zwischen Grundlagenforschung und an-
gewandter Forschung heutzutage noch gerechtfertigt sei.

6.1.2 Die  Vorinstanz  hält  demgegenüber  fest,  Grundlagenforschung 
sei  auf  neue Erkenntnisse gerichtet,  ohne unmittelbar auf  praktische 
Anwendungen hin  orientiert  zu sein. Diese Forschung sei  nicht  ziel -
gerichtet und werde meist nur durch das Verlangen nach noch mehr 
Wissen vorangetrieben. Im Gegensatz dazu verfolge die angewandte 
Forschung  ein  konkretes  Ziel  und die  Forschungsergebnisse wiesen 
einen  praktischen  Nutzen  auf. Die  Wissenschaftler  würden  bei  ihrer 
Forschung Ergebnisse der Grundlagenforschung verwenden und ver-
suchen,  bestimmte Problemstellungen  zu lösen. Die  vom Beschwer-
deführer in seiner Beschwerdeschrift angeführten Tätigkeiten seien als 
angewandte  Forschung  zu  betrachten.  Dasselbe  gelte  für  das  Dis-
sertationsthema,  das  der  von  ihm betreute  Doktorand  bearbeite. Im 
Übrigen  würden  die  landwirtschaftlichen  Forschungsanstalten  dem 
Auftrag  des  Bundesrates  entsprechend  hauptsächlich  angewandte 
Forschung  betreiben.  Die  Forschungsvorgaben  gemäss  der  Stellen-
beschreibung des Beschwerdeführers und gemäss den von ihm publi -
zierten Arbeiten seien zweifelsohne schwergewichtig als angewandte 
Forschung  zu  betrachten,  weshalb  die  erste  Anforderung  des  Refe-
renzfunktionenkatalogs nicht erfüllt sei.

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6.1.3 Das Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  sich,  wie  bereits  dar-
gelegt,  bei  der  Überprüfung  von  Stelleneinreihungen  eine  gewisse 
Zurückhaltung und beschränkt sich auf die Frage, ob diese auf ernst -
lichen  Überlegungen  beruhen.  Insbesondere  erachtet  es  nicht  als 
seine  Aufgabe,  selbst  als  qualifizierende  Instanz  tätig  zu  sein  (vgl. 
vorne E. 2). Es steht  daher dem Bundesverwaltungsgericht  nicht  zu, 
die Art der Forschung, die der Beschwerdeführer betreibt, zu beurtei-
len. Vielmehr ist dabei auf die Ausführungen der fachlich kompetenten 
Vorinstanz resp. Arbeitgeberin abzustellen. Diese legt den Unterschied 
zwischen  Grundlagen-  und  angewandter  Forschung  dar  und  kommt 
zum  Schluss,  der  Beschwerdeführer  betreibe  angewandte  Wissen-
schaft  und entwickle anwendungsorientierte Methoden. Es ist  zudem 
nicht Sache des Bundesverwaltungsgerichts, an dieser Stelle zu beur-
teilen,  inwieweit  eine  Unterscheidung  von  Grundlagenforschung  und 
angewandter  Forschung Sinn macht  und in  den Referenzfunktionen-
katalog aufzunehmen ist.

6.2
6.2.1 Zur 2. Anforderung führt  der Beschwerdeführer an, als Projekt-
leiter  im  Bereich  Bodenschutz,  Bodenmechanik  und  Bodenphysik 
sowohl  im  Labor  auch  als  auf  dem Feld  laufend  mit  Analysen  kon-
frontiert zu sein. Die Entwicklung von neuen Messgeräten und Mess-
systemen und die  Durchführung von Strukturanalysen seien Teil  der 
Anforderungen. Daraus werde ersichtlich, dass er sich mit seiner For-
schungsaktivität in mehreren Disziplinen der Agrartechnik (namentlich 
Bodenmechanik, Bodenphysik, Terramechanik, u.a. die Wirkungen der 
verschiedenen  Fahrwerksysteme  auf  den  Boden,  Energiebedarf  der 
Traktoren  auf  dem Feld)  bewege  und  nicht  auf  ein  Monothema be-
schränkt sei.

6.2.2 Demgegenüber hält  die Vorinstanz fest,  dass der Beschwerde-
führer zwar Untersuchungen in fachlicher und organisatorischer Hin-
sicht leite und insofern die Anforderung erfülle, dies jedoch bloss auf 
dem eng  begrenzten  monothematischen  Bereich  des  mechanischen 
Bodendrucks. Die Leitung von Forschungsprojekten beziehe sich da-
gegen nicht auf das mehrere Themen umfassende Gebiet der Agrar-
technik. Das Kriterium werde daher nur teilweise erfüllt.

6.2.3 Auch hier  gilt  wiederum, dass die  Vorinstanz über  die  nötigen 
Fachkenntnisse  verfügt  und  besser  über  den  genauen  Tätigkeitsbe-
reich des Beschwerdeführers Bescheid weiss als das Bundesverwal-

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tungsgericht. Die Ausführungen der Vorinstanz erscheinen zumindest 
nicht  unangemessen,  weshalb  kein  Grund  besteht,  davon  abzuwei-
chen.

6.3 Das  3. Anforderungskriterium  "Entwicklung  und  Erprobung  von 
Verfahren der Qualitätssicherung" ist sowohl für die Referenzfunktion 
Naturwissenschaftler/in in der Lohnklasse 23 als auch in der Lohnklas-
se 24 enthalten. Es ist somit für die Beurteilung, ob eine Stelle in die 
Lohnklasse 23 oder 24 eingereiht wird, nicht ausschlaggebend. Nach-
dem sich die Vorinstanz anlässlich ihrer Vernehmlassung nicht weiter 
dazu geäussert hat, kann davon ausgegangen werden, dass auch sie 
die Voraussetzung als vom Beschwerdeführer erfüllt erachtet.

6.4
6.4.1 Der  Beschwerdeführer  macht  weiter  geltend,  die  Bereiche der 
Terramechanik  (Fahrwerksysteme,  Bereifungen),  der  Bodenmechanik 
und der Bodenphysik – unter Berücksichtigung von Elementen aus der 
Bodenchemie  und  -biologie –,  in  denen  er  wissenschaftliche  For-
schungsprojekte durchführe,  leite  und sich mit  damit  zusammenhän-
genden naturwissenschaftlichen Problemstellungen auseinandersetze, 
würden  miteinander  interagieren.  Es  lasse  sich  somit  sachlich  nicht 
begründen, der Leitung von Projekten in diesen Bereichen die Qualität 
der 4. Anforderung abzusprechen. Zudem sei  auch die fachliche Be-
treuung eines Doktoranden sehr wohl als Leitung eines wissenschaft -
lichen Projekts zu werten.

6.4.2 Die Vorinstanz bringt vor, ein wissenschaftliches Projekt im Sin-
ne  der  4. Anforderung  bzw. ein  Projekt  im  engeren  Sinne  umfasse 
gemäss  Klassifikationsstelle  mehrere  naturwissenschaftliche  Frage- 
und Aufgabenstellungen in einem grösseren Kontext (interdisziplinäre 
Aufgabenstellungen).  Das  vom Beschwerdeführer  beschriebene  Teil-
projekt "Zugkraft, Schlupf und Treibstoff" beschränke sich lediglich auf 
den einzelnen Bereich der "Bodenbeanspruchung", weshalb die Anfor-
derung nicht erfüllt sei. Auch die Betreuung eines Doktoranden könne 
nicht  als  Leitung  eines  wissenschaftlichen  Projekts  angesehen  wer-
den,  da  die  Aufgabe  der  Betreuungsperson  in  der  regelmässigen 
Rückmeldung zur  Qualität  und  zum Fortschritt  der  Forschungsarbeit 
des  Promovierenden  bestehe.  Diese  Aufgabe  könne  allenfalls  als 
"Wissenstransfer  (ART-intern  und -extern)"  gemäss seiner  Stellenbe-
schreibung betrachtet werden.

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6.4.3 Gemäss Stellenbeschreibung des Beschwerdeführers leitet die-
ser  Forschungsprojekte  im  Bereich  des  mechanischen  Bodendrucks 
und  dessen  Einfluss  auf  Struktur  und  physikalische  Parameter  des 
Bodens. Dazu nützt er insbesondere die vorhandenen Synergien zum 
Standort  Reckenholz  in  Fragen  des  physikalischen  Bodenschutzes 
und Kontakte sowie Kooperationen mit nationalen und internationalen 
Institutionen und Organisationen. Die Vorinstanz bringt vor, diese Tä-
tigkeit habe nicht als Forschung im Sinne des Referenzfunktionenkata-
logs zu gelten. Inwieweit diese Feststellung tatsächlich zutrifft, liegt im 
Ermessen  der  Vorinstanz  und  entzieht  sich  der  Kontrolle  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht.

6.5
6.5.1 In der Stellenbeschreibung des Beschwerdeführers werde unter 
der Rubrik "Wissenstranfser" u.a. "das Halten von Fachvorträgen und 
Vorlesungen" sowie "das Erstellen von Fachgutachten" aufgeführt. Um 
überhaupt Fachvorträge halten oder Fachgutachten abfassen zu kön-
nen, müsse man über eine Sachkunde verfügen, die sich durch über-
durchschnittliche Kenntnisse und Erfahrungen in  Theorie  und Praxis 
im betreffenden Sachbereich auszeichne. Der Beschwerdeführer pfle-
ge laufend unzählige Kontakte mit dem In- und Ausland und werde als 
Boden-  und  Reifenspezialist  immer  wieder  als  Fachgutachter  bzw. 
Experte  auf  nationaler  und internationaler  Ebene beigezogen. Damit 
erfülle er auch die 5. Anforderung des Referenzfunktionenkatalogs.

6.5.2 Die Vorinstanz hält entgegen, die Expertentätigkeit sei zwar bei 
den  anonymisierten  Stellenbeschreibungen  aufgeführt,  nicht  jedoch 
bei der Stellenbeschreibung des Beschwerdeführers. Massgebend für 
die Frage, ob eine Expertentätigkeit im Sinne des Funktionenkatalogs 
ausgeübt werde, sei,  ob zur Erfüllung dieser Tätigkeit  mehrere kom-
plexe Arbeitsgebiete nebeneinander auf sehr hohem Niveau, inklusive 
der  Zusammenhänge  und  Theorien,  beherrscht  würden.  Diese  Vor-
aussetzung erfülle der Beschwerdeführer nicht, da sich sein Aufgaben-
gebiet  auf  ein  relativ  eng  begrenztes  monothematisches  Gebiet  be-
schränke  und  die  wahrgenommene  Forschungstätigkeit  praxis-  und 
anwendungsorientiert sei.

6.5.3 Die Vorinstanz bestreitet nicht, dass der Beschwerdeführer über 
Fachkenntnisse verfügt. Jedoch spricht sie ihm keine Expertenfunktion 
zu – und erachtet damit auch die 5. Anforderung als nicht oder nicht 
vollständig erfüllt –, weil sich sein Aufgabenbereich auf ein relativ eng 

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begrenztes monothematisches Gebiet beschränke und er nicht Grund-
lagenforschung  betreibe.  Die  Beurteilung  darüber  steht  wie  bereits 
dargelegt  (E. 6.1.3  und 6.2.3 hiervor)  der Vorinstanz zu und ist  vom 
Bundesverwaltungsgericht in materieller Hinsicht nicht näher zu über-
prüfen, zumal sie nicht unbegründet erfolgt ist.

6.6
6.6.1 Der Beschwerdeführer bringt im Zusammenhang mit der 6. An-
forderung des Weiteren erneut vor, seine Auskunfts-, Beratungs- und 
Instruktionstätigkeiten als  Bodenexperte  beschränkten sich  nicht  nur 
auf die Feldmethode der Beurteilung der Befahrbarkeit und Bearbeit-
barkeit der Böden im Futter- und Ackerbau, sondern erstreckten sich 
auch auf die Gebiete des mechanischen Bodendrucks und des physi-
kalischen Bodenschutzes sowie  der  Terramechanik,  so  dass keines-
wegs von einem eng begrenzten Fachbereich gesprochen werden kön-
ne.

6.6.2 Demgegenüber  beschränken  sich  die  Beratungsaufgaben  des 
Beschwerdeführers der Vernehmlassung der Vorinstanz zufolge auf die 
eng  begrenzte  anwendungs-  und  praxisorientierte  Feldmethode  der 
Beurteilung der Befahrbarkeit und Bearbeitbarkeit  der Böden im Fut-
ter- und Ackerbau. Die 6. Anforderung sei daher nicht erfüllt.

6.6.3 Das in vorstehender E. 6.5.3 Festgestellte gilt auch für diese Rü-
ge des Beschwerdeführers. Mit Rücksicht auf das der Vorinstanz zu-
stehende Ermessen ist von ihrem Entscheid auch diesbezüglich nicht 
abzuweichen.

6.7 In Bezug auf die 7. Anforderung wird von beiden Seiten nicht be-
stritten, dass die Stellenbeschreibung des Beschwerdeführers die Auf-
gaben  des  nationalen  und  internationalen  Publizierens  von  erarbei-
tetem Wissen und das Halten von Vorträgen an nationalen und inter-
nationalen Tagungen enthält und die Anforderung damit erfüllt ist.

6.8 Die Rubrik "Abgrenzung" im Referenzfunktionenkatalog nennt aus-
gewählte  Aufgaben,  Kompetenzen und Verantwortlichkeiten,  die vom 
näher umschriebenen Funktionsbild abweichen und eine Höher- oder 
Tieferbewertung  rechtfertigen.  Diese  schaffen  den  zuständigen  Be-
wertungsstellen  den  notwendigen  Spielraum,  um  departementsspe-
zifische, organisatorische,  hierarchische, fachliche und führungsmäs-
sige Besonderheiten angemessen in die Bewertung einfliessen zu las-
sen.  Die  aufgeführten  Abweichungen  sind  dabei  nicht  in  jedem Fall 

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trennscharf  und  müssen  nicht  immer  kumulativ  auftreten  (Referenz-
funktionen der Bundesverwaltung, a.a.O., S. 10).

Die  beiden  in  der  Referenzfunktion  für  Naturwissenschaftler  in  der 
Lohnklasse 24 genannten Kriterien ("Bearbeitet ein besonders schwie-
riges wissenschaftliches Hauptsachgebiet in einem naturwissenschaft-
lichen Bereich",  "Tätigkeit  ist  vorwiegend national  ausgerichtet")  las-
sen keine klare  Unterscheidung zu und dienen im vorliegenden Fall 
keiner  eindeutigen  Zuteilung.  Sie  erweisen  sich  damit  für  den  vor-
liegenden Fall nicht weiter hilfreich.

6.9 Die Stellenbeschreibung des Beschwerdeführers erfüllt  somit un-
bestrittenermassen  die  siebte  Anforderung  gemäss  Referenzfunk-
tionenkatalog für eine Einreihung in die Lohnklasse 24. In Bezug auf 
die  3. Anforderung kann festgehalten werden,  dass  diese nicht  aus-
schlaggebend  ist  für  die  vorliegend  umstrittene  Einreihung. Die  An-
forderungen 2, 5 und 6 werden von der Vorinstanz als bloss teilweise 
erfüllt  erachtet,  dies  im Wesentlichen,  weil  sich  das  Aufgabengebiet 
des Beschwerdeführers auf einen eng begrenzten monothematischen 
Bereich beschränke. Als gar nicht erfüllt sieht die Vorinstanz dagegen 
nur die 1. und 4. Anforderung. Ob dies genügt, um dem Beschwerde-
führer eine Einstufung in die Lohnklasse 24 zu verwehren, mag zwei-
felhaft  erscheinen. Die Frage kann indessen offen gelassen werden, 
da sich die Einreihung in die Lohnklasse 23, wie sogleich zu sehen ist, 
aus anderen Gründen nicht als rechtmässig erweist.

7.
Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass auch bei anderen Stel-
leninhabern derselben Forschungsgruppe mit Lohnklasse 24 nicht alle 
Anforderungen in den entsprechenden Stellenbeschreibungen figurier-
ten.  Die  Stellenbeschreibungen  für  sich  alleine  könnten  demnach 
kaum entscheidend sein, zumal immer wieder betont werde, dass die 
Formulierungen  in  Stellenbeschreibungen  einen  gewissen  Freiraum 
ermöglichen sollten. Im Rahmen eines Quervergleichs müssten diese 
Stellenbeschreibungen der Lohnklasse 24 offen gelegt und es müsse 
aufgezeigt werden, inwieweit  die Stellenbeschreibung des Beschwer-
deführers  von  denjenigen,  die  in  eine  höhere  Lohnklasse  eingestuft  
seien, abweiche.

7.1 Der Grundsatz der Rechtsgleichheit gemäss Art. 8 Abs. 1 BV ver-
langt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Un-
gleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. 

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Der  Anspruch  auf  rechtsgleiche  Behandlung  wird  insbesondere  ver-
letzt,  wenn  hinsichtlich  einer  entscheidwesentlichen  Tatsache  recht-
liche  Unterscheidungen  getroffen  werden,  für  die  ein  vernünftiger 
Grund  in  den  zu  regelnden  Verhältnissen  nicht  ersichtlich  ist,  oder 
wenn  Unterscheidungen  unterlassen  werden,  die  aufgrund  der  Ver-
hältnisse hätten getroffen werden müssen (vgl. statt vieler BGE 135 V 
361  E. 5.4.1;  ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER,  Schwei-
zerisches  Bundesstaatsrecht,  7. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2008, 
Rz. 750 ff.).

Im öffentlichen Dienstrecht wird das Gebot der rechtsgleichen Behand-
lung dann verletzt,  wenn gleichwertige Arbeit  ungleich entlöhnt  wird. 
Innerhalb der Grenzen des Willkürverbots und des Rechtsgleichheits-
gebots  sind  die  Behörden  befugt,  aus  der  Vielzahl  denkbarer  An-
knüpfungspunkte die Kriterien auszuwählen, die für die Besoldung von 
Beamten massgebend sein sollen. Verfassungsrechtlich ist  nicht  ver-
langt,  dass  die  Besoldung  allein  nach  der  Qualität  der  geleisteten 
Arbeit  bzw. den  tatsächlich  gestellten  Anforderungen  bestimmt  wird. 
Ungleichbehandlungen müssen sich aber vernünftig begründen lassen 
bzw. sachlich  haltbar  sein. So  hat  das  Bundesgericht  erkannt,  dass 
Art. 8 BV nicht verletzt ist, wenn Besoldungsunterschiede auf objektive 
Motive wie Alter, Dienstalter, Erfahrung, Familienlasten, Qualifikation, 
Art und Dauer der Ausbildung, Arbeitszeit, Leistung, Aufgabenbereich 
oder  übernommene  Verantwortlichkeiten  zurückzuführen  sind  (BGE 
124 II 436 E. 7a, BGE 123 I 1 E. 6a ff. mit Hinweisen). Entsprechendes 
gilt  auch für den Bereich der Rechtsanwendung, in welchem die Be-
hörden  nach  dem  Grundsatz  der  Rechtsgleichheit  verpflichtet  sind, 
gleiche Sachverhalte mit gleichen relevanten Tatsachen gleich zu be-
handeln,  es  sei  denn,  ein  sachlicher  Grund  rechtfertige  eine  unter-
schiedliche Behandlung (BGE 131 I 105 E. 3.1, BGE 125 I 161 E. 3a).

7.2 Gemäss Art. 20 Abs. 2 VBPV hat  die  Funktionsbewertung einer-
seits gestützt auf die Anforderungen der Funktion, andererseits auch 
aufgrund von Vergleichen mit anderen Stellen zu erfolgen (vgl. vorne 
E. 3). Vorliegend stellt sich die Frage, ob bei der Einstufung der Stelle 
des Beschwerdeführers ein solcher Quervergleich angestellt wurde.

7.3 Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid mit Bezug auf den Ver-
fahrensantrag auf Akteneinsicht in die Stellenbeschreibungen von Mit -
arbeitenden der  Forschungsgruppe des Beschwerdeführers an,  dass 
diese Dokumente gar  nicht  als  Entscheidgrundlage dienten. Die seit 

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Dezember  2007  für  die  Klassifikation  massgebenden  Referenzfunk-
tionenkataloge  liessen  eine  Beurteilung  der  einzelnen  Stellen  unab-
hängig von der Einreihung anderer Stellen zu. Da die Referenzfunktio-
nenkataloge die  Anforderungen  von Stellen  aus  der  gesamten  Bun-
desverwaltung  widerspiegelten,  bildeten  sie  ein  zuverlässigeres  In-
strument für die Stellenbewertung als der direkte Vergleich mit Stellen 
innerhalb des (beschränkten) Umfelds einer einzelnen Organisations-
einheit. Weder für die ART noch für die Klassifikationsstelle seien die 
Stellenbeschreibungen von anderen Mitarbeitenden der ART relevant 
gewesen.

Die  Vorinstanz  macht  damit  deutlich,  bei  der  Beurteilung der  vorlie-
gend  umstrittenen Lohnklasseneinreihung  die  Stellenbeschreibungen 
von  anderen,  vergleichbaren  Stelleninhabern  bei  der  ART nicht  be-
rücksichtigt  zu  haben.  Damit  steht  aber  auch  fest,  dass  sie  keinen 
konkreten Quervergleich angestellt,  sondern lediglich geprüft  hat,  ob 
die  Stellenbeschreibung  des  Beschwerdeführers  die  Anforderungen 
gemäss massgebender Referenzfunktion erfüllt.

7.4 Gemäss  dem Leitfaden  für  die  Funktionsbewertung  eignen  sich 
die  gesetzlichen  Grundlagen  für  eine  dezentrale  Anwendung  in  der 
Praxis nur bedingt und genügen insbesondere für die im Bewertungs-
verfahren  eine  wichtige  Rolle  spielenden  Quervergleiche  nicht.  Das 
EPA hat daher Referenzfunktionen erlassen, die eine nachvollziehbare 
Funktionsbewertung erleichtern sollen (vgl. schon vorne E. 4.1; Refe-
renzfunktionen der Bundesverwaltung, a.a.O., S. 6). Die Zuweisung zu 
einer bestimmten Lohnklasse ist aber vielfach nicht vorbehaltlos mög-
lich. Die unterstrichene Lohnklasse entspricht der Standardeinreihung 
des  jeweiligen  Funktionsbildes. Ob die  individuellen  Stellenbeschrei-
bungen eine Höher-  oder  Tiefereinreihung rechtfertigen,  müssen die 
zuständigen Bewertungsstellen auf der Basis der massgebenden Re-
ferenzfunktion bzw. deren Abgrenzung sowie der realen Verhältnisse 
entscheiden  (Referenzfunktionen  der  Bundesverwaltung,  a.a.O., 
S. 10).

7.5 Selbst  wenn  der  Referenzfunktionenkatalog  die  Aufgabe  eines 
Quervergleichs im Sinne von Art. 20 Abs. 2 VBPV erfüllen sollte – was 
an dieser Stelle nicht abschliessend beurteilt werden muss –, ist auch 
stets  das  Rechtsgleichheitsgebot  gemäss  Art. 8  BV einzuhalten. Ob 
dies vorliegend der Fall war, erscheint zweifelhaft.

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7.5.1 Eine  Überprüfung  der  von  der  Vorinstanz  im  Laufe  des  Be-
schwerdeverfahrens  nachgereichten  Stellenbeschreibungen  und  Ein-
stufungen  von  Mitarbeitenden  zeigt  folgendes  Bild:  Im  Forschungs-
bereich  "Agrarökonomie  und  Agrartechnik"  sind  22 Personen  in  der 
Lohnklasse 24 eingestuft,  3 davon sind wie der Beschwerdeführer in 
der  Forschungsgruppe  "Agrartechnische  Systeme"  tätig.  Demgegen-
über ist  nebst  dem Beschwerdeführer lediglich eine Person der  For-
schungsgruppe "Bau, Tier und Arbeit" in Lohnklasse 23 eingereiht.

Werden die Stellenbeschreibungen der übrigen 3 wie der Beschwer-
deführer in der Forschungsgruppe "Agrartechnische Systeme" tätigen 
Mitarbeiter  verglichen,  die in Lohnklasse 24 eingestuft  sind,  fällt  auf, 
dass  diese  nicht  wesentlich  von  derjenigen  des  Beschwerdeführers 
abweichen. So werden unter  "Aufgabenbereich /  Ziel  der  Stelle"  das 
"Konzipieren, Planen und Akquirieren von Forschungsprojekten" in den 
jeweiligen  Bereichen,  das  "Ausführen  und  Sichern  des  Ablaufs  von 
Forschungs-  und  Teilprojekten"  sowie  das  "Publizieren  von  For-
schungsarbeiten  für  ein  nationales  und internationales  Publikum bei 
gleichzeitiger Pflege nationaler und internationaler Netzwerke" aufge-
führt. Die Aufgabenbereiche der Mitarbeitenden in der Lohnklasse 24 
erweisen sich somit als sehr ähnlich wie derjenige des Beschwerde-
führers  in  der  Lohnklasse 23.  Einzig  wird  für  die  Lohnklasse 24  zu-
sätzlich  das  "Konzipieren,  Planen  und  Akquirieren  von  Forschungs-
projekten" genannt, beim Beschwerdeführer wird demgegenüber ledig-
lich von "Forschung" gesprochen. Auch die Aufstellung der Tätigkeiten 
in  der  Reihenfolge ihrer  Bedeutung stellt  im Wesentlichen eine Dar-
legung der  Aufgabenbereiche  mit  gewissen Ergänzungen dar. Dabei 
kommt im Vergleich zur  Stellenbeschreibung des Beschwerdeführers 
in  den Stellenbeschreibungen der Lohnklasse 24 vor allem das "Ab-
decken von Beratungs- und Expertenaufträgen im eigenen Fachgebiet" 
hinzu. Ansonsten ergeben sich keine wesentlichen Unterschiede.

7.5.2 Die Vorinstanz bringt in ihrer Begründung für die Einreihung des 
Beschwerdeführers  in  die  Lohnklasse 23  im  Wesentlichen  vor,  dass 
sich dessen Tätigkeit auf ein relativ eng begrenztes monothematisches 
Gebiet beschränke und die wahrgenommene Forschungstätigkeit pra-
xis-  und  anwendungsorientiert  sei.  Sie  unterlässt  es  aber,  die  Ein-
reihung mit  derjenigen von anderen vergleichbaren Stellen innerhalb 
derselben Forschungsgruppe resp. desselben Forschungsbereichs zu 
vergleichen und legt in keiner Weise dar, inwiefern sich die Einreihung 
von  einzig  der  Stelle  des  Beschwerdeführers  innerhalb  seiner  For-

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schungsgruppe resp. nebst  derjenigen einer weiteren Person im sel-
ben Forschungsbereich –  wo 22 andere Stelleninhaber  in  der  Lohn-
klasse 24 eingestuft sind – in die Lohnklasse 23 rechtfertigen soll. Aus 
Rechtsgleichheitsgründen scheint sich entgegen den (teilweise unter-
lassenen)  Erwägungen der  Vorinstanz  vielmehr  eine  Einstufung  des 
Beschwerdeführers in die Lohnklasse 24 aufzudrängen. Dafür spricht 
insbesondere auch,  dass die ART sowohl im Juni  2006 als  auch im 
Mai  2007 der  Klassifikationsstelle  für  die Stelle  des Beschwerdefüh-
rers die Lohnklasse 24 beantragt  hatte (vgl. Stellungnahme der ART 
zuhanden des GS-EVD vom 17. April 2009, inkl. Beilagen). Darin wird 
zur  Begründung  des  Antrags  u.a.  ausgeführt,  die  geforderte  Lohn-
klasse (Endposition 24) stimme mit  derjenigen anderer selbständiger 
Projektleitenden  mit  ähnlichen  Zuständigkeiten  und  Vorbildung  über-
ein. Im Weiteren werden einige Namen von Personen aufgezählt, die 
sich ebenfalls in der Lohnklasse 24 befinden.

Dies alles spricht dafür, dass kein sachlicher Grund besteht, die Stelle 
des Beschwerdeführers im Unterschied zu einem Grossteil  der  Stel-
leninhaber und -inhaberinnen mit vergleichbarem Aufgabenbereich in 
der Lohnklasse 23 zu belassen.

8.
Zusammenfassend  ist  somit  festzuhalten,  dass  die  Einreihung  der 
Stelle des Beschwerdeführers in die Lohnklasse 23 vor dem Rechts-
gleichheitsgebot  gemäss  Art. 8  Abs. 1  BV  nicht  standhält.  Die  Be-
schwerde  ist  daher  gutzuheissen  und  der  angefochtene  Entscheid 
aufzuheben.  Da  der  Stellungnahme  der  Vorinstanz  weder  bezüglich 
des Zeitpunkts einer allfälligen Neueinreihung noch der  einzureihen-
den Position Einwände gegen die Anträge des Beschwerdeführers ent-
nommen werden können, ist dieser rückwirkend per 1. Januar 2008 in 
die Lohnklasse 24 (Endposition) einzureihen.

9.
Gemäss Art. 34 Abs. 2 BPG sind bei Streitigkeiten aus dem Arbeits-
verhältnis das erstinstanzliche Verfahren sowie das Beschwerdeverfah-
ren nach den Art. 35 und 36 BPG ausser bei Mutwilligkeit kostenlos. 
Es sind demnach keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

10.
Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder  
auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und 
verhältnismässig  hohe  Kosten  zuzusprechen  (Art. 64  Abs. 1  VwVG 

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i.V.m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar  2008 über  die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]). Erhebt eine Partei Anspruch auf Parteientschädigung, 
hat  sie  dem Gericht  vor  dem Entscheid  eine  detaillierte  Kostennote 
einzureichen  (Art. 14  Abs. 1  VGKE).  Wird  keine  Kostennote  einge-
reicht, so legt das Gericht die Entschädigung aufgrund der Akten fest  
(Art. 14 Abs. 2 VGKE). Vorliegend erscheint eine Parteientschädigung 
von Fr. 3'500.--  inkl. Mehrwertsteuer  und Auslagen  als  angemessen. 
Dieser Betrag ist der Vorinstanz zur Zahlung aufzuerlegen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen,  der  Entscheid  des  EVD  vom 
18. Dezember  2009  aufgehoben  und  der  Beschwerdeführer  rückwir-
kend per 1. Januar 2008 in die Lohnklasse 24 (Endposition) eingereiht.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von Fr. 3'500.-- zu entrichten.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 282.1; Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

André Moser Mia Fuchs

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Rechtsmittelbelehrung:

Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  dem  Gebiet  der 
öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können mit Beschwerde beim 
Bundesgericht  angefochten  werden,  sofern  es  um  eine  vermögens-
rechtliche Angelegenheit geht,  bei welcher der Streitwert  mindestens 
15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grund-
sätzlicher Bedeutung stellt  (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Bei 
einer  nicht  vermögensrechtlichen  Angelegenheit  ist  die  Beschwerde 
nur zulässig, wenn sie die Gleichstellung der Geschlechter betrifft (vgl.  
Art. 83 Bst. g BGG).

Steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, 
so  ist  sie  innert  30 Tagen  seit  der  Ausfertigung  des  angefochtenen 
Urteils zu erheben. Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzu-
fassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Sie muss spätestens am 
letzten  Tag der  Frist  beim  Bundesgericht  (Schweizerhofquai 6,  6004 
Luzern) eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post 
oder  einer  schweizerischen diplomatischen oder  konsularischen Ver-
tretung übergeben werden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 BGG).

Versand: 

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