# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edd15931-88db-5c25-9fe9-ffc25fbcd1b0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2008 D-4811/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4811-2008_2008-07-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4811/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach,
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...), 
unbekannter Staatsangehörigkeit,
vertreten durch Felicity Oliver, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. Juli 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4811/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM  mit  -  am  gleichen  Tag  eröffneter  -  Verfügung  vom 
16. Juli 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das zweite Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  vom  7. Juni 2008  nicht  eintrat,  die  Wegwei-
sung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 
21. Juli 2008  beantragen  liess,  die  Verfügung  des  BFM  vom 
16. Juli 2008 sei  aufzuheben und sein  Asylgesuch sei  gutzuheissen; 
eventualiter  sei  die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die  vor-
läufige Aufnahme anzuordnen,

dass er ferner beantragen liess, es sei ihm die unentgeltliche Rechts-
pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu 
gewähren,

und zieht in Erwägung,

dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde - mit Ausnahme 
des Antrags auf  Gutheissung des Asylgesuchs (vgl. Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.)  -  einzutreten und diese in  Anwendung 
des  AsylG,  der  Asylverordnung 1  vom 11. August 1999  über  Verfah-
rensfragen  (AsylV 1,  SR 142.311),  des  VwVG, des  Bundesgesetzes 
vom  17. Juni 2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG, 
SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht  (BGG,  SR 173.110),  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezem-
ber 2005 über die  Ausländerinnen und Ausländer (AuG,  SR 142.20), 
des  Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2) 
zu beurteilen ist,

dass für  den zur  Begründung des Asylgesuches geltend gemachten 
Sachverhalt auf das Protokoll der Befragung im Transitzenturm Altstät-
ten vom 8. Juli 2008 und auf die angefochtene Verfügung zu verweisen 
ist (vgl. daselbst, Sachverhaltszusammenfassung S. 2),

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D-4811/2008

dass das BFM zur Begründung seines Entscheides zusammenfassend 
festhielt,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  seien  bereits  ab-
schliessend mit der seit dem 5. November 2002 rechtskräftigen Verfü-
gung vom 7. Mai 2002 geprüft  worden,  aus den am 8. Mai 2003 und 
am 11. April 2005 erstellten Herkunftsanalysen ergebe sich, dass der 
Beschwerdeführer nicht in Sierra Leone, sondern in Guinea sozialisiert 
worden, dieser nicht in der Lage gewesen sei, seine fehlenden Kennt-
nisse zum angeblichen Herkunftsstaat (Sierra Leone) zu erklären, und 
er auch keinerlei Identitätspapiere zu den Akten gereicht habe, wes-
halb gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf das Asylgesuch nicht 
einzutreten,  als  Regelfolge  die  Wegweisung  zu  verfügen  und  deren 
Vollzug anzuordnen sei, welcher zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass in der Beschwerde rudimentär der zur Begründung des Asylgesu-
ches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und angefügt wird, der 
Beschwerdeführer sei Flüchtling im Sinne von Art. 1 A Abs. 2 des Ab-
kommens  vom 28. Juli 1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge 
(FK, SR 0.142.30) und er befürchte, bei einer Rückkehr Behandlungen 
ausgesetzt zu werden, die gegen Art. 3 EMRK verstossen würden,

dass  die  Beschwerde  keine  weiteren  Ausführungen  enthält,  mithin 
nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM 
unzutreffend  sein  sollen,  und  auch  aus  den  Akten  nicht  ersichtlich 
wird,  inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletzen, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  fest-
stellen oder unangemessen sein könnte,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen 
ist, dass  das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 
die Wegweisung verfügt und deren Vollzug angeordnet hat,

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit summa-
rischer  Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit  Zustimmung 
eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist  und  die  Kosten des  Verfahrens  von Fr. 600.-- dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein und angefochtene Verfü-
gung im Original)

- das BFM, (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...) 
- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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