# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40a561f1-9f81-582b-9067-a142e9a3cbe4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2018 D-6374/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6374-2018_2018-12-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6374/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Mia Fuchs, 

mit Zustimmung von Richterin Roswitha Petry,  

Gerichtsschreiberin Nira Schidlow. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Pakistan,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);  

Verfügung des SEM vom 1. November 2018 / N (…). 

 

 

 

D-6374/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Pakistan – am 

16. Oktober 2018 auf dem Luftweg den Flughafen B._______ erreichte, wo 

er am 17. Oktober 2018 um Asyl nachsuchte, 

dass eine Überprüfung seiner Reise- und Identitätspapiere (Reisepass und 

Identitätskarte) durch die Flughafenpolizei ergab, dass diese echt und ihm 

zustehend seien, hingegen es sich bei der im Pass enthaltenen spanischen 

Aufenthaltsbewilligung um eine Totalfälschung handle,  

dass gleichzeitig aufgrund des Abgleichs seiner Fingerabdrücke mit der 

CS-VIS Datenbank festgestellt wurde, dass der Beschwerdeführer ein Vi-

sum bei der spanischen Botschaft in Islamabad, Pakistan, beantragt hatte, 

welches jedoch abgewiesen worden war,  

dass ihm mit Verfügung vom 17. Oktober 2018 die Einreise in die Schweiz 

vorläufig verweigert und ihm der Transitbereich des Flughafens B._______ 

als Aufenthaltsort für maximal 60 Tage zugewiesen wurde, 

dass der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2018 zu seiner Person, dem 

Reiseweg sowie summarisch zu den Gesuchsgründen befragt und am 

31. Oktober 2018 einlässlich zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde,  

dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, er habe in der Heimat eine 

heimliche Beziehung zu einer jungen Frau namens C._______ gehabt, 

was ihre Familie herausgefunden habe, weshalb er von dieser telefonisch 

bedroht worden sei,  

dass er deshalb grosse Angst bekommen habe und keinen anderen Weg 

mehr gesehen habe, als die Heimat zu verlassen, 

dass er weder Anzeige bei der Polizei erstattet noch die traditionellen Be-

hörden um Hilfe gebeten habe, da dies ohnehin nichts genützt hätte,  

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

1. November 2018 – eröffnet am 3. November 2018 – ablehnte, die Weg-

weisung aus dem Transitbereich des Flughafens B._______ anordnete, 

den Beschwerdeführer aufforderte, den Transitbereich spätestens am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, ansonsten er in Haft ge-

nommen und unter Zwang in seinen Heimatstaat zurückgeführt werden 

D-6374/2018 

Seite 3 

könne, und den Kanton B._______ mit dem Vollzug der Wegweisung be-

auftragte,  

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-

deführer habe keine staatliche Verfolgung, sondern lediglich eine Verfol-

gung durch Dritte geltend gemacht, 

dass eine solche nur dann asylrelevant sei, wenn der Staat seiner Schutz-

pflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu gewähren,  

dass der Beschwerdeführer geltend gemacht habe, er habe eine junge 

Frau kennengelernt und sei mit ihr eine Beziehung eingegangen, deren 

Angehörige die Beziehung jedoch nicht akzeptiert und ihn telefonisch auf-

gefordert hätten, diese zu beenden, wobei sie ihn bedroht hätten,  

dass es sich dabei um Verfolgungsmassnahmen durch Drittpersonen han-

dle, welche vom pakistanischen Staat weder unterstützt noch geduldet 

würden, wobei die pakistanischen Behörden sowohl schutzwillig als auch 

schutzfähig seien, 

dass der Beschwerdeführer seine Probleme jedoch weder den staatlichen 

noch den traditionellen Behörden gemeldet habe, weshalb er diesen nicht 

vorwerfen könne, ihm keinen Schutz gewährt zu haben,  

dass ihm schliesslich auch die Möglichkeit offen gestanden hätte, sich an 

einem anderen Ort im Heimatland niederzulassen, 

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers somit nicht asylrelevant seien, 

weshalb darauf verzichtet werden könne, auf allfällige Unglaubhaftigkeits-

elemente in seinen Schilderungen einzugehen,  

dass jedoch der Vollständigkeit halber festzustellen sei, dass seine Vor-

bringen im Wesentlichen nicht zu überzeugen vermöchten,  

dass bereits Zweifel an seiner Biographie bestünden, da er sich in gewich-

tige Widersprüche bezüglich der Todesdaten seiner Eltern und seines ein-

zigen Bruders verstrickt habe (vgl. A16 S. 3-4),  

dass er zudem dürftige Angaben zu seiner Partnerin und seinen Verfolgern 

gemacht habe und er ebenso wenig nachvollziehbar habe erklären kön-

nen, weshalb er sich zur Ausreise aus der Heimat entschlossen habe,  

D-6374/2018 

Seite 4 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. November 2018 gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,  

dass er in seiner Eingabe – welche auf einer bekannten Vorlage basiert 

und eine fremdsprachige Begründung umfasst – zur Hauptsache 

beantragte, die Verfügung des SEM sei aufzuheben, ihm sei Asyl zu ge-

währen oder jedenfalls die Flüchtlingseigenschaft festzustellen, eventuali-

ter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Vollzugs der 

Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um eine Übersetzung seiner fremdspra-

chigen Beschwerdebegründung ersuchte sowie um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses, 

dass eine erste vom Bundesverwaltungsgericht in Auftrag gegebene Über-

setzung der in Urdu verfassten Beschwerdebegründung sich als mangel-

haft und nicht vollständig erwies, 

dass das Bundesverwaltungsgericht daher die eingereichte Beschwerde 

samt Beilagen zur erneuten Übersetzung gab, welche am 23. November 

2018 einging, 

dass der Beschwerdebegründung zu entnehmen ist, dass der Beschwer-

deführer eine Beziehung zu einer jungen Frau Namens C._______ gehabt 

habe, deren Familie gegen ihre Beziehung gewesen sei, da er aus ärmli-

chen Verhältnissen stamme, 

dass er dennoch ihren Eltern einen Heiratsantrag geschickt habe, diese 

den Antrag jedoch abgelehnt und versucht hätten, C._______ zu zwingen, 

einen Mann aus der Familie zu heiraten,   

dass er und C._______ sich vor diesem Hintergrund dazu entschlossen 

hätten, heimlich zu heiraten,  

dass ihre Familie dies jedoch herausgefunden und sie auf dem Weg zur 

Trauung abgefangen und tätlich angegriffen habe,  

dass ihnen zwar die Flucht gelungen sei, sie dabei jedoch getrennt worden 

seien, und er nach diesem Vorfall grosse Angst vor C._______ Familie ge-

habt habe, weshalb er keine andere Lösung gesehen habe, als zu fliehen, 

D-6374/2018 

Seite 5 

dass er mittlerweile erfahren habe, dass C._______ Anzeige bei der Polizei 

erstattet habe, wie er mit beigelegtem First Information Report (FIR) vom 

(…) belegen könne,  

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und (abgesehen vom sprachlichen Mangel; vgl. 

Art. 33a Abs. 1 VwVG) formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten 

ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – um eine solche handelt,  

dass daher auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Beschwer-

deentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 

AsylG), 

D-6374/2018 

Seite 6 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass die Erwägungen der Vorinstanz, wonach die Schilderungen des Be-

schwerdeführers über eine angebliche Bedrohung und Verfolgung durch 

Familienangehörige seiner Freundin asylrechtlich nicht relevant seien, im 

Resultat nicht zu beanstanden sind,  

dass eine von Drittpersonen ausgehende Verfolgung nur dann asylrecht-

lich relevant sein kann, wenn diese aus einem der in Art. 3 Abs. 1 AsylG 

abschliessend aufgezählten Gründen droht und der Staat nicht willens oder 

nicht fähig ist, Schutz vor solcher Verfolgung zu gewähren,  

dass der Beschwerdeführer vorgebracht hat, er sei einzig deswegen von 

der Familie seiner Freundin bedroht beziehungsweise angegriffen worden, 

weil er und seine Freundin nicht bereit gewesen seien, ihre Beziehung auf-

zugeben, was kein Verfolgungsmotiv im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG er-

kennen lässt,  

dass der Beschwerdeführer zudem eigenen Angaben zufolge weder die 

Polizei noch die traditionellen Behörden um Hilfe ersucht hat, sondern an-

geblich aus Angst vor der Familie seiner Freundin direkt aus der Heimat 

geflohen sei, wobei er die Möglichkeit eines Umzugs in einen anderen Lan-

desteil von Pakistan nicht in Betracht gezogen habe,  

D-6374/2018 

Seite 7 

dass dem Beschwerdeführer bei dieser Ausgangslage entgegen gehalten 

werden muss, die angebliche Verfolgung vonseiten der Familie seiner 

Freundin lasse kein flüchtlingsrechtlich relevantes Motiv erkennen, zudem 

es ihm offen gestanden hätte, sich an die heimatlichen Behörden zwecks 

Schutz zu wenden, und er schliesslich der angeblichen Bedrohung im pri-

vaten Rahmen auch ohne weiteres durch einen Umzug innerhalb seines 

Heimatstaates hätte ausweichen können,  

dass mit Blick darauf das SEM zu Recht geschlossen hat, die Vorbringen 

des Beschwerdeführers seien nicht asylrelevant,  

dass darüber hinaus festzuhalten ist – wie dies auch schon die Vorinstanz 

getan hat –, dass sich der Beschwerdeführer innerhalb seiner Vorbringen 

in grosse Widersprüche verstrickt hat,  

dass er anlässlich der Befragung vom 24. Oktober 2018 noch ausgesagt 

hatte, dass es ihm mit der Beziehung zu C._______ nicht ernst gewesen 

sei, sie viel telefonisch Kontakt gehabt hätten und er die Beziehung habe 

beenden wollen, als ihre Familie dagegen gewesen sei,  

dass er jedoch Angst bekommen habe, da er zwei bis drei Mal von ihrer 

Familie telefonisch bedroht worden sei und deshalb ausgereist sei,  

dass er im Widerspruch dazu anlässlich der Anhörung vom 31. Oktober 

2018 vorbrachte, die Beziehung sei beiden sehr ernst gewesen, sie hätten 

nicht nur telefoniert, sondern sich auch heimlich getroffen, ihre Familie sei 

aber gegen diese Beziehung gewesen und habe ihn telefonisch bedroht, 

weshalb er es mit der Angst zu tun bekommen und keinen anderen Weg 

mehr gesehen habe, als auszureisen, 

dass er schliesslich auf Beschwerdeebene einen dritten Sachverhaltsvor-

trag geltend macht, indem er argumentiert, C._______ sei seine grosse 

Liebe gewesen, weshalb er ihrer Familie einen Heiratsantrag gestellt habe, 

obwohl er um dessen Aussichtslosigkeit gewusst habe,  

dass C._______ Vater diese in der Verwandtschaft habe verheiraten wol-

len, sie aber keinen anderen habe heiraten wollen als ihn, weshalb sie be-

schlossen hätten, heimlich zu heiraten,  

dass C._______ Familie dies herausgefunden, sie beide auf dem Weg zu 

ihrer Trauung aufgespürt und angegriffen habe, wobei ihnen zwar die 

Flucht gelungen sei, sie dabei jedoch getrennt worden seien,  

D-6374/2018 

Seite 8 

dass er vor diesem Hintergrund – aus Angst vor einer Racheaktion ihrer 

Familie – geflohen sei,  

dass der Beschwerdeführer damit im Verlauf des Verfahrens seine Sach-

verhaltsschilderungen fortlaufend verändert hat, was für die Unglaubhaf-

tigkeit seiner Vorbringen spricht,  

dass er mit der Beschwerde zwar als Beweismittel die Kopie eines FIR 

vorgelegt hat, diesem Beweismittel jedoch keine relevante Beweiskraft zu-

zumessen ist, nachdem der Sachverhaltsvortrag des Beschwerdeführers 

insgesamt mangelhaft ist und solche FIR in Pakistan relativ einfach gegen 

Bezahlung erhältlich gemacht werden können,  

dass zusammenfassend in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzustel-

len ist, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers weder glaubhaft (ge-

mäss Art. 7 AsylG) noch asylrelevant (im Sinne von Art. 3 AsylG) sind,  

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-

zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

D-6374/2018 

Seite 9 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung  

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und er über einen gültigen Reisepass verfügt bezie-

hungsweise es ihm obliegen würde, bei der Beschaffung gültiger Reisepa-

piere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

D-6374/2018 

Seite 10 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Direktentscheid ohne vorgängige Instruktion 

das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ge-

genstandslos geworden ist,  

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde auch als aussichtlos zu 

bezeichnen ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 (Dispositiv nächste Seite) 

  

D-6374/2018 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Mia Fuchs Nira Schidlow 

 

 

Versand: