# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e2b7f28-3fee-57eb-b04c-a3bde72cb61c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-16
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 16.01.2024 SBK.2023.268
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2023-268_2024-01-16.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2023.268  
(STA.2023.2180)  

Art. 16 

 

 

Entscheid vom 16. Januar 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari 

Oberrichterin Schär  

Gerichtsschreiberin Flütsch 

 

 
   

Beschwerde-

führer 1 

 A._____,  

[…] 

 

Beschwerde-

führerin 2 

 B._____,  

[…] 

1 und 2 vertreten durch Rechtsanwältin Jennifer Marti,  

[…]   

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach,  

Wildischachenstrasse 14, 5200 Brugg AG  

 

 

Beschuldigte   C._____, geboren am tt.mm.jjjj, von […], 

[…]  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach 

vom 23. August 2023 

 

in der Strafsache gegen C._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach führte eine Strafuntersuchung ge-

gen C._____ (ehemals […]; fortan: Beschuldigte) wegen angeblich began-

gener mehrfacher Verleumdung, evtl. mehrfacher übler Nachrede sowie 

wegen Nötigung zum Nachteil von A._____ (fortan: Beschwerdeführer 1) 

und B._____ (fortan: Beschwerdeführerin 2). Die Beschuldigte stand im 

Verdacht, sich im Rahmen eines familienrechtlichen Verfahrens in einer 

Stellungnahme zu Handen des Familiengerichts  

Zurzach mehrfach ehrverletzend über die Beschwerdeführer geäussert und 

diese durch Androhung einer ungerechtfertigten Strafanzeige genötigt zu 

haben. 

 

2. 

Mit Einstellungsverfügung vom 23. August 2023 stellte die Staatsanwalt-

schaft Brugg-Zurzach das Strafverfahren gegen die Beschuldigte wegen 

mehrfacher Verleumdung, evtl. mehrfacher übler Nachrede und Nötigung 

ein. Diese Einstellungsverfügung wurde von der Oberstaatsanwaltschaft 

des Kantons Aargau am 24. August 2023 genehmigt. 

 

3. 

3.1. 

Gegen die ihnen am 29. August 2023 zugestellte Einstellungsverfügung 

vom 23. August 2023 erhoben die Beschwerdeführer am 7. September 

2023 bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des 

Kantons Aargau Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren: 

 

" 1. 
Es sei die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach 
vom 23. August 2023 aufzuheben; 
 
2. 
Die Vorinstanz sei anzuweisen, den massgeblichen Sachverhalt rechts-
genüglich abzuklären und die weitere Untersuchungshandlungen vorzu-
nehmen; 
 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen [zzgl. 7.7% MwSt.] zulasten 
der Staatskasse." 

 

3.2. 

Am 26. September 2023 erstatteten die Beschwerdeführer die von der Ver-

fahrensleiterin der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts 

des Kantons Aargau mit ihnen am 22. September 2023 zugestellter Verfü-

gung vom 20. September 2023 eingeforderte Sicherheitsleistung von 

Fr. 1'000.00. 

 

 - 3 - 

 

 

3.3. 

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach ersuchte mit Beschwerdeantwort 

vom 4. Oktober 2023 um Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen. 

 

3.4. 

Die Beschuldigte ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2023 

sinngemäss um Abweisung der Beschwerde. 

 

3.5. 

Die Beschwerdeführer hielten mit Stellungnahme vom 18. Oktober 2023 an 

ihren in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft sind gemäss Art. 322 

Abs. 2 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO mit Beschwerde anfechtbar. Be-

schwerdeausschlussgründe i.S.v. Art. 394 StPO liegen nicht vor.  

 

Die Beschwerdeführer haben sich durch das Stellen eines Strafantrages 

als Privatkläger konstituiert (Art. 118 Abs. 2 StPO). Sie sind als Parteien 

folglich zur Anfechtung der Einstellungsverfügung legitimiert und in Bezug 

auf die Ehrverletzungsdelikte (gegen die Beschwerdeführer 1 und 2) 

bzw. auf die Nötigung (gegen den Beschwerdeführer 1) als geschädigte 

Personen zu betrachten. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde (vgl. Art. 396 Abs. 1 i.V.m. Art. 385 Abs. 1 StPO) ist somit einzu-

treten. 

 

2. 

2.1. 

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach führt in der angefochtenen Einstel-

lungsverfügung im Wesentlichen aus, dass bereits fraglich sei, ob die am 

31. Mai 2023 durch die Beschwerdeführer beanzeigten Äusserungen der 

Beschuldigten die Strafbarkeitsgrenze überschritten. Aus den Akten des 

Familiengerichts Zurzach sei überdies ersichtlich, dass die Kinder der Be-

schuldigten (D._____ und E._____; ehemals […]) deren Äusserungen an-

lässlich ihrer Kindesanhörungen im Rahmen des vom Familiengericht Zurz-

ach geführten Verfahrens teilweise bestätigt hätten. So hätten beide aus-

geführt, dass die Grosseltern (Beschwerdeführer 1 und 2) jeweils laut ge-

worden seien und im Dorf herumerzählt hätten, dass die Beschuldigte die 

Schuld am Tod ihres Vaters trage und sie deshalb auch nicht mehr zu Ge-

burtstagen von Freunden eingeladen worden seien. D._____ habe dem Fa-

miliengericht zudem gesagt, dass sie nicht glaube, dass die Beschwerde-

führer sich ändern würden. Sollten die Kinder erneut etwas gegen sie sa-

 - 4 - 

 

 

gen, heisse es ohnehin nur wieder, dass sie lügen würden. Ausserdem hät-

ten die Beschwerdeführer sie in der Schule immer beobachtet, wodurch sie 

sich bedroht gefühlt und Bauchschmerzen bekommen habe. Die Staatsan-

waltschaft Brugg-Zurzach hält fest, dass auf Grundlage dieser Ausführun-

gen keine Hinweise darauf bestünden, dass die Äusserungen der Beschul-

digten wider besseres Wissen getätigt worden seien. Vielmehr gebe es An-

zeichen dafür, dass ihre Äusserungen der Wahrheit entsprächen bzw. für 

die Beschuldigte zumindest ernsthafte Gründe dafür bestanden hätten, 

diese für wahr zu halten. Entsprechend sei das Strafverfahren wegen Ver-

leumdung, evtl. übler Nachrede einzustellen. Hinsichtlich der beanzeigten 

Nötigung seien ausserdem weder eine Nötigungshandlung seitens der Be-

schuldigten noch eine Nötigung der Beschwerdeführer ersichtlich, weshalb 

das Verfahren diesbezüglich ebenfalls einzustellen sei. 

 

2.2. 

Die Beschwerdeführer führen in ihrer Beschwerde zunächst aus, dass die 

Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach sich in ihren Untersuchungshandlungen 

darauf beschränkt habe, am 9. Juni 2023 Einsicht in die zum damaligen 

Zeitpunkt unvollständigen KESB-Akten zu nehmen. Nach der Mitteilung 

über die geplante Einstellung des Strafverfahrens hätten die Beschwerde-

führer dem Familiengericht Zurzach weitere Unterlagen eingereicht, um 

aufzuzeigen, dass es sich um eine perfide, gegen die Beschwerdeführer 

geplante Kampagne der Beschuldigten handle und ihre Äusserungen nicht 

der Wahrheit entsprächen. Im Übrigen hätten die Beschwerdeführer ihren 

Antrag auf Einräumung eines angemessenen Besuchsrechts zum Wohl ih-

rer Enkelkinder mittlerweile zurückgezogen, um diese nicht weiter in einen 

Loyalitätskonflikt zu bringen (vgl. Beschwerde, Rz. 10 ff.). Die zur Anzeige 

gebrachten Ehrverletzungen würden den objektiven Tatbestand der Ver-

leumdung klar erfüllen, sei doch nach höchstrichterlicher Rechtsprechung 

beim Vorwurf, eine strafbare Handlung begangen zu haben (vgl. die Vor-

würfe der Ehrverletzung und des Schlagens der eigenen Kinder durch die 

Beschwerdeführer sowie den Vorwurf der Drohung durch den Beschwer-

deführer 1), die (sittliche) Ehre betroffen. Aufgrund der Aussagen der Kin-

der D._____ und E._____ im Verfahren vor dem Familiengericht Zurzach 

ziehe die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach sodann ohne Befragung der 

Beschuldigten den Schluss, dass "Ansatzpunkte" dafür bestehen würden, 

dass deren Äusserungen der Wahrheit entsprächen oder aus ernsthaften 

Gründen für wahr erachtet worden seien, während sie sich jedoch darüber 

ausschweige, was diese "Ansatzpunkte" seien. Die Beschuldigte habe sich 

ihre Äusserungen selbst zuzurechnen (vgl. Beschwerde, Rz. 24 ff.). Das 

Vorliegen einer Nötigung werde von der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach 

sodann mit einem Zweizeiler verneint. Die Beschuldigte habe aber mit einer 

Anzeige wegen Körperverletzung zum Nachteil von F._____ gedroht, so-

fern die Beschwerdeführer die Kinder bei der Schule nicht in Ruhe lassen 

würden. Zwischen dem Gegenstand der Drohung und der Forderung der 

 - 5 - 

 

 

Beschuldigten bestehe kein sachlicher Zusammenhang, zumal das "Stal-

king" klar bestritten werde und auch keine Anhaltspunkte dafür bestünden 

(vgl. Beschwerde, Rz. 31 f.). Die mit der Strafanzeige eingereichten Unter-

lagen seien von der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach unberücksichtigt 

geblieben. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach blende die familiäre Vor-

geschichte, wie auch sämtliche Eingaben der Beschwerdeführer, komplett 

aus (vgl. Beschwerde, Rz. 33). 

 

2.3. 

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2023 verweist die Staatsanwalt-

schaft Brugg-Zurzach zunächst vorwiegend auf die Ausführungen in ihrer 

Einstellungsverfügung vom 23. August 2023. Sodann hält sie fest, dass die 

von der Beschuldigten erhobenen Vorwürfe aus einem Verfahren der KESB 

stammen würden, welche ihrerseits bereits Abklärungen vorgenommen 

habe. Insbesondere seien die Kinder befragt worden. Angesichts der ge-

samten Aktenlage erscheine eine erneute Befragung der Kinder unverhält-

nismässig und von einer Befragung der Beschuldigten seien keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten. Im Übrigen enthielten auch die im Beschwerde-

verfahren eingereichten Akten keine neuen konkreten Hinweise auf ein 

strafbares Verhalten der Beschuldigten, zumal es sich dabei lediglich um 

eine Gegendarstellung der Beschwerdeführer zu Handen der KESB 

handle. In den eingereichten Akten werde zudem erwähnt, dass die Kinder 

ihre Aussagen zu den Beschwerdeführern auch gegenüber einem  

Dr. J._____ gemacht haben sollen, was umso mehr dafür spreche, dass 

die Beschuldigte in ihrer Stellungnahme an die KESB auf diese Aussagen 

ihrer Kinder habe abstellen dürfen. Zwischen der Beschuldigten und den 

Beschwerdeführern bestehe offensichtlich ein tiefergreifender zivilrechtli-

cher Konflikt, der nicht durch das Strafrecht zu lösen sei. 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 4. Oktober 2023 führt die Beschuldigte aus, dass die Kin-

der bei den Beschwerdeführern nicht gut behandelt worden seien. Nach 

der Trennung des verstorbenen Ehemanns hätten die Beschwerdeführer 

die Kinder immer wieder in Loyalitätskonflikte gebracht und über die Kinder 

permanent Schuldzuweisungen an sie gerichtet, u.a. in Bezug auf die Tren-

nung vom Kindesvater und dessen späteren Suizid. Die Kinder seien regel-

mässig angeschrien und getadelt worden und der jüngste Sohn F._____ 

sei auch physisch misshandelt worden, was zum endgültigen Kontaktab-

bruch geführt habe. Wenn es sein müsse, könnten die Kinder noch einmal 

befragt werden, was aber sicher nicht zu deren Wohl sei. Sie wolle die Sa-

che deshalb gerne ad acta legen. 

 

 - 6 - 

 

 

3. 

3.1. 

Nach Art. 7 Abs. 1 StPO sind die Strafbehörden grundsätzlich verpflichtet, 

im Rahmen ihrer Zuständigkeit ein Verfahren einzuleiten und durchzufüh-

ren, wenn ihnen Straftaten oder auf Straftaten hinweisende Verdachts-

gründe bekannt werden. Gemäss Art. 324 Abs. 1 StPO erhebt die Staats-

anwaltschaft beim zuständigen Gericht Anklage, wenn sie aufgrund der Un-

tersuchung die Verdachtsgründe als hinreichend erachtet und keinen Straf-

befehl erlassen kann. Nach Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO verfügt sie nament-

lich dann die (vollständige oder teilweise) Einstellung des Verfahrens, wenn 

kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt. Entscheidend 

dafür ist, ob der Verdacht gegen die beschuldigte Person in der Untersu-

chung nicht in dem Masse erhärtet wurde, dass Aussicht auf eine Verurtei-

lung besteht, m.a.W. ein Freispruch zu erwarten ist. Der Tatverdacht ist 

bereits dann als anklagegenügend anzusehen, wenn die Tatbeteiligung der 

beschuldigten Person und eine strafrechtliche Reaktion (Strafe oder Mass-

nahme) im Zeitpunkt des Entscheids über die Frage, ob Anklage zu erhe-

ben oder das Verfahren einzustellen ist, bloss wahrscheinlich erscheint 

(vgl. LANDSHUT/BOSSHARD, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-

zessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 15 zu Art. 319 StPO). 

 

3.2. 

Der Entscheid über die Einstellung des Verfahrens richtet sich nach dem 

aus dem Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz "in dubio pro duriore" 

(vgl. Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 

Abs. 1 StPO). Danach darf eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft 

grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden Pro-

zessvoraussetzungen angeordnet werden. Hingegen ist, sofern die Erledi-

gung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben, 

wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist 

ein Freispruch gleich wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in 

der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf 

(vgl. BGE 138 IV 186 E. 4.1; 138 IV 86 E. 4.1; je mit Hinweisen). Bei zwei-

felhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die 

Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das 

zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz, dass im 

Zweifelsfall nicht eingestellt werden darf, ist auch bei der Überprüfung von 

Einstellungsverfügungen zu beachten (vgl. BGE 143 IV 241 E. 2.2.1 mit 

Hinweisen). 

 

3.3. 

Stehen sich gegensätzliche Aussagen gegenüber ("Aussage gegen Aus-

sage"-Situation) und ist es nicht möglich, die einzelnen Aussagen als glaub-

hafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, ist nach dem Grundsatz "in du-

bio pro duriore" in der Regel Anklage zu erheben. Dies gilt insbesondere, 

 - 7 - 

 

 

wenn typische "Vier-Augen-Delikte" vorliegen, bei denen oftmals keine ob-

jektiven Beweise vorliegen. Auf eine Anklageerhebung kann verzichtet wer-

den, wenn der Strafkläger ein widersprüchliches Aussageverhalten offen-

barte und seine Aussagen daher wenig glaubhaft sind oder wenn eine Ver-

urteilung unter Einbezug der gesamten Umstände aus anderen Gründen 

als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (vgl. BGE 143 IV 241 

E. 2.2.2 m.w.H.). 

 

3.4. 

Die Sachverhaltsfeststellung obliegt grundsätzlich dem Sachgericht. Die 

Staatsanwaltschaft und die Beschwerdeinstanz dürfen bei Entscheiden 

über die Einstellung eines Strafverfahrens den Sachverhalt daher nicht wie 

ein urteilendes Gericht feststellen. Sachverhaltsfeststellungen müssen in 

Berücksichtigung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" jedoch auch bei 

Einstellungen zulässig sein, soweit gewisse Tatsachen "klar" bzw. "zwei-

felsfrei" feststehen, so dass im Falle einer Anklage mit grosser Wahrschein-

lichkeit keine abweichende Würdigung zu erwarten ist. Davon kann indes 

nicht ausgegangen werden, wenn eine abweichende Beweiswürdigung 

durch das Gericht ebenso wahrscheinlich erscheint. Den Staatsanwalt-

schaften ist es nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore" lediglich bei einer 

unklaren Beweislage untersagt, der Beweiswürdigung des Gerichts vorzu-

greifen (vgl. BGE 143 IV 241 E. 2.3.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Bei der Beschuldigten handelt es sich um die Schwiegertochter der Be-

schwerdeführer. Die Beschuldigte war mit dem Sohn der Beschwerdefüh-

rer bis zu dessen Suizid am […] verheiratet, lebte allerdings bereits seit 

November 2020 von diesem getrennt (vgl. […], act. 41). Aus der Ehe gin-

gen drei Kinder (Enkelkinder der Beschwerdeführer) hervor (D._____, geb. 

tt.mm.jjjj; E._____, geb. tt.mm.jjjj; F._____, geb. tt.mm.jjjj). 

 

4.1.2. 

In tatsächlicher Hinsicht ist erstellt und unbestritten, dass die Beschwerde-

führer sowohl vor als auch nach dem Tod ihres Sohnes bzw. des Kindes-

vaters am […] Kontakt zur Beschuldigten und den drei Kindern pflegten. 

Wie den Akten zu entnehmen ist, kam es allerdings nach der Trennung der 

Beschuldigten vom Kindesvater im November 2020 erstmals zu einem Zer-

würfnis, nachdem die Beschwerdeführerin 2 bei den Kindern angeblich 

schlecht über die Beschuldigte gesprochen haben soll. Die Beschuldigte 

auferlegte den Beschwerdeführern infolgedessen ein Kontaktverbot gegen-

über den Kindern, wobei sie dieses nach einer gewissen Zeit wieder aufhob 

und der Kontakt wieder stattfand (vgl. Strafanzeige vom 31. Mai 2023, 

Rz. 2 ff.; […], act. 41). Ebenfalls erstellt und unbestritten ist, dass die Be-

 - 8 - 

 

 

schwerdeführer die Kinder zumindest im Zeitraum zwischen Anfang Okto-

ber 2022 und Ende Dezember 2022 regelmässig in Absprache mit der Be-

schuldigten bei sich betreuten, zumindest teilweise über Nacht bzw. wäh-

rend mehrerer Tage und auch während der Schulzeit (vgl. etwa WhatsApp-

Korrespondenz vom 2. - 4. Oktober, 19. Oktober, 28. Oktober, 3. Novem-

ber, 10. November, 25. November, 5. Dezember 2022 etc.; […], act. 17 ff.). 

Die Kinder verbrachten zudem die Weihnachtstage vom 25. Dezember bis 

zum 27. Dezember 2022 bei den Beschwerdeführern (vgl. WhatsApp-Kor-

respondenz vom 28. Oktober 2022 sowie vom 25. und 26. Dezember 2022; 

[…], act. 27). Am Abend des 27. Dezembers 2022 kontaktierte die Beschul-

digte die Beschwerdeführer sodann per WhatsApp und teilte ihnen zusam-

mengefasst mit, dass die Kinder nach jedem Besuch davon berichten wür-

den, dass sie von den Beschwerdeführern angeschrien worden seien und 

es auch zu Handgreiflichkeiten von Seiten der Beschwerdeführer gekom-

men sei. Die Kinder hätten solche Angst vor ihnen, dass sie jedes Mal vor 

den Besuchen weinen und sie diesbezüglich anlügen würden, da ihnen an-

sonsten psychische und physische Gewalt angetan werde. Die Kinder wür-

den deshalb nicht mehr zu ihnen kommen und es werde eine Strafanzeige 

wegen Körperverletzung des Sohnes F._____ geben, sofern die Beschwer-

deführer die Kinder "bei der Schule" nicht in Ruhe lassen würden 

(vgl. WhatsApp-Korrespondenz vom 27. Dezember 2022; […], act. 27 f.). 

 

4.1.3. 

Im Nachgang zu dieser Mitteilung und zum darauffolgenden Kontaktab-

bruch seitens der Beschuldigten erstatteten die Beschwerdeführer beim 

Familiengericht Zurzach am 4. Februar 2023 eine Gefährdungsmeldung 

betreffend die drei Kinder und beantragten ein klärendes Gespräch unter 

Mitwirkung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde sowie die Einräu-

mung eines angemessenen Besuchsrechts (vgl. […], act. 2 f.). Die Beschul-

digte wurde vom Familiengericht Zurzach in der Folge um eine Stellung-

nahme zur Gefährdungsmeldung ersucht, welche sie mit Schreiben vom 

10. März 2023 (Datum Postaufgabe) einreichte (vgl. […], act. 41 ff.). Das 

Familiengericht Zurzach hörte am 24. April 2023 zudem die zwei älteren 

Kinder, D._____ und E._____, an. D._____ führte zusammengefasst aus, 

dass es bei den Beschwerdeführern nicht so schön gewesen und sie vom 

Beschwerdeführer 1 jedes Mal angeschrien worden sei. Sie vermisse die 

Beschwerdeführer eigentlich nicht. Sie habe der Beschwerdeführerin 2 ein-

mal geschrieben, dass sie gerne zu ihnen käme, solange sie nicht ange-

schrien werde. Die Beschwerdeführer hätten aber nicht versucht, es besser 

zu machen. Ausserdem habe sie von Aussenstehenden erfahren, dass die 

Beschwerdeführer im Dorf erzählt hätten, dass die Beschuldigte die Schuld 

am Tod des Vaters trage. Sie selbst sei deswegen nicht mehr zu Geburts-

tagsfesten eingeladen worden. Die Beschwerdeführer hätten sie zudem bei 

ihrer alten Schule beobachtet, weshalb sie Bauchschmerzen bekommen 

und sich bedroht gefühlt habe (vgl. […], act. 72 f.). E._____ gab an, er habe 

gesehen, wie der Beschwerdeführer 1 seinen kleinen Bruder F._____ auf 

 - 9 - 

 

 

das Sofa geworfen habe. F._____ habe ihm erzählt, dass der Beschwer-

deführer 1 ihn in den Bauch geboxt habe. In Übereinstimmung mit D._____ 

führte er zudem aus, dass die Beschwerdeführer schon immer geschrien 

hätten und dies nicht plötzlich so passiert sei. Die Beschwerdeführer wür-

den sie noch wie kleine Kinder behandeln und er vermisse sie nicht (vgl. 

[…], act. 69 f.). 

 

4.1.4. 

Auf Grundlage der Stellungnahme der Beschuldigten zu Handen des Fa-

miliengerichts Zurzach vom 10. März 2023 (vgl. E. 4.1.3 hiervor; […], 

act. 41 ff.) reichten die Beschwerdeführer am 31. Mai 2023 Strafanzeige 

wegen mehrfacher Verleumdung, eventualiter wegen übler Nachrede ein, 

dies im Zusammenhang mit den nachfolgenden Äusserungen der Beschul-

digten: 

 

- "Sie tragen eine sehr altmodische Sichtweise und generell hat eine 

Frau eben nichts zu sagen, Kinder erst recht nicht, wenn diese nicht 

gehorchen, so werden sie gezüchtigt, lautet die Devise." (Seite 1, 1. Ab-

schnitt) 

- "Die Ex-Schwiegereltern, welche alt eingesessen im Dörfli sind, haben 

mich so schlecht geredet, dass ich nirgends mehr eingeladen wurde, 

[…]" (Seite 1, 5. Abschnitt) 

- "Die Oma schaut einfach weg. Das hat sie auch bei ihren eigenen Kin-

dern gemacht, welche sogar mit den Füssen getreten und geschlagen 

wurden vom jähzornigen Vater." (Seite 2, 2. Abschnitt) 

- "Mein Schwiegervater hat mir zudem gedroht, es gäbe Konsequenzen, 

wenn ich die Kinder nicht mehr bringe. Er werde dafür sorgen, dass ich 

einen schlechten Start habe in Y._____." (Seite 3, 2. Abschnitt) 

- "Ab dem Moment, als ich die Kinder nicht mehr zu ihnen gelassen habe, 

hatten sie begonnen, die Kinder in der Schule zu terrorisieren. Sie ha-

ben ihnen mehrmals in der Woche, fast täglich, auf dem Schulweg auf-

gelauert. […] Die Polizei und KESB konnte gegen das Stalking nichts 

tun." (Seite 3, 3. Abschnitt) 

 

4.1.5. 

Die Beschwerdeführer erklärten gegenüber dem Familiengericht Zurzach 

am 3. Juli 2023 den Rückzug ihres Antrags auf Einräumung eines ange-

messenen Besuchsrechts gegenüber den Kindern (vgl. Beilage 5 zur Be-

schwerde). Das entsprechende Verfahren wurde mit Entscheid vom 30. Au-

gust 2023 infolge Klagerückzugs als erledigt abgeschrieben (vgl. Beilage 3 

zur Beschwerde). 

 

 - 10 - 

 

 

4.2. 

4.2.1. 

Wegen Verleumdung nach Art. 174 Ziff. 1 StGB wird bestraft, wer jeman-

den wider besseres Wissen bei einem andern eines unehrenhaften Verhal-

tens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, 

beschuldigt oder verdächtigt. Der Tatbestand der üblen Nachrede nach 

Art. 173 Ziff. 1 StGB enthält, abgesehen vom Element "wider besseres Wis-

sen", dieselbe Formulierung wie Art. 174 Ziff. 1 StGB. Die Tatbestände sind 

nahezu deckungsgleich. Anders als bei der Verleumdung ist es bei der üb-

len Nachrede nicht erforderlich, dass die ehrenrührigen Angaben falsch 

sind und dass der Täter dies sicher weiss. Der Tatbestand der üblen Nach-

rede enthält somit ein Tatbestandselement weniger als die Verleumdung 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_941/2018 vom 6. März 2019 E. 1.3.1). 

 

4.2.2. 

Erfasst wird die sog. sittliche Ehre (Ruf als ehrbarer Mensch). Die Persön-

lichkeit ist in ihrer menschlich-sittlichen Bedeutung berührt. Gemeint ist die 

ethische Integrität. Strafbar ist insbesondere die Bezichtigung moralisch 

verwerflicher Handlungen. Eine Rechtsverletzung liegt namentlich dann 

vor, wenn ein individual- oder sozialethisch verpöntes Verhalten vorgewor-

fen, wenn jemand charakterlich als nicht einwandfreier, nicht anständiger, 

integrer Mensch dargestellt wird. Nicht geschützt hingegen ist nach der 

bundesgerichtlichen Praxis der gesellschaftliche Ruf, namentlich die beruf-

liche Geltung, die z.B. bei der Herabsetzung als Berufsmann, Künstler oder 

Sportler beeinträchtigt ist. Es geht um Eigenschaften, welche für die Stel-

lung einer Person in der Gesellschaft, für ihre soziale Bedeutung von Be-

lang sind (vgl. RIKLIN, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, 

N. 16 f. und 20 zu Vor Art. 173 StGB). Die (sittliche) Ehre ist z.B. beim Vor-

wurf betroffen, vorsätzlich eine strafbare Handlung begangen zu haben, 

wie z.B. bei einer Diskreditierung als Dieb, Mörder, Betrüger, Steuerhinter-

zieher, Steuerbetrüger, Gesetzesbrecher bzw. durch die Äusserung, je-

mand sei vorbestraft oder wegen Straftaten entlassen worden sowie beim 

Vorwurf, eine Ehrverletzung begangen zu haben. Dasselbe gilt, wenn je-

mandem "kriminelle Energie" zugeschrieben wird (vgl. RIKLIN, a.a.O., N. 21 

zu Vor Art. 173 StGB mit Hinweisen). Weiter spielt es eine Rolle, ob ein 

Angriff quantitativ eine gewisse Erheblichkeit aufweist, unbedeutende 

Übertreibungen sind unerheblich und bleiben straflos. Zudem sind gewisse 

harmlose Ausdrücke wie "Lappi" oder "Löli" sozialadäquat i.S. einer alltäg-

lichen und tolerierten Abschätzigkeit (vgl. RIKLIN, a.a.O., N. 32 zu Vor 

Art. 173 StGB). 

 

4.2.3. 

Massgebend für das Gericht sind nicht die Wertmassstäbe des Verletzers 

oder des Betroffenen, sondern derjenigen, die von der Eingriffshandlung 

Kenntnis erhalten, d.h. i.d.R. eine "Durchschnittsmoral" bzw. eine "Durch-

schnittsauffassung" über die Bedeutung der zur Diskussion stehenden 

 - 11 - 

 

 

Ausdrucksweisen. Es kommt auf den Sinn an, den ein unbefangener Ad-

ressat einer Aussage nach den Umständen beilegen muss. Das Abstellen 

auf einen Durchschnittsrezipienten wird jedoch auch kritisiert, da es sich 

bei der "Durchschnittsmoral" vielfach nicht um tatsächlich in der Bevölke-

rung vorhandene Werthaltungen – die durch demoskopische Untersuchun-

gen zu ermitteln wären – handelt, sondern um normative Vorstellungen der 

beurteilenden Richterinnen und Richter. Teilweise kann dem abgeholfen 

werden, indem ein massgeblicher Adressatenkreis ermittelt und anschlies-

send auf dessen Verständnisrepertoire abgestellt wird. Eine Verengung 

des massgeblichen Adressatenkreises erlaubt es auch, das vorhandene, 

die Interpretation beeinflussende Vorwissen sowie die in bestimmten kom-

munikativen Kontexten herrschenden Erwartungen der Rezipienten ins 

Kalkül zu ziehen (vgl. RIKLIN, a.a.O., N. 28 und 34 zu Vor Art. 173 StGB mit 

Hinweisen). 

 

Handelt es sich um einen Text, so ist er nicht allein anhand der verwende-

ten Ausdrücke – je für sich allein genommen – zu würdigen, sondern auch 

nach dem Sinn, der sich aus dem Text als Ganzes ergibt, so wie die Äusse-

rungen im Gesamtzusammenhang verstanden werden (vgl. RIKLIN, a.a.O., 

N. 30 zu Vor Art. 173 StGB mit Hinweisen). 

 

4.2.4. 

Grundsätzlich ist der Urheber der ehrverletzenden Äusserung zum Entlas-

tungsbeweis zuzulassen. Beweist der Urheber, dass die vorgebrachte oder 

weiterverbreitete Äusserung der Wahrheit entspricht oder dass er ernst-

hafte Gründe hatte, sie in guten Treuen für wahr zu halten, so ist er nicht 

strafbar. Vom Entlastungsbeweis ausgeschlossen ist er nur dann, wenn 

eine begründete Veranlassung für die Äusserungen fehlte und diese vor-

wiegend in der Absicht getätigt wurden, um jemandem Übles vorzuwerfen. 

Diese Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein (vgl. BGE 132 IV 112 

E. 3.1). Wahre ehrverletzende Behauptungen sind i.d.R. straflos. Der Ver-

letzer kann den Wahrheitsbeweis erbringen. Er ist beweispflichtig, d.h. es 

liegt eine Umkehr der üblichen Beweislast vor. Im Gegensatz zum Gutglau-

bensbeweis kann sich der Wahrheitsbeweis auch auf Umstände stützen, 

die dem Täter erst nach der Äusserung bekannt werden oder sich aus einer 

späteren Abklärung ergeben. Bezüglich eines behaupteten Delikts ist der 

Wahrheitsbeweis grundsätzlich nur durch die entsprechende Verurteilung 

zu erbringen, es sei denn, ein Strafverfahren gegen den Verdächtigen 

könne nicht oder nicht mehr durchgeführt werden (vgl. RIKLIN, a.a.O., N. 13 

ff. zu Art. 173 StGB mit Hinweisen). Ehreingriffe sind demgegenüber grund-

sätzlich strafbar, wenn sie unwahr sind. Der Verletzer kann jedoch den Gut-

glaubensbeweis erbringen, d.h. er ist ausnahmsweise auch dann nicht be-

langbar, wenn er nachweist, dass er ernsthafte Gründe hatte, eine Behaup-

tung in guten Treuen für wahr zu halten. Auch hier trägt der Verletzer die 

Beweislast (vgl. RIKLIN, a.a.O., N. 19 und 21 zu Art. 173 StGB mit Hinwei-

sen). 

 - 12 - 

 

 

 

4.3. 

Soweit die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach in ihrer Einstellungsverfü-

gung vom 23. August 2023 zum Schluss kommt, dass es bereits zweifelhaft 

sei, ob die vorgenannten Äusserungen der Beschuldigten die Strafbarkeits-

grenze überhaupt erreichen würden, kann ihr nur teilweise gefolgt werden. 

Zwar mag der Vorwurf, eine sehr altmodische Sichtweise zu haben und 

ungehorsame Kinder zu züchtigen, für sich alleine noch keine ehrverlet-

zende Äusserung im Sinne der Art. 173 ff. StGB darstellen. Jedoch warf die 

Beschuldigte den Beschwerdeführern in ihrer Stellungnahme vom 10. März 

2023 auch strafrechtlich relevantes Verhalten vor, indem sie u.a. behaup-

tete, der jähzornige Beschwerdeführer 1 habe im Beisein der Beschwerde-

führerin 2 und ohne deren Intervention die eigenen Kinder mit Füssen ge-

treten und geschlagen, der Beschwerdeführer 1 habe ihr mit "Konsequen-

zen" und einem "schlechten Start" am neuen Wohnort gedroht und die Be-

schwerdeführer hätten im Dorf derart schlecht bzw. ehrverletzend über die 

Beschuldigte gesprochen, dass diese und die Kinder gemobbt worden 

seien und das Dorf deshalb "schnellst möglich" hätten verlassen wollen. 

Zumindest insinuiert wird ein strafbares Verhalten der Beschwerdeführer 

denn auch durch die Behauptungen, diese hätten die Enkelkinder bei der 

Schule "terrorisiert" und ihnen "mehrmals in der Woche aufgelauert" 

(vgl. E. 4.1.4 hiervor). Die genannten Bezichtigungen betreffen ohne weite-

res die ethische Integrität der Beschwerdeführer und damit ihre (sittliche) 

Ehre bzw. ihren Ruf als anständige Menschen. Ausserdem handelt es sich 

bei den Äusserungen nicht um bloss harmlose bzw. alltägliche Herabset-

zungen. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass die Beschuldigte diese 

im Kontext eines durch die Beschwerdeführer angeregten familienrechtli-

chen Verfahrens vor einer Behörde tätigte und wohl ein Interesse daran 

hatte, ihrem Standpunkt in der Stellungnahme einen gewissen Nachdruck 

zu verleihen. Eine die Einstellung des Verfahrens rechtfertigende, klare 

Straflosigkeit der Beschuldigten mangels objektiver Tatbestandsmässigkeit 

der beschriebenen Äusserungen liegt – ohne dem Sachgericht vorzugrei-

fen – nicht vor. 

 

4.4. 

4.4.1. 

Entgegen der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach kann auf Grundlage der 

erhobenen Beweise auch nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, 

dass der Beschuldigten hinsichtlich ihrer Äusserungen der Wahrheits- 

bzw. der Gutglaubensbeweis gelingen würde. Die Beschuldigte wurde 

durch die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach nicht befragt. Den Akten lässt 

sich gerade zu ihren schwersten Vorwürfen gegenüber den Beschwerde-

führern, namentlich der mutmasslichen physischen Misshandlung der eige-

nen Kinder durch den Beschwerdeführer 1 im Beisein und ohne Interven-

tion der Beschwerdeführerin 2 ("Die Oma schaut einfach weg. Das hat sie 

auch bei ihren eigenen Kindern gemacht, welche sogar mit den Füssen 

 - 13 - 

 

 

getreten und geschlagen wurden vom jähzornigen Vater. Da verwundert 

einem nicht, dass beide Söhne psychische Probleme haben und hatten.") 

sowie der Drohung des Beschwerdeführers 1 ("Mein Schwiegervater hat 

mir zudem gedroht, es gäbe Konsequenzen, wenn ich die Kinder nicht 

mehr bringe. Er werde dafür sorgen, dass ich einen schlechten Start habe 

in Y._____.") nichts entnehmen. Aus der WhatsApp-Korrespondenz zwi-

schen der Beschuldigten und der Beschwerdeführerin 2 lässt sich diesbe-

züglich ebenfalls nichts ableiten, zumal darin – mit Ausnahme der Nachricht 

der Beschuldigten vom 27. Dezember 2022 – keinerlei Konflikt zwischen 

den beiden auszumachen ist. Vielmehr scheinen sich die Beschuldigte und 

die Beschwerdeführerin 2 in den Monaten vor dem endgültigen Kontaktab-

bruch Ende 2022 rege und freundlich ausgetauscht zu haben, dies auch im 

Zusammenhang mit mehreren Anfragen der Beschuldigten bezüglich der 

Kinderbetreuung (vgl. etwa WhatsApp-Korrespondenz vom 3. und 4. Okto-

ber 2022, vom 19. und 20. Oktober 2022, vom 26. Oktober 2022, etc.; […], 

act. 17 ff.). Gestützt auf diesen Austausch ergeben sich weder Hinweise 

auf das von der Beschuldigten vorgeworfene Verhalten der Beschwerde-

führer (Ehrverletzungen und Drohung zum Nachteil der Beschuldigten, Auf-

lauern der Kinder bei der Schule, etc.) noch allfällige Vorbehalte der Be-

schuldigten in Bezug auf den Umgang der Beschwerdeführer mit den Kin-

dern. Immerhin gab die Beschuldigte gegenüber der Beschwerdeführerin 2 

an, die Kinder "extra" aus den Ferien in QR._____ zu den Beschwerdefüh-

rern in R._____ zu bringen, damit diese mit den Beschwerdeführern Weih-

nachten feiern könnten (vgl. WhatsApp-Korrespondenz vom 28. Oktober 

2022; […], act. 22). Eine weitere Erforschung des Sachverhalts musste 

sich für die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach damit bereits im Hinblick auf 

den augenscheinlichen Kontrast zwischen der Kommunikationsweise 

bzw. der Bereitschaft der Beschuldigten, die Kinder durch die Beschwerde-

führer betreuen zu lassen und den von ihr im Nachgang zum 27. Dezember 

2022 erhobenen, teilweise schweren Vorwürfen gegenüber den Beschwer-

deführern aufdrängen. 

 

4.4.2. 

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach durfte zur Begründung des Entlas-

tungsbeweises auch nicht generell auf die Aussagen der Kinder D._____ 

und E._____ vor dem Familiengericht Zurzach verweisen, zumal ihnen im 

Zusammenhang mit den schwersten Vorwürfen der physischen Misshand-

lung der eigenen Kinder durch die Beschwerdeführer bzw. der Drohung des 

Beschwerdeführer 1 gegenüber der Beschuldigten nichts zu entnehmen ist 

(vgl. E. 4.1.3 hiervor). Unbehelflich ist sodann der Hinweis der Staatsan-

waltschaft Brugg-Zurzach, wonach eine angebliche Gefährdungsmeldung 

eines Dr. J._____ die Aussagen der Kinder und damit auch jene der Be-

schuldigten belege, zumal sich diese nicht bei den Akten befindet und de-

ren Inhalt der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach damit nicht bekannt sein 

konnte. Dasselbe gilt im Übrigen für die ausweislich der Akten am 5. Mai 

 - 14 - 

 

 

2023 durch das Familiengericht Zurzach bei der behandelnden Kinderpsy-

chologin M._____ beantragte Stellungnahme, welche ebenfalls nicht vor-

liegt (vgl. […], act. 68 f.). 

 

4.5. 

Zusammenfassend sind die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Ein-

stellung des Strafverfahrens in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO 

hinsichtlich des Vorwurfs der mehrfachen Verleumdung, evtl. mehrfacher 

übler Nachrede nicht erfüllt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheis-

sen und die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach wird die zur weiteren Sach-

verhaltsfeststellung notwendigen Ermittlungshandlungen vorzunehmen ha-

ben. 

 

5. 

5.1. 

Die von den Beschwerdeführern am 31. Mai 2023 beanzeigte Nötigung be-

trifft die WhatsApp-Nachricht der Beschuldigten vom 27. Dezember 2022 

an die Beschwerdeführer, in welcher sie mit einer Anzeige wegen Körper-

verletzung zum Nachteil des Sohnes F._____ drohte, sofern die Beschwer-

deführer die Kinder "bei der Schule" nicht in Ruhe lassen würden (vgl. 

WhatsApp-Korrespondenz vom 27. Dezember 2022; […], act. 28). Hin-

sichtlich des erstellten Sachverhalts kann an dieser Stelle auf die entspre-

chenden Ausführungen zum Vorwurf der mehrfachen Verleumdung, evtl. 

mehrfachen üblen Nachrede verwiesen werden (vgl. E. 4.1 hiervor). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer jeman-

den durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere 

Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlas-

sen oder zu dulden. Die Tatbestandsvariante der "anderen Beschränkung 

der Handlungsfreiheit" ist restriktiv auszulegen. Nicht jeder noch so gering-

fügige Druck auf die Entscheidungsfreiheit eines andern führt zu einer Be-

strafung nach Art. 181 StGB. 

 

5.2.2. 

Ob eine Äusserung als Drohung zu verstehen ist, beurteilt sich nach den 

gesamten Umständen, unter denen sie erfolgte (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 6B_1261/2022 vom 23. Januar 2023 E. 2.2 mit Hinweisen). Straf-

rechtlich relevant kann ein ernstlicher Nachteil nur dann sein, wenn er beim 

Drohungsadressaten zu einer unzulässigen Freiheitsbeschränkung führt. 

Die Androhung von ernstlichen Nachteilen kann ihren Anlass in gesetzlich 

vorgesehenen oder (vertraglich) vereinbarten Ereignissen haben. Droht je-

mand eine zulässige, nachteilige Handlung an, so liegt darin keine unzu-

lässige Freiheitsbeschränkung des anderen, weil jener sich die Verwirkli-

 - 15 - 

 

 

chung dieser für ihn ernstlichen Nachteile gefallen lassen muss. Die Dro-

hung mit einer Strafanzeige ist z.B. zwar ernstlich nachteilig, aber straf-

rechtlich irrelevant, wenn der Betroffene sich dem Verdacht einer strafba-

ren Handlung durch sein eigenes Verhalten ausgesetzt und sich daher ei-

genhändig der Freiheit beraubt hat, um von einer Strafanzeige in diesem 

Zusammenhang verschont zu bleiben (vgl. DELNON/RÜDY, in: Basler Kom-

mentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N. 32 und 38 ff. zu Art. 181 StGB). An-

ders verhält es sich, wenn die Androhung der Strafanzeige ohne ernsthaf-

ten Grund erfolgt, damit das Opfer sich in einer bestimmten Weise verhalte, 

was es ohne Drohung nicht tun würde. Dies ist der Fall, wenn zwischen 

dem Straftatbestand, der angezeigt werden soll, und der gestellten Forde-

rung ein sachlicher Zusammenhang fehlt oder wenn mit der Drohung ein 

ungerechtfertigter Vorteil erlangt werden soll (vgl. BGE 120 IV 17 E. 2a/bb; 

Urteil des Bundesgerichts 6B_1037/2019 vom 24. Juni 2020, E. 2.3.3). 

 

5.2.3. 

Gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts und der herrschenden Lehre 

indiziert die Tatbestandsmässigkeit der Nötigung – entgegen den allgemei-

nen Grundsätzen – die Rechtswidrigkeit noch nicht; diese muss vielmehr 

positiv begründet werden. Rechtswidrig ist eine Nötigung nach bundesge-

richtlicher Rechtsprechung, wenn das Mittel oder der Zweck unerlaubt ist 

oder wenn das Mittel zum erstrebten Zweck nicht im richtigen Verhältnis 

steht oder wenn die Verknüpfung zwischen einem an sich zulässigen Mittel 

und einem erlaubten Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwidrig ist; letz-

terer Fall ist bei Drohungen mit Strafanzeigen vor allem dann gegeben, 

wenn zwischen einem Straftatbestand, der angezeigt werden soll, und der 

gestellten Forderung kein sachlicher Zusammenhang besteht bzw. mit der 

Drohung ein ungerechtfertigter Vorteil erlangt werden soll (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_979/2018 vom 21. März 2019 E. 1.2.5 mit weiteren Hin-

weisen). 

 

5.3. 

5.3.1. 

Zunächst ist festzuhalten, dass die Drohung mit einer Strafanzeige wegen 

Körperverletzung – insbesondere jener eines Kleinkindes – ohne weiteres 

einen ernstlichen Nachteil i.S.v. Art. 181 StGB darstellt. Schlussendlich ist 

jedoch massgebend, ob die Beschuldigte diese Strafanzeige aus gutem 

Grund androhte oder ob es ihr vielmehr darum ging, die Beschwerdeführer 

durch die Drohung zu einem bestimmten Verhalten (namentlich das Fern-

halten der Beschwerdeführer von den Kindern bei der Schule) zu nötigen. 

 

5.3.2. 

Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach verneint in ihrer Einstellungsverfü-

gung vom 23. August 2023 zwar das Vorliegen einer Nötigungshandlung, 

begründet dies jedoch nicht weiter. Damit bleibt unklar, auf welcher Grund-

lage sie zu diesem Schluss kommt. Jedenfalls wurde die Beschuldigte auch 

 - 16 - 

 

 

hinsichtlich dieses Vorwurfs bzw. der damit zusammenhängenden, mut-

masslichen Körperverletzung von F._____ durch den Beschwerdeführer 1 

nicht befragt. In den Akten befindet sich dazu lediglich die Aussage von 

E._____ anlässlich der Kindesanhörung vom 24. April 2023, wonach er 

während der Weihnachtstage bei den Beschwerdeführern gesehen habe, 

dass der Beschwerdeführer 1 den Bruder F._____ auf das Sofa geworfen 

habe. F._____ habe ihm sodann erzählt, dass der Beschwerdeführer 1 ihn 

in den Bauch geboxt habe. D._____ äusserte sich anlässlich der Kindes-

anhörung weder zu jenem Vorfall, noch erwähnte sie andere physische 

Übergriffe durch die Beschwerdeführer (vgl. E. 4.1.3 hiervor). Dies, 

obschon die Beschuldigte zumindest in ihrer Nachricht vom 27. Dezember 

2022 an die Beschwerdeführer ausführte, dass die Kinder nach jedem Be-

such von Handgreiflichkeiten durch die Beschwerdeführer berichten wür-

den (vgl. WhatsApp-Korrespondenz vom 27. Dezember 2022; […], act. 

28).  

 

5.3.3. 

Wenn es auch nicht Sache der Beschwerdekammer in Strafsachen ist, den 

Sachverhalt abschliessend zu würdigen, erscheint zumindest nicht von 

vornherein nachvollziehbar, weshalb die Beschuldigte – sollten die Kinder 

ihr in der Tat nach jedem Besuch von physischen (und psychischen) Über-

griffen durch die Beschwerdeführer berichtet haben – diese zumindest 

während der Zeit zwischen Oktober 2022 und Dezember 2022 weiterhin 

regelmässig und auf eigenes Bestreben hin durch die Beschwerdeführer 

hätte betreuen lassen. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist sodann, weshalb 

die Beschuldigte, in der Überzeugung, dass F._____ tatsächlich durch den 

Beschwerdeführer 1 in den Bauch geboxt und damit physisch misshandelt 

worden war, nicht ohnehin eine entsprechende Strafanzeige erhoben hätte. 

Vor diesem Hintergrund bleibt denn auch unklar, wie es sich mit dem sach-

lichen Zusammenhang zwischen der blossen Androhung der Strafanzeige 

wegen Körperverletzung und der Forderung des Fernbleibens von den Kin-

dern durch die Beschwerdeführer abschliessend verhält. Eine weitere Ab-

klärung des Sachverhalts, insbesondere die Befragung der Beschuldigten 

und der Beizug der Gefährdungsmeldung von Dr. J._____ sowie die durch 

das Familiengericht Zurzach angeforderte Stellungnahme der behandeln-

den Kinderpsychologin M._____, drängt sich damit auch hinsichtlich des 

Vorwurfs der Nötigung auf. 

 

5.4. 

Zusammenfassend sind die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Ein-

stellung des Strafverfahrens in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO 

hinsichtlich des Vorwurfs der Nötigung nicht erfüllt. Die Beschwerde ist in 

diesem Punkt gutzuheissen und die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach 

wird die zur weiteren Sachverhaltsfeststellung notwendigen Ermittlungs-

handlungen vorzunehmen haben. 

 

 - 17 - 

 

 

6. 

6.1. 

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Hebt die 

Rechtsmittelinstanz einen Entscheid auf und weist sie die Sache zur neuen 

Entscheidung an die Vorinstanz zurück, so trägt der Kanton die Kosten des 

Rechtsmittelverfahrens und, nach Ermessen der Rechtsmittelinstanz, jene 

der Vorinstanz (Art. 428 Abs. 4 StPO). Diese letztgenannte Bestimmung 

bezieht sich insbesondere auf kassatorische Entscheide über Beschwer-

den gemäss Art. 397 Abs. 2 StPO (vgl. DOMEISEN, in: Basler Kommentar, 

Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 25 zu Art. 428 

StPO). 

 

Die Beschwerdeführer obsiegen mit ihrer Beschwerde vollumfänglich. Aus-

gangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens auf die Staats-

kasse zu nehmen. 

 

6.2. 

Der Anspruch der Beschwerdeführer auf angemessene Entschädigung für 

notwendige Aufwendungen (im Rahmen ihres Obsiegens) richtet sich nach 

Art. 433 StPO und hängt vom Ausgang des Strafverfahrens ab. Dieser ist 

derzeit noch offen. Es ist daher nicht möglich, im vorliegenden Entscheid 

eine Entschädigung für das Beschwerdeverfahren festzulegen. Eine allfäl-

lige Parteientschädigung wird somit im Rahmen der Regelung der Entschä-

digung im Endentscheid und in Abhängigkeit vom Verfahrensausgang zu 

behandeln und zu verlegen sein (Art. 421 Abs. 1 StPO; vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 1B_531/2012 vom 27. November 2012 E. 3). 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Einstellungsverfügung der 

Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach vom 23. August 2023 wird aufgehoben. 

 

2. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf die Staatskasse ge-

nommen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

 - 18 - 

 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 16. Januar 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Flütsch