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**Case Identifier:** 908e11f2-5ba4-50f1-a696-bd1e1364eddd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 20.08.2025 B 2025/47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2025-47_2025-08-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/17

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2025/47

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 28.11.2025

Entscheiddatum: 20.08.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 20.08.2025
Beurteilung Masterarbeit. Art. 18 lit. d der Studienordnung der 
Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Die Bewertung der Masterarbeit als 
«ungenügend» ist umfassend und in Auseinandersetzung mit den von der 
Beschwerdeführerin dagegen vorgebrachten Einwänden erläutert worden. 
Sie erscheint im Ergebnis vertretbar, wie bereits die beiden Rekursinstanzen 
feststellten. Jedenfalls liegt keine krasse Fehleinschätzung bei der 
Bewertung der Masterarbeit der Beschwerdeführerin vor, die einer Korrektur 
durch das Verwaltungsgericht zugänglich wäre.(Verwaltungsgericht, B 
2025/47) Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht 
erhoben (Verfahren 2D_16/2025)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 

 
 

 

Verwaltungsgericht 

Abteilung II 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 20. August 2025 

Besetzung  Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Reiter,  

Verwaltungsrichter Zogg; Gerichtsschreiber Geertsen  

   

Geschäftsnr.   B 2025/47 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 A.__, 

Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwalt Henning Heinze, Rechtsanwälte 

Dr. Heinze & Partner, Sihleggstrasse 23, 8832 Wollerau,  

 

 

  gegen 

  Pädagogische Hochschule St. Gallen,  

vertreten durch den Hochschulrat, Notkerstrasse 27, 9000 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

 

  

Gegenstand  Nichtbestehen der Masterarbeit 

 

 

B 2025/47 

 

2/16 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.  

a. 

A.__ besuchte den Studiengang Z.__ an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) 

und verfasste im Masterarbeitszyklus 2022 bei Dr. B.__ (Betreuer; Co-Betreuer: Dr. des. 

C.__) eine Masterarbeit zum Thema Befindlichkeitsstudie zum handlungskompetenzorien-

tierten Bildungsplan […], die sie am 9. Dezember 2022 einreichte. Die Masterarbeit wurde 

von Dr. B.__ und Dr. des. C.__ als ungenügend (Note 3) bewertet (zur Beurteilung vom 

4. Januar 2023 siehe act. 9.6a.3.B4), weshalb die Studiengangsleiterin der PHSG mit Ver-

fügung vom 4. Januar 2023 anordnete, A.__ müsse die Masterarbeit überarbeiten oder zu 

einem neuen Thema nochmals verfassen, um das Studium abschliessen zu können 

(act. 9.6a.3.B1). 

b. 

Gegen diese Verfügung erhob A.__ am 17. Januar 2023 Rekurs bei der Rekurskommission 

der PHSG und beantragte, die Masterarbeit sei mit «bestanden» zu bewerten (act. 9.6a.1). 

Nach einem mehrfachen Schriftenwechsel wies die Rekurskommission der PHSG den Re-

kurs vom 17. Januar 2023 mit Entscheid vom 13. November 2023 ab (act. 9.1a.2; zur Re-

kursreplik vom 17. März 2023, Rekursreplikergänzung vom 15. Mai 2023 sowie der Re-

kurstriplik vom 29. Juni 2023 siehe act. 9.6a.6, act. 9.6a.8 und act. 9.6a.12, zur Rekursant-

wort vom 15. Februar 2023 und Rekursduplik vom 12. Juni 2023 siehe act. 9.6a.4 und 

act. 9.6a.10).  

B.  

a. 

A.__ erhob gegen den Rekursentscheid der Rekurskommission PHSG vom 13. November 

2023 am 28. November 2023 Rekurs beim Rat der PHSG. Sie beantragte, der angefoch-

tene Rekursentscheid sei aufzuheben und ihre Masterarbeit sei anstelle der Note 3 neu mit 

dem Prädikat «bestanden» zu bewerten, was eine Note 4 oder höher beinhalte (act. 9.1). 

b. 

Die Rekurskommission der PHSG beantragte in der Vernehmlassung vom 1. Januar 2024 

unter Verweis auf die Begründung des angefochtenen Rekursentscheids vom 13. Novem-

ber 2023 die Abweisung des Rekurses vom 28. November 2023 (act. 9.6). In gleicher 

Weise verfuhr die PHSG in der Vernehmlassung vom 7. Februar 2024 (act. 9.8). 

 

B 2025/47 

 

3/16 

c. 

Nachdem A.__ am 23. Februar 2024 auf eine Stellungnahme verzichtet hatte (act. 9.10), 

wies der Rat der PHSG den Rekurs vom 28. November 2023 mit Entscheid vom 6. Dezem-

ber 2024 ab. Zur Begründung führte er zusammengefasst aus, dass die Bewertung der 

Masterarbeit mit dem durch den Betreuer und Co-Betreuer ausgefüllten Bewertungsbogen 

und den Stellungnahmen des Rektorats nachvollziehbar begründet worden sei. Die Vor-

bringen von A.__ seien im Rahmen einer Prüfung auf Rechtswidrigkeit nicht geeignet, die 

Bewertung der Masterarbeit in Frage zu stellen. Ein willkürliches Handeln liege nicht vor 

(act. 2).  

C.  

a. 

Gegen den Entscheid des Rats der PHSG (Vorinstanz) vom 6. Dezember 2024 (versandt 

am 17. Februar 2025, act. 2) erhob A.__ (Beschwerdeführerin) am 4. März 2025 Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht. Darin beantragte sie unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen, der angefochtene Rekursentscheid sei aufzuheben und die PHSG sei zu ver-

pflichten, die Masterarbeit fehlerfrei neu zu bewerten und anschliessend neu zu verfügen. 

Eventualiter sei die PHSG zu verpflichten, sie (die Beschwerdeführerin) die Masterarbeit 

wiederholen zu lassen. Die Beschwerdeführerin rügte eine Verletzung ihres Anspruchs auf 

rechtliches Gehör. Sie sei von der PHSG nicht umgehend «über die erforderlichen Angaben 

zur Leistungsbewertung» aufgeklärt worden und es bestünden zahlreiche Begründungsde-

fizite, die auch in den Rekursverfahren nicht behoben worden seien. Sie (die Beschwerde-

führerin) habe klare Bewertungsfehler aufgezeigt, die jedoch zu Unrecht nicht gehört wor-

den seien. Ausserdem sei Dr. B.__ voreingenommen gewesen, da er ein grosser Befürwor-

ter der in der Masterarbeit thematisierten Reform sei (act. 1). 

b. 

Unter Verweis auf die Begründung des Rekursentscheids vom 6. Dezember 2024 bean-

tragte die Vorinstanz am 31. März 2025 die Abweisung der Beschwerde (act. 8). 

  

 

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4/16 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1.  

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des Ge-

setzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführerin ist zur 

Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die 

Beschwerde wurde mit Eingabe vom 4. März 2025 rechtzeitig erhoben und erfüllt in formel-

ler und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.  

Hinsichtlich der Kognition der beiden Rekursinstanzen (Rekurskommission PHSG und Vo-

rinstanz) einerseits (E. 2.1 hiernach) und des Verwaltungsgerichts andererseits (E. 2.2 hier-

nach) gilt es das Folgende zu beachten: 

2.1.  

Mit dem Rekurs können alle Mängel der angefochtenen Verfügung oder des angefochtenen 

Entscheids geltend gemacht werden, besonders die Unzuständigkeit der erlassenden Be-

hörde, der Verstoss gegen wesentliche Form- oder Verfahrensvorschriften oder die unvoll-

ständige Feststellung des Sachverhalts sowie die Rechtswidrigkeit und die Unangemes-

senheit des Inhaltes der Verfügung oder des Entscheids (Art. 26 des Gesetzes über die 

Pädagogische Hochschule St.Gallen, sGS 216.0, GPHSG, in Verbindung mit Art. 46 Abs. 1 

VRP). Die Natur der Streitsache kann allerdings einer unbeschränkten Ermessensüberprü-

fung entgegenstehen. Namentlich bei der materiellen Bewertung von Prüfungsleistungen 

(Benotung) darf sich auch eine zur Angemessenheitskontrolle befugte Rechtsmittelbehörde 

Zurückhaltung auferlegen, ohne den Gehörsanspruch der Parteien (Art. 29 Abs. 2 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV) zu verletzen oder 

eine formelle Rechtsverweigerung gemäss Art. 29 Abs. 1 BV infolge zu Unrecht beschränk-

ter Kognition zu begehen (vgl. hierzu BGer 2C_503/2023 vom 29. Mai 2024 E. 1.4). Rechts-

mittelverfahren können nicht dazu dienen, eine Leistungsbewertung zu wiederholen. Die 

Würdigung der erbrachten Prüfungsleistungen obliegt in erster Linie den fachkundigen Ex-

aminatoren (BGer 2D_13/2021 vom 11. März 2021 E. 3.2.1). Bei den Rekursinstanzen han-

delt es sich nicht um Oberprüfungsbehörden, welche eine eigenständige Bewertung der 

Masterarbeit insgesamt oder von einzelnen Teilen vorzunehmen haben (vgl. 

BGer 2C_84/2024 vom 30. September 2024 E. 4.1.4.3). Praxisgemäss ist es zulässig, 

wenn die Rechtsmittelinstanz erst dann einschreitet, wenn die Bewertung nicht nachvoll-

ziehbar ist, offensichtliche Mängel aufweist oder auf sachfremden Kriterien beruht. Indes 

haben die Rechtsmittelinstanzen Rügen, die organisatorische bzw. verfahrensrechtliche 

Gesichtspunkte oder die Auslegung und Anwendung von Rechtssätzen/Reglementen 

 

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betreffen, im Rahmen ihrer Kognition uneingeschränkt zu überprüfen (siehe zum Ganzen 

VerwGE B 2021/98 vom 17. Januar 2022 E. 2.1 erster Absatz mit Hinweisen und 

BGer 2C_304/2020 vom 24. April 2020 E. 2.3). 

2.2.  

Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht können gemäss Art. 61 Abs. 1 und Abs. 2 

VRP Rechtsverletzungen sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-

den. Im Rahmen von Ermessensentscheiden stellen der Missbrauch sowie die Überschrei-

tung oder Unterschreitung des Ermessensspielraums Rechtsverletzungen dar. Demgegen-

über begründet die bloss unzweckmässige Ausübung des Ermessens keine Rechtsverlet-

zung und eine solche kann vom Verwaltungsgericht nicht korrigiert werden. Es ist üblich 

und verletzt Verfassungsrecht nicht, wenn Gerichtsbehörden bei der Kontrolle von Exa-

mensentscheiden Zurückhaltung üben. Eine volle Rechtskontrolle rechtfertigt sich in erster 

Linie für allfällige formelle Fehler. Bei der inhaltlichen Bewertung einer wissenschaftlichen 

Arbeit bestehen hingegen regelmässig Beurteilungsspielräume, die es zwangsläufig mit 

sich bringen, dass dieselbe Arbeit verschiedenen Einschätzungen auch von Fachleuten un-

terliegen kann. Gerichtsbehörden dürfen sich insoweit Zurückhaltung auferlegen, solange 

es keine Hinweise auf krasse Fehleinschätzungen gibt (BGE 136 I 229 E. 5.4.1 und 

BGer 2D_13/2021 vom 11. März 2022 E. 3.2.1 am Schluss). 

3.  

Gegen den angefochtenen Entscheid bzw. die Bewertung der Masterarbeit und deren Be-

stätigung durch die Vorinstanzen bringt die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht vor, 

die «wesentlichen Bewertungsgrundlagen werden beurteilungsfehlerhaft nicht hinreichend 

eröffnet» (act. 1, S. 10 oben), was eine Verletzung der Begründungspflicht darstelle (act. 1, 

S. 10 ff.). 

3.1.  

Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vorbringen 

des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in 

der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Ent-

scheid zu begründen (siehe auch Art. 15 Abs. 2 Satz 1 VRP, der gemäss Art. 58 Abs. 1 und 

Art. 64 VRP auch für die kantonalen Rechtsmittelverfahren gilt). Dabei ist es nicht erforder-

lich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes ein-

zelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid 

wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der 

Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kennt-

nis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigs-

tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 

 

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und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 136 I 220 E. 5.2). Die aus Art. 29 Abs. 2 BV 

fliessenden gehörsrechtlichen Anforderungen an das Akteneinsichtsrecht sind erfüllt, wenn 

anhand von genügend präzisen Notizen oder mündlichen Angaben der Ablauf der Prüfung 

nachvollzogen werden kann und dadurch ermöglicht wird, die Bewertung der geprüften 

Leistung zu beurteilen. Erst wenn sich eine Überprüfung des Examens als undurchführbar 

erweist, ist Art. 29 Abs. 2 BV verletzt (vgl. BGer 2D_13/2021 vom 11. März 2022 E. 3.1.2). 

3.2.  

Die Betreuer benutzten für die Bewertung der Masterarbeit der Beschwerdeführerin den 

Beurteilungsbogen gemäss Anhang 2 des Leitfadens für das Erstellen einer Masterarbeit, 

Richtlinien zur Masterarbeit, Zyklus 2022 (act. 9.6a.4.B1). Die erste Seite des Beurteilungs-

bogens verschafft einen umfassenden Überblick über die von den Betreuern am 4. Januar 

2023 bewerteten inhaltlichen und formalen Kriterien. Die Bandbreite der Bewertungsmög-

lichkeiten besteht aus den vier Bewertungen «hervorragend», «gut», «genügend» und «un-

genügend». Die Betreuer qualifizierten lediglich ein formales Kriterium als gut («Aufbau und 

Gliederung»), fünf Kriterien als genügend («Problemstellung, Fragestellung»; «Argumenta-

tion»; «Auswahl und Verarbeitung der Literatur»; «Sprache» und «Gestaltung des Pro-

dukts») und fünf Kriterien als ungenügend (die vier inhaltlichen Kriterien «Erfassen und Be-

wältigen des Themas»; «Schlussfolgerungen, Fazit, Ergebnisdiskussion»; «Qualität der 

Aussagen»; «Originalität, Kreativität, Eigenleistung» und das formale Kriterium «Zitation 

und Bibliographie»). Ein inhaltliches Kriterium («methodisches Vorgehen») wurde als un-

genügend bis genügend bewertet (act. 9.6a.3.B4, S. 1). Auf weiteren zwei Seiten nahmen 

die Betreuer eine Kurzcharakterisierung der Masterarbeit vor und gaben einlässlich begrün-

det Rechenschaft über die aus ihrer Sicht bestehenden Stärken und Schwächen der von 

der Beschwerdeführerin vorgelegten, insgesamt mit der Note 3 qualifizierten Leistung 

(act. 9.6a.3.B4, S. 2 f.). Mit anderen Worten legten die Betreuer ausführlich und transparent 

sämtliche für ihre Bewertung der Masterarbeit massgeblichen Gesichtspunkte dar. Eine 

Verletzung der Begründungspflicht ist nicht auszumachen, da der Beschwerdeführerin ohne 

weiteres möglich war, die Leistungsbewertung sachgerecht anzufechten, wie bereits die 

Vorinstanz zutreffend darlegte (act. 2, E. 4b). Die beiden Rekursinstanzen verneinten des-

halb zu Recht eine Verletzung der Begründungspflicht durch die PHSG. Die Frage, ob die 

Bewertung und deren Begründung inhaltliche Mängel aufweisen, betrifft nicht den formellen 

Anspruch auf rechtliches Gehör, sondern bildet Gegenstand der materiellen Überprüfung 

(siehe E. 6 hiernach; vgl. VerwGE B 2024/34, B 2024/35 vom 15. August 2024 E. 3.3). 

3.3.  

Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin, dass sich die Vorinstanzen nicht mit den von 

ihr geltend gemachten Begründungsdefiziten auseinandergesetzt hätten (act. 1, S. 14 f.). 

Diese Auffassung ist nicht zu teilen. Im Rahmen des Schriftenwechsels im Rekursverfahren 

 

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vor der Rekurskommission PHSG setzte sich die PHSG mit der Kritik der Beschwerdefüh-

rerin an der Leistungsbewertung (act. 9.6a.1, S. 10 ff., act. 9.6a.6, S. 4 ff., und act. 9.6a.8, 

S. 3) auseinander. Insbesondere erläuterte und präzisierte sie die von der Beschwerdefüh-

rerin beanstandeten Gesichtspunkte der Leistungsbewertung (etwa betreffend Experten, 

die eigene Beurteilung der Beschwerdeführerin, die Reform sowie deren Hintergründe und 

deren Bedeutung über die von der Beschwerdeführerin untersuchte Schule hinaus; Re-

kursantwort vom 15. Februar 2023, act. 9.6a.4, und Rekursduplik vom 12. Juni 2023, 

act. 9.6a.10, S. 2 f.). In der Rekurstriplik vom 29. Juni 2023 brachte die Beschwerdeführerin 

sodann keine neuen Aspekte vor, sondern bekräftigte im Wesentlichen die bereits vorge-

tragene Kritik (act. 9.6a.12). Vor diesem Hintergrund ist gehörsrechtlich nicht zu beanstan-

den, dass die Rekurskommission PHSG – wenn auch mit bloss knapper Begründung – 

unter Beachtung der gebotenen Zurückhaltung bei der inhaltlichen Bewertung (E. 2.1 hier-

vor) in der Kritik der Beschwerdeführerin keine Verletzung des den Betreuern zustehenden 

Beurteilungsspielraums erblickte, mithin sich insbesondere den Stellungnahmen der Be-

treuer bzw. der PHSG zur Kritik der Beschwerdeführerin ohne Weiterungen anschloss 

(act. 9.1a.2, E. 8) und damit deren Beurteilungsspielraum respektierte (vgl. BGE 136 I 184 

E. 2.2.1). Auch wenn die Rekurskommission PHSG über die von der PHSG bzw. dem Pro-

rektor Ausbildung im Rekursverfahren verfassten Stellungnahmen zu der von der Be-

schwerdeführerin in den Rekursverfahren geäusserten Kritikpunkte (act. 9.6a.4 und 

act. 9.6a/10) hinaus keine neuen bzw. zusätzlichen Aspekte anführte, wurden die Vorbrin-

gen der Beschwerdeführerin im Verfahren vor der Rekurskommission PHSG insgesamt ge-

hört, ernsthaft geprüft und in ihrer Entscheidfindung angemessen berücksichtigt. Deshalb 

verneinte die Vorinstanz auch unter diesem Aspekt zu Recht eine Gehörsverletzung (act. 2, 

E. 9). Selbst wenn im Übrigen der Rekurskommission der PHSG eine Gehörsverletzung 

vorzuwerfen wäre, wäre sie vorliegend von der mit gleicher Kognition ausgestatteten Vo-

rinstanz geheilt worden. Denn sie hat die Kritik der Beschwerdeführerin im angefochtenen 

Entscheid nicht bloss detailliert wiedergegeben (act. 2, lit. D), sondern diese der Stellung-

nahme der PHSG vom 12. Juni 2023 (act. 2, lit. G) gegenübergestellt und ist dabei nach-

vollziehbar zum Schluss gelangt, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht geeig-

net sind, einen im Rekursverfahren (sei es nun vor der Rekurskommission PHSG oder der 

Vorinstanz) zu korrigierenden Rechtsmangel zu begründen (act. 2, E. 10).  

3.4.  

Soweit die Beschwerdeführerin darum ersucht, es sei ihr, «wie vorinstanzlich bereits be-

gehrt, durch Vorlage der erforderlichen prüfungsbezogenen Unterlagen und Informationen 

substantiiert auch insoweit aufzuzeigen, worin die Bewertungen begründet liegen» (act. 1, 

S. 13 unten), bleibt mangels näherer Erläuterung unklar, auf welche zusätzlichen Unterla-

gen sich ihr Herausgabebegehren bezieht. Spätestens im Rekursverfahren vor der Rekurs-

kommission der PHSG erhielt die Beschwerdeführerin vollumfänglich Einsicht in die Akten 

 

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(insbesondere samt Audioaufnahme und Korrekturversion der Masterarbeit; act. 9.6a.4; 

siehe hierzu den USB-Stick in act. 9.6a.19). Es ist weder ersichtlich noch von der Beschwer-

deführerin aufgezeigt worden, dass zusätzlich zur bestehenden Aktenlage weitere Unterla-

gen mit Beweischarakter vorhanden wären (vgl. hierzu BGer 2D_13/2021 vom 11. März 

2022 E. 3.1.1), welche für die Beurteilung ihrer Masterarbeit massgebende Informationen 

enthalten könnten. 

4.  

Gegenüber dem primären Betreuer Dr. B.__ erhebt die Beschwerdeführerin den Vorwurf, 

er sei als grosser Befürworter der in der Masterarbeit thematisierten Reform voreingenom-

men gewesen (act. 1, S. 23).  

4.1.  

Aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin ergibt sich, dass sie noch mehrere Wochen 

vor der Abgabe der Masterarbeit – nach der Präsentation im Rahmen des Kolloquiums vom 

29. Oktober 2022 (zum Zeitpunkt siehe die Zeitplanübersicht im Leitfaden, act. 9.6a.4.B1, 

S. 4, bzw. im Konzept der Masterarbeit, act. 9.6a.4.B3 S. 11) – den Eindruck gewonnen 

hatte (act. 9.6a.6, S. 2 f.), Dr. B.__ sei ein grosser Befürworter der in der Masterarbeit the-

matisierten Reform. Weil ein Ausstandsgrund nach dem Grundsatz von Treu und Glauben 

(Art. 5 Abs. 3 BV) unverzüglich geltend zu machen ist, d.h. sobald der Ausstandsgrund be-

kannt ist, und die Beschwerdeführerin dieser Obliegenheit vorliegend nicht nachkam, ist der 

Anspruch auf Ablehnung des Prüfungsexperten verwirkt (BGer 2D_5/2021 vom 31. März 

2021 E. 6.1).  

4.2.  

Anzufügen bleibt, dass die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführte Aussage von 

Dr. B.__, Lehrer würden in einer «neuen Reform immer ein rotes Tuch sehen» und wären 

«deshalb immer dagegen» (act. 9.6a.6, S. 2 Mitte), einerseits keine enge, eine ergebnisof-

fene Leistungsbeurteilung gefährdende Verbundenheit mit der konkret von der Masterarbeit 

erfassten Reform belegt, sondern allgemeiner Natur ist. Gemäss der Tonaufnahme zum 

zwischen Dr. B.__ und der Beschwerdeführerin im Nachgang zur Präsentation vom 29. Ok-

tober 2022 (E. 4.1 hiervor) am 1. November 2022 (vgl. zum Datum act. 9.6a.19, Minute 

9:37) geführten Gespräch thematisierte der Betreuer sodann eine negative Einstellung von 

Lehrpersonen gegenüber Reformen als allgemeine Tendenz bzw. allgemeine Stimmungs-

lage (act. 9.6a.19, Minute 13:35 ff. etwa «Lehrpersonen neigen dazu», «ganz im Allgemei-

nen», «Lehrpersonen sind konservativ, d.h. eine Reform ist ein schwarzes Tuch für eine 

Lehrperson, grundsätzlich»; die Beschwerdeführerin teilte diese Sichtweise [«grundsätz-

lich, klar»; Minute 13:48 ff.]). Andererseits ist gerichtsnotorisch bzw. allbekannt und im Üb-

rigen verständlich, dass die mit der Umsetzung und den damit verbundenen Unsicherheiten 

 

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9/16 

und Mehrbelastungen unmittelbar konfrontierten Lehrpersonen regelmässig eher negativ 

gegenüber (einschneidenden) bildungspolitischen Reformen eingestellt sein können. Denn 

bildungspolitische Reformen können als Stressoren wirken und mit eher negativen Emotio-

nen bei Lehrpersonen einhergehen, v.a. wenn diese – wie vorliegend – starken Einfluss auf 

den Unterricht und dessen Ausgestaltung haben (vgl. E. MAUÉ, Wer profitiert von zentralen 

Abiturprüfungen?, Dissertation, Zürich 2018, S. A-66 mit Hinweisen; Download unter: 

<https://doi.org/10.5167/uzh-165187>; Stand: 17. Juni 2025). Dies dürfte umso mehr bei 

der von der Masterarbeit thematisierten Reform gelten, die gemäss Äusserungen im Ge-

spräch vom 1. November 2022 «von oben» angeordnet bzw. von den «Ämtern […] einfach 

mal entschieden» wurde (vgl. zur konkreten Reform, act. 9.6a.19, Minute 14:15 ff.). Solche 

Reformen können für Lehrpersonen auch deshalb eine Belastung hervorrufen, weil sie die 

bisherige Praxis in Frage stellen (vgl. TH. WEHNER, «Die Wertschätzung von aussen ist ein 

Stück weit verloren gegangen», in: Akzente, Das Magazin der Pädagogischen Hochschule 

Zürich, 26. Mai 2016; Download unter: <https://blog.phzh.ch/akzente/2016/05/26/die-wert-

schaetzung-von-aussen-ist-ein-stueck-weit-verloren-gegangen/>, Stand: 17. Juni 2025).  

4.3.  

Von Bedeutung ist ausserdem, dass die Vorinstanz im Einklang mit der Aktenlage und mit 

überzeugender Begründung darlegte, dass keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, die 

den Anschein erwecken, Dr. B.__ sei gegenüber der Beschwerdeführerin oder ihrer Mas-

terarbeit voreingenommen gewesen. Darauf wird verwiesen (act. 2, E. 5b). Solche ergeben 

sich namentlich auch nicht aus den Kommentaren zum Konzept (act. 9.6a.4.B5) oder der 

Tonaufnahme vom 1. November 2022; vielmehr hinterlässt Dr. B.__ durchwegs den Ein-

druck eines empathischen, um konstruktive und anspornende Kritik sowie weiterhelfende 

Ratschläge bemühten Betreuers (vgl. etwa betreffend Schülerbefragung Minuten 9:10 bis 

12:22 und 16:04 ff.; betreffend die Bearbeitung des Aspekts der Lehr- und Lernmaterialien 

im Kontext mit der Plattform «Konvink», welcher die Beschwerdeführerin zustimmte, Minute 

12:33 ff.; betreffend Beweggründe der Reform Minuten 14:00 ff. und 15:30 ff.; betreffend 

das von der Beschwerdeführerin angesprochene Verhältnis der Reform zur Berufsmatura 

Minuten 19:00 ff.; betreffend Zielgruppe Minute 22:00 ff. oder bezüglich der von der Be-

schwerdeführerin aufgeworfenen Frage, ob die Forschungsfrage angepasst werden soll, 

Minuten 24:30 ff.; betreffend Diagramme und Transkription Minute 31:10 ff. oder Copy-

shops Minute 32:28 ff.). Er wünschte der Beschwerdeführerin sodann aufrichtig klingend 

einen «guten Schlussspurt» (Minute 32:09 ff.), betonte, «wenn Fragen sind, unbedingt zu-

kommen» (Minute 33:08 ff.), und sagte unverstellt wirkend, er sei froh über das Gespräch 

wegen der Präsentation (Minute 33:25 ff.). 

  

 

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5.  

Insgesamt wurden die Anforderungen an ein rechtsstaatliches Verfahren bei der Bewertung 

der Masterarbeit und in den beiden Rekursverfahren erfüllt. Sowohl der gesamte relevante 

Prozess der Entstehung der Masterarbeit als auch deren – von den Rekursinstanzen ge-

schützte – Bewertung können nachvollzogen werden (vgl. BGer 2D_13/2021 vom 11. März 

2022 E. 3.1.2). Insbesondere erläuterten die beiden Betreuer schlüssig Stärken und Schwä-

chen der Masterarbeit und zeigten konkret zahlreiche Gesichtspunkte auf, in denen sie 

Mängel an der Masterarbeit erblickten. 

6.  

Zwischen den Parteien inhaltlich umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die verfügte Ver-

pflichtung der Beschwerdeführerin, die Masterarbeit zu überarbeiten oder zu einem neuen 

Thema nochmals zu verfassen, um das Studium abschliessen zu können. Im Vordergrund 

dieser Prüfung steht die umstrittene Bewertung der Masterarbeit der Beschwerdeführerin 

durch die Betreuungsperson und Co-Betreuungsperson («ungenügend» bzw. «Note 3»). 

6.1.  

Der Masterabschluss im Studiengang Z.__ setzt u.a. voraus, dass die Masterarbeit ange-

nommen ist (Art. 18 lit. d der Studienordnung der Pädagogischen Hochschule St.Gallen, 

sGS 216.14). Mit der Masterarbeit weisen die Studierenden nach, dass sie Fragestellungen 

wissenschaftlich und berufsbezogen bearbeiten können. Sie umfasst eine schriftliche Aus-

einandersetzung mit dem Thema und kann einen praktischen Teil enthalten (Art. 22 Abs. 1 

und Abs. 2 des Prüfungsreglements Studiengang Z.__ vom 18. Juni 2014 in der vorliegend 

anwendbaren, bis 7. Dezember 2023 gültigen Fassung [Stand: 26. Juni 2019]). Die Mas-

terarbeit ist bestanden, wenn sie wenigstens mit der Note 4,0 bewertet wurde (Art. 23 des 

Prüfungsreglements Studiengang Z.__). Eine nicht bestandene Masterarbeit wird einmal 

zur Nachbesserung zurückgewiesen. Sie wird nach Vorgabe der betreuenden Dozierenden: 

a. überarbeitet oder b. zu einem neuen Thema nochmals verfasst (Art. 24 Abs. 1 des Prü-

fungsreglements Studiengang Z.__). Wer bei der Nachbesserung erneut eine ungenü-

gende Bewertung erhält, wird von der Ausbildung ausgeschlossen (Art. 24 Abs. 3 des Prü-

fungsreglements Studiengang Z.__). Im Leitfaden Bachelor-Master-Studiengang Z.__, Leit-

faden für das Erstellen einer Masterarbeit, Richtlinien Masterarbeit, Zyklus 2022 (fortan 

«Leitfaden»), formulierte die PHSG u.a. Standards für die bei ihr erstellten wissenschaftli-

chen Arbeiten. 

  

 

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11/16 

6.2.  

Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass die Betreuer bis zuletzt nicht erläutert hätten, 

weshalb das Befragen von fünf Personen nicht ausreichend gewesen sei (act. 1, S. 15). 

Aus der Sicht der Beschwerdeführerin stellt zudem das Fehlen von Informationen zur his-

torischen Entwicklung der Reform keinen Mangel an ihrer Masterarbeit dar (act. 1, S. 16 f.). 

Des Weiteren hält sie die Kritik an ihrer Masterarbeit für nicht stichhaltig, dass die geforderte 

«Dokumentation des aktuellen Forschungsstandes» lückenhaft erfüllt worden sei und sie 

keine schweizweite Einordnung enthalte (act. 1, S. 17 f.). 

6.2.1.  

Die Rügen der Beschwerdeführerin zielen im Wesentlichen an der Sache vorbei. Bereits 

anlässlich des Gesprächs vom 1. November 2022 legte Dr. B.__ verständlich begründet 

dar, dass für das Gelingen der Masterarbeit die Ausrichtung auf die «Sachebene» entschei-

dend sei (act. 9.6a.19, Minuten 12:40 bis 13:32) und es nicht sein könne, wenn die Be-

schwerdeführerin in ihrer Masterarbeit am Schluss einfach das Profil einer Situation 

zeichne, das «fünf Lehrpersonen, die jetzt gerade im Lehrerzimmer wäffelen [schimpfen]», 

beinhalte. Das wäre «der schlimmst mögliche Fall einer Masterarbeit», «unbedingt vermei-

den» (act. 9.6a.19, Minute 16:20 ff.). Anlässlich der Besprechung vom 1. November 2022 

betonte Dr. B.__ ausserdem die Bedeutung einer Auseinandersetzung der von der Be-

schwerdeführerin abgeklärten Befindlichkeiten mit den Überlegungen, die hinter der Reform 

standen (act. 9.6a.19, Minute 14:20 ff.). Die Beschwerdeführerin teilte anlässlich des Ge-

sprächs vom 1. November 2022 nicht nur die Einschätzung des Stellenwerts dieses Ge-

sichtspunkts, sondern gab an, dass sie diesen «in einem ganzen Kapitel drinnen» habe 

(act. 9.6a.19, Minute 14:27 ff.). Sie bekräftigte ausdrücklich, die Reform «im Gesamten» 

präsentieren zu wollen (act. 9.6a.19, Minute 20:27 ff.). Als eine Zielgruppe der Masterarbeit 

wurde das für die Reform verantwortliche Amt angesprochen (act. 9.6a.19, Minute 

22:00 ff.). Schon bei der Beurteilung des Konzepts im Januar 2022 war darauf hingewiesen 

worden, dass u.a. klar sein müsse, welche Perspektiven mit der Masterarbeit «adressiert 

werden» (act. 9.6a.4.B6). Auch im Beurteilungsbogen bildet dieser – zuvor mit dem Beispiel 

des zuständigen Amts als Zielgruppe veranschaulichte – Kritikpunkt das Schwergewicht 

(«Die Informationen zur Entwicklung wie auch zur Kommunikation der Reform an der eige-

nen Schule wurden komplett ausgeblendet: Dadurch fehlen allerdings die Voraussetzungen 

für eine solide Masterarbeit.»; «Bei der Lektüre der Masterarbeit entsteht der Eindruck, als 

sei die Reform aus dem Nichts entstanden. […] In anderen Worten: Die im MA-Leitfaden 

geforderte <Dokumentation des aktuellen Forschungsstands> ist bestenfalls lückenhaft.»; 

«Auch verzichtet die Kandidatin darauf, die Reform in einen grösseren Kontext zu stellen 

[…]»; act. 9.6a.3.b4, S. 2 f.).  

 

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12/16 

6.2.2.  

Ausschlaggebend für die insgesamt negative Leistungsbewertung ist also nicht die plau-

sible Kritik an der Beschränkung der Expertenanzahl, der Intransparenz über deren Befä-

higung als Experten und den Interviewablauf (siehe act. 9.6a.3.B4, S. 2 und S. 3) oder das 

von der Beschwerdeführerin erarbeitete Befindlichkeitsbild an sich, sondern dessen – auf 

der Sachebene, namentlich im Hinblick auf eine Zielgruppe – ungenügende wissenschaft-

lich diskursiv-würdigende Einbettung in die Reform sowie das fehlende Destillieren von Lö-

sungsvorschlägen für die mit dem Befindlichkeitsbild aufgezeigte Problematik (siehe 

E. 6.2.1 hiervor sowie zu diesem fehlenden breiteren Kontext auch act. 9.6a.3.B4, S. 2 und 

S. 3 oben). Damit qualifizierten die Betreuungspersonen die Problemlösungsfähigkeiten in-

nerhalb breiterer (oder multidisziplinärer) Kontexte im Studienbereich der Beschwerdefüh-

rerin (siehe zu diesem zentralen Gesichtspunkt die Leitlinien, act. 9.6a.4, S. 6) einleuchtend 

als mit der Masterarbeit nicht genügend nachgewiesen.  

6.3.  

Ausserdem bestreitet die Beschwerdeführerin unter Verweis auf Kapitel 5.2 der Masterar-

beit den Vorwurf, diese enthalte keine eigene Bewertung (act. 1, S. 18 f.). Der Titel von 

Kapitel 5.2 lautet «Grenzen der vorliegenden Forschung» und enthält auf knapp einer hal-

ben Seite Ausführungen zum nicht optimal gewählten Zeitpunkt der Befragung der Experten 

und zu deren fehlender Erfahrung mit dem neuen Bildungsplan sowie zu den Grenzen der 

Befragung der Lernenden (act. 9.6a.6.B1). Diese Ausführungen erwecken den Eindruck ei-

ner blossen – an sich plausiblen – Erklärung, mit der sich die Beschwerdeführerin von der 

Aussagekraft der von ihr ermittelten Befindlichkeitsbilder distanziert bzw. mit der sie deren 

Aussagekraft abschwächt. Sie zeigen jedoch nicht auf, inwiefern die Beschwerdeführerin 

für einen Adressatenkreis (wie beispielsweise für Behörden; siehe E. 6.2.1 hiervor) einen 

Erkenntnisgewinn erzielt hätte, der von wissenschaftlicher oder praktischer Bedeutung 

wäre, oder inwiefern sie ihre Problemlösungsfähigkeiten innerhalb breiterer (oder multidis-

ziplinärer) Kontexte in ihrem Studienbereich nachgewiesen hätte (siehe zu diesem zentra-

len Gesichtspunkt die Leitlinien, S. 6). Somit kann den Betreuern auch unter diesem Blick-

winkel jedenfalls keine krasse Fehleinschätzung vorgeworfen werden, wenn sie es als zent-

rale Schwäche der Arbeit bezeichneten, dass die Kandidatin auf eine eigene knappe Beur-

teilung der Bedeutung des Geleisteten verzichtete (act. 9.6a.3.B4, S. 3 am Schluss) und 

zentrale inhaltliche Kriterien wie «Schlussfolgerungen, Fazit, Ergebnisdiskussion», «Origi-

nalität, Kreativität, Eigenleistung» als ungenügend erfüllt betrachteten (act. 9.6a.3.B4, S. 1). 

6.4.  

Die Betreuungspersonen haben gemäss vorstehenden Ausführungen (E. 6.2 f.) nachvoll-

ziehbar dargelegt, weshalb die Beschwerdeführerin entscheidende Qualitätsanforderungen 

nicht erfüllte und die Masterarbeit deshalb insgesamt als ungenügend bewertet wurde. Von 

 

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einer vom Verwaltungsgericht aufzuhebenden krassen Fehleinschätzung ist jedenfalls nicht 

auszugehen. Des Weiteren erweist sich die Rüge, beim Kriterium «Aufbau und Gliederung 

(logisch, sinnvoll, übersichtlich)» fehle ein Kreuzchen bzw. eine Bewertung (act. 1, S. 18 

Mitte), als aktenwidrig, wurde doch dieser Aspekt als «gut» eingeschätzt (act. 9.6a.3.B4, 

S. 1 unten). Anzufügen bleibt, dass die Vorinstanz zutreffend – und im Einklang mit den 

sowohl sprachlich überzeugenden als auch inhaltlich nachvollziehbaren Kommentaren des 

Co-Betreuers im Dokument «Konzept Masterarbeit» (act. 9.6a.4.B3) – begründete, dass 

der Co-Betreuer über die für die Bewertung erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse 

verfügte (act. 2, E. 7), worauf verwiesen wird, zumal die Beschwerdeführerin im Beschwer-

deverfahren dessen Deutschkenntnisse nicht mehr (substanziiert) in Zweifel gezogen hat. 

Schliesslich haben die Betreuer die von ihnen erkannte unscharfe Trennung von Subkate-

gorien mit Beispielen untermauert (act. 9.6a.3.B4, S. 3, betreffend Unterrichtsmaterialien; 

zu den Beanstandungen bezüglich Subkategorien siehe auch die Kommentare von Dr. B.__ 

auf S. 59 ff. der Masterarbeit, einsehbar im Dokument Masterarbeit in act. 9.6a.19), wes-

halb auch unter diesem Gesichtspunkt entgegen der Sichtweise der Beschwerdeführerin 

(act. 1, S. 18 Mitte: «Welche Subkategorien wurden unscharf getrennt?») kein – jedenfalls 

kein grobes – Bewertungsdefizit vorliegt.  

6.5.  

Zusammengefasst ist die Bewertung der Masterarbeit als «ungenügend» umfassend und 

in Auseinandersetzung mit den von der Beschwerdeführerin dagegen vorgebrachten Ein-

wänden erläutert worden. Sie erscheint im Ergebnis vertretbar, wie bereits die beiden Re-

kursinstanzen feststellten (act. 2, E. 9 f., und act. 9.1a.2, E. 8). Jedenfalls liegt keine krasse 

Fehleinschätzung bei der Bewertung der Masterarbeit der Beschwerdeführerin vor, die ei-

ner Korrektur durch das Verwaltungsgericht zugänglich wäre.  

7.   

7.1.  

Die Beschwerdeführerin beantragt eventualiter die Verpflichtung der Vorinstanz, sie die 

Masterarbeit «erneut wiederholen zu lassen». In diesem Kontext rügt sie eine Verletzung 

der Chancengleichheit bzw. ihres Anspruchs auf rechtsgleiche Prüfungsbedingungen (act. 

1, S. 19 ff.). So sei das Thema ihrer Masterarbeit mehrfach während des Schreibprozesses 

und zuletzt zwei Monate vor dem Abgabetermin geändert worden (act. 1, S. 22 f.). Dieser 

Antrag wird nicht näher erläutert. Er dürfte aber nicht als Nachbesserungsantrag im Sinn 

von Art. 24 Abs. 1 des Prüfungsreglements zu verstehen sein, sondern soll die Beschwer-

deführerin so stellen, wie wenn sie überhaupt noch keine Masterarbeit abgegeben hätte, 

womit sie den Tatbestand von Art. 24 Abs. 1 und Abs. 3 des Prüfungsreglements (siehe 

E. 6.1 hiervor) noch nicht erfüllt hätte. Andernfalls wäre auf den Eventualantrag mangels 

 

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schützenswerten Interesses nicht einzutreten, da die Nachbesserungsmöglichkeit gemäss 

der Verfügung vom 4. Januar 2023 bereits besteht (wenn auch bei Misslingen mit der Folge 

des Ausbildungsausschlusses). 

7.2.  

Aus dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) wird für das Prüfungsrecht der Grund-

satz der Chancengleichheit abgeleitet. Für die Prüfungsgestaltung ist die Chancengleich-

heit insofern wegleitend, als für alle Prüfungskandidaten im Sinn formaler Gleichheit mög-

lichst gleiche Bedingungen hergestellt werden sollen. Dazu zählt ein geordneter Verfah-

rensablauf. Gleiche Bedingungen ermöglichen es allen Kandidaten, einen ihren tatsächli-

chen Fähigkeiten entsprechenden Leistungsnachweis abzulegen; ungleiche Bedingungen 

verletzen dagegen grundsätzlich das Gleichbehandlungsgebot (BGer 2D_13/2021 vom 

11. März 2022 E. 5.2.3). 

7.3.  

Die Behauptung, das Thema der Masterarbeit sei mehrfach und zuletzt zwei Monate vor 

dem Abgabetermin geändert worden (act. 1, S. 22 f.), stellt vorliegend schon deshalb keinen 

Grund für eine Verletzung der Chancengleichheit bzw. eines geordneten Verfahrensablaufs 

dar, weil die Anregung für eine Änderung der zu untersuchenden Fragestellung bzw. des 

Themas – jedenfalls zuletzt – von der Beschwerdeführerin selbst kam und der Betreuer 

zudem davon abriet (act. 9.6a.19, Minute 24:34 ff.). Abgesehen davon hat die Vorinstanz 

überzeugend ausgeführt, dass die Anpassungen des Themas bzw. der Fragestellung im 

vorliegenden Fall nicht über das hinausgingen, was im Rahmen normaler (Master-)Arbeits-

prozesse zu erwarten ist (act. 2, E. 8.b). Diese Einschätzung überzeugt schon deshalb, weil 

bereits bei der Beurteilung des Konzepts vom 26. Januar 2022 darauf hingewiesen wurde, 

dass die (damalige) Forschungsfrage zu breit sei und zwingend präzisiert werden müsse 

(act. 9.6a.4.B6, S. 1 und S. 2 unten). Mithin war die Beschwerdeführerin bereits damals 

bzw. in einer noch frühen Erstellungsphase im Bild darüber gewesen, dass ihre weiteren 

Anstrengungen vor allem auch diesem zentralen Aspekt Rechnung zu tragen hätten. So-

dann blieb in sämtlichen Phasen immer die gleiche Bildungsreform («[…]») zentraler Un-

tersuchungsgegenstand der Arbeit (vgl. die Titel der beiden Versionen zum «Konzept Mas-

terarbeit», act. 9.6a.4.B3 und B5). Vor diesem Hintergrund kann offenbleiben, ob die erst-

mals nach der Bewertung der Masterarbeit erhobene Rüge der Verletzung eines ordentli-

chen Verfahrensablaufs bzw. der Chancengleichheit wegen rechtsmissbräuchlicher nach-

träglicher Geltendmachung ohnehin verwirkt wäre (siehe zur Rechtsprechung, dass verfah-

rensrechtliche Einwände so früh wie möglich, das heisst nach Kenntnisnahme eines Man-

gels bei erster Gelegenheit, vorzubringen sind, ansonsten sie gegen Treu und Glauben 

verstossen und damit verwirken, BGE 143 V 66 E. 4.3 und BGer 1C_655/2023 vom 16. Mai 

2024 E. 2.4).  

 

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15/16 

8.  

8.1.  

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

8.2.  

Die amtlichen Kosten sind von der unterliegenden Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 

Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 2'000 erscheint angemessen (Art. 7 Ziffer 222 

der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem von der Beschwerdeführerin 

in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu begleichen. 

8.3.  

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Entschädigung ausser-

amtlicher Kosten (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). 

  

 

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16/16 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 2'000. Sie werden mit dem von ihr in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss be-

glichen. 

3.  

Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen zugesprochen. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 20.08.2025
	Beurteilung Masterarbeit. Art. 18 lit. d der Studienordnung der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Die Bewertung der Masterarbeit als «ungenügend» ist umfassend und in Auseinandersetzung mit den von der Beschwerdeführerin dagegen vorgebrachten Einwänden erläutert worden. Sie erscheint im Ergebnis vertretbar, wie bereits die beiden Rekursinstanzen feststellten. Jedenfalls liegt keine krasse Fehleinschätzung bei der Bewertung der Masterarbeit der Beschwerdeführerin vor, die einer Korrektur durch das Verwaltungsgericht zugänglich wäre.(Verwaltungsgericht, B 2025/47) Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 2D_16/2025)

		2026-01-28T04:13:15+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen