# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e2ad79a-b296-536b-a01b-329c2f73e5e6
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.06.2017 RR.2017.114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2017-114_2017-06-28.pdf

## Full Text

Entscheid vom 28. Juni 2017  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

 

   
Parteien  A. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard 

Isenring,  

Beschwerdeführerin 

 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT OBWALDEN, Wirt-

schaftsdelikte,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Kroatien 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); 

Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV) 

 

Rückzug der Beschwerde 

 
 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2017.114 

 

 

 

- 2 - 
 
 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die kroatische Staatsanwaltschaft gegen verschiedene Personen ein Straf-

verfahren unter anderem wegen krimineller Vereinigung und Missbrauchs 

des Vertrauens bei wirtschaftlicher Betätigung im Rahmen einer kriminellen 

Vereinigung führt (act. 1.2); 

 

- in diesem Zusammenhang die kroatischen Behörden unter anderem mit 

Rechtshilfeersuchen vom 11. Oktober und 18. November 2016 an die 

Schweiz gelangten und um Herausgabe von Buchhaltungsunterlagen der A. 

AG und Verträgen und Abkommen zwischen der A. AG und Fussballspielern, 

Fussballclubs und Dritten sowie um Sperrung der auf die A. AG lautenden 

Konten bei der Bank B. in Zürich und der Bank B. in Genf ersuchten 

(act. 1.2); 

 

- die Staatsanwaltschaft Obwalden mit Zwischenverfügungen vom 28. No-

vember 2016 die auf die A. AG lautenden Konten Nr. 1, 2 und 3 bei der 

Bank B. in Zürich und das ebenfalls auf die A. AG lautende Konto Stamm 

Nr. 4 bei der Bank C. in Genf sperrte (RR.2016.312, act. 1.2); 

 

- die dagegen von der A. AG am 9. Dezember 2016 bei der Beschwerdekam-

mer des Bundesstrafgerichts erhobene Beschwerde am 23. Februar 2017 

wieder zurückgezogen wurde (RR.2016.312, act 1 und act. 16); 

 

- das Beschwerdeverfahren RR.2016.312 mit Entscheid vom 6. März 2017 als 

erledigt abgeschrieben wurde; 

 

- die Staatsanwaltschaft Obwalden mit Schlussverfügung vom 5. April 2017 

die Herausgabe von Verträgen der A. AG und deren Jahresrechnungen für 

den Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2015 sowie die Auf-

rechterhaltung der mit Zwischenverfügungen vom 28. November 2016 ange-

ordneten Kontosperren verfügte (act. 1.2); 

 

- dagegen die A. AG bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit 

Eingabe vom 8. Mai 2017 Beschwerde erhob (act. 1); 

 

- die Beschwerdeführerin dem Gericht mit Eingabe vom 22. Juni 2017 mittei-

len liess, sie ziehe die Beschwerde zurück (act. 12); 

 

- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als er-

ledigt abzuschreiben ist; 

 

- 3 - 
 
 

 

- die Beschwerdeführerin infolge Rückzugs der Beschwerde als unterliegende 

Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 

Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten zu tragen hat 

(s. zuletzt Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2016.89 vom 30. Dezem-

ber 2016);  

 

- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 1‘000.-- anzusetzen ist (vgl. Art. 8 

Abs. 3 BStKR), unter Anrechnung des entsprechenden Betrags am geleiste-

ten Kostenvorschuss von Fr. 7‘000.--;  

 

- die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, der Beschwerdeführerin den 

Restbetrag von Fr. 6‘000.-- zurückzuerstatten.  

 

 

  

- 4 - 
 
 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Verfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abge-

schrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1‘000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des entsprechenden Betrags am geleisteten Kostenvor-

schuss von Fr. 7‘000.--. 

 

3. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, der Beschwerdeführerin den 

Restbetrag von Fr. 6‘000.-- zurückzuerstatten. 

 

 

Bellinzona, 28. Juni 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Bernhard Isenring 

- Staatsanwaltschaft Obwalden, Wirtschaftsdelikte, unter Beilage einer Kopie 

von act. 12 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe II, unter Beilage einer Kopie 

von act. 12 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). 
Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass 
elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere 
Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).