# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51fe8ba7-d392-560d-a925-982988b0cd3d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.07.2014 IV 2012/261
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-261_2014-07-01.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/261

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.06.2020

Entscheiddatum: 01.07.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 01.07.2014
Art. 13 IVG. Art. 3 IVV. Art. 2 Abs. 3 GgV. Ziff. 488 Anh. GgV. 
Kostengutsprache für eine Beinverlängerungsoperation bei einem durch ein 
Turner-Syndrom verursachten Kleinwuchs. Ein durch ein Turner-Syndrom 
verursachter Kleinwuchs stellt einen behandlungsbedürftigen körperlichen 
„Defekt“ dar, dessen Behandlung bei Versicherten unter 20 Jahren gemäss 
Ziff. 488 Anh. GgV von der Invalidenversicherung zu bezahlen ist. Dies gilt 
nicht nur für Wachstumshormonbehandlungen, sondern grundsätzlich auch 
für Beinverlängerungsoperationen. Entscheidend ist im Einzelfall die 
Verhältnismässigkeit der beantragten Massnahmen, das heisst 
insbesondere das Verhältnis zwischen den Kosten und den zu erwartenden 
Erfolgsaussichten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 1. Juli 2014, IV 2012/261). Aufgehoben durch Urteil des 
Bundesgericht 8C_664/2014

Entscheid Versicherungsgericht, 01.07.2014

Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug (Vorsitz), Versicherungsrichterin Karin 

Huber-Studerus, Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Entscheid vom 1. Juli 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gesetzlich vertreten durch B.___

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dieser vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans Frei, Kriessernstrasse 40, 

9450 Altstätten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

medizinische Massnahmen

Sachverhalt:

A

A.a  A.___ wurde wenige Tage nach ihrer Geburt von ihren Eltern zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

angemeldet (IV-act. 3). Mit verschiedenen Verfügungen übernahm die 

Invalidenversicherung die Kosten für die Behandlungen der Geburtsgebrechen der 

Versicherten (Ziff. 279, 313, 390, 488, 495 und 497 Anh. GgV; vgl. IV-act. 7, 8, 13, 23, 

27, 38, 58 und 66). Am 6. Februar 2012 berichtete Dr. med. C.___, leitender Arzt der 

Abteilung Kinderorthopädie des Ostschweizer Kinderspitals (IV-act. 76–4 f.), er habe 

die aufgrund eines Turner-Syndroms an Kleinwuchs leidende Versicherte am 

24. Januar 2012 über die Möglichkeit einer Verlängerung der Extremitäten informiert. 

Die Versicherte sei 1,42 Meter gross, klage nicht über Schmerzen und sei im Alltag 

nicht eingeschränkt. Sie wünsche sich einen Längenzuwachs von zehn Zentimetern. 

Am 21. März 2012 wurde die Versicherte auf Vermittlung von Dr. C.___ bei 

Dr. med. D.___, Orthopäde am Universitätskinderspital beider Basel, vorstellig (vgl. IV-

act. 76 und 78). Dieser schlug eine operative Beinverlängerung auf intramedullärem 

Weg vor. Am 30. März 2012 beantragte Dr. med. E.___, leitende Ärztin der Abteilung 

Endokrinologie/ Diabetologie des Ostschweizer Kinderspitals, bei der IV-Stelle die 

Übernahme der Kosten für eine Operation zur Verlängerung der Extremitäten (IV-

act. 75). Sie gab an, die ansonsten gesunde junge Versicherte leide unter ihrem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kleinwuchs. Die Wachstumshormontherapie habe keine Wirkung gezeigt. Der Vater der 

Versicherten teilte am 3. Mai 2012 mit, die Operation sei auf den 31. Mai 2012 geplant. 

Die IV-Stelle antwortete ihm, die Invalidenversicherung werde die Kosten der Operation 

mangels einer medizinischen Indikation wahrscheinlich nicht übernehmen können. Der 

Vater der Versicherten gab zu bedenken (IV-act. 78), dass mit dem angestrebten 

Längenzuwachs von zehn Zentimetern erhebliche Kosten vermieden werden könnten, 

die ansonsten anfallen würden. Bei seiner Tochter seien die Körperproportionen im 

Übrigen nicht normal verteilt; sie habe extrem kurze Beine. Am 8. Mai 2012 hielt 

Dr. med. F.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD) fest (IV-act. 81), aus 

medizinischer Sicht bestehe keine Behandlungsnotwendigkeit bei der 

beschwerdefreien und offensichtlich im Alltag nicht eingeschränkten Versicherten. Es 

bestünden keinerlei Hinweise auf psychische Probleme oder einen hohen 

Leidensdruck. Zu prüfen sei demnach die Leistungspflicht der Invalidenversicherung 

bei einem kosmetischen Eingriff und die Frage, ob ein solcher Eingriff als einfach und 

zweckmässig zu betrachten sei.

A.b  Mit einem Vorbescheid vom 11. Mai 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit 

(IV-act. 84), sie werde die Kosten für die Beinverlängerung nicht übernehmen. Die 

Voraussetzungen der Art. 12 f. IVG seien nicht erfüllt, denn die Versicherte sei im Alltag 

in keinster Weise eingeschränkt und es bestünden keine Beschwerde, die sie in den 

alltäglichen Verrichtungen einschränkten. Aufgrund der Unterlagen sei davon 

auszugehen, dass überwiegend kosmetische Gründe für die Durchführung des Eingriffs 

im Vordergrund stünden. Aus medizinischer Sicht bestehe keine 

Behandlungsnotwendigkeit. Dagegen wendete Dr. E.___ am 15. Mai 2012 ein (IV-

act. 86), die Versicherte leide an einer anerkannten Krankheit und nicht bloss an einem 

kosmetischen Problem. Ihre Grösse liege zehn Zentimeter unter der untersten 

Normgrenze und 23 Zentimeter unter dem Durchschnitt der Schweizer Bevölkerung. 

Die Ursache für den Kleinwuchs sei eine genetisch fehlende Wachstumsinformation, 

weshalb auch die Wachstumshormontherapie nicht angeschlagen habe. Die 

Voraussetzungen gemäss Ziff. 488 Anh. GgV seien erfüllt. Sie erwarte eine ärztliche 

Beurteilung des Falles. Am 23. Mai 2012 wandten die Eltern der Versicherten gegen 

den Vorbescheid ein (IV-act. 86), es handle sich nicht um einen kosmetischen Eingriff, 

sondern um eine mit dem Turner-Syndrom in einem kausalen Zusammenhang 

stehenden Operation. Es sei sinnvoller, die Ursachen im jugendlichen Alter zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

bekämpfen, als später bloss Symptome zu behandeln. Am 1. Juni 2012 wandte 

schliesslich die obligatorische Krankenpflegeversicherung der Versicherten ein (IV-

act. 89), die medizinische Behandlungsnotwendigkeit sei vorliegend gegeben. Es dürfe 

keineswegs von einer überwiegend kosmetischen Indikation ausgegangen werden. Mit 

einer Verfügung vom 6. Juni 2012 (IV-act. 90) wies die IV-Stelle das Gesuch ab.

B.    

B.a  Am 6. Juli 2012 liess die Versicherte (nachfolgend: Die Beschwerdeführerin) eine 

Beschwerde erheben (act. G 1). Ihr Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der 

Verfügung vom 6. Juni 2012 und die Übernahme der Kosten für die 

Beinverlängerungsoperation sowie eventualiter die Rückweisung der Angelegenheit zu 

weiteren Abklärungen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, das anerkannte 

Geburtsgebrechen Ziff. 488 Anh. GgV habe bei der Versicherten zu einer 

überwiegenden Extremitätenverkürzung geführt. Auch nach der erfolglosen 

Hormonbehandlung habe weiterhin ein Anspruch auf die medizinische Behandlung 

dieses Geburtsgebrechens bestanden. Die geplante Operation sei eine Massnahme 

nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft und angezeigt und 

geeignet, das Geburtsgebrechen zu beseitigen bzw. wesentlich zu vermindern. Die 

Operation sei die einzig verbleibende Behandlungsmöglichkeit und somit notwendig. 

Im Rahmen der medizinischen Möglichkeiten sei der Eingriff relativ einfach und 

zweckmässig. Die Beschwerdeführerin sei im Alltag aufgrund ihres Kleinwuchses 

benachteiligt. Zudem leide sie unter dem damit verbundenen psychischen Druck. Unter 

Berücksichtigung der Lebenserwartung seien die Kosten als nicht allzu hoch zu 

qualifizieren, weshalb der Eingriff auch verhältnismässig sei.

B.b  Am 27. August 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be­

schwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie unter Verweis auf eine Stellungnahme 

des „Fachbereichs“ vom 13. August 2012 (IV-act. 97) aus, es liege keine medizinische 

Behandlungsnotwendigkeit vor. Bei objektiver Betrachtung seien die Kosten der Ope­

ration nicht zu rechtfertigen, denn es gebe ausreichend geeignete kostengünstigere 

Hilfsmittel und Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation der Beschwerdeführerin in 

allen Lebensbereichen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.c  Am 27. September 2012 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen festhalten 

(act. G 7). Hinsichtlich der Kosten liess sie ausführen, die bei den Akten zu findenden 

Angaben von 120’000-160’000 Euro seien veraltet. Gemäss dem Taxtarif des 

Kantonsspitals St. Gallen lägen die Kosten für eine beidseitige Beinverlängerung mittels 

eines Nagels bei 55’800 Franken. Die von der Beschwerdegegnerin übernommenen 

Kosten der Hormonbehandlung hätten sich auf 50’000 Franken pro Jahr belaufen. 

Angesichts dessen und der weiteren zu erwartenden Kosten erschienen die Kosten für 

die geplante Operation als verhältnismässig. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf 

eine Duplik (act. G 9).

B.d  Am 25. Februar/26. März 2014 ersuchte das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen Dr. med. D.___ (act. G 10 f.), eine ungefähre Kostenschätzung zur konkret 

vorgesehenen Beinverlängerung mittels des Systems „G.___“ abzugeben. Am 11. April 

2014 antwortete Dr. D.___ (act. G 12), die Implantation des „G.___“ koste 19’075.70 

Franken. Die Kosten für einen „normalen“ Aufenthalt beliefen sich auf etwa 60’000 

Franken (ein Bein mit zwei Implantaten). Die Folgekosten wie Physiotherapie, 

zusätzliche Röntgenaufnahmen etc. seien nicht im Preis enthalten. Am 30. April 2014 

liess die Beschwerdeführerin Stellung zu diesem Schreiben nehmen (act. G 14). Ihr 

Rechtsvertreter führte aus, die Operation sei gemäss den Angaben von Dr. D.___ mit 

Kosten von insgesamt 140’000 Franken wesentlich günstiger als von der 

Beschwerdegegnerin angenommen. Die Beschwerdegegnerin liess sich nicht 

vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1  Versicherte haben gemäss Art. 13 Abs. 1 IVG bis zum vollendeten 20. Altersjahr 

einen Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medi­

zinischen Massnahmen. Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines 

Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter 

Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen 

Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 13 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 3 

IVV i.V.m. Art. 2 Abs. 3 GgV). Die Beschwerdeführerin ist versichert, hat das 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

20. Altersjahr im Verfügungszeitpunkt noch nicht vollendet gehabt und leidet an einem 

Geburtsgebrechen gemäss dem Anhang zur GgV, nämlich (unter anderem) an 

Störungen der Gonadenfunktion und des Wachstums aufgrund eines Turner-Syndroms 

(Ziff. 488 Anh. GgV). Grundsätzlich hat sie also einen Anspruch auf die zur Behandlung 

dieses Gebrechens notwendigen medizinischen Massnahmen. Entgegen der Ansicht 

der Beschwerdegegnerin kann die Kostengutsprache für die beantragte 

Beinverlängerungsoperation nicht mit der Begründung abgewiesen werden, es handle 

sich um einen lediglich bzw. überwiegend kosmetisch motivierten Eingriff ohne 

medizinische Indikation. Mit dieser Begründung hätte nämlich konsequenterweise auch 

eine Wachstumshormontherapie verweigert werden müssen, hat doch auch diese 

„lediglich“ die Förderung des Wachstums bezweckt. Die Argumentation der 

Beschwerdegegnerin ist also widersprüchlich, denn die Wahl des Behandlungsmittels 

hat mit der Indikation nichts zu tun. Tatsächlich hat die Beschwerdegegnerin die 

Kosten für die Wachstumshormontherapie zu Recht übernommen, denn die 

Beschwerdeführerin leidet an einem genetischen Defekt, der einen Kleinwuchs zur 

Folge gehabt hat. Der genetische Defekt ist einer medizinischen Behandlung nicht 

zugänglich. Dessen Auswirkungen können dagegen medizinisch angegangen werden. 

Wie bei anderen Krankheiten auch gehört jede medizinische Massnahme, die der 

Behandlung der Ursache der Krankheit oder deren Auswirkungen dient, zu den 

grundsätzlich zu vergütenden Leistungen. Der „körperliche Defekt“ des Kleinwuchses 

ist eine der Ausprägungen des Turner-Syndroms und nicht bloss ein kosmetisch 

unerwünschter Zustand. Gemäss Ziff. 488 Anh. GgV besteht ein grundsätzlicher 

Anspruch auf die medizinische Behandlung dieses „Defekts“. Es spielt hinsichtlich der 

medizinischen Indikation keine wesentliche Rolle, ob ein „Defekt“ körperliche oder 

psychische Beschwerden, Beeinträchtigungen im Alltag oder im Erwerb oder „bloss“ 

ein aussergewöhnliches Erscheinungsbild verursacht. Hinsichtlich sämtlicher 

Abweichungen von der Norm, die auf ein anerkanntes Geburtsgebrechen zurück zu 

führen sind und medizinisch angegangen werden können, besteht grundsätzlich ein 

Anspruch auf die Vergütung der Kosten der entsprechenden medizinischen Be­

handlung.

1.2  Gemäss den Angaben von Dr. D.___ belaufen sich die Kosten für die Implantation 

von vier Marknägeln (4 × 19’075,70 Franken) und den damit verbundenen stationären 

Aufenthalt (60’000 Franken, allerdings bloss für ein Bein mit zwei Implantaten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gerechnet) auf mindestens 140’000 Franken. Hinzu kommen eine intensive 

Physiotherapie während mindestens zwei Jahren, Kontrolluntersuchungen mit 

bildgebenden Verfahren und weitere Folgekosten. Entgegen den Ausführungen des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin belaufen sich die Kosten des beantragten 

Eingriffs also nicht auf wesentlich weniger als die von der Beschwerdegegnerin 

angenommenen Kosten von etwa 170’000-220’000 Euro. Die beantragte medizinische 

Massnahme erweist sich demnach als sehr teuer. Im Idealfall kann damit ein 

Längenzuwachs von maximal zehn Zentimetern bzw. eine Körpergrösse von maximal 

1,52 Metern erreicht werden. Selbst in diesem Idealfall bliebe die Beschwerdeführerin 

nach wie vor (stark) unterdurchschnittlich klein. Ihre Körpergrösse bewegte sich 

diesfalls gemäss den Angaben von Dr. E.___ gerade an der untersten Normgrösse und 

immer noch 13 Zentimeter unter der Durchschnittsgrösse der Schweizer Frauen. 

Abgesehen von den – hier freilich nicht relevanten – Operationsrisiken und zu 

erwartenden Schmerzen und Beschwerden erweisen sich die Kosten der beantragten 

Massnahme im Verhältnis zu den Erfolgsaussichten als zu hoch, weshalb die 

Massnahme als unverhältnismässig zu qualifizieren ist. Daran ändern auch die 

Vorbringen der Beschwerdeführerin zu aktuellen und etwaigen späteren Auswirkungen 

ihres Kleinwuchses im Alltag und Erwerbsleben sowie zur ungünstigen 

Proportionierung ihres Unter- und Oberkörpers nicht. Es besteht zwar kein Zweifel 

daran, dass sie unter den Auswirkungen des Kleinwuchses leidet und bereit ist, die 

erheblichen Risiken und Nebenwirkungen der Operation in Kauf zu nehmen. Die 

Versichertengemeinschaft hat die entsprechenden, hohen Kosten aber nicht zu 

finanzieren. Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin folglich das Gesuch der 

Beschwerdeführerin zu Recht abgewiesen.

2.    Da die Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) die Übernahme der Kosten der 

beantragten Beinverlängerungsoperation durch die obligatorische Krankenpflegever­

sicherung nicht vorsieht (vgl. Anh. 1 KLV), ist diese durch die angefochtene Verfügung 

nicht beschwert, weshalb sie zum vorliegenden Verfahren nicht hat beigeladen werden 

müssen.

3.    Dieses Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1  IVG kostenpflichtig. Angesichts des 

durchschnittlichen Aufwandes ist die Gerichtsgebühr auf 600 Franken festzusetzen. Mit 

dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist sie 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gedeckt. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese 

Gebühr ist durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 01.07.2014
	Art. 13 IVG. Art. 3 IVV. Art. 2 Abs. 3 GgV. Ziff. 488 Anh. GgV. Kostengutsprache für eine Beinverlängerungsoperation bei einem durch ein Turner-Syndrom verursachten Kleinwuchs. Ein durch ein Turner-Syndrom verursachter Kleinwuchs stellt einen behandlungsbedürftigen körperlichen „Defekt“ dar, dessen Behandlung bei Versicherten unter 20 Jahren gemäss Ziff. 488 Anh. GgV von der Invalidenversicherung zu bezahlen ist. Dies gilt nicht nur für Wachstumshormonbehandlungen, sondern grundsätzlich auch für Beinverlängerungsoperationen. Entscheidend ist im Einzelfall die Verhältnismässigkeit der beantragten Massnahmen, das heisst insbesondere das Verhältnis zwischen den Kosten und den zu erwartenden Erfolgsaussichten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 2014, IV 2012/261). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgericht 8C_664/2014

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T09:47:52+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen