# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4d07617-e61b-5d4f-a35f-5e9da6020903
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-07-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.07.2024 BG.2024.31
**Docket/Reference:** BG.2024.31
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2024-31_2024-07-24

## Full Text

Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO);;Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO);;Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO);;Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO)

Beschluss vom 24. Juli 2024 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Miriam Forni und Felix Ulrich,  
Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
Parteien   

KANTON ZÜRICH, Oberstaatsanwaltschaft,  

Gesuchsteller 
 

 gegen 
   

KANTON AARGAU, Oberstaatsanwaltschaft,  

Gesuchsgegner 
 
 

Gegenstand  Gerichtsstandskonflikt (Art. 40 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2024.31 
 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Am Abend des 21. Februar 2024 reisten A., B., C. und D. beim Grenzüber-
gang St. Margrethen/SG, in einem von A. gelenkten Personenwagen mit 
rumänischem Kennzeichen, gemeinsam in die Schweiz ein. Im Rahmen der 
Zollkontrolle ergab sich der Verdacht, dass es sich bei dem von A. verwen-
deten Führerausweis um eine Fälschung handeln dürfte. Die Kantonspolizei 
St. Gallen eröffnete gleichentags gegen A. ein polizeiliches Ermittlungsver-
fahren wegen Fahrens ohne Berechtigung (Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG) und 
Fälschung von Ausweisen (Art 252 StGB). A. wurde polizeilich einvernom-
men, und das Dokument wurde sichergestellt (s. Verfahrensakten der 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 2024/10008631 [nachfolgend: Akten 
StA ZH], Dossier 5). 
 
 

B. 
B1. Am 23. Februar 2024, 07:19 Uhr, alarmierte der Bauführer der Baustelle E. 

an der Z.-strasse in Baden/AG mittels Notrufnummer der Einsatzzentrale die 
Kantonspolizei Aargau (nachfolgend «Kapo AG»). Er meldete, dass ein Bau-
container aufgebrochen und Baugeräte bzw. -maschinen entwendet worden 
seien. Daraufhin begab sich eine Patrouille der Kapo AG zum Tatort. Gemäss 
Rapport der Kapo AG vom 2. Mai 2024 umfasste das Diebesgut 14 Objekte, 
welche zum Nachteil der F. AG entwendet worden waren. Die Rapportierung 
erfolgte gegen unbekannte Täterschaft (Akten StA ZH, Dossier 1, 
Urk. D1/20/17). 

 
B2. Am 26. Februar 2024, 08:00 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Kapo AG 

die Meldung eines Einbruchdiebstahls auf der Baustelle an der Y.-strasse in 
Wettingen/AG ein. Demnach sei ein Baucontainer aufgebrochen und Bauge-
räte bzw. -maschinen zum Nachteil der G. AG entwendet worden. Eine 
Patrouille der Kapo AG rückte zum gemeldeten Tatort aus. Gemäss Rapport 
der Kapo AG vom 21. März 2024, welcher auf einen Auffundbericht der Kapo 
AG vom 27. Februar 2024 und einen Bericht DNA-Hit der Kapo AG vom 
20. März 2024 verweist, umfasste das Diebesgut 10 Objekte, deren dazuge-
hörenden (leeren) Werkzeugkoffer, welcher (bereits) am Nachmittag des 
24. Februar 2024 bei einem Parkplatz in Wettingen durch die Kapo AG sicher-
gestellt und spurentechnisch bearbeitet worden war. Eine der gesicherten 
DNA-Spuren liess sich A. zuordnen. Die Rapportierung erfolgte gegen A. 
(Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/20/5 bis 7). 
 

B3. Am 26. Februar 2024, 14:07 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Kapo AG die 
Meldung eines versuchten Diebstahls auf einer Baustelle an der X.-strasse 
in Wettingen/AG ein. Eine Patrouille der Kapo AG rückte zum gemeldeten 

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Tatort aus und stellte fest, dass ein Baucontainer der H. AG aufgebrochen 
worden war. Die Täterschaft hat den Tatort ohne Diebesgut verlassen. Die 
Rapportierung erfolgte gegen Unbekannt (Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. 
D1/20/8). 
 

B4. Am 26. Februar 2024, 11:00 Uhr, meldete der Bauleiter der Überbauung I. 
an der W.-strasse in Dietikon/ZH der Kantonspolizei Zürich (Polizeiposten 
Dietikon; nachfolgend «Kapo ZH») den Diebstahl von Baugeräten und -ma-
schinen zum Nachteil der J. AG. Eine Patrouille der Kapo ZH rückte zum 
gemeldeten Tatort aus und stellte fest, dass ein Baucontainer aufgebrochen 
worden war. Zwei aus diesem Diebstahl stammende Werkzeugkoffer waren 
bereits am 25. Februar 2024 in einem Waldstück bei der V.-strasse in Dietikon 
leer aufgefunden und durch die Kapo ZH sichergestellt worden. Die Rappor-
tierung erfolgte gegen Unbekannt (Akten StA ZH, Dossier 4, Urk. D4/1/1 und 
D4/1/4). 
 

B5. Am 26. Februar 2024, meldete der Polier der Überbauung K. am U.-weg in 
Horgen/ZH der Kapo ZH, mittels Notrufnummer der Einsatzzentrale, einen 
Diebstahlsversuch zum Nachteil der L. AG. Eine Patrouille der Kapo ZH rückte 
zum gemeldeten Tatort aus und stellte fest, dass zwei Baucontainer aufge-
brochen worden waren. Die Täterschaft hatte nichts entwendet. Die Rappor-
tierung erfolgte gegen Unbekannt (Akten StA ZH, Dossier 2, Urk. D2/1/1). 
 

B6. Am 26. Februar 2024, 08:14 Uhr, alarmierte ein Angestellter der M. AG, via 
Notrufnummer der Einsatzzentrale, die Kapo ZH und zeigte den Diebstahl 
von Baugeräten und -maschinen an der Baustelle N. an der ZZ.-strasse in 
Horgen/ZH an. Eine Patrouille der Kapo ZH rückte zum gemeldeten Tatort 
aus. Mehrere aus diesem Diebstahl stammende Gegenstände waren bereits 
am 25. Februar 2024 in einem Waldstück in Wädenswil/ZH aufgefunden und 
durch die Kapo ZH sichergestellt worden. Bei der polizeilichen Überwachung 
des Verstecks wurden A., B., D. und C. angetroffen und verhaftet. Die Rap-
portierung erfolgte zunächst gegen Unbekannt, hernach gegen die vier Ver-
hafteten (Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/1/3 und D1/1/1).  

 
B7.  Am 26. Februar 2024, 07:31 Uhr, meldete der Polier der Baustelle O. an der 

YY.-strasse in Wollerau/SZ mittels Notrufnummer der Einsatzzentrale der 
Kantonspolizei Schwyz (nachfolgend «Kapo SZ») den Diebstahl von Bauge-
räten und -maschinen zum Nachteil der L. AG. Eine Patrouille der Kapo SZ 
rückte zum gemeldeten Tatort aus und stellte fest, dass vier Baucontainer 
aufgebrochen worden waren. Mehrere auch aus diesem Diebstahl stammen-
den Gegenstände waren bereits am 25. Februar 2024 in einem Versteck in 
einem Waldstück in Wädenswil/ZH aufgefunden und durch die Kapo ZH 

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sichergestellt worden. Bei der polizeilichen Überwachung des Verstecks, 
wurden A., B., D. und C. angetroffen und verhaftet. Die Rapportierung er-
folgte zunächst gegen Unbekannt, hernach gegen die vier Verhafteten (Ak-
ten StA ZH, Dossier 3, Urk. D3/1/1, D3/1/6 und Dossier 1, Urk. D1/1/1).  
 
 

C. 
C1. Mit Gerichtsstandsanfrage vom 22. März 2024 gelangte die Staatsanwalt-

schaft des Kantons Aargau (nachfolgend «StA AG») an die Staatsanwaltschaft 
Zürich-Limmat (nachfolgend «StA ZH») und ersuchte um Übernahme des 
gegen A. geführten Verfahrens STA3 ST.2024.2626 wegen Diebstahls etc., 
begangen an der Y.-strasse in Wettingen/AG (Akten StA ZH, Dossier 1, 
Urk. D1/20/1). Die StA ZH lehnte das Gesuch ab und ersuchte ihrerseits den 
Kanton AG um Übernahme der gegen A., B., D. und C. geführten Verfahren 
(Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/20/1 und D1/20/2). Nach abschlägiger Ant-
wort der STA AG vom 3. April 2024 fand ein abschliessender Meinungsaus-
tausch zwischen den Oberstaatsanwaltschaften der Kantone Aargau und 
Zürich statt; dieser blieb ergebnislos (Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/20/4 
und D1/20/12 ff.). 
 

C2. Mit Gerichtsstandsanfrage vom 18. April 2024 gelangte die Staatsanwalt-
schaft des Kantons Schwyz (nachfolgend «StA SZ») an die StA ZH und er-
suchte um Übernahme der gegen A., B., D. und C. geführten Verfahren SU 
A2 2024 3965-3968 (Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/20/1). Aus der Replik 
des Kantons Zürich 21. Juni 2024 im vorliegenden Gerichtsstandsverfahren 
(act. 6) geht hervor, dass die im Kanton Zürich fallführende Staatsanwältin 
ca. drei Wochen zuvor der StA SZ mitgeteilt habe, eine Antwort der Gerichts-
standsanfrage erfolge erst dann, wenn die Zuständigkeit geklärt sei. Diese 
Mitteilung befindet sich nicht in den Akten der StA ZH.  
 
 

D. Mit Eingabe vom 4. Juni 2024 (Versand am 5. Juni 2024) unterbreitete die 
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich der Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts die Angelegenheit zum Entscheid. Sie stellt den Antrag, 
es seien die Strafbehörden des Kantons AG für berechtigt und verpflichtet 
zu erklären, die A. zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen 
(act. 1, S. 2). In seiner Gesuchsantwort vom 17. Juni 2024 beantragt der 
Kanton Aargau, es sei auf das Gesuch nicht einzutreten, eventuell seien die 
Behörden des Kantons Zürich für berechtigt und verpflichtet zu erklären, das 
Strafverfahren gegen A., B., D. und C. zu führen (act. 3, S. 1). In der freige-
stellten Replik vom 21. Juni 2024 (Versand am 24. Juni 2024) hält die Ober-
staatsanwaltschaft des Kantons Zürich an ihren Anträgen fest (act. 6).  

 

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 Die Eingaben der Parteien wurden ihnen gegenseitig zur Kenntnis zugestellt 
(act. 7). 

 
 Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Die Strafbehörden prüfen ihre Zuständigkeit von Amtes wegen und leiten 

einen Fall wenn nötig der zuständigen Stelle weiter (Art. 39 Abs. 1 StPO). 
Erscheinen mehrere Strafbehörden als örtlich zuständig, so informieren sich 
die beteiligten Staatsanwaltschaften unverzüglich über die wesentlichen Ele-
mente des Falles und bemühen sich um eine möglichst rasche Einigung 
(Art. 39 Abs. 2 StPO). Können sich die Strafverfolgungsbehörden verschie-
dener Kantone über den Gerichtsstand nicht einigen, so unterbreitet die 
Staatsanwaltschaft des Kantons, der zuerst mit der Sache befasst war, die 
Frage unverzüglich, in jedem Fall vor der Anklageerhebung, der Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichts zum Entscheid (Art. 40 Abs. 2 StPO 
i.V.m. Art. 37 Abs. 1StBOG). Voraussetzung für die Anrufung der Beschwer-
dekammer ist allerdings, dass mit allen ernsthaft in Frage kommenden Kan-
tonen ein Meinungsaustausch durchgeführt wurde (Beschluss des Bundes-
strafgerichts BG.2013.32 vom 27. Februar 2014 E. 1.1 und 2.3; 
SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in Strafsa-
chen, 2. Aufl. 2004, N. 599).  

 
1.2 Den eingangs erwähnten Beschuldigten werden Diebstähle in den Kantonen 

Aargau, Zürich und Schwyz vorgeworfen. Zwischen den Kantonen Aargau 
und Zürich erfolgte ein abschliessender Meinungsaustausch. Hingegen 
wurde der Meinungsaustausch mit dem Kanton Schwyz nicht abschliessend 
durchgeführt. Ein Nichteintreten auf das Gesuch zwecks Durchführung eines 
abschliessenden Meinungsaustausches mit dem Kanton Schwyz käme al-
lerdings einem formellen Leerlauf gleich und wäre mit dem Beschleunigungs-
gebot (vgl. Art. 5 StPO und Art. 29 BV) nicht zu vereinbaren, da – wie den 
nachfolgenden Erwägungen zu entnehmen sein wird – aus den dem Gericht 
vorliegenden Akten eindeutig hervorgeht, dass der Gerichtsstand nicht pri-
mär im Kanton Schwyz liegt.  

 
 Auf das im Übrigen fristgerecht eingereichte Gesuch ist daher einzutreten. 
 
 

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2. 
2.1 Für die Verfolgung und Beurteilung einer Straftat sind die Behörden des Or-

tes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist (Art. 31 Abs. 1 und 2 StPO). 
Der Ausführungsort befindet sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 86 
IV 222 E. 1; TPF 2022 154 E. 3.2 m.w.H.).  

 
2.2 Ist eine Straftat von mehreren Mittätern verübt worden, so sind die Behörden 

des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen 
worden sind (Art. 33 Abs. 2 StPO). Hat eine beschuldigte Person mehrere 
Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und 
Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem die 
mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei gleicher 
Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst Verfol-
gungshandlungen vorgenommen worden sind (Art. 34 Abs. 1 StPO). Dieser 
sog. forum preventionis gilt auch wenn eine einzelne Straftat durch Einzel-
handlungen an mehreren Orten verübt wurde oder der Erfolg an mehreren 
Orten eingetreten, daher bei Delikten, die durch fortgesetzte oder gewerbs-
mässige Begehung verübt wurden (vgl. BARTEZKO, Basler Kommentar, 
3. Aufl. 2023, N. 11 zu Art. 31 StPO). 

 
2.3  Begehen mehrere Beschuldigte zusammen in verschiedenen Kantonen 

mehrere Delikte, so sind Art. 33 und Art. 34 Abs. 1 StPO so miteinander zu 
kombinieren, dass in der Regel alle Mitwirkenden an dem Orte verfolgt wer-
den, wo von einem Mittäter die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat verübt 
worden ist. Bei gleich schweren Strafdrohungen bestimmt sich der Gerichts-
stand für alle Beteiligten nach dem Ort, wo die Verfolgungshandlungen zu-
erst vorgenommen worden sind (vgl. u. a. die Beschlüsse des Bundesstraf-
gerichts BG.2016.28 vom 25. Oktober 2016 E. 2.1; BG.2016.19 vom 20. Juli 
2016 E. 2.2; BG.2016.14 vom 14. Juni 2016 E. 2.2; jeweils m.w.H.). Die 
schwerste Tat im gerichtsstandsrechtlichen Sinn ist diejenige mit der höchs-
ten abstrakten gesetzlichen Strafdrohung, wobei Qualifizierungs- und Privi-
legierungselemente des besonderen Teils des StGB, welche den Strafrah-
men verändern, zu berücksichtigen sind (Entscheid des Bundesstrafgerichts 
BG.2010.14 vom 20. September 2010 E. 2.1).  

 
2.4 Die Beurteilung der Gerichtsstandsfrage richtet sich nach der aktuellen Ver-

dachtslage. Massgeblich ist nicht, was dem Beschuldigten letztlich nachge-
wiesen werden kann, sondern der Tatbestand, der Gegenstand der Unter-
suchung bildet, es sei denn, dieser erweise sich von vornherein als haltlos 
oder sei sicher ausgeschlossen. Der Gerichtsstand bestimmt sich also nicht 
nach dem, was der Täter begangen hat, sondern nach dem, was ihm vorge-
worfen wird, das heisst, was aufgrund der Aktenlage überhaupt in Frage 

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kommt. Dabei stützt sich die Beschwerdekammer auf Fakten, nicht auf Hy-
pothesen. Generelle Vermutungen, Gerüchte, vorstellbare Lebensvorgänge 
oder mathematische Wahrscheinlichkeiten, reichen zur Begründung eines 
Tatverdachts nicht aus (s. auch KARNUSIAN, Der Tatverdacht und seine Quel-
len, in forumpoenale 2016, S. 352 und 354; ACKERMANN, Tatverdacht und 
Cicero, - in dubio contra suspicionem maleficii, in Niggli/Hurtado Pozo/ 
Queloz [Hrsg.], Festschrift für Franz Riklin, 2007, S. 319 ff.). Dabei gilt der 
Grundsatz in dubio pro duriore, wonach im Zweifelsfall auf den für den Be-
schuldigten ungünstigeren Sachverhalt abzustellen bzw. das schwerere De-
likt anzunehmen ist (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2014.10 
vom 10. Juni 2014 E. 2.1).  

 
2.5  Wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, 

um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu bereichern, wird mit Frei-
heitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 139 Ziff. 1 StGB). 
Der Dieb wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht 
unter 180 Tagessätzen bestraft, wenn er gewerbsmässig stiehlt (Art. 139 
Ziff. 3 lit. a StGB) oder den Diebstahl als Mitglied einer Bande ausführt, die 
sich zur fortgesetzten Verübung von Raub oder Diebstahl zusammengefun-
den hat (Art. 139 Ziff. 3 lit. b StGB).  

 
2.6 Nach der Rechtsprechung ist Bandenmässigkeit gegeben, wenn zwei oder 

mehrere Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Wil-
len zusammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer selbständiger, im 
Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwir-
ken (BGE 135 IV 158 E. 2 und E. 3).  

 
 Der Ansatzpunkt für die Bestimmung der Gewerbsmässigkeit liegt nach der 

Rechtsprechung im berufsmässigen Handeln. Der Täter handelt berufsmäs-
sig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktische Tätigkeit 
aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten 
Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, dass 
er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausübt (BGE 129 IV 
188 E. 3.1.2; 119 IV 129 E. 3a; Urteile des Bundesgerichts 6B_1311/2017 
vom 23. August 2018 E. 3.3; 6B_488/2016 vom 5. September 2016 E. 4.2; 
je mit Hinweisen).  

 
 
3. 
3.1  Unter den Parteien ist grundsätzlich unbestritten, dass hinsichtlich der den 

vier Beschuldigten im Kanton Zürich zur Last gelegten Straftaten prima facie 
der Verdacht des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 
und 3 StGB) besteht. Der Kanton Zürich ist der Ansicht, dass dies auch mit 

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Bezug auf die im Kanton Aargau verübten Taten (vgl. supra B1-B3) gilt, was 
vom Kanton Aargau verneint wird. Dieser führt aus, mit Bezug auf den in 
Wettingen auf der Baustelle an der Y.-strasse erfolgten Diebstahl (vgl. supra 
lit. B2) gebe es keine Hinweise auf eine Tatbegehung durch mehrere Betei-
ligte. So habe einzig die DNA von A. am bzw. im Baucontainer festgestellt 
werden können. Hinsichtlich des Diebstahls zum Nachteil der F. AG in Ba-
den (vgl. supra lit. B1) und des Diebstahlsversuchs auf einer Baustelle an 
der X.-strasse in Wettingen/AG (vgl. supra lit. B3) vertritt der Kanton Aargau 
die Meinung, dass diese Handlungen nicht gerichtsstandsrelevant seien, da 
sie gegen Unbekannt geführt würden. 

 
3.2 Aufgrund der bisherigen Ermittlungen steht fest, dass die vier Beschuldigten 

zusammen am 21. Februar 2024 in die Schweiz eingereist sind. Am 25. Feb-
ruar 2024 wurden sie gemeinsam im Kanton Zürich verhaftet, als sie sich 
zum Versteck des Diebesgutes, welches sie mutmasslich in Horgen/ZH und 
Wollerau/SZ gestohlen hatten, begaben (vgl. supra lit. B6 und B7; Akten StA 
ZH, Dossier 1, Urk. D1/1/1). Die Auswertung des Mobiltelefons von A. ergab, 
dass sich dieser nicht nur bei den Tatorten in den Kantonen Zürich und 
Schwyz aufgehalten hatte, sondern auch an allen Tatorten im Kanton Aargau 
(Sachverhalt lit. B1-B3): Gemäss den Telefongeodaten war dies der Fall zwi-
schen am 22. Februar 2024, 18.47 Uhr, und 23. Februar 2024, 01.06 Uhr, 
an der Z.- und der XX.-strasse in Baden, d.h. an Strassen, die die Bau-
stelle E. umgrenzen (vgl. Sachverhalt lit. B1; Akten StA ZH, Dossier 1, 
Urk. D1/15/6), sowie an der X.-strasse in Wettingen (vgl. Sachverhalt lit. B.3; 
Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/15/6). Zudem teilte A. D. am 22. Feb-
ruar 2024, um 16.27 oder 18.27 (schlecht lesbar) sowie am 23. Feb-
ruar 2024, 17.47 Uhr, jeweils per WhatsApp die Position der Tatorte gemäss 
Sachverhalt lit. B1-B3 mit (Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/13/4, S. 3, Fotos 
4 und 5). Ebenso deuten die Geodaten des Mobiltelefons von D. darauf hin, 
dass sich dieser im Zeitraum vom 22. Februar 2024, 16:00 Uhr bis 23. Feb-
ruar 2024, 21:00 Uhr, an den Tatorten in Baden und Wettingen (Sachverhalt 
lit. B1 und B3) aufgehalten hat (Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. D1/15/4). Es 
bestehen damit zumindest mit Bezug auf A. und D. ausreichende Anhalts-
punkte, welche einen hinreichenden Tatverdacht auch für die Delikte im Kan-
ton Aargau (Sachverhalt lit. B1-B3) zu rechtfertigen vermögen. Dabei war 
das Vorgehen dasselbe wie bei den Delikten im Kanton Zürich und im Kanton 
Schwyz: Auch dort meldete A. jeweils die Positionen der Tatorte bzw. der 
Verstecke des Deliktsgutes per WhatsApp D. Während sich die Parteien – 
wie bereits ausgeführt – einig sind, dass die den Beschuldigten im Kanton 
Zürich und Schwyz vorgeworfenen Delikte die qualifizierten Merkmale der 
Banden- und Gewerbsmässigkeit aufweisen, ist nicht einzusehen und wird 
auch nicht schlüssig geltend gemacht, weshalb dies nicht auch hinsichtlich 

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der Diebstähle im Kanton Aargau geltend sollte. Da konkrete Hinweise für 
eine Täterschaft zumindest der Beschuldigten A. und D. bei den drei Dieb-
stählen (bzw. Versuch dazu) bestehen, darf gestützt auf den Grundsatz in 
dubio pro duriore und vor dem Hintergrund, dass ebenso bei diesen Dieb-
stählen ein namhafter Deliktsbetrag von mindestens Fr. 42'000.– generiert 
wurde (Akten StA ZH, Dossier 1, Urk. 1/1/6, S. 12), auch im Kanton Aargau 
von Banden- und Gewerbsmässigkeit ausgegangen werden.  

 
3.3 Die ersten Verfolgungshandlungen erfolgten im Kanton Aargau mit der Ent-

gegennahme der Anzeige am 23. Februar 2024, 07:19 Uhr durch die Ein-
satzzentrale der Kapo AG betreffend den Diebstahl auf der Baustelle E. in 
Baden. Demnach ist das Gesuch gutzuheissen, und es sind die Strafverfol-
gungsbehörden des Kantons AG berechtigt und verpflichtet zu erklären, die 
A., B., D. und C. zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen.  

 
 
4. Praxisgemäss ist bei interkantonalen Gerichtsstandskonflikten keine Ge-

richtsgebühr zu erheben (vgl. TPF 2023 130 E. 5.1 m.w.H.). 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Strafbehörden des Kantons Aargau sind berechtigt und verpflichtet, die 

A., B., D. und C. zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen. 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben.  

 
 

Bellinzona, 24. Juli 2024 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.