# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40b7e7f3-2dd3-5192-a93f-1551b17bd5d6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.07.2008 C-535/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-535-2006_2008-07-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-535/2006

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  J u l i  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), 
Richter Antonio Imoberdorf, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiberin Barbara Haake.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwältin Christine Fleisch, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Verweigerung der Zustimmung zur Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-535/2006

Sachverhalt:

A.
Die 1967 geborene Thailänderin X._______ reiste am 20. September 
2001 in die Schweiz ein und heiratete am 26. Oktober 2001 den in der 
Schweiz  niedergelassenen  österreichischen  Staatsangehörigen 
Y._______. Infolgedessen erhielt  sie eine Aufenthaltsbewilligung zum 
Verbleib  bei  ihrem  im  Kanton  Zürich  lebenden  Ehemann.  Am  18. 
Februar  2003  wurde  die  gerichtliche  Trennung  der  Ehegatten 
ausgesprochen. Ihre Scheidung erfolgte am 28. Oktober 2005.

B.
Angesichts  der  Trennung  und  späteren  Scheidung  der  Ehegatten 
überprüfte  das  Migrationsamt des Kantons Zürich  die  Voraussetzun-
gen für eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von X._______ 
und  unterbreitete  dem  Bundesamt  am  31.  Mai  2006  einen 
entsprechenden Antrag zur Zustimmung. 

C.
Mit  Schreiben  vom 7. Juni  2006  teilte  das  BFM  X._______  mit,  es 
beabsichtige,  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthalts-
bewilligung  zu  verweigern  und  die  Wegweisung  anzuordnen.  Im 
Rahmen  des  hierzu  gewährten  rechtlichen  Gehörs  äusserte 
X._______ am 20. Juli 2006, sie selbst habe eine langfristige Bindung 
eingehen  wollen;  ihr  Ehemann  habe  jedoch  eine  neue  Beziehung 
aufgenommen und die Trennung von ihr verlangt. Nach der vergeblich 
erhofften Wiedervereinigung sei es zur Scheidung gekommen. Weiter-
hin machte sie geltend, sie sei seit April 2002 erwerbstätig und komme 
für  ihren  Lebensunterhalt  selber  auf.  Sie  sei  gut  integriert,  spreche 
sehr gut deutsch und habe überdies einen Pflegehelferinnenkurs beim 
Schweizerischen Roten Kreuz – mit  gesamtschweizerisch anerkann-
tem Ausweis – abgeschlossen. Aufgrund dessen habe sie auch gute 
Aussichten auf eine Arbeitsstelle im Pflegebereich, zumal dort Bedarf 
an engagiertem Personal bestehe.

D.
Mit Verfügung vom 28. Juli 2006 verweigerte die Vorinstanz die Zustim-
mung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung,  wies  X._______ 
aus  der  Schweiz  weg  und  setzte  ihr  eine  Ausreisefrist  an.  Zur 
Begründung  führte  die  Vorinstanz  aus,  ihre  Ehe  habe  lediglich  vier 
Jahre gedauert. Zudem sei die Ehe bereits nach 16 Monaten gericht-

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lich  getrennt  worden;  seitdem  habe  –  mangels  Interesse  des  Ehe-
mannes  an  der  Fortsetzung  der  Ehe  –  keine  Aussicht  auf  Wieder-
aufnahme der  ehelichen  Gemeinschaft  mehr  bestanden. Auch  wenn 
sich die kinderlose Ausländerin seit nunmehr bald fünf Jahren in der 
Schweiz  aufhalte,  sei  trotz  der  damit  einhergehenden üblichen  Inte-
gration nicht von einer massgeblichen Verwurzelung auszugehen. Dem 
Umstand,  dass sie erwerbstätig  sei  und eine Ausbildung als  Pflege-
helferin  absolviert  habe,  komme  angesichts  der  Lage  auf  dem 
Arbeitsmarkt  kein  wesentliches  Gewicht  zu.  Der  Vollzug  der  Weg-
weisung  sei  im  vorliegenden  Fall  zulässig,  zumutbar  und  möglich. 
X._______  sei  erst  im Alter  von 34 Jahren von Thailand aus  in  die 
Schweiz  eingereist,  so  dass  vom  Gelingen  ihrer  Reintegration  im 
Heimatland ausgegangen werden dürfe.

E.
Gegen diese Verfügung erhob X._______ durch ihre Rechtsvertreterin 
am 29. August  2006  Beschwerde. Sie  beantragt,  die  vorinstanzliche 
Verfügung aufzuheben und der Verlängerung ihrer  Aufenthaltsbewilli-
gung zuzustimmen. Sie sei im Jahre 2001 in die Schweiz gekommen, 
weil sie mit ihrem Ehemann dauerhaft habe zusammenleben und eine 
Familie gründen wollen. Dieser habe aber nach der im Februar 2003 
erfolgten  gerichtlichen  Trennung  die  eheliche  Gemeinschaft  nicht 
wieder aufnehmen wollen. 

Sie  sei  seit  dem  29.  April  2002  erwerbstätig  und  komme  für  ihren 
Lebensunterhalt  vollumfänglich  auf.  Zuerst  habe  sie  bei  der  Firma 
A._______  gearbeitet,  danach  bei  der  Firma  B._______.  Nachdem 
letztgenannte Arbeitgeberin in Konkurs gegangen sei, habe sie per 15. 
Februar 2003 nahtlos eine Arbeitsstelle als Thaiköchin bei der Firma 
C._______  gefunden,  wo  sie  als  zuverlässige  Mitarbeiterin  äusserst 
geschätzt  werde.  Sie  habe  sich  in  der  Schweiz  über  die  Massen 
integriert, was sich u. a. auch daran zeige, dass sie sehr gut deutsch 
spreche  und  nach  erfolgreichem  Abschluss  des 
Pflegehelferinnenkurses  gute  Aussichten  auf  eine  Arbeitsstelle  im 
Pflegebereich  habe.  Angesichts  des  geschilderten  Sachverhalts  sei 
der  angefochtene  Entscheid  der  Vorinstanz  als 
ermessensmissbräuchlich zu betrachten. 

F.
In ihrer Vernehmlassung vom 23. Oktober 2006 nimmt die Vorinstanz 

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Bezug  auf  die  in  der  angefochtenen  Verfügung  enthaltenen  Ausfüh-
rungen und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

G.
Mit  Verfügung vom 4. Juni 2008 teilte das Bundesverwaltungsgericht 
der Beschwerdeführerin mit, dass es die kantonalen Akten beigezogen 
habe und räumte ihr die Gelegenheit zu Schlussbemerkungen ein. In 
diesem Rahmen wurde ihr insbesondere nahegelegt, zur zwischenzeit-
lichen  Entwicklung  ihrer  beruflichen,  finanziellen  und  persönlichen 
Situation  sowie  zu  ihren  verwandtschaftlichen  Beziehungen  in  der 
Schweiz und in Thailand Stellung zu nehmen. 

H.
Hierzu teilte die Parteivertreterin mit Eingabe vom 18. Juni 2008 mit, 
ihre Mandantin befinde sich in einer beruflich stabilen Situation, da sie 
nach wie vor als Thai-Hilfsköchin für die Firma C._______ beschäftigt 
sei.  In  diesem  Rahmen  habe  sie  auch  an  drei  kleineren 
Weiterbildungskursen teilgenommen. Sie habe aber nach wie vor die 
Absicht,  in der Spitalpflege zu arbeiten,  was ihr  bisher aufgrund der 
fehlenden  Aufenthaltsbewilligung  verwehrt  gewesen  sei.  Ihre  bereits 
früher  vorhandene  gute  Integration  habe  sich  nochmals  verfestigt, 
denn die Beschwerdeführerin habe auch freundschaftliche Kontakte zu 
Bekannten schweizerischer Nationalität. Über verwandtschaftliche Be-
ziehungen verfüge sie hingegen weder in der Schweiz noch in Thai-
land. Allerdings lebe in Stuttgart eine Cousine von ihr, die sie alle paar 
Monate zu besuchen pflege; eine erzwungene Rückkehr nach Thailand 
würde dieser letzten noch bestehenden familiären Beziehung Schaden 
zufügen. Der Militärputsch in Thailand vom 20. September 2006 und 
der dortige durch wirtschaftliche Veränderungen bedingte soziale Wan-
del habe zudem zu einer Entfremdung von ihrer Heimat geführt. 

Der  Eingabe  beigefügt  waren  zwei  Referenzschreiben  (...), 
Bescheinigungen  über  eine  ganztägige  sowie  zwei  halbtägige 
berufliche  Weiterbildungen,  Lohnausweise  für  den  Zeitraum Oktober 
2006 bis Mai 2008 sowie ein Zwischenzeugnis der Firma C._______ 
vom 28. März  2007. Mit  einer  weiteren  Eingabe  vom 19. Juni  2008 
übersandte  die  Parteivertreterin  den  neuesten,  vom  16.  Juni  2008 
datierenden Beschäftigungsnachweis der genannten Arbeitgeberin. 

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I.
Der  weitere  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  Erwä-
gungen Berücksichtigung finden. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG genannten  Ausnahmen  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche 
von  einer  der  in  Art.  33  und  Art.  34  VGG  aufgeführten  Behörde 
erlassen  wurden.  Darunter  fallen  Verfügungen  des  BFM  betreffend 
Zustimmung zur Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilli-
gung und betreffend Wegweisung. Das Bundesverwaltungsgericht ent-
scheidet  in  diesem Bereich endgültig (Art. 83 lit. c  Ziff. 2  und 4 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist,  die  Beurteilung  der  beim  Inkrafttreten  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  bei  Eidgenössischen  Rekurs-  oder  Schiedskommissionen 
oder  bei  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechts-
mittel. Für die Beurteilung gilt  das neue Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 
Abs. 2 VGG). Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem 
Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das Gesetz nichts 
anderes bestimmt.

1.3 Mit  Inkrafttreten  des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) am 1. Janu-
ar 2008 wurde das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt 
und  Niederlassung  der  Ausländer  (aANAG,  BS  1  121)  aufgehoben 
(Art. 125 AuG i.V.m. Ziffer  I  Anhang AuG). Da das der  vorliegenden 
Beschwerde zugrundeliegende Gesuch um Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung  vor  Inkrafttreten  des  AuG  eingereicht  wurde,  ist 
gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG das bisherige Recht, d.h. das aANAG und 
die darauf abgestützten, per 1. Januar 2008 ebenfalls aufgehobenen 
Verordnungen  (Art.  91  der  Verordnung  vom  24. Oktober  2007  über 
Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  [VZAE,  SR  142.201]), 
anwendbar. Demgegenüber  findet  das  neue  Verfahrensrecht  Anwen-
dung (vgl. Art. 126 Abs. 2 AuG).

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1.4 Als Adressatin der Verfügung ist die Beschwerdeführerin zur deren 
Anfechtung legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde ist deshalb einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes sowie, wenn nicht eine kantonale Behörde 
als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit gerügt wer-
den  (Art.  49  VwVG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet  im  Be-
schwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden  und  kann  die  Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den 
geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend 
ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. 
BGE 129 II 215 nicht publ. E. 1.1).

3.
Die  Kantone  sind  zuständig  für  die  Erteilung  und  Verlängerung  von 
Bewilligungen (Art. 15 Abs. 1 und 18 aANAG sowie Art. 51 der Verord-
nung  vom 6. Oktober  1986  über  die  Begrenzung  der  Zahl  der  Aus-
länder [aBVO, AS 1986 1791]). Vorbehalten bleibt jedoch die Zustim-
mung  durch  das  BFM  (Art.  51  letzter  Satz  aBVO  i.V.m.  Art.  1  der 
Verordnung  über  das  Zustimmungsverfahren  im  Ausländerrecht  (AS 
1983  535).  Diese  Kompetenz  des  BFM  ist  im  vorliegenden  Fall 
gegeben (zum Ganzen vgl. BGE 130 II 49 E. 2.1 S. 51, BGE 127 II 49 
E.  3  S.  51  ff.,  BGE  120  Ib  6  E.  3a  S.  9  ff.;  Verwaltungspraxis  der 
Bundesbehörden [VPB] 69.76 E. 12, VPB 70.23 E. 10).

4.
4.1 Gemäss Art. 4 aANAG entscheidet die Behörde, im Rahmen der 
gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland, nach frei-
em Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. 
Auf  die Erteilung bzw. Verlängerung einer  Aufenthaltsbewilligung be-
steht  grundsätzlich  kein Anspruch,  es  sei  denn,  der  Ausländer  oder 
seine  in  der  Schweiz  lebenden  Angehörigen  können  sich  auf  eine 
Sondernorm  des  Bundesrechts  oder  eines  Staatsvertrages  berufen 
(BGE  133  II  6  nicht  publ.  E.  1.1,  131  II  339  E.  1  S.  342  f.  mit 
Hinweisen).

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4.2 Aufgrund der am 26. Oktober 2001 erfolgten Heirat mit  einem in 
der  Schweiz  niederlassungsberechtigten  Österreicher  und  des  ge-
meinsamen ehelichen Wohnsitzes verfügte die Beschwerdeführerin ur-
sprünglich  über  einen gesetzlichen Anspruch auf  Erteilung und Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. Art. 17 Abs. 2 aANAG). Mit 
Inkrafttreten  des  Abkommens  vom  21.  Juni  1999  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Frei-
zügigkeit  (Freizügigkeitsabkommen,  FZA,  SR  0.142.112.681)  per 
1. Juni 2002 wurde ihre Rechtsstellung zwar vorübergehend insofern 
vorteilhafter,  als  ihr  Aufenthaltsanspruch  während der  gesamten for-
mellen Dauer der Ehe – in vergleichbarer Weise, wie dies Art. 7 Abs. 1 
aANAG für den ausländischen Ehegatten eines Schweizers oder einer 
Schweizerin bestimmt – bestand, ohne dass sie zwingend dauernd in 
gemeinsamem Haushalt mit ihrem aufenthaltsberechtigten Ehepartner 
hätte zusammenleben müssen (vgl. Art. 1 lit. a aANAG i.V.m. Art. 7 lit. 
d FZA und Art. 3 Abs. 1 und 2 Anhang I FZA sowie Urteile des Bun-
desgerichts 2A.538/2006 vom 4. Dezember 2006 E. 2.2, 2A.131/2005 
vom 14. September 2005 E. 2.1, 2A.94/2004 vom 6. August 2004 E. 
1.1 und 3.1 und BGE 130 II 113 E. 8.3 S. 129). Aufgrund der Schei-
dung  der  Ehegatten  nach  vierjähriger  Ehedauer  ist  der  ehemals 
bestehende  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung jedoch definitiv erloschen. 

4.3 Als  Anspruchsnormen kommen allenfalls  noch Art. 8  Abs. 1 der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  sowie  Art.  13  Abs.  1  der 
Schweizerischen Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
in  Betracht,  die  beide  –  abgesehen vom Recht  auf  Familienleben  – 
das Recht auf Achtung des Privatlebens gewährleisten. Nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung kommt diesem Recht in ausländer-
rechtlichen Fällen zwar  grundsätzlich eine selbständige Auffangfunk-
tion gegenüber dem engeren das Familienleben betreffenden Schutz-
bereich zu; allerdings bedarf es hierfür besonders intensiver, über eine 
normale Integration hinausgehender privater Bindungen gesellschaft-
licher  oder  beruflicher  Natur  bzw. entsprechender  vertiefter  sozialer 
Beziehungen  zum  ausserfamiliären  bzw.  ausserhäuslichen  Bereich 
(Urteil  des Bundesgerichts 2C_425/2007 vom 13. November 2007 E. 
2.1.2,  BGE  130  II  281  E.  3.2.1  S.  286  mit  Hinweisen).  Derartige 
Beziehungen werden von der Beschwerdeführerin jedoch gar nicht in 
konkreter Form geltend gemacht; sie ergeben sich weder aus den von 

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ihr  eingereichten  Bescheinigungen  –  sei  es  im  Zusammenhang  mit 
ihrer  Berufstätigkeit  oder  im  Zusammenhang  mit  dem  absolvierten 
Pflegehelferinnenkurs – noch aus den vorgelegten privaten Referenz-
schreiben. 

5.
5.1 Ist  demzufolge  ein  Aufenthaltsanspruch  der  Beschwerdeführerin 
zu verneinen, stellt sich die Frage, ob im Rahmen des Ermessens die 
Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  zu  erteilen 
ist (Art. 4 aANAG). Die Ermessensausübung bedeutet nicht, dass die 
Bewilligungsbehörde in ihrer Entscheidung völlig frei wäre. Insbeson-
dere hat sie die geistigen und wirtschaftlichen Interessen sowie den 
Grad der Überfremdung des Landes zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 1 
aANAG und  Art.  8  Abs.  1  der  Vollziehungsverordnung  vom 1. März 
1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Aus-
länder [aANAV, AS 1949 228]). Dementsprechend ist eine Abwägung 
der  öffentlichen Interessen der  Schweiz und der  privaten Interessen 
des Betroffenen vorzunehmen, wobei ein strengerer Massstab zur An-
wendung gelangt  als  bei  jenen Aufenthaltsbewilligungen,  auf  die  ein 
Rechtsanspruch besteht.

5.2 Was das öffentliche Interesse anbelangt, ist festzuhalten, dass die 
Schweiz hinsichtlich des Aufenthalts von Ausländerinnen und Auslän-
dern  aus dem Nicht-EU/EFTA-Raum (nachfolgend Drittstaatsangehö-
rige) eine restriktive Politik betreibt (vgl. BGE 133 II 6 E. 6.3.1 S. 28). 
Diese  Politik  findet  ihren  Ausdruck  insbesondere  in  den  strengen 
regulatorischen  Zulassungsbeschränkungen  der  Begrenzugsverord-
nung, denen erwerbstätige Drittstaatsangehörige namentlich in Gestalt 
hoher Anforderungen an die berufliche Qualifikation (Art. 8 aBVO) und 
der  Höchstzahlen  (Art.  12  aBVO)  unterworfen  sind.  Das  erhebliche 
Gewicht des öffentlichen Interesses an der Durchsetzung der restrikti-
ven Einwanderungspolitik gegenüber Drittstaatsangehörigen zeigt sich 
daran, dass humanitäre Gründe in diesem rechtlichen Zusammenhang 
erst  Bedeutung  erlangen,  wenn  die  Betroffenheit  des  Einzelnen  die 
Grenze  zum  schwerwiegenden  persönlichen  Härtefall  im  Sinne  von 
Art. 13 Bst. f aBVO überschreitet. Nach der Auflösung der Ehe, welche 
die  ausländische  Person  von  den  restriktiven  qualitativen  und 
quantitativen  Zulassungsvoraussetzungen  der  Begrenzungsverord-
nung  ausnimmt,  muss  die  ausländische  Person  dieses  öffentliche 
Interesse grundsätzlich wieder gegen sich gelten lassen, auch wenn 
sie gemäss Art. 12 Abs. 2 aBVO den Höchstzahlen der Begrenzungs-

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verordnung  nach  wie  vor  nicht  untersteht.  Es  ist  deshalb  ein  ver-
gleichsweise  strenger  Massstab  angebracht,  wenn  es  zu  beurteilen 
gilt,  ob  nach  Wegfall  des  Privilegierungsgrundes  private  Interessen 
bestehen,  denen gegenüber das öffentliche Interesse an der  Durch-
setzung der restriktiven Migrationspolitik zurückzustehen hat (vgl. Ur-
teil  des Bundesverwaltungsgerichtes C-497/2006 vom 21. April  2008 
E. 6.1 mit Hinweis). Auf Seiten des betroffenen Ausländers sind u. a. 
Aufenthaltsdauer,  berufliche  Situation,  persönliche  Beziehungen  zur 
Schweiz sowie Verhalten und Integration zu berücksichtigen,  auf der 
Gegenseite insbesondere die wirtschaftlichen und arbeitsmarktlichen 
Interessen der Schweiz. 

6.
6.1 Die Beschwerdeführerin ist im Alter von 34 Jahren in die Schweiz 
gekommen und  hat  somit  den  weitaus  grössten  und  prägenden Teil 
ihres Lebens in ihrem Heimatland verbracht. Die kinderlos gebliebene 
Ehe mit  Y._______ dauerte  bis  zur Scheidung vier  Jahre. Allerdings 
lebten die Ehegatten nur 16 Monate zusammen, bevor ihre gerichtliche 
Trennung erfolgte und der Ehemann sein fehlendes Interesse an der 
Fortsetzung  der  Ehe  deutlich  machte.  Mittlerweile  hält  sich  die 
Beschwerdeführerin seit rund sechseinhalb Jahren in der Schweiz auf, 
was als relativ kurze Aufenthaltsdauer anzusehen ist. 

6.2 Aus den Akten ergibt  sich weiterhin,  dass sich die Beschwerde-
führerin  seit  ihrer  Einreise  offenbar  gut  in  die  hiesigen  Verhältnisse 
eingelebt und zu keinen Klagen Anlass gegeben hat. Ihr ist zugute zu 
halten, dass sie ihren Lebensunterhalt immer selbst bestreiten konnte 
und  neben  ihrer  Erwerbstätigkeit  eine  zusätzliche  berufliche  Ausbil-
dung absolviert  hat. Dennoch erscheint ihre bisherige berufliche und 
soziale Integration nicht so aussergewöhnlich, dass sie zu einer hie-
sigen Verwurzelung –  die  eine Rückkehr  in  ihre  Heimat  unzumutbar 
machen würde – geführt hätte. Aus den Bescheinigungen ihrer Arbeit-
geberin  geht  hervor,  dass  X._______  lediglich  als  Hilfsköchin 
beschäftigt  ist,  was  bedeutet,  dass  sie  keine  entsprechende 
Ausbildung  absolviert  hat,  sondern  lediglich  angelernt  wurde. Ange-
sichts  dessen kommt  dem Umstand,  dass  sie  an ihrem Arbeitsplatz 
offenbar  geschätzt  wird  und  sogar  interne  Verantwortung  trägt,  kein 
besonderes Gewicht zu. Dass sie erfolgreich einen Pflegehelferinnen-
kurs beim SRK abgeschlossen hat,  zeigt zwar ein gewisses soziales 
Engagement  und das Bemühen um eine intensivere  berufliche Kon-
solidierung;  eine  überdurchschnittliche  Integration  geht  damit  jedoch 

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nicht einher. Zudem würde es sich auch bei dem neu anvisierten Beruf 
im Pflegebereich lediglich um eine angelernte Tätigkeit  ohne beson-
dere Spezialisierung handeln. Dem Einwand der Beschwerdeführerin, 
in  dieser  Branche bestehe Bedarf  an engagiertem Personal,  ist  ent-
gegenzuhalten,  dass  auch  persönliche  Einsatzbereitschaft  fehlende 
Qualifikationen nicht  zu kompensieren vermag und daher hinter  den 
arbeitsmarktlichen Interessen der Schweiz zurückzustehen hat.

6.3 Auch ansonsten sind keine aussergewöhnlichen Beziehungen der 
Beschwerdeführerin – die hier über keine Familienangehörigen verfügt 
– zur Schweiz ersichtlich. Es kann zwar davon ausgegangen werden, 
dass  sie  sich  während  ihres  bisherigen  Aufenthalts  dem  hiesigen 
sozialen Umfeld  angepasst  hat,  zumal  auch die  von ihr  vorgelegten 
privaten Referenzen auf hiesige Bekanntschaften und damit auch auf 
offenbar  hinreichende deutsche Sprachkenntnisse schliessen lassen. 
In  Abwägung  aller  dargelegten  Umstände  ist  jedoch  festzustellen, 
dass ihre persönliche und berufliche Situation die Verlängerung ihrer 
Aufenthaltsbewilligung nicht rechtfertigt; dieser steht vielmehr ein über-
wiegendes  öffentliches  Interesse  entgegen.  Die  Verfügung  der  Vor-
instanz ist daher, soweit die Zustimmung zur Verlängerung der Aufent-
haltsbewilliung verweigert wird, nicht zu beanstanden. 

7.
Gleichzeitig  mit  der verweigerten Zustimmung hat  die Vorinstanz die 
Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  verfügt.  Demzufolge  bleibt  zu 
prüfen,  ob Hinderungsgründe für den Vollzug der Wegweisung anzu-
nehmen  sind  (Art.  14a  Abs.  3  und  4  aANAG)  und  das  zuständige 
Bundesamt deshalb gestützt auf Artikel 14a Absatz 1 aANAG die vor-
läufige  Aufnahme  hätte  verfügen  müssen  (vgl.  ALAIN WURZBURGER,  La 
jurisprudence  récente  du  Tribunal  fédéral  en  matière  de  police  des 
étrangers,  in:  Revue  de  droit  administratif  et  de  droit  fiscal  [RDAF], 
September 1997, S. 306). 

Indessen ergeben sich weder aus den Akten noch aus dem Beschwer-
devorbringen  Anhaltspunkte,  die  gegen  die  Zulässigkeit  und  Zumut-
barkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  die  Heimat  der  Beschwerde-
führerin sprächen: Dem Vollzug ihrer  Wegweisung stehen weder völ-
kerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  entgegen  noch  wird  eine 
konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 14a Abs. 4 aANAG behauptet. 
Der  mit  den  Schlussbemerkungen  vorgebrachte  pauschale  Hinweis 
auf  den  Militärputsch  vom  20.  September  2006  und  den  sozialen 

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Wandel  im  asiatischen  Raum  genügt  hierfür  jedenfalls  nicht.  Die 
Beschwerdeführerin  hat  ihre  Heimat  im  September  2001  verlassen 
und  erhielt  danach  im  Rahmen  des  Familiennachzugs  eine  Aufent-
haltsbewilligung in der Schweiz. Sie ist weder gesundheitlich gefährdet 
noch sonst von einer Krankheit betroffen, deren medizinische Behand-
lung  im  Heimatland  nicht  gewährleistet  wäre.  Der  Hinweis  auf  die 
recht  gute  Integration  in  der  Schweiz  ist,  was die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs betrifft, jedenfalls unbeachtlich. Gleiches gilt für 
den Einwand der schlechteren Wirtschaftslage in Thailand. Der Weg-
weisungsvollzug  ist  zweifellos  gemäss  Art.  14a  Abs.2  aANAG  auch 
möglich.

8.
Die angefochtene Verfügung ist  somit  als  rechtmässig zu bestätigen 
(Art. 49 VwVG) und die Beschwerde demzufolge abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin die 
Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 
1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

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C-535/2006

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  am  29.  September  2006  geleisteten 
Kostenvorschuss gleicher Höhe verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Beilage: Akten Ref-Nr. 2 231 696 Ven)
- das Migrationsamt Kanton Zürich (Beilage: Akten ZH 1'470'452)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Haake

Versand: 

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