# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42d0719c-5a6c-50f2-beba-61a8aab289e4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.10.2025 D-5492/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5492-2025_2025-10-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5492/2025 

law/bah 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Roswitha Petry; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und seine Ehefrau 

B._______, geboren am (…), 

Russland, 

(…), 

Beschwerdeführende, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und Asylwiderruf; 

Verfügung des SEM vom 27. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5492/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden und ihre Kinder mit Verfügungen vom 

2. September 2020 beziehungsweise 13. April 2021 als Flüchtlinge aner-

kannt wurden und ihnen Asyl gewährt wurde, 

dass die Beschwerdeführenden gemäss Grenzkontrollrapport vom 12. Juli 

2024 zusammen mit ihren Kindern via Istanbul nach Georgien reisen woll-

ten, wobei bei ihnen im Rahmen einer Kontrolle heimatliche Reisepässe 

sichergestellt wurden, welche nach ihrer Anerkennung als Flüchtlinge aus-

gestellt worden waren, 

dass das SEM den Beschwerdeführenden am 5. August 2024 mitteilte, es 

gehe davon aus, dass sie sich mit der Annahme eines heimatlichen Passes 

wieder unter den Schutz ihres Heimatstaats gestellt hätten, und beabsich-

tige, ihnen die Flüchtlingseigenschaft abzuerkennen und das Asyl zu wi-

derrufen, 

dass es ihnen die Gelegenheit einräumte, sich bis zum 16. August 2024 

dazu schriftlich zu äussern und Beweismittel einzureichen, 

dass die Beschwerdeführenden am 15. August 2024 ihre Stellungnahme 

an das SEM übermittelten, der mehrere Beweismittel beilagen, 

dass das SEM den Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 30. Mai 2025 

mitteilte, es habe im Rahmen der Prüfung des Asylwiderrufs sowie der Ab-

erkennung der Flüchtlingseigenschaft festgestellt, dass sich in ihren und 

den Reisepässen ihrer Kinder Ausreisestempel vom 5. Oktober 2023 aus 

C._______, Russland, und vom 22. Oktober 2023 aus D.________, Russ-

land, befänden, 

dass es ihnen die Möglichkeit einräumte, sich zu ihrer Heimatreise, zu ei-

nem allfälligen Zwang für diese sowie zu der in Aussicht gestellten Aber-

kennung der Flüchtlingseigenschaft und dem in Aussicht gestellten Asylwi-

derruf bis zum 10. Juni 2025 schriftlich zu äussern und Beweismittel einzu-

reichen, 

dass die Beschwerdeführenden am 17. Juni 2025 ihre Stellungnahme mit 

einer Russland-Karte einreichten, 

D-5492/2025 

Seite 3 

dass das SEM mit Verfügung vom 27. Juni 2025 – eröffnet am 30. Juni 

2025 – den Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft aberkannte 

und das ihnen gewährte Asyl widerrief, 

dass es zudem das am 27. Juli 2024 eingeleitete Verfahren betreffend die 

Kinder der Beschwerdeführenden einstellte, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Kontaktauf-

nahme mit den Behörden des Heimatstaats zwecks Passbeschaffung 

stelle einen Tatbestand dar, der grundsätzlich als «Unterschutzstellung» 

unter den Widerrufsgrund von Art. 1 Bst. C Ziff. 1 des Abkommens über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK; SR 0.142.30) fallen könne, 

dass die Beantragung und der Erhalt eines Passes des Landes, dessen 

Staatsangehörigkeit ein Flüchtling besitze, darauf schliessen lasse, dass 

er die Absicht habe, erneut den Schutz des Landes seiner Staatsangehö-

rigkeit in Anspruch zu nehmen, es sei denn, er könne Beweise erbringen, 

die diese Annahme widerlegten, 

dass als Unterschutzstellung nicht nur die tatsächliche Schutzbeanspru-

chung im Heimatland, sondern auch die Beanspruchung und Benutzung 

des diplomatischen Schutzes durch Beantragen und Verwenden eines hei-

matlichen Passes gelten würden, 

dass in den Akten keine Hinweise dafür vorlägen, die Kontaktaufnahme mit 

den heimatlichen Behörden und die Passausstellung seien nicht freiwillig 

erfolgt oder von anderen Beweggründen als der Absicht der erneuten Un-

terschutzstellung unter den Heimatstaat – beziehungsweise zumindest der 

Inkaufnahme einer solchen – geleitet gewesen, 

dass der in der Stellungnahme angeführte Beweggrund für die Passaus-

stellung und die Reise ins Heimatland zwar nachvollziehbar sei, darin aber 

kein die Freiwilligkeit ihrer Handlung ausschliessender psychischer oder 

moralischer Zwang erblickt werden könne, 

dass auch keine Hinweise ersichtlich seien, wonach die Beschwerdefüh-

renden mit der Passausstellung nicht zumindest in Kauf genommen hätten, 

sich wieder unter den Schutz des Heimatlandes zu stellen, zumal die Ver-

wendung der Pässe für die legale Ein- und Ausreise die beabsichtigte Un-

terschutzstellung unter den Heimatstaat verdeutliche, 

D-5492/2025 

Seite 4 

dass das Kriterium der effektiven Schutzgewährung als erfüllt zu erachten 

sei, da die heimatlichen Behörden die beantragten Pässe tatsächlich aus-

gestellt hätten, 

dass die Beschwerdeführenden die prekäre gesundheitliche Verfassung 

der Mutter des Beschwerdeführers aufgrund eines im September 2022 er-

littenen Schlaganfalls als Grund für die Beantragung heimatlicher Reise-

pässe angegeben hätten, 

dass sie angegeben hätten, sie hätten für sich selbst im Januar 2023 und 

für ihre Kinder im Dezember 2022 heimatliche Pässe ausstellen lassen, 

weil sie kein Visum für die Türkei erhalten hätten, was sie jedoch nicht be-

legt hätten, 

dass nicht gänzlich nachvollziehbar sei, in welchem Zusammenhang Ge-

orgien mit der Mutter stehe und wo diese sich im September 2022, im Ok-

tober 2023 und im Juli 2024 genau befunden habe, 

dass der Beschwerdeführer vorbringe, er habe bezüglich seiner Mutter im 

September 2022 mit Ärzten in Georgien telefoniert, weshalb davon ausge-

gangen werden könne, dass sie sich zu diesem Zeitpunkt in Georgien be-

funden habe, und sich die Frage stelle, weshalb er kein Visum für Georgien 

beantragt habe, um seine Mutter dort zu treffen, 

dass die Beschwerdeführenden erst im Herbst 2023 nach Russland gereist 

seien, was gegen eine Notlage spreche, welche die Ausstellung heimatli-

cher Reisedokumente erforderlich gemacht hätte, 

dass der Umstand, dass eine als Flüchtling anerkannte Person sich in den 

Verfolgerstaat begebe, die gesetzliche Vermutung begründe, die frühere 

Verfolgungssituation bestehe nicht mehr beziehungsweise die als Flücht-

ling anerkannte Person habe sich freiwillig wieder unter den Schutz ihres 

Heimatstaats gestellt, 

dass die Ausführungen, der Beschwerdeführer sei nicht nach E._______, 

sondern in die benachbarten Republiken gereist, weil er in E._______ eine 

Verhaftung befürchtet habe, im Widerspruch zu seinen Angaben im Asyl-

verfahren stehe, gemäss denen er neben der Verfolgung in E.______ 

ebenfalls vom Inlandsgeheimdienst und der Geheimpolizei der Russischen 

Föderation (FSB) und somit unmittelbar von den staatlichen Organen 

Russlands verfolgt worden sei und ihm keine innerstaatliche Schutzalter-

native ausserhalb E.______ offen gestanden habe, 

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Seite 5 

dass er die Flüchtlingseigenschaft und Asyl in der Schweiz erhalten habe, 

weil er vorgebracht habe, er werde durch den russischen Staat landesweit 

verfolgt, weshalb sich seine Argumentation, er habe sich nicht erneut unter 

den Schutz seines Heimatstaats gestellt, da er nicht in seine Herkunftsre-

gion eingereist sei, nicht überzeugend sei, 

dass der vorgebrachte Beweggrund für die Reise nach Russland aus 

menschlichen Gesichtspunkten verständlich und nicht zu verkennen sei, 

dass es für Flüchtlinge schwierig sei, in vergleichbaren Situationen ge-

trennt von ihren nahen Angehörigen zu leben, 

dass diese Gründe den Anforderungen an eine Zwangslage gemäss 

Art. 63 Abs.1bis AsylG (SR 142.31) nicht genügten,  

dass die Beschwerdeführenden die Zwangslage nicht ausreichend belegt 

und lediglich ein unübersetztes und undatiertes Arztzeugnis eingereicht 

hätten, 

dass nebst dem Fehlen eines moralischen auch kein äusserer Zwang er-

sichtlich sei, da der Beschwerdeführer Freunde und Verwandte vor Ort 

habe, die ihn über den Gesundheitszustand seiner Mutter informiert hätten 

und sich um sie hätten kümmern können, 

dass der Schutz des Staates, der den Flüchtlingsstatus gewähre, subsidiär 

sei, und der Beweggrund für die Reise nach Russland kein überzeugender 

Grund sei, der das eingegangene Risiko bei einer Rückkehr in den Heimat-

staat erklären könne, 

dass die Beschwerdeführenden problemlos nach Russland ein- und wieder 

ausgereist seien und sich rund zwei Wochen dort aufgehalten hätten, 

dass angesichts dieser Dauer kaum davon auszugehen sei, der Aufenthalt 

sei unentdeckt geblieben, zumal die ganze Kernfamilie gereist sei, weshalb 

zu vermuten sei, der Beschwerdeführer habe seine Mutter besucht und 

sich nicht, wie angegeben, nur in der benachbarten Republik aufgehalten, 

dass eine Person, die sich im Heimatstaat verfolgt fühle, ihre Kinder dort 

kaum dieser Verfolgungsgefahr aussetzen würde, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 27. Juni 2025 beim Bun-

desverwaltungsgericht gegen diese Verfügung Beschwerde erhoben und 

sinngemäss beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, 

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Seite 6 

ihre Flüchtlingseigenschaft sei nicht abzuerkennen und ihr Asyl nicht zu 

widerrufen, 

dass sie sinngemäss auch darum ersuchten, es sei ihnen die unentgeltli-

che Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten, 

dass der Beschwerde mehrere Beweismittel beilagen (Krankenhausbe-

scheinigung bezüglich der Mutter des Beschwerdeführers, Kopien der Aus-

weise der Beschwerdeführenden und ihrer (…) Kinder, Bescheinigung über 

den Bezug von Sozialhilfe, Referenzschreiben von (…) vom 11. Juli 2025, 

Arbeitszeugnis der (…) vom 9. Februar 2025 und «GEP Berufliche Integra-

tion» (…) vom 9. Juli 2025), 

dass der Instruktionsrichter die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses abwies und die Beschwerdeführenden aufforderte, bis zum 13. August 

2025 zu Gunsten der Gerichtskasse einen Kostenvorschuss von Fr. 750.– 

einzuzahlen, unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Be-

schwerde nicht eingetreten, 

dass der mit Zwischenverfügung erhobene Kostenvorschuss am 5. August 

2025 eingezahlt wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführenden als Verfügungsadressaten zur Beschwer-

deführung legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 

VwVG) und – nachdem der eingeforderte Kostenvorschuss fristgereicht 

eingezahlt wurde – auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 108 Abs. 6 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 

Abs. 1 VwVG) einzutreten ist, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, 

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Seite 7 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass Art. 63 AsylG die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und den 

Widerruf des Asyls regelt und gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG die 

Flüchtlingseigenschaft aberkannt und das Asyl widerrufen wird, wenn 

Gründe nach Art. 1 Bst. C Ziff. 1–6 FK vorliegen, 

dass gemäss Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK eine Person dann nicht mehr unter die 

Bestimmungen der FK fällt und ihr Flüchtlingsstatus endet, wenn sie sich 

freiwillig wieder unter den Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit 

sie besitzt, gestellt hat, 

dass die Anwendung dieser Bestimmung kumulativ voraussetzt, dass der 

Flüchtling freiwillig in Kontakt mit seinem Heimatstaat getreten ist und mit 

der Absicht gehandelt hat, von seinem Heimatstaat Schutz in Anspruch zu 

nehmen, und er diesen Schutz auch tatsächlich erhalten hat (BVGE 

2010/17 E. 5.1.1), 

dass die auf Antrag erfolgte Ausstellung eines Reisepasses durch die Be-

hörden des Heimat- oder Herkunftsstaats grundsätzlich darauf hinweist, 

der anerkannte Flüchtling habe mit der Ausstellung des Reisepasses be-

absichtigt, sich wieder unter den Schutz des Heimat- oder Herkunftsstaats 

zu stellen, 

dass Heimatreisen von Flüchtlingen nach ständiger Rechtspraxis restriktiv 

zu beurteilen sind und der Umstand, dass sich jemand zurück in den Ver-

folgerstaat begibt, ein starkes Indiz dafür darstellt, dass die frühere Verfol-

gungssituation oder die Furcht vor Verfolgung nicht mehr bestehen (vgl. die 

Urteile des BVGer D-4155/2023 vom 4. Januar 2024 E. 4.4 sowie  

E-5953/2019 vom 7. April 2021 E. 4.4), 

dass unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerden bei der zuständigen 

heimatstaatlichen Vertretung in der Schweiz für sich und ihre (…) Kinder 

die Ausstellung von Reisepässen beantragt und diese erhalten haben, 

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Seite 8 

dass die Reisepässe der Kinder am (…) Dezember 2022 und diejenigen 

der Beschwerdeführenden am (…) beziehungsweise (…) Januar 2023 

ausgestellt wurden, 

dass den in den Reisepässen der Beschwerdeführenden und ihrer Kinder 

angebrachten Stempeln zu entnehmen ist, dass sie am (…) Oktober 2023 

am Flughafen von C.______(F._______) in die Russische Föderation ein-

reisten und diese am (…) Oktober 2023 am Flughafen von G._______ 

(H._______) wieder verliessen, 

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, die Beschwerdeführenden 

seien zusammen mit ihren Kindern nach Russland gereist, weil der Ge-

sundheitszustand der Mutter des Beschwerdeführers sehr schlecht gewe-

sen sei und er gedacht habe, sie würde sterben und er würde ihr nicht hel-

fen und sie nicht ein letztes Mal sehen können, 

dass er nicht an seine Sicherheit gedacht und nach Möglichkeiten gesucht 

habe, seiner Mutter zu helfen und bei ihr sein zu können, 

dass er nicht nach E.______ habe fliegen können, da ihn dort viele Men-

schen vom Sehen her kennen würden und er sofort verhaftet worden wäre, 

dass er deshalb in die Nachbarrepublik geflogen sei, wo seine Frau Ver-

wandte habe, bei denen er die ganze Zeit gewohnt habe, um Ärger mit den 

Strafverfolgungsbehörden zu vermeiden, 

dass er seine Mutter nicht habe sehen können, da er keine Möglichkeit 

gefunden habe, sicher nach E.______ zu gelangen, 

dass die Behörden nach seiner Abreise festgestellt hätten, dass er sich auf 

russischem Territorium befunden habe, und beschlossen hätten, ihn für 

den Krieg gegen die Ukraine zu mobilisieren, 

dass er zum Wehrdienstverweigerer erklärt worden sei, weil er nicht recht-

zeitig beim Militärregistrierungs- und Einberufungsamt erschienen sei, was 

nach russischem Recht zu strafrechtlicher Verfolgung und Verurteilung zu 

einer Gefängnisstrafe führe, 

dass die Beschwerdeführenden im Rahmen der ohne Wissen der schwei-

zerischen Asyl- und Ausländerbehörden erfolgten Passbeantragung und  

-ausstellung mehrmals mit dem russischen Konsulat in Kontakt traten, 

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Seite 9 

dass den russischen Behörden durch die Vorsprachen der Beschwerde-

führenden beim russischen Konsulat zur Kenntnis gelangt sein dürfte, dass 

sie für sich und ihre Kinder russische Reisepässe beantragten und erhiel-

ten, weshalb sie die russischen Grenzstellen spätestens zu diesem Zeit-

punkt darüber hätten informieren können, dass der Beschwerdeführer und 

seine Familie möglicherweise versuchen würden, in die Russische Föde-

ration einzureisen, 

dass der Beschwerdeführer bei der Erstbefragung vom 13. November 

2018 und der Anhörung zu seinen Asylgründen vom 27. November 2018 

erklärte, seine Identitätskarte und sein Inlandreisepass seien beim FSB (In-

landgeheimdienst der Russischen Föderation) in E._______ (vgl. SEM-act. 

[…]-10/20 Pkt. 4.03 und […]13/36 F199), 

dass er zudem angab, am 26. Oktober 2018 seien «Leute von I._______» 

(Präsident der russischen Teilrepublik F._______) zu ihm nach Hause ge-

kommen, als er nicht dort gewesen sei (vgl. SEM-act. […]-10/20 Pkt. 9.01), 

dass der Beschwerdeführer bei der Anhörung geltend machte, wenn man 

ins Visier des FSB gerate, gebe es in Russland kein Entfliehen, denn dieser 

könne eine Person überall in Russland ausfindig machen (vgl. SEM-act. 

[…]-13/36 F131), 

dass aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist, die Beschwerdefüh-

renden hätten beim russischen Konsulat freiwillig um die Ausstellung von 

Reisepässen ersucht und seien auch freiwillig in die Russische Föderation 

eingereist, 

dass die über erfahrungsgemäss gut kontrollierte Flughäfen erfolgte Ein- 

und Ausreise der Beschwerdeführenden darauf hindeutet, sie hätten nicht 

befürchtet, von den heimatlichen Behörden festgenommen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer angesichts der geltend gemachten Furcht vor 

einer Festnahme durch die russischen Sicherheitsbehörden kaum gemein-

sam mit seiner Ehefrau und den (…) Kindern in die Russische Föderation 

gereist wäre, da nicht davon auszugehen ist, er hätte in Kauf genommen, 

namentlich seine (…) Kinder einer sie möglicherweise traumatisierenden 

Festnahme und Behandlung seiner Person durch die russischen Behörden 

auszusetzen, 

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Seite 10 

dass er in seiner Stellungnahme an das SEM vom 17. Juni 2025 geltend 

machte, im Falle einer Rückkehr in sein Heimatland wären seine Familie 

und er weiterhin einer erheblichen Lebensgefahr ausgesetzt, 

dass der Beschwerdeführer, sollte er für den Fall einer Reise in die Russi-

sche Föderation wirklich ernsthafte Nachteile für sich und seine Familie 

befürchtet haben, diese wohl kaum zusammen mit seiner Ehefrau und den 

Kindern angetreten hätte, 

dass der Beschwerdeführer, der von den «Leuten I._______» gesucht wor-

den sei, nicht ausgerechnet den Flughafen von C.________ für seine Ein-

reise in die Russische Föderation gewählt hätte, hätte er doch befürchten 

müssen, bei seiner Einreise entdeckt und festgenommen zu werden, 

dass aufgrund der gesamten Umstände davon auszugehen ist, die Be-

schwerdeführenden hätten sich durch die Beantragung und den Erhalt von 

russischen Reisepässen und ihre legal erfolgte Ein- und Ausreise unter den 

Schutz ihres Heimatlandes gestellt beziehungsweise die Unterschutzstel-

lung zumindest in Kauf genommen, 

dass die Schutzgewährung auch tatsächlich erfolgt ist, da die Beschwer-

deführenden legal in die Russische Föderation ein- und ausreisen konnten 

und dabei keinerlei Probleme mit den russischen Sicherheitsbehörden ih-

res Heimatlandes hatten, 

dass der geltend gemachte Grund ihrer Reise in die Russische Föderation 

(schwere Erkrankung der Mutter des Beschwerdeführers) an dieser Ein-

schätzung nichts ändert, 

dass die den Beschwerdeführer betreffenden Referenzschreiben und das 

Arbeitszeugnis keinen Zusammenhang mit den in diesem Verfahren zu be-

urteilenden Rechtsfragen haben, 

dass es sich beim Vorbringen in der Beschwerde, der Beschwerdeführer 

werde von den russischen Behörden als Dienstverweigerer gesucht und 

müsse mit der Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe rechnen, um eine un-

belegte Parteibehauptung handelt, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens 

nicht geltend machte, er werde von den russischen Behörden aufgrund von 

Dienstverweigerung gesucht, obwohl ihm zur möglichen Aberkennung der 

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Seite 11 

Flüchtlingseigenschaft und dem Asylwiderruf zweimal das rechtliche Gehör 

gewährt wurde und er zwei Stellungnahmen einreichte, 

dass der Besuch der erkrankten Mutter des Beschwerdeführers nicht als 

Zwangslage im Sinne von Art. 63 Abs. 1bis AsylG qualifiziert werden kann 

und von der Freiwilligkeit der Reise nach Russland auszugehen ist, 

dass bereits das SEM zu Recht festgehalten hat, der Schutz des Staates, 

der einer Person den Flüchtlingsstatus gewährt habe, sei subsidiär (vgl. die 

Urteile des BVGer E-211/2020 vom 22. November 2022 E. 7.2,  

E-5953/2019 vom 7. April 2021 E. 6.4.3 und E-5282/2019 vom 19. Dezem-

ber 2019 E. 5.3), 

dass die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Widerruf des 

Asyls nicht in erster Linie eine «Bestrafung» für ein Verhalten darstellen, 

sondern als logische Konsequenz der Subsidiarität des flüchtlingsrechtli-

chen Schutzes im Vergleich zum grundsätzlichen Schutz des jeweiligen 

Heimatstaates zu verstehen sind, 

dass sich die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und der Widerruf 

des Asyls als verhältnismässig erweisen, da diese keine direkte Auswir-

kung auf den ausländerrechtlich geregelten ordentlichen Aufenthalt der Be-

schwerdeführenden in der Schweiz haben, 

dass die Vorinstanz somit zu Recht vom Vorliegen der Voraussetzungen 

für die Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und den Widerruf des Asyls 

gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG i.V.m. Art. 1 C Ziff. 1 FK ausgegangen 

ist, 

dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG nicht 

zu beanstanden ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten desselben von 

Fr. 750.– (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG), 

dass der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 750.– zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-5492/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

Versand: