# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 780e6b5b-ae28-5176-8e69-c33f4f0974ac
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 30.03.2022 PS220055
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220055_2022-03-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS220055-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Beschluss vom 30. März 2022 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
Beschwerdegegner, 

 

betreffend 

Rückweisung Betreibungsbegehren / Kostenrechnung 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Dübendorf) 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster vom 15. März 2022 
(CB220015) 
 
 
 
 

 

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Erwägungen: 

1. 

1.1. A._____ (fortan Beschwerdeführer) reichte am 4. März 2022 beim Betrei-

bungsamt Dübendorf (nachfolgend Betreibungsamt) ein Betreibungsbegehren ein. 

Als Schuldner führte er B._____ und C._____ (fortan Beschwerdegegner) auf, un-

ter hinzufügen des Wortes "GESAMTSCHULDNERISCH" (act. 3). Mit Schreiben 

vom 7. März 2022 teilte das Betreibungsamt dem Beschwerdeführer mit, dass 

dem Betreibungsbegehren nicht entsprochen werden könne: Für eine Mehrheit 

von Schuldnern sei eine Kollektivbezeichnung nicht zulässig. Würden mehrere 

Personen für eine Schuld haften, müssten diese einzeln an deren Wohnorten be-

trieben werden (act. 2/1). Dem Schreiben fügte das Betreibungsamt eine Kosten-

rechnung und Verfügung vom 7. März 2022 über den Rechnungsbetrag von 

Fr. 26.30 an (act. 2/2).  

1.2. Der Beschwerdeführer gelangte am 8. März 2022 mit einer als "BE-

SCHWERDE GG DIE Kosten im Verfahren gem. Kopie" betitelten Eingabe an das 

Bezirksgericht Uster als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Betreibungsäm-

ter (nachfolgend Vorinstanz). Der Beschwerdeführer schrieb, er sehe sich genö-

tigt, Beschwerde einzureichen. Sollte das Verfahren an einer Vorschrift scheitern, 

so seien Kosten unzulässig. Es werde auch um Einleitung eines Verfahrens ge-

gen "die Beklagte" wegen Betrugsversuches ersucht (act. 1). Die Vorinstanz sah 

von der Einholung einer Vernehmlassung sowie Stellungnahme ab. Mit Urteil vom 

15. März 2022 wies sie die Beschwerde ab (act. 4 = act. 7 S. 4). 

2. 

2.1. Mit Eingabe vom 18. März 2022 (Datum Poststempel) wandte sich der Be-

schwerdeführer rechtzeitig mit Beschwerde an das Obergericht des Kantons Zü-

rich als obere Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs. Er stellt fol-

gende Anträge (act. 5 und act. 8):  

"1. Das Urteil sei vollumfänglich aufzuheben 

 2. Das Verfahren sei an die Vorinstanz zu Verweisen 

 3. Rein Hilfsweise die Beurteilung durch Ihre Dienststelle unter der zugesicher-

ten OBJEKTIBITÄT. 

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 4. Unter Kosten und Entschädigungsfolge an den Staat." 

2.2. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-5). Auf die Einholung 

einer Stellungnahme kann verzichtet werden (vgl. § 18 EG SchKG i.V.m. § 84 

GOG i.V.m. Art. 322 und Art. 324 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif.  

3. 

Für das Beschwerdeverfahren nach Art. 18 SchKG sind die Regelungen von 

Art. 319 ff. ZPO anwendbar (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG i.V.m 

§ 84 GOG). Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und be-

gründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Das bedeutet, dass Rechtsmittelan-

träge enthalten sein müssen, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang der vor-

instanzliche Entscheid angefochten wird. Bei Laien wird sehr wenig verlangt; als 

Antrag genügt eine – allenfalls in der Begründung enthaltene – Formulierung, aus 

der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie das Obergericht entscheiden soll 

(OGer ZH PF110034 vom 22. August 2011 E. 3.2). Mit der Beschwerde können 

die unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Im Rahmen der Begrün-

dung ist darzulegen, an welchen Mängeln der vorinstanzliche Entscheid leidet. 

Der Beschwerdeführer hat sich mit anderen Worten mit dem angefochtenen Ent-

scheid auseinanderzusetzen und im Einzelnen aufzuzeigen, aus welchen Grün-

den er falsch ist (OGer ZH PS110192 vom 21. Februar 2012 E. 5.1). Bei Parteien 

ohne anwaltliche Vertretung wird auch an die Begründungslast ein weniger stren-

ger Massstab angelegt. Enthält die Beschwerde jedoch keinen rechtsgenügenden 

Antrag und/oder keine Begründung, ist auf sie nicht einzutreten (vgl. statt Vieler: 

Hungerbühler/Bucher, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 321 N 17 i.V.m. 

Art. 311 N 28 und 46). 

Neue Anträge, neue Tatsachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdever-

fahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Das gilt auch im zweitinstanzlichen be-

treibungsrechtlichen Beschwerdeverfahren (vgl. OGer ZH PS110019 vom 21. 

Februar 2011, Erw. 3.4). 

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4. 

4.1. Die Vorinstanz erwog, die Rückweisung des Betreibungsbegehrens und 

auch die gestellte Kostenrechnung würden anfechtbare Verfügungen im Sinne 

von Art. 17 SchKG darstellen. Die Rückweisung des Betreibungsbegehrens sei 

nicht zu beanstanden: Gemäss Betreibungsbegehren sollten die Beschwerde-

gegner für die betriebene Forderung "GESAMTSCHULDNERISCH" haften. Wür-

den Mitschuldner (Solidarschuldner) betrieben, sei gegen jeden von ihnen ein se-

parates Betreibungsbegehren einzureichen und gemäss Art. 70 Abs. 2 SchKG 

würde jedem ein besonderer Zahlungsbefehl zugestellt. Es sei weder ersichtlich, 

dass das Betreibungsamt die Vorschriften des SchKG verletzt habe, noch dass es 

ein nicht den Verhältnissen angemessenes Vorgehen gewählt habe. Sei die 

Rückweisung des Betreibungsbegehrens durch das Betreibungsamt zu Recht er-

folgt, so würden sich auch die dafür in Rechnung gestellten Kosten rechtfertigen. 

Deren Bemessung richte sich nach der GebV SchKG, nämlich Fr. 8.00 (Art. 9 

GebV SchKG, Rückweisung eine Seite), Fr. 8.00 (Art. 9 GebV SchKG, Kosten-

rechnung eine Seite), Fr. 5.00 (Art. 42 GebV SchKG, Protokoll Tagebuch) und 

Fr. 5.30 (Art. 13 GebV SchKG, Porto Einschreiben). In Bezug auf die begehrte 

Eröffnung eines Verfahrens wegen Betrugsversuches hielt die Vorinstanz fest, es 

stehe dem Beschwerdeführer frei, solches bei der zuständigen Stelle zu veranlas-

sen. Anzeigen durch Gerichte würden einen qualifizierten Tatverdacht vorausset-

zen, woran es vorliegend fehle. Weiterungen würden sich damit erübrigen (act. 7 

S. 3 f.). 

4.2. Der Beschwerdeführer führt in seiner Beschwerde an die Kammer aus, laut 

Gesetz (Art. 39 StPO) sei eine Dienststelle verpflichtet – wenn sie nicht zuständig 

sei oder das Verfahren nicht berechtigt sei – das Ganze an das zuständige Ge-

richt oder die zuständige Dienststelle weiterzuleiten. Das Betreibungsamt habe 

gar nichts unternommen bzw. nur darauf verwiesen, dass ein Verfahren gegen 

beide Schuldner unzulässig sei, weshalb das Verlangen eines Betrages von 

Fr. 26.30 weder vertretbar noch haltbar sei. Dies käme eines Betrugsversuches 

bzw. einer Amts- oder Rechtsbeugung gleich (act. 8). 

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4.3. Vorweg ist festzuhalten, dass fraglich ist, ob die Beschwerde an die Kammer 

genügende Rechtsmittelanträge enthält. Es ergibt sich aus ihnen nicht direkt, in 

welcher Hinsicht (der Rückweisung des Betreibungsbegehrens und/oder die Kos-

tenrechnung) anders (durch die Kammer oder bei einer Rückweisung an die Vor-

instanz durch diese) entschieden werden soll. Aus der Begründung der Be-

schwerde kann jedoch sinngemäss angenommen werden, dass der Beschwerde-

führer gar keine Kosten tragen möchte und er anstelle einer Rückweisung des Be-

treibungsbegehrens eine Weiterleitung verlangt. Die Anforderungen an die Stel-

lung von Rechtsmittelanträgen sind als gerade noch erfüllt zu betrachten. In sei-

ner Beschwerde geht der Beschwerdeführer jedoch in keiner Weise auf die vor-

instanzlichen Erwägungen ein. Der vorinstanzlichen Aufschlüsselung, für welche 

Handlungen des Betreibungsamtes welche auf die GebV SchKG gestützte Kosten 

erhoben wurden, setzt der Beschwerdeführer einzig entgegen, das Betreibungs-

amt habe gar nichts unternommen. Der Beschwerdeführer versäumt es, sich 

sachbezogen mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander zu setzen und 

aufzuzeigen, in welchen Punkten diese nicht stimmen sollen. Damit genügt der 

Beschwerdeführer den Anforderungen an die Beschwerdebegründung nicht. Auf 

eine Weiterleitungspflicht stützt sich der Beschwerdeführer im Weiteren erstmals 

in der Beschwerde an die Kammer. Wie ausgeführt (vgl. oben Erw. 3.) sind Noven 

im Beschwerdeverfahren unbeachtlich. Der Vollständigkeit halber ist dennoch an-

zufügen, dass die vom Beschwerdeführer angesprochene Überweisung von Am-

tes wegen nach Art. 32 Abs. 2 SchKG Fälle betrifft, in denen innert einer laufen-

den Frist ein unzuständiges Betreibungsamt angerufen wird. Ein solcher Fall lag 

jedoch nicht vor, vielmehr war dem Betreibungsamt ein nicht korrekt gestelltes 

Betreibungsbegehren eingereicht worden.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus den genannten Gründen auf die 

Beschwerde nicht einzutreten ist. 

5. 

Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und 

Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und 

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Art. 61 Abs. 2 GebV SchKG). Parteientschädigungen dürfen in diesem Verfahren 

nicht zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegner unter 

Beilage eines Doppels von act. 8, unter Rücksendung der erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Dübendorf, je gegen 

Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

i.V. Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. M. Tanner 
 
versandt am: 
31. März 2022 

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	Beschluss vom 30. März 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegner unter Beilage eines Doppels von act. 8, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Dübendorf, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...