# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2911a132-3635-55aa-8238-eb7d8ee4c807
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.06.2015 100 2014 345
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-345_2015-06-16.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 6. August 2015 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (2C_628/2015).

100.2014.345U
HER/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juni 2015

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Daum 
Gerichtsschreiberin Marti 

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführerin 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, Postfach, 3000 Bern 7

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge Auflösung der 
Ehegemeinschaft (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 4. 
November 2014; BD 290/13) 

Sachverhalt:

A.

Die aus Serbien stammende A.________ (geb. ….1977) reiste am 1. November 2011 in die 
Schweiz ein und heiratete am 11. November 2011 den Schweizer Bürger B.________, worauf ihr 
eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Am 1. September 2012 verliess A.________ den 
gemeinsamen Haushalt.

A.________ hat aus erster Ehe mit dem niederlassungsberechtigten Landsmann C.________ drei 
Kinder. Die Kinder wurden 1993, 1995 und 1997 in der Schweiz geboren, lebten ab dem Jahr 2000 
in Serbien und reisten am 10. Januar 2011 im Familiennachzug zu ihrem Vater in die Schweiz ein.

Am 9. Dezember 2013 verfügte die Einwohnergemeinde (EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration 
und Fremdenpolizei (EMF), die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und 
wies sie aus der Schweiz weg.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 18. Dezember 2013 Beschwerde, welche die 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) mit Entscheid vom 4. November 2014 abwies 
unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis 15. Dezember 2014. Sie ordnete A.________ deren 
Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin bei. Hinsichtlich der Verfahrenskosten wies sie das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege ab.

C.

Am 3. Dezember 2014 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragt, 
der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern; 
eventualiter sei die Sache unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids zur Neubeurteilung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. Gleichzeitig hat sie für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin 
ersucht. Zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sich die POM eines Antrags enthalten; 
die EG Bern hat um dessen Abweisung ersucht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 
VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen 
hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Aus den Akten ergibt sich sachverhaltlich was folgt: 

Die damals 15-jährige Beschwerdeführerin reiste im Oktober 1992 mit einem Besuchervisum zu 
ihrem späteren (ersten) Ehemann C.________, ebenfalls Staatsangehöriger von Serbien, in die 
Schweiz ein (Akten MIDI pag. 83 f.). Nach schriftlicher Wegweisung reiste sie am 14. Mai 1993 
kontrolliert aus der Schweiz aus (Akten MIDI pag. 82). Am 28. Juni 1993 heiratete sie in ihrer 
Heimat C.________. Sie gelangte daraufhin am 29. August 1993 wieder in die Schweiz und erhielt 
im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung (vgl. Akten MIDI pag. 80, 72 ff.). Der Ehe mit 
C.________ entsprangen drei Kinder: D.________ (geb. ….1993), E.________ (geb. ….1995) und 
F.________ (geb. ….1997). Im März 2000 siedelte die gesamte Familie freiwillig nach Serbien 
über (vgl. Akten MIDI pag. 29 und 112). Zwei Jahre später kehrte der in der Schweiz 
niederlassungsberechtigte Ehemann allein hierher zurück. Die Beschwerdeführerin reiste am 
20. Mai 2002 – ohne Kinder – erneut in die Schweiz ein und erhielt abermals eine Aufent-
haltsbewilligung zwecks Verbleibs beim Ehemann (Akten MIDI pag. 14 und 16 ff.). Die 
gemeinsamen Kinder blieben in Serbien und wurden fortan von den Grosseltern väterlicherseits 
betreut (Akten POM Beilage 6 zur Eingabe vom 16.7.2014). 

Im Juni 2003 hob das Ehepaar den gemeinsamen Haushalt in der Schweiz auf (Akten MIDI 
pag. 88). Die Ehe wurde am 28. April 2005 in Serbien geschieden, wobei die Kinder unter die 
«elterliche Gewalt, Pflege, Obsorge und Erziehung» der Grosseltern väterlicherseits gestellt 
wurden (vgl. Gerichtsentscheid [serbisches] Amtsgericht … vom 27.4.2010, Akten POM Beilage 4 
zur Eingabe vom 16.7.2014). Der Beschwerdeführerin, die nach der Trennung von C.________ in 
Bern blieb, wurde die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlängert (vgl. Akten MIDI pag. 95 ff.); die 
dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Beschwerdeentscheide POM und Re-
gierungsrat vom 8.9.2005 bzw. 31.5.2006, Akten MIDI pag. 101 ff., 122 ff.). Da die 
Beschwerdeführerin der Wegweisung keine Folge leistete, wurde sie am 19. August 2006 nach 

Belgrad ausgeschafft (Akten MIDI pag. 123). Sie kehrte in ihr Elternhaus zurück, wobei die Kinder 
in der Nähe bei den Grosseltern väterlicherseits lebten (Akten POM Beilage 6 zur Eingabe vom 
16.7.2014). Auf Antrag des nach wie vor in der Schweiz lebenden Vaters übertrug das Amtsgericht 
…, Gerichtsabteilung …, am 27. April 2010 die elterliche Sorge über die drei Kinder auf ihn. Mit 
diesem Vorgehen war die Beschwerdeführerin einverstanden, weil sie bereits damals die Absicht 
hatte, wieder in die Schweiz zu gelangen (vgl. Gerichtsentscheid vom 27.4.2010, Akten POM 
Beilage 4 zur Eingabe vom 16.7.2014). Am 10. Januar 2011 reisten die Kinder im Familiennachzug 
zu ihrem Vater und dessen zweiten Ehefrau in die Schweiz ein.

Die Beschwerdeführerin reiste Anfang November 2011 in die Schweiz ein und ersuchte am 
23. November 2011 um eine Aufenthaltsbewilligung, nachdem sie am 11. November 2011 den 
Schweizer Bürger B.________ geheiratet hatte; diesen hatte sie nach eigenen Angaben im Som-
mer 2010 in Bern kennengelernt (Akten MIDI pag. 124 ff., 136). Im Juni 2012 wurde ihr die 
Aufenthaltsbewilligung gestützt auf diese Ehe erteilt (vgl. Akten MIDI pag. 139, 147, 159). Anfang 
September 2012 verliess die Beschwerdeführerin den gemeinsamen ehelichen Haushalt (vgl. 
Verfügung Regionalgericht Bern-Mittelland vom 13.2.2014 in dem vom Ehemann angehobenen 
Eheschutzverfahren, Akten POM Beilage 2 zur Eingabe vom 16.7.2014).

3.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung der 
Beschwerdeführerin aus der Schweiz. 

3.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegattinnen von Schweizern (und 
umgekehrt) Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit 
diesen zusammenwohnen. Eine (relevante) Ehegemeinschaft besteht solange, als die eheliche 
Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist (BGE 138 II 229 
E. 2, 137 II 345 E. 3.1.2). Dabei ist grundsätzlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche 
Wohngemeinschaft abzustellen (vgl. Art. 42 Abs. 1 AuG). Vom Erfordernis des 
Zusammenwohnens wird nach Art. 49 AuG jedoch ausnahmsweise abgesehen, wenn für 
getrennte Wohnorte wichtige Gründe vorliegen, die Ehegemeinschaft indes weiter besteht (statt 
vieler BGer 2C_48/2014 vom 9.10.2014, E. 2.2 mit Hinweisen). Solche Gründe können 
insbesondere in beruflichen Verpflichtungen oder in einer vorübergehenden Trennung wegen 
erheblicher familiärer Probleme liegen (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über 
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). – Die Beschwerdeführerin hat 
knapp zehn Monate nach Eheschluss mit dem Schweizer B.________ den gemeinsamen Haushalt 
verlassen; das Paar lebt mittlerweile seit mehr als zweieinhalb Jahren getrennt (vgl. vorne E. 2 am 
Schluss). Ihr Einwand, sie hätten die Trennung «vorübergehend» vereinbart, um sich über den 
«Fortbestand der Ehe klar [zu] werden» (Beschwerde S. 4), ist, falls es sich je so verhalten haben 
sollte, unbehelflich. Das Getrenntleben übersteigt die Dauer des ehelichen Zusammenlebens 
mittlerweile bei Weitem. Das System des Ausländerrechts ist nicht darauf angelegt, dass 
ausländische Eheleute längere Zeit voneinander getrennt in der Schweiz leben können, um sich 

über ihre Beziehung klar zu werden (BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013, E. 2.3 mit Hinweis). 
Unbeachtlich ist, ob die Beschwerdeführerin, wie sie vorbringt, nach wie vor Kontakt zu ihrem 
Ehemann hat, und dass die Ehe formell noch besteht und bisher offenbar kein 
Scheidungsbegehren anhängig gemacht worden ist (vgl. BGE 136 II 113 E. 3.2; VGE 2013/390 
vom 10.4.2014, E. 3.5 f., 2013/172 vom 27.11.2013, E. 2.4 [bestätigt durch BGer 2C_1/2014 vom 
6.1.2014]). Wie die Vorinstanz zu Recht bemerkt (E. 3b), wäre es aufgrund der aus-
länderrechtlichen Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AuG an der Beschwerdeführerin darzutun, dass 
ein gegenseitiger Ehewille und konkrete Aussichten auf eine Wiedervereinigung bestehen. Sie 
bringt aber auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nichts dergleichen vor; angesichts der 
langen Trennungszeit erwiesen sich blosse Behauptungen denn auch von vornherein als 
unbehelflich. Zu Recht zieht die Vorinstanz im Übrigen in Betracht, dass es der 
Beschwerdeführerin von Anbeginn an an einem ernsthaften Ehewillen gefehlt haben dürfte: Deren 
Entschluss, wieder in die Schweiz zu gelangen, um hier arbeiten und den Kontakt mit den Kindern 
einfacher pflegen zu können, stand spätestens fest, als ihr Exmann die Kinder in die Schweiz 
nachziehen wollte (vgl. Gerichtsentscheid vom 27.4.2010, S. 2 und 3, Akten POM Beilage 4 zur 
Eingabe vom 16.7.2014), wogegen sie den nachmaligen Schweizer Ehemann erst im Sommer 
2010 kennengelernt hat (vgl. vorne E. 2). Ob es sich bei ihrer Ehe um eine Umgehungsehe 
handelt, kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen aber offenbleiben.

3.2 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Ehe der Beschwerdeführerin, sollte eine solche je 
echt gelebt worden sein, nach knapp zehn Monaten endgültig gescheitert ist. Ein Anspruch auf 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG (Ehegemeinschaft 
von mindestens drei Jahren) fällt damit entgegen der unsubstantiierten gegenteiligen Behauptung 
der Beschwerdeführerin ausser Betracht (vgl. bereits angefochtener Entscheid E. 4a). Zu Recht 
bestreitet sie im Übrigen nicht, dass sie, wie bereits die Vorinstanz erkannt hat (E. 4b und c), auch 
nicht gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG einen Anspruch auf Verlängerung ihrer 
Aufenthaltsbewilligung hat: Nach zutreffender vorinstanzlicher Ausführung besteht nach dieser 
Vorschrift ein Anspruch nach Art. 42 AuG verselbständigt weiter, wenn wichtige persönliche 
Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Damit ist die Vermeidung 
schwerwiegender Härtefälle bei der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft bezweckt. 
Entsprechende Härten müssen aber mit der Lebenssituation nach Dahinfallen der aus der 
Ehegemeinschaft abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein (vgl. BGE 139 II 393 
E. 6, 138 II 229 E. 3.1, 393 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.3). Zu Recht hat 
die Vorinstanz das Vorliegen eines wichtigen persönlichen Grundes verneint und festgehalten, 
dass die Beschwerdeführerin bereits vor ihrer Einreise in die Schweiz von ihren Kindern getrennt 
gelebt hat. Zwischen der im November 2011 geschlossenen Ehe mit B.________ und den drei 
Kindern aus erster Ehe fehlt jede Verbindung (vgl. auch BGer 2C_406/2012 vom 22.10.2012, 
E. 3.2). Die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihren Kindern kann deshalb nicht im Rahmen 
von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG berücksichtigt werden. Weitere Gründe, die auf einen nachehelichen 
Härtefall hindeuten könnten, sind weder geltend gemacht noch ersichtlich. 

3.3 Die Vorinstanz hat demnach zu Recht erkannt, dass die Beschwerdeführerin aus ihrer Ehe 
mit B.________ keinen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz ableiten kann.

4.

Die Beschwerdeführerin will einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung weiter 
aus dem konventions- und verfassungsrechtlichen Schutz auf Familienleben ableiten. 

4.1 Die Beschwerdeführerin ist Mutter von drei Kindern, die seit Anfang 2011 bei ihrem Vater in 
der Schweiz leben und heute alle volljährig sind (vgl. vorne E. 2). Im Anwendungsbereich von 
Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) ist das Alter des Kindes im 
Urteilszeitpunkt entscheidend (vgl. BGE 136 II 497 E. 3.2 [Pra 100/2011 Nr. 50]; 
BGer 2C_191/2012 vom 22.6.2012, E. 2.4, je mit weiteren Hinweisen). Die Beziehungen der 
Beschwerdeführerin zu ihren volljährigen Kindern fallen somit nicht mehr in den Schutzbereich von 
Art. 8 EMRK und des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 der Bundesverfassung (BV; SR 101), weil 
ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen weder geltend gemacht noch ersichtlich ist (vgl. 
BGE 137 I 154 E. 3.4.2, 129 II 11 E. 2).

4.2 Ein Anwesenheitsanspruch der Beschwerdeführerin gestützt auf die vorgenannten 
Garantien wäre im Übrigen auch dann zu verneinen, wenn der 18. Geburtstag, den die jüngste 
Tochter während Hängigkeit des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens begangen hat, noch 
bevorstünde. 

4.2.1 In den Schutzbereich des Anspruchs auf Achtung des Familienlebens im Sinn von Art. 8 
Ziff. 1 EMRK fällt ein ausländischer Elternteil, falls er sich auf eine intakte Beziehung zu seinem 
Kind in der Schweiz berufen kann. Dies hätte auch für die weder sorge- noch obhutsberechtigte 
Beschwerdeführerin gegolten (vorne E. 2; BGE 120 Ib 1 E. 1d [Pra 84/1995 Nr. 4]), da (auch) die 
jüngste Tochter über den Vater über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügte (BGE 135 I 143 
E. 1.3.1; 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen). Nach der von der Vorinstanz zutreffend 
wiedergegebenen ständigen Praxis kann der nicht sorge- oder obhutsberechtigte Elternteil aus den 
angeführten Verfassungs- und Konventionsbestimmungen einen Anwesenheitsanspruch aber nur 
dann ableiten, wenn in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum 
Kind besteht, diese wegen der Distanz zum Heimatland der ausländischen Person praktisch nicht 
aufrechterhalten werden könnte und das bisherige Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen 
Anlass gegebenen hat (sog. tadelloses Verhalten; BGE 140 I 145 E. 3.2 [Pra 103/2014 Nr. 90], 
139 I 315 E. 2.2 mit Hinweisen). Das Erfordernis der besonderen Intensität der affektiven Bezie-
hung ist erfüllt, wenn der persönliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab üblichen 
Besuchsrechts kontinuierlich und reibungslos ausgeübt wird (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.5; zum 
Ganzen VGE 2013/231 vom 11.8.2014, E. 4.3.1 [bestätigt durch BGer 2C_795/2014 vom 
30.3.2015]). Ein geringfügiger Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung stellt sodann 
keinen selbständigen, zwingenden Grund für eine Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung dar, 
sondern ist im Rahmen der Interessenabwägung zu gewichten (BGer 2C_584/2013 vom 7.5.2014, 
E. 3.3). Die genannten Kriterien bilden keine eigentlichen Anspruchsvoraussetzungen, sondern 
gelangen im Rahmen der Abwägung der massgebenden gegenläufigen Interessen zur Anwendung 

(Art. 8 Ziff. 2 EMRK; BGer 2C_1047/2013 vom 19.1.2015, E. 5.2.1, 2C_1047/2013 vom 24.6.2014, 
E. 3.2; vgl. auch BGE 140 I 145 E. 3.1 und 4.2 [Pra 103/2014 Nr. 90]). 

4.2.2 Es ist der Beschwerdeführerin darin zuzustimmen, dass sie sich soweit aktenkundig seit 
ihrer Wiedereinreise in die Schweiz im November 2011 und abgesehen von der Nichtbefolgung der 
rechtskräftigen Wegweisung im Jahr 2006 auch anlässlich ihrer früheren Aufenthalte in der 
Schweiz klaglos verhalten hat. Anders als sie meint, kann sie aber als nicht sorge- und 
obhutsberechtigter Elternteil aus BGE 136 I 285 (Pra 100/2011 Nr. 2) nichts zu ihren Gunsten 
ableiten: Ihre jüngste Tochter ist gemäss den Akten weder Schweizer Bürgerin noch steht zur 
Diskussion, dass sie ihrer Mutter ins Ausland folgen müsste. Auf eine Regelung des Besuchs-
rechts hat das Gericht verzichtet und festgehalten, dieses sei spontan nach gegenseitiger 
Absprache auszuüben (vgl. Gerichtsentscheid vom 27.4.2010, Akten POM Beilage 4 zur Eingabe 
vom 16.7.2014). Mutter und Tochter geben an, dass sie einander regelmässig sehen und an den 
Wochenenden so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen (Beschwerde S. 5; act. 5B; vgl. 
auch Akten EMF pag. 71; Akten POM Beilage 6 zur Eingabe vom 16.7.2014, S. 3); dies bestätigen 
auch weitere Personen aus dem Umfeld der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 4 
und 6; Akten EMF pag. 65-63). F.________ selbst sagt, ihre Mutter sei «wie eine Kollegin», mit der 
sie über Probleme reden könne (act. 5B). Die Beschwerdeführerin war für ihre bis zum ….2015 
nicht volljährige jüngste Tochter eine wichtige Bezugsperson, weshalb mit der Vorinstanz von einer 
engen affektiven Beziehung auszugehen ist. Demgegenüber hat die Vorinstanz eine besonders 
enge Beziehung in wirtschaftlicher Hinsicht verneint, weil weder aktenkundig noch belegt sei, dass 
die Beschwerdeführerin regelmässig und in besonderem Masse zum wirtschaftlichen Unterhalt 
ihrer Tochter beiträgt (angefochtener Entscheid E. 5c). Die Beschwerdeführerin bestreitet dies und 
macht geltend, dass sie F.________ unterstütze, soweit es ihre finanziellen Mittel zuliessen 
(Beschwerde S. 5). F.________ hält fest, dass ihre Mutter ihr «jedes Monatsabonnement» sowie 
«immer Kleider, Schuhe und Kosmetik» kaufe (act. 5B). Die Beschwerdeführerin belegt dies 
mittels Kopien einzelner unpersönlicher Monatskarten ab Oktober 2012 bis November 2014 
(BB 2). Allerdings kann diesen Belegen einzig entnommen werden, dass in besagtem Zeitraum 
Abonnemente für den öffentlichen Verkehr im Betrag von Fr. 55.-- bis Fr. 114.-- gelöst wurden; ob 
die Beschwerdeführerin sie ihrer Tochter finanzierte, ist daraus nicht ersichtlich. Immerhin 
erscheint plausibel, dass die Mutter der Tochter gelegentlich Kleider und dergleichen kauft. Ob 
damit von einer intensiven wirtschaftlichen Beziehung auszugehen ist, ist jedoch zweifelhaft. Dies 
braucht mit Blick auf die nachfolgende Erwägung indes nicht abschliessend geklärt zu werden, 
weshalb auch keine weiteren Belege einzufordern sind (vgl. Beschwerde S. 6).

4.2.3 Jedenfalls würde die Rückkehr der Beschwerdeführerin nach Serbien im Licht der bis anhin 
gelebten Beziehung nicht dazu führen, dass die Beziehung zu ihrer Tochter wegen der 
geografischen Entfernung praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte: Mit ihrer jüngsten 
Tochter lebte sie insgesamt fünf Jahre im selben Haushalt, zunächst in der Schweiz und danach in 
ihrer Heimat. Im Frühjahr 2002, als F.________ 5-jährig war, reiste sie zum damaligen Ehemann 
und Kindsvater in die Schweiz, während die drei Kinder fortan von den Grosseltern väterlicherseits 
in Serbien betreut wurden. Die Beschwerdeführerin blieb auch nach der Trennung vom Ehemann 
und Vater ihrer Kinder (Juni 2003) in der Schweiz und kehrte im August 2006 nur deshalb in ihre 

Heimat zurück, weil sie dazu behördlicherseits gezwungen und ihr gegenüber eine Einreisesperre 
verhängt worden war (vgl. vorne E. 2). Während ihres rund 4 ½-jährigen Aufenthalts in der 
Schweiz (2002 bis 2006) hielt sie ihre Beziehung zu den Kindern über Besuchsaufenthalte und 
Telefongespräche aufrecht. Diese Beziehungen wurden nach ihrer (notgedrungenen) Rückkehr 
nach Serbien wieder gestärkt. Als die Kinder Anfang 2011 zu ihrem in der Schweiz lebenden Vater 
zogen und somit erneut örtlich von ihrer Mutter getrennt wurden, bestand zu ihnen eine tragfähige 
Beziehung. Die Beschwerdeführerin und ihre jüngste Tochter pflegen zurzeit einen engeren 
Kontakt und es leuchtet ein, dass Besuche im Fall der Rückkehr der Beschwerdeführerin nach 
Serbien weniger häufig stattfinden könnten. Allerdings hinderte die während vieler Jahre 
bestehende örtliche Trennung den Aufbau einer tragfähigen Beziehung zwischen Mutter und 
Tochter nicht. Weshalb die Beziehung zur (heute volljährigen) jüngsten Tochter nicht auch 
inskünftig mittels Kurz- oder Ferienaufenthalten sowie modernen Kommunikationsmitteln 
aufrechterhalten werden kann, ist nicht ersichtlich. Es muss daher geschlossen werden, dass die 
Anwesenheit der Mutter in der Schweiz zur weiteren Beziehungspflege nicht erforderlich ist.

4.3 Demnach verletzt der angefochtene Entscheid kein Recht, wenn er der Beschwerdeführerin 
auch einen Anspruch aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV auf weiteren Verbleib in der Schweiz 
abspricht. 

5.

Umstritten ist weiter, ob die Vorinstanz ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat.

5.1 Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die zuständige 
Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungsverlängerung (Art. 3, Art. 33 
Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). Der Bewilligungsbehörde kommt dabei ein grosser Spielraum zu, den 
sie pflichtgemäss, d.h. im Rahmen von Verfassung und Gesetz nach sachlichen Grundsätzen 
auszufüllen hat. Namentlich sind Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung und die dort 
angelegten öffentlichen Interessen, das Gebot der rechtsgleichen Behandlung, die 
Verhältnismässigkeit und das Willkürverbot zu beachten. Als gesetzliche Leitlinie sind die 
persönlichen Verhältnisse, der Grad der Integration und das bisherige Verhalten der ausländischen 
Person zu berücksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AuG; BVR 2013 S. 73 E. 3.1, 2010 S. 481 E. 6.1). – Das 
Verwaltungsgericht beschränkt sich im Beschwerdefall nebst der Sachverhaltskontrolle auf die bei 
Ermessensentscheiden massgebliche Rechtskontrolle: Es überprüft die Ermessensausübung und 
die damit verbundene Interessenabwägung vorab unter methodischen Gesichtspunkten, d.h. es 
überprüft, ob die Vorinstanz die allgemeinen Rechtsprinzipien zur Ermessensausübung missachtet 
oder gegen materielle oder formelle Rechtsregeln verstossen hat. Dabei ist es namentlich 
aufgrund der grösseren Sachnähe in erster Linie an der beschwerdeführenden Person, im 
Einzelnen darzutun, inwiefern der angefochtene Entscheid ihrem konkreten Einzelfall in 
rechtsfehlerhafter Weise ungenügend Rechnung trägt (vgl. BVR 2013 S. 73 E. 3.3; s. auch 
BVR 2015 S. 105 E. 2.2).

5.2 Die Vorinstanz hat die ermessensweise Bewilligungsverlängerung verweigert und zur 
Begründung festgehalten, dass die privaten Interessen der Beschwerdeführerin am Verbleib in der 
Schweiz insbesondere mit Blick auf die insgesamt hier verlebte Zeit und die auf dem Spiel 
stehenden familiären Beziehungen zwar von einigem Gewicht seien, jedoch die öffentlichen 
Interessen an der Nichtverlängerung ihres Aufenthalts stärker zu gewichten seien. Die mit einem 
ordentlichen Aufenthaltstitel hier verbrachten insgesamt elf Jahre seien als lang zu bezeichnen, 
wobei dies insoweit zu relativieren sei, als sie sich nicht ununterbrochen hier aufgehalten habe. 
Dem Grad ihrer wirtschaftlichen und sozialen Integration komme keine entscheidende Bedeutung 
zu. Die Beschwerdeführerin sei nicht in einer Weise in der Schweiz verwurzelt, dass von ihr 
schlichtweg nicht verlangt werden könnte, in ihrer Heimat zu leben, mit der sie nach wie vor stark 
verbunden sei. Dass die Beschwerdeführerin die im Jahr 2006 angeordnete Wegweisung 
missachtet habe, deute auf fehlenden Respekt gegenüber der hiesigen Rechtsordnung hin. 
Angesichts der Beweggründe und der verhältnismässig kurzen ehelichen Gemeinschaft mit 
B.________ würden zudem gewichtige Indizien vorliegen, dass sich die Beschwerdeführerin mit 
der Eheschliessung auf rechtsmissbräuchliche Weise ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz habe 
sichern wollen (angefochtener Entscheid E. 7). – Die Beschwerdeführerin hält die vorinstanzliche 
Interessenabwägung für rechtsfehlerhaft und ist der Auffassung, dass die privaten Interessen an 
der Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung die öffentlichen Interessen an deren Verweigerung 
deutlich überwiegen. Sie verweist auf ihre Vollzeitanstellung als Servicemitarbeiterin und ihre 
guten Deutschkenntnisse. Mit den hiesigen gesellschaftlichen Verhältnissen und 
Lebensbedingungen sei sie bestens vertraut; sie belegt dies mit Referenzschreiben ihres Arbeit-
gebers sowie von Personen aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis (BB 3-7). Nach ihrer Ansicht 
bedürfte es in ihrem Fall ernsthafter besonderer Umstände, um eine erfolgreiche Integration zu 
verneinen (Beschwerde S. 7 f.).

5.3 Die Beschwerdeführerin geht teilweise von unzutreffenden rechtlichen Annahmen aus. Die 
von ihr angeführten höchstrichterlichen Urteile zur erfolgreichen Integration (Beschwerde S. 8) 
ergingen zur nachehelichen Anspruchsbewilligung gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG. Im Unter-
schied zu den Anspruchstatbeständen nach Art. 50 Abs. 1 Bst. a und b AuG kommt den 
Ausländerbehörden hinsichtlich der ermessensweisen Bewilligung des Aufenthalts ein grosser 
Beurteilungsspielraum zu (vgl. vorne E. 5.1). Die diesbezügliche Praxis der bernischen Behörden 
bezweckt in erster Linie das Vermeiden schwerwiegender persönlicher Härtefälle (vgl. BVR 2013 
S. 73 E. 3.4; VGE 2012/451 vom 25.10.2013, E. 4.1.2, 2011/171 vom 17.10.2011, 2011/368 vom 
17.2.2012 [Härtefallbewilligung]). Wegleitend ist dabei Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG und die 
diesbezügliche Ausführungsgesetzgebung. Ein Härtefall im Sinn dieser Praxis liegt vor, wenn sich 
die betreffenden Ausländerinnen oder Ausländer in einer persönlichen Notlage befinden, d.h. ihre 
Lebens- und Existenzbedingungen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von ausländischen 
Personen in einer vergleichbaren Situation in gesteigertem Mass in Frage gestellt sind und die 
Verweigerung einer Ausnahme für sie schwere Nachteile zur Folge hätte (BVR 2013 S. 73 E. 3.4; 
vgl. auch BVR 2011 S. 193 E. 6.1.3, 2010 S. 1 E. 3.4). Diese Voraussetzung darf streng 
gehandhabt werden; insbesondere ist es den Kantonen überlassen, wie stark sie das öffentliche 
Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik gewichten (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.1). 
Anders als die Beschwerdeführerin meint, begründen namentlich eine langdauernde Anwesenheit 

und eine gute Integration sowie klagloses Verhalten für sich allein keinen persönlichen Härtefall 
(BVR 2013 S. 73 E. 3.4; BGE 130 II 30 E. 3 [Pra 93/2004 Nr. 140]). 

5.4 Das Verwaltungsgericht anerkennt, dass die Beschwerdeführerin arbeitet und keine 
Sozialhilfe bezieht; insoweit darf wohl entgegen der Vorinstanz von einer gefestigten 
Erwerbstätigkeit ausgegangen werden. Allerdings ändert dies nichts daran, dass die 
Beschwerdeführerin keine spezifische Ausbildung hat sowie keine besondere berufliche Tätigkeit 
ausübt, die für sich allein ihren Verbleib in der Schweiz aus wirtschaftlicher Sicht zwingend 
erfordern würde (vgl. auch VGE 2013/390 vom 10.4.2014, E. 5, 2011/113 vom 31.8.2011, E. 5.2 
[bestätigt durch BGer 2C_782/2011 vom 3.11.2011]). Die Vorinstanz durfte diesen Faktor daher zu 
deren Lasten gewichten. Es ist der Beschwerdeführerin weiter zu Gute halten, dass sie über gute 
Deutschkenntnisse verfügt und offenbar vielseitige soziale Kontakte pflegt. Auch ist ihr darin 
zuzustimmen, dass sie einen nicht unwesentlichen Teil ihres Lebens in der Schweiz verbracht hat 
und ihr eine gewisse Verbundenheit zu diesem Land nicht abgesprochen werden kann. Wie die 
Vorinstanz aber zutreffend bemerkt, hat sie den insgesamt elfjährigen ordentlichen Aufenthalt 
mehrmals unterbrochen, indem sie während zwei bzw. fünf Jahren in ihrer Heimat gelebt hat und 
der längste, siebenjährige Aufenthalt in der Schweiz in die 1990er-Jahre fällt. Dass die Be-
schwerdeführerin hier sozial und in den Arbeitsprozess integriert ist, Schweizerdeutsch spricht und 
nicht straffällig geworden ist, ist nach dem Erwogenen positiv zu vermerken, vermag aber nach 
ständiger Praxis keinen persönlichen Härtefall zu begründen (vgl. VGE 2012/451 vom 25.10.2013, 
E. 4.3, 2011/113 vom 31.8.2011, E. 5.2 [bestätigt durch BGer 2C_782/2011 vom 3.11.2011], 
2009/234 vom 14.1.2010, E. 6.2.1). Dafür müssten wie dargelegt (E. 5.3 hiervor) besondere 
Umstände vorliegen, aufgrund welcher die Lebens- und Daseinsbedingungen der Be-
schwerdeführerin infolge ihrer Rückkehr nach Serbien in gesteigertem Mass in Frage gestellt 
wären. Dass die Rückkehr nach Serbien für sie schwere Nachteile zur Folge hätte und mit 
besonderen Schwierigkeiten verbunden wäre, macht die Beschwerdeführerin selber nicht geltend. 
Sie widerspricht auch der vorinstanzlichen Einschätzung nicht, dass ihre berufliche 
Wiedereingliederung in Serbien möglich erscheint. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass 
die Beschwerdeführerin nach wie vor starke Bindungen zu ihrer Heimat hat und ihrer beruflichen 
und sozialen Reintegration keine besonderen Probleme entgegenstehen. Vor diesem Hintergrund 
durfte die Vorinstanz die öffentlichen Interessen an der strittigen Massnahme stärker gewichten als 
die privaten Interessen der Beschwerdeführerin am Verbleib in der Schweiz und ihr die 
ermessensweise Bewilligungsverlängerung verweigern. 

6.

Der angefochtene Entscheid hält nach dem Erwogenen der Rechtskontrolle stand. Der 
entscheiderhebliche Sachverhalt ergibt sich, wie gesehen, hinreichend aus den Akten; ausserdem 
hängt die rechtliche Beurteilung nicht entscheidend vom persönlichen Eindruck ab (vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 21 N. 6). Die Beweis-
anträge der Beschwerdeführerin (Parteibefragung, Zeugeneinvernahmen von … und Kinder sowie 

Einholen der sie betreffenden amtlichen Akten und von weiteren Referenzauskünften) werden 
daher abgewiesen (vgl. BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3).

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Da die von der Vorinstanz 
angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen. 

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die unterliegende Beschwerdeführerin 
verfahrenskostenpflichtig und nicht parteikostenberechtigt (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Sie hat 
indessen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.

7.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von den Verfahrenskosten, 
wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und das Verfahren nicht von vornherein aussichtslos 
ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn 
berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst wenn Gewinnaussichten und 
Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als 
aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und 
deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die 
über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und 
Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 S. 97 
E. 5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2). 

7.2 Die Vorinstanz – sie hat der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege im 
Beschwerdeverfahren teilweise gewährt (vgl. vorne Bst. B) – hat im angefochtenen Entscheid die 
hier massgebliche Praxis richtig wiedergegeben sowie umfassend und sorgfältig begründet, 
weshalb angesichts der nur noch formell bestehenden Ehe und der Umstände (kurze eheliche 
Gemeinschaft) der weitere Aufenthalt in der Schweiz gestützt auf Art. 50 Abs. 1 AuG ausser 
Betracht fällt. Weiter hat die Vorinstanz die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrer damals 
noch nicht volljährigen jüngsten Tochter berücksichtigt und dargelegt, weshalb sich aus Art. 8 
EMRK kein Aufenthaltsanspruch ergibt. Hinsichtlich der Verweigerung der Ermessensbewilligung 
zeigte die Vorinstanz auf, weshalb die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme die 
gegenläufigen privaten Interessen überwiegen und deshalb von der Bewilligungsverlängerung 
abzusehen ist. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen Rechtspflege im oberinstanzlichen 
Rechtsmittelverfahren berücksichtigt werden (vgl. BGer 2C_872/2011 vom 19.1.2012, E. 4; VGE 
2014/339 vom 23.3.2015, E. 7.2 [zur Publ. bestimmt; bestätigt durch BGer 2C_338/2015 und 
2D_22/2015 vom 12.5.2015, E. 4], 2012/334 vom 20.11.2013, E. 9.2 [bestätigt durch BGer 
2C_8/2014 vom 8.1.2015]). Gegen die vorinstanzlichen Erwägungen bringt die 
Beschwerdeführerin nichts wesentlich Neues vor. Insbesondere bestreitet sie nicht bzw. nicht 
substantiiert, dass sie aus ihrer Ehe mit dem Schweizer B.________ keinen Anspruch auf weiteren 

Aufenthalt in der Schweiz ableiten kann (vgl. vorne E. 3.2). Sodann lebte die Beschwerdeführerin 
während vieler Jahre getrennt von ihren Kindern, was dem Aufbau tragfähiger Beziehungen nicht 
entgegenstand und nicht plausibel erscheinen lässt, weshalb ihre dauernde Anwesenheit im 
selben Land nun für ihre bald (bzw. heute) volljährige Tochter erforderlich sein soll (vgl. vorne 
E. 4.2). Im Gesuchszeitpunkt war zudem absehbar, dass die jüngste Tochter bis zum 
Urteilszeitpunkt volljährig sein würde und somit ein Anspruch auf Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV 
ausser Betracht fällt (vgl. vorne E. 4.1). Schliesslich stellte die Beschwerdeführerin die 
Verweigerung der Ermessensbewilligung in Verkennung der diesbezüglichen publizierten Recht-
sprechung in Frage (vgl. vorne E. 5.3). Bei dieser Sachlage kann nicht gesagt werden, dass sich 
zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren die Gewinn- und 
Verlustaussichten ungefähr die Waage hielten bzw. jene nur geringfügig kleiner waren als diese. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut zu 
prüfen wäre.

7.3 Da über das Gesuch erst im Rahmen des Sachentscheids befunden wird und die 
Beschwerdeführerin keine Gelegenheit hatte, die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs 
zurückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der 
üblichen Abschreibungsgebühr zu erheben (BVR 2014 S. 437 E. 7.9).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Beschwerdeführerin wird eine neue Ausreisefrist gesetzt 
auf den 31. Juli 2015.

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine reduzierte 
Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Staatssekretariat für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die 
Ermessensbewilligung betrifft, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG 
geführt werden.