# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecace88d-79ac-5fdf-865a-4aee3e73e59d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-24
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen 24.01.2022 ABS 2021 280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_007_ABS-2021-280_2022-01-24.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Aufsichtsbehörde in Betrei-
bungs- und Konkurssachen

Cour suprême
du canton de Berne

Autorité de surveillance
en matière de poursuite
et de faillite

Entscheid
ABS 21 280

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 04
Fax +41 31 634 50 53
aufsichtsbehoerdeschkg.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 24. Januar 2022

Besetzung Oberrichter Studiger (Präsident), Oberrichterin Grütter und Ober-
richterin Falkner
Gerichtsschreiberin Peng

Verfahrensbeteiligte A.________ AG
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

Beschwerdeführerin 1

C.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

Beschwerdeführer 2

D.________ AG
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E.________

Beschwerdeführerin 3

gegen

Konkursamt Oberland, Dienststelle Oberland, Schloss 4, Post-
fach, 3800 Interlaken

Gegenstand Beschwerde (SchKG 17)

2

Regeste:

Massaschulden eines dem Konkurs zeitlich vorausgegangen Nachlassverfahrens

Verbindlichkeiten, die während eines dem Konkursverfahren zeitlich vorausgegangenen 
Nachlassverfahrens mit Zustimmung des Sachwalters entstanden sind, stellen Massa-
schulden im Konkursverfahren dar (vgl. Art. 310 Abs. 2 SchKG). Die Rechtsprechung hat 
eine Rangordnung entwickelt, wenn das vorhandene Vermögen nicht ausreicht, um sämt-
liche Massaverbindlichkeiten zu decken: Zunächst werden die Auslagen des verfahrenslei-
tenden Organs beglichen, danach die übrigen Massaverbindlichkeiten (d.h. die Massa-
schulden) und schliesslich die Gebühren des Amts bzw. die Forderungen des verfahrens-
leitenden Organs (BGE 113 III 148 E. 3 und E. 3a S. 150 ff.). Dies bedeutet, dass die 
Massaschulden des Konkursverfahrens zusammen mit den Massaschulden des Nach-
lassverfahrens zwar nach den Auslagen des Konkursamts, aber noch vor den Gebühren 
des Konkursamts zu begleichen sind (E. 18).

3

Erwägungen:

1.

1.1 Der F.________ AG wurde am 16. Juli 2014 die definitive Nachlassstundung bewil-
ligt (Beschwerdebeilage [BB] 5). Der ausgearbeitete Nachlassvertrag erreichte je-
doch nicht die erforderliche Gläubigermehrheit (das Quorum von Art. 305 Abs. 1 
Bst. a des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; 
SR 281.1] wurde verfehlt), weshalb das Regionalgericht Oberland am 14. August 
2015 die Bestätigung des Nachlassvertrags verweigerte (BB 6 und BB 7). Über die 
F.________ AG wurde in der Folge per 30. November 2015 der Konkurs eröffnet 
(BB 8).

1.2 Am 18. Juli 2016 erfolgte die Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven. 
Mit Publikation im Amtsblatt des Kantons Bern vom ________ (BB 9) publizierte 
das Konkursamt Oberland, Dienstelle Oberland (nachfolgend: Konkursamt), die 
Konkurseinstellung und kündigte an, dass das Konkursverfahren als geschlossen 
erklärt werde, wenn nicht ein Gläubiger bis am 7. August 2016 die Durchführung 
des Konkurses verlange und einen Kostenvorschuss von CHF 1‘928‘000.00 leiste.

1.3 Gegen die Höhe des Kostenvorschusses erhob die Gläubigerin D.________ AG 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin 3) Beschwerde. Mit Entscheid ABS 16 271 vom 
14. November 2016 (BB 10) reduzierte die kantonale Aufsichtsbehörde in Betrei-
bungs- und Konkurssachen den Kostenvorschuss auf CHF 31'000.00. In der Folge 
wurde dieser Kostenvorschuss durch die Beschwerdeführerin 3 bezahlt. 

1.4 Im Konkurs der F.________ AG wurden u.a. die A.________ AG (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin 1), C.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer 2) und die 
Beschwerdeführerin 3 als Gläubiger kolloziert (BB 12). Mit Verfügung vom 18. Au-
gust 2017 (BB 13) liessen sich die Beschwerdeführer zusammen mit anderen 
Gläubigern vom Konkursamt insbesondere Verantwortlichkeitsansprüche der Kon-
kursmasse gegen die Organe der F.________ AG abtreten. Am 15. August 2019 
zedierte die Beschwerdeführerin 3 zudem ihre Konkursforderung (inkl. sämtlichen 
Nebenrechten und den ihr abgetreten Rechtsansprüchen der Konkursmasse) an 
die Beschwerdeführerin 1 (BB 14).

1.5 Die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 sowie eine weitere Partei 
reichten am 16. August 2019 eine Klage gegen die Organe der F.________ AG ein 
(BB 15; Verfahren HG 19 93). Am 18. Februar 2021 konnte im entsprechenden 
Verfahren ein Vergleich (BB 16) abgeschlossen werden. Die Vereinbarung sah vor, 
dass die G.________ SA ihre Massaforderung gegen die Konkursmasse der 
F.________ AG im Umfang von CHF 170'000.00 an den Beschwerdeführer 2 ze-
diere. Sobald die Zahlung von CHF 170'000.00 aus der Konkursmasse an den Be-
schwerdeführer 2 geflossen sei, übertrage dieser im Gegenzug innert 20 Tagen 
seine 892'858 Namenaktien der G.________ SA an die Konkursmasse der 
F.________ AG (Ziff. 2 der Vereinbarung). Die Vereinbarung stand unter der Be-
dingung, dass der Beschwerdeführer 2 die Zahlung von CHF 170’000.00 bis zum 
31. August 2021 erhalte (Ziff. 5 der Vereinbarung). Die Vereinbarung wurde von 

4

der Beschwerdeführerin 3 mitunterschrieben, welche ihre Forderung an die Be-
schwerdeführerin 1 abgetreten hatte.

1.6 Mit Zirkularschreiben vom 19. Mai 2021 (BB 17) informierte das Konkursamt die 
Gläubiger über den aktuellen Stand des Konkursverfahrens. Ziff. 2 dieses Zirkular-
schreibens lautete wie folgt:
Die Konkursmasse der F.________ AG verfügt aktuell über Aktiven im Betrag von total 
CHF 258'335.15. Von diesem Betrag sind die relevanten Konkurskosten im Betrag von 
CHF 37'500.00 (gemäss Entscheid ABS 16 271 der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurs-
sachen vom 14. November 2016) sowie die Auslagen der Konkursverwaltung, welche sich bis zum 
Abschluss auf schätzungsweise CHF 5'000.00 belaufen werden, in Abzug zu bringen. Somit werden 
gerundet ca. CHF 215'000.00 zur Deckung der Massaschulden zur Verfügung stehen. Es bestehen 
Massaschulden von total CHF 1'267'209.97. Dies würde einer Dividende von ca. 16.96 % entspre-
chen.

Bei dieser Berechnung handelt es sich um eine grobe Schätzung, welche jedoch ein ungefähres Bild 
der Situation darstellt.

Im Zirkularschreiben wurde den Gläubigern der Antrag gestellt, die Konkursverwal-
tung sei zu ermächtigen, die provisorische Verteilungsliste für die Massaverbind-
lichkeiten zu erstellen und nach deren Rechtskraft die Auszahlung der Abschlags-
zahlungen an die Massagläubiger vorzunehmen. Da kein Gläubiger beim Konkur-
samt schriftlich opponiert hat, gilt dieser Antrag als zum Beschluss erhoben.

1.7 Am 19. Juli 2021 erkundigten sich die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerde-
führer 2 nach der Verteilungsliste, die am 19. Mai 2021 angekündigt worden war. 
Mit E-Mail vom 20. Juli 2021 (BB 18) wurde der «Verteilungsplan Massaforderun-
gen» vom 29. Juni 2021 (BB 1) der Beschwerdeführerin 1 und dem Beschwerde-
führer 2 per E-Mail übermittelt. 

2.

2.1 Aus dem Verteilungsplan geht Folgendes hervor (S. 2):

- Das Konkursamt erzielte Einnahmen in der Höhe von CHF 335'698.00. In die-
sem Betrag nicht enthalten ist der Kostenvorschuss von CHF 31'000.00, wel-
chen die Beschwerdeführerin 3 geleistet hatte. 

- Diesen Einnahmen stehen Auslagen in der Höhe von CHF 122'044.50 gegenü-
ber. Diese Auslagen bestehen aus «Auslagen gem. Kontoauszug» und «Ausla-
gen gem. Konkurs-Protokoll bis zum Abschluss».

- Die Differenz von CHF 213'653.50 (CHF 335'698.00 – CHF 122'044.50) dient 
zur Deckung der «Massaforderungen während Nachlassverfahren».

- Der grösste Anteil entfällt mit CHF 195'785.64 auf die G.________ SA, welche 
davon CHF 170'000.00 an den Beschwerdeführer 2 zediert hat (vgl. Nr. 16 auf 
S. 6).

2.2 Weiter enthält der «Verteilungsplan Massaforderungen» auf S. 2 unter der Kolonne 
«Bemerkungen» folgenden Text:

5

Reichen die Aktiven nicht aus, um sämtliche Massaverbindlichkeiten zu decken, hat die Rechtspre-
chung folgende Regel entwickelt:

Zunächst werden die Auslagen des Amtes beglichen. Es folgen die übrigen Massaschulden und zu-
letzt werden die Gebühren des Amtes getilgt (BGE 113 III 148 E. 3a S. 151; LORANDI, a.a.O., S. 925; 
MATTHIAS STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 
2. Aufl. 2010, N. 26 ff. zu Art. 262 SchKG).

3.

3.1 Auf entsprechende Nachfrage hin übermittelte das Konkursamt der Beschwerde-
führerin 1 und dem Beschwerdeführer 2 den Kontoauszug betreffend den Konkurs 
der F.________ AG mit Stand per 27. Juli 2021 (BB 19). Aus dem Kontoauszug 
geht hervor, dass es sich bei den «Auslagen gem. Kontoauszug» um Kosten von 
Drittpersonen, z.B. der H.________ AG und der I.________ AG für die Inven-
taraufnahme, handelt.

3.2 Aus dem Kontoauszug geht weiter hervor, dass das Konkursamt (nach offenbar 
schon erfolgter Verteilung an die Massagläubiger des Nachlassverfahrens, aber vor 
Rückerstattung des Kostenvorschusses) noch über Mittel von CHF 41'265.68 ver-
fügt. Dieser Betrag entspricht ungefähr den Gebühren und den Auslagen des Kon-
kursamts gemäss Art. 13 und Art. 14 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz 
über Schuldbetreibung und Konkurs (GebV SchKG; SR 281.35), wie beispielsweise 
Portokosten, Telefongebühren oder Kopierkosten. Daraus folgt implizit, dass das 
Konkursamt beabsichtigt, seine Gebühren nicht aus den Einnahmen, sondern aus 
dem geleisteten Kostenvorschuss zu decken. 

4.

4.1 Mit diesem Vorgehen waren die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 
nicht einverstanden. Sie erhoben mit Eingabe vom 30. Juli 2021 (Postaufgabe am 
selben Tag) Beschwerde bei der kantonalen Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und 
Konkurssachen und stellten folgenden Antrag (Verfahren ABS 21 233):
Der «Verteilungsplan Massaforderungen» im Konkursverfahren der F.________ AG vom 29. Juni 
2021 sei aufzuheben, soweit dieser vorsieht, dass die Massaschulden aus einem dem Konkurs zeit-
lich vorangehenden Nachlassverfahren vor den Gebühren des Konkursverfahrens befriedigt werden. 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

4.2 Nebst der Einreichung von diversen Beilagen stellten die Beschwerdeführerin 1 
und der Beschwerdeführer 2 den Antrag, es seien die Akten ABS 16 271 der kan-
tonalen Aufsichtsbehörde beizuziehen und die Akten HG 19 93 beim Handelsge-
richt des Kantons Bern, die Nachlassakten CIV 14 832 beim Regionalgericht Ober-
land sowie die Konkursakten der F.________ AG beim Konkursamt zu edieren. 

4.3 Die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 vertraten die Ansicht, dass 
nur die im Verteilungsplan aufgeführten «Auslagen gem. Konkurs-Protokoll» 
tatsächlich Auslagen des Konkursamts betreffen würden. Bei den «Auslagen gem. 
Kontoauszug» handle es sich nicht um eigentliche Auslagen, sondern um die Mas-
saschulden des Konkursverfahrens. Der Verteilungsplan sehe somit die folgende 
Reihenfolge zur Deckung der offenen Massaverbindlichkeiten vor:

6

- In erster Linie würden die Auslagen des Konkursamts und die Massaschulden 
aus dem Konkursverfahren gedeckt. Diese Forderungen könnten durch die Ein-
nahmen vollständig beglichen werden.

- In zweiter Linie würden die Massaschulden aus dem Nachlassverfahren ge-
deckt, die zeitlich vor der Konkurseröffnung angefallen seien. Diese Massa-
schulden würden auf CHF 1'269'929.27 beziffert. Angesichts der Höhe der 
Massaschulden des Nachlassverfahrens könnten diese – anders als die Massa-
schulden des Konkursverfahrens – nicht vollständig gedeckt werden (sondern 
im Umfang von 16.82 %).

- Weil die ganzen Einnahmen aus dem Konkurs dazu verwendet würden, die vor 
der Konkurseröffnung entstandenen Massaschulden des Nachlassverfahrens 
(teilweise) zu decken, bleibe nichts mehr übrig für die Gebühren, welche die 
Aufwendungen des Konkursamts abgelten sollten. Diese Gebühren sollten of-
fenbar aus der Sicherheit von CHF 31'000.00 bezogen werden.

4.4 Die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 machten geltend, dass der 
Grundfehler, welcher dem Verteilungsplan des Konkursamts zugrunde liege, darin 
bestehe, dass das Konkursamt nicht konsequent zwischen Massaschulden des 
Konkursverfahrens und Massaschulden des Nachlassverfahrens unterscheide. Der 
Verteilungsplan stehe im Widerspruch zu den gesetzlichen Grundlagen. Aus 
Art. 230 Abs. 1 und Abs. 2 SchKG gehe hervor, dass eine Sicherheit nur dann be-
ansprucht werden dürfe, wenn die Mittel der Konkursmasse tatsächlich nicht genü-
gen würden, um die Kosten des summarischen Konkursverfahrens (bestehend aus 
Auslagen, Massaschulden und Gebühren) zu decken. Folglich sei es nicht zulässig, 
Mittel der Konkursmasse zur Deckung von Kosten zu verwenden, die schon vor der 
Konkurseröffnung in einem Nachlassverfahren angefallen seien, umgekehrt aber 
Kosten des Konkursverfahrens (nämlich die Gebühren) aus dem Vorschuss zu be-
ziehen, den ein Gläubiger geleistet habe. Diese Auslegung werde ebenfalls durch 
Art. 262 Abs. 1 SchKG gestützt.

4.5 Ausserdem brachten die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 vor, 
dass der Verteilungsplan im Widerspruch zu Lehre und Rechtsprechung stehe. Sie 
verwiesen dabei u.a. auf folgende Stelle aus dem Basler Kommentar (MATTHIAS 
STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Kon-
kurs, 2. Aufl. 2010, N. 4 zu Art. 262 SchKG):
Gemäss Abs. 1 sind vorab zu begleichen die Kosten für Eröffnung und Durchführung des Konkurses 
sowie für die Aufnahme eines Güterverzeichnisses. Diese Kosten werden unten Massakosten ge-
nannt. Neben den Massakosten sind ebenfalls vorab zu decken die anderen Verbindlichkeiten der 
Masse, welche auch Massaschulden genannt werden (…) Massakosten und Massaschulden haben 
gemeinsam, dass sie ihren Entstehungsgrund nach der Konkurseröffnung haben und die Masse 
selbst und nicht der Gemeinschuldner verpflichtet ist (BGE 120 III 156; 122 III 246, 248 E. 5b; 111 Ia 
86, 90 f. E. 2d).

Die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 zitierten noch eine weitere 
Stelle aus dem Basler Kommentar. Diese lautet wie folgt (STAEHELIN, a.a.O., N. 10 
zu Art. 262 SchKG):

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Praxis und Lehre haben die übrigen Verbindlichkeiten der Masse den Massakosten gleichgestellt. 
Diese übrigen Verbindlichkeiten, oft auch Massaschulden genannt, haben gemeinsam, dass sie 
ihren Ursprung in einer Tatsache haben, welche sich nach Konkurseröffnung ereignet hat. Die Mas-
saschulden lassen sich nach ihrem Entstehungsrund in drei Gruppen aufgliedern; Verbindlichkeiten 
aus Vertrag, Verbindlichkeiten aus Urteil und Verbindlichkeiten, die direkt aus dem Gesetz folgen.

Gestützt auf diese beiden Zitate kamen die Beschwerdeführerin 1 und der Be-
schwerdeführer 2 zum Schluss, dass Verbindlichkeiten, die während eines dem 
Konkursverfahren zeitlich vorausgegangenen Nachlassverfahrens entstanden sei-
en, keine Massaschulden im Konkursverfahren darstellen könnten.

4.6 Weiter führten die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2 aus, dass 
das Konkursamt mit dem Verteilungsplan den Fehler wiederhole, der schon zur 
Aufhebung seiner Verfügung vom 27. Juli 2016 mit Entscheid ABS 16 217 vom 
14. November 2016 (BB 10) geführt habe. In der aufgehobenen Verfügung habe 
das Konkursamt verlangt, dass die Massaschulden aus dem Nachlassverfahren 
durch eine Sicherheit i.S. von Art. 230 Abs. 2 SchKG gedeckt werden müssten, be-
vor ein Konkursverfahren durchgeführt werde. Dieser Verfügung habe die falsche 
Überlegung zugrunde gelegen, dass die Massaschulden des Nachlassverfahrens 
gleich wie die Massaschulden des Konkursverfahrens zu behandeln wären. In 
E. 17.4 des Entscheids ABS 16 217 vom 14. November 2016 habe die kantonale 
Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen darauf hingewiesen, dass 
durch die Sicherheitsleistung keine Kosten gedeckt werden sollten, die in der Ver-
gangenheit angefallen seien. Daraus folge, dass die Sicherheitsleistung zurücker-
stattet werden müsse, wenn die Einnahmen, die im Konkursverfahren erzielt wor-
den seien, alle Kosten des Konkursverfahrens decken würden. Gegen diese Regel 
verstosse der angefochtene Verteilungsplan, indem darin Einnahmen des Konkurs-
verfahrens zur Befriedigung von Forderungen verwendet werden sollten, die vor 
der Konkurseröffnung entstanden seien, und weil die Sicherheit gemäss Art. 230 
Abs. 2 SchKG als Folge davon dafür beansprucht werden solle, um Gebühren zu 
bezahlen, die sich auf die Zeit nach der Konkurseröffnung bezögen.

4.7 Schliesslich rügten die Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführer 2, dass 
der Verteilungsplan auch dem Zirkularschreiben des Konkursamts vom 19. Mai 
2021 (BB 17) widerspreche. Das Zirkularschreiben vom 19. Mai 2021 sehe u.a. vor, 
dass von den Aktiven der Konkursmasse die «relevanten Konkurskosten im Betrag 
von CHF 37'500.00 (gemäss Entscheid ABS 16 271 der Aufsichtsbehörde in Be-
treibungs- und Konkurssachen vom 14. November 2016) sowie die Auslagen der 
Konkursverwaltung, welche sich bis zum Abschluss auf schätzungsweise 
CHF 5'000.00 belaufen werden, in Abzug zu bringen» seien, bevor die Deckung 
der Massaschulden erfolge. Einen Teilbetrag der Konkurskosten in der Höhe von 
CHF 37'500.00 würden die Gebühren von CHF 31'000.00 bilden (vgl. E. 17.2 des 
Entscheids ABS 16 217 [BB 10], wonach sich der Betrag von CHF 37'500.00 aus 
Gebühren von CHF 31'000.00 und aus Kosten der Aktenaufbewahrung von 
CHF 6'500.00 zusammensetze). Das Konkursamt habe also noch im Zirkular-
schreiben vom 19. Mai 2021 ausdrücklich vorgesehen, dass die Gebühren aus den 
Einnahmen bezahlt würden, indem die Gebühren vor der Verteilung vom Total der 
Einnahmen in Abzug gebracht würden. Das Zirkularschreiben vom 19. Mai 2021 

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sei in Rechtskraft erwachsen, nachdem kein Gläubiger «opponiert» oder Be-
schwerde dagegen erhoben habe. Auch unter diesem Gesichtspunkt sei es dem 
Konkursamt verwehrt, die im rechtskräftig gewordenen Zirkularschreiben vorgese-
hene Vorgehensweise im Verteilungsplan plötzlich abzuändern. 

5.

5.1 In seiner Vernehmlassung vom 16. August 2021 im Verfahren ABS 21 233 stellte 
das Konkursamt den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen. 

5.2 Zur Begründung wies das Konkursamt darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 1 
und der Beschwerdeführer 2 übersähen, dass die während der Stundung mit Zu-
stimmung des Sachwalters eingegangenen Verbindlichkeiten die Masse in einem 
Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung oder in einem nachfolgenden Konkurs 
verpflichten würden (Art. 310 Abs. 2 SchKG). Diese Verbindlichkeiten seien Mas-
saschulden. Damit würden die Massaschulden aus dem zeitlich vorangehenden 
Nachlassverfahren einen Bestandteil der Kosten des summarischen Konkursver-
fahrens bilden.

5.3 Weiter führte das Konkursamt aus, dass die zu verlangende Kostensicherheit 
gemäss Art. 230 Abs. 2 SchKG und die tatsächlichen Kosten des summarischen 
Konkursverfahrens zu unterscheiden seien. Die Massaverbindlichkeiten, welche 
vor der Konkurseröffnung entstanden seien, seien zwar nicht sicherzustellen, je-
doch bei der Verteilung vorab zu tilgen. Gebühren dürfe die Konkursverwaltung erst 
erheben, wenn alle übrigen Massaschulden bezahlt seien. Falls diese nicht bezahlt 
werden könnten, sei eine schon bezahlte Gebühr dann zurückzugeben, wenn ent-
weder die Verrichtung, welche die Gebühr auslöse, noch nicht vorgenommen wor-
den sei, oder wenn die Gebühr nach dem Zeitpunkt erhoben worden sei, in wel-
chem erkennbar gewesen sei, dass die vorhandenen Aktiven nicht ausreichen 
würden, um die übrigen Massaschulden zu decken. 

5.4 Das Konkursamt gab ausserdem an, dass es – entgegen den Behauptungen der 
Beschwerdeführerin 1 und des Beschwerdeführers 2 – die Unterscheidung zwi-
schen Massaschulden des Nachlassverfahrens und Massschulden des Konkurs-
verfahrens konsequent vorgenommen habe. Die Massaschulden des Konkursver-
fahrens seien auf S. 2 des «Verteilungsplans Massaforderungen» (BB 1) unter 
Auslagen aufgeführt und würden sich aus dem Kontoauszug ergeben. Dagegen 
seien die Massaschulden des Nachlassverfahrens direkt im «Verteilungsplan Mas-
saforderungen» aufgelistet.

5.5 Schliesslich machte das Konkursamt geltend, dass es das vorliegende Verfahren 
ohne die Einforderung eines Kostenvorschusses hätte durchführen können, wenn 
die Herleitungen der Beschwerdeführerin 1 und des Beschwerdeführers 2 zutreffen 
würden. Die Gebühren und Auslagen fänden nach deren Ansicht nämlich vorab 
Deckung. Damit wäre der Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde ABS 16 271 
vom 14. November 2016 unnötig gewesen bzw. es hätte auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses verzichtet werden können. Es sei bereits damals bekannt ge-
wesen, dass die Konkursmasse über flüssige Mittel im Umfang von rund 
CHF 310’000.00 verfüge (E. 18.5 des Entscheids ABS 16 271 [BB 10]). Diese Mit-

9

tel hätten jedoch nicht zur Deckung der bereits bestehenden Massaschulden aus 
dem vorausgegangenen Nachlassverfahren ausgereicht.

6. Mit Eingabe vom 2. September 2021 reichte das Konkursamt einen Nachtrag zu 
seiner Vernehmlassung im Verfahren ABS 21 233 ein. Es teilte mit, dass sich am 
30. August 2021 die Beschwerdeführerin 3 bei ihm gemeldet und gefragt habe, 
wann sie mit der Rückerstattung des Kostenvorschusses in der Höhe von 
CHF 31'000.00 rechnen könne. Sie habe zwar die Konkursforderung an die Be-
schwerdeführerin 1 abgetreten. Unabhängig davon habe sie jedoch weiterhin An-
spruch auf die Rückerstattung der von ihr einbezahlten Kostensicherheit. Das Kon-
kursamt führte weiter aus, es lasse sich der Zessionserklärung vom 15. August 
2019 (BB 14) entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 3 die kollozierte Forderung 
in der Höhe von CHF 124’852.42 vollumfänglich, inkl. sämtlichen Nebenrechten 
und den ihr abgetretenen Rechtsansprüchen der Konkursmasse, einschliesslich 
der Prozessführungsrechte, unwiderruflich an die Beschwerdeführerin 1 abgetreten 
habe. Deshalb sei es davon ausgegangen, dass die Abtretung auch den geleiste-
ten Kostenvorschuss betreffe. Falls der Kostenvorschuss nicht Bestandteil der 
Zessionserklärung sei, stelle sich die Frage nach der Beschwerdelegitimation der 
Beschwerdeführerin 1 und des Beschwerdeführers 2, weil diese durch den «Vertei-
lungsplan Massaforderungen» weder als Massagläubiger noch als Gläubiger des 
Kostenvorschusses betroffen seien.

7. Mit Eingabe vom 16. September 2021 nahmen die Beschwerdeführerin 1 und der 
Beschwerdeführer 2 zum Nachtrag zur Vernehmlassung im Verfahren ABS 21 233 
Stellung. Sie machten geltend, dass der Anspruch auf Rückerstattung des von der 
Beschwerdeführerin 3 geleisteten Kostenvorschusses kein mit der Forderung ver-
knüpftes Nebenrecht i.S. von Art. 170 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Obliga-
tionenrecht (OR; SR 220) darstelle, welches mit der Abtretung auf sie übergangen 
sei. Trotzdem seien sie legitimiert. Sie hätten sich die Konkursforderung der Be-
schwerdeführerin 3 zur Geltendmachung im Rahmen eines Verantwortlichkeitsver-
fahrens abtreten lassen, das inzwischen abgeschlossen sei (Verfahren HG 19 93). 
Dabei hätten sie mit der Beschwerdeführerin 3 eine interne Abrede darüber getrof-
fen, wie der Prozesserlös und die Rückerstattung des Kostenvorschusses zu ver-
teilen seien. Sie seien deshalb wirtschaftlich davon betroffen, wenn der Vorschuss 
nicht zurückbezahlt werde und folglich zur Beschwerde befugt.

8. Mit Eingabe vom 16. September 2021 (Postaufgabe am 17. September 2021) 
schloss sich die Beschwerdeführerin 3 der Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 
und des Beschwerdeführers 2 vollumfänglich an (Verfahren ABS 21 280).

9. In seiner Vernehmlassung vom 6. Oktober 2021 im Verfahren ABS 21 280 stellte 
das Konkursamt den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Beschwerdefüh-
rerin 3 habe mit Schreiben vom 30. August 2021 die Rückerstattung des geleiste-
ten Kostenvorschusses verlangt. Mit Schreiben vom 31. August 2021 sei ihr mitge-
teilt worden, dass der Kostenvorschuss zur Deckung der Gebühren verwendet 
werde. Als Beilage sei ihr der «Verteilungsplan Massaforderungen» mitgesandt 
worden. Dieses Schreiben sei ihr am 8. September 2021 zugestellt worden (Ver-

10

nehmlassungsbeilage 3). Weiter verwies das Konkursamt auf seine Vernehmlas-
sung vom 16. August 2021 im Verfahren ABS 21 233.

10. Am 6. Oktober 2021 nahm die Beschwerdeführerin 3 zu den bisher erfolgten Ein-
gaben im Verfahren ABS 21 233 Stellung. Sie schloss sich den Ausführungen der 
Beschwerdeführerin 1 und des Beschwerdeführers 2 in der Beschwerde vom 
30. Juli 2021 und in der Stellungnahme vom 16. September 2021 vollumfänglich 
an.

11. Mit Eingabe vom 19. Oktober 2021 nahmen die Beschwerdeführerin 1 und der Be-
schwerdeführer 2 zur Beschwerde der Beschwerdeführerin 3 im Verfahren ABS 21 
280 Stellung. Sie beantragten, unter prozessökonomischen Gesichtspunkten seien 
die beiden Verfahren ABS 21 233 und ABS 21 280 zu vereinigen. Nachdem die 
Beschwerdeführerin 3 ebenfalls Beschwerde erhoben habe, könne offenbleiben, ob 
der vom Konkursamt erhobene Einwand, dass die Beschwerdeführerin 1 und der 
Beschwerdeführer 2 nicht beschwerdelegitimiert seien, zutreffe.

12. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2021 vereinigte die Verfahrensleitung die Verfah-
ren ABS 21 233 und ABS 21 280. Sie wies darauf hin, dass die beiden Verfahren 
unter der Verfahrensnummer ABS 21 280 fortgeführt würden. Die beiden getrennt 
angehobenen Verfahren ABS 21 233 und ABS 21 280 würden den gleichen Ge-
genstand betreffen, weshalb es zweckmässig erscheine, sie zu vereinigen.

13.

13.1 Die Zuständigkeit der kantonalen Aufsichtsbehörde als Beschwerdeinstanz ergibt 
sich aus Art. 17 Abs. 1 SchKG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum 
Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (EGSchKG; BSG 281.1).

13.2 Zur Beschwerdeführung gemäss Art. 17 SchKG ist legitimiert, wer durch die ange-
fochtene Verfügung eines Zwangsvollstreckungsorgans in seinen rechtlichen oder 
zumindest tatsächlichen Interessen betroffen und dadurch beschwert ist (BGE 139 
III 384 E. 2.1 S. 387 mit Hinweisen = Pra 2014 Nr. 18 S. 129). Die Beschwerdefüh-
rerin 1 und der Beschwerdeführer 2 brachten in ihrer Eingabe vom 16. September 
2021 zu ihrer Legitimation vor, dass sie mit der Beschwerdeführerin 3, welche den 
Kostenvorschuss bezahlt habe, eine interne Abrede darüber getroffen hätten, wie 
die Rückerstattung des Kostenvorschusses zu verteilen sei (vgl. E. 7 oben). Die 
Beschwerdeführerin 3 bestätigte diese Ausführungen in ihrer Eingabe vom 6. Ok-
tober 2021 (vgl. E. 10 oben). Damit ist erstellt, dass alle drei Beschwerdeführer 
zumindest ein wirtschaftliches und damit tatsächliches Interesse an der Rückerstat-
tung des Vorschusses haben. Folglich sind sie zur Beschwerde legitimiert.

13.3 Eine Beschwerde muss nach Art. 17 Abs. 2 SchKG innert zehn Tagen nach Kennt-
nisnahme der Verfügung angebracht werden. Die Beschwerdeführerin 1 und der 
Beschwerdeführer 2 erhielten durch die E-Mail vom 20. Juli 2021 vom «Vertei-
lungsplan Massaforderungen» vom 29. Juni 2021 Kenntnis (vgl. E. 1.7 oben). Mit 
der Postaufgabe ihrer Beschwerde am 30. Juli 2021 haben sie die Beschwerdefrist 
gewahrt. Der Beschwerdeführerin 3 wurde der Verteilungsplan am 8. September 

11

zugestellt (vgl. E. 9 oben). Mit der Postaufgabe ihrer Beschwerde am 16. Septem-
ber 2021 hat sie die Beschwerdefrist ebenfalls eingehalten.

13.4 Auf die form- und fristgerechten Beschwerden ist einzutreten.

14. Die Beschwerdeführer haben zahlreiche Beilagen eingereicht, welche den Sach-
verhalt umfassend dokumentieren. Deshalb erscheint der Beizug der Akten ABS 16 
271 der kantonalen Aufsichtsbehörde, die Edition der Akten HG 19 93 beim Han-
delsgericht des Kantons Bern, die Edition der Nachlassakten CIV 14 832 beim Re-
gionalgericht Oberland und die Edition der Konkursakten der F.________ AG beim 
Konkursamt nicht notwendig. Es wären dadurch keine neuen relevanten Erkennt-
nisse zu gewinnen (antizipierte Beweiswürdigung). Die entsprechenden Beweisan-
träge sind folglich abzuweisen.

15.

15.1 Es ist unbestritten, dass Massaverbindlichkeiten im Konkurs grundsätzlich privile-
giert behandelt werden. Dies ergibt sich aus Art. 262 Abs. 1 SchKG, welcher an-
ordnet, dass «sämtliche Kosten für Eröffnung und Durchführung des Konkurses 
sowie für die Aufnahme eines Güterverzeichnisses» vorab aus dem Erlös zu de-
cken sind. Diese Kosten werden als Massakosten bezeichnet. Sie bestehen aus 
den Gebühren und Auslagen des Konkursamts und der ausserordentlichen Kon-
kursverwaltung. Neben den Massakosten sind auch die anderen Verbindlichkeiten 
der Masse, welche Massaschulden genannt werden, vorab zu decken (STAEHE-
LIN/STOJILJKOVIĆ, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und 
Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 4 f. zu Art. 262 SchKG). Bei Massaschulden handelt es 
sich um von der Konkursmasse selbst eingegangene oder übernommene vertragli-
che Verpflichtungen sowie öffentlich-rechtliche Verpflichtungen. Vorab stellen alle 
vertraglichen Verpflichtungen, welche die Konkursmasse während des Konkursver-
fahrens eingeht, Massaschulden dar. Es kann sich dabei z.B. um Honorare von 
Anwälten und Experten, die Miete von Lokalen zur Aufbewahrung von Konkursakti-
ven und die Schulden aus der Weiterführung des Geschäftsbetriebs handeln 
(STÖCKLI/POSSA, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 11 f. zu Art. 262 
SchKG). Die Privilegierung der Massaverbindlichkeiten besteht darin, dass sie nicht 
in den Kollokationsplan, sondern in die Schlussrechnung aufzunehmen sind. Sie 
sind vorab aus dem Verwertungserlös zu begleichen, bevor der Rest an die Kon-
kursgläubiger verteilt wird (STÖCKLI/POSSA, a.a.O., N. 17 zu Art. 262 SchKG). 

15.2 Grundsätzlich verlangt Art. 262 Abs. 1 SchKG eine Gleichbehandlung aller Mas-
sagläubiger. Die Rechtsprechung hat jedoch für die Auslagen und Gebühren des 
Konkursamts und der Konkursverwaltung eine Ausnahme gemacht. Wenn das vor-
handene Vermögen nicht einmal zur Deckung sämtlicher Massaverbindlichkeiten 
ausreicht, so sind in erster Linie die Auslagen des Konkursamts und der Konkurs-
verwaltung zu begleichen. Danach kommen die übrigen Massaverbindlichkeiten an 
die Reihe, mit Ausnahme der Gebühren des Konkursamts und der Konkursverwal-
tung, die erst in letzte Linie zu berücksichtigen sind (BGE 113 III 148 E. 3 und E. 3a 
S. 150 ff.). Diese Rangordnung ist ebenfalls unbestritten.

12

16.

16.1 Vorab ist auf die Ansicht der Beschwerdeführer einzugehen, dass nur die im Vertei-
lungsplan aufgeführten «Auslagen gem. Konkurs-Protokoll» tatsächlich Auslagen 
des Konkursamts betreffen würden. Bei den «Auslagen gem. Kontoauszug» handle 
es sich nicht um eigentliche Auslagen, sondern um die Massaschulden des Kon-
kursverfahrens. Das Konkursamt teilt diese Auffassung.

16.2 Bei den «Auslagen gem. Kontoauszug» (BB 19) handelt es sich um Kosten von 
Drittpersonen, z.B. für Kosten der H.________ AG, für Kosten der I.________ AG 
für die Inventaraufnahme und für Kosten von Rechtsanwalt J.________ für seine 
Beratung (vgl. hierzu auch den Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde ABS 16 
271 vom 14. November 2016 [BB 10], E. 17.6). Bei den Kosten der I.________ AG 
für die Inventaraufnahme in der Höhe von CHF 49'939.20 handelt es sich gemäss 
Art. 262 Abs. 1 SchKG – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer und des 
Konkursamts – um Auslagen und nicht um Massaschulden des Konkursverfahrens. 
Hingegen ist den Beschwerdeführern und dem Konkursamt beizupflichten, dass es 
sich bei den Kosten der H.________ AG für die Bewachung von Gebäuden und 
dem Honorar von Rechtsanwalt J.________ eher um Massaschulden des Kon-
kursverfahrens handeln dürfte. Deshalb ist davon auszugehen, dass die «Auslagen 
gem. Kontoauszug» sowohl Auslagen des Konkursamts als auch Massaschulden 
des Konkursverfahrens beinhalten. Zwischen diesen beiden Kategorien von Mas-
saverbindlichkeiten fand keine saubere Trennung statt. Es hat sich kein Mas-
sagläubiger dagegen beschwert, dass die «Auslagen gem. Kontoauszug» teilweise 
auch Massaschulden des Konkursverfahrens beinhalten, welche nicht vollständig, 
sondern bloss anteilsmässig zu decken gewesen wären (vgl. unten E. 18.4). Des-
halb erübrigt es sich, weiter auf diese Angelegenheit einzugehen und genau zu dif-
ferenzieren, bei welchen Positionen es sich um Auslagen des Konkursamts und bei 
welchen Positionen es sich um Massaschulden des Konkursverfahrens handelt.

17.

17.1 Weiter rügen die Beschwerdeführer, dass das Konkursamt nicht konsequent zwi-
schen Massaschulden des Konkursverfahrens und Massaschulden des Nachlass-
verfahrens unterschieden habe. Dies bestreitet das Konkursamt und führt aus, 
dass es diese Unterscheidung sehr wohl vorgenommen habe. Die Massaschulden 
des Konkursverfahrens seien auf S. 2 des «Verteilungsplans Massaforderungen» 
(BB 1) unter Auslagen aufgeführt und würden sich aus dem Kontoauszug (BB 19) 
ergeben. Dagegen seien die Massaschulden des Nachlassverfahrens direkt im 
«Verteilungsplan Massaforderungen» unter «Massaforderungen während Nach-
lassverfahren» aufgelistet.

17.2 Wie bereits vorstehend erwähnt (vgl. E. 16.2 oben), stellen die «Auslagen gem. 
Kontoauszug» eine Mischung zwischen Auslagen des Konkursamts und Massa-
schulden des Konkursverfahrens dar. Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass es 
sich bei den im Verteilungsplan als «Massaforderungen während Nachlassverfah-
ren» ausgewiesenen Massaschulden teilweise auch um Massaschulden aus dem 
Konkursverfahren handelt. Über die F.________ AG wurde am 30. November 2015 
der Konkurs eröffnet (vgl. E. 1.1 oben). Es ist davon auszugehen, dass die Forde-

13

rung der Ausgleichskasse K.________ für Lohnbeiträge vom 25. Januar 2017 
(Nr. 1 des Verteilungsplans) nach der Konkurseröffnung entstanden ist und deshalb 
nicht mehr das zeitlich vorangegangene Nachlassverfahren betrifft. Das Gleiche gilt 
beispielsweise auch für die Forderung der L.________ SA, welche sich auf den Fi-
nanzierungsleasingvertrag Nr. 202358.004 vom 18. Mai 2016 stützt (Nr. 5 des Ver-
teilungsplans), sowie für die Forderung des Regionalgerichts Oberland vom 11. Mai 
2016 (Nr. 20 des Verteilungsplans). Wie nachfolgend zu zeigen sein wird (vgl. 
E. 18.4 unten), sind Massaschulden des Konkursverfahrens – entgegen der An-
sicht der Beschwerdeführer und des Konkursamts – aber gleich zu behandeln wie 
Massaschulden des Nachlassverfahrens. Eine Trennung dieser beiden Kategorien 
ist damit nicht nötig. Deshalb erübrigt es sich, weiter auf diese Angelegenheit ein-
zugehen und genau zu differenzieren, bei welchen Positionen es sich um Massa-
schulden des Nachlassverfahrens und bei welchen Positionen es sich um Massa-
schulden des Konkursverfahrens handelt. 

18.

18.1 Zentral ist im vorliegenden Verfahren die Frage, ob die während eines dem Kon-
kursverfahren zeitlich vorausgegangenen Nachlassverfahrens entstandenen Mas-
saschulden ebenfalls privilegiert zu behandeln und als Massaverbindlichkeiten im 
Konkurs zu qualifizieren sind. Falls dies zutrifft, ist weiter fraglich, ob die Massa-
schulden des Nachlassverfahrens vor den Gebühren des Konkursamts zu decken 
sind, wenn das vorhandene Vermögen nicht zur Deckung sämtlicher Massaver-
bindlichkeiten ausreicht.

18.2 Wie das Konkursamt in seiner Vernehmlassung zutreffend ausführt, setzen sich die 
Beschwerdeführer nicht mit Art. 310 Abs. 2 SchKG auseinander. Diese Bestim-
mung sieht explizit vor, dass die während einer Nachlassstundung mit Zustimmung 
des Sachwalters eingegangenen Verbindlichkeiten in einem nachfolgenden Kon-
kurs die Masse belasten. Das Gesetz bestimmt damit ausdrücklich, dass diese 
Forderungen in einem nachfolgenden Konkursverfahren Massaverbindlichkeiten 
darstellen. Die Verweise der Beschwerdeführer auf Art. 230 Abs. 1 und Abs. 2 
SchKG und auf Art. 262 Abs. 1 SchKG ändern daran nichts. Es ist nicht ersichtlich, 
inwiefern sie dem klaren Wortlaut von Art. 310 Abs. 2 SchKG widersprächen.

18.3 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer widerspricht der Verteilungsplan auch 
nicht der Lehre. Die Beschwerdeführer zitieren zwei Stellen aus dem Basler Kom-
mentar (STAEHELIN, a.a.O., N. 4 und N. 10 zu Art. 262 SchKG), wonach hervorgeht, 
dass Massaverbindlichkeiten ihren Entstehungsgrund nach der Konkurseröffnung 
haben (vgl. oben E. 4.5). Vom selben Autor stammt jedoch auch folgendes Zitat 
(STAEHELIN/STOJILJKOVIĆ, a.a.O., N. 8a zu Art. 262 SchKG):
Ist dem Konkurs eine Nachlassstundung vorangegangen, sind die in der Zeit der Nachlassstundung 
mit der Zustimmung des Sachwalters eingegangenen Verbindlichkeiten auch im Konkurs als Massa-
kosten zu behandeln. Das Verfehlen des Stundungsziels (Bestätigung eines Nachlassvertrages oder 
Sanierung, Art. 294 Abs. 1) ändert nichts an der einmal begründeten Eigenschaft der Masseverbind-
lichkeit.

Die Beschwerdeführer haben somit den Basler Kommentar nicht vollständig zitiert. 
Für Verbindlichkeiten, die während der dem Konkurs vorangegangenen Nachlass-

14

stundung mit Zustimmung des Sachwalters eingegangen wurden, besteht eine 
Ausnahme vom Grundsatz, dass Massaverbindlichkeiten nach der Konkurseröff-
nung entstehen. Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass die Ter-
minologie im vorstehend erwähnten Zitat nicht ganz präzise ist. Bei Verbindlichkei-
ten, welche während der Nachlassstundung mit Zustimmung des Sachwalters ein-
gegangen wurden, handelt es sich um Massaschulden und nicht um Massakosten 
(LORANDI, a.a.O, S. 464; vgl. zur Unterscheidung zwischen Massakosten und Mas-
saschulden E. 15.1 oben). In diesem Zusammenhang sprechen auch die Be-
schwerdeführer und das Konkursamt übereinstimmend von Massaschulden des 
Nachlassverfahrens.

18.4 Verbindlichkeiten, die während eines dem Konkursverfahren zeitlich vorausgegan-
genen Nachlassverfahrens mit Zustimmung des Sachwalters entstanden sind, stel-
len dementsprechend – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer – Massa-
schulden im Konkursverfahren dar. Sie bilden somit einen Bestandteil der Kosten 
des summarischen Konkursverfahrens. Wie bereits vorstehend unter E. 15.2 erläu-
tert, hat die Rechtsprechung eine Rangordnung entwickelt, wenn das vorhandene 
Vermögen nicht ausreicht, um sämtliche Massaverbindlichkeiten zu decken: 
Zunächst werden die Auslagen des verfahrensleitenden Organs beglichen, danach 
die übrigen Massaverbindlichkeiten (d.h. die Massaschulden) und schliesslich die 
Gebühren des Amts bzw. die Forderungen des verfahrensleitenden Organs. Inner-
halb jeder dieser drei Kategorien gilt ein Anspruch auf gleichmässige bzw. anteilige 
Befriedigung (Art. 220 SchKG analog; LORANDI, a.a.O., S. 477). Vorliegend bedeu-
tet dies, dass die Massaschulden des Konkursverfahrens zusammen mit den Mas-
saschulden des Nachlassverfahrens zwar nach den Auslagen des Konkursamts, 
aber noch vor den Gebühren des Konkursamts zu begleichen sind. Die Einnahmen 
in der Höhe von CHF 335'698.00 reichten aus, um die Auslagen in der Höhe von 
CHF 122'044.50 zu decken. Sie genügten jedoch nicht, um auch noch die Massa-
schulden in der Höhe von CHF 1'269'929.27 zu bezahlen, weshalb die Massagläu-
biger nur eine Dividende von 16.82 % erhielten (vgl. «Verteilungsplan Massaforde-
rungen», BB 1). Für die Gebühren war gar kein Geld mehr vorhanden. Dement-
sprechend haben die Beschwerdeführer auch keinen Anspruch auf Rückerstattung 
des Kostenvorschusses. Wie vorstehend unter E. 16.2 erwähnt, sind einige der als 
Auslagen aufgelisteten Schulden wohl eher als während dem Konkursverfahren 
entstandene Massaschulden zu qualifizieren. Dies bedeutet, dass diese Schulden 
nicht vorab vollständig zu befriedigen gewesen wären, sondern die entsprechenden 
Gläubiger bloss eine anteilsmässige Dividende erhalten hätten. Als Folge davon 
hätte sich die Dividende für die Massagläubiger ein wenig erhöht. Für die Be-
schwerdeführer spielt dies jedoch keine Rolle. Für die Deckung der Gebühren hätte 
auch in diesem Fall kein Geld mehr zur Verfügung gestanden.

19.

19.1 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer geht auch aus dem Entscheid der 
kantonalen Aufsichtsbehörde ABS 16 271 vom 14. November 2016 (BB 10) hervor, 
dass die Konkursgebühren erst nach den Massaschulden aus dem vorgelagerten 
Nachlassverfahren beglichen werden (E. 18). Aus diesem Grund wurden die Ge-
bühren als gefährdet erachtet und folglich wurde ein Kostenvorschuss verlangt. 

15

Falls die Argumentation der Beschwerdeführer zutreffen würde, dass die Massa-
schulden aus dem Nachlassverfahren erst nach den Gebühren gedeckt werden, 
hätte die kantonale Aufsichtsbehörde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
verzichtet. Gemäss dem Entscheid ABS 16 271 verfügte das Konkursamt im dama-
ligen Zeitpunkt über flüssige Mittel von rund CHF 310'000.00. Die Auslagen betru-
gen damals CHF 58'939.20 und die Massaschulden aus dem Nachlassverfahren 
mindestens CHF 343'111.25. Massaschulden, die während dem Konkursverfahren 
entstanden sind, wurden im Entscheid keine erwähnt. Die flüssigen Mittel hätten al-
so längstens ausgereicht, um die Auslagen und die Gebühren zu begleichen, wes-
halb die Erhebung eines Kostenvorschusses unnötig gewesen wäre.

19.2 Im Zusammenhang mit dem Entscheid ABS 16 271 ist weiter darauf hinzuweisen, 
dass die Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass die Massaschulden aus dem 
Nachlassverfahren nicht unter Art. 230 Abs. 2 SchKG fallen, nichts zu ihren Guns-
ten ableiten können. Gemäss dem Entscheid ABS 16 271 hat die in Art. 230 Abs. 2 
SchKG vorgesehen Kostensicherheit nur die «frais futurs éventuels» zu decken. 
Der Zweck der vom Gesetz vorgesehenen Sicherheitsleistung verbiete es, dass 
durch sie Kosten gedeckt würden, die in der Vergangenheit angefallen seien 
(E. 17.4). Bestehende Massaschulden aus dem gescheiterten Nachlassverfahren 
dürften nicht nach Art. 230 Abs. 2 SchKG durch die Gläubiger sichergestellt wer-
den, da es sich dabei nicht um zukünftige Kosten handle (E. 17.5). Deshalb redu-
zierte die Aufsichtsbehörde den Kostenvorschuss von CHF 1‘928‘000.00 auch auf 
CHF 31'000.00. Wie das Konkursamt zutreffend ausführt, sind die zu verlangende 
Kostensicherheit und die tatsächlichen Kosten des summarischen Konkursverfah-
rens zu unterscheiden. Die Massaschulden aus dem vorangegangenen Nachlass-
verfahren sind zwar nicht sicherzustellen, jedoch bei der Verteilung vorab zu tilgen 
(vgl. E. 18.1 des Entscheids ABS 16 271).

20. Schliesslich machen die Beschwerdeführer geltend, dass der Verteilungsplan dem 
Zirkularschreiben des Konkursamts vom 19. Mai 2021 (BB 17) widerspreche. Ziff. 2 
dieses Zirkularschreibens sah u.a. vor, dass die «relevanten Konkurskosten im Be-
trag von CHF 37'500.00 (gemäss Entscheid ABS 16 271 der Aufsichtsbehörde in 
Betreibungs- und Konkurssachen vom 14. November 2016) sowie die Auslagen der 
Konkursverwaltung» von den Einnahmen in Abzug zu bringen seien, bevor die Ver-
teilung an die Massagläubiger stattfinde (vgl. E. 1.6 oben). Dieses Zirkularschrei-
ben steht tatsächlich im Widerspruch zum Verteilungsplan, indem das Konkursamt 
ausgeführt hat, dass die Gebühren aus den Einnahmen zu bezahlen seien, bevor 
die Massaschulden aus dem Nachlassverfahren gedeckt würden. Die Beschwerde-
führer können daraus jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie vorstehend er-
läutert, wurde der Verteilungsplan korrekt erstellt. Die Ausführungen in Ziff. 2 des 
Zirkularschreibens vom 19. Mai 2021 erweisen sich jedoch als falsch. Beim Zirku-
larschreiben ging es jedoch hauptsächlich darum, die Zustimmung der Gläubiger 
für die weitere Vorgehensweise einzuholen. Der Antrag im Zirkularschreiben laute-
te, dass die Konkursverwaltung zu ermächtigen sei, die provisorische Verteilungs-
liste für die Massaverbindlichkeiten zu erstellen und nach deren Rechtskraft die 
Auszahlung der Abschlagszahlungen an die Massagläubiger vorzunehmen. Da 
kein Gläubiger gegen diesen Antrag opponierte, wurde dieser Antrag zum Be-

16

schluss erhoben. Dies gilt jedoch nicht für die Ausführungen in Ziff. 2 des Zirkular-
schreibens zur beabsichtigen Verteilung. Im Antrag stand explizit, dass die Vertei-
lungsliste zuerst noch zu erstellen sei und in Rechtskraft erwachsen müsse, bevor 
die Auszahlung der Abschlagszahlungen an die Massagläubiger vorgenommen 
werden könne. Für die Verteilung ist damit alleine der «Verteilungsplan Massafor-
derungen» massgebend. Ausserdem ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführer 
gegen diesen Verteilungsplan rechtzeitig ein Rechtsmittel ergriffen haben. Sie kön-
nen also nicht geltend machen, dass sie auf die Ausführungen im Zirkularschreiben 
vertraut und es deshalb unterlassen hätten, gegen den Verteilungsplan Beschwer-
de zu erheben.

21. Zusammenfassend ergibt sich, dass der «Verteilungsplan Massaforderungen» zu 
Recht vorsieht, dass die Massaschulden aus dem dem Konkurs zeitlich vorange-
henden Nachlassverfahren vor den Gebühren des Konkursverfahrens befriedigt 
werden. Dies bedeutet, dass die Konkurseinnahmen nicht ausreichen, um die Ge-
bühren des Konkursamts zu decken und die Beschwerdeführer ihren Kostenvor-
schuss in der Höhe von CHF 31'000.00 nicht zurückerhalten. Folglich sind die Be-
schwerden abzuweisen.

22. Im betreibungs- und konkursrechtlichen Beschwerdeverfahren werden weder Ge-
richtskosten erhoben noch Parteientschädigungen gesprochen (Art. 20a SchKG 
und Art. 61 Abs. 2 sowie Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).

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Die Aufsichtsbehörde entscheidet:

1. Die Beschwerden werden abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

3. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin 1 und dem Beschwerdeführer 2, beide vertreten durch 

Rechtsanwalt B.________
- der Beschwerdeführerin 3, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E.________
- Betreibungs- und Konkursamt Oberland

Bern, 24. Januar 2022 Im Namen der Aufsichtsbehörde
in Betreibungs- und Konkurssachen

Der Präsident:

Oberrichter Studiger

Die Gerichtsschreiberin:

Peng

Rechtsmittelbelehrung
Gegen den Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen kann innert 
zehn Tagen nach der Eröffnung beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden. Wegen Rechtsverweige-
rung oder Rechtsverzögerung durch die kantonale Aufsichtsbehörde ist die Beschwerde jederzeit zulässig 
(Art. 72 Abs. 2 Bst. a, Art. 95 ff., Art. 100 des Bundesgerichtsgesetzes [BGG; SR 173.110]). Die Beschwerden 
sind an die folgende Adresse einzureichen: Schweizerisches Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.

Hinweis:
Es wurde kein Rechtsmittel an das Bundesgericht erhoben.