# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e676840e-3434-5eca-b8b1-30bbccfd89cb
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 18.06.2020 S 2019 162
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-162_2020-06-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 18. Juni 2020
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2019 162

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Urteil S 2019 162

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1967, meldete sich im August 2016 unter 
Hinweis auf Multiple Sklerose (MS) erstmals bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an 
(IV-act. 2). Die IV-Stelle holte daraufhin im Rahmen ihrer Abklärungen bei den 
behandelnden Ärzten aktuelle Berichte ein und legte das Dossier dem Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD) vor. Vom 29. Januar bis 7. März 2018 fand sodann eine berufliche 
Abklärung im P.________ statt (IV-act. 52). Nachdem dabei abklärerseitig eine Rückkehr 
in den ersten Arbeitsmarkt als unrealistisch beurteilt worden war, was deutlich mit der 
Einschätzung der behandelnden Neurologin kontrastierte, liess die IV-Stelle den 
Versicherten neuropsychologisch begutachten (IV-act. 77). Mit Vorbescheid vom 12. März 
2019 (IV-act. 81) bzw. Verfügung vom 31. Oktober 2019 (IV-act. 105) sprach die IV-Stelle 
dem Versicherten schliesslich eine Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Februar 2017 zu. 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 2. Dezember 2019 liess der Versicherte 
beantragen, die angefochtene Verfügung vom 31. Oktober 2019 sei aufzuheben und ihm 
sei eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. Zur Begründung liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen 
geltend machen, es würden schwerwiegende und nicht heilbare Verletzungen seines 
rechtlichen Gehörs vorliegen, die das ohnehin unvollständige neuropsychologische 
Fachgutachten von Dr. C.________ und Dipl. Psych. D.________ unverwertbar machten. 
Für die Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit sei daher auf den Abklärungsbericht des 
P.________ vom 4. April 2018 abzustellen. Es sei nicht nachvollziehbar, wie es für ihn mit 
MS, der Fatigue-Symptomatik und Schlafapnoe sowie den grossen 
Konzentrationsschwierigkeiten und dem Uhthoff-Phänomen möglich sein solle, in der 
angestammten Tätigkeit zu arbeiten. Komme hinzu, dass auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt keine Teilzeitstelle im angestammten Bereich existiere. Abschliessend liess 
der Beschwerdeführer diverse Einwände betreffend die Berechnung des Validen- und 
Invalideneinkommens erheben (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 5. Dezember 2019 verlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt (act. 3).

D. Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen 
ausgeführt, von einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör könne im 
vorliegenden Fall nicht die Rede sein. Sodann werde bestritten, dass das 

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neuropsychologische Gutachten von Dr. C.________ verschiedene Mängel aufweise bzw. 
nicht beweiskräftig sein solle. Das Gutachten sei vom erfahrenen RAD-Arzt 
Dr. E.________ geprüft worden und ihr, der Beschwerdegegnerin, zur 
Leistungsbeurteilung empfohlen worden. Es sei dem Beschwerdeführer demnach möglich 
und zumutbar, eine Tätigkeit wie bei der F.________ GmbH mit einem ähnlichen 
Einkommen in einem 60 %-Pensum auszuüben (act. 5).

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an Ihren 
Anträgen fest (act. 7 und 9). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 31. Oktober 2019; diese ging 
gemäss unbestritten gebliebenen Angaben am 2. November 2019 beim Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 2. Dezember 2019 der Post übergeben und ging am 5. Dezember 2019 beim 
Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige 
Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen 
Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, 
weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

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2.
2.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
31. Oktober 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

2.2 Somit ist vorliegend grundsätzlich der Sachverhalt massgebend, wie er sich bis 
zum 31. Oktober 2019 präsentierte. Spätere ärztliche Berichte sind ausnahmsweise zu 
berücksichtigen, wenn daraus konkrete Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses gezogen werden können (Urteile BGer 8C_71/2017 
vom 20. April 2017 E. 8.3 und 9C_48/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.2.1 mit weiteren 
Hinweisen).

Replicando liess der Beschwerdeführer den Bericht von Dr. med. G.________, Fachärztin 
FMH für ORL, vom 6. Dezember 2019 einreichen (Bf-act. 18). Diesem Bericht kann zwar 
entnommen werden, dass der Beschwerdeführer am 22. November 2019 einen Hörsturz 
erlitt. Angesichts der Tatsache aber, dass der Bericht erst nach Erlass der vorliegend 
angefochtenen Verfügung erging und Dr. G.________ über einen Zustand berichtete, wie 
er sich nach Verfügungserlass, mithin am 22. November und 6. Dezember 2019, 
präsentiert hat, können die daraus resultierenden Schlüsse vorliegend nicht berücksichtigt 
werden. Insoweit sich eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ergeben hätte, 
ist der Beschwerdeführer auf den Weg der Neuanmeldung zu verweisen. Für das 
vorliegende Verfahren kann der Beschwerdeführer aus dem erlittenen Hörsturz jedenfalls 
nichts zu seinen Gunsten ableiten und der Bericht von Dr. G.________ nicht berücksichtigt 
werden.

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 

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von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 
70 E. 4b/cc).

4. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergibt 
sich aus den Akten Folgendes:

4.1 Dem neuropsychologischen Untersuchungsbericht von lic. phil. H.________, 
Neuropsychologin/Verkehrspsychologin, und Dr. med. I.________, leitende Ärztin 
Neurologie, vom 8. Oktober 2015 (IV-act. 5 S. 3 ff.) lässt sich entnehmen, dass beim 
Versicherten MS diagnostiziert wurde. Der erste Schub der Erkrankung äusserte sich 
dabei in Form einer Fühlstörung des linken Auges im Juni 2014. In den Testleistungen 
zeigten sich deutliche Defizite in der kognitiven Flexibilität sowie leichte Minderleistungen 
in der Arbeitsgedächtnis- sowie der verbal-mnestischen Leistung. Im 
Sprechstundenbericht vom 10. November 2015 (IV-act. 5 S. 8 f.) wurde sodann eine 
organische depressive Störung, zusätzliche Fatigue Symptomatik diagnostiziert. Während 
im neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 8. Oktober 2015 noch eine 
Reduktion des Arbeitspensums auf 80 % empfohlen wurde, sah Dr. I.________ im 

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Sprechstundenbericht vom 10. November 2015 infolge markanter Stimmungsstabilisierung 
hierfür keine absolute Notwendigkeit mehr.

4.2 Die nächste neuropsychologische Verlaufsuntersuchung fand schliesslich am 
9. Mai 2016 statt. Dem entsprechenden Untersuchungsbericht lässt sich entnehmen, dass 
der Versicherte sein Arbeitspensum ab Februar 2016 auf 60 % reduziert hatte, was auch 
von der behandelnden Neurologin als sinnvoll angesehen wurde. Im Gegensatz zur 
neuropsychologischen Voruntersuchung vom 8. Oktober 2015 zeigten sich verstärkte 
mnestische Defizite und eine hohe Fehleranfälligkeit sowohl in der verbalen als auch in 
der figuralen Modalität. Eine depressive Symptomatik lag nicht mehr vor (IV-act. 5 S. 10 
ff.).

4.3 Ein weiterer MS-Schub folgte zu Beginn des Jahres 2016 (passagere Sehstörung 
des linken Auges mit Farbentsättigung). Mit Sprechstundenbericht vom 11. August 2016 
ging Dr. I.________ daher von einer Aktivität der chronisch entzündlichen Erkrankung aus, 
weshalb die Behandlung mit Tecfidera aufgenommen wurde. Da zudem nicht davon 
ausgegangen werden konnte, dass die frühere Arbeitsleistung wieder erreicht werden 
kann, empfahl Dr. I.________ die IV-Anmeldung (IV-act. 5 S. 1 f.).

4.4 Mit Arztbericht vom 22. September 2016 berichtete schliesslich auch Hausarzt 
Dr. med. J.________, Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, über den Versicherten 
und hielt aktuell einen weiteren MS-Schub fest. Doktor J.________ attestierte dem 
Versicherten eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit seit Februar 2016 und wies darauf hin, dass 
die Konzentration vermindert und die Fehlerquote erhöht sei. Zudem leide der Patient 
teilweise an starker Müdigkeit, weshalb er mehr Pausen und Zeit für seine Aufgaben 
brauche (IV-act. 8 S. 1 ff.).

4.5 Am 30. Januar 2017 nahm RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Innere 
Medizin FMH, erstmals Stellung und wies darauf hin, dass sich der Versicherte in der 
verbleibenden Zeit mit dem Garten und dem Haushalt beschäftigt und sich daneben auch 
noch karitativ betätigt habe. Dies spreche dafür, dass zuletzt angesichts der zumindest 
teilremittierten affektiven Problematik womöglich eine höhere Arbeitsfähigkeit (70 bis 
80 %) zu realisieren wäre. Dagegen spreche aber der Sachverhalt, dass zum Zeitpunkt 
der hausärztlichen Berichterstattung offenbar ein neuerliches therapiebedürftiges 
Schubereignis aufgetreten sei. Doktor E.________ kam zum Schluss, dass eine 

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dauerhafte Einschränkung als überwiegend wahrscheinlich angenommen werden müsse 
(IV-act. 9).

4.6 Nach Einholen weiterer Verlaufsberichte (IV-act. 26 und 28) nahm RAD-Arzt 
Dr. E.________ am 4. Juli 2017 erneut Stellung und führte aus, den Neuakten könne unter 
der seit September 2016 etablierten verlaufsmodulierenden Therapie mit Tecfidera von 
Seiten der MS ein soweit stabiler Verlauf mit indes persistierender motorischer und 
kognitiver Fatigue angenommen werden. Der Versicherte habe offenbar im März 2017 
eine neue verantwortungsvolle Stelle als Q.________ in einem 100 %-Pensum 
angetreten, wobei sich nicht unerwartet relativ schnell eine Überlastungs-Situation mit 
ängstlich-depressiver Symptomatik entwickelt habe, weshalb von hausärztlicher Seite ab 
dem 3. Mai 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde. In vorstehendem 
Kontext werde der Versicherte im APD fachärztlich psychiatrisch und medikamentös 
antidepressiv behandelt. Den bisherigen Verlauf berücksichtigend ging Dr. E.________ 
davon aus, dass konsistent zur fachärztlich neurologischen Beurteilung ab Februar 2016 
eine deutlich verminderte Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von ca. 50 bis 60 % 
vorliege. Dies lasse sich vordergründig vor allem mit der deutlichen somatischen und 
kognitiven Fatigue-Symptomatik begründen (IV-act. 29). 

4.7 Mit Sprechstundenbericht vom 28. Juni 2017 hielt Dr. I.________ aktuell eine 
ausgeprägte Fatigue-Symptomatik und einen Erschöpfungszustand bei hoher beruflicher 
Anforderung fest. Beurteilend kam Dr. I.________ zum Schluss, dass die schrittweise 
Einführung einer Tagesstruktur, Aufstellen einer Agenda mit Tageszielen sowie die 
Einhaltung eines sinnvollen Tag-Nacht-Rhythmus erforderlich sei. Der Patient sei aus 
neurologisch-neuropsychologischer Sicht in einem Pensum bis 60 % arbeitsfähig, wie dies 
am vorhergehenden Arbeitsplatz habe eingehalten werden können (IV-act. 39 S. 15 ff.). 
Mit Sprechstundenbericht vom 24. Juli 2017 empfahl Dr. I.________ erneut den 
Arbeitsbeginn mit zunächst 40 % und schrittweiser Steigerung auf die vormals 
empfohlenen 60 % (IV-act. 39 S. 13 f.). 

4.8 Ab dem 29. Januar 2018 fand schliesslich eine berufliche Abklärung im 
P.________ statt. Infolge ungenügender Resultate in der Anfangszeit musste die 
Abklärung mit geplanter Laufzeit von drei Monaten jedoch frühzeitig per 7. März 2018 
abgebrochen werden. Beurteilend wurde im Abklärungsbericht des P.________ vom 
4. April 2018 festgehalten, dem Versicherten sei es nicht gelungen, Konzentration und 
Aufmerksamkeit genügend und konstant auf die Arbeitsanforderungen zu richten und 

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quantitativ wie qualitativ verwertbare Resultate zu erzielen. Auffälligkeiten hätten sich auch 
im Auffassungsvermögen gezeigt. Dem Versicherten seien insbesondere bei etwas 
umfassenderen und komplexeren Aufgaben Teile der Instruktion entgangen. Das 
schriftliche Subtrahieren habe ihm mehrmals vermittelt werden müssen, bis er die 
Aufgaben selbständig habe lösen können. Das Erlernen von neuen Anwendungen in Word 
und Excel sei ihm nicht gelungen. Ein Arbeitspensum von vier Stunden täglich habe der 
Versicherte nur mit Mühe bewältigen können. Er habe am Mittag meist einen Mittagsschlaf 
benötigt und am Nachmittag zusätzlich mehrere kurze Pausen, um das Pensum einhalten 
zu können. Aufgrund der erhobenen Resultate und Schwierigkeiten sei eine Rückkehr in 
den ersten Arbeitsmarkt unrealistisch. Aufgrund der Abklärungsresultate und der vom 
Versicherten wahrgenommenen Verschlechterung wurde eine neuropsychologische 
Begutachtung empfohlen (IV-act. 52).

4.9 In Anbetracht dessen, dass die Ergebnisse der beruflichen Abklärung im 
P.________ deutlich mit der Einschätzung der behandelnden Neurologin kontrastierten, 
empfahl schliesslich auch RAD-Arzt Dr. E.________ mit Stellungnahme vom 8. Mai 2018 
eine neuropsychologische Begutachtung (inklusive Beschwerde-/Symptomvalidierung; IV-
act. 54).

4.10 Doktor phil. C.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, 
Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, erstattete ihr neuropsychologisches Gutachten 
am 6. Februar 2019. Darin hielt sie u.a. fest, dass sich eine signifikante langsamere 
Reaktionszeit in allen computerbasierten Aufmerksamkeitstests sowie bei der PC-
basierten Prüfung der Flexibilität gefunden hätten. Auch hätten sich die Leistungen bei 
Anforderungen an das Arbeitsgedächtnis, den verbalmnestischen Leistungen sowie der 
Wortflüssigkeit verschlechtert. Dem hätten Verbesserungen in einem Papier-Bleistift-
Verfahren zur mentalen Flexibilität sowie die Zahl falsch positiver Nennungen im verbalen 
Lerntest gegenübergestanden. Die subjektiv vorhandenen depressiven Symptome hätten 
gegenüber 2016 deutlich zugenommen. Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
nannte Dr. C.________ eine wahrscheinliche Aggravation neurokognitiver Störungen auf 
dem Boden anzunehmender authentischer Beeinträchtigungen bei MS (ED 2014) mit 
Fatigue und Schmerzbelastung und aktenanamnestisch eine organische depressive 
Störung (ICD-10 F06.32). Die Gutachterin wies darauf hin, dass die Performanz- und 
Beschwerdevalidierung eine unzureichende Anstrengungsbereitschaft und eine 
übertriebene Beschwerdenschilderung gezeigt hätten. Damit müsse von invaliden 
Befunden ausgegangen werden. Auf diesem Hintergrund sei auch die Selbstdeklaration 

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der erlebten kognitiven und motorischen Fatigue als nicht valide zu werten, zumal auch im 
eingesetzten Verfahren ein durch Extremantworten gekennzeichneter Antwortstil zu 
verzeichnen gewesen sei. Analoges gelte für die im Beck Depressionsinventar gemachten 
Angaben. Eine Abschätzung der realen Leistungsfähigkeit sei somit nicht möglich. Trotz 
der Diagnose einer wahrscheinlichen Aggravation neurokognitiver Leistungseinbussen 
und affektiver Beeinträchtigungen sei aber das Vorliegen von kognitiven Störungen und 
einer Fatigue an sich bei Vorliegen einer MS plausibel und angesichts der 
Prävalenzzahlen sogar überwiegend wahrscheinlich. Leider könnten diese 
gesundheitlichen Einschränkungen angesichts der negativen Antwortverzerrung nicht 
verifiziert werden. Im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung hätten sich einige 
Inkonsistenzen ergeben. Die Beurteilung der beruflichen Abklärung am P.________ habe 
auf der irrigen Annahme beruht, dass sowohl die erhobenen Testbefunde als auch die 
Angaben des Patienten authentisch gewesen seien. Dies werde aus heutiger Sicht 
angezweifelt. Bereits bei der neuropsychologischen Verlaufsuntersuchung vom Mai 2016 
habe es trotz verbesserter Arbeitsgedächtnisleistungen schon damals Hinweise auf nicht-
authentische mnestische Leistungen gegeben. Bei der aktuellen Untersuchung hätten die 
erzielten Testergebnisse in gewissen Bereichen gar signifikant und in klinisch valentem 
Ausmass unter denen von 2016 und/oder 2015 gelegen. Irritierend sei dabei auch der 
Umstand, dass die benötigte Bearbeitungszeit bei einem Paper-Pencil-Verfahren, welches 
Anforderungen an den Aufmerksamkeitswechsel, die visuelle Suche und die 
Graphomotorik stelle, aktuell nur noch 60 % der 2015 erforderlichen Zeit betragen habe. 
Diese Verbesserung in den durchschnittlichen Bereich hinein, kontrastiere mit der 
beschriebenen Verschlechterung nahezu aller übrigen Reaktionszeiten auf ein mittelgradig 
bis schwer beeinträchtigtes Niveau. Neben weiteren testinternen Validitätsparametern im 
Bereich der Aufmerksamkeit hätten auch zwei Antwortwahlverfahren für negative 
Antwortverzerrung sprechende Ergebnisse erbracht. Angesichts der eingeschränkten 
Kooperationsbereitschaft des Versicherten könnten die angesichts der Grunderkrankung 
anzunehmenden kognitiven Einschränkungen nicht positiv nachgewiesen und quantitativ 
eingegrenzt werden (IV-act. 77).

4.11 Der zuständige RAD-Arzt Dr. E.________ nahm zum Gutachten von 
Dr. C.________ am 26. Februar 2019 Stellung und hielt u.a. fest, dass das Gutachten 
inhaltlich und formal korrekt sei und der IV-Stelle in der Gesamtschau zur Leistungs-
Beurteilung empfohlen werden könne, wenngleich angesichts der einschränkten 
Kooperationsbereitschaft des Versicherten die angesichts der Grunderkrankung 
anzunehmenden kognitiven Einschränkungen nicht positiv hätten nachgewiesen und 

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quantitativ eingegrenzt werden können. Unter Berücksichtigung dieses Umstandes könne 
auch die Frage nach dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit vom RAD nicht beantwortet werden. 
Gestützt auf Erfahrungswerte lasse sich indes mit den vordergründig postulierten Fatigue-
assoziierten Defiziten in der Regel keine Arbeitsunfähigkeit über 50 % begründen. Daher 
erachte er die fachärztlich neurologische Einschätzung einer im Querverlauf 60%igen 
Arbeitsfähigkeit ab Februar 2016 als möglich/denkbar (IV-act. 80).

4.12 Am 6. Mai 2019 nahm RAD-Arzt Dr. E.________ sodann zu den diversen im 
Rahmen des Vorbescheidverfahrens neu aufgelegten ärztlichen Berichten (IV-act. 93, 97 
und 101) und den Ausführungen des Rechtsvertreters Stellung und führte aus, seitens des 
RAD lasse sich nicht aussagen, inwieweit Dr. C.________ aktiv bei der Begutachtung 
involviert gewesen sei. Es könne aber davon ausgegangen werden, dass der substantielle 
Anteil der Würdigung/Beurteilung der Testresultate im Kontext der gesamten Aktenlage 
überwiegend durch die leitende Gutachterin Dr. C.________ erfolgt sei. Die Gutachten von 
Dr. C.________ vermöchten erfahrungsgemäss die qualitativen Anforderungen an ein 
medizinisches bzw. neuropsychologisches Gutachten vollumfänglich zu erfüllen und die 
Qualifikation der Gutachterin sei in keiner Art und Weise in Frage zu stellen. Den neu 
vorliegenden Akten könnten von Seiten der MS keine neuen Schubsymptome/-ereignisse 
entnommen werden. Der neurologische Untersuchungsbefund sei mehr oder weniger 
unverändert ohne Hinweise auf eine sekundäre Progredienz. Die Behandlung mit Gylenia 
werde offenbar gut vertragen. Im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung zur 
Objektivierung der beklagten Defizite sei auch den Defiziten im Zusammenhang mit der 
Depression und Schlafapnoe Rechnung getragen worden. Diese müssten de facto als 
multifaktoriell bedingt eingestuft werden und liessen sich nicht losgelöst von der MS 
beziffern. Die ophthalmologische Problematik bedinge weitere Abklärungen. Im Falle 
bestätigter Doppelbilder könne von einer Behandelbarkeit ausgegangen werden. 
Insgesamt könnten den Neuakten keine Befunde entnommen werden, welche eine von 
der bisherigen abweichenden Beurteilung zu begründen vermöchten (IV-act. 102).

5.
5.1 Diese medizinischen Unterlagen gilt es nun nach dem im 
Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung zu werten, 
d.h. der Richter ist grundsätzlich an keine förmlichen Beweisregeln gebunden. Zu 
beachten ist dabei jedoch, dass der Sozialversicherungsrichter bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen darf, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine 

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und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die 
Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar 
erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So ist namentlich den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 
Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Berichte von Hausärzten – wie auch 
von behandelnden Fachärzten (Urteil BGer 8C_812/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 8.2) – 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden 
Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und Therapie grundsätzlich mit 
Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt, den 
behandelnden Spezialarzt und namentlich für den therapeutischen Psychiater mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, welches die geklagten Beschwerden als 
Faktum hinzunehmen hat (Urteil BGer 9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit 
zahlreichen Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede substanziiert vorgetragene 
Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen 
und Schlussfolgerungen eines vom Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten 
Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen 
BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). 

5.2 Bei Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) im Sinne von Art. 49 
Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) – um solche 
handelt es sich bei den vorliegenden Stellungnahmen des RAD Zentralschweiz – ist zu 

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beachten, dass es sich dabei weder um medizinische Gutachten im Sinne von Art. 44 
ATSG noch um Untersuchungsberichte gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV handelt. Ihre Funktion 
besteht einzig darin, den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. 
Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung 
vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder 
aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Solchen Berichten nach Art. 49 
Abs. 3 IVV kann zwar ein gewisser Beweiswert zugemessen werden und es ist nach der 
Rechtsprechung dem Sozialversicherungsgericht grundsätzlich auch nicht verwehrt, 
gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich vom am Recht stehenden 
Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen 
Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu 
stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (Urteil BGer 
9C_341/2007 vom 16. November 2007 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). 
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf 
allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 
in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei 
begründet, allerdings nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil BGer 8C_971/2012 vom 
11. Juni 2013 E. 3.4).

6. Im Zusammenhang mit der Gutachterbestellung lässt der Beschwerdeführer 
geltend machen, seine Mitwirkungsrechte und damit sein Anspruch auf rechtliches Gehör 
seien in unheilbarer Weise verletzt worden. Es sei ihm von der Beschwerdegegnerin 
weder Gelegenheit eingeräumt worden, sich Art. 44 ATSG entsprechend zur 
"Mitbegutachterin", Dipl. Psych. D.________, zu äussern noch ergänzende Fragen an die 
Gutachter zu stellen.

6.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 Satz 1 ATSG haben die Parteien Anspruch 
auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, 
andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines 
Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört 
insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden 
Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten 
zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 

13

Urteil S 2019 162

wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu 
äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 
mit Hinweisen).

Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der 
Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. 
Praxisgemäss kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen 
Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit 
erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die 
Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen Mangels soll aber die 
Ausnahme bleiben (BGE 127 V 431 E. 3d/aa). Nach der Rechtsprechung kann selbst eine 
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden, wenn und soweit die 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen 
führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei 
an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären. Voraussetzung 
ist, dass die heilende Instanz selber in Bezug auf die vom Gehörsmangel betroffenen 
Aspekte die gleiche Kognition hat wie die untere Instanz (BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2). 
Unter diesen Umständen kann sogar eine Pflicht zur Heilung im Rechtsmittelverfahren 
bestehen (Urteil BGer I 706/06 vom 9. Januar 2008 E. 4.2.1 mit Hinweisen).

6.2 Nach der Rechtsprechung gelten die rechtsstaatlichen Anforderungen an die 
medizinische Begutachtung, wie sie in BGE 137 V 210 für polydisziplinäre MEDAS-
Begutachtungen umschrieben worden sind, grundsätzlich sinngemäss auch bei mono- und 
bidisziplinären medizinischen Begutachtungen (BGE 139 V 349 E. 5.4). Weil hier die 
zufallsbasierte Zuweisung zu einer Gutachterstelle nicht zur Anwendung gelangt, ist die 
Beachtung der Verfahrensgarantien bei mono- und bidisziplinären Expertisen umso 
wichtiger und die prozessuale Chancengleichheit bei der Auswahl der Fachdisziplinen und 
der Gutachterfragen besonders bedeutsam (Urteil BGer 8C_557/2014 vom 18. November 
2014 E. 5.2.1). Zu diesen Garantien gehört namentlich das Recht der versicherten Person 
zur vorgängigen Fragestellung (BGE 139 V 349 E. 5.1, 5.2.3 und 5.4). Ziel dieser 
Mitwirkungsmöglichkeit ist eine einzelfalladäquate Fragestellung, welche zur Qualität des 
Gutachtens wesentlich beiträgt (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Dies bedeutet umgekehrt, 
dass allfällige Fragen der versicherten Person nicht unbesehen ihrer Quantität und 
Qualität den Experten zur Beantwortung vorzulegen sind. Vielmehr darf sich der 
Versicherungsträger oder das kantonale Versicherungsgericht darauf beschränken, 
lediglich die für den Einzelfall erheblichen Fragen weiterzuleiten. Insbesondere können 

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Urteil S 2019 162

Verwaltung oder Gericht von der Beantwortung der Ergänzungsfragen durch den Experten 
absehen, wenn davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil BGer 
8C_386/2014 vom 6. Oktober 2014 E. 4.3).

6.3 Was zunächst den Vorwurf des Beschwerdeführers anbelangt, wonach ihm der 
Name der "Mitbegutachterin", Dipl. Psych. D.________, vorgängig nicht bekanntgegeben 
worden sei und er daher keine Möglichkeit gehabt habe, sich dazu zu äussern, ist auf 
Art. 44 ATSG zu verweisen. Nach dieser Gesetzesbestimmung gibt der 
Versicherungsträger, wenn er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder 
eines unabhängigen Sachverständigen einholen muss, der Partei deren oder dessen 
Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und 
Gegenvorschläge machen. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer am 9. Mai 2018 schriftlich mitgeteilt, dass eine neuropsychologische 
Untersuchung notwendig sei und damit Dr. C.________ beauftragt werde. Im Weiteren 
enthält das Schreiben den Hinweis, dass triftige Einwendungen gegen die Art der 
Begutachtung, die vorgesehene Fachdisziplin sowie die begutachtende Person bis zum 
21. Mai 2018 bei der IV-Stelle schriftlich eingereicht werden könnten (vgl. IV-act. 55). 
Innert dieser Frist äusserte sich der Beschwerdeführer weder zur Art der Begutachtung 
und der Fachdisziplin noch zu Dr. C.________ als Gutachterin, weshalb die 
Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen ist, er sei damit einverstanden. Nun 
trifft es zwar zu und wird auch von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten, dass an der 
neuropsychologischen Begutachtung nebst der beauftragten Gutachterin auch noch 
Dipl. Psych. D.________ mitgewirkt hat (vgl. IV-act. 77 S. 2), obwohl dem 
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 9. Mai 2018 lediglich der Name von Dr. C.________ 
mitgeteilt wurde. Umfasst ein Gutachterauftrag verschiedene Bereiche, welche von 
mehreren Sachverständigen begutachtet werden, müssen die Namen aller vorgesehenen 
Personen genannt werden. Demgegenüber bezieht sich die Namensnennung nicht auf 
Substitute und Erfüllungsgehilfen (Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 44 N. 46). Wie 
in der nachfolgenden Erwägung noch aufzuzeigen sein wird, agierte 
Dipl. Psych. D.________ vorliegend lediglich als Hilfsperson, weshalb die 
Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet war, dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 
9. Mai 2018 auch deren Namen mitzuteilen. Eine Verletzung von Art. 44 ATSG bzw. dem 
Anspruch auf Bekanntgabe des Namens der sachverständigen Person kann vorliegend 
jedenfalls nicht erblickt werden. Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin den 

15

Urteil S 2019 162

Mitwirkungsrechten des Beschwerdeführers mit ihrem Vorgehen vollumfänglich Genüge 
getan.

6.4 Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der Beizug von Hilfspersonen im 
Rahmen der Erstattung von medizinischen Gutachten grundsätzlich zulässig (Urteil BGer 
I 874/06 vom 8. August 2007 E. 4.1.1). Da das Rechtsverhältnis zwischen der IV-Stelle 
und der beauftragten Gutachterin als verwaltungsrechtlicher Gutachtervertrag zu 
bezeichnen ist, der gemäss einhelliger Meinung in der Lehre den auftragsrechtlichen 
Bestimmungen von Art. 394 ff. OR untersteht (Massimo Aliotta, in: Basler Kommentar, 
Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 44 N. 12), ist der Beizug von 
Substituten und Hilfspersonen wohl aber nur in engem Rahmen möglich (Kieser, a.a.O., 
Art. 44 N. 46).

Vorliegend wurde Dr. C.________ von der IV-Stelle mit der neuropsychologischen 
Begutachtung beauftragt. Die Exploration fand am 6. September 2018 statt und dauerte 
von 9.50 bis 19.50 Uhr. Wie bereits festgestellt, wirkte dabei offensichtlich auch 
Dipl. Psych. D.________ mit. Dass die beauftragte Gutachterin gewisse Tests oder 
Befragungen von Dipl. Psych. D.________ durchführen liess und nicht während allen 
Tests selber physisch anwesend war, ist durchaus möglich und nach bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung zulässig. Die Verwertbarkeit des Gutachtens wird dadurch jedenfalls nicht 
eingeschränkt, von einer Verletzung des Grundsatzes der persönlichen Leistungspflicht 
kann nicht die Rede sein. In welchem Umfang die Mitwirkung von 
Dipl. Psych. D.________ vorliegend geschah, lässt sich dem Gutachten zwar nicht 
entnehmen. Wie RAD-Arzt Dr. E.________ jedoch zutreffend darauf hingewiesen hat, 
handelt es sich bei Dr. C.________ um eine Gutachterin, die für qualitativ hochwertige 
neuropsychologische Gutachten bekannt ist. Anhaltspunkte, dass Dr. C.________ bei der 
klinischen Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und 
Verhaltensbeobachtung lediglich in geringem Umfang persönlich beteiligt gewesen bzw. 
die Begutachtung nahezu vollumfänglich von Dipl. Psych. D.________ durchgeführt 
worden sein soll, ergeben sich aus dem Gutachten jedenfalls nicht. Bei den Ausführungen 
des Beschwerdeführers, wonach sich Dr. C.________ lediglich eine knappe halbe Stunde 
mit ihm befasst habe (vgl. IV-act. 68), handelt es sich um eine Parteibehauptung, die in 
keiner Weise belegt ist. Soweit der Beschwerdeführer sodann versucht, aus 
irgendwelchen Textpassagen im Gutachten darauf zu schliessen, dass 
Dipl. Psych. D.________ mehr denn eine Hilfsperson an der Begutachtung mitgewirkt 
habe, ist dies nicht nachvollziehbar. Schliesslich ist noch einmal daran zu erinnern, dass 

16

Urteil S 2019 162

lediglich Dr. C.________ von der IV-Stelle mit der Begutachtung beauftragt wurde und sie 
das Gutachten auch visiert hat, woraus ersichtlich ist, dass sie die Verantwortung für den 
Inhalt des Gutachtens übernommen hat. Nachdem vorliegend keine begründeten Zweifel 
daran bestehen, dass Dipl. Psych. D.________ im Rahmen des Zulässigen bei der 
Begutachtung mitgewirkt hat, die Beschwerdegegnerin sie mithin zu Recht als Hilfsperson 
qualifiziert hat, ist dem Gutachten auch nicht allein deshalb der Beweiswert abzusprechen, 
weil Dipl. Psych. D.________ das Gutachten nicht unterschrieben hat, zumal 
Dipl. Psych. D.________ zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Gutachtens wohl nicht mehr 
bei Dr. C.________ beschäftigt war und die fehlende Unterschrift wohl daher rührt. Im 
Übrigen macht der Beschwerdeführer beschwerdeweise keine Ausstands- und 
Ablehnungsgründe gegen Dipl. Psych. D.________ geltend, und es sind solche auch nicht 
aus den Akten ersichtlich. Jedenfalls kann das Gutachten nicht schon deswegen als 
beweisuntauglich gelten, weil Dipl. Psych. D.________ keinen Fachtitel "Fachpsychologie 
für Neuropsychologie FSP" besitzt, erfüllt Dr. C.________ als beauftragte Gutachterin die 
fachlichen Anforderungen doch klarerweise, während dies für Dipl. Psych. D.________ als 
Hilfsperson eben gerade keine Voraussetzung ist. Im Übrigen ist zu bedenken, dass es 
sich bei der hinzugezogenen Hilfsperson immerhin um eine diplomierte klinische 
Neuropsychologin GNP handelt. 

6.5 Was schliesslich den Vorwurf des Beschwerdeführers anbelangt, er habe keine 
Möglichkeit gehabt, zu den Gutachterfragen Stellung zu nehmen, da ihm der Fragekatalog 
nicht zugestellt worden sei, ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu verweisen, 
wonach der versicherten Person mit der verfügungsmässigen Anordnung der 
Begutachtung der Katalog mit den an den Gutachter gerichteten Fragen zur 
Stellungnahme zu unterbreiten ist (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Die versicherte Person hat 
Anspruch darauf, sich vorgängig zu den Gutachterfragen zu äussern, dagegen Einwände 
zu erheben und Zusatzfragen zu stellen. In casu geht aus der Mitteilung vom 9. Mai 2018 
betreffend Begutachtung weder hervor, dass dem Schreiben ein Fragenkatalog beigelegt 
wurde noch ergibt sich, dass der Beschwerdeführer auf die Möglichkeit hingewiesen 
wurde, Zusatzfragen bei der IV-Stelle einzureichen (vgl. IV-act. 55). Auch wenn es wohl 
zutrifft, dass die IV-Stelle den Mitteilungen für medizinische Begutachtungen 
standardmässig ein Fragenkatalog beilegt, kann die Beschwerdegegnerin dies vorliegend 
nicht beweisen. Dennoch kann der Beschwerdeführer aus der unterbliebenen Einladung, 
zu den Gutachterfragen Stellung zu nehmen und der Gutachterin eigene Fragen zu 
stellen, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie sich aus dem neuropsychologischen 
Gutachten von Dr. C.________ nämlich ergibt und die Beschwerdegegnerin 

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Urteil S 2019 162

vernehmlassend zutreffend darauf hingewiesen hat, erfolgte die Fragestellung gemäss IV-
Raster und die IV-Stelle verzichtete auf fachspezifische spezielle Fragen (vgl. IV-act. 77 
S. 3). Indem auf Zusatzfragen Seitens der IV-Stelle verzichtet wurde, ist der 
Beschwerdegegnerin zuzustimmen, dass nicht ersichtlich sei, weshalb der 
Beschwerdeführer die Standardfragen an die neuropsychologische Expertin hätte 
kommentieren oder in Frage stellen sollen. Was darüber hinaus das Stellen von 
Zusatzfragen angeht, erhielt der Beschwerdeführer im Einwandverfahren, spätestens 
jedoch im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens Gelegenheit, sich zum 
Gutachten zu äussern und allfällige Zusatzfragen ins Verfahren einzubringen. Auch wenn 
es schwierig sein dürfte, nachträglich Fragen zu formulieren, welche vor der Begutachtung 
gestellt werden wollten, wie wenn diese noch nicht stattgefunden hätte und das Gutachten 
nicht verfasst worden wäre, kann es nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht 
genügen, überhaupt nichts dazu zu sagen und lediglich (eigentliche) Ergänzungsfragen 
zur Expertise zu stellen, wie das der Beschwerdeführer im Einwand gegen den 
Vorbescheid (vgl. IV-act. 92 S. 3 f.) tat (vgl. Urteil BGer 9C_595/2018 vom 26. November 
2018 E. 4.3.3). Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass es dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers mit seinen im Einwand gestellten Ergänzungsfragen nicht (in erster 
Linie) um die formell korrekte Durchführung des Abklärungsverfahrens ging, sondern 
(lediglich) darum, das neuropsychologische Gutachten in Frage zu stellen. Ferner darf 
nicht unberücksichtigt bleiben, dass auch im Rahmen des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens nicht dargelegt worden ist, welche Zusatzfragen der 
Beschwerdeführer noch hätte stellen wollen. Selbst im Zusammenhang mit der Rüge, ihm 
sei zu Unrecht keine Gelegenheit gegeben worden, eigene Fragen zu stellen, hat er keine 
Fragen eingereicht. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass bei bereits vorliegendem 
Gutachten kein Anspruch darauf besteht, Ergänzungsfragen von den Gutachtern 
beantworten zu lassen; die im Raum stehenden Fragen sind lediglich im Zuge der 
Beweiswürdigung zu berücksichtigen. Anders verhält es sich unter dem Gesichtspunkt der 
Waffengleichheit lediglich dann, wenn der Versicherungsträger seinerseits Erläuterungs- 
und Ergänzungsfragen für notwendig hält (BGE 136 V 113 E. 5.4). 

Als Zwischenfazit kann somit festgehalten werden, dass von einer Verletzung des 
rechtlichen Gehörs zumindest zum heutigen Zeitpunkt keine Rede mehr sein kann bzw. 
der allenfalls für das Vorbescheidverfahren noch anzunehmende Verfahrensfehler längst 
als geheilt zu gelten hätte. 

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Urteil S 2019 162

7. Das neuropsychologische Gutachten von Dr. C.________ ist im Weiteren auf 
seine Beweiskraft hin zu überprüfen.

7.1 In formeller Hinsicht ist festzustellen, dass das Gutachten von Dr. C.________ die 
höchstrichterlichen Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten erfüllt. Das 
Gutachten ist umfassend und basiert auf den Vorakten sowie auf einer eingehenden 
neuropsychologischen Abklärung. Zudem enthält das Gutachten anamnestische Angaben, 
es berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und vermittelt ein 
vollständiges Bild des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers. 

Zum Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorakten seien lückenhaft bzw. es seien nicht 
sämtliche Vorakten beigezogen worden, sodass die Gutachterin verschiedene Arztberichte 
nicht berücksichtigt habe, ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin der Gutachterin 
mit Gutachtensauftrag vom 22. Mai 2018 sämtliche IV-Akten zur Verfügung gestellt hat 
(vgl. IV-act. 57). Die Gutachterin hat denn auf Seite 2 ihres Gutachtens auch darauf 
hingewiesen, dass sie sich unter anderem auf das 191 Seiten umfassende IV-Dossier 
stütze. Des Weiteren hat sie unter Ziffer 2 "Ausgangslage für die Begutachtung" einen 16-
seitigen Aktenzusammenzug erstellt. Angesichts der Tatsache, dass das Aktendossier der 
IV-Stelle bis zum Zeitpunkt der Begutachtung 56 Aktenstücke mit insgesamt 191 Seiten 
umfasste und die Gutachterin die Aktenlage auf nicht weniger als 16 Seiten sehr 
umfassend wiedergegeben hat, ist der Vorwurf des Beschwerdeführers unhaltbar. 
Insbesondere gilt zu berücksichtigen, dass es der Gutachterin gerade nicht zugemutet 
werden kann und sie auch nicht verpflichtet ist, sämtliche sich im IV-Dossier befindenden 
medizinischen Berichte aufzulisten und zusammenzufassen, es mithin Aufgabe der 
Gutachterin ist, die für sie relevanten Berichte zu erwähnen und für die Beurteilung des 
Falles heranzuziehen. In diesem Zusammenhang ist sodann zu bedenken zu geben, dass 
der Umstand, dass die Gutachterin gewisse Akten weniger schwer gewichtet als die 
versicherte Person dies möchte, nicht zur Unbrauchbarkeit des Gutachtens führt. 
Vorliegend bestehen jedenfalls keine Zweifel daran, dass die wichtigsten Akten von der 
Gutachterin nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch gebührend berücksichtigt 
wurden.

Im Übrigen ist festzustellen, dass diejenigen Akten, die gemäss Auffassung des 
Beschwerdeführers von der Gutachterin angeblich nicht berücksichtigt wurden 
(Sprechstundenbericht von Dr. K.________ vom 21. Januar 2019 [IV-act. 93 S. 2 f.] sowie 
7. Mai 2018 [IV-act. 93 S. 4 f.], Bericht von Dr. I.________ vom 6. September 2017 [IV-

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Urteil S 2019 162

act. 93 S. 6 f.], Bericht von Dr. L.________ vom 26. Februar 2018 [IV-act. 97 S. 3 f.] sowie 
Sprechstundenbericht von Dr. I.________ vom 11. Juni 2019 [IV-act. 101]), zum Zeitpunkt 
der Fertigstellung des Gutachtens der IV-Stelle und dementsprechend auch der 
Gutachterin noch gar nicht vorlagen. Wie die Beschwerdegegnerin diesbezüglich 
zutreffend darauf hingewiesen hat, sind bei der IV-Stelle in der Zeitspanne zwischen der 
Auftragserteilung vom 22. Mai 2018 und der Fertigstellung des Gutachtens vom 6. Februar 
2019 keine neuen medizinischen Unterlagen eingegangen. Vielmehr hat der 
Beschwerdeführer die von der Gutachterin angeblich nicht berücksichtigen Unterlagen erst 
mit Einwand vom 4. April 2019 (vgl. IV-act. 92 und IV-act. 93 S. 2–7) bzw. Eingaben vom 
4. April 2019 (vgl. IV-act. 96 und IV-act. 97 S. 3 f.) und 30. August 2019 (vgl. IV-act. 100 f.) 
eingereicht. Darüber hinaus datiert der vom Beschwerdeführer zuletzt eingereichte 
Sprechstundenbericht von Dr. I.________ vom 11. Juni 2019, während das 
neuropsychologische Fachgutachten bereits vier Monate zuvor – am 6. Februar 2019 – 
fertiggestellt wurde. Nach dem Dargelegten kann der Gutachterin jedenfalls nicht 
vorgeworfen werden, sie hätte medizinische Akten nicht berücksichtigt, die ihr und der IV-
Stelle zum Zeitpunkt der Begutachtung noch gar nicht vorlagen bzw. sogar erst nach 
Fertigstellung des Gutachtens datieren.

In diesem Zusammenhang ist sodann daran zu erinnern, dass das 
sozialversicherungsrechtliche Verfahren zwar vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 
wird, indem Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von sich aus für die richtige und 
vollständige Abklärung des Sachverhaltes zu sorgen bzw. sämtliche Abklärungen 
vorzunehmen oder zu veranlassen haben, wenn und soweit hierzu aufgrund von 
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 
hinreichender Anlass besteht. Dieser Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt, sondern 
findet sein Korrelat (unter anderem) in der Mitwirkungspflicht der versicherten Person. 
Dementsprechend wäre es auch am Beschwerdeführer gewesen, die IV-Stelle über die 
per Ende 2018 durchgeführte tagesklinische Behandlung im M.________ zu informieren, 
was er jedoch offensichtlich unterlassen hat, hatte die Beschwerdegegnerin zum Zeitpunkt 
der Anfrage der Gutachterin doch keine Kenntnis davon (vgl. Bf-act. 10 S. 2). Wie dem E-
Mail vom 4. Februar 2019 entnommen werden kann, teilte der Beschwerdeführer der 
Beschwerdegegnerin in der Folge mit, es habe sich im M.________ um eine 
Physiotherapie-Behandlung gehandelt (vgl. Bf-act. 10 S. 3). Etwas anderes geht sodann 
auch aus dem entsprechenden Austrittsbericht vom 23. Oktober 2018 nicht hervor, ist 
dabei inhaltlich doch ganz klar von Ergo- und Physiotherapie die Rede (vgl. Bf-act. 11). 
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich um eine Ergo- und Physiotherapie-

20

Urteil S 2019 162

Behandlung gehandelt hat, ist es schliesslich auch nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin in der Folge davon absah, den genannten Bericht einzuholen, ist 
doch schlicht nicht ersichtlich, inwiefern von einem Physio- und Ergotherapiebericht neue 
wesentliche medizinische Erkenntnisse zu erwarten gewesen wären. Von einem 
lückenhaften IV-Dossier kann dementsprechend nicht die Rede sein.

Schliesslich hat Dr. C.________ die medizinischen Zusammenhänge und ihre 
Schlussfolgerungen auch in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise begründet. Aus rein 
formeller Sicht ist mithin kein Grund ersichtlich, weshalb auf das Gutachten vom 
6. Februar 2019 nicht abgestellt werden könnte.

7.2 Was der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in materieller Hinsicht gegen das 
Gutachten vorbringt, vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. So trifft es insbesondere nicht 
zu, dass Dr. C.________ der Fatigue-Symptomatik ungenügend Rechnung getragen 
hätte. Des Weiteren lag bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung des neuropsychologischen 
Gutachtens lediglich ein Bericht vor, der sich zu einem möglichen Schlafapnoesyndrom 
äusserte. Im Bericht vom 7. Mai 2018 merkte Dr. L.________ an, dass 
differentialdiagnostisch der Verdacht auf ein zusätzlich vorliegendes Schlafapnoesyndrom 
besprochen worden sei (vgl. IV-act. 56 S. 2). Dieser Bericht wurde von der Gutachterin auf 
Seite 17 ihres Gutachtens erwähnt und dementsprechend auch berücksichtigt. Es trifft 
sodann zwar zu, dass Dr. K.________ mit Sprechstundenbericht vom 7. Mai 2018 eine 
Schlafapnoe diagnostizierte. Wie unter Erwägung 7.1 vorstehend jedoch bereits 
ausgeführt, lag dieser Bericht sowohl der IV-Stelle als auch der Gutachterin zum Zeitpunkt 
der Begutachtung nicht vor, weshalb Dr. C.________ nicht vorgeworfen werden kann, sie 
habe der Schlafapnoe unzureichend Rechnung getragen, zumal sie im Zeitpunkt der 
Begutachtung von einer Verdachtsdiagnose dem Bericht von Dr. L.________ 
entsprechend ausgehen durfte. Mit der Beschwerdegegnerin ist sodann festzustellen, 
dass RAD-Arzt Dr. E.________ zu den im Rahmen des Vorbescheidverfahrens neu 
aufgelegten medizinischen Berichten am 6. Mai 2019 Stellung nahm und zum Schluss 
kam, den Neuakten könnten keine Befunde entnommen werden, welche eine von der 
bisherigen abweichende Beurteilung zu begründen vermöchten (vgl. IV-act. 102). Im 
Übrigen darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass die diagnostizierte Schlafapnoe lediglich 
als leicht ausgeprägt eingestuft wurde und Dr. K.________ als Therapieoptionen eine 
CPAP-Therapie oder eine Lagetherapie vorgeschlagen hat, wobei sich der 
Beschwerdeführer offenbar für Letztere entschieden hat (vgl. IV-act. 93 S. 2 ff.). Dass sich 
das Schlafapnoesyndrom zusätzlich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würde, geht 

21

Urteil S 2019 162

schliesslich weder aus dem Sprechstundenbericht vom 7. Mai 2019 noch demjenigen vom 
21. Januar 2019 hervor. Ebenfalls fehl geht schliesslich auch der Einwand, dem Uhthoff-
Phänomen sei nicht genügend Rechnung getragen worden. Wie die Beschwerdegegnerin 
vernehmlassend nämlich zutreffend darauf hingewiesen hat, wurde das Phänomen in 
keinem einzigen Bericht als Diagnose aufgeführt. Vielmehr enthält lediglich der 
Sprechstundenbericht von Dr. I.________ vom 14. Juni 2018, der ebenfalls erst 
zusammen mit dem Einwand gegen den Vorbescheid eingereicht wurde, den Hinweis, 
dass der Beschwerdeführer davon berichtet habe (vgl. IV-act. 93 S. 15). 
Dementsprechend kann der Beschwerdeführer auch daraus nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. 

Nach dem Dargelegten ist somit festzuhalten, dass die Ausführungen des 
Beschwerdeführers keine konkreten Indizien zu erwecken vermochten, die gegen die 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des neuropsychologischen Gutachtens sprechen 
würden. Im Übrigen liegen auch keine medizinischen Berichte vor, die die Beurteilung der 
Gutachterin in Frage stellen würden. Dementsprechend kann auf das Gutachten abgestellt 
werden. 

8. Was im Weiteren die Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit des Beschwerdeführers 
anbelangt, ist zu berücksichtigen, dass angesichts seiner eingeschränkten 
Kooperationsbereitschaft die aufgrund der Grunderkrankung anzunehmenden, kognitiven 
Einschränkungen von Seiten der Gutachterin nicht positiv nachgewiesen und quantitativ 
eingegrenzt werden konnten (vgl. IV-act. 77 S. 46). In Anbetracht dessen nahm RAD-Arzt 
Dr. E.________ am 26. Februar 2019 zur Arbeitsfähigkeit Stellung und wies darauf hin, 
dass sich gestützt auf Erfahrungswerte mit den vordergründig postulierten Fatigue-
assozierten Defiziten in der Regel keine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % begründen 
lasse. Entsprechend erachtete er die fachärztlich neurologische Einschätzung einer 
60%igen Arbeitsfähigkeit ab Februar 2016 als möglich/denkbar (vgl. IV-act. 80 S. 2). 
Angesichts der Tatsache, dass die behandelnde Neurologin Dr. I.________ dem 
Beschwerdeführer ab Februar 2016 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte, ist die 
Beurteilung des RAD-Arztes nicht zu beanstanden, steht sie doch insbesondere nicht im 
Widerspruch zur Einschätzung der behandelnden Ärzte. Demgegenüber kann auf den 
Abklärungsbericht des P.________ vom 4. April 2018 hinsichtlich Beurteilung der 
Arbeits(un)fähigkeit nicht abgestellt werden, konnte die von Seiten der P.________-
Abklärer vorgenommene Beurteilung (Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt unrealistisch) 
im Rahmen der neuropsychologischen Begutachtung doch gerade nicht bestätigt werden. 

22

Urteil S 2019 162

Schliesslich hat RAD-Arzt Dr. E.________ am 6. Mai 2019 auch noch zu den nach dem 
Vorbescheid neu aufgelegten medizinischen Unterlagen Stellung genommen und 
würdigend dargelegt, den Neuakten könnten keine Befunde entnommen werden, welche 
eine von der bisherigen abweichende Beurteilung zu begründen vermöchten (vgl. IV-
act. 102). Auch dies erscheint unter Berücksichtigung der Tatsache, dass von Seiten der 
behandelnden Neurologin weder eine Progredienz noch eine Schubsymptomatik 
festgestellt und die Behandlung mit Gylenia gut vertragen wurde (vgl. IV-act. 93 S. 8 ff.), 
nachvollziehbar und schlüssig. Was die ophtalmologische Problematik betrifft, gab RAD-
Arzt Dr. E.________ sodann an, dass dies weitere Abklärungen bedinge. Dass der 
Beschwerdeführer die ophtalmologische Problematik angehen lassen solle, erscheint 
insofern nachvollziehbar, als im Arztbericht vom 3. April 2019 lediglich der Verdacht auf 
eine internukleäre Ophthalmoplegie festgehalten wurde (vgl. IV-act. 93 S. 1). Aus dem 
Sprechstundenbericht vom 11. Juni 2019 ergibt sich schliesslich, dass die Doppelbilder in 
ausführlicher ophtalmologischer/orthoptischer Untersuchung tatsächlich einer 
internukleären Ophthalmoplegie hätten zugeordnet werden können. Doktor I.________ 
hielt aber auch fest, dass die Kortisontherapie zu einer Verbesserung der Doppelbilder 
geführt habe und die Doppelbilder gegenwärtig nicht mehr vorhanden seien (vgl. IV-
act. 101 S. 2 f.). Von einer Behandelbarkeit der Doppelbilder ging auch RAD-Arzt 
Dr. E.________ aus. Dass sich die ophtalmologische Problematik zusätzlich auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirken würde, geht aus den medizinischen Unterlagen indes nicht 
hervor, zumal es sich lediglich um ein vorübergehendes Auftreten der Doppelbilder im 
Rahmen eines weiteren MS-Schubes, mithin um eine vorübergehende Verschlechterung, 
gehandelt haben dürfte. MR-tomographisch konnte anlässlich der Sprechstunde vom 
11. Juni 2019 sodann keine Aktivität erfasst werden und es ergaben sich keine 
eindeutigen Hinweise auf eine sekundär progrediente Symptomatik. Der 
Beschwerdeführer kann aus seinen Einwänden somit nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
Schliesslich können die Stellungnahmen von Dr. E.________ auch nicht leichthin mit der 
Begründung, es handle sich bei diesem um einen Facharzt Innere Medizin, diskreditiert 
werden, handelt es sich bei Dr. E.________ doch um einen erfahrenen RAD-Arzt, der 
offensichtlich schon eine Vielzahl von neuropsychologischen Gutachten gesehen und 
beurteilt hat. Zudem lagen ihm ja auch sämtliche Berichte des Hausarztes und der 
Neurologin vor. Zusammenfassend ist es somit nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 31. Oktober 2019 unter 
anderem auf die Stellungnahmen ihres RAD-Arztes vom 26. Februar und 6. Mai 2019, die 
sich wiederum auf das neuropsychologische Gutachten sowie die Einschätzung der 
behandelnden Neurologin gestützt haben, abgestellt hat. Aus den medizinischen Akten 

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gibt es jedenfalls keine Anhaltspunkte, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
um mehr als 40 % eingeschränkt wäre. Mit der Anerkennung einer 40%igen 
Arbeitsunfähigkeit hat die Beschwerdegegnerin sodann auch den Einschränkungen infolge 
Fatigue-Symptomatik genügend Rechnung getragen.

9. Der Beschwerdeführer beanstandet darüber hinaus die von der 
Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsbemessung.

9.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung 
hat dabei so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den 
die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist. 
Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 
E. 4.1 mit Hinweis).

Wie sich aus den Akten ergibt, arbeitete der Beschwerdeführer ab dem 20. Oktober 2014 
bei der F.________ GmbH als R.________ (vgl. IV-act. 6 S. 1). Es trifft zwar zu, dass die 
Diagnose MS bereits im Juni 2014 gestellt wurde (vgl. z.B. IV-act. 66 S. 2). Zu einer 
dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führte der Gesundheitsschaden jedoch 
erst im Februar 2016 mit der gesundheitsbedingten Reduktion des Arbeitspensums auf 
60 % (vgl. z.B. IV-act. 5 S. 11 f.). Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin den zum 
damaligen Zeitpunkt bei der F.________ GmbH erzielte Verdienst zu Recht als 
Valideneinkommen herangezogen. In diesem Zusammenhang ist der Beschwerdeführer 
sodann darauf hinzuweisen, dass die IV-Stelle nicht auf das im Jahr 2016 mit einem 
Arbeitspensum von 60 % erzielte Einkommen abgestellt hat, sondern auf das im Jahr 
2015 mit einem 100 %-Pensum erzielte Einkommen, welches auf das Jahr 2016 
aufindexiert wurde. Demgegenüber kann das ab März 2017 bei der N.________ AG 
erzielte Einkommen nicht massgebend sein, war der Beschwerdeführer zu diesem 
Zeitpunkt doch unbestrittenermassen bereits in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. 
Dementsprechend erübrigen sich auch die Einvernahmen von O.________ (Vorgänger 
des Beschwerdeführers in der entsprechenden Funktion bei der N.________ AG) sowie 
der Organe und der Verantwortlichen für den Verkauf der N.________ AG als Zeugen. 
Darüber hinaus besteht auch keine Veranlassung, von einem Durchschnittseinkommen 
auszugehen. Dem Beschwerdeführer ist zwar Recht zu geben, dass er bis im Jahr 2012 
ein höheres Einkommen erzielt hat. Wie die Beschwerdegegnerin vernehmlassend jedoch 

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zutreffend darauf hingewiesen hat, war der Beschwerdeführer in den Jahren 2013 und 
2014 auch teilweise arbeitslos (vgl. IV-act. 4 S. 1), wobei diese Arbeitslosigkeit zweifellos 
auf IV-fremden Gründen basierte. Dementsprechend ist das von der Beschwerdegegnerin 
herangezogene Valideneinkommen nicht zu beanstanden, erzielte der Beschwerdeführer 
bei der F.________ GmbH im Jahr 2015 in einem 100 %-Pensum doch ein 
Jahreseinkommen von Fr. 91'978.– (vgl. IV-act. 4 S. 1). Angepasst an den 
Nominallohnindex ging die Beschwerdegegnerin somit zu Recht von einem 
Valideneinkommen von Fr. 92'911.– aus. 

9.2 Was schliesslich das Invalideneinkommen anbelangt, ist festzustellen, dass die 
angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers gemäss den medizinischen Unterlagen 
auch als angepasst zu betrachten ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
enthalten die medizinischen Akten jedenfalls keine Anhaltspunkte, dass nur noch leichte 
Hilfstätigkeiten im administrativen Bereich in Frage kämen. Stützt sich der 
Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf den P.________-Abklärungsbericht, 
kann darauf gerade nicht abgestellt werden. In Anbetracht dessen, dass die Einschätzung 
der P.________-Abklärer deutlich mit der Beurteilung der behandelnden Neurologin 
kontrastierte, schlug RAD-Arzt Dr. E.________ mit Stellungnahme vom 8. Mai 2018 ja 
eine neuropsychologische Begutachtung vor (vgl. IV-act. 54), anlässlich derer die 
Vermutung der P.________-Abklärer gerade nicht bestätigt werden konnte. Darüber 
hinaus gibt es auch keine Anhaltspunkte für die Annahme, auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt würde keine Teilzeitstelle im angestammten Bereich existieren. Wie die 
Beschwerdegegnerin vernehmlassend jedenfalls zutreffend darauf hingewiesen hat, kann 
dies nicht generell aus dem Umstand abgeleitet werden, dass die F.________ GmbH dem 
Beschwerdeführer kündigte, als sie von dem gesundheitsbedingt reduzierten Pensum 
erfuhr. Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des 
Invalideneinkommens zu Recht den zuletzt bei der F.________ GmbH erzielten Verdienst 
herangezogen. Den krankheitsbedingten Einschränkungen (in casu vermehrte 
Erholungszeit aufgrund der Fatigue) wurde schliesslich mit der Anerkennung einer 
Leistungsminderung von 40 % genügend Rechnung getragen. In Anbetracht dessen 
besteht weder eine Veranlassung, bei der Berechnung des Invalideneinkommens die LSE-
Tabellenlöhne heranzuziehen, noch einen leidensbedingten Abzug vorzunehmen. Das von 
der Beschwerdegegnerin berechnete Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 55'747.– ist 
somit nicht zu beanstanden. 

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9.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 92'911.– und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 55'747.– ergibt sich schliesslich ein Invaliditätsgrad von 40 %. Die Verfügung vom 
31. Oktober 2019 erweist sich somit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene 
Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.

10. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

Mit dem voll beweiskräftigen neuropsychologischen Gutachten, den diversen RAD-
Stellungnahmen sowie den Berichten der behandelnden Neurologin ist der medizinische 
Sachverhalt umfassend geklärt und von einer weiteren Begutachtung des 
Beschwerdeführers sind auch keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, sodass der 
diesbezügliche Antrag in zulässiger Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung 
abzuweisen ist. Schliesslich ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegnerin auch keine 
Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 ATSG vorgehalten werden kann.

11. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 18. Juni 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am