# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** caf3bbfc-6d12-579d-83d7-0fde8146f1fd
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Wettbewerbskommission 21.10.2025 Zusammenschlussvorhaben Universitätsspital Basel St. Claraspital Stellungnahme der WEKO
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_WEKO/CH_WBK_001_Zusammenschlussvorha_2025-10-21.pdf

## Full Text

Wettbewerbskommission WEKO 

Commission de la concurrence COMCO 

Commissione della concorrenza COMCO 

Competition Commission COMCO 

 

 

 

 

 

Stellungnahme der Wettbewerbskommis-
sion vom 21. Oktober 2025 
 

 

betreffend das Zusammenschlussvorhaben  

 
41-1125: Universitätsspital Basel/St. Claraspital 
AG 
 

 

 

  

 

  2 

 

 

Inhaltsverzeichnis  

 

A Sachverhalt ................................................................................................................ 3 

B Erwägungen ............................................................................................................... 6 

B.1 Geltungsbereich ........................................................................................................... 6 

B.1.1 Unternehmen .......................................................................................................... 7 

B.1.2 Unternehmenszusammenschluss ............................................................................ 7 

B.2 Vorbehaltene Vorschriften und regulatorischer Rahmen .............................................. 7 

B.2.1 Grundversicherungsbereich .................................................................................... 7 

B.2.1.1 Spitalplanung .......................................................................................................... 7 

B.2.1.2 Tarifsystem für akutstationäre Behandlungen .......................................................... 9 

B.2.2 Zusatzversicherungsbereich .................................................................................. 10 

B.2.3 Weitere Kostenträger ............................................................................................ 11 

B.2.4 Fazit ...................................................................................................................... 12 

B.3 Meldepflicht ............................................................................................................... 12 

B.4 Beurteilung des Zusammenschlussvorhabens im Rahmen der vorläufigen Prüfung .. 12 

B.4.1 Relevante Märkte .................................................................................................. 14 

B.4.1.1 Sachlich relevante Märkte ..................................................................................... 14 

B.4.1.2 Räumlich relevante Märkte .................................................................................... 16 

B.4.2 Voraussichtliche Stellung in den betroffenen Märkten ........................................... 20 

B.4.2.1 Vorbemerkungen ................................................................................................... 20 

B.4.2.2 Aktueller Wettbewerb ............................................................................................ 23 

B.4.2.3 Potenzieller Wettbewerb ....................................................................................... 25 

B.4.2.4 Stellung der Marktgegenseite ................................................................................ 26 

B.4.2.4.1. Grundversicherungsbereich .............................................................................. 26 

B.4.2.4.2. Zusatzversicherungsbereich ............................................................................. 26 

B.4.3 Ergebnis ................................................................................................................ 27 

 

  

  

  

 

  3 

 

 

A Sachverhalt 

1. Am 25. September 2025 hat die Wettbewerbskommission (nachfolgend: WEKO) die 

Meldung über ein Zusammenschlussvorhaben erhalten. Demnach beabsichtigt das Universi-

tätsspital Basel (nachfolgend: USB) 100 % der Aktien der St. Claraspital AG (nachfolgend: 

SCS), 100 % der Aktien der St. Clara Infra AG und 90 % der Aktien der St. Clara Forschung 

AG, alle domiziliert in Basel, von der St. Clara AG zu übernehmen.  

Die Unternehmen 

2. Das USB ist ein durch den Kanton Basel-Stadt zu 100 % beherrschtes Unternehmen in 

der Form einer selbständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit 

und Sitz in Basel. Das USB ist ein öffentliches Spital der Maximalversorgung. Es dient gemäss 

§ 3 Abs. 1 ÖSpG1 der kantonalen, regionalen und überregionalen medizinischen Versorgung 

im Rahmen der Leistungsaufträge gemäss KVG2. Zudem trägt das USB im Rahmen von Leis-

tungsvereinbarungen mit Hochschulen zur Forschung und Lehre bei und erbringt bedarfsge-

recht gemeinwirtschaftliche Leistungen (vgl. § 3 Abs. 2 und 3 ÖSpG). Die Leistungsaufträge 

im Bereich der hochspezialisierten Medizin (nachfolgend: HSM) sind auf der nationalen Spi-

talliste des HSM-Beschlussorgans3 ersichtlich.4  

3. Insgesamt verfügt das USB über 615 Normal-Betten und 197 Spezial-Betten (Intensiv-

station, Intermediate Care, Isolierstation, Stroke Unit, Nuklearmedizin und Kurzzeitklinik). Als 

Maximalversorger deckt das USB den gesamten Bereich der Fachabteilungen für Chirurgie, 

innere Medizin, Hals-Nasen-Ohren, Dermatologie, Ophthalmologie, Gynäkologie und Geburts-

hilfe ab. Der universitäre Leistungsauftrag der medizinischen Fakultät der Universität Basel 

bezieht sich auf die medizinische Ausbildung bis und mit Staatsexamen.5 

4. Das USB hält folgende relevante Beteiligungen.  

• Das USB hat mit der SCS im Jahre 2018 das Gemeinschaftsunternehmen Clarunis AG 

(nachfolgend: Clarunis) gegründet. Mit dem Erwerb sämtlicher Aktien der SCS erwirbt das 

USB auch die alleinige Kontrolle (bisher hielt das USB 45 % der Aktien) an Clarunis, d.h. 

es findet ein Kontrollwechsel statt. Die von Clarunis abgedeckten Fachdisziplinen werden 

nachfolgend in die allgemeine Betrachtung der Marktumschreibungen, Umsätze und Be-

rechnung der Marktanteile integriert, jedoch separat ausgewiesen. Clarunis ist eine ge-

meinnützige Aktiengesellschaft mit universitärem Leistungs- und Ausbildungsauftrag und 

ein integraler Bestandteil der kantonalen und regionalen medizinischen Versorgung in der 

Nordwestschweiz. Clarunis betreibt als HSM-zertifiziertes Bauchzentrum spezialisierte, 

hochqualifizierte medizinische Leistungen in den Bereichen Viszeralchirurgie, Gastroente-

rologie sowie Hepatologie und ist ein vom Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- 

und Fortbildung (SWIF) anerkanntes Ausbildungszentrum. Die Gesellschaft führt unter 

anderem die hochkomplexen, bundesrechtlich geregelten Eingriffe gemäss HSM-Mandat 

 

1  Gesetz vom 16. Februar 2011 über die öffentlichen Spitäler des Kantons Basel-Stadt (Öffentliche Spitäler-Ge-
setz, ÖSpG; SG BS 331.100). 

2  Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (Krankenversicherungsgesetz, KVG; 
SR 832.10). 

3  Mit weitergehenden Ausführungen RPW 2018/4, 1014 Rz 39, Universitätsspital Basel-Stadt/Kantonsspital Ba-
sel-Land.   

4  Meldung, Rz 16. 

5  Meldung, Rz 17 ff. 

  

 

  4 

 

 

(u.a. Pankreas-, Ösophagus-, tiefrektale Tumorresektionen, komplexe bariatrische Chirur-

gie) für die Region nördlich des Jurabogens durch.6 

• Das USB hat im Jahr 2022 60 % der Aktien der Bethesda Spital AG (nachfolgend: BSB) 

übernommen.7 Die BSB ist ein gemeinnütziges, steuerbefreites Privatspital in Basel. Es 

verfügt über rund 150 stationäre Betten und bietet Leistungen in den Bereichen Frauen-

medizin (Gynäkologie, Geburtshilfe, Brustzentrum), Bewegungsapparat (Rheumatologie, 

Wirbelsäulenchirurgie, Schmerzmedizin), Rehabilitation sowie spezialisierte Palliative 

Care an. Seit Oktober 2024 betreibt das Spital eine neu strukturierte Notfallaufnahme für 

die Bereiche Frauenmedizin und Bewegungsapparat.8 

• Per 1. Januar 2024 hat die BSB das vormals am St. Alban-Ring angesiedelte Palliativ-

zentrum Hildegard übernommen; zum 1. Januar 2025 wurde diese Einrichtung rechtlich 

und räumlich vollständig in die BSB integriert. Das Zentrum dient nun als Klinik für Pallia-

tivmedizin am BSB.9  

• Healthcare Infra AG, in Basel (100 %), Rhenus Ergotherapie GmbH, in Lörrach 

(100 %), deren Geschäftstätigkeit Ende 2024 eingestellt wurde und sich in Liquidation be-

findet, Rhenus Infra AG, in Basel (100 %), Numeraria AG, in Basel (100 %), Videris AG, 

in Basel (100 %), Neurostatus-UHB AG, in Basel (100 %), Margarethenklinik AG, in 

Basel (80 %), die im März 2025 vom USB ausgegründet wurde und die 24 Stunden Apo-

theke Basel AG, in Basel (55 % seit Juni 2025).10  

5. Der Kanton ist im Besitz folgender weiterer Unternehmen, die teilweise in den vorliegend 

interessierenden Bereichen tätig sind: Das Universitäts-Kinderspital beider Basel, welches 

ein eigenständiges, universitäres Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendmedizin sowie für 

Lehre und Forschung ist. Weiter besitzt der Kanton Basel-Stadt 100 % der Anteile der Univer-

sitären Altersmedizin Felix Platter. Diese ist spezialisiert auf die akute Altersmedizin (Geri-

atrie), Alterspsychiatrie und Rehabilitation. Sodann sind die Universitären Psychiatrischen 

Kliniken zu 100 % im Kantonsbesitz. Sie sind im Bereich der psychiatrisch-psychotherapeu-

tischen Versorgung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen tätig.11 Diese drei Unterneh-

men sind gemäss der Meldung nicht im Bereich der Akutsomatik der Erwachsenenmedizin 

tätig und verfügen über Leistungsaufträge in anderen Bereichen als das USB.12 

6. Die St. Clara AG ist eine Holdinggesellschaft und bezweckt den Erwerb, die Verwaltung 

und die Veräusserung von Beteiligungen, namentlich an der SCS in Basel, der St. Clara For-

schung AG in Basel, und der St. Clara Infra AG in Basel sowie an andern von den massgebli-

chen kantonalen (Gewinn-), Einkommens- und (Kapital-)Vermögenssteuern befreiten Einrich-

tungen mit Sitz im Kanton Basel-Stadt.13  

7. Alleinige Eigentümerin der St. Clara AG ist das Kloster Ingenbohl Provinz Schweiz, 

eine gemeinnützige Ordensgemeinschaft mit Sitz in Ingenbohl. Das Kloster verfolgt aus-

schliesslich gemeinnützige und kirchliche Zwecke, insbesondere im Bereich der Bildung, 

 

6  Meldung, Rz 27 ff. 

7  Vgl. RPW 2022/3, 657 ff., Universitätsspital Basel/Bethesda Spital AG; Meldung, Rz 30. 

8  Meldung, Rz 30 ff. 

9  Meldung, Rz 33. 

10  Meldung, Rz 36. 

11  Meldung, Rz 48 ff. 

12  Meldung, Rz 52. 

13  Meldung, Rz 56. 

  

 

  5 

 

 

Pflege und sozialen Fürsorge. Das Kloster übt keine operative Tätigkeit im Spitalbetrieb aus, 

sondern nimmt ausschliesslich die Trägerfunktion wahr.14 

8. Die Übernahme betrifft drei Unternehmen, nämlich die SCS mit Sitz in Basel (zu 100 %), 

die St. Clara Infra AG mit Sitz in Basel (zu 100 %) und die St. Clara Forschung AG mit Sitz in 

Basel (zu 90 %). Die beiden letztgenannten Unternehmen haben «nur» Hilfsfunktionen für das 

Hauptunternehmen (Spitalbetrieb) ohne wesentliche wettbewerbsrechtliche Implikationen.15 

9. Die SCS ist ein gemeinnütziges, steuerbefreites Privatspital mit Sitz in Basel. Das Spital 

gehört zu 100 % der St. Clara AG. Es ist Bestandteil der kantonalen, regionalen und überregi-

onalen medizinischen Versorgung. Die SCS in ihrer Rolle als Zentrumsspital erfüllt umfas-

sende Leistungsaufträge der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie weiterer Kan-

tone und bietet Leistungen im Bereich der HSM an. Die SCS verfügt über 200 stationäre Betten 

und betreibt eine 24/7 Notfallaufnahme sowie eine Intensivstation. Das medizinische Angebot 

umfasst eine breite Palette von Grund- und Spezialversorgungsleistungen mit einem klaren 

Schwerpunkt auf Tumorerkrankungen und abdomineller Medizin (insbesondere viszerale Chi-

rurgie, Gastroenterologie und Hepatologie). Weiter verfügt das Spital über eine Palliativstation 

und hält aktuell sechs HSM-Leistungsaufträge. Weitere Leistungsbereiche sind unter anderem 

Kardiologie, Pneumologie und Thoraxchirurgie, Urologie, Endokrinologie, Gynäkologie (inkl. 

zertifiziertem Brustzentrum), Radiologie, Nuklearmedizin und Labordiagnostik. Die SCS ist als 

Forschungs- und Lehrspital der Universität Basel akademisch eingebunden und betreibt For-

schung über die eigene Tochtergesellschaft Clara Forschung AG.16  

10. Die SCS hält an folgenden Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung und die Umsätze 

und Aktivitäten dieser Unternehmen sind der SCS zuzurechnen: 

• Mit dem USB besteht das gemeinsame Universitäre Bauchzentrum Clarunis. Die SCS 

hält 55 % der Anteile an Clarunis.17 

• Am gemeinnützigen Begegnungszentrum CURA AG (nachfolgend: CURA) mit Sitz in 

Basel hält die SCS 85 % der Anteile. Es handelt sich dabei um einen niederschwellig 

zugänglichen Anlaufpunkt der SCS, der chronisch erkrankten Patientinnen und Patien-

ten – etwa mit Krebs, Diabetes oder Atemwegserkrankungen – sowie deren Angehöri-

gen ganzheitliche Beratung, psychosoziale Unterstützung und edukative Angebote aus 

einer Hand bietet.18 

Gründe und Ziele des Zusammenschlusses 

11. Gemäss eigenen Angaben sehen sich die beiden Spitäler mit einem sich kontinuierlich 

beschleunigenden medizinischen Fortschritt, hohen Anforderungen von Patientinnen und Pa-

tienten, dem zunehmendem Fachkräftemangel und einem massiven Kostendruck konfron-

tiert.19 Um wirtschaftlich sinnvoller und effizienter arbeiten zu können und dadurch auch den 

Fortschritten im Bereich der Medizin adäquat zu begegnen, haben die Spitäler die Übernahme 

der SCS durch das USB beschlossen.20 Bereits bestehende Synergien sollen dabei weiter 

 

14  Meldung, Rz 57. 

15  Meldung, Rz 21. 

16  Meldung, Rz 22 ff. 

17  Zum Tätigkeitsbereich von Clarunis vgl. Rz 4. 

18  Meldung, Rz 53 und 55. 

19  Vgl. Meldung, Rz 10 und 64. 

20  Vgl. Meldung, Rz 10 f. 

  

 

  6 

 

 

ausgebaut, Doppelspurigkeiten gezielt abgebaut, die akademischen Versorgungsstrukturen 

weiterentwickelt und langfristig auf hohem Standard gewährleistet werden.21 Durch die Über-

nahme soll das USB seine Stellung in der Schweiz in der universitären Medizin stärken, sein 

Leistungsangebot patientenorientierter gestalten und seine Attraktivität als Arbeitgeber inter-

national erhöhen können.22 Gemäss Meldung pflegen die Spitäler bereits heute eine erfolgrei-

che Kooperation durch Clarunis. Die SCS ist dank dieser Zusammenarbeit mit dem USB in 

den Bereich der universitären und der HSM eingetreten und konnte sich dort erfolgreich etab-

lieren.23 Die Spitäler erachten das Zusammenschlussvorhaben als Chance, das Potenzial wei-

terer Kooperationen in vollem Umfang ausschöpfen zu können. 

Frühere Zusammenschlussvorhaben in der Gesundheitsregion Basel 

12. Das USB war bereits 2017 in ein den Wettbewerbsbehörden gemeldetes Zusammen-

schlussvorhaben zwischen dem USB selbst und dem Kantonsspital Baselland (nachfolgend: 

KSBL) involviert.24 Die WEKO hatte damals im Rahmen einer vertieften Prüfung eine Stellung-

nahme verfasst und kam zu dem Ergebnis, dass trotz des Vorliegens von Anhaltspunkten für 

eine marktbeherrschende Stellung des neuen Unternehmens diese nicht zu einer Beseitigung 

des wirksamen Wettbewerbs auf den damals definierten relevanten Märkten führen würde, 

insbesondere aufgrund der im Grundversicherungsbereich geltenden Regulierung.25  

13. Auch im Jahr 2022 befasste sich die WEKO mit der Gesundheitsregion Basel und dem 

USB. Damals betraf das Zusammenschlussvorhaben das USB, welches von der Stiftung Dia-

konat Bethesda 60 % der Aktien der BSB zu übernehmen beabsichtigte. Im Rahmen einer 

vorläufigen Prüfung und basierend auf den Erkenntnissen des Zusammenschlussvorhabens 

Universitätsspital/Kantonsspital-Basel-Land gelangte die WEKO zum Schluss, dass es durch 

die Übernahme zu keiner Beseitigung des Wettbewerbs kommen werde. Davon war insbeson-

dere deshalb auszugehen, da auf den relevanten Märkten genügend Wettbewerbsdruck durch 

andere Gesundheitsdienstleister zu erwarten war. Ausserdem sorgten die geltende Regulie-

rung sowie die unterschiedlichen Positionierungen des USB als Universitätsspital und der BSB 

als Privatspital dafür, dass diese auch nach Vollzug des Zusammenschlussvorhabens in wich-

tigen Bereichen (wie bspw. den Tarifverhandlungen oder in Bezug auf die Vergabe von Leis-

tungsaufträgen) eigenständig auftreten konnten.26  

B Erwägungen 

B.1 Geltungsbereich 

14. Das Bundesgesetz vom 6. Oktober 1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbe-

schränkungen (Kartellgesetz, KG; SR 251) gilt für Unternehmen des privaten und öffentlichen 

Rechts, die Kartell- oder andere Wettbewerbsabreden treffen, Marktmacht ausüben oder sich 

an Unternehmenszusammenschlüssen beteiligen (Art. 2 KG). 

 

21  Vgl. Meldung, Rz 2 und 62. 

22  Vgl. Meldung, Rz 2 und 10 f. 

23  Meldung, Rz 12. 

24  Dieses Projekt scheiterte letztlich an der Urne und wurde nicht umgesetzt.   

25  RPW 2018/4, 1029 Rz 150, Universitätsspital Basel-Stadt/Kantonsspital Basel-Land.   

26  RPW 2022/3, 669 Rz 79, Universitätsspital Basel-Stadt/Bethesda Spital AG. 

  

 

  7 

 

 

B.1.1 Unternehmen 

15. Als Unternehmen gelten sämtliche Nachfrager oder Anbieter von Gütern und Dienstleis-

tungen im Wirtschaftsprozess, unabhängig von ihrer Rechts- oder Organisationsform (Art. 2 

Abs. 1bis KG). Die am Zusammenschluss beteiligten Unternehmen sind als solche Unterneh-

men zu qualifizieren. 

16. In Anlehnung an die Überlegungen bei der Analyse des Zusammenschlussvorhabens 

USB/BSB kann die Frage, ob der Kanton oder das USB als das beteiligte Unternehmen gilt, 

vorliegend offengelassen werden, da so oder anders ein meldepflichtiges Zusammenschluss-

vorhaben vorliegt. Wie bereits bei der Beurteilung der Zusammenschlussvorhaben USB/KSBL 

und USB/BSB wird für die Zwecke vorliegender Zusammenschlusskontrolle vom USB als be-

teiligtem Unternehmen ausgegangen.27 Sowohl die SCS als auch die St. Clara Infra AG und 

die St. Clara Forschung AG qualifizieren als beteiligte Unternehmen gemäss Kartellgesetz.  

B.1.2 Unternehmenszusammenschluss 

17. Als Unternehmenszusammenschluss gilt jeder Vorgang, wie namentlich der Erwerb ei-

ner Beteiligung oder der Abschluss eines Vertrages, durch den ein oder mehrere Unternehmen 

unmittelbar oder mittelbar die Kontrolle über ein oder mehrere bisher unabhängige Unterneh-

men oder Teile von solchen erlangen (Art. 4 Abs. 3 Bst. b KG). 

18. Das USB plant, 100 % der Aktien der SCS, 100 % der Aktien der St. Clara Infra AG, 

90 % der Aktien der St. Clara Forschung AG (die restlichen 10 % verbleiben bei der Stiftung 

Lindenhof Bern) von der St. Clara AG und indirekt über die SCS die übrigen 55 % der Anteile 

an der Clarunis sowie 100 % der Anteile an der CURA zu übernehmen. 

19. Es handelt sich dabei um einen Unternehmenszusammenschluss im Sinne von Art. 4 

Abs. 3 Bst. b KG. 

B.2 Vorbehaltene Vorschriften und regulatorischer Rahmen 

20. Dem Kartellgesetz sind Vorschriften vorbehalten, die auf einem Markt für bestimmte Wa-

ren oder Leistungen Wettbewerb nicht zulassen, insbesondere Vorschriften, die eine staatliche 

Markt- oder Preisordnung begründen, und solche, die einzelne Unternehmen zur Erfüllung 

öffentlicher Aufgaben mit besonderen Rechten ausstatten (Art. 3 Abs. 1 KG). Ebenfalls nicht 

unter das Gesetz fallen Wettbewerbswirkungen, die sich ausschliesslich aus der Gesetzge-

bung über das geistige Eigentum ergeben. Hingegen unterliegen Einfuhrbeschränkungen, die 

sich auf Rechte des geistigen Eigentums stützen, der Beurteilung nach diesem Gesetz (Art. 3 

Abs. 2 KG). 

B.2.1 Grundversicherungsbereich 

B.2.1.1 Spitalplanung 

21. Das KVG definiert die Spitäler als Leistungserbringer (Art. 35 Abs. 2 Bst. h KVG). Spitäler 

sind Anstalten oder deren Abteilungen, die der stationären Behandlung akuter Krankheiten 

oder der stationären Durchführung von Massnahmen der medizinischen Rehabilitation dienen 

 

27  Vgl. RPW 2022/3, 659 Rz 16; dazu ausführlicher RPW 2018/4, 1013 Rz 31, Universitätsspital Basel-Stadt/Kan-
tonsspital Basel-Land. 

  

 

  8 

 

 

(Art. 39 Abs. 1 KVG). Als stationäre Behandlung gelten gemäss Art. 3 VKL28 Aufenthalte zur 

Untersuchung, Behandlung und Pflege im Spital oder im Geburtshaus (Bst. a) von mindestens 

24 Stunden, (Bst. b) von weniger als 24 Stunden, bei denen während einer Nacht ein Bett 

belegt wird, (Bst. c) im Spital bei Überweisung in ein anderes Spital, (Bst. d) im Geburtshaus 

bei Überweisung in ein Spital und (Bst. e) bei Todesfällen. 

22. Gemäss Art. 39 Abs. 1 Bst. d und e KVG werden Spitäler unter anderem zugelassen, 

wenn sie der von einem oder mehreren Kantonen gemeinsam aufgestellten Planung für eine 

bedarfsgerechte Spitalversorgung entsprechen, wobei private Trägerschaften angemessen in 

die Planung miteinzubeziehen (Bst. d), und auf der nach Leistungsaufträgen in Kategorien 

gegliederten Spitalliste des Kantons aufgeführt sind (Bst. e). 

23. Die Kantone haben aufgrund der vom Bundesrat in Art. 58a bis 58e KVV29 aufgestellten 

Planungskriterien ihre Spitalplanung mittels Spitalliste zu erstellen und basierend auf dieser 

die Leistungsaufträge an die Einrichtungen zu vergeben (Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG i.V.m. 

Art. 58f Abs. 1 KVV). Gemäss Art. 39 Abs. 2 KVG koordinieren die Kantone ihre Planung.30 

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft arbeiten innerhalb der sog. Gemeinsamen Ge-

sundheitsregion (GGR) bei diversen Gesundheitsthemen eng zusammen. Die Grundlage für 

die GGR bildet der Staatsvertrag betreffend Planung, Regulation und Aufsicht in der Gesund-

heitsversorgung.31 Dieser definiert die Rahmenbedingungen im stationären und ambulanten 

Bereich und führt die dazu notwendigen Planungsinstrumente ein. Leistungsaufträge an öf-

fentliche und private Spitäler wurden durch die beiden Kantone nach einheitlichen und trans-

parenten Kriterien gemeinsam vergeben. Die gleichlautenden Spitallisten traten in beiden Kan-

tonen per 1. Juli 2021 in Kraft.32 

24. Durch die Spitallisten wird das Angebot durch die Kantone bedarfsgerecht gesteuert 

(Art. 58a und 58b KVV). Über die Gestaltung der Spitalliste kann die Anzahl der Akteure auf 

dem Markt beeinflusst werden.33 Tatsächlich kommt den Kantonen34 ein erheblicher Ermes-

sensspielraum bei der Gestaltung der Spitalliste zu.35 Bei der Ausübung des ihnen zustehen-

den Auswahlermessens haben die Behörden die allgemeinen Schranken der Ermessensbe-

tätigung zu beachten.36 Der Kanton ist zudem bei der Selektion der Spitäler für die Spitalliste 

an die Planungsgrundsätze von Art. 58a bis 58e KVV gebunden. Diese Planungskriterien neh-

men den in Art. 32 Abs.1 KVG statuierten Grundsatz der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und 

 

28  Verordnung vom 3. Juli 2002 über die Kostenermittlung und die Leistungserfassung durch Spitäler, Geburts-
häuser und Pflegeheime in der Krankenversicherung (VKL; SR 832.104). 

29  Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102). 

30  Im Bereich der HSM beschliessen die Kantone gemeinsam eine gesamtschweizerische Planung (Art. 39 Abs. 
2bis KVG). Dieser Pflicht sind die Kantone durch den Abschluss der interkantonalen Vereinbarung vom 14. 
März 2008 über die hochspezialisierte Medizin (IVHSM) und der darauf basierenden Spitalliste für HSM nach-
gekommen. 

31  Staatsvertrag vom 6. Februar 2018 zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft betreffend Pla-
nung, Regulation und Aufsicht in der Gesundheitsversorgung (SG 333.200). 

32  Chance Gesundheit, <https://chance-gesundheit.ch/de/medien/2021> (19.9.2025). 

33  RPW 2018/4, 1016 Rz 53, Universitätsspital Basel-Stadt/Kantonsspital Basel-Land. 

34  Im Bereich der HSM kommt das Ermessen dem HSM-Beschlussorgan zu. Bei der Erstellung der HSM-Spitalliste 
ist auch das HSM-Beschlussorgan an die Planungsgrundsätze von Art. 58a bis 58e KVV gebunden. 

35  BVGer, C-401/2012 vom 28.1.2014 E. 3.2; BVGer, C-6088/2011 vom 6. Mai 2014 E. 2.5.3.2; BVGer, C-
4302/2011 vom 15. Juli 2015 E. 4.1; vgl. unter der alten Spitalfinanzierung BGE 132 V 6 E. 2.4.1 mit Hinweisen. 

36  BVGer, C‒6504/2011 vom 3. Dezember 2013 E. 6.3.3.  

  

 

  9 

 

 

Wirtschaftlichkeit auf. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine umfangreiche Entscheidpraxis, 

die von den Kantonen bei der Beurteilung berücksichtigt werden muss.37  

25. Gemäss dieser Praxis muss eine Wirtschaftlichkeitsprüfung erfolgen, bei welcher die 

leistungsbezogenen Kostenunterschiede der verschiedenen Spitäler aufgrund der erhobenen 

finanziellen Daten untersucht werden müssen. Diese kann mit einem Benchmarking vorge-

nommen werden.38 Zudem muss eine Qualitätsprüfung durchgeführt werden.39 Einen Rechts-

anspruch auf die Aufnahme in die Spitalliste gibt das Gesetz den einzelnen Spitälern nicht.40  

26. Aufgrund dieser Kriterien und im Einklang mit einem Gutachten der WEKO aus dem Jahr 

201041 ist festzuhalten, dass der Entscheid über die Spitalplanung eine politische Dimension 

hat und eine kartellrechtliche Kontrolle der Gestaltung der Spitalliste aufgrund der gesetzlichen 

Regelung ausgeschlossen ist.  

27. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen von Art. 3 Abs. 1 KG zu prüfen, wieweit die staat-

liche Marktregulierung – d.h. vorliegend die kantonale Spitalliste – den Wettbewerb aus-

schliesst.42 Dem Vorbehalt von Art. 3 Abs. 1 KG ist nur in restriktiver Weise Geltung zu ver-

schaffen und der Ausschluss der Anwendung des Kartellgesetzes ist nur gestützt auf eine 

klare gesetzliche Grundlage möglich, die ein wettbewerbsbehinderndes Verhalten verordnet 

oder zulässt.43  

28. Der auf die Aufnahme auf die Spitalliste gerichtete Wettbewerb unter den Spitälern wird 

durch die gesetzlich vorgesehene Spitalliste nicht ausgeschlossen, da ein Spital durchaus ei-

nen Anreiz hat, durch wirtschaftlich effiziente, qualitativ hochwertige und zweckdienliche An-

gebote auf der Spitalliste geführt zu werden. Auch wenn der Entscheid über die Aufnahme 

eine politische Dimension hat, sind dennoch nachvollziehbare Ermessensentscheide und ins-

besondere die Berücksichtigung der Planungskriterien, an welchen sich die Spitäler messen 

können, erforderlich (vgl. Rz 24 f.). Der Gesetzgeber wollte den Wettbewerb betreffend die 

Aufnahme auf die Spitalliste nicht ausschliessen, sondern die Zielsetzung der KVG-Revision 

war es im Gegenteil, dass «[…] einzig die Markt- und Wettbewerbsregeln bestimmen, wer 

[Eingang auf die kantonale Liste findet und somit] Zugang zum Markt erhält.»44 Entsprechend 

ist davon auszugehen, dass keine Vorschriften i.S.v. Art. 3 KG bestehen, die den Wettbewerb 

zwischen den Spitälern über die Aufnahme auf die Spitalliste ausschliessen. 

B.2.1.2 Tarifsystem für akutstationäre Behandlungen 

29. Im Grundversicherungsbereich werden für die Vergütung der stationären Behandlung 

einschliesslich des Aufenthalts und der Pflegeleistungen in einem Spital Pauschalen verein-

 

37  BVGer, C-3413/2014 vom 11. Mai 2017; BVGer, C-2389/2012 und C-1841/2014 vom 21. August 2015; BVGer, 
C-4302/2011 vom 15. Juli 2015; BVGer, C-6088/2011 vom 6. Mai 2014; BVGer, C-5647/2011 vom 16. Juli 2013. 

38  BVGer, C-3413/2014 vom 11. Mai 2017 E. 7.1.1. 

39  BVGer, C-3413/2014 vom 11. Mai 2017 E. 8 ff. 

40  BVGer, C-6504/2011 vom 3. Dezember 2013 E. 6.3.3; BVGer, C-255/2015 vom 19. April 2017 E. 4.2.5. 

41  RPW 2010/2, 430 Rz 34 und 43, Gutachtensauftrag der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich gemäss 
Art. 47 KG betreffend Spitalplanung 2012. 

42  BGE 141 II 66, E. 2.2.1. 

43  BGE 141 II 66, E. 2.2.3. 

44  Botschaft betreffend die Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (Spitalfinanzierung), BBl 
2004, 5587. 

  

 

  10 

 

 

bart. Diese sind leistungsbezogen und beruhen auf gesamtschweizerisch einheitlichen Struk-

turen (Art. 49 Abs. 1 KVG).45 Seit dem 1. Januar 2012 ist SwissDRG (Swiss Diagnosis Related 

Groups) das in der Schweiz geltende Tarifsystem für akutstationäre Spitaldienstleistungen. Es 

setzt die gesetzgeberischen Vorgaben um. In diesem System wird jeder Spitalaufenthalt an-

hand bestimmter Kriterien (Hauptdiagnose, Nebendiagnosen, Behandlungen usw.) einer Fall-

gruppe zugeordnet und pauschal vergütet. Die SwissDRG-Tarifstruktur wird jedes Jahr auf 

Basis neuer Kosten- und Leistungsdaten der Spitäler verfeinert und ergibt das schweizweit 

einheitliche Kostengewicht einer Behandlung.46 

30. Die Höhe der Abgeltung für akutstationäre Behandlungen wird berechnet, indem das für 

die jeweilige Behandlung geltende Kostengewicht (SwissDRG) mit dem Basispreis (Baserate) 

multipliziert wird. Die Basispreise werden jährlich durch die Tarifpartner (Versicherer und Leis-

tungserbringer) verhandelt und von der kantonalen Regierung genehmigt (Art. 46 Abs. 4 KVG). 

Die so berechnete Vergütung wird vom Kanton und den Versicherern anteilsmässig übernom-

men, wobei der kantonale Anteil mindestens 55 % beträgt (Art. 49a Abs. 1 und 2ter KVG). 

31. Bei den Tarifen der neuen Spitalfinanzierung steht der Wettbewerbsgedanke im Vorder-

grund.47 Die neue Spitalfinanzierung soll den Wettbewerb zwischen den Spitälern stärken so-

wie zu einer Verbesserung der Qualität und Steigerung der Effizienz führen.48 Trotz des Vor-

liegens eines Tarifsystems sind die Spitäler im Vergleich zur Vergangenheit einem stärkeren 

Wettbewerbsdruck ausgesetzt (yardstick competition49). Mit der Einführung der neuen Spital-

finanzierung wollte der Gesetzgeber mehr Wettbewerb unter den auf den Spitallisten erschei-

nenden Spitälern schaffen und nicht das Gegenteil. Hinzu kommt, dass im stationären Bereich 

unter Anwendung des SwissDRG durch die unterschiedlichen Baserates nicht durchwegs 

identische Preise zur Anwendung kommen. Das Vergütungssystem basiert zwar insgesamt 

auf einem regulierten Preissystem. Hinzu kommt, dass der Preis für die Versicherten aufgrund 

der Versicherungsdeckung nicht entscheidend ist und sie diesen oftmals gar nicht kennen bzw. 

ihre Entscheidung, in welchem Spital sie sich behandeln lassen wollen, jedenfalls nicht vom 

Preis abhängt.50 Der Preiswettbewerb gegenüber den Versicherern ist jedoch aufgrund der 

unterschiedlichen Baserates nicht vollständig ausgeschlossen. Die Spitäler haben zudem im 

Sinne der Wirtschaftlichkeitskriterien der neuen Spitalfinanzierung einen Anreiz, die Preise tief 

zu halten.  

B.2.2 Zusatzversicherungsbereich 

32. Die Tätigkeit der beteiligten Unternehmen beschränkt sich nicht auf Leistungserbringun-

gen im Bereich der Grundversicherung, sondern sie bieten auch Behandlungen zu Lasten der 

 

45  Für die stationäre Rehabilitation wurde die einheitliche Tarifstruktur «Tarifsystem Rehabilitation» («ST Reha») 
von der SwissDRG AG in Zusammenarbeit mit den interessierten Kreisen entwickelt. Was Langzeitbehandlun-
gen betrifft, so werden diese typischerweise von Pflegeheimen durchgeführt und von der Krankenversicherung 
nach Massgabe von Art. 25a KVG teilweise übernommen.  

46  Vgl. SwissDRG, Aufgaben und Verantwortung, <https://www.swissdrg.org/de/ueber-uns/organisation/aufga-
ben-und-verantwortung> (13.10.2025). 

47  Botschaft betreffend die Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (Spitalfinanzierung), BBl 
2004, 5569. 

48  Vgl. RPW 2018/4, 1016 Rz 57, Universitätsspital Basel-Stadt/Kantonsspital Basel-Land, m.w.H. 

49  DRANOVE DAVID/SATTERTHWAITE MARK A., Handbook of Health Economics, S. 1118 ff. 

50  Vgl. diesbezüglich RPW 2008/4, 573 Rz 157, Tarifverträge Zusatzversicherung Kanton Luzern. 

  

 

  11 

 

 

Zusatzversicherung an. In diesem Bereich gilt das VVG51 und somit grundsätzlich auch Ver-

tragsfreiheit. Um im Zusatzversicherungsbereich wettbewerbsfähig zu sein, muss ein Spital 

allerdings faktisch auf der Spitalliste geführt sein. Dies rührt daher, dass sich die Einnahmen 

eines Spitals in der Regel aus einem Anteil der Grundversicherung und einem Anteil der Zu-

satzversicherung zusammensetzen. Ohne Entschädigung aus der Grundversicherung ist ein 

Spital deshalb nicht in gleichem Masse in der Lage, die Kosten zu decken. Entsprechend bietet 

die überragende Mehrheit der Spitäler auch im Zusatzversicherungsbereich nur Leistungen 

an, für die sie auf der Spitalliste sind.  

33. Die Vertragsfreiheit im Zusatzversicherungsbereich zeigt sich insbesondere in Zusam-

menhang mit den Tarifverhandlungen zwischen den Zusatzversicherern und den Leistungser-

bringern für die entsprechenden Leistungen. Scheitern die Tarifverhandlungen, wendet ein 

Spital in der Regel die hauseigene, einseitig festgelegte Taxordnung an. Die Forderungen aus 

den Rechnungen richten sich an die Patientinnen und Patienten. Die von der versicherten 

Person der Zusatzversicherung eingereichte Rechnung wird in der Folge je nach Versicherer 

und Versicherungsprodukt vergütet oder nicht (resp. teilweise vergütet). 

34. Weder die zwischen den Leistungserbringern und den Versicherern ausgehandelten Ta-

rife im Bereich der Zusatzversicherung noch die Bestimmungen des VVG stellen vorbehalte-

nen Vorschiften i.S.v. Art. 3 Abs. 1 KG dar.52   

B.2.3 Weitere Kostenträger 

35. Spitäler erbringen auch Leistungen zulasten der Kostenträger Unfallversicherung, Inva-

lidenversicherung und Militärversicherung. Betreffend die vorliegend zu beurteilenden Leistun-

gen der Spitäler ist festzuhalten, dass zwar der Umfang der Kostenübernahme variieren kann, 

die Abrechnung an sich jedoch vom oben beschriebenen Rahmen nicht abweicht. So wird im 

stationären Bereich ebenfalls nach SwissDRG abgerechnet (vgl. Art. 56 UVG53 i.V.m. Art. 70 

ff. UVV54, Art. 14bis IVG55 und Art. 27 IVG i.V.m. Art. 3quater IVV56 und Art. 26 MVG57 i.V.m. 

Art. 13 MVV58). Zu beachten ist, dass der Kanton für Behandlungen im Rahmen der Unfall- 

und Militärversicherung keinen Kostenanteil zu tragen hat59 und für solche im Rahmen der 

Invalidenversicherung der Kostenanteil des Kantons 20 % bei Spitälern auf der Spitalliste be-

trägt (Art. 14bis IVG). 

 

51  Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; 
SR 221.229.1). 

52  Vgl. RPW 2006/3, 521 Rz 69 ff., Vorbehaltene Vorschriften in der Zusatzversicherung. 

53  Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20). 

54  Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202). 

55  Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20). 

56  Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201). 

57  Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über die Militärversicherung (MVG; SR 833.1).  

58  Verordnung vom 10. November 1993 über die Militärversicherung (MVV; SR 833.11). 

59  Vgl. Vereinbarung zwischen den Versicherern gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung, vertreten 
durch die Medizinaltarif-Kommission UVG (MTK); der Invalidenversicherung (IV) vertreten durch das Bundes-
amt für Sozialversicherungen; der Militärversicherung vertreten durch die Schweizerische Unfallversicherungs-
anstalt (SUVA) und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren 
(GDK) betreffend der Mitfinanzierung von stationären UV/MV/IV-Patienten durch die Kantone vom August 2011. 

  

 

  12 

 

 

B.2.4 Fazit  

36. In den im Zusammenhang mit dem vorliegenden Zusammenschlussvorhaben zu beur-

teilenden Märkten bestehen keine Vorschriften, die einer Anwendung des Kartellgesetzes ent-

gegenstehen.  

37. Wie in der Stellungnahme USB/KSBL festgehalten und im Entscheid USB/BSB bestätigt, 

sind Spitalfusionen wie andere Unternehmenszusammenschlüsse den Wettbewerbsbehörden 

zur Zusammenschlusskontrolle zu melden, sofern die Voraussetzungen (Unternehmenszu-

sammenschluss sowie Erreichen der Meldeschwellen) erfüllt sind. 

B.3 Meldepflicht 

38. Vorhaben über Zusammenschlüsse von Unternehmen sind vor ihrem Vollzug der WEKO 

zu melden, sofern die beteiligten Unternehmen im letzten Geschäftsjahr vor dem Zusammen-

schluss einen Umsatz von insgesamt mindestens 2 Milliarden Franken oder einen auf die 

Schweiz entfallenden Umsatz von insgesamt mindestens 500 Millionen Franken erzielten; und 

mindestens zwei der beteiligten Unternehmen einen Umsatz in der Schweiz von je mindestens 

100 Millionen Franken erzielten (Art. 9 Abs. 1 Bst. a und Bst. b KG). 

39. Im Jahr 2024 wurden gemäss den Parteien folgende Umsätze erzielt: 

Tabelle 1: Umsätze der beteiligten Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 

Unternehmen Umsatz weltweit (in TCHF) Umsatz Schweiz (in TCHF) 

USB (inkl. Beteiligungen)  1 457 268  1 457 115 

SCS  252 697  252 697 

St. Clara Infra AG  1 758  1 758 

St. Clara Forschung AG  1 476  1 476 

CURA  641  641 

Clarunis  32 236  32 236 

Total  1' 746 076  1 745 923 

Quelle: Angaben der Parteien.
60

 

 

40. Die Schwellenwerte gemäss Art. 9 Abs. 1 Bst. a und b KG sind erreicht, womit das Zu-

sammenschlussvorhaben meldepflichtig ist.  

B.4 Beurteilung des Zusammenschlussvorhabens im Rahmen der 
vorläufigen Prüfung 

41. Meldepflichtige Zusammenschlüsse unterliegen der vertieften Prüfung durch die WEKO, 

sofern sich in einer vorläufigen Prüfung (Art. 32 Abs. 1 KG) Anhaltspunkte ergeben, dass sie 

eine marktbeherrschende Stellung begründen oder verstärken (Art. 10 Abs. 1 KG). Sodann 

kann die WEKO einen Unternehmenszusammenschluss untersagen oder mit Auflagen zulas-

sen, wenn die entstandene oder verstärkte marktbeherrschende Stellung die Gefahr der Be-

seitigung des wirksamen Wettbewerbs mit sich bringt (Art. 10 Abs. 2 KG). 

42. Um zu beurteilen, ob Anhaltspunkte dafür bestehen, dass durch den Zusammenschluss 

eine marktbeherrschende Stellung begründet oder verstärkt wird, sind zunächst die relevanten 

 

60  Meldung, Rz 76. 

  

 

  13 

 

 

Märkte abzugrenzen. In einem zweiten Schritt wird die Veränderung der Stellung der beteilig-

ten Unternehmen auf diesen Märkten durch den Zusammenschluss beurteilt. 

43. Es werden nur diejenigen sachlichen und räumlichen Märkte einer eingehenden Analyse 

unterzogen, in welchen der gemeinsame Marktanteil in der Schweiz von zwei oder mehr der 

beteiligten Unternehmen 20 % oder mehr beträgt oder der Marktanteil in der Schweiz von ei-

nem der beteiligten Unternehmen 30 % oder mehr beträgt (vgl. Art. 11 Abs. 1 Bst. d VKU, 

diese Märkte werden hier als «vom Zusammenschluss betroffene Märkte» bezeichnet). Wo 

diese Schwellen nicht erreicht werden, kann von der Unbedenklichkeit des Zusammenschlus-

ses ausgegangen werden. In der Regel erübrigt sich dann eine nähere Prüfung. 

44. Was die Beschaffungsmärkte betrifft, so kann den Parteien aufgrund der von ihnen vor-

gelegten Informationen insofern zugestimmt werden, dass die Übernahme der SCS keine we-

sentlichen Auswirkungen auf diese Märkte haben wird, was den Einkauf von Arzneimitteln, 

medizinischen Produkten und medizinischen Geräten betrifft.61 Besondere Beachtung verdient 

hingegen die Stellung des USB als Arbeitgeber, insbesondere für Medizinalberufe im Zusam-

menhang mit der Spitalversorgung. Diese Stellung wird durch den Erwerb der SCS gestärkt, 

und das USB beabsichtigt, weitere Schritte zu unternehmen, um kooperativere, ressourcen-

schonendere Versorgungsmodelle zu entwickeln und somit die vorhandenen knappen perso-

nellen Kapazitäten effizient und patientenorientiert einzusetzen.62 

45. Gemäss der Meldung werden folgende Leistungsbereiche63 durch das Zusammen-

schlussvorhaben tangiert: 

Tabelle 2: Übersicht über die gemeinsamen Leistungsbereiche (SPLB) bzw. Spitalgrup-

pen (SPLG) 

SPLB SPLG Bemerkungen 

Basispaket BP  

Dermatologie DER1, DER1.1 Dermatologie (inkl. Geschlechtskrankheiten) 

Endokrinologie END1  

Gastroenterologie GAE1, GAE1.1  

Gefässchirurgie GEFA Interventionen in Gefässchirurgie, intraabdomi-

nale Gefässe 

Gynäkologie GYN1, GYN2, GYNT  

Hämatologie HAE1, HAE2, HAE3  

Hals-Nasen-Ohren HNO2 Schild- und Nebenschilddrüsenchirurgie 

Kardiologie KAR1, KAR1.1, KAR1.1.1, KAR1.2 KAR1.3  

Nephrologie NEP1  

Neurologie NEU1, NEU2, NEU2.1, NEU3  

Onkologie ONK1  

Pneumologie PNE1, PNE1.1, PNE2  

Radiologie RAD1 Interventionelle Radiologie 

Radio-Onkologie RAO1  

 

61  Meldung, Rz 120. 

62  Meldung, Rz 64. 

63  Das Spitalplanungs-Leistungsgruppenkonzept ist ein von der Gesundheitsdirektion Zürich entwickeltes Klassi-
fikationssystem, in welchem medizinische Leistungen zu Leistungsgruppen zusammengefasst werden, und wel-
ches für die leistungsorientierte Spitalplanung und die Formulierung von Leistungsaufträgen an die Spitäler 
verwendet wird. Das SPLG-Konzept ermöglicht die Koordination der Spitalplanungen unter den Kantonen, vgl. 
GDK, Spitalplanungs-Leistungsgruppenkonzept für die Akutsomatik, <https://www.gdk-cds.ch/de/gesundheits-
versorgung/spitaeler/planung/splg> (19.09.2025). 

  

 

  14 

 

 

Rheumatologie RHE1  

Schwere Verletzungen UNF1  

Thoraxchirurgie THO1, THO1.1  

Urologie URO1, URO1.1, URO1.1.1, URO1.1.3, 

URO1.1.8 

 

Viszeralchirurgie VIS1, VIS4  

Quelle: Angaben der Parteien,64 Tabelle: Aufstellung des Sekretariats der Wettbewerbskommission (nachfolgend: 

Sekretariat). 

B.4.1 Relevante Märkte 

B.4.1.1 Sachlich relevante Märkte 

46. Der sachliche Markt umfasst alle Waren oder Leistungen, die von der Marktgegenseite 

hinsichtlich ihrer Eigenschaften und ihres vorgesehenen Verwendungszwecks als substituier-

bar angesehen werden (Art. 11 Abs. 3 Bst. a VKU). 

47. Die WEKO hat sich bereits mehrfach mit der Abgrenzung des relevanten sachlichen 

Marktes bei Zusammenschlussvorhaben zwischen Spitälern befasst. Nicht nur verfasste sie 

im Jahr 2018 eine Stellungnahme zum Zusammenschlussvorhaben USB/KSBL,65 sondern 

liess zudem im Jahr 2022 die Fusion zwischen dem USB und der BSB zu.66 

48. Auf der Grundlage dieser Praxis im Zusammenhang mit Zusammenschlussvorhaben 

von Spitälern werden nachfolgend die wesentlichen Überlegungen im Hinblick auf den vorlie-

genden Fall herausgearbeitet und konkretisiert.  

49. Eine erste Unterteilung im Hinblick auf das Angebot Gesundheitsdienstleistungen in der 

Schweiz ist jene zwischen ambulanter67 und stationärer Behandlung. Diese beiden Arten der 

medizinischen Versorgung sind getrennt zu betrachten, da sie weder untereinander aus-

tauschbar sind noch den gleichen Tarifregelungen unterliegen.68  

50. Weiter ist im Bereich der stationären Behandlung der Versorgungsbereich der akutso-

matischen Spitalbehandlung von den Versorgungsbereichen der Rehabilitation und der psy-

chiatrischen Behandlung abzugrenzen. Dabei handelt es sich gemäss der Praxis der WEKO 

 

64  Meldung, Rz 200 ff. 

65  RPW 2018/4, Universitätsspital Basel/Kantonsspital Basel-Landschaft. 

66  RPW 2022/3, Universitätsspital Basel/Bethesda Spital AG. 

67  Ambulante Behandlungen sind im Allgemeinen diejenigen, die auch von Ärztinnen und Ärzten oder anderen 
ambulanten Leistungserbringern (Physiotherapeutinnen und -therapeute, Chiropraktikerinnen und -praktiker 
usw.) in ihren Praxen angeboten werden. Da seit einigen Jahren der Grundsatz «Ambulant vor Stationär» gilt, 
werden Operationen zunehmend ambulant durchgeführt. Diese Behandlungen erfordern allerdings einen aus-
gestatteten Operationssaal und qualifiziertes Personal. Die Entwicklung des Angebots an ambulanten Operati-
onen wird bei der Definition der relevanten Märkte und deren Analyse im Falle von Spitalfusionen zunehmend 
zu berücksichtigen sein, vgl. RPW 2025/1, 234 Rz 5, 22 und 28, Hirslanden AG/Spital Männedorf AG/Ambulante 
Klinik Meilen AG; Bundesamt für Gesundheit BAG, <https://www.bag.admin.ch/de/ambulant-vor-stationaer> 
(30.09.2025). 

68  Im Bereich der ambulanten Grundversicherung haben sich die Leistungserbringer und die Versicherungsgesell-
schaften auf die Tarifstruktur TARMED (tarif médical) geeinigt (Art. 43 Abs. 5 KVG). Die Tarifstruktur TARMED 
wird per 1. Januar 2026 durch die Einzelleistungstarifstruktur TARDOC sowie durch eine Tarifstruktur mit am-
bulanten Pauschalen ersetzt, vgl. Bundesamt für Gesundheit BAG, Ambulanter Arzttarif, <https://www.bag.ad-
min.ch/de/ambulanter-arzttarif> (13.10.2025). 

  

 

  15 

 

 

um separate Versorgungsbereiche, da sie aufgrund ihrer unterschiedlichen medizinischen 

Schwerpunkte und Zielsetzungen nicht untereinander austauschbar sind.69  

51. Bei einer weiteren Abgrenzung des sachlich relevanten Marktes für akutsomatische Spi-

talbehandlungen ist auf eine Unterteilung der verschiedenen Gesundheitsdienstleistungen ge-

mäss dem Klassifikationssystem der Spitalleistungsgruppen (SPLG)70 abzustellen. Dabei han-

delt es sich um ein von der Gesundheitsdirektion Zürich entwickeltes Klassifikationssystem, in 

welchem medizinische Leistungen zu Leistungsgruppen zusammengefasst werden und wel-

ches für die leistungsorientierte Spitalplanung und die Formulierung von Leistungsaufträgen 

an die Spitäler verwendet wird. Das SPLG-Konzept ermöglicht zudem die Koordination der 

Spitalplanungen unter den Kantonen.71  

52. Bei der Vergabe der Leistungsaufträge wird jedes Spital aufgrund der nach den SPLG 

erbrachten Leistungen bewertet, wobei insbesondere die Qualität und die Wirtschaftlichkeit 

der erbrachten Gesundheitsdienstleistungen berücksichtigt werden. Zudem hängt die Anzahl 

vergebener Leistungsaufträge pro SPLG vom Deckungsbedarf der kantonalen Bevölkerung 

für die Dauer des Mandats ab. Bereits bei der Bewerbung für die Aufnahme auf die Spitalliste 

– und dementsprechend auch für den Erhalt von Leistungsaufträgen – werden die einzelnen 

SPLG relevant und legen die Tätigkeitsbereiche der Spitäler zumindest für die Dauer der kan-

tonalen Spitalplanung klar fest. Die SPLG72 sind daher als relevante Märkte bei Zusammen-

schlüssen zwischen Spitälern zu betrachten. 

53. Unter den verschiedenen SPLG sind diejenigen abzugrenzen, die sich auf HSM bezie-

hen, da sich die Planung und die Koordination diesbezüglich zentralisiert über das Gebiet der 

gesamten Schweiz erstrecken und deshalb nicht alle Spitäler in der Schweiz zum Anbieten 

solcher Leistungen berechtigt sind (vgl. Art. 39 Abs. 2bis KVG). 

54. Schliesslich sind bei den Leistungen gemäss SPLG zwischen solchen, die von der 

Grundversicherung, und solchen, die von der Zusatzversicherung rückvergütet werden, zu un-

terscheiden. Auch diese Unterteilung entspricht der Praxis der WEKO.73 

Graphik 1: Unterteilung der Märkte im Bereich der stationären Behandlung 

 

69  RPW 2018/4, 1020 Rz 82 ff., Universitätsspital Basel/Kantonsspital Basel-Landschaft; RPW 2022/3, 662 Rz 34, 
Universitätsspital Basel/Bethesda Spital AG. 

70  Vgl. GDK, Spitalplanungs-Leistungsgruppenkonzept für die Akutsomatik, <https://www.gdk-cds.ch/de/gesund-
heitsversorgung/spitaeler/planung/splg> (07.10.2025). 

71  Die Spitalliste Akutsomatik des Kantons Basel-Stadt unterscheidet zwischen 38 Leistungsbereiche (SPLB, z.B. 
Dermatologie). Diese umfassen 145 Leistungsgruppen (z.B. DER1.1 Dermatologische Onkologie, DER1.2 
Schwere Hauterkrankungen etc.). Diese Leistungsgruppen sind präzise bestimmt, vgl. hierzu Kanton Zürich, 
Spitalplanungs-Leistungsgruppen & Grouper-Software, <https://www.zh.ch/de/gesundheit/spitaeler-klini-
ken/spital-leistungsgruppen-und-splg-grouper.html#-1062264543> (3.10.2025). 

72  Siehe Meldung, Beilage 1. 

73  RPW 2018/4, 1020 Rz 86 ff., Universitätsspital Basel/Kantonsspital Basel-Landschaft; RPW 2022/3, 662 Rz 36, 
Universitätsspital Basel/Bethesda Spital AG. 

  

 

  16 

 

 

 

Graphik: Darstellung des Sekretariats. 

55. Im vorliegenden Fall sind somit folgende Märkte zu berücksichtigen: Je ein Markt für 

akutstationäre Spitaldienstleistungen pro Spitaldienstleistungsgruppe, unterteilt in ein Grund-

versicherungs- und ein Zusatzversicherungssegment. 

B.4.1.2 Räumlich relevante Märkte 

56. Der räumliche Markt umfasst das Gebiet, in welchem die Marktgegenseite die den sach-

lichen Markt umfassenden Waren oder Leistungen nachfragt oder anbietet (Art. 11 Abs. 3 

Bst. b VKU). 

57. Für die Definition des relevanten räumlichen Marktes hat sich die WEKO in den Fällen, 

in denen dies erforderlich war, auf die in den Vereinigten Staaten entwickelte Praxis gestützt. 

Diese basiert auf der Analyse der Patientenströme zwischen den verschiedenen Regionen. 

Ausgangspunkt dieser Analyse ist der Elzinga-Hogarty-Test74, der auf zwei Indikatoren basiert: 

LIFO (Little In From Outside) und LOFI (Little Out From Inside), wobei sich die Begriffe «In» 

und «Out» nicht auf Patientinnen und Patienten, sondern auf den Import und Export von Ge-

sundheitsdienstleistungen beziehen.75 Liegen die Werte dieser Indikatoren zwischen 10 und 

25 %76, kann der relevante räumliche Markt auf die untersuchte Region abgegrenzt werden. 

Bei höheren Werten muss der Markt hingegen erweitert werden, d.h. die Indikatoren würden 

unter Einbezug eines grösseren räumlichen Gebietes in den relevanten Markt neu berechnet, 

sodass die Werte innerhalb dieser Bandbreite angesiedelt sind.77  

 

74  Vgl. ELZINGA KENNETH G./HOGARTY THOMAS F., The Problem of Geographic Market Definition Revisited: The 
Case of Coal, 23 Antitrust Bull. 1 (1978). 

75  RPW 2018/4, 1021 Rz 96 ff., Universitätsspital Basel/Kantonsspital Basel-Landschaft. 

76  Ein Kritikpunkt an diesem Test betrifft die Wahl dieser prozentualen Werte, da sie nicht auf wissenschaftlichen 
Studien beruhen würden. 

77  Das deutsche Bundeskartellamt (BKart) stützt sich zur Analyse des räumlich relevanten Marktes ebenfalls auf 
die Patientenströme, entscheidet jedoch nicht auf der Grundlage starrer Grenzwerte, sondern passt diese im 

                    

             
                

               

    

       

                 

             

                  

                  

   

  

 

  17 

 

 

58. Ein Abstützen auf den LIFO-/LOFI-Test bei Fusionen von Spitäler wurde in den USA 

zunehmend kritisiert78 und durch andere, mehr oder weniger komplexe Tests ersetzt. Diese 

werden ebenfalls von europäischen Behörden angewendet.79 

59. Angesichts der Besonderheiten des Schweizer Gesundheitssystems und insbesondere 

der institutionellen Aspekte, die das Angebot an Spitalleistungen prägen, stellt sich zudem die 

Frage, ob der Elzinga-Hogarty-Test sowie andere Tests, die zur Definition des geografischen 

Marktes bei Zusammenschlüssen verwendet werden, in der Schweiz uneingeschränkt an-

wendbar sind. 

60. Während die mangelnde Preissensibilität der Patientinnen und Patienten ein Problem 

vieler Gesundheitssysteme ist80, kommt in der Schweiz ferner die Frage der kantonalen Spi-

talliste und der Festlegung der Leistungsaufträge für Spitäler auf der Grundlage des geschätz-

ten Bedarfs hinzu. Nachdem ein Kanton den Bedarf an Behandlungen in den verschiedenen 

SPLG ermittelt hat,81 wendet er sich primär an die Anbieter in seinem Gebiet und subsidiär an 

Leistungserbringer ausserhalb des Kantons. Letztere kommen zum Einsatz, wenn es im Kan-

tonsgebiet generell nicht genügend Anbieter gibt,82 wenn nicht genügend Anbieter in einer 

bestimmten Fachrichtung vorhanden sind oder wenn, wie im Fall von HSM-Eingriffen, der Be-

darf nur ausserhalb des Kantons gedeckt werden kann. 

61. Ist die definitive Spitalliste inkl. der Leistungsaufträge gemäss SPLG und somit auch die 

von der Grundversicherung übernommenen Gesundheitsdienstleistungen bekannt, kann da-

von ausgegangen werden, dass sich potenzielle Patientinnen und Patienten mit Wohnsitz im 

Kantonsgebiet, vor allem aber das Gesundheitspersonal, das die potenziellen Patientinnen 

und Patienten begleitet, vorrangig an diesem Angebot orientieren. Ein erster Faktor, der den 

Patientenfluss und damit den relevanten geografischen Markt beeinflussen könnte, sind somit 

die kantonalen Spitallisten. Je mehr Spitäler aus dem Kanton auf dieser Liste stehen, desto 

wahrscheinlicher ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger dieses Kantons keine bzw. weniger 

Spitalbehandlungen ausserhalb der Kantonsgrenzen in Anspruch nehmen.83 

62. Die Spitalliste kann nicht nur ein Indikator für die Mobilität der im Kanton wohnhaften 

Patientinnen und Patienten sein, aber auch für den Patientenstrom von anderen Kantonen in 

 

Rahmen einer mehrdimensionalen Gesamtanalyse aufgrund der tatsächlichen Umstände relativiert an. Aus den 
bisherigen Entscheidungen geht hervor, dass das BKart die kritische Schwelle in der Regel bei etwa 20% an-
setzt, vgl. hierzu RPW 2008/4, 544 ff. Rz 97 ff., 101 und 104, Tarifverträge Zusatzversicherung Kanton Luzern. 

78  Vgl. TENN STEVEN/VENDERGRIFT SOPHIA, Geographic Market Definition in Urban Hospital Mergers: Lessons from 
the Advocate-NorthShore Litigation, in: the antitrust source, 2017. 

79 Vgl. MAKHKAMOVA LOLA, Techniques for Geographic Market Definition in Hospitals, <http://www.comp-
com.co.za/wp-content/uploads/2014/09/Techniques-for-geographic-market-definition-in-hospitals.pdf> 
(8.10.2025). 

80  Die Tatsache, dass die Patientin oder der Patient die Spitalleistungen nicht selbst bezahlt, ist eines der zentralen 
Elemente, die den Markt für Spitalleistungen von anderen Märkten unterscheiden und beispielsweise die An-
wendung von Tests wie dem SSNIP-Test zur Definition des geografischen Marktes erschweren. 

81  Für ein Beispiel, wie ein Kanton den Bedarf anhand der Anzahl der erforderlichen Eingriffe definiert, vgl. Kon-
solidierte Prognose - Anzahl prognostizierte Hospitalisierungen von Patient/-innen aus der Analyseregion nach 
Prognoseszenario und Leistungsgruppe (Akutsomatik), 2023-2034, Analyseregion: SO, <https://so.ch/filead-
min/internet/ddi/ddi-gesa/PDF/Behandlung_und_Pflege/Spitaeler_und_Kliniken/2025-06-
26_Fallzahlen_Prognose_je_SPLG.pdf> (07.10.2025). 

82  D.h. wenn die kantonale Bedarfsrechnung ergibt, dass die voraussichtlichen Fallzahlen nicht gedeckt werden 
können. 

83  Übertragen auf die Sprache des Elzinga-Hogarty-Tests würde der Import von Spitaldienstleistungen (LIFO) re-
duziert werden oder zumindest prozentual innerhalb der Bandbreite liegen. 

  

 

  18 

 

 

den Ausgangskanton.84 Mit anderen Worten lässt die Spitalliste Annahmen zu, wie stark der 

Export von Spitaldienstleistungen in andere Kantone (LOFI) ist. Der Export von Gesundheits-

dienstleistungen bzw. die Zuwanderung von Patientinnen und Patienten aus anderen Kanto-

nen ist das zweite wichtige Element für die Bestimmung des relevanten geografischen Mark-

tes. Der Patientenstrom aus anderen Kantonen zeigt, inwieweit die Spitäler eines Kantons mit 

denen benachbarter Kantone konkurrieren. Je bedeutender dieser Patientenstrom ist, desto 

eher ist davon auszugehen, dass die benachbarten Kantone als Teil des relevanten geografi-

schen Marktes zu betrachten sind. Statistische Daten zu diesen beiden Indikatoren sind auch 

für die einzelnen SPLG zunehmend öffentlich zugänglich. 

63. Im vorliegenden Fall ist die Konstellation noch etwas komplexer, da die beiden Halbkan-

tone Basel-Stadt und Basel-Landschaft gestützt auf einen Staatsvertrag (vgl. Rz 23) ihre Spi-

tallisten85 koordinieren und somit den Bedarf der Bevölkerung an Gesundheitsdienstleistungen 

gemeinsam ermitteln und abdecken. In bestimmten Fachgebieten konzentrieren sie somit die 

Gesundheitsdienstleistungen auf die wichtigsten Zentren (USB, SCS und KSBL).86 Tatsächlich 

stehen diese Spitäler für bestimmte SPLG87 nicht miteinander «im Wettbewerb». Das einzige 

Spital auf dieser Liste, das nicht in den beiden Halbkantonen liegt, ist das soH Spital Dornach 

im Kanton Solothurn, dem einige SPLG zugeordnet sind. 

64. Die Untersuchung der Patientenströme in den Kanton Basel-Stadt hinein und aus ihm 

heraus bestätigt, dass der Kanton Basel-Landschaft als integraler Bestandteil des geografi-

schen Marktes für die oben definierten sachlichen Märkte zu betrachten ist. Es gilt also zu 

prüfen, ob dieses geografische Gebiet erweitert werden muss, um den räumlich relevanten 

Markt abschliessend abzugrenzen. 

65. Auf der Grundlage der Daten aus dem Jahr 2023 bestätigen die Patientenströme88 im 

Wesentlichen, dass sich die meisten Patientinnen und Patienten mit Wohnsitz in Basel-Stadt 

oder Basel-Landschaft innerhalb dieses Gebiets behandeln lassen. Diese Erkenntnis zieht 

sich über alle SPLB, die vom Zusammenschluss betroffen sind, hinweg. Die Abwanderung in 

andere Kantone erreicht insgesamt knapp 10 %, konzentriert sich jedoch nie auf einen einzi-

gen Kanton. Die Kantone, die am häufigsten von Basler Patientinnen und Patienten aufge-

sucht werden, sind Aargau und Solothurn. Die SPLB, bei denen mindestens 9 % der Patienten 

 

84  Vom Bundesverwaltungsgericht wurde vorgegeben, dass nicht nur der innerkantonalen Nachfrage, sondern 
auch der ausserkantonalen Nachfrage Rechnung getragen werden muss (BVGer, C-1966/2014 vom 
23.11.2015 E. 4.1.3). Empfehlungen der GDK zur Spitalplanung vom 20. Mai 2022, S. 9. 

85  Kanton Basel-Stadt, Gemeinsame Gesundheitsregion (GGR), <https://www.bs.ch/gd/bereich-gesundheitsver-
sorgung/strategien-programme-und-projekte/gemeinsame-gesundheitsregion-ggr> (8.10.2025). 

86  Siehe hierzu Gesundheitsdepartement des Kanton Basel-Stadt/Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des 
Kanton Basel-Landschaft, Spitalliste des Kantons Basel-Stadt 2021 im Bereich der Akutsomatik (gültig ab 1. Ja-
nuar 2025), <https://media.bs.ch/original_file/42bc8aaef34e2d5ff5282b4cee18b84f35781781/spitalliste-akut-
somatik-25-01.pdf> (07.10.2025). 

87  Ohne Berücksichtigung der HSM-Leistungen hat das KSBL z.B. keinen Leistungsauftrag in Bereich Herzchirur-
gie (HER1 und ff.) oder im Bereich Neochirurgie (NCH1, NCH1.1 und NCH2). Andere solche Beispiele sind in 
der Spitalliste der beiden Kantone zu finden. 

88  Siehe hierzu Gesundheitsdepartement des Kanton Basel-Stadt/Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des 
Kantons Basel-Landschaft, Wirkungsanalyse GGR, <https://bl-api.webcloud7.ch/politik-und-behorden/direktio-
nen/volkswirtschafts-und-gesundheitsdirektion/amt-fur-gesundheit/spitaeler-und-therapieeinrichtungen/versor-
gungsplanung/dokumente-wirkungsanalyse-ggr/wirkungsanalyse-ggr.pdf> (07.10.2025). 

  

 

  19 

 

 

aus den beiden Halbkantonen ausserkantonal behandelt wurden, sind Basispaket (BP)89, 

HNO, Neurologie, Viszeralchirurgie und schwere Verletzungen. 

66. Weniger einheitlich ist das Bild hinsichtlich der Patientenströme aus anderen Kantonen, 

d.h. dem Export von Gesundheitsdienstleistungen. Betrachtet man zunächst die Gesamtzahl 

der Patientinnen und Patienten mit Wohnsitz ausserhalb der Kantone Basel-Stadt und Basel-

Landschaft, die sich 2023 im geografischen Gebiet der beiden Halbkantone behandeln liessen, 

so zeigt sich, dass diese 19 % der insgesamt behandelten Patientinnen und Patienten ausma-

chen. Werden die Ströme allerdings differenziert nach den einzelnen Kantonen untersucht, 

wird ersichtlich, dass die 10-Prozent-Grenze in keinem Fall erreicht wird. 

67. Diese auf die einzelnen Kantone bezogene Perspektive wird teilweise durch eine detail-

liertere Aufschlüsselung der Daten zu den Patientenströmen auf der Grundlage der Medstat-

Regionen90 in Frage gestellt. Diese zeigen, dass in bestimmten Regionen des Kantons Aargau 

und des Kantons Solothurn der Bevölkerungsanteil, der sich in den Spitälern der beiden Basel 

behandeln lässt, deutlich über 20 % liegt. Dieser Faktor spricht für eine Ausweitung des rele-

vanten geografischen Marktes auch auf diese Regionen.  

68. Bei genauerer Betrachtung der zur Verfügung stehenden Daten zeigt sich, dass es bei 

einigen SPLB91 Anzeichen dafür gibt, dass zum Markt der beiden Halbkantone Regionen des 

Kantons Aargau (für Ophthalmologie und Radio-Onkologie) und des Kantons Jura (für Neuro-

chirurgie und Thoraxchirurgie) hinzukommen. 

69. Zusammenfassend lässt sich auf der Grundlage der verfügbaren Daten und unter einer 

pragmatischen und an den Schweizer Markt angepassten Anwendung des Patientenstrom-

tests feststellen, dass der relevante geografische Markt im Allgemeinen die Region nördlich 

des Jura darstellt. Diese besteht aus den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Teilen 

der Kantone Aargau und Solothurn. Je nach Verfügbarkeit der Daten ist dieser Markt entspre-

chend den verschiedenen SPLB auf Regionen des Kantons Jura auszuweiten. 

Tabelle 3: Marktanteile in den wichtigsten Leistungsbereichen der meldenden Unter-

nehmen basierend auf der Anzahl behandelter akutstationärer Fälle in der Region nörd-

lich des Jura 2023 

2023 Marktanteile 

 USB/BSB SCS Total Andere 

     

Gesamtmarkt [30-40]% [0-10]% [40-50]% [50-60]% 

     

SPLB     

Basispaket (BP) [20-30]% [0-10]% [30-40]% [60-70]% 

Dermatologie (DER) [50-60]% [0-10]% [60-70]% [30-40]% 

Endokrinologie (END) [20-30]% [10-20]% [40-50]% [50-60]% 

Gastroenterologie (GAE) [20-30]% [20-30]% [50-60]% [50-60]% 

Gefässchirurgie (GEF) [50-60]% [0-10]% [60-70]% [30-40]% 

 

89  Das Basispaket umfasst alle medizinischen und chirurgischen Leistungen, die nicht zu den fachspezifischen 
Leistungsgruppen gehören (alle Leistungen der Grundversorgung). Das BP bildet die Grundlage für alle Spitäler 
mit einer Notfallstation und ist für diese obligatorisch. 

90  Bundesamt für Statistik, Medstat-Regionen, <https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/no-
menklaturen/medsreg.html> (8.10.2025). 

91  Womöglich würde die Betrachtung gemäss einer tiefergehenden Aufschlüsselung nach SPLG präzisere Aus-
sagen ermöglichen. Mangels verfügbarer Daten auf der Stufe der SPLG wird in der vorliegenden Prüfung hier-
von abgesehen.  

  

 

  20 

 

 

Gynäkologie (GYN) [50-60]% [10-20]% [60-70]% [30-40]% 

Hämatologie (HAE) [30-40]% [20-30]% [60-70]% [30-40]% 

Hals-Nasen-Ohren (HNO) [20-30]% [30-40]% [50-60]% [40-50]% 

Kardiologie (KAR) [60-70]% [0-10]% [70-80]% [20-30]% 

Nephrologie (NEP) [30-40]% [0-10]% [30-40]% [60-70]% 

Neurologie (NEU) [50-60]% [0-10]% [50-60]% [40-50]% 

Onkologie (ONK) [10-20]% [60-70]% [80-90]% [10-20]% 

Pneumologie (PNE) [40-50]% [10-20]% [60-70]% [30-40]% 

Radiologie (RAD) [30-40]% [20-30]% [60-70]% [30-40]% 

Radio-Onkologie (RAO) [40-50]% [40-50]% [90-100]% [0-10]% 

Rheumatologie (RHE) [60-70]% [0-10]% [60-70]% [30-40]% 

Schwere Verletzungen (UNF) [50-60]% [0-10]% [50-60]% [40-50]% 

Thoraxchirurgie (THO) [50-60]% [20-30]% [70-80]% [20-30]% 

Urologie (URO) [20-30]% [20-30]% [40-50]% [50-60]% 

Viszeralchirurgie (VIS) [20-30]% [20-30]% [50-60]% [40-50]% 

     

Quelle: Angaben der Parteien, Tabelle: Aufstellung des Sekretariats. 

B.4.2 Voraussichtliche Stellung in den betroffenen Märkten 

B.4.2.1 Vorbemerkungen  

70. Um die voraussichtliche Stellung in den betroffenen Märkten einschätzen zu können, ist 

es erforderlich, sich das Wettbewerbsumfeld und dessen Konzeption im Kontext des vorlie-

genden Zusammenschlussvorhabens zu gewärtigen. Wie vorstehend dargelegt, herrscht zwi-

schen den Spitälern ein weitgehend regulierter Wettbewerb, welcher auf verschiedenen, inei-

nander verzahnten Ebenen greift. Nachfolgend wird einleitend auf die verschiedenen 

Erscheinungsformen von Wettbewerb eingegangen, die auf den betreffenden Märkten vorzu-

finden sind, und zudem deren jeweilige Funktionsweise kurz dargestellt. 

71. Zunächst stehen die Spitäler im Wettbewerb beim Vergabeverfahren der Leistungsauf-

träge, also im Wettbewerb um Aufnahme, Verbleib und Wiederaufnahme auf die kantonale 

Spitalliste. Interessierte Spitäler reichen ihre Teilnahmeanträge ein und der Kanton teilt Leis-

tungsaufträge insbesondere unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und der Qualität der Leis-

tungserbringung von den Bewerbern zu (Art. 58b Abs. 4 Bst. a KVV).92 Spitäler haben dadurch 

den Anreiz, durch wirtschaftlich effiziente, qualitativ hochwertige und zweckdienliche Angebote 

auf der Spitalliste geführt zu werden. Die Wirtschaftlichkeit und die Qualität sind zentrale Wett-

bewerbsparameter, welche – im Anschluss an die Planung – auch in Zusammenhang mit an-

deren Erscheinungsformen des Wettbewerbs eine Rolle spielen. Auch wenn mit dem Erlass 

einer Spitalliste und im Anschluss daran bis zur Neuauflage der Spitalliste notwendigerweise 

eine gewisse Statik im Markt erzeugt wird, konkurrieren die Spitäler zunächst um Aufnahme 

auf die Spitalliste. Die Zielsetzung der KVG-Revision – und damit auch die Aufgabe der Kan-

tone im Rahmen der Spitalplanung – ist es, die Aufnahme von Leistungserbringern auf die 

Spitalliste idealerweise durch Markt- und Wettbewerbsregeln zu gestalten.93 

 

92  Zusätzlich zu diesen ersten zwei Kriterien berücksichtigen die Kantone insbesondere den Zugang der Patien-
tinnen und Patienten zur Behandlung innert nützlicher Frist und die Bereitschaft und Fähigkeit der Einrichtung 
zur Erfüllung des Leistungsauftrags (Art. 58b Abs. 4 Bst. b und c KVV). 

93  Botschaft betreffend die Änderung des Bundesgesetztes über die Krankenversicherung (Spitalfinanzierung), 
BBl 2004, 5587. 

  

 

  21 

 

 

72. Nach Erstellung der Spitalliste müssen die darauf aufgeführten Spitäler durch eine qua-

litativ hochstehende und möglichst effiziente Leistungserbringung die Zuweisenden, Patientin-

nen und Patienten und Krankenversicherer überzeugen (Qualitätswettbewerb in der Leis-

tungserbringung). Die Qualität und das Leistungsniveau von Spitälern beeinflussen einerseits 

den Ruf eines Spitals und sind andererseits auch im Hinblick und zur Positionierung auf eine 

Aktualisierung und den Erlass neuer bzw. der Neuauflage der Spitallisten von erheblicher Re-

levanz.94 Über Qualität können sich die Spitäler von der Konkurrenz abheben, ihre Kapazitäten 

auslasten und sich für die nächste Spitalplanung wettbewerbsstrategisch vorteilhaft positionie-

ren.  

73. Ergänzt wird dieser Qualitätswettbewerb in der Leistungserbringung durch einen gewis-

sen Kosten- und/oder Preiswettbewerb bei den Tarifverhandlungen. Die Krankenversicherer 

als Tarifpartner bilden in dieser Hinsicht die Marktgegenseite. Aufgrund unterschiedlicher 

Baserates haben die Spitäler im Sinne der Wirtschaftlichkeitskriterien einen Anreiz, ihre Preise 

– oder zumindest die eigenen Kosten – tief zu halten. Darüber hinaus zeigen aktuelle Bei-

spiele, dass einige Spitäler bereit sind, mit Krankenversicherern zusammenzuarbeiten, um im 

Gegenzug für eine Senkung der Kosten (Tarife) einen grösseren Pool an Versicherten/Patien-

tinnen und Patienten zu erschliessen.95 Solche Projekte können einen direkten Wettbewerb 

zwischen den Spitälern auslösen, sofern es für bestimmte Spitalleistungen mehrere Anbieter 

gibt. Insofern haben sowohl Preise wie auch Qualität Einfluss auf die Anzahl Leistungen pro 

Leistungserbringer und die Positionierung derselben im Markt. 

74. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass den Kantonen eine zentrale Funktion im 

wettbewerbsorientierten Spitaldienstleistungssystem zukommt, in welchem Qualität und Effi-

zienz der Leistungserbringung eine wesentliche Rolle einnehmen. Die Kantone entscheiden 

über das Instrument der Spitalplanung mit, wie fest und wie gut der Wettbewerb in einem Markt 

spielt. Obschon sie teilweise selbst Eigner der grössten Spitäler sind, ist davon auszugehen, 

dass sie als staatliche Behörden selbst von einem effizienten und qualitätsorientierten Umgang 

mit Ressourcen profitieren. Vor dem Hintergrund der Interessen ihrer Wohnbevölkerung und 

deren ausreichenden und patientennahen Versorgung haben die Kantone ihre Planungsent-

scheide mit der entsprechenden und auch zu erwartenden Verantwortung zu treffen.  

75. Je höher die Fallzahl einer Spitaleinrichtung ist, desto mehr Routine entwickelt diese in 

Bezug auf die einzelnen Spitaldienstleistungen. Diese Erfahrung spiegelt sich in einer Erhö-

hung der Qualität wider.96 Die Kantone sind auch in dieser Hinsicht bestrebt, die Spitaldienst-

leistungen und die entsprechenden Fallzahlen zu konzentrieren, um dadurch Überkapazitäten 

abzubauen und somit die Qualität der Leistungen zu fördern.97 Nicht zuletzt hat die Spitalpla-

 

94  Mit der Vergabe der kantonalen Leistungsaufträge verpflichten die Kantone die Spitäler, an den durch den Na-
tionalen Verein zur Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ) koordinierten nationalen Messungen 
teilzunehmen. Die spitalindividuellen Ergebnisse werden vom ANQ nach den vom Verein definierten Grundsät-
zen publiziert, vgl. Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, Empfehlungen der 
GDK zur Spitalplanung vom 20. Mai 2022, S. 14. 

95  CSS, Neues integriertes Versorgungsmodell der Spitalgruppe Moncucco und der CSS, 
<https://www.css.ch/de/ueber-css/story/medien-publikationen/medien/medienmitteilungen/css-versorgungs-
modell-moncucco-tessin.html> (15.10.2025). 

96  Beispielsweise sinken die Anzahl Komplikationen bei Eingriffen und die Anzahl Rehospitalisierungen wird ver-
mindert. 

97  News Service Bund, Patienten erhalten mehr Informationen über die Behandlung in den Spitälern, <news.ad-
min.ch/de/nsb?id=58340> (15.10.2025); vgl. auch <https://www.baselland.ch/> > Organisation > Regierungsrat 
> Medienmitteilung > Ab 1. Juli 2021: Gleichlautende Spitallisten für Basel-Stadt und Basel-Landschaft > 4_Stel-
lungnahme Fachkommission, S. 6 (15.10.2025). 

  

 

  22 

 

 

nung zum Ziel, die Auswirkungen einer durch das Angebot induzierten Nachfrage zu minimie-

ren.98 Auch der potenzielle Wettbewerb beim Eintritt in diese Märkte wird dadurch konstant 

verringert. Letztlich wird sich, wie durch das Zusammenschlussvorhaben zwischen dem USB 

und der SCS bestätigt, die Leistungserbringung im akutstationären Spitalbereich zunehmend 

auf wenige Anbieter konzentrieren, denen der Grossteil der Leistungsaufträge zugeteilt wird. 

76. Im vorliegenden Fall sind zweierlei Überlegungen hinsichtlich der Prüfung der Wettbe-

werbsintensität auf den verschiedenen betroffenen Märkten zu beachten. Einerseits ist das 

derzeitige Angebot an akutstationären Spitalleistungen das Ergebnis der kantonalen Spitalpla-

nung und der darauf aufbauenden Spitalliste, die gemeinsam von den Kantonen Basel-Stadt 

und Basel-Landschaft aufgestellt wurde. In umfassender Kenntnis aller Aspekte, die für die 

Vergabe der Leistungsaufträge zu berücksichtigen sind, haben sich die beiden Halbkantone 

2021 für eine Konzentration der Leistungen auf das USB, das KSBL und gezielt auch auf die 

SCS entschieden. Für das betreffende Gebiet ist dies die einzige Privatklinik, die einen mass-

geblichen Einfluss auf dem Markt hat und sich nicht wie die anderen privaten Kliniken auf 

Spitalleistungen im Bereich des Bewegungsapparates konzentriert.99 Die SCS spielt daher seit 

Jahren eine wichtige Rolle bei der Abdeckung der notwendigen Spitalversorgung für Patien-

tinnen und Patienten in den beiden Halbkantonen. Sie ist für das USB eine wichtige Stütze bei 

der Entwicklung von Kooperationen in bestimmten Bereichen. Schliesslich befürwortet der 

Kanton Basel-Stadt den Kauf der SCS, obwohl dieser Zusammenschluss den Verlust eines 

unabhängigen, privaten Konkurrenten von gewissem Rang unter den Anbietern bestimmter 

Spitalleistungen auf dem kantonalen Gebiet bedeutet. Seiner Ansicht nach sei die weitere Zu-

nahme der Konzentration und damit der Qualität der heute der SCS anvertrauten Spitalleis-

tungen gegenüber einem anhaltenden Wettbewerb um die Qualität dieser Leistungen, die der 

Bevölkerung von zwei Spitälern unabhängig voneinander erbracht würden, vorzuziehen.100  

77. Der Kanton Basel-Landschaft befürchtet anlässlich der Übernahme der SCS, dass hin-

sichtlich der Grundversorgung mit einer erheblichen Abnahme der Konkurrenz auf dem Ge-

sundheitsmarkt zu rechnen sei und die Gefahr bestünde, dass eine Konzentration der Leistun-

gen bei dem USB zu einer Gesundheitskostensteigerung ohne zusätzlichen Mehrwert für die 

Patientinnen und Patienten führen würde. Der Kanton weist insbesondere darauf hin, dass 

dies der Fall sein könnte, wenn Leistungen der SCS, die derzeit mit der SCS-Baserate vergütet 

werden, beim USB konzentriert und neu zur USB-Baserate vergütet würden.101 

78. Diese Bedenken können wiederum angesichts der planerischen Tätigkeiten der Kantone 

und deren Einfluss auf die Spitaldienstleistungsmärkte relativiert werden. Die verschiedenen 

 

98  Die Kantone können spezifische Massnahmen zur Vermeidung von medizinisch nicht indizierten stationären 
Behandlungen, von unverhältnismässigen Mengenausweitungen oder von Überkapazitäten ergreifen, vgl. Kon-
ferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, Empfehlungen der GDK zur Spitalplanung 
vom 20. Mai 2022, S. 18. 

99  Gemäss den Parteien erfolgte die Konzentration auf den relevanten Märkten aufgrund der Vergabe von Leis-
tungsaufträgen nach objektiven Eignungsindikatoren (bspw. Anforderungen an Mindestfallzahlen, 24/7-Vorhal-
tepflicht von Notfall- und Intensivmedizin, Präsenz von Fachärztinnen und -ärzten der Inneren Medizin, chirur-
gischer Spezialdisziplinen usw.). Die Bedarfsmengen sollten in erster Linie durch jene Spitäler gedeckt werden, 
die in der jeweiligen SPLG den höchsten Nutzwert aufwiesen. Die Eignung von Privatkliniken wurde somit 
gleichermassen berücksichtigt, vgl. Zusätzliche Angaben der Parteien vom 13. Oktober 2025, Antwort zu 
Frage 1; <https://www.baselland.ch/> > Organisation > Regierungsrat > Medienmitteilung > Ab 1. Juli 2021: 
Gleichlautende Spitallisten für Basel-Stadt und Basel-Landschaft > 4_Stellungnahme Fachkommission, S. 14 
(15.10.2025). 

100  Vgl. Antworten Gesundheitsdepartement Kanton Basel-Stadt vom 29. August 2025, Antwort zu Fragen 1 und 
9. 

101  Vgl. Antworten Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft vom 13. Oktober 2025, Antwort 
zu Fragen 1 und 2. 

  

 

  23 

 

 

Leistungsaufträge werden auf Gesuch hin in einem bi-kantonalen Verfahren und standortbe-

zogen an die unterschiedlichen Leistungserbringer vergeben. Eine konzerninterne Verschie-

bung von Leistungsaufträgen ohne formelle Genehmigung durch die Regierungsräte von Ba-

sel-Stadt und Basel-Landschaft ist deshalb nicht zulässig.102 

79. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in den vorliegend relevanten Märkten einer-

seits der Wettbewerb in den dargelegten Erscheinungsformen spielt, andererseits aber die 

Anwendung des Kartellgesetzes durch regulatorische Hürden beeinflusst wird. Der Kanton 

Basel-Stadt als unternehmerischer Entscheidungsträger über die Übernahme der SCS durch 

das USB verfügt im Bereich der Spitaldienstleistungen über die erforderlichen Fachkenntnisse 

und Kompetenzen, um das Zusammenschlussvorhaben zukunftsorientiert zu gestalten. Vom 

Kanton Basel-Stadt wird indes gefordert, dass dieser im Interesse seiner Bevölkerung handelt 

und eine Reduktion der Gesundheitskosten im Kanton Basel-Stadt sowie langfristig die Ver-

besserung der sozialen Wohlfahrt anstrebt. Entsprechend trägt auch der Kanton die Verant-

wortung über das Gelingen der Übernahme im Sinne der Sicherstellung einer qualitativ hoch-

wertigeren, effizienteren medizinischen Versorgung sowie der Innovation und 

Patientenorientiertheit103 ohne Kostenerhöhung in der Grundversicherung104.  

80. Um die Effektivität des kantonalen Handelns nicht zu beeinträchtigen, ist es aufgrund 

dieser Erkenntnisse geboten, dass sich die Wettbewerbsbehörden in vorliegender Angelegen-

heit die gebotene Zurückhaltung auferlegen. In der Folge wird dennoch aufgezeigt, dass sich 

bei der Beurteilung der betroffenen Märkte gemäss Art. 11 Abs. 1 Bst. d VKU kritische Struk-

turen im Sinne des Kartellgesetzes ausweisen lassen. Deren Würdigung versteht sich zwar im 

Kontext des regulatorischen Rahmens (vgl. Rz 20 ff.) und der damit zusammenhängenden 

Auswirkungen auf das vorliegende Wettbewerbsumfeld, d.h. der vorstehend erläuterten Er-

scheinungsformen des Wettbewerbs (vgl. Rz 70 ff.). Gleichwohl obliegt es dem Kanton Basel-

Stadt, diese Aspekte bei der Umsetzung des Zusammenschlussvorhabens sowie bei der Spi-

talplanung in Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Landschaft miteinfliessen zu lassen.   

B.4.2.2 Aktueller Wettbewerb 

81. Im Vergleich zu den beiden Fällen USB/KSBL105 und USB/BSB106 sind vorliegend deut-

lich höhere Marktanteile in vereinzelten SPLG zu verzeichnen.  

82. Angesichts der angestrebten und fortschreitenden Konsolidierung in der Spitaldienstleis-

tungserbringung ist bei Zusammenschlussvorhaben zwischen Spitälern mit zunehmend hohen 

Marktanteilsadditionen zu rechnen. Daraus ergibt sich, dass die Anzahl der Marktteilnehmer 

kontinuierlich und zugunsten der Marktanteile verbleibender Wettbewerber abnimmt. Aus die-

sem Grund erweist sich in diesem Bereich ein Abstellen auf die Vermutung, wonach bei Markt-

anteilen ab 50 % grundsätzlich von einer marktbeherrschenden Stellung ausgegangen werden 

kann,107 als nicht in jeder Hinsicht sachgerecht. Vielmehr erfordert der Umstand des kon-

 

102  Vgl. Antworten Gesundheitsdepartement Kanton Basel-Stadt vom 29. August 2025, Antwort zu Frage 4. 

103  Vgl. Antworten Gesundheitsdepartement Kanton Basel-Stadt vom 29. August 2025, Antwort zu Frage 1. 

104  Vgl. Antworten Gesundheitsdepartement Kanton Basel-Stadt vom 29. August 2025, Antwort zu Frage 5. 

105  RPW 2018/4, 1022 Rz 103, Universitätsspital Basel-Stadt/Kantonsspital Basel-Land. 

106  RPW 2022/3, 665 ff. Rz 52 und 61, Universitätsspital Basel-Stadt/Bethesda Spital AG. 

107  <https://www.weko.admin.ch> > Rechtliches/Dokumentation > Merkblätter > Merkblatt: Wettbewerbsregeln – 
kurz erklärt (15.10.2025); vgl. auch Urteil BGer, 2C_395/2021 vom 9. Mai 2023 E. 9.1, Swisscom WAN-
Anbindung I; RPW 2011/1, 124 Rz 184, SIX/Terminals mit Dynamic Currency Conversion (DCC); RPW 1999/4, 
642 E. 5.1.2, Beschwerdeentscheid vom 4. November 1999 betreffend Vorsorgliche Massnahmen. 

  

 

  24 

 

 

zentrierten Marktes den Beizug höherer Marktanteilsschwellen, um gewisse, durch Zusam-

menschlüsse neu gebildete Unternehmensstrukturen als wettbewerbsrechtlich bedenklich ein-

zustufen. Somit besteht vorliegend in jenen Spitalleistungsbereichen, in denen die restlichen, 

nicht auf die meldenden Unternehmen entfallenden Marktanteile 40 % oder mehr betragen, 

die begründete Annahme, dass im Verhältnis zur strukturell und politisch noch möglichen Wett-

bewerbsintensität genügend aktueller Wettbewerb durch alternative Leistungserbringer vor-

handen ist.  

83. Von jenen gemeinsamen Marktanteilen der beteiligten Unternehmen, die über 60 % be-

tragen, sind für die vorliegende Beurteilung jene Märkte von geringer Bedeutung, in denen 

eines der beiden Unternehmen einen Marktanteil von weniger als 10 % innehat, d.h. Gefäss-

chirurgie (GEFA), Rheumatologie (RHE1) und Dermatologie (DER1, DER1.1). Dies ist darauf 

zurückzuführen, dass kleine Marktanteile bei einem Zusammenschluss in einem weitgehend 

konzentrierten Markt keinen massgeblichen Einfluss auf die Wettbewerbsverhältnisse haben.  

84. Bei vorstehend genannten Marktanteilsgrenzwerten handelt es sich um Schwellenwerte, 

die ein Indiz zur Relevanz des Zusammenschlussvorhabens in den entsprechenden Märkten 

liefern. Da aber die Grösse der Marktanteile nicht als alleiniges Kriterium zur Beurteilung von 

kritischen Strukturen herangezogen wird und der Schwellenwert je nach Kontext stark vari-

iert,108 können diese Schwellenwerte nicht einer statischen Betrachtung unterliegen.109 

85. Ferner ist auch in den Märkten im Grund- und Zusatzversicherungsbereich gemäss den 

SPLG Pneumologie (PNE1, PNE1.1, PNE2) und Radiologie (RAD1) nicht von der Möglichkeit 

der Wettbewerbsbeseitigung auszugehen. Die kumulierten Marktanteile überschreiten in bei-

den Märkten nur marginal die oben definierte Schwelle von 60 %, wobei der Anteil der SCS in 

der Pneumologie lediglich [10-20] % ausmacht. Angesichts des politischen Hintergrunds, der 

damit gewünschten Konzentration der Spitaldienstleistungen und der Spezialisierung auf we-

nige Anbieter kann der Restwettbewerb, der von weiteren Leistungserbringern mit insgesamt 

[30-40] % in beiden Märkten ausgeht, als ausreichend disziplinierend erachtet werden. Sowohl 

in der Pneumologie wie auch in der Radiologie stehen den meldenden Unternehmen das 

KSBL mit jeweils [10-20] % der Marktanteile sowie weitere, kleinere Wettbewerber gegen-

über.110 

86. Die gemeinsamen Marktanteile der beteiligten Unternehmen deuten damit in fünf Leis-

tungsbereichen auf die Begründung bzw. Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung 

hin. In Anbetracht dessen würde in diesen Märkten auch die Frage nach der Möglichkeit einer 

Wettbewerbsbeseitigung aufgeworfen. So werden das USB und die SCS in der Radio-Onko-

logie (RAO1), der Onkologie (ONK1), der Thoraxchirurgie (THO1, THO1.1), der Kardiologie 

(KAR1, KAR1.1, KAR1.1.1, KAR1.2, KAR1.3) und der Gynäkologie (GYN1, GYN2, GYNT) 

nach dem Zusammenschluss einen bedeutenden Marktanteil halten.  

Tabelle 4: Problematische Marktanteile der meldenden Unternehmen basierend auf der 

Anzahl der behandelten akutstationären Fälle in der Region nördlich des Jura 2023 

2023 Marktanteile 

 USB/BSB SCS Total Andere 

     

 

108  Die WEKO hat beispielsweise Bedingungen bei hohen Marktanteilen von 82–92 % verfügt, vgl. RPW 2003/2, 
340 Rz 90, Pfizer Inc./Pharmacia Corp. Demgegenüber hat die WEKO auch bereits bei niedrigeren Marktantei-
len bestimmte Auflagen erlassen, vgl. RPW 2003/2, 350 Rz 109, Pfizer Inc./Pharmacia Corp. 

109  Vgl. BGer, 2C_395/2021 vom 9. Mai 2023 E. 9.1, Swisscom WAN-Anbindung I; BGE 139 I 72 E 9.3.3.2, Pub-
ligroupe SA; BGer, 2C_113/2017 vom 12. Februar 2020 E. 5.5.2, Vertrieb von Tickets im Hallenstadion Zürich. 

110  Meldung Rz 234 und 236. 

  

 

  25 

 

 

Gesamtmarkt [30-40]% [0-10]% [40-50]% [50-60]% 

     

SPLB     

     

Radio-Onkologie (RAO) [40-50]% [40-50]% [90-100]% [0-10]% 

Onkologie (ONK) [10-20]% [60-70]% [80-90]% [10-20]% 

Thoraxchirurgie (THO) [50-60]% [20-30]% [70-80]% [20-30]% 

Kardiologie (KAR) [60-70]% [0-10]% [70-80]% [20-30]% 

Gynäkologie (GYN) [50-60]% [10-20]% [60-70]% [30-40]% 

     

Quelle: Angaben der Parteien, Tabelle: Aufstellung des Sekretariats. 

87. Durch die Meldung und die weiteren Informationen, die der Wettbewerbskommission auf 

Anfrage hin zugestellt wurden, hatten die Parteien Gelegenheit, sich ausführlich zur Situation 

nach der Fusion im Allgemeinen und zu den in der Tabelle aufgeführten und anderen SPLG 

zu äussern. Das USB hat die Gründe, die seiner Meinung nach die Zusammenlegung der 

beiden Spitäler rechtfertigen, ausführlich dargelegt. In diesem Zusammenhang ist anzumer-

ken, dass nach den vorliegenden Informationen eine gezielte Verlagerung bestimmter Leis-

tungen von der SCS zum USB vorgesehen ist. Diese Massnahme soll die universitäre Medizin 

des USB gegenüber anderen Universitätsspitälern in der Schweiz und im Ausland stärken und 

dabei die Qualität der Versorgung gewährleisten und verbessern. Die SCS wird ihre Tätigkeit 

in den Bereichen fortsetzen, die in seiner Zuständigkeit verbleiben und gegebenenfalls ausge-

baut werden. Die Kooperationsfähigkeit der beiden Spitäler wurde bereits im Rahmen des 

Projekts Clarunis positiv getestet. 

88. Ohne dies in Frage zu stellen, bleibt aus wettbewerblicher Sicht zumindest für die SPLG, 

in denen die Marktanteile der Parteien zusammen bedeutend sein werden, die Frage offen, ob 

die Qualität der Leistungen generell verbessert wird, wenn diese an einem einzigen Standort 

konzentriert werden, und ob für andere Leistungen nicht ein starker externer Konkurrent – in 

diesem Fall die SCS – fehlt, der dazu anregt, eine bestimmte Qualität und Effizienz der Ver-

sorgung aufrechtzuerhalten (vgl. Rz 76 ff.). Hinzu kommt, dass die Patientinnen und Patienten 

bei bestimmten Leistungen eine Wahlmöglichkeit weniger haben werden als heute. 

89. Nicht zuletzt wird es in der Region zu einer Konzentration der medizinischen Berufe und 

der direkt oder indirekt mit der Spitaltätigkeit verbundenen Berufe kommen, wobei das USB 

der wichtigste Arbeitgeber sein wird. 

90. In diesem Zusammenhang werden die Entscheidungen des USB bzw. des Kantons von 

zentraler Bedeutung sein, um einen fairen Wettbewerb mit den anderen Akteuren auf den 

Märkten aufrechtzuerhalten. 

B.4.2.3 Potenzieller Wettbewerb 

91. Wie bereits erwähnt, wird der potenzielle Wettbewerb aufgrund der regulatorischen Hür-

den beim Eintritt in die vorliegenden Märkte und der bereits stattfindenden Konzentration in 

der Versorgungsregion kontinuierlich eingeschränkt (vgl. Rz 75). Insbesondere ist die Leis-

tungserbringung zu Lasten der Krankenversicherung nur möglich mit einem entsprechenden 

Leistungsauftrag der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft.111 Die entsprechenden Leis-

tungserbringer müssten über spezialisiertes ärztliches und pflegerisches Fachpersonal sowie 

 

111  Meldung, Rz 262. 

  

 

  26 

 

 

über spezifische Infrastrukturen verfügen.112 Auch die damit zusammenhängenden hohen 

Kosten sprechen für wenig potenziellen Wettbewerb in Bezug auf die Möglichkeit eines neu in 

den Markt eintretenden Spitalleistungserbringers. Hinweise, dass in den nächsten drei Jahren 

ein Markteintritt eines neuen Spitalunternehmens erfolgen könnte, liegen ebenfalls nicht vor.113 

92. Hingegen scheint naheliegender, dass es innerhalb der verschiedenen SPLG zu verän-

derten Wettbewerbskonstellationen kommen könnte. Auf Ebene der SPLG betrachtet, stehen 

die Leistungserbringer, die sich neu um Leistungsaufträge bewerben können, im potenziellen 

Wettbewerb mit jenen Gesundheitsdienstleistern, die bereits Leistungsaufträge von den Kan-

tonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft besitzen.114 Die disziplinierende Wirkung auf die Par-

teien geht also von der Vergabe der Leistungsaufträge gemäss den Kriterien der Wirtschaft-

lichkeit, Zweckmässigkeit und Wirksamkeit (Art. 32 KVG) durch den Kanton aus und dem 

Streben der verbleibenden Spitäler nach zusätzlichen Leistungsaufträgen. Ungeachtet dessen 

bleibt die Vergabe der Leistungsaufträge und somit auch die Steuerung des über die folgende 

Planungsperiode herrschenden Wettbewerbsumfelds in der Verantwortung der Kantone. 

B.4.2.4 Stellung der Marktgegenseite 

B.4.2.4.1. Grundversicherungsbereich 

93. Die Patientinnen und Patienten sind die direkten Nutzerinnen und Nutzer von Spital-

dienstleistungen. Im Zusammenhang mit den Tarifen und deren Verhandlungen spielen indes 

die Krankenversicherer die Hauptrolle gegenüber den Spitälern (relevante Marktgegenseite). 

94. In der obligatorischen Krankenversicherung ist der Verhandlungsspielraum sehr einge-

schränkt, da das vom Gesetzgeber 2012 eingeführte System (SwissDRG) bewirkt, dass die 

Verhandlungsmacht der Spitäler zugunsten der Krankenversicherer durch einen nationalen 

Kostenbenchmark reduziert wird.115 Darüber hinaus werden die Tarife zwischen den Versiche-

rungen und den Spitälern verhandelt und anschliessend durch die kantonale Regierung ge-

nehmigt. Bei Ausbleiben eines Verhandlungserfolges werden die Tarife durch die kantonale 

Regierung festgesetzt. Den Versicherungen und Spitälern verbleibt hierbei die Möglichkeit ei-

ner Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (vgl. Art. 53 Abs. 1 KVG). 

95. Aufgrund der hohen Regulierungsdichte im Grundversicherungsbereich bleibt der Raum 

für autonomes Preissetzungsverhalten trotz verstärkter Marktanteile der Parteien nach erfolg-

tem Zusammenschluss beschränkt.   

B.4.2.4.2. Zusatzversicherungsbereich 

96. Anders als im obligatorischen Bereich gibt es in der Zusatzversicherung keine Regelun-

gen, die ein staatliches Preissystem schaffen. Die Versicherer und die Spitäler können die 

Tarife entsprechend ihrer Verhandlungsmacht frei aushandeln. 

 

112  Meldung, Rz 261. 

113  Meldung, Rz 260. 

114  Vgl. die Bewerbungen für neue Leistungsaufträge, <https://www.baselland.ch/> > Organisation > Regierungsrat 
> Medienmitteilung > Ab 1. Juli 2021: Gleichlautende Spitallisten für Basel-Stadt und Basel-Landschaft > 3_Ge-
meinsamer Bericht zu den gleichlautenden Spitallisten, S. 30 ff. (15.10.2025). 

115  Vgl. Einkaufsgemeinschaft HSK, Benchmark SwissDRG Tarifjahr 2023, <https://ecc-hsk.info/application/fi-
les/1316/6843/8690/221114_DRG_Benchmark-Dok_TJ2023_DE_FINAL.pdf> (16.10.2025). 

  

 

  27 

 

 

97. Obwohl die starke Stellung der Spitäler und Kliniken, die auf der Spitalliste stehen, oft 

betont werden, haben die Krankenversicherer die Mittel, dieser Situation entgegenzuwirken. 

Sie haben, wie bereits in einer früheren Untersuchung der WEKO bezüglich der Tarifverträge 

der Zusatzversicherungen im Kanton Luzern erläutert,116 die Möglichkeit der gemeinsamen 

Verhandlungen zum Aufbau einer Gegenmacht («Countervailing Power») gegenüber den Spi-

tälern. Solche gemeinsamen Verhandlungen auf Seiten der Krankenversicherer können ge-

mäss Art. 5 Abs. 2 KG gerechtfertigt werden, wenn die in der damaligen Untersuchung formu-

lierten Voraussetzungen eingehalten werden.117 

98. Weiter zeigen die Massnahmen der Krankenversicherer zur Förderung der Transparenz 

bei der Spitalabrechnung im Zusatzversicherungsbereich, die nach Intervention der Eidgenös-

sischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) und des Preisüberwachers und auf Basis eines gemein-

samen Konzepts (Branchen-Framework)118 ergriffen wurden, dass die Krankenversicherer den 

Spitälern und Kliniken nicht hilflos ausgeliefert sind. Auch das Beispiel Helsana, welche 2018 

infolge fehlender Einigung mit dem USB betreffend die Tarife für die halbprivate und private 

Abteilung zunächst einseitig Höchsttarife festsetzte, verdeutlicht das Ausmass der Verhand-

lungsmacht der Krankenversicherer.119 

99. Damit bleibt auch im Zusatzversicherungsbereich nach Vollzug des Zusammenschluss-

vorhabens der Spielraum des neu strukturierten USB, höhere Tarife durchzusetzen, trotz des 

fehlenden rechtlichen Rahmens begrenzt. 

B.4.3 Ergebnis 

100. Liegen wie gegenwärtig Anhaltspunkte für die Begründung einer marktbeherrschenden 

Stellung durch ein Zusammenschlussvorhaben vor, wird dieses grundsätzlich in einer zweiten 

Phase gemäss Art. 33 KG i.V.m. Art. 10 Abs. 2 KG eingehend geprüft (Art. 10 Abs. 1 KG). 

Dabei wird beurteilt, ob sich die Anhaltspunkte bestätigen und ob durch die Begründung oder 

Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung die Möglichkeit geschaffen wird, wirksamen 

Wettbewerb zu beseitigen. 

101. Wie vorstehend dargelegt wurde, haben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft 

ihre gemeinsamen Versorgungsziele, u.a. die Konzentration und Koordination der Leistungen 

zur Sicherstellung der notwendigen Qualität sowie die Vermeidung von Über-, Unter- und Fehl-

versorgung, im gemeinsamen Gesundheitsraum im Interesse der Bevölkerung beider Kantone 

zu verwirklichen. Dies nicht zuletzt im Hinblick auf die Dämpfung des Gesundheitskosten-

wachstums und auf die nachhaltige Sicherung des universitären Leistungs- und Forschungs-

profils der Region Basel. Zufolge dieses politischen Willens und der entsprechend hohen Re-

gulationsdichte durch das KVG, ist davon auszugehen, dass eine Bereinigung der 

Spitallandschaft notwendig ist. Diese äussert sich zwangsläufig in Spitalschliessungen, Spital-

fusionen und – wie auch im vorliegenden Fall – durch Spitalübernahmen. Die damit verbun-

dene Leistungs- und Fallzahlkonzentration auf einige wenige Anbieter und daher fortschrei-

tende Ballung der Marktanteile ist somit systemimmanent. 

102. Schliesslich wird es dem USB nach erfolgtem Zusammenschluss auch im Falle einer 

marktbeherrschenden Stellung nicht möglich sein, unabhängig die Wettbewerbssituation zu 

 

116  RPW 2008/4, 544 ff., Tarifverträge Zusatzversicherung Kanton Luzern. 

117  RPW 2008/4, 591 Rz 233, Tarifverträge Zusatzversicherung Kanton Luzern. 

118  Vgl. SVV, Branchen-Framework zu «Mehrleistungen VVG», <https://www.svv.ch/de/branche/regelwerke/bran-
chen-framework-zu-mehrleistungen-vvg> (15.10.2025). 

119  Helsana, Einigung zwischen Helsana und dem Universitätsspital Basel, <https://www.helsana.ch/de/helsana-
gruppe/medien-publikationen/mitteilungen/einigung-mit-dem-universitaetsspital-basel.html> (15.10.2025). 

  

 

  28 

 

 

ändern. Die Spitäler sind an den oben beschriebenen regulatorischen Rahmen gebunden. 

Auch bezüglich der Tarifverhandlungen wird es dem USB nach erfolgtem Zusammenschluss 

nicht möglich sein, sich gegenüber den Grund- und Zusatzversicherern unabhängig zu verhal-

ten. Die ausgeprägten Verhandlungspositionen letzterer – sei es aufgrund der verfügbaren 

Informationen aus Benchmark oder durch die Möglichkeit der Nachfragebündelung – beein-

flussen die Verhandlungsführung massgeblich und schränken auch Spitäler mit hohen Markt-

anteilen in ihrer Autonomie ein. 

103. Aus den oben genannten Gründen wird auf die Einleitung einer Prüfung gemäss 

Art. 33 KG i.V.m. Art. 10 Abs. 2 KG verzichtet. Dem Kanton Basel-Stadt wird allerdings nahe-

gelegt, die wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkte sowohl bei der konkreten Umsetzung des 

Zusammenschlussvorhabens als auch bei künftigen Planungsprozessen in Bezug auf die Spi-

tallisten und die Vergabe der Leistungsaufträge angemessen zu berücksichtigen.