# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e3f7c6d-a2b4-582a-a40f-fca35028aafc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.07.2009 D-3425/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3425-2006_2009-07-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3425/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter Daniel Schmid, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren B._______, Syrien,
vertreten durch Peter Frei, Rechtsanwalt, C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), vormals Bundesamt 
für Flüchtlinge (BFF), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFF vom 10. März 
2004 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3425/2006

Sachverhalt:

A.
Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen Hei-
matstaat  am 6. November  2001 auf  dem Landweg. Über  D._______ 
und weitere, ihm unbekannte Länder sei er am 25. Februar 2002 unter 
Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz gelangt.

Am  gleichen  Tag stellte  er  in  der  Empfangsstelle  in  E._______  ein 
Asylgesuch. Nach der Kurzbefragung vom 28. Februar 2002 wurde er 
mit Verfügung vom 1. März 2002 für den Aufenthalt während des Asyl-
verfahrens dem Kanton F._______ zugewiesen.

Am 26. März 2002 wurde der Beschwerdeführer von der zuständigen 
kantonalen Behörde angehört. Zur Begründung seines Gesuchs führte 
der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, seine Familie werde seit 
den  Auseinandersetzungen  in  G._______  als  regierungsfeindlich 
angesehen.  Während  der  damaligen  Unruhen  seien  viele  Fa-
milienangehörige  umgekommen.  Nachdem  sich  das  Leben  in 
G._______ mehrere Jahre später wieder beruhigt gehabt habe, sei im 
Jahre  1990  {.......}  ihr  Geschäftspartner  (sie  hätten  eine 
H._______fabrik  besessen)  geworden.  Dadurch  hätten  sie  bis  im 
Jahre  2000,  {.......},  keine  Schwierigkeiten  im  Geschäftsbereich 
gehabt. Der {.......}  sei im Jahre 1999 nach J._______ zurückgekehrt 
und habe von J._______ zum Volk in Syrien gesprochen und dieses 
aufgefordert,  sich  für  die  Demokratie  einzusetzen. Am 13. Juli  2000 
seien  seine  Brüder  R.  und  A.  in  der  eigenen  H._______fabrik  von 
Angehörigen  des  Staatssicherheitsdienstes  erschossen  worden.  Der 
genaue  Hergang  sei  nicht  bekannt;  jedenfalls  sei  es  zu  einer  Aus-
einandersetzung gekommen, in deren Verlauf seine beiden Brüder er-
schossen worden seien. Dies hätten sie erst am nächsten Tag durch 
ein Telefonat  seitens der Polizei  erfahren. Später  hätten sie vernom-
men, dass die Sicherheitsleute nach der Schiesserei die Fabriktore ge-
schlossen und erst anschliessend den Polizeikommandanten über den 
Vorfall  informiert  hätten. Sie seien wütend gewesen und hätten nicht 
begreifen können, dass man ihre Brüder über Nacht habe liegen las-
sen und nicht sofort den Arzt verständigt habe. Man habe die Leichen 
ins Spital  gebracht  und ihnen zunächst  deren Aushändigung verwei-
gern  wollen. Aufgrund ihrer  Beziehungen und des Umstandes,  dass 
der  K._______  aus  G._______  stamme und  ein  Nachbar  von ihnen 
gewesen sei (dessen Geschäft sei direkt neben ihrer Fabrik gelegen), 

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hätten  sie  die  Genehmigung  erhalten,  die  Brüder  nach  Hause  zu 
nehmen. Leute, welche draussen um ihre Fabrik herum gearbeitet hät-
ten,  sowie die Brüder des Innenministers  hätten ihnen erzählt,  dass 
sie Angehörige des Staatssicherheitsdienstes hätten in ihre Fabrik hin-
eingehen sehen und dann Schüsse zu hören gewesen seien. Nach Ab-
lauf der Trauertage habe er am 19. Juli 2000 einen Telefonanruf eines 
Untersuchungsbeamten erhalten. Da er nicht anwesend gewesen sei, 
habe man ihm ausrichten lassen, dass er sich an den Präsidenten des 
Untersuchungsbüros wenden solle. Dies habe er jedoch nicht getan, 
sondern den Parteizuständigen in G._______ angerufen. Dieser habe 
sich an seiner Stelle erkundigt und ihm mitgeteilt, dass der Fall nicht in 
G._______ beendet werden könne, sondern in L._______ verhandelt 
werden  solle  und man ihn  dorthin  bringen  wolle. Daraufhin  habe  er 
sich  sofort  nach  M._______  begeben.  Dort  habe  er  über  Blutrache 
nachgedacht  und  sich  schliesslich  nach  einem  Monat  in  Begleitung 
von  drei  jungen  Männern  ihres  Stammes innerhalb  von  zwei  Tagen 
zwei Mal nach G._______ zurückbegeben. Dort hätten sie beim ersten 
Besuch  auf  das  Auto  des  obersten  Vertreters  des 
Staatssicherheitsdienstes  geschossen,  jedoch  bewusst  ohne  diesen 
treffen zu wollen. Beim zweiten Besuch hätten  sie  Schüsse auf  das 
Auto  und  das  Haus  des  Zuständigen  für  Strafverfahren  abgegeben. 
Nach der Rückkehr nach M._______ habe er von seinen Verwandten 
in  G._______  erfahren,  dass  befohlen  worden  sei,  Druck  auf  seine 
Familie  auszuüben.  Daraufhin  habe  er  erfolglos  versucht,  seine 
Kontakte spielen zu lassen, um die Mörder seiner Brüder ausfindig zu 
machen. Als er schliesslich habe einsehen müssen, dass ihm niemand 
habe  helfen  wollen  oder  können,  habe  er  sich  zur  Ausreise 
entschieden.

Mit  Eingaben  vom  22.  Mai  und  14.  Juni  2002  (je  Eingangsstempel 
BFF) wies der Beschwerdeführer auf die schwierige Lage seiner in Sy-
rien verbliebenen Familienangehörigen hin. 

Am 25. November 2002 liess die Vorinstanz zu den Ausführungen des 
Beschwerdeführers Abklärungen vor Ort durchführen. Das Abklärungs-
ergebnis der Botschaft  vom 9. Juli  2003 ging am 23. Juli  2003 beim 
Bundesamt ein.

Am 22. September 2003 fand die Befragung vor dem Bundesamt statt, 
in deren Verlauf dem Beschwerdeführer zum Abklärungsergebnis der 
Botschaft sowie zur am 15. November 2002 durchgeführten Dokumen-

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tenanalyse das rechtliche Gehör gewährt wurde. In Ergänzung zu sei-
nen Äusserungen vor der kantonalen Behörde führte der Beschwerde-
führer  aus,  vier  oder  fünf  Tage  nach  dem  Vorfall  in  ihrer 
H._______fabrik habe ihn der Direktor der Abteilung für Befragungen 
des Staatssicherheitsdienstes angerufen und ihm gesagt, dass er sich 
bei  ihm  zwecks  einer  Befragung  melden  solle.  Ferner  sei  er  nach 
einem  Monat  Aufenthalt  in  M._______  mit  drei  Stammesmitgliedern 
der  N._______  nach  G._______  gefahren,  wo  sie  auf  den 
Sicherheitschef der Stadt G._______ respektive auf die Räder dessen 
Wagens geschossen hätten, als dieser aus dem Haus gekommen sei 
beziehungsweise als  dieser  sich  mit  dem Wagen dem seinem Haus 
am nächsten liegenden Kreisel genähert habe. Etwa drei bis vier Tage 
später seien sie nach O._______ gegangen, wo ein Offizier namens 
A.E.K.  gewohnt  habe.  Sie  hätten  auf  die  Räder  des  draussen 
parkierten Autos von A.E.K. geschossen. Weiter sei ihr ältester Bruder, 
der  sein  eigenes  Leben  gelebt  habe  und  nicht  in  die  Geschäfte 
involviert gewesen sei, in seiner beruflichen Tätigkeit immer weiteren 
Einschränkungen  unterworfen  und  schliesslich  15  Monate  nach  den 
Vorfällen  in  der  Fabrik  beziehungsweise  im  Oktober  2001  zwecks 
Befragung  mitgenommen worden. Seitdem hätten sie  von ihm keine 
Nachrichten mehr erhalten. Ferner sei er in ihrem Geschäft zuletzt im 
Aussendienst im Einkauf und Verkauf tätig gewesen. Nach dem Vorfall 
sei ihr Geschäft eingestellt, die Fabrik geschlossen und ein Teil sogar 
verkauft  worden. Die  Passanten,  welche die  Schüsse gehört  hätten, 
hätten nicht an Tod oder Erschiessen gedacht, weshalb weder er noch 
jemand anders seiner Familie  von diesen benachrichtigt  worden sei. 
Auf  die  weiteren  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  wird,  soweit 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

B.
Mit Verfügung vom 10. März 2004 - eröffnet am 17. März 2004 - lehnte 
das  Bundesamt  das  Asylbegehren  ab  und  ordnete  gleichzeitig  die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz an. Die Vorins-
tanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, dass die Schil-
derungen des Beschwerdeführers den Anforderungen von Art. 7 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die Glaubhaf-
tigkeit  nicht  genügten. Der Vollzug der Wegweisung sei  als  zulässig, 
zumutbar und möglich zu erachten.

C.
Mit Eingabe vom 16. April 2004 an die Schweizerische Asylrekurskom-

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mission (ARK)  beantragte  der  Beschwerdeführer  die  Aufhebung des 
vorinstanzlichen Entscheides,  die Zuerkennung der  Flüchtlingseigen-
schaft sowie die Gewährung von Asyl. Eventualiter sei die Unzulässig-
keit sowie die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen 
und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Ferner sei  ihm die  unent-
geltliche Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesge-
setzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) zu bewilligen und es sei ihm in der Person seines 
Rechtsanwalts ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben. Auf die 
Begründung wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

D.
Mit Eingabe vom 15. April 2004 liess der Beschwerdeführer eine glei-
chentags datierte Fürsorgebestätigung des kantonalen Sozialdienstes 
F._______ zu den Akten reichen.

E.
Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters der ARK vom 26. April 
2004 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt,  dass er  den Ausgang 
des Verfahrens in der Schweiz abwarten könne. Ferner wurde das Ge-
such um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen, das Gesuch um Beigabe eines An-
waltes jedoch abgewiesen. Weiter wurde der Beschwerdeführer aufge-
fordert, innert dreissig Tagen nach Erhalt der Zwischenverfügung Be-
weismittel im Zusammenhang mit der Verifizierung respektive Schlies-
sung des Geschäfts und der Fabriken seiner Familie einzureichen.

F.
Mit Eingabe vom 27. Mai 2004 legte der Beschwerdeführer diverse Be-
weismittel aus Syrien ins Recht und ersuchte um deren Berücksichti-
gung im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 VwVG.

G.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juli 2004 
die Abweisung der Beschwerde.

H.
Mit  Zwischenverfügung  der  ARK vom 16.  Juli  2004  wurde  dem Be-
schwerdeführer die vorinstanzliche Vernehmlassung zur Stellungnah-
me unterbreitet. Dieser replizierte mit Eingabe vom 2. August 2004.

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I.
Mit Schreiben vom 8. September 2005 teilte der Beschwerdeführer - 
unter Beilage eines entsprechenden Zivilstandsregisterauszuges - mit, 
dass er in der Schweiz ein Kind gezeugt und anerkannt habe.

J.
Mit Verfügung vom 10. November 2005 hob die Vorinstanz die Ziffern 4 
und 5 der Verfügung vom 10. März 2004 wiedererwägungsweise auf 
und ordnete wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vor-
läufige Aufnahme des Beschwerdeführers in der Schweiz an.

K.
Mit Zwischenverfügung der ARK vom 14. November 2005 wurde dem 
Beschwerdeführer  mitgeteilt,  dass  ihm infolge der  wiedererwägungs-
weise  gewährten  vorläufigen  Aufnahme  hinsichtlich  der  beantragten 
Aufhebung des angeordneten Wegweisungsvollzugs ein Rechtsschut-
zinteresse fehle, weshalb die Frage des Wegweisungsvollzugs vorlie-
gend  gegenstandslos  geworden  sei.  Gleichzeitig  wurde  dem  Be-
schwerdeführer Gelegenheit  eingeräumt,  sich bis zum 29. November 
2005 zu äussern, ob er unter diesen Umständen an seiner Beschwer-
de  hinsichtlich  der  Dispositivziffern  1  bis  3  des  angefochtenen  Ent-
scheides festhalten oder diese allenfalls zurückziehen wolle.

L.
Mit  Schreiben  vom 16.  November  2005  teilte  der  Beschwerdeführer 
mit,  dass  er  an  der  Beschwerde  hinsichtlich  Flüchtlingseigenschaft 
und Asyl festhalte.

M.
Mit Eingaben vom 12. Juni 2006 teilte der Beschwerdeführer mit, dass 
er sich vor rund sieben Monaten von seiner syrischen Ehefrau habe 
scheiden lassen und sich in  den kommenden Tagen in  der  Schweiz 
verheiraten werde. Da seit der Scheidung weder die Zivilstandsdoku-
mente  seiner  geschiedenen Ehefrau noch diejenigen seines Sohnes 
hätten geändert werden können respektive die syrischen Behörden of-
fenbar die Ausstellung entsprechender Urkunden verweigern würden, 
gehe er davon aus, dass er nach wie vor von den syrischen Behörden 
zur Festnahme ausgeschrieben sei.

N.
Mit Zwischenverfügung vom 3. Juli 2006 wurde der Beschwerdeführer 
erneut angefragt, ob er an seiner Beschwerde hinsichtlich der Disposi-

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tivziffern 1 bis 3 des angefochtenen Entscheides festhalten oder diese 
allenfalls  zurückziehen wolle,  zumal  er  sich  mittlerweile  am 23. Juni 
2006 in P._______ mit einer schweizerischen Staatsangehörigen ver-
heiratet und daher grundsätzlich Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilli-
gung habe.

O.
Mit Schreiben vom 11. Juli 2006 teilte der Beschwerdeführer mit, dass 
er weiterhin an der Beschwerde hinsichtlich Flüchtlingseigenschaft und 
Asyl festhalten wolle.

P.
Mit  Telefax  des  Bundesverwaltungsgerichtes  vom  29.  Januar  2007 
wurde der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zur Einreichung ei-
ner Kostennote aufgefordert.

Q.
Mit  Fax-Eingabe  und  Schreiben  vom  30.  Januar  2007  reichte  der 
Rechtsvertreter seine Kostennote zu den Akten.

R.
Mit Schreiben vom 28. Mai 2008 teilte das Migrationsamt des Kantons 
F._______  dem  BFM  mit,  dass  gemäss  einer  Meldung  der 
Einwohnerkontrolle P._______ die Ehe des Beschwerdeführers am 19. 
April 2008 geschieden worden sei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Aus-
nahme nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 
34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM 
gestützt auf das AsylG; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in 
diesem Bereich  endgültig  (Art.  105 AsylG; Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

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1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die Beurtei-
lung der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue 
Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.3 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Der  Beschwerdeführer  ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48, 50 und 52 VwVG). Auf 
die Beschwerde ist einzutreten.

1.4 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG).

2.

2.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt,  wenn  sie  in  ihrem Heimatstaat  oder  im  Land,  wo sie  zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 
die in  wesentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich wider-
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

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3.

3.1 Die  Vorinstanz  hielt  zur  Begründung  des  ablehnenden  Asylent-
scheides im Wesentlichen fest, die Antworten des Beschwerdeführers 
zu seinen Vorbringen (er sei im H._______geschäft seiner Familie für 
die  internationalen  Handelsbeziehungen  tätig  gewesen;  die  Familie 
habe Bekanntschaft zu einflussreichen Personen und zur Oberschicht 
in  G._______  gehabt  und  sehr  gut  gelebt;  nach  den  Vorfällen  mit 
seinen  beiden  Brüdern  hätten  sie  das  Geschäft  geschlossen)  seien 
auf  konkretes  Nachfragen  hin  unsubstanziiert  ausgefallen.  Im 
Gegensatz zur freien Schilderung sei  er  nicht  in  der Lage gewesen, 
den  diesbezüglichen  Sachverhalt  weiter  auszuführen.  Obwohl  der 
Beschwerdeführer  angeführt  habe,  er  sei  schon  immer  im 
H._______geschäft  tätig  gewesen  und  habe  den  ganzen  Ein-  und 
Verkauf  im  In-  und  Ausland  organisiert,  sei  er  kaum  in  der  Lage 
gewesen, seine diesbezüglichen Funktionen zu schildern, und komme 
nicht  über  Allgemeinplätze  hinaus.  Daraus  müsse  geschlossen 
werden, dass die Geschäftstätigkeit weit weniger wichtig gewesen sei, 
als  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemacht  werde.  Hinzu  komme, 
dass der Beschwerdeführer gemäss Botschaftsabklärung ein Händler 
4. Klasse, das heisse auf der untersten Ebene, gewesen sei. Deshalb 
würden,  so  die  Botschaft,  Zweifel  bestehen,  dass  die  Leute  von 
Q._______  überhaupt  mit  dem  Beschwerdeführer  ins  Geschäft 
kommen würden. Weiter habe die Botschaft auch die Fabrik der Fami-
lie  des  Beschwerdeführers  nicht  verifizieren  können.  Die  Einwände 
des  Beschwerdeführers,  wonach  er  nicht  mit  Q._______  direkt, 
sondern  mit  dessen  Bürochef  gehandelt  habe,  und  sie  ihr 
Unternehmen absichtlich so tief  hätten einstufen lassen, um Steuern 
zu sparen, vermöge vor diesem Hintergrund nicht zu überzeugen.

Weitere Zweifel an der Wichtigkeit des Beschwerdeführers und dessen 
wirtschaftlichen Aktivitäten würden sich auch daraus ergeben, dass er 
nicht fähig gewesen sei, seine Beziehungen zur syrischen Oberschicht 
substanziiert  und  erlebnisnah  darzulegen. Namentlich  habe  er  nicht 
auszuführen  vermocht,  wie  er  persönlich  Beziehungen  zu  wichtigen 
Personen aufgebaut  und gepflegt  habe. Vielmehr  habe sich  der  Be-
schwerdeführer in Allgemeinplätzen und Angaben über die generelle 
Lage in Syrien verloren. Auch die Schilderungen, was nach der Ermor-
dung der beiden Brüder mit  dem Geschäft  geschehen sei,  seien als 
unsubstanziiert zu erachten. Es sei anzunehmen, dass der Beschwer-
deführer  als  übrig  gebliebener  der  drei  Brüder  bei  der  Aufgabe  des 

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Geschäfts eine Rolle gespielt hätte, da er ja über dieses dann am bes-
ten im Bilde gewesen wäre. Der Einwand, er habe nur noch an seine 
Brüder gedacht, überzeuge nicht. Ferner seien auch die Ausführungen 
zur Blutrache und den dabei ausgeführten Attentaten - so hinsichtlich 
des  genauen  Vorgehens  und  der  Ereignisse  im  Anschluss  an  die 
Attentate - relativ vage und unsubstanziiert geblieben.

Aufgrund  dieser  unsubstanziierten  Vorbringen  zu  wesentlichen  Ele-
menten würden sich erhebliche Zweifel am geltend gemachten Umfang 
der  Geschäftstätigkeit  und  an  den  Beziehungen  zu  den  Leuten  von 
Q._______ ergeben. Dazu komme, dass die Schweizer Botschaft bei 
ihren  Abklärungen  die  geltend  gemachten  Fabriken  der  Familie  des 
Beschwerdeführers  nicht  habe  verifizieren  können,  obwohl  diese  ja 
angeblich sehr bekannt gewesen seien.

Weiter seien die Ausführungen zur Erstürmung der Fabriken, zum ge-
waltsamen Tod der  beiden Brüder  und zur  folgenden Untätigkeit  der 
Beobachter dieser Ereignisse auch vor dem Hintergrund des Länder-
kontextes als mit der allgemeinen Erfahrung und Logik des Handelns 
nicht in Übereinstimmung zu bringen. Aus dem Umstand, dass der Be-
schwerdeführer  Handlungen  wie  Tatsachen  schildere,  obwohl  diese 
von gar niemandem beobachtet worden seien, lasse vermuten,  dass 
es sich um einen erfundenen Sachverhalt handle. Hätten die Zeugen 
tatsächlich alles beobachtet, wie geschildert, oder allenfalls hören kön-
nen,  sei  undenkbar,  dass  sie  nachher  nicht  nachschauen gegangen 
wären, was mit R. geschehen sei, und überdies die Familie nicht be-
nachrichtigt hätten. Die in diesem Zusammenhang vom Beschwerde-
führer  abgegebenen  Erklärungsversuche  könnten auch im syrischen 
Kontext nicht geglaubt werden. Zudem wäre es in diesem Zusammen-
hang nicht logisch, dass der Bruder A. aus der zweiten Fabrik gerannt 
wäre, um nachzuschauen, was es mit den Schüssen auf sich gehabt 
habe, wenn nicht einmal die Zeugen, die gesehen hätten, das Staats-
sicherheitsleute in die erste Fabrik hineingegangen seien, diesem Um-
stand grosse Beachtung schenken würden. Weiter sei es auch zumin-
dest als grosser Zufall zu werten, dass an jenem Donnerstag Abend, 
als die Vorkommnisse geschehen seien, sich niemand mehr in der Fa-
brik  befunden habe. Auch wenn am nächsten Tag Feiertag gewesen 
sei  und  die  Leute  ihre  Arbeit  früher  beendet  hätten,  sei  doch  er-
staunlich,  dass  schon um 18.00 oder  19.00  Uhr  gar  niemand sonst 
mehr anwesend gewesen sei.

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Zudem sei auch der geltend gemachte Tathergang mit Zweifeln behaf-
tet. So sei es auch im syrischen Kontext, wo die Sicherheitsdienste ei-
ne  grosse  Autonomie  hätten,  als  äusserst  unwahrscheinlich  zu  be-
trachten, dass diese einfach so eine Fabrik stürmen und den Besitzer 
töten  würden,  zumal  dieser  angeblich  wichtige  Bekanntschaften  ge-
habt habe. Viel eher wäre es zu einer Verhaftung gekommen, um dem 
Verhafteten  wegen  Umsturzversuchs  den  Prozess  zu  machen. Falls 
der  Staatssicherheitsdienst  die beiden Brüder  tatsächlich  hätte  liqui-
dieren wollen, hätte er dies nicht auf so offensichtliche Art getan, quasi 
noch am helllichten Tag und als Staatssicherheitsleute erkennbar. Wei-
ter sei logisch auch nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer 
sechs  Tage nach  der  Ermordung  seiner  Brüder  durch  den  Staatssi-
cherheitsdienst zu einer normalen Befragung vorgeladen worden sei, 
wären die Brüder tatsächlich wegen vermuteter  Umsturzversuche er-
schossen  worden. Vielmehr  hätte  man den  Beschwerdeführer  sofort 
gefasst  oder  gesucht  und  nicht  erst  ein  paar  Tage  später  zu  einer 
Befragung  vorgeladen.  Anzuführen  sei  in  diesem  Zusammenhang 
noch,  dass  Q._______  im  Juli  2000  für  {.......}  keine  grosse  Gefahr 
mehr  dargestellt  habe.  Q._______  Entmachtung  sei  bereits  früher 
abgeschlossen  gewesen,  so  dass  auch  vor  diesem  Hintergrund  die 
geltend gemachten Vorbringen wenig plausibel erscheinen würden.

Auch die Vorbringen bezüglich der Blutrache und der damit einherge-
henden  Attentate  seien  im  Länderkontext  nicht  überzeugend.  Sollte 
sich der Beschwerdeführer tatsächlich mit dem Gedanken der Blutra-
che beschäftigt haben, so sei praktisch ausgeschlossen, dass er nur 
auf die Räder der Autos schiessen würde, da ja Blutrache vielmehr da-
zu zwinge, jemanden zu töten, und deren Absicht nicht darin bestehe, 
jemandem einen Schrecken einzujagen oder sonstige Zwecke zu ver-
folgen. Zudem sei  ein derartiges Unterfangen auch mit  grossen per-
sönlichen Risiken verbunden, gerade bei der Dichte an Polizei- und Si-
cherheitskräften in Syrien, und insbesondere im Umfeld eines Sicher-
heitschefs einer Stadt.

Zu den eingereichten Beweismitteln sei Folgendes zu bemerken: Die 
Autopsieberichte  über  den  Tod der  Brüder  würden  keine  objektiven 
Fälschungsmerkmale  aufweisen,  es handle  sich dabei  aber  lediglich 
um Fotokopien, welche eine eventuelle Fälschung nicht ausschliessen 
würden. Zudem würden diese zwar aussagen, dass die Todesursache 
Schusswunden gewesen seien,  jedoch nicht,  wer  geschossen habe. 
Insofern vermöchten diese den Sachverhalt nur bedingt zu bekräftigen. 

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Zum Brief des Innenministeriums sei zu sagen, dass er sich "an den 
Leser" und nicht an die Familie des Toten richte. Zudem handle es sich 
um ein Formular des Justizministeriums in L._______, d.h. als Ausstel-
lungsort  werde  L._______  angegeben,  der  Stempel  sei  aber  aus 
G._______. Überdies habe der Stempel eine zweifelhafte Qualität, und 
es würden wesentliche Angaben - wie eine Dossiernummer - fehlen. 
Die  Echtheit  des  Dokumentes  bleibe  daher  unbestimmt.  Insgesamt 
vermöchten diese Dokumente die oben aufgeführten Zweifel nicht zu 
beseitigen, weshalb sich die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der geltend 
gemachten Vorbringen erhärten würden. Es könne deshalb nicht ge-
glaubt werden, dass der Beschwerdeführer und seine Familie bekann-
te H._______fabrikanten und Händler gewesen seien, die mit Leuten 
von Q._______ in Kontakt gestanden und deswegen einer Beteiligung 
bei Umsturzversuchen verdächtigt worden seien. Ebenso könne nicht 
geglaubt  werden, dass die Brüder des Beschwerdeführers unter  den 
angeführten  Umständen  ums  Leben  gekommen  seien,  der 
Beschwerdeführer  dann auf  Blutrachte  gesinnt  habe und nun selber 
vom Staat verfolgt werde.

3.2 Demgegenüber  wendet  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechts-
mitteleingabe im Wesentlichen ein, er habe bei allen Befragungen von 
sich  aus  ausführliche  Angaben  zum  H._______geschäft  seiner 
Familie,  zu  seiner  dortigen  Funktion  sowie  über  die  Beziehungen 
seiner  Familie  zu  einflussreichen  Personen  und  zur  Oberschicht  in 
Syrien gemacht. Auch habe er dabei zahlreiche Namen genannt, ohne 
dass  die  Vorinstanz  die  Korrektheit  dieser  Namen  in  Frage  gestellt 
hätte,  was  zeige,  dass  er  durchaus  über  intime  Kenntnisse  dieser 
Familien  verfüge.  Zudem  habe  er  plausibel  erklärt,  weshalb  er  als 
Händler  4. Klasse registriert  gewesen sei,  nämlich aus Gründen der 
Steuerersparnis.  Überdies  sei  zu  vermuten,  dass  ein  gewöhnlicher 
Händler  kaum  über  Kontakte  ins  Ausland  verfüge,  das  Land  zu 
Geschäftszwecken verlassen dürfe und problemlos einen Pass erhalte. 
Die  Einräumung  dieser  Privilegien  spreche  dafür,  dass  seine 
Einstufung  als  Händler  in  erster  Linie  der  Steuerersparnis  gedient 
habe und nur vorgeschoben worden sei.

Der  Umstand,  dass  die  Schweizer  Vertretung  die  Fabriken  und  das 
Geschäft  nicht  habe  verifizieren  können,  könne  einerseits  mit  der 
Schliessung derselben nach der Ermordung seiner Brüder oder ande-
rerseits  mit  dem  diskreten  Vorgehen  der  Vertrauensperson  der  Bot-
schaft zu tun haben. Er werde sich jedenfalls bemühen, diesbezüglich 

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zusätzliche Beweismittel zu beschaffen.

Zum Vorhalt, er habe den Aufbau und die Pflege der Beziehungen zur 
syrischen Oberschicht nicht plausibel darlegen können sei entgegen-
zuhalten, dass es sich dabei um ein Clansystem gegenseitiger Protek-
tion handle, welches schon von seinen Grosseltern und Eltern aufge-
baut und gepflegt worden sei.

Die Schliessung der Betriebe und deren Liquidation scheine auf sei-
nen Entscheid  als  Familienoberhaupt  zurückzugehen. Der  Erlös  aus 
den  Verkäufen  sei  von  der  Familie  zur  Finanzierung  der  Nachfor-
schungen über die Hintergründe des Todes der beiden Brüder und zur 
Bezahlung von Bestechungsgeldern aufgezehrt worden. Zudem könne 
es nicht erstaunen, dass er bei der Schilderung der Ereignisse, welche 
zum Tod seiner Brüder geführt hätten, vergessen habe, seine Rolle als 
Geschäftsführer detailliert zu beschreiben. Im Weiteren könnten seine 
durchaus  differenziert  erscheinenden  Überlegungen  im  Zusammen-
hang mit seinem Wunsch nach Blutrache nicht als unsubstanziiert be-
wertet werden.

Zur Schilderung der Tötung seiner beiden Brüder habe die Vorinstanz 
bemängelt,  dass  er  die  Ereignisse  wie  Tatsachen  geschildert  habe, 
obwohl  es  für  diese  keine  Augenzeugen  gegeben  habe.  Er  habe 
jedoch anlässlich der Befragungen jeweils darauf hingewiesen, dass er 
diese Ereignisse nicht selber erlebt habe, weshalb es nicht zu seinem 
Nachteil  ausgelegt  werden könne,  dass  er  die  Ereignisse einmal  so 
und einmal aus grösserer Distanz geschildert habe. Im Kontext der sy-
rischen Verhältnisse erscheine es durchaus möglich, dass der Staats-
sicherheitsdienst zunächst die eine und danach die andere Fabrik ihrer 
Familie aufgesucht habe, um seine Brüder zu einem Verhör abzuholen. 
Die  Gründe der  Tötung könnten jedenfalls  verschiedener  Natur  sein 
und er habe stets klar gemacht, dass es sich bei seinen Äusserungen 
um  Vermutungen  handle.  Der  Grund  für  eine  Vorladung  der  Brüder 
könne eventuell im Verdacht der Sicherheitskräfte liegen, dass die Fa-
milie zur Klientel  von Q._______ gehört  habe. Jedenfalls sei die von 
ihm  angeführte  Vorladung  hoher  Beamter  zu  einem  Gespräch  ein 
wichtiges  Indiz  dafür,  dass  er  von  den  Sicherheitskräften  zur 
Festnahme gesucht werde.

Ferner sei es, entgegen der vorinstanzlichen Ansicht, nicht undenkbar, 
dass allfällige Tatzeugen der Tötung seiner Brüder nicht nachschauen 

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gegangen wären. So würde die Tatsache, dass die deutlich erkennba-
ren Fahrzeuge des syrischen Staatssicherheitsdienstes an einem be-
stimmten Ort vorfahren würden, die Leute auf der Strasse gewöhnlich 
in die Häuser treiben. Würden dann auch noch Schüsse fallen, würden 
dafür  wunderliche Erklärungen -  wie das von ihm genannte Tauben-
schiessen - herbeigezogen, um sich nicht mit einer schlimmeren Mög-
lichkeit auseinanderzusetzen.

Weiter habe er sich als wacher und aufgeklärter Mensch mit verschie-
denen Optionen der Rache - auch der Blutrache - gedanklich ausein-
andergesetzt,  wobei  es  ihm  nach  einigen  Wochen  Überlegung  klar 
geworden sei,  dass er  nur symbolisch,  aber nicht  tatsächlich Rache 
nehmen könne. Um sein Gesicht und dasjenige seiner Familie als Clan 
zu wahren, habe er wenigstens die beiden bewaffneten Angriffe orga-
nisieren und durchführen müssen.

Ferner  spreche die  Tatsache,  dass  er  die  eingereichten Autopsiebe-
richte ausser Landes habe schaffen können, für die Beziehungen sei-
ner Angehörigen. Im Weiteren habe er die Umstände der Dokumenten-
beschaffung  plausibel  geschildert,  weshalb  es  überwiegend  wahr-
scheinlich  sei,  dass  die  fraglichen  Kopien  der  Autopsieberichte  von 
echten Dokumenten stammten und beweiskräftig seien. In materieller 
Hinsicht sei klar, dass in einem solchen Bericht ein allfälliger Verursa-
cher der Schusswunden namentlich oder in seiner Funktion nicht auf-
scheine. Dies sei weder die Aufgabe eines Gerichtsmediziners, noch 
erscheine  es  wahrscheinlich,  dass  sich  ein  solcher  in  Syrien  durch 
eine  entsprechende  Äusserung  derart  exponieren  würde.  Was  den 
Brief des Innenministeriums angehe, so könne von der Divergenz von 
Ausstellungsort  und Stempel  nicht  zwingend auf  eine Fälschung ge-
schlossen werden. Seine Erklärung, wonach alle entsprechenden For-
mulare den vorgedruckten Ausstellungsort "L._______" tragen würden, 
erscheine jedenfalls nicht unglaubhaft. Ausserdem lasse der Stempel 
aus  G._______  keine  Fälschungsmerkmale  erkennen  und  scheine 
daher echt.

3.3 Die  Vorinstanz  beantragt  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  13.  Juli 
2004 die Abweisung der Beschwerde und bringt im Wesentlichen vor, 
dass trotz der Ausführungen auf den Seiten 4 und 5 der Beschwerde-
schrift daran festzuhalten sei, dass der Beschwerdeführer nicht in zu-
friedenstellender Weise in der Lage gewesen sei, seine Beziehungen 
zur syrischen Oberschicht zu beschreiben. Auch würden die Zweifel an 

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der  Wichtigkeit  des  Familienunternehmens  für  H._______fabrikation 
und -handel bestehen bleiben, gerade auch vor dem Hintergrund der 
eingereichten  Fotos.  Wäre  die  Familie  des  Beschwerdeführers 
tatsächlich  im  Besitz  eines  grossen,  bekannten  Unternehmens 
gewesen, wäre dies durch die Botschaft auch zu verifizieren gewesen. 
Ebenso  sei  an  den  Zweifeln  an  der  Schilderung  bezüglich  der 
Todesumstände der  Brüder  festzuhalten. Die  Erklärungen,  warum er 
diese Vorgänge wie selbst  erlebt geschildert  habe, vermöchten nicht 
zu  überzeugen.  Ebenso  sei  auch  gemäss  der  Einschätzung  der 
zuständigen  Länderreferentin  im  Bundesamt  dem  Argument  zu 
widersprechen,  dass  hohe  Beamte  jemanden  zu  einem  Gespräch 
vorladen  würden,  um  ihn  festzunehmen.  Festnahmen  würden  nach 
Erkenntnissen des BFM nicht nach diesem Muster geschehen. Ferner 
sei  anzufügen,  dass  der  Beschwerdeführer  entweder  tatsächlich  zur 
Festnahme gesucht  werde,  dann würden unter  Umständen auch die 
Beziehungen  nichts  helfen  und  er  würde  nicht  verharmlosend  zu 
einem  Informationsgespräch  vorgeladen,  sondern  direkt  zu  Hause 
oder  in  der  Fabrik  verhaftet,  oder  aber  seine  Beziehungen  wären 
tatsächlich so gut, dass er nichts Ernsthaftes zu befürchten hätte.

Weiter fahre der syrische Geheimdienst keine teuren Fahrzeuge, son-
dern schon etwas ältere Mittelklasslimousinen. Ebenso sei nicht nach-
vollziehbar, weshalb erwachsene Personen, nachdem sie Schüsse ge-
hört und den Geheimdienst gesehen hätten, an Taubenschiessen den-
ken  sollten.  Derartige  Erklärungen  möge  man  allenfalls  gegenüber 
Kindern  abgeben. Weiter  zeuge  es  nicht  von  grosser  Abgeklärtheit, 
wenn eine Person an Blutrache denke. Zudem sei auch zu erwähnen, 
dass eine rein symbolische Blutrache im Bedeutungskontext der Blut-
rache keinen Sinn ergebe.

3.4 In  seiner  Replik  vom 2. August  2004 hält  der  Beschwerdeführer 
grundsätzlich an seinen bisherigen Vorbringen und Standpunkten fest 
und führt ergänzend aus, dass die Beziehungen seiner Familie zur sy-
rischen Oberschicht glaubhaft  dargelegt erscheinen würden und auf-
grund der eingereichten Beweismittel  ausgewiesen seien. Die einge-
reichten Fotos zeigten, dass der Familienbetrieb grössere Mengen von 
I._______ verarbeitet habe. Jedenfalls sei daraus erkennbar, dass es 
sich nicht um einen Kleinbetrieb gehandelt  habe. Dass die Botschaft 
den  Betrieb  nicht  habe  ausfindig  machen  können,  habe  mit  dessen 
Schliessung respektive Verkauf nach den Vorfällen vom Juli  2000 zu 
tun. Zudem sei daran zu zweifeln, ob die Botschaft Beziehungen zur 

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syrischen H._______industrie habe. Weiter erscheine es nicht als un-
glaubhaft, dass er zu einem "Gespräch" vorgeladen worden sei, auch 
wenn  es  offenbar  nicht  ins  Muster  der  Länderreferentin  des 
Bundesamtes  passe.  Er  gehöre  einer  einflussreichen  Familie  an, 
weshalb  der  Staatssicherheitsdienst  sogar  nach  dem  Tod  seiner 
Brüder  die  dreitägige  Kondolenzfrist  abgewartet  habe.  Mit  diesem 
möglicherweise  unüblichen  Vorgehen  hätten  die  Angehörigen  des 
Staatssicherheitsdienstes  verhindern  wollen,  dass  es  zu 
irgendwelchen  Protesten  komme. Weiter  führe  es  zu  weit,  wenn die 
Vorinstanz  behaupte,  sie  kenne  die  Fahrzeugtypen  des 
Geheimdienstes,  um  daraus  Rückschlüsse  auf  die  Glaubhaftigkeit 
seiner  Vorbringen zu ziehen. Ob es ferner  von Aufgeklärtheit  zeuge, 
dass  er  nach  der  Ermordung  seiner  Brüder  an  Blutrache  gedacht 
habe,  brauche  er  nicht  mit  der  Vorinstanz  zu  diskutieren,  zumal  er 
damit  ein  islamisches Gebot  mindestens  in  Betracht  gezogen  habe. 
Schliesslich handle es sich bei der Erklärung für die Schüsse um eine 
Vermutung  seinerseits.  Festzuhalten  bleibe,  dass  diese  nicht  weiter 
aufgefallen  seien,  was  angesichts  der  im  nahen  Osten  verbreiteten 
Sitte,  bei  Heiraten  oder  anderen  Feierlichkeiten  in  die  Luft  zu 
schiessen, nicht weiter erstaunen könne.

3.5 Im vorliegenden Fall führt eine Gesamtbeurteilung aller Elemente 
der Glaubhaftmachung zur Überzeugung, dass die Schilderungen des 
Beschwerdeführers  hinsichtlich  der  angeführten  geschäftlichen  und 
persönlichen Kontakte zur syrischen Oberschicht, der Ermordung von 
zwei Brüdern im Zusammenhang mit dem Vorwurf von Umsturzversu-
chen und einer daraus folgenden Suche nach seiner Person wegen At-
tentatsversuchen  im  Rahmen  einer  Blutrache  als  überwiegend  un-
glaubhaft zu erachten sind, weshalb sie den gemäss Art. 7 AsylG re-
duzierten Beweisanforderungen nicht genügen. Dem Beschwerdefüh-
rer gelingt es weder im vorinstanzlichen Verfahren noch in seinen auf 
Beschwerdeebene eingereichten Eingaben, seinen Schilderungen die 
nötige Substanz und Dichte zu verleihen, die auf einen tatsächlich er-
lebten Sachverhalt schliessen lassen könnten. In den Vorbringen jedes 
effektiv  Verfolgten  lassen  sich  hinsichtlich  der  angeführten  Verfol-
gungssituation  respektive  der  erlebten  Geschehnisse  erfahrungsge-
mäss  zahlreiche  Realkennzeichen  (so  insbesondere  Detailreichtum 
der Schilderung, freies assoziatives Erzählen, Interaktionsschilderung 
sowie inhaltliche Besonderheiten) finden. Die diesbezüglichen Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers wirken jedoch in ihrer Gesamtheit aufge-
setzt und konstruiert, lassen somit überwiegend Realkennzeichen ver-

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missen, weshalb davon auszugehen ist, dass er einen nicht selber er-
lebten Sachverhalt als Asylbegründung vorgetragen hat und somit sei-
ne Schilderungen nicht geglaubt werden können.

3.6 Zunächst ist mit der Vorinstanz einig zu gehen, wonach trotz der 
auf  Beschwerdeebene  gemachten  Ausführungen  und  Entgegnungen 
der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, seine Beziehungen zur 
syrischen Oberschicht in detaillierter und konkreter Form zu beschrei-
ben,  weshalb an der  Glaubhaftigkeit  der entsprechenden Ausführun-
gen ernsthafte Zweifel anzubringen sind. Der Beschwerdeführer gab in 
diesem Zusammenhang an, er sei schon immer im H._______geschäft 
tätig  gewesen  und  habe  den  ganzen  Ein-  und  Verkauf  im  In-  und 
Ausland  organisiert.  Trotzdem  erscheinen  die  Vorbringen  zu  seiner 
ausgeübten Funktion als stereotyp und kommen, wie die Vorinstanz in 
zutreffender Weise festhielt, nicht über Allgemeinplätze hinaus. Daraus 
ist  in  der  Tat  zu  schliessen,  dass  die  Geschäftstätigkeit  des 
Beschwerdeführers weit weniger wichtig war, als von ihm vorgebracht 
wurde. Diese  Einschätzung  wird  denn  auch  dadurch  bestätigt,  dass 
der  Beschwerdeführer  gemäss  Botschaftsabklärung  ein  Händler  4. 
Klasse, respektive auf  der untersten Ebene stehend, gewesen ist. In 
diesem Zusammenhang ist  es daher  kaum denkbar,  dass die  Leute 
von  Q._______  überhaupt  mit  dem  Beschwerdeführer  ins  Geschäft 
gekommen  sind.  Dieser  bringt  demgegenüber  vor,  er  habe  die 
Beziehungen  seiner  Familie  zur  syrischen  Oberschicht  glaubhaft 
dargelegt  und  diese  seien  aufgrund  der  eingereichten  Beweismittel 
ausgewiesen.  Die  eingereichten  Fotos  zeigten,  dass  der 
Familienbetrieb  grössere  Mengen  von  I._______  verarbeitet  habe. 
Jedenfalls sei daraus erkennbar, dass es sich nicht um einen Kleinbe-
trieb gehandelt habe. Weder die in diesem Kontext gemachten Ausfüh-
rungen  des  Beschwerdeführers  noch  die  dazu  eingereichten  Fotos 
vermögen jedoch zu überzeugen und das urteilende Gericht zu einem 
anderen Schluss gelangen zu lassen. Einerseits wird aus den fragli-
chen  Fotos  zum  Firmengelände  nicht  zweifelsfrei  ersichtlich,  ob  es 
sich dabei um den Betrieb der Familie des Beschwerdeführers handelt, 
zumal auf diesen weder ein Name noch ein Firmenlogo oder Ähnliches 
ersichtlich sind. Andererseits wird aus den Fotos unschwer erkennbar, 
dass es sich nicht um ein Fabrikgelände handelt, auf welchem eigenen 
Angaben des Beschwerdeführers zufolge etwa 150 bis 200 Angestellte 
eine Beschäftigung gefunden hätten oder das darauf schliessen las-
sen würde, es handle sich dabei um einen der fünf bis sechs grossen 
H._______händler  des  Landes  (vgl.  BFM-Anhörung,  S.  5).  Diese 

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Einschätzung  wird  dadurch  gestützt,  dass  es  der  Botschaft  nicht 
gelungen ist,  die  Unternehmung der  Familie  des Beschwerdeführers 
zu  verifizieren,  was jedoch der  Fall  gewesen wäre,  hätte  sich  seine 
Familie  im  relevanten  Zeitpunkt  tatsächlich  im  Besitz  eines  derart 
grossen und national  bekannten Unternehmens befunden. Jedenfalls 
ist  entgegen  des  dementsprechenden  Einwandes  des 
Beschwerdeführers nicht einzusehen, weshalb es der Botschaft wegen 
der  Schliessung  des  Betriebes  respektive  Verkaufs  desselben  nicht 
mehr hätte möglich sein sollen, einen der (ehemals) fünf grössten und 
national bekannten H._______fabrikationsbetriebe des Landes ausfin-
dig  zu  machen. Im Übrigen liegen für  die  vorgebrachte  Schliessung 
respektive den angeblich im Herbst 2002 durchgeführten Verkauf des 
Betriebes  keinerlei  Beweismittel  vor  (vgl.  auch  BFM-Anhörung,  S. 7 
und  S.  8  oben).  Auch  der  Einwand  zum  vorinstanzlichen  Vorhalt 
betreffend  die  als  unplausibel  zu  erachtenden  Darlegungen  zum 
Aufbau  und  zur  Pflege  der  Beziehungen  zur  syrischen  Oberschicht, 
wonach es sich um ein Clansystem gegenseitiger Protektion gehandelt 
habe,  welches  schon  von  seinen  Grosseltern  und  Eltern  aufgebaut 
und gepflegt worden sei, überzeugt nicht, zumal dadurch die allgemein 
und stereotyp gehaltenen Ausführungen nicht mehr Inhalt und Dichte 
erhalten.

Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid weiter zu Recht fest, 
dass  auch  die  Schilderungen,  was  nach  der  Ermordung  der  beiden 
Brüder mit dem Geschäft geschehen sei, als unsubstanziiert erachtet 
werden müssten. Es sei anzunehmen, dass der Beschwerdeführer als 
übrig gebliebener der drei Brüder bei der Aufgabe des Geschäfts eine 
Rolle gespielt  hätte, da er ja über das Geschäft  dann am besten im 
Bilde gewesen wäre. Der Einwand, er habe nur noch an seine Brüder 
gedacht,  überzeuge  nicht.  Die  diesbezüglichen  Einwände  in  der 
Rechtsmitteleingabe (die Schliessung der Betriebe und deren Liquida-
tion scheine auf seinen Entscheid als Familienoberhaupt zurückzuge-
hen; der Erlös aus den Verkäufen sei von der Familie zur Finanzierung 
der  Nachforschungen  über  die  Hintergründe  des  Todes  der  beiden 
Brüder  und zur  Bezahlung von Bestechungsgeldern  aufgezehrt  wor-
den; es könne nicht erstaunen, dass er bei der Schilderung der Ereig-
nisse, welche zum Tod seiner Brüder geführt hätten, vergessen habe, 
seine Rolle als Geschäftsführer detailliert  zu beschreiben) entbehren 
jeglicher Grundlage und sind als blosse Schutzbehauptungen zu wer-
ten, zumal der Beschwerdeführer angab, nach dem Tod seiner Brüder 
nie mehr an das Geschäft gedacht zu haben respektive ein Onkel müt-

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terlicherseits habe den Auftrag erhalten, sich um die Schliessung des 
Betriebes zu kümmern (vgl. BFM-Anhörung, S. 8). Zudem wurde dem 
Beschwerdeführer während der ergänzenden Bundesanhörung genü-
gend Gelegenheit eingeräumt, seine Rolle als Geschäftsführer darzu-
legen, beziehungsweise wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass 
er dies tun solle (vgl. BFM-Anhörung, S. 7 f.).

Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, betreffend die Schilderung der 
Tötung seiner beiden Brüder habe die Vorinstanz bemängelt, dass die 
Ereignisse durch ihn wie Tatsachen geschildert worden seien, obwohl 
es für diese keine Augenzeugen gegeben habe. Dem sei jedoch entge-
genzuhalten,  dass  er  anlässlich  der  Befragungen  jeweils  darauf 
hingewiesen habe, dass diese Ereignisse nicht von ihm selber erlebt 
worden seien, weshalb es nicht zu seinem Nachteil ausgelegt werden 
könne, dass er die Ereignisse einmal so und einmal aus grösserer Dis-
tanz geschildert habe. Dieser Einwand ist aber als nicht stichhaltig zu 
erachten. Zwar wies der Beschwerdeführer anlässlich der kantonalen 
als auch der ergänzenden Befragung darauf hin, dass sie nicht wüss-
ten,  was  genau  geschehen  sei  (vgl.  kant.  Protokoll,  S.  6;  BFM-
Anhörung, S. 3). Trotzdem bleibt der von der Vorinstanz gerügte Man-
gel in der Sachverhaltsschilderung bestehen, wonach der Beschwer-
deführer die Ereignisse so schilderte - obwohl er diese nur vom Hören-
sagen kenne respektive es gar keine direkten Zeugen dieses Vorfalls 
gegeben habe -, als wäre er direkt daneben gestanden und hätte sie 
persönlich  miterlebt.  Überdies  wurde  der  Tathergang  entgegen  der 
Ausführungen auf Beschwerdeebene nicht einmal aus etwas näherer 
und ein andermal aus etwas grösserer Distanz, sondern inhaltlich di-
vergierend geschildert. 

Weiter  wendet  der  Beschwerdeführer  ein,  im  Kontext  der  syrischen 
Verhältnisse  erscheine  es  durchaus möglich,  dass  der  Staatssicher-
heitsdienst zunächst die eine und danach die andere Fabrik ihrer Fa-
milie aufgesucht habe, um seine Brüder zu einem Verhör abzuholen. 
Jedoch muss aus den Ausführungen des Beschwerdeführers anläss-
lich der Befragungen geschlossen werden, dass die Angehörigen des 
Staatssicherheitsdienstes nur in einer Fabrik gewesen sind, zumal der 
andere  Bruder  aus  der  anderen  Fabrik  dazugestossen  sei,  um  den 
Grund für  die  Schüsse  zu eruieren (vgl.  kant. Protokoll,  S. 6;  BFM-
Anhörung, S. 3).

Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang ausführt, die 

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von ihm angeführte Vorladung hoher Beamter zu einem Gespräch sei 
ein wichtiges Indiz dafür, dass er von den Sicherheitskräften zur Fest-
nahme gesucht werde, ist entgegenzuhalten, dass sich der Beschwer-
deführer zur  Person des Beamten,  der ihm telefoniert  haben soll,  in 
den Befragungen unterschiedlich äusserte. So gab er  anlässlich der 
kantonalen Anhörung noch an, er habe nach Ablauf der Trauertage am 
19. Juli  2000 einen Telefonanruf eines Untersuchungsbeamten erhal-
ten. Da er nicht anwesend gewesen sei, habe man ihm ausrichten las-
sen, dass er sich an den Präsidenten des Untersuchungsbüros wen-
den solle. Dies habe er jedoch nicht getan, sondern den Parteizustän-
digen in G._______ angerufen (vgl. kant. Protokoll, S. 6 unten und S. 
7). Demgegenüber führte er bei der ergänzenden Anhörung aus, er sei 
vier oder fünf Tage nach Ablauf der Trauertage vom Direktor der Abtei-
lung  für  Befragungen  des  Staatssicherheitsdienstes  angerufen  wor-
den, der ihm mitgeteilt  habe, dass er sich zwecks Befragung bei ihm 
melden solle (vgl. BFM-Anhörung, S. 3 Mitte).

Ferner bringt der Beschwerdeführer vor, es sei  entgegen der vorins-
tanzlichen Ansicht nicht undenkbar, dass allfällige Tatzeugen der Tö-
tung seiner Brüder nicht nachschauen gegangen wären. So treibe die 
Tatsache,  dass  die  deutlich  erkennbaren  Fahrzeuge  des  syrischen 
Staatssicherheitsdienstes an einem bestimmten Ort vorfahren würden, 
die  Leute  auf  der  Strasse  gewöhnlich  in  die  Häuser.  Würden  dann 
auch  noch  Schüsse  fallen,  würden  dafür  wunderliche  Erklärungen  - 
wie das von ihm genannte Taubenschiessen - herbeigezogen, um sich 
nicht  mit  einer  schlimmeren Möglichkeit  auseinanderzusetzen. Dabei 
handle  es  sich  um eine  Vermutung  seinerseits. Festzuhalten  bleibe, 
dass die fraglichen Schüsse nicht weiter aufgefallen seien, was ange-
sichts der im nahen Osten verbreiteten Sitte, bei Heiraten oder ande-
ren  Feierlichkeiten  in  die  Luft  zu  schiessen,  nicht  weiter  erstaunen 
könne. Diese Erklärungen vermögen jedoch nicht zu überzeugen und 
erscheinen gerade auch im syrischen Kontext als realitätsfremd. Der 
Umstand, dass der Bruder aus der einen Fabrik herbeigeeilt sein soll, 
als  dieser  die  Schüsse  aus  der  anderen  Fabrik  gehört  habe,  lässt 
letzteres  Argument  als  nicht  stichhaltig  erscheinen. Zudem befinden 
sich  die  Fabriken  gemäss  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  im 
Industriegebiet von G._______ (vgl. kant. Protokoll, S. 6, 2. Abschnitt), 
weshalb bei einem allfälligen Schusswechsel wohl kaum jemand eine 
Assoziation mit einer Feierlichkeit machen dürfte.

Weiter  ist  der  vorinstanzlichen  Einschätzung,  wonach  Festnahmen 

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nicht  nach  der  vom  Beschwerdeführer  erwähnten  Weise  eingeleitet 
respektive vorgenommen würden, nach den Erkenntnissen des urtei-
lenden  Gerichts  beizupflichten.  Jedenfalls  vermag  der  Beschwerde-
führer durch seinen pauschalen Einwand, es erscheine nicht als un-
glaubhaft, dass er zu einem "Gespräch" vorgeladen worden sei, keine 
andere Sichtweise zu bewirken.
Die Vorinstanz bemängelte schliesslich, dass es nicht von grosser Auf-
geklärtheit  des Beschwerdeführers zeuge,  wenn dieser  an Blutrache 
denke, und zudem sei es praktisch ausgeschlossen, dass er dabei nur 
auf die Räder der Autos schiessen würde, da ja Blutrache vielmehr da-
zu zwinge, jemanden zu töten, und deren Zweck nicht darin bestehe, 
jemandem einen Schrecken einzujagen oder sonstige Zwecke zu ver-
folgen. Demgegenüber wendet der Beschwerdeführer ein, er habe sich 
als wacher und aufgeklärter Mensch mit verschiedenen Optionen der 
Rache - auch der Blutrache - gedanklich auseinandergesetzt, wobei es 
ihm nach einigen Wochen Überlegung klar geworden sei, dass er nur 
symbolisch, aber nicht tatsächlich Rache nehmen könne. Um sein Ge-
sicht  und dasjenige seiner Familie als  Clan zu wahren,  habe er  we-
nigstens die beiden bewaffneten Angriffe organisieren und durchführen 
müssen. Ob es von Aufgeklärtheit zeuge, dass er nach der Ermordung 
seiner Brüder an Blutrache gedacht habe, brauche er nicht mit der Vor-
instanz zu diskutieren, zumal er damit ein islamisches Gebot mindes-
tens  in  Betracht  gezogen habe. Diese Ausführungen lassen sich  je-
doch nicht mit den Erklärungen des Beschwerdeführers anlässlich der 
kantonalen  Anhörung  sowie  der  ergänzenden  Bundesbefragung  in 
Übereinstimmung bringen. Beim Kanton führte er diesbezüglich an, er 
habe  während  seines  Aufenthaltes  in  M._______  begonnen,  an 
Blutrache zu denken. Er habe nicht essen, nicht schlafen und an nichts 
mehr anderes denken können. Er habe auch in Kauf genommen, dabei 
selber  zu  sterben  (vgl.  kant.  Protokoll,  S.  7  Mitte).  Anlässlich  der 
ergänzenden Bundesanhörung gab der  Beschwerdeführer  weiter  an, 
ein  paar  Monate  nach  den  Anschlägen  sei  es  ihm  erst  bewusst 
geworden,  was  er  angestellt  habe,  und  habe  auch  gemerkt,  wie 
kindisch  er  sich  verhalten  habe.  Er  habe  sich  in  der  Folge  etwas 
beruhigt und habe kein Blut mehr sehen wollen (vgl. BFM-Anhörung, 
S.  3  unten).  Es  kann  daher  keine  Rede  davon  sein,  dass  es  dem 
Beschwerdeführer  bei  der  Beschäftigung  mit  dem  Gedanken  der 
Blutrache nach einigen Wochen Überlegung klar geworden sei,  dass 
er nur symbolisch, aber nicht tatsächlich Rache nehmen könne.

Bei  der  Beurteilung  der  eingereichten  Beweismittel  kann  vorweg  - 

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betreffend die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Dokumente 
- auf diejenige des Bundesamtes, welche vollumfänglich zu bestätigen 
ist,  verwiesen werden. Die  diesbezüglich  in  der  Rechtsmitteleingabe 
angeführten  Einwände  vermögen  nicht  zu  einer  anderen  Betrach-
tungsweise zu führen, zumal die Vorinstanz das Schreiben des Innen-
ministeriums  entgegen  der  in  der  Beschwerdeschrift  geäusserten 
Ansicht  nicht  als  Fälschung bezeichnete,  sondern  festhielt,  dass  die 
Echtheit des fraglichen Dokumentes unbestimmt bleibe. Zudem mass 
die Vorinstanz den Autopsieberichten zu Recht nur einen sehr einge-
schränkten  Beweiswert  bei,  da  diese  nur  in  der  Form  einer  grund-
sätzlich leicht manipulierbaren Fotokopie vorliegen. Was die weiteren 
auf Beschwerdeebene eingereichten, noch nicht gewürdigten Beweis-
mittel betrifft, so vermögen diese obige Einschätzung zur Unglaubhaf-
tigkeit der Asylvorbringen des Beschwerdeführers nicht umzustossen. 
Zwar lässt sich aus diesen Beweismitteln ableiten, dass der Beschwer-
deführer im H._______handel tätig war, was aber weder durch die Ab-
klärungen der Botschaft  noch durch die Vorinstanz bestritten wurde. 
Jedoch  sind  der  Umfang  dieser  Tätigkeit  und  die  damit 
einhergehenden  Beziehungen  zur  syrischen  Oberschicht  zu 
bezweifeln. Auch die diversen Verträge vermögen an dieser Erkenntnis 
nichts  zu  ändern,  lauten  diese  doch  weder  auf  den  Namen  des 
Beschwerdeführers noch wird aus diesen der vom Beschwerdeführer 
angeführte Firmenname ersichtlich. Schliesslich vermögen die übrigen 
Beweismittel  angesichts obiger Ausführungen zur Glaubhaftigkeit  der 
Vorbringen  und  des  Abklärungsergebnisses  der  Botschaft  keine 
rechtserhebliche Beweiskraft zu entfalten, wobei diesen - da teilweise 
lediglich  in  Kopie  vorhanden  -  schon  deswegen  nur  ein  äusserst 
eingeschränkter Beweiswert zuerkannt werden könnte.

3.7 Bei dieser Sachlage und in Würdigung der gesamten Umstände ist 
festzustellen, dass der Beschwerdeführer die Voraussetzungen zur Zu-
erkennung der Flüchtlingseigenschaft  nicht erfüllt. Die Vorinstanz hat 
daher das Asylbegehren zu Recht abgelehnt, weshalb es sich erübrigt, 
auf die weiteren Vorbringen näher einzugehen.

4.

4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

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4.2 Die  praxisgemäss vorfrageweise zu  prüfende  Frage,  ob  der  Be-
schwerdeführer  aufgrund der am 5. September 2005 erfolgten Aner-
kennung eines Kindes einer Schweizerin grundsätzlich Anspruch auf 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung habe (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
kann vorliegend offen gelassen werden, da der von einem Rechtsan-
walt  vertretene  Beschwerdeführer  im  Verlaufe  des  Verfahrens  nicht 
geltend machte, er habe je ein solches Gesuch gestellt. Fest steht je-
denfalls,  dass  der  Beschwerdeführer  zum  gegenwärtigen  Zeitpunkt 
nicht über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung verfügt. Die 
Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht  angeordnet  (Art. 44  Abs.  1 
AsylG).

5.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung des BFM vom 10. Novem-
ber 2005 wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs wiederer-
wägungsweise in der Schweiz vorläufig aufgenommen. Daher erübrigt 
sich eine Prüfung der Frage der Zulässigkeit sowie der Frage der Mög-
lichkeit des Wegweisungsvollzugs (vgl. EMARK 2006 Nr. 6 E. 4 S. 54 
f.).  Die  Beschwerde  gegen  den  ursprünglich  angeordneten  Wegwei-
sungsvollzug erweist sich demnach als gegenstandslos und ist diesbe-
züglich abzuschreiben.

6.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
in Bezug auf die verweigerte Anerkennung als Flüchtling, die Verwei-
gerung  von  Asyl  und  die  Anordnung  der  Wegweisung  Bundesrecht 
nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollstän-
dig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist 
daher abzuweisen, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden ab-
zuschreiben ist.

7.

7.1 Das Gesuch des  Beschwerdeführers  um Gewährung der  unent-
geltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wurde 
mit Zwischenverfügung der ARK vom 26. April 2004 gutgeheissen. In 
den diesbezüglichen Erwägungen wurde darauf hingewiesen, die Vor-
aussetzungen dieser vorläufigen Kostenbefreiung könnten grundsätz-
lich in  jedem Verfahrensstadium neu überprüft  werden. Gemäss den 
Akten wurde dem Beschwerdeführer von den zuständigen kantonalen 
Behörden  am  13.  Januar  2009  eine  selbständige  Erwerbstätigkeit 
bewilligt. Bei dieser Sachlage ist  nicht (mehr) von einer Bedürftigkeit 

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des Beschwerdeführers auszugehen, weshalb Ziffer 1 des Dispositivs 
der  erwähnten  Zwischenverfügung  betreffend  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Prozessführung aufzuheben ist. 

Zufolge  Unterliegens  im  Asyl-  und  Wegweisungspunkt  sind  dem 
Beschwerdeführer  die  hälftigen  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von 
Fr. 300.-- aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 2 und 3 des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]  i.V.m. 
Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG).

7.2 Da  der  vertretene  Beschwerdeführer  teilweise  -  hinsichtlich  der 
Frage des Wegweisungsvollzuges -  mit  seiner  Beschwerde durchge-
drungen ist, ist ihm für die ihm erwachsenen notwendigen und verhält-
nismässig hohen Kosten eine um die Hälfte reduzierte Parteientschä-
digung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). Von 
der Rechtsvertretung wurde am 30. Januar 2007 eine Kostennote ein-
gereicht; der darin ausgewiesene Vertretungsaufwand ist als angemes-
sen zu erachten. Gestützt  auf  die in  Betracht  zu  ziehenden Bemes-
sungsfaktoren (vgl. Art. 7-14 VGKE) sowie auf die eingereichte Kosten-
note ist die hälftige Parteienschädigung, welche vom BFM zu entrich-
ten ist, auf Fr. 1'588.-- (inkl. Auslagen und MWSt) festzusetzen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos 
abgeschrieben wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  300.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  eine  Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'588.-- (inkl. Auslagen und MWSt) zu 
entrichten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben;  Beila-
gen: eingereichte Originaldokumente,  Einzahlungsschein; über  die 
Herausgabe  der  im  vorinstanzlichen  Verfahren  eingereichten  Be-
weismittel befindet das BFM auf Anfrage)

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit 
den Akten Ref-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- das R._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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