# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab4942fd-c015-535c-a918-7a9d98351ae7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.10.2017 UV 2016/20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-20_2017-10-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/20

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 17.10.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 17.10.2017
Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfallereignisses im Sinne des Gesetzes.Art. 
6 UVG: Selbst bei Annahme eines Unfallereignisses im Sinne des Gesetzes, 
Verneinung einer traumatisch bedingten Diskushernie (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Oktober 2017, UV 
2016/20).

Entscheid vom 17. Oktober 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz) und Miriam Lendfers, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Daniel Furrer         

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/20          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war vom 12. Mai 2014 bis 30. April 2015 bei der 

B.___ AG als Kommissionierer angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert. Am 16. Juli 2015 meldete die B.___ AG folgendes Ereignis vom 15. April 

2015: "Gartenarbeiten, Forst- und Landwirtschaft: Während der Tätigung von 

Gartenarbeiten hat sich A.___ um die eigene Körperachse abdrehen wollen; hierbei 

spürte er einen starken Schmerz im unteren Drittel des Rückens." (Suva-act. 1).

A.b  Am 16. April 2015 hatte der Versicherte seinen Hausarzt Dr. med. D.___, 

Allgemeine Medizin FMH, konsultiert (Suva-act. 11). Vom 18. bis 21. April 2015 war er 

sodann im Spital E.___ (Suva-act. 25) und ab 21. April 2015 in der Klinik für 

Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) hospitalisiert 

gewesen (Suva-act. 12), wo nach einer am Eintrittstag in der Klinik für Radiologie und 

Nuklearmedizin des KSSG durchgeführten MRI-Untersuchung der Wirbelsäule (Suva-

act. 33) am 22. April 2015 eine Hemilaminektomie L1 linksseitig sowie eine 

Sequesterektomie durchgeführt worden war. Am 27. April 2015 war der Versicherte ins 

Rehabilitationszentrum Valens entlassen worden, wo er sich bis 27. Mai 2015 zur 

stationären Behandlung aufgehalten hatte (Suva-act. 12, 14).

A.c  Am 5. August 2015 nahm der Versicherte in einem Fragebogen der Suva zu 

verschiedenen Fragen Stellung und beschrieb das Ereignis vom 15. April 2015 (Suva-

act. 9). Am 28. August 2015 folgte eine Besprechung der Suva mit dem Versicherten, 

wobei dieser das Ereignis vom 15. April 2015 erneut schilderte und erklärte, sich im 

Jahr 2010 einer ersten Rückenoperation im KSSG unterzogen zu haben (Suva-act. 16). 

Mit Schreiben vom 3. September 2015 ersuchte die Suva das KSSG um Zustellung 

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sämtlicher Berichte den Rücken betreffend aus dem Jahr 2010 inklusive 

Operationsbericht (Suva-act. 17 ff.).

A.d  Nach Prüfung sämtlicher Unterlagen sowie nach Einholung einer kreisärztlichen 

Beurteilung von med. pract. F.___, Fachärztin Chirurgie FMH (Suva-act. 26), eröffnete 

die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 5. Oktober 2015, dass kein sicherer 

oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den Rückenbeschwerden und 

dem Ereignis vom 15. April 2015 bestehe. Die Suva sei demzufolge nicht 

leistungspflichtig (Suva-act. 27).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung erhob der Versicherte am 16. Oktober 2015 persönlich bei 

der Suva Einsprache (Suva-act. 28) und reichte am 8. November 2015 eine schriftliche 

Einsprachebegründung nach (Suva-act. 30).

B.b  Am 12. November 2015 legte die Suva den Schadenfall nochmals med. pract. 

F.___ zur Stellungnahme vor (Suva-act. 31). Deren ärztliche Beurteilung datiert vom 

16./20. November 2015 (Suva-act. 34).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2016 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 37).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 14. März 2016 Beschwerde mit dem 

sinngemässen Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen für die Folgen des Ereignisses vom 15. April 2015 betreffend 

Schädigung des Rückens, insbesondere für die Operation vom 22. April 2015 im 

KSSG, zuzusprechen (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 20. April 2016 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

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Einspracheentscheids vom 15. Februar 2016, dies insbesondere mit der Begründung, 

es liege kein Unfall im Rechtssinne vor (act. G 3).

C.c Der Beschwerdeführer hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet (act. G 4 f.).

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen gegenüber der Beschwerdegegnerin 

aus der obligatorischen Unfallversicherung für die Folgen des Ereignisses vom 15. April 

2015.

2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts 

anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt.

2.2 

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2.2.1      Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 

sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 

somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 

sich gezogen hat. Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im 

jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht 

fallen (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 

E. 1a, je mit Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer 

unkoordinierten Bewegung bestehen. So kann der Körper als Ganzes in Bewegung 

kommen, indem er - z. B. bei einem Sturz - auf harter Unterlage aufschlägt und 

Schaden nimmt. Der äussere und der ungewöhnliche Faktor sind hier ohne weiteres 

gegeben. Dies trifft auch zu, wenn sich, wie beim Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren 

eines Sturzes, bloss einzelne Körperteile bewegen und in Verbindung mit einem in der 

Aussenwelt liegenden Umstand zur gesundheitlichen Störung führen. Freilich tritt 

schon bei einer normalen Bewegung des Körpers, wie beispielsweise beim normalen 

Aufstehen aus der tiefen Hocke, eine sinnfällige Veränderung der Aussenwelt ein. 

Dieser äussere Faktor ist aber nicht zugleich ein ungewöhnlicher Faktor; denn die 

Bewegung des Körpers ist, äusserlich betrachtet, normal verlaufen, also nicht durch 

eine in der Aussenwelt begründet Ursache - z.B. Ausrutschen wegen einer glitschigen 

Unterlage - in ihrem Ablauf gestört worden. Der Unfallbegriff ist nicht erfüllt. Unter 

unkoordinierten Bewegungen versteht man also nur körperliche Bewegungen, die in 

ihrem Ablauf durch etwas Programmwidriges, durch etwas Sinnfälliges, d.h. durch 

einen ungewöhnlichen Faktor, gestört werden, so dass einzelne Muskeln oder 

Muskelgruppen übermässig beansprucht werden; daraus können Muskel- und 

Sehnenschäden, ja selbst Knochenbrüche resultieren (ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.; ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

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Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 40 f.; RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 

E. 2b). Weiter bejaht die Rechtsprechung das Vorliegen eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors dann, wenn beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz 

ausserordentlicher Kraftaufwand erfolgt und zu einer, gelegentlich als Verhebetrauma 

bezeichneten, Schädigung führt. Es muss jedoch von Fall zu Fall geprüft werden, ob 

die Anstrengung im Hinblick auf Konstitution und berufliche oder ausserberufliche 

Gewöhnung der betreffend Person ausserordentlich war (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; 

RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2).

2.2.2      Bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere beschränken und die 

erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheit, insbesondere von 

vorbestandenen degenerativen Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines 

durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten können (z.B. Diskushernien), 

unterliegt der Nachweis eines Unfalls insofern strengen Anforderungen, als die 

unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders "sinnfälligen" Umständen 

gesetzt worden sein muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in 

einer äusseren wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte 

Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (Urteil des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungs¬gericht, EVG] 

vom 10. April 2014, 8C_783/2013, E. 4.3 mit Hinweisen).

2.2.3      Folgende, in Art. 9 Abs. 2 UVV abschliessend aufgeführte 

Körperschädigungen sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine 

Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung 

Unfällen gleichgestellt: Knochenbrüche; Verrenkungen der Gelenke; Meniskusrisse; 

Muskelrisse; Muskelzerrungen; Sehnenrisse; Bandläsionen und 

Trommelfellverletzungen. Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeanwort vom 

20. April 2016 (act. G 3) zutreffend ausgeführt hat, gehört eine Diskushernie nicht zum 

Kreis der unfallähnlichen Schädigungen, womit eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin unter diesem Titel ausser Betracht fällt.

2.2.4      Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen 

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Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis 

zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue 

und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund 

derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses 

ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es 

dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt 

sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann 

aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; THOMAS 

LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 

2014, § 70 N. 2 ff., N. 20; RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., S. 29; RKUV 1990 Nr. U 86 

S. 50). Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. dazu LOCHER/

GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58 f.: Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im 

Sozialversicherungsrecht, die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 

genügt den Beweisanforderungen nicht). Bei sich widersprechenden Angaben der 

versicherten Person über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die Beweismaxime 

abgestellt werden, wonach die sogenannten spontanen „Aussagen der ersten Stunde“ 

in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die 

bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung 

im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht 

hat, in der Regel grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer 

Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 1a mit Hinweisen; RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 29 f.). Diese Beweismaxime kann allerdings nicht auf 

Aussagen Dritter, wie beispielsweise Angaben des behandelnden Arztes, angewandt 

werden (Urteil des EVG vom 5. April 2004, I 814/03, E. 2.4.2).

2.3  Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer sodann bei Vorliegen 

eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als 

dieser in einem natürlichen sowie adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten 

Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 55; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2007, U 37/06, E. 5.2). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht im Regelfall auf Angaben ärztlicher Experten oder 

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Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei 

physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 

natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb, 117 V 365 mit 

Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

3.   

Zu prüfen ist mithin zunächst, ob der Beschwerdeführer am 15. April 2015 ein 

Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. Damit dies beurteilt werden kann, 

ist festzulegen, was am 15. April 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

geschehen ist.

3.1  Hinsichtlich des Hergangs des Ereignisses vom 15. April 2015 enthalten die Akten 

verschiedene Angaben. Eine erste Ereignisschilderung enthält die Schadenmeldung 

UVG vom 16. Juli 2015 (Suva-act. 1; vgl. Sachverhalt Bstb. A.a), welche das 

Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors (vgl. Art. 4 ATSG) ohne 

Zweifel nicht erfüllt. Beschrieben wird darin ein vollkommen normaler 

Bewegungsablauf des Körpers im Rahmen der Gartenarbeit, gänzlich ohne sinnfälliges, 

programmwidriges Element. Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer 

(schädigender) Faktor im Sinn der Rechtsprechung. Mit anderen Worten kann von 

einem äusseren (schädigenden) Faktor dort nicht gesprochen werden, wo die 

versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht 

anzugeben vermag (vgl. BGE 129 V 470 E. 4.2.1). Liegt aber grundsätzlich ein äusserer 

Faktor vor, handelt es sich, wie bereits erwähnt, bei den dabei aufgetretenen 

Schmerzen um die Wirkung des Vorgangs, auf den es bei der Beurteilung der 

Aussergewöhnlichkeit eines äusseren Faktors nicht ankommt (vgl. Erwägung 2.2.1). 

Weil aber die Schilderung des Ereignisses von der Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers stammt, ist ihr allein kein massgebender Beweiswert beizumessen.

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3.2  Eine erste Gelegenheit zur persönlichen Schilderung des Ereignisses vom 15. April 

2015 bekam der Beschwerdeführer mit dem Fragebogen der Beschwerdegegnerin. 

Dieser dient der Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung der tatsächlichen 

Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund stehen 

entsprechend Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer 

die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er seiner 

Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz; 

vgl. Erwägung 2.2.4) und es überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die 

versicherte Person einen bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als 

Schadensursache erst nach der abschlägigen, einlässlich begründeten Verfügung bzw. 

bis zum Einspracheverfahren unerwähnt lässt (Urteile des EVG vom 26. Februar 2004, 

U 64/2002, E. 2.2.3, und 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2.b). Mit der Frage 1 des 

Fragebogens wurde der Beschwerdeführer um eine "ausführliche" Schilderung des 

Vorfalls ersucht. Er gab am 5. August 2015 an, dass sich das Ereignis während der 

Gartenarbeit ereignet habe. Nachdem er die Erdfräse in eine andere Richtung habe 

drehen wollen, habe er einen Schmerz gefühlt (Suva-act. 9). Auch damit wird lediglich 

eine normale, bewusst bzw. offensichtlich kontrolliert ausgeführte Drehbewegung bei 

der Richtungsänderung der geführten Erdfräse geschildert. Etwas Ungewöhnliches 

lässt sich auch im neuen Sachverhaltselement der Erdfräse - im Sinne eines damit 

allenfalls verbundenen Kraftaufwands - nicht erkennen. Rechtsprechungsgemäss wird 

eine den Unfallbegriff erfüllende Überanstrengung erst dann bejaht, wenn Lasten von 

erheblichem Gewicht zu heben - im konkreten Fall eher zu verschieben - sind (mehr als 

100 kg; Urteile des EVG vom 23. Mai 2006, U 144/06. E. 2.2, und 9. Oktober 2003, U 

360/02, E. 3.3.3 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 23. Oktober 2009, 

8C_319/2009, E. 3.3), was auf den vorliegenden Fall offensichtlich nicht zutrifft (vgl. 

Suva-act. 16 und nachfolgende Erwägungen). Mit der Formulierung der Frage 3 wird 

sodann klar und verständlich geprüft, ob sich etwas Besonderes, Unvorhergesehenes 

wie namentlich "Ausgleiten, Sturz, Anschlagen usw." ereignet hat. Die Aufzählung ist 

erkennbar beispielhaft formuliert, womit der Beschwerdeführer bei dieser Frage 

aufgefordert gewesen wäre, "etwas Besonderes", vergleichbar mit den im Fragebogen 

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angeführten Beispielen, zu erwähnen. Entsprechend seiner Sachverhaltsschilderung im 

Fragebogen verneinte der Beschwerdeführer die Frage 3 jedoch nachvollziehbar.

3.3  Im Rahmen einer Besprechung mit der Beschwerdegegnerin vom 28. August 2015 

hatte der Beschwerdeführer eine weitere Gelegenheit, das Ereignis vom 15. April 2015 

zu beschreiben. Er habe zu Hause im Garten gearbeitet, wobei er die Hackenfräse mit 

beiden Händen auf einer Höhe von ca. 70 bis 80 cm gehalten habe. Um die Fräse zu 

verschieben, habe er diese leicht aus dem Dreck heraus gezogen. In diesem Moment 

sei ihm die Fräse auf die linke Seite weggerutscht, wodurch es einen Ruck gegeben 

habe. Sofort habe er einen Schmerz im Rücken verspürt. Die Fräse wiege ca. 10 bis 15 

kg. Ein Sturz auf den Rücken sei nicht erfolgt (Suva-act. 16). Dass einem ein 

Gegenstand wegrutscht, kommt im Alltag häufig vor; darin ist nichts Ungewöhnliches 

zu erkennen und mit dem Begriff "Ruck" wird im Allgemeinen lediglich eine kurze 

Erschütterung des Körpers beschrieben, welche nicht zu einer unphysiologischen, 

programmwidrigen Beanspruchung des Rückens im Sinne eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors führt. Inwiefern vorliegend eine stärkere Einwirkung stattgefunden 

haben sollte, ist nicht erkennbar bzw. wurde vom Beschwerdeführer nicht angeführt. 

Angesichts des für die Hackenfräse angegebenen Gewichts erscheint dies auch wenig 

wahrscheinlich. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen Bewegungsablauf 

bzw. bei alltäglichen Aktivitäten, wie beispielsweise Gartenarbeiten, Drehungen mit 

dem Körper nichts Aussergewöhnliches darstellen. Für eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG kann 

nicht jedes Geschehen bzw. jede Bewegung des Körpers genügen, sondern es muss 

eben ein Unfallereignis im Rechtssinne vorliegen. Dass die Muskulatur, die 

Knochenstruktur oder die Gelenke des Rückens des Beschwerdeführers am 15. April 

2014 bei einer unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzten unkoordinierten 

Bewegung oder angesichts des leichten Gewichts der Fräse durch eine 

Überanstrengung übermässig beansprucht worden wären, kann - wie gesagt - 

ausgeschlossen.

3.4  Der vom Beschwerdeführer in der Einsprachebegründung vom 8. November 2015 

(Suva-act. 30) genannte "Knacks" stellt - gleich wie ein Schmerz - kein äusserer 

(schädigender) Faktor im Sinn der Rechtsprechung, sondern lediglich die Wirkung 

eines äusseren Faktors dar. Bei der Beurteilung der Aussergewöhnlichkeit des 

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äusseren Faktors kommt ihm keine Bedeutung zu (vgl. Erwägung 3.1). In der 

Beschwerde sprach der Beschwerdeführer schliesslich nur noch von einem "Unfall 

während der Gartenarbeit", was lediglich einer Eigenbewertung gleichkommt. Ob ein 

Unfallsachverhalt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben 

ist, gilt es rechtlich zu beurteilen.

3.5  "Angaben des Patienten" bzw. eine Schilderung des Ereignisses vom 15. April 

2015 waren sodann im Arztzeugnis UVG von Dr. D.___ vom 6. August 2015 

festgehalten. Danach sei der Beschwerdeführer bei der Arbeit im Garten von einer 

elektrischen Gartenhacke herumgeschleudert worden, nachdem diese unerwartet im 

Erdreich an einem Gegenstand hängen geblieben sei (Suva-act. 11). Das 

Hängenbleiben der Gartenhacke an einem Gegenstand im Erdreich, wodurch es zu 

einem "Herumschleudern" des Beschwerdeführers gekommen sein soll, liesse eine 

unkoordinierte bzw. unnatürliche Bewegung, vergleichbar einem Sturz, Stolpern oder 

Ausgleiten, begründet durch einen programmwidrigen, sinnfälligen äusseren Umstand, 

und damit einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG annehmen. Das Herumschleudern des 

Körpers beschreibt eine intensive Drehbewegung, welche über den normalen 

Bewegungsablauf hinausgeht. Das im Arztzeugnis UVG Geschriebene muss sich aber 

auch verwirklicht haben. Weil aber die Formulierung des Ereignisses - wenn auch 

basierend auf Angaben des Beschwerdeführers - von Dr. D.___ stammt, kann ihr nicht 

derselbe Beweiswert zukommen wie den Schilderungen des Beschwerdeführers im 

Fragebogen (Erwägung 3.2) sowie anlässlich der Besprechung mit der 

Beschwerdegegnerin (Erwägung 3.3). Im Übrigen erstaunt es, dass die ärztliche 

Ereignisschilderung neue, bedeutsame Sachverhaltselemente enthält, welche der 

Beschwerdeführer - obwohl explizit darauf angesprochen - selbst nicht erwähnte, was 

diese damit wenig glaubhaft erscheinen lässt. Unter diesen Umständen kann auch dem 

Vermerk von Dr. D.___ im einfachen Arztzeugnis vom 3. Juli 2015 (Suva-act. 2) und 

Arztzeugnis UVG vom 6. August 2015 (Suva-act. 11), es handle sich um einen Unfall, 

kein genügender Beweiswert zukommen.

3.6  Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Ereignisschilderungen in den 

Erwägungen 3.1 ff. grundsätzlich alle voneinander unterscheiden, sei es bereits 

hinsichtlich der Benennung des Gartengeräts, aber insbesondere in Bezug auf 

wesentliche, den Unfallbegriff betreffende Elemente. Es besteht keine Veranlassung, 

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ausgerechnet auf die für den Beschwerdeführer sprechende Vermutung eines 

Ereignisses gemäss der Schilderung von Dr. D.___ im Arztzeugnis UVG vom 6. August 

2015 abzustellen. Wahrscheinlicher erscheint ein Ereignis im Bereich der persönlichen 

Schilderung des Beschwerdeführers vom 5. August 2015 im Fragebogen der 

Beschwerdegegnerin, wonach von einer normalen Drehbewegung des Körpers bei der 

Gartenarbeit verbunden mit einer beabsichtigten bzw. geplanten Richtungsänderung 

einer geführten Erdfräse auszugehen ist, wobei es offenbar - abgesehen von einem 

nachfolgend aufgetretenen Schmerz - keine besonderen Vorkommnisse gab. Die 

dargelegte Beweislage lässt es mithin nicht als überwiegend wahrscheinlich erachten, 

dass der Beschwerdeführer am 15. April 2015 tatsächlich einen Unfall im Rechtssinne 

erlitten hat.

4.   

4.1  Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass selbst wenn zugunsten des 

Beschwerdeführers von einem Unfall am 15. April 2015 auszugehen wäre, nur dann 

eine Leistungspflicht bestünde (vgl. E. 2.3), wenn die geltend gemachten Beschwerden 

in einem natürlichen (und adäquaten) Kausalzusammenhang zum geltend gemachten 

Ereignis vom 15. April 2015 stünden. Auch bei einem Unfall ist entscheidend, welche 

Verletzungen die betroffene Person im konkreten Fall tatsächlich erlitten hat. Im 

vorliegenden Fall bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich am 15. April 2015 ein 

Unfall ereignet hätte, welcher die am 21. April 2015 in der Klinik für Radiologie und 

Nuklearmedizin des KSSG mittels MRI-Untersuchung erhobene Diskushernie auf Höhe 

LWK1 (vgl. Suva-act. 33, vgl. auch Suva-act. 25) hätte verursachen können.

4.2 

4.2.1      Eine Diskushernie ist im Regelfall eine degenerative Erkrankung der 

Wirbelsäule und nur im Ausnahmefall die Folge eines Traumas (vgl. dazu ALFRED M. 

DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 878 ff.; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 232; ROCHE 

LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 182; LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE, 

Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 

dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 5). Nach 

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der Rechtsprechung kann eine Diskushernie nur dann als weitgehend unfallbedingt 

betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet 

war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen (RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190, 

Nr. U 379 S. 192; Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, teilweise publiziert in 

AJP 2006 S. 877 ff.). Eine gesunde Bandscheibe ist derart widerstandsfähig, dass unter 

Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe verletzt 

würde. Im medizinischen Versuch konnte die isolierte Verletzung einer Bandscheibe 

durch einen Unfall lediglich bei rein axialer Belastung der Wirbelsäule, nicht aber bei 

Rotations-, Hyperextensions- oder Hyperflexionsbewegungen herbeigeführt werden 

(Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, mit Hinweis auf GÜNTER G. 

MOLLOWITZ [Hrsg.], Der Unfallmann, Berlin/Heidelberg 1993, S. 164 ff.). Med. pract. 

F.___ ergänzt diesbezüglich übereinstimmend und eingängig, dass durch 

Grundlagenforschung, vor allem auf dem Gebiet der Biochemie und Biomechanik, 

bekannt sei, dass äussere Faktoren bei Ätiologie und Pathogenese degenerativer 

Bandscheibenerkrankungen nur von untergeordneter Bedeutung seien. Die degenerativ 

regressiven Veränderungen in den Bandscheiben liefen autonom, unbeeinflusst von 

äusseren Einflüssen nach eigenen Gesetzmässigkeiten ab (Suva-act. 34).

4.2.2      Med. pract. F.___ folgert aus der vorliegenden Aktenlage überzeugend, dass 

das Trauma des Beschwerdeführers in keiner Weise geeignet gewesen sei, die 

Wirbelsäule am Ort der Diskushernie zu schädigen bzw. die Diskushernie 

hervorzurufen. So würden weder Hinweise für ein Trauma mit einer hohen 

Gewalteinwirkung noch mit einer axialen Stauchung - von welcher sie beispielhaft bei 

einem Sturz aus grösserer Höhe ausgeht - vorliegen. Die Ereignisschilderungen des 

Beschwerdeführers weisen höchstens auf eine seitliche Bewegung bzw. 

Drehbewegung mit dem Rücken hin (vgl. Suva-act. 9, 16). Med. pract. F.___ nimmt 

mithin in ihrer Beurteilung auf die in Rechtsprechung und medizinischer Literatur 

massgebenden Kriterien Unfallmechanismus und Schwere des erlittenen Ereignisses 

(vgl. Erwägung 4.2.1) Bezug und zieht daraus den überzeugenden Schluss eines nur 

möglichen Kausalzusammenhangs zwischen Ereignis und Diskushernie, was den 

Beweisanforderungen im Sozialversicherungsrecht bzw. dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht genügt (vgl. dazu LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., 

§ 70 N. 58 f.).

4.3 

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4.3.1      Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer 

Folgeschäden bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet sodann der 

gesundheitliche Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Im konkreten Fall 

besteht auch diesbezüglich eine Situation, welche das Bild einer degenerativ und nicht 

traumatisch bedingten Diskushernie LWK1 aufzeigt.

4.3.2      Med. pract. F.___ erklärt einleuchtend, es komme trotz der unter den 

Medizinern unbestrittenen Erläuterungen in Erwägung 4.2.1 immer wieder vor, dass 

Patienten ihrem Kausalitätsbedürfnis entsprechend ein bestimmtes Ereignis oder einen 

umschriebenen, genau definierten Zeitabschnitt anschuldigten, welcher die 

Symptomatik überhaupt erst in Gang gesetzt hätten (Suva-act. 34). Ein Ereignis kann 

auf einen derart labilen, prekären Vorzustand treffen, dass jederzeit mit einem Eintritt 

der (organischen) Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik 

der pathogenen Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen 

anderen Zufallsanlass. Wenn ein alltäglicher Belastungsfaktor zu annähernd gleicher 

Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht 

als kausal signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher 

keine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. Oktober 2011, 8C_380/2011, E. 4.2.2; RUMO-JUNGO/

HOLZER, a.a.O., S. 54).

4.3.3      Der in Erwägung 4.3.2 beschriebenen Konstellation entsprechend, entnimmt 

med. pract. F.___ den medizinischen Akten überzeugend, dass beim Beschwerdeführer 

von einer umfassenden degenerativen Problematik im Bereich der Wirbelsäule 

auszugehen sei, die zusammen mit der Diskushernie im Segment LWK1 ohne 

Unfallbeteiligung ein in sich geschlossenes Bild ergebe (Suva-act. 34; vgl. dazu Suva-

act. 32-1 f.). Der Beschwerdeführer hatte sodann am 28. August 2015 gegenüber der 

Beschwerdegegnerin angegeben, drei Monate nach der Rückenoperation die Arbeit als 

Plattenleger wieder aufgenommen zu haben. Dies habe nicht gut funktioniert und es 

seien weiterhin Beschwerden vorhanden gewesen. Die Schmerzen seien bis heute 

geblieben. Auch vor dem Ereignis vom 15. April 2015 seien Beschwerden vorhanden 

gewesen (Suva-act. 16). Wenn der Beschwerdeführer nachfolgend in der 

Einsprachebegründung vom 8. November 2015 angab, er sei nach seiner ersten 

Rückenoperation beschwerdefrei gewesen, habe sich gut gefühlt und habe wieder 

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ganz normal arbeiten können (Suva-act. 30), erscheint dies wenig glaubhaft. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Annahme einer nun ausgerechnet im 

Segment LWK1 entstandenen traumatischen Diskushernie angesichts der dargelegten 

Sachlage in keiner Weise aufdrängt; vielmehr würde eine solche als sehr ungewöhnlich 

erscheinen.

4.3.4      Med. pract. F.___ legte sodann in ihrer ärztlichen Beurteilung (Suva-act. 34-4) 

überzeugend und eingängig den medizinisch-theoretischen Hintergrund bezüglich der 

langwierigen Degeneration von Bandscheiben - früh beginnend und irgendwann später 

endend mit einer Diskushernie - dar. Sie bezeichnete bandscheibenbedingte 

Erkrankungen, hauptsächlich im lumbalen Wirbelsäulenabschnitt, in Übereinstimmung 

mit der medizinischen Literatur (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 848 ff.; PSCHYREMBEL, 

a.a.O., S. 2294) als Volkskrankheit bzw. als im Alter überaus häufig vorkommende 

Pathologie. Neben dem normalen Alterungsvorgang an der Wirbelsäule spielt 

regelmässig auch die arbeitsbedingte Belastung eine massgebende Rolle. Der 

Beschwerdeführer hat laut eigenen Angaben während 25 Jahren als Plattenleger 

gearbeitet (Suva-act. 16), in einem Beruf also, in dem Rückenbelastungen und damit 

Rückenbeschwerden erfahrungsgemäss häufig vorkommen.

4.4  Insgesamt steht damit mit dem im Sozialversicherungsrecht geforderten 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass beim Beschwerdeführer 

- selbst wenn bezüglich des Ereignisses vom 15. April 2015 von einem Unfall im 

Rechtssinn ausgegangen würde - eine dadurch verursachte neue, bleibende 

Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung auszuschliessen ist.

5.   

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der angefochtene Einspracheentscheid 

(Suva-act. 40), mit welchem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die 

mittels MRI erhobene Diskushernie LWK1/2 dorsolateral links (Suva-act. 33) und 

insbesondere für deren operative Behandlung (Suva-act. 25) abgelehnt hat, nicht zu 

beanstanden ist.

6.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 15. Februar 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.10.2017
	Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfallereignisses im Sinne des Gesetzes.Art. 6 UVG: Selbst bei Annahme eines Unfallereignisses im Sinne des Gesetzes, Verneinung einer traumatisch bedingten Diskushernie (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Oktober 2017, UV 2016/20).

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