# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83e32e4e-0c90-5446-abba-8c2f260e7cd3
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 23.04.2025 VBE.2024.401
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-401_2025-04-23.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2024.401 / ss / bs 
Art. 49 

 

Urteil vom 23. April 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Hausherr  

Oberrichterin Fischer  

Gerichtsschreiber Siegenthaler  

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____  

vertreten durch lic. iur. Dominik Frey, Rechtsanwalt, 

Stadtturmstrasse 10, Postfach, 5401 Baden  

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 8. August 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1970 geborene Beschwerdeführer war als Dachdecker bzw. Bau-

spengler angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Beschwerdegegnerin 

obligatorisch gegen die Folgen von Nichtberufs- und Berufsunfällen sowie 

Berufskrankheiten versichert, als er am 13. August 2020 auf einer Baustelle 

vom Dach stürzte und sich dabei unter anderem am linken Handgelenk 

verletzte. Die Beschwerdegegnerin anerkannte in der Folge ihre diesbe-

zügliche Leistungspflicht und richtete dem Beschwerdeführer vorüberge-

hende Leistungen aus. Nach diversen medizinischen Abklärungen und 

Rücksprache mit ihrer Kreisärztin teilte die Beschwerdegegnerin dem Be-

schwerdeführer am 27. September 2023 mit, dass sie den Fall per  

31. Oktober 2023 abschliessen werde. Mit Verfügung vom 10. November 

2023 sprach sie ihm sodann ab dem 1. November 2023 eine Invalidenrente 

gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 16 % und eine Integritätsentschädi-

gung gestützt auf einen Integritätsschaden von 15 % zu. Die dagegen ge-

richtete Einsprache vom 4. Dezember 2023 hiess die Beschwerdegegnerin 

mit Einspracheentscheid vom 8. August 2024 teilweise gut und sprach dem 

Beschwerdeführer eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad 

von 18 % bei unverändertem Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 

zu. 

 

2. 

2.1. 

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 15. August 2024 

fristgerecht Beschwerde und stellte die folgenden Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung vom 10.11.2023 sei aufzuheben. 
 
 2. Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlich geschuldeten Leistungen 

bzw. eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von min-
destens 26% zuzusprechen. 

 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 23. September 2024 beantragte die Beschwer-

degegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Soweit sich die Beschwerde vom 15. August 2024 gegen die Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 10. November 2023 (Vernehmlassungsbeilage 

[VB] 232) richtet (Rechtsbegehren 1), ist vorweg festzuhalten, dass diese 

durch den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 8. August 

2024 (VB 251) ersetzt wurde und damit jegliche rechtliche Bedeutung ver-

loren hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_281/2022 vom 24. Oktober 2022 

E. 4.1 mit Verweis auf BGE 132 V 368 E. 6.1 S. 374 f.). Folglich ist in jenem 

Umfang nicht auf die Beschwerde einzutreten. 

 

2. 

Betreffend die dem Beschwerdeführer zugesprochene Integritätsentschä-

digung basierend auf einem Integritätsschaden von 15 % ist der Ein-

spracheentscheid vom 8. August 2024 (VB 251) unangefochten in Rechts-

kraft erwachsen (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.3 S. 358). Streitig und zu prüfen 

ist damit lediglich, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit 

dem angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht eine Invalidenrente ba-

sierend auf einem Invaliditätsgrad von 18 % zugesprochen hat. 

 

3. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 8. August 2024 (VB 251) stützte sich 

die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

Aktenbeurteilung ihrer Kreisärztin Dr. med. B._____, Fachärztin für Chirur-

gie, vom 15. September 2023 (VB 203 f.). Diese stellte darin die folgenden 

Diagnosen (VB 203 S. 3): 

 

"●  Zustand nach mehrfragmentärer, intraartikulärer distaler Radiusluxati-
onsfraktur links vom 13.08.2020 […] 

 
 ●  Zustand nach intraartikulärer Impressionsfraktur ventral der distalen 

Tibiakante links vom 13.8.2020, konservative Behandlung" 

 

Sie hielt dazu fest, die Impressionsfraktur an der ventralen Tibiakante sei 

nach konservativer Behandlung im Gips folgenlos ausgeheilt. Bezüglich der 

Radiusfraktur hätten nach dem Unfall mehrere operative Eingriffe stattge-

funden. Rund zehn Monate nach dem letzten Eingriff vom 18. Oktober 2022 

würden beim Beschwerdeführer nach wie vor Belastungsschmerzen, vor 

allem bei Pro- und Supination des linken Handgelenks, bestehen. Von wei-

teren Behandlungen könne nach diesem Zeitraum mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine Besserung des unfallbedingten Gesundheitszu-

stands mehr erwartet werden, womit der medizinische Endzustand erreicht 

sei. Dem Beschwerdeführer könne seine angestammte Tätigkeit als Dach-

decker respektive Bauspengler nicht mehr zugemutet werden. In einer 

leichten bis maximal mittelschweren Arbeit ohne repetitive Drehbewe-

 - 4 - 

 

 

gungen mit dem linken Handgelenk oder Vibrationsbelastungen sei er je-

doch zu 100 % arbeitsfähig (VB 203 S. 3). 

 

Dass er in einer dem von Dr. med. B._____ definierten Belastungsprofil 

entsprechenden Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei, blieb seitens des Be-

schwerdeführers in der Folge, insbesondere auch in der vorliegenden Be-

schwerde vom 15. August 2024, – nach Lage der Akten zu Recht – unbe-

stritten. 

 

4. 

4.1. 

4.1.1. 

Bei der Berechnung des Invaliditätsgrads setzte die Beschwerdegegnerin 

das Valideneinkommen im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

8. August 2024 gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohn-

strukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) fest. Dabei 

bediente sie sich der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022, Wirt-

schaftszweig Baugewerbe, Kompetenzniveau 2 (besondere Fähigkeiten 

oder Kenntnisse; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_202/2022 vom  

9. November 2022 E. 4.1), Männer, und passte diesen Wert der betriebs-

üblichen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.2 Stunden und der 

Nominallohnentwicklung von 2022 bis 2023 (2.3 %) an, woraus sich ein 

Valideneinkommen von Fr. 77'888.80 ergab (VB 251 S. 7). 

 

Auch das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerdegegnerin gestützt 

auf statistische Werte der LSE. Dabei stellte sie auf die Tabelle TA1_ti-

rage_skill_level der LSE 2022, Total, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätig-

keiten körperlicher oder handwerklicher Art; Urteil des Bundesgerichts 

8C_534/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 5.3.1), Männer, ab und passte 

auch diesen Wert der betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 

41.7 Wochenstunden und der Nominallohnentwicklung von 2022 bis 2023 

(1.7 %) an. Zudem gewährte sie dem Beschwerdeführer einen leidensbe-

dingten Abzug von 5 %, womit sich ein Invalideneinkommen von 

Fr. 64'119.10 ergab (VB 251 S. 5 ff.). 

 

4.1.2. 

Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Valideneinkommen ist mit 

Blick auf die Akten plausibel und nachvollziehbar und wird vom Beschwer-

deführer denn auch zu Recht nicht beanstandet. Hinsichtlich des Invaliden-

einkommens werden – richtigerweise – weder das Abstellen auf statisti-

sche Angaben noch die entsprechend herangezogenen Werte bean-

standet. Der Beschwerdeführer macht einzig geltend, dass der leidensbe-

dingte Abzug von 5 % unangemessen erscheine und ein Abzug von min-

destens 15 % zu gewähren sei (Beschwerde, Ziffer II. 4. f., insb. 4.9. ff.). 

 

 - 5 - 

 

 

4.2. 

4.2.1. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch-

schnitts- bzw. Medianwerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert 

allenfalls zu kürzen. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne 

herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-

grad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen 

sind. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, 

wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Per-

son wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich be-

dingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit un-

terdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung 

der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale 

auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellen-

lohnes zu begrenzen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 

S. 327 f.; 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75, insbesondere E. 5 S. 78 ff.). 

 

4.2.2. 

4.2.2.1. 

Soweit der Beschwerdeführer zur Begründung der von ihm geforderten Ge-

währung eines höheren leidensbedingten Abzugs auf das Rechtsgutachten 

"Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung" 

von Prof. Gächter vom 22. Januar 2021, die Studie des Büros für arbeits- 

und sozialpolitische Studien BASS AG vom 8. Januar 2021 und die Ab-

handlung "Der Weg zu einem invaliditätskonformeren Tabellenlohn" von 

Prof. em. Riemer-Kafka und Dr. phil. Schwegler verweist (vgl. Beschwerde, 

Ziffer II. 4.2. f.), ist darauf hinzuweisen, dass sich das Bundesgericht in 

BGE 148 V 174 ausführlich mit diesen Publikationen befasste und – wie 

der Beschwerdeführer selbst erkannt hat (Beschwerde, Ziff. II. 4.4.) – letzt-

lich (dennoch) explizit an seiner gefestigten, vorstehend ausgeführten 

Rechtsprechung festgehalten hat. Diesbezügliche Weiterungen erübrigen 

sich damit. 

 

4.2.2.2. 

Die vom Beschwerdeführer erwähnte Motion 22.3377 "Invaliditätskonforme 

Tabellenlöhne bei der Berechnung des IV-Grades" (Beschwerde, Zif-

fer II. 4.6.) wurde vom Bundesrat in dem Sinne beantwortet, als dass per 

1. Januar 2024 der neue Art. 26bis Abs. 3 IVV eingeführt wurde, gemäss 

welchem bei Heranziehen statistischer Werte zur Berechnung des Invali-

deneinkommens im Invalidenversicherungsrecht standardmässig ein Pau-

schalabzug von 10 % zu gewähren ist. Betreffend das Vorbringen des Be-

schwerdeführers, es sei ihm "im Lichte der Einheit der Rechtsordnung" 

analog dieser invalidenversicherungsrechtlichen Norm ebenfalls ein 

 - 6 - 

 

 

Pauschalabzug von 10 % zu gewähren (vgl. Beschwerde, Ziffer II. 4.10.), 

ist darauf hinzuweisen, dass – wie er an derselben Stelle selbst zutreffend 

festgestellt hat – in der Unfallversicherung keine Art. 26bis Abs. 3 IVV ent-

sprechende Bestimmung existiert. Die Bestimmung bzw. die ergänzenden 

Regeln zur Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung (Art. 25 bis 

27bis IVV) im Allgemeinen sind in der Unfallversicherung nicht direkt und 

grundsätzlich auch nicht analog anwendbar (vgl. zum Ganzen FLÜCKIGER, 

in: Frésard-Fellay/Leuzinger/Pärli [Hrsg.], Basler Kommentar, Unfallversi-

cherungsgesetz, 1. Aufl. 2019, N 13 zu Art. 18 UVG, sowie explizit zu 

Art. 26bis Abs. 3 IVV Erläuternder Bericht des Eidgenössischen Departe-

ments des Innern [EDI] nach Vernehmlassung betreffend die Änderung der 

IVV – Umsetzung der Motion SGK-N 22.3377 vom 18. Oktober 2023, 

S. 19). Es besteht denn auch keine Bindungswirkung bei der Ermittlung des 

Invaliditätsgrades im Verhältnis Invalidenversicherung und Unfallversiche-

rung (vgl. MADELEINE RANDACHER, in: Kieser/Kradolfer/Lendfers [Hrsg.], 

Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialver-

sicherungsrechts, 5. Aufl. 2024, N. 6 ff. zu Art. 16 ATSG). Der im Bereich 

des Invalidenversicherungsrechts bei der Bestimmung des Invalidenein-

kommens gestützt auf statistische Werte pauschal zu gewährende Abzug 

von 10 % gemäss der seit dem 1. Januar 2024 in Kraft stehenden Fassung 

von Art. 26bis Abs. 3 IVV ist damit im vorliegenden Fall nicht (analog) anzu-

wenden. 

 

4.2.2.3. 

Ansonsten wurden den vorhandenen, unfallversicherungsrechtlich relevan-

ten gesundheitlichen Einschränkungen bereits bei der Arbeitsfähigkeitsein-

schätzung und der Definition des Zumutbarkeitsprofils Rechnung getragen 

(vgl. E. 3. hiervor), womit diese nicht noch zu einem zusätzlichen leidens-

bedingten Abzug führen können (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182 mit Hin-

weisen). Dies gilt insbesondere für den medizinisch attestierten Ausschluss 

schwerer körperlicher Tätigkeiten (vgl. Beschwerde, Ziffer II. 4.7. und 4.9.), 

welcher nicht automatisch zu einem leidensbedingten Abzug führt (vgl. Ur-

teil des Bundesgerichts 8C_799/2021 vom 3. März 2022 E. 4.3.2). Zwar ist 

rechtsprechungsgemäss ein Abzug vom Invalideneinkommen zu gewäh-

ren, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter 

Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 148 

V 174 E. 6.3 S. 182 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer sind derweil 

– nach unbestritten gebliebener Einschätzung der Kreisärztin (E. 3 hier-

vor) – nicht nur leichte, sondern auch mittelschwere körperliche Arbeiten 

nach wie vor zumutbar. Der angewandte und unumstritten gebliebene Ta-

bellenlohn des Kompetenzniveaus 1 basiert auf einer Vielzahl solcher (ge-

eigneten) leichten bis mittelschweren Tätigkeiten. Die zusätzliche Ein-

schränkung auf Tätigkeiten ohne repetitive Drehbewegungen mit dem lin-

ken (nichtdominanten; vgl. VB 122 S. 1) Handgelenk und ohne Vibrations-

belastungen ist minimal und rechtfertigt keinen leidensbedingten Abzug. 

 

 - 7 - 

 

 

Hilfsarbeiten werden auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 16 und Art. 7 Abs. 1 ATSG; BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.) altersun-

abhängig nachgefragt (vgl. statt vieler Urteile des Bundesgerichts 

9C_862/2017 vom 29. Juni 2018 E. 3.3.2; 8C_403/2017 vom 25. August 

2017 E. 4.4.1 mit Hinweisen). Hinsichtlich des Merkmals der Dienstjahre ist 

zu beachten, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor ab-

nimmt, je niedriger das Kompetenzniveau ist. Mit Blick auf das der Festle-

gung des Invalideneinkommens zu Grunde liegende Kompetenzniveau 1 

kommt einer langen Betriebszugehörigkeit daher vorliegend keine rele-

vante Bedeutung zu (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom  

4. Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen). Die ihm zumutbaren Tätigkeiten 

kann der Beschwerdeführer unter Einhaltung des Belastungsprofils vollzei-

tig und ohne leistungsmässige Einbusse ausführen (E. 3. hiervor). Der Be-

schwerdeführer verfügt gemäss den Akten über eine Niederlassungsbewil-

ligung C (VB 211; 216). Die Beschwerdegegnerin hat diesem Umstand mit 

der Gewährung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % Rechnung getra-

gen. Ein höherer Abzug rechtfertigt sich angesichts der Tatsache, dass das 

entsprechende Medianeinkommen zwar unter demjenigen von Schweizer 

Bürgern (LSE 2022, T12_b, Männer ohne Kaderfunktion), aber über dem 

für die Invaliditätsbemessung üblicherweise herangezogenen Medianein-

kommen (LSE 2022, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzni-

veau 1, Männer) liegt, nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_469/2016 

vom 7. September 2016 E. 4.3.3). 

 

Der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug von 

5 % ist demnach nicht zu beanstanden. Entsprechend ist auch die dem Be-

schwerdeführer zugesprochene Invalidenrente ab dem 1. November 2023 

gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 18 % rechtens. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein-

zutreten ist. 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 

 - 8 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 23. April 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth     Siegenthaler