# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d03f65d3-434f-581e-9d50-17dbe736ea05
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 18.09.2020 UV 2019/8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2019-8_2020-09-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/8

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.04.2021

Entscheiddatum: 18.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 18.09.2020
Art. 18 Abs. 1, Art. 24 Abs. 1 UVG. Art. 16 ATSG. Schlüssige ärztliche 
Beurteilung betreffend Arbeitsfähigkeitsgrad bzw. zumutbarer Tätigkeiten. 
Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels LSE. Keine reformatio in peius. 
Voraussetzungen für eine höhere Integritätsentschädigung nicht erfüllt. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 18. September 2020, UV 2019/8).

Entscheid vom 18. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2019/8

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Karl Gehler, LL.M., Hofmann Gehler Schmidlin, 

Lattenhofweg 4, Postfach 2151, 8645 Jona,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte), war seit dem 1. Oktober 2013 arbeitslos und 

damit über die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert. Zuletzt hatte die Versicherte als Hilfsarbeiterin in der Produktion 

gearbeitet (Suva-act. 1).

A.a. 

Am 25. Juli 2014 rutschte die Versicherte während ihrer Ferien in B.___ auf einer 

Treppe aus und stürzte. Sie habe den Sturz mit dem rechten Arm aufgefangen und 

direkt starke Schmerzen in der rechten Schulter verspürt. Nach zwei Tagen habe sie 

den Notfallarzt im Hotel aufgesucht. Dieser habe ihr eine Salbe und Medikamente 

verschrieben (Suva-act. 1, 21).

A.b. 

Am 17. Dezember 2014 begab sich die Versicherte bei anhaltenden Beschwerden 

zur Erstbehandlung in der Schweiz zu Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere 

Medizin, D.___. Dieser veranlasste eine MRI-Arthrographie der rechten Schulter. Die 

Arthrographie vom 31. Dezember 2014 ergab eine komplette Ruptur der 

Subscapularissehne mit Luxation der langen Bizepssehne nach medial, eine 

ausgeprägte gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne sowie eine 

gelenkseitige Partialruptur der ventralen Anteile der Infraspinatussehne (Suva-act. 8). 

Ab dem 26. Februar 2015 wurde der Versicherten durch Dr. C.___ eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Suva-act. 9-2, 16).

A.c. 

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Am 23. März 2015 wurde die Versicherte im Spital E.___, nach erstmaliger 

Konsultation am 24. Februar 2015, von Dr. med. F.___, Leitender Arzt Orthopädie FMH 

des Spitals E.___, an der rechten Schulter operiert (Schulterarthroskopie rechts mit 

Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion, Tenotomie der langen Bizepssehne, AC-

Resektion sowie subacromiale Tenotomie; Suva-act. 10, 18 f.).

A.d. 

Am 24. März 2015 teilte die Suva mit, dass die Versicherte für die Folgen des 

Nichtberufsunfalls die Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung) erhalte 

(Suva-act. 2).

A.e. 

Mit Bericht vom 27. April 2015 führte Dr. med. G.___, Kreisarzt, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, dass der 

Unfallmechanismus und die erhobenen Befunde mit einer traumatisch bedingten 

Rotatorenmanschettenruptur am rechten Schultergelenk vereinbar seien, so dass aus 

medizinischer Sicht die aktuellen Beschwerden, die zur operativen Sanierung der 

ausgedehnten Rotatorenmanschettenruptur geführt hätten, mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit Folgen des Ereignisses von Ende Juli 2014 darstellten (Suva-act. 

22).

A.f. 

Am 28. April 2015 teilte die Suva der Versicherten erneut mit, dass sie für die 

Folgen des Nichtberufsunfalls Versicherungsleistungen erhalte. Ihre Abklärungen hätten 

ergeben, dass die aktuellen Beschwerden in der rechten Schulter auf den Unfall im Juli 

2014 zurückzuführen seien (Suva-act. 23).

A.g. 

Mit Bericht vom 4. Oktober 2015 teilte Dr. F.___ mit, dass sich nach kombinierter 

intraartikulärer glenohumeraler und subacromialer Infiltration der rechten Schulter vom 

28. Juli 2015 die Schmerzen erheblich verbessert hätten. Die Versicherte sei in der 

Physiotherapie schmerzarm und mit der Situation sehr zufrieden (Suva-act. 55).

A.h. 

Ab dem 2. November 2015 konnte die Versicherte ihre bereits vor dem Unfall 

ausgeführte Tätigkeit im Zwischenverdienst (Küchenhilfe mit einem Pensum von 30%) 

wieder aufnehmen (Suva-act. 21-1, 59, 61). Dr. F.___ bescheinigte ihr im Folgenden bei 

anhaltenden Restbeschwerden an der rechten Schulter eine 70%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 86, 97, 99 ff., 112 f., 116).

A.i. 

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Am 12. September 2016 wurde die Versicherte, nach Kostengutsprache durch die 

Suva (Suva-act. 123 f.), erneut operiert (Schulter-Re-Arthroskopie rechts mit 

Biopsieentnahme subacromial und intraartikulär, subacromialer Redekompression, 

arthroskopische Arthrolyse; Suva-act. 126) und ab dem Operationstag durchgehend zu 

100% arbeitsunfähig geschrieben (Suva-act. 125, 127).

A.j. 

Bei durch Dr. F.___ diagnostizierter transmuraler umschriebener Reruptur der 

ventralen periinsertionalen Supraspinatussehne (Suva-act. 153) wurde die Versicherte 

am 7. Februar 2017 ein weiteres Mal operiert (Arthroskopische Synovektomie, 

Arthrolyse und transossäre Rekonstruktion der Rotatorenmanschette [Subscapularis, 

Supraspinatus, Arthrotunneler/TunnelPro], Dekompression der ACG-Resektion Schulter 

rechts; Suva-act. 161).

A.k. 

Auf Vorschlag des Kreisarztes Dr. med. H.___, Facharzt für Chirurgie (Suva-act. 

180), wurde die Versicherte vom 19. Juni bis 3. August 2017 in der Rehaklinik I.___ 

behandelt (Suva-act. 197).

A.l. 

Am 4. Dezember 2017 untersuchte Kreisarzt Dr. H.___ die Versicherte. In seiner 

Beurteilung vom 5. Dezember 2017 führte er aus, dass ca. drei Jahre nach dem 

Unfallereignis ein stabiler Gesundheitszustand vorliege. Aufgrund der Unfallfolgen seien 

der Versicherten nur noch leidensadaptierte Tätigkeiten zuzumuten. Zur 

Aufrechterhaltung des Gesundheitszustands werde das Fortführen der Physiotherapie 

für noch drei Monate sowie das Fortführen der MTT für weiterhin ein halbes Jahr 

empfohlen (Suva-act. 211). Den Integritätsschaden schätzte er bei funktioneller 

Einschränkung der Bewegung insbesondere oberhalb des Brustniveaus respektive der 

Schulterhorizontalen sowie der Rotation auf 12.5% (Suva-act. 212).

A.m. 

Mit Verfügung vom 19. Dezember 2017 sprach die Suva der Versicherten mit 

Wirkung ab 1. Januar 2018 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 

11% (Valideneinkommen: Fr. 58'500.--; Invalideneinkommen gemäss Dokumentation 

von Arbeitsplätzen [DAP]: Fr. 51'950.60) zu. Im Weiteren verfügte sie eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 15'750.-- (Integritätsschaden 12.5%; Suva-act. 216).

A.n. 

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B.  

C.  

Gegen diese Verfügung liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 

K. Gehler, Rapperswil-Jona, mit Eingabe vom 26. Januar 2018, ergänzt am 1. März 

2018, Einsprache erheben. Beantragt wurde die Aufhebung der Verfügung und die 

Abklärung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit der Versicherten durch ein 

medizinisches Gutachten. Danach sei der Invaliditätsgrad neu festzulegen. Eventualiter 

sei der Invaliditätsgrad auf 100%, subeventualiter auf 50% festzulegen (Suva-act. 231, 

237).

B.a. 

Im April 2018 wurde bei der Versicherten eine Ruptur des vorderen Kreuzbands 

links sowie ein Korbhenkelriss des medialen Meniskus diagnostiziert. Diese 

Verletzungen wurden am 12. April 2018 operativ versorgt (Suva-act. 242).

B.b. 

Mit Entscheid vom 17. Dezember 2018 wies die Suva die Einsprache vom 26. 

Januar 2018 ab (Suva-act. 245).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), weiterhin vertreten durch Dr. Gehler, am 25. Januar 2019 

Beschwerde erheben. Der Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2018 sei 

aufzuheben. Es sei die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin durch ein medizinisches Gutachten abzuklären bzw. die 

Angelegenheit sei an die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zur weiteren 

Abklärung mittels Gutachtens zurückzuweisen. Nach Vorliegen des Gutachtens und 

aufgrund der zur Sache gemachten Ausführungen seien der Invaliditätsgrad der 

Beschwerdeführerin und die Integritätsentschädigung neu festzulegen. Eventualiter sei 

der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin auf 100%, subeventualiter auf 50% 

festzulegen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) 

zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2019 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 25. Januar 2019. Der 

Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2018 sei bezüglich Integritätsentschädigung 

zu bestätigen. Der Einspracheentscheid sei im Rentenpunkt aufzuheben und es sei 

C.b. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 17. Dezember 2018 (Suva-act. 245), dem die Verfügung vom 19. Dezember 2017 

(Suva-act. 216) zu Grunde liegt. Im Einspracheentscheid werden einzig die Folgen des 

Unfalls vom 25. Juli 2014 (rechte Schulter) thematisiert und diesbezüglich der Fall per 

31. Dezember 2017 abgeschlossen, die bisherigen Versicherungsleistungen (Taggeld 

und Heilkosten) auf diesen Zeitpunkt eingestellt und der Beschwerdeführerin eine 

Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung zugesprochen. Das Ereignis von 

April 2018 (vgl. vorstehende lit. B.b; Suva-act. 241 f.), welches die Beschwerdeführerin 

erstmals in der Replik vom 20. Juni 2019 thematisierte (act. G 11 S. 9), und die 

allenfalls daraus resultierenden Versicherungsleistungen sind nicht Teil des 

Einspracheentscheides und somit vorliegend auch nicht Anfechtungsgegenstand.

2.  

festzustellen, dass der Beschwerdeführerin kein Rentenanspruch zustehe, eventualiter 

sei der Invaliditätsgrad für die Rente ab 1. Januar 2018 auf 10% festzusetzen (act. G 3).

Mit Replik vom 20. Juni 2019 hielt die Beschwerdeführerin unverändert an ihren 

Anträgen fest (act. G 11).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und reichte am 

12. August 2019 eine Stellungnahme ein. An den Anträgen hielt sie unverändert fest 

(act. G 13).

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads 

2.1. 

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wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG).

2.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

2.3. 

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3.

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses bezüglich des Unfalls 

vom 25. Juli 2014 per Ende des Jahres 2017 unbestritten und ausgewiesen ist. 

Entsprechend erfolgte zu Recht die Prüfung eines Rentenanspruchs per 1. Januar 2018 

(vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Dasselbe gilt in Bezug auf die Integritätsentschädigung (vgl. 

Art. 24 Abs. 2 UVG). Ebenfalls unbestritten und medizinisch ausgewiesen ist, dass die 

Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Fallabschlusses nach dreimaliger Operation an 

der rechten Schulter weiterhin an funktionellen Einschränkungen und 

bewegungsabhängigen Schmerzen leidet (Suva-act. 197 S. 2, 211 S. 4). Diese 

unfallkausalen Beschwerden sind in die Leistungsbeurteilung miteinzubeziehen. 

Umstritten ist die Höhe des Invaliditätsgrads und der Integritätsentschädigung 

aufgrund der genannten Beschwerden.

4.  

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).

Zu prüfen ist im ersten Schritt, ob die medizinische Situation und die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Die 

Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Annahme, bei der Beschwerdeführerin 

bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in einer überwiegend leichten bis gelegentlich 

mittelschweren, wechseltätigen Beschäftigung (ohne Überkopfarbeiten; ohne Bewegen 

von schweren Lasten mit Hubwagen ohne Eigenantrieb; ohne Bedienen von 

schwergängigen Hebeln, Werkzeugen und Steuereinrichtungen; ohne Arbeiten mit 

hämmernden, vibrierenden oder schlagenden Maschinen; bei Einschränkungen für 

Arbeiten auf Leitern, Gerüsten und Dächern) insbesondere auf die Beurteilung des 

Kreisarztes Dr. H.___ vom 5. Dezember 2017 (Suva-act. 211). Auch der Austrittsbericht 

der Rehaklinik I.___ vom 4. August 2017 (Suva-

act. 197) bzw. die darin enthaltenen Einschätzungen sind vom Kreisarzt zu Recht, wie 

auch die übrigen medizinischen Vorakten (vgl. Suva-act. 211 S. 1 f.), für die Beurteilung 

der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin berücksichtigt worden. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bemängelt die Einschätzungen von Dr. H.___ 

und auch diejenigen der Rehaklinik I.___, weshalb die medizinisch-theoretische 

Arbeitsfähigkeit durch ein medizinisches Gutachten abgeklärt werden müsse.

4.1. 

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 4.2. 

Vorab rügt die Beschwerdeführerin eine Gehörsverletzung bezüglich des Reha­

klinikaufenthalts in I.___. Bei den Abklärungen sei ihr nicht gesagt worden, dass es sich 

um ein Gutachten handle und ihr dementsprechend Mitwirkungsrechte zugestanden 

hätten, welche ihr indes nicht gewährt worden seien. Auch sei sie nicht darauf 

aufmerksam gemacht worden, dass sie tagtäglich akribisch beobachtet werde und 

dass jegliche Veränderung der Situation aufgelistet und negativ gewertet werden 

könnten (act. G 1 S. 6).

4.2.1. 

Beim Austrittsbericht der Rehaklinik I.___ vom 4. August 2017 (Suva-act. 197) 

handelt es sich nicht um ein Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG (Urteil des Bundes­

gerichts vom 25. Januar 2010, 8C_84/2009, E. 3.4), womit die Beschwerdeführerin sich 

auch nicht auf die damit verbundenen Mitwirkungsrechte berufen kann. Aus dem 

Austrittsbericht ergibt sich im Übrigen, dass sie über die Ziele und Massnahmen der 

Rehabilitation sowie die Vornahme einer Zumutbarkeitsbeurteilung aufgeklärt worden 

ist (Suva-act. 197 S. 2 f.). Entsprechend konnte und durfte sie davon ausgehen, dass 

sie anlässlich der Leistungstests und im Behandlungsprogramm beobachtet und 

beurteilt wird. Inwiefern es zu einer Verletzung des rechtlichen Gehörs gekommen sein 

soll, ist gestützt auf das Gesagte nicht ersichtlich.

4.2.2. 

Die Beurteilung des Kreisarztes Dr. H.___ vom 5. Dezember 2017 wurde lege artis 

– wie erwähnt – in Kenntnis und unter Würdigung der Vorakten erstellt (Suva-act. 211 

S. 1 f.). Sie beruht auf einer eigenständigen und umfassenden Untersuchung mit 

entsprechender Befunderhebung (Suva-act. 211 S. 3 f.) und befasst sich mit den 

geklagten Beschwerden (Suva-act. 211 S. 2 f.). Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, 

dass bis zum Untersuchungszeitpunkt objektiv wesentliche Tatsachen nicht 

berücksichtigt worden wären, womit grundsätzlich auf die versicherungsinterne 

fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sowohl in quantitativer als auch 

qualitativer Hinsicht abgestellt werden kann (vgl. dazu vorstehende E. 2.3). Es ist nicht 

ersichtlich, inwieweit beim vorgenannten Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 4.1) den 

Beeinträchtigungen an der rechten Schulter – dazu gehört auch der von Dr. H.___ 

berücksichtigte Kraftverlust und der Muskulaturrückgang am rechten Arm (Suva-act. 

211 S. 3 f.) – nicht umfassend Rechnung getragen worden wäre und es leuchtet ein, 

dass bei Einhaltung der Adaptionskriterien eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sein 

sollte. Anderslautende Beurteilungen von medizinischen Fachpersonen, insbesondere 

solche des Operateurs Dr. F.___ (vgl. dazu dessen Untersuchungsberichte vom 19. 

September und 12. Oktober 2017; Suva-act. 201, 204), liegen nicht im Recht, womit 

auch keine nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

4.3. 

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5.  

kreisärztlichen Einschätzungen ersichtlich sind. Dass die rechte obere Extremität bei 

entsprechendem Belastungsprofil nur noch zur Hilfestellung eingesetzt werden könnte, 

wie es die Beschwerdeführerin geltend macht (act. G 1 S. 8), findet in den 

medizinischen Akten keine Stütze. Inwiefern Dr. H.___ unbesehen auf die 

Einschätzungen der Ärzte der Rehaklinik I.___ abgestellt haben soll, wie es die 

Beschwerdeführerin bemängelt (act. G 1 S. 15, G 11 S. 3), ist bei lege artis 

durchgeführter eigener Untersuchung nicht ersichtlich. Dass die untersuchenden Ärzte 

in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit und das Zumutbarkeitsprofil zu ähnlichen und 

gleichen Einschätzungen gelangten, schmälert den Beweiswert des Berichtes von Dr. 

H.___ keineswegs. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu 

verzichten ist. Insbesondere besteht kein formeller Anspruch auf Beizug eines 

versicherungsexternen medizinischen Gutachtens (vgl. BGE 122 V 162 E. 1d).

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführerin in adaptierter Tätigkeit ein 

Vollpensum zumutbar ist.

4.4. 

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist 

im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. 

vorstehende E. 2.1).

5.1. 

 5.2. 

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden 

Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Juli 2011, 9C_414/2011, E. 2.2). Bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 

empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die 

versicherte Person zur Zeit des Unfalls arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige Stelle 

auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, können die Zahlen der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) 

5.2.1. 

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herangezogen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2017, 

8C_382/2017, E. 2.3.1).

Vor dem Unfall vom 25. Juli 2014 arbeitete die Beschwerdeführerin vom 14. 

Februar 2012 bis 30. September 2013 als Produktionsmitarbeiterin in einem 100%-

Pensum bei der Firma J.___ (Suva-act. 92), ehe sie ab 1. Oktober 2013 arbeitslos war. 

Ab 1. Mai 2014 war sie im Zwischenverdienst als Küchenhilfe bei der Firma K.___ in 

einem 30%-Pensum tätig (Suva-act. 21 S. 1). Die Beschwerdegegnerin stellte zur 

Rentenberechnung in der Verfügung und im Einspracheentscheid (Suva-act. 215 f., 245 

S. 9) auf das mutmasslich ohne Gesundheitsschaden bei der Firma J.___ im Jahr 2017 

erzielbare Einkommen von Fr. 58'500.-- (Fr. 4'500.-- x 13) ab. Dieses 

Valideneinkommen ist seitens der Beschwerdeführerin unbestritten.

5.2.2. 

In der Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2019 bestreitet die 

Beschwerdegegnerin ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 58'500.-- gestützt auf 

die Lohnangaben der Firma J.___. Im Zeitpunkt des Unfalls sei die Beschwerdeführerin 

arbeitslos und nicht mehr bei der Firma J.___ angestellt gewesen. Zudem beschäftige 

diese Firma seit anfangs 2017 keine Mitarbeiter mehr in der Schweiz. Somit sei nicht 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne Unfall bei der Firma J.___ 

weitergearbeitet hätte. Gestützt auf die LSE ergebe sich für das Jahr 2017 ein 

Valideneinkommen von Fr. 54'799.20 und bei einem DAP-gestützten 

Invalideneinkommen von Fr. 51'950.60 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 

mindestens 10%. Stütze man sowohl beim Invaliden- (bei 10% Tabellenlohnabzug) als 

auch beim Valideneinkommen auf die LSE ab, resultiere ein Invaliditätsgrad von 10%. 

Es sei eine reformatio in peius durchzuführen (act. G 3 S. 6 f.).

5.2.3. 

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin führt in der Replik vom 20. Juni 

2019 aus, es könne davon ausgegangen werden, dass sie sicherlich weiterhin eine 

ähnliche Arbeit mit ähnlichem Verdienst wie bei der Firma J.___ gefunden und getätigt 

hätte, wäre sie nicht verunfallt. Entsprechend sei nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin den bisherigen Validenlohn herangezogen und angepasst habe 

(act. G 11 S. 8).

5.2.4. 

Wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführt, hätte die Beschwerdeführerin bei 

Auflösung des Arbeitsverhältnisses Ende September 2013 auch ohne Unfall nicht mehr 

bei der Firma J.___ gearbeitet. Die bisherige Tätigkeit wäre also ohne 

Gesundheitsschaden nicht fortgesetzt worden (vgl. dazu vorstehende E. 5.2.1). Damit 

ist aber auch nicht überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Rentenbeginns weiterhin jenes Einkommen (Fr. 

5.2.5. 

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58'500.-- [Fr. 4'500.-- x 13]) erzielt hätte. Vielmehr scheint es bei dieser Konstellation 

sachgerecht, für die Bestimmung des Valideneinkommens auf die LSE abzustellen. Der 

LSE-Hilfsarbeiterinnenlohn (Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperlicher oder 

handwerklicher Art]) hat im Jahr 2016 Fr. 54'517.-- betragen (vgl. Anhang 2 der IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2018). Nominallohnindexiert 

bis 2018 (Nominallohnindex 2016-2019, Frauen, 2016: 100.8, 2018: 101.7, Basis 2015 

= 100) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 55'003.75 (Fr. 54'517.-- / 100.8 x 101.7).

 5.3. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne oder die bis 2019 von der Suva im Rahmen 

ihrer Dokumentation über Arbeitsplätze erhobenen sogenannten DAP-Zahlen 

herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).

5.3.1. 

Die Beschwerdeführerin erzielte nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit 

der Firma J.___ per 30. September 2013 (Suva-act. 17-2) kein Erwerbseinkommen 

mehr bzw. war als Arbeitslose lediglich zu einem Pensum von 30% im 

Zwischenverdienst angestellt. Es ist damit grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass 

die Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des Invalidenlohns DAP-Daten beigezogen 

hat.

5.3.2. 

Die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile hat sich auf 

mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu 

machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 

kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und Tiefstlohn sowie 

über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens 

ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem 

verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, 

Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige 

Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer 

Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva 

die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit 

den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit 

5.3.3. 

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hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich 

des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind 

grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im 

Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im 

Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf 

den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im 

Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im 

Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität 

der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den 

Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen 

Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 595 f. E. 6.3; vgl. 

ferner BGE 129 V 472).

Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf die 

geforderten fünf Arbeitsplätze (Nrn. 6150, 354959, 14913389, 5266 und 6591) auf Fr. 

51'950.60 (durchschnittlicher Lohn dieser fünf DAP-Profile) fest. Die Gesamtzahl der 

aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 

Arbeitsplätze beträgt 129 mit einem Durchschnittslohn von Fr. 55'899.-- (Suva-act. 214 

S. 1). Der nach der Rechtsprechung geforderten Repräsentativität mit 129 DAP-Profilen 

ist ohne weiteres Genüge getan (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[EVG] vom 19. Juni 2006, U 405/05, E. 4.2). Dabei schadet es nicht, wie die 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid richtig ausgeführt hat, dass im gesamten 

Suchresultat der DAP allenfalls einzelne Stellen vorhanden sind, für welche die 

Beschwerdeführerin aus invaliditätsfremden Gründen weniger geeignet erscheint (Urteil 

des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2015, 8C_430/2014, E. 4.5).

5.3.4. 

Die Beschwerdeführerin beanstandet sämtliche der ausgewählten DAP-Profile 

als nicht zumutbar aufgrund des Belastungsprofils bzw. aufgrund der Tatsache, dass 

Teilzeitarbeit ausgeschlossen werde (act. G 1 S. 10 ff.). Diesbezüglich ist festzuhalten, 

dass die Beschwerdeführerin eine den Unfallfolgen angepasste Tätigkeit ganztags 

ausüben kann, weshalb es unerheblich ist, dass bei gewissen DAP-Profilen 

Teilzeitarbeit nicht möglich ist (DAP-Nrn. 6150, 354958, 6591). Dennoch ist der 

Beschwerdeführerin zuzustimmen, dass die ausgewählten DAP-Profile teils Tätigkeiten 

umfassen, die nicht geeignet scheinen. So wird bei den Nrn. 6150 und 5266 Rotation, 

wohl gelegentlich auch Schulterrotation, häufig vorausgesetzt, obwohl Dr. H.___ 

diesbezüglich Einschränkungen sieht (Suva-act. 211 S. 4). Auch Gärtnerarbeiten, wie 

es Nr. 14913389 vorsieht, erscheinen aufgrund der Schulterbelastung nicht günstig. Es 

ist daher fraglich, ob die vorgenannten DAP-Arbeitsplätze den Adaptionskriterien der 

5.3.5. 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2017&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-V-472%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page472

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Beschwerdeführerin vollumfänglich entsprechen. Aus diesem Grund ist für die 

Festlegung des Invalideneinkommens auf die statistischen Daten der LSE abzustellen. 

Eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin für eine neue DAP-Abfrage fällt 

vorliegend ausser Betracht, nachdem die Suva die DAP-Erhebungen nicht mehr 

vornimmt.

Zumutbar sind der Beschwerdeführerin weiterhin Hilfsarbeiterinnentätigkeiten, 

wobei diesbezüglich, wie in E. 5.2.5 ausgeführt, im Jahr 2018 von einem 

Jahreseinkommen von Fr. 55'003.75 auszugehen ist. Zu prüfen bleibt, ob von diesem 

Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu 

berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 

Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und 

entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind 

und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird 

dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale 

einer versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 

können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Wie in E. 4.1 ausgeführt, hat die Beschwerdeführerin 

gewisse qualitative Einschränkungen. Sie ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen 

Arbeitnehmerinnen damit lohnmässig benachteiligt und muss mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen Philipp Geertsen, Der 

Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum 

Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 

2014, 9C_796/2013, E 3.1.2). Insgesamt erscheint daher ein Abzug von 10% 

angemessen.

5.3.6. 

Entsprechend resultiert bei einem Invalideneinkommen von Fr. 49'503.40 (90% von 

Fr. 55'003.75) ein Invaliditätsgrad von 10%. Dies würde grundsätzlich eine reformatio in 

peius bedeuten. Nachdem nach der Rechtsprechung von der Möglichkeit einer 

reformatio in peius zurückhaltend Gebrauch zu machen ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2007, H 161/06, E. 5.6; vgl. dazu auch Kieser, 

Kommentar ATSG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 61 N 166), ist vorliegend von 

einer solchen abzusehen. Dies zumal die Differenz von 1% nicht allzu gross ins 

Gewicht fällt und nicht von einer offensichtlichen Unrichtigkeit auszugehen ist, wenn 

man bedenkt, dass der Tabellenlohnabzug ermessenweise erfolgt und sich im 

vorliegenden Fall durchaus auch ein Abzug zwischen 10% und 15% rechtfertigen 

liesse. Eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 11% ist damit ohne 

weiteres vertretbar und die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen.

5.4. 

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6.  

7.  

Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die 

Beschwerdegegnerin sprach der Beschwerdeführerin gestützt auf die kreisärztliche 

Untersuchung vom 4. Dezember 2017 (Suva-act. 212) in der Verfügung vom 19. 

Dezember 2017, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2018, 

eine solche basierend auf einem Integritätsschaden von 12.5% zu (Suva-act. 216, 245).

6.1. 

Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) wird die Integritätsentschädigung gemäss den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als 

gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung 

der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. 

Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 

E. 1c mit Hinweis).

6.2. 

Dr. H.___ führte mit Beurteilung vom 4. Dezember 2017 aus, dass gemäss Suva-

Tabelle 1 die Beweglichkeit der Schulter bis 30 Grad über Horizontalebene mit 10% 

und bis zur Horizontalebene mit 15% bewertet werde. Bei einer Beweglichkeit von 100 

bis 110 Grad sei damit von einem Integritätsschaden von 12.5% auszugehen. Diese 

Ausführungen leuchten bezüglich Herleitung als auch Höhe vollumfänglich ein, zumal 

sie auf persönlicher Befunderhebung beruhen (Suva-act. 211 S. 3) und anderslautende 

Einschätzungen nicht im Recht liegen. Eine Erhöhung der Integritätsentschädigung 

steht damit nicht zur Diskussion, womit die Beschwerde auch in diesem Punkt 

abzuweisen ist.

6.3. 

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/16

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8.

Da der Gerichtsschreiber verhindert ist, wird der Entscheid für diesen stellvertretend 

von einer mitwirkenden Richterin unterzeichnet (Art 39  Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).7.2. 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

7.3. 

ter

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.09.2020
	Art. 18 Abs. 1, Art. 24 Abs. 1 UVG. Art. 16 ATSG. Schlüssige ärztliche Beurteilung betreffend Arbeitsfähigkeitsgrad bzw. zumutbarer Tätigkeiten. Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels LSE. Keine reformatio in peius. Voraussetzungen für eine höhere Integritätsentschädigung nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. September 2020, UV 2019/8).

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