# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58f7189b-995b-5d99-b8ec-0ead4247a8d8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 19.07.2021 810 20 301
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_810-20-301_2021-07-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
Vom 19. Juli 2021 (810 20 301)  
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Übriges Verwaltungsrecht 
 
 
Gesuch um Verteilung von Unterlagen 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Hans Furer, 

Daniel Häring, Daniel Ivanov, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin 
Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte Verein A.____, c/o B.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Psychiatrie Baselland, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Gesuch um Verteilung von Unterlagen 

(Verfügung der Psychiatrie Baselland vom 10. Dezember 2020) 
 
 
 
A. Der Verein A.____ (Verein) setzt sich gemäss seiner Zweckbestimmung "für die Frei-
lassung von Zwangspsychiatrisierten und für die Verteidigung ihrer sämtlichen Menschenrechte 
ein, er vertritt ihre Interessen, berät und begleitet sie. Er entfaltet alle diesem Zweck dienlichen 
Tätigkeiten. Namentlich vermittelt er AnwältInnen, ÄrztInnen, SozialarbeiterInnen und Laien, 
welche die Entlassungs- und Eingliederungsbestrebungen durch Vertretung, Beratung und Be-
gleitung unterstützen". Mit Schreiben vom 15. Januar 2019 ersuchte der Verein die Psychiatrie 
Baselland, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Klinik), in Liestal, verschiedene von ihm 

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verfasste Unterlagen an sämtliche Patientinnen und Patienten der Klinik zu verteilen, und um 
Bekanntgabe der benötigten Anzahl Exemplare innert drei Tagen, ansonsten eine Beschwerde 
erhoben werde. Zugleich wies der Verein darauf hin, dass er nicht damit einverstanden sei, 
wenn die Unterlagen lediglich auf den Stationen aufgelegt würden.  
 
B. Die Klinik liess das Schreiben des Vereins vom 15. Januar 2019 unbeantwortet, wes-
halb sich der Verein mit Schreiben vom 12. August 2019 erneut an diese wandte und sie auf-
forderte, innert zehn Tagen das Versäumte nachzuholen, ansonsten der Beschwerdeweg be-
schritten werde. Auch auf dieses Schreiben folgte keine Reaktion seitens der Klinik. 
 
C. Mit E-Mail-Eingabe vom 11. September 2019 erhob der Verein bei der Volkswirt-
schafts- und Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft (VGD) eine Rechtsverzö-
gerungs- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen die Klinik und beantragte, diese sei zu 
verpflichten, den Informationsbrief an sämtliche "Insassen" der Klinik zu verteilen, und es sei 
gestützt auf Art. 13 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK) vom 4. November 1950 festzustellen, dass die Art. 8, 10, 11 und 14 EMRK verletzt 
worden seien. Die VGD überwies die Beschwerde am 22. Oktober 2019 zuständigkeitshalber 
an das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht).  
 
D. Mit Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
(KGE VV), vom 29. Januar 2020 (810 19 280) wurde die Beschwerde gutgeheissen, soweit da-
rauf eingetreten werden konnte, und die Klinik angewiesen, eine anfechtbare Verfügung zu er-
lassen.  
 
E. Am 18. September 2020 gewährte die Klinik dem Verein das rechtliche Gehör, welches 
dieser am 24. September 2020 wahrgenommen hat.  
 
F. Mit Verfügung vom 10. Dezember 2020 wies die Klinik das Gesuch des Vereins, mit 
welchem die Verteilung von Unterlagen beantragt wurde, ab, soweit sie darauf eintrat. Sie er-
hob keine Verfahrenskosten und sprach keine Parteientschädigung zu. Die Klinik begründet 
ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer über keinen Anspruch auf 
Verteilung der Unterlagen verfüge und zudem die Verteilung von Werbung verlange, was unter 
anderem mit Blick auf die Rechtsgleichheit abzulehnen sei.    
 
G. Mit Eingabe vom 15. Dezember 2020 erhob der Verein, vertreten durch B.____, Be-
schwerde beim Kantonsgericht und beantragt sinngemäss die kostenfällige Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung. Die Klinik sei zur Verteilung der Unterlagen zu verpflichten und es sei 
festzustellen, dass die angerufenen Menschenrechte verletzt worden seien. Zur Begründung 
stellt er sich weiterhin auf den Standpunkt, dass verschiedene Menschenrechte (Art. 8, 10, 11 
und 14 EMRK) verletzt worden seien. Insbesondere das Argument der Beschwerdegegnerin, es 
handle sich bei den zu verteilenden Unterlagen um Werbung, gehe an der Sache vorbei, weil 
der Verein seine Dienste unentgeltlich anbiete. Ferner führt er aus, dass die Betroffenen der 
Klinik gegenüber solchen der Universitären Psychiatrischen Klinik C.____, der Kliniken D.____, 
E.____, F.____, G.____ und H.____ diskriminiert würden.  

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H. In ihrer Vernehmlassung vom 18. Februar 2021 beantragt die Beschwerdegegnerin die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. Zur Be-
gründung verweist sie im Wesentlichen auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung 
und hält ergänzend fest, dass der Beschwerdeführer sich mit den darin aufgeführten Argumen-
ten nicht auseinandergesetzt habe, sondern überwiegend wiederhole, was er bereits im Rah-
men des rechtlichen Gehörs dargelegt habe. Zudem stellt die Beschwerdegegnerin die Be-
schwerdelegitimation des Beschwerdeführers weiterhin in Frage.  
 
I. Mit Verfügung vom 25. Februar 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 i.V.m. § 25 des Spitalgesetzes (Spitalgesetz) vom 
17. November 2011 und Ziff. 18.4 Abs. 3 des Gesamtarbeitsvertrags Kantonsspital Baselland/
Psychiatrie Baselland (GAV) vom 1. Juli 2015 können letztinstanzliche Verfügungen und Ent-
scheide der Organe des Kantonsspitals Baselland und der Psychiatrie Baselland nach den all-
gemeinen Bestimmungen über die Verwaltungsrechtspflege beim Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht, angefochten werden.  
 
1.2 Zur Beschwerde befugt ist, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung hat. Verbände und andere juristi-
sche Personen des Privatrechts sind nach den allgemeinen Regeln beschwerdeberechtigt, so-
weit sie Adressaten oder Drittbetroffene der angefochtenen Verfügung sind. A.____ ist ein Ver-
ein gemäss Art. 60 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB] vom 10. Dezember 1907 
und somit als juristische Person konstituiert. Ein Verein kann zur Wahrung der eigenen Interes-
sen Beschwerde führen, soweit es in der fraglichen Streitsache um solche geht. Er kann aber 
auch die Interessen seiner Mitglieder geltend machen, wenn die Voraussetzungen zur Erhe-
bung einer sog. egoistischen Verbandsbeschwerde gegeben sind: Der Verband muss eine juris-
tische Persönlichkeit besitzen; ferner wird verlangt, dass er statutarisch zur Wahrung der in 
Frage stehenden Interessen seiner Mitglieder berufen ist; die Mehrheit oder eine grosse Zahl 
der Mitglieder von der Verfügung betroffen ist und diese Mitglieder selber zur Beschwerdefüh-
rung legitimiert sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_561/2007 vom 6. November 2008 
E. 1.4.3). Wenn dem Verein die Verteilung der von ihm verfassten Unterlagen nicht ermöglicht 
wird, hat er ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids. Hinsichtlich der Legitimation zur Erhebung der egoistischen Verbandbeschwerde kann 
festgehalten werden, dass die Legitimation zwar von Amtes wegen abzuklären ist. Ungeachtet 
dessen ist der Beschwerde führende Verein jedoch verpflichtet, substantiiert darzulegen, aus 
welchen Gründen sich die Beschwerdebefugnis ergibt. Der Verein hat mit Blick auf die Substan-
tiierungspflicht aufzuzeigen, inwiefern eine grosse Anzahl seiner Mitglieder, die selber Partei-
rechte ausüben könnten, von der angefochtenen Verfügung unmittelbar betroffen sein sollen. 
Der Beschwerdeführer äussert sich dazu nicht. Vor diesem Hintergrund und unter Verweis auf 

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die nachfolgenden Erwägungen, welche aufzeigen, dass der Beschwerde ohnehin kein Erfolg 
beschieden ist, kann die Frage offengelassen werden. In diesem Zusammenhang ist darauf 
hinzuweisen, dass die Beschwerde in ihrer Gesamtheit nur knapp den inhaltlich verlangten An-
forderungen genügt. Die weitschweifige Beschwerde ist in einer Weise verfasst, die oft an die 
Grenzen des Tolerierbaren stösst. Ferner ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, wenn sie 
ausführt, der Beschwerdeführer habe sich kaum mit den Erwägungen in der angefochtenen 
Verfügung auseinandergesetzt, sondern sich vielmehr auf eine Wiederholung seiner Selbstdar-
stellung beschränkt. Die übrigen formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO sind 
erfüllt, sodass – mit den vorstehend einschränkenden Ausführungen – auf die Beschwerde ein-
zutreten ist. 
 
1.3 Vorliegend handelt es sich um einen klaren Fall, weshalb nach § 1 Abs. 4 VPO ohne 
Weiterungen im Zirkulationsverfahren entschieden wird.  
 
2. Bei der Beurteilung der Beschwerde ist die Kognition des Kantonsgerichts gemäss 
§ 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfäl-
liger Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts zu über-
prüfen bzw. zu prüfen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft aus-
geübt hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Der Beschwerdeführer beruft sich im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens zunächst auf Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV) vom 18. April 1999 und führt aus, dass vorliegend bis zu einem Entscheid zwei Jah-
re verstrichen sein würden. Damit macht er einen Verstoss gegen den Anspruch auf Beurteilung 
innert angemessener Frist geltend. Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor 
Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf 
Beurteilung innert angemessener Frist. Das Verbot der Rechtsverzögerung gewährleistet den 
Verfahrensbeteiligten Schutz vor Verzögerung seiner Angelegenheiten durch die Behörde oder 
das Gericht. Der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist wird missachtet, wenn 
eine Sache über Gebühr verschleppt wird und die Gesamtheit des Verfahrens nicht mehr an-
gemessen ist (GEROLD STEINMANN, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], 
St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Auflage, Zürich 2014, N 22 
zu Art. 29 BV). Der Beschwerdeführer ersuchte die Klinik mit Schreiben vom 15. Januar 2019 
resp. vom 12. August 2019 um Verteilung seiner Unterlagen. Diese Schreiben blieben unbe-
antwortet. Mit Entscheid des Kantonsgerichts (KGE VV 810 19 280) vom 29. Januar 2020 wur-
de die erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde gutgeheissen. Am 18. September 2020 ge-
währte die Klinik dem Verein das rechtliche Gehör und lehnte die Verteilung der Unterlagen am 
10. Dezember 2020 ab. Über die Angemessenheit der Dauer eines Verfahrens lassen sich kei-
ne allgemeinen Aussagen machen. Sie bestimmt sich nicht absolut, sondern ist im Einzelfall 
unter Berücksichtigung der gesamten Umstände zu beurteilen und in ihrer Gesamtheit zu wür-
digen. Massgeblich sind namentlich die Art des Verfahrens, die Schwierigkeit der Materie und 
das Verhalten der Beteiligten (vgl. KGE VV vom 4. März 2015 [810 14 392] E. 3; Urteile des 

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Bundesgerichts 8C_634/2012 vom 18. Februar 2013 E. 3.2; 5A.35/2005 vom 18. April 2006 
E. 2.1). Soweit die zuständige Behörde das Verfahren zügig vorantreibt und keine unnütze Zeit 
verstreichen lässt, kann ihr in der Regel kein Vorwurf aus der Verfahrensdauer entstehen 
(BGE 127 III 385 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 5A_341/2009 vom 30. Juni 2009 E. 7.3). Es 
ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht substantiiert geltend gemacht, 
inwiefern die bisherige Verfahrensdauer den Anforderungen an eine beförderliche Behandlung 
der Sache nicht genügen soll. Seine Behauptung, es würden bis zu einer neuen Entscheidung 
weitere zwei Jahre vergangen sein, vermag daran nichts zu ändern. Wenn der Beschwerdefüh-
rer geltend macht, die Beschwerdegegnerin hätte die Briefe verteilen anstatt einen negativen 
Entscheid in Aussicht stellen sollen, geht die Rüge an der Sache vorbei, denn damit äussert der 
Beschwerdeführer lediglich seinen Unmut über den ablehnenden Entscheid der Beschwerde-
gegnerin. Nach dem Gesagten liegt kein Verstoss gegen das Verbot der Rechtsverzögerung 
vor.  
 
4. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Klinik die Verteilung eines vom 
Beschwerdeführer verfassten Informationsbriefs inklusive Beilagen an die Patientinnen und Pa-
tienten zu Recht verweigert hat.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, dass die Patientinnen 
und Patienten mit einem hauseigenen Merkblatt jeweils über die Möglichkeit zur Ergreifung ei-
nes Rechtsmittels belehrt und zudem mündlich und schriftlich über ihre Rechte informiert wür-
den. Patientinnen und Patienten, welche durch eine fürsorgerische Unterbringung in die Psy-
chiatrie eingewiesen würden, würden beim Eintritt ein mehrseitiges Informationsschreiben er-
halten. Der Beschwerdeführer verlange mit der Verteilung der von ihm verfassten Unterlagen 
die Verteilung von Werbung für Anwaltstätigkeit verbunden mit Hinweisen auf ideelle und politi-
sche Vereinigungen. Diese Tätigkeit falle unter Ziffer 6 der Hausordnung der Klinik und sei nur 
mit der schriftlichen Zustimmung der oder des CEO der Klinik möglich. Konkret subsumiert sie 
das Begehren des Beschwerdeführers unter den Bewilligungspunkt "Werbungen, Sammlungen, 
Versammlungen und Umfragen für politische, gewerbliche, religiöse oder ideelle Zwecke, z.B. 
durch Flugblätter, Anschläge, Unterschriftensammlung". Die Klinik führt ferner aus, dass die 
Verteilung der Unterlagen nicht in den Schutzbereich der angerufenen Rechte falle und selbst 
wenn dies der Fall wäre, diese Rechte keinen Anspruch auf staatliche Leistungen begründen 
würden. Die Psychiatrie sei zudem zur Neutralität verpflichtet und betreibe unter Berücksichti-
gung des Gleichbehandlungsgrundsatzes keine Werbung für den Verein. Entgegen der Auffas-
sung des Vereins liege somit auch keine Diskriminierung vor. Im Gegenteil behandle die Psy-
chiatrie alle potenziellen Anbietenden gleich. Selbst wenn der Schutzbereich der aufgeführten 
Grundrechte eröffnet wäre, würde keine Verletzung derselben vorliegen, weil die Vorausset-
zungen gemäss Art. 36 BV erfüllt wären und ein Eingriff damit gerechtfertigt wäre.  
 
5.2 Demgegenüber führt der Beschwerdeführer in seiner Begründung aus, dass er gestützt 
auf Art. 8 EMRK das Recht habe, allen "Anstaltsinsassinnen und -insassen" einen Brief zu 
schreiben und diese ein Recht auf Empfang desselben hätten. Des Weiteren bestreitet er, dass 
es sich bei seiner Tätigkeit um Werbung handle, und stellt sich auf den Standpunkt, dass sein 
Ersuchen gestützt auf dieses Argument nicht abgelehnt werden könne. Zudem habe er gemäss 

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Art. 10 EMRK ein Recht auf freie Meinungsäusserung und die streitgegenständlichen Unterla-
gen würden keinen dem Recht auf freie Meinungsäusserung widersprechenden Inhalt aufwei-
sen, weshalb sie zu verteilen seien. Ferner hätten sowohl er als auch sämtliche Insassinnen 
und Insassen das Recht, sich mit allen Menschen und so auch mit dem Verein I.____ zusam-
menzuschliessen. Schliesslich führe das Vorgehen der Klinik zu einer Ungleichbehandlung der 
Insassinnen und Insassen im Vergleich zu denjenigen anderer Kliniken, welche die analogen 
Unterlagen verteilen würden. Auch seien Zwangspsychiatrisierte gleich zu behandeln wie Nicht-
zwangspsychiatrisierte.  
 
5.3.1 Der Beschwerdeführer erachtet seine Ansprüche auf Achtung der Korrespondenz ge-
mäss Art. 8 EMRK, sein Recht auf Meinungsäusserungsfreiheit gemäss Art. 10 EMRK, sein 
Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit gemäss Art. 11 EMRK sowie das Diskrimi-
nierungsverbot gemäss Art. 14 EMRK als verletzt.  
 
5.3.2 Nach Art. 8 EMRK hat jede Person das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familien-
lebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz (Abs. 1; vgl. zum Ganzen: MEYER-LADEWIG/
NETTESHEIM, in: Meyer-Ladewig/Nettesheim/von Raumer [Hrsg.], Kommentar zur EMRK, 
4. Auflage, Baden-Baden 2017). Das Recht auf Korrespondenz steht natürlichen und juristi-
schen Personen zu. Wortlaut und Schutzbereich von Art. 13 Abs. 1 BV entsprechen im Wesent-
lichen denjenigen von Art. 8 Abs. 1 EMRK. Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Abs. 1 EMRK schützen 
sowohl das Recht auf informationelle Selbstbestimmung als auch der Geheimsphäre und sind 
damit die Grundlage für den Schutz der Privatsphäre im Allgemeinen (STEPHAN BREITENMOSER, 
in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizeri-
schen Bundesverfassung, a.a.O., N 64 zu Art. 13 BV). Die spezifischen Grundrechtsgarantien 
auf Achtung des Brief-, Post- und Fernmeldeverkehrs gehen den allgemeinen Ansprüchen so-
wohl des Rechts auf Achtung des Privatlebens gemäss Art. 13 Abs. 1 BV als auch des Schut-
zes der persönlichen Freiheit gemäss Art. 10 Abs. 2 BV vor (BGE 109 Ia 273 E. 4a). Art. 13 
Abs. 1 BV bindet bei der Beförderung von Briefen und elektronischen Mitteilungen sowohl den 
Staat als auch Private, Letztere freilich nur auf dem Weg der Gesetzgebung (BREITENMOSER, 
a.a.O., N 66 zu Art. 13 BV).  
 
5.3.3 Gemäss Art. 10 EMRK hat jede Person das Recht auf freie Meinungsäusserung. Die-
ses Recht schliesst die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne 
behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben 
(Abs. 1). In der Bundesverfassung ist die Meinungsäusserungsfreiheit in Art. 16 BV gewährleis-
tet. Der Meinungsfreiheit kommt insofern eine Auffangfunktion zu, als sie primär nur zum Zug 
kommt, wenn Meinungsäusserungen nicht unter dem Schutz spezifischer Kommunikations-
grundrechte stehen (BGE 137 I 209 E. 4.2).  
 
5.3.4 Jede Person hat das Recht, sich frei und friedlich mit anderen zu versammeln und sich 
frei mit anderen zusammenzuschliessen; dazu gehört das Recht, zum Schutz seiner Interessen 
Gewerkschaften zu gründen und Gewerkschaften beizutreten (Art. 11 Abs. 1 EMRK). Daraus 
ergebe sich das Recht, einem Verein beizutreten sowie entsprechende Anmeldeformulare zu 

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versenden und entgegenzunehmen. National werden diese Grundrechte in den Artikeln 22 und 
23 BV gewährleistet.  
 
5.3.5 Der Genuss der in dieser Konvention anerkannten Rechte und Freiheiten ist ohne Dis-
kriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der 
Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der 
Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen 
Status zu gewährleisten (Art. 14 Abs. 1 EMRK). 
 
5.3.6 Art. 36 BV verlangt für die Einschränkung von Grundrechten eine gesetzliche Grundla-
ge und bei schwerwiegenden Einschränkungen ein Gesetz im formellen Sinn, ausser es handle 
sich um eine ernste, unmittelbare und nicht anders abwendbare Gefahr (Abs. 1); die Einschrän-
kungen bedürfen der Rechtfertigung durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von 
Grundrechten Dritter und müssen verhältnismässig sein, wobei der Kerngehalt unantastbar ist 
(Abs. 2 bis 4). Art. 8 Abs. 2 EMRK, Art. 10 Abs. 2 EMRK, Art. 11 Abs. 2 EMRK gestattet den 
Eingriff einer Behörde in das Recht auf Korrespondenz, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und 
eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft unter anderem zum Schutz 
der Gesundheit und der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheit anderer als notwendig 
erscheint.  
 
5.4 Für den vorliegenden Zusammenhang steht das Recht auf Korrespondenz und auf 
Meinungsäusserungsfreiheit im Vordergrund. Die streitgegenständlichen Unterlagen umfassen 
einen Brief, welcher sich an "sämtliche InsassInnen" der Klinik richtet, welche sich unfreiwillig in 
der Klinik befinden und die Entlassung wünschen. Der auf der Rückseite dieses Schreibens 
vorgestellte Verein bietet seine Hilfe an und macht auf Art. 5 Abs. 4 EMRK aufmerksam, wel-
cher vorsieht, dass jede Person, der ihre Freiheit durch Festnahme oder Haft entzogen sei, das 
Recht habe, ein Verfahren zu beantragen, in dem von einem Gericht rasch möglichst über die 
Rechtmässigkeit der Haft entschieden werde und im Falle der Widerrechtlichkeit ihre Entlas-
sung angeordnet werde. Weiter wird Folgendes ausgeführt: "Wenn Sie nicht in der Klinik leben 
wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten. 1. Sie füllen den für ihren Fall zutreffenden Brief aus und 
lassen ihn an die zuständige Instanz abschicken. Diese muss dann prüfen, ob Sie sich zu Recht 
oder zu Unrecht in der Klinik befinden. 2. Können Sie, wenn Sie das wünschen, beim Verein 
oder bei der Klinik unsere Unterlagen verlangen, diese ausfüllen und uns zusammen mit dem 
Einweisungsentscheid (FU) zurückfaxen. Wir werden Ihre Entlassung verlangen und in den Ge-
richts- und KESB-Zuständigkeiten eine AnwältIn bezeichnen, welche Sie verteidigen wird. Falls 
Sie mittellos sind, muss der Staat Ihre Rechtsbeiständin bezahlen." Auf der Rückseite des 
Briefs wird unter anderem darauf hingewiesen, dass im Rahmen des Hilfsangebots spezialisier-
te Anwaltspersonen vermittelt und eingesetzt würden. Weiter wird erklärt, dass die Dienste des 
Vereins unentgeltlich angeboten würden. Gleichzeitig wird unter Angabe der Bankkontodaten 
um Spenden ersucht. Schliesslich wird ausgeführt aus, dass die Entlassungschancen anwaltlich 
Vertretener deutlich höher seien als solche von nicht vertretenen Betroffenen. Dem Brief beige-
legt finden sich verschiedene vorformulierte Entlassungsgesuche sowie ein Beitrittsformular für 
den Verein I.____.ch. Indem sich die Klinik weigert, die entsprechenden Unterlagen in der Klinik 
zu verteilen, sind die Schutzbereiche der Art. 8 und 10 EMRK eröffnet.  

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5.5.1 Die Klinik ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit (§ 1 
Abs. 1 lit. b Spitalgesetz). Dem Verwaltungsrat der Klinik als oberstem Führungsorgan obliegt 
es unter anderem, die notwendigen Reglemente zu erlassen. Gestützt auf § 22 Abs. 2 lit. c Spi-
talgesetz hat er das Reglement über die Rechte und Pflichten der Patientinnen und Patienten 
der Psychiatrie Baselland (Patientenreglement) vom 31. Oktober 2012 sowie eine Hausord-
nung, welche am 1. März 2019 in Kraft getreten ist, erlassen. Diese unterstellt in Ziffer 6 ver-
schiedene Tätigkeiten einer Bewilligungspflicht, so etwa den Verkauf von Waren und andere 
gewerbliche Tätigkeiten; Werbungen, Sammlungen, Versammlungen und Umfragen für politi-
sche, gewerbliche, religiöse oder ideelle Zwecke, z.B. durch Flugblätter, Anschläge, Unterschrif-
tensammlungen; politische Veranstaltungen, insbesondere Wahl- und Abstimmungspropagan-
da; Veranstaltungen von Vereinigungen, insbesondere von Personalverbänden; Ausstellungen; 
Bild- und Tonaufnahmen sowie weitere Aktivitäten von Medien, wie Presse, Radio, Fernsehen 
und Online-Medien. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass diese Regelung 
in der Hausordnung keine gesetzliche Grundlage für die Verweigerung der Zustellung der stritti-
gen Dokumente bieten könne, weil es sich nicht um (gewerbliche oder ideelle) Werbung handle. 
Er führt aus, dass die vom Verein festgehaltenen Aufklärungen klar und ausschliesslich als 
nichtkommerzielle Äusserungen zu qualifizieren seien. Seine Argumentation vermag jedoch die 
zutreffende Ausführung der Beschwerdegegnerin nicht umzustossen. Vielmehr ergibt sich aus 
dem zu verteilenden Schreiben des Vereins selbst, dass dieser Anwälte vermittelt 
(vgl. Rückseite des Briefes vom 15. Januar 2019). Das strittige Schreiben kann offensichtlich 
dazu dienen, dass Klientinnen und Klienten akquiriert werden, und an diesem Umstand ändert 
auch eine allfällige Mittellosigkeit der Mandantinnen und Mandaten und gewährte unentgeltliche 
Verbeiständung (Art. 29 Abs. 3 BV) nichts. Darüber hinaus ersucht der Verein in seinem 
Schreiben die "Insassinnen und Insassen" – bei Möglichkeit – um finanzielle Zuwendungen. Vor 
diesem Hintergrund ist der Auffassung der Beschwerdegegnerin zu folgen, dass der Beschwer-
deführer mit dem streitgegenständlichen Brief samt Beilagen entgegen seiner Behauptung auch 
für sich selbst wirbt. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die vom 
Beschwerdeführer verlangte Tätigkeit unter Ziffer 6 der Hausordnung subsumiert hat.  
 
5.5.2 Die Hausordnung stützt sich auf § 22 Abs. 1 lit. c Spitalgesetz und enthält ein Werbe-
verbot mit Bewilligungsvorbehalt. Damit ist die Freiheitsbeschränkung in einer generell-
abstrakten Norm vorgesehen und da nur schwere Eingriffe in die Freiheitsrechte auf der Stufe 
eines Gesetzes zu normieren gilt (vgl. HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, Schweizerisches 
Bundesstaatsrecht, 10. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Rz. 307 ff.), stellt die Hausordnung 
vorliegend eine genügende Basis für die Bewilligungspflicht dar.  
 
5.5.3 Weiter darf eine Behörde nur in die Ausübung des Rechts auf Korrespondenz gemäss 
Art. 8 Abs. 2 EMRK eingreifen, soweit der Eingriff in einer demokratischen Gesellschaft not-
wendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, 
zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit 
oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer. Die Ausübung der Freihei-
ten gestützt auf Art. 10 Abs. 1 EMRK ist mit Pflichten und Verantwortung verbunden; sie kann 
daher Formvorschriften, Bedingungen, Einschränkungen oder Strafdrohungen unterworfen 
werden, wenn sie neben der gesetzlichen Grundlage in einer demokratischen Gesellschaft not-

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wendig sind für die nationale Sicherheit, die territoriale Unversehrtheit oder die öffentliche Si-
cherheit, zur Aufrechterhaltung der Ordnung oder zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der 
Gesundheit oder der Moral, zum Schutz des guten Rufes oder der Rechte anderer, zur Verhin-
derung der Verbreitung vertraulicher Informationen oder zur Wahrung der Autorität und der Un-
parteilichkeit der Rechtsprechung.  
 
5.5.4 Wie die Beschwerdegegnerin ausführlich dargelegt hat, werden die Patientinnen und 
Patienten in jedem Fall (mündlich und schriftlich) über ihre Rechte informiert, indem ein hausei-
genes Merkblatt verteilt wird, welches die Patientinnen und Patienten auf ihre Rechte und ins-
besondere auch die Rechtsmittelmöglichkeit hinweist. Die Dokumente des Beschwerdeführers 
machen die Patientinnen und Patienten ebenfalls auf ihre Rechte sowie die Entlassungsmög-
lichkeiten aufmerksam und insofern erweisen sich diese als Wiederholung der den betroffenen 
Personen ohnehin zukommenden Informationen. Darüber hinaus weist der Beschwerdeführer 
auf Art. 5 Abs. 4 EMRK hin und führt im zu verteilenden Schreiben aus, dass der Rechtsmittel-
weg ohne anwaltliche Vertretung aussichtslos sei bzw. die Entlassungschancen mit anwaltlicher 
Vertretung bei 50 % liegen würden. Mit diesen offensichtlich unzutreffenden Behauptungen 
weckt er bei den Patientinnen und Patienten unrealistische Hoffnungen auf schnelle Entlas-
sung. Nach dem Gesagten sind die Erläuterungen darauf gerichtet, dass sich die Patientinnen 
und Patienten anwaltlich vertreten lassen und darin ist klar Werbung in eigener Sache zu erbli-
cken. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer selber ausführt, dass die "Zwangspsychi-
atrisierten" keine Anwälte kennen würden und es ausserhalb jeglicher Möglichkeiten liege, sol-
che zu engagieren (vgl. Beschwerde vom 15. Dezember 2020, S. 13). Das vom Verein verfass-
te Informationsschreiben enthält neben dem Angebot zur Vermittlung einer fachspezifischen 
anwaltlichen Vertretung das Ersuchen um Spenden für den Verein und das Beitrittsformular 
zum Verein I.____. Würde sich die Beschwerdegegnerin bereit erklären, die vom Beschwerde-
führer verfassten Unterlagen an jede einzelne sich in der Klinik befindliche Person zu verteilen, 
würde sie den Beschwerdeführer bevorzugt behandeln, weil sie den Verein zumindest mittelbar 
bei der Akquirierung von Klientinnen und Klienten bzw. von allfälligen Spendern unterstützen 
würde, was nicht mit dem Grundsatz der Rechtsgleichheit vereinbar wäre. Vor diesem Hinter-
grund wäre sie in der Folge gehalten, jedem gleichgerichteten Ersuchen nachzukommen, was 
ihren Betriebsablauf erschweren würde. Das Vorgehen der Klinik als staatlicher Institution ist 
unter Beachtung des Gleichbehandlungsgebots und damit eines Grundprinzips des Verwal-
tungsrechts nicht zu beanstanden. Die Verteilung von Massensendungen entspricht zudem we-
der dem Leistungsauftrag der Klinik noch dürfte es im Interesse der Betroffenen sein, dass sie 
mit übermässiger Dokumentation eingedeckt bzw. belästigt werden. Es liegt im öffentlichen In-
teresse, den Betroffenen die nötige Ruhe und eine störungsfreie Behandlung unter Einsatz aller 
zur Verfügung stehenden Ressourcen zukommen zu lassen, ohne sie mit dem Wecken unrea-
listischer Hoffnungen unnötig aufzuwühlen. In diesem Zusammenhang gilt es besonders zu 
berücksichtigen, dass sich die Betroffenen bereits in einer ausserordentlichen Lebenssituation 
befinden, und darauf ist gebührend Rücksicht zu nehmen. Die mit der Weigerung zur Briefver-
teilung einhergehende Grundrechtseinschränkung erscheint zum Schutz der Gesundheit der 
Betroffenen sowie ihrer Rechte und Freiheiten notwendig. Zu berücksichtigen bleibt, dass die 
Klinik dem Ersuchen des Beschwerdeführers um individuelle Zustellung der von ihm verfassten 
Unterlagen zwar nicht nachgekommen ist, ihm aber gleichzeitig – im Sinne eines milderen Mit-

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tels – angeboten hat, diese auf den Stationen aufzulegen. Damit hat sie insbesondere unter 
Beachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes die Zugänglichkeit des Informationsbriefs 
inklusive Beilagen ermöglicht. Nach dem Gesagten ist das Vorgehen der Klinik nicht zu bean-
standen. Damit erweist sich die Beschwerde in Bezug auf eine Verletzung des Rechts auf Kor-
respondenz und auf Meinungsäusserungsfreiheit als unbegründet. 
 
6. Was die Verletzung der weiteren geltend gemachten Ansprüche gestützt auf die EMRK 
(Art. 11 und 14) angeht, ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer diese in seiner Beschwer-
de nicht substantiiert rügt. Der Beschwerdeführer führt in Bezug auf den angeblichen Verstoss 
gegen das Diskriminierungsverbot lediglich aus, dass die "AnstaltsinsassInnen" sich genauso 
wie alle Menschen auf die in der EMRK verankerten Freiheitsrechte berufen können. Dies ist 
zutreffend, nur hat der Beschwerdeführer damit noch keine irgendwie geartete Ungleichbehand-
lung aufgezeigt. Vielmehr verkennt er, dass die Menschenrechte – bei allen Menschen, unab-
hängig davon, ob sie von einer fürsorgerischen Unterbringung betroffen sind oder nicht – unter 
Einhaltung der entsprechenden Voraussetzungen eingeschränkt werden können. Seine diesbe-
zügliche Rüge geht somit an der Sache vorbei. Soweit er einen Verstoss gegen den Gleichbe-
handlungsgrundsatz darin erblickt, dass "InsassInnen" anderer Kliniken einen analogen von ihm 
erfassten Brief erhalten würden, kann ihm mangels genügender Begründung ebenfalls nicht 
gefolgt werden. In Bezug auf die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit lassen sich der Be-
schwerde gar keine Ausführungen entnehmen. Nach dem Gesagten erfüllt die Beschwerdebe-
gründung die geforderte Begründungsdichte insbesondere hinsichtlich der genannten Rügen 
offensichtlich nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist.  
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'500.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Der Beschwerdeführer hat somit zu-
sätzliche Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 100.-- zu bezahlen. Die Parteikosten sind aus-
gangsgemäss wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- verrechnet. Der Beschwerdeführer hat somit zusätzliche 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 100.-- zu bezahlen. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 01.08.2021 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahrens-
nummer 1C_447/2021) erhoben.