# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 732209b2-2a07-5429-a817-c159f409a785
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-27
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 27.03.2025 BA 2024 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BA-2024-55_2025-03-27.pdf

## Full Text

20250106_090822_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

BA 2024 55

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 27. März 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

1. A.________, 
2. B.________ S.A.,  
3. C.________ GmbH, 
1.-3. vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
4. D.________,
5. E.________ GmbH, c/o A.________, 
6. AD.________ GmbH, c/o A.________, 
7. F.________, c/o A.________, 
8. G.________, c/o A.________, 
9. H.________ GmbH, c/o A.________, 
10. I.________ GmbH, c/o A.________, 
11. J.________ GmbH, c/o A.________, 
12. K.________ GmbH, c/o A.________, 
13. L.________, c/o A.________, 
14. M.________, c/o A.________, 
15. N.________ AG, c/o A.________, 
16. O.________ GmbH, c/o A.________, 
17. P.________ GmbH, c/o A.________, 
18. Q.________ GmbH, c/o A.________, 
19. R.________ GmbH, c/o A.________, 
20. S.________, c/o A.________, 
21. T.________, c/o A.________, 
22. U.________, c/o A.________, 
23. V.________ AG, c/o A.________, 
24. W.________ GmbH, c/o A.________, 
25. X.________, c/o A.________, 
26. Y.________ GmbH, c/o A.________, 
27. Z.________ GmbH, c/o A.________, 
5.-27. vertreten durch A.________, 
diese wiederum vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Beschwerdeführer,

Seite 2/17

gegen

1. Rechtsanwalt AA.________,
2. Rechtsanwalt AB.________, 
3. Rechtsanwalt AC.________, 
Beschwerdegegner,

betreffend

Abtretung von Rechtsansprüchen der Masse gemäss Art. 260 SchKG

Seite 3/17

Sachverhalt

1. Am 28. Oktober 2010 wurde über die AE.________ GmbH mit Sitz in Baar der Konkurs 
eröffnet. In der Folge wählte die 1. Gläubigerversammlung am 23. August 2011 Rechtsanwalt 
AF.________ als ausseramtlichen Konkursverwalter und einen Gläubigerausschuss beste-
hend aus den Rechtsanwälten D.________, AG.________ und AH.________.  

2. Zwischen Sommer 2023 und Frühjahr 2024 ersuchte Rechtsanwalt D.________ in seiner Ei-
genschaft als Mitglied des Gläubigerausschusses den Konkursverwalter um Aufnahme diver-
ser weiterer Ansprüche in das Konkursinventar der AE.________ GmbH in Liq. (act. 1/1 
Rz 2). 

3. Mit E-Mail vom 11. April 2024 übermittelte der ausseramtliche Konkursverwalter den Mitglie-
dern des Gläubigerausschusses den Entwurf des Inventarnachtrags sowie den Entwurf des 
Gläubigerzirkulars Nr. 3, mit welchem die entsprechenden Inventarpositionen den Gläubigern 
i.S.v. Art. 260 SchKG zur Abtretung offeriert werden sollten (act. 1/1/1). 

4. Am 27. Juni 2024 versandte der ausseramtliche Konkursverwalter das Gläubigerzirkular 
Nr. 3 an die rund 190 Gläubiger und offerierte diesen die zusätzlich aufgenommenen An-
sprüche i.S.v. Art. 260 SchKG zur Abtretung. Den Gläubigern wurde für das Stellen von Ab-
tretungsbegehren i.S.v. Art. 260 SchKG sowie für die Bezahlung einer Gebühr von 
CHF 20.00 pro Anspruch und Gläubiger eine Frist bis 26. Juli 2024 angesetzt (act. 1/1/2). 

5. Mit E-Mail vom 26. Juli 2024 liess Rechtsanwalt D.________ dem ausseramtlichen Konkurs-
verwalter zwei Abtretungsbegehren gemäss Art. 260 SchKG zukommen, mit welchen er die 
Abtretung gemäss Art. 260 SchKG von Rechtsansprüchen der AE.________ GmbH in Liq. 
beantragte. Im ersten Abtretungsbegehren ersuchten drei Gläubigerinnen (AI.________ AG, 
A.________ und B.________ S.A.) um Abtretung für die Ansprüche nach Inventarposition Nr. 
14 (act. 1/1/4). Im zweiten Abtretungsbegehren verlangte die C.________ GmbH die Abtre-
tung für die Ansprüche nach den Inventarpositionen Nrn. 8a, 13 und 15 (act. 1/1/5). 

6. Mit Verfügung vom 13. September 2024 trat der ausseramtliche Konkursverwalter auf die 
beiden von Rechtsanwalt D.________ gestellten Abtretungsbegehren gemäss Beilagen 4 
und 5 (mit Ausnahme gemäss Dispositiv-Ziffer 3) nicht ein. Eventualiter wies er die Begehren 
ab (Dispositiv-Ziffer 1). Sodann hielt er fest, dass über das Abtretungsbegehren der 
AI.________ AG mit separater Verfügung entschieden werde (Dispositiv-Ziffer 3; act. 1/1).  

7. Am 18. September 2024 wandte sich Rechtsanwalt D.________ per E-Mail an die beiden 
anderen Mitglieder des Gläubigerausschusses, Rechtswalt AG.________ und Rechtsanwalt 
AH.________, und erläuterte, aus welchen Gründen die Verfügung des ausseramtlichen 
Konkursverwalters vom 13. September 2024 seiner Ansicht nach "mit schwersten Mängeln" 
behaftet sei. Daraufhin wurde eine Konsultativsitzung des Gläubigerausschusses und des 
ausseramtlichen Konkursverwalters auf den 24. September 2024 einberufen (act. 1/3). Im 
Anschluss an diese Sitzung teilte AH.________ als Mitglied des Gläubigerausschusses 
Rechtsanwalt D.________ mit E-Mail vom gleichen Tag mit, an der Sitzung sei über die mo-
nierte Verfügung vom 13. September 2024 diskutiert worden. Es seien keine Beschlüsse ge-
fasst worden. Der Gläubigerausschuss sei im Zuge der Sitzung aber zu folgenden Erkennt-

Seite 4/17

nissen gelangt: (i) Der Gläubigerausschuss halte die Verfügung der ausseramtlichen Kon-
kursverwaltung vom 13. September 2024 für vertretbar. (ii) Der Gläubigerausschuss sehe 
keine Gründe für eine Intervention gegenüber der ausseramtlichen Konkursverwaltung. Ent-
sprechend erinnere er, AH.________, Rechtsanwalt D.________ der guten Ordnung halber 
an die laufende Beschwerdefrist (act. 1/2). 

8. Mit Eingabe vom 26. September 2024 reichte Rechtsanwalt D.________ namens und im Auf-
trag der A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1), der B.________ S.A. (nachfol-
gend: Beschwerdeführerin 2), der C.________ GmbH (nachfolgend: Beschwerdeführerin 3) 
und von ihm selbst als Mitglied des dreiköpfigen Gläubigerausschusses der AE.________ 
GmbH in Liq. (nachfolgend: Beschwerdeführer 4) sowie namens und im Auftrag der von der 
A.________ vertretenen 23 deutschen "Mittelstandsgläubiger" (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rer 5-27) gegen den ausseramtlichen Konkursverwalter AF.________ (nachfolgend: Be-
schwerdegegner 1) und die beiden Mitglieder des Gläubigerausschusses, Rechtsanwalt 
AH.________ und Rechtsanwalt AG.________ (nachfolgend: Beschwerdegegner 2 und 3), 
Beschwerde bei der II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts Zug als Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs ein. Er stellte folgendes Rechtsbegehren (act. 1): 

1. Es sei die Verfügung der Konkursverwaltung der AE.________ GmbH in Liq. vom 13. September 
2024 zu kassieren und an die Konkursverwaltung als Vorinstanz zur Neubeurteilung gemäss den 
Instruktionen des Obergerichts zurückzuweisen. 

2. Es sei die Verfügung des Gläubigerausschusses im Konkurs der AE.________ GmbH in Liq. vom 
24. September 2024 zu kassieren und an den Gläubigerausschuss gemäss den Instruktionen des 
Obergerichts zurückzuweisen.

3. Es seien der Konkursverwalter AF.________ sowie die beiden Mitglieder des Gläubigerausschus-
ses, AG.________ und AH.________, mit Bussen von insgesamt CHF 4'500.00 zu belegen (mut-
willige und böswillige Prozessführung – Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 Satz 2 SchKG), solches unter Ein-
ziehung zugunsten der Beschwerdeführer. 

9. Im Nachgang zur Beschwerde reichte Rechtsanwalt D.________ mit Eingabe vom 26. Sep-
tember 2024 (act. 2) die Vollmachten und mit Eingabe vom 30. September 2024 (act. 3) den 
aktuellen Handelsregisterauszug für die C.________ GmbH, den Amtsgerichts-Auszug für 
die A.________ und den Creditreform-Auszug für die B.________ S.A. sowie ein Verzeichnis 
der deutschen "Mittelstandsgläubiger" ein. 

10. Der ausseramtliche Konkursverwalter beantragte in der Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 
2024, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei die Beschwerde vollum-
fänglich abzuweisen (act. 7). 

11. Die Beschwerdegegner 2 und 3 stellten in der Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2024 
den Antrag, auf die gegen sie und den Gläubigerausschuss erhobene Beschwerde sei nicht 
einzutreten. Eventualiter sei das Rechtsbegehren Nr. 3 abzuweisen (act. 8). 

12. Am 4. November 2024 nahm Rechtsanwalt D.________ zu den Beschwerdeantworten der 
ausseramtlichen Konkursverwaltung und der beiden Mitglieder des Gläubigerausschusses 

Seite 5/17

Stellung (act. 10). Sodann machte er am 30. Januar 2025, am 26. Februar 2025 und am 
3. März 2025 ergänzende Ausführungen (act. 11-13). 

Erwägungen

1. Der Konkursverwalter ist der Ansicht, verschiedene Parteibezeichnungen seien unrichtig 
bzw. ungenügend (vgl. act. 7 Rz 43 ff.). 

1.1 Die Berichtigung einer fehlerhaften Parteibezeichnung ist zulässig, wenn diese auf einem 
Versehen beruht und jede Gefahr einer Verwechslung bezüglich der Identität der Parteien 
ausgeschlossen werden kann (BGE 136 III 545 E. 3.4.1 m.H.). Ist die Parteibezeichnung 
offensichtlich unrichtig (z.B. bei falscher Schreibweise des Namens oder bei Änderung der 
Firma einer juristischen Person), steht die Identität der Partei aber eindeutig fest, ist die Be-
zeichnung von Amtes wegen oder auf Parteiantrag ohne Weiteres zu berichtigen (vgl. Pahud, 
in: Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 
3. A. 2024, Art. 221 ZPO N 4; Urteil des Bundesgerichts 4A_510/2016 vom 26. Januar 2017 
E. 3.1 f.).

1.2 Die Beschwerdeführerin 1 wird in der Beschwerde als "AK.________" bezeichnet (vgl. act. 1 
Rz 1). Die Verfügung des Konkursverwalters vom 13. September 2024 richtet sich jedoch an 
die "A.________" (vgl. act. 1/1 Rz 34 ff.). Weil die fehlerhafte Parteibezeichnung auf einem 
offensichtlichen Versehen beruht und jede Gefahr einer Verwechslung ausgeschlossen wer-
den kann (vgl. act. 7 Rz 45, act. 3/3), ist die Parteibezeichnung von Amtes wegen zu berich-
tigen und im Rubrum des vorliegenden Urteils die A.________ als Beschwerdeführerin 1 auf-
zuführen. 

1.3 Rechtsanwalt D.________ reichte im Nachgang zur Beschwerde mit Eingabe vom 30. Sep-
tember 2024 eine Liste mit den 23 deutschen "Mittelstandsgläubigern" ein (vgl. act. 3/1). 
Damit sind die 23 Gläubiger – entgegen der Ansicht des Konkursverwalters (vgl. act. 7 
Rz 55) – präzise bezeichnet, sodass über deren Identität keine Zweifel mehr besteht. Dabei 
handelt es sich um einen Mangel, der gemäss Art. 132 Abs. 1 ZPO innert einer gerichtlichen 
Nachfrist verbessert werden kann (vgl. Nordmann/Oneyser, Basler Kommentar, 3. A. 2021, 
Art. 32 SchKG N 15). Entsprechend ist die Liste mit den 23 deutschen "Mittelstandsgläubi-
gern" ins Rubrum des vorliegenden Entscheids aufzunehmen.  

1.4 Die Beschwerdeführerin 2 wird in der Beschwerdeschrift als "B.________ S.A." bezeichnet 
(vgl. act. 1 Rz 1). Rechtsanwalt D.________ hat die Adresse der Beschwerdeführerin 2 mit 
Eingabe vom 30. September 2024 nachgeliefert (vgl. act. 3/4). Somit ist als Beschwerdefüh-
rerin 2 die "B.________ S.A." und nicht die "AL.________ SA" aufzuführen (die nach Anga-
ben des Konkursverwalters nur als Gläubigervertreterin verzeichnet ist, welche für sich keine 
Abtretung von Ansprüchen verlangen kann; vgl. act. 7 Rz 60). 

1.5 Die Beschwerdeführerin 3 wird in der Beschwerdeschrift korrekt als "C.________ GmbH" be-
zeichnet (vgl. act. 1 Rz 1, act. 3/2). Es besteht daher kein Anlass, die Parteibezeichnung in 
"C.________ LLC" zu ändern, wovon der Konkursverwalter offenbar ausgeht (vgl. act. 7 
Rz 64 ff.). 

Seite 6/17

2. Gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen dieses Gesetz den 
Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder 
eines Konkursamtes bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemes-
senheit Beschwerde geführt werden. Zur Beschwerdeführung ist legitimiert, wer durch die 
angefochtene Verfügung in seinen rechtlichen oder zumindest tatsächlichen Interessen be-
troffen und dadurch beschwert ist und deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe-
bung oder Abänderung der Verfügung hat (BGE 139 III 384 E. 2.1). 

Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, ihre Beschwerdelegitimation sei ohne Weiteres ge-
geben (vgl. act. 1 Rz 4 f., act. 10 Rz 42 ff.). Demgegenüber bestreitet der ausseramtliche 
Konkursverwalter die Beschwerdelegitimation sämtlicher Beschwerdeführer (vgl. act. 7 
Rz 36 ff.). Wie es sich damit verhält, kann aber letztlich offenbleiben, da die Beschwerde 
ohnehin abzuweisen ist, wie nachfolgend sogleich darzulegen ist. 

3. Die Beschwerdeführer beantragen, die Verfügung des ausseramtlichen Konkursverwalters 
der AE.________ AG in Liq. vom 13. September 2024 sei zu kassieren und an den Konkurs-
verwalter als Vorinstanz zur Neubeurteilung gemäss den Instruktionen des Obergerichts 
zurückzuweisen. 

3.1 Der ausseramtliche Konkursverwalter trat auf die von Rechtsanwalt D.________ gestellten 
Abtretungsbegehren nicht ein, weil diese nicht formgerecht eingereicht worden seien. Zur 
Begründung führte er aus, gemäss Gläubigerzirkular Nr. 3 seien Abtretungsbegehren nach 
Art. 260 SchKG bis zum 26. Juli 2024 schriftlich auf dem Postweg an die angegebene Adres-
se des ausseramtlichen Konkursverwalters zu stellen. Das Konkursrecht schreibe eine 
schriftliche Eingabe auf dem Postweg vor (Art. 33a SchKG e contrario). Elektronische Einga-
ben seien zwar zulässig, müssten jedoch nach Art. 33a Abs. 2 SchKG mit einer elektroni-
schen Signatur versehen werden. Rechtsanwalt D.________ habe alle seine Abtretungsbe-
gehren gemäss Art. 260 SchKG lediglich per E-Mail ohne elektronische Signatur eingereicht. 
Eine ergänzende schriftliche Eingabe an die im Zirkular angegebene Adresse sei bis heute 
nicht eingetroffen (vgl. act. 1/1 Rz 8 ff.). 

3.1.1 Dagegen bringen die Beschwerdeführer vor, die Eingabe sei fristgemäss an das handels-
registerliche Domizil der Konkursmasse in Baar gesandt worden. Dort sei sie allerdings in 
den Folgetagen wegen unbekannter Adresse an Rechtsanwalt D.________ retourniert wor-
den, nachdem die Konkursverwaltung offenbar keinen internen Zustellservice unterhalte. Die 
Konkursverwaltung habe es auch nicht für nötig befunden, für eine ordentliche interne Post-
zustellung zu sorgen, nachdem sie (die Beschwerdeführer) ebenfalls am 26. Juli 2024 die 
gesamte Eingabe dem Konkursverwalter auch via E-Mail zugesandt hätten (vgl. act. 1 
Rz 12 ff.). 

3.1.2 Gemäss Ziff. 2.2, Absatz 2, des Gläubigerzirkulars Nr. 3 müssen Abtretungsbegehren einzel-
ner Gläubiger folgende formelle Voraussetzungen erfüllen: "Abtretungsbegehren mit der ge-
nauen Bezeichnung der zur Abtretung begehrten Inventarnummern sind bis spätestens 
26. Juli 2024 (Datum des Poststempels einer schweizerischen Poststelle) mit genauer Be-
zeichnung der Ansprüche beim ausseramtlichen Konkursverwalter (Rechtsanwalt Prof. Dr. 
AF.________, AA.________) schriftlich zu stellen "(vgl. act. 1/1/7). Rechtsanwalt 

Seite 7/17

D.________ hat zwar eine schriftliche Eingabe verfasst, diese aber an die Domiziladresse 
der AE.________ GmbH in Liq. (AM.________; vgl. act. 1/1/5) statt an die im Gläubigerzirku-
lar Nr. 3 angegebene Adresse des ausseramtlichen Konkursverwalters gesandt. Damit hat er 
die formellen Anforderungen an die Abtretungsbegehren gemäss Gläubigerzirkular Nr. 3 
nicht erfüllt. Dass auch seine E-Mail-Eingabe vom 26. Juli 2024, die über keine elektronische 
Signatur verfügte, den Formerfordernissen nicht entsprach (vgl. auch Art. 34 Abs. 2 SchKG), 
bestreiten die Beschwerdeführer nicht. Folglich bleibt es dabei, dass die Abtretungsbegehren 
nicht formgerecht eingereicht wurden. 

3.2 Weiter trat der ausseramtliche Konkursverwalter auf die Abtretungsbegehren nicht ein, weil 
Rechtsanwalt D.________ die Gebühren für die von ihm verlangten Abtretungen nicht be-
zahlt habe. Bei der Nichtbezahlung der Abtretungsgebühr handle es sich nicht um eine feh-
lerhafte Eingabe (Art. 32 Abs. 4 SchKG), sondern um eine unterlassene Rechtshandlung 
durch einen Rechtsanwalt in Kenntnis der Säumnisfolgen, weshalb keine Nachfrist anzuset-
zen sei. Das Unterlassen der Rechtshandlung wiege umso schwerer, als Rechtsanwalt 
D.________ als Mitglied des Gläubigerausschusses bereits seit spätestens Mitte April 2024 
bekannt gewesen sei, dass der ausseramtliche Konkursverwalter die besagten Ansprüche 
den Gläubigern zur Abtretung gemäss Art. 260 SchKG offerieren werde. Rechtsanwalt 
D.________ habe damit mehr als drei Monate Zeit gehabt, um für die von ihm vertretenen 
Gläubiger korrekte Abtretungsbegehren gemäss Art. 260 SchKG auszuarbeiten, die notwen-
digen Zessionen beizubringen und die Zahlung der entsprechenden Abtretungsgebühren zu 
veranlassen (vgl. act. 1/1 Rz 12 ff.). 

3.2.1 Die Beschwerdeführer machen geltend, die Eingabe vom 26. Juli 2024 habe die Anfrage be-
inhaltet, welche Gebühr insgesamt zu überweisen gewesen wäre, nachdem man solches 
beim besten Willen nicht habe feststellen können. Beispielsweise werde im Gläubigerzirkular 
Nr. 3 die Inventarposition Nr. 8a aufgeführt, welche ihrerseits 18 Forderungspositionen ent-
halte. Allein hier stelle sich in guten Treuen die Frage, ob nun CHF 20.00 oder eben 
CHF 360.00 einzuzahlen gewesen wären. Abgesehen davon hätten sich die Beschwerdefüh-
rer vor und nach der Rückkehr aus den vierwöchigen Ferien des Konkursverwalters mehr-
mals um Klärung allenfalls noch offener Fragen zum Abtretungsbegehren von Ende Juli 
2024, darunter auch die Gebührenfrage, bemüht. Stossend sei auch, dass sich der Konkurs-
verwalter in den knapp drei Wochen vor Erlass der Verfügung vom 13. September 2024 
mehrmals telefonisch habe verleugnen lassen (act. 1 Rz 15 ff.). 

3.2.2 Ziff. 2.2, Absatz 3-5, des Gläubigerzirkulars Nr. 3 enthält folgende Passus: "Ebenfalls 
bis spätestens 26. Juli 2024 hat der Gläubiger, welcher ein Abtretungsbegehren stellt, 
CHF 20.00 Abtretungsgebühr pro abgetretener Inventarposition gemäss Art. 46 Abs. 1 lit. d 
der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (GebV 
SchKG) auf das folgende Konto zu leisten: […]. Die Zahlungsfrist ist eingehalten, wenn der 
Betrag spätestens am letzten Tag der Frist zugunsten der AE.________ GmbH in Liq. der 
schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet 
worden ist (Art. 143 Abs. 3 ZPO i.V.m. Art. 31 SchKG). Das Recht, die Abtretung zu verlan-
gen, gilt als verwirkt, wenn das Abtretungsbegehren und die Überweisung der Abtretungsge-
bühr von CHF 20.00 pro abgetretener Inventar-Position nicht fristgerecht erfolgen" (vgl. 
act. 1/1/7). Unbestrittenermassen haben die Beschwerdeführer die Abtretungsgebühren in-
nert angesetzter Frist nicht geleistet. Damit haben sie das Recht, die Abtretung zu verlangen, 

Seite 8/17

androhungsgemäss verwirkt. Daran ändert nichts, dass sich Rechtsanwalt D.________ beim 
Konkursverwalter um die Klärung offener Fragen im Zusammenhang mit den Abtretungsbe-
gehren von Ende Juli 2024 bemühte. Als vorsichtiger Rechtsanwalt hätte er zeitlich mit den 
Abtretungsbegehren eine Gebühr von CHF 20.00 pro verlangter Abtretung von Rechtsan-
sprüchen (vgl. Art. 46 Abs. 1 lit. d GebV SchKG) leisten müssen. 

3.3 Der ausseramtliche Konkursverwalter wies das Begehren um Abtretung an die C.________ 
GmbH ab mit der Begründung, es liege keine rechtsgenügende Unterzeichnung des Abtre-
tungsbegehrens gemäss Art. 260 SchKG vor. Er führte aus, Rechtsanwalt D.________ ver-
lange unter anderem die Abtretung für und an die C.________ GmbH, deren Gesellschafter 
und Geschäftsführer er sei. Das Abtretungsbegehren sei jedoch nicht vom gemäss Handels-
register als einziger Person zeichnungsberechtigten Rechtsanwalt D.________, sondern von 
einer anderen Person "i.V." unterschrieben worden. Damit sei das Abtretungsbegehren nicht 
rechtsgültig von der C.________ GmbH unterzeichnet und folglich nicht rechtsgültig gestellt 
worden. Bei Eingaben mit Formfehlern wie dem vorliegenden könnte nach Art. 32 Abs. 4 
SchKG eine Nachfrist zur Verbesserung angesetzt werden. Da die Abtretungsbegehren je-
doch in formeller und materieller Hinsicht zahlreiche weitere nicht korrigierbare Mängel auf-
weisen würden (wie noch zu zeigen sein werde), sei von diesem Schritt abzusehen (vgl. 
act. 1/1 Rz 21 ff). 

3.3.1 Die Beschwerdeführerin monieren, der Konkursverwalter verschweige, dass der Bürochef der 
Kanzlei, AN.________, für Rechtsanwalt D.________ in Stellvertretung signiert habe. Damit 
sei eine nach Art. 32 ff. OR gültige Unterschrift zustande gekommen. Allenfalls hätte der 
Konkursverwalter nach einer einschlägigen Vollmacht fragen müssen oder die Kanzlei-
Homepage konsultieren können, wo AN.________ als Bürochef aufgeführt sei. Solches sei 
umso angebrachter gewesen, als der Konkursverwalter die Abtretungseingabe auch mittels 
E-Mail als PDF-Kopie erhalten habe. Im Übrigen räume der Konkursverwalter selber ein, 
dass er eine Nachfrist zur Behebung der angeblich ungenügenden Unterschriftensituation 
hätte setzen müssen (vgl. act. 1 Rz 21 ff.). 

3.3.2 Art. 32 Abs. 4 SchKG bestimmt, dass schriftliche Eingaben, welche an verbesserlichen Feh-
lern leiden, nachträglich korrigiert werden können. Dies ist eine verfahrensrechtliche Selbst-
verständlichkeit, welche sich aus dem Verbot des überspitzten Formalismus ergibt (Art. 29 
Abs. 2 BV). Demnach können mangelhafte Eingaben wie etwa fehlende notwendige Unter-
schriften, Vollmachen oder Beilagen oder ungenügende Anzahl von Exemplaren sowie unkla-
re Rechtsbegehren oder Anträge nachträglich korrigiert werden (vgl. Nordmann/Oneyser, 
a.a.O., Art. 32 SchKG N 15 und 15b). Folglich wäre der Konkursverwalter an sich verpflichtet 
gewesen, Rechtsanwalt D.________ eine Nachfrist anzusetzen, um eine Vollmacht für 
AN.________ nachzureichen oder selbst zu unterschreiben. Da die Eingabe aber weitere 
nicht korrigierbare Mängel aufwies (was sogleich darzulegen ist), konnte auf die Nachfristan-
setzung verzichtet werden. 

3.4 Die Beschwerdeführer bringen vor, dem Konkursverwalter habe im Juni 2024 die gesamte 
Abtretungs- und Zessionsdokumentation im Entwurf zur Prüfung vorgelegen. Der Konkurs-
verwalter samt dem Gläubigerausschuss habe um das anvisierte Pooling via die Beschwer-
deführerin C.________ GmbH, demnach um das konzeptionelle Vorgehen mittels sog. Mehr-
fachabtretungen gewusst. Zuvor habe er gegen 18 Monate lang die von Rechtsanwalt 

Seite 9/17

D.________ verlangte Abtretung der Inventarposten mit der Nr. 8a et seq. mit fadenscheini-
gen Argumenten verweigert, bis die Verjährung gedroht habe. Es mache den Anschein, dass 
die Konkursverwaltung und der Gläubigerausschuss versuchen würden, mittels der hier in-
kriminierten Abweisung den Parteiwechsel weg von den beiden Beschwerdeführerinnen 
A.________ und B.________ S.A. hin zur Konkursmasse der AE.________ GmbH in Liq. im 
Umfang von gegen CHF 300 Mio. zu bewerkstelligen. Die Verfügung vom 13. September 
2024 sei alleine wegen dieser treuwidrigen Konkursführung bzw. treuwidriger Aufsicht über 
den Konkursverwalter durch den Gläubigerausschuss aufzuheben. Sie (die Beschwerdefüh-
rer) seien über die angeblich unzulässige Mehrfachabtretung in Verletzung des rechtlichen 
Gehörs gemäss Art. 29 BV im Dunkeln gelassen worden (vgl. act. 1 Rz 26 ff.). 

3.4.1 Der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits der 
Sachaufklärung und stellt anderseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim 
Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu 
gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheids 
zur Sache zu äussern (BGE 142 I 86 E. 2.2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formel-
ler Natur, womit seine Verletzung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmit-
tels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids 
führt (BGE 135 I 187 E. 2.2 m.H.). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht 
grundsätzlich kein Anspruch der Parteien, zur rechtlichen Würdigung der durch sie in den 
Prozess eingeführten Tatsachen noch besonders angehört zu werden. Ebenso wenig folgt 
aus dem Gehörsanspruch, dass die Parteien vorgängig auf den für den Entscheid wesentli-
chen Sachverhalt hinzuweisen wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_385/2021 vom 13. 
Januar 2022 E. 6.2.3 m.H.). 

Aus den Akten geht hervor, dass Rechtsanwalt D.________ dem Konkursverwalter am 
3. Juni 2024 per E-Mail die Entwürfe zu den Abtretungsbegehren nach Art. 260 SchKG vor-
legte mit der Bitte um zeitnahe Prüfung, ob die Konkursverwaltung die so verfassten Anmel-
dungen an die Hand nehmen könne. Die E-Mail enthielt den Hinweis, dass die zwei Gläubi-
gergruppen A.________ und B.________ S.A. zuhanden des Konkursverwalters noch Excel-
tabellen einreichen würden, welche auf die jeweils abgetretenen Forderungen gemäss Gläu-
bigerinventar verweisen würden (vgl. act. 1/8). Damit ersuchten die Beschwerdeführer den 
Konkursverwalter um rechtliche Würdigung der von ihnen geplanten Abtretungsbegehren. 
Wie dargelegt, bezieht sich der Anspruch auf rechtliches Gehör in der Regel nur auf den 
rechtserheblichen Sachverhalt und nicht auf die rechtliche Würdigung desselben. Inwiefern 
eine vorgängige Anhörung trotzdem erforderlich gewesen sein soll, legen die Beschwerde-
führerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Daher stellt es keine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs dar, wenn sich der Konkursverwalter nicht vorgängig zu den geplanten Abtre-
tungsbegehren der Beschwerdeführer äusserte. 

3.4.2 Sind die Voraussetzungen für eine Abtretung erfüllt (Verzicht der Gläubigergesamtheit und 
rechtzeitiges Abtretungsbegehren), hat der antragstellende Gläubiger einen Anspruch auf 
Abtretung. Das Abtretungsbegehren ist indes kein Gestaltungsrecht. Die Abtretung erfolgt 
durch formelle Verfügung der Konkursverwaltung auf dem dafür vorgeschriebenen Formular 
Nr. 7K und unter den in diesem Formular festgehaltenen Bedingungen. Der Konkursverwal-
tung kommt dabei eine gewisse Prüfungsbefugnis zu (vgl. Bachofner, Basler Kommentar, 
3. A. 2021, Art. 260 SchKG N 52). Daraus kann indes keine Pflicht des Konkursverwalters 

Seite 10/17

abgeleitet werden, die Beschwerdeführer über die angeblich unzulässige Mehrfachabtretung 
vor Erlass seiner Verfügung zu informieren. Eine unrichtige Rechtsanwendung kann in der 
Nichtanhörung der Beschwerdeführer vor Erlass der Verfügung vom 13. September 2024 
nicht erblickt werden. 

3.4.3 Nachdem das Verhalten des Konkursverwalters weder eine Gehörsverletzung begründete 
noch eine unrichtige Rechtsanwendung darstellte, ist nicht ersichtlich, inwiefern damit der 
Grundsatz von Treu und Glauben verletzt worden sein soll. 

3.5 Weiter wies der Konkursverwalter das Abtretungsbegehren an die C.________ GmbH mit der 
Begründung ab, diese habe keine Gläubigerstellung. Betreffend Inventar Nr. 14 verlange 
Rechtsanwalt D.________ die Abtretung gemäss Art. 260 SchKG für die AI.________ AG, 
die A.________ sowie die B.________ S.A. Betreffend Inventar Nr. 8a, 13 und 15 verlange 
Rechtsanwalt D.________ die Abtretung gemäss Art. 260 SchKG für die C.________ GmbH. 
Er mache dabei geltend, dass die Gläubiger AI.________ AG, A.________ sowie 
B.________ S.A. ihre jeweiligen Ansprüche gegenüber der AE.________ GmbH in Liq. pri-
vatrechtlich an die C.________ GmbH zediert hätten. Mit anderen Worten machten die 
AI.________ AG, die A.________ sowie die B.________ S.A. bezüglich Inventar Nr. 14 ihre 
Ansprüche einmal für sich selbst geltend, wollten aber gleichzeitig hinsichtlich Inventar 
Nrn. 8a, 13 und 15 ihre Forderungen gemäss Art. 164 ff. OR zediert haben. Das sei wider-
sprüchlich respektive logisch unmöglich: Eine privatrechtliche Zession bewirke, dass die For-
derung aus dem Vermögen des Zedenten vollständig in das Vermögen des Zessionars über-
gehe (Gläubigerwechsel). Mit der erfolgreichen Zession verliere der Zedent die Verfügungs-
macht und er könne seine Ansprüche nicht mehr im eigenen Namen geltend machen. Die 
Forderung könne somit nur vollständig (mit sämtlichen Vorzugs- und Nebenrechten) oder 
überhaupt nicht übertragen werden. Die geltend gemachten Zessionen an die C.________ 
GmbH seien nicht vollumfänglich, sondern auf einzelne Inventarposten beschränkt. Ohne 
vollumfänglich Zession finde jedoch gar keine Zession an die C.________ GmbH statt. Die 
vorhandenen Zessionserklärungen der Weber-Thedy AG, der A.________ sowie der 
B.________ S.A. bewirkten keine Zession und es sei somit kein Gläubigerwechsel erfolgt 
(vgl. act. 1/1 Rz 24 ff.). 

Auch das Abtretungsbegehren an die A.________ wies der Konkursverwalter ab mit der Be-
gründung, es fehle die Gläubigerstellung. Aus den Unterlagen zu den 20 geltend gemachten 
Zessionen ergebe sich unzweideutig, dass die entsprechenden Gläubiger ihre Forderungen 
gegenüber der AE.________ GmbH in Liq. lediglich in Bezug auf Inventar Nr. 14 und damit 
nicht vollständig an die A.________ hätten zedieren wollen. Äussere sich der Zedent (wie 
vorliegend die 20 Gläubiger) dahingehend, dass keine vollständige Zession gewünscht sei, 
so bestehe keine rechtsgültige Zession. Vielmehr sei in Zweifelsfällen davon auszugehen, 
dass materiell-rechtlich gar keine Zession vorliege. Mangels gültiger privatrechtlicher Zession 
sei die A.________ im Sinne des Gesagten nicht Gläubigerin der AE.________ GmbH in Liq. 
und daher nicht zum Stellen von Abtretungsbegehren gemäss Art. 260 SchKG legitimiert 
(act. 1/1 Rz 34 ff.).  

3.5.1 Dagegen bringen die Beschwerdeführer Folgendes vor (act. 1 Rz 36 ff.):

Seite 11/17

3.5.1.1 Der Konkursverwalter übersehe, dass bei einem Vorbehalt zugunsten späterer Resteintrei-
bung keine echte Zession vorliege, sondern blosse Vollmacht zur Eintreibung der Forderung. 
Damit werde mit anderen Worten nur die Situation der Prozessstandschaft nach Art. 260 
SchKG beschrieben. So habe die deutsche "Mittelstandsgläubigerin" T.________ in ihren 
Zessionstext nur aufgenommen, was mit der Prozessstandschaft nach Art. 260 SchKG un-
weigerlich verbunden sei: dass der Zessionar nach Art. 260 SchKG Gläubiger im Konkurs-
verfahren bleibe, weil er im Rahmen der fehlenden oder nur teilweisen Befriedigung nach 
Art. 260 SchKG weiterhin Gläubiger im Konkursverfahren sei. 

3.5.1.2 Letztlich bemängle der Konkursverwalter die von den deutschen "Mittelstandsgläubigern" – 
gepoolt in der A.________ – verfertigten Zessionserklärungen nach Art. 164 ff. OR deswe-
gen, weil dieselben sich nur auf die Staatshaftungsansprüche gemäss Inventarposition Nr. 14 
beziehen würden. Auch hierfür gebe es eine Erklärung. Die Bemühungen um das Pooling 
seien Ende des Jahres 2023 abgeschlossen worden. Im Dezember 2023 sei einzig klar ge-
wesen, dass die Staatshaftungsansprüche im Sinne von Art. 260 SchKG abgetreten würden. 
Erst im April 2024 sei dies auch hinsichtlich der übrigen Abtretungsansprüche beschlossen 
worden, ohne dass die bereits erfolgten Zessionen erweitert worden seien. Es wäre der Kon-
kursverwaltung ohne weiteres möglich gewesen, auf diesen Mangel in den Wochen nach 
dem erfolgten Abtretungsgesuch von Ende Juli 2024 hinzuweisen. Es sei auch der Konkurs-
verwalter gewesen, der im Frühjahr 2024 auf der Einreichung der vorgängigen Abtretungsur-
kunden nach den Art. 164 ff. OR beharrt habe, obwohl nach Art. 167 OR blosse Notifikati-
onserklärungen der Beschwerdeführer ausgereicht hätten. 

3.5.1.3 Mit ihrem "verstockten Handling" der strittigen Abtretungen gemäss Art. 164 ff. OR bzw. 
den Prozessstandschaften nach Art. 260 SchKG würden die Konkursverwaltung und der 
Gläubigerausschuss auch der Gläubigermehrheit schaden. Denn die Vergleiche hinsichtlich 
der vier Inventarpositionen Nr. 8a et seq. würden nur mit einer 20-prozentigen-Überschuss-
beteiligung der Konkursmasse abgeschlossen. 

3.5.2 Dieser Argumentation kann aus nachfolgenden Gründen nicht gefolgt werden: 

3.5.2.1 Rechtsanwalt D.________ verlangte betreffend Inventar Nr. 14 die Abtretung gemäss 
Art. 260 SchKG für die AI.________ AG, die A.________ sowie die B.________ S.A. 
(act. 1/1/4). Betreffend Inventar Nr. 8a, 13 und 15 verlangte er die Abtretung gemäss Art. 260 
SchKG für die C.________ GmbH. Er machte dabei geltend, dass die Gläubiger AI.________ 
AG, A.________ sowie B.________ S.A. ihre jeweiligen Ansprüche gegenüber der 
AE.________ GmbH in Liq. privatrechtlich an die C.________ GmbH zediert hätten 
(act. 1/1/5). Demnach machen die AI.________ AG, die A.________ sowie die B.________ 
S.A. bezüglich Inventar Nr. 14 ihre Ansprüche für sich selbst geltend, wollen aber gleichzeitig 
hinsichtlich Inventar Nrn. 8a, 13 und 15 ihre Forderungen gemäss Art. 164 ff. OR zediert ha-
ben (vgl. act. 1/1 Rz 24 f.). Dies ist rechtlich nicht zulässig. Die Prozessführungsbefugnis 
nach Art. 260 SchKG ist ein Nebenrecht der kollozierten Konkursforderung i.S.v. Art. 170 OR 
und hängt mit dieser untrennbar zusammen. Mit der Zession oder Subrogation der kollozier-
ten Forderung geht auch das Recht auf Abtretung nach Art. 260 SchKG bzw. die bereits ab-
getretene Prozessführungsbefugnis auf den Rechtsnachfolger über (vgl. Bachofner, a.a.O., 
Art. 260 SchKG N 42). Daraus folgt, dass eine kollozierte Forderung eines Gläubigers nur als 
Ganzes und zusammen mit der Prozessführungsbefugnis zediert werden kann (Art. 164 ff. 

Seite 12/17

OR). Die geltend gemachten Zessionen an die C.________ GmbH sind auf einzelne inventa-
risierte Forderungen beschränkt. Ohne Zession der kollozierten Forderung als Ganzes und 
zusammen mit der Prozessführungsbefugnis fand jedoch keine gültige Abtretung gemäss 
Art. 164 ff. OR an die C.________ GmbH statt. Die Zessionserklärungen der AI.________ 
AG, der A.________ sowie der B.________ S.A. bewirkten demnach keine Zessionen. Ent-
sprechend fand kein Gläubigerwechsel statt. Mangels gültiger Zession nach Art. 164 ff. OR 
ist die C.________ GmbH nicht Gläubigerin der AE.________ GmbH in Liq. geworden und 
mangels Gläubigerstellung nicht befugt, Abtretungsbegehren gemäss Art. 260 SchKG zu 
stellen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, dass der Konkursverwalter in 
Bezug auf die C.________ GmbH die gestellten Abtretungsbegehren gemäss Art. 260 
SchKG abgewiesen hat. Die ergänzenden Vorbringen der Beschwerdeführer in der Stellung-
nahme vom 4. November 2024 (insbesondere nachträgliche Genehmigung des Vertretungs-
verhältnisses, Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und Anscheinsvollmacht; vgl. 
act. 10 Rz 66 ff.) können im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr berücksichtigt 
werden, da sie nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist und damit verspätet erfolgten 
(vgl. dazu auch E. 3.6.2). 

3.5.2.2 Die Beschwerdeführer behaupten, die A.________ sei Prozessstandschafterin der 
T.________ i.S.v. Art. 260 SchKG geworden. Dies ist rechtlich nicht möglich. Ein Gläubiger 
kann nach Art. 260 SchKG ausschliesslich Prozessstandschafter der Gemeinschuldnerin 
werden, aber nicht Prozessstandschafter eines Dritten. Das Prozessführungsrecht ist ein 
Nebenrecht der Konkursforderung im Sinne von Art. 170 OR. Wird die Konkursforderung ze-
diert, geht auch die Prozessführungsbefugnis auf den Zessionar über. Es ist nicht möglich, 
das Prozessführungsrecht ohne die Konkursforderung abzutreten (vgl. Ziff. 1 der Bedingun-
gen auf dem Formular Nr. 7K; Bachofner, a.a.O., Art. 260 SchKG N 69).

3.5.2.3 Weiter stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die von den deutschen "Mit-
telstandsgläubigern" – gepoolt in der A.________ – verfertigten Zessionserklärungen nach 
Art. 164 ff. OR seien gültig, auch wenn sie sich nur auf die Staatshaftungsansprüche gemäss 
Inventarposition Nr. 14 beziehen würden. Dem kann nicht gefolgt werden. Wie dargelegt, 
kann die kollozierte Konkursforderung nur als Ganzes und nur zusammen mit der Prozess-
führungsbefugnis zediert werden. Äussern sich die Gläubiger dahingehend, dass sie ihre im 
Konkurs angemeldeten Forderungen an die A.________ zedieren, "soweit damit Verantwort-
lichkeitsansprüche gegenüber der Schweizerischen Eidgenossenschaft […] geltend gemacht 
werden" ([Inventarposition Nr. 14], vgl. act. 1/1/4, Schreiben der AJ.________ GmbH), so 
besteht keine vollständige Zession und es erfolgte kein Gläubigerwechsel. Das Gleiche gilt 
auch, soweit andere Gläubiger in der Notifikation festhalten, dass die Zession ausschliesslich 
zum Zweck der Geltendmachung der Ansprüche gegenüber der Eidgenossenschaft erfolgen 
soll (act. 1/1/4, Schreiben der AO.________ AG). Entgegen der Ansicht der Beschwerdefüh-
rer ist nicht zu beanstanden, dass der Konkursverwalter auf der Einreichung der Abtretungs-
urkunden nach den Art. 164 ff. OR beharrte und "nach Art. 167 OR blosse Notifikationser-
klärungen der Beschwerdeführer" nicht genügen liess (vgl. act. 1 Rz 45). Art. 167 OR befasst 
sich mit der Stellung des Schuldners, der gutgläubig an einen Zedenten leistet, und ist vor-
liegend nicht einschlägig. Soweit die Beschwerdeführerin 1 in der Replik vom 4. November 
2024 erstmals die Einholung und Nachreichung aller weiteren Zessionserklärungen offeriert 
(vgl. act. 10 Rz 61), kann sie damit nicht mehr gehört werden, da die Beweisofferte nach Ab-
lauf der 10-tägigen Beschwerdefrist und damit verspätet erfolgte (vgl. dazu auch E. 3.6.2). 

Seite 13/17

3.5.2.4 Schliesslich bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass lediglich eine Vollmacht zur Eintrei-
bung der Forderungen vorliegen soll, wie die Beschwerdeführer behaupten (vgl. act. 1 
Rz 37). Hat sich der Zedent das Recht vorbehalten, die Forderung auch nach der "Zession" 
im eigenen Namen geltend zu machen, ist zwar im Zweifelsfall anzunehmen, dass keine ech-
te Zession vorliegt, sondern eine Vollmacht an den "Zessionar" zur Eintreibung der Forde-
rung oder eine befristete bzw. bedingte Zession, wenn der Vorbehalt nur für einen gewissen 
Zeitraum gemacht worden ist (vgl. Girsberger/Hermann, Basler Kommentar, 7. A. 2020, 
Art. 164 OR N 46 m.H.). Im vorliegenden Fall wird in den Erklärungen der Gläubiger indes 
ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine "Abtretung nach Art. 145 IPRG in 
Verbindung mit Art. 164 ff. OR" handle (vgl. act. 1/1/4). Folglich besteht kein Zweifel daran, 
dass eine Zession nach Art. 164 ff. OR und keine Vollmacht an den "Zessionar" zur Eintrei-
bung der Forderung gewollt war. 

3.5.2.5 Nach dem Gesagten ist auch die Abweisung der Abtretungsbegehren der A.________ nicht 
zu beanstanden. 

3.6 Der Konkursverwalter wies das Abtretungsbegehren der B.________ S.A. mangels Existenz 
der B.________ S.A., mangels Bevollmächtigung von Rechtsanwalt D.________ und man-
gels Gläubigereigenschaft der B.________ S.A. ab. Zur Begründung der fehlenden Bevoll-
mächtigung führte er aus, Rechtsanwalt D.________ habe die eingereichten Unterlagen 
(insbesondere die Vollmacht sowie die Urkunde über die Zession an die C.________ GmbH) 
nicht unterzeichnet. Die fehlende Rechtspersönlichkeit begründete er damit, dass gemäss 
Handelsregister in der Schweiz keine Gesellschaft oder Zweigniederlassung mit der Be-
zeichnung B.________ S.A. bestehe. Die fehlende Gläubigerstellung der B.________ S.A. 
leitete er daraus ab, dass gemäss Handelsregister in der Schweiz zwar eine AL.________ 
SA existiere, welche im Konkursverfahren über die AE.________ GmbH in Liq. verzeichnet 
sei. Allerdings handle es sich bei der AL.________ SA im laufenden Konkursverfahren um 
eine Gläubigervertreterin und diese könne für sich selbst keine Gläubigerrechte wie bei-
spielsweise die Abtretung gemäss Art. 260 SchKG von Ansprüchen geltend machen. Selbst 
bei Ansetzung einer Nachfrist nach Art. 32 Abs. 4 SchKG an Rechtsanwalt D.________ zur 
Nachreichung einer unterzeichneten Vollmacht der AL.________ SA wäre diese als blosse 
Gläubigervertreterin nicht zum Begehren um Abtretung gemäss Art. 260 SchKG an sich 
selbst legitimiert (act. 1/1 Rz 44 ff.).  

3.6.1 Die Beschwerdeführer monieren, dem Konkursverwalter sei der Forderungskomplex hinsicht-
lich der B.________ S.A. bestens bekannt. Er habe die ihm rechtzeitig und mehrmals ange-
botenen Beweise zu den hier interessierenden Zessionen nicht abnehmen wollen. Entspre-
chend seien die verfassungsmässigen Rechte der B.________ S.A., insbesondere das Recht 
auf Äusserung sowie das Recht auf Mitwirkung an der Beweisführung, verweigert worden. 
Eine Rechtsverletzung nach Art. 17 SchKG sei auch hier erstellt (vgl. act. 1 Rz 48 ff.). 

3.6.2 Rechtsanwalt D.________ hat mit Eingabe vom 4. November 2024 die Vollmacht der 
B.________ S.A. eingereicht (vgl. act. 10/13). Das Novenrecht im Beschwerdeverfahren 
gemäss Art. 17 SchKG richtet sich nach kantonalem Recht. Ein striktes Novenverbot für die 
erste oder einzige Aufsichtsbehörde wäre aber angesichts der Tatsache, dass das Amt vor 
der Verfügung in der Regel weder die Parteien anhört noch ein eigentliches Beweisverfahren 

Seite 14/17

durchführt, und vor dem Hintergrund des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 
SchKG) unzulässig. Soweit das kantonale Verfahren für das Beschwerdeverfahren die Be-
stimmungen von Art. 319 ff. ZPO als massgeblich erklärt, kann Art. 326 Abs. 1 ZPO somit 
nicht gelten. Das kantonale Recht bestimmt auch, bis zu welchem Zeitpunkt neue Vorbringen 
zulässig sind (vgl. Cometta/Möckli, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 20a SchKG N 40g). 
Im Kanton Zug richtet sich das Verfahren vor der Beschwerdeabteilung nach den Vorschrif-
ten des SchKG und im Übrigen nach der ZPO (vgl. § 16 EG SchKG). Nach allgemeiner Pra-
xis findet im Beschwerdeverfahren nur ein einfacher Schriftenwechsel statt (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5P.41/2003 vom 16. April 2003 E. 2.1 m.H.). Die Beschwerdeführer hätten 
somit sämtliche beschwerdebegründenden Tatsachen bereits in der Beschwerde vorbringen 
müssen. Die Vollmacht der B.________ S.A. wurde zusammen mit der Eingabe von Rechts-
anwalt D.________ vom 4. November 2024 und damit nach Ablauf der 10-tägigen Be-
schwerdefrist eingereicht, weshalb sie verspätet ist. Die Vollmacht der B.________ S.A. kann 
daher nicht mehr berücksichtigt werden. 

3.6.3 Weiter hat Rechtsanwalt D.________ im Nachgang zur Beschwerde mit Eingabe vom 
30. September 2024 einen Creditreform-Auszug der B.________ S.A. eingereicht (act. 3 und 
3/4). Auch diese Eingabe ist verspätet und kann nicht mehr berücksichtigt werden. Selbst 
wenn der Creditreform-Auszug berücksichtigt würde, liesse sich damit der Beweis für die 
Rechtspersönlichkeit der B.________ S.A. nicht erbringen, handelt es sich doch um eine Be-
scheinigung einer Inkassofirma und nicht um einen Auszug aus einem öffentlichen Register. 

3.6.4 Schliesslich liegen auch keine Beweismittel vor, wonach die im Konkursverfahren angemel-
deten Forderungen verkauft oder zediert worden sind. Für einen sonstigen Gläubigerwechsel 
bestehen ebenfalls keine Anhaltspunkte. Auch im Geltungsbereich der Untersuchungsmaxi-
me (Art. 20 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG) hat der Beschwerdeführer insofern bereits von sich aus bei 
der Sachverhaltsfeststellung mitzuwirken, als er die Aufsichtsbehörde über die wesentlichen 
Tatsachen zu unterrichten und die ihm zugänglichen Beweismittel anzugeben hat (vgl. Co-
metta/Möckli, a.a.O., Art. 20a SchKG N 9 m.H.). Es genügt daher nicht, wenn die Beschwer-
deführer behaupten, der Konkursverwalter wisse sehr wohl um den Gläubigerwechsel. Hierzu 
hätten sie Beweise vorlegen müssen. 

3.6.5 Aus all diesen Gründen ist auch die Abweisung der Abtretungsbegehren der B.________ 
S.A. nicht zu beanstanden. 

3.7 Soweit sich die Beschwerdeführer zur "resultatmässigen Ungleichbehandlung" gegenüber 
der Mitgläubigerin AI.________ AG äussern (vgl. act. 1 Rz 53), kann darauf nicht eingetreten 
werden, wird doch der Konkursverwalter über die Abtretungsbegehren der AI.________ AG 
mit separater Verfügung entscheiden (vgl. act. 1/1 Rz 31). 

4. Die Beschwerdeführer verlangen, die "Verfügung" des Gläubigerausschusses der 
AE.________ AG in Liq. vom 24. September 2024 sei zu kassieren und an den Gläubige-
rausschuss gemäss den Instruktionen des Obergerichts zurückzuweisen. 

4.1 Sie machen geltend, die "Verfügung" des Gläubigerausschusses vom 24. September 2024 
sei ihnen lediglich per E-Mail zugestellt worden. Sie habe keine Rechtsmittelbelehrung und 
(wenn überhaupt) bloss eine pauschale Begründung enthalten. All diese Punkte seien je für 

Seite 15/17

sich Verletzungen des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV. Allenfalls führe die fehlen-
de Zustellung gar zu einer Nichtigkeit der "Verfügung". Damit sei eine Verletzung von gesetz-
lichen Bestimmungen im Sinne der unter Art. 17 SchKG vorgetragenen Beschwerdegründe 
ohne Weiteres dargetan (vgl. act. 1 Rz 8 ff.). 

4.2 Unter einer Verfügung im Sinne von Art. 17 SchKG ist nach der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts eine bestimmte behördliche Handlung in einem konkreten zwangsvollstreckungs-
rechtlichen Verfahren zu verstehen, die in Ausübung amtlicher Funktion ergeht und die fragli-
che Zwangsvollstreckung in rechtlicher Hinsicht beeinflusst; sie wirkt nach aussen und be-
zweckt, das Zwangsvollstreckungsverfahren voranzutreiben oder abzuschliessen (BGE 142 
III 425 E. 3.3). Blosse Meinungsäusserungen, Mitteilungen, Willenserklärungen oder Ab-
sichtserklärungen gelten nicht als Verfügungen (vgl. Cometta/Möckli, a.a.O., Art. 17 SchKG 
N 18). 

Die E-Mail von Rechtsanwalt AH.________ vom 24. September 2024 an Rechtsanwalt 
D.________ stellt keine beschwerdefähige Verfügung i.S.v. Art. 17 Abs. 1 SchKG dar. Sie 
wird nicht als Verfügung bezeichnet und enthält weder eine Begründung noch eine Rechts-
mittelbelehrung. Als Mitglied des Gläubigerausschusses übte Rechtsanwalt AH.________ 
zwar eine amtliche Funktion aus, beeinflusste aber die Zwangsvollstreckung der 
AE.________ GmbH in Liq. in rechtlicher Hinsicht nicht. Er wirkte weder nach aussen und 
trieb das Zwangsvollstreckungsverfahren weder voran noch schloss er es ab. Es handelte 
sich um eine blosse Mitteilung eines Mitglieds des Gläubigerausschusses an ein anderes 
Mitglied des Gläubigerausschusses, das sich wegen eines Interessenskonflikts im Ausstand 
befand. Somit liegt kein gültiges Anfechtungsobjekt vor. Folglich ist auf die Beschwerde nicht 
einzutreten. 

4.3 Hinzu kommt Folgendes: Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann sich eine Be-
schwerde nicht gegen Entscheidungen des Gläubigerausschusses, sondern lediglich gegen 
den Vollzug des Entscheides durch die Konkursverwaltung richten (vgl. BGE 95 III 30 E. 2; 
a.M. Bürgi, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. A. 2014, Art. 239 SchKG N 4). 
Auch aus diesem Grund kann auf die Beschwerde gegen die E-Mail von Rechtsanwalt 
AH.________ als Vertreter des Gläubigerausschusses vom 24. September 2024 nicht einge-
treten werden. 

4.4 Der Einwand von Rechtsanwalt D.________ in seiner Eingabe vom 4. November 2024, die 
"Verfügung" des Gläubigerausschusses vom 24. September 2024 sei als Realakt im Sinne 
von Art. 5 VwVG zu verstehen und gegen die Vornahme eines Realaktes bestehe grundsätz-
lich gerichtlicher Rechtsschutz (Art. 29a BV, Art. 6 und 13 EMRK; vgl. act. 10 Rz 14 ff.), kann 
nicht gehört werden, da er nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist und damit verspätet 
erfolgte (vgl. dazu auch E. 3.6.2). Im Übrigen ist der Einwand auch unbegründet. Der verfas-
sungsmässige Anspruch auf richterliche Beurteilung von Rechtsstreitigkeiten besteht nicht 
absolut. Einschränkungen des Zugangsrechts zur gerichtlichen Beurteilung von Rechtsstrei-
tigkeiten sind zulässig. Zu solchen Einschränkungen führen nicht nur Vorschriften über Fris-
ten und Formen, sondern auch Kostenvorschüsse und Sicherheitsleistungen sowie die im 
Verwaltungsrecht bekannten Prozessvoraussetzungen zum Anfechtungsobjekt und zur Be-
schwerdelegitimation (vgl. Waldmann, Basler Kommentar, 2015, Art. 29a BV N 17 und 28). 
Wie in E. 4.2 dargelegt, stellt die E-Mail von Rechtsanwalt AH.________ an Rechtsanwalt 

Seite 16/17

D.________ vom 24. September 2024 kein zulässiges Anfechtungsobjekt dar. Vor diesem 
Hintergrund kann sich Rechtsanwalt D.________ nicht auf die Rechtsweggarantie von 
Art. 29a BV berufen. 

4.5 Bei dieser Sach- und Rechtslage kann offenbleiben, ob die beiden Mitglieder des Gläubige-
rausschusses, Rechtsanwalt AH.________ und Rechtsanwalt AG.________, bzw. der Gläu-
bigerausschuss überhaupt passivlegitimiert sind, wie Rechtsanwalt D.________ behauptet 
(vgl. act. 10 Rz 2 ff.) und was der Konkursverwalter und die beiden anderen Mitglieder des 
Gläubigerausschusses bestreiten (act. 7 Rz 34 f.; act. 8 Rz 7 ff.). 

5. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen die Verfügung des ausseramtlichen Konkurs-
verwalters der AE.________ AG in Liq. vom 13. September 2024 abzuweisen. Auf die Be-
schwerde gegen die "Verfügung" des Gläubigerausschusses der AE.________ AG in Liq. 
vom 24. September 2024 ist nicht einzutreten. 

6. Damit ist auch dem Antrag der Beschwerdeführer, der ausseramtliche Konkursverwalter so-
wie die beiden Mitglieder des Gläubigerausschusses, AG.________ und AH.________, seien 
wegen bös- bzw. mutwilliger Prozessführung mit Bussen von insgesamt CHF 4'500.00 zu be-
legen, "solches unter Einziehung zugunsten der Beschwerdeführerinnen", von vornherein die 
Grundlage entzogen. 

Im Übrigen bezieht sich der Vorbehalt bös- oder mutwilliger Prozessführung gemäss Art. 20a 
Abs. 2 Ziff. 5 SchKG nur auf eine Partei oder ihren Vertreter, nicht aber auf die Vollstre-
ckungsorgane wie den ausseramtlichen Konkursverwalter und die Mitglieder des Gläubige-
rausschusses bzw. den Gläubigerausschuss. Diesen Vollstreckungsorganen können keine 
Bussen auferlegt werden. Zudem legen die Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht er-
sichtlich, inwiefern "Mutwilligkeit" oder "Böswilligkeit" vorliegen soll. Vielmehr grenzt der Vor-
wurf des bös- oder mutwilligen Prozessierens seinerseits an Mutwilligkeit.  

7. Das Verfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs ist 
– von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen (vgl. E. 7) – kostenlos (Art. 20a Abs. 2 
Ziff. 5 SchKG). Parteientschädigungen dürfen nicht zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 
GebV SchKG).

Seite 17/17

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde gegen die Verfügung des ausseramtlichen Konkursverwalters der 
AE.________ AG in Liq. vom 13. September 2024 wird abgewiesen. 

2. Auf die Beschwerde gegen die "Verfügung" des Gläubigerausschusses der AE.________ AG 
in Liq. vom 24. September 2024 wird nicht eingetreten. 

3. Das Begehren, es seien der ausseramtliche Konkursverwalter AF.________ sowie die bei-
den Mitglieder des Gläubigerausschusses, AG.________ und AH.________, wegen bös- 
bzw. mutwilliger Prozessführung mit Bussen von insgesamt CHF 4'500.00 zu belegen, wird 
abgewiesen. 

4. Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen zugesprochen. 

5. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

6. Mitteilung an:
- Beschwerdeführer (z.H. von Rechtsanwalt D.________)
- Rechtsanwalt AF.________ als ausseramtlicher Konkursverwalter der AE.________ 

GmbH in Liq. 
- Rechtsanwalt AB.________ 
- Rechtsanwalt AC.________ 

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

versandt am: