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**Case Identifier:** 2011753b-2830-5e02-a7f1-837f117d6a32
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.01.2023 200 2022 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-76_2023-01-23.pdf

## Full Text

200 22 76 UV
MAK/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 23. Januar 2023

Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. jur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG 
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Januar 2023, UV/22/76, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) ist bei der C.________ AG als ... angestellt und dadurch bei der 
AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versi-
chert (Akten der AXA [act. II] A1; A34 S. 2 Ziff. 1.1). 

Gemäss Schadenmeldung UVG vom 7. April 2021 knickte der Versicherte 
am 16. März 2021 mit dem rechten Fuss um und verletzte sich daselbst 
(act. II A1). Im gleichentags notfallmässig konsultierten Spital D.________ 
wurde eine Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) rechts bei Status 
nach Supinationstrauma am 16. März 2021 diagnostiziert (act. II M3). Die 
AXA anerkannte ihre Leistungspflicht, indem sie für die Heilungskosten 
aufkam und Taggelder ausrichtete (act. II A2; A34 S. 6 Ziff. 2.3.7). In der 
weiteren Folge war der Heilungsverlauf protrahiert, so dass die AXA das 
Dossier ihrem beratenden Arzt, Dr. med. E.________, Facharzt für Chirur-
gie, zur Beurteilung vorlegte (act. II M9). Gestützt auf dessen Bericht vom 
21. Juni 2021 (act. II M9) teilte sie dem Versicherten mit Schreiben vom 29. 
Juni 2021 (act. II A12) mit, ab dem 25. Mai 2021 bestehe zufolge Errei-
chens des Status quo sine kein Anspruch mehr auf Leistungen aus UVG. 
Da der Versicherte sich damit nicht einverstanden erklärte (act. II A18), 
erliess die AXA am 20. Juli 2021 (act. II A21) eine entsprechende Verfü-
gung, wobei sie die Leistungen per 24. Mai 2021 einstellte. Während der 
obligatorische Krankenversicherer dagegen keine Einsprache erhob (act. II 
A34 S. 3 Ziff. 2.1.2), wies die AXA jene des Versicherten (act. II A27; A31) 
mit Entscheid vom 29. Dezember 2021 ab (act. II A34).

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 28. Januar 2022 Beschwerde erheben. Er 
stellt den folgenden Antrag: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Januar 2023, UV/22/76, Seite 3

Der Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2021 sei aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer über den 
24. Mai 2021 hinaus die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen für die 
Gesundheitsschädigung aus dem Ereignis vom 16. März 2021 zu entrichten. 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin -

Ferner liess der Beschwerdeführer einen zu Handen seiner Rechtsvertrete-
rin verfassten Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. F.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, vom 3. Januar 2022 einreichen (Akten des Beschwerdeführers 
[act. I] 4 = act. II M11).

Mit Beschwerdeantwort vom 4. April 2022 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie eine Stellung-
nahme von Dr. med. E.________ vom 27. März 2022 (act. II M12) ins 
Recht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 20. Juli 2021 (act. II A21) 
bestätigende Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2021 (act. II A34). 
Streitig ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung in Zusammenhang mit dem Ereignis vom 16. März 2021 über den 
24. Mai 2021 hinaus. 

1.3 Aus den Rechtsschriften der Parteien geht übereinstimmend her-
vor, dass die Behandlung des rechten Fussgelenks des Beschwerdeführers 
per Ende Dezember 2021 abgeschlossen werden konnte (vgl. Beschwerde 
S. 5; Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 3.3). Vor diesem Hintergrund sowie in 
Anbetracht der durchgeführten (allein konservativen) Behandlungen (ohne 
weitere Arbeitsunfähigkeit; vgl. act. II M1) liegt der Streitwert offensichtlich 
unter Fr. 20'000.--, womit die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrich-
terliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 147 V 
161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

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2.3

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn 
der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache 
darstellt (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 
UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3 S. 163).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
(vgl. BGE 142 V 435 E. 1 S. 438) muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Mög-
lichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal-
les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 

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Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (BGE 
146 V 51 E. 5.1 S. 56). Indessen muss der obligatorische Unfallversicherer 
den Beweis des Wegfalls der natürlichen Unfallkausalität nicht durch den 
Nachweis unfallfremder Gründe erbringen. Entscheidend ist allein, ob un-
fallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens dahingefallen sind (Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 27. März 2020, 8C_113/2020, E. 
8.2.2.2). 

2.3.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher 
Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer 
Entscheidungsgrundlagen (Entscheid des BGer vom 26. März 2019, 
8C_824/2018, E. 3.2). Insbesondere ist der Beweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in erster Linie mit den 
Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Entscheid des BGer vom 
23. Dezember 2022, 8C_410/2022, E. 4.2).

3.

Es ist zu Recht unbestritten, dass das Ereignis vom 16. März 2021, bei 
dem sich der Beschwerdeführer bei einem Misstritt eine Verletzung des 
rechten Fussgelenks zugezogen hat (act. II A1), einen Unfall im Rechtssin-
ne (Art. 4 ATSG) darstellt (vgl. E. 2.2 vorne; act. II A34 S. 4 Ziff. 2.3.4). 
Streitig und zu prüfen ist hingegen die Unfallkausalität der über den 24. Mai 
2021 hinaus bestehenden Beschwerden (vgl. E. 4 hiernach).

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4.

4.1 Zum Gesundheitszustand sowie der Frage der Kausalität lässt sich 
den medizinischen Akten im hier massgeblichen Beurteilungszeitraum bis 
zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2021 (act. II 
A34) im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

4.1.1 Im Bericht des Spitals D.________ vom 16. März 2021 (act. II M3) 
wurde eine OSG-Distorsion rechts bei Status nach Supinationstrauma am 
16. März 2021 und Status nach rezidivierenden OSG-Distorsionen diagnos-
tiziert. Der Beschwerdeführer sei am Vorstellungstag ... gegangen und ha-
be sich ein Supinationstrauma am rechten OSG zugezogen. Er habe schon 
mehrere OSG-Distorsionen in der Vorgeschichte gehabt, im letzten Jahr 
ca. drei Ereignisse. Diesbezüglich sei er noch nie beim Arzt gewesen und 
das OSG sei auch nie ruhiggestellt worden. Eine röntgenologische Unter-
suchung (vgl. act. II M4) habe keine ossäre Läsion und keinen Hinweis auf 
einen Fremdkörper ergeben. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzsympto-
matik sei die Ruhigstellung im gespaltenen Unterschenkelgips erfolgt. 

Mit weiterem Bericht des Spitals D.________ vom 26. März 2021 (act. II 
M2) wurde festgehalten, die Beschwerden seien insgesamt leicht regre-
dient. Bei stabilem OSG und Frakturausschluss (vgl. act. II M4) werde die 
Fortführung der konservativen Therapie empfohlen. 

Im Bericht vom 15. April 2021 (act. II M1) hielten die behandelnden Ärzte 
des Spitals D.________ als Diagnose eine OSG-Distorsion rechts vom 
16. März 2021 bei einem Pes planovalgus mit Tibialis-posterior-lnsuffizienz 
Typ 2A/2B (klinisch) fest. Der Beschwerdeführer berichte über deutliche 
Schmerzen am medialen OSG, dies seit dem Trauma. Es zeige sich nach 
dreimaliger OSG-Distorsion im Verlauf der letzten Monate nun eine deutli-
che Schmerzsituation im Bereich der Tibialis-posterior-Sehne, dies bei Pes 
planovalgus. Es werde weiterhin primär ein konservativer Therapieversuch 
mit Physiotherapie empfohlen. Die Arbeitsunfähigkeit betrage bis am 18. 
April 2021 100%, nachfolgend 50% vom 19. April bis 2. Mai 2021 bei parti-
ell stehender Tätigkeit. 

4.1.2 Ein am 9. Juni 2021 durchgeführtes MRI des rechten OSG wurde 
wie folgt beurteilt (act. II M7): "Tendinopathie der Tibialis posterior-Sehne 

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im Ansatzbereich mit reaktivem Knochenmarksödem und perifokalem 
Weichteilödem."

4.1.3 Im Bericht des Spitals D.________ vom 14. Juni 2021 (act. II M8) 
wurde festgehalten, beim Beschwerdeführer zeige sich der Verdacht auf 
eine Tibialis-posterior-Tendinitis/Tendinopathie am Ansatz des Os navicula-
re, wahrscheinlich im Rahmen einer Überbelastung sowie eines Status 
nach mehreren OSG-Supinationstraumata bei Pes planovalgus-
Konstellation. Eine konservative Therapie mit medial stützenden Einlagen 
sowie Physiotherapie sei bereits eingeleitet worden. 

4.1.4 Im Bericht vom 21. Juni 2021 (act. II M9) verneinte Dr. med. 
E.________ die Frage der Beschwerdegegnerin, ob die beklagten Be-
schwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (zumindest im Sinne 
einer Teilursache) in natürlichem Kausalzusammenhang zum gemeldeten 
Ereignis ständen. Die Tendinitis der Tibialis-posterior-Sehne und der Pes 
planovalgus mit Musculus-Tibialis-posterior-Insuffizienz seien vorbestehend 
und nicht unfallkausal zur OSG-Distorsion. Das Ereignis habe nur zu einer 
vorübergehenden Verschlimmerung geführt. Der Status quo sine sei 
spätestens 8 bis 10 Wochen nach dem Unfall erreicht. Bei vorbestehender 
Störung der Biomechanik im Sinne eines Pes planovalgus sei die Überlas-
tung der Sehne zwangsläufig. Eine Korrektur der Biomechanik mittels 
Schuheinlagen sei die Therapie der Wahl. Die Infiltrationstherapie könne 
die Tendinitis günstig beeinflussen.

4.1.5 Im Bericht vom 30. Juni 2021 (act. II M10) diagnostizierte Dr. med. 
F.________ eine akute Insertionstendinitis der Tibialis-posterior-Sehne 
rechts bei Status nach rezidivierenden OSG-Distorsionen, letztmalig am 16. 
März 2021. Auch die nochmalige Durchschau der MRI-Bilder liefere keine 
weiteren Befunde nebst der akuten lnsertionstendinitis der Tibialis-
posterior-Sehne.

Mit weiterem Bericht vom 23. August 2021 (act. II M10) hielt Dr. med. 
F.________ fest, der Beschwerdeführer berichte über einen guten Verlauf 
mit Besserung der Beschwerden. 

Im zu Handen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers verfassten 
Bericht vom 3. Januar 2022 (act. II M11 = act. I 4) hielt Dr. med. 

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F.________ fest, seines Erachtens dürfe durchaus von einer wahrscheinli-
chen Kausalität mit dem Unfall vom 16. März 2021 ausgegangen werden. 
Beim akuten Supinationstrauma des oberen Sprunggelenkes seien meis-
tens die lateralen Strukturen primär betroffen, nicht so selten komme es 
aber auch zu Verletzungen der medialen Strukturen. Beim Beschwerdefüh-
rer sei in der Erstuntersuchung ein Hämatom medial beschrieben worden, 
was für eine mediale Verletzung spreche. Radiologisch bestehe zwar ein 
leicht abgeflachtes Fusslängsgewölbe. Der Rückfuss sei jedoch relativ un-
auffällig, sodass er – Dr. med. F.________ – die Planovalgus-Fehlstellung 
als Ursache der Tibialis-posterior-Überlastung als eher unwahrscheinlich 
erachte.

4.1.6 In der Stellungnahme vom 27. März 2022 (act. II M12) hielt Dr. 
med. E.________ zu Handen der Beschwerdegegnerin fest, es entspreche 
durchaus der Tatsache, dass OSG-Distorsionen mit lateralen Bandläsionen 
ebenfalls mediale Läsionen einschliessen könnten. Obwohl bei der Erstun-
tersuchung ein Hämatom medial beschrieben worden sei, was einer zu-
sätzlichen medialen Verletzung entspreche, kämen im MRT vom 9. Juni 
2021 keine strukturellen Veränderungen mehr zur Darstellung, die in ereig-
niskausalem Zusammenhang zur OSG-Distorsion vom 16. März 2021 
ständen und die Tendinitis der Tibialis-posterior-Sehne erklären könnten. 
Insbesondere könnten posttraumatische Veränderungen bzw. Residuen 
des lateralen Bandapparates wie auch des medialen Bandapparates aus-
geschlossen werden. 

Die Störung der Biomechanik des Fusses sei vorbestehend. Die im Sinne 
eines anlagebedingten Pes planovalgus bestehende Fehlstellung des Fus-
ses sei im Verlauf bereits als Ursache der Beschwerden im Sinne einer 
Tibialis-posterior-Insuffizienz erkannt und erfolgreich mittels Schuheinlagen 
behandelt worden. Die anlagebedingte Fehlstellung des Fusses sei nicht 
als Traumafolge zu beurteilen und sei in Ermangelung weiterer ereignis-
kausaler struktureller Läsionen des OSG, welche gemäss MRT vom 9. Juni 
2021 hätten ausgeschlossen werden können, hauptsächlich verantwortlich 
für die überlastungsbedingten Beschwerden des Fusses, welche im Rah-
men der daraus resultierenden Tendinitis der Tibialis-posterior-Sehne gut 
erklärt werden könnten.

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Es bestünden anlässlich der erfolgten klinischen Untersuchungen nach 
dem Trauma keine diese Beurteilung in Frage stellenden weiteren Befunde, 
die als weitere Verletzungsfolgen geltend gemacht werden könnten. Im 
Gegenteil werde anlässlich der Beurteilung vom 9. wie auch vom 23. Juni 
2021 "auch nach nochmaliger Durchsicht der MRT Bilder" durch den be-
handelnden Arzt an einer überlastungsbedingten Tendinitis der Tibialis-
posterior-Sehne festgehalten. Eine solche Überlastung geschehe 
allmählich und sei bei fehlenden posttraumatischen strukturellen Läsionen 
nicht als unfallkausale Läsion abzuleiten. Bei der Fehlstellung handle es 
sich um eine krankheitsbedingte Anlagestörung, welche per se zu einer 
Überlastung und daraus abzuleitender überlastungsbedingter Entzündung 
der Sehne und deren Begleitstrukturen geführt habe. 

Der Status quo sine einer OSG-Distorsion sei ohne zusätzliche persistie-
rende strukturelle Läsionen üblicherweise 8 bis 10 Wochen nach dem Un-
fall erreicht. Begünstigende Läsionen für einen protrahierten Verlauf hätten 
am 9. Juni 2021 mittels MRT ausgeschlossen werden können.

4.2

4.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-

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kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Zudem kann insbe-
sondere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktengutachtens erörtert 
werden (Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, 
E. 4.2). 

4.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte – zu 
welchen auch beratende Ärzte eines Versicherungsträgers zählen (Ent-
scheid des BGer vom 15. April 2021, 8C_672/2020, E. 2.3) – kommt Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2021 UV 
Nr. 34 S. 154 E. 2.3).

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach aArt. 44 
ATSG (in der bis am 31. Dezember 2021 gültigen und hier massgeblichen 
Fassung) vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 
V 58 E. 5.1 S. 65; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154 E. 2.3).

4.3 Die Beurteilungen von Dr. med. E.________ vom 21. Juni 2021 
(act. II M9) und 27. März 2022 (act. II M12) erfüllen die Voraussetzungen 
der Rechtsprechung an medizinische Berichte (vgl. E. 4.2.2 f. vorne) und 

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erbringen vollen Beweis. Dabei schadet es entgegen dem Beschwerdefüh-
rer (Beschwerde S. 5 Ziff. IV.1 oben) nicht, dass es sich um einen Aktenbe-
richt handelt, konnte Dr. med. E.________ seine Stellungnahmen doch auf 
einen bildgebend sowie klinisch mehrfach erhobenen, lückenlos dokumen-
tierten sowie unbestrittenen Befund und damit auf einen feststehenden 
medizinischen Sachverhalt abstellen (vgl. E. 4.2.2 vorne). Die Schlussfol-
gerung von Dr. med. E.________ leuchtet ein, wonach insbesondere eine 
vorbestehende, anlagebedingte biomechanische Störung des rechten Fus-
ses (im Sinne eines Pes planovalgus) im weiteren Verlauf als Ursache der 
geklagten Beschwerden im Sinne einer Tibialis-posterior-Insuffizienz ver-
antwortlich war und der Status quo sine 8 bis 10 Wochen nach dem Ereig-
nis eingetreten ist. Mit Blick auf das dargelegte Argumentarium ist dieses 
Fazit ohne weiteres nachvollziehbar. 

4.4 Der Beschwerdeführer kritisiert insbesondere unter Hinweis auf die 
Einschätzung des behandelnden Arztes Dr. med. F.________ vom 3. Ja-
nuar 2022 (act. II M11 = act. I 4) die Festlegung des Status quo sine 8 bis 
10 Wochen nach dem Unfallereignis (Beschwerde S. 4 f.). Dem ist Folgen-
des entgegenzuhalten: 

4.4.1 Dr. med. E.________ hat sich in seiner Stellungnahme vom 
27. März 2022 (act. II M12) ausführlich mit der hinsichtlich der Kausalitäts-
frage im Bericht vom 3. Januar 2022 (act. II M11 = act. I 4) anderslauten-
den Auffassung des behandelnden Arztes des Beschwerdeführers 
auseinandergesetzt und dessen Argumente überzeugend entkräftet. 

4.4.2 Es ist ferner unbestritten, dass die geklagten Beschwerden des 
Beschwerdeführers im Verlauf ausschliesslich auf eine Tibialis-posterior-
Insuffizienz zurückzuführen waren (act. II M1; M10). Die von Dr. med. 
F.________ mitunterzeichneten Berichte, welche noch vor der Bekanntga-
be des Fallabschlusses durch die Beschwerdegegnerin vom 29. Juni 2021 
datieren, stellen keinen überwiegend wahrscheinlichen Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 16. März 2021 her: So wies bereits der Bericht vom 15. 
April 2021 (act. II M1) hinsichtlich möglicher Ursachen in allgemeiner Hin-
sicht auf eine dreimalige OSG-Distorsion in den letzten Monaten und auf 
den Pes planovalgus hin. Im Bericht vom 14. Juni 2021 (act. II M8) wurde 
unter "Beurteilung und Prozedere" erwogen, die festgestellte Tendinopathie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Januar 2023, UV/22/76, Seite 13

sei "wahrscheinlich" im Rahmen einer Überbelastung sowie eines Status 
nach mehreren OSG-Supinationstraumata bei Pes planovalgus-
Konstellation zu sehen. Auch im (einzig von Dr. med. F.________ unter-
zeichneten) Bericht vom 30. Juni 2021 (act. II M10) wurde lediglich die 
Diagnose einer Insertionstendinitis der Tibialis-posterior-Sehne rechts so-
wie ein Status nach rezidivierenden OSG-Distorsionen, letztmalig vom 16. 
März 2021, festgehalten. Dabei ist zu beachten, dass Feststellungen wie 
"Status nach…" keine hinreichenden Aussagen zur Kausalität darstellen 
(Entscheid des BGer vom 20. April 2016, 8C_867/2015, E. 3.3). Auch an-
derweitig geht aus den genannten Berichten der behandelnden Ärzte (vgl. 
E. 4.1 vorne) insgesamt klar hervor, dass dem Ereignis vom 16. März 2021 
hinsichtlich der für die Beschwerden ursächlichen Befundlage im Verlauf 
keine relevante Bedeutung im gesamten Ursachenspektrum beigemessen 
wurde. Jedenfalls enthalten diese Berichte keine (konkreten) Anhaltspunkte 
dafür, dass der Status quo sine nicht per 24. Mai 2021 hätte festgelegt 
werden dürfen. 

4.4.3 Im zu Handen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers er-
stellten Bericht vom 3. Januar 2022 hielt Dr. med. F.________ erstmals 
ausdrücklich fest, es dürfe durchaus von einer wahrscheinlichen Kausalität 
mit dem Unfall vom 16. März 2021 ausgegangen werden, wobei er ins Feld 
führte, bei der Erstuntersuchung sei ein Hämatom medial beschrieben wor-
den und er erachte die Planovalgus-Fehlstellung als Ursache der Tibialis-
posterior-Überlastung als eher unwahrscheinlich (act. II M11 = act. I 4). 
Seine Darstellung ist insoweit unbestritten, als die Beschwerdegegnerin 
ihre initiale Leistungspflicht (zu Recht) anerkannt hat. Soweit Dr. med. 
F.________ jedoch den hier einzig streitigen Wegfall der Kausalität meint, 
so findet seine Einschätzung – wie dargelegt – bereits in den übrigen (von 
ihm allein oder mitunterzeichneten) Berichten keine schlüssige Bestätigung 
(vgl. E. 4.4.2 vorne). Davon abgesehen wurde bei der Erstuntersuchung 
zwar ein Hämatom medial beschrieben. Wie Dr. med. E.________ jedoch 
überzeugend darlegt, gelangten im MRI vom 9. Juni 2021 keine 
traumabedingten strukturellen Veränderungen (mehr) zur Darstellung – und 
dies insbesondere auch nicht hinsichtlich des Bandapparates (act. II M7; 
M12). Dies liess Dr. med. F.________ unerwidert. Insbesondere vermochte 
er im Bericht vom 10. Juni 2021 keine anderweitigen Befunde als jener der 

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Insertionstendinitis zu benennen (act. II M10). Dass diese bereits für sich 
genommen für eine Unfallkausalität sprechen könnte, macht auch Dr. med. 
F.________ nicht geltend. Schliesslich muss die Beschwerdegegnerin den 
Beweis des Wegfalls der natürlichen Unfallkausalität zwar nicht durch den 
Nachweis unfallfremder Gründe erbringen (vgl. E. 2.3.2 vorne); dennoch ist 
darauf hinzuweisen, dass der Pes planovalgus in den Berichten der 
behandelnden Ärzte immerhin als separate Diagnose aufgeführt wurde und 
aufgrund dessen auch stützende Einlagen verordnet wurden (act. II M8), 
wobei die Behandlung gemäss Akten schliesslich auch zur Genesung 
führte (act. II M10 [Bericht vom 23. August 2021]; Beschwerde S. 5). Wenn 
Dr. med. F.________ deshalb die Relevanz der Planovalgus-Fehlstellung 
im Bericht vom 3. Januar 2022 erheblich relativierte, so findet diese 
Auffassung in den übrigen Akten keine Stütze.

4.5 Damit begründet der Bericht von Dr. med. F.________ vom 3. Ja-
nuar 2022 (act. II M11 = act. I 4) keine auch nur geringen Zweifel (vgl. E. 
4.2.3 vorne) am Beweiswert der Stellungnahmen von Dr. med. 
E.________. Dasselbe trifft auch auf die übrigen im Recht liegenden medi-
zinischen Berichte zu. Demnach steht fest, dass die Beschwerdegegnerin 
in Bezug auf den Unfall vom 16. März 2021 zu Recht von einer (Teil-
)Ursache hinsichtlich der unmittelbar danach geklagten Fussbeschwerden 
rechts ausging und ihre Leistungspflicht in Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs anerkannte (vgl. E. 2.3.1 vorne). Jedoch sprechen die 
vom beratenden Arzt der Beschwerdegegnerin ins Feld geführten und zu 
gewichtenden Aspekte – das Fehlen posttraumatischer Läsionen, eine (un-
bestrittenermassen) krankheitsbedingte Anlagestörung (Pes planovalgus) 
mit daraus sich ergebender Überlastung der Sehne und dem Auftreten ei-
ner Tendinopathie, bei welcher es sich um eine primär nicht-entzündliche, 
degenerative Erkrankung handelt (vgl. z.B. <www.flexikon.doccheck.com>) 
– klar dafür, dass dem Unfall in Bezug auf die geklagten Beschwerden im 
weiteren Verlauf keine auch nur teilursächliche Bedeutung mehr zukommt. 
Damit sowie in Anbetracht des Umstands, dass die Datierung des Status 
quo sine von der Natur der Sache her eine Schätzung darstellt (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 28. Februar 2019, 8C_167/2018, E. 6.5), ist die mit 
Verfügung vom 20. Juli 2021 (act. II A21) per 24. Mai 2021 erfolgte und mit 

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Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2021 (act. II A34) bestätigte Leis-
tungseinstellung nicht zu beanstanden. 

4.6 Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2021 abzuweisen. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. jur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- AXA Versicherungen AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.