# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a6502df-9caf-5c19-86db-6f48e1289fc0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.05.2018 200 2018 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-79_2018-05-28.pdf

## Full Text

200 18 79 IV
ACT/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Mai 2018

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Dezember 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2018, IV/18/79, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) hatte ein Leistungsge-
such (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1) der 1971 geborenen 
A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) gestützt auf ein poly-
disziplinäres Gutachten (AB 24) mit unangefochten gebliebener Verfügung 
vom 9. Februar 2011 (AB 36) abgewiesen. 

B.

Nach einer Neuanmeldung vom 24. Oktober 2011 (AB 37) holte die IVB 
unter anderem zunächst eine rheumatologische Expertise (AB 61.1) und 
alsdann ein polydisziplinäres Verlaufsgutachten (AB 80.1) ein, führte an-
schliessend berufliche Abklärungen durch (AB 103, 109) und verneinte 
daraufhin mit Verfügung vom 13. Januar 2016 (AB 116) bei einem Invali-
ditätsgrad von 10 % einen Anspruch auf eine Invalidenrente. In Gutheis-
sung einer hiergegen erhobenen Beschwerde (AB 117/3-8) hob das Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern die Verfügung mit Urteil vom 21. April 
2016, IV/2016/221 (AB 120), auf und wies die Sache zur weiteren Ab-
klärung an die IVB zurück. In der Folge verneinte die IVB, gestützt auf ein 
neuerliches polydisziplinäres Gutachten (AB 145.1) und nach durchgeführ-
tem Vorbescheidverfahren (AB 150, 153), mit Verfügung vom 13. Dezem-
ber 2017 (AB 155) einen Leistungsanspruch mangels eines invalidisieren-
den Gesundheitsschadens. 

C.

Mit Eingabe vom 29. Januar 2018 hat die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde erhoben und beantragt, die ange-
fochtene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur weiteren 
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2018, IV/18/79, Seite 3

In der Beschwerdeantwort vom 1. März 2018 hat die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Dezember 2017 
(AB 155). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Invalidenversiche-
rungsleistungen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die 
Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwands oder Hilfebedarfs des 
Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenver-
sicherung [IVV; SR 831.201]). Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädi-
gung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, 
wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebe-
darfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 
S. 351). Dies gilt analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegan-
gener rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme 
beantragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Erheblich 
ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der An-

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spruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls 
sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 
2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, 
dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher 
begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Ren-
tengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Im VGE IV/2016/221, E. 3.5.2 (AB 120), konnte die Frage 
nach einer neuanmeldungsrechtlichen Sachverhaltsänderung nicht absch-
liessend beantwortet werden, weshalb es vorliegend – insbesondere in 
Bezug auf einen allfälligen Rentenanspruch – somit zunächst zu prüfen gilt, 
ob im Vergleich zur Sachlage, wie sie der Verfügung vom 9. Februar 2011 

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(AB 36) zu Grunde lag, im Zeitpunkt der nunmehr angefochtenen Verfü-
gung vom 13. Dezember 2017 (AB 155) in den tatsächlichen Verhältnissen 
eine relevante Änderung eingetreten ist (vgl. E. 2.2 hiervor). Gegebenen-
falls ist anschliessend der Rentenanspruch allseitig frei zu beurteilen (vgl. 
BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 
S. 122 E. 5.2.2).

3.2 Die rechtskräftige Verfügung vom 9. Februar 2011 (AB 36) stützte 
sich in medizinischer Hinsicht auf das polydisziplinäre (orthopädische, neu-
rologische und psychiatrische) Gutachten der damaligen MEDAS Medizini-
sche Abklärungsstation des Spitals C.________ (MEDAS D.________) 
vom 26. November 2010 (AB 24.1). Darin wurden die folgenden Diagnosen 
vermerkt (AB 24.1/14 lit. B Ziff. 4):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit:

Keine

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit

1. Chronisches zervikozephales und zervikobrachiales Schmerz-
syndrom links ausstrahlend ohne relevante krankhafte neuro-
orthopädische somatische Befunde, insbesondere ohne Hinweise 
auf radikuläre oder periphere neurologische Defizite, ohne Hin-
weise auf eine medulläre Störung und bei annähernd ungestörter 
Funktion der Halswirbelsäule (HWS) und der Extremitäten-
gelenke des linken Armes

2. Subjektiv angegebenes lumbales Schmerzsyndrom, wiederum 
ohne relevante neuro-orthopädische somatische Pathologie, ins-
besondere ohne Hinweise auf nervenwurzelbezogene neurologi-
sche Ausfälle

3. Kortison-induzierter hauttrophischer Schaden linker Epicondylus 
humeri radialis

4. Status nach Autoselbstunfall am 5. Dezember 1998 mit Skapula-
kontusion (keine pathomorphologisch objektivierbaren Folgen)

5. Migräne

Zusammenfassend erklärten die Gutachter, weder der Umfang noch die 
Intensität der subjektiv vorgetragenen Beschwerden seien anhand objekti-
vierbarer Befunde nachvollziehbar (AB 24.1/16 lit. B). Die Beschwerdefüh-
rerin sei für alle Tätigkeiten geeignet, die einer altersgleichen gesunden, 
weiblichen Person zumutbar seien (AB 24.1/16 f. lit. C Ziff. 3 und 10).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 13. Dezember 2017 (AB 155) 
basiert auf dem polydisziplinären (allgemeininternistischen, orthopädi-
schen, neurologischen und psychiatrischen) Gutachten der MEDAS 

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E.________ vom 1. August 2017 (AB 145.1). Darin wurden die nachste-
henden Diagnosen gestellt (AB 145.1/104 Ziff. 6):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

Keine

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Chronische Brachialgie links, am ehesten funktionell mit/bei:
 ursprünglich Verdacht auf Epikondylopathie humeri radialis
 Status nach Dekompression des Nervus radialis, Spaltung der 

Extensorenmuskeln und Denervation nach WILHELM mit loka-
ler Fettlappenplastik und Arthrotomie des Ellbogengelenks bei 
Verdacht auf Supinator-Syndrom am 21. Februar 2011 mit 
postoperativer Dysästhesie und Allodynie am dorsalen Vor-
derarm

 aktuell ohne orthopädisch oder neurologisch objektivierbare 
pathologische Befunde an Schulter, Ellenbogen, Handgelenk 
und Hand

 ohne Anhaltspunkte für ein CRPS (Complex Regional Pain 
Syndrome)

2. Medial betonte Gonarthrose im Bereich des linken Kniegelenks 
mit einer Chondropathie Grad I bis II nach KELLGREN sowie begin-
nende Kniescheibenrückflächenarthrose mit einer Chondropathie 
Grad I bis II nach KELLGREN mit/bei:
 Status nach Arthroskopie des linken Kniegelenks mit Resekti-

on einer Plica mediopatellaris und retropatellarem Débride-
ment sowie offenem lateralem Release am 4. Dezember 2013

 Status nach erneuter Arthroskopie des linken Kniegelenks mit 
Knorpel-Débridement, Teilmeniskektomie sowie PRIDIE-
Anbohrung im Bereich des medialen Femurkondylus am 
21. Oktober 2015

3. Lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit Fazettengelenks-
belastung L4/5 und L5/S1 sowie linksbetonter Diskusprotrusion im 
Segment L4/5 links ohne Radikulopathie

4. Kernspintomographisch nachgewiesene links paramediane Dis-
kushernie im Segment C3/4 sowie breitbasige Diskushernie im 
Segment C5/6

5. Status nach Ganglion-Exstirpation sowie Karpalkanalspaltung 
rechts am 12. Oktober 2016, gegenwärtig ohne Beschwerdevor-
trag sowie ohne Funktionseinschränkung

6. Status nach Arthroskopie des rechten Schultergelenks mit Entfer-
nung eines Kalkdepots im Bereich der Supraspinatussehne am 
24. Oktober 2012, gegenwärtig ohne Beschwerdevortrag sowie 
ohne Bewegungseinschränkung

7. Kontaktanlässe mit Bezug auf das Berufsleben (ICD-10: Z56), 
Verlust des Arbeitsplatzes

8. Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewälti-
gung (ICD-10: Z73), histrionische Persönlichkeitszüge

Die Sachverständigen attestierten sowohl für die angestammte als auch 
andere leidensadaptierte Tätigkeiten (körperlich leichte bis gelegentlich 

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mittelschwere, wechselbelastende Arbeiten unter Wahrung qualitativer 
Schonkriterien für das linke Knie [keine rein stehende oder gehende Tätig-
keit, keine Arbeiten in knienden oder kauernden Zwangshaltungen]) seit 
der Erstanmeldung im Jahr 2009 eine durchgehend uneingeschränkte Ar-
beits- bzw. Leistungsfähigkeit (AB 145.1/89 Ziff. 5.1, 145.1/124 Ziff. 7.5-
7.7).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.5 Das Gutachten der MEDAS E.________ vom 1. August 2017 
(AB 145.1) erfüllt prinzipiell die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisan-
forderungen (vgl. E. 3.4 hiervor) und erbringt grundsätzlich vollen Beweis 
(vgl. aber E. 3.5.2 f. hiernach). Die Gutachter stützten sich auf die wesentli-
chen Vorakten (A 145.1/2-43 Ziff. 1.2-1.5) sowie die Erkenntnisse aus den 
klinischen Explorationen bzw. den apparativen, bildgebenden und labor-
technischen Zusatzuntersuchungen (AB 145.1/65 f. Ziff. 4.2, 145.1/85 f. 
Ziff. 5.1). 

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3.5.1 Zwar erscheint widersprüchlich, dass die Gutachter sämtliche Dia-
gnosen als solche ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einordneten 
(AB 145.1/104 f. Ziff. 6), im Rahmen des medizinischen Zumutbarkeitspro-
fils jedoch zufolge der linksseitigen Kniebeschwerden aus orthopädischer 
Sicht dennoch gewisse qualitative Einschränkungen postulierten 
(AB 145.1/89 Ziff. 5.1, 145.1/118 Ziff. 7.3). Aus den entsprechenden gut-
achterlichen Schlussfolgerungen (AB 145.1/118 Ziff. 7.3, 145.1/123 
Ziff. 7.4) erhellt indes ohne weiteres, dass die Experten aus den Diagnosen 
weder eine quantitative Einschränkung der Präsenzzeit noch des Rende-
ments ableiteten und sie den fehlenden Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in 
diesem Sinne interpretierten. Diese Einschränkung wirkt sich denn auch 
nicht auf die angestammte Tätigkeit aus (AB 145.1/90 Ziff. 5.1).

3.5.2 Dass die Gutachter der MEDAS E.________ die von der Exploran-
din geklagten Beschwerden – welche nach wie vor hauptsächlich die linke 
obere Extremität betreffen – nicht auf ein organisches Korrelat zurück-
führen konnten (AB 145.1/120 Ziff. 7.4), deckt sich mit den Ergebnissen 
sowohl des rheumatologischen Gutachtens des Spitals C.________ vom 
30. Mai 2013 (AB 61.1/16 f. Ziff. IV) als auch des polydisziplinären Vorgut-
achtens der MEDAS F.________ vom 26. Mai 2014 (AB 80.1/33 Ziff. 6.2). 
Auf den ersten Blick leuchtet es vor diesem Hintergrund denn auch ein, 
dass in der neusten Expertise ein Morbus Sudeck respektive ein CRPS 
ausgeschlossen wurde (AB 145.1/88 Ziff. 5.1, 145.1/94 Ziff. 5.2, 
145.1/118 f. Ziff. 7.3). Allerdings überzeugt dieser diagnostische Aus-
schluss – jedenfalls zurzeit – insoweit nicht, als die Gutachter dabei offen-
sichtlich von der Prämisse ausgingen, die im Bericht der Stiftung … vom 
5. November 2015 (AB 109) beschriebenen Veränderungen am linken Arm, 
welche allenfalls dem klinischen Befund bzw. den diagnostischen Kriterien 
des CRPS (Typ 1) entsprechen könnten (vgl. VGE IV/2016/221, E. 3.5.1 
[AB 120]), seien gar nie aufgetreten. Diese Annahme greift indes zu kurz 
(vgl. E. 3.5.3 hiernach).

3.5.3 Das Verwaltungsgericht erkannte im VGE IV/2016/221, E. 3.5.1 
(AB 120), dass der Sachverhalt ungenügend abgeklärt sei, denn medizi-
nisch nicht gewürdigt worden sei die Beobachtung im Rahmen der berufli-
chen Abklärung, wonach der linke Arm der Beschwerdeführerin nach einer 

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halben Stunde Arbeit «sichtbar stark» angeschwollen, fahl und kalt gewe-
sen sei (AB 109/2). Die Gutachter der MEDAS E.________ äusserten sich 
zu dieser Frage allein formell, indem sie festhielten, «dass diese Beobach-
tungen durch nicht-ärztliches Personal gemacht wurden, sondern von Be-
rufsberatern, und daher nicht die gleiche Wertigkeit haben, wie die gutach-
terliche Beurteilung durch ein Team von medizinischen Fachexperten» 
(AB 145.1/123 Ziff. 7.5). Damit beantworteten sie die vom Verwaltungsge-
richt aufgeworfene Frage nicht inhaltlich, was die Beschwerdeführerin zu 
Recht rügt (Beschwerde S. 6 Ziff. III Ziff. 3). Daran ändert nichts, dass die 
Gutachterin med. pract. Ursula Hörner, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, eine Schwellung nicht feststellen konnte, als die Explorandin 
anlässlich der psychiatrischen Exploration eine solche angab (AB 145.1/98 
Ziff. 5.3). Bei dieser Ausgangslage ist die in VGE IV/2016/221, E. 3.5.1 
(AB 120), aufgeworfene Problematik der seitens der Stiftung … beobachte-
ten «objektiv sichtbaren Veränderungen» (AB 109/2) am linken Arm immer 
noch nicht gelöst. Wie im VGE IV/2016/221, E. 3.5.2 (AB 120), zudem er-
wogen wurde, kann die Arbeitsfähigkeit nicht medizinisch-theoretisch unter 
Annahme einer funktionellen Einarmigkeit geschätzt werden, da die vom 
linken Arm ausgehenden Schmerzen allenfalls die Leistungsfähigkeit als 
Ganzes beeinflussen. Gleichzeitig ist damit nach wie vor offen, ob im Ver-
gleich zum Referenzzeitpunkt im Jahr 2011 (vgl. E. 3.1 hiervor) eine rele-
vante Sachverhaltsänderung eingetreten ist. Das vom Gutachter Dr. med. 
G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, beschriebene Fortschreiten der Pathologie im Sinne 
einer medial betonten Gonarthrose sowie einer initialen Kniescheibenrück-
flächenarthrose (AB 145.1/90 Ziff. 5.1) genügt hierfür allerdings nicht, da 
sich dies gemäss der überzeugenden Einschätzung des Experten nicht auf 
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auswirkt. 

3.6 Nach dem Dargelegten ist der medizinische Sachverhalt weiterhin 
(punktuell) nicht rechtsgenüglich abgeklärt. Demzufolge hat erneut eine – 
von der Beschwerdeführerin explizit beantragte (Beschwerde S. 2 Ziff. I) – 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erfolgen. Die Beschwerde-
gegnerin hat entweder eine berufliche Abklärung oder allenfalls eine Eva-
luation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) zu veranlassen und in 
diesem Rahmen dafür besorgt zu sein, dass allfällige Schwellungen oder 

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anderweitige objektiv feststellbare Veränderungen am linken Arm (mittels 
Fotos, echtzeitlicher Beschreibung, evtl. Beizug eines Arztes) dokumentiert 
werden. Sollten derartige Veränderungen dokumentiert werden, sind sie 
medizinisch zu würdigen, sei es durch Vorlage an den Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD) oder an die Gutachter der MEDAS E.________. Sollten 
dagegen keine solchen Veränderungen dokumentiert werden, ist von vorn-
herein das Fehlen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens erstellt, da 
diesfalls ohne weiteres auf die überzeugenden Einschätzungen der ME-
DAS E.________ abgestellt werden kann. Die Beschwerdegegnerin wird je 
nach Ergebnis der Abklärungen neu über den Anspruch auf Leistungen der 
Invalidenversicherung zu verfügen haben.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der von der Beschwerde-
führerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist ihr nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Angesichts ihres Unterliegens hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Kos-
tennote vom 21. März 2018 hat Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von 
Fr. 1‘550.-- sowie Auslagen von Fr. 31.30 und die Mehrwertsteuer von 
Fr. 122.15 (8 % von Fr. 129.50 im Jahr 2017 bzw. 7.7 % von Fr. 1‘451.80 
im Jahr 2018) geltend gemacht. Diese Beträge sind nicht zu beanstanden. 
Der gesamte Parteikostenersatz wird somit auf Fr. 1‘703.45 (inkl. Auslagen 
und MWSt.) festgesetzt.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 13. Dezember 2017 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘703.45 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Mai 2018, IV/18/79, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.