# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64ffa519-992f-5af1-b4a8-3b8b652680b4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2025 E-7145/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7145-2025_2025-10-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7145/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Simon Thurnheer,  

Gerichtsschreiberin Flavia Mark. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

alle Türkei,  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 26. August 2025. 

 

 

 

E-7145/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin – türkische Staatsangehörige kurdischer Eth-

nie – und der Beschwerdeführer – türkischer Staatsangehöriger türkischer 

Ethnie – verliessen die Türkei gemeinsam mit ihrer Tochter eigenen Anga-

ben zufolge am (…) 2023 legal in Richtung Bosnien und reisten anschlies-

send mithilfe eines Schleppers in die Schweiz an, wo sie am (…) 2023 um 

Asyl ersuchten.  

A.b Zum Nachweis ihrer Identität reichten die Beschwerdeführenden ihre 

Identitätskarten und Pässe sowie ein Familienbüchlein (alle in Kopie) zu 

den Akten.  

A.c Anlässlich der Anhörungen vom 28. Dezember 2023 und 17. Mai 2024 

machten die Beschwerdeführenden zur Begründung ihrer Asylgesuche im 

Wesentlichen geltend, sie hätten sich im Jahr (…) über das Internet ken-

nengelernt. Die Beschwerdeführerin habe die Beziehung ihrer Mutter an-

vertraut, woraufhin auch ihr Vater, ein engagierter Unterstützer der kurdi-

schen Sache, davon erfahren habe. Als er festgestellt habe, dass der Be-

schwerdeführer türkischer Ethnie sei, habe er die Beschwerdeführerin ge-

schlagen. Zudem habe er ihr gedroht, sie zu töten, sollte sie die Beziehung 

nicht sofort beenden. Auch ihre älteren Brüder hätten sie aus demselben 

Grund geschlagen, was sie jedoch nicht davon abgehalten habe, weiterhin 

heimlich Kontakt zum Beschwerdeführer zu pflegen, woraufhin es zu wei-

teren Misshandlungen durch die Familie gekommen sei. Einmal habe sie 

aufgrund dessen sogar ins Krankenhaus gebracht werden müssen. In die-

sem Zusammenhang habe sie sodann erstmals Anzeige bei der Polizei er-

stattet, diese jedoch später aus Angst zurückgezogen. Trotz allem hätten 

sich die Beschwerdeführenden schlussendlich zur Heirat entschlossen.  

Der Beschwerdeführer habe erst nach der Eheschliessung am (…) seiner 

Familie offenbart, dass seine Ehefrau kurdischer Herkunft sei. Die Familie 

habe ablehnend darauf reagiert und erklärt, sich nicht einzumischen, sollte 

es zu Übergriffen durch deren kurdische Familie kommen. Etwa (…) nach 

der Hochzeit seien der Vater, der ältere Bruder und (…) weitere Verwandte 

der Beschwerdeführerin gewaltsam in ihre Mietswohnung in D._______ 

eingedrungen, wobei sie die Tür eingeschlagen und die Beschwerdefüh-

renden (…) tätlich angegriffen hätten. Der ältere Bruder habe (…), dem 

Beschwerdeführer sei es gelungen, ihm dieses zu entreissen. Die Be-

schwerdeführenden seien gemeinsam aus der Wohnung geflüchtet und 

hätten sich an einen Polizeiposten gewandt, wo sie Anzeige erstattet 

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hätten. Die Familie der Beschwerdeführerin sei darüber informiert worden, 

woraufhin die Bedrohungslage eskaliert sei; den Beschwerdeführenden 

sowie ihrem ungeborenen Kind sei mit dem Tod gedroht worden, weshalb 

sie schliesslich ihre Anzeige zurückgezogen hätten. Sie seien in die Hei-

matstadt des Beschwerdeführers geflüchtet, hätten jedoch mehrmals täg-

lich Drohanrufe von ihnen unbekannten Rufnummern erhalten. Die ältere 

Schwester habe der Beschwerdeführerin erzählt, dass der Vater weiterhin 

nach ihr suche. Seitens der Familie des Beschwerdeführers seien sie zwar 

keiner körperlichen Gewalt ausgesetzt gewesen, diese hätte jedoch psy-

chischen Druck ausgeübt. So sei dem Beschwerdeführer von jedem Mit-

glied seiner Familie gesagt worden, dass er sich von der Beschwerdefüh-

rerin trennen solle. Im Übrigen sei den Beschwerdeführenden von ihren 

beiden Familien vorgeworfen worden, bereits vor der Ehe sexuelle Kon-

takte gehabt zu haben, was im Kontext ihrer traditionell und religiös ge-

prägten Herkunft als Tabubruch gelte.  

Die Beschwerdeführerin machte sodann weiter geltend, dass in den Jahren 

(…) oder (…) ein Strafverfahren wegen «Propaganda für die Organisation» 

gegen sie eröffnet worden sei, die genauen Inhalte sowie der Stand des 

Verfahrens seien ihr jedoch nicht bekannt. Zudem sei sie sowie weitere 

Familienmitglieder, als sie ungefähr (…) Jahre alt gewesen sei, während 

einer Newroz-Feierlichkeit auf den Polizeiposten gebracht worden. Ihr Va-

ter sei dort zum Verhör mitgenommen worden und es bestehe eine Art Fa-

miliendossier, dessen Inhalt sie jedoch nicht kenne. Ansonsten habe sie 

keine Probleme mit dem türkischen Staat gehabt. Der massgebliche Be-

weggrund für ihr Asylgesuch liege denn auch im geschilderten familiären 

Konflikt.   

A.d Mit Eingabe vom 24. Februar 2025 reichten die Beschwerdeführenden 

ein (…) vom (…) 2025 betreffend den (…) zu den Akten.   

B.  

Mit Verfügung vom 26. August 2025 – eröffnet am 27. August 2025 – ver-

neinte das SEM die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden, 

lehnte ihre Asylgesuche ab und ordnete ihre Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Vollzug an.  

C.  

Mit Eingabe vom 17. September 2025 erhoben die Beschwerdeführenden 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragten die Aufhe-

bung der angefochtenen Verfügung, die Anerkennung der 

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Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl. Es sei festzustellen, 

dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und unmöglich 

sei, und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In verfahrensrechtlicher Hin-

sicht wurde um den Erlass der Verfahrenskosten, um Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses sowie um die Bestellung einer amtlichen 

Rechtsvertretung ersucht.  

D.  

Mit Instruktionsverfügung vom 19. September 2025 bestätigte die Instruk-

tionsrichterin den Eingang der Beschwerde und hielt fest, die Beschwerde-

führenden können den Ausgang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz 

abwarten.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).  

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten.  

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2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).  

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist deshalb 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer 

Begründung zu behandeln.  

4.  

4.1 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen 

aus, dass die Beschwerdeführerin zwar erwähnt habe, gegen sie sei in der 

Türkei möglicherweise ein Verfahren wegen «Propaganda für die Organi-

sation» aus den Jahren (…) hängig. Trotz Aufforderung habe sie jedoch 

keine entsprechenden Nachweise zu den Akten gereicht. Es sei daher frag-

lich, ob tatsächlich ein solches Strafverfahren eröffnet worden sei. Weitere 

Ausführungen hierzu würden sich aber erübrigen, zumal kein besonderes 

Interesse der türkischen Behörden an ihrer Person erkennbar sei. So sei 

sie weder einvernommen worden noch wisse sie, welche genauen Vor-

würfe im Raum stünden, womit denn auch nicht ersichtlich sei, dass es 

überhaupt gezielte Vorwürfe gegen sie gegeben habe. Schliesslich habe 

sie eigenen Angaben zufolge zweimal bei der Polizei Anzeige erstatten und 

die Türkei problemlos auf legalem Weg verlassen können, was klarerweise 

gegen ein staatliches Verfolgungsinteresse spreche. Im Übrigen habe sie 

selbst erklärt, dass sie nicht wegen des Verfahrens ausgereist sei, sondern 

aufgrund von familiären Konflikten.  

Die Beschwerdeführenden hätten in diesem Zusammenhang angegeben, 

die Türkei verlassen zu haben, da ihre jeweiligen Familien ihre Eheschlies-

sung aufgrund ihrer unterschiedlichen Ethnien missbilligt hätten. Die ge-

schilderten Bedrohungen und erlittenen Tätlichkeiten durch die Familie 

seien zwar ohne Zweifel ernst zu nehmen, würden in ihrer Gesamtheit je-

doch nicht ausreichen, um eine flüchtlingsrechtlich relevante Intensität zu 

begründen. So habe der Beschwerdeführer einen einmaligen Angriff durch 

die Familienmitglieder der Beschwerdeführerin erlitten, welcher während 

deren Schwangerschaft, also vor der Geburt der Tochter am (…), stattge-

funden habe. Damit würden die Gewalthandlungen über (…) Jahre vor der 

Ausreise aus der Türkei zurückliegen, womit bereits fraglich sei, inwiefern 

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diese tatsächlich kausal für die Ausreise im (…) 2023 gewesen seien. Auch 

ungeachtet dessen würden einzelne Gewalthandlungen – so bedauerlich 

diese auch seien – für sich alleine keine genügend intensive Verfolgung im 

Sinne des Asylgesetzes darstellen. Nach der Gewaltanwendung vor der 

Geburt der Tochter seien sie lediglich noch telefonischen Drohungen aus-

gesetzt gewesen. Aufgrund dieser Drohungen könne nicht von einer flücht-

lingsrechtlich relevanten Intensität oder einem derartigen psychischen 

Druck ausgegangen werden, dass ihnen ein menschenwürdiges Leben im 

Heimatstaat verwehrt gewesen wäre. Dafür spreche einerseits, dass sie 

nach der Geburt ihrer Tochter für ungefähr (…) weitere Jahre im Heimat-

staat gelebt und ihren Alltag hätten bestreiten können. Andererseits hätten 

sie die gegen die Familienmitglieder erstatteten Anzeigen selbständig wie-

der zurückgezogen. Die Beschwerdeführerin habe zwar die Vermutung ge-

äussert, dass die Polizei wegen ihrer kurdischen Herkunft ohnehin untätig 

bleiben würde. Es könne jedoch nicht von Vornherein davon ausgegangen 

werden, dass sie keinen Schutz erhalten hätte. Gerade nach einer bereits 

erfolgten Anzeigeerstattung wäre zu erwarten, dass die Handlungen der 

Polizei abgewartet würden. Zudem hätte auch der Beschwerdeführer die 

Möglichkeit gehabt, eine Anzeige zu erstatten und aufrechtzuerhalten. 

Nachdem sie die Anzeigen zurückgezogen hätten, könne nicht automa-

tisch davon ausgegangen werden, dass die türkischen Sicherheitsbehör-

den nicht bereit oder nicht in der Lage wären, einen türkischen Staatsbür-

ger und seine Familie unabhängig von der ethnischen Herkunft seiner Ehe-

frau zu schützen. Insgesamt sei festzuhalten, dass der geschilderte famili-

äre Konflikt keinen asylrechtlich relevanten Ausnahmefall darstelle, dem 

sich die Beschwerdeführer nicht durch innerstaatliche Schutzmassnahmen 

hätten entziehen können. Es wäre ihnen zumutbar gewesen, in einem 

grundsätzlich schutzwilligen und schutzfähigen Staat wie der Türkei die 

ihnen offenstehenden Schutzmechanismen in Anspruch zu nehmen, ins-

besondere durch die Aufrechterhaltung ihrer Strafanzeigen. Schliesslich 

sei auch zu berücksichtigen, dass die Türkei ein grossflächiger, stark urba-

nisierter Staat mit zahlreichen innerstaatlichen Rückzugs- und Ausweich-

möglichkeiten sei. Den Beschwerdeführenden wäre es ferner zumutbar ge-

wesen, sich durch geeignete Massnahmen – wie einen dauerhaften Woh-

nortwechsel, die Änderung der Kontaktdaten und den vollständigen Ab-

bruch familiärer Kontakte – dem familiären Konflikt zu entziehen.  

Was die Furcht der Beschwerdeführenden vor zukünftiger Verfolgung 

durch ihre Familienmitglieder anbelange, so sei schliesslich nicht davon 

auszugehen, dass sich die Drohungen bei ihrer Rückkehr in die Türkei nun-

mehr intensivieren sollten. Sodann sei es ihnen bei erneuten Problemen 

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mit den Familienmitgliedern zuzumuten, sich nochmals an die Behörden 

zu wenden und auf den staatlichen Schutz zu beharren, nicht zuletzt des-

halb, weil sie dies bereits in der Vergangenheit gemacht hätten.  

4.2  

4.2.1 In der Rechtsmitteleingabe wird dagegen eingewendet, dass ihnen 

ständige Drohungen und Übergriffe durch ihre Familien ein sicheres Leben 

in der Türkei verunmöglicht hätten. Sie hätten permanent in Angst und Be-

drängnis gelebt. Eine Rückkehr sei ausgeschlossen, da sowohl die Familie 

der Beschwerdeführerin als auch die Familie des Beschwerdeführers sie 

weiterhin bedrohen würden. Das Wohl ihrer minderjährigen Tochter habe 

Vorrang. Der Entscheid der Vorinstanz verletze deren Recht auf Sicherheit, 

Gesundheit und gewaltfreies Aufwachsen. Schliesslich habe die Gewalt 

gegen Frauen und Kinder in der Türkei in den letzten Jahren dramatisch 

zugenommen, so seien alleine im Jahr 2024 280 Frauen getötet worden. 

Der Hauptgrund, warum Morde in der Türkei so leicht begangen werden 

könnten, sei, dass der türkische Staat diejenigen, die sich verstecken wol-

len würden, nicht schütze und sämtliche Informationen im staatlichen Sys-

tem offen zugänglich seien. Daher bestehe für die Beschwerdeführenden 

nicht die Möglichkeit, sich in einer anderen Stadt in der Türkei zu verste-

cken.  

Ferner habe eine Frau, welche sich im gleichen Camp wie die Beschwer-

deführenden aufgehalten habe, bei einer vergleichbaren Bedrohungslage 

eine Aufenthaltsbewilligung F erhalten. Der ablehnende Entscheid der Vor-

instanz verstosse daher gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung und 

Fairness. 

4.2.2 Mit der Beschwerdeschrift wurden neben bereits im vorinstanzlichen 

Verfahren eingereichten Unterlagen die folgenden Beweismittel (ohne 

Übersetzung) eingereicht:  

- Bericht der Polizeibehörde E._______ vom (…) 2021  

- Bericht der allgemeinen gerichtsmedizinischen Untersuchung des Kranken-

hauses E._______ vom (…) 2020  

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

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begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 

3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG).  

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.  

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zur Er-

kenntnis, dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist. Auf die Ar-

gumente der Vorinstanz kann – mit den nachfolgenden Ergänzungen – ver-

wiesen werden. Wie sogleich zu zeigen sein wird, vermögen die Einwände 

in der Beschwerdeschrift zu keiner anderen Einschätzung zu führen.  

6.2 Insofern die Beschwerdeführenden geltend machen, durch Familien-

mitglieder der Beschwerdeführerin verfolgt zu werden, ist diesbezüglich 

festzuhalten, dass eine Verfolgung durch nichtstaatliche Dritte aufgrund 

der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes nur dann flüchtlings-

rechtlich relevant ist, wenn die betroffene Person in ihrem Heimatland kei-

nen ausreichenden Schutz finden kann. Der Schutz vor privater (bezie-

hungsweise nichtstaatlicher) Verfolgung ist als hinreichend zu qualifizieren, 

wenn die betroffene Person effektiven Zugang zu einer funktionierenden 

und effizienten Schutzinfrastruktur hat und ihr die Inanspruchnahme eines 

solchen innerstaatlichen Schutzsystems individuell zumutbar ist (vgl. zur 

sogenannten Schutztheorie: BVGE 2011/51 E. 7). Dabei kann allerdings 

nicht eine faktische Garantie des Schutzgewährers für langfristigen indivi-

duellen Schutz der von nichtstaatlicher Verfolgung bedrohten Person ver-

langt werden: Keinem Staat gelingt es, die absolute Sicherheit aller seiner 

Bürger jederzeit und überall zu garantieren (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2).  

Das Bundesverwaltungsgericht geht in ständiger Rechtsprechung davon 

aus, dass die türkischen Behörden grundsätzlich willens und in der Lage 

sind, bei Behelligungen oder Übergriffen seitens privater Drittpersonen 

Schutz zu gewähren und eine funktionierende Schutzinfrastruktur zur 

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Verfügung zu stellen (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer D-5377/2024 vom 

19. November 2024 E. 7.3 m.w.H.). Ebenso kann rechtsprechungsgemäss 

von der Schutzfähigkeit und dem grundsätzlichen Schutzwillen der türki-

schen Behörden hinsichtlich des Umgangs mit Gewalt gegen Frauen aus-

gegangen werden (vgl. insbesondere das Referenzurteil des BVGer  

E-1948/2018 vom 12. Juni 2018 E. 5.2 ff., bestätigt u.a. im Urteil  

D-4762/2023 vom 20. September 2023 E. 5.2.2 ff., je m.w.H.). Das SEM 

hat daher in zutreffender Weise darauf hingewiesen, dass sich die Be-

schwerdeführenden bei erneuten Drohungen durch die Familienmitglieder 

nach ihrer Rückkehr in die Türkei an die entsprechenden türkischen Be-

hörden wenden können, dies allenfalls auch mit der Hilfe eines Rechtsan-

waltes beziehungsweise einer Rechtsanwältin. Dass die türkischen Behör-

den im Falle der Beschwerdeführenden nicht schutzwillig oder schutzfähig 

sind, lässt sich den Akten nicht entnehmen, zumal sie ihre bisherigen An-

zeigen denn auch entgegengenommen haben.  

6.3 Auch aus dem Hinweis in der Beschwerdeschrift, dass einer anderen 

asylsuchenden Person in einer vergleichbaren Fallkonstellation der Aufent-

haltsstatus F zuerkannt worden sei, können die Beschwerdeführenden 

nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal sich Ergebnisse anderer Asylver-

fahren aufgrund der Einzelfallbezogenheit kaum auf andere Fälle übertra-

gen lassen.   

6.4 Betreffend ein möglicherweise gegen die Beschwerdeführerin laufen-

des Strafverfahren kann vollumfänglich auf die Ausführungen der Vor-

instanz verwiesen werden. Dass ein solches eingeleitet worden sei, wird 

auf Beschwerdeebene denn auch nicht mehr geltend gemacht. Schliess-

lich sind auch die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel nicht 

geeignet, eine andere Einschätzung in Bezug auf die Asylrelevanz der Vor-

bringen zu begründen. 

6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es den Beschwerdeführen-

den nicht gelungen ist, eine im Sinne von Art. 3 AsylG relevante Verfol-

gungsgefahr nachzuweisen oder glaubhaft darzutun. Die Vorinstanz hat 

das Asylgesuch der Beschwerdeführenden demzufolge zu Recht abge-

lehnt.  

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

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Seite 10 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG).  

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).  

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).  

Beim Geltendmachen von Wegweisungshindernissen gilt gemäss Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der 

Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn 

der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu ma-

chen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).  

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG).  

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).  

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden.   

8.2.2 Das SEM wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, 

dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Personen 

schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den Beschwerdefüh-

renden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung 

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nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG veran-

kerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine 

Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführerin in den Heimat-

staat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.   

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführenden 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihr im Fall einer Rückkehr in ihre Heimat-

staat Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des 

EGMR Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§ 124 ff. m.w.H.). Gemäss dem oben Ausgeführten gelingt ihnen  dies nicht. 

Schliesslich lässt auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimat-

staat den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht generell als 

unzulässig erscheinen.  

8.2.3 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.  

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Sind Kinder von einem allfälli-

gen Wegweisungsvollzug betroffen, so bildet im Rahmen der Zumutbar-

keitsprüfung das Kindeswohl einen Gesichtspunkt von gewichtiger Bedeu-

tung. Dies ergibt sich insbesondere aus einer völkerrechtskonformen Aus-

legung von Art. 83 Abs. 4 AIG im Lichte von Art. 3 Abs. 1 KRK (SR 0.107). 

Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von 

Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.  

8.3.1 Auch unter Berücksichtigung des Wiederaufflammens des türkischen 

Konflikts sowie die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK 

und den staatlichen Sicherheitskräften seit Juli 2015 im Südosten des Lan-

des und der Entwicklungen nach dem Militärputschversuch im Juli 2016 ist 

gemäss konstanter gerichtlicher Praxis nicht von einer Situation allgemei-

ner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen in der gesamten 

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Seite 12 

Türkei auszugehen (vgl. Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom 8. 

November 2024 E. 13.4). 

8.3.2 Auch in individueller Hinsicht sind keine Gründe ersichtlich, die gegen 

die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs der Beschwerdeführenden 

sprechen würden. Wie das SEM zutreffend ausgeführt hat, sind die Be-

schwerdeführenden mit den Lebensverhältnissen in der Türkei vertraut, 

verfügen über praktische Arbeitserfahrung und sind bereits vor ihrer Aus-

reise aus der Türkei gemeinsam für ihren Lebensunterhalt aufgekommen. 

So ist es ihnen auch in Annahme des Kontaktabbruchs zu ihren Familien-

mitgliedern zuzumuten, zusammen mit ihrer Tochter in die Türkei zurück-

zukehren und sich beruflich sowie sozial wieder einzugliedern.  

In Bezug auf die Gesundheit der Beschwerdeführenden ist festzustellen, 

dass der Beschwerdeführer angab, seit (…) an (…) zu leiden. Die genannte 

gesundheitliche Beeinträchtigung spricht nicht für eine medizinische Not-

lage, aufgrund welcher von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

auszugehen wäre (vgl. BVGE 2011/50 E. 8.3 und 2009/2 E. 9.3.2, je 

m.w.H.), zumal die Türkei grundsätzlich über ein funktionierendes Gesund-

heitssystem verfügt, das insbesondere in grösseren Städten dem europäi-

schen Standard entspricht (vgl. Urteil BVGer  

D-1554/2022 vom 29. Juli 2022 E. 9.3.4 m.w.H.).  

Unter dem Aspekt des Kindeswohls (Art. 3 Abs. 1 KRK) sind sämtliche Um-

stände zu würdigen, die im Hinblick auf den Vollzug einer Wegweisung we-

sentlich erscheinen, namentlich das Alter des Kindes, dessen Reife und 

Abhängigkeit, die Art der Beziehung zu Bezugspersonen (Nähe, Intensität, 

Tragfähigkeit), die Eigenschaften der Bezugspersonen (insbesondere Un-

terstützungsbereitschaft und -fähigkeit), Stand und Prognose bezüglich der 

Entwicklung und Ausbildung des Kindes sowie der Grad der erfolgten In-

tegration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz (vgl. BVGE 2014/20 

E. 8.3.6 und 2009/51 E. 5.6, je m.w.H.). Gerade die Dauer des Aufenthalts 

in der Schweiz ist im Hinblick auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse 

einer Reintegration im Heimatland bei einem Kind als gewichtiger Faktor 

zu werten. Dabei ist aus entwicklungspsychologischer Sicht nicht nur das 

unmittelbare persönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu 

berücksichtigen, sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Die Ver-

wurzelung in der Schweiz kann eine reziproke Wirkung im Sinne einer Ent-

wurzelung im Heimatland haben, die unter Umständen die Rückkehr dort-

hin als unzumutbar erscheinen lässt (vgl. BVGE 2009/51 E.5.6 und 

2009/28 E. 9.3.2). Die Tochter der Beschwerdeführenden ist in der Türkei 

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Seite 13 

geboren und (…) Jahre alt. Aufgrund ihres jungen Alters und der relativ 

kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz kann noch nicht von einer fortge-

schrittenen Verwurzelung gesprochen werden, zumal ihre Eltern die wich-

tigsten Bezugspersonen sind. Bei einer Rückkehr mit ihren Eltern wird sie 

daher nicht aus stabilen Beziehungen herausgerissen und sich aufgrund 

ihres Alters in ihrem Heimatland problemlos integrieren können. Insbeson-

dere ist aufgrund der gegebenen Umstände nicht davon auszugehen, dass 

ihre Entwicklung langfristig gefährdet wäre oder die Gefahr von erhebli-

chen psychischen Belastungen besteht. Eine Rückkehr in die Türkei ist 

demnach mit dem Kindeswohl vereinbar.   

8.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar.  

8.5 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 2008/34 E. 

12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen 

ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.6 Zusammenfassend hat das SEM den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG).  

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und auch sonst nicht zu 

beanstanden ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.  

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwer-

deführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), zumal das Gesuch um Gewährung der unentgelt-

lichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 VwVG – wie auch das Gesuch 

um Einsetzung einer amtlichen Rechtsverbeiständung im Sinne von 

Art. 102m Abs. 1 AsylG – wegen der Aussichtslosigkeit der Rechtsbegeh-

ren abzuweisen sind.   

E-7145/2025 

Seite 14 

10.2 Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

wird mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos.   

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7145/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Flavia Mark 

 

 

Versand: