# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab130b04-dc33-5deb-9081-99b46736a1dd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.12.2018 200 2018 546
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-546_2018-12-03.pdf

## Full Text

200 18 546 IV
FUE/LUB/SMA/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Juni 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1957 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte ... und seit März 1992 bei der B.________ SA als ... mit einem 
Pensum von 55% angestellt, meldete sich am 7. Oktober 2016 bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der Invalidenversicherung [act. II]/1, 15). Die IV-Stelle Bern (IVB) gewährte 
Frühinterventionsmassnahmen in Form von Arbeitsplatzerhalt sowie Ar-
beitsplatzanpassung (act. II/13, 26) und tätigte erwerbliche und medizini-
sche Abklärungen. Insbesondere liess sie die Versicherte auf Empfehlung 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) hin durch Prof. Dr. med. 
C.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, Spital 
D.________, untersuchen (Expertise vom 11. August 2017; act. II/44.1) 
und eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) am Spital 
D.________ durchführen (Bericht vom 28. August 2017; act. II/31 S 3 f.; 
44.2). Zusätzlich holte sie bei ihrem Abklärungsdienst einen Bericht Haus-
halt/Erwerb ein, der am 11. Mai 2018 erstattet wurde (act. II/51). Mit Vorbe-
scheid vom 18. Mai 2018 stellte die IVB die Abweisung des Rentenbegeh-
rens bei einem in Anwendung der gemischten Methode (55% Erwerb, 45% 
Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad von 19% per 1. Mai 2017 bzw. von 
37% ab 1. Januar 2018 in Aussicht (act. II/52). Mit Verfügung vom 28. Juni 
2018 wies sie den Rentenanspruch dem Vorbescheid entsprechend ab 
(act. II/54).

B.

Mit Eingabe vom 24. Juli 2018 erhob die Versicherte Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Sie beantragt, die Verfügung der 
IVB vom 28. Juni 2018 sei aufzuheben und es sei aufgrund einer Ver-
schlechterung ihrer Gesundheit eine neue Abklärung vorzunehmen. Zur 
Begründung verweist sie auf den in der Folge ins Recht gelegten Bericht 
ihrer Hausärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin, vom 9. August 2018 (act. II/57). 

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Mit Beschwerdeantwort vom 6. September 2018 beantragt die IVB, nach 
Einholung einer Stellungnahme des RAD (Bericht vom 28. August 2018; 
act. II/61), die Abweisung der Beschwerde. 

Die Beschwerdeführerin erhielt in der Folge Gelegenheit, sich zur Stellung-
nahme des RAD zu äussern, liess sich allerdings innerhalb der gesetzten 
Frist nicht vernehmen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IVB vom 28. Juni 2018 
(act. II/54). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Inva-
lidenversicherung.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-

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rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Metho-
de; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293, 144 I 21 E. 2.1 S. 23). 

2.3.3 Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsge-
rechte Bemessung des Invaliditätsgrades. Entscheidend ist nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall 
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, 
d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, 
erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.3.4 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach 
Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Gesamtinvali-
ditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der 
Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert 
(Art. 27bis Abs. 2 IVV, in Kraft seit Januar 2018).

2.3.5 Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbs-
tätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Bei der Bestimmung des Erwerbs-
einkommens, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkom-
men), ist zu differenzieren (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 372 vom 9. Januar 
2018): Für Invalidenrenten, welche den Zeitraum vor Inkrafttreten der Revi-
sion der IVV am 1. Januar 2018 betreffen, wird das Valideneinkommen 
dem hypothetischen Teilzeiteinkommen gleichgesetzt. Bei Invalidenrenten 
ab dem 1. Januar 2018 wird das hypothetische Einkommen aus der Teiler-

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werbstätigkeit auf ein Vollpensum hochgerechnet. Die prozentuale Er-
werbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die 
Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis 
Abs. 3 IVV, in Kraft seit Januar 2018).

2.3.6 Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betäti-
gung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen 
bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die 
versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand 
des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27  Abs. 4 IVV, in Kraft 
seit Januar 2018).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Aus medizinischer Sicht lässt sich den Akten Folgendes entneh-
men:

3.1.1 Gemäss Bericht des Spitals F.________ vom 13. Juli 2015 
(act. II/23 S. 13-14) äusserte sich bei der Beschwerdeführerin erstmals im 
Jahr 1978 ein Anfallsleiden mit generalisierten tonisch-klonischen Anfällen 
nur im Schlaf. Unter Mysoline und Tegretol habe 15 Jahre Anfallfreiheit 
bestanden. 2006 habe die versicherte Person entschieden, die Therapie zu 
stoppen. Mehrere am 17. März 2007 erlittene Anfälle hätten zu einer Schul-
terluxation links und einer Fraktur der Schulter rechts und links geführt 
(act. II/23 S. 13). In der Folge wurden eine offene Reposition und Osteo-

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synthese rechts sowie der Einbau einer Schulterkopfprothese links durch-
geführt (act. II/23 S. 17). 

3.1.2 Im Bericht des Spitals D.________, vom 17. Mai 2016 (act. II/22 
S. 7-9) wurden ein primäres Sjögren-Syndrom und als Nebendiagnosen 
eine Xerophthalmie, eine Polyarthrose (Rhizarthrose, Gonarthrose und 
Arthrose im Lisfranc-Gelenk), Knick-/Senkfüsse, ein Hallux Valgus, eine 
Vitamin-D-Insuffizienz, eine arterielle Hypertonie, ein Hörsturz sowie eine 
Epilepsie diagnostiziert (act. II/22 S. 7). 

3.1.3 Ab dem 2. Mai 2016 schrieb die Hausärztin Dr. med. E.________ 
die Beschwerdeführerin durchgehend zu wechselnden Graden (50/90%; ab 
1. Juli 2017 dann zu 100%) krank (act. II/25.3, 50 S. 1). Gemäss ihrem Be-
richt vom 8. Dezember 2016 (act. II/23 S. 2-7) wirkten sich das primäre 
Sjögren-Syndrom, die Epilepsie, die Gonarthrose links sowie die Folgen 
der Schulterverletzungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
aus (act. II/23 S. 2). Besonders belastend seien die Bewegungseinschrän-
kung der Schultern sowie die ausgeprägte Müdigkeit. Die Beschwerdefüh-
rerin könne ihre bisherige Tätigkeit nur noch in einem zeitlichen Rahmen 
von 10-20% bei einer verminderten Leistungsfähigkeit von 50% ausüben 
(act. II/23 S. 4). 

3.1.4 Laut dem Bericht von Dr. med. G.________ (gemäss eigenen An-
gaben Facharzt für Allgemeine Medizin; keine Weiterbildungstitel im Medi-
zinalberuferegister des Bundesamtes für Gesundheit verzeichnet) vom 
10. Januar 2017 zu Handen des Taggeldversicherers (act. II/25.2) werde 
die Beschwerdeführerin durch die Schmerzen und Funktionseinschränkun-
gen an den Schultergelenken, die Kniegelenksarthrose links, die Fehlstel-
lungen und arthrotischen Veränderungen mit Schmerzen an den Fussge-
lenken sowie das primäre Sjögren-Syndrom in ihrer Arbeitsfähigkeit beein-
trächtigt (act. II/25.2 S. 2). Sie sei in ihrer bisherigen Tätigkeit, bezogen auf 
ein Pensum von 55%, zu 60-80% eingeschränkt (act. II/25.2 S. 3).

3.1.5 Mit Schreiben vom 18. Mai 2017 (act. II/31) nahm der RAD-Arzt 
Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zur Arbeits-
fähigkeit und zum Zumutbarkeitsprofil Stellung und bezeichnete die Ein-
schätzung des Dr. med. G.________ zur Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.1.4) als 

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nur beschränkt nachvollziehbar. Zur schlüssigen Beurteilung sei eine 
rheumatologische Begutachtung, allenfalls verbunden mit einer EFL, 
durchzuführen (act. II/31 S. 4).

3.1.6 Das Gutachten von Prof. Dr. med. C.________ vom 11. August 
2017 (act. II/44.1) basiert auf einer Untersuchung im Fachbereich Rheuma-
tologie vom 11. August 2017 sowie einer Evaluation der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit (EFL) vom 28. August 2017 und führt folgende Diagnosen 
auf (act. II/44.1 S. 19):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
1. Rhizarthrose beidseits
2. Dringender Verdacht auf Schlaf-Apnoe-Syndrom
3. Oberarmfraktur 17.03.2007 beidseits in Folge eines generalisierten Krampfan-

falles mit
- Offener Reposition und Osteosynthese des proximalen Humerus rechts
- Einbau einer Schulterkopfprothese links
- Deutliche Bewegungseinschränkung des linken Armes

4. Zerebrales Anfallsleiden mit tonisch klonischen Anfällen
- Erstmanifestation Dezember 1978
- Letzter Anfall Juni 2017

5. Primäres Sjögren-Syndrom mit
- ANA positiv, SS-A hochtitrig positiv, SS-B schwach positiv, Rheumafaktor 

negativ
- Xerophthalmie
- Hörsturz 2011

6. Knick/Senkfuss beidseits, Hallux valgus beidseits
7. Gonarthrose links mit Bakerzyste und Innenmeniskussubluxation
8. Adipositas per magna

- BMI von 43 kg/m2
9. Chronisch venöse Insuffizienz beidseits

- Rezidivierende Varizen-OP, zuletzt 11/2015

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
10. Arterielle Hypertonie
11. Hysterektomie
12. Kombinierte Belastungsinkontinenz und hyperaktive Blase

- Cyrene transobturatorisch Schlingeneinlage, Entfernung bei Ineffektivität 
10/2014

Prof. Dr. med. C.________ hielt fest, aus rheumatologischer Sicht leide die 
Beschwerdeführerin an einer Rhizarthrose beidseits, einer Bewegungsein-
schränkung in beiden Schultergelenken sowie an arthrotischen Verände-
rungen der Vorfüsse infolge Senk/Spreizfüssen (II/44.1 S. 20). Hinweise 
auf eine Schmerzausweitung existierten nicht, die geschilderten Beschwer-
den liessen sich somatisch gut zuordnen (II/44.1 S. 17). Bezüglich der von 

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der Beschwerdeführerin geschilderten hartnäckigen Müdigkeit bestehe 
darüber hinaus ein dringender Verdacht auf ein Schlaf-Apnoe-Syndrom, 
weshalb weitere Abklärungen nötig seien. Falls sich die Diagnose bestäti-
ge, könne (durch Therapie) eine Verbesserung sowohl der Müdigkeit als 
auch der allgemeinen Erschöpfung erwartet werden (act. II/44.1 S. 17). Im 
Rahmen der EFL wurden insbesondere die Handkraft und die Beweglich-
keit über Schulterhöhe als arbeitsrelevante Probleme identifiziert 
(act. II/44.2 S. 2). Der Gutachter gelangte zum Schluss, dass die Arbeits-
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als ... nicht mehr gegeben sei 
(act. II/44.1 S. 26). In einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit mit Hantie-
ren von Lasten selten bis maximal 15 Kilo bestehe jedoch eine Arbeits-
fähigkeit von 50%. Spezielle Einschränkungen bestünden bezüglich der 
Handkoordination, die nur manchmal möglich sei, die Handkraft links und 
der ergonomische Handeinsatz beidseits seien eingeschränkt, Arbeiten auf 
Schulterhöhe seien nicht möglich. Aufgrund des Anfallsleidens sollten zu-
dem keine sturzgefährdeten Arbeiten ausgeführt werden (act II/44.1 S. 16 
und 26). 

3.1.7 Mit Schreiben vom 9. August 2018 (act. II/57 S. 3) äusserte sich Dr. 
med. E.________ dahingehend, dass bei der Beschwerdeführerin eine 
komplexe Situation vorliege. Zu berücksichtigen sei insbesondere das stark 
erhöhte Risiko von epileptischen Anfällen aufgrund der schlechten Schlaf-
qualität (Schlaf-Apnoe-Syndrom). Unter der CPAP-Therapie müsse nun die 
Effektivität bezüglich der Inzidenz von Epilepsien verfolgt werden. Dies sei 
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen.

3.1.8 Mit Bericht vom 28. August 2018 (act. II/61 3 f.) nahm Dr. med. 
I.________, Fachärztin für Neurologie, des RAD zu der hausärztlich be-
schriebenen Problematik bzw. zur Frage nach der Notwendigkeit weiterer 
Abklärungen Stellung. Sie legte dar, dass die epileptischen Anfälle offenbar 
selten aufträten und medikamentös anscheinend gut kontrolliert seien. 
Zwar könne ein gestörter Nachtschlaf die Häufigkeit der epileptischen An-
fälle erhöhen, doch könne aufgrund der CPAP-Therapie mit einer Verbes-
serung der Schlafqualität gerechnet werden, so dass das Risiko weiterer 
Anfälle minimiert sei. Darüber hinaus führe eine Epilepsie zu einer qualitati-
ven und nicht einer quantitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Das 

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heisse, es seien lediglich bestimmte Arbeiten nicht mehr möglich. Aus neu-
rologischer Sicht wäre ein Pensum von mind. 80% in einer Tätigkeit mög-
lich, welche nicht zu einer Eigen- oder Fremdgefährdung führe. Am bisher 
formulierten Zumutbarkeitsprofil könne festgehalten werden.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Das rheumatologische Gutachten des Prof. Dr. med. C.________ 
vom 11. August 2017 (act. II/44.1) wurde in Kenntnis der Vorakten, gestützt 
auf eine eigene Untersuchung und die Erkenntnisse der EFL abgefasst, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist für die streitigen Belange 
umfassend. Es leuchtet in der Darstellung der medizinischen Zusammen-
hänge ein und ist in der Beurteilung der medizinischen Situation nachvoll-
ziehbar und schlüssig. Daher erfüllt es die Anforderungen an die Beweis-
kraft eines ärztlichen Berichts. Gestützt auf dieses Gutachten ist erstellt, 
dass die Beschwerdeführerin – soweit für die Arbeitsfähigkeit relevant – an 
einer Rhizarthrose beidseits, den Folgen einer Oberarmfraktur mit offener 

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Reposition und Osteosynthese des proximalen Humerus rechts, dem Ein-
bau einer Schulterprothese links und einer deutlichen Bewegungsein-
schränkung des linken Armes, einem zerebralen Anfallsleiden mit tonisch 
klonischen Anfällen, einem primären Sjögren-Syndrom, einem 
Knick/Senkfuss beidseits sowie einem Hallux valgus beidseits, einer Go-
narthrose links mit Bakerzyste und Innenmeniskussubluxation, einer Adipo-
sitas per magna und einer chronisch venösen Insuffizienz beidseits leidet 
und in ihrer bisherigen Tätigkeit als ... nicht mehr arbeitsfähig ist 
(act. II/44.1 S. 19, 26). Hingegen besteht in einer leichten bis mittelschwe-
ren Tätigkeit mit Hantieren von Lasten selten bis maximal 15 kg eine Ar-
beitsfähigkeit von 50% (act. II/44.1 S. 26). Zu beachten sind zusätzlich 
spezielle Einschränkungen bezüglich der Handkoordination, der Handkraft 
links und dem ergonomischen Handeinsatz. Nicht möglich sind sturzge-
fährdete Tätigkeiten sowie Arbeiten auf Schulterhöhe. 

3.4 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, vermag den Beweiswert des 
Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen. Der von ihr veranlasste Bericht der 
behandelnden Dr. med. E.________ datiert vom 9. August 2018 und damit 
erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung. Das Verwaltungsgericht 
stellt bei seiner Beurteilung grundsätzlich auf den Sachverhalt zum Zeit-
punkt der streitigen Verfügung ab (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 
130 V 138 E. 2.1 S. 140). Weil der Bericht jedoch zumindest teilweise 
Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsver-
fahrens bestehende Situation erlaubt, ist er in die Beurteilung miteinzube-
ziehen (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Indes vermag er aus folgenden 
Gründen nichts am Ergebnis zu ändern: Zum einen äussert sich Dr. med. 
E.________ nicht zum gutachtlichen Zumutbarkeitsprofil bzw. postuliert 
keine von der Expertise des Prof. Dr. med. C.________ abweichende Ein-
schätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Zum anderen vermag sie – 
abgesehen von der neurologischen Problematik (vgl. hiernach) – keine 
wichtigen, nicht rein subjektiver ärztlichen Interpretation entspringenden 
Aspekte zu benennen, die im Rahmen der rheumatologischen Begutach-
tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (SVR 2008 IV Nr. 15 
S. 43, I 514/06 E. 2.2.1). Was die von der Hausärztin genannten Diagnosen 
arterielle Hypertonie, Hypercholesterinämie, Urininkontinenz, Varikosis, 
Adipositas per magna und Status nach totaler abdominaler Hysterektomie 

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und Adnexektomie betrifft, hat der Experte diese entweder unter den Dia-
gnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt oder aber ih-
nen in der Beurteilung keinen entscheidenden Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit beigemessen (act. II/44.1 S. 17 Ziff. IV, S. 19 Ziff. V). Dass sich eine 
der genannten Diagnosen entgegen dem Gutachten auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirken soll, macht die behandelnde Ärztin nicht geltend. Ferner hat der 
Gutachter auch die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – das 
vermutete Schlaf-Apnoe-Syndrom, das zerebrale Anfallsleiden, die Folgen 
der beidseitigen Oberarmfraktur vom 17. März 2007 sowie das primäre 
Sjögren-Syndrom – bereits hinreichend berücksichtigt. Gestützt auf die 
daraus resultierenden funktionellen Einschränkungen hat der Experte die 
angestammte Tätigkeit als ... als nicht mehr zumutbar erachtet (act. II/44.1 
S. 17 Ziff. IV, 26 Ziff. XI) und die angepasste Tätigkeit entsprechend defi-
niert (act. II/44.1 S. 26 Ziff. XI). Bezüglich der geschilderten Müdigkeit, wel-
che der Gutachter auf ein vermutetes Schlaf-Apnoe-Syndrom zurückführte 
(act. II/44.1 S. 17 Ziff. IV), empfahl dieser explizit weitere Abklärungen, wo-
bei er von einer Verbesserung der Müdigkeit durch eine adäquate Therapie 
ausging (act. II/44.1 S. 24 Ziff. IX 3 und 7). Diese Abklärungen haben in der 
Folge zur Aufnahme einer CPAP-Therapie geführt (act. II/57 S. 3). Zur Fra-
ge, ob hinsichtlich des Anfallsleidens, das laut sinngemässem Einwand der 
Hausärztin zu wenig berücksichtigt worden sei, am gutachtlichen Zumut-
barkeitsprofil festgehalten werden könne bzw. ob weitere Abklärungen not-
wendig seien, hat die Beschwerdegegnerin am 28. August 2018 eine er-
gänzende Stellungnahme beim RAD eingeholt (act. II/61). Darin hat die 
Neurologin Dr. med. I.________ einleuchtend und schlüssig dargelegt, 
dass das Risiko weiterer Anfälle medikamentös bzw. durch die CPAP-
Therapie minimiert sei und dass das Anfallsleiden nicht zu einer quantitati-
ven, sondern einer qualitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt. 
Dem trug der Experte bei der Bestimmung des Zumutbarkeitsprofils bereits 
Rechnung, indem er sturzgefährdete Arbeiten ausschloss (act. II/44.1 S. 26 
Ziff. XI 2). Somit besteht in neurologischer Hinsicht kein weiterer Ab-
klärungsbedarf.

Soweit die Beschwerdeführerin erstmals im Beschwerdeverfahren psychi-
sche Probleme geltend macht, ist festzuhalten, dass bis zum Verfügungser-
lass keine entsprechende Diagnose gestellt wurde. Darüber hinaus hat sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 13

die Hausärztin bisher offenkundig auch nicht dazu veranlasst gefühlt, die 
Beschwerdeführerin an einen Psychiater zu überweisen. Sollte sich der 
psychische Gesundheitszustand seit dem Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung verschlechtert haben, wofür der Bericht der Dr. med. 
E.________ vom 9. August 2018 (act. II/57 S. 9) indes keine Anhaltspunkte 
enthält, steht es der Beschwerdeführerin jedoch frei, bei der IV-Stelle eine 
Neuanmeldung einzureichen. 

3.5 Nach dem Gesagten ist der rechtserhebliche Sachverhalt entgegen 
der Beschwerde hinreichend erstellt; weiterer Abklärungen bedarf es nicht 
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Demnach ist 
festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten bis mittel-
schweren Tätigkeit, unter Berücksichtigung von Einschränkungen bezüglich 
der Handkoordination, der Handkraft links und des beidseits eingeschränk-
ten ergonomischen Handeinsatzes unter Ausschluss von Arbeiten auf 
Schulterhöhe sowie von sturzgefährdeten Arbeiten, zu 50% arbeitsfähig ist 
(act. II/44.1 S. 26).

4.

Was den Status betrifft (Ausmass der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall), 
nahm die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben der Beschwerde-
führerin an, diese wäre im hypothetischen Gesundheitsfall im Mai 2017 
weiterhin zu 55% erwerbstätig und zu 45% im Haushalt beschäftigt 
(act. II/51 S. 4 Ziff. 3.4). Dieser Status ist mit Blick auf die Erwerbsbiografie, 
namentlich das seit 1992 ausgeübte Teilzeitpensum von ca. 55%, nicht zu 
beanstanden und zwischen den Parteien unbestritten. Darüber hinaus er-
folgte weder ein Statuswechsel noch geht es um eine familiär bedingte 
Rentenaufhebung oder –herabsetzung, womit keine ähnliche Ausgangsla-
ge wie im Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte 
(EGMR) vom 2. Februar 2016 i.S. Di Trizio gegen die Schweiz (N°7186/09) 
vorliegt (BGE 144 I 103 E. 4.2 S. 107 f., 144 I 21 E. 4.2 S. 26, 143 I 50 
E. 4.4 S. 60; 143 V 77 E. 3.2.2 S. 80). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 14

5.

5.1 Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Er-
werbsbereich verhält. Dafür ist der IV-Grad nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.1.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

5.1.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

5.1.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BfS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Da den Tabellenlöhnen ge-
nerell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Um-
rechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit er-
forderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 15

sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.1.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222; 
143 V 295, E. 4.1.3). Unter Berücksichtigung des Wartejahres (die Be-
schwerdeführerin ist seit 2. Mai 2016 durchgehend arbeitsunfähig ge-
schrieben [act. II/25.3, 50]) und der Anmeldung vom 7. Oktober 2016 ist der 
frühest mögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 29 Abs. 1 IVG auf das Jahr 2017 festzusetzen. Auf diesen Zeitpunkt 
hin ist der erste Einkommensvergleich durchzuführen. Da auf den 1. Januar 
2018 die IVV im Hinblick auf die Berechnung des Invaliditätsgrads für Tei-
lerwerbstätige revidiert wurde (vgl. E. 2.3.5 hiervor), ist für den Zeitpunkt ab 
dem 1. Januar 2018 gestützt auf Art. 27bis Abs. 3 IVV ein zweiter Einkom-
mensvergleich vorzunehmen.

5.2

5.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen für das Jahr 
2017 gestützt auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ... bestimmt (act. II/51 
S. 4, 5). Dabei ging sie davon aus, dass die Beschwerdeführerin ihre Er-
werbstätigkeit weiterhin bei der gleichen Arbeitgeberin im gleichen zeitli-
chen Rahmen ausgeübt hätte (vgl. E. 4 hiervor), d.h. 22.55 Arbeitsstunden 
pro Woche (55% von 41 Wochenarbeitsstunden) zu einem Stundenlohn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 16

von Fr. 28.30 (act. II/15 S. 2, 4; 51 S. 5 Ziff. 5.2 [telefonische Nachfrage 
beim Arbeitgeber]). Dies ist nicht zu beanstanden, insbesondere da sich die 
Beschwerdeführerin sehr positiv über die bisherige Tätigkeit an ihrer Ar-
beitsstelle geäussert hat (act. II/44.1 S. 17; 51 S. 2) und keine Hinweise 
dafür vorliegen, dass sie bei guter Gesundheit nicht weiterhin ihre ange-
stammte Tätigkeit ausüben würde. Für den Zeitraum zwischen Mai und 
Dezember 2017 ergibt sich damit hochgerechnet ein Jahreseinkommen 
von Fr. 33'184.58 (22.55 Wochenarbeitsstunden x 52 Wochen x Fr. 28.30) 
(act. II/51 S. 5; 15 S. 2). Aufgrund einer einmaligen Prämie von Fr. 2'500.-- 
anlässlich der 25-jährigen Anstellung resultiert ein Valideneinkommen für 
das Jahr 2017 von total Fr. 35'684.58 (Fr. 33'184.58 + Fr. 2'500.--). 

Für das Jahr 2018 ging die Beschwerdegegnerin, wiederum gestützt auf 
die Angaben des Arbeitgebers, von einem Stundenlohn von Fr. 28.49 bei 
ansonsten gleichbleibenden Parametern aus, was ebenfalls nicht zu bean-
standen ist (act. II/51 S. 5). Gestützt auf Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV ergibt 
sich ab 1. Januar 2018 (hochgerechnet auf ein Vollpensum; vgl. E. 2.3.5 
hiervor) ein Valideneinkommen von Fr. 60'740.68 (41 Stunden x 52 Wo-
chen x Fr. 28.49).

5.2.2 Die Beschwerdeführerin übte keine ihrem Zumutbarkeitsprofil ent-
sprechende Erwerbstätigkeit (vgl. E. 3.3.3 hiervor) aus. Daher stützte sich 
die Beschwerdegegnerin bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 
korrekterweise auf die Tabellenlöhne der LSE 2014. Gemäss dem medizi-
nischen Zumutbarkeitsprofil ist die Beschwerdeführerin in einer leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig, womit das Total der Tabelle 
TA1 der LSE 2014, Kompetenzniveau 1, Frauen, zu Grunde zu legen ist 
(vgl. statt vieler: Entscheid des BGer vom 11. Januar 2018, 9C_621/2017, 
E. 2.3.1). Ausgehend von einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'300.--, 
indexiert auf das Jahr 2017 (BfS, Nominallohnindex, Tabelle T1.2.10, Total, 
Frauen, 2014 bzw. 2017) und unter Berücksichtigung einer betriebsübli-
chen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (BfS, Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Total, 2017) ergibt dies ein Jahreseinkommen 
von Fr. 54'727.63 (Fr. 4'300.-- x 12 Monate / 103.6 x 105.4 [Indexierung] / 
40 x 41.7 [Wochenstunden]). Mit Blick auf die verbleibende Arbeitsfähigkeit 
von 50% resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 27'363.81 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 17

(Fr. 54'727.63 / 2), welches mangels Zahlen pro 2018 sowohl für den Zeit-
raum vor als auch nach dem 1. Januar 2018 gültig ist. 

Dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn vorge-
nommen hat, ist nicht zu beanstanden. Bei Zumutbarkeit von leichten und 
mittelschweren Tätigkeiten ist grundsätzlich auch bei eingeschränkter Leis-
tungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn im 
Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl solcher Tätigkeiten umfasst (vgl. 
BGer 9C_187/2011 E. 4.2.1). Ferner ist gemäss der gestützt auf die LSE 
2012 erstellten Tabelle zu den nach Beschäftigungsgrad, Geschlecht und 
beruflicher Stellung differenzierten monatlichen Durchschnittsbruttolöhnen 
(veröffentlicht im Anhang des vom BSV herausgegebenen, inzwischen auf-
gehobenen [vgl. IV-Rundschreiben Nr. 360 vom 3. Januar 2017], IV-
Rundschreibens Nr. 328 vom 22. Oktober 2014) bei Frauen ohne Kader-
funktion in Bezug auf eine Teilzeitarbeit zwischen 50% und 74% nicht von 
einem proportional unterdurchschnittlichen Einkommen auszugehen, viel-
mehr fällt das Einkommen bei Teilzeit sogar höher aus (Teilzeit zwischen 
50% und 74%: Fr. 5'733.--; Vollzeit: Fr. 5'388.--). Den gesundheitlichen 
Einschränkungen der Beschwerdeführerin (namentlich die Beeinträchtigung 
durch die Rhizarthrose und die Folgen der Oberarmfrakturen) ist bereits 
durch ein Pensum von 50% ausreichend Rechnung getragen. Hinsichtlich 
des fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin ist schliesslich zu be-
merken, dass Hilfsarbeiten auf dem massgebenden hypothetischen ausge-
glichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden 
(vgl. BGer 9C_130/2010 E. 3.3.3). 

5.2.3 Nach dem Gesagten ist für die Invaliditätsbemessung ab Mai 2017 
bis Dezember 2017 von einem jährlichen Valideneinkommen von 
Fr. 35'684.58 und einem Invalideneinkommen von Fr. 27'363.81 auszuge-
hen. Die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse beträgt Fr. 8'320.77 
(Fr. 35'684.58 – Fr. 27'363.81) und damit liegt ein Invaliditätsgrad von 
23.32% (100% / Fr. 35'684.58 x Fr. 8'320.77) vor.

Der Einkommensvergleich ab 1. Januar 2018 berechnet sich gestützt auf 
ein Valideneinkommen von Fr. 60'740.68 und ein Invalideneinkommen von 
Fr. 27'363.81. Für den Bereich Erwerb ergibt sich bei einer Erwerbseinbus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 18

se von Fr. 33'376.87 (Fr. 60'740.68 – Fr. 27'363.81) daher ein Invaliditäts-
grad von 54.95% (100% / Fr. 60'740.68 x Fr. 33'376.87).

6.

Im Folgenden sind die Einschränkung resp. der Invaliditätsgrad im Aufga-
benbereich zu ermitteln.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 11. Mai 2018 
(act. II/51) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung (E. 6.1.1 hiervor) 
und ist damit beweiskräftig. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Feststel-
lungen im Abklärungsbericht nicht. Insbesondere legt sie nicht dar, welche 
spezifischen Aufgaben (vgl. KSIH Rz. 3087) aus welchen Gründen unzu-
treffend beurteilt worden sein sollten. Damit ist im Aufgabenbereich von 
einem Invaliditätsgrad von 14.5% auszugehen (act. II/51 S. 7-9). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 19

7.

7.1 Insgesamt ergibt sich bezüglich des Invaliditätsgrads zwischen dem 
Mai 2017 und dem Dezember 2017 Folgendes: Ausgehend von einer Ein-
schränkung von 23.32% im Erwerbsbereich (vgl. E. 5.4.1 hiervor) und einer 
Einschränkung von 14.5% im Aufgabenbereich (vgl. E. 6.1.2 hiervor) resul-
tiert unter Berücksichtigung des Status von 55% Erwerbsbereich bzw. 45% 
Haushalt ein Gesamtinvaliditätsgrad von insgesamt 19% (23.32% x 0.55 + 
14.5% x 0.45). Damit wurde der Anspruch auf eine Invalidenrente zwischen 
Mai 2017 und Dezember 2017 korrekterweise verneint (vgl. E. 2.2 hiervor).

7.2 Für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2018 beträgt die Einschränkung 
im Erwerbsbereich 54.95% (vgl. E. 5.4.2 hiervor) und im Aufgabenbereich 
14.5% (vgl. E. 6.1.2 hiervor). Unter Berücksichtigung des Status ergibt sich 
ein Gesamtinvaliditätsgrad von 37% (54.95% x 0.55 + 14.5% x 0.45). Damit 
besteht auch für diesen Zeitraum kein Rentenanspruch (vgl. E. 2.2 hiervor).

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 
und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

8.2 Vorliegend besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2018, IV/18/546, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.