# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e680c6ed-1d49-5173-88d8-ef922e7033ef
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-07
**Language:** de
**Title:** Grundstückserwerb durch Personen im Ausland. Anfechtbarkeit der Verweisung des Anmeldenden an die Bewilligungsbehörde.
**Docket/Reference:** BRGE I Nr. 0136/2018
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRGE_I_0136_2018_529.pdf

## Full Text

BRGE I Nr. 0136/2018 vom 7. September 2018 in BEZ 2018 Nr. 41 

Das  Grundbuchamt  A  verwies  X  an  die  Bewilligungsbehörde  (Bezirksrat 
Y), um diese um einen Entscheid über die Bewilligungspflicht gemäss Art. 2 des 
Bundesgesetzes  über  den  Grundstückserwerb  durch  Personen  im  Ausland 
(Bewilligungsgesetz; BewG) zu ersuchen. Hiergegen wandte sich X mit Rekurs 
an das Baurekursgericht des Kantons Zürich.  

Aus den Erwägungen:  

3.1  Mit  Rekurs  anfechtbar  sind  Anordnungen  im  Sinne  von  § 19  Abs. 1 
lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) sowie die anderen Akte nach 
§ 19  Abs. 1  lit. b,  c  und  d VRG.  Der Begriff der «Anordnung»  ist  grundsätzlich 
gleichbedeutend mit dem der «Verfügung». 

Verfügungen  sind  individuelle,  an  einen  Einzelnen  gerichtete  Hoheitsakte, 
durch  welche  eine  konkrete  verwaltungsrechtliche  Beziehung  gestaltend  oder 
feststellend  in  verbindlicher  und  erzwingbarer  Weise  geregelt  wird.  Eine 
Verfügung  liegt  mithin  nur  dann  vor,  wenn  die  Anordnung  einen  bestimmten 
Sachverhalt so konkret regelt, dass sie sich unmittelbar vollziehen lässt.  

3.2  Das  Bundesgericht  hat  der  Verweisung  des  Anmeldenden  an  die 
Bewilligungsbehörde  den  Verfügungscharakter  mit  der  Begründung  abge-
sprochen,  die  registermässige  Behandlung  der  Anmeldung  sei  nicht  ent-
schieden,  sondern  lediglich  aufgeschoben,  und  die  Verweisung  habe  nicht  die 
verbindliche Regelung eines Rechtsverhältnisses zum Inhalt. Sie gebe lediglich 
Anlass zu einem Verfahren, das in eine Verfügung ausmünde (vgl. BGE 101 1b 
S.  445  =  ZBGR  58  S.  279,  Erw.  1b).  Dieser  Rechtsprechung  ist  zu  folgen, 
zumal  es  wenig  sinnvoll  erscheint,  vorweg  über  die  Begründetheit  der 
grundbuchamtlichen  Verweisung  und  erst  danach  über  die  Bewilligungs-
voraussetzungen  zu  entscheiden.  Eine  derartige  Trennung  von  Vor-  und 
Hauptfrage vor denselben Behörden bringt der Rekurrentin keinen erkennbaren 
Nutzen  und  ist  ein  prozessualer  Leerlauf  (vgl.  ZBGR  80/1999  S.  386  f.,  Erw. 
2b).  

Zusammengefasst  ist  somit  auf  den  Rekurs  mangels  Vorliegen  eines 

Anfechtungsobjekts nicht einzutreten.