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**Case Identifier:** 22d62a72-d2ec-5c66-b25e-87fc042ab6c9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.03.2014 200 2013 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-78_2014-03-18.pdf

## Full Text

200 13 78 UV
STC/BRM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. März 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

Zürich Versicherungsgesellschaft AG
Postfach, 8085 Zürich Versicherung
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2012

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. März 2014, UV/13/78, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) hat in … …studiert und die Ausbildung im Mai 2001 mit 
dem 3. Staatsexamen abgeschlossen. Anschliessend reiste er in die 
Schweiz ein, um im September 2001 eine Stelle als ... in der ... anzutreten. 

Am 28. September 2002 erlitt der Versicherte bei einem unverschuldeten 
Motorradunfall schwere Verletzungen, welche zahlreiche Operationen und 
lange Rehabilitationsaufenthalte notwendig machten. 

Die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Zürich), bei wel-
cher A.________ über seine damalige Arbeitgeberin obligatorisch gegen 
die Folgen von Berufsunfällen-, Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankhei-
ten versichert war, erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

B.

Zur Abklärung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit liess die Zürich den Ver-
sicherten beim Zentrum C.________, interdisziplinär begutachten; das ent-
sprechende Gutachten wurde am 6. Januar 2011 erstattet (Medizinische 
Akten der Zürich [act. IIB] M 131).

Gestützt hierauf stellte die Zürich ihre Leistungen per 31. Oktober 2011 ein 
und sprach dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 72% ab 1. 
November 2011 eine Rente in Höhe von Fr. 4‘456.— pro Monat sowie bei 
einer Integritätseinbusse von 90% eine Integritätsentschädigung im Betrag 
von Fr. 96‘120.— zu (vgl. Verfügung vom 12. Juli 2012; Korrespondenz-
Akten der Zürich [act. IIC] Z 332) 

Die dagegen gerichtete Einsprache vom 13. August 2012 (act. IIC Z 339) 
hiess die Zürich mit Entscheid vom 13. Dezember 2012 insofern teilweise 
gut, als sie die Integritätseinbusse nunmehr auf 100% bemass und eine 

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entsprechend höhere Integritätsentschädigung zusprach; im Übrigen wurde 
die Einsprache abgewiesen (act. IID Z 358). 

C.

Mit am 30. Januar 2013 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozia-
lversicherungsrechtliche Abteilung, eingegangener Eingabe lässt der Versi-
cherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, gegen diesen Einspra-
cheentscheid Beschwerde erheben mit den Anträgen, dem Beschwerde-
führer sei ab 1. November 2011 eine monatliche Rente von Fr. 6‘189.—, 
zuzüglich Teuerungszulage auszurichten, basierend auf einem versicherten 
Verdienst von Fr. 92‘381.— sowie einem Invaliditätsgrad von 100% und die 
Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, dem Beschwerdeführer weiterhin 
Heilungs- und Behandlungskosten zu bezahlen; eventualiter sei die Be-
schwerdegegnerin zu verurteilen, innert 10 Tagen über die geltend ge-
machten Heilungs- und Behandlungskosten zu verfügen. Gerügt wird eine 
falsche Bemessung des Valideneinkommens, die Anrechnung eines nicht 
zumutbaren Invalideneinkommens sowie, dass kein leidensbedingter Ab-
zug vorgenommen worden sei. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2013 beantragt die Zürich die Ab-
weisung der Beschwerde. 

Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an den 
vertretenen Standpunkten und den gestellten Anträgen fest. 

Nachdem die Akten der Invalidenversicherung ediert worden waren, erhiel-
ten die Parteien Gelegenheit zur Einreichung einer abschliessenden Stel-
lungnahme, worauf von beiden Parteien ausdrücklich verzichtet wurde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) sind eingehalten. Auf die Beschwerde ist grundsätz-
lich einzutreten.

Nicht einzutreten ist dagegen auf die Beschwerde, soweit beantragt wird, 
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer wei-
terhin Heilungs- und Behandlungskosten zu bezahlen. Hierbei geht es um 
Kosten im Sinne von Art. 21 UVG, die erst nach Erlass des Einspracheent-
scheides angefallen sind und worüber die Zürich im Rahmen des vorlie-
gend angefochtenen Entscheides nicht befunden hat. Diesbezüglich ist 
auch ein Feststellungsbegehren, wie es in der Replik gestellt worden ist, 
unzulässig, hat doch die Verwaltung die Möglichkeit, die Rechtsbeziehung 
direkt durch eine rechtsgestaltende Verfügung zu ordnen (Prinzip der Sub-
sidiarität; BGE 122 V 28 E. 2b S. 30), sodass ein entsprechendes Leis-
tungsbegehren zu stellen ist. Abgesehen davon hat die Zürich die geltend 
gemachten Behandlungskosten nach anfänglicher Weigerung zwischen-
zeitlich übernommen, was auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten 
wird.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. Dezem-
ber 2012 (act. IID Z 358). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine Rente der obligatorischen Unfallversicherung 
bzw. deren Höhe.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).    

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).   

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Unfalls oder einer Berufs-
krankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallver-
sicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 832.20]). Ist die versicherte Per-
son infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8 ATSG), so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).   

2.3 Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied 
zur Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätig-
keitsbereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleiben-

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de Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

3.

In medizinischer Hinsicht ist auf das polydisziplinäre Gutachten des Zen-
trums C.________ vom 6. Januar 2011 der Fachgebiete Allgemeine und 
Innere Medizin, Handchirurgie und Orthopädie, Neurologie, Neuropsycho-
logie, Ophtalmologie sowie Psychiatrie abzustellen. Es erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine Ex-
pertise (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 
351 E. 3a S. 352); ihm kommt mithin voller Beweiswert zu. Die medizini-
sche Situation ist im Übrigen auch grundsätzlich unbestritten geblieben. 
Gemäss dem gutachterlich definierten Zumutbarkeitsprofil sind dem Be-
schwerdeführer angesichts der nach dem Unfall verbliebenen Einschrän-
kungen die meisten Tätigkeiten im ... nicht mehr möglich, dagegen kom-
men theoretisch Tätigkeiten wie z.B. als Redaktor einer … Fachzeitschrift 
oder als … mit einem Pensum von 40% in Frage. 

4.

4.1 Umstritten ist die Bemessung des Invaliditätsgrades auf dieser me-
dizinischen Grundlage, wobei hinsichtlich der Festlegung sowohl des Vali-

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deneinkommens als auch des Invalideneinkommens zwischen den Partei-
en unterschiedliche Auffassungen bestehen. 

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

4.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen ausgehend 
von der Lohnstrukturerhebung 2010 (LSE) des Bundesamtes für Statistik, 
Tabelle TA 11 (qualifizierte Berufsleute mit universitärem Abschluss ohne 
Kaderfunktion), Männer unter Umrechnung auf die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie Indexierung auf das 
massgebende Jahr 2011 festgelegt. Dies ergab einen Betrag von 
Fr. 108‘485.—. 

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, es müsse als Vali-
deneinkommen der Verdienst eines ... mit 10 jähriger Berufserfahrung (…) 
in Höhe von Fr. 162‘000.— herangezogen werden.

4.2.2 Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müs-
sen praxisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versi-
cherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres 
Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre. Sodann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Per-
son nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch 
konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung 
von Prüfungen usw. kundgetan worden sein. Bei der Prüfung der mutmass-
lichen beruflichen Entwicklung können unter Umständen aus einer beson-
deren beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die 
hypothetische Entwicklung gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des 
Gesundheitsschadens gekommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine 
solche Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die angestammte 
Tätigkeit weitergeführt werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen 

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Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres 
abgeleitet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine ver-
gleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (SVR 
2010 UV Nr. 13 S. 52 E. 4.1).

4.2.3 Vorab sei bemerkt, dass eine Tabelle TA 11 in der LSE 2010 – auf 
welche sich die Beschwerdegegnerin stützt – nicht geführt wird und eine 
solche auch in früheren Jahrgängen der LSE nicht gefunden werden konn-
te. Die von der Zürich angenommenen Zahlen können dementsprechend 
nicht verifiziert werden. 

Der Beschwerdeführer hat im Jahre 2001 eine ... in der ... aufgenommen 
und das Ausbildungsprogramm zum ... und … in Angriff genommen. Dies 
entspricht dem üblichen Vorgehen nach Abschluss des ...studiums im Hin-
blick auf eine ... Weiterbildung. Die in diese Richtung unternommenen 
Schritte sind durch die entsprechenden Bescheinigungen (vgl. Beschwer-
debeilage [act. I] 8 – 12) belegt. Dass die Weiterbildung zum ... noch nicht 
weit fortgeschritten war, ist dem Umstand zuzuschreiben, dass sich der 
Motoradunfall lediglich ca. ein Jahr nach Antritt der (ersten) ...stelle ereig-
net hat; dies darf dem Beschwerdeführer allerdings nicht zum Nachteil ge-
reichen. Nach den zur Verfügung stehenden Unterlagen und den nachvoll-
ziehbaren Angaben des Beschwerdeführers ist deshalb mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne 
Eintritt des Gesundheitsschadens eine ... Ausbildung absolviert und auch 
abgeschlossen hätte. 

Insofern kann – entgegen der, letztlich auch nicht weiter begründeten, Auf-
fassung der Beschwerdegegnerin – nicht gesagt werden, der Beschwerde-
führer habe keine konkreten Schritte für die angegebene berufliche Weite-
rentwicklung unternommen. 

Mit dem Beschwerdeführer ist dementsprechend als überwiegend wahr-
scheinlich anzunehmen, dass er ohne den Unfall eine ... Ausbildung absol-
viert und abgeschlossen hätte sowie heute als ... bzw.... an einem ... arbei-
ten würde. Kein rechtsgenüglicher Hinweis besteht indessen darauf, dass 
der Beschwerdeführer in leitender Stellung tätig wäre. Es darf im Übrigen 
bei der Bemessung des Valideneinkommens auch nicht von maximalen, 

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sondern lediglich von durchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten ausge-
gangen werden, da regelmässig – und auch vorliegend – keine Anhalts-
punkte bestehen, welche die Annahme, ein Versicherter hätte im Validitäts-
fall einen höheren als den durchschnittlichen Verdienst in seiner beruflichen 
Tätigkeiten erzielt, rechtfertigen würde. Die zur Festlegung des Vergleichs-
einkommens heranzuziehenden Verdienste im Bereich einer ärztlichen 
Tätigkeit werden dabei am realistischsten durch die Gehaltseinreihung im 
Rahmen einer Tätigkeit in einem …abgebildet. Gemäss der Richtpositions-
umschreibung zur Personalverordnung (PV) des Kantons Bern (BSG 
153.011.1) wird ein ... bzw. eine  … – eine Tätigkeit, die der Beschwerde-
führer gemäss obigen Ausführungen im Validitätsfall heute ausüben wür-
den – in der Gehaltsklasse 25 eingereiht. Bei einer beruflichen Erfahrung 
von ca. 10 Jahren würden zudem 40 Gehaltsstufen angerechnet (vgl. Art. 
40 Abs. 3 PV), was im vorliegend massgebenden Jahr des Rentenbeginns 
(2011) einem Verdienst in Höhe von Fr. 147‘284.80 pro Jahr entspricht. 

Hinzuweisen ist in vorliegendem Zusammenhang auch darauf, dass der 
Beschwerdeführer im Rahmen einer (befristeten und teilzeitlichen) Anstel-
lung beim … ab 1. Mai 2011 in der Gehaltsklasse 25 mit 32 Lohnstufen 
gemäss der ab Januar 2011 geltenden Gehaltsklassentabelle für das Per-
sonal des Kantons Bern eingereiht worden ist (act. IIC Z 265, 272), ent-
sprechend einem Jahresgehalt bei einem Vollpensum von Fr. 140‘487.10. 
Dabei ist bei der Festsetzung der angerechneten Lohnstufen sicherlich die 
unfallbedingt reduzierte Berufserfahrung berücksichtigt worden. Auch im 
Lichte dessen trägt die Bemessung des Valideneinkommens durch die Be-
schwerdegegnerin den Verhältnissen nicht hinreichend Rechnung. 

Das Valideneinkommen ist nach dem Gesagten auf einen Betrag von jähr-
lich Fr. 147‘284.80 festzulegen. 

4.3 Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist die Beschwerdegegnerin 
gestützt auf LSE 2010 Tabelle TA 1 Ziff. 86 – 88 (Gesundheits- und Sozi-
alwesen), Anforderungsniveau 3, Männer, indexiert auf das Jahr 2011 so-
wie umgerechnet auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 
41,7 Stunden von einem Betrag von Fr. 78‘704.— bzw. bei einem zumutba-
ren Pensum von 40% von Fr. 29‘908.— ausgegangen. 

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An sich wendet der Beschwerdeführer gegen die Heranziehung des so 
bemessenen Invalideneinkommens nichts ein, macht dagegen geltend, 
dass eine Tätigkeit gemäss dem gutachterlich definierten Zumutbar-
keitsprofil auf dem freien Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe bzw. eine 
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich sei, dass sie der allge-
meine Arbeitsmarkt nicht kenne oder der Beschwerdeführer auf ein unrea-
listisches Entgegenkommen eines Arbeitgebers zählen müsste. Dies stehe 
aufgrund der gescheiterten Arbeitsversuche fest (Beschwerde S. 13 ff.). 

4.3.1 In diesem Zusammenhang ist der Beschwerdeführer – wie dies 
auch die Beschwerdegegnerin getan hat – darauf hinzuweisen, dass das 
trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare 
Einkommen bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln 
ist. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leistungsbe-
reich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung 
abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch 
ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Ar-
beitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei 
ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können 
nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. 
An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten 
sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen 
zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 
5.1). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die inva-
lide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten 
und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag 
oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b).

Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen 
ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene 
Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-

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beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 
S. 291 E. 3b).

4.3.2 Mit der Anwendung der  Tabelle TA 1 hat die Beschwerdegegnerin 
korrekt die Lohnverhältnisse im privaten Sektor berücksichtigt (SVR 2002 
UV Nr. 15 S. 50 E. 3c cc).

Es könnte allenfalls diskutiert werden, ob im Rahmen der von der Be-
schwerdegegnerin herangezogenen Ziff. 86 – 88 (Gesundheits- und Sozi-
alwesen als Gesamtwert) – angesichts der Ausbildung des Beschwerdefüh-
rers – nicht vom spezifischeren Bereich Gesundheitswesen (Ziff. 86) aus-
zugehen wäre. Indessen ist der von der Beschwerdegegnerin herangezo-
gene Tätigkeitsbereich weiter gefasst und stellt somit ein grösseres Spek-
trum an möglichen Tätigkeiten zur Verfügung. Überdies wird der Be-
schwerdeführer mit der Berücksichtigung des in einer entsprechenden 
Tätigkeit geringeren Verdienstes hinsichtlich der Bemessung des Invali-
ditätsgrades nicht ungünstig behandelt. 

Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das 
Invalideneinkommen ausgehend von der LSE 2010, Tabelle TA 1, Anforde-
rungsniveau 3, Männer, indexiert auf das Jahr 2011 und umgerechnet auf 
die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden festgesetzt 
hat. 

4.3.3 Beanstandet wird schliesslich, dass der von der Beschwerdegegne-
rin bei der Festsetzung des Invalideneinkommens – sofern ein solches 
überhaupt anzurechnen sei – berücksichtigte leidensbedingte Abzug vom 
Tabellenlohn im Umfang von lediglich 5% ungenügend sei. Die faktische 
Einarmigkeit sowie die erheblichen Einschränkungen aufgrund des Schä-
del-Hirn-Traumas rechtfertigten einen Abzug von 25%.

Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die gesundheitlichen Ein-
schränkungen bei einem zumutbaren Einsatz im Rahmen von 40% bereits 
berücksichtigt seien und lediglich die Teilzeitarbeit einen diesbezüglichen 
Abzug von 5% rechtfertigen würde. 

Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin den Umstand, 
dass der Beschwerdeführer lediglich noch teilzeitlich tätig sein kann, mit 

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einem Abzug vom Tabellenlohn im Ausmass von 5% berücksichtigt hat. 
Den gesundheitlichen Einschränkungen wird mit dem als zumutbar erach-
teten Pensum von 40% hinreichend Rechnung getragen. Hingegen sind 
gemäss dem massgebenden Zumutbarkeitsprofil auch Einsätze in Tätigkei-
ten, die soziale Kompetenz verlangen, nur einschränkt möglich. Hinzu 
kommen – aufgrund der erwähnten Persönlichkeitsänderung mit schnellem 
Aufbrausen – Schwierigkeiten bei Arbeiten in einem Team, die Verlangsa-
mung bei den Arbeitsabläufen und der nicht optimale Einsatz des sprach-
gesteuerten Computers. All dies sind Umstände, die sich ebenfalls lohn-
mindernd auswirken und einen weitergehenden als den von der Beschwer-
degegnerin vorgenommenen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn im 
Umfang von zusätzlichen 10% rechtfertigen. 

4.4 Das Invalideneinkommen ist aufgrund der obigen Darlegungen auf 
Fr. 26‘812.40 (6229.— / 100 x 101.2 / 40 x 41.7 x 12 x 0.85 x 0.4) festzu-
setzen. Gemessen am Valideneinkommen in Höhe von Fr. 147‘284.80 er-
gibt sich eine Erwerbseinbusse im Ausmass von Fr. 120‘472.40  bzw. ein 
Invaliditätsgrad von gerundet 82%.

Bei einem – unbestrittenen – versicherten Verdienst von Fr. 92‘381.15 er-
gibt sich angesichts des obigen Invaliditätsgrades eine monatliche Rente 
von Fr. 5‘050.15 (92‘381.15 x 0.8 davon 82%).

Die Beschwerde ist deshalb insofern gutzuheissen, als der Invaliditätsgrad 
auf 82% und die dem Beschwerdeführer zustehende Invalidenrente aus der 
Unfallversicherung auf den genannten Betrag festzusetzen ist. 

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

5.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat bei diesem Ausgang des 
Verfahrens Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Im vorliegenden Fall wird der Beschwerdeführer durch Fürsprecher 
B.________ vertreten. Dessen Kostennote vom 19. Dezember 2013 weist 

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bei einem zeitlichen Aufwand von 37.6 Stunden ein Honorar von 
Fr. 8‘288.10 sowie Auslagen im Umfang von Fr. 911.50 zuzüglich Mehr-
wertsteuer aus. Dies erscheint angesichts der Tatsache, dass die be-
schwerdeweise Vorbringen im Wesentlichen denjenigen entsprechen, wie 
sie bereits im Einspracheverfahren ausgeführt worden sind, als zu hoch. 
Ausgehend von einem gebotenen Aufwand wird die Parteientschädigung 
auf pauschal Fr. 6‘500.— (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt. Diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Soweit darauf einzutreten ist, wird die Beschwerde insofern gutgeheis-
sen, als der Invaliditätsgrad auf 82% festgesetzt und die Rente auf 
Fr. 5‘050.15 erhöht wird. Soweit weitergehend wird die Beschwerde ab-
gewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 6‘500.— (inkl. Auslagen und MWSt), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Zürich Versicherungsgesellschaft AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

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Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.