# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 063c1863-dbca-5c19-b84b-7e2c272f472d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.11.2009 A-746/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-746-2007_2009-11-06.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-746/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Markus Metz (Vorsitz), Daniel Riedo, 
Pascal Mollard, 
Gerichtsschreiber Jürg Steiger.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,
Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

MWST (Umsatzschätzung / 1. Quartal 1999 bis 
4. Quartal 2003).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-746/2007

Sachverhalt:

A.
A._______ führt  eine Einzelfirma; er ist  seit  dem 1. Januar 1995 als 
Mehrwertsteuerpflichtiger  im  Register  der  Eidgenössischen  Steuer-
verwaltung  (ESTV)  eingetragen.  Ihm  wurde  am  19. Juli  1994  die 
Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten bewilligt.

Im April 2004 führte die ESTV bei A._______ eine Kontrolle über die 
Abrechnungsperioden 1. Quartal  1999 bis 4. Quartal  2003 (Zeitraum 
vom  1.  Januar  1999  bis  zum  31.  Dezember  2003)  durch.  Wegen 
mangelhafter  Buchhaltung  ermittelte  die  ESTV  die  massgebenden 
Umsätze kalkulatorisch auf  der Basis  des direkten Materialaufwands 
und  der  produktiven  Löhne.  Ausserdem  wurden  einige  Vorsteuer-
korrekturen,  eine  Nachbelastung  für  den  Privatanteil  an  den  Fahr-
zeugkosten sowie eine Umsatzabstimmung vorgenommen.

Die  ESTV  stellte  A._______  mit  der  Ergänzungsabrechnung  (EA) 
Nr. 131'690 vom 7. April 2004 für die Abrechnungsperiode 1. Quartal 
1999  bis  4.  Quartal  2000  Fr.  15'733.--  Mehrwertsteuern  zuzüglich 
Verzugszins zu 5% seit dem 15. April 2000 und mit der EA Nr. 131'691 
vom  7.  April  2004  für  die  Abrechnungsperiode  1.  Quartal  2001  bis 
4. Quartal  2003 Fr. 18'638.--  Mehrwertsteuern  zuzüglich  Verzugszins 
zu 5% seit dem 31. Dezember 2002 in Rechnung.

Da  A._______  mit  den  Nachbelastungen  nicht  einverstanden  war, 
erliess die ESTV am 26. Mai 2004 zwei formelle Entscheide, in denen 
sie an ihren Forderungen festhielt.

B.
Gegen diese beiden Entscheide reichte A._______ am 25. Juni 2004 
zwei  Einsprachen  ein,  in  denen  er  sich  ausschliesslich  gegen  die 
Rückweisung  der  Buchhaltung  und  gegen  die  deswegen  vorge-
nommene  kalkulatorische  Umsatzschätzung  wehrte.  Er  reichte  am 
1. März 2006 der ESTV sein Hauptbuch und die Geschäftsabschlüsse 
der Jahre 2003 und 2004 nach.

Die ESTV erliess am 12. Dezember 2006 einen Einspracheentscheid, 
in dem sie beide Einsprachen behandelte, da feststehe, dass hinsich-
tlich der umstrittenen Steuerperioden dieselben Fragen zu beantwor-
ten  seien  und  bezüglich  der  rechtlichen  Bestimmungen  und  der 

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diesbezüglichen Praxis sich keine relevanten Unterschiede ergäben.

Die  ESTV  machte  für  ihren  Entscheid  fehlende  Verbuchungen  von 
zwei Umsatzrückvergütungen und im falschen Geschäftsjahr verbuchte 
Geschäftsvorfälle  geltend.  Sie  stellte  fest,  dass  kein  vollständiges 
Kassabuch  vorhanden  gewesen  sei,  das  Kassakonto  Minussaldi 
aufgewiesen  habe,  die  jeweils  über  das  Privatkonto  ausgeglichen 
worden seien,  keine ordnungsgemässe Inventare für  alle  Geschäfts-
jahre  vorlägen,  angefangene  Arbeiten  ohne  Nachweis  aufgeführt 
worden seien und im Vergleich zu ihren Erfahrungszahlen ein zu tiefer 
und stark schwankender Bruttogewinn ausgewiesen worden sei.

Aufgrund  der  durch  A._______  nachgereichten  Dokumente  für  das 
Geschäftsjahr  2003  errechnete  die  ESTV  für  das  Jahr  2003  einen 
Fehlbetrag  von  Fr. 19'405.--  (statt  der  bisherigen  Fr. 87'703.--)  und 
reduzierte  demzufolge  die  geschuldete  Steuer  um  Fr.  4'824.05  auf 
Fr. 1'370.60;  in  diesem  Umfang  hiess  die  ESTV  die  Einsprache 
teilweise gut. Sie stornierte die EA Nr. 131'691 und erliess am 12. De-
zember 2006 eine neue EA Nr. 131'929 im Umfang von Fr. 13'814.--.

C.
Am  26.  Januar  2007  reichte  A._______  (nachfolgend  Beschwer-
deführer)  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen  den 
Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2006 ein mit dem Begehren, 
dessen  Ziffern  3-5,  d.h.  die  Nachforderungen  aufgrund  der 
kalkulatorischen  Umsatzermittlung,  aufzuheben  und  zur  Neubeur-
teilung an die ESTV zurückzuweisen.

Er  machte  im  Wesentlichen  geltend,  die  ESTV  habe  seine  beiden 
Einsprachen zu Unrecht in einem Einspracheentscheid beurteilt. Seine 
Buchhaltung hätte mit  ihren seines Erachtens geringen Mängeln mit 
Nachbesserungen/Aufrechnungen  akzeptiert  werden  können.  Die 
Umsatzermittlung stelle einen Ermessensmissbrauch der ESTV dar. Er 
habe ein kleines Warenlager; eine Korrekturbuchung von Fr. 3'000.-- 
pro Jahr wäre angebracht gewesen. In administrativer Hinsicht hätten 
in  den  Beurteilungsperioden  sicher  kleinere  Mängel  bestanden;  der 
Kassaumsatz habe pro Jahr ca. Fr. 6'000.-- bis 7'000.-- betragen. Er 
bestreite  ein  nicht  ordnungsgemässes  „Verzeichnis  Kreditoren  und 
Debitoren“. Bei der Berechnung des Bruttogewinns habe die ESTV die 
lokalen Verhältnisse nicht berücksichtigt.

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D.
Die ESTV hielt  in ihrer  Vernehmlassung vom 4. September 2009 an 
ihrem  Einspracheentscheid  fest  und  wies  darauf  hin,  dass  die 
Buchhaltung  des  Beschwerdeführers  diverse  Mängel  aufgewiesen 
habe, die zu einer kalkulatorischen Umsatzschätzung geführt hätten.

E.
Am 7. Oktober 2009 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein. Er 
legte  insbesondere  dar,  dass  die  Ermessenstaxation  zu  einem 
Resultat  geführt  habe,  dass  jenseits  vernünftigen  Ermessens  liege. 
Eine  solche  Nachforderung  würde  zur  Liquidation  seines  Betriebes 
führen,  der  seit  dem  Jahr  1986  bestehe.  Die  ESTV  habe  sich  im 
Übrigen  nicht  zu  dem  von  ihm  gerügten  Verhalten  des  Experten 
geäussert.  Bei  einem  anderen  Experten  wäre  die  Kontrolle  sicher 
anders  ausgefallen.  Insbesondere  sei  bei  der  Kontrolle  nicht 
berücksichtigt  worden,  dass  es  sich  beim  Kassabuch,  Inventar  und 
weiteren  Verzeichnissen,  die  bemängelt  worden  seien,  um  Neben-
buchhaltungen  handle,  die  unverhältnismässigen  Aufwand  erfordern 
würden und bei  ihm nicht  von Fachleuten geführt  worden seien. Die 
Tatsache,  dass  es  sich  um  die  erste  Kontrolle  gehandelt  habe,  sei 
ebenfalls in die Beurteilung miteinzubeziehen.

In ihrer Duplik vom 23. Oktober 2009 hielt die ESTV an ihren bisher 
gemachten Ausführungen vollumfänglich fest. Eine Gehörsverletzung 
sei  nicht  gegeben.  Der  Beschwerdeführer  habe  sowohl  bei  der 
Kontrollvornahme  mitwirken  wie  auch  zu  den  Kontrollergebnissen 
Stellung nehmen können.

Auf  die  weiteren  Eingaben  der  Parteien  wird  –  soweit 
entscheidwesentlich  –  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, 
SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom  20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021), 
sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche 

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liegt  nicht  vor  und die ESTV ist  eine  Behörde im Sinne von Art. 33 
VGG. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher für die Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Einspra-
cheentscheid  grundsätzlich  in  vollem  Umfang  überprüfen.  Die  Be-
schwerdeführerin kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 
Bst.  a  VwVG) und  der  unrichtigen oder  unvollständigen  Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die 
Rüge  der  Unangemessenheit  erheben  (Art.  49  Bst.  c  VwVG;  ANDRÉ 
MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem Bun-
desverwaltungsgericht, Basel 2008,  Rz. 2.149 ff.; ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich 
2006, Rz. 1758 ff.).

1.3 Am  1. Januar  2001  sind  das  Bundesgesetz  vom  2. September 
1999  über  die  Mehrwertsteuer  (MWSTG,  SR  641.20)  sowie  die 
zugehörige  Verordnung  in  Kraft  getreten.  Der  zu  beurteilende 
Sachverhalt bezieht sich auf die Jahre 1999 bis 2003, so dass auf die 
vorliegende  Beschwerde  betreffend  den  Sachverhalt  bis  Ende  2000 
noch das damalige Recht der Verordnung vom 22. Juni 1994 über die 
Mehrwertsteuer (MWSTV, AS 1994 1464) und für die restliche Zeit das 
MWSTG anwendbar ist (Art. 93 und 94 MWSTG).

1.4 Grundsätzlich  bildet  jeder  (vorinstanzliche)  Entscheid  ein  selb-
ständiges Anfechtungsobjekt und ist deshalb einzeln anzufechten und 
in  einem  separaten  Verfahren  zu  beurteilen.  Eine  Abweichung  von 
diesem  Grundsatz  in  Form  der  Beurteilung  in  einem  gemeinsamen 
Verfahren mit  einem einzigen Urteil  rechtfertigt  sich  dann,  wenn die 
einzelnen  Sachverhalte  in  einem engen  inhaltlichen Zusammenhang 
stehen  und  sich  in  allen  Fällen  gleiche  oder  ähnliche  Rechtsfragen 
stellen  (vgl.  BGE  131  V  222  E. 1;  Urteile  des  Bundesverwal-
tungsgerichts A-7342/2008 und A-7426/2008 vom 5. März 2009 E. 1.3 
mit  Hinweisen). Ein solches Vorgehen dient  der  Verfahrensökonomie 
und  liegt  im  Interesse  aller  Beteiligten  (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 
a.a.O., N. 3.17).

1.5 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 
der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101). Dieses umfasst unter anderem auch das 
Recht  des  Betroffenen,  erhebliche  Beweise  beizubringen  und 
Beweisanträge  zu  erheblichen  Tatsachen  zu  stellen  bzw.  an  der 

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Erhebung  wesentlicher  Beweise  mitzuwirken  (Urteil  des  Bundes-
gerichts  2A.110/2000 vom 26. Januar 2001 E. 3b). Im Weiteren ver-
langt der Grundsatz des rechtlichen Gehörs, dass die Behörde die Vor-
bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch 
tatsächlich  hört,  sorgfältig  und  ernsthaft  prüft  und in  der  Entscheid-
findung berücksichtigt (vgl. auch [anstelle vieler] BGE 129 I 232 E. 3.2; 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1393/2006  vom  10. De-
zember 2007 E. 1.5). Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behör-
den, sich mit  den wesentlichen Vorbringen des Rechtssuchenden zu 
befassen  und  ihren  Entscheid  zu  begründen  (Urteil  des  Bundes-
gerichts  9C_136/2009  vom  10.  August  2009  E. 2.4.1).  Nimmt  die 
Behörde  zu  entscheidwesentlichen  Fragen  –  aus  welchen  Gründen 
auch immer – keine Stellung, so ist das rechtliche Gehör verletzt und 
die Streitsache zur Wahrung des gesetzlich vorgesehenen Instanzen-
zuges  grundsätzlich  zurückzuweisen  (vgl.  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, 
a.a.O., Rz. 1709 ff.).

2.
2.1 Die Veranlagung und Entrichtung der Mehrwertsteuer erfolgt nach 
dem Selbstveranlagungsprinzip (Art. 37 f. MWSTV, Art. 46 f. MWSTG; 
vgl.  ERNST BLUMENSTEIN/PETER LOCHER,  System  des  schweizerischen 
Steuerrechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 421 ff.). Dies bedeutet, dass der 
Steuerpflichtige  selbst  und  unaufgefordert  über  seine  Umsätze  und 
Vorsteuern abzurechnen und innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf der 
Abrechnungsperiode den geschuldeten Mehrwertsteuerbetrag (Steuer 
vom Umsatz abzüglich Vorsteuern) an die ESTV abzuliefern hat. Die 
ESTV  ermittelt  die  Höhe  des  geschuldeten  Mehrwertsteuerbetrages 
nur dann an Stelle des Steuerpflichtigen, wenn dieser seinen Pflichten 
nicht  nachkommt  (ALOIS CAMENZIND/NIKLAUS HONAUER/KLAUS A. VALLENDER, 
Handbuch zum neuen Mehrwertsteuergesetz [MWSTG], 2. Aufl., Bern 
2003,  Rz.  1680  ff.).  Der  Steuerpflichtige  hat  seine  Mehrwert-
steuerforderung  selbst  festzustellen; er  ist  allein  für  die  vollständige 
und  richtige  Versteuerung  seiner  steuerbaren  Umsätze  und  für  die 
korrekte Ermittlung der Vorsteuer verantwortlich (vgl. Kommentar des 
Eidgenössischen  Finanzdepartementes  zur  MWSTV  [Kommentar 
EFD],  S.  38).  Ein  Verstoss  des  Steuerpflichtigen  gegen  diesen 
Grundsatz ist  als schwerwiegend anzusehen, da der Steuerpflichtige 
durch  das  Missachten  dieser  Vorschrift  die  ordnungsgemässe 
Erhebung  der  Mehrwertsteuer  gefährdet  (Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts A-1634/2006 vom 31. März 2009 E. 3.4, A-1527/2006 

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vom 6. März 2008 E. 2.1, A-1406/2006 vom 30. Januar 2008 E. 2.1 mit 
weiteren Hinweisen).

2.2 Gemäss Art. 47 Abs. 1 MWSTV bzw. Art. 58 Abs. 1 MWSTG hat 
der Mehrwertsteuerpflichtige seine Geschäftsbücher ordnungsgemäss 
zu  führen  und  so  einzurichten,  dass  sich  aus  ihnen  die  für  die 
Feststellung der Mehrwertsteuerpflicht  sowie für die Berechnung der 
Steuer  und  der  abziehbaren  Vorsteuern  massgebenden  Tatsachen 
leicht  und  zuverlässig  ermitteln  lassen.  Die  ESTV  kann  hierüber 
nähere Bestimmungen aufstellen. Von dieser Befugnis hat sie mit dem 
Erlass  der  „Wegleitung  1997  für  Mehrwertsteuerpflichtige“  vom 
Frühling  1997  (Wegleitung  1997)  und  mit  der  "Wegleitung  2001  zur 
Mehrwertsteuer"  vom  Sommer  2000  (Wegleitung  2001),  gültig  ab 
1. Januar  2001,  Gebrauch  gemacht.  Darin  sind  genauere  Angaben 
enthalten,  wie  eine  Buchhaltung  auszugestalten  ist  (Rz.  870  ff. 
Wegleitung 1997 und Rz. 878 ff. Wegleitung 2001). Alle Geschäftsfälle 
müssen  fortlaufend,  chronologisch  und  lückenlos  aufgezeichnet 
werden (Rz. 874 Wegleitung 1997, Rz. 884 Wegleitung 2001) und alle 
Eintragungen  haben  sich  auf  entsprechende  Belege  zu  stützen,  so 
dass die einzelnen Geschäftsvorfälle von der Eintragung in die Hilfs- 
und  Grundbücher  bis  zur  Steuerabrechnung  und  bis  zum 
Jahresabschluss  sowie  umgekehrt  leicht  und  genau  verfolgt  werden 
können  ("Prüfspur";  vgl.  Rz.  879  Wegleitung  1997  und  Rz.  890  der 
Wegleitung 2001). Nach der  Rechtsprechung ist  der  Steuerpflichtige 
selbst  bei  geringem  Barverkehr  zur  Führung  zumindest  eines 
einfachen  ordentlichen  Kassabuchs  verpflichtet.  Er  ist  zwar 
mehrwertsteuerrechtlich  nicht  gehalten,  kaufmännische  Bücher  im 
Sinne des Handelsrechts zu führen; die Bücher müssen die erzielten 
Umsätze jedoch  lückenlos  erfassen  und  die  entsprechenden Belege 
sind  aufzuheben  (Urteile  des  Bundesgerichts  2A.693/2006  vom 
26. Juli 2007 E. 3.1, 2A.569/2006 vom 28. Februar 2007 E. 3.1; Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1634/2006  vom  31.  März  2009 
E. 3.5,  A-1527/2006  vom  6.  März  2008  E.  2.2,  A-1406/2006  vom 
30. Januar 2008 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Damit befinden sich 
die mehrwertsteuerlichen Anforderungen an die  Aufzeichnungspflicht 
auch  im  Einklang  mit  den  bei  den  direkten  Steuern  geltenden 
Regelungen (vgl. auch Rz. 888 der Wegleitung 2001).

2.2.1 Die detaillierte und chronologische Führung eines Kassabuches 
muss besonders hohen Anforderungen genügen (vgl. dazu auch HANS 
GERBER, Die Steuerschätzung [Veranlagung nach Ermessen], in Steuer 

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Revue [StR] 1980 S. 306). Soll also ein Kassabuch für die Richtigkeit 
des  erfassten  Bargeldverkehrs  Beweis  erbringen,  ist  zu  verlangen, 
dass  in  diesem  die  Bareinnahmen  und  -ausgaben  fortlaufend, 
lückenlos und zeitnah aufgezeichnet werden und durch Kassenstürze 
regelmässig  –  in  bargeldintensiven  Betrieben  täglich  –  kontrolliert 
werden.  Nur  auf  diese  Weise  ist  gewährleistet,  dass  die  erfassten 
Bareinnahmen  vollständig  sind,  das  heisst  den  effektiven  Barein-
nahmen  entsprechen  (vgl.  Urteile  des  Bundesgerichts  2A.693/2006 
vom 26. Juli 2007 E. 3.1, 2A.657/2005 vom 9. Juni 2006 E. 3; Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1634/2006  vom  31.  März  2009 
E. 3.5,  A-1527/2006  vom  6.  März  2008  E.  2.2,  A-1406/2006  vom 
30. Januar 2008 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).

2.2.2 Im Weiteren hat der Mehrwertsteuerpflichtige grundsätzlich auf 
Ende  jedes  Geschäftsjahres  ein  detailliertes  Inventar  der  Waren-
vorräte,  ein  detailliertes  Verzeichnis  der  Debitoren  und  Kreditoren, 
detaillierte Aufstellungen über die angefangenen und nicht fakturierten 
Arbeiten  und  Dienstleistungen  und  eine  detaillierte  Aufstellung  über 
die erhaltenen und geleisteten Vorauszahlungen zu erstellen (Rz. 880 
Wegleitung 1997, Rz. 891 Wegleitung 2001).

2.3 Liegen  keine  oder  nur  unvollständige  Aufzeichnungen  vor,  oder 
stimmen  die  ausgewiesenen  Ergebnisse  mit  dem  wirklichen 
Sachverhalt  offensichtlich  nicht  überein,  so  nimmt  die  ESTV  nach 
Art. 48  MWSTV  bzw. Art. 60  MWSTG  eine  Schätzung  nach  pflicht-
gemässem  Ermessen  vor.  Eine  Ermessenstaxation  ist  somit  immer 
dann  nötig,  wenn  eine  steuerpflichtige  Person  ihren  Obliegenheiten 
zur  Mitwirkung  nicht  ordnungsgemäss  nachkommt  und  entweder 
überhaupt  keine  oder  aber  unvollständige  oder  ungenügende 
Aufzeichnungen  führt  (DIETER METZGER,  Kurzkommentar  zum  Mehr-
wertsteuergesetz,  Bern  2000,  S. 190  Rz.  1).  Die  Ermessensein-
schätzung ist deshalb auch logische Folge von Art. 50 MWSTV bzw. 
Art.  62  MWSTG,  der  die  ESTV  beauftragt,  die  Erfüllung  der  den 
Steuerpflichtigen  obliegenden  Pflichten  zu  überprüfen  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1549/2006  vom  16.  Mai  2008  E.  2.3; 
PASCAL MOLLARD, TVA et taxation par estimation, veröffentlicht in Archiv 
für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 69 S. 519).

3.
3.1 Zu unterscheiden sind zwei voneinander unabhängige Konstella-
tionen,  welche  zu  einer  Ermessenseinschätzung  gemäss  Art. 48 

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MWSTV bzw. Art. 60 MWSTG führen. Erstens geht  es um diejenige 
der ungenügenden Aufzeichnung, wobei eine Schätzung insbesondere 
dann  erfolgen  muss,  wenn  die  Verstösse  gegen  die  formellen 
Buchhaltungsregeln  derart  gravierend  sind,  dass  sie  die  materielle 
Richtigkeit  der Buchhaltungsergebnisse in  Frage stellen (statt  vieler: 
Urteil des Bundesgerichts 2A.437/2005 vom 3. Mai 2006 E. 3.1; Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1531/2006  vom  10. Januar  2008 
E. 2.4). Zweitens kann selbst  eine  formell  einwandfreie  Buchführung 
die Durchführung einer Schätzung erfordern, wenn die ausgewiesenen 
Ergebnisse  mit  dem  wirklichen  Sachverhalt  offensichtlich  nicht 
übereinstimmen. Dies ist nach der Rechtsprechung der Fall, wenn die 
in  den  Büchern  enthaltenen  Geschäftsergebnisse  von  den  von  der 
Steuerverwaltung erhobenen branchenspezifischen Erfahrungszahlen 
wesentlich abweichen,  vorausgesetzt  der  Steuerpflichtige ist  nicht  in 
der  Lage,  allfällige  besondere  Umstände,  auf  Grund  welcher  diese 
Abweichung  erklärt  werden  kann,  nachzuweisen  oder  zumindest 
glaubhaft  zu  machen  (statt  vieler:  Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts  A-1406/2006  vom  30.  Januar  2008  E.  2.3, 
A-5712/2007  vom  17.  Januar  2008  E.  2.6).  Für  das  Vorliegen  der 
Voraussetzungen  zur  Vornahme  einer  Ermessenseinschätzung  ist 
nach den allgemeinen Regeln die ESTV beweisbelastet  (Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts A-1578/2006 vom 2. Oktober 2008 E. 5.3, 
A-1527/2006 vom 6. März 2008 E. 2.4, A-1531/2006 vom 10. Januar 
2008 E. 2.4; BLUMENSTEIN/LOCHER, a.a.O., S. 454).

3.2 Sind die Voraussetzungen für  eine  Ermessenstaxation  erfüllt,  ist 
die ESTV nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, eine solche nach 
pflichtgemässem  Ermessen  vorzunehmen.  Die  Fälle,  in  denen  die 
Steuerpflichtigen  ihre  Mitwirkungspflichten  nicht  wahrnehmen  und 
keine,  unvollständige  oder  ungenügende  Aufzeichnungen  über  ihre 
Umsätze  führen,  dürfen  keine  Steuerausfälle  zur  Folge  haben 
(Kommentar  EFD  zu  Art.  48  MWSTV;  Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.552/2006  vom  1.  Februar  2007  E.  3.2:  Urteil  des  Bundes-
verwaltungsgerichts A-1549/2006 vom 16. Mai 2008 E. 3.2).

4.
4.1 Die  ESTV  hat  die  Schätzung  nach  pflichtgemässem  Ermessen 
vorzunehmen, d.h. diejenige Schätzungsmethode zu wählen, die den 
individuellen Verhältnissen im Betrieb der Steuerpflichtigen soweit als 
möglich  Rechnung  trägt,  auf  plausiblen  Angaben  beruht  und  deren 
Ergebnis der wirklichen Situation möglichst nahe kommt (Urteile des 

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Bundesgerichts  2C_426/2007  vom  22.  November  2007  E.  3.2, 
2A.253/2005  vom  3.  Februar  2006  E.  4.1,  vom  29.  August  1991, 
veröffentlicht in ASA 61 S. 819 E. 3a, vom 4. Mai 1983, veröffentlicht in 
ASA 52 S. 238 E. 4). Die Ermessensveranlagung hat somit zum Ziel, 
den  tatsächlichen  Gegebenheiten  möglichst  gerecht  zu  werden.  Es 
haftet  ihr  deshalb  eine  gewisse  Unsicherheit  an,  die  der  Steuer-
pflichtige aufgrund seiner Pflichtverletzung jedoch selber zu vertreten 
hat (Urteil  des Bundesgerichts 2A.437/2005 vom 3. Mai 2006 E. 3.2; 
Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1523/2006  vom  10. De-
zember 2008 E. 2.3.3, A-1526/2006 vom 28. Januar 2008 E. 3.3 und 
3.4,  A-1531/2006 vom 10. Januar 2008 E. 2.5.1  mit  Hinweisen). Ein 
pflichtgemässes Ermessen schliesst aber auch ein, dass die ESTV in 
zumutbarem  Rahmen  Auskünfte,  Nachweise  und  Belege  bei  Dritten 
einholt  (METZGER,  a.a.O.,  S.  190  Rz.  3).  Im  Weiteren  ist  dem 
Steuerpflichtigen  Gelegenheit  zur  Stellungnahme  zu  geben  und 
Akteneinsicht zu gewähren (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
A-1549/2006 vom 16. Mai 2008 E. 4.1).

4.2 In Betracht fallen einerseits Schätzungsmethoden, die auf eine Er-
gänzung oder Rekonstruktion der ungenügenden Buchhaltung hinaus-
laufen, andererseits Umsatzschätzungen aufgrund unbestrittener Teil-
Rechnungsergebnisse in Verbindung mit Erfahrungssätzen (Urteile des 
Bundesverwaltungsgericht  A-1454/2006  vom  26. September  2007 
E. 2.6.1,  A-1398/2006  vom 19.  Juli  2007  E.  2.4  mit  Hinweisen;  vgl. 
auch  MOLLARD, a.a.O., in: ASA 69 S. 526 ff.). Bei der Anwendung von 
Erfahrungszahlen ist  allerdings deren Streubreite zu beachten, wenn 
eine  den  individuellen  Verhältnissen  gerecht  werdende  Schätzung 
erfolgen  soll  (Urteile  des  Bundesgerichts  vom  4.  Mai  1983,  ver-
öffentlicht in ASA 52 S. 234 E. 4, vom 31. März 1983, veröffentlicht in 
ASA  50  S.  669  E.  2).  Die  brauchbaren  Teile  der  Buchhaltung  und 
allenfalls  vorhandene  Belege  sind  soweit  als  möglich  bei  der 
Schätzung mitzuberücksichtigen. Sie können durchaus als Basiswerte 
der  Ermessenstaxation  fungieren  (Urteile  des  Bundesverwaltungs-
gerichts  A-1634/2006  vom 31.  März  2009  E.  3.7,  A-1549/2006  vom 
16. Mai  2008 E. 4.2, A-1527/2006 vom 6. März 2008 E. 2.3;  GERBER, 
a.a.O., S. 307).

4.3 Im  Rahmen  einer  Ermessenstaxation  ist  es  nach  der 
Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  zulässig,  dass  die  ESTV  eine 
Prüfung  der  Verhältnisse  während  eines  Teils  der  Kontrollperiode 
vornimmt  und  in  der  Folge  das  Ergebnis  auf  den  gesamten 

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kontrollierten  Zeitraum  umlegt  bzw.  hochrechnet,  vorausgesetzt  die 
massgebenden Verhältnisse im eingehend kontrollierten Zeitabschnitt 
sind  ähnlich  wie  in  der  gesamten  Kontrollperiode  (Urteile  des 
Bundesgerichts 2A.437/2005 vom 3. Mai 2006 E. 4.3.2, 2A.148/2000 
vom 1. November 2000 E. 5b; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 
A-1596/2006  vom 2. April  2009  E. 2.5.2,  A-1549/2006  vom 16. Mai 
2008 E. 4.3). Die Umlage des Referenzjahres auf  die übrigen Jahre 
der Kontrollperiode darf allerdings nicht unbesehen geschehen. Da es 
sich  um  eine  schätzungsweise  Ermittlung  der  nicht  ausgewiesenen 
Umsätze handelt, ist die ESTV zwar nicht verpflichtet, in den anderen 
Zeitabschnitten Erhebungen mit dem gleichen Aufwand zu betreiben. 
Es  bedarf  jedoch  gewichtiger  Anhaltspunkte  dafür,  dass  in  den 
anderen  Kalenderjahren  dieselben  Verhältnisse  vorgeherrscht  haben 
wie im Basisjahr (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1475/2006 
vom 20. November 2008 E. 2.4, A-1549/2006 vom 16. Mai 2008 E. 4.3, 
A-1531/2006 vom 10. Januar 2008 E. 2.5.1 mit weiteren Hinweisen).

5.
5.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt sich bei der Überprüfung 
von zulässigerweise erfolgten Ermessensveranlagungen eine gewisse 
Zurückhaltung  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1596/2006 
vom  2.  April  2009  E.  2.5.3;  vgl.  auch  Urteil  des  Bundesgerichts 
2C_426/2007 vom 22. November 2007 E. 4.3). Ob indessen die Vo-
raussetzungen für die Vornahme einer Ermessensveranlagung gege-
ben  sind,  überprüft  das  Bundesverwaltungsgericht  uneingeschränkt 
(Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1523/2006 vom 10. Dezem-
ber  2008  E.  2.2,  A-1475/2006  vom  20.  November  2008  E.  2.1, 
A-1406/2006 vom 30. Januar 2008 E. 1.3 mit weiteren Hinweisen).

5.2 Sind die Voraussetzungen einer Ermessenstaxation erfüllt, obliegt 
es  dem  Steuerpflichtigen,  den  Beweis  für  die  Unrichtigkeit  der 
Schätzung  zu  erbringen  (Urteile  des  Bundesgerichts  2C_171/2008 
vom  30.  Juli  2008  E.  4.3,  2A.437/2005  vom  3.  Mai  2006  E.  3.3). 
Aufgrund der Zurückhaltung bei der Überprüfung der zulässigerweise 
erfolgten  Ermessensveranlagung  (E.  5.1)  nimmt  das  Bundesver-
waltungsgericht  erst  dann  eine  Korrektur  der  erstinstanzlichen 
Schätzung vor, wenn der Mehrwertsteuerpflichtige den Nachweis dafür 
erbringt, dass der Vorinstanz bei der Schätzung erhebliche und offen-
sichtliche  Ermessensfehler  unterlaufen  sind  (Urteile  des  Bundesver-
waltungsgerichts  A-4360/2007 vom 3. Juli  2009 E. 5.2,  A-1425/2006 

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vom 6. November 2008 E. 2, A-1527/2006 vom 6. März 2008 E. 2.4 mit 
weiteren Hinweisen).

6.
Im  vorliegenden  Fall  bringt  der  Beschwerdeführer  zunächst  vor,  die 
ESTV  habe  die  beiden  Verfahren  hinsichtlich  der  Abrechnungs-
perioden vom 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 2000 sowie vom 1. Ja-
nuar 2001 bis 31. Dezember 2003 mit ihrem Einspracheentscheid vom 
12.  Dezember  2006  zu  Unrecht  vereinigt.  Es  treffe  nicht  zu,  dass 
gleiche  Sachverhalte  vorliegen  würden.  Ihm  seien  durch  die 
Vereinigung Nachteile erwachsen, die er nicht hinzunehmen habe. Es 
mache  einen  Unterschied,  ob  Sachverhalte  in  der  betreffenden 
Abrechnungsperiode  gewürdigt  würden  oder  ob  eine  generelle 
Betrachtungsweise erfolge, wie es die Vorinstanz offenbar anstrebe. Im 
Weiteren  habe  er  sich  nicht  vorgängig  zur  Verfahrensvereinigung 
äussern können (E. 6.1). Im Weiteren kritisiert  der Beschwerdeführer 
die  vorgenommene Ermessenseinschätzung. Er  macht  insbesondere 
geltend,  es sei  unverhältnismässig gewesen,  die Buchhaltungsunter-
lagen für die Jahre 1999-2003 zurückzuweisen (E. 6.2). Zudem sei die 
Schätzung willkürlich erfolgt. Die Nachforderung stütze sich nicht auf 
die tatsächlichen Verhältnisse und berücksichtigte die Besonderheiten 
seines Betriebes zu wenig (E. 6.3).

6.1 Die  Argumentation  des  Beschwerdeführers,  dass  die  ESTV  zu 
Unrecht  eine  Verfahrensvereinigung  vorgenommen  habe,  ist  nicht 
stichhaltig.  Die  Voraussetzungen  für  eine  solche  im  Einspra-
cheverfahren waren erfüllt (E. 1.4). Es war in beiden Verfahren dassel-
be Steuersubjekt betroffen, die Sachverhalte standen in einem engen 
inhaltlichen  Zusammenhang  und  es  stellten  sich  gleiche  oder 
gleichartige Rechtsfragen, nämlich das Vorliegen der Voraussetzungen 
für  eine  Ermessenseinschätzung  sowie  deren  Durchführung.  Daran 
vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass für das 1. Quartal 
1999  bis  4. Quartal  2000  noch  die  MWSTV und  für  das  1.  Quartal 
2001  bis  4. Quartal  2003  das  MWSTG zur  Anwendung  kam,  zumal 
sich  die  vorliegend  relevanten  Bestimmungen  materiell  ohnehin 
entsprechen  (vgl.  E.  2  und  3).  Ob  die  Voraussetzungen  für  eine 
Ermessensveranlagung  für  alle  kontrollierten  Abrechnungsperioden 
gegeben  sind,  muss  im  Weiteren  unabhängig  davon,  ob  die 
Nachforderung in einem oder zwei Entscheiden geltend gemacht wird, 
stets  geprüft  werden. Es ist  deshalb  nicht  ersichtlich,  inwiefern  dem 
Beschwerdeführer  durch  die  Vereinigung  der  Verfahren  Nachteile 

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entstanden  wären. Aus diesem Grund  konnte  auch  eine  vorgängige 
Mitteilung  über  die  Zusammenlegung  unterbleiben.  Eine  Verletzung 
des rechtlichen Gehörs kann insoweit also nicht vorliegen. Die ESTV 
durfte  deshalb  die  beiden  Einsprachen  des  Beschwerdeführers  in 
einem Einspracheentscheid behandeln.

6.2 Der  Beschwerdeführer  legt  dar,  es  sei  unverhältnismässig,  die 
Buchhaltungsunterlagen für die Jahre 1999-2003 zurückzuweisen. Die 
zu bezahlende Mehrwertsteuer könne durchaus – ohne Durchführung 
einer  Ermessenseinschätzung  –  anhand  seiner  Buchhaltung  und 
weiteren  Unterlagen  zuverlässig  ermittelt  werden.  Der  Beschwerde-
führer macht damit sinngemäss geltend, dass die Voraussetzungen für 
eine  Ermessenseinschätzung  (vgl.  E.  3.1)  nicht  erfüllt  seien.  Diese 
Frage wird im Nachfolgenden geprüft.

6.2.1 Der Beschwerdeführer hat  unbestrittenermassen zwei  Umsatz-
steuerrückvergütungen  der  X._______AG nicht  verbucht.  Es  handelt 
sich um eine solche vom 9. Februar 2000 in der Höhe von Fr. 5'262.65 
und  vom  21.  Februar  2001  im  Betrag  von  Fr.  5'567.50.  Der 
Beschwerdeführer  wendet  ein,  dass  es  sich  um  singuläre  Fehler 
handle  und  die  Höhe  verhältnismässig  klein  sei.  Ihm  ist  insoweit 
zuzustimmen, dass diese zwei fehlenden Buchungen für sich alleine 
nicht  derart  gravierend  sind,  dass  sie  die  materielle  Richtigkeit  der 
Buchhaltungsergebnisse  generell  in  Frage  zu  stellen  vermöchten 
(E. 3.1). Nur  aufgrund  dieser  fehlenden Buchungen wäre  somit  eine 
ermessensweise Einschätzung nicht gerechtfertigt gewesen.

6.2.2 Unbestritten ist zudem aber, dass über sämtliche kontrollierten 
Abrechnungsperioden ein ordnungsgemäss geführtes Kassabuch fehlt. 
Es  ist  lückenhaft  (Seite  36 fehlt  im  Ausgabenbuch  völlig)  und  weist 
Minussaldi über die jeweiligen Jahre auf, die auf das Jahresende über 
das  Privatkonto  ausgeglichen  wurden. Im Weiteren  wurden  mehrere 
Geschäftsvorfälle im Jahr 2000 erst im Folgejahr verbucht (vgl. dazu 
amtl.  Akten  Nr. 1).  Der  Beschwerdeführer  bringt  dagegen  vor,  dass 
sein Betrieb nicht bargeldintensiv sei. Es gehe um einen Kassaumsatz 
von Fr. 6'000.--  bis  Fr. 7'000.--. Seine Ehefrau habe das Kassabuch 
nach  bestem  Wissen  geführt.  Sie  verfüge  aber  nicht  über  eine 
spezialisierte Ausbildung. Mängel des Kassabuches hätten zudem mit 
der Ermittlung der  Mehrwertsteuer  direkt  nichts  zu tun,  es gehe um 
buchhalterische Fragen, wobei es sich beim Kassabuch bloss um eine 
Hilfs-  bzw.  Nebenbuchhaltung  handle.  Die  vorgetragenen  Einwände 

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des  Beschwerdeführers  sind  nicht  stichhaltig.  Selbst  bei  geringem 
Bargeldverkehr  ist  der Steuerpflichtige zur  Führung eines zumindest 
einfachen ordentlichen Kassabuches verpflichtet (E. 2.2). Im Weiteren 
hat  der  Beschwerdeführer  sich  das  Verhalten  seiner  Ehefrau  als 
Mitarbeiterin  bzw.  Hilfsperson  anrechnen  zu  lassen  und  umfassend 
wie  für  sein  eigenes  dafür  einzustehen  (vgl. Art.  101  des  Obligatio-
nenrechts  vom  30.  März  1911  [OR,  SR  220];  Urteil  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  A-1635/2006  vom  27.  August  2008  E.  5.2; 
BGE 114  Ib  67  E.  2c-e  mit  Hinweisen).  Entgegen  der  Ansicht  des 
Beschwerdeführers wirken sich Mängel  im Kassabuch,  insbesondere 
nicht  eingetragene  Bareinnahmen,  direkt  auf  die  zu  versteuernden 
Umsätze und damit die zu entrichtende Mehrwertsteuer aus. Nur ein 
lückenloses Kassabuch, das regelmässig kontrolliert wird, kann für die 
Richtigkeit des erfassten Bargeldverkehrs Beweis erbringen (E. 2.2.1). 
Daran ändert  nichts, ob es – wie der Beschwerdeführer behauptet – 
zur Hilfs- bzw. Nebenbuchhaltung gezählt  wird. Schliesslich geht  der 
Beschwerdeführer  auch  fehl  in  der  Annahme,  dass  in  den  Jahren 
1999-2000 keine Richtlinien über die ordnungsgemässe Führung des 
Kassabuches bestanden hätten (vgl. Wegleitung 1997 Rz. 874; E. 2.2).

6.2.3 Die ESTV bemängelt im Weiteren, dass verschiedene Inventare 
(Warenvorräte,  Verzeichnis  Kreditoren  und  Debitoren,  Aufstellungen 
angefangene Arbeiten) nicht  ordnungsgemäss geführt  worden seien. 
Der  Beschwerdeführer  ist  dagegen  der  Ansicht,  dass  der  von  der 
ESTV  verlangte  Aufwand  für  sein  kleines  Warenlager  unverhältnis-
mässig sei. Die Aufstellung „angefangene Arbeiten“ habe er jeweils bei 
der Mehrwertsteuerabrechnung des Folgejahres eingereicht. Im Wei-
teren seien die Buchhaltungsunterlagen betreffend die Kreditoren und 
Debitoren  vorhanden. Auch  die  angefangenen  Arbeiten  könnten  an-
hand der quartalsweise eingereichten Abrechnungen abgegrenzt und 
nachvollzogen  werden. In  Bezug auf  das  Warenlager  wäre  pro  Jahr 
eine Korrekturbuchung von bis Fr. 3'000.-- angemessen gewesen.

Eine  Überprüfung  der  Buchhaltungsunterlagen  zeigt,  dass  der 
Warenbestand  über  die  gesamte  Kontrollperiode  unverändert  mit 
Fr. 9'500.-- ausgewiesen wurde (amtl. Akten Nr. 1 und Nr. 17), obwohl 
unbestrittenermassen  Änderungen  im  Warenbestand  vorkamen.  Der 
Beschwerdeführer geht fehl in der Annahme, dass bei einem kleinen 
Warenlager kein Inventar geführt werden muss (vgl. dazu E. 2.2.2). Die 
Forderung der Führung eines solchen ist nicht unverhältnismässig, da 
es zur Überprüfung der Wareneinkäufe und -verkäufe unabdingbar ist. 

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Zudem fällt bei einem kleinen Warenlager zumindest tendenziell auch 
der benötigte Zeitaufwand für die Inventur geringer aus. Im Weiteren 
sind  die  Aufzeichnungen  der  Debitoren  und  Kreditoren  sowie  über 
angefangene  Arbeiten  in  detaillierter  Weise  und  auf  das  Ende  des 
jeweiligen  Geschäftsjahres  zu  erstellen  (E.  2.2.2).  Die  vom 
Beschwerdeführer mit seinen Einsprachen eingereichten Aufstellungen 
entsprechen  diesen  Anforderungen  nicht.  Die  Verzeichnisse  der 
Debitoren und Kreditoren per 31. Dezember 2000 wurden in unüber-
sichtlicher  Weise auf  der  Grundlage der  Ein-  und Auszahlungen auf 
dem Kontokorrentkonto im Monat Januar 2001 erstellt (vgl. amtl. Akten 
Nr. 10).  Im  Weiteren  wurden  die  nachgereichten  Verzeichnisse  der 
Debitoren,  der  Kreditoren  sowie  der  angefangenen  Arbeiten  per 
31. Dezember  2001  offenbar  erst  am  30.  Oktober  2002  erarbeitet. 
Ebenfalls auf der Grundlage der Ein- und Auszahlungen im Folgejahr 
wurden die  Verzeichnisse der  Debitoren und Kreditoren per  31. De-
zember  2002  erstellt  (vgl.  amtl.  Akten  Nr.  11).  Die  erforderlichen 
Stichtagsinventare auf Ende Jahr fehlen.

6.2.4 Neben  den  fehlenden  Verbuchungen  ist  die  mangelhafte 
Führung  des  Kassabuches  sowie  der  verschiedenen  Inventare  über 
sämtliche kontrollierten Abrechnungsperioden als erheblicher Verstoss 
gegen die formellen Buchhaltungsregeln zu qualifizieren, der die ma-
terielle Richtigkeit der Buchhaltungsergebnisse in Frage stellt (E. 3.1). 
Die Voraussetzungen für eine Ermessenseinschätzung sind deshalb in 
sämtlichen  kontrollierten  Abrechnungsperioden  erfüllt.  Die  vom  Be-
schwerdeführer vorgebrachten Umstände, dass es sich um die erste 
Mehrwertsteuerkontrolle  gehandelt  und  der  Kanton seine von einem 
Treuhandbüro geführte Buchhaltung immer akzeptiert habe, vermögen 
an diesem Resultat  nichts  zu  ändern. Die  ESTV kann nur  punktuell 
Steuerpflichtige kontrollieren. Ob bereits früher einmal  eine Kontrolle 
stattgefunden  hat,  ist  grundsätzlich  irrelevant.  Es  würde  gegen  das 
Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) verstossen, 
wenn  die  ESTV  bei  denjenigen  Steuerpflichtigen,  die  noch  nie 
kontrolliert  worden sind,  andere  Massstäbe ansetzten würde  als  bei 
den  übrigen.  Entgegen  der  Ansicht  des  Beschwerdeführers  ist 
schliesslich die Veranlagung der direkten Steuern für die Beurteilung 
der mehrwertsteuerlichen Situation nicht massgebend (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts  2A.222/2002 vom 4. September  2002 E. 3.4; Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1407/2006  vom  30.  Januar  2008 
E. 2.5, A-1349/2006 vom 22. Mai 2007 E. 2.8 mit weiteren Hinweisen). 
Was die Buchführung durch das Treuhandbüro betrifft,  muss wieder-

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holt festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer sich das Handeln 
seiner  Hilfspersonen  anzurechnen  hat  (vgl.  dazu  bereits  gemachte 
Ausführungen in E. 6.2.2).

Zusammenfassend  sind  somit  die  Voraussetzungen  für  eine 
Ermessenseinschätzung  gegeben.  Da  die  materielle  Richtigkeit  der 
Buchhaltungsergebnisse  ohnehin  zu  verneinen  ist,  erübrigt  sich  die 
Prüfung,  ob  die  ausgewiesenen  Bruttogewinne  unüblich  tief  und 
zudem stark schwankend sind, wie die ESTV darlegt.

6.3 Sind  die  Voraussetzungen  einer  Ermessenseinschätzung  erfüllt, 
obliegt  es  dem Beschwerdeführer  den Nachweis  zu  erbringen,  dass 
der  Vorinstanz  bei  der  Schätzung  erhebliche  und  offensichtliche 
Ermessensfehler unterlaufen sind (E. 5.2).

6.3.1 Die  ESTV nahm  die  kalkulatorische  Umsatzermittlung  auf  der 
Basis  ihrer  Erfahrungszahlen  für  Sanitär-  und  Heizungsinstallations-
betriebe vor. Sie wendete eine Bruttogewinnmarge von 30% an. Der 
Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass die lokalen Verhältnisse in 
(...)  zu berücksichtigen seien. Hier herrsche anders als im Unterland 
ein  Saisonbetrieb. Diesem Einwand  ist  entgegenzuhalten,  dass  eine 
allfällig geringere Umsatzerzielung aufgrund des Saisonbetriebes nicht 
zwingend zu einer erheblich tieferen Bruttogewinnmarge führen muss, 
da  in  diesem  Fall  auch  der  direkte  Materialeinkauf  sowie  die 
produktiven Löhne zumindest  tendenziell  niedriger  sein  müssten. Im 
Übrigen  verweist  der  Beschwerdeführer  in  seinem  Schreiben  vom 
21. April  2004  selber  darauf  hin,  dass  der  Schweizerische 
Spenglermeister- und Installateur-Verband (SSIV) im Betriebsvergleich 
des Jahres 1999 für die Spengler-, Sanitär- und Heizungsbranche bei 
Kleinstbetrieben  wie  dem  vorliegenden  eine  durchschnittliche 
Bruttogewinnmarge  von  31,2%  ermittelt  hat  (amtl.  Akten  Nr.  5).  Es 
bestehen deshalb keine stichhaltigen Gründe, weshalb vorliegend die 
Erfahrungszahl  der  ESTV  von  30%  Bruttogewinnmarge  nicht  zur 
Anwendung kommen sollte. Der Beschwerdeführer bringt zudem vor, 
er habe zur vorgenommenen kalkulatorischen Umsatzermittlung bzw. 
zur Erfahrungszahl der ESTV vor Erlass der Verfügung nicht Stellung 
nehmen  können.  Dem  muss  aufgrund  der  Akten  widersprochen 
werden. Die  EA  Nr. 131'690  und  Nr. 131'691  vom 7. April  2004  (mit 
ausführlicher  Darlegung  der  vorgenommenen  kalkulatorischen 
Umsatzermittlung)  wurden  dem  Beschwerdeführer  im  Anschluss  an 
die Kontrolle per Einschreiben zugesandt. Er nahm dazu in der Folge 

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mit  Schreiben  vom  21.  April  2004  (amtl.  Akten  Nr.  5)  auch  explizit 
Stellung.  Von  einer  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  kann  keine 
Rede sein.

6.3.2 Es kann somit  festgehalten werden,  dass keine Anhaltspunkte 
für  erhebliche  und  offensichtliche  Ermessensfehler  der  Vorinstanz 
vorliegen. Es bleibt anzumerken, dass es nicht Aufgabe des Bundes-
verwaltungsgerichts  ist,  das  vom  Beschwerdeführer  mehrmals  kriti-
sierte persönliche Verhalten des Steuerexperten zu überprüfen bzw. zu 
bewerten.  Es  hat  sich  auf  die  Prüfung  der  Rechtmässigkeit  der 
Steuernachforderung zu beschränken.

7.
Dem Gesagten  zufolge  ist  die  Beschwerde abzuweisen. Bei  diesem 
Verfahrensausgang  sind  dem  Beschwerdeführer  als  unterliegende 
Partei  sämtliche  Kosten  für  das  Beschwerdeverfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  aufzuerlegen  (vgl.  Art.  63  Abs.  1  VwVG). 
Die  Verfahrenskosten  werden  auf  Fr. 3'000.--  festgesetzt  (Art.  4  des 
Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]) 
und  dem  Beschwerdeführer  zur  Zahlung  auferlegt.  Eine  Partei-
entschädigung  ist  nicht  zuzusprechen  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  e 
contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 3'000.-- verrechnet.

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Seite 17

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Markus Metz Jürg Steiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Seite 18