# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f6e5181-fa31-516d-a3d0-de9f2ab419a6
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.03.2014 RR.2013.369
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2013-369_2014-03-04.pdf

## Full Text

Entscheid vom 4. März 2014  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Jucker,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Italien 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);  

Kostenvorschuss (Art. 63 Abs. 3 VwVG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2013.369 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die italienischen Strafverfolgungsbehörden gegen A. alias B. alias C. sowie 

weitere Beschuldigte ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Geldwä-

scherei und der Ausübung betrügerischer Finanztätigkeiten führen; 

 

- die Bundesanwaltschaft am 30. Mai 2012 unter der Verfahrensnummer […] 

eine eigene Strafuntersuchung gegen A. wegen Verdachts der Geldwä-

scherei, ungetreuen Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung eröffnete 

und in diesem Zusammenhang unter anderem die Edition von Bankunter-

lagen zu Konto-Nr. 1 bei der Bank D. AG, lautend auf E. und A., sowie von 

Bankunterlagen bei der F. AG zu den Debitkarten-Nrn. 2, 3, 4, 5 und 6, de-

ren Karteninhaber A. ist, anordnete (act. 1.1 II Ziff. 5); 

 

- die Procura della Repubblica di Firenze mit Rechtshilfeersuchen vom 

2. Oktober 2012 an die Schweiz gelangte und um Übermittlung aller Bank-

unterlagen zu Kontoverbindungen bei der Bank G., Bank H. oder Bank 

D. AG ersuchte, die in Zusammenhang mit den Beschuldigten und deren 

strafbaren Handlungen stehen könnten sowie um Beschlagnahme aller 

Vermögenswerte im Betrag von bis zu EUR 250 Mio. bat, die in Verbindung 

zu A. und dessen Mittäter gebracht werden könnten (act. 1.1 I Ziff. 2); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Eintretensverfügung vom 11. März 2013 auf 

das italienische Rechtshilfeersuchen eintrat und mit Verfügung vom 6. Au-

gust 2013 die vorgenannten Bankunterlagen aus der Strafuntersuchung 

[…] zum Rechtshilfeverfahren beizog (act. 1.1 II Ziff. 5); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Schlussverfügung vom 14. November 2013 die 

Herausgabe der vorgenannten Bankunterlagen zu Konto-Nr. 1 bei der Bank 

D. AG sowie zu den Debitkarten-Nrn. 2, 3, 4, 5 und 6 bei der F. AG anord-

nete (act. 1.1 Disp.-Ziffer 2);  

 

- dagegen A. mit Beschwerde vom 16. Dezember 2013 an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts gelangt und beantragt, die Schlussverfü-

gung vom 14. November 2013 sei aufzuheben und das Verfahren sei an 

die Bundesanwaltschaft zurückzuweisen; eventualiter sei in Gutheissung 

der Beschwerde die Schlussverfügung vom 14. November 2013 aufzuhe-

ben, und dem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Florenz vom 

2. Oktober 2012 sei nicht zu entsprechen (act. 1); er zudem sinngemäss 

den Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege stellte (act. 1 S. 3); 

 

- die Beschwerdekammer mit Zwischenentscheid vom 24. Januar 2014 das 

Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 

- 3 - 

 

 

Rechtspflege mangels genügender Substantiierung abwies und dem Be-

schwerdeführer eine Frist bis zum 6. Februar 2014 zur Bezahlung des  

Kostenvorschusses von Fr. 4'000.-- ansetzte und darauf aufmerksam ge-

macht wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird 

(RP.2013.65 act. 7); die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses ge-

wahrt ist, wenn der Betrag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schwei-

zerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der 

Schweiz belastet worden ist (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 21 

Abs. 3 VwVG); 

 

- der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Februar 2014 diesbezüglich ein 

Gesuch um Wiedererwägung stellte bzw. eventualiter beantragte, die Frist 

zur Bezahlung des Kostenvorschusses sei um 20 Tage zu erstrecken 

(act. 1); 

 

- die Beschwerdekammer mit Zwischenentscheid vom 6. Februar 2014 auf 

das Wiedererwägungsgesuch nicht eintrat und dem Beschwerdeführer die 

Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses von Fr. 4'000.-- letztmals bis 

zum 17. Februar 2014 erstreckte (RP.2014.6 act. 2); 

 

- der Beschwerdeführer den verlangten Kostenvorschuss bis dato nicht be-

zahlt hat, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutre-

ten ist (Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG); 

 

- die Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Be-

rechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. August 2010 des 

Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 

Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt 

(Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) und die Gerichts-

gebühr vorliegend auf Fr. 800.-- anzusetzen ist.  

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 4. März 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident:  Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Oliver Jucker 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

 
Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).