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**Case Identifier:** ab106141-9471-5308-8e11-4fc3ba9393a9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.06.2015 IV 2014/267
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-267_2015-06-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/267

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 14.05.2020

Entscheiddatum: 11.06.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 11.06.2015
Art. 28 IVG. Beweiswürdigung Gutachten. Beweiskraft der gutachterlichen 
Beurteilung, dass keine Einschränkungen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit bestehen, bejaht. Kein Rentenanspruch (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juni 2015, IV 
2014/267). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_518/2015.

Entscheid Versicherungsgericht, 11.06.2015

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 11. Juni 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2,

Postfach, 9410 Heiden,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ meldete sich am 2. Juni 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 5; zur 

vorangegangenen Meldung zur Früherfassung des RAV  vom 15. Mai 2008 siehe IV-

act. 1). Anlässlich des FI-Gesprächs vom 7. Juli 2008 gab der seit 9. Juni 2008 

behandelnde Hausarzt des Versicherten, B.___, FMH Allg. Medizin mit 

Naturheilverfahren, RAD-Arzt Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, an, der 

Versicherte leide u.a. an einer totalen Aphonie und Schluckstörungen; 

differentialdiagnostisch wird eine hypochondrische Störung erwähnt. In der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit als Betriebsinstruktor sei er durch den Verlust der Stimme 

vollumfänglich eingeschränkt (Protokoll vom 11. Juli 2008, IV-act. 23; vgl. auch Bericht 

des Hausarztes vom 28. August 2008, IV-act. 26). RAD-Arzt Dr. C.___ hielt in der 

Stellungnahme vom 4. November 2008 fest, es sei nicht auszuschliessen, dass der 

Versicherte an einer schweren psychischen Störung leide. Differentialdiagnostisch 

müsse an eine dissoziative Störung, an eine schwere psychotisch-depressive Störung 

oder auch an eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis gedacht werden. 

Einer exakten diagnostischen Beurteilung komme insofern eine grosse Bedeutung zu, 

als sie die Basis für eine spezifische, die Arbeitsfähigkeit allenfalls massgeblich 

beeinflussende Therapie darstelle. Aus diesem Grund müsse der Versicherte unter 

Hinweis auf die Mitwirkungspflicht aufgefordert werden, sich in eine fachärztlich-

psychiatrische Behandlung zu begeben (IV-act. 28). Mit Schreiben vom 24. November 

2008 forderte die IV-Stelle den Versicherten auf, sich fachärztlich-psychiatrisch 

behandeln zu lassen (IV-act. 30). Dr. med. D.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

bestätigte, dass er den Versicherten seit 4. Dezember 2008 behandle (IV-act. 31). Im 

Bericht vom 9. Februar 2009 an den Hausarzt diagnostizierte er einen Verdacht auf 

eine somatoforme autonome Funktionsstörung des oberen Gastrointestinaltraktes 

(ICD-10: F45.31; schwere Dysphagie) und des respiratorischen Systems (ICD-10: 

F45.33; zunächst Aphonie, inzwischen Hypophonie), eine atypische depressive 

Episode (ICD-10: F33.8) und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen 

Anteilen (ICD-10: Z73.1). Aus seiner Sicht sei eine stationäre psychosomatische 

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Behandlung oder Rehabilitation dringend indiziert, wenn sich somatisch keine neuen 

Aspekte ergeben würden (IV-act. 34-2 f.). Am 4. Mai 2009 berichtete Dr. D.___ der IV-

Stelle, dass die letzte Behandlung im Januar 2009 stattgefunden habe und die 

Behandlung auf Wunsch des Versicherten beendet "oder pausiert" worden sei (IV-

act. 34).

vom 30. April 2009 hielt PD Dr. med. E.___, FMH medizinische Radiologie, betreffend 

eine cranio-cerebrale CT sowie eine CT Hals Thorax Abdomen fest, es bestehe eine 

auffallende Hypodensität der gesamten Glandula parotis und Glandula 

submandibularis, DD Adenose, Verdacht auf winzige Hiatusgleithernie; inhomogene 

Lebersteatose; geringe Sigmadiverticulose; Status nach Bauchdeckenoperation mit 

Netzeinlage; mit 4,7 cm vergrösserte und abgerundete Prostata. Nebenbefundlich 

bestehe ein infratentorielles symmetrisches bis 12 mm messendes Hygrom beidseits. 

Im Übrigen habe sich ein normales cranio-cervico-thoraco-abdomino-pelvines CT 

gezeigt (IV-act. 35). Nachdem die neuerliche somatische Diagnostik keine weiteren 

diagnostischen und therapeutischen Aspekte ergeben habe, hielt RAD-Arzt Dr. C.___ 

eine vollstationäre, sechs bis neun Monate dauernde, psychosomatische Behandlung 

bzw. Rehabilitation für dringend indiziert. Dies habe auch Dr. D.___ bestätigt. Diese 

Massnahme diene einerseits dazu, die bisher zum Teil nur vermuteten psychiatrischen 

Diagnosen zu festigen und sei andererseits dazu angetan, den Gesundheitsschaden zu 

verbessern (Stellungnahme vom 20. Mai 2009, IV-act. 36). Mit Schreiben vom 22. Mai 

2009 forderte die IV-Stelle den Versicherten auf, sich einer sechsmonatigen stationären 

psychosomatischen Behandlung zu unterziehen (IV-act. 37). Der Versicherte orientierte 

die IV-Stelle am 8. Juni 2009 über die bisher in Anspruch genommenen Behandlungen 

und über ein Fortschreiten der Genesung seit einer Ende April 2009 in Anspruch 

genommenen Globuli-Therapie. Deshalb beantrage er eine Verschiebung bis Ende 

September 2009 des geforderten Klinikaufenthalts (IV-act. 38). Der Hausarzt bestätigte 

am 24. September 2009 eine Verbesserung des Gesundheitszustands (IV-act. 42). 

Daraufhin gelangte RAD-Arzt Dr. C.___ zum Schluss, dass mit der geforderten 

vollstationären Therapie noch zuzuwarten sei, um den Heilungsverlauf nicht zu 

gefährden. Sollte der Versicherte in drei Monaten keine Anzeichen einer 

eingliederungswirksamen Verbesserung seiner Funktionsstörung erkennen lassen, sei 

ihm die ursprünglich geplante psychiatrisch-psychosomatische Behandlung 

aufzuerlegen (Stellungnahme vom 1. Oktober 2009, IV-act. 43).

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A.c  Der Hausarzt berichtete am 29. Dezember 2009, der Gesundheitszustand des 

Versicherten habe sich weiter verbessert. Es bestehe im jetzigen Zustand keine reelle 

Chance auf eine angepasste Tätigkeit oder Anstellung (IV-act. 46). Am 27. Januar 2010 

(Datum Posteingang IV-Stelle) ergänzte der Hausarzt auf Nachfrage der IV-Stelle, nach 

Rücksprache mit dem Versicherten dürfte eine Eingliederung in etwa 9 bis 12 Monaten 

möglich werden (IV-act. 49).

A.d  Am 9. März 2010 wurde der Versicherte von RAD-Arzt F.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht, nachdem die Einholung eines Verlaufs­

berichts bei Dr. D.___ aus Kostengründen gescheitert war (IV-act. 51 und 56). Im RAD-

Abklärungsbericht vom 26. März 2010 diagnostizierte Dr. F.___ eine 

Schmerzverarbeitungsstörung bei Verdacht auf anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und anamnestisch Hinweise auf einen Status nach 

depressiver Episode (ICD-10: F32). Aufgrund der dokumentierten Vorgeschichte und 

der anamnestischen Angaben müsse davon ausgegangen werden, dass eine komplette 

Arbeitsunfähigkeit für eine erwerbliche Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt bis zum 

heutigen Tag vorgelegen habe. Der Gesundheitszustand sei noch als instabil zu 

betrachten und sollte nach Ausschöpfung aller Therapieoptionen, insbesondere der 

besprochenen teilstationären psychiatrischen Behandlung in ca. einem Jahr nochmals 

überprüft werden. Sollte sich der Zustand und die Arbeitsunfähigkeit bis dahin nicht 

ändern, wäre eine umfangreiche medizinische Abklärung sowohl des somatischen, 

aber insbesondere auch des psychiatrischen Gesundheitszustands unter dem Aspekt 

der Zumutbarkeit der Schmerzüberwindung bei anhaltender somatoformer 

Schmerzstörung zu empfehlen (IV-act. 60).

A.e  Auf Rückfrage der IV-Stelle vom 14. Mai 2010 hin begab sich der Versicherte in die 

psychiatrische Behandlung in das Psychiatrie-Zentrum G.___ (IV-act. 66 bis 68).

A.f   Der Hausarzt bescheinigte gegenüber der Arbeitslosenversicherung, dass der 

Versicherte im Rahmen eines behinderungsangepassten Arbeitsversuches ab dem 

9. September 2010 zu 50% vermittlungsfähig sei (IV-act. 78-4). Dr. med. H.___, der den 

Versicherten als Oberarzt im Psychiatrie-Zentrum G.___ vom 2. Juni bis 8. Juli 2010 

während drei Konsultationen ambulant behandelt hatte, teilte am 26. Oktober 2010 mit, 

aus psychiatrischer Sicht habe keine Diagnose gestellt werden können (IV-act. 80). Im 

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der IV-Stelle am 10. November 2010 zugestellten neurologischen Bericht vom 

28. September 2010 gab Dr. med. I.___, Facharzt für Neurologie, an, die Beurteilung 

dieses mittlerweile bereits über 4-jährigen Verlaufs falle auch ihm schwer, zumal 

konsistente organische Befunde nur begrenzt vorlägen. Gesichert sei offensichtlich 

lediglich eine Laryngitis/Pharyngitis im Winter 2006. Er diagnostizierte einen Status 

nach Hypopharyngo-Laryngitis 12/2006 mit protrahierter Schluck- und Sprechstörung 

sowie einen Verdacht auf fibromyalgieforme Störung (DD sekundäre Form, DD 

somatoform; IV-act. 81). RAD-Arzt Dr. C.___ vertrat in der Stellungnahme vom 

15. November 2010 die Auffassung, es sei keine medizinisch zu begründende 

Invalidität ausgewiesen (IV-act. 82).

A.g  Mit Vorbescheid vom 5. April 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung seines Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 91). Dagegen erhob er am 

24. Mai 2011 Einwand (IV-act. 95; vgl. auch die ergänzende Begründung vom 11. Juli 

2011 u.a. mit einem Bericht des Hausarztes vom 23. Mai 2011, IV-act. 97). Am 

13./21. Februar 2012 schlossen die J.___ GmbH als Arbeitgeberin, der Versicherte und 

die IV-Stelle eine Vereinbarung für die Einarbeitungszeit mit Einarbeitungszuschuss für 

eine Tätigkeit des Versicherten im Kundendienst und in der Projektleitung für die Dauer 

vom 1. März bis 28. August 2012 (IV-act. 114; vgl. ferner die Kostengutsprache für 

einen Einarbeitungszuschuss vom 7. März 2012, IV-act. 118). Am 6. November 2012 

(IV-act. 123) liess der Versicherte der IV-Stelle einen Bericht der Medizinischen 

Poliklinik des Universitätsspitals Basel vom 2. Februar 2012 zukommen. Die dortigen 

Experten, die zur Beurteilung einer immunologischen Erkrankung hinzugezogen 

wurden, diagnostizierten darin eine unklare Schluck- und Sprechstörung mit 

passagerer, diffuser Muskelsteifigkeit seit 12/2006 sowie einen Status nach 

Hypopharyngo-Laryngitis 12/2006. Es hätten sich keine sicheren Hinweise auf eine 

immunologische Erkrankung ergeben (IV-act. 125). Am 11. Dezember 2012 teilte die 

J.___ GmbH mit, sie sehe sich leider gezwungen, das Arbeitsverhältnis per Ende 

Februar 2013 mit dem Versicherten aufzulösen, da dieser nicht zu 100% einsatzfähig 

sei (IV-act. 128). Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 21. Dezember 2012 mit, es 

bestehe kein Anspruch auf berufliche Massnahmen. Der Versicherte könne sich beim 

RAV anmelden (IV-act. 131).

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A.h  Am 3. Januar 2013 fand eine interne Besprechung statt, an der u.a. die RAD-Ärzte 

Dr. C.___ und F.___ teilnahmen. Die Gesprächsteilnehmer kamen zum Schluss, dass 

rückwirkend gesehen bis zum Bericht des Psychiatrie-Zentrums G.___ eine volle 

Erwerbsunfähigkeit vorgelegen habe, die einen befristeten Rentenanspruch begründe. 

Ab Behandlungsbeginn vom 2. Juni 2010 seien durch den dort behandelnden 

Psychiater keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

mehr bestätigt worden. Damit sei der Versicherte aus rein psychiatrischer Sicht ab 

diesem Zeitpunkt zu 100% arbeitsfähig beurteilt worden (IV-act. 132). Mit Vorbescheid 

vom 15. Januar 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten eine ganze Rente befristet 

für die Dauer vom 1. Mai 2009 bis 31. Januar 2011 in Aussicht (IV-act. 135). Dagegen 

erhob der Versicherte am 18. Februar 2013 Einwand (IV-act. 141). Im Auftrag der IV-

Stelle wurde der Versicherte am 21. Oktober 2013 polydisziplinär (allgemein-

internistisch, psychiatrisch, gastroenterologisch und otorhinolaryngologisch) in der ABI 

Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH untersucht. Im Gutachten vom 18. November 

2013 stellten die Experten keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie eine dissoziative Störung (ICD-10: 

F44.4), einen Verdacht auf Hyperventilationssyndrom, eine chronische Pharyngitis mit 

intermittierender Dysphagie und Dysphonie, eine Refluxoesophagitis Grad I und einen 

Status nach Hiatushernienoperation 12/2006. Beim Versicherten könnten weder 

somatisch noch psychiatrisch Befunde erhoben oder Diagnosen gestellt werden, 

welche die Arbeitsfähigkeit einschränken würden (IV-act. 158-2 ff.). RAD-Arzt Dr. C.___ 

hielt die gutachterliche Beurteilung für beweiskräftig (Stellungnahme vom 

13. Dezember 2013, IV-act. 159). Mit neuerlichem Vorbescheid vom 7. Februar 2014 

stellte die IV-Stelle die Rentenabweisung in Aussicht (IV-act. 164). Dagegen erhob der 

Versicherte am 17. März 2014 Einwand und reichte einen Arbeitsvertrag mit der K.___ 

GmbH vom 12. November 2013 ein (gemäss welchem der Versicherte vom 

1. Dezember 2013 bis 31. August 2014 mit einem Beschäftigungsgrad von 60% als 

Mitarbeiter Verkaufsinnendienst angestellt sei; die Tätigkeit werde in der Regel im 

"Home Office" erledigt; IV-act. 166; siehe ferner die "aerztliche Einsprache" vom 

Hausarzt vom 27. Februar 2014, IV-act. 165). Am 11. April 2014 verfügte die IV-Stelle 

die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 168).

B.    

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B.a  Gegen die Verfügung vom 11. April 2014 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 20. Mai 2014. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge 1. deren Aufhebung und die Zusprache einer ganzen Rente; 2. sei 

ihm "mit Wirkung ab 1. Mai 2009 eine ganze, ab 1. März 2012 bis am 31. Juli eine 

halbe, ab 1. März 2012 wieder eine volle und ab 1. Dezember 2013 mindestens eine 

Viertelsrente" zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer 

Abklärungen zurückzuweisen. Im Wesentlichen bringt er vor, das ABI-Gutachten sei 

nicht beweiskräftig (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 16. Juli 2014 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

B.c  In der Replik vom 23. Februar 2015 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest und bringt weitere Mängel an der gutachterlichen Beurteilung vor (act. 

G 17).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 19).

Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

1.1   Anspruch auf eine Invalidenrente hat eine versicherte Person, wenn sie ihre 

Erwerbsfähigkeit durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen nicht wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern kann, während einer einjährigen Wartefrist durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte 

Person Anspruch auf eine ganze IV-Rente, wenn sie mindestens zu 70% invalid ist; bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% besteht ein Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine 

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halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine 

Viertelsrente.

1.2   Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit andauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]); sie umfasst mit 

anderen Worten die erwerblichen Folgen der Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.3   Die Invalidität setzt daher voraus, dass der Gesundheitsschaden sowie dessen 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt worden sind. Dabei sind die 

rechtsanwendenden Behörden auf die Einschätzung der medizinischen Lage durch 

Fachpersonen angewiesen, die den Gesundheitszustand beurteilen und dazu Stellung 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Aufgabe der IV-Stelle und der 

Sozialversicherungsgerichte ist es zu würdigen, ob die ärztlichen Aussagen und 

Einschätzungen eine zuverlässige Beurteilung des Leistungsanspruchs erlauben. Ist 

dies der Fall, so ist gestützt auf diese medizinischen Feststellungen und, in der Regel, 

anhand eines Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) der Invaliditätsgrad zu bemessen. 

Festzuhalten ist sodann, dass in Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen 

naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten die subjektiven Schmerzangaben der 

versicherten Person für die Begründung einer Invalidität nicht ausreichen; vielmehr ist 

im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung erforderlich, dass die 

Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare 

Befunde hinreichend erklär- und objektivierbar sind (BGE 139 V 556 E. 5.4).

2.     

Vorab ist zu beurteilen, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich 

abgeklärt worden ist. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Ver­

fügung auf das ABI-Gutachten vom 18. November 2013 ab (IV-act. 168). Der 

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Beschwerdeführer hält dieses aus verschiedenen Gründen für nicht beweiskräftig (act. 

G 1 und G 17).

2.1   Hinsichtlich der Auftragsvergabe kritisiert der Beschwerdeführer, dass diese für 

ihn nicht transparent gemacht worden sei (act. G 17, Rz 4). Die Erteilung des Auftrags 

erfolgte durch die Plattform SuisseMED@P, wie aus den Akten klar ersichtlich ist (IV-

act. 145). Ein Mangel in der Auftragsvergabe ist somit zu verneinen.

2.2   Sodann hält es der Beschwerdeführer für "hinterhältig", dass er 

allgemeininternistisch nicht wie in Aussicht gestellt von Dr. med. L.___ (IV-act. 151), 

sondern von Dr. med. M.___ exploriert worden sei (act. G 17, Rz 5). Angesichts dessen, 

dass sich aus dem Gutachten keine Anhaltspunkte für eine unsachliche Begutachtung 

oder anderweitige Nachteile durch den Wechsel der Gutachterperson ergeben, 

erübrigen sich Weiterungen zur erst im Rahmen der Replik erhobenen formellen Rüge.

2.3   Der Beschwerdeführer rügt weiter, die ABI-Gutachter seien zum Schluss 

gekommen, dass weder somatische noch psychiatrische Befunde oder Diagnosen 

hätten gestellt werden können, welche die Arbeitsfähigkeit einschränkten. Dabei 

würden sie allerdings den behandelnden Ärzten sowie dem RAD widersprechen, der in 

seinem Bericht vom 9. März 2010 von einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund der 

vorliegenden Beschwerden ausgegangen sei (act. G 1, Rz 8 f.; act. G 17, Rz 11 und 

Rz 26).

2.3.1         Den ABI-Gutachtern lagen sämtliche relevanten Vorakten vor und sie setzten 

sich damit im Gutachten auseinander (IV-act. 158-4 ff., -11, -14 und -19 ff.). Die 

Gutachter kamen zum Schluss, dass sich daraus keine Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit ergäben, die sich aus der jeweils eigenen Fachrichtung mit Befunden 

begründen liessen (IV-act. 158-20).

2.3.2         Diese Einschätzung stimmt mit der Aktenlage im Wesentlichen überein. Im 

radiologischen Bericht vom 30. April 2009 werden keine relevanten Befunde erhoben 

(IV-act. 35; vgl. auch die diesbezügliche Würdigung des RAD-Arztes Dr. C.___ in IV-

act. 36-2). Dr. D.___ äusserte sich in der konsiliarischen Beurteilung nicht zu den 

allfälligen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 34-2 f.). 

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Dr. H.___ gab an, dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkungen der Arbeits­

fähigkeit bestünden und keine Diagnose gestellt werden könne. Indessen verwies er 

auf "gravierende somatische Beschwerden", ohne dass sich solche aus den Akten 

ergeben oder von Dr. H.___ nachvollziehbar aufgeführt werden (IV-act. 80). Solche 

können insbesondere auch nicht dem neurologischen Bericht von Dr. I.___ entnommen 

werden, der ausdrücklich darauf hinwies, dass ihm die Beurteilung des 

Beschwerdeführers schwer falle (IV-act. 81-5 f.; vgl. auch die Würdigung der 

Einschätzung von Dr. I.___ durch die Experten der Medizinischen Poliklinik des 

Universitätsspitals Basels in IV-act. 125-4). Damit vereinbar ist ebenfalls der Bericht der 

Experten der Medizinischen Poliklinik des Universitätsspitals Basels vom 2. Februar 

2012, worin ausgeführt wurde, dass sich zusammenfassend aus der Anamnese und 

aus den vorliegenden Befunden keine sicheren Hinweise auf eine immunologische 

Erkrankung ergäben (IV-act. 125).

2.3.3         Aus den zahlreichen, knapp begründeten hausärztlichen Einschätzungen er­

geben sich ebenfalls keine Befunde, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu 

begründen vermögen. Den bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten scheint der Hausarzt 

vielmehr das subjektive Empfinden des Beschwerdeführers zu Grunde gelegt zu haben, 

ohne hierfür eine medizinische Erklärung zu benennen (IV-act. 46, 49 ["Nach 

Rücksprache" mit dem Versicherten "dürfte eine Eingliederung in etwa 9 bis 

12 Monaten möglich werden"] und 165). So verwies er im Bericht vom 28. August 

2008, worin er eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte, hinsichtlich der 

erhobenen Befunde auf den Bericht der Abteilung Gastroenterologie/Hepatologie des 

Departements Innere Medizin des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 23. Februar 

2007. Die dort behandelnden Ärzte bescheinigten dem Versicherten lediglich für die 

Zeit der Hospitalisation vom 2. bis 21. Februar 2007 wegen "Hospitalisation, Erholung/

Rehabilitation" eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Des Weiteren ergeben sich dort keine 

objektiven Befunde, welche die vom Hausarzt mehr als ein Jahr danach bescheinigte 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bestätigen könnten (IV-act. 26-5 ff.). In der 

Stellungnahme vom 27. Februar 2014 gelangte der Hausarzt in Übereinstimmung mit 

den ABI-Gutachtern zum Schluss, "dass die medizinischen Abklärungen keinen Grund 

für seine massiven Beschwerden finden konnten, ebenso wenig die psychologisch/

psychiatrischen Untersuchungen und die selber angestrebten Untersuchungen bis zur 

Universitätsklinik Basel" (IV-act. 165-1). Beim Vorhalt des Hausarztes, es müsse beim 

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Rentenentscheid die Grundregel "im Zweifelsfall für den Angeklagten" beachtet 

werden, übersieht er, dass der Grundsatz "in dubio pro assicurato" ("im Zweifel zu 

Gunsten des Versicherten") im Sozialversicherungsrecht unzulässig ist (BGE 129 V 477 

E. 4.2.1) und die versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (BGE 

138 V 222 E. 6).

2.3.4         Der psychiatrische RAD-Untersuchungsbericht vom 26. März 2010 ist 

ebenfalls nicht geeignet, die Beweiskraft des ABI-Gutachtens zu erschüttern. Zwar 

wurde darin von einer "kompletten Arbeitsunfähigkeit für eine erwerbliche Tätigkeit" auf 

dem freien Arbeitsmarkt "bis zum heutigen Tag" ausgegangen. Der 

Gesundheitszustand wurde im Zeitpunkt der Untersuchung vom 9. März 2010 als 

"instabil" betrachtet und eine Eingliederungsfähigkeit verneint (IV-act. 60-5 f.). Diese 

Einschätzung ist indessen nicht überzeugend, ergeben sich doch aus der 

Befunderhebung (IV-act. 60-4) keine relevanten Beeinträchtigungen. Hinzu kommt, 

dass RAD-Arzt Dr. F.___ seine Beurteilung nicht auf eine selbst erhobene, objektive 

Grundlage stützt, sondern auf die "dokumentierte Vorgeschichte" und die 

"anamnestischen Angaben" (vgl. BGE 139 V 556 E. 5.4). In der bis dahin angefallenen 

Aktenlage ist - abgesehen von den nicht überzeugenden hausärztlichen 

Stellungnahmen (vgl. hierzu vorstehende E. 2.3.3) - keine aussagekräftige medizinische 

Einschätzung enthalten, die das Bestehen einer anhaltenden Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit ausweist.

2.3.5         Der Vorwurf des Beschwerdeführers, der psychiatrische Gutachter habe den 

Bericht des Psychiatrie-Zentrums G.___ vom "26. April 2010" nicht gewürdigt (act. 

G 17, Rz 26), zielt ins Leere. Denn wie sich aus der RAD-Stellungnahme 10. April 2013 

ergibt (IV-act. 146-1), datiert der fragliche Bericht des Psychiatrie-Zentrums G.___ vom 

26. Oktober 2010 (siehe hierzu IV-act. 80) und nicht wie im Auftragsschreiben an die 

ABI fälschlicherweise angegeben vom 26. April 2010 (IV-act. 147; zur vom RAD 

vorangegangenen falschen Datierung siehe IV-act. 146-2). Den Bericht vom 

26. Oktober 2010 bezog der psychiatrische Gutachter bei seiner Beurteilung mit ein (IV-

act. 158-15). Da dieser wie die medizinischen Fachpersonen des Psychiatrie-Zentrums 

G.___ aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verneint hat 

(IV-act. 158-14 und IV-act. 80-5), mithin zum gleichen Schluss gelangte, war eine 

ausführliche Würdigung mangels Diskrepanz nicht erforderlich.

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2.4   Des Weiteren bezeichnet der Beschwerdeführer es als seltsam, dass die 

Gutachter eine neue Diagnose gestellt hätten, die bis anhin von keinem der 

behandelnden Ärzte aufgeführt worden sei. Im Gegensatz dazu würden frühere 

Diagnosen von den Gutachtern nicht wieder aufgenommen und es werde nicht 

abgeklärt, ob die früheren Diagnosen allenfalls zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt 

hätten (act. G 1, Rz 8; vgl. auch act. G 17, Rz 13 und Rz 17). Dem ist 

entgegenzuhalten, dass sich aus den Vorakten keine einhellige Diagnoseerhebung mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen lässt. Zudem ist darin keine objektive 

Befundlage für eine längerdauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen 

(vgl. vorstehende E. 2.3.1.); vielmehr wurde auf die Unklarheit der 

Beschwerdesymptomatik verwiesen (vgl. die Einschätzung von Dr. I.___: "mit letztlich 

bislang unklarer Beschwerdesymptomatik", IV-act. 81-2; "Die Beurteilung dieses 

mittlerweile bereits über 4-jährigen Verlaufes fällt auch mir schwer, zumal konsistente 

organische Befunde nur begrenzt vorliegen", IV-act. 81-5) bzw. eine psychiatrische 

Erkrankung ausgeschlossen (Bericht Dr. H.___ vom 26. Oktober 2010, IV-act. 80). Die 

Experten der Medizinischen Poliklinik des Universitätsspitals Basels

diagnostizierten eine "unklare" Schluck- und Sprechstörung und wiesen darauf hin, 

dass sich keine klare Diagnose stellen lasse. Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

beschrieben sie nicht (IV-act. 125). Letztlich wies auch der Hausarzt darauf hin, dass 

die medizinischen Abklärungen keinen Grund für die massiven Beschwerden des 

Beschwerdeführers finden konnten (IV-act. 165). Die hinsichtlich der Diagnosestellung 

inkonsistente Aktenlage und die im Wesentlichen fehlenden objektiven Befunde 

bestätigen vielmehr die gutachterliche Beurteilung, dass keine Diagnose mit Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne (IV-act. 158-20), zumal sich die 

Gutachter mit den Vorakten schlüssig auseinandergesetzt haben (IV-act. 158-11, 

158-14 f., 158-19 f. und 158-22). Der Beschwerdeführer benennt denn auch keine 

konkreten Unvereinbarkeiten mit der Voraktenlage oder weitere Mängel, die Zweifel an 

den - ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit - diagnostizierten Leiden (IV-act. 158-20) 

wecken.

2.5   Aus der Sicht des Beschwerdeführers hat der psychiatrische Gutachter 

übersehen, dass ein massiver sozialer Rückzug stattgefunden habe. Dieser habe es 

unterlassen, den Beschwerdeführer zu seinen früheren sozialen Kontakten zu befragen 

(act. G 1, Rz 8; vgl. auch die Kritik in act. G 17, Rz 15 und Rz 21). Der psychiatrische 

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Gutachter erhob eine ausführliche Sozialanamnese, worin der Beschwerdeführer u.a. 

die Verhältnisse vor seiner Erkrankung beschrieb ("einen Kochclub gegründet", "im 

Fussballclub gespielt", als Zuschauer an der Fussballweltmeisterschaft gewesen; IV-

act. 158-12). Deshalb und da der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben über 

einen aktiven Alltag (regelmässiges Jassen mit dem Vater; Lesen der Tageszeitung und 

von Büchern; Sammeln von Kochrezepten; Spaziergänge; Treffen mit Nachbarn zum 

Kaffeetrinken; Training mit Hanteln und Crosstrainer; Pflege sozialer Kontakte zu drei 

ehemaligen Kollegen, zur Familie und zur Nachbarschaft, IV-act. 158-12; damit sind die 

im RAD-Untersuchungsbericht vom 26. März 2010 beschriebenen sozialen Verhältnisse 

vereinbar, IV-act. 60-3) verfügt, überzeugt der vom psychiatrischen Gutachter 

gezogene Schluss, dass kein sozialer Rückzug in allen Lebenslagen besteht (IV-

act. 158-14), mithin der Beschwerdeführer unter diesem Aspekt noch über Ressourcen 

verfügt.

2.6   Ebenfalls für unverständlich hält der Beschwerdeführer, dass eine chronische 

körperliche Begleiterkrankung vom psychiatrischen Gutachter verneint werde, obwohl 

sein Kollege im gleichen Gutachten von einem Hyperventilationssyndrom ausgegangen 

sei, bzw. die Hypophonie auch für den Psychiater hätte hörbar sein müssen (act. G 1, 

Rz 8; vgl. auch act. G 17, Rz 20). Angesichts dessen, dass der allgemeininternistische 

Gutachter hinsichtlich der Atmung des Beschwerdeführers einen Verdacht auf ein 

Hyperventilationssyndrom diagnostizierte, dieser "ungefährlichen" 

Beschwerdesymptomatik keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass, und dessen 

Lungenuntersuchung sowie die übrigen allgemeininternistischen Untersuchungen 

ferner unauffällig gewesen sind (IV-act. 158-10 f.), ist entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers ein Mangel an der Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, 

dass eine relevante chronische körperliche Begleiterkrankung fehle (IV-act. 158-14), 

nicht dargetan.

2.7   Schliesslich wendet der Beschwerdeführer ein, dass der otorhinolaryngologische 

Gutachter objektiv und bildgebend eine chronische Pharyngitis festgestellt habe. Eine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu verneinen, weil sie unklarer Ätiologie sei, sei 

indessen nicht zulässig (act. G 1, Rz 9). Zwar sprach der otorhinolaryngologische 

Gutachter von einer unklaren Ätiologie der chronischen Pharyngitis. Allerdings 

verneinte er einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nicht mit der Begründung der 

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unklaren Ätiologie, sondern im Wesentlichen mit den erhobenen Befunden (vgl. hierzu 

IV-act. 158-18), die das "Ausmass der angegebenen Beschwerdesymptomatik" nicht 

erklären könnten (IV-act. 158-19).

2.8   Bei der Würdigung des ABI-Gutachtens fällt weiter ins Gewicht, dass es auf 

eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange 

umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Der darin - 

unter Berücksichtigung der Ressourcen des Beschwerdeführers (vgl. die 

Auseinandersetzungen mit der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers, IV-

act. 158-14 und 158-21 f.) - gezogene Schluss, dass weder aus somatischer noch 

psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit habe festgestellt werden 

können (IV-act. 158-21), ist nachvollziehbar begründet. Ergänzend kann auf die 

plausiblen Ausführungen zum Gutachten von RAD-Arzt Dr. C.___ vom 13. Dezember 

2013 verwiesen werden (IV-act. 159). Es besteht kein Anlass, von der gutachterlichen 

Beurteilung abzuweichen und das Bestehen einer aus objektiver Sicht nicht 

überwindbaren Erwerbsunfähigkeit im Sinn von Art. 7 Abs. 2 ATSG zu bejahen. Daran 

ändert die in der Replik erhobene Kritik an der Untersuchungsdauer und der 

Gutachtenprozedur (act. G 17, Rz 8 ff.) nichts, ergeben sich doch daraus keine 

inhaltlichen Mängel. Hinsichtlich der Untersuchungsdauer und der einmaligen Unter­

suchung ist zu ergänzen, dass die Gutachter ihre Beurteilung in Kenntnis der 

Voraktenlage abgaben (vgl. vorstehende E. 2.3.1). Unter diesen Umständen ist davon 

auszugehen, dass - auch rückwirkend - eine Krankheit mit aus 

invalidenversicherungsrechtlicher Sicht relevanter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist und von weiteren 

Abklärungen auch keine zusätzliche Erhellung der Verhältnisse zu erwarten ist 

(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 7. 

August 2008, 9C_164/2008, E. 4.3).

3.     

Ausgehend von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit kann eine konkrete Ermittlung 

des Invaliditätsgrads unterbleiben, da offensichtlich kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad besteht.

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4.     

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Ange­

legenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.06.2015
	Art. 28 IVG. Beweiswürdigung Gutachten. Beweiskraft der gutachterlichen Beurteilung, dass keine Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehen, bejaht. Kein Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juni 2015, IV 2014/267). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_518/2015.

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