# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0774e1f8-c054-540c-8bc3-3047ec80ce90
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 09.12.2021 ZK1 2021 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-51_2021-12-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 9. Dezember 2021

(Mit Urteil 5A_79/2022 vom 16. November 2022 hat das Bundesgericht eine ge-
gen dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen.)

Referenz ZK1 21 51

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Hubert und Nydegger
Blumenthal, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Gorfer
Via Maistra 5, 7500 St. Moritz 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc E. Wieser
Chesa Wieser, 7524 Zuoz 

Gegenstand Anfechtung von Stockwerkeigentümer-Beschlüssen

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja vom 20.10.2020, mitgeteilt am 
09.03.2021 (Proz. Nr. 115-2019-42)

Mitteilung 28. Dezember 2021

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Sachverhalt

A.a. Die Liegenschaft "C.________" in D.________ wurde in den 60-er Jahren 
des letzten Jahrhunderts gebaut. Sie ist in Stockwerkeigentum im Sinne von 
Art. 712a ff. ZGB aufgeteilt. A._____ ist Eigentümerin der Stockwerkeinheit 
Nr. E.________ mit Sonderrecht an der 3½-Zimmerwohnung Nr. 7, die sich im 
Erdgeschoss befindet. 

A.b. Der Eingang zur Liegenschaft befindet sich im Untergeschoss und ist über 
eine Aussentreppe erreichbar. Anlässlich der ordentlichen Versammlung vom 
5. April 2019 beschloss die B.________ mit qualifiziertem Mehr nach Köpfen und 
Wertquoten, einen neuen Hauptzugang auf Höhe des Erdgeschosses mit Lift so-
wie einen Nebeneingang im Kellergeschoss für Velos zu erstellen (Traktan-
dum 5.2). Weiter beschloss die Stockwerkeigentümerversammlung die Finanzie-
rung und Kostenverteilung dieser Baumassnahme sowie die Delegation von Ent-
scheidungen an einen Ausschuss bei der Realisierung des Bauprojekts (Traktan-
den 5.3 und 5.4). A._____ stimmte gegen das Bauprojekt bzw. gegen die Traktan-
den 5.2-5.4.

B. Am 30. April 2019 focht A._____ die Beschlüsse der Stockwerkeigentümer-
versammlung vom 5. April 2019 mittels Schlichtungsgesuchs bei der Schlich-
tungsbehörde der Region Maloja an. Da die B.________ der Schlichtungsver-
handlung unentschuldigt fernblieb, stellte die Schlichtungsbehörde A._____ am 
28. Juni 2019 die Klagebewilligung aus.

C. Mit Eingabe vom 30. September 2019 erhob A._____ gegen die 
B.________ Klage beim Regionalgericht Maloja. Ihr Rechtsbegehren lautete fol-
gendermassen: 

1. Die Beschlüsse von Traktandum 5.2, 5.3 und 5.4 der STWE-
Versammlung vom 5. April 2019 seien insofern aufzuheben, als dass 
sie die Erstellung eines neuen Hauptzugangs mit Anbau eines Lifts be-
treffen.

2. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zzgl. 7.7 % MwSt. zu Lasten der Beklagten, wobei 
die Klägerin von der Kostenverteilung auszunehmen ist.

In ihrer Klageantwort vom 6. Februar 2020 beantragte die B.________ die kosten-
fällige Abweisung der Klage, soweit auf diese eingetreten werden könne.

D. Am 20. Oktober 2020 führte das Regionalgericht Maloja einen Augenschein 
durch. Im Anschluss fand die Hauptverhandlung statt. Noch am gleichen Tag fällte 
das Regionalgericht Maloja folgenden Entscheid:

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1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von insgesamt CHF 8'400.-, bestehend aus der 
Pauschale für das Schlichtungsverfahren von CHF 400.- und aus einer 
Entscheidgebühr von CHF 8'000.-, werden vollumfänglich der Klägerin 
auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet. Der Fehlbetrag 
von CHF 5'400.- wird ihr in Rechnung gestellt.

3. Die Klägerin wird verpflichtet, die Beklagte mit pauschal CHF 8'000.- 
ausseramtlich zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]

Mit Schreiben vom 2. November 2020 verlangte A._____ die Ausfertigung eines 
schriftlich begründeten Urteils.

E. Gegen den am 9. März 2021 begründet ausgefertigten Entscheid liess 
A._____ (nachfolgend: Berufungsklägerin) am 22. April 2021 Berufung beim Kan-
tonsgericht von Graubünden mit den folgenden Anträgen erheben:

1. Das angefochtene Urteil des Regionalgerichts Maloja sei vollumfäng-
lich aufzuheben (Ziffer 1 bis 3 des Dispositivs) und die Berufung gut-
zuheissen.

2. Die Beschlüsse von Traktandum 5.2, 5.3 und 5.4 der STWE-
Versammlung vom 5. April 2019 seien insofern aufzuheben, als dass 
sie die Erstellung eines neuen Hauptzugangs mit Anbau eines Lifts be-
treffen.

3. Im Sinne von Art. 315 ZPO sei der Berufung im vollen Umfang auf-
schiebende Wirkung zu gewähren bzw. es sei keine vorzeitige Voll-
streckung zu bewilligen.

4. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zzgl. 7,7 % MWST zu Lasten der Beklagten und Be-
rufungsbeklagten, wobei die Klägerin bzw. Berufungsklägerin von der 
Kostentragung auszunehmen ist.

F. Mit Berufungsantwort vom 27. Mai 2021 verlangte die B.________ (nach-
folgend: Berufungsbeklagte) die vollumfängliche Abweisung der Berufung, soweit 
darauf eingetreten werden könne. Alles unter voller Kosten- und Entschädigungs-
folge zulasten der Berufungsklägerin. 

G. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Der von der Beschwerde-
führerin eingeforderte Kostenvorschuss von CHF 8'000.00 ging innert Frist ein. 
Weitere prozessuale Anordnungen oder Eingaben sind nicht erfolgt. Das Verfah-
ren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

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Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen End-
entscheid, welcher mit Berufung angefochten werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. a 
ZPO). Gegenstand bildet die Anfechtung der an der Stockwerkeigentümerver-
sammlung vom 5. April 2019 gefällten Beschlüsse zu den Traktanden 5.2-5.4. Die 
Anfechtung von Beschlüssen einer Stockwerkeigentümerversammlung ist 
grundsätzlich eine vermögensrechtliche Angelegenheit, insbesondere in einem 
Fall wie dem vorliegenden, in dem es um bauliche Massnahmen in gemeinschaft-
lichen Teilen des Stockwerkeigentums geht. Streitwertbestimmend ist in der Regel 
das Interesse der beklagten B.________ als Gesamtes, und nicht dasjenige der 
Berufungsklägerin als klagende Stockwerkeigentümerin (BGE 140 III 571 E. 1.1). 
Gemäss Protokoll der Stockwerkeigentümerversammlung hätten die beschlosse-
nen Massnahmen Kosten von CHF 320'000.00 bis CHF 370'000.00 zur Folge (RG 
act. II/7 Traktandum 5.3). Auf diesen Betrag dürfte sich die Wertsteigerung der 
Liegenschaft belaufen, falls das Bauvorhaben realisiert würde. Der für die Beru-
fung vorausgesetzte Streitwert von CHF 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO) ist damit 
offensichtlich erreicht. Die 30-tägige Berufungsfrist (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist, 
nachdem der begründet ausgefertigte Entscheid der Berufungsklägerin am 
10. März 2021 zuging (act. B.3) und sie am 22. April 2021 ihre Berufung einreich-
te, unter Berücksichtigung der Gerichtsferien (28. März bis 12. April 2021; Art. 145 
Abs. 1 lit. a ZPO) ebenfalls gewahrt. Unter Vorbehalt einer hinreichenden Begrün-
dung (unten E. 2.2) ist auf die Berufung einzutreten.

2. Grundsätze des Berufungsverfahrens

2.1. Die Berufung ermöglicht eine umfassende Überprüfung des erstinstanzli-
chen Entscheids. Mit Berufung kann unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Unrichtige 
Rechtsanwendung umfasst auch Unangemessenheit. Unangemessenheit ist ge-
geben, wenn ein gerichtlicher Entscheid, der auf sachlichen Kriterien beruht und 
die Grenzen der Ermessensausübung beachtet, unter Berücksichtigung der Ge-
gebenheiten des konkreten Falles dennoch als unzweckmässig erscheint. Die 
Rechtsmittelinstanz hätte folglich einen anderen, zweckmässigeren Entscheid ge-
troffen, hätte sie anstelle der Vorinstanz zu entscheiden. Die Rechtsmittelinstanz 
hat bei der Überprüfung der Angemessenheit jedoch Zurückhaltung zu üben (PKG 
2012 Nr. 11 m.w.H. [betr. Beschwerde]). 

2.2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zeichnet sich das zweitin-
stanzliche Verfahren dadurch aus, dass bereits eine richterliche Beurteilung des 
Streits vorliegt. Wer den erstinstanzlichen Entscheid mit Berufung anficht, hat 
deshalb anhand der erstinstanzlich festgestellten Tatsachen oder der daraus ge-

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zogenen rechtlichen Schlüsse aufzuzeigen, inwiefern sich die Überlegungen der 
ersten Instanz nicht aufrecht erhalten lassen. Die Berufungsinstanz ist nicht gehal-
ten, den erstinstanzlichen Entscheid losgelöst von konkreten Anhaltspunkten in 
der Berufungsbegründung von sich aus in jede Richtung hin auf mögliche Mängel 
zu untersuchen, die eine Gutheissung des Rechtsmittels ermöglichen könnten. 
Abgesehen von offensichtlichen Mängeln beschränkt sie sich vielmehr darauf, die 
Beanstandungen zu beurteilen, welche die Parteien in ihren schriftlichen Begrün-
dungen (Art. 311 Abs. 1 und Art. 312 Abs. 1 ZPO) gegen das erstinstanzliche Ur-
teil erheben. Inhaltlich ist die Rechtsmittelinstanz dabei weder an die Argumente, 
welche die Parteien zur Begründung ihrer Beanstandungen vorbringen, noch an 
die Erwägungen der ersten Instanz gebunden; sie wendet das Recht von Amtes 
wegen an (Art. 57 ZPO) und verfügt über freie Kognition in Tatfragen, weshalb sie 
die Berufung auch mit einer anderen Argumentation gutheissen oder diese auch 
mit einer von der Argumentation der ersten Instanz abweichenden Begründung 
abweisen kann. Die vorgebrachten Beanstandungen geben zwar das Prüfpro-
gramm vor, binden die Rechtsmittelinstanz aber nicht an die Argumente, mit de-
nen diese begründet werden (BGE 147 III 176 E. 4.2.1 m.w.H.).

3. Entscheid der Vorinstanz

Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, dass es für den Beschluss über das vorliegen-
de Bauvorhaben nicht der Zustimmung der Berufungsklägerin bedurfte. Dabei er-
wog sie zusammengefasst Folgendes:

3.1. Zunächst verwarf die Vorinstanz das Argument der Berufungsklägerin, wo-
nach das Bauvorhaben zu einer Zweckänderung des Stockwerkeigentums 
gemäss Art. 648 Abs. 2 ZGB führe. Die von der Klägerin als Garten bzw. Um-
schwung bezeichnete Grünfläche, so die Vorinstanz, bestehe lediglich aus einem 
Baum, welcher im Bereich der Aussentreppe stehe. Inwiefern diesem ein rechtlich 
relevanter Zweck zukomme, sei von der Berufungsklägerin nicht dargelegt wor-
den. Ihre Rüge betreffend Zweckänderung sei weder in tatsächlicher noch in 
rechtlicher Hinsicht begründet. Der neue Haupteingang mit Liftanlage verfolge das 
Ziel, die bisherige Nutzung der einzelnen Wohnungen zu erleichtern und die 
Wohnqualität zu steigern. Mit dem geplanten Neu- bzw. Anbau gehe keine 
Zweckänderung einher, weshalb darin weder eine Verletzung der Nutzungs- noch 
der Verwaltungsordnung der B.________ zu sehen sei. Folglich bedürfe es dazu 
nicht der Einstimmigkeit aller Stockwerkeigentümer i.S.v. Art. 648 Abs. 2 ZGB 
(act. B.3 E. 3.2.2). 

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3.2. Im Weiteren stellte die Vorinstanz fest, die geplanten Baumassnahmen sei-
en nützlich i.S.v. Art. 647d ZGB. Ein barrierefreier und behindertengerechter Hau-
seingang würde eine bauliche Verbesserung der Liegenschaft darstellen, welche 
eine Erleichterung beim Betreten und Verlassen dieser für sämtliche Bewohnerin-
nen und auch deren Besucherinnen bedeuten würde. Technische Anlagen wie 
integrierte Liftanlagen, welche den Wert des gesamten Gebäudes steigern wür-
den, seien aus der Optik der Gesellschaft als nützlich zu betrachten. Insbesondere 
für die älteren sowie für die körperlich beeinträchtigten Bewohnerinnen und Be-
wohner der Liegenschaft stelle der geplante Lift eine gebotene und erforderliche 
Massnahme dar. Es gelte auch festzuhalten, dass sich günstigere gleich geeigne-
te Massnahmen aufgrund der räumlichen Gegebenheiten der Liegenschaft kaum 
realisieren liessen. Die geplanten Massnahmen seien keine luxuriösen Massnah-
men. Folglich sei Art. 647d Abs. 1 ZGB anwendbar und ein qualifiziertes Mehr 
nach Köpfen und nach Wertquoten ausreichend (act. B.3 E. 3.3.1). 

3.3. Zum Vetorecht gemäss Art. 647d Abs. 2 ZGB erwog die Vorinstanz 
schliesslich, die geplanten baulichen Massnahmen würden den Gebrauch oder die 
Benutzung der Wohnung der Berufungsklägerin zum bisherigen Zweck nicht er-
heblich und dauernd erschweren oder unwirtschaftlich machen. Aufgrund der im 
Treppenhaus integrierten Liftanlage seien weniger Immissionen für die Wohnung 
der Berufungsklägerin zu erwarten als bisher, da die auf den Lift wartenden Per-
sonen sich im Innenbereich aufhalten würden und die Möglichkeit gegeben wäre, 
direkt via Untergeschoss zur jeweiligen Wohnetage zu gelangen. Auch der Aus-
blick vom Küchenfenster durch den geplanten Anbau würde nicht in Mitleiden-
schaft gezogen. Durch den Anbau würde ein barrierefreier und behindertenge-
rechter Zugang entstehen, der eine Werterhaltung und Wertsteigerung der Lie-
genschaft zur Folge hätte und der Überalterung dienen würde. Eine erhebliche 
Erschwerung der Vermietung bzw. des Verkaufs des Stockwerkeigentums sei da-
mit nicht ersichtlich. Auch ein Vetorecht der Berufungsklägerin sei daher zu ver-
neinen (act. B.3 E. 3.4.2).

4. Qualifikation der Baumassnahme

Die Berufungsklägerin stellt die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach der 
neue Hauptzugang mit Lift als nützliche Baumassnahme zu qualifizieren sei (oben 
E. 3.1 und act. B.3 E. 3.3.1), in der Berufung nicht mehr in Abrede (vgl. act. A.1 
Ziff. 4). Die Berufungsbeklagte ihrerseits bestätigt die vorinstanzliche Qualifikation 
ausdrücklich (act. A.2 Ziff. 11 und 19). Dass es sich beim geplanten Bau eines 
ebenerdigen Haupteingangs mit Lift um eine nützliche bauliche Massnahme han-

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delt, die der Vorschrift des Art. 647d ZGB untersteht, steht somit nicht mehr zur 
Diskussion. Von dieser Qualifikation ist im Folgenden auszugehen.

5. Zweckänderung

5.1. Was die Erwägung der Vorinstanz zur behaupteten Zweckänderung betrifft, 
wirft die Berufungsklägerin der Vorinstanz falsche Rechtsanwendung vor. Die be-
stehende Grünfläche mit Bepflanzung müsste einem massiven Anbau weichen. 
Mit diesen baulichen Massnahmen für eine neue Erschliessung (neuer Eingangs-
weg entlang der Hausfassade, neu angebauter Haupteingang und neuer Liftan-
bau) sei eine einschneidende Umgestaltung und damit eine Zweckänderung be-
sagter Grundstückfläche verbunden. Diese Zweckänderung hätte gemäss Art. 648 
Abs. 2 ZGB mit dem Quorum der Einstimmigkeit beschlossen werden müssen. 
Dass der Anbau die Nutzung der einzelnen Wohnungen steigere, ändere nichts 
daran, dass er zu einer erheblichen Nutzungsänderung der besagten Grünfläche 
führe. Die Vorinstanz habe sich über dieses tatsächliche Kriterium einfach hin-
weggesetzt, was eine Rechtsverletzung darstelle. Wenn die Grünfläche beseitigt 
werde und das äussere Erscheinungsbild ändere, liege eine Zweckänderung vor, 
was eben Einstimmigkeit voraussetze (act. A.1 Ziff. 3).

5.2. Gemäss Art. 648 Abs. 2 ZGB, der via Art. 712g Abs. 1 ZGB auch im Stock-
werkeigentum Anwendung findet, bedarf es zur Veräusserung oder Belastung der 
Sache sowie zur Veränderung ihrer Zweckbestimmung der Übereinstimmung aller 
Miteigentümer, soweit diese nicht einstimmig eine andere Ordnung vereinbart ha-
ben. Der Zweck umschreibt die wirtschaftliche Gebrauchs- und Nutzungsweise, 
die in der Regel im Begründungsakt oder im Reglement festgeschrieben wird. Üb-
lich sind beim Stockwerkeigentum etwa die Wohnnutzung, Hotelnutzung, gewerb-
liche Nutzung und kommerzielle Nutzung. Eine Zweckänderung liegt vor, wenn die 
wirtschaftliche Gebrauchs- und Nutzungsweise in tiefgreifender, einschneidender 
Weise umgestaltet wird. Die Zweckänderung kann das gesamte Stockwerkeigen-
tum betreffen (z.B. Umwandlung eines Wohngebäudes in ein Bürogebäude) oder 
einen Stockwerkanteil (z.B. Umwandlung eines Geschäftsraumes in einen Wohn-
raum). Wird lediglich der Zweck des Stockwerkanteils geändert, dann muss die 
Änderung einen erheblichen Einfluss auf den Gesamtcharakter der Liegenschaft 
aufweisen, um der Einstimmigkeit nach Art. 648 Abs. 2 ZGB unterstellt zu sein 
(BGer 5A_474/2017 v. 8.3.2018 E. 3.2.3 m.w.H.).

5.3. Es ist unbestritten, dass das Bauvorhaben auf der Eingangsseite der Lie-
genschaft das äussere Erscheinungsbild ändern und zur Beseitigung der dort be-
stehenden kleinen Naturfläche, die aus Steinen, Gräsern und einer Eberesche 

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besteht (vgl. die Fotos des Augenscheins in RG act. VII/1), führen wird. Damit ist 
jedoch keine Zweckänderung des Stockwerkeigentums verbunden. Nach der Er-
klärung auf Begründung von Stockwerkeigentum vom 29. April 1969, die als Ge-
meinschaftsordnung der Berufungsbeklagten vorliegend einschlägig ist, dürfen alle 
Stockwerkeinheiten nur für Wohnzwecke bzw. Garagen oder Garageabstellplätze 
ausgestaltet und benutzt werden (RG act. II/4 Ziff. V). Die angefochtenen Bau-
massnahmen sind darauf gerichtet, die bisherige Nutzung der Liegenschaft als 
Wohnhaus zu optimieren, indem der Eingang neu ebenerdig verlaufen und den 
Bewohnerinnen und Bewohnern ein Lift zur Verfügung stehen soll. Der Wohn-
zweck der Liegenschaft wird durch das Bauprojekt mit anderen Worten nicht ange-
tastet. Der Schluss der Vorinstanz, wonach Art. 648 Abs. 2 ZGB vorliegend nicht 
anwendbar sei, ist daher korrekt. Die diesbezügliche Rüge der Berufungsklägerin 
erweist sich als unbegründet.

6. Vetorecht

6.1. Die Berufungsklägerin rügt im Weiteren, ihr hätte ein Vetorecht gemäss 
Art. 647d Abs. 2 ZGB eingeräumt werden müssen, weil die Benutzung ihres 
Stockwerkeigentums erheblich und dauerhaft erschwert würde. Im Einzelnen 
macht sie geltend, durch den Neubau würde ihre Wohnung verstärkt einsehbar, 
sie wäre mehr Lärmimmissionen ausgesetzt und die geplante Mauer nehme ihr 
einen Teil der Aussicht sowie Licht. Zudem beeinträchtige das Bauvorhaben die 
Wirtschaftlichkeit und das Ertragspotentials ihrer Wohnung in erheblichem Umfang 
(act. A.1 Ziff. 4). Die Berufungsbeklagte stellt sich hinter den Entscheid der Vor-
instanz. Ihrer Ansicht nach wird die Wohnung der Berufungsklägerin durch den 
neuen Eingangsbereich nicht in relevanter Weise beeinträchtigt. Folglich sei kein 
Vetorecht der Berufungsklägerin gegeben (act. A.2 Ziff. 12 f. und 15 ff.).

6.2. Gemäss Art. 647d Abs. 2 ZGB, der wiederum über den Verweis in Art. 712g 
Abs. 1 ZGB auch im Stockwerkeigentum anwendbar ist, können nützliche Ände-
rungen, die einem Miteigentümer den Gebrauch oder die Benutzung der Sache 
zum bisherigen Zweck erheblich und dauernd erschweren oder unwirtschaftlich 
machen, nicht ohne seine Zustimmung durchgeführt werden. 

6.2.1. Mit anderen Worten kommt jedem einzelnen Miteigentümer bei übermässi-
ger Belastung seiner Sache ein Vetorecht zu. In diesen Fällen soll der Mitei-
gentümer nicht schutzlos dem Willen der Mehrheit ausgeliefert sein 
(BGE 136 III 261 E. 2.3). Ob die Voraussetzungen für das Vetorecht erfüllt sind, 
bestimmt sich nach objektiven Massstäben, wobei konkrete bauliche und örtliche 
Gegebenheiten zu berücksichtigen sind. Die übermässige Belastung muss für den 

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einzelnen Miteigentümer im Vergleich zu den anderen Gemeinschaftern unver-
hältnismässig sein (Christoph Brunner/Jürg Wichtermann, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 6. Aufl., Basel 2019, N 13 zu Art. 647d 
ZGB; Amédéo Wermelinger, Zürcher Kommentar, Art. 712a-712t ZGB, Das 
Stockwerkeigentum, 2. Aufl., Zürich 2019, N 154 zu Art. 712a ZGB).

6.2.2. Wenn ein Stockwerkeigentümer im 1. Stock neu den Aufzug nicht mehr 
benützen können soll, weil man diesen ausschliesslich den Eigentümern des 2. 
und 3. Stocks zugänglich machen will, kann er gemäss Wermelinger sein Veto-
recht dagegen einlegen (Wermelinger, a.a.O., N 154 zu Art. 712a ZGB). Nach 
Thurnherr liegt in den folgenden Beispielen im Regelfall eine erhebliche und dau-
ernde Erschwerung von Benutzung und Gebrauch vor: Bau von Parkplätzen oder 
eines Schwimmbades auf einer gemeinschaftlichen Grünfläche in unmittelbarer 
Nähe eines Sitzplatzes, Erstellung eines Müllcontainerstandorts in Fensternähe, 
Anbau eines Balkons mit Auswirkungen auf die Besonnung der darunter liegenden 
Wohnung, Abtrennung eines Flurteiles (Christoph Thurnherr, Bauliche Massnah-
men im Stockwerkeigentum, Zürich 2010, Fn. 828).

6.2.3. Vor Bundesgericht stand die Anwendung von Art. 647d Abs. 2 ZGB im Ur-
teil 5C.110/2001 vom 15. Oktober 2001 zur Diskussion. Das fragliche Bauprojekt 
bestand darin, einen Gartensitzplatz um etwas über einen halben Meter auf das 
Niveau des Balkons anzuheben und diesen dadurch um eine vorgelagerte Terras-
se zu erweitern. Vom höher gelegten Gartensitzplatz aus hätte das Nachbar-
grundstück und die angrenzenden Räumlichkeiten etwas besser eingesehen wer-
den können und der Blickwinkel auf den benachbarten Sitzplatz hätte sich ent-
sprechend verbessert. Das Bundesgericht kam ohne nähere Begründung zum 
Schluss, dass den Nachbarn der bauwilligen Stockwerkeigentümer der Gebrauch 
ihres Gartensitzplatzes (in welcher Ausgestaltung auch immer) nicht erheblich und 
dauernd erschwert werde. Es stehe ihnen somit kein Vetorecht zu (E. 5.5d/bb). 

6.2.4. Das Kantonsgericht setzte sich mit Art. 647d Abs. 2 ZGB im Urteil ZF 03 11 
vom 20. Mai 2003 näher auseinander. In diesem Fall ging es um den Bau eines 
Fensters unmittelbar neben dem Balkon des Nachbarn, wobei kaum ein Abstand 
zum Balkongeländer vorgesehen war. Nach den tatsächlichen Feststellungen war 
es möglich, auf einen Teil des Balkons Einsicht zu nehmen und ohne jeglichen 
Aufwand beobachten zu können, was sich auf dem Balkon ereignet. Halte sich der 
Nachbar im fraglichen Teil des Balkons auf, so das Kantonsgericht, könne er von 
der anderen Wohnung aus jederzeit beobachtet werden. Ebenso sei es ohne Wei-
teres möglich, die Ereignisse auf dem Balkon akustisch mitzuverfolgen (E. 10b). 
Das Kantonsgericht bejahte eine erhebliche Erschwerung im Gebrauch des Bal-

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kons. Der Balkon habe bis anhin aus der benachbarten Wohnung nicht eingese-
hen werden können und eine gewisse Intimsphäre garantiert. Diese gehe dem 
Balkon nun ab, nachdem über das neue Fenster von der Wohnung jederzeit auf 
zumindest einen Teil des Balkons unmittelbar eingesehen werden könne, wenn 
sich eine Person auf die linke Seite des Fensters hinstelle. Damit könne der 
Nachbar sich auf seinem Balkon entgegen der bisherigen Konstellation nicht mehr 
ohne Weiteres ungestört fühlen und müsse damit rechnen, von den Nachbarn aus 
nächster Nähe beobachtet zu werden. Der Balkon sei zwar auch vom unteren Bal-
kon sichtbar und Gespräche könnten mitgehört werden. Doch könne auf den Bal-
kon selber von unten nicht Einsicht genommen werden, weil das Geländer diesen 
gut abdecke. Da auch eine grössere Distanz bestehe als zum beanstandeten, 
unmittelbar anliegenden Fenster, sei die Beeinträchtigung vom unteren Balkon 
doch eine erheblich geringere und mit dem Fenster nicht vergleichbar (E. 10c). 
Abschliessend erwähnte das Kantonsgericht, dass es im zu beurteilenden Fall 
einzig dem Berufungskläger möglich sei, vom Einbau des Fensters zu profitieren, 
während der Nachbar nur die Nachteile zu tragen habe und selbst kein entspre-
chendes Ausbaurecht für sich in Anspruch nehmen könne (E. 10d).

6.3. Der heutige und der geplante Eingangsbereich lassen sich folgendermas-
sen kurz umreissen:

6.3.1. Für die heutige Eingangssituation sind die Fotos des Augenscheins (RG 
act. VII/1) anschaulich. Man sieht darauf, wie auf der betreffenden Seite der 
dreistöckigen Liegenschaft zwei Fassaden in einem 90-Grad-Winkel zusammen-
kommen. Auf der linken Fassadenseite befinden sich auf jedem Stockwerk jeweils 
drei Wohnungsfenster, im Erdgeschoss also drei Fenster, die zur Wohnung der 
Berufungsklägerin gehören. Beim hintersten dieser drei Fenster – nahe der Ecke, 
wo die Fassadenseiten zusammenlaufen – handelt es sich um das Badezimmer-
fenster. In der Mitte folgt ein etwas breiteres Fenster, das zum Essbereich der 
Erdgeschosswohnung gehört. Und beim dritten und letzten Fenster dieser Fassa-
denseite handelt es sich ebenfalls um ein etwas breiteres Fenster, das Teil der 
Küche ist. Unterhalb der drei Fenster der Erdgeschosswohnung befindet sich die 
Aussentreppe, die zum überdachten Hauseingang im Untergeschoss führt. Die 
Haustüre selber befindet sich an der rechten Fassadenseite, in der Ecke gleich 
neben der linken Fassadenseite, an der wiederum die Briefkästen angebracht 
sind. Von der Eingangstüre führt das Treppenhaus nach oben, wobei auf jedem 
Stockwerk ein grösseres Milchglasfenster für den nötigen Lichteinfall sorgt. An-
sonsten befinden sich auf dieser rechten Fassadenseite keine Fenster. 

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6.3.2. Wie der neue Eingang gestaltet werden soll, lässt sich den in den Akten 
liegenden Bauplänen (RG act. III/4 S. 12 ff.; RG act. III/7) entnehmen. Der Haus-
eingang soll auch in Zukunft an der rechten Fassadenseite liegen, neu allerdings 
ebenerdig, d.h. auf gleichem Niveau wie das Erdgeschoss. Zu diesem Zweck soll 
die heutige Aussentreppe mit einer Betonplatte überdeckt werden, über welche 
der Zugangsweg führen wird. Für den Liftschacht und den Innenbereich des Ein-
gangs soll auf der rechten Fassadenseite – in einem Abstand von 90 cm zur linken 
Fassadenseite – ein 2.28 m hinausragender Anbau erstellt werden, der bis zum 
Dach der Liegenschaft reicht. Oberhalb der Eingangstüre mit den Briefkästen auf 
der rechten Seite ist zusätzlich ein Vordach geplant. Neu soll der Hauseingang mit 
den Briefkästen also nicht mehr im Untergeschoss, direkt unterhalb der Woh-
nungsfenster der Erdgeschosswohnung liegen, sondern ebenerdig in einem Ab-
stand von 90 cm unmittelbar davor.

6.4. Einsehbarkeit der Wohnung

6.4.1. Der erste, von der Berufungsklägerin aufgeworfene Aspekt betrifft die Ein-
sehbarkeit der Erdgeschosswohnung. Diese wird nach Ansicht der Berufungsklä-
gerin mit dem neuen Eingang erheblich grösser sein, als dies heute der Fall ist. 
Heute befinde sich, so die Berufungsklägerin, die oberste Stufe des Treppenab-
gangs mehr als fünf Meter von den Fenstern ihres Esszimmers entfernt und damit 
leicht unterhalb des Niveaus des Erdgeschosses. Der neue Haupteingang sei 
demgegenüber in Augenhöhe und nur 90 cm vor den Fenstern ihrer Küche und 
ihres Esszimmers geplant. Ihre Wohnung werde damit unmittelbar einsehbar. Al-
lein schon die Verlegung des Eingangsbereichs begründe somit ein Vetorecht 
gemäss Art. 647d Abs. 2 ZGB (act. A.1 Ziff. 4.3; RG act. I/1 Ziff. 6; RG act. VII/1 
S. 2; RG act. VII/2 Ziff. 10). 

6.4.2. Die Berufungsbeklagte stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, die 
Einsehbarkeit der Wohnung ändere sich durch das Bauvorhaben nicht. Das Fens-
ter werde bereits heute vom Treppenabgang aus eingesehen. Zum neuen Ein-
gangsbereich führe der Zugang weiter von den Fenstern entfernt hin als die Trep-
pe ins Untergeschoss. Wenn jemand die Aussentreppe hinuntergehe, habe er 
praktisch den gleichen Einblick oder sogar einen noch besseren Einblick als beim 
projektierten Zugang. Zudem schaue man beim Öffnen der Türe nicht in die Küche 
der Berufungsklägerin, weil man dann mit dem Öffnen der Türe beschäftigt sei und 
schnellstmöglich ins Treppenhaus gelangen wolle (act. A.2 Ziff. 13 und 15; RG 
act. I/2 S. 4 und 6 f.; RG act. VII/3 S. 3).

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6.4.3. Der angefochtene Entscheid äussert sich zum Aspekt der Einsehbarkeit in 
die Erdgeschosswohnung, wie ihn die Parteien bereits im erstinstanzlichen Ver-
fahren diskutierten, nicht (vgl. act. B.3 E. 3.4.2). Dies ist nicht nachvollziehbar, 
nachdem der neue Eingang in unmittelbarer Nähe zu den Fenstern der Erdge-
schosswohnung gebaut werden soll und damit die Frage der Einsehbarkeit durch-
aus rechtserheblich ist. 

6.4.4. Die Berufungsbeklagte weist zu Recht darauf hin, dass die Erdgeschoss-
wohnung bereits heute exponiert ist. Zum Hauseingang gelangt man, wie erwähnt, 
über eine Aussentreppe, die von der Richtung her zunächst direkt auf die linke 
Fassade mit den Wohnungsfenstern der Berufungsklägerin zuführt, ehe sie um 
45 Grad nach rechts zur Eingangstüre an der rechten Fassadenseite abdreht. Zu 
beachten ist allerdings, dass sich die erste Stufe der Treppe rund fünf Meter von 
der linken Fassadenseite entfernt befindet. Von da an führen die Treppenstufen 
kontinuierlich nach unten und der Blick von herabsteigenden Personen ist nicht 
mehr gegen die Fenster gerichtet. So wie der Eingangsbereich heute gestaltet ist, 
ist es ausserdem unmöglich, näher als fünf Meter an die Fenster heranzutreten 
und in die Erdgeschosswohnung zu blicken. Im Unterschied dazu soll sich in Zu-
kunft der äussere Eingangsbereich auf gleichem Niveau wie die Erdgeschoss-
wohnung befinden, und zwar wegen des 2.28 m dicken Anbaus bereits auf Höhe 
des Küchen- und Esszimmerfensters. Zwischen diesen Fenstern und dem Anbau 
bzw. der Haustüre ist dabei ein Abstand von 90 cm vorgesehen. In Zukunft wer-
den sich demnach Personen, die den Hauseingang benützen, auf gleichem Ni-
veau und bis auf einen Abstand von knapp einem Meter vor das Küchen- und 
Esszimmerfenster der Berufungsklägerin zubewegen, ehe sie durch die Eingangs-
türe ins Haus eintreten. Wer künftig zum Eingang gelangt, wird folglich, ohne ab-
sichtlich besonders nahe an die Wohnungsfenster heranzutreten, in den Küchen- 
und Esszimmerbereich der Erdgeschosswohnung blicken, was erfahrungsgemäss 
vor allem dann geschieht, wenn es in der Wohnung heller ist als draussen, also in 
der Dämmerung und in der Nacht. Damit wird die Privatsphäre der Berufungsklä-
gerin stärker beeinträchtigt als heute. Davon, dass die Bewohnerinnen und Be-
wohner nicht durch die Fenster blicken würden, weil sie mit dem Öffnen der Türe 
beschäftigt seien, wie das die Berufungsbeklagte vorbringt, ist nicht auszugehen. 
Denn bekanntlich kommt es für ein unangenehmes Gefühl der Bewohnerinnen 
und Bewohner weniger darauf an, ob sie jemand absichtlich beobachtet, sondern 
dass das jederzeit möglich wäre. Diese Möglichkeit wird mit der neuen Eingangs-
situation eher gegeben sein, als dies heute der Fall ist. Da die Vorinstanz diesen 
Gesichtspunkt überging, ist ihre Würdigung mangelhaft.

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6.5. Lärmimmissionen

6.5.1. Weiter bringt die Berufungsklägerin vor, die Vorinstanz habe den Lärm 
durch Gespräche entlang der Hausfassade und vor der Hauseingangstüre, das 
Surren beim Aufdrücken der Schliessanlage, durch Aufgehen und Schliessen der 
Haupteingangstür, durch das Auf- und Zuklappen der Briefkästen sowie die Ab-
hörbarkeit von Gesprächen im Inneren durch die kurze Distanz ausser Acht gelas-
sen. Auch diese Immissionen wären neu (act. A.1 Ziff. 4.4; RG act. I/1 Ziff. 7; RG 
act. VII/2 S. 12). 

6.5.2. Die Berufungsbeklagte bestreitet die Entstehung von Immissionen. Wenn 
jemand mit Gepäck die Treppe vom Erdgeschoss ins Untergeschoss, insbesonde-
re im Winter, hinunterlaufe, gebe es mehr Immissionen, als wenn er ebenerdig in 
den neu erstellten Hauseingang laufe. Auch wenn die Besucher die Aussentreppe 
ins Untergeschoss hinunterliefen, müssten sie direkt unterhalb des Küchenfens-
ters warten, bis die Eingangstüre geöffnet werde. Somit entstehe auch bezüglich 
Gästen, welche nicht über einen Schlüssel verfügten, keine Änderung (act. A.2 
Ziff. 13 und 15; RG act. I/2 S. 4 und 7). 

6.5.3. Die Vorinstanz führte aus, durch den geplanten Bau würden keine neuen 
Immissionen für die klägerische Wohnung auftreten. Die auf den Lift wartenden 
Personen würden sich nicht im Freien, sondern im Treppenhaus aufhalten. Weiter 
eröffne die geplante Liftanlage den Eigentümern die Möglichkeit, direkt via Unter-
geschoss zur jeweiligen Wohnetage zu gelangen. Aus diesem Grund sei anzu-
nehmen, dass die klägerische Wohnung bei Realisierung des geplanten Baupro-
jektes weniger Lärmimmissionen im Eingangsbereich erfahren werde, als dies 
bisher der Fall gewesen sei. Zudem solle gemäss den dem Gericht eingereichten 
Baueingabeplänen die neue Liftanlage im neuen Eingangsbereich integriert wer-
den, sodass Lärmimmissionen für die angrenzenden Wohnungen im Erdgeschoss 
sowie im 1. und 2. Obergeschoss vermieden würden (act. B.3 E. 3.4.2). Diese Er-
wägungen sind wiederum unvollständig. Dass von Personen im Innenbereich des 
Eingangs und vom Lift keine zusätzlichen Lärmimmissionen für die Erdgeschoss-
wohnung ausgehen, ist wenig entscheidend. Entscheidend ist hingegen die Frage, 
ob die Lärmimmissionen vor der Haustüre und durch das Betätigen von dieser 
stärker werden. Darauf geht die Vorinstanz nicht näher ein. Ebenso fragwürdig ist 
ihre Schlussfolgerung, durch den neuen Eingangsbereich werde die Wohnung der 
Berufungsklägerin deshalb weniger Lärmimmissionen erfahren, weil die Bewohne-
rinnen und Bewohner direkt vom Untergeschoss zu ihrer Wohnung gelangen 
könnten. Denn dies wird selbst nach den Behauptungen der Berufungsbeklagten 
nur für zwei von sechs Garagenplätzen der Fall sein (vgl. act. A.2 Ziff. 15). Auch in 

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Zukunft wird daher ein Teil der Bewohnerinnen und Bewohner auf den Hausein-
gang angewiesen sein, um zu ihrem Garagenplatz zu gelangen. Mit markant we-
niger Personenverkehr durch die Eingangstüre ist daher nicht zu rechnen.

6.5.4. Auch was den Lärmaspekt angeht, steht fest, dass die Erdgeschosswoh-
nung bereits heute erheblichen Immissionen ausgesetzt ist. Bereits das Hinauf- 
und Hinabsteigen der Aussentreppe verursacht Schall, vor allem im Winter, wenn 
Skischuhe getragen werden. Auch Gespräche auf der Aussentreppe und vor der 
Haustüre sowie die Geräusche durch das Betätigen der Eingangstüre und der 
Briefkästen sind in der Erdgeschosswohnung aufgrund der geringen Distanz 
schon heute hörbar. Nun würde der neue Eingang die Lärmimmissionen auf der 
einen Seite sicherlich reduzieren, so insbesondere den Trittschall, weil die Aus-
sentreppe nicht mehr benutzt werden müsste. Auf der anderen Seite ist davon 
auszugehen, dass jene Geräusche, die ihre Quelle vor dem Hauseingang haben, 
in der Erdgeschosswohnung direkter wahrgenommen würden, zumal heute zwi-
schen Haustüre und Wohnungsfenster noch ein Vordach aus Beton liegt, das den 
Schall teilweise dämpft. Durch die Mauer des neuen Anbaus, die bis rund in die 
Mitte des Esszimmerfensters gezogen würde, dürfte es künftig zudem zu Reso-
nanzen zwischen Fassade und Anbau kommen, was den Schall ebenfalls verstär-
ken würde. Gleiches gilt für das geplante Vordach oberhalb der Haustüre. Für den 
Fall, dass das Bauvorhaben realisiert wird, ist daher insgesamt mit einer gewissen 
Zusatzbelastung durch Lärm zu rechnen. Ob diese Zusatzbelastung für sich ge-
nommen ausreicht, um auf eine übermässige Belastung zu schliessen, erscheint 
zwar fraglich, zumal es sich bei den Zimmern der Erdgeschosswohnung, die ge-
gen den Hauseingang gerichtet sind, um die Küche, das Esszimmer und das Bad 
handelt, mithin um Räume, in denen kein besonderes Ruhebedürfnis besteht. Sie 
in der Würdigung gänzlich zu vernachlässigen, wie dies die Vorinstanz tat, geht 
aber jedenfalls nicht an.

6.6. Aussicht

6.6.1. Die Berufungsklägerin bringt ferner vor, im Eingangsbereich würde neu im 
Abstand von 90 cm eine über zwei Meter lange Mauer gezogen, welche ihre Aus-
sicht aus der Wohnung einschränke und den Lichteinfall beeinträchtige. So würde 
das Badezimmerfenster komplett und das Esszimmerfenster zu einem grossen 
Teil verdeckt werden. Auch darauf sei die Vorinstanz nicht eingegangen. Diese 
habe vielmehr ihre Ausführungen auf das Badezimmer- und Küchenfenster be-
schränkt. Darüber hinaus sei das neue Vordach über dem geplanten Hauseingang 
zu berücksichtigen, welches ebenfalls die Sicht aus dem Esszimmerfenstern ein-

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schränke und die Wohnküche noch weiter verdunkle (act. A.1 Ziff. 4.5; RG act. I/1 
Ziff. 5; RG act. VII/2 Ziff. 10).

6.6.2. Nach Darstellung der Berufungsbeklagten verfügt die Wohnung nicht über 
eine grossartige Aussicht. Die Aussicht gehe Richtung F.________ zu den be-
nachbarten Häusern. Aufenthaltsort in der Wohnung der Klägerin sei sicher der 
Wohnbereich mit Balkon und nicht das Bad/WC oder die kleine Küche. Es seien 
keine grossen Fenster und der Ausblick sei ebenfalls eher bescheiden. Zudem 
werde der Ausblick vom Küchenfenster nicht beeinträchtigt. Vom WC/Bad aus ha-
be man bereits heute keine Aussicht, weil das Fenster mit Ornamentglas/Milchglas 
ausgestattet sei. Die Aussicht von der Küche aus bleibe unverändert bestehen. 
Von einer Verdunkelung des Wohnzimmers könne keine Rede sein. Das Vordach 
beeinträchtige die Küche ebenfalls nicht, da ein Fenster völlig frei bleibe (act. A.2 
Ziff. 7 und 13; RG act. I/2 S. 4 und 6; RG act. VII/3 S. 3).

6.6.3. Die Vorinstanz erwog, der Ausblick vom Küchenfenster werde durch den 
geplanten Anbau nicht in Mitleidenschaft gezogen. Vom WC aus bestehe bereits 
heute eine stark eingeschränkte Aussicht, weshalb die geplante Liftanlage diesbe-
züglich keine relevante Beeinträchtigung für die klägerische Wohnung bedeuten 
würde (act. B.3 E. 3.4.2). Damit greift die vorinstanzliche Würdigung abermals zu 
kurz. Was das Bauvorhaben für das mittlere Esszimmerfenster bedeuten würde, 
erörtert die Vorinstanz nicht. Keine Rede ist sodann von den möglichen Beein-
trächtigungen, zu denen das geplante Vordach führt. Ebenfalls unerwähnt bleibt 
die Frage, wie sich der Neubau auf die Lichtverhältnisse in der Erdgeschosswoh-
nung auswirkt. 

6.6.4. Die Parteien sind sich darin einig, dass das Badezimmer grundsätzlich über 
keine Aussicht verfügt, weil das dortige Fenster aus Milchglas gefertigt ist. Aus 
dem Fenster des Essbereichs und jenem der Küche geht der Blick, wie auf den 
Fotos des Augenscheins ersichtlich ist (RG act. VII/1), auf Häuser, Strassen und 
Bäume der Nachbarschaft. Die Aussicht kann freilich nicht als besonders attraktiv 
bezeichnet werden. Immerhin aber ist der Blick – zumindest bis zur eigenen Fas-
sade auf der linken Seite – frei bis zur Nachbarliegenschaft, die ungefähr 50 m 
entfernt liegt. Auch der Lichteinfall von oben ist grundsätzlich ungehindert. Dieser 
Raum würde mit dem neuen Anbau für den Eingang und den Liftschacht teilweise 
verbaut. Der Anbau soll – wie erwähnt – 2.28 m ab der Fassade hinausragen und 
damit nicht nur das Badezimmerfenster, sondern auch rund die Hälfte des Ess-
zimmerfensters verdecken. Zusätzlich beeinträchtigt wird die Aussicht aus dem 
Esszimmerfenster durch das Vordach, das über dem Hauseingang erstellt werden 
soll. Da der neue Anbau in einem Abstand von lediglich 90 cm gebaut und bis zum 

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Dach der Liegenschaft führen soll, geht mit ihm auch eine erhebliche Einbusse an 
natürlichem Licht einher, was sich in der Erdgeschosswohnung gemeinhin stärker 
auswirkt als in darüber liegenden Wohnungen. Das Bauvorhaben führt demnach 
zu einem erheblichen Verlust von Aussicht und Licht vor allem im Esszimmerbe-
reich. Indem die Vorinstanz dieser Einbusse keine Beachtung schenkte, erweist 
sich ihr Entscheid auch in diesem Punkt als mangelhaft.

7. Fazit

Die heutige Erschliessung der Liegenschaft über den Eingang im Untergeschoss 
ist zweifellos unbefriedigend. Ein ebenerdiger Eingang mit Lift, wie er geplant und 
von der B.________ an ihrer Versammlung vom 5. April 2019 beschlossen worden 
ist, würde die Situation für die Gemeinschaft verbessern. Bei der Würdigung, ob 
das Bauvorhaben zu einer übermässigen Belastung der Erdgeschosswohnung 
führt, hat die Vorinstanz jedoch wesentliche Aspekte ausser Acht gelassen. Sie 
hat nicht nur unberücksichtigt gelassen, dass das Bauvorhaben dauerhaft zu einer 
stärkeren Einsehbarkeit und zu einer gewissen Mehrbelastung durch Lärm führt. 
Sie ist vor allem auch den Umstand übergangen, dass das Vorhaben dem Ess-
zimmerbereich in beträchtlichem Ausmass Aussicht und Licht nimmt. In ihrer Ge-
samtheit und mit Blick auf die erwähnten Grundsätze und Präjudizien (oben 
E. 6.2) sind diese Belastungen nach Ansicht des Kantonsgerichts als erheblich 
i.S.v. Art. 647d Abs. 2 ZGB zu qualifizieren, zumal die Stockwerkeinheit der Beru-
fungsklägerin im Erdgeschoss davon deutlich mehr betroffen ist, sie aber insbe-
sondere vom geplanten Lift signifikant weniger profitiert als die übrigen Stock-
werkeinheiten. Der Entscheid der Vorinstanz ist daher aufzuheben und die Klage 
gutzuheissen. Die Beschlüsse zu den Traktanden 5.2, 5.3 und 5.4 der Stockwerk-
eigentümerversammlung vom 5. April 2019 werden aufgehoben, soweit sie die 
Erstellung des projektierten Hauptzugangs mit Anbau eines Lifts betreffen. Die 
B.________ ist aufgefordert, eine für die Berufungsklägerin schonendere Variante 
auszuarbeiten.

8. Prozesskosten

8.1. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten sowohl des Berufungs-
verfahrens als auch des erstinstanzlichen Verfahrens zu Lasten der Berufungsbe-
klagten (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

8.2. Die Höhe der vorinstanzlichen Gerichtskosten von CHF 8'400.00, beste-
hend aus der Pauschale für das Schlichtungsverfahren von CHF 400.00 und der 
Entscheidgebühr von CHF 8'000.00, wurde von den Parteien im Berufungsverfah-

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ren nicht gerügt und erscheint angemessen (vgl. Art. 3 VGZ [BR 320.210]). Neu 
festzulegen ist die Parteientschädigung der obsiegenden Berufungsklägerin. Diese 
hat zu Beginn des Verfahrens eine Honorarvereinbarung eingereicht, aus der her-
vorgeht, dass sich das Honorar zum Stundenansatz von CHF 270.00 bemisst (RG 
act. VI/2.), was innerhalb der gesetzlichen Bandbreite liegt (vgl. Art. 3 Abs. 1 HV 
[BR 310.250]). In der Honorarnote macht sie einen Aufwand von total 49.5 Stun-
den geltend, was multipliziert mit dem genannten Stundenansatz und unter 
Berücksichtigung einer Spesenpauschale (3 %) zu einem Honorar von 
CHF 13'765.95 führt. Nicht geschuldet ist die Mehrwertsteuer, weil die Berufungs-
klägerin im Ausland wohnt.

8.3. Angesichts des verursachten Aufwands und des Interesses der Parteien ist 
die Gebühr des Berufungsverfahrens auf CHF 5'000.00 festzusetzen (Art. 9 VGZ). 
Zudem hat die Berufungsbeklagte die Berufungsklägerin für die Kosten der an-
waltlichen Vertretung zu entschädigen. Da die Berufungsbeklagte im Berufungs-
verfahren keine Honorarnote eingereicht hat, ist ihr Stundenaufwand zu schätzen 
(Art. 2 HV). Aufgrund der sich stellenden Fragen und mit Blick auf die eingereich-
ten Rechtsschriften (act. A.1 und A.2) erscheint ein Aufwand von rund acht Stun-
den angemessen, womit unter Berücksichtigung einer Spesenpauschale (3 %) 
eine Entschädigung von CHF 2'400.00 resultiert. 

Demnach wird erkannt:

1. In Gutheissung der Berufung wird der Entscheid des Regionalgerichts Ma-
loja vom 20. Oktober 2020 aufgehoben und durch folgende Fassung er-
setzt:

"1. Die Klage wird gutgeheissen, und die Beschlüsse von Traktandum 
5.2, 5.3 und 5.4 der STWE-Versammlung vom 5. April 2019 werden 
insofern aufgehoben, als sie die Erstellung eines neuen Hauptzu-
gangs mit Anbau eines Lifts betreffen.

2. Die Gerichtskosten von insgesamt CHF 8'400.00, bestehend aus der 
Pauschale für das Schlichtungsverfahren von CHF 400.00 und aus ei-
ner Entscheidgebühr von CHF 8'000.00, werden vollumfänglich der 
B.________ auferlegt und mit dem von A._____ geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet. Die B.________ hat A._____ den geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 3'000.00 direkt zu ersetzen.

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3. Die B.________ wird verpflichtet, A._____ mit CHF 13'765.95 (in-
kl. Spesen) ausseramtlich zu entschädigen."

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 5'000.00 werden der 
B.________ auferlegt und mit dem von A._____ geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet. Die B.________ hat A._____ den geleisteten Kosten-
vorschuss in der Höhe von CHF 5'000.00 direkt zu ersetzen. Der Restbe-
trag des Kostenvorschusses von CHF 3'000.00 wird A._____ durch das 
Kantonsgericht erstattet.

3. Die B.________ hat A._____ für das Berufungsverfahren eine Parteien-
tschädigung von CHF 2'400.00 (inkl. Spesen) zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: