# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a992977-eed6-522b-8af5-27581fb8618b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 23.11.2018 PS180216
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS180216_2018-11-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS180216-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzender, Oberrichter 

Dr. P. Higi und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw M. Schnarwiler 

Urteil vom 23. November 2018 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt & Urkundsperson MLaw X._____, 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Uster 
vom 23. Oktober 2018 (EK180409) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 
 

1.1. Mit Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Uster (nachfolgend: 

Vorinstanz) vom 23. Oktober 2018 wurde über die Schuldnerin und Beschwerde-

führerin (fortan Schuldnerin) für eine Forderung der Gläubigerin und Beschwerde-

gegnerin (fortan Gläubigerin) von Fr. 7'028.15 zuzüglich 5% Zins seit dem 

14. November 2017 sowie Fr. 172.30 Betreibungskosten der Konkurs eröffnet 

(act. 3 = act. 7 = act. 8/8). Dagegen erhob die Schuldnerin mit Eingabe vom 

2. November 2018 (Datum Poststempel) fristgerecht (vgl. act. 8/9) Beschwerde, 

worin sie die Aufhebung der Konkurseröffnung, Abweisung des Konkursbegeh-

rens und die Erteilung der aufschiebenden Wirkung beantragte (act. 2). 

1.2. Mit Verfügung vom 5. November 2018 wurde der Beschwerde einstweilen 

die aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 9). Die vorinstanzlichen Akten wurden 

beigezogen (act. 8/1–12). Die Sache erweist sich als spruchreif.  

2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerde-

verfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des 

Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen 

der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterle-

gung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Die Beschwerde ist innert einer Frist von 

zehn Tagen einzureichen (vgl. Art. 174 Abs. 1 SchKG) und abschliessend zu be-

gründen. Das bedeutet, dass der Schuldner die im Gesetz aufgezählten konkurs-

hindernden Tatsachen innert der Rechtsmittelfrist nachweisen bzw. glaubhaft ma-

chen muss, wobei er auch neue Behauptungen und Beweismittel vorbringen 

kann, selbst wenn diese erst nach dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten 

sind. Nachfristen können hingegen nicht gewährt werden (vgl. BGE 136 III 294, 

E. 3). 

3. Die Schuldnerin hinterlegte innert Beschwerdefrist bei der Obergerichtskas-

se Fr. 22'000.– (act. 5/9 = act. 12), (unter anderem) für die Begleichung der Kon-

kursforderung zuzüglich Zinsen bis zur Konkurseröffnung und der Betreibungs-

kosten von total Fr. 7'530.70. Weiter deckt der Betrag den mutmasslichen Kos-

tenvorschuss für das Beschwerdeverfahren von Fr. 750.– (vgl. act. 2 Rz. 5; act. 9 

- 3 - 

E. 3; act. 11). Ebenfalls fristgerecht reichte die Schuldnerin einen Beleg des Kon-

kursamtes Dübendorf ein, aus welchem ersichtlich ist, dass sie zur Sicherstellung 

der Kosten des Konkursverfahrens inklusive Kosten der Vorinstanz für die Kon-

kurseröffnung Fr. 600.– leistete (act. 5/10). Damit weist die Beschwerdeführerin 

den Konkursaufhebungsgrund der Hinterlegung im Sinne von Art. 174 Abs. 2 

Ziff. 2 SchKG durch Urkunden nach. 

4.1. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden 

sind, um die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen zu befriedigen. Der 

Schuldner hat also aufzuzeigen, dass er in der Lage ist, seinen laufenden Ver-

bindlichkeiten nachzukommen sowie die bestehenden Schulden abzutragen. 

Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner noch nicht 

als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 

für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf 

unabsehbare Zeit als illiquid erscheint. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist 

sich aber ein Schuldner, der beispielsweise Konkursandrohungen anhäufen lässt, 

systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere Beträge nicht bezahlt. 

Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund der Zahlungs-

gewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck (BGer 

5A_297/2012 vom 10. Juli 2012 E. 2.3; BGer 5A_115/2012 vom 20. April 2012 

E. 3).  

 Für die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit reicht es aus, wenn das 

Gericht zum Schluss kommt, dass die Zahlungsfähigkeit des Konkursiten wahr-

scheinlicher ist als seine Zahlungsunfähigkeit. Dabei dürfen keine zu strengen An-

forderungen gestellt werden, insbesondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähig-

keit des schuldnerischen Unternehmens nicht von vornherein ausgeschlossen 

werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vorzulegen, die geeignet sind, 

seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen (BGer 5A_297/2012 

vom 10. Juli 2012 E. 2.3; BGer 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 3). 

4.2. Die Schuldnerin ist seit dem tt.mm.2016 als AG im Handelsregister des Kan-

tons Zürich eingetragen und bezweckt den Betrieb einer Bauunternehmung, ins-

besondere die Planung und Ausführung von Neubauten, Umbauten und Renova-

- 4 - 

tionen sowie damit verbundene Tätigkeiten. Einziges Verwaltungsratsmitglied ist 

C._____ (act. 6). Zum Grund ihrer finanziellen Probleme führt die Schuldnerin 

aus, der sie führende alleinige Verwaltungsrat C._____ habe in den letzten zwölf 

bis 18 Monaten mehrere Schicksalsschläge erdulden müssen und in der Folge 

zwar noch die Baustellen vorangetrieben, um die Auftraggeber zufrieden zu stel-

len. Leider habe er aber das Backoffice vernachlässigt, weshalb Rechnungen 

nicht bezahlt und eingeschriebene Briefe nicht abgeholt worden seien. Durch die 

Konkurseröffnung sei er aber nun wachgerüttelt worden und habe in der Be-

schwerdefrist alles akribisch aufgearbeitet, und nach Aufhebung des Konkurses 

werde sodann D._____ zur Entlastung von C._____ als Interims-Geschäftsführer 

eingesetzt werden (act. 2 Rz. IV.2 u. 12). 

4.3.1 Zunächst ist (mit Blick auf die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit) kritisch an-

zumerken, dass die Schuldnerin es unterliess, einen Auszug aus dem Betrei-

bungsregister einzureichen, der über sämtliche Betreibungsvorgänge der letzten 

Jahre Aufschluss erteilt (in der Regel umfasst der Auszug die letzten fünf Jahre 

bzw. die Zeit seit Gründung der Gesellschaft). Das Zahlungsverhalten der 

Schuldnerin lässt sich dadurch nur beschränkt beurteilen. Immerhin reichte sie 

aber einen Auszug des Betreibungsamtes Dübendorf ein, der per 25. Oktober 

2018 sämtliche offenen Betreibungen auflistet. Das Total dieser Forderungen ge-

gen die Schuldnerin beläuft sich auf Fr. 314'132.77. Forderungen im Betrag von 

Fr. 81'795.– befinden sich im Anfangsstadium der Betreibung (Zahlungsbefehl), 

weitere Forderungen im Umfang von Fr. 15'883.75 befinden sich im Stadium des 

Fortsetzungsbegehrens und für Forderungen von Fr. 216'454.02 ergingen Kon-

kursandrohungen (act. 5/8). Die offenen Betreibungen haben sich alle im Laufe 

rund eines Jahres angesammelt. Bezüglich der noch offenen Betreibungen ge-

mäss diesem Auszug ergibt sich Folgendes: 

4.3.2 Die Schuldnerin führt aus, sie habe zwischenzeitlich die Forderungen der 

Betreibungen Nr. 1 (Fr. 3'284.35), Nr. 2 (Fr. 12'129.80), Nr. 3 (Fr. 5'032.50), Nr. 4 

(Fr. 5'052.55), Nr. 5 (Fr. 626.05), Nr. 6 (Fr. 5'601.80), Nr. 7 (Fr. 3'717.95), Nr. 8 

(Fr. 5'639.80), Nr. 9 (Fr. 14'743.55), und Nr. 10 (Fr. 4'241.82) vollständig begli-

chen und weitere Forderungen teilweise bezahlt, namentlich diejenigen der Be-

- 5 - 

treibungen Nr. 11 und Nr. 12 (Fr. 54'125.80 u. Fr. 21'758.– [beide ggü. E._____ AG, 

davon noch offen Fr. 33'995.– und folglich bezahlt Fr. 41'888.80, vgl. act. 5/20]), sowie Nr. 13 

(Fr. 18'436.45 [davon noch offen Fr. 4'000.– und folglich bezahlt Fr. 14'436.45, vgl. act. 5/24]; 

vgl. act. 2 Rz. IV.9.1. f., 9.6. u. 9.10. f., 9.14.). Aufgrund der eingereichten Belege 

(act. 5/11–12, 5/16, 5/20–21, 5/24) erscheint dies als glaubhaft. Sodann habe sie 

sich mit den Gläubigern der Betreibungen Nr. 14 (Fr. 3'889.55) und Nr. 15 

(Fr. 2'653.05) per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt, was mit Blick auf 

die Belege (act. 5/13 u. 5/23) ebenfalls glaubhaft erscheint. Weiter abzuziehen ist 

die im vorliegenden Beschwerdeverfahren hinterlegte Konkursforderung (im Be-

treibungsregisterauszug mit Fr. 7'570.95 aufgeführt, vgl. act. 5/8). Insgesamt sind 

folglich noch in Betreibung gesetzte Forderungen im Umfang von Fr. 183'623.80 

(Fr. 314'132.77 ./. 130'508.97) offen. 

4.3.3 Noch offen und keine Ratenzahlungen vereinbart wurden bezüglich Forde-

rungen im Umfang von Fr. 10'465.50 (Betreibung Nr. 16 [Fr. 128.45], Nr. 17 

[Fr. 123.15], Nr. 18 [Fr. 1'020.30], Nr. 19 [Fr. 1'667.80], Nr. 20 [Fr. 306.35], Nr. 21 

[Fr. 543.45], Nr. 22 [Fr. 242.90], Nr. 23 [Fr. 258.20], Nr. 24 [Fr. 546.35], Nr. 25 

[Fr. 1'465.70], 26 [Fr. 162.85] und Nr. 13 [im Umfang von Fr. 4'000.–, vgl. oben]). Davon 

befinden sich Forderungen im Umfang von Fr. 5'628.55 (Betreibung Nr. 25, 26, 

13) im Stadium der Konkursandrohung und Fr. 258.20 in dem des Fortsetzungs-

begehrens (Betreibung Nr. 23; vgl. auch act. 2 Rz. IV.8).  

4.3.4 Bezüglich der restlichen Forderungen im Umfang von Fr. 173'158.30, wel-

che den Betreibungen Nr. 27 (Fr. 8'196.05), Nr. 28 (Fr. 33'229.85; Forderung der 

Inkassostelle F._____), Nr. 29 (Fr. 6'142.60; Forderung der SUVA), Nr. 30 

(Fr. 8'856.90; Forderung der SUVA), Nr. 31 (Fr. 13'227.50; Forderung der 

G._____ Versicherung), Nr. 32 (Fr. 53'918.35; Forderung der H._____-

Sammelstiftung für obligatorische Berufliche Vorsorge), Nr. 33 (Fr. 1'536.65), 

Nr. 34 (Fr. 1'564.15), Nr. 35 (Fr. 922.50), Nr. 11 und Nr. 12 (Fr. 54'125.80 u. 

Fr. 21'758 [wovon noch Fr. 33'995.– offen sind, vgl. oben]), Nr. 36 (Fr. 5'623.50) und 

Nr. 37 (Fr. 5'945.25) zu Grunde liegen, führt die Schuldnerin aus, mit den Gläubi-

gern bereits Ratenzahlungen vereinbart zu haben resp. dass ihr solche für den 

Fall der Aufhebung des Konkurses in Aussicht gestellt worden seien und diese 

- 6 - 

Gläubiger – zumindest teilweise – erklärt hätten, auf die Durchführung des Kon-

kurses zu verzichten (vgl. act. 2 Rz. IV.9.4.–5., 9.7.–10., 9.12). Aufgrund der ein-

gereichten Urkunden ist dies ebenfalls glaubhaft (vgl. act. 5/14–15, 5/17–20, 

5/22).  

4.3.5 Zusammenfassend liegen betriebene, noch offene Forderungen im Umfang 

von Fr. 183'623.80 vor, die häufig auch (Sozial-)Versicherungsbeiträge betreffen, 

wobei die Schuldnerin sich im Hinblick auf Forderungen im Umfang von 

Fr. 173'158.30 bemühte, mit den Gläubigern Ratenzahlungen zu vereinbaren, 

was ihr auch gelang. Dadurch sind diese Forderungen nicht sofort und dringendst 

zu bezahlen, sondern können ratenweise über die nächsten Monate beglichen 

werden. Bei den weiteren noch offenen Fr. 10'465.50 wurde keine Abmachung 

bezüglich Ratenzahlungen getroffen; sie befinden sich im Umfang von 

Fr. 5'628.55 (Betreibungen Nr. 25, 26, 13, vgl. act. 5/8) bereits im Stadium der 

Konkursandrohung, weshalb diese Forderungen dringendst zu bezahlen sind. Bei 

weiteren Fr. 4'836.95 wurde die Betreibung eingeleitet und von der Schuldnerin 

kein Rechtsvorschlag erhoben. Bei einer der Betreibungen über Fr. 258.20 wurde 

bereits das Fortsetzungsbegehren gestellt, sodass auch hier bald Zahlungen er-

folgen müssen, damit es nicht zu neuen Konkursandrohungen kommt. Im Folgen-

den ist zu prüfen, ob die Schuldnerin über ausreichende liquide Mittel verfügt, um 

die aufgeführten Forderungen begleichen und darüber hinaus auch ihren laufen-

den Verbindlichkeiten nachkommen zu können.  

4.4. Diesbezüglich ist vorab darauf hinzuweisen, dass die Schuldnerin bei der 

Obergerichtskasse Fr. 22'000.– hinterlegte, wovon nach Abzug der Konkursforde-

rung über Fr. 7'530.70 (inkl. Zins und Betreibungskosten) und dem Kostenvor-

schuss für das Beschwerdeverfahren von Fr. 750.– zur Schuldentilgung 

Fr. 13'719.30 übrig bleiben. Diesen Betrag will die Schuldnerin nach eigenen An-

gaben für die Begleichung der restlichen Forderungen verwenden (gemeint sind 

diejenigen, zu denen keine Ratenzahlung vereinbart wurde und welche daher als 

dringend und dringendst zu kategorisieren sind, vgl. act. 2 Rz. IV.5. u. 8.). Wie 

gezeigt (vgl. E. 4.3.3 u. 4.3.5) betrifft dies in Betreibung gesetzte Forderungen im 

Umfang von Fr. 10'465.50. Für diese dringendsten und dringenden Forderungen 

- 7 - 

hat die Schuldnerin ihre Liquidität mit Hinterlegung des erforderlichen Betrags hin-

reichend nachgewiesen. Bezüglich der Zahlungsfähigkeit im Hinblick auf die wei-

teren Verbindlichkeiten ergibt sich Folgendes: 

4.5.1 Die Schuldnerin reichte eine Bilanz per 30. Juni 2018 ein. Zu bemerken ist, 

dass diese durch die Schuldnerin nicht unterzeichnet wurde, was deren Beweis-

kraft schmälert (vgl. act. 5/25). Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass bezüglich 

der darin aufgeführten Positionen Belege fehlen. Die Schuldnerin macht diesbe-

züglich an einer Stelle geltend, aufgrund des Konkursbeschlages keinen Zugriff 

auf ihre Konten zu haben, weshalb es ihr nicht möglich sei, ihr Guthaben zum 

Zeitpunkt der Konkurseröffnung zu belegen (act. 2 Rz. 11). Dies ändert nichts da-

ran, dass die Angaben in der Bilanz ohne entsprechende Belege mit Zurückhal-

tung zu würdigen sind. 

4.5.2 Aus der Bilanz ergibt sich ein totales Fremdkapital von Fr. 377'179.–, wel-

ches unter anderem kurzfristige Verbindlichkeiten in der Höhe von gesamt 

Fr. 227'179.08 beinhaltet. Inwiefern die in Betreibung gesetzten Forderungen da-

rin berücksichtigt sind (was sie sein müssten), lässt sich nicht abschliessend fest-

stellen und wurde auch nicht dargetan. Auf eine Berücksichtigung der betriebenen 

Forderungen lassen immerhin die Bezeichnungen der einzelnen Kreditorenpositi-

onen in der Bilanz schliessen, welche auf im Betreibungsregisterauszug aufgelis-

tete Gläubiger hinweisen (vgl. act. 5/25 S. 2 u. act. 5/8; so z.B. "KK BVG", welche 

auf die Forderung der Betreibung Nr. 32 hindeutet oder "KK AHV", welche auf die 

Forderungen der Betreibungen Nr. 9, 8, 7, 6, 5, 4 u. 3 hindeutet). Allerdings belie-

fen sich die offenen Betreibungen per 25. Oktober 2018 auf ein Total von 

Fr. 314'132.77 (act. 5/8), die kurzfristigen Kreditoren gemäss Bilanz lagen vier 

Monate zuvor jedoch um rund Fr. 90'000.– tiefer. Zwar gingen rund die Hälfte der 

Betreibungen erst nach dem Stichdatum der Bilanz beim Betreibungsamt ein, es 

kann indes ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass zumindest der 

Grossteil der Forderungen am Stichtag bereits bestand. Immerhin kann bezüglich 

in Betreibung gesetzten Beträgen im Umfang von Fr. 60'130.62 nicht ausge-

schlossen werden, dass diese durch die Schuldnerin bereits vor dem Stichtag be-

glichen wurden (so für Betreibung Nr. 11 u. 12, vgl. act. 2 Rz. IV.9.10. i.V.m. 

- 8 - 

act. 5/20; für Betreibung Nr. 13 im Umfang von Fr. 14'436.45, vgl. act. 2 Rz. 

IV.9.14. i.V.m. act. 5/24; für Betreibung Nr. 10, vgl. act. 2 Rz. IV.9.11. i.V.m. 

act. 5/21). Keine Erklärung ist aber immer noch für Forderungen im Umfang von 

rund Fr. 30'000.– ersichtlich. Auch ist nicht abschliessend ersichtlich und nicht 

dargetan, in welcher Höhe allenfalls kurzfristige Forderungen neben den in Be-

treibung gesetzten Forderungen bestehen. In diesem Sinne kann aufgrund der 

eingereichten Unterlagen nur ungenügend beurteilt werden, wie hoch die Verbind-

lichkeiten, welche die Schuldnerin zur Zeit insgesamt noch treffen, effektiv sind. 

4.5.3 Die Aktiven präsentieren sich gemäss der Bilanz wie folgt: Liquide Mittel in 

Form von Bargeld oder Bankguthaben sind in der Bilanz keine aufgeführt, was 

Fragen aufwirft, zumal die Schuldnerin offenbar in der Lage war, der Kasse des 

Obergerichts Fr. 22'000.– einzubezahlen. Es kann aber nicht ausgeschlossen 

werden, dass die Schuldnerin zwischenzeitlich durch Zahlungseingänge von De-

bitoren wieder über gewisse liquide Mittel verfügte – dargetan wurde diesbezüg-

lich aber nichts. Das Umlaufvermögen gemäss Bilanz in Höhe von Fr. 382'760.– 

setzt sich aus Debitoren von Fr. 342'760.– zusammen sowie angefangenen Arbei-

ten von Fr. 40'000.–. Ob die Schuldnerin diese Beträge auch vollumfänglich er-

hältlich machen kann (oder allenfalls bereits teilweise konnte), ist allerdings un-

gewiss. Indes ist aber bereits ein Delkredererisiko von rund 12% der Debitoren 

berücksichtigt, was auf Erfahrungswerten der Schuldnerin basieren dürfte und 

plausibel erscheint; allerdings besteht weiterhin das Risiko, dass die Ausfälle hö-

her sein können. Sodann verfügt die Schuldnerin über Anlagevermögen in der 

Höhe von gesamt Fr. 185'754.95. Aus der Bilanz resultieren insgesamt Aktiven 

von total Fr. 568'514.95. 

 Diese stehen Passiven von Fr. 498'842.62 gegenüber, woraus insgesamt 

ein Gewinn der Schuldnerin für die Periode vom 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018 

von Fr. 69'672.33 resultiert. Zu bemerken ist, dass die Schuldnerin offenbar unter 

Erwirtschaftung des genannten Gewinns in der Vergangenheit in der Lage war, 

aus dem laufenden Geschäftsgang ihre laufenden Fixkosten wie Miete, Lager und 

Löhne ihrer Mitarbeiter zu bezahlen, worauf auch der Umstand hindeutet, dass 

diesbezüglich keine (bzw. zumindest keine offenen) Betreibungen vorhanden sind 

- 9 - 

(vgl. act. 2 Ziff. IV.3, Erfolgsrechnung act. 5/25 hintere drei Blätter), was positiv zu 

ihren Gunsten zu werten ist. 

4.6. Wie gezeigt, vermag die Schuldnerin durch Einzahlung an das Obergericht 

nachzuweisen, dass bezüglich der dringendsten Forderungen genügend Liquidität 

vorhanden ist (vgl. E. 4.4.). Ihren übrigen, in nächster Zeit zu bezahlenden Schul-

den von mindestens Fr. 173'158.30 (vgl. E. 4.3.4, wobei in dieser Zahl nicht in Be-

treibung gesetzte Forderungen mangels abschliessender Kenntnis über deren 

Höhe nicht berücksichtigt sind, vgl. E. 4.5.2), stehen bei grosszügiger Betrachtung 

und unter der Annahme, das Delkredererisiko entspreche den Annahmen der 

Schuldnerin, Debitoren gemäss Bilanz von Fr. 342'760.–, gegenüber. Bezüglich 

der Debitoren resp. insgesamt der Aktiven darf nicht ausser Acht gelassen wer-

den, dass sich deren Höhe durch mittlerweile erfolgte Zahlungen der Schuldnerin 

an ihre Gläubiger reduziert haben dürften. Aufgrund des in der Bilanz ersichtli-

chen hohen Debitorenbestandes ist aber im Sinne einer wohlwollenden Beurtei-

lung doch insgesamt noch davon auszugehen, dass genügend liquide Mittel in 

nächster Zeit eingehen werden und zur Zahlung der grösstenteils ratenweise ab-

zubezahlenden Schulden zur Verfügung stehen. So führt die Schuldnerin denn 

auch aus, Zahlungseingänge aus Debitoren würden in den nächsten Tagen resp. 

Wochen erwartet, so dass sichergestellt sei, dass die Ratenzahlungen auch ein-

gehalten werden könnten (vgl. act. 2 Rz. 10).  

4.7. Entscheidend zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit ist weiter, wie sich die 

Liquidität in Zukunft entwickeln wird. Die Schuldnerin führt dazu aus, ihr Geschäft 

laufe sehr gut resp. floriere, was sich auch aus ihrer Bilanz zeige (act. 2 Rz. IV./1). 

Auch reicht die Schuldnerin vier Werkverträge ein, welche die aktuell gute Auf-

tragslage zeigen sollen (vgl. act. 5/4–7). Daraus geht hervor, dass die Schuldnerin 

Baumeisterarbeiten für die I._____ AG mit dem Auftragsvolumen von rund 

Fr. 5'000'000.– erbringt. Weiter liegen drei Verträge mit der J._____ AG mit den 

Auftragsvolumen von Fr. 375'000.–, Fr. 160'000.– und Fr. 175'000.– vor. Natur-

gemäss lässt sich allein damit zwar die Entwicklung des Geschäftsgangs der 

Schuldnerin nicht mit abschliessender Sicherheit bestimmen, zumal nichts Kon-

kretes zur Fälligkeit der Zahlungen aus diesen Verträgen ausgeführt wird (vgl. 

- 10 - 

act. 2). Durch die eingereichten Verträge erscheint aber doch glaubhaft, dass die 

Schuldnerin über hinreichend Aufträge verfügt und wohl auch in Zukunft verfügen 

wird und damit weiterhin Einkünfte generieren wird, die es ihr erlauben, neben 

den dringenden Verpflichtungen ihre bestehenden Schulden innert nützlicher Frist 

abzubauen. 

 Kritisch anzumerken ist wie bereits erwähnt, dass die Schuldnerin keinen 

vollständigen Betreibungsregisterauszug, sondern nur einen Auszug über offene 

Betreibungen einreichte, weshalb ihr Zahlungsverhalten in der Zeit vor den noch 

offenen Betreibungen nicht beurteilt werden kann. Zu berücksichtigen bleibt im-

merhin, dass es abgesehen vom heute zu beurteilenden Fall noch nie bis zum 

Konkurs kam.  

4.8. Gesamthaft betrachtet ist die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der Schuldnerin 

nicht von vornherein auszuschliessen. Es darf angenommen werden, dass sie 

sowohl ihre bestehenden als auch die künftig entstehenden Verbindlichkeiten mit 

den laufenden Einnahmen wird decken können. Ihr Fortbestand erscheint inso-

weit auf Weiteres gesichert. Ihre Zahlungsfähigkeit erscheint jedenfalls heute bei 

grosszügiger Betrachtung wahrscheinlicher als die Zahlungsunfähigkeit. Die 

Schuldnerin ist indes darauf hinzuweisen, dass im Fall einer neuerlichen Kon-

kurseröffnung an das Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit höhere Anforde-

rungen zu stellen wären.  

5. Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen. Die Kosten des Konkurseröff-

nungs- und des Beschwerdeverfahrens wurden durch die Zahlungssäumnis der 

Schuldnerin verursacht und sind daher ihr aufzuerlegen, obwohl der Konkurs 

letztlich aufgehoben werden kann. Parteientschädigungen sind mangels Umtrie-

ben der Gläubigerin im vorliegenden Verfahren nicht zuzusprechen. 

- 11 - 

 Anzumerken ist, dass der hinterlegte Betrag von Fr. 22'000.–, sofern er nicht 

für die Begleichung des Kostenvorschusses und der Konkursforderung zu ver-

wenden ist, an die Schuldnerin direkt auszubezahlen ist, damit sie ihn zur Tilgung 

der Schulden verwenden kann (vgl. E-Mail-Verkehr in act. 11). 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des 

Bezirksgerichtes Uster vom 23. Oktober 2018, mit dem über die Schuldnerin 

der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abge-

wiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und aus dem von ihr hinterlegten Betrag von 

Fr. 22'000.– bezogen. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche 

Spruchgebühr von Fr. 450.– wird bestätigt und der Schuldnerin auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, vom für die Forderung hinterlegten 

Betrag von Fr. 22'000.– der Gläubigerin Fr. 7'530.70 auszubezahlen und 

den Rest, soweit er nicht für die Begleichung der zweitinstanzlichen Spruch-

gebühr verwendet wird, der Schuldnerin auszubezahlen. 

5. Das Konkursamt Dübendorf wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten 

Totalbetrag von Fr. 2'150.– (Fr. 600.– Zahlung der Schuldnerin sowie 

Fr. 1'550.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten 

Barvorschusses) der Gläubigerin Fr. 2'000.– und der Schuldnerin einen nach 

Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen. 

- 12 - 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Uster 

(unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Dü-

bendorf, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kan-

tons Zürich und an das Betreibungsamt Dübendorf, je gegen Empfangs-

schein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw M. Schnarwiler 
 
versandt am: 
23. November 2018 
 
 
 

	Urteil vom 23. November 2018
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Uster vom 23. Oktober 2018, mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und aus dem von ihr hinterlegten Betrag von Fr. 22'000.– bezogen. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruchgebühr von Fr. 450.– wird bestäti...
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, vom für die Forderung hinterlegten Betrag von Fr. 22'000.– der Gläubigerin Fr. 7'530.70 auszubezahlen und den Rest, soweit er nicht für die Begleichung der zweitinstanzlichen Spruchgebühr verwendet wird, der S...
	5. Das Konkursamt Dübendorf wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 2'150.– (Fr. 600.– Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'550.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Barvorschusses) der Gläubigerin Fr. ...
	6.  Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Uster (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Dübendorf, ferner mit beson...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...