# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3104378-b91a-5923-bae4-d54920d24762
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-02-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.02.2016 C-915/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-915-2015_2016-02-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-915/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  F e b r u a r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz),  

Richter David Weiss,    

Richterin Michela Bürki Moreni,   

Gerichtsschreiber Kilian Meyer. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, 

vertreten durch lic. iur. Dieter Studer, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung,  

Gesuch um unentgeltlichen Rechtsbeistand  

im Verwaltungsverfahren;  

Verfügung IVSTA vom 12. Januar 2015. 

 

 

 

C-915/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer (geb. 1952, deutscher Staatsangehöriger) stellte 

am 8. Februar 2010 bei der Thurgauer IV-Stelle einen Antrag auf Ausrich-

tung von IV-Leistungen (IV act. 1). Nach Vornahme diverser Abklärungen 

stellte ihm die Thurgauer IV-Stelle mit Vorbescheid vom 16. Mai 2012 die 

Zusprechung einer befristeten Invalidenrente in Aussicht (IV act. 55). Nach 

dem hiergegen erhobenen Einwand (IV act. 56) verfügte die IV-Stelle für 

Versicherte im Ausland (IVSTA; Vorinstanz) am 30. August 2012 wie von 

der Thurgauer IV-Stelle angekündigt (IV act. 67).  

B.  

Das Bundesverwaltungsgericht hiess das vom Beschwerdeführer gegen 

die Verfügung der IVSTA eingereichte Rechtsmittel mit Urteil B-5261/2012 

vom 13. August 2014 gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies 

die Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts sowie zum Erlass ei-

ner neuen Verfügung an die Vorinstanz zurück.  

C.  

Die Thurgauer IV-Stelle teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

9. September 2014 mit, man werde ein polydisziplinäres Gutachten in Auf-

trag geben (IV act. 88). Der Beschwerdeführer formulierte mit Schreiben 

vom 10. September 2014 vier Zusatzfragen zuhanden der medizinischen 

Gutachter (IV act. 89). Gleichentags stellte er ein Gesuch um unentgeltli-

che Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren (IV act. 81; 90). Die 

medizinischen Abklärungen fanden am 18./19. November 2014 in der Me-

das Ostschweiz in St. Gallen statt (IV act. 99).   

D.  

Die Thurgauer IV-Stelle wies das Gesuch des Beschwerdeführers um Ge-

währung der unentgeltlichen Verbeiständung im Verwaltungsverfahren mit 

Verfügung vom 12. Januar 2015 mangels Notwendigkeit einer anwaltlichen 

Vertretung ab. Betreffend die behauptete Bedürftigkeit seien zudem keine 

Beweismittel eingereicht worden (IV act. 100). 

E.  

Der Beschwerdeführer erhob am 12. Februar 2015 Beschwerde an das 

Bundesverwaltungsgericht gegen diese Verfügung und beantragt, es sei 

ihm die unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren und 

die unentgeltliche Rechtspflege samt Verbeiständung im Beschwerdever-

C-915/2015 

Seite 3 

fahren zu gewähren. Die Vorinstanz verkenne, dass es sich um ein Revisi-

ons- und Rückweisungsverfahren handle. Zudem sei er in Bezug auf den 

Beweisantrag zur Bedürftigkeit nicht kontaktiert worden. Er lebe von einer 

geringen monatlichen Rente und habe kein Vermögen.  

F.  

Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 3. März 2015 (BVGer 

act. 4) die Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf 

die Stellungnahme der kantonalen IV-Stelle vom 26. Februar 2015. Das 

Begehren sei mangels Notwendigkeit der Vertretung abgewiesen worden. 

Das Kriterium der finanziellen Bedürftigkeit habe nicht geprüft werden müs-

sen. Im Rückweisungsverfahren sei die Notwendigkeit einer Vertretung  

eher noch weniger gegeben als im normalen Verfahren.  

G.  

Die Vorinstanz erliess am 10. März 2015 eine neuerliche Verfügung betref-

fend den Rentenanspruch des Beschwerdeführers, welche dieser erneut 

beim Bundesverwaltungsgericht anfocht (Verfahren C-2656/2015).  

H.  

Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 19. März 2015 aufforde-

rungsgemäss das Formular «Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege» mit 

diversen Beilagen ein (BVGer act. 6), hielt mit Replik vom 26. März 2015 

an den gestellten Anträgen fest (BVGer act. 7) und reichte mit Eingabe vom 

4. Mai 2015 zusätzliche Unterlagen betreffend seine finanziellen Verhält-

nisse ein (BVGer act. 12). Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 

8. Oktober 2015 auf die Einreichung einer Duplik (BVGer act. 16).  

I.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unter-

lagen wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen eingegangen. 

  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich subsidiär nach dem VwVG, soweit nicht das 

VGG etwas anderes bestimmt oder Bestimmungen des ATSG bzw. des 

IVG anwendbar sind (vgl. Art. 37 VGG; Art. 3 Bst. dbis VwVG; Art. 1 Abs. 1 

C-915/2015 

Seite 4 

IVG [SR 831.20]). In formell-rechtlicher Hinsicht finden grundsätzlich dieje-

nigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeur-

teilung Geltung haben (vgl. BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen, ob die Pro-

zessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Beschwerde einzutreten 

ist (vgl. Art. 7 Abs. 1 VwVG; BVGE 2014/4 E. 1.2). Verfügungen der IVSTA 

unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht, Verfügun-

gen der kantonalen IV-Stellen sind vor dem kantonalen Versicherungsge-

richt anfechtbar (vgl. Art. 69 Abs. 1 IVG; Art. 31 ff. VGG). Die angefochtene 

Verfügung wurde von der Thurgauer IV-Stelle erlassen, welche in der 

Rechtsmittelbelehrung ausführte, es könne beim Thurgauer Versiche-

rungsgericht Beschwerde erhoben werden. Dessen ungeachtet gehen so-

wohl der Beschwerdeführer als auch die IVSTA ohne weiteres von der Zu-

ständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts aus (vgl. Sachverhalt Bst. E 

und F). Diese Zuständigkeit ist im Ergebnis zu bejahen. Die angefochtene 

Zwischenverfügung hätte richtigerweise von der IVSTA und nicht von der 

Thurgauer IV-Stelle erlassen werden sollen (vgl. Art. 55 IVG; Art. 40 Abs. 2 

IVV [SR 831.201]; Art. 5 Abs. 2 VwVG; Urteil B-5261/2012 E. 3; URS MÜL-

LER, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, 

Rz. 806). Dieser Mangel ist aber aus prozessökonomischen Gründen als 

geheilt einzustufen, weil er nicht gerügt wurde, die IVSTA sich im Rahmen 

ihrer Vernehmlassung dem Entscheid der Thurgauer IV-Stelle angeschlos-

sen hat und aufgrund der Akten in der Sache entschieden werden kann 

(vgl. Urteil des BGer 9C_891/2010 vom 31. Dezember 2010 E. 2.2 und 

Urteil des BVGer C-1442/2013 vom 26. Januar 2015 E. 3.3 f. je m.H.). Der 

Beschwerdeführer ist sodann als Adressat einer praxisgemäss anfechtba-

ren Zwischenverfügung betreffend die grundsätzliche Verweigerung der 

unentgeltlichen Verbeiständung im Verwaltungsverfahren zur Anfechtung 

legitimiert (vgl. Art. 59 ATSG [SR 830.1]; Art. 31 ff. VGG; Art. 5 Abs. 2 i.V.m. 

Art. 46 Abs. 1 VwVG; Urteil des BVGer C-4999/2013 vom 10. September 

2014 E. 1.1 und E. 1.3).  

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerechte Beschwerde ist somit einzu-

treten (vgl. Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).  

http://links.weblaw.ch/BGE-130-V-1

C-915/2015 

Seite 5 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2 m.H.). 

2.3 Der Beschwerdeführer ist ein in Deutschland wohnhafter deutscher 

Staatsangehöriger. Dessen ungeachtet ist schweizerisches Recht anwend-

bar (vgl. Urteil des BVGer B-5261/2012 vom 13. August 2014 E. 4 m.H.). 

3.  

3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz das Gesuch des Beschwer-

deführers um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfah-

ren zu Recht abgewiesen hat. Der gesuchstellenden Person wird im Ver-

waltungsverfahren vor der IV-Stelle ein unentgeltlicher Rechtsbeistand be-

willigt, sofern die Verhältnisse es erfordern (Art. 37 Abs. 4 ATSG). Wie im 

Beschwerdeverfahren muss die Partei bedürftig sein, das Begehren nicht 

aussichtslos erscheinen und die Vertretung sachlich geboten sein (vgl. 

Art. 65 VwVG; BGE 132 V 200 E. 4.1 m.H.). 

3.2 Die Vorinstanz hat das Gesuch mangels Notwendigkeit der Vertretung 

abgewiesen, dies mit Hinweis auf die grundsätzlich restriktive Praxis be-

treffend unentgeltliche Verbeiständung im Vorbescheidverfahren (vgl. etwa 

Urteil des BGer 8C_559/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.1 m.H.). Der Be-

schwerdeführer macht geltend, dass es sich um ein komplexes Verfahren 

nach einer Rückweisung zur ergänzenden Abklärung handle, und verweist 

auf die höchstrichterliche Rechtsprechung (vgl. etwa Urteile des BGer 

9C_878/2012 vom 26. November 2012 E. 3 sowie 9C_676/2012 vom 

21. November 2012 E. 3.2 je m.H.). Diese Streitfrage ist zu entscheiden, 

sofern der Beschwerdeführer bedürftig ist, was nicht offensichtlich ist und 

deshalb vorgängig geprüft wird. 

3.3 Prozessual bedürftig ist, wer die Kosten eines Verfahrens nicht aufzu-

bringen vermag, ohne die Mittel anzugreifen, die zur Deckung des notwen-

digen Lebensunterhalts für sich und seine Familie benötigt. Zu berücksich-

tigen ist die gesamte finanzielle Situation des Gesuchstellers, d.h. sowohl 

die Einkommens- als auch die Vermögensverhältnisse. Dabei ist nicht 

schematisch auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum abzustellen, 

sondern den individuellen Umständen Rechnung zu tragen. Die familien-

C-915/2015 

Seite 6 

rechtliche Unterstützungspflicht geht der staatlichen Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege vor (vgl. BGE 141 III 369 E. 4.1; 119 Ia 11 E. 3a; 

BERNHARD WALDMANN, in: Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015, 

Art. 29 N. 77; STEFAN MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche 

Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], 2008, S. 72 ff. je m.H.). 

3.3.1 Der Beschwerdeführer ist verheiratet und Vater zweier erwachsener 

Söhne (A._______, geb. 1994; B._______, geb. 1996). Die Ehegatten le-

ben getrennt, ohne dass eine Scheidung erfolgte (IV act. 99 S. 23). Die 

Ehefrau kümmert sich denn auch nach wie vor um ihren Gatten (vgl. hinten 

E. 3.3.3). Der Beschwerdeführer bewohnt alleine eine 2-Zimmer-Eigen-

tumswohnung in Konstanz. Die Ehefrau wohnt gemeinsam mit dem jünge-

ren Sohn, der sich noch in Ausbildung befindet, in einer 4-Zimmer-Miet-

wohnung ebenfalls in Konstanz. Der ältere Sohn lebt und studiert in Kiel 

und erhält staatliche Ausbildungsförderungsbeiträge (vgl. BVGer act. 6; 

Beilagen des Beschwerdeführers [nf.: BF Beilage] 6 f.; IV act. 99 S. 33). 

3.3.2 Die Einnahmen der Ehegatten belaufen sich gemäss ihrer eigenen 

Deklaration, die im Wesentlichen nachvollziehbar belegt wird, auf insge-

samt netto rund 2'270 Euro pro Monat. Der Beschwerdeführer bezieht eine 

Rente von rund 220 Euro, seine Ehefrau erzielt das restliche Einkommen 

der Familie (Haupterwerb rund 1650 Euro; Nebenerwerb rund 400 Euro; 

vgl. BVGer act. 6). Zu berücksichtigen ist freilich nicht nur das Einkommen, 

sondern auch das Vermögen (vgl. E. 3.3). Den Wert der vom Beschwerde-

führer bewohnten Wohnung schätzen die Ehegatten auf ca. 60'000 Euro 

(die Eheleute kauften die Wohnung 1992 für 130'000 Deutsche Mark; vgl. 

BF Beilage 7). Zu berücksichtigen ist sodann eine von der Ehefrau abge-

schlossene Lebensversicherung mit einem Rückkaufswert von derzeit rund 

40'000 Euro (vgl. BVGer act. 6 Beilage 5). Belegt sind sodann Schulden 

von insgesamt rund 25'000 Euro (Eheleute: Darlehen der Sparkasse Bo-

densee, Restschuld 9'624 Euro, vgl. BF Beilage 8; Beschwerdeführer: Pri-

vatdarlehen der Schwester über 15'000 Euro, BF Beilage 9). 

3.3.3 Die Ehefrau des Beschwerdeführers schildert glaubhaft, dass sie seit 

der Erkrankung ihres Ehemannes viel arbeitet, um die Familie zu ernähren 

(vgl. ihr Schreiben vom 14. September 2015, BVGer act. 14). Ob sämtliche 

geltend gemachten Auslagen hinreichend belegt sind, braucht nicht ein-

lässlich geprüft zu werden. Es geht aus den Akten klar hervor, dass die 

Familie zur Bestreitung des Lebensunterhalts auch auf das in der Vergan-

genheit angesparte Vermögen zurückgreifen muss. Für das vorliegende 

Verfahren entscheidend ist aber, dass bei der Beurteilung der Bedürftigkeit 

C-915/2015 

Seite 7 

auch das Vermögen des Beschwerdeführers und seiner ungeachtet des 

Getrenntlebens unterstützungspflichtigen Ehefrau zu berücksichtigen ist. 

Das Vermögen der Eheleute beläuft sich auf netto ca. 75'000 Euro (vgl. 

E. 3.3.2). Diese Schätzung stellt auf die Angaben der Eheleute ab, welche 

den Wert der sich in ihrem Eigentum befindlichen Eigentumswohnung auf 

60'000 Euro beziffern. Sowohl diese Immobilie wie auch der Rückkaufswert 

der Lebensversicherung sind als Vermögensbestandteile zu berücksichti-

gen. Es ist dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau somit möglich und 

zumutbar, zur Finanzierung des Verfahrens liquide Mittel erhältlich zu ma-

chen, zumal ihr Vermögen deutlich über einen rechtsprechungsgemäss 

nicht anzutastenden «Notgroschen» hinausgeht (vgl. zum Ganzen MEICHS-

SNER, a.a.O., S. 85 ff. m.H.; MÜLLER, a.a.O., Rz. 1994 f. m.H.; Urteil des 

BVGer C-1711/2013 vom 25. Februar 2015 E. 5.1.4 m.H.). 

3.4 Der Beschwerdeführer ist somit nicht prozessual bedürftig, weshalb die 

Vorinstanz sein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Ver-

waltungsverfahren im Ergebnis zu Recht abgewiesen hat. Die Frage der 

Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung kann offen bleiben (vgl. E. 2.2 

und E. 3.2). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

4.  

4.1 Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten, eine allfällige Parteient-

schädigung und das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um unent-

geltliche Rechtspflege samt Verbeiständung.  

4.2 Beschwerdeverfahren im Zusammenhang mit der unentgeltlichen 

Rechtspflege unterliegen grundsätzlich nicht der Kostenpflicht, weshalb 

keine Verfahrenskosten zu erheben sind (vgl. BGE 132 V 200 nicht publi-

zierte E. 6; SVR 2002 ALV Nr. 3 S. 7 E. 5). Das Gesuch um Befreiung von 

den Verfahrenskosten ist deshalb als gegenstandslos geworden abzu-

schreiben (vgl. Urteil BVGer C-6792/2013 vom 23. April 2014 E. 6.2 m.H.).   

4.3  Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung im 

Beschwerdeverfahren ist abzuweisen, weil der Beschwerdeführer wie dar-

getan nicht bedürftig ist (vgl. E. 3.3; Art. 61 Bst. f ATSG; UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Rz. 177 ff.). 

4.4 Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG, Art. 7 Abs. 1 e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Das Gesuch des Beschwerdeführers auf Befreiung von den Verfahrens-

kosten wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Das Gesuch um 

unentgeltliche Verbeiständung wird abgewiesen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Duplik der 

Vorinstanz vom 8. Oktober 2015 zur Kenntnis) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)  

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Stufetti Kilian Meyer 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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