# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0803dfc-f878-5fee-bce2-1adfa49113fd
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-21
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 21.07.2020 F 2020 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2020-28_2020-07-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER
DIE EINZELRICHTERIN

U R T E I L vom 21. Juli 2020  [rechtskräftig]
gemäss § 20 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdeführer

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2020 28

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Urteil F 2020 28

A. A.________, geb. 1973, wurde am 29. Juni 2020 von B.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH mit fürsorgerischer Unterbringung in die Triaplus AG 
Klinik Zugersee eingewiesen.

B. Mit Eingabe vom 17. Juli 2020 (Datum des Poststempels) beschwerte sich 
A.________ beim Verwaltungsgericht gegen die fürsorgerische Unterbringung und 
beantragte sinngemäss seine Entlassung aus der Klinik. 

Die Einzelrichterin erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person das Gericht anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in der seit 1. 
Januar 2013 geltenden Fassung). Zuständiges Gericht für die Beurteilung von 
Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss der per 1. Januar 2013 
geltenden Fassung von § 58 Abs. 1 lit. b des Einführungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; 
BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig ist das Verwaltungsgericht, wenn 
die betroffene Person Wohnsitz im Kanton Zug hat oder wenn die Massnahme von einer 
Arztperson oder Ein-richtung im Kanton Zug angeordnet wurde und die betroffene Person 
sich im Kanton Zug aufhält (§ 58 Abs. 2 EG ZGB). Der Beschwerdeführer hat seinen 
gesetzlichen Wohnsitz in C.________/ZG, weshalb die örtliche und sachliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist.

1.1 Nach Art. 439 Abs. 2 ZGB beträgt die Frist zur Anrufung des Gerichts zehn Tage 
seit der Mitteilung des Entscheids. Der Beschwerdeführer wurde am 26. Juni 2020 von 
B.________ mittels ärztlicher Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung in die 
Triaplus AG Klinik Zugersee eingewiesen, sodass der 26. Juni 2020 als Mitteilungsdatum 
gilt. Die zehntägige Beschwerdefrist gegen die ärztlich angeordnete fürsorgerische 
Unterbringung hat damit am Samstag, dem 27. Juni 2020, zu laufen begonnen (§ 10 
Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes, VRG; BGS 162.1) und am Montag, dem 
6. Juli 2020, geendet (Art. 439 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 10 Abs. 3 VRG). Die vorliegende 
Beschwerde wurde am 17. Juli 2020 der Post übergeben, sodass sie nicht fristgerecht und 
demzufolge verspätet eingereicht worden ist. Auf die Beschwerde kann daher zufolge 
Verspätung nicht eingetreten werden. Da die Voraussetzungen für ein Nichteintreten auf 

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Urteil F 2020 28

die Beschwerde offensichtlich erfüllt sind, kann die Beurteilung gemäss § 20 Abs. 3 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11) durch die 
Einzelrichterin erfolgen.

1.2 Nachdem auf die verspätet eingereichte Beschwerde nicht eingetreten werden 
kann, ist die Eingabe des Beschwerdeführers als Entlassungsgesuch im Sinne von 
Art. 426 Abs. 4 ZGB an die Triaplus AG Klinik Zugersee zu überweisen. Nach einer 
allfälligen Abweisung des Entlassungsgesuchs könnte wiederum das Verwaltungsgericht 
angerufen werden (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB).

2. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine 
Gerichtskosten zu erheben sind. Eine Parteientschädigung ist dem ohnehin nicht 
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang nicht 
zuzusprechen. 

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Urteil F 2020 28

Demnach erkennt die Einzelrichterin:
_____________________________

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Eingabe des Beschwerdeführers 
wird als Entlassungsgesuch an die Triaplus AG Klinik Zugersee überwiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) und 
an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee (unter Beilage des 
Originals der Beschwerdeschrift).

Zug, 21. Juli 2020

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Einzelrichterin

lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth

Der Gerichtsschreiber

lic. iur. Peter Kottmann

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