# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b27f611-5e97-5380-9bc3-89eaf2600d7f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2018 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2018-19_0000-00-00.pdf

## Full Text

5/19 Steuern PVG 2018

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Handänderungssteuer. Wirtschaftliche Betrachtungswei- se. 
Präzisierung der Praxis.
– Wenn eine zivilrechtliche Handänderung vorliegt, ist 

grundsätzlich eine Handänderungssteuer geschuldet, es 
sei denn, es liege keine wirtschaftliche Handände- rung 
(wirtschaftliche Betrachtungsweise zugunsten des 
Steuerpflichtigen) vor (E.5.2).

– Die wirtschaftliche Betrachtungsweise zugunsten des 
Steuerpflichtigen kommt einzig zum Tragen, wenn die- ser 
vor und nach der zivilrechtlichen Handänderung die 
Verfügungsmacht über das streitige Grundstück hat (E.3, 
4, 5).

– Wird eine Baugesellschaft in Form einer Aktiengesell- 
schaft statt in Form einer einfachen Gesellschaft ge- 
führt, so kann die Aufteilung der nicht verkauften Stock- 
werkseigentumseinheiten auf die Gesellschafter keine 
Realteilung des gemeinschaftlich gehaltenen Eigentums 
darstellen (E.5.3.1 – 5.4.2).

Imposta sul trapasso di proprietà. Interpretazione econo- 
mica. Precisazione della prassi.
– Se vi è un trapasso di proprietà del diritto civile, l’impo- sta 

sul trapasso è in principio dovuta, a meno che non 
sussista alcun trapasso economico (interpretazione eco- 
nomica a favore del contribuente) (cons. 3, 4, 5).

– L’interpretazione economica a favore del contribuente 
trova però unicamente applicazione, se questi prima e 
dopo il trapasso di proprietà del diritto civile mantiene il 
potere di disporre sul fondo in questione (cons. 4.3).

– Se una società edilizia viene gestita in forma di una so- 
cietà anonima anziché come società semplice, allora la 
ripartizione tra i soci delle proprietà per piani rimaste 
invendute non rappresenta una ripartizione reale della 
proprietà tenuta in comune tra i soci (cons. 5.3.1 – 5.4.2).

Erwägungen:
3. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob aus den Verkäu-

fen der in der Gemeinde X.   gelegenen StWE Nr.  S50878,   Nr. 
S50870, Nr. S50877, Nr. S50882 und Nr. S50884 sowie der Mitei- 
gentumsanteile Nr. M50839, Nr. M50854, Nr. M50842, Nr. M50850 
und Nr. M50851 zu Veräusserungspreisen von Fr. 1‘193‘000.–, Fr. 
967‘000.– bzw. Fr. 1‘981‘000.– von der Beschwerdeführerin an

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die E.       AG, die D.       SA bzw. die B.       GmbH, welche −  direkt 
oder indirekt − je zu einem Drittel an der Beschwerdeführe- rin beteiligt 
waren, eine Handänderungssteuer geschuldet ist oder nicht.

4.1. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Gemein- de- 
und Kirchensteuern auf den 1. Januar 2007 bzw. seit der direk- ten 
Anwendbarkeit der darin enthaltenen Bestimmungen per 1. Ja- nuar 
2009 (vgl. Art. 34 Abs. 2 GKStG) ist die Erhebung kommunaler 
Handänderungssteuern abschliessend durch das kantonale Recht 
geregelt. Kommunale Kompetenzen bestehen lediglich noch für die 
Festsetzung des jeweiligen Steuersatzes bis zu einem Maximal- satz 
von 2 % (Art. 12 Abs. 1 GKStG) und im Rahmen der kantona- len 
Vorschriften über die Behördenorganisation (Art. 27 GKStG). 
Massgebend für die hier umstrittene Frage der Handänderungs- 
steuerpflicht der Verkäufe der in der Gemeinde X. gelegenen 
Grundstücke von der Beschwerdeführerin an die E.      AG, die  D.        
SA bzw. die B.        GmbH sind somit ausschliesslich die  Art. 7 ff. 
GKStG unter Berücksichtigung der kommunalen Bestim- mungen im 
Bereich des Steuersatzes (vgl. Art. 4 des Steuergeset- zes der 
Gemeinde X. [Nr. 900]) und der Behördenorganisation.

4.2. Gemäss Art. 7 GKStG erhebt die Gemeinde bei Hand- 
änderungen eines in der Gemeinde gelegenen Grundstücks oder 
Grundstückanteils eine Handänderungssteuer. Als Handänderung gilt 
gemäss Art. 8 Abs. 1 GKStG jede Übertragung der tatsächli- chen und 
wirtschaftlichen Verfügungsgewalt über ein Grundstück. In Art. 8 Abs. 2 
GKStG werden einige Tatbestände aufgeführt, die klassischerweise 
wirtschaftlicher Betrachtung unterworfen wer- den, so (lit. a) die 
Ausübung des Substitutionsrechts aus einem Kauf- oder 
Kaufrechtsvertrag, wenn eine Eigentumsübertragung stattfindet, (lit. 
b) die Übertragung von Beteiligungsrechten an ei- ner 
Immobiliengesellschaft, wenn dadurch der Erwerber allein oder 
zusammen mit seinem Ehegatten und den minderjährigen Kindern eine 
Mehrheit der Stimmen erlangt, (lit. c) die entgeltliche Belas- tung von 
Grundstücken mit privatrechtlichen Dienstbarkeiten oder öffentlich-
rechtlichen Eigentumsbeschränkungen, wenn diese den 
Veräusserungswert der Grundstücke dauernd und wesentlich be- 
einträchtigen sowie (lit. d) die Einräumung eines Baurechts gegen 
Einmalentschädigung. Art. 8 Abs. 3 GKStG sieht sodann eine Steu- 
erbefreiung für die Einbringung von Grundstücken in eine Perso- 
nengesellschaft vor, sofern sich die wirtschaftliche Berechtigung 
daran nicht ändert. Von der Handänderungssteuer gänzlich befreit sind 
schliesslich die in Art. 9 GKStG aufgezählten Tatbestände.

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4.3. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hat 
hinsichtlich der Handänderungsbesteuerung in konstanter Recht- 
sprechung eine umfassende wirtschaftliche Betrachtungsweise 
angewandt. Demnach stellt eine bloss zivilrechtliche Handände- rung, 
durch welche die wirtschaftliche Verfügungsmacht über das Grundstück 
nicht ändert, keinen Handänderungssteuertatbestand dar (vgl. Urteile 
des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubün- den [VGU] A 16 21 
vom 10. Januar 2017, A 14 44 vom 16. Juni 2015 [= PVG 2015 Nr. 11], 
A 15 17 vom 14. Juli 2015, A 13 55 vom 18. Fe- bruar 2014 [= PVG 
2014 Nr. 16], A 11 25 vom 5. Juli 2011, A 11 9 vom 28. Juni 2011, A 01 
49 vom 23. Oktober 2001, A 01 31 vom 10. Juli 2001, A 01 19 vom 10. 
Juli 2001, PVG 1998 Nr. 43; vgl. auch Botschaft der Regierung des 
Kantons Graubünden an den Grossen Rat zum Erlass eines kantonalen 
Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern, Heft Nr. 3/2006-
2007, S. 181 ff. [nachfolgend Bot- schaft GKStG] S. 216). Anderseits 
kann aber in bestimmten Fällen auch eine wirtschaftliche 
Handänderung der Besteuerung unter- stellt werden, auch wenn mit 
der Transaktion keine zivilrechtliche Handänderung verbunden ist (vgl. 
die in Art. 8 Abs. 2 GKStG er- wähnten Beispiele sowie vorstehend 
E.4.2). Diese Praxis wurde mit dem Erlass des Gesetzes über die 
Gemeinde und Kirchensteuern gesetzlich verankert (vgl. Botschaft 
GKStG S. 215 in fine).

4.4. Als zivilrechtliche Handänderung gilt der Übergang von
zivilrechtlichem (sachenrechtlichem) Eigentum an einem Grund- stück 
oder einem Grundstückanteil vom bisherigen Rechtsträger auf einen 
andern, wobei es dazu eines gültigen Rechtsgrundes und in der Regel 
eines Grundbucheintrags bedarf (vgl. Art. 656 Abs. 1 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Grundstü- cke 
sind gemäss Art. 655 Abs. 2 ZGB namentlich Liegenschaften, in das 
Grundbuch aufgenommene selbständige und dauernde Rechte, 
Bergwerke sowie Miteigentumsanteile an Grundstücken. Als 
Liegenschaft gilt gemäss Art. 2 lit. a der Grundbuchverordnung (GBV; 
SR 211.432.1) jede Bodenfläche mit genügend bestimmten Grenzen. 
Als Grundstückanteil im Sinne von Art. 7 Abs. 2 GKStG gelten 
Miteigentumsanteile oder Gesamteigentumsanteile sowie Gebäude 
(vgl. Botschaft GKStG S. 215).

4.5. Eine wirtschaftliche Handänderung liegt immer dann vor, 
wenn wesentliche Teile der wirtschaftlichen Verfügungsge- walt über 
ein Grundstück vom bisherigen Verfügungsberechtigten 
(wirtschaftlichen Eigentümer) auf einen Dritten übergehen (Bot- schaft 
GKStG S. 216). So führt beispielsweise die Übertragung ei- nes 
Grundstücks vom Alleinaktionär auf seine Gesellschaft nicht

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zu einer Handänderungssteuer, da der Aktionär durch seine Aktien- 
gesellschaft hindurch weiterhin über das eingebrachte Grundstück 
verfügen kann. Hält allerdings der Eigentümer des einzubringenden 
Grundstücks lediglich eine Minderheitsbeteiligung an der überneh- 
menden Aktiengesellschaft, ist die Handänderungssteuer zu erhe- ben, 
und zwar auf dem vollen Verkehrswert des Grundstücks (vgl. von 
RechenbeRg, Handkommentar zum Bündner Gemeinde- und Kir- 
chensteuergesetz, Chur 2009, S. 47; Botschaft GKStG S. 216). Ent- 
scheidend für die Annahme einer wirtschaftlichen Handänderung ist 
somit, ob wesentliche Teile der dem Grundeigentum innewoh- nenden 
Verfügungsmacht rechtsgeschäftlich übertragen werden, so dass gesagt 
werden kann, das fragliche Rechtsgeschäft wirke bezüglich der 
Verfügungsgewalt tatsächlich und wirtschaftlich wie eine Handänderung 
an einem Grundstück oder Grundstückanteil.

5.1. Im vorliegenden Fall war die Beschwerdeführerin vor der 
Veräusserung vom 2. November 2017 unbestrittenermassen 
Alleineigentümerin der in der Gemeinde X. gelegenen StWE Nr. 
S50878, Nr. S50870, Nr. S50877, Nr. S50882 und Nr. S50884 so- 
wie der Miteigentumsanteile Nr. M50839, Nr. M50854, Nr. M50842, Nr. 
M50850 und Nr. M50851. Diese wurden mit Kaufverträgen vom
2. November 2017 an die Aktionäre der Beschwerdeführerin, mithin an 
die C.        AG, die D.        SA und F.        , veräussert, wobei  der Anteil 
der C.      AG direkt an die E.      AG bzw. der Anteil des Aktionärs F.       
direkt an die B.        GmbH übertragen wur- de (vgl. die 
entsprechenden Kaufverträge vom 2. November 2017 zwischen der 
Beschwerdeführerin und der E. AG [Akten der Beschwerdeführerin 
{Bf-act.} 5], der D.      SA [Bf-act. 6] und der B.     GmbH [Bf-act. 7]). 
Mithin haben wir es vorliegend mit ei-  ner Übertragung von 
Alleineigentum von der juristischen Person A (Beschwerdeführerin)  
auf  die  juristischen  Personen  B  (E. AG), C (D.  SA) und D (B.  
GmbH) zu tun. Zivilrechtlich be- trachtet liegt dabei 
unbestrittenermassen eine Handänderung vor. Gegenteiliges wird von 
der Beschwerdeführerin denn auch nicht behauptet.

5.2. Wenn − wie vorliegend − eine zivilrechtliche Handän- 
derung vorliegt, ist grundsätzlich eine Handänderungssteuer ge- 
schuldet, es sei denn, es liege ausnahmsweise keine wirtschaftli- che 
Handänderung vor. Mithin fällt die Handänderungssteuer nur dann 
nicht an, wenn sich − trotz des Vorliegens einer zivilrechtli- chen 
Handänderung − die wirtschaftliche Verfügungsmacht nicht ändert (z.B. 
bei der Übertragung eines Grundstücks vom Alleinak- tionär auf seine 
Gesellschaft). Zu prüfen ist nachstehend somit,

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ob vorliegend neben der zivilrechtlichen Handänderung auch eine 
wirtschaftliche Handänderung vorliegt.

5.3.1. Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich gel- 
tend, dass die Aufteilung der nicht verkauften Einheiten im Rah- men 
der Auflösung einer Baugesellschaft erfolgt sei. Mit der Aufteilung der 
Wohnungen und Autoeinstellplätze sei das gan- ze Vermögen der 
Beschwerdeführerin auf die je zu einem Drittel anteilsberechtigten 
Eigentümer aufgeteilt worden. Die kantonale Steuerverwaltung habe 
diese Transaktion als steuerneutral ge- nehmigt. Die einzige 
Änderung liege darin, dass die bisher an der Beschwerdeführerin 
beteiligten Aktionäre nach der Liquidation derselben je über eine 
Wohnung bzw. über zwei Wohnungen ver- fügten. Eine Handänderung 
liege in Anwendung der wirtschaftli- chen Betrachtungsweise bloss 
bezüglich der Differenz der Anrech- nungswerte vor. Bei der fraglichen 
Überbauung handle es sich um das einzige von der 
Beschwerdeführerin realisierte Bauprojekt. Mit den Verkäufen seien 
alle unverkauften Einheiten der Überbau- ung auf die Aktionäre 
übertragen worden. Wirtschaftlich gesehen handle es sich bei der 
Verteilung der Stockwerkeigentumseinhei- ten und 
Miteigentumsanteile um eine Realteilung des gemein- schaftlich 
gehaltenen Eigentums. Bei der Realteilung liege nur insoweit eine 
steuerbare Handänderung vor, als dass ein Gesell- schafter 
wertmässig mehr übernehme, als es seinem Anteil bzw. bei 
Gesamteigentum seiner anwartschaftlichen Quote am unge- teilten 
Grundstück entspreche. Der Gesetzgeber habe klar festge- halten, 
dass eine Handänderungssteuer nur dort erhoben werden solle, wo der 
Erwerb der wirtschaftlichen Verfügungsmacht an ei- nem Grundstück 
im Zentrum des Rechtsgeschäfts stehe. Dies sei hier nicht gegeben. 
Sinn und Zweck der Eigentumsübertragung sei die Aufteilung des 
Grundeigentums und damit die Auflösung der Baugesellschaft, um 
danach die Gesellschaft zu liquidieren. Die Auffassung des 
Verwaltungsgerichtes gemäss VGU A 16 21 entspreche nicht dem 
Willen des Gesetzgebers beim Erlass des GKStG. Absicht des 
Gesetzgebers sei gewesen, eine umfassen- de wirtschaftliche 
Betrachtung einzuführen. Nur wenn die wirt- schaftlichen 
Eigentumsverhältnisse sich tatsächlich änderten, sei eine 
Handänderungssteuer geschuldet. Wenn bei einer Aktienge- sellschaft 
nicht geprüft werde, wer wirtschaftlich berechtigt sei, werde lediglich 
auf die zivilrechtlichen Umstände abgestellt, was dem Sinn und Zweck 
des Gesetzes widerspreche. Der Entscheid sei denn insbesondere 
auch von den Steuerbehörden wiederholt kritisiert worden.

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5.3.2. Das streitberufene Gericht vermag sich der Auffas- 
sung der Beschwerdeführerin − wie nachstehend dargestellt − nicht 
anzuschliessen. Wie das Verwaltungsgericht in ähnlich gelagerten 
Fällen bereits mehrfach im Grundsatz entschieden hat (vgl. VGU A 16 
21 vom 10. Januar 2017, A 13 55 vom 18. Februar 2014 [= PVG 2014 
Nr. 16], A 01 49 vom 23. Oktober 2001, A 01 19 vom 10. Juli 2001, A 
01 31 vom 10. Juli 2001, PVG 1998 Nr. 43), erfolgt die Beur- teilung 
eines bestimmten Rechtsgeschäfts grundsätzlich allein aus Sicht der 
direkt beteiligten Vertragsparteien. Handelt es sich beid- seits um 
juristische Personen, ist auf deren äussere Rechtsform und nicht etwa 
auf die dahinterstehenden Aktionäre, Gesellschaf- ter, 
Genossenschafter oder allfällige Firmenkonglomerate, Hol- ding- oder 
Konzerngesellschaften abzustellen. Nicht anders verhält es sich im 
vorliegenden Fall, wo verschiedene StWE und Miteigen- tumsanteile 
mittels Kaufverträgen vom 2. November 2017 von der 
Beschwerdeführerin (in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft) auf 
ihre je zu einem Drittel anteilsberechtigten Eigentümer (in der 
Rechtsform von Aktiengesellschaften) bzw. deren Gesellschaft (in der 
Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung) über- tragen 
wurden. Sowohl Aktiengesellschaften als auch Gesellschaf- ten mit 
beschränkter Haftung treten im schweizerischen Rechts- system als 
juristische Personen mit eigener Rechtspersönlichkeit
− losgelöst von den Beteiligungsverhältnissen an ihnen − auf und 
werden darum stets als selbständige Steuersubjekte erfasst  (vgl.
z.B. Art. 49 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 
[DBG; SR 642.11] bei der direkten Bundessteuer). Diese rechtliche 
Selbständigkeit gilt es im Rechtsverkehr strikte zu beachten (Mei- eR-
hayoz/FoRstMoseR/sethe,    Schweizerisches    Gesellschaftsrecht,
12. Aufl., Zürich 2018, § 2 N. 54 ff.). Die vorliegend am Verkauf der in der 
Gemeinde X. gelegenen Grundstücke beteiligten Partei- en, mithin 
die Beschwerdeführerin als Verkäuferin und die E. AG, die D.    SA 
sowie die B.      GmbH als Käuferinnen, sind als 
Aktiengesellschaften bzw. als Gesellschaft mit beschränkter Haftung 
grundsätzlich voneinander unabhängige juristische Perso- nen mit 
eigener Rechtspersönlichkeit. Eine Verbindung zwischen der 
veräussernden Beschwerdeführerin und den erwerbenden 
Gesellschaften besteht lediglich insofern, als die erwerbenden 
Gesellschaften je zu einem Drittel − direkt oder indirekt − an der 
Beschwerdeführerin beteiligt sind. Diese freiwillig gewählte Kons- 
tellation ändert aber nichts am Grundsatz, dass Aktiengesellschaf- ten 
und Gesellschaften mit beschränkter Haftung als juristische 
Personen mit eigener Rechtspersönlichkeit auftreten und darum

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stets als eigene Steuersubjekte erfasst werden. Wie gesehen ist bei 
juristischen Personen auf deren äussere Rechtsform und nicht auf die 
dahinterstehenden Gesellschafter oder allfällige Firmen- 
konglomerate, Holding- oder Konzerngesellschaften abzustellen. 
Vorliegend hatten die Aktionäre der Beschwerdeführerin, mithin die C.       
AG als Alleinaktionärin der E.        AG, die D.        SA und F. als 
einziger Gesellschafter der B. GmbH, vor dem fraglichen Verkauf 
keine direkte wirtschaftliche Verfügungsmacht über die Grundstücke 
und konnten als je zu einem Drittel anteils- berechtigte Eigentümer der 
Beschwerdeführerin nur gemeinsam darüber verfügen. Nach der 
Übertragung der Grundstücke sind die E.       AG, die D.       SA sowie 
die B.        GmbH demgegen-   über Alleineigentümer der auf sie 
übertragenen Grundstücke und können dementsprechend je einzeln 
über sie verfügen. Mithin hat- te der Verkauf der fraglichen Grundstücke 
zur Folge, dass die Be- schwerdeführerin nach dem Verkauf keinen 
Einfluss mehr darüber auszuüben vermochte, während den erwerbenden 
Gesellschaften E.      AG, D.      SA bzw. B.       GmbH die unmittelbare 
al-    leinige Verfügungsmacht über die Grundstücke verschafft wurde. 
Damit lag aber die Verfügungsgewalt nach dem Verkauf der Grund- stücke 
in anderen Händen als zuvor. Unter diesem Gesichtspunkt kann 
gesagt werden, dass bezüglich der veräusserten Grundstü- cke eine 
auch in wirtschaftlicher Hinsicht relevante Handänderung stattgefunden 
hat und die Voraussetzungen für die Erhebung der 
Handänderungssteuer folglich erfüllt sind.

5.4.2. Anderseits handelt es sich bei der Veräusserung
der fraglichen Grundstücke von der Beschwerdeführerin an die E.    
AG, die D.    SA bzw. die B.     GmbH unter wirt-     schaftlicher 
Betrachtung auch nicht um eine Realteilung des ge- meinschaftlich 
gehaltenen Eigentums, wie dies die Beschwerde- führerin behauptet. 
Insofern zielen die beschwerdeführerischen Ausführungen an der 
Sache vorbei, wonach bei der Realteilung nur insoweit eine steuerbare 
Handänderung vorliege, als dass ein Gesellschafter wertmässig mehr 
übernehme, als es seinem Anteil bzw. bei Gesamteigentum seiner 
anwartschaftlichen Quote am ungeteilten Grundstück entspreche. 
Fakt ist nämlich, dass es sich bei der veräussernden 
Beschwerdeführerin − wie gesehen − um eine eigenständige 
juristische Person in Form einer Aktiengesell- schaft und nicht um eine 
Baugesellschaft in Form einer einfachen Gesellschaft handelt. 
Dementsprechend befanden sich aber die veräusserten Grundstücke 
vor deren Veräusserung im Alleineigen- tum der Beschwerdeführerin 
und nicht − wie dies bei einer Bau-

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gesellschaft in Form einer einfachen Gesellschaft der Fall wäre − im 
Gesamteigentum der Gesellschafter. Dementsprechend zielen aber die 
beschwerdeführerischen Ausführungen zur Realteilung, bei welcher 
ein Grundstück auf die Gesamt- oder Miteigentümer zu Alleineigentum 
aufgeteilt wird, ins Leere; dies zumal die erwer- benden E.  AG, die D.   
SA bzw. die B.   GmbH vor dem fraglichen Rechtsgeschäft weder 
Gesamt- noch Miteigentümer der veräusserten Grundstücke waren, 
sondern vielmehr − direkt oder indirekt − Aktionäre der 
Beschwerdeführerin mit Beteiligungen von je einem Drittel.

5.4.3. Des Weiteren vermag die Beschwerdeführerin auch aus 
dem Hinweis auf die Botschaft zum GKStG, wonach eine Hand- 
änderungssteuer nur dort erhoben werden solle, wo der Erwerb der 
wirtschaftlichen Verfügungsmacht an einem Grundstück im Zent- rum 
des Rechtsgeschäfts stehe, was vorliegend eben gerade nicht der Fall 
sei, weil die Eigentumsübertragung einzig der Aufteilung des 
Grundeigentums und der Auflösung der Baugesellschaft die- ne, nichts 
zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn die von der Beschwer- deführerin 
zitierte Formulierung in der Botschaft zum GKStG, wo- nach die 
Handänderungssteuer nicht beliebig auf wirtschaftliche Sachverhalte 
ausgedehnt werden kann und nur dort erhoben wer- den soll, wo der 
Erwerb der wirtschaftlichen Verfügungsmacht an einem Grundstück im 
Zentrum des Rechtsgeschäfts steht (vgl. Bot- schaft GKStG S. 217), 
bezieht sich auf Art. 8 Abs. 2 lit. b GKStG und damit auf die 
unterschiedliche Behandlung des Erwerbs von Aktien einer 
Immobiliengesellschaft gegenüber dem Erwerb von Aktien einer 
Betriebsgesellschaft. Während das Erlangen der Aktienmehr- heit an 
einer Immobiliengesellschaft gemäss Art. 8 Abs. 2 lit. b GKStG als 
wirtschaftliche Handänderung qualifiziert und der Han- 
dänderungssteuer unterstellt wird, fehlt für Betriebsgesellschaften eine 
entsprechende Regelung. Die unterschiedliche Behandlung zwischen 
Immobiliengesellschaften und Betriebsgesellschaften ist aber gewollt. 
Mit dem Kauf einer Immobiliengesellschaft erwirbt der Käufer nämlich 
faktisch ausschliesslich die der Immobilienge- sellschaft gehörenden 
Grundstücke, während mit dem Kauf einer Betriebsgesellschaft nicht 
der Erwerb einer Liegenschaft, sondern eine unternehmerische 
Tätigkeit angestrebt wird. Dies obschon auch das Erlangen der 
Aktienmehrheit an einer Betriebsgesell- schaft unter Umständen zum 
Erwerb einer Liegenschaft (Betriebs- liegenschaft) führen kann. Die 
Erhebung einer Handänderungs- steuer auch im Falle des Erwerbs 
einer Betriebsgesellschaft würde indes die unternehmerische Tätigkeit 
zu stark einschränken und die

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Übertragung eines Unternehmens und die daraus resultierende Si- 
cherung von Arbeitsplätzen zu stark erschweren bzw. behindern, 
weshalb der Gesetzgeber im Falle des Erwerbs einer Betriebsge- 
sellschaft bewusst von der Erhebung der Handänderungssteuer 
abgesehen hat (vgl. Botschaft GKStG S. 217). Im vorliegenden Fall 
geht es jedoch weder um das Erlangen der Aktienmehrheit an ei- ner 
Immobiliengesellschaft noch um den Erwerb von Aktien an einer 
Betriebsgesellschaft. Vielmehr geht es einzig um die Über- tragung 
von Grundstücken von der Beschwerdeführerin auf ihre 
Minderheitsaktionäre bzw. deren Gesellschaften und damit um die 
Übertragung von Alleineigentum von der juristischen Person A 
(Beschwerdeführerin) auf die juristischen Personen B (E.       AG), C 
(D. SA) und D (B. GmbH). Daher schlägt auch dieses Argument der 
Beschwerdeführerin fehl.

5.4.4. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin noch 
geltend, dass die Auffassung des Verwaltungsgerichtes gemäss VGU 
A 16 21 nicht dem Willen des Gesetzgebers beim Erlass des GKStG 
entspreche, weil dieser die Absicht gehabt habe, eine um- fassende 
wirtschaftliche Betrachtung einzuführen und nur dann eine 
Handänderungssteuer zu erheben, wenn die wirtschaftlichen 
Eigentumsverhältnisse tatsächlich änderten. Wenn bei einer Akti- 
engesellschaft nicht geprüft werde, wer wirtschaftlich berechtigt sei, 
werde lediglich auf die zivilrechtlichen Umstände abgestellt, was dem 
Sinn und Zweck des Gesetzes widerspreche. Wie nach- stehend 
dargestellt kann die Beschwerdeführerin aus diesem Ein- wand nichts 
zu ihren Gunsten ableiten. In dem von der Beschwer- deführerin 
erwähnten Entscheid VGU A 16 21 vom 10. Januar 2017 ging es um 
die Übertragung einer Immobilie von der Enkelge- sellschaft auf die 
Grossmuttergesellschaft. Das Verwaltungsge- richt des Kantons 
Graubünden hat im erwähnten Entscheid eine Praxisänderung 
geprüft und ist gestützt auf die Botschaft zum GKStG zum Schluss 
gekommen, dass der Gesetzgeber die bishe- rige Praxis des 
Gerichtes in das GKStG übernehmen wollte. Da- nach wird die 
umfassende wirtschaftliche Betrachtungsweise auch zugunsten der 
Steuerpflichtigen durchbrochen und zu einer zivilrechtlichen 
Betrachtungsweise gewechselt, sobald am fragli- chen 
Rechtsgeschäft beidseits juristische Personen beteiligt sind. In 
diesem Fall erfolgt die Besteuerung eines bestimmten Rechts- 
geschäfts allein aus Sicht der direkt beteiligten Vertragsparteien ohne 
Berücksichtigung der dahinterstehenden Gesellschafter oder allfälliger 
Firmenkonglomerate, Holding- oder Konzerngesellschaf- ten. Vor 
diesem Hintergrund bejahte das Gericht im erwähnten

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Entscheid eine wirtschaftliche Handänderung und unterstellte das 
fragliche Rechtsgeschäft der Handänderungssteuerpflicht. Gleich- zeitig 
wurde im erwähnten Entscheid ausgeführt, dass es Sache des 
Gesetzgebers wäre, die bisherige verwaltungsgerichtliche Pra- xis zu 
ändern, sofern er dies denn beabsichtige. Im Nachgang zum Entscheid 
VGU A 16 21 vom 10. Januar 2017 wurde die Regierung des Kantons 
Graubünden mit dem Auftrag Kunz vom 17. April 2018 aufgefordert, das 
Handänderungssteuerrecht so zu ändern, dass wirtschaftliche 
Handänderungen innerhalb von Konzern- und Hol- dingstrukturen 
handänderungsfrei seien und die umfassende wirt- schaftliche 
Betrachtungsweise umgesetzt werde. Mit Antwort vom
21. Juni 2018 hielt die Regierung fest, dass in Bezug auf den kon- 
kreten Fall durchaus auch die Auffassung vertreten werden könne, dass 
eine wirtschaftliche Handänderung zu verneinen sei, weil die 
Grossmuttergesellschaft über die Beteiligungsrechte schon zuvor 
wirtschaftlich über die Liegenschaft habe verfügen können. Die Re- 
gierung sei bereit, für die genannte Konstellation eine gesetzliche 
Regelung aufzunehmen, welche sich aber auf Fälle beschränken 
werde, bei denen aus dem Blickwinkel der involvierten Steuersub- jekte 
eine wirtschaftliche Handänderung verneint werden könne. Eine 
umfassende wirtschaftliche Betrachtungsweise innerhalb des Konzerns 
könne weder sachlich richtig sein, noch wäre eine solche Regelung bei 
komplexeren interkantonalen oder gar internationa- len Strukturen 
praktikabel. Es lässt sich somit festhalten, dass es zwar durchaus 
gewisse Kritik am Entscheid VGU A 16 21 vom 10. Januar 2017 
gegeben hat. Diese hat jedoch einzig den konkreten Entscheid des 
Verwaltungsgerichtes betroffen, wonach der Verkauf einer Liegenschaft 
von der Enkelgesellschaft auf die Grossmutter- gesellschaft sowohl 
eine zivilrechtliche als auch eine wirtschaftli- che Handänderung 
bewirkt und daher der Handänderungssteuer unterliegt. Die Regierung 
hat in ihrer Antwort denn auch klarge- macht, dass sie lediglich bereit 
sei, eine Gesetzesanpassung vor- zunehmen, wonach bei 
Konstellationen wie im Fall A 16 21 eine wirtschaftliche Handänderung 
verneint werde. Gleichzeitig machte die Regierung aber klar, dass sie 
eine umfassende wirtschaftliche Betrachtungsweise innerhalb des 
Konzerns ablehne. Dementspre- chend kann die Beschwerdeführerin 
aber aus ihrem Hinweis auf die Kritik am Entscheid VGU A 16 21 vom 
10. Januar 2017 nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal der im 
vorliegenden verwaltungs- gerichtlichen Beschwerdeverfahren zu 
entscheidende Sachverhalt keine Übertragung einer Immobilie von der 
Enkelgesellschaft auf die Muttergesellschaft bzw. auf die 
Grossmuttergesellschaft be-

5/19 Steuern PVG 2018

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trifft, sondern vielmehr die Übertragung verschiedener Grund- 
stücke von der Beschwerdeführerin auf ihre Minderheitsaktionäre bzw. 
deren Gesellschaften.
A 18 34 Urteil vom 6. November 2018

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde in öffentlich-recht- 
lichen Angelegenheiten ist noch hängig.