# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9df37613-685c-5f32-98d9-b768ef52730a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.05.2013 UV 2012/93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-93_2013-05-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/93

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 13.05.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 13.05.2013
Art. 6 Abs. 2 UVG, Art. 9 Abs. 2 UVV. Bejahung einer unfallähnlichen 
Körperschädigung. Beim Anheben von Pflanzenballen mit einem Gewicht 
von 70/80kg und einer Drehbewegung hatte sich der Versicherte einen 
Muskelfaserriss zugezogen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 13. Mai 2013, UV 2012/93).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichter Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; a.o. Gerichtsschreiberin Annina Baltisser

Entscheid vom 13. Mai 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

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A.

A.a  A.___, geboren 1975, war seit 2008 bei der B.___ GmbH, angestellt und dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich gemäss Unfallmeldung vom 15. 

Mai 2012 am 20. März 2012 beim Abladen von schweren Pflanzen einen Riss in der 

linken Schulter zuzog (Suva-act. 1). Ein am 1. Juni 2012 durchgeführtes MRI der 

Schulterregion links ergab eine intakte Muskulatur, insbesondere auch im Bereich von 

Deltoideus und Biceps, sowie Hinweise auf etwas Ödem in der Bursa subacromialis/

subdeltoidea im Sinne von Bursitis (Suva-act. 11). Dr. med. C.___, Allgemein Medizin, 

Chirotherapie, Amtsarzt, gab im Arztzeugnis vom 7. Juni 2012 als Datum der 

Erstbehandlung den 10. Mai 2012 an und stellte die Diagnose Muskelfaserriss M. 

Biceps (Suva-act. 12).

A.b  Mit Schreiben vom 19. Juni 2012 teilte die Suva dem Versicherten mit, es habe 

sich nach ihren Unterlagen kein Unfallereignis zugetragen. Auch seien die 

Voraussetzungen zur Übernahme des Schadenfalls als unfallähnliche 

Körperschädigung nicht erfüllt (Suva-act. 13).

A.c  Gestützt auf die persönliche Besprechung eines Aussendienstmitarbeiters mit dem 

Versicherten vom 25. Juli 2012 (Suva-act. 16) lehnte die Suva ihre Leistungspflicht mit 

Verfügung vom 6. August 2012 mit der Begründung ab, dass weder ein Unfall noch 

eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege (Suva-act. 18).

A.d  Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 27. August 2012 mündlich 

Einsprache (Suva-act. 22-1). Gemäss Einsprache-Protokoll gleichen Datums 

beantragte er die Übernahme des Schadenfalls durch die Suva und reichte zur 

Begründung den Behandlungsbericht von Dr. C.___ vom 16. August 2012 ein. Darin 

führte dieser aus, bei der Untersuchung am 10. Mai 2012 habe sich ihm ein 

geschwollener und stark schmerzempfindlicher M. Biceps Caput longum gezeigt. Das 

MRI vom 1. Juni 2012 habe seine Diagnose (Muskelfaserriss im M. Biceps) insofern 

bestätigt, als die Muskelläsion inzwischen abgeheilt gewesen sei und sich nur noch ein 

Ödem in der Bursa subacromialis habe nachweisen lassen (Suva-act. 22-2).

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A.e  Mit Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2012 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab. Zur Begründung wurde angeführt, es liege kein Unfallereignis vor, da 

das Erfassen von Pflanzenballen mit Schwung zum Aufgabenkreis des Versicherten 

gehöre und den Rahmen des Alltäglichen oder Üblichen nicht überschreite. Auch 

fehlten Hinweise für eine Programmwidrigkeit. Im Weiteren liege auch keine 

unfallähnliche Körperschädigung vor, da es an einem unfallähnlichen bzw. sinnfälligen 

Ereignis fehle (Suva-act. 28).

B.

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2012 richtet sich die 

vorliegende Beschwerde vom 14. November 2012 mit dem sinngemässen Antrag, der 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und der Sachverhalt sei näher zu überprüfen. Der 

Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, der zugelassene Amtsarzt Dr. C.___ 

habe die Diagnose eines Muskelfaserrisses gestellt. Auch stelle das Heben schwerer 

Lasten bei einer seitlichen Drehbewegung eine starke Belastung der beanspruchten 

Körperteile dar. Die normale physiologische Beanspruchung der Körperteile sei in 

Kombination mit dem ungewöhnlichen Bewegungslauf der Drehbewegung im 

vorliegenden Fall durchaus überschritten worden. Der beschriebene Arbeitsvorgang sei 

nicht alltäglich und berge ein erhöhtes Gefahrenpotential. Zu seinen Aufgaben zähle 

nur bedingt das Heben schwerer Lasten und er helfe beim Abladen nur in seltenen 

Fällen. Schliesslich hätten seine bei der persönlichen Einsprache vom 27. August 2012 

vorgetragenen Argumente im Einspracheentscheid scheinbar keine Berücksichtigung 

gefunden (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2012 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheides vom 18. Oktober 2012. Der Beschwerdeführer habe zur 

Begründung seiner Einsprache auf den Behandlungsbericht vom 16. August 2012 

verwiesen, welcher bei der Entscheidfindung sehr wohl berücksichtigt worden sei. Wie 

aus dem Gesprächsprotokoll vom 26. Juli 2012 hervorgehe, sei der Beschwerdeführer 

als Gartenbauarbeiter häufig mit dem Entladen beschäftigt. Dabei habe er den 

Pflanzenballen nicht etwa angehoben oder getragen, sondern lediglich mit Schwung 

gezogen. Das Ziehen einer Last im beschriebenen Sinn stelle eine normale 

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Beanspruchung des Körpers dar. Ausserdem sei der Schmerzeintritt vor der 

Drehbewegung erfolgt, weshalb diese nicht als Schmerzursache verstanden werden 

könne. Ferner sei nicht hinlänglich erstellt, dass das Ereignis vom 20. März 2012 einen 

Muskelriss bewirkt habe, da keine echtzeitlichen Akten vorlägen. Die spätere Diagnose 

sei somit als blosse Vermutung zur Kenntnis zu nehmen (act. G 3).

B.c  Mit Replik vom 27. Januar 2012 (Postaufgabe: 29. Januar 2013) hält der 

Beschwerdeführer an seinem Antrag fest. Darüber hinaus macht er geltend, am 27. 

August 2012 habe ein ca. 30-minütiges Gespräch stattgefunden, in welchem er der 

Verfügung widersprochen und seine Argumente vorgetragen habe. Eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs sei bereits mit der einseitigen Erstellung des Gesprächsprotokolls 

vom 26. Juli 2012 ohne Kopie zur Kenntnisnahme und ohne Rechtsbelehrung erfolgt. 

Im Weiteren sei ein "Ziehen mit Schwung" eine völlig unrealistische Darstellung des 

Arbeitsablaufes; eine Drehbewegung beim Abladen sei unumgänglich (act. G 5).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 7).

Erwägungen:

1. 

Zwischen den Parteien unumstritten ist, dass das Geschehen vom 20. März 2012 die 

Voraussetzung des Vorliegens eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt und 

somit kein Unfall im Sinn von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vorliegt. Streitig ist jedoch, ob die 

Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung gemäss 

Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) in 

Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 

832.202) zu Recht verneint hat.

2. 

2.1 Vorab ist zwischen den Parteien umstritten, ob aus medizinischer Sicht eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinn von Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV bestätigt ist. Der 

Beschwerdeführer verweist diesbezüglich auf die von Dr. C.___ im Arztzeugnis vom 7. 

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Juni 2012 (Suva-act. 12) und im Behandlungsbericht vom 16. August 2012 (Suva-act. 

22-2) gestellte Diagnose Muskelfaserriss M. Biceps. Die Beschwerdegegnerin bringt 

ihrerseits vor, dass nicht erstellt sei, dass das Ereignis vom 20. März 2012 einen 

Muskelriss i.S.v. Art. 9 Abs. 2 lit. d UVV bewirkt habe, da die Diagnose des 

behandelnden Arztes Dr. C.___ nicht auf echtzeitlichen Befunden basiere.

2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

2.3 Soweit die Beschwerdegegnerin vorbringt, es könne nicht auf die Ausführungen 

von Dr. C.___ abgestellt werden, da behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss zu Gunsten 

ihres Patienten aussagen, ist festzuhalten, dass den Berichten eines Hausarztes nicht 

von vornherein jede Glaubwürdigkeit abgesprochen werden kann (vgl. hierzu das Urteil 

des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2005, 4P.254/2005, E.4, mit Hinweis). Dr. C.___ 

legte im Bericht vom 16. August 2012 schlüssig dar, dass die in der Erstbehandlung 

vom 10. Mai 2012 gestellte Diagnose Muskelfaserriss M. Biceps durch den 

Röntgenbefund vom 1. Juni 2012 (Ödem in der Bursa subacromialis, Suva-act. 11) 

bestätigt werde. Aufgrund der Akten besteht kein Anlass, die Ausführungen von Dr. 

C.___ in Zweifel zu ziehen. Ein Muskelriss ist eine bei Überdehnung eines Muskels 

entstehende Schädigung einer Muskelfaser oder eines Muskelfaserbündels, welche 

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sich neben einem akuten, plötzlich einschiessenden Schmerz u.a. auch durch ein 

auftretendes Hämatom auszeichnet (vgl. hierzu Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 

264. Aufl. Berlin 2013, S. 1389). Der Beschwerdeführer gab seinerseits im Gespräch 

mit dem Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin am 25. Juli 2012 an, dass 

der linke Oberarm stark blau verfärbt worden sei (Suva-act. 16). Damit ist mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass das Ereignis vom 20. 

März 2012 beim Beschwerdeführer zu einem Muskelfaserriss geführt hat.

3. 

3.1 Bezüglich der Sachverhaltsdarstellung ist zwischen den Parteien zunächst der 

genaue Hergang des Ereignisses vom 20. März 2012 streitig. Während die 

Beschwerdegegnerin sich auf den Standpunkt stellt, der Beschwerdeführer habe die 

70-80kg schweren Pflanzenballen lediglich mit Schwung gezogen und der 

Schmerzeintritt sei vor der Drehbewegung erfolgt, macht dieser geltend, man müsse 

die Pflanzen anheben, um sie lösen und abladen zu können. Ein Ziehen mit Schwung 

sei eine völlig unrealistische Darstellung des Arbeitsablaufs.

3.2 Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, 

der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben 

den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Allerdings ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Sie muss die 

einzelnen Umstände des Unfallgeschehens glaubhaft machen. Kommt sie dieser 

Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche 

Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig 

erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 114 V 

305 E. 5b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Bei sich widersprechenden Angaben der 

versicherten Person über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die Beweismaxime 

abgestellt werden, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" 

in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die 

bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung 

im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie nach dem Unfall gemacht hat, 

meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung 

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des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich 2003, S. 21). Das Gericht stellt auf jene 

Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

wahrscheinlichste würdigt (BGE 117 V 360 E 4a mit Hinweisen). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur 

Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher 

Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 2b). Wird also auf dem Weg der 

Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit 

Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht (Th. Locher, Grundriss 

des Sozialversicherungsrechts, Bern 2003, 3. Aufl., S. 451 f.) - so hat dieses als 

unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der Person auswirkt, die Anspruch auf 

Versicherungsleistungen erhebt.

3.3 Nach der in Erwägung 3.2 dargelegten Beweisregel sind insbesondere diejenigen 

Ausführungen massgebend, die der Beschwerdeführer im Gespräch mit dem 

Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin am 25. Juli 2012 getätigt hat. Der 

Beschwerdeführer schilderte den Hergang gemäss den Aufzeichnungen des 

Aussendienstmitarbeiters folgendermassen: "Jeweils im Frühjahr ist hier Einiges los. Es 

kommen mehrere 40-Tonnen-Lastwagen und liefern Pflanzen ab. Der 20. März 2012 

war wieder so ein Tag, an welchem mehrere LKWs entladen werden mussten. Dabei 

haben diese LKWs Pflanzenballen bis unters Dach hochgeschichtet und wir müssen 

auf der Ladebrücke mit einem Haken die Ballen fassen und mit Schwung eine 

Drehbewegung ausführen, damit die Ballen auf die Staplerschaufel geschleudert 

werden. Diese Ballen inkl. der Pflanze wiegen bis zu 70/80kg. […] Als ich mit dem 

Haken in den Ballen hineingestochen und mit der rechten Hand die Pflanze gehalten 

habe und zum Schwung ausgeholt habe, hat es mir einen Riss im Oberarm links 

gegeben. Ob in diesem Moment der Haken im Wurzelballen sich gelöst hat und 

nachgerutscht ist, kann ich Ihnen so nicht sagen. Es hat einfach einen Ruck gegeben 

und der Schmerz im Oberarm ist aufgetreten. Anfänglich hatte ich das Gefühl, dass ich 

angeschlagen habe, was aber nicht der Fall war. Der linke Oberarm wurde stark blau 

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verfärbt und hat mir entsprechend Schmerzen bereitet." (vgl. das Gesprächsprotokoll 

vom 26. Juli 2012, Suva-act. 16). Diese Schilderung des Geschehens deckt sich im 

Wesentlichen mit derjenigen in der Beschwerde vom 14. November 2012 (act. G 1) und 

in der Replik vom 27. Januar 2013 (act. G 5). Es ist somit davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer die Pflanzen angehoben hat, um sie mit Schwung mit einer 

Drehbewegung auf die Staplerschaufel befördern zu können, und sie nicht, wie von der 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2012 (act. G 3) 

geltend gemacht, mit Schwung gezogen hat.

4. 

4.1 Gestützt auf diese Hergangsversion ist zu prüfen, ob der Muskelfaserriss unter 

unfallähnlichen Bedingungen durch die Einwirkung eines schädigenden äusseren 

Faktors entstanden ist. Die Beschwerdegegnerin hat den Begriff der unfallähnlichen 

Körperschädigungen sowie die Rechtsprechung des Bundesgerichtes, wonach ein 

äusseres Ereignis vorausgesetzt wird, d.h. ein ausserhalb des Körpers liegender, 

objektiv feststellbarer, sinnfälliger, eben unfallähnlicher Vorfall (vgl. BGE 129 V 466; 

BGE 123 V 43), zutreffend dargelegt. Darauf ist zu verweisen. Hinzuzufügen ist, dass 

der äussere Faktor sodann auch zu bejahen ist, wenn die in Frage stehende 

Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch 

beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, 

gleichkommt (BGE 129 V 471 E. 4.2.2). Das Erfordernis des äusseren schädigenden 

Faktors ist ausserdem bei Änderungen der Körperlage erfüllt, die nach 

unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, also im 

Sinn der bisherigen Rechtsprechung das plötzliche Aufstehen aus der Hocke, die 

heftige und/oder belastende Bewegung und die durch äussere Einflüsse 

unkontrollierbare Änderung der Körperlage im Sinne der von der Rechtsprechung 

positiv beurteilten Sachverhalte (BGE 129 V 470 E. 4.2.3; BJV 2003 S. 918 f.). 

Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist demzufolge ein gesteigertes 

Schädigungspotential, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es 

durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen 

Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 129 V 471 E. 4.3).

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4.2 Die Beschwerdegegnerin verneint das Vorliegen eines gesteigerten 

Gefährdungspotentials insbesondere gestützt auf die berufliche Position des 

Beschwerdeführers und macht geltend, ein gesteigertes Gefährdungspotential müsse 

beim Erfassen von Pflanzenballen mit Schwung durch einen Vorarbeiter im Gartenbau 

verneint werden. Das Gefährdungspotential überschreite den üblichen Rahmen der 

Tätigkeit eines Gartenbauarbeiters, welche allgemein mit schweren körperlichen 

Belastungen verbunden sei, nicht. Der Beschwerdeführer beschrieb seine Tätigkeit im 

Gespräch vom 25. Juli 2012 folgendermassen: "Ich bin Vorarbeiter im Gartenbau. Ich 

bin vor allem hier im Park zuständig für all die Pflanzen, die an- und abgeliefert werden. 

Im Frühjahr machen wir die Lagerplätze für die Pflanzen bereit und stellen sie 

entsprechend ein. Während des Jahres stellen wir gemäss Lieferschein die Lieferung 

bereit. Die Gewichtsbelastung liegt schon bei 40-50kg. Obwohl wir Stapler und andere 

Hebezeuge zur Verfügung haben, ist doch viel Handarbeit erforderlich." (vgl. das 

Gesprächsprotokoll vom 26. Juli 2012, Suva-act. 16). In der Beschwerde vom 14. 

November 2012 (act. G 1) führt der Beschwerdeführer aus, zu seinen Aufgaben als 

Vorarbeiter zähle nur bedingt das Heben schwerer Lasten. Seine hauptsächlichen 

Aufgaben seien die Koordination und Leitung der ihm unterstellten Mitarbeiter zu 

effizienten Abwicklung der auszuführenden Arbeiten. In der Replik vom 27. Januar 

2012 (act. G 5) präzisiert der Beschwerdeführer, er sei als "Leiter bei der B.___ GmbH" 

beschäftigt und arbeitsvertraglich als "Leiter D.___, Gehaltsgruppe Vorarbeiter" 

angestellt.

4.3 Die Beschwerdegegnerin führt in der Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2012 

an, soweit die Sachverhaltsbehauptungen der Beschwerdeschrift von den Angaben im 

Gespräch vom 25. Juli 2012 abwichen, könne nicht auf diese abgestellt werden. Dem 

ist entgegenzuhalten, dass die Aussagen des Beschwerdeführers in der 

Beschwerdeschrift und in der Replik im Wesentlichen mit denjenigen im Gespräch vom 

25. Juli 2012 – als so genannte Aussagen der ersten Stunde (vgl. hierzu Erwägung 3.2) 

– im Einklang stehen. Wie vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seiner 

beruflichen Tätigkeit plausibel dargelegt, entspricht es dem Aufgabenbereich eines 

Vorarbeiters, dass er hauptsächlich mit der Führung von Mitarbeitern sowie der 

Planung und Koordination der zu erledigenden Tätigkeiten betraut ist. Dies bedeutet 

indes nicht, dass der Beschwerdeführer als Vorarbeiter bzw. in leitender Position nicht 

auch mit der Ausführung körperlicher Arbeiten konfrontiert würde, jedoch gehören 

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diese nicht zu seinen Hauptaufgaben. Damit ist das Abladen von Pflanzenballen 

entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin nicht als alltägliche Verrichtung 

des als Vorarbeiters angestellten Beschwerdeführers zu sehen, zumal dieses Entladen 

in zeitlicher Hinsicht auch vorwiegend im Frühling geschieht. Hinzu kommt, dass der 

Beschwerdeführer mit einer Gewichtsbelastung von über 70kg konfrontiert wurde, 

wogegen die übliche Arbeitsbelastung bei der gewöhnlichen, körperlichen 

Gartenbauarbeit mit 40-50kg angegeben wurde. Das Bundesgericht hat denn auch in 

einem Fall die schädigende äussere Einwirkung beim Aufheben oder Abstellen von 

Gewichten von 40-50kg anerkannt (vgl. BGE 116 V 149 E 4). Im vorliegenden Fall 

kommt zum Heben des Gewichtes ausserdem das Ausholen zum Schwung respektive 

die Drehbewegung und der vom Beschwerdeführer beschriebene "Ruck" hinzu. 

Insgesamt ist damit das für die Bejahung des äusseren Faktors nötige Erfordernis eines 

gesteigerten Gefährdungspotentials durch das Anheben eines Pflanzenballens von 

70-80kg mit Drehbewegung respektive Ausholen zum Schwung erfüllt.

5. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass unter Berücksichtigung aller Umstände mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass 

eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 

2 lit. d UVV vorliegt. Entsprechend ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für 

die Folgen des Ereignisses vom 20. Mai 2012 gegeben. Eine Prüfung der gerügten 

Gehörsverletzung kann bei diesem Ergebnis unterbleiben.

6. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheides vom 18. Oktober 2012 gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, für das Ereignis des Beschwerdeführers vom 20. 

März 2012 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

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1.  In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 18. Oktober 

2012 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, für die Folgen des 

Ereignisses vom 20. Mai 2012 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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