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**Case Identifier:** c97371ac-a057-5c35-823e-fed2e5ff7427
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 25.09.2025 ZOR.2025.5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2025-5_2025-09-25.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

ZOR.2025.5 
(OZ.2017.6)  

 

 

Urteil vom 25. September 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichter Giese  

Ersatzrichter Meier  

Gerichtsschreiberin Albert 

 

 
   

Kläger 1  A._____,  

[…] 

 

Klägerin 2  B._____,  

[…] 

 

beide vertreten durch Rechtsanwalt Johannes Zuppiger,  

[…]  

 

 
    

Beklagter 1  D._____,  

[…] 

 

Beklagte 2  E._____,  

[…] 

 

beide vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Becker,  

[…]  

 

 
 

Gegenstand  Verantwortlichkeit des Grundeigentümers  
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Die Kläger sind Eigentümer eines Grundstücks in Q._____, auf welchem 

sie im Jahr 2002 ein Wohnhaus errichtet haben. Den Beklagten gehört das 

angrenzende Grundstück, welches sie 2002 mit einem Wohnhaus überbaut 

haben. Aufgrund von Rückstauungen bzw. Überflutungen des Grundstücks 

durch starke Regenfälle in den Jahren 2007 bzw. 2010 installierten die 

Beklagten auf ihrem Grundstück im November 2010 eine Grundwasser-

pumpe. 

 

1.2. 

Am 9. Mai 2012 stellten die Kläger beim Präsidium des Bezirksgerichts 

Lenzburg ein Gesuch um vorsorgliche Beweisabnahme aufgrund von 

Schäden an ihrem Gebäude. Im Zuge dieses Verfahrens wurde ein 

gerichtliches Gutachten, erstellt durch die C._____ AG, eingeholt. 

 

1.3. 

Mit Entscheid vom 11. Januar 2016 wurde das Verfahren betreffend 

vorsorgliche Beweisabnahme unter Kostenfolge und Vorbehalt einer 

anderen Verteilung im Hauptprozess zu Lasten der Kläger als 

gegenstandlos abgeschrieben. 

 

2.  

2.1.  

Mit Klage vom 9. Mai 2017 stellten die Kläger beim Bezirksgericht Lenzburg 

folgende Anträge:  

 
1. 
Es seien die Beklagten unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter zur 
Bestrafung gemäss Art. 292 StGB zu verpflichten, den Betrieb der auf ihrem Grundstück, 
GB Q._____, Pz.-Nr. aaa, befindlichen Wasserpumpe sofort gänzlich einzustellen und das 
gesamte Pumpensystem umgehend vollständig zurückzubauen.  
 
2. 
Es sei den Beklagten unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter zur Bestrafung 
gemäss Art. 292 StGB mit sofortiger Wirkung zu verbieten, auf ihrem Grundstück, GB 
Q._____, Pz.-Nr. aaa, inskünftig eine Wasserpumpe oder ähnliche das 
Grundwasserregime auf dem Grundstück der Kläger, GB Q._____, Pz.-Nr. bbb, 
beeinflussende Anlagen neu zu betreiben. 
 
3. 
Es sei festzustellen, dass die Beklagten durch den Betrieb der auf ihrem Grundstück, GB 
Q._____, Pz.-Nr. aaa, befindlichen Wasserpumpe ihr Eigentumsrecht im Sinne von 
Art. 679 ZGB im Verhältnis zu den Klägern überschritten haben.  
 
4. 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Kläger die Geltendmachung von 
Schadenersatzforderungen gegenüber den Beklagten infolge des Betriebs der 

 - 3 - 

 

 

Wasserpumpe auf dem Grundstück der Beklagten, GB Q._____, Pz.-Nr. aaa, in einem 
späteren separaten Verfahren ausdrücklich vorbehalten.  
 
5. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zu Lasten der Beklagten.  

 

2.2.  

Mit Klageantwort vom 15. September 2017 beantragten die Beklagten, die 

kostenfällige Abweisung der Klage. 

 

2.3. 

Mit Replik vom 27. November 2017 bzw. Duplik vom 9. April 2018 hielten 

die Parteien je an den zuvor gestellten Anträgen fest.  

 

2.4. 

Mit Verfügung vom 1. November 2018 ordnete das Bezirksgericht 

Lenzburg die Einholung eines Gutachtens an und gewährte den Parteien 

Gelegenheit zur Stellungnahme zur Person des Gutachters sowie zu den 

zu beantwortenden Fragen. Mit Verfügung vom 4. April 2019 wurde unter 

Berücksichtigung der Rückmeldungen der Parteien H._____, Dipl. Ing. 

ETH/SIA, mit der Erstellung des Gutachtens beauftragt. Das Gutachten 

wurde am 27. Juni 2022 eingereicht. 

 

2.5. 

Die Hauptverhandlung mit Befragung der Parteien sowie des Gutachters 

H._____ als Sachverständiger fand am 5. Dezember 2024 statt.  

 

Gleichentags wies das Bezirksgericht Lenzburg (nachfolgend: Vorinstanz] 

die Klage ab, soweit darauf eingetreten wurde, auferlegte die Gerichts-

kosten von Fr. 23'544.50 (inkl. Auslagen für das Gutachten) den Klägern 

und verpflichtete diese zur Leistung einer Parteientschädigung von 

Fr. 15'083.65 an die Beklagten. 

 

3.  

3.1. 

Gegen den ihnen am 13. Dezember 2024 in begründeter Form zugestellten 

Entscheid erklärten die Kläger mit Eingabe vom 28. Januar 2025 Berufung 

und beantragten dessen Aufhebung und die Gutheissung der Klage, even-

tualiter dessen Rückweisung an die Vorinstanz zur ergänzenden Beweis-

abnahme und Neubeurteilung, unter Kostenfolgen zulasten der Beklagten. 

 

3.2.  

Mit Berufungsantwort vom 13. März 2025 beantragten die Beklagten die 

Abweisung der Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 

Lasten der Kläger. 

 - 4 - 

 

 

3.3.  

Am 1. April 2025 sowie 14. April 2025 reichten die Parteien je eine 

freigestellte Stellungnahme ein.  

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1. 

Gegenstand des Berufungsverfahrens ist die Frage, ob der Betrieb der 

Grundwasserpumpe auf dem Grundstück der Beklagten ursächlich für die 

auf dem Grundstück der Kläger festgestellten Gebäudeschäden ist und die 

Beklagten folglich gestützt auf das Nachbarrecht dazu verpflichtet werden 

können, den Pumpenbetrieb einzustellen und das Pumpensystem 

zurückzubauen.  

 

1.2. 

Die klägerischen Rechtsbegehren lauten – unter Vorbehalt der späteren 

Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen – auf Beseitigung, 

Unterlassung sowie Feststellung des angeblich rechtswidrigen 

Pumpenbetriebs auf dem Grundstück der Beklagten. In prozessualer 

Hinsicht ist dazu vorwegzunehmen, dass, sofern die Kläger die 

Feststellung der Überschreitung des Eigentumsrechts der Beklagten 

verlangen (vgl. Klagebegehren Ziff. 3), auf das entsprechende 

Rechtsbegehren mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten ist. Wie 

die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat und im Übrigen im 

Berufungsverfahren unbeanstandet geblieben ist, ist die Beurteilung der 

Frage, ob die Beklagten ihr Eigentumsrecht i.S.v. Art. 679 ZGB 

überschritten haben, bereits Gegenstand der ebenfalls anhängig 

gemachten sowie zulässigen Beseitigungs- sowie Unterlassungsklagen 

(vgl. vorinstanzliches Urteil E. 1.4.4). Da die Klage auf Feststellung im 

Verhältnis dazu subsidiärer Natur ist und eine Ausnahme von diesem 

Grundsatz weder dargetan noch ersichtlich ist, fehlt es den Klägern 

diesbezüglich an einem Feststellunginteresse, weshalb darauf nicht 

einzutreten ist (vgl. Art. 59 Abs. 1 lit. a ZPO; BGE 133 II 282 E. 3 sowie 

Urteil des Bundesgerichts 4A_322/2021 vom 9. August 2021 E. 2.1, 

wonach Ausnahmen vom Grundsatz der Subsidiarität der Feststellungs-

klage restriktiv auszulegen seien).  

 
2. 

2.1. 

Die Vorinstanz wies die Klage ab mit der Begründung, es sei zwar erstellt, 

dass die Beklagten durch den Betrieb der Pumpe und der daraus 

resultierenden Absenkung des Grundwasserspiegels ihr Nutzungsrecht an 

ihrem Grundstück in rechtswidriger Weise überschritten hätten. Jedoch 

gelinge den Klägern der ihnen obliegende Nachweis nicht, dass die auf 

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ihrem Grundstück festgestellten, setzungsbedingten Gebäuderisse und 

Gebäudeschäden in adäquatem Kausalzusammenhang zum Pumpen-

betrieb auf dem Grundstück der Beklagten stünden. Selbst wenn dieser 

eine Teilursache darstellen würde, seien andere Ursachen als vorder-

gründig zu betrachten. Mit dem Kausalzusammenhang fehle es im 

Ergebnis an den rechtlichen Voraussetzungen, um den Beklagten den 

Pumpenbetrieb zu verbieten, weshalb die Klage im Ergebnis abzuweisen 

sei.  

 

Die Kläger beantragen im Berufungsverfahren die Aufhebung des 

vorinstanzlichen Entscheids und die Gutheissung der Klage, eventualiter 

dessen Rückweisung an die Vorinstanz zwecks Beweisergänzung und 

Neuentscheid. Zur Begründung führen sie im Wesentlichen aus, die 

Vorinstanz habe die Beweise in Bezug auf den Kausalzusammenhang 

falsch gewürdigt (vgl. Berufung Rz. 39, 67 und 109).  

 

2.2. 

Anspruchsgrundlage der klägerischen Begehren betreffend die 

Verpflichtung der Beklagten, den Betrieb der Wasserpumpe einzustellen 

und das Pumpensystem zurückzubauen, sowie betreffend Verbot, eine 

Wasserpumpe oder ähnliche das Grundwasserregime auf dem Grundstück 

der Kläger beeinflussende Anlagen neu zu betreiben, bildet Art. 679 Abs. 1 

ZGB als lex specialis zu Art. 641 Abs. 2 ZGB (Urteil des Bundesgerichts 

5A_340/2017 vom 11. Dezember 2018 E. 3.1). Voraussetzungen für die 

Verantwortlichkeit des Grundeigentümers im Sinne von Art. 679 Abs. 1 

ZGB sind eine Überschreitung des Eigentumsrechts, ein eingetretener oder 

drohender Schaden sowie ein Kausalzusammenhang zwischen der 

Überschreitung des Nutzungsrechts und dem eingetretenen bzw. 

drohenden Schaden.  

 
2.3. 

In tatsächlicher Hinsicht ist zwischen den Parteien unbestritten und deshalb 

erstellt, dass es am Wohnhaus der Kläger – vor allem an der Ostseite zum 

Grundstück der Beklagten hin – zu setzungsinduzierten Rissen und 

Schäden gekommen ist. Gestützt auf die eingeholten Gutachten ist 

ausserdem grundsätzlich erstellt sowie seitens der Parteien unbestritten, 

dass der Pumpenbetrieb auf dem Grundstück der Beklagten sich auch auf 

den Grundwasserspiegel auf dem Grundstück der Kläger auswirkt, was als 

Veränderung des Wasserablaufs im Sinne von Art. 689 Abs. 2 ZGB eine 

Überschreitung des Eigentumsrechts darstellt (vgl. BGE 127 III 241 

E. 5.b.aa). 

 
Umstritten ist hingegen, ob die Schäden am Gebäude der Kläger auf den 

Pumpenbetrieb auf dem Grundstück der Beklagten bzw. der damit 

verbundenen Beeinflussung des Grundwasserspiegels zurückzuführen 

sind, mithin ob diesbezüglich ein natürlicher sowie adäquater Kausal-

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zusammenhang besteht. Die Beweislast dafür obliegt den Klägern (vgl. 

Art. 8 ZGB).  

 

2.4. 

2.4.1. 

Die Kläger behaupten, die Beklagten hätten durch die Installation und den 

Betrieb einer Grundwasserpumpe sowie der damit verbundenen 

Absenkung des Grundwasserspiegels ihr Nutzungsrecht am Grundstück 

überschritten. Dadurch seien in der Folge differentielle Setzungen im 

Bereich der Fundation des Gebäudes und setzungsinduzierte Schäden 

entstanden, wobei sowohl die zeitliche Entwicklung der Schäden, deren 

örtliche Konzentration an der an den Pumpenschacht angrenzenden 

Ostseite des Gebäudes sowie die Kontinuität der Schadensausweitung den 

Kausalzusammenhang belegen würden (vgl. Berufung Rz. 22). Als Beweis 

stützen sich die Kläger auf das bereits im vorinstanzlichen Verfahren 

eingereichte Privatgutachten sowie ein weiteres, im Berufungsverfahren 

neu eingereichtes Privatgutachten (vgl. Berufungsbeilage 8). Daraus würde 

auch hervorgehen, dass Langzeitsetzungen infolge Mehrbelastung durch 

die Erstellung des Gebäudes der Kläger aufgrund des vorgenommenen 

Gewichtsausgleichs als mögliche Schadensursache ausgeschlossen 

werden können (vgl. Berufung Rz. 9 und 104). Ohnehin würde eine 

massgebliche Mitursächlichkeit des Pumpenbetriebs im Hinblick auf einen 

drohenden Schaden genügen (Berufung Rz.100, 107 und 115).  

 

Die Beklagten bestreiten indessen, dass der Pumpenbetrieb (mit-)ursäch-

lich für die Rissbildungen am Gebäude der Kläger sei, jedenfalls sei ein 

Zusammenhang gestützt auf die gerichtlichen Gutachten nicht nachge-

wiesen. Hauptursächlich für die differentiellen Setzungen und die damit 

verbundenen Rissbildungen, welche auch an anderen Stellen als der zum 

Grundstück der Beklagten geneigten Seite des Gebäudes bestünden, 

seien vielmehr Primärsetzungen des Untergrunds durch das Gewicht des 

Gebäudes der Kläger (vgl. Berufungsantwort Rz. 22).  

 

2.4.2. 

Ein natürlicher Kausalzusammenhang liegt vor, wenn das schadens-

stiftende Verhalten eine notwendige Bedingung (conditio sine qua non) für 

den eingetretenen Erfolg darstellt (BGE 132 III 715 E. 2.2; BGE 128 III 180 

E. 2d), d.h. das fragliche Verhalten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch der eingetretene Erfolg entfiele bzw. nicht in gleicher Weise bzw. 

zur gleichen Zeit als eingetreten gedacht werden könnte. Da der 

entsprechende Nachweis in der Regel schwer zu erbringen ist, ist ein 

strikter und absoluter Beweis nicht erforderlich. Die klagende Partei hat den 

Nachweis nach dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu erbringen, welches dann als erbracht gilt, wenn für die Richtigkeit der 

Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige 

Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise 

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nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 130 III 321 E. 3.3; BGE 132 III 

715 E. 3). 

 

Neben der Prüfung, ob eine Handlung überhaupt ursächlich für den 

Schaden ist, ist im Rahmen der Kausalität überdies zu prüfen, ob der 

ursächliche Zusammenhang zwischen der Handlung und dem Schaden 

nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebens-

erfahrung geeignet ist, einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen 

oder zumindest zu begünstigen, und der Zusammenhang nicht durch 

aussergewöhnliche Umstände unterbrochen wird (sog. adäquater 

Kausalzusammenhang; BGE 143 II 661 E. 5.1). Dabei handelt es sich um 

eine rechtliche Bewertung, ob ein Schaden in einem bestimmten Verhältnis 

zur ihn verursachenden Handlung steht und der Zusammenhang auch 

unter Berücksichtigung der Lebenserfahrung und Wahrscheinlichkeit 

angemessen ist, mithin eine gewisse Wahrscheinlichkeit und 

Nachvollziehbarkeit im Rahmen der üblichen Lebenserfahrung gegeben 

ist. Unter Berücksichtigung aller Umstände und auch des Zwecks der 

einschlägigen Haftungsnorm ist danach zu fragen, ob der Eintritt des 

Schadens bei wertender Betrachtung billigerweise noch dem 

Haftpflichtigen zugerechnet werden darf (BGE 123 III 110 E. 3.a), wobei 

eine subjektive Voraussehbarkeit nicht entscheidend ist, sondern eine 

objektive retrospektive Prognose vorzunehmen ist. Im Falle komplexer 

Naturvorgänge kann sich die adäquate Kausalität auch auf ausser-

gewöhnliche Auswirkungen erstrecken, das heisst auf Auswirkungen, die 

zwar in den Augen des Laien aussergewöhnlich erscheinen, nicht aber in 

denjenigen des Experten (BGE 119 Ib 334 E. 5.b). 

 

Der adäquate Kausalzusammenhang wird unterbrochen und die Adäquanz 

entfällt, wenn eine an sich adäquate Ursache durch eine andere, besonders 

intensive Ursache so stark überlagert wird, dass die ursprüngliche Ursache 

für den Schaden rechtlich nicht mehr beachtlich ist bzw. nicht mehr als 

massgeblich für den Schaden angesehen wird (BGE 130 III 182 E. 5.4). 

Dass eine andere Ursache als die wahrscheinlichste anzusehen ist, genügt 

nicht. Vielmehr ist erforderlich, dass diese andere Ursache die primäre und 

einzig entscheidende Ursache ist (Urteil des Bundesgerichts 4A_326/2008 

vom 16. Dezember 2008 E. 5.2). Eine Sonderform der Ursachenkonkurrenz 

stellt das Zusammenwirken von Teil- oder Mitursachen dar, mithin wenn 

eine Teilursache zwar ebenfalls adäquat-kausal für den Schadeneintritt ist, 

doch daneben noch eine oder mehrere andere Ursachen bei der 

Schadenrealisierung mitgewirkt haben. Eine Teilursache, die sich mit hoher 

Wahrscheinlichkeit auch ohne das schädigende Ereignis ausgewirkt hätte, 

ist bei der Schadensberechnung zu berücksichtigen, zumal dem 

Haftpflichtigen nur der tatsächlich auf ihn zurückzuführende Schaden 

zurechenbar ist (KESSLER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 

7. Aufl. 2020, N. 28 zu Art. 41 OR). 

 

 - 8 - 

 

 

2.4.3. 

2.4.3.1. 

Es ist unbestritten bzw. sowohl gestützt auf die gerichtlichen als auch die 

von den Klägern eingereichten Parteigutachten erstellt, dass die Risse und 

Schäden am Gebäude der Kläger auf differenzielle Setzungen zurückzu-

führen sind (vgl. KB 6 S. 7; KB 8 S. 12; act. 394). Strittig ist jedoch die 

Frage, wie es zu den Setzungen gekommen ist und ob ein natürlicher sowie 

adäquater Kausalzusammenhang zum Pumpenbetrieb auf dem Grund-

stück der Beklagten besteht. Die Vorinstanz hat diese Frage verneint und 

den Klägern gelingt auch nach Auffassung des Obergerichts der ihnen 

diesbezüglich obliegende Nachweis aus den folgenden Gründen nicht. 

 

2.4.3.2. 

Zentrale Beweismittel für die Frage der Kausalität sind die im Recht 

liegenden Gutachten. Dazu gehören sowohl das im Rahmen der 

vorsorglichen Beweisabnahme eingeholte Gutachten der C._____ AG, das 

im vorinstanzlichen Verfahren eingeholte Gerichtsgutachten von H._____ 

als auch die im Recht liegenden Privatgutachten. Letztere gelten seit der 

Revision der Zivilprozessordnung per 1. Januar 2025 nicht mehr als blosse 

Parteibehauptungen, sondern gehören als Urkunden (Art. 407 f. ZPO 

i.V.m. Art. 177 ZPO) zu den gemäss Art. 168 Abs. 1 ZPO zulässigen 

Beweismitteln.  

 

Als Beweismittel unterliegen sowohl die gerichtlichen als auch die privaten 

Gutachten der freien Beweiswürdigung des Gerichts. Dabei ist deren 

Beweiswert und Überzeugungskraft im Kontext aller Beweise und anhand 

der konkreten Umstände sowie unter den Kriterien Vollständigkeit, 

Nachvollziehbarkeit und Schlüssigkeit zu analysieren und daraus eine 

Überzeugung über die behaupteten Tatsachen zu gewinnen, um 

festzustellen, ob ein Beweis erbracht wurde (Urteil des Bundesgerichts 

5A_245/2017 vom 4. Dezember 2017 E. 3.3.2; HASENBÖHLER, Das 

Beweisrecht der ZPO, Band 1, Zürich 2015, S. 173). Die Beweiswürdigung 

erfolgt grundsätzlich frei und ohne starre Beweisregeln. Alle Beweismittel 

sind grundsätzlich gleichwertig. Gleichwohl ist es bei Gutachten so, dass 

das Gericht nur bei triftigen Gründen, namentlich bei Unvollständigkeit, 

Unklarheit oder Widersprüchlichkeit, von ihnen abweichen darf. Dies muss 

umso mehr bei gerichtlichen Gutachten gelten. Während private Gutachter 

in einem Auftragsverhältnis zur auftraggebenden Partei stehen und ihr 

gegenüber gemäss Art. 398 Abs. 2 OR eine Treuepflicht haben, werden 

gerichtliche Gutachter vom Gericht als neutrale Institution hoheitlich und 

ohne Interesse am Fazit, unter Ermahnung zur Wahrheit und Hinweis auf 

die Strafbarkeit eines falschen Gutachtens und der Verletzung des Amts-

geheimnisses sowie unter Einhaltung der Ausstandsregeln eingesetzt. 

Überdies erfolgt die konkrete Instruktion des privaten Gutachters ohne 

Mitwirkung der Gegenpartei, während bei gerichtlichen Gutachten gemäss 

Art. 185 Abs. 2 ZPO und Art. 187 Abs. 4 ZPO beide Parteien Gelegenheit 

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haben, sich zu den Fragestellungen zu äussern und Änderungs- oder 

Ergänzungsfragen zu stellen sowie eine Erläuterung des Gutachtens zu 

beantragen. Diese grundlegenden Unterschiede gilt es im Rahmen der 

Würdigung der Gutachten zu bedenken und lassen Gerichtsgutachten 

grundsätzlich vertrauenswürdig erscheinen (GROLIMUND/AMMANN, in: 

Zivilprozessrecht, Zürich 2024, S. 373), während sie die Beweiskraft von 

Parteigutachten mindern. Dass gerichtliche Gutachten grundsätzlich einen 

höheren Beweiswert als private Gutachten haben, entspricht auch nach wie 

vor der Gesetzessystematik, wonach die Gerichtsgutachten gemäss 

Art. 183 ff. ZPO eine gesonderte Regelung erfahren und damit eine 

Sonderstellung erhalten (HÜGLI, Beweiswürdigung von Privatgutachten 

nach der ZPO-Revision, in: Jusletter vom 4. August 2025). 

 

2.4.3.3. 

Die Kläger stützen sich für den Kausalitätsnachweis hauptsächlich auf die 

zeitliche sowie örtliche Rissentwicklung sowie deren Kontinuität (vgl. 

Berufung Rz. 23). Den Beweis dafür erkennen sie hauptsächlich im 

eingereichten Parteigutachten von J._____, welcher in seinen Schluss-

folgerungen ausführt, dass die Grundwasserabsenkung durch den Pum-

penschacht der Beklagten zu differenziellen Setzungen führe und daher die 

Risse und Wasserinfiltrationen am Gebäude Folge davon seien (KB 8 

S. 13).  

 

Im Gegensatz dazu hat sich ein entsprechender Zusammenhang, wie er 

von den Klägern behauptet wird, weder im Rahmen der Begutachtung 

anlässlich der vorsorglichen Beweisabnahme noch jener im vorinstanz-

lichen Verfahren, erhärtet. So führte einerseits der im Verfahren der 

vorsorglichen Beweisabnahme beauftragte Gutachter K._____ aus, dass 

sich nicht beantworten lasse, inwieweit die durchgeführten Terrain-

veränderungen (darunter auch die Installation des Pumpenschachts) die 

ursprünglichen Versickerungsverhältnisse verändert hätten. Jedoch könne 

der Pumpenschacht der Beklagten als Ursache für die festgestellten 

Wasseraustritte beim Kellerabgang (wo ebenfalls Setzungsschäden 

geltend gemacht werden [vgl. act. 15]) eindeutig ausgeschlossen werden 

(KB 6 S. 25). Andererseits bestätigte auch der im vorinstanzlichen 

Verfahren mit der Begutachtung beauftragte H._____ anlässlich seiner 

Befragung an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, dass die Riss-

entwicklung keine zuverlässigen Schlüsse auf die Ursachen der Setzungen 

zuliesse (act. 491). Es gebe diverse Gründe, wie es zu Setzungen kommen 

könne (act. 487). Jedoch liessen weder die zeitliche noch die örtliche 

Rissentwicklung zuverlässige Schlüsse auf die Setzungsursache zu, zumal 

Rissbildungen bei massiven Bauten nicht proportional zu den Bewegungen 

verliefen, die sie verursachten. Es sei mit anderen Worten nicht so, dass 

ein Riss direkt nach einer Bewegung entstehe, sondern erst später. 

Namentlich könnten Primärsetzungen bei schlecht wasserdurchlässigem 

Boden wie den Seeablagerungen, auf welchen das Gebäude der Kläger 

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stehe, über Jahrzehnte in Anspruch nehmen (act. 491 ff.). Diese Aussage 

bestätigt im Übrigen auch das von den Klägern eingereichte 

Privatgutachten von J._____, in welchem dieser ausführt, dass Setzungen 

auf einem setzungsempfindlichen Baugrund wie den Seeablagerungen, auf 

welchen die Fundamente der beiden Gebäude gebaut worden seien, 

aufgrund der geringen Wasserdurchlässigkeit sehr langsam erfolgten und 

daher über eine lange Zeit andauern könnten (KB 8 S. 9). Auch was die 

örtliche Konzentration der Risse auf die an den Pumpenschacht 

angrenzende Ostseite des Gebäudes anbelangt, ist den Ausführungen von 

H._____ einerseits zu entnehmen, dass sich Setzungen rund um die 

Liegenschaft der Kläger fänden, namentlich seien solche auch an der 

Absenkung des Lichtschachts hin zur Westseite des Gebäudes deutlich 

sichtbar (act. 396). Ausserdem konkretisierte er anlässlich der vorinstanz-

lichen Hauptverhandlung, dass sich Gebäude nie gleichmässig setzen 

würden, zumal weder der Untergrund noch das vom Gebäude ausgeübte 

Gewicht auf den Boden selten gleichmässig seien (act. 493). In der 

konkreten Konstellation komme hinzu, dass das Gebäude der Kläger, der 

Carport und der Kellerabgang auf unterschiedlichen Tiefen stehe, was 

differenzielle Setzungen zusätzlich begünstige (act. 493). Aufgrund dieser 

Faktoren lässt sich auch aus dem lokalen Auftreten der Risse kein 

verlässlicher Zusammenhang zum Pumpenbetrieb rekonstruieren. Davon 

scheint auch das Parteigutachten der Kläger auszugehen, zumal J._____ 

zur Frage, ob die festgestellten Riss- resp. Schadenbilder den ursächlichen 

Zusammenhang zu differenziellen Setzungen resp. zum Pumpenbetrieb 

bestätigten, lediglich ausführt, die verschiedenen Schadenbilder liessen 

den eindeutigen Schluss zu, dass diese von differenziellen Setzungen 

verursacht würden, womit selbstinduzierte Spannungs- oder Schwindrisse 

in den Konstruktionsmaterialen ausgeschlossen werden könnten (KB 8 

S. 12). Indessen bleibt die Frage, ob die Schadensbilder einen Rück-

schluss auf den Pumpenbetrieb als Ursache zuliessen, offen. Damit weisen 

im Ergebnis weder die gerichtlichen Gutachten noch das Parteigutachten 

den behaupteten Zusammenhang zwischen dem Pumpenbetrieb sowie der 

zeitlichen und örtlichen Rissentwicklung nach.  

 

2.4.3.4. 

Auch sonst bestehen keine Anhaltspunkte, welche den natürlichen sowie 

adäquaten Kausalzusammenhang mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

belegen würden. Vielmehr gehen die beiden gerichtlichen Gutachter davon 

aus, dass sich der Pumpenschacht als Ursache der entstandenen Schäden 

nicht bzw. nur in untergeordnetem Umfang nachweisen lasse. 

 

Auszugehen ist dabei zunächst von den Ausführungen von H._____ 

anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, bei welcher er explizit 

zum Einfluss des Pumpenschachts auf die festgestellten Setzungen befragt 

wurde. Er führte aus, der Pumpenschacht (gemeint wohl: das Pumpen des 

Grundwassers) beeinflusse den Grundwasserspielgel, in dem er das 

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Wasser runternimmt. Setzungen seien jedoch lokal beschränkt und würde 

nur dort auftreten, wo der Spiegel tatsächlich abgesenkt werde, was in 

grösserer Distanz zur Pumpe nicht der Fall sei (act. 487). Davon geht im 

Grundsatz auch der Privatgutachter J._____ aus, indem er ausführt, dass 

der Grundwasserspiegel in der Umgebung der Wasserentnahmestelle 

durch den Pumpenbetrieb abgesenkt werde, wobei er ergänzt, dass der 

Absenktrichter in relativ undurchlässigen Schichten enger und damit die 

Reichweite der Absenkung kleiner sei (KB 8 S. 8). Nun haben sowohl die 

durch K._____ anlässlich der vorsorglichen Beweisabnahme als auch die 

von H._____ durchgeführten Messungen ergeben, dass sich der 

Pumpenbetrieb auf dem Grundstück der Beklagten höchstens auf der 

Nordostecke der Parzelle der Kläger auswirke, sich an den übrigen 

Bereichen jedoch keine signifikante Beeinflussung des Grundwasser-

spiegels feststellen lasse (act. 393; 486; KB 6 S. 24). Insbesondere zeigten 

die eingesetzten Rammkernsondierungen, dass der Grundwasserspiegel 

auf der Liegenschaft der Kläger auch bei durchgehendem Pumpenbetrieb 

wenig oder gar nicht beeinflusst werde, einzig bei einer Messstelle an der 

Nordostecke der Parzelle liege er etwas tiefer (KB 6 S. 9 f.). 

Übereinstimmend ging auch H._____ im Rahmen seines Gutachtens 

davon aus, dass die Absenkwirkung an der Grundstücksgrenze auf weniger 

als 0.5 Meter, im Bereich des Untergeschosses des Gebäudes auf weniger 

als 0.2 Meter einzuschätzen sei (act. 393). Ausserdem habe ein 

Wässerungsversuch ergeben, dass zwischen den Grundstücken eine Art 

unterirdische «Trennlinie» bestehe, welche versickerndes Wasser 

entweder vollständig dem Pumpenschacht der Beklagten oder dem 

Kellerabgang der Kläger zufliessen lasse (KB 6 S. 19 f., vgl. dazu auch die 

Abbildung in Anhang A2). Schliesslich habe ein vorgenommenes 

Präzisionsnivellement mit insgesamt 21 Messpunkten ergeben, dass keine 

Bewegungen am Wohnhaus oder Carport feststellbar waren, obwohl auch 

während des Messzeitraums von rund sieben Monaten die Grundwasser-

pumpe durchgehend in Betrieb gewesen sei (act. 391). Da somit ein Ein-

fluss auf den Grundwasserspiegel auf der Parzelle der Kläger nur marginal 

nachgewiesen ist, erscheint es schlüssig, wenn die Gutachter aus den 

getätigten Messungen und Versuchen folgern, dass der Pumpenschacht 

als Ursache der Schäden auf dem Grundstück der Kläger nicht bzw. nur in 

untergeordnetem Masse in Frage kommt (KB 6 S. 24; act. 489 und 398). 

Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass Gutachter 

J._____ mit seinen Berechnungen eine Reichweite des Absenkrichters 

zwischen zwei und fünfzehn Metern errechnet (vgl. KB 8 S. 11), zumal sich 

diese lediglich theoretischen Berechnungen weder anhand der 

vorstehenden Messungen noch anhand von eigenen Messungen 

verifizieren lassen. Ausserdem erscheint die Aussagekraft der fraglichen 

Berechnungen bereits aufgrund der angegebenen erheblichen Bandbreite 

fraglich. So oder anders ist gestützt auf die beiden übereinstimmenden 

sowie in sich schlüssigen gerichtlichen Gutachten nicht davon auszugehen, 

 - 12 - 

 

 

dass die festgestellten Schäden als natürliche sowie adäquate Folge des 

Pumpenbetriebs anzusehen sind.  

 

Lässt sich der Nachweis der Kausalität hinsichtlich des geltend gemachten 

Pumpenbetriebs nicht erbringen, kann auch die Frage nach allfälligen Alter-

nativursachen – etwa Langzeitsetzungen, eine nicht ganz regelkonforme 

Erstellung des Grundstücks der Kläger oder eine besondere Sensitivität 

gegenüber Setzungen – sowie die diesbezüglichen Einwendungen der 

Kläger offengelassen werden. Lediglich am Rande sei jedoch angemerkt, 

dass selbst der Privatgutachter J._____ von einer besonderen Sensitivität 

der Gebäude infolge ihrer Fundation auf wasserundurchlässigen 

Seeablagerungen ausgeht (vgl. KB 8 S. 11), was als weiteres Indiz gegen 

die Ursächlichkeit der Grundwasserpumpe zu werten ist. 

 

2.4.3.5. 

Gestützt auf das Vorstehende erhellt, dass der Kausalitätsnachweis auch 

hinsichtlich eines lediglich drohenden Schadens nicht erbracht und der 

entsprechende Einwand der Kläger folglich unbegründet ist (vgl. Berufung 

Rz. 100). Die Kläger argumentieren, dass der Pumpenbetrieb auf dem 

Grundstück der Beklagten eine Absenkung des Grundwasserspiegels zur 

Folge habe, wodurch differenzielle Setzungen hervorgerufen würden, 

welche einen drohenden Schaden zur Folge hätten. Die Kläger begründen 

damit die Kausalität auf dieselbe Weise wie hinsichtlich der bereits 

eingetretenen Schäden, ohne jedoch den lediglich drohenden Schaden 

weiter zu substanzieren. Es ist indessen evident, dass dieselbe 

Ursachenkette nicht in der Zukunft für einen Schaden verantwortlich sein 

kann, den sie in der Vergangenheit bzw. Gegenwart – vorbehalten 

veränderter Umstände, welche jedoch nicht geltend gemacht werden – 

nicht zu bewirken vermochte. Sodann führte H._____ anlässlich der vor-

instanzlichen Hauptverhandlung aus, dass Setzungen nur einmal 

entstehen. Werde der Grundwasserspiegel einmal abgesenkt und würden 

dadurch Setzungen hervorgerufen, dann würde ein späteres Anheben bzw. 

Absinken des Grundwasserspiegels keine neuerliche Setzung hervorrufen, 

es sei denn, der Grundwasserspiegel würde unter den niedrigsten Stand 

absinken (act. 488). Selbst wenn der Pumpenschacht auf dem Grundstück 

der Beklagten für die bereits eingetretenen Schäden ursächlich wäre – 

wovon nicht ausgegangen wird (vgl. oben) – müsste die Pumpe den 

Grundwasserspiegel für weitere, lediglich drohende Setzungsrisse unter 

den bisherigen Stand absenken, was weder ersichtlich ist noch geltend 

gemacht wird.  

 

2.4.3.6. 

Auch der Einwand der Kläger, dass K._____ sich zur entscheidrelevanten 

Kausalitätsfrage in seinem Gutachten nicht geäussert habe und folglich 

darauf nicht abgestellt werden dürfe (vgl. Berufung Rz. 44 ff. und 110), 

vermag an der vorstehenden Einschätzung nichts zu ändern. Es ist zwar 

 - 13 - 

 

 

zutreffend, dass – anders als der Gutachter im vorinstanzlichen Verfahren 

– K._____ Gutachterauftrag auf die Abklärung der hydrogeologischen 

Verhältnisse beschränkt war. Daraus folgt indessen nicht, dass auf die 

Ergebnisse seiner diesbezüglichen Messungen, insbesondere hinsichtlich 

des Wasserstands, nicht abgestellt werden dürfte, zumal selbst der 

Privatgutachter J._____ keine Veranlassung für weitere Messungen 

entsprechender Art sieht (KB 8 S. 10). Ausserdem steht die von K._____ 

in seinem Fazit beantwortete Frage nach der Ursächlichkeit der dannzumal 

festgestellten Wasserinfiltrationen in direktem Zusammenhang mit den 

daraus erwachsenen Schäden bzw. der Setzungsproblematik, was auch 

die Kläger selbst nicht abstreiten (vgl. KB 8 S. 13). Die diesbezüglichen 

Argumente der Kläger laufen dementsprechend ins Leere.  

 

Schliesslich kann aus dem Kontakt der Beklagten bzw. ihres Beraters mit 

K._____ nichts gegen dessen Unabhängigkeit abgeleitet werden. Der 

Kontakt erfolgte gemäss Ausführungen der Beklagten im Zusammenhang 

mit Setzungsberechnungen im Rahmen der Vorbereitung ihrer im 

September 2017 erstatteten Klageantwort und damit erst nach Abschluss 

des Verfahrens betreffend vorsorgliche Beweisabnahme im Januar 2016, 

in welchem der Gutachter K._____ als gerichtlicher Gutachter fungierte und 

seine gerichtlichen Gutachten bzw. Ergänzungsgutachten erstattete. Ein 

Kontakt während dessen gerichtlicher Gutachtertätigkeit ist nicht erstellt 

und eine Funktion von ihm im nachgelagerten gerichtlichen Verfahren nicht 

gegeben. 

 

2.5.  

Im Ergebnis erachtet auch das Obergericht den Nachweis eines natürlichen 

sowie adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Pumpenbetrieb 

und den eingetretenen bzw. hinsichtlich eines drohenden Schadens an der 

Liegenschaft der Kläger als nicht erbracht. Entsprechend hat die Vorinstanz 

die klägerischen Begehren betreffend die beantragte Verpflichtung der 

Beklagten, den Betrieb der Wasserpumpe einzustellen und das Pumpen-

system zurückzubauen, sowie betreffend das beantragte Verbot, eine 

Wasserpumpe oder ähnliche das Grundwasserregime auf dem Grundstück 

der Kläger beeinflussende Anlagen neu zu betreiben, zu Recht abge-

wiesen. Die Berufung erweist sich somit als unbegründet. 

 

3.  

Nachdem die Kläger mit ihren Berufungsanträgen vollumfänglich unter-

liegen, sind ihnen die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens vollum-

fänglich aufzuerlegen (vgl. Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 Abs. 1 ZPO). 

Ausgehend vom Streitwert von Fr. 35'000.00 ist die obergerichtliche 

Spruchgebühr auf Fr. 3'390.00 festzusetzen (§ 10 Abs. 1 i.V.m. § 7 Abs. 1 

GebührD) und mit dem von den Klägern geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

 

 - 14 - 

 

 

Zudem sind die Kläger zu verpflichten, den Beklagten ihre ober-

gerichtlichen Parteikosten zu ersetzen. Diese werden, ausgehend vom 

obgenannten Streitwert und einer Grundentschädigung von Fr. 6'790.00 

(§ 8 i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 4 AnwT), einem Abzug von 20 % gemäss 

§ 6 Abs. 2 AnwT (keine Verhandlung) sowie einem Abzug von 25 % 

gemäss § 8 AnwT (Rechtsmittelverfahren) und einer Auslagenpauschale 

von 3 % (§ 13 Abs. 1 AnwT), sowie dem für nach dem 1. Januar 2024 

erbrachte Leistungen geltenden Mehrwertsteuersatz von 8.1 % auf 

gerundet Fr. 4'550.00 festgesetzt. 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Berufung der Kläger wird abgewiesen. 

 

2. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 3'390.00 wird den Klägern 

auferlegt und mit dem von ihnen bezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 

 

3. 

Die Kläger werden verpflichtet, den Beklagten für das obergerichtliche 

Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 4'550.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

  

 - 15 - 

 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt Fr. 35'000.00. 

 

 
   

Aarau, 25. September 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 2. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six     Albert