# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92e01f96-ae10-5355-9c1c-2f3603c442aa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-01-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.01.2018 F-2110/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2110-2017_2018-01-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2110/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  J a n u a r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 

Richter Daniele Cattaneo, Richterin Marianne Teuscher,    

Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zu Besuchszwecken. 

 

 

 

F-2110/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die srilankischen Staatsangehörigen B.________, geboren 1984, und 

C._______, geboren 1977, (nachfolgend: Gesuchsteller bzw. Gäste) bean-

tragten am 22. November 2016 bei der schweizerischen Botschaft in Co-

lombo je ein Schengen-Visum für einen zweiwöchigen Besuchsaufenthalt 

bei A._______ (nachfolgend: Gastgeber bzw. Beschwerdeführer), geboren 

1969, im Kanton Basel Landschaft (Akten der Vorinstanz [SEM-pag.] 61 – 

64 und 112 – 115). Der Gastgeber hatte zuvor ein Einladungsschreiben 

eingereicht. Darin führte er aus, er möchte die Gesuchsteller zum „Puber-

tätsfest“ seiner Tochter vom 17. Dezember 2016 einladen (SEM-pag. 120, 

123). 

B.  

Mit Formularentscheid vom 22. November 2016 (von den Gästen empfan-

gen am 25. November 2016) lehnte es die schweizerische Vertretung in 

Colombo ab, das gewünschte Visum auszustellen. Sie begründete ihre 

Haltung mit der ihrer Auffassung nach fehlenden Gewähr für die fristge-

rechte Wiederausreise der Gesuchsteller aus dem Schengen-Raum nach 

einem Besuchsaufenthalt (SEM-pag. 59 – 60 und 110 – 111). 

C.  

Gegen diesen Entscheid erhob der Gastgeber am 30. November 2016 Ein-

sprache bei der Vorinstanz (SEM-pag. 43 - 44). 

D.  

Mit Verfügung vom 14. März 2017 wies die Vorinstanz die Einsprache ab. 

Dabei teilte sie die Einschätzung der schweizerischen Auslandvertretung, 

wonach die fristgerechte Wiederausreise der Gesuchsteller nach einem 

Aufenthalt im Schengen-Raum nicht als gesichert betrachtet werden 

könne. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die Eingeladenen 

stammten aus einer Region, aus welcher als Folge der dort insbesondere 

in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht herrschenden Verhältnisse eine 

anhaltend hohe Emigration vorhanden sei. Die Gesuchsteller seien ein kin-

derloses Ehepaar. Die Gesuchstellerin sei 33 und der Gesuchsteller 40 

Jahre alt. Sie würden gemeinsam in die Schweiz einreisen wollen. Aus den 

Akten seien keine weiteren Verantwortlichkeiten gegenüber anderen Fami-

lienmitgliedern erkennbar. Somit würden sie im Heimatland über keine wei-

teren familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen mehr verfügen, 

welche allenfalls Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise bieten wür-

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den. Die Gesuchsteller führten selbständig eine Ayurveda Apotheke. Aller-

dings gehe es dabei um ein eigenes Arbeitsverhältnis, das entsprechend 

flexibel ausgestaltet sei und die Gesuchsteller nicht in normalem Masse 

binden dürfte. Davon abgesehen könne ein solches „Anstellungsverhältnis“ 

nur schon angesichts des zwischen der Schweiz und Sri Lanka bestehen-

den Lohngefälles, der in Sri Lanka vergleichsweise schlechten sozialen Ab-

sicherungen und der unterschiedlichen Lebensqualität nicht ernsthaft da-

ran hindern, den Entschluss zu einer Emigration zu fassen. Es seien Un-

terlagen wie eine Geschäftsbestätigung und Bankbelege eingereicht wor-

den. Trotz dieser Unterlagen könne das derzeitige Erwerbseinkommen 

nicht genau definiert werden, weshalb daraus keine zuverlässigen Rück-

schlüsse auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesuchsteller gezogen 

werden könnten. Zudem habe die Pubertäts-Zeremonie am 17. Dezember 

2016 bereits stattgefunden. Somit sei die Notwendigkeit eines Aufenthaltes 

in der Schweiz dahingefallen und der angegebene Visumszweck wegge-

fallen (SEM-pag. 139 - 142).  

E.  

Gegen den Einspracheentscheid der Vorinstanz gelangte der Gastgeber 

mit einer Beschwerde vom 5. April 2017 an das Bundesverwaltungsgericht. 

Darin beantragte er sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Ver-

fügung und die Ausstellung der gewünschten Visa. Dabei rügte er im We-

sentlichen, die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass keine genü-

gende Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise der 

Gesuchsteller nach einem Besuchsaufenthalt bestünde. So hätten die Ge-

suchsteller beide weitere Familienmitglieder in Sri Lanka. Zudem führten 

sie ein Lebensmittelgeschäft mit Naturheilmitteln (Apotheke) und hätten 

acht Mitarbeiter. Dieses geschäftliche Verhältnis bestehe bereits seit Ge-

nerationen. Falls das Risiko der nicht fristgerechten Wiederausreise ver-

mindert würde, wenn nur einer der beiden Gäste eingeladen würde, so 

wäre er damit einverstanden. Jedoch wäre er froh, wenn beide zu Besuch 

kommen könnten. Er wäre gerne bereit, Garantien zu hinterlegen (BVGer-

act. 1).  

F.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 19. Juni 2017 die   

Abweisung der Beschwerde. Sie brachte ergänzend vor, der Hinweis in der 

Beschwerdeschrift, wonach der Gastgeber damit einverstanden wäre, die 

Gesuchsteller nacheinander in die Schweiz einzuladen, vermöge ihren 

Entscheid vom 14. März 2017 nicht zu beeinflussen. Ganz allgemein gelte 

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es zu bedenken, dass im Heimatstaat zurückbleibende nahe Familienan-

gehörige die Gesuchsteller oftmals nicht daran hindern würden, den Ent-

schluss zur Emigration zu fassen. Denn ein solcher Entschluss sei oft mit 

der Hoffnung verbunden, nahe Angehörige vom Ausland aus besser zu un-

terstützen und sie später allenfalls nachzuziehen (BVGer-act. 6). 

G.  

Replikweise brachte der Beschwerdeführer am 14. August 2017 im We-

sentlichen vor, der Gesuchsteller führe ein sehr profitables Unternehmen, 

welches er niemals aufgeben, verkaufen oder verpachten würde, da nicht 

nur seine Existenz davon betroffen wäre, sondern auch diejenige weiterer 

Familienmitglieder (BVGer-act. 8). 

H.  

Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-

gen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1. 

1.1 Verfügungen des SEM betreffend Schengen-Visa sind beim Bundes-

verwaltungsgericht anfechtbar (Art. 31 ff. VGG i.V.m. Art. 5 VwVG). Das 

Rechtsmittelverfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

ist einzutreten (vgl. Art. 50 und 52 VwVG). 

1.3 In der vorliegenden Angelegenheit entscheidet das Bundesverwal-

tungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

2. 

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (vgl. 

Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdever-

fahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 

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VwVG nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen. Massgebend sind grundsätzlich die tatsächlichen Ver-

hältnisse zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 E. 2). 

3. 

Der angefochtenen Verfügung liegen die Gesuche von zwei srilankischen 

Staatsangehörigen um Erteilung je eines Visums für einen zweiwöchigen 

Aufenthalt in der Schweiz zugrunde. Da sich die Gesuchsteller nicht auf die 

EU/EFTA-Personenfreizügigkeitsabkommen berufen können und die be-

absichtigte Aufenthaltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, fällt die vorlie-

gende Streitsache in den persönlichen und sachlichen Anwendungsbe-

reich der Schengen-Assoziierungsabkommen, mit denen die Schweiz den 

Schengen-Besitzstand und die dazugehörigen gemeinschaftsrechtlichen 

Rechtakte übernommen hat. Das Ausländergesetz (AuG, SR 142.20) und 

seine Ausführungsbestimmungen gelangen nur soweit zur Anwendung, als 

die Schengen-Assoziierungsabkommen keine abweichenden Bestimmun-

gen enthalten (vgl. Art. 2 Abs. 2 - 5 AuG). 

4. 

Die Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums präsentieren sich im 

Anwendungsbereich der vorerwähnten Rechtsgrundlagen wie folgt: 

4.1 Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines 

Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Ertei-

lung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – 

grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise 

zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es 

sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum Bundesge-

setz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 

3774; BGE 135 II 1 E. 1.1 m.H.). Das Schengen-Recht schränkt die natio-

nalstaatlichen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzun-

gen für Einreise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die 

Einreise bzw. das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen nicht 

erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise bzw. Visum vermittelt auch das 

Schengen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5; a.M. PHILIPP EGLI / 

TOBIAS D. MEYER, in: Caroni / Gächter / Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis Hand-

kommentar zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, 

Bern 2010, Art. 5 N. 3 f.). 

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4.2 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku-

mente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner benötigen sie ein 

Visum, falls ein solches nach Massgabe der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 

des Rates vom 15. März 2001 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, de-

ren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen im Besitz ei-

nes Visums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsan-

gehörige von dieser Visumpflicht befreit sind, erforderlich ist. Kein Visum 

benötigen Drittstaatsangehörige, die Inhaber eines gültigen Aufenthaltsti-

tels sind oder über ein gültiges Visum für den längerfristigen Aufenthalt ver-

fügen (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. a AuG, Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 

22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 

142.204, Fassung gemäss Änderung vom 5. April 2017, AS 2017 2549] 

i.V.m. Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung [EU] Nr. 2016/399 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 über einen Gemein-

schaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen [nachfol-

gend: Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 77 vom 23.03.2016; kodifi-

zierter Text], Art. 4 Abs. 1 VEV). 

4.3 Im Weiteren müssen Drittstaatsangehörige den Zweck und die Um-

stände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausrei-

chende finanzielle Mittel verfügen (Art. 5 Abs. 1 Bst. b AuG, Art. 2 Abs. 1 

VEV, Art. 6 Abs. 1 Bst. c und Abs. 4 SGK sowie Art. 14 Abs. 1 Bst. a–c der 

Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [nachfol-

gend: Visakodex]). Namentlich haben sie in diesem Zusammenhang zu 

belegen, dass sie den Schengen-Raum vor Ablauf des bewilligungsfreien 

Aufenthaltes verlassen, bzw. ausreichende Gewähr für eine fristgerechte 

Wiederausreise zu bieten (Art. 14 Abs. 1 Bst. d und Art. 21 Abs. 1 Visako-

dex sowie Art. 5 Abs. 2 AuG; vgl. dazu EGLI / MEYER, a.a.O. Art. 5 N. 33). 

Des Weiteren dürfen Drittstaatsangehörige nicht im Schengener Informati-

onssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine 

Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die öffentliche 

Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines Mitgliedstaats dar-

stellen (Art. 5 Abs. 1 Bst. c AuG, Art. 6 Abs. 1 Bst. d und e SGK). 

4.4 Eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 

Bst. e SGK ist auch dann anzunehmen, wenn die drittstaatsangehörige 

Person nicht bereit ist, das Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristge-

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recht wieder zu verlassen (vgl. dazu EGLI / MEYER, a.a.O., Art. 5 N. 33; fer-

ner Urteil des deutschen Bundesverwaltungsgerichts 1 C. 1.10 vom 11. Ja-

nuar 2011 Rz. 29). Die Behörden haben daher zu prüfen und drittstaatsan-

gehörige Personen zu belegen, dass die Gefahr einer rechtswidrigen Ein-

wanderung oder einer nicht fristgerechten Ausreise nicht besteht (Art. 14 

Abs. 1 Bst. d und Art. 21 Abs. 1 Visakodex). Die Gewähr für eine gesicherte 

Wiederausreise, wie sie Art. 5 Abs. 2 AuG verlangt, wenn nur ein vorüber-

gehender Aufenthalt vorgesehen ist, steht mit dieser Regelung im Einklang 

(vgl. BVGE 2009/27 E. 5 mit Hervorhebung des Zusammenhangs zum Ein-

reiseerfordernis des belegten Aufenthaltszwecks nach Art. 6 Abs. 1 Bst. c 

SGK). 

4.5 Sind die vorerwähnten Einreisevoraussetzungen (Visum ausgenom-

men) nicht erfüllt, darf ein für den gesamten Schengen-Raum geltendes 

"einheitliches Visum" (Art. 2 Ziff. 3 Visakodex) nicht erteilt werden (Art. 12 

VEV, Art. 36 SGK). Hält es jedoch ein Mitgliedstaat aus humanitären Grün-

den, aus Gründen des nationalen Interesses oder aufgrund internationaler 

Verpflichtungen für erforderlich, so ist er berechtigt, der drittstaatsangehö-

rigen Person, welche die ordentlichen Einreisevoraussetzungen nicht er-

füllt, ausnahmsweise ein "Visum mit räumlich beschränkter Gültigkeit" zu 

erteilen (Art. 2 Ziff. 4 Visakodex). Dieses Visum ist grundsätzlich nur für 

das Hoheitsgebiet des ausstellenden Staates gültig (Art. 32 i.V.m. Art. 25 

Abs. 1 Bst. a Visakodex; unter denselben Voraussetzungen kann einer 

drittstaatsangehörigen Person die Einreise an den Aussengrenzen gestat-

tet werden, vgl. Art. 6 Abs. 5 Bst. c SGK). 

5. 

5.1 Aufgrund ihrer Staatszugehörigkeit unterliegen die Gesuchsteller der 

Visumspflicht (vgl. Anhang I der oben in E. 4.2 erstzitierten Verordnung). 

Bei der Prüfung der Einreisevoraussetzungen nach Art. 6 Abs. 1 SGK ist 

die Frage der gesicherten Wiederausreise zentral. Eine solche erachtet die 

Vorinstanz aufgrund der allgemeinen Situation im Heimatland und der per-

sönlichen Verhältnisse der Gesuchsteller als nicht genügend gewährleistet. 

Zur Einschätzung entsprechender Risiken sind sämtliche Umstände des 

konkreten Einzelfalles zu würdigen. 

5.2 Anhaltspunkte zur Beurteilung einer Gewähr für die fristgerechte und 

anstandslose Wiederausreise können sich aus der allgemeinen Situation 

im Herkunftsland der Besucherin oder des Besuchers ergeben. Einreise-

gesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten bzw. Regionen mit po-

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litisch oder wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen Verhältnissen kön-

nen ein Indiz dafür sein, dass die persönliche Interessenlage nicht mit dem 

Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung in Einklang 

steht. 

5.3 Die wirtschaftliche Entwicklung Sri Lankas weist grosse regionale Un-

terschiede auf. Der ökonomische Aufschwung in den letzten Jahren ist eng 

mit dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2009 verbunden und ist auch da-

rauf zurückzuführen, dass in den ehemaligen Bürgerkriegsregionen im 

Norden und Osten des Landes wieder vermehrt Landwirtschaft betrieben 

werden kann. Dennoch leben in diesen Regionen viele Menschen am Exis-

tenzminimum. Ihre Lage wird zudem überschattet durch den ethnischen 

Konflikt zwischen den Singhalesen und der sich diskriminiert fühlenden ta-

milischen Minderheit, für den bisher kein nennenswerte politische Lösung 

gefunden wurde. Erst die im August 2015 gewählte neue Regierung hat 

sich – auf Druck des UN-Menschenrechtsrats – explizit bereit erklärt, zahl-

reiche Maßnahmen zur Versöhnung der ehemaligen Bürgerkriegsparteien 

umzusetzen. Der sehr spät ins Auge gefasste Versöhnungsprozess macht 

deutlich, dass der Weg zu dauerhaftem Frieden und Stabilität noch weit ist 

(vgl. zum Ganzen: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit 

und Entwicklung, < http://www.bmz.de > Länder > Asien > Sri Lanka; Deut-

sches Auswärtiges Amt, < http://www.auswaertiges-amt.de > Aussen- und 

Europapolitik > Länderinformationen > Sri Lanka > Innenpolitik [Stand: 

September 2017], beide Webseiten abgerufen im Januar 2018).  

5.4 Vor diesem Hintergrund besteht bei der srilankischen Bevölkerung ein 

vielfacher Wunsch nach Auswanderung, der sich vor allem bei denjenigen 

manifestiert, die bereits über ein Beziehungsnetz im Ausland verfügen. Die 

schwierige Lage dieser Personengruppe spiegelt sich im Übrigen auch in 

der Schweizerischen Asylstatistik – wonach Sri Lanka zu den wichtigsten 

Herkunftsländern gehört – wider. Ihr zufolge befanden sich Ende 2016 

1‘849 Personen aus Sri Lanka im Asylprozess; 1‘373 von ihnen hatten im 

Verlauf jenes Jahres ein Asylgesuch eingereicht (Quelle: Staatssekretariat 

für Migration, < https://www.sem.admin.ch/dam/data/sem/publiservice/sta-

tistik/asylstatistik/2016/stat-jahr-2016-kommentar-d.pdf >, Kommentierte 

Asylstatistik 2016 S. 11 f.). Allerdings sind bei der Risikoanalyse neben all-

gemeinen Umständen und Erfahrungen auch sämtliche Gesichtspunkte 

des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen. In beweisrechtlicher Hinsicht 

ist festzuhalten, dass ein Visum nur erteilt werden darf, wenn keine begrün-

deten Zweifel an der Absicht der gesuchstellenden Person bestehen, den 

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Seite 9 

Schengen-Raum vor Ablauf des Visums wieder zu verlassen (vgl. BVGE 

2014/1 E. 4.4 und E. 6.3.1 je m.H.). 

6. 

6.1 Bei den Gesuchstellern handelt es sich um ein kinderloses Ehepaar im 

Alter von 33 bzw. 40 Jahren. Es wurde vorgebracht, die Gesuchsteller hät-

ten beide weitere Familienmitglieder in Sri Lanka. In diesen Verhältnissen 

ist sicherlich eine gewisse soziale Einbindung in ein familiäres Gefüge zu 

erblicken. Es besteht jedoch kein Abhängigkeitsverhältnis zwischen den 

Gesuchstellern und ihren Familienangehörigen. Gestützt auf die Akten sind 

auch keine gesellschaftlichen Verpflichtungen ersichtlich.  

6.2 Bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse kann Folgendes festgehal-

ten werden: Einem Bankauszug der „X Bank“ vom 7. November 2016 kann 

entnommen werden, dass der Gesuchsteller über ein Depot von LKR 

6‘814‘492.64 verfügt (entspricht rund Euro 37‘384.-; vgl. SEM-pag. 98 und 

99). Des Weiteren ist er im Besitz von Land im Wert von Rs. (=LKR) 

250‘000.- (entspricht rund Euro 1‘371.-; vgl. SEM-pag. 82 - 83). Ein weite-

res Landstück, welches ihm gehört, hat den Wert von Rs. 1‘500‘000.- 

(entspricht Euro 8‘229.-; vgl. SEM-pag. 80 - 81). Einem „Certificate of Re-

gistration of a Firm“ vom 23. April 2011 kann entnommen werden, dass der 

Gesuchsteller Partnerinhaber eines Geschäfts ist, in welchem Lebensmit-

tel, Salben, Medikamente etc. verkauft werden (SEM-pag. 67). Sein Ein-

kommen soll im Jahr 2014/2015 957‘529.- betragen haben. In der An-

nahme, dass es sich dabei um LRK handelt, entspricht dies einem Betrag 

von rund Euro 5‘253.-  (SEM-pag. 65). Den Akten ist nicht zu entnehmen, 

dass die Gesuchstellerin einer Arbeit nachgeht. Sie gab im Antrag auf Er-

teilung eines Schengen-Visums an, Hausfrau zu sein (SEM-pag. 114, Ziff. 

19).  

Die Bevölkerung in Sri Lanka verfügte im Jahr 2017 über ein durchschnitt-

liches Pro-Kopf-Einkommen von Euro 3‘415.- pro Jahr (vgl. Laenderda-

ten.info, durchschnittliches Einkommen weltweit, < https://www.laenderda-

ten.info/durchschnittseinkommen.php >, abgerufen im Januar 2018). Mit 

einem Einkommen von jährlich Euro 5‘253.- hat der Gesuchsteller in Sri 

Lanka somit einen überdurchschnittlichen Verdienst. Wenn man bedenkt, 

dass das Einkommen des Ehemannes jedoch für zwei Personen reichen 

muss, so liegt das Einkommen unter dem Durchschnitt. Überdies ist fest-

zustellen, dass Vermögenswerte in Form von Grundeigentum und Erspar-

nissen durch eine Emigration nicht verloren gehen. 

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Seite 10 

6.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Gesuchsteller angesichts 

der schwierigen sozio-ökonomischen Verhältnisse in Sri Lanka und man-

gels besonders gesicherter Einkommens- und Vermögensverhältnisse 

und/oder besonderer Verpflichtungen oder Abhängigkeiten gegenüber Fa-

milienmitgliedern keine Gewähr für eine Rückkehr nach ihrem Aufenthalt in 

der Schweiz haben glaubhaft machen können.  

6.4 An den guten Absichten und der Integrität des Beschwerdeführers ist 

sicherlich nicht zu zweifeln. Er kann in seiner Eigenschaft als Gastgeber 

für gewisse finanzielle Risiken (Lebenshaltungskosten während des Be-

suchsaufenthalts, allfällige von einer Versicherung nicht gedeckte Kosten 

für Unfall und Krankheit sowie Repatriierung) Garantie leisten, nicht aber – 

mangels rechtlicher und faktischer Durchsetzbarkeit – für ein bestimmtes 

Verhalten seiner Gäste (vgl. BVGE 2009/27 E. 9).  

6.5 Insgesamt ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die Wieder-

ausreise der Gesuchsteller angesichts der allgemeinen Lage im Heimat-

land und ihrer individuellen Situation zu wenig gesichert sei, nicht zu bean-

standen.  

6.6 Mit der fehlenden Gewähr für eine anstandslose Wiederausreise ist 

eine unabdingbare Voraussetzung zur Erteilung eines Schengen-Visums 

nicht erfüllt. Es kann deshalb offen bleiben, ob der Zweck der Reise noch 

besteht. Gründe für die Ausstellung eines Visums mit räumlich beschränk-

ter Gültigkeit (vgl. dazu E. 4.5) liegen jedenfalls nicht vor. 

7. 

Aus vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im 

Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist da-

her abzuweisen. 

8. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 

21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ge-

deckt. 

4. 

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […] und […]) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

  

Antonio Imoberdorf Mirjam Angehrn 

 

 

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