# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fe70050-90f9-5e77-aa85-ab0015bba05d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.02.2014 UV 2013/32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-32_2014-02-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/32

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 13.02.2014

Entscheiddatum: 13.02.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 13.02.2014
Art. 6 UVG. Leistungseinstellung. Das Dahinfallen des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen den Beschwerden der Hüfte (Implantation 
Hüftgelenk bei Coxarthrose) und dem Unfallereignis wurde von der 
Beschwerdegegnerin rechtsgenüglich dargetan (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Februar 2014, UV 
2013/32).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_256/2014.

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; a.o. 

Gerichtsschreiberin

Fabienne Hafner

Entscheid vom 13. Februar 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andrea Taormina, LL.M., AM T Rechtsanwälte, 

Birmensdorferstrasse 83, 8003 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend: der Versicherte oder Beschwerdeführer) war als Bauarbeiter 

bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 

23. Juni 2011 meldete die Arbeitgeberin der Suva einen Bagatellunfall. Der Versicherte 

habe sich am 17. Juni 2011 – zum Unfalldatum gab sie an, es sei unpräzis – beim 

Absteigen von der Vibrowalze den Fuss verdreht und sei hinuntergestürzt. Als 

Verletzung wurde eine Quetschung des Hüftgelenks vermerkt (UV-act. 1). Mit 

Schreiben vom 27. Juni 2011 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht und erteilte 

dem Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, 

Kostengutsprache für die ärztliche Behandlung (UV-act. 2). Laut Arztzeugnis UVG von 

Dr. C.___ vom 15. Juni 2012 hatte am 17. Juni 2011 die Erstbehandlung stattgefunden. 

Als Diagnose vermerkte er eine traumatisch bedingte Adduktorenansatztendinitis/-ose 

bei mittelgradiger Coxarthrose rechts (UV-act. 51). Dr. C.___ hatte bei der RIS 

Radiologie im Silberturm, eine radiologische Untersuchung veranlasst, die am 20. Juni 

2011 stattgefunden hatte (UV-act. 14). Die weitere Behandlung war, nach Überweisung 

des Hausarztes, durch Dr. med. D.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, 

Sportmedizin (SGSM), erfolgt, der im Bericht vom 22. Juni 2011 (UV-act. 13, S. 3) an 

den Hausarzt eine posttraumatische proximale Adduktorenansatztendinose links 

(Seitenangabe offenbar falsch) diagnostiziert hatte. Aufgrund des Unfalls war keine 

Arbeitsunfähigkeit attestiert, jedoch eine medikamentöse und physiotherapeutische 

Behandlung verordnet worden (UV-act. 13, S. 3; 84, S. 10).

A.b  Dr. D.___ informierte Dr. C.___ in den Berichten vom 14. Juli und 29. August 2011 

(UV-act. 13, S. 1 f.), er habe den Versicherten wegen der anhaltenden 

therapieresistenten Schmerzen und dem klinisch unveränderten Befund der rechten 

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Hüfte für eine Magnetresonanz-Untersuchung (MR) mit Kontrastmittel an die RIS 

Radiologie im Silberturm zugewiesen. Am 29. August 2011 fand diese zweite 

radiologische Untersuchung statt (UV-act. 14, S. 1 f.). Dr. D.___ attestierte dem 

Versicherten ab dem 29. August 2011 eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 11). Mit 

Schreiben vom 31. Oktober 2011 ersuchte die Hirslanden Klinik Stephanshorn die Suva 

unter Angabe der Eintrittsdiagnose "Coxarthrose rechts" um Kostengutsprache für 

einen stationären Aufenthalt des Versicherten mit Eintritt am 2. November 2011 (UV-

act. 3). Die Suva teilte der Klinik mit, die Gutsprache könne noch nicht erteilt werden, 

da die Berichte noch fehlten (UV-act. 4). Aufgrund der Diagnose Coxarthrose rechts 

wurde am 3. November 2011 ein künstliches Hüftgelenk rechts implantiert (UV-act. 34). 

Im Operationsbericht vom gleichen Tag sowie dem Austrittsbericht vom 16. November 

2011 wird ein komplikationsloser postoperativer Verlauf festgehalten (UV-act. 34). Dr. 

D.___ verordnete dem Versicherten nach der Operation weitere Physiotherapien (UV-

act. 32, 41). Im Bericht vom 13. Dezember 2011 informierte er den Hausarzt über den 

weiteren Behandlungsverlauf (UV-act. 26).

A.c  Am 24. Januar 2012 fand ein persönliches Gespräch zwischen dem 

Aussendienstmitarbeiter der Suva und dem Versicherten statt, an welchem letzterer 

detaillierte Angaben zum Unfall und dessen Verlauf machte (UV-act. 18).

A.d  Gestützt auf eine kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 23. Mai 2012 (UV-act. 52) 

teilte die Suva dem Versicherten am 24. Mai 2012 mit Verfügung mit, die aktuell 

bestehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich 

krankhafter Natur. Der Fall werde per 29. August 2011 abgeschlossen, die bisherigen 

Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) würden per 29. August 2011 

eingestellt (UV-act. 53) und der Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen werde 

abgelehnt.

A.e  Zwischenzeitlich hatte sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug angemeldet. Mit Verfügungen vom 9. Juli 2012 (UV-act. 75) und 

1. Oktober 2012 (UV-act. 83) lehnte die IV-Stelle eine Leistungspflicht für berufliche 

Massnahmen bzw. eine Rente ab.

B.    

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B.a  Gegen die Verfügung der Suva vom 24. Mai 2012 liess der Versicherte durch 

seinen damaligen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 11. Juni 2012 Einsprache erheben 

(UV-act. 70). Mit Einspracheergänzung vom 20. Juni 2012 (UV-act. 73) beantragte der 

Rechtsvertreter, die Verfügung vom 24. Mai 2012 sei vollumfänglich aufzuheben. Nach 

mehrfach erstreckter Frist (UV-act. 77 ff., 81 f.) reichte der neu bestellte 

Rechtsvertreter, Dr. A. Taormina, Rechtsanwalt, Zürich, mit Eingabe vom 30. November 

2012 die Einsprachebegründung ein und hielt an den gestellten Anträgen vom 20. Juni 

2012 vollumfänglich fest (UV-act. 84).

B.b   Die Suva holte bei Dr. med. E.___, Facharzt für Chirurgie FMH sowie für

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine 

chirurgisch-orthopädische Beurteilung vom 14. Januar 2013 (UV-act. 88) ein und 

gewährte dem Rechtsvertreter eine Frist zur Einreichung einer allfälligen Stellungnahme 

(UV-act. 89). Am 25. März 2013 reichte der Rechtsvertreter eine Stellungnahme ein 

(UV-act. 90).

B.c  Mit Entscheid vom 2. April 2013 wies die Suva die Einsprache vom 11. Juni 2012 

ab (UV-act. 91).

C.    

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 7. Mai 2013 Beschwerde erheben. Damit wird 

beantragt, die Verfügung der Suva vom 24. Mai 2012 (gemeint wohl der 

Einspracheentscheid vom 2. April 2013) sei aufzuheben, die Suva habe die 

gesetzlichen Leistungen nach dem 29. August 2011 weiterhin zu erbringen und es sei 

durch Erlass einer Zwischenverfügung und unter Wahrung der Mitwirkungsrechte des 

Beschwerdeführers eine unabhängige medizinische Begutachtung anzuordnen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 

2. April 2013 (act. G 3).

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C.c  Am 18. Juni 2013 wurden dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die 

eingereichten Akten zur Einsicht zugestellt (act. G 5). Mit Replik vom 11. Juli 2013 hielt 

er an seinen Anträgen fest, nahm zu einigen Punkten der Beschwerdeantwort Stellung 

und reichte zusätzlich ein Schreiben von Dr. D.___ vom 26. Juni 2012 ein (act. G 7, 7.1).

C.d  Mit Schreiben vom 20. August 2013 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 

Ausführungen und ihrem Antrag in der Beschwerdeantwort vom 10. Juni 2013 fest, 

äusserte sich kurz zur Replik und verzichtete ansonsten auf die Einreichung einer 

ausführlichen Duplik (act. G 9).

D.    

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen 

Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.     

1.1  Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

2. April 2013 die rechtlichen Voraussetzungen des für eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen Unfall und in dessen Folge eingetretener Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 

1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) sowie zum 

Dahinfallen der Leistungspflicht des Unfallversicherers zutreffend dar (BGE 129 V 181 

E. 3.1 mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden (UV-act. 91 E. 3b). Ebenso wie 

der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 

fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 

mit Hinweisen). Da es sich hierbei um eine leistungsaufhebende Tatfrage handelt, liegt 

aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

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mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo/A. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, S. 72).

1.2  Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der 

Feststellungen bei den medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder 

der Ärztin. Demgegenüber obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 23 III 110 und 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 

174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a).

1.3  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit 

Hinweisen).

1.4  Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). An die Beweiswürdigung von 

Stellungnahmen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte sind jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

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und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7).

2. Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die beim Beschwerdeführer über den 29. 

August 2011 (Datum der Leistungseinstellung) hinaus bestandenen Beschwerden im 

Bereich der rechten Hüfte und der rechten Leiste - welche bei Diagnose einer 

Coxarthrose rechts am 3. November 2011 zu einer Hüfttotalprothese rechts, eingesetzt 

durch Dr. D.___, geführt haben (vgl. UV-act. 33 f.) - noch auf das in der 

Bagatellunfallmeldung vom 23. Juni 2011 auf den 17. Juni 2011 datierte Unfallereignis 

(vgl. UV-act. 1) zurückgeführt werden konnten. Der Unfall wurde mit dem Vermerk 

"Schadendatum unpräzis" gemeldet. Bei der Befragung vom 24. Januar 2012 gab der 

Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin zu Protokoll, er habe nicht 

sofort nach dem Ereignis den Hausarzt aufgesucht, da dieser in den Ferien geweilt 

habe (UV-act. 18). Laut Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 15. Juni 2012 hat die 

Erstkonsultation am 17. Juni 2011, ca. 2,5 – 3 Wochen nach dem Unfall, stattgefunden 

(UV-act. 51). Der Unfall dürfte sich mithin ca. 2.5 – 3 Wochen vor dem 17. Juni 2011 

ereignet haben. Diese Annahme stimmt auch mit den Angaben von Dr. D.___ im 

Untersuchungsbericht vom 22. Juni 2011 überein, wonach eine Erstbehandlung beim 

Orthopäden am 20. Juni 2011 stattgefunden und der Beschwerdeführer damals 

angeblich seit einigen Wochen an Schmerzen in der linken Leiste gelitten hat, die sich 

während der 3 vorangegangenen Wochen massiv verschlechtert hatten (UV-act. 13).

3.     

3.1  Die Frage der Kausalität über das Datum der Leistungseinstellung hinaus, wird von 

der Beschwerdegegnerin gestützt auf die chirurgisch-orthopädische Beurteilung von 

Dr. E.___ vom 14. Januar 2013 (UV-act. 88) verneint. Dr. E.___ hält darin im 

Wesentlichen fest, dass der Beschwerdeführer anlässlich des fraglichen Unfalls mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keine grobe Hüftkontusion, sondern eine 

Adduktorenzerrung erlitten habe. In den medizinischen Berichten habe die 

unfallbedingte Adduktoren-Tendinose für die Beschwerden des Beschwerdeführers ab 

14. Juli 2011 keine Rolle mehr gespielt. Mit der kernspintomographischen 

Untersuchung vom 29. August 2011 sei sodann der degenerative, unfallunabhängige 

Schaden des rechten Hüftgelenks als Ursache der klinisch imponierenden 

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Leistenschmerzen mittels Bildgebung ausgewiesen gewesen. Der Status quo sine wäre 

somit auch - nämlich am 29. August 2011 - erreicht gewesen, wenn keine Zerrung der 

Adduktoren, sondern eine Hüftkontusion erfolgt wäre.

3.2  Der Umstand, dass Dr. E.___ seine Beurteilung ausschliesslich aufgrund der Akten 

abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem 

Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 

1988 Nr. U 56 S. 371). Dr. E.___ legt die Anamnese bzw. die Ergebnisse der im 

konkreten Fall durchgeführten persönlichen ärztlichen Untersuchungen des 

Beschwerdeführers lückenlos dar. Grundsätzlich beziehen sich seine Ausführungen 

ausserdem auf die im Rahmen der Beurteilung einer Unfallkausalität massgebenden 

Beurteilungskriterien - den Unfallmechanismus zusammen mit der echtzeitlich 

gestellten Unfalldiagnose, die echtzeitlich aufgetretenen Beschwerden sowie das 

Ergebnis der radiologischen Untersuchungen betreffend Vorzustände und Vorliegen 

relevanter unfallkausaler somatischer Befunde im Sinn struktureller Veränderungen.

3.3  Der Unfallmechanismus sowie die bei einem Unfall erlittene Verletzung, d.h. die 

Unfalldiagnose, bilden den massgebenden Ausgangspunkt für traumatische 

Folgeschäden. Entsprechend wesentlich sind auch die unmittelbar nach dem Unfall 

erhobenen Befunde bzw. Beschwerden. Dies in dem Sinne, dass es offensichtlich 

erscheint, dass in der Regel nur ein vom Unfall betroffener Körperteil eine Verletzung 

mit nachfolgenden Beschwerden zeitigen kann.

3.3.1  Laut Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 23. Juni 2011 hat sich der 

Beschwerdeführer beim Absteigen von der Vibrowalze den Fuss verdreht und ist 

gestürzt (UV-act. 1). Seinem Hausarzt Dr. C.___ gab er anlässlich der Erstbehandlung 

vom 17. Juni 2011 an, er sei vor ca. 2,5 – 3 Wochen mit nassen Schuhen ausgerutscht 

und von einer Leiter gestürzt, wobei Dr. C.___ bemerkte: "genaue Angaben sprachlich 

bedingt nicht eruierbar" (UV-act. 51). Während Dr. D.___ in seinem 

Untersuchungsbericht vom 22. Juni 2011 (UV-act. 13, S. 3) und im Arztzeugnis vom 10. 

Februar 2012 (UV-act. 11) einen Ausrutscher auf einer Treppe und ein Verdrehen des 

Beins beschrieb, vermerkte er im Arztzeugnis vom 22. November 2011 (UV-act. 11) 

einen Sturz von einer Treppe. Am 24. Januar 2012 war der Beschwerdeführer von der 

Beschwerdegegnerin erstmals detailliert zum Unfallablauf befragt worden (UV-act. 18). 

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Er gab an, der Unfall habe sich auf einer Baustelle in F.___ ereignet. Am Unfalltag sei es 

nass und rutschig gewesen. Beim Hinuntersteigen von der Vibrowalze sei er mit dem 

Fuss ausgerutscht, habe diesen verdreht und sei dadurch aus der Höhe von ca. zwei 

Metern auf den Boden gestürzt. Auf dem Boden hätten verschieden grosse Steine, 

Geröll und diverses Altmaterial herumgelegen. Beim Sturz habe er den rechten 

Oberschenkel sowie die rechte Hüfte angeschlagen (UV-act. 18). Die dargelegten 

Sachverhalte beinhalten wiederkehrend einen Vorgang mit Verdrehen des 

Oberschenkels und/oder Sturz auf die rechte Hüfte. Eine unfallbedingte 

Beeinträchtigung des Hüftgelenks in Kombination mit einer Verdrehung des 

Oberschenkels kann mithin - entgegen der offensichtlichen Beurteilung von Dr. E.___ - 

nicht ohne weiteres in Abrede gestellt werden. Beide Mechanismen vermögen 

grundsätzlich Verletzungsfolgen, sogar in Form struktureller Läsionen, zu verursachen, 

doch sind solche keineswegs eine zwingende Folge. Insofern ist letztlich entscheidend 

und nachfolgend zu prüfen, welche Verletzungen der verunfallte Beschwerdeführer im 

konkreten Fall tatsächlich erlitten hat.

3.3.2  Dr. D.___ diagnostizierte anlässlich seiner Erstbehandlung vom 20. Juni 2011 laut 

Bericht vom 22. Juni 2011 eine posttraumatische proximale 

Adduktorenansatztendinose links (gemeint ist offenbar rechts). Der Patient leide seit 

einigen Wochen an Schmerzen in der linken Leiste (gemeint ist offenbar rechts), die 

sich seit 3 Wochen massiv verschlechtert hätten (UV-act. 13, S. 3). Aufgrund 

weiterbestehender Beschwerden unterzog sich der Beschwerdeführer am 14. Juli 2011 

abermals einer Untersuchung bei Dr. D.___. Im gleichentags erstellten Bericht 

bestätigte dieser seine Diagnose einer posttraumatischen proximalen 

Adduktorenansatztendinose links (gemeint ist offenbar rechts) sowie unveränderte 

Beschwerden in der linken Leiste (gemeint ist offenbar rechts). Weiter hielt er einen 

klinisch unveränderten Befund der linken Hüfte (gemeint ist offenbar rechts) fest (UV-

act. 13, S. 2). Eine weitere Untersuchung vom 26. August 2011 führte laut Bericht von 

Dr. D.___ vom 29. August 2011 zu denselben Ergebnissen (UV-act. 13, S. 1). In seinem 

Bericht vom 10. Februar 2012 stellte Dr. D.___ sodann - offensichtlich seine 

Erstbehandlung vom 20. Juni 2011 betreffend - die Diagnose einer traumatisierten 

Coxarthrose rechts und hielt als Befunde eine Druckdolenz am proximalen 

Adduktorenansatz sowie eine schmerzbedingt eingeschränkte Flexionsbewegung der 

rechten Hüfte fest (UV-act. 33). Gleich wie Dr. D.___ hielt Dr. C.___ in seinem 

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Arztzeugnis UVG vom 15. Juni 2012 die Verdachtsdiagnose einer traumatisch 

bedingten Adduktorenansatztendinitis/-ose bei mittelgradiger Coxarthrose rechts fest 

und vermerkte die Befunde einer stark eingeschränkten Beweglichkeit der Hüfte rechts 

sowie einer Dolenz der Adduktoren-Loge (UV-act. 51). Zusammenfassend ist 

festzuhalten, dass auch angesichts der in den dargelegten medizinischen Akten 

festgehaltenen Diagnosen, Befunden und Beschwerden - entsprechend der 

Schlussfolgerung in Erwägung 3.3.1 betreffend Unfallmechanismus und entgegen der 

Beurteilung von Dr. E.___ - eine traumatisch bedingte Adduktorenzerrung sowie eine 

Hüftprellung (traumatisierte Coxarthrose; Schmerzen in der Leistenregion) nicht 

grundsätzlich ausgeschlossen werden.

3.4   Dr. E.___ beschreibt in seiner Beurteilung nachvollziehbar, dass die 

Adduktorenzerrung für die Hüftgelenksbeschwerden und die Leistenschmerzen sowie 

die nachfolgende Hüftgelenksoperation des Beschwerdeführers nicht verantwortlich sei 

(vgl.S. 11 der Beurteilung). Unbestritten ist sodann unter den Verfahrensparteien, dass 

die Adduktorenzerrung bis zum Datum der Leistungseinstellung verheilt war. Die 

unfallbedingte Adduktorentendinose hat für die Beschwerden des Beschwerdeführers 

offensichtlich bereits ab 14. Juli 2011 keine Rolle mehr gespielt (vgl. UV-act. 13, S. 2). 

Zu prüfen bleibt damit, ob das rechte Hüftgelenk des Beschwerdeführers über das 

Datum der Leistungseinstellung vom 29. August 2011 hinaus fortdauernde 

unfallkausale Verletzungsfolgen aufweist.

3.5    

3.5.1   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt.Als objektiviert gilt eine solche Läsion dann, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologisch erhobenen Untersuchungsbefund nachgewiesen werden 

kann. Im Unfallversicherungsrecht gibt es allerdings auch Fälle, bei denen die 

Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des 

posttraumatischen Verlaufs nie wirklich sichtbar gemacht werden konnten. Dennoch 

wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer 

schädigenden Wirkung dieses Ereignisses (Unfall) auf den Körper ausgegangen, wobei 

die in der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden nach einem bestimmten 

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Zeitraum - trotz ihres möglichen Fortdauerns - aber nicht mehr dem Unfall zugerechnet 

werden. Bei der Kontusion einer vorbestehenden, degenerativen Coxarthrose handelt 

es sich um eine solche, umschriebene Gesundheitsschädigung, deren Geschehen sich 

zwar beispielsweise durch den Unfallmechanismus annehmen oder anhand klinischer 

Befunde - wie Hämatome, Schwellungen, Druckdolenzen, 

Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen - objektivieren lässt, die aber nicht 

von einer strukturellen Läsion bzw. schlecht verheilten, strukturellen Läsion mit 

fortdauernden gesundheitlichen Störungen begleitet sein muss. In dem Sinn ist auf die 

medizinische Erfahrungstatsache hinzuweisen, wonach Prellungen (Kontusionen), 

Verstauchungen oder Zerrungen (Distorsionen) ohne strukturelle Läsionen 

normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit verbundenen 

Beschwerden gänzlich zurückbilden. Diese medizinische Erfahrungstatsache darf im 

Rahmen des im Sozialversicherungsrecht zur Anwendung gelangenden 

Wahrscheinlichkeitsbeweises (Th. Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. 

Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) berücksichtigt werden. Dies hat insbesondere für den 

Nachweis des Status quo sine zu gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen 

Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2). 

Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische 

Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von 

der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche 

präsentieren.

3.5.2  Die Untersuchung des Beckens/der Hüfte rechts in der RIS Radiologie im 

Silberturm vom 20. Juni 2011 zeigte eine mittelgradige rechtsseitige Coxarthrose mit 

leichtgradiger Entrundung der oberen Femurkopfzirkumferenz, Randosteophyten 

acetabulär und femoral mit sekundärer Offsetstörung und mit Impingement-

Konstellation, eine mässiggradige Verschmälerung des Hüftgelenkspalts rechts, eine 

beidseitige Acetabulumdachsklerose, geringgradige acetabuläre Randosteophyten 

links und eine mässiggradige Verschmälerung des rechtsseitigen ISG-Spalts (UV-act.  

14 S. 3). Die MRI-Untersuchung in der RIS Radiologie im Silbertrum vom 29. August 

2011 brachte eine erhebliche Coxarthrose mit Randosteophyten acetabulär und 

femoral, Entrundung der Gelenkfläche und flachem anterioren femoralen Offset mit 

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Impingement-Konstellation, eine erhebliche Limbusdegeneration, eine Chondropathie 

Grad III und stellenweise beginnend IV mit zusammenhängenden Ulcera und Defekten, 

eine subkortikale Osteodystrophie anterocranial im Femurkopf (beginnende 

Femurkopfnekrose?) sowie ein Hämangiom im proximalen Femurschaft hervor. 

Ansonsten war das MR-Arthrotomogramm des rechten Hüftgelenks normal, ohne 

Nachweis entzündlicher Veränderungen im Bereich der Muskel- und Sehnenansätze 

(UV-act. 14 S. 1 f.). Die radiologischen Untersuchungsergebnisse weisen 

unbestrittenermassen keine durch den Unfall verursachte klar ausgewiesene neue, 

bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung im Bereich 

des rechten Hüftgelenks aus. Entsprechend hält Dr. E.___ in seiner Beurteilung fest, es 

kämen weder auf den konventionellen Röntgenaufnahmen noch im 

Kernspintomogramm Frakturen oder Impressionen zur Darstellung. Die Zerklüftung des 

Limbus sei nach bildmorphologischen Kriterien ausschliesslich degenerativ bedingt. 

Hierauf werde vorsorglich hingewiesen, falls argumentiert werden sollte, dass es bei 

dem Trauma zu einem Anschlagen des wenig taillierten Schenkelhalses gegen den 

Pfannenrand gekommen sei im Sinn einer Impingementproblematik. Eine 

unfallbedingte Impingement-Situation sei auf den MRI-Aufnahmen nicht erkennbar (UV-

act. 88, S. 11 f.). Unzweifelhaft zeigte sich hingegen beim Beschwerdeführer im Bereich 

des rechten Hüftgelenks ein umfassender degenerativer Vorzustand, insbesondere eine 

vorbestehende und unfallfremde Coxarthrose (vgl. dazu auch act. G 7.1; A. Debrunner, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 234). Dr. E.___ führt dazu 

beweiskräftig aus, das MRI vom 29. August 2011 zeige ausschliesslich degenerative 

Veränderungen. Der Zeitraum zwischen angeschuldigtem Unfallereignis und 

kernspintomographischer Untersuchung sei mit ca. drei Monaten so kurz, dass eine 

unfallbedingte Arthrose (sog. posttraumatische Arthrose) nicht postuliert werden 

könnte. Schon die konventionellen Röntgenaufnahmen, die wenige Tage nach dem 

Unfallereignis angefertigt worden seien, hätten eine mässiggradige Coxarthrose 

ausgewiesen (UV-act. 88, S. 11 f.). Es bestehen zudem auch keinerlei Hinweise (auch 

nicht von Seiten Dr. D.___ [vgl. dazu insbesondere act. G 7.1]) darauf, dass die 

Coxarthrose eine unfallbedingte definitive, d.h. dauernde oder richtunggebende 

Verschlimmerung, erfahren hätte. Dr. E.___ legt in seiner Beurteilung nachvollziehbar 

dar, dass bei fehlenden äusseren Verletzungszeichen und fehlendem radiologischen 

Nachweis einer strukturellen Läsion im Bereich des rechten Hüftgelenks eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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unfallbedingte richtunggebende Verschlimmerung der vorbestehenden Coxarthrose 

unwahrscheinlich sei. Das ca. zweieinhalb Monate nach dem Ereignis angefertigte 

Kernspintomogramm zeige weder ein Knochenmarködem noch einen Bone bruise. 

Solche radiologischen Zeichen wären zu erwarten gewesen, wenn eine wesentliche 

Gewalt bei dem Unfall auf das Hüftgelenk eingewirkt hätte.

3.5.3  Damit kann nur eine vorübergehende Verschlimmerung des Vorzustandes durch 

den Unfall zur Diskussion stehen. In diesem Fall übernimmt die Unfallversicherung 

lediglich den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. 

379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen). Wie zuvor ausgeführt, ist es Aufgabe medizinischer 

Fachpersonen, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen. Dr. E.___ geht von 

einem Status quo sine betreffend Kontusionsfolgen im Bereich des rechten 

Hüftgelenks per 29. August 2011 - Datum der MRI-Untersuchung - aus. Angesichts der 

dargelegten Sachlage (vgl. Erwägung 3.5.1 f.) spricht nichts gegen diese Beurteilung. 

Wie bereits erwähnt, wurden im MRI-Untersuchungsbericht insbesondere keine 

typischen Kontusionsfolgen wie Hämatome und Schwellungen (vgl. A. Debrunner, 

a.a.O., S. 234) aufgeführt und enthalten auch die übrigen ärztlichen Berichte keinerlei 

Hinweise auf unfallbedingte fortdauernde Beschwerden. Vorliegend können die 

fortdauernden Beschwerden mit unfallfremden Befunden, insbesondere degenerativer 

und krankheitsbedingter Art, erklärt werden. Die Leistungseinstellung des 

Unfallversicherers bedingt keine Beschwerdefreiheit bzw. volle Arbeitsfähigkeit. 

Entscheidend ist allein, ob die durch den Unfall ausgelösten Beschwerden ihre kausale 

Bedeutung verloren haben. Wie von Dr. E.___ angenommen und schlüssig begründet, 

darf mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen 

werden, dass der Status quo sine im Zeitpunkt der MRI-Untersuchung erreicht war. Die 

Einstellung der Leistungen per 29. August 2011 erweist sich damit als gerechtfertigt.

3.6   Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits in der Einsprache vom 

30. November 2012 (UV-act. 84) thematisierte Feststellung von Dr. D.___ in dessen 

Bericht vom 26. Juni 2012 - die Hüftarthrose hätte irgendwann symptomatisch werden 

können, aber die Verschlechterung des Gesundheitszustands hänge unmittelbar mit 

dem Unfall zusammen (act. G 7.1) - vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bezieht sich auf den Begriff des Status quo 

sine als Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später mit Wahrscheinlichkeit eingestellt 

hätte (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54) und stellt sich auf den Standpunkt, dass 

die Verschlechterung der Coxarthrose ohne Unfall nicht bereits zu jenem Zeitpunkt 

stattgefunden und eine Operation notwendig gemacht hätte. Dieser Argumentation ist 

jedoch entgegen zu halten, dass die Kontusion einer Coxarthrose, wie bereits 

ausgeführt, nur vorübergehend, erfahrungsgemäss wieder abheilende Schmerzen 

auslösen kann. Der Schweregrad der Coxarthrose an sich wird durch die Kontusion 

nicht verändert. Mit seiner Feststellung - der Beschwerdeführer sei bis zum Unfall in 

seinem Beruf als Baufacharbeiter problemlos einsatzfähig gewesen, seither jedoch 

nicht mehr und werde es auch nie mehr sein - möchte der Rechtsvertreter sodann wohl 

einwenden, der Status quo ante, d.h. der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden habe (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54), sei noch nicht erreicht. Damit 

wird jedoch die eigentlich zur Diskussion stehende Frage der Unfallkausalität bzw. 

deren Dahinfallen ausgeklammert. Die Unfallkausalität gilt es jedoch eben per 29. 

August 2011 zu verneinen. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer weiterhin seinen 

angestammten Beruf nicht ausüben kann, ist unfallfremden Gründen, insbesondere 

seinem degenerativen Vorzustand, zuzuschreiben.

3.7   Dem Begehren, es sei ein neutrales ärztliches Gutachten einzuholen, ist bei 

diesem Ergebnis nicht stattzugeben. Die vorliegenden medizinischen Akten sind 

widerspruchsfrei und schlüssig und es bestehen keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit. Da von weiteren Abklärungen keine entscheidrelevanten neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind, kann von der Einholung eines Gutachtens abgesehen 

werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und 

BGE 124 V 94 E. 4b.).

4.     

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichts­

kosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

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1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.02.2014
	Art. 6 UVG. Leistungseinstellung. Das Dahinfallen des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den Beschwerden der Hüfte (Implantation Hüftgelenk bei Coxarthrose) und dem Unfallereignis wurde von der Beschwerdegegnerin rechtsgenüglich dargetan (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Februar 2014, UV 2013/32).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_256/2014.

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