# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 590f952b-6021-5e82-800b-f40745f08107
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2025 D-8805/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8805-2025_2025-12-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8805/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger;  

Gerichtsschreiberin Michèle Fierz. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch lic. iur. Nesrin Ulu, Rechtsbüro,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 6. November 2025 / N (…). 

 

 

 

D-8805/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 11. August 2025 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte,  

dass er am 1. September 2025 summarisch zu seiner Person und am 

30. Oktober 2025 vertieft zu seinen Asylgründen angehört wurde,  

dass er angab, türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und musli-

mischen Glaubens zu sein,  

dass er verheiratet sei, drei Kinder habe und zuletzt in einem familieneige-

nen Betrieb für Transporte zuständig gewesen sei,  

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er stamme aus einer politisch aktiven Familie und verschiedene 

Familienmitglieder hätten Probleme mit den türkischen Behörden,  

dass er bereits im Jahr 2023 in Griechenland um Asyl nachgesucht habe, 

er aber in die Türkei zurückgekehrt sei, da sein Bruder einen Unfall gehabt 

habe,  

dass in der Türkei Strafverfahren wegen Terrorpropaganda und Mitglied-

schaft in einer bewaffneten Terrororganisation gegen ihn eröffnet worden 

seien, er mit einem Ausreiseverbot belegt sei und die Polizei wiederholt bei 

ihm zu Hause Razzien durchgeführt habe, weshalb er schliesslich ausge-

reist sei,  

dass das SEM aufgrund von Zweifeln an der Echtheit der eingereichten 

Beweismittel betreffend die Strafverfahren eine amtsinterne Analyse ver-

anlasste, welche zum Schluss kam, dass gewisse Beweismittel zahlreiche 

objektive Fälschungsmerkmale aufweisen würden, weshalb es sich ein-

deutig um Fälschungen handle,  

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 30. Oktober 

2025 das rechtliche Gehör zu diesen Abklärungsergebnissen gewährt 

wurde,  

dass dem Beschwerdeführer am 4. November 2025 ein Entwurf des Asyl-

entscheids zugestellt wurde und die Stellungnahme dazu am 5. November 

2025 beim SEM eingegangen ist,  

D-8805/2025 

Seite 3 

dass das SEM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 6. November 

2025 die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, sein 

Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 

Wegweisungsvollzug anordnete,  

dass die zugewiesene Rechtsvertretung am 7. November 2025 das Man-

dat niederlegte,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. November 2025 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine 

Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und ihm Asyl zu erteilen, eventualiter 

sei die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung 

festzustellen und ihm die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu gewäh-

ren, subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen,  

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses) und um amtliche Beiordnung der rubrizierten Rechtsvertreterin er-

suchte, 

dass er zudem beantragt, ihm sei zur Beschaffung der Dokumente aus der 

Türkei und deren Einreichung vor Gericht eine angemessene Frist zu ge-

währen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde mit 

Schreiben vom 18. November 2025 bestätigte,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. November 2025 einen 

Nachweis zu seiner Bedürftigkeit sowie ein weiteres Beweismittel ein-

reichte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

zur Neubeurteilung beantragt und rügt, die Vorinstanz habe im Zusammen-

hang mit der internen Dokumentenanalyse seinen Anspruch auf rechtliches 

Gehör verletzt, indem sie nicht genauer darlegt habe, weshalb sie die Do-

kumente als gefälscht erachtet habe,  

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den wesentlichen Inhalt der 

Dokumentenanalyse gemäss Art. 28 VwVG anlässlich der Anhörung vom 

30. Oktober 2025 zur Kenntnis gebracht hat, sich der Beschwerdeführer 

dazu äussern konnte und auch der Rechtsvertreterin Gelegenheit zur Stel-

lungnahme eingeräumt wurde (vgl. A22/12 F52 ff.), 

dass das Vorgehen des SEM damit nicht zu beanstanden ist, insbesondere 

in Anbetracht, dass eine missbräuchliche Weiterverwendung der im Analy-

sebericht enthaltenen, weitergehenden Informationen – ob durch den Be-

schwerdeführer selbst oder im Sinne eines Lerneffekts durch Drittpersonen 

– vermieden werden soll (vgl. BVGE 2011/37 E. 5.4.4),  

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Seite 5 

dass somit der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör 

nicht verletzt wurde,  

dass auch der Rüge, das SEM habe den Beschwerdeführer nur nach Do-

kumenten und nicht nach einer allgemeinen Verfolgung befragt, jeglicher 

Grundlage entbehrt, zumal der Beschwerdeführer erklärte, er habe alle für 

seine Flucht relevanten Gründe nennen können,  

dass zudem die Frage, inwieweit die Beweiswürdigung des SEM zutreffend 

ist, nicht das rechtliche Gehör oder die Erstellung des Sachverhalts betrifft, 

sondern die materielle rechtliche Würdigung der Sache, 

dass der Umstand, dass das SEM – wie vorliegend – zu einer anderen 

Einschätzung kommt, als vom Beschwerdeführer gefordert, nicht auf eine 

formelle Verfehlung schliessen lässt und eine Rückweisung der Sache 

nicht rechtfertigt,  

dass das entsprechende Rechtsbegehren daher abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, 

dass eine amtsinterne Überprüfung der Beweismittel bezüglich der geltend 

gemachten Strafverfahren in der Türkei ergeben habe, dass die Mehrheit 

der diesbezüglich eingereichten Beweismittel mehrere klare, objektive Fäl-

schungsmerkmale aufweisen würden,  

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Seite 6 

dass der Beschwerdeführer auch diverse vom SEM eingeforderte Beweis-

mittel nicht habe beibringen können und er nicht in überzeugender Weise 

habe erklären können, weshalb er zwar die eingereichten, nicht aber die 

vom SEM geforderten Beweismittel habe beschaffen können,  

dass davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer habe die schweizeri-

schen Behörden täuschen wollen, womit seinem Asylgesuch jede Grund-

lage entzogen sei,  

dass es sich damit auch erübrige, Teilaspekte der Vorbringen des Be-

schwerdeführers – wie etwa den politischen Hintergrund seiner Verwandt-

schaft oder die Haftstrafe seines Onkels, welche indessen bis anhin keine 

persönlichen Folgen für den Beschwerdeführer gehabt habe (vgl. A22/12 

F41-F45) – genauer abzuklären,  

dass die Vorbringen insgesamt den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 

gemäss Art. 7AsylG nicht standhielten, womit diese nicht auf ihre flücht-

lingsrechtliche Relevanz zu prüfen seien,  

dass der Beschwerdeführer dem entgegenhielt, er verfüge nicht über eine 

ausreichende Bildung und sei noch nie mit strafrechtlichen Dokumenten 

konfrontiert worden, weshalb seine diesbezüglichen Antworten grössten-

teils zwar unverständlich gewesen seien, dies ihm aber nicht vorgehalten 

werden könne, 

dass er sich aufgrund seines Unwissens auch nicht richtig habe zum Fäl-

schungsvorwurf äussern können und ihm nicht angelastet werden könne, 

dass auch seine Rechtsvertreterin diesbezüglich nichts vorgebracht habe, 

dass er weiter ausführt, er habe – aufgrund seiner Namensänderung und 

weil er auf der Flucht sein Telefon verloren habe – keinen Zugang zu sei-

nem e-Devlet und auch sein türkischer Anwalt habe «aus verschiedenen 

Gründen» keine Auszüge beschaffen können,  

dass er, auch wenn er Zugang zum e-Devlet gehabt hätte, keine Doku-

mente hätte einsehen können, da dort lediglich gerichtliche Verfahren, 

nicht aber staatsanwaltschaftliche Ermittlungen zu sehen seien,  

dass staatsanwaltschaftliche Ermittlungen nur durch einen beauftragten 

Rechtsanwalt einsehbar seien,  

D-8805/2025 

Seite 7 

dass er in der Türkei einen neuen Rechtsanwalt beauftragt habe, welcher 

in der Zwischenzeit habe herausfinden können, dass gegen ihn tatsächlich 

zwei Strafverfahren (wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organi-

sation und wegen Terrorpropaganda) hängig seien,  

dass jedoch Einschränkungen betreffend Akteneinsicht bestünden, der An-

walt dagegen Einspruch eingelegt habe und die entsprechenden Doku-

mente nachgereicht würden, 

dass zudem aus einer Liste der Staatsanwälte erkennbar sei, dass diejeni-

gen Staatsanwälte, die die eingereichten Beweismittel unterzeichnet hät-

ten, nach wie vor als Staatsanwälte tätig seien, womit der Fälschungsvor-

wurf haltlos sei, 

dass er in der Zwischenzeit zudem das Urteil gegen seinen Onkel, der un-

ter anderem wegen Fälschung amtlicher Urkunden verurteilt worden sei, 

habe beschaffen können, was den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen wei-

ter untermaure, 

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass die 

Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt 

hat, 

dass dem Beschwerdeführer – entgegen der Auffassung in der Be-

schwerde – das Verhalten seiner Vertretung grundsätzlich anzurechnen ist,  

dass die Vorinstanz in der internen Dokumentenanalyse nachvollziehbar 

und mit überzeugender Begründung zum Schluss kam, dass die einge-

reichten Verfahrensdokumente von vielen objektiven Fälschungsmerkma-

len geprägt seien, welche in ihrer Gesamtheit nur den Schluss zuliessen, 

die Verfahrensdokumente seien gefälscht,  

dass der Beschwerdeführer lediglich aufzeigte, dass zwei Staatsanwälte, 

welche auf den eingereichten Justizdokumenten aufgeführt sind, weiterhin 

als Staatsanwälte tätig seien,  

dass dies aber bei weitem nicht alle von der Vorinstanz entdeckten, objek-

tiven Fälschungsmerkmale zu erklären vermag und es dem Beschwerde-

führer damit nicht gelungen ist, das Gericht von der Authentizität der ein-

gereichten Beweismittel zu überzeugen,  

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Seite 8 

dass zudem die Erklärung des Beschwerdeführers, sein Anwalt habe die 

vom SEM geforderten Dokumente «aus verschiedenen Gründen» nicht er-

hältlich machen können, nicht ausreichend ist, darzutun, weshalb es ihm 

in entschuldbarer Weise während knapp drei Monate nicht gelungen ist, 

die vom SEM geforderten Dokumente zu beschaffen,  

dass der Beschwerdeführer auch aus dem auf Beschwerdeebene einge-

reichten Urteil gegen seinen Onkel nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, 

zumal dieses nicht in Zusammenhang mit den angeblichen gegen den Be-

schwerdeführer hängigen Verfahren steht,  

dass dem Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben zudem aus 

der Verurteilung seines Onkels keine persönlichen Nachteile entstanden 

sind, womit er aus dem auf Beschwerdeebene eingereichten Urteil nichts 

zu seinen Gunsten ableiten kann,  

dass das eingereichte, in türkischer Sprache verfasste Schreiben seines 

Anwalts sowie die eingereichte Eingabe des türkischen Anwalts, mit wel-

chem er beim Strafrichteramt B._______ Akteneinsicht beantragt hat, 

ebenfalls nichts an der Einschätzung des Gerichts zu ändern vermag, zu-

mal der Beweiswert solcher Beweismittel gering ist und diese in der Regel 

als Gefälligkeitsschreiben zu qualifizieren sind,  

dass es nach dem Gesagten nicht angezeigt erscheint, dem Beschwerde-

führer Frist zur Beschaffung und Einreichung von Dokumenten aus der Tür-

kei anzusetzen, zumal ihm dafür bereits im vorinstanzlichen Verfahren 

mehrere Monate Zeit eingeräumt wurde und er nicht substantiiert darlegen 

konnte, weshalb eine Beschaffung in dieser Zeit nicht möglich war, 

dass die persönliche Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers aufgrund 

der gefälschten Beweismittel erschüttert ist,  

dass es dem Beschwerdeführer insgesamt nicht gelingt, die Flüchtlingsei-

genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

das Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein sol-

ches in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 

AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung 

erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht 

(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte 

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Seite 9 

Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 

demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),  

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24  

E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG;  

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind, 

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AIG), da weder die allgemeine Lage in der Türkei (vgl. Re-

ferenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13.2) noch 

individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr 

schliessen lassen, wobei vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen 

in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. A26/12 S. 6 

f.), welchen der Beschwerdeführer nichts Substantielles entgegensetzt, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG), 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

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Seite 10 

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

um Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung abzuweisen sind, da sich 

die Beschwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos er-

wiesen hat,  

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 1’000.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um 

Beiordnung einer amtlichen Rechtsvertretung werden abgewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Michèle Fierz 

 

 

Versand: