# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1015831-75b8-5d1d-b6de-4d636fceaeac
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.01.2015 D-6419/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6419-2014_2015-01-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-6419/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Einzelrichter Martin Zoller, 

mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; 

Gerichtsschreiber Philipp Reimann. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Jemen, 

vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; 

zuvor Bundesamt für Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des BFM vom 24. September 2014 / N (…). 

 

 

 

D-6419/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 14. Oktober 2002 unter den Personalien 

B._______, geboren am (…), C._______ Staatsangehöriger, in der 

Schweiz ein erstes Mal um Asyl nachsuchte, 

dass das damals zuständige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF, heute: SEM) 

mit Verfügung vom 30. April 2004 gestützt auf aArt. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG 

(Täuschen über die Identität) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eintrat, dessen Wegweisung aus der Schweiz verfügte und ihn auf-

forderte, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen, 

dass das BFF seine Verfügung im Wesentlichen damit begründete, Abklä-

rungen der Fachstelle LINGUA hätten ergeben, dass der Beschwerdefüh-

rer mit Sicherheit nicht aus dem C._______ stamme, 

dass diese Verfügung am 14. Mai 2004 unangefochten in Rechtskraft er-

wuchs, 

dass der Beschwerdeführer seit dem 16. Juni 2004 unbekannten Aufent-

halts war, 

dass der Beschwerdeführer am 11. Juli 2011 in der Schweiz unter den Per-

sonalien A._______, geboren am (…), Jemen, ein zweites Asylgesuch 

stellte, 

dass das nunmehr zuständige BFM am 15. Juli 2011 im Empfangs- und 

Verfahrenszentrum (EVZ) D._______ die Personalien des Beschwerdefüh-

rers erhob und ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu seinen Ausreise-

gründen befragte, 

dass das BFM ihn am 11. Mai 2012 einlässlich zu seinen Asylgründen an-

hörte, 

dass der Beschwerdeführer dabei zur Begründung seines Asylantrages im 

Wesentlichen vorbrachte, er sei jemenitischer Staatsangehöriger aus 

E._______ (Provinz F._______) und habe bis zu seiner ersten Ausreise 

aus Jemen im Jahre 2002 selbständig in der Geldwechselbranche gear-

beitet, 

dass er sich nach Abschluss seines ersten Asylverfahrens in der Schweiz 

bis 2006 hier versteckt, anschliessend nach Frankreich gereist und 

schliesslich im Mai oder Juni 2008 in den Jemen zurückgekehrt sei, 

D-6419/2014 

Seite 3 

dass er bei seiner Rückkehr nach Jemen behördlich festgenommen wor-

den sei, weil er ohne Papiere in seine Heimat eingereist sei, 

dass ihn in der Folge Angehörige der politischen Sicherheit ("Amen Siassi") 

ins Gefängnis gesteckt hätten, wo er drei Monate später gegen Bestechung 

freigekommen sei, 

dass er anschliessend während ungefähr zweieinhalb Jahren bei einem 

entfernten Verwandten in G._______ und später bei einem Freund in 

H._______ (I._______) und auf dem (…) I._______ gelebt habe, 

dass er sich im Verlaufe des März 2011 an verschiedenen Demonstratio-

nen in I._______ beteiligt habe, 

dass anlässlich einer solchen Demonstration – während eines Telefonge-

sprächs (Handy) mit seinem Bruder – unvermittelt Heckenschützen begon-

nen hätten, auf die Demonstranten zu schiessen, wobei ein Mann von 

Schüssen tödlich getroffen worden sei, 

dass ein Demonstrant aufgrund der Tatsache, dass er immer noch sein 

Telefon in der Hand gehalten habe, in die Menge geschrien habe, er (der 

Beschwerdeführer) gehöre der Regierung an, 

dass ihm ein Mann einen Fusstritt an den Kopf versetzt habe, worauf er in 

Ohnmacht gefallen sei, 

dass ihn später Leute wieder zu Bewusstsein gebracht und ihn in der Folge 

zu seinem Freund in H._______ geführt hätten, 

dass er später erfahren habe, dass der Getötete ein Angehöriger der Fa-

milie J._______ gewesen sei, welche ihn persönlich für dessen Tod verant-

wortlich mache, 

dass vermummte Personen das Haus, in welchem seine Mutter sowie 

mehrere Geschwister leben würden, beschossen hätten, 

dass er aus diesen Gründen im Mai 2011 seine Heimat verlassen habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 24. September 2014 – eröffnet am 2. Ok-

tober 2014 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, dessen zweites Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus 

der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete, 

D-6419/2014 

Seite 4 

dass der Beschwerdeführer am 3. November 2014 mittels seines Rechts-

vertreters beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und dabei 

beantragen liess, die Verfügung des BFM vom 24. September 2014 sei 

aufzuheben und die Sache dem BFM zur vollständigen und richtigen Ab-

klärung und Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neu-

beurteilung zurückzuweisen; eventualiter sei die Verfügung des BFM vom 

24. September 2014 aufzuheben und es sei die Flüchtlingseigenschaft 

festzustellen und ihm Asyl zu gewähren; eventualiter sei die Unzulässigkeit 

beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustel-

len, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 6. November 2014 den Eingang 

der vorliegenden Beschwerde bestätigte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zwischen-

verfügung vom 13. November 2014 aufforderte, bis zum 28. November 

2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu leisten, ansonsten auf seine 

Beschwerde nicht eingetreten werde, 

dass der Sozialdienst des Kantons Aargau dem Bundesverwaltungsgericht 

am 21. November 2014 eine vom 20. November 2014 datierende Fürsor-

geabhängigkeitsbestätigung zugunsten des Beschwerdeführers zustellte, 

dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Eingabe vom 24. No-

vember 2014 unter Beilegung der vorerwähnten Fürsorgeabhängigkeitsbe-

stätigung beantragte, sein Mandant sei von der Bezahlung der Verfahrens-

kosten zu befreien, da die Beschwerde nicht als zum Vornherein aussichts-

los bezeichnet werden könne, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 1. De-

zember 2014 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wegen Aussichtslosigkeit der Be-

schwerdebegehren abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, den mit 

Zwischenverfügung vom 13. November 2014 eingeforderten Kostenvor-

schuss von Fr. 600.– innert der Notfrist von drei Tagen ab Erhalt dieser 

Zwischenverfügung zu leisten, verbunden mit der Androhung, auf die Be-

schwerde werde nicht eingetreten, wenn der Kostenvorschuss innert Frist 

nicht bezahlt werde, 

dass die Zwischenverfügung vom 1. Dezember 2014 dem Beschwerdefüh-

rer laut Rückschein der Schweizerischen Post am 9. Dezember 2014 zu-

gestellt wurde, 

D-6419/2014 

Seite 5 

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 10. Dezember 2014 

einzahlte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i. V. m. Art. 31 – 33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit – nachdem der Kostenvorschuss innert Frist eingezahlt wurde 

– auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 

(Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG), 

dass sich die im Beschwerdeverfahren möglichen Rügegründe und die 

Kognition des Bundesverwaltungsgerichts aus Art. 106 Abs. 1 AsylG erge-

ben, soweit das AsylG zur Anwendung gelangt, beziehungsweise aus 

Art. 112 AuG i.V.m. Art. 49 VwVG, soweit das AuG zur Anwendung gelangt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, 

um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summa-

risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde vorab geltend macht, die 

Vorinstanz habe in ihrer Verfügung vom 24. September 2014 einen ihr vom 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 22. September 2014 zugestellten ara-

D-6419/2014 

Seite 6 

bischsprachigen Zeitungsartikel vom 13. August 2014 nicht gewürdigt, wo-

mit sie das rechtliche Gehör und die Pflicht zur vollständigen richtigen Ab-

klärung des rechtserheblichen Sachverhalts verletzt habe, weshalb die an-

gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an 

das BFM zurückzuweisen sei, 

dass aus der Sendungsverfolgung track & trace der Post hervorgehe, dass 

die besagte Beweismitteleingabe am 23. September 2014 um 8.00 Uhr 

beim BFM eingegangen sei, 

dass sich diese Beweismitteleingabe demzufolge entgegen der Behaup-

tung des BFM (in seinem vom 25. September 2014 datierenden Schreiben 

an den Rechtsvertreter) nicht mit der am 24. September 2014 entsandten 

angefochtenen Verfügung gekreuzt habe, 

dass das Bundesverwaltungsgericht diese Auffassung nicht teilt, 

dass nämlich entgegen letzterer Behauptung des Rechtsvertreters ange-

sichts der organisatorischen Grösse des BFM ohne Weiteres anzunehmen 

ist, dass die Beweismitteleingabe erst zu einem Zeitpunkt beim zuständi-

gen Sachbearbeiter eingetroffen ist, nachdem der erstinstanzliche Ent-

scheid rechtsgültig zustande gekommen war, was unmittelbar aus dem 

Schreiben des BFM vom 25. September 2014 an den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers (vgl. act. B27/3) zu folgern ist, 

dass somit die Behauptung in der Beschwerde, die Vorinstanz habe in ihrer 

Verfügung vorsätzlich die Würdigung eines rechtzeitig eingereichten Be-

weismittels unterlassen, keine hinreichende Grundlage hat, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

D-6419/2014 

Seite 7 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das BFM zu Recht festgestellt hat, die Vorbringen des Beschwerde-

führers seien nicht glaubhaft, 

dass in diesem Zusammenhang zunächst auffällt, dass sich der Beschwer-

deführer sowohl in Bezug auf die Umstände seiner Haftentlassung nach 

seiner angeblichen Rückkehr nach Jemen Mitte des Jahres 2008 als auch 

hinsichtlich der Dauer seines angeblichen Aufenthalts in G._______ wider-

sprochen hat, womit Zweifel an einer tatsächlichen Rückkehr in seine Hei-

mat beziehungsweise an seiner generellen Glaubwürdigkeit aufkommen, 

dass er anlässlich seiner Befragung vom 15. Juli 2011 erklärte, er sei drei 

Monate nach seiner Inhaftierung aus dem Gefängnis geflohen (vgl. act. 

B4/13 S. 3 ad Ziff. 3), wogegen er bei seiner Anhörung vom 11. Mai 2012 

behauptete, er sei damals gegen Bezahlung eines Bestechungsgelds frei-

gelassen worden (vgl. act. B21/19 S. 5 F und A 34), 

dass er weiter bezüglich seines anschliessenden Aufenthalts in G._______ 

einerseits behauptete, dieser habe "etwas mehr" als ein Jahr" betragen 

(vgl. act. B4/13 S. 3), während er anderseits am 11. Mai 2012 von einer 

Aufenthaltsdauer in G._______ von zweieinhalb Jahren sprach (vgl. act. 

B21/19 S. 5 F und A 36), 

dass die diesbezügliche Argumentation in der Beschwerde, die Aussage 

des Beschwerdeführers, wonach er sich mehr als ein Jahr in G._______ 

aufgehalten habe, stelle keine konkrete Aufenthaltsdauer, die Zweitangabe 

(zweieinhalb Jahre) demgegenüber lediglich eine Präzisierung ersterer 

Aussage dar (a.a.O. S. 6/7 Art. 10), nicht zu überzeugen vermag, weckt 

doch bereits die Formulierung etwas mehr als ein Jahr die klare Vorstel-

lung, der fragliche Aufenthalt dort habe nur etwa ein Jahr, gewiss aber nicht 

mehr als die doppelte Zeitspanne betragen, 

dass darüber hinaus die Aussagen des Beschwerdeführers auch in Bezug 

auf das ausreisebestimmende Geschehnis Widersprüche und Ungereimt-

heiten enthalten, 

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich einerseits ausführte, er habe 

Schüsse gehört, von einer Person einen Fussschlag auf sein Ohr erhalten, 

D-6419/2014 

Seite 8 

das Bewusstsein verloren und später von einem Freund vernommen, dass 

anlässlich der Demonstration zwei Personen getötet worden seien (vgl. act. 

B4/13 S. 7 f. ad Ziff. 15), 

dass er andererseits erklärte, er habe während der Demonstration einen 

von Schüssen tödlich getroffenen Mann wahrgenommen und dann einen 

zur Ohnmacht führenden Fusstritt ins Gesicht erhalten (vgl. act. B21/19 S. 

8 F und A 66), 

dass der Beschwerdeführer ferner einerseits erklärte, ein Freund habe ihn 

später zu seinem (in H._______ wohnhaften) Freund gebracht (vgl. act. 

B4/13 S. 7 ad Ziff. 15), während er diesbezüglich bei der späteren Anhö-

rung davon sprach, "irgendwelche Leute" hätten ihn damals zu jenem 

Freund geführt (vgl. B21/19 S. 13 F und A 104), 

dass der Erklärungsversuch in der Beschwerde, letztlich seien alle Leute, 

die wie er gemeinsam am Änderungsplatz gewesen seien, "wie Kollegen 

und Freunde gewesen", bei aller Fragwürdigkeit einer solch beschönigen-

den Argumentation auch deshalb nicht zu überzeugen vermag, als der Be-

schwerdeführer nach seiner ersten Darstellung von einem Freund, nach 

seiner zweiten Anhörung in der Interpretation seines Rechtsvertreters dem-

gegenüber von mehreren Freunden zu seinem Freund in H._______ ge-

bracht worden wäre, 

dass der Umstand, ob die Rettung des Beschwerdeführers durch einen o-

der mehrere Freunde erfolgt sei, jedoch entgegen der pauschalen Behaup-

tung in der Beschwerde (a.a.O. S. 8 f. Art. 14) nicht als von untergeordneter 

Bedeutung zu bewerten ist, 

dass schliesslich vollkommen unerfindlich bliebe, weshalb der Beschwer-

deführer in einer grossen Demonstrationsmenge (vgl. B4/13 S. 8 ad 

Ziff. 15) allein aufgrund des Umstands, im Zeitpunkt der Schüsse ein Tele-

fon in Händen zu halten, in den Verdacht hätte geraten sollen, Spitzel der 

damaligen Regierung beziehungsweise für den Tod des erschossenen 

Mannes verantwortlich zu sein, 

dass die diesbezügliche Aussage des Beschwerdeführers, man habe ihm 

klar gemacht, dass dieser Mann, der Tote, nur deshalb umgebracht worden 

sei, weil er (der Beschwerdeführer) telefoniert habe, obwohl er mit dem 

Ganzen überhaupt nichts zu tun habe (act. B21/19 S. 8 F und A 66), zu-

sätzlich in keiner Weise geeignet erscheint, dessen Asylvorbringen in ei-

nem glaubhaften Lichte erscheinen zu lassen, 

D-6419/2014 

Seite 9 

dass vor diesem Hintergrund die Asylvorbringen des Beschwerdeführers 

den Anforderungen an das Glaubhaftmachen nicht standzuhalten vermö-

gen, 

dass an dieser Einschätzung auch der auf Beschwerdeebene eingereichte 

Zeitungsartikel vom 13. August 2014 nichts ändert, liegen doch die Gründe 

für die angebliche Suche nach dem Beschwerdeführer in dessen Eltern-

haus durch bewaffnete Unbekannte am 14. Juli 2011 sowie am 27. Januar 

2014 letztlich im Dunkeln, 

dass im Übrigen auffällt, dass in besagtem Artikel behauptet wird, der Be-

schwerdeführer sei nach der erstmaligen Vorsprache bewaffneter Unbe-

kannter in seinem Elternhaus am 14. Juli 2011 gezwungen gewesen, seine 

Heimat zu verlassen, wogegen der Beschwerdeführer selber den Schwei-

zer Asylbehörden gegenüber angab, seine Heimat bereits am 28. Mai 2011 

verlassen zu haben (vgl. act. B4/13 S. 8 ad Ziff. 16 und B21/19 S. 11 F und 

A 91), 

dass nach dem Gesagten die vom Beschwerdeführer geltend gemachte 

Gefährdungssituation als unglaubhaft erscheint, 

dass es ihm somit nicht gelungen ist, die Flüchtlingseigenschaft nachzu-

weisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das BFM das Asyl-

gesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2012/31 E. 6.2 S. 588), weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-

klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bun-

desamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen 

über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 

AuG) zu regeln ist, falls der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht 

zumutbar oder nicht möglich ist, 

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AuG), 

D-6419/2014 

Seite 10 

dass der Vollzug der Wegweisung unter dem Aspekt von Art. 5 Abs. 1 AsylG 

(vgl. auch Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) rechtmässig ist, weil der 

Beschwerdeführer – wie zuvor dargelegt – nicht glaubhaft machen konnte, 

dass er in Jemen aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG an Leib, Leben 

oder in ihrer Freiheit gefährdet ist oder dort Gefahr laufe, zur Ausreise in 

ein Land gezwungen zu werden, in dem ihm solche Nachteile drohen, 

dass sich aus den Vorbringen des Beschwerdeführers ausserdem auch 

keine konkreten und gewichtigen Anhaltspunkte für die Annahme ergeben, 

dass er im Falle einer Ausschaffung nach Jemen mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder 

Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens 

vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschli-

che oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und Art. 3 

EMRK unterworfen wäre, 

dass insbesondere auch aufgrund der allgemeinen Menschenrechtssitua-

tion in Jemen zum heutigen Zeitpunkt kein konkreter Anlass zur Annahme 

besteht, dem Beschwerdeführer drohe dort eine entsprechende Gefähr-

dung, 

dass der Vollzug der Wegweisung somit sowohl im Sinne der asylgesetzli-

chen als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 

dass gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG der Vollzug für Ausländerinnen und Aus-

länder unzumutbar sein kann, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf 

Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind, 

dass in Bezug auf Jemen nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder 

einer landesweiten Bürgerkriegssituation gesprochen werden kann, 

dass der Beschwerdeführer überdies in I._______ über Familienangehö-

rige verfügt, leben dort doch nach wie vor seine Mutter sowie vier Ge-

schwister (vgl. act. B4/13 S. 1 ad Ziff. 3 i.V.m. S. 5 ad Ziff. 12 sowie act. 

B21/19 S. 15 f. F und A 138 f.), 

dass mithin nicht ersichtlich ist, inwiefern der Beschwerdeführer im Falle 

der Rückkehr aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder ge-

sundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten könnte, 

D-6419/2014 

Seite 11 

dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich mög-

lich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG), da der Beschwerdeführer verpflichtet 

ist, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 

AsylG; vgl. auch BVGE 2008/34 E. 13 S. 513-515), 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, in-

wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt oder den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG) oder unangemessen ist (Art. 112 AuG i.V.m. Art. 49 Bst. c 

VwVG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG), 

dass der vom Beschwerdeführer am 10. Dezember 2014 geleistete Kos-

tenvorschuss in Höhe von Fr. 600.– zur Bezahlung der Verfahrenskosten 

zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-6419/2014 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Martin Zoller Philipp Reimann 

 

 

Versand: