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**Case Identifier:** 66ed7bcb-f8ea-5e42-ac9d-c96b2ad6b7c2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 02.07.2013 R 2012 170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2012-170_2013-07-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 12 170

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Trümpler

URTEIL
vom 2. Juli 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 
Beschwerdeführer 1

und

B._____, 
alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, 

Beschwerdeführer 2
gegen 

Gemeinde C._____, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andri Mengiardi, 

Beschwerdegegnerin
und

D._____, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger, 

Beschwerdegegner

betreffend Baueinsprache

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1. D._____ sind Eigentümer von Parzelle Nr. 20034 des Grundbuches 

C._____, welche in der Kernzone M._____ liegt. Mit Entscheid vom 23. 

September, mitgeteilt am 11. Oktober 2010, erteilte die Gemeinde 

C._____ den Bauherren D._____ die Bewilligung zum Anbau eines 

Abstellraumes sowie zum Umbau der Küche und der Nasszelle als auch 

zur Erneuerung der Fassade und des Daches. Am 5., mitgeteilt am 7. 

September 2011, bewilligte die Gemeinde C._____ im Meldeverfahren 

ferner zwei Lüftungsfenster im Dachboden, ein vergrössertes 

Küchenfenster sowie eine Fassadenverkleidung aus Holz. Aufgrund eines 

am 9. Mai 2012 durchgeführten Augenscheins einer Delegation der 

Baukommission forderte die Gemeinde am 24. Mai 2012 D._____ auf, 

innert 20 Tagen ein nachträgliches Baugesuch einzureichen, welches 

insbesondere die folgenden Abweichungen zu den am 7. Oktober 2010 

bewilligten Plänen zum Inhalt haben sollte: die Höhe des Daches, den 

Ausbau des Untergeschosses und des Dachgeschosses zu 

Wohnzwecken sowie die Höhe der Grenzmauer. Bezüglich der 

Umgebungsgestaltung zu Parzelle Nr. 20033 bestehe nach Auffassung 

der Baukommission zudem eine Abweichung gegenüber den 

eingereichten und bewilligten Plänen; die dort vorgesehene Aufschüttung 

und die Wiederherstellung des vorbestehenden Gartenbeetes auf der 

nachbarschaftlichen Parzelle sei noch nicht erfolgt. Anlässlich des 

Augenscheins sei darauf hingewiesen worden, dass eine einvernehmliche 

Lösung mit dem Nachbarn nachzuweisen wäre, wenn der festgestellte Ist-

Zustand beibehalten werden sollte. Am 9. Juli 2012 reichten D._____ ein 

nachträgliches Baugesuch betreffend die Gebäudehöhe, die Umnutzung 

des Kellers und die Grenzmauer ein. Am 1., mitgeteilt am 9. November 

2012, bewilligte der Gemeindevorstand das nachträgliche Baugesuch 

unter Auflagen und wies die unter anderem von den Nachbarn A._____ 

sowie B._____ dagegen erhobenen Einsprachen ab.

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2. Hiergegen erhoben A._____ (im Folgenden: Beschwerdeführer 1) sowie 

B._____ (im Folgenden: Beschwerdeführer 2) am 3. Dezember 2012 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

verlangten die Aufhebung des Entscheides. Insbesondere machten sie 

geltend, dass der heutige Unterstand im ersten Baugesuch nicht 

ausgeschrieben und nicht korrekt als Wohnraum bezeichnet gewesen sei 

und darüber hinaus in den Grenzabstand hineinrage. Das Bauamt habe 

ihnen ferner mündlich zugesichert, das Gebäude werde nicht höher als 

5.77 Meter realisiert werden und eine Mehrhöhe müsste zurückgebaut 

werden. Diese Höhe sei eindeutig überschritten. Ein Teil der Mehrhöhe 

rage in den Grenzabstand hinein. Das Gebäude sei wegen der erfolgten 

Erhöhung und Verbreiterung diesbezüglich nicht besitzstandsgeschützt. 

Der offenbar als Parkplatz zu nutzende Kiesplatz sei 2010 nicht als 

solcher bewilligt worden. Dort sei auch kein Platz für einen Parkplatz 

vorhanden. Die Wohnfläche des Gebäudes betrage mehr als 100 m², 

weswegen ein einzelner Parkplatz nicht genüge. Heute bestehe hier 

Wohnraum für mindestens 13 Personen. Zu Spitzenzeiten sei von einem 

Parkplatzbedarf von wohl bis zu sieben Fahrzeugen auszugehen. Ein 

Parkplatz genüge mit Sicherheit nicht. Zudem müsse das gewachsene 

Terrain betreffend die Grenzmauer unterkant der neu angelegten Rabatte 

und somit am Wegrand gemessen werden. Die Beschwerdeführer 1 

hätten nie zugesichert, auf ihrer Parzelle werde wieder aufgeschüttet.

3. Am 28. Januar 2013 beantragte die Gemeinde die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Auf die Beschwerde sei nur 

einzutreten, soweit Rügen vorgebracht würden, die Gegenstand des 

angefochtenen Entscheids seien. So seien etwa der Grenzabstand des 

Unterstandes, die beanstandete Sickergrube und die Pflichtparkplätze 

nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Das Gebäude sei im Hofstattrecht 

umgebaut worden, mit der einzigen Abweichung in Bezug auf die Höhe, 

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bedingt durch das Anbringen einer Aussenisolation. Die zulässige 

Gebäudehöhe oder der zulässige Grenzabstand könne schon deswegen 

nicht überschritten sein. Zudem sei die zulässige Gebäudehöhe von 6.5 

Metern nicht überschritten. Die Wiederaufschüttung auf Parzelle 

Nr. 20033 sei zudem zu Recht verfügt worden, weil sie schon früher 

rechtskräftig bewilligt worden sei. Auch die Beschwerdegegner schlossen 

am 30. Januar 2013 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten sei und argumentierten im Wesentlichen gleich wie die 

Gemeinde. Zusätzlich führten sie aus, dass die Beschwerdeführer im 

Vorverfahren noch keine freiwillige Streitgenossenschaft gebildet hätten, 

weswegen im vorliegenden Verfahren auf einzelne Beschwerdepunkte 

gar nicht eingetreten werden könne.

4. Mit der Replik zogen die Beschwerdeführer 2 ihre Beschwerde zurück. 

Die Beschwerdeführer 1 hielten replicando an ihren Anträgen fest und 

machten geltend, dass der Unterstand in den Ausschreibungsunterlagen 

nicht im später effektiven Ausmass eingegeben gewesen sei, weshalb er 

im ersten Bewilligungsverfahren noch nicht ordnungsgemäss, 

verfahrenskonform und rechtskräftig bewilligt worden sei. Die Unterlagen 

der ersten Baubewilligung und der Projektänderung von 2011 hätten sie 

erst jetzt zur Kenntnis erhalten. Die bewilligten Pläne von September 

2010 zeigten, dass gegen die Liegenschaft auf Parzelle Nr. 20033 hin 

keine Aussenisolation vorgesehen gewesen sei. Diese sei trotzdem 

ausgeführt worden. Weil zusätzlicher Wohnraum geschaffen werde, habe 

sich auch die Parkplatzsituation geändert. Demgegenüber hielten die 

Beschwerdegegner und die Gemeinde duplicando an ihren Anträgen fest 

und führten aus, dass sich die Vorbringen in der Replik auf den ersten, 

längst rechtskräftigen Bauentscheid bezögen. Darauf sei nicht 

einzutreten. Zudem sei die Beschwerde der Beschwerdeführer 2 infolge 

Rückzugs abzuschreiben.

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Auf weitere Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie im 

angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Zunächst gilt es in formeller Hinsicht festzuhalten, dass die Legitimation 

der Beschwerdeführer 1 im Einsprache- und Beschwerdeverfahren zu 

Recht nicht bestritten wurde. Diese stehen als Eigentümer der Parzelle 

Nr. 20033 in einer besonders nahen und schützenswerten Beziehung zur 

Streitsache und erfüllen fraglos die nach verwaltungsgerichtlicher 

Rechtsprechung geltenden Legitimationsvoraussetzungen Dritter zur 

Beschwerde (vgl. PVG 2003 Nr. 34). Allerdings ist auch festzustellen, 

dass die Beschwerdeführer 1 am Einspracheverfahren zwar 

teilgenommen haben, sich jedoch die Rügen und Vorbringen in ihren 

Eingaben an die Vorinstanz und an die Beschwerdeinstanz nicht 

vollumfänglich decken. In diesem Zusammenhang ist auf Art. 51 Abs. 2 

VRG hinzuweisen, der bestimmt, dass die Parteien ihre Rechtsbegehren, 

die sie im vorinstanzlichen Verfahren gestellt haben, nicht ausdehnen 

können. Dies entspricht dem Erfordernis, den  Instanzenzug einzuhalten 

(gemäss dem bisherigen Art. 51 des Verwaltungsgerichtsgesetzes 

[VGG]). Nach bisheriger ständiger verwaltungsgerichtlicher Recht-

sprechung wird nicht nur die Beteiligung am vorinstanzlichen Verfahren 

an sich vorausgesetzt, sondern auch, dass die Sachbegehren im Rekurs- 

bzw. Beschwerdeverfahren bereits vor der Vorinstanz gestellt wurden 

(vgl. die Entscheide des Verwaltungsgerichts [VGU] R 11 128 E. 2 und U 

10 12 m.w.H.). Dass die Beschwerdeführer 1 im Einspracheverfahren 

nicht vorgebracht haben, dass die Parkplatzsituation ungenügend sei, 

sondern sich erst im Beschwerdeverfahren dieser Rechtsbegründung 

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bedienen, erscheint vorliegend zulässig, da damit keine nachträgliche 

Ausdehnung oder Abänderung der Rechtsbegehren einhergeht. 

Angesichts der Tatsache, dass das Verwaltungsgericht dem Grundsatz 

der richterlichen Rechtsanwendung − iura novit curia − verpflichtet und 

nicht an die Rechtsauffassung der Parteien gebunden ist, darf es 

grundsätzlich keine Rolle spielen, ob sich eine Partei in ihrer rechtlichen 

Begründung auf die zutreffenden Rechtssätze beruft oder nicht (vgl. 

hierzu auch ALFRED KÖLZ/JÜRG BOSSHART/MARTIN RÖHL, Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, 

§ 20 Rz. 44). Wenn allerdings mit einer neuen Rechtsbehauptung nicht 

bloss eine andere Rechtsauffassung, sondern eine eigentliche Änderung 

der Klage bzw. eine Änderung des Streitgegenstandes im Beschwerde-

verfahren einhergeht, erscheint dies unzulässig (vgl. BGE 100 Ib 119 

betreffend das bundesgerichtliche Verfahren). Dies ist vorliegend aber 

nicht der Fall. Die Beschwerdeführer 2 haben mit der Replik am 4. März 

2013 ihre Beschwerde zurückgezogen. Diese ist vom Gericht nun 

kostenpflichtig abzuschreiben.

2. Des Weiteren ist in formeller Hinsicht festzuhalten, dass Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens der Entscheid der Gemeinde C._____ vom 

9. November 2012 bildet. Im angefochtenen Baubescheid wurde das 

(nachträglich) eingereichte Baugesuch vom 9. Juli 2012 betreffend die 

Gebäudehöhe, die Umnutzung des Kellers und die Grenzmauer sowie die 

sich darauf bezogenen Einsprachen der Beschwerdeführer 1 und 2 

beurteilt. Nicht Gegenstand des Verfahrens ist die in Rechtskraft 

erwachsene Baubewilligung vom 23. September 2010, gegen welche 

keine Einsprachen erhoben wurden.

3. Materiell machen die Beschwerdeführer 1 geltend, dass der heutige 

Unterstand im ersten Baugesuch nicht ausgeschrieben gewesen sei. In 

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der Bewilligungsanzeige vom Oktober 2010 sei er als Abstellraum und 

erst im Verlauf der Vollendung des Bauvorhabens als Wohnraum 

ausgestaltet worden. Er sei wie ein Studio zu behandeln (mit Bezug auf 

die Parkplatzvorschriften). Die Baute sei teilweise oberirdisch und rage 

zudem in den Grenzabstand hinein. Die Geometeraufnahmen seien in 

den Ausschreibungsunterlagen nicht vorhanden gewesen. Das 

gewachsene Terrain betreffend die Mauer müsse unterkant der neu 

angelegten Rabatte und somit am Wegrand gemessen werden. Sie 

hätten nie zugesichert, dass auf ihrer Parzelle wieder aufgeschüttet 

werde. Ferner habe ihnen das Bauamt mündlich zugesichert, dass das 

Gebäude nicht höher als 5.77 Meter realisiert werden würde. Ansonsten 

müsste die Mehrhöhe zurückgebaut werden. Diese Höhe sei eindeutig 

überschritten, wobei ein Teil der Mehrhöhe in den Grenzabstand 

hineinrage. Das Gebäude sei bezüglich der erfolgten Erhöhung und 

Verbreiterung nicht besitzstandsgeschützt. Betreffend die Versetzung 

einer Sickergrube sei noch Klarheit zu verschaffen. Der offenbar als 

Parkplatz zu nutzende Kiesplatz sei nicht als solcher bewilligt worden. Da 

die Wohnfläche des Gebäudes mehr als 100 m² betrage, genüge ein 

einzelner Parkplatz nicht. Heute gebe es Wohnraum für mindestens 13 

Personen, womit von einem maximalen Parkplatzbedarf von wohl bis zu 

sieben Fahrzeugen auszugehen sei. Schliesslich müsste nach 

Rückweisung an die Gemeinde zwingend die Bauberatung beigezogen 

werden.

4. Gemäss Art. 76 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 801.100) dürfen freistehende Mauern, hinterfüllte 

Mauern (Futtermauern), Böschungen und dergleichen an der Grenze 

errichtet werden, sofern sie nicht höher als 1 Meter sind. Überschreiten 

sie die Höhe von 1 Meter haben sie einen Grenzabstand im Ausmass der 

Mehrhöhe, jedoch von maximal 2.5 Meter einzuhalten. Die Argumentation 

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der Gemeinde (vgl. Ziffer 9 ff. im angefochtenen Entscheid) betreffend die 

Höhe der Mauer zwischen den Parzellen Nr. 20034 und Nr. 20033 und 

die Umgebungsgestaltung ist überzeugend. Diesbezüglich enthält der 

Baubescheid Auflagen betreffend die Aufschüttung auf Parzelle Nr. 20033 

auf das Niveau des ursprünglichen Terrainverlaufs. Der Verlauf des 

Terrains ist bereits in den ersten Baueingabeplänen, welche von der 

Gemeinde am 7. Oktober 2010 bewilligt wurden, eingezeichnet. Diese 

Pläne wurden von den Beschwerdeführern 1 nicht bestritten. Derselbe 

Terrainverlauf ist sodann in den folgenden Plänen stets mit derselben 

gleichbleibenden Quote (minus 1.45) aufgeführt. Im verwaltungs-

gerichtlichen Beschwerdeverfahren behaupten nun die Beschwerde-

führer 1 einen anderen Verlauf des gewachsenen Terrains und − wegen 

einer vormals bestehenden Rabatte auf Parzelle Nr. 20033 − einen 

anderen Messpunkt als in den bewilligten Plänen. Dies kann allerdings 

vom Gericht nicht nachvollzogen werden, da weder eine Einmessung des 

ursprünglichen Terrainverlaufs vor Beginn der Bauarbeiten durch einen 

Geometer stattgefunden hat, noch der Augenschein vor Ort und die bei 

den Akten liegenden Fotografien eine überzeugend anderes Bild des 

vormals bestehenden Terrains abgeben. Ebenso wenig ist in diesem 

Zusammenhang die vom Geometer angestellte Vermessung vom 16. Mai 

2012 bei der Rohbaukontrolle aufschlussreich. Die Gemeinde hat damit 

zu Recht mit den im angefochtenen Entscheid verfügten Auflagen 

sichergestellt, dass die auf der Grenze stehende hinterfüllte Mauer nicht 

mehr als 1 Meter hoch zu stehen kommt. Es liegt nun an der 

Baukontrolle, die Einhaltung der Auflagen zu überwachen. Diesbezüglich 

ist demnach die Beschwerde abzuweisen.

5. a) Der Umbau des Gebäudes auf Parzelle Nr. 20034 erfolgte in Anwendung 

von Art. 81 KRG sowie Art. 6 des kommunalen Baugesetzes (BG), womit 

das Bauprojekt den Regeln über das Hofstattrecht und den Besitzstand 

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folgt. Die Beschwerdeführer 1 bemängeln in diesem Zusammenhang 

nicht die Neubaute gemäss den Ausmassen des ursprünglichen 

Gebäudes, sondern eine Erhöhung und Verbreiterung desselben. Das 

neue Gebäude sei rund einen halben Meter höher als vorbestanden 

ausgeführt worden und rage in den nachbarlichen Grenzabstand hinein. 

Eine diesbezügliche privatrechtliche Vereinbarung, welche ein höheres 

Bauwerk zulassen würde, liege nicht vor. Das Anbringen einer 

Aussenisolation sei erst im Verlaufe der Realisierung des Bauvorhabens 

beschlossen worden und verantwortlich für eine Mehrhöhe und einen 

noch engeren Durchgang zwischen den Häusern. Soweit die 

Beschwerdeführer 1 vorbringen, das neue, verbreiterte und erhöhte 

Gebäude sei hinsichtlich der Anbringung einer Aussenisolation nicht 

besitzstandsgeschützt, sind sie nicht zu hören. Werden an bestehenden 

Bauten oder Anlagen Aussenisolationen bewilligt, so bestimmt Art. 82 

Abs. 3 KRG, dass von Gebäude- und Firsthöhen, Gebäudelängen, 

Ausnützungsziffern, Grenz- und Gebäudeabständen sowie Baulinien um 

die Konstruktionsstärke der Aussenisolation abgewichen werden darf. 

Damit ist eine um die Aussenisolation erhöhte Gebäudehöhe (gemäss 

Art. 70 BG) zulässig und die Verbreiterung um die Konstruktionsstärke 

der Aussenisolation muss auch in einem schmalen Durchgang zwischen 

zwei Häusern hingenommen werden. Allerdings weisen die 

Beschwerdeführer 1 zu Recht in ihrer Replik darauf hin, dass die 

Aussenisolation an der Ostfassade des Hauses auf Parzelle Nr. 20034 

gar nicht auf den bewilligten Plänen erscheint. Es ist korrekt, dass um die 

Aussenisolation ostwärts nicht nachgesucht und diese somit nicht 

bewilligt wurde. Dies zeigt der am 7. Oktober 2010 bewilligte Bauplan 

(„Untergeschoss“; vgl. Beilage 7 der Gemeinde, wo die Aussenisolation 

für die Ost-Fassade nicht [rot] eingezeichnet ist) und ergibt sich aus dem 

Baugesuch vom 25. August 2010 („Umfassungswände: Nord- & 

Ostfassade best. Strickbau. Süd- & Westfassade Aussendämmung weiss 

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verputzt“). Die Aussenisolation an der Ostfassade wurde sodann bis 

heute nicht bewilligt. Allerdings kann aufgrund der klaren Verhältnisse die 

Bewilligung vom Verwaltungsgericht gestützt auf Art. 82 Abs. 3 KRG – 

unter diesbezüglicher Abweisung der Beschwerde – direkt erteilt werden. 

Dies ist jedoch bei der Kostenverteilung zu berücksichtigen.

b) Des Weiteren ist festzuhalten, dass im Zuge des Gebäudeumbaus auch 

das bestehende Dach abgeändert wurde. Dies ergibt sich einerseits 

aufgrund eines Vergleichs der Baupläne (vgl. Plan „Fassaden/Schnitt“ 

bewilligt am 7. Oktober 2010 und Plan „Fassaden/Schnitt“ bewilligt am 

1. November 2012 u.a. in der Beilage 7 der Gemeinde). Andererseits 

wurde dies anhand von zahlreichen in den Akten befindlichen Fotografien 

und anhand des Augenscheins deutlich. Vorliegend kamen auf den 

älteren vorbestehenden Dachbalken neuere Dachbalken zu liegen, was 

an den (über die Kante des Dreiecksrahmens der Sparren) 

hinausragenden Vorhölzern erkennbar ist. Die Architektin führte am 

Augenschein aus, dass der Bauphysiker eine Isolation auf dem Dach 

empfohlen hätte. Der Geometer habe eine Erhöhung des Daches 

nachgewiesen. Auf der einen Seite seien dies wegen der Isolation 19 cm 

auf der anderen Seite 20 cm. Die Beschwerdeführer hielten (ebenfalls am 

Augenschein) dagegen, es habe eine Erhöhung des Daches um 40 bis 

50 cm gegeben. Um welche Höhe sich das Gebäude tatsächlich erhöht 

hat und ob für die ganze Mehrhöhe ausschliesslich eine verbaute 

Dachisolation verantwortlich ist, ist nicht einfach festzustellen. In den 

ersten Bauplänen, welche am 7. Oktober 2010 bewilligt wurden, findet 

sich am Rande handschriftlich eine Rechnung (ausgehend von der Zahl 

1363.45) mit dem Resultat 5.77 Meter. Zudem bringen die 

Beschwerdeführer 1 vor, dass Ihnen mündlich von der Gemeinde 

zugesichert worden sei, dass das Gebäude nicht höher als 5.77 Meter 

realisiert werden würde. Ferner wurde im Baugesuch vom 25. August 

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2010 eine Gebäudehöhe von 5.85 Meter (und eine Firsthöhe von 7.45 

Meter) angegeben. Ausgehend von diesen Angaben ergibt ein Vergleich 

mit den am 1. November 2012 bewilligten Bauplänen 

(„Fassaden/Schnitt“), auf welchen handschriftlich eine Gebäudehöhe von 

6.20 Metern (süd-ost-Ecke) und 5.80 Metern (nord-ost-Ecke) eingetragen 

ist, dass die Erhöhung vorliegend allenfalls nicht nur die Dachstärke 

betreffen kann, wie es etwa die Beschwerdegegner behaupten. In diesem 

Zusammenhang hätte die Gemeinde abklären müssen, ob abgesehen 

von der aufgrund von Art. 82 Abs. 3 KRG zulässigen Erhöhung des 

Gebäudes um die Konstruktionsstärke der Aussenisolation auf dem Dach, 

nicht eine Erweiterung des Gebäudes stattgefunden hat. Bei Bejahung 

einer grundsätzlich unzulässigen Erweiterung des Gebäudes, wäre 

sodann abzuklären gewesen, ob diese allenfalls im Sinne von Art. 81 

Abs. 2 KRG als massvoll angesehen werden könnte und deshalb 

dennoch als zulässig anzusehen ist. Da die Gemeinde dies unterlassen 

hat, ist die Beschwerde in diesem Punkt berechtigt und entsprechend 

gutzuheissen. Die Angelegenheit ist diesbezüglich an die Gemeinde zur 

Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens zurückzuweisen.

6. Ebenfalls berechtigt ist die Beschwerde hinsichtlich des vornehmlich in 

der Replik der Beschwerdeführer vorgetragenen Vorwands, dass der 

Abstellraum bzw. der Vorraum zum Abstellraum nicht den ursprünglichen 

Bauplänen gemäss erstellt worden sei. Der Vorraum wurde entgegen den 

Ausführungen der Beschwerdegegner und der Gemeinde tatsächlich nicht 

gemäss den ursprünglich am 7. Oktober 2010 bewilligten Plänen erstellt. 

Die Aussenwand des Vorraums zum Abstellraum wurde 1.20 Meter näher 

an die Grundstücksgrenze zu Parzelle Nr. 20033 gebaut als bewilligt. 

Dies ergibt sich aus dem Vergleich der Baupläne vom 7. Oktober 2010 

mit denen vom 1. November 2012 (vgl. Plan „Untergeschoss“ bewilligt am 

7. Oktober 2010 und Plan „korrektureingabe grundrisse“ bewilligt am 

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1. November 2012 u.a. in der Beilage 7 und 8 der Gemeinde). Zudem 

wurde diese Tatsache auch am Augenschein vom 1. Juli 2013 erkenntlich 

und darüber hinaus von der dort anwesenden Architektin − auf Nachfrage 

hin − bestätigt. Diesbezüglich ist die Beschwerde ebenfalls gutzuheissen 

und die Angelegenheit zur Weiterführung des Bewilligungsverfahrens an 

die Gemeinde zurückzuweisen.

7. a) Im angefochtenen Entscheid wurde ferner die Umnutzung des 

Untergeschosses sowie des Dachgeschosses zu Wohnzwecken bewilligt. 

Die Gemeinde führte diesbezüglich aus, dass die Umnutzung des 

ursprünglich als Kellerraum bewilligten Anbaus zu Wohnzwecken zulässig 

sei, da bei einer Gesamtwandfläche von 32.96 m² die Südfassade mit 4.8 

m² und die Ostfassade mit 6.6 m² über das Terrain hinausragten und 

damit die von Art. 29 BG vorgeschriebene Minimalauflage erfüllt sei. In 

der Kernzone M._____ gebe es ferner keine Vorschriften über die 

zulässige Ausnützung. 

b) Wie die Gemeinde richtigerweise ausführt, ist aufgrund von Art. 29 BG 

und des Zonenschemas (auf Seite 52 BG) durch Umnutzung die 

Schaffung von Wohnraum möglich. Wird dies bewilligt, entsteht aber 

neuer Wohnraum. Auf diesen Umstand weisen die Beschwerdeführer 1 in 

ihrer Beschwerde hin (ohne dass sie damit nachträglich ihre 

Rechtsbegehren ausdehnen oder abändern würden [vgl. dazu vorne 

Erwägung 1]). Gemäss Art. 37 BG sind bei allen Neubauten und bei 

Umbauten, durch die neuer Wohnraum geschaffen wird, genügend 

Abstellplätze für Motorfahrzeuge zu errichten und dauernd zum Parkieren 

von Fahrzeugen beizubehalten. Für Wohnbauten ist ein Platz pro 

Wohnung bis 100 m² Nettowohnfläche, darüber zwei Plätze, jedoch im 

Minimum zwei Plätze pro Haus, vorgeschrieben. Dabei dürfen im Freien 

nur ein Drittel der vorgeschriebenen Plätze, mindestens aber zwei Plätze, 

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errichtet werden. Werden bestehende Bauten, die diesen Vorschriften 

nicht entsprechen, wesentlich erweitert, so sind die für das gesamte 

Gebäude erforderlichen Parkplätze zu schaffen. Ist das Erstellen von 

Parkplätzen auf eigenem Grund nicht möglich, so kann der 

Gemeindevorstand Grundeigentümer zur Leistung von zweckgebundenen 

Beiträgen an den Bau und Unterhalt solcher Anlagen an einem anderen 

Ort verpflichten. Wird also, wie hier, neuer Wohnraum geschaffen, wäre 

die Gemeinde aufgrund von Art. 37 BG verpflichtet gewesen, zu prüfen, 

ob aufgrund dieser Bestimmung Parkplätze geschaffen werden müssen 

oder ob dies allenfalls nicht möglich ist und an die Stelle der Baupflicht ein 

zweckgebundener Beitrag tritt. Indem die Gemeinde trotz der Bewilligung 

neuen Wohnraums diese Prüfung unterlassen hat, hat sie eine 

Rechtsverweigerung begangen. Auch in diesem Punkt erweist sich die 

Beschwerde als berechtigt und ist gutzuheissen. Die Gemeinde ist 

anzuweisen bei der Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens die 

erforderliche Prüfung gemäss Art. 37 BG vorzunehmen. 

8. Demgegenüber kann auf das Vorbringen der Beschwerdeführer 1, die 

Beschwerdegegner hätten allenfalls eine Sickergrube auf die 

nachbarschaftliche Parzelle Nr. 20033 versetzt, nicht eingetreten werden, 

da dies nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Zudem ist 

der Antrag, die Beschwerdegegner müssten bei einer Rückweisung der 

Sache eine Bauberatung nachholen, abzuweisen. Eine Bauberatung ist 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer 1 für die Kernzone 

M._____ gesetzlich nicht zwingend (vgl. Art. 44 BG).

9. Aufgrund der dargestellten Mängel erweist sich die Baubewilligung 

insgesamt als teilweise nicht rechtmässig. Der angefochtene Entscheid ist 

deshalb in Bezug auf den Vorraum des Abstellraumes und die 

Gebäudehöhe in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und 

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die Angelegenheit an die Gemeinde zurückzuweisen, damit sie das 

Baubewilligungsverfahren bezüglich des (erstellten) Vorraumes des 

Abstellraumes und bezüglich der Erhöhung des Gebäudes im Sinne der 

Erwägungen weiterführe und prüft, ob aufgrund Art. 37 BG (weitere) 

Parkplätze geschaffen werden müssen oder ob dies allenfalls nicht 

möglich ist und mit einem zweckgebundenen Beitrag kompensiert werden 

muss. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

eingetreten werden kann.

10. Bei teilweiser Gutheissung der Beschwerde und in Berücksichtigung, 

dass das Verwaltungsgericht aufgrund der vorherrschenden klaren 

rechtlichen Verhältnisse die Bewilligung der Aussenisolation auf der 

Ostseite des Hauses − gestützt auf Art. 82 Abs. 3 KRG – unter 

diesbezüglicher Abweisung der Beschwerde direkt erteilt, werden gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG die Gerichtskosten zu 9/32 der Gemeinde, zu 9/32 

den Beschwerdegegnern, zu 9/32 den Beschwerdeführern 1 und zu 5/32 

den Beschwerdeführern 2, welche ihre Beschwerde erst im zweiten 

Schriftenwechsel zurückgezogen haben, auferlegt. Ebenfalls sind bei 

diesem Ausgang des Verfahrens die Parteientschädigungen vom Gericht 

ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere auf die Honorarnote 

des Rechtsvertreters der Beschwerdeführer nicht abgestellt werden kann, 

da diese Positionen enthält, welche das Einspracheverfahren und nicht 

das Beschwerdeverfahren betreffen (vgl. die Positionen vom 5. Juli 2012 

bis und mit 7. November 2012 auf der Honorarnote vom 24. April 2013 

betreffend die Korrespondenz mit der Gemeinde und den 

Beschwerdegegnern im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens). Die 

Gemeinde und die Beschwerdegegner D._____ entschädigen deshalb die 

Beschwerdeführer 1 je mit pauschal Fr. 1‘300.-- (inkl. MWST), total 

pauschal Fr. 2‘600.-- (inkl. MWST), aussergerichtlich. Die 

Beschwerdeführer 1 entschädigen wiederum die Beschwerdegegner 

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D._____ mit total pauschal Fr. 1‘100.-- (inkl. MWST) aussergerichtlich und 

die Beschwerdeführer 2 entschädigen die Beschwerdegegner D._____ 

mit total pauschal Fr. 900.-- (inkl. MWST) aussergerichtlich. Der 

Gemeinde steht gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG keine Parteientschädigung 

zu.

Demnach erkennt das Gericht:

1. a) Die Beschwerde von B._____ wird infolge Rückzugs abgeschrieben.

b) Die Beschwerde von A._____ wird teilweise gutheissen, der 

angefochtene Entscheid vom 9. November 2012, soweit er den Vorraum 

zum Abstellraum, die Gebäudehöhe und die Anzahl Pflichtparkplätze 

betrifft, aufgehoben und die Angelegenheit an die Gemeinde zur 

Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens im Sinne der Erwägungen 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit 

darauf eingetreten werden kann.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 352.--

zusammen Fr. 3‘352.--

gehen zu je Fr. 942.75 zulasten der Gemeinde, von D._____, und von 

A._____ und zu Fr. 523.75 zulasten von B._____ und sind innert 30 Tagen 

seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

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3. a) Die Gemeinde und D._____ entschädigen A._____ je mit pauschal 

Fr. 1‘300.-- (inkl. MWST), total pauschal Fr. 2‘600.-- (inkl. MWST), 

aussergerichtlich. 

b) A._____ entschädigen D._____ mit total pauschal Fr. 1‘100.-- (inkl. 

MWST) aussergerichtlich.

c) B._____ entschädigen D._____ mit total pauschal Fr. 900.-- (inkl. MWST) 

aussergerichtlich.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]