# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71ad045e-4c56-59c5-9a65-500ae5d69f12
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1997-02-08
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 08.02.1997 Verwaltung ARGVP 1997 1312
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-199_1997-02-08.pdf

## Full Text

A. Verwaltungsentscheide 1312

1312

Bauen ausserhalb Bauzone. Eine Zufahrt ist kein üblicher Bestand­
teil einer zonenfremden Wohnnutzung (Art. 34 der Verordnung über 
Baubewilligungspflicht und -verfahren sowie über das Bauen ausser­
halb der Bauzonen, Bauverordnung [BauV], bGS 721.1).

Nach den kantonalen Ausführungsbestimmungen zum Raumpla­
nungsgesetz können im Rahmen von Art. 80 Abs. 2 EG zum RPG als 
übliche Bestandteile der Wohnnutzung in oder nahe bei zonenfrem­
den Wohnbauten kleinere An- oder Nebenbauten bewilligt werden 
(Art. 34 BauV). Dabei kann als üblicher Bestandteil der Wohnnutzung 
nur gelten, was auch innerhalb der Bauzone regelmässig zum Zube­
hör der Wohnnutzung gehört (AR GVP, Sammelband 1988, Nr. 
1138). Dazu zählen insbesondere Garagenplätze (lit. a), Geräte- und 
Einstellräume oder -schuppen (lit. b) sowie Kleintierställe (lit. c). Ob 
ein Vorhaben als üblicher Bestandteil der Wohnnutzung bezeichnet 
werden kann, muss nach objektiven Massstäben, aus der Sicht eines 
durchschnittlichen beliebigen Eigentümers beurteilt werden; es kann 
also weder auf subjektive Vorstellungen und Wünsche des Einzelnen 
noch auf die persönliche Zweckmässigkeit und Bequemlichkeit an­
kommen (vgl. BGE 108 lb 135). Bei einer Zufahrt geht es in erster 
Linie um eine Frage der Erschliessung und nicht des .Wohnens“ im 
engeren Sinne. Dazu kommt, dass Art. 34 BauV nur An- und Neben­
bauten, nicht aber Anlagen erlaubt. Da Strassen oder Zufahrtswege 
als Verkehrseinrichtungen den .Anlagen“ zuzuordnen sind, lässt sich 
aus Art. 34 BauV nichts zu Gunsten des Rekurrenten ableiten.

Entscheid Baudirektion 8.2.1997

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