# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 208b822e-61bb-5ff3-9af1-9fd5b4337537
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LA240014-O6
**Docket/Reference:** LA240014-O6
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LA240014-O6.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Geschäfts-Nr.: LA240014-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterinnen 

Dr. iur. D. Scherrer und lic. iur. N. Jeker sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw N. Achermann

Beschluss und Urteil vom 15. Mai 2025

in Sachen

A._____ AG, 

Beklagte und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 

Klägerin 1 und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG in Law and Economics Y._____,

betreffend arbeitsrechtliche Forderung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 

Arbeitsgericht Horgen vom 6. Mai 2024 (AH230005-F)

- 2 -

Rechtsbegehren:

der Klägerin 1 (Urk. 2 S. 2 f.):

" 1.

2.

3.

Es sei die Beklagte zur verpflichten, der Klägerin einen Betrag 
von CHF 18'527.09 nebst Zins zu 5 % seit dem 5. Oktober 2022 
zu bezahlen, unter Vorbehalt der Nachklage.

Eventualiter sei der Betrag gemäss Ziffer 1 im Falle des Antritts 
einer Stelle der Klägerin vor dem Urteilsspruch und vor dem 
30. September 2023 entsprechend des verdienten Betrags zu re-
duzieren.

Es sei die Beklagte unter Androhung der Bestrafung ihrer verant-
wortlichen Organe gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall 
zu verpflichten, der Klägerin ein Arbeitszeugnis mit folgendem 
Wortlaut ungefaltet und auf dem Briefpapier der Beklagten aus- 
und zuzustellen:

" Arbeitszeugnis

Frau B._____, geb. tt.08.1994, war in unserem Unternehmen vom 
1. April bis 31. Oktober 2022 in der Abteilung Kundendienst unse-
res Betriebes, als Sachbearbeiterin Kundendienst angestellt.

Die Tätigkeit von Frau B._____ beinhaltete im Wesentlichen:

•  Organisation des Büroalltags und interne Abläufe

•  Telefone mit Mietern, Verwaltern und Servicemonteuren 

verwalten

• Termine mit Handwerkern und Hauswarten koordinieren 

und alle dazugehörenden allgemeine[n] Arbeiten in einem 
Hauswartungsbüro übernehmen.

Wir lernten Frau B._____ als Mitarbeiterin mit umfassenden Fach-
kenntnissen kennen, die sie aufgrund ihrer Berufserfahrung er-
folgreich im Alltag anwenden konnte. Frau B._____ war eine zu-
verlässige Mitarbeiterin, die ihre Aufgabe selbständig, effizient 
und eigeninitiativ ausgeführt hat. 

Sie erfüllt ihre Leistungen stets zu unserer vollen Zufriedenheit. 
Ihr Verhalten gegenüber Mietern, Verwaltungen, Vorgesetzen und 
Mitarbeitern war jederzeit freundlich und korrekt.

Wir danken ihr für ihre Mitarbeit und wünschen ihr für ihre berufli-
che als auch private Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

C._____, 31. Oktober 2022

A._____ AG"

4.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten 
der Beklagten."

- 3 -

der Klägerin 2 [Unia Arbeitslosenkasse] (Urk. 19/2 S. 2):

" 1.

2.

3.

Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
CHF 17'222.80 zzgl. 5 % Zins seit 13. April 2023 zu zahlen.

[…]

Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zur Lasten des Beklag-
ten."

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Arbeitsgericht
Horgen vom 6. Mai 2024:
(Urk. 26 S. 28 f. = Urk. 32 S. 28 f.)

1.

Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 Fr. 16'112.50 (netto) nebst Zins 

zu 5% seit 5. Oktober 2022 zu bezahlen. Im Mehrumfang wird die Klage der 

Klägerin 1 abgewiesen.

2.

Die Beklagte wird unter Androhung der Bestrafung ihrer verantwortlichen Or-

gane gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall verpflichtet, der Kläge-

rin 1 ein Arbeitszeugnis mit folgendem Wortlaut ungefaltet und auf dem 

Briefpapier der Beklagten aus- und zuzustellen:

" Arbeitszeugnis

Frau B._____, geb. tt.08.1994, war in unserem Unternehmen vom 1. April 

bis 31. Oktober 2022 in der Abteilung Kundendienst unseres Betriebes als 

Sachbearbeiterin Kundendienst angestellt.

Die Tätigkeit von Frau B._____ beinhaltete im Wesentlichen:

• Organisation des Büroalltags und interner Abläufe

• Telefone mit Mietern, Verwaltern und Servicemonteuren verwalten

• Termine mit Handwerkern und Hauswarten koordinieren und alle da-

zugehörenden allgemeine Arbeiten in einem Hauswartungsbüro über-

nehmen

Wir lernten Frau B._____ als Mitarbeiterin mit umfassenden Fachkenntnis-

sen kennen, die sie aufgrund ihrer Berufserfahrung erfolgreich im Alltag an-

- 4 -

wenden konnte. Frau B._____ war eine zuverlässige Mitarbeiterin, die ihre 

Aufgaben selbständig, effizient und eigeninitiativ ausgeführt hat. 

Sie erfüllte ihre Leistungen stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Ihr Verhal-

ten gegenüber Mietern, Verwaltungen, Vorgesetzten und Mitarbeitern war je-

derzeit freundlich und korrekt.

Wir danken ihr für ihre Mitarbeit und wünschen ihr sowohl für ihre berufliche 

als auch private Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

C._____, 31. Oktober 2022

A._____ AG"

Die Klage der Klägerin 2 wird abgewiesen.

Die Gerichtskosten fallen ausser Ansatz.

Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'680.– (inkl. MwSt. und Auslagen) zu bezahlen.

3.

4.

5.

6.

Die Klägerin 2 wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'500.– (inkl. MwSt. und Auslagen) zu bezahlen.

7.

8.

[Mitteilungen]

[Rechtsmittel: Berufung, Frist 30 Tage]

Berufungsanträge:

der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 31 S. 2):

" 1. Dispositivziffern 1, 2 und 5 des Urteils des Bezirksgerichts Hor-

gen, Einzelgericht im vereinfachten Verfahren, vom 6. Mai 2024 
(AH230005-F, vereinigt mit AH2300011-F [recte: AH230011-F]) 
seien aufzuheben und durch folgende Fassungen zu ersetzen:

1.

2.

Die Klage der Klägerin 1 wird abgewiesen.

[entfällt]

- 5 -

3.

Die Klägerin 1 wird verpflichtet der Beklagten eine Parteient-
schädigung von CHF 4'600.00 (inkl. MwSt. und Auslagen) 
zu bezahlen.

2. Eventualiter seien Dispositivziffern 1, 2 und 5 des Urteils des Be-
zirksgerichts Horgen, Einzelgericht im vereinfachten Verfahren, 
vom 6. Mai 2024 (AH230005-F, vereinigt mit AH2300011-F [recte: 
AH230011-F]) aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen.

Alles unter Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin 1."

der Klägerin 1 und Berufungsbeklagten (Urk. 36 S. 2):

" 1. Es sei die Berufung der Beklagten / Berufungsklägerin vollum-

fänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist und es sei das 
erstinstanzliche Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfah-
ren am Arbeitsgericht Horgen vom 6. Mai 2024 (AH230005-F) 
vollumfänglich zu bestätigen.

2. Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens sowie des 

vorliegenden Berufungsverfahrens seien der Beklagten / Beru-
fungsklägerin aufzuerlegen.

3. Die Beklagte / Berufungsklägerin sei zu verpflichten, der Kläge-

rin / Berufungsbeklagten für die Verfahren vor Erstinstanz und Be-
rufungsinstanz eine angemessene Parteientschädigung (zzgl. 
MWST) zu bezahlen."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.  Die Beklagte und Berufungsklägerin ("Beklagte") ist eine im Bereich Reinigun-

gen  und  Hauswartungen  tätige  Gesellschaft  (Urk. 4/3).  Die  Klägerin 1  und  Beru-

fungsbeklagte ("Klägerin 1") war ab dem 1. April 2022 als Sachbearbeiterin Kun-

dendienst und Allrounderin bei der Beklagten angestellt (Urk. 4/2). Am 23. Septem-

ber 2022 kündige die Beklagte das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung einer einmo-

natigen Kündigungsfrist auf den 31. Oktober 2022 (Urk. 4/4). Am 5. Oktober 2022 

kündigte sie das Arbeitsverhältnis fristlos mit sofortiger Wirkung (Urk. 4/5). Die Klä-

gerin 1 machte im Januar 2023 die vorliegende arbeitsrechtliche Klage anhängig 

(Urk. 1).  Dabei  machte  sie  Forderungen  auf  Schadenersatz  und  auf  Ausstellung 

- 6 -

eines korrigierten Arbeitszeugnisses gegen die Beklagte geltend, welche nun auch 

Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind.

2. 

Für den Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens kann auf die Erwägungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 32 S. 3 f.). Am 6. Mai 2024 fällte die Vor-

instanz  ihr  Urteil.  Gegen  diesen  Entscheid  erhob  die  Beklagte  am  17. Juni  2024 

rechtzeitig  Berufung  mit  den  oben  wiedergegebenen  Anträgen  (Urk. 31).  Am 

4. September 2024 erstattete die Klägerin 1 innert angesetzter Frist (Urk. 35) die 

Berufungsantwort (Urk. 36; Urk. 37; Urk. 38/1-3). Nachdem diese der Beklagten mit 

Verfügung vom 15. Oktober 2024 am 23. Oktober 2024 zur Kenntnisnahme zuge-

stellt  worden  war  (Urk. 39),  ersuchte  die  Beklagte  mit  Eingabe  vom  31. Oktober 

2024 um Fristansetzung zur Wahrnehmung des Replikrechts (Urk. 40), welche mit 

Verfügung vom 1. November 2024 erfolgte (Urk. 41). Mit Eingabe vom 14. Novem-

ber  2024  erstattete  die  Beklagte  rechtzeitig  ihre  Stellungnahme  (Urk. 42).  Diese 

wurde  der  Klägerin 1  am  3. Dezember  2024  zur  Kenntnisnahme  zugestellt 

(Urk. 43). Weitere Eingaben erfolgten nicht.

3.  Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-30). Das Verfahren ist 

spruchreif.

1.  Prozessuale Vorbemerkungen

II. Materielle Beurteilung

1.1.  Die  Berufung  richtet  sich  gegen  einen  erstinstanzlichen  Endentscheid  im 

Sinne von Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit, 

deren Streitwert Fr. 10'000.– übersteigt (Art. 308 Abs. 2 ZPO) und die nicht unter 

einen Ausnahmetatbestand gemäss Art. 309 ZPO fällt. Sie wurde form- und frist-

gerecht bei der zuständigen kantonalen Berufungsinstanz (vgl. § 48 GOG) erhoben 

(Art. 311  Abs.  1  ZPO;  Urk. 31).  Die  vor  Vorinstanz  unterlegene  und  damit  be-

schwerte Beklagte ist zur Berufungserhebung legitimiert. Die Rechtsmittelvoraus-

setzungen sind erfüllt (vgl. Urk. 31 Rz. 8-17). Auf die Berufung ist unter dem Vor-

behalt hinreichender Begründung (nachstehend Erw. II.1.2) einzutreten.

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1.2.  Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungs-

instanz  verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache und 

folglich  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und  Rechtsfragen,  einsch-

liesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

5A_1049/2019 vom 25. August 2021 E. 3). In der schriftlichen Berufungsbegrün-

dung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erst-

instanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist, respektive an einem der genannten Fehler leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 

III 374 E. 4.3.1). Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintre-

tensvoraussetzung) voraus, dass die Berufung erhebende Partei die vorinstanzli-

chen Erwägungen bezeichnet, die sie anficht, sich argumentativ mit diesen ausein-

andersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo 

die  massgebenden  Behauptungen,  Erklärungen,  Bestreitungen  und  Einreden  er-

hoben  wurden,  beziehungsweise  aus  welchen  Aktenstellen  sich  der  geltend  ge-

machte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vor-

bringen  oder  deren  blosse  Wiederholung  genügen  nicht  (vgl.  BGE 138  III  374 

E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 E. 2.1). Von der Berufungsinstanz 

kann nicht erwartet werden, dass sie von sich aus in den Vorakten die Argumente 

zusammensucht, die zur Berufungsbegründung geeignet sein könnten (OGer ZH 

NP220014 vom 16 November 2022 E. II.1 S. 5; BGer 5A_438/2012 vom 27. August 

2012 E. 2.4). Das obere kantonale Gericht hat sich – abgesehen von offensichtli-

chen  Mängeln  –  grundsätzlich  auf  die  Beurteilung  der  Beanstandungen  zu  be-

schränken, die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender Weise erhoben werden 

(BGE  142  III  413  E. 2.2.4).  Auf  die  Parteivorbringen  ist  insoweit  einzugehen,  als 

dies für die Entscheidfindung erforderlich ist (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1). Dabei ist 

die Rechtsmittelinstanz weder an die Argumente der Parteien noch an die Erwä-

gungen  der  Vorinstanz  gebunden;  sie  wendet  das  Recht  von  Amtes  wegen  an 

(Art. 57 ZPO), weshalb sie die Berufung auch mit einer anderen Argumentation gut-

heissen oder diese auch mit einer von der Argumentation der ersten Instanz abwei-

chenden  Begründung  abweisen  kann  (sog.  Motivsubstitution;  BGE 147  III  176 

E. 4.2.1 S. 179).

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1.3.  Soweit  die  Beklagte  allgemeine  Ausführungen  zum  Sachverhalt  und  zum 

vorinstanzlichen  Urteil  macht,  ohne  sich  konkret  mit  den  Erwägungen  der  Vorin-

stanz auseinanderzusetzen, ist auf diese nicht weiter einzugehen (Urk. 31 Rz. 1-7, 

Rz. 19 f., Rz. 21, Rz. 23-25, Rz. 68-71).

1.4.  In  Berufungsverfahren  wie  dem  vorliegenden  werden  neue  Tatsachen  und 

Beweismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorge-

bracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon 

vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Die Be-

rufungsinstanz  soll  zwar  den  erstinstanzlichen  Entscheid  umfassend  überprüfen, 

nicht aber alle Sach- und Rechtsfragen völlig neu aufarbeiten und beurteilen. Alles, 

was relevant ist, ist grundsätzlich rechtzeitig in das erstinstanzliche Verfahren ein-

zubringen (vgl. ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 317 N 10). Im Berufungsverfahren ist das 

Nachbringen  von  Behauptungen,  welche  im  erstinstanzlichen  Verfahren  unsub-

stantiiert geblieben waren, ausgeschlossen (ZK ZPO-Reetz, Vorbemerkungen zu 

Art. 308-318 N 43). Dies gilt auch für Verfahren, welche – wie das vorliegende ar-

beitsrechtliche Verfahren – der sozialen Untersuchungsmaxime gemäss Art. 247 

Abs. 2 ZPO unterstehen (BGE 142 III 413 E. 2.2.2; BGE 138 III 625 E. 2.2).

1.5.  Nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffern 3 und 6 (Abweisung der Klage 

der  Klägerin 2  und  Parteientschädigung  betreffend  die  Klägerin 2).  Diese  Ziffern 

sind in Rechtskraft erwachsen (Art. 315 Abs. 1 ZPO), was vorzumerken ist.

2.  Rechtzeitigkeit der fristlosen Kündigung

2.1.  Die Vorinstanz erwog, die Beklagte gebe den konkreten Zeitpunkt, in dem sie 

von  den  angeblichen  Äusserungen  der  Klägerin 1  gegenüber  der  Mitarbeiterin 

D._____ erfahren haben wolle, nicht an. Bezüglich dieser Äusserungen sei das Ar-

beitsgericht ausser Stande, anhand der Tatsachenbehauptungen der Beklagten die 

Rechtzeitigkeit  der  fristlosen  Kündigung  zu  überprüfen.  Weil  bereits  der  geschil-

derte Sachverhalt der Beklagten nicht schlüssig sei, bedürfe es keiner Beweisab-

nahmen zu diesem Thema. Die angeblichen Äusserungen der Klägerin 1 gegen-

über D._____ vermöchten die fristlose Kündigung nicht zu rechtfertigen. Weiter er-

wog die Vorinstanz, zwischen den Parteien sei strittig, ob E._____ den behaupteten 

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Arbeitszeitbetrug der Klägerin 1 am 3. Oktober 2022 festgestellt habe. Darüber sei 

Beweis abzunehmen. Aktenkundig sei ein Schreiben der Beklagten an die Kläge-

rin 2, in welcher Erstere die Gründe für die Kündigung der Klägerin 1 darlege. Dem 

Schreiben  lägen  Auszüge  der  Arbeitszeiterfassung  bei,  insbesondere  betreffend 

den August 2022, jenem Monat, in welchem die Klägerin 1 ihre Arbeitszeit mit Ab-

sicht zu ihren Gunsten manipuliert haben solle. Anschliessend an eine in der Ar-

beitszeiterfassung verzeichnete Krankheit (16. bis 26. August 2022) finde sich die 

Anmerkung, wonach die Beklagte ("wir") während der Krankheit per Zufall entdeckt 

habe, dass die Zeiten nicht korrekt eingegeben worden seien, weshalb sie die Zeit-

erfassung auf Mobilgeräten ausgeschaltet habe und die Erfassung nur noch am PC 

möglich gewesen sei. Aus dieser Urkunde sei – so die Vorinstanz weiter – zweifel-

los zu schliessen, dass die angeblichen Manipulationen der Klägerin 1 nicht erst 

am  3. Oktober  2022  entdeckt  worden  seien,  sondern  bereits  im  Zeitraum  vom 

16. bis 26. August 2022. Ab diesem Zeitpunkt sei die Zeiterfassungsapplikation für 

die  Klägerin 1  denn  auch  gesperrt  gewesen,  weswegen  keine  Veranlassung  für 

spätere Überprüfungen bestanden haben könne. Dies stütze den Einwand der Klä-

gerin 1, wonach es nach der allgemeinen Lebenserfahrung recht unüblich anmute, 

in einem gekündigten und nur noch 28 Tage laufenden Arbeitsverhältnis vergan-

gene Arbeitszeiterfassungen nachzuprüfen. Vor dem Hintergrund dieser eindeuti-

gen Beweise könne – so die Vorinstanz weiter – ausgeschlossen werden, dass eine 

Abnahme weiterer Beweise etwas am Beweisergebnis zu Lasten der Beklagten än-

dern könne. Damit sei erstellt, dass die Beklagte die fristlose Kündigung vom 5. Ok-

tober 2022 nicht innerhalb der kurzen Frist, wie sie ihr gemäss der Rechtsprechung 

zur Verfügung stand, ausgesprochen habe. Das Recht für eine fristlose Kündigung 

wegen der angeblichen Arbeitszeitmanipulation betreffend den 9. und 12. August 

2022 sei am 5. Oktober 2022 bereits verwirkt gewesen, was die fristlose Kündigung 

als ungerechtfertigt nach Art. 337c OR qualifiziere (Urk. 32 S. 12 f.).

2.2.  Die Beklagte rügt, die fristlose Kündigung sei rechtzeitig erfolgt. Sie habe am 

3. Oktober 2022 Kenntnis des Grundes – das heisst der falschen Zeiterfassung der 

Klägerin 1 und der versuchten Anstiftung einer anderen Mitarbeiterin zur falschen 

Zeiterfassung – für die fristlose Kündigung erhalten und diese am 5. Oktober 2022 

rechtzeitig ausgesprochen. Die für die Entdeckung der falschen Zeiterfassung und 

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die Anstiftung einer anderen Mitarbeiterin zur falschen Arbeitszeiterfassung offe-

rierten Befragungen seien abzunehmen. Die Vorinstanz habe ihr rechtliches Gehör 

verletzt und ihren Anspruch auf Beweis verweigert (Urk. 31 Rz. 19-30).

2.3.  Die Klägerin 1 argumentiert, die Beklagte habe weder die rechtserheblichen 

Tatsachen der Entdeckung der fehlerhaften Zeiterfassung noch der Rechtzeitigkeit 

der fristlosen Kündigung genügend substantiiert behauptet. Sie folgt im Ergebnis 

der vorinstanzlichen Beurteilung (Urk. 36 Rz. 9-18). 

2.4.1. Auf die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz kann vollumfänglich verwie-

sen werden (Urk. 32 S. 11). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine fristlose 

Kündigung nach Kenntnis des Kündigungsgrundes umgehend auszusprechen ist, 

denn nur umgehendes Handeln erscheint als Ausdruck des zerstörten Vertrauens-

verhältnisses.  Das  bedeutet  nach  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ein  Aus-

sprechen der Kündigung innerhalb von wenigen Arbeitstagen und – beim Vorlie-

gend komplexerer Willensbildungsmechanismen innerhalb einer juristischen Per-

son  –  maximal  etwa  einer  Woche  (BGer  4A_342/2021  vom  13. Oktober  2021 

E. 3.2.2; KUKO OR-Schwaibold, Art. 337 N 11). Die kündigende Partei trifft die Be-

weislast für die Rechtzeitigkeit der Kündigung (Art. 8 ZGB; BSK OR I-Portmann/Ru-

dolph, Art. 337 N 13).

2.4.2. Beweisgegenstand  sind  rechtserhebliche,  streitige  Tatsachen  (Art. 150 

Abs. 1 ZPO). Der Beweisführungsanspruch nach Art. 152 ZPO verschafft der be-

weispflichtigen Partei einen Anspruch darauf, für rechtserhebliche (taugliche) Vor-

bringen zum Beweis zugelassen zu werden. Dem Gericht ist jedoch nicht vorge-

schrieben, mit welchen Mitteln es den Sachverhalt abzuklären hat, insbesondere 

ist die antizipierte Beweiswürdigung nicht ausgeschlossen. Wenn ein Gericht dar-

auf  verzichtet,  beantragte  Beweise  abzunehmen,  weil  es  aufgrund  bereits  abge-

nommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweg-

genommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch 

weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde, ist der Beweisführungsanspruch 

nicht  verletzt  (BGer  4A_567/2019  vom  10. Februar  2020  E. 5.1;  OGer  ZH 

LA230022  vom  8. August  2024  E. 3.5.5).  Es  erfolgt  auch  dann  keine  Beweisab-

nahme, wenn eine Behauptung nicht hinreichend substantiiert ist. Das Beweisver-

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fahren dient nicht dazu, unvollständige Parteibehauptungen zu ergänzen (BGE 144 

III 67 E. 2.1; BGer 4A_50/2018 vom 5. September 2018 E. 3.2; CHK ZPO-Sutter-

Somm/Seiler, Art. 152 N 2; ZK ZPO-Sutter-Somm/Schrank, Art. 55 N 13). Partei-

vorbringen müssen auch der sogenannten Behauptungslast genügen. Das ist dann 

der Fall, wenn der Tatsachenvortrag in allgemeiner Weise sämtliche Tatsachen be-

nennt, welche unter die ihr Begehren stützenden Normen zu subsumieren sind. Ein 

vollständiger Tatsachenvortrag wird als schlüssig bezeichnet, da er bei Unterstel-

lung, er sei wahr, den Schluss auf die beantragte Rechtsfolge zulässt (DIKE-Komm 

ZPO-Leu, 2. Aufl. 2016, Art. 150 N 65, N 72).

2.4.3. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz mit Bezug auf den Zeitpunkt des Bekannt-

werdens der Anstiftung einer anderen Mitarbeiterin zur falschen Arbeitszeiterfas-

sung  zu  Recht  von  einem  nicht  schlüssigen  Tatsachenvortrag  ausging:  Die  Be-

klagte bestreitet dies (Urk. 31 Rz. 22, Rz. 29). Das Datum der von der Beklagten 

erwähnten internen Abklärung, in deren Rahmen auch bekannt geworden sei, dass 

die Klägerin 1 einer anderen Mitarbeiterin (D._____) habe zeigen wollen, wie man 

mit  dem  beklagtischen  Zeiterfassungssystem  "am  besten  betrüge"  beziehungs-

weise  "wie  man  bei  der  Arbeitszeiterfassung  am  besten  bescheissen  kann"  be-

hauptete  die  Beklagte  vorinstanzlich  nicht  (Urk. 11  Rz. 18,  Rz. 22;  Prot.  I  S. 8 f.; 

vgl. Urk. 31 Rz. 22, Rz. 29). Den zeitlichen Bezug zum 3. Oktober 2022 stellte die 

Beklagte  erst  im  Berufungsverfahren  –  und  damit  verspätet  –  her  (vgl.  Urk. 31 

Rz. 21 f; vorne Erw. II.1.4). Zu Recht hielt die Vorinstanz deshalb fest, der konkrete 

Zeitpunkt, in welchem die Beklagte von den angeblichen Äusserungen der Kläge-

rin 1 gegenüber der Mitarbeiterin D._____ erfahren haben wolle, werde nicht ange-

geben, weshalb die Rechtzeitigkeit der fristlosen Kündigung nicht überprüft werden 

könne (Urk. 32 S. 12). Mit anderen Worten: Selbst wenn Beweisabnahmen erfolgt 

wären und die Befragungen die von der Beklagten behaupteten Aussagen bestätigt 

hätten, würde dies nichts daran ändern, dass es am Datum, an welchem die Be-

klagte von diesen Aussagen erfuhr, fehlen würde und damit der Beklagten der Be-

weis der Rechtzeitigkeit der fristlosen Kündigung nicht gelingen würde (dazu wei-

terführend unten Erw. II.6.4.1). Der Rüge der Beklagten ist nicht zu folgen.

- 12 -

2.4.4. Ob  die  Vorinstanz  die  von  der  Beklagten  angebotenen  Befragungen  zum 

Zeitpunkt der Feststellung des Arbeitszeitbetrugs zu Recht antizipiert würdigte und 

von deren Abnahme absah, ist unter Berücksichtigung des übrigen Beweisergeb-

nisses zu klären: Die Vorinstanz hat mit Hinweis auf die sich in Urk. 19/3/8 ange-

brachte Anmerkung, wonach während der Krankheit der Klägerin 1 per Zufall die 

nicht korrekte Zeiteingabe entdeckt worden sei, erwogen, aus der Urkunde sei zu 

schliessen,  dass  die  angeblichen  Manipulationen  nicht  erst  am  3. Oktober  2022 

entdeckt worden seien, sondern bereits im Zeitraum vom 16. bis 26. August 2022 

(Urk. 32  S. 12).  Aus  der  von  der  Vorinstanz  gewürdigten  Urk. 19/3/8  ergibt  sich, 

dass die Klägerin 1 vom 16. bis 26. August 2022 krank war. Neben den Daten vom 

29. bis 31. August 2022 findet sich die Anmerkung, "während [i]hrer Krankheit ha-

ben wir per Zufall entdeckt[,] das[s] die Zeiten nicht korrekt eingegeben werden und 

haben das Erfassen der Zeit auf Mobilgeräten ausgeschaltet, sodass sie sich nur 

noch am PC [e]inloggen konnte, [...]" (Urk. 19/3/8 S. 5). Die Beklagte trägt im Be-

rufungsverfahren  einzig  vor,  der  Aktenvermerk  vermöge  nichts  daran  zu  ändern, 

dass  die  zuständige  Mitarbeiterin  die  betrügerische  Zeiterfassung  am  3. Oktober 

2022  anlässlich  einer  periodischen  Prüfung  der  Zeiterfassung  entdeckt  habe 

(Urk. 31  Rz. 29).  Damit  trägt  sie  keine  substantiierten  Ausführungen  zu  den  vor-

instanzlichen Erwägungen zu Urk. 19/3/8 vor und unterlässt eine genügende argu-

mentative  Auseinandersetzung  mit  dem  vorinstanzlichen  Entscheid  (vorne 

Erw. II.1.2).  Aufgrund  der  Anmerkung  und  der  unbestritten  gebliebenen  Behaup-

tung der Klägerin 1, sie habe sich in einem späteren Zeitpunkt nur noch über den 

Desktop ein- und ausstempeln können (Urk. 24 Rz. 12; Prot. I S. 12 f.), ist nicht zu 

beanstanden, dass die Vorinstanz das Beweisergebnis als klar erachtete und auf 

die Abnahme weiterer Befragungen verzichtete (vgl. Urk. 11 Rz. 3, Prot. I S. 10, 

S. 23, wobei anders als die Klägerin 1 behauptet, von genügenden Tatsachenbe-

hauptungen  und  Beweisofferten  auszugehen  wäre  [Urk. 36  Rz. 12 f.;  Urk. 42 

Rz. 11]).

2.5.  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den Rügen der Beklagten nicht ge-

folgt werden kann. Es bleibt bei der vorinstanzlichen Feststellung, dass das Recht 

für eine fristlose Kündigung am 5. Oktober 2022 verwirkt war und die fristlose Kün-

digung als ungerechtfertigt nach Art. 337c OR zu qualifizieren ist. Bei diesem Er-

- 13 -

gebnis  erübrigt  es  sich,  auf  die  Eventualbegründung  der  Vorinstanz  einzugehen 

(vgl.  Urk. 32  S. 13-17;  Urk. 31  Rz. 31-48;  Urk. 36  Rz. 19-37;  vgl.  dazu  unten 

Erw. II.5.4). 

3.  Dauer der Schadenersatzpflicht

3.1.  Die Vorinstanz erwog, mit der von der Klägerin 1 vorgelegten Geburtsurkunde 

gelinge ihr ohne weiteres der Nachweis, dass sie ihren Sohn am tt.mm.2023 zur 

Welt gebracht habe. Die anlässlich der Hauptverhandlung gemachte Behauptung 

der Klägerin 1, es habe sich nicht um eine Frühgeburt gehandelt, sei unbestritten 

geblieben. Auch wenn man dies anders sähe, hätte es sich notorischerweise bei 

einer Geburt nach lediglich … Wochen und … Tagen (Zeit zwischen dem 5. Okto-

ber 2022 und dem tt.mm.2023) um eine statistisch ganz aussergewöhnlich frühe 

Geburt,  bei  welcher  die  Überlebenschancen  stark  reduziert  gewesen  wären,  ge-

handelt. Eine solche Frühgeburt könne mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ver-

worfen werden. Demnach sei so oder anders davon auszugehen, dass die Kläge-

rin 1 am 5. Oktober 2022, als die Beklagte ihr gegenüber die fristlose Kündigung 

ausgesprochen habe, bereits schwanger gewesen sei. Für den Bestand der Sperr-

frist nach Art. 336c Abs. 1 lit. c OR sei irrelevant, ob die Beklagte von der Schwan-

gerschaft  gewusst  habe.  Davon  ausgehend  sei  der  frühestmögliche  ordentliche 

Kündigungstermin der 30. September 2023. Die Beklagte sei verpflichtet, der Klä-

gerin 1 vom 5. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 Schadenersatz zu leis-

ten (Urk. 32 S. 17 f.).

3.2.  Die Beklagte rügt, sie habe bestritten, dass es sich um keine Frühgeburt ge-

handelt  habe.  Die  Klägerin 1  habe  ihre  behauptete  Schwangerschaft  im  Kündi-

gungszeitpunkt  nicht  bewiesen.  Der  frühestmögliche  Kündigungstermin  sei  nicht 

der 30. September 2023, sondern der 31. August 2023 (Urk. 31 Rz. 51 f.).

3.3.  Die Klägerin 1 trägt vor, die Behauptung der Beklagten, wonach der frühest-

mögliche  Kündigungstermin  der  31. August  2023  sei,  sei  neu  und  folglich  unbe-

achtlich. Sie habe zudem im vorinstanzlichen Verfahren die Zeugenbefragung ihrer 

Frauenärztin zu ihrer Schwangerschaft im Zeitpunkt der ordentlichen und der frist-

losen Kündigung offeriert (Urk. 36 Rz. 39).

- 14 -

3.4.  Die  Bestimmung  des  frühestmöglichen  Kündigungstermins  ist  eine  Rechts- 

und nicht eine Sachverhaltsfrage. Die diesbezüglichen Ausführungen der Beklag-

ten  sind  deshalb,  entgegen  den  Vorbringen  der  Klägerin 1,  nicht  verspätet.  Dies 

ändert aber nichts daran, dass der Argumentation der Beklagten nicht gefolgt wer-

den kann: Die von der Klägerin 1 eingereichte Geburtsurkunde belegt die Geburt 

ihres  Sohnes  am  tt.mm.2023  (Urk. 25/1).  Anhaltspunkte,  dass  die  Urkunde  nicht 

echt sein könnte, bringt die Beklagte nicht vor (Urk. 31 Rz. 51). Auch mit den vor-

instanzlichen Erwägungen betreffend eine Frühgeburt – welche diese für den Fall 

anstellte, dass von einer diesbezüglichen Bestreitung ausgegangen würde – setzt 

sich die Beklagte nicht hinreichend auseinander und zeigt nicht auf, weshalb diese 

nicht korrekt sein sollen. Bei einer nach der fristlosen Kündigung vom 5. Oktober 

2022  beginnenden  Schwangerschaft,  wie  sie  die  Beklagte  behauptet  (Urk. 31 

Rz. 52),  würde  unter  Annahme  einer  durchschnittlichen  Schwangerschaftsdauer 

von 268 Tagen1 und einem Beginn am 6. Oktober 2022 der gewöhnliche Geburts-

termin  auf  Anfang  Juli  2023  fallen.  Der  Vorinstanz  ist  zu  folgen,  dass  bei  einem 

Schwangerschaftsbeginn  erst  nach  der  fristlosen  Kündigung  eine  Geburt  am 

tt.mm.2023  mit  hinreichender  Wahrscheinlichkeit  ausgeschlossen  werden  kann. 

Die  Vorinstanz  musste  für  die  Sachverhaltserstellung  betreffend  die  Schwanger-

schaft  im  Zeitpunkt  der  fristlosen  Kündigung  die  offerierte  Zeugenaussage  der 

Frauenärztin der Klägerin 1 nicht abnehmen (Urk. 36 Rz. 39 i.V.m. Urk. 24 Rz. 42; 

vorne zur antizipierten Beweiswürdigung Erw. II.2.4.2). Die Rüge der Beklagten ist 

unbegründet.

4.  Schadensminderungsobliegenheit

4.1.  Die Vorinstanz erwog, die beweisbelastete Beklagte vermöge den Nachweis, 

dass die Klägerin 1 nach der fristlosen Kündigung eine zumutbare Stelle hätte fin-

den können, nicht zu erbringen. Sie stelle weder entsprechende, hinreichend sub-

stantiierte Tatsachenbehauptungen zum Profil der Klägerin und der ihr zumutbaren 

Arbeitsstellen  auf,  noch  offeriere  sie  diesbezügliche  Beweismittel.  Im  Gegenteil 

weise sie selber darauf hin, dass die Klägerin 1 vor ihrer Anstellung durch die Be-

1 Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsdauer#Zum_Geburtstermin, zuletzt besucht 
am 4. April 2025.

- 15 -

klagte  über  längere  Zeit  hinweg  keine  Stelle  gefunden  habe,  was  ohne  weiteres 

den Schluss auf eine erschwerte Ausgangslage bei der Stellensuche zulasse. Die 

Beklagte mache vergeblich geltend, die Klägerin 1 habe nach der fristlosen Kündi-

gung wieder gearbeitet, was diese bestreite. Im für die Erwerbstätigkeit nach der 

Kündigung angerufenen Beweismittel sei allein die Rede von Arbeitsbemühungen. 

Damit sei im Kontext der Arbeitslosenversicherung eine Stellensuche und nicht ein 

Stellenantritt gemeint. Die Klägerin habe am tt.mm.2023 ihr Kind geboren. Es sei 

naheliegend, dass ihr die Stellensuche bereits im Laufe der fortschreitenden und 

sichtbar werdenden Schwangerschaft schwergefallen sein müsse. Nach der Nie-

derkunft  habe  sie  von  Gesetzes  wegen  Anspruch  auf  einen  Mutterschaftsurlaub 

von 16 Wochen, das heisst bis zum tt.mm.2023 gehabt. Während dieser Zeit sei ihr 

ein Stellenantritt von vornherein nicht zumutbar gewesen. Auch eine Stellensuche 

sei von ihr während dieser Zeit nur in sehr beschränktem Umfang zu erwarten ge-

wesen.  Damit  sei  nicht  ersichtlich,  inwiefern  die  Klägerin  ihre  Schadensminde-

rungspflicht während des relevanten Zeitraums verletzt haben könnte. Die Entschä-

digungsansprüche reduzierten sich – so die Vorinstanz weiter – damit nicht zusätz-

lich um entgangenen Arbeitserlös zu den bereits beim eingeklagten Betrag berück-

sichtigen Taggeldern der Arbeitslosenkasse (Urk. 32 S. 18 f.).

4.2.  Die Beklagte rügt, es sei nicht an ihr, Suchbemühungen der Klägerin 1 nach-

zuweisen und die Klägerin 1 habe keine solchen Bemühungen belegt. Die Ausfüh-

rungen der Vorinstanz zur erschwerten Ausgangslage bei der Stellensuche und ih-

rer sichtbar werdenden Schwangerschaft erfolgten belegfrei zugunsten der Kläge-

rin 1. Vollkommen irrelevant sei zudem, ob sie – die Beklagte – den Bestand zu-

mutbarer Arbeitsstellen dargelegt habe, sei doch der schweizweite Fachkräfteman-

gel notorisch (Urk. 31 Rz. 53-55).

4.3.  Die  Klägerin 1  argumentiert  zusammengefasst,  sie  habe  Beweise  zu  ihren 

Suchbemühungen vorgebracht. Zudem müsse die Arbeitgeberin, wenn sie die Ver-

letzung  der  Schadensminderungspflicht  der  Arbeitnehmerin  nachweisen  möchte, 

die Arbeitskräftenachfrage für den betreffenden Beruf oder mehrere freie, zumut-

bare Stellen nachweisen. Die neue Behauptung, dass offene Stellen für den betref-

fenden Beruf vorhanden seien, sei unbeachtlich (Urk. 36 Rz. 41-44). 

- 16 -

4.4.1. Auf  die  rechtlichen  Ausführungen  der  Vorinstanz  zu  Art. 337c  Abs. 2  OR 

kann verwiesen werden. Eine Arbeitnehmerin muss sich an den Schadenersatzan-

spruch anrechnen lassen, was sie infolge der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 

erspart hat oder was sie durch anderweitige Arbeit verdient hat oder zu verdienen 

unterlassen  hat  (Art. 337c  Abs. 2  OR).  Die  Voraussetzungen  der  Kürzung  des 

Schadenersatzes sind von der Arbeitgeberin zu beweisen, wobei die Arbeitnehme-

rin nach Treu und Glauben bei der Sachverhaltsfeststellung mitzuwirken hat. Weil 

dieser Beweis schwierig ist, kommt die Arbeitgeberin in der Regel ihrer Beweislast 

nach, wenn sie darlegt, dass im betreffenden Beruf allgemein eine Nachfrage nach 

Arbeitskräften bestand und die Arbeitnehmerin folglich bei gutem Willen sehr wahr-

scheinlich  eine  andere,  ungefähr  gleichwertige  Stelle  hätte  finden  können.  Steht 

fest, dass für die von der Arbeitnehmerin ausgeübte Tätigkeit eine Nachfrage nach 

Arbeitskräften  besteht,  so  hat  die  Arbeitnehmerin  darzulegen,  weshalb  sie  keine 

neue Stelle gefunden hat. In diesem Fall wirkt sich das Fehlen eines diesbezügli-

chen Beweises zu Lasten der Arbeitnehmerin aus (BGer 4A_257/2019 vom 6. No-

vember  2019  E. 4.2;  BGer  4A_546/2023  vom  13.  Mai  2024  E. 5.7.1;  OGer  ZH 

LA180019  vom  E. IV.4.b.cc S.  26 f.;  OGer  ZH  LA180031  vom  20. März  2019 

E.IV.4.b.dd; Praxiskommentar Arbeitsvertrag-Streiff/von Kaenel/Rudolph, Art. 337c 

N 7; SHK Arbeitsvertrag-Etter/Stucky, Art. 337c N 54 f.; CHK OR-Emmel, Art. 337c 

N 2). Aus der der Arbeitgeberin obliegenden Beweislast ergibt sich, dass die Ar-

beitnehmerin ihre Stellensuchbemühungen erst dann beweisen muss, wenn die Ar-

beitgeberin eine allgemein grosse Arbeitskräftenachfrage für den betreffenden Be-

ruf  oder  mehrere  freie  zumutbare  Stellen  nachweist  (OGer  ZH  LA140002  vom 

5. Dezember  2014  E. V.4.c  S. 36 f.  m.w.H.;  OGer  BS  ZB.2018.48  vom  23. April 

2019 E. 5.2.2).

4.4.2. Primär  hätte  also  die  Beklagte  den  Nachweis  erbringen  müssen,  dass  der 

Stellenmarkt der Klägerin 1 ermöglicht hätte, eine zumutbare Arbeitsstelle zu fin-

den, wie dies bereits die Vorinstanz ausgeführt hat. Diesen Nachweis erbrachte die 

Beklagte  vorinstanzlich  nicht.  Eine  diesbezügliche  Sachverhaltsergänzung  im 

Rechtsmittelverfahren ist ausgeschlossen (vorne Erw. II.1.4). Ohnehin würde aber 

die Behauptung der Beklagten, der schweizweite Fachkräftemangel sei notorisch 

(Urk. 31 Rz. 55), den erforderlichen Nachweis wohl nicht zu erbringen vermögen. 

- 17 -

Eine Anrechnung im Sinne von Art. 337c Abs. 2 OR kann nicht erfolgen. Auf die 

weiteren vorinstanzlichen Ausführungen zu einer erschwerten Ausgangslage we-

gen der vor Stellenantritt bestehenden Schwierigkeiten bei der Stellensuche und 

der Schwangerschaft ist aufgrund des Ausgeführten nicht weiter einzugehen (vgl. 

Urk. 32 S. 19; Urk. 31 Rz. 54). Ob die behaupteten Suchbemühungen der Kläge-

rin 1 genügend waren (vgl. Urk. 31 Rz. 55; Urk. 36 Rz. 42; Urk. 42 Rz. 18; Urk. 24 

Rz. 29; Urk. 25/2 f., Prot. I S. 15 f., S. 22; vgl. S. 24), ist ebenfalls nicht ausschlag-

gebend, denn aufgrund der fehlenden Behauptungen der Beklagten zu einer gros-

sen Arbeitskräftenachfrage oder zu freien zumutbaren Stellen musste die Kläge-

rin 1 ihre Stellensuchbemühungen gar nicht erst beweisen.

4.5.  Zusammenfassend erweist sich die Rüge der Beklagten als unbegründet, und 

die Vorinstanz hat zu Recht von einer Reduktion des Schadenersatzes wegen ent-

gangenem Arbeitserlös abgesehen (vgl. Urk. 31 S. 20 f.).

5.  Entschädigung gemäss Art. 337c Abs. 3 OR

5.1.  Die Vorinstanz erwog, es sei mangels substantiierter Behauptungen nicht von 

einer  Kenntnis  der  Schwangerschaft  seitens  der  Beklagten  auszugehen.  Die 

Schwangerschaft der Klägerin 1 sei im Rahmen ihrer persönlichen Verhältnisse bei 

der Entscheidung über eine Entschädigung zu ihren Gunsten zu berücksichtigen. 

Die Beklagte habe der Klägerin 1 nach einer gut sechsmonatigen Anstellung fristlos 

gekündigt. Bei einer derart kurzen Dauer des Anstellungsverhältnisses komme nur 

eine geringe Entschädigung in Frage. Nachdem weder von einem Arbeitszeitbetrug 

noch einer wiederholten Nichtbefolgung von Anweisungen auszugehen sei, könne 

der Klägerin 1 kein Mitverschulden vorgeworfen werden. Die (nicht gültig belegten) 

Betrugsvorwürfe bedeuteten sodann eine nicht unerhebliche Persönlichkeitsverlet-

zung. Die Klägerin 1 sei im Zeitpunkt der Entlassung 28 Jahre alt und im vierten 

Monat  schwanger  gewesen.  Ihre  Möglichkeit,  rasch  wieder  eine  Arbeitsstelle  zu 

finden, sei unter diesen Vorzeichen eingeschränkt gewesen. Hinzu komme, dass 

die Beklagte der Klägerin 1 selber geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt attes-

tiere. Jedenfalls bis zum 30. September 2023 sei die Klägerin 1 auf dem Arbeits-

markt nicht fündig geworden. Unter Berücksichtigung dieser Umstände erscheine 

es trotz des kurzen Arbeitsverhältnisses gerechtfertigt, der Klägerin 1 eine Entschä-

- 18 -

digung von eineinhalb Monatslöhnen in Höhe von insgesamt Fr. 7'312.50 zuzuspre-

chen (Urk. 32 S. 22 f.).

5.2.  Die Beklagte rügt, die Vorinstanz habe den Arbeitszeitbetrug und den Anstif-

tungsversuch  einer  anderen  Mitarbeiterin  dazu  sowie  die  wiederholte  Nichtbefol-

gung von Anweisungen – was alles erstellt beziehungsweise erstellbar sei – nicht 

berücksichtigt. Auch die Schwangerschaft der Klägerin 1 sei nicht erstellt. Nicht von 

Belang  sei,  welche  Chancen  sie  der  Klägerin 1  auf  dem  Arbeitsmarkt  attestiere, 

sondern vielmehr, welche Bemühungen die Klägerin 1 hätte unternehmen können, 

um wieder eine Stelle zu finden. Hinzu komme, dass die Klägerin 1 in ihrem Le-

benslauf bereits mehrere Lücken gehabt habe und ihr aufgrund der bereits ausge-

sprochenen  ordentlichen  Kündigung  ohnehin  eine  Stellensuche  bevorgestanden 

sei.  Die  fristlose  Kündigung  habe  das  berufliche  Fortkommen  der  Klägerin  nicht 

erschwert. Zudem habe die Klägerin 1 bereits am 16. November 2022 wieder eine 

Stelle gehabt. Das Mitverschulden der Klägerin 1 sei zudem zu Unrecht nicht be-

rücksichtigt worden (Urk. 31 Rz. 60-65).

5.3.  Die Klägerin 1 schliesst sich im Wesentlichen der Argumentation der Vorin-

stanz an, diese habe sämtliche Umstände korrekt gewürdigt (Urk. 36 Rz. 47-49).

5.4.  Auf die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz kann vollumfänglich verwie-

sen werden (Urk. 32 S. 21). Die Vorinstanz ist zu Recht davon ausgegangen, dass 

die Schwangerschaft der Klägerin 1 im Zeitpunkt der fristlosen Entlassung erstellt 

ist (vorne Erw. II.3.4). Hinzuzufügen ist, dass mit derselben Begründung auch eine 

Schwangerschaft  im  Zeitpunkt  der  ordentlichen  Kündigung  vom  23. September 

2022,  nur  eineinhalb  Wochen  vor  der  fristlosen  Kündigung,  erstellt  werden  kann 

(vorne Erw. II.3.4). Die Kritik der Beklagten betreffend die Feststellung der Schwan-

gerschaft  verfängt  nicht  (Urk. 31  Rz. 62).  Auch  hinsichtlich  des  Vorbringens,  die 

Klägerin 1 habe bereits am 16. November 2022 wieder eine Stelle gehabt (Urk. 31 

Rz. 64), kann der Beklagten nicht gefolgt werden. Dass eine Anmeldung beim RAV 

und die Aufnahme von Arbeitsbemühungen nicht gleichzusetzen ist mit einem Stel-

lenantritt, legte die Vorinstanz richtig dar (Urk. 32 S. 19). Auch kann nicht zulasten 

der Klägerin 1 gewertet werden, dass sie in ihrer Klage einstweilen Ersatzansprü-

che bis Ende September 2023 geltend machte, obwohl im Zeitpunkt der Klageein-

- 19 -

reichung  noch  nicht  klar  war,  ob  die  Klägerin  allenfalls  bereits  schon  früher  eine 

neue Anstellung finden würde (vgl. Urk. 31 Rz. 64). Die Vorinstanz berücksichtigte 

die Schwangerschaft der Klägerin 1 und die insbesondere dadurch begründete ein-

geschränkte Möglichkeit, rasch eine Arbeitsstelle zu finden zu Recht zu Gunsten 

der Klägerin 1. Obwohl die Schwangerschaft einen Einfluss auf den Schadenersatz 

gemäss Art. 337c Abs. 1 OR hat (Sperrfrist), kann diese auch bei der Festsetzung 

der Entschädigung im Sinne der persönlichen Umstände der Klägerin 1 berücksich-

tigt werden (vgl. BGer 4C.271/2000 vom 15. Februar 2001 Sachverhalt B und E. 3; 

CHK OR-Emmel, Art. 337c N 6; ZK OR-Staehelin, Art. 337c N 18; Praxiskommen-

tar  Arbeitsvertrag-Streiff/von  Kaenel/Rudolph,  Art. 337c  N 9  S. 1163).  Es  ist,  an-

ders als die Beklagte argumentiert (Urk. 31 Rz. 62 f.; vgl. Urk. 36 Rz. 48), davon 

auszugehen, dass die durch die fristlose Kündigung entstandene weitere Lücke im 

Lebenslauf der im Kündigungszeitpunkt schwangeren Klägerin 1 deren berufliches 

Fortkommen  über  die  Dauer  der  Schadenersatzpflicht  hinaus  beeinträchtigte 

(Urk. 24 Rz. 29; Prot. I S. 16; Urk. 4/6; Urk. 13/4 f.). Die Beklagte macht weiter gel-

tend, die Klägerin 1 sei ohnehin in einem ordentlich gekündigten Arbeitsverhältnis 

gestanden (Urk. 31 Rz. 62). Dem kann nicht gefolgt werden, denn die Klägerin 1 

war im Zeitpunkt der ordentlichen Kündigung bereits schwanger (vgl. vorne in die-

ser Erw.), weshalb diese Kündigung nichtig war (Art. 336c Abs. 1 lit. c OR). Zuletzt 

ist auf das Mitverschulden der Klägerin 1 einzugehen: Die Vorinstanz hat ein Mit-

verschulden verneint, weil weder von einem Arbeitszeitbetrug noch von einer wie-

derholten Nichtbefolgung von Anweisungen auszugehen sei. Die nicht gültig beleg-

ten Betrugsvorwürfe bedeuteten – nach Ansicht der Vorinstanz – eine nicht uner-

hebliche Persönlichkeitsverletzung (Urk. 32 S. 22). Der Vorwurf des Arbeitszeitbe-

trugs setzt sich aus den beiden Teilaspekten der eigenen falschen Zeiterfassung 

und  dem  Anstiftungsversuch  einer  anderen  Mitarbeiterin  zusammen  (vorne 

Erw. II.2.4.3 f.). Hinsichtlich des Anstiftungsversuchs und der wiederholten Nicht-

befolgung  von  Anweisungen  kann  der  Sachverhalt  nicht  erstellt  werden  (hinten 

Erw. II.6.4.1). Diesbezüglich kann demnach nicht zulasten der Klägerin 1 von einer 

Pflichtverletzung  beziehungsweise  einem  Mitverschulden  ausgegangen  werden. 

Hinsichtlich der falschen Zeiterfassung hielt die Vorinstanz fest, die Behauptungen 

der Beklagten zur Information der Klägerin 1 über die Ortungsfunktion der Zeiter-

- 20 -

fassungsapplikation  seien  ungenügend  erfolgt,  weshalb  davon  auszugehen  sei, 

dass die Klägerin 1 keine Kenntnis der Funktion gehabt habe. Zudem sei die Or-

tungsfunktion im Falle der Klägerin 1, die vor Ort im Büro gearbeitet habe, für die 

Durchführung  des  Arbeitsverhältnisses  nicht  erforderlich  gewesen  (Urk. 32 

S. 14 f.). Der Vorinstanz kann in beiden Aspekten nicht gefolgt werden: Einerseits 

behauptete  die  Beklagte  in  ihrer  Klageantwort  unter  Bezugnahme  auf  die  in  der 

Klageschrift bestrittene Aufklärung über die Ortungsfunktion, die Klägerin 1 sei ex-

plizit informiert worden, was die Applikation könne, und offerierte dazu drei (Zeu-

gen-)Befragungen (Prot. I S. 14). Andererseits wäre nicht von fehlender Erforder-

lichkeit der Standorterfassung auszugehen, wenn sich die Parteien auf die Nutzung 

der Zeiterfassungsapplikation geeinigt hätten. Dies gilt unabhängig davon, auf wes-

sen Initiative es zur Nutzung der Applikation kam. Falls die Beklagte mit den offe-

rierten (Zeugen-)Befragungen beweisen könnte, dass die Klägerin 1 über die GPS-

Funktion  der  Applikation  beim  Ein-  und  Ausloggen  informiert  worden  wäre,  wäre 

nicht von einer unzulässigen Datenverarbeitung auszugehen (vgl. BGE 130 II 425 

E. 4 ff.; Praxiskommentar Arbeitsvertrag-Streiff/von Kaenel/Rudolph, Art. 328b N 8 

S. 586; CHK OR-Emmel, Art. 328 N 4 f.; Kasper/Wildhaber, Big Data am Arbeits-

platz, in: IRPS 2019, S. 223; CS Commentaire du contrat de travail-Dunand/Raed-

ler, Art. 328b N 103; Müller, Die Umsetzung positiver Schutzpflichten nach Art. 8 

EMRK  in  privatrechtlichen  Arbeitsverhältnissen  im  Schweizer  Recht,  in:  SASR 

2024, N 584). Dann wären die erhobenen Standorte beim nicht am Arbeitsort er-

folgten Ausloggen am 9. und 12. August 2022 verwertbar (vgl. Urk. 13/1-3). Dies 

muss  indessen  nicht  abschliessend  geklärt  werden.  Eine  Entschädigung  von  ei-

neinhalb Monatslöhnen wäre nämlich auch dann angemessen, wenn der Klägerin 1 

hinsichtlich ihrer Arbeitszeiterfassung eine Pflichtverletzung und damit ein Mitver-

schulden anzulasten wäre: Eine Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR ist bei 

einer ungerechtfertigten fristlosen Entlassung in aller Regel geschuldet. Nur in aus-

sergewöhnlichen Situationen, beispielsweise, wenn ein Fehlverhalten der Arbeitge-

berin ausgeschlossen ist oder wenn erhebliches Fehlverhalten der Arbeitnehmerin 

vorliegt,  ist  keine  Entschädigung  zuzusprechen  (BGE  121  III  64  E. 3.c;  BGer 

4A_402/2021  vom  14. März  2022  E. 7.1;  BGer  4A_56/2016  vom  30.  Juni  2016 

E. 4.2.1; CHK OR-Emmel, Art. 337c N 3 m.w.H.; OFK OR-Milani, Art. 337c N 14). 

- 21 -

Aufgrund  der  Schwangerschaft,  der  erschwerten  Arbeitsstellensuche  und  dem 

nicht erstellbaren Vorwurf der Anstiftung einer anderen Mitarbeiterin zum Arbeits-

zeitbetrug erweist sich – selbst unter Berücksichtigung der kurzen Dauer des An-

stellungsverhältnisses – die vorinstanzlich festgesetzte Entschädigung von einein-

halb Monatslöhnen leicht unter dem noch Angemessenen. Eine Erhöhung der Ent-

schädigung ist mangels (Anschluss-)Berufung der Klägerin 1 indessen nicht zuläs-

sig.  Ausgehend  von  einer  leicht  höheren  angemessenen  Entschädigung  würde 

selbst unter Berücksichtigung eines Mitverschuldens der Klägerin wegen falscher 

Arbeitszeiterfassung die vorinstanzlich festgesetzte Entschädigung von eineinhalb 

Monatslöhnen immer noch angemessen erscheinen.

5.5.  Mit  Bezug auf die  von der Beklagten kritisierte  Höhe der Entschädigung  ist 

nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz vom Bruttolohn zuzüglich eines Anteils 

des  13. Monatslohns  ausging.  Dem  Gericht  kommt  bei  der  Festsetzung  der  Ent-

schädigung grosses Ermessen zu. Es ist insbesondere nicht verpflichtet, sich dabei 

strikt an eine Lohnquote zu halten (BGer 4A_161/2016 E. 3.3; ZK OR-Staehelin, 

Art. 337c  N 18  m.w.H.;  SHK  Arbeitsvertrag-Etter/Stucky,  Art. 337c  N 33  m.w.H.; 

BSK OR I-Portmann/Rudolph, Art. 337c N 6; vgl. Urk. 31 Rz. 67; Urk. 36 N 51).

5.6.  Zusammengefasst ist den Rügen der Beklagten zur Entschädigung nach 

Art. 337c Abs. 3 OR nicht zu folgen. Es bleibt damit bei der vorinstanzlich festge-

setzten Entschädigung von Fr. 7'312.50.

6.  Beweislast und Beweisabnahmen betreffend Arbeitszeugnis

6.1.  Die Vorinstanz erwog, die Parteien seien sich einig, dass das der Klägerin 1 

ausgestellte Arbeitszeugnis nicht als gut zu qualifizieren sei, der anbegehrte Zeug-

nistext jedoch schon (Urk. 32 S. 24). Die Beklagte stütze sich für ihren Standpunkt 

bei Lichte betrachtet massgeblich auf Werturteile, die ohnehin keinem direkten Be-

weis zugänglich seien. Soweit sie einzelne Tatsachen behaupte, namentlich im Zu-

sammenhang  mit  angeblich  missachteten  Anweisungen,  falle  ihr  Vortrag  jedoch 

pauschal und unsubstantiiert aus. Sie benenne keinen einzigen konkreten Vorfall. 

Schlussfolgerungen für ein generelles Verhalten der Klägerin 1 liessen sich so nicht 

ziehen. Mangels genügender Substantiierung sei über diese Tatsachen kein Be-

- 22 -

weisverfahren durchzuführen, weshalb auf die Abnahme der von der Beklagten of-

ferierten Personalbeweise verzichtet werden könne. Da die Beklagte beim vorlie-

genden  schlechten  Arbeitszeugnis,  welches  lediglich  in  ein  gutes  Arbeitszeugnis 

abgeändert werden solle, die negativen Folgen der Beweislosigkeit trage, sei sie 

zu verpflichten, der Klägerin 1 ein Arbeitszeugnis mit einer guten Leistung und gu-

tem Verhalten auszustellen. Im beantragten Zeugnistext werde dies zum Ausdruck 

gebracht, so dass das Rechtsbegehren Ziffer 3 der Klägerin 1 zum Urteil erhoben 

werden  könne.  Kein  anderer  Ausgang  –  so  die  Vorinstanz  weiter  –  ergäbe  sich, 

wenn mit dem Bundesgericht auf die Mitwirkung der Beklagten abgestellt würde, 

denn  ihrer  Mitwirkungsobliegenheit  sei  die  Beklagte  auch  in  diesem  Zusammen-

hang nicht genügend nachgekommen. In Bezug auf die Fachkenntnisse der Kläge-

rin 1  bleibe  zu  bemerken,  dass  die  verlangte  Formulierung  "umfassende  Fach-

kenntnisse" ebenfalls dem Prädikat "gut" entspreche. Auch bei fehlenden einschlä-

gigen Arbeitserfahrungen scheine es ohne weiteres denkbar, dass die Klägerin 1 

nach sechs Monaten die nicht allzu komplex scheinenden Aufgaben in ihrem ver-

traglich definierten Arbeitsbereich beherrscht habe. Auch hier stehe einer antrags-

gemässen Abänderung nichts im Wege. Mit dem Arbeitsvertrag vom 22. März 2022 

belege die Klägerin 1 sodann, dass die im beantragten Zeugnistext genannten Ar-

beitsbereiche ihr vertraglich zugewiesen gewesen seien. Nachdem der Arbeitsver-

trag mit grösster Wahrscheinlichkeit von der Beklagten selber verfasst worden sei, 

leuchte ihre Kritik an der anbegehrten Formulierung, welche eins zu eins dem Ar-

beitsbereich gemäss Arbeitsvertrag entspreche, nicht ein. Zutreffend sei schliess-

lich der Standpunkt der Klägerin 1, wonach im angepassten Arbeitszeugnis bei ei-

ner  ungerechtfertigten  fristlosen  Kündigung  nicht  das  tatsächliche  Enddatum  der 

Anstellung und nicht der faktische Zeitpunkt der Ausstellung des Arbeitszeugnisses 

aufzuführen sei. Damit sollen ungewünschte Rückschlüsse auf die fristlose Kündi-

gung vermieden werden. Dementsprechend seien beide Daten antragsgemäss auf 

den 31. Oktober 2022 festzulegen (Urk. 32 S. 25 f.).

6.2.  Die Beklagte rügt, die Vorinstanz habe ihren verfassungsmässigen Anspruch 

auf rechtliches Gehör übergangen, die grundlegendsten Regeln des Beweisrechts 

und die Vorgaben des Arbeitsrechts verletzt. Die Vorinstanz sei von einer falschen 

Beweislastverteilung ausgegangen, denn es sei an der Klägerin 1 gelegen, die an-

- 23 -

geblichen Unzulänglichkeiten im Arbeitszeugnis zu benennen, zu begründen und 

zu belegen (Urk. 31 Rz. 72-79). Weiter sei falsch und willkürlich, den 31. Oktober 

2022 als Enddatum der Anstellung und als Ausstellungsdatum des Arbeitszeugnis-

ses anzugeben (Urk. 31 Rz. 81-84). Die Vorinstanz habe darüber hinaus die der 

Klägerin 1 zugewiesenen Tätigkeiten und die Berufserfahrung falsch festgehalten 

(Urk. 31 Rz. 85-89). Auch die Bewertung von Leistung und Verhalten sei nicht kor-

rekt erfolgt und führe dazu, dass die Beklagte sich straf- und zivilrechtlich haftbar 

mache und sich einer potentiellen Urkundendelinquenz aussetze (Urk. 31 Rz. 96-

99,  Rz. 103).  Schliesslich  sei  die  abgeänderte  Schlussformulierung  unzulässig 

(Urk. 31 Rz. 100-102).

6.3.  Die  Klägerin 1  argumentiert,  die  Beklagte  hätte  nach  bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung die Tatsachen darlegen müssen, welche zur negativen Einschät-

zung geführt hätten. Dafür bringe die Beklagte keinen einzigen Beweis vor. Aus-

serdem sei angesichts der Schwere der Vorwürfe zu erwarten gewesen, dass diese 

besser  dokumentiert  worden  wären.  Im  Übrigen  schliesst  sich  die  Klägerin 1  der 

vorinstanzlichen Argumentation an (Urk. 36 Rz. 53-64).

6.4.1. Auf die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz kann grundsätzlich verwie-

sen werden (Urk. 32 S. 23 f.). Die Beweislast für bestimmte Formulierungen im Ar-

beitszeugnis liegt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei der Arbeitneh-

merin. Allgemein liegt es an der Arbeitnehmerin, die Tatsachen zu beweisen, wel-

che  die  Ausstellung  eines  anderen  als  dem  ihr  ausgehändigten  Arbeitszeugnis 

rechtfertigen.  Die  Arbeitgeberin  andererseits  hat  bei  der  Sachverhaltsermittlung 

diejenigen Tatsachen darzulegen, die zu ihrer Beurteilung geführt haben. Weigert 

sie  sich,  dies  zu  tun  oder  gelingt  ihr  nicht,  ihre  Position  zu  begründen,  kann  der 

Berichtigungsantrag als begründet erachtet werden (Urteil BGer 4A_270/2014 vom 

18. September 2014 E. 3.2.1; Urteil BGer 4A_117/2007 vom 13. September 2007 

E. 7.1;  Praxiskommentar  Arbeitsvertrag-Streiff/von  Kaenel/Rudolph,  Art. 330a 

N 5c;  BSK  OR I-Portmann/  Rudolph,  Art. 330a  N 10;  SHK  OR-Etter,  Art. 330a 

N 75; BK OR-Rehbinder/Stöckli, Art. 330a N 22; CS CO-Aubert, Art. 330a N 59 f.; 

CHK OR-Emmel, OR 330a N 4; KUKO OR-Pietruszak, Art. 330a N 20). Anders als 

die Beklagte argumentiert (Urk. 31 Rz. 75), wäre es damit an ihr gelegen, diejeni-

- 24 -

gen Tatsachen darzulegen, die zu ihrer (negativen) Beurteilung geführt haben. Eine 

substantiierte Tatsachenbehauptung beinhaltet neben der Behauptung einer kon-

kreten  Tatsache  und  der  Bezeichnung  der  Beteiligten  auch  eine  Konkretisierung 

hinsichtlich  Ort  und  Zeit  (vgl.  BGer  4A_595/2021  vom  5. Mai  2022  E. 7.6.1 und 

E. 7.6.3; vorne Erw. II.2.4.2). Die vorinstanzlichen Ausführungen der Beklagten zur 

Leistung und zum Verhalten der Klägerin 1 stellen keine substantiierten Tatsachen-

behauptungen  dar:  Mit  Bezug  auf  das  Nichtbefolgen  von  Anweisungen,  das  re-

spektlose und zunehmend unmotivierte Auftreten, das "Sich-foutieren" um klare In-

struktionen,  das  Fehlverhalten  und  die  ungenügende  Arbeitsleistung  (Urk. 11 

Rz. 14 f.;  Prot.  I  S. 8,  S. 12;  vgl.  Urk. 24  Rz. 19 f.,  Rz.  40;  vgl.  weiter  Urk. 31 

Rz. 76 f., Rz. 96 f.; Urk. 42 Rz. 10, Rz. 20) hätte die Beklagte behaupten müssen, 

was für ein konkretes Verhalten, beziehungsweise was für eine konkrete ungenü-

gende Leistung, sie der Klägerin 1 vorwirft und wann sich das Verhalten zugetragen 

haben solle. Es geht nicht darum, ob sich die Beklagte nicht mehr an die exakte 

Minute des Tages der Vorfälle erinnern kann (Urk. 31 Rz. 74), sondern darum, dass 

es bereits an einem substantiiert behaupteten Verhalten sowie an einer substanti-

iert behaupteten ungenügenden Leistung fehlt. Auch bezüglich der Anstiftung einer 

anderen Mitarbeiterin zur falschen Arbeitszeiterfassung fehlt es an einer substanti-

ierten Behauptung, wann die Klägerin 1 der anderen Mitarbeiten habe zeigen wol-

len, wie man "am besten betrüge" beziehungsweise "wie man bei der Arbeitszeit-

erfassung am besten bescheissen" könne (vgl. vorne Erw. II.2.4.3; Urk. 11 Rz. 22; 

Urk. 31 Rz. 78, Rz. 97). Damit fehlt es an substantiierten Tatsachenbehauptungen. 

Das  Beweisverfahren  dient  dazu,  substantiierte  Behauptungen  zu  beweisen.  Es 

dient  nicht  dazu,  unsubstantiierte  Behauptungen  zu  vervollständigen  (vorne 

Erw. II.2.4.2). Die Vorinstanz hat damit zu Recht auf Beweisabnahmen verzichtet. 

Es muss mangels Relevanz nicht geklärt werden, ob es sich bei den Behauptungen 

um Werturteile, wie die Vorinstanz argumentiert, oder um nicht genügend substan-

tiierte Tatsachen handelt.

6.4.2. Weiter ist auf das im Arbeitszeugnis anzugebende Enddatum der Anstellung 

und das Ausstellungsdatum einzugehen. Diesbezüglich ist zwischen den Parteien 

strittig,  ob  als  Enddatum  das  Datum  der  fristlosen  Entlassung  (5. Oktober  2022) 

und  als  Ausstellungsdatum  das  effektive  Ausstellungsdatum  (27. Oktober  2022) 

- 25 -

anzugeben ist oder – wie es die Klägerin 1 beantragt – für beide Daten der 31. Ok-

tober 2022 festzuhalten sei (Urk. 31 Rz. 81-84; Urk. 36 Rz. 60). In der Lehre beste-

hen unterschiedliche Auffassungen, ob im Fall einer ungerechtfertigten fristlosen 

Arbeitgeberkündigung das Datum der fristlosen Entlassung anzugeben ist, an wel-

chem das Arbeitsverhältnis rechtlich und faktisch beendet wird, oder ob davon ab-

gewichen werden kann, um ungewünschte Rückschlüsse auf die ungerechtfertigte 

fristlose Kündigung zu vermeiden (für eine Abweichung: Praxiskommentar Arbeits-

vertrag-Streiff/von  Kaenel/Rudolph,  Art. 330a  N 5b;  BK  OR-Rehbinder/Stöckli, 

Art. 330a N 5, N 21; BSK OR I-Portmann/Rudolph, Art. 330a N 6; Fischer, Arbeits-

zeugnis - Beurteilung und Durchsetzung Handbuch für die Praxis, 2016, S. 14 f.; 

für ein Festhalten am Datum der fristlosen Kündigung: CR CO I-Ordolli, Art. 330a 

N 16, N 26; CS Commentaire du contrat de travail-Aubert, Art. 330a N 24 f.; OFK 

OR-Pellascio, Art. 330a N 11, N 14; KUKO OR-Pietruszak, Art. 330a N 9 f.). Das 

Bundesgericht hat sich in einem nicht publizierten Entscheid aus dem Jahr 2004 

betreffend einer von der Arbeitnehmerin ausgesprochenen fristlosen Kündigung für 

einen Vorrang des Wahrheitsgebots ausgesprochen. Wie die Datierung im Fall ei-

ner  von  der  Arbeitgeberin  ausgesprochenen  ungerechtfertigten  fristlosen  Kündi-

gung zu beurteilen wäre, hat das Bundesgericht soweit ersichtlich noch nicht ent-

schieden (BGer 4C.36/2004 vom 8. April 2004 E. 5; vgl. SHK Arbeitsvertrag-Etter, 

Art. 330a N 45 f. m.w.H.). Es entspricht der zürcherischen Praxis, einer ungerecht-

fertigt fristlos entlassenen Arbeitnehmerin – entgegen dem Prinzip der Wahrheits-

treue – ein Arbeitszeugnis mit einem Beendigungsdatum auf den nächstmöglichen 

Kündigungstermin zuzugestehen. Sofern ein diesbezügliches Interesse besteht, gilt 

dies auch für die Frage des Ausstellungsdatums. Dies gilt insbesondere, wenn das 

ursprüngliche Arbeitszeugnis vor Ablauf des nächstmöglichen Kündigungstermins 

datiert (OGer ZH vom 21. März 1996, in: ZR 96/1997 S. 39; OGer ZH LA990034 

vom 29. Mai 2000, in: ZR 100/2001 S. 236; AGer BGZ AN051032 vom 3. Juli 2006, 

in:  Entscheide  des  Arbeitsgerichtes  Zürich  20062  S. 24;  AGer  BGZ  vom  8. April 

2008, in: JAR 2009, S. 694 f.). Wie ausgeführt (vorne Erw. II.3), ist davon auszuge-

hen, dass sich das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien aufgrund der Schwan-

2 Abrufbar unter https://www.gerichte-zh.ch/themen/arbeit/hilfen/entscheidsammlung.html, zuletzt 
besucht 4. April 2025.

- 26 -

gerschaft der Klägerin 1 hypothetisch bis am 30. September 2023 verlängert hätte. 

Die Klägerin 1 hat dagegen nur beantragt, dass im Arbeitszeugnis festzuhalten sei, 

das Arbeitsverhältnis habe bis 31. Oktober 2022 gedauert (Urk. 36 Rz. 60; Urk. 2 

Rz. 29). Das Gericht ist in Zivilverfahren an die Anträge der Parteien gebunden und 

darf  ihnen  nicht  mehr  und  nichts  anderes  zusprechen,  als  sie  verlangen  (Art. 58 

Abs. 1 ZPO). Entsprechend dem Antrag der Klägerin 1 hat die Vorinstanz das im 

Arbeitszeugnis anzugebende Enddatum korrekt auf den 31. Oktober 2022 festge-

setzt. Gleiches gilt für das Ausstellungsdatum des Arbeitszeugnisses: Da das ur-

sprüngliche Zeugnis, das auf den 27. Oktober 2022 datiert (Urk. 4/10), Rücksch-

lüsse  auf  die  ungerechtfertigte  fristlose  Entlassung  zulassen  würde,  hat  die  Vor-

instanz richtigerweise angeordnet, auch dieses Datum auf den 31. Oktober 2022 

festzulegen. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das 

Enddatum und das Ausstellungdatum des Arbeitszeugnisses auf den 31. Oktober 

2022 festlegte.

6.4.3. Hinsichtlich des Tätigkeitsbereichs der Klägerin 1 ist mit der Vorinstanz fest-

zustellen, dass die von der Klägerin 1 beantragte Tätigkeitsbeschreibung mit dem 

ihr  vertraglich  zugewiesenen  Aufgabenbereich  gemäss  Arbeitsvertrag  überein-

stimmt (Urk. 4/2 S. 1). Massgeblich für die im Arbeitszeugnis zu erwähnenden Tä-

tigkeiten sind zwar nicht die vertraglich vereinbarten, sondern die tatsächlich aus-

geübten Tätigkeiten (BGer 4A_432/2009 vom 10. November 2009 E. 3.1). Es wäre 

aber an der Beklagten gelegen, die Behauptung der Klägerin 1 substantiiert zu be-

streiten und ihrerseits Behauptungen zu den Tätigkeiten aufzustellen, die eine vom 

Arbeitsvertrag abweichende Beschreibung des Tätigkeitsbereichs der Klägerin 1 im 

Arbeitszeugnis rechtfertigen. Dass sie vorinstanzlich solche Behauptungen aufge-

stellt und Beweismittel angeboten hätte, ist nicht ersichtlich (Urk. 31 Rz. 88 i.V.m. 

Urk. 11 Rz. 38; vgl. weiter Urk. 11 Rz. 65, wo keine Beweismittel offeriert werden). 

Die  erst  im  Berufungsverfahren  gemachten  Ausführungen  erfolgen  verspätet 

(Urk. 31 Rz. 88; vorne Erw. II.1.4). Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die 

Vorinstanz  den  Tätigkeitsbereich  der  Klägerin 1  wie  von  dieser  beantragt  über-

nahm.

- 27 -

6.4.4. Weiter kritisiert die Beklagte die Formulierung, wonach die Klägerin 1 über 

"umfassende  Fachkenntnisse"  verfüge  (Urk. 31  Rz. 90-95).  Soweit  die  Beklagte 

diesbezüglich neue Behauptungen aufstellt und Beweismittel offeriert, die sie be-

reits  vor  Vorinstanz  hätte  vorbringen  können,  ist  darauf  nicht  weiter  einzugehen 

(Urk. 31 Rz. 90, Rz. 92-95; vorne Erw. II.1.4). Hingegen trug die Beklagte bereits 

vor Vorinstanz vor, die Klägerin 1 habe  vor dem Stellenantritt bei ihr noch nie in 

einem  Büro  gearbeitet,  sondern  sei  im  Verkauf  tätig  gewesen  (Urk. 11  Rz. 67; 

Prot. I  S. 14).  Dies  wurde  von  der  Klägerin 1  nicht  grundsätzlich  bestritten,  auch 

wenn darauf hingewiesen wurde, dass die Klägerin 1 im Rahmen ihrer bisherigen 

Tätigkeiten administrative Arbeiten und Büroaufgaben habe wahrnehmen müssen 

(Urk. 24 Rz. 63 i.V.m. Rz. 18). Obwohl die Formulierung "wir lernten Frau B._____ 

als  Mitarbeiterin  mit  umfassenden  Fachkenntnissen  kennen"  nicht  zwingend  be-

deutet, dass die Klägerin 1 ihre Stelle bereits mit umfassenden Fachkenntnissen 

angetreten hatte (Urk. 31 Rz. 92), erscheint die Formulierung aufgrund des bloss 

sechsmonatigen  Arbeitsverhältnisses  als  nicht  angemessen.  Angemessen  er-

scheint, die Passage mit "Frau B._____ eignete sich in kürzester Zeit das nötige 

Fachwissen  an  und  arbeitete  sich  dank  ihrer  vielfältigen  Berufserfahrung  ohne 

Mühe in das für sie neue Aufgabengebiet ein." (vgl. Fischer, a.a.O., S. 25). Anders 

als  die  Beklagte  behauptet  (Urk. 31  Rz. 93),  ist  einem  Arbeitszeugnis  inhärent, 

dass sich die attestierten Fachkenntnisse auf den Tätigkeitsbereich der Arbeitneh-

merin beziehen und im vorliegenden Fall darunter nicht umfassende Kenntnisse im 

kaufmännischen Bereich zu verstehen sind (vgl. Fischer, a.a.O., S. 24, wonach das 

Fachwissen im Arbeitszeugnis direkt nach den Tätigkeiten abzuhandeln sei).

6.4.5. Hinsichtlich der Bewertung ihres Verhaltens ist zunächst festzuhalten, dass 

betreffend  die  meisten  Vorwürfe  keine  substantiierten  Tatsachenbehauptungen 

vorliegen (vorne Erw. II.6.4.1). Ob die zweimalige falsche Zeiterfassung (am 9. und 

12. August  2022)  erstellt  werden  kann,  kann  offenbleiben  (vgl.  bereits  vorne 

Erw. II.5.4). Selbst wenn dies erstellt wäre, würde dies nichts daran ändern, dass 

hinsichtlich der Leistung – und dies moniert die Beklagte (Urk. 31 Rz. 97) – ein gu-

tes Zeugnis auszustellen wäre. Da aber schon eine "volle Zufriedenheit" auf eine 

sehr gute Beurteilung schliessen lässt (vgl. Fischer, a.a.O, S. 13), ist die Formulie-

rung auf "[s]ie erfüllte ihre Leistungen stets zu unserer Zufriedenheit" anzupassen. 

- 28 -

Mangels  substantiierter  Tatsachenbehauptungen  zum  Verhalten  der  Klägerin 1 

(vorne Erw. II.6.4.1), ist auch die verlangte Anpassung der Passage zum Verhalten 

der Klägerin gegenüber Mietern, Verwaltungen, Vorgesetzen und Mitarbeitern ab-

zulehnen (vgl. Urk. 31 Rz. 98 f.). Hinsichtlich der Schlussformulierung ist die Kritik 

der Beklagten hingegen gerechtfertigt. Es besteht weder ein Anspruch auf Dankes-

worte noch auf eine bestimmte Formulierung (BGer 4C.36/2004 vom 8. April 2004 

E. 5; BSK OR I-Portmann/Rudolph, Art. 330a N 8; KUKO OR-Pietruszak, Art. 330a 

N 18). Folglich ist die ursprüngliche Formulierung der Beklagten ("Wir danken ihr 

für ihren Einsatz und wünschen ihr alles Gute für die berufliche und private Zukunft"; 

Urk. 4/10) nicht abzuändern. 

6.5.  Die Beklagte dringt mit ihren Rügen betreffend das Arbeitszeugnis teilweise 

durch. Das Arbeitszeugnis ist wie folgt auszustellen (Änderungen zum vorinstanz-

lichen Urteil kursiv):

" Arbeitszeugnis

Frau B._____, geb. tt.08.1994, war in unserem Unternehmen vom 1. April 

bis 31. Oktober 2022 in der Abteilung Kundendienst unseres Betriebes als 

Sachbearbeiterin Kundendienst angestellt.

Die Tätigkeit von Frau B._____ beinhaltete im Wesentlichen:

• Organisation des Büroalltags und interner Abläufe

• Telefone mit Mietern, Verwaltern und Servicemonteuren verwalten

• Termine mit Handwerkern und Hauswarten koordinieren und alle da-

zugehörenden allgemeine Arbeiten in einem Hauswartungsbüro über-

nehmen

Frau B._____ eignete sich in kürzester Zeit das nötige Fachwissen an und 

arbeitete sich dank ihrer vielfältigen Berufserfahrung ohne Mühe in das für 

sie neue Aufgabengebiet ein. Frau B._____ war eine zuverlässige Mitarbei-

terin, die ihre Aufgaben selbständig, effizient und eigeninitiativ ausgeführt 

hat. 

- 29 -

Sie erfüllte ihre Leistungen stets zu unserer [...] Zufriedenheit. Ihr Verhalten 

gegenüber Mietern, Verwaltungen, Vorgesetzten und Mitarbeitern war jeder-

zeit freundlich und korrekt.

Wir danken ihr für ihren Einsatz und wünschen ihr alles Gute für die berufli-

che und private Zukunft.

C._____, 31. Oktober 2022

A._____ AG"

7. 

Fazit

Die Beklagte dringt mit ihren Rügen betreffend das Arbeitszeugnis teilweise durch. 

Dispositiv-Ziffer 2 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Ar-

beitsgericht  Horgen  vom  6.  Mai  2024  ist  wie  vorstehend  aufgezeigt  anzupassen 

(Erw. II.6.5). Im Übrigen erweisen sich ihre Rügen als unbegründet. 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.  Bei  Streitigkeiten  aus  dem  Arbeitsverhältnis  mit  einem  Streitwert  unter 

Fr. 30'000.–  werden  keine  Gerichtskosten  erhoben  (Art. 114  lit. c  ZPO).  Die 

Kostenlosigkeit  gilt  –  von  vorliegend  nicht  anwendbaren  Ausnahmen  abgesehen 

(vgl. Art. 115 Abs. 1 ZPO) – auch für das kantonale Rechtsmittelverfahren (BGer 

4A_332/2015  vom  10. Februar  2016  E. 6.2).  Für  das  Berufungsverfahren  sind 

damit keine Gerichtskosten zu erheben.

2.  Die  Kostenfreiheit  gemäss  Art. 114  ZPO  bezieht  sich  nur  auf  die  Gerichts-

kosten. Die Zusprechung von Parteientschädigungen erfolgt nach den allgemeinen 

Regeln (Art. 105 ff. ZPO; BK ZPO-Sterchi, Art. 113-114 N 5).

3.  Hat  im  Berufungsverfahren  keine  Partei  vollständig  obsiegt,  so  werden  die 

Prozesskosten des zweit- und des erstinstanzlichen Verfahrens nach dem Ausgang 

des Berufungsverfahrens verteilt (ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 318 N 59). Während 

die  Vorinstanz  von  einem  Obsiegen  der  Klägerin 1  von  neun  Zehnteln  ausging 

(Urk. 32  S. 27),  rechtfertigt  sich  aufgrund  des  teilweisen  Unterliegens  der  Kläge-

- 30 -

rin 1  hinsichtlich  des  Arbeitszeugnisses  nunmehr  von  einem  Obsiegen  von  acht 

Zehnteln beziehungsweise vier Fünfteln auszugehen. Damit ist der Klägerin 1 eine 

auf drei Fünftel reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen. Die von der Vorin-

stanz festgesetzte volle Parteientschädigung von Fr. 4'600.– (inkl. MwSt.) wurde 

nicht kritisiert (Urk. 32 S. 27; Urk. 31 Rz. 104 f.; Urk. 36 Rz. 66-69) und ist zu be-

stätigen. Die Beklagte ist folglich zu verpflichten, der Klägerin 1 eine reduzierte Par-

teientschädigung von Fr. 2'760.– für das erstinstanzliche Verfahren zuzusprechen. 

Für das Berufungsverfahren rechtfertigt sich unter Berücksichtigung des Streitwerts 

von Fr. 20'988.– (Fr. 16'112.50 + Fr. 4'875.–: Urk. 32 S. 26 ff.; vgl. Urk. 31 Rz. 12), 

die  Beklagte  ausgehend  von  einer  vollen  Parteientschädigung  von  2'900.–  (inkl. 

MwSt.; vgl. § 4 Abs. 1, § 11 Abs. 1 und § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV) zur Bezahlung 

einer  auf  drei  Fünftel  reduzierten  Parteientschädigung 

in  der  Höhe  von 

Fr. 1'740.– (inkl. MwSt.) zu verpflichten.

Es wird beschlossen:

1.

Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 3 und 6 des Urteils des Ein-

zelgerichts im vereinfachten Verfahren am Arbeitsgericht Horgen vom 6. Mai 

2024 in Rechtskraft erwachsen sind.

2.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis.

Es wird erkannt:

1.

In teilweiser Gutheissung der Berufung wird Dispositiv-Ziffer 2 des Einzelge-

richts im vereinfachten Verfahren am Arbeitsgericht Horgen vom 6. Mai 2024 

aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:

" 2. Die Beklagte wird unter Androhung der Bestrafung ihrer verantwortli-

chen Organe gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall verpflichtet, 

der Klägerin 1 ein Arbeitszeugnis mit folgendem Wortlaut ungefaltet 

und auf dem Briefpapier der Beklagten aus- und zuzustellen:

"Arbeitszeugnis

- 31 -

Frau B._____, geb. tt.08.1994, war in unserem Unternehmen vom 1. 

April bis 31. Oktober 2022 in der Abteilung Kundendienst unseres Be-

triebes als Sachbearbeiterin Kundendienst angestellt.

Die Tätigkeit von Frau B._____ beinhaltete im Wesentlichen:

•

•

•

Organisation des Büroalltags und interner Abläufe

Telefone mit Mietern, Verwaltern und Servicemonteuren verwal-

ten

Termine mit Handwerkern und Hauswarten koordinieren und alle 

dazugehörenden allgemeine Arbeiten in einem Hauswartungs-

büro übernehmen

Frau B._____ eignete sich in kürzester Zeit das nötige Fachwissen an 

und arbeitete sich dank ihrer vielfältigen Berufserfahrung ohne Mühe in 

das für sie neue Aufgabengebiet ein. Frau B._____ war eine zuverläs-

sige Mitarbeiterin, die ihre Aufgaben selbständig, effizient und eigenin-

itiativ ausgeführt hat. 

Sie erfüllte ihre Leistungen stets zu unserer Zufriedenheit. Ihr Verhalten 

gegenüber Mietern, Verwaltungen, Vorgesetzten und Mitarbeitern war 

jederzeit freundlich und korrekt.

Wir danken ihr für ihren Einsatz und wünschen ihr alles Gute für die be-

rufliche und private Zukunft.

C._____, 31. Oktober 2022

A._____ AG"

2.

Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen und Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils 

des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Arbeitsgericht Horgen 

vom 6. Mai 2024 bestätigt.

- 32 -

3.

Für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren werden keine Gerichtskosten 

erhoben.

4.

Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 für beide Verfahren eine Partei-

entschädigung von insgesamt Fr. 4'500.– zu bezahlen.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um eine arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 20'988.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 15. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

 Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw N. Achermann

versandt am: 
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