# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cedfbb88-9725-5c42-a135-3c27baa88ca5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.08.2019 200 2019 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-84_2019-08-27.pdf

## Full Text

200 19 84 UV
SCP/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. August 2019

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Januar 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, UV/2019/84, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1991 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva resp. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. 
Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 7. September 2017 (Akten der Suva 
[act. II] 1) verletzte er sich am 4. August 2017 bei einem Sturz vom Fahrrad 
am linken Handgelenk. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Versicherungs-
leistungen in Form von Heilbehandlung (act. II 7 S. 1). Mit Schadenmel-
dung UVG ("Rückfall") vom 22. Februar 2018 (act. II 3) machte die Arbeit-
geberin des Versicherten erneut Leistungen aus dem Ereignis vom 4. Au-
gust 2017 geltend. Nach Beizug verschiedener Arztberichte verneinte die 
Suva gestützt auf eine kreisärztliche Beurteilung vom 14. März 2018 (act. II 
18) mit Verfügung vom 16. März 2018 (act. II 20) eine Leistungspflicht ab 
dem 11. Januar 2018, da zwischen dem Ereignis vom 4. August 2017 und 
den geltend gemachten Schulterbeschwerden links kein sicherer oder 
wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Daran hielt sie nach 
Einholung einer weiteren kreisärztlichen Einschätzung vom 16. Mai 2018 
und einer versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 2. Januar 2019 
(act. II 31 und 52) mit Einspracheentscheid vom 3. Januar 2019 (act. II 53) 
fest. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 31. Januar 2019 Beschwerde. Er 
beantragt, die Suva sei zu verurteilen, ihm die gesetzlichen Leistungen zu 
erbringen. 

Am 18. Februar 2019 teilte der Beschwerdeführer dem Gericht telefonisch 
mit, er werde sich ab dem 1. März 2019 für zwei Monate auf eine 
Auslandreise begeben. Aufforderungsgemäss ging die entsprechende 
schriftliche Mitteilung am 4. März 2019 beim Gericht ein. 

https://www.swisslex.ch/doc/lawdoc/cc4bd59a-3469-446f-975d-7aeda3143576/source/document-link

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, UV/2019/84, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 1. März 2019 beantragt die 
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Nachdem der Instruktionsrichter im Rahmen von Beweismassnahmen bei 
dem behandelnden Arzt Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie, und den Krankenversicherern C.________ SA sowie 
D.________ AG schriftliche Auskünfte eingeholt hatte (vgl. Eingaben vom 
13. März 2019, 19. März 2019, 2. April 2019 und 23. April 2019), hielt er mit 
prozessleitender Verfügung vom 3. Mai 2019 unter anderem fest, dass dem 
Gericht am 15. März 2019 eine Stellungnahme der Beschwerdegegnerin 
zugekommen sei, mit Schreiben von Dr. med. B.________ vom 23. April 
2019 die vom Instruktionsrichter in der prozessleitenden Verfügung vom 
5. März 2019 aufgeworfene Frage als geklärt gelte und sich die Parteien 
zum Beweisergebnis im Rahmen von freiwilligen Schlussbemerkungen 
äussern könnten.

Am 24. Mai 2019 reichte die Beschwerdegegnerin ihre 
Schlussbemerkungen ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 

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zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 3. Januar 
2019 (act. II 53). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerde-
führers auf die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammen-
hang mit dem Ereignis vom 4. August 2017 und dabei insbesondere, ob die 
Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die ab dem 11. Januar 2018 
behandelten Schulterbeschwerden links zu Recht verneinte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

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2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. September 2018, 
8C_781/2017, E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallver-
sicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entwe-
der der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1; Entscheid des BGer vom 
21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). Ebenso wie der leistungsbe-
gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-

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schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen 
des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufheben-
de Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - 
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 
2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Dass das Ereignis vom 4. August 2017 die kumulativen Tatbe-
standsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. 

Die Beschwerdegegnerin hat im Zusammenhang mit dem Unfallereignis 
zunächst vorübergehende Leistungen erbracht und damit das Vorliegen der 
Anspruchsvoraussetzungen - insbesondere die leistungsbegründende 
natürliche Unfallkausalität - anerkannt (vgl. Schreiben der Beschwerdegeg-
nerin vom 23. Februar 2018; act. II 7 S. 1). Demnach liegt die Beweislast 
für das Dahinfallen des Kausalzusammenhangs grundsätzlich bei ihr (vgl. 
E. 2.2.1 f. hiervor). Allerdings prüfte sie ihre Leistungspflicht ab Januar 
2018 offenbar unter dem Aspekt eines Rückfalls (vgl. Beschwerdeantwort, 
S. 2 Ziff. II.2, und act. II 21), ohne das Verfahren zu einem formellen Ab-
schluss zu bringen. Ein Rückfall (vgl. dazu: Art. 11 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; BGE 
144 V 245 E. 6.1 S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296) kann zwar auch nach 
einem stillschweigenden Fallabschluss vorliegen, soweit zu einem be-

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stimmten Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine 
Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten (vgl. 
Entscheid des BGer vom 18. März 2010, 8C_947/2009, E. 2.2). Einerseits 
war die leistungsfreie Zeit zwischen dem 18. September 2017 (vgl. Eingabe 
der Beschwerdegegnerin vom 14. März 2019; in den Gerichtsakten) und 
der Wiederaufnahme der Behandlung am 11. Januar 2018 (act. II 16) aber 
relativ kurz, andererseits bestand wohl ein beschwerdefreies Intervall, er-
klärte der Beschwerdeführer doch selbst, erst im Januar bzw. Februar 2018 
seien (erneut) Schulterschmerzen links aufgetreten (act. II 13 S. 1, II 16). 
Ob tatsächlich ein Rückfall vorliegt oder der Leistungsanspruch unter dem 
Aspekt des Grundfalls zu beurteilen ist, kann letztlich aber offen bleiben, 
denn diese Frage beschlägt lediglich die objektive Beweislast im Falle einer 
hier nicht gegebenen Beweislosigkeit. 

3.2 Bezüglich der strittigen Schulterbeschwerden links ist den Akten 
- soweit entscheidwesentlich - das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Die Arthro-MRI-Untersuchung der linken Schulter vom 15. Sep-
tember 2017 (act. II 11) zeigte ein kongruentes AC-Gelenk mit 
Knochenmarködem in der lateralen Clavicula sowie mit intraartikulärem 
Ödem im AC-Gelenk. Es bestehe ein minimaler Flüssigkeitssaum in der 
Bursa subacromialis, jedoch kein Ödem glenohumoral. Es liege eine lange 
Bicepssehne im intraarticulären Verlauf verdickt und signalalteriert. Das 
Ligamentum coracoclaviculare wie auch das Ligamentum coracoacromiale 
seien unauffällig. Der zuständige Radiologe Dr. med. E.________ kam zum 
Schluss, dass ein aktiviertes/traumatisiertes AC-Gelenk ohne abgrenzbare 
Frakturlinie sowie eine intakte Rotatorenmanschette vorlägen. Es bestehe 
weder ein Knorpelschaden glenohumeral noch eine Fraktur im Humerus-
kopf. 

Die MRI-Untersuchung des linken Handgelenks vom 18. September 2017 
(act. II 12) ergab ein subkutanes Ödem im Bereich des proximalen Thenars 
bei Status nach Sturz vor einem Monat. Es liege weder eine ältere Fraktur 
noch eine Bandläsion vor. 

3.2.2 Der behandelnde Arzt Dr. med. B.________ hielt im Eintrag der 
Krankengeschichte vom 11. Januar 2018 (act. II 16) fest, dass der Be-

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schwerdeführer nach Ausheilen des linken Handgelenks keine Beschwer-
den in der linken Schulter mehr gehabt habe. Beschwerden seien erst nach 
einem vermehrten Krafttraining (Bankdrücken) aufgetreten. Die klinische 
Untersuchung zeige eine freie Beweglichkeit. Bei Überkopfbewegungen 
bestünden anterolaterale Schmerzen. Es liege eine starke Druckdolenz 
über dem AC-Gelenk vor. Der Bodycross-Test sei positiv gewesen und die 
Rotatorenmanschette sei ohne Verletzung. Die MRI-Untersuchung der lin-
ken Schulter von 2017 (vgl. Eingabe von Dr. med. B.________ vom 
23. April 2019; in den Gerichtsakten) habe eine Bone bruise (Knochenprel-
lung) der - ansonsten unauffälligen - Clavicula ergeben. 

Einem weiteren Eintrag vom 15. Februar 2018 desselben Arztes (act. II 16) 
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer wieder voll als ... gearbeitet 
habe; hierbei habe er Lasten über Kopf tragen bzw. stützen müssen. Dies 
verursache starke anterolaterale Schmerzen. Der Beschwerdeführer sei 
gegenwärtig nicht arbeitsfähig. Es liege nach wie vor eine starke Druckdo-
lenz über dem AC-Gelenk vor. Es sei eine Infiltration mit 
Carbostesin und Kenacort direkt in das AC-Gelenk durchgeführt worden. 
Es bestehe weiterhin eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit.

Am 6. März 2018 führte derselbe Arzt aus, dem Beschwerdeführer gehe es 
etwas besser. Dieser habe jedoch immer noch Schmerzen beim Hoch-
führen (act. II 16).

3.2.3 Der Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, dia-
gnostizierte im Bericht vom 14. März 2018 (act. II 18) eine Schulterprellung 
links und unfallunabhängig eine aktivierte beginnende AC-Gelenksarthrose 
(act. II 18 S. 1). Der Beschwerdeführer sei mit dem Fahrrad gestürzt und 
auf die linke Schulter geprallt. Im weiteren Verlauf sei eine erhebliche Be-
schwerdesymptomatik im Bereich des linken Schultergelenks aufgetreten. 
Die durchgeführte Diagnostik habe keine Verletzung im Bereich der Rotato-
renmanschette und keine Frakturen ergeben. Im Bereich des AC-Gelenks 
bestehe eine Veränderung der lateralen Clavicula mit Aufreibung der Ge-
lenkflächen im Sinne einer beginnenden AC-Gelenksarthrose. Eine acro-
mioclaviculare Distanzierung liege nicht vor. Ein Lateralhochstand der Cla-
vicula sei nicht nachweisbar. Es bestehe auch kein Hinweis auf eine Ver-
letzung der Bandstrukturen. Die bestehende Beschwerdesymptomatik sei 

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Ausdruck einer Schulterkontusion mit Aktivierung einer beginnenden AC-
Gelenksarthrose ohne Hinweis auf eine AC-Gelenkluxation. Es handle sich 
um eine vorübergehende Verschlimmerung mit zu erwartender Ausheilung 
innerhalb von 12 bis 16 Wochen. Die jetzt noch beschriebene Beschwerde-
symptomatik sei Ausdruck der beginnenden Arthrose und nicht mehr auf 
den Unfall vom 4. August 2017 zurückzuführen (act. II 18 S. 2).

3.2.4 Stellung nehmend zur Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
16. März 2018 (act. II 20) führte Dr. med. B.________ am 5. April 2018 
aus, es bestehe kein Anlass, beim 27-jährigen, sonst gelenkgesunden Be-
schwerdeführer eine vorbestehende Krankheit bzw. eine degenerative Ab-
nützung des AC-Gelenks in den Raum zu stellen. Vielmehr seien der Un-
fallhergang und auch die in den Akten mehrfach beschriebene Traumatisie-
rung des AC-Gelenks im Sinne der Tossy I Sprengung zu berücksichtigen. 
Weiter sei allgemein bekannt, dass die AC-Gelenksprengung auch zu einer 
längeren Beschwerdehaftigkeit führen könne (act. II 22). 

3.2.5 Hierzu nahm der Kreisarzt Dr. med. F.________ am 16. Mai 2018 
Stellung und hielt fest, der Beschwerdeführer habe im Jahr 2017 einen 
Sturz vom Fahrrad erlitten. Aufgrund der Beschwerdesymptomatik sei eine 
bildgebende Untersuchung der linken Schulter erfolgt. Hierbei sei ein kon-
gruentes AC-Gelenk mit Knochenmarksödem in der lateralen Clavicula 
sowie mit intraartikulärem Ödem im AC-Gelenk festgestellt worden. Es lie-
ge keine signifikante laterale Neigung des Acromions, jedoch ein minimaler 
Flüssigkeitssaum in der Bursa subacromialis vor. Die Untersuchung habe 
eine intakte Rotatorenmanschette gezeigt. Beim Unfallereignis sei es zu 
einer Kontusion des Schultergelenks und auch des AC-Gelenks gekom-
men. Die einen Monat nach dem Unfall festgestellten Veränderungen im 
Bereich des AC-Gelenks hätten keinen Hinweis auf eine Kapselverletzung 
oder eine höhergradige Verletzung der acromioclavicularen Bänder erge-
ben. Auch eine Veränderung der coracoclaviculären Bänder sei nicht nach-
gewiesen. Eine Verbreiterung des AC-Gelenkspaltes sei ebenfalls nicht zu 
erkennen. 

Die Einteilung der AC-Gelenksverletzungen nach Tossy sei in der neuen 
Literatur durch die Klassifikation nach Rockwood abgelöst worden, da bei 
dieser Klassifikation eine bessere Differenzierung der Schäden möglich sei. 

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Unabhängig von der Einteilung in die Klassifizierung nach Tossy oder 
Rockwood habe die Verletzung Grad I den Charakter einer Gelenksdistor-
sion ohne Zerreissung von strukturellen Anteilen. Die streng konservative 
Behandlung einer solchen Verletzung sei in der Literatur unbestritten (act. II 
31 S. 1). Bei fehlenden strukturellen Läsionen der gelenkstabilisierenden 
Anteile sei von einer vorübergehenden Verschlimmerung auszugehen, wel-
che auch einen länger andauernden Behandlungszeitraum beinhalten kön-
ne (act. II 31 S. 1 f.). Übliche Gelenkskontusionen und -distorsionen hätten 
eine Heildauer von 8 bis 12 Wochen. Die vom Kreisarzt angenommene 
Heildauer von 16 Wochen gehe über dieses Mass hinaus. Die Stellung-
nahme von Dr. med. B.________ vom 5. April 2018 (act. II 22) vermöge an 
der kreisärztlichen Beurteilung vom 14. März 2018 (act. II 18) nichts zu 
ändern. 

3.2.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt im Arztzeugnis UVG vom 4. Juni 2018 (act. II 32 S. 1) eine Schwellung 
des linken Handgelenks sowie ein Acromion links/Schlüsselbein fest (act. II 
32 S. 1 Ziff. 4). Diese Befunde seien mit dem geltend gemachten Unfall 
vereinbar und erschienen plausibel (act. II 32 S. 1 Ziff. 6). Der Arzt bejahte 
die Kausalität der Beschwerden mit dem Unfallereignis vom 4. August 2017 
(act. II 32 S. 1 Ziff. 11). 

3.2.7 Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital I.________, 
diagnostizierte im Bericht vom 15. Juni 2018 (act. II 38) eine postdistorsio-
nelle AC-Gelenksarthralgie links (Arbeitsdiagnose bei Status nach Tossy I 
Verletzung). Als Befunde nannte er unter anderem eine korrekte Stellung 
des Schultergürtels, glenohumeral freie Amplituden, ein positives Cross-
Body-Zeichen sowie eine starke Druckdolenz über dem ansonsten stabil 
geführten AC-Gelenk. Die MRI-Untersuchung habe ein aktiviertes AC-
Gelenk mit einem Ödem der angrenzenden subchondralen Knochenanteile 
und mikrozystische Veränderungen in der lateralen Clavicula ergeben 
(act. II 38 S. 1). Es seien die therapeutischen Optionen besprochen wor-
den, wobei eine Resektionsinterpositionsarthroplastik nach Weaver-Dunn 
empfohlen worden sei (act. II 38 S. 2). Diese Operation wurde am 17. Sep-
tember 2018 durch Prof. Dr. med. H.________ durchgeführt (act. II 50). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, UV/2019/84, Seite 11

Am 30. Oktober 2018 berichtete Dr. med. J.________, Fachärztin für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital 
I.________, dass aus orthopädischer Sicht eine posttraumatische Situation 
vorliege. Das AC-Gelenk sei beim Ereignis vom 4. August 2017 traumati-
siert worden. Der Beschwerdeführer habe in der Folge mit Schmerzen wei-
tergearbeitet. Anfang des Jahres 2018 sei die Symptomatik unter 
Entlastung (infolge einer Nasenoperation) abgeklungen (act. II 44 S. 1). 

3.2.8 In der Aktenbeurteilung vom 2. Januar 2019 (act. II 52) vertrat 
med. pract. K.________, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie sowie 
Viszeralchirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, die Ansicht, 
dass die ab dem 11. Januar 2018 behandlungsbedürftigen Beschwerden in 
der linken Schulter nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 
Sturzereignis vom 4. August 2017 zurückzuführen seien. Das genannte 
Ereignis habe einen krankhaften Vorzustand des Schultereckgelenks links 
getroffen; als Vorzustand bestehe überwiegend wahrscheinlich eine Arthro-
se des Schultereckgelenks und ein (zumindest teilweiser) Verlust des Dis-
cus articularis (durch körpereigene Auflösung; act. II 52 S. 7 f.). Durch das 
Sturzereignis sei es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer 
vorübergehenden Verschlimmerung des krankhaften Vorzustandes 
während 10 bis 12 Wochen gekommen. Bestätigt werde dies durch die 
Untersuchung vom 11. Januar 2018 (act. II 16), anlässlich welcher Dr. med. 
B.________ keine Aktivierung der Arthrose des Schultereckgelenks mehr 
habe feststellen können. Der Arzt habe jedoch festgehalten, dass der Be-
schwerdeführer zeitgleich mit der Abheilung des linken Handgelenks auch 
keine Schulterbeschwerden mehr gehabt habe. Erst durch das Bank-
drücken seien wieder Beschwerden aufgetreten. Ein struktureller Schaden 
als Folge des Ereignisses sei anhand der klinischen und bildgebenden Be-
funde nicht objektiviert. Eine richtunggebende Verschlimmerung des Vor-
zustandes sei daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht eingetre-
ten (act. II 52 S. 8).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, UV/2019/84, Seite 12

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 3. Januar 2019 (act. II 53) massgeblich auf die Aktenbe-
urteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. F.________ vom 14. März 2018 (act. 
II 18) und 16. Mai 2018 (act. II 31), bestätigt durch den Aktenbericht des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, UV/2019/84, Seite 13

Versicherungsmediziners med. pract. K.________ vom 2. Januar 2019 
(act. II 52), gestützt. Diese erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen 
Beweisanforderungen und erbringen vollen Beweis. Sowohl der Kreisarzt 
Dr. med. F.________ als auch der Versicherungsmediziner med. pract. 
K.________ haben sich in ihren Beurteilungen in Kenntnis der medizini-
schen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des 
Beschwerdeführers auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen ins-
besondere auch auf die bildgebenden Untersuchungen vom 15. und 18. 
September 2017 (act. II 11 f.) gestützt. Der Kreisarzt hat sich dabei in sei-
nen Berichten vom 14. März 2018 und 16. Mai 2018 (act. II 18 und 31) ein-
gehend mit den 
Beurteilungen von Dr. med. B.________ vom 11. Januar 2018, 15. Februar 
2018, 6. März 2018 und 5. April 2018 (act. II 16 und 22) auseinanderge-
setzt; mit den weiteren im Einspracheverfahren aufgelegten Berichten von 
Dr. med. G.________ vom 4. Juni 2018, von Prof. Dr. med. H.________ 
vom 15. Juni 2018 sowie Dr. med. J.________ vom 30. Oktober 2018 (act. 
II 32 S. 1, II 38 und 44) hat sich der Versicherungsmediziner schliesslich in 
seinem Aktenbericht vom 2 Januar 2019 (act. II 52) befasst. Die daraus 
gezogenen Folgerungen und die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind einlässlich und, auch in der Darlegung 
der zu Grunde gelegten medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse, 
überzeugend begründet. Dementsprechend ist auf die Berichte des Kreisa-
rztes und des Versicherungsmediziners abzustellen.

3.4.1 Die Suva-Ärzte haben unter Bezugnahme auf die bildgebend 
erhobenen Befunde vom 15. und 18. September 2017 (act. II 11 f.) 
nachvollziehbar und überzeugend begründet, weshalb die ab dem 11. 
Januar 2018, rund vier Monate nach dem Fahrradsturz behandelten 
Beschwerden in der linken Schulter überwiegend wahrscheinlich nicht auf 
das genannte Ereignis vom 4. August 2017 zurückzuführen sind (act. II 18 
S. 2, II 31 S. 1 f. und II 52 S. 7 f.). Sie haben einleuchtend dargelegt, dass 
sich der Beschwerdeführer gestützt auf den klinischen Befund und die Bild-
gebung keine unfallbedingte Verletzung des AC-Gelenks bzw. (höchstens) 
eine Prellung der linken Schulter ohne strukturelle Verletzung zugezogen 
hat (act. II 18 S. 2, II 31 S. 1 und II 52 S. 6). Diese Beurteilung findet im 
Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. med. G.________ vom 4. Juni 

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2018 (act. II 32 S. 1) ihren Rückhalt, worin keine Weichteilschwellung, Res-
te von Schürfungen oder Prellmarken und typischen Schmerzen bei Adduk-
tion festgehalten wurden. Die Suva-Ärzte haben schlüssig aufgezeigt, dass 
das Sturzereignis vom 4. August 2017 bzw. die genannte Schulterkontusi-
on mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer vorübergehenden, aber 
nicht richtunggebenden Verschlimmerung des krankhaften Vorzustandes 
resp. der vorbestehenden Arthrose des Schultereckgelenks geführt hat und 
- nach wissenschaftlichem Erkenntnisstand - überwiegend wahrscheinlich 
spätestens nach 10 bis 12 Wochen folgenlos ausgeheilt war (act. II 31 S. 2 
und II 52 S. 8). 

Hieran vermag die divergierende Einschätzung des behandelnden Dr. med. 
B.________ vom 5. April 2018 (act. II 22) nichts zu ändern. Soweit dieser 
einzig aufgrund des jungen Alters des Beschwerdeführers ein krankhaftes 
Geschehen ausschliesst, verkennt er, dass der Beschwerdeführer einer-
seits als ... (act. II 3 S. 1 Ziff. 3) die erheblich Schultern belastenden Arbei-
ten verrichtet und andererseits intensiv Krafttraining betreibt (vgl. act. II 16), 
welchem das Risiko für ein vorzeitiges Verschleissleiden des AC-Gelenks 
im Sinne einer Arthrose und für einen Verschleiss des Discus articularis 
inhärent ist (act. II 52 S. 6). Dies dokumentiert der Versicherungsmediziner 
med. pract. K.________ denn auch mit entsprechenden Literaturverweisen 
(act. II 52 S. 10).

Auch der Einwand des Beschwerdeführers, die allein sichtbaren, nicht gra-
vierenden Abnutzungen des Gelenks sowie die kleinen zystischen Verän-
derung der lateralen Clavicula genügten nicht, um mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit von einer Arthrose auszugehen (vgl. Beschwerde, S. 3), 
vermag keine Zweifel an der kreisärztlichen bzw. versicherungsmedizini-
schen Einschätzung zu begründen. Der Versicherungsmediziner hat unter 
Einbezug medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse eingehend und nachvoll-
ziehbar aufgezeigt, dass der vom Beschwerdeführer erlittene Fahrradsturz 
zwar durchaus geeignet ist, eine Sprengung des AC-Gelenkes zu bewirken 
(act. II 52 S. 5), jedoch die entsprechende bei einer Schultereckgelenk-
sprengung auftretende Symptomatik (Weichteilschwellung, Reste von 
Schürfungen oder Prellmarken, typischer Schmerz bei Adduktion) unfall-
zeitnah weder dokumentiert noch objektiviert wurde (act. II 52 S. 6). So-

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dann hat er auf die von Prof. Dr. med. H.________ erhobenen intraoperati-
ven Befunde (erheblich aufgeraute Gelenkflächen des AC-Gelenks und 
fehlender Discus articularis; act. II 50) sowie festgestellten mikrozystischen 
Veränderungen in der lateralen Clavicula (act. II 38 S. 1) hingewiesen, wel-
che allesamt Ausdruck einer Arthrose des AC-Gelenks sind und damit ei-
nen krankhaften Vorzustand darstellen. Der Versicherungsmediziner hat 
überzeugend dargelegt, dass sich die genannten Veränderungen nicht in-
nert weniger Wochen (zwischen Unfalltag und MRI-Arthrographie der linken 
Schulter) entwickeln können (act. II 52 S. 6) und somit schon vor dem Stur-
zereignis bestanden haben. Er hat unter Berücksichtigung und in 
Auseinandersetzung sämtlicher medizinischer Akten eingehend und 
schlüssig begründet, dass eine Arthrose des AC-Gelenks bei erhaltener 
Gelenkkongruenz nicht innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten, 
sondern über Jahre entsteht, weshalb anlässlich des Unfalls vom 4. August 
2017 überwiegend wahrscheinlich ein bereits arthrotisch verändertes 
Schultergelenk links getroffen wurde (act. II 52 S. 7). Seine Beurteilung, 
dass es dadurch zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des 
krankhaften Vorzustandes während 10 bis 12 Wochen gekommen ist (act. 
II 52 S. 8), findet ihre Bestätigung in den Ausführungen von Dr. med. 
B.________ vom 11. Januar 2018 (act. II 16), wonach keine Aktivierung der 
Arthrose des Schultereckgelenks mehr festgestellt werden konnte bzw. der 
Beschwerdeführer zeitgleich mit der Abheilung des linken Handgelenks 
auch keine Schulterbeschwerden mehr gehabt hatte. Diese sind erst durch 
das Bankdrücken wieder aufgetreten, davor hat der Beschwerdeführer die 
Tätigkeit als ... ausüben können und war auch beschwerdefrei (act. II 16). 

3.4.2 Nach dem Dargelegten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
(vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221, bestätigt in BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) 
erstellt, dass es infolge des Fahrradsturzes vom 4. August 2017 lediglich zu 
einer vorübergehenden Verschlimmerung des degenerativen Verschleiss-
zustandes des linken Schultergelenkes bzw. der vorbestehenden AC-
Gelenksarthrose gekommen ist. Der Status quo sine vel ante war spätes-
tens zwölf Wochen nach dem Ereignis erreicht (act. II 31 S. 2 und II 52 
S. 8), womit die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die ab dem 
11. Januar 2018 behandelten Schulterbeschwerden links entfiel (vgl. 
E. 2.2.2 hiervor). Der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Januar 

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2019 (act. II 53) erweist sich nach dem Ausgeführten als korrekt, womit die 
Beschwerde abzuweisen ist.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Die obsiegende 
Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach allgemei-
nem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.