# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2171f47e-0363-577a-bb1f-845b08f2ae2d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-16
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.07.2020 III 2020 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-9_2020-07-16.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 9

Entscheid vom 16. Juli 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 

gegen

Amt für Landwirtschaft, Hirschistrasse 15, Postfach 5182, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Land- und Forstwirtschaftsrecht (Feststellungsverfügung)

2

Sachverhalt:

A. Mit Schreiben vom 9. Januar 2019 informierte das Notariat und Grund-
buchamt des Bezirks March das Amt für Landwirtschaft, A.________ (Jg. 1965) 
sei Eigentümer der Liegenschaft KTN 001.________ Galgenen mit einer Fläche 
von 49'975 m2. Er beabsichtige, die Liegenschaft an seinen Bruder zu veräussern 
und anschliessend als Pächter weiter zu bewirtschaften. Man bitte um Mitteilung, 
ob es sich bei dieser Liegenschaft um ein landwirtschaftliches Grundstück oder 
um ein landwirtschaftliches Gewerbe bzw. um Teile davon handle und ob für die 
Veräusserung das Realteilungsverbot zu beachten bzw. eine Ausnahmebewilli-
gung zu beantragen sei (Vi-act. 3). Am 14. Februar 2019 teilte das Amt für 
Landwirtschaft mit, KTN 001.________ Galgenen liege vollständig ausserhalb 
der Bauzonen, sei landwirtschaftlich nutzbar und werde durch A.________ be-
wirtschaftet. Mit einer Fläche von mehr als 25 Aren sei es dem Geltungsbereich 
des Bundesgesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) 
vom 4. Oktober 1991 unterstellt. Zum Eigentum von A.________ gehöre auch 
KTN 002.________ Vorderthal mit Wohnhaus, das von ihm bewohnt werde. Zu-
dem bewirtschafte er einen Landwirtschaftsbetrieb aus eigenen und gepachteten 
Grundstücken. Der Betrieb in der Bergzone erfordere gesamthaft mehr als 0.75 
Standardarbeitskraft (SAK). Auch seien die erforderlichen Gebäude und Anlagen 
vorhanden. Mithin liege ein landwirtschaftliches Gewerbe vor und das Eigentum 
von A.________ sei dem Realteilungsverbot unterstellt (Vi-act. 3).

B. Am 2. August 2019 lässt A.________ dem Amt für Landwirtschaft mitteilen, 
die Auffassung, wonach ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliege, sei falsch. 
Das Amt wurde ersucht, seine Einschätzung zu überprüfen. Falls an der Darstel-
lung vom 14. Februar 2019 festgehalten werde, sei eine beschwerdefähige Ver-
fügung zu erlassen. Am 24. September 2019 wurde das Gesuch erneuert (Vi-act. 
4).

C. Mit Verfügung vom 20. November 2019 traf das Amt für Landwirtschaft fol-
gende Feststellung (Vi-act. 5):

3.1 Der Landwirtschaftsbetrieb von A.________, stellt ein landwirtschaftliches 
Gewerbe im Sinne von Art. 7 BGBB dar. Die Veräusserung des einzelnen 
Grundstücks KTN 001.________ Galgenen entspricht demnach einer Realtei-
lung, die nach Art. 58 Abs. 1 BGBB grundsätzlich verboten ist. Es liegt kein 
Grund vor, gemäss dem eine bewilligungsfreie Ausnahme vom Realteilungs-
verbot möglich ist (Art. 59 BGBB) oder gemäss dem eine Ausnahmebewilli-
gung nach Art. 60 BGBB erteilt werden kann.

3.2 Das Grundstück KTN 002.________ Vorderthal ist dem Geltungsbereich des 
BGBB unterstellt. Eine gegenteilige Anmerkung im Grundbuch ist zu löschen.

(3.3 - 3.5 Verfahrenskosten, Rechtsmittelbelehrung und Zustellung)

3

D. Am 6. Januar 2020 lässt A.________ gegen die Feststellungsverfügung 
vom 20. November 2019 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristge-
recht (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 18.12.2019 bis und mit 
7.1.2020; § 157 Abs. 1 lit. c Justizgesetz [JG; SRSZ 231.110] vom 18.11.2009) 
Beschwerde einreichen mit den Anträgen:

1. Es sei die angefochtene Verfügung vom 20.11.2019 aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass die Liegenschaften des Beschwerdeführers, KTN 
001.________ Galgenen und KTN 002.________ Vorderthal kein landwirt-
schaftliches Gewerbe darstellen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin.

E. Mit Vernehmlassung vom 3. März 2020 beantragt das Amt für Landwirt-
schaft, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Zur Vernehmlassung 
nimmt der Beschwerdeführer am 24. März 2020 Stellung, wobei an den Rechts-
begehren gemäss Beschwerde vom 6. Januar 2020 vollumfänglich festgehalten 
wird. Hierzu nimmt das Amt für Landwirtschaft am 23. April 2020 Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. In seiner Beschwerde vom 6. Januar 2020 wirft der Beschwerdeführer der 
Vorinstanz u.a. eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör vor, in-
dem sie die im Grundbuch eingetragene Anmerkung, wonach KTN 
002.________ Vorderthal dem BGBB nicht unterstellt sei, aufgehoben und fest-
gestellt habe, die Liegenschaft sei dem BGBB unterstellt. In der Stellungnahme 
zur Vernehmlassung ergänzt er, die Auseinandersetzungen über diese Frage 
seien im verwaltungsgerichtlichen Verfahren aber nur theoretischer Natur, da das 
Gericht eine Heilung feststellen werde. Er habe denn auch nicht beantragt, die 
Sache sei wegen der Gehörsverletzung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Wei-
terungen hierzu erübrigen sich.

2. Es ist unstrittig, dass der Beschwerdeführer Eigentümer ist der Liegen-
schaften:

KTN 001.________  Galgenen mit 49'975m2 Strasse, Weg, übrige befestig-
te Fläche, Wiese, fliessendes Gewässer und Wald, und

KTN 002.________  Vorderthal mit 1'000m2 Wohnhaus (Assek. Nr. 
003.________), Gebäudegrundfläche, übrige Befestigte 
Fläche und Garten.

4

Dem Formular Flächenerhebung, Beitragsjahr 2019 (Vi-act. 5) (sowie dem Web-
Gis Kanton Schwyz, landwirtschaftliche Kulturflächen 2019; eingesehen am 
18.6.2020), kann sodann entnommen werden, dass der landwirtschaftliche Be-
trieb des Beschwerdeführers (Betriebsnummer 004.________) folgende Liegen-
schaften mit landwirtschaftlicher Nutzfläche von total 1'378 Aren landwirtschaft-
lich bewirtschaftet: 

KTN 001.________   Galgenen184 Aren LN Eigenland
KTN 005.________   Innerthal3 Aren LN Bezirk March
KTN 006.________   Innerhtal1 Aren LN Bezirk March
KTN 007.________   Innerthal3 Aren LN Bezirk March
KTN 008.________   Innerthal 288 Aren LN Genossame Wägital
KTN 009.________   Innerthal179 Aren LN Genossame Wägital
KTN 010.________   Vorderthal718 Aren LN Eigentümer X
KTN 011.________   Vorderthal2 Aren LN Eigentümer X

Gemäss Ausführung in der angefochtenen Verfügung wurden für die Beurteilung 
der Gewerbeeigenschaft neben dem Eigenland (KTN 001.________ Galgenen) 
die Liegenschaften KTN 008.________ Innerthal, KTN 009.________ Innerthal 
sowie KTN 010.________ Vorderthal und KTN 011.________ Vorderthal berück-
sichtigt, weshalb davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer für diese 
längerfristig gesicherte Pachtverträge aufweist (total 1'187 Aren landwirtschaftli-
che Nutzfläche). Dem widerspricht der Beschwerdeführer nicht. Die weiteren, 
kleineren Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 7 Aren sind offensichtlich 
nicht längerfristig gepachtet.

Unbestritten ist ebenso, dass der Beschwerdeführer auf seiner eigenen Liegen-
schaft KTN 002.________ Vorderthal wohnt, für welche 2002 die Abparzellierung 
und Entlassung aus dem Geltungsbereich des BGBB bewilligt wurde, da damals 
kein Bedarf an landwirtschaftlicher Wohnnutzung geltend gemacht werden konn-
te. Fest steht zudem, dass der Beschwerdeführer die genannten Liegenschaften 
landwirtschaftlich nutzt (Betriebs-Nr. 004.________), wobei sich die Ökonomie-
gebäude auf dem Pachtland KTN 010.________ Vorderthal befinden. Für diesen 
landwirtschaftlichen Betrieb errechnete die Vorinstanz einen Arbeitskraftbedarf 
von 1.2019 SAK und sie stellte fest, als Betrieb der Bergzone müsse für ein 
landwirtschaftliches Gewerbe ein Aufwand von 0.75 SAK ausgewiesen sein. Der 
Beschwerdeführer opponiert weder gegen die Feststellung, es handle sich um 
einen Betrieb in der Bergzone, noch gegen die konkrete SAK-Berechnung.

3. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass zum Begriff des landwirt-
schaftlichen Gewerbes eine Gesamtheit an landwirtschaftlicher Fläche sowie 
Wirtschafts- und Wohngebäuden bestehen muss. Nicht strittig ist dabei, dass die 
Vorinstanz die Liegenschaften KTN 001.________ Galgenen (Eigenland) sowie 

5

die Zupachtflächen KTN 008.________ Innerthal, KTN 009.________ Innerthal, 
KTN 010.________ Vorderthal und KTN 011.________ Vorderthal berücksichtigt 
hat (allerdings fällt auf, dass die berücksichtigte Fläche von 13.69 ha ohne KTN 
011.________ Vorderthal erreicht wird, vgl. oben Erw. 2, und dass die Hilfstabel-
le für SAK Berechnungen, dieses Grundstück nicht aufführt, vgl. Vi-act. 5. Mit ei-
ner landwirtschaftlichen Nutzfläche von 2 Aren ist dies vorliegend nicht entschei-
dend. Eine entsprechende Rüge formuliert der Beschwerdeführer nicht). Der Be-
schwerdeführer bestreitet nicht, dass für die Gewerbefeststellung nach Art. 7 
BGBB längerfristig gesicherte Zupachtflächen zu berücksichtigen sind und vor-
liegend solche existieren.

4.1.1  Der Beschwerdeführer vertritt jedoch die Ansicht, die Ökonomiegebäude 
eines Betriebes müssten zwingend im Eigentum derjenigen Person stehen, die 
ein landwirtschaftliches Gewerbe geltend mache. Er begründet dies unter Ver-
weis auf Hofer, wonach essentielle Ökonomiegebäude Bestandteil der eigen-
tumsmässigen Einheit sein müssen, da diese sonst nicht Grundlage eines Land-
wirtschaftsbetriebes sein könnten. Gemietete oder auf zugepachteten Grundstü-
cken stehende Gebäude seien nicht Bestandteil des Gewerbes. Mindestens das 
Kernstück des Betriebes, nämlich das Zentrum mit den wichtigsten Gebäuden, 
müssten die dem Gesetz unterstellten Grundstücke im Eigentum bilden (Hofer, 
in: Kommentar BGBB, 2. Aufl., Art. 7 N 23a und N 84). 

Im Eigentum des Beschwerdeführers seien KTN 001.________ Galgenen mit ei-
ner Fläche von total 49'975 m2. Davon seien aber lediglich ca. 1.9 ha landwirt-
schaftliche Nutzfläche. KTN 002.________ Vorderthal mit 1'000 m2 weise keine 
landwirtschaftliche Nutzfläche auf. Von der gesamten landwirtschaftlichen Nutz-
fläche des Betriebes von 13.69 ha (gemäss angefochtener Verfügung) seien so-
mit ca. 11.8 ha zu-gepachtet und einzig auf diesen befänden sich die für die Be-
wirtschaftung notwendigen Ökonomiegebäude. 

Es sei ausgeschlossen, dass er auf seinen Liegenschaften ein Ökonomiegebäu-
de errichte. KTN 002.________ Vorderthal mit 1'000 m2 sei mit dem Wohnhaus 
überbaut. Und ein Wirtschaftsgebäude auf KTN 001.________ Galgenen mit 1.9 
ha landwirtschaftlicher Nutzfläche zu erstellen für die Bewirtschaftung der zuge-
pachteten Liegenschaften mit 11.8 ha sei ein betrieblicher Unsinn, liege doch 
KTN 001.________ Galgenen weitab von den zugepachteten Flächen, welche 
gemäss Berechnung allein schon eine SAK benötigen würden. KTN 
001.________ Galgenen werde derart bewirtschaftet, als das anfallende Futter 
gemäht und in den zugepachteten Stall auf KTN 010.________ Vorderthal ge-
führt werde. Dies zu ändern sei betrieblich unsinnig, unwirtschaftlich, wirtschaft-
lich nicht tragbar und nicht geplant. Da somit auf den Liegenschaften im Eigen-

6

tum des Beschwerdeführers als Bewirtschafter kein essentielles Wirtschaftsge-
bäude stehe, fehle es an der Grundlage für ein landwirtschaftliches Gewerbe. 

4.1.2  In der angefochtenen Verfügung führt die Vorinstanz dazu aus, für die 
Gewerbefeststellung seien alle Grundstücke im gleichen Eigentum und die für 
längere Dauer zugepachteten Grundstücke zu berücksichtigen. Betriebe mit viel 
Eigenland und solche mit wenig Eigenland aber viel längerfristigen Zupacht-
flächen seien gleichgestellt. Dass sich das Ökonomiegebäude auf Pachtland und 
nicht auf Eigenland befinde, spreche nicht gegen die Gewerbeeigenschaft, so-
lange es sich um längerfristig gesichertes Pachtland handle. Zudem bestehe die 
Möglichkeit, fehlende betriebsnotwendige Gebäude zu erstellen, wenn die ent-
sprechenden Aufwendungen tragbar seien. Der Beschwerdeführer argumentiere 
mit Kommentarstellen zum alten Recht. Aus den gesetzlichen Grundlagen gehe 
nicht hervor, dass die Ökonomiegebäude eigentumsmässig dem Bewirtschafter 
zur Verfügung stehen müssen. Ebensowenig sei ein Mindestmass an landwirt-
schaftlicher Nutzfläche als Eigenland eines Bewirtschafters vorgesehen, damit 
dessen Eigentum als landwirtschaftliches Gewerbe beurteilt werden müsse/
könne. Die Vorinstanz erachte daher die Berücksichtigung der zugepachteten 
Grundstücke für die Beurteilung der Gewerbeeigenschaft als erforderlich und ge-
setzeskonform. Die darauf stehenden Ökonomiegebäude stünden dem Päch-
ter/Beschwerdeführer langfristig zur Verfügung und stellten vorliegend auch das 
Betriebszentrum dar. Es seien keine Anzeichen erkennbar, dass die Pachtver-
hältnisse in absehbarer Zukunft aufgelöst werden sollen. 

In der Vernehmlassung ergänzt die Vorinstanz, gestützt auf das sachenrechtliche 
Akzessionsprinzip umfasse das Eigentum an Grund und Boden auch die Bauten, 
Pflanzen und Quellen. Bestehe ein Pachtvertrag über ein (Teil-)Grundstück samt 
Gebäude, seien die Gebäude daher für die Beurteilung, ob ein landwirtschaftli-
ches Gewerbe vorliege, immer mitzuberücksichtigen. Die Berücksichtigung von 
zugepachteten Ökonomiegebäuden für die Gewerbefeststellung rechtfertige sich 
insbesondere auch mit Blick auf die Entwicklung und den damit einhergehenden 
strukturellen Veränderungen in der Landwirtschaft. So fänden - neben traditionel-
len Familienbetrieben - vermehrt neue Zusammenarbeitsformen Einzug, insbe-
sondere etwa Betriebsgemeinschaften (Art. 10 Verordnung über landwirtschaftli-
che Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen [Landwirtschaftliche Be-
griffsverordnung, LBV; SR 910.91] vom 7.12.1998) und Betriebszweiggemein-
schaften (Art. 12 LBV). Das Eigentum an "gemeinsamen" Ökonomiegebäuden 
verbleibe in den überwiegenden Fällen bei den jeweiligen Landeigentümern. Da-
durch entstünden vermehrt Landwirtschaftsbetriebe ohne Ökonomiegebäude im 
Eigentum. Sie verlören deswegen aber nicht die Gewerbeeigenschaft. Vorliegend 

7

habe der Beschwerdeführer die Liegenschaft KTN 010.________ Vorderthal mit 
den Ökonomiegebäuden längerfristig gepachtet. Er verfüge damit über die erfor-
derliche Gesamtheit von landwirtschaftlichen Grundstücken, Bauten und Anla-
gen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion diene. Aufgrund der 
längerfristig gesicherten Pacht auch des Ökonomiegebäudes sei dieses für die 
Beurteilung, ob ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliege, mitzuberücksichtigen. 

4.2.1  In der Stellungnahme vom 24. März 2020 betont der Beschwerdeführer, 
die alles entscheidende Frage sei, ob der einheitliche Gewerbebegriff bedinge, 
dass die essentiellen Wirtschaftsgebäude, die für ein Gewerbe notwendig sind, 
Bestandteil der eigentumsmässigen Einheit sein müssen oder ob sie auch Be-
standteil der Zupacht sein können. Die Vorinstanz äussere sich hierzu mit kei-
nem Wort resp. diffus mit Verweis auf die Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, 
die mit vorliegendem Fall indes nichts zu tun habe und auch nicht im Zusam-
menhang mit der Auslegung des BGBB stehe. Er hält dabei an seiner Darstel-
lung fest, dass ein Betrieb, dessen essentiellen Gebäude nicht Teil des Eigen-
landes sind, kein landwirtschaftliches Gewerbe sein könne.

4.2.2  Die Vorinstanz bekräftigt am 23. April 2020 ihren Standpunkt. Bei der Ge-
werbefeststellung seien für längere Zeit zugepachtete Grundstücke in jedem Fall 
zu berücksichtigen. Dies gelte auch für den Kern des landwirtschaftlichen Ge-
werbes und für zugepachtete Gebäude als Bestandteile der zugepachteten 
Grundstücke. Die auf diesen stehenden Ökonomiegebäude stünden dem Päch-
ter gleichermassen wie die landwirtschaftliche Nutzfläche des Pachtgegenstan-
des zur Verfügung. Das BGBB mache keinen Unterschied zwischen Flächen und 
Gebäuden. Damit aber sei für die Beurteilung, ob ein landwirtschaftliches Ge-
werbe bestehe, auch ein für längere Zeit gepachtetes Ökonomiegebäude zu 
berücksichtigen. Dies rechtfertige sich erst recht mit Blick auf die Entwicklungen 
in der Landwirtschaft.

4.3 Vorliegend ist mithin strittig und nachfolgend zu prüfen, ob der beschriebe-
ne landwirtschaftliche Betrieb des Beschwerdeführers ein landwirtschaftliches 
Gewerbe ist, obwohl die Ökonomiegebäude des Betriebes auf der längerfristig 
zugepachteten Liegenschaft KTN 010.________ Vorderthal liegen (und nicht auf 
Eigenland des Bewirtschafters) und obwohl KTN 002.________ Vorderthal, wo 
der Bewirtschafter wohnt, 2002 aus dem Geltungsbereich des BGBB entlassen 
wurde. 

5.1 Gemäss Art. 7 Abs. 1 BGBB gilt als landwirtschaftliches Gewerbe eine Ge-
samtheit von landwirtschaftlichen Grundstücken, Bauten und Anlagen, die als 
Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu deren Bewirtschaf-

8

tung, wenn sie landesüblich ist, mindestens eine Standardarbeitskraft (SAK) 
nötig ist. Gestützt auf Art. 5 lit. a BGBB hat der Kanton Schwyz landwirtschaftli-
che Betriebe im Berggebiet gemäss Art. 1 Abs. 3 der Verordnung über den land-
wirtschaftlichen Produktionskataster und die Ausscheidung von Zonen vom 7. 
Dezember 1998 (Landwirtschaftliche Zonen-Verordnung; SR 912.1) den Be-
stimmungen über die landwirtschaftlichen Gewerbe unterstellt, sofern für ihre 
Bewirtschaftung mindestens 0.75 SAK nötig sind (§ 22 Abs. 2 des Gesetzes über 
die Landwirtschaft [LG; SRSZ 312.100] vom 26.11.2003; vgl. für die Definition 
landwirtschaftlicher Betrieb im Berggebiet VGE III 2018 205 vom 28.5.2020 Erw. 
3).

5.2 Nach Art. 7 Abs. 3 BGBB sind bei der Beurteilung, ob ein landwirtschaftli-
ches Gewerbe vorliegt, diejenigen Grundstücke zu berücksichtigen, die - ent-
sprechend Art. 2 - dem BGBB unterstellt sind. Zudem sind die örtlichen Verhält-
nisse, die Möglichkeit, fehlende betriebsnotwendige Gebäude zu erstellen oder 
vorhandene umzubauen, instand zu stellen oder zu ersetzen, wenn die entspre-
chenden Aufwendungen für den Betrieb tragbar sind, und die für längere Dauer 
zugepachteten Grundstücke zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 4 BGBB). Mit Inkraft-
treten von Art. 7 Abs. 4bis BGBB am 1. Januar 2014 sind für die Gewerbeberech-
nung die für längere Dauer zugepachteten Grundstücke in jedem Fall zu berück-
sichtigen, sofern sie dem BGBB unterstellt sind (Wolf, Landwirtschaftliche Ge-
werbe und Zupacht: Der Gesetzgeber schafft Klarheit zur bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung, in BlAR 1/2013 S. 43 ff., 61, 64).

Und schliesslich finden auf ein landwirtschaftliches Gewerbe dennoch die Be-
stimmungen über die einzelnen landwirtschaftlichen Grundstücke Anwendung, 
wenn es seit mehr als sechs Jahren rechtmässig ganz oder weitgehend parzel-
lenweise verpachtet ist und diese Verpachtung gemäss Pachtrecht weder vor-
übergehenden Charakter hat noch aus persönlichen Gründen erfolgt ist oder 
wenn das Gewerbe unabhängig von seiner Grösse wegen einer ungünstigen Be-
triebsstruktur nicht mehr erhaltungswürdig ist (Art. 8 BGBB).

6.1 Die Annahme eines landwirtschaftlichen Gewerbes im Sinne von Art. 7 
Abs. 1 BGBB setzt damit u.a. voraus, dass die in Frage stehenden Grundstücke 
eine rechtliche Einheit bilden (Erfordernis der rechtlichen Einheit) und von einem 
gemeinsamen Zentrum aus (Erfordernis der räumlichen Einheit) einheitlich be-
wirtschaftet werden können (Erfordernis der funktionalen Einheit; vgl. Urteil BGer 
2C_719/2018 vom 18.9.2019 Erw. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Dass dieser Be-
trieb auch noch ein Mindestmass an Arbeitskraftaufwand verursachen muss, ist 
eine weitere, kumulative Voraussetzung. Weder reicht eine Gesamtheit an 
Grundstücken, Bauten und Anlagen für sich alleine aus, um als landwirtschaftli-

9

ches Gewerbe zu qualifizieren, noch liegt ein Gewerbe vor, wenn zwar mehr als 
ein SAK benötigt werden, dies aber nicht verursacht durch eine Gesamtheit an 
Grundstücken, Bauten und Anlagen. Mithin liegt vorliegend nicht schon deshalb 
ein landwirtschaftliches Gewerbe vor, weil für den Betrieb 1.2019 SAK ausgewie-
sen werden. Vielmehr muss der Betrieb zusätzlich das Erfordernis der Gesamt-
heit an Grundstücken, Bauten und Anlagen erfüllen.

6.2 Bezüglich dieses Erfordernisses wird seitens des Beschwerdeführers we-
der die funktionale Einheit noch die räumliche Einheit bestritten (auch wenn er 
geltend macht, ein Betriebszentrum auf KTN 001.________ Galgenen mache 
u.a. aufgrund der Distanzen betrieblich und wirtschaftlich keinen Sinn. Zurzeit 
liegt das Betriebszentrum auf KTN 010.________ Vorderthal; vgl. Betriebsdaten 
004.________ mit den Koordinaten X/Y.________ was dem Stall auf KTN 
010.________ Vorderthal entspricht). 

Was das Erfordernis der rechtlichen Einheit anbelangt, so besteht zwischen den 
Parteien ebenfalls Einigkeit, dass die Beurteilung der Gewerbeeigenschaft nicht 
auf im selben Eigentum liegende Grundstücke beschränkt ist, sondern auch lang-
fristig gesicherte Zupachten zu berücksichtigen sind (Art. 7 Abs. 4 lit. c und 
Abs. 4bis BGBB). 

Strittig ist mithin einzig, ob ein landwirtschaftliches Gewerbe auch dann vorliegt, 
wenn die für den landwirtschaftlichen Betrieb zwingend notwendigen Bauten und 
Anlagen Bestandteil einer zugepachteten Liegenschaft sind (wie es die Vor-
instanz geltend macht) oder kein landwirtschaftliches Gewerbe vorliegen kann, 
wenn der Bewirtschafter wohl über Eigenland verfügt, aber im Eigentum über 
keine essentiellen Wirtschaftsgebäude, da diese Teil der Zupacht bilden (wie es 
der Beschwerdeführer vorträgt). 

6.3.1  Die Gewerbeeigenschaft kann einem Betrieb auf keinen Fall deshalb ab-
gesprochen werden, weil die essentiellen Wirtschaftsgebäude oder auch das 
Wohnhaus nicht Eigentum des Bewirtschafters sind. Eine entsprechende Ausle-
gung ist schon deshalb ausgeschlossen, weil der Gesetzgeber die Gewerbe-
pacht kennt, mithin den Umstand, dass ein Pächter ein ganzes Gewerbe pachtet 
(vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. b Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht [LPG; 
SR 221.213.2] vom 4.10.1985). 

Verfügt ein Verpächter über das Eigentum an Liegenschaften, die für sich allein 
die Gewerbequalität nach Art. 7 Abs. 1 BGBB erfüllen und verpachtet er diese 
insgesamt, so liegt eine Gewerbepacht vor. An der Beurteilung als landwirtschaft-
liches Gewerbe ändert nichts, wenn der Pächter in diesen landwirtschaftlichen 
Betrieb auch noch Eigenland einbringt. Auch ist es der Gewerbepacht nicht ab-

10

träglich, wenn ihm der Verpächter mit seinem Eigenland auch noch zum Betrieb 
zugehöriges, langfristig gesichertes Pachtland unterverpachtet. Hingegen liegt 
keine Gewerbepacht vor, wenn die Gewerbequalität erst mit Zupachten durch 
den Pächter erreicht wird, listet doch Art. 1 Abs. 1 lit. b LPG den Art. 7 Abs. 4 
BGBB bewusst nicht auf (vgl. Studer/Hofer, Kommentar zum LPG, 2. Aufl., 
S. 84). Damit eine Gewerbepacht vorliegt, die alle Voraussetzungen eines land-
wirtschaftlichen Gewerbes erfüllt, muss die Pacht eine Gesamtheit von landwirt-
schaftlichen Grundstücken, Bauten und Anlagen aufweisen, die als Grundlage 
der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu deren landesüblichen Bewirt-
schaftung die gesetzliche Mindest-SAK nötig ist. Beinhaltet die Pacht (inkl. Unter-
pacht) keine Bauten und Anlagen, kann keine Gewerbepacht vorliegen (vgl. Stu-
der/Hofer, Kommentar zum LPG, 2. Aufl., S. 77 und 80).

6.3.2  Liegt keine Gewerbepacht vor, werden bloss einzelne Grundstücke ge-
pachtet (Grundstückpacht). Die Gewerbepacht setzt mithin voraus, dass Gegen-
stand der Pacht ein landwirtschaftlicher Betrieb ist, der allein die Gewerbeeigen-
schaft erfüllt. Pachtet ein Bewirtschafter hingegen von einem oder mehreren 
Verpächtern Grundstücke, liegt keine Gewerbepacht vor. Dies schliesst indes 
nicht aus, dass er diese Zupachten - ggfs. mit Eigenland - zu einem landwirt-
schaftlichen Betrieb derart zusammenfügt, dass ein landwirtschaftliches Gewerbe 
gemäss Art. 7 Abs. 1 BGBB vorliegt. Dieses Gewerbe muss in der Gesamtheit 
über die notwendigen Grundstücke, Bauten und Anlagen verfügen und einen Ar-
beitskraftbedarf von mindestens 0.75 resp. 1 SAK aufweisen. Anders als das 
Pachtrecht lässt das bäuerliche Bodenrecht für die Beurteilung der Gewerbeei-
gen-schaft ausdrücklich auch langfristig gesicherte Zupachten zu. Mithin wird hier 
die rechtliche Einheit durch Eigenland und Zupacht gebildet. 

6.3.3  Vorliegend ist unbestritten, dass keine Gewerbepacht vorliegt, d.h. na-
mentlich KTN 010.________ Vorderthal und KTN 011.________ Vorderthal im 
Eigentum desselben Verpächters kein landwirtschaftliches Gewerbe darstellen 
und kein Gewerbe verpachtet wurde. Strittig ist auch nicht eine richtige Anwen-
dung des landwirtschaftlichen Pachtrechts. Die Ausführungen dienten einzig der 
Ergründung des Erfordernisses der "rechtlichen Einheit". Dabei zeigt sich, dass 
die rechtliche Einheit eines Gewerbes im Sinne der Gewerbepacht im LPG aus-
drücklich abweichend geregelt ist von jener im BGBB, indem sich das BGBB be-
wusst nicht auf das Eigentum beschränkt, sondern längerfristige Zupachten zu 
berücksichtigen sind, soweit diese mit dem Eigenland die geforderte rechtliche, 
räumliche und funktionale Einheit bildet (die Berücksichtigung der Zupacht war 
ein bewusster Entscheid des Parlamentes, vgl. zum Entstehungshintergrund 

11

Studer, Kritisches zur bundesgerichtlichen Praxis zum Zupachtland im bäuerli-
chen Boden- und Erbrecht, in BlAR 1/2010 S. 25 ff., S. 35 ff.). 

Wenn aber von Gesetzes wegen die Zupachten wie Eigenland zu berücksichti-
gen und die Voraussetzungen in der Gesamtheit zu erfüllen sind, dann kann es 
im Rahmen einer Gesamtbeurteilung der Gewerbeeigenschaft keine Rolle spie-
len, ob nur Land oder auch Gebäude und Anlagen zugepachtet werden. Notwen-
dig ist so oder anders die - durch Eigentum oder Zupacht - langfristig gesicherte 
Gesamtheit, um Basis für ein Lebenszentrum zu sein und als Grundlage für ei-
nen Landwirtschaftsbetrieb zu dienen. 

Diese Gesamtheit an Land, Bauten und Anlagen stellt dann eine genügende Be-
triebsgrundlage dar, wenn sie längerfristig gesichert einen Mindest-SAK aufweist. 
Dabei kann Pachtland für die Gewerbeeignung ebenso essentiell sein wie Wirt-
schaftsgebäude. Mithin ist die längerfristig gesicherte Gesamtheit entscheidend, 
unabhängig ob Land, Bauten oder Anlagen.

6.4.1  Damit aber ist die Darstellung der Vorinstanz entgegen der Ansicht des 
Beschwerdeführers nicht von vornherein falsch, weil sie seinen Betrieb nicht 
schon deshalb nicht als landwirtschaftliches Gewerbe hätte qualifizieren dürfen, 
da die Ökonomiegebäude nicht in seinem Eigentum sind. Vielmehr kann ein 
landwirtschaftlicher Pachtbetrieb auch ohne Gewerbepacht ein landwirtschaftli-
ches Gewerbe darstellen, wenn er in der Gesamtheit von landwirtschaftlichen 
Grundstücken, Bauten und Anlagen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen 
Produktion dient und zu seiner landesüblichen Bewirtschaftung 0.75 resp. 1 SAK 
nötig ist. Soweit die rechtliche Einheit streng auf Eigentum begrenzt wird, so wi-
derspricht dies Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 lit. c BGBB, wonach ausdrücklich auch 
für längere Dauer zugepachtete Grundstücke zu berücksichtigen sind. Wenn mit-
hin (in Lehre und Rechtsprechung [vgl. etwa Urteil Verwaltungsgericht BE 100 
2017 81 vom 25.6.2018 Erw. 3.2 mit Verweisen; Urteil Kantonsgericht FR 101 
2011 19 & 21 vom 18.2.2016 Erw. 6.h)aa)aaa]) für die Beurteilung der Gewerbe-
eigenschaft nach Art. 7 Abs. 1 BGBB von der Voraussetzung einer eigentums-
mässigen Einheit die Rede ist, so ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz 
als Inhalt dieser rechtlichen Einheit Eigentum und Zupacht gemäss Art. 7 Abs. 4 
lit. c BGBB berücksichtigt. Die Einschränkung der rechtlichen Einheit von Boden, 
Gebäuden und Anlagen auf Eigentum in derselben Hand erscheint vor dem Aus-
geführten als zu eng.

6.4.2  Soweit die Gewerbeeigenschaft nicht offensichtlich gegeben ist, etwa weil 
die Erhaltenswürdigkeit gemäss Art. 8 BGBB fraglich ist, gilt es im konkreten Ein-
zelfall im Rahmen einer Gesamtbeurteilung zu würdigen, ob effektiv ein landwirt-

12

schaftliches Gewerbe vorliegt. Denn entscheidend muss letztlich sein, dass eine 
rechtliche (sowie räumliche und funktionale) Einheit vorliegt, welche das Potential 
aufweist, längerfristig Grundlage für einen überlebensfähigen landwirtschaftlichen 
Betrieb zu sein. 

Grundlage bildet zwingend eine landwirtschaftliche Nutzfläche (vgl. Art. 2 BGBB). 
Nun ist unbestritten, dass dieses Land Eigenland und Pachtland sein kann. In 
welchem Verhältnis dieses vorhanden sein muss, geht aus Art. 7 Abs. 1 BGBB 
nicht hervor, ein Mindestanteil Eigenland wird nicht definiert. Gemäss Hofer 
(Kommentar BGBB, 2. Aufl. Art. 7 N 22) ist die Festlegung eines festen Anteils 
denn auch nicht sinnhaft. Seinerseits appelliert er, die Frage in Verbindung mit 
Art. 8 lit. b BGBB zu lösen. Demgemäss finden die Bestimmungen über die ein-
zelnen landwirtschaftlichen Grundstücke auf ein landwirtschaftliches Gewerbe 
Anwendung, wenn es unabhängig von seiner Grösse wegen einer ungünstigen 
Betriebsstruktur nicht mehr erhaltenswürdig ist. So kann eine ungünstige Be-
triebsstruktur etwa darin liegen, dass die Gebäude unzweckmässig sind und ein 
Umbau oder Ersatz, für den Betrieb nicht tragbar im Sinne von Art. 7 Abs. 4 
Bst. b BGBB ist, namentlich etwa, weil der Aufwand hierzu in keinem Verhältnis 
zur Betriebsfläche steht (vgl. Botschaft zu Art. 8 BGBB, BBl 1996 IV 375 bzw. 
zum ursprünglichen Entwurf BBl 1988 III 985). So ist gemäss Hofer die Beurtei-
lung der Erhaltenswürdigkeit u.a. von der Beziehung zwischen dem Anteil Eigen-
land und der Zweckmässigkeit der Bauten abhängig (vgl. Hofer, a.a.O., Art. 7 
N 22 und insbesondere Art. 8 N 17f ff.). Bei landes- oder ortsüblichem Eigen-
landanteil liegt ein Gewerbe unabhängig der Zweckmässigkeit der Gebäude vor 
(kann diesfalls doch mit Tragbarkeit notwendiger Investitionen gerechnet werden) 
und anderseits spielt der Eigenlandanteil keine Rolle, wenn die Gebäude darauf 
sehr zweckmässig sind und einen substantiellen Investitionswert darstellen. Die 
Erhaltenswürdigkeit ist hingegen nicht gegeben, wenn eine kleine Eigenlandbasis 
vorliegt und die Gebäude unzweckmässig sind. Zwischen diesen eindeutigen 
Fällen ist es insbesondere eine Frage der Tragbarkeit der Sanierung und/oder 
Erstellung von zweck- und funktionsfähigen Gebäuden aufgrund von Art. 7 
Abs. 4 lit. b BGBB. Ist die Tragbarkeit nicht gegeben, besteht kein Gewerbe. Die-
se Tragbarkeit wiederum hängt stark mit dem Eigenlandanteil zusammen und 
welche wirtschaftliche Basis dieses zu leisten vermag (vgl. Hofer, Kommentar 
BGBB, 2. Aufl., Art. 7 N 117). 

6.4.3  Diese Betrachtung erscheint nachvollziehbar. Landwirtschaftliche Nutz-
fläche ist Voraussetzung für die Anwendung des BGBB. Ein Gewerbe bedingt ei-
ne Gesamtheit an Boden, Bauten und Anlagen, damit der landwirtschaftliche Be-
trieb überhaupt bewirtschaftet werden kann. Fällt notwendiges Land unersetzbar 

13

weg, ist eine Bewirtschaftung allein der verbliebenen Bauten und Anlagen nicht 
erhaltenswürdig. Fallen essentielle Bauten und Anlagen weg, kann der Boden 
nicht im erforderlichen Mass bewirtschaftet werden. 

Sind die Bauten und Anlagen Bestandteil des Eigenlandes, reduziert sich das Ri-
siko auf den Erhalt deren Zweck- und Funktionsfähigkeit. Sind sie indes Teil der 
Zupacht, können sie ggfs. gänzlich dahinfallen, so dass ein Ersatz notwendig 
wird. Hierzu muss erforderliches Land vorhanden und die wirtschaftliche Trag-
barkeit der Ersatzinvestition gegeben sein. Dabei versteht sich von selbst, dass 
dies umso realistischer ist, je grösser der Eigenlandanteil ist. Gerade etwa bei 
den von der Vorinstanz aufgeführten Beispielen neuer Zusammenarbeitsformen 
landwirtschaftlicher Gewerbe ist keinesfalls ausgeschlossen, dass diese Voraus-
setzungen erfüllt sind und damit ein landwirtschaftlicher Betrieb als Gewerbe er-
haltenswürdig ist, selbst wenn auf dem Eigenland kein oder kaum Ökonomiege-
bäude stehen. Anderseits steht die Erhaltenswürdigkeit eines Gewerbes eher in 
Frage, wenn der Eigenlandanteil derart gering oder auch (betrieblich oder funkti-
onal) ungeeignet ist, um als Ersatzstandort für dahinfallende Bauten und Anlagen 
zu dienen oder solche wirtschaftlich zu tragen. 

6.5 Vorliegend hat die Vorinstanz - wie ausgeführt - eine Gesamtheit an Boden, 
Gebäuden und Anlagen zu Recht bejaht und auch die 1.2019 SAK sind unbestrit-
ten. Damit sind die Voraussetzungen für ein landwirtschaftliches Gewerbe 
grundsätzlich gegeben. Ungeprüft blieb indes die Erhaltenswürdigkeit im Sinne 
von Art. 8 lit. b BGBB. Dies zu Unrecht, bildet doch die Erhaltenswürdigkeit 
ebenso eine Voraussetzung für ein landwirtschaftliches Gewerbe. Kommt hinzu, 
dass diese beim landwirtschaftlichen Betrieb des Beschwerdeführers trotz der 
1.2019 SAK nicht geradezu offensichtlich ist. Die gesamte Eigenlandbasis (KTN 
001.________ Galgenen) ist mit total 49'975 m2, wovon nur 184 Aren landwirt-
schaftliche Nutzfläche (extensiv genutzte Wiese ohne Weide), klein. Das Eigen-
land macht lediglich 13.35% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche des 
Betriebes resp. 15.5% des Gewerbes aus. Darauf steht weder ein Wohnhaus 
noch ein Ökonomiegebäude. Das Grundstück liegt rund 3 km vom Wohnhaus 
des Beschwerdeführers, 6.6 km von KTN 010.________ Vorderthal resp. rund 
11 km von KTN 52 Innerthal entfernt. Fällt die Pacht von KTN 010.________ 
Vorderthal weg, entfallen nicht nur die Ökonomiegebäude, sondern auch ein we-
sentlicher Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche (718 Aren), so dass die Ge-
werbeeigenschaft dahinfallen würde. Ob Ersatzfläche dieses Ausmasses in 
räumlich angemessener Nähe rasch erhältlich ist, ist nicht bekannt. Ein Ersatz 
der Wirtschaftsgebäude auf der Allmeind (KTN 52 Innerthal) scheint ausge-
schlossen. Die Zweckmässigkeit auf KTN 001.________ Galgenen stellt der Be-

14

schwerdeführer nachvollziehbar in Frage. Für eine abschliessende Klärung der 
Erhaltenswürdigkeit ist die Sache auf jeden Fall nicht spruchreif. Vielmehr wird es 
Aufgabe der Vorinstanz sein zu prüfen, ob der landwirtschaftliche Betrieb des 
Beschwerdeführers unabhängig von seiner Grösse und notwendigen SAK wegen 
einer ungünstigen Betriebsstruktur erhaltungswürdig ist oder nicht (Art. 8 lit. b 
BGBB). 

7. Damit erweist sich die Beschwerde insoweit begründet, als die Vorinstanz 
das Vorliegen eines landwirtschaftlichen Gewerbes festgestellt hat ohne Prüfung 
der Erhaltenswürdigkeit gemäss Art. 8 lit. b BGBB, nachdem diese vorliegend 
nicht offensichtlich gegeben ist. Die Sache ist daher zur weiteren Abklärung und 
neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

8.1 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, unabhängig 
davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt, oder ob das entsprechende 
Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (vgl. BGE 137 V 210 
Erw. 7.1; VGE I 2019 75 vom 16.3.2020 Erw. 6.2, je mit Hinweisen).

8.2 Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanz-
leikosten und Barauslagen) sind der Vorinstanz aufzuerlegen.

8.3 Nachdem der beanwaltete Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren 
obsiegt, ist ihm zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzuspre-
chen (Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschädigung ist in Beachtung des kanto-
nalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Ja-
nuar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 
einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in 
§ 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des pflicht-
gemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) 
festzusetzen.

15

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Feststellungsverfü-
gung vom 20. November 2019 aufgehoben und die Sache im Sinne der 
Erwägungen zur weiteren Abklärung und neuem Entscheid an die Vor-
instanz zurückgewiesen wird. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden der Vorinstanz auferlegt. Auf eine kantonsinterne 
Verrechnung wird verzichtet.

Der Beschwerdeführer hat am 14. Januar 2020 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 1'500.-- geleistet, der ihm aus der Gerichtskasse zurückerstattet wird.

3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu entrichten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Landwirtschaft BLW, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 16. Juli 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

16

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 10. August 2020