# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 094f3b9a-1bdb-580f-b678-14985d31e6b5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2009 D-6915/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6915-2009_2009-11-12.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6915/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...], Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 29. Oktober 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6915/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  der  nach  eigenen  Angaben  aus 
Z._______  stammt  und  vor  der  Ausreise  in  Y._______  wohnte, sein 
Heimatland im August  2009  verliess  und am 16. September 2009  in 
der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass er bei der summarischen Befragung vom 29. September 2009 im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Chiasso  und bei der Direkt-
anhörung vom 14. Oktober 2009 zur Begründung des Asylgesuchs im 
Wesentlichen geltend machte, im Verlaufe der Krise zwischen "den Ta-
liban" und der nigerianischen Regierung in Maiduguri Ende Juli 2009 
habe  er  Militärs  die  Identität  des  Taliban-Führers  Mohammed  Yusuf 
preisgegeben,

dass dieser in der Folge aufgrund seiner Angaben von Soldaten fest-
genommen und umgebracht worden sei,

dass die Taliban später erfahren hätten, dass er Mohammed Yusuf bei 
den militärischen Behörden denunziert habe, und er daraufhin gesucht 
und sein Haus niedergebrannt worden sei,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 29.  Oktober  2009  –  eröffnet  am 
31. Oktober 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe zum einen keine entschuldbaren Gründe für die 
Nichtabgabe  von  Identitätspapieren  und  zum  anderen  seien  seine 
Asylvorbringen als offensichtlich unglaubhaft zu bezeichnen, weshalb 
sich weitere Abklärungen erübrigten,

dass  ferner  der  Wegweisungsvollzug  zulässig,  zumutbar  und  auch 
möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. November 2009 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei  in  materieller  Hinsicht  beantragte,  die  Verfügung der  Vor-

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instanz sei aufzuheben und diese sei anzuweisen, auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers einzutreten, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses beantragte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 9. November 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiete de Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 

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Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. 2.2.0 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht über offensichtlich unbegründete 
Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung ei-
nes  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  ent-
scheidet (Art. 111 Bst. e AsylG), und die vorliegende Beschwerde, wie 
nachfolgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf ei-
nen  Schriftenwechsel  verzichtet  wird  und  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a AsylG),

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-

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schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  es  unterliess,  im  Zeitpunkt  der  Einrei-
chung  des  Asylgesuches  im  EVZ Chiasso  bzw.  in  den  48 Stunden 
nach der diesbezüglichen Aufklärung (Vorhalt  eines Informationsblat-
tes) ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass das BFM in seiner Verfügung ausführlich und sorgfältig ausführte, 
weshalb keine entschuldbaren Gründe für das Nichtbeibringen der er-
forderlichen  Identitätspapiere  vorlägen  (der  Beschwerdeführer  habe 
nichts  zur  Papierbeschaffung  unternommen;  die  Angabe  des  Be-
schwerdeführers,  er  habe  wegen  seinen  geltend  gemachten  Proble-
men keinen Reisepass beantragen können, erkläre nicht, weshalb er 
vor den angeblichen Ereignissen Ende Juli  2009 kein solches Doku-
ment besessen oder beantragt habe; der Beschwerdeführer habe sich 
hinsichtlich seiner Reise in die Schweiz widersprochen, indem er ein-
mal angegeben habe, nie kontrolliert worden zu sein, und an anderer 
Stelle angab, "tanti controlli" durchlaufen zu haben),

dass  daher  vollumfänglich  auf  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  zu 
verweisen ist, 

dass der  Beschwerdeführer in  der Rechtsmitteleingabe in Wiederho-
lung der Aussagen anlässlich der Anhörungen lediglich ausführt, es lä-
gen entschuldbare Gründe für das Fehlen der Identitätsdokumente vor, 
da sein Haus in Brand gesetzt worden und alles verbrannt sei,

dass diese Ausführungen offensichtlich in keiner Weise zu überzeugen 
vermögen,

dass deshalb mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, der Beschwer-
deführer  habe ein gültiges  Reisepapier  mit  sich  geführt,  das er  den 
Asylbehörden  bewusst  vorenthält,  und  demnach  für  das  Nichteinrei-
chen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  innerhalb  der  Frist  von 

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48 Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  keine  entschuldbaren 
Gründe vorliegen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat,  weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind (namentlich Widersprüche in Bezug auf den Zeitpunkt der Be-
kanntgabe der Identität  des Taliban-Führers und des Brandes seines 
Hauses; Widerspruch hinsichtlich seines Aufenthalts im Zeitpunkt, als 
sein Haus niedergebrannt worden sei; Angabe verschiedener Namen 
bezüglich  der  Person,  bei  welcher  er  den  Taliban-Führer  denunziert 
habe),

dass die Beschwerde keine substanziierten Ausführungen zur Begrün-
dung des Asylgesuchs enthält und in keiner Weise dargetan wird, in-
wiefern die Erwägungen des BFM unzutreffend sein sollen,

dass sich der Beschwerdeführer in der Rechtsmittelschrift zu den wi-
dersprüchlichen  Angaben  und  zur  von  der  Vorinstanz  verneinten 
Glaubhaftigkeit seiner Asylgründe nur vage äussert, das sei für ihn un-
verständlich, zumal alles so geschehen sei, wie er es dargelegt habe,

dass  er  damit  den  vom  Bundesamt  festgestellten  Widersprüchen 
nichts Konkretes entgegensetzt,

dass er zur Untermauerung seiner Vorbringen einzig zwei Medienbe-
richte von CNN Wire und NZZ Online über die Kämpfe zwischen den 
Sicherheitskräften und Islamisten in Maiduguri von Ende Juli 2009 zu 
den Akten reichte  und angab, der  Autor  des CNN-Artikels,  Christian 
Purefoy, habe ihn sogar befragt,

dass vor dem Hintergrund der festgestellten offensichtlichen Unglaub-
haftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers diese Presseberich-
te, welche keinerlei  Bezug auf  seine Person nehmen, und die durch 
nichts belegte Behauptung, er habe mit einem Journalisten persönlich 
gesprochen, nicht zu einem anderen Schluss zu führen vermögen,

dass sich somit die vorinstanzlichen Erwägungen als zutreffend erwei-
sen,

dass  unter  diesen  Umständen  ohne  weiteren  Begründungsaufwand 
festgestellt  werden  kann,  dass  das  Bestehen  der  Flüchtlingseigen-

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schaft  des  Beschwerdeführers  offensichtlich  ausgeschlossen werden 
kann und  auch  keine  zusätzliche Abklärungen  im Sinne von Art. 32 
Abs. 3 Bst. c AsylG notwendig sind,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Beschwerde  lediglich  geltend 
macht, er wäre bei einer Rückkehr nach Nigeria an Leib und Leben be-
droht und könne vom Staat keinen Schutz erwarten,

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dass diese unsubstanziierten, pauschalen Ausführungen offensichtlich 
nichts an der Schlussfolgerung der Zulässigkeit des Wegweisungsvoll-
zugs zu ändern vermögen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer im Heimat- 
oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung er-
sichtlich sind,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer jung  sowie den Akten zufolge gesund ist 
und in seinem Heimatstaat nach eigenen Angaben ein Universitätsstu-
dium  [...]  absolviert  hat  sowie  während  über fünf  Jahren  als 
Bankangestellter tätig war, weshalb es ihm möglich sein dürfte, sich im 
Falle der Rückkehr erneut eine wirtschaftliche Existenzgrundlage auf-
zubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzen,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellen 

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oder unangemessen sein soll (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwer-
de abzuweisen ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu-
folge Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit dem vorliegenden Endentscheid gegenstandslos wird,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit  den Akten Ref.-Nr. N [...],  (per 

Kurier; in Kopie)
- die zuständige kantonale Behörde

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand: 

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