# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3c1a23a9-f00e-5081-8733-138ae6e1ec5f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2009 B-5226/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-5226-2009_2009-09-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-5226/2009
{T 0/2}

A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d 
v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Urech, 
Gerichtsschreiber Thomas Reidy.

A._______,
vertreten durch Frau Dr. Renata Kündig, 
Hallenstrasse 15, 8008 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

B._______,
vertreten durch Herr Rechtsanwalt 
Hans Rudolf Gachnang, Postfach, 8501 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin,

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Widerspruchsverfahren Nr. 9661 - IR Nr. 714040 
MEDION - CH-Marke Nr. 567 703 MediOnline.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-5226/2009

Das  Bundesverwaltungsgericht  stellt  fest  und  zieht  in 
Erwägung, 

dass die Vorinstanz am 22. Juni 2009 den Widerspruch Nr. 9661 
der  Beschwerdegegnerin  gutgeheissen,  die  CH-Marke 
Nr. 567703 „MediOnline“  vollumfänglich  widerrufen  (Ziff. 1  +  2) 
und der Beschwerdegegnerin zu Lasten der Beschwerdeführerin 
eine Parteientschädigung von Fr. 2'800.– zugesprochen hat (inkl. 
Ersatz der Widerspruchsgebühr von Fr. 800.– [Ziff. 3 und 4]), 

dass  die  Beschwerdeführerin  diese  Verfügung  am  18. August  2009 
beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss von 
Fr. 5'000.– fristgerecht einbezahlt hat,

dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 9. September 2009 
erklärt,  die  beiden  Parteien  hätten  sich  über  den  Streitgegenstand 
(inkl. Kostentragung) geeinigt,  und die Beschwerdegegnerin (und Wi-
dersprechende)  habe  gestützt  auf  die  getroffene  kennzeichenrechtli-
che  Abgrenzungsvereinbarung  ihren  Widerspruch  zurückgezogen, 
weshalb die Beschwerdeakte zu schliessen sei,

dass  sich  die  Parteien  im  Vergleich  hinsichtlich  der  Kostentragung 
dahingehend  geeinigt  haben,  dass  die  Beschwerdegegnerin  ihre 
anwaltlichen  Kosten  für  das  vorinstanzliche  Verfahren  und  die 
Widerspruchsgebühr zu übernehmen hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Eingabe der Beschwerdegeg-
nerin  vom 9. September  2009 den übrigen Verfahrensbeteiligten zur 
Kenntnisnahme zugestellt hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  beur-
teilt,  die  von Behörden gemäss Art. 33 VGG stammen,  sofern keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Rahmen markenrechtlicher Wider-
spruchsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,

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B-5226/2009

dass das vorliegende Verfahren gegenstandslos geworden ist,  nach-
dem die Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 9. September 2009 
explizit  den Rückzugs des Widerspruchs erklärt  hat  (was angesichts 
der  Parteianträge  gleichzeitig  den  Rückzug  der  Beschwerde 
impliziert),

dass deshalb die vorliegende Streitsache im einzelrichterlichen Verfah-
ren im Sinne des übereinstimmenden Antrags der Parteien als gegen-
standslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG; vgl. 
die Abschreibungsentscheide des BVGer B-489/2007 und B-813/2007 
vom 19. Februar 2008),

dass angesichts der zwischen den Parteien zustande gekommenen Ei-
nigung betreffend den Streitgegenstand die angefochtene Verfügung – 
mit  Ausnahme der verfügten Widerspruchsgebühr von Fr. 800.– (Ziff. 
3), die gemäss Verursacherprinzip prinzipiell geschuldet bleibt – aufge-
hoben  werden  muss  (vgl.  die  Abschreibungsentscheide  des  BVGer 
B-489/2007 und B-813/2007 vom 19. Februar 2008), 

dass  die  vertragliche  Vereinbarung,  wonach  die  Beschwerdegegnerin 
die Gebühren des Widerspruchsverfahrens zu tragen hat, zu vollziehen 
ist, 

dass  der  Beschwerdeführerin  keine  Verfahrenskosten  aufzuerlegen 
sind, da die Beschwerde infolge Rückzugs ohne erheblichen Aufwand 
für das Gericht erledigt werden kann (Art. 6 Bst. a des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 33b Abs. 5 Satz 
1 VwVG; vgl. die Abschreibungsentscheide des BVGer B-489/2007 und 
B-813/2007 vom 19. Februar 2008),

dass somit der Beschwerdeführerin der von ihr geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 5'000.– zurückzuerstatten ist,

dass bei diesem Verfahrensausgang und gemäss Vergleich der Partei-
en keine Parteientschädigung zu sprechen ist (Art. 64 VwVG),

dass  gegen diesen  Entscheid  keine Beschwerde ans Bundesgericht 
offen  steht  (Art.  73  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]), dieser insofern rechtskräftig ist.

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B-5226/2009

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Es wird Akt genommen, dass sich die Parteien über den Streitgegen-
stand  sowie  über  die  Kostentragung  geeinigt  haben,  und  die  Be-
schwerdegegnerin ihren Widerspruch zurückgezogen hat.

2.
Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 22. Juni 2009 wird mit 
Ausnahme der Ziffer 3 aufgehoben.

3.
Das Beschwerdeverfahren B-5226/2009 wird als  gegenstandslos  ge-
worden abgeschrieben.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  Der Beschwerdeführerin 
ist der am 25. August 2009 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– 
zurückzuerstatten.

5.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

6.
Dieser Entscheid geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Einschreiben;  Beilagen:  Rückerstattungs-
formular, Beschwerdebeilagen zurück)

- die Beschwerdegegnerin (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. WV 9661; Einschreiben)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Thomas Reidy

Versand: 17. September 2009

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