# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f509d89-2199-5018-a0dc-c82dd3524213
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.01.2018 720 17 166 / 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-166---20_2018-01-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. Januar 2018 (720 17 166 / 20) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Leistungspflicht für Restbeschwerden nach HWS-Distorsion und degenerativen Vorzu-

ständen bei einem leichten Unfallereignis mangels adäquaten Kausalzusammenhangs 

verneint.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Elisabeth Maier, Advoka-
tin, Hauptstrasse 104, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1967 geborene A.____ war bei der B.____ GmbH angestellt und in dieser Eigen-
schaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsgesellschaft (Suva) obligatorisch gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er sich laut Schadenmeldung vom 
16. Juli 2015 beim Montieren von Gerüstfussplatten beim schnellen Aufstehen an einem Konso-
len-Unterzapfen den Nacken anschlug. In der Folge teilte die Arbeitgeberin der Suva am 

 
 
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27. Juli 2015 mit, dass bei der Unfallmeldung ein unpräzises Schadendatum eingetragen wor-
den sei. Der Unfall habe sich am 9. Juli 2015 ereignet. Die Suva erbrachte in der Folge die ver-
sicherten Leistungen.  
 
B. Mit Verfügung vom 18. Juli 2016 stellte die Suva ihre Leistungen mit Wirkung per 
13. August 2016 ein. Sie begründete ihre Leistungseinstellung damit, dass die noch geklagten 
Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien. Mangels Vorliegen adäquater 
Unfallfolgen bestehe kein Anspruch auf weitere Geldleistungen. Eine hiergegen erhobene Ein-
sprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 28. April 2017 ab. 
 
C. Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Elisabeth Maier, am 31. Mai 
2017 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, dass ihm in Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheids die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen seien. Eventualiter sei zur weite-
ren Abklärung des Sachverhalts ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben, unter o/e-
Kostenfolge. Darüber hinaus sei ihm die unentgeltliche Verbeiständung zu bewilligen. Zur Be-
gründung liess er zusammenfassend geltend machen, dass sich die Suva für die Beurteilung 
der strittigen Angelegenheit in medizinischer Hinsicht einzig auf den Bericht ihres Kreisarztes 
abgestützt habe. Das medizinische Dossier der Suva sei äusserst dünn ausgefallen und es 
würde kein lückenloser Befund vorliegen, der das Vorgehen der Suva rechtfertigen würde. Die 
Suva wolle die Angelegenheit zu Unrecht mit der Feststellung abschliessen, dass keine struktu-
rellen Läsionen vorliegen würden und die Kriterien der sogenannten Schleudertrauma-Praxis 
nicht erfüllt seien. Aus dem zu Handen der IV-Stelle erstellten Gutachten gehe vielmehr hervor, 
dass das in Frage stehende Unfallereignis einen bisher stummen Vorzustand an der Halswir-
belsäule (HWS) infolge der beim Unfall vom 9. Juli 2015 stattgehabten Kontusion des zervi-
kothorakalen Übergangs richtunggebend verschlimmert habe.  
 
D. Mit Vernehmlassung vom 12. Juli 2017 stellte sich die Suva auf den Standpunkt, die 
Beschwerde sei unbegründet. Sie erachte das vom Beschwerdeführer behauptete Unfallereig-
nis vom 9. Juli 2015 weder als genügend glaubhaft gemacht noch als nachgewiesen. Der ange-
fochtene Einspracheentscheid sei deshalb einer reformatio in peius zu unterziehen, und es sei 
dem Beschwerdeführer der Anspruch auf Versicherungsleistungen abzuerkennen. Folglich ha-
be der Beschwerdeführer sämtliche zu Unrecht bezogenen Versicherungsleistungen zurückzu-
erstatten. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen.  
 
E. Mit Replik vom 12. September 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegeh-
ren fest. Für den Fall, dass das Gericht zur Ansicht gelangen sollte, dass das Unfallereignis zu 
Unrecht anerkannt worden sei und der angefochtene Einspracheentscheid einer reformatio in 
peius zu unterziehen sei, sei ihm zwecks Wahrung des rechtlichen Gehörs Gelegenheit zum 
Beschwerderückzug zu geben.  
 
F. Die Suva verzichtete mit Stellungnahme vom 27. September 2017 auf die Einreichung 
einer einlässlichen Duplik und hielt an ihren in der Vernehmlassung gestellten Anträgen fest.  
 

 
 
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G. Mit Eingaben vom 27. Oktober 2017 bzw. 17. November 2017 nahmen die Parteien zu 
den nachträglich vom Gericht beigezogenen Akten der Invalidenversicherung (IV) Stellung.  
 
H. Mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren me-
dizinischen Bericht sowie ergänzende Unterlagen im Zusammenhang mit seinem Antrag auf 
unentgeltliche Prozessführung ein. Am 9. Januar 2018 liess er dem Gericht einen weiteren me-
dizinischen Bericht nachreichen.  
 
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwä-
gungen einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 
(UVG) hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz 
nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person An-
spruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte 
Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 
UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des 
versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt 
(Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag nach 
dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Be-
ginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt als erstes voraus, dass 
zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfä-
higkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 

 
 
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anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Im Falle der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Las-
ten der versicherten Person aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen natürlichen Kausalzu-
sammenhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ableiten wollte (RKUV 1994 
Nr. U 206 S. 328 E. 3b).  
 
3.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinwei-
sen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, 
ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 
Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis 
des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursa-
chen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Be-
weis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person 
nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesund-
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bun-
desgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
3.3 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sowie der Feststellung natürlicher 
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmäs-
sig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 

 
 
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bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie 
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 
Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizufüh-
ren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammen-
hangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 
123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges 
zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch 
der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurtei-
len ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
4.2 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 
des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der na-
türlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Als objektivierbar gel-
ten Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und 
den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf Ergebnisse klinischer Unter-
suchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, 
welches eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen lasse. Nach konstanter bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung kann deshalb von organisch objektiv ausgewiesenen Unfall-
folgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen bzw. bild-
gebenden Abklärungen bestätigt werden (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 
2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem 
wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). 
 
4.3.1 Den ärztlichen Stellungnahmen lassen sich keine Anhaltspunkte für organisch nach-
weisbare Schädigungen traumatischer Natur entnehmen. So konnten insbesondere im Bereich 
der HWS für die geklagten Beschwerden keinerlei strukturelle Veränderungen erhoben werden. 

 
 
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Anhand der im Nachgang zum Ereignis vom 9. Juli 2015 anlässlich der Erstbehandlung ange-
fertigten Röntgenbilder der HWS liess sich kein Frakturhinweis erheben. Vielmehr zeigten sich 
diverse degenerative Veränderungen an der HWS. Strukturell objektivierbare, unfallbedingte 
Veränderungen wurden keine dokumentiert (Suva-Dok 6). Gleiches ergibt sich aus dem Bericht 
über die klinische Untersuchung vom 6. August 2015, wonach die bildgebende Diagnostik zwar 
eine Alignement-Störung im Bereich HWK6/7 mit einer Retrolisthesis und degenerativen Verän-
derungen der HWS, jedoch keine unfallbedingten Schädigungen ergeben habe (Suva-Dok 21). 
Auch anlässlich der in der Folge am 10. August 2015 durchgeführten MRT-Untersuchung der 
HWS waren lediglich degenerative Veränderungen mit Retrospondylophyten, Unkarthrosen und 
Spondylarthrosen festgestellt worden (Suva-Dok 21). Die neurologische Exploration des Versi-
cherten vom 22. Oktober 2015 ergab keinerlei Hinweise für eine radikuläre Schmerzursache 
oder für eine zervikale Myelopathie. Sensomotorische Ausfälle waren keine nachweisbar. Ins-
besondere fanden sich weder Hinweise auf eine Läsion der zentralen sensiblen Nervenbahnen 
noch auf sonstige pathologische Befunde (Suva-Dok 47). Gestützt auf den Hinweis einer Pyra-
midenbahnläsion nach einem 1991 erlittenen Sturz wurde eine weiterführende Abklärung mit-
tels MRT-Untersuchung des Schädels empfohlen (a.a.O.). Gemäss der bildgebenden Diagnos-
tik des Neurocraniums vom 4. November 2015 konnte in der Folge jedoch auch hier ein unauf-
fälliger Befund festgestellt werden (Suva-Dok 53). Insbesondere waren weder posttraumatische 
Kontusionszonen noch posttraumatische Blutungsresiduen abgrenzbar (a.a.O.). Nachdem der 
Versicherte im weiteren Verlauf über eine Ausweitung seiner Beschwerden in Form bewe-
gungsabhängiger nuchaler Schmerzen, gelegentlicher Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Be-
nommenheit und ein Taubheitsgefühl an beiden Armen geklagt hatte (Suva-Dok 51), ergab das 
ambulante Assessment vom 2. November 2015 im Wesentlichen eine erhebliche Symptom-
ausweitung bei maladaptivem Schmerzumgang und ausgeprägtem Schonverhalten (Suva-Dok 
51, S. 3 und 5). Die CT-Abklärung der HWS vom 6. November 2015 zeigte eine harmonische 
Lordose der HWS mit skoliotischer Fehlhaltung. Eine Wirbelkörperhöhenminderung war nicht 
nachweisbar, jedoch eine Retrospondylose auf Höhe HWK 5/6 mit mässig ossärer Einengung 
des Spinalkanals sowie des Neuroforamens rechts. Ferner wurde eine leichtgradige Facetten-
gelenksarthrose beidseits festgestellt. Infolge zunehmender neurologischer Probleme auf Höhe 
C5 sowie einer ausgeprägten spinalen Enge der HWS unterzog sich der Versicherte am 
16. Dezember 2015 sodann einer trisegmentalen Dekompression mit bandscheibenprotheti-
scher Versorgung der HWS (Suva-Dok 66). Trotz in der Folge neu geklagter Schwindelattacken 
(SUVA-Dok 139) ergab die Nachkontrolle vom 25. Februar 2016 in bildgebender Hinsicht wei-
terhin einen unauffälligen Befund (Suva-Dok 75 und 81).  
 
4.3.2 Den zitierten Akten zufolge ist nicht zu beanstanden, dass der Kreisarzt in seiner an-
schliessenden Beurteilung vom 13. Mai 2016 erkannt hat, dass bildgebend keine organisch ob-
jektivierten Unfallfolgen vorliegen würden (Suva-Dok 108). Es trifft zwar zu, dass im MRI vom 
10. August 2015 strukturelle Läsionen sichtbar waren (Suva-Dok 26 und 34; vgl. ebenso Suva-
Dok 6). Diese waren jedoch vorbestehend und sind damit offensichtlich krankhafter Natur; sie 
können deshalb nicht mit dem fraglichen Unfallereignis vom 9. Juli 2015 in Zusammenhang 
gebracht werden. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer vorbringen lässt, dass 
die im Dezember 2015 durchgeführte Spondylodese an der HWS durch die als richtungsgeben-
de Verschlimmerung eines Vorzustandes zu qualifizierenden Befunde an der HWS indiziert ge-

 
 
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wesen sei. Vielmehr sind bei diesem operativen Eingriff ausschliesslich abnutzungsbedingte 
degenerative Veränderungen behandelt worden. Wie der Kreisarzt in seiner Beurteilung vom 
13. Mai 2016 zu Recht festgehalten hat (Suva-Dok 108), werden im entsprechenden Operati-
onsbericht jedenfalls keine Läsionen beschrieben, die mit dem Unfall vom 9. Juli 2015 im Zu-
sammenhang stünden. Entsprechend hat auch der von der IV beauftragte rheumatologische 
Gutachter in seinem Gutachten vom 15. Februar 2017 ausnahmslos degenerative Vorzustände 
diagnostiziert und dabei festgehalten, dass die nach dem Ereignis vom 9. Juli 2015 erstellte 
Bildgebung keine Hinweise auf eine frische Fraktur, hingegen auf degenerative Veränderungen 
ergeben habe (Suva-Dok 156, S. 24 und 34). Nichts anderes geht aus dem mit Eingabe vom 
9. Januar 2018 eingereichten Bericht des behandelnden Orthopäden hervor, wonach es auf-
grund einer erheblich degenerativen Schädigung der HWS zu einer Einengung der spinalen 
Nerven komme. Weder sind in diesem Bericht bildgebende Befunde traumatischer Natur aus-
gewiesen, noch lässt sich den übrigen Akten eine gegenteilige Einschätzungen entnehmen. 
Strukturelle Unfallfolgen kommen in den gesamten medizinischen Unterlagen keine zur Darstel-
lung (Suva-Dok 146). Mithin liegen keine objektivierbaren Struktur-Veränderungen an der HWS 
oder sonstige organisch nachweisbare Schädigungen vor, die auf das erlittene Ereignis vom 
9. Juli 2015 zurückzuführen wären (kreisärztliche Beurteilung von Dr. C.____ vom 13. Mai 
2016, SUVA Dok 108). Die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sind – soweit nicht 
degenerativer Natur –  vielmehr als funktionelle Beeinträchtigungen einzustufen. 
 

4.4  Die Suva beantragt in ihrer Vernehmlassung, dass der angefochtene Einspracheent-
scheid in Bezug auf den Schadenfall vom 9. Juli 2015 und ihre Leistungsanerkennung (Suva-
Dok 15 und 19) in reformatio in peius zu ziehen sei. Zur Begründung macht sie im Wesentlichen 
geltend, dass nach Lage der Akten umstritten sei, ob der Versicherten seinen Nacken am 9. Juli 
2015 beim Aufrichten aus der Hocke am Zapfen einer Gerüstkonsole tatsächlich wie behauptet 
angeschlagen habe. Sie verweist hierfür einerseits auf die medizinischen Akten, welchen zufol-
ge keinerlei Hinweise objektiviert worden seien, welche das geschilderte Trauma mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit belegen würden; andererseits falle die Hergangsschilderung des 
Versicherten nicht deckungsgleich aus. Der Anspruch des Beschwerdeführers auf Versiche-
rungsleistungen sei deshalb abzuerkennen, und dieser habe sämtliche zu Unrecht bezogenen 
Versicherungsleistungen zurückzuerstatten.  
 
4.4.1  In Bezug auf den Unfallbeweis sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens 
vom Leistungsansprecher lediglich glaubhaft zu machen. Kommt er dieser Forderung allerdings 
nicht nach, indem er unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das 
Bestehen eines unfallmässigen Ereignisses oder Schadens als unglaubwürdig erscheinen las-
sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (SVR 2001 KV Nr. 50, S. 146 E. 4c; 
BGE 116 V 140, 114 V 305). Im Streitfall darf und soll dabei berücksichtigt werden, dass die 
ersten Aussagen der Versicherten erfahrungsgemäss unbefangener und zuverlässiger sind als 
spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versi-
cherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 47 E. 2a, 115 V 142 
E. 8b; SVR 2001 KV Nr. 50, S. 146 E. 4c). Zur Glaubhaftmachung eines Unfallereignisses müs-
sen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins einzelne gehende Da-
ten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich 

 
 
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möglichst umfassend über die Tatumstände ein detailliertes Bild zu machen und diese in objek-
tiver Weise abzuschätzen. Im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen ei-
nes unfallmässigen Geschehens kommt den medizinischen Feststellungen dabei in der Regel 
nur die Bedeutung von Indizien zu (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 E.2).  
 
4.4.2  Die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Leistungen setzt voraus, dass die Bedin-
gungen für eine prozessuale Revision oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) 
der ursprünglichen Verfügung (oder formlosen Leistungszusprechung) erfüllt sind (BGE 130 V 
318 E. 5.2 in fine S. 320; 129 V 110 E. 1.1). Rechtsprechungsgemäss handelt es sich bei Tag-
geldern nicht um eine Dauerleistung, selbst wenn sie über Jahre ausbezahlt worden sind 
(BGE 135 V 287 E. 4.2 S. 290). Der Versicherungsträger kann deshalb seine Taggeldleistungen 
ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund "ex nunc und pro futuro" auch 
mit dem Argument einstellen, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor 
(BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen. An-
deres gilt jedoch in jenen Fällen, in denen der Versicherungsträger die zu Unrecht ausbezahlten 
Leistungen zurückfordert (BGE 133 V 57 E. 6.8 S. 65 und Urteil 8C_915/2008 vom 11. Septem-
ber 2009 E. 6). Eine Rückforderung bereits erbrachter Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen 
ist – wie soeben erwähnt – an die Voraussetzung eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung 
[wegen zweifelloser Unrichtigkeit der Leistungserbringung und erheblicher Bedeutung der Be-
richtigung] oder prozessuale Revision [wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweis-
mittel]) geknüpft.  
 
4.4.3  Vorliegend beantragt die Suva, sämtliche zu Unrecht bezogenen Versicherungsleis-
tungen seien zurückzuerstatten. Entgegen des von ihr vertretenen Standpunkts erweist sich die 
bisherige Ausrichtung ihrer Versicherungsleistungen und mit ihnen die Anerkennung eines Un-
fallereignisses aber nicht als zweifellos unrichtig. Auch wenn nicht von der Hand zu weisen ist, 
dass dem vorliegenden Dossier mit Blick auf das geltend gemachte Unfallereignis diverse Un-
klarheiten und Widersprüche zu entnehmen sind (Vernehmlassung der Suva vom 12. Juli 2017, 
S. 8 f., Ziffer 26), ist keine qualifizierte Unrichtigkeit betreffend die bisherige Leistungsausrich-
tung auszumachen. Gerade die fotographische Nachstellung – und mit ihr die in der Folge wei-
terhin an den Versicherten ausgerichteten Leistungen – lassen es jedenfalls nicht als überwie-
gend wahrscheinlich erscheinen, dass das Ereignis vom 9. Juli 2015 offensichtlich nicht in der 
vom Beschwerdeführer geschilderten Form stattgefunden hat (Suva-Dok 88 f.). Das Gegenteil 
ist der Fall. Mit der fotographischen Nachstellung ist durchaus glaubhaft dargelegt worden, dass 
das Unfallereignis wie behauptet auch tatsächlich stattgefunden hat. Es mag zwar zutreffen, 
dass die Aussagen des Vorgesetzten des Versicherten gegen ein Unfallereignis in der von ihm 
geschilderten Form sprechen; andererseits kann nicht gesagt werden, die späteren Darstellun-
gen des Versicherten würden von seinen anfänglichen Beschreibungen massgebend abwei-
chen (Suva-Dok 11, 88 f., 95). Seine Hergangsschilderungen erweisen sich vielmehr als mehr 
oder weniger kongruent. Daran vermag auch nichts daran zu ändern, dass die von ihm be-
schriebene Prellmarke am Nacken weder je bestätigt noch objektiviert werden konnte. Schliess-
lich hat die Suva weder beim Fallabschluss noch im Rahmen der Prüfung der Einwendungen 
des Versicherten im Einspracheverfahren das Unfallereignis bisher infrage gestellt. Dieser Um-
stand spricht ebenfalls gegen eine zweifellose Unrichtigkeit ihrer ursprünglichen Anerkennung 

 
 
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des fraglichen Ereignisses als Unfall. Eine qualifizierte Unrichtigkeit, wie sie als Erheblichkeits-
schwelle für eine Rückforderung bisher ausgerichteter Leistungen vorausgesetzt wäre, ist unter 
diesen Umständen nicht dargetan. Der Antrag der Suva auf eine reformatio in peius ist dem-
nach abzuweisen.  
 

4.5 Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die 
vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und die-
ser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet wer-
den. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung zulässig (BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine 
mit Hinweisen). Zusammenfassend bestehen im vorliegenden Fall keine Anhaltspunkte für or-
ganisch nachweisbare Unfallfolgen, welche die noch geklagten Restbeschwerden des Versi-
cherten zu erklären vermöchten. Die vorliegenden ärztlichen Dokumente stimmen vielmehr in-
sofern mit der kreisärztlichen Beurteilung vom 13. Mai 2015 überein, dass die bildgebend nach-
gewiesenen strukturellen Läsionen krankhafter Natur, mithin degenerativen Ursprungs sind und 
mit dem fraglichen Ereignis vom 9. Juli 2015 nicht zusammen hängen (Suva-Dok 108). Sie er-
weisen sich demnach als kongruent (oben, Erwägung 4.3). Gestützt auf diese Aktenlage sind 
von zusätzlichen Untersuchungen aber keine zweckdienlichen Ergebnisse mehr zu erwarten. 
Von ergänzenden Untersuchungen ist deshalb abzusehen (Urteile des Bundesgerichts 
8C_321/2010 vom 29. Juni 2010, E. 4.5; 8C_31/2008 vom 2. Juli 2008, E. 4.2). 
 

4.6 Damit ist zu prüfen, wie es sich mit den von der Versicherten geklagten Beschwerden 
verhält, die keinem organischen Substrat zuzuordnen sind. Fehlt es am Nachweis organischer 
Funktionsausfälle, ist die Unfallkausalität grundsätzlich nach der für Schleudertraumen der 
HWS und Schädelhirntraumen ohne nachweisbare Funktionsausfälle geltenden Rechtspre-
chung zu beurteilen. Massgebliche Grundlage für die Beurteilung bilden auch in diesem Fall die 
medizinischen Fakten wie die fachärztlichen Erhebungen über Anamnese, objektiven Befund, 
Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. Das Vorliegen eines 
Schleudertraumas und seine Folgen müssen somit durch zuverlässige ärztliche Angaben gesi-
chert sein (BGE 119 V 340 E. 2b/aa). Ärztlichen Berichten, welche in der Frühphase nach dem 
Unfallereignis erstellt wurden, kommt eine besondere Bedeutung zu. Spätere, retrospektive 
Beschreibungen der Initialsymptome (Beschwerden, die innerhalb von drei Tagen auftraten) 
können unzuverlässig sein (vgl. Bericht der Kommission "Whiplash-associated Discorder", Be-
schwerdebild nach kraniozervikalem Beschleunigungstrauma ["whiplash-associated discorder"], 
in: Schweizerische Ärztezeitung Band 81 [2000] S. 2218 ff.). Auch diesbezüglich wäre in der 
Prüfungsabfolge zunächst die natürliche Kausalität dieser Beeinträchtigungen zum Unfallereig-
nis zu untersuchen. Zu beachten ist indessen, dass es zulässig ist, in einem Streit über die Zu-
sprechung oder die Verweigerung von Leistungen der Unfallversicherung die Frage, ob ein na-
türlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis und den geklagten Beschwerden be-
steht, mit der Begründung offen zu lassen, ein allfälliger natürlicher Kausalzusammenhang wäre 
nicht adäquat und damit nicht rechtsgenüglich  (vgl. BGE 135 V 472 E. 5.1). Die Frage nach 
dem natürlichen Kausalzusammenhang kann daher in jenen Fällen offen bleiben, in welchen 
der für die Bejahung einer Leistungspflicht erforderliche adäquate Kausalzusammenhang ohne-

 
 
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hin verneint werden muss, was vorliegend - wie sogleich aufzuzeigen sein wird - der Fall ist 
(Urteil des Bundesgerichts 8C_182/2010 vom 2. Juli 2010, E. 3.2; SVR 1995 U 23 S. 68 E. 3c).  
 
5.1 Liegen keine organisch (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine 
besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss (BGE 127 V 103 
E. 5b/bb mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Hat die versicherte Person beim Unfall ein 
Schleudertrauma der Halswirbelsäule, einen äquivalenten Verletzungsmechanismus oder ein 
Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas vergleichen lassen 
(BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge das für diese Verletzung typische bunte 
Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstö-
rungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 
Wesensveränderung usw., vgl. BGE 119 V 338 E. 1), so ist die Adäquanz nach Massgabe der 
in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten (vgl. die nachfolgen-
de E. 7) Grundsätze zu prüfen. Liegt kein Unfall mit einem Schleudertrauma oder einer adä-
quanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach einer solchen Verletzung an dem 
hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanzbeurteilung psychischer Folge-
schäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Un-
terschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem Schleudertrauma der HWS oder einer 
äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Unfall-
folgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 E. 6a in fine), währenddessen bei 
den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen lediglich 
das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden sowie 
deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa). Als Ausnahme von diesen 
Regeln greift allerdings die auf die objektiven, physischen Unfallfolgen beschränkte Adäquanz-
beurteilung auch bei Unfällen mit Schleudertrauma oder einer äquivalenten Verletzung Platz, 
wenn die zum hierfür typischen Beschwerdebild (BGE 119 V 338 E. 1, 117 V 382 E. 4b) gehö-
renden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer vorhandenen, 
ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 
E. 2a mit Hinweisen). Voraussetzung ist, dass die psychische Problematik entweder bereits 
unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist oder dass die physischen Be-
schwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt ge-
samthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437).  
 
5.2 Fraglich ist zunächst, ob es sich bei der anlässlich der ärztlichen Erstkonsultation initial 
diagnostizierten „HWS / obere BWS-Kontusion“ (Suva-Dok 6) überhaupt um eine mit einer 
HWS-Distorsionsverletzung vergleichbare Gesundheitsschädigung handelt. Jedenfalls ist eine 
derartige Verletzung und der hierfür typische Verletzungsmechanismus mit einem Anschlagen 
des Nackens am zervikothorakalen Übergang (Suva-Dok 25 und 26) als fraglich zu bezeichnen. 
Zumal für den Schluss auf das Vorliegen von entsprechenden Verletzungen hohe Anforderun-
gen zu stellen sind (BGE 134 V 109 E. 9 S. 122), steht auch kein Schädel-Hirntrauma zur Dis-
kussion. Fest steht vielmehr, dass gemäss den Echtzeitakten weder ein Anschlagen des Kopfes 
am Gerüst (Suva-Dok 6 und 11) noch eine HWS-Distorsion oder die sogenannten typischen 
Beschwerden nach einer entsprechenden Verletzung (vgl. dazu: BGE 119 V 337 E. 1, 117 V 
360 E. 4b) beschrieben worden sind. Beim Versicherten lagen unmittelbar nach dem fraglichen 

 
 
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Ereignis ausser Nackenbeschwerden (Suva-Dok 11 und 25) keine gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen vor, die zum Beschwerdebild gehören, welches für ein Schleudertrauma typisch ist 
(Erwägung 4.6 hiervor bzw. die dortigen Hinweise). Ebenso wenig konnten innert der rechtspre-
chungsgemäss massgebenden Latenzzeit weitere Symptome erhoben werden, welche dem 
sogenannten "bunten Beschwerdebild" entsprechen würden (Suva-Dok 25). Unabhängig davon, 
ob der Versicherte unmittelbar nach seinem Unfall auch an Kopfschmerzen und Schweissaus-
brüchen gelitten hat (Suva-Dok 31), wäre die Adäquanzbeurteilung deshalb nicht nach Mass-
gabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten Grundsät-
zen, sondern nach den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien vorzunehmen. Wie es sich 
damit im Detail verhält, kann letztlich allerdings offen bleiben. Wie nachfolgend zu zeigen ist, 
muss der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 9. Juli 2015 und 
den nach wie vor geklagten Beschwerden des Versicherten so oder anders verneint werden 
(Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3.4.2).  
 
6.1 Im bereits mehrfach erwähnten BGE 134 V 109 ff. hat sich das Bundesgericht ausführ-
lich mit der bisherigen Praxis zur Kausalitätsprüfung bei Unfall mit Schleudertrauma, äquivalen-
ter Verletzung der HWS oder Schädel-Hirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Be-
schwerden (so genannte Schleudertrauma-Praxis nach BGE 117 V 359 ff.) befasst. Dabei hat 
es entschieden, dass am Erfordernis einer besonderen Adäquanzprüfung bei Unfällen mit sol-
chen Verletzungen festzuhalten sei (S. 118 ff. E. 7-9). Auch bestehe keine Veranlassung, die 
bewährten Grundsätze über die bei dieser Prüfung vorzunehmende Einteilung der Unfälle nach 
deren Schweregrad und den abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls erforderlichen 
Einbezug weiterer Kriterien in die Adäquanzbeurteilung zu ändern (S. 126 f. E. 10.1). Demnach 
ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall nach wie vor zu ver-
langen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. 
Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder 
mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen 
banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem 
dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzu-
sammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfäl-
len verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren 
Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Diesfalls sind weite-
re, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen 
oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubezie-
hen (S. 126 f. E. 10.1 mit Hinweisen). 
 
6.2 Ausgangspunkt für die Beurteilung der Unfallschwere ist somit der augenfällige Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (vgl. Kranken- und Unfallversicherung - 
Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1999 Nr. U 335 S. 207 E. bb), nicht jedoch die 
Folgen des Unfalles oder die Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeord-
net werden können. Derartigen, dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden Fakto-
ren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt für die Verlet-
zungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für  die unter dem Gesichtspunkt 

 
 
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der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls 
zu prüfenden, äusseren Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verlet-
zungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach sich zieht. Dieser 
Grundsatz gilt sowohl in Bezug auf die Adäquanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklun-
gen nach Unfall (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 8 S. 27 
E. 5.3.1) als auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Urteil I. des Bundesgerichts 
vom 11. Juni 2008, 8C_536/2007, E. 6.1). 
 
6.3  Die SUVA hat das Unfallereignis vom 9. Juli 2015 in den Erwägungen des angefochte-
nen Einspracheentscheids den Unfällen des mittleren Bereichs an der Grenze zu den leichten 
Unfällen zugeordnet. Ein Grund, die Adäquanzbeurteilung in Anwendung der von der Recht-
sprechung für mittelschwere Unfälle entwickelten Kriterien vorzunehmen, ist jedoch nicht er-
sichtlich. Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs ist das Ereignis im Rahmen der für 
die Belange der Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Katalogisierung vielmehr den leichten 
Unfällen zuzuordnen. Vorliegend hat sich der Versicherte beim raschen Aufstehen aus der Ho-
cke an einem Metallzapfen eines Gerüsts den Nacken angeschlagen. Eine Prellmarke, Schür-
fungen oder dergleichen wurden seitens der erstbehandelnden Ärzte entgegen der Schilderung 
des Beschwerdeführers, der davon spricht, dass sich am Nacken unmittelbar nach dem An-
schlagen ein roter Punkt befunden habe, keine erhoben (Suva-Dok 6 und 25). Allfällige Häma-
tome konnten in der Folge auch anlässlich der später wiederholt durchgeführten bildgebenden 
Diagnostik keine nachgewiesen werden (Suva-Dok 34 und 78). Die unmittelbar an das An-
schlagen des Nackens empfundenen Schmerzen waren den eigenen Aussagen des Versicher-
ten zufolge nicht von starker Intensität (Suva-Dok 90, S. 2). Der Versicherte hat in der Folge 
vielmehr weitergearbeitet, bis er fünf Tage nach dem initialen Ereignis infolge einer Blockade 
am Nacken sich nicht mehr habe bewegen können und in der Folge erstmals medizinische 
Dienstleistungen in Anspruch genommen hat (Suva-Dok 11). Entgegen der Darstellung des 
Beschwerdeführers geht aus den medizinischen Akten auch nicht hervor, dass sich bei ihm in-
folge des Unfalls zwei Wirbel verschoben hätten; dem Gesagten zufolge sind allfällige – trauma-
tisch bedingte – Strukturveränderungen im Gegenteil ausgeschlossen (oben, Erwägung 4.3). 
Zumal der Versicherte am 9. Juli 2015 weder gestürzt ist noch am 14. Juli 2015 ein sinnfälliges 
Ereignis geltend gemacht hat, ist davon auszugehen, dass die Intensität und mithin die Schwe-
re des fraglichen Unfalls letztlich nicht über jene banalen Ereignisse hinausgeht, wie sie bei 
körperlicher Arbeit alltäglich stattfinden und gerade auch im Gerüstbau immer wieder auftreten 
können. Zusammenfassend handelt es sich im vorliegenden Fall demnach um einen leichten 
Unfall, bei welchem auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung und unter Einbezug unfallme-
dizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden muss, dass er nicht geeignet war, einen 
erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen. Der adäquate Kausalzusammenhang kann 
daher ohne weiteres verneint werden. Im Ergebnis ist der angefochtene Einspracheentscheid 
deshalb nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. 
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen.  
 

 
 
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7.2 Abschliessend bleibt über den Antrag des Beschwerdeführers zu befinden, es sei ihm 
die unentgeltliche Verbeiständung mit seiner Rechtsvertreterin zu bewilligen. Gemäss Art. 61 
lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, 
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Praxisgemäss ist die unentgeltliche Verbeistän-
dung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu gewähren, wenn der Prozess nicht offensichtlich 
aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder 
doch geboten ist (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 
Rz. 176 bis 183 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Diese Voraussetzungen sind vorlie-
gend zu bejahen: Die Bedürftigkeit des Versicherten ist gestützt auf die eingereichten Unterla-
gen gegeben, die Beschwerde kann nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden und 
die anwaltliche Vertretung war geboten. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche 
Verbeiständung im vorstehenden Verfahren ist demnach zu bewilligen. Dessen Rechtsvertrete-
rin hat in ihrer Honorarnote vom 11. Dezember 2017 einen Zeitaufwand von elf Stunden und 
fünfzehn Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen sowie des doppelt geführten Schriftenwechsel als angemessen erweist. Dazu 
kommen Auslagen von insgesamt Fr. 282.40, die ebenfalls nicht zu beanstanden sind. Gemäss 
§ 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt 
das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.— pro Stunde. Der Rechtsvertreterin 
des Beschwerdeführers ist deshalb für ihre Bemühungen ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2‘735.— (11 Stunden und 15 Minuten à Fr. 200.— + Auslagen von Fr. 282.40 zuzüglich 8 % 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
7.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2‘735.— (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.