# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7ad5f78-3e10-592c-b276-ecb79ad7bfb6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.07.2019 720 19 68/177
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-68-177_2019-07-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Juli 2019 (720 19 68 / 177) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des rechtserheblichen Sachverhalts bei während des Verwaltungsver-

fahrens verstorbener versicherter Person; Beweislosigkeit der durch die Erben 

behaupteten Einschränkung im Aufgabenbereich geht zu deren Lasten. 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Deborah Büttel, Rechts-
anwältin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 
 
B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch A.____, wiederum vertre-
ten durch Deborah Büttel, Rechtsanwältin, Lange Gasse 90, 
4052 Basel 
 
C.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch A.____, wiederum ver-
treten durch Deborah Büttel, Rechtsanwältin, Lange Gasse 90, 
4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente betr. D.____ selig 

 
 
 

 

 
 
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A.1 Die 1967 geborene D.____ arbeitete vom 20. August 1990 bis 10. Juli 2001 bei der 
E.____. Diese Stelle gab sie in Hinblick auf die Geburt ihres ersten Kindes im August 2001 auf. 
Ab 1. Februar 2009 beabsichtigte die Versicherte ihre ursprüngliche Tätigkeit bei der E.____ in 
einem Teilzeitpensum wiederaufzunehmen. Da sie wenige Tage vor Arbeitsbeginn von einer Tu-
morerkrankung erfuhr, wurde das Arbeitsverhältnis noch vor Stellenantritt im gegenseitigen Ein-
vernehmen aufgelöst. 
 
A.2 Am 21. April 2016 ersuchte die Versicherte die Eidgenössische Invalidenversicherung 
(IV) um Ausrichtung von Leistungen, wobei sie unter Hinweis auf eine bipolare-affektive Störung 
eine Rente beantragte. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte den rechtserheblichen 
Sachverhalt ab und holte unter anderem bei Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, ein Gutachten ein, welches am 20. Juli 2017 erging. Am 7. September 2017 verstarb die 
Versicherte. Die IV-Stelle berechnete in der Folge in Anwendung der gemischten Bemessungs-
methode den Rentenanspruch. Mit Verfügung vom 28. Januar 2019 sprach sie der Versicherten 
bei einem Invaliditätsgrad von 100 % für den Monat September 2017 eine befristete ganze Rente 
zu.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhoben die Erben der Versicherten, vertreten durch Rechtsan-
wältin Deborah Büttel, mit Eingabe vom 28. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragten die Aufhebung der angefoch-
tenen Verfügung und die Verpflichtung der IV-Stelle, ihnen gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 
70 % in der Zeit vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 eine ganze Invalidenrente auszu-
richten; unter o/e-Kostenfolge. Sie machten im Wesentlichen geltend, dass die IV-Stelle ihren 
Entscheid auf unzureichende Unterlagen gestützt habe. So würden die im Gutachten von Dr. 
F.____ gemachten Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten nicht zutreffen. Zudem sei kein 
Haushaltsabklärungsbericht erstellt worden, weshalb auf die glaubhaften und plausiblen Ausfüh-
rungen zur Einschränkung im Haushalt des Ehemannes abzustellen sei. Entgegen der Auffas-
sung der IV-Stelle wäre die Versicherte zudem im Gesundheitsfall mindestens zu 70 % einer 
ausserhäuslichen Tätigkeit nachgegangen. 
 
C. Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom März 2019 die Abweisung der Be-
schwerde.  
 
D. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 24. April 2019 unterbreitete das Kantonsgericht 
den Parteien einen Vergleich. Mit Eingabe vom 16. Mai 2019 teilte die IV-Stelle mit, dass sie sich 
nicht mit dem Vergleichsvorschlag einverstanden erklären könne. Zwar könne davon ausgegan-
gen werden, dass die Versicherte im Gesundheitsfall zu 60 % einer Erwerbstätigkeit nachgegan-
gen wäre. Dagegen könne sie der vom Kantonsgericht vorgeschlagenen Einschränkung von 60 
% im Aufgabenbereich nicht folgen. Selbst wenn von einer unrealistischen Einschränkung von 40 
% ausgegangen würde, würde kein Rentenanspruch resultieren.  
 
E. Mit Verfügung vom 28. Mai 2019 informierte das Kantonsgericht die Parteien, dass das 
Urteil schriftlich eröffnet werde.  

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die form- und fristgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht erhobene 
Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Versicherten in der Zeit vom 1. Okto-
ber 2016 bis 30. August 2017. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% 
invalid ist. 
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-

 

 
 
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vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 
 
4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 
Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsver-
gleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). 
 
4.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
bzw. der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung 
in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen 
Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Ge-
sundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich 
nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27bis der Verordnung über die Invali-
denversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 in der vorliegend anwendbaren, bis Ende Dezember 
2017 gültigen Fassung). 
 
4.5.1 In der angefochtenen Verfügung vom 28. Januar 2019 hat die IV-Stelle die Beschwer-
deführerin im Gesundheitsfall als Teilerwerbstätige eingestuft und den Invaliditätsgrad anhand 
der gemischten Methode bemessen. Dieses Vorgehen wird von den Beschwerdeführenden zu 
Recht nicht bestritten. Sie stellte sich auf den Standpunkt, die Versicherte würde in einem 40%i-
gen Pensum einer Erwerbstätigkeit nachgehen und zu 60 % den Haushalt führen. Die Beschwer-
deführenden bestreiten dies und führen aus, die Versicherte hätte mindestens in einem 70%igen 
Pensum gearbeitet. Daran hielten sie auch im Rahmen der Parteiverhandlung fest. In ihrer Stel-
lungnahme vom 16. Mai 2019 erklärte sich die IV-Stelle nunmehr bereit, von einer zeitlichen Be-
anspruchung im Erwerbsbereich von 60 % auszugehen. 
 
4.5.2 Ob und in welchem Umfang eine versicherte Person als erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist - was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemes-
sung führt -, ergibt sich nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts aus der Prüfung, 
was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Be-
einträchtigung bestünde. Dabei sind im Besonderen die persönlichen, familiären, sozialen und 
erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber 
Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei-
gungen und Begabungen der versicherten Person zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt 
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 28. 
Januar 2019) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall 

 

 
 
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ausgeübten Teilerwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit 
Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute Schweizerisches 
Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. November 2002, I 58/02, E. 1.2). Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht 
hat jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 115 V 142 E. 8b mit zahlreichen weiteren Hinweisen).  
 
4.5.3.1 In der Regel ist für die Beurteilung der Statusfrage auf die Angaben abzustellen, die 
anlässlich des Abklärungsgesprächs von der versicherten Person gemacht werden. Im vorliegen-
den Fall war es nicht möglich, anhand eines persönlichen Gesprächs die Statusfrage zu klären, 
da die Versicherte am 7. September 2017 verstarb. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, 
dass der rechtserhebliche Sachverhalt weiter abgeklärt werden muss (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 22. Januar 2007, I 455/2006, E. 4). Diesbezüglich steht zunächst fest, dass die Versi-
cherte zuletzt bis im Juli 2001 in einem 100 % Pensum bei der E.____ tätig war. In Hinblick auf 
die Geburt ihres Sohnes, welcher im August 2001 zu Welt kam, gab sie diese Stelle auf. Im Juli 
2005 wurde ihre Tochter geboren und die Versicherte ging keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Ab 
1. Februar 2009 beabsichtigte sie, wiederum in einem 40 %-Pensum bei ihrer ehemaligen Arbeit-
geberin zu arbeiten. Der Arbeitsvertrag wurde jedoch wegen einer schweren Erkrankung der Ver-
sicherten per 1. Februar 2009 in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.  
 
4.5.3.2 Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Versicherte seit dem Jahr 2001 keiner 
Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen ist und sie vollständig in den Aufgabenbereich eingebun-
den war, erscheint es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass sie in einem 70%igen Pensum einer ausserhäuslichen Arbeit nachgegan-
gen wäre. Zudem bestand auch - soweit ersichtlich - keine finanzielle Notwendigkeit, um in die-
sem Ausmass berufstätig zu sein. Zwar waren die beiden Kinder der Versicherten im vorliegend 
zu berücksichtigenden Zeitpunkt ab Oktober 2016 bereits 11 bzw. 15 Jahre alt und verfügten über 
eine grosse Selbständigkeit. Dennoch bedurften sie weiterhin ihrer Betreuung, befanden sie sich 
doch beide in der Ausbildung. Vor diesem Hintergrund ist mit der Beschwerdegegnerin davon 
auszugehen, dass die Versicherte im Gesundheitsfall höchstens im Umfang von 60 % berufstätig 
gewesen wäre.  
 
5.1 Weiter ist zu klären, in welchem Ausmass die Versicherte wegen ihrer gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen arbeitsunfähig war. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
5.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.5 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedi-
zinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder 
Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, 
wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei-
ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 
wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, 

 

 
 
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die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6.1 Im vorliegenden Fall sind im Wesentlichen nachfolgende Berichte für die Beurteilung der 
Angelegenheit zu beachten: 
 
6.2 Die Versicherte wurde vom 21. September 2012 bis 3. Februar 2016 durch 
Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ambulant behandelt. In seinem Bericht 
vom 23. Juni 2016 diagnostizierte er mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare-affek-
tive Störung (ICD-10 F31.9) bei Status nach sexuellem Missbrauch in der Jugend und erster de-
pressiver Episode im Jahr 1999 sowie sieben Hospitalisationen wegen manisch-psychotischen 
Dekompensationen und einer chronischen Beziehungsproblematik. Dr. G.____ führte aus, dass 
mindestens seit 2009 eine bipolare-affektive Störung bestehe, welche sich als Folge der Diag-
nose und Behandlung des Mamma-Karzinoms manifestiert habe und seither zu sieben Hospita-
lisationen per fürsorgerische Unterbringung (FU) mit jeweils mehrmonatigen postpsychotischen 
depressiven Episoden geführt habe. Aufgrund der komplexen somatischen und psychischen Er-
krankungen habe wahrscheinlich seit 2009 keine durchgehende Arbeitsfähigkeit mehr bestanden. 
In der Vergangenheit habe es in den Übergangsphasen zwischen Depressivität und manischer 
Dekompensation kurze Abschnitte von reduzierter Arbeitsfähigkeit gegeben. Letztlich müsse je-
doch gesamthaft davon ausgegangen werden, dass die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der 
Versicherten in jeglicher Art von Erwerbstätigkeit um 60 % reduziert geblieben sei.  
 
6.3 Ab Februar 2016 stand die Versicherte in Behandlung bei Dr. med. H.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie. Diese führte am 22. Juni 2016 aus, dass die Versicherte seit 2009 
an einer bipolaren-affektiven Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode 
(ICD-10 F31.3) und an einer bösartigen Neubildung der Brustdrüse (ICD-10 C50.9) leide. Es sei 
seit der ersten manischen Episode im Jahr 2009 immer wieder zu manischen Rezidiven gekom-
men, an welche sich mehrmonatige depressive Phasen angeschlossen hätten. Die Versicherte 
habe berichtet, dass sie nach einem Klinikaustritt bis zu sechs Monate für eine vollständige Er-
holung gebraucht habe. In diesen Zeiten hätte immer eine deutlich reduzierte Arbeitsfähigkeit 
bestanden. Aktuell läge eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vor. Die Prognose sei ungünstig in 
Bezug auf eine langfristige 100%ige Arbeitsfähigkeit. Es sei jedoch zwischen dem Abklingen ei-
ner depressiven Episode und dem Wiederauftreten einer manischen Phase von einer Teilleis-
tungsfähigkeit auszugehen. Sollten diese symptomfreien Abschnitte sich im weiteren Verlauf der 
Erkrankung stabilisieren lassen, wachse die Wahrscheinlichkeit, dass die Versicherte wieder im 
ersten Arbeitsmarkt integriert werden könne.  
 
6.4 Im Auftrag der IV-Stelle begutachtete Dr. F.____ die Versicherte am 23. Mai 2017. In 
seinem psychiatrischen Gutachten vom 20. Juli 2017 diagnostizierte er eine bipolare-affektive 
Störung (ICD-10 F31), welche gesamthaft in einer mittelschweren Ausprägung vorliege, aktuell 
aber remittiert sei. Die Versicherte habe angegeben, momentan recht stabil zu sein, wobei ihr 
etwas die Lebensfreude fehle und sie sich nicht belastbar fühle. Sie erledige den grossen Haus-
halt selbständig, wobei ihr dies aber nicht immer zur Zufriedenheit ihres Ehemanns gelinge. Im 
Jahr zuvor sei sie im Haushalt durch das Rote Kreuz unterstützt worden. Weiter gab sie an, zwei 

 

 
 
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Mal pro Tag mit ihrem Hund spazieren zu gehen, für die Familie zu kochen, einzukaufen und die 
administrativen Angelegenheiten zu erledigen. Sie habe gute soziale Kontakte und habe über 
ihre Familienferien im Frühling 2017 berichtet, welche sie aber als anstrengend erlebt habe, wes-
halb ihr Ehemann im Sommer alleine verreise. In Bezug auf die Frage, ob sie einer beruflichen 
Tätigkeit nachgehen möchte, führte sie aus, dass sie es sich nicht vorstellen könne zu arbeiten. 
Es gelinge ihr zwar, den Haushalt zu erledigen. Wenn sie noch einer Arbeit nachgehen würde, 
wäre sie dazu aber nicht mehr in der Lage. Dr. F.____ beschrieb die Versicherte als wach, be-
wusstseinsklar, in allen Qualitäten voll orientiert und konzentriert. Die Stimmungslage habe die 
Versicherte als ausgeglichen beschrieben. Im Zusammenhang mit den Klinikaufenthalten habe 
sie jedoch unterschwellig vorwurfsvoll und anklingend gereizt gewirkt. Der Nachtschlaf sei gut, 
der Antrieb durchschnittlich und es habe eine ausreichende affektive Modulationsfähigkeit be-
standen. Psychotisches Erleben, Halluzinationen oder inhaltliche Denkstörungen hätten nicht vor-
gelegen. Das Ich-Erleben sei nicht beeinträchtigt gewesen und lebensmüde Gedanken seien 
ausgeschlossen worden. Dr. F.____ führte sodann einen Hamilton-Depressionstest durch, ge-
mäss welchem keine Depression vorgelegen habe. Der Mini-ICF-Test habe leichte bis mässige 
Einschränkungen ergeben. Betreffend die Medikation ist dem Gutachten zu entnehmen, dass die 
Versicherte leitliniengerecht behandelt würde und gut stabilisiert sei. Dennoch gebe sie an, 
schnell erschöpft, nicht belastbar und streckenweise unruhig zu sein. Zur Arbeitsfähigkeit äus-
serte sich Dr. F.____ unter Berücksichtigung der Krankheitsgeschichte mit mehrfachen Hospita-
lisationen (zuletzt bis Ende Februar 2016) dahingehend, dass die Versicherte aktuell in der Lage 
sein sollte, ihrer angestammten Arbeit wie auch einer Verweistätigkeit im Umfang von 40 % an 
vier Halbtagen nachzugehen. Sinnvoll wäre ein Arbeitsplatz, an welchem sie die Möglichkeit 
hätte, die ihr übertragenen Aufgaben ohne allzu viel Druck auszuführen. Optimal wäre es, wenn 
sie ihre Arbeit individuell gestalten könnte. 
 
6.5 Zum Gutachten von Dr. F.____ nahm Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), am 20. Oktober 2017 Stellung und bezeichnete dieses 
als ausreichende Grundlage für die Beurteilung des Leistungsanspruchs der Versicherten. Sie 
bestätigte die Zumutbarkeitsbeurteilung des Gutachters und ging davon aus, dass während den 
Hospitalisationen eine 100%ige und in den beschwerdefreien Zeiten eine 60%ige Arbeitsunfähig-
keit bestanden habe. Im Haushalt bestehe ausser während der teil- bzw. stationären Behandlung 
auch unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht keine Einschränkung. 
 
6.6 Am 2. Februar 2018 wurde der Ehemann der Versicherten zum Umfang der Einschrän-
kung im Haushalt befragt. Er gab an, dass ihre Schilderungen beim Gutachter, wonach sie den 
Haushalt gut habe meistern können, nicht zugetroffen hätten. Sie habe oft manische Phasen 
gehabt, in denen alles überbordet sei. In solche Zeiten sei sie mit hohen Dosen Beruhigungsmit-
teln behandelt worden, was sie sehr müde gemacht habe. Er habe deshalb nach der Arbeit die 
Hausarbeit erledigt und die Betreuung der Kinder übernommen. Weiter gab er an, die Versicherte 
hätte beabsichtigt, im Februar 2009 wieder ins Berufsleben einzusteigen. Wegen der Krebsdiag-
nose sei der Arbeitsvertrag jedoch aufgelöst worden. Sie habe jedoch vorgehabt, sobald sie wie-
der gesund wäre, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, wobei wegen des grossen Hauses und der 
Kinder keine 100 % Anstellung in Frage gekommen wäre. Dann sei jedoch die psychiatrische 
Erkrankung ausgebrochen, weshalb an eine Erwerbstätigkeit nicht mehr habe gedacht werden 

 

 
 
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können. Die Sachbearbeiterin kam in ihrem Abklärungsbericht vom 8. Februar 2018 zum Schluss, 
dass aufgrund der nachvollziehbaren Schilderungen des Ehemanns, welche im Widerspruch zu 
den Angaben im Gutachten und des RAD stehen würden, davon auszugehen sei, dass bei der 
Versicherten eine grosse Einschränkung in der Führung des Haushalts bestanden habe.  
 
6.7 Dr. I.____ hielt im Zusammenhang mit der durch den Ehemann geäusserten Einschrän-
kung im Haushalt am 9. Juni 2018 zuhanden der IV-Stelle fest, dass bis zur Begutachtung durch 
Dr. F.____ am 23. Mai 2017 von dessen Einschätzung ausgegangen werden müsse. Per Juni 
2017 sei jedoch von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands auszugehen, nachdem 
sich die Versicherte von ihrem Ehemann getrennt und die Medikamente abgesetzt habe. Vor 
diesem Zeitpunkt seien die Ausführungen des Ehemannes jedoch nicht kompatibel mit den Feri-
enreisen und der Tatsache, dass die Versicherte noch Auto gefahren sei. Ab Juni 2017 attestierte 
die RAD-Ärztin eine 100% Arbeitsunfähigkeit und eine mindestens 90%ige Einschränkung im 
Haushalt.  
 
6.8 Auch Dr. F.____ äusserte sich zu den Ausführungen des Ehemanns betreffend Ein-
schränkung im Haushalt. Am 20. Juni 2018 führte er aus, dass er keine Hinweise auf eine baldige 
Trennung der Ehe habe erkennen können. Zu den unterschiedlichen Angaben betreffend die 
Haushaltführung hielt er fest, dass die Versicherte während der Begutachtung angegeben habe, 
den Haushalt und die administrativen Angelegenheiten selber zu versorgen. Sie habe angege-
ben, damit ausgelastet zu sein und habe sich nicht in der Lage gesehen, noch zusätzlich einer 
beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Es habe während der Begutachtung keine Anhaltspunkte für 
eine Überlastung oder gar Unfähigkeit zur Besorgung des Haushalts gegeben.  
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 28. Januar 2019 bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf 
das Gutachten von Dr. F.____ vom 20. Juli 2017 und seine Stellungnahme vom 20. Juni 2018 
sowie die Berichte der RAD-Ärztin Dr. I.____ vom 20. Oktober 2017 und 8. Juni 2018. Sie ging 
demzufolge davon aus, dass die Versicherte bis zum Zeitpunkt der Begutachtung durch 
Dr. F.____ am 23. Mai 2017 eine 40%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in einer 
Verweistätigkeit ausgewiesen habe. Ab Juni 2017 habe sich der Gesundheitszustand verschlech-
tert, was eine vollständige Erwerbsunfähigkeit zur Folge gehabt habe. Diese Beurteilung ist nicht 
zu beanstanden. 
 
7.2 Das Gutachten von Dr. F.____ entspricht in allen Belangen den in Erwägung 5.3 ge-
nannten Vorgaben des Bundesgerichts betreffend den Beweiswert eines Arztberichts. So sind 
seine Ausführungen inhaltlich umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichti-
gen die geklagten Beschwerden, wurden in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben und 
leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation ein. Es ist nachvollziehbar, dass Dr. F.____ im Untersuchungszeitpunkt von 
einer Stabilisierung des Gesundheitszustands der Versicherten ausgegangen ist, nachdem die 
letzte Hospitalisation wegen einer manisch-psychotischen Dekompensation bis Ende Februar 
2016 gedauert hatte und in der nachfolgenden Behandlung eine Besserung der Depression er-
zielt werden konnte. Zudem war der psychopathologische Befund weitgehend unauffällig und die 

 

 
 
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durchgeführten Tests sprachen nicht für das Vorliegen einer akuten depressiven Entwicklung. 
Auf eine Verbesserung der medizinischen Situation und eine Stabilisierung lassen auch die wäh-
rend den Frühlingsferien 2017 mit der Familie verbrachten Ferien schliessen. Dr F.____ bezog 
die Auswirkungen der Grunderkrankung der Versicherten in seine Beurteilung gleichwohl mit ein 
und attestierte ihr nachvollziehbar eine erhebliche Einschränkung in der Leistungsfähigkeit. Diese 
Einschätzung stimmte mit jener von Dr. G.____ überein, welcher wie der Gutachter von einer 
40%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit während krankheitsfreien Phasen ausging. 
Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Beur-
teilung auf die Angaben von Dr. F.____ vom 20. Juli 2017 abstellte.  
 
7.3 Daran ändern die Ausführungen in der Beschwerde nichts. Zunächst ist festzustellen, 
dass die Beurteilung von Dr. H.____ vom 22. Juni 2016 an den Ergebnissen von Dr. F.____ nichts 
zu ändern vermag. Sie gab ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ein Jahr vor Dr. F.____ ab. Zu 
diesem Zeitpunkt lag die letzte Hospitalisation der Versicherten, welche bis Ende Februar 2016 
gedauert hatte, knapp vier Monate zurück, weshalb noch nicht von einer Arbeitsfähigkeit ausge-
gangen werden konnte. Dr. H.____ bestätigte aber insofern die Auffassung von Dr. G.____ und 
Dr. F.____ als auch sie davon ausging, dass von einer wahrscheinlichen Integration der Versi-
cherten im ersten Arbeitsmarkt auszugehen sei, wenn sich die symptomfreien Phasen stabilisie-
ren liessen. Dr. F.____ Einschätzung steht daher nicht im Widerspruch zu jener der behandeln-
den Psychiaterin. Weiter kann den Beschwerdeführenden nicht gefolgt werden, wenn sie vorbrin-
gen, der Gutachter habe keine Tests zur Objektivierung der depressiven Symptome durchgeführt. 
Dem Gutachten ist auf Seite 11 zu entnehmen, dass sowohl ein Hamilton- wie auch ein Mini-ICF-
Test zur objektiven Beurteilung des Schweregrads der Depression durchgeführt worden waren. 
Soweit geltend gemacht wird, die Versicherte habe ihre Situation während der Begutachtung ba-
gatellisiert, kann ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden, denn ein solches Verhalten lässt sich auf-
grund der Angaben im Gutachten nicht erkennen. Dr. F.____ wies darauf hin, dass die Versi-
cherte im Zusammenhang mit den Hospitalisationen unterschwellig vorwurfsvoll und anklingend 
gereizt gewirkt habe. Insgesamt ging er jedoch nicht nur wegen der fehlenden Notwendigkeit 
einer Hospitalisation seit Februar 2016, sondern auch unter Berücksichtigung der erhobenen Be-
funde, der Vorakten und der Freizeitgestaltung davon aus, dass sich der Zustand tatsächlich sta-
bilisiert hatte und von der Versicherten nicht bagatellisiert wurde. Zudem ist nicht ausser Acht zu 
lassen, dass die Versicherte im Begutachtungszeitpunkt ihre Medikamente einnahm, was die An-
nahme eines stabilisierten Gesundheitszustands weiter stützt. Soweit in der Beschwerde ferner 
geltend gemacht wird, Dr. F.____ habe nur die Interessen der Beschwerdegegnerin berücksich-
tigt, ist zu entgegnen, dass das Gutachten unter Berücksichtigung der Vorakten, der persönlichen 
Exploration (inkl. Tests) und den dabei erhobenen Befunden erstellt wurde. Eine Ausrichtung 
einzig auf die Anliegen der IV ist unter diesen Umständen nicht erkennbar. Schliesslich kann den 
Beschwerdeführenden nicht gefolgt werden, wenn sie monieren, die Standardindikatoren seien 
nicht geprüft worden. Dr. F.____ hatte sich zur Schwere der Gesundheitsschädigung, zum sozi-
alen Kontext, zur Behandlung und Eingliederung sowie zur Konsistenz geäussert (vgl. Seite 13 
ff. des Gutachtens). Daraus lassen sich die Ressourcen und die Funktionsfähigkeit der Versicher-
ten entnehmen. Dabei wird deutlich, dass die Versicherte über Ressourcen für die Freizeitgestal-
tung verfügte. Im Übrigen attestierte Dr. F.____ jedoch eine namhafte Einschränkung von 60 % 
in einer angepassten Tätigkeit.  

 

 
 
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7.4 Somit ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Ausführungen 
von Dr. F.____ abgestellt hat und davon ausging, dass die Versicherte eine Arbeitsfähigkeit von 
maximal 40 % in der angestammten Tätigkeit wie auch in einer Verweistätigkeit aufwies. 
 
7.5 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Die Beschwerdegegnerin stützte die Berechnung des Invaliditätsgrads auf die gemischte 
Methode (vgl. oben E. 3.4.4). Dabei hat sie in ihrer Verfügung vom 28. Januar 2019 zur Ermittlung 
des Invaliditätsgrads den erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen, wobei sie davon 
ausging, dass die Versicherte in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 40 % arbeitsfähig war. An-
hand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutbarem Invalideneinkommen hat sie einen 
Invaliditätsgrad von 0 % ermittelt. Die Berechnung, die in der vorliegenden Beschwerde nicht 
konkret beanstandet wurde, bedarf jedoch insofern einer Korrektur, als vorliegend bei der Be-
rechnung des Invaliditätsgrads nicht mehr von einer Erwerbstätigkeit von 40 %, sondern von einer 
solchen von 60 % auszugehen ist. Wird dabei von einem Valideneinkommen von Fr. 45'591.-- 
(Fr. 30'394.-- / 40 x 60) ausgegangen und stellt man dieses dem Invalideneinkommen von Fr. 
30'394.-- gegenüber, so resultiert daraus ein Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 33 %. 
 
8.1 Zu prüfen bleiben die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Aufga-
benbereich. Während die IV-Stelle keine Einschränkung berücksichtigte, stellen sich die Be-
schwerdeführenden auf den Standpunkt, dass die Versicherte bei der Verrichtung der Hausarbeit 
stark eingeschränkt gewesen sei.  
 
8.2 Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe 
von Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genü-
gende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil des 
Bundesgerichts vom 5. September 2011, 9C_201/2011, E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). 
Hinsichtlich des Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch 
eine qualifizierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der 
aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. 
Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, 
begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in 
Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (vgl. AHI 2003 S. 215). 
Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter 
dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, nament-
lich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen 
Befunden stehen (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesge-
richt] vom 6. September 2004, I 249/04 E. 5.1.1, in: SVR 2005 IV Nr. 21 S. 81, vom 22. Dezember 
2003, I 311/03, E. 5.3, in: AHI 2004 S. 137, und vom 26. Oktober 2000, I 99/00 E. 3c, in: AHI 
2001 S. 158). Zwar ist der Abklärungsbericht seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung 
des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätz-
liche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte 

 

 
 
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Person an psychischen Beschwerden leidet. Prinzipiell jedoch stellt er auch dann eine beweis-
taugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, 
d.h. wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht. Widersprechen sich 
die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der 
versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen 
Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil 
es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen 
Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 
vom 28. Mai 2014, 8C_817/2013, E. 5.1 und vom 5. September 2011, 9C_201/2011, E. 2 mit 
diversen Hinweisen, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86).  
 
8.3 Im vorliegenden Fall konnte keine Haushaltsabklärung vor Ort durchgeführt werden, 
nachdem die Versicherte am 7. September 2017 gestorben war. Im Rahmen einer telefonischen 
Abklärung durch die zuständige Sachbearbeiterin liess der Ehemann der Versicherten anfangs 
Februar 2018 verlauten, dass die Einschränkung im Haushalt hoch gewesen sei und nicht den 
Angaben im Gutachten von Dr. F.____ vom 20. Juli 2017 entsprochen hätte. Dieser habe die 
subjektive Auffassung der Versicherten wiedergegeben. Tatsächlich habe es daheim anders aus-
gesehen. Sie sei aufgrund der starken Medikamente oft müde gewesen, weshalb sich die Versi-
cherte nach seiner Heimkehr von der Arbeit ins Bett verabschiedet habe. Sie sei emotional nicht 
in der Lage gewesen, sich um die Erziehung und Entwicklung der Kinder zu kümmern. Dies habe 
er ebenso wie die meisten Arbeiten im Haus (Kochen, Putzen und Einkaufen) übernommen. Die 
Abklärungsperson kam sodann zum Schluss, dass aufgrund der nachvollziehbaren Schilderun-
gen des Ehemanns von einer grossen Einschränkung in der Führung des Haushalts auszugehen 
sei. 
 
8.4 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden kann auf den Abklärungsbericht 
vom 8. Februar 2018 im vorliegenden Fall nicht abgestellt werden. Dieser enthält weder konkre-
ten Angaben zu den Einschränkungen in den einzelnen Bereichen im Haushalt noch werden 
diese zahlenmässig konkretisiert. Die Aussage, wonach eine grosse Einschränkung bestehe, ist 
zu ungenau, um im Rahmen einer Invaliditätsbemessung berücksichtigt werden zu können. Wei-
ter ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Bericht einzig die (subjektiven) Aussagen des 
Ehemanns wiedergibt, welche aber den fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der Ver-
sicherten im Haushalt von Dr. F.____ widersprechen. Unter diesen Umständen ist nicht zu bean-
standen, dass die IV-Stelle auch in Bezug auf die Einschränkung im Haushalt auf das nachvoll-
ziehbare Gutachten von Dr. F.____ vom 20. Juli 2017 und seine Stellungnahme vom 20. Juni 
2018 abstellte (vgl. oben E. 8.2 am Ende). Dieser kam aufgrund der persönlichen Erhebungen 
nachvollziehbar zum Schluss, dass die Versicherte in krankheitsfreien Phasen im Aufgabenbe-
reich nicht eingeschränkt war. Diese Feststellung ist plausibel, weshalb sie auch vorliegend zu 
berücksichtigen ist. Zwar haben die Parteien im Sozialversicherungsprozess in der Regel eine 
Beweislast nur insofern zu tragen haben, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un-
gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 
wollte (BGE 107 V 163 E. 3a mit Hinweisen). Da sich mit dem Tod der Versicherten die von den 
Beschwerdeführenden behauptete grosse Einschränkung im Haushalt nicht mehr rechtsgenüg-
lich abklären lässt, tragen sie die Konsequenz dieser Beweislosigkeit. Unter diesen Umständen 

 

 
 
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ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die Versicherte in der Zeit vom Oktober 
2016 bis Ende Juni 2017 im Haushalt nicht eingeschränkt war. Selbst wenn mit der IV-Stelle 
davon auszugehen wäre, dass die Versicherte im Haushalt zu 40 % eingeschränkt wäre (vgl. 
Stellungnahme vom 16. Mai 2019) würde daraus, wie nachfolgend aufgeführt, kein rentenbegrün-
dender Invaliditätsgrad resultieren. 
 
9. In Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. oben E. 4.4) 
ergibt sich somit gewichtet nach der zeitlichen Beanspruchung in den jeweiligen Bereichen (Er-
werb 60 %, Haushalt 40 %) eine Einschränkung im Erwerbsbereich von 19.8% (33 % x 0.60) und 
eine solche im Haushaltsbereich von 0% (0 % x 0.40). Gesamthaft resultiert daraus während der 
vorliegend zu beurteilenden Zeit vom 1. Oktober 2016 bis Ende August 2017 unter Berücksichti-
gung von Art. 88a IVV ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 20 %. Würde 
der Berechnung eine Einschränkung im Aufgabenbereich von 40 % (40 % x 0.40 x 16 %) zu-
grunde gelegt, würde daraus ein Invaliditätsgrad von 36 % (19,8 % + 16 %) resultieren, aus dem 
ebenfalls kein Rentenanspruch abgeleitet werden könnte. Die gegen die Verfügung der IV-Stelle 
vom 28. Januar 2019 erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuwei-
sen ist.  
 
10. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem 
Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu unterliegen die Beschwerdeführenden, 
weshalb sie die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- zu tragen haben. Diese werden mit dem 
bereits geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Eine Parteientschädigung 
wird nicht ausgerichtet.  
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden den Beschwerde-
führenden auferlegt und mit dem Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-
- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung aufgerichtet. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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