# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fccd9881-20a0-51b4-beb6-28d7d493563c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.12.2017 III 2017 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-161_2017-12-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 161

Entscheid vom 20. Dezember 2017 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin, 

gegen

1. Gemeinderat Wollerau, Hauptstrasse 15, Postfach 335, 
8832 Wollerau,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14,
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. B.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Alexander Frei,
Färberstrasse 4, Postfach, 8832 Wollerau,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Erschliessungshilfe)

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Sachverhalt:

A. B.________ ist Eigentümerin des Grundstückes KTN 001. Sie plant auf ih-
rem Grundstück den Abbruch des bestehenden Einfamilienhauses und den Neu-
bau eines Zweifamilienhauses. Das Bauvorhaben wurde im Amtsblatt ________ 
und aufgrund von Projektänderungen ein zweites Mal im Amtsblatt ________ 
publiziert und öffentlich aufgelegt. 

B. Auf dem Grundstück KTN 001 befinden sich eine Meteor- und eine 
Schmutzwasserleitung. Beide Leitungen führen zunächst auf einer Länge von 
rund 8.90 m über den nordwestlichen Bereich des östlich an KTN 001 anschlies-
senden Grundstücks KTN 002 welches sich im Eigentum von A.________ befin-
det, und weiter über das Grundstück KTN 003, welches nördlich an die beiden 
Grundstücke KTN 001 und KTN 002 angrenzt, bis zu den öffentlichen Werklei-
tungen in der C.________ (-Strasse) (KTN 004). 

Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens für den Neubau des Zweifamilien-
hauses auf KTN 001 wurde bemerkt, dass das Grundstück KTN 001 über kein im 
Grundbuch eingetragenes Durchleitungsrecht zulasten der Grundstücke 
KTN 002 und KTN 003 verfügt. Am 30. August 2016 ersuchte B.________ den 
Gemeinderat Wollerau, zugunsten ihres Grundstückes KTN 001 und zulasten der 
Grundstücke KTN 002 sowie KTN 003 mittels Erschliessungshilfe ein dingliches 
Anschluss- und Durchleitungsrecht einzuräumen. A.________ beantragte am 
27. Oktober 2016 die Ablehnung dieses Gesuchs. Mit dem Eigentümer von 
KTN 003 konnte B.________ am 22. Dezember 2016 einen Dienstbarkeitsver-
trag abschliessen und das Durchleitungsrecht im Grundbuch eintragen lassen. 
Am 30. Dezember 2016 passte B.________ das Gesuch um Erschliessungshilfe 
entsprechend an.

C. Mit Beschluss (GRB) Nr. 2017.32 vom 23. Januar 2017 entschied der Ge-
meinderat Wollerau wie folgt über das Erschliessungshilfegesuch:

1. Der Gemeinderat beschliesst, dass die Eigentümerin der Liegenschaft 
KTN 002 verpflichtet wird, zu Gunsten der Liegenschaft KTN 001 und zu 
Lasten der Liegenschaft KTN 002 ein uneingeschränktes Anschluss- und 
Durchleitungsrecht gemäss Servitutsplan "Abwasser Werkplan" für die 
Schmutz- und Meteorwasserleitungen zu dulden.

2. Der Eigentümerin der Liegenschaft KTN 002 wird die Gelegenheit eingeräumt, 
bis am 24.2.2017 entsprechende Dienstbarkeitsverträge abzuschliessen. 
Diese sind dem Gemeinderat innert gleicher Frist einzureichen.

3. Für den Fall, dass innert der angesetzten Frist gemäss Ziff. 2 vorstehend kein 
Dienstbarkeitsvertrag abgeschlossen wird, enteignet der Gemeinderat bereits 
mit diesem Beschluss vorsorglich das uneingeschränkte Anschluss- und 
Durchleitungsrecht gemäss Ziff. 1 vorstehend (suspensiv bedingte Ent-

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eignungsverfügung, d.h. der Beginn der Wirksamkeit der Enteignungsverfü-
gung wird aufgeschoben bis zum Ablauf der ungenutzt verstrichenen Frist 
gemäss Ziff. 2 vorstehend). Ferner werden diesfalls die Akten an die Schät-
zungskommission des Bezirks Höfe mit dem Begehren überwiesen, die Bei-
träge für Entschädigung und Unterhalt festzusetzen.

(3.1 Gebühren von Fr. 500.--)

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

(5.-6. Rechtsmittelbelehrung/Mitteilung). 

D. Gegen diesen Beschluss erhob A.________ mit (undatierter) Eingabe 
(Postaufgabe am 15.2.2017) Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons 
Schwyz mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung des GRB und dem kon-
kreten Antrag auf "erneute Überprüfung".

E. Mit Beschluss (RRB) Nr. 568/2017 vom 16. August 2017 entschied der Re-
gierungsrat wie folgt über die Beschwerde:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit deren Kostenvorschuss 
(Fr. 1500.--) verrechnet.

3. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädi-
gung von Fr. 900.-- zu bezahlen. 

(4.-6.  Rechtsmittelbelehrung/Zustellung). 

F. Mit (undatiertem) Schreiben (Postaufgabe am 11.9.2017) wandte sich 
A.________ ans Verwaltungsgericht, wobei sie namentlich verschiedene Fragen 
stellte. Auf Aufforderung des instruierenden Richters vom 12. September 2017 
hin reicht A.________ am 25. September 2017 (Datum der Postaufgabe) innert 
Frist (26.9.2017) eine verbesserte Beschwerde ein mit den Anträgen 

auf nicht Eingehen auf Erschliessungshilfe zu Gunsten von B.________, 
Beschwerdegegnerin, ________,

sowie 
die verursachten Kosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin zu belasten.

G. Das Sicherheitsdepartement beantragt vernehmlassend am 28. September 
2017 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die 
Beschwerdegegnerin teilt mit Schreiben vom 29. September 2017 im Interesse 
der Verfahrensbeschleunigung den Verzicht auf eine Stellungnahme mit. Ebenso 
verzichtet das Amt für Raumentwicklung vernehmlassend am 3. Oktober 2017 
auf weitere Ausführungen oder eine explizite Antragstellung. Der Gemeinderat 
Wollerau verweist mit Vernehmlassung vom 9. Oktober 2017 grundsätzlich auf 

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seine Vernehmlassung vom 8. März 2017 im regierungsrätlichen 
Beschwerdeverfahren. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Das Sicherheitsdepartement bringt vor, das Verwaltungsgericht habe von 
Amtes wegen zu prüfen, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde den Anforde-
rungen von § 38 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; 
SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 genüge. 

Eine Beschwerde hat einen Antrag, eine Begründung, die Angabe allfälliger Be-
weismittel sowie die Unterschrift der Partei oder ihres Vertreters zu enthalten 
(§ 38 Abs. 2 VRP). An Laienbeschwerden werden praxisgemäss weniger hohe 
Anforderungen gestellt als an Beschwerden beanwalteter Parteien (vgl. Bundes-
gerichtsurteil 2C_521/2014 und 2C_522/2014 vom 3.6.2014 i.S. A. gegen Steu-
erverwaltung des Kantons Schwyz Erw. 2.2; VGE 99/04 vom 13.4.2005 
Erw. 1.2). Es genügt, wenn aus dem Zusammenhang heraus und unter Zuhilfe-
nahme der Begründung zumindest sinngemäss erkennbar ist, was der Be-
schwerdeführer will (vgl. VGE III 2011 68 vom 6.10.2011 Erw. 1.1 mit weiteren 
Hinweisen). Auch eine Laienbeschwerde muss indessen die deutliche Absicht 
zeigen, dass die Aufhebung oder Änderung eines Entscheids oder einer Verfü-
gung verlangt wird (Bundesgerichtsurteil 1P.585/2004 vom 12.1.2005 Erw. 1.3; 
BGE 117 Ia 126 Erw. 5.c; vgl. VGE III 2014 72 vom 22.5.2014 Erw. 1.1). 

Die Beschwerdeführerin hat auf Aufforderung des Verwaltungsgerichts eine ver-
besserte Beschwerdeschrift eingereicht (vgl. vorstehend Ingress lit. F). Diese un-
terscheidet nach "Antrag" und "Begründung". Zwar wird nicht explizit die Aufhe-
bung des angefochtenen RRB (und des diesem zugrunde liegenden GRB) bean-
tragt. Der formulierte Antrag lässt jedoch keinen Zweifel offen, dass die Be-
schwerde dieses Ziel verfolgt. Dieser Antrag wird im Weiteren mit unter drei Zif-
fern formulierten unterschiedlichen Argumenten begründet.

Die verbesserte Beschwerde erweist sich mithin als rechtsgenüglich. Nicht darauf 
einzutreten müsste als überspitzt formalistisch erachtet werden. 

2.1 Ist die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, so hat das 
Verwaltungsgericht gemäss ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu 
prüfen, ob der Nichteintretensentscheid zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese 
Frage, so hebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die 
Vorinstanz zurück, damit diese hinsichtlich dieses Rechtsmittels einen 
Sachentscheid trifft (VGE III 2015 98 vom 26.8.2015 Erw. 1.3.1; VGE II 2012 108 
vom 24.10.2012 Erw. 2.1; VGE III 2014 194 vom 27.11.2014 Erw. 2.1). Diese 

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Rechtsprechung gilt analog, wenn die Vorinstanz nur teilweise auf Begehren der 
Beschwerde führenden Person nicht eingetreten ist (vgl. VGE III 2011 44 vom 
26.10.2011 Erw. 1.1.2 mit Verweis auf VGE III 2010 196 vom 20.1.2011 Erw. 1.3; 
VGE III 2007 158 vom 30.10.2007 Erw. 1.3; auf eine gegen diesen VGE 
erhobene Beschwerde ist das Bundesgericht mit Urteil 5A_5/2008 vom 3.1.2008 
nicht eingetreten).

2.2.1 § 41 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 
1987 regelt die Mitbenützung von Anlagen der Feinerschliessung durch Dritte 
(sog. Erschliessungshilfe). Der Gemeinderat verpflichtet die Eigentümer und 
direkten Anstösser bestehender privater Erschliessungsanlagen, die 
Mitbenützung und den Ausbau durch Dritte gegen volle Entschädigung zu 
dulden, sofern dies zumutbar und für eine landsparende oder zweckmässige 
technische Lösung notwendig ist (Abs. 1). Können sich die Beteiligten nicht 
einigen, enteignet der Gemeinderat die erforderlichen Rechte zugunsten des 
interessierten Dritten und veranlasst nach Bezahlung der Entschädigung die 
Eintragung im Grundbuch (Abs. 2). Die Entschädigung wird, sofern sich die 
Beteiligten nicht darauf einigen können, auf Begehren des Enteigneten, des 
Dritten oder der Gemeinde von der nach dem Enteignungsgesetz zuständigen 
Schätzungskommission festgesetzt. Sie legt auch den Betrag des Dritten an die 
Kosten des Unterhalts fest (Abs. 3). 

§ 41 PBG kann auch beansprucht werden, um die erforderliche hinreichende 
Erschliessung nachträglich herbeizuführen, so wenn sich beispielsweise 
herausstellt, dass eine überbaute Liegenschaft über kein grundbuchlich 
gesichertes Fahrwegrecht verfügt, obwohl ein solches seit Jahren ausgeübt und 
toleriert wurde (J. Hensler, Die Mitbenützung privater Erschliessungsanlagen 
durch Dritte [sog. Erschliessungshilfe nach § 41 des Planungs- und Baugesetzes 
des Kantons Schwyz], in: EGV-SZ 2004 S. 281 ff., S. 297 Ziff. 2.1.1). 

2.2.2 Wie bereits der Regierungsrat im angefochtenen Entscheid (Erw. 2.2) unter 
Zitierung der Rechtsprechung dargelegt hat, setzt die Erschliesssungshilfe mithin 
voraus, dass sie für eine landsparende oder zweckmässige technische Lösung 
notwendig ist (i), für den betroffenen Grundeigentümer zumutbar ist (ii) und sie 
der betroffene Grundeigentümer nur gegen volle Entschädigung dulden muss 
(iii). Im Weiteren hat der Regierungsrat (Erw. 2.3) auch auf § 14 Abs. 2 des 
kantonalen Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz (EGzGSchG; 
SRSZ 712.110) vom 19. April 2000 hingewiesen, welche Bestimmung im 
Unterschied zu § 41 Abs. 1 PBG das Kriterium der landsparenden Lösung nicht 
kennt, sich ansonsten nicht entscheidend von § 41 PBG unterscheidet. Auch 
diesbezüglich kann auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 

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3.1.1 Die Beschwerdeführerin machte im regierungsrätlichen Beschwerdeverfah-
ren Folgendes geltend:

- Die Beschwerdegegnerin nutze die Abwasser- und Meteorleitung seit 37 Jah-
ren, ohne sich an deren Wartung oder Unterhalt zu beteiligen; mehrmalige 
Versuche, dies zu erreichen, seien erfolglos abgewiesen worden.

- Schaden, welche durch Rückstau des Schmutzwassers in ihrem Keller ent-
stünden, würden ausschliesslich durch sie selber behoben.

- Mit dem Ersatz des Einfamilienhauses durch ein Zweifamilienhaus werde die 
bereits ältere Leitung einer Doppelbelastung ausgesetzt; die Konsequenzen 
habe aber nur sie zu tragen.

- Andere Häuser an der D.________ (-Strasse) hätten die unglückliche Lösung 
gemeinsamer Leitungen bei einem Umbau erledigt und eigene Leitungen an-
gelegt. Es sei nicht einsichtig, dass dies im Falle der Beschwerdegegnerin 
nicht möglich sein sollte.

- Sie sei nicht mehr bereit, die Kosten und Konsequenzen einer gemeinsamen 
Leitung alleine zu tragen und verlange rückwirkend zehnjährige Unterhalts-
kosten sowie Schadenersatz für die zweimalige Überflutung des Kellers. 

3.1.2 Was das Argument der Beschwerdeführerin anbelangt, nicht mehr bereit zu 
sein, die Kosten für die gemeinsame Meteor- und Schmutzwasserleitung alleine 
zu tragen, verwies der Regierungsrat auf § 41 Abs. 1 PBG, wonach die Mitbenüt-
zung durch Dritte nur gegen volle Entschädigung zu dulden ist. Richtig sei auch, 
dass der anspruchsberechtigte Dritte einen Anteil der Unterhaltskosten zu über-
nehmen habe (§ 41 Abs. 3 zweiter Satz PBG). Für die Festlegung der Entschä-
digung und des Unterhaltskostenverteilers sei in strittigen Fällen nicht der Ge-
meinderat, sondern die Schätzungskommission zuständig. Die Festsetzung der 
Entschädigung und des Unterhaltskostenbeitrags setze jedoch die rechtskräftige 
Enteignungsverfügung voraus. Soweit die Beschwerdeführerin (sinngemäss) ei-
ne Entschädigung und einen Beitrag an die Unterhaltskosten geltend mache, fal-
le dies nicht in den Zuständigkeitsbereich des Gemeinderates als Vorinstanz und 
folglich auch nicht in den Kompetenzbereich der Rechtsmittelbehörde. Auf die 
Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend Entschädigung und Unterhalts-
kosten könne daher infolge Unzuständigkeit nicht eingetreten werden (angefoch-
tener Entscheid Erw. 1.2). 

3.1.3 Mit ihren Eingaben vom 11. September 2017 wie auch vom 25. September 
2017 beanstandet die Beschwerdeführerin weiterhin, die Beschwerdegegnerin 
bezahle keinen Unterhalt (Ziff. 4 f. bzw. Ziff. 3). 

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Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf die vorstehend wiedergegebenen Aus-
führungen des Regierungsrates verwiesen werden. Von Gesetzes wegen ist die 
Erschliessungshilfe gemäss § 41 PBG vom belasteten Grundstück nicht ent-
schädigungslos hinzunehmen. Indessen fällt die Beurteilung der vollen Entschä-
digung für die Rechtseinräumung wie auch für den Beitrag des berechtigten 
Grundstückes bzw. Dritten an die Unterhaltskosten in den Zuständigkeitsbereich 
der Schätzungskommission. Ein Tätigwerden der Schätzungskommission setzt 
indessen zum einen die rechtskräftige Verpflichtung des betroffenen Grundei-
gentümers (d.h. vorliegend der Beschwerdeführerin) zur Mitbenützung der Anla-
ge durch den Dritten (d.h. vorliegend die Beschwerdegegnerin), zum andern das 
Fehlen einer Einigung der Beteiligten betreffend die Entschädigung und den Un-
terhaltsbeitrag voraus. Im Übrigen hat bereits der Gemeinderat festgehalten, 
dass die Entschädigungsthematik nicht Gegenstand des Erschliessungshilfever-
fahrens bildet (GRB vom 23.1.2017 S. 4 Ziff. 8) und dies auch im Dispositiv sei-
nes Beschlusses (Disp.-Ziff. 3) zum Ausdruck gebracht. 

Die Beschwerde ist mithin abzuweisen, soweit sie sich inhaltlich gegen das (teil-
weise) Nichteintreten richtet. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass die akten-
kundigen Entwürfe der Dienstbarkeitsverträge zwischen der Beschwerdeführerin 
und dem Eigentümer von KTN 003 einerseits bzw. dem Eigentümer von KTN 003 
einerseits und der Beschwerdegegnerin anderseits zwar eine unentgeltliche Ein-
räumung der Dienstbarkeit vorsahen, jedoch die Kosten für Betrieb, Unterhalt, 
Reparatur und Erneuerung der Schmutzwasser- und Meteorwasserleitungen re-
geln wollten. 

3.2.1 Die Beschwerdeführerin rügt des Weiteren, eine Doppelbelastung der Ab-
wasserleitung infolge des Ersatzes des bestehenden Einfamilienhauses durch 
das geplante Zweifamilienhaus auf KTN 001 sei verantwortungslos, da bereits 
die bestehende Leitung den Bedürfnissen nicht gerecht werde und zu Rückstau-
ungen und Überflutungen des Kellers führe (Beschwerde vom 25.9.2017 Ziff. 1). 
Damit stellt die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen der zweckmässigen 
technischen Lösung sowie der Zumutbarkeit der Erschliessungshilfe in Frage 
(vorstehend in Erw. 2.2.2 als Kriterien i und ii aufgeführt).

3.2.2 Die aktuelle Situation der Schmutz- und Meteorwasserleitung besteht laut 
dem GRB vom 23. Januar 2017 bereits seit dem Bewilligungszeitpunkt, d.h. seit 
dem 6. März 1980 (S. 1 Ziff. 2). Gemäss der Abklärung des Kontrollorgans der 
Gemeinde, der E.________ AG (________), sei eine andere Variante der 
Abwasserleitung nicht möglich oder würde einen unverhältnismässigen Aufwand 
generieren. Im Rahmen der Baueingabe seien die Leitungen untersucht worden. 
Gemäss der Bestätigung des Kontrollorgans bestehe kein Sanierungsbedarf 

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(S. 3 Ziff. 3). Der Gemeinderat bejahte auch die Zumutbarkeit. Aufgrund des 
beabsichtigten Bauvorhabens könne nicht von einem unverhältnismässig 
gesteigerten Gebrauch der privaten Leitungen ausgegangen werden. Die 
bestehenden Leitungen seien mittels Kanalaufnahmen geprüft und gemäss der 
Bestätigung des kommunalen Prüforgans für die beanspruchte Nutzung als 
ausreichend erachtet worden (S. 3 Ziff. 4). Die bestehende 
Schmutzwasserleitung tangiere das Grundstück KTN 002 an der nordwestlichen 
Grundstücksecke auf einer Länge von rund 8.9 m; die bestehende 
Meteorwasserleitung verlaufe in einem geringen Abstand zur 
Schmutzwasserleitung im gleichen Grundstücksbereich und weise auf KTN 002 
eine Länge von rund 12.40 m auf. Für beide Werkleitungen werde ein Bereich 
von rund 30 m2 an der nordwestlichen Grundstücksecke belegt. Die 
Beeinträchtigung des Grundstückes KTN 002 sei damit verhältnismässig gering, 
zumal das Schmutzwasser dieser Liegenschaft ebenfalls über diese beiden 
Leitungen entsorgt werde (S. 3 f. Ziff. 7). 

3.2.3 Der Regierungsrat erachtete, die vom Gemeinderat für KTN 001 gewährte 
Erschliessungshilfe als "offensichtlich technisch zweckmässig". Er 
berücksichtigte bei seiner Beurteilung, dass das Grundstück KTN 001 heutzutage 
auch direkt an die Leitungen der D.________ (-Strasse) angeschlossen werden 
könnte. Indes erwog er, dass es lediglich um die grundbuchliche Sicherung eines 
faktisch bereits seit Jahrzehnten (1980) ausgeübten und tolerierten 
Durchleitungsrechts gehe. Der Bestand und Betrieb der Abwasserleitungen habe 
über 36 Jahre lang rechtlich nicht gesichert werden können, weshalb die 
beantragte Erschliessungshilfe notwendig (geworden) sei. Sie erweise sich auch 
als verhältnismässig. Zum einen werde relativ wenig Fläche (von KTN 002) 
dauernd beansprucht. Zum andern profitiere auch die Beschwerdeführerin von 
einer rechtlichen Sicherstellung, weil im Dienstbarkeitsvertrag auch Betrieb und 
Unterhalt geregelt würden. Bauliche Massnahmen seien keine erforderlich 
(angefochtener Entscheid Erw. 3.2). Ebenso wenig bestehe Anlass, die technisch 
hinreichende Erschliessung für die bestehende Überbauung auf dem Grundstück 
KTN 001 in Frage zu stellen. Ob die bestehenden Kanalisationsleitungen auch 
für das geplante Zweifamilienhaus technisch hinreichend seien, müsse nicht im 
Erschliessungshilfeverfahren geprüft werden. In diesem Verfahren gehe es nicht 
um die Frage der hinreichenden Erschliessung in tatsächlicher Hinsicht 
(angefochtener Entscheid Erw. 3.3). Die Duldung der Durchleitung und 
Mitbenützung der Meteor- und Schmutzwasserleitungen zu Gunsten des 
Grundstückes KTN 001 und zu Lasten des Grundstückes KTN 002 sei auch 
zumutbar, zumal die Beschwerdeführerin selber einen Teilstrang der 
umstrittenen Leitungen mitbenütze. Es sei auch darauf hinzuweisen, dass die 

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Beschwerdeführerin selber ihr Schmutzwasser und Meteorwasser zusammen mit 
der Beschwerdegegnerin über die gleichen Teilstränge des Grundstückes 
KTN 003 in die gemeindeeigenen Sammelleitungen in der C.________ (-Strasse) 
abführen lasse (angefochtener Entscheid Erw. 3.4). 

3.2.4 Die Beurteilungen des Gemeinderates wie auch des Regierungsrates 
geben entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin zu keinen 
Beanstandungen Anlass. Die von den Vorinstanzen beschriebene Situierung der 
fraglichen Leitungen lässt sich anhand des aktenkundigen "Abwasser Werkplan" 
vom 23.3.2015 im Massstab 1:500 (RR-act. II/01/3 Beilage 7) verifizieren. Die 
entsprechenden Meteor- und Schmutzwasserleitungen des Hauses der 
Beschwerdeführerin führen ebenfalls durch den Nordwestteil der Liegenschaft 
KTN 002. Die zusätzliche Beschränkung dieses Grundstückteils durch die zur 
und von der Liegenschaft KTN 001 weg führenden Leitungen ist mithin sehr 
minim, wobei zu beachten ist, dass sich die betreffenden Leitungen der beiden 
Grundstücke vereinigen und die Meteor- und Schmutzwasserleitungen ab ca. der 
für die Dienstbarkeit beanspruchten Längen von insgesamt rund 8.9 m bzw. 
12.40 m in einer gemeinsamen Leitung weiter durch das Grundstück KTN 003 
geführt werden. Das Gebäude auf dem Grundstück KTN 003 wird hingegen 
direkt ab der C.________ (-Strasse) erschlossen und nicht über die Leitungen, 
welche KTN 001 und KTN 002 ver- bzw. entsorgen. 

Es besteht des Weiteren auch kein Anlass, an der vom Gemeinderat 
wiedergegebenen Beurteilung des Kontrollorgans (E.________ AG) zu zweifeln, 
dass eine andere Variante der Abwasserleitung nicht möglich ist oder einen 
unverhältnismässigen Aufwand generieren würde. Ebenso spricht nichts 
dagegen, dass die fraglichen Leitungen für die beanspruchte Nutzung genügend 
sind, wie dies vom kommunalen Prüfungsorgan bestätigt wurde. Das Gegenteil 
lässt sich auch nicht aus den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 
Rückstauungen und Kellerüberflutungen ableiten und/oder mit den von ihr 
eingereichten Rechnungen nachweisen; namentlich sagen diese Rechnungen 
nichts aus über den Grund dieser Probleme und die Leitungskapazitäten. 
Nachdem die konkrete Erschliessungssituation mittels dieser Leitungen nunmehr 
seit über 30 Jahren tatsächlich besteht, ist es sinnvoll, sie weiterhin aufrecht zu 
erhalten und rechtlich zu sichern, womit das Baugrundstück KTN 001 (endlich) 
seine rechtsgenügliche Erschliessung erhält. Das Grundstück KTN 002 erfährt 
hierdurch keine Änderung. Die (bisherige) Zumutbarkeit der Durchleitung ist 
mithin (weiterhin) gegeben und somit auch die Zumutbarkeit der rechtlichen 
Sicherung auf dem Wege der Erschliessungshilfe. Weil mit der gewährten 
Erschliessungshilfe, wie gesagt, nur die bestehende Situation, d.h. die 

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Mitbenützung der bestehenden Leitungen, rechtlich gesichert wird und keine 
baulichen Massnahmen erforderlich sind, bleibt auch die Verhältnismässigkeit 
der Erschliessungshilfe ohne Weiteres gewahrt (vgl. auch VGE III 2013 164 vom 
27.3.2014 Erw. 2.2.3). Schliesslich hat der Regierungsrat ebenfalls zu Recht 
darauf hingewiesen, dass auch die Beschwerdeführerin ihrerseits von der 
Möglichkeit der Ableitung des Meteor- und Schmutzwassers über ein 
Nachbargrundstück (KTN 003) profitiert (angefochtener Entscheid Erw. 3.4). 

3.3 Die Beschwerdeführerin macht zudem geltend, drei der 
nachbarschaftlichen Liegenschaften hätten die Umbauten jeweils zum Ausbau 
bzw. zur Neuverlegung der eigenen Leitungen genutzt.

Der Gemeinderat nimmt in seiner Stellungnahme vom 9. Oktober 2017 zu dieser 
Rüge Stellung. Er führt aus, dass die von der Beschwerdeführerin genannten 
Liegenschaften (D.________ (-Strasse) bzw. KTN 005, KTN 006 und KTN 007) 
die Entwässerungsleitungen seit ihrer Erstellung in den Jahren 1977 (KTN 007), 
1979 (KTN 006) und 1980 (KTN 005) einzeln geführt hätten. Die Begutachtung 
der Baudossiers dieser Liegenschaften habe ergeben, dass auf keiner dieser 
Liegenschaften jemals Änderungen an den Werkleitungen bewilligt worden seien. 

Der vom Gemeinderat eingereichte Ausschnitt aus dem WebGIS der Gemeinde 
Wollerau bestätigt diese Angaben. Er zeigt überdies, dass auch die 
Werkleitungen von diesen an die D.________ (-Strasse) anstossenden 
Liegenschaften nicht in diese, sondern ebenfalls in die C.________ (-Strasse) 
führen, wofür sie auf Durchleitungsrechte zu Lasten der jeweils nördlich 
angrenzenden Liegenschaften angewiesen sind. 

Bei dieser Sachlage kann die Beschwerdeführerin mithin auch keinen Anspruch 
aus dem Gleichbehandlungsgebot ableiten. 

3.4 Die Beschwerde erweist sich im Sinne der vorstehenden Erwägungen 
insgesamt als unbegründet und ist daher abzuweisen. 

4. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Verfahrenskosten (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) in der Höhe von Fr. 1'500.-- zu 
Lasten der Beschwerdeführerin (§ 72 Abs. 2 VRP). 

Nachdem die beanwaltete Beschwerdegegnerin auf eine Vernehmlassung 
verzichtet hat, ist ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden der Beschwerdeführerin auf-
erlegt. Nachdem sie am 26. September 2017 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- bezahlt hat, sind ihr Fr. 1'000.-- aus der Gerichtskasse zurück 
zu bezahlen. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:

- die Beschwerdeführerin (R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)
- den Gemeindesrat Wollerau (R)
- den Regierungsrat
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst
- und das Amt für Raumentwicklung.

Schwyz, 20. Dezember 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. Januar 2018