# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bce02f74-dc41-5790-a101-60173ec23947
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.11.2010 C-5802/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5802-2008_2010-11-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5802/2008/mas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Susanne Marbet Coullery.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 11. Juli 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5802/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1948  geborene,  in  Österreich  wohnhafte  serbische  Staatsange-
hörige X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) arbeitete in den 
Jahren  1971  bis  1974  sowie  1982  bis  1984  in  der  Schweiz  und 
entrichtete  dabei  Beiträge  an  die  Schweizerische  Alters-,  Hinter-
lassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Seine letzte Erwerbs-
tätigkeit  als  Lastwagenfahrer,  die  er  im Juli  2003 aufgab,  übte  er  in 
Österreich aus. Am 23. September 2004 meldete er sich beim öster-
reichischen  Versicherungsträger  zum  Bezug  von  Leistungen  der 
Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) an. Am 19. Juni 2006 ging 
das Gesuch bei  der IV-Stelle  für  Versicherte im Ausland (im Folgen-
den: IVSTA oder Vorinstanz) ein (act. 9).

Nach Prüfung der vorgelegten und eingeholten Unterlagen lehnte die 
IVSTA mit Verfügung vom 11. Juli 2008 das Leistungsbegehren ab mit 
der  Begründung,  der  Beschwerdeführer  sei  in  seiner  zuletzt  ausge-
übten Tätigkeit als Lastwagenfahrer zu 100% arbeitsunfähig, doch die 
Ausübung  einer  leichteren,  dem  Gesundheitszustand  besser  ange-
passten gewinnbringenden Tätigkeit, die nicht ein sehr gutes Sehver-
mögen verlange, sei ihm noch zu 100% zumutbar, dies mit einer Er-
werbseinbusse von 46%, die ihm kein Recht auf eine Rente einräume 
(act. 63).

B.
Gegen diese  Verfügung  erhob  der  Beschwerdeführer  bei  der  IVSTA 
am 3. August 2008 Beschwerde, die in der Folge zuständigkeitshalber 
an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurde. In seiner Ein-
gabe  machte  der  Beschwerdeführer  sinngemäss  geltend,  er  sei  mit 
dem Entscheid  vom 11. Juli  2008 nicht  einverstanden,  da er  wegen 
diverser gesundheitlicher Probleme nicht mehr arbeiten könne. Als Be-
weismittel legte er mehrere ärztliche Unterlagen älteren sowie neueren 
Datums bei. 

C.
In ihrer Vernehmlassung vom 19. Januar 2009 beantragte die Vorins-
tanz  die  Abweisung der  Beschwerde und die  Bestätigung der  ange-
fochtenen  Verfügung.  Zur  Begründung  führte  sie  aus,  die  medizini-
schen  Akten  seien  erneut  dem Regionalen  Ärztlichen  Dienst  (RAD) 
unterbreitet  worden,  der  an  seinen  bisherigen  Schlussfolgerungen 

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festhalte, wonach es sich bei den Rückenbeschwerden um vorwiegend 
funktionelle  Schmerzen  und  nicht  um  degenerative  Veränderungen 
handle. Insofern sei dieses Leiden nicht direkt invalidisierend. Hinge-
gen bewirke das aufgrund einer Netzhautablösung im Jahr 1999 ein-
geschränkte  Sehvermögen  eine  vollständige  Arbeitsunfähigkeit  des 
Beschwerdeführers als Lastwagenfahrer. Leichtere, leidensangepasste 
Verweisungstätigkeiten, beispielsweise als Tierarztassistent,  seien je-
doch  weiterhin  vollumfänglich  ausübbar.  Der  Einkommensvergleich 
habe einen Einkommensverlust von 46% ergeben. Aufgrund der Ange-
hörigkeit zu einem Staat ausserhalb der Europäischen Gemeinschaft 
(EU) bestehe bei einem Invaliditätsgrad von unter 50% kein Renten-
anspruch.

D.
Mit Zwischenverfügung vom 22. Januar 2009 wurde der Beschwerde-
führer  zur  Bezahlung  eines  Kostenvorschusses  in  der  Höhe  von 
Fr. 400.– verpflichtet. Da beim Gericht innert der gesetzten Frist ledig-
lich ein Betrag von Fr. 378.– einging, wurde der Beschwerdeführer mit 
Zwischenverfügung vom 5. März 2009 zur  Nachzahlung von Fr. 22.– 
aufgefordert.  Innert  der  Nachfrist  wurden  dem  Gericht  irrtümlicher-
weise Fr. 228.– überwiesen (€  150.– statt €  15.–).

E.
Mit Verfügung vom 24. März 2009 schloss der Instruktionsrichter den 
Schriftenwechsel.

F.
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen 
wird  – soweit erforderlich  – in den nachfolgenden Erwägungen näher 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Angefochten ist die Verfügung der IVSTA vom 11. Juli 2008, mit wel -
cher das Gesuch des Beschwerdeführers um Ausrichtung einer Rente 
der schweizerischen Invalidenversicherung abgewiesen worden ist.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

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20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172. 
021),  sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als  Vorins-
tanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen ge-
hört auch die IVSTA, die mit Verfügungen über Rentengesuche befin-
det (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 

1.2 Nach Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist 
zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht legitimiert, 
wer  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  ist  und  ein  schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (vgl. auch 
Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer, der am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen hat, ist als Adressat durch die angefochtene 
Verfügung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Ände-
rung  ein  schutzwürdiges  Interesse.  Nachdem  der  Kostenvorschuss 
fristgerecht bezahlt worden ist, kann auf die frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde eingetreten werden.

2.
Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-
sentlichen  nach  den  Vorschriften  des  VGG,  des  VwVG (vgl.  Art.  37 
VGG) sowie des ATSG (vgl. Art. 3 Bst. dbis VwVG). Dabei finden nach 
den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  diejenigen  Verfah-
rensvorschriften Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebe-
urteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2, vgl. auch Art. 53 Abs. 2 
VVG).

2.1 Mit  der  Beschwerde kann gerügt  werden,  die angefochtene Ver-
fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

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2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

2.3.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-
derungen nicht.  Der  Richter  und  die  Richterin  haben vielmehr  jener 
Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen  möglichen  Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (vgl. BGE 126 V 
360 E. 5b,  BGE 125 V 195 E. 2,  je  mit  Hinweisen). Führen die von 
Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das 
Gericht  bei  pflichtgemässer  Beweiswürdigung  zur  Überzeugung,  ein 
bestimmter  Sachverhalt  sei  als  überwiegend  wahrscheinlich  zu  be-
trachten  und  weitere  Beweismassnahmen  könnten  an  diesem  fest-
stehenden  Ergebnis  nichts  mehr  ändern,  so  ist  auf  die  Abnahme 
weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. UELI 
KIESER,  Das  Verwaltungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich 
1999,  S.  212,  Rz.  450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsver-
fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, 
Rz. 111 und 320; GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 E. 4a, 
BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen).

2.3.2 Der  Sozialversicherungsprozess  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die rich-
tige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet 
zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. 
BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum 
anderen  umfasst  die  behördliche  und  richterliche  Abklärungspflicht 
nicht unbesehen alles, was von einer Partei  behauptet oder verlangt 
wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen 
Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. 
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, 
ob  über  den  streitigen  Anspruch  so  oder  anders  zu entscheiden ist 
(vgl.  GYGI,  a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwal-
tungsbehörden und Sozialversicherungsgericht  zusätzliche Abklärun-
gen  stets  vorzunehmen oder  zu  veranlassen,  wenn  hierzu  aufgrund 
der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An-

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haltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a 
mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] 
I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.3.3 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel  zu  würdigen  sind.  Für  das  gesamte  Verwaltungs-  und  Be-
schwerdeverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. 
Danach  haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte 
die Beweise frei, d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und  pflichtgemäss  zu  würdigen.  Für  das  Beschwerdeverfahren  be-
deutet  dies,  dass  das  Gericht  alle  Beweismittel,  unabhängig  davon, 
von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen  Rechtsanspruchs  gestatten. Ein  erhöhter  Beweiswert  kann 
allerdings  ärztlichen  Gutachten  zukommen,  welche  für  die  streitigen 
Belange  umfassend  sind,  auf  allseitigen  Untersuchungen  beruhen, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vor-
akten (Anamnese) abgegeben worden und  in der Darlegung der Zu-
sammenhänge sowie der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtend sind, und in welchen die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet werden  (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 E. 1c 
mit Hinweisen; AHI 2001 S. 113 E. 3a; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 
E. 2a/bb und RKUV 1998 Nr. U 313 S. 475 E. 2a).

3.
In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben. Ein allfälliger Leistungsanspruch ist 
für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab 
diesem Zeitpunkt  nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata tem-
poris; vgl. BGE 130 V 445). 

3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger der Republik Serbien 
und hat  seinen Wohnsitz in Österreich. Da die Schweiz mit  diversen 
Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens neue Abkommen über 
Soziale  Sicherheit  abgeschlossen hat,  nicht  aber  mit  Serbien,  findet 
das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eid-
genossenschaft  und der  Föderativen Volksrepublik  Jugoslawien über 
Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1;  im Folgenden: das  Abkom-
men) nach wie vor Anwendung. Nach Art. 2 des Abkommens stehen 
die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in  ihren  Rechten  und 

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Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen 
die  schweizerische Bundesgesetzgebung über  die  Invalidenversiche-
rung  gehört,  einander  gleich,  soweit  nichts  anderes  bestimmt  ist. 
Hinsichtlich der  Voraussetzungen des Anspruchs auf  eine schweize-
rische  Invalidenrente  sowie  der  anwendbaren  Verfahrensvorschriften 
sieht  das  Abkommen  keine  im  vorliegenden  Verfahren  relevanten 
Abweichungen vom Grundsatz der Gleichstellung vor. 

Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der  IV besteht,  bestimmt sich daher  vorliegend alleine aufgrund der 
schweizerischen  Rechtsvorschriften.  Für  die  Beurteilung  eines  Ren-
tenanspruchs  sind  die  Feststellungen  ausländischer  Versicherungs-
träger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad 
und  Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden  Behörden  in  der 
Schweiz  nicht  verbindlich  (vgl.  BGE  130  V  253  E.  2.4,  AHI-Praxis 
1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Demnach kann der Be-
schwerdeführer aus der Tatsache, dass ihm von der österreichischen 
Pensionsversicherungsanstalt seit dem 1. April  2005 eine monatliche 
Invaliditätspension ausgerichtet wird, nichts zu seinen Gunsten ablei-
ten.  Vielmehr  unterstehen  ausländische  Beweismittel  der  freien  Be-
weiswürdigung des Gerichts (vgl. E. 2.3.3 hiervor; Urteil des EVG vom 
11. Dezember 1981 i.S. D). 

3.2 Im  vorliegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene 
schweizerischen  Rechtsvorschriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  der 
angefochtenen Verfügung vom 11. Juli  2008 in Kraft  standen; weiter 
aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser 
Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines allenfalls frü-
her entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG: ab 
dem 1. Januar 2003 in der Fassung vom 6. Oktober 2000 [AS 2002 

3371 und 3453], ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 
2003 [AS 2003 3837; 4. IVG-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in 
der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die 
Verordnungen in den entsprechenden Fassungen).

Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die entsprechende Verord-
nung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft  getreten, 
welche  für  die  Beurteilung  des  vorliegend  geltend  gemachten  Leis-
tungsanspruchs ab diesem Zeitpunkt mit den seitherigen Änderungen 
anwendbar sind. Da die darin enthaltenen Formulierungen der Arbeits-
unfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Einkom-

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mensvergleichsmethode den bisherigen von der Rechtsprechung dazu 
entwickelten  Begriffen  in  der  Invalidenversicherung  entsprechen  und 
die von der Rechtsprechung dazu herausgebildeten Grundsätze unter 
der  Herrschaft  des  ATSG weiterhin  Geltung haben (vgl. BGE 130 V 
343 E. 3.1, 3.2 und 3.3), wird im Folgenden auf die dortigen Begriffs -
bestimmungen verwiesen. 

3.3 Gemäss Art.  48  Abs. 2  IVG (in  der  bis  am 31. Dezember  2007 
gültig gewesenen, vorliegend in dieser Beziehung anwendbaren Fas-
sung) werden die Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG 
lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausge-
richtet, wenn sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach 
Entstehen des Anspruchs anmeldet. Vorliegend ist die Anmeldung des 
Beschwerdeführers  am  23.  September  2004  beim  österreichischen 
Versicherungsträger eingereicht worden, so dass allfällige Leistungen 
der IV frühestens ab September 2003 ausgerichtet werden könnten.

Rechts-  und Sachverhaltsänderungen,  die nach dem massgebenden 
Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides (11. Juli 2008) ein-
traten, sind im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berück-
sichtigen (vgl. BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit  Hinweisen). 
Allerdings  können  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt  seither  verändert 
haben, unter Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfü-
gung sein (vgl. BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

Vorliegend ist  damit  zu prüfen,  ob der  Beschwerdeführer in  der  Zeit  
vom 23. September 2003 bis zum 11. Juli 2008 im Sinne des Gesetzes 
invalid gewesen bzw. geworden ist.

4.
Anspruch auf  eine Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Ein-
tritt  der  Invalidität  während  der  vom Gesetz  geforderten  Dauer  Bei-
träge an die AHV/IV geleistet  hat  (Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Bedin-
gungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt  eine, so entsteht  kein 
Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen  während  mehr  als 
drei  Jahren Beiträge an die AHV/IV geleistet,  so dass er die gesetz-
liche Mindestbeitragsdauer  sowohl  nach den bis  zum 31. Dezember 
2007 gültig gewesenen als auch nach den seither geltenden Bestim-
mungen erfüllt (Art. 36 Abs. 1 IVG).

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4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Einglie-
derung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht  kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben-
bereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemen-
te  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich  2009,  Art. 8 
Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauer-
hafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder 
der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil -
weise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare  Arbeit  zu  leisten.  Bei  langer  Dauer  wird  auch  die  zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut-
barer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende  ganze  oder  teil-
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

4.2 Anspruch auf  eine ganze Rente bestand gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG in  der  bis  zum 31. Dezember  2003 gültig  gewesenen Fassung, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  zu  zwei  Dritteln,  derjenige 
auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte und derjenige 
auf  eine Viertelsrente,  wenn sie  mindestens zu 40% invalid  ist. Ge-
mäss Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben.  Nach dem am 1.  Januar 2004 in Kraft  getre-
tenen Art. 28 Abs. 1 IVG hatte ein Versicherter Anspruch auf eine Vier-

telsrente bei einem Invaliditätsgrad von 40%, auf eine halbe Rente bei 

einem solchen von 50%, auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der 

Invalidität von 60% und auf eine ganze Rente bei einem solchen von 

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70%. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts geändert (Art.  28 Abs. 2 IVG 
in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 

Laut  Art.  28  Abs.  1ter IVG (in  der  bis  Ende  2007  gültig  gewesenen 
Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden 
Fassung) werden jedoch Renten, die einem Invaliditätsgrad von weni-
ger als  50% entsprechen, nur an Versicherte  ausgerichtet,  die ihren 
Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 
haben.  Nach  der  Rechtsprechung  des  Eidgenössischen  Versiche-
rungsgerichts  (EVG;  ab  1. Januar  2007:  Bundesgericht)  stellt  diese 
Regelung  nicht  eine  blosse  Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine 
besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c). Eine 
Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  seit  dem  1.  Juni  2002  nur  für 
Schweizer Bürger und Angehörige von Staaten der EU, denen auch 
bei einem Invaliditätsgrad ab 40% eine Rente ausgerichtet wird, wenn 
sie  einem Mitgliedstaat  der  EU  Wohnsitz  haben.  Dies  trifft  auf  den 
Beschwerdeführer, der Bürger von Serbien ist, nicht zu, so dass er nur 
dann  Anspruch  auf  eine  IV-Rente  hätte,  wenn  sein  Invaliditätsgrad 
mindestens 50% betrüge.

4.3 Nach den Vorschriften der 4. IV-Revision entsteht der Rentenan-
spruch  frühestens  in  dem Zeitpunkt,  in  dem die  versicherte  Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden 
ist  oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 
gültig gewesenen Fassung). Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab dem 
1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch 
auf eine Rente, welche ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich 
im  Aufgabenbereich  zu  betätigen,  nicht  durch  zumutbare  Eingliede-
rungsmassnahmen wieder  herstellen,  erhalten  oder  verbessern  kön-
nen  (lit. a),  und  die  zusätzlich  während  eines  Jahres  ohne  wesent -
lichen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40%  arbeitsunfähig 
(Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

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Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

4.4.1 Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist  ein dauernd in seiner 
Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert  nützli-
cher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- oder 
Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit  sie  noch möglich 
und zumutbar erscheint  (vgl. BGE 113 V 28 E. 4a,  BGE 111 V 239 
E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt 
der IVSTA, aus medizinischer Sicht zu entscheiden, in welchem Aus-
mass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutba-
rer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen  Ar-
beitsmarkt einsetzen kann. Diese Arbeitsmöglichkeit hat sich der Versi-
cherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; 
vgl. ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest-
arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

4.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen, 
Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich bei Erwerbstätigen hat in der Regel so zu 
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern-
mässig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenübergestellt 
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi tätsgrad 
bestimmen  lässt  (allgemeine  Methode).  Massgeblicher  Zeitpunkt  für 
den  Einkommensvergleich  sind  die  Verhältnisse  im  Zeitpunkt  des 
(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs.

5.
Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  er  sei  aufgrund  diverser  ge-
sundheitlicher Probleme nicht mehr in der Lage, einer Erwerbstätigkeit 

Seite 11

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nachzugehen,  weshalb  er  Anspruch  auf  eine  Rente  der  schweizeri-
schen Invalidenversicherung habe. 

5.1 Für  die  Beurteilung  des  Gesundheitszustandes  und  damit  der 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hat sich die Vorinstanz insbe-
sondere auf folgende Unterlagen abgestützt: 

• Den Bericht  vom 5.  Mai  2004  des  Ambulatoriums A._______ 
(act. 35), wonach beim Versicherten Verdacht auf Osteoporose 
besteht.

• Die Ausführungen in dem von der österreichischen Pensionsver-
sicherungsanstalt eingereichten ärztlichen Bericht vom 23. Feb-
ruar 2005 (Formular A/YU 16 [act. 12] als Beilage zu Formular 
E 001 [act. 13]), gemäss welchem beim Beschwerdeführer fol-
gende Diagnosen gestellt wurden:

- Kniegelenksabnutzung beidseits,

- chronische Dorsolumbalgie bei Rundrückenbildung mit de-
generativen Veränderungen der gesamten Wirbelsäule,

- Zustand  nach  Arbeitsunfall  2000  mit  Mittelfussverletzung 
und  knöcherem Ausriss  am rechten  Würfelbein,  folgenlos 
abgeheilt,

- Schultergelenksabnutzung beidseits, rechts mehr als links,

- Osteoporose,

- beidseits mittelgradige Innenohrschwerhörigkeit,

- hohe Kurzsichtigkeit und Stabsichtigkeit beidseits, Zustand 
nach  Operation  einer  Netzhautablösung  rechts,  konzent-
risch  eingeengtes  Gesichtsfeld  beidseits,  herabgesetztes 
Sehvermögen beidseits.

Der  untersuchende  Arzt  kam  zum  Schluss,  dass  dem  Be-
schwerdeführer leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne stän-
diges  Sitzen,  Stehen  oder  Gehen  sowie  Bücken,  Knien  oder 
Hocken  sowie  keine Tätigkeiten  an  exponierten  Stellen  und 
Arbeiten,  die kein sehr gutes Sehvermögen und keine beson-
deren Hörempfindungen erfordern, zumutbar seien.

• Den  Befund  vom  3.  März  2006  des  Diagnose  Zentrums 
B._______  (act.  36),  wonach  beim  Beschwerdeführer  eine 
komplette  Sacralisation  des  Lendenwirbels  L5,  eine  tief  loka-
lisierte Lendenlordose mit konsekutiv deutlicher, dorsal betonter 

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Chondrose  L4/L5  bei  dorsal  deutlich  höhenreduzierter  Band-
scheibe, zusätzlich eine Retrolisthese von L4 sowie nahezu in 
sämtlichen  Segmenten  eine  geringe  begleitende  Spondylose 
festgestellt  wurden. Bei der Beckenübersicht wurden beidseitig 
im  Hüftgelenk  inzipient  arthrotische  Veränderungen  erwähnt. 
Bezüglich  der  Knie  schliesslich  wurde  auf  eine  beginnende 
Gonarthrose  mit  geringer  Gelenkspaltverschmälerung  und 
kleinen  Randzacken  sowie  eine  etwas  deutlichere  Femoro-
patellararthrose beidseits hingewiesen.

• Den  Befund  vom 5.  Dezember  2006  des  Diagnose  Zentrums 
B._______ (act. 37),  wonach anlässlich einer Sonographie mit 
grosser Wahrscheinlichkeit  ein Cholesterolpolyp in  der Gallen-
blase festgestellt wurde, im Übrigen aber die Sonomorphologie 
an Leber, Pankreas, Milz und beiden Nieren unauffällig war und 
retroperitoneal  keine  vergrösserten  oder  pathologisch  struktu-
rierten Lymphknoten nachgewiesen wurden.

• Den  Bericht  vom  31.  Januar  2007 des  Krankenhauses 
C._______ (act. 18 = act. 39),  betreffend den stationären Auf-
enthalt  des Beschwerdeführers  vom 10. August  2006 bis  zum 
23. August 2006 aufgrund einer akuten Appendicitis mit perity-
philitischem  Abszess,  nach  deren  operativen  Behandlung  der 
Versicherte in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen 
werden konnte.

• Den  Bericht  vom  10.  Januar  2007  des  Krankenhauses 
C._______ (act. 38), betreffend eine weitere stationäre Behand-
lung des Beschwerdeführers vom 11. Dezember 2006 bis zum 
24.  Dezember  2006  aufgrund  einer  Gallenkolik,  die  ebenfalls 
operativ mit unauffälligem Verlauf behandelt wurde.

• Den  Bericht  über  die  im  Diagnose  Zentrum  B._______  am 
24. Februar  2007  (act.  40)  durchgeführte  Sonographie  der 
Leber, der abführenden Gallenwege, des Pankreas, der beiden 
Nieren  sowie  des  Unterbauches,  die  abgesehen  von  einem 
möglichen  Hämangiom  im  rechten  Leberlappen  unauffällige 
Befunde ergab.

5.2 In  Würdigung  dieser  Unterlagen  erwähnte  Dr.  med.  D._______ 
vom RAD Rhone in  seinem Bericht  vom 19. Juli  2007  (act.  43)  als 
Hauptdiagnosen das eingeschränkte  Sehvermögen,  ein  Lumboverte-
bralsyndrom bei nur sehr geringen degenerativen Veränderungen so-

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wie  Schulterschmerzen  beidseitig  bei  geringen  degenerativen  Ver-
änderungen.  Er  kam  zum  Schluss,  dass  das  Rückenleiden  des 
Beschwerdeführers für sich alleine nicht "direkt" invalidisierend sei, da 
es  sich  vorwiegend  um funktionelle  Schmerzen  ohne  Vorliegen  we-
sentlicher  degenerativer  Veränderungen  handle.  Das  gleiche  gelte 
auch  für  die  Schulterschmerzen.  Invalidisierend  für  die  Tätigkeit  als 
Lastwagenfahrer  sei  indes  das  aufgrund  einer  Netzhautablösung  im 
Jahr  1999 eingeschränkte  Sehvermögen. Aus diesem Grund sei  der 
Versicherte seit dem Jahre 1999 als Lastwagenfahrer zu 100% arbeits-
unfähig. In  einer  angepassten  Tätigkeit  sei  er  dagegen  voll  arbeits-
fähig, wobei als funktionelle Einschränkungen die wechselnde Arbeits-
position,  das Heben von Gewichten bis  max. 15 kg,  der  Ausschluss 
von generell schweren Arbeiten oder Tätigkeiten, die ein gutes Sehver-
mögen benötigten, zu berücksichtigen seien. Er wies darauf hin, dass 
der Versicherte mit einer korrigierenden Sehhilfe ausgestattet sei, wo-
mit er ohne weiteres als Tierarzt-Assistent, also in seinem ursprünglich 
erlernten Beruf, arbeiten könnte. 

Da  der  Beschwerdeführer  seine  Tätigkeit  als  Lastwagenfahrer  vom 
22. Mai  2001 bis zum 1. Juli  2003 trotz der attestierten Arbeitsunfä-
higkeit  ausgeübt  hatte,  wurde  der  RAD-Arzt  erneut  um seine  Beur-
teilung  gebeten. Es  wurde  insbesondere gefragt,  ob  der  Versicherte 
aus medizinischer  Sicht  seine Kräfte überfordert  habe im Sinne von 
Rz. 2025 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit  in der 
Invalidenversicherung (KSIH, in der ab 1. Januar 2004 bis 31. Dezem-
ber 2007 gültig gewesenen Fassung). In seinem ergänzenden Bericht 
vom  25.  September  2007  (act.  46)  hielt  der  RAD-Arzt  Dr.  med. 
D._______ fest, die Behinderung, welche durch die Netzhautablösung 
und  das  daraus  resultierende  röhrenförmige  Sehen  entstanden  sei, 
könne  prinzipiell  nicht  mit  der  Tätigkeit  als  professioneller  Last-
wagenfahrer  vereinbart  werden.  Eine  Überforderung  der  Kräfte  im 
Sinne von Rz. 2025 KSIH liege aber nicht vor, vielmehr handle es sich 
um eine Nicht-Eignung. Bereits an dieser Stelle ist festzuhalten, dass 
diese  Einschätzung  angesichts  des  Augenleidens  des  Beschwer-
deführers  durchaus  nachvollziehbar  und  überzeugend  ist,  so  dass 
seine Tätigkeit als Lastwagenfahrer vom 22. Mai 2001 bis zum 1. Juli 
2003 nicht geeignet ist, die Wartezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG 
(in der bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) zu unterbrechen. 

5.3 Die Einschätzung des RAD-Arztes, wonach der Beschwerdeführer 
aufgrund seines Augenleidens in seiner bisher ausgeübten Tätigkeit zu 

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100%  arbeitsunfähig  sei,  in  einer  leidensangepassten  Verweisungs-
tätigkeit  unter  Berücksichtigung  der  erwähnten  funktionellen  Ein-
schränkungen indes zu 100% arbeiten könne, ist  nicht  zu beanstan-
den, ist sie doch nachvollziehbar, hinreichend begründet und steht in 
keinem  Widerspruch  zu  den  vorliegenden  ärztlichen  Berichten.  Die 
weiteren,  in  den  erwähnten  Berichten  gestellten  Diagnosen,  die  der 
RAD-Arzt nicht explizit erwähnt hat, sind invalidenversicherungsrecht-
lich zweifellos nicht relevant. 

5.4 Anlässlich  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  hat  der  Be-
schwerdeführer nebst älteren medizinischen Unterlagen auch diverse 
neuere  Untersuchungsberichte  vorgelegt.  Diese  sind  allerdings  nur 
insofern beachtlich, als sie Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand 
des  Beschwerdeführers  bis  zum Verfügungszeitpunkt  (11. Juli  2008) 
zulassen. 

5.4.1 Sowohl  der Bericht  vom 31. Januar 2007 betreffend die statio-
näre  Behandlung einer  Appendicitis  acuta  als  auch der  Bericht  vom 
10. Januar 2007 zur stationären Behandlung des Beschwerdeführers 
wegen  einer  Gallenkolik  befinden  sich  in  den  Vorakten  (vgl.  E.  5.1 
hiervor) und waren dem RAD-Arzt bekannt. Auch der Koloskopie-Be-
fund vom 13. Dezember 2006, wonach eine Sigmadivertikulose, meh-
rere  Rektumpolypen  sowie  ein  Sigmapolyp  diagnostiziert  wurden, 
wurde bereits im Bericht vom 10. Januar 2007 (act. 38) erwähnt, eben-
so  der  Gastroskopie-Befund vom 12. Dezember  2006. Ebenfalls  be-
kannt  war  der  Vorinstanz  der  Bericht  des  Diagnose  Zentrums 
B._______ vom 24. Februar 2007 über die durchgeführte Sonographie 
der  Leber,  der  abführenden  Gallenwege,  des  Pankreas,  der  beiden 
Nieren sowie des Unterbauches, die abgesehen von einem möglichen 
Hämangiom im rechten Leberlappen nichts Auffälliges ergab. 

5.4.2 Nicht  in  den Vorakten enthalten ist  der  Bericht  vom 2. August 
2007 des Krankenhauses C._______, wonach beim Beschwerdeführer 
die Entfernung der Polypen anlässlich eines stationären Aufenthaltes 
vom 24. bis 26. Juli 2007 erfolgte. Ebensowenig der neu eingereichte 
Bericht  vom 20.  Mai  2008  des  Krankenhauses  C._______  über  die 
Kontrollkoloskopie  am  14./15.  Mai  2008,  der  als  Diagnosen  die 
polypoide  Schleimhaut  im  Bereich  der  Anastomose,  hyperplast. 
Polypknospen im Rectum, ausgeprägte Sigmadivertikulose sowie Os-
teoporose (anamnest.) erwähnt, jedoch festhält, dass keine Dysplasien 
und auch keine Malignität festgestellt wurden. 

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Im Weiteren reichte  der  Beschwerdeführer  den Bericht  vom 7. März 
2007 des A._______ Ambulatoriums über eine am 22. Februar 2007 
durchgeführte Knochendichtemessung nach, welche eine Osteopenie 
und somit gegenüber der Voruntersuchung vom 14. April 2004 gar eine 
Befundverbesserung  ergab,  sowie  einen  Bericht  vom  29.  Mai  2008 
über  die  Makroskopie  eines  Fibroms mit  der  Diagnose Congenitaler 
Nävus (ohne Hinweise auf eine Entartung).

5.4.3  Die Vorinstanz hat die neu eingereichten medizinischen Unter-
lagen erneut dem RAD Rhone unterbreitet, der in seiner ergänzenden 
Stellungnahme vom 8.  Januar  2009  ausgeführt  hat,  die  neu  einge-
reichten Befunde und Berichte ergäben keine neuen invalidisierenden 
Aspekte.  Dementsprechend  hielt  die  Vorinstanz  an  ihrer  ursprüng-
lichen Beurteilung fest, wonach der Beschwerdeführer in seiner zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit  zwar 100% arbeitsunfähig sei,  dass aber leich-
tere, leidensangepasste Verweisungstätigkeiten noch vollschichtig aus-
übbar seien. 

Diese  Einschätzung  ist  für  das  Bundesverwaltungsgericht  nachvoll-
ziehbar und somit nicht zu beanstanden. Obschon sich die Unterlagen 
auf  gesundheitliche  Einschränkungen  vor  Erlass  der  angefochtenen 
Verfügung  beziehen  und  somit  grundsätzlich  zu  beachten  sind,  be-
treffen  sie  einerseits  eine  akute  Erkrankung,  die  bereits  behandelt  
worden ist, und bestätigen andererseits im Wesentlichen schon zuvor 
gestellte  Diagnosen,  deren  Auswirkungen  durch  den  RAD  Rhone 
bereits früher gewürdigt worden sind. Da auch die neuen Unterlagen 
keine  begründbaren  und  nachvollziehbaren  Rückschlüsse  auf  eine 
allfällige  Verminderung  der  Restarbeitsfähigkeit  des  Beschwerdefüh-
rers in  geeigneten Verweisungstätigkeiten zulassen,  sind sie  für  das 
vorliegende Verfahren ohne Belang.

5.4.4 Auch wenn der ebenfalls im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
eingereichte Kurzbericht vom 20. Dezember 2008 im Zusammenhang 
mit der Augenoperation vom 16. Dezember 2008 sich auf ein Ereignis 
nach  dem  massgeblichen  Zeitpunkt  (11.  Juli  2008)  bezieht,  ist  er 
grundsätzlich  geeignet,  Rückschlüsse  auf  den  Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers bis zum Verfügungszeitpunkt zuzulassen. Der 
Bericht  bestätigt  aber  nur  die  schon  seit  Jahren  bestehende  und 
bekannte Fehlsichtigkeit, die zur Annahme einer vollständigen Arbeits-
unfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Lastwagenfahrer geführt hat.  

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Darüber hinaus sind dem Bericht  keine Hinweise zu entnehmen, die 
– aufgrund der Sehbehinderung – auf eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit  auch  in  leidensangepassten  Verweisungstätigkeiten  hin-
weisen würden. 

6.
Der von der Vorinstanz durchgeführte Einkommensvergleich (act. 54) 
wird vom Beschwerdeführer nicht gerügt und ist nicht zu beanstanden. 
Aufgrund  der  Arbeitsbestätigung  vom  15.  Januar  2001  ging  die 
Vorinstanz  von  einem  durchschnittlichen  Lohn  von  umgerechnet 
€  1'919.74 pro Monat aus, der bis ins Jahr 2005 indexiert wurde, was 
ein monatliches Valideneinkommen von €  2'166.69 ergab. Zur Bestim-
mung des Invalideneinkommens stützte sich die Vorinstanz auf statis -
tische Zahlen Österreichs aus dem Jahr 2005 und ging von einem mo-
natlichen  Verdienst  von  €  1'376.22  (Durchschnittslohn  für  sonstige 
angelernte  Arbeitnehmer)  aus.  Bei  einer  vollschichtigen  Tätigkeit  in 
leichteren, leidensangepassten Tätigkeiten und unter Berücksichtigung 
eines  leidensbedingten  Abzugs von 15%,  der  den persönlichen  und 
beruflichen Umständen des Beschwerdeführers hinreichend Rechnung 
trägt,  resultierte  ein  Invalideneinkommen  von  €  1'169.79.  Korrekter-
weise hat die Vorinstanz hieraus einen Invaliditätsgrad von (gerundet) 
46% errechnet. Der Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch auf 
eine IV-Rente (vgl. E. 4.2 hiervor).

7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das Leistungs-
begehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat. Die Be-
schwerde ist daher vollumfänglich abzuweisen.

8.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung. 

8.1 Als  unterliegende  Partei  hat  der  Beschwerdeführer  die  Verfah-
renskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), die sich aus der Gerichts-
gebühr und den Auslagen zusammensetzen. Sie werden unter Berück-
sichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streitsache im vor-
liegenden Verfahren auf Fr. 400.–  festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, 
Art. 1, 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) und anteilsmässig mit dem in zwei Raten geleisteten Ver-
fahrenskostenvorschuss  von  insgesamt  Fr.  606.– (Fr.  378.–  und 

Seite 17

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Fr. 228.–)  verrechnet. Der  Restbetrag  von  Fr.  206.– wird  dem  Be-
schwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 
rückerstattet.

8.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr erwachsene und verhältnismässig 
hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bun-
desbehörde  hat  die  IVSTA jedoch  keinen  Anspruch auf  eine  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 400.– bestimmt.

Sie  werden  dem  Beschwerdeführer  auferlegt  und  anteilsmässig  mit 
dem bereits geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 606.– verrechnet. Der 
Restbetrag von Fr. 206.– wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils rückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. xxxxx)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Susanne Marbet Coullery

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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