# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 674b5f46-b2a4-5beb-921f-462ad2ccc25c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 12.05.2015 R 2014 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2014-87_2015-05-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 14 87

5. Kammer

Vorsitz Meisser
RichterIn Audétat, Moser 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 12. Mai 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG, 

Beschwerdeführerin
gegen 

Gemeinde X._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg, 

Beschwerdegegnerin 1
und

B._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder Cathomen, 

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Baueinsprache

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1. Am 30., mitgeteilt am 31. Oktober 2012, genehmigte die Regierung des 

Kantons Graubünden die von den Stimmberechtigten der Gemeinde 

X._____ anlässlich der Gemeindeversammlung vom 22. Februar 2012 

beschlossene Teilrevision der Ortsplanung, umfassend eine Teilrevision 

des Baugesetzes (Art. 38) in teilweiser Gutheissung der Planungsbe-

schwerde der A._____ AG vom 2. April 2012 mit folgender Auflage und 

folgenden Vorbehalten:

"a) Die Bauherrschaft und die Baubehörde der Gemeinde X._____ werden verpflich-
tet, für die Projektierung resp. Prüfung der zur Diskussion stehenden Bauvorha-
ben in der Wohn- und Gewerbezone die kommunale Bauberatung gemäss Art. 4 
BauG beizuziehen. Dabei wird ein Beizug der kantonalen Denkmalpflege emp-
fohlen.

b) Der Text der Fussnote zur Gebäudelänge (**) wird wie folgt angepasst (Anpas-
sung fett):
** Kann durch die Baubehörde auf maximal 100 m geändert werden, wenn dies 
aus betrieblichen Gründen erforderlich ist, einer zweckmässigen Ausnützung des 
Grundstücks dient, eine gestalterisch vertretbare Lösung vorliegt und keine 
überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen. 

c) Im Text der Fussnote zur Gebäudehöhe (***) wird das Wort "Silos" gestrichen."

Im Übrigen wurde die Planungsbeschwerde abgewiesen, soweit darauf 

eingetreten wurde. 

2. Die am 28. November 2012 dagegen erhobene Beschwerde der A._____ 

AG wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil 

R 12 168 vom 30. April 2013 ab. 

3. Am 7. November 2013 reichte die C._____ im Auftrag der Gemeinde 

X._____ (Bauherrschaft Fernheizzentrale/Schnitzelhalle) und der B._____ 

AG (Bauherrschaft Bergholzzentrum) die Baugesuche "Erweiterung Berg-

holzzentrum" (Baugesuch Nr. 2013-19) und "Neubau Fernheizzentra-

le/Umbau Schnitzelhalle" (Baugesuch Nr. 2013-20) auf Parzelle 1222 ein. 

Die Erweiterung des Bergholzzentrums hat gemäss Baugesuch eine ma-

ximale Gebäudehöhe von 9.7 m, eine maximale Gebäudelänge von 

29.56 m und eine maximale Gebäudebreite von 12.5 m. Der Neubau der 

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Fernheizzentrale und der Umbau der Schnitzelhalle haben eine maximale 

Gebäudehöhe von 6 m, eine maximale Gebäudelänge von 16.5 m und ei-

ne maximale Gebäudebreite von 12.5 m. Die Bauvorhaben wurden vom 

14. November bis 16. Dezember 2013 (Baugesuch Nr. 2013-20) bzw. 

vom 21. November bis 23. Dezember 2013 (Baugesuch Nr. 2013-19) öf-

fentlich aufgelegt. 

4. Dagegen erhob unter anderem die A._____ AG am 16. Dezember 2013 

Einsprache und beantragte die Ablehnung und Zurückweisung der Bau-

gesuche. Eventualiter sei die Zulassung für die "D._____" und die 

"G._____" (von heute 32 t) auf 11 t wie früher zurückzustufen. Die Wohn- 

und Industriezone sei durch eine neue externe Strasse zu erschliessen, 

notfalls sei ein neutrales Gutachten einzuholen. Die Gemeinde sei aufzu-

fordern, Alternativprojekte für die Fernwärmezentrale zu prüfen und der 

Legislative zu unterbreiten. 

5. Am 22. Januar 2014 gingen bei der Gemeinde X._____ revidierte Pläne, 

datiert vom 16. Januar 2014, ein. Der Situationsplan enthält neu den be-

stehenden Bauteil 94B und den bestehenden offenen Holzlagerplatz. Neu 

ist zudem die Überdachung der Fernheizzentrale vorgesehen. Im Grund-

rissplan sind neu die − bestehende, weil schwarz kolorierte − Grube für 

den Hacker/Förderschnecke sowie die neu vorgesehene Überdachung 

der Fernheizzentrale eingezeichnet. Gemäss Fassadenplan weist das 

neue Kamin eine analoge Höhe wie das Bestehende auf. Der Fassaden-

plan Nordwest zeigt die neu vorgesehene Eindeckung der Fernheizzen-

trale. Zudem ist im Fassadenplan Nordwest das bestehende Gebäude 

ganz rechts neu mit Fenstern vorgesehen. Auch im Längsschnitt Vor-

platz/bestehende Halle/Fernheizzentrale sieht man die neu vorgesehene 

Eindeckung der Fernheizzentrale. 

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6. Am 28. Mai 2014 bewilligte die Baukommission der Gemeinde X._____ 

das Baugesuch gemäss den Baueingabeplänen vom 16. Januar und 

1. Februar 2014 unter Bedingungen und Auflagen und wies die Einspra-

che der A._____ AG sowie die weiteren gegen die beiden Baugesuche 

eingegangenen Einsprachen ab, soweit sie darauf eintrat. Dabei stellte 

die Baukommission den Einsprechern folgende Dokumente zu: Stellung-

nahme des Projektverfassers vom 24. Januar 2014 zu den Einsprachen, 

Anhang zur Baueingabe (undatiert, bei der Gemeinde eingegangen am 

16. Januar 2014), Baubeschrieb vom 14. Januar 2014, AZ-Berechnung 

vom 20. Januar 2014, Baupläne vom 16. Januar und 1. Februar 2014, 

Stellungnahme der Bauberaterin vom 31. Januar 2014, Entscheid des 

Amtes für Natur und Umwelt (ANU) vom 17. April 2014 (Zustimmung zur 

Holzschnitzelheizung). 

7. Die dagegen von der A._____ AG am 20. Juni 2014 erhobene Einsprache 

mit den Anträgen auf Ablehnung, Zurückweisung und Neuüberarbeitung 

der Baugesuche Nr. 2013-20 und 2013-19 wies der Gemeindevorstand 

X._____ mit Entscheid vom 12., mitgeteilt am 15. August 2014, ab. 

8. Dagegen erhob die A._____ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 

19. September 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte die Aufhebung des Beschlusses der Bau-

kommission und des Beschlusses des Gemeindevorstandes. Die Baube-

willigung sei aufzuheben. Die Bauvorhaben seien neu aufzulegen und 

neu zu publizieren. Alle Aspekte der Sicherheit von Personen gemäss 

Einsprache vom 16. Dezember 2014 (recte: 2013) in Sachen Schadens-

begrenzung der öffentlichen Nebenstrasse D._____, der G._____ und der 

historischen Bauten sollten gewürdigt werden, ebenso die Werte des UN-

ESCO-Welterbes in Anbetracht der direkten Grenzzone. Die Rechnung 

der Gemeinde, lautend auf E._____, sei aufzuheben bzw. als nicht zuläs-

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sig zu erklären. Die Verfahrenskosten seien der Gemeinde X._____ anzu-

lasten. 

• Der Eingang ihrer Einsprache vom 16. Dezember 2013 sei ihr von der 
Gemeinde nie bestätigt worden.

• Die von der Baukommission am 28. Mai 2014 genehmigten Projekte 
entsprächen nicht den aufgelegten Plänen. Es handle sich um am 
16. Januar 2014 revidierte Pläne. Diese revidierten Pläne seien mit von 
der Beschwerdeführerin verlangten Änderungen teilweise angepasst 
worden. Dabei handle es sich um keine geringfügigen Projektänderun-
gen gemäss KRVO. Zudem seien die revidierten Pläne vom 16. Januar 
2014 nicht öffentlich aufgelegt worden. Es genüge nicht, wenn sie mit 
dem Einspracheentscheid der Baukommission den Einsprechern zuge-
stellt worden seien. Dies komme einem Diktat gleich, das den Einspre-
chern eine neue Aktenuntersuchung bzw. Einsprache verhindere und 
diesen den weiteren Rechtsweg an das Verwaltungsgericht zwingend 
auferlege.

• Das Baugespann sei schon vor dem 16. Januar 2014 entfernt worden 
und müsse, inkl. der Profile für die Kamine, wieder erstellt werden. 

• Des Weiteren seien ihre Begründungen von der Baukommission nicht 
gewürdigt worden. Zudem sei die Rechnung der Gemeinde an E._____ 
persönlich gegangen statt an die Beschwerdeführerin, was nicht zuläs-
sig sei. Sodann habe sie die Gemeinde betreffend Vorschläge im Zu-
sammenhang mit der Sanierung der Fernheizzentrale nicht angehört. 
Es sei eine Petition von der IG Fernwärme X._____ lanciert und es sei-
en schon 100 Unterschriften gesammelt worden. Schliesslich hätten die 
laufenden Verhandlungen mit dem EWZ betreffend einen Contracting-
Vertrag grosse Vorbehalte hinsichtlich einer Einigung ergeben.

9. Die Gemeinde X._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) schloss in 

ihrer Vernehmlassung vom 13. Oktober 2014 auf Abweisung der Be-

schwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Die Beschwerde sei 

für dringlich zu erklären. 

• Es gäbe keine Rechtsgrundlage, wonach die Gemeinde verpflichtet sei, 
den Eingang einer Einsprache zu bestätigen.

• Zwar seien die ursprünglichen Baueingabepläne vor dem Entscheid der 
Baukommission noch ergänzt und teilweise leicht geändert worden. Wie 
die Beschwerdeführerin aber selber einräume, seien mit den Änderun-

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gen und dem Nachreichen von Unterlagen gerade auch ihre Forderun-
gen erfüllt worden. Ihr sei daraus kein rechtlich relevanter Nachteil er-
wachsen. Die heutige Beschwerdeführerin habe sämtliche nachgereich-
ten bzw. abgeänderten Unterlagen zusammen mit dem Entscheid der 
Baukommission erhalten und es seien ihr keine Verfahrenskosten auf-
erlegt worden. Sie habe die missliebigen Entscheide sachgerecht an-
fechten können. Deshalb habe der Gemeindevorstand von einer Rück-
weisung abgesehen.

• Das Baugespann habe während der Zeit der öffentlichen Auflage ge-
standen. Wegen der Schneeräumung sei es zeitweise entfernt, am 
17. Januar 2014 jedoch wieder angebracht worden.

• Des Weiteren seien die Baukommission und der Gemeindevorstand auf 
die Begründungen der Beschwerdeführerin, soweit möglich, eingegan-
gen. Die fehlerhaft adressierte Rechnung werde ersetzt. Anfechtungs-
objekt sei indes nicht die Rechnung, sondern der Einspracheentscheid 
des Gemeindevorstandes, welcher diesbezüglich korrekt gefasst sei, 
indem die Kosten den Einsprechenden und damit unter anderem der 
heutigen Beschwerdeführerin auferlegt worden seien. Schliesslich wür-
den die Ziffern 4.7 - 4.10 der Beschwerde nicht in Frage stellen, dass 
das Baugesuch den anwendbaren Vorschriften entspreche. Darauf 
könne nicht eingetreten werden, ebenso wenig auf Forderungen betref-
fend die Tieferlegung von Gewichtslimiten auf Strassen und Strassen-
abschnitten. Zudem würden mit dem Bauvorhaben deutliche Reduktio-
nen von Transportfahrten einhergehen.

10. Die B._____ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin 2) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 30. Oktober 2014 (Poststempel) die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. 

• Die Vertretungsbefugnis von E._____ für die Beschwerdeführerin sei 
von Amtes wegen zu prüfen. Weiter sei die Legitimation der Beschwer-
deführerin im Baubewilligungsverfahren nicht gegeben. 

• In materieller Hinsicht argumentiert die Beschwerdegegnerin 2 weitge-
hend identisch wie die Beschwerdegegnerin 1. 

11. Am 24. November 2014 hielt die Beschwerdeführerin replicando an ihren 

Anträgen fest. 

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• Die nachgereichte Beschwerde sei vom Verwaltungsratspräsidenten, 
die Replik von einem Mitglied des Verwaltungsrates der Beschwerde-
führerin mitunterzeichnet worden.

• Die personelle Besetzung der Baukommission für den Baubewilli-
gungsentscheid habe nicht Art. 3 BG entsprochen. Der Baukommissi-
onspräsident hätte in Ausstand treten müssen. Ein Stellvertreter sei 
nicht beigezogen worden und zwei Mitglieder seien nicht beschluss-
fähig.

• Die Dringlichkeit der Anlageerneuerung für die Fernwärme sei nicht ge-
geben, zumal die Anlage ihre Funktion nach wie vor erfülle. 

• Das Gebiet liege im Schutzbereich des UNESCO-Welterbes und sei un-
ter diesem besonderen Aspekt zu bewerten.

• Es gebe weder im ersten noch im zweiten Bauprojekt Informationen 
über die Einhaltung der Lärmvorschriften. 

• Die Verkehrsverhältnisse auf der sehr engen Zufahrtsstrasse D._____ 
seien für Fussgänger gefährlich. Es komme weniger auf das zu erwar-
tende Verkehrsaufkommen als die Grösse der zirkulierenden Fahrzeu-
ge an. Ursprünglich habe man im Dorfzentrum zudem eine ruhige Be-
gegnungszone gewollt. Die jetzt zugelassene Tonnage von 32 t laufe 
dem zuwider und verursache starke Schäden an Fassaden und Fun-
damenten.

• Das neue Bauprojekt sei nicht identisch mit dem Situationsplan gemäss 
öffentlicher Urkunde vom 4. Juni 2012, abgeschlossen zwischen der 
Beschwerdegegnerin 1 und 2. Die vereinbarten Zufahrten kollidierten 
mit den Installationen. Der Vertrag vom 4. Juni 2012 sei eine Voraus-
setzung gewesen, um das zweite Projekt vom 16. Januar 2014 konform 
mit dem Baugesetz zu gestalten (Parkplätze, Zufahrtsstrasse, Fuss- 
und Fahrwegrechte etc.). Dieser hätte im ersten Projekt gefehlt. Der 
Gemeindevorstand sei am 4. Juni 2012 nicht legitimiert gewesen, den 
Vertrag mit der Beschwerdegegnerin 2 abzuschliessen. Dafür berufe 
man sich auf einen Beschluss der Gemeindeversammlung vom 2. April 
2012. Dieser Vertrag sei als ungültig zu erklären, weil diese Geschäfte 
für die Gemeindeversammlung vom 2. April 2012 nicht traktandiert ge-
wesen seien und somit der Beschluss nicht zustande gekommen sei. 
Der Vertrag müsse ediert werden.

12. Am 25. November 2014 verlangte die Beschwerdeführerin die Edition 

weiterer Unterlagen (Einladung und Protokoll der Gemeindeversammlung 

vom 2. April 2012, Vertrag vom 4. April [recte: Juni] 2012).

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13. Am 1. Dezember 2014 (Poststempel) reichte die Beschwerdeführerin dem 

streitberufenen Gericht noch weitere Unterlagen (E-Mail-Verkehr über ei-

ne stattgefundene Besprechung zwischen den Parteien und ihren Vertre-

tern vom 24. November 2014) ein. 

14. Am 9. Dezember 2014 (Poststempel) verlangte die Beschwerdeführerin 

den Erlass einer superprovisorischen Verfügung betreffend Gemeindeab-

stimmung im Dezember 2014. Diese sei auszusetzen, bis die Rechtslage 

hinsichtlich Berechtigung des Gemeindevorstands zum Abschluss des 

Vertrages vom 4. Juni 2012 geklärt sei. Dieser Antrag wurde den Be-

schwerdegegnerinnen am 3. (recte: 10.) Dezember 2014 zur Stellung-

nahme zugestellt, was gleichzeitig die Ablehnung des Gesuchs um Erlass 

einer superprovisorischen Verfügung darstellte.

15. Am 19. Januar 2015 hielt die Beschwerdegegnerin 2 duplicando an ihren 

Anträgen fest. 

• Die Bauherrschaft habe die Hackeranlage zur Herstellung der Holz-
schnitzel im Hinblick auf die Vorgaben der LSV und der arbeitsschutz-
rechtlichen Bestimmungen einer Lärmprüfung unterworfen. Aufgrund 
der Empfehlung der Lärmexpertin habe man sich zu lärmdämmenden 
Massnahmen entschlossen. Der Schacht des Hackers werde vollstän-
dig in Stahlbetonbauweise geschlossen ausgeführt. Der Deckel sei für 
Wartungs- und Reparaturarbeiten demontierbar. Damit würden die Vor-
gaben der Lärmschutzverordnung erfüllt.

• Der Lärm des Lastwagenverkehrs durch die D._____ nehme gegenüber 
heute ab, weil das Holz in Zukunft auf dem Betriebsgelände gelagert 
und verarbeitet werden könne.

• Die Beschwerdeführerin behaupte, der Gemeindevorstand habe der 
Beschwerdegegnerin 2 zwei Dienstbarkeiten eingeräumt, ohne hierfür 
durch die Gemeindeversammlung ermächtigt worden zu sein. Dies 
könne das Gericht bei der Prüfung eines Baugesuchs nicht prüfen.

• Aufgrund der gesetzlichen Grundlagen sowie dem Urteil des Verwal-
tungsgerichtes des Kantons Graubünden R 13 52 vom 25. Februar 
2014 sei die Baukommission auch beschlussfähig, wenn nur zwei statt 
drei Personen einen Entscheid fällten.

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16. Am 26. Januar 2015 hielt die Beschwerdegegnerin 1 duplicando an ihren 

Anträgen fest. 

• Die kommunale Bauberatung und die kantonale Denkmalpflege hätten 
das Bauvorhaben beurteilt und sich damit einverstanden erklärt. Das 
Bauvorhaben sei auch in gestalterischer Hinsicht bewilligungsfähig. Das 
UNESCO-Welterbe stehe dem nicht entgegen. Die diesbezüglich ver-
langte Bewertung sei positiv ausgefallen.

• Die Transportfahrten nähmen ab. Die Holztransporte würden die Bau-
substanz nicht beschädigen. Die Strassen seien für ein Höchstgewicht 
von 32 t zugelassen. Zudem würden die Transporte nicht an den Lie-
genschaften der Beschwerdeführerin vorbeiführen. 

• Die Beschwerdeführerin habe in ihrem ersten Nachtrag zur Replik die 
Edition von Unterlagen betreffend die Gemeindeversammlung vom 
2. April 2012 verlangt. Diese lege sie ins Recht. Die Ermächtigung zum 
Abschluss des Vertrages mit der B._____ AG sei ordnungsgemäss 
traktandiert gewesen. Der Vertrag steht in unmittelbarem Zusammen-
hang mit dem Neubau der Fernheizzentrale, weshalb keine Pflicht be-
standen habe, diesen separat zu traktandieren. Diese Argumente hät-
ten ohnehin mittels Stimmrechtsbeschwerde gerügt werden müssen. 
Die dafür geltende Frist sei indes längst abgelaufen. Zudem sei die Be-
schwerdeführerin als juristische Person nicht stimmberechtigt, ebenso 
wenig deren nicht in X._____ wohnhafte Vertreter E._____. Schliesslich 
würden auch die bestehenden Zufahrten, welche durch Dienstbarkeiten 
gesichert seien, durch das Bauvorhaben nicht beeinträchtigt.

17. Am 7. Februar 2015 (Poststempel) verlangte die Beschwerdeführerin 

noch zwei Unterlagen zur Edition. 

18. Mit zwei separaten Eingaben vom 9. Februar 2015 nahm die Beschwer-

deführerin zu den Dupliken der Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 Stellung 

und wiederholte und vertiefte ihre Argumentation. 

19. Mit Schreiben vom 10. Februar 2015 führte die Beschwerdegegnerin 1 

aus, sie habe die von der Beschwerdeführerin zur Edition verlangten Un-

terlagen betreffend Gemeindeversammlung vom 2. April 2012 bereits zu-

sammen mit der Duplik am 26. Januar 2015 eingereicht. Der damalige 

Vertrag datiere im Übrigen vom 4. Juni 2012 und nicht, wie in der Duplik 

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versehentlich geschrieben, vom 4. April 2012 und auch nicht, wie von der 

Beschwerdeführerin versehentlich geschrieben, vom 4. Juni 2014.

20. Am 11. März 2015 (Poststempel) nahm die Beschwerdeführerin nochmals 

Stellung zu sämtlichen von der Beschwerdegegnerin 1 eingereichten Un-

terlagen, welche ihr am 3. März 2015 nochmals zugestellt worden waren. 

Die Eingabe war nicht unterzeichnet. Am 12. März 2015 reichte die Be-

schwerdeführerin die unterzeichnete Eingabe nach. Darin bekräftigte und 

wiederholte die Beschwerdeführerin erneut ihren Standpunkt.

21. Am 8. April 2015 führte das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

einen Augenschein an Ort und Stelle durch, an welchem von Seiten der 

Beschwerdeführerin E._____, von Seiten der Beschwerdegegnerin der 

Gemeindepräsident, der Projektverfasser, der Leiter für Forst- und Werk-

betriebe, der Leiter vom Bauamt und die Bauberaterin, vertreten durch ih-

ren Rechtsanwalt sowie von Seiten der Beschwerdegegnerin 2 H._____, 

vertreten durch ihren Rechtsanwalt, anwesend waren. Allen Anwesenden 

wurde dabei an fünf verschiedenen Standorten Gelegenheit geboten, sich 

anhand der Örtlichkeiten auch noch mündlich zu den aufgeworfenen Fra-

gen zu äussern, wovon allseits Gebrauch gemacht wurde. E._____ reich-

te dem Gericht im Verlaufe des Augenscheins noch einen Parzellenplan, 

diverse Baupläne, den Entscheid des ANU hinsichtlich Luftverunreinigung 

vom 17. April 2014, eine Schadenanzeige betr. Haus F._____ sowie di-

verse Fotografien ein. Seitens des Gerichtes wurden überdies noch 17 

Fotografien von den örtlichen Verhältnissen erstellt und zu den Akten ge-

nommen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf das Ergebnis des Au-

genscheins wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

kommunale Einspracheentscheid vom 12., mitgeteilt am 15. August 2014, 

mit welchem die Beschwerdegegnerin 1 den Bau- und Einspracheent-

scheid der kommunalen Baukommission vom 28. Mai 2014 bestätigt und 

gleichzeitig die Einsprache der heutigen Beschwerdeführerin abgewiesen 

hat. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 1 die 

Baugesuche Nr. 2013-19 und 2013-20 zu Recht gemäss den revidierten 

Baueingabeplänen vom 16. Januar und 1. Februar 2014 bewilligt hat. 

2. a) Vorab ist die Frage der Legitimation der Beschwerdeführerin zu klären. 

Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; 

SR 700) lautet wie folgt:

Art. 33 Kantonales Recht
1. (…)
2. (…)
3. Es (das kantonale Recht) gewährleistet

a. die Legitimation mindestens im gleichen Umfang wie für die Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht,

b. die volle Überprüfung durch wenigstens eine Beschwerdebehörde.
4. (…)

Der Verweis im eben zitierten Artikel auf die Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten betrifft seit dem Inkrafttreten des Bundesge-

setzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) und des Bundesge-

setzes über das Bundesverwaltungsgericht (VGG; SR 173.32) am 1. Ja-

nuar 2007 die Legitimationsbestimmungen von Art. 89 BGG i.V.m. 

Art. 111 Abs. 1 und 2 BGG. Damit gelten die Legitimationserfordernisse, 

die Lehre und Rechtsprechung zu diesen Vorschriften entwickelt haben, 

auch für das kantonale Rechtsmittelverfahren, auf das Art. 33 RPG an-

wendbar ist (vgl. AEMISEGGER/HAAG, in: AEMISEGGER/KUTTLER/MOOR/RUCH 

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[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung [RPG], 

Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 33 Rz. 53 mit weiteren Hinweisen). Die 

Legitimation zur Beschwerdeerhebung gemäss Art. 50 des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) muss folglich den 

Anforderungen der Legitimation zur Beschwerdeerhebung gemäss Art. 89 

Abs. 1 BGG genügen.

b) Das Bundesgericht umschreibt die Legitimation im Sinne von Art. 89 

Abs. 1 BGG in Bezug auf die erforderliche räumliche Nähe zu Streitge-

genstand bildenden Bauprojekten wie folgt (Urteil des Bundesgerichts 

1C_236/2010 vom 16. Juli 2010, E.1.3 f.):

„Zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht 

ist gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren 

teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a), durch den 

angefochtenen Entscheid besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges In-

teresse an dessen Aufhebung oder Änderung besitzt (lit. c). Verlangt ist somit ne-

ben der formellen Beschwer, dass der Beschwerdeführer über eine spezifische 

Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt und einen praktischen Nutzen aus der 

Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids zieht. Die Nähe der Be-

ziehung zum Streitgegenstand muss bei Bauprojekten insbesondere in räumlicher 

Hinsicht gegeben sein. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächli-

che oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers durch den Ausgang des Ver-

fahrens beeinflusst werden kann (vgl. Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalre-

vision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4236). Die Voraussetzungen von 

Art. 89 Abs. 1 lit. b und lit. c BGG hängen eng zusammen. Es kann insoweit an die 

Grundsätze, die zur Legitimationspraxis bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

nach Art. 103 lit. a das Bundesrechtspflegegesetzes (OG; ausser Kraft) entwickelt 

worden sind, angeknüpft werden (BGE 133 II 400 E.2.2 S. 404 f. mit Hinweisen).

Die Behauptung allein, jemand sei von den Folgen einer Baubewilligung betroffen, 

genügt nicht, um die Beschwerdebefugnis zu begründen. Vielmehr muss aufgrund 

des konkreten Sachverhalts das besondere Berührtsein und das schutzwürdige In-

teresse glaubhaft erscheinen, ansonsten stünde jedermann die Beschwerdebe-

rechtigung zu, der eine unzutreffende Behauptung aufstellt. Dies liefe im Ergebnis 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=r%E4umliche+N%E4he&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-400%3Ade&number_of_ranks=0

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auf eine unzulässige Popularbeschwerde hinaus. Ein Kriterium für die Beurteilung 

der Beschwerdebefugnis eines Nachbarn ist die räumliche Nähe seines Grunds-

tücks zum umstrittenen Bauvorhaben, wobei es nicht auf abstrakt bestimmte Di-

stanzwerte ankommt. Das Beschwerderecht wird aber in der Regel anerkannt, 

wenn die Liegenschaft des Nachbarn unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt 

oder allenfalls nur durch einen Verkehrsträger davon getrennt wird (BGE 121 II 171 

E.2b S. 174 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 1A.98/1994 vom 28. März 

1995 E.2b, in: ZBl 96/1995 S. 528 f.; Heinz Aemisegger/Stephan Haag, Kommen-

tar zum RPG, Zürich 2010, Art. 33 Rz. 57 ff.).

Liegt diese besondere Beziehungsnähe in räumlicher Hinsicht vor, braucht das An-

fechtungsinteresse nicht mit dem Interesse übereinzustimmen, das durch die von 

der beschwerdeführenden Person als verletzt bezeichneten Normen geschützt wird 

(vgl. Peter Karlen, Das neue Bundesgerichtsgesetz, 2006, S. 52; 

Beusch/Moser/Kneubühler, Ausgewählte prozessrechtliche Fragen im Verfahren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht, ZBl 2008 S. 15 f.). Der Nachbar kann mithin 

die Überprüfung eines Bauvorhabens im Lichte all jener Rechtssätze verlangen, 

die sich rechtlich oder tatsächlich in dem Sinne auf seine Stellung auswirken, dass 

ihm im Falle des Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht. Nicht zulässig ist hin-

gegen das Vorbringen von Beschwerdegründen, mit denen einzig ein allgemeines 

öffentliches Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt wird (BGE 

133 II 249 E.1.3.2 S. 253), ohne dass dem Beschwerdeführer im Falle des Obsie-

gens ein Vorteil entsteht. Das Element des praktischen tatsächlichen Nutzens bil-

det somit ein wichtiges Eintretenskriterium, mit welchem ein "Ausufern" der Be-

schwerdemöglichkeiten verhindert werden kann (Heinz Aemisegger, Erste Erfah-

rungen mit dem Bundesgerichtsgesetz, in: Jusletter vom 10. November 2008 N. 52 

und 65, www.weblaw.ch, besucht am 14. Juli 2010).“

c) Für das Verfahren vor Verwaltungsgericht gilt gemäss Art. 11 Abs. 1 VRG 

die Untersuchungsmaxime, d.h. der Sachverhalt ist von Amtes wegen zu 

ermitteln. Folglich muss auch das Vorliegen der Voraussetzungen der 

Beschwerdelegitimation von Amtes wegen geprüft werden. Daraus folgt, 

dass der Entscheid der Vorinstanz über das Vorliegen der 

Voraussetzungen der Legitimation das Gericht nicht bindet. Vorliegend 

hat die Beschwerdeführerin zwar am Verfahren vor der Vorinstanz 

teilgenommen und hat ihre Beschwerdeschrift vom 19. September 2014 − 

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- 14 -

zumindest die als Beilage zur Replik eingereichte Version − und die 

Replik vom 24. November 2014 von den jeweils 

einzelzeichnungsberechtigten Mitgliedern des Verwaltungsrates 

unterzeichnen lassen, was grundsätzlich als Vollmacht akzeptiert werden 

kann. Fraglich ist indessen, ob die Beschwerdeführerin durch den 

angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges 

Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung besitzt, mit anderen 

Worten ausgedrückt, ob die bei Bauprojekten vorausgesetzte Nähe der 

Beziehung zum Streitgegenstand in räumlicher Hinsicht gegeben ist.

3. a) Wie ein Überblick über die Rechtsprechung des Bundesgerichtes zur Le-

gitimation von Dritten in Bezug auf die räumliche Distanz der Liegenschaf-

ten von Beschwerdeführern zum Bauvorhaben zeigt, verneinte das Bun-

desgericht die Beschwerdelegitimation bereits bei einer räumlichen Nähe 

von 130 bis 200 Meter bei fehlender Immissionszunahme (vgl. den Über-

blick über die Rechtsprechung des Bundesgerichtes zur Legitimation von 

Dritten in Bezug auf die räumliche Distanz ihrer Liegenschaft zum infrage 

stehenden Bauvorhaben in: AEMISEGGER/HAAG, a.a.O., Art. 33 Rz. 58 ff.).

b) Vorliegend befinden sich die beiden Liegenschaften der Beschwerdefüh-

rerin (Parzellen 748 und 82) unstreitig rund 130 m von den Bauprojekten 

entfernt. Dazwischen liegt ein talartiger Geländeeinschnitt, durch den die 

Albula fliesst. Der Augenschein hat zutage gebracht, dass die Beschwer-

deführerin − wenn überhaupt − höchstens vom Balkon ihrer Liegenschaf-

ten aus Sichtkontakt zum Baustandort hat, kaum aber von der vor den 

Liegenschaften durchführenden Strasse aus. Eine nachbarschaftliche Be-

ziehung kann vor diesem Hintergrund nicht angenommen werden. 

c) Des Weiteren sind − im Gegensatz zum heutigen Zustand − keine Immis-

sionen (Lärm und Luftverunreinigungen) zu erwarten, welche die Liegen-

schaften der Beschwerdeführerin irgendwie beeinträchtigen könnten. An-

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ders als noch bei der Beschwerde gegen die Ortsplanungsrevision, wo 

man diesbezüglich aufgrund der abstrakten Gefährdung der beschwerde-

führerischen Liegenschaften durch Immissionen aus einer Wohn- und 

Gewerbezone noch keine abschliessende Erkenntnis gewinnen konnte 

und deshalb auf das Baubewilligungsverfahren verwies, können nun so-

wohl Lärm als auch Luftverunreinigungen ausgeschlossen werden. Denn 

einerseits hat das ANU am 17. April 2014 der Anlage unter den Aspekten 

der Luftreinhaltung (LRV) und der Abfallentsorgung unter Bedingungen 

und Auflagen zugestimmt. Anderseits hat die Lärmschutzexpertin mit 

Schreiben vom 6. Januar 2015 bestätigt, dass eine geschlossene Stahl-

beton-Bauweise des Schachtes des Hackers mit einer Betonstärke von 

15 cm für das Erreichen des geforderten Schalldämmwertes ausreichend 

sei. Damit sind die Grenzwerte von 60 dB(A) eingehalten. Anzufügen ist, 

dass gemäss Art. 38 des Baugesetzes der Gemeinde X._____ (BG; Zo-

nenschema) für die Bauparzelle die Empfindlichkeitsstufe III gilt und somit 

mässig störende Betriebe im Sinne von Art. 45 Abs. 2 lit. b BG erlaubt 

sind. Schon die Regierung hat in ihrem Entscheid vom 30., mitgeteilt am 

31. Oktober 2012 (Protokoll Nr. 1039), festgehalten, dass mit der geplan-

ten Erweiterung und der damit verbundenen Modernisierung der Anlagen 

die Emissionen verringert und nicht vergrössert würden (vgl. E.2 S. 6 des 

erwähnten Regierungsentscheids), was sich jetzt bestätigt hat, und wovon 

offensichtlich auch die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 9. Fe-

bruar 2015 an das Gericht selber ausgeht, wenn sie schreibt, dass die 

Heizanlage der Betreiberin schon seit anfangs 2012 gegen die gültigen 

Vorschriften verstosse. 

d) Schliesslich führt der von der Beschwerdegegnerin 2 verursachte Last-

wagenverkehr − wovon sich das Gericht anlässlich des Augenscheins 

vom 8. April 2015 überzeugen konnte − nicht an den beschwerdeführeri-

schen Liegenschaften vorbei, sondern erfolgt vielmehr über die D._____. 

Zudem bringt das vorliegend zur Diskussion stehende Bauprojekt auch 

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eine deutliche Reduktion des Lastwagenverkehrs mit sich. Denn im Ge-

gensatz zur heutigen Situation kann das für die Fernheizung zu verarbei-

tende Restholz gänzlich auf dem Betriebsareal gelagert und verarbeitet 

werden, wodurch zahlreiche Transportfahrten entfallen. Demgegenüber 

muss das Sägereirestholz heute zu einem Grossteil ausserhalb des Are-

als gelagert werden, bevor es gehackt und in der Heizzentrale verfeuert 

werden kann, was mit einer Vielzahl von Transportfahrten verbunden ist. 

e) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen erhellt, dass die 

Beschwerdeführerin durch das Bauvorhaben nicht mehr berührt ist als die 

Allgemeinheit. Insbesondere zöge die Beschwerdeführerin durch eine 

Gutheissung der Beschwerde bzw. durch eine Verweigerung der Baube-

willigung keinen praktischen Nutzen, mithin weder rechtliche noch fakti-

sche Vorteile. Auf die Beschwerde ist somit mangels Legitimation der Be-

schwerdeführerin nicht einzutreten. 

f) Damit erübrigt sich die Prüfung der Frage, ob der für die Beschwerdefüh-

rerin nicht zeichnungsberechtigte und auch nicht im Anwaltsregister ein-

getragene E._____ überhaupt für die Beschwerdeführerin vertretungsbe-

fugt ist. Des Weiteren erübrigen sich sowohl weitere Ausführungen zu den 

von der Beschwerdeführerin erhobenen materiellen Rügen als auch zum 

beschwerdeführerischen Antrag auf Aufhebung der auf E._____ lauten-

den Rechnung der Beschwerdegegnerin 1 für das vorinstanzliche Ein-

spracheverfahren, da die Beschwerdegegnerin 1 in ihrer Vernehmlassung 

vom 13. Oktober 2014 eingestanden hat, dass die Rechnung ganz offen-

sichtlich aus Versehen an E._____ statt an die Beschwerdeführerin selber 

ausgestellt worden sei, dieses Versehen aber in den nächsten Tagen 

durch Zustellung einer neuen, korrekt ausgestellten Rechnung korrigiert 

werde. 

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4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten der Beschwerdeführerin. Diese hat die 

anwaltlich vertretene, obsiegende Beschwerdegegnerin 2 nach Art. 78 

Abs. 1 VRG zudem aussergerichtlich zu entschädigen. Der Rechtsvertre-

ter der Beschwerdegegnerin 2 hat mit Schreiben vom 29. Januar und 

10. April 2015 ein Honorar von gesamthaft Fr. 5'946.50 (= 21 Std. 55 Min. 

à Fr. 240.-- [= Fr. 5'260.--], zuzüglich Barauslagen von Fr. 246.-- und 8 % 

MWST von Fr. 5'506.-- [= Fr. 440.50]) geltend gemacht. Der geltend ge-

machte Arbeitsaufwand von 21 Std. 55 Min. sowie die geltend gemachten 

Barauslagen erscheinen dem Gericht als angemessen. Hinsichtlich der 

geltend gemachten Mehrwertsteuer von Fr. 440.50 gilt es indes zu beach-

ten, dass die mehrwertsteuerpflichtige Beschwerdegegnerin 2 die an sei-

nen für geschäftlich begründete Zwecke beauftragten Anwalt geleisteten 

Mehrwertsteuern als Vorsteuern von ihrer eigenen Mehrwertsteuerrech-

nung abziehen kann (vgl. Art. 28 ff. des Bundesgesetzes über die Mehr-

wertsteuer [MWSTG; SR 641.20]; Eidgenössische Steuerverwaltung 

ESTV, MWST-Branchen-Info 19, Gemeinwesen, Bern 2010, Rz. 80; SU-

TER/VON HOLZEN, in: SUTTER-SOMM/HASENBÖHLER/LEUENBERGER [Hrsg.], 

Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 95 Rz. 39). Eine solche Partei erleidet mithin 

durch die Mehrwertsteuer gar keinen zu entschädigenden Schaden, da 

sie mit deren Bezahlung gleichzeitig (bzw. in der gleichen Periode) einen 

gleich hohen geldwerten liquiden und sicheren Anspruch gegenüber der 

Mehrwertsteuerverwaltung erwirbt. Der für die Mehrwertsteuer eingesetz-

te Betrag von Fr. 440.50 ist somit von der zugesprochenen Parteien-

tschädigung in Abzug zu bringen, woraus eine von der Beschwerdeführe-

rin an die Beschwerdegegnerin 2 zu bezahlende aussergerichtliche Ent-

schädigung von Fr. 5'506.-- (= Fr. 5'946.50 - Fr. 440.50) resultiert. Bund, 

Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrau-

ten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 

Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wir-

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kungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, 

weshalb der obsiegenden Beschwerdegegnerin 1 keine Parteientschädi-

gung zusteht. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Auf die Beschwerde R 14 87 wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 409.--

zusammen Fr. 3'409.--

gehen zulasten der A._____ AG und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen.

3. Die A._____ AG hat der B._____ AG eine aussergerichtliche Entschädi-

gung in der Höhe von gesamthaft Fr. 5'506.-- zu bezahlen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]