# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58c1edce-8776-5629-b0e9-cfdd3a46405f
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-09-09
**Language:** de
**Title:** Gestützt auf bidisziplinäres Gutachten angestammt voll arbeitsfähig. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2024.00213
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2024.00213.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2024.00213
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichter Sonderegger
Gerichtsschreiberin Casanova
Urteil
vom
9. September 2024
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt André
Largier
Advokatur
am
Stampfenbach
Stampfenbachstrasse 42, Postfach, 8021 Zürich 1
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1986 und gelernter Metallbauer (Urk. 8/3),
meldete sich am 23. Dezember 2020 (Eingangsdatum) mit Hinweis auf einen Bandschei
benvorfall C5/6 mit Kompression der Wurzel C6 bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4).
Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte die Akten der Krankentaggeldversicherung ein (Urk. 8/12 und Urk. 8/30).
Mit Schreiben vom 10. Mai 2022 teilte die IV-Stelle mit, dass die Eingliederungsberatung vorerst abgeschlossen werde, da
d
er
Versicherte
sich nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Urk. 10/49).
Die IV-Stelle holte in der Folge das
bidisziplinäre
Gutachten von Dr. med.
Y.___
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und
med.
pract
.
Z.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. Dezember 2023 ein (Urk. 8/101). Mit Vorbescheid vom 5. Januar 2024 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 8/103). Nachdem der Versicherte hiergegen Einwand erhoben hatte (Urk. 8/115) hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 29. Februar 2024 an der Abweisung des Leistungsbegehrens fest (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 11. April 2024 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm berufliche Massnahmen, insbesondere Berufsberatung und Umschulung
,
zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2024 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7 und Urk. 8/1/124), worüber der Beschwerdeführer am 21. Mai 2024 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 9).
Mit Eingabe vom 30. August 2024 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht ein (Urk. 10 und Urk. 11)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, dass
sie
den Beschwerdeführer
in Form von Arbeitsvermittlung unterstützt hätten, wobei dies
e
am 12. April 2022 beendet worden sei, da der Beschwerdeführer sich nicht in der Lage gesehen habe, daran teilzunehmen. Sie hätten daraufhin die Rentenprüfung eingeleitet. Gemäss dem
bidisziplinären
Gutachten lägen keine gesundheitlichen Einschränkungen vor, welche sich dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden. Er sei seit jeher, mit einer kurzen Einschränkung nach der Operation im Januar 2021 in seiner bisherigen und auch in angepassten Tätigkeiten arbeits
fähig. Es sollten lediglich Zwangshaltungen der Halswirbelsäule vermieden werden. Die Diskrepanzen zwischen der vorangehenden Evaluation der funk
tionellen Leistungsfähigkeit (EFL) und dem orthopädischen Gutachten sei
en nachvollziehbar und darüber hinaus sei in der EFL
aufgrund von Selbstlimi
tierungen in den Tests
keine abschliessende Aussage über die Zumutbarkeit der bisherigen beruflichen Tätigkeit getroffen worden. Es liege entsprechend kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor (Urk. 2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor, dass das orthopädische Gut
achten von Dr.
Y.___
und auch die nachträgliche Stellungnahme von Dr. med.
A.___
,
Dr. med.
A.___
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD
), vom 28. Februar 2024 nicht beweiskräftig seien. PD Dr.
med.
B.___
, Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilitation und Rheumaerkrankungen
, beschreibe ausgedehnte objektive Befunde, wobei weder Dr.
Y.___
noch Dr.
A.___
sich damit auseinandergesetzt hätten - obwohl dies sowohl bildgebend als auch durch weitere Fachärzte bestätigt worden sei. Des Weiteren werde verkannt, dass Dr.
B.___
die im Rahmen der EFL gezeigte mässige Leistungsbereitschaft und Konsistenz als schmerzbedingt erachte. Auch werde seitens Dr.
Y.___
und Dr.
A.___
das Belastungsprofil gemäss Arbeitgeberfragebogen zu wenig beachtet. Entsprechend sei der Beschwerdeführer
klarerweise nicht voll arbeits
fähig in der angestammten Tätigkeit. Zuletzt habe er ein Jahreseinkommen von Fr. 110'390.-- erzielt, so dass er ohne berufliche Umschulung nicht mehr in der Lage sein w
e
rd
e
, ein annähernd gleiches Einkommen zu erzielen. Er werde sicherlich eine Lohneinbusse von mehr als 20 % habe
n
, womit ihm berufliche Massnahmen zuzusprechen seien (Urk. 1).
2.
2.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten. Die angefochtene Verfügung erging nach
dem 1. Januar 2022. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu die
E.___
Zeitpunkt ein Renten
anspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit die
E.___
Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Auf Grund der im
Dezember 2020
anhängig gemachten Anmeldung bei der Invalidenversicherung könnten allfällige Leistungen frühestens ab
2021
ausge
richtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). In dieser übergangsrechtlichen Kons
tellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend, die im Folgenden
soweit nichts anderes vermerkt ist
jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.
2.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.4
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).
2.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das
heisst
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss
zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet
sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je
m.w.H
.).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung im Wesent
lichen auf das
bidisziplinäre
Gutachten vom
8. Dezember 2023 (Urk. 8/101).
Darin werden
in den Teilgutachten
die bis zur Begutachtung de
s
Beschwerdeführer
s
aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk.
8/101/15 ff.; Urk.
8/101/36 ff
.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
3.1
.1
Die Gutachter notierten keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie folgendes fest (Urk. 8/101/6):
-
Belastungsminderung der Halswirbelsäule bei Aufbrauchveränderungen und Spondylodese mit Dekompression C5/6 am 28. Januar 2021 (ICD-10 Z96.68)
-
Neigung zu Brustwirbelsäulen-Beschwerden (BWS) und Lendenwirbel
säulen-Beschwerden (LWS) ohne feststellbare Funktionsbehinderung (ICD-10 M54.5)
Konsensual hielten die Gutachter fest, dass a
us orthopädischer Sicht dauerhafte Zwangshaltungen der HWS zu vermeiden
seien
, psychiatrisch lägen keine Funk
tionseinschränkungen vor.
Der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit voll arbeitsfähig, da Zwangs
haltungen der HWS im Arbeitsbeschrieb nicht aufgeführt seien. Im zeitlichen Verlauf sei der Beschwerdeführer immer voll arbeitsfähig gewesen mit Ausnahme einer therapeutischen Unterbrechung
von 3 bis 4 Monaten
nach der operativen Intervention an der HWS am 28. Januar 2021
, in welcher eine volle Arbeits
unfähigkeit bestanden habe (Urk. 8/101/6 f.).
Orthopädischerseits
seien
die vom
Beschwerdeführer
subjektiv vorgetragenen Beeinträchtigungen nicht objektivierbar. Somit best
ünden
vor dem Hintergrund der unten erwähnten Inkonsistenzen Zweifel am Ausmass der geklagten
Beschwerden.
Psychiatrischerseits
k
ö
nn
e
das subjektiv beklagte Schmerzausmass
nicht durch
eine allfällige Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer chro
nischen Schmerzstörung mit
psychischen und somatischen Faktoren erklärt werden vor dem Hintergrund der nicht
vorhandenen Evidenz für einen fehlver
arbeiteten/
un
verarbeiteten innerseelischen Konflikt vor
dem Hintergrund, dass sich klinisch keine ausreichenden Hinweise für eine anhaltende, wie
vom
Beschwerdeführer
angegebene, Schmerzbeeinträchtigung
erg
e
ben
habe
. Dazu passend
seien
im
Rahmen der orthopädischen Untersuchung auch keine kons
tanten namhaften
Bewegungseinschränkungen reproduzierbar
gewesen
und
es hätten
keine namhaften paravertebralen
Muskelverspannungen
vorgelegen
.
Somit
sei
bezogen auf das vom
Beschwerdeführer
angegebene Schmerzausmass
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
mindestens von einer
demonstrativen Symptompräsentation auszugehen.
Die primär demonstrierte aktiv fixierte Bewegungseinschränkung mit pro
trahiertem Kopf und
in Linksseitneigung und Rechtsrotation fixierter Halswir
belsäule
habe
sich im Verlauf der
Exploration und der späteren Untersuchung vollständig auf
gelöst
und
sei
dann beim
Wiederankleiden und Verlassen des Untersuchungszimmers plötzlich wieder in auffallender
Weise eingenommen
worden
. Angesichts der gut
eindrückbaren
, weich palpablen Schulter-/Nacken
muskulatur und der Schultergürtelmuskulatur best
ünden
Zweifel am Ausmass der
subjektiv vorgetragenen Beschwerdesymptomatik. Nicht erklärlich
sei
auch die Angabe von
ausgeprägten Nackenschmerzen bei der Bewegungsprüfung von Handgelenken, Ellenbogen
und Schultergelenken, ebenso beim passiven Anheben beider gestreckter Arme in den
Schultergelenken
.
Eine solche Schmerzreaktion
sei
anatomisch nicht erklärbar. Angesichts der
subjektiv empfundenen massiven Einschränkungen
sei
die Mobilität der HWS ausgesprochen
gut. Die vom
Beschwerdeführer
subjektiv vorgetragenen Beeinträchtigungen
seien
nicht objek
tivierbar.
Somit best
ünden
vor dem Hintergrund der unten erwähnten Inkon
sistenzen Zweifel am Ausmass
der geklagten Beschwerden.
Psychiatrischerseits
k
ö
nn
e
das subjektiv beklagte Schmerzausmass
nicht durch eine allfällige Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer chronischen
Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren erklärt werden
.
Eine Aggravation oder Simulation bezogen auf psychische Beeinträchtigungen erfolg
e
nicht. In
der Gegenübertragung
sei
auch keine namhafte psychische Beeinträchtigung aufspürbar. Das
vom
Beschwerdeführer
berichtete alltägliche Funktionsniveau l
asse
ebenfalls keine Rückschlüsse auf
eine psychische Ein
schränkung der Funktionsfähigkeit zu. Ebenso spr
eche
das
Sistieren der ambulan
ten psychiatrischen Behandlung gegen eine namhafte psychische
Beeinträchti
gung. Auch erfolg
e
keine Psychopharmakotherapie.
3.
1.
2
Dr.
Y.___
hielt im orthopädischen Teilgutachten fest (Urk. 8/101/27), dass d
ie
bisherige Attestierung der
vollen Arbeitsunfähigkeit l
ediglich
auf den subjektiven
Beschwerdeangaben des
Beschwerdeführers beruht habe
.
D
ie
objektivierbaren
Befunde (HWS, obere Extremitäten)
seien
bereits nach Abschluss der rehabili
tativen Phase (HWS
Spondylodese C 5/6 am 28
. Januar
2021) und auch heute nicht sonderlich eindrücklich
gewesen
. Insbesondere
hätten
keine paretischen Befunde an den oberen Extremitäten vor
gelegen
. Die Mobilität der
Halswirbel
säule
sei
entsprechend der monosegmentalen Spondylodese nur gering
gewesen
, somit nicht
invalidi
si
erend
eingeschränkt. Diese aktenkundigen Befunde
hätten
im Rahmen der heutigen
Begutachtung im Wesentlichen bestätigt werden
können
, so dass eine dauerhafte A
rbeitsunfähigkeit
fachorthopädisch auch in der angestammten Tätigkeit nicht plausibel begründbar
sei
.
So
seien
konkrete Nachweise relevanter körperlicher Beeinträchtigungen im Alltagsleben im
vorliegenden Fall von Seiten des orthopädischen Fachgebietes nicht zu erbringen.
Es lägen
entsprechend den genannten Inkonsistenzen auch Zweifel am Ausmass der
geklagten Beschwerden
vor
;
man
k
ö
nn
e
zwischen dem Ausmass der beklag
t
en Schmerzen
und
dem
klinischen und radiologischen Unter
suchungsbefund keine Entsprechung und somit keine
Erklärung der beklagten Schmerzen feststellen und
aus gutachterlicher Sicht sei man
nicht davon über
zeugt, dass die
vorgetragenen Funktionsbeeinträchtigungen in der geklagten oder anderen Form
bestünden
und
den Status eines fachmedizinisch invalidisierenden Gesundheitsschadens erreich
t
en
.
3.2
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
reichte der Beschwerdeführer den Physio
therapiebericht von
C.___
vom 16. Januar 2024 ein. Frau
C.___
führte aus, dass der Beschwerdeführer an starken Schmerzen im Nacken mit Ausstrah
lungen in beide Arme und in den Kopf leide, die Schultern bewegungsmässig eingeschränkt und nur unter starken Schmerzen mobilisierbar seien, wobei der kleine Bewegungsgewinn immer wieder zurückgehe, zum Teil Kreuzschmerzen vorlägen, einschiessende Schmerzen im unteren Brustkorbbereich vorlägen und ein Tinnitus nach einer Ohr-OP bestehe. Der Beschwerdeführer habe sich für die fein dosierten Bewegungen interessier
t
, die seine Beweglichkeit verbesser
te
n, die Koordination schul
t
en und Alltagsbewegungen entlaste
te
n. Er habe auch zu Hause sorgfältig geübt, trotz Schmerzen. In der Physiotherapie hätten sie durch mobilisierende Massagen, Übungs-Instruktion und Anpassung in Richtung Beweglichkeit und Entspannung die Schmerzen zu verringern versucht, Kraft
aufbau sei aufgrund der starken Schmerzen bei Belastung nicht möglich gewesen. Trotz beidseitigem Engagement habe das Schmerzausmass nicht verringert
werden können. Eine Belastung durch strenge Berufstätigkeit sei nicht möglich (Urk. 8/112
= Urk. 3/5
).
3.3
Die Ärzte der Neurologie und Neurophysiologie der Universitätsklinik
D.___
führten in ihrem Bericht vom 18. Januar 2024 aus (Urk. 8/114), dass in der klinisch-neurologischen Untersuchung eine Hypästhesie im Bereich des
Dig
1 und de
s
distalen C6-Segment
s
rechts angegeben werde, was als
residuelle
Symp
tomatik bei Status nach einer sensomotorischen C6-Radikulopathie rechts zu interpretieren sei. Darüber hinaus seien keine sensomotorischen Defizite oder
Myelopathiezeichen
zu erheben. Elektromyographisch seien chronische
Dener
vierungszeichen
im C6
-
Dermatom rechts zu sehen, ohne akute
Denervierungs
zeichen
. Im C5-Myotom links gebe es keinen Hinweis für akute oder chronische
Denervierungszeichen
. Die sensiblen
Neurographien des N.
radialis
zeigten sich regelrecht.
3.4
Nach eingegangenem Einwand nahm
Dr.
A.___
des RAD
am 28. Februar 2024 Stellung und führte aus, dass
d
ie
abweichende Beurteilung des Teilgutachters Dr.
Y.___
nachvollziehbar
sei
und
diese
dem Gutachter
zustehe (Urk. 8/121/5).
Durch die Untersuchungsergebnisse und die gestellten Diagnosen im Rahmen der
neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung vom 18.
Januar
2024,
Universitätsklinik
D.___
, Zentrum für Paraplegie
,
l
asse
sich kein invalidisierender
Gesundheitsschaden begründen. Einen medizinisch nachvollziehbareren Grund zur
Veranlassung für eine zusätzliche neurologische Untersuchung durch den Teilgutachter
Dr.
Y.___
, wie im Einwand gefordert, l
asse
sich somit ebenfalls nicht begründen.
Ebenso
sei
anhand der Ergebnisse der MRT-Untersuchung der HWS vom 5.
Juni
2023 bzw.
der MRT-Untersuchungen BWS und LWS vom 8.
Juni
2023 kein struktureller Schaden
festgestellt
worden
, der einen invalidisierenden Gesund
heitsschaden begründen könnte.
Die beschriebene Bewegungseinschränkung der rechten Schulter (geh
e
nicht über 90°
Flexion hinaus, Gewichte heben verursach
e
starke Schmerzen im Arm und Kopf), die im
Rahmen des Physiotherapie-Bericht vom 16.
Januar
2024 benannt
seien, stünden
im Gegensatz zum orthopädischen Untersuchungsbefund im Teilgutachten Dr.
Y.___
, wo eine freie aktive Beweglichkeit ohne auffällige Geräuschentwicklung
festgestellt
worden sei,
bei Vorführung des gut möglichen Nacken-
und Schürzengriffs. Im
Messblatt für obere Gliedmassen (nach der Neutral-O-Methode) w
erde
für das rechte und
das linke Schultergelenk gleicher
massen ein freies Bewegungsausmass für die
Armseitwärts-/
K
örperwärts
-
Beweglichkeit mit 180-0-30° dokumentiert, für die
Armvorwärts/-rückwärts
Beweglichkeit finde sich ebenso ein gleiches freies
Bewegungsausmass im rechten und linken Schultergelenk mit 160-0-40°.
Weshalb der
Beschwerdeführer
laut Einwand vom 31.
Januar
2024 seine erlernte Tätigkeit als
Metallschlosser nicht mehr ausüben
k
ö
nn
e
,
w
e
rd
e
medizinisch anhand von objektivierbaren
Befunden nicht dargestellt.
Aufgrund der
Se
l
bstlimitierungen
in den Tests im Rahmen der
f
unktions
orientierte
n
m
edizinische
n
Abklärung (FOMA) am 28./29.
Juni
2021
habe
gemäss EFL keine
abschliessende Aussage über die Zumutbarkeit der angestammten beruflichen Tätigkeit
als Metallbauer gemacht werden
können
.
3.
5
Chiropraktor
Dr.
E.___
hielt im Bericht
vom 14. März 2024 fest, dass ein mässig gutes klinisches Korrelat zwischen den Beschwerden und dem Befund vorliege
. D
er klinisch-funktionelle Befund zusammen mit den radiologischen Befunden erkläre grösstenteils den Zustand des Beschwerdeführers
,
jedoch nicht schlüssig die bisherige Persistenz und Therapieresistenz der Beschwerden. Es könne von einem protrahierten, chronifizierten Verlauf gesprochen werden.
Nach drei Behandlungen habe objektiv und subjektiv trotz kurzzeitiger Besserung keine anhaltende, stabile Verbesserung erzielt werden können, die Schmerzen kämen auch ohne erhöhte Belastung nach der Behandlung schnell wieder zurück. Es zeige sich erneut
-
wie schon im 2021
-
ein protrahierter, wohl chronifizierter Verlauf, der auf die Behandlung wenig anspreche. Aufgrund der Beschwerden und der teilweisen Therapieresistenz ergebe sich für den Beschwerdeführer eine verminderte Belastbarkeit/verminderte Arbeitsfähigkeit, die er nicht näher spezifizieren könne und die von der Art der Belastung abhängig sei (Urk. 3/4).
3.
6
Die behandelnden Ärzte der Orthopädie der Universitätsklinik
D.___
notierten in ihrem Sprechstundenbericht vom 27. März 2024 folgende, gekürzt wieder
gegebenen Diagnosen (Urk. 3/3):
-
Posterosuperiores
Impingement
Schulter rechts
-
Zervikalgie
und
residuelle
sensorische C6-Radikulopathie
-
Verdacht auf proximale C7-Radikulopathie links
-
Möglicherweise vorliegendes Wartenberg-Syndrom rechts
-
Muskelhartspann Extensoren proximaler Unterarm rechts
Der Beschwerdeführer berichte bereits seit Jahren über Beschwerden im Bereich beider Schultern. Insbesondere bestünde aktuell rechtsseitig eine Abduktions
einschränkung über 90°. Es sei bisher noch keine spezifische Schultertherapie durchgeführt worden. Bisher habe nur Physiotherapie aufgrund der Beschwerden im Bereich der HWS als auch des Armes stattgefunden. Bisher seien keine
Infiltrationen im Bereich der Schulter durchgeführt worden. Der subjektive Schulterwert sei beidseits 70 %.
Sie sähen die Beschwerden am ehesten aufgrund einer funktionellen Gen
e
se bei am ehesten
posteriosuperiorem
Impingement
der Schulter. Das durchgeführte MRI der rechten Schulter zeige aktuell keine signifikanten Pathologien, welche eine chirurgische Therapie notwendig machen würden. Sie hätten ihn instruiert und beraten hinsichtlich der Mobilisation und Selbstbeübung der Schulter und eine Physiotherapie-Verordnung abgegeben. Eine Verlaufskontrolle sei nicht geplant.
3.7
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer den Bericht von Prof. Dr. med.
F.___
, Facharzt für Radiologie, spezialisiert Neuroradiologie, vom 16. Juli 2024 ein (Urk. 11).
Prof. Dr.
F.___
führte nach durch
geführtem MRI HWS und Gehirn aus, dass die panvertebralen Schmerzen erklärbar seien. Es bestehe weiterhin eine deutliche rechts betonte intraspinale
Bandscheibenaussackung
oberhalb der Fusionsstelle zervikal bei HWK 3-4 und 4-5. Es liege eine intraspinale C4 und C5 Wurzelkompression vor. Ein
Myelo
pathiesignal
bei leichter
Myelonkompression
rechts bestehe nicht. Es lägen
Retrospondylophyten
intraspinal auf Fusionshöhe bei Halswirbelkörper (HWK) 5
6 und auch
intrafusionell
mit C6 und geringer C7 Wurzelbeeinträchtigung intra
spinal vor. Es bestünden deutliche
Neuroforaminaleengen
linksbetont bei HWK4-7 mit entsprechender
neuroforaminaler
Wurzelkompression. Es bestehe ein altersentsprechender intrakranieller Befund.
Kraniell
bestehe ein MRI Korrelat für Kopfschmerzen.
4.
Strittig und z
u prüfen ist, ob das
bidiszplinäre
Gutachten von Dr.
Y.___
und med.
pract
.
Z.___
vom 8. Dezember 2023 beweiskräftig ist
.
4.1
Festzuhalten ist vorab, dass das psychiatrische Teilgutachten von med.
pract
.
Z.___
vom 7. November 2023
sämtliche rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen
erfüllt
(vgl. E.
2.5). Es beruht auf fachärztlichen Untersuchungen durch
med.
pract
.
Z.___
und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
abgegeben. Es würdigt die vor
handenen Arztberichte sorgfältig
,
berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist einleuchtend und das
psy
chiatrische Teilgutachten ist schlüssig. Dies blieb auch seitens der Parteien unbestritten (vgl. Urk. 1 und Urk. 2).
4.2
Der Beschwerdeführer brachte vor, dass das
Teilg
utachten von Dr.
Y.___
nicht beweiskräftig sei (Urk. 1
und
Einwand vom 30. Januar 2024, Urk. 8/115).
Insbesondere sei
Dr.
Y.___
zu wenig auf das Gutachten von PD Dr. A.
B.___
vom 21. Oktober 2021
(Urk. 8/30/
16 ff.)
und auf die Ergebnisse der EFL eingegangen.
Dr.
Y.___
nahm - entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers - Bezug auf das Gutachten von Dr.
B.___
bzw. die EFL und konstatierte, es sei festgehalten worden, dass aufgrund der kaum verwertbaren Belastungstests keine Aussage bezüglich der künftigen und aktuellen Belastungsfähigkeit als Metallbauer habe gemacht werden können (Urk. 8/101/24)
.
Dies entspricht den Ausführungen von
Dr.
B.___
in der FOMA vom 21.
Oktober 2021,
worin er
festhielt
,
dass im Rahmen der Schlussfolgerungen gemäss EFL festzuhalten sei, dass
über
die Zumutbarkeit der angestammten beruflichen Tätigkeit aufgrund der Selbstlimitierungen in den Tests gemäss EFL keine abschliessende Aussage gemacht werden könne. Das gleiche gelte für eine andere berufliche Tätigkeit und die Arbeitsfähigkeit müsse medizinisch-theoretisch beurteilt werden (Urk. 8/30/19).
4.
3
4.
3
.1
Der Beschwerdeführer brachte
des Weiteren
vor, dass
Dr.
B.___
einen objektiven Befund erhoben
habe
, mit welchem eine verminderte Belastungs
toleranz belegt werde (vgl. Urk. 1 S. 5; Urk. 8/30/17 ff.).
Weder Dr.
A.___
noch Dr.
Y.___
hätten sich
hinreichend
damit auseinandergesetzt.
Dr.
B.___
hielt fest, dass in objektiver Hinsicht bei einer Wirbelsäulenfehlform mit deutlicher
Kopfprotraktion
und
bei Beckentiefstand rechts eine entsprechend der Spondylodese
eher leichte Beweglichkeitseinschränkung im Bereich des Nackens
bestehe
, aber
eine
Beschwerdeauslösung in Vorneigung und insbe
sondere in gehaltener V
o
rneigung
vorliege
(Urk. 8/30/17 f.).
Dr.
Y.___
hielt bei den objektiven Befunden fest, dass nach gutem Zureden und mehrfachen vorsichtig durchgeführten Gegenproben sehr variable Bewegungs
ausmasse der HWS zugelassen worden seien. Letztlich sei lediglich das Kopf
rotieren nach links und das Seitneigen nach links graduell eingeschränkt (Urk.
8/101/22).
Damit bestätigt Dr.
Y.___
eine leichte Bewegungseinschränkung
,
welche auch von Dr.
B.___
entsprechend erhoben wurde. Anders als Dr.
Y.___
berück
sichtigte Dr.
B.___
darüber hinaus eine Beschwerdeauslösung, welche aller
dings auf den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers beruht. Damit widersprechen sich
diese objektiv erhobenen Befunde nicht und eine weiter
gehende Auseinandersetzung
oder Erläuterung durch
Dr.
Y.___
ist nicht notwendig.
4.
3
.2
Der Beschwerdeführer macht darüber hinaus geltend,
dass die Ärzte der Neurologie und Neurophysiologie sowie der Orthopädie
D.___
in ihren Berichten vom 18. Januar und 27. März 2024 (vgl. E. 3.3 und E. 3.6) den Befund von Dr.
B.___
bestätig
t
en
. Des Weiteren sei auch der Bericht von Dr. med.
G.___
, Fachärztin für Radiologie,
vom 5. Juni 2023 zu berücksichtigen, welcher belege, dass nicht nur das Segment C5/6 betroffen sei, sondern auch das Segment C4/5 beeinträchtig sei
(vgl. Urk. 8/75)
.
Hierzu ist festzuhalten, dass in der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung vom 18. Januar 2024 lediglich eine
residuelle
Symptomatik bei Status nach einer sensomotorischen Radikulopathie C6 rechts sowie chronische
Denervierungszeichen
im C6
Dermatom
objektiviert werden konnte
n
(vgl. E. 3.3). Aus orthopädischer Sicht wurde von einer funktionellen Genese der Schulter
problematik ausgegangen - signifikante Pathologien wurden nicht gefunden (vgl.
E. 3.6).
Was der Beschwerdeführer zu seinen Gunsten aus dem MRI Bericht von Dr.
G.___
ableiten möchte, bleibt darüber hinaus unklar: G
emäss bundesge
richtlicher Rechtsprechung
lassen sich
alleine gestützt auf bildgebende Befunde am Bewegungsapparat keine Aussagen zum Gesundheitszustand einer versicher
ten Person
machen
. Relevant sind vielmehr die Erkenntnisse aus der klinischen Untersuchung (Urteil 9C_567/2020 vom 11. Dezember 2020 E. 6.1 mit Hinweisen)
- welche von Dr.
Y.___
sorgsam durchgeführt und im Nachgang beurteilt wurde.
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die von Prof. Dr.
F.___
erhobenen bildge
benden Befunde vom 16. Juli 2024 (E. 3.7) im Wesentlichen jenen von Dr.
G.___
vom 5. Juni 2023 entsprechen (Urk. 8/75) - weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich entsprechend.
4.
4
Physiotherapeutin
C.___
(vgl. E. 3.2) und Dr.
E.___
(E. 3.5) berücksichtigten in ihren Berichten in hohem Masse die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwer
den, womit sie keine objektive Beurteilung eines
objektiv
zumutbaren Belas
tungsprofils zulassen. Der Bericht von Dr. med. univ.
H.___
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 7.
Februar 2023 besteht darüber hinaus lediglich aus einem Belastungsprofil - objektive Befunde oder weitergehende Ausführungen zum Gesundheitszustand fehlen gänzlich (vgl. Urk. 8/113). Damit vermögen diese Berichte keine Zweifel an den Ausführungen von Dr.
Y.___
zu wecken.
4.
5
Zusammenfassend ist damit festzustellen, dass das orthopädische Teilgutachten von Dr.
Y.___
vom 4. Dezember 2023 ebenfalls
sämtliche rechtsprechungs
gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrund
lagen erfüllt (vgl. E. 2.5)
und seine
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend
ist
, womit das
bidisziplinäre
Gutachten von Dr.
Y.___
und med.
pract
.
Z.___
voll beweiskräftig ist.
4.
6
Gestützt auf das
bidiszplinäre
Gutachten
sind Einschränkungen im angestammten Beruf als Metallbauer nicht überwiegend wahrscheinlich, womit von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ausgegangen wird
. Entsprechend
ist der Beschwerdeführer weder invalid noch von einer Invalidität bedroht, womit
kein Anspruch auf Leistungen und insbesondere
Eingliederungsmassnahmen
der Invalidenversicherung
besteht (vgl. E. 2.4)
.
D
ie angefochtene Verfügung erweist sich als rechtens
und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
5.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu beur
teilen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Sie sind ermessensweise auf Fr.
800.--
anzusetzen und ausgangsgemäss
dem
unterliegenden
Beschwerde
führer
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt André
Largier
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
unter Beilage eines Doppels von Urk. 10 und einer Kopie von Urk. 11
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art.
46
BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstCasanova