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**Case Identifier:** 1c02dd63-e17b-560a-851c-e134adbeb9c6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2025 B-6413/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6413-2025_2025-11-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-6413/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 2 5    

Besetzung 
 Richterin Chiara Piras (Vorsitz), 

Richter Christoph Errass, Richter Pietro Angeli-Busi, 

Gerichtsschreiber Silas Bänziger. 
 

 
 

Parteien 
 X._______ AG,  

vertreten durch MLaw Alexander Fauceglia, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Bewilligungsentzug und Liquidation. 

 

 

 

B-6413/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend: Vorinstanz) 

hat mit Verfügung vom 20. Juni 2025 der X._______ AG (nachfolgend: Be-

schwerdeführerin) unter anderem die Bewilligung zur Tätigkeit als Vermö-

gensverwalterin entzogen (Dispositiv-Ziffer 1), die Gesellschaft aufgelöst 

und in Liquidation gesetzt (Dispositiv-Ziffer 2), eine Liquidatorin eingesetzt 

(Dispositiv-Ziffer 3) und den bisherigen Organen der Beschwerdeführerin 

– nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung – die Vertretungsbefugnis ent-

zogen (Dispositiv-Ziffer 4). Weiter ordnete die Vor- 

instanz gegenüber der Beschwerdeführerin eine Unterlassungsanweisung 

unter Hinweis auf Art. 48 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 

2007 (FINMAG, SR 956.1) an und sprach die darin vorgesehene Strafan-

drohung aus (Dispositiv-Ziffer 7). Die Einsetzung der Liquidatorin soll – 

nach Eintritt der Rechtskraft – auf der Internetseite der Vorinstanz publiziert 

werden (Dispositiv-Ziffer 9). Zuletzt wurden sämtliche Kontoverbindungen 

und Depots, welche auf die Beschwerdeführerin lauten oder an denen 

diese wirtschaftlich berechtigt ist, gesperrt und die eingesetzte Liquidatorin 

ermächtigt, darüber zu verfügen (Dispositiv-Ziffer 10). 

B.  

Mit (elektronischer) Eingabe vom 25. August 2025 erhob die Beschwerde-

führerin gegen die Verfügung der Vorinstanz beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde und beantragt, die Verfügung vom 20. Juni 2025 sei auf-

zuheben, eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 

Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeven-

tualiter sei das Beschwerdeverfahren für ein Jahr zu sistieren, mit der Mög-

lichkeit zur Verlängerung der Sistierung um ein weiteres Jahr, alles unter 

o/e-Kostenfolge zulasten des Staates. 

C.  

C.a Mit Zwischenverfügung der Instruktionsrichterin vom 27. August 2025 

forderte das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerdeführerin unter An-

drohung des kostenfälligen Nichteintretens auf die Beschwerde auf, bis 

zum 29. September 2025 einen Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 5'000.– zu leisten. 

C.b Mit elektronischer Eingabe vom 28. September 2025 stellte die Be-

schwerdeführerin ein Gesuch um Erstreckung der Frist zur Zahlung des 

Kostenvorschusses um 20 Tage bis zum 20. Oktober 2025. Zur 

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Seite 3 

Begründung führte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an, dass 

seine Klientin infolge sehr hoher Auslastung sowie anderweitiger dringen-

der Aufgaben bis anhin nicht in der Lage gewesen sei, den Kostenvor-

schuss fristgerecht zu leisten. 

C.c Mit Zwischenverfügung der Instruktionsrichterin vom 29. September 

2025 wurde das Fristerstreckungsgesuch teilweise gutgeheissen und die 

Frist zur Leistung des Kostenvorschusses ausnahmsweise und letztmals 

im Sinne einer Nachfrist bis zum 6. Oktober 2025 unter Androhung des 

kostenfälligen Nichteintretens auf die Beschwerde erstreckt.  

C.d Die Zwischenverfügung vom 29. September 2025 kam am 30. Sep-

tember 2025 an der Abhol- und Zustellstelle an und wurde durch den 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 7. Oktober 2025 – und damit 

einen Tag nach Ablauf der erstreckten Frist – am Postschalter abgeholt 

(Sendungsnummer: 98.40.187607.00375049). 

C.e Ebenfalls am 7. Oktober 2025 erkundigte sich der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin telefonisch beim Gericht, wie vorzugehen sei, da er 

die Zwischenverfügung vom 29. September 2025 erst nach Ablauf der Frist 

zur Kenntnis erhalten habe. Gleichzeitig stellt er die Einreichung eines 

Fristwiederherstellungsgesuchs in Aussicht. 

D.  

Am 24. Oktober 2025 ging der Kostenvorschuss bei der Gerichtskasse ein.  

E.  

Mit Eingabe vom 29. Oktober 2025 reichte die Beschwerdeführerin beim 

Gericht ein Fristwiederherstellungsgesuch ein, in dem sie beantragt, ihr sei 

die mit Verfügung vom 29. September 2025 bis 6. Oktober 2025 angesetzte 

(erstreckte) Frist zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses von 

Fr. 5'000.– wiederherzustellen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zulasten des Staates.  

  

B-6413/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1.  

1.1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung von Beschwer-

den gegen Verfügungen der Vorinstanz zuständig (Art. 54 Abs. 1 FINMAG 

i.V.m. Art. 31 f. sowie Art. 33 Bst. e des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Für die Behandlung eines Fristwieder-

herstellungsbegehrens ist sodann jene Behörde zuständig, die bei der Ge-

währung der Wiederherstellung der Frist über die nachgeholte Parteihand-

lung zu entscheiden hat (Urteil des BGer 1C_491/2008 vom 10. März 2009 

E. 1.2 m.H.).  

1.1.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist aufgrund seiner Zuständigkeit für 

das Hauptverfahren über die Einhaltung der Frist zur Leistung des Kosten-

vorschusses auch für die Behandlung des Fristwiederherstellungsgesuchs 

zuständig.  

1.2.  

1.2.1. Eine nicht eingehaltene Frist wird wiederhergestellt, wenn die Ge-

suchstellerin oder der Gesuchsteller unverschuldeterweise abgehalten 

wurde, binnen Frist zu handeln, sofern sie oder er unter Angabe des Grun-

des innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die 

versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, 

SR 172.021]). 

1.2.2. Der Kostenvorschuss wurde vorliegend am 24. Oktober 2025 geleis-

tet und das Fristwiederherstellungsgesuch ging am 30. Oktober 2025 beim 

Bundesverwaltungsgericht ein. Der geltend gemachte Hinderungsgrund 

(vgl. E. 4.1 hiernach) fiel am 7. Oktober 2025 weg. Die formellen Voraus-

setzungen nach Art. 24 Abs. 1 VwVG (Stellung des entsprechenden Be-

gehrens und Nachholen der versäumten Verfahrenshandlung innert der 

Frist von 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses) sind damit erfüllt, wes-

halb auf das Fristwiederherstellungsgesuch einzutreten ist. 

2.  

Strittig ist vorliegend, ob die Beschwerdeführerin einen Grund zur Wieder-

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Seite 5 

herstellung der Frist im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG hat und demnach 

der Kostenvorschuss rechtzeitig von ihr geleistet wurde.  

3.  

3.1. Die Wiederherstellung einer Frist im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG 

(vgl. E. 1.2.1 hiervor) ist nach der Rechtsprechung nur bei klarer Schuldlo-

sigkeit der Prozesspartei oder ihrer Vertretung zu gewähren. In Frage kom-

men dabei sowohl objektive wie auch subjektive Unmöglichkeit. Objektive 

Unmöglichkeit liegt beispielsweise bei Naturkatastrophen, Militärdienst 

oder schwerwiegender Erkrankung vor. Subjektive Unmöglichkeit besteht, 

wenn zwar die Vornahme einer Handlung objektiv betrachtet möglich ge-

wesen wäre, die betroffene Person aber durch besondere Umstände, die 

sie nicht zu vertreten hat, am Handeln gehindert worden ist, wobei insbe-

sondere unverschuldete Irrtumsfälle in Betracht kommen (Urteile des BGer 

2C_1011/2021 vom 31. Oktober 2022 E. 4.4; 2C_177/2019 vom 22. Juli 

2019 E. 4.2.1 m.H.; 2C_1096/2013 vom 19. Juli 2014 E. 4.1 m.H.; 

2C_699/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 3.1 f.). Dabei ist ein strenger 

Massstab anzulegen (Urteil des BGer 2C_1011/2021 vom 31. Oktober 

2022 E. 4.4 m.H.). 

3.2. Nach Art. 24 Abs. 1 VwVG genügt jedes Verschulden und damit auch 

leichte Fahrlässigkeit um die Fristwiederherstellung zu verweigern, wobei 

ein Hinderungsgrund im Interesse der Rechtssicherheit und eines geord-

neten Verfahrens nicht leichthin angenommen werden darf (Urteil des 

BVGer A-7284/2008 vom 20. November 2008 E. 2). Entsprechend ist die 

Rechtsprechung zur Wiederherstellung der Frist sehr restriktiv; nur klare 

Schuldlosigkeit der Gesuchstellerin bzw. des Gesuchstellers und der Ver-

treterin bzw. des Vertreters können zur Fristwiederherstellung führen (vgl. 

Urteil des BVGer C-5568/2016 vom 2. November 2016 E. 2.2.3 mit Hinweis 

auf das Urteil des BGer 2C_703/2009 und 2C_22/2010 vom 21. Septem-

ber 2010 E. 3.3). Eine Partei handelt sodann schuldhaft, wenn ein Hinder-

nis vorhersehbar war und die Frist durch Vorkehrungen hätte eingehalten 

werden können, die von einer umsichtigen Person, vernünftigerweise er-

wartet werden können (Urteil des BGer 2C_737/2018 vom 20. Juni 2019 

E. 4.1; Urteil des BVGer B-1130/2023 vom 27. Februar 2024 E. 3.3.1).  

4.  

4.1. Die Beschwerdeführerin führt zur Begründung des Fristwiederherstel-

lungsgesuchs aus, ihr Rechtsvertreter sei bis zum 5. Oktober 2025 

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Seite 6 

ferienhalber büroabwesend gewesen. Am 7. Oktober 2025 – nach seiner 

Rückkehr aus den Ferien – habe der Rechtsvertreter die Zwischenverfü-

gung des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. (recte: 29.) September 2025 

auf der Post abgeholt, und festgestellt, dass die erstreckte Frist bereits am 

Vortag, am 6. Oktober 2025, mithin noch vor Eintritt der Zustellfiktion, ab-

gelaufen war.  

4.2. Angesichts dessen, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfü-

gung vom 29. September 2025 die Frist zur Leistung des Kostenvorschus-

ses um 7 Tage bis 6. Oktober 2025 erstreckte, sei von vornherein festge-

standen, dass die Gesuchstellerin die angesetzte Frist verpassen würde, 

sofern sie die gegenständliche Verfügung am letzten Tag der Abholungs-

frist entgegennehmen würde, was – selbst bei bestehendem Prozessver-

hältnis sowie bei konkreter Erwartung einer Verfügung – ihr Recht sei und 

ihr damit nicht zum Nachteil gereichen dürfe. Verpasse sie aufgrund des-

sen die zu kurz angesetzte Frist, sei das Fristversäumnis unverschuldet. 

Die Beschwerdeführerin verweist dabei auf die Urteile des Bundesgerichts 

2C_508/2016 vom 18. November 2016 E. 3.5.1. und 1B_65/2021 vom 

12. März 2021 E. 3.  

5.  

5.1. Die Beschwerdeführerin weist zutreffend darauf hin, dass das Bundes-

gericht im Urteil 2C_508/2016 vom 18. November 2016 von einem unver-

schuldeten Fristversäumnis ausgegangen war, als ebenfalls eine kurze 

Fristerstreckung zur Leistung eines Kostenvorschusses gewährt wurde, 

welche bei Abholen der Verfügung bereits verstrichen war und die dortige 

anwaltlich nicht vertretene Beschwerdeführerin die Frist zur Leistung des 

Kostenvorschusses verpasste. Das Bundesgericht hielt diesbezüglich fest, 

dass Art. 20 Abs. 2bis VwVG die Pflichten der Prozessparteien im Zusam-

menhang mit Mitteilungen normiere, die nur gegen Unterschrift überbracht 

werden, indem die Zustellung am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen 

Zustellversuch fingiert werde. Solche Mitteilungen wären innerhalb von sie-

ben Tagen nach einem ersten Zustellversuch abzuholen, es stehe aber 

nicht fest, wann genau die Abholung in diesem Zeitraum zu erfolgen habe. 

Die Partei, die eine Sendung erst am Ende der Frist nach Art. 22 Abs. 2bis 

VwVG abhole, nehme zwar in Kauf, dass ihr zur Einhaltung einer Frist, die 

auf einen bestimmten Kalendertag festgesetzt sei, weniger Zeit zur Verfü-

gung stehe. Sie müsse nach Treu und Glauben aber nicht damit rechnen, 

dass die Frist bereits verstrichen sei (Urteil des BGer 2C_508/2016 vom 

18. November 2016 E. 3.4.1). Dieser Grundsatz gilt jedoch nicht absolut. 

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Seite 7 

Das Bundesgericht hielt nämlich weiter fest, dass etwas anderes nur gelten 

könne, wenn sich eine Partei aus besonderen Gründen verpflichtet sehe, 

mit der Abholung einer zunächst erfolglos zugestellten Sendung nicht bis 

zum Ende des Zeitraums nach Art. 20 Abs. 2bis VwVG zuzuwarten. Derar-

tige besondere Gründe könnten sich aus dem Gesetz oder allenfalls der 

Natur des bestehenden Prozessrechtsverhältnisses ergeben und nament-

lich bei objektiver, für die Partei erkennbarer Dringlichkeit bestehen (Urteil 

des BGer 2C_508/2016 vom 18. November 2016 E. 3.4.2).  

5.2. Im vorliegend zu beurteilenden Fall stellte der Rechtsvertreter der Be-

schwerdeführerin am 28. September 2025 – und damit einen Tag vor Ab-

lauf der Frist zur Leistung des Kostenvorschusses – ein Gesuch um Erstre-

ckung der Frist bis zum 20. Oktober 2025. Danach verabschiedete er sich 

offenbar bis zum 5. Oktober 2025 in die Ferien. Von dieser Ferienabwe-

senheit setzte der Rechtsvertreter das Bundesverwaltungsgericht trotz Ein-

reichung des Fristerstreckungsgesuchs nicht in Kenntnis. Der anwaltlich 

vertretenen Beschwerdeführerin musste klar sein, dass es sich bei der Er-

streckung von Fristen nach Art. 22 Abs. 2 VwVG um einen Ermessensent-

scheid des instruierenden Gerichtsmitglieds handelt und sich daraus kein 

Rechtsanspruch auf eine Fristerstreckung ableiten lässt (Urteil des BGer 

2C_1008/2022 vom 21. Dezember 2022 E. 3.1.3). Zudem musste es der 

anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin auch bewusst sein, dass die für 

die Erstreckung der Frist zur Leistung des Kostenvorschusses genannten 

Gründe "sehr hoher Auslastung" sowie "anderweitiger dringender Aufga-

ben" nicht ausreichend im Sinne von Art. 22 Abs. 2 VwVG sein dürften (vgl. 

Instruktionsverfügung vom 29. September 2025) und die Fristerstreckung 

allenfalls abgelehnt oder nur eine sehr kurze Erstreckung im Sinne einer 

Nachfrist gewährt werden würde. Der Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-

rerin kam sodann gemäss eigener Darstellung am 5. Oktober 2025 von 

seinen Ferien zurück. Dennoch bemühte er sich nicht, die Verfügung vom 

29. September 2025 am 6. Oktober 2025 abzuholen, sondern wartete noch 

einen Tag ab und holte diese erst am letzten Tag der Abholfrist, dem 7. Ok-

tober 2025, ab. Aufgrund der Vorhersehbarkeit der Abwesenheit (Ferien) 

wären Vorkehrungen seitens des Rechtsvertreters vernünftigerweise zu er-

warten gewesen (vgl. E. 3.2 hiervor sowie E. 5.4 hiernach). Unter diesen 

Umständen kann nicht gesagt werden, dass es für die Beschwerdeführerin 

subjektiv unmöglich gewesen sei, den Kostenvorschuss innert Frist zu leis-

ten. Es wäre an der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin gelegen, 

die Verfügung vom 29. September 2025 zeitnah abzuholen oder sich (al-

lenfalls auch während der Ferienabwesenheit des Rechtsvertreters) beim 

Gericht zu erkundigen, ob die Fristerstreckung genehmigt worden sei.  

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Seite 8 

5.3. Beim vorliegenden Verfahren geht es inhaltlich sodann um den Bewil-

ligungsentzug und die Liquidation der Beschwerdeführerin. Auch wenn die 

Vorinstanz der Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzog, so 

liegt aufgrund der auf dem Spiel stehenden Anlegerinteressen und des 

Rufs des Finanzplatzes nach Treu und Glauben eine gewisse zeitliche 

Dringlichkeit vor, aufgrund welcher unnötige Verzögerungen des normalen 

Ablaufs des Beschwerdeverfahrens zu vermeiden sind, weshalb der vor-

liegende Sachverhalt nicht mit dem von der Beschwerdeführerin angerufe-

nen Fall des Bundesgerichts zu vergleichen ist (Urteil des BGer 

2C_508/2016 vom 18. November 2016 E. 3.4.2). 

5.4. Für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte gelten ferner strenge Sorg-

faltsmassstäbe. Der Rechtsanwalt muss seinen Kanzleibetrieb so organi-

sieren, dass er in der Lage ist, eine gehörige Instruktion und die (frist- und 

termingerechte) Wahrnehmung der prozessualen Rechte seiner Klientin 

bzw. seines Klienten sicherzustellen, wozu auch die sorgfältige Erfassung 

und Prüfung eingehender und mit eingeschriebener Post versandter Ge-

richtskorrespondenz gehört. Gemäss konstanter bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung sind Handlungen des Rechtsvertreters der vertretenen 

Partei zuzurechnen. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz besteht nach 

der Rechtsprechung im Rahmen einer notwendigen Verteidigung im Straf-

verfahren, soweit ein schwerwiegender Fehler des Verteidigers vorliegt 

(vgl. Urteil des BGer 2C_764/2019 vom 4. Februar 2020 E. 3.3 m.w.H.).  

5.5. Aus all den genannten Gründen musste sich die anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführerin verpflichtet sehen, nicht bis zum letzten Tag der Ab-

holfrist nach Art. 20 Abs. 2bis VwVG zuzuwarten, sondern die Verfügung 

vom 29. September 2025 umgehend abzuholen. Dies war auch zu erwar-

ten, ist doch die tägliche Abholung der Post durch Anwältinnen und Anwälte 

die Regel, worauf auch das zweite von der Beschwerdeführerin genannte 

Urteil des Bundesgerichts 1B_65/2021 vom 12. März 2021 hinweist (vgl. 

dort E. 3: "son échéance ne saurait intervenir avant l'échéance du délai de 

garde de sept jours pour retirer le pli lorsque celui-ci est adressé par acte 

judiciaire ou par recommandé, en particulier lorsque comme en l'espèce, 

son destinataire n'est pas assisté d'un avocat censé relever quotidienne-

ment son courrier"). Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin durfte in 

dieser Konstellation nach Treu und Glauben demnach nicht davon ausge-

hen, die Frist zur Leistung des Kostenvorschusses sei bei Abwarten der 

Abholfrist bis zum letzten Tag noch nicht verstrichen. Indem sie mit dem 

Abholen der Post bis zum letzten Tag der Abholfrist, und damit vorliegend 

nach Verstreichen der ausnahmsweise gewährten kurzen Nachfrist zur 

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Seite 9 

Bezahlung des Kostenvorschusses, zuwartete, nahm sie dieses Risiko be-

wusst in Kauf.  

5.6. Das Verpassen der Frist zur Leistung des Kostenvorschusses ist damit 

der Beschwerdeführerin bzw. ihrem Rechtsvertreter anzulasten. Es be-

stand kein unverschuldetes Hindernis im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG. 

Die Beschwerdeführerin nahm das Verpassen der Frist durch die Abholung 

der Verfügung vom 29. September 2025 am letzten Tag der Abholfrist be-

wusst in Kauf. Das Fristwiederherstellungsgesuch der Beschwerdeführerin 

ist damit abzuweisen.  

5.7. Im Übrigen geht die Beschwerdeführerin offensichtlich nicht von einer 

mangelhaften Eröffnung der Verfügung vom 29. September 2025 (vgl. Art. 

38 VwVG) aus, hat sie doch lediglich um Fristwiederherstellung ersucht. 

Selbst wenn von einer mangelhaften Eröffnung auszugehen wäre, müsste 

sich die Beschwerdeführerin entgegenhalten lassen, dass sie – entgegen 

dem Grundsatz von Treu und Glauben, welcher es einer Partei verbietet, 

ab Kenntnisnahme eines Mangels den Fristenlauf beliebig lange hinauszu-

zögern – nach Wegfall des Eröffnungsmangels nicht innert einer ihr zumut-

baren Frist (sieben Tage entsprechend der Verfügung vom 29. September 

2025) gehandelt hat, sondern 17 Tage bis zur Bezahlung des Kostenvor-

schusses zugewartet hat (vgl. FELIX UHLMANN, ALEXANDRA SCHILLING-

SCHWANK, VwVG - Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetzes, 

3. Aufl. 2023, Rz. 8 zu Art. 38 VwVG). 

6.  

6.1. Damit ist festzustellen, dass innert der angesetzten Frist weder der 

Kostenvorschuss noch ein Beschwerderückzug beim Bundesverwaltungs-

gericht eingegangen ist.  

6.2. Die Nichtleistung des Kostenvorschusses führt damit zum andro-

hungsgemässen Nichteintreten auf die Beschwerde (Art. 23 VwVG).  

7.  

7.1. Bei diesem Verfahrensausgang gilt die Beschwerdeführerin als voll-

ständig unterliegend, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Aufgrund des Umfangs und der Schwierigkeit des 

Falles sind die Kosten auf Fr. 1'000.– festzusetzen (Art. 2 Abs. 1 und 3 

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Seite 10 

i.V.m. Art. 3 Bst. b VGKE). Dieser Betrag ist dem von der Beschwerdefüh-

rerin am 24. Oktober 2025 überwiesenen Kostenvorschuss zu entnehmen. 

Der Restbetrag von Fr. 4'000.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. 

7.2. Als unterliegende Partei ist der Beschwerdeführerin keine Parteient-

schädigung zuzusprechen. (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). Die 

Vorinstanz hat ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

B-6413/2025 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Fristwiederherstellungsgesuch der Beschwerdeführerin vom 29. Ok-

tober 2025 wird abgewiesen. 

2.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

3.  

Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 1'000.– auferlegt. Dieser Betrag wird dem von ihr am 24. Oktober 2025 

überwiesenen Kostenvorschuss entnommen. Der Restbetrag von 

Fr. 4'000.– wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

4.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Chiara Piras Silas Bänziger 

 

 

  

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Seite 12 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 10. November 2025 

  

B-6413/2025 

Seite 13 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; 

mit Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)