# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ed9f94f-3647-5976-af7d-563668b8afa0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.05.2008 E-2602/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2602-2008_2008-05-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2602/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

X._______, Geburtsdatum unbekannt, Libanon,
vertreten durch Monica Capelli, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 9. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2602/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer den Libanon eigenen Angaben zufolge am 
24. November 2007 verliess und am 3. Dezember 2007 in die Schweiz 
einreiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Kreuzlingen  am  17. De-
zember 2007 die Erstbefragung stattfand, bei welcher der Beschwer-
deführer  geltend  machte,  er  sei  am  _______  geboren,  sei  palästi-
nensischer Abstammung und habe seit  seiner Geburt zusammen mit 
seiner Mutter im Flüchtlingslager _______, gelebt,

dass der Beschwerdeführer keinerlei Identitätspapiere einreichte,

dass das BFM aufgrund des Erscheinungsbildes des Beschwerdefüh-
rers eine ärztliche Handknochenanalyse durchführen liess,

dass der Arzt in seinem Bericht vom 20. Dezember 2007 gestützt auf 
die radiologische Untersuchung der linken Hand das Skelettalter des 
Beschwerdeführers gemäss der Methode nach Greulich und Pyle auf 
19  Jahre  schätzte  und festhielt,  hierbei  handle  es  sich  nur  um eine 
grobe Schätzung  des biologischen Alters,  könne doch  ein  gesunder 
17-Jähriger durchaus das Knochenalter von 19 Jahren aufweisen,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 15. Januar  2008 das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers als gegenstandslos abgeschrieben hat, nach-
dem dieser  seit  dem 20. Dezember  2007  unbekannten  Aufenthaltes 
war,

dass der Beschwerdeführer am 19. Januar 2008 anlässlich einer Ta-
schendiebfahndung  von  der  _______  kontrolliert  und  für  weitere 
Abklärungen in Haft genommen wurde,

dass der Beschwerdeführer im Anschluss an die Ermittlungen den zu-
ständigen kantonalen Behörden zugeführt wurde,

dass er in der Folge ein Gesuch um Wiederaufnahme des Asylverfah-
rens stellte,

dass mit Verfügung des BFM vom 7. Februar 2008 das Asylverfahren 
wieder aufgenommen wurde,

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dass am 12. Februar  2008 im Beisein  einer  dem Beschwerdeführer 
beigegebenen Vertrauensperson und seiner Rechtsvertreterin die An-
hörung durch das BFM (vgl. A27/4) erfolgte, wobei dem Beschwerde-
führer das rechtliche Gehör zur Knochenaltersanalyse gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  am geltend gemachten  Alter  fest-
hielt und ergänzte, er habe sein Geburtsdatum von seiner Mutter er-
fahren,

dass  ein  vom BFM beauftragter  Experte  mit  dem Beschwerdeführer 
am 4. März 2008 ein Telefongespräch führte, aufgrund dessen er einen 
Bericht über die Herkunft (LINGUA-Analyse) desselben verfasste,

dass er in seinem Bericht vom 18. März 2008 zum Schluss gelangte, 
der Beschwerdeführer sei  eindeutig nicht in einem palästinensischen 
Milieu, sondern eindeutig in einem libanesischen Milieu im Libanon so-
zialisiert worden, 

dass das BFM mit Verfügung vom 27. März 2008 dem Beschwerdefüh-
rer das rechtliche Gehör zur LINGUA-Analyse gewährte,

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 7. April 2008 
an der palästinensischen Herkunft festhielt,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. April 2008 - eröffnet am 17. April 
2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe die Behörden über seine Identität getäuscht,

dass die vom Beschwerdeführer für das vorliegende Asylverfahren ge-
machten Angaben, wonach er seit seiner Geburt als palästinensischer 
Flüchtling im Flüchtlingslager _______ in Libanon gelebt habe, in der 
von der Fachstelle LINGUA erstellten Herkunftsanalyse nicht bestätigt 
würden,

dass aus dem detaillierten und sorgfältig redigierten Bericht des ent-
sprechenden Experten hervor gehe, dass der Beschwerdeführer ein-
gehend  und  professionell  zu  seinem  landeskundlich-kulturellen  Wis-
sensstand (Familiengeschichte/Geografie, Ausweispapiere, Politik, Kul-

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tur/Alltagsleben, Kulinarisches) befragt sowie seine Sprache und sein 
Dialekt (Phonologie, Morphologie) untersucht worden sei, und dass die 
Vorbringen des Beschwerdeführers durch die Feststellungen des Ex-
perten im Gutachten widerlegt worden seien, 

dass der Beschwerdeführer dem Gutachten zufolge eindeutig aus dem 
libanesischen Milieu in Libanon stamme,

dass der Beschwerdeführer diese Schlussfolgerungen in seiner Stel-
lungnahme nicht zu widerlegen vermocht habe, 

dass er die ihm offen gelegten Ungereimtheiten seiner Aussagen weit-
gehend unbeantwortet gelassen habe oder diese mit seiner zurückge-
zogenen Lebensweise und mangelndem Erinnerungsvermögen zu er-
klären versucht habe,

dass  sich  vor  dem  Hintergrund  seiner  angeblich  palästinensischen 
Herkunft seine praktisch nicht vorhandenen Kenntnisse über Palästina 
und den Alltag  der  Palästinenser  im Libanon dadurch nicht  erklären 
liessen,

dass er  insbesondere seine nicht  vorhandenen Kenntnisse über  das 
Innenleben des Lagers  _______ sowie  seinen  typisch libanesischen 
Dialekt nicht zu erklären vermocht habe,

dass es dem Beschwerdeführer ferner  nicht  gelungen sei,  seine an-
gebliche Minderjährigkeit glaubhaft darzulegen,

dass das BFM dazu anführte, der Unterschied zwischen dem vom Be-
schwerdeführer angegebenen Alter und der vom beauftragten Institut 
für  Röntgendiagnostik  und  Nuklearmedizin  vorgenommenen  Alters-
schätzung  betrage  fast  _______,  was  nicht  durch  eine  allfällige 
Standardabweichung des Knochenalters erklärt werden könne,

dass demnach auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass das BFM hinsichtlich der Wegweisungsfrage festhielt, weder die 
im vermutlichen Heimatstaat des Beschwerdeführers herrschende poli-
tische Situation noch andere Gründe sprächen gegen die Zumutbarkeit 
des Vollzugs in diesen,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. April 2008 durch sei-
ne Rechtsvertreterin Beschwerde gegen diesen Entscheid beim Bun-
desverwaltungsgericht erhob und dabei beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein 
Asylgesuch einzutreten,

dass der Beschwerdeführer in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie um Verzicht auf die 
Erhebung eines  Kostenvorschusses ersuchte  und die  Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde beantragte,

dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidrelevant, in 
den nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. April 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. das weiterhin gültige Urteil 
der Schweizerischen Asylrekurskommission [ARK] in Entscheidungen 
und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2004 Nr. 34 E.2.1),

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren  Vollzuges  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass der Antrag, es sei  die aufschiebende Wirkung der Beschwerde 
wiederherzustellen,  gegenstandslos  ist,  da  der  Beschwerde  die  auf-
schiebende Wirkung von Gesetzes wegen zukommt (vgl. Art. 55 Abs. 1 
VwVG,  Art.  42  AsylG)  und  von  der  Vorinstanz  auch  nicht  entzogen 
worden ist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass der Nachweis der Identitätstäuschung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b 
AsylG ohne vernünftigen Zweifel  feststehen muss (vgl. auch hier  die 
weiterhin gültige Praxis der ARK in EMARK 2003 Nr. 27 E. 4a sowie 

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die  nachfolgend  zur  Thematik  der  Identitätstäuschung  angeführten, 
nach wie vor massgebenden EMARK-Urteile),

dass entsprechend der auch im Verwaltungsverfahren gültigen Beweis-
regel  von  Art.  8  ZGB die  Behörde  den  Nachweis  zu  erbringen  hat, 
dass  der  Asylsuchende  die  Behörden  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2 
Bst. b  AsylG  über  seine  Identität  getäuscht  hat  (vgl.  EMARK  2004 
Nr. 31 E. 3.2),

dass der Begriff der Identität neben Namen und Vornamen die Staats-
angehörigkeit,  die  Ethnie,  das  Geburtsdatum,  den  Geburtsort  sowie 
das Geschlecht umfasst (Art. 1 Bst. a AsylV 1),

dass  der  Beschwerdeführer  wiederholt  angegeben  hat,  er  sei  am 
_______ geboren (Akte A1, A2 und A30), womit er zum Zeitpunkt der 
vorgenommenen Knochenaltersanalyse _______ alt gewesen wäre,

dass die Knochenaltersanalyse indessen ergeben hat, der Beschwer-
deführer sei 19 Jahre alt,

dass dem Beschwerdeführer zu diesem Ergebnis anlässlich der kanto-
nalen Befragung das rechtliche Gehör gewährt  worden ist  (vgl. Akte 
A30, S. 4),

dass  zwischen  dem  vom Beschwerdeführer  angegebenen  Alter  und 
dem chronologischen Alter  eine Abweichung von nahezu dreieinhalb 
Jahren  besteht,  weshalb  die  vom  Beschwerdeführer  versuchte  Täu-
schung über die Identität  als rechtsgenüglich nachgewiesen gilt  (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 23 S. 184 ff.),

dass das BFM den Beschwerdeführer über seine Fachstelle LINGUA 
zudem einer Herkunftsanalyse auf der Basis charakteristischer Merk-
male  in  der  Sprechweise  sowie  landeskundlich-kultureller  Anhalts-
punkte unterzogen hat,

dass diese Analyse ergeben hat, der Beschwerdeführer stamme ein-
deutig aus einem libanesischen Milieu in Libanon und eindeutig nicht 
aus einem palästinensischen Milieu,

dass  das  BFM dem Beschwerdeführer  dazu am 27. März  2008 das 
rechtliche Gehör gewährt hat,

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dass das BFM die vom Beschwerdeführer vorgetragenen Erklärungen, 
die in der Beschwerde nunmehr wiederholt werden (Beschwerde S. 3), 
zu Recht als nicht überzeugend gewürdigt hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  LINGUA-Analyse  des  BFM 
nicht als Sachverständigengutachten (Art. 12 Bst. e VwVG; Art. 57 ff. 
des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilpro-
zess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG), sondern als schriftliche Aus-
künfte einer Drittperson (Art. 12 Bst. c VwVG; Art. 49 BZP i.V.m. Art. 19 
VwVG) anerkennt, ihr indessen - sofern bestimmte Anforderungen an 
die  fachliche  Qualifikation,  Objektivität  und  Neutralität  des  Experten 
wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der 
Analyse erfüllt sind - erhöhten Beweiswert zumisst (vgl. EMARK 2003 
Nr. 14 E. 7 S. 89; 1998 Nr. 34),

dass der vorliegend zu beurteilenden, ausführlichen und sorgfältig be-
gründeten  LINGUA-Analyse  nach  den  erwähnten  Kriterien  erhöhter 
Beweiswert zukommt,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Feststellungen des 
LINGUA-Experten zum Schluss gelangt,  der Beschwerdeführer  habe 
auch über seine ethnische Zugehörigkeit getäuscht,

dass demnach auch diesbezüglich eine Identitätstäuschung mit genü-
gender Sicherheit feststeht (vgl. EMARK 1999 Nr. 19 E. 3d S. 125 f.),

dass die  Beschwerde in  weiten  Zügen auf  den Nichteintretenstatbe-
stand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG (Nichteinreichen von Identitäts-
papieren) Bezug nimmt, der indessen im vorliegenden Verfahren keine 
Anwendung  gefunden  hat,  weshalb  auf  die  entsprechenden  Ausfüh-
rungen der Beschwerdeschrift nicht weiter einzugehen ist,

dass das BFM aufgrund der bestehenden Aktenlage sodann zu Recht 
davon  ausgegangen  ist,  die  angebliche  Minderjährigkeit  des  Be-
schwerdeführers sei nicht glaubhaft gemacht worden,

dass  es  zwar  zutrifft,  dass  eine  Knochenaltersuntersuchung  ange-
sichts  der  jeweils  zu  berücksichtigenden möglichen  Standardabwei-
chungen die Volljährigkeit einer Person nicht belegen und die Minder-
jährigkeit nicht ausschliessen kann (vgl. Beschwerde S. 5 f.),

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dass es aber dem Beschwerdeführer obliegt, seine angebliche Minder-
jährigkeit zumindest glaubhaft zu machen (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 
5),  und dass  dies  dem Beschwerdeführer  vorliegend nicht  gelungen 
ist, nachdem seine Aussagen zu seiner persönlichen Situation, angeb-
lich  erst  _______  alt  zu  sein  beziehungsweise  aus  einem  pa-
lästinensischen Milieu zu stammen, offenkundig nicht zutreffen,

dass auch die Anmerkung der an der Befragung teilnehmenden Hilfs-
werkvertreterin  –  aufgrund  der  Erscheinung und  des  Auftretens  des 
Beschwerdeführers sei in Erwägung zu ziehen, dass er noch minder-
jährig sein könnte (vgl. A30 S. 18) – die massiven Zweifel an den Dar-
stellungen des Beschwerdeführers nicht aufzuwiegen vermag,

dass das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu Recht 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 

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28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht un-
zulässig  ist,  da  aus  den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  und 
den übrigen Akten keine Hinweise auf eine Verfolgung im Sinne von 
Art.  3  AsylG oder  eine  anderweitig  menschenrechtswidrige  Behand-
lung ersichtlich sind, die ihm im Libanon droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Libanon noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht unzumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer nicht glaubhaft gemacht hat, noch minder-
jährig zu sein, und sich deshalb diesbezüglich entgegen den Ausfüh-
rungen in der Beschwerde (Beschwerde S. 7) keine weiteren Abklärun-
gen aufdrängen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Liba-
non schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache gegenstands-
los geworden ist,

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dass  das  Gesuch,  dem  Beschwerdeführer  sei  die  unentgeltliche 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren, zufolge Aus-
sichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- _______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Alexandra Püntener

Versand: 

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