# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1513f1e6-065c-5ecc-a569-b97d50754db6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-01-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.01.2011 E-7781/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7781-2006_2011-01-05.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung V
E-7781/2006/ame

Urteil vom 5. Januar 2011 

Besetzung Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz),
Richter Hans Schürch, Richterin Emilia Antonioni,   
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

Parteien A._______, geboren am (…),
Sri Lanka,   
vertreten durch lic. iur. Urs Späti, Rechtsanwalt, (…) ,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
17. November 2006 / N (…).

E-7781/2006

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Sachverhalt:

A. 
Der Beschwerdeführer verliess gemäss eigenen Angaben seinen 
Hei�matstaat am 10. August 2006 und gelangte am 26. September 2006 
an den Flughafen Zürich-Kloten, wo er am 27. September 2006 ein 
Asyl�gesuch stellte. Am 28. September 2006 erfolgte eine erste 
Befragung durch die Flughafenpolizei Zürich. Mit Verfügung vom 
29. September 2006 bewilligte das BFM dem Beschwerdeführer die 
Einreise in die Schweiz und überwies ihn an das Empfangs- und 
Ver�fah�renszentrum (EVZ) Kreuzlingen. Dort wurde er am 13. Oktober 
2006 summarisch zu seinen Asylgründen befragt; am 9. Novem�ber 
2006 fand eine direkte Anhörung durch das BFM statt. Anschliessend 
wurde der Beschwerdeführer für die Dauer des Ver�fahrens dem Kanton 
(...) zugeteilt.

B. 
Zur Begründung seines Asylgesuchs brachte der Beschwerdeführer im 
Wesentlichen vor, er stamme aus dem Dorf (...), Nord�pro�vinz. Sein 
Vater sei von Januar bis Juni 1998 wegen Unterstützung der LTTE 
(Liberation Tigers of Tamil Eelam) in Haft gewesen. Er selber habe die 
legale Partei Tamilar Viduthalai Kutani unterstützt. Im Jahre 1998 sei er 
zwei- bis dreimal kurzzeitig von den Sicherheitskräften festgenommen 
worden. Aus Angst vor weiteren Übergriffen durch das Militär sei er im 
Januar 1999 ins Vanni-Gebiet geflohen, wo er wie alle Bewohner ein 
Training der LTTE absolviert habe. Nach der Rückkehr in seinen 
Herkunftsort in der Nordprovinz im Januar 2005 sei er wieder�um drei- 
oder viermal von den Sicherheitskräften für kurze Zeit fest�gehalten 
worden. Am 15. Juli 2006 sei er nach einem Bomben�an�schlag auf ein 
Armeecamp, in dessen Nähe er auf dem Feld gear�beitet habe, von der 
Armee festgenommen worden. Er sei die ganze Nacht verhört, 
geschlagen und misshandelt worden. Am Abend des nächsten Tages sei 
er wieder freigelassen worden, nachdem sich eine von seiner Mutter 
beauftragte Rechts�anwältin sowie der Parlaments�ab�geordnete 
B._______für ihn eingesetzt hätten. Am 1. August 2006 habe er sein 
Elternhaus verlassen und sich in der Folge bis zur Ausreise in Colombo 
aufgehalten. Von dort aus habe er am 10. August 2006 in Begleitung 
eines Schleppers mit einem von diesem beschafften, auf seinen richtigen 
Namen lautenden Reisepass sein Heimatland auf dem Luftweg verlassen 
und sei über Bangkok, Taiwan und Korea in die Schweiz gereist. Den 
Reisepass habe ihm der Schlepper in Korea abgenommen. Zur Stützung 

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seiner Vorbringen reichte der Beschwer�deführer nebst einem 
Geburtsschein Bestätigungsschreiben seines Rechtsanwalts in Sri Lanka 
(Telefax-Kopie) sowie des sri-lankischen Parlamentsabgeordneten 
B._______(im Original), beide vom 18. Oktober 2006, zu den Akten.

C. 
Mit Verfügung vom 17. November 2006 – gleichentags eröffnet – stellte 
das BFM fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft 
nicht erfülle, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug an. Zur Begründung führte es aus, dass 
seine Vorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 
7 des Asyl�gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) sowie an die 
Flücht�lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standzuhalten 
vermöchten. Ausserdem sei der Vollzug der Wegwei�sung zulässig, 
zumutbar und möglich. Auf die detaillierte Begründung wird – soweit 
entscheid�wesentlich – in den Erwägungen eingegangen. 

D. 
Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 18. Dezember 2006 erhob der 
Beschwerdeführer Beschwerde gegen diese Verfügung und bean�tragte 
deren Aufhebung sowie die Gewährung des Asyls, eventualiter der 
vorläufigen Aufnahme. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Ver�zicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Zur Stützung sei�ner 
Vorbringen reichte er einen auf der Website www.tamilnet.com 
veröffentlichten Artikel ein. Auf die Begründung wird – soweit 
ent�scheid�wesentlich – in den Erwägungen eingegangen.

E. 
Mit Verfügung vom 5. Januar 2007 bestätigte die zuständige 
Instruk�tionsrichterin den Eingang der Beschwerde und stellte fest, dass 
der Beschwerdeführer den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz 
abwar�ten könne.

F. 
Mit Zwischenverfügung vom 17. Januar 2007 verzichtete die 
Instruk�tions�richterin antragsgemäss auf die Erhebung eines 
Kos�ten�vor�schus�ses und überwies die Sache zur Vernehmlassung 
an das BFM.

G. 
In ihrer Vernehmlassung vom 23. Januar 2007 hielt die Vorinstanz an 

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ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. 
Diese Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 
5. Februar 2007 ohne Replikrecht zur Kenntnis gebracht.

H. 
Mit Schreiben vom 2. Februar 2010 erkundigte sich der 
Rechtsver�tre�ter des Beschwerdeführers nach dem Verfahrensstand 
und mit an das Bundesamt für Migration gerichtetem, an das Gericht 
weitergeleitetem Schrei�ben vom 1. Juni 2010 ersuchte er um 
Bewilligung der Erwerbs�tätigkeit.

I. 
Mit Schreiben vom 4. Februar 2010 und 30. Juni 2010 stellte die 
Ins�truktionsrichterin dem Beschwerdeführer einen baldigen Abschluss 
des Verfahrens in Aussicht.

J. 
Am 15. Dezember 2010 reichte der Rechtsvertreter aufforderungsgemäss 
seine Kostennote ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungs�gericht 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundes�gesetzes vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Be�hörden nach Art. 33 VGG und 
ist daher eine Vorinstanz des Bun�des�verwaltungsgerichts. Eine das 
Sachgebiet betreffende Aus�nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht 
vor. Das Bundesver�wal�tungsgericht ist daher zuständig für die 
Beurteilung der vor�liegenden Beschwerde und entscheidet auf dem 
Gebiet des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die 
Beur�tei�lung der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das 
neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG). Das 
Ver�fah�ren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

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soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der 
Be�schwer�deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz 
teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise Ände�rung; er ist daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  

3.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen 
grund�sätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person 
aner�kannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörig�keit 
zu einer be�stimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat, sol�chen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder 
Frei�heit sowie Mass�nahmen, die einen unerträglichen psychischen 
Druck bewirken (Art. 3 AsylG).

3.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft 
nach�wei�sen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft 
ge�macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender 
Wahrschein�lichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere 
Vorbringen, die in wesent�lichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich wider�sprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder 
massgeblich auf gefälschte oder ver�fälschte Beweismittel abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

4.  

4.1. Das BFM führte zur Begründung seiner Verfügung im Wesent�lichen 
aus, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers hinsichtlich der 

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angeblich nach der Rückkehr in seinen Herkunftsort im Januar 2005 
erlittenen Verfolgung als unglaubhaft zu erachten seien. So habe er keine 
Angaben zu seinen persönlichen Empfindungen und seinem Erleben 
anlässlich der Inhaftierung vom 15./16. Juli 2006 gemacht und habe die 
Aufgabenteilung der beim Verhör anwesenden Personen nicht erwähnt. 
Ferner sei er nicht im Stande gewesen, den Wochentag der Festnahme 
zu nennen. Das diesbezüglich eingereichte Be�stäti�gungsschreiben 
des Parlamentariers B._______enthalte keine konkreten Angaben 
bezüglich seiner Festnahme und auch dem Schreiben des Rechtsanwalts 
komme auf�grund dessen offensichtlicher Nähe zur Fami�lie des 
Beschwerdeführers kein massgeblicher Be�weiswert zu. Ein weiterer 
Hinweis auf die Unglaub�haftigkeit der Vor�bringen des 
Beschwerdeführers sei darin zu sehen, dass er das Datum der letzten 
Festnahme durch die Sicherheitskräfte vor dem 15. Juli 2006 nicht habe 
nennen können. Im Weiteren seien die vom Beschwerdeführer 
vorgebrachten Verfolgungsmassnahmen regional be�schränkt, und er 
verfüge in anderen Landesteilen, namentlich im Gross�raum Colombo, 
über eine zumutbare innerstaatliche Flucht�alternative. Hinsichtlich des 
Wegweisungsvollzugs sei zwar aufgrund des Konflikts zwischen der 
LTTE und der sri-lankischen Regierung die Rückkehr in den Norden Sri 
Lankas stark erschwert. Jedoch sei es dem Beschwerdeführer zumutbar, 
sich im Grossraum Colombo niederzulassen, wo er als jun�ger und 
gesunder Mann, welcher über eine gute Schulausbildung ver�füge, gute 
Integrationschancen habe. Zudem könne er auf die Unter�stützung 
seiner wohlhabenden Familie zählen und pflege nach eige�nen Angaben 
Kontakt zu einem in Colombo lebenden Freund.

4.2. Der Beschwerdeführer stellte sich zur Begründung seiner 
Beschwer�de auf den Standpunkt, er habe entgegen der Einschätzung 
des Bun�desamts den Ablauf der Festnahme und Folter vom 15./16. Juli 
2006 durchaus detailliert geschildert. Es müsse berücksichtigt werden, 
dass das Zeigen von Emotionen seinem Charakter widerspreche und 
dass viele Folteropfer ihre traumatischen Erlebnisse zu verdrängen 
versuchten und diese mit grosser emotionaler Distanz schildern wür�den. 
Angesichts der akuten Stresssituation, in welcher er sich befun�den 
habe, könne von ihm nicht erwartet werden, genauere Angaben zu den 
Rollen der beim Verhör anwesenden Personen zu machen, insbesondere 
angesichts der erlebten Folter sowie des Umstands, dass ihm zeitweise 
die Augen ver�bunden beziehungsweise eine Tüte über den Kopf 
gestülpt worden sei. Angesichts seines Arbeitsalltags sei entschuldbar, 
dass er den Wochen�tag seiner Fest�nahme nicht habe nennen können. 

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Es sei ebenso nach�vollziehbar, dass er sich nicht an das Datum der 
vorangegangenen Fest�nahmen erinnern kön�ne, zumal diese 
angesichts der Schwere der Inhaftierung vom Juli 2006 in den 
Hintergrund getreten seien. Das Schrei�ben des Rechts�anwalts habe 
durchaus einen Beweiswert, wäre das Anwalts�büro doch gar nicht 
eingeschaltet worden, falls er nicht festge�nommen worden wäre. Im 
Weiteren sei der Wegweisungsvollzug ins gesamte Gebiet Sri Lankas als 
unzumutbar zu erachten, zumal er mit weiteren Fest�nahmen rechnen 
müsse und die Lage allgemein schlecht sei. Aufgrund seiner tamilischen 
Herkunft müsse er auch in Colombo mit weiteren Verfolgungen rechnen. 
Zudem habe er die Schule abgebrochen und verfüge über keine 
Berufsbildung.

5.  

5.1. Bei der Beurteilung, ob die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft 
ge�macht ist, geht es um eine Gesamtwürdigung aller 
Sachverhalts�ele�mente, die für oder gegen die asylsuchende Person 
sprechen (vgl. Ent�scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurs�kom�mission [EMARK] 1996 Nr. 28 E. 3a S. 270). Für die 
Glaubhaftig�keit von Fluchtvorbringen sprechen insbesondere: 
Übereinstimmung (zwischen den verschiedenen Befragungen, mit den 
Beweismitteln und Indizien, mit der allgemeinen Lage im Heimatgebiet, 
Vereinbarkeit mit dem dortigen Verfolgungsmuster etc.), Kohärenz, 
Substanziiertheit, Plau�sibilität, Schlüssigkeit, Korrektheit und Originalität 
der Angaben, persönliche Glaubwürdigkeit und Offenheit sowie 
gegebenenfalls die Weiterführung der im Heimatland begonnenen 
politischen Aktivität. Gegen die Glaubhaftigkeit sprechen insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf gefälsch�te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden sowie 
aufgeblähte Schilderungen und nachgeschobene Vorbringen. Glaubhaft 
ist eine Sachverhaltsschilderung dann, wenn die positiven Elemente 
überwie�gen. Die blosse Plausibilität reicht aber nicht aus, wenn 
gewich�tige Umstände gegen die Sachverhaltsdarstellung sprechen (vgl. 
WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi 
Yar/Thomas Geiser {Hrsg.}, Ausländerrecht, Handbücher für die 
Anwaltspraxis, Band VIII, Basel u.a. 2009, S. 568, Rz. 11.149; EMARK 
1996 Nr. 28 E. 3a S. 270). An die Glaubhaft�machung dürfen nicht zu 
strenge Anfor�derungen gestellt werden und die Argumentation der 
Behörden darf sich nicht in blossen Gegen�behauptungen oder 

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allgemeinen Vermu�tungen erschöp�fen. Angesichts des reduzierten 
Beweismasses der Glaubhaftmachung besteht durchaus Raum für 
gewisse Einwände und Zweifel an den Vor�bringen des Gesuchstellers. 
Entscheidend ist, ob eine Gesamtwürdigung aller Vorbringen ergibt, dass 
die Gründe, die für die Richtigkeit der Sach�verhaltsdarstellung des 
Gesuchstellers spre�chen, überwiegen oder nicht (EMARK 2004 Nr. 1 E. 
5 S. 4 ff., mit weiteren Hinweisen, EMARK 1993 Nr. 21 S. 134 ff., EMARK 
1993 Nr. 11 S. 67 ff.).

5.2. In Anwendung dieser Massstäbe gelangt das Gericht zu folgenden 
Schlüssen: Zunächst ergibt eine Durchsicht der Befragungsprotokolle, 
dass der Be�schwerdeführer entgegen der Auffassung der Vorinstanz 
den Ablauf des am 15./16. Juli 2006 erlebten Verhörs und der 
Folterungen in zu erwar�tender Ausführlichkeit und Detailliertheit 
geschildert hat und seine Aus�führungen durchaus realitätsnah 
erscheinen. Zudem erscheinen die vom Beschwerdeführer vorgebrachten 
Umstände dieser Ver�haftung sowie auch der vorangegangenen 
kurzzeitigen Festnahmen vor dem Hinter�grund der damaligen Situation 
in seiner Her�kunftsregion realis�tisch und plausibel. Die ungenaue 
zeitliche Ein�ordnung der vorherigen Repressa�lien durch die 
Sicherheits�kräfte sowie die fehlende Angabe des Wochen�tags der 
Inhaftierung vermögen nicht die Vorbringen des Beschwer�de�führers 
insgesamt als unglaubhaft erscheinen zu lassen. Den beiden vom 
Beschwerdeführer zu den Akten gereichten Bestäti�gungs�schreiben ist 
zwar ein reduzierter Beweiswert beizumessen, da zum einen das 
Schrei�ben des Rechtsanwalts nur in Kopie vorliegt und zum anderen 
das Schreiben des Parlamentariers B._______auf den Aussagen des 
Beschwer�de�führers beruhen dürfte. Dennoch können diese 
Dokumente als Indiz für die Glaubhaftigkeit der Aussagen des 
Beschwerdeführers bewertet wer�den.

5.3. Insgesamt gelangt das Gericht im Rahmen einer 
Gesamt�wür�di�gung zum Schluss, dass die Vorinstanz die vom 
Beschwerde�führer vorge�brachten Repressalien durch die sri-
lankischen Sicher�heitskräfte zu Unrecht als unglaubhaft erachtet hat.

6. 

6.1. Entsprechend der Lehre und Praxis ist für die Anerkennung der 
Flüchtlingseigenschaft erforderlich, dass die asylsuchende Person 
ernst�hafte Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat, 

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bezie�hungs�weise solche im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat 
mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten 
muss. Die Nachteile müssen der asylsuchenden Person gezielt und 
aufgrund bestimmter Verfolgungsmotive drohen oder zugefügt worden 
sein. Die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft setzt zudem voraus, 
dass die betroffene Person einer landesweiten Verfolgung ausgesetzt ist 
und sich nicht in einem anderen Teil ihres Heimatstaates in Schutz 
bringen kann (EMARK 2006 Nr. 18). Ausgangspunkt für die Beurteilung 
der Flüchtlings�eigenschaft ist die Frage nach der im Zeit�punkt der 
Ausreise vorhan�denen Verfolgung oder begründeten Furcht vor einer 
solchen. Die Situa�tion im Zeitpunkt des Asylentscheides ist jedoch im 
Rahmen der Prüfung nach der Aktualität der Verfolgungs�furcht ebenfalls 
wesentlich. Entschei�dend ist somit, ob die Verfolgung heute noch 
andauert oder die Furcht vor Verfolgung aktuell noch begründet 
erscheint. Dabei ist eine allenfalls ein�getretene Veränderung der 
objektiven Situation im Heimatland seit der Ausreise zu berück�sichtigen 
(vgl. BVGE 2008/12 E. 5.2 S. 154 f., mit weiteren Hinweisen).

6.2. Im Mai 2009 hat die sri-lankischen Armee einen endgültigen 
mili�tä�rischen Sieg über die LTTE errungen und das von dieser 
kontrollierte Gebiet eingenommen. Somit ist das gesamte Staatsgebiet 
Sri Lankas nunmehr unter der Kontrolle der Regierungskräfte. Die 
Sicherheits- und Menschenrechtslage ist auch nach dem Krieg noch in 
manchen Berei�chen nicht befriedigend und präsentiert sich regional 
unter�schied�lich. Im Norden und Osten Sri Lankas gibt es eine 
fort�dauernde starke Präsenz der Sicherheitskräfte und insbesondere die 
tamilische Bevölkerung ist nach wie vor ein Ziel von 
Sicherheitsmass�nahmen im ganzen Land. Die Sicherheitsmassnahmen 
werden nur langsam gelo�ckert und die Not�standsgesetze (Emergency 
Regulations) sowie das Anti-Terror-Gesetz (Prevention of Terrorism Act) 
bleiben weiterhin in Kraft. Der Opposition verdächtigte Personen sind 
dabei in erhöhtem Masse gefährdet, Opfer von Verfolgung und von 
Menschenrechtsverletzungen zu werden. Na�ment�lich wurden nach 
Beendigung des Bürgerkrieges zahlreiche Per�sonen, welche der 
Zusammenarbeit mit oder der Unterstützung der LTTE verdächtigt 
wurden, festgenommen und gemäss verschiedenen Berichten werden 
immer noch mehrere tausend ehemalige vermeintliche LTTE-Mit�glieder 
in geschlossenen Rehabilitations-Camps festgehalten (vgl. zum Ganzen: 
Rainer Mattern, Schweizerische Flüchtlingshilfe [SFH], Sri Lanka Aktuelle 
Situation, Update, Bern, 1. Dezember 2010, Danish Immigration Service, 
Human Rights and Security Issues concerning Tamils in Sri Lan�ka, 

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Oktober 2010; UNHCR-Richtlinien zur Feststellung des 
interna�tio�na�len Schutzbedarfs sri-lankischer Asyl�suchender, 5. Juli 
2010).

6.3. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen ist im Falle des 
Be�schwerdeführers nicht von einem erheblichen Risikoprofil 
auszu�ge�hen, das ihn aktuell aus objektiver Sicht als gefährdet 
erscheinen liesse, zumal keine Hinweise dafür vorliegen, dass er in einer 
besonderen Ver�bindung zur LTTE stehen würde. 

Die vom Beschwerdeführer vor dem Juli 2006 erlebten mehrfachen kurzzeitigen Festnahmen stellen 
mangels hinreichender Intensität kei�ne asylrechtlich relevante Verfolgung dar. Der Umstand, dass er von 
den Sicher�heitskräften jeweils nach kurzer Zeit wieder freigelassen wurde, weist zudem darauf hin, dass 
es sich nicht um gezielte Über�griffe handelte. Dasselbe gilt auch für seine Inhaftierung vom 15./16. Juli 
2006, welche gemäss seinen Aus�führungen nur erfolgte, weil er sich zufälli�gerweise zum Zeit�punkt 
eines Anschlags auf ein Armeecamp in der Nähe des Tatorts aufhielt. Es kann aufgrund seiner nach einem 
Tag erfolgten bedingungslosen Frei�lassung davon ausge�gangen wer�den, dass aus Sicht der 
Behörden kein begründeter Ver�dacht der Beteiligung des Beschwerdeführers an diesem Angriff mehr 
besteht. Demnach kann aus den vom Beschwerdeführer vor seiner Ausreise erlittenen Behelligungen nicht 
auf eine im heutigen Zeitpunkt weiterbestehende begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 
AsylG geschlossen werden.

Auch der Aufenthalt des Beschwerdeführers im Vanni-Gebiet und der Umstand, dass sein Vater im Jahre 
1998 wäh�rend mehrerer Monate aufgrund des Vorwurfs der Unterstützung der LTTE inhaftiert wurde, 
dürf�ten nicht geeignet sein, die besondere Auf�merksamkeit der sri-lankischen Regierungskräfte zu 
erregen, zumal nicht aktenkundig ist, dass seine Angehörigen, insbesondere sein Va�ter, in der Folge 
irgendwelche weitere Repressalien seitens der Behör�den erlitten hätten. Zudem ist davon auszugehen, 
dass die sri-lan�ki�schen Behörden nicht darin interessiert sind, sämtliche Zivilisten, wel�che früher im 
Herrschaftsgebiet der LTTE gelebt haben und damit auto�ma�tisch gezwungen waren, in irgendeiner 
Weise mit dieser zu koo�pe�rie�ren, weiterhin zu belästigen. Ihr Ziel besteht vielmehr darin, 
ins�be�son�dere versprengte ehemalige Kämpfer und Kaderangehörige der LTTE dingfest zu machen, 
um dergestalt eine Neu�formierung der LTTE zu erschweren. 

6.4. Bei dieser Sachlage und in Würdigung der gesamten Umstände und 
Vorbringen des Beschwerdeführers ist zusammenfassend festzu�stellen, 
dass er keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft 
machen kann und damit die Voraussetzungen für die Zuer�kennung der 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt sind. Die Vor�instanz hat demnach zu 
Recht das Asylgesuch des Beschwerde�führers abgelehnt und ihm die 
Flüchtlingseigenschaft nicht zuerkannt.

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7. 

7.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 

7.2. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrecht�liche 
Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

7.3. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsver�hältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf�nahme 
von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bun�desgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]). Bezüglich der Geltendmachung von 
Weg�weisungs�hin�der�nissen gilt gemäss ständiger Praxis des 
Bundes�verwaltungsgerichts und seiner Vorgängerorganisation ARK der 
glei�che Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, 
sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und 
andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. Walter Stöckli, a.a.O., 
Rz. 11.148).

7.4. Die erwähnten drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Voll�zug 
der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmög�lichkeit) 
sind alternativer Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug 
der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere 
Anwe�senheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die 
vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 ff.). 
Weil sich vorliegend der Vollzug der Wegweisung aus den nach�folgend 
auf�ge�zeigten Gründen als unzumutbar erweist, kann auf eine 
Erörterung der beiden anderen Kriterien - insbesondere der Zulässig�keit 
des Weg�wei�sungsvollzuges - verzichtet werden. 

7.5. 

7.5.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder 

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Herkunfts�staat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, 
allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 
Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 
83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft 
zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 
2002, BBl 2002 3818). 

7.5.2. Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE 2008/2 zur 
Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener 
Asyl�suchender tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der 
dies�bezüglich festgelegten Praxis gilt der Vollzug der Wegweisung in 
die Nordprovinz und in die Ostprovinz als unzumutbar (a.a.O. E. 6). 
Sodann setzt die Anerkennung einer inner�staatlichen 
Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für sri-lankische 
Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus der Nord- oder Ostprovinz 
stammen, das Vorliegen besonders begünsti�gender Faktoren wie die 
Existenz eines tragfähigen familiären oder sozi�alen Beziehungsnetzes 
sowie die Aussicht auf eine gesicherte Ein�kommens- und Wohnsituation 
voraus (a.a.O. E. 7.6.2). Für sri-lan�kische Asylsuchende tamilischer 
Ethnie, welche aus dem Gross�raum Colombo oder dessen Umgebung 
stammen und dort über ein trag�fähiges Familien- oder Beziehungsnetz 
verfügen und mit einer konkre�ten Unterkunftsmöglichkeit rechnen 
können, ist grundsätzlich von der Zumut�barkeit des 
Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszugehen, wobei die Dauer der 
Landesabwesenheit mitzuberück�sichtigen ist; je kürzer der Aufenthalt in 
Colombo dauerte und je weiter er zeitlich zurückliegt, desto höhere 
Anforderungen sind an das Vor�liegen eines tatsächlichen famili�ären 
oder sozialen Beziehungsnetzes zu stellen (a.a.O. E.7.6.1). 

7.5.3. Seit Ergehen dieses Grundsatzurteils hat sich die 
Sicherheits�situ�ation in Sri Lanka zwar stabilisiert, sie bleibt aber 
weiterhin fragil. Der Krieg ist im militärischen Sinn beendet worden, doch 
sind zum heutigen Zeitpunkt die Bedeutung und Tragweite dieser 
Entwicklung noch nicht vollumfänglich absehbar, und die eingetretene 
Verbesserung der allge�meinen Lage kann derzeit noch nicht als 
nachhaltig und dauerhaft einge�stuft werden. Bei einer allfälligen 
Neubeurteilung der Situation ist daher derzeit noch Zurückhaltung 
angezeigt, und es rechtfertigt sich, an der im Entscheid BVGE 2008/2 
skizzierten Praxis derzeit festzuhalten.

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7.5.4. Der Beschwerdeführer lebte gemäss seinen Aussagen bis zum 
August 2006 in (...), Nordprovinz beziehungsweise im Vanni Gebiet und 
ist deshalb im Sinne der zitierten Rechtsprechung als Tami�le 
anzusehen, der aus der Nord- oder der Ostprovinz stammt. Eine 
Rück�kehr dorthin ist angesichts der oben skizzierten 
Recht�spre�chung als nicht zumutbar zu erachten. 

7.5.5. Gemäss Aktenlage hat der Beschwerdeführer sich lediglich zehn 
Tage vor seiner Ausreise in Colombo aufgehalten. Auch seine 
Fami�lien�angehörigen sind alle in seinem Herkunftsort (...) wohn�haft. 
Den Akten kann nicht entnommen werden, dass er im Grossraum 
Colom�bo über Verwandte und damit über ihm nahe�stehende 
Personen mit einem Anwesenheitsrecht verfügt. Zwar hat der 
Beschwerdeführer nach eigenen Aussagen einen Bekannten in Colombo, 
welchem er sei�ne Iden�titätskarte und den Geburtsschein vor der 
Ausreise übergab und der ihm den Geburtsschein in die Schweiz 
zustellte. Eine nähere Beziehung zu dieser Person ist nicht 
akten�kundig, weshalb nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden 
kann, dass er auf dessen Unter�stützung bei der Reintegration im 
Heimatland zählen könnte. Zudem ist aufgrund seiner mehrjährigen 
Landesabwesenheit zweifelhaft, ob die�ser Bekannte immer noch in 
Colombo lebt und ob der Beschwer�de�führer diese Beziehung – 
gegebenenfalls – wieder aufleben lassen könn�te. Das Krite�rium des 
Vorhandenseins eines tragfähigen Bezie�hungsnetzes ausserhalb der 
Heimatregion ist demnach angesichts der Aktenlage zu verneinen. Es 
kann unter diesen Umständen nicht als gesichert gelten, dass der kein 
Singhalesisch sprechende (vgl. act. A17, S. 2) und nur in der 
Landwirt�schaft über berufliche Erfahrung verfügende Beschwerdeführer 
im Falle der Rückkehr im Grossraum Colombo auf ein tragfähiges 
Beziehungsnetz zurückgreifen kann und Aussichten auf eine gesicherte 
Einkommens- und Wohnsituation hat. Sodann ist frag�lich, ob und in 
welchem Umfang seine Verwandten ihm bei einer Rückkehr die 
notwendige (finanzielle) Unter�stützung bieten könnten. Das Vor�liegen 
besonders begünstigender Fak�toren, insbesondere die Existenz eines 
tragfähigen familiären oder sozia�len Beziehungsnetzes und die 
Aussichten auf eine gesicherte Ein�kom�mens- und Wohnsituation, ist 
vor�liegend zu ver�neinen. Es ist demzufolge festzustellen, dass dem 
Beschwerdeführer innerhalb seines Hei�matlan�des keine zumutbare 
Aufenthaltsalternative zur Verfügung steht. Unter diesen Umständen 
erweist sich der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach 
Sri Lanka praxisgemäss als unzu�mut�bar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 

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AuG. Nachdem sich aus den Akten keine Hin�weise auf das Vorliegen 
von Ausschlussgründen im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG ergeben, sind 
die Voraussetzungen für die Anordnung der vorläufigen Aufnahme erfüllt. 

8. 
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde, soweit den Vollzug der 
Weg�weisung betreffend, gutzuheissen und die Dispositivziffern 4 und 5 
der vorinstanzlichen Verfügung vom 17. November 2006 sind 
aufzu�heben. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Das BFM wird 
ange�wie�sen, den Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit des 
Wegwei�sungs�vollzugs vorläufig in der Schweiz aufzunehmen (vgl. Art. 
44 Abs. 2 AsylG und Art. 83 Abs. 4 AuG).

9. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die um die Hälfte zu 
redu�zie�renden Verfahrenskosten von Fr. 300.– dem 
Beschwerdeführer auf�zu�erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

10. 
Sodann ist dem vertretenen Beschwerdeführer angesichts seines 
teil�wie�sen Obsiegens in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 
1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Ent�schä�digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 
173.320.2) eine praxisge�mäss um die Hälfte reduzierte Entschädigung 
für die ihm notwendi�ger�weise erwachsenen Parteikosten 
zuzu�sprechen. Diese wird unter Berück�sichtigung der als angemessen 
zu erachtenden Kostennote seines Rechtsvertreters vom 15. Dezember 
2010 auf Fr. 775.40 (inklusive Aus�lagen und Mehrwertsteueranteil) 
festgesetzt.

.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird, soweit den Vollzug der Wegweisung betreffend, 
gutgeheissen. Im Übrigen wird sie abgewiesen.

2. 
Die Dispositivziffern 4 und 5 der vorinstanzlichen Verfügung vom 
17. November 2006 werden aufgehoben, und das BFM wird 
ange�wie�sen, den Beschwerdeführer vorläufig aufzunehmen.

3. 
Dem Beschwerdeführer werden reduzierte Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 300.– auferlegt.

4. 
Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem 
Bundesverwaltungsgericht eine reduzierte Parteientschädigung in Höhe 
von Fr. 775.40 (inkl. Auslagen und MwSt) zu entrichten.

5. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die 
zustän�dige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Christa Luterbacher Nicholas Swain

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