# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b7bbc34-0ce6-58cc-82ce-00e815bf3fb9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.10.2021 810 21 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-66_2021-10-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Oktober 2021 (810 21 66) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nachträglicher Familiennachzug aus wichtigen familiären Gründen 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus 

Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Giulia Kiefer 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
 
B.____, Beschwerdeführerin, 
 
beide vertreten durch Oliver Borer, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Verweigerung des Familiennachzugs  

(RRB Nr. 264 vom 2. März 2021) 
 
  

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A. Die miteinander verheirateten nordmazedonischen Staatsangehörigen A.____ (geb. 
1980) und B.____ (geb. 1983) verfügen über eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz. 
Im Jahr 2004 wurde die Tochter C.____ und im Jahr 2006 der Sohn D.____ in der Schweiz 
geboren. Sie erhielten nach ihrer Geburt eine Niederlassungsbewilligung. 
 
B. Am 21. April 2010 wandte sich A.____ an das Migrationsamt des Kantons Solothurn (Mi-
grationsamt Solothurn) und ersuchte um Information, was mit der ausländerrechtlichen Bewilli-
gung der Tochter C.____ geschehe, wenn diese die Grundschule in Nordmazedonien besuchen 
würde. 
 
C. Am 18. Mai 2010 meldete A.____ C.____ für die erste Klasse des Schuljahres 
2010/2011 in der Schule E.____ in Nordmazedonien an (Bestätigung der Schule vom 20. Mai 
2010). Seither lebt C.____ in Nordmazedonien bei ihren Grosseltern mütterlicherseits. 
 
D. Am 1. Juni 2010 teilte das Migrationsamt Solothurn A.____ mit, dass die Niederlas-
sungsbewilligung sechs Monate nach dem Verlassen der Schweiz ohne entsprechende Abmel-
dung erlösche, sofern keine Reservationsgründe vorlägen. Da vorliegend keine Reservations-
gründe erfüllt seien, könne die Niederlassungsbewilligung von C.____ nicht aufrechterhalten 
werden. Im Falle der Rückkehr in die Schweiz verbleibe C.____ die Möglichkeit, um eine Kurz-
aufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung zu ersuchen, sofern ihr früherer Aufenthalt in der 
Schweiz mindestens fünf Jahre gedauert habe und ihre freiwillige Ausreise aus der Schweiz 
nicht länger als zwei Jahre zurückliege. Das Migrationsamt Solothurn wies A.____ schliesslich 
darauf hin, dass – sollte C.____ später einmal in der Schweiz leben wollen – es wichtig sei, 
dass sie die Sprache beherrsche und insbesondere hier zur Schule gehe, andernfalls sie hier 
später mit Integrationsschwierigkeiten zu kämpfen haben werde. 
 
E. Am 8. Oktober 2014 bat A.____ beim Migrationsamt Solothurn um eine Bestätigung der 
Reservation der Niederlassungsbewilligung für C.____. Das Migrationsamt Solothurn teilte 
A.____ am 13. Oktober 2014 mit, dass das Gesuch bereits am 11. Juni 2010 abgewiesen 
worden sei und, sollte C.____ wieder in die Schweiz zurückkehren wollen, ein Gesuch um Fa-
miliennachzug gestellt werden müsse. Das Migrationsamt Solothurn machte ihn darauf auf-
merksam, dass der Anspruch um Familiennachzug innerhalb von fünf Jahren geltend gemacht 
werden müsse. Kinder über zwölf Jahre müssten innerhalb von zwölf Monaten nachgezogen 
werden. Ein nachträglicher Familiennachzug könne nur bei Vorliegen von wichtigen Gründen 
bewilligt werden. 
 
F. Am 23. Januar 2019 stellte A.____ beim Migrationsamt Solothurn ein Gesuch um Fami-
liennachzug für C.____. 
 
G. Das Migrationsamt Solothurn wies am 25. Februar 2019 das Familiennachzugsgesuch 
ab. Auf die von A.____ und B.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Wagner, dagegen 
erhobene Beschwerde vom 8. März 2019 trat das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn 
(Verwaltungsgericht Solothurn) mangels Leistung des Kostenvorschusses am 8. April 2019 

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nicht ein. Mit Urteil vom 25. April 2019 lehnte das Verwaltungsgericht Solothurn ein Gesuch um 
Wiederherstellung der Frist ab. 
 
H. Seit dem 1. August 2019 wohnen A.____ und B.____ in F.____ (Kanton Basel-Land-
schaft). 
 
I. Am 24. Oktober 2019 stellten A.____ und B.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel 
Wagner, beim Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AFM; heute Amt für Migration 
und Bürgerrecht [AFMB]) ein Gesuch um Familiennachzug für C.____. Mit Verfügung vom 
18. September 2020 wies das AFMB das Gesuch ab. 
 
J. Dagegen reichten A.____ und B.____, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Oliver 
Borer, am 25. September 2020 beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regie-
rungsrat) Beschwerde ein. Sie beantragten die Aufhebung der Verfügung vom 18. September 
2020, die Bewilligung des Familiennachzugs für C.____, die Ausstellung einer Einreise- sowie 
einer Niederlassungsbewilligung, eventualiter einer Aufenthaltsbewilligung, für C.____; dies 
unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Staates und unter Ausrichtung einer angemessenen Par-
teientschädigung. 
 
K. Mit Beschluss Nr. 2021-264 vom 2. März 2021 wies der Regierungsrat die Beschwerde 
kostenfällig ab. 
 
L. Mit Beschwerde vom 15. März 2021 gelangen A.____ und B.____, wiederum vertreten 
durch Rechtsanwalt Oliver Borer, an das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragen, es seien der Beschluss Nr. 2021-264 vom 2. März 
2021 sowie die Verfügung vom 18. September 2020 aufzuheben, es sei C.____ der Familien-
nachzug zu gewähren und es sei ihr eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen; dies unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates. 
 
M. Der Beschwerdegegner beantragt in seiner Vernehmlassung vom 9. Juni 2021 unter 
Verweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die kostenfällige Abweisung der 
Beschwerde. 
 
N. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden reichte am 19. Juli 2021 eine Honorar-
note ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 

1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein Aus-
schlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vorliegen, 
ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gege-

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ben. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene Ver-
fügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Änderung oder Aufhebung hat. Die Beschwerdeführenden sind Adressaten des ange-
fochtenen Entscheids und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch 
die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten 
werden. 
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Verweigerung des Familiennachzugs für 
C.____ zu Recht erfolgte. 
 
3. Nach Art. 43 Abs. 1 und 3 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Auslän-
der und über die Integration (AIG) vom 16. Dezember 2005 haben ledige Kinder unter 18 Jah-
ren von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewil-
ligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (werden). Gemäss Art. 47 Abs. 1-3 AIG und 
Art. 73 Abs. 1-2 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 
24. Oktober 2007 muss dieser Anspruch auf Familiennachzug für Kinder unter 12 Jahren inner-
halb von 5 Jahren, für Kinder über 12 Jahren innerhalb von 12 Monaten nach Entstehung des 
Familienverhältnisses oder der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung gel-
tend gemacht werden. Das am 24. Oktober 2019 gestellte Einreisegesuch erfolgte unbestritte-
nermassen verspätet, weshalb im Folgenden zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für einen 
nachträglichen Familiennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG erfüllt sind. 
 
4.1 Die Beschwerdeführenden rügen eine ungenügende bzw. inkorrekte Sachverhaltsfest-
stellung sowie (implizit) eine falsche rechtliche Würdigung, indem die Vorinstanz das Vorliegen 
wichtiger familiärer Gründe für den Familiennachzug ausserhalb der Fristen gemäss Art. 47 
Abs. 1 AIG verneint habe. Des Weiteren machen die Beschwerdeführenden eine Verletzung 
des Schutzes des Privat- und Familienlebens (Art. 8 der Konvention zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950 und Art. 13 Abs. 1 der Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999) geltend. 
 
4.2 Wichtige familiäre Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG liegen vor, wenn das Kin-
deswohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kann (Art. 75 VZAE). Ent-
gegen dem Wortlaut dieser Verordnungsbestimmung ist dabei nach der Rechtsprechung jedoch 
nicht ausschliesslich auf das Kindeswohl abzustellen; es bedarf vielmehr einer Gesamtschau 
unter Berücksichtigung aller relevanten Elemente im Einzelfall (Urteile des Bundesgerichts 
2C_1011/2019 vom 21. April 2020 E. 3.3.6; 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 6.1; 
2C_174/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 4.1; 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 3.1). Dabei ist 
dem Sinn und Zweck der Fristenregelung Rechnung zu tragen, welche die Integration der Kin-

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der erleichtern will, indem diese durch einen frühzeitigen Nachzug unter anderem auch eine 
möglichst umfassende Schulbildung in der Schweiz geniessen sollen. Zudem geht es darum, 
Nachzugsgesuchen entgegenzuwirken, die rechtsmissbräuchlich erst kurz vor Erreichen des er-
werbstätigen Alters gestellt werden und bei denen die erleichterte Zulassung zur Erwerbstätig-
keit und nicht (mehr) die Bildung einer echten Familiengemeinschaft im Vordergrund steht (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 2C_624/2020 vom 1. Februar 2021 E. 3.3; 2C_467/2016 vom 
13. Februar 2017 E. 3.1.2; 2C_176/2015 vom 27. August 2015 E. 3.1). Die Bewilligung des 
Nachzugs nach Ablauf der Fristen hat nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme zu 
bleiben; dabei ist Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG bzw. Art. 73 Abs. 3 VZAE jeweils aber dennoch so 
zu handhaben, dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK bzw. 
Art. 13 BV nicht verletzt wird (Urteile des Bundesgerichts 2C_347/2020 vom 5. August 2020 
E. 3.4; 2C_97/2013 vom 26. August 2013 E. 2.3 mit Hinweisen). Praxisgemäss geht das Bun-
desgericht davon aus, dass eine Familie, die freiwillig jahrelang getrennt gelebt hat, dadurch ihr 
beschränktes Interesse an einem ortsgebundenen (gemeinsamen) Familienleben zum Aus-
druck bringt. In einer solchen Konstellation, in der die familiären Beziehungen während Jahren 
über die Grenzen hinweg besuchsweise und über die modernen Kommunikationsmittel gelebt 
werden, überwiegt regelmässig das der ratio legis von Art. 47 Abs. 4 AIG zugrundeliegende 
legitime Interesse an der Einwanderungsbeschränkung, solange nicht objektive, nachvollzieh-
bare Gründe, welche von den Betroffenen zu bezeichnen und zu rechtfertigen sind, etwas an-
deres nahelegen (Urteil des Bundesgerichts 2C_106/2021 vom 25. Juni 2021 E. 3.4, mit Hin-
weisen). Ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG liegt hingegen vor, wenn die wei-
terhin notwendige Betreuung der Kinder im Herkunftsland z.B. wegen des Todes oder der 
Krankheit der betreuenden Person nicht mehr gewährleistet ist. Praxisgemäss liegen keine sol-
chen Gründe vor, wenn im Heimatland alternative Pflegemöglichkeiten bestehen, die dem Kin-
deswohl besser entsprechen, weil dadurch vermieden werden kann, dass die Kinder aus ihrer 
bisherigen Umgebung und dem ihnen vertrauten Beziehungsnetz gerissen werden. An den 
Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeit im Heimatland stellt die Rechtsprechung umso 
höhere Anforderungen, je älter das nachzuziehende Kind ist und je grösser die Integrations-
schwierigkeiten erscheinen, die ihm hier drohen (Urteile des Bundesgerichts 2C_1011/2019 
vom 21. April 2020 E. 3.3.6; 2C_132/2012 vom 19. September 2012 E. 2.3.1; 2C_276/2011 
vom 10. Oktober 2011 E. 4.1). 
 
5.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, C.____ verspüre den grossen Drang, wie-
der bei ihrer Familie, d.h. bei den Beschwerdeführenden und ihrem Bruder, zu leben, zumal 
C.____ während der gesamten Zeit eine enge Beziehung zur Familie gepflegt und die Bindung 
zur Schweiz nie verloren habe. C.____ fühle sich in Nordmazedonien alleine und sei auf sich al-
leine gestellt, da ihre Grossmutter sich aufgrund von schweren, teilweise unheilbaren Krankhei-
ten sowie des stark beeinträchtigten Seh- und Hörvermögens nicht mehr um sie kümmern kön-
ne und der Grossvater, zu dem sie nie ein inniges Verhältnis gehabt habe, die Haushaltsfüh-
rung bzw. die Betreuung nicht übernehme. Das kleine Dorf, in welchem C.____ bei ihren Gross-
eltern wohne, biete schliesslich keine weiteren Betreuungsalternativen. Die Umstände hätten 
sich daher sowohl in Bezug auf die Betreuung als auch in der familiären Situation von C.____ 
wesentlich verändert. 
 

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5.2 Der Regierungsrat hält dem entgegen, dass die Grossmutter von C.____ gemäss den 
Arztberichten gewisse gesundheitliche Beeinträchtigungen habe und eine vollumfängliche 
Betreuung nicht mehr möglich sei. Hingegen seien keine Hinweise ersichtlich, welche darauf 
schliessen liessen, dass die Grossmutter die nicht allzu intensive Betreuung von C.____ – sie 
war im Zeitpunkt der Gesuchstellung bereits 15 Jahre und 9 Monate alt – nicht mehr wahrneh-
men könne. Sodann sei unwahrscheinlich, dass der Grossvater sie im Stich lassen würde, 
wenn sie auf seine Betreuung angewiesen wäre. Zudem habe C.____ zu keinem Zeitpunkt eine 
fehlende Rücksichtnahme oder eine Vernachlässigung seitens ihrer Grosseltern beklagt. 
Schliesslich seien die Umsiedlung von C.____ nach Nordmazedonien sowie ihr dortiger langan-
dauernder Aufenthalt freiwillig erfolgt. Vor diesem Hintergrund sei keine Kindeswohlgefährdung 
erkennbar, zumal durch die gute Integration von C.____ in Nordmezedonien dort keine unzu-
mutbare Lebenssituation ersichtlich sei. 
 
6.1 In Bezug auf den Gesundheitszustand der Grossmutter von C.____ sind in den vor-
liegenden Akten diverse Arzt- und Operationsberichte vorhanden. So wurde bei ihr im Novem-
ber 2017 ein nicht näher bezeichneter Knoten in der Brustdrüse entfernt, wobei sie im An-
schluss in gutem Allgemeinzustand entlassen wurde (Operationsbericht vom 3. November 
2017). Weiter bestehen bei ihr namentlich eine "Beniga-Neoplasie bei Hypophyse" (wohl eine 
benigne Neoplasie), eine nicht näher bezeichnete Schilddrüsenunterfunktion, Störungen des 
Lipoproteinstoffwechsels und sonstige Lipidämien, sonstige Kopfschmerzsyndrome, Sehstörun-
gen, ein beidseitiger Hörverlust durch Schallempfindungsstörung, eine Presbyakusis, eine es-
sentielle (primäre) Hypertonie, eine gastroösophageale Refluxkrankheit, eine Gastritis und Duo-
denitis sowie Schwindel und Taumel (Arztberichte vom 28. Februar 2019, 11. Oktober 2019 und 
9. Mai 2020). 
 
6.2 Hinsichtlich des Befindens von C.____ kann ihren beiden schriftlichen Stellungnahmen 
entnommen werden, dass sie nach ein paar Jahren Aufenthalt in Nordmazedonien bemerkt 
habe, wie sehr sie ihre Familie in der Schweiz vermisse. Zudem beherrsche sie die deutsche 
Sprache und habe sämtliche Ferien- und Feiertage genutzt, um ihre Familie in der Schweiz zu 
besuchen. Ihre Liebe zur Schweiz sei mit den Jahren gewachsen, weshalb sie nun gerne zu-
rückkommen möchte. Da sie ihre Grundschule in Nordmazedonien beendet habe, wünsche sie 
sich nun, die künftigen Jahre zusammen mit ihrer Familie zu verbringen und in der Schweiz das 
Gymnasium zu besuchen. Weiter seien ihre Grosseltern aufgrund ihres Alters und ihrer Ge-
sundheitsprobleme nicht mehr derart in der Lage, sich um sie zu kümmern, wie sie früher dazu 
im Stande gewesen seien. Schliesslich sei es ihrem Grossvater aufgrund der örtlichen Distanz 
nicht möglich, sie jeden Tag zum Gymnasium und wieder nach Hause zu fahren.  
 
6.3 Im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (24. Oktober 2019) war C.____ 15 Jahre und 
9 Monate alt und lebte seit über neun Jahren in Nordmazedonien bei ihren Grosseltern, wo sie 
die Grundschule absolvierte. Es ist somit unbestritten, dass C.____ sich während dieser Zeit in 
ihrer Heimat integriert und in einem vertrauten Beziehungsnetz gelebt hat. Vor diesem Hinter-
grund sind an den Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeiten für C.____ in Nordmaze-
donien erhöhte Anforderungen zu stellen. Aus den vorliegenden Akten kann zwar geschlossen 
werden, dass die Grossmutter keinen optimalen Gesundheitszustand und insbesondere gewis-

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se altersbedingte Gebrechen aufweist. Es finden sich jedoch keine Hinweise dafür, dass eine 
"unheilbare Krankheit" oder eine andere schwerwiegende Krankheit es der Grossmutter verun-
möglichen würde, C.____ altersgemäss zu betreuen. Zudem ist nicht dargelegt, inwiefern es für 
den Grossvater von C.____ ausgeschlossen sein sollte, gewisse altersentsprechende Betreu-
ungsaufgaben ausserhalb des Haushalts zu übernehmen, wie namentlich Fahrten zur Schule, 
zumal die Beschwerdeführenden in Bezug auf dessen Gesundheitszustand keine Einschrän-
kungen belegen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Wegzug von C.____ im Alter von 
sechs Jahren unbestrittenermassen freiwillig erfolgte und die Beschwerdeführenden – obwohl 
C.____ gemäss eigenen Angaben bereits nach kurzer Dauer ihre Familie in der Schweiz ver-
misst und sich eine familiäre Wiedervereinigung gewünscht habe – dem Abschluss ihrer Grund-
schulausbildung in Nordmazedonien und damit der Sozialisierung in ihrem Heimatland und 
nicht in der Schweiz den Vorrang gaben. Somit verbringt C.____ seit Beginn der Schulzeit 
einen grossen Teil ihrer Zeit in Nordmazedonien und ist dementsprechend zum grossen Teil 
dort sozialisiert worden. Sodann ist aufgrund der langen Aufenthaltsdauer von C.____ in Nord-
mazedonien sowie ihrer fehlenden Schulbildung in der Schweiz – trotz ihrer Aufenthalte in der 
Schweiz während den Schulferien – im Falle eines Familiennachzugs in die Schweiz mit erheb-
lichen Schwierigkeiten bei der Integration in das Schul- und Berufsleben zu rechnen. Entgegen 
dem Vorbringen der Beschwerdeführenden beherrscht C.____ nämlich die deutsche Sprache 
nicht bestens, wie sich aus dem von den Beschwerdeführenden eingereichten Deutschkurs-
zertifikat vom 21. Juni 2018 der Stufe A2 – d.h. lediglich der zweiten von sechs möglichen Stu-
fen – ergibt. Überdies ist darauf hinzuweisen, dass das Migrationsamt Solothurn die Beschwer-
deführenden zu Beginn darauf aufmerksam gemacht hatte, ihre bewusste Entscheidung, 
C.____ nicht in der Schweiz einschulen zu lassen, werde erhebliche Auswirkungen auf ihre 
(Re-)Integration in der Schweiz haben und für eine familiäre Wiedervereinigung eine grosse 
Erschwernis sein (Mitteilung Migrationsamt Solothurn vom 1. Juni 2010). Insgesamt erscheinen 
die bestehenden Betreuungsmöglichkeiten in Nordmazedonien durch die Grosseltern mütter-
licherseits angesichts des Alters von C.____ zur Wahrung des Kindeswohls ausreichend, zumal 
die Beschwerdeführenden weder substantiiert dargelegt noch nachgewiesen haben, dass stich-
haltige Gründe vorliegen, die eine Änderung der Betreuungsverhältnisse notwendig machen 
würden. Soweit sich die Beschwerdeführenden darauf berufen, dass eine Trennung von Ge-
schwistern zu vermeiden sei, verkennen sie offensichtlich, dass sie selbst im Jahr 2010 freiwillig 
eine Trennung der Geschwister herbeigeführt haben. 
 
7. Im Hinblick auf die von den Beschwerdeführenden gerügte Verletzung des Schutzes 
des Privat- und Familienlebens ist schliesslich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu 
verweisen, wonach Art. 13 BV und Art. 8 EMRK bei der Prüfung des Anspruchs auf nachträg-
lichen Familiennachzug keine eigenständige Bedeutung zukommt (Urteile des Bundesgerichts 
2C_1011/2019 vom 21. April 2020 E. 3.3.2; 2C_363/2016 vom 25. August 2016 E. 2.1). Da es 
den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, wichtige familiäre Gründe im Sinne von Art. 47 
Abs. 4 AIG aufzuzeigen, erübrigt sich eine separate Prüfung von Art. 8 EMRK sowie Art. 13 
Abs. 1 BV. Ebenso ist unter Berücksichtigung, dass keine wichtigen familiären Gründe vorlie-
gen, welche einen Familiennachzug in die Schweiz erfordern, die Verneinung der Härtefallbe-
willigung durch die Vorinstanz nicht zu beanstanden. 
 

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8. Soweit die Beschwerdeführenden im Übrigen eine mündliche Parteiverhandlung sowie 
eine mündliche Anhörung von C.____ gestützt auf Art. 12 des Übereinkommens der Vereinten 
Nationen über die Rechte des Kindes (KRK) vom 20. Dezember 1989 verlangen, ist ihnen zu 
entgegnen, dass im vorliegenden Verfahren betreffend den Familiennachzug primär Umstände 
objektiver Natur zu berücksichtigen sind. Dem persönlichen Eindruck kann dabei keine überwie-
gende Bedeutung zukommen, weshalb es verfassungsrechtlich zulässig ist, aufgrund der Akten 
zu entscheiden. Die Beschwerdeführenden hatten sowohl in den vorinstanzlichen Verfahren als 
auch im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren Gelegenheit, ihre Situation umfassend 
darzulegen, wovon sie auch mit diversen Eingaben Gebrauch gemacht haben. Aufgrund der 
vorliegenden Aktenlage kann davon abgesehen werden, die Beschwerdeführenden persönlich 
anzuhören, zumal nicht ersichtlich ist, dass weitere relevante Erkenntnisse in einer Anhörung 
ermittelt werden könnten. Demnach erübrigt sich die Durchführung einer mündlichen Partei-
verhandlung und der entsprechende Antrag der Beschwerdeführenden ist abzuweisen. In Be-
zug auf die beantragte Anhörung von C.____ ist festzuhalten, dass Art. 12 KRK dort, wo das 
Verfahren hauptsächlich schriftlich geführt wird, wie namentlich in ausländerrechtlichen Verfah-
ren, nicht zwingend verlangt, dass das Kind persönlich angehört wird, sofern sein Gesichts-
punkt angemessen, d.h. durch eine schriftliche Erklärung des Kindes selber oder seines Ver-
treters ausgedrückt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 2C_930/2012 vom 10. Januar 
2013 E. 4.4.1, mit Hinweisen). Vorliegend wurden die Interessen von C.____ durch die Be-
schwerdeführenden, welche ihre gesetzlichen Vertreter sind, sowie die anwaltliche Vertretung 
eingehend vorgebracht. Die Aktenlage und die schriftlichen Eingaben der Beschwerdeführen-
den sowie von C.____ ermöglichten dem Gericht, sich das erforderliche Bild über die massgeb-
lichen Verhältnisse zu machen. Daher erübrigt sich eine Anhörung von C.____ und der entspre-
chende Antrag der Beschwerdeführenden wird abgewiesen. 
 
9. Nach dem Gesagten ist die Verweigerung des Familiennachzugs für C.____ nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb vollumfänglich abzuweisen. 
 
10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren 
sowie die Beweiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Die Beschwerdeführenden unterliegen vollum-
fänglich, weshalb ihnen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- aufzuerlegen und mit 
dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- zu verrechnen sind. 
Die Parteikosten sind ausgangsgemäss wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 1'500.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.