# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a66ad36-8776-5101-b16a-d8cfd2c4ba8d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.04.2010 UV 2009/65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-65_2010-04-26.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/65

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.04.2020

Entscheiddatum: 26.04.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 26.04.2010
Art. 6 UVG , Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfalltatbestands bzw. - mit Blick 
auf den konkreten Unfalltatbestand - einer unfallbedingten Einwirkung auf 
die rechte Schulter des Beschwerdeführers. Art. 9 Abs. 2 UVV: Verneinung 
einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinn von lit. f (Sehnenriss). 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. April 
2010, UV 2009/65).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 26. April 2010

in Sachen

W.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Hauptstrasse 11a, 

8280 Kreuzlingen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17, 

3074 Muri b. Bern,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1936 geborene W.___ war als Verwaltungsratspräsident der A.___ bei der 

Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 13. Juli 2005 zwischen 

Schreibtisch und Stuhl auf die linke Schulter und die linke Hüfte stürzte (Suva-act. 1, 2, 

8). Die am 11. bzw. 25. August 2005 in der Radiologie im Silberturm, St. Gallen, 

durchgeführten MRI-Untersuchungen der linken Schulter und des linken Hüftgelenks 

zeigten eine Omarthrose bzw. eine undislozierte Schenkelhalsfraktur (Suva-act. 3/30, 

3/31), die konservativ behandelt wurde (Suva-act. 20). An der linken Schulter wurde 

wegen der Omarthose am 14. Oktober 2005 in der Orthopädie am Rosenberg, St. 

Gallen, durch Dr. med. B.___ eine Teilprothese implantiert (Suva-act. 16). Ab 1. Januar 

2006 war der Versicherte wieder zu 100% arbeitsfähig (Suva-act. 19). Die Suva 

erbrachte für den Unfall vom 13. Juli 2005 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und 

Taggeldleistungen; Suva-act. 13).

A.b   Am 23. Januar 2007 wurde beim Versicherten auch in der rechten Schulter wegen 

einer Omarthrose eine Teilprothese implantiert (Suva-act. 42). Nach anfänglich gutem 

Heilungsverlauf (Suva-act. 29) war es laut Angaben des Versicherten vom 20. Juli 2007 

zu einer Schmerzexazerbation gekommen, nachdem er am 24. Februar 2007 beim 

Treppensteigen eine Stufe nicht richtig erwischt und sich im Reflex mit dem frisch 

operierten Arm am Handlauf des Treppengeländers festgehalten habe, um nicht 

rückwärts die Steintreppe hinunterzustürzen, und sich dabei das Schultergelenk 

verdreht habe (Suva-act. 38). Am 6. Juli 2007 führte Dr. B.___ beim Versicherten bei 

Diagnose eines Impingements der rechten Schulter eine arthroskopische 

Acromioplastik durch (Suva-act. 26, 29). Bei gleicher Diagnose wechselte Dr. B.___ am 

4. Oktober 2007 den Kopf der Teilprothese aus (Suva-act. 43).

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A.c   Mit Schreiben vom 5. Februar 2008 ersuchte die Suva Dr. B.___ um Beantwortung 

verschiedener Fragen zur Prüfung der Kausalität der Schulterbeschwerden rechts zum 

Unfallereignis vom 13. Juli 2005 (Suva-act. 47). Am 17. April 2008 bezog dieser 

Stellung (Suva-act. 51).

A.d   Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. C.___ (Suva-

act. 53) eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 18. Juni 2008, dass 

kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den 

Schulterbeschwerden rechts und dem Unfall vom 13. Juli 2005 bestehe. Die Suva sei 

demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 54).

B.       

B.a   Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom 20. Juni 2008 

Einsprache (Suva-act. 55).

B.b   Am 21. November 2008 reichte Dr. B.___ eine ärztliche Beurteilung bezüglich der 

rechten Schulter des Versicherten ein. Er hielt insbesondere fest, dass sich dieser beim 

Ereignis vom 24. Februar 2007 die Subscapularissehe der rechten Schulter abgerissen 

habe (Suva-act. 63).

B.c   Am 27. März 2009 ergänzte Rechtsanwalt lic. iur. D. Studer, Kreuzlingen, die 

Einsprache u.a. mit einer vom Versicherten verfassten Schilderung des Ereignisses 

vom 24. November 2007 (Suva-act. 67).

B.d   Mit Einspracheentscheid vom 6. Mai 2009 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-

act. 69).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 8. Juni 2009 Beschwerde erheben. Damit wird 

beantragt, der Entscheid sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen für die Folgen der beiden Unfälle vom 13. Juli 

2005 und 24. Februar 2007 betreffend Schädigung der rechten Schulter zuzusprechen. 

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Eventualiter sei die Sache zur Vornahme ergänzender Abklärungen und 

anschliessender Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 7. September 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Dabei stützte sie sich auch auf die 

zwischenzeitlich eingeholte Bewilligung von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für 

Chirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva vom 11. August 2009 (Suva-act. 

71).

C.c   Mit Replik vom 29. Oktober 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Anträge. Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung 

einer Duplik verzichtet.

C.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zutreffend dar. Gleiches 

gilt in Bezug auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltende 

Voraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem 

Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Darauf ist zu verweisen. Während es Aufgabe des Arztes ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 

sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 i/S V. vom 28. 

Oktober 2009, je mit Hinweisen).

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1.2    Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner 

Beweiswürdigung auch Gutachten folgen, welche der Unfallversicherer im 

Administrativverfahren eingeholt hat, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3bb/cc; RKUV 2000 Nr. U 

377 S. 186 E. 4a). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie 

vorliegend von Dr. D.___ am 11. August 2009 (Suva-act. 71) erstellt wurde, ist nicht an 

sich unzuverlässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist 

ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund 

der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 E. 3b; 

RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).

2.      

Am 13. Juli 2005 erlitt der Beschwerdeführer unbestrittenermassen einen Unfall im Sinn 

von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1). Laut Angaben des Beschwerdeführers 

vom 27. Oktober 2005 wollte er sich auf einen Bürostuhl mit Rollen setzen. Anstatt 

richtig auf die Sitzfläche, setzte er sich lediglich auf die Sitzkante, worauf der Stuhl 

wegrutschte und der Beschwerdeführer zwischen Schreibtisch und Stuhl auf den 

Boden fiel (Suva-act. 8). Dieser Unfall hatte eine Verletzung der linken Schulter sowie 

der linken Hüfte zur Folge. Am 23. Januar 2007 wurde dem Beschwerdeführer auch an 

der rechten Schulter eine Teilprothese eingesetzt (Suva-act. 42). Der Heilungsverlauf 

verlief laut Dr. B.___ problemlos, die Beweglichkeit sei knapp vier Wochen nach der 

Operation praktisch seitengleich gewesen (Suva-act. 51, 63). Am 24. Februar 2007 lief 

der Beschwerdeführer hastig eine Treppe nach oben, wobei er stolperte und - um nicht 

rückwärts (?) die Treppe hinabzustürzen - reflexartig mit der rechten Hand nach dem 

Handlauf des Treppengeländers griff (Suva-act. 67). Er verspürte sofort wieder starke 

Schmerzen in der rechten Schulter und deren Beweglichkeit war erneut massiv 

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eingeschränkt (Suva-act. 63). In der Folge mussten am 6. Juli und 4. Oktober 2007 

sowie am 15. August 2008 drei weitere Operationen an der rechten Schulter 

durchgeführt werden (Suva-act. 26, 37, 63).

3.        

3.1    Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht zunächst geltend, dieser habe 

sich beim Unfall vom 13. Juli 2005 nicht nur an der linken, sondern auch an der rechten 

Schulter verletzt und stellt einen Kausalzusammenhang mit der am 23. Januar 2007 an 

der rechten Schulter durchgeführten Operation her. Die Bejahung einer solchen 

Kausalität hätte zur Folge, dass auch die durch das Ereignis vom 24. Februar 2007 

eingetretene Verschlimmerung des Gesundheitszustands an der rechten Schulter mit 

den nachfolgenden Operationen - unabhängig davon, ob das Ereignis vom 24. Februar 

2007 als Unfall oder unfallähnliches Ereignis zu qualifizieren ist - als unfallkausal zu 

betrachten wäre. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, ist indessen eine solche 

Kausalität zu verneinen.

3.2    Ein massgebendes Beurteilungskriterium für die Ursächlichkeit einer 

Gesundheitsschädigung bildet zunächst der Unfallmechanismus. In den echtzeitlichen 

Akten, d.h. in der Unfallmeldung vom 12. September 2005 (Suva-act. 1) und im 

Arztzeugnis UVG der Klinik Hirslanden vom 27. September 2005 (Suva-act. 2), ist einzig 

von einer Einwirkung auf die linke Schulter und die linke Hüfte die Rede. Auch die 

nachfolgenden radiologischen und fachärztlichen Untersuchungen bzw. Therapien 

bezogen sich einzig auf diese beiden Körperbereiche (Suva-act. 3, 5, 6, 7, 16). Am 27. 

Oktober 2005 schilderte der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin 

erstmals das Unfallereignis vom 13. Juli 2005 ausführlicher und nahm zum Heilverlauf 

sowie zum damaligen Befinden Stellung. Auch zu diesem Zeitpunkt sprach er weder 

von einer Einwirkung auf die rechte Schulter noch machte er diesbezügliche 

Beschwerden geltend (Suva-act. 8). Aktenmässig vermerkt ist die rechte Schulter 

erstmals im Sprechstunden-Bericht von Dr. B.___ vom 22. Dezember 2005 mit dem 

Hinweis, die nächste Kontrolle erfolge im April 2006. Dann werde die rechte Schulter 

eingehend untersucht (Suva-act. 18). Im Bericht vom 17. April 2008 hielt Dr. B.___ dann 

fest, dass der Beschwerdeführer anlässlich einer Nachkontrolle am 24. November 2005 

(also rund vier Monate nach dem fraglichen Unfallereignis) auch über starke Schmerzen 

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in der rechten Schulter geklagt habe (Suva-act. 51). - Angesichts dieser Schilderungen 

kann gemäss dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; Th. Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) schon vom 

zeitlichen Ablauf her nicht von einer auf das Unfallereignis zurückzuführenden 

Schulterverletzung ausgegangen werden. Die Aussage des Beschwerdeführers vom 8. 

Januar 2008 (Suva-act. 40), er habe seit dem Unfallereignis auch an der rechten 

Schulter starke Schmerzen gehabt und das Anschlagen des rechten Arms am Stuhl sei 

nicht thematisiert worden, weil zu Beginn die linksseitigen Schmerzen im Vordergrund 

gestanden hätten, vermag hieran nichts zu ändern. Die Nichterwähnung von 

anhaltenden Schmerzen rechts erscheint vielmehr ebenso erstaunlich wie die 

Nichterwähnung einer konkreten Einwirkung auf die rechte Schulter. Der vom 

Beschwerdeführer geschilderte Unfallmechanismus (Suva-act. 8, 40) lässt im Übrigen 

eine solche Unfalleinwirkung auch unwahrscheinlich erscheinen, ist doch bei einem 

Sturz auf die linke Körperhälfte nicht ohne weiteres nachvollziehbar, wie man 

gleichzeitig den rechten Arm mit der entsprechenden Vehemenz anschlagen kann. Das 

zusätzliche Anschlagen des rechten Arms wurde zudem erst am 8. Januar 2008, d.h. 

rund zweieinhalb Jahre nach dem Unfall erstmals erwähnt, was die Zweifel an einer 

entsprechenden Unfalleinwirkung noch verstärkt. Massgebend ist letztlich aber auch, 

dass in den medizinischen Akten bis zum Ereignis vom 24. Februar 2007 keine 

Diagnose in Richtung einer unfallkausalen Läsion im Bereich der rechten Schulter 

gestellt wurde. Die radiologische Untersuchung vom 10. Oktober 2006 (Suva-act. 25) 

zeigte eine degenerative Gesundheitsschädigung in Form einer fortgeschrittenen 

Omarthrose (vgl. dazu Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl., S. 1363, http://

de.wikipedia.org/wiki/Omarthrose, Abfrage vom 12. März 2010). In diesem 

Zusammenhang darf zudem nicht übersehen werden, dass Dr. B.___ in seinem Bericht 

vom 21. Februar 2006 (Suva-act. 20) selbst mit Bezug auf die linke Schulter ausgeführt 

hatte, dass "traumaunabhängig wegen einer schweren Omarthrose eine Schulter-TP 

implantiert werden" musste. Der Unfall stellte also selbst auf der linken Seite – wenn 

überhaupt – nur eine unwesentliche Teilursache dar. Das Einsetzen einer Teilprothese 

rechts am 23. Januar 2007 erfolgte schliesslich wegen der damit verbundenen 

Zunahme der Beschwerden (Suva-act. 42, 51).

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3.3    Dr. D.___ nimmt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 11. August 2009 gestützt auf 

die medizinischen Akten die oben dargelegten - für die Beurteilung der Unfallkausalität 

massgebenden - Gegebenheiten auf und kommt überzeugend zum Schluss, dass eine 

Unfallkausalität der am 23. Januar 2007 operierten Omarthrose an der Schulter rechts 

unwahrscheinlich sei. Es habe sich dabei ausschliesslich um ein altersentsprechendes 

degeneratives Problem gehandelt (Suva-act. 71). In Anbetracht der für die Beurteilung 

des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 13. Juli 2005 und der 

Schulterproblematik rechts massgebenden sachverhaltlichen Grundlagen hatte Dr. 

D.___ keinerlei Veranlassung, weitere medizinische Ausführungen hinzuzufügen. 

Ausserdem stellte selbst Dr. B.___ in seinen Stellungnahmen vom 17. April und 21. 

November 2008 (Suva-act. 51, 63) keinen solchen Kausalzusammenhang her.

3.4    Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass anlässlich des Unfallereignisses 

vom 13. Juli 2005 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine 

schädigende Einwirkung auf die rechte Schulter stattgefunden hat.

4.        

4.1    Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht für diesen Fall geltend, die 

Beschwerdegegnerin sei jedenfalls für die Folgen des Ereignisses vom 24. Februar 

2007 leistungspflichtig. Von Seiten Dr. B.___s ist bestätigt, dass sich der Heilverlauf an 

der rechten Schulter nach der Operation vom 23. Januar 2007 problemlos gestaltet hat 

(Suva-act. 15, 16, 20, 51). Als Folge des Vorfalls vom 24. Februar 2007 seien jedoch an 

der rechten Schulter Schmerzen sowie eine massive Beweglichkeitseinschränkung 

aufgetreten; das Ereignis habe zu einer Verschlimmerung des Gesundheitszustands 

geführt. Ebenfalls aktenkundig ist, dass sich der Beschwerdeführer in der Folge 

wiederholt an der rechten Schulter operieren lassen musste (Suva-act. 26, 37, 63). Ein 

die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin begründender Sachverhalt liegt jedoch 

nur dann vor, wenn der Beschwerdeführer am 24. Februar 2007 einen Unfall im Sinn 

von Art. 4 ATSG mit einer natürlich und adäquat kausalen Verletzung der rechten 

Schulter oder zumindest ein unfallähnliches Ereignis erlitten hat, welches eine 

unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) zur Folge hatte (vgl. dazu Art. 6 UVG).

4.2     

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4.2.1           Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat (Art. 4 ATSG). Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht 

auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für 

die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor selbst allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 E. 1). Der äussere 

Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 

Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, 

wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 2000 Nr. U 

368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal 

des ungewöhnlichen äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung 

bestehen. Der ungewöhnliche äussere Faktor liegt in solchen Fällen darin, dass die 

körperliche Bewegung durch etwas "Programmwidriges", "Sinnfälliges" gestört wird, 

sodass einzelne Muskeln oder Muskelgruppen übermässig oder in unphysiologischer 

Weise beansprucht werden. Dies trifft beispielsweise dann zu, wenn die versicherte 

Person stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein 

Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen 

versucht (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; Alfred 

Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.).

4.2.2           Das Greifen nach einem Treppenhandlauf zur Vermeidung eines Sturzes ist 

als solches weder ungewöhnlich noch in besonderer, einem Ausgleiten oder einem 

Sturz vergleichbarer Weise geeignet, zu einer unphysiologischen Belastung einzelner 

Muskeln oder Muskelgruppen zu führen. Ein ungewöhnlicher äusserer Faktor ist in 

Bezug auf den konkreten Sachverhalt auch nicht bereits deshalb zu bejahen, weil die 

Bewegung reflexartig ausgeführt wurde (vgl. dazu Urteile des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 23. Mai 2006 [U 144/06] i/S R., E. 2.2 und vom 9. Oktober 2003 

[U 360/02] i/S Z., E. 3.4). Eine Änderung der Zug- und Druckverhältnisse auf 

Muskulatur, Gelenke und Bänder einzelner Körperteile, insbesondere der Schulter mit 

ihrem ausserordentlich grossen Bewegungsumfang, durch den zwar plötzlich 

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eingetretenen Richtungswechsel ist noch nichts Aussergewöhnliches und wird 

erfahrungsgemäss vom Körper auch ohne weiteres ausgehalten. Eine klar abgegrenzte 

- sich von den Sachverhalten im Urteil des EVG vom 9. Oktober 2003 [U 360/02] i/S Z., 

E. 3.4, unterscheidende - Belastungssituation entsprechend einer übermässigen 

Beanspruchung des Arms wird konkret nicht beschrieben. Inwieweit, d.h. in welcher 

Form und Intensität, die Muskulatur, Sehnen oder Gelenke der Schulter im Sinn einer 

klar abgegrenzten Belastungssituation durch das Verdrehen übermässig beansprucht 

worden sein sollten, ist konkret auch nicht erkennbar. An dieser Beurteilung ändert der 

Umstand, dass das Festhalten am Handlauf zum Abwehren eines Sturzes erfolgt ist, 

nichts. Der drohende Sturz selbst steht in keinem direkten Zusammenhang zum 

Schultergelenk und vermag demzufolge nicht schon an sich eine Programmwidrigkeit 

zu begründen. Damit soll nicht in Abrede gestellt werden, dass der beschriebene 

Vorfall vom 24. Februar 2007 Auslösefaktor für den plötzlich aufgetretenen Schmerz in 

der rechten Schulter war. Bei diesem Schmerz handelt es sich jedoch um die Wirkung 

des Vorgangs, auf den es bei der Beurteilung der Aussergewöhnlichkeit des äusseren 

Faktors gerade nicht ankommt (vgl. Erwägung 4.2.1). Für eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG genügt 

nicht schon jedes Geschehen bzw. jede Bewegung des Körpers, sondern es muss ein 

Unfallereignis im Rechtssinn vorliegen. Auf die Rüge des Rechtsvertreters betreffend 

Knappheit der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. C.___ vom 25. April 2008 (Suva-act. 

53) muss angesichts dieser Erwägungen nicht eingegangen werden. Die hier zu 

prüfende Frage des Vorliegens eines Unfallereignisses im Sinn von Art. 4 ATSG ist 

keine medizinische, sondern eine rechtliche und damit vom Gericht zu beantwortende 

Frage.

4.2.3            Insgesamt ergibt sich, dass das Vorkommnis vom 24. Februar 2007 den 

Unfallbegriff nicht erfüllt.

4.3     

4.3.1           Somit bleibt die Frage zu beantworten, ob eine unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt, bei welcher die 

Ungewöhnlichkeit der äusseren Einwirkung nicht begriffsnotwendig ist, sondern ein 

alltäglicher und diskreter Auslösungsfaktor, unter Umständen eine körpereigene 

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Bewegung, genügt (vgl. Petra Fleischanderl, Unfallähnliche Körperschädigungen, 

Aktuelle Rechtslage [gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV], 

in: SZS 2009, S. 151 und BGE 129 V 466) . Als so genannte unfallähnliche 

Körperschädigungen gelten die in Art. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV (abschliessend [vgl. BGE 

116 V 140 E. 4a und BGE 116 V 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 202]) aufgeführten 

Körperschädigungen. Es handelt sich dabei um Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen 

von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), 

Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h), sofern sie 

nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder Degeneration zurückzuführen sind.

4.3.2           Dr. B.___ stellt im Bericht vom 21. November 2008 (Suva-act. 63) die 

Diagnose eines Abrisses der Subscapularissehne der Schulter rechts am 24. Februar 

2007 und diagnostiziert damit grundsätzlich eine unfallähnliche Körperschädigung (Art. 

9 Abs. 2 lit. f UVV). Unter den Verfahrensparteien ist jedoch strittig, ob der 

Beschwerdeführer am 24. Februar 2007 tatsächlich mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine solche Körperschädigung erlitten hat.

4.3.3           Dr. D.___ verneint in seiner Beurteilung vom 11. August 2009 das Vorliegen 

eines Sehnenabrisses und weist zur Begründung insbesondere darauf hin, dass ein 

solcher nie verifiziert worden sei (Suva-act 71). - Die erste von Dr. B.___ nach dem 

Ereignis vom 24. Februar 2007 durchgeführte Operation vom 6. Juli 2007 erfolgte 

aufgrund der Diagnose eines Impingements Schulter rechts nach Sturz bei Status nach 

Schulter-Teilprothese rechts (Suva-act. 26). Als Impingement-Syndrom bezeichnet man 

eine Funktionseinschränkung der Gelenkbeweglichkeit, womit also grundsätzlich nur 

eine funktionelle, keine pathologisch-anatomische Diagnose vorliegt. Das 

Impingement-Syndrom, bedingt durch eine Engpasssymptomatik im Bereich des 

Schultergelenks, kann verschiedene Ursachen haben (degenerativ veränderte Bänder 

oder Muskeln, Überbelastung, muskuläre Dysbalance, Schleimbeutelreizung, Arthrose 

des Acromioclaviculargelenks, knöcherne Anomalien [verschiedene Formen des 

Acromions], aber auch Degeneration oder Verletzung der Rotatorenmanschette (vgl. 

dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 

725 ff.; http://de.wikipedia.org/wiki/Impingement, Abfrage vom 15. März 2010; http://

www-orthozentrum.ch/Schulter-Ellbogen-Hand/Rotatorenmanschettenruptur, Abfrage 

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vom 15. März 2010; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 261. Aufl., S. 902; Roche 

Lexikon Medizin, 5. Aufl., S. 915). Wie von Dr. D.___ zutreffend festgestellt, hielt 

Dr. B.___ bei der Arthroskopie vom 6. Juli 2007 jedoch selbst fest, dass die 

Rotatorenmanschette intakt sei. Offensichtlich stark gerötet zeigte sich hingegen die 

Supraspinatussehne (Suva-act. 26; vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 727). 

Nachdem die Ursachen eines Impingement-Syndroms mehrheitlich nicht traumatischer 

Natur sind, erscheint damit die Schlussfolgerung von Dr. D.___, die damals 

durchgeführte Acromioplastik wegen Impingement sei keine Folge des Ereignisses vom 

24. Februar 2007, insgesamt nicht in Frage gestellt bzw. das Vorliegen einer 

unfallähnlichen Körperschädigung (Sehnenriss [Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV]) nicht 

überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. Der von Dr. B.___ in seinen Berichten vom 

17. April und 21. November 2008 (Suva-act. 51, 63) dargelegte Umstand, dass es dem 

Beschwerdeführer bis zum Ereignis vom 24. Februar 2007 postoperativ, d.h. seit der 

Operation vom 23. Januar 2007, blendend gegangen sei, infolge des Ereignisses vom 

24. Februar 2007 jedoch sofort Schmerzen und eine Beweglichkeitseinschränkung 

aufgetreten seien, kann keine andere Beurteilung begründen. Wie in Erwägung 4.2.1 

und 4.2.2 dargelegt, kann aus dem Auftreten von Schmerzen nicht automatisch auf 

einen Unfall bzw. eine Unfallschädigung oder eine unfallähnliche Körperschädigung 

geschlossen werden (vgl. dazu auch BGE 129 V 469 E. 4.2.1). Der zeitliche Aspekt 

allein besitzt keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. Andernfalls würde man 

sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit 

begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann 

eine Unfallfolge oder unfallähnliche Körperschädigung wäre, wenn sie nach einem 

Unfall bzw. einem unfallähnlichen Ereignis auftrat (Alfred Maurer, a.a.O., S. 460 N 1205; 

BGE 119 V 340, E. 2b/bb). Die Feststellung von Dr. B.___, der Beschwerdeführer habe 

sich am 24. Februar 2007 die Subscapularissehne abgerissen, gründet offensichtlich 

auf einer rückblickenden Vermutung, die er - wie von Dr. D.___ festgehalten - selber 

nicht verifizieren konnte. In diesem Sinn fügt Dr. B.___ an, leider könne wegen der 

implantierten Schulterprothese kein MRI durchgeführt werden. Somit könne zu diesem 

Zeitpunkt keine sichere Diagnose gestellt werden. Die Formulierung in seinem Bericht 

vom 21. November 2008, er habe anlässlich der Operation vom 15. August 2008 die 

abgerissene Subscapularissehne refixiert, erscheint damit unklar. Seine Feststellung, 

der Beschwerdeführer sei ausgerutscht und habe sich mit dem rechten Arm 

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festgehalten, was der typische Unfallmechanismus für einen Abriss der Subscapu­

larissehne sei, vermag den Wahrscheinlichkeitsbeweis ebenfalls nicht zu erbringen. 

Auch hiermit wird lediglich die Möglichkeit eines Geschehens beschrieben. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Sinn der Beurteilung von Dr. D.___ nicht 

überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer anlässlich 

des Ereignisses vom 24. Februar 2007 eine unfallähnlichen Körperschädigung in Form 

eines Sehnenrisses erlitten hat. Insofern ist mit Dr. D.___ darin übereinzustimmen, dass 

die nachfolgenden Operationen vom 4. Oktober 2007 und 15. August 2008 ebenfalls 

nicht aus einer unfallähnlichen Körperschädigung resultieren. Auch bei diesen 

Eingriffen war - wie von Dr. D.___ vermerkt - von einer Läsion der Subscapularissehne 

keine Rede. In Bezug auf den Eingriff vom 4. Oktober 2007 (Kopfwechsel Schulter-

Teilprothese mit Einsetzen eines kleineren Kopfes [Suva-act. 37]) versteht sich dieser 

Schluss von selbst, indem es sich dabei offensichtlich um eine Folgeoperation der 

Operation vom 23. Januar 2007 (Einsetzen der Schulter-Teilprothese) gehandelt hat.

4.3.4           Angesichts dieses Sachverhalts ist ohne weitere medizinische Abklärungen 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 

die infolge des Vorfalls vom 24. Februar 2007 eingetretene Verschlimmerung des 

Gesundheitszustands im Bereich der rechten Schulter nicht auf eine unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVV zurückzuführen ist. Die Frage nach 

dem Vorliegen eines unfallähnlichen Ereignisses kann demnach offen gelassen werden.

5.

Die Beschwerdegegnerin hat somit ihre Leistungspflicht für die Heilbehandlung an der 

rechten Schulter, d.h. für die vier Schulteroperationen rechts vom 23. Januar, 6. Juli 

und 4. Oktober 2007 sowie vom 15. August 2008, und die jeweils nachfolgenden 

Arbeitsunfähigkeiten zu Recht verneint. Aus der Zahlung von Taggeldern für die 100%-

ige Arbeitsunfähigkeit vom 5. Juli bis 2. September 2007 im Nachgang zur 

Schulteroperation vom 6. Juli 2007 lässt sich keine Anerkennung der Leistungspflicht 

ableiten. Selbst wenn indessen von einer solchen ausgegangen würde, hätte die 

Beschwerdegegnerin diese offensichtlich mit der Verfügung vom 18. Juni 2008 in 

Wiedererwägung gezogen. Dem Grundsatz, dass bei einmal anerkannter 

Unfallkausalität, die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst wegfällt, wenn jede 

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kausale Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

dahingefallen ist, kommt lediglich im Rahmen der Beweislastverteilung (vgl. dazu Th. 

Locher, a.a.O., S. 451) Bedeutung zu, welche im vorliegenden Fall - da es sich um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt - der Unfallversicherer zu tragen hat. Diese 

Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 

zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen), was vorliegend, wie in den 

Erwägungen 3 bis 4 dargelegt, nicht zutrifft. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist 

die Beschwerde unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 6. Mai 2009 

abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.04.2010
	Art. 6 UVG , Art. 4 ATSG: Verneinung eines Unfalltatbestands bzw. - mit Blick auf den konkreten Unfalltatbestand - einer unfallbedingten Einwirkung auf die rechte Schulter des Beschwerdeführers. Art. 9 Abs. 2 UVV: Verneinung einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinn von lit. f (Sehnenriss). (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. April 2010, UV 2009/65).

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