# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2484a2fe-e86f-5f60-8035-4eec607e79bb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2008 E-6551/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6551-2008_2008-10-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6551/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

X.________, Kosovo,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 8. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6551/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  – ein  ethnischer  Albaner  –  eigenen 
Angaben zufolge Pristina am 5. September 2008 verliess und am 8. 
September  2008  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  gleichentags  im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Kreuzlingen  um  Asyl 
nachsuchte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  summarischen Befragung 
vom  22.  September  2008  im  EVZ  Kreuzlingen  und  der  am  29. 
September 2008 durchgeführten Bundesanhörung zu den Asylgründen 
im Wesentlichen geltend machte, er stamme aus dem serbischen Teil 
Mitrovicas (Kosovo), wo er das elterliche Haus besessen habe,

dass das Haus seit dem Tod seines Vaters im Jahre 2005 unbewohnt 
gewesen sei  und er  seit  dem Jahre 2000 als  selbstständiger  (...)  in 
A.________ und anderswo gearbeitet und gewohnt habe (vgl. A8/12 S. 
6),

dass der Beschwerdeführer, als er im Februar 2008 keine Arbeit mehr 
gehabt habe, zu seinem Onkel väterlicherseits, der im albanischen Teil 
Mitrovicas gewohnt habe, gezogen sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Januar  2008  auf  dem  Heimweg  in 
Mitrovica  von  zehn  ihm  unbekannten  maskierten  Personen 
festgenommen  und  mit  einem  LKW an  einen  ihm  unbekannten  Ort 
gefahren  worden  sei,  wo  sie  ihn  verhört,  geschlagen  und  von  ihm 
vergeblich verlangt hätten, sein Haus für deren Mission zur Verfügung 
zu stellen,

dass sie ihn zudem zu seiner Kooperation hätten gewinnen wollen und 
er  ein  Papier  unbekannten  Inhalts  hätte  unterschreiben  müssen, 
beides jedoch verweigert habe,

dass  sie  ihm  seinen  Pass,  seinen  Identitätsausweis  sowie  zwei 
Fotographien abgenommen und ihn nach zwei bis drei Stunden wieder 
freigelassen hätten,

dass sein Onkel väterlicherseits zu Hause in Mitrovica am 1. Septem-
ber 2008 von denselben Maskierten entführt worden sei,

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dass auch der Beschwerdeführer noch am selben Abend in A._______ 
von  diesen  maskierten  Personen  verhaftet  worden  sei  und  sie  ihn 
erneut  zur  Zusammenarbeit  und  zur  Unterschrift  hätten  überzeugen 
wollen, 

dass er ostentativ sowohl die Kooperation als auch das Visieren des 
Papiers abgelehnt habe, worauf die Maskierten seinen Pass und seine 
Identitätskarte  vor  seinen  Augen  verbrannt,  ihn  am  Gesicht  mit 
Scherben einer zerbrochenen Flasche verletzt und ihm mit dem Tode 
gedroht hätten,

dass er  der  Polizei  nicht  vertraue,  weshalb er  wegen dieser Vorfälle 
weder  Anzeige  erstattet  noch  behördlich  vorgesprochen  habe, 
obschon sein Onkel noch immer unbekannten Aufenthaltes sei,

dass  er  sich  vor  diesem Hintergrund  zur  Ausreise  aus  dem Kosovo 
entschlossen habe,

dass  er  am 5.  September  2008  A._______  ohne  Papiere  verlassen 
habe und unter  Umgehung der  Grenzkontrolle  über  ihm unbekannte 
Länder  auf  dem  Landweg  am  8.  September  2008  in  die  Schweiz 
gelangt sei,

dass er nicht mehr in den Kosovo zurückkehren könne, da er dort an 
Leib  und  Leben  gefährdet  sei,  zumal  er  sich  vor  den  maskierten 
Personen, die ihn bereits im September 2008 mit einer zerschlagenen 
Flasche verletzt hätten, fürchte,

dass  er  freiwillig  zurückkehre,  sobald  er  dort  keine  Probleme  mehr 
haben werde, zumal er im Kosovo gut verdient und genügend Arbeit 
gehabt habe,

dass  der  Beschwerdeführer  auf  die  Frage  nach  seinen 
Identitätspapieren  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom 22.  September 
2008 angab, sein Pass sowie seine Identitätskarte seien in Mitrovica 
von albanischen Personen verbrannt worden (vgl. A1/9 S. 4),

dass  er  auf  Nachfrage  hin  ausführte,  dass  er  keine  Anstrengungen 
unternommen habe, um Reise- oder Identitätspapiere zu beschaffen, 
zumal er niemanden mehr zu Hause habe (vgl. A8/12 S. 3),

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  8.  Oktober  2008  – eröffnet 
gleichentags  – in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  es  dabei  zur  Begründung  seines  Entscheides  ausführte,  der 
Beschwerdeführer  habe  nach  der  Einreichung  seines  Asylgesuches 
innerhalb  der  gesetzlichen  Frist  von  48  Stunden  keine  Reise-  oder 
Identitätspapiere im Original  abgegeben,  er  vermöge für  das Fehlen 
von Papieren keine entschuldbaren Gründe glaubhaft  zu machen, die 
Flüchtlingseigenschaft  erfülle  er  wegen  Unglaubhaftigkeit  seiner 
Vorbringen  nicht,  und  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

dass es im Weiteren den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar 
und möglich erkannte, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  15.  Oktober  2008  – Poststempel  – 
gegen  den  Entscheid  des  BFM  Beschwerde  erhob  und  dabei 
beantragte, der angefochtene Entscheid sei vollumfänglich aufzuheben 
und  zur  Prüfung  der  Frage  der  Asylgewährung  (Eintreten)  zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und den Verzicht auf einen 
Kostenvorschuss beantragte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  17.  Oktober  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

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[VGG, SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

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dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel zu verzichten ist,

dass der Beschwerdeführer vorweg ausführt,  da die Beschwerdefrist 
kurz  bemessen  sei  und  ihm  zudem  im  EVZ  Kreuzlingen  keine 
genügende  Infrastruktur  zur  Verfügung  stehe,  sehe  er  sich  ausser 
Stande, hier seine Fluchtgründe im Detail wiederzugeben,

dass  ihm  innert  Beschwerdefrist  kein  Zugang  zu  freiberuflichen 
Anwälten  möglich  sei  und  er  diese  mangels  Mitteln  auch  nicht 
bezahlen könnte,

dass  er  deshalb  das  Bundesverwaltungsgericht  bitte,  sich  für  die 
Beurteilung  seiner  Beschwerde  auf  die  Akten  zu  stützen,  d.h. 
insbesondere die Protokolle der Befragungen,

dass  er  angesichts  der  rechtsstaatlich  bedenklich  kurzen 
Beschwerdefrist  und  der  geschilderten  Lage  im  EVZ  Kreuzlingen 
darum  bitte,  dem  Untersuchungsgrundsatz  mit  grösstmöglichem 
Wohlwollen  nachzukommen  und  sich  ein  von  der  Wertung  der 
Vorinstanz unabhängiges Bild seiner Akten zu machen,

dass diesen Anliegen mit der materiellen Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde nachgekommen wird,

dass gemäss der Verordnung des EJPD zum Betrieb von Unterkünften 
des Bundes im Asylbereich vom 24. November 2007 (SR 142.311.23) 
den  Asylsuchenden  Telefonautomaten  zur  Verfügung  stehen  (Art.  7 
Abs.  1)  und  ihnen  auch  die  Nutzung  von  Telefaxgeräten  ermöglicht 

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wird,  sofern  die  Kontaktaufnahme  mit  einer  Rechtsberatungsstelle 
oder Rechtsvertretung erforderlich ist (Art. 7 Abs. 2),

dass ferner in den Unterkünften des Bundes Listen mit Adressen von 
Rechtsberatungsstellen und Rechtsvertretern frei zugänglich sind (Art. 
7 Abs. 1) und der persönliche Kontakt zwischen der Rechtsvertretung 
oder  Rechtsberatung  und  ihrer  Mandantin  oder  ihrem  Mandanten 
während den Besuchszeiten ermöglicht wird (Art. 9 Abs. 2),

dass  der  Beschwerdeführer  nicht  geltend  macht,  diese  Vorschriften 
würden im EVZ Kreuzlingen generell oder in Bezug auf seine Person 
nicht eingehalten,

dass  er  auch  nicht  darlegt,  aus  welchen  Gründen  er  trotz  der 
grundsätzlich  bestehenden  Möglichkeit,  einen  Rechtsvertreter  zu 
konsultieren, nicht in der Lage gewesen sein soll, dies zu tun,

dass mithin nicht ersichtlich ist, inwiefern dem Beschwerdeführer auf-
grund der Beschwerdefrist von fünf Arbeitstagen (vgl. Art. 108 Abs. 2 
AsylG) konkret ein Rechtsnachteil erwachsen sein soll, zumal er offen-
sichtlich in der Lage war, innerhalb von fünf Arbeitstagen Beschwerde 
zu erheben (vgl. auch EMARK 2004 Nr. 25 E. 3c S. 165 ff.),

dass  sich  der  Beschwerdeführer  zwar  Ergänzungen  und  Ausfüh-
rungen, zur Untermauerungen seiner Vorbringen vorbehält, zumal sein 
Onkel – wie er vor wenigen Tagen erfahren habe – sich in Österreich 
befinde  und  dort  eventuell  ein  Asylgesuch  eingereicht  habe,  solche 
indessen  bis  heute  (vgl.  Art.  32  Abs.  2  VwVG)  nicht  nachgereicht 
wurden,

dass  er  das  Gericht  in  diesem  Zusammenhang  darum  ersucht,  die 
eventuell  bestehenden  Asylakten  seines  Onkels  beizuziehen,  damit 
seine Ausführungen bewiesen werden könnten,

dass die Untersuchungspflicht ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht 
der beschwerdeführenden Person findet (Art. 8 Abs. 1 AsylG) und es 
zudem nicht Aufgabe der schweizerischen Behörden ist, aufgrund von 
blossen  Behauptungen  und  geäusserten  Vermutungen  des 
Beschwerdeführers  im  Ausland  nach  allfälligen  Verwandten  zu 
forschen, zumal  sich in den Akten auch keine weiteren Hinweise für 
das Behauptete entnehmen lassen,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass die Nichtabgabe solcher Papiere unbestritten ist,

dass  das  BFM  das  Vorliegen  entschuldbarer  Gründe,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  echte  Reise-  oder 
Identitätspapiere  einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender 
Begründung verneint hat, weshalb auf diese verwiesen werden kann,

dass die Ausführung in der Beschwerde, er sei davon ausgegangen, 
dass  seine  Papiere  wieder  auftauchen  würden  und  habe  sich  nicht 
prioritär darum gekümmert, da er mit anderen Problemen beschäftigt 
gewesen sei, an der Sachlage nichts zu ändern vermag,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der gesamten Akten und 
Umstände  davon  ausgeht,  der  Beschwerdeführer  sei  im  Besitze 
eigener  und  authentischer  Identitäts-  und  Reisepapiere,  welche  er 
jedoch  in  Missachtung  der  ihm  obliegenden  gesetzlichen 
Mitwirkungspflicht (vgl. insb. Art. 8 Abs. 1 AsylG) den schweizerischen 
Behörden vorenthält,

dass die  Bestimmung von Art. 32 Abs. 2  Bst. a  AsylG jedoch keine 
Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie 
seien  dazu  aus  entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32 
Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 
und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 
Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 
3 Bst. c AsylG),

dass die Aussagen des Beschwerdeführers  – wie vom BFM zu Recht 
erkannt  (vgl.  angefochtene  Verfügung,  S.  3,  Ziff.  2)  – von 
Ungereimtheiten und nachgeschobenen Vorbringen durchsetzt sind,

dass – wie sich nachfolgend zeigt – in der substanziell äusserst knapp 
gehaltenen  Beschwerde  nichts  geltend  gemacht  wird,  was  zu  einer 
anderen Beurteilung führen könnte, zumal die Eingabe inhaltlich kaum 

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über  eine  Bekräftigung und Wiederholung der  bisherigen Vorbringen 
hinausgeht, 

dass  das  Argument,  die  Anhörung  sei  knapp  gewesen  und  der 
Beschwerdeführer  habe  unter  grossem  Druck  gestanden  schon 
deshalb nicht verfängt, weil jener nach seinen freien Erzählungen im 
Rahmen  der  summarischen  Befragung  sowie  der  Bundesanhörung 
jeweils zu Protokoll  gab, alle Asylgründe genannt und keinen Anlass 
zu  weiteren  Bemerkungen  respektive  Ergänzungen  zu  haben  (vgl. 
A1/9 S. 6; A8/12 S. 9),

dass der Beschwerdeführer in der Rechtmitteleingabe geltend macht, 
traumatisiert  zu  sein,  was  die  Ungereimtheiten  erkläre,  diese 
Behauptung jedoch erstmals  auf  Beschwerdeebene  vorgebracht  und 
zudem durch kein Arztzeugnis  belegt  wird  und sich  schliesslich den 
Akten  auch  keine  entsprechenden  Hinweise  entnehmen  lassen, 
weshalb  sich  der  Schluss  aufdrängt,  es  handle  sich  dabei  um eine 
blosse Schutzbehauptung,

dass  abgesehen  davon  nicht  jedes  Krankheitsbild  einer 
Traumatisierung auf Folter und menschenrechtswidriger Behandlung in 
einem  Verfolgungskontext  beruht,  es  mithin  für  das  Vorliegen  ent-
sprechender  Symptome  auch  andere  Ursachen,  wie  Unfälle, 
Naturkatastrophen,  Entwurzelungsprozesse,  interfamiliäre  Spannun-
gen (Fehlgeburten, schwere Erkrankungen oder Tod von Familienmit-
gliedern  usw.),  geben  kann  (vgl.  WILHELM TREIBER, 
Flüchtlingstraumatisierung im Schnittfeld zwischen Justiz und Medizin, 
in: ZAR 8/2002, S. 286),

dass  nach  dem  Gesagten  keine  Veranlassung  besteht,  eine 
medizinische  Untersuchung  zu  veranlassen,  weshalb  der 
entsprechende Antrag des Beschwerdeführers abgewiesen wird,

dass  die  vorliegenden  Akten  in  Bestätigung  der  vorinstanzlichen 
Erwägungen,  auf  die  vollumfänglich  verwiesen  werden  kann, 
insgesamt  das  Bild  einer  erheblich  beeinträchtigten  persönlichen 
Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers hinterlässt,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer keine Hinweise auf Verfolgung darzulegen vermochte 
und allein mit der Behauptung, er müsse bei einer allfälligen Rückkehr 
um sein Leben fürchten, nicht  dargetan ist,  dass ihm im Heimatland 
eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Euro-
päischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK, 
SR 0.101) droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Kosovo keine Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, oder allge-
meiner  Gewalt  vorliegt  und  angenommen  werden  kann,  der 
Beschwerdeführer  verfüge  dort  aufgrund  seines  langjährigen 
Aufenthalts,  seiner  Schulzeit,  wegen  seiner  Verlobten  I.H.  sowie 
aufgrund seiner Erwerbstätigkeit als (...) über ein tragfähiges soziales 
Beziehungsnetz, 

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dass er zudem das elterliche Haus besitze, gut verdient und genügend 
Arbeit gehabt habe (vgl. A8/12 S. 10),

dass  er  darüber  hinaus  die  Möglichkeit  hat,  von  seinem  eigenen 
Angaben zufolge in Deutschland lebenden Onkel allenfalls finanzielle 
Unterstützung zu erlangen,

dass zudem auch nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer 
leide  an  gesundheitlichen  Problemen,  welche  einen 
Wegweisungsvollzug in dem Sinne als unzumutbar erscheinen liesse, 
als  dieser  mangels  genügender  Möglichkeit  einer  Behandlung  eine 
drastische  und  lebensbedrohende  Verschlechterung  des 
Gesundheitszustandes nach sich ziehen würde (vgl. EMARK 2003 Nr. 
24 E. 5b S. 157 f., EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d. S. 50 ff.), zumal an der 
geltend  gemachten  Traumatisierung  –  wie  oben  dargelegt  – 
grundsätzlich erhebliche Zweifel bestehen, 

dass  allfällige  gesundheitliche  Probleme  im  Heimatland  des 
Beschwerdeführers behandelt werden könnten,

dass demnach weder die allgemeine Lage im Kosovo noch individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schlies-
sen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar 
ist,

dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich auch möglich ist (Art. 83 
Abs. 2  AuG),  da  keine  praktischen  Hindernisse  erkennbar  sind,  die 
einer freiwilligen Rückkehr oder einer zwangsweisen Ausschaffung des 
Beschwerdeführers entgegenstehen könnten, zumal dieser verpflichtet 
ist,  sich  bei  der  heimatlichen  Vertretung  allenfalls  benötigte  Rei-
sepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  unter  diesen  Umständen  die  Anordnung  einer  vorläufigen  Auf-
nahme ausser Betracht fällt, womit der Wegweisungsvollzug zu Recht 
angeordnet wurde,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion gegen-
standslos geworden ist,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG beantragte,

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 
über die erforderlichen Mittel  verfügt  und seine Begehren nicht  aus-
sichtslos erscheinen,

dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos  zu  bezeichnen  ist  und  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  somit 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. 
Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrums Kreuzlingen (Einschreiben; Beilage: Einzahlungs-
schein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Kreuzlingen  (per 
Telefax  zu  den Akten Ref.-N_______,  mit  der  Bitte  um Eröffnung 
des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der 
beiligenden  Empfangsbestätigung  an  das  Bundesverwaltungsge-
richt 

- (...)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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