# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6532f3e-992d-5032-b5cd-f5f3c9b60478
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-06
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 06.06.2018 BK 2018 136
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2018-136_2018-06-06.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 18 136

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 6. Juni 2018 

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichterin Hubschmid, 
Oberrichter Stucki
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

Gegenstand Verfahrenskosten (teilweise Einstellung)

Strafverfahren wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Wi-
derhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Berner Jura-Seeland vom 20. März 2018 (BJS 17 8614)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsan-
waltschaft) führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen Fahrens in fahrun-
fähigem Zustand, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz durch 
Konsum von Kokain, versuchter schwerer Körperverletzung, Raufhandels und Wi-
derhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Vereitelung von Mass-
nahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit. Mit Verfügung vom 20. März 2018 
stellte sie das Verfahren wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Konsums 
von Betäubungsmitteln (teilweise) ein. Die im Zusammenhang mit der Widerhand-
lung gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Fahren in fahrunfähigem Zustand 
erwachsenen Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 2‘053.30 wurden 
A.________ auferlegt (Ziffer 2). Gleichzeitig hielt die Staatsanwaltschaft fest, dass 
sie betreffend die anderen Tatbestände Anklage erheben werde und im Zusam-
menhang mit der teilweisen Einstellung keine Entschädigung und keine Genugtu-
ung ausgerichtet werde. Gegen Ziffer 2 (Auferlage der Verfahrenskosten) erhob 
A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), amtlich verteidigt durch Fürsprecher 
B.________, am 9. April 2018 Beschwerde mit dem Antrag, die Verfahrenskosten 
seien dem Kanton Bern aufzuerlegen. In ihrer Stellungnahme vom 25. April 2018 
beantragte die Generalstaatsanwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Be-
schwerde. Mit Replik vom 16. Mai 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen 
Rechtsbegehren fest.

2. Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer in 
Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt werden 
(Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessord-
nung [StPO; SR 312], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichts-
behörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des 
Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Be-
schwerdeführer ist durch die Auferlage von Verfahrenskosten unmittelbar in seinen 
rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legi-
timiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist ein-
zutreten.

3.

3.1 Gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO können die Verfahrenskosten der beschuldigten 
Person trotz Einstellung des Verfahrens oder Freispruchs ganz oder teilweise auf-
erlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens 
bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat. Dabei handelt es sich nicht um 
eine Haftung für strafrechtliches Verschulden, sondern um eine den zivilrechtlichen 
Grundsätzen angenäherte Haftung für ein fehlerhaftes Verhalten, durch das die 
Einleitung oder Erschwerung eines Prozesses verursacht wurde (DOMEISEN, in: 
Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 29 zu 
Art. 426 StPO).

3.2 Der Beschwerdeführer hält eine Kostenauflage trotz Nichtanhandnahme für un-
zulässig, mit der Begründung, dass es zum einen an einer rechtmässigen Anord-

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nung einer Blut- und Urinuntersuchung gemangelt habe (nachfolgend E. 4), zum 
anderen damit, dass keine Anzeichen für Fahren in fahrunfähigem Zustand be-
standen hätten, welche die die Anordnung vorgenannter Untersuchung rechtfertigt 
hätten (nachfolgend E. 5).

4.

4.1 Hinsichtlich der formellen Rügen ist festzuhalten was folgt:

Nach Art. 55 Abs. 3 Bst. a des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) ist ei-
ne Blutprobe anzuordnen, wenn Anzeichen von Fahrunfähigkeit vorliegen, die nicht 
auf Alkoholeinfluss zurückzuführen sind. Soweit Massnahmen zur Feststellung der 
Fahrunfähigkeit gemäss Art. 55 SVG aufgrund des Verdachts einer Widerhandlung 
gegen das Strassenverkehrsgesetz oder anderer Gesetze durchzuführen sind, 
handelt es sich um Beweisabnahmen im Sinn der StPO. Diese regelt auch die Zu-
ständigkeit für die Durchführung und Anordnung solcher Massnahmen, weshalb 
das Strassenverkehrsgesetz keine entsprechenden Bestimmungen mehr enthält. 
Für die zwangsweise Anordnung der Blutentnahme ist nach Art. 198 Abs. 1 Bst. a 
StPO die Staatsanwaltschaft zuständig. Eine solche Anordnung kann gemäss 
Art. 241 Abs. 1 StPO in dringenden Fällen zunächst auch mündlich, mithin telefo-
nisch durch den Pikettstaatsanwalt erfolgen, sie ist aber nachträglich schriftlich zu 
bestätigen. 

4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass trotz strafprozessual vorgesehener 
Dokumentationspflicht den Akten nicht entnommen werden könne, dass die Polizei 
mit der Staatsanwaltschaft telefonisch Rücksprache genommen und Letztere die 
Blut- und Urinuntersuchung mündlich angeordnet hätte. Es müsse daher davon 
ausgegangen werden, dass die fragliche Untersuchung erst nachträglich durch die 
Staatsanwaltschaft – und damit entgegen den strafprozessualen Zuständigkeits-
vorschriften – verfügt worden sei. 

Dem kann nicht gefolgt werden. Zwar trifft zu, dass die Akten keine Telefonno-
tiz/kein Verbal enthalten. Indessen lässt sich aus der in Art. 100 StPO statuierten 
Dokumentationspflicht der Behörden nicht schliessen, dass die Rechtmässigkeit 
einer vorerst mündlich angeordneten Beweismittelerhebung von der Existenz einer 
entsprechenden Aktennotiz abhängt. Die Aktenführungs- und Dokumentations-
pflicht verlangt, dass Beweismittel in den Untersuchungsakten vorhanden sind und 
aktenmässig belegt ist, wie diese produziert worden sind, damit die beschuldigte 
Person in der Lage ist zu prüfen, ob sie inhaltliche oder formelle Mängel aufweisen 
und gegebenenfalls Einwände gegen deren Verwertbarkeit erheben kann (Ent-
scheid des Bundesgerichts 6B_307/2017 vom 19. Februar 2018 E. 1.3.1). Vorlie-
gend lassen sich den Akten genügend Belege entnehmen, wie die Blut- und Urin-
untersuchung angeordnet worden ist. So hielten die Polizeibeamten anlässlich der 
Kontrolle des Beschwerdeführers vom 20. August 2017, 13:25 Uhr, protokollarisch 
fest, dass die Untersuchung durch Staatsanwalt C.________ angeordnet worden 
sei («Polizeiprotokoll bei Verdacht auf Fahrunfähigkeit und Auftragsbestätigung zur 
Blut-/Urinabnahme vom 20. August 2017»). Wenig später übermittelten sie die An-
gaben des Beschwerdeführers an Staatsanwalt C.________. In der entsprechen-
den Mail von 15:42 Uhr wird Bezug auf das geführte Telefonat genommen. Aus der 

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am Folgetag schriftlich erfolgten Anordnung der Staatsanwaltschaft geht weiter 
hervor, dass die Kantonspolizei die Verfügung vorab mündlich eröffnet habe. Damit 
ist rechtsgenüglich erstellt, dass die Zuständigkeitsvorschriften eingehalten worden 
sind. Hinweise dafür, dass der Inhalt der vorgenannten Mail der Polizei und der 
schriftlichen Verfügung der Staatsanwaltschaft falsch wäre, d.h. die Behörden eine 
unzulässige Anordnung nachträglich zu retten versucht hätten, bestehen nicht. 
Dass die am Folgetag schriftlich erfolgte Anordnung der Staatsanwaltschaft den 
Vermerk «nachträglich verurkundet» nicht trägt, ändert daran nichts. 

Ebenfalls nicht gehört werden kann der Beschwerdeführer mit dem Argument, dass 
die Staatsanwaltschaft die Begründungspflicht verletzt habe. Der schriftlichen Ver-
fügung vom 21. August 2017 kann entnommen werden, weshalb von einem Ver-
dacht der Fahrunfähigkeit ausgegangen wird, nämlich wegen Drogen- und Medi-
kamenteneinflusses. Abgesehen davon fand die polizeiliche Kontrolle und Untersu-
chung am Vortag statt, so dass dem Beschwerdeführer hinlänglich bekannt war, 
welcher Verdacht von der Polizei gegen ihn erhoben wurde und vor welchem Hin-
tergrund dieser erfolgte. Dass der Beschwerdeführer in der Lage war, die Verfü-
gung sachgerecht anzufechten, zeigt sich allein schon an der Rechtsmitteleingabe. 
Eine Gehörsverletzung und damit ein formeller Mangel kann nicht ausgemacht 
werden.

5.

5.1 In materieller Hinsicht macht der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, es 
hätten keine Anhaltspunkte dafür bestanden, welche für einen Verdacht von 
Fahrunfähigkeit gesprochen und damit die Einleitung eines Verfahrens begründet 
hätten. Er habe kein Kokain konsumiert und der von den Polizeibeamten durchge-
führte Test hinsichtlich Pupillenreaktion sei untauglich gewesen.

5.2 Vorab ist festzuhalten, dass der Verdacht des Fahrens in fahrunfähigem Zustand 
nicht allein aufgrund einer möglichen vorgängigen Betäubungsmitteleinnahme ent-
standen ist. Aktenkundig bestand auch der Verdacht, dass Fahrunfähigkeit infolge 
Medikamenteneinnahme vorliegen könnte. Ferner ist festzuhalten, dass die Polizei 
befugt ist, Fahrzeuglenker anzuhalten und zu kontrollieren (Art. 6 der Strassenver-
kehrskontrollverordnung [SKV; SR 741.013], wonach auf öffentlichen Strassen die 
Kontrolle von Ausweisen und Bewilligungen jederzeit zulässig ist). Fahrzeugführer 
können ferner voraussetzungslos einer Atemalkoholprobe unterzogen werden 
(Art. 55 Abs. 1 SVG). Weist ein Fahrzeugführer Anzeichen von Fahrunfähigkeit auf 
und sind diese nicht oder nicht allein auf Alkoholeinfluss zurückzuführen, so kann 
er weiteren Voruntersuchungen unterzogen werden (Art. 55 Abs. 2 SVG). Gemäss 
Art. 55 Abs. 3 Bst. a SVG ist eine Blutprobe anzuordnen, wenn Anzeichen von 
Fahrunfähigkeit vorliegen, die nicht auf Alkoholeinfluss zurückzuführen sind (ferner 
auch Art. 12a SKV); zudem ist die Polizei befugt, zum Nachweis von Betäubungs- 
oder Arzneimitteln namentlich im Urin, Speichel oder Schweiss Vortests durchzu-
führen (Art. 10 Abs. 2 SKV). Die vom ASTRA erlassene Weisung vom 2. August 
2016 betreffend Feststellung der Fahrunfähigkeit im Strassenverkehr legt in Bst. B 
Ziff. 2.1 fest, dass es verschiedene Verdachtsgründe für Fahrunfähigkeit wegen 
des Einflusses von Betäubungs- oder Arzneimitteln gibt, welche die Durchführung 

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eines Vortests erlauben. Solche Verdachtsgründe liegen insbesondere vor, wenn 
der Fahrzeugführer einen berauschten, müden, euphorischen, apathischen, sonst 
wie auffälligen Eindruck hinterlässt oder eine lallende oder verwaschene Sprache 
aufweist, dabei aber nicht ausschliesslich unter Alkoholeinfluss steht (Bst. a) oder 
wenn der Fahrzeugfahrer angibt, Betäubungsmittel oder Arzneimittel konsumiert zu 
haben (Bst. b). Bei Vorliegen (auch nur) eines Verdachtsgrunds darf die Polizei ei-
nen Vortest durchführen. Vortests dienen den Kontrollbehörden als Entschei-
dungshilfen für die Anordnung weiterer Untersuchungsmassnahmen (vgl. Bst. B 
Ziff. 2.2 der vorgenannten Weisung; Weisung abrufbar unter: 
http://www.astra2.admin.ch/media/pdfpub/2016-08-02_2627_d.pdf). 

5.3 Gemäss den Akten fiel den Polizeibeamten auf, dass die Pupillen keine Lichtreakti-
on aufwiesen – auch nicht, als der Beschwerdeführer seine Hände vor die Augen 
hielt und diese wieder wegzog (Anzeigerapport vom 3. Oktober 2017 S. 2). Auf 
dem «Polizeiprotokoll bei Verdacht auf Fahrunfähigkeit und Auftragsbestätigung 
zur Blut-/Urinabnahme vom 20. August 2017» wurde «enge Pupillen, fehlende 
Lichtreaktion» vermerkt. Ausserdem gab der Beschwerdeführer an, am Vorabend 
am F.________-Festival gewesen zu sein, dort zwischen 19:00 und 24:00 Uhr ca. 
4–5 Bier (à 33 cl) konsumiert zu haben und zwischen 3:15 Uhr und 12:00 geschla-
fen zu haben. Des Weiteren gab er zu Protokoll, täglich (jeweils morgens) Concerta 
54mg, Risperidon 1mg sowie «Floxiphral» (recte: Floxyfral) einzunehmen (dies 
wurde von Dr. med. D.________, Spezialarzt FMH für Kinder- und Jugendpsychia-
trie und -psychotherapie mit Attest vom 28. August 2017 bestätigt). Der durchge-
führte Atemalkoholtest fiel negativ aus. Die Polizeibeamten hielten weiter fest, dass 
der Beschwerdeführer einen Urin-Schnelltest vehement verweigert und auf das 
Abgeben einer Blutprobe bestanden habe. Die durch die Staatsanwaltschaft münd-
lich angeordnete ärztliche Untersuchung und Blutentnahme erfolgte um 14:30 Uhr 
im Spitalzentrum Biel. Die Ärztin kreuzte bei den Pupillen «mittel: 3–6 mm» und bei 
der Lichtreaktion «unauffällig» an. Die Augenbindehäute empfand sie als «gerötet». 
Dem forensisch-toxikologischen Abschlussbericht vom 22. September 2017 kann 
folgendes Ergebnis entnommen werden: Längere Zeit zurückliegender Konsum von Cocain 
nachgewiesen. Das Blutanalysenresultat ist negativ für Cocain gemäss ASTRA. Im Blut wurden Me-

thylphenidat (Psychostimulans), Fluvoxamin (Antidepressivum/Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) 

und 9-OH-Risperidon (Neuroleptikum) jeweils im subtherapeutischen Bereich nachgewiesen. Es wur-

den keine verkehrsrelevanten Beeinträchtigungen festgestellt. Es lagen somit keine ausreichenden 

Hinweise für eine Fahrunfähigkeit vor. Aufgrund der Gesamtumstände empfehlen wir die Überprüfung 

der Fahreignung.

Die Behauptung, es habe nie Anzeichen für eine Fahrunfähigkeit gegeben, ist un-
zutreffend. Die Polizeibeamten haben gemäss «Polizeiprotokoll bei Verdacht auf 
Fahrunfähigkeit und Auftragsbestätigung zur Blut-/Urinabnahme vom 20. August 
2017» enge Pupillen und eine fehlende Lichtreaktion festgestellt. Davon, dass die 
Polizeibeamten hierbei einen untauglichen Test angewandt hätten, kann nicht ge-
sprochen werden. Auch wenn die Pupillenreaktion üblicherweise unter Zuhilfenah-
me einer Lichtquelle getestet wird, schliesst dies die Geeignetheit einer anderen 
Testdurchführung nicht aus. Eine Änderung der Lichtintensität aufs Auge und damit 
eine Änderung der Pupillengrösse lässt sich nicht nur mittels Einsatz einer Lampe 
erreichen, sondern auch durch Zuhalten der Augen. Durch Zuhalten der Augen und 

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die dadurch provozierte Dunkelheit sollten sich die Pupillen im Normallfall vergrös-
sern. Werden die Augen wieder freigegeben und blickt die betroffene Person in ei-
ne hellere Umgebung, ist im Normalfall davon auszugehen, dass sich die Pupillen 
wieder verengen. Dass die untersuchende Ärztin im Spitalzentrum Biel später keine 
Pupillen-Auffälligkeit hat feststellen können, kann auf den Zeitablauf zurückgeführt 
werden und bedeutet nicht, dass der von den Polizeibeamten durchgeführte Test 
ungeeignet gewesen wäre oder die von ihnen festgestellte Auffälligkeit gar nicht 
vorgelegen hätte. Dem Beschwerdeführer ist aber insoweit beizupflichten, dass die 
von der Ärztin festgestellten roten Augenbindehäute für die Frage, ob diese die Ein-
leitung des Verfahrens und damit die Anordnung von weiteren Untersuchungen ge-
rechtfertigt haben, nicht relevant sind, haben die Polizeibeamten die geröteten Au-
gen doch nicht bemerkt. 

Allein schon die Angaben des Beschwerdeführers zu Alkohol- und Arzneimittelkon-
sum erlaubten es, die Fahrfähigkeit in Frage zu stellen – und zwar unabhängig da-
von, dass ein Arzt die Medikamenteneinnahme verordnet hat –, ist doch bekannt, 
dass etliche Medikamente die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen und Alkohol diese 
Beeinträchtigung verstärken kann. Die fehlende Pupillenreaktion durfte zudem 
auch als Indiz dafür gewertet werden, dass der Beschwerdeführer das Fahrzeug 
möglicherweise unter Drogeneinfluss gelenkt haben könnte. Hinweise, dass die 
von den Polizeibeamten festgestellten Augenauffälligkeiten erfunden gewesen 
wären, sind nicht erkennbar. Dass die Polizei – nachdem der Drogenschnelltest 
verweigert worden ist – weitere Abklärungen eingeleitet hat, ist somit nicht zu be-
anstanden. Hinsichtlich des Drogenschnelltests ist festzuhalten, dass der entspre-
chende Urintest zwar nicht zwangsweise durch die Polizei angeordnet werden 
kann, die entsprechende Weigerung indessen als Indiz für mögliche Fahrunfähig-
keit und für einen allfälligen vorgängigen Betäubungsmittelkonsum ins Gewicht fällt. 

Trotz Abstreitens eines Drogenkonsums konnten im nachfolgenden Bluttest Spuren 
von Kokain nachgewiesen werden. Der Konsum von Kokain ist strafbar und das 
Führen eines Motorfahrzeugs unter dem Einfluss von Kokain ist unabhängig von 
der konsumierten Menge in jedem Fall verboten (Art. 2 Abs. 2 Bst. c der 
Verkehrsregelnverordnung [VRV; SR 741.11]). Daran ändert nichts, dass das 
ASTRA in Art. 34 Bst. c seiner Verordnung zur Strassenverkehrskontrollverordnung 
(VSKV-ASTRA, SR 741.013.1) einen Grenzwert für den Nachweis von Kokain im 
Blut festgelegt hat, ab welchem eine Messresultat als positiv gilt. Dies trägt nur den 
Mess-ungenauigkeiten Rechnung und verhindert, dass ein länger zurückliegender, 
für die aktuelle Fahrfähigkeit irrelevanter Rauschgiftkonsum zu einem positiven Re-
sultat führt. Für den vorliegenden Fall bedeutet dies, dass der Beschwerdeführer, 
der mit Kokain-Spuren im Blut ein Auto lenkte und dabei Symptome aufwies, die 
ihn für die Polizisten als möglichen Drogenkonsumenten erscheinen liessen, das 
gegen ihn eingeleitete Strafverfahren rechtswidrig und schuldhaft verursacht hat. 
Die von der Staatsanwaltschaft vorgenommene Kostenausscheidung ist somit zu 
Recht erfolgt. Eine Verletzung der Unschuldsvermutung liegt nicht vor (Urteil des 
Bundesgerichts 1B_180/2012 vom 24. Mai 2012 E. 4.2). Dass das Verfahren we-
gen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz durch Konsum von Kokain 
eingestellt worden ist, ändert daran nichts. Die entsprechende Einstellung erfolgte 

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nicht etwa mangels Tatverdachts, sondern weil mit Blick auf Art. 8 Abs. 2 Bst. a 
StPO auf eine Strafverfolgung verzichtet wurde. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Verfahrenskosten werden bestimmt auf CHF 1‘200.00.

Dem Verteidiger des Beschwerdeführers ist für das Beschwerdeverfahren eine 
amtliche Entschädigung auszurichten; die Rück- und Nachzahlungspflicht bleibt 
vorbehalten (Art. 135 StPO). In seiner Kostennote vom 5. Juni 2018 macht Für-
sprecher B.________ einen Aufwand von total 9 Stunden geltend. Dieser Aufwand 
bewegt sich mit Blick auf die tatsächlichen und rechtlichen Fragen am oberen 
Rand, ist jedoch angesichts der Tatsache, dass zwei Rechtsschriften eingereicht 
wurden, gerade noch nicht zu beanstanden. Die amtliche Entschädigung wird unter 
Berücksichtigung eines Stundenansatzes von CHF 200.00 auf CHF 1‘983.85 (inkl. 
Auslagen und MWST) festgelegt. Sobald es die wirtschaftlichen Verhältnisse des 
Beschwerdeführers erlauben, hat er dem Kanton Bern die für das Beschwerdever-
fahren ausgerichtete Entschädigung zurückzuzahlen und Fürsprecher B.________ 
die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu 
erstatten. 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘200.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt.

3. Die für das Beschwerdeverfahren zu entrichtende Entschädigung des amtlich bestell-
ten Anwalts des Beschwerdeführers, Fürsprecher B.________, wird bestimmt auf:

      

Leistungen
Satz

amtliche Entschädigung 200.00 CHF 1'800.00
CHF 42.00

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 1'842.00 CHF 141.85
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 1'983.85

volles Honorar 300.00 CHF 2'700.00
CHF 42.00

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 2'742.00 CHF 211.15
Total CHF 2'953.15

nachforderbarer Betrag CHF 969.30

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

Sobald es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers erlauben, hat er 
dem Kanton Bern die für das Beschwerdeverfahren ausgerichtete Entschädigung von 
CHF 1‘983.85 zurückzuzahlen und Fürsprecher B.________ die Differenz zwischen 
der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar, ausmachend CHF 969.30, zu 
erstatten.  

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Fürsprecher B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland, Staatsanwältin 

E.________
(mit den Akten)

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Bern, 6. Juni 2018 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi
i.V. Gerichtsschreiberin Lauber

Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird durch die Beschwerdekammer in Strafsachen entrichtet. 
Es wird um Zustellung eines Einzahlungsscheins ersucht. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.