# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a26da232-2830-5476-ad2a-e3921a8d7145
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.06.2017 I 2016 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-31_2017-06-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2016 31

Entscheid vom 14. Juni 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen; zweiter Rechtsgang mit Auswer-
tung des vom Bundesgericht geforderten gerichtlichen Obergutach-
tens, welches im Rahmen eines stationären Aufenthaltes in der 
L.________ erstellt wurde)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am ________) lebt seit 2003 in der Schweiz. Er absol-
vierte die Business & Hotel Management School in Luzern und war ab 1. April 
2008 als Geschäftsführer und Gesellschafter der M.________ GmbH erwerbs-
tätig. Wegen seit Mai 2009 auftretender Beschwerden (infolge einer Leberer-
krankung) meldete er sich im November 2009 bei der IV-Stelle Schwyz zur 
Früherfassung und am 29. Dezember 2009 zum Rentenbezug an. Nach ver-
schiedenen Abklärungen (inkl. Observation) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung 
vom 3. März 2015 einen Rentenanspruch.

B. Eine dagegen am 11. März 2015 erhobene Beschwerde hat das Verwal-
tungsgericht mit Entscheid I 2015 31 vom 19. August 2015 abgewiesen.

C. Gegen diesen VGE liess A.________ am 18. Oktober 2015 beim Bundes-
gericht Beschwerde erheben. Mit Urteil 8C_760/2015 vom 18. März 2016 hat das 
Bundesgericht die Beschwerde gutgeheissen, den angefochtenen Entscheid vom 
19. August 2015 aufgehoben sowie die Sache zu neuer Entscheidung an das 
Verwaltungsgericht zurückgewiesen. Diese Rückweisung wurde in Erwägung 5.3 
des Bundesgerichtsurteils wie folgt begründet und erläutert:

Zusammenfassend ist ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn - wie hier - die 
Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren in rechtserheblichen 
Punkten nicht ausreichend beweiswertig sind (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.5 S. 265; 
Urteil 9C_37/2015 vom 17. Juni 2015 E. 3.3.2). Der angefochtene Entscheid ist 
deshalb aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese 
bei einer nicht vorbefassten Institution im Rahmen eines stationären Aufenthalts 
ein gerichtliches Obergutachten unter Bereitstellung der vollständigen Akten 
(einschliesslich des Observationsmaterials) zur Klärung der psychischen 
Diagnosen nach Massgabe eines internationalen Klassifikationssystems sowie zur 
Beurteilung der daraus gegebenenfalls resultierenden Leistungsfähigkeitseinbusse 
veranlasse. Dabei wird allenfalls - je nach Diagnosestellung - die Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zu anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen und 
vergleichbaren psychosomatischen Leiden gemäss BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306 
ff. zu berücksichtigen sein. Die Gutachter werden sich auch zu der im N.________-
Gutachten (S. 12) aufgeworfenen Frage nach einem allfälligen ursächlichen 
Zusammenhang zwischen Leberschaden und psychischer Gesundheitsstörung 
äussern. Hernach wird das kantonale Gericht über die vorinstanzliche Beschwerde 
neu zu entscheiden haben. 

D. Nach Eingang des Bundesgerichtsurteils (24.3.2016) hat das 
Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 31. März 2016 den Parteien Gelegenheit 
gegeben, zur vorgesehenen Begutachtung in der L.________ (entweder durch 
Dr.med. C.________ oder durch Dr.med. D.________) sowie zum geplanten 
Fragenkatalog Stellung zu nehmen. Innert erstreckter Frist erhoben die Parteien 

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keine Einwände gegen das geplante Vorgehen, worauf der gerichtliche 
Begutachtungsauftrag am 20. Mai 2016 schriftlich erteilt wurde. 

E. Mit Schreiben vom 23. Juni 2016 teilte die Gutachterstelle mit, dass 
zusätzlich zur psychiatrischen Expertise noch eine neuropsychologische und 
therapeutische Untersuchung angebracht sei, um alsdann eine interdisziplinäre 
Beurteilung vorzunehmen. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich dazu zu 
äussern. Es wurden keine Einwände erhoben. Am 12. September 2016 wurde 
der Versicherte für die ab 3. Oktober 2016 beginnende stationäre Abklärung 
aufgeboten.

F. Am 26. September 2016 gingen beim Gericht zusätzliche, zwischenzeitlich 
der IV-Stelle zugegangene Unterlagen der Fürsorgebehörde O.________ ein, 
welche gleichentags dem Rechtsvertreter des Versicherten sowie dem Gutachter 
zur Kenntnis gebracht wurden. Dazu äusserte sich der Rechtsvertreter in einer 
Eingabe vom 27. September 2016, welche ebenfalls an den Gutachter 
weitergeleitet wurde mit dem Hinweis, prima vista bestehe kein Anlass, die 
zusätzlichen IV-Akten aus dem Recht zu weisen.

G. Am 23. Februar 2017 gingen beim Gericht folgende Begutachtungsergeb-
nisse ein: 

 Psychiatrisches Gutachten von Dr.med. D.________(Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie), datiert per 23.6.2016 (recte wohl: 22.2.2017), umfas-
send 139 Seiten und 2 Seiten Laborresultate;

 Bericht Stellungnahme Therapien vom 6.10.2016 (10 Seiten);

 Neuropsychologischer Bericht vom 3.11.2016 (13 Seiten). 

Zu diesen Expertisen äusserten sich die IV-Stelle und der Rechtsvertreter des 
Versicherten mit Eingaben vom 30. März 2017 bzw. 20. April 2017. Weitere Stel-
lungnahmen der Parteien folgten am 10. Mai 2017 (RA lic.iur. B.________) und 
am 12. Mai 2017 (IV-Stelle). Zudem reichte der Rechtsvertreter des Versicherten 
am 12. Mai 2017 ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis des J.________ ein.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Welche Bestimmungen und Aspekte grundsätzlich für einen Anspruch auf 
IV-Rentenleistungen von Relevanz sind, wurde bereits im ersten Entscheid VGE 
I 2015 31 im Einzelnen dargelegt. Es kann darauf verwiesen werden, ohne dass 
dies hier nochmals zu wiederholen wäre. Analoges gilt auch für die Anforderun-
gen an beweiskräftige medizinische Berichte und Gutachten. Zu ergänzen ist 
namentlich, dass es im Rahmen der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht 

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auf die Diagnose, sondern darauf ankommt, welche Auswirkungen eine Erkran-
kung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist in erster Linie der psychopa-
thologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 9C_388/2016 vom 2.11.2016 Erw. 4.2.2). Eine auf Aggravation oder 
vergleichbaren Konstellationen beruhende Leistungseinschränkung vermag nach 
höchstrichterlicher Rechtsprechung eine versicherte Gesundheitsschädigung 
nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber 
besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine 
klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die 
Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, 
ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbständigte, 
krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen wäre (siehe Urteil 
9C_154/2016 vom 19.10.2016 Erw. 4.3 mit Verweis auf Urteil 9C_899/2015 vom 
29.6.2015 Erw. 4.1 und 4.2.4). Hinweise auf Aggravation oder ähnliche 
Erscheinungen bzw. Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich:

 wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen 
und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht;

 wenn intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt;

 wenn keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch 
genommen wird;

 wenn demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen 
unglaubwürdig wirken;

 wenn schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das 
psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (vgl. Urteil 
8C_291/2016 vom 12.8.2016 Erw. 2.2 mit Verweis auf BGE 141 V 281 
Erw. 2.2.1).

Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschlussgründe die 
Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von 
vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente (zit. Urteil 8C_291/2016 Erw. 
2.2 mit Verweis auf BGE 141 V 281 Erw. 2.2.2 S. 288; Urteil 8C_443/2015 vom 
18.1.2016). 

Ferner ist hinsichtlich psychiatrischer Beurteilungen zu beachten, dass bei ihnen 
praktisch immer ein Spielraum besteht, innerhalb dessen verschiedene 
medizinische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern 
der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil 9C_418/2010 vom 29.8.2011 

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Erw. 4.4 mit Hinweisen; siehe auch Urteil 9C_634/2015 und 9C_665/2015 vom 
15.3.2016 Erw. 6.1 in fine).

2.1 Das Verwaltungsgericht gelangte im ersten Entscheid (VGE I 2015 31 vom 
19.8.2015) nach einer Würdigung des interdisziplinären E.________-Gutachtens 
zum Zwischenergebnis, dass beim Beschwerdeführer (ungeachtet des 
lumbovertebralen Schmerzsyndroms, der beidseitigen Hüftgelenksarthrose sowie 
der Leberverfettung bei nicht alkoholischer Steatohepatitis NASH) aus 
somatischer Sicht bezogen auf eine leidensadaptierte, leichte bis mittelschwere 
Tätigkeit keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (zit. VGE, 
Erw. 3.2 in fine). Dieses Zwischenergebnis wurde vom Bundesgericht in 
Erwägung 4.1 des Urteils 8C_760/2015 zusammengefasst, ohne dass diese 
verwaltungsgerichtliche Würdigung kritisiert oder in Frage gestellt wurde. Die 
Rückweisung wird denn auch vom Bundesgericht ausschliesslich mit den 
Unklarheiten hinsichtlich des Vorliegens einer psychischen Gesundheitsstörung 
begründet, weshalb (im zit. Urteil) keine somatischen Zusatzabklärungen 
gefordert oder thematisiert wurden. Dass sich zwischenzeitlich der somatische 
Gesundheitszustand des Versicherten wesentlich verändert habe, wird vor 
Verwaltungsgericht weder in substantiierter Form geltend gemacht noch sind 
Anhaltspunkte für eine solche Annahme ersichtlich (siehe dazu auch zwei neuere 
Berichte über Notfallkonsultationen vom 14.4.2016 und vom 16.7.2016 betr. 
Panikanfälle, welche beim Eintreffen in 
der medizinischen Einrichtung "wieder spontan abgeklungen" waren, Gutachten, 
S. 122, 4. Abs.). Damit bleibt es nach der Aktenlage dabei, dass keine 
somatischen Gesundheitsschäden vorliegen, welche eine 
anspruchsbegründende Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Versicherten 
zu begründen vermögen.

2.2 Das vom Bundesgericht geforderte Gerichtsgutachten (Obergutachten) zur 
Klärung der psychischen Diagnosen wurde unter Gewährung der 
Mitwirkungsrechte des Versicherten eingeholt, welcher sich sowohl zum 
vorgeschlagenen (unabhängigen) Gutachter, als auch zum der Gutachterstelle 
unterbreiteten Fragenkatalog uneingeschränkt äussern konnte. Der Umstand, 
wonach ein lege artis arbeitender Gutachter zu anderen Ergebnissen gelangt, als 
der Versicherte erwartet(e), vermag grundsätzlich weder die Unabhängigkeit des 
Experten in Frage zu stellen, noch (für sich allein) Anlass für eine neue 
Begutachtung zu geben. Es muss grundsätzlich einem Gutachter möglich sein, 
ein für den Exploranden unvorteilhaftes Untersuchungsergebnis klar und deutlich 
auszusprechen und seine Sicht der Dinge darzulegen, ohne dass deshalb auf 
eine Voreingenommenheit bzw. auf mangelnde Objektivität geschlossen werden 

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darf (vgl. VGE 375/05 vom 8.2.2006 Erw. 2.3 mit Verweis auf EVGE I 38/98 vom 
6.9.1999 i.Sa. M. Erw. 3b in fine). 

2.3.1  Die stationäre Begutachtung basiert auf dem kompletten IV-Aktendossier 
(inkl. nachträglich der IV-Stelle zugegangene Unterlagen der Fürsorgebehörde), 
den vom Gutachter angeforderten Unterlagen, eigenen Untersuchungen und 
Befunden (erhoben am 3. bis 5. Oktober 2016), den am 3. Oktober 2016 
durchgeführten Laboruntersuchungen, Zusatzuntersuchungen (hinsichtlich 
Neuropsychologie, Ergotherapie, Physiotherapie, Rapporten des Pflegedienstes 
auf der Bettenabteilung) und Drittauskünften (Telefon mit der behandelnden 
Psychiaterin, vgl. die Auflistung auf Seite 1 des Gutachtens). Das Gutachten 
enthält zuerst eine Darstellung der Ausgangslage/ Anlass zur Begutachtung, eine 
detaillierte Zusammenfassung aller Akten sowie die ausführlich 
wiedergegebenen Fragen und Antworten anlässlich der 
Untersuchungsgespräche vom 3., 4. und 5. Oktober 2016). Anschliessend folgen 
eine psychiatrische Befundlage/ formalisierte Befunderhebung, die 
Zusatzbefunde, Drittauskünfte, Angaben zu den ergänzenden BVM-Akten und 
zur medizinischen Literatur sowie eine Fallzusammenfassung mit 
Konsistenzanalyse und psychiatrischer Beurteilung. Zum Schluss werden die 
Fragen aus dem Fragenkatalog beantwortet und es wird noch auf die 
medizinische Literatur eingegangen. 

2.3.2  Was am Aufbau und an der Strukturierung dieses 139 Seiten 
umfassenden Gutachtens falsch und mangelhaft sein soll, bleibt unerfindlich. Die 
Vorgehensweise des gerichtlich bestellten Gutachters gibt keinen Anlass zur 
Beanstandung. Namentlich hat der Gutachter überzeugend begründet, weshalb 
er darauf verzichtet hat, Fremdauskünfte von Seiten der Ehefrau zu erheben (vgl. 
zit. Gutachten, S. 114 oben).

2.4.1  Der Gerichtsgutachter hielt in seiner Expertise (unter Einbezug der 
neuropsychologischen Untersuchung) seinem Gutachten u.a. zunächst 
sinngemäss fest,

 dass im Gesprächsverlauf auffiel, dass an zahlreichen Stellen (…), wo 
präzisierend vom Untersucher nachgefragt wurde oder wo er insbesondere um 
Beispiele gebeten wurde, die Antworten konturlos blieben bzw. dann mehrfach 
und in auffälliger Weise von ihm Erinnerungsunfähigkeit angegeben wurde bzw. 
worauf er auch antwortete, dass er es nicht wisse (zit. Gutachten, S. 69),

 dass auch bezüglich der früheren Biografie breiteste Erinnerungslücken 
angegeben wurden (zit. Gutachten, S. 69),

 dass der Explorand auch nicht in spezifisch depressiver Weise wie innerlich 
schwer antriebsgestört oder schuldbeladen eingeengt wirkte (wie es bei 

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schweren Depressionen typisch ist), sondern mehr demonstrativ (zit. Gutachten, 
S. 69),

 dass der Versicherte aufgefordert, Beispiele von Energiemangel im Alltag 
darzulegen, länger mit der Antwort zögerte und dann die Gegenfrage stellte, der 
Untersucher solle ihm ein Beispiel aus dem Alltag geben, falls ihm dies nichts 
ausmache; auf die weiteren Anschlussfragen des Gutachters in diese Richtung 
äusserte der Versicherte, keine Antwort zu wissen (zit. Gutachten, S. 73),

 dass der Versicherte aufgefordert, weitere Beispiele hinsichtlich der praktischen 
Auswirkung der Vergesslichkeit im Alltag darzulegen, lange keine Antwort gab 
und dann ausführte, er erinnere weitere Beispiele nicht (zit. Gutachten, S. 75),

 dass der Versicherte angab, zwei Vorfälle niemals vergessen zu können, 
einerseits die Observation durch zwei Detektive, und anderseits ein Streit seiner 
Ehefrau im Supermarkt in H.________ mit einer anderen Kundin hinsichtlich des 
Kaufs desselben Gegenstandes; bei der näheren Nachfrage zur Klärung dieser 
Situation wirkte der Explorand sehr aktiv, verdeutlichend, über den Tisch 
vorgebeugt mit expressiver Mimik und den gestreckten Zeigefinger auf das Blatt 
des Untersuchers legend (was in keiner Weise mit einer depressiven Hemmung 
vereinbar sei, vgl. zit. Gutachten, S. 76),

 dass der Versicherte zu seinen Gründen der Flucht oder Ausreise in die Schweiz 
befragt lediglich eine pauschale Antwort gab, er könne sich an die ganze Sache 
nicht recht erinnern (S. 77),

 dass der Versicherte auf die Frage angesprochen, weshalb seine Mutter und drei 
Schwestern in P.________ leben würden, zunächst mit der Antwort ansetzte, 
"das Problem habe angefangen mit", um dann abzubrechen mit der Begründung, 
er könne sich jetzt nicht erinnern (zit. Gutachten, S. 77),

 dass die Interaktion während der zweiten Untersuchung in den Morgenstunden 
(4.10.2016) wie folgt charakterisiert wurde: Er wirkt prompt in der Auffassung, ein 
Teil der Antworten (dort, wo nicht - wie ansonsten an vielen Orten - 
Erinnerungsunfähigkeit angegeben wird) erfolgt prompt und dezidiert. Teils 
längeres Nachdenken bei anderen Fragen, was dann meist in die Aussage 
ausmündet, er wisse es nicht (gemeint: könne das nicht erinnern, auf gezielte 
Fragen hin, vgl. zit. Gutachten, S. 78 unten),

 dass der Befund insgesamt in keiner Weise mit einer Depression oder 
depressiven Antriebsstörung vereinbar ist; es finden sich z.B. in keiner Weise 
depressionstypische Aspekte wie eine innere Gefangenheit in Gedankenkreisen 
oder eine objektivierbare Hemmung und gleichsam "innere Schwere" im Rahmen 
von Antriebsstörungen, wie man es ansonsten häufig und typisch bei 
Depressionen beobachtet (zit. Gutachten, S. 79), 

 dass der Versicherte auf die Frage, wer zusammen mit ihm in der Firma 
M.________ gearbeitet habe, antwortete, er könne sich nicht daran erinnern (zit. 
Gutachten, S. 81 oben),

 dass der Versicherte auf den Hinweis des Gutachters, wonach er in den Akten 
gelesen habe, dass er in dieser Firma eine organisierende Rolle gehabt habe, 
dezidiert antwortete, er sei der Organisator gewesen (zit. Gutachten, S. 81 oben),

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 dass der Versicherte auf die Frage, weshalb diese Firmentätigkeit geendet habe, 
zunächst seufzte und dann ausführte, er könne sich nur erinnern, bei 
M.________ gewesen zu sein und ganz plötzlich habe er einfach begonnen, 
Ärzte aufzusuchen (zit. Gutachten, S. 81),

 dass der Versicherte auf die Frage, welcher Art die Beschwerden zu Beginn der 
Erkrankung gewesen seien, zunächst auf "zu viele Vorgänge oder Stufen" 
verwies, sich aber nicht erinnern könne, und dann plötzlich ergänzte, er könne 
sich an einen Dr. Q.________ erinnern, der sei nett gewesen, ihn könne der 
Untersucher doch befragen (zit. Gutachten, S. 81),

 dass er auf die Aufforderung, den Ablauf des Alltags zu Hause zu schildern, 
antwortete, er könne seinen Tagesablauf nicht Stunde für Stunde berichten, weil 
er sich an nichts erinnere (zit. Gutachten, S. 81 unten),

 dass der Versicherte die Frage, ob einmal hinsichtlich der Kinder oder eines der 
Kinder eine Familienberatung stattgefunden habe (was gemäss Aktenlage durch 
eine Frau Dr. R.________ erfolgte) verneinte (zit. Gutachten, S. 83, 
diesbezüglich wurde keine Erinnerungslücke geltend gemacht),

 dass der Versicherte hinsichtlich der Aktivitäten im Alltag verneinte, jemals die 
Wohnung alleine zu verlassen; einen eigentlichen Grund konnte er nicht nennen: 
er wolle dies einfach nicht, er fühle sich dann "nicht okay", wenn er alleine 
ausgehe (zit. Gutachten, S. 83),

 dass der Versicherte auf die Frage, was von seinen Beschwerden ihm im Falle 
der Wiederaufnahme einer einfachen Arbeit am meisten hindern würde, 
antwortete, dazu wisse er nichts zu sagen (zit. Gutachten, S. 85 unten),

 dass der Versicherte auf die Frage, wie viel Zeit seine Ehefrau (nebst Haushalt 
und Erziehung der Kinder) für die Verkaufsaktivitäten im Internet verwende, 
antwortete, dies wisse er nicht (zit. Gutachten, S. 86),

 dass der Versicherte auf die Frage, ob seine Frau je ________unterricht erteilt 
habe, antwortete, er könne sich nicht daran erinnern (zit. Gutachten, S. 86),

 dass bei expliziter Prüfung der Merkfähigkeit (von drei erwähnten Begriffen) 
grobe Fehlleistungen auftraten (zit. Gutachten, S. 88, siehe auch S. 93 oben),

 und dass der Versicherte auf die Frage, wann die Angstsymptomatik begonnen 
habe, antwortete, daran erinnere er sich nicht (zit. Gutachten, S. 89).

2.4.2  Den klinischen Eindruck hinsichtlich der Psychopathologie fasste der 
Gerichtsgutachter u.a. dahingehend zusammen, dass eher eine ängstlich 
getönte, wachsame Anspannung bei prompter Auffassung und keineswegs 
depressiv veränderter Psychomotorik vorliege, dies bei teils plakativ verzerrtem − 
und nicht authentischem − Antwortverhalten je nach abgefragten Themenkreisen, 
vor allem bei Aspekten, wo es offensichtlich erkennbar um kognitives 
Funktionieren geht. Eine ängstlich-vermeidende, inaktive Grundhaltung in 
Zusammenhang mit leicht hypochondrischen Ängsten und vor allem mit 
Symptomen im Sinne von Panikanfällen in unbestimmbarem Schweregrad 

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scheine allenfalls (v.a. gemäss Akten) vorhanden zu sein, doch sei letztlich das 
Funktionsniveau des Exploranden im Alltag als intransparent zu werten (zit. 
Gutachten, S. 99).

2.4.3  Im Rahmen der neuropsychologischen Zusatzuntersuchungen gelangte 
der begutachtende Neuropsychologe (lic.phil. S.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP) zum Ergebnis, dass ein unspezifischer Befund aufgrund 
einer mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit vorgetäuschten 
neuropsychologischen Störung vorliege (zit. Gutachten, S. 99 unten). In seinem 
Bericht (S. 5 oben) hob er zunächst hervor, der Versicherte habe sein 
schriftliches Einverständnis gegeben, "sich um bestmögliche Leistungen zu 
bemühen und auf Fragen ehrlich zu antworten". Demgegenüber ergab die 
Durchführung einer standardisierten Symptomvalidierung nach sog. Slick-
Kriterien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Vorliegen einer 
vorgetäuschten neuropsychologischen Störung (zit. Gutachten, S. 101 oben 
i.V.m. neuropsychol. Bericht, S. 7 mit Detailangaben). Es wurde indessen nicht 
nur ein, sondern verschiedene Symptomvalidierungsverfahren eingesetzt. Bei 
einem sog. Alternativwahlverfahren mit nur zwei Antwortoptionen (TOMM, 
Tombaugh, 1996) erzielte der Explorand Ergebnisse unterhalb der 
Ratewahrscheinlichkeit. Dies bedeute grundsätzlich, dass der Explorand (nach 
mathematischer Berechnung) die richtige Antwort gewusst haben müsse und 
bewusst eine falsche Antwort gegeben habe, um so eine Gedächtnisstörung 
vorzutäuschen (zit. Gutachten, S. 101 i.V.m. neuropsychol. Bericht, S. 10). Auch 
in sämtlichen weiteren durchgeführten kognitiven Symptomvalidierungsverfahren 
erzielte der Explorand sehr auffällige Ergebnisse. Im sog. B-test und DCT 
(Boone, 2002) schnitt er beispielsweise schlechter ab als bei schizophrenen und 
depressiven Patienten erfahrungsgemäss zu erwarten sei. Beim sog. MSVT 
(Green, 2004) fielen die Ergebnisse teilweise tiefer aus als bei Patienten in 
fortgeschrittenem Alzheimer-Stadium. Im sog. MCI (Green, 2004) lagen die 
Werte deutlich ausserhalb derjenigen von Patienten nach erlittener schwerer 
traumatischer Hirnverletzung (vgl. zit. Gutachten, S. 101 i.V.m. neuro-psychol. 
Bericht, S. 10). Im sog. SIMS (Smith & Burger, 1997), einem Screening-
Verfahren für vorgetäuschte psychische und kognitive Beschwerden, wurde der 
Cutoff-Wert bei Weitem überschritten und betrug 37 Punkte. Gemäss einer Meta-
analyse wird in der Fachliteratur bei Werten über 24 Punkten das Risiko einer 
falsch positiven Annahme einer Vortäuschung praktisch ausgeschlossen (vgl. zit. 
Gutachten, S. 101 mit Verweis auf van Impelen, Merckelbach, Jelicic & Merten, 
2004). 

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Daraus leitete der begutachtende Neuropsychologe zusammengefasst ab, die 
Präsentation von eklatanten Fehlleistungen und nicht-authentischen, 
übertriebenen Selbstangaben würden eine valide Diagnostik verunmöglichen. 
Gerade die Diagnostik von leichteren psychischen Störungen beruhe zu einem 
wesentlichen Teil auf Selbstangaben von Patienten (zit. Gutachten, S. 101).

2.4.4  Der Gerichtsgutachter hielt nach Auswertung der getroffenen Abklärungen 
im Rahmen seiner Beurteilung u.a. was folgt sinngemäss fest:

 dass eine vom Ausmass her massiv inkonsistente Verhaltens- und 
Beschwerdepräsentation des Exploranden festgestellt werden musste, welche 
ungewöhnlich stark ausgeprägt ist (im Vergleich zur langjährigen Erfahrung in 
Fällen mit inkonsistenter Befundlage, siehe zit. Gutachten, S. 122 unten),

 dass beim Versicherten keine Befunde festgestellt werden konnten, welche für 
eine höhergradige depressive Störung typisch sind (zit. Gutachten, S. 123),

 dass das gesamte Kontaktverhalten und die sehr expressive Psychomotorik 
insgesamt ein klinisch-depressives Zustandsbild als ausgeschlossen 
erscheinen lassen (zit. Gutachten, S. 124),

 dass der Versicherte an zahlreichen Stellen des Gespräches eine medizinisch 
gänzlich unplausible Erinnerungsunfähigkeit angab, die in diesem Masse völlig 
unvereinbar ist mit dem Umstand, wonach er ansonsten sich selbständig im 
Alltag bewegen kann (zit. Gutachten, S. 124),

 dass ein solches - auch als plakativ zu bezeichnendes - Mass an 
Erinnerungsunfähigkeit niemals mit einem sogar schweren depressiven 
Zustand erklärt werden könnte (zit. Gutachten, S. 124),

 dass der Versicherte vor allem dort eine derartige Art des Ausweichens von 
einer inhaltlichen Antwort präsentierte, wo es um eine tiefergehende 
Exploration von Aspekten seines Verhaltens zu Hause, in seinem Alltag und 
seines inneren Funktionierens ging sowie um Nachfragen hinsichtlich seiner 
Geschäftstätigkeiten und zum bisherigen Krankheitsverlauf (dies im Gegensatz 
zur wachsamen und prompten Art der Aufmerksamt und Auffassung, wenn die 
Fragen des Untersuchers sich auf unproblematische Aspekte richteten, vgl. zit. 
Gutachten, S. 124),

 und dass als Fazit der aktuellen stationären Untersuchungen gesagt werden 
müsse, es gebe keinerlei medizinischen Erklärungsansatz dafür, die eklatanten 
Widersprüche in irgendeiner Art medizinisch zu überbrücken. Weder liege eine 
relevant schwere Depression, noch eine schwere kognitive Störung und auch 
nicht eine paranoide Psychose vor (zit. Gutachten, S. 126 unten). Es seien 
(abgesehen von Verfolgungsängsten vor Muslimen) keine einschlägigen 
Störungszeichen wie ein bizarrer Wahn, Ich-Störungen oder Halluzinationen 
angegeben worden, wie sie für eine Psychose aus dem schizophrenen 
Formenkreis typisch wären und für eine solche Diagnosestellung gefordert 
werden (zit. Gutachten, S. 127 oben).

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Zusammenfassend konnte der vom Gericht beauftragte Psychiater in seinem im 
Rahmen eines stationären Aufenthaltes erstellten Gutachten keine klinisch 
relevante Diagnose stellen, welche geeignet wäre, eine massgebliche, dauerhaft 
vorliegende Minderung der Arbeitsfähigkeit in einer (aus somatischer Sicht) 
leidensangepassten Tätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 
begründen. 

2.5  Zu betonen ist, dass der Gerichtsgutachter sich auftragsgemäss auch mit 
den Diagnosen und Beurteilungen der nach der Aktenlage konsultierten 
Fachpersonen substantiiert auseinandergesetzt hat. 

2.5.1 Die Angaben sowie die Einschätzung des E.________-Psychiaters Dr.med. 
F.________ fasste der Gerichtsgutachter auf den Seiten 35 bis 39 des 
Gutachtens zusammen. Dazu nahm er auf Seite 118 des Gutachtens Stellung. 
Zur von Dr. F.________ gestellten Diagnose einer "am ehesten beginnenden 
schizophrenen Psychose" hielt der Gerichtsgutachter überzeugend entgegen, 
dass Dr. F.________ seine Diagnose wahrscheinlich aufgrund der aus seiner 
Sicht wahnhaft anmutenden Angaben über Verfolgungserleben stellte, indessen 
die notwendigen (und in casu fehlenden) Kriterien zur Stellung einer Diagnose 
einer Schizophrenie nach ICD-10 (u.a. Vorliegen eines bizarren Wahns, 
Vorliegen von sog. Ich-Störungen, ggf. Halluzinationen mit zumeist dialogischen 
Stimmen, die den Betroffenen kommentieren) nicht berücksichtigte (vgl. zit. 
Gutachten, S. 118). Bei der Beantwortung des Fragenkataloges nahm der 
Gerichtsgutachter auf S. 133 des Gutachtens nochmals zur Einschätzung von Dr. 
F.________ Stellung und pflichtete ihm bei, dass die vorbestehende Diagnose 
einer Depression aufgrund der von ihm dargestellten Befunde und erhobenen 
Angaben aus fachpsychiatrischer Sicht in zutreffender Weise verworfen wurde. 
Sodann wiederholte der Gerichtsgutachter, dass die einschlägigen Kriterien nicht 
erfüllt sind, welche nötig wären, um eine schizophrene Psychose wahrscheinlich 
zu machen bzw. zu diagnostizieren (vgl. zit. Gutachten, S. 133, lit. B).

2.5.2  Mit den Abklärungen und Erkenntnissen des RAD-Psychiaters Dr.med. 
G.________ befasste sich der Gerichtsgutachter auf den Seiten 42 bis 46 (und 
Seite 62). In der Würdigung (auf Seite 119 des Gutachtens) wies der 
Gerichtsgutachter u.a. zutreffend darauf hin, dass auch Dr. G.________ die 
Kriterien einer beginnenden Schizophrenie (wie von Dr. F.________ geltend 
gemacht) als nicht erfüllt beurteilte. Dr. G.________ thematisierte ausdrücklich 
das Vorliegen von Aggravation und Simulation, ohne diesbezüglich weitere 
Nachforschungen anzustellen. Insgesamt vertrat Dr. G.________ den 
Standpunkt, es sei von einer schweren Angststörung mit starken funktionellen 

12

Einschränkungen im Alltag auszugehen, sofern der Versicherte seine 
Beschwerden und Symptome nicht stark aggraviere oder gar simuliere (zit. 
Gutachten, S. 119). Damit lässt sich die Einschätzung von Dr. G.________ mit 
derjenigen des Gerichtsgutachters im Ergebnis vereinbaren. Bei der 
Beantwortung der gerichtlichen Fragen betonte der Gerichtsgutachter, dass der 
RAD-Psychiater Dr.med. G.________ die wesentlichen Inkonsistenzen 
zutreffend benannte und die richtigen Schlüsse daraus gezogen hat. Seine 
Aussagen würden sich in den wesentlichen Punkten mit der aktuellen Beurteilung 
des Gerichtsgutachters decken (vgl. zit. Gutachten, S. 134, lit. C).

2.5.3  Die in der N.________ vorgenommenen Untersuchungen werden auf den 
Seiten 54 bis 61 des Gutachtens aufgelistet. Auf den Seiten 101 bis 103 sowie 
120f. befasste sich der Gerichtsgutachter im Einzelnen mit den Befunden und 
Schlussfolgerungen der N.________-Fachpersonen. Dabei wies er 
nachvollziehbar u.a. darauf hin, dass aufgrund von Selbstangaben nicht 
unhinterfragt auf das Vorliegen einer schweren psychischen Beeinträchtigung 
geschlossen werden dürfe. Namentlich kritisiert der Gerichtsgutachter zum einen, 
dass in der N.________-Expertise eine negative Antwortverzerrung nicht in 
Betracht gezogen wurde. Zum andern beanstandete er insbesondere, dass in der 
N.________-Expertise die veraltete Version des MMPI (Minnesota Multiphasic 
Personality Inventory) begonnen und abgebrochen wurde, hingegen die aktuelle 
Version MMPI-II (welche im gutachtlichen Kontext ein geeignetes Verfahren mit 
verschiedenen Kontrollskalen zur Überprüfung von Antwortverzerrungen 
gewesen wäre) nicht angewendet wurde (vgl. zit. Gutachten, S. 101 unten). 
Nachvollziehbare Kritik übte der Gerichtsgutachter auch im Rahmen der 
Alertness-Prüfung (in der N.________-Expertise fehlen u.a. die erzielten T-Werte 
der Reaktionszeiten). Sodann folgerte der Gerichtsgutachter aus der sehr hohen 
Streuung der Reaktionszeiten bzw. aus der hohen Anzahl von Fehlern bzw. 
mehreren Auslassungen sowie überdurchschnittlich schnellen Reaktionszeiten 
im betreffenden Test gestützt auf eine Publikation von Bodenburg 
nachvollziehbar auf eine "reduzierte Testcompliance". Ins Gewicht fällt aber 
auch, dass der bei den Raven-Matrizen erhobene IQ-Wert von 73 Punkten mit 
den schulischen bzw. universitären Leistungen gemäss Biographie nicht 
vereinbar ist. Schliesslich spreche auch das eingesetzte kognitive 
Symptomvalidierungsverfahren (Rey-Fifteen Item Test) mit einem auffälligen 
Wert unterhalb des Cutoffs einerseits für eine mögliche Simulation oder 
anderseits für eine schwere Depression, wobei es für die zuletzt genannte 
Interpretation keine empirische Evidenz gebe (vgl. zit. Gutachten, S. 102, 2. 
Abs.). Was den Einsatz des Rorschach-Tests anbelangt, fiel dem 
Gerichtsgutachter (nebst den grundsätzlichen Bedenken zur Anwendung dieses 

13

Tests im vorliegenden Zusammenhang, unter Hinweis auf eine Untersuchung 
von Rogers, 2008, pp. 213-217) auf, dass der Explorand einige Tafeln nicht 
interpretieren konnte mit wiederholten "I don't know"-Antworten und nach dem 
Test den Untersuchungsleiter anrief sowie zum Ausdruck brachte, dass die Bilder 
ihn sehr aufgewühlt hätten und er nicht wisse, wie er damit umgehen solle. 
Daraus folgerte der Gerichtsgutachter (zit. Gutachten, S. 102):

Das Fehlen von Antworten (Lezak, 2004, 2004, p. 784) und die auffällige Reaktion 
des Exploranden deuten weniger auf eine schwere Depression und eine schwere 
Abwehr, sondern vielmehr in Richtung einer Vortäuschung. Das Verhalten könnte 
man auch als theatralisch bezeichnen, wobei ein theatralisches Verhalten im 
Bericht explizit verneint und der Explorand durchgängig als aufrichtig und sein 
Leiden als authentisch eingeschätzt wurde. Insgesamt hätten die Ergebnisse der 
testpsychologischen Untersuchung nur den Schluss einer Vortäuschung 
zugelassen. Allerdings wurden die Auffälligkeiten auf eine psychische Störung 
zurückgeführt und damit quasi 'wegdiskutiert'. Die Auffassung, dass einer (recte 
wohl: eine) Psychopathologie quasi eine übergeordnete Stellung für negative 
Antwortverzerrung einnimmt, ist empirisch nicht haltbar. Merten & Merckelbach 
(2013) wiesen in einem Artikel darauf hin, dass bei einer solchen Argumentation 
ein zirkulärer Schluss vorliegt. (…).

Dem Ergebnis des Beckschen Depressionsinventars (Wert von 34) hielt der Ge-
richtsgutachter überzeugend entgegen, dass es sich dabei um einen Selbstaus-
kunftsfragebogen handelt, welcher nicht verfälschungsresistent ist und damit auf 
den subjektiven Angaben der untersuchten Person beruht (zit. Gutachten, S. 
121). Schliesslich kritisierte der Gerichtsgutachter, dass in der N.________-
Expertise auffällige Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung sowie 
der mit der Bildung und dem klinischen Eindruck nicht vereinbare IQ-Wert von 73 
von den N.________-Fachpersonen mit der "schweren Depression" "gleichsam 
'weg'erklärt" wurden, was aus fachpsychiatrischer Sicht nicht zulässig sei. Die 
Schlussfolgerung in der N.________-Expertise, die unspezifischen testpsycholo-
gischen Befunde seien gut vereinbar mit den in spezifischen Tests erhobenen 
Symptomen und es ergebe sich aus den psychologischen Tests eine schwere 
Depression und eine schwere Angststörung, sei nicht nachvollziehbar (vgl. zit. 
Gutachten, S. 121). Dazu wies der Gerichtsgutachter zutreffend darauf hin, dass 
der regionale ärztliche Dienst der Vorinstanz (RAD) die in der N.________-
Expertise enthaltenen Schlussfolgerungen nicht nachvollziehen konnte (vgl. zit. 
Gutachten, S. 121 unten i.V.m. IV-act. 115-8f./14). Im Anschluss daran folgerte 
der RAD-Psychiater Dr. G.________ in seiner Stellungnahme vom 12. Septem-
ber 2014, dass "mit stark überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Malingering (be-
wusstseinsnah, Simulation, intentional bei Rentenbegehren)" vorliege, worauf der 
Gerichtsgutachter mit Nachdruck hinwies (vgl. zit. Gutachten, S. 122 oben, i.V.m. 
IV-act. 115-12f./14). Bei der Beantwortung der gerichtlichen Fragen fasste der 

14

Gerichtsgutachter seine bereits erwähnte Kritik an der N.________-Expertise so 
zusammen, dass die Ärzte der N.________ sich praktisch vollumfänglich auf die 
Angaben des Exploranden über Angst und Depression abgestützt hätten und 
insbesondere der Umgang der N.________-Gutachter mit den Resultaten der 
neuropsychologischen Untersuchung (wonach die eklatanten Inkonsistenzen als 
Ausdruck einer schweren Depression zu verstehen seien und dadurch "wegdis-
kutiert" würden) aus fachpsychiatrischer Sicht nicht statthaft sei (vgl. zit. Gutach-
ten, S. 135). 

2.5.4  Schliesslich befasste sich der Gerichtsgutachter auch noch mit den Anga-
ben der Psychiaterin Dr. I.________, welche den Versicherten in deutscher 
Sprache behandelt, da sie selber die englische Sprache nicht hinreichend be-
herrscht (J.________, siehe Gutachten, S. 64/65 und S. 104f.; siehe auch Einga-
be des Beschwerdeführers vom 27.9.2016, wonach er sinngemäss Mühe mit der 
deutschen Sprache habe und deswegen "aus sprachen Gründen gar nicht in der 
Lage sei", Kauf- und Verkaufsgeschäfte zu tätigen). In der Würdigung wies der 
Gerichtsgutachter sinngemäss darauf hin, dass das von der behandelnden 
Psychiaterin als schwere Depression beurteilte (unveränderte) Zustandsbild im 
Wesentlichen auf subjektiven Angaben beruhe. Im Übrigen anerkenne diese 
Psychiaterin, dass der bisherige Behandlungsverlauf weitgehend ergebnislos sei 
(vgl. zit. Gutachten, S. 126/ Mitte). Bei der Beantwortung der gerichtlichen Fra-
gen führte der Gerichtsgutachter u.a. aus, dass Depressionen grundsätzlich auf-
grund von zwei unterschiedlichen Informationsquellen diagnostiziert werden: Ei-
nerseits gehe es um den objektivierbaren allgemeinen Eindruck (sichtbare Emo-
tionalität und Mimik, Verhalten und Psychomotorik). Andererseits seien die Be-
richte der depressiven Person, die exklusiv und notwendigerweise aus ihrem in-
neren Erleben stammen würden, zu berücksichtigen. Üblicherweise ergebe sich 
aus den äussern, objektiven Eindrücken und den Berichten aus dem inneren Er-
leben ein stimmiges, mit einander kongruentes Gesamtbild, was hier aber nach 
der Aktenlage zu keinem Zeitpunkt der Fall gewesen sei, wie auch Dr. 
G.________ erkannt habe (zit. Gutachten, S. 132).

2.6 Im Urteil 8C_760/2015 vom 18. März 2016 forderte das Bundesgericht, 
dass sich der gerichtliche Gutachter auch noch zu der im N.________-Gutachten 
aufgeworfenen Frage nach einem allfälligen ursächlichen Zusammenhang zwi-
schen Leberschaden und psychischer Gesundheitsstörung zu äussern habe. 
Auch auf diese Thematik wurde im vorliegenden Gutachten näher eingegangen. 
Es wurden auf den Seiten 109 und 110 Auszüge aus der wissenschaftlichen Lite-
ratur aufgeführt, gleichzeitig aber auch festgehalten, dass beim Exploranden kei-
ne Anhaltspunkte für ein schweres Leberleiden vorliegen, nachdem die im Rah-

15

men der stationären Begutachtung erhobenen Werte mittlerweile normalisierte 
Transaminasen und Entzündungswerte im Serum ergaben (vgl. zit. Gutachten, S. 
110, 2. Abs. in fine, i.V.m. den Angaben auf S. 137 unten des Gutachtens, siehe 
auch zit. Gutachten, S. 131, 3. Abs.). Im Kommentar des Gutachters wurde er-
gänzt, dass die normalisierten Werte im Vergleich zu 2009/2010 und 2012 kein 
Fortschreiten der Erkrankung dokumentieren. Die damals konsiliarisch untersu-
chenden Spezialisten für Lebererkrankungen im T.________ (2010) hatten da-
mals festgehalten, die histologisch festgestellte Lebererkrankung mit Verfettung 
der Leberzellen erkläre nicht das damals angegebene Beschwerdebild (welches 
damals als invalidisierende Müdigkeit geltend gemacht wurde). Des Weiteren 
führte der Gutachter aus (vgl. zit. Gutachten, S. 110 unten):

Aus heutiger Sicht ist zum Thema von kognitiven Einschränkungen bei nicht alko-
holischer Steatohepatitis zu sagen, dass trotz der Befunde gemäss der britischen 
Autorenschaft aus dem Jahr 2010, nämlich dass keine Korrelation zwischen 
Schwere der Lebererkrankung und Schwere der kognitiven Defizite gefunden wer-
den konnte, aus einem anderen Blickwinkel heraus dezidiert argumentiert werden 
muss, dass das aktuell vom Versicherten präsentierte Profil von Defiziten und Min-
derleistungen dermassen widersprüchlich ist, dass es dafür - unter welcher soma-
tischen oder sonstigen medizinischen Diagnose auch immer - keinerlei Er-
klärungsansatz gibt. 

2.7 Im Lichte all dieser Aspekte ist festzuhalten, dass dem vorliegenden, im 
Rahmen einer stationären Abklärung erarbeiteten Gutachten von Dr.med. 
D.________ uneingeschränkt Beweiskraft beizumessen ist. Dieses Gutachten 
beruht auf umfassenden Untersuchungen, welche die geklagten Beschwerden 
sowie die verschiedenen Angaben im umfangreichen Aktendossier berücksichti-
gen. Sodann hat sich der Gutachter mit den Befunderhebungen und Einschät-
zungen der anderen involvierten Fachpersonen hinreichend auseinandergesetzt 
und überzeugend begründet, weshalb den abweichenden Auffassungen nicht zu 
folgen ist. Die Argumentationen des Gerichtsgutachters erweisen sich als schlüs-
sig und nachvollziehbar, weshalb ihnen im Ergebnis beizupflichten ist. Damit 
bleibt es dabei, dass aus fachärztlicher Sicht kein medizinisches Substrat schlüs-
sig festgestellt worden ist, welches die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit in für einen 
Rentenanspruch relevanter Weise beeinträchtigen könnte. Schliesslich lassen 
sich in den umfangreichen medizinisch-psychiatrischen und anderweitigen Akten 
derart viele Inkonsistenzen und Diskrepanzen finden, dass auch von einer zu-
sätzlichen Abklärung keine Plausibilisierung des Ausmasses der Einschränkun-
gen zu erwarten ist (vgl. Urteil 9C_634 und 665/2015 vom 15.3.2016 Erw. 6.4 in 
fine mit Hinweis). Dazu gehört als weiterer "Puzzle-Stein", dass der Versicherte 
am 25. Juli 2016 (und mithin etwas mehr als 2 Monate vor der stationären Be-
gutachtung in L.________) gemäss einer Mitteilung der Fürsorgebehörde 

16

O.________ beobachtet wurde, wie er im U.________ zusammen mit seiner 
Ehefrau "vor allem Handtaschen und Schmuck" erwarb und bei der Bezahlung 
offenbar "ein Bündel mit Noten" hervornahm (vgl. nachträgliche IV-Akten = VG-
act. 16 in fine, i.V.m. Gutachten, S. 109/ Mitte). Sind aber, wie vorliegend, die 
Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aufgrund des vom Versicher-
ten während der vom Bundesgericht geforderten stationären Begutachtung prä-
sentierten Verhaltens nicht schlüssig(er) eruierbar, wirkt sich die diesbezügliche 
Beweislosigkeit zu Lasten des Versicherten aus. Mit anderen Worten hat die Vor-
instanz zu Recht einen Rentenanspruch verneint.

3. An diesem dargelegten Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen und 
Einwände des Versicherten grundsätzlich nichts zu ändern. Unbehelflich ist na-
mentlich die Kritik in der Eingabe vom 10. Mai 2017, dass "Dr. C.________ of-
fensichtlich schon früher sehr grosse Probleme im Umgang mit andern Men-
schen" gehabt haben müsse. Der Rechtsvertreter des Versicherten übersieht, 
dass das vorliegende gerichtliche Gutachten nicht von Dr. C.________, sondern 
von Dr.med. D.________ stammt. Auch aus der Argumentation in der Eingabe 
vom 20. April 2017 (S. 2 unten), dass es sich beim Versicherten um einen 
________ mit spezieller Vergangenheit handle, kann er hier nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Soweit in der Eingabe vom 20. April 2017 (S. 4) sinngemäss 
argumentiert wird, nicht nur im N.________-Gutachten, sondern auch im 
L.________-Gutachten werde massgeblich auf die Angaben des Versicherten 
abgestellt ("wo ist hier ein Unterschied?"), wird (zu Unrecht) ein Kernpunkt der 
Kritik von Dr. D.________ am N.________-Gutachten ausgeblendet, nämlich 
dass die N.________-Fachpersonen sich mit besonders auffälligen Inkonsisten-
zen der neuropsychologischen Untersuchung nicht substantiiert auseinanderge-
setzt, sondern mit der "Kodierung schwere Depression" im Ergebnis "wegdisku-
tiert" haben (siehe vorstehend, Erw. 2.5.3). Analog ist auch den Fachpersonen 
des J.________, welche als behandelnde Ärzte die (offenbar in deutscher Spra-
che dargelegten) Angaben des Versicherten (welcher nach eigenen Angaben nur 
sehr schlecht deutsch spricht) nicht weiter hinterfragt haben, entgegenzuhalten, 
dass diese J.________-Fachpersonen sich auch nicht ansatzweise mit den gut-
achtlich festgestellten Inkonsistenzen befasst haben. Soweit sich der Beschwer-
deführer auf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von Dr.med. I.________ vom 
9. Mai 2017 beruft (= VG-act. 35/Anhang), fällt ins Gewicht, dass diese geltend 
gemachte vollständige Arbeitsunfähigkeit mit keinem Wort begründet wurde, zu-
mal auch keine aktuellen Befunde erhoben wurden. Soweit in der Eingabe vom 
20. April 2017 (S. 6, Ziff. 5 in fine) kritisiert wird, der Gerichtsgutachter habe sich 
mit keinem Wort dazu geäussert, auf welchen Anfangsverdacht die IV diese zwi-
schenzeitlich als illegal bezeichnete Observation angeordnet habe, wird überse-

17

hen, dass dies nicht zu den Aufgaben des Gutachters gehört (vgl. den gerichtli-
chen Fragenkatalog, welchem die Parteien zugestimmt hatten). Abgesehen da-
von wies der Gerichtsgutachter der Visionierung des Observationsmaterials 
grundsätzlich keine besondere Bedeutung zu (vgl. zit. Gutachten, S. 126 unten). 
Soweit in der Eingabe vom 20. April 2017 (S. 7 oben) auf die von Dr. V.________ 
im Jahre 2008 festgestellten erhöhten Leberwerte Bezug genommen wird, fällt 
hier die Tatsache ins Gewicht, wonach im Rahmen der stationären Begutachtung 
normalisierte Werte ermittelt wurden (vgl. vorstehend, Erw. 2.6), wozu sich der 
Versicherte vor Gericht nicht geäussert hat. Hinsichtlich der Kritik in der Eingabe 
vom 20. April 2017 (S. 7 unten), wonach der Gerichtsgutachter die Frage einer 
allfälligen Teilarbeitsunfähigkeit "mit keinem Wort" behandle, übersieht der 
Rechtsvertreter des Versicherten die überzeugenden Ausführungen des Ge-
richtsgutachters (namentlich S. 127 unten und S. 128 oben). Darnach hat die 
bewusst herbeigeführte Intransparenz der Situation zur Folge, dass damit auch 
weitergehende Aussagen zu seiner zugrundeliegenden Persönlichkeitsstruktur 
nicht möglich sind. Entsprechend dem dargelegten, nicht-authentischen Verhal-
ten des Exploranden erweist es sich als unmöglich zu evaluieren, "was hinter 
dem 'Paravent' dieser verzerrenden Darstellung" gegebenenfalls effektiv an psy-
chischem Leiden vorliegt bzw. vorliegen könnte. Es sei überwiegend wahrschein-
lich, dass die allenfalls bzw. effektiv zugrundeliegenden psychischen Störungs-
zeichen im leichtgradigen Spektrum solcher psychischer Beschwerden und Sym-
ptome anzusiedeln seien. Indes könne damit kein Grad einer Einschränkung des 
funktionellen Leistungsvermögens mit dem nötigen Grad der Wahrscheinlichkeit 
festgestellt werden. Dieser Argumentationsweise des Gutachters ist hier bei-
zupflichten.

4. Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abgewiesen wird. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Versi-
cherte angesichts des klaren und beweiskräftigen Ergebnisses des Gerichtsgut-
achtens keinen Rentenanspruch hat, ohne dass diesbezüglich noch weitere me-
dizinische Abklärungen angebracht wären.

5. Die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltli-
che Rechtsverbeiständung) sind gegeben. Die gerichtlichen Verfahrenskosten 
werden vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. In Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebT; SRSZ 280.411), welcher für das Hono-
rar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- 
bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Berücksichtigung der in § 2 des Gebührenta-
rifs enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und 
Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) ist dem Rechtsvertreter des 

18

Beschwerdeführers zulasten des Verwaltungsgerichts in Ausübung des pflicht-
gemässen Ermessens ein Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 5‘000.-- zu 
entrichten. Davon wurden dem Rechtsvertreter im ersten Rechtsgang (I 2015 31) 
bereits Fr. 2‘500.-- ausbezahlt, weshalb noch insgesamt Fr. 2‘500.-- zu entrichten 
sind. Der Beschwerdeführer wird die Verfahrens- und Anwaltskosten dem Gericht 
zurückzuerstatten haben, wenn er dazu innert 10 Jahren seit Rechtskraft dieses 
Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

19

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 
Von einem Inkasso wird abgesehen, nachdem ihm die unentgeltliche Pro-
zessführung gewährt wird.

3. Dem Beschwerdeführer wird für das verwaltungsgerichtliche Verfahren 
die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt und Rechtsanwalt lic.iur. 
B.________ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Ihm ist zu Lasten 
des Verwaltungsgerichts ein gesamthaftes Honorar (inkl. Auslagen und 
MwSt) von Fr. 5‘000.-- für die Verfahren I 2015 31 und I 2016 31 zu entrich-
ten. Nachdem bereits Fr. 2‘500.-- ausbezahlt wurden, beträgt das restliche 
auszuzahlende Honorar noch Fr. 2‘500.--.

4. Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- und die 
Kosten der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung von Fr. 5‘000.-- dem Ge-
richt zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und an das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. Juni 2017