# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ea65163-6b13-5c19-9773-1c2b5e5b6683
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 25.09.2025 601 2025 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2025-74_2025-09-25.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2025 74

Urteil vom 25. September 2025

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Dominique Gross, Stéphanie Colella
Gerichtsschreiber Praktikant: Gabriel Chocomeli

Parteien A.________ und B.________, Beschwerdeführer   

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz    

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt 

Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Familiennachzug)

Beschwerde vom 23. Mai 2025 gegen den Entscheid vom 22. April 2025

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 10

Sachverhalt

A. B.________ (Beschwerdeführer), geboren im Jahr 1990, ist kosovarischer Staatsangehöriger 
und lebt derzeit im Kosovo. Gestützt auf die Eheschliessung vom 27. September 2013 mit der 
Schweizerin C.________ wurde ihm am 12. August 2013 eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen 
des Familiennachzugs erteilt. Mit Urteil vom 1. Dezember 2015 wurde diese Ehe geschieden. 

Am 3. Mai 2016 verweigerte das Amt für Bevölkerung und Migration (Vorinstanz) die Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers namentlich aufgrund der Scheidung und ordnete 
seine Wegweisung aus der Schweiz an. Die hiergegen vom Beschwerdeführer erhobene 
Beschwerde blieb erfolglos (Urteil KG FR 601 2016 131 vom 7. Februar 2017). 

Am 7. Dezember 2016 hat das Gericht des Greyerzbezirks den Beschwerdeführer wegen einfacher 
Körperverletzung, Tätlichkeiten, Drohungen, Freiheitsberaubung und Entführung sowie 
Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung und 
einer Busse von CHF 2'000.- verurteilt. Eine hiergegen an das Kantonsgericht erhobene Berufung 
zog der Beschwerdeführer zurück, womit das erwähnte Strafurteil in Rechtskraft erwuchs (siehe 
Urteil KG FR 501 2017 152 vom 22. November 2017).

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) verfügte am 19. Februar 2019 ein Einreiseverbot bis zum 
18. Februar 2024 gegen den Beschwerdeführer; am 5. März 2019 wurde er aus der Schweiz 
ausgewiesen. 

B. Am 6. Januar 2020 heiratete der Beschwerdeführer im Kosovo die Schweizer 
Staatsangehörige A.________ (Beschwerdeführerin bzw. Ehefrau), geboren im Jahr 1991. 

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis verurteilte den Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 
13. Januar 2022 wegen illegaler Einreise in die Schweiz, begangen am 29. Dezember 2021, zu einer 
unbedingten Busse von CHF 300.- sowie einer bedingten Geldstrafe à 30 Tagessätzen zu CHF 30.-.

Die Beschwerdeführer beantragten am 14. August 2024 die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung 
im Rahmen des Familiennachzugs für den Ehemann. Die Vorinstanz teilte ihnen am 30. Oktober 
2024 mit, dass sie beabsichtige, das Gesuch abzuweisen, worauf sich diese namentlich am 
3. Dezember 2024 und am 18. Februar 2025 vernehmen liessen. 

C. Mit Entscheid vom 22. April 2025 wies die Vorinstanz das Gesuch um Gewährung der 
Aufenthaltsbewilligung ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass insbesondere 
aufgrund der strafrechtlichen Verurteilung nicht von einer gelungenen Integration gesprochen 
werden könne. Das öffentliche Interesse an der Wahrung der Sicherheit überwiege das private 
Interesse der Beschwerdeführer an einem gemeinsamen Leben in der Schweiz. 

D. Am 23. Mai 2025 (Poststempel: 26. Mai 2025) haben die Beschwerdeführer gegen diesen 
Entscheid Beschwerde an das Kantonsgericht erhoben. Sie beantragen insbesondere die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Zur 
Begründung machen sie im Wesentlichen geltend, dass die strafrechtliche Verurteilung bereits 
mehrere Jahre zurückliege und er sich seither positiv verhalten habe. Das private Interesse an einem 
gemeinsamen Familienleben überwiege das öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung. 

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 10

E. Die Vorinstanz beantragt am 12. Juni 2025 die Abweisung der Beschwerde, worauf die 
Beschwerdeführer am 25. Juni 2025 replizieren. 

F. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen

1. 

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 114 Abs. 1 
Bst. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 
SGF 150.1] in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 13. November 
2007 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [AGAIG; 
SGF 114.22.1]). Die Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 
VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der 
Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

2. 

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich 
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Rüge der 
Unangemessenheit ist ausgeschlossen (Art. 78 Abs. 2 VRG). 

3. 

In formeller Hinsicht rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Zum 
einen habe es die Vorinstanz unterlassen, ihnen die Argumente, auf welche sie sich im 
angefochtenen Entscheid stützt, vorgängig mitzuteilen. Ihnen sei es somit nicht möglich gewesen, 
angemessen Stellung zu beziehen. Zum andern habe die Vorinstanz ihre Begründungspflicht 
verletzt, indem sie sowohl in ihrer Absichtserklärung als auch in der darauffolgenden Verfügung 
kaum auf die eingebrachten Argumente eingegangen sei und ihren Entscheid unzureichend 
begründet habe. Konkret habe sie die Interessen an einem Verbleib in der Schweiz unzureichend 
gewürdigt und keine Prüfung der Verhältnismässigkeit vorgenommen. 

3.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV beinhaltet insbesondere auch 
das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides 
zur Sache äussern zu können und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis äussern zu können, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid 
zu beeinflussen (BGE 142 I 86 E. 2.2; 135 I 187 E. 2.2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör bezieht 
sich in erster Linie auf Tatsachen. Die Parteien müssen gegebenenfalls auch zu Rechtsfragen 
angehört werden, wenn die betroffene Behörde sich auf gesetzliche Vorschriften stützen möchte, 
die von den Parteien vernünftigerweise nicht vorausgesehen werden können, wenn die Rechtslage 
sich geändert hat oder wenn ein besonders weiter Ermessensspielraum besteht (BGE 132 II 485 
E. 3.2; 132 II 257 E. 4.2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt jedoch nicht, dass die 
verfahrensbeteiligte Partei die Gelegenheit erhalten muss, sich zu jedem möglichen Ergebnis, das 

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 10

von der Behörde ins Auge gefasst wird, zu äussern. Die Behörde muss ihre Begründung den 
Parteien nicht vorweg zur Stellungnahme unterbreiten. Es genügt, dass sich die Parteien zu den 
Grundlagen des Entscheids, insbesondere zum Sachverhalt sowie zu den anwendbaren 
Rechtsnormen, vorweg äussern und ihre Standpunkte einbringen können (BGE 132 II 257 E. 4.2; 
132 II 485 E. 3.4; 129 II 497 E. 2.2). Ein weitergehender Anspruch auf vorgängige Mitteilung der 
exakten juristischen Begründung kommt den Beschwerdeführern auch unter Berücksichtigung der 
behördlichen Aufklärungspflicht im Ausländerrecht (vgl. hierzu Urteile BGer 2C_58/2017 vom 
23. Juni 2017; KG FR 601 2024 31 vom 6. November 2024 E. 4.1) nicht zu.

3.2. Die Vorinstanz wies die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. Oktober 2024 darauf hin, 
dass die Voraussetzungen zum Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung insbesondere aufgrund der 
Vorstrafen nicht erfüllt seien; der Beschwerdeführer stelle gestützt auf Art. 51 Abs. 2 Bst. b AIG und 
Art. 63 AIG eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar, weshalb sie beabsichtige, 
das Gesuch abzulehnen. Im angefochtenen Entscheid griff die Vorinstanz im Wesentlichen auf 
dieselbe Begründung zurück. Den Beschwerdeführern kann daher offensichtlich nicht gefolgt 
werden, wenn sie vorbringen, sie hätten zu den Verweigerungsgründen keine Stellung beziehen 
können. 

3.3. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliesst sodann das Recht 
der von einem Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person, dass die Behörde die 
Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Entsprechend ist 
die Behörde verpflichtet, ihren Entscheid zu begründen. Dabei muss sie sich nicht mit allen 
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen; die Begründung darf sich auf jene Aspekte 
beschränken, welche die Behörde willkürfrei als wesentlich betrachtet. Der Begründungspflicht ist 
Genüge getan, wenn sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben 
und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 136 I 229 E. 5.2; 
150 III 1 E. 4.5). 

3.4. Die Vorinstanz begründete den angefochtenen Entscheid namentlich damit, dass aufgrund 
der Vorstrafen des Beschwerdeführers insgesamt nicht von einer gelungenen Integration 
gesprochen werden könne und weiterhin eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung 
bestehe. Das öffentliche Interesse an der Wahrung der Sicherheit überwiege das private Interesse 
der Beschwerdeführer an einem gemeinsamen Leben in der Schweiz. Diese Begründung zeigt die 
Entscheidfindung und die zugrungeliegenden Erwägungen rechtsgenüglich auf. Auch nahm die 
Vorinstanz damit entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer eine Verhältnismässigkeitsprüfung 
vor. Den Beschwerdeführern ist es denn auch ohne Weiteres gelungen, den Entscheid sachgerecht 
anzufechten. Der angefochtene Entscheid genügt damit den Anforderungen an die 
Begründungspflicht, und die Rüge, wonach der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei, 
erweist sich als unbegründet.

4.

4.1. Die Vorinstanz erblickte insbesondere in der Straffälligkeit des Beschwerdeführers ein 
überwiegendes öffentliches Interesse, ihm das Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu verweigern. Die 
Dauer der Freiheitsstrafe sowie die Höhe der Busse würden auf ein schweres Verschulden 
hinweisen. Bei der Interessensabwägung falle insbesondere auch die Art der Straftaten, namentlich 
jene gegen die sexuelle Integrität, die Freiheit sowie die körperliche und psychische Integrität ins 
Gewicht. Zudem habe er das verhängte Einreiseverbot missachtet. In ihrer Stellungnahme vom 
12. Juni 2025 führt die Vorinstanz ergänzend aus, dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde 

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 10

keinerlei Reue hinsichtlich seiner Straftaten zeige und sich während der Haft nicht einwandfrei 
verhalten habe. Insgesamt könne nicht von einer gelungenen Integration gesprochen werden. 

4.2. Die Beschwerdeführer halten dem entgegen, dass die Verurteilung bereits über acht Jahre 
zurückliege und die Strafe mittlerweile verbüsst worden sei. Das SEM habe es nicht als erforderlich 
erachtet, das Einreiseverbot zu verlängern. Das öffentliche Interesse an der Gefahrenabwehr 
verliere an Gewicht, je länger die Straftaten zurückliegen. Der Beschwerdeführer habe sich während 
der Haftdauer sowie nach der Entlassung – mit geringfügigen Ausnahmen – korrekt verhalten und 
sei deshalb nach Verbüssung von zwei Dritteln der Strafe vorzeitig entlassen worden. Diese positive 
Entwicklung werde auch durch das psychiatrische Gutachten vom 10. Juli 2024 bestätigt. Dieses 
halte fest, dass von ihm keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung mehr ausgehe. Der 
Verstoss gegen das Einreiseverbot im Jahr 2021 sei aus migrationsrechtlicher Sicht entschuldbar, 
da der Beschwerdeführer diesen lediglich aus romantischen Gründen begangen habe, um seine 
Ehefrau wiederzusehen, welche er seit langer Zeit nicht mehr gesehen habe. Er stelle für seine 
Ehefrau, welche als Schweizer Staatsangehörige vollständig integriert sei und einer Erwerbstätigkeit 
nachgehe, eine wichtige emotionale und soziale Stütze dar. Insgesamt überwiege das private 
Interesse an einem gemeinsamen Familienleben das öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung. 

5.

In materieller Hinsicht ist zu prüfen, ob die Vorinstanz das Gesuch um Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung an den Beschwerdeführer zu Recht abgewiesen hat. 

5.1. Nach Art. 42 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder von 
Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen.

Die Gewährung einer entsprechenden Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AIG steht jedoch unter 
dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs: So erlöschen nämlich laut Art. 51 Abs. 1 AIG die Ansprüche 
nach Art. 42 AIG, wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, namentlich um 
Vorschriften dieses Gesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung zu 
umgehen (Bst. a), oder wenn Widerrufsgründe nach Art. 63 AIG vorliegen (Bst. b). Ein 
Widerrufsgrund liegt nach Art. 63 Abs. 1 Bst. a AIG insbesondere vor, wenn die Voraussetzungen 
nach Art. 62 Abs. 1 Bst. a oder b AIG erfüllt sind, d.h. wenn der Ausländer oder sein Vertreter im 
Bewilligungsverfahren falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat 
(Bst. a); wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn 
eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Art. 59-61 oder 64 StGB angeordnet wurde (Bst. b). 
Eine Freiheitsstrafe gilt als längerfristig im Sinne von Art. 63 Abs. 1 Bst. a AIG in Verbindung mit 
Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG, wenn die Dauer der auszusprechenden Strafe ein Jahr bzw. 360 Tage 
überschreitet, unabhängig davon, ob sie teil- oder vollbedingt bzw. ohne Bewährung ausgesprochen 
wurde. Der Widerrufsgrund der "längerfristigen Freiheitsstrafe" ist überdies nur erfüllt, wenn eine 
Strafe für sich allein das Kriterium der Längerfristigkeit erfüllt, d.h. die Dauer von einem Jahr 
überschreitet. Eine Kumulierung von mehreren kürzeren Strafen, die in ihrer Gesamtheit mehr als 
ein Jahr ausmachen, ist nicht zulässig (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2; 139 I 145 E. 2.1). 

5.2. Vorliegend wurde der Beschwerdeführer mit dem Urteil des Gerichts des Greyerzbezirks vom 
7. Dezember 2016 wegen einfacher Körperverletzung, Tätlichkeiten, Drohung, Freiheitsberaubung 
und Entführung sowie Vergewaltigung zu einer unbedingten Haftstrafe von fünf Jahren und sechs 
Monaten, mithin zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im Sinne der soeben erwähnten 
Rechtsprechung, verurteilt. Ausserdem wurde er am 29. Dezember 2021 wegen Missachtung des 

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 10

Einreiseverbots und rechtswidrigen Aufenthalts aus der Schweiz weggewiesen und zu einer 
unbedingten Busse von CHF 300.- verurteilt.

Der Beschwerdeführer hat damit aufgrund des Urteils vom 7. Dezember 2016 nach Art. 63 Abs. 1 
Bst. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 Bst. b AIG offensichtlich einen Grund für den Widerruf seiner 
Aufenthaltsbewilligung gesetzt (vgl. auch Urteile KG FR 601 2024 117 vom 31. Januar 2025 E. 4 
[Verurteilung im Ausland zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren]; 601 2016 217 vom 1. Februar 
2017 E. 4.a [Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten]; 601 2020 
177 vom 11. Dezember 2020 E. 4.2.1 [Verurteilung im Ausland zu einer Freiheitsstrafe von elf 
Jahren]). Im Zeitpunkt des Urteils waren Art. 62 Abs. 2 AIG und Art. 66a StGB, welche am 1. Oktober 
2016 in Kraft getreten sind, noch nicht anwendbar (vgl. BGE 146 IV 311 E. 3.2.2). Wie auch aus den 
nachfolgenden Ausführungen (E. 6.3.) hervorgeht, waren die Straftaten, für welche er am 
7. Dezember 2016 verurteilt wurde, sehr schwerwiegend, sodass der Vorinstanz nicht vorgeworfen 
werden kann, sie habe ihren Ermessensspielraum überschritten oder missbraucht, indem sie den 
entsprechenden Widerrufsgrund bejahte. 

6.

6.1. Weiter sieht Art. 96 Abs. 1 AIG indes vor, dass die zuständigen Behörden bei der 
Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie die 
Integration der Ausländer beachten. Die Verweigerung der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung 
muss demnach auch als Ganzes verhältnismässig sein und auf einer fairen Interessenabwägung 
beruhen (siehe auch Art. 5 Abs. 2 BV). Dies ergibt sich im Übrigen auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK, 
dessen Interessenabwägung sich mit jener nach Art. 96 AIG bzw. nach Art. 13 in Verbindung mit 
Art. 36 Abs. 3 BV deckt (siehe Urteile BGer 2C_698/2023 vom 19. August 2024 E. 4.1; 2C_851/2022 
vom 27. September 2023 E. 5.2; 2C_43/2022 vom 18. Januar 2023 E. 4.1). Zu berücksichtigen sind 
dabei die Schwere des Delikts – wobei ins Gewicht fällt, ob die Taten als Jugendlicher oder als 
Erwachsener begangen wurden und ob es sich dabei um Gewaltdelikte handelte –, das Verschulden 
des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum und das Verhalten des Betroffenen während 
diesem, der Grad seiner Integration bzw. die sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum 
Aufenthalts- und zum Heimatstaat, die Dauer der bisherigen Anwesenheit, die ihm und seiner 
Familie drohenden Nachteile, sowie die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme verbundene 
Dauer der Fernhaltung (BGE 144 I 266 E. 3.9; 139 I 16 E. 2.2.1; Urteil BGer 2C_393/2021 vom 
25. Oktober 2021 E. 3.2.4). Zu beachten ist auch die Qualität der sozialen, kulturellen und familiären 
Beziehungen zum Aufnahme- bzw. zum Heimatstaat (Urteil BGer 2C_711/2011 vom 27. März 2012 
E. 4.2 mit Hinweisen).

Keines dieser Elemente ist für sich allein ausschlaggebend; erforderlich ist eine Würdigung der 
gesamten Umstände im Einzelfall. Bei gewichtigen Straftaten und bei wiederholter, d.h. 
unverbesserlicher Delinquenz, besteht praxisgemäss regelmässig ein wesentliches öffentliches 
Interesse daran, die weitere Anwesenheit des ausländischen Täters zu beenden, da und soweit sie 
hochwertige Rechtsgüter verletzt oder in Gefahr gebracht haben bzw. sie sich von straf- und 
ausländerrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lassen und damit zeigen, dass sie auch 
künftig weder gewillt noch fähig erscheinen, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (Urteil 
BGer 2C_393/2021 vom 25. Oktober 2021 E. 3.2.5).

6.2. Praxisgemäss verunmöglicht eine strafrechtliche Verurteilung die Erteilung einer (neuen) 
Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich nicht ein für alle Mal. Soweit der Betroffene, gegen den eine 
Entfernungsmassnahme ergriffen wurde, weiterhin in den Kreis der nach Art. 42 ff. AIG 

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 10

nachzugsberechtigten Personen fällt und es seinen hier anwesenden nahen Angehörigen 
unzumutbar ist, ihm in die Heimat zu folgen und dort das Familienleben zu pflegen, ist eine 
Neubeurteilung angezeigt, falls der Betroffene sich seit der Verurteilung bzw. Strafverbüssung 
bewährt und sich für eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat, so dass eine 
Integration in die hiesigen Verhältnisse nunmehr absehbar erscheint und eine allfällige 
Rückfallgefahr vernachlässigt werden kann. Das öffentliche Interesse an der Gefahrenabwehr 
verliert an Bedeutung, soweit die Entfernungsmassnahme gegen die fehlbare Person ergriffen, 
durchgesetzt und für eine der Schwere der Tat angemessene Zeitdauer aufrechterhalten wurde 
(Urteile BGer 2C_484/2020 vom 19. Januar 2021 E. 3.1 mit Hinweisen; 2C_714/2020 vom 
25. November 2020 E. 3.3 mit Hinweisen). 

Der Zeitablauf, verbunden mit der Deliktsfreiheit, kann mithin dazu führen, dass die 
Interessenabwägung anders auszufallen hat als zum Zeitpunkt der strafrechtlichen Verurteilung, der 
Entlassung aus dem Strafvollzug oder der Rechtskraft des Wegweisungsentscheids. Damit wird 
insbesondere den sich aus dem konventions- und verfassungsrechtlichen Anspruch auf Achtung 
des Familienlebens ergebenden Gesichtspunkten Rechnung getragen, wonach die seit der Tat 
verflossene Zeit und das bisherige Verhalten des Ausländers in der Interessenabwägung bezüglich 
der Aufrechterhaltung der aufenthaltsbeendenden Massnahme mitzuberücksichtigen sind. Bei der 
prognostischen Einschätzung des Rückfallrisikos ist nach Art und Ausmass der möglichen 
Rechtsgüterverletzung zu differenzieren: Je schwerer diese wiegt, desto höhere Anforderungen sind 
an das Fehlen einer Rückfallgefahr zu stellen. Je länger ein Straftäter umgekehrt deliktsfrei gelebt 
hat, umso eher lässt sich ihm wieder Vertrauen entgegenbringen und kann sich die Annahme 
rechtfertigen, dass es zu keinen weiteren (schweren) Straftaten mehr kommen wird (Urteile BGer 
2C_484/2020 vom 19. Januar 2021 E. 3.1 mit Hinweisen; 2C_714/2020 vom 25. November 2020 
E. 3.4 mit Hinweisen). 

Besteht ein Anspruch auf Neubeurteilung, heisst dies nicht, dass die neue Bewilligung auch erteilt 
werden muss. Die Gründe, welche zum Widerruf geführt haben, verlieren ihre Bedeutung 
grundsätzlich nicht; die Behörde hat vielmehr eine neue umfassende Interessenabwägung 
vorzunehmen, in welcher der Zeitablauf in Relation gesetzt wird zum allenfalls nach wie vor 
bestehenden öffentlichen Interesse an der Fernhaltung (Urteil BGer 2C_484/2020 vom 19. Januar 
2021 E. 3.3 mit Hinweisen). 

6.3. Der Beschwerdeführer wurde wie gesehen mit dem Urteil des Gerichts des Greyerzbezirks 
vom 7. Dezember 2016 wegen einfacher Körperverletzung, Tätlichkeiten, Drohungen, Freiheits-
beraubung und Entführung sowie Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs 
Monaten verurteilt. Gemäss den Ausführungen dieses Gerichts hat der Beschwerdeführer während 
20 Monaten innerhalb der Beziehung ein Klima des Terrors geschaffen, welches C.________ 
erheblich daran hinderte, wieder zu einer normalen Lebensführung zurückzufinden. Darüber hinaus 
ist er gemäss dem Urteil auch gegenüber ihren Eltern straffällig geworden. Bereits diese Umstände 
deuten auf ein schweres Verschulden und gewichtiges öffentliches Fernhalteinteresse hin, ist doch 
für die Beurteilung des migrationsrechtlichen Verschuldens namentlich die vom Strafgericht 
ausgesprochene Sanktion und dessen Einschätzung der Schwere der Tat sowie eine Gesamt-
würdigung des deliktischen Verhaltens massgebend (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.2 129 II 215 E. 3.1; 
Urteile BGer 2C_16/2018 vom 31. Januar 2019 E. 3.3; 2C_890/2017 vom 10. September 2018 
E. 4). Zu berücksichtigen ist diesbezüglich auch, dass der Beschwerdeführer mit seinen Delikten 
namentlich die besonders hochwertigen Rechtsgüter der sexuellen Integrität und der persönlichen 
Freiheit massiv verletzte. Er hat damit gleich mehrere Tatbestände erfüllt, für die seit dem 1. Oktober 
2016 zwingend eine obligatorische Landesverweisung vorgesehen ist (Art. 66a Abs. 1 Bst. g und h 

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 10

StGB). Zwar findet diese Bestimmung keine rückwirkende Anwendung, dennoch verdeutlicht sie im 
Rahmen der Interessenabwägung die Schwere der begangenen Straftaten sowie das besonders 
hohe öffentliche Interesse am Schutz der körperlichen, psychischen und sexuellen Integrität, welche 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung bereits vor der Einführung von Art. 66a StGB als besonders 
schützenswert anerkannt hat (vgl. Urteil BGer 2C_76/2019 vom 14. September 2019 E. 5.3.3).

Bei der Interessenabwägung ist zu berücksichtigen, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber solche 
Verhaltensweisen als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile BGer 2C_488/2019 vom 
4. Februar 2020 E. 5.4.2; 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 
5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3). Auch die Dauer der 
ausgesprochenen Freiheitsstrafe zeigt deutlich, dass es sich um einen schweren Fall handelt. 
Ebenso wenig kann sich der Beschwerdeführer auf ein tadelloses Verhalten während der Dauer der 
Gefängnisstrafe berufen, da ein adäquates Verhalten im Strafvollzug von den Betroffenen ohnehin 
erwartet wird (siehe BGE 139 II 121 E. 5.5.2; Urteil BGer 2C_201/2012 vom 20. August 2012 
E. 3.3.1); zudem gesteht er selbst ein, dass er sich während der Haft nicht immer einwandfrei 
verhalten hat und unter anderem wegen Besitzes illegaler Gegenstände sowie eines Mobiltelefons 
disziplinarisch sanktioniert wurde. Hinzu tritt, dass der Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 
13. Januar 2022 wegen rechtswidriger Einreise in die Schweiz, begangen am 29. Dezember 2021, 
verurteilt wurde. Wenn die Beschwerdeführer dies in der Beschwerde als "romantische Geste für 
seine Ehefrau" bezeichnen, zeugt dies im Gesamtzusammenhang von einer beeindruckenden 
Ignoranz des Rechtssystems. So ist auch in zeitlicher Hinsicht zu beachten, dass der 
Beschwerdeführer am 6. Juni 1990 in der Schweiz geboren wurde, das Land indes bereits im Alter 
von einem Jahr wieder verliess. Am 12. September 2013 kehrte er im Rahmen der Eheschliessung 
mit C.________ in die Schweiz zurück. Am 8. Juli 2015 wurde er inhaftiert und schliesslich am 
5. März 2019 aus der Schweiz ausgewiesen. Während der nur sehr kurzen Aufenthaltsdauer, in der 
er über einen Aufenthaltstitel verfügte und die er nicht im Gefängnis verbrachte, beging der 
Beschwerdeführer wie erwähnt wiederholt – teils schwerwiegende – Straftaten. Es trifft zu, dass die 
Verurteilung des Beschwerdeführers, die am 7. Dezember 2016 ausgesprochen wurde, bereits rund 
neun Jahre zurückliegt. Im Rahmen der Beurteilung der Gefährdung, die der Beschwerdeführer für 
die öffentliche Ordnung und Sicherheit darstellt, ist das relative Alter der Verurteilung jedoch zu 
relativieren, da die geahndeten Taten äusserst schwerwiegend sind (vgl. Urteil BGer 2C_44/2017 
vom 28. Juli 2017 E. 5.2).

6.4. An dieser Einschätzung vermag entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer in ihrer 
Beschwerde das von ihnen eingereichte "psychiatrische Gutachten" vom 10. Juli 2024 nichts zu 
ändern. Bei diesem als "Gutachten" betitelten Dokument handelt es sich um einen ärztlichen 
Kurzbericht, der offenbar auf Wunsch des Beschwerdeführers durch eine Psychiaterin in seinem 
Heimatland verfasst wurde. Dieser Bericht umfasst nur wenige Zeilen und entspricht in keiner Art 
und Weise den Anforderungen an ein psychiatrisches Gutachten zur Evaluierung der Rückfallgefahr 
oder ähnliches. Die Psychiaterin hielt darin im Wesentlichen kurz fest, dass der Beschwerdeführer 
gemäss der Anamnese im Alter von 25 Jahren "einige Probleme mit dem Gesetz hatte, die er zum 
damaligen Zeitpunkt nicht kontrollieren konnte", die er mittlerweile bereuen würde und dass er nun 
nach der Entlassung aus dem Gefängnis und der Rückkehr in den Kosovo seinen Alltag wieder 
aufgenommen habe. Weiter hielt sie ohne Weiteres fest, dass er auf Fragen reagierte, das äussere 
Erscheinungsbild in Ordnung und der Gemütszustand gut seien und im Denken und im 
Wahrnehmungsbereich keine psychopathologischen Veränderungen auftreten würden und er weder 
selbst- noch fremdgefährdend sei. Der Bericht stützt sich offenbar lediglich auf eine einzige (kurze) 
Befragung des Beschwerdeführers und es wurden sonst keine fundierten Untersuchungsmethoden 

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 10

(z.B. Tests oder Verhaltensbeobachtungen) angewandt bzw. erwähnt. Von einer vollumfänglichen 
nachvollziehbaren Untersuchung bzw. Begutachtung des Beschwerdeführers namentlich im Hinblick 
auf die Rückfallgefahr kann somit keine Rede sein und die Beschwerdeführer können aus diesem 
oberflächlichen und nicht überzeugenden Kurzbericht nichts zu ihren Gunsten ableiten (siehe auch 
Urteil BGer 2C_974/2020 vom 21. März 2021 E. 5.4; 6B_1348/2023 vom 20. Februar 2025 E. 2.3.2; 
6B_225/2024 vom 15. Mai 2024 E. 1.2.2). 

6.5. Insgesamt ist damit von gewichtigen öffentlichen Interessen an der Nichterteilung der 
Aufenthaltsbewilligung auszugehen. Das diesen Interessen gegenüberstehende private Interesse 
des Beschwerdeführers an einem Aufenthalt in der Schweiz besteht in erster Linie darin, mit seiner 
Ehefrau, welche Schweizer Staatsbürgerin ist, zusammenzuleben. Die Beschwerdeführer führen in 
ihrer Beschwerde diesbezüglich aus, dass die Ehefrau gut ausgebildet sei, einer gutbezahlten Arbeit 
nachgehe und seit vielen Jahren eine gefestigte Beziehung mit ihm führe. Er sei ihr eine wichtige 
Stütze. Ferner lebe sie in einer genügend grossen Wohnung und verfüge über ausreichend 
finanzielle Mittel, um seinen Aufenthalt zu tragen. Sie habe – ausser zu ihrem momentan dort 
lebenden Ehemann – keine Verbindungen zum Kosovo. Der Beschwerdeführer kenne die Schweiz 
hingegen von früheren Aufenthalten und sei bereits einer Arbeit nachgegangen. Im Falle einer 
Gewährung eines Aufenthaltstitels sei ihm erneut ein Arbeitsverhältnis in Aussicht gestellt worden. 

Die Ehefrau ist Schweizer Staatsbürgerin und verfügt in der Schweiz über eine gefestigte berufliche 
sowie wirtschaftliche Situation. Der Beschwerdeführer lebt derzeit im Kosovo, geht offenbar einer 
Erwerbstätigkeit nach und ist in ein soziales Umfeld eingebunden. Er hat den grössten Teil seines 
Lebens dort verbracht und bringt selbst vor, sich gut zurechtzufinden. Die Beziehungen und 
Verbundenheit des Beschwerdeführers zu seinem Herkunftsland sind daher stark, und er verfügt 
über genügende Ressourcen, Möglichkeiten und ein stabiles Netz. Demgegenüber ergeben sich aus 
den Akten keine engen sozialen Kontakte in der Schweiz ausser zu seiner Ehefrau. Die Ehefrau 
wurde 1991 im Kosovo geboren und hat dort die ersten fünf Lebensjahre verbracht, bevor die Familie 
in die Schweiz zog. Damit ist sie offensichtlich mit der Sprache bestens vertraut und dürfte aufgrund 
der familiären Wurzeln auch sonst – zumindest auch über die Familie ihres Ehemannes – über 
Bezüge und Beziehungen zu diesem Land verfügen. Das Ehepaar hat keine Kinder. Die 
Beschwerdeführerin hat in der Schweiz vielseitige Tätigkeiten ausgeübt, namentlich im Bereich der 
Administration und der Gastronomie, und verfügt damit über gute Ressourcen, um sich 
gegebenenfalls auch im Kosovo mit ihrem Ehemann niederzulassen und sich dort sozial und 
wirtschaftlich zu integrieren. Ausserdem musste das Ehepaar bereits zum Zeitpunkt der 
Eheschliessung damit rechnen, dass sie ihr gemeinsames Leben aufgrund der Verurteilung nicht in 
der Schweiz führen könnten. Angesichts der Schwere der Straftaten musste den Beschwerdeführern 
bewusst sein, dass die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung gefährdet ist (vgl. Urteil BGer 
2C_147/2014 vom 26. September 2014 E. 5.3). Dem Ehepaar kann somit zugemutet werden, ihr 
gemeinsames Leben im Ausland zu führen oder die Ehe andernfalls mit Besuchsaufenthalten und 
modernen Kommunikationsmitteln aufrechtzuerhalten. Die privaten Interessen an einem 
gemeinsamen Leben in der Schweiz wiegen nicht schwerer als die öffentlichen Interessen an der 
Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung. Daran ändert auch das in Aussicht gestellte 
Arbeitsverhältnis für den Beschwerdeführer nichts, können doch allein daraus keine Ansprüche im 
Bewilligungsverfahren abgeleitet werden (Art. 6 Abs. 2 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über 
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). 

6.6. Zusammenfassend erweist sich damit die Nichtgewährung der Aufenthaltsbewilligung auch 
als verhältnismässig und sie steht den Ansprüchen aus Art. 96 AIG und Art. 8 EMRK nicht entgegen.

Kantonsgericht KG
Seite 10 von 10

7.

Im Ergebnis hat damit die Vorinstanz mit dem angefochtenen Entscheid, mit dem sie die Gewährung 
einer Aufenthaltsbewilligung an den Beschwerdeführer verweigerte, ihr Ermessen weder 
überschritten noch missbraucht und auch kein Recht verletzt.

Die Beschwerde ist folglich abzuweisen und der Entscheid der Vorinstanz zu bestätigen.

8. 

Die Gerichtskosten sind auf CHF 1'000.- festzusetzen und dem Verfahrensausgang entsprechend 
den Beschwerdeführern solidarisch aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen 
Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz 
[TarifVJ; SGF 150.12]). Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. 

Es ist keine Parteientschädigung geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG). 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.- werden den Beschwerdeführern solidarisch auferlegt und 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 25. September 2025/dgr/gch

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber-Praktikant