# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fed42fe3-8733-52a6-bafc-8d18fda759fa
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 06.10.2025 SU240048
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SU240048_2025-10-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: SU240048-O/U/ad

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Ohnjec 

und Oberrichter lic. iur. Castrovilli sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

Leuthard

Urteil vom 6. Oktober 2025

in Sachen

Statthalteramt Bezirk Winterthur, 
Untersuchungsbehörde und Berufungsklägerin

gegen

A._____, 
Beschuldigte und Berufungsbeklagte

verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw X._____

betreffend Übertretung des Volksschulgesetzes

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht 
Strafsachen, vom 30. Juli 2024 (GC240017)

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Strafbefehl:

Der Strafbefehl des Statthalteramtes Bezirk Winterthur vom 25. März 2024 ist die-

sem Urteil beigeheftet (Urk. 3/25).

Urteil der Vorinstanz:

1. Die Beschuldigte A._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom 

Vorwurf der Übertretung des Volksschulgesetzes im Sinne von § 76 VSG in 

Verbindung mit § 57 VSG sowie § 28 Abs. 2 VSV.

2. Die Entscheidgebühr fällt ausser Ansatz.

Die Kosten des Statthalteramtes Bezirk Winterthur im Gesamtbetrag von 

Fr. 1'100.– (Fr. 950.– Gebühren und Auslagen für das Vorverfahren sowie 

Fr. 150.– nachträgliche Gebühren) verbleiben beim Statthalteramt.

3. Der Beschuldigten wird eine Entschädigung von Fr. 4'280.– für die anwaltli-

che Verteidigung (inkl. Barauslagen und MwSt.) aus der Gerichtskasse zu-

gesprochen.

Berufungsanträge:

a) des Statthalteramtes Bezirk Winterthur:

(Urk. 22 S. 6 und Urk. 31)

1. Die Beschuldigte sei wegen der Übertretung des Volksschulgesetzes 

im Sinne von § 75 VSG i.V.m. § 57 VSG sowie § 28 Abs. 2 VSV schul-

dig zu sprechen.

2. Die Beschuldigte sei mit einer Busse von Fr. 2000.00 zu bestrafen.

3. Bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse sei eine Ersatzfreiheits-

strafe von 20 Tagen festzulegen.

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4. Die Gebühren des Statthalteramts von insgesamt Fr. 1100.00, 

Fr. 950.00 für den Strafbefehl und Fr. 150.00 für die nachträglichen Ge-

bühren, seien der Beschuldigten aufzuerlegen.

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien der Beschuldigten aufzuer-

legen. 

b) des Verteidigers der Beschuldigten:

(Urk. 36 S. 2)

1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit auf diese eingetreten werden 

kann.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der 

Staatskasse.

_________________________________

Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht Strafsachen, vom 

30. Juli 2024 wurde die Beschuldigte im Sinne des eingangs wiedergegebenen 

Urteilsdispositives vom Vorwurf der Übertretung des Volksschulgesetzes im Sinne 

von § 76 VSG in Verbindung mit § 57 VSG sowie § 28 Abs. 2 VSV freigesprochen 

(Urk. 20 S. 11). Das Urteil wurde der Beschuldigten mündlich eröffnet 

(Prot. I  S. 15) und dem Statthalteramt Bezirk Winterthur (nachfolgend Statthalter-

amt) unter dem Datum vom 31. Juli 2024 schriftlich in unbegründeter Ausfertigung 

zugestellt (Urk. 12). Dagegen meldete das Statthalteramt gleichentags fristgerecht 

Berufung an (Urk. 13) und erstattete in der Folge mit Eingabe vom 20. Dezember 

2024 (Datum Poststempel) unter Einhaltung der zwanzigtägigen Frist gemäss 

Art. 399 Abs. 3 StPO die schriftliche Berufungserklärung (vgl. Urk. 22, vgl. 

Urk. 16).

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2. Mit Präsidialverfügung vom 10. Januar 2025 wurde der Beschuldigten eine 

Kopie der Berufungserklärung zugestellt und Frist angesetzt, um Anschlussberu-

fung zu erheben oder um begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu bean-

tragen (Urk. 24). Die Verteidigung der Beschuldigten verzichtete mit Eingabe vom 

31. Januar 2025 auf Anschlussberufung, stellte jedoch den Antrag, es sei auf die 

Berufung des Statthalteramtes nicht einzutreten, da es an einem rechtsgenügen-

den Strafantrag der Schulpflege B._____ fehle (Urk. 26). Zudem reichte sie für ih-

ren diesbezüglichen Aufwand eine Honorarnote ein (Urk. 28). Mit Beschluss vom 

6. Februar 2025 wurden die Parteien informiert, dass über die Eintretensfrage zu-

sammen mit dem Endentscheid befunden werde, und dem Statthalteramt Frist an-

gesetzt, um die Berufungsanträge zu stellen und zu begründen oder auf die be-

reits vorliegende Berufungserklärung zu verweisen (Urk. 29). Das Statthalteramt 

verwies mit Eingabe vom 11. Februar 2025 vollumfänglich auf seine Berufungser-

klärung und hielt an den dort gestellten Anträgen fest (Urk. 31). Mit Präsidialverfü-

gung vom 14. Februar 2025 wurde die Berufungserklärung der Beschuldigten zur 

Erstattung der Berufungsantwort und der Vorinstanz zur freigestellten Vernehm-

lassung zugestellt (Urk. 32). Letztere erklärte den Verzicht auf Vernehmlassung 

(Urk. 34), während die Beschuldigte innert einmal erstreckter Frist ihre Berufungs-

antwort samt Honorarnote einreichte (Urk. 36 f., vgl. Urk. 35). Diese wurde dem 

Statthalteramt zur freigestellten Stellungnahme zugestellt (Urk. 38). Mit Eingabe 

vom 8. April 2025 (Datum Poststempel) replizierte das Statthalteramt (Urk. 40), 

worauf die Beschuldigte innert Frist ihre Duplik erstattete und die dazugehörige 

Honorarnote einreichte (Urk. 43 f.). Mit Eingabe vom 5. Mai 2025 (Datum Post-

stempel) erklärte das Statthalteramt den Verzicht auf Stellungnahme zur Duplik 

(Urk. 47). Damit erweist sich das Verfahren als spruchreif.

II. Prozessuales

1. Wie erwähnt stellte die Verteidigung mit Eingabe vom 31. Januar 2025 den 

Antrag, auf die Berufung des Statthalteramtes sei nicht einzutreten, da es an ei-

nem rechtsgenügenden Strafantrag der Schulpflege B._____ fehle. Bei § 76 Abs. 

1 VSG handle es sich sowohl nach dem Wortlaut der Bestimmung als auch in An-

wendung einer teleologischen Betrachtungsweise um ein Antragsdelikt. Der Straf-

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antrag müsse von der Schulpflege gestellt werden, bei welcher es sich um eine 

Kollegialbehörde handle. Ein Kollegialbeschluss der Schulpflege B._____ sei je-

doch nicht beigebracht worden (Urk. 26 S. 2 ff.).

2. Die Vorinstanz erwog mit Hinweis auf die Lehre und die Rechtsprechung 

des Obergerichts, ein Antragsdelikt liege nur dann vor, wenn es sich um ein ge-

ringfügiges Delikt handle und der Straftatbestand Individualrechtsgüter schütze. 

Durch § 76 Abs. 1 VSG werde aber die Erfüllung der Schulpflicht als Verwaltungs-

rechtsgut geschützt, weshalb die Bestimmung entgegen ihrem Wortlaut nicht als 

Antragsdelikt im Sinne von Art. 30 ff. StGB zu betrachten sei. Die Formulierung 

"auf Antrag der Schulpflege" weise lediglich darauf hin, welche Behörde der Straf-

verfolgungsbehörde eine mutmassliche Übertretung des Volksschulgesetzes zur 

Kenntnis bringen könne (Urk. 20 S. 3 f.).

3. Den vorinstanzlichen Erwägungen ist im Ergebnis beizupflichten. Ergänzend 

ist anzuführen, dass sich im Zürcher Volksschulgesetz (VSG, LS 412.100) keine 

Bestimmung findet, welche den Allgemeinen Teil des StGB für anwendbar erklärt, 

weshalb die Art. 30 ff. StGB vorliegend keine Geltung haben (vgl. BSK StGB-Hilf, 

4. Auflage 2019, Art. 335 N 6 m.w.H.). Den Materialien zum Zürcher Volksschul-

gesetz vom 7. Februar 2005 lässt sich zum Thema Strafantrag nichts entnehmen 

(vgl. ABl 2004, S. 927 ff. und ABl 2005, 412 ff.). Doch ist zu berücksichtigen, dass 

§ 49 des Zürcher Volksschulgesetzes von 1899 (OS 25 S. 394-411), welches 

durch das heute geltende Gesetz abgelöst wurde, nicht als Antragsdelikt formu-

liert war. Vielmehr wurde darin festgehalten, dass es in der Kompetenz der Schul-

pflege liegt, Eltern, welche ihre Pflichten gegen Kinder in Bezug auf die Schule 

vernachlässigen, nach fruchtloser Mahnung mit einer Busse zu belegen oder in 

schweren Fällen anzuzeigen. Die Tatsache, dass Änderungen gegenüber dem 

zuvor geltenden Volksschulgesetz in den Materialien zum Volksschulgesetz von 

2005 ausgiebig diskutiert wurden (a.a.O.), spricht – die Argumentation der Vor-

instanz unterstützend – dafür, dass in Bezug auf die Einleitung eines Strafverfah-

rens kein Systemwechsel beabsichtigt war. Es ist damit davon auszugehen, dass 

auch der neue § 76 Abs. 1 VSG lediglich regelt, dass es in der Kompetenz der 

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Schulpflege liegt, durch ihren Antrag bzw. ihre Anzeige ein Strafverfahren einzu-

leiten.

Mangels Strafantragserfordernis ist folglich auf die Berufung des Statthalter-

amtes einzutreten (Art. 403 StPO). 

4. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechtskraft 

des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Das Statthalter-

amt beantragt im Berufungsverfahren einen Schuldspruch anstelle des vorin-

stanzlichen Freispruchs (Urk. 22). Die Berufung richtet sich mithin gegen das ge-

samte vorinstanzliche Urteil, womit keine Dispositivziffer in Rechtskraft erwachsen 

ist.

5. Bilden – wie im vorliegenden Fall – ausschliesslich Übertretungen Gegen-

stand des erstinstanzlichen Hauptverfahrens, so kann mit der Berufung nur gel-

tend gemacht werden, das Urteil sei rechtsfehlerhaft oder die Feststellung des 

Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung 

(Art. 398 Abs. 4 StPO).

Betreffend den Sachverhalt hat das Berufungsgericht konkret nur zu prüfen, 

ob dieser durch die Vorinstanz offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich, festgestellt 

wurde. Relevant sind dabei klare Fehler bei der Sachverhaltsermittlung, wie na-

mentlich Versehen, Irrtümer oder offensichtliche Diskrepanzen zwischen der sich 

aus den Akten sowie der Hauptverhandlung ergebenden Beweislage auf der ei-

nen und der Urteilsbegründung auf der anderen Seite. Weiter kommen insbeson-

dere Fälle in Betracht, in denen die gerügte Sachverhaltsfeststellung auf einer 

Verletzung von Bundesrecht, in erster Linie von Verfahrensvorschriften der StPO 

selbst, beruht. Gesamthaft gesehen sind Konstellationen relevant, die als willkürli-

che Sachverhaltserstellung zu qualifizieren sind (vgl. Jositsch/Schmid, StPO Pra-

xiskommentar, 4. Auflage 2023, Art. 398 N 12 f.; BSK StGB-Bähler, 3. Auflage 

2023, Art. 398 N 6; Urteil des Bundesgerichtes 6B_696/2011 vom 6. März 2012, 

E. 2.1.). Willkür bei der Beweiswürdigung liegt vor, wenn der angefochtene Ent-

scheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in klarem 

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Widerspruch steht. Dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar 

erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt nicht (vgl. BGE 147 IV 73, E. 4.1.2.; 

146 IV 88, E. 1.3.1.).

Weiter wird das angefochtene Urteil auf Rechtsverletzungen bei der durch 

die Vorinstanz vorgenommenen rechtlichen Würdigung überprüft. Dabei liegt 

keine Einschränkung der Überprüfungsbefugnis vor; sämtliche Rechtsfragen sind 

mit freier Kognition zu prüfen, und zwar nicht nur materiellrechtliche, sondern 

auch prozessuale (Zürcher Kommentar StPO-Zimmerlin, 3. Auflage 2020, Art. 398 

N 23).

III. Sachverhalt

1. Das Statthalteramt wirft der Beschuldigten gemäss Strafbefehl 

Nr. ST.2023.1640 vom 25. März 2024 in objektiver Hinsicht zusammengefasst 

vor, sie habe ihre Elternpflicht zur Gewährleistung der Schulpflicht für ihre Töchter 

C._____ und D._____ missachtet, da letztere dem Schulunterricht vom 20. März 

2023 bis zum 9. Juni 2023 für insgesamt 10 Wochen unentschuldigt ferngeblieben 

seien. Zwar hätte sie im September bzw. November 2022 für die Töchter ein Dis-

pensationsgesuch gestellt, um mit der ganzen Familie für mehr als zwei Schulferi-

enwochen ins Ausland zu reisen und dabei den Schwager des Kindsvaters in der 

Dominikanischen Republik zu besuchen. Doch sei dieses Gesuch durch die Pri-

marschulpflege der Gemeinde B._____ abgelehnt worden und hätten die Eltern 

ihre Töchter hernach per 20. März 2023 vollständig von der Schule abgemeldet. 

Dabei seien sie von der Schulpflege über die Voraussetzungen einer Abmeldung 

orientiert worden. Insbesondere sei klargestellt worden, dass eine Abmeldung erst 

ab einer Abwesenheit von mehr als 12 Schulwochen zur Anwendung kommen 

könne, die Abwesenheit der Kinder mithin mindestens bis zum 25. Juni 2023 dau-

ern müsse. Mit Schreiben vom 4. Juni 2023 habe die Beschuldigte die beiden 

Töchter jedoch bei der zuständigen Schulleitung per 12. Juni 2023 wieder zur 

Schule angemeldet, mit der Begründung, dass sie aus familiären Gründen vorzei-

tig aus dem Ausland zurückkehren würden. 

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In subjektiver Hinsicht macht das Statthalteramt der Beschuldigten den Vor-

wurf, dass die vorzeitige Rückreise nicht unvorhersehbar gewesen, sondern von 

Anfang an niemals ein Auslandaufenthalt von mehr als 12 Schulwochen geplant 

gewesen sei. Die Beschuldigte habe sich im Zusammenwirken mit dem Kindsva-

ter dazu entschieden, auf dem Weg der Abmeldung für mehr als 12 Schulwochen 

den Ablehnungsbeschluss der Schulpflege zu umgehen (Urk. 3/25). 

2. Die Beschuldigte liess diesen Vorwurf durch ihre Verteidigung bestreiten 

(Urk. 3/18). Sie selbst machte im Vorverfahren und vor Vorinstanz weitgehend 

von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch (Urk. 3/22 S. 1 ff. und Prot. I 

S. 9 ff.), gab bei ihrer Einvernahme beim Statthalteramt allerdings an, sie wolle 

den Grund für die verfrühte Rückkehr nennen. Sie habe einen unvorhersehbaren 

gesundheitlichen Vorfall erlitten, welche die beiden Kinder alleine hätten ausste-

hen und organisieren müssen. Sie seien dadurch verängstigt gewesen. Zudem 

hätte ihre jüngere Tochter immer stärkeres Heimweh bekommen. So habe sie 

sich nach Rücksprache mit dem Kindsvater dazu entschlossen, die Reise zum 

Wohle ihrer beiden Kinder früher abzubrechen. Auf Nachfrage gab die Beschul-

digte konkretisierend an, sie habe einen Kreislaufzusammenbruch mit Bewusstlo-

sigkeit erlitten (Urk. 3/22 S. 6). Auch anlässlich ihres Schlusswortes vor Vorin-

stanz gab die Beschuldigte an, dass sie einen Kreislaufzusammenbruch erlitten 

habe (Prot. I S. 14). Die Verteidigung argumentiert, dass die Kindseltern nach Ab-

lehnung des Dispensationsgesuches eine grundlegende Planänderung vorge-

nommen hätten. Hätten sie bei ihrem ersten Dispensationsgesuch noch vorge-

habt, für fünf Wochen in die Dominikanische Republik zu reisen, hätten sie sich 

nach dem abschlägigen Bescheid der Schulpflege dazu entschlossen, einen 

14-wöchigen Auslandaufenthalt durchzuführen. Die verfrühte Rückkehr nach 

12 Wochen sei aufgrund unvorhergesehener höchstpersönlicher Umstände er-

folgt. Von einer Umgehungsabsicht könne keine Rede sein (Urk. 3/18 S. 4 ff., 

Urk. 36 S. 3 ff., Urk. 43).

3. Die Vorinstanz erachtete den vom Statthalteramt dargelegten und von der 

Beschuldigten unbestrittenen objektiven Sachverhalt als erstellt (Urk. 20 S. 5). In 

subjektiver Hinsicht würdigte sie die gesamten Tatumstände und kam gestützt 

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darauf und gestützt auf die allgemeine Lebenserfahrung zum Schluss, dass von 

einer natürlichen Vermutung der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschuldigten 

ausgegangen werden müsse, welche nicht durch einen Beweis des Statthalteram-

tes widerlegt worden sei. Sie berücksichtigte dabei insbesondere den dokumen-

tierten chronologischen Ablauf des Geschehens vom ersten Ersuchen um Dispen-

sation bis zur Ab- und wieder Anmeldung der Kinder in die Schule. So habe die 

Beschuldigte die Schulleitung zunächst um Dispensation der Kinder vom Schulun-

terricht für lediglich drei Schulwochen (vor den zwei Frühlingsferienwochen) er-

sucht. Nachdem das Dispensationsgesuch für C._____ abgelehnt, jenes für 

D._____ jedoch bewilligt worden sei, habe die Beschuldigte das für D._____ ge-

stellte Gesuch mit der Begründung zurückgezogen, die Familienreise nicht wie ur-

sprünglich geplant durchführen zu können. In der Folge hätten die Eltern ihre Kin-

der aufgrund eines längeren Auslandsaufenthalts per 20. März 2023 von der 

Schule abgemeldet (Urk. 20 S. 7 ff., mit Verweis auf Urk. 3/1/2 und Urk. 3/1/6 f.). 

Die Vorinstanz erachtete diese Planänderung angesichts der Tatsache, dass die 

Beschuldigte und der Kindsvater für die Realisierung der Familienreise für beide 

Töchter eine von der Schule genehmigte Absenz benötigten, nachvollziehbar und 

verneinte eine Umgehungsabsicht der Eltern. Zudem wertete die Vorinstanz den 

Umstand, dass die Eltern die Kinder nach ihrer verfrühten Rückkehr wieder in der 

Schule angemeldet haben, als Indiz, dass es den Eltern nicht darum gegangen 

sei, die Kinder dem Schulunterricht zu entziehen (Urk. 20 S. 8). Schliesslich er-

wog die Vorinstanz, dass die Ausführungen der Beschuldigten über den Grund 

der verfrühten Rückkehr sich mit denjenigen des Kindsvaters decken würden, und 

ging gestützt auf die genannten Indizien davon aus, dass die Beschuldigte zum 

Zeitpunkt der Abmeldung nicht die Absicht hatte, die Absenz ihrer schulpflichtigen 

Kinder unter 12 Schulwochen zu halten, mithin die Pflicht zur Einholung einer Dis-

pensation nicht umgehen wollte. Vielmehr sei die vorzeitige Rückkehr eine spon-

tane und unvorhersehbare Handlung gewesen, welche den obengenannten Um-

ständen geschuldet gewesen sei. Damit kam sie in Würdigung sämtlicher Um-

stände zum Schluss, dass die Beschuldigte nicht vorsätzlich gehandelt habe, und 

sprach sie folgerichtig vom Vorwurf der Missachtung von Elternpflichten im Sinne 

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von § 76 Abs. 1 VSG in Verbindung mit § 57 VSG sowie § 28 Abs. 2 VSV frei 

(a.a.O. S. 9 ff.). 

4. Im Rahmen der Berufungserklärung wandte das Statthalteramt ein, die Vor-

instanz habe die Aussage der Beschuldigten willkürlich ohne jegliche Überprü-

fungsmöglichkeiten als glaubhaft eingestuft. Zudem habe sie die Behauptung der 

Beschuldigten zur natürlichen Vermutung erhoben, indem sie von der "natürlichen 

Vermutung der Glaubhaftigkeit dieser Aussage" gesprochen habe, womit sie 

abermals in Willkür verfallen sei. Der Begriff der "natürlichen Vermutung" stelle im 

Rahmen der freien Beweiswürdigung eine Beweiserleichterung dar, indem eine 

bereits vorhandene, aber nicht mit letzter Schlüssigkeit mögliche Beweisführung 

unterstützt werde. Dabei könnten lediglich Schlussfolgerungen aus tatsächlich 

vorliegenden Sachbeweisen eine natürliche Vermutung begründen. Beispiels-

weise begründe ein von der Post erstellter Eintrag im Tack & Trace Auszug die 

natürliche Vermutung, dass die Abholungseinladung am registrierten Datum tat-

sächlich im Briefkasten hinterlegt worden sei (Urteil des Bundesgerichtes 

2C_1059/2018 vom 18. Januar 2019 E. 2.2.2). Gleichermassen begründe der 

Poststempel auf einer Eingabe die natürliche Vermutung, dass das Datum des 

Poststempels mit demjenigen der Übergabe an die Schweizerische Post überein-

stimme (BGE 142 V 389 E. 2.2). Demgegenüber könne eine Aussage, ohne jegli-

che Möglichkeit zur Plausibilisierung, von Beginn weg keine natürliche Vermutung 

begründen, da die Aussage selbst auf deren Glaubhaftigkeit hin zu überprüfen 

sei. Ungeachtet dessen sei es zur Widerlegung einer natürlichen Vermutung im 

Allgemeinen ausreichend, diese lediglich in Zweifel zu ziehen (Urteil des Bundes-

gerichtes 5A_36/2023 vom 5. Juli 2023 E. 3.3.3), bzw. sei kein Nachweis des Ge-

genteils erforderlich, wie die Vorinstanz dies wiedergebe (Urk. 22 S. 3 f.).

Die Beschuldigte sei im Verlaufe der Untersuchung zur Sache befragt wor-

den, habe jedoch weitestgehend auf eine Aussage verzichtet. Sie habe gegen-

über dem Statthalteramt und vor dem Bezirksgericht einzig angegeben, die Reise 

aufgrund eines Nervenzusammenbruchs und wegen Heimweh der jüngeren Toch-

ter früher beendet zu haben. Im Übrigen habe sie trotz expliziten Nachfragen dar-

auf verzichtet, nähere Angaben zu den weiteren Umständen zu machen. Ohne 

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nähere Angaben wie zum Beispiel mit welcher Fluggesellschaft geflogen worden 

sei oder durch wen und wie die Flugtickets gekauft worden seien, sei es schlicht-

weg nicht möglich, die Aussage der Beschuldigten anhand objektiver Sachbe-

weise zu plausibilisieren (Urk. 22 S. 2).

Die Vorinstanz habe die bereits gegenüber der Schule vorgebrachten "famili-

ären bzw. unvorhergesehenen Gründe" als verwertbare Indizien erachtet, welche 

für die Glaubhaftigkeit der Aussage sprechen würden. Hierbei habe die Vorin-

stanz verkannt, dass ein konstantes Aussageverhalten allein noch nicht als 

Glaubhaftigkeit für die Aussage selbst herhalten könne. Ansonsten müsse dies 

gleichermassen für jede andere beharrlich vorgetragene Pauschalbehauptung 

gelten, selbst wenn diese noch so theoretischen Inhalts wäre (Urk. 22 S. 3).

Insgesamt habe die Vorinstanz in Verletzung der Beweiswürdigungsregeln 

von Art. 10 Abs. 2 StPO die vorliegenden Beweise willkürlich gewürdigt, indem sie 

eine entlastende Behauptung der Beschuldigten, welche ohne ausreichenden De-

tailgehalt keiner Glaubhaftigkeitsüberprüfung zugänglich sei, ohne ersichtlichen 

Grund zur natürlichen Vermutung erklärt habe, anstatt diese im Gesamtbild mit 

den übrigen Beweisen zu würdigen (Urk. 22 S. 5). 

5. Mit diesen Ausführungen vermag das Statthalteramt nicht aufzuzeigen, 

dass die vorinstanzliche Beweiswürdigung mit der tatsächlichen Situation in offen-

sichtlichem Widerspruch stünde. Vielmehr geht selbst das Statthalteramt vom sel-

ben objektiven Sachverhalt wie die Vorinstanz aus, moniert aber das Vorgehen 

der Vorinstanz bei der Beweiswürdigung in Hinblick auf den subjektiven Sachver-

halt. Es stellt sich auf den Standpunkt, dass belastende Beweiselemente vorgele-

gen hätten, welche nach einer Erklärung der Beschuldigten gerufen hätten. So 

steche der vorzeitige Abbruch der Auslandreise vor dem Hintergrund der abge-

lehnten Dispensationsgesuche und dem grossen persönlichen Interesse der El-

tern, eine bewilligungspflichtige Familienreise durchführen zu können, ins Auge. 

Zwar habe die Beschuldigte diesbezüglich eine Erklärung geliefert, doch habe sie 

unter Ausübung ihrer gesetzlichen Möglichkeit zur Mitwirkungsverweigerung die 

Überprüfung ihrer Behauptung verhindert. Ein derartiges Verhalten sei rechts-

missbräuchlich. Die Behauptung, wonach die Rückreise wegen einem Kreislauf-

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zusammenbruch sowie Heimweh der jüngeren Tochter verfrüht und unvorherseh-

bar gewesen sei, finde in den übrigen Beweisen keine vernünftige Stütze. Sie sei 

daher als unglaubhaft zu werten (Urk. 22 S. 4 f. und Urk. 40). 

6. Entgegen den Ausführungen des Statthalteramtes ist die Vorinstanz bei 

der Beweiswürdigung sorgfältig und rechtskonform vorgegangen. Die Umstände, 

welche zur Abmeldung der Kinder von der Schule führten, sind in den Akten be-

legt und wurden von der Vorinstanz umfassend gewürdigt. Dabei kam die Vor-

instanz zum Schluss, dass der Beschuldigten aufgrund der grossen zeitlichen Dif-

ferenz zwischen dem ursprünglichen Ersuchen um drei schulfreie Wochen und 

der Abmeldung für zwölf Schulwochen zum Zeitpunkt der Abmeldung der Kinder 

keine Umgehungsabsicht nachgewiesen werden könne. Vielmehr sei von einer 

Planänderung der Eltern auszugehen. Vor dem Hintergrund, dass die Ausland-

reise – wenn auch verfrüht – erst nach 10 Schulwochen endete, ist diese Schluss-

folgerung nicht willkürlich, sondern ohne Weiteres vertretbar.

Wenn die Vorinstanz sodann die Aussagen der Beschuldigten, welche die 

verfrühte Rückkehr mit einem Kreislaufzusammenbruch mit Bewusstlosigkeit und 

mit dem Heimweh der jüngeren Tochter begründet hat (vgl. Urk. 3/22 S. 6), vor 

diesem Hintergrund als glaubhaft erachtet, ist das ebenfalls nicht zu beanstanden. 

Die Vorinstanz würdigte hierbei, dass die Beschuldigte bereits bei der Wiederan-

meldung ihrer Kinder an der Schule von familiären bzw. unvorhergesehenen 

Gründen gesprochen habe, die zur vorzeitigen Rückkehr geführt hätten, und dass 

sich die Aussagen der Beschuldigten mit denjenigen des Kindsvaters decken. 

Dieser gab in der Einvernahme des Statthalteramtes ebenfalls an, dass die Reise 

über einen Zeitraum von 14 Wochen geplant gewesen sei. Seine Lebenspartnerin 

habe während der Reise aber einen gesundheitlichen Vorfall erlitten. Zudem habe 

die jüngere Tochter an immer stärkerem Heimweg gelitten. Aufgrund der Kinder 

und der weiteren Umstände hätten sie sich zum Wohle aller dazu entschieden, 

dass seine Lebenspartnerin und die Kinder frühzeitig in die Schweiz zurückkehren 

würden (Urk. 3/22 S. 6 in SU240047). Wenn die Vorinstanz des Weiteren anführt, 

dass es nachvollziehbar sei, dass ein knapp 10-jähriges Kind nach einem fast 

dreimonatigem Auslandaufenthalt in einem fernen Land mit fremdem Kulturkreis 

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Heimweh verspüre und auch die Aussage, einen Kreislaufzusammenbruch erlitten 

zu haben, nicht von vornherein als Schutzbehauptung erscheine, haftet diesen Er-

wägungen ebenfalls nichts Willkürliches an. Zwar ist dem Statthalteramt zuzustim-

men, dass es – wie das Bundesgericht unter Berücksichtigung der Rechtspre-

chung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Sachen John Mur-

ray gegen Vereinigtes Königreich (Urteil vom 8. Februar 1996, Nr. 18731/91) fest-

gestellt hat – nicht ausgeschlossen ist, das Aussageverhalten der beschuldigten 

Person in die freie Beweiswürdigung miteinzubeziehen, so insbesondere, wenn 

sie sich weigert, zu ihrer Entlastung erforderliche Angaben zu machen, bzw. es 

unterlässt, entlastende Behauptungen näher zu substantiieren, obschon eine Er-

klärung angesichts der belastenden Beweiselemente vernünftigerweise erwartet 

werden darf (Urteile des Bundesgerichtes 6B_1202/2021 vom 11. Februar 2022 

E. 1.8.2; 6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.4.4 [nicht publ. in BGE 147 IV 

176]; 6B_289/2020 vom 1. Dezember 2020 E. 7.8.1; je mit weiteren Hinweisen). 

Aufgrund der von der Vorinstanz willkürfrei angenommenen Planänderung bzw. 

der willkürfrei festgestellten fehlenden Umgehungsabsicht der Eltern war die Be-

weislage im vorliegenden Fall jedoch nicht derart erdrückend, als dass die Be-

schuldigte gehalten gewesen wäre, ihre entlastenden Behauptungen näher zu 

substantiieren. Dies zumal es in Hinblick auf die Unschuldsvermutung nicht statt-

haft wäre, der Beschuldigten aufgrund ihres Aussageverhaltens die Beweislast für 

das Heimweh ihrer Tochter oder ihren Kreislaufzusammenbruch aufzuerlegen. 

Vielmehr gilt in derartigen Situationen nach wie vor der Grundsatz, dass es Sache 

der Strafverfolgungsbehörden ist, der beschuldigten Partei ihre Täterschaft nach-

zuweisen (Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK und Art. 10 StPO). Da seitens 

des Statthalteramtes keine Beweise für eine Umgehungsabsicht der Beschuldig-

ten beigebracht werden konnten, ist das Beweisergebnis der Vorinstanz nicht zu 

beanstanden. Ob die Vorinstanz von "einer natürlichen Vermutung der Glaubhaf-

tigkeit" der Aussagen der Beschuldigten ausgehen durfte, kann unter diesen Um-

ständen offen gelassen werden. Der Entscheid der Vorinstanz ist nicht willkürlich. 

Zusammenfassend liegt weder eine offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhalts noch eine Rechtsverletzung durch die Vorinstanz vor. Der Anklage-

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sachverhalt lässt sich in subjektiver Hinsicht nicht erstellen. Die Beschuldigte ist 

demgemäss auch zweitinstanzlich vollumfänglich freizusprechen.

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Das vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziffer 2 und 3) ist 

ausgangsgemäss zu bestätigen.

2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Das Statthalteramt un-

terliegt mit seinem Antrag auf Schuldspruch vollumfänglich. Unterliegt das Statthal-

teramt, trägt der verfahrensführende Kanton die Kosten (vgl. Jositsch/Schmid, 

StPO Praxiskommentar, a.a.O., Art. 428 N 3). Die Gerichtsgebühr fällt deshalb aus-

ser Ansatz. 

3. Für das Berufungsverfahren ist der Beschuldigten ausgangsgemäss eine 

Prozessentschädigung zuzusprechen. Die erbetene Verteidigung macht für ihre 

Aufwendungen und Barauslagen im Berufungsverfahren der Beschuldigten und 

des mitbeschuldigten Kindsvaters (Parallelverfahren SU240047) insgesamt 

Fr. 3'209.75 (inkl. 8,1 % MWST) geltend (Urk. 28, Urk. 37 und Urk. 44), wobei sie 

festhielt, dass die Hälfte des Aufwands auf die Beschuldigten entfalle (Urk. 36 

S. 6 und Urk. 43 S. 2). Die Aufwendungen sind ausgewiesen und erscheinen 

angemessen. Folglich ist der Verteidigung im vorliegenden Verfahren gestützt auf 

Art. 429 Abs. 3 StPO antragsgemäss eine Prozessentschädigung von 

Fr. 1'604.90 [50% von Fr. 3'209.75] (inkl. 8,1 % MWST) aus der Gerichtskasse 

zuzusprechen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschuldigte A._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen.

2. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 2 und 3) wird 

bestätigt.

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.

4. Rechtsanwalt MLaw X._____ wird für seine Aufwendungen für die Verteidi-

gung der Beschuldigten im Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung 

von Fr. 1'604.90 (inkl. 8,1 % MWST) aus der Gerichtskasse zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an

 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
 das Statthalteramt Bezirk Winterthur
 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmit-

tel an

 die Vorinstanz.

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

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Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 6. Oktober 2025

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. Wenker

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. Leuthard