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**Case Identifier:** f8ee5082-ff7f-51c5-9e78-4e3af0675769
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.02.2021 720 20 235/34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-235-34_2021-02-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Februar 2021 (720 20 235 / 34)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Würdigung des medizinischen Sachverhalts  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Andreas Brunner, 
Advokat, Hauptstrasse 12, Postfach 811, 4153 Reinach BL 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A.a Der 1971 geborene A.____ war bei der B.____ AG als Controller tätig, als er am 
13. April 2014 als Lenker eines Motorrades unverschuldet einen Auffahrunfall erlitt. Die Schwei-
zerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen, 
welche sie mit Verfügung vom 12. Mai 2015 bzw. mit Einspracheentscheid vom 8. Juni 2016 
per 31. Mai 2015 einstellte. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Entscheid vom 4. Mai 
2017 (Verfahren-Nr. 725 16 226 / 111) ab. 

 
 
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A.b Bereits am 8. Dezember 2014 (Eingang) meldete sich A.____ unter Hinweis auf den 
besagten Unfall sowie eine posttraumatische Anpassungsstörung bei der Eidgenössischen In-
validenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und ge-
sundheitlichen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 
20. Mai 2020 einen Rentenanspruch von A.____ aufgrund Nichterfüllens des Wartejahres ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Dr. Andreas Brunner, 
Advokat, mit Eingabe vom 15. Juni 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte 
er, die Verfügung vom 20. Mai 2020 sei aufzuheben und ihm ab 1. Juni 2015 mindestens eine 
halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei ihm mindestens eine halbe Invalidenrente 
ab 1. Juni 2015 bis 31. August 2019 zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung 
brachte er im Wesentlichen vor, dass das bidisziplinäre Gutachten vom 7. November 2018, auf 
welches sich die Verfügung der IV-Stelle stütze, in verschiedener Hinsicht nicht über den erfor-
derlichen Beweiswert verfüge. Anhand der Berichte seiner behandelnden Ärzte sei vielmehr 
erstellt, dass er mindestens zu 50% arbeitsunfähig sei.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 31. Juli 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten sowohl der Beschwerdeführer mit 
Replik vom 19. Oktober 2020 als auch die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom 13. November 
2020 an ihren Anträgen und Standpunkten fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Okto-
ber 2000) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind 
(lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 

 
 
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3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von 
der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrund-
lage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei 
die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit 
Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Die Prüfung der Standardindikatoren bleibt indessen ent-
behrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in 
nachvollziehbarer Weise verneint wird, und allfällig gegenteiligen Einschätzungen mangels 
fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden 
kann (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3, 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a S. 352; vgl. auch Urteile 
vom 12. März 2018, 9C_14/2018, und vom 16. Januar 2018, 9C_580/2017, E. 3.1). 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

 
 
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pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stehen zahlreiche medizinische 
Akten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. Im Zentrum der medizini-
schen Beurteilung stehen indessen insbesondere die nachfolgenden medizinischen Unterlagen: 
 
5.2 Nach Eingang der Anmeldung vom 8. Dezember 2014 zog die IV-Stelle als erstes die 
das Unfallereignis des Versicherten vom 13. April 2014 betreffenden Suva-Akten bei. Daraus 
lässt sich entnehmen, dass sich der Versicherte am 13. April 2014 Frakturen der Lendenwirbel-
körper (LWK) 1, 3 und 4 sowie eine wenig dislozierte Fraktur der 11. Rippe zugezogen hatte. Im 
Austrittsbericht des Spitals C.____ (stationärer Aufenthalt vom 14. - 27. April 2014) wurde zu-
sätzlich eine posttraumatische Anpassungsstörung diagnostiziert (IV-act. 9.17). Ein aufgrund 
von anhaltenden Knieschmerzen veranlasstes MRT vom 27. Mai 2014 ergab eine Partialruptur 
mit starker Zerrung des hinteren Kreuzbandes (HKB), aber keinen Nachweis einer Fraktur und 
keine Meniskusläsion (IV-act. 9.24). Anlässlich von Verlaufsuntersuchungen vom 11. Juni 2014 
(IV-act. 9.28) und 20. Juni 2014 (IV-act. 9.32) wurde wiederholt eine Konsolidation der Fraktu-
ren an der LWS erhoben. Im Rahmen der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 2. März 
2015 gelangte der Kreisarzt zur Auffassung, dass von weiteren Behandlungen keine namhafte 
Verbesserung des unfallbedingten Gesundheitszustands erwartet werden könne. Sämtliche 
Abklärungen betreffend die Beschwerden im Bereich der rechten Flanke/rechts paravertebral 
hätten kein bildgebend nachweisbares Korrelat erbracht. Die Arbeitsfähigkeit könne sukzessive 
innerhalb von zwei Monaten auf 100% gesteigert werden (IV-act. 17.116). Ein am 9. Juli 2015 

 
 
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veranlasstes 3-Phasenskelettszintigraphie Ganzkörper SPECT ergab eine knöchern nicht kon-
solidierte Fraktur des Querfortsatzes LWK 4 rechts. Vor diesem medizinischen Hintergrund 
stellte die Suva die gesetzlichen Leistungen schliesslich mit rechtskräftigem Einspracheent-
scheid vom 8. Juni 2016 ein.  
 
5.3 Die IV-Stelle veranlasste zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts ein bidiszipli-
näres Gutachten, welches am 7. November 2018 erstattet wurde. Im rheumatologischen Fach-
gutachten konnte Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie, keine Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ausmachen. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er ein 
chronisches Thoracovertebralsyndrom mit/bei einer Pseudoarthrose des Querfortsatzes L4 
rechts sowie persistierenden Kniebeschwerden links. Anhand des Röntgendossiers sei das 
Folgende von Relevanz: Anlässlich des am 13. April 2014 veranlassten Reha-CT würden Frak-
turen der Processi transversi L1,2,3 und 4 rechts genannt. Es entstehe aufgrund dieser Bilder 
der Eindruck, dass der L2 frakturiert sei. Auf späteren Bildern werde dieser Befund nicht mehr 
erwähnt und man könne eine entsprechende Fraktur klar ausschliessen. Es würde sich hierbei 
um eine optische Täuschung bei einem relativ grobkörnigen CT handeln. Im 3-Phasenskelett-
szintigraphie mit CT vom 9. Juli 2015 finde sich eine nicht konsolidierte Fraktur des Querfortsat-
zes L4. Die übrigen Querfortsätze L1 und L3 seien klar durchgebaut. Betrachte man sich die 
Phase 3 der Szintigraphie, d.h. ein biologischer Vorgang, so finde sich kein Uptake (Anreiche-
rung von [chemischen] Stoffen im Körpergewebe) in dieser Phase 3, nicht im Bereich des Quer-
fortsatzes L4, wie dies bei einer relevanten mechanisch gewissermassen scheuernden Pseu-
doarthrose zu erwarten wäre. Dieser fehlende Uptake im Szintigramm beweise, dass hier kein 
vermehrter Knochenumsatz vorliege. Mit anderen Worten liege hier keine mechanische Instabi-
lität und keine Situation vor, in der zwei Knochen aneinander scheuern würden. Der Querfort-
satz sei zwar abgebrochen, er sei aber in der Muskulatur eingebettet und nicht im Sinne einer 
mechanischen instabilen Situation zu werten. Es seien zusätzlich aktuelle Röntgenbilder der 
LWS angefertigt worden, nachdem die letzten Bilder bereits drei Jahre zurückliegen würden. 
Auf diesen Bildern würde sich keine Veränderung zu früheren Bildern ergeben. Der nicht zu-
sammengewachsene Querfortsatz-Anteil lateral des Processus transversus L4 rechts sei nach 
wie vor zu sehen. Im Bereich der LWS finde sich keine vermehrte Abnutzung gegenüber früher. 
Die Röntgenbilder des Knies vom 29. Oktober und 21. November 2015 würden altersentspre-
chend geringe degenerative Veränderungen, ansonsten aber normale intakte Strukturen zei-
gen. Die früher nachgewiesene Partialruptur des HKB finde sich hier nicht mehr. Insgesamt 
würden sich klinisch weitgehend normale Befunde zeigen, abgesehen von einer leichten Druck-
dolenz in der rechten Flanke und einem gewissen Bewegungsschmerz. Klinisch bestehe zwar 
ein Grundschmerz, die einschiessenden Schmerzen könnten aber nicht mechanisch ausgelöst 
werden. Im Kniebereich finde sich eine vermehrte Translation des Kniegelenks, aber sonst un-
auffällige Befunde. In der bisherigen Tätigkeit im Büro bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Diese 
Tätigkeit stelle eine ideale Arbeitstätigkeit dar.  
 
Im psychiatrischen Fachgutachten stellte Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfä-
higkeit bestünden ein Status nach Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 
F43.21) sowie eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54). Das Ausmass der geklagten 

 
 
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Beschwerden und die Überzeugung, halbtags arbeiten zu können, lasse sich durch die somati-
schen Befunde nicht hinreichend objektivieren, so dass eine psychische Überlagerung ange-
nommen werden müsse. Der Explorand leide nicht unter vorhergehenden psychosozialen Be-
lastungen. Er sei im Alltag auch nicht durch schwere, quälende Schmerzen beeinträchtigt. Der 
Explorand arbeite halbtags, führe den Haushalt selbstständig und pflege soziale Kontakte. Die 
Diagnose einer Schmerzstörung könne nicht gestellt werden, es handle sich um eine Schmerz-
verarbeitungsstörung. Die Hintergründe seien weitgehend unklar. Die mit dem Unfall verbunde-
nen Einschränkungen, wie kaum mehr sportliche Aktivitäten ausüben zu können, sowie die fi-
nanziellen Einbussen hätten vorübergehend zu leichten depressiven Verstimmungen geführt. 
Die depressiven Verstimmungen, welche zur Aufnahme einer psychologischen Behandlung 
geführt hätten, seien vollständig remittiert. Es könne ein Status nach Anpassungsstörung, län-
gerer depressiver Reaktion, diagnostiziert werden. Es fänden sich keine Hinweise, wonach der 
Explorand jeweils während längerer Zeit an mittelgradigen oder schweren depressiven Ver-
stimmungen gelitten hätte. Entsprechend habe die Anpassungsstörung auch rückwirkend kei-
nen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Anlässlich des Motorradunfalls habe sich der Explorand 
keine schweren Verletzungen zugezogen. Er habe keine Kopfverletzungen erlitten und sei nach 
14 Tagen aus dem Spital entlassen worden. Er sei demnach nicht Opfer eines schweren, le-
bensbedrohlichen Unfalls geworden, weshalb die Voraussetzungen für die Diagnose einer post-
traumatischen Belastungsstörung nicht gegeben seien. Der Explorand habe auch nie unter 
Angstträumen oder Flashbacks an den Unfall gelitten, er habe sich nur gelegentlich an den Un-
fall erinnert. Ausser einer Schmerzverarbeitungsstörung sei keine weitere psychiatrische Diag-
nose zu stellen. In der bisherigen Tätigkeit könne der Explorand 8.5 Stunden pro Tag anwesend 
sein, es bestehe keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Es würden sich keine Hinweise 
finden, dass die Arbeitsfähigkeit jemals eingeschränkt gewesen sei.  
 
5.4 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens reichte der Versicherte weitere medizinische 
Unterlagen ein. Im Bericht vom 16. Mai 2019 stellte Dr. med. F.____, Facharzt für Anästhesio-
logie (D), einen Verdacht auf eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10 F45.41). Aufgrund der Dauer des Leidens sei von einem chronifizierten 
Schmerzgeschehen auszugehen. Im Vordergrund stehe die einschiessende Thorakolumbalgie 
rechts mit nicht sicher ausschliessbarem, neuropathischem Schmerzanteil bei Zustand nach 
lumbalem Beschleunigungstrauma. Zusätzlich zeige sich eine iliosakrale Dysfunktion rechts, bei 
auffällig ausgedehnter Druckdolenz über dem Processus transversus L4. Zur Beurteilung der 
erfolgten Ausheilung der beschriebenen initialen Frakturen und zur aktuellen Standortbestim-
mung werde die Durchführung einer CT-Diagnostik vereinbart. Bei bestehender iliosakraler 
Dysfunktion werde im Sinne einer Testbehandlung eine Manipulation iliosakral rechts durchge-
führt.  
 
5.5 Nachdem infolge von Steroidinfiltrationen der Pseudoarthrose vorübergehend eine 
Besserung der Schmerzsituation mit auch Reduktion der Medikation hatte erhoben werden 
können (vgl. Berichte der Klinik G.____ vom 6. August bzw. 15. September 2019, IV-act. 107 
und 109), stellte Dr. F.____ im anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens beigebrach-
ten Bericht vom 6. Mai 2020 eine Beschwerdezunahme in den letzten Wochen fest. Eine am 
23. April 2020 erfolgte Infiltration der Bruchspalte Processus transversus Höhe L4 habe die 

 
 
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Symptomatik ebenfalls nicht wesentlich verbessern können. Bei einer weiteren Kontrolle vom 
4. Mai 2020 habe sich der Versicherte weiterhin in schmerzgeplagtem Allgemeinzustand ge-
zeigt, trotz 4 Tabletten Tramadol plus Paracetamol pro Tag. Erneut komme es zu einem plötz-
lich einschiessenden Schmerz mit flächenhafter Ausdehnung über die gesamte rechte gluteale 
und lumbale Region.  
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 20. Mai 2020 bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit in erster Linie auf das vor-
stehend zitierte bidisziplinäre Gutachten der Dres. D.____ und E.____. Gestützt auf die gut-
achterlichen Ergebnisse ging sie davon aus, dass dem Versicherten ab Mai 2015 die bisherige 
Tätigkeit als Controller, wie auch jegliche andere leichte Tätigkeit, welche seinen Neigungen 
und Fähigkeiten entspreche, wieder vollumfänglich zumutbar sei (vgl. zum Verlauf der Arbeits-
unfähigkeit die Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] beider Basel vom 
25. Oktober 2019, IV-act. 111, S. 2). Nachdem das gesetzliche Wartejahr nicht erfüllt sei, be-
stehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Solche Indizien liegen keine vor. Das bidisziplinäre Gutachten ist insge-
samt umfassend und die dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die vorgenomme-
nen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachter haben den Ver-
sicherten persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und gehen einlässlich 
auf seine Angaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten 
liegenden medizinischen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschätzungen 
in überzeugender Weise.  
 
6.3 Was der Beschwerdeführer vorbringt ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Beweis-
kraft des Gutachtens der Dres. D.____ und E.____ infrage zu stellen.  
 
6.4.1 Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst, dass sich die vorliegenden Abklärungen 
auf rheumatologische und psychiatrische Aspekte beschränken würden. Bei komplexen ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen, wie sie vorliegend zur Beurteilung stehen würden, müsse 
die Einschätzung der Leistungsfähigkeit auf umfassender, die Teilergebnisse verschiedener 
medizinischer Disziplinen integrierender Grundlage erfolgen. So würden die einschiessenden 
Schmerzen in der Flanke, die nach heutigem Kenntnisstand wohl durch die Pseudoarthrose 
ausgelöst werden und allenfalls auch eine neurologische (neuropathische) Ursache haben, nur 
bedingt in den Fachbereich der Rheumatologie fallen. 
 
Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Zunächst ist mit den Auskünften von 
Dr. med. H.____, Facharzt für Allgemeine Medizin (D), RAD, vom 25. Oktober 2019 davon aus-
zugehen, dass ein ausgebildeter und erfahrener Rheumatologe degenerative und entzündliche 

 
 
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Krankheiten der Gelenke und der Wirbelsäule sowie akute und chronische Schmerzkrankheiten 
sowie Krankheiten der inneren Organe und des Nervensystems, insofern sie miteinander zu-
sammenhängen, zuverlässig zu beurteilen vermag. Dessen ungeachtet konnte Dr. F.____ in 
dem vom Beschwerdeführer angerufenen Bericht vom 16. Mai 2019 gerade keine Anhaltspunk-
te für neurologische Symptome im Sinne einer Sensibilitätsstörung oder ausstrahlende 
Schmerzen in die Beine ausmachen. Es trifft zwar zu, dass Dr. F.____ feststellte, dass er eine 
neuropathische Ursache nicht ausschliessen könne. Dieser pauschale Hinweis wird von ihm 
indessen in keiner Weise begründet, zumal er selbst keine Veranlassung für weitere Abklärun-
gen in dieser Fachrichtung sieht. Auch der Beschwerdeführer nennt keine konkreten Aspekte, 
weshalb der Gutachter nicht in der Lage gewesen sein soll, die gesundheitlichen Beschwerden 
und die damit einhergehende Arbeitsfähigkeit des Versicherten kompetent zu beurteilen. Er legt 
insbesondere nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, dass Dr. F.____ wichtige Aspekte be-
nannt hätte, welche bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. An-
haltspunkte, wonach die geklagten Beschwerden auf eine andere Ursache zurückgeführt wer-
den könnten, lassen sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen. Sodann hat Dr. D.____ die 
einschiessenden Schmerzen in der rechten Flanke eingehend gewürdigt und nachvollziehbar 
dargelegt, dass sich die Beschwerden anhand der weitgehend normalen Befunde nicht objekti-
vieren liessen und diese nicht mechanisch ausgelöst werden könnten. Es ist daher nicht zu be-
anstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf eine zusätzliche neurologische oder anderweitige 
Begutachtung verzichtet hat.  
 
6.4.2 Ferner zweifelt der Beschwerdeführer insbesondere den Beweiswert des rheumatolo-
gischen Fachgutachtens an. So würde Dr. F.____ Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit stellen und eine (weiterhin bestehende) Arbeitsunfähigkeit von 50% bestätigen. Die Be-
urteilungen würden nicht nur hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit divergieren. Vielmehr gehe 
Dr. F.____ im Widerspruch zu den Ausführungen von Dr. D.____ von einer organischen Ursa-
che des Leidens aus. In diesem Zusammenhang sei insbesondere von Relevanz, dass durch 
eine Infiltration der Pseudoarthrose bei L4 mit Steroid eine Besserung eingetreten sei, was die 
Auffassung des Behandlers bestätigen würde. Zur Bekräftigung seines Standpunktes legte der 
Beschwerdeführer mit seiner Replik eine weitere Stellungnahme von Dr. F.____ vom 25. Au-
gust 2020 ins Recht. 
 
Zwischen den Parteien in medizinischer Hinsicht nicht streitig ist, dass die Fraktur des Querfort-
satzes L4 nicht vollständig konsolidiert ist (vgl. auch E. 5.3 hiervor). Streitig sind die mit dem 
Befund bedingten Leistungseinschränkungen und die Arbeitsfähigkeit. Wie unter Erwägung 5.3 
dargelegt, hält Dr. D.____ unter Würdigung älterer sowie aktuell veranlasster Bildgebungen 
fest, dass sich im 3-Phasenskelettszintigraphie mit CT vom 9. Juli 2015 eine nicht konsolidierte 
Fraktur des Querfortsatzes L4 finde. Die übrigen Querfortsätze L1 und L3 seien klar durchge-
baut. Das fehlende Uptake im Rahmen der Skelettszintigraphie schliesse indessen eine me-
chanische Problematik im Sinne einer nicht verwachsenen Knochensituation, die eine mechani-
sche Reizung zur Folge hätte, aus. Der Querfortsatz sei zwar abgebrochen, er sei aber in der 
Muskulatur eingebettet und nicht im Sinne einer mechanischen instabilen Situation zu werten. 
Diese Ausführungen des Gutachters sind nachvollziehbar und überzeugend und er gelangt ge-
stützt darauf schlüssig und widerspruchsfrei zum Ergebnis, dass diesem Befund daher kein 

 
 
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Einfluss auf die vom Beschwerdeführer bisher ausgeübte (leichte) Tätigkeit zukommt (vgl. Gut-
achten S. 44 und E. 5.3 hiervor). In dem vom Beschwerdeführer mit Replik beigebrachten Be-
richt vom 25. August 2020 führt Dr. F.____ demgegenüber aus, der Begriff "Pseudoarthrose 
Processus transversus L4 rechts" sei an dieser Stelle irreführend. Tatsächlich handle es sich 
um ein Knochenfragment, das durch die sehnigen Strukturen mit der Rückenmuskulatur ver-
bunden sei. Es sei durchaus vorstellbar, dass entsprechende Bewegungen zu einem entspre-
chenden Kontakt zwischen Knochenfragment und Processus transversus L4 führen würden. 
Diese könnten spontan Schmerzen auslösen, da vor allem in den Sehnen und der Knochenhaut 
Schmerzrezeptoren angesiedelt seien. Eine entzündliche Veränderung sei zu diesem Zweck 
nicht notwendig, vielmehr spreche gegen ein entzündliches Geschehen, dass die Schmerzen 
plötzlich einschiessend seien, was zu dem beschriebenen Mechanismus passen würde. Wie die 
Beschwerdegegnerin zutreffend feststellt, handelt es sich bei der Einschätzung von Dr. F.____ 
im Ergebnis um eine abweichende Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts, welche 
ein grundsätzlich beweistaugliches Gutachten nicht in Frage zu stellen vermag (vgl. Urteil des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilun-
gen] vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2 mit Verweis). Darin gründet, wie der Beschwerdeführer 
selbst anführt, auch die abweichende Einschätzung des Behandlers in Bezug auf die Arbeitsfä-
higkeit. Der Beschwerdeführer vermag mit dem Verweis auf die divergierende Beurteilung durch 
Dr. F.____ und den Gutachter indessen keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des 
rheumatologischen Fachgutachtens aufzuzeigen. Bei den von Dr. F.____ gemachten Ausfüh-
rungen, wonach es "durchaus vorstellbar" sei, dass entsprechende Bewegungen zu einem ent-
sprechenden Kontakt zwischen Knochenfragment und Processus transversus L4 führen wür-
den, handelt es sich im Wesentlichen um eine medizinische Hypothese welche nicht ausreicht, 
um konkrete Zweifel an den gutachterlichen Ausführungen zu begründen (vgl. E. 4.3 hiervor). 
Eine nachvollziehbare (konkrete) Erklärung, wie die entsprechenden Schmerzen entstehen 
könnten, lässt sich dem Bericht von Dr. F.____ jedenfalls nicht entnehmen. Wie der Beschwer-
deführer selbst anerkennt, ist durch die Infiltration der Pseudoarthrose bei L4 lediglich vorüber-
gehend eine Besserung eingetreten. Dr. F.____ hält hierzu in seinem Bericht vom 6. Mai 2020 
explizit fest, dass damit keine wesentliche Verbesserung habe erzielt werden können (vgl. 
E. 5.5 hiervor). Es finden sich sodann weder anhand der Berichte von Dr. F.____ noch in den 
weiteren medizinischen Akten Hinweise auf relevante Tatsachen, die vom Gutachter nicht be-
rücksichtigt wurden und die geeignet wären, die attestierte vollschichtige Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit in Zweifel zu ziehen.  
 
6.4.3 Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer die von den Gutachtern vorgenomme-
ne Prüfung der Standardindikatoren als ungenügend und teilweise unzutreffend. Wie der rheu-
matologische Gutachter an sich zutreffend erhoben habe, könne er verschiedene vor dem Un-
fall betriebene sportliche Hobbies nicht mehr ausüben. Wenn der Gutachter aus der Tatsache, 
dass er selber koche, einkaufe und den Einpersonenhaushalt erledige, ableite, dass er ein akti-
ves Leben führe, welches eine Erwerbstätigkeit von über 50% ermögliche, sei dies im Kontext 
der Ressourcenfrage eine inadäquate Annahme. Auch lasse sich aus der Fähigkeit zur Kon-
zentration während kurzen Autofahrten nichts für die Frage ableiten, ob er über Ressourcen 
verfüge, um ein Erwerbspensum zu absolvieren, das über das bisherige hinausgehe. Gleicher-
massen verhalte es sich in Bezug auf die Feststellungen des psychiatrischen Gutachters. Zu 

 
 
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wenig Beachtung finde bei den Darlegungen des psychiatrischen Gutachters auch seine 
Schmerzproblematik. Indem der Gutachter die Situation unzutreffend positiv darstelle, gelange 
der Gutachter zum Schluss, dass er gar nicht an einer Schmerzstörung leiden würde. 
 
Auch dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Den Ausführungen der gutachterli-
chen Fachpersonen zufolge habe lediglich eine etwas herabgesetzte und bedrückte Stimmung, 
jedoch ohne Depressivität, bestanden. Ferner konnten keine Konzentrationsschwäche und 
nunmehr auch keine Rückzugstendenzen ausgemacht werden. So hat der Beschwerdeführer 
zwar angegeben, dass er aufgrund der Schmerzen nachts erwache, gleichwohl hat er morgens 
indessen keine Probleme aufzustehen. Wenngleich der Beschwerdeführer berichtete, dass er 
mehr oder weniger andauernd unter Beschwerden im Bereich der rechten Flanke leide, so kann 
aufgrund der gutachterlichen Erhebungen nicht auf ein objektiv begründbares Krankheitsleiden 
mit erheblicher Beeinträchtigung geschlossen werden. Sodann stand der Beschwerdeführer 
lediglich vorübergehend während eines Jahres in ambulanter psychologischer Behandlung. 
Ansonsten ist er nie in psychologischer oder psychiatrischer Behandlung gewesen, was eben-
falls von einem sehr geringen Leidensdruck des Beschwerdeführers zeugt. Wie die Beschwer-
degegnerin zutreffend darlegt, wird die Tatsache, dass durch verschiedene Therapien (Physio-
therapie, Wassertherapie) kein Erfolg herbeigeführt werden konnte, durch den Umstand relati-
viert, dass der Versicherte die Antidepressiva abgesetzt hat, obwohl diese eine Distanz zu den 
Schmerzen herbeigeführt haben. In Bezug auf die Komplexe “Persönlichkeit“ und “sozialer Kon-
text“ stellte der psychiatrische Gutachter keinen verminderten Antrieb, einen gut herstellbaren 
affektiven Kontakt sowie keine Veränderungen der Stimmung und des Antriebs im Laufe des 
Tages fest. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers fehlen Hinweise, wonach die me-
dizinischen Experten die verbleibenden Ressourcen des Versicherten als unzutreffend ein-
schätzten, zumal die Gutachter auch nicht von den beschriebenen Alltagsaktivitäten direkt auf 
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit geschlossen haben. Den Angaben im Gutachten zufolge 
pflegt der Beschwerdeführer regelmässig Kontakt zu seinen Eltern und hat, nach einem vor-
übergehenden sozialen Rückzug, auch seine früheren privaten Kontakte wieder aufgenommen. 
Er trifft sich regelmässig mit Kollegen. Seine Aktivitäten beinhalten ferner Haushaltsarbeiten, 
Kochen, Velofahrten, Autofahrten, das Erledigen von Einkäufen und Spaziergänge. Daraus 
kann durchaus abgleitet werden, dass der Beschwerdeführer über erhebliche Ressourcen ver-
fügt. Jedenfalls fehlen Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer sich bei seinen Aktivitä-
ten krankheitsbedingt in relevanter Weise einschränken würde. Es ist dem Beschwerdeführer 
zwar dahingehend zuzustimmen, dass er die vor dem Unfall getätigten sportlichen Hobbies, wie 
Badminton, Motorradfahren und Skifahren, nicht mehr ausübt und dadurch unstreitig eine Ein-
schränkung in seinen Freizeitaktivitäten erfährt. Ferner lässt sich dem Gutachten auch entneh-
men, dass sich Ausfahrten mit dem Fahrrad jeweils auf etwa 60 Minuten beschränken würden. 
Gleichwohl schliesst dies eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit nicht 
aus. Dr. D.____ hält hierzu explizit fest, dass die zahlreichen Alltagsaktivitäten einer Tätigkeit 
auf einem körperlich leichten Niveau entsprechen würden, wie dies auch bei einer entspre-
chenden Berufstätigkeit möglich wäre. Alsdann stützt Dr. D.____ seine Einschätzung lediglich 
mit diesen Feststellungen. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gründet vorwiegend auf seiner 
objektiven Befunderhebung, zumal somatische Befunde, anders als psychische Störungen, 
aufgrund ihres objektivierbaren Substrats dem direkten Beweis einer anspruchsbegründenden 

 
 
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Arbeitsunfähigkeit zugänglich sind. Auch in diesem Zusammenhang untermauert Dr. D.____ 
seine Feststellungen abermals mit dem Hinweis, wonach in objektiver Hinsicht jegliche Scho-
nungszeichen der Muskulatur gefehlt hätten. Wie unter Erwägung 6 hiervor dargelegt, erfüllt 
das bidisziplinäre Gutachten die Kriterien, die das Bundesgericht an eine beweistaugliche me-
dizinische Beurteilungsgrundlage stellt. Wird im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte 
(vgl. E. 4.3 hiervor) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint und 
kann allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus 
anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden, bleibt eine Prüfung der Standardindi-
katoren entbehrlich (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 5. September 2019, 8C_270/2109, 
E. 4.2.3, und vom 2. August 2018, 8C_309/2018, E. 5.3.2; vgl. auch E. 3.3 hiervor). Dessen 
ungeachtet trifft es zwar zu, dass der Rechtsanwender gemäss bundesgerichtlicher Praxis die 
Indikatoren und ihre Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit frei überprüfen darf. Da die Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit aber eine medizinische und keine juristische Frage ist, kann eine Überprü-
fung und Abweichung von der gutachterlichen Zumutbarkeitsbeurteilung nur dann zulässig sein, 
wenn die gutachterliche Einschätzung mit den objektiven Umständen ganz offensichtlich nicht in 
Einklang zu bringen ist (vgl. BGE 141 V 281; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2017, 
8C_260/2017, E. 4.2.1 ff.), was nach dem Gesagten vorliegend aber nicht der Fall ist. 
 
7. Im Ergebnis ist gestützt auf das beweiskräftige Gutachten der Dres. D.____ und 
E.____ vom 7. November 2018 von einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers in seiner angestammten Tätigkeit seit Mai 2015 auszugehen. Damit hat die Beschwerde-
gegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Auch die im Sinne 
eines Eventualbegehrens beantragten weiteren medizinischen Abklärungen würden zu keinen 
neuen Erkenntnissen führen, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf zusätzliche medizi-
nische Abklärungen verzichtet werden kann (vgl. zur Zulässigkeit einer antizipierten Beweis-
würdigung: BGE 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 
E. 3c in fine mit Hinweisen).  
 
8. Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 20. Mai 2020 nicht zu bean-
standen. Die dagegen erhobene Beschwerde ist daher abzuweisen. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende 
Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Dem Ausgang des Verfahrens entspre-
chend wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.