# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 835d5d8f-e374-58d3-985a-b7556dde40a6
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-10
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.05.2022 S 2020 149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-149_2022-05-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic.iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L vom 10. Mai 2022
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 
Postfach 857, 6300 Zug 
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Anspruchsberechtigung)

S 2020 149

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Urteil S 2020 149

A. A.________ war vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 bei der B.________ in 
C.________ als Praktikantin tätig, bevor sie arbeitslos wurde. Anschliessend absolvierte 
sie vom 4. April bis zum 16. September 2016 ein Praktikum beim D.________ der 
E.________ in F.________ (NL).

Am 2. Juni 2016 meldete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Zug (RAV) 
zur Arbeitsvermittlung und beantragte am 10. Juni 2016 bei der Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug (ALK) die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung ab dem 2. Juni 2016. 
Mit Verfügung vom 25. August 2016 bejahte die ALK einen Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung, rechnete jedoch für die Tätigkeit beim D.________ ab dem 2. 
Juni 2016 pro Monat eine branchen- und ortsübliche Entschädigung (Fr. 3'875.–) als 
Zwischenverdienst an, weshalb der Versicherten keine Arbeitslosenentschädigung 
ausbezahlt wurde. Dagegen erhob A.________ am 30. August bzw. 23. September 2016 
Einsprache. Am 19. Mai 2017 reichte sie zudem eine Rechtsverzögerungsbeschwerde ein, 
welche vom Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Urteil S 2017 69 vom 24. August 
2017 gutgeheissen wurde. Die ALK wurde dazu angehalten, binnen zwei Monaten seit 
Zustellung des Urteils, den Einspracheentscheid zu erlassen. Mit Entscheid vom 
3. November 2017 hiess die ALK die Einsprache teilweise gut, indem sie den monatlichen 
hypothetischen Zwischenverdienst auf EUR 2'593.– festsetzte. Die hiergegen erhobene 
Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Urteil S 2017 163 vom 
12. April 2018 ab. Das Bundesgericht bestätigte das Urteil (BGer 8C_411/2018 vom 
21. September 2018).

In der Zwischenzeit war A.________ vom 1. Oktober 2016 bis zum 31. Dezember 2017 in 
einem befristeten Arbeitsverhältnis als Gerichtsschreiberin am G.________ angestellt 
(ALK-act. 64 [S. 227]). Am 1. Juni 2018 (Eingang bei der ALK am 7. Juni 2018) beantragte 
sie erneut Arbeitslosenentschädigung (ALK-act. 59 [S. 185]). Dies, nachdem sie von der 
ALK mit Schreiben vom 2. Mai 2018 darauf aufmerksam gemacht worden war, dass eine 
erste Rahmenfrist am 1. Juni 2018 ablaufe, sie jedoch ab 2. Juni 2018 erneut Leistungen 
erhalte, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen gegeben seien (ALK-act. 62 [S. 
214]). Mit Verfügung vom 2. Juli 2019 lehnte die ALK schliesslich eine 
Anspruchsberechtigung über den 22. Juni 2019 hinaus ab, da unter Berücksichtigung 
einer Beitragszeit von 15 Monaten (Tätigkeit am G.________) während der (Beitrags-) 
Rahmenfrist vom 2. Juni 2016 bis zum 1. Juni 2018 der Taggeldhöchstanspruch von 
260 Tagen erreicht sei (ALK-act. 24 [S 116]). Hiergegen erhob A.________ am 
3. September 2019 Einsprache und rügte im Wesentlichen, das Praktikum beim 

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Urteil S 2020 149

D.________ sei als Beitragszeit anzurechnen, was zu einem Taggeldhöchstanspruch von 
400 Tagen führe (ALK-act. 20 [S. 106]). Am 23. März 2020 reichte A.________ wiederum 
eine Rechtsverzögerungsbeschwerde ein, welche vom Verwaltungsgericht des Kantons 
Zug mit Urteil S 2020 42 vom 28. Juli 2020 gutgeheissen wurde. Die ALK wurde dazu 
angehalten, binnen zwei Monaten seit Zustellung des Entscheids, den 
Einspracheentscheid zu erlassen oder das Verfahren zu sistieren. Mit 
Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2020 bestätigte die ALK, dass die Versicherte, 
gestützt auf einen Höchstanspruch von 260 Taggeldern bei einer massgebenden 
Beitragszeit von 15 Monaten, ab dem 22. Juni 2019 keinen Anspruch auf weitere 
Taggelder habe (Bf-act. 1).

B. Dagegen erhob A.________ am 9. November 2020 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde (act. 1) und beantragte die vollumfängliche Aufhebung 
des Einspracheentscheids. Die ALK sei zu verpflichten, ihr die noch nicht ausbezahlten 
Taggelder vom 23. Juni 2019 bis zur Abmeldung bei der ALK am 1. Juni 2020 
auszubezahlen, zuzüglich eines gemittelten Verzugszinses in der Höhe von 5 % p.a. seit 
dem 12. Dezember 2019; eventualtier sei die Sache zur Neubeurteilung an die ALK 
zurückzuweisen; zudem sei ihr eine Parteientschädigung auszurichten und es seien die 
Akten/Urteile der früheren Verfahren beizuziehen; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der ALK.

C. Mit Vernehmlassung vom 14. Dezember 2020 schloss die ALK auf Abweisung der 
Beschwerde (act. 3). Weiter reichte sie mit Schreiben vom 15. Dezember 2020 die Akten 
zu den früheren Verfahren (VGer ZG S 2017 163 und S 2020 42 sowie BGer 
8C_411/2018) ein (act. 4).

D. Das Gericht stellte der Beschwerdeführerin die Vernehmlassung mit Schreiben 
vom 16. Dezember 2020 zu und setzte ihr eine Frist für allfällige Bemerkungen bis zum 
22. Januar 2021 (act. 5). Innert dieser Frist gingen bei Gericht keine weiteren Eingaben 
ein.

E. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit 
erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
7. Oktober 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 9. November 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2.
2.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 ATSG kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen die eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfügungen 
betreffend Arbeitslosenentschädigung ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht an dem Ort zuständig, wo die versicherte Person die Kontrollpflicht 
erfüllt (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. 
Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]).

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2.2 Die Beschwerdeführerin erfüllte ihre Kontrollpflicht im Kanton Zug, weshalb das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich 
und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
7. Oktober 2020 wurde am 9. November 2020 – innert der 30-tägigen Beschwerdefrist – 
der Post aufgegeben und ist folglich rechtzeitig. Die Beschwerdeführerin ist durch die 
Nichtanrechnung von möglichen Beitragszeiten direkt betroffen und somit zur Beschwerde 
legitimiert. Letztere entspricht schliesslich den gestellten formellen Anforderungen, 
weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt unter anderem voraus, dass 
die versicherte Person die Beitragszeit (Art. 13 AVIG) erfüllt hat oder von der Erfüllung der 
Beitragszeit befreit ist (Art. 14 AVIG; Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG)

3.2 Für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit gelten grundsätzlich zweijährige 
Rahmenfristen (Art. 9 Abs. 1 AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür 
vorgesehenen Rahmenfrist während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige 
Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit 
beginnt gemäss Art. 9 Abs. 3 AVIG zwei Jahre vor der Rahmenfrist für den 
Leistungsbezug. Letztere wiederum beginnt gemäss Art. 9 Abs. 2 AVIG an jenem Tag, an 
dem sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Massgebend ist dabei der 
Zeitpunkt, in welchem sich die versicherte Person erstmals zur Erfüllung der Kontrollpflicht 
auf der Wohnsitzgemeinde meldet (Art. 17 Abs. 2 AVIG).

Gemäss Art. 11 AVIV zählt jeder volle Kalendermonat, in dem die versicherte Person 
beitragspflichtig ist, als Beitragsmonat (Abs. 1). Bei angebrochenen Kalendermonaten 
(Beginn oder Ende der ausgeübten Beschäftigung im Laufe des Monats) werden 
Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat umfassen, zusammengezählt, wobei 
je 30 Kalendertage als ein Beitragsmonat gelten (Abs. 2).

Was eine beitragspflichtige Beschäftigung ist, ergibt sich aus Art. 2 Abs. 1 lit. a AVIG. 
Danach ist für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig, wer nach dem Bundesgesetz 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) obligatorisch 
versichert und für Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit beitragspflichtig ist.

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Wer also als Arbeitnehmer in der zweijährigen Rahmenfrist für den Nachweis der 
beitragspflichtigen Beschäftigung während mindestens zwölf Monaten massgebenden 
Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 AHVG bezieht, erfüllt die erwähnte gesetzliche 
Anspruchsvoraussetzung von Art. 13 Abs. 1 AVIG (BGE 122 V 249 E. 2b mit Hinweisen). 
Die Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein. 

3.3 Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen 
Beschäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hierfür effektiv ein Lohn 
ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzahlung sollen und 
können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer verhindert werden (BGE 131 V 444 E. 1.2 mit Hinweisen). Dem Nachweis 
tatsächlicher Lohnzahlung kommt nicht der Sinn einer selbstständigen 
Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen 
unter Umständen ausschlaggebenden Indizes für die Ausübung einer beitragspflichtigen 
Beschäftigung (BGE 131 V 444 E. 3.2.2 mit Hinweisen).

Die Beitragspflicht knüpft somit allein an den massgebenden Lohn nach Art. 5 AHVG an. 
Fällt das Einkommen weg, sind auch keine AHV/IV/EO und ALV-Beiträge geschuldet, was 
wiederum den Versicherungsschutz in der Sozialversicherung tangiert.

3.4 Gemäss Art. 27 Abs. 1 AVIG bestimmt sich die Höchstzahl der Taggelder 
innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug (Art. 9 Abs. 2) nach dem Alter der 
versicherten Person sowie nach der Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3). Die versicherte Person 
hat Anspruch auf höchstens 260 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von insgesamt 12 
Monaten nachweisen kann (Art. 27 Abs. 2 lit. a); auf höchstens 400 Taggelder, wenn sie 
eine Beitragszeit von insgesamt 18 Monaten nachweisen kann (Abs. 2 lit. b); auf 
höchstens 520 Taggelder, wenn sie eine Beitragszeit von mindestens 22 Monaten 
nachweisen kann und das 55. Altersjahr zurückgelegt hat (Abs. 2 lit. c Ziff. 1), oder eine 
Invalidenrente bezieht, die einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent entspricht 
(Abs. 2 lit. c Ziff. 2).

4. Vorliegend ist unbestritten, dass die relevante Rahmenfrist für die Beitragszeit 
vom 2. Juni 2016 bis 1. Juni 2018 lief, ebenso, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit 
während 15 Monaten (1. Oktober 2016 bis 31. Dezember 2017) einer beitragspflichtigen 
Beschäftigung in der Schweiz am G.________ nachgegangen war und gestützt darauf 

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einen Anspruch auf 260 Taggelder der Arbeitslosenversicherung hatte, welcher am 
21. Juli 2019 erschöpft war.

Strittig ist, ob die Beschwerdeführerin über den 22. Juli 2019 hinaus einen (erweiterten) 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat. Die Beschwerdeführerin macht geltend, 
unter Berücksichtigung ihres Praktikums am D.________, für welches ihr ein 
hypothetischer Zwischenverdienst angerechnet worden sei, sei von einer Beitragszeit von 
18 Monaten auszugehen, was zu einem Höchstanspruch von 400 Taggeldern führe. Dem 
widerspricht die Beschwerdegegnerin. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob das Praktikum 
am D.________ in F.________ (NL) vom 4. April bis 16. September 2016 als 
beitragspflichtige Tätigkeit zu qualifizieren und bei der Ermittlung der Beitragszeiten 
innerhalb der massgebenden Rahmenfrist zu berücksichtigen ist oder ob die ALK zu Recht 
davon abgesehen hat.

5.
5.1 In einem grenzüberschreitenden Sachverhalt sind das Abkommen vom 21. Juni 
1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedern andererseits über die Freizügigkeit (FZA; 
SR 0.142.112.681) sowie die gemeinschaftsrechtlichen Koordinationsverordnungen zu 
beachten. Massgebend sind dabei in erster Linie die abkommens- und 
verordnungsrechtlichen Bestimmungen, während Weisungen und Kreisschreiben 
(namentlich das Kreisschreiben des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO] über die 
Auswirkungen der Verordnungen [EG] Nr. 883/2004 und Nr. 987/2009 auf die 
Arbeitslosenversicherung [KS ALE 883], 2. Auflage, Stand 1. Januar 2022) allenfalls als 
Auslegungshilfe heranzuziehen sind.
Das FZA ist anwendbar auf die Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der Europäischen 
Gemeinschaft und der Schweiz und beinhaltet als zentralen Grundsatz die 
Nichtdiskriminierung der sich rechtmässig im Hoheitsgebiet eines anderen Vertragsstaates 
aufhaltenden Staatsangehörigen (vgl. Art. 1 und 2 FZA).

Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 des FZA ausgearbeiteten und 
Bestandteil des Abkommens bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II («Koordinierung der 
Systeme der sozialen Sicherheit») FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs 
wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 
883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 29. April 2004 zur 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Grundverordnung, GVO; SR 

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0.831.109.268.1) und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments 
und des Rats vom 16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die 
Durchführung der VO 883/2004 (Durchführungsverordnung, DVO; SR 0.831.109.268.11) 
oder gleichwertige Vorschriften an. Die beiden genannten gemeinschaftsrechtlichen 
Verordnungen sind für die Schweiz durch den Beschluss Nr. 1/2012 des Gemischten 
Ausschusses vom 31. März 2012 zur Ersetzung des Anhangs II FZA über die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit per 1. April 2012 in Kraft getreten (AS 
2012 2345; vgl. auch BGer 8C_455/2011 vom 4. Mai 2012 E. 2.1). Die entsprechenden 
Bestimmungen finden in der Arbeitslosenversicherung durch den Verweis in Art. 121 
Abs. 1 lit. a AVIG Anwendung.

5.2 Die GVO und DVO koordinieren die nationalen Rechtsordnungen in Bezug auf 
Leistungen bei Krankheit, Mutterschaft und Vaterschaft, Invalidität, Alter, Leistungen an 
Hinterbliebene, bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, Sterbegeld, Arbeitslosigkeit, 
Vorruhestandsleistungen und Familienleistungen (KS ALE 883, Rz. B30). Unter Vorbehalt 
der gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben ist es Sache des innerstaatlichen Rechts, 
festzulegen, unter welchen Voraussetzungen Leistungen gewährt werden; mithin richtet 
sich der Anspruch auf Leistungen der schweizerischen Arbeitslosenversicherung nach 
schweizerischem Recht (vgl. BGE 133 V 137 E. 1.2; 131 V 209 E. 5.3 f.; SVR 2006 ALV 
Nr. 24 S. 82; EVG C 290/03 vom 6. März 2006 E. 1.2; vgl. auch BGE 141 V 246 E. 2.2 mit 
Hinweisen).

5.3 Titel II der GVO (Art. 11 bis 16) enthält allgemeine Kollisionsregeln zur 
Bestimmung der anwendbaren Rechtsvorschriften. Dabei legt Art. 11 GVO den 
kollisionsrechtlichen Grundsatz der Einheitlichkeit der anwendbaren Rechtsvorschriften in 
dem Sinne fest, dass für jede Person die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaates 
massgebend sind (Abs. 1). Ausnahmen vorbehalten, gilt für Arbeitnehmende das 
Beschäftigungslandprinzip (Abs. 3 lit. a; vgl. BGer 8C_273/2015 vom 12. August 2015 
E. 3.2). Dieses besagt, dass der Beschäftigte grundsätzlich in dem Land versichert ist, in 
dem er erwerbstätig ist. Zuständig für die Gewährung von Leistungen ist damit dem 
Grundsatz nach der Beschäftigungsstaat.

5.4 Titel III der GVO enthält besondere Vorschriften für die einzelnen Leistungsarten. 
Bei Arbeitslosigkeit enthält Art. 61 GVO Vorschriften für die Zusammenrechnung von 
Versicherungs-, Beschäftigungs- und Zeiten einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. Nach 
Art. 61 Abs. 1 GVO berücksichtigt der zuständige Träger eines Mitgliedstaats, nach 

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dessen Rechtsvorschriften der Erwerb, die Aufrechterhaltung, das Wiederaufleben oder 
die Dauer des Leistungsanspruchs von der Zurücklegung von Versicherungszeiten, 
Beschäftigungszeiten oder Zeiten einer selbständigen Erwerbstätigkeit abhängig ist, 
soweit erforderlich, die Versicherungszeiten, Beschäftigungszeiten oder Zeiten einer 
selbständigen Erwerbstätigkeit, die nach den Rechtsvorschriften eines anderen 
Mitgliedstaats zurückgelegt wurden, als ob sie nach den für ihn geltenden 
Rechtsvorschriften zurückgelegt worden wären.

Die Berücksichtigung ausländischer Zeiten zur Erfüllung der Beitragszeit ist gemäss 
Art. 61 Abs. 2 GVO jedoch nur zulässig, wenn unmittelbar vor Eintritt der Arbeitslosigkeit 
Versicherungszeiten in der Schweiz zurückgelegt wurden. Unerheblich für die 
Zuständigkeitsbegründung ist, wie lange die letzte Beschäftigung gedauert hat. Es gilt das 
sogenannte Eintagesprinzip, weil ein einziger Tag beitragspflichtiger Beschäftigung vor 
Eintritt der Arbeitslosigkeit genügt (KS ALE 883, Rz. E11; vgl. zum Ganzen auch Barbara 
Kupfer Bucher, Fokus Arbeitslosenversicherung, 2016, S. 52)

6.
6.1 Vorliegend war die Beschwerdeführerin zuletzt bis zum 31. Dezember 2017 und 
damit unmittelbar vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit am G.________ in H.________ 
angestellt und ging damit einer beitragspflichtigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz nach 
(KS ALE 883, Rz. E12). Eine Berücksichtigung ausländischer Zeiten zur Erfüllung der 
Beitragszeit wäre also zulässig.

6.2 Grundsätzlich sind die Sozialversicherungsträger der Mitgliedstaaten für den 
Informationsaustausch untereinander verantwortlich. Auch die betroffene Person kann 
jedoch das Ausstellen von bestimmten Bescheinigungen beantragen (vgl. Art. 54 Abs. 1 
DVO). So kann sie beim zuständigen ausländischen Träger die Bescheinigung ihrer 
ausländischen Zeiten mittels Formular (PD U1) verlangen (KS ALE 883, Rz. E24 f.). Die 
Beschwerdeführerin hat kein entsprechendes Dokument zu ihrer Tätigkeit am D.________ 
in den Niederlanden zu den Akten gegeben, was ihr allerdings nicht vorzuwerfen ist, da sie 
dazu nicht verpflichtet war.

Ergibt die Prüfung des Antrags auf Arbeitslosenentschädigung, dass die Beitragszeit in der 
Schweiz allein – wie vorliegend – nicht genügt, um einen Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung zu begründen oder zu erweitern (Höchstzahl der Taggelder) 
und kann die versicherte Person das Formular (PD U1) nicht vorlegen, fordert die 

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Arbeitslosenkasse die benötigten Daten bei der zuständigen ausländischen 
Verbindungsstelle an (KS ALE 833, Rz. E27). Zur Anforderung dieser Daten verwendet die 
ALK die Formulare U001 und U003. Die Erhebung der für das Ausfüllen des Formulars 
U001 erforderlichen Daten erfolgt mit dem Formular Fragebogen Auslandzeiten. 
Vorliegend nahm ALK im Rahmen des Einspracheverfahrens entsprechende Abklärungen 
bei den niederländischen Behörden zur Tätigkeit der Beschwerdeführerin am D.________ 
vor (ALK-act. 13 und 14 [S. 74 ff.]). Die Zuständige Stelle "UVW Afd WW Internationaal", 
Henglo, NL, teilte ihr in der Folge mit Schreiben vom 10. Januar 2020 mit, dass sie die 
Anfrage nur behandeln könne, wenn ihr die "Burgerservicenummer" der 
Beschwerdeführerin mitgeteilt werde (Bf-act. 5). 

Auf Nachfrage der ALK äusserte die Beschwerdeführerin, sie wisse nicht, ob sie eine 
solche Nummer erhalten habe oder nicht. Aufgrund der Schliessung des D.________ 
gebe es dessen Sekretariat/HR Büro nicht mehr, weshalb sie dies über Umwege abklären 
lassen müsste. Bei einem Einkommen von EUR 0.– erscheine es ihr jedoch 
unwahrscheinlich, dass sie eine solche Nummer habe (Schreiben Bf vom 2. Juni 2020; Bf-
act. 5).

Nachdem die Beschwerdeführerin selbst keine Kenntnis davon hat, je über die für den 
Verkehr mit den niederländischen Behörden erforderliche "Burgerservicenummer" verfügt 
zu haben, ist anzunehmen, dass sie sich trotz eines längeren Aufenthalts in den 
Niederlanden von immerhin rund fünf Monaten, dort nicht offiziell angemeldet hat. 
Entsprechendes hätte, soweit notwendig, laut der Vereinbarung mit dem D.________, in 
ihrer eigenen Verantwortung gestanden (vgl. Praktikumsbestätigung D.________, Beilage 
21 zur Beschwerde im Verfahren vor Bundesgericht 8C_411/2018 [nachfolgend: BGer-
Bf.act. 21]). Sie behauptet denn auch nicht, in den Niederlanden eine Erwerbstätigkeit 
aufgenommen zu haben oder einer der Arbeitslosenversicherung (ALV) entsprechenden 
niederländischen Versicherung angeschlossen gewesen zu sein und entsprechende 
Beiträge bezahlt zu haben. Gerade die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit hätte eine 
Registrierung bei den lokalen Meldebehörden erfordert (vgl. Broschüre "Leben und 
Arbeiten in der EU/EFTA" des SECO, Direktion für Arbeit – EURES Schweiz, abrufbar 
unter www.arbeit.swiss.ch, Stichwort: Publikationen). Insgesamt ist es daher überwiegend 
wahrscheinlich, dass die notabene unentgeltliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin am 
D.________ nicht zu einer Anmeldung beim niederländischen Äquivalent der ALV, 
geschweige denn zur Entstehung ausländischer Versicherungszeiten führte, die nach 
Art. 61 GVO als Beitragszeit im Sinn von Art. 13 AVIG anzurechnen wären.

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Urteil S 2020 149

Selbst wenn man – ohne entsprechenden Nachweis – zu Gunsten der 
Beschwerdeführerin davon ausgehen würde, dass ihr Praktikum allenfalls als 
Beschäftigung im Sinn von Art. 1 lit. a GVO (KS ALE 833, Rz. A4 ff.) zu qualifizieren wäre, 
würde dies nicht zu einer Berücksichtigung des Praktikums als Beitragszeit führen. Denn 
ausländische Beschäftigungszeiten, die keine Versicherungszeiten waren, sind durch die 
Schweiz nur dann zu berücksichtigen, wenn sie in der Schweiz als Versicherungszeiten 
gegolten hätten (KS ALE 883, Rz. E19 f.).

Wie vorne in E. 3.2 f. ausgeführt, unterstehen allein unselbständige Erwerbstätigkeiten der 
Beitragspflicht nach AVIG, wobei entscheidend ist, dass ein massgebender Lohn nach 
Art. 5 Abs. 2 AHVG geschuldet ist. Bei einem unentgeltlichen Praktikum wie dem 
vorliegenden sind demnach, mangels Lohnfluss, keine ALV-Beiträge geschuldet. Die 
Tätigkeit am D.________ ist somit nach Schweizer Recht keine beitragspflichtige 
Beschäftigung im Sinn von Art. 2 Abs. 1 AVIG, weshalb sie auch keine Beitragszeit nach 
Art. 13 AVIG generieren konnte.

Insgesamt fehlt es damit an den notwendigen Voraussetzungen, um die Praktikumszeit 
der Beschwerdeführerin beim D.________ als Beitragszeit gemäss Art. 13 AVIG zu 
qualifizieren und bei der Berechnung des Taggeldanspruchs zu berücksichtigen.

7.
7.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, nachdem ihr für das unentgeltliche Praktikum 
am D.________ ein hypothetischer Verdienst als Zwischenverdienst angerechnet worden 
sei, müsse die Zeit des Praktikums auch als neu generierte Beitragszeit angerechnet 
werden, ansonsten würde sie doppelt bestraft einerseits mit der Kürzung der Taggelder, 
andererseits bei der Nichtanrechnung der Beitragszeit.

7.2 Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger oder 
selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innert einer Kontrollperiode 
erzielt (Art. 24 Abs. 1 AVIG) und das geringer ist als die ihr zustehende 
Arbeitslosenentschädigung (Art. 41a Abs. 1 AVIV). Ziel der Anerkennung eines 
Zwischenverdienstes mit Ausrichtung von Kompensationszahlungen ist es, eine 
(lohnmässig) unzumutbare Arbeitstätigkeit – mindestens vorübergehend –, zumutbar zu 
machen und so einen Anreiz zur Arbeitsaufnahme zu schaffen (vgl. Thomas Nussbaumer, 

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Urteil S 2020 149

Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. 
Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2386 Rz. 411 ff.; Kupfer Bucher, a.a.O., S. 178 ff.).

Als Verdienstausfall gilt laut Art. 24 Abs. 3 AVIG die Differenz zwischen dem in der 
Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und 
ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit und dem versicherten Verdienst. Sinn und 
Zweck von Art. 24 Abs. 3 AVIG ist es zu verhindern, dass auf Kosten der 
Arbeitslosenversicherung Tätigkeiten mit einem gewissen wirtschaftlichen Wert 
(unentgeltlich) ausgeübt werden, die normalerweise entlöhnt werden (BGer 8C_411/2018 
vom 21. September 2018 E. 6.1).

7.3 Vorliegend kann die Beschwerdeführerin daraus, dass ihr Praktikum trotz 
Unentgeltlichkeit als Zwischenverdiensttätigkeit qualifiziert wurde und ihr gestützt auf 
Art. 24 Abs. 3 AVIG ein hypothetischer Verdienst angerechnet wurde, nichts zu ihren 
Gunsten ableiten. Aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts S 2017 163 vom 12. April 2018 
und dem dieses bestätigenden Urteil des Bundesgerichts 8C_411/2018 vom 
21. September 2018 geht klar hervor, dass die Anrechnung des hypothetischen 
Einkommens als Zwischenverdients für die Tätigkeit am D.________ als Korrektur im 
Rahmen der Schadenminderungspflicht der Beschwerdeführerin als Versicherte zu sehen 
ist. Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid fest, würde auf die Anrechnung eines 
Zwischenverdienstes für das Praktikum am D.________ verzichtet, käme dies einer 
Verlagerung der Lohnkosten vom Arbeitgeber auf die Arbeitslosenversicherung gleich, 
was Sinn und Zweck von Art. 24 Abs. 3 AVIG zuwiderliefe (BGer 8C_411/2018 vom 
21. September 2018 E. 6.4). Es erachtete es in diesem Zusammenhang als unerheblich, 
dass sämtliche Praktikanten der E.________ nicht entlöhnt werden, liege es doch nicht in 
der Verantwortung der Arbeitslosenversicherung, Kategorien von Organisationen und 
Unternehmen einzurichten, die Freiwillige beschäftigen können, von denen einige indirekt 
von der finanziellen Entschädigung durch die Versicherung profitieren könnten und andere 
nicht (BGer 8C_411/2018 vom 21. September 2018 E. 6.4). Ziel war einzig der Schutz des 
Instituts des Zwischenverdienstes.

Daraus kann – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – jedoch nicht gefolgert 
werden, es liege eine beitragspflichtige Tätigkeit im Sinn von Art. 2 AVIG vor, die in einer 
Folgerahmenfrist als Beitragszeit zu berücksichtigen wäre. Wie die Beschwerdegegnerin 
richtig feststellt, ist die Qualifizierung einer Tätigkeit als Beitragszeit (Art. 13 AVIG) oder 
als Zwischenverdienst (Art. 24 AVIG) gesondert und basierend auf den jeweiligen 

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gesetzlichen Grundlagen vorzunehmen. Eine unterschiedliche Beurteilung stellt daher 
nicht per se einen Widerspruch dar. Die Annahme eines Zwischenverdienstes zieht nicht 
zwingend auch dessen Anrechnung als Beitragszeit nach sich. Es können beispielsweise 
nur mit einer unselbstständigen Zwischenverdiensttätigkeit Beitragszeiten erworben 
werden, nicht aber mit einer selbständigen Zwischenverdiensttätigkeit (vgl. Kupfer Bucher, 
a.a.O., S. 48 mit Hinweis auf EVG C 85/06 vom 16. Oktober 2002 E. 1.2). Dies ergibt sich 
daraus, dass nur Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit beitragspflichtig ist, 
nicht aber solches aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Art. 2 Abs. 1 lit. a AVIG, vgl. E. 3.2 
hiervor).

Vorliegend geht es nicht um einen tatsächlich erwirtschafteten Zwischenverdienst aus 
unselbständiger Erwerbstätigkeit, sondern um einen im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht festgelegten hypothetischen Zwischenverdienst. Liegt diesem – 
wie bei selbständiger Erwerbstätigkeit – keine beitragspflichtige Erwerbstätigkeit im Sinn 
von Art. 2 Abs. 1 AVIG zu Grunde, resultiert daraus folglich keine Beitragszeit nach Art. 13 
Abs. 1 AVIG. Wie bereits zuvor dargelegt (vgl. vorne E. 6.2), fehlt es der unentgeltlichen 
Praktikumstätigkeit am D.________ an einem massgebenden Lohn nach Art. 5 Abs. 2 
AHVG, für den Beiträge zu entrichten gewesen wären. Folglich war die 
Beschwerdeführerin für diese Tätigkeit auch nicht beitragspflichtig nach Art. 2 Abs. 1 lit. a 
AVIG, weshalb daraus keine Beitragszeit nach Art. 13 Abs. 1 AVIG resultiert. Eine andere 
Vorgehensweise stünde insbesondere dem Sinn und Zweck des Erfordernisses, eine 
(Mindest-)beitragszeit nach Art. 13 AVIG erfüllen zu müssen, und so einen gewissen 
Ausgleich zwischen bezahlten Beiträgen und dem Anspruch auf Leistungen zu schaffen, 
entgegen (vgl. BGer 8C_857/2010 vom 21. Dezember 2010 E. 3.2).

Allein die Tatsache, dass für eine Tätigkeit im Rahmen der Schadenminderungspflicht ein 
hypothetischer Zwischenverdienst angerechnet wurde, führt folglich nicht dazu, dass 
automatisch auch von einer beitragspflichtigen Erwerbstätigkeit ausgegangen werden 
muss, mit der neue Beitragszeit gewonnen wird. Die ALK hat vorliegend das unentgeltliche 
Praktikum beim D.________ bei der Ermittlung der für den Taggeldanspruch der 
Beschwerdeführerin massgebenden Beitragszeit zu Recht nicht berücksichtigt.

8.
8.1 Letztlich rügt die Beschwerdeführerin für den Fall, dass das Praktikum nicht als 
Beitragszeit angerechnet werden sollte, eine Verletzung der Aufklärungs- und 
Beratungspflicht durch die ALK. Sie bringt unter anderem vor, man habe sie dannzumal 

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nicht darüber informiert, welche Vorkehrungen sie hätte treffen müssen, damit das 
Praktikum später auch als Beitragszeit anerkannt würde und dies obwohl sie in engem 
Kontakt mit der ALK gestanden habe. Die Beschwerdegegnerin habe es in über vier 
Jahren versäumt, sie korrekt aufzuklären und darauf hinzuweisen, dass sie ein Formular 
hätte ausfüllen müssen bzw. sich in den Niederlanden um eine "Burgerservicenummer" 
hätte bemühen müssen. Auch sei sie trotz expliziter Nachfrage nie darüber aufgeklärt 
worden, was diese Nummer und was die "UVW Afd WW International" genau sei. Sollte 
das Praktikum letztlich wegen eines fehlenden Formulars nicht als Beitragszeit 
anzurechnen sein, habe die ALK dafür einzustehen, da diese diesbezüglich ihre Pflichten 
nach Art. 27 ATSG verletzt habe.

Die ALK hält dem entgegen, die Kritik, sie hätte anlässlich der Mitteilung, dass die 
Beschwerdeführerin in F.________ ein unentgeltliches Praktikum am D.________ 
absolviere, diese bereits im Jahr 2016 bezüglich der Beurteilung der Erfüllung der 
Beitragszeit in einer allfälligen Folgerahmenfrist informieren müssen, sei aus dem Recht 
zuweisen. In diesem Zusammenhang habe die Durchführungsstelle keinen 
entsprechenden Beratungsbedarf feststellen bzw. bei zumutbarer Aufmerksamkeit 
erkennen müssen.

Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin der ihr obliegenden Aufklärungs- 
und Beratungspflicht in genügender Weise nachgekommen ist.

8.2 Gemäss Art. 27 ATSG sind die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der 
einzelnen Sozialversicherungen verpflichtet, im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs die 
interessierten Personen über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären (Abs. 1). Jede Person 
hat Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten, 
wobei Art. 27 Abs. 1 ATSG eine allgemeine und permanente Aufklärungspflicht der 
Versicherungsträger und Durchführungsorgane stipuliert, die nicht erst auf persönliches 
Verlangen der interessierten Personen zu erfolgen hat (BGE 131 V 472 E. 4.1).

Die Aufklärung im Sinne von Art. 27 Abs. 1 ATSG ist dabei als allgemeine Information zu 
verstehen, während mit der Beratung im Sinne von Art. 27 Abs. 2 ATSG die 
einzelfallweise Information umschrieben wird (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 
2020, Art. 27 Rz. 2).

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8.3 Art. 27 Abs. 2 ATSG beschlägt ein individuelles Recht auf Beratung durch den 
zuständigen Versicherungsträger. Jede versicherte Person kann vom Versicherungsträger 
im konkreten Einzelfall eine unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten 
verlangen (BGE 131 V 472 E. 4.1). Sinn und Zweck der Beratungspflicht ist, die 
betreffende Person in die Lage zu versetzen, sich so zu verhalten, dass eine den 
gesetzgeberischen Zielen des jeweiligen Erlasses entsprechende Rechtsfolge eintritt 
(BGE 131 V 472 E. 4.3). Das Bundesgericht hat bisher offengelassen, wo die Grenzen der 
in Art. 27 Abs. 2 ATSG verankerten Beratungspflicht in generell-abstrakter Weise zu 
ziehen sind. Es hat jedoch entschieden, dass es auf jeden Fall zum Kern der 
Beratungspflicht gehört, die versicherte Person darauf aufmerksam zu machen, ihr 
Verhalten könne eine der Voraussetzungen des Leistungsanspruchs gefährden (BGE 131 
V 472 E. 4.3; vgl. zum Ganzen BGer 8C_438/2018 vom 10. August 2018 E. 3 mit weiteren 
Hinweisen). Die Beratungspflicht setzt nicht einen entsprechenden Antrag der versicherten 
Person voraus, sondern ist zu erfüllen, wenn die Versicherungsträgerin einen 
entsprechenden Beratungsbedarf feststellt (Kieser, a.a.O., Art. 27 Rz. 28).

8.4 Wie in den vorangehenden Erwägungen aufgezeigt, gebricht vorliegend die 
Anrechnung der Praktikumszeit als Beitragszeit nicht in erster Linie an der Tatsache, dass 
die Beschwerdeführerin keine "Burgerservicenummer" hatte oder dass sie ein Formular 
nicht eingereicht hatte, sondern daran, dass das Praktikum unentgeltlich war, also kein 
Lohn bezahlt wurde und folglich auch keine Beitragspflicht nach AVIG bestand. Selbst 
wenn sie also diesbezüglich ungenügend aufgeklärt oder beraten worden wäre, könnte die 
Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten.

8.5 Mit Schreiben vom 16. Juni 2016 informierte die ALK die Beschwerdeführerin 
ausführlich darüber, wie sich die Handhabung von Praktikumsarbeitsverhältnissen 
gestaltet und welche Folgen diese für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben 
können (BGer-Bf.act. 19). Sie schrieb: "Wird im Rahmen der Schadenminderungspflicht 
unter dem Titel „Praktikum“ eine ordentliche Erwerbstätigkeit aufgenommen, die nicht 
nach orts- und branchenüblichen Ansätzen entschädigt wird, ist für die Ermittlung der 
Kompensationszahlungen von orts- und berufsüblichen Ansätzen auszugehen. Der 
allfälligen Berechnung eines neuen versicherten Verdienstes in einer Folgerahmenfrist 
wird hingegen das tatsächlich erzielte Einkommen zu Grunde gelegt." Damit wurde die 
Beschwerdeführerin bereits in diesem Zeitpunkt darauf hingewiesen, dass die 
tatsächlichen Modalitäten des Praktikums am D.________ in allfälligen 
Folgerahmenfristen massgebend sein werden und sich auch dort allenfalls nachteilig 

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auswirken können, insbesondere auch die Unentgeltlichkeit. Es ist zudem ohne weiteres 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im damaligen Zeitpunkt umfassend 
darüber informiert worden war, was die Voraussetzungen zur Anspruchsbegründung sind, 
wozu die Erfüllung der (Mindest-)beitragszeit durch den Nachweis beitragspflichtiger 
Beschäftigungen innerhalb der (Beitrags-)Rahmenfirst gehört (vgl. u.a. Schreiben ALK 
vom 16. Juni 2016, BGer-Bf.act. 18). Gegenteiliges bringt die Beschwerdeführerin auch 
nicht vor. Es musste ihr klar sein, dass dies auch in einer Folgerahmenfrist der Fall sein 
würde und dann auch das Praktikum beim D.________ betreffen könnte. Entgegen der 
Ansicht der Beschwerdeführerin musste die ALK keinen weiteren Aufklärung- oder 
Beratungsbedarf bezüglich einer allfälligen offiziellen Anmeldung in den Niederlanden, die 
zum Erhalt der "Burgerservicenummer" und zu einem Anschluss an das dortige 
Sozialversicherungssystem geführt hätte, erkennen, auch nicht im Hinblick auf mögliche 
Folgerahmenfristen. Die Beschwerdeführerin hatte ihre Praktikumsstelle auch bereits 
angetreten, als sie sich bei der ALK meldete. Zudem ist gerade in Anbetracht der 
Ausbildung der Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass sie selbst in der Lage war 
zu klären, ob sie sich aufgrund ihres Praktikums bei den niederländischen Behörden 
anmelden musste oder nicht, eine Frage, die sich ihr auch unabhängig von der 
Arbeitslosenversicherung stellen musste. Bei dieser Ausgangslage ist davon auszugehen, 
dass die zuständigen Durchführungsorgane der Beschwerdegegnerin ihrer Auskunfts- und 
Beratungspflicht in Bezug auf das Praktikum am D.________ und dessen allfällige 
Auswirkungen auf eine Anspruchsberechtigung in genügender Weise nachgekommen 
sind.

9. Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin in der massgebenden 
Beitragsrahmenfrist vom 2. Juni 2016 bis 1. Juni 2018 eine ausgewiesene Beitragszeit von 
15 Monaten erfüllt. Damit besteht kein Anspruch auf mehr als die von der ALV bis zum 
22. Juni 2019 ausgerichteten 260 Taggelder. Es kann vorliegend auch keine Verletzung 
der Aufklärungs- und Beratungspflicht seitens der ALK erblickt werden. Folglich ist der 
angefochtene Einspracheentscheid zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

10. Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Eine 
Parteientschädigung kommt bei diesem Verfahrensausgang nicht zur Ausrichtung 
(Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (SECO), Bern.

Zug, 10. Mai 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am