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**Case Identifier:** ed497178-ba32-5570-b70c-17ce26072bb2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.11.2023 UV 2023/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-9_2023-11-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.01.2024

Entscheiddatum: 13.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 13.11.2023
Art. 6 UVG; Unfallbegriff; Leistungseinstellung ex nunc et pro futuro. Der 
vorliegende Schadensmechanismus (Rückwärtssalto aus 2-3 Metern Höhe in 
eine Schnitzelgrube, wobei der Sprung gestanden wurde, die Landung 
jedoch hart war) erfüllt den Unfallbegriff nicht. Dass die Landung durch die 
Schnitzel bloss wenig abgebremst wurde und hart ausfiel, stellt ein dem 
Kunstturnen inhärentes, übliches Risiko dar. Es liegen zwar (teilweise) 
Listenverletzungen vor, diese waren jedoch im Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung überwiegend wahrscheinlich vollständig abgeheilt. 
Entsprechend besteht keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über 
das Leistungseinstellungsdatum hinaus. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. 
November 2023, UV 2023/9).

Entscheid vom 13. November 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

UV 2023/9

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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gegen

AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 41, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war aufgrund ihrer Tätigkeit bei der B.___ seit 

dem 1. Juli 2020 bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 13. Juli 2020 meldete die 

Arbeitgeberin der AXA einen Nichtberufsunfall der Versicherten vom 7. Juli 2020. Sie 

habe von einer zwei Meter Erhöhung einen Rückwärtssalto in eine mit 

Schaumstoffkissen gefüllte Schnitzelgrube gemacht. Sie sei mit den Füssen voran in 

die Grube eingetaucht und durch die Schnitzel auf den Grund des Beckens 

aufgeschlagen. Dabei habe sie sofort einen starken Schmerz am linken Fuss gespürt 

(UV-act. A1).

A.a. 

Die Versicherte hatte sich am 8. Juli 2020 bei Dr. med. C.___, Fachärztin für 

Allgemeine Innere Medizin (stellvertretend für Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine 

Innere Medizin) vorgestellt. Dr. C.___ führte einen Röntgenuntersuch des linken oberen 

Sprunggelenks (OSG) durch, in welchem keine eindeutige ossäre Läsion erkennbar 

war. Die von ihr erhobenen Befunde beurteilte Dr. C.___ als mögliche Kontusion/ 

Distorsion der vorderen Syndesmose und des medialen Malleolus links; 

differentialdiagnostisch erwog sie eine Verletzung des OSG und/oder der Syndesmose, 

ein Bone Bruise, eine Binnenläsion oder eine Knorpelläsion (UV-act. M7-4 f.). Aufgrund 

der weiterhin anhaltenden Beschwerden konsultierte die Versicherte Dr. C.___ am 

10. Juli 2020 erneut, wobei beschlossen wurde, einen MRI-Untersuch des linken OSG 

durchzuführen (UV-act. M7-3). Dieser fand am 13. Juli 2020 in der Radiologie E.___ 

A.b. 

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statt. Im Bericht dazu hielt der untersuchende Radiologe fest, es würden eine 

geringgradige Zerrung der distalen Syndesmose, eine Zerrung des Ligamentum 

fibulotalare anterius am lateralen Bandapparat sowie eine Zerrung oder 

Kontusionierung des tiefen Deltabandes vorliegen. Überdies beständen 

Knochenmarködeme an der distalen Tibia im anterioren Randbereich der Gelenksfläche 

(gering) sowie am lateralen Talushals in erster Linie postkontusionell bedingt ohne 

Nachweis von Makrofrakturen. Es bestehe ein geringer OSG-Erguss. Die Sehnen seien 

intakt, die Sehnenscheide der Tibialis-posterior-Sehne sei etwas flüssigkeitsmarkiert 

als Zeichen einer leichten postentzündlichen Reizung (UV-act. M3). Am 14. Juli 2020 

besprach die Versicherte die MRI-Befunde mit Dr. med. F.___, Fachärztin für 

Allgemeine Innere Medizin (stellvertretend für Dr. D.___). Anlässlich dieser Konsultation 

erhob Dr. F.___ den Befund eines blanden OSG links. Es waren keine Schwellung und 

kein Hämatom mehr erkennbar. Die Versicherte gab subjektiv an, es gehe ihr sehr gut 

und sowohl die Schmerzen als auch die Schwellung am OSG seien regredient (UV-act. 

M7-2).

Am 11. September 2020 stellte sich die Versicherte erneut wegen Fussschmerzen 

bei Dr. D.___ vor. Objektiv waren anlässlich dieser Untersuchung keine Schwellung 

oder Rötung am OSG/Fuss links mehr erkennbar. Auch bestand keine Druckdolenz 

über dem Malleolus lateralis oder medialis. Es existierte nur noch eine geringe 

Druckdolenz im Bereich des Ligamentum fibulotalare anterius. Es lag kein erhöhter 

Talusvorschub oder eine erhöhte Lat. Aufklappbarkeit vor. Hingegen bestand eine 

deutliche Druckdolenz posterior am Malleolus lateralis im Verlauf der Sehne M. 

peroneus longus (wobei es sich gemäss den Angaben der Versicherten auch um den 

Ort der Schmerzen handelte; UV-act. M7-2). Aufgrund von anhaltenden Beschwerden 

suchte die Versicherte am 28. September 2020 erneut Dr. D.___ auf. Dieser erhob 

wiederum dieselben Befunde wie am 11. September 2020, mit der einzigen Ausnahme, 

dass nunmehr keine Druckdolenz im Bereich des Ligamentum fibulotalare anterius 

mehr vorlag, und erhob aktuell den Verdacht auf ein Peroneus longus Syndrom Fuss 

links (UV-act. M7-1). Er überwies die Versicherte zur Beurteilung und weiteren 

Abklärung an Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Klinik H.___ (UV-act. M2).

A.c. 

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Dr. G.___ hielt in seinem Bericht vom 10. November 2020 zur Untersuchung vom 

Vortag fest, klinisch zeige sich das Bild eines posterioren Impingements am OSG links. 

Er habe der Versicherten eine Infiltration von posterolateral mit Bupivacain und Depo-

Medrol vorgeschlagen (UV-act. M5). Am 13. Januar 2021 konsultierte die Versicherte 

Dr. G.___ – nachdem offenbar die geplante Infiltration durchgeführt worden war – 

erneut. Im Bericht zu dieser Untersuchung hielt Dr. G.___ eine weiterhin posterior am 

OSG bestehende Druckdolenz fest. Die Infiltration sei für eine gewisse Zeit und in 

gewissem Ausmass positiv gewesen. Somit sei die Diagnose eines posterioren 

Impingements sehr wahrscheinlich. Es bestehe die Möglichkeit, die 

physiotherapeutischen Übungen fortzusetzen und den weiteren Verlauf abzuwarten, 

oder eine posteriore Arthroskopie OSG/USG mit Débridement und Entfernung des Os 

trigonum durchzuführen (UV-act. M6). Am 22. Januar 2021 ersuchte die Klinik H.___ die 

AXA um Kostengutsprache für die vorerwähnte Operation (UV-act. M1), welche die 

AXA am 10. Februar 2021 erteilte (UV-act. A11). Am 19. Februar 2021 führte Dr. G.___ 

den Eingriff wie geplant in der Klink H.___ durch (vgl. dazu den Operationsbericht vom 

22. Februar 2021 [UV-act. M9] sowie den Austrittsbericht vom 27. Februar 2021 [UV-

act. M8]). Zur postoperativen Verlaufskontrolle vom 6. April 2021 hielt Dr. G.___ fest, es 

zeige sich ein protrahierter postoperativer Verlauf wobei die Versicherte noch 

belastungsabhängige Schmerzen sowie eine Überempfindlichkeit beim Beklopfen 

posterior-medial im Sinne eines beginnenden Tarsaltunnelsyndroms verspüre. Er gehe 

davon aus, dass die Tarsaltunnelsymptomatik aufgrund der noch verbleibenden 

Schwellung und des Reizzustandes bestehe (UV-act. M10). Nachdem eine weitere 

Infiltration nicht ergiebig gewesen war (vgl. UV-act. M11), wurde am 28. Mai 2021 

nochmals ein MRI-Untersuch des linken OSG der Versicherten durchgeführt. Dieser 

ergab ein kleinzystisches Ganglion, wahrscheinlich vom unteren Sprunggelenk (USG) 

ausgehend mit Ausbreitung nach dorsal entlang der kranialen Calcaneuskontur mit 

max. 2.7 cm Durchmesser, eine angrenzende Osteitis im Calcaneus sowie eine 

angrenzende entzündliche Reaktion auch im Kager fat pad. sowie eine diskrete Bursitis 

subachillea. Es konnte kein Korrelat für ein Tarsaltunnelsyndrom und/oder eine 

Haglundexostose festgestellt werden (UV-act. M30).

A.d. 

Am 31. Mai 2021 wurde die Versicherte zudem durch Dr. med. I.___, Facharzt für 

Neurologie, untersucht. Im Bericht vom 1. Juni 2021 hielt Dr. I.___ zu diesem Untersuch 

A.e. 

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fest, die Versicherte gebe Sensibilitätsstörungen im Bereich der Ferse links an sowie 

auch an der Innenseite des linken Fusses. Relevante motorische Defizite oder 

Reflexauffälligkeiten habe sie dagegen nicht. Messtechnisch seien der Nervus tibialis 

und der Nervus suralis links unauffällig. Lediglich der Nervus peroneus links zeige 

leichte axonale Veränderungen, aber auch hier ohne Hinweise auf ein 

Tarsaltunnelsyndrom. Die Veränderung des Nervus peroneus sei vermutlich im 

proximalen Verlauf auf Höhe des Fibulaköpfchens entstanden, ohne dass dort noch ein 

eindeutiger Leitungsblock vorhanden wäre. Die Schmerzen und Sensibilitätsstörungen 

an der linken Ferse seien dagegen ein lokales Phänomen. Vermutlich seien hier lokal 

die Hautnerven betroffen, während die Hauptnerven zumindest messtechnisch in 

Ordnung seien. Eine operative Neurolyse sei nicht indiziert (UV-act. M12).

Am 14. Juli 2021 stellte sich die Versicherte zu einer Zweitmeinung bei Dr. med. 

J.___, Chefarzt Fusschirurgie, Klinik K.___, vor. Dr. J.___ hielt im Bericht vom 15. Juli 

2021 zu dieser Untersuchung fest, es zeige sich klinisch hauptsächlich eine 

Tendinopathie der Tibialis posterior-Sehne bei Plattfuss-Konfiguration. Im MRI würde 

sich neben Entzündungszeichen der Tibialis posterior Sehne hauptsächlich eine 

Flüssigkeitskollektion im Bereich des dorsalen USG zeigen. Diese lasse sich in der 

klinischen Untersuchung jedoch nicht mit den Beschwerden in Einklang bringen. 

Entsprechend stehe die Tendinopathie im Vordergrund. Sie hätten insgesamt das 

vorliegende Verletzungsmuster der traumatisch bedingten Tendinopathie der Tibialis 

posterior Sehne bei Plattfusskonfiguration und die Therapieoptionen besprochen. Da 

bisher keine spezifische Therapie für die Tibialis posterior-Sehne durchgeführt worden 

sei, hätten sie Physiotherapie mit lokalanalgetischen und antiphlogistische 

Massnahmen, Ultraschall, Elektrotherapie und gegebenenfalls Taping vereinbart. 

Zudem habe er orthopädische Masseinlagen mit medialer Abstützung und 

Fersenführung rezeptiert (UV-act. M13).

A.f. 

Am 9. September 2021 konsultierte die Versicherte erneut Dr. J.___. In seinem 

Sprechstundenbericht hielt Dr. J.___ fest, es zeige sich ein moderates Ansprechen der 

Schuheinlagen-Versorgung. Insgesamt würden jedoch weiterhin zwei 

Schmerzcharakteristiken persistieren, einmal der retromalleolär empfundene Schmerz 

am ehesten assoziiert mit der Tibialis posterior-Sehne und zudem der diffuse Schmerz 

im Bereich des Rückfusses, welcher durch forcierte Dorsalextension provoziert werden 

A.g. 

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könne. Die vorliegenden radiologischen Bilder würden keine klare Ursache für die im 

Rückfuss empfunden Beschwerden geben, weshalb ein CT veranlasst werde (UV-act. 

M14). Am 23. September 2021 fand im Kantonsspital L.___, Nuklearmedizin, ein CT-

Untersuch des OSG links statt. Im Bericht vom 27. September 2021 hielt Dr. med. 

M.___ fest, im Bereich des hinteren USG würden sich noch 

Knochenstoffwechselsteigerungen, hinweisend auf einen persistierenden 

postoperativen Reizzustand, insbesondere auch im Bereich des operativ entfernten Os 

trigonum, zeigen. Die Situation im Bereich der Tibialis-posterior-Sehne sei hinsichtlich 

Verklebung methodisch bedingt nicht beurteilbar. Darüber hinaus würden keine 

Hinweise auf weitere Pathologien vorliegen (UV-act. M26).

Am 22. Oktober 2021 beurteilte Dr. med. N.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie, im Auftrag der AXA den Fall der Versicherten. Er kam zu dem Schluss, die 

Versicherte habe bei dem Ereignis eine schwere OSG Distorsion links mit 

Kapselbandläsion und Bone Bruise erlitten. Diese Verletzungen seien zwischenzeitlich 

abgeklungen und hätten keine Operation benötigt. Die geklagten Beschwerden hätten 

somit (zumindest vorerst) in einem kausalen Zusammenhang zu dem Ereignis vom 

7. Juli 2020 gestanden. Die Gesundheit der Versicherten sei aber schon vor dem 

Ereignis beeinträchtigt gewesen. Gemäss Unterlagen bestehe eine Tendinopathie der 

Tibialis posterior Sehne links bei Plattfusskonfiguration. Dazu sei ein Os trigonum links 

vorhanden gewesen, das zwischenzeitlich entfernt worden sei. Der Status quo sine sei 

spätestens zum Zeitpunkt der OSG-Arthroskopie links am 19. Februar 2021 erreicht 

worden. Bei diesem Eingriff sei ausschliesslich der Vorzustand behandelt worden. Die 

Operation sei nicht unfallkausal gewesen. Jetzt würden noch neurologische Probleme 

am OSG links vorliegen, wohl als Folge der durchgeführten OSG Arthroskopie. Dazu 

werde der Vorzustand, die Plattfusskonfiguration, mit Einlagen behandelt. Durch das 

Ereignis vom 7. Juli 2020 sei es nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer 

Verschlimmerung des Vorzustands gekommen (UV-act. M15).

A.h. 

Mit Schreiben vom 4. November 2021 informierte die AXA die Versicherte darüber, 

dass ihre Beschwerden – gestützt auf die Beurteilung von Dr. N.___ – überwiegend 

wahrscheinlich nicht mehr in einem kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 

7. Juli 2020 stehen würden. Deshalb bestehe ab dem 20. Februar 2021 kein Anspruch 

auf Versicherungsleistungen mehr. Da ihr Leistungsentscheid auf einer rückwirkend 

A.i. 

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durchgeführten Beurteilung beruhe, verzichte sie kulanterweise auf die Rückforderung 

der bereits erbrachten Leistungen (UV-act. A20).

Am 11. November 2021 teilte die Versicherte der AXA telefonisch mit, dass sie mit 

der Leistungseinstellung nicht einverstanden sei und eine anfechtbare Verfügung 

verlange. Sie werde noch eine Stellungnahme ihres behandelnden Arztes einreichen 

(UV-

act. A21).

A.j. 

Am 16. Dezember 2021 konsultierte die Versicherte erneut Dr. J.___. Im 

Sprechstundenbericht vom 17. Dezember 2021 hielt dieser fest, die Infiltration hätte nur 

für wenige Stunden gewirkt. Die Versicherte sei nun entschlossen, den operativen 

Eingriff durchzuführen (UV-act. M19). Am 17. Dezember 2021 ersuchte die Klinik K.___ 

die AXA um Kostengutsprache für eine neuerliche Arthroskopie des linken Rückfusses 

mit einem Débridement und gegebenenfalls einem Abtragen des Flexor-hallucis-longus 

(FHL) bei den Diagnosen eines dorsalen Impingements OSG/USG, gegebenenfalls 

FHL-Impingement, symptomatisches Ganglion und Reizung der Tibialis posterior-

Sehne (UV-act. M18). Noch am selben Tag teilte die AXA der Klinik K.___ mit, dass eine 

Leistungspflicht ihrerseits für den entsprechenden Fall abgelehnt worden sei (UV-act. 

A25). Am 22. Dezember 20221 führte Dr. J.___ bei der Versicherten die geplante 

Arthroskopie des linken Rückfusses mit Débridement von Narbengewebe posterior des 

USG und einer Synovektomie OSG/USG sowie eine offene Inspektion der Tibialis 

posterior-Sehne durch. Im OP-Bericht vom 27. Dezember 2021 hielt er fest, die Tibialis 

posterior-Sehne habe sich intakt und normal dargestellt; es habe sich einzig eine 

minimale Synovitis gezeigt (UV-act. M21).

A.k. 

Mit E-Mail vom 28. Dezember 2021 (UV-act. A26) liess die Versicherte der AXA eine 

Stellungnahme von Dr. J.___ vom 23. Dezember 2021 zukommen. Darin hielt dieser 

unter anderem fest, entgegen seinem früheren Bericht vom 14. Juli 2021 bestehe 

lediglich eine angedeutete Plattfusskonfiguration und habe sich die Vermutung einer 

Tendinopathie der Tibialis posterior-Sehne im Verlauf nicht bestätigt. Die Arthroskopie, 

die er am 22. Dezember 2021 durchgeführt habe, habe eindeutige Narbenbildungen im 

Bereich des OSG-/USG-Gelenkkomplexes posterior gezeigt. Diese seien kompatibel 

mit der vorher durchgeführten arthroskopischen Operation, aber auch im Rahmen des 

A.l. 

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B.  

erlittenen Traumas. Diese Narbengewebe könnten erfahrungsgemäss durchaus zu 

Problemen führen, dies entweder in Dorsalextension (Traktionszug) oder auch in 

Plantarflexion. Die intraoperative Inspektion der Tibialis posterior-Sehne habe eine 

völlig normal aussehende Tibialis posterior-Sehne ergeben, mit höchstens leichter 

Synovitis-Reaktion in der Umgebung. Insgesamt bestehe für ihn aufgrund dieser teils 

korrigierten und teils neuen Angaben kein Zweifel, dass die Beschwerden der 

Versicherten rein posttraumatischer Natur seien (UV-act. M20).

Am 5. Januar 2021 nahm Dr. N.___ im Auftrag der AXA nochmals zum Fall der 

Versicherten Stellung, insbesondere zu den medizinischen Einwänden von Dr. J.___. 

Dabei kam er zu dem Schluss, dass diese zu keiner Änderung seiner ursprünglichen 

Einschätzung führen würden. Insbesondere seien sowohl anlässlich der 

Erstuntersuchung am 8. Juli 2020 als auch im MRI-Untersuch vom 13. Juli 2020 keine 

pathologischen Befunde im posterioren Bereich des linken Fusses der Versicherten 

erhoben worden. Erst zu einem späteren Zeitpunkt seien Beschwerden posterior 

lokalisiert worden (UV-act. M22).

A.m. 

Mit Verfügung vom 12. Januar 2022 stellte die AXA die Versicherungsleistungen – 

gestützt auf die Beurteilungen von Dr. N.___ (UV-act. M15 und M22), wonach zwischen 

den geklagten Beschwerden und dem Ereignis vom 7. Juli 2020 kein 

Kausalzusammenhang (mehr) bestehe – per 19. Februar 2021 ein und verzichtete 

gleichzeitig auf die Rückforderung der bisher erbrachten Leistungen (UV-act. A29).

A.n. 

Dagegen erhob die Versicherte am 14. Februar 2022 fristgerecht (vgl. UV-act. 

A47-4 Ziff. 2.1) Einsprache. Sie beantragte sinngemäss die weitere Ausrichtung der 

Versicherungsleistungen über den 19. Februar 2021 hinaus (UV-act. A34). Ihrer 

Einsprache legte sie einen Versicherungsbericht von Dr. J.___ vom 14. Februar 2022 

bei, in welchem sich dieser nochmals für die Unfallkausalität der linksseitigen OSG-

Beschwerden aussprach (UV-act. M23).

B.a. 

Am 29. November 2022 beurteilte Dr. med. O.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, den Fall der Versicherten im Auftrag der AXA nochmals. 

Dabei kam er im Wesentlichen zu dem Schluss, dass hinsichtlich der partiellen Ruptur 

B.b. 

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C.  

des medialen Ligamentum deltoideum und der Zerrung des Ligamentum fibulotalare 

anterius links unfallähnliche Körperschädigungen im Sinne einer Listenverletzung 

vorliegen würden. Diese seien überwiegend wahrscheinlich nach zwei Monaten 

abgeheilt gewesen. Aus den Stellungnahmen von Dr. J.___ (UV-act. M20 und M23) 

könne nicht überwiegend wahrscheinlich abgeleitet werden, dass mit den operativen 

Eingriffen vom 19. Februar und 22. Dezember 2021 unfallkausale Folgen behandelt 

worden seien (UV-act. M33).

Mit Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2022 wies die AXA die Einsprache 

der Versicherten ab. Zur Begründung führte sie an, das Ereignis vom 7. Juli 2020 würde 

den Unfallbegriff nicht erfüllen. Es würden zwar Listenverletzungen (Bandläsionen) 

vorliegen, diese seien gemäss Einschätzung von Dr. O.___ aber spätestens am 

11. September 2020 abgeheilt gewesen. Demnach bestehe ab diesem Zeitpunkt, 

spätestens aber ab dem 19. Februar 2021, kein Anspruch auf Versicherungsleistungen 

mehr (UV-act. A47).

B.c. 

Am 1. Februar 2023 erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

Beschwerde gegen den vorerwähnten Einspracheentscheid (act. G 1). Sie erklärte, mit 

dem Einspracheentscheid der AXA (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) nicht 

einverstanden zu sein; ihrer Ansicht nach lägen ein Unfallereignis und auch eine 

unfallähnliche Körperschädigung vor. Entsprechend beantragte sie sinngemäss, die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr (auch über den 19. Februar 2021 hinaus) 

die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (act. G 1.1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 29. März 2023 auf eine 

ausführliche Beschwerdeantwort und verwies stattdessen auf die Ausführungen im 

angefochtenen Einspracheentscheid. Zudem hob sie zusammenfassend nochmals die 

aus ihrer Sicht wichtigsten Punkte ihrer Argumentation hervor (act. G 4).

C.b. 

Mit Replik vom 2. Juni 2023 hielt die Beschwerdeführerin weiterhin daran fest, 

dass ein Unfall im Rechtssinne vorliege und dieser für die operativ korrigierte 

Beeinträchtigung ursächlich gewesen sei (act. G 8).

C.c. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungen aus 

der obligatorischen Unfallversicherung betreffend das Ereignis vom 7. Juli 2020 bzw. 

die linksseitige OSG-Problematik der Beschwerdeführerin zu Recht per 19. Februar 

2021 eingestellt hat.

2.  

Mit Schreiben vom 27. Juni 2023 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer ausführlichen Duplik. Sie hielt indessen weiterhin daran fest, dass es 

sich beim Ereignis vom 7. Juni 2020 nicht um einen Unfall im Rechtssinne gehandelt 

habe, dass die unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne von Bandläsionen im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung abgeheilt gewesen seien und dass selbst bei 

Erfüllung des Unfallbegriffs die Leistungen nach dem 19. Februar 2021 mangels 

Kausalität nicht mehr zu übernehmen wären. Entsprechend beantragte sie die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 10).

C.d. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.1. 

Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei 

folgenden, abschliessend aufgezählten (vgl. André Nabold, N 42 zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 61 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]), Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder 

Erkrankung zurückzuführen sind: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; 

2.2. 

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3.

Vorderhand kann demnach festgehalten werden, dass das Vorgehen der 

Beschwerdegegnerin (rückwirkende Leistungseinstellung bei gleichzeitigem Verzicht 

auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen, d. h. mit Wirkung ex nunc et 

pro futuro) im Grundsatz nicht zu beanstanden ist. Zu prüfen ist nachfolgend die 

c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; 

h. Trommel-fellverletzungen.

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt jedoch 

nur zur Anwendung, wenn es sich als unmöglich erweist, aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b m. w. H. ; Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. April 2017, 8C_794/2016, E. 4.3.1 m. w. H.; RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 327 E. 1). Die Beweislast für das Vorliegen eines Unfallereignisses und/oder 

einer unfallähnlichen Körperschädigung liegt nach Gesagtem bei der den Anspruch 

erhebenden Person (BGE 116 V 140 f. E. 4b m. w. H.; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Der 

Unfallversicherer trägt hingegen die Beweislast insbesondere in Bezug auf den 

Nachweis einer vorwiegend krankhaften oder degenerativen Verursachung einer 

Listendiagnose (sog. Entlastungsbeweis; vgl. BGE 146 V 64 E. 8.2.2).

2.3. 

Der Versicherungsträger kann die – einmal gewährten – vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggelder) "ex nunc et pro futuro" einstellen, 

ohne dass dafür ein Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund vorliegen muss. Dies z. B. 

mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor, oder 

der Kausalzusammenhang zwischen Unfall und dem leistungsbegründenden 

Gesundheitsschaden sei dahingefallen. Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend 

erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine Leistungen zurückfordern will (Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. September 2019, 8C_22/2019, E. 3).

2.4. 

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Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung im vorliegenden Fall bzw. der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf Versicherungsleitungen über den 19. Februar 2022 hinaus.

4.

Zunächst ist zu beurteilen, ob eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gestützt 

auf Art. 6 Abs. 1 UVG besteht bzw. überhaupt jemals bestand. In diesem 

Zusammenhang ist zu prüfen, ob sich am 7. Juli 2020 ein Unfall im Rechtssinne 

ereignet hatte, und dabei insbesondere, ob von einem ungewöhnlichen äusseren 

Faktor im Sinne von Art. 4 ATSG gesprochen werden kann.

Die leistungsansprechende Person muss – im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht 

(vgl. dazu vorstehende E. 2.3) – die einzelnen Umstände, die zu einem Unfall geführt 

haben, nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Kommt sie dieser Forderung 

nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, 

die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen 

lassen, ist der Unfallversicherer nicht leistungspflichtig. Zur Glaubhaftmachung eines 

Unfalls genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise 

auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete 

Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten/

Informationen namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage 

versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild zu machen und diese in objektiver 

Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen 

Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind (vgl. zum Ganzen: Rumo-Jungo/Holzer, 

a. a. O., S. 29 m. w. H.; BSK UVG-Hofer, N 9 zu Art. 6; BGE 114 V 305 E. 5b m. w. H.).

4.1. 

Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Unfall- 

bzw. Ereignishergang wird in der Praxis auf die Beweismaxime abgestellt, wonach die 

sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" kurze Zeit nach dem Ereignis in 

der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst 

oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder 

anderer Art beeinflusst sein können. Diese Beweisregel kommt jedoch ebenfalls nur 

dann zur Anwendung, wenn der Sachverhalt nicht auf andere Weise mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt werden kann (BSK UVG-

Hofer, N 10 zu Art. 6; KOSS UVG-Nabold, N 10 f. zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, 

a. a. O., S. 29 f.; BGE 121 V 47 E. 2a m. w. H.; Urteil des Bundesgerichts vom 18. 

September 2018, 8C_470/2018, E. 4.1 m. w. H.).

4.2. 

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5.  

Für die Erfüllung des Unfallbegriffs hat ein ungewöhnlicher äusserer Faktor 

vorzuliegen. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er nicht mehr im Rahmen 

dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Ob dies 

zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in 

Betracht fallen. Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen 

selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist insoweit, ob bzw. dass 

der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 

134 V 76 ff. E. 4.1 und 4.3.1, 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je m. w. H.; RKUV 2000 

Nr. U 368 E. 2b m. w. H.; Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2009, 

8C_718/2009, E. 6.1 m. w. H.). Die Ungewöhnlichkeit kann in einer unkoordinierten 

Eigenbewegung, d. h. einer programmwidrigen oder sinnfälligen Störung des 

natürlichen Ablaufs der körperlichen Bewegung, bestehen, wie beispielsweise in einem 

Sturz, Stolpern oder Ausgleiten, in einer reflexartigen Abwehrbewegung oder in einem 

Anstossen (KOSS UVG-Nabold, N 32 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 37 zu Art. 6; Alfred 

Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 1989, S. 176 f.; Rumo-Jungo/

Holzer, a. a. O., S. 40).

4.3. 

Bei einer Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 

E. 2.2 m. w. H.). Hingegen ist bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinn dann 

anzunehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 1992 

Nr. U 156 S. 258). Wenn sich lediglich das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko 

einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist 

auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der 

Ausführung sich aber in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 

185 E. 4.4).

4.4. 

In der Unfallmeldung gab die Beschwerdeführerin zum Ereignishergang an, sie 

habe einen Salto rückwärts von einer zwei Meter Erhöhung in eine Schnitzelgrube 

gemacht. Sie sei mit den Füssen voran in die Grube eingetaucht und durch die 

Schnitzel hindurch auf dem Grund des Beckens aufgeschlagen. Dabei habe sie sofort 

einen starken Schmerz am linken Fuss gespürt (UV-act. A1). In ihrem Eintrag zur 

Erstkonsultation vom 8. Juli 2020 schrieb Dr. C.___, die Beschwerdeführerin habe 

berichtet, am Vortag aus drei Metern Höhe in eine Schnitzelgrube gesprungen zu sein. 

Die Schnitzel würden zwar normalerweise einen solchen Sprung auffangen, sie sei aber 

mit dem linken Fuss dennoch relativ ungebremst auf dem harten Boden gelandet und 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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habe diesen vermutlich nach oben umgeknickt, wobei sie sofort starke Schmerzen 

verspürt habe, auch mit Übelkeit (UV act. M7 4). Dr. G.___ führte in ihrem Bericht zur 

Untersuchung vom 9. November 2020 hinsichtlich der Anamnese aus, die 

Beschwerdeführerin sei nach einem Salto von etwa zwei bis drei Metern Höhe hart auf 

dem nicht so gut gepolsterten Matratzenplatz gelandet. Initial seien sofort eine akute 

Schwellung und Schmerzen aufgetreten (UV-act. M5). Dr. J.___ hielt in seinem Bericht 

vom 15. Juli 2021 fest, die Beschwerdeführerin habe berichtet, im Juli 2020 beim 

Kunstturnen von einem ca. drei Meter hohen Gegenstand in eine Grube gesprungen zu 

sein. Diese sei entgegen ihrer Annahme unzureichend ausgepolstert gewesen, sodass 

sie letztlich auf einem harten Untergrund gelandet sei. Dabei habe sie ein ausgeprägtes 

axiales Stauchungstrauma ihres linken Fusses erlitten (UV-act. M13). Im Bericht vom 

23. Dezember 2021 notierte Dr. J.___, die Beschwerdeführerin habe am 7. Juli 2020 ein 

eindeutiges, schwerwiegendes, hoch energetisches Trauma am linken Fuss erlitten, als 

sie aus ca. zwei Metern Höhe einen Rückwärtssalto gemacht habe und in einer 

Schnitzelgrube axial auf ihrem Fuss gelandet sei. Es habe sich offensichtlich nicht um 

ein Distorsionstrauma gehandelt. Es seien sofort heftige Schmerzen aufgetreten und 

die Beschwerdeführerin sei nicht mehr in der Lage gewesen, den Fuss zu belasten (UV-

act. M20-1). In seinem Bericht vom 14. Februar 2022 schrieb Dr. J.___ überdies, die 

Landung sei "heftig mit maximaler Dorsalextension" erfolgt. Dabei habe die 

Beschwerdeführerin intensive Schmerzen im ganzen Rückfuss verspürt und habe 

schmerzbedingt nicht mehr korrekt auftreten können (UV-act. M23-1).

Die Schilderungen des Ereignishergangs stimmen im Wesentlichen überein. Einzig 

Dr. G.___ erwähnt in seinem Bericht einen Matratzenplatz statt einer Schnitzelgrube 

(UV-act. M5). Im Ergebnis ist aber davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

von einer zwei bis drei Meter erhöhten Stelle einen Rückwärtssalto in eine 

Schnitzelgrube ausführte. Dabei stand sie die Landung zwar, traf aber hart auf dem 

Boden auf. Aus den Schilderungen des Ereignishergangs gehen somit keine Hinweise 

auf einen äusseren Faktor im Sinne einer unkoordinierten Eigenbewegung hervor. 

Insbesondere ist die Beschwerdeführerin beim Sprung nicht gestürzt, ausgerutscht, hat 

sich nicht angestossen oder Ähnliches. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass 

ein möglicherweise erfolgtes Um- bzw. Abknicken bzw. eine Distorsion bei der 

Landung von der Beschwerdeführerin zwar gegenüber Dr. C.___ erwähnt wurde (UV-

act. M7 4), aufgrund der bloss geäusserten Vermutung jedoch nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen ist, zumal auch Dr. J.___ in seinem Bericht vom 

23. Dezember 2021 von einer axialen Landung ausging und ein Distorsionstrauma 

explizit ausschloss (UV-act. M20 1). Nach dem Gesagtem ist davon auszugehen, dass 

die Beschwerdeführerin die sportliche Übung (Rückwärtssalto aus erhöhter Lage in die 

5.2. 

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Schnitzelgrube) erfolgreich ausgeführt und den Sprung gestanden hat. Insofern ist 

nicht von einem ungewöhnlichen äusseren Faktor auszugehen.

Auch das eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) hatte in einem 

vergleichbaren Fall (in dem der betroffene Versicherte im Rahmen einer Turnvorführung 

einen Rückwärtssalto aus ca. 1.60 Meter Höhe vollführt hatte und "etwas zu tief" auf 

einer weichen, ca. 40 Zentimeter dicken Matte gelandet war, wobei er einen 

stechenden Schmerz verspürte) einen ungewöhnlichen äusseren Faktor verneint. Zur 

Begründung hielt das EVG fest, die bloss etwas zu tiefe Ausführung eines Saltos mit 

der Folge einer ebensolchen Landung in der Hockestellung, statt gestreckt mit 

anschliessendem Abfedern auf der circa 40 Zentimeter dicken Matte, vermöge das 

Kriterium eines ungewöhnlichen äusseren Faktors für sich allein nicht zu erfüllen. Es 

handle sich, wenn auch im Sinne eines Grenzfalls, noch um einen in der betreffenden 

Sportart üblichen Umstand (Urteil des EVG vom 21. September 2001, U 134/00, E. 2). 

Das von der Beschwerdeführerin im konkreten Fall beschriebene harte Aufschlagen auf 

dem Boden nach einem im Übrigen programmmässig verlaufenen Sprung in eine 

Schnitzelgrube stellt demnach ein dem Kunstturnen inhärentes, übliches Risiko und 

ebenfalls keinen ungewöhnlichen äusseren Faktor dar. Vielmehr musste die 

Beschwerdeführerin mit einem harten Aufschlag auf dem Boden rechnen, zumal es 

sich bei diesem um ihr subjektives Empfinden handelt und die effektiv erfolgte 

Krafteinwirkung nicht mehr rekonstruiert werden kann.

5.3. 

Soweit die Beschwerdeführerin beschwerdeweise (zumindest implizit) geltend 

macht, die Schnitzelgrube sei ungenügend bzw. mangelhaft gewesen (es sei möglich, 

dass es genau an dem Ort, an dem sie gelandet sei, zu wenig Schnitzel gehabt habe 

[act. G 1]), ist festzuhalten, dass ein solcher Sachverhalt zwar grundsätzlich möglich 

erscheint, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt ist. Dies, zumal die 

Beschwerdeführerin einen Mangel der Schnitzelgrube erst im Rahmen des 

vorliegenden Verfahrens geltend gemacht hat. Demnach kann nicht ausgeschlossen 

werden, dass dieses Vorbringen – direkt oder indirekt – von Überlegungen 

versicherungsrechtlicher Art beeinflusst ist/war, womit darauf nicht abgestellt werden 

kann (vgl. zur Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" vorstehende E. 4.2).

5.4. 

Das Auftreten von Schmerzen als solches – wie dies offenbar auch vorliegend bei 

der Beschwerdeführerin der Fall gewesen war, als sie nach dem Rückwärtssalto (hart) 

auf dem Boden landete – stellt ebenfalls keinen äusseren (schädigenden) Faktor im 

Sinne der Rechtsprechung dar (vgl. BGE 129 V 470 E. 4.2.1).

5.5. 

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6.

Es bleibt zu prüfen, ob – wie die Beschwerdeführerin geltend macht – Listendiagnosen 

im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegen und mithin gestützt auf diese Bestimmung 

eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über den 19. Februar 2021 hinaus in 

Frage kommt.

Nach Gesagtem erfüllt das geschilderte Ereignis vom 7. Juli 2020 den Unfallbegriff 

nach Art. 4 ATSG nicht und besteht keine bzw. bestand nie eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG.

5.6. 

Den vorliegenden Akten kann Folgendes entnommen werden: Die 

Röntgenuntersuchung des OSG der Beschwerdeführerin am 8. Juli 2021 durch Dr. 

C.___ ergab keine ossären Läsionen (UV-act. M7-4). Anlässlich der MRI-Untersuchung 

vom 13. Juli 2020 wurden sodann folgende Befunde erhoben: Geringgradige Zerrung 

der distalen Syndesmose; Zerrung des Ligamentum fibulotalare anterius (vorderes 

Aussenband) am lateralen Bandapparat sowie Zerrung oder Kontusionierung des tiefen 

Deltabandes. Knochenmarködeme an der distalen Tibia im anterioren Randbereich der 

Gelenksfläche (gering) sowie am lateralen Talushals in erster Linie postkontusionell 

bedingt ohne Nachweis von Makrofrakturen. Geringer OSG-Erguss. Intakte Sehnen, 

etwas flüssigkeitsmarkierte Sehnenscheide der Tibialis-posterior-Sehne als Zeichen 

einer leichten postentzündlichen Reizung (UV-act. M3).

6.1. 

Die im MRI-Untersuch am 13. Juli 2020 festgestellten Zerrungen des vorderen 

Aussen  sowie des tiefen Deltabands (UV-act. M3) stellen unbestrittenermassen 

Listendiagnosen i. S. v. Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG dar. Ob die überdies objektivierte 

Zerrung der Syndesmose ebenfalls als Listendiagnose i. S. v. Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG zu 

qualifizieren ist (was von Dr. O.___ in seiner Beurteilung vom 29. November 2022 

verneint worden war, vgl. UV-act. M33-15), kann offenbleiben, da der Entscheid nicht 

anderes ausfällt, wenn nachfolgend zu Gunsten der Beschwerdeführerin in dieser 

Hinsicht vom Vorliegen einer Listendiagnose ausgegangen wird. Knochenbrüche und 

Sehnenrisse (Art. 6 Abs. 2 lit. a und f UVG) wurden bildgebend in der 

Röntgenuntersuchung vom 8. Juli 2020 bzw. dem vorerwähnten MRI-Untersuch vom 

13. Juli 2020 ausgeschlossen (UV-act. M7-4 und M3). Auch liegen keine Hinweise auf 

Verrenkungen von Gelenken (lit. b) oder Muskelläsionen (lit. d und e) vor, zumal unter 

einer Gelenksverrenkung rechtsprechungsgemäss lediglich (vollständige) Luxationen zu 

verstehen sind und insbesondere Distorsionen nicht darunter subsumiert werden 

können (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Februar 2009, 8C_1000/2008, E. 2.3 m. w. 

H.; vgl. zum Ausschluss einer Distorsion im vorliegenden Fall aber bereits vorstehende 

6.2. 

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E. 5.2). Soweit Dr. J.___ in seinem Versicherungsbericht vom 14. Februar 2022 geltend 

macht, es hätten sich in den MRI-Aufnahmen vom 13. Juli 2020 überdies 

Flüssigkeitsansammlungen, die einer Blutung oder einem Ödem in den Weichteilen 

posterior entsprechen würden, und ein periostales Ödem entlang der posterioren 

distalen Tibiafläche gezeigt (UV-act. M23-2), handelt es sich dabei klarerweise nicht um 

Listenverletzungen i. S. v. Art. 6 Abs. 2 UVG, weshalb nicht weiter geprüft werden 

muss, ob solche Pathologien auf den MRI-Aufnahmen tatsächlich zu sehen waren (die 

entsprechende Argumentation war von Dr. O.___ in seiner Beurteilung vom 

29. November 2022 als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet worden [UV-act. M33-19]).

Dem Operationsbericht vom 24. Februar 2021 von Dr. G.___ (UV-act. M9) können 

ebenfalls keine Hinweise auf anderweitige Listenverletzungen entnommen werden. Der 

Vollständigkeit halber ist zudem festzuhalten, dass auch im späteren MRI-Untersuch 

vom 28. Mai 2021 (UV-act. M30) lediglich ein kleinzystisches Ganglion sowie ein Reiz-/ 

Entzündungszustand und mithin keine anderweitigen allfälligen Listenverletzungen 

festgestellt worden sind. Somit sind einzig Bänderzerrungen als Listendiagnosen i. S. v. 

Art. 6 Abs. 2 UVG überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen.

6.3. 

Zu prüfen ist demnach nachfolgend, ob die Bänderzerrungen im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung vollständig abgeheilt waren und dieser somit nicht im Wege 

standen.

6.4. 

Dr. N.___ führte in seiner Beurteilung vom 22. Oktober 2021 hinsichtlich der 

erlittenen Kapselbandläsion aus, diese sei zwischenzeitlich abgeklungen und benötige 

keine Operation. Der Status quo (Gesundheitszustand, wie er sich auch ohne das 

Ereignis vom 7. Juli 2020 dargestellt hätte) sei spätestens im Zeitpunkt der OSG-

Arthroskopie am 19. Februar 2021 erreicht gewesen (UV-act. M15). Dr. O.___ hielt in 

seiner Beurteilung vom 29. November 2022 fest, aufgrund der im Eintrag vom 

11. September 2020 von Dr. D.___ in der Krankengeschichte der Beschwerdeführerin 

festgehaltenen Befunde bzw. Lokalisation der Beschwerden (posterolateral 

retromalleolär im Verlauf der peroneus-longus-Sehne; UV-act. M25) sei davon 

auszugehen, dass die mediale Fussseite zu diesem Zeitpunkt nicht mehr 

symptomatisch gewesen sei, entsprechend einer spontanen Ausheilung des 

Deltabands innerhalb von zwei Monaten (UV-act. M33 16).

6.4.1. 

In Übereinstimmung mit den vorerwähnten Einschätzungen der Dres. N.___ und 

O.___ entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass im Allgemeinen 

Bänderzerrungen (ohne eigentlichen Riss) selbstlimitierend sind und innert weniger 

Wochen bis Monate vollständig abheilen (Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

6.4.2. 

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Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 412, 1097; vgl. auch: <https://

www.traumazentrum.ch/ sprunggelenk-baenderriss/> [zuletzt besucht am 

5. September 2023]). Eine solche medizinische Erfahrungstatsache darf im Rahmen 

des im Sozialversicherungsrecht zur Anwendung gelangenden 

Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden (Thomas Locher/Thomas Gächter, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.). Dies hat 

insbesondere für den Nachweis des Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen zu 

gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen Zustand handelt, welcher sich häufig 

nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 

60/02, E. 2.2). Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d. h. auf 

medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine 

Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich 

eben als solche präsentieren. Vorliegend sind keine Umstände ersichtlich, welche auf 

eine aussergewöhnlich lange Heilungsdauer schliessen lassen würden. Insbesondere 

hatte auch Dr. G.___ in seinem Bericht zur Operation vom 19. Februar 2021 (UV-act. 

M9) keine Bänderläsionen (mehr) erwähnt, was darauf schliessen lässt, dass diese 

spätestens zu diesem Zeitpunkt abgeheilt gewesen waren. Mithin kann überwiegend 

wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass die Bänderzerrungen der 

Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (19. Februar 2021; rund 

sechs Monate nach dem Ereignis vom 7. Juli 2020) vollständig abgeheilt gewesen 

waren und dieser somit nicht entgegenstanden.

Demnach konnte die Operation vom 19. Februar 2021 (UV-act. M9) nicht der 

Wiederherstellung bzw. Heilung der Listenverletzungen (Bänderläsionen) gedient 

haben. Dies wird von der Beschwerdeführerin bzw. deren behandelnden Ärzten auch 

nicht geltend gemacht. Vielmehr ist unbestritten, dass die Operation primär der 

Resektion des (als Ursache der Beschwerden angesehenen/vermuteten) Os trigonum/

Processus posterior tali links gedient hatte. Zwar wurde bei der Operation (offenbar 

vorbereitend) auch ein Débridement im Bereich des posterioren USG durchgeführt, 

d. h. Gewebe entfernt. Damit für dieses Vorgehen eine Leistungspflicht seitens der 

Beschwerdegegnerin bestehen würde, müsste das überschüssige Gewebe eine 

(sekundäre) Folge der erlittenen Listenverletzungen (Bänderläsionen) sein. Dr. J.___ 

machte in seinen Versicherungsberichten vom 23. Dezember 2021 (UV-act. M20) und 

14. Februar 2022 (UV-act. M23) lediglich eine (direkte) Unfall /Ereigniskausalität der 

geklagten Beschwerden bzw. des Narbengewebes geltend, nicht aber, dass die 

Entstehung des Narbengewebes auf die erlittenen Bänderläsionen zurückzuführen 

wäre. Da die Bänderläsionen allesamt im Bereich des oberen (und nicht des unteren) 

Sprunggelenks und zudem im anterioren und nicht im posterioren Bereich des Fusses 

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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lokalisiert waren, würde es ohnehin nicht plausibel bzw. nachvollziehbar erscheinen, 

dass es sich bei dem Narbengewebe um eine (sekundäre) Folge der Bänderläsionen 

handelt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es sich dabei um einen ereignisfremden, 

vorwiegend krankhaften bzw. degenerativen (Vor )Zustand handelt. Demnach besteht 

bzw. bestand auch unter diesem Blickwinkel keine Leistungspflicht für die Operation 

vom 19. Februar 2021.

Es liegen auch keine Hinweise darauf vor, dass anlässlich der Operation vom 

22. Dezember 2021 (sekundäre) Folgen der erlittenen Bänderläsionen behandelt 

worden wären. Vielmehr umfasste diese zweite Operation im Wesentlichen ein erneutes 

Débridement im posterioren Bereich des USG (vgl. UV-act. M21). Da in diesem Bereich 

bereits anlässlich der ersten Operation Narbengewebe entfernt worden war (welches 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine Folge der 

Bänderläsionen dargestellt hatte, vgl. vorstehende E. 6.5), lässt die neuerliche 

Entstehung solchen Gewebes – obwohl die Bänderläsionen zu diesem Zeitpunkt 

bereits abgeheilt gewesen waren (vgl. vorstehende E. 6.4) – darauf schliessen, dass 

das Narbengewebe entweder auf einen degenerativen/krankheitsbedingten 

Gesundheitsschaden zurückzuführen ist oder auf die erste Operation. Von Letzterem 

ging Dr. N.___ in seiner Beurteilung vom 5. Januar 2022 aus (insbesondere bezeichnete 

er die Operation als "Revisions-OSG-Arthroskopie" [UV-act. M22-3]). Auch Dr. O.___ 

hielt in seiner Beurteilung vom 29. November 2022 fest, die operativen Eingriffe vom 

19. Februar und 22. Dezember 2021 hätten keine unfallkausalen Gesundheitsschäden 

behandelt (UV-act. M33-20). Dr. J.___ führte in seinem Versicherungsbericht vom 23. 

Dezember 2021 aus, die Narbenbildungen im Bereich des OSG /USG-

Gelenkkomplexes posterior seien einerseits kompatibel mit der vorher durchgeführten 

Operation und überdies mit dem erlittenen Trauma (UV-act. M20-2). Er begründet 

jedoch nicht, inwiefern die Narbenbildungen auf das erlittene Trauma bzw. Ereignis 

zurückzuführen sein sollen. Insbesondere macht er nicht geltend, es handle sich um 

Folgen der erlittenen Bänderläsionen. Vielmehr ist insgesamt aufgrund seiner 

Ausführungen davon auszugehen, dass er das Narbengewebe den seiner Ansicht nach 

am 7. Juli 2020 im Bereich des Rückfusses erlittenen Weichteilverletzungen (vgl. 

vorstehende E. 6.2) zuordnet, für die jedoch mangels Vorliegen eines Unfallereignisses 

keine Leistungspflicht besteht (vgl. vorstehende E. 5). Dass die neuerliche Entstehung 

von Narbengewebe auf die zu diesem Zeitpunkt bereits abgeheilten Bänderläsionen 

zurückzuführen wäre, erscheint umso weniger plausibel, als dass bereits die "erste" 

Narbenbildung nicht plausibel auf die Bänderläsionen zurückgeführt werden kann (vgl. 

vorstehende E. 6.5). Vielmehr ist nach dem Gesagtem auch hinsichtlich der zweiten 

Operation davon auszugehen, dass ein ereignisfremder Gesundheitsschaden 

6.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

behandelt worden war. Somit besteht auch keine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin für die Operation vom 22. Dezember 2021.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG über 

den 19. Februar 2021 hinaus keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht 

bzw. bestand. Insbesondere besteht keine Pflicht zur Vergütung der 

Heilbehandlungskosten betreffend die Operationen vom 19. Februar und 22. Dezember 

2021 (soweit eine solche nicht bereits erfolgt ist [vgl. zum erfolgten Verzicht auf eine 

Rückforderung vorstehend Sachverhalt A.n]).

6.7. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die erfolgte Leistungseinstellung per 

19. Februar 2021 bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Rückforderung der bereits 

erbrachten Leistungen im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde vom 

1. Februar 2023 – in Bestätigung des Einspracheentscheids vom 16. Dezember 2022 – 

abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. Art. 61 lit. f  ATSG).

7.2. 
bis

Bei diesem Verfahrensausgang ist der (ohnehin nicht anwaltlich vertretenen) 

Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung auszurichten; die Beschwerdegegnerin 

hat – unabhängig vom Verfahrensausgang – keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.11.2023
	Art. 6 UVG; Unfallbegriff; Leistungseinstellung ex nunc et pro futuro. Der vorliegende Schadensmechanismus (Rückwärtssalto aus 2-3 Metern Höhe in eine Schnitzelgrube, wobei der Sprung gestanden wurde, die Landung jedoch hart war) erfüllt den Unfallbegriff nicht. Dass die Landung durch die Schnitzel bloss wenig abgebremst wurde und hart ausfiel, stellt ein dem Kunstturnen inhärentes, übliches Risiko dar. Es liegen zwar (teilweise) Listenverletzungen vor, diese waren jedoch im Zeitpunkt der Leistungseinstellung überwiegend wahrscheinlich vollständig abgeheilt. Entsprechend besteht keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin über das Leistungseinstellungsdatum hinaus. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. November 2023, UV 2023/9).

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