# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c46f6c6-c169-5b99-a78e-a32257553e2a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.06.2014 UV 2013/75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-75_2014-06-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/75

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.06.2014

Entscheiddatum: 24.06.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2014
Unfallkausalität einer ein Jahr nach einer Prellung am Oberschenkel 
therapierten Exostose am Oberschenkel verneint. (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2014, UV 
2013/75).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Annina 

Baltisser

Entscheid vom 24. Juni 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter), über die Arbeitslosenversicherung bei der Suva 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, liess am 10. Mai 2013 einen Unfall anmelden, 

der sich am 22. Juni 2012 ereignet habe. Der Unfall wurde wie folgt beschrieben: 

"Kollege stolperte und trat mit seinen Füssen auf den Innenschenkel von A.___." (Suva-

act. 1). Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, bestätigte im 

Arztzeugnis UVG vom 14. Juni 2013 eine Erstbehandlung am 24. April 2013 und stellte 

nach deutlich tastbarem, derben Knoten im Bereich des medialen Oberschenkels 

rechts sowie gestützt auf die Ergebnisse der in der C.___ Klinik am 24. April bzw. 27. 

Mai 2013 durchgeführten Weichteilsonographie (Suva-act. 9) und MRI-Untersuchung 

(Suva-act. 8) die Verdachtsdiagnose einer Myositis ossificans. Am 20. Juni 2013 sei 

eine operative Sanierung durch Dr. med. D.___, FMH Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparats, Sportmedizin SGSM, Orthopädie, in der 

E.___-Klinik, geplant. Eine Arbeitsunfähigkeit habe keine bestanden. Der 

Behandlungsabschluss sei noch nicht absehbar (Suva-act. 14). Dr. D.___ hatte den 

Versicherten am 3. Juni 2013 - auch röntgenologisch - untersucht (Suva-act. 13) und 

führte am 20. Juni 2013 bei diagnostizierter massiver hakenförmiger Exostose am 

dorsomedialen Oberschenkel rechts eine offene Exostosen-Abtragung durch (Suva-

act. 17). Der Versicherte war vom 19. bis 22. Juni 2013 in der E.___-Klinik hospitalisiert. 

Am 25. Juni 2013 erstellte Dr. D.___ den Austrittsbericht (Suva-act. 19).

A.b  Nachdem die Suva den Schadenfall aufgrund eines Kostengutsprachegesuchs der 

D.-Klinik vom 7. Juni 2013 (Suva-act. 5) bereits am 12. Juni 2013 ihrem Kreisarzt Dr. 

med. F.___ mit der Frage unterbreitet hatte, ob die bevorstehende Operation im 

Zusammenhang mit dem Ereignis vom 22. Juni 2012 stehe (Suva-act. 10), ersuchte sie 

am 10. Juli 2013 ihre Kreisärztin med. prakt. G.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, um 

eine Kausalitätsbeurteilung. Gestützt auf deren am 11. Juli 2013 abgegebene 

Beurteilung (Suva-act. 21) teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 12. Juli 

2013 mit, dass sie keine Versicherungsleistungen erbringen könne, da aufgrund der 

medizinischen Unterlagen kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang 

zwischen dem Ereignis vom 22. Juni 2012 und den gemeldeten 

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Oberschenkelbeschwerden rechts bestehe (Suva-act. 22). Nachdem sich der 

Versicherte am 8. August 2013 mit der Leistungsablehnung nicht einverstanden erklärt 

hatte (Suva-act. 23), hielt die Suva nach erneuter Beurteilung des Schadenfalls durch 

med. prakt. G.___ vom 14. August 2013 (Suva-act. 25) mit Verfügung vom 15. August 

2013 an ihrer Leistungsablehnung fest (Suva-act. 27).

B.      Die am 3. September 2013 vom Versicherten gegen diese Verfügung eingereichte 

Einsprache (Suva-act. 31) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 27. September 

2013 ab (Suva-act. 38).

C.      

C.a  Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 21. Oktober 2013 

Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und ihm 

seien die gesetzlichen Leistungen gemäss UVG zu erbringen (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 25. November 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids (act. G 3).

C.c  Mit Replik vom 18. Dezember 2013 hielt der Beschwerdeführer sinngemäss an

seinem Beschwerdeantrag fest (act. G 5). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die 

Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 7).

C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. 

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Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte, schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts ([ATSG; SR 830.1]).

1.2   Der Beschwerdeführer liess der Beschwerdegegnerin am 10. Mai 2013 melden, 

ein Kollege sei am 22. Juni 2012 gestolpert und ihm mit seinen Füssen auf den 

Innenschenkel getreten (Suva-act. 1). Dr. B.___ hielt die Unfallschilderung des 

Patienten anlässlich der Erstbehandlung am 24. April 2013 im Arztzeugnis UVG 

folgendermassen fest: "Am 22. Juni 2012 sass der Patient in einem Boot. Eine andere 

Person sprang aus einem anderen Boot auf das Boot, in dem der Patient sass. Hierbei 

stiess die springende Person mit dem Knie gegen den inneren Oberschenkel von A.___. 

Tage darauf sei der Oberschenkel sehr schmerzhaft und blau gewesen." (Suva-act. 14). 

Die Ereignisschilderung gegenüber Dr. D.___ anlässlich der Sprechstunde vom 3. Juni 

2013 (Suva-act. 13) ist mit derjenigen bei der Erstbehandlung von Dr. B.___ - von der 

genauen Wortwahl abgesehen ("mit voller Wucht… geprallt", "Das ganze Bein sei in 

der Folge aufgeschwollen", "ganz dunkel hämatös verfärbt") - identisch. Unstreitig, d.h. 

auch von der Beschwerdegegnerin anerkannt, ist, dass der Zusammenstoss mit einer 

anderen Person mit solchen vom Beschwerdeführer beschriebenen, nachfolgend 

aufgetretenen Symptomen einer stumpfen Verletzung bzw. Prellung (Schmerzen, 

Bluterguss) einen Unfalltatbestand im Sinn von Art. 4 ATSG darstellt bzw. dabei die 

Unfallbegriffsmerkmale Unfallereignis mit Gesundheitsschädigung erfüllt sind. 

Ereignisnah begab sich der Beschwerdeführer jedoch weder in ärztliche Behandlung 

noch war er arbeitsunfähig, weshalb er gegenüber der Beschwerdegegnerin keine 

Leistungen forderte. Am 24. April 2013 konsultierte er Dr. B.___ wegen eines Knotens 

an der Stelle der ursprünglichen Prellung im Bereich des medialen Oberschenkels und 

elektrisierenden Schmerzen, die ins Bein ausstrahlten (Suva-act. 14). Am 20. Juni 2013 

wurde beim Beschwerdeführer in der E.-Klinik durch Dr. D.___ bei diagnostizierter 

massiver hakenförmiger Exostose am dorsomedialen Oberschenkel rechts eine offene 

Exostosen-Abtragung durchgeführt (Suva-act. 17). Bezüglich der am 10. Mai 2013

gemeldeten und am 20. Juni 2013 operativ therapierten Oberschenkelbeschwerden 

rechts macht der Beschwerdeführer einen Anspruch auf Versicherungsleistungen der 

Beschwerdegegnerin geltend.

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2.       

2.1   Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers ist nur dann gegeben, wenn die 

geltend gemachten Beschwerden zum Unfallereignis vom 22. Juni 2012 in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang stehen (vgl. Art. 6 UVG; BGE 129 V 

181 E. 3.1 f.). Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid 

(vgl. Suva-act. 38 Ziff. 1) die rechtliche Voraussetzung des Vorliegens eines natürlichen 

und adäquaten Kausalzusammenhangs sowie die entsprechenden 

Beweisanforderungen zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Ebenfalls 

richtig gibt die Beschwerdegegnerin wieder, dass es Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem 

Gericht obliegt, die Fragen nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beurteilen, 

letzterem jedoch bei physischen Unfallfolgen praktisch keine selbständige Bedeutung 

zukommt (BGE 118 V 291 f. E. 3a). Zu verweisen ist schliesslich auf die von der 

Beschwerdegegnerin angeführten, für den Beweiswert ärztlicher - auch 

versicherungsinterner - Berichte und Gutachten geltenden Regeln (BGE 125 V 352 E. 

3a, 125 V 353 f. E. 3b/ee, 122 V 160 E. 1c). Zu ergänzen ist, dass auch ärztliche 

Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend am 12. Juni 2013 von Dr. F.___ 

(Suva-act. 10) und am 11. Juli und 14. August 2013 von med. prakt. G.___ (Suva-act. 

21, 25) erstellt wurden, nicht an sich unzuverlässig sind. Für die Beweistauglichkeit 

entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen 

vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).

2.2   Med. prakt. G.___ führte in ihrer Beurteilung vom 14. August 2013 gewisse 

massgebende medizinische Vorakten mit den Ergebnissen der persönlichen 

Untersuchungen ("aktenmässiger Verlauf"; Suva-act. 8, 13) sowie die zentralen Inhalte 

der Schadenmeldung vom 10. Mai 2013 und des Operationsberichts vom 20. Juni 

2013 (Suva-act. 17) an. Weitere medizinische Akten, wie das Arztzeugnis UVG von Dr. 

B.___ vom 14. Juni 2013 (Suva-act. 14 S. 1) und das Untersuchungsergebnis der 

Weichteilsonographie vom 29. April 2013 (Suva-act. 9), sind nicht erwähnt. Wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen, kann jedoch auf die Kausalitätsbeurteilung von Dr. 

F.___ und med. prakt. G.___ auch mit Blick auf diese Akten abgestellt werden.

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2.3   Am 12. Juni 2013 verneinte Dr. F.___ eine überwiegend wahrscheinliche Kausalität 

zwischen der geplanten Operation und dem Unfallereignis vom 22. Juni 2012 mit der 

Begründung, der MRT-Befund gehe morphologisch vom Knochen aus. Der Operateur 

sei auf die Veranlassung einer histologischen Untersuchung des OP-Befundes 

hinzuweisen. Nach Vorlage des Histologieberichts sei der Fall erneut vorzulegen und 

die definitive Kausalitätsbeurteilung vorzunehmen (Suva-act. 10). In ihren 

gleichlautenden Beurteilungen vom 10. Juli 2013 (Suva-act. 21) und 14. August 2013 

(Suva-act. 25) betrachtete med. prakt. G.___ eine Unfallkausalität des am 20. Juli 2013 

von Dr. D.___ in der E.-Klinik operierten Gesundheitsschadens lediglich als möglich, 

nicht als überwiegend wahrscheinlich. Es gebe keinerlei Echtzeitdokumente und die 

Schadenmeldung sei fast ein Jahr nach dem Trauma erfolgt. Exostosen gehörten zu 

den Hyperostosen und könnten einerseits als hyperplastische Reaktion auftreten; sie 

würden dann auch als Osteophyten bezeichnet. Andererseits könnten sie auch als 

gutartige Tumore (Osteom) entstehen, wobei meist eine langsame Wachstumstendenz 

bestehe. Da keine Histologie durchgeführt worden sei, könne diesbezüglich auch keine 

weitere Unterscheidung getroffen werden.

2.4    

2.4.1    Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Aufgrund der Weichteilsonographie des rechten Oberschenkels des 

Beschwerdeführers vom 29. April 2013 wurde die Verdachtsdiagnose einer Myositis 

ossificans bei 13 x 17 mm grosser Verkalkung/Verknöcherung im Musculus vastus 

medialis, differentialdiagnostisch im Musculus sartorius mit lokal deutlich 

raumfordernder Komponente festgehalten. Die raumfordernde Komponente beziehe 

sich insbesondere auf einen Druckeffekt auf den Adduktorenkanal resp. auf die im 

Adduktorenkanal laufenden Arteria und Vena femoralis superficialis. Dadurch komme 

es wahrscheinlich zu einem Druckeffekt auf einen Ramus muscularis des Musculus 

vastus medialis, was die elektrisierende Schmerzsymptomatik erklären dürfte (Suva-

act. 9). Die am 27. Mai 2013 durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten 

Oberschenkels zeigte eine corticale 6.5 x 5.5 cm grosse Raumforderung des rechten 

Femurs diaphysär medialseitig mit periostaler Auftreibung auf der Höhe des mittleren 

Adduktorenkanals gelegen. Als mögliche Differentialdiagnosen wurden eine 

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cartilaginäre Exostose sowie eine Myositis ossificans festgehalten (Suva-act. 8). Dr. 

D.___ erhob anlässlich seiner Untersuchung vom 3. Juni 2013 als Befund eine gut 

palpable Exostose im Adduktoren-Bereich im Übergang vom mittleren ins distale 

Drittel, die direkt unter der neurovasculären Loge liege. Das Verschieben der Weichteile 

über die Exostose löse die vom Beschwerdeführer geklagten zwickartigen 

Schmerzereignisse aus. Bei der von Dr. D.___ ausserdem durchgeführten 

Röntgenuntersuchung des rechten Oberschenkels stellte sich eine sehr prominente 

Exostose am medialen Femur mit Hakenbildung dar (Suva-act. 13). Dr. B.___ stellte im 

Arztzeugnis UVG entsprechend dem Sonographie-Untersuchungsergebnis den 

Verdacht auf eine Myositis ossificans (Suva-act. 14 S. 1). Im Operationsbericht vom 20. 

Juni 2013 (Suva-act. 17) sowie im Austrittsbericht vom 25. Juni 2013 (Suva-act. 19) 

stellte Dr. D.___ die Diagnose einer massiven hakenförmigen Exostose dorsomedialer 

Oberschenkel rechts und vermerkte die Durchführung einer offenen Exostosen-

Abtragung.

2.4.2   Bei einer Exostose sowie einer Myositis ossificans handelt es sich um klare

organische, strukturelle Substrate, die - wie beschrieben - als Ursache der vor der 

Operation geklagten zwickartigen Schmerzen im Bereich des rechten Oberschenkels in 

Frage kommen. Der Gesundheitsschaden einer Myositis ossificans stellt sodann meist 

eine Komplikation nach einer Muskelprellung dar, indem sich der Muskel während des 

Heilungsprozesses entzündet und Kalkeinlagerungen im Muskelgewebe bildet, welche 

völlig verknöchern (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 691; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, 

S. 1280; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264 Aufl. Berlin 2012, S. 1409). 

Laut Operations- und Austrittsbericht von Dr. D.___ sowie dessen 

Röntgenuntersuchungsergebnis bestätigte sich jedoch von den im Rahmen der 

vorausgegangenen MRI-Untersuchung und Weichteilsonographie gestellten 

Differential- bzw. Verdachtsdiagnosen einer Myosistis ossificans und Exostose lediglich 

die zuletzt genannte. Wie von Dr. F.___ festgehalten (der Befund geht MRT-

morphologisch vom Knochen aus), handelt es sich bei der Exostose laut medizinischer 

Literatur um einen Umbauvorgang am Knochen bzw. eine Überschussbildung von 

Knochengewebe (= Hyperostose), die - wie von med. prakt. G.___ weiter beschrieben - 

entweder als Osteophyt oder als Osteom auftritt. Weder bezüglich der Osteophyten, 

die sich im Regelfall im Rahmen mechanischer und entzündlicher Reize bilden, aber 

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auch bei degenerativen Veränderungen vorkommen, noch bei den Osteomen als 

gutartigen Knochentumoren, ist vorrangig von einer (sekundären) Folgeerscheinung 

eines Traumas auszugehen (vgl. dazu Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 578, 878; 

Pschyrembel, a.a.O., S. 945; Debrunner, a.a.O., S. 519).

2.5   Eine weitere entscheidende Beurteilungskomponente für die Beantwortung der 

Frage, ob ein radiologisch erhobener, struktureller Gesundheitsschaden eine 

somatische Unfallfolge ist, bilden der Unfallmechanismus bzw. die Unfalldiagnose. Mit 

Blick auf die Unfallmeldung (Suva-act. 1) sowie die Schilderungen des 

Unfallereignisses des Beschwerdeführers anlässlich der Erstbehandlung von Dr. B.___ 

(Suva-act. 14 S. 1) und gegenüber Dr. D.___ (Suva-act. 13) zog sich der 

Beschwerdeführer - wie gesagt - offensichtlich am 22. Juni 2012 eine Prellung am 

Oberschenkel zu (vgl. Erwägung 1.2). Es entspricht einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen oder Zerrungen 

ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit 

verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden. Dieser medizinische Erfahrungssatz 

darf im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden. Medizinische 

Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, 

die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist 

grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. 

Im vorliegenden Fall liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Wie in 

Erwägung 2.4 festgehalten, stellt eine Exostose in der Regel keinen sekundären 

Folgeschaden einer Prellung dar. Med. prakt. G.___ weist sodann auf den bedeutenden 

Umstand hin, dass im konkreten Fall keine echtzeitlichen Dokumente vorliegen, welche 

Aufschluss hinsichtlich Art und Ausmass des Unfallereignisses sowie der 

Prellungsfolgen geben würden. Eine Prellung mit struktureller Läsion ist nicht belegt. 

Angesichts des obigen medizinischen Erfahrungssatzes können deshalb sich plötzlich 

massgeblich verschlimmerte Beschwerden rund zehn Monate nach dem Unfall diesem 

nicht überwiegend wahrscheinlich zugeordnet werden. Aktenkundig ist einzig die späte 

Schilderung des Beschwerdeführers, dass der Kollege mit voller Wucht mit seinem 

Knie auf den Oberschenkel des Beschwerdeführers geprallt sei, worauf das ganze Bein 

angeschwollen sei und sich dunkel hämatös verfärbt habe und es anschliessend zu 

einer persistierenden Verhärtung auf der Innenseite des Oberschenkels gekommen sei. 

In der Beschwerde vom 21. Oktober 2013 fügte der Beschwerdeführer noch hinzu, er 

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habe am Tag nach dem Unfall nicht mehr stehen können (act. G 1). Angesichts dieser 

nicht unerheblichen Beschwerden erscheint es unwahrscheinlich, dass sich eine 

versicherte Person nicht ärztlich untersuchen lässt. Entsprechend weist auch med. 

prakt. G.___ auf die Komponente des zeitlichen Ablaufs hin. Grundsätzlich können 

damit nur noch Vermutungen hinsichtlich des Schweregrads der Prellung angestellt 

werden, mit welchen jedoch den Anforderungen des Beweisgrads der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nicht Genüge getan ist. Die Konsequenzen der Beweislosigkeit der 

echtzeitlichen Umstände der geltend gemachten Prellung sind vom Beschwerdeführer 

zu tragen, der aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin ableiten will (A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 4 f.). Von der Einholung einer 

Zeugenaussage bezüglich des Unfallereignisses kann insofern abgesehen werden, als 

dieses nicht bestritten ist und nicht ersichtlich ist, inwiefern die subjektive Schilderung 

eines Zeugen nach einer solch langen Latenzzeit zu einer anderen Beurteilung zu 

führen vermöchte. Die laut Beschwerdeführer angeblich vorliegenden Fotos vom 

Unfalltag hätten schliesslich ohne weiteres eingereicht werden können.

2.6   Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass in Würdigung aller in den 

Erwägungen 2.4 f. bzw. von den Kreisärzten schlüssig angeführten Umständen nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist, dass die 

vom Beschwerdeführer am 10. Mai 2013 gemeldeten Oberschenkelbeschwerden 

rechts auf das Unfallereignis vom 22. Juni 2012 zurückzuführen sind. Die Bejahung der 

Unfallkausalität von Dr. B.___ im Arztzeugnis UVG vom 14. Juni 2013 (Suva-act. 14 S. 

1) vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Die Bejahung ist in keiner Weise 

begründet und wäre überhaupt nur mit Blick auf die vom Hausarzt gestellte 

Verdachtsdiagnose einer Myositis ossificans nachvollziehbar. Wie in Erwägung 2.4 

dargelegt, liess sich jedoch eine solche letztlich nicht bestätigen. Anzufügen ist 

abschliessend, dass allein der Umstand, wonach beim Beschwerdeführer nach eigenen 

Angaben vor dem Unfallereignis vom 22. Juni 2012 keine Beschwerden im Bereich des 

rechten Beins bestanden haben, nicht ausreicht, um von einer Unfallkausalität 

auszugehen (vgl. dazu die beweisrechtlich untaugliche Formel "post hoc ergo propter 

hoc"; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 [U 290/06] E. 4.2 mit Hinweisen; A. Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn 1205).

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3.     

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 27. September 2013 abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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