# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e82ee64b-b1fb-53d7-b951-ac5201536e4a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 16.08.2017 ZK2 2016 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2016-19_2017-08-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 16. August 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 16 19 18. August 2017

(Mit Urteil 4A_494/2017 vom 31. Januar 2018 hat das Bundesgericht die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.)

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Pritzi
Richter Pedrotti und Michael Dürst
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Berufung

der A._____ und des B._____, Kläger und Berufungskläger, vertreten durch 
Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 16. März 2016, mitgeteilt am 23. 
März 2016, in Sachen der Kläger und Berufungskläger gegen C._____ und 
D._____, Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw 
Andri Hotz, Goldgasse 11, Postfach 553, 7002 Chur,

betreffend Klage aus Kaufvertrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 17. Dezember 2010 kauften 
A._____ und B._____ von C._____ und D._____ das Maiensäss "X._____" 
(Grundstück O.1_____ Nr. _____, 2135 m2 Gebäudegrundfläche, Umschwung 
und Wiese, Assek-Nr. _____). Im Herbst 2013 traf B._____ per Zufall C._____ 
und D._____, welche ihm einen Ordner mit diversen Unterlagen zum gekauften 
Objekt überreichten. Daraufhin vereinbarten die Parteien am 2. und 20. Mai 2014 
Gespräche, anlässlich welcher A._____ und B._____ zusammengefasst behaup-
teten, nicht gewusst zu haben, dass der Anbau als "Holz- und Geräteschopf" be-
willigt und bereits im Jahre 1994 eine Bewilligung für eine Erweiterung der Brutto-
geschossfläche erteilt worden war. C._____ und D._____ hingegen stellten sich 
auf den Standpunkt, dass sie zumindest B._____ über diese Umstände informiert 
hätten. Zudem hätten sie A._____ und B._____ verschiedene Unterlagen aus-
gehändigt, darunter eine amtliche Schätzung sowie Pläne mit der Anmerkung 
"Holz- und Geräteschopf" in Bezug auf den Anbau.

B. Am 17. Juni 2014 meldeten A._____ und B._____ die vorliegende Klage 
gegen C._____ und D._____ beim Vermittleramt des Bezirks Plessur zur Schlich-
tung an. Da unter den Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 10. 
Juli 2014 keine Einigung erzielt werden konnte, wurde gleichentags die Klagebe-
willigung ausgestellt. Mit Eingabe vom 5. November 2014 reichten A._____ und 
B._____ frist- und formgerecht eine Klage beim Bezirksgericht Plessur mit folgen-
dem Rechtsbegehren ein:

1. Es sei festzustellen, dass der öffentlich beurkundete Kaufvertrag zwi-
schen den Klägern und den Beklagten vom 17. Dezember 2010 betr. 
Grundstück Nr. _____ Plan_____, O.1_____, wegen absichtlicher 
Täuschung, eventualiter wegen Irrtums für die Kläger unverbindlich ist.

Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klägern Zug um 
Zug gegen Rückübertragung von Grundstück Nr. _____ Plan_____, 
O.1_____, folgende Beträge zu bezahlen:

- Kaufpreis CHF 360'000.00
- Schaden CHF   55'173.40

Total CHF 415'173.40

Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, zusätzlich Zins:

- zu 5% auf CHF 20'000.00 seit 24. August 2012
- zu 5% auf CHF 5'000.00 seit 13. Februar 2013
- zu 2.6% auf CHF 335'000.00 seit 18. Juni 2014

sowie weiteren Schaden von CHF 30'000.00, unter Vorbehalt der An-
passung, zu bezahlen.

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2. Eventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klä-
gern Ersatz des Minderwertes der Kaufsache von CHF 260'000 zu be-
zahlen, unter Vorbehalt der Anpassung nach Vorliegen des Beweiser-
gebnisses.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen 
Lasten der Beklagten.

C. Innert zweifach erstreckter Frist reichten C._____ und D._____ am 2. März 
2015 ihre Klageantwort mit folgendem Rechtsbegehren ein:

1. Die Klage vom 5. November 2014 sei abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das vorliegende Verfahren 
und für das vorangegangene Schlichtungsverfahren zuzüglich Mehr-
wertsteuer zulasten der Kläger.

D. Mit Schreiben vom 4. März 2015 ordnete der Instruktionsrichter des Be-
zirksgerichts Plessur aufgrund der vorliegenden Verhältnisse gestützt auf Art. 225 
ZPO einen zweiten Schriftenwechsel an und setzte den Klägern bis zum 25. März 
2015 Frist zur Einreichung ihrer Replik. Ferner wurden die Parteien darauf hinge-
wiesen, dass die Duplik entfalle und das Verfahren fortgeführt werde, sollte die 
klagende Partei auf die Replik verzichten oder diese versäumen (Art. 147 Abs. 2 
ZPO). Am 24. März 2015 teilten A._____ und B._____ dem Bezirksgericht Plessur 
mit, dass sie auf eine Replik verzichten würden und das Verfahren fortgesetzt 
werden könne.

E. Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 25. Juni 2015 konnte unter den 
Parteien keine Einigung erzielt werden.

F. Am 16. März 2016 fand die Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Plessur 
statt, zu welcher mit prozessleitender Verfügung vom 18. Februar 2016 vorgela-
den worden war. A._____ und B._____ stellten dabei das folgende (abgeänderte) 
Rechtsbegehren (fett markiert):

1. Es sei festzustellen, dass der öffentlich beurkundete Kaufvertrag zwi-
schen den Klägern und den Beklagten vom 17. Dezember 2010 betr. 
Grundstück Nr. _____ Plan_____, O.1_____, wegen absichtlicher 
Täuschung, eventualiter wegen Irrtums für die Kläger unverbindlich ist.

Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klägern Zug um 
Zug gegen Rückübertragung von Grundstück Nr. _____ Plan_____, 
O.1_____, folgende Beträge zu bezahlen:

- Kaufpreis CHF 360'000.00
- Schaden (nach Abzug Mietzins) CHF   48'873.40

Total CHF 408'873.40

Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, zusätzlich Zins:

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- zu 5% auf CHF 20'000.00 seit 24. August 2012: CHF 3'555.55
- zu 5% auf CHF 5'000.00 seit 13. Februar 2013: CHF 772.92
- zu 2.6% auf CHF 335'000.00 ab 18. Juni 2014: 15'194.11

sowie weiteren Schaden von CHF 18'282.90, unter Vorbehalt der An-
passung, zu bezahlen.

2. Eventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klä-
gern Ersatz des Minderwertes der Kaufsache von CHF 260'000 zu be-
zahlen, unter Vorbehalt der Anpassung nach Vorliegen des Beweiser-
gebnisses.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen 
Lasten der Beklagten.

C._____ und D._____ hielten derweil unverändert an ihrem Antrag auf Klageab-
weisung fest.

G. Mit Entscheid vom 16. März 2016, mitgeteilt am 23. März 2016, erkannte 
das Bezirksgericht Plessur was folgt:

1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.

2. a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 10'000.00 (Entscheidge-
bühr) gehen solidarisch zu Lasten von A._____ und B._____ und 
werden mit dem geleisteten Vorschuss in der Höhe von CHF 
14'500.00 verrechnet. A._____ und B._____ werden CHF 4'500.00 
durch das Gericht zurückerstattet, sobald der vorliegende Entscheid 
vollstreckbar geworden ist.

b) A._____ und B._____ werden verpflichtet, C._____ und D._____ 
eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 13'074.10 (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

3. a) (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid).

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

4. (Mitteilung).

Das Bezirksgericht Plessur gelangte im Wesentlichen zum Schluss, einerseits sei 
es den Klägern nicht gelungen, den Beklagten eine Absicht im Sinne von Art. 28 
Abs. 1 OR nachzuweisen, und andererseits dürfte angesichts des Verhaltens der 
Kläger beim Vertragsabschluss in Bezug auf einen Grundlagenirrtum nach Art. 24 
Abs. 1 Ziff. 4 OR bereits die Voraussetzung der subjektiven Wesentlichkeit für die 
Kläger nicht gegeben sein. Nach Treu und Glauben im Geschäftsverkehr und un-
ter Berücksichtigung, dass es sich bei den Klägern und Käufern um zwei erfahre-
ne Rechtsanwälte handle, dürfe erwartet werden, dass sie die tatsächlich be-
wohnbare Bruttogeschossfläche bzw. die Anzahl bewohnbarer Räume eines Mai-
ensässes abklärten, bevor sie dieses kauften. Ansonsten müsse angenommen 
werden, dass dieser Aspekt für sie unwesentlich gewesen sei und damit nicht zu 
einem nachträglichen Grundlagenirrtum führen könne. Schliesslich könne den Be-

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klagten mit Blick auf die Gewährleistung aus Kaufvertrag auch kein arglistiges 
Verschweigen von Mängeln vorgeworfen werden.

H. Gegen diesen Entscheid reichten A._____ und B._____ mit Eingabe vom 2. 
Mai 2016 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Anträ-
gen ein:

"1. Es sei der Entscheid des Bezirksgerichts Plessur vom 16. März 2016 
(Proz. Nr. _____) aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass der öffentlich beurkundete Kaufvertrag zwi-
schen den Klägern und den Beklagten vom 17. Dezember 2010 betr. 
Grundstück Nr. _____ Plan_____, O.1_____, wegen absichtlicher 
Täuschung, eventualiter wegen Irrtums für die Kläger unverbindlich ist.

Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klägern Zug um 
Zug gegen Rückübertragung von Grundstück Nr. _____ Plan_____, 
O.1_____, folgende Beträge zu bezahlen:

- Kaufpreis CHF 360'000.00
- Schaden (nach Abzug Mietzins) CHF   48'873.40

Total CHF 408'873.40

Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, zusätzlich Zins:

- zu 5% auf CHF 20'000.00 seit 24. August 2012: CHF 3'555.55
- zu 5% auf CHF 5'000.00 seit 13. Februar 2013: CHF 772.92
- zu 2.6% auf CHF 335'000.00 ab 18. Juni 2014: 15'194.11

sowie weiteren Schaden von CHF 18'282.90 zu bezahlen.

3. Eventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klä-
gern Ersatz des Minderwertes der Kaufsache von CHF 260'000 zu be-
zahlen, unter Vorbehalt der Anpassung nach Vorliegen des Beweiser-
gebnisses.

4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge für das Beru-
fungsverfahren sowie das vorinstanzliche Verfahren zu solidarischen 
Lasten der Beklagten und Berufungsbeklagten."

Im Wesentlichen machen die Berufungskläger geltend, dass das vorinstanzliche 
Verfahren an gravierenden Mängeln leide. So habe das Bezirksgericht Plessur 
einerseits das Verfahrensrecht missachtet, indem es entschieden habe, ohne eine 
Beweisverfügung einschliesslich des gesetzlich vorgeschriebenen Inhalts zu er-
lassen, und andererseits ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem es 
sich nicht mit den entscheidrelevanten Argumenten und offerierten Beweisen aus-
einandergesetzt habe. Überdies sei das Bezirksgericht Plessur von einem fal-
schen Sachverhalt ausgegangen und habe die Folgen der Beweislosigkeit fälsch-
licherweise den Klägern auferlegt.

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I. Mit Berufungsantwort vom 6. Juni 2016 liessen C._____ und D._____ die 
kostenfällige Abweisung der Berufung beantragen.

J. Replik bzw. Duplik der Parteien datieren vom 31. August bzw. 26. Oktober 
2016.

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1. Beim angefochtenen Entscheid, welcher eine vermögensrechtliche Angele-
genheit mit einem Streitwert über CHF 10‘000.00 zum Gegenstand hat, handelt es 
sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher mit Berufung angefochten 
werden kann (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Die Zuständigkeit des Kantonsge-
richts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Gemäss Art. 311 
ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise seit der 
nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und begründet ein-
zureichen. Der vorliegend angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Plessur 
(das per 1. Januar 2017 als Folge der mit der Gebietsreform zusammenhängen-
den Neustrukturierung der Bündner Justiz vom Regionalgericht Plessur abgelöst 
wurde) vom 16. März 2016 wurde den Parteien am 23. März 2016 mitgeteilt. Die 
dagegen am 2. Mai 2016 erhobene Berufung erweist sich unter Berücksichtigung 
des Fristenstillstands vom 20. März 2016 bis und mit dem 3. April 2016 (Art. 145 
Abs. 1 lit. a ZPO) als fristgerecht und erweist sich überdies den an sie gestellten 
gesetzlichen Formerfordernissen entsprechend. Auf die Berufung ist somit einzu-
treten. Mit Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) sowie die unrich-
tige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

2.1. Die Berufungskläger rügen, das erstinstanzliche Verfahren leide an gravie-
renden Mängeln, weil die Vorinstanz entschieden habe, ohne eine Beweisverfü-
gung zu erlassen, und es unklar sei, ob und falls ja, welche Beweise abgenommen 
worden seien. Wohl habe der Vorsitzende die Parteien bzw. die Vertreter zu Be-
ginn der Hauptverhandlung angefragt, ob "weitere Bemerkungen zum Beweisver-
fahren bestehen", was von den Parteien bzw. den Vertretern verneint worden sei. 

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Daraus habe die Vorinstanz jedoch nicht schliessen dürfen, dass die Parteien auf 
Beweisabnahme und rechtliches Gehör zum Beweisergebnis verzichtet hätten. 
Die Beweisverfügung sei eine prozessleitende Verfügung, welche zwar mündlich 
erlassen werden könne, aber auch in diesem Fall festzulegen habe, welche Be-
weismittel zugelassen würden und welcher Partei zu welchen Tatsachen der 
Haupt- oder der Gegenbeweis obliege. Gerade deshalb sei die Beweisverfügung 
unerlässlich. Die Vorinstanz habe erst im angefochtenen Entscheid direkt – aber 
nur teilweise – die Beweislastverteilung festgehalten, diese und die Folgen der 
Beweislosigkeit jedoch falsch zugewiesen. Mit dem fehlenden Erlass der Beweis-
verfügung einschliesslich des gesetzlich vorgeschriebenen Inhalts habe die Vor-
instanz das Verfahrensrecht verletzt. Die Berufungsbeklagten anerkennen zwar, 
dass die Vorinstanz ihren Entscheid ohne schriftliche Beweisverfügung gefällt ha-
be, erachten in diesem Umstand jedoch keinen gravierenden Mangel. Da die Be-
rufungskläger es unterlassen hätten, bereits im vorinstanzlichen Verfahren eine 
entsprechende Rüge anzubringen und dies erst in ihrer Berufung machen würden, 
handelten sie rechtsmissbräuchlich und wider Treu und Glauben. Ein solches Ver-
halten dürfe ihrer Auffassung nach nicht geschützt werden.

2.2. Gemäss Art. 152 Abs. 1 ZPO hat jede Partei das Recht, dass das Gericht 
die von ihr form- und fristgerecht angebotenen tauglichen Beweismittel abnimmt. 
Vor der Beweisabnahme werden die erforderlichen Beweisverfügungen getroffen. 
Darin werden insbesondere die zugelassenen Beweismittel bezeichnet und wird 
bestimmt, welcher Partei zu welchen Tatsachen der Haupt- oder der Gegenbeweis 
obliegt. Beweisverfügungen können jederzeit abgeändert oder ergänzt werden 
(Art. 154 ZPO). Es handelt sich dabei um prozessleitende Verfügungen im Sinne 
von Art. 124 Abs. 1 ZPO (Christian Leu, in: Brunner/Gasser/ Schwander [Hrsg.], 
DIKE-Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 
2016, N 24 zu Art. 154 ZPO; Jürgen Brönnimann, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 5 
zu Art. 154 ZPO; Franz Hasenböhler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., 
Zürich 2016, N 29 zu Art. 154 ZPO). Obschon in Art. 154 ZPO von den «erforderli-
chen» Beweisabnahmen die Rede ist, ist unbestritten, dass im ordentlichen Ver-
fahren – wie es vorliegend zur Anwendung kommt – grundsätzlich Beweisverfü-
gungen zu erlassen sind (Peter Guyan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 12 f. 
zu Art. 154 ZPO; Brönnimann, a.a.O., N 8 zu Art. 154 ZPO; Leu, a.a.O., N 13 zu 
Art. 154 ZPO; vgl. auch Hasenböhler, a.a.O., N 33 zu Art. 154 ZPO). Die Würdi-

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gung von Beweisen, ohne zuvor eine Beweisverfügung erlassen zu haben, ist im 
ordentlichen Verfahren somit grundsätzlich unzulässig (vgl. Beschluss des Ober-
gerichts des Kantons Zürich LB160009 vom 17. Juni 2016 E. 3.5).

2.3. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts verstösst es aber ge-
gen das Gebot von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV, Art. 52 ZPO), formelle 
Rügen, die in einem früheren Prozessstadium hätten geltend gemacht werden 
können, bei ungünstigem Ausgang später noch vorzubringen (BGE 141 III 210 E. 
5.2 S. 216; 138 I 97 E. 4.1.5 S. 100 f. = Pra 2012 Nr. 85; Urteile des Bundesge-
richts 5A_85/2016 vom 23. August 2016 E. 2.3, 4A_479/2015 vom 2. Februar 
2016 E. 5.2, 4D_5/2015 vom 2. Oktober 2015 E. 2.2, 4A_453/2014 vom 23. Fe-
bruar 2015 E. 5.3). Nachdem der vormalige Instruktionsrichter im Rahmen der In-
struktionsverhandlung vom 25. Juni 2015 den Erlass einer Beweisverfügung in 
Aussicht gestellt hatte (Akten BG Plessur, act. V./2 S. 12), äusserten sich die Be-
rufungskläger weder im Anschluss daran noch anlässlich der Hauptverhandlung 
vom 16. März 2016 zu den gestellten Beweisanträgen bzw. hatten keine Bemer-
kungen zum Beweisverfahren (Akten BG Plessur, act. V./1 S. 2), infolgedessen 
der Vorsitzende von der Abnahme weiterer Beweise absah (angefochtener Ent-
scheid E. 3 S. 7). Die Berufungskläger bringen somit erstmals mit der vorliegen-
den Berufung vor, dass die Vorinstanz keine Beweisverfügung erlassen und da-
durch deren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt habe. Nach Treu und Glau-
ben wäre es allerdings an ihnen gewesen, die Vorinstanz anlässlich der Hauptver-
handlung auf die fehlende Beweisverfügung hinzuweisen bzw. den in ihrer Klage-
schrift gestellten Antrag auf Zeugeneinvernahme von E._____ und F._____ (vgl. 
Akten BG Plessur, act. I./2 S. 5) bei dieser Gelegenheit zu erneuern. Dies haben 
sie nachweislich unterlassen und damit ihr Recht verwirkt, vor der Berufungsin-
stanz eine Verletzung ihres Anspruchs auf Erlass einer Beweisverfügung zu rü-
gen. Allein die fehlende Anfechtbarkeit an eine höhere Instanz befreit die Parteien 
nämlich nicht von einer sofortigen Rüge anlässlich der Hauptverhandlung. Im Üb-
rigen stellen die Berufungskläger auch in ihrer Berufung keinerlei Beweisanträge 
und machen die Abnahme weiterer Beweise nicht einmal geltend. Unter diesen 
Umständen durfte die Vorinstanz auf einen Verzicht auf Beweisabnahme schlies-
sen und ihr ist mit Blick auf die fehlende Beweisverfügung keine Gehörsverletzung 
vorzuwerfen. Schliesslich zeigen die Berufungskläger auch nicht auf, bezüglich 
welcher rechtserheblicher und streitiger Tatsachen eine Beweisverfügung nach 
Art. 154 ZPO erforderlich gewesen wäre, geschweige denn, inwiefern eine Miss-
achtung ihrer Verfahrensrechte vorliegen soll, die zur Aufhebung des angefochte-
nen Entscheids führen müsste (vgl. Urteile des Bundesgerichts 4A_78/2014 und 

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4A_80/2014 vom 23. September 2014 E. 8.1 sowie 4A_541/2013 vom 2. Juni 
2014 E. 3.4.2). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nach dem Gesagten 
somit nicht vor.

3.1. Weiter kritisieren die Berufungskläger, die Vorinstanz habe sich nicht mit 
den entscheidrelevanten Argumenten und offerierten Beweisen auseinanderge-
setzt und dadurch ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. So habe die Vor-
instanz bei der Feststellung des Sachverhalts ausgeführt, die Beklagten hätten 
den Klägern Pläne überreicht, auf welchen "Holz- und Geräteschopf" nicht ange-
merkt gewesen sei, und die Kläger hätten nicht gewusst, dass es sich beim Anbau 
um einen Holz- und Geräteschopf gehandelt habe und die zulässige Erweiterung 
bereits mit dem ersten Bewilligungsverfahren aus den Jahren 1993/1994 ausge-
schöpft worden sei. Alsdann habe die Vorinstanz aber ausgeführt, den Klägern 
gelinge es nicht zu beweisen, dass die Beklagten ihnen diese Tatsachen absicht-
lich vorenthalten hätten. Um zu dieser – falschen – Schlussfolgerung des angeb-
lich fehlenden Beweises zu gelangen, habe sich die Vorinstanz nicht mit den dies-
bezüglichen Vorbringen der Kläger auseinandergesetzt und aktenwidrig ange-
nommen, sie hätten nicht bestritten, dass ihnen der Ordner mit weiteren Unterla-
gen offeriert worden sei. Tatsächlich aber hätten sie an der Instruktionsverhand-
lung bestritten, dass sie vor dem Kauf Kenntnis vom Vorhandensein eines solchen 
Ordners gehabt hätten. Die Berufungsbeklagten wenden dagegen ein, dass die 
Berufungskläger im erstinstanzlichen Verfahren auf eine Replik verzichtet hätten. 
Damit sei der Einwand, dass der Ordner den Berufungsklägern damals nicht an-
geboten worden sei, verspätet und könne nicht mehr gehört werden.

3.2. Nach Art. 229 Abs. 2 ZPO können neue Tatsachen und Beweismittel zu 
Beginn der Hauptverhandlung unbeschränkt vorgebracht werden, falls weder ein 
zweiter Schriftenwechsel noch eine Instruktionsverhandlung stattgefunden haben. 
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll durch den im Zug der Diffe-
renzbereinigung zwischen den Räten eingefügten Art. 229 Abs. 2 ZPO sicherge-
stellt werden, dass sich jede Partei grundsätzlich zweimal unbeschränkt äussern 
kann, entweder im Rahmen eines doppelten Schriftenwechsels oder eines einfa-
chen Schriftenwechsels mit anschliessender Instruktionsverhandlung oder eines 
einfachen Schriftenwechsels im Rahmen der ersten Parteivorträge an der Haupt-
verhandlung. Gemäss Bundesgericht wäre die Eventualmaxime in das Ermessen 
des Gerichts gestellt und eine Partei wüsste von vornherein nie, wann der Akten-
schluss eintreffe, wenn es möglich wäre, an einer einem doppelten Schriftenwech-
sel folgenden Instruktionsverhandlung noch unbeschränkt Tatsachen vorzubrin-
gen. Ein solches Vorgehen widerspreche einem geordneten und für die Parteien 

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berechenbaren Prozessablauf. Nach Durchführung eines doppelten Schriften-
wechsels tritt somit der Aktenschluss ein, und zwar unabhängig davon, ob ansch-
liessend noch eine Instruktionsverhandlung folgt (BGE 140 III 312 E. 6.3.2.3 S. 
314 f. mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 5A_767/2015 vom 28. 
März 2017 E. 3.3.1).

3.3. Vorliegend machten die Beklagten in ihrer Klageantwort vom 2. März 2015 
geltend, dass der erwähnte Ordner den Klägern vor Abschluss des Kaufvertrags 
jederzeit zur Verfügung gestanden habe, B._____ jedoch gemeint habe, alle nöti-
gen Unterlagen erhalten zu haben, weshalb für ihn der Ordner und die sich darin 
befindlichen Unterlagen keine Wichtigkeit hätten (Akten BG Plessur, act. I./3 S. 3 
und S. 7). In der Folge ordnete der Instruktionsrichter mit Schreiben vom 4. März 
2015 einen zweiten Schriftenwechsel an und setzte den Klägern Frist zur Einrei-
chung einer Replik (Akten BG Plessur, act. VI./12), worauf diese mit Schreiben 
vom 24. März 2015 ausdrücklich verzichteten und um Fortsetzung des Verfahrens 
ersuchten (Akten BG Plessur, act. I./4). Nach der zitierten bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung trat auf diesen Zeitpunkt hin der Aktenschluss ein. Daran ändert 
auch nichts, dass der damalige Instruktionsrichter den Aktenschluss erst nach 
Durchführung der Instruktionsverhandlung für eingetreten erklärte (vgl. Akten BG 
Plessur, act, V./2 S. 12). Dementsprechend konnten die Kläger Noven an der an-
schliessenden Instruktionsverhandlung nur noch unter den Voraussetzungen von 
Art. 229 Abs. 1 ZPO vorbringen, weil sie zuvor auf die Replik und damit einen 
zweiten Parteivortrag verzichtet hatten. Dass die erst im Rahmen der Instruktions-
verhandlung vom 25. Juni 2015 vorgetragene Bestreitung, den besagten Ordner 
vor dem Jahr 2013 jemals offeriert bekommen zu haben (Akten BG Plessur, act. 
V./2 S. 8), ein Novum im Sinne von Art. 229 Abs. 1 ZPO sein soll, wird von den 
Berufungsklägern zu Recht nicht geltend gemacht. Damit erweist sich die entspre-
chende Behauptung der Kläger aber als verspätet und kann im vorliegenden Fall 
nicht berücksichtigt werden. Soweit die Vorinstanz in diesem Zusammenhang er-
wogen hat, von den Klägern sei nicht bestritten worden, dass die Beklagten ihnen 
einen Ordner mit weiteren Unterlagen offeriert hätten, ist diese Schlussfolgerung 
nach dem Gesagten nicht zu beanstanden und kann ihr ebenfalls keine Gehörs-
verletzung vorgeworfen werden. Aufgrund des Verzichts auf eine Replik und damit 
einen zweiten Parteivortrag seitens der Kläger hat die Behauptung der Beklagten, 
wonach sie Ersteren den Ordner mit den darin enthaltenen Unterlagen vor Ab-
schluss des Kaufvertrags angeboten hätten, als unbestritten zu gelten. Die Beru-
fung erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet.

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3.4. Soweit die Berufungskläger rügen, die Vorinstanz habe sich mit zahlreichen 
Behauptungen und Beweisen – aufgeführt auf Seite 6 der Berufung – nicht be-
fasst, wird darauf, soweit erforderlich, im entsprechenden Sachzusammenhang 
einzugehen sein. Bereits vorab sei aber darauf hingewiesen, dass die aus dem 
verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 53 
Abs. 1 ZPO) fliessende Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu begrün-
den, nicht verlangt, dass dieses sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus-
einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt; vielmehr 
genügt es, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden 
kann. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von 
denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt 
(BGE 142 III 433 E. 4.3.2 S. 436 mit zahlreichen Hinweisen).

4.1. Wenn ein Vertragschliessender durch absichtliche Täuschung seitens des 
anderen zum Vertragsabschluss verleitet worden ist, so ist der Vertrag für den 
Getäuschten auch dann nicht verbindlich, wenn der erregte Irrtum kein wesentli-
cher war (Art. 28 Abs. 1 OR). Der Tatbestand der absichtlichen Täuschung setzt 
einerseits voraus, dass der Vertragspartner – durch positives Verhalten oder durch 
Schweigen – absichtlich getäuscht wurde; für die Täuschungsabsicht genügt 
Eventualvorsatz. Andererseits ist erforderlich, dass der Vertragspartner durch die 
Täuschung zum Vertragsabschluss verleitet wurde. Der durch die Täuschung her-
vorgerufene Irrtum muss somit kausal für den Abschluss des Vertrages gewesen 
sein (BGE 136 III 528 E. 3.4.2 S. 532). Der Getäuschte muss sämtliche Voraus-
setzungen des Art. 28 OR – die Täuschungshandlung, die Absicht des Täuschen-
den, den dadurch hervorgerufenen Irrtum sowie die Kausalität der Täuschung für 
die erfolgte Willensabgabe – beweisen (Ingeborg Schwenzer, in: Honsell/Vogt/ 
Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 6. Aufl., Basel 2015, N 
26 zu Art. 28 OR).

4.2. Die Vorinstanz erwog, dass es den Klägern vorliegend nicht gelinge, den 
Beklagten eine Absicht im Sinne von Art. 28 Abs. 1 OR nachzuweisen. Was genau 
letztlich zwischen den Parteien verhandelt worden sei und wer was wem gesagt 
haben soll, bleibe vorliegend unklar. Die Folgen dieser Beweislosigkeit habe im 
vorliegenden Fall die Klägerschaft zu tragen. Eine absichtliche Täuschung müsse 
aber auch aufgrund der gegebenen Umstände verneint werden. So hätten die 
Kläger beispielsweise ohne weiteres eine Schätzung verlangen können. Zudem 
sei im Vertrag vom 17. Dezember 2010 ausdrücklich ein Zweckentfremdungsver-
bot mit Datum vom Jahre 1994 eingetragen, was den Klägern zumindest Anlass 
dazu hätte geben sollen, weitere Nachforschungen anzustellen. Eine absichtliche 

Seite  12 — 17

Täuschung könne aber auch bereits deshalb nicht vorliegen, da die Beklagten den 
Klägern den Ordner mit sämtlichen Unterlagen über die beiden Bewilligungsver-
fahren aus den Jahren 1994 und 1997 drei Jahre später überreicht hätten. Dies 
hätten sie wohl kaum gemacht, hätten sie die Absicht gehegt, die Kläger absicht-
lich über die tatsächlichen Umstände zu täuschen.

4.3. Die Berufungskläger sind der Ansicht, die Vorinstanz habe die absichtliche 
Täuschung seitens der Berufungsbeklagten zu Unrecht als unbewiesen erachtet. 
In ihrer Begründung stützen sie sich einerseits auf die angebliche Aushändigung 
falscher bzw. gefälschter Pläne und andererseits auf den Umstand, dass ihnen der 
fragliche Ordner mit relevanten Unterlagen erst im September 2013 übergeben 
und nicht – wie von den Berufungsbeklagten behauptet – bereits vor Abschluss 
des Kaufvertrages zur Durchsicht offeriert worden sei. Mit Letzterem sind die Be-
rufungskläger nach den vorangegangenen Ausführungen zufolge verspäteter Be-
streitung nicht zu hören, weshalb die Behauptung der Berufungsbeklagten, dass 
sie den Berufungsklägern den betreffenden Ordner bereits vor Abschluss des 
Kaufvertrages offeriert hätten, als unbestritten zu gelten hat. Entgegen der Auffas-
sung der Berufungskläger ist dieser Umstand folglich auch nicht geeignet, eine 
Täuschungsabsicht der Berufungsbeklagten nachzuweisen, wäre es ihnen bei An-
nahme und Durchsicht des Ordners doch ohne weiteres möglich gewesen, die 
vorliegend ins Feld geführten Informationen zu erhalten. Was sodann die Rüge 
der Aushändigung falscher bzw. verfälschter Unterlagen anbelangt, ist unter den 
Parteien strittig, welche Pläne den Berufungsklägern von den Berufungsbeklagten 
übergeben wurden. Während die Berufungskläger geltend machen, sie hätten von 
den Berufungsbeklagten mit der Verkaufsdokumentation einen Grundrissplan er-
halten, auf welchem beim Anbau die Bezeichnung "Holz- und Geräteschöpf" ab-
gedeckt worden sei, wurde dies von den Berufungsbeklagten stets bestritten und 
vorgebracht, die von ihnen übergebenen Pläne seien allesamt angeschrieben ge-
wesen. Vielmehr hätten die Berufungskläger den Plan abgedeckt, um gestützt 
darauf eine Klage aufbauen zu können, was unzulässig sei (vgl. Akten BG Ples-
sur, act. I./3 S. 3 f. und S. 6; act. A.2 S. 10). Von wem die fraglichen Grundrissplä-
ne tatsächlich abgedeckt wurden, lässt sich im vorliegenden Fall aufgrund der ge-
gensätzlichen Parteivorbringen nicht mit Bestimmtheit beantworten, spielt für die 
Frage nach der Täuschungsabsicht letztlich jedoch auch keine Rolle. Sollte die 
Bezeichnung "Holz- und Geräteschopf" nämlich in der Tat – wie von den Beru-
fungsklägern behauptet – abgedeckt gewesen sein, hätte erwartet werden dürfen, 
dass sie sich diesbezüglich bei den Berufungsbeklagten erkundigen, was sie un-
bestrittenermassen nicht getan haben. Aufgrund der Akten ist denn auch viel mehr 

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davon auszugehen, dass die Berufungskläger sehr wohl Kenntnis davon hatten, 
dass der Anbau nur als Holz- und Geräteschopf genehmigt wurde. Wie die Beru-
fungsbeklagten in ihrer Klageantwort vom 2. März 2015 ausführten, soll die Beru-
fungsbeklagte den Berufungskläger bei der Besichtigung des Anbaus darauf hin-
gewiesen haben, dass sie darin in letzter Zeit aus gesundheitlichen Gründen ge-
schlafen habe, eine eigentliche Bewilligung für diese Nutzung jedoch nicht vorlie-
ge. Der Grundbuchführer D._____ wisse das, sei aber der Meinung gewesen, 
dass diesbezüglich kein Büro aufgemacht werde. Ausserdem habe sie ihn über 
die verschiedenen Bewilligungsverfahren orientiert. Der Berufungskläger habe ihr 
darauf entgegnet, dass dies für ihn kein Problem darstelle (Akten BG Plessur, act. 
I./3 S. 2 und 6). Auch diese Behauptungen blieben infolge Verzichts auf eine Re-
plik und damit einen zweiten Parteivortrag unbestritten. Daraus folgt, dass zumin-
dest der Berufungskläger Kenntnis von der fehlenden Bewilligung für die Nutzung 
des Anbaus als Wohnraum hatte, weshalb seine Frau sich dieses Wissen anrech-
nen lassen muss. Es ist denn auch nur schwer vorstellbar, dass zwei Rechtsan-
wälte keine weiteren Erkundigungen anstellen würden, wenn auf den ihnen über-
gebenen Grundrissplänen ein Raum von der Grösse des vorliegenden Holz- und 
Geräteschopfes (immerhin 2.62 m x 2.51 m bzw. rund 6.6 m2) tatsächlich unbe-
schriftet gewesen wäre. Dies vor allem deshalb, weil alle übrigen Räume unbestrit-
tenermassen gekennzeichnet ("Wohnraum", "Küche" und "Chemisch. WC", vgl. 
Akten BG Plessur, act. II./7, II./7/5 und II./8) waren. Diesfalls wäre von den Beru-
fungsklägern zu erwarten gewesen, dass sie sich bei den Berufungsbeklagten er-
kundigen, weshalb der fragliche Raum nicht mit "Schlafzimmer" beschriftet ist. In-
sofern konnten sie entgegen deren Ausführungen in der Klageschrift auch nicht 
ohne weiteres davon ausgehen, dass das ganze Maiensäss und damit auch das 
ganze Wohnzimmer und der Anbau als Wohnraum benützt werden dürfen. Eine 
arglistige Täuschung ist aber auch deshalb zu verneinen, weil die Berufungskläger 
sämtliche relevanten Informationen, die sie in ihrer Klage aufführen, bereits vor 
Abschluss des Kaufvertrages in Erfahrung hätten bringen können, wenn sie den 
von der Gegenseite offerierten Ordner in Empfang genommen und einem Augen-
schein unterzogen hätten. Angesichts dessen kann von einer absichtlichen Täu-
schung seitens der Berufungsbeklagten keine Rede sein. Den Berufungsklägern 
gelingt es somit nicht darzulegen, inwiefern die Vorinstanz den Nachweis einer 
Täuschungsabsicht auf Seiten der Berufungsbeklagten zu Unrecht für unbewiesen 
erachtet haben soll. Einen solchen Beweis vermögen die Berufungskläger auch im 
vorliegenden Berufungsverfahren nicht zu erbringen, weshalb sie auch die Folgen 
der Beweislosigkeit zu tragen haben. Die vorinstanzlichen Ausführungen bezüglich 
der absichtlichen Täuschung sind im Ergebnis somit nicht zu beanstanden.

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5.1. Die Vorinstanz verneinte im Weiteren auch das Vorliegen eines Grundla-
genirrtums und führte in diesem Zusammenhang aus, dass angesichts des Verhal-
tens der Kläger beim Vertragsabschluss in Bezug auf einen Grundlagenirrtum 
nach Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR bereits die Voraussetzung der subjektiven Wesent-
lichkeit für die Kläger nicht gegeben sein dürfte. Nach Treu und Glauben im Ge-
schäftsverkehr und unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es sich bei den 
Klägern und Käufern um zwei erfahrene Rechtsanwälte handle, dürfe erwartet 
werden, dass sie die tatsächlich bewohnbare Bruttogeschossfläche bzw. die An-
zahl bewohnbarer Räume eines Maiensässes abklärten, bevor sie dieses kauften. 
Ansonsten müsse angenommen werden, dass dieser Aspekt für sie unwesentlich 
gewesen sei und damit nicht zu einem nachträglichen Grundlagenirrtum führen 
könne. Damit müsse auch nicht weiter geprüft werden, ob die weiteren Tatbe-
standsvoraussetzungen des Grundlagenirrtums gegeben seien. Zudem falle auch 
ein fahrlässiger Irrtum im Sinne von Art. 26 OR ausser Betracht, denn nach Treu 
und Glauben im Geschäftsverkehr könne kein schützenswertes Vertrauen in einen 
Umstand bestehen, der sich bei gehöriger Abklärung völlig anders darstellen wür-
de.

5.2. Der Vertrag ist für denjenigen unverbindlich, der sich beim Abschluss in 
einem wesentlichen Irrtum befand (Art. 23 OR). Gemäss Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR 
ist der Irrtum namentlich dann ein wesentlicher, wenn er einen bestimmten Sach-
verhalt betraf, der vom Irrenden nach Treu und Glauben im Geschäftsverkehr als 
eine notwendige Grundlage des Vertrages betrachtet wurde. Subjektive Wesent-
lichkeit ist dann gegeben, wenn der Sachverhalt, auf den sich die irrige Vorstellung 
bezieht, für den Erklärenden eine conditio sine qua non für seine Willensbildung 
war. Zudem muss sich der zugrunde gelegte Sachverhalt auch vom Standpunkt 
oder nach den Anforderungen des loyalen Geschäftsverkehrs als notwendige 
Grundlage darstellen. Objektive Wesentlichkeit liegt vor allem vor, wenn von dem 
irrtümlich vorgestellten Sachverhalt der Wert der Vertragsleistungen abhängt. 
Schliesslich muss die Bedeutung des irrtümlich vorgestellten Sachverhalts für den 
Vertragspartner des Irrenden erkennbar sein. Hat sich eine Partei beim Abschluss 
eines Vertrages nicht um eine besondere, sich offensichtlich stellende Frage 
gekümmert, kann die andere Partei daraus ableiten, diese Frage sei ihr unwichtig 
(Schwenzer, a.a.O., N 20 ff. zu Art. 24 OR). Wer sich auf die Anfechtbarkeit beruft, 
muss den Irrtum, seine Wesentlichkeit sowie die Kausalität zwischen Irrtum und 
Erklärung beweisen (Schwenzer, a.a.O., N 12 zu Art. 23 OR).

5.3. Die Berufungskläger führen aus, die Berufungsbeklagten hätten Kenntnis 
davon gehabt, dass sie als vierköpfige Familie ein Maiensäss mit einer gewissen 

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Grösse des Wohnraumes sowie mindestens vier Schlafgelegenheiten hätten kau-
fen wollen. Diesbezüglich weisen die Berufungsbeklagten zu Recht darauf hin, 
dass, sollte es wirklich eine conditio sine qua non für den Kaufentschluss gewesen 
sein, dass das Maiensäss eine gewisse Grösse aufweise und zwingend über vier 
Schlafplätze verfüge, es unverständlich sei, dass sich die Berufungskläger vertrag-
lich keine entsprechende Flächenzahl zusichern lassen oder auf die angeblich 
fehlende Beschriftung auf dem Grundrissplan hingewiesen hätten. Die Berufungs-
kläger halten denn auch selbst fest, dass sie das Maiensäss als Familie besichti-
gen konnten und sich damit auseinandersetzten, ob es gross genug sei. Dass die 
Angaben in den Plänen nicht genau gestimmt hätten, hätten sie dabei in Kauf ge-
nommen (act. A.1 S. 11). Nebst den angeblich teilweise abgedeckten Grundriss-
plänen hätte der Darstellung der Berufungskläger zufolge somit auch in Bezug auf 
die Massangaben in den übergebenen Plänen Klärungsbedarf bestanden. Den-
noch haben sie es unterlassen, die Berufungsbeklagten auf diese vermeintlichen 
Unstimmigkeiten aufmerksam zu machen und von ihnen eine entsprechende Er-
klärung zu verlangen. Mit Blick auf ein derartiges Verhalten kann nun aber nicht 
ernsthaft die Rede davon sein, dass sowohl eine bestimmte Grösse des Wohn-
raumes als auch die behördlich bewilligte Nutzung des (angeblich unbeschrifteten) 
Anbaus als Schlafzimmer conditio sine qua non für den Abschluss des Kaufvertra-
ges waren. Wäre dem so gewesen, hätten sich die Berufungskläger als erfahrene 
Rechtsanwälte diesbezüglich zweifelsohne vorgängig bei den Berufungsbeklagten 
erkundigt. Der Umstand, dass sie das nicht taten, spricht in Übereinstimmung mit 
der Vorinstanz dafür, dass diese Aspekte für sie eben keine conditio sine qua non 
für den Abschluss des Kaufvertrages waren und es für die Berufung auf einen 
Grundlagenirrtum bereits an der subjektiven Wesentlichkeit mangelt. In diesem 
Zusammenhang wird seitens der Berufungsbeklagten zutreffend festgehalten, 
dass die Vorinstanz nicht die Ansicht vertritt, dass Anwälte ihren Vertragspartnern 
grundsätzlich rechtswidriges Verhalten unterstellen müssen, sondern einzig, dass 
zwei erfahrene Rechtsanwälte, die behaupten, einen teilweise abgedeckten Plan 
erhalten und aufgrund eigener Messungen von den Plänen abweichende Massan-
gaben festgestellt zu haben, bei entsprechendem Interesse zumindest einmal 
nachfragen würden. Insofern erweist sich der von den Berufungsklägern an die 
Vorinstanz gerichtete Vorwurf, wonach deren Ansicht dem fundamentalen Grund-
satz von Treu und Glauben widersprechen soll, als unbegründet. Die Berufung ist 
somit auch in diesem Punkt abzuweisen.

6.1. In einem Eventualbegehren berufen sich die Berufungskläger schliesslich 
auf die Gewährleistung aus Kaufvertrag und machen geltend, die Ausführungen 

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der Vorinstanz über das Fehlen eines arglistigen Verschweigens von Mängeln sei-
tens der Berufungsbeklagten seien falsch. Sie stützen sich dabei erneut auf die 
angebliche Aushändigung verfälschter Pläne. Dieses Tun der Berufungsbeklagten 
habe die Vorinstanz entgegen den Pflichten, welche aus Art. 3 ZGB für alle Ver-
tragsparteien gelten würden, nicht als arglistiges Verschweigen qualifiziert und 
damit das Recht falsch angewendet. Dem kann nicht gefolgt werden.

6.2. Die Parteien haben im Kaufvertrag vom 17. Dezember 2010 unter Ziffer 2 
der weiteren Vertragsbestimmungen jede Gewährleistung der Verkäufer für 
Rechts- und Sachmängel, soweit gesetzlich zulässig, aufgehoben. Diese Frei-
zeichnung soll nur ungültig sein, sofern die Verkäufer die Gewährsmängel absicht-
lich resp. arglistig verschweigen (Akten BG Plessur, act. II./10 S. 4). Ausgehend 
hiervon hielt die Vorinstanz zu Recht fest, dass die Berufungsbeklagten von den 
Berufungsklägern gestützt auf die Gewährleistung aus Kaufrecht nur noch wegen 
allfälliger arglistig verschwiegener Mängel haftbar gemacht werden könnten. Wie 
in den vorangegangenen Ausführungen dargelegt, kann den Berufungsbeklagten 
im vorliegenden Fall jedoch kein Verschweigen und schon gar kein arglistiges 
Verschweigen von Mängeln vorgeworfen werden.

6.3. Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung in sämtlichen Punkten als 
unbegründet, was deren Abweisung und die Bestätigung des angefochtenen Ent-
scheids zur Folge hat.

7. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Berufungsverfahrens, beste-
hend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), 
unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten der unterliegenden Berufungskläger (Art. 
106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten werden auf CHF 5'000.00 festgesetzt (vgl. 
Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 
320.210]). Überdies haben die Berufungskläger die Berufungsbeklagten hierfür – 
ebenfalls unter solidarischer Haftbarkeit – aussergerichtlich zu entschädigen. Man-
gels Einreichung einer Honorarnote wird die Parteientschädigung nach richterli-
chem Ermessen festgesetzt. Aufgrund der sich stellenden Sach- und Rechtsfra-
gen sowie in Anbetracht des Aufwands, welcher im Rahmen der Auseinanderset-
zung mit dem angefochtenen Entscheid angefallen ist, erscheint eine ausserge-
richtliche Entschädigung in Höhe von CHF 3'000.00 (inkl. Spesen und MWSt) als 
angemessen.

Seite  17 — 17

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2.a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 5'000.00 gehen unter solida-
rischer Haftbarkeit zu Lasten der Berufungskläger und werden mit dem von 
diesen geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 12'000.00 verrech-
net. Der Restbetrag des Kostenvorschusses von CHF 7'000.00 wird den 
Berufungsklägern durch das Kantonsgericht zurückerstattet.

   b) Die Berufungskläger haben die Berufungsbeklagten für das Berufungsver-
fahren unter solidarischer Haftbarkeit mit CHF 3'000.00 (inkl. Spesen und 
MWSt) aussergerichtlich zu entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: