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**Case Identifier:** 888b75e1-1cd4-56c3-8882-01a963ffc56c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.01.2015 100 2013 310
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-310_2015-01-09.pdf

## Full Text

100.2013.310/311U
HAT/SBE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 9. Januar 2015

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Streun

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin 

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2009 
(Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 16. August 2013; 
100 12 17, 200 12 20)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.01.2015, Nrn. 100.2013.310/
311U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Steuerverwaltung des Kantons Bern (nachfolgend: Steuerverwaltung), Region …, 
veranlagte A.________ für das Steuerjahr 2009 in Abweichung von dessen 
Selbstdeklaration auf ein steuerbares Einkommen von Fr. 60'800.-- bei den Kantons- 
und Gemeindesteuern bzw. von Fr. 67'600.-- bei der direkten Bundessteuer. Die 
Abweichung beruhte im Wesentlichen auf einer Einkommensaufrechnung von 
Fr. 19'000.--, welche sich aus einer Vergleichsberechnung von Vermögensentwicklung 
und Lebensaufwand ergab. Die gegen diese Verfügungen erhobenen Einsprachen 
wies die Steuerverwaltung mit Entscheiden vom 15. Dezember 2011 ab.

B.

Am 12. Januar 2012 gelangte A.________ mit Rekurs und Beschwerde an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK), welche die Rechtsmittel mit 
Entscheiden vom 16. August 2013 abwies.

C.

In einer einzigen Rechtschrift vom 21. August 2013 hat A.________ gegen die 
Entscheide der StRK Verwaltungsgerichtsbeschwerden erhoben. Er beantragt 
sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Entscheide und den Verzicht auf eine 
Einkommensaufrechnung. Zudem verlangt er, sein steuerbares Vermögen sei um 
Fr. 11'000.-- höher zu veranlagen. 

Mit Verfügung vom 13. September 2013 hat der Abteilungspräsident die Verfahren 
betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 
vereinigt.

In ihrer Beschwerdevernehmlassung vom 16. Oktober 2013 bzw. Beschwerdeantwort 
vom 22. November 2013 schliessen die StRK und die Steuerverwaltung je auf 
Abweisung der Beschwerden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.01.2015, Nrn. 100.2013.310/
311U, Seite 3

Am 10. Dezember 2013 hat sich A.________ erneut zur Sache vernehmen lassen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. 
auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und 
Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte 
Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 
2000 über den Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die 
angefochtenen Entscheide besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG 
sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). Auf die form- und fristgerecht 
eingereichten Beschwerden ist – unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach – einzutreten. 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt u.a. auch, sein steuerbares Vermögen sei 
«um Fr. 11'000.-- nach oben zu korrigieren», was eine (wenn auch geringfügig) höhere 
Veranlagung nach sich ziehen würde. Ein Antrag der steuerpflichtigen Person auf 
Abänderung der Steuerfaktoren zu ihrem Nachteil ist im Rechtsmittelverfahren jedoch 
regelmässig ausgeschlossen, da die Beschwerdeerhebung ein steuerrechtliches 
Interesse voraussetzt. Ein derartiges Interesse, das im Hinblick auf eine 
Höherveranlagung nur ausnahmsweise zu bejahen ist (vgl. VGE 23057/23058 vom 
30.1.2009, E. 2.2 f., 22540 vom 11.9.2006, E. 3.1 mit Hinweisen), ist weder ersichtlich 
noch dargetan. Bezüglich seiner Bedenken hinsichtlich der Veranlagung in den 
Folgeperioden ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass spätere 
Veranlagungen durch die Beurteilung der Veranlagung des Jahres 2009 nicht 
präjudiziert werden. Soweit der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, «wonach er 
nicht verstehe, weshalb das als zu tief beanstandete Vermögen nicht angepasst 
werden solle» beanstanden will, die StRK hätte sein entsprechendes Rechtsbegehren 
nicht behandelt, ist deshalb (auch) nicht weiter auf sein Vorbringen einzugehen.

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1.3 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch 
der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwaltungsgericht – da es sich 
um zwei verschiedene Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen 
und in getrennten Verfahren veranlagt werden – zwei Entscheide fällen. Diese können 
jedoch in ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 
E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Vorliegend ist eine durch die Steuerverwaltung ermes-
sensweise vorgenommene Einkommensaufrechnung umstritten. Da die einschlägigen 
Normen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten, 
rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich kommunaler, 
kantonaler und eidgenössischer Steuern. 

1.4 Eine Gutheissung der Beschwerden hätte für den Beschwerdeführer sowohl bei 
den Kantons- und Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundesteuer eine 
Ersparnis von deutlich unter Fr. 20'000.-- zur Folge, weshalb die Streitigkeit in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 119 VRPG i.V.m. Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes 
vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

2.1 Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen 
Einkünfte, die nicht ausdrücklich von der Besteuerung ausgenommen sind (Art. 19 
Abs. 1 StG; Art. 16 i.V.m. Art. 24 DBG; vgl. auch Art. 7 Abs. 1 und 4 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten 
Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Die Veranlagungsbehörde 
stellt zusammen mit der steuerpflichtigen Person die für eine vollständige und richtige 
Besteuerung massgebenden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse fest (Art. 166 
Abs. 2 StG; Art. 123 Abs. 1 DBG). Aus dem Untersuchungsgrundsatz ergibt sich die 
Pflicht (und das Recht) der Veranlagungsbehörde, den rechtserheblichen Sachverhalt 
von Amtes wegen abzuklären; sie hat insbesondere die Steuererklärung zu prüfen und 
die erforderlichen Untersuchungen vorzunehmen, um den materiell wahren 
Sachverhalt zu erforschen (vgl. Art. 166 Abs. 3 Satz 1, Art. 174 Abs. 1 StG; Art. 123 

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Abs. 2 Satz 1, Art. 130 Abs. 1 DBG; vgl. auch Art. 46 Abs. 1 StHG; 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, Art. 130 N. 3 
ff.; Martin Zweifel, in Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, Band I/2b, 2. Aufl. 2008, Art. 130 DBG N. 2; Zweifel/Casanova, 
Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, 2008, § 14 N. 4). Die steuer-
pflichtige Person hat ihrerseits alles zu tun, um eine vollständige und richtige 
Veranlagung zu ermöglichen (Art. 167 Abs. 1 StG; Art. 126 Abs. 1 DBG; vgl. auch 
Art. 42 Abs. 1 StHG). Sie muss insbesondere die Steuererklärung und Einlageblätter 
wahrheitsgemäss und vollständig ausfüllen, persönlich unterzeichnen und samt den 
vorgeschriebenen Beilagen fristgerecht bei der zuständigen Behörde einreichen 
(Art. 170 Abs. 2 Satz 1 StG; Art. 124 Abs. 2 DBG). Natürliche Personen mit 
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit müssen der Steuererklärung die 
unterzeichneten Jahresrechnungen (Bilanzen, Erfolgsrechnungen) der Steuerperiode 
oder, wenn eine kaufmännische Buchhaltung fehlt, Aufstellungen über Aktiven und 
Passiven, Einnahmen und Ausgaben sowie Privatentnahmen und Privateinlagen 
beilegen (Art. 171 Abs. 2 StG; Art. 125 Abs. 2 DBG; Art. 42 Abs. 3 StHG; vgl. auch 
Art. 957 Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]; vgl. 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 125 N. 18 f.; Martin Zweifel, a.a.O., Art. 125 
DBG N. 29 f.).

2.2 Hat die steuerpflichtige Person trotz Mahnung ihre Verfahrenspflichten nicht 
erfüllt oder können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht 
einwandfrei ermittelt werden, so nimmt die Steuerverwaltung die Veranlagung nach 
pflichtgemässem Ermessen vor (Art. 174 Abs. 2 Satz 1 StG; Art. 130 Abs. 2 Satz 1 
DBG; vgl. auch Art. 46 Abs. 3 StHG). Anlass zu einer Ermessensveranlagung bietet 
jede nicht zu beseitigende Ungewissheit im Sachverhalt, welche es der 
Veranlagungsbehörde verunmöglicht, die Steuerfaktoren oder Teile davon einwandfrei 
zu ermitteln. Die Ungewissheit über den massgebenden Sachverhalt kann, muss aber 
nicht auf einer Nicht- bzw. Schlechterfüllung von Verfahrenspflichten beruhen 
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 26, 30, 38, 41; Martin Zweifel, 
a.a.O., Art. 130 DBG N. 30, 42; Zweifel/Casanova, a.a.O., § 19 N. 10, 16; Markus 
Berger, Voraussetzungen und Anfechtung der Ermessensveranlagung, in ASA 75 
S. 185 ff., 196, 200). Bevor eine Ermessensveranlagung vorgenommen werden darf, 
ist im Beweisverfahren anhand der angebotenen oder anhand anderer geeigneter 
Beweismittel zu prüfen, ob die geltend gemachten Tatsachen ausgewiesen sind (vgl. 
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 24 f.; Martin Zweifel, a.a.O., Art. 130 

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DBG N. 43; Zweifel/Casanova, a.a.O., § 19 N. 16; Markus Berger, a.a.O., S. 198). Die 
Anforderungen an das einwandfreie Vorliegen des steuerlich relevanten Sachverhalts 
dürfen nicht überspannt werden. Hat die steuerpflichtige Person alle 
Mitwirkungspflichten erfüllt, findet bei ungewissem Sachverhalt grundsätzlich die 
allgemeine Beweislastregel Anwendung, wonach die Veranlagungsbehörde für die 
steuerbegründenden bzw. -erhöhenden Tatsachen, die steuerpflichtige Person für die 
steueraufhebenden bzw. -mindernden Tatsachen die Beweislast trägt. Die 
Veranlagungsbehörde darf nur dann eine Schätzung vornehmen, wenn das Beweis-
verfahren genügend Anhaltspunkte für einen steuerbegründenden bzw. -mehrenden 
oder steueraufhebenden bzw. -mindernden Sachverhalt ergeben hat, ohne dass im 
Quantitativen eine eindeutige Abklärung möglich war. Die Ungewissheit über die Höhe 
der Steuerfaktoren muss so gross sein, dass der korrekt handelnden steuerpflichtigen 
Person zugemutet werden darf, in einem allfälligen Rechtsmittelverfahren das 
Gegenteil der Schätzung zu beweisen (vgl. zum Ganzen VGE 2012/359/360 vom 
4.9.2014, E. 2.2; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 23, 41; vgl. auch 
Zweifel/Casanova, a.a.O., § 19 N. 9; Markus Berger, a.a.O., S. 201). 

2.3 Die Ermessensveranlagung besteht in einer Schätzung der Steuerfaktoren oder 
einzelner Einkommens- bzw. Gewinnbestandteile und beruht auf einer 
Sachverhaltsfeststellung durch Wahrscheinlichkeitsschluss. Ziel der ermessensweisen 
Schätzung ist die bestmögliche Annäherung an den wirklichen Sachverhalt. Die 
Veranlagungsbehörde hat die amtliche Schätzung pflichtgemäss vorzunehmen. Sie 
kann dabei Erfahrungszahlen, Vermögensentwicklung und Lebensaufwand der 
steuerpflichtigen Person berücksichtigen (Art. 174 Abs. 2 StG; Art. 130 Abs. 2 DBG; 
vgl. auch Art. 46 Abs. 3 StHG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 61 f.; 
Zweifel/Casanova, a.a.O., § 19 N. 18 f.). Der steuerpflichtigen Person steht allerdings 
der Nachweis offen, dass sie besonders sparsam gelebt hat oder ihren 
Lebensunterhalt durch Vermögensverzehr oder steuerfreie Einkünfte bestritten hat (vgl. 
Richner/Frei/Kaufmann/ Meuter, a.a.O., Art. 130 N. 71). 

2.4 Eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen kann die steuerpflichtige 
Person nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten; die Einsprache ist zu 
begründen und muss allfällige Beweismittel nennen (Art. 191 Abs. 3 und 5 StG bzw. 
Art. 132 Abs. 3 DBG; vgl. auch Art. 48 Abs. 2 StHG). Diese gegenüber der Einsprache 
im ordentlichen Verfahren qualifizierte Anforderung folgt aus der besonderen Natur der 
Ermessensveranlagung. Weil sich der betragsmässige Umfang der zu bestimmenden 

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Steuerfaktoren nicht genau feststellen lässt, ist er zu schätzen. Die Schätzung beruht 
notwendigerweise auf Annahmen und Vermutungen. Weil die Ermessensveranlagung 
deshalb zwangsläufig gewisse Ungenauigkeiten aufweist, ist die Möglichkeit, sie 
anzufechten, entsprechend eingeschränkt. Mithilfe eines umfassenden 
Unrichtigkeitsnachweises hat die steuerpflichtige Person die bestehende Ungewissheit 
bezüglich des Sachverhalts zu beseitigen; blosse Teilnachweise genügen nicht. In der 
Begründung der Einsprache ist daher der Sachverhalt in substanziierter Weise 
darzulegen, und es sind die Beweismittel für diese Sachverhaltsdarstellung zu nennen. 
Es reicht nicht aus, die Einschätzung in pauschaler Weise zu bestreiten oder lediglich 
einzelne Positionen der Einschätzung als zu hoch zu bezeichnen (vgl. zum Ganzen 
VGE 2012/359/360 vom 4.9.2012, E. 2.4; vgl. auch BGer 2C_136/2011 vom 30.4.2012, 
E. 4.2.1. mit Verweis auf 2C_279/2011 und 2C_280/2011 vom 17.10.2011, in StE 2012 
B 93.5 Nr. 26 E. 3.2; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 132 N. 54; Martin 
Zweifel, a.a.O., Art. 132 DBG N. 42). Offensichtlich unrichtig ist eine Schätzung dann, 
wenn sie an einem in die Augen springenden, qualifizierten Fehler leidet. Dies ist der 
Fall, wenn ein wesentlicher erwägenswerter Gesichtspunkt übergangen oder falsch 
gewürdigt worden ist (statt vieler BGer 2C_260/2014 und 2C_261/2014 vom 2.4.2014, 
E. 4.1 mit Verweis auf 2C_279/2011 und 2C_280/2011 vom 17.10.2011, in StE 2012 
B 93.5 Nr. 26 E. 3.1) oder wenn die Schätzung sachlich nicht begründbar, insbe-
sondere erkennbar pönal oder fiskalisch motiviert ist, sich auf sachwidrige 
Schätzungsgrundlagen, -methoden oder -hilfsmittel stützt oder aus sonstigen Gründen 
mit den aktenkundigen Verhältnissen des Einzelfalls nicht vereinbar ist (BVR 2008 
S. 181 E. 4.3 mit Hinweisen; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 132 N. 68; 
Martin Zweifel, a.a.O., Art. 132 DBG N. 52). 

3.

Vorab ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Vornahme einer Er-
messensveranlagung hier erfüllt waren.

3.1 Der Beschwerdeführer erzielt einen (Gross-)Teil seiner Einkünfte, indem er 
Aktien ankauft und diese auf Internet-Auktionsplattformen gewinnbringend wieder 
verkauft. Für das Jahr 2009 hat er den aus dieser Tätigkeit erzielten Gewinn auf 
Fr. 25'140.-- beziffert und daneben Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit von 
Fr. 13'774.-- deklariert (vgl. Steuererklärung 2009, Vorakten Steuerverwaltung [in 

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act. 4A], pag. 2). Mit Blick auf Zahl und Häufigkeit der vom Beschwerdeführer 
vorgenommenen Transaktionen sowie die Art und Weise des Vorgehens (Ankauf der 
Aktien im Hinblick auf den direkten Weiterverkauf) ist diese Handelstätigkeit als selb-
ständige Erwerbstätigkeit zu werten (vgl. Art. 21 Abs. 1 Satz 2 StG; vgl. betreffend 
Liegenschaftenhandel VGE 2012/21 vom 2.4.2013, E. 3.1; BGer 2A.547/2004 vom 
22.4.2005, E. 2.2, 2A.272/2003 vom 13.12.2003, E. 2.3). Zwar war der 
Beschwerdeführer, da er kein eigentliches Gewerbe betrieb, diesbezüglich nicht 
buchführungspflichtig (vgl. Art. 957 Abs. 1 OR in der bis zum 31.12.2012 anwendbaren 
Fassung [AS 2002 949]; Art. 934 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 36 Abs. 1 der 
Handelsregisterverordnung vom 17. Oktober 2007 [HRegV; SR 221.411]); er unterlag 
indes einer steuergesetzlichen Aufzeichnungspflicht (vgl. E. 2.1 hiervor). Die 
Anforderungen an diese Aufzeichnungspflicht richten sich nach den Umständen des 
Einzelfalls, insbesondere nach der Art der Geschäftstätigkeit und deren Umfang. 
Erforderlich sind in jedem Fall geeignete Aufzeichnungen, die Gewähr für die voll-
ständige und zuverlässige Erfassung des Geschäftseinkommens und -vermögens 
bieten und eine zumutbare Überprüfung durch die Steuerbehörden ermöglichen (vgl. 
statt vieler BGer 2C_835/2012 und 2C_836/2012 vom 1.4.2013, E. 7.2.2, mit 
Hinweisen; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 125 N. 19; Martin Zweifel, 
a.a.O., Art. 125 DBG N. 31). Die Zusatz-Wegleitung für selbständig Erwerbende der 
Steuerverwaltung des Kantons Bern für das Jahr 2009 sieht u.a. vor, dass die 
Aufzeichnungen über die Einnahmen und Ausgaben fortlaufend, lückenlos und 
wahrheitsgetreu vorzunehmen sind; wobei sich jede Eintragung grundsätzlich auf einen 
Beleg zu stützen hat (Zusatz-Wegleitung 2009, S. 6, abrufbar unter: 
<http://www.fin.be.ch>, Rubriken 
«Steuern/Steuererklärung/Publikationen/Wegleitungen/2009»). 

3.2 Der Beschwerdeführer hat zwar über seine Ausgaben und Einnahmen aus der 
Aktienan- und -verkaufstätigkeit eine fortlaufende Tabelle geführt (vgl. Aufstellung 
«B.________ Ein / Aus», unpag. Vorakten Steuerverwaltung [in act. 4A]), aus der 
hervorgeht, an welchen Daten er wofür wieviel eingenommen oder ausgegeben hat 
(also z.B. «Ein: 17.4., 7'800.--, Aktie C.________», «Aus: 16.1., € 4'400.--, Aktie 
D.________»). Eine solche einfache Einnahmen- und Ausgabenrechnung vermöchte 
den Anforderungen an die steuerliche Aufzeichnungspflicht von Nicht-
Buchführungspflichtigen wohl grundsätzlich zu genügen. Die vom Beschwerdeführer 
vorgelegte Aufstellung ist jedoch mit zahlreichen Fehlern behaftet und erscheint 
lückenhaft: So stimmen die periodisch vorgenommenen Zusammenzüge der Einkünfte 

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und Auslagen rechnerisch nicht mit dem Total der aufgeführten Ein- und Ausgaben 
überein. Zudem sind bei einer der Transaktionen (Aktie E.________) zwar die 
Ausgaben von € 1'900.-- aufgeführt, es fehlen indes Angaben zu den Einnahmen. Ein 
Vergleich der Aufstellung des Beschwerdeführers mit den von ihm eingereichten 
Bankkontoauszügen zeigt schliesslich, dass verschiedene an ihn erfolgte Zahlungen, 
die mittels der fortlaufend nummerierten und von ihm für die Aktienverkaufstätigkeit 
verwendeten Einzahlungsscheine getätigt worden sind, nicht in der Einnahmentabelle 
erscheinen (so die Zahlungen vom 26.1.2009, 12.2.2009, 17.2.2009 und 23.2.2009 
über Fr. 975.60 [ESR 346], Fr. 1'150.-- [EZS 350], Fr. 1'800.-- [ESR 293], sowie 
Fr. 24'905.-- [ESR 352]). Damit vermag die vom Beschwerdeführer vorgelegte 
Aufstellung den (vorerwähnten) Anforderungen an zuverlässige und für die 
Veranlagungsbehörden überprüfbare Aufzeichnungen über die Geschäftstätigkeit, 
aufgrund derer die Steuerfaktoren einwandfrei ermittelt werden können, nicht zu 
genügen (vgl. hierzu auch die angefochtenen Entscheide, E. 6.1). 

3.3 Es ist somit nicht zu beanstanden, dass Steuerverwaltung und StRK eine 
Ermessensveranlagung vorgenommen haben: Zum einen hat der Beschwerdeführer 
also bloss unzuverlässige Aufzeichnungen über sein Einkommen aus selbständiger 
Erwerbstätigkeit eingereicht. Zum anderen hat er vorliegend Einkünfte deklariert, die 
nach allgemeiner Erfahrung nicht ausreichen, um – nebst dem ermittelten 
Vermögenszuwachs – sein Auskommen zu finanzieren, hat doch die Steuerverwaltung 
aufgrund einer Vermögensvergleichsberechnung beim Beschwerdeführer einen 
unerklärten Fehlbetrag von Fr. 23'438.-- festgestellt (vgl. Vorakten Steuerverwaltung [in 
act. 4A], pag. 9 f.). Es lagen damit genügend Anhaltspunkte für die Annahme eines 
steuerbegründenden Sachverhalts vor und es wäre Sache des Beschwerdeführers 
gewesen, diese zu widerlegen (vorne E. 2.2), was ihm jedoch nicht gelungen ist. Die 
vom Beschwerdeführer vorgelegten Unterlagen zu seinen Haushaltskosten (vgl. 
Schreiben Steuerverwaltung vom 24.12.2010 und 11.2.2011, Vorakten 
Steuerverwaltung [in act. 4A], pag. 13 f.) vermochten die Differenz gemäss der 
Vermögensvergleichsberechnung nicht umfassend zu erklären, weshalb die 
Steuerverwaltung zur (teilweisen) Ermessensveranlagung schritt und sowohl bei den 
Kantons- und Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundessteuer einen 
Ermessenszuschlag von Fr. 19'000.-- als weitere steuerbare Einkünfte aufrechnete 
(vgl. Veranlagungsverfügungen vom 9.3.2011, Vorakten Steuerverwaltung [in act. 4A], 
pag. 15 ff.). Im Verfahren vor der StRK konnte der Beschwerdeführer den ermittelten 
Einkommensfehlbetrag mit Versäumnissen bei der Abgrenzung der offenen und in 

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Rechnung gestellten Guthaben (Debitoren) zum Jahresende hin zwar teilweise 
erklären (vgl. angefochtene Entscheide, E. 6.2). Es sind jedoch neue Ungereimtheiten 
bezüglich des Gesamtbestands der Wertschriften zutage getreten, bezüglich derer der 
Beschwerdeführer (weitere) Fehler in der Selbstdeklaration einräumt (vgl. 
angefochtene Entscheide, E. 6.3, sowie die nachfolgende E. 4.1). 

4.

Es bleibt zu prüfen, ob die durch die Vorinstanz(en) vorgenommene Ermes-
sensveranlagung offensichtlich unrichtig ist.

4.1 Die StRK hat zwar gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdeführers an den 
Berechnungen der Steuerverwaltung gewisse Korrekturen vorgenommen, ist jedoch 
gestützt auf ihre eigene Aufstellung von Vermögensentwicklung und Privataufwand zu 
einem (mindestens) gleich hohen Einkommensfehlbetrag gekommen wie die 
Steuerverwaltung (vgl. angefochtene Entscheide, E. 7). – Der Beschwerdeführer 
beanstandet die Erwägungen der Vorinstanz in zweierlei Hinsicht: Zum einen bringt er 
vor, ihm sei in der Steuererklärung 2009 bei der Deklaration eines Guthabens von 
Fr. 186'600.-- insoweit ein Fehler unterlaufen, als er dieses zu 100 % anstatt wie in der 
Vorperiode zu lediglich 95 % bewertet habe. Er habe diesen Fehler behoben, indem er 
im Formular 3 das Total Vermögen (Kolonne I) um den zu viel deklarierten Betrag (5 % 
von Fr. 186'600.--, ausmachend Fr. 9'330.--) vermindert habe. Die Vorinstanz sei 
diesbezüglich zu Unrecht von einem Additionsfehler im Umfang von Fr. 9'330.-- 
ausgegangen. Es verhalte sich so, dass nicht der Totalbetrag sondern der Betrag der 
aufgeführten Forderung falsch sei, indem er diese mit Fr. 186'600.-- anstatt 
Fr. 177'270.-- angegeben habe. Mit der Korrektur dieses vermeintlichen 
Additionsfehlers durch die Vorinstanz ergebe sich in der Vermögensentwicklung ein 
Fehlbetrag von Fr. 9'330.--, welcher nicht auf einen Mittelzufluss, sondern auf eine zu 
bereinigende Bewertungsdifferenz zurückzuführen sei. Zum anderen macht der 
Beschwerdeführer geltend, es handle sich bei dem erwähnten falsch deklarierten 
Guthaben um eine Forderung aus dem Kauf von REKA-Checks, die nicht geliefert 
worden seien, inkl. der aufgelaufenen Verzugszinsen. Die StRK habe in den ange-
fochtenen Entscheiden insoweit einen Fehler begangen, als sie die – nur rechnerisch 
vereinnahmten – Verzugszinsen im Rahmen der von ihr vorgenommenen 
Vermögensvergleichsberechnung vom erzielten Einkommen abgezogen sie aber 

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zugleich als Vermögenswert berücksichtigt habe. Ein solches Vorgehen führe dazu, 
dass aus der Vermögensvergleichsberechnung ein zu hohes Einkommensmanko 
erwachse.

4.2 Der Beschwerdeführer belegt Höhe und Bestand der Forderung, von welcher er 
geltend macht, sie in der Steuererklärung im Steuerjahr 2008 mit 100 % und im darauf 
folgenden mit 95 % aufgeführt habe, einzig mit zwei von ihm erstellten Abrechnungen 
zum «REKA-Vertrag August 2007» in welchen er die Lieferungs- bzw. 
Zahlungsausstände per Jahresende, die darauf aufgelaufenen Verzugszinsen sowie 
die zukünftigen ausstehenden Zahlungen bzw. Lieferungen aufgeführt hat (vgl. 
Abrechnungen vom 5.1.2009 und 5.1.2010 [in act. 1C]). Der «REKA-Vertrag», auf 
welchen der Beschwerdeführer seine Forderung abstützt, findet sich indes nicht in den 
Akten. Es liegt insoweit lediglich ein Schreiben der Verkäuferin der REKA-Checks vom 
11. August 2007 vor, in welchem sie anbietet, dem Beschwerdeführer wahlweise 
Fr. 240'000.-- in 40 Raten à Fr. 6'000.-- oder Fr. 241'000.-- in je 20 Raten à Fr. 5'500.-- 
und Fr. 6'550.-- ab August 2007 in Geldform oder in REKA-Checks zu bezahlen. 
Dieses Schreiben ist indes nicht im Sinn einer Schuldanerkennung von der Verkäuferin 
unterzeichnet worden (vgl. unpag. Vorakten Steuerverwaltung [in act. 4A]). Ob über die 
Höhe der Forderung und die Zahlungsmodalitäten eine Einigung erzielt worden ist, 
ergibt sich aus den übrigen in den Akten liegenden Dokumenten nicht. Fraglich 
erscheint dies bereits deshalb, weil die Verkäuferin dem Beschwerdeführer in einem 
späteren Schreiben (vgl. Schreiben vom 2.12.2007, unpag. Vorakten Steuerverwaltung 
[in act. 4A]) eine neue «Lösungs-Variante» mit einem Kredittilgungsplan für den 
Zeitraum vom 26. Dezember 2007 bis 26. Oktober 2011 vorgelegt hat. Auch ist im 
Schreiben vom 11. August 2007 ein Verzugszins in der Höhe von 10 % – wie er vom 
Beschwerdeführer geltend gemacht wird – nicht vorgesehen, was dieses als 
Beweismittel für seine Forderung weiter schwächt. Der Beschwerdeführer vermag 
somit Bestand und Umfang seiner Forderung per Ende der hier interessierenden Jahre 
nicht rechtsgenüglich nachzuweisen, weshalb auch nicht als erstellt gelten kann, dass 
er hinsichtlich der deklarierten Forderung in den Steuererklärungen 2008 und 2009 von 
unterschiedlichen Bewertungsgrundsätzen ausgegangen ist. Es ist damit nicht zu 
beanstanden, wenn die Vorinstanz geschlossen hat, eine offensichtliche Unrichtigkeit 
der Ermessensveranlagung sei insoweit nicht dargetan (vgl. angefochtene Entscheide, 
E. 6.4).

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4.3 Was die Zinserträge betrifft, hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 
ausgeführt, es könne nicht übergeprüft werden, ob diese dem Beschwerdeführer – wie 
von ihm behauptet – nicht effektiv zugeflossen seien. Aufgrund der Korrespondenz mit 
der Verkäuferin der REKA-Checks, aus welcher sich deren Lieferschwierigkeiten und 
die verzögerte Abwicklung des Verkaufs ergäben, erachtete sie die Darstellung des 
Beschwerdeführers indes als glaubhaft. Entsprechend hat sie in der Vermögensver-
gleichsberechnung einen Abzug beim Einkommen im Umfang von Fr. 14'000.-- 
vorgenommen (vgl. angefochtener Entscheid, E. 6.4 und 7). Der Beschwerdeführer 
wendet ein, mit diesem Vorgehen habe die StRK die nicht zugeflossenen 
Verzugszinsen beim erzielten Einkommen ausgeklammert, sie jedoch für die Ermittlung 
der Vermögensentwicklung einbezogen, weil er sie in seiner Selbstdeklaration auf die 
betreffende Forderung aufgerechnet habe. Indem die Verzugszinsen beim 
Vermögensstand nicht aber bei den Erträgen berücksichtigt worden seien, resultiere 
eine um Fr. 14'000.-- überhöhte unerklärte Vermögenszunahme. – Diese Vorbringen 
des Beschwerdeführers vermögen nicht zu überzeugen: 

4.3.1 Zwar ist ihm darin beizupflichten, dass soweit (aufgelaufene) Zinsforderungen in 
die Vermögensentwicklung einfliessen, die entsprechenden Zinserträge beim 
Einkommen zu berücksichtigen sind, da andernfalls eine ungerechtfertigte 
Einkommenslücke resultiert. Der Beschwerdeführer vermag indes nicht schlüssig 
aufzuzeigen und zu belegen, dass der Vermögensstand, von dem die Vorinstanz 
ausgegangen ist, (noch) nicht befriedigte Zinsforderungen umfasst. Was insbesondere 
die Forderung aus dem Kauf von REKA-Checks betrifft, sind nicht nur Anfangs- und 
Schlussbestand ungewiss (vgl. die vorangehende E. 4.3), sondern es herrscht auch 
über die durch die Schuldnerin getätigten Zahlungen Unklarheit (gemäss Aufstellung 
des Beschwerdeführer Fr. 28'240.--, gemäss Belegen Fr. 14'300.--), so dass nicht 
ermittelt werden kann, ob der Beschwerdeführer – wie er behauptet – Verzugszinsen 
zur Forderung dazu geschlagen hat. Was die übrigen deklarierten Guthaben angeht, 
unterlässt es der Beschwerdeführer gänzlich, deren Entwicklung über das Jahr 2009 
aufzuzeigen bzw. sich zu den damit in Zusammenhang stehenden Erträgen zu 
äussern, geschweige denn entsprechende Belege beizubringen. Entsprechend kann 
auch sein Einwand, dass «wenn schon» nur im Umfang von Fr. 8'801.-- von «fiktiven» 
Verzugszinsen auszugehen sei, nicht überprüft werden. Mit seinen unbestimmten, 
nicht auf konkrete Beweismittel gestützten Einwänden vermag er den ihm obliegenden 
Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit der vorinstanzlichen 
Vermögensvergleichsberechnung (vgl. vorne E. 2.1 f.) nicht zu erbringen. 

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4.3.2 Überdies ist zu bemerken, dass die StRK die Haushaltsauslagen des 
Beschwerdeführers nicht ernsthaft geprüft, sondern in ihrer Berechnung – unbesehen 
der zuvor getroffenen Feststellung, dass das Haushaltsbüchlein des 
Beschwerdeführers «keineswegs alle Ausgaben schlüssig aufliste» – den behaupteten 
Betrag von bloss Fr. 1'000.-- jährlich übernommen hat. Dies, weil sich der aus der 
Vermögensvergleichsberechnung ergebende Fehlbetrag aufgrund der 
vorzunehmenden Korrekturen selbst dann, wenn auf die Angaben des 
Beschwerdeführers abgestellt werde, in der Grössenordnung der Aufrechnung der 
Steuerverwaltung bewege. Ein derart tiefer Betrag ist jedoch offensichtlich unrealistisch 
und wäre, falls es für den Verfahrensausgang auf die Höhe der entsprechenden 
Aufwendungen ankäme, wesentlich zu erhöhen. So würde eine allfällige Korrektur, die 
nach Auffassung des Beschwerdeführers betreffend Verzugszinsen vorzunehmen 
wäre, durch einen korrekt bemessenen Betrag für die Haushaltskosten (weitgehend) 
kompensiert. Damit käme es – selbst wenn dem Beschwerdeführer insoweit zu folgen 
wäre – im Ergebnis höchstens zu einer geringen Abweichung vom streitigen 
Ermessenszuschlag, weshalb ohnehin keine offensichtliche Unrichtigkeit der 
Veranlagung vorliegen würde. 

4.4 Damit erweisen sich die Beschwerden als unbegründet und sind abzuweisen.

5.

Bei diesem Ausgang der Verfahren wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 151 
StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). 
Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 
Abs. 3 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 
172.021]).

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Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2009 wird 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2009 wird abgewiesen, soweit 
darauf eingetreten wird. 

3. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden.