# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4887c31-06ae-5085-82ac-41c9407a05a1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-24
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 24.08.2021 F 2021 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2021-35_2021-08-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 24. August 2021 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdeführerin

gegen

B.________, Dr. med.
Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug

Verfahrensbeteiligte

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2021 35

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Urteil F 2021 35 

A. A.________, Dr. phil. in Soziologie, geb. am 23. April 1982, wurde am 16. August 
2021 von Notfallpsychiaterin Dr. med. B.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, C.________, mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Triaplus AG 
Klinik Zugersee eingewiesen. 

B. Gegen diese Einweisung beschwerte sich A.________ mit Schreiben vom 
17. August 2021 (Poststempel; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 18. August 2021) beim 
Verwaltungsgericht und erklärte, dass sie mit der Hospitalisierung mit einer ärztlichen FU 
nicht einverstanden sei und ihre sofortige Entlassung wünsche. 

C. Am 24. August 2021 wurde die Beschwerdeführerin von der fürsorgerechtlichen 
Kammer des Verwaltungsgerichts in den Räumen der Klinik Zugersee angehört. An dieser 
Verhandlung nahmen seitens der Klinik Assistenzarzt med. pract. D.________ und 
E.________, dipl. Pflegefachfrau HF, sowie als gerichtlicher Gutachter Dr. 
med. F.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, teil, der sein 
Gutachten im Anschluss an die Anhörung mündlich erstattete. Die Verhandlung wurde 
anschliessend zur Beratung unterbrochen und danach wurde der Urteilsspruch eröffnet 
und mündlich kurz begründet. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurteilung 
von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des Einfüh-
rungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig 
ist das Verwaltungsgericht, wenn die angefochtene Massnahme auf dem Hoheitsgebiet 
des Kantons Zug angeordnet worden ist (s. dazu BGE 146 III 377). Die Beschwerdeführe-
rin ist in G.________ – mithin im Hoheitsgebiet des Kantons Zug – von einer in 
C.________ praktizierenden Ärztin eingewiesen worden, sodass die örtliche und sachliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben und die fristgerecht eingereichte und den 
minimalen formellen Anforderungen genügende Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu prüfen ist. 

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Urteil F 2021 35 

2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz 
von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene 
Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr er-
füllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 
Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, so-
fern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde 
vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person ge-
gen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB). Die Be-
schwerdeinstanz entscheidet in der Regel innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Be-
schwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf 
das Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 
ZGB) 

2.1 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann. Die Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständ-
lich. Der Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Schliesslich werden 
die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Rechtsfolge weiter eingeschränkt. Die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung ist selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzun-
gen nur gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann. Insofern gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip. Zudem muss die Unterbrin-
gung für den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen; insofern stellt der Begriff der geeigneten Einrichtung eine weitere 
Einschränkung dar (Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 
Art. 426 N 7). Ziel der fürsorgerischen Unterbringung ist es, die betroffene Person in die 
Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 

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Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 
Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die FU dient in jedem Fall dem Schutz 
der betroffenen Person. Voraussetzung ist deshalb immer, dass der Betroffene eines be-
sonderen Schutzes bedarf, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden 
kann; diese muss die persönliche Fürsorge sicherstellen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 8). Schliesslich gilt für die FU der Grundsatz der Verhältnismässigkeit; sie stellt 
einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist des-
halb nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genü-
genden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich er-
reicht werden kann. Als verhältnismässig erscheint eine FU nur, wenn mit ihr das ange-
strebte Ziel – in erster Linie die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung – überhaupt erreicht werden kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der 
betroffenen Person bringt, sind gegeneinander abzuwägen. Interessen der Umgebung und 
der Öffentlichkeit haben insoweit zurückzutreten. Die Belastung für die Umgebung ist nur 
mitzuberücksichtigen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

2.2 Eine fürsorgerische Unterbringung oder Zurückbehaltung ist nur dann zulässig, 
wenn bei der betroffenen Person einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB aufgeführten Schwäche-
zustände vorliegt. Zudem muss wegen dieses Schwächezustands ein Fürsorgebedarf hin-
sichtlich Behandlung und/oder Betreuung bestehen, was anhand der konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, 
wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurtei-
len ist. Danach ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Be-
handlung einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 17. April 2013, 5A_254/2013 Erw. 2.2).

3. Zunächst ist zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin ein Schwächezustand im 
Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

3.1 Den Akten – insbesondere den Austrittsberichten von vier früheren Aufenthalten 
in der Klinik Zugersee (vom 2. bis 9. Oktober 2013, vom 9. Juni bis 21. Juli 2015, vom 
22. Oktober bis 1. Dezember 2015 und vom 3. bis 6. März 2016) – lässt sich entnehmen, 
dass sich bei der Beschwerdeführerin offenbar bereits vor mehreren Jahren psychische 
Probleme aus dem schizophrenen Formenkreis mit inhaltlichen Denkstörungen, Wahnge-
danken und Liebeswahn zu manifestieren begannen. Bereits bei der Hospitalisation im 

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Jahre 2013 wurde der Verdacht auf eine paranoide Schizophrenie geäussert und bei den 
weiteren Klinikaufenthalten wurde eine paranoide Schizophrenie ICD-10 F20.0 diagnosti-
ziert. 

3.2 Gemäss Polizeirapport vom 16. August 2021 wurde die Zuger Polizei avisiert, um 
den gesundheitlichen Zustand der Beschwerdeführerin zu überprüfen, nachdem sie sich 
beim Sozialamt und der KESB seit Wochen nicht mehr gemeldet hatte und auch ihr Vater 
keinen Kontakt mehr zu seiner Tochter hatte herstellen können. Da die Beschwerdeführe-
rin die Wohnungstüre trotz mehrmaligen Klingelns, Rufens und Klopfens durch die ausge-
rückte Patrouille nicht geöffnet habe und auch sonst keine Informationen in Erfahrung hät-
ten gebracht werden können, hätten sich die Polizisten mittels Schlüsseldiensts Zugang 
zur Wohnung verschafft. Die in der Wohnung anwesende Beschwerdeführerin habe sich 
unkooperativ gezeigt und wegen ihrer wirren Äusserungen und der Informationen, dass sie 
seit längerer Zeit an Schizophrenie leide, sei die Notfallpsychiaterin Dr. B.________ aufge-
boten worden. Doktor B.________ sah sich in der Folge veranlasst, die 
Beschwerdeführerin wegen psychischer Störung und Selbstgefährdung mittels FU zur 
Behandlung in die Triaplus AG Klinik Zugersee einzuweisen.  

3.3 Im Eintrittsbericht der Klinik Zugersee ist nachzulesen, dass der Vater der Patien-
tin die KESB kontaktiert habe, da die Beschwerdeführerin, welche die Klinik aus mehreren 
Klinikaufenthalten mit der Diagnose einer paranoiden Schizophrenie her kenne, den Kon-
takt zu ihm abgebrochen habe. Auch der Vermieter habe seit einer Woche keine Geräu-
sche mehr aus der Wohnung vernommen, sodass die Sorge einer gesundheitlichen Be-
einträchtigung bestanden habe und die Polizei hinzugezogen worden sei. Die Sozialhilfe 
für die Beschwerdeführerin sei wegen fehlender Kooperation eingestellt worden und auch 
weiterführende Abklärungen der KESB habe die Patientin verweigert. Die Wohnung sei ihr 
wohl auch aufgrund ausbleibender Mietzinszahlungen gekündigt worden. Eine ambulante 
psychiatrische Behandlung bei Dr. med. H.________ habe die Patientin im Frühjahr 2020 
abgebrochen. Aus den früheren Klinikaufenthalten 2016 sei bekannt, dass sie Olanzapin 
erhalten, dieses jedoch nur unregelmässig eingenommen habe. Im Aufnahmegespräch 
zeige sich die Patientin nicht kooperativ, verweise nur darauf, dass sie gesund sei und die 
Klinik verlassen wolle.  

3.4 An der Anhörung vom 24. August 2021 erklärte Assistenzarzt D.________, dass 
die Klinik bei der Behandlung von einer paranoiden Schizophrenie ausgehe. Der gerichtli-
che Gutachter Dr. med. F.________ bestätigte die Diagnose einer chronischen paranoi-

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den Schizophrenie (ICD-10 F20.0), wobei aktuell eindeutig ein Zwangs- und Wahnerleben 
im Vordergrund stehe. 

3.5 Die Beschwerdeführerin selber verneinte vehement, an einer Schizophrenie zu lei-
den oder sonstwie in psychischer Hinsicht Probleme zu haben. Sie sei das Opfer von IT-
Stalkern. Ihr einziges Problem sei, dass sie vom Sozialamt kein Geld mehr bekomme. Sie 
bagatellisierte ihre Lebenssituation und verlangte vehement, nach Hause in ihre Wohnung 
entlassen zu werden. Sie machte zudem verschiedentlich wirre Angaben; so berichtete sie 
unter anderem von ihrem Freund und Verlobten, den sie noch nicht kenne, dessen Namen 
sie nicht wisse, der sie aber retten und heiraten werde.

3.6 Gestützt auf die Vorgeschichte und die ärztlichen bzw. gutachterlichen Angaben 
steht fest, dass die Beschwerdeführerin an einer schweren psychischen Störung in Form 
einer chronischen paranoiden Schizophrenie (ICD-10 F20.0) leidet. Es gibt auch deutliche 
Hinweise auf einen sogenannten Liebeswahn, was die Beschwerdeführerin an der Anhö-
rung mit ihren Aussagen auch selber klar demonstrierte. Mit dem Vorliegen eines Schwä-
chezustands ist die erste Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung in einer 
Einrichtung erfüllt. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die bei der Beschwerdeführerin bestehende psychi-
sche Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem 
anhand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob der Betroffene daran ist, in seiner Lebensgestaltung, seinem Ver-
halten in seiner Umgebung, seiner persönlichen Hygiene und seiner Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. hierzu R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der 
FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Nach Klinikarzt D.________ ist eine Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität 
bei der Beschwerdeführerin weder im Klinikrahmen noch im Falle einer baldigen 
Entlassung zu erwarten. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne erachtet er 
hingegen im Falle einer baldigen Entlassung als erheblich und akut. Sie leide an 

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Realitätsverlust, habe kein Geld und könne dies mit dem Sozialamt auch nicht regeln. Sie 
würde sich nicht um sich selber kümmern können und es drohten ihr Obdachlosigkeit, 
Mangelernährung, Verwahrlosung und sozialer Rückzug. Soweit bekannt, habe sie keine 
sozialen Kontakte mehr; auch den Kontakt zum Vater habe sie vor einiger Zeit 
abgebrochen. 

4.1.2 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ führte aus, dass eine akute und 
erhebliche Suizidalität bei der Beschwerdeführerin weder im Klinikrahmen noch im Falle 
einer baldigen Entlassung bestehe. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne sei 
hingegen vorhanden. Im sozialen Bereich bestehe die Gefahr von Isolation und 
Verelendung, weil sie kein Geld habe. Es drohe ihr vor allem mangels Ressourcen die 
Verwahrlosung, ein sozialer Rückzug und die Isolation. Wenn sie jetzt ihre Wohnung 
verliere, so sei nicht vorhersehbar, ob sie sich in der jetzigen Verfassung und ohne Geld 
eine andere Nische organisieren könne. Allenfalls werde sie auf der Strasse landen.

4.1.3 Eine Selbstgefährdung im Sinne von akuter und erheblicher Suizidalität steht bei 
der Beschwerdeführerin aus ärztlicher Sicht weder im Klinikrahmen noch im Falle einer 
baldigen Entlassung im Vordergrund, obwohl die Suizidalität bei diesem Krankheitsbild 
grundsätzlich erhöht ist. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne ist hingegen im 
Falle einer sofortigen Entlassung als erheblich und unmittelbar drohend zu qualifizieren. 
Zunächst droht der Beschwerdeführerin eine weitere Chronifizierung und Verschlechte-
rung des Krankheitsbildes. Sie dürfte mittlerweile ihre Wohnung verloren haben, sodass 
ihr die Obdachlosigkeit und damit die Verwahrlosung und auch eine Mangelernährung 
droht. Zu befürchten ist auch ein weiterer sozialer Rückzug und die Stigmatisierung der 
promovierten Soziologin. Die Selbstgefährdung insbesondere in einem weiteren Sinne ist 
folglich im Falle einer baldigen Entlassung als akut und unmittelbar drohend zu beurteilen.

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mitzuberücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (Spirig, Zürcher 
Kommentar, N 336 ff. zu altArt. 397a ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person, nicht ihrer Umgebung; entsprechend ist die Fremdgefähr-
dung weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch für eine Unterbringung ausreichend 

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(Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 41 zu Art. 426 ZGB mit Hinweisen). Das geltende Recht 
hält im Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung, sondern 
auch der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 42 zu Art. 426 ZGB).

4.2.1 Nach den Angaben von Assistenzarzt D.________ und Pflegefachfrau 
E.________ ist es in der Klinik zu aggressiven Vorfällen mit Gewalt gegen Gegenstände 
und ein Fenster gekommen. Die Beschwerdeführerin sei auch sehr bedrohlich gegenüber 
dem Pflegepersonal gewesen. Ein fremdaggressives Verhalten sei auch im Falle einer 
baldigen Entlassung nicht auszuschliessen.  

4.2.2 Gutachter Dr. F.________ erachtet die Fremdgefährdung beim Krankheitsbild der 
Beschwerdeführerin grundsätzlich als gegeben. Dies sei jedoch bis jetzt ausserhalb der 
Klinik nicht das Hauptproblem gewesen. Wenn die Beschwerdeführerin allerdings etwas 
wolle und sie darin beeinträchtigt werde, dann könnte sie aggressiv werden und sich 
wehren. Im Falle einer baldigen Entlassung sei mit fremdaggressivem Verhalten zu 
rechnen, wenn ihr jemand in die Quere komme oder Widerstand leiste. In der Klinik sei 
auch die Belastung für Personal und Mitpatienten erheblich, da sie gegen ihren Willen in 
der Klinik sei und zudem – abgesehen von einer einmaligen Haldol- und Diazepam-
Verabreichung – bisher unbehandelt bleibe. Mit ihrem sozialen Rückzug vor Klinikeintritt 
sei sie auch für ihre Familie eine erhebliche Belastung. 

4.2.3 In Berücksichtigung der Vorgeschichte und auch der ärztlichen Angaben liegt bei 
der Beschwerdeführerin im Klinikrahmen wie auch im Falle einer baldigen Entlassung in 
die alten Verhältnisse eine nicht unerhebliche Fremdgefährdung bei Widerstand vor, was 
im Zusammenhang mit dem voraussichtlichen Verlust der Wohnung durchaus denkbar ist. 
Der völlige Rückzug der Beschwerdeführerin dürfte zudem für ihre Familie, allenfalls auch 
für die Nachbarn, eine erhebliche Belastung bedeuten.  

4.3 Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass das bei der Beschwerdefüh-
rerin bestehende Selbstgefährdungspotential vor allem in einem weiteren Sinne von Ver-
schlechterung des Krankheitsbildes, Verwahrlosung, Obdachlosigkeit und sozialem Rück-
zug im Falle einer baldigen Entlassung als schwerwiegend und unmittelbar drohend zu 
qualifizieren ist und auch ein erhebliches und unmittelbar drohendes Fremdgefährdungs-
potential auch im Sinne einer Belastung ihres Umfelds sowohl im Klinikrahmen als auch im 
Falle einer baldigen Entlassung besteht. 

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5. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ist schliesslich zu prüfen, ob der Be-
schwerdeführerin die nötige persönliche Fürsorge im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung 
auch anders als im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden könnte, 
beispielsweise durch eine ambulante Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von 
Medikamenten und eine betreute Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage 
sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Diese Kriterien sind gegeneinander abzuwägen. Ob die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage der be-
troffenen Person im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides.

5.1 Nach Ansicht von Klinikarzt und Gutachter weist die Beschwerdeführerin keine 
Krankheitseinsicht und damit einhergehend auch nahezu keine Behandlungsbereitschaft 
auf. Doktor F.________ hält allerdings fest, dass sie offensichtlich eine Zeit lang ein Neu-
roleptika-Depot eingenommen habe und jahrelang in ambulanter psychiatrischer 
Behandlung mit unregelmässiger Medikamenteneinnahme gewesen sei. Die 
Beschwerdeführerin erklärte wiederholt im Rahmen der Anhörung energisch, dass sie 
nicht krank sei und deshalb auch keinerlei Medikamente benötige. Sie sei auch im Falle 
einer Entlassung nicht bereit, Medikamente einzunehmen. Von einer echten 
Krankheitseinsicht und einer belastbaren Behandlungsbereitschaft kann bei dieser 
Sachlage jedenfalls derzeit nicht die Rede sein.

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind ungünstig. Die 38 Jahre alte Beschwerdeführe-
rin lebt allein und offenbar völlig zurückgezogen in einer 1 ½-Zimmerwohnung, wobei zu 
befürchten ist, dass ihr diese Wohnung mittlerweile nicht mehr zur Verfügung steht, da ge-
mäss Amtsblatt vom 13. August 2021 ein Mietausweisungsverfahren am Kantonsgericht 
des Kantons Zug hängig ist. Sie ist ledig und glaubt im Liebeswahn gefangen an einen un-
bekannten, aller Wahrscheinlichkeit nach inexistenten Verlobten, der sie retten werde. Ihr 
soziales Umfeld besteht aus ihrer Familie, zu der sie aber den Kontakt völlig abgebrochen 
hat. Die Beschwerdeführerin, die in Soziologie doktoriert hat, ist seit längerem arbeitslos, 
hat keine Tagesstruktur und kein Einkommen mehr, da sie weder mit dem Sozialamt, der 
IV noch der KESB kooperiert hat. Derzeit ist die KESB offenbar in Abklärungen betreffend 
eine erwachsenenschutzrechtliche Massnahme. Eine professionelle ärztliche bzw. thera-
peutische Betreuung hat die Beschwerdeführerin nicht mehr, nachdem sie die Behandlung 

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bei Dr. H.________ glaublich im Frühjahr 2020 abgebrochen hat. Das nahezu inexistente 
soziale Netz hat die aktuelle Krisensituation jedenfalls nicht verhindern können und ist 
damit für eine ambulante Betreuung der Beschwerdeführerin auch nicht tragfähig genug.

5.3 Klinikarzt D.________ erachtet eine weitere stationäre Behandlung der 
Beschwerdeführerin für voraussichtlich etwa vier Wochen als notwendig. Im Falle einer 
baldigen Entlassung sei nicht damit zu rechnen, dass sie Medikamente einnehmen würde. 
Es sei auch zu befürchten, dass sie sich bei Verlust der Wohnung auch keine andere 
Unterkunft mehr organisieren könnte und deshalb sehr schnell wieder auffallen und erneut 
eingewiesen würde.

5.4 Nach Ansicht von Gutachter Dr. F.________ ist ein weiterer stationärer Aufenthalt 
notwendig, allerdings nur dann, wenn die Beschwerdeführerin auch tatsächlich adäquat 
neuroleptisch behandelt werde, allenfalls halt auch gegen ihren Willen. Andernfalls sei ein 
weiterer Aufenthalt nur ein Aufbewahren, ohne dass mit einer wesentlichen Verbesserung 
gerechnet werden könnte. Bei adäquater neuroleptischer Medikation sei mit einem not-
wendigen stationären Aufenthalt für sechs bis acht Wochen zu rechnen. Mit einer solchen 
Behandlung könnte allenfalls eine Compliance für die weitere Medikamenteneinnahme er-
reicht werden. Eine spontane Remission sei theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich, 
nachdem der Krankheitsbeginn auf ungefähr 2012/2013 beschrieben werde und damit 
schon lange ein florides, aktives Krankheitsbild bestehe. Eine adäquate Behandlung sei 
derzeit ausserhalb der Klinik in ambulantem Rahmen nicht möglich, da sie nicht kooperie-
ren werde. Im Falle einer sofortigen Entlassung sei im schlimmsten Fall damit zu rechnen, 
dass sie bereits am Abend wieder in der Klinik wäre, weil sie nicht wisse, wo sie sein kön-
ne, und auffalle. Im besten Fall finde sie irgendwo eine Nische, wo sie sich zurückziehen 
könne und wo sie längere Zeit nicht auffallen würde. Dies sei aber nicht vorhersehbar und 
hänge unter anderem auch vom allfälligen Verlust der Wohnung ab.

5.5 Eine Zurückbehaltung gegen den Willen des Betroffenen ist – wie erwähnt – nur 
dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihm die nötige persönliche Fürsorge nicht an-
derweitig erwiesen werden kann. Die Beschwerdeführerin leidet seit etlichen Jahren an 
einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung und damit an einem Schwächezustand 
im Sinne des Gesetzes. Sie weist zudem ein erhebliches und unmittelbar drohendes 
Selbst- und auch Fremdgefährdungspotential auf und ist daher auch in besonderem Mas-
se schutzbedürftig. Sie ist krankheitsuneinsichtig und auch nicht behandlungsbereit. Wür-
de sie in ihrem aktuellen Zustand aus der Klinik entlassen, wäre mit einer erneuten Ein-

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weisung innert kurzer Zeit zu rechnen, da sie unter anderem wegen des mutmasslichen 
Verlusts ihrer Unterkunft und fehlender finanzieller Ressourcen wohl sehr schnell wieder 
auffällig würde. Ziel der Unterbringung in der Klinik muss es denn auch sein, bei der Be-
schwerdeführerin eine Compliance für eine neuroleptische Medikation zu erreichen, was 
im Sinne einer Chance zumindest versucht werden sollte. Zu Beginn wird dabei auch eine 
Medikation gegen ihren Willen angedacht werden müssen. Alles andere wäre ein Aufbe-
wahren ohne mögliche Verbesserung ihres Zustands. Erst danach ist eine Entlassung in 
die alten Verhältnisse möglich, wobei die ambulante Betreuung und Behandlung sorgfälti-
ger Planung und Organisation bedarf. Derzeit ist eine stationäre Betreuung und Behand-
lung indessen notwendig. Eine weitere Zurückbehaltung in der Klinik für einige wenige 
Wochen, allenfalls auch Monate erscheint angesichts der schwerwiegenden Erkrankung 
und des erheblichen Gefährdungspotentials nicht als unverhältnismässig, wenn man die 
Folgen einer sofortigen Entlassung im aktuellen Zustand bedenkt. Die Einweisung in die 
Klinik, die im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeignete Einrichtung für die Beschwer-
deführerin ist, ist zu Recht erfolgt und die weitere Zurückbehaltung erweist sich wegen der 
zu befürchtenden gravierenden Folgen einer sofortigen Entlassung insgesamt als notwen-
dig und auch verhältnismässig. Die Beschwerde erweist sich mithin als unbegründet und 
muss abgewiesen werden. 

5.6 Die ärztliche Unterbringung ist grundsätzlich bis insgesamt maximal sechs Wo-
chen gültig. In dieser Zeit bleibt die Klinik für eine allfällige Entlassung zuständig (Art. 429 
Abs. 1 und 3 ZGB; § 51 Abs. 3 EG ZGB). Muss die Unterbringung über sechs Wochen 
hinaus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig, d.h. spätestens acht Tage vor Ab-
lauf der sechswöchigen Frist, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu informieren 
und einen behördlichen Entscheid über die Fortführung der Unterbringung zu beantragen 
(§ 53 EG ZGB). 

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Bei diesem Verfahrensausgang ist der ohnehin nicht anwalt-
lich vertretenen Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an Dr. B.________ und an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee.

Zug, 24. August 2021

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am