# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19025d86-b084-5425-bfe7-f7447f1e44c9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.10.2016 725 16 200/281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-200-281_2016-10-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Oktober 2016 (725 16 200 / 281) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht auf die Kausalitätsbeurteilung ihres beratenden 

Arztes abgestellt. Die beklagte Fussheberschwäche sowie die Diskushernie stehen nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereig-

nis.  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin i.V. Isabella Schibli  
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. iur. Odilo Guntern, 
Rechtsanwalt, Bahnhofstrasse 10, Postfach 315, 3900 Brig 

  
 
gegen 
 
 

 Visana Versicherungen AG, Leistungszentrum UVG, Weltpoststras-
se 19, 3000 Bern 15, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1972 geborene A.____ arbeitet seit dem 1. Mai 2012 bei der B.____ AG als kauf-
männischer Angestellter und ist in dieser Eigenschaft bei der Visana Versicherungen AG (Visa-
na) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 28. Mai 2014 liess er 
durch die Arbeitgeberin melden, dass er am 22. Mai 2014 aufgrund einer Notbremsung wäh-

 

 
 
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rend einer Busfahrt gestürzt sei und sich am linken Unterschenkel eine Prellung zugezogen 
habe. Die Visana erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen, namentlich die Kosten für 
die Heilbehandlung. Mit Verfügung vom 10. Juli 2015 stellte die Versicherung ihre Leistungen 
mangels adäquatem Kausalzusammenhang rückwirkend per 3. Oktober 2014 ein, verzichtete 
aber auf eine Rückforderung für darüber hinaus erbrachte Leistungen. Gleichzeitig entzog sie 
einer allfälligen Einsprache die aufschiebende Wirkung. Mit Entscheid vom 22. Januar 2016 
bestätigte das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht) auf Beschwerde des Versicherten hin den Entscheid der Versicherung, die aufschie-
bende Wirkung nicht wieder herzustellen bzw. nicht zu gewähren. Die gegen die Einstellungs-
verfügung vom 10. Juli 2015 erhobene Einsprache wurde in der Folge mit Entscheid vom 
23. Mai 2016 durch die Visana abgewiesen. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. iur. Odilo Guntern, mit Eingabe 
vom 22. Juni 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht. Dabei beantragte er, der Einspracheent-
scheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, rückwirkend seit dem 
3. Oktober 2014 und bis auf unbestimmte Zeit die Kosten aller Massnahmen zur Linderung und 
Heilung der durch den Unfall vom 22. Mai 2014 verursachten Schäden und Folgeschäden am 
Knie, an den Nerven und an der Wirbelsäule des Beschwerdeführers zu übernehmen; unter 
o/e-Kostenfolge. Zudem beantragte er, es sei ein unabhängiger Gutachter zu beauftragen, sich 
zur Unfallkausalität zu äussern. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die 
Kausalität zwischen dem schädigenden Ereignis und dem Gesundheitsschaden zu bejahen sei. 
Die Fussheberschwäche sei gleich nach dem Unfall zum ersten Mal aufgetreten und es sei kei-
ne andere Ursache dafür ersichtlich bzw. nachgewiesen worden.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 5. August 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 22. Juni 2016 ist einzutreten. 

 

 
 
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2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen für 
die Folgen des Unfallereignisses vom 22. Mai 2014 zu Recht per 3. Oktober 2014 eingestellt 
hat.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vo-
raussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ein 
adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Scha-
den ist nach der Rechtsprechung dann zu bejahen, wenn das Ereignis nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis).  
 
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit über-
haupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer 
nur noch und ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestan-
den hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-
gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 
hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, RKUV 1992 
Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen).  
 
3.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende 
Behörde –  die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht –  im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Die blosse Möglich-

 

 
 
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keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
Die Beweislast liegt bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammen-
hang gegeben ist, bei der versicherten Person, während sie als leistungsaufhebende Tatsache 
beim Unfallversicherer liegt (Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 
E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). 
 
3.5 Zusätzlich zu diesen allgemeinen Grundsätzen, die im Zusammenhang mit der Fest-
stellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin zu beachten sind, gilt es bei 
der Beurteilung der Unfallkausalität von Diskushernien der medizinischen Erfahrungstatsache 
Rechnung zu tragen, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandschei-
benveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen 
Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann 
eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere sowie 
geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Dis-
kushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfä-
higkeit aufgetreten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit 
weiteren Hinweisen). Als Beispiele für die Bejahung einer Unfallkausalität sind etwa ein freier 
Sturz aus erheblicher Höhe, ein Sprung aus 10 m Höhe, ein Sturz beim Tragen von Lasten oder 
ein Zusammenstoss bei grosser Geschwindigkeit (Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts [EVG, heute: Bundesgericht, sozialversicherungsrechtliche Abteilungen] vom 9. Mai 
2005, U 480/04, E. 3.1) zu nennen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind zudem 
fast alle (seltenen) traumatischen Diskushernien mit ossären Läsionen verbunden (Urteil des 
EVG vom 26. Juli 2000, U 24/00, E. 3c). Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand 
durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur 
Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom 
zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status 
quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten 
erwartet werden. Eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung muss röntgenologisch aus-
gewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben; eine traumatische Ver-
schlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in 
der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen 
zu betrachten (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 3.3 mit weiteren 
Hinweisen). 
 
4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b). Das Gericht hat die 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG)  –  wie alle anderen Beweismittel –  ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

 

 
 
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zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 
134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles sind folgende ärztliche Berichte zu berücksich-
tigen: 
 
5.1 Im Notfallbericht des Spitals D.____ wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer 
am 22. Mai 2014 im Bus gesessen und bei einer Vollbremsung nach vorne gestürzt sei. Dabei 
habe er sich das Schienbein an der Kante des gegenüberliegenden Stuhles angeschlagen. Es 
wurde eine Dashboard-Verletzung im linken Knie diagnostiziert. Des Weiteren habe weder ein 
Hinweis auf einen lumboradikulären Ausfall noch ein Hinweis auf eine ossäre Läsion festgestellt 
werden können. Der Beschwerdeführer habe über ein Kribbeln im gesamten Bein geklagt; Lau-
fen sei jedoch weiterhin möglich gewesen. Die Behandlung sei am selben Tag abgeschlossen 
worden. 
 
5.2 Gemäss Bericht des Spitals D.____ vom 25. Juli 2014 klage der Beschwerdeführer 
weiterhin über belastungsabhängige Schmerzen im linken Knie sowie Schmerzen lumboradiku-
lären Charakters. Zudem bestehe eine persistierende Fussheberschwäche. Die neurologische 
Beurteilung vom 6. Juni 2014 habe ergeben, dass auf Höhe des Unterschenkels kein Nachweis 
einer nervalen Läsion bestehe. 

 

 
 
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5.3 Der MRT-Befundbericht vom 29. Juli 2014 zeigte sodann, dass beim Beschwerdefüh-
rer eine Diskushernie auf der Höhe von Lendenwirbelkörper (LKW) 4/5 links mit Wurzelkontakt 
zu L4 links sowie eine diskrete mediane Diskushernie mit rezessalem Wurzelkontakt zu S1 
rechts auf der Höhe von LWK5/SWK1 (Sakralwirbelkörper) bestehe. 
 
5.4 Im Rahmen einer neurologischen Abklärung stellte Dr. med. E.____, FHM Neurologie, 
mit Bericht vom 3. Oktober 2014 fest, dass die nur phasenweise bestehende Fussheberparese 
aktuell ohne klinisch-neurologisches oder elektrophysiologisches Korrelat sei. Eine periphere 
Läsion des Nervus peroneus links könne ausgeschlossen werden. Insgesamt hielt Dr. E.____ 
eine L5-Nervenwurzel-Kompressionssymptomatik oder eine periphere Nervenläsion als Ursa-
che der Fussheberschwäche für unwahrscheinlich.  
 
5.5 Eine weitere MRT des linken Unterschenkels vom 4. März 2015 ergab keine Hinweise 
auf eine extrinisische Kompression des proximalen Nervus peroneus. Es liege weiterhin kein 
fassbares Korrelat für die intermittierende Fallfusssymptomatik vor.  
 
5.6 Dr. med. F.____, FMH Orthopädie und leitender Arzt Team Wirbelsäule des Spitals 
D.____, führte mit Bericht vom 7. März 2015 aus, dass sich die Beschwerden auf ein Unwohl-
sein mit gedämpften Schmerzen gluteal links über das linke Bein hinab bis ins Sprunggelenk 
reduziert hätten. Der Beschwerdeführer habe seit Januar 2015 keine Schmerzmittel gebraucht. 
Er berichte jedoch weiterhin von Schwierigkeiten vor allem beim Treppenabgehen. 
 
5.7 Zur Prüfung der Leistungspflicht und zur Beurteilung der Frage, ob zwischen dem Un-
fallereignis vom 22. Mai 2014 und den beklagten Beschwerden des Beschwerdeführers ein na-
türlicher Kausalzusammenhang besteht, unterbreitete die Beschwerdegegnerin die Unterlagen 
ihrem beratenden Arzt Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie. In seinem Bericht vom 
30. Juni 2015 stellte dieser fest, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der geschilderten 
Problematik des bislang somatisch-medizinisch nicht plausibel begründeten intermittierenden 
Fallfusses und dem Ereignis vom 22. Mai 2014 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit be-
stehe. Entsprechend sei davon auszugehen, dass bezüglich des Unfallereignisses schon seit 
längerem ein Endzustand erreicht worden sei. Bereits im Mai 2014 habe bezüglich des linken 
Knies und im Juli 2014 hinsichtlich des Rückens eine makrostrukturelle Pathologie ausge-
schlossen werden können. Da auch die neurophysiologische Untersuchung vom 3. Oktober 
2014 keine Pathologien gezeigt habe, sei bezüglich des Unfallereignisses spätestens zu die-
sem Zeitpunkt der Status quo sine eingetreten. 
 
5.8 Mit Bericht vom 28. November 2015 stellte Dr. H.____, BS DC, Chiropraktor und 
Associate Professor am College of Chiropractic I.____, fest, dass auf den MRTs eine Kompres-
sion der Nervenwurzel L4 links zu sehen sei. Verletzungen der L4-Nervenwurzel seien typi-
scherweise ursächlich für eine Fallfusssymptomatik, womit die Beschwerden vorliegend mit den 
MRT-Befundsberichten übereinstimmen würden. Zudem diagnostizierte er chronische Schmer-
zen des unteren Rückens und des linken Knies. Der Patient habe gemäss eigener Aussagen 
vor dem Unfallereignis unter keiner dieser Beschwerden gelitten. Gemäss der „Scheduled Per-
manent Disabilities“- Invaliditätsbemessungsmethode des Bundesstaats Kalifornien weise der 

 

 
 
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Beschwerdeführer aufgrund seiner Beschwerden einen Invaliditätsgrad von 30 % auf. 
Dr. H.____ stellt sich auf den Standpunkt, dass diese dauerhafte Invalidität und die notwendi-
gen Heilbehandlungen direkte Folgen des Unfallereignisses vom 22. Mai 2014 seien.  
 
6.1 Wie oben erwähnt (vgl. E. 4.2 hiervor), darf ein medizinischer Sachverhalt gestützt auf 
versicherungsinterne ärztliche Feststellungen und somit ohne Einholung eines externen Gut-
achtens entschieden werden, solange keine – auch nur geringe – Zweifel an deren Richtigkeit 
bestehen. Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
23. Mai 2016 bei der Beurteilung der Unfallkausalität vollumfänglich auf die Beurteilung ihres 
beratenden Arztes Dr. G.____. Sie ging demzufolge davon aus, dass weder die Diskushernie 
noch die weiter beklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 
vom 22. Mai 2014 zurückzuführen seien. Bereits im Mai 2014 und im Juli 2014 hätten unfallbe-
dingte makrostrukurelle Pathologien des linken Knies und des Rückens ausgeschlossen wer-
den können. Da die neurophysiologische Untersuchung vom 3. Oktober 2014 ebenfalls keine 
Pathologien gezeigt habe – was im Übrigen vom Beschwerdeführer nicht bestritten werde – 
nahm die Beschwerdegegnerin an, der Status quo sine sei spätestens mit der neurologischen 
Untersuchung eingetreten. Aus diesem Grund stellte sie ihre Leistungen per 3. Oktober 2014 
ein. 
 
6.2 Es ist festzustellen, dass die von der Beschwerdegegnerin übernommenen Ergebnisse 
von Dr. G.____, eine zuverlässige Beurteilung der vorliegenden Kausalitätsfrage gestatten. Die 
medizinische Beurteilung von Dr. G.____, welche die Kausalität zwischen der beklagten Fall-
fusssymptomatik und dem Unfallereignis verneint, beruht auf einem sorgfältigen Studium der 
vorhandenen medizinischen Aktenlage. Seine Stellungnahme erweist sich sowohl in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schluss-
folgerungen als überzeugend, womit seine Beurteilung den bundesgerichtlichen Anforderungen 
an eine beweiskräftige ärztliche Grundlage entspricht (vgl. E. 4.1 hiervor). Für die Richtigkeit 
dieser Einschätzung spricht insbesondere, dass wie Dr. G.____ bestätigt, weder die MRT vom 
Knie und der Lendenwirbelsäule noch die neurologischen Untersuchungen eine Ursache für 
den intermittierend auftretenden Fallfuss finden konnten. Dabei haben zwei unabhängige neuro-
logische Untersuchungen weder eine periphere Symptomatik des Nervus peroneus nach An-
prall noch eine radikuläre Symptomatik in der Lendenwirbelsäule als auch nur annähernd aus-
schlaggebend für die klinisch vorgegebenen Befunde ergeben. Da die beklagten Beschwerden 
somit medizinisch nicht zu erklären sind, kann wie Dr. G.____ zu Recht feststellt, auch kein 
überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang zu irgendeiner in Frage kommenden Ursache 
hergestellt werden. Daran ändert auch die Behauptung des Beschwerdeführers nichts, dass 
gemäss Dr. F.____ die Fussheberschwäche eine Folge der Verletzung im Bereich L4/5 sei. In 
den Akten ist keine solche Feststellung ersichtlich. Im Gegenteil, auch Dr. F.____ stellt mit sei-
nen Berichten vom 7. März 2015 bzw. 4. Februar 2016 fest, dass sich die Beschwerden nicht 
hinreichend erklären lassen und die Kausalitätsfrage seinerseits nicht zu klären sei. Im Lichte 
der schlüssigen und nachvollziehbaren Beurteilung von Dr. G.____ ist die vorinstanzliche Be-
weiswürdigung hinsichtlich der Kausalitätsfrage somit nicht zu beanstanden.  
 

 

 
 
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6.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass es sich bei der Beurteilung von Dr. G.____ um 
keine unabhängige Stellungnahme handle und sie dem Bericht von Dr. H.____ widerspreche. 
Dr. H.____ sei der medizinischen Meinung, dass die Beschwerden und die Notwendigkeit wei-
terer Behandlung ein direktes Resultat des Unfalls vom 22. Mai 2014 seien und die Fussheber-
schwäche eine Folge der Verletzung im Bereich L4/5 sei. Wie Dr. G.____ in seiner Stellung-
nahme vom 1. März 2016 erwähnt, argumentiert Dr. H.____ in seiner Beurteilung wohl aus 
sprachlichen Gründen lediglich mit seiner Interpretation der Bilddokumente. Dr. H.____ stellt 
dabei fest, dass eine Kompression der Nervenwurzel L4 links zu sehen sei und diese typi-
scherweise mit der vorliegenden Fallfusssymptomatik zusammenhänge. Diesbezüglich stellt 
sich Dr. G.____ hingegen auf den Standpunkt, dass die Nervenwurzel L4 zwar eingeengt sei, 
die Diskushernie die erwähnte Nervenwurzel jedoch nicht sichtbar kompromittieren würde. Die-
se Einschätzung deckt sich mit den durchgeführten Untersuchungen, die keinen Hinweis auf 
eine objektivierbare Ausfallsymptomatik ergeben haben. In Übereinstimmung mit einem Bericht 
des Inselspitals Bern bestätigt Dr. G.____ zudem, dass selbst, wenn die Nervenwurzel L4 kom-
promettiert wäre, der spinal bedingte Fallfuss entgegen der Meinung von Dr. H.____ typischer-
weise nicht mit einer Kompromettierung der Nervenwurzel L4, sondern mit einer solchen von L5 
vergesellschaftet sei. Dr. H.____ begründet in seinem Bericht nicht, warum er diesbezüglich auf 
eine anderslautende medizinische Erklärung kommt. Jedoch stellt auch er sich auf den Stand-
punkt, dass die L5 Nervenwurzel frei von jeglicher Kompression sei. Hinsichtlich der diagnosti-
zierten mediolateral rechts gelegenen Diskushernie LWK5/SWK1 stimmt die Beurteilung von 
Dr. H.____ mit derjenigen von Dr. G.____ überein. Dabei stellt Dr. G.____ jedoch auch klar, 
dass diese ausschliesslich eine Kompromettierung der Nervenwurzel L5 und S1 bewirken könn-
te und sich die Symptomatik am linken Fuss damit nicht erklären lasse. Dieser Meinung ist auch 
Dr. E.____, der in seinem Bericht vom 3. Oktober 2014 eine L5-Nervenwurzel-
Kompressionssymptomatik als Ursache der Fussheberschwäche für unwahrscheinlich hält. Ins-
gesamt geht Dr. H.____ weder auf die anderslautende (Kausalitäts-)Beurteilung von Dr. G.____ 
und den anderen Ärzten ein, noch begründet er seine eigene Beurteilung genauer. Auch hin-
sichtlich der Kniebeschwerden führt der Beschwerdeführer neben der Beurteilung von 
Dr. H.____ keinen weiteren Arztbericht auf, der einen Kausalzusammenhang zum Unfallereig-
nis begründen könnte. Im Übrigen vermögen auch das Vorbringen des Beschwerdeführers und 
die Beurteilung von Dr. H.____, wonach die Fussheberschwäche gleich nach dem Unfall zum 
ersten Mal aufgetreten und somit Folge des Unfalles sei, keinen Kausalzusammenhang zwi-
schen den beklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 22. Mai 2014 begründen. Den 
natürlichen Kausalzusammenhang allein mit dieser Argumentation zu bejahen, liefe im Ergebnis 
auf die Beweisformel „post hoc ergo propter hoc“ hinaus, wonach eine gesundheitliche Schädi-
gung bereits deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist 
(vgl. BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). Eine solche Beweiswürdigung erweist sich im unfallversiche-
rungsrechtlichen Bereich aber nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als unzureichend 
(vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 2010, 8C_309/2010). Insgesamt muss die 
Stellungnahme von Dr. H.____ somit als unvollständig betrachtet werden. Da sie keine Zweifel 
an der Kausalitätsbeurteilung von Dr. G.____ begründet, ist nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes abgestellt hat. 
 

 

 
 
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6.4. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss argumentiert, die Kosten der durch den Un-
fall vom 22. Mai 2014 verursachten Schäden und Folgeschäden an seiner Wirbelsäule seien 
unfallkausal und somit von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen, ist ihm nicht zu folgen. 
Die in Erwägung 3.5 hiervor dargestellte Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Kausalität 
von Bandscheibenvorfällen ist so zu verstehen, dass eine Diskushernie in der Regel auf dege-
nerative Veränderungen zurückzuführen und folglich krankheitsbedingt ist. Nur in äusserst sel-
tenen Fällen kann eine Diskushernie durch einen Unfall ausgelöst oder richtungsgebend ver-
schlimmert werden. Dies ist der Fall, wenn das Unfallereignis mit seiner äusseren Einwirkung 
derart intensiv ist, dass es geeignet ist, eine gesunde Wirbelsäule zu verletzen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Ausgangspunkt 
jeder Kausalitätsbeurteilung in diesem Gebiet bildet somit die Frage, ob der konkrete Unfallme-
chanismus auch eine gesunde Bandscheibe schädigen könnte. Nach dem unbestrittenen Un-
fallhergang ist der Beschwerdeführer bei einer Notbremsung direkt nach dem Anfahren des 
Buses gestürzt. Dabei hat er seinen linken Unterschenkel an der gegenüberliegenden Stuhlkan-
te angeschlagen und eine Dashboard-Verletzung erlitten. Es ist festzustellen, dass dieses Er-
eignis im Lichte der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Unfallkausalität von 
Bandscheibenvorfällen eher den nicht besonders intensiven oder schweren zuzuweisen ist 
(vgl. dazu DAVID WEISS, Bemerkungen zum Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, in: 
AJP 2006, S. 880 f., mit einer Zusammenstellung verschiedener Bundegerichtsurteile zu dieser 
Frage). Da der Bus erst kurz vor der Notbremsung angefahren ist, kann davon ausgegangen 
werden, dass er nicht mit einer hohen Geschwindigkeit unterwegs war. Zudem ist der Sturz aus 
einer sitzenden Position erfahrungsgemäss mit einer geringeren Krafteinwirkung verbunden als 
ein Sturz aus einer stehenden Position. Des Weiteren wurden in der MRT vom 26. Mai 2014 
auch keine Zeichen einer Kontusion des linken Knies gefunden. Dies spricht – wie Dr. G.____ 
in seinem Bericht vom 30. Juni 2015 feststellt – dafür, dass der Aufprall gegen den Sitz kaum 
sehr heftig gewesen sein kann. Der medizinischen Erfahrungstatsache gemäss war das Unfall-
ereignis somit nicht besonders schwer und wäre wohl nicht geeignet gewesen, eine gesunde 
Bandscheibe zu verletzen. Im Notfallbericht vom 22. Mai 2014 wurden denn auch weder ein 
Hinweis auf einen lumboradikulären Ausfall noch eine ossäre Läsion festgestellt. Damit fehlt es 
sowohl an der notwendigen Unfallschwere wie auch an einer echtzeitlichen Diagnose. Selbst 
wenn die Diskushernie, wie der Beschwerdeführer geltend macht, unfallkausal gewesen wäre, 
wäre der Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien in der Regel nach drei bis vier Mo-
naten und somit spätestens am 22. Oktober 2014 als abgeschlossen zu betrachten (Urteil des 
Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
7. Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin der 
Kausalitätsbeurteilung von Dr. G.____ gefolgt ist und somit ihre Versicherungsleistungen für die 
Folgen des Unfallereignisses vom 22. Mai 2014 per 3. Oktober 2014 eingestellt hat. Lässt die 
vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des massgebenden 
medizinischen Sachverhaltes zu, so ist dem Beweisantrag des Beschwerdeführers, wonach ein 
unabhängiges Gutachten, welches sich zur Kausalitätsfrage zu äussern hat, zu beauftragen sei, 
nicht stattzugeben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht Beweisanträge 
zu stellen und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im 
Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzuneh-

 

 
 
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men, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflicht-
gemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen – wie im vor-
liegenden Fall – ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser dem-
nach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die 
damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Recht-
sprechung zulässig (BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen, 124 V 94 E. 4b, 
122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Die gegen den betreffenden Ein-
spracheentscheid vom 23. Mai 2016 erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, wes-
halb sie abgewiesen werden muss. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. 
 
 
 
 
 

 

 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

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