# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3c68197-2a96-56bd-902d-59ad7947449a
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-22
**Language:** de
**Title:** Ablehnung des Gesuchs um Erstreckung einer nicht erstreckbar angesetzten Frist zur Einreichung der Replik.
**Docket/Reference:** BRKE II Nrn. 0195-0197/2009
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/brke_ii_nrn_0195-0197_2009.pdf

## Full Text

R2.2009.00055/74 und 75 /Protokoll Seite 3

F BAUREKURSKOMMISSION II DES KANTONS ZÜRICH

G.-Nrn.
BRKE II Nr.

R2.2009.00055, R2.2009.00074 und R2.2009.00075
0195/2009, 0196/2009 und 0197/2009

Entscheid vom 22. September 2009

Mitwirkende

Präsident Peter Rütimann, Kommissionsmitglieder Stefano Terzi und Adri-
an Bergmann sowie juristische Sekretärin Sara Ramp-Burkhalter

in Sachen

Rekurrierende

R2.2009.00055
1.   P. F.  

R2.2009.00074 und R2.2009.00075
2.   A. M.

gegen

Rekursgegnerschaft

R2.2009.00055 und R2.2009.00074
1. Gemeinderat X
2. B. AG,

R2.2009.00075
1. Baudirektion Kanton Zürich
2. B. AG, 

betreffend

R2.2009.00055 und R2.2009.00074
Gemeinderatsbeschluss  vom  24.  Februar  2009;  Baubewilligung  für  Mehr-
familienhaus

R2.2009.00075
Verfügung der Baudirektion Nr. BVV 07-2526 vom 22. Oktober 2008; stras-
senpolizeiliche Bewilligung für Mehrfamilienhaus
_______________________________________________________

R2.2009.00055/74 und 75 /Protokoll Seite 4

hat sich ergeben:

(…)

H.

Die  Rekurrentin  beantragte  mit  Eingabe  vom  29.  Juni  2009  die  Durchfüh-

rung  eines  zweiten  Schriftenwechsels.  Ihr  wurde  daraufhin  eine  nicht 

erstreckbare Frist zur Einreichung einer Replik bis zum 21. Juli 2009 ange-

setzt.

I.

Am  21.  Juli  2009  stellte  die  Rekurrentin  ein  Gesuch  um  Erstreckung  der 

Replikfrist. Diesem Gesuch wurde nicht stattgegeben. 

(…)

Es kommt in Betracht:

(…)

1.2.

Wie sich aus der Prozessgeschichte (lit. J) ergibt, wurde dem Gesuch der 

Rekurrentin  um  Erstreckung  der  20-tägigen  Replikfrist  nicht  stattgegeben. 

Die  Rekurrentin  hatte  das  Gesuch  mit  (im  Resultat  offenbar  erfolglos  ge-

führten) Einigungsverhandlungen mit der Bauherrschaft, welche indes kein 

Sistierungsgesuch stellen wollte, begründet.

Die  Replikfrist  war  entsprechend  der  ständigen  Praxis  der  Rekursinstanz 

als nicht erstreckbar angesetzt worden. Dies lag im Lichte des Beschleuni-

gungsgebotes  (§  4a  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  [VRG])  sowie 
namentlich  der  Bestimmung  von  §  339a  des  Planungs-  und  Baugesetzes 

(in  der  Fassung  vom  27.  Oktober  2008,  in  Kraft  seit  dem  1.  Juli  2009 

[PBG]),  wonach  die  kantonalen  Behörden  über  ein  Rechtsmittel  in  Pla-

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nungs-  und  Bausachen  innert  6  bzw.  unter  bestimmten  Voraussetzungen 

innert 7 Monaten nach dessen Eingang entscheiden, im diesbezüglich weit 

reichenden Ermessen der Rekursinstanz (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin 

Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 

2. Aufl., Zürich 1999, § 12 Rz. 8). 

Mit der Ansetzung einer nicht erstreckbaren Frist fällt die Geltendmachung 

von  Fristerstreckungsgründen  von  vornherein  ausser  Betracht.  Demnach 

war das Begehren um Fristerstreckung ohne weiteres abzulehnen. Da das 

am letzten Tag der Frist gestellte Begehren erst nach Ablauf der Frist ein-

getroffen war, stellte sich auch die Frage nach der Ansetzung einer kurzen 

Nachfrist  nicht.  Ein  –  einzig  noch  mögliches  –  Fristwiederherstellungsge-

such im Sinne von § 12 Abs. 2 VRG (Kölz/Bosshart/Röhl, § 12 Rz. 12 am 

Ende) wurde von der Rekurrentin nicht gestellt. 

(…)