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**Case Identifier:** 613570c3-fcf3-5a5d-82d1-8a6a04a01876
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.09.2016 715 16 121
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-16-121_2016-09-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. September 2016 (715 16 121) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen fehlender Arbeitsbemühungen.  Der 

unbewiesen gebliebene Zustellungszeitpunkt des fraglichen Formulars beim RAV und 

mithin die Verletzung der Kontrollvorschriften führt dazu, dass die entsprechenden Ar-

beitsbemühungen nicht berücksichtigt werden können.  

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Postfach, 4133 Pratteln 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 

 

A. A.____ meldete sich am 23. November 2015 per 15. Januar 2016 während der seit 
1. September 2015 laufenden Bezugsrahmenfrist erneut zum Bezug von Leistungen der Ar-
beitslosenversicherung an. Nachdem sie das Formular mit ihren persönlichen Arbeitsbemühun-
gen für den Monat Januar 2016 nachweisbar erst am 9. Februar 2016 eingereicht hatte, stellte 
das zuständige Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) die Versicherte mit Verfügung 
vom 19. Februar 2016 wegen fehlender Arbeitsbemühungen für die Dauer von fünf Tagen in 
der Anspruchsberechtigung ein. Eine dagegen erhobene Einsprache hiess das KIGA Baselland 

 
 
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mit Entscheid vom 8. April 2016 teilweise gut und reduzierte die Dauer in der Anspruchsberech-
tigung auf vier Tage. 
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 22. April 2016 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt), und beantragte dessen Aufhebung. Zur Begründung machte sie zusammenfassend gel-
tend, dass sie sich sicher sei, den fraglichen Nachweis ihrer Arbeitsbemühungen noch am 
5. Februar 2016 in den Briefkasten des RAV eingeworfen zu haben. Der Vorwurf zu spät einge-
reichter Arbeitsbemühungen sei ihr deshalb unerklärlich. Weshalb der Nachweis ihrer Arbeits-
bemühungen nicht zeitgerecht beim RAV eingetroffen sei, entziehe sich ihrer Kenntnis. 
 
C. Das KIGA schloss mit Vernehmlassung vom 1. Juni 2016 auf Abweisung der Beschwerde. 
Zur Begründung machte es im Wesentlichen geltend, dass es nicht überwiegend wahrschein-
lich sei, dass der fragliche Nachweis bei der Leerung des Briefkastens übersehen worden sei. 
Da die Versicherte den Nachweis, ihre Arbeitsbemühungen fristgerecht eingereicht zu haben, 
nicht erbringen könne, habe sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereich-
te Beschwerde ist einzutreten. Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person 
der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streit-
wert von CHF 10'000.-- durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die 
Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht für die Dauer von vier Tagen in der An-
spruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einer Einstellungsdauer im Umfang von vier Tagen 
liegt der Streitwert unter CHF 10‘000.—.  Die Angelegenheit ist deshalb präsidial zu entschei-
den. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 muss die versicherte Person, 
die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen Arbeitsam-
tes alles Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. 
Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisheri-
gen Berufes. Sie muss die Bemühungen nachweisen können. Bei der Beurteilung der Frage, ob 
sich eine versicherte Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quan-
tität, sondern auch die Qualität ihrer Bewerbungen von Bedeutung (BGE 112 V 217 E. 1b mit 
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2006, C 90/06, E. 1 mit Hinweisen). Ge-
mäss der Verwaltungspraxis werden in der Regel durchschnittlich zehn bis zwölf Bewerbungen 
pro Monat verlangt, wobei stets auch die Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen sind 
(Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2005, C 10/05, E. 2.3.1). Dabei sind die persönlichen 
Umstände und Möglichkeiten der versicherten Person zu beachten wie Alter, Schul- und Be-
rufsausbildung sowie die Usanzen des für sie in Betracht fallenden Arbeitsmarktes (BGE 120 
V 78 E. 4a). Die ungenügenden Arbeitsbemühungen müssen für die verlängerte Arbeitslosigkeit 

 
 
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kausal sein. Dies ist nicht der Fall, wenn die versicherte Person innert nützlicher Frist trotzdem 
eine neue Anstellung findet (JAQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung, Diss., Zürich 1998, S. 38). 
 
2.2 Die Versicherte muss sich möglichst frühzeitig, spätestens jedoch am ersten Tag, für 
den sie Arbeitslosenentschädigung beansprucht, persönlich bei ihrer Wohngemeinde oder der 
vom Kanton bestimmten zuständigen Amtsstelle zur Arbeitsvermittlung melden und von da an 
die Kontrollvorschriften des Bundesrates befolgen (Art. 17 Abs. 2 AVIG). Kommt sie dieser Ver-
pflichtung nicht nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse respektive die kantonale Amtsstel-
le die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG). Die Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung bezweckt mithin eine angemessene Mitbeteiligung der 
versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeits-
losenversicherung natürlich und adäquat kausal zugefügt hat (BGE 124 V 227 E. 2b; vgl. auch 
Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2011, 8C_271/2011, E. 2.2). Die Einstellung hat folglich 
die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die versicherte 
Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetz-
mässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (THOMAS 
NUSSBAUMER, in: Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, 
Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, Basel/Genf/München 2007, S. 2423). 
 
2.3 Die Verordnungsvorschrift von Art. 26 der Verordnung über die obligatorische Arbeits-
losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 konkretisiert 
die im Gesetz vorgeschriebene Verpflichtung gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG. Gemäss Art. 26 
Abs. 1 AVIV muss sich die versicherte Person in der Regel in Form einer ordentlichen Bewer-
bung gezielt um Arbeit bemühen. Mit der Anmeldung zum Taggeldbezug muss sie gegenüber 
der zuständigen Amtsstelle ihre Bemühungen um Arbeit nachweisen (Art. 26 Abs. 2 AVIV). Die 
versicherte Person hat diesen Nachweis spätestens am fünften Tag des folgenden Monats oder 
am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einzureichen. Lässt sie diese Frist unentschuldigt 
verstreichen, werden ihre Arbeitsbemühungen nicht mehr berücksichtigt (Art. 26 Abs. 2 Satz 2 
AVIV). Diese Fiktion stellt eine unwiderlegbare Vermutung dar, dass die versicherte Person 
keine Arbeitsbemühungen getätigt hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. April 2016, 
(8C_40/2016, E. 2.1). Hintergrund der in Art. 26 Abs. 2 AVIV statuierten Fiktion bildet der Um-
stand, dass die Verwaltung in die Lage versetzt werden soll, die getätigten Arbeitsbemühungen 
jeweils pro monatliche Kontrollperiode (Art. 26 Abs. 3 AVIV) sach- und fristgerecht zu überprü-
fen und allfällige Einstellungstage möglichst ohne Verzug pro einzelne Kontrollperiode in Abzug 
zu bringen. Die hierfür massgebende Einreichungsfrist bis spätestens am fünften Tag des Fol-
gemonats dient mithin einem raschen und förderlichen Vollzug des Arbeitslosenversicherungs-
rechts (THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 700; Urteil des Bundesgerichts 8C_183/2008, vom 
27. Juni 2008, E. 3 a. E.).  
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in Bezug 

 
 
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auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund 
der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender 
Anlass besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren 
Verweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 
2009, 8C_412/2009, E. 1). Zu beachten ist, dass der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast 
im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst. Im Sozialversicherungspro-
zess tragen die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insoweit, als im Falle der Beweislo-
sigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei auszufallen hat, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 
Gericht darf eine Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be-
stehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1978, 
S. 135). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (HANS-ULRICH STAUFFER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und Insolvenzentschädigung, Zürich 1998, S. 77). Die blosse Möglichkeit ei-
nes bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 
121 V 208 E. 6b).  
 
4.1 Strittig ist, ob und wann die Versicherte ihre Arbeitsbemühungen für den Monat Januar 
2016 dem RAV eingereicht hat. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass das fragliche 
Formular „Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen“ für die Kontrollperiode Januar 2016 
(vgl. Akten der Vorinstanz, Akt N° 77 f.) von der Versicherten unterschrieben und mit dem Da-
tum vom 5. Januar 2016 versehen worden ist. In Anbetracht der Tatsache, dass die auf dem 
Formular ausgewiesenen Arbeitsbemühungen jedoch den Zeitraum vom 4. Januar bis 
27. Januar 2016 umfassen, ist davon auszugehen, dass es sich bei der Datierung um einen 
offensichtlichen Verschrieb handelt und das fragliche Formular tatsächlich wohl erst am 5. Feb-
ruar 2016 unterzeichnet worden ist. Dies alleine spricht jedoch noch nicht dagegen, dass die 
Versicherte den Nachweis der strittigen Arbeitsbemühungen für Januar 2016 nicht auch glei-
chentags noch dem RAV persönlich überbracht bzw. in dessen Briefkasten eingeworfen hätte. 
Den Ausführungen in ihrer Einsprache ist denn auch zu entnehmen (vgl. Akten der Vorinstanz, 
Akt N° 14), dass die Versicherte es sich kurzfristig trotzdem habe einrichten können, die Ar-
beitsbemühungen noch rechtzeitig am 5. Februar 2016 in den Briefkasten des RAV zu legen, 
obschon ihr Kind am 4. Februar 2016 krank gewesen sei. Nichts desto trotz ist nicht zu überse-
hen, dass das fragliche Formular den Eingangsstempel des RAV vom 9. Februar 2016 sowie 

 
 
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den Vermerk „Briefkasten“ trägt. Letzteres lässt den Schluss zu, dass der fragliche Nachweis 
von der Versicherten tatsächlich persönlich beim RAV in den Briefkasten eingeworfen sein 
muss. Unbewiesen bleibt indes, wann dies geschehen ist.  
 
4.2 Nach der Rechtsprechung obliegt der Beweis der Tatsache sowie des Zeitpunktes der 
Zustellung einer Verfügung der Verwaltung. Umgekehrt hat die versicherte Person den Nach-
weis für die Einreichung der von ihr behaupteten Zustellung zu leisten (BGE 103 V 65 E. 2a; 
ZAK 1987 S. 50 E. 3). Im Falle der Beweislosigkeit hat der Entscheid zuungunsten jener Partei 
auszufallen, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte 
(BGE 111 V 201, 107 V 164 E. 3a; ZAK 1987 S. 50 E. 3). Wird die Tatsache der Zustellung ei-
ner nicht eingeschriebenen Postsendung bestritten, muss daher im Zweifel jeweils auf die Dar-
stellung des Empfängers abgestellt werden (BGE 103 V 66 E. 2a; ZAK 1992 S. 370 E. 3a). 
Wählt der Absender den Versand mit gewöhnlicher Post, so kann er auf postalischem Wege 
den Nachweis nicht erbringen, dass und wann seine Sendung dem Adressaten ordnungsge-
mäss zugestellt worden ist. In diesem Falle obliegt es ihm, die Zustellung mit anderen Mitteln zu 
beweisen bzw. mindestens glaubhaft zu machen (vgl. oben, Erwägung 3.1 hiervor). Berücksich-
tigt man den vorliegend unbestritten gebliebenen Umstand, dass das RAV die Posteingänge 
der jeweils ersten Briefkastenleerung jeden Werktages zu Gunsten der versicherten Person mit 
der Datumsangabe des letzten, vorgängigen Werktages versieht (vgl. angefochtener Ein-
spracheentscheid vom 8. April 2016, S. 2; ebenso Vernehmlassung des KIGA vom 1. Juni 
2016, ad III.), so müsste das fragliche Formular mit dem Eingangsstempel spätestens vom 
8. Februar 2016 versehen worden sein. Dies aber ist nicht der Fall. Die Tatsache, dass die strit-
tigen Arbeitsbemühungen den Eingangsstempel vom 9. Februar 2016 tragen, spricht auch für 
die Möglichkeit, dass sie erst nach dem 5. Folgetag der massgebenden Kontrollperiode Januar 
2016 beim RAV in den Briefkasten gelegt worden sind. Somit lässt sich weder die Darstellung 
der Beschwerdeführerin noch jene des KIGA mit der im Sozialversicherungsprozess geltenden 
Beweismaxime der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellen. Wann sie den fraglichen 
Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen dem RAV eingereicht hat, ist damit letztlich 
nicht rechtsgenüglich dargetan. 
 
4.3 Die daraus resultierende Beweislosigkeit ist dem Gesagten zufolge von der Versicherten 
zu tragen. Der unbewiesen gebliebene Zustellungszeitpunkt des fraglichen Formulars und mit-
hin die Verletzung der entsprechenden Kontrollvorschrift führt dazu, dass die entsprechenden 
Arbeitsbemühungen für Januar 2016 nicht mehr berücksichtigt werden können. Daran ändert 
auch nichts, dass sich die Versicherte sicher ist, ihre Arbeitsbemühungen fristgerecht einge-
reicht zu haben (vgl. Einsprache der Versicherten, Akten der Vorinstanz, Akt N° 14). Wie ein-
gangs erwähnt, soll die Verwaltung mit der in Art. 26 Abs. 2 AVIV statuierten Fiktion in die Lage 
versetzt werden, die getätigten Arbeitsbemühungen pro monatliche Kontrollperiode (Art. 26 
Abs. 3 AVIV) jeweils ohne Verzug sach- und fristgerecht zu überprüfen. Die Beschwerdeführe-
rin ist gemäss der in Art. 26 Abs. 2 Satz 2 AVIV geregelten Fiktion deshalb so zu behandeln, 
wie wenn sie im Januar 2016 keine Arbeitsbemühungen getätigt hätte (vgl. oben, Erwägung 2.3 
hiervor). Als Zwischenergebnis resultiert demnach, dass ihre Arbeitsbemühungen für die Kon-
trollperiode Januar 2016 nicht berücksichtigt werden können. Ein entschuldbarer Grund hierfür 
vermag die Beschwerdeführerin nicht vorzubringen. Die fragliche Bestimmung von Art. 26 

 
 
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Abs. 2 AVIV sowie die gestützt darauf verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung er-
weist sich daher als rechtmässig. 
 
5.1 Es bleibt die Dauer der verfügten Einstellung zu prüfen. Diese bemisst sich nach dem 
Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG). Sie beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 
bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 
AVIV). Innerhalb dieses Rahmens fällt die Arbeitslosenkasse ihren Entscheid nach pflichtge-
mässem Ermessen. Nach § 57 lit. c VPO hat die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Kantonsgerichts bzw. deren präsidierende Person bei Präsidialentscheiden die angefochtene 
Verfügung auch auf deren Angemessenheit zu überprüfen. Sie greift jedoch bei der Beurteilung 
der durch die Vorinstanz angeordneten Einstellungsdauer praxisgemäss nur mit Zurückhaltung 
in deren Ermessensspielraum ein (ARV 2000 Nr. 8 S. 42 E. 2c). Bei der Festlegung der Dauer 
in der Anspruchsberechtigung besteht für die anwendenden Behörden ein relativ grosser Er-
messensspielraum. Bei der Beurteilung dieses Ermessens im Einzelfall ist der vom SECO als 
Aufsichtsbehörde der Durchführungsorgane der ALV im Schreiben AVIG-Praxis ALE vom Ja-
nuar 2015 (vgl. Randziffer D72) herausgegebene Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die 
Gewährung einer möglichst einheitlichen Rechtsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat 
(THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz 856). Der Raster entbindet die Durchführungsstellen der ALV 
aber nicht von einer konkreten Einzelfallprüfung, sondern verpflichtet diese vielmehr dazu, von 
den Angaben des Rasters dann abzuweichen, wenn besondere Umstände vorliegen. Die Ein-
stellung ist jeweils für jeden Monat mit fehlenden Arbeitsbemühungen vorzunehmen (THOMAS 
NUSSBAUMER, a.a.O., Rz 838). Das massgebende Einstellraster sieht für eine erstmalige, feh-
lende Bemühung um Arbeit während einer Kontrollperiode eine Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung von 5 bis 9 Tagen vor. Erneut fehlende Arbeitsbemühungen sind im Umfang von 
zehn bis 19 Einstellungstagen zu sanktionieren. 
 
5.2 Die Vorinstanz stufte das Verschulden der Beschwerdeführerin als leicht ein und redu-
zierte die vom RAV ursprünglich verfügte Einstelldauer von fünf Tagen auf vier Tage vor dem 
Hintergrund, dass die Arbeitsbemühungen zum ersten Mal verspätet einreicht worden sind. Es 
ist nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin diese Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung unter Berücksichtigung der von ihr vorgebrachten Argumentation nur schwer verstehen 
kann. Dass sie dabei nur fahrlässig gehandelt hat, findet indes insofern Berücksichtigung, dass 
das KIGA das vom SECO vorgegebene Raster (fünf bis neun Tage) mit der Einstellungsdauer 
von vier Tagen in Anbetracht des erstmalig verspäteten Nachweises gar leicht unterschritten 
hat. Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden. Gemäss Rechtsfolge der in Art. 26 Abs. 2 
AVIV statuierten Fiktion ist die Beschwerdeführerin so zu behandeln, als hätte sie keine Ar-
beitsbemühungen nachgewiesen (vgl. oben, Erwägung 4.3 hiervor). Die Vorinstanz hat mit der 
Einstellungsdauer von nur vier Tagen den konkreten Umständen des Einzelfalls daher durchaus 
Rechnung getragen. Da im Übrigen keine weiteren Umstände ersichtlich sind, die ein weiterge-
hendes Abweichen vom erwähnten Einstellraster des SECO nahe legen würden, erweist sich 
die von der Vorinstanz festgesetzte Einstellung in der Anspruchsberechtigung auch als ange-
messen. 
 

 
 
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5.3 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin für den 
Kontrollmonat Januar 2016 zum ersten Mal keine Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 17 
Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 AVIV erbracht hat und ihrer Schadensminde-
rungspflicht folglich nicht nachgekommen ist. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
8. April 2016 ist unter diesen Umständen zu bestätigen und die dagegen gerichtete Beschwerde 
abzuweisen.  
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. Die ausserordentlichen Kosten sind bei der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdefüh-
rerin wettzuschlagen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.