# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b9e2e52-06eb-540e-a5aa-4d4571ccc1ea
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.10.2025 200 2025 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-112_2025-10-21.pdf

## Full Text

IV 200 2025 112 
FRC/BOC/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Advokat B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. Januar 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

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Sachverhalt:

A.

Der 1978 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich – nach erfolgter Früherfassung – im August 
2014 erstmals bei der Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf Angst, 
Panikattacken, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufbeschwerden zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 1, 4). Die IVB nahm medizinische und erwerbli-
che Abklärungen vor (act. II 11 - 14, 22) und gewährte Frühinterventions-
massnahmen in Form eines Ausbildungskurses (Vorbereitungskurs … bei 
der C.________ für …) und Eingliederungsberatung (act. II 16, 23). Weiter 
erfolgte bei der D.________ in … vom 2. Februar bis 1. März 2015 eine 
berufliche Abklärung und vom 2. März bis 3. Mai 2015 ein Arbeitstraining, 
wobei Letzteres aus gesundheitlichen Gründen per 17. April 2015 abgebro-
chen wurde (act. II 27 f., 33 f.). Nach Einholung einer Stellungnahme des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 32) forderte die IVB den Ver-
sicherten am 2. Juli 2015 (act. II 37) dahingehend zur Mitwirkung auf, ihr 
bis zum 31. Juli 2015 mitzuteilen, wo und ab wann eine teilstationäre 
psychiatrische Behandlung durchgeführt werde, dies mit Hinweis auf die 
Folgen im Unterlassungsfall. Aufgrund der Unzumutbarkeit eines Aufenthal-
tes in einer Tageklinik schloss die IVB die beruflichen Massnahmen am 
14. August 2015 ab (act. II 38 - 40). Im weiteren Verlauf liess die IVB den 
Versicherten durch Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 24. März 2016 [act. II 49.1] 
und Stellungnahme vom 26. Mai 2016 [act. II 57]). Es wurden weitere RAD-
Stellungnahmen eingeholt (act. II 52, 64, 71), ein Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb erstellt (act. II 67) und am 8. April 2016 (act. II 53) sowie 
21. August 2017 (act. II 72) erfolgten dahingehend Aufforderungen zur 
Schadenminderung, wonach mitzuteilen sei, wo eine tagesklinische teilsta-
tionäre Behandlung durchgeführt werde, dies unter Hinweis auf die Folgen 
im Unterlassungsfall. Am 25. September 2017 teilte der Versicherte der IVB 
telefonisch mit (act. II 75), er wolle nicht in eine Tagesklinik eintreten. In der 
Folge verneinte die IVB nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit 
Verfügung vom 8. November 2017 den Anspruch auf Leistungen der IV 

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aufgrund mangelnder Mitwirkung (act. II 76 f.). Diese Verfügung blieb un-
angefochten. 

B.

Am 8. November 2023 (act. II 81) stellte der Versicherte, unterstützt durch 
Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein 
"Wiedererwägungsgesuch" bzw. ein Gesuch um Ausrichtung einer IV-
Rente. Die IVB nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor (act. II 
85, 90, 92, 99, 101) und liess den Versicherten am 2. Juli 2024 durch den 
RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, untersuchen (Untersuchungsbericht vom 24. Juli 2024 [act. II 113; 
vgl. auch act. II 112]). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren, in des-
sen Rahmen der Versicherte durch Advokat B.________ vertreten wurde, 
und der Einholung einer Stellungnahme des RAD (act. II 114 - 122) ver-
neinte die IVB mit Verfügung vom 15. Januar 2025 (act. II 124) den An-
spruch auf Leistungen der IV, da kein ausgewiesener Gesundheitsschaden 
bzw. keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. 

C.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Advokat 
B.________, am 17. Februar 2025 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhe-
bung der angefochtenen Verfügung sei die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten, dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % zu bezahlen, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge. 

Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2025 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde und reicht eine Stellungnahme des 
RAD-Arztes Dr. med. G.________ vom 14. März 2025 ein. Die Beschwer-
deantwort samt RAD-Stellungnahme wurde dem Beschwerdeführer mit 
prozessleitender Verfügung vom 20. März 2025 zugestellt. 

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Am 24. März 2025 reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme ein, 
welche der Beschwerdegegnerin mit prozessleitender Verfügung vom 
25. März 2025 zugestellt wurde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 15. Januar 2025 (act. II 124). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

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hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-
sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

2.3 Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrach-
tungsweise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person 
auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295). Die Sachverständigen 
sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollzie-
hen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten 
sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer 
Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken ver-
mag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters 
(BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtli-
che psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem 
Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

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2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

3.

3.1 Die Leistungsverweigerung gemäss Verfügung vom 8. November 
2017 (act. II 77) erfolgte nicht gestützt auf eine materielle Prüfung des Leis-
tungsanspruchs, sondern aufgrund der Verletzung der Mitwirkungspflicht 
durch den Beschwerdeführer. Da nur auf materiellen Prüfungen basierende 
Verfügungen Vergleichszeitpunkte im Sinne des Neuanmeldungsrechts 
darstellen können (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 
S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b), liegt nicht eine Neuanmeldungskonstellation 
im eigentliche Sinne vor, sondern die Anmeldung vom November 2023 
(act. II 81) ist wie eine Erstanmeldung zu behandeln. 

3.2 Den Akten ist – soweit entscheidwesentlich – in medizinischer Hin-
sicht im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Der Psychiater Dr. med. E.________ führte im Gutachten vom 
24. März 2016 (act. II 49.1) die folgende Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit auf: 

 Es liege eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und 
ängstlich vermeidenden Zügen gemäss ICD-10: F61.0 vor, die in agora-
phobischen und hypochondrischen Symptomen sowie in Panikattacken 
zum Ausdruck komme. Diese Beschwerden seien unter die Persönlich-
keitsstörung zu subsumieren und bildeten keine eigenständige Erkran-
kung.

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Beim Beschwerdeführer handle es sich um einen bald 38jährigen Mann, 
der auf seinem Beruf als … seit August 2014 zu 100 % arbeitsunfähig beur-
teilt werde. Der Beschwerdeführer lebe bis heute im Elternhaus. Er sei be-
reits in der Kindheit nach einer Operation von einer Kinderpsychiaterin 
behandelt worden und sei später von 2001 bis 2015 mit Unterbrüchen bei 
Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in 
psychiatrischer Behandlung gewesen. Eine Abklärung im D.________ … 
im Rahmen einer Frühinterventionsmassnahme der IV sei 2015 nach zwei-
einhalb Monaten abgebrochen worden. Der Beschwerdeführer leide wegen 
seiner Extrasystolen an phobischen Ängsten sowie nach einer chronischen 
Prostatitis mit Urosepsis an persistierenden Unterbauchbeschwerden, die 
ebenfalls massive Ängste auslösten. Aufgrund einer traumatisch erlebten 
Tonsillektomie im Alter von fünf oder sechs Jahren habe er eine Spitalpho-
bie entwickelt, die später u.a. bewirkt habe, dass seine Mutter im Rahmen 
der stationären Behandlung der Urosepsis im Jahre 2015 im Spital habe 
übernachten müssen.

In diagnostischer Hinsicht müsse davon ausgegangen werden, dass ein 
tiefgreifender neurotischer Konflikt vorliege, der zu einer massiven Ablö-
sungsproblematik von der Herkunftsfamilie und zu einer Fixierung in der 
Persönlichkeit geführt habe. Aufgrund der massiven Ausprägung der Fol-
gen in Form von sozialem Rückzug in die Familie, Aufgabe der beruflichen 
Betätigung und des völligen Fehlens einer realistischen Zukunftsperspekti-
ve sei eine mindestens teilstationäre Psychotherapie dringend indiziert. 
Aufgrund des bisherigen Verlaufs sei damit zu rechnen, dass der Be-
schwerdeführer einem solchen Vorgehen skeptisch bis ablehnend gegenü-
berstehe und er werde möglicherweise darin von seinem Umfeld gestützt. 
Trotzdem sei es aus psychiatrischer Sicht zumutbar, dass ein solcher Ver-
such unternommen werde, bevor die Frage einer Berentung durch die IV 
geprüft werde. Die therapeutischen Möglichkeiten seien nicht erschöpft, 
mithin liege kein Endzustand der psychischen Erkrankung des Beschwer-
deführers vor.

Geistige oder somatische Einschränkungen bestünden nicht. In psychi-
scher Hinsicht verunmöglichten Ängste, hypochondrische Befürchtungen 
und Panikattacken eine Tätigkeit als …. Der Beschwerdeführer sei seit Au-

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gust 2014 zu 100 % arbeitsunfähig beurteilt worden. Zur Zeit sei er immer 
noch voll arbeitsunfähig. Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit 
von 20 % oder mehr bestehe seit Jahren. Im Jahre 2012 habe der Be-
schwerdeführer in Eigenregie sein Arbeitspensum aus gesundheitlichen 
Gründen von 80 % auf 60 % bzw. später auf 50 % reduziert. Seit dem Au-
gust 2014 sei er zu 100 % arbeitsunfähig.

3.2.2 Im Bericht des Spitals I.________ vom 26. Mai 2021 (act. II 101/11 
ff.) wurden die folgenden (Haupt-)Diagnosen aufgeführt: 

 Fatigue, chronische Uveitis anterior links, rezidivierende Balanitis und 
Prostatitis

 Chronisches Beckenschmerzsyndrom mit Verdacht auf chronische Pro-
statitis

 Panikstörung mit vegetativer Dystonie und Palpitationen
 Asthma bronchiale

In Zusammenschau der Befunde könne die Ätiologie der Fatigue, der chro-
nischen Uveitis, der rezidivierenden Balanitis und Prostatitis nicht klar zu-
geordnet werden. Es bestünden keine Hinweise für eine Immundefizienz 
oder eine entzündlich rheumatische Erkrankung. Anamnestisch werde über 
allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit (trotz zehn Stunden Schlaf, keine 
Hinweise auf obstruktives Schlafapnoe-Syndrom), Muskelschmerzen an 
den Beinen sowie ophthalmologische Symptome am linken Auge (geröte-
tes Auge, Brennen, Photophobie i.R. der Uveitis) berichtet. Systemana-
mnestisch lägen keine Hinweise für das Vorliegen einer Kollagenose vor. 

3.2.3 Dr. med. F.________ führte im Bericht vom 29. Januar 2024 (act. II 
99) die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf: 

 Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode
 Panikstörung mit Agoraphobie
 Hypochondrische Ängste
 Geringe Stressresistenz
 Allergien, Restless-Legs-Syndrom (häufiges Erwachen, störe den Schlaf 

erheblich)

Der Zustand habe sich verschlechtert. Plötzlich seien starke Erschöpfungs-
zustände mit Krankheitssymptomen aufgetreten, daher sei eine Arbeit im 
ersten Arbeitsmarkt nicht mehr möglich. Dr. med. F.________ attestierte 

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seit dem 20. April 2020 laufend generell eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 
Prognostisch sei eine Arbeitsfähigkeit nicht mehr möglich, weder als … 
noch eine andere Tätigkeit. Seit 2020 übe der Beschwerdeführer keine 
Tätigkeit mehr aus, zuvor habe er zu 20 % als … bei J.________ … gear-
beitet. Schon damals habe er das 20%-Pensum wegen dauernden Krank-
heitsausfällen (Prostatitis und Erschöpfung) nicht einhalten können. Es 
habe immer einen Ersatzfahrer gleichzeitig eingeplant werden müssen. 
Dies sei auf Dauer nicht mehr möglich gewesen. Aktuell erfolge keine Me-
dikation, aufgrund der Prostataproblematik seien keine Psychopharmaka 
möglich (Gefahr eines erneuten Harnverhalts). 

3.2.4 Der RAD-Psychiater Dr. med. G.________ hielt im Untersuchungs-
bericht vom 24. Juli 2024 (act. II 113) keine Diagnosen mit oder ohne Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest. Er führte aus, die im Beschwerde-
vortrag geschilderten Einschränkungen in Form einer erhöhten Müdigkeit, 
einer raschen Erschöpfbarkeit, einer Anspannung vor externen Anforde-
rungen und Vermeidung derselben sowie von möglichen anderen zugrun-
deliegenden relevanten Stressoren (frühere negative Erlebnisse), könnten 
auf medizinisch-theoretischer Ebene anhand der Exploration, des psycho-
pathologischen Befundes sowie der angewandten psychometrischen Test-
verfahren nicht plausibel und nachvollziehbar bestätigt werden. Insofern 
hielten die behandlerseitig postulierten Diagnosen einer rezidivierend de-
pressiven Störung mit mittelgradiger Episode, einer Panikstörung mit Ago-
raphobie sowie der übrigen aufgeworfenen Störungen wie hypochondrische 
Ängste oder eine geringe Stressresistenz, welche allesamt ohne Nennung 
eines Codes nach einem anerkannten Klassifikationssystem (ICD-10, ICD-
11, DSM-5) für psychische Störungen angeführt würden, einer klärenden 
psychiatrischen Untersuchung und testpsychologischen Abklärung nicht 
stand. Es sei von einer weitgehenden Dekonditionierung vom Arbeitspro-
zess auszugehen, wobei ursächlich eine willentliche Selbstlimitierung mit 
fehlender Eigenverantwortung gegenüber externen Anforderungen vorlie-
ge, die die Rückkehr ins Berufsleben nachhaltig inhibiere. Bei einem kli-
nisch wie testpsychologisch nicht fassbarem Beschwerdebild erscheine die 
gezeigte Entpflichtung von Aufgaben und externen Anforderungen (Inan-
spruchnahme von Sozialleistungen werde kategorisch abgelehnt, Scheitern 
eines Versuchs zur Selbsteingliederung in angestammter Tätigkeit), in der 

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Summe vordergründig selbstinitiiert und in Bezug auf die eingeklagten, 
aber kaum präzise benennbaren Beschwerden nicht glaubhaft und plausi-
bel nachvollziehbar. So sei es gemäss eigener Darstellung auch im Vorfeld 
dieser Untersuchung zu keinerlei Symptombelastung oder Schwierigkeiten 
in den Tagen/Nächten vor der oder auch am Tag der Untersuchung ge-
kommen. Die übereinstimmenden Resultate in der gesamten Untersuchung 
könnten, trotz einer Eigendarstellung und einer Fragenbeantwortung, die 
durchaus auch im Sinne einer sozialen Erwünschtheit erfolgt sein könne, 
als valide und verlässlich gelten. Es bestehe eine geringe Tendenz zur 
Verdeutlichung von Beschwerden in der Beschreibung früherer aversiver 
Erfahrungen und der daraus subjektiv abgeleiteten Kausalzusammenhänge 
(frühe Traumatisierung – Mobbing in der Schule – despotische Vorgesetzte 
– übergriffige, ungehaltene Fahrgäste – Enttäuschung/Rückzug). Anhalts-
punkte für eine Aggravation oder Simulation ergäben sich nicht in der Un-
tersuchung. Eine relevante Einschränkung der leistungsrelevanten 
Fähigkeiten nach Mini-ICF-App komme bei einem in der Summe fehlenden 
Nachweis eines massgeblich überdauernd invalidisierenden psychischen 
Gesundheitsschadens in der Fremdbeurteilung durch den Untersucher 
ebenfalls nicht zum Tragen. Die Ergebnisse der angewandten psychome-
trischen Testverfahren wiesen in Kongruenz zur klinischen Befundung am 
Untersuchungstag insgesamt unauffällige Resultate auf und ergäben keine 
wegweisenden Anknüpfungstatsachen hinsichtlich einer massgeblichen 
psychischen Störung oder einer klinisch bedeutsamen Fatigue. Im Rahmen 
der aktuellen Untersuchung beim RAD könne somit in der Gesamtschau 
aller Befunde, in Übereinstimmung mit der Selbsteinschätzung sowie der 
laborchemischen und testpsychologischen Befunde kein massgeblicher 
und überdauernd invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden objek-
tiviert werden.

3.2.5 In der Stellungnahme vom 9. Januar 2025 (act. II 122) hielt der 
RAD-Psychiater Dr. med. G.________ fest, am Zumutbarkeitsprofil vom 
24. Juli 2024 könne festgehalten werden. Die vom Beschwerdeführer be-
klagten Traumatisierungen im Zuge des Spitalaufenthaltes als Fünfjähriger 
hätten nach eigener Aussage in dem Umstand bestanden, dass er von ei-
ner Pflegekraft/Krankenschwester verbal gerügt und geohrfeigt worden sei. 
Hierin könne in Übereinstimmung mit den vormals involvierten gutachterli-

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chen und behandlerseitigen Fachstellen/Fachpersonen nach wie vor kein 
existenziell lebensbedrohliches Ereignis katastrophalen Ausmasses identi-
fiziert werden, das für die Entstehung einer akuten Belastungs- und/oder 
einer anhaltenden Trauma-Folgestörung respektive einer Posttraumati-
schen Belastungsstörung (PTBS), im Sinne der störungsspezifischen ICD-
10-Kriterien hätte qualifizieren können. Folgerichtig hätten auch am 
Untersuchungstag weder in der Exploration noch in den psychometrischen 
Testverfahren diesbezüglich entsprechende Symptome oder Anhaltspunkte 
eruiert werden können. Bei den weitgehend als unauffällig zu interpretie-
renden somatischen Befunden und ohne Nachweis einer laufenden Be-
handlung hinsichtlich möglicher körperlicher Beschwerden werde nach wie 
vor kein Bedarf für eine eingehende gutachterliche Abklärung in verschie-
denen somatischen Fachdisziplinen, welche seitens der Rechtsvertretung 
eingefordert werde, ersichtlich. In der Summe qualifizierten weder die im 
Jahr 2015 stattgehabte und ausgeheilte Urosepsis noch eine unspezifische 
Restless-Legs-Symptomatik per se einen massgeblichen und überdauernd 
invalidisierenden Gesundheitsschaden und/oder eine anhaltend attestierte 
vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit.

Weiter sei der Beschwerdeführer sowohl zum subjektiven Krankheitsmodell 
als auch zu der anlässlich der fachpsychiatrischen Begutachtung im März 
2016 erhobenen Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung be-
fragt worden. Da der Beschwerdeführer diese Fragen unbeantwortet gelas-
sen habe, werde davon ausgegangen, dass er diesbezüglich von seinem 
Recht auf Nichteinlassung Gebrauch gemacht habe. Überdies sei, entge-
gen der Aussage des Rechtsvertreters, insbesondere aufgrund weitgehend 
fehlender klinischer und psychometrischer Anknüpfungstatsachen auf die 
gutachterlich durch Dr. med. E.________ vorerhobene Diagnose einer 
kombinierten Persönlichkeitsstörung, unter dem Punkt "Persönlichkeit" und 
in den nachfolgenden Abschnitten der "Diskussion der medizinischen Situa-
tion" sowie der "Versicherungsmedizinischen Würdigung" des Sachver-
halts, eingehend Bezug genommen worden. Weshalb die Diagnose einer 
kombinierten Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden und ab-
hängigen Anteilen (von den Eltern), die nach der vorgängigen fachpsychia-
trischen Begutachtung im Jahr 2016 seit Jahren vorläge, dann aber später 
weder im behandlerseitigen Wiedererwägungsgesuch noch in den darauf-

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folgenden ärztlichen Verlaufsberichten erwähnt oder diagnostisch erfasst 
worden sei, erschliesse sich nicht. Aus fachpsychiatrischer und versiche-
rungsmedizinischer Sicht sei angesichts aller erhobenen Untersuchungsbe-
funde vielmehr davon auszugehen, dass auf der Persönlichkeitsebene 
keine invalidisierende Störung mit Auswirkung auf die Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit vorliege.

Was die Frage nach einer Fatigue/CFS (Chronic Fatigue Syndrome) betref-
fe, so habe ein vehementer Leidensdruck zum Untersuchungszeitpunkt 
weder den eigenanamnestischen Angaben noch dem Beschrieb des Ta-
gesablaufs oder anlässlich der erhobenen Befunde entnommen werden 
können. Die ambulanten fachpsychiatrischen Konsultationen fänden laut 
dem behandelnden Psychiater in monatlichen Abständen statt, wobei an-
gesichts dessen und bei absenter Psychopharmakotherapie sowie in Kon-
gruenz zu dem in der Untersuchungssituation beim RAD attestierten 
fehlenden Leidensdruck tendenziell eher von einer niederschwelligen, stüt-
zenden psychiatrisch-psychotherapeutischen Begleitung als von einer 
störungsspezifischen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung 
und Therapie im eigentlichen Sinne ausgegangen werden könne. Sämtli-
che zum Untersuchungszeitpunkt erhobenen Befunde lieferten, in Konkur-
renz zum fehlenden Leidensdruck und der subjektiven Einschätzung des 
Beschwerdeführers, sich psychisch gesund zu fühlen, in Kombination mit 
den gänzlich unauffälligen psychometrischen Testergebnissen gesamthaft 
keine entsprechenden Anhaltspunkte, weder für eine durchgehende chro-
nische Erschöpfung/Fatigue respektive ein ME (Myaligsche Enzephalo-
myelitis)/CFS noch für eine anderweitige psychische Störung mit 
massgeblichem Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit.

3.2.6 Dr. med. K.________, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, hielt 
in der Stellungnahme vom 9. Januar 2025 (act. II 123) fest, er möchte ger-
ne einige nützliche Hinweise über seinen Neffen sowie früheren Patienten 
geben. Dessen Leben sei durch eine tiefe Angststörung geprägt, die sich 
schon früh gezeigt habe. Die Eltern hätten bereits in der Schulzeit bemerkt, 
dass der Beschwerdeführer nicht belastbar gewesen sei. Während der … 
habe die … den Betrieb einstellen müssen. Der Beschwerdeführer hätte in 
… in einen guten Lehrbetrieb eintreten können. Da er sich aber kaum von 

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den Eltern habe trennen können, habe er eine Lehrstelle in der Umgebung 
von … gefunden, wobei diese … eigentlich schon genug Lehrlinge ausge-
bildet habe, so dass er nur mehrheitlich … habe reinigen müsse und er 
genervt die Stelle aufgegeben habe. Schliesslich habe der Beschwerdefüh-
rer eine Ausbildung als … durchlaufen. Die Angststörung habe sich so ge-
zeigt, dass er den … angehalten habe, ausgestiegen sei und vor dem … 
geweint habe, die … ihm hätten zureden müssen, … . Wenn er früh mor-
gens Dienst gehabt habe, habe er aus lauter Angst nicht schlafen können, 
sei die ganze Nacht lang wach geblieben. Der Beschwerdeführer sei an 
einem Prostatainfekt erkrankt, habe sogar eine Sepsis erlitten. Als … habe 
er jeweils bis zu vier Stunden sitzen müssen ohne Wasser lösen zu kön-
nen, was auch ein Problem dargestellt habe. Als er wegen dem Prostatain-
fekt ins Spital habe eintreten müssen, sei seine Mutter gezwungen 
gewesen, bei ihm im gleichen Zimmer zu übernachten, sonst hätte er sich 
nicht behandeln lassen. Bei der Corona-Epidemie habe sich die Angst-
störung auch überdeutlich in übermässiger Angst vor Ansteckung gezeigt. 
Er wisse eigentlich nicht, wie stark das Selbstbewusstsein des Beschwer-
deführers sei, er schätze aber die Gefahr als nicht sehr klein ein, dass das 
Selbstbewusstsein des Beschwerdeführers kollabieren könnte mit Aus-
bruch einer Psychose. Der Beschwerdeführer lebe nun schon seit Jahren 
zurückgezogen bei seinen Eltern, bekomme von niemandem Hilfe. Er habe 
auch schon wissen wollen, wie man sich am besten umbringe, wenn seine 
Eltern verstürben. Die Angststörung sei schon jahrzehntelang behandelt 
worden, ohne einen Erfolg, es sei unwahrscheinlich, dass da noch eine 
Veränderung im positiven Sinne möglich sei. Sein Restless-Legs-Syndrom 
habe bis jetzt auch unter Einbezug eines Neurologen nicht erfolgreich be-
handelt werden können.

3.2.7 Dr. med. F.________ führte in seiner Stellungnahme vom 11. Fe-
bruar 2025 (act. I 3) zur Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. 
G.________ vom 9. Januar 2025 (act. II122) die folgenden Diagnosen auf:

 Hypochondrie, ICD-10: F45.2
 Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung ICD-10: F60.6 
 Abhängige Persönlichkeitsstörung, ICD-10: F60.7 
 Traumatisierendes Erlebnis in der Kindheit, ICD-10: F43.1

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

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Gemäss ICD-10 sei die Diagnose Hypochondrie klar erfüllt, denn der Be-
schwerdeführer lebe in ständiger Angst, sich auswärts oder an seinem letz-
ten Arbeitsplatz als … mit einer gefährlichen Krankheit (Corona, Viruser-
krankung, etc.) anzustecken oder eine erneute Urosepsis zu erleiden. Dies, 
obwohl ihm die Ärzte geraten hätten, dies trotzdem zu tun und keine Angst 
vor einer Ansteckung zu haben. Daher lebe er weiterhin zurückgezogen zu 
Hause und könne keiner Arbeit nachgehen. Der Beschwerdeführer habe 
einen starken Leidensdruck. Gegen aussen lasse er sich dies jedoch nicht 
anmerken, was nun zu seinem Nachteil ausgelegt werde. Eine Pharmako-
therapie sei aufgrund seiner Hypochondrie nicht möglich.

Auch die Diagnose einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung 
sei gemäss ICD-10 erfüllt, da der Beschwerdeführer andauernd ange-
spannt und besorgt sei, in ausgeprägter Sorge, in sozialen Situationen kriti-
siert oder abgelehnt zu werden, einen eingeschränkten Lebensstil pflege, 
wegen dem Bedürfnis nach körperlicher Sicherheit und soziale und berufli-
che Kontakte meide, die zwischenmenschliche Kontakte voraussetzten, 
aus Furcht vor Kritik, Missbilligung oder Ablehnung (durch sein für andere 
komisches Verhalten).

Gemäss ICD-10 seien auch die Kriterien einer abhängigen Persönlich-
keitsstörung erfüllt, da er wichtige Entscheidungen (wie Beruf, Freunde, 
etc.) je-weils seinen Eltern überlasse, ein unbehagliches Gefühl und über-
triebene Angst beim Alleinsein und Angst vor dem Verlust seiner Eltern 
habe und dann auf sich selbst angewiesen zu sein und eine eingeschränk-
te Fähigkeit, Alltagsentscheidungen allein zu treffen (Eltern bestimmten den 
Tagesablauf zu Hause).

Auch treffe die Diagnose Traumatisierung im Kindesalter (PTBS, ICD-10: 
F43.1) für ihn zu, da er die Mandeloperation als fünfjähriger Junge unter 
schwerer psychischer und körperlicher Gewalt erlebt habe. Dies sei derart 
traumatisierend gewesen, dass er danach nie mehr freiwillig ein Spital be-
treten habe. Daher komme eine Behandlung im stationären und teilstatio-
nären Rahmen nicht in Frage.

Die funktionellen Auswirkungen dieser Störung auf seine Arbeitsfähigkeit 
seien daher gravierend: Ständige Angst, sich von anderen anzustecken mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

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einer Krankheit. Der Beschwerdeführer schütze sich übertrieben mit Desin-
fektionsmittel, Maske und Handschuhe, was bei den anderen wiederum 
Erstaunen auslöse. Ständige Angst und Unbehagen ausser Haus, so dass 
auch seine Konzentrationsfähigkeit, Auffassungsgabe und Gedächtnis re-
duziert seien. Zudem könne er die Nacht davor kaum schlafen. Dadurch sei 
die Fehleranfälligkeit erhöht und das Arbeitstempo reduziert. Eine Arbeit im 
Team sei mit dieser Störung nicht möglich.

3.2.8 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________ hielt in der Stellungnahme vom 
14. März 2025 (act. II 129) fest, es sei nochmals darauf hinzuweisen, dass 
zum Untersuchungszeitpunkt, wie bereits zuvor ausgeführt worden sei, 
keine namhafte oder massgebliche psychische Störung im Gespräch explo-
riert respektive anhand der übrigen Befunde und Testverfahren habe objek-
tiviert werden können. Sowohl im klinischen Bild als auch in den übrigen 
Untersuchungsverfahren hätten sich kein explizit angstbesetztes Denken, 
Verhaltensauffälligkeiten oder eine derart ausgestaltete Selbsteinschätzung 
gezeigt. Bekundet worden sei ein unregelmässiger, gelegentlicher Einsatz 
von Benzodiazepinen (BZO Lexotanil/Bromazepam) zur Zeit von SARS 
Covid-19 (2021/2022), bei Schlafstörungen und bei einem nicht näher er-
gründbarem allgemeinen Krankheitsgefühl. Eine unregelmässige gelegent-
liche Einnahme einer solchen Medikation lasse nicht zwangsläufig auf das 
Vorhandensein einer entsprechenden psychischen Störung/Pathologie 
schliessen. In Kongruenz dazu seien auch die Resultate der Testverfahren 
zur Symptom- und Beschwerdevalidierung sowie zur Erfassung potenzieller 
affektiver (ängstlich-depressiver, etc.) und/oder persönlichkeitsimmanenter 
Symptome und Störungsbilder zu interpretieren, die allesamt bestanden 
worden seien respektive unauffällig ausgefallen seien. Manifeste Hinweise 
auf eine Dissimulation (ein absichtliches Herunterspielen, Verheimlichen, 
Verbergen) von Symptomen hätten überdies ebenfalls nicht erhoben wer-
den können. Gegen ein willentliches "Verstellen/Verbergen" von Sympto-
men sprächen auch die problemlos absolvierte zweistündige 
Untersuchungsdauer (ohne Auffälligkeiten z.B. psychomotorisch/vegetativ, 
emotional, affektiv, verbal) sowie die zur Gänze blanden psychometrischen 
Testergebnisse. Zusammenfassend vermöchten die erhobenen Einwände 
(vgl. Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. F.________ vom 11. 
Februar 2025 [act. I 3] und Schreiben von Dr. med. K.________ vom 9. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

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Januar 2025 [act. II 123]) keine wesentlichen oder neuen Erkenntnisse zu 
liefern, welche eine abweichende Beurteilung des medizinischen Sachver-
haltes zur Folge hätten. In Ergänzung zu diesen Ausführungen sei aus ver-
sicherungsmedizinischer und fachpsychiatrischer Sicht an den 
Einschätzungen und Beurteilungen des RAD in den Untersuchungsbefun-
den und der vorgängigen RAD-Stellungnahme festzuhalten.

4.

4.1

4.1.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.1.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2).

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

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der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbeson-
dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 
S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. 
in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107). 

Sofern RAD-Untersuchungsberichte (Art. 49 Abs. 2 der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) den 
Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) 
genügen, auch hinsichtlich der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, 
haben sie einen vergleichbaren Beweiswert wie ein anderes Gutachten 
(BGE 135 V 354 E. 3.3.2 S. 257; SVR 2018 IV Nr. 4 S. 11, 8C_839/2016 
E. 3.2).

Praxisgemäss ist im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung die klini-
sche Untersuchung in Kenntnis der Anamnese entscheidend. Eine Frem-
danamnese und (schriftliche oder mündliche) Auskünfte der behandelnden 
Arztpersonen sind häufig wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich. 
Anfragen beim behandelnden Arzt oder bei der behandelnden Ärztin sind 
u.a. wertvoll, wenn sie erweiterte Auskünfte über Persönlichkeit und Com-
pliance der zu explorierenden versicherten Person erwarten lassen. Die 
Notwendigkeit der Einholung solcher Fremdanamnesen ist in erster Linie 
eine Frage des medizinischen Ermessens. Auch aus den Qualitätsleitlinien 
für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesell-
schaft für Psychiatrie und Psychotherapie ergibt sich in dieser Hinsicht 
nichts anderes (SVR 2019 IV Nr. 41 S. 132, 9C_292/2018 E. 5.2.2.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

- 19 -

4.1.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2 Der Untersuchungsbericht des RAD-Psychiaters Dr. med. 
G.________ vom 24. Juli 2024 (act. II 113) sowie seine Stellungnahmen 
vom 9. Januar 2025 (act. II 122) und 14. März 2025 (act. II 129) erfüllen die 
an den Beweiswert eines medizinischen Berichtes gestellten Anforderun-
gen (vgl. E. 4.1.1 hiervor). Sie sind voll beweiskräftig, da sie – beruhend auf 
allseitigen Untersuchungen und unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden – die streitigen Punkte umfassend abhandeln und in Kenntnis 
der Vorakten abgegeben wurden. Weiter leuchten sie in der medizinischen 
Beurteilung ein und die darin gezogenen Schlussfolgerungen werden ein-
gehend begründet.

Was der Beschwerdeführer beschwerdeweise dagegen vorbringt, verfängt 
nicht. 

4.2.1 Soweit er geltend macht (Beschwerde S. 7 ff. II./B./Ziff. 8), die so-
matischen Gesundheitsstörungen seien bis heute weder abgeklärt noch in 
der Beurteilung berücksichtigt worden, ist festzuhalten, dass somatisch 
aktuell keine Behandlung erfolgt, ausser einer jährlichen Kontrolle in der 
Urologie des Spitals … nach einer Urosepsis im Jahr 2015, welche ausge-
heilt ist und bei einer leichten Prostatavergrösserung mit unauffälliger Pro-
statavorsorge (vgl. act. II 90, 122/3). Im RAD-Untersuchungsbericht vom 
24. Juli 2024 wurde zudem festgehalten (act. II 113/14), nach Rücksprache 
mit dem RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, lägen aus orthopädi-
scher Sicht in den somatischen Befundberichten der ambulant 
behandelnden Fachstellen keine Hinweise auf relevante Beschwerden oder 
Funktionseinschränkungen des muskulo-skelettalen Systems vor. Rheuma-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

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tologisch sei das Vorliegen einer systemisch-entzündlichen Erkrankung 
ebenfalls ausgeschlossen worden (vgl. Bericht des Spitals I.________ vom 
26. Mai 2021 [act. II 101/11 ff.]). Wie der RAD-Arzt Dr. med. G.________ 
zudem überzeugend und schlüssig festgehalten hat (act. II 122/3), qualifi-
zieren weder die erwähnte, ausgeheilte Urosepsis noch eine unspezifische 
Restless-Legs-Symptomatik per se in der Summe für einen massgeblichen 
und überdauernden invalidisierenden Gesundheitsschaden und/oder eine 
anhaltend attestierte volle Arbeitsunfähigkeit. Somit liegen auch keine Ko-
morbiditäten im Sinne von BGE 143 V 418 E. 8.1 S. 429 (mit Verweis auf 
BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 301) vor. Im Übrigen wurden auch keine ent-
sprechenden medizinischen Berichte vorgelegt. Folglich ist aus somati-
scher Sicht der Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt. 

4.2.2 Bezüglich allfälliger psychischer Beschwerden ist festzuhalten, dass 
sich der RAD-Arzt Dr. med. G.________ entgegen den Ausführungen in 
der Beschwerde (S. 7 ff. II./B./Ziff. 8) mit dem Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 24. März 2016 (act. II 49.1), welcher als Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitss-
törung mit abhängigen und ängstlich vermeidenden Zügen gemäss ICD-10: 
F61.0, die in agoraphobischen und hypochondrischen Symptomen sowie 
Panikattacken zum Ausdruck kämen, aufführte, auseinandergesetzt hat. 
Der RAD-Arzt führte schlüssig und überzeugend aus (act. II 113/12), ein in 
der früheren gutachterlichen Einschätzung 2016 erwähnter und seinerzeit 
als ein der kombinierten Persönlichkeitsstörung zugrundeliegender tiefgrei-
fender neurotischer Konflikt, könne anlässlich der Untersuchung nicht zu-
verlässig eruiert werden. Ein solcher möge in einem ursächlichen 
Abhängigkeits- und Autonomiekonflikt zu vermuten sein; ein sich daraus 
entwickelndes, schwerwiegendes psychisches Leiden oder eine überdau-
ernde psychiatrische Erkrankung könne in der Zusammenschau der erho-
benen Befunde hieraus jedoch nicht konsekutiv abgeleitet werden.

Weiter hat der RAD-Arzt Dr. med. G.________ das Vorliegen einer PTBS 
im Zusammenhang mit einem Spitalaufenthalt als Fünfjähriger, in dessen 
Rahmen der Beschwerdeführer von einer Pflegekraft/Krankenschwester 
verbal gerügt und geohrfeigt worden sei (vgl. act. II 122/3), überzeugend 
und schlüssig verneint (vgl. act. II 113/12 f., 122/3, 129/2). Gemäss den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Oktober 2025, IV 200 2025 112

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klassifikatorischen Vorgaben wird für diese Diagnose ein belastendes Er-
eignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastro-
phenartigen Ausmasses vorausgesetzt, das bei fast jedem eine tiefe Ver-
zweiflung hervorrufen würde (Urteile des BGer 9C_555/2021 vom 
23. Dezember 2021 E. 4.2 und 9C_228/2013 vom 26. Juni 2013 E. 4.1.2; 
vgl. auch vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifika-
tion psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische 
Leitlinien, 10. Aufl., 2015, S. 207 f.). Darunter fallen namentlich Kampf-
handlungen, Naturkatastrophen, schwere Unfälle oder Folterungen sowie 
Terrorismus. Ein solches gravierendes Trauma ist hier offenkundig nicht 
gegeben. Ebenfalls zu verneinen ist die geforderte Latenzzeit zwischen 
Belastung und Auftreten der PTBS (diese beträgt nach ICD-10 wenige Wo-
chen bis sechs Monate [DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, a.a.O., S. 208]). Zu-
dem fehlt auch die vom Bundesgericht geforderte besondere Begründung 
dafür, dass und weshalb ganz ausnahmsweise aus bestimmten Gründen 
ein späterer Beginn – hier von mehreren Jahrzehnten – berücksichtigt wer-
den soll (vgl. BGE 142 V 342 E. 5.2.2 S. 347). 

Auch das Vorliegen einer hypochondrischen Störung hat der RAD-Arzt 
Dr. med. G.________ nachvollziehbar und überzeugend ausgeschlossen 
(vgl. act. II 129/3). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass 
der Beschwerdeführer nicht übermässig häufig Ärzte aufsucht. Er ist auch 
nach wie vor in der Lage, Ärzte aufzusuchen und Tests durchführen zu 
lassen. Auch wenn der Beschwerdeführer beispielsweise anlässlich der 
RAD-Untersuchung – wegen der Angst vor dem Coronavirus – nicht Hände 
schütteln wollte, so hat er dennoch keinen Mund-Nasen-Schutz getragen 
und zeigte sich auch sonst nicht auffällig (vgl. act. II 113/6). 

Dass der RAD-Arzt Dr. med. G.________ keine Fremdanamnese durchge-
führt hat (vgl. Beschwerde S. 8 f. II./B./Ziff. 8), vermag den Beweiswert sei-
ner Einschätzung ebenfalls nicht zu schmälern, da eine Fremdanamnese 
zwar wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich ist (vgl. E. 4.1.2 
hiervor). 

4.2.3 Die Einwände des Onkels und früheren Kinderarztes Dr. med. 
K.________ (act. II 123) vermögen keine auch nur geringen Zweifel an der 
RAD-Beurteilung zu wecken (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Die RAD-Berichte vom 

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24. Juli 2024 (act. II 113), 9. Januar 2025 (act. II 122) und 14. März 2025 
(act. II 129) sind schlüssig, nachvollziehbar und überzeugen. Der RAD-Arzt 
Dr. med. G.________ setzte sich ausführlich und einlässlich mit sämtlichen 
vorhandenen Berichten auseinander und legte nachvollziehbar dar, wes-
wegen von keiner massgeblichen Störung auszugehen ist. 

Der beschwerdeweise eingereichte Bericht von Dr. med. F.________ vom 
11. Februar 2025 (act. I 3) ändert daran nichts und ist nicht geeignet, auch 
nur geringen Zweifel zu wecken (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Der Beschwerdefüh-
rer ist selber zufrieden mit der Situation, dass er bei seinen Eltern lebt. 
Auch wenn dies gesellschaftlich ungewöhnlich sein mag, so resultiert dar-
aus kein invalidisierender Gesundheitsschaden. Beim Beschwerdeführer 
besteht zudem erhebliches Therapiepotential. Er hat zu keinem Zeitpunkt 
seine Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft, obschon ihm von jeder Stelle 
dringend eine regelmässige Psychotherapie oder ein teilstationärer Aufent-
halt nahegelegt wurde (vgl. u.a. act. II 49.1/11). Regelmässige Sitzungen 
finden seit Jahren nach wie vor nicht statt. Mit Blick auf den Umstand, dass 
im Zusammenhang mit dem Spitalaufenthalt als fünfjähriger Junge keine 
PTBS vorliegt, vermag die Argumentation von Dr. med. F.________, wo-
nach aufgrund der PTBS eine Behandlung im stationären oder teilstatio-
nären Rahmen nicht in Frage komme (act. I 3), nicht zu überzeugen. 
Vielmehr ist von einem geringen Leidensdruck auszugehen und auch das 
Aktivitätenniveau des Beschwerdeführers ist nicht übermässig einge-
schränkt. Er pflegt nach wie vor soziale Kontakte und gab gegenüber dem 
RAD-Arzt im Juli 2024 an, eine letzte Beziehung habe er vor zirka sieben 
oder acht Jahren gehabt (act. II 113/5). Der Psychiater Dr. med. 
F.________ setzte sich weder mit den Testergebnissen der RAD-
Untersuchung (vgl. act. II 105 - 111) auseinander, nocht begründete er 
daran irgendwelche Zweifel. 

Folglich ist der Sachverhalt sowohl in somatischer als auch psychischer 
Hinsicht hinreichend abgeklärt, so dass – entgegen den Ausführungen in 
der Beschwerde (S. 7 ff. II./B./Ziff. 8) – keine weiteren Abklärungen (insbe-
sondere kein Gerichtsgutachten) notwendig sind. 

4.2.4 Vorliegend ist gestützt auf den voll beweiskräftigen Untersuchungs-
bericht des RAD-Psychiaters Dr. med. G.________ vom 24. Juli 2024 (act. 

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II 113) inklusive seiner Stellungnahmen vom 9. Januar 2025 (act. II 122) 
und 14. März 2025 (act. II 129) erstellt, dass beim Beschwerdeführer keine 
psychischen Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorlie-
gen. Folglich ist vorliegend die Durchführung eines strukturierten Beweis-
verfahrens gemäss BGE 141 V 281 (vgl. E. 2.3 hiervor) nicht erforderlich. 

4.3 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin das Vorliegen 
eines invalidisierenden Gesundheitsschadens und den Anspruch auf Leis-
tungen der IV zu Recht verneint. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abzuweisen. 

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Advokat B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.