# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93d4b3e9-6c5c-53ee-a3ed-9c4605bcdb83
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.04.2014 100 2013 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-118_2014-04-11.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 24.03.2015 abgewiesen (2C_516/2014).

100.2013.118U
VBL/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. April 2014 

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, a.o. Verwaltungsrichterin von Büren
Gerichtsschreiberin Kummler

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
11. März 2013; BD 154/12)

Sachverhalt:

A.

Der kroatische Staatsangehörige A.________, geboren am … 1963, reiste am 5. April 
1989 als Saisonnier in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zwecks 
Erwerbstätigkeit; seit dem Jahr 2000 verfügt er über die Niederlassungsbewilligung. 
A.________ ist seit März 1989 mit der mittlerweile hier eingebürgerten B.________ 
verheiratet. Die Eheleute haben zwei Töchter, C.________, geboren am … 1991, und 
D.________, geboren am … 1997, welche Schweizer Bürgerinnen sind. Nachdem 
A.________ bereits früher strafrechtlich in Erscheinung getreten war, verurteilte ihn 
das Obergericht des Kantons Bern am 17. September 2010 in zweiter Instanz wegen 
sexueller Handlungen mit einem Kind, versuchter sexueller Handlungen mit einem Kind 
und sexueller Nötigung unter gleichzeitigem Widerruf des bedingten Vollzugs einer 
früher wegen eines qualifizierten Strassenverkehrsdelikts verhängten Geldstrafe zu 
einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Weiter wurde eine ambulante therapeutische 
Massnahme angeordnet und der Vollzug der Strafe zu deren Gunsten aufgeschoben. 
Mit Verfügung vom 4. Mai 2012 widerrief das Amt für Migration und Personenstand des 
Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Niederlassungsbewilligung von 
A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz bei 
Aufhebung oder Beendigung des Massnahmenvollzugs zu verlassen. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 6. Juni 2012 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies die Beschwerde mit 
Entscheid vom 11. März 2013 ab. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 11. April 2013 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben mit den folgenden Anträgen: 

«1. Der Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 11. März 
2013 (BD 154/12) sei aufzuheben.  

2. Es sei die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers nicht zu widerrufen 
und es sei weitergehend auf eine Wegweisung zu verzichten.  

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -»

Mit Eingabe vom 30. April 2013 hat der Beschwerdeführer weitere Unterlagen 
eingereicht. Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 7. Mai 2013 die Abweisung 
der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von 
mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht 
kumuliert werden dürfen und keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder 
unbedingt ausgesprochen wurde (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; 
BGE 139 I 31 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen 
ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1). Der Bewilligungswiderruf ist in diesem Fall auch möglich, 
wenn der Ausländer sich länger als 15 Jahre in der Schweiz aufgehalten hat (Art. 63 
Abs. 2 AuG).

2.2 Mit Urteil vom 17. September 2010 verurteilte das Obergericht des Kantons 
Bern den Beschwerdeführer in zweiter Instanz rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 
24 Monaten. Damit hat der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund der längerfristigen 
Freiheitsstrafe gesetzt, wobei unerheblich ist, dass der Vollzug der Strafe zugunsten 
der gleichzeitig angeordneten therapeutischen Massnahme aufgeschoben worden ist. 
Dies anerkennt der Beschwerdeführer ausdrücklich (Beschwerde, S. 12). Hingegen 
erachtet er die Entfernungsmassnahme als unverhältnismässig. – Der Widerruf einer 
Niederlassungsbewilligung ist nur zulässig, wenn er aufgrund der im Einzelfall 
vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind 
die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der 
öffentlichen Sicherheit und Ordnung gegen die privaten Interessen der betroffenen 
Person am weiteren Verbleib in der Schweiz abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die 
Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere 
des Verschuldens, das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit 
im Allgemeinen, die Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. die 
Integration sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie oder anderen 
Angehörigen drohenden Nachteile (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 110 E. 2.1; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, beide auch zum Folgenden, 2008 S. 193 
E. 2.2 und 5.1). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer 
Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 01.01) bzw. des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV 
beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und 
Art. 36 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4, 16 E. 2.2.2 [mit Hinweisen auf die 
EGMR-Praxis], 137 I 247 E. 4.1, 135 I 143 E. 1.3.1 und 2.1, 134 II 1 E. 2.2, 10 E. 4.1 
[Pra 97/2008 Nr. 87]). Hat die betroffene Person minderjährige Kinder, sind in diese 
Prüfung ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die 
Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigenden Interessen 
im Zusammenhang mit dem Kindeswohl einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit 
Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). 

3. 

Aufgrund der Akten ist von folgendem unbestrittenen Sachverhalt auszugehen: 

3.1 Der ursprünglich aus dem heutigen Bosnien-Herzegowina stammende 
Beschwerdeführer, heute Staatsbürger von Kroatien, reiste am 5. April 1989 in die 
Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Erwerbstätigkeit (Vorakten 
POM, pag. 51; Beschwerde, S. 4; Beschwerdebeilage [BB] 8); im Jahr 2000 wurde im 
die Niederlassungsbewilligung erteilt (Vorakten POM, pag. 49). Er ist seit März 1989 

mit der hier eingebürgerten B.________ verheiratet, welche ursprünglich ebenfalls aus 
Bosnien-Herzegowina stammt (vgl. die unbestrittenen Ausführungen in der 
Urteilsbegründung des Obergerichts vom 17.9.2010 [Vorakten MIDI, pag.  24 ff.; 
nachfolgend: Urteilsbegründung Obergericht], Ziff. II./1.1; Beschwerde, S. 5, auch zum 
Folgenden). Das Ehepaar hat zwei Töchter, C.________, geboren am … 1991, und 
D.________, geboren am … 1997, welche Schweizer Bürgerinnen sind (vgl. 
Beschwerde, S. 11). Die jüngere Tochter lebt im Haushalt ihrer Eltern; die ältere, 
welche selber zwei Kinder hat, ist von zu Hause ausgezogen. Der Beschwerdeführer 
arbeitet seit September 1991 als «…» bei der E.___ AG in F._________ (vgl. 
Beschwerdebeilage [BB 15]). Er und seine Ehefrau haben im Jahr 2008 eine 
Eigentumswohnung erworben (vgl. BB 10). Nachdem der Beschwerdeführer früher 
vereinzelt betreibungsrechtlich in Erscheinung getreten war (vgl. die unbestritten ge-
bliebenen Ausführungen in Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. II./1.1), sind per 
11. Februar 2013 auf ihn weder Betreibungen noch Verlustscheine registriert (vgl. BB 
11). 

3.2 Der Beschwerdeführer wurde während seines Aufenthalts in der Schweiz 
wiederholt straffällig: Wie aus den Akten hervorgeht, wurde er im Jahr 1993 wegen 
sexueller Handlungen mit Kindern und Pornographie, begangen am 16. Mai 1992, zu 
einer bedingten Gefängnisstrafe von sechs Monaten bei einer Probezeit von zwei 
Jahren verurteilt; im Jahr 1999 erfolgte eine Verurteilung wegen grober Verletzung der 
Verkehrsregeln und pflichtwidrigem Verhalten bei Unfall (vgl. die unbestritten 
gebliebenen Ausführungen in der Urteilsbegründung des Kreisgerichts [Vorakten POM, 
Beilagen zu Dossier; nachfolgend: Urteilsbegründung Kreisgericht], Ziff. IV./4.1, sowie 
in Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. II./1.2, auch zum Folgenden; vgl. auch Vorakten 
MIDI, pag. 7). Weiter wurde der Beschwerdeführer in Kroatien wegen sexueller 
Handlung und Pornografie, begangen am 3. August 2000, zu einer (unbedingten) 5-
monatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Am 8. Februar 2001 erfolgte – wiederum in der 
Schweiz – eine Verurteilung wegen sexueller Nötigung eines damals 17-jährigen 
Jugendlichen, begangen am 10. November 2000, zu einer bedingten 3-monatigen 
Gefängnisstrafe bei einer Probezeit von vier Jahren und am 3. Juli 2007 eine solche 
wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug, qualifizierte 
Blutalkoholkonzentration), begangen am 21. April 2007, zu einer bedingten Geldstrafe 
von 15 Tagessätzen zu Fr. 90.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren (vgl. auch BB 22; 
Vorakten MIDI, pag. 5 ff.). Mit Urteilen des Kreisgerichts des damaligen 
Gerichtskreises VIII Bern-Laupen vom 3. Dezember 2009 und des Obergerichts des 
Kantons Bern vom 17. September 2010 wurde der Beschwerdeführer schliesslich 
wegen sexueller Handlungen mit einem Kind, sexueller Nötigung, je begangen am 
4. Januar 2008, sowie versuchter sexueller Handlungen mit einem Kind, begangen im 
Herbst 2007, unter Einbezug des gleichzeitig widerrufenen bedingten Vollzugs der am 
3. Juli 2007 verhängten Geldstrafe zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten sowie zur 

Bezahlung einer Genugtuung von Fr. 10'000.-- an das Opfer des Vorfalls vom 
4. Januar 2008 verurteilt. Der Vollzug der Strafe wurde zu Gunsten einer ambulanten 
therapeutischen Massnahme aufgeschoben (vgl. BB 22 f.). 

3.3 Gemäss fachärztlichen Berichten konnte beim Beschwerdeführer keine 
psychische Störung nach ICD-10 festgestellt werden. Er leidet nach Einschätzung der 
Fachärztinnen und Fachärzte aber an einer akzentuierten Persönlichkeit mit emotional 
unreifen, passiv-abhängigen und aggressionsgehemmten Anteilen (ICD-10 Z73.1) und 
neigt zum Verdrängen und Verleugnen belastender Begebenheiten. Die Kriterien einer 
Pädophilie im engeren Sinn gemäss ICD-10 F654 seien nicht erfüllt; seine sexuellen 
Handlungen würden eher der «Hebephilie» entsprechen, d.h. er lebe damit homo-
sexuelle Impulse/Neigungen mit Kindern oder Jugendlichen im pubertären Alter aus 
(vgl. Therapieberichte der Jahre 2009-2013 in BB 17, 18, 20 und 21; vgl. auch 
psychiatrisches Gutachten vom 7.1.2009 [Vorakten POM, Beilagen zu Dossier; 
nachfolgend: psychiatrisches Gutachten], S. 20 ff.). Der Beschwerdeführer liess sich 
deswegen ab Mai 2008 freiwillig am Forensik-Ambulatorium des Forensisch-
Psychiatrischen Dienstes (FPD) der Universität Bern delikts- und störungsspezifisch 
psychotherapeutisch behandeln; mittlerweile besucht er die psychotherapeutischen 
Sitzungen im Rahmen der gerichtlich angeordneten Massnahme (vgl. Therapiebericht 
vom 16.11.2009 [BB 17], S. 4; Schreiben des FPD vom 18.10.2011 [BB 19]; 
Beschwerde, S. 8). Seit 2008 wird er (mit vorübergehenden Unterbrüchen) mit dem 
Antidepressivum Cipralex medikamentös behandelt, dessen Einnahme zugleich eine 
Reduktion der Libido sowie eine Triebdämpfung zur Folge hat (vgl. Therapiebericht 
vom 16.11.2009 [BB 17], S. 4 f.). Die ambulante Massnahme wurde am 8. Juni 2011 
für maximal fünf Jahre angeordnet, wobei die Vollzugsbehörde regelmässig überprüft, 
ob sie wegen nicht mehr erfüllter Voraussetzungen aufzuheben ist (Vorakten MIDI, 
pag. 77 ff.).

4. 

Für die Beurteilung des öffentlichen Interesses am Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung sind die Schwere des Verschuldens, das Verhalten der 
ausländischen Person gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im 
Allgemeinen und die Rückfallgefahr zu berücksichtigen. 

4.1 Das Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen 
Freiheitsstrafe auf sich geladen hat, ist Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen 
Interesses. Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom 
Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 
E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen Freiheitsstrafen ab 

24 Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend 
eingestuft werden, dass ein vollständiger Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage 
kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus fremden-
polizeilicher Sicht bedeutet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 
24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die 
schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4 
zur vorliegend infolge langer Aufenthaltsdauer zwar nicht anwendbaren sog. «Reneja-
Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Verschuldens sind die Erwägungen dennoch 
massgeblich). 

4.2 Die POM ist mit Blick auf die massgebliche Rechtsprechung aufgrund des 
Strafmasses (24 Monate) sowie der Art und Umstände der Delikte unter 
Berücksichtigung der Erkenntnisse der Strafgerichte in fremdenpolizeilicher Hinsicht 
von einem erheblichen Verschulden ausgegangen (angefochtener Entscheid, E. 5c). – 
Hiergegen ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nichts einzuwenden: 

4.2.1 Der Beschwerdeführer wurde am 17. September 2010 wegen sexueller 
Handlungen mit einem Kind, sexueller Nötigung, je begangen am 4. Januar 2008, 
sowie versuchter sexueller Handlungen mit einem Kind, begangen im Herbst 2007, 
unter Einbezug des gleichzeitig widerrufenen bedingten Vollzugs der am 3. Juli 2007 
wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug, qualifizierte 
Blutalkoholkonzentration) verhängten Geldstrafe zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 24 
Monaten verurteilt (vgl. E. 3.2 hiervor). Der Verurteilung lagen die folgenden Vorfälle 
zugrunde: Am 4. Januar 2008 sprach der Beschwerdeführer das zufällig ausgewählte 
Opfer (geb. 14.8.1993) in der Stadt Bern auf der Strasse an und lockte es unter einem 
Vorwand in das Warenhaus …. Dort brachte er den Jugendlichen unter Einsatz eines 
Messers dazu, sich mit ihm auf die Herrentoilette zu begeben, wo er diesen in der 
Folge zu aktivem und passivem Oralverkehr sowie versuchtem Analverkehr nötigte 
(vgl. Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. II./2.2). Beim früheren Vorfall vom Herbst 
2007 hatte der Beschwerdeführer ohne Erfolg versucht, das ihm ebenfalls unbekannte, 
auf der Strasse angesprochene Opfer (geb. 26.5.1993) dazu zu bewegen, ihm gegen 
Geld an einem weniger frequentierten Ort seinen Penis zu zeigen (vgl. 
Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. II/2.1). Die Strafgerichte gingen mit Blick auf den 
Vorfall vom Januar 2008 insgesamt von einer massiven bzw. sehr erheblichen 
Verletzung der betroffenen Rechtsgüter sowie angesichts der heimtückischen 
Vorgehensweise mit mehrfachem Vorzeigen eines Messers gegenüber dem zuletzt 
eingeschlossenen Opfer von einer hohen kriminellen Energie und einer hohen 
Verwerflichkeit des Tatvorgehens aus; mit Blick auf den früheren Vorfall zeuge das 
Verhalten des Beschwerdeführers ebenfalls von einer erheblichen kriminellen Energie. 
Der Beschwerdeführer habe in beiden Fällen egoistisch gehandelt; es sei ihm um die 
Befriedigung seiner sexuellen Lust und seiner sexuellen Phantasien gegangen, wobei 

er sich hätte rechtsgetreu verhalten können (vgl. Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. 
IV.1, und Urteilsbegründung Kreisgericht, Ziff. IV./3). Aus diesen Ausführungen ergibt 
sich ohne weiteres, dass der Beschwerdeführer mit seinen Taten eine schwere Schuld 
auf sich geladen hat. Anders als er meint (vgl. Beschwerde, S. 14), ist es durchaus 
zulässig, im Rahmen des fremdenpolizeilichen Verfahrens das öffentliche Interesse an 
der Fernhaltung anhand der im Strafverfahren berücksichtigten Umstände bzw. den 
darin gewonnenen Erkenntnisse zu konkretisieren. 

4.2.2 Dem Beschwerdeführer hilft nicht, dass bei der verhängten Gesamt-
freiheitsstrafe von 24 Monaten auch der widerrufene bedingte Vollzug der früher wegen 
Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Motorfahrzeug, qualifizierte 
Blutalkoholkonzentration) verhängten Geldstrafe von 15 Tagessätzen à Fr. 90.-- 
mitberücksichtigt ist (vgl. Beschwerde, S. 10 und 12 f.; E. 3.2 hiervor). Ihm ist zwar 
beizupflichten, dass hinsichtlich des Widerrufsgrunds der längerfristigen Freiheitsstrafe 
einzelne unterjährige Freiheitsstrafen nicht zusammengezählt werden dürfen (vgl. 
E. 2.1 hiervor). Wird aber – so wie hier – eine früher ausgesprochene, bedingte Strafe 
widerrufen und zusammen mit der neuen Strafe eine Gesamtstrafe gebildet, ist mit 
Blick auf den fraglichen Widerrufsgrund das mit der Gesamtfreiheitsstrafe verhängte 
Strafmass ausschlaggebend (vgl. BGer 2C_733/2012 vom 24.1.2013, E. 6.2.2). Es ist 
ausserdem auch das strassenverkehrsdeliktische Handeln des Beschwerdeführers 
keineswegs zu bagatellisieren. Im Übrigen wiegt bei einer knapp unter zwei Jahren 
liegenden Freiheitsstrafe das Verschulden nicht automatisch leichter; die sog. 
«Zweijahresregel» gibt keine feste Grenze vor (vgl. statt vieler BGE 139 I 145 E. 2.3). 
Angesichts der erheblichen Verletzung des Rechtsguts der sexuellen Integrität seiner 
Opfer, die sich noch im Kindes- bzw. Jugendalter befanden, ist entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers das Verschulden zudem auch nicht deshalb zu 
relativieren, weil dieser nach der Tat alles Mögliche getan habe, um das begangene 
Unrecht wiedergutzumachen (Therapie, Bezahlung der Verfahrenskosten und der 
Genugtuung an den Privatkläger; vgl. Beschwerde, S. 6 und 13 ff.). Dies umso 
weniger, als der Beschwerdeführer die Taten anfangs und zum Teil bis zum Schluss 
des erstinstanzlichen Strafverfahrens bestritten hat, was – selbst bei freiwilligem 
Therapieantritt – nicht gerade von Reue und Einsicht zeugt (vgl. Urteilsbegründung 
Kreisgericht, Ziff. IV./4.2). Die POM geht damit zu Recht von einem erheblichen 
Verschulden und insofern von einem gewichtigen öffentlichen Interesse an der 
strittigen Entfernungsmassnahme aus. 

4.3 Zu berücksichtigen ist sodann das Verhalten gegenüber der öffentlichen 
Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach oder sogar 
regelmässig delinquiert haben, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches 
sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder 
gar notorische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende Person 

von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht 
willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BGE 137 II 297 E. 
3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen; VGE 2013/58 vom 15.8.2013, 
E. 4.2 [bestätigt durch BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013]). 

4.3.1 Die Vorinstanz hat erwogen, dass die einschlägigen Vorstrafen des 
Beschwerdeführers erschwerend ins Gewicht fallen. Der Beschwerdeführer hält dem 
entgegen, die aus dem Strafregister gelöschten Vorstrafen dürften nicht mehr 
berücksichtigt werden (vgl. Beschwerde, S. 7 und 10 ff.). Dieser Einwand ist 
unbehelflich: Zwar darf ein Bewilligungswiderruf nicht gestützt auf ein gelöschtes 
Strafurteil verfügt werden (Art. 369 Abs. 7 des Schweizerischen Strafgesetzbuches 
[StGB; SR 311.0]). Im Rahmen der Interessensabwägung ist es den 
Fremdenpolizeibehörden nach der Rechtsprechung aber nicht verwehrt, strafrechtlich 
relevante Daten, die sich in ihren Akten befinden oder ihnen anderweitig bekannt sind, 
auch nach deren Löschung im Strafregister in die Beurteilung des Verhaltens der 
ausländischen Person während ihrer gesamten Anwesenheit in der Schweiz einzu-
beziehen; dies gilt namentlich für Daten, die Anlass zu einer fremdenpolizeilichen 
Verwarnung gaben. Weit zurückliegenden Straftaten kommt allerdings in der Regel 
keine grosse Bedeutung mehr zu, insbesondere wenn es sich um relativ geringfügige 
Verfehlungen handelt (grundlegend BGer 2C_477/2008 vom 24.2.2009, E. 3.2.1 f.; 
diese Praxis bestätigend etwa BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013, E. 2, 2C_389/2011 
vom 22.12.2011, E. 3.3, 2C_711/2011 vom 27.3.2012, E. 5.2; BVR 2013 S. 543 
E. 4.3.1). 

4.3.2 Im Licht dieser Rechtsprechung ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 
auch die (im Strafregister gelöschten) Vorstrafen des Beschwerdeführers in die 
Interessenabwägung miteinbezogen hat (vgl. hierzu BB 22 f.). Diese verdeutlichen 
insbesondere, dass der Beschwerdeführer offensichtlich ein gravierendes und 
langjähriges Problem mit seiner Sexualität hat. Er hat wiederholt in diesem Bereich 
delinquiert und die ausgesprochenen Strafen konnten ihn offenbar nicht von weiteren 
Taten abhalten. Zwar sind ihm vor allem die dem zuletzt ergangenen Strafurteil zu-
grunde liegenden Taten anzulasten. Aber auch die zuvor begangenen sind keineswegs 
geringfügig, wie der Beschwerdeführer geltend zu machen scheint (vgl. Beschwerde, 
S. 12 f.). Sie zeugen vielmehr ebenfalls von einer inakzeptablen Geringschätzung der 
(schweizerischen) Rechtsordnung, zumal sich darunter immerhin auch mehrmonatige 
Gefängnisstrafen wegen Sexualdelikten zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen 
befinden. Dass zwischen den einzelnen Verurteilungen zum Teil längere deliktsfreie 
Zeitspannen liegen, vermag hieran nichts zu ändern (vgl. Beschwerde, S. 13). Das 
Verhalten des Beschwerdeführers mit insgesamt drei in der Schweiz ausgesprochenen 
Verurteilungen wegen Sexualdelikten sowie zwei Verurteilungen wegen qualifizierter 

Strassenverkehrsdelikte verleiht damit dem sicherheitspolizeilichen Interesse an seiner 
Fernhaltung zusätzliches Gewicht. 

4.4 Mit Blick auf die Zukunft ist des Weiteren die Rückfallgefahr zu beurteilen: 

4.4.1 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger 
hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat. 
Bei schweren Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, Sexual und schweren 
Betäubungsmitteldelikten, muss, angesichts der von diesen Delikten ausgehenden 
potentiellen Gefahr für die Gesellschaft, ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes 
Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 und 31 E. 2.3.2, 137 
II 233 E. 5.2.2). Da Art. 5 Anhang I des Abkommens zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren 
Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) hier nicht 
Anwendung findet, bildet zudem das Vorliegen einer gegenwärtigen Gefahr nicht 
Voraussetzung einer Wegweisungsmassnahme. Vielmehr dürfen auch 
generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden (vgl. zum Ganzen BVR 
2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen; aus der neueren 
Rechtsprechung etwa BGer 2C_856/2012 vom 25.3.2013, E. 6.9). Der konkreten 
Prognose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resoziali-
sierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden frem-
denpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; die beiden 
Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2, 129 II 215 E. 3.2, 125 II 105 E. 2c mit 
Hinweisen). Dies bedeutet namentlich auch, dass selbst eine aus der Sicht des 
strafrechtlichen Massnahmenvollzugs positive Entwicklung nicht ausschliesst, dass 
eine fremdenpolizeiliche Massnahme angeordnet werden kann (vgl. BGE 125 II 521 
E. 4a/bb; BGer 2C_501/2011 vom 8.12.2011, E. 3.3). 

4.4.2 Die Vorinstanz geht unter Anerkennung der bisher erreichten Therapieerfolge 
sowie der Behandlungsmotivation des Beschwerdeführers vom Fortbestehen eines 
gewissen, allerdings aufgrund der Schwere der verübten Delikte nicht hinnehmbaren 
Risikos aus, dass der Beschwerdeführer erneut straffällig wird. Dies insbesondere 
angesichts des Umstands, dass die Fortführung der ambulanten therapeutischen 
Massnahme nach wie vor als notwendig erachtet werde und im Übrigen selbst ein 
erfolgreicher Abschluss der Therapie eine Rückfallgefahr nicht gänzlich 
auszuschliessen vermöchte (vgl. angefochtener Entscheid, E. 7c). Der 
Beschwerdeführer wendet dagegen ein, er habe aus seinen Fehlern gelernt und lasse 
es nicht mehr zu einem Rückfall kommen. Indem er sämtliche Risikosituationen 
vermeide, sich seit 2008 psychotherapeutisch behandeln lasse und insbesondere das 
triebdämpfende Medikament Cipralex einnehme, sei eine Rückfallgefahr aktuell 

ausgeschlossen. Seine Deliktsfreiheit in den letzten Jahren verdeutliche dies 
eindrücklich (vgl. Beschwerde, S. 9, 10 und 15 ff.). 

4.4.3 Der Beschwerdeführer hat sich insbesondere schwerer Sexualdelikte schuldig 
gemacht (vgl. E. 3.2 und 4.2 hiervor). Ausserdem hat er durch seine wiederholte 
Delinquenz gezeigt, dass er über einen längeren Zeitraum nicht willens oder fähig war, 
die hiesige Rechtsordnung zu respektieren, und sich durch die Verurteilungen und 
Probezeiten auch nicht hat beeindrucken lassen (vgl. E. 4.3 hiervor). Vielmehr musste 
die im Jahr 2007 bedingt ausgesprochene Geldstrafe wegen erneuter Straffälligkeit 
widerrufen werden. Die Strafgerichte gingen denn bei der letzten Verurteilung auch von 
einer hohen Rückfallgefahr aus, dies insbesondere mit Blick auf die Sexualdelinquenz 
des Beschwerdeführers (vgl. Urteilsbegründung Kreisgericht, Ziff. IV./5 und v.a. 7; 
Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. IV./1 und V.3.1). Nach Einschätzung des 
Sachverständigen aus dem Jahr 2009, welcher die Rückfallgefahr ebenfalls als hoch 
beurteilte, werde die Begehung weiterer Sexualdelikte erheblich durch die psychische 
Störung des Beschwerdeführers begünstigt (vgl. psychiatrisches Gutachten, S. 23 ff., 
auch zum Folgenden). Diese lasse sich aber grundsätzlich behandeln, sofern sich der 
Beschwerdeführer auf einen entsprechenden Behandlungsprozess einlasse. Gelinge 
es, den Zugang zu den abweichenden Trieben herzustellen und Lösungsstrategien für 
einen legalen Umgang mit diesen zu erarbeiten, könne von einer zumindest deutlichen 
Reduktion der Rückfallgefahr für qualifizierte Delikte ausgegangen werden. 

4.4.4 Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem Jahr 2008 in entsprechender 
therapeutischer Behandlung (vgl. E. 3.3 hiervor). Im Therapiebericht vom 6. August 
2010 (BB 18) wurde zwar grundsätzlich von einer positiven Therapieentwicklung 
gesprochen; angesichts der bisherigen (damals erst kurzen) Therapiezeit sowie im 
Verhältnis zur Schwere der bestehenden Störung wurde diese allerdings als 
bescheiden betrachtet (S. 4 f.). Gemäss Zwischenbericht über den Therapieverlauf 
vom 15. Juli 2011 (Vorakten POM, Beilagen zu Dossier) sind die Persönlichkeitseigen-
schaften des Beschwerdeführers für die Rückfallgefahr von Bedeutung, weil sie das 
Anerkennen von sexuell abweichenden Wünschen, das Erkennen von 
Risikosituationen und das Erarbeiten von Bewältigungsstrategien verhindern (S. 1 f.). 
Der Beschwerdeführer könne seine sexuelle Orientierung «allmählich» akzeptieren, es 
sei aber noch nicht gelungen, einen «tieferen Zugang zu den mit den Delikten im 
Zusammenhang stehenden sexuellen Neigungen und aggressiven Tendenzen zu er-
arbeiten» (S. 2). Im Jahr 2012 wurden wiederum «kleine Fortschritte» verzeichnet; die 
Deliktsarbeit habe sich aber weiterhin als schwierig gestaltet, insbesondere sei dem 
Beschwerdeführer eine Auseinandersetzung mit den Konsequenzen seiner sexuellen 
Handlungen für die Opfer noch nicht gelungen (vgl. Therapiebericht vom 16.5.2012 
[BB 20], S. 3 f.). Im jüngsten Therapiebericht vom 4. April 2013 (BB 21) wird an den 
gestellten Diagnosen festgehalten (S. 1 f.); der Beschwerdeführer habe zwar wieder-

holt angegeben, seine sexuellen Neigungen zu akzeptieren (S. 2), es war aber 
offenbar nach wie vor schwierig, ihn im therapeutischen Gespräch an die 
Konsequenzen für seine Opfer heranzuführen (S. 3). Zudem ist von einer erneuten 
Intensivierung der psychotherapeutischen Gespräche aufgrund der aktuellen 
psychischen Belastung des Beschwerdeführers durch die drohende Wegweisung die 
Rede (S. 4). Gestützt auf diese Berichte wurde die ambulante Behandlung bei 
jährlicher Überprüfung bis heute fortgesetzt (vgl. E. 3.3 hiervor; vgl. auch Schreiben der 
Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug vom 24.5.2012 und 30.5.2012 [Vorakten 
POM, Beilagen zu Dossier]). Mit der POM (angefochtener Entscheid, E. 7c) sind zwar 
die bisher erzielten Therapieerfolge, die Behandlungsmotivation sowie der 
Therapieeinsatz des Beschwerdeführers durchaus anzuerkennen (vgl. hierzu auch 
Beschwerde, S. 8 f.). Trotz positiver Ansätze ist ein erfolgreicher Therapieabschluss 
derzeit aber noch nicht absehbar. Die POM hat deshalb zu Recht auf eine fort-
bestehende Rückfallgefahr geschlossen, zumal diese unmittelbar mit der psychischen 
Störung des Beschwerdeführers zusammenhängt und offenbar selbst bei einer 
erfolgreich abgeschlossenen Behandlung nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann 
(vgl. E. 4.4.3 hiervor). Dieses Risiko ist angesichts der Schwere der verübten Delikte 
nach der strengen Bundesgerichtsrechtsprechung nicht hinzunehmen. Im Übrigen ist 
vorliegend die Feststellung einer gegenwärtigen Gefahr ohnehin nicht Voraussetzung 
für die Anordnung einer Wegweisungsmassnahme, sondern es dürfen vielmehr auch 
generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden (vgl. E. 4.4.1 hiervor). 

4.4.5 An vorstehender Beurteilung ändert nichts, dass derzeit insbesondere 
angesichts des aktuellen «Medikamenten-Settings» keine Rückfallgefahr mehr 
bestehen soll. Der Beschwerdeführer ist offensichtlich zur Vermeidung weiterer 
schwerer Straftaten nach wie vor auf die Einnahme des triebdämpfenden 
Antidepressivums Cipralex angewiesen; aus den Akten geht denn auch hervor, dass 
die Dosierung je nach seiner psychischen Verfassung angepasst werden muss (vgl. 
etwa Therapiebericht vom 16.5.2012 [BB 20], S. 2 f.). Diese Umstände verdeutlichen, 
dass von einer (nachhaltigen) Reduktion bzw. gar Behebung der Rückfallgefahr keine 
Rede sein kann, zumal das Ausbleiben weiterer Straftaten im Wesentlichen von der 
konsequenten Einnahme des Medikaments abhängt. Kommt hinzu, dass der 
Beschwerdeführer offenbar selbst unter Einnahme von Cipralex Risikosituationen 
vermeiden muss, so geht er z.B. kaum mehr allein ohne seine Familie in die Stadt (vgl. 
Beschwerde, S. 9; Therapiebericht vom 4.4.2013 [BB 21], S. 2). Es kann mithin selbst 
beim derzeitigen «Medikamenten-Setting» eine gewisse Rückfallgefahr nicht von der 
Hand gewiesen werden. Der Beschwerdeführer kann sich bei dieser Sachlage nicht mit 
Erfolg auf sein übriges Verhalten seit der letzten Verurteilung berufen (vgl. auch 
E. 4.2.2 hiervor); dass es seither zu keinen weiteren Delikten gekommen ist, ist auch 
vor dem Hintergrund des Strafaufschubs zugunsten der therapeutischen Massnahme 
sowie der drohenden ausländerrechtlichen Bewilligungsverweigerung zu relativieren 

(vgl. BGE 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2009 Nr. 87]; BGer 2C_768/2011 vom 4.5.2012, 
E. 4.3). 

4.5 Zusammenfassend besteht damit auch aus Sicht des Verwaltungsgerichts 
namentlich aufgrund des erheblichen Verschuldens, der wiederholten Straffälligkeit 
sowie der fortbestehenden Rückfallgefahr ein wesentliches öffentliches Interesse am 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz. 

5. 

Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers am 
Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen, wobei die Dauer der Anwesenheit und die 
Integration in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seiner Familie 
drohenden Nachteile zu berücksichtigen sind. 

5.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, desto 
strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines Widerrufs der 
Niederlassungsbewilligung zu stellen. Zu berücksichtigen ist unter anderem, in 
welchem Alter die ausländische Person in die Schweiz eingereist ist. Selbst bei einer 
ausländischen Person, die bereits hier geboren wurde und ihr ganzes bisheriges Leben 
in der Schweiz verbracht hat (Ausländerin oder Ausländer der «zweiten Generation»), 
ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung nicht ausgeschlossen. Erst recht gilt dies für ausländische Personen, die 
erst als Kind, Jugendliche oder – wie der Beschwerdeführer – gar Erwachsene in die 
Schweiz gelangt sind. So ist bei schweren Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, 
Sexual- und erheblichen Betäubungsmitteldelikten, und erst recht bei Rückfall bzw. 
wiederholter Delinquenz ein wesentliches öffentliches Interesse am Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung gegeben (BGE 135 II 110 E. 2.1, 125 II 521 E. 2b; 
BGer 2C_1257/2012 vom 18.4.2013, E. 4.2, 2C_267/2013 vom 6.5.2013, E. 2.1; VGE 
2011/170 vom 3.1.2012 [bestätigt durch BGer 2C_135/2012 vom 29.10.2012], E. 5.1, 
auch zum Folgenden). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch nach 
längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, wenn die ausländische Person in 
der Schweiz nicht integriert ist (BGer 2A.119/2001 vom 15.10.2001, E. 2b; zum 
Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1; VGE 2009/315 vom 13.10.2010 [bestätigt durch 
BGer 2C_893/2010 vom 24.3.2011], E. 5.1). – Der heute 50-jährige Beschwerdeführer 
gelangte im Alter von 25 Jahren in die Schweiz. Wie auch die POM zu seinen Gunsten 
gewürdigt hat, hält er sich damit lange hier auf (vgl. angefochtener Entscheid, E. 9a, 
auch zum Folgenden). Die POM hat aber auch zutreffend erwogen, dass die Situation 
des Beschwerdeführers nicht mit derjenigen eines «Ausländers zweiter Generation» 

vergleichbar ist. Der Beschwerdeführer hat die prägenden Abschnitte seiner Kindheit 
und Adoleszenz in Ex-Jugoslawien verbracht und dort die obligatorische Schulzeit 
absolviert (vgl. auch Beschwerde, S. 4). Seine Aufenthaltsdauer ist auch insofern zu 
relativieren, als er im Alter von 29 Jahren, mithin nur vier Jahre nach seiner Einreise in 
die Schweiz, erstmals straffällig geworden ist (E. 3.2 hiervor). Ob der 
Beschwerdeführer bereits im Jahr 1986 vorübergehend in der Schweiz gelebt hat (vgl. 
Beschwerde, S. 3 f.), kann dahingestellt bleiben, da diese zusätzliche Aufenthaltsdauer 
unter den gegebenen Umständen nicht entscheidend zu seinen Gunsten ins Gewicht 
fallen würde.

5.2 Mit Blick auf seine Integration ergibt sich was folgt: Der Beschwerdeführer 
arbeitet seit mehreren Jahren bei der E.___ AG (vgl. E. 3.1 hiervor), wo er sich 
offenbar für die Arbeitgeberin wertvolle Fachkenntnisse angeeignet hat (vgl. 
Beschwerde, S. 8). Im Jahr 2012 wurde er – laut seinen Angaben aus mehr als 160 
Mitarbeitenden – zum Mitarbeiter des Jahres gewählt und wurde ihm als Anerkennung 
des «hervorragenden Beitrages zur Steigerung der Leistung» der Unternehmung der 
sog. «…-Preis 2012» verliehen (vgl. Beschwerde, S. 7; BB 16). Er besitzt sodann 
zusammen mit seiner Frau eine mit Fr. 80'000.-- Eigenkapital finanzierte 
Eigentumswohnung und ist im Betreibungsregister nicht (mehr) verzeichnet (vgl. E. 3.1 
hiervor; vgl. auch Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. II./1.1); seinen Verpflichtungen 
aus dem Strafverfahren (Genugtuung, Verfahrenskosten) ist er nachgekommen (vgl. 
BB 13 und 14; Beschwerde, S. 6). Damit ist zwar seine beruflich-wirtschaftliche 
Integration (heute) als gelungen zu bezeichnen. Dass der Beschwerdeführer für die 
Arbeitgeberin nicht leicht zu ersetzen wäre (vgl. Beschwerde, S. 8), begründet aber 
entgegen seiner Auffassung kein bedeutendes privates Interesse am Verbleib in der 
Schweiz. Die POM hat weiter zu Recht zu seinen Ungunsten gewürdigt, dass der 
Beschwerdeführer trotz der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz nicht über 
besonders intensive private Bindungen gesellschaftlicher Natur verfügt (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 9a). Hieran vermögen die Mitgliedschaften des 
Beschwerdeführers im Verein «….», welchem unter anderem auch Schweizerinnen 
und Schweizer angehören sollen, sowie in der katholischen Kirchgemeinde … nichts 
zu ändern (vgl. Beschwerde, S. 4 f.). Wohl trifft zwar zu, dass ihm die dort geknüpften 
Kontakte wichtig sind (vgl. Beschwerde, S. 5). Es ist aber weder näher dargelegt noch 
erkennbar, inwiefern es sich hierbei um vertiefte, über die normale Integration 
hinausgehende soziale Verbindungen handeln sollte, deren Abbruch ihn besonders 
hart treffen sollte. Im Gegenteil räumt der Beschwerdeführer selber ein, dass bei ihm in 
sozialer Hinsicht seine Familie im Vordergrund stehe (vgl. Beschwerde, S. 6). 
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 7) hat die 
Vorinstanz seine Integration angesichts der wiederholten Delinquenz in einem äusserst 
sensiblen Bereich (Sexualdelikte gegenüber Kindern und Jugendlichen) zu Recht 
wesentlich relativiert, ist doch die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein 

wichtiger Aspekt jeglicher Integration (Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24.10.2007 
über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). Nach 
dem Gesagten ist die Auffassung der Vorinstanz, beim Beschwerdeführer könne trotz 
langer Aufenthaltsdauer insgesamt nicht von einer gelungenen Integration gesprochen 
werden, nicht zu beanstanden. 

5.3 Zu würdigen sind schliesslich die Auswirkungen der Entfernungsmassnahme 
auf den Beschwerdeführer und seine Familie. 

5.3.1 In Bezug auf seine soziale und berufliche (Wieder-)Eingliederung in Kroatien 
bringt der Beschwerdeführer vor, die POM habe verkannt, dass er zu seinem heutigen 
Heimatland Kroatien kaum einen Bezug habe und mithin in ein ihm fremdes Land 
ausreisen müsste. Er habe früher hauptsächlich im Staatsgebiet des heutigen Bosnien-
Herzegowina gelebt, dessen Bürger er bis 1992 gewesen sei. Nach Kroatien sei er erst 
im Jahr 1985 infolge der vorkriegsähnlichen Unruhen übergesiedelt (vgl. Beschwerde, 
S. 3 f. und 17). – Entgegen seiner Auffassung kann der Beschwerdeführer aus seiner 
ursprünglich bosnischen Herkunft (vgl. BB 8) nichts zu seinen Gunsten ableiten: Denn 
es dürften sich zunächst die beiden aneinandergrenzenden Staaten Bosnien-
Herzegowina und Kroatien, welche beide bis 1992 Teil der sozialistischen föderativen 
Republik Jugoslawien waren, in kultureller und sozialer Hinsicht jedenfalls ähnlich sein. 
Der Beschwerdeführer hat die gesamte Kindheit und Jugend und damit einen sehr prä-
genden Teil seines bisherigen Lebens im Staatsgebiet des heutigen Bosnien-
Herzegowina verbracht. Es ist damit anzunehmen, dass er mit den kulturellen und 
sozialen Gepflogenheiten dieser Region nach wie vor vertraut ist, zumal auch seine 
Schweizer Ehefrau ursprünglich aus demselben Kulturraum stammt (vgl. E. 3.1 
hiervor); entsprechend dürften ihm auch die kroatischen Verhältnisse nicht völlig 
unbekannt sein. Inwiefern aus seiner ursprünglich bosnischen Herkunft auf eine 
gewisse Vertrautheit mit den Gepflogenheiten seiner neuen Heimat geschlossen 
werden kann, kann aber letztlich offenbleiben. Denn wie die POM zutreffend 
festgehalten hat, hat der Beschwerdeführer auch durchaus Bezüge zu Kroatien. Er hat, 
wie er selber einräumt, auch dort jedenfalls vorübergehend gelebt; zudem hat er sich 
von der Schweiz aus verschiedentlich ferienhalber in Kroatien aufgehalten (vgl. 
Beschwerde, S. 4). Er gehört sodann dem … Verein «…» an und hatte offenbar, bevor 
er hier eine Eigentumswohnung erworben hat, zusammen mit seiner Ehefrau in 
Kroatien eine Ferienwohnung kaufen wollen (Beschwerde, S. 4 f.). Entgegen seiner 
Auffassung verdeutlichen diese Umstände durchaus, dass ihm sein Heimatland nicht 
gänzlich fremd sein kann (vgl. Beschwerde, S. 5). Weiter wohnen in Kroatien immerhin 
seine wenn auch betagten Schwiegereltern (vgl. Beschwerde, S. 4) und kann er damit 
auf ein gewisses familiäres Umfeld zurückgreifen. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, 
weshalb er dort im Alter von 50 Jahren nicht sollte neue Beziehungen aufbauen 
können. Schliesslich stehen der Rückkehr nach Kroatien unbestrittenermassen keine 

sprachlichen Schwierigkeiten entgegen und es sind auch in beruflicher oder 
wirtschaftlicher Hinsicht keine unüberwindbaren Hindernisse für eine (Wieder-
)Eingliederung ersichtlich. Dem Beschwerdeführer dürfte in diesem Zusammenhang 
seine langjährige Berufstätigkeit bei der E.___ AG zu Gute kommen; ausserdem hat 
die POM zu Recht darauf hingewiesen, dass der – mittlerweile per 1. Juli 2013 erfolgte 
– EU-Beitritt Kroatiens seine Rückkehr insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht noch 
erleichtern dürfte. Auch wenn die Integration in Kroatien für den Beschwerdeführer 
nicht einfach sein dürfte, ist die POM damit zulässigerweise davon ausgegangen, dass 
es ihm bei entsprechenden Anstrengungen möglich sein wird, in seiner Heimat Fuss zu 
fassen. 

5.3.2 Wie die POM in familiärer Hinsicht zutreffend erkannt hat, fällt zunächst die 
Beziehung des Beschwerdeführers zur volljährigen Tochter C.________ sowie zu den 
beiden Enkelkindern nicht in den konventions- bzw. verfassungsmässigen 
Schutzbereich des Ehe- und Familienlebens (vgl. angefochtener Entscheid, E. 11b; vgl. 
auch Beschwerde, S. 11 und 18). Denn diese gehören nicht der Kernfamilie des 
Beschwerdeführers an; zudem liegt kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis vor, 
welches über die normalen affektiven Beziehungen hinausgeht (vgl. hierzu etwa BGE 
137 I 154 E. 3.4.2 mit Hinweis; BGer 2C_408/2013 vom 15.11.2013, E. 4.4, 2C_1/2013 
vom 16.1.2013, E. 3.2.1). Der Beschwerdeführer bringt zwar vor, er unterstütze seine 
ältere Tochter finanziell; nur so könne diese vor der Sozialhilfeabhängigkeit bewahrt 
werden (vgl. Beschwerde, S. 6, 11 und 18; BB 9). Ein gewichtiges privates Interesse 
vermag diese Unterstützung indes nicht zu begründen, zumal die Bedürftigkeit von 
C.________ gegebenenfalls auch anderweitig aufgefangen werden kann. Nichts 
anderes ergibt sich aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer angeblich seine 
Enkelkinder betreut, wenn seine Tochter und die Ehefrau gleichzeitig arbeiten (vgl. 
Beschwerde, S. 5). 

5.3.3 Die Beziehungen zur jüngeren Tochter D.________ und zur Ehefrau sind von 
Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV geschützt. Der POM ist beizupflichten, dass 
insbesondere der von Geburt an hier lebenden, (noch) minderjährigen Tochter 
D.________ und deshalb auch deren Mutter, welche beide Schweizer Bürgerinnen 
sind, eine Nachfolge nach Kroatien wohl nicht ohne weiteres zumutbar wäre 
(angefochtener Entscheid, E. 11b). Die Entfernungsmassnahme wäre daher mit einer 
erheblichen Beeinträchtigung des Familienlebens verbunden, da soweit ersichtlich von 
einem intakten Eheleben sowie einer guten Vater-Tochter-Beziehung auszugehen ist. 
Was den Beschwerdeführer selber angeht, hat er sich diese Konsequenz jedoch selber 
zuzuschreiben, hat ihn doch auch seine Verantwortung der Ehefrau und Tochter 
gegenüber nicht von wiederholtem deliktischen Verhalten abhalten können. Sein 
Interesse, nicht von der Familie getrennt zu werden, vermag daher von vornherein 
nicht entscheidend zu gewichten (BGer 2C_814/2011 vom 16.12.2011, E. 2.2; BVR 

2013 S. 543 E. 5.3.1). Wie die POM zu Recht anerkannt hat, hätte die 
Entfernungsmassnahme jedoch für die Ehefrau und insbesondere die Tochter 
D.________ weitreichende Folgen. Auch das Kindeswohl begründet grundsätzlich ein 
bedeutendes privates Interesse an einem weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz. Die POM hat dieses Interesse allerdings richtigerweise in verschiedener 
Hinsicht relativiert: Zunächst kann das Familienleben in einem gewissen Rahmen auch 
über die Grenzen hinweg – etwa besuchsweise oder mittels der üblichen modernen 
Kommunikationsmittel – weiterhin gepflegt werden (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 5.4; VGE 
2013/48 vom 5.11.2013, E. 5.3.2). Aufgrund der Akten ist sodann davon auszugehen, 
dass die Ehefrau bereits seit langem von der Straffälligkeit ihres Ehemanns wusste 
(vgl. die unbestrittenen Ausführungen in Urteilsbegründung Obergericht, Ziff. II./1.2.1 ff. 
und 3.1; psychiatrisches Gutachten, S. 10 f.; vgl. auch Beschwerde, S. 18, auch zum 
Folgenden). Sie hat diesen auch dabei unterstützt, dass die Kinder von den Straftaten 
ihres Vaters nichts erfahren. Sie musste damit ohne weiteres damit rechnen, dass die 
Beziehung nicht auf Dauer in der Schweiz gelebt werden kann; insoweit fällt ihre 
langjährige Ehe mit dem Beschwerdeführer nicht massgeblich ins Gewicht (vgl. zur 
Bedeutung des privaten Interesse bei einem Eheschluss im Wissen um die 
Straffälligkeit des ausländischen Ehegatten: BGE 139 I 145 E. 2.4 und 3.6, 120 Ib 6 
E. 4c; BGer 2C_270/2013 vom 30.5.2013, E. 3.4 mit zahlreichen Hinweisen; 
VGE 2009/458 vom 8.11.2010, E. 4.3.3; EGMR 2.8.2001 i.S. Boultif gegen Schweiz, 
Ziff. 48 [54273/00]). Schliesslich gilt es im Zusammenhang mit dem Kindeswohl zu 
berücksichtigen, dass D.________ im … dieses Jahres 17 Jahre alt wird und damit 
nahe an der Grenze zur Volljährigkeit ist. In diesem Alter ist sie nicht mehr im gleichen 
Ausmass wie früher auf ihren Vater als Bezugsperson angewiesen, zumal ihre 
Ablösung vom Elternhaus altersgemäss relativ weit fortgeschritten sein dürfte. Ihre 
Beziehung zur Mutter ist von der Entfernungsmassnahme nicht betroffen und sie wird 
auch nicht aus den hiesigen Strukturen herausgerissen (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 5.4). 
Selbst wenn die Rückkehr des Beschwerdeführers nach Kroatien insbesondere sie hart 
treffen mag, erscheint seine Anwesenheit für ihre weitere Entwicklung damit jedenfalls 
nicht unabdingbar und kann in diesem Alter die Beziehung über Besuche und mittels 
der üblichen Kommunikationsmittel ohne weiteres gepflegt werden. 

5.4 Insgesamt sind die privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz mit Blick auf dessen lange Aufenthaltsdauer und die Beziehungen zur 
Ehefrau und zur Tochter D.________ – auch wenn diese zu relativeren sind – von 
einigem Gewicht. Demgegenüber kommt der Integration des Beschwerdeführers in der 
Schweiz keine entscheidende Bedeutung zu und es stehen auch der Rückkehr und 
Wiedereingliederung in sein Heimatland keine bedeutenden Hindernisse entgegen. 

6. 

Eine Gesamtschau der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: Der Beschwerdeführer ist wiederholt insbesondere wegen Sexualdelikten 
straffällig geworden. Im Jahr 2010 wurde er wegen sexueller Handlungen mit einem 
Kind, versuchter sexueller Handlungen mit einem Kind sowie sexueller Nötigung unter 
Berücksichtigung des widerrufenen bedingten Vollzugs einer früheren Verurteilung 
wegen eines qualifizierten Strassenverkehrsdelikts zu einer Freiheitsstrafe von 24 
Monaten verurteilt, was sein erhebliches Verschulden zum Ausdruck bringt. Die 
schwerwiegende Straffälligkeit des Beschwerdeführers und die damit manifestierte 
kriminelle Energie begründen ein gewichtiges öffentliches Interesse an seiner 
Fernhaltung. Auch wenn der Beschwerdeführer die für die Sexualstraftaten (mit-
)ursächlichen psychischen Störungen seit einigen Jahren therapeutisch und 
medikamentös behandeln lässt, ist nach wie vor von einer Rückfallgefahr auszugehen, 
welche angesichts der erheblichen Straffälligkeit nicht hingenommen werden muss. Die 
Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz haben vor 
diesem Hintergrund zurückzustehen: Für seinen Verbleib in der Schweiz spricht 
einerseits seine lange Aufenthaltsdauer. Allerdings ist dieser Umstand angesichts der 
insgesamt nicht gelungenen Integration zu relativieren. In familiärer Hinsicht sind mit 
der Fernhaltemassnahme zwar erhebliche Einschränkungen verbunden. Diese sind 
aufgrund der gravierenden Straffälligkeit des Beschwerdeführers aber hinzunehmen. 
Von Bedeutung ist hier, dass die Ehefrau seit langem um seine Straffälligkeit gewusst 
hat. Hinsichtlich der Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen Töchtern fällt nur 
das Verhältnis zur jüngeren ins Gewicht. Diese ist jedoch in absehbarer Zeit volljährig; 
sie ist demnach nicht mehr im gleichen Umfang wie früher auf die Betreuung durch 
beide Elternteile angewiesen. Durch die Fernhaltemassnahme verbleiben ihr das 
gewohnte Umfeld sowie die Beziehung zur Mutter erhalten. Der familiäre Kontakt kann 
schliesslich auch vom Ausland aus aufrechterhalten werden. Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. 
13 Abs. 1 BV stehen einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung somit nicht 
entgegen. Die Rückkehr nach Kroatien ist dem Beschwerdeführer trotz langer 
Abwesenheit zumutbar, zumal ihm die dortigen kulturellen und sozialen Gepflogen-
heiten vertraut sein dürften, keine sprachlichen Schwierigkeiten bestehen und er in der 
Lage sein sollte, dort beruflich Fuss zu fassen und neue Kontakte zu knüpfen. Die 
Vorinstanz hat somit zu Recht erkannt, dass die angeordnete Massnahme 
verhältnismässig ist. 

7. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Der Antrag 
des Beschwerdeführers auf Durchführung eines Parteiverhörs sowie Befragung seiner 

Ehefrau und der Tochter C.________ als Zeuginnen wird abgewiesen. Der 
rechtserhebliche Sachverhalt steht aufgrund der Akten mit hinreichender Klarheit fest 
und es ist nicht ersichtlich, inwiefern solche Beweismassnahmen hätten zu einem 
anderen Beweisergebnis führen bzw. den Entscheid beeinflussen sollen (vgl. BGE 
136 I 229 E. 5.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 
1997, Art. 18 N. 9). 

Der Beschwerdeführer befindet sich zurzeit im ambulanten Massnahmenvollzug nach 
Art. 63 StGB (E. 3.2 f. hiervor). Das MIP hat gestützt auf Art. 70 Abs. 1 VZAE 
angeordnet, der Beschwerdeführer habe die Schweiz (erst) bei Aufhebung oder 
Beendigung des Massnahmenvollzugs zu verlassen (Bst. A hiervor). Obschon fraglich 
ist, ob die angeführte Verordnungsbestimmung in Bezug auf ambulante Massnahmen 
mit den Zielsetzungen des AuG vereinbar ist, hat das Verwaltungsgericht bei dieser 
Sachlage keine Ausreisefrist anzusetzen (vgl. auch BVR 2008 S. 193 E. 8; 
VGE 2010/84 vom 23.8.2012, E. 6, 23409 vom 13.2.2009, E. 6). 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdeführer 
kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 
VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- dem Bundesamt für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.