# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10468885-4b9f-5dab-bf8a-76e0276b64d0
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-11
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Strafabteilung 11.11.2025 S1 2025 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_002_S1-2025-11_2025-11-11.pdf

## Full Text

20250723_095247_ANOM.docx

I. Strafabteilung S1 2025 11

Oberrichter A. Sidler, Abteilungspräsident
Oberrichter St. Scherer
Ersatzrichter R. Roncato 
Gerichtsschreiber F. Eller

Urteil vom 11. November 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug, 
vertreten durch die Leitende Oberstaatsanwältin A.________, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte,

und

1. B.________, 
2. C.________,  
Privatkläger im Straf- und Zivilpunkt und Berufungsbeklagte,  

gegen

D.________, geb. tt.mm.1991 in E.________, rumänischer Staatsangehöriger, zurzeit inhaftiert in 
der Justizvollzugsanstalt F.________, 
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt G.________,
Beschuldigter, Berufungsbeklagter und Berufungskläger,

betreffend

gewerbsmässiger Diebstahl, Raub, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

(Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug, Kollegialgericht, 
vom 6. Mai 2025; SG 2025 1)

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Prozessgeschichte 

1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) wirft D.________ 
(nachfolgend: Beschuldigter) in der Anklageschrift vom 14. Januar 2025 (nachfolgend: An-
klage) vor, er habe in mehreren Kantonen teilweise alleine und teilweise mit Mittätern einen 
Raub, diverse Einbruchdiebstähle sowie in deren Rahmen Hausfriedensbrüche und Sachbe-
schädigungen begangen. Der Beschuldigte soll gemäss der Anklage bei der Ausübung der 
Vermögensdelikte gewerbsmässig gehandelt haben. 

2. Der Beschuldigte wurde am 27. Dezember 2023 in Luxemburg verhaftet und am 10. Juli 
2024 an die Schweiz ausgeliefert (act. 6/79). Das Zwangsmassnahmengericht ordnete am 
12. Juli 2024 Untersuchungshaft an (act. 6/100). Am 15. Juli 2024 wurde der Beschuldigte in 
den vorzeitigen Strafvollzug versetzt (act. 6/106). 

3. Nach der Anklageerhebung am 14. Januar 2025 stellte die Verfahrensleitung der Vorinstanz 
mit Verfügung vom 11. Februar 2025 fest, dass die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft 
sowie die Akten ordnungsgemäss erstellt und die Prozessvoraussetzungen erfüllt seien so-
wie zurzeit keine Verfahrenshindernisse bestehen würden. Die Verfahrensleitung setzte die 
Hauptverhandlung auf den 6. und 7. Mai 2025 an (SG GD 2/4). Mit Verfügung vom gleichen 
Tag genehmigte die Verfahrensleitung der Vorinstanz den Wechsel der amtlichen Verteidi-
gung (SG GD 2/2).  

4. Der Beschuldigte wurde am 6. Mai 2025 zur Hauptverhandlung vorgeführt. Ebenfalls anwe-
send waren sein amtlicher Verteidiger und der fallzuständige Staatsanwalt. Die Vorinstanz 
und die Parteien thematisierten keine Vorfragen. Im Beweisverfahren erfolgte die Befragung 
des Beschuldigten zur Person und zur Sache. Im Anschluss verzichteten die Parteien auf 
weitere Beweisanträge. Nach den Parteivorträgen hielt der Beschuldigte ein Schlusswort. Die 
Parteien verzichteten auf die öffentliche Urteilsverkündung (SG GD 8/1).  

5. Die Vorinstanz fällte am 6. Mai 2025 ein Urteil. Das Urteilsdispositiv wurde am 7. Mai 2025 
versandt (SG GD 9/1/1 S. 4) und konnte am 8. Mai 2025 der Staatsanwaltschaft (SG GD 
9/1/2) und der amtlichen Verteidigung (SG GD 9/1/3) zugestellt werden. Die Privatkläger 
nahmen das Urteil am 8. bzw. 9. Mai 2025 in Empfang (SG GD 9/1/4). Dem vormaligen amt-
lichen Verteidiger wurde es am 8. Mai 2025 zugestellt (SG GD 9/2/2). Mit Eingabe vom 
8. Mai 2025 (Eingang: 9. Mai 2025) meldete die amtliche Verteidigung für den Beschuldigten 
die Berufung an (SG GD 4/16). Am 8. Mai 2025 meldete auch der vormalige amtliche Vertei-
diger im eigenen Namen Berufung an (SG GD 4/15). 

6. Am 4. Juni 2025 versandte die Vorinstanz das schriftlich begründete, 68-seitige Urteil. Die-
ses konnte der Staatsanwaltschaft am 4. Juni 2025 (SG GD 9/3/1), der amtlichen Verteidi-
gung (SG GD 9/3/3) sowie der vormaligen amtlichen Verteidigung (SG GD 9/3/5/1) und den 
Privatklägern (SG GD 9/3/4) jeweils am 5. Juni 2025 zugestellt werden. Der Urteilsspruch 
lautete wie folgt (OG GD 1): 

"1. Der Beschuldigte D.________ wird schuldig gesprochen:

1.1 des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss aArt. 139 Ziff. 2 StGB;

1.2 des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB;

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1.3 der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB;

1.4 des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB. 

2. Er wird dafür bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und drei Monaten, unter Anrechnung der er-

standenen Haft von 507 Tagen.

3. Der Beschuldigte wird gestützt auf Art. 66a Abs. 1 lit. c und d StGB für die Dauer von acht Jahren aus der 

Schweiz verwiesen. 

4.

4.1 Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände (Lagerort: Zuger Polizei, Dienst Kriminaltechnik, Lager-Nr. 

2023 1 480 und 2023 1 485) sind nach Eintritt der Rechtskraft durch die Zuger Polizei zu vernichten:

- 2 Malerkombi weiss;

- 2 Paar Arbeitshandschuhe;

- 1 Rolle Panzerklebeband;

- 1 Roger-Staub-Maske;

- 2 Spiegel, rund;

- 2 Paar Turnschuhe weiss;

- Trainerhose schwarz;

- Winterjacke schwarz mit Kapuze;

- Trainerhose grau-schwarz;

- Strickhandschuh schwarz;

- T-Shirt schwarz;

- Nylonjacke schwarz Softshell;

- Plastiksack Ottos.

4.2 Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände (Lagerort: Zuger Polizei, Dienst Kriminaltechnik, Lager-Nr. 

2023 1 480) sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die Zuger Polizei den Firmen I.________, 

resp. J.________, zurückzugeben: 

- Schraubenzieher schwarz-gelb, Grösse 5 (Inhaber: J.________);

- Schraubenzieher rot, Grösse 5 (Inhaber: J.________);

- Brecheisen GEDORE Vanadium (Inhaber: I.________).

Falls die Gegenstände nicht innerhalb von 30 Tagen nach entsprechender Aufforderung durch die Zuger 

Polizei abgeholt werden, können sie vernichtet werden.

4.3 Die übrigen beschlagnahmten Gegenstände gemäss Ziff. 2 des Beschlagnahmebefehls vom 8. Oktober 

2024 (Lagerort: Zuger Polizei, Dienst Kriminaltechnik, Lager-Nr. 2023 1 480) sind nach Eintritt der Rechts-

kraft dieses Urteils durch die Zuger Polizei an den Privatkläger K.________ herauszugeben. Falls die Ge-

genstände nicht innerhalb von 30 Tagen nach entsprechender Aufforderung durch die Zuger Polizei abge-

holt werden, können sie vernichtet werden.

5. Die Verfahrenskosten betragen

CHF 4'000.00 Untersuchungskosten Staatsanwaltschaft 

CHF 4'253.30 Auslagen gemäss Kostenblatt der Staatsanwaltschaft 

CHF 919.20 Auslagen Zuger Polizei 

CHF 350.00 Kosten Zwangsmassnahmengericht (Entscheid SZ 2024 75)

CHF 5'000.00 Entscheidgebühr Strafgericht 

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CHF 845.00 Auslagen 

CHF 15'367.50 Total

und werden dem Beschuldigten zusammen mit den Kosten der amtlichen Verteidigung auferlegt.

6.

6.1. Der ehemalige amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt L.________, wird für seine Bemühungen mit insgesamt 

CHF 16'622.00 (inkl. MWST) aus der Staatskasse entschädigt. Von der bereits ausgerichteten Akontozah-
lung in Höhe von CHF 10'000.00 wird Vormerk genommen.

6.2 Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt G.________, wird für seine Bemühungen mit 

insgesamt CHF 2'939.50 (inkl. MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

6.3 Der Beschuldigte hat dem Staat die Kosten der (ehemaligen) amtlichen Verteidigung zurückzuzahlen, so-

bald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

7.

7.1 Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C.________ Schadenersatz in Höhe von CHF 2'622.35 

zu bezahlen. 

7.2 Im Übrigen werden die Zivilklagen auf den Zivilweg verwiesen.

8. [Rechtsmittel]"

7. Mit Eingabe vom 23. Juni 2025 (Postaufgabe gleichentags) erklärte die amtliche Verteidigung 
für den Beschuldigten die Berufung und stellte dabei folgende Anträge: 

"1. Ziff. 1.1, 1.3 und 1.4 des Urteilsspruchs des Strafgerichts Zug vom 6. Mai 2025 seien teilweise aufzuheben 

und der Beschuldigte sei freizusprechen von der Anklage des gewerbsmässigen Diebstahls, der Sachbe-

schädigung und des Hausfriedensbruchs in einem Fall (betrifft Ziff. VI. der Anklage und Ziff. 5 (Seite 35-39) 

des Urteils des Strafgerichts; Einbruchdiebstahl zum Nachteil der Anwaltskanzlei B.________/C.________, 

M.________) 

2. Ferner seien die Ziff. 2., 5., 6.3 und 7.1 des Urteilsspruchs des Strafgerichts Zug vom 6. Mai 2025 aufzuhe-

ben. 

3.1 Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, unter Anrechnung von 507 Tagen erstan-

dener Haft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs seit dem 15. Juli 2024.

3.2 Eventualiter sei der Beschuldigte zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von nicht über 36 Monaten, unter An-

rechnung von 507 Tagen erstandener Haft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs seit dem 15. Juli 2024.

4. Die Schadenersatzforderung des Privatklägers, C.________, sei auf den Zivilweg zu verweisen. 

5.1 Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens seien dem Beschuldigten zu 6/7 aufzuerlegen. 

5.2 Der Beschuldigte sei zu verpflichten, dem Staat 6/7 der Kosten der amtlichen Verteidigung zurückzubezah-

len, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

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6. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien nach Massgabe des Obsiegens zu verlegen. 

7. Der amtliche Verteidiger sei für das Berufungsverfahren gemäss Honorarnote aus der Staatskasse zu ent-

schädigen" 

8. Mit Eingabe vom 26. Juni 2026 reichte der vormalige amtliche Verteidiger eine Berufungser-
klärung ein und beantragte sinngemäss die Festsetzung eines höheren amtlichen Honorars 
(OG GD 4/1). 

9. Mit Präsidialverfügung vom 27. Juni 2025 wurden die beiden Berufungen den Parteien eröff-
net und Fristen für Anschlussberufungen, Nichteintretensanträge und Beweisanträge ange-
setzt. Am 23. Juli 2025 verfügte die Verfahrensleitung, dass die Honorarberufung des vorma-
ligen amtlichen Verteidigers und die Berufung des Beschuldigten getrennt geführt und beur-
teilt werden (OG GD 6/2). Am 24. Juli 2025 versendete die Verfahrensleitung des Berufungs-
gerichts ein Rechtshilfegesuch nach Luxemburg (OG GD 7/1). Am 28. Juli 2025 stellte sie 
fest, dass die Parteien keine Anschlussberufungen, Nichteintretensanträge und Beweisan-
träge eingereicht haben (OG GD 6/3). Die Verfahrensleitung eröffnete am 22. August 2025 
die Antwort der luxemburgischen Behörden bezüglich des Rechtshilfegesuchs den Parteien 
und teilte diesen zur Wahrung des rechtlichen Gehörs mit, dass sich das Gericht vorbehalte, 
die von der Vorinstanz vorgenommene Anrechnung der erstandenen Haft zu korrigieren 
(OG GD 7/2 und 7/3). 

10. Der Beschuldigte wurde am 2. Oktober 2025 zur Berufungsverhandlung aus der Justizvoll-
zugsanstalt F.________ zugeführt. Ebenfalls erschienen sein amtlicher Verteidiger und die 
fallzuständige Leitende Oberstaatsanwältin. Die Privatkläger nahmen an der Berufungsver-
handlung nicht teil. Die Parteien warfen keine Vorfragen auf. Im Beweisverfahren erfolgte die 
Befragung des Beschuldigten zur Person und zur Sache. Die Parteien stellten keine Beweis-
anträge, woraufhin die Verfahrensleitung das Beweisverfahren schloss. Im Rahmen des Par-
teivortrags für den Beschuldigten änderte die amtliche Verteidigung die Anträge teilweise wie 
folgt ab (OG GD 9/2): 

"1. Der Beschuldigte D.________ sei freizusprechen vom Vorwurf gemäss Anklagesachverhalt VI. 

2. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, unter Anrechnung von 507 Tagen Haft 

(bis zum erstinstanzlichen Urteil) sowie der seit dem 6. Mai 2025 zusätzlich verbüssten Haft. 

3. Im Übrigen sei das Urteil der Vorinstanz zu bestätigen, soweit es nicht bereits in Rechtskraft erwachsen ist. 

4. Die gesamten Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten zu erlassen und zusammen mit den Kosten für 

seine amtliche Verteidigung endgültig auf die Staatskasse zu nehmen. 

5. Der amtliche Verteidiger sei für das Berufungsverfahren zu entschädigen gemäss Honorarnote."

Die Staatanwaltschaft beantragte in ihrem Parteivortrag die Bestätigung des Urteils der Vor-
instanz, jedoch sei die von der Vorinstanz angerechnete Haft um 184 Tage zu reduzieren 
(OG GD 9/3). Nach dem Abschluss der Parteivorträge richtete die Beschuldigte ein Schluss-

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wort an das Gericht. Die Parteien erklärten sich mit der schriftlichen Eröffnung des Urteils 
einverstanden (OG GD 9/1). 

Erwägungen

I. Formelles 

1. Die in Art. 399 StPO für die Einlegung der Berufung vorgesehenen zwei Parteihandlungen 
(Berufungsanmeldung innert zehn Tagen seit Eröffnung des Urteils und Berufungserklärung 
innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils) erfolgten vom Beschuldigten 
fristgerecht. Nichteintretensgründe wurden nicht geltend gemacht und sind auch nicht er-
sichtlich. Auf die Berufung ist einzutreten. 

2. Im Berufungsverfahren gilt die Dispositionsmaxime. Der Berufungskläger muss in seiner Be-
rufungserklärung angeben, ob er das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht (Art. 399 
Abs. 3 lit. a StPO). Ficht er nur Teile des Urteils an, hat er in der Berufungserklärung verbind-
lich anzugeben, auf welche Teile (Schuldpunkt, allenfalls bezogen auf einzelne Handlungen, 
Bemessung der Strafe etc.) sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 4 StPO). Das Beru-
fungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 
Abs. 1 StPO). Es kann zugunsten der beschuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte 
überprüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entscheidungen zu verhindern (Art. 404 Abs. 2 
StPO). 

3. Der Beschuldigte hat die Dispositivziffern 1.1 (Schuldspruch gewerbsmässiger Diebstahl), 
1.3 (Schuldspruch mehrfache Sachbeschädigung) und 1.4 (Schuldspruch mehrfacher Haus-
friedensbruch) angefochten. Er begrenzt seine Berufung auf den Vorwurf des Einbruchdieb-
stahls in den Anwaltskanzleien der Privatkläger B.________ und C.________ in 
M.________. Dies ist zulässig, da zwischen diesem Vorfall und den weiteren Vorfällen kein 
Sachzusammenhang besteht. Die Berufung richtet sich ferner gegen die Dispositivziffer 2 
(Sanktion) sowie die Dispositivziffern 5 (Kostenverlegung), 6.3 (Rückzahlungspflicht Kosten 
amtliche Verteidigung) und 7.1 (Schadenersatz Privatkläger C.________). Die Rechtskraft 
der Dispositivziffern 1.2 (Schuldspruch Raub), 3 (Landesverweisung), 4.1-4.3 (Beschlag-
nahmen), 6.2 (Entschädigung amtliche Verteidigung [Rechtsanwalt G.________]) und 7.2 
(Verweis Zivilforderungen auf den Zivilweg) ist deklaratorisch im Urteilsdispositiv festzustel-
len. Die Dispositivziffer 6.1 (Entschädigung vormalige amtliche Verteidigung [Rechtsanwalt 
L.________]) ist aufgrund der Berufung des vormaligen amtlichen Verteidigers nicht in 
Rechtskraft erwachsen. Dieses Verfahren wurde wie dargelegt abgetrennt und wird von ei-
nem anderen Spruchkörper beurteilt, da dazu allenfalls die Akten des abgekürzten Verfah-
rens gegen den Beschuldigten konsultiert werden müssen. 

4. Die Staatsanwaltschaft hat keine Berufung oder Anschlussberufung erhoben. Das Ver-
schlechterungsverbot kommt damit hinsichtlich der Höhe der ausgesprochenen Sanktion zum 
Tragen. Umstritten ist hingegen, ob die Sperrwirkung des Verschlechterungsverbots auch die 
angerechnete Haft umfasst. Die amtliche Verteidigung beantragte diesbezüglich, dass die 
von der Vorinstanz angerechnete Haft bestätigt werde (OG GD 9/2). Die Staatsanwaltschaft 
beantragte demgegenüber, dass die von der Vorinstanz angerechnete Haft um 184 Tage zu 
reduzieren sei (OG GD 9/3). 

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4.1 Die Vorinstanz führte aus, dass nicht bekannt sei, ob die ca. sechs Monate Haft in Luxem-
burg zwischen dem 17. Dezember 2023 und dem 17. Juni 2024 im Zusammenhang mit der 
Auslieferung stehen würden oder ob es sich dabei um strafprozessuale Haft in einem ande-
ren Verfahren handeln würde. Die Akten aus Luxemburg seien in diesem Punkt nicht eindeu-
tig gewesen. In einem E-Mail des Bundesamts für Justiz vom 29. Mai 2024 an die Staatsan-
waltschaft sei einerseits von laufenden Ermittlungen in Luxemburg die Rede. Andererseits 
ergebe sich aus einer Vorladung des zuständigen Luxemburger Gerichts vom 8. Februar 
2024, dass sich der Beschuldigte zurzeit in Auslieferungshaft befinde. Der Hafttitel des Be-
schuldigten in Luxemburg könne mithin nicht abschliessend beurteilt werden. Zu Gunsten 
des Beschuldigten müsse folglich die gesamte Zeit der Inhaftierung in Luxemburg als Haft an 
die Strafe angerechnet werden. Die Vorinstanz stellte mithin in ihrem Urteilsspruch fest, dass 
der Beschuldigte durch seine Inhaftierung vom 17. Dezember 2023 bis am 17. Juni 2024 in 
Luxemburg die Strafe bereits teilweise ersessen habe (OG GD 1 E. IV.6. S. 53-54). 

4.2 Gemäss der auf dem Rechtshilfeweg erfolgten Auskunft der ersten Generalstaatsanwältin 
von Luxemburg vom 22. August 2025 habe sich der Beschuldigte vom 17. Dezember 2023 
bis am 18. Juni 2024 nicht in Auslieferungshaft, sondern in strafprozessualer Haft im Zu-
sammenhang mit einer anderen in Luxemburg verfolgten Straftat befunden. Die Ausliefe-
rungshaft im Zusammenhang mit dem Schweizer Strafverfahren habe nur vom 18. Juni bis 
10. Juli 2024 gedauert (OG GD 7/2).

4.3 Gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO darf das Berufungsgericht Entscheidungen nicht zum Nachteil 
der beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen 
worden ist. Massgeblich für die Prüfung des Vorliegens einer reformatio in peius ist das Ur-
teilsdispositiv. In diesem darf kein schärferer Schuldspruch und auch keine härtere Strafe 
ausgesprochen werden, wenn ausschliesslich die beschuldigte Person ein Rechtsmittel er-
griffen hat (BGE 139 IV 282 E. 2.6). 

4.4 Ausgenommen vom Verschlechterungsverbot sind Noven. Nach Art. 391 Abs. 2 Satz 2 StPO 
bleibt eine strengere Bestrafung aufgrund von Tatsachen, welche dem erstinstanzlichen Ge-
richt nicht bekannt sein konnten, vorbehalten. Damit soll eine unkomplizierte Berücksichti-
gung neuer Tatsachen möglich werden, um etwaige Revisionsverfahren zu vermeiden. Die 
Berücksichtigung neuer Tatsachen richtet sich nach den Grundsätzen der Revision (vgl. Kel-
ler, Basler Kommentar, 3. A. 2023, Art. 391 StPO N. 5). Der Revisionsgrund gemäss Art. 410 
Abs. 1 lit. a StPO setzt voraus, dass "neue, vor dem Entscheid eingetretene Tatsachen oder 
neue Beweismittel vorliegen". Eine Tatsache ist ein Umstand, der im Rahmen der Sachver-
haltsfeststellung im Urteil von Bedeutung war. Beweismittel sind hingegen Mittel, welche eine 
Tatsache belegen oder zumindest (mit-)indizieren. Tatsachen und Beweismittel sind dann 
neu, wenn sie dem Gericht zum Zeitpunkt des früheren Verfahrens nicht bekannt waren 
(BGE 116 IV 353 E. 3a; BGE 144 IV 321 E. 3.1 [zu Art. 65 Abs. 2 StGB]). Nicht neu sind hin-
gegen Tatsachen, welche vom Gericht als mögliche Tatvarianten oder Hypothesen zumin-
dest in Betracht gezogen wurden (BGE 80 IV 40 ff.). 

4.4.1 Die Vorinstanz hat die Variante, dass es sich bei der Haft des Beschuldigten in Luxemburg 
nicht um Auslieferungshaft handeln könnte, explizit in ihren Erwägungen aufgeführt, indem 
sie darlegte, dass in einem E-Mail des Bundesamts für Justiz von laufenden Ermittlungen in 

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Luxemburg die Rede gewesen sei. Die Vorinstanz hat daraus zutreffend geschlossen, dass 
eine Inhaftierung des in Luxemburg verhafteten Beschuldigten unter einem Luxemburger 
Hafttitel im Bereich des Möglichen lag. Es handelte sich mithin um eine Tatsache, die von der 
Vorinstanz in Betracht gezogen wurde und deswegen nicht neu im Sinne eines Revisions-
grundes nach Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO sein kann (BGE 80 IV 40 ff. S. 42). Zudem liegt auch 
kein Fall vor, in dem die Vorinstanz die entsprechende Tatsache unmöglich hätte kennen 
können. Die Vorinstanz bezog sich ausdrücklich auf Umstände, die für oder gegen eine Aus-
lieferungshaft sprechen würden, und kam zum Schluss, dass in diesem Punkt eine Unsicher-
heit vorliege. Sie wertete die entsprechende Unsicherheit in der Frage zu Gunsten des Be-
schuldigten und sah davon ab, die Frage weiter mittels eines Rechtshilfeersuchens zu klären. 
Letzteres wäre indessen, wie die amtliche Verteidigung zutreffend ausführte, möglich gewe-
sen und erfolgte auch im Berufungsverfahren. Der Umstand der Anrechnung der Haft ist da-
mit entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft nicht revisionsfähig und kann auch nicht 
im Sinne des Ausnahmetatbestands von Art. 391 Abs. 2 Satz 2 StPO berücksichtigt werden. 

4.4.2 Es ist weiter zu prüfen, ob die angerechnete Haft überhaupt vom Verschlechterungsverbot 
gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO erfasst ist. Gemäss Art. 51 StGB erfolgt die Anrechnung der 
Untersuchungshaft im Urteil des Gerichts. Bei der Anrechnung der Untersuchungshaft han-
delt es sich indessen materiellrechtlich nicht um eine Strafzumessungsregel, sondern um ei-
ne Regel des Strafvollzugs, welche das mit der Strafsache befasste Gericht, das die Strafe 
ausspricht, von Gesetzes wegen vornehmen muss (vgl. sinngemäss: Mettler/Spichtin, Basler 
Kommentar, 4. A. 2019, Art. 51 StGB N 7). Es geht mithin bei der Haftanrechnung nicht dar-
um, wie der Beschuldigte bestraft wird, sondern in welchem Umfang die Strafe bereits voll-
zogen wurde. Dies spricht grundsätzlich gegen eine Anwendung des Verschlechterungsver-
bots, da die eigentliche Sanktion nicht erhöht wird, sondern nur deren effektiver Vollzug an-
ders festgelegt wird. Bei Vollzugsfragen, bspw. der Ausschreibung der Landesverweisung im 
SIS, greift das Verschlechterungsverbot grundsätzlich nicht (vgl. BGE 146 IV 172 E. 3.3.4 
und 3.3.5). Dies spricht gegen eine Anwendung des Verschlechterungsverbots. 

4.4.3 Gemäss Art. 51 StGB erfolgt die Anrechnung der Untersuchungshaft nicht automatisch, son-
dern das Gericht hat darüber zu befinden und diese ausdrücklich im Urteilsspruch festzuhal-
ten (Mettler/Spichtin, a.a.O., Art. 51 StGB N 30; BGE 102 IV 153 E. 3). Ein unterbliebener 
Entscheid darf sich klarerweise nicht zum Nachteil des Beschuldigten auswirken, d.h. die 
Berücksichtigung der angerechneten Haft kann auch noch zu einem späteren Zeitpunkt er-
folgen (Mettler/Spichtin, a.a.O., Art. 51 StGB N 30). Dies spricht grundsätzlich ebenfalls für 
eine gewisse Variabilität und gegen eine Perpetuierung der angerechneten Haft durch ein Ur-
teil und gegen die Anwendung des Verschlechterungsverbots.  

4.4.4 Nach der Rechtsprechung zu Art. 391 Abs. 2 StPO können diese beiden Umstände aber 
nicht allein ausschlaggebend sein. Sinn und Zweck der Bestimmung liegt nach der Auffas-
sung des Bundesgerichts darin, dass ein Beschuldigter nicht durch die Befürchtung, strenger 
bestraft zu werden, von der Ausübung eines Rechtsmittels abgehalten wird (BGE 146 IV 311 
E. 3.6.3). Ob dies der Fall sein könnte, ist anhand des Vergleichs der beiden Urteilsdispositi-
ve zu entscheiden (BGE 148 IV 89 E. 4.4). Es gilt mithin eine faktische Betrachtungsweise 
hinsichtlich der Eingriffsintensität der beiden Urteilsdispositive auf den Beschuldigten. Eine 
verkürzte Anrechnung der Haft kann dabei nach faktischer Betrachtungsweise durchaus mit 
einer strengeren Bestrafung gleichgesetzt werden. Da der Freiheitsentzug dadurch länger 
anhält, würde die Kürzung der Haft faktisch, obwohl es sich um eine Vollzugsfrage handelt 

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(und formell die Sanktion davon nicht berührt ist), grundsätzlich zu einer strengeren Bestra-
fung im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO führen. Die dargelegte ratio legis des Verschlechte-
rungsverbots wäre entsprechend tangiert, falls die angerechnete Haft von der Berufungsin-
stanz nachträglich ohne Berufung oder Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft abgeän-
dert werden könnte. Das Verschlechterungsverbot muss damit auch bei der Anrechnung der 
Haft greifen (vgl. Calame, Commentaire romand, 2. A. 2019, Art. 391 StPO N 8 [jedoch ohne 
Verweis auf Rechtsprechung oder inhaltliche Begründung]; Urteil des Obergerichts des Kan-
tons Bern SK 18 8 vom 23. August 2018 E. 25.3 [ebenfalls ohne Verweis auf Rechtspre-
chung oder inhaltliche Begründung]). 

4.4.5 Diese Prämissen gelten allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Sanktion des zwei-
tinstanzlichen Urteils gleich hoch ausfällt. Aus dem Vergleich des vorliegenden Urteilsdispo-
sitivs mit dem Urteilsdispositiv der Vorinstanz darf sich faktisch keine strengere Bestrafung 
ergeben. Daraus folgt: Würde im vorliegenden Fall die Sanktion reduziert, wäre auch eine 
entsprechende Kürzung der anzurechnenden Haft, sofern nach Art. 51 StGB zulässig und 
angemessen, unter dem Gesichtspunkt des Verschlechterungsverbots zulässig. Die kürzere 
angerechnete Haftdauer würde durch die tiefere Sanktion kompensiert und der Urteilsspruch 
würde folglich nicht strenger ausfallen als der Urteilsspruch der Vorinstanz. 

5. Die amtliche Verteidigung argumentierte sinngemäss, dass eine Trennung des Verfahrens 
des Beschuldigten und der Verfahren seiner (teilweisen) Mittäter N.________ und 
O.________ sachlich nicht gerechtfertigt gewesen sei. Eine gemeinsame Einbringung der 
drei Anklagen im abgekürzten Verfahren am Gericht wäre möglich gewesen. Die amtliche 
Verteidigung kritisiert zudem, dass sich die Staatsanwaltschaft nach dem Scheitern des ab-
gekürzten Verfahrens des Beschuldigten nicht mehr bemüht habe, ein solches erneut einzu-
leiten (OG GD 9/2). 

5.1 Die Staatsanwaltschaft reichte am 15. Juli 2024 eine Anklageschrift im abgekürzten Verfah-
ren gegen die teilweise als Mittäter des Beschuldigten aufgetretenen N.________ und 
O.________ beim Strafgericht des Kantons Zug ein. Diese sind im September und November 
2023 an die Schweiz ausgeliefert worden. Der Beschuldigte wurde am 17. Dezember 2023 in 
Luxemburg verhaftet. Da vorher noch ein luxemburgisches Strafverfahren durchgeführt wer-
den musste, erfolgte die Auslieferung an die Schweiz erst am Abend des 10. Juli 2024. Ent-
sprechend konnte das Untersuchungsverfahren gegen den Beschuldigten erst ab diesem 
Zeitpunkt fortgeführt werden. Da bei N.________ und O.________ zu diesem Zeitpunkt die 
abgekürzten Verfahren bereits eingeleitet waren, bestand kein Anlass, diese auf unbestimm-
te Zeit zu sistieren, bis die Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten, die in den Anfängen 
stand, abgeschlossen war. Dies wäre mit dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen nicht 
vereinbar gewesen. 

5.2 Entgegen der Auffassung der amtlichen Verteidigung hätte auch nicht einfach bis zur Kon-
frontationseinvernahme mit den beiden anderen Beschuldigten am 24. Juli 2024 zugewartet 
werden können, um die drei Anklagen im abgekürzten Verfahren zusammen beim Gericht 
einzureichen. Die abgekürzten Verfahren mit N.________ und O.________ waren bereits am 
4. Juli 2024 mit deren Zustimmungserklärung zustande gekommen (SG GD 4/8 S. 13). Da 
N.________ und O.________ inhaftiert waren, mussten die Anklagen im abgekürzten Verfah-
ren zügig dem Gericht zur Genehmigung eingereicht werden. Das Untersuchungsverfahren 

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gegen den Beschuldigten begann hingegen erst mit dessen Auslieferung am 10. Juli 2024. 
Zum Zeitpunkt der Konfrontationseinvernahme am 24. Juli 2024 war ein abgekürztes Verfah-
ren noch nicht einmal eingeleitet worden. Entsprechend war es zu diesem Zeitpunkt offen, ob 
eine inhaltliche Einigung zwischen der Staatsanwaltschaft und der amtlichen Verteidigung 
überhaupt möglich war. Ebenfalls war offen, ob die Privatkläger das abgekürzte Verfahren 
gegen den Beschuldigten nicht ablehnen würden. 

5.3 Die Staatanwaltschaft war überdies auch nicht verpflichtet, nach dem Scheitern des abge-
kürzten Verfahrens mit dem Beschuldigten am 18. Dezember 2024 erneut ein solches anzu-
streben. Das abgekürzte Verfahren wird gemäss Art. 358 Abs. 1 StPO durch einen Antrag 
der beschuldigten Person eingeleitet. Ein neuer Antrag des Beschuldigten nach dem Schei-
tern des abgekürzten Verfahrens am 18. Dezember 2024 ist nicht aktenkundig. Selbst wenn 
ein entsprechender Antrag des Beschuldigten neu eingereicht worden wäre, bestünde keine 
Pflicht der Staatanwaltschaft, erneut ein abgekürztes Verfahren durchzuführen. So entschei-
det diese frei darüber, ob ein abgekürztes Verfahren durchgeführt wird (vgl. Greiner/Jaggi, 
Basler Kommentar, 3. A. 2023, Art. 359 StPO N. 1). Angesichts des am 18. Dezember 2024 
gescheiterten abgekürzten Verfahrens sowie dem dadurch ausgedrückten Unwillen der Par-
teien, eine gesetzeskonforme Strafe für den Beschuldigten zu vereinbaren (vgl. dazu OG GD 
9/2, insb. S. 3 Ziff. 1.3), war es sachgerecht, die Angelegenheit umgehend im ordentlichen 
Verfahren zur Anklage zu bringen. 

5.4 Mithin war die Trennung des Strafverfahrens gegen den Beschuldigten von den Verfahren 
gegen die Mittäter N.________ und O.________ sachlich im Sinne von Art. 30 StPO begrün-
det. Die Verfahrenstrennung war damit zulässig.   

6. Die sechs Lebenssachverhalte gemäss den Anklageziffern II. (Raub zum Nachteil von 
K.________, P.________), III. (Einbruchdiebstahl zum Nachteil der Q.________ AG, 
R.________), IV. (Einbruchdiebstahl zum Nachteil der Santa Pizza/Bike Immobilien, 
X.________ ZH), V. (Einbruchdiebstahl zum Nachteil des Restaurants S.________, 
R.________); VII. (Einbruchdiebstahl zum Nachteil der H.________ AG, T.________) und 
VIII. (Einbruchdiebstahl zum Nachteil von U.________, V.________) sind rechtskräftig beur-
teilt. Da im vorliegenden Berufungsverfahren nur noch der Einbruchsdiebstahl ins gemein-
same Untergeschoss der Anwaltskanzleien von C.________ (.________) und B.________ 
(.________) in M.________ (nachfolgend zusammen: die beiden Anwaltskanzleien) zu beur-
teilen ist, bei welcher dem Beschuldigten eine Tatausführung zusammen mit einem unbe-
kannten Täter vorgeworfen wird, stellen sich keine Verwertbarkeitsproblematiken betreffend 
die Einvernahmen. Dieser Sachverhalt weist insbesondere keinen Bezug zu den Straftaten 
der rechtskräftig verurteilten Straftäter N.________ und O.________ auf, welche teilweise mit 
dem Beschuldigten zusammen delinquiert haben. Die amtliche Verteidigung war an den ent-
sprechenden Einvernahmen, welche den Einbruchsdiebstahl zum Nachteil der beiden An-
waltskanzleien zum Gegenstand hatten, anwesend. 

7. Weitere formelle Themen wurden von den Parteien nicht aufgeworfen und sind auch nicht 
ersichtlich. 

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II. Vorwurf des Einbruchdiebstahls in M.________ 

1. Anklagevorwurf und Beweiswürdigung 

1.1 Die Vorinstanz legt den dem Beschuldigten zur Last gelegten Anklagesachverhalt zutreffend 
dar. Darauf kann verwiesen werden (OG GD 1 E. III.5. Ziff. 5.1 S. 35 f.). Ebenfalls verwiesen 
werden kann auf die generellen rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz zu den Tatbestän-
den des gewerbsmässigen Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs 
sowie zur Mittäterschaft (OG GD 1 E. II.2.-7. S. 12-15). Ebenfalls verwiesen werden kann auf 
die Ausführungen zur Gesetzesänderung beim Tatbestand des gewerbsmässigen Diebstahls 
(OG GD 1 E. I.7. S. 10 f.). Letzteres ist für die Sanktion von Bedeutung. 

1.2 Aus dem Rapport der Luzerner Polizei vom 20. Februar 2023 ergibt sich, dass eine unbe-
kannte Täterschaft auf unbekannte Art und Weise am 29. Januar 2023 die Vergitterung beim 
Kellerfenster zum gemeinsamen Untergeschoss der beiden Anwaltskanzleien geöffnet und 
das Kellerfenster aufgebrochen hat sowie anschliessend ins Untergeschoss des Gebäudes 
gelangt ist. Dort habe die unbekannte Täterschaft die Seitenwand von zwei Tresoren mit ei-
nem unbekannten Schweiss- oder Brenngerät geöffnet. Die Täterschaft habe anschliessend 
die Örtlichkeit durch das Kellerfenster verlassen. Aufgrund der Alarmierung durch einen 
Fahrradfahrer habe die Fahndung umgehend eingeleitet werden können. Bei der Ausstiegs-
stelle beim Gebüsch sei ein mutmasslich von der unbekannten Täterschaft zurückgelassener 
Schraubenzieher sichergestellt worden. Nach der Tat informierte der Privatkläger 
B.________ die Polizei, dass in den Kellerräumen ein Vorschlaghammer festgestellt worden 
sei, der nicht der Anwaltskanzlei gehöre. Die Polizei stellte den Vorschlaghammer daraufhin 
sicher (act. 28/6 ff.). 

1.3 Ab dem Griff des Vorschlaghammers, der hinter einer Kartonkiste im Heizraum von der Poli-
zei sichergestellt worden war, konnte ein DNA-Mischprofil gesichert werden. Das gesicherte 
DNA-Hauptprofil konnte dem DNA-Profil des Beschuldigten zugeordnet werden. Das DNA-
Nebenprofil war nicht interpretierbar (act. 28/30 ff.). 

1.4 Dem Beschuldigten wurde in der Einvernahme vom 19. August 2024 die Verdachtslage ge-
schildert. Es sei ein Einbruch in eine Anwaltskanzlei erfolgt. Die Täterschaft sei über das Kel-
lerfenster eingedrungen und habe zwei Tresore mit einem Schweissgerät aufgebrochen. Die 
entsprechenden Tatortfotos wurden dem Beschuldigten vorgelegt (act. 14/4/52 ff.). Der Be-
schuldigte entgegnete darauf spontan, er sehe, dass mit einem Gerät geschnitten worden 
sei. An einem Abend habe ihn jemand angerufen, der ihn gebeten habe, ihm von zuhause 
eine Tasche zu bringen. In der Tasche sei ein Schweissgerät gewesen. Die Leute, die ihn 
angerufen hätten, seien zwei Zigeuner gewesen, die in einer Pension wohnen würden. Sie 
hätten sich im Park für die Übergabe des Schweissgeräts getroffen. Er könne nicht sagen, 
wo dies gewesen sei. Er habe das Schweissgerät nicht genau angeschaut. Ein solches 
schweisse, es schneide nicht. Gemäss den Bildern sei geschnitten worden. Am nächsten 
Morgen habe ihn der Zigeuner wieder angerufen. Er sei dann wunschgemäss in den gleichen 
Park gegangen. Der Zigeuner habe ihm die Tasche zurückgegeben. Dieser habe ihm mitge-
teilt, dass sie nicht erfolgreich gewesen seien (act. 14/4/12 Ziff. 22). Auf Vorhalt der DNA-
Spur sagte der Beschuldigte aus, dass es möglich sei, dass seine DNA von einem Dritten 
dorthin gebracht worden sei. Er könne weder schweissen noch scheiden und habe noch nie 

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in seinem Leben eine solche Tat vollbracht (act. 14/4/12 Ziff. 23). Auf Vorhalt, dass die DNA-
Spur auf dem Vorschlaghammer am Tatort aufgefunden worden sei, entgegnete der Be-
schuldigte, dass im Auto der Zigeuner auch andere Werkzeuge gewesen seien. Sie hätten 
gesagt, sie würden auf einer Baustelle arbeiten. Es sei möglich, dass er versehentlich an den 
Vorschlaghammer drangekommen sei, als er die Tasche aus dem Auto rausgeholt oder rein-
gelegt habe (act. 14/4/12 Ziff. 24). Auf den Vorhalt, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass 
nach einer leichten Berührung des Vorschlaghammers ein komplettes DNA-Profil gesichert 
werden könne, sagte der Beschuldigte aus, es sei nicht nur so, dass er den Vorschlagham-
mer vielleicht nur kurz berührt habe, sondern er habe alle zwei Tage das Auto benützt und 
die Werkzeuge umgelagert, weil er seine Sachen im Fahrzeug deponiert habe (act. 14/4/12 
Ziff. 25).  

1.5 An der Hauptverhandlung vom 6. Mai 2025 bei der Vorinstanz wurde der Beschuldigte erneut 
zu diesem Einbruchsvorwurf befragt. Er bestritt seine Beteiligung erneut. Das sei nach seiner 
Auffassung ein professioneller Einbruch gewesen. Er habe hingegen nur unprofessionelle 
Einbrüche verübt. Er habe ein Auto von zwei Rumänen geliehen, es seien Roma gewesen. 
Er sei vom Besitzer am Tag kontaktiert worden, an dem er das Auto gehabt habe. Er sei zu 
einem Park gefahren, wo er sie getroffen habe. Sie hätten aus dem Fahrzeug verschiedene 
Werkzeuge mitnehmen wollen. Er habe ihnen diese Werkzeuge übergeben. Das sei ein 
Hammer gewesen. Er sei dann wieder abgefahren. Vermutlich hätten die beiden das Delikt 
gemacht, er habe damals keine Ahnung gehabt, dass sie dies tun würden. Es seien drei 
Werkzeuge gewesen, ein Hammer, eine kleine Stange und ein Spachtel. Ein Schweissgerät 
sei nicht im Fahrzeug gewesen. Er wäre bei einem Schweissgerät nicht mit dem Fahrzeug 
herumgefahren. Zum Vorhalt, er habe im Vorverfahren ausgesagt, er habe eine Tasche mit 
einem Schweissgerät gehabt und diese übergeben, entgegnete der Beschuldigte, dass er 
dies gesagt habe, weil ihm sein vormaliger Verteidiger einen Deal versprochen habe, deswe-
gen habe er alles übernommen. Auf Vorhalt, dass er im Vorverfahren den Vorwurf abgestrit-
ten und gesagt habe, dass ein Schweissgerät im Fahrzeug gewesen sei, entgegnete der Be-
schuldigte, er erinnere sich nicht daran, dass er dies gesagt habe. Er habe nicht gesagt, 
dass sich auch ein Schweissgerät in der Tasche befunden habe (SG GD 8/2 S. 13 f.). 

1.6 An der Berufungsverhandlung stellte der Beschuldigte den Einbruchdiebstahl in Abrede. Er 
habe das Fahrzeug von zwei anderen Personen erhalten. Diese hätten Werkzeuge im Auto 
gehabt. Er habe diese irgendwie berührt, insbesondere den Hammer. Auf Nachfrage hin er-
klärte der Beschuldigte, dass eine dieser beiden Personen gemäss seinem Facebook-
Account "W.________" heisse. Den Namen des anderen kenne er nicht. Er wisse nicht, wo 
das Hotel gewesen sei, in dem die beiden Personen gewohnt hätten. Er erinnere sich auch 
nicht an das Nummernschild des Fahrzeugs. Auf Hinweis, dass er im Untersuchungsverfah-
ren ausgesagt habe, dass ein Schweissgerät in der Tasche gewesen sei, antwortete der Be-
schuldigte, in der Tasche sei ein Gerät gewesen, er wisse aber nicht, wofür dieses gewesen 
sei. Er habe den Inhalt der Tasche berührt, d.h. den Hammer, den Spachtel und die Stange. 
Er habe den genannten "W.________" und die andere Person in einem Park getroffen und 
die Tasche übergeben (OG GD 9/1 S. 9 f.).  

1.7 Der Beschuldigte wurde rechtskräftig verurteilt, weil er am 18./19. Januar 2023 in 
X.________ und in R.________ jeweils einen Tresor mitgenommen und geöffnet hatte 
(SG GD 8/2 S. 31; SG GD 8/2 S. 34). Er wurde ferner rechtskräftig verurteilt, weil er drei Ta-

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ge zuvor am 15. Januar 2023 im Verkaufsraum der H.________ AG in T.________ einen 
Tresor öffnen wollte, indem er mit einem Neufahrzeug dagegen fuhr (SG GD 8/2 S. 15). Es 
ist damit erstellt, dass der Beschuldigte in den Tagen vor der vorgeworfenen Tat jeweils ver-
suchte, Tresore mit aller Gewalt zu öffnen und dafür verschiedene Methoden, jedoch keine 
Schweissgeräte, einsetzte. 

1.8 Der Beschuldigte stellt nicht in Abrede, dass auf dem am Tatort aufgefundenen Vorschlag-
hammer sein DNA-Profil nachgewiesen werden konnte. Er führte dazu aus, dass er diesen 
zufällig berührt habe, bevor eine unbekannte Täterschaft diesen für den Einbruch in die bei-
den Anwaltskanzleien verwendet habe.

1.8.1 Der Beschuldigte behauptet sinngemäss, er habe den Vorschlaghammer vermutlich berührt, 
als er das Fahrzeug von zwei unbekannten Roma ausgeliehen und ihnen eine Tasche mit 
dem Vorschlaghammer gebracht habe. Weder die Namen der unbekannten Roma noch den 
genauen Ort des Treffens konnte der Beschuldigte nennen. Im Berufungsverfahren sagte er 
zwar auf erneute Nachfrage erstmalig aus, einer der beiden Roma habe "W.________" ge-
heissen. Im Untersuchungsverfahren oder bei der Vorinstanz sprach er hingegen immer von 
Roma resp. Zigeunern. Seine Angaben sind zudem widersprüchlich. Zu Beginn der Befra-
gung brachte der Beschuldigte auf den Vorhalt der Tatortfotos spontan vor, dass er den bei-
den Roma ein Schweissgerät übergeben habe. Den Hammer erwähnte der Beschuldigte im 
Vorverfahren hingegen erst, als ihm die DNA-Spur vorgehalten wurde. Seine protokollierte 
Aussage, er habe ein Schweissgerät übergeben, stritt er anschliessend bei der Vorinstanz 
ab. Im Berufungsverfahren sprach er nur noch von einem Gerät, wobei er nicht gewusst ha-
be, welchem Zweck dieses gedient habe. Dass es sich dabei um zwei verschiedene Überg-
aben von verschiedenen Geräten handeln könnte, ist ausgeschlossen, denn die geschilder-
ten Rahmenbedingungen (zwei Roma [der Beschuldigte sprach teilweise von Zigeunern], von 
denen er das Auto auslieh, die folgende Übergabe der Tasche im Park etc.) sind identisch. 

1.8.2 Der Beschuldigte wich folglich nicht nur von den vorangehenden Aussagen ab, sondern ver-
suchte offensichtlich, im Zusammenhang mit dem Vorhalt der DNA-Spur eine Alternativvaria-
nte vorzubringen. Es ist erkennbar, dass er auch bei der folgenden Frage seine Antworten so 
anpasste, dass er ein zufälliges mehrfaches Berühren des Vorschlaghammers plausibilisie-
ren konnte. Insgesamt sind die Aussagen des Beschuldigten nicht glaubhaft. Seine Wider-
sprüche an den Einvernahmen lassen sich damit erklären, dass er beim ersten Vorhalt irri-
gerweise davon ausging, dass sein DNA-Profil am Schweissgerät nachgewiesen werden 
konnte. Er präsentierte dazu eine erfundene Geschichte mit den beiden Roma, um die 
Berührung dieses Geräts zu plausibilisieren. Als der Vorhalt erfolgte, dass sein DNA-Profil 
tatsächlich an einem Vorschlaghammer nachgewiesen werden konnte, verwendete der Be-
schuldigte die praktisch gleiche Geschichte, um eine Berührung des Vorschlaghammers zu 
erklären. Er verwendete dabei erneut pauschale Stereotypen, indem er auf unbekannte Ro-
ma verwies. Mit seinen oberflächlichen, stereotypischen und widersprüchlichen Aussagen 
kann er die mit dem Tatort verbundene DNA-Spur nicht plausibilisieren. Vielmehr indizieren 
diese Ausflüchte eine Täterschaft des Beschuldigten. 

1.8.3 Unglaubhaft ist ferner auch der Hinweis des Beschuldigten, dass er kein professioneller Ein-
brecher sei. Dagegen spricht sein Strafregisterauszug mit einbruchs- und diebstahlsbezoge-
nen Verurteilungen in Florenz, Troyes, Nürnberg und Oberhausen. Ebenfalls spricht dage-

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gen, dass er wenige Tage vorher am 15. Januar 2023 und am 18./19. Januar 2023 Tresore 
öffnete resp. mit massiver Gewalt zu öffnen versuchte. Auch beim Raub zum Nachteil von 
K.________ ist belegt, dass der Beschuldigte einen Tresor im Objekt vermutete. Es ist plau-
sibel, dass der Beschuldigte nach der Episode vom 18. Januar 2023 bei der H.________ AG 
zum Schluss gelangte, dass der Einsatz eines mobilen Schweiss- oder Schneidegeräts 
sachdienlicher für die von ihm avisierten Machenschaften sein könnte. Letztlich ist für die 
Tatausführung auch nicht notwendig, dass der Beschuldigte über Schweisserkenntnisse ver-
fügen musste, zumal ein unbekannter Mittäter mit dabei war. Es kann damit offenbleiben, ob 
Schweisserkenntnisse vorlagen und überhaupt zur Tatausführung benötigt wurden.

1.8.4 Zusammenfassend bestehen aufgrund der DNA-Spur und der unglaubhaften Aussagen des 
Beschuldigten keine unüberwindlichen Zweifel daran, dass er zusammen mit einem unbe-
kannten Mittäter am 29. Januar 2023 in das Untergeschoss der beiden Anwaltskanzleien 
einbrach. Anschliessend öffneten entweder der Beschuldigte und/oder sein unbekannter Mit-
täter, mit dem ausdrücklichen oder konkludenten Einverständnis des Beschuldigten, die dort 
gelagerten zwei Tresore gewaltsam mittels eines Schweissgeräts. Sie entwendeten gemein-
sam deren Inhalt. Dass der Beschuldigte bei diesem Vorgehen zusammen mit dem unbe-
kannten Mittäter eine untergeordnete Rolle als Gehilfe eingenommen haben könnte (bspw. 
als Fahrer oder Ausguck), ist durch die DNA-Spur am Tatort widerlegt. 

1.9 Die amtliche Verteidigung führte zusammengefasst aus, dass nicht nachgewiesen sei, dass 
Deliktsgut entwendet worden sei. Die Auflistung des Deliktsguts durch den Geschädigten 
B.________ sei kein rechtsgenüglicher Nachweis. Es seien im Strafverfahren keine Einver-
nahmen mit den Geschädigten durchgeführt worden. Es sei nicht die Sache der Verteidi-
gung, solche zu beantragen und der Beschuldigte habe nie ausdrücklich auf sein Konfronta-
tionsrecht mit den Geschädigten verzichtet. Es gebe mithin keinen Beweis, dass Gegenstän-
de mit einem Wert von CHF 17'450.00 aus dem Tresor entwendet worden seien (OG GD 
9/2). 

1.9.1 Das Gericht würdigt die Beweise nach Art. 10 Abs. 2 StPO frei. Es muss nach Art. 10 Abs. 3 
StPO freisprechen, wenn auch nach der Ausschöpfung sämtlicher möglichen Beweiserhe-
bungen unüberwindliche Zweifel an der Anklagehypothese bestehen. Nach der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts kann es als willkürliche Beweiswürdigung qualifiziert werden, 
wenn ein Gericht zur Feststellung des Deliktsguts einzig auf die Angaben der geschädigten 
Person gegenüber der Polizei, welche im Polizeirapport wiedergegeben werden, abstellt und 
ohne weitere Beweisabnahmen gestützt darauf die Wegnahme dieses Deliktsguts als erstellt 
erachtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_790/2021 vom 20. Januar 2022 E. 1.5.3).

1.9.2 Der geschädigte Rechtsanwalt B.________ reichte am 30. Oktober 2024 der Staatsanwalt-
schaft eine Liste mit den Schäden und dem Deliktsgut mitsamt einer Rechnung ein. Bei der 
entsprechenden Liste, dem unterzeichneten Begleitschreiben sowie der Rechnung dazu 
handelt es sich um von Geschädigten eingereichte Beweisurkunden, die strafprozessual 
gemäss Art. 10 Abs. 2 StPO frei zu würdigen sind. Aus der Schadensliste von B.________ 
ergibt sich, dass im Tresor u.a. Schmuck aus dem Nachlass B.G (CHF 400.00), drei Uhren 
aus dem Nachlass H.R. (CHF 16'500.00), ein Portemonnaie mit Geld (CHF 400.00) sowie 
Akten (diverse Urkunden, Aktien, Aktienbücher etc.) mit einem Wert von CHF 300.00 gela-
gert wurden. 

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Es handelt sich damit nicht nur um pauschale Angaben eines Geschädigten gegenüber der 
Polizei, sondern die Liste wurde detailliert erstellt, verweist auf konkret benannte Belege und 
benennt die Initialen der betroffenen Nachlassgeber. Die Liste wäre mithin inhaltlich umfas-
send überprüfbar und der sie einreichende Rechtsanwalt übernimmt durch seine Unterschrift 
die Verantwortung für ihre Richtigkeit. Vor diesem Hintergrund wäre es abwegig anzuneh-
men, dass sich dieser mit Falschangaben dem Risiko einer Irreführung der Rechtspflege 
aussetzen würde. Insgesamt kommt den eingereichten Belegen ein höherer Beweiswert zu 
als einer bloss in einem Polizeirapport vermerkten Deliktsgutliste. 

Der auf der Liste genannte Inhalt stimmt überdies auch plausibel mit einem möglichen Tre-
sorinhalt überein und die geltend gemachten Wertbeträge erscheinen als realistisch. Die Ver-
teidigung führte keine Gründe an, weswegen die Liste inhaltlich falsch sein könnte. Die ent-
sprechenden Angaben sind detailliert, plausibel und glaubhaft. Es ist von der genannten De-
liktsbeute auszugehen. Da der Sachverhalt rechtsgenüglich erstellt ist, erübrigt es sich 
gemäss Art. 139 Abs. 2 StPO, bei B.________ die auf der Liste genannten Belege oder wei-
tergehende Unterlagen, bspw. Versicherungsdokumente oder dergleichen, einzufordern. Da 
es sich um Schmuck und Uhren aus einem Nachlass handelt, ist der von B.________ ge-
nannte Wert naturgemäss Gegenstand einer Schätzung. Es besteht auch in diesem Punkt 
kein Anlass, an den genannten Wertangaben, welche dem Beschuldigten zum Zeitpunkt der 
Wegnahme nicht bekannt waren und damit nicht frankengenau abgeklärt werden müssen, zu 
zweifeln. Zudem ist belegt, dass durch den Einbruch ein Sachschaden von deutlich mehr als 
CHF 10'000.00 verursacht wurde (act. 28/50, act. 28/53). 

1.9.3 Dass die entsprechenden Informationen alternativ auch mittels einer förmlichen Einvernahme 
hätten erhoben werden können, ist vorliegend entgegen der Auffassung der amtlichen Ver-
teidigung irrelevant. Denn eine Einvernahme wurde nie angeordnet, nie beantragt und er-
weist sich, wie dargelegt, anhand der überzeugenden inhaltlichen Qualität der eingereichten 
Beweismittel zur Wahrheitsfindung auch nicht als notwendig. 

1.9.4 Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK sieht vor, dass Fragen an Belastungszeugen gestellt werden kön-
nen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte führte dazu aus, dass die genannte 
Norm einzig Zeugen ("Witnesses") nenne, womit der Wortlaut der Bestimmung keine Anwen-
dung auf andere Beweismittel indiziere. Der Begriff müsse aber autonom ausgelegt werden 
und als Zeugen kämen folglich sämtliche Personen in Frage, welche vor Gericht aussagen 
würden. Zudem könne der Begriff des Zeugen auch so ausgelegt werden, dass dieser den 
Zugang der Verteidigung zu Sachbeweisen umfasse (vgl. u.a. Urteil des EGMR vom 11. De-
zember 2008 in Sachen Miirilashvili gegen Russland N. 156-160; Karpenstein/Mayer, EMRK 
Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten, 3. A. 2022, Art. 6 EMRK 
N. 227; Meyer-Ladewig/Nettesheim/von Raumer, EMRK Europäische Menschenrechtskon-
vention, 5. A. 2023, Art. 6 EMRK N. 222). 

1.9.5 Inwiefern gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK ein Konfrontationsrecht des Beschuldigten mit 
B.________ (als Ersteller der eingereichten Dokumente) bestehen würde, kann offenbleiben. 
Es ist zwar zutreffend, dass der Beschuldigte nie ausdrücklich auf sein Konfrontationsrecht 
verzichtet hat. Er hat jedoch auch nie die Einvernahme von B.________ beantragt, obwohl 
ihm bekannt war, dass die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage und die Vorinstanz in ihrem 

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Urteil auf die von ihm eingereichten Unterlagen abgestellt haben. Es liegt mithin ein still-
schweigender Verzicht auf das Konfrontationsrecht vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
7B_253/2022 vom 8. Februar 2024 E. 2.3.3). Die amtliche Verteidigung geht überdies fehl, 
wenn sie davon ausgeht, dass die Strafbehörden von Amtes wegen verpflichtet seien, eine 
Einvernahme von B.________ anzuordnen. Denn über bereits rechtsgenügend erwiesene 
Tatsachen wird gemäss Art. 139 Abs. 2 StPO kein Beweis geführt. Entsprechend besteht 
diesbezüglich auch keine Pflicht zur Beweisergänzung von Amtes wegen. Wie bereits darge-
legt wurde, bestehen keine unüberwindlichen Zweifel, dass der Inhalt der von B.________ 
eingereichten Dokumente der Wahrheit entspricht. Die darin erwähnten Tatsachen gelten 
damit gemäss Art. 10 Abs. 3 StPO als bewiesen. Es besteht folglich auch kein Anlass, ohne 
entsprechenden Antrag des amtlich verteidigten Beschuldigten die Schadensliste "einer 
Glaubhaftigkeitsprüfung" zu unterziehen.  

2. Rechtliche Würdigung 

2.1 Der Beschuldigte hat aus dem Tresor von B.________ resp. seiner Anwaltskanzlei mehrere 
fremde bewegliche Sachen entwendet und diese sich durch ihre Wegnahme angeeignet. Er 
wusste, dass ihm diese Sachen nicht gehörten und er keinen rechtlichen Anspruch darauf 
hatte. Er wollte diese jedoch trotzdem behändigen, um sich deren Wert unrechtmässig anzu-
eignen. Der Beschuldigte hat folglich einen Diebstahl gemäss Art. 139 StGB begangen. 

2.2 Der Beschuldigte wird damit, unter Einbezug der bereits rechtskräftigen Verurteilungen, im 
Zusammenhang mit zwei Einbruchsdiebstählen sowie vier versuchten Einbrüchen schuldig 
gesprochen. Eine mehrfache Tatbegehung liegt damit vor. Bis auf den vorliegend beurteilten 
Fall zum Nachteil der genannten Anwaltskanzleien sind die weiteren Schuldsprüche bereits 
in Rechtskraft erwachsen. Die vorliegend zu beurteilende Deliktsserie begann am 18. No-
vember 2022 und endete nach ca. 10 Wochen am 29. Januar 2023. Der Beschuldigte han-
delte bei zwei Einbruchsversuchen alleine. Bei den weiteren Straftaten handelte er zusam-
men mit N.________, O.________ sowie einer unbekannten Täterschaft. Der alleine oder in 
Mittäterschaft behändigte Deliktsbetrag beträgt rund CHF 20'000.00. Dass er zusätzlich noch 
weitere Vermögenswerte im Rahmen eines Raubes erbeutete, ist für die rechtliche Qualifika-
tion der Diebstähle in Bezug auf das persönliche Merkmal der Gewerbsmässigkeit nicht rele-
vant. Unter Annahme, dass der Beschuldigte jeweils einen Anteil nach Köpfen erlangen 
konnte, beträgt sein Anteil an der Deliktsbeute rund CHF 9'000.00 (Verweis auf OG GD 1 
E. III.8.2.1 S. 45; jedoch ohne den Einbezug der Deliktsbeute des Raubes gemäss der An-
klageziffer II.). 

2.3 Der Beschuldigte hat während seiner Deliktsserie in der Schweiz keine Erwerbstätigkeit aus-
geübt (SG GD 8/2 S. 5). Obwohl er nach eigenen Angaben früher einmal in der Schweiz ge-
arbeitet und während zwei Monaten ein Erwerbseinkommen erzielt habe, bestätigte er auch 
an der Berufungsverhandlung, dass er die Straftaten verübt habe, weil er kein Geld gehabt 
habe, um nach Rumänien oder Deutschland zurückzukehren. Seine geltend gemachten 
Gründe für die Einreise in die Schweiz mögen plausibel sein, nicht aber seine Gründe für ei-
nen längeren Verbleib in der Schweiz, welcher deutlich mit der Einbruchsdelinquenz korre-
liert. Er ist zudem mehrfach über einen längeren Zeitraum hinweg straffällig geworden und 
hat aus seiner Deliktstätigkeit ein Einkommen von durchschnittlich rund CHF 4'000.00 pro 
Monat erzielt. Selbst wenn dieses Einkommen deutlich geringer gewesen wäre (so argumen-

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tiert zumindest die amtliche Verteidigung mit ihrer Kritik des Nachweises der Schadenshöhe), 
wäre dies nicht entscheidend. So stammte sämtliches verfügbare Einkommen des Beschul-
digten aus der Deliktstätigkeit. Dies bedeutet, wie auch die amtliche Verteidigung zutreffend 
erkannte, dass auch ein geringeres deliktisches Einkommen namhaft zu seinem Lebensun-
terhalt beigetragen hätte. Ein geringeres deliktisches Einkommen würde folglich daran, dass 
es sich der Beschuldigte eingerichtet hatte, seinen Lebensunterhalt über einen längeren Zeit-
raum hinweg mit der Deliktstätigkeit zu finanzieren (vgl. BGE 115 IV 319 E. 4c), nichts än-
dern. Aufgrund seiner Erwerbslosigkeit, seiner einschlägigen Vorstrafen im Ausland und der 
hohen Frequenz der Tatausführungen in der Schweiz steht fest, dass der Beschuldigte bereit 
war, fortgesetzt eine Vielzahl weiterer Diebstahlsdelikte zu begehen, um sich damit den Le-
bensunterhalt ganz oder zumindest teilweise zu finanzieren (act. 14/4/9-62 Frage 39). Das 
persönliche Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit ist damit erstellt. 

2.4 Der Beschuldigte handelte stets schuldhaft. Rechtfertigungsgründe wurde nicht geltend ge-
macht und sind auch nicht ersichtlich. Der Beschuldigte ist des gewerbsmässigen Diebstahls 
gemäss aArt. 139 Ziff. 2 StGB, begangen vom 18. November 2022 bis am 29. Januar 2023, 
schuldig zu sprechen. 

2.5 Es ist erstellt, dass der Beschuldigte absichtlich und gegen den Willen der beiden Mitei-
gentümer C.________ und B.________ in die abgeschlossenen Räume im gemeinsamen 
Untergeschoss der beiden Anwaltskanzleien eingedrungen ist. Der Strafantrag von 
C.________, des hälftigen Miteigentümers der Liegenschaft Y.________ in M.________, 
liegt vor (act. 28/46). Da jeder Miteigentümer selbstständig zur Strafantragsstellung berech-
tigt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_880/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3), muss nicht 
geprüft werden, ob die von B.________ eingereichte Privatklage im Straf- und Zivilpunkt 
ebenfalls als Strafantrag aufgefasst werden müsste (vgl. dazu Riedo, Basler Kommentar, 4. 
A. 2019, Art. 30 StGB N. 50). Die Prozessvoraussetzungen für eine Verurteilung liegen vor. 
Der objektive und subjektive Tatbestand des Hausfriedensbruchs ist erstellt. Rechtferti-
gungsgründe oder eine eingeschränkte Schuldfähigkeit liegen nicht vor. Der Beschuldigte ist 
des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB schuldig zu sprechen. 

2.6 Es ist ebenfalls aufgrund des äusseren Tathergangs erstellt, dass der Beschuldigte und ein 
unbekannter Mittäter gemeinsam planten, in die Räume der genannten Anwaltskanzleien 
einzubrechen und sich einig waren, dabei jeweilige Sicherungen oder Hindernisse zu beseiti-
gen. Entsprechend ist nicht relevant, welcher der beiden Mittäter die Schäden angerichtet 
hat. Hätte der unbekannte Mittäter alleine die Aufbrucharbeiten besorgt (wovon aufgrund der 
DNA-Spur am Vorschlaghammer ohnehin nicht auszugehen ist), wäre der Beschuldigte dafür 
ebenso strafrechtlich haftbar (BGE 109 IV 88 E. 1.2). Der Beschuldigte hat mithin wissentlich 
und willentlich fremdes Eigentum beschädigt. Der objektive und subjektive Tatbestand der 
Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB ist erstellt. Der Strafantrag liegt vor. Da 
durch die Vorinstanz ein Schuldspruch wegen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 
StGB erfolgte, greift das Verschlechterungsverbot. Die Tatbestandsvariante der qualifizierten 
Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB (vgl. dazu BGE 136 IV 117 E. 4.3.1) ist 
nicht zu prüfen. Der Beschuldigte ist der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB 
schuldig zu sprechen. 

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III. Sanktion 

1. Allgemeines

1.1 Die Vorinstanz legt die Grundsätze zur Strafzumessung korrekt dar. Darauf kann verwiesen 
werden (OG GD 1 E. IV.1. S. 46-48). Die Sanktion für gewerbsmässigen Diebstahl wurde 
zwischenzeitlich wie dargelegt verschärft. Der Beschuldigte hat das Recht, nach dem zu den 
Tatzeitpunkten geltenden Recht bestraft zu werden (Art. 2 Abs. 2 StGB).

1.2 Die Vorinstanz fasst die Vorstrafen des Beschuldigten in Italien (Florenz), Frankreich (Troy-
es) und Deutschland (Nürnberg und Oberhausen) zutreffend zusammen. Diese Auflistung 
wird von den Parteien nicht in Abrede gestellt. Darauf kann ebenfalls verwiesen werden (OG 
GD 1 E. VI.2. S. 48 f.). 

2. Beurteilung der Einzeltaten 

2.1 Raub 

2.1.1 Der Beschuldigte wurde des Raubes schuldig gesprochen. Der Schuldspruch ist rechtskräf-
tig. Gemäss den bindenden Feststellungen der Vorinstanz drang der Beschuldigte zusam-
men mit O.________ und N.________ in ein Wohnhaus in P.________ ein, weil sie dort ei-
nen Tresor vermuteten. Der 63-jährige Bewohner K.________ wachte während des Ein-
bruchs auf. Der Beschuldigte und seine Mittäter fixierten diesen auf dem Bett. Einer der Täter 
näherte sich mit einer Axt K.________, wobei dieser auf nicht geklärte Art und Weise durch 
die Axt verletzt wurde (wobei in diesem Punkt nie ein Schuldspruch beantragt wurde). 
K.________ wurde anschliessend gefesselt und die drei Täter verliessen den Tatort mit dem 
Deliktsgut mit einem Wert von mehr als CHF 5'000.00 (vgl. OG GD 1 E. III.1. Ziff. 1.3.1; SG 
GD 1 S. 2 f.). 

2.1.2 Die Vorinstanz setzte die tatangemessene Einzelstrafe auf 30 Monate Freiheitsstrafe fest 
(OG GD 1 E. IV.3. S. 49 f.). Die amtliche Verteidigung beantragte eine Senkung auf 26 Mo-
nate, da ursprünglich kein Plan für den Raub bestanden habe und der Beschuldigte diesen 
bereuen würde (OG GD 9/2). 

2.1.3 Raub wird gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jah-
ren bestraft. Bei der Tatkomponente ist wesentlich, dass der Raub auf einer Zufallsbegeg-
nung beruhte, welche der Beschuldigte und seine Mittäter nicht geplant hatten. Die einge-
setzte Gewalt richtete sich dabei gegen einen 63-jährigen Mann im eigenen Haus, der in der 
Nacht überfallen und auf seinem Bett fixiert resp. gefesselt wurde (bspw. act. 18/2/3 Ziff. 10). 
Betreffend die eingesetzte Gewalt ist festzustellen, dass die Täter diese grundsätzlich nur so 
weit einsetzten, wie dies zur Fixierung notwendig war. K.________ wurde während des Über-
falls zwar mit einer Axt verletzt, er schilderte aber, dass dies nicht absichtlich geschehen sei 
und ihn die Täter danach verarztet hätten (act. 18/2/3 Ziff. 19). Diesem Umstand kann damit 
keine Bedeutung zukommen. Trotzdem erhöht der Umstand, dass einer der Täter während 
der Fixierung von K.________ und mithin während des Raubes eine Axt und damit eine ge-
fährliche Waffe in seine Nähe brachte, die Tatschwere deutlich. Denn die damit verbundene 
(zusätzliche) Drohungswirkung hinsichtlich der Duldung des Raubes ist offensichtlich. Die 

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drei Täter durchsuchten während der Fixierung von K.________ dessen Wohnung und 
behändigten alles, was ihnen von Wert erschien. Sie erbeuteten dabei erhebliches Deliktsgut 
mit einem Wert von über CHF 5'000.00. Vom Deliktsbetrag her sind wesentlich höhere Be-
träge denkbar, was aber dadurch relativiert wird, dass die Täter so viele Wertsachen wie 
möglich, darunter auch den im Haus vermuteten Tresor, entwenden wollten. Die drei Täter 
beraubten K.________ als eine Gruppe, was die Gefährlichkeit des Vorgangs erhöht. Zutref-
fend sind die vorinstanzlichen Erwägungen, dass der Beschuldigte der Anführer der Gruppe 
war (OG GD 1 E. IV.3. Ziff. 3.1 S. 50). Dies lässt sich daran erkennen, dass untergeordnete 
Aufgaben wie Schmiere stehen und im Fahrzeug warten von O.________ und N.________ 
ausgeführt wurden. Die Gruppe war indessen nicht streng hierarchisch gegliedert und der 
Stellung des Beschuldigten als Anführer kann keine überragende Bedeutung beigemessen 
werden, da keine gegenseitigen Abhängigkeiten erwiesen sind und die drei Täter u.a. auch 
die Deliktsbeute gleichmässig teilten. Aufgrund der festgestellten äusseren Tatumstände 
kann die Tatschwere als erheblich bewertet werden. Der Beschuldigte handelte direktvor-
sätzlich, was neutral zu werten ist. In subjektiver Hinsicht muss den Tätern bewusst gewesen 
sein, dass sie durch ihr gewaltsames Vorgehen das Wohlbefinden von K.________ massiv 
beeinträchtigen. Es handelte sich zudem nicht um eine Situation, in der eine Fixierung von 
K.________ notwendig war, um nicht erkannt zu werden oder um nicht verhaftet zu werden. 
Der Beschuldigte und seine Mittäter hatten die Möglichkeit, das Haus unerkannt zu verlas-
sen. Die Täter zogen sich jedoch nach dem Aufwachen von K.________ nicht zurück und 
nahmen damit den Einsatz von Zwang und Gewalt gegen eine ältere Person in Kauf, da ih-
nen die Deliktsbeute, insbesondere der im Haus vermutete Tresor, wichtiger war. Entspre-
chend mitigiert der Umstand, dass die Täter aufgrund der Deliktsdynamik von einem Ein-
bruchsdiebstahl planungslos und wohl auch ungewollt in einen Raub hineingerieten, die kri-
minelle Energie nicht in einem entscheidenden Ausmass. Die subjektive Komponente ver-
mag die Tatschwere nur leicht zu relativieren. Das Verschulden ist damit als gerade noch 
leicht zu qualifizieren. Die Sanktionsansetzung hat im obersten Bereich des ersten Drittels 
des ordentlichen Strafrahmens zu erfolgen. Eine Sanktion von 32 Monaten ist für die Tat an-
gemessen. Eine Geldstrafe sieht das Gesetz beim Raub nicht vor und fällt ausser Betracht. 

2.1.4 Nicht zu hören ist das Argument der amtlichen Verteidigung, das Deliktsgut sei beim Raub 
nicht rechtsgenüglich nachgewiesen worden. Der Schuldspruch wegen vollendeten Raubes 
gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB, welcher die Wegnahme von Deliktsgut inhaltlich umfasst, wur-
de nicht angefochten und ist rechtskräftig. Die Feststellungen der Vorinstanz dazu sind bin-
dend (Urteil des Bundesgerichts 6B_687/2024 vom 12. September 2025 E. 3.3.2 ff.). 

2.2 Gewerbsmässiger Diebstahl 

2.2.1 Der Beschuldigte wird des gewerbsmässigen Diebstahls schuldig gesprochen. Gewerbsmäs-
siger Diebstahl wird gemäss der vor dem 1. Juli 2023 geltenden Fassung des Gesetzes mit 
einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe von nicht unter 90 Tagessätzen be-
straft. Eine Geldstrafe wäre mithin gemäss Art. 34 Abs. 1 StGB bei einer Sanktion von bis zu 
180 Tagessätzen theoretisch möglich. 

2.2.2 Die Vorinstanz legte die Einzelstrafe für den gewerbsmässigen Diebstahl auf 15 Monate 
Freiheitsstrafe fest (OG GD 1 E. IV.3. Ziff. 3.2 S. 51). Die amtliche Verteidigung ist der Auf-

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fassung, dass die Einzelstrafe angesichts der tieferen Deliktssumme auf sechs Monate Frei-
heitsstrafe gesenkt werden müsse (OG GD 9/2). 

2.2.3 Der Beschuldigte beging im Rahmen einer Einbruchserie zwei vollendete und vier versuchte 
Diebstähle. Der behändigte Deliktsbetrag betrug insgesamt mehr als CHF 20'000.00. Der 
Beschuldigte finanzierte seinen Lebensunterhalt komplett während der Dauer von ca. 10 
Wochen mit der Deliktstätigkeit. Der Umstand, dass er diese nach der Art eines Berufes aus-
übte, ist durch den Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Diebstahls abgedeckt. Der Um-
stand, dass der Beschuldigte seinen Lebensunterhalt vollumfänglich aus der Deliktstätigkeit 
finanzierte, muss indessen gewertet werden. Dies indiziert eine erhöhte soziale Gefährlich-
keit, denn der Beschuldigte musste mangels anderer Erwerbsquellen fortgesetzt stehlen, um 
seinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Der Deliktsbetrag und die Anzahl Delikte ist 
nicht sonderlich hoch. Bei den vier Versuchen ist jedoch beachtlich, dass diese scheiterten, 
weil der Beschuldigte und seine Mittäter vor Ort kein Deliktsgut auffinden oder aus den gesi-
cherten Behältnissen entnehmen konnten. Von der Art der Tatausführung her lässt sich 
schliessen, dass sich der Beschuldigte und seine wechselnden bekannten und unbekannten 
Mittäter jeweils routiniert ans Werk machten. Vom Aufbruch von professionell gesicherten 
Behältnissen schreckten sie nicht zurück und beim Beschuldigten ist zudem zu erkennen, 
dass er aus Fehlversuchen lernte und entsprechende Möglichkeiten zum Aufschweis-
sen/Aufschneiden von Tresoren erlangen konnte. Insbesondere der Fokus auf Tresore ver-
festigt den Eindruck der erheblichen sozialen Gefährlichkeit der gewerbsmässigen Delikt-
stätigkeit des Beschuldigten. Die objektive Tatschwere kann trotzdem, insbesondere auf-
grund der begrenzten Deliktssumme und der vergleichsweise kürzeren Deliktsserie, noch im 
leichten Bereich verortet werden. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte direktvor-
sätzlich, was neutral zu werten ist. Das Tatverschulden bleibt im leichten Bereich. Eine Sank-
tionsansetzung im ersten Drittel des ordentlichen Strafrahmens und mithin bei 16 Monaten 
Freiheitsstrafe ist tatangemessen. Eine Geldstrafe fällt bei dieser Sanktionshöhe ausser Be-
tracht. 

2.3 Hausfriedensbrüche 

2.3.1 Der Beschuldigte wurde bzw. wird in sieben Fällen des Hausfriedensbruchs schuldig gespro-
chen. Hausfriedensbruch wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer 
Geldstrafe bestraft. In fünf Fällen handelte es sich um Geschäftslokale, in zwei Fällen um 
bewohnte Objekte. Der Bruch des Hausfriedens stand stets im Zusammenhang mit der Hoff-
nung, Deliktsgut zu behändigen. Es erfolgten jeweils Durchsuchungen der Objekte durch den 
Beschuldigten und teilweise seine Mittäter. Die Verletzung des Hausrechts dauerte jedoch 
jeweils in sämtlichen Fällen nicht allzu lange. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldig-
te stets direktvorsätzlich, was neutral zu werten ist. 

2.3.2 Die Vorinstanz setzte die Einzelstrafe für den Hausfriedensbruch im Zusammenhang mit den 
fünf Geschäftsräumen auf jeweils einen Monat fest. Das zweifache Eindringen, Betreten und 
Durchsuchen von Wohnräumen zum Nachteil von K.________ und von U.________ bewerte-
te sie aufgrund des noch leichten Verschuldens mit zwei Monaten Freiheitsstrafe (OG GD 1 
E. IV.3. Ziff. 3.3 S. 51 f.). Während die Einzelstrafe von jeweils einem Monat resp. 30 Stra-
feinheiten für jeden der fünf Hausfriedensbrüche im Zusammenhang mit den Geschäftsräu-
men nicht zu beanstanden ist (weswegen auf die vorinstanzlichen Erwägungen dazu verwie-
sen werden kann), sieht sich die Berufungsinstanz bei den beiden Hausfriedensbrüchen im 

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Zusammenhang mit den Wohnstätten von K.________ und U.________ zu einem anderen 
Entscheid veranlasst (Art. 408 StPO; Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO, vgl. dazu Urteil des Bun-
desgerichts 6B_559/2024 vom 19. August 2025 E. 2.3). 

2.3.3 Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, ist ein Einbruch in ein Wohngebäude mit einer 
Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls verbunden. Dieses ist nicht nur ein abstrakter 
Rechtsbegriff, sondern das Hausrecht hat auch eine konkrete Bedeutung für die jeweiligen 
Bewohnerinnen und Bewohner. Die eigenen vier Wände sind ein gesetzlich besonders ge-
schützter Bereich, wo sich ein Mensch sicher fühlen soll und darf. Dabei geht es nicht nur um 
den Schutz der Privatsphäre, sondern das Hausrecht stellt auch eine Verteidigungslinie ge-
gen ein unrechtsmässiges Eindringen dar. Die Tatschwere eines Hausfriedensbruchs misst 
sich damit auch daran, wie bedeutend das Hausrecht im konkreten Fall zur Abwehr von un-
rechtmässigen Übergriffen war. 

Das Eindringen und Verweilen von mit Messern und Äxten bewaffneten Einbrechern mit ver-
brecherischen Absichten stellt grundsätzlich eine massive Beeinträchtigung des Rechtsguts 
dar. In dieser Konstellation wird die Bedeutung des Hausrechts für den Geschädigten kon-
kretisierbar und essenziell. Der Beschuldigte behauptete zwar, er habe nicht gewusst, dass 
es sich bei den zwei Objekten um bewohnte Häuser handelte. Aus den Akten geht jedoch 
hervor, dass zumindest das Haus von K.________ deutlich als Wohnhaus erkennbar war. So 
betraten der Beschuldigte und seine Mittäter das Haus im Bereich der Küche resp. des Essti-
sches (vgl. act. 18/3/1/70). Er nahm es folglich zumindest in Kauf, in ein Wohnhaus einzu-
brechen, zumal er dies spätestens nach dem Eindringen bemerken musste und dieser Um-
stand seine Machenschaften nicht beeinflusste. Entsprechend schreckte er nachher nicht 
einmal davon zurück, das Schlafzimmer des schlafenden K.________ zu betreten. Dem Be-
schuldigten ist indessen auch wie bei jedem Einbrecher zuzugestehen, dass er zumindest zu 
Beginn der Tatausführung Kontakte mit den Bewohnern grundsätzlich vermeiden wollte und 
vor dem Betreten keine gesicherten Anzeichen hatte, dass die Bewohner des Objekts noch 
präsent sein könnten. Dass der Beschuldigte und seine Mittäter als Einbrecher grundsätzlich 
unerkannt bleiben wollten, ändert im vorliegenden Fall von K.________ nichts daran, dass 
sie mit einer Begegnung mit den Bewohnern rechneten und entsprechend in deren Antizipa-
tion ein Messer und eine Axt behändigten. Ferner zogen sie sich auch nicht während der 
Ausführung des Hausfriedensbruchs zurück, obwohl sie noch nach dem Aufwachen von 
K.________ die Gelegenheit hatten, unerkannt zu entkommen. Darin zeigt sich, dass der 
Beschuldigte sein rechtswidriges Verhalten hartnäckig fortsetzte. 

Insgesamt ist das Verschulden bei einem solchen Rechtsbruch nicht mehr sehr leicht bzw. 
geringfügig, wie man es bei einer Sanktion der Vorinstanz von zwei Monaten Freiheitsstrafe 
erwarten würde. Das Tatverschulden ist im Fall zum Nachteil von K.________ bereits als er-
heblich zu bezeichnen. Beim Eindringen in den Wohnbereich von U.________ liegt, da nicht 
nachgewiesen ist, dass der Beschuldigte bewaffnet war, das Tatverschulden noch im leich-
ten Bereich. Die Sanktion kann damit im ersten Drittel des ordentlichen Strafrahmens ange-
setzt werden. Jedoch ist auch hier, verglichen mit der Einstufung durch die Vorinstanz, eine 
höhere Strafe tatangemessen. Es ist notwendig, die Verletzungen des Hausrechts zum 
Nachteil von K.________ mit zehn Monaten Freiheitsstrafe und die Verletzung des Haus-
rechts zum Nachteil von U.________ mit 180 Strafeinheiten zu ahnden. 

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2.3.4 Beim Hausfriedensbruch zum Nachteil von K.________ fällt eine Geldstrafe ausser Betracht 
(Art. 34 Abs. 1 StGB). Bei den fünf Hausfriedensbrüchen im Zusammenhang mit Geschäfts-
räumen sowie dem weiteren Hausfriedensbruch zum Nachteil von U.________ sind sowohl 
Geldstrafen wie auch Freiheitsstrafen möglich. 

Der in BGE 144 IV 217 hervorgehobene Grundsatz, dass eine serielle Tatbegehung, zumin-
dest isoliert betrachtet, noch keine Freiheitsstrafe begründen kann, gilt weiterhin. Es ist bei 
jeder Einzelstraftat anhand der Kriterien von Art. 41 Abs. 1 StGB zumindest summarisch zu 
prüfen, ob eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe die angemessene Strafart ist. Bei dieser 
Wertung darf indessen die serielle Tatbegehung bei der Prüfung der spezialpräventiven As-
pekte, welche für die Abwägung der Strafart des Einzeldelikts neben weiteren Faktoren nach 
Art. 41 Abs. 1 lit. a StGB (mit-)relevant sind, miteinbezogen werden (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts 6B_244/2021 vom 17. April 2023 E. 5.3.2; 6B_382/2021 vom 25. Juli 2022 E. 2.4.2; 
6B_141/2021 vom 23. Juni 2021 E. 1.3.2; 6B_496/2020 vom 11. Januar 2021 E. 3.4.2). Eine 
serielle Tatbegehung der gleichen Deliktskategorie oder ein sonstiger enger Zusammenhang 
mit den weiteren Delikten kann aufgrund der dadurch ausgedrückten kriminellen Energie 
ausschlaggebend sein, um auf die Notwendigkeit einer spezialpräventiven Wirkung der Ein-
zelstrafe zu erkennen, was trotz eines vergleichsweise tiefen Verschuldens der Einzelstrafe 
oder trotz der Vorstrafenlosigkeit des Täters wiederum ausschlaggebend sein kann, um auf 
eine Freiheitsstrafe anstelle einer Geldstrafe zu erkennen (vgl. sinngemäss: Mathys, Leitfa-
den Strafzumessung, 2. A. 2019, N. 562 f.; Urteil des Bundesgerichts 6B_297/2025 vom 
1. Oktober 2025 E. 3.4.3). Aufgrund des engen Sachzusammenhangs sind bei seriellen Ein-
bruchdiebstählen die separate Sanktionierung von Begleitdelikten im Zusammenhang mit 
Einbruchs- und Einschleichdiebstählen mit Geldstrafen grundsätzlich nicht sachgerecht (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 6B_523/2018 vom 23. August 2018 E. 1.4.2). 

Vorliegend ist es zutreffend, dass die fünf Einzelstrafen von 30 Strafeinheiten auf einem ver-
gleichsweise geringen Verschulden basieren. Dies spräche für eine Geldstrafe. Klar gegen 
eine Geldstrafe spricht hingegen die serielle Tatausführung sowie der enge Sachzusammen-
hang mit den Diebstählen, mit dem Raub und mit den Sachbeschädigungen. Daraus ist eine 
erhebliche kriminelle Energie erkennbar. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass der Be-
schuldigte bereits wegen Vermögensdelikten in drei anderen europäischen Ländern ein-
schlägig vorbestraft ist. Die letzte Verurteilung in Oberhausen datiert nur wenige Monate vor 
seiner erneuten Delinquenz in der Schweiz. Der Beschuldigte ist mithin ein uneinsichtiger 
Kriminaltourist, der westeuropäische Länder heimsucht. Sein trotz der Vorstrafen an den Tag 
gelegtes Verhalten lässt nicht darauf schliessen, dass der Beschuldigte sich durch eine 
Geldstrafe bessern könnte. Folglich sprechen auch spezialpräventive Gesichtspunkte klar für 
eine Freiheitsstrafe. Alle sieben Hausfriedensbrüche sind mithin mittels Freiheitsstrafen zu 
ahnden. 

2.4 Sachbeschädigungen 

2.4.1 Der Beschuldigte wurde bzw. wird in sieben Fällen der Sachbeschädigung schuldig gespro-
chen. Sachbeschädigung wird gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei 
Jahren oder Geldstrafe bestraft. Der Beschuldigte war Mittäter in einer Gruppierung, welche 
äusserste Gewalt gegen fremdes Eigentum einsetzte, um an die Deliktsbeute zu gelangen. 
Beim Tresor der H.________ AG verwendeten der Beschuldigte und seine zwei bekannten 

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Mittäter einen Neuwagen, mit dem sie gegen den Tresor fuhren und so einen Schaden von 
CHF 37'700.00 bewirkten. Bei den beiden Anwaltskanzleien setzten der Beschuldigte und 
sein unbekannter Mittäter Schweissgeräte ein und machten damit die beiden Tresore un-
brauchbar. Der Schaden war mit über CHF 10'000.00 ebenfalls erheblich. Der Beschuldigte 
handelte dabei direktvorsätzlich und im Wissen, dass er den angerichteten Schaden auf-
grund seiner Einkommens- und Vermögenslosigkeit nicht wird ersetzen können. Bei der 
Sachbeschädigung zum Nachteil der H.________ AG ist das Verschulden erheblich und die 
Sanktion dafür ist bei sechs Monaten Freiheitsstrafe anzusetzen. Bei den beiden Anwalts-
kanzleien ist das Verschulden noch leicht und die Sanktion ist auf drei Monate Freiheitsstrafe 
festzulegen. Die weiteren fünf Sachbeschädigungen umfassten primär die Zerstörung von 
Zugangsschranken und verursachten vergleichsweise leichte Schäden. Auch hier handelte 
der Beschuldigte direktvorsätzlich, was neutral zu bewerten ist. Das Verschulden ist jeweils 
als sehr leicht zu taxieren und die Sanktion ist bei jeweils einem Monat für jede dieser fünf 
Sachbeschädigungen anzusetzen. 

2.4.2 Für die sieben Sachbeschädigungen fällt jeweils sowohl eine Freiheitsstrafe wie auch eine 
Geldstrafe als Strafart in Betracht. Unter Berücksichtigung der seriellen Delinquenz, des en-
gen Sachzusammenhangs zum Raub, zu den Diebstählen und Hausfriedensbrüchen sowie 
der einbruchsdiebstahlsbezogenen Vorstrafen im Ausland und den damit zusammenhängen-
den spezialpräventiven Erwägungen kommen auch für die sieben Sachbeschädigungen je-
weils nur eine Freiheitsstrafe in Frage. Es kann auf die obigen Erwägungen verwiesen wer-
den. 

3. Asperation 

3.1 Der Raubtatbestand gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB wird abstrakt schwerer bestraft als der ge-
werbsmässige Diebstahl gemäss aArt. 139 Ziff. 2 StGB, welcher nach dem alten Recht noch 
die Möglichkeit einer Geldstrafe vorsah. Einsatzstrafe bildet mithin die Strafe für den Raub 
zum Nachteil von K.________ in Zug, der mit 32 Monaten Freiheitsstrafe geahndet wird. 
Selbst wenn die Einsatzstrafe unter den Gesichtspunkten der lex mitior nach Art. 2 Abs. 2 
StGB mit dem neuem Recht des gewerbsmässigen Diebstahls betrachtet würde (welcher 
nach dem neuen Recht mit dem gleichen Strafrahmen bedroht ist wie der Raub), würde dies 
an der Einsatzstrafe nichts ändern, denn der Raub wurde im vorliegenden Fall strenger be-
straft als der gewerbsmässige Diebstahl. Die Sanktion für den Raub bildet mithin in jedem 
Fall die Einsatzstrafe. 

3.2 Die gewerbsmässigen Diebstähle weisen einen engen Sachzusammenhang sowohl zum 
Raub wie auch zu den Sachbeschädigungen und zu den Hausfriedensbrüchen auf. Beim 
Raub unterscheidet er sich jedoch durch die ausgeübte Zwangskomponente. In zeitlicher 
Hinsicht lag die Delinquenz relativ nahe zusammen, in örtlicher Hinsicht ist hingegen festzu-
stellen, dass der Beschuldigte an verschiedenen Orten in mehreren Kantonen delinquierte. 
Der Zusammenhang ist insgesamt dennoch relativ eng, so dass die Einsatzstrafe von 32 
Monaten um die Hälfte (acht Monate) für die Zweitverurteilung wegen gewerbsmässigen 
Diebstahls zu erhöhen ist. Bei den Hausfriedensbrüchen und den Sachbeschädigungen ist 
der Zusammenhang noch enger, weswegen die Einzelstrafen nur noch zu einem Drittel in die 
Gesamtstrafenbildung miteinzubeziehen sind. Die sieben Hausfriedensbrüche, die mit Ein-
zelstrafen von total 21 Monaten Freiheitsstrafe bestraft wurden, führen zu einer Erhöhung um 
sieben Monate. Die sieben Sachbeschädigungen, die mit Einzelstrafen von total 14 Monaten 

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Freiheitsstrafe sanktioniert wurden, führen zu einer weiteren Erhöhung um 4 Monate und 20 
Tage. Die tatangemessene Gesamtstrafe beträgt mithin 51 Monate und 20 Tage. 

4. Täterkomponenten 

4.1 Die Vorinstanz fasst das Vorleben des Beschuldigten zutreffend zusammen (OG GD 1 
E. IV.4. Ziff. 4.2 S. 53). Darauf kann verwiesen werden. An der Berufungsverhandlung erga-
ben sich keine neuen relevanten Erkenntnisse zur Person des Beschuldigten (OG GD 9/1 
S. 2 ff.). 

4.2 Die Vorinstanz hielt fest, dass beim Beschuldigten keine besondere Strafempfindlichkeit aus-
zumachen sei. Die Vorstrafen seien im Umfang von drei Monaten straferhöhend zu werten. 
Die Geständnisse seien neutral zu werten, da erdrückende DNA-Nachweise vorliegen wür-
den. Aufgrund der ausgedrückten Reue in Bezug auf den Raub zum Nachteil von 
K.________ sei die Strafe um drei Monate zu reduzieren (OG GD 1 E. IV.4. S. 53). Die amtli-
che Verteidigung wendete dagegen ein, dass der Beschuldigte bereits vor dem Vorhalt der 
aufgefundenen DNA-Spuren geständig gewesen sei. Deswegen sei, neben der separat ge-
werteten Reue, ein weiterer Abzug von vier Monaten für die abgelegten Geständnisse vorzu-
nehmen (OG GD 9/2). 

4.3 Aus dem Vorleben des strafjustizerfahrenen Beschuldigten ergeben sich keine Elemente, 
welche auf eine erhöhte Strafempfindlichkeit schliessen lassen. Die Vorstrafen des Beschul-
digten wirken auf sämtliche Delikte gleich straferhöhend. Das Nachtatverhalten beruht auf 
dem einheitlichen Verhalten des Beschuldigten nach seiner Verhaftung und muss ebenfalls 
nicht einzeln bei jeder Straftat separat gewürdigt werden. 

4.4 Für das Nachtatverhalten ist Folgendes wesentlich: Der Beschuldigte hat sich im Strafverfah-
ren zumindest teilweise geständig gezeigt. Seine Einlassungen erfolgten entgegen der Auf-
fassung der amtlichen Verteidigung jedoch jeweils erst, nachdem ihm die belastenden Be-
weismittel vorgehalten wurden (vgl. dazu act. 6/84 Ziff. 6 [Hafteinvernahme]; act. 14/4/10 
Ziff. 1; act. 14/4/10 Ziff. 7; act. 14/4/11 Ziff. 16; act. 14/4/11 Ziff. 19; act. 14/4/12 Ziff. 22; 
act. 14/4/13 Ziff. 28; act. 14/4/63 Ziff. 1; act. 14/4/64 Ziff. 9; act. 14/4/65 Ziff. 17). Beim Raub 
zum Nachteil von K.________ erfolgten die Aussagen früher (act. 14/4/3), jedoch war dem 
Beschuldigten zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Haftverfahren bekannt, dass seine Klei-
der, welche er nach dem Raub weggeworfen hatte, aufgefunden wurden und darauf DNA-
Profile gesichert werden konnten (act. 6/83). Auch diese Einlassung kann damit in wesentli-
chem Umfang als taktisch interpretiert werden, zumal der Beschuldigte bei seiner Erstaussa-
ge zusätzlich seine Rolle beim Raub herunterspielte. Den Einlassungen des Beschuldigten 
ist folglich mit der Vorinstanz nur ein geringes Gewicht zuzumessen. Der Beschuldigte gab 
ferner zu Protokoll, dass er die Taten bereue. Aufgrund seiner einschlägigen Vorstrafen in 
drei verschiedenen westeuropäischen Ländern und seiner darauffolgenden, erneuten Delin-
quenz in der Schweiz wie auch aufgrund seines taktischen Verhaltens im folgenden Strafpro-
zess bestehen erhebliche Zweifel, ob die ausgedrückte Reue ein aufrichtiges Signal hinsicht-
lich einer Besserung ist. Glaubhaft ist jedoch sein Bedauern im Zusammenhang mit dem 
Raub zum Nachteil von K.________, insbesondere dass es zur Eskalation während der Aus-
führung eines Einbruchdiebstahls kam. So ergibt sich aus den bisherigen Verurteilungen des 
Beschuldigten, dass er sich im Wesentlichen auf Diebstähle und Einbruchsdiebstähle fokus-
sierte. Gewaltbezogene Delikte sind nicht vermerkt. Deswegen besteht die Hoffnung, dass er 

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etwas aus der ungewollten Eskalation gelernt hat und hinsichtlich möglicher zukünftiger Ein-
brüche (die aufgrund der schlechten Legalprognose als wahrscheinlich erscheinen), allenfalls 
anders handeln würde, sollte ein Bewohner des Einbruchobjekts auftauchen. Die Sanktion ist 
aufgrund der teilweisen Geständnisse geringfügig um drei Monate zu senken. Ferner ist auf-
grund der glaubhaften Reuebekundung im Zusammenhang mit dem Raub zum Nachteil von 
K.________ die Sanktion zusätzlich um weitere drei Monate zu senken. 

4.5 Der Beschuldigte wurde im Zeitraum vom 29. November 2013 bis am 21. Juni 2022 von ita-
lienischen, deutschen und französischen Gerichten wegen Vermögensdelikten verurteilt. Bei 
den beiden deutschen Urteilen handelte es sich aufgrund der zusätzlichen Verurteilung we-
gen Sachbeschädigung mit hoher Wahrscheinlichkeit um Einbruchsdiebstähle in Deutsch-
land. Die einschlägigen Vorstrafen sind straferhöhend zu werten. Aufgrund der teilweise ein-
schlägigen Vorstrafen betreffend Diebstahl und Sachbeschädigung ist die Sanktion um drei 
Monate zu erhöhen. 

4.6 Die letzte Verurteilung des Beschuldigten durch das Amtsgericht Oberhausen im Bundesland 
Nordrhein-Westfalen, welches die Freiheitsstrafe von einem Jahr für den schweren Diebstahl 
und die Sachbeschädigung zur Bewährung aussetzte, erfolgte am 21. Juni 2022. Der Be-
schuldigte ist mithin nicht nur einschlägig vorbestraft. Er delinquierte zudem nur rund fünf 
Monate nach dem Urteil des Amtsgerichts Oberhausen. Die Straftaten erfolgten während der 
Probezeit, welche das Amtsgericht Oberhausen festlegte. Die Möglichkeit zur Besserung, 
welche ihm das Amtsgericht Oberhausen trotz der einschlägigen Vorstrafe nochmals gewähr-
te, nutzte der Beschuldigte damit nicht. Aus diesem Verhalten ist eine besondere Einsichtslo-
sigkeit zu erkennen, weswegen der spezialpräventiven Komponente der Strafzumessung ei-
ne besondere Beachtung zukommen muss (vgl. Mathys, Leitfaden Strafzumessung, 1. A. 
2016, N. 242). Entsprechend muss die Sanktion um weitere drei Monate Freiheitsstrafe er-
höht werden. 

4.7 Die strafsenkenden und straferhöhenden Elemente heben sich gegenseitig auf. Weitere Fak-
toren im Zusammenhang mit dem Täter oder dessen Nachtatverhalten wurden nicht geltend 
gemacht und sind auch nicht ersichtlich. Die Täterkomponente wirkt sich damit neutral aus. 
Die tat- und täterangemessene Gesamtstrafe beträgt mithin 51 Monate und 20 Tage Frei-
heitsstrafe. 

5. Verschlechterungsverbot, Anrechnung der ersessenen Haft und Vergleich mit den 
Sanktionen der Mittäter 

5.1 Ein bedingter oder teilbedingter Vollzug der Gesamtstrafe ist vorliegend ausgeschlossen. Die 
Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten zu einer (Gesamt-)Freiheitsstrafe von vier Jahren 
und drei Monaten, mithin 51 Monaten. Das Berufungsgericht erkennt auf eine tat- und 
täterangemessene Strafe von 51 Monaten und 20 Tagen. Aufgrund des Verschlechterungs-
verbots ist die Sanktion auf 51 Monate Freiheitsstrafe zu senken.  

5.2 Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten die Haft seit seiner Inhaftierung in Luxemburg am 
17. Dezember 2023 bis zum Urteilstag am 6. Mai 2025 vollumfänglich mit 507 Tagen ange-
rechnet. Dies ist gemäss Art. 51 StGB nicht zulässig, denn der Beschuldigte war während 
184 Tagen vom 17. Dezember 2023 bis am 17. Juni 2024 wegen eines nicht verfahrensge-

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genständlichen mutmasslichen Einbruchdiebstahls in Luxemburg unter einem luxemburgi-
schen Hafttitel inhaftiert. Diese Haft ist auf das noch hängige luxemburgische Strafverfahren, 
welches wegen anderen in Luxemburg mutmasslich begangenen Delikten geführt wird, anzu-
rechnen. Wie bereits dargelegt, kann die zu weitgehende Anrechnung der erstandenen Haft 
durch die Vorinstanz im Berufungsverfahren nicht mehr korrigiert werden bzw. eine Korrektur 
wäre aufgrund des Verschlechterungsverbots bundesrechtswidrig (vgl. E. I.4.). Die daraus 
folgende, faktische Reduktion der tat- und täterangemessenen Sanktion des Beschuldigten 
im Umfang von ca. sechs Monaten muss hingenommen werden. Dem Beschuldigten sind 
mithin gemäss Art. 51 StGB i.V.m. Art. 391 Abs. 2 StPO der Zeitraum vom 17. Dezember 
2023 bis am 14. Juli 2024 (211 Tage) sowie die Zeit des vorzeitigen Strafvollzugs seit dem 
15. Juli 2024 an die Haft anzurechnen. 

5.3 Die amtliche Verteidigung anerkannte in ihrem Parteivortrag, dass kein Anspruch auf Un-
gleichbehandlung im Unrecht bestehe und eine falsche Rechtsanwendung in einem Fall kei-
nen Anspruch verleihe, abweichend von der Norm behandelt zu werden. Es würden aber vor-
liegend keine wesentlichen Unterschiede zwischen dem Beschuldigten und N.________ und 
O.________ bestehen. Sie hätten alle die Zivilforderungen im Grundsatz anerkannt. Die Fälle 
würden sich nur in zwei, drei Punkten, bei denen keine Mittäterschaft vorliege, unterschei-
den. Die schwerste Tat, mithin den Raub, hätten alle drei gemeinsam begangen. Es sei nicht 
nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz zum Schluss komme, die Strafe des Beschuldigten sei 
im Verhältnis zu N.________ und O.________ angemessen. Bereits die Einsatzstrafe für den 
Raub von 30 Monaten sei beim Beschuldigten gleich hoch wie die gesamte verhängte Strafe 
gegen N.________ (30 Monate) und fast gleich hoch wie die Strafe gegen O.________ (36 
Monate; vgl. OG GD 9/2). 

5.3.1 Wie bereits dargelegt, war die Abtrennung der Strafverfahren gegen die beiden (teilweisen) 
Mittäter N.________ und O.________ sachnotwendig, weil der Beschuldigte noch für eine 
unabsehbare Zeitdauer in Luxemburg inhaftiert war und dort gegen ihn vor der Auslieferung 
ein Strafverfahren durchgeführt werden musste (vgl. E. I.5.). 

5.3.2 Aus den Akten ergibt sich, dass betreffend N.________ und O.________ ein abgekürztes 
Verfahren durchgeführt wurde und diese vom Strafgericht des Kantons Zug, Kollegialgericht, 
zu Freiheitsstrafen von 30 Monaten und von 36 Monaten verurteilt wurden (SG GD 4/8/1 
S. 17 f.). Wie die tat- und täterangemessenen Einzelstrafen für die Straftaten bei N.________ 
und O.________ festgesetzt wurden, wie die Gesamtstrafenbildung erfolgte, wie die Täter-
komponente bewertet wurde und welche sonstigen strafzumessungsrelevanten Erwägungen 
dabei eine Rolle spielten, ergibt sich nicht aus dem Urteil im abgekürzten Verfahren. Das zu-
ständige Strafgericht hielt dazu einzig fest, dass die von der Staatsanwaltschaft ausgehan-
delten Strafen zwar als "recht milde" erscheinen, jedoch im Rahmen des der Staatsanwalt-
schaft zustehenden Ermessens in einem abgekürzten Verfahren gerade noch als angemes-
sen erscheinen würden (SG GD 4/8/1 S. 14). Die gegen N.________ und O.________ erho-
benen Vorwürfe waren zudem nicht deckungsgleich mit den Vorwürfen gegen den Beschul-
digten. Diesen wurden sechs Einbruchsdiebstähle und ein Raub vorgeworfen. Der Beschul-
digte beging ebenfalls sechs Einbruchsdiebstähle (inkl. Versuche), jedoch zwei davon alleine 
und einen mit einer unbekannten Täterschaft zusammen. 

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5.3.3 Das abgekürzte Verfahren ist ein Summarverfahren. Das bedeutet, dass die Prüfungs- und 
Wertungsschritte des Gerichts im Vergleich mit einem ordentlichen Verfahren eingeschränkt 
sind. Insbesondere die Prüfungspflicht des Gerichts hinsichtlich der vom Beschuldigten und 
der Staatsanwaltschaft vereinbarten Sanktion ist nicht umfassend. Obwohl das Gesetz bei 
der vereinbarten Sanktion gemäss Art. 362 Abs. 1 lit. c StPO vorschreibt, dass eine Prüfung 
der Angemessenheit der Sanktion zu erfolgen habe, bedeutet dies nicht, dass das Gericht in 
die Wertungen der Parteien eingreifen und eigene Wertungen an deren Stelle setzen soll. 
Sofern eine vereinbarte Sanktion nicht gegen das materielle Sanktionsrecht verstösst, muss 
das vorlegte "Gesamtpaket" im abgekürzten Verfahren durch das Gericht akzeptiert werden 
(vgl. Donatsch/Frei, Die Prüfungspflichten des Gerichts im abgekürzten Verfahren, in: Liber 
amoricum für Hans Wiprächtiger, 2012, S. 78). 

5.3.4 Es ist wie dargelegt unklar, aus welchen Einzelstrafen sich die gegen N.________ und 
O.________ ausgesprochenen Gesamtstrafen zusammensetzen und welche Strafminderun-
gen und Straferhöhungen zur Anwendung gelangten. Auch das Vorgehen bei der Gesamts-
trafenbildung ist nicht geklärt. Zumindest scheint klar, dass das abgekürzte Verfahren im 
Rahmen der vollumfänglichen Geständnisse, der Nicht-Zurückweisung durch die Privatkläger 
sowie der Verkürzung der justiziellen Verfahren auch weitere strafzumessungsrelevante 
Komponenten beinhaltet, welche beim Beschuldigten nicht vorliegen. Da dem Beschuldigten 
und den beiden vorgenannten Straftätern zudem nicht die gleichen Delikte vorgeworfen wur-
den, der Beschuldigte beim Raub zum Nachteil von K.________ eine Anführer-Rolle ein-
nahm und sich sowohl ihre Vorstrafen als auch ihr Nachtatverhalten unterscheiden, ist vorlie-
gend ein Vergleich der Sanktionen zwischen den drei Verfahren weder sinnvoll noch möglich. 
Es bestehen wegen dieser Unsicherheiten zumindest Fragezeichen, ob der Beschuldigte im 
ordentlichen Verfahren tatsächlich deutlich strenger behandelt worden sein könnte als 
N.________ und O.________ in ihren jeweiligen Summarverfahren. Nicht bekannt ist 
schliesslich, wie N.________ und O.________ in einem ordentlichen Strafverfahren bestraft 
worden wären. Folglich ist auch aus dieser Perspektive kein verlässlicher Vergleich mit der 
Sanktion des Beschuldigten und damit auch keine Prüfung einer Ungleichbehandlung mög-
lich. 

5.4 Selbst wenn vorliegend eine Ungleichhandlung des Beschuldigten zu bejahen wäre, würde 
dies nicht zu einer Strafreduktion beim Beschuldigten führen. 

5.4.1 Werden die einen Mittäter in unterschiedlichen Verfahren zu milde bestraft, ergibt sich dar-
aus für einen durch das Gericht abweichend beurteilten Mittäter keinen Anspruch auf Gleich-
behandlung im Unrecht. Es muss indessen eine Auseinandersetzung damit erfolgen, warum 
sich die Sanktionen gegen die Mittäter nicht als Bezugsgrösse eignen (BGE 135 IV 191 
E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 6B_1141/2013 vom 8. Mai 2014 E. 1.6.2).

5.4.2 Die Verantwortung für die Sanktionen von N.________ und O.________ im abgekürzten Ver-
fahren lag im Wesentlichen bei der Staatsanwaltschaft. Im Bereich der vereinbarten Sanktio-
nen kam der Staatsanwaltschaft dabei sehr weites Ermessen zu, denn die Prüfung des ent-
sprechenden Urteilsvorschlags der Staatsanwaltschaft durch das Gericht war auf eine 
rechtswidrige Sanktion beschränkt. Die Strafverfahren gegen den Beschuldigten, 
N.________ und O.________ unterscheiden sich mithin aufgrund der Verfahrensart. Insbe-
sondere sind auch die Verantwortungsträger für deren Ergebnis nicht identisch. Unter dieser 

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Prämisse ist ein abgekürztes Verfahren zumindest ansatzweise vergleichbar mit einem 
Strafbefehlsverfahren. Dieses grenzt sich von der Verantwortungszuständigkeit für die Sank-
tion auf jeden Fall deutlich von einem ordentlichen Verfahren ab. Ein Vergleich von ordentli-
chen Verfahren und abgekürzten Verfahren (oder Strafbefehlsverfahren) ist damit nicht sinn-
voll. Bereits deswegen können die Sanktionen von N.________ und O.________ nicht als 
Bezugsgrösse dienen. 

5.4.3 Zudem wäre – wie sich aus den dargelegten Erwägungen zur Sanktion ergibt – eine Sanktio-
nierung des Beschuldigten mit 30 oder 36 Monaten Freiheitsstrafe unter Einbezug der Krite-
rien von Art. 47 ff. StGB unhaltbar mild. Eine teilbedingte Strafe wäre ferner beim mehrfach 
einschlägig vorbestraften Beschuldigten, dessen Legalprognose entsprechend getrübt ist, 
rechtswidrig. Es ist nicht die Aufgabe eines Sachgerichts im ordentlichen Verfahren, die als 
mild erscheinenden Sanktionen aus einem abgekürzten Verfahren unbesehen zu überneh-
men. Daran kann keine Bindung bestehen. Die gegen N.________ und O.________ ausge-
sprochenen Sanktionen eignen sich somit auch aus diesem Grund nicht als Bezugsgrössen. 
Falls N.________ und O.________ tatsächlich zu milde bestraft worden wären, könnte der 
Beschuldigte daraus nichts für sich ableiten. 

5.5 Damit besteht kein Anlass, die tat- und täterangemessene Sanktion weiter zu senken. Der 
Beschuldigte befindet sich weiterhin im vorzeitigen Strafvollzug. Er hat, unter Berücksichti-
gung der genannten Wirkung des Verschlechterungsverbots, knapp zwei Jahre Haft erstan-
den. Die Gefahr einer Überhaft besteht zurzeit nicht. Der Beschuldigte wird auf die Möglich-
keit hingewiesen, ein Haftentlassungsersuchen zu stellen. 

IV. Zivilklage 

Die amtliche Verteidigung begründete ihren Antrag auf Verweisung der Zivilforderung von 
C.________ auf den Zivilweg einzig damit, dass der Beschuldigte diese Tat nicht begangen 
habe. Die Zivilforderung ist indessen im Umfang von CHF 2'622.35 mit einer Rechnung über-
zeugend belegt. Dies wird von der Verteidigung auch nicht in Abrede gestellt. Auf die zutref-
fenden Ausführungen der Vorinstanz kann damit verwiesen werden (OG GD 1 E. VI.2. S. 57). 
Der Beschuldigte ist zu verpflichten, den Privatkläger C.________ im Umfang von 
CHF 2'622.35 zu entschädigen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Vorinstanz legt die gesetzlichen Grundlagen der Kosten- und Entschädigungsfolgen ihres 
Urteilsspruchs zutreffend dar (OG GD 1 E. VIII.1.). Darauf kann verwiesen werden. Gemäss 
Art. 425 StPO können Forderungen aus Verfahrenskosten von den Strafbehörden gestundet 
oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der kostenpflichtigen Person 
herabgesetzt oder erlassen werden. 

2. Da die Berufung des Beschuldigten abzuweisen und das Urteil der Vorinstanz im Schuld-
punkt zu bestätigen ist, trägt der Beschuldigte die Kosten des Untersuchungsverfahrens und 
des vorinstanzlichen Gerichtsverfahrens. Deren Höhe wurde von den Parteien nicht in Abre-
de gestellt und kann ebenfalls bestätigt werden. 

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3. Die Kosten des Untersuchungsverfahrens und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens so-
wie die (aufgrund der Honorarberufung teilweise noch nicht feststehenden) Kosten der bei-
den amtlichen Verteidigungen sind gestützt auf Art. 425 StPO dem zwar noch jüngeren und 
arbeitsfähigen, jedoch zurzeit einkommens- und vermögenslosen Beschuldigten ausnahms-
weise zu erlassen. 

4. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien grundsätzlich nach Massgabe ih-
res Obsiegens oder Unterliegens. Erwirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen 
für sie günstigeren Entscheid, so können ihr die Verfahrenskosten trotzdem auferlegt wer-
den, wenn die Voraussetzungen für das Obsiegen erst im Rechtsmittelverfahren geschaffen 
worden sind oder der angefochtene Entscheid nur unwesentlich abgeändert wird (Art. 428 
Abs. 1 und 2 StPO). Ob eine Partei als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon ab, in 
welchem Ausmass ihre vor Berufungsgericht gestellten Anträge gutgeheissen wurden. Er-
wirkt eine Partei, die ein Rechtsmittel ergriffen hat, einen für sie günstigeren Entscheid, so 
können ihr die Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn der angefochtene Entscheid nur 
unwesentlich abgeändert wird (Art. 428 Abs. 2 lit. b StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz sel-
ber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene 
Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO).

5. Der Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren. Er trägt die Kosten des Berufungsverfah-
rens mithin vollumfänglich. Der Gegenstand der Berufung war stark begrenzt. Die Gebühren 
für das Berufungsverfahren sind in Anwendung von §§ 3, 23 und 24 der Verordnung über die 
Kosten in der Zivil- und Strafrechtspflege (KoV OG; BGS 161.7) aufgrund des begrenzten 
Gegenstands der Berufung auf CHF 3'000.00 festzulegen. Der Beschuldigte trägt die Kosten 
der amtlichen Verteidigung im Berufungsverfahren. Ermessensweise ist bei diesen Kosten 
des Berufungsverfahrens von einem Erlass abzusehen. 

6. Die amtliche Verteidigung reichte eine Honorarnote zu den Akten (OG GD 9/2/3). Sie machte 
einen Aufwand von 10:40 Stunden bis zur Berufungsverhandlung geltend. Dieser Aufwand 
erscheint als angemessen. Für die Berufungsverhandlung, die Reisezeit, die allenfalls not-
wendige Stellungnahme zur Honorarberufung des vormaligen amtlichen Verteidigers (im Ver-
fahren S1 2025 12) sowie die Nachbesprechung ist der Stundenaufwand pauschal auf 15 
Stunden zu erhöhen. Das Honorar ist auf CHF 3'643.50 festzulegen (15 x CHF 220.00 plus 
Spesen von CHF 70.50; zzgl. 8,1 % MWST). 

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Urteilsspruch

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Strafgerichts des Kantons Zug, Kollegialgericht, vom 
6. Mai 2025 hinsichtlich folgender Dispositivziffern in Rechtskraft erwachsen ist: 

"1. Der Beschuldigte D.________ wird schuldig gesprochen:

[…]

1.2 des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB;

[…] 

3. Der Beschuldigte wird gestützt auf Art. 66a Abs. 1 lit. c und d StGB für die Dauer von acht Jahren aus der 

Schweiz verwiesen. 

4.

4.1 Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände (Lagerort: Zuger Polizei, Dienst Kriminaltechnik, Lager-Nr. 

2023 1 480 und 2023 1 485) sind nach Eintritt der Rechtskraft durch die Zuger Polizei zu vernichten:

- 2 Malerkombi weiss;

- 2 Paar Arbeitshandschuhe;

- 1 Rolle Panzerklebeband;

- 1 Roger-Staub-Maske;

- 2 Spiegel, rund;

- 2 Paar Turnschuhe weiss;

- Trainerhose schwarz;

- Winterjacke schwarz mit Kapuze;

- Trainerhose grau-schwarz;

- Strickhandschuh schwarz;

- T-Shirt schwarz;

- Nylonjacke schwarz Softshell;

- Plastiksack Ottos.

4.2 Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände (Lagerort: Zuger Polizei, Dienst Kriminaltechnik, Lager-Nr. 

2023 1 480) sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch die Zuger Polizei den Firmen I.________, 

resp. J.________, zurückzugeben: 

- Schraubenzieher schwarz-gelb, Grösse 5 (Inhaber: J.________);

- Schraubenzieher rot, Grösse 5 (Inhaber: J.________);

- Brecheisen GEDORE Vanadium (Inhaber: I.________).

Falls die Gegenstände nicht innerhalb von 30 Tagen nach entsprechender Aufforderung durch die Zuger 

Polizei abgeholt werden, können sie vernichtet werden.

4.3 Die übrigen beschlagnahmten Gegenstände gemäss Ziff. 2 des Beschlagnahmebefehls vom 8. Oktober 

2024 (Lagerort: Zuger Polizei, Dienst Kriminaltechnik, Lager-Nr. 2023 1 480) sind nach Eintritt der Rechts-

kraft dieses Urteils durch die Zuger Polizei an den Privatkläger K.________ herauszugeben. Falls die Ge-

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genstände nicht innerhalb von 30 Tagen nach entsprechender Aufforderung durch die Zuger Polizei abge-

holt werden, können sie vernichtet werden.

[…]

6.2 Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt G.________, wird für seine Bemühungen mit 

insgesamt CHF 2'939.50 (inkl. MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

[…]

7.2 Im Übrigen werden die Zivilklagen auf den Zivilweg verwiesen.

[…]"

2. Die Berufung des Beschuldigten D.________ wird abgewiesen. 

3. Der Beschuldigte wird, zusätzlich zu dem bereits in Rechtskraft erwachsenen Schuldspruch, 
schuldig gesprochen: 

3.1 des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss aArt. 139 Ziff. 2 StGB;
3.2 der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB;
3.3 des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB. 

4. Er wird dafür, unter Einbezug des bereits in Rechtskraft er