# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 169d6fc9-e22e-53dc-9906-67a766cefa93
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.09.2008 E-4144/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4144-2008_2008-09-12.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4144/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 
Richterin Emilia Antonioni,
Richterin Marianne Teuscher, 
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______, geboren _______, Iran,
vertreten durch lic. iur. Serif Altunakar, Rechtsberatung, 
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 13. Juni 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4144/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer sein Heimatland in der zweiten Aprilwoche 
2007 verlassen habe,  am 24. Dezember 2007 in  die  Schweiz einge-
reist sei und hier am 26. Dezember 2007 um Asyl ersuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  vom  7.  Januar  2008  im 
B._______  und  der  Anhörung  vom  27.  Februar  2008  zu  den 
Asylgründen im Wesentlichen Folgendes geltend machte, 

dass er ethnischer Kurde sei, aus C._______ stamme und dort  nach 
Abschluss der Grundschule zunächst als Schafhirt gearbeitet habe,

dass  jedoch die  wirtschaftliche  Lage  in  ihrer  Gegend und  seine  Er-
werbsaussichten gering gewesen seien und er  deshalb – im Wissen 
um die hohen Strafandrohungen – regelmässig Schmuggeltransporte 
mit Alkoholika und Petroleum durchgeführt und früher auch noch politi-
sche Flugblätter befördert habe, dies aber einzig aus lukrativen Grün-
den und nicht aus politischem Interesse,

dass er sich dank seiner Ortskenntnisse sowie seiner Gewandtheit nie 
habe erwischen lassen, obwohl es bereits zu heiklen Konfrontationen 
mit Grenzsoldaten gekommen sei,

dass er Anfang April 2007 wieder im Irak gewesen sei, mit der Absicht, 
in Begleitung eines Freundes, drei Maultieren und einem Pferd erhebli-
che Mengen Alkoholika in den Iran zu schmuggeln,

dass er ferner dem Wunsch eines Geschäftspartners nachgekommen 
sei, einen sich angeblich auf Pilgerreise befindenden Iraner mit in den 
Iran zurückzunehmen, da sich jener in der Gegend nicht auskenne,

dass sie in der Nacht aufgebrochen und am frühen Morgen auf irani-
schem Territorium von iranischen Grenzsoldaten und Ordnungskräften 
entdeckt  worden  seien,  welche  Warnrufe  und  -schüsse  abgegeben 
hätten,

dass die Drei in der Folge die Flucht ergriffen und die Tiere mit dem 
Schmuggelgut zurückgelassen hätten,

dass sich der ortskundige Beschwerdeführer zu einem Onkel begeben 
und dort versteckt gehalten habe,

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dass der  Onkel  drei  Tage später  Erkundigungen eingeholt  habe und 
der Beschwerdeführer von diesem über die Festnahme seiner beiden 
Reisegefährten unterrichtet worden sei, wobei es sich beim ortsunkun-
digen Iraner um einen behördlich gesuchten Regimegegner handle,

dass der Beschwerdeführer aus Angst vor einer Verhaftung in die Tür-
kei ausgereist sei,

dass er von Van aus seinen Vater angerufen und dabei von einer be-
hördlichen Hausdurchsuchung sowie – durch die Familie seines Freun-
des  –  vom Umstand  erfahren  habe,  dass  letzterem Hilfeleistung  an 
einen  Regimegegner  sowie  Schmuggel  von  Alkoholika  vorgeworfen 
würden,

dass der Beschwerdeführer befürchte, im Falle seiner Verhaftung zehn 
Jahre ins „Loch“ gesteckt zu werden,

dass er nach drei Monaten Aufenthalt in Van in den Besitz einer durch 
einen  Schlepper  erhältlich  gemachten  türkischen  Identitätskarte  ge-
langt und damit nach Istanbul weitergereist sei, 

dass er die Türkei Anfang Dezember 2007 auf dem Seeweg in Rich-
tung Griechenland verlassen habe und via Italien in die Schweiz ge-
langt sei, ohne jemals kontrolliert worden zu sein,

dass  er  während  seines  achtmonatigen  Aufenthaltes  in  der  Türkei 
„schwarz“  und  zeitweise  in  einem  iranischen  Restaurant  gearbeitet 
habe,

dass der Beschwerdeführer im Übrigen nie Probleme mit den Behör-
den gehabt habe und nicht politisch tätig sei,

dass der  Beschwerdeführer am 11. März 2008 eine Faxkopie seiner 
Identitätskarte einreichte, im Übrigen aber weder Identitätsdokumente 
noch andere Beweismittel zu den Akten gab und einer nach Eintritt in 
das  B._______  ergangenen  schriftlichen  Aufforderung  zur  Papier-
beschaffung innert  48  Stunden –  mit  Nachdruck erneuert  anlässlich 
der  durchgeführten  Befragung  und  Anhörung  zu den Asylgründen – 
nicht nachgekommen ist,

dass er zur Erklärung geltend machte, er habe nie einen Reisepass 
besessen und seine Identitätskarte sei bei der erwähnten Hausdurch-

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suchung zusammen mit seinen anderen Dokumenten beschlagnahmt 
worden, er werde sich aber um die Erhältlichmachung von „Papieren“ 
bemühen,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 13. Juni 2008 auf das Asylge-
such  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und 
dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Entscheides im Wesentli-
chen anführte, der Beschwerdeführer habe den Behörden trotz Auffor-
derung innert  48 Stunden keine Identitätsdokumente eingereicht und 
hierfür keine entschuldbaren Gründe glaubhaft zu machen vermocht,

dass die Erklärungen des Beschwerdeführers zu seinen nicht abgege-
benen Identitätsdokumenten (nie einen Reisepass besessen und Kon-
fiszierung der Identitätskarte im Zusammenhang mit Verfolgungsmass-
nahmen) angesichts der nachfolgend als unglaubhaft zu erkennenden 
Verfolgungsvorbringen  und  ebenso  der  Schilderungen  der  Reiseum-
stände (angeblich problemlose Reise und Grenzüberschreitungen be-
ziehungsweise -kontrollen auf dem Land- und Seeweg mit einer türki-
schen Identitätskarte) höchst zweifelhaft seien,

dass  aufgrund  dieser  Unstimmigkeiten  vom Besitz  relevanter  Identi-
tätspapiere auszugehen sei, die der Beschwerdeführer dem Bundes-
amt aber vorenthalte,

dass  die  Verfolgungsvorbringen  ferner  den  Anforderungen  gemäss 
Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines asylbegründenden Sach-
verhalts  offensichtlich  nicht  genügten,  er  somit  die  Flüchtlingseigen-
schaft nach Art. 3 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass seine Angaben betreffend Art und Häufigkeit der Schmuggeltätig-
keiten widersprüchlich und unsubstanziiert ausgefallen seien,

dass dies insbesondere auch auf die angeblich verfolgungsauslösende 
letzte Schmuggelaktion hinsichtlich Datum und Anzahl involvierter Be-
amter zutreffe und die vorgebrachten Umstände der Flucht vor den be-
waffneten Grenzbeamten zudem unrealistisch erschienen,

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dass  es  angesichts  der  behaupteten  Verfolgungssituation  ferner  er-
staune, dass der Beschwerdeführer sich rund acht Monate in der Tür-
kei aufgehalten habe, bevor er sich um asylrechtlichen Schutz bemüht 
habe,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und keine Gründe ersichtlich seien,  die auf  Unzulässigkeit, 
Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegweisungsvollzuges 
schliessen lassen könnten,  zumal er  die Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfülle, damit der Grundsatz der Nichtrückschiebung nicht zur Anwen-
dung gelange und ihm im Heimatstaat mangels gegenteiliger Anhalts-
punkte keine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
verbotene Strafe oder Behandlung drohe,

dass im Übrigen der Beschwerdeführer über Schulbildung, ein familiä-
res und soziales Beziehungsnetz sowie Berufserfahrung als Schafhirt 
verfüge,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Juni 2008 gegen die-
se Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  deren Aufhebung,  die  Gewährung von Asyl  sowie  eventualiter 
die Anordnung der vorläufigen Aufnahme unter Feststellung der Unzu-
lässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges beantragt,

dass er ferner in prozessualer Hinsicht um Bewilligung des Aufenthalts 
in  der  Schweiz  während  des  Beschwerdeverfahrens,  um Anordnung 
vollzugshinderlicher vorsorglicher Massnahmen sowie um Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte,

dass er in der Begründung zunächst an der entschuldbaren Nichtein-
reichung  von  Identitätspapieren  festhält,  da  er  als  Schmuggler  nie 
einen Reisepass benötigt habe und seine Identitätskarte bei der Raz-
zia  zu  Hause beschlagnahmt worden  sei,  wogegen er  immerhin  die 
Kopie  der  letzteren eingereicht  habe,  was aber  keine Erwähnung in 
der Verfügung gefunden habe,

dass Bemühungen seiner Familie um Ausstellung neuer Identitätsdo-
kumente erfolglos verlaufen seien, da die betreffende Person nach ira-
nischem Recht zwingend persönlich anwesend sein müsse,

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dass er demgegenüber in der Türkei einzig eine gefälschte Identitäts-
karte  habe  beschaffen  können,  ohne  die  er  seine  Weiterreise  nicht 
hätte realisieren können,

dass der Vorwurf eines Vorenthaltens relevanter Identitätspapiere nicht 
gerechtfertigt sei, zumal sein Leben auf dem Spiel stehe und er daher 
vorhandene Dokumente jedenfalls umgehend vorgelegt hätte,

dass er sich derzeit bemühe, immerhin seinen Schulabschluss erhält-
lich zu machen und nachzureichen,

dass der Beschwerdeführer sodann an seinen geschilderten Asylvor-
bringen  und  den  geltend  gemachten  Befürchtungen  vollumfänglich 
festhält,

dass der erkannte Widerspruch betreffend seine politische Betätigung 
aktenwidrig  und die  Ungereimtheit  betreffend die  Anzahl  involvierter 
Grenzbeamter ungerechtfertigt  sei,  zumal eine genaue Anzahl ange-
sichts  der  damaligen  Fluchtsituation  von  ihm  nicht  erwartet  werden 
dürfe,

dass  aufgrund  des  verhafteten  Regimegegners,  der  sichergestellten 
Schmuggelware und der bei ihm zu Hause durchgeführten Razzia sei-
ne Identität den Behörden bekannt sei und er bei einer Verhaftung mit 
hoher  Wahrscheinlichkeit  Folter  sowie  eine überlange Freiheitsstrafe 
oder gar seine Hinrichtung zu befürchten habe und jedenfalls nicht mit 
einem fairen Gerichtsverfahren rechnen könne, weshalb er Anspruch 
auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft habe,

dass der Beschwerdeführer als Beweismittel eine weitere Kopie seiner 
Identitätskarte sowie verschiedene Internetberichte betreffend Hinrich-
tungen im Iran einreichte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 24. Juni 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen,

dass  die  zuständige  Instruktionsrichterin  des  Bundesverwaltungsge-
richts mit Zwischenverfügung vom 2. Juli 2008 den rechtmässigen Auf-
enthalt  des  Beschwerdeführers  während  des  Beschwerdeverfahrens 
feststellte, antragsgemäss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
verzichtete  und  ferner  die  Vorinstanz  zur  Vernehmlassung  bis  zum 
17. Juli 2008 einlud,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Juli 2008 seine Be-
schwerdeakten mittels Einreichung von Kopien einer Schulabschluss-
bestätigung und seines Geburtsscheines ergänzte, 

dass das BFM mit  Vernehmlassung vom 17. Juli  2008 unter  vollum-
fänglicher Verweisung auf seine bisherigen Standpunkte und Erwägun-
gen die Abweisung der Beschwerde beantragt,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als  unrechtmässig erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 

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neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass somit auf den Antrag betreffend Gewährung des Asyls nicht ein-
zutreten ist,

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die vom Beschwerdeführer bislang zu den Akten gegebenen Ko-
pien der Identitätskarte, der Schulabschlussbestätigung und des Ge-
burtsscheines weder innert der angesetzten Frist von 48 Stunden ein-
gereicht wurden (vgl. auch EMARK 1999 Nr. 16 E. 5) noch offensicht-
lich rechtsgenügliche Identitätsdokumente im Sinne von Art. 32 Abs. 2 

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Bst. a AsylG darstellen (vgl. BVGE 2007/7) und im Übrigen qualitativ 
höchst fragwürdig erscheinen,

dass aus diesem Grund für  das BFM kein hinreichender Anlass be-
stand, die in jenem Zeitpunkt bereits vorgelegene Kopie der Identitäts-
karte im angefochtenen Entscheid näher zu würdigen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt 
hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapie-
ren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  diese  vorinstanzlichen  Erkenntnisse  in  der  Beschwerde  nicht 
stichhaltig  entkräftet  werden  und  das  Bundesverwaltungsgericht  wie 
das BFM davon ausgeht, der Beschwerdeführer sei seit seiner Ausrei-
se im Besitze eigener, authentischer und rechtsgenüglicher Identitäts- 
und Reisepapiere, welche er jedoch in Missachtung der ihm obliegen-
den gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. insb. Art. 8 Abs. 1 AsylG) den 
schweizerischen Behörden vorenthält,

dass das Argument der Nutzlosigkeit  eines eigenen Reisepasses für 
eine  beruflich  als  Schmuggler  tätige  Person  offensichtlich  nicht  ver-
fängt und eine blosse Schutzbehauptung darstellt,

dass die gesamten vorliegenden Akten und insbesondere die geschil-
derten Reiseumstände das Bild  einer  erheblich beeinträchtigten per-
sönlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers hinterlassen,

dass sich im Weiteren die Erkenntnis ergibt, der Beschwerdeführer er-
fülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht und es bestehe we-
der  Anlass  zur  Vornahme zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses  noch  gar  zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
(Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1), 

dass die Beschwerde auch diesbezüglich kein wesentlich anderes Bild 
vermittelt,

dass zwar der Einwand des Beschwerdführers betreffend den akten-
widrigen  Widerspruch  im  Zusammenhang  mit  seinen  vermeintlichen 
früheren politischen Tätigkeiten zutreffend ist und sich gar auf weitere 
Aktengrundlagen abstützen lässt (beispielsweise actum A9 S. 10),

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dass die weiteren vom BFM angeführten Ungereimtheiten aber vollum-
fänglich zu bestätigen sind und das Ergebnis einer offensichtlich nicht 
bestehenden und auch nicht weiter abklärungsbedürftigen Flüchtlings-
eigenschaft jedenfalls gesetzes- und praxiskonform erkannt wurde,

dass nebst den in der angefochtenen Verfügung erkannten Unglaub-
haftigkeitselementen zahlreiche weitere aus den Akten hervorgehen, 
die  insbesondere  auch das geschilderte  Verhalten  des  Beschwerde-
führers nach der angeblichen Konfrontation mit den Sicherheitskräften 
von Anfang April 2007 betreffen,

dass es sich jedoch vorliegend erübrigt, darauf näher einzugehen,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der gesamten Akten und 
Umstände zur Überzeugung gelangt, das angeblich verfolgungsauslö-
sende Ereignis von Anfang April 2007 entspreche nicht der Wahrheit,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Wegweisungsvollzug  mangels  anderweitiger  gegenteiliger 
Anhaltspunkte auch als zumutbar im Sinne des Gesetzes zu betrach-
ten ist, da aus den gesamten vorliegenden Akten und Umständen kei-
ne Vollzugshindernisse allgemeiner oder individueller Art hervorgehen,

dass insbesondere weder die allgemeine Lage im Heimat-  bzw. Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,

dass dabei zugunsten des Beschwerdeführers das Bestehen eines in-
takten familiären und sozialen Beziehungsnetzes in verschiedenen Tei-
len des Heimatstaats, seine Grundschulausbildung, seine Kenntnisse 
in der Land- und Viehwirtschaft und mit Transporttieren, seine (angeb-
liche) Erfahrung in der Gastronomie sowie seine begünstigende Eigen-
schaft als D._______, E._______ und gesunder Mann hervorzuheben 
sind,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

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hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde un-
ter Berücksichtigung sämtlicher Vorbringen und Beweismittel abzuwei-
sen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben und vor-
ab per Telefax; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit dessen 
Akten N_______ (per Kurier und vorab per Telefax)

- F._______ (per Telefax)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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