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**Case Identifier:** c2048193-8114-50e5-b01f-ad7684c989eb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.06.2024 720 22 265 (720 2022 265)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-22-265_2024-06-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Juni 2024 (720 22 265) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Würdigung des Gerichtsgutachtens; Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit; 

Einkommensvergleich 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stephan Müller, Advokat, 
c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1979 geborene A.____ meldete sich am 5. April 2019 bei der IV-Stelle Basel-Land-
schaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerbli-
chen Verhältnisse sowie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle mit Ver-
fügung vom 18. August 2022 einen Rentenanspruch ab.  
 

 

 
 
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B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Stephan Müller, Procap 
Schweiz, mit Eingabe vom 19. September 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Land-
schaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und ihm eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei ein 
Gerichtsgutachten einzuholen und subeventualiter sei die Angelegenheit an die Vor-instanz zur 
Durchführung weiterer Abklärungen zurückzuweisen. Ausserdem sei ihm die unentgeltliche 
Rechtspflege zu bewilligen.   
 
C. Mit Verfügung vom 20. September 2022 wurde dem Beschwerdeführer für das vorlie-
gende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit 
Advokat Stephan Müller als Rechtsvertreter bewilligt.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 25. Oktober 2022 schloss die IV-Stelle unter Hinweis auf 
eine RAD-Stellungnahme vom 29. September 2022 auf Abweisung der Beschwerde. 
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 23. März 2023 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizinische 
Aktenlage nicht möglich sei, insbesondere könne nicht auf das Gutachten der PMEDA vom 5. Ja-
nuar 2022 bzw. auf das psychiatrische Teilgutachten abgestellt werden. Das Kantonsgericht be-
schloss deshalb, den Fall auszustellen und ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei Dr. med. 
B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, einzuholen. Gleichzeitig unterbreitete das Gericht 
den Parteien den vorgesehenen Fragenkatalog. Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch der 
Beschwerdeführer teilten mit Schreiben vom 12. April bzw. 2. Mai 2023 mit, dass sie gegen den 
Gutachter keine Ausstandsgründe vorzubringen hätten und auf Ergänzungsfragen verzichten 
würden.  
 
F. Das von Dr. med. B.____ erstellte Gerichtsgutachten datiert vom 5. Oktober 2023. In der 
Folge wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten sowie zu den Auswirkun-
gen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch zu äussern. Die Beschwerdegeg-
nerin nahm mit Schreiben vom 20. Oktober 2023 und 1. Dezember 2023, der Beschwerdeführer 
mit Schreiben vom 13. November und 8. Dezember 2023 zum Gutachten und zu den Auswirkun-
gen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch Stellung.   
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Auf alle Rentenansprüche, die ab 
dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und der Verord-
nung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie diejenigen des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 

 

 
 
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in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (Kreisschreiben über Invalidität und Rente 
in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100). Wie die nachfolgenden 
Erwägungen zeigen werden, ist der Versicherungsfall (rentenbegründende Invalidität; BGE 137 
V 417 E. 2.2.4) noch vor dem 1. Januar 2022 eingetreten. Damit kommt der allgemeine Grundsatz 
zur Anwendung, wonach im Rahmen einer Rechtsänderung dasjenige Recht gilt, welches bei der 
Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands in Kraft stand (BGE 138 V 475 E. 3 mit 
Hinweisen; BGE 127 V 466 E. 1). Im vorliegenden Fall sind somit die Bestimmungen des IVG in 
der bis Ende 2021 geltenden Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in dieser 
Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol-
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu-
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. Bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf 
eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente 
(Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). 
 

 

 
 
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2.5 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 
Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht ent-
schieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweis-
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte 
Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshin-
dernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressour-
cen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 
141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnosti-
schen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Be-
weis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versi-
cherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf 
BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 

 

 
 
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3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5).  
 
3.3.1 So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende 
Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten und Expertinnen ab, dessen Aufgabe 
es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 
Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Ge-
richtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in über-
zeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann 
ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexpertinnen 
oder -experten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens 
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt 
hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen).  
 
3.3.2 Im Weiteren ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex-
terner Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (BGE 126 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesgerichts vom 
22. September 2015, 8C_431/2015, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage. 
 
5. Strittig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den Antrag des Beschwerdeführers auf Aus-
richtung von Leistungen der Invalidenversicherung mit Verfügung vom 18. August 2022 gestützt 
auf das bidisziplinäre rheumatologisch-psychiatrische Gutachten der PMEDA vom 5. Januar 2022 
zu Recht abgewiesen hat.  
 
5.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3.2 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 
23. März 2023 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass auf das bidisziplinäre 

 

 
 
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rheumatologisch-psychiatrische Gutachten der PMEDA vom 5. Januar 2022 nicht abgestellt wer-
den könne. Vorweg wurde festgehalten, dass zwar auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im 
rheumatologischen Teilgutachten abgestellt werden könne und der Beschwerdeführer folglich in 
einer wechselbelastenden oder überwiegend sitzenden, leichten bis mittelschweren Tätigkeit aus 
rheumatologischer Sicht voll arbeitsfähig sei. Hingegen könne auf das psychiatrische Teilgutach-
ten von Dr. med. C.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, nicht abgestellt werden (vgl. 
dazu die ausführliche Begründung im Beschluss des Kantonsgerichts vom 23. März 2023). Das 
Gericht beschloss deshalb, ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei Dr. med. B.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag zu geben. 
 
5.2 Das Gutachten von Dr. B.____ erging am 5. Oktober 2023. Er diagnostiziert eine kom-
binierte Persönlichkeitsstörung seit Kindheit/Adoleszenz bei persistierender ADHS seit Kindheit 
und komplexer posttraumatischer Belastungsstörung sei Kindheit/Adoleszenz sowie eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren seit Anfang 2021. In der bis-
herigen Tätigkeit als Logistiker / Produktionsmitarbeiter in der Tierfutterproduktion bestehe seit 
November 2020 keine Arbeitsfähigkeit mehr. Davor habe eine ca. 50%ige Arbeitsfähigkeit be-
standen. Als angepasste Tätigkeit würden angestellte Tätigkeiten im Bereich Baustelle, Hand-
werker, Abwart und Produktionsmitarbeiter in Frage kommen bzw. selbständige Tätigkeiten im 
Sinne eines Allround-Handwerkers, Hausabwarts oder auch die aktuelle selbständige Tätigkeit 
als D.____. Geeignet seien bezüglich der Hände körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkei-
ten in normal temperierten Räumen, bei denen die Hände unterschiedlich belastet und zwischen-
durch entlastet werden könnten. Ungeeignet seien monoton-repetitive manuelle Tätigkeiten, die 
mit einem Anstieg der Handschmerzen durch Belastung einhergehen würden sowie Arbeit in 
Kälte oder bei hoher Feuchtigkeit. Die aktuelle selbständige Tätigkeit erfülle diese Kriterien, auch 
z.B. ein Arbeitsplatz an einer Rezeption, eine Tätigkeit als Securitas, etc. In Bezug auf seine 
Persönlichkeit sei entweder eine selbständige Tätigkeit geeignet, so wie die aktuelle, oder eine 
angestellte Tätigkeit mit situativ günstigen Bedingungen einschliesslich Gleitzeit (dann wäre das 
Zuspätkommen kein Problem), einem wohlwollend-unterstützenden Vorgesetzten, der dem Be-
schwerdeführer viel Autonomie / Flexibilität in der Ausführung lasse und einer freundlich-toleran-
ten Teamsituation. Nachhaltig wäre eine Präsenzzeit von circa 5 Stunden täglich. Im Fall des 
Beschwerdeführers sei die Arbeitsfähigkeit keine stabile Grösse, sondern von der Zeit und situa-
tiven Faktoren abhängig. Am Anfang sei eine Präsenzzeit von 8-9 Stunden täglich möglich. Im 
Verlauf seien aber Konflikte mit Mitarbeitern und Vorgesetzten wahrscheinlich, die vom Be-
schwerdeführer nicht freundlich-konstruktiv gelöst werden könnten, sondern zu Streit, Rückzug / 
Abbruch, Kündigung oder Fernbleiben führen würden. Bei einem vollen Pensum würde es durch 
die höhere Beanspruchung schneller zu Konflikten kommen, bei einem Teilzeitpensum habe der 
Beschwerdeführer mehr Kompensationsmöglichkeiten. Versicherungsmedizinisch sinnvoll sei 
hier die Postulierung einer Präsenzzeit, die für den Exploranden mittel- bis langfristig durchhaltbar 
sei. Auf Grundlage der obigen Überlegungen sei ein 50%-Pensum wahrscheinlich dauerhaft 
durchhaltbar, höhere Pensen nur kurz bis mittelfristig. Während dieser Anwesenheit bestehe auf-
grund von Ineffizienzen bei ADHS und allenfalls punktuellen Umstellungen bei doch stärkeren 
Handschmerzen eine Einschränkung der Leistung in einer solchen Tätigkeit von circa 20 %. Ins-
gesamt schätze er die Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit im freien Arbeitsmarkt bezogen 

 

 
 
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auf ein 100%-Pensum auf circa 50 %. Dies gelte seit mehreren Jahren, mindestens seit der IV-
Anmeldung. 
 
6.1 Die Parteien sind sich grundsätzlich zu Recht darüber einig, dass auf das Gerichtsgut-
achten abgestellt werden kann. Der Gutachter hat sich in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit klarerweise dahingehend geäussert, dass der Beschwerdeführer ein Pen-
sum – bezogen auf ein 100%-Pensum – von circa 50 % als möglich erachtet. Es ist daher davon 
auszugehen, dass die vom Gutachter erwähnten fünf Stunden Präsenzzeit sowie der Abzug von 
20 % in Bezug auf die Einschränkung der Leistungsfähigkeit in der festgehaltenen 50%igen Ar-
beitsfähigkeit vollumfänglich berücksichtigt sind, weshalb der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers, dass er lediglich zu 48 % arbeitsfähig sei, nicht gefolgt werden kann.  
 
6.2 Vorweg ist zudem festzuhalten, dass der Anspruch auf eine Rente frühestens im Oktober 
2019 – sechs Monate nach der Anmeldung im April 2019 – entstehen könnte, was denn auch von 
den Parteien nicht bestritten wird.  
 
6.3 Umstritten ist hingegen die Berechnung des Validen- und des Invalideneinkommens 
bzw. die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit.  
 
6.3.1 In Bezug auf das Valideneinkommen bringt der Beschwerdeführer vor, dass er als Früh-
invalider einzustufen sei, weshalb das Valideneinkommen Fr. 83'500.-- betrage. Die Beschwer-
degegnerin stützt sich hingegen zur Festlegung des Valideneinkommens auf die Tabellenlöhne 
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik. Im vorliegen-
den Fall kann die Frage, ob von einer Frühinvalidität offengelassen werden, da – wie sich zeigen 
wird – so oder anders ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Invalidenrente resul-
tiert.  
 
Grundlage zur Berechnung des Valideneinkommens bildet die LSE 2018, Tabelle TA1, Privater 
Sektor Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Männer, Fr. 5'417.-- monatlich, basierend auf 40 Wo-
chenstunden. Nach Anpassung dieses Betrags an die Nominallohnentwicklung und Umrechnung 
auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit ergibt sich ein jährliches Valideneinkommen von 
Fr. 68'376.--. Würde der Beschwerdeführer als Frühinvalider eingestuft, so würde sich – entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers – ein Valideneinkommen von Fr. 83'000.-- (vgl. das für 
das Jahr 2019 gültige IV-Rundschreiben Nr. 378) und nicht von Fr. 83'500.-- ergeben. 
 
6.3.2 In Bezug auf das Invalideneinkommen bringt der Beschwerdeführer vorweg vor, dass 
eine selbständige Tätigkeit nicht verwertbar sei und er folglich kein Invalideneinkommen erzielen 
könne.  
 
Diesbezüglich ist auf die strenge Praxis des Bundesgerichts hinzuweisen. In einem Entscheid 
vom 25. November 2021 hat das Bundesgericht die von ihm aufgestellten Kriterien für die Beur-
teilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit dargelegt und dabei ausgeführt, dass die Un-
verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit erst anzunehmen sei, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur 
so eingeschränkter Form möglich sei, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 

 

 
 
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1 und Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1) praktisch nicht kenne oder sie nur unter nicht realis-
tischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 
einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erscheine (Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. November 2021, 8C_535/2021 E 5.3.3 mit Hinweisen). Das Bundesge-
richt hat im genannten Urteil weiter ausgeführt, ausgehend vom ausgeglichenen Arbeitsmarkt, 
der auch Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote umfasse, bei welchen Behin-
derte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen könnten (vgl. 
SVR 2021 IV Nr. 26 S. 80, 8C 416/2020 E. 4 mit Hinweisen), sei nicht automatisch auf die Not-
wendigkeit eines überdurchschnittlichen Entgegenkommens des Arbeitgebers zu schliessen. Aus 
dem Gutachten ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung des Verweispro-
fils sowohl eine angestellte als auch eine selbständige Tätigkeit zumutbar ist. Vorliegend kann 
nicht gesagt werden, dass die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, 
dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realisti-
schem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 
einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts vom 25. November 2021, 8C_535/2021 E 5.3.3 mit Hinweisen). Auch wenn der 
Gutachter darauf hinweist, dass der Beschwerdeführer im Team bzw. für Vorgesetzte nicht trag-
bar bzw. für Kunden nicht zumutbar sei, ist doch festzuhalten, dass diese Problematik gemäss 
Gutachter weniger ausgeprägt ist, wenn der Beschwerdeführer Ausweichmöglichkeiten hat. Dies 
wird insbesondere durch ein Teilzeitpensum ermöglicht, aber auch durch Ausübung einer der 
vom Gutachter genannten Tätigkeiten im Bereich einer Baustelle, als Handwerker, Abwart oder 
Produktionsmitarbeiter. Es ist folglich von der Verwertbarkeit auch einer angestellten Tätigkeit 
auszugehen. 
 
6.3.3 Da das Einkommen des Beschwerdeführers, welches er mit seiner zurzeit ausgeübten 
selbständigen Tätigkeit erzielt, sehr bescheiden ist, rechtfertigt es sich zur Berechnung des Inva-
lideneinkommens auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des 
Bundesamtes für Statistik abzustellen (vgl. dazu BGE 126 V 75 E. 3b/bb mit Hinweisen und 
124 V 321 E. 3b/aa). Gestützt auf die LSE 2018, Tabelle TA1, Privater Sektor Total, Kompetenz-
niveau 1, Spalte Männer, Fr. 5'417.-- monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden und nach An-
passung dieses Betrags an die Nominallohnentwicklung und Umrechnung auf die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit ergibt sich bei einem zumutbaren Pensum von 50 % ein jährliches Inva-
lideneinkommen von Fr. 34'188.--. Festzuhalten bleibt ausserdem, dass vorliegend die zusätzli-
che Gewährung eines leidensbedingten Abzugs angesichts der festgehaltenen Arbeitsfähigkeit 
von 50 %, welche die Einschränkungen bereits genügend berücksichtigt, nicht angezeigt er-
scheint. Daran ändert auch die vom Beschwerdeführer vorgebrachte "inkonstante Arbeitsbiogra-
fie" nichts.  
 
6.4 Unter Berücksichtigung eines gestützt auf die LSE ermittelten Valideneinkommens von 
Fr. 68'376.-- und eines Invalideneinkommens von Fr. 34'188.-- ergibt sich ein IV-Grad von 50 % 
und damit ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Invalidenrente. Würde der Be-
schwerdeführer als Frühinvalider eingestuft, so würde unter Berücksichtigung eines Validenein-
kommens von Fr. 83'000.-- ein IV-Grad von 59 % und damit ebenfalls ein Anspruch auf eine halbe 
Invalidenrente resultieren.  

 

 
 
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7. Im Ergebnis ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 18. August 
2022 das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Unrecht abgewiesen hat, weshalb die 
vorliegende Beschwerde vom 19. September 2022 gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 
der IV-Stelle vom 18. August 2022 aufzuheben und festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer 
ab 1. Oktober 2019 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.  
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
infolge wiederholter Urteilsberatungen durch das Kantonsgericht ein grosser Verfahrensaufwand 
entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens auf Fr. 1'000.-- fest. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 
VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat 
deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrens-
kosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- sind somit der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 
8.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Ab-
klärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen 
angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die 
Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener 
Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen 
Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnah-
men an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung 
der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begut-
achtung den IV-Stellen aufzuerlegen (das soeben zitierte Urteil E. 4.4.2). Vorliegend war das 
Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 23. März 2023 zum Ergebnis gelangt, dass 
ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Es kann in 
dieser Hinsicht vollumfänglich auf die Erwägungen im Beschluss des Kantonsgerichts vom 23. 
März 2023 verwiesen werden (vgl. auch E. 5.1 hiervor). In Anbetracht der dort erwogenen Um-
stände war die gerichtliche Begutachtung durch Dr. B.____ nicht nur angezeigt, sondern uner-
lässlich. Es tritt hinzu, dass das Gerichtsgutachten nunmehr zweifellos die Grundlage für die dem 
Beschwerdeführer zuzusprechende Invalidenrente bildet. Im Lichte der geschilderten Rechtspre-
chung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss Honorarrechnung vom 5. Ok-
tober 2023 insgesamt auf Fr. 9'300.-- belaufen, demnach der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.  
 
8.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner 
Honorarnote vom 15. Dezember 2023 einen Aufwand von 16,8 Stunden sowie Auslagen in der 
Höhe von Fr. 210.-- geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die IV-Stelle hat demnach dem Beschwerdeführer 

 

 
 
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eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'749.55 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwert-
steuer) auszurichten. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 18. August 2022 wird aufgehoben und 
es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2019 An-
spruch auf eine halbe Rente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1’000.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von Fr. 9'300.-
- werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4'749.55 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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