# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c8f5237-1b6a-5923-afc1-cd18cf8005ba
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-18
**Language:** de
**Title:** Neuanmeldung, mittelgradige Episode der rezidivierenden depressiven Störung ist nicht invalidisierend, kein Rentenanspruch; Abweisung.  (BGE 8C_441/2015)
**Docket/Reference:** IV.2014.00178
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00178.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00178
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiberin Kudelski
Urteil
vom
18. Mai 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren
1964, meldete sich am
9.
April 2003 unter Hinweis auf Beschwerden an der Lendenwirbelsäule nach einem Unfall bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab (
Urk.
6/7-8
,
Urk.
6/19) und
zog
die
Akten der Schweizerischen
Unfallversi
cherungsanstalt
(SUVA) bei (
Urk.
6/14-15). Mit Verfügung
vom 1
8.
Dezember 2003 (
Urk.
6/21) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen, sprach ihm jedoch mit Verfügung
vom
4.
Februar 2004 (
Urk.
6/29)
mit Wirkung ab
1.
April 2003 eine ganze Rente bei einem
Invalidi
tätsgrad
von 70
%
zu.
Mit Verfügung vom
9.
Januar 2006 (
Urk.
6/38) bestätigte die IV-Stelle die zugesprochene ganze Rente bei e
inem Invaliditätsgrad von 70
%
.
1.2
Nachdem ein an
onymer Hinweis
eing
e
g
angen war
, wonach der Versicherte selbst erzählt habe, dass er zu Unrecht eine Rente beziehe (
Urk.
6/40)
, leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein
,
klärte
erneut
die medizinische Situation ab (
Urk.
6/
42,
Urk.
6/
44
) und veranlasste beim
Y.___
ein
interdisziplinäres
Gutachten, welches am
2.
Februar 2010 erstattet wurde (
Urk.
6/58).
Mit Verfügung vom
3.
Juni 2010 (
Urk.
6/65) stellte die IV-Stelle die bisherige Rente ein
.
1.
3
Am 1
5.
Februar 2012 meldete sich d
er Versicherte
erneut bei der Invalidenversi
cheru
ng zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/90
).
Mit Schreiben vom 2
9.
Februar 2012 (
Urk.
6/95
) teilte die IV-Stelle dem Versicherten
sodann
mit, dass für ein Eintreten auf die Neuanmeldung eine Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung vorausgesetzt werde, und forderte
ihn
auf, diesbezügliche Beweismittel einzu
reichen. In der Folge reichte der Versicherte
einen Arztbericht (
Urk.
6/96
) ein.
Die IV-Stelle veranlasste
schliesslich
beim
Y.___
ein
bidisziplinäres
Gutachten, welches am 2
4.
September 2013
erstattet
wurde (
Urk.
6/114).
Nach durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/119,
Urk.
6/125
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 3
0.
Januar 2014 (
Urk.
6/129 =
Urk.
2) einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am
1
4.
Februar 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 3
0.
Januar 2014 (
Urk.
2) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin
sei
zu verpflichten, ihm rückwirkend
ab August 2012 eine angemessene Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 1). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
März 2014 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2
8.
März 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven Formenkreis gelten zudem grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2013 vom
4.
März 2014
E. 3.6.1 mit Hinweisen). Bei mittelschweren depressiven Episoden (ICD-10 F32.1) verneint das Bundesgericht
regelmässig
deren invalidisierende Wirkung (
Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
Di
e Annahme
eine
r
aus
nahmsweise invalidisierenden Wirkung einer mittelschweren depressiven Stö
rung bedingt, dass es sich nicht
bloss
um eine Begleiterscheinung einer
Schmerz
krank
heit
, sondern um ein
selbst
ändiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losge
löstes depressives Leiden handelt und im Weiteren, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent aus
weist (
Urteil des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E.
4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.
6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass keine objektive Ver
schlech
terung des Gesundheitszustandes ausgewiesen sei.
Aus rheumatologi
scher Sicht seien Inkons
istenzen und
Selbstlimitationen mit deutlich demonst
rativen Aspekten dargestellt worden (S. 1). Im psychiatrischen Teilgutachten würden Panikgefühle mit Schweissausbrüchen und Herzrasen in grösseren Menschen
ansammlungen und in voll
en Kaufhäusern beklagt. A
ufgrund dieser angegebe
nen Beschwerden
sei
nicht ersichtlich, wieso die Arbeitsfähigkeit ein
geschränkt sein solle. Auch hier sei eine Selbstlimitierung festgestellt worden. Der getestete Medikamentenspiegel liege unterhalb des therapeutischen Wir
kungs
bereichs
. Es sei dem Beschwerdeführer zumutbar, die mittelgradige depres
sive Episode zu überwinden
(S. 2).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer den Standpunkt (
Urk.
1), dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen sei. Der Gutachter
habe aus
geführt, dass sich nun eine mittelgradige Episode einer rezidivierenden depressiven Störung zeige, welche zum Zeitpunkt der Begutachtung im Februar 2010 nicht bestanden habe. Der Umstand, dass eine stationäre Behandlung
erforderlich geworden sei, belege die eingetretene Verschlechterung des Gesund
heitszustandes (S. 4 f.). Die Überwindbarkeitspraxis gelange nicht zur Anwendung, da die attestierte Arbeitsunfähigkeit einzig mit einer mittelgradi
gen depressiven Episode einer rezidivierenden depressiven Störung begründet werde.
Deshalb würden
die Foerster-Kriterien nicht zur Anwendung gelangen
(S. 5 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob seit der
renten
einstellenden Verfügung vom
3.
Juni 2010 (
Urk.
6/65
) eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten ist und
, ob
ihm infolgedessen ein Anspruch auf eine Rente zusteht.
3.
3.1
Der
renteneinstellenden
Verfügung vom
3.
Juni 2010 (
Urk.
6/65) lagen im Wesent
lichen die nachfolgenden Arztberichte zugrunde.
3.2
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
diagnosti
zierte
mit
B
ericht vom 1
5.
September 2008 (
Urk.
6/44)
ein
chronifiziertes
ehe
mals posttraumatisches
lumbospondylogenes
und panvertebrales Syndrom, eine chronische
Refluxkrankheit
sowie eine chronische Depression. Der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers sei stationär.
3.3
Im Dezember 2009 erfolgte die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gege
bene interdisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers im
Y.___
.
Die Ärzte des
Y.___
erstatteten ihr Gutachten
am
2.
Februar 2010 (
Urk.
6/58), wobei eine internistische, eine rheumatologische und eine psychiatr
ische Teilbegutachtung erfolgten
.
Die Ärzte gaben dabei an, es bestünden keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen
ohne
Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit führten sie
die folgenden
auf (S. 34 f.):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit/bei
-
zunehmender Generalisierungstendenz
-
Fehlhaltung
-
muskulärer
Dysbalance
-
ohne weiteres nachweisbares strukturell-morphologisches Korrelat
-
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56)
-
Gebrauch von Opioiden, iatrogen bedingt (ICD-10 F11.1)
In
der rheumatologischen Untersuchung habe beim Beschwerdeführer eine erhebli
che Selbstlimitation und Inkonsistenz imponiert. Die demonstrierten Beschwerden sowie die teilweise massive Bewegungsverminderung im Bereich
des Haltungs- und Bewegungsapparates seien deutlich variabel und klinisch im demonstrierten Ausmass nicht plausibel. Zu objektivieren sei (trotz des gesamt
haft athletischen Körperbaus) eine Insuffizienz der w
irbelsäulenstabilisierenden
beziehungweise
(schrägen) Bauchmuskulatur, welche zusammen mit der
Fehl
haltung
zu einer ständigen Fehl- und Überbelastung führen könne (S. 37).
Aus psychiatrischer Sicht
dürfe im Hinblick auf die geschilderte
Schmerzaus
wei
tung
auf die verschiedenen Körperregionen bei Nichtvorliegen einer
soma
to
for
men
Schmerzstörung oder einer
Somatisierungsstörung
sogar von einer
bewusst
seins
nah
en
Symptomausweitung ausgegangen werden
. Der Beschwerdeführer habe sich nun
einige Jahre nicht mehr in psychiatrischer Behandlung befunden und nehme bis auf das
Trittico
in lediglich leicht sedierender Wirkung kein An
tidepressivum ein. In seiner passiven Haltung sei er nun nach insgesamt neun Jahren erheblich
dekonditioniert
, dennoch könne ihm die Überwindung seiner Schmerzen zugemutet werden, zumal heute keine eigentliche psychische Stö
rung mehr vorliege. Es könne heute weder eine affektive Störung (depressive Episode) festgestellt werden
,
noch liege eine
somatoforme
Schmerzstörung vor (S. 38 f.).
Zusammenfassend liessen sich weder aus internistischer, rheumatologischer oder psychiatrischer Sicht Befunde erheben, welche eine dauerhafte Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit begründen könnten (S. 39). Da der Beschwerdeführer seit längerem nicht mehr in psychotherapeutischer Behandlung stehe und auch keine therapeutisch wirksamen Antidepressiva einnehme, sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass sich sein Gesundheitszustand eindeutig verbessert habe. Derzeit liessen sich auch keine psychopathologischen Befunde mit Krankheitswert mehr explorieren (S. 41).
3.4
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Regio
naler Ärztlicher Dienst (RAD), empfahl am 2
6.
Februar 2010, für die Beurteilung auf das Gutachten abzustellen. Es sei von einer Verbesserung des Gesundheits
zustandes und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig
keit mindestens ab Zeitpunkt des Gutachtens auszugehen. Weitere medizinische Abklärungen, das Auferlegen schadenmindernder Massnahmen sowie eine medizinische Neubeurteilung seien derzeit nicht erforderlich (
Urk.
6/64 S. 4). Mit ergänzender Stellungnahme vom 2
6.
April 2010 gab
Dr.
A.___
an, dass aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht keine neuen medizinischen Aspekte beigebracht würden (
Urk.
6/64 S. 5).
3.5
Med.
pract
.
B.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD,
nahm am 2
8.
April 2010 Stellung aus psychiatrischer Sicht.
Auch er empfahl
,
auf das
Gutachten abzustellen. Es sei eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen
(
Urk.
6/64 S. 5 f.).
3.6
Gestützt darauf ging die Beschwerdegegnerin von einer Verbesserung des Gesund
heits
zustandes
aus, nahm eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der ange
stam
mten Tätigkeit sowie entsprechenden Verweistätigkeiten an und hob die bisheri
ge ganze Rente auf (
Urk.
6/65).
4.
4.1
Für die Zeit nach der rechtskräftigen Verfügung vom Juni 2010
(
Urk.
6/65)
fin
den sich in
den Akten die f
olgenden medizinischen Berichte.
4.2
Med.
pract
.
C.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gab mit Schreiben vom 1
2.
März 2012 (
Urk.
6/96) an, der Beschwerdeführer habe ihn erstmalig am
7.
Februar 2012 konsultiert. Als Diagnose nannte er eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2). Objektivierbar sei
en
ein deutlich depressives Zustandsbild und Weinen in den Therapiestunden gewesen. Der Beschwerdeführer sei während der Konsultatio
nen nicht schwingungsfähig, im Affekt traurig und motorisch verlangsamt. Auch die schon länger bestehende antidepressive Medikation mit
Trazodon
(
Trittico
) könne bisher keine befriedigende Verbesserung bringen (S. 1). Aktuell sei nicht von einer Verbesserung in naher oder mittelfristiger Zukunft auszuge
hen. Der Beschwerdeführer sei bis auf
weiteres
100
%
arbeitsunfähig (S. 2).
Anlässlich eines Telefongesprächs am 2
1.
Mai 2012 mit
Dr.
A.___
(vorste
hend E. 3.4, vgl. nachstehend E. 4.5)
gab med.
pract
.
C.___
an, der Gesund
heitszustand sei aus rein psychiatrischer Sicht weitgehend unverändert. Es be
stünde keine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die therapeutischen Möglichkeiten seien w
eitgehend ausgeschöpft. Eine
Indikation
zur Auferlegung einer Schadenminderungspflicht
bestünde seinerseits nicht. Die Prognose sei wegen der
Chronifizierung
zurückhalten
d
zu stellen (
Urk.
6/103).
4.3
Am 1
0.
und 1
1.
Juli 2013 erfolgte die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
bidisziplinäre
Begutachtung des Beschwerdeführers in den Fachge
bieten Rheumatologie und Psychiatrie durch das
Y.___
(vorstehend E.
3.3). Das Gutachten (
Urk.
6/114) wurde am 2
4.
September 20
13
erstattet.
Die Ärzte nannten darin eine mittelgradige depressive Episode einer rezidivierenden dep
ressiven Störung (ICD-10 F33.1) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit.
Als Diagnosen ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit führten sie, nachfolgend gekürzt aufgeführt, ein chronisches
lumbospondylogen
betontes
Panvertebralsyndrom
sowie weitere klinisch und radiologisch nicht objektivier
bare Schmerzangaben auf (S. 1). In der bisherigen und einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit seit Februar 2010 und aus rheumatologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, wobei als leidensangepasste Tätigkeit jegliche Verweistätigkeit mit ähnlicher körperlicher Belastung wie als Lieferwagenchauffeur in Frage komme (S. 2).
Im rheumatologischen Untersuchungsbericht
(
Urk.
6/114/3-18)
gab
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie,
an, die im Gutachten vom
2.
Februar 2010 abgegebene Beurteilung treffe im Wesentlichen nach wie vor zu. Es ergäben sich zwar bezüglich
Funktionsun
ter
suchungen
einzelner Regionen deutliche Unterschiede, welche unter Berück
sich
tigung erwähnter Inkonsistenzen und des Verhaltens nicht auf zwischen
zeitlich aufgetretene Schäden zurückzuführen seien, sondern einzig und allein auf das jeweilige Ausmass der Selbstlimitationen mit den deutlich demonstrati
ven Aspekten. Deutlich sichtbar seien auch weiterhin die Inkonsistenz zwischen den angegebenen
B
ewegungslimiten
und dem spontan
en körperlichen Verhalten betref
fend Kleiderwechsel und Positionswechsel auf der Untersuchungsliege (S.
13). Es sei auf rheumaorthopädischem Gebiet nach wie vor kein
Gesund
heits
schaden
respektive eine nachweisbare persistierende Funktionsstörung vor
handen, welche versicherungsmedizinisch eine Arbeitsunfähi
gkeit begründen könnte (S. 14).
Dr.
med.
E.___
,
Facharzt für Psychiatrie und Psy
cho
therapie, führte im psychiatrischen Untersuchungsbericht (
Urk.
6/114/19-25) aus,
es bestehe zusätzlich der Verdacht einer Angststörung, welche erst im
wei
te
ren Verlauf näher und differenzierter bestätigt werden könne, da die bisher angstauslösenden Situationen nicht konstant auf
getreten seien
. Gegen eine
so
matoforme
Schmerzstörung spreche, dass die schmerzhaften Beschwerden nicht ursächlich in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Be
lastungen auftr
ä
ten, die schwerwiegend genug wären, um als massgebende ver
ur
sachende Faktoren gelten zu können. Die schmerzhaften Beschwerden seien im Verlauf der depressiven Störung ebenfalls erklärlich (S. 5). Im Vergleich zur Begutachtung im Februar 2010 sei eine Verschlechterung des Gesundheits
zustan
des eingetreten. Es zeige sich nun eine mittelgradige depressive Episode einer rezidivierenden depressiven Störung, welche damals nicht bestanden habe.
Da in der hiesigen Laborkontrolle der
Medikamentenspiegel unterhalb der the
rapeutischen Wirksamkeit
gelegen habe, könnte auch damals eine allfällige mangelnde Compliance zu einer Verschlimmerung der depressiven Störung ge
führt haben. Auffällig sei, dass im Labor die Benzodiazepine negativ ausgefallen seien, obwohl der Beschwerdeführer auch während der Untersuchung
Temesta
eingenommen haben will.
Es bestehe der Verdacht einer Selbstlimitierung, da
die Compliance bezüglich der Medikamenteneinnahme laut
Medikamentenspie
gel
nicht gegeben sei. Die Arbeitsfähigkeit könne bei besserer Compliance gebessert werden (S. 6 f.).
4.4
Die Ärzte des
Y.___
(vorstehend E. 3.3 und 4.3)
beantworteten mit Schreiben vom 1
7.
Oktober 2013 (
Urk.
6/116) die von der Beschwerdegegnerin gestellte Zusatzfrage in dem Sinne,
dass
der Medikamenten
spiegel für
Surmontil
sowie
Dipiperon
deutlich unter der minimalen therapeutischen Grenze gelegen sei. Die medikamentöse psychiatrische Therapie unter Kontrolle der adäquaten Dosie
rung mittels Serumspiegel sollte dazu führen, dass die mittelgradige Episode der rezidivierenden depre
ssiven Störung remittiere.
4.5
Dr.
A.___
(vorstehend E. 3.4) empfahl mit Stellungnahme vom 2
8.
Oktober 2013 für die Beurteilung auf das Gutachten des
Y.___
abzustellen. Demzufolge sei seit der letzten Begutachtung im Februar 2010 von einem psychiatrisch ver
schlechterten Gesundheitszustand
auszugehen
. Weitere medizinische Abklä
run
gen erschienen nicht erforderlich
. Bei adäquater psychiatrischer Behandlung seien relevante Veränderungen im Gesundheitszustand zu erwarten
(
Urk.
6/117 S. 4 f.).
4.6
Mit interner Stellungnahme vom 2
9.
November 2013
führte ein Mitarbe
iter
der Beschwerdegegnerin aus, dass sich aus
rechtsanwenderischer
Sicht keine
Unter
schie
de in den geklagten objektiv nachvollziehbaren Beschwerden des Beschwer
de
führers in den Gutachten ergäben. Eine Verschlechterung des Gesundheitszu
standes
werde verneint (
Urk.
6/117 S. 5).
4.7
In der Folge verneinte die Beschwerdegegnerin eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes und wies das Leistungsbegehren ab.
5.
5.1
Unbestritten und aufgrund der medizinischen Akten ausgewiesen ist, dass sich der somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit der
rentenein
stellenden
Verfügung vom
3.
Juni 2010
nicht verändert hat. Der Beschwerde
führer leidet an einem
chronischen
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom, welches allerdings ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ist. Es stellt sich
hin
gegen
die Frage, ob sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerde
führers seither insoweit verschlechtert hat, als ihm nun eine Rente der Invali
denversicherung zusteht.
5.2
Für die Beurteilung in medizin
ischer Hinsicht ist
grundsätzlich
auf das Gutach
ten
des
Y.___
(vorstehend E. 4.3) abzustellen. Das Gutachten berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise, wurde
in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet und trägt der konkreten medizinischen Situation Rechnung. Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden aus
führ
lich begründet. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemäs
sen Kriterien (vorstehend E. 1.7
) vollumfänglich
.
Der Gutachter
erklärte
im
psychiatrischen Teilgutachten
insbesondere, weshalb die depressive Störung in der Untersuchung
als
mittelgradig
und nicht
als
schwer
ersch
i
e
n, wie dies
von
Dr.
C.___
diagnostiziert wurde
(
Urk.
6/114 S. 24)
.
Er zeigt
e
zudem in nachvollziehbarer Weise auf, welche Gründe gegen die Annahme einer
somatoformen
Schmerzstörung sprechen und weshalb beim Beschwerdeführer der Verdacht einer Selbstlimitierung bestehe (S.
23
ff.). Der Gutachter bejaht
e
schliesslich
ausdrücklich eine Verschlechterung des psychi
schen Gesundheitszustandes (S. 25
).
Weiter hielt er fest, dass eine möglicher
weise bestehende
Angststörung
erst im weiteren Verlauf näher und differenzier
ter bestätigt werden könnte (S. 23). Für die vorliegende Beurteilung ist dies
demzufolge
ohne Belang.
5.
3
Zusammenfassend ist
aus medizinischer Sicht
eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes durch die mittelgradige depressive Episode einer rezidi
vierenden depressiven Störung ausgewiesen
, denn
i
m Zusammenhang mit der renteneinstellenden Verfügung vom
3.
Juni 2010 wurde das Vorliegen einer affektiven Störung
noch
verneint.
6.
6.1
Es
stellt sich
im Folg
enden allerdings die Frage, ob der besagte
verschlechterte
Gesundheit
szustand
des Beschwerdeführers
eine Invalidität begründet (vorste
hend E. 1.1-2).
6.2
Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass
der Arztperson
bei der
Folgenabschät
zung
der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähig
keit keine abschliessende Beurteilungskompetenz zukommt. Der Umstand, dass das Gutachten bezüglich der Darlegung der medizinischen Situation voll beweis
kräftig ist, bedeutet nicht, dass auch die dortige Einschätzung der
Restar
beitsfähigkeit
für die Belange der Invalidenversicherung ohne weiteres massge
blich ist. Die Beurteilung, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt, ist eine Rechtsfrage und obliegt damit nicht den Ärztinnen und Ärzten, sondern den rechtsanwendenden Behörden.
Es ist folglich mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vereinbar, einem Gutachten vollen Beweiswert zuzuerkennen,
jedoch von der medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter Berück
sichtigung sozialversicherungsrechtlicher Aspekte abzuweichen
(BGE 140 V 193 E. 3.1 f., 132 V 393 E. 3.1 f., 130 V 352 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2007 vom 2
8.
Juli 2008 E. 3.3.1).
6.3
Soweit der
Beschwerdeführer geltend macht,
dass
die
Überwindbarkeit
nicht zu prüfen sei, da die
Foerster-Kriterien
nicht zur Anwendung gelangen
(
Urk.
1
S. 5 f.), ist ihm
in dem Sinne zuzustimmen,
als
eine depressive Störung nicht zu den
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne orga
nische Grundlage zählt, bei welchen die Foerster-Kriterien ana
log zur An
wendung gelangen (Urteil des Bundesgerichts 9C_420/2014 vom 2
7.
November 2014 E. 3.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_14/2014 vom 3
0.
April 2014 E. 4.2.5
)
. Indessen übersieht
d
er
Beschwerdeführer
, dass
eine objektive Betrachtung des
Forderbaren
vorzunehmen ist
(vgl. vorstehend E. 1.2) und
mittelschwere psy
chische Störungen aus dem depressiven Formenkreis grundsätzlich als thera
peutisch
angehbar
gelten
(
vorstehend E. 1.3
). Ein Rentenanspruch kann
zudem
grundsätzlich nicht entstehen, solange zumutbare therapeutische
und andere schadenmindernde Vorkehren nicht ausgeschöpft werden. Solange durch
eine tatsächlich realisierbare Veränderung der für die gesundheitliche Situation bedeutsamen Rahmenbedingungen eine wesentliche Verbesserung des
(psychi
schen) Gesundheitszustandes und damit
der dadurch eingeschränkten Ar
beits
fähigkeit bewirkt werden kann, liegt kein invalidisierender Gesundheit
sscha
den im Sinne des Gesetzes vor (Urteil 9C_947/2012 vom 19. Juni 2013 E.
3.2.2
mit Hinweis). Dies folgt aus dem Grundsatz der Selbsteingliederungs- und
Scha
den
minderungspflicht
.
6.4
Der Beschwerdeführer begab sich zwar vom 3
0.
Juli bis
4.
September 2012 im
F.___
, Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, in stati
onäre psychiatrische Betreuung
(vgl
.
Urk.
6/114 S. 5)
. Die Gutachter
des
Y.___
äusserten
bei der Begutachtung allerdings den Verdacht einer Selbstlimitierung, da die Compliance bezüglich der Medikamenteneinnahme laut
Medikamenten
spiegel
nicht gegeben erscheine. Die antidepressive Medikation liege nicht aus
reichend im therapeutischen Wirkungsbereich. Die Gutachter g
ingen
schliesslich
davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit bei besserer Compliance gebessert werden könne und
die mittelgradige Episode der rezidivierenden depressiven Störung remittiere
(
Urk.
6/114 S. 24 f.,
Urk.
6/116).
Es fehlt somit an einer konsequenten Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden erst als resistent aus
wei
sen würde (
vgl. vorstehend
E.
1
.3.). Vielmehr ist bei
objektiver Betrachtung dem Beschwerdeführer zumutbar, seine Arbeitsfähigkeit, unterstützt durch entspre
chende konsequente Therapie, in einem vollen Pensum zu verwerten (vgl. zum Ganzen BGE 140 V 193).
7.
Zusammenfassend ist eine Verschlechterung des Gesundheitsschadens zwar aus
gewiesen, indessen liegt
aus
rechtsanwenderischer
Sicht
kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
8
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerle
gen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Largier
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannKudelski