# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f36b1f5e-1f34-5662-a058-840dae0ed412
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.08.2014 725 14 169 / 216 (725 2014 169 / 216)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-169---216_2014-08-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. August 2014 (725 14 169 / 216) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und geltend 

gemachten Beschwerden / Würdigung der vorhandenen Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 CSS Versicherung AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, 
6002 Luzern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1967 geborene A.____ ist seit 1. Mai 2009 als Geschäftsführer bei der B.____ 
GmbH angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der CSS Versicherung AG obligatorisch ge-
gen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 28. Juni 2013 liess A.____ 
der CSS Versicherung AG durch seine Arbeitgeberin einen Unfall melden. Laut den Angaben in 
der “Bagatellunfall-Meldung UVG“ habe sich der Versicherte am 31. Mai 2013 wegen „Umkni-
ckens, Wegknickens des Fusses beim Joggen“ am rechten Knie verletzt. Am 28. Juni 2013 

 

 
 
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suchte A.____ wegen Schmerzen in diesem rechten Kniegelenk seinen Hausarzt Dr. med. 
C.____, Allgemeine Medizin FMH, auf, der gemäss seinen Angaben im “Arztzeugnis UVG“ vom 
12. Juli 2013 gestützt auf ein von ihm anfangs Juli 2013 veranlasstes MRI des rechten Knies 
einen Meniskusschaden am Hinterhorn, eine Bakerzyste, einen Gelenkerguss und eine Bursitis 
anserina rechts diagnostizierte. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte die CSS Versiche-
rung AG die gesetzlichen Leistungen (Kosten der Heilbehandlung) für die Folgen dieses Un-
falls. Nachdem die für die CSS Versicherung AG handelnde Schweizerische Unfallversiche-
rungsanstalt (SUVA) weitere Abklärungen des medizinischen Sachverhaltes vorgenommen hat-
te, erliess die CSS Versicherung AG gestützt auf diese Abklärungsergebnisse am 10. Januar 
2014 eine Verfügung, mit welcher sie einen Leistungsanspruch des Versicherten mit der Be-
gründung ablehnte, dass die gemeldeten Beschwerden von Anfang an nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 31. Mai 2013 zurückzuführen seien. Gleichzeitig wies die 
CSS Versicherung AG darauf hin, dass auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Leistun-
gen verzichtet werde. Daran hielt die CSS Versicherung AG auf Einsprache des Versicherten 
hin und nach Einholung ergänzender medizinischer Unterlagen mit Einspracheentscheid vom 
8. Mai 2014 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Da-
niel Altermatt, am 9. Juni 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid 
aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm aus dem Unfallereignis 
vom 31. Mai 2013 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen; unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2014 beantragte die CSS Versicherung AG die 
Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Am 20. Juli 2014 gab der Beschwerdeführer einen Bericht des behandelnden Orthopä-
den Dr. med. D.____, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, vom 24. Juni 2014 zu den 
Akten. Die Beschwerdegegnerin machte mit Eingabe vom 5. August 2014 von der Möglichkeit 
Gebrauch, hierzu Stellung zu nehmen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in E.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 

 

 
 
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und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 9. Juni 2014 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 
für die Folgen des Unfallereignisses vom 31. Mai 2013.  
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt unter anderem voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wo-
rüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rah-
men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit ei-
nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.1 Wie den medizinischen Akten entnommen werden kann, suchte der Versicherte am 
28. Juni 2013 wegen Schmerzen im rechten Kniegelenk seinen Hausarzt Dr. C.____ auf, der 
gemäss seinen Angaben im “Arztzeugnis UVG“ vom 12. Juli 2013 gestützt auf ein von ihm an-
fangs Juli 2013 veranlasstes MRI des rechten Knies einen Meniskusschaden am Hinterhorn, 
eine Bakerzyste, einen Gelenkerguss und eine Bursitis anserina rechts diagnostizierte. Die Be-

 

 
 
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schwerdegegnerin bestreitet im vorliegenden Verfahren zu Recht nicht, dass beim Versicherten 
im Untersuchungszeitpunkt die geschilderten gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorgelegen 
haben. Sie ist jedoch - im Gegensatz zum Beschwerdeführer - der Auffassung, dass diese nicht 
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das vom Versi-
cherten am 31. Mai 2013 beim Joggen erlittene Unfallereignis zurückgeführt werden könnten. 
Zwischen den Parteien ist demnach einzig strittig, ob zwischen dem Unfallereignis vom 31. Mai 
2013 und den beim Versicherten im Bereich des rechten Knies diagnostizierten gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen der für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderliche natür-
liche Kausalzusammenhang besteht.  
 
4.2 Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang vorab geltend, die Beschwer-
degegnerin habe die Unfallkausalität ursprünglich anerkannt, habe sie doch in Kenntnis des 
Sachverhalts Leistungen ausgerichtet, ohne diesbezüglich einen Vorbehalt anzubringen. Somit 
könne sie sich aber nicht zu einem späteren Zeitpunkt plötzlich darauf berufen, dass von An-
fang an keine Leistungspflicht bestanden habe. Zufolge der ursprünglichen Anerkennung ihrer 
Leistungspflicht obliege daher der Beschwerdegegnerin der Beweis, dass es sich beim diagnos-
tizierten Meniskusschaden nicht um eine traumatische Verletzung handeln soll.  
 
4.3 Entgegen der von ihm vertretenen Auffassung kann der Beschwerdeführer aus dem 
Umstand, dass ihm die Beschwerdegegnerin während einer gewissen Zeit Leistungen in Form 
von Heilbehandlung ausgerichtet hat, vorliegend nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die 
dadurch erfolgte (faktische) Anerkennung der Leistungspflicht bedeutet nicht etwa, dass die 
Beschwerdegegnerin nachträglich nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder 
der prozessualen Revision auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen zurückkommen 
darf. Wie das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute: Bundesgericht, so-
zialrechtliche Abteilungen) in BGE 130 V 380 ff. entschieden hat, ist es dem Unfallversicherer 
freigestellt, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung (und Taggeld) anerkannte Leistungs-
pflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision einzustellen und den Fall abzuschliessen, wenn er 
nachträglich zur Auffassung gelangt, die Leistungszusprechung sei anfänglich unrichtig gewe-
sen. Eine Leistungseinstellung mit Wirkung ex nunc et pro futuro bedeutet nämlich - so das da-
malige EVG - kein Rückkommen auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen. Nur wenn 
der Unfallversicherer diese zurückfordert, muss er den hiefür erforderlichen Rückkommenstitel 
der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung ausweisen. Will er aber - wie im vorlie-
genden Fall - nicht so weit gehen, sondern die bisher zu Unrecht ausgerichteten Leistungen 
stehen lassen, ist Verfügungsgegenstand nur die zukünftige Leistungseinstellung, welche - 
wenn materiellrechtlich begründet und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen - 
der Unfallversicherer ohne Rückkommensvoraussetzungen und damit ohne Bindung an früher 
ausgerichtete Leistungen vornehmen kann (BGE 130 V 384 E. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Feststellung natürlicher Kausalzu-
sammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf 
Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 
(BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizini-

 

 
 
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schen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bin-
dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeu-
tet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, 
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver-
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einan-
der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c).  
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin legte die medizinischen Akten am 24. Oktober 2013 dem 
SUVA-Kreisarzt Dr. med. F.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, vor und ersuchte ihn um Beurteilung der Frage, ob die vom Versicherten gel-
tend gemachten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 31. 
Mai 2013 zurückzuführen seien. In seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2013 verneinte 
Dr. F.____ dies, wobei er sich in der Begründung seiner Einschätzung auf die beiden kurzen, 
stichwortartigen Bemerkungen „zu grosse zeitliche Latenz“ und „kein frischer Schaden im MRI 
(kein bone bruise)“ beschränkte. Nachdem die Beschwerdegegnerin den Kreisarzt im Hinblick 
auf den vorgesehenen Erlass einer leistungsablehnenden Verfügung um eine einlässlichere 
Begründung seiner Einschätzung ersucht hatte, führte Dr. F.____ mit Bericht vom 26. Novem-
ber 2013 aus, falls es tatsächlich durch einen Unfall zu einem Schaden im Kniegelenk gekom-
men sein sollte, würde man in einem MRI, welches ein Monat nach dem Ereignis angefertigt 
werde, „bone bruise, also ein Knochenmarksoedem“ als Reaktion auf das Trauma feststellen. 
Dies sei hier nicht der Fall. Man müsse also davon ausgehen, dass die Schäden im Bereich 
dieses Knies als Vorzustand zu werten seien und dies wahrscheinlich im Rahmen der normalen 

 

 
 
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Alterungsvorgänge. Es sei allgemein bekannt, dass Unfallschäden sofort und nicht erst mit ei-
ner Latenzzeit von vier Wochen Probleme machen würden. Somit bestehe nur ein möglicher 
Kausalzusammenhang zwischen diesen Beschwerden und dem Ereignis. Im Rahmen des Ein-
spracheverfahrens ersuchte die Beschwerdegegnerin Dr. F.____ unter Hinweis auf zwischen-
zeitlich erhobene Einwände des Versicherten um eine nochmalige Stellungnahme zur strittigen 
Kausalitätsfrage. In seiner dritten Beurteilung vom 7. April 2014 wiederholte der Kreisarzt, dass 
das angefertigte MRI wie meistens bei einem fast 50-jährigen Versicherten degenerative Ver-
änderungen zeige. Diese seien hier sogar vielfältig, finde man doch eine Bakerzyste mit Ge-
lenkserguss und eine Bursitis anserina sowie eine komplexe Schädigung im Bereich des media-
len Meniskus. Es handle sich hier also um einen Mehrfachbefall. Die Bakerzyste sei unstreitig 
vorbestehend gewesen, eine solche stelle ja eine Reaktion auf degenerative Veränderungen 
dar. Solche degenerative Veränderungen würden immer wieder Gelenksergüsse auslösen und 
bei massiven Ergüssen suche sich das Gelenk eine Entlastung. In der Kniekehle, also dort, wo 
es am schwächsten sei, dehne sich diese Kapsel dann langsam aus und bilde eine Art Zipfel 
gegen hinten, was dann als Bakerzyste imponiere. Den Grund für die Gelenksergüsse, die si-
cher vorbestehend gewesen seien, habe eben diese degenerative Schädigung des Meniskus 
gebildet. Etwas anderes haben man ja im MRI nicht finden können, insbesondere auch keine 
Knorpelschäden. Im Weiteren führe, wie er bereits im Vorbericht festgehalten habe, ein relevan-
tes Trauma mit Scherkräften und so weiter zu Reaktionen im Gelenk im Sinne von “bone brui-
se“. Dies sei aber hier nicht der Fall gewesen. Somit könne auch ausgesagt werden, dass der 
Meniskusschaden vorgängig bestanden habe und nicht durch das Unfallereignis ausgelöst oder 
verstärkt worden sei.  
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
8. Mai 2014 bei der Beurteilung der Unfallkausalität der vom Versicherten geltend gemachten 
Kniebeschwerden vollumfänglich auf die erwähnten Stellungnahmen des SUVA-Kreisarztes 
Dr. F.____ vom 29. Oktober 2013, 26. November 2013 und 7. April 2014. Sie ging demzufolge 
davon aus, dass die betreffenden Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
den Unfall vom 31. Mai 2013 zurückzuführen seien. Somit fehle es an dem für eine Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers erforderlichen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem 
schädigenden Ereignis und den vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen.  
 
6.3 Im Zusammenhang mit der vorinstanzlichen Würdigung des medizinischen Sachver-
halts ist vorab darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin zwar Trägerin der obligatori-
schen Unfallversicherung des Beschwerdeführers ist, die Schadenerledigung im konkreten Ver-
sicherungsfall - und somit auch die Abklärung des massgebenden medizinischen Sachverhalts - 
erfolgt jedoch durch die SUVA. Somit sind vorliegend die Beurteilungen des SUVA-Kreisarztes 
Dr. F.____ im Rahmen der Beweiswürdigung wie versicherungsinterne ärztliche Feststellungen 
zu behandeln. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.2 hiervor), ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, 
dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die er versi-
cherungsintern eingeholt hat. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Be-
weiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergän-

 

 
 
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zende Abklärungen vorzunehmen sind (Urteil S. des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 
8C_113/2009, E. 3.2).  
 
6.4 Vorliegend ergeben sich aus der Würdigung der Parteivorbringen und der medizini-
schen Akten Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin 
als massgebend erachteten versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen. So begründete 
Dr. F.____ die fehlende Unfallkausalität in seinen ersten beiden Stellungnahmen massgeblich 
mit der „zu grossen zeitliche Latenz“. Es sei allgemein bekannt, dass Unfallschäden sofort und 
nicht erst mit einer Latenzzeit von vier Wochen Probleme machen würden. Diese Argumentati-
on lässt jedoch die Angaben des Versicherten ausser Acht, die dieser anlässlich der Erstbe-
handlung vom 28. Juni 2013 gegenüber Dr. C.____ gemacht hat. Der Versicherte beschrieb 
anlässlich dieser Konsultation, er habe im Nachgang zum Unfallereignis Schmerzen im rechten 
Kniegelenk, eine leichte Schwellung, Schmerzen nach längerem Sitzen und nach fünfzigminüti-
gem Jogging sowie bei Seitenlagerung in der Nacht gehabt (vgl. “Angaben des Patienten“ im 
“Arztzeugnis UVG“ vom 12. Juli 2013). In Anbetracht dieser durchaus als glaubhaft zu betrach-
tenden Schilderungen des Versicherten kann aber nicht gesagt werden, dass die Unfallschäden 
erst vier Wochen nach dem Unfallereignis Probleme gemacht hätten. Sodann moniert der Be-
schwerdeführer zu Recht, dass dem Kreisarzt anlässlich seiner Beurteilungen offenbar nicht 
alle medizinischen Akten vorgelegen hätten, wobei er insbesondere die MRI-Bilder vom 1. Juli 
2013 und den Operationsbericht vom 29. Oktober 2013 erwähnt. Dies trägt - darin ist dem Be-
schwerdeführer beizupflichten - durchaus zu einer gewissen Schmälerung des Beweiswertes 
der kreisärztlichen Einschätzung bei. Zu berücksichtigen ist sodann, dass der behandelnde Arzt 
Dr. D.____ eine abweichende Kausalitätsbeurteilung vornimmt, ist für ihn doch der natürliche 
Kausalzusammenhang zwischen dem schädigenden Ereignis und den vorhandenen gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben (vgl. dessen 
Schreiben vom 24. Juni 2014). Auf diese Einschätzung kann zwar nicht massgebend abgestellt 
werden, ist doch mit der Beschwerdegegnerin nicht gänzlich von der Hand zu weisen, dass sie 
ein Stück weit auf der unzulässigen Beweisformel "post hoc, ergo propter hoc" beruht, nach 
deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung bereits deshalb als durch den Unfall verur-
sacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). Die Beurteilung des 
Dr. D.____ ist aber zumindest geeignet, einen zusätzlichen Zweifel an der Richtigkeit der kreis-
ärztlichen Beurteilung zu erwecken. Schliesslich lässt sich noch der Bericht des Spitals G.____, 
Radiologie/Nuklearmedizin, vom 1. Juli 2013 anführen, in welchem die Möglichkeit einer trau-
matischen Ursache der Bursitis anserina, der Bakerzyste und des Gelenkergusses angespro-
chen wird. Diese Möglichkeit wird im Bericht zwar nicht weiter erörtert, der betreffende Hinweis 
setzt aber ein weiteres Fragezeichen hinter die Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung.   
 
6.5 Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 6.3 hiervor) sind bereits bei geringen Zweifeln an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen er-
gänzende Abklärungen vorzunehmen. Solche Zweifel liegen hier - wie aufgezeigt - vor. Somit 
ist der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die Frage der Unfallkausalität der vom Be-
schwerdeführer geltend gemachten Kniebeschwerden durch einen versicherungsexternen 
Facharzt gutachterlich abklären zu lassen haben. Anschliessend wird sie gestützt auf die Er-

 

 
 
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gebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch des Versicherten neu zu befinden 
haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Entscheid auf 
und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an die Ver-
waltung zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) 
obsiegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
6. August 2014 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 9,25 Stunden geltend 
gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-
fragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozes-
sen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 
250 Franken zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote aus-
gewiesenen Auslagen von Fr. 41.50. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2‘542.30 (9,25 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 41.50 
+ 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der CSS Versicherung AG vom 8. Mai 2014 
aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die CSS 
Versicherung AG zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die CSS Versicherung AG hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2‘542.30 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
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