# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a875a40f-64b6-5cde-ac35-bcf895c86c2d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.08.2025 200 2025 428
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-428_2025-08-25.pdf

## Full Text

KV 200 2025 428 
SCI/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. August 2025

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Gesuchsteller

gegen

Verwaltungsrichterin B.________  
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern
Gesuchsgegnerin

betreffend Ablehnungsbegehren vom 2. Juli 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. August 2025, KV 200 2025 428

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Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Beschwerdeführer bzw. Gesuchsteller) 
erhob mit Eingabe vom 20. November 2024 beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der 
C.________ vom 18. Oktober 2024. Das Beschwerdeverfahren wurde im 
Geschäftsverzeichnis des Verwaltungsgerichts unter der Verfahrensnum-
mer KV 200 2024 XXX registriert und Verwaltungsrichterin B.________ 
(Instruktionsrichterin bzw. Gesuchsgegnerin) zur Verfahrensinstruktion zu-
gewiesen. 

Mit der (nach dreimaliger Fristerstreckung eingereichten) Beschwerdeant-
wort vom 9. April 2025 verlangt die C.________, in Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheids sei im Rahmen einer reformatio in peius 
(Schlechterstellung) der Beschwerdeführer zur Bezahlung der ganzen Be-
handlungskosten, ausmachend Fr. 474.75, zu verpflichten. Eventuell sei 
die Beschwerde abzuweisen, soweit auf diese eingetreten werden könne. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 9. Mai 2025 wurde der Beschwerde-
führer darauf hingewiesen, dass der angefochtene Entscheid zu seinen 
Ungunsten abgeändert werden könnte; zugleich wurde er auf die Möglich-
keit des Beschwerderückzugs aufmerksam gemacht und erhielt Gelegen-
heit zur entsprechenden Stellungnahme. 

Mit Eingabe vom 2. Juni 2025 machte der Beschwerdeführer geltend, nicht 
über die relevanten Unterlagen, insbesondere die von der C.________ an-
geführten Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB), Krankenpflegeversi-
cherung D.________ (KVG, gültig ab dem 1. Januar 2022 bzw. 2023; fort-
an: AVB), zu verfügen. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 4. Juni 2025 wurden die dem Be-
schwerdeführer zur Stellungnahme gesetzte Frist bis zum 16. Juni 2025 
verlängert und ihm zugleich die Akten der C.________ in Kopie zugestellt. 

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Mit Eingabe vom 15. Juni 2025 teilte der Beschwerdeführer dem Gericht 
mit, er habe lediglich die Hälfte der Akten der C.________ erhalten, da 
beim Kopiervorgang offenbar irrtümlich nicht doppelseitig kopiert worden 
sei. 

In der Folge stellte das Gericht dem Beschwerdeführer mit prozessleitender 
Verfügung vom 19. Juni 2025 umgehend erneut eine Kopie der Verwal-
tungsakten zu. Gleichzeitig setzte die Instruktionsrichterin die erstmals mit 
prozessleitender Verfügung vom 9. Mai 2025 gesetzte Frist zur Stellung-
nahme betreffend die Frage der Schlechterstellung neu auf den 7. Juli 2025 
fest. 

Mit Eingabe vom 23. Juni 2025 ersuchte der Beschwerdeführer um eine 
Fristverlängerung um 30 Tage. Diese wurde von der Instruktionsrichterin 
bis zum 6. August 2025 letztmalig bewilligt.

B.

Mit Eingabe vom 2. Juli 2025 beantragt der Beschwerdeführer, die Instruk-
tionsrichterin habe in den Ausstand zu treten. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 7. Juli 2025 sistierte der Abteilungs-
präsident der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern das Verfahren KV 200 2024 XXX und wies 
das Ablehnungsbegehren – registriert unter der Verfahrensnummer 
KV 200 2025 428 – Verwaltungsrichter Schwegler zur Instruktion zu.

Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Juli 2025 wurde der Gesuchsteller 
zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.-- aufgefordert. Dieser 
ging fristgerecht beim Gericht ein. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 11. Juli 2025 wurde der Gesuchsgeg-
nerin Gelegenheit gegeben, zum Ablehnungsgesuch Stellung zu nehmen. 
Sie hat sich nicht geäussert. 

Am 6. August 2025 reichte der Gesuchsteller eine Stellungnahme im Ver-
fahren KV 200 2024 XXX ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Ablehnungs- bzw. Ausstandsbe-
gehrens ist eine Kammer der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung des 
Verwaltungsgerichts, bestehend aus drei Richterinnen und Richtern, unter 
Ausschluss des bzw. der Betroffenen (hier: Gesuchsgegnerin), zuständig 
(vgl. Art. 61 [Ingress] des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. 
Art. 9 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a und 
Art. 56 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-
nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). 

1.2 Gegenstand des Ablehnungsverfahrens und damit zu prüfen ist 
ausschliesslich die Ablehnung der Gesuchsgegnerin im Beschwerdeverfah-
ren KV 200 2024 XXX und dabei insbesondere das Vorliegen von 
Ausstandsgründen gemäss Art. 9 Abs. 1 VRPG.

2.

2.1 Nach Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 
Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) hat 
jede Person Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem unparteiischen, 
unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sach-
fremder Umstände entschieden wird. Voreingenommenheit und Befangen-
heit werden nach der Rechtsprechung angenommen, wenn Umstände vor-
liegen, die bei objektiver Betrachtung geeignet sind, Misstrauen in die Un-
parteilichkeit des Richters zu erwecken. Solche Umstände können entwe-
der in einem bestimmten Verhalten des betreffenden Richters oder in ge-
wissen äusseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur 
begründet sein. Letzteres betrifft vor allem Konstellationen einer Vorbefas-
sung des Richters. Bei der Beurteilung solcher Umstände ist nicht auf das 

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subjektive Empfinden einer Partei abzustellen. Das Misstrauen in die Un-
voreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begründet er-
scheinen. Es genügt, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrach-
tung den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit erwecken. 
Für die Ablehnung wird nicht verlangt, dass der Richter tatsächlich befan-
gen ist (BGE 139 I 121 E. 4.1 S. 123 und E. 5.1 S. 125, 137 I 227 E. 2.1 
S. 229; SVR 2021 UV Nr. 20 S. 97, 8C_491/2020 E. 7.3, 2018 UV Nr. 34 
S. 119, 8C_709/2017 E. 2.1.1).

Der Anschein der Befangenheit kann durch unterschiedlichste Umstände 
und Gegebenheiten erweckt werden. Dazu können nach der Rechtspre-
chung insbesondere vor oder während eines Prozesses abgegebene Äus-
serungen eines Richters zählen, die den Schluss zulassen, dass sich die-
ser bereits eine feste Meinung über den Ausgang des Verfahrens gebildet 
hat (BGE 137 I 227 E. 2.1 S. 229).

Die Rechtsprechung hat wiederholt festgehalten, dass die Ablehnung eines 
Richters in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Justizgewährleis-
tungsanspruch stehe, weshalb der Ausstand die Ausnahme bleiben müsse 
(BGE 116 Ia 32 E. 3b bb S. 40; SVR 2001 UV Nr. 11 S. 41 E. 1a).

2.2 Nach Art. 9 Abs. 1 VRPG (welcher aufgrund von Art. 61 [Ingress] 
ATSG auch im hier betroffenen Sozialversicherungsverfahren einschlägig 
ist) tritt eine Person, die eine Verfügung oder einen Entscheid zu treffen 
oder vorzubereiten oder als Mitglied einer Behörde zu amten hat, in den 
Ausstand, wenn sie in der Sache ein persönliches Interesse hat (lit. a), am 
Vorentscheid mitgewirkt hat (lit. b), mit einer Partei in gerader oder in der 
Seitenlinie bis dem dritten Grade verwandt oder verschwägert oder durch 
Ehe, Kindesannahme, eingetragene Partnerschaft oder faktische Lebens-
gemeinschaft verbunden ist, wobei die Auflösung der Ehe oder der einge-
tragenen Partnerschaft den Ausstandsgrund nicht aufhebt (lit. c), eines 
gesetzlichen Erfordernisses für das Amt verlustig geht (lit. d), eine Partei 
vertritt oder für eine Partei in gleicher Sache tätig war (lit. e) oder aus ande-
ren Gründen in der Sache befangen sein könnte (lit. f).

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3.

3.1 Ausstandsgründe gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. a bis e VRPG (vgl. E. 2.2 
hiervor) liegen hier offensichtlich nicht vor und werden vom Gesuchsteller 
zu Recht auch nicht geltend gemacht. Zu prüfen ist, ob die Gesuchsgegne-
rin aus anderen Gründen im Sinne von Art. 9 Abs. 1 lit. f VRPG in der 
Sache KV 200 2024 XXX befangen sein könnte. 

Der Gesuchsteller macht diesbezüglich geltend, die Gesuchsgegnerin habe 
der C.________ lange Fristverlängerungen für die Einreichung einer Be-
schwerdeantwort gewährt, ihm dagegen nur eine kurze Frist eingeräumt, 
was den Anschein der Befangenheit erwecke (vgl. Eingabe vom 2. Juli 
2025, S. 2 ff., insb. S. 7).

3.2

3.2.1 Soweit der Gesuchsteller in den der C.________ zur Einreichung 
der Beschwerdeantwort und der Akten gewährten Fristverlängerungen im 
Verfahren KV 200 2024 XXX (vgl. Bewilligungen der Fristerstreckungen 
vom 9. Januar 2025, 11. Februar 2025 und 11. März 2025) einen Anschein 
von Befangenheit erblicken will, kann ihm nicht gefolgt werden.

Nach Art. 43 Abs. 1 VRPG können behördlich angesetzte Fristen 
erstreckt werden, wenn vor Ablauf der Frist darum nachgesucht wird; 
gesetzliche Fristen können nicht erstreckt werden (vgl. auch MICHEL DAUM, 
in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 43 N. 3). Das Gericht ent-
scheidet innerhalb der vom Gesetz vorgegebenen Schranken nach pflicht-
gemässem Ermessen über Bewilligung und Verweigerung einer Fristver-
längerung (ZAK 1986 S. 426 E. 1b; Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Bern 100 2018 125 vom 12. September 2018 E. 2.2). Das Verlän-
gern einer Frist setzt zureichende Gründe voraus. Sie sind zumindest 
glaubhaft zu machen und müssen damit nach allgemeiner Lebenserfahrung 
geeignet erscheinen, eine fristgerechte Vornahme der fraglichen Prozess-
handlung zu hindern (DAUM, a.a.O., Art. 43 N. 4). 

Vorliegend wurde die gerichtlich angesetzte Frist zur Einreichung der Be-
schwerdeantwort und der Akten aufgrund der von der C.________ darge-

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legten längeren Abwesenheit ihres Dossierverantwortlichen, der anhalten-
den ausserordentlichen Arbeitsauslastung sowie weiterer unaufschiebbarer 
Fristen dreimal jeweils um 30 Tage erstreckt. Diese Gründe werden in der 
Rechtsprechung als ausreichend anerkannt (vgl. DAUM, a.a.O., Art. 43 
N. 4). Die Erteilung der entsprechenden Fristverlängerungen entspricht 
denn auch der ständigen Praxis dieses Gerichts. Der Gesuchsteller hat 
diesen Fristverlängerungen zudem zu keinem Zeitpunkt widersprochen. 
Unter diesen Umständen können die gewährten Fristverlängerungen bei 
objektiver Betrachtung weder den Anschein der Befangenheit (vgl. Art. 9 
Abs. 1 lit. f VRPG) noch eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV oder Art. 6 
Ziff. 1 EMRK begründen (vgl. E. 2.1 f. hiervor). 

3.2.2 Auch aus den Fristansetzungen gegenüber dem Gesuchsteller er-
geben sich keine Anhaltspunkte, die bei objektiver Betrachtung den An-
schein der Befangenheit der Gesuchsgegnerin begründen könnten.

Dem Gesuchsteller wurde mit prozessleitender Verfügung vom 9. Mai 
2025, welche er am Montag, 12. Mai 2025, in Empfang nahm (vgl. 
Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post, Sendungsnum-
mer: 98.34.XXX), eine Frist bis zum 6. Juni 2025 gesetzt, innerhalb derer er 
sich zur möglichen Schlechterstellung äussern konnte. Erst mit der auf den 
2. Juni 2025 datierten und am 3. Juni 2025 der Schweizerischen Post 
übergebenen Eingabe machte der Gesuchsteller geltend, nicht über die 
massgeblichen Unterlagen, insbesondere die von der C.________ ange-
führten AVB (gültig ab dem 1. Januar 2022 bzw. 2023), zu verfügen (S. 2). 
In der Folge wurde dem Gesuchsteller mit prozessleitender Verfügung vom 
4. Juni 2025, d.h. am Tag des Eingangs seiner Eingabe, die Frist zur Stel-
lungnahme bis zum 16. Juni 2025 verlängert und die Akten der 
C.________ in Kopie zugestellt. Diese hat der Gesuchsteller am 5. Juni 
2025 in Empfang genommen (vgl. Sendungsnummer: 98.34.XXX der 
Schweizerischen Post). Mit Eingabe vom Sonntag, 15. Juni 2025 (Eingang 
beim Gericht am 17. Juni 2025), teilte der Gesuchsteller am Ende der Frist 
dem Gericht mit, er habe nur die Hälfte der Akten der C.________ erhalten, 
da diese offenbar einseitig und nicht doppelseitig kopiert worden seien. 
Anlässlich seiner telefonischen Anfrage bei der Gerichtskanzlei am 11. Juni 
2025 hatte er das Fehlen von Unterlagen nicht erwähnt. In der Folge sand-

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te das Gericht dem Gesuchsteller mit prozessleitender Verfügung vom 
19. Juni 2025 umgehend erneut eine Kopie der Verwaltungsakten zu. 
Gleichzeitig setzte die Gesuchsgegnerin die erstmals mit prozessleitender 
Verfügung vom 9. Mai 2025 gesetzte Frist zur Stellungnahme zur Frage der 
Schlechterstellung neu auf den 7. Juli 2025 fest. Diese prozessleitende 
Verfügung sowie die Akten nahm der Gesuchsteller am 20. Juni 2025 in 
Empfang (vgl. Sendungsnummer: 98.34.XXX der Schweizerischen Post). 
Mit Eingabe vom 23. Juni 2025 stellte er ein Gesuch um erstmalige Frist-
verlängerung um 30 Tage. Dieses Gesuch bewilligte die Gesuchsgegnerin 
bis zum 6. August 2025 und erklärte die Verlängerung als letztmalig. Die 
entsprechende Postsendung hat der Gesuchsteller nach eigenen Angaben 
am 26. Juni 2025 erhalten (vgl. Ablehnungsgesuch vom 2. Juli 2025, S. 6 
Ziff. 14).

3.2.3 Bei den vorliegend massgeblichen Unterlagen der C.________, 
insbesondere den AVB (gültig ab dem 1. Januar 2022 bzw. 2023) handelt 
es sich um Versicherungsdokumente, die dem Gesuchsteller entweder 
direkt von der C.________ übermittelt wurden oder die er vor Vertrags-
schluss bei der C.________ hätte einsehen oder anfordern müssen. Die 
AVB sind integraler Bestandteil des Versicherungsvertrags und werden mit 
dem Vertragsabschluss vom Versicherungsnehmer ausdrücklich akzeptiert. 
Andernfalls würde das Versicherungsunternehmen den Vertrag nicht ab-
schliessen (vgl. dazu Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Versiche-
rungsvertrag vom 2. April 1908 [VVG; SR 221.229.1]). Im vorliegenden 
Verfahren sind sie zudem Teil der Prozessakten der C.________. 

Zwischen dem Erhalt der prozessleitenden Verfügung vom 9. Mai 2025 und 
der letzten Fristverlängerung bis zum 6. August 2025 liegen rund drei Mo-
nate. Mit Erhalt der prozessleitenden Verfügung vom 9. Mai 2025 am 
12. Mai 2025 unter Beilage der Beschwerdeantwort der C.________ erhielt 
der Gesuchsteller Kenntnis von der Ausgangslage hinsichtlich der mögli-
chen Schlechterstellung und konnte sich mit der Argumentation der 
C.________ auseinandersetzen. Spätestens ab dem 20. Juni 2025, d.h. 
rund eineinhalb Monate vor Ablauf der letztlich gesetzten Frist, war er im 
Besitz der vollständigen Akten, insbesondere auch der zur Diskussion ste-
henden AVB. Vor diesem Hintergrund begründet die Entscheidung der Ge-

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suchsgegnerin, das am 23. Juni 2025 gestellte Fristverlängerungsgesuch 
nicht wie vom Gesuchsteller verlangt als erstmaliges Gesuch zu bewilligen, 
sondern stattdessen eine letztmalige Fristverlängerung zu gewähren, nicht 
den Anschein ihrer Befangenheit (vgl. Art. 9 Abs. 1 lit. f VRPG) oder eine 
Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV oder Art. 6 Ziff. 1 EMRK (vgl. E. 2.1 f. 
hiervor). 

3.3 Soweit der Gesuchsteller in seinen Ausführungen auf den Umstand 
der instruktionsrichterlichen Androhung einer möglichen Schlechterstellung 
vom 9. Mai 2025 Bezug nimmt, kann auch daraus keine Befangenheit ab-
geleitet werden. 

Die Gesuchsgegnerin hat über die Beschwerde im Verfahren 
KV 200 2024 XXX bisher nicht materiell entschieden und der Umstand, 
dass am 9. Mai 2025 die Möglichkeit einer drohenden Schlechterstellung 
aufgezeigt wurde, macht sie nach konstanter höchstrichterlicher Recht-
sprechung allein deswegen nicht befangen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
[BGer] 9C_826/2019 vom 22. Juni 2020 E. 3.2, 9C_821/2013 vom 29. Ja-
nuar 2014 E. 6.1.2 und 8C_970/2010 vom 12. Januar 2011 E. 4.3). Um in 
diesem Zusammenhang von einer Befangenheit auszugehen, müssten 
weitere Gründe hinzutreten, namentlich z.B. konkrete Anhaltpunkte, dass 
sich die Gesuchsgegnerin bereits in einer Art festgelegt hat, dass sie einer 
anderen Bewertung der Sach- und Rechtslage nicht mehr zugänglich und 
der Verfahrensausgang deswegen nicht mehr offen erscheint (vgl. 
BGer 8C_970/2010 E. 3.3 mit Verweis auf BGE 131 I 113 E. 3.7.3 S. 124). 
Derartige Gründe sind vorliegend nicht ersichtlich. 

Die Gesuchsgegnerin ist mit der Androhung einer allfälligen reformatio in 
peius der ihrem Amt inhärenten gesetzlichen Pflicht (Art. 61 lit. d ATSG) 
nachgekommen. Der Gesuchsteller muss seinen Entscheid, die Beschwer-
de zurückzuziehen oder aufrechtzuerhalten, im Wissen um die ausschlag-
gebenden Gesichtspunkte treffen können. Denn er trägt das Risiko, dass 
sein Begehren vom Gericht nicht nur abgewiesen wird, sondern er gar 
schlechter gestellt wird als vor der Beschwerdeerhebung. Für das Gericht 
bedeutet dies, dass es bei der Ankündigung der reformatio in peius einen 
Mittelweg zu beschreiten hat, welcher den Anspruch auf rechtliches Gehör 
und den Anspruch des Rechtsuchenden auf unbefangene gerichtliche Be-

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urteilung in gleicher Weise wahrt. Eine "überschiessende", da nicht mit den 
konkreten Erfordernissen der Verfahrensleitung begründbare Festlegung ist 
nicht leichthin anzunehmen, zumal der instruierenden Richterin bei der 
Ausgestaltung verfahrensleitender Verfügungen und ihrer Begründung ein 
erheblicher Gestaltungsspielraum zusteht. Gleiches hat auch im Rahmen 
der Androhung einer reformatio in peius zu gelten (vgl. BGer 8C_970/2010 
E. 4.3). In der besagten prozessleitenden Verfügung vom 9. Mai 2025 zeig-
te die Gesuchsgegnerin lediglich ihre vorläufigen und unpräjudiziellen 
Überlegungen auf, welche explizit auf einem ersten summarischen Akten-
studium basierten. 

3.4 Nach dem Dargelegten bestehen keine Anhaltpunkte, welche einen 
Anschein der Befangenheit oder einer Voreingenommenheit der Gesuchs-
gegnerin zu erwecken vermöchten. Das Ablehnungsbegehren vom 2. Juli 
2025 erweist sich demzufolge als unbegründet und ist abzuweisen. Die 
Akten gehen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zur Fortsetzung 
des Verfahrens KV 200 2024 XXX an die Gesuchsgegnerin zurück.

4.

4.1 Das vorliegende Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 61 Ingress 
ATSG i.V.m. Art. 102 ff. VRPG und Art. 1 des Dekrets vom 24. März 2010 
betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostendekret, VKD; 
BSG 161.12]; vgl. auch BBl 2018 1639). Die Verfahrenskosten bestehen 
aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 Satz 1 VRPG). Die Behörde 
setzt die Gebühr gestützt auf die gesetzliche Gebührenordnung nach 
pflichtgemässem Ermessen fest (Art. 103 Abs. 2 VRPG). Die Gebühren für 
die Beurteilung von Streitigkeiten durch das Verwaltungsgericht betragen 
auf dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts Fr. 200.-- bis Fr. 2'500.-- 
(Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 51 lit. e VKD).

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Gesuchsteller zur Bezahlung 
aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe zu entnehmen.

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4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Ge-
suchsteller keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 
KVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). Die Gesuchsgegnerin war 
im Rahmen ihrer amtlichen Funktion Partei im Verfahren und es sind ihr 
keine Kosten entstanden, weshalb ebenfalls kein Entschädigungsanspruch 
besteht. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Das Gesuch vom 2. Juli 2025 um Ablehnung von Verwaltungsrichterin 
B.________ im Verfahren KV 200 2024 XXX wird abgewiesen.

2. Die Akten gehen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 
zur Fortsetzung des Verfahrens KV 200 2024 XXX an die Gesuchs-
gegnerin zurück.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Gesuchsteller zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen:
- A.________ (R)
- Verwaltungsrichterin B.________ 
- Bundesamt für Gesundheit (R)

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.