# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e5915ee-c728-53eb-bf68-40c960c09af0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.09.2021 720 21 176/266
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-176-266_2021-09-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. September 2021 (720 21 176 / 266) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Abweisung der Beschwerde; Aufgrund des vorliegenden Beschwerdebilds wird eine bi-

disziplinäre Begutachtung einer polydisziplinären Begutachtung vorgezogen. Bezüglich 

der ausgewählten Gutachter sind keine Ausstands-, Ausschliessungs- oder Ableh-

nungsgründe ersichtlich. 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Jeannine Gass 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Gutachten  
 
 
 
A. Der 1984 geborene A.____ meldete sich am 30. März 2011 unter Verweis auf Schul-
terschmerzen aufgrund eines Arbeitsunfalles bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an. Nach einem weiteren Unfall im Mai 2014 leistete die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) diverse berufliche Massnahmen und richtete A.____ für die Dauer der 

 

 
 
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Massnahmen ein IV-Taggeld aus. Infolge erfolgloser Beendigung der Umschulung leitete die IV-
Stelle das Dossier zur Prüfung weiterer Ansprüche intern weiter.  
 
Zwischenzeitlich lehnte die Suva einen allfälligen Rentenanspruch aus der obligatorischen Un-
fallversicherung mit Verfügung vom 14. Juli 2017 ab. Mit Urteil vom 19. Dezember 2019 wurde 
die Ablehnung gerichtlich bestätigt (Urteil des Kantonsgerichts 725 19 135 / 323).  
 
B. Am 15. Dezember 2020 kündigte die IV-Stelle A.____ eine bidisziplinäre Begutachtung 
bei Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie sowie Allgemeine Innere Medizin, und Dr. med. 
C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, an. In der Folge erklärte sich der Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, mit der Wahl der Gutachter nicht einverstanden 
und verlangte eine anfechtbare Verfügung. Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Zwischenverfügung vom 30. April 2021 
mit, an der Wahl der Gutachter festzuhalten.  
 
C. Hiergegen erhob A.____, erneut vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 
3. Juni 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Er beantragte, in Aufhebung der Zwischenverfügung vom 30. April 2021 sei die IV-
Stelle unter o/e-Kostenfolge zu verpflichten, ein polydisziplinäres Gutachten (insbesondere mit 
den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Orthopädie und Psychiatrie) 
einzuholen. Eventualiter seien andere Gutachter für die Erstellung eines bidisziplinären rheuma-
tologisch-psychiatrischen Gutachtens zu beauftragen. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Juni 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 1 Abs. 3 lit. g VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung durch 
Präsidialentscheid über Beschwerden gegen selbständig anfechtbare prozess- und verfahrens-
leitende Verfügungen gemäss Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000. Bei der vorliegend angefochtenen 

 

 
 
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Zwischenverfügung der IV-Stelle vom 22. Januar 2019 handelt es sich um eine solche verfah-
rensleitende Verfügung im Sinne der genannten Bestimmung. Die Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde fällt somit in die Kompetenz der präsidierenden Person des Kantonsgerichts, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht. 
 
2. Streitig ist zunächst, ob die IV-Stelle zu Recht eine bidisziplinäre Begutachtung ange-
ordnet hat.  
 
2.1 Laut Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. So-
weit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, 
hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 
 
2.2 Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare 
gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversiche-
rung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen 
Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im Rahmen der Verfahrensleitung hat er 
einen grossen Ermessensspielraum hinsichtlich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit 
von medizinischen Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtsla-
ge. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherer den Sachverhalt soweit zu 
ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 360 E. 5b) entscheiden kann. Dabei kommt 
Sachverständigengutachten eine massgebende Rolle zu (Urteil des Bundesgerichts vom 12. 
März 2010, 9C_28/2010, E. 4.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Um zu prüfen, ob eine polydisziplinäre oder bloss bidisziplinäre Expertise einzuholen ist, 
müsste die vorliegende medizinische Aktenlage auf ihre Vollständigkeit und Schlüssigkeit hin 
überprüft werden. Eine eingehende Überprüfung der medizinischen Aktenlage würde aber dazu 
führen, dass der Endentscheid im Hinblick auf die Beurteilung der medizinischen Sachlage 
weitgehend präjudiziert würde. Unter Berücksichtigung, dass die Verfahrenshoheit bis zum Ab-
schluss des Verwaltungsverfahrens bei der IV-Stelle liegt und ihr deshalb im Rahmen der Ver-
fahrensleitung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweck-
mässigkeit von medizinischen Erhebungen zukommt, muss im vorliegenden Verfahren die rich-
terliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- resp. 
Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben. Entscheidend ist, ob die Gründe, die der Beschwer-
deführer für die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen anführt, plausibel erschei-
nen. Demnach greift das Gericht bei der Frage der Notwendigkeit einer Begutachtung in das 
Ermessen der mit der Abklärung betrauten Verwaltung nur dann ein, wenn klar erkennbare 
Fehleinschätzungen vorliegen, eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre 
oder Anhaltspunkte bestehen, dass sich die IV-Stelle bei ihrem Entscheid von sachfremden 
Motiven leiten liess (vgl. Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGE 
SV] vom 10. Mai 2012, 720 11 393 E. 3 und 720 11 441 E.3). 
 

 

 
 
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2.4 Polydisziplinäre Gutachten, das heisst solche, an denen drei oder mehr Fachdisziplinen 
beteiligt sind, haben nach dem Wortlaut von Art. 72bis Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden-
versicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das 
Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Gemeint sind die 
MEDAS im Sinne von Art. 59 Abs. 3 IVG. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufalls-
prinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat das BSV die webbasierte Vergabe-
plattform SuisseMed@P eingerichtet, über welche der gesamte Verlauf der Gutachtenseinho-
lung gesteuert und kontrolliert wird (vgl. SuisseMed@P: Handbuch für Gutachter- und IV-Stellen 
= Anhang V des Kreisschreibens über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], Stand 
1. Januar 2017; http://www.suissemedap.ch). Bei mono- und bidisziplinären Gutachten dagegen 
werden die Aufträge nicht nach diesem System vergeben. Damit ist der Kreis der in Frage 
kommenden Sachverständigen hier weitaus grösser (z.B. Universitätskliniken, frei praktizieren-
de Ärzte und Gutachter; BGE 137 V 210 E. 3.1.1). 
 
2.5 Es existieren keine festen Kriterien zur allgemeingültigen Abgrenzung der Anwendungs-
felder der verschiedenen Kategorien von Expertisen. Die grosse Vielfalt von Begutachtungssi-
tuationen erfordert Flexibilität. Nach neuerer Rechtsprechung (BGE 139 V 352 E. 3.2) lassen 
sich jedoch die jeweiligen Einsatzbereiche wie folgt umreissen: Die umfassende administrative 
Erstbegutachtung wird regelmässig polydisziplinär und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine 
direkte Auftragserteilung soll die Ausnahme bleiben. Eine polydisziplinäre Expertise ist auch 
dann einzuholen, wenn der Gesundheitsschaden zwar bloss als auf eine oder zwei medizini-
sche Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch 
nicht vollends gesichert ist. In begründeten Fällen kann von einer polydisziplinären Begutach-
tung abgesehen und lediglich eine mono- oder bidisziplinäre Exploration durchgeführt werden, 
sofern die medizinische Situation offenkundig ausschliesslich ein oder zwei Fachgebiete be-
schlägt und ausserdem weder weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B. internistischer Art) notwen-
dig sind noch ein besonderer arbeitsmedizinischer bzw. eingliederungsbezogener Klärungsbe-
darf besteht (zur Interdisziplinarität der Begutachtung vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Diese Vo-
raussetzungen sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung vor allem bei Verlaufsgutachten 
erfüllt (BGE 139 V 352 E. 3.2). 
 
3.1 Der Beschwerdeführer führt an, dass durch eine rheumatologisch-psychiatrische Begut-
achtung nicht sämtlichen gesundheitlichen Problemen (wie bspw. der diagnostizierten Diabetes 
mellitus, Typ 2) Rechnung getragen würde. Weiter sei es auch Aufgabe eines Gutachtens zur 
Frage Stellung zu nehmen, ob der Gesundheitszustand durch medizinische Massnahmen ver-
bessert werden könne, was in den Fachbereich der Orthopädie falle. 
 
3.2 Die IV-Stelle hält dem entgegen, dass sich weder eine internistische noch eine orthopä-
dische Begutachtung aufdrängen würde. Dabei stützt sie sich in ihrer Zwischenverfügung vom 
30. April 2021 auf die Beurteilungen des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) beider Basel 
vom 9. Juni 2021. Nach Beurteilung des RAD-Arztes Dr. D.____, Facharzt für Allgemeinmedi-
zin, sei gemäss dem Bericht von Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
2. November 2020 die Diagnose Diabetes mellitus, Typ 2, komplikationslos und den Diagnosen 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zuzuordnen. Auch im Bericht der Klinik F.____ in 

 

 
 
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X.____ vom 9. Juni 2020 werde die Diagnose als nicht entgleist bezeichnet und lediglich als 
Nebendiagnose aufgeführt. Von versicherungsmedizinischer Seite her könne daher mit Sicher-
heit gesagt werden, dass die erwähnte Diabetes mellitus keine quantitativen Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit habe, bei entsprechender Compliance sehr gut behandelbar sei und somit 
keine Notwendigkeit einer polydisziplinären Abklärung bestehe.  
 
Weiter würden Beschwerden im Bereich der Schulter und des Fersenbeins in den Fachbereich 
eines Rheumatologen fallen, während die Orthopädie eher im Zusammenhang mit der hier nicht 
interessierenden Frage der Therapie zuständig sei. Die Notwendigkeit eines orthopädischen 
Gutachtens in Ergänzung einer rheumatologischen Begutachtung werde aus versicherungsme-
dizinischer Sicht nicht gesehen, da es im Wesentlichen um die Feststellung der funktionellen 
Ressourcen und Defizite gehe, um daraus die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit abzuleiten. 
Zusammenfassend fänden sich aus medizinischer Sicht keine Gründe für eine Ausdehnung der 
gutachterlichen Abklärung. 
 
3.3 Den Ausführungen der Beschwerdegegnerin kann gefolgt werden. Bezüglich der Not-
wendigkeit einer internistischen Begutachtung stützt sich die IV-Stelle zu Recht auf die Berichte 
von Dr. E.____ vom 2. November 2020 und der Klinik F.____ vom 9. Juni 2020 gemäss wel-
chen es sich bei der vorliegenden Diabetes mellitus, Typ 2 (gemäss Austrittsbericht der Klinik 
F.____ Typ 1 [recte Typ 2]), lediglich um eine Nebendiagnose ohne Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit handle. Argumente, welche für eine internistische Begutachtung sprechen, wer-
den mit Ausnahme, dass eine Diabetes mellitus, Typ 2, vorliege, vom Beschwerdeführer nicht 
vorgebracht. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die vorliegende Diabetes mellitus 
Typ 2 wird zudem nicht behauptet. Mithin kann den Ausführungen der Beschwerdegegnerin 
gestützt auf den Bericht von Dr. D.____ gefolgt werden, wonach sich eine internistische Begut-
achtung nicht aufdrängt. 
 
Auch bezüglich der geforderten orthopädischen Begutachtung ist der Beschwerdegegnerin zu-
zustimmen. Wie das Bundesgericht im Urteil vom 6. Juni 2011, 9C_134/2011, E. 3.3 ausführt, 
stehen die Disziplinen Orthopädie und Rheumatologie nicht etwa für unterschiedliche Konzepte. 
Vielmehr scheint sich – im Sinne einer praktischen Aufgabenteilung – für die Einschätzung der 
funktionellen Auswirkungen von Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates, welche für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit relevant sind, der Beizug der Rheumatologie durchzusetzen, 
während die Orthopädie eher im Zusammenhang mit Fragen der Therapie zuständig ist. Da es 
invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich einzig auf die Auswirkungen einer Erkrankung auf 
die Arbeitsfähigkeit ankommt, nicht auf die Therapiemöglichkeiten einer Erkrankung, und dies 
mit einem rheumatologischen Gutachten geklärt werden kann, ist eine orthopädische Begutach-
tung vorliegend nicht unerlässlich.  
 
4. Als Zwischenergebnis bleibt festzuhalten, dass die IV-Stelle zu Recht eine bidisziplinäre 
rheumatologische und psychiatrische Begutachtung angeordnet hat.  
 
5. Streitig ist im Weiteren, ob die beauftragten Gutachter Dr. B.____ und Dr. C.____ für die 
Erstellung eines bidisziplinären Gutachtens im vorliegenden Fall geeignet sind. 

 

 
 
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6.1 Da bidisziplinäre Gutachtensaufträge nicht nach den Vorgaben von Art. 72bis Abs. 1 IVV 
zu erfolgen haben, ist die IV-Stelle grundsätzlich frei in der Wahl eines unabhängigen Gutach-
ters des jeweiligen Sachgebiets (vgl. E. 3.4 hiervor). 
 
6.2 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder 
eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei, deren oder dessen Na-
men bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen oder Gegenvorschläge 
machen (Art. 44 ATSG). Als triftige Gründe kommen unter anderem die Ausschliessungs- und 
Ablehnungsgründe nach Art. 34 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 sowie nach Art. 36 Abs. 1 ATSG in Betracht. Wegen der herausragenden Bedeu-
tung der Unabhängigkeit der Sachverständigen sind im Sozialversicherungsverfahren triftige 
Gründe auch in weiteren Fällen zu bejahen, etwa wenn es einem Gutachter oder einer Gutach-
terin im konkreten Fall an der erforderlichen Kompetenz fehlt, wenn die begutachtende Person 
aus persönlichen Gründen als nicht geeignet erscheint oder nicht über die erforderliche Sach-
kenntnis verfügt (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 44 
Rz. 510 f.). 
 
6.3 Der Beschwerdeführer macht bezüglich der vorgesehenen Begutachtung durch 
Dr. B.____ geltend, dass sich dieser auf seiner Homepage zwar als zertifizierter Medizinischer 
Gutachter der Swiss Insurance Medicine (SIM) bezeichne, allerdings nicht im Online Register 
der SIM aufgeführt sei, weshalb kein Nachweis vorliege, dass Dr. B.____ die Aus- bzw. Weiter-
bildungsvorschriften der SIM erfülle. Daher werde bestritten, dass Dr. B.____ nach wie vor zerti-
fizierter medizinischer Gutachter SIM ist. Er sei somit nicht geeignet, die Begutachtung durchzu-
führen. Zudem werde bezweifelt, dass Dr. B.____ über die notwendige Kompetenz bzw. Sach-
kenntnis verfüge, um die Folgen eines implantatassoziierten Infekts und eines Komplexen Re-
gionalen Schmerzsyndroms (CRPS) beurteilen zu können. 
 
Im Weiteren werde auch Dr. C.____ als Gutachter abgelehnt, da dieser nicht mehr klinisch tätig 
sei und daher nicht zur Begutachtung befähigt sei.  
 
6.4 Für die fachliche Kompetenz ist massgebend, dass der Gutachter oder die Gutachterin 
nach bestem sachverständigem Wissen vorgeht (KIESER, a.a.O., Art. 44 Rz. 51). Relevant dafür 
ist die Ausbildung des Gutachters oder der Gutachterin, sowie deren Fachkenntnisse im zu be-
gutachtenden Gebiet, welche sich anhand von absolvierten Fort- bzw. Weiterbildungen sowie 
anhand der veröffentlichten Publikationen und der bisherigen Tätigkeit als Gutachter/in beurtei-
len lässt. Die Mitgliedschaft bei der SIM ist nicht vorausgesetzt. Den Ausgangspunkt bei jeder 
Auftragserteilung bildet die Prüfung, ob die gutachterlich zu bearbeitenden Fragen dem Fachbe-
reich entsprechen, den die beauftragte sachverständige Person in besonderem Masse kennt. 
Bei der Auftragsvergabe besteht für die IV-Stelle bei bidisziplinären Gutachten ein relativ gros-
ser Ermessensspielraum, in den das Gericht nicht ohne Not eingreift. Im Gegenzug hat die 
sachverständige Person das Recht bzw. die Pflicht, einen entsprechenden Antrag abzulehnen, 
wenn sie aus fachlichen oder sonstigen Gründen nicht in der Lage ist, den Auftrag entspre-
chend auszuführen (BABIC IVANA, Das psychiatrische Gutachten im Strafverfahren, unter Be-

 

 
 
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rücksichtigung rechtlicher, medizinischer und ethischer Aspekte, Zürich/Basel/Genf 2019 [= 
ZStStr 101], S. 95). 
 
6.5 Dr. B.____ verfügt über zwei Facharzttitel FMH für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, eine eigene Praxis und umfassende Erfahrung als Gutachter im Fachgebiet der 
Rheumatologie. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Gutachter kam er – wie dem Kantonsbericht 
bekannt ist – bereits mehrfach mit der Diagnose eines CRPS in Kontakt. Im Weiteren ist auf-
grund der langjährigen Erfahrung von Dr. B.____ als Arzt und Gutachter davon auszugehen, 
dass er Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparats, die in den Fachbereich der Rheu-
matologie fallen, würdigen und deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ordentlich abschätzen 
kann. Schliesslich bleibt anzumerken, dass für Dr. B.____ die Pflicht besteht, einen Auftrag ab-
zulehnen bzw. darauf hinzuweisen, sollte die Beurteilung der vorliegenden medizinischen Prob-
lematik seine Beurteilungskompetenz übersteigen. Insgesamt sind keine Anhaltspunkte ersicht-
lich, die die Kompetenz von Dr. B.____ bezüglich der Beurteilung der Beschwerden des Be-
schwerdeführers in Frage stellen. 
 
Soweit der Beschwerdeführer die Eignung von Dr. C.____ für die psychiatrische Beurteilung in 
Frage stellt, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. C.____ ist ein SIM zertifizier-
ter medizinischer Gutachter mit Facharzttitel FMH in Psychiatrie und Psychotherapie. Voraus-
setzung um ein SIM Zertifikat zu erhalten, ist die regelmässige Fortbildung zum Zweck des Er-
halts des Fachwissens sowie fachbezogener Fähigkeiten und Fertigkeiten. Der Fortbildungs-
nachweis muss alle fünf Jahre erbracht werden (https://www.swiss-insurance-
medicine.ch/de/zertifizierte-fachpersonen/rezertifizierung zuletzt besucht am 31. August 2021). 
Die Mitgliedschaft bei der SIM belegt somit die Befähigung von Dr. C.____ als Gutachter tätig 
zu sein, auch wenn aktuell keine klinische Tätigkeit ausgeübt wird. 
 
6.6 Zusammenfassend sind somit keine Ausstands-, Ausschliessungs- oder Ablehnungs-
gründe ersichtlich, die gegen eine Begutachtung durch Dr. B.____ und Dr. C.____ sprechen.  
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten 
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-
- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher 
Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskoten in Berücksichtigung 
des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 400.- fest. Nach § 20 Abs. 3 des kan-
tonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in an-
gemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind.  Diese werden mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in Höhe von Fr. 400.-- verrechnet. 
 
7.2 Dem Prozessausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
 

 

 
 
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8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Beim vorliegenden Entscheid 
handelt es sich um einen selbständig eröffneten Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Dem-
nach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-
gericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese 
erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt 
unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von 
Fr. 400.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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