# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57b75dc5-4c73-52bd-892f-78f85d0db77e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 14.09.2021 IV 2019/241
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-241_2021-09-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/241

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 02.03.2022

Entscheiddatum: 14.09.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 14.09.2021
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung. Prüfung 
eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären 
Gutachtens. Prozentvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 14. September 2021, IV 2019/241).

Entscheid vom 14. September 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb

Geschäftsnr.

IV 2019/241

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich im Mai 2015 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie gab an, sie habe in B.___ 5 Jahre die 

Grundschule besucht. Eine Berufsausbildung habe sie nicht absolviert. Sie leide an 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne 

psychotische Symptome, und an einem Verdacht auf eine posttraumatische 

Belastungsstörung. Sie befinde sich seit dem 30. März 2015 in der psychiatrischen 

Klinik in C.___. Die Arbeitgeberin gab im Juni 2015 an (IV-act. 8), die Versicherte habe 

vom 1. Oktober 2013 bis zum 31. Dezember 2014 als Mitarbeiterin Küche/Service 

gearbeitet. Zuletzt sei sie in einem 30%-Pensum (bei 13.5 Stunden pro Woche) tätig 

gewesen und habe dabei einen Jahreslohn von Fr. 13'185.60 erzielt.

A.a. 

Am 8. Oktober 2015 berichteten die Fachärzte der Psychiatrie Klinik C.___ 

gegenüber der Psychiatrie D.___ (IV-act. 18), die Versicherte sei vom 30. März bis zum 

5. August 2015 hospitalisiert gewesen. Folgende Diagnosen seien erhoben worden: 

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische 

Symptome, und abhängige, ängstliche Persönlichkeitsstörung. Bis zum 9. August 2015 

bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Am 3./19. November 2015 berichteten die 

Fachärzte der Psychiatrie D.___ gegenüber der IV-Stelle (IV-act. 20), die Versicherte 

leide an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung, an einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung, an einer schweren depressiven Episode und an 

dissoziativen Störungen. Diese Diagnosen bestünden bereits seit dem Erstgespräch 

vom 12. Mai 2014. Die Versicherte sei in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit (Aushilfe in 

Restaurants) vom 1. August 2014 bis. zum 15. Januar 2015 zu 70%, vom 16. Januar 

bis zum 15. März 2015 zu 50% und ab dem 16. März 2015 bis dato zu 100% 

A.b. 

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arbeitsunfähig gewesen. Auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei die 

Versicherte derzeit nicht arbeitsfähig. Am 15. Juni 2016 berichteten die Fachärzte der 

Psychiatrie D.___ von unveränderten Diagnosen (IV-act. 23). Seit dem stationären 

Aufenthalt in der Klinik C.___ im Sommer habe sich der psychiatrische Zustand nicht 

verbessert, sondern chronifiziert. Die somatoforme Schmerzstörung sei stärker in den 

Vordergrund getreten. Auch die schwere depressive Episode sei noch aktuell, teils 

bzw. immer wieder mit intermittierenden Suizidgedanken bis hin zu Suizidplänen. Die 

Versicherte sei aufgrund der sehr starken Schmerzen an verschiedenen Körperstellen, 

die bis zur Unbeweglichkeit führten, der schnellen Ermüdbarkeit und der starken 

Erschöpfung sowie der generellen Kraftlosigkeit und der Einschränkung der 

Vitalgefühle in der Arbeitsfähigkeit massiv eingeschränkt. Sowohl bei der Präsenz als 

auch bei der Leistungsfähigkeit seien schwere Einschränkungen vorhanden. Die 

emotionale Labilität, die Überflutungen (Intrusionen) bis hin zu dissoziativen Reaktionen 

und die starke Vergesslichkeit verunmöglichten ein zuverlässiges Arbeiten. Die 

Versicherte sei sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in adaptierten 

Tätigkeiten voll arbeitsunfähig. Eine Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit sei kurz- oder 

mittelfristig nicht absehbar. Am 14. März 2017 berichteten die Fachärzte der Klinik 

E.___ gegenüber dem Psychiatriezentrum F.___ (IV-act. 38), die Versicherte sei vom 2. 

Januar bis zum 11. Februar 2017 hospitalisiert gewesen. Sie gaben an, folgende 

Diagnosen erhoben zu haben: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode, posttraumatische Belastungsstörung, chronische 

Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren, Nikotinabusus, 

degenerative Wirbelsäulenerkrankung im Zervikal- und Thorakalbereich, Restless-Legs-

Syndrom, arterielle Hypotonie, Hypothyreose. Vom 2. Januar bis zum 26. Februar 2017 

habe eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden.

Am 30. März 2017 berichtete Dr. med. G.___ (IV-act. 40), Facharzt für 

Neurochirurgie, die Versicherte leide an einem chronifizierten Schmerzsyndrom der 

HWS mit Ausstrahlung in die rechte obere Extremität, gemischt nozizeptiv 

neuropathisch mit/bei einer Osteochondrose, betont HWK 4-6, und einer aktivierten 

Osteochondrose HWK 5/6 und einer knapp hochgradigen osteodiskalen 

Spinalkanalstenose HWK 5/6 mit einer bilateralen neuroforaminalen Enge und einer 

rechtsführenden Kompression der Spinalnerven C6 beidseits. Aufgrund der 

A.c. 

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hochgradigen Stenose im Segment C5/C6 sei ein neurochirurgisches Vorgehen zu 

diskutieren, was die Versicherte aber aufgrund der aktuell starken psychischen 

Belastung nicht wünsche. Paresen oder Myelopathiezeichen lägen nicht vor. Eine 

Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. eine Erhöhung der Einsatzfähigkeit sei 

aufgrund der Schmerzen und der starken psychischen Belastung aktuell nicht möglich. 

Am 20. August 2017 reichte der Hausarzt Dr. med. H.___ (IV-act. 46), Facharzt für 

Allgemeinmedizin FMH, unter anderem Berichte des Departements für Innere Medizin 

des Kantonsspitals St.Gallen vom 10. September 2014 (IV-act. 46-13 ff.) und vom 11. 

November 2016 ein (IV-act. 46-8 ff.) ein. Im Bericht vom 10. September 2014 hatten die 

Fachärzte angegeben, die Versicherte leide an unklaren rechtsseitigen 

Oberbauchschmerzen (DD: funktional) und einem Status nach near total 

Thyreoidektomie 06/2006 bei Morbus Basedow. Die Laborparameter (inkl. Troponin) 

seien normal gewesen, einzig im Urin habe sich eine (wahrscheinlich menstruelle) 

Mikrohämaturie gezeigt. Nachdem eine sonographische perihepatische Aszites und 

eine unklare DHC-Erweiterung auf max. 9mm gefunden worden seien, sei eine 

computertomographische Kontrolle erfolgt, in welcher sich (physiologisch) wenig freie 

Flüssigkeit im kleinen Becken, wiederum eine unklare Erweiterung der intrahepatischen 

Gallenwege und ein erweiterter DHC gezeigt hätten. Hinweise auf Steine seien nicht 

vorhanden gewesen. Die endosonographische Kontrolle habe unauffällige lokale 

Verhältnisse (insbesondere Pankreaskopf und Papille) gezeigt. Eine vorgängige 

Gastroskopie sei unauffällig gewesen. Die DHC-Erweiterung sei bei fehlender anderer 

Ursache als opiatbedingt anzunehmen. Bei der Entlassung habe sich klinisch weiterhin 

eine leicht regrediente Oberbauchdolenz rechts gezeigt, welche aber am ehesten 

funktionell gewesen sei. Im Austrittsbericht vom 11. November 2016 hatten die 

Fachärzte folgende Diagnosen erhoben: Chronisches Schmerzsyndrom, depressive 

Störung und Status nach near total Thyreoidektomie 06/2006 bei Morbus Basedow. 

Sie hatten ausgeführt, die Versicherte sei vom 4. bis zum 7. November 2016 voll 

arbeitsunfähig gewesen und habe am 7. November 2016 in einem ordentlichen 

Allgemeinzustand wieder entlassen werden können. Am 29. März 2018 berichteten die 

Fachärzte der Psychiatrie D.___ (IV-act. 62) von grundsätzlich unveränderten 

Diagnosen. Sie führten aus, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten seit 

dem letzten Bericht vom 15. Juni 2016 weiter chronifiziert und verschlechtert habe. 

Aufgrund des schweren, komplexen, chronifizierten Beschwerdebildes mit 

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somatischen und psychischen, sich gegenseitig ungünstig beeinflussenden 

Einschränkungen und dem ungünstigen Verlauf mit Beschwerdezunahme bzw. 

Chronifizierung/Therapieresistenz sei die Prognose ungünstig. Nach wie vor bestehe 

eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten. Eine Besserung sei nicht 

absehbar.

Am 4. Juli 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit (IV-act. 64), dass sie zur 

Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medizinische Untersuchung (Allge­

meine/Innere Medizin, Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie) als notwendig erachte. 

Am 28. Dezember 2018 erstattete die SMAB AG St.Gallen (nachfolgend: SMAB) ein 

polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 72). Die Sachverständigen führten aus, mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit leide die Versicherte an einer rezidivierenden 

depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode. Ohne Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit erhoben sie folgende Diagnosen: Posttraumatische Belastungsstörung, 

psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten 

Krankheiten, chronische rezidivierende Cervikobrachialgie (bds., re > li), MRI-

beschriebene foraminale Stenose C5/6 (MRI der HWS vom 09.06.2016), chronisch 

rezidivierende Thorakolumbalgie, Zustand nach Struma-Resektion 2006 bei Morbus 

Basedow, Laktoseintoleranz, Zustand nach Helicobacter pylori-positiver Dyspepsie 

ohne weiteres organische Korrelat 2013, Restless-Legs-Syndrom und Verdacht auf 

beginnendes Karpaltunnelsyndrom beidseits. In der bisherigen wie auch in einer 

adaptierten Tätigkeit sei die Versicherte spätestens seit der aktuellen Begutachtung zu 

80% arbeitsfähig (8.5 Stunden täglich; Rendement reduziert um 20%). Der 

psychiatrische Sachverständige führte aus, im Vordergrund des Beschwerdeerlebens 

stünden für die Versicherte die Schmerzen. Diese hätten in ganz erheblichem Ausmass 

durchaus einen organmedizinischen Hintergrund. Im aktuellen orthopädischen 

Gutachten seien die Diagnosen chronische zervikobrachiale Schmerzen bei 

degenerativen Veränderungen, foraminale Stenose C5/6 im MRI der HWS vom 

09.06.2016, chronische Thorakolumbalgie bei Wirbelsäulenfehlstatik und muskuläre 

Dysbalance angegeben worden. Darüber hinaus liege eine psychogene Überlagerung 

vor dem Hintergrund deutlich erkennbarer psychosozialer Belastungsfaktoren vor. Die 

Versicherte habe angegeben, dass die Schmerzen zwar bereits seit zehn Jahren 

bestünden; zu einer deutlichen Ausweitung sei es aber vor vier Jahren vor dem 

A.d. 

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Hintergrund einer sehr erheblichen psychosozialen Belastung gekommen. Die 

Versicherte sei damals im Zusammenhang mit Problemen der heranwachsenden 

Tochter in eine zunehmende Krise geraten. Die Tochter habe Alkohol und Drogen 

konsumiert und an ADHS gelitten. Anfang 2015 habe die Versicherte zudem ihre 

Arbeitsstelle verloren, was zu finanziellen Sorgen und Belastungen geführt habe. Zu 

diskutieren sei, ob gegebenenfalls eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

vorliege. Diese Diagnose setze gemäss ICD-10 unter anderem voraus, dass emotionale 

Konflikte und psychosoziale Belastungen die Hauptursache seien sowohl für die 

Entstehung als auch für den Verlauf des Schmerzsyndroms. Das sei bei der 

Versicherten nicht der Fall. Weiter sei ein andauernder, schwerer und quälender 

Schmerz vorausgesetzt. Ein Schmerz mit diesem Ausmass ergebe sich bei der 

Versicherten vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sie durchaus positiv besetzten 

Aktivitäten nachgehe, regelmässig soziale Kontakte wahrnehme und ihren Haushalt 

(einschliesslich schwerer Arbeiten) vollständig selbständig verrichte, nicht. Eine 

psychogene Schmerzüberlagerung unterhalb des Schweregrades einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung sei in der ICD-10 schwierig abzubilden; am ehesten 

ergebe sich hier folgende Diagnose: Psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren 

bei andernorts klassifizierten Krankheiten. Weiter bestehe ein depressives 

Zustandsbild, das aber von leichter Ausprägung sei. Der Antrieb sei leicht vermindert. 

Die Versicherte gehe positiv besetzten Aktivitäten nach; ein Verlust von Interesse und 

Freude sei nicht festzustellen. Daher ergebe sich allenfalls die Diagnose einer leichten 

Episode bei rezidivierender depressiver Störung. Vor dem Hintergrund einer 

dramatischen Flucht aus B.___ nach I.___ vor etwa 15 Jahren einschliesslich einer 

Schiffshavarie sowie einer erlebten gewalttätigen Ehe liege bei der Versicherten eine 

posttraumatische Belastungsstörung vor mit einer gering ausgeprägten Symptomatik. 

Die Versicherte habe berichtet, dass immer noch Bilder von der Situation, in welcher 

das Schiff verunfallt sei und stark geschwankt habe, hochkämen, insbesondere dann, 

wenn sie am Meer oder an grossen Gewässern sei; sie würden dann aber nur wenige 

Sekunden aufblitzen. Ganz selten kämen solche Bilder ohne den Trigger grosser 

Gewässer vor. Auch sich aufdrängende Erinnerungen an die in der Ehe erlebte Gewalt 

könne die Versicherte rasch beiseitelegen. Insgesamt seien die Kriterien für eine 

posttraumatische Belastungsstörung zwar erfüllt, die Störung sei aber nur mässig 

ausgeprägt. Gegen eine stärker ausgeprägte Symptomatik spreche auch, dass die 

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Versicherte in der Untersuchungssituation ruhig, sachlich und detailliert über die 

genannten traumatischen Ereignisse habe berichten können. Die Versicherte traue sich 

eine berufliche Tätigkeit nicht zu, was aber diskrepant zu ihrem Aktivitätenniveau in den 

Bereichen Freizeit und Haushalt sei. Die unsichere berufliche Situation bilde eine 

Belastung für die Versicherte. Ressourcen bildeten die (neue) Partnerschaft und die 

guten sozialen Kontakte innerhalb ihrer Familie (sie telefoniere jeden zweiten Tag mit 

der Tochter, habe ferner zu ihren drei Brüdern und sieben Schwestern gute Kontakte, 

wenn auch nur telefonisch und per WhatsApp). Fähigkeitsstörungen seien in den 

Bereichen Durchhaltefähigkeit, Flexibilität, Umstellungs- und 

Selbstbehauptungsfähigkeit vorhanden. Im Rahmen des Belastungsprofils führte der 

psychiatrische Sachverständige aus, für die Versicherte seien überwiegend 

sachbetonte, gleichmässige, gut strukturierte Tätigkeiten ohne besonderen Zeitdruck 

und ohne erhöhte Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit geeignet. Aufgrund 

der posttraumatischen Symptomatik kämen Tätigkeiten, die einen Bezug zu Gewalt 

hätten (z.B. Tätigkeiten in der Security), nicht in Frage. Zusammenfassend sei nur 

aufgrund der noch vorliegenden leichten depressiven Episode eine Verminderung der 

Arbeitsfähigkeit im Umfang von 20% gegeben. Die posttraumatische 

Belastungsstörung sei eher mässig ausgeprägt, die Symptomatik sei geringgradig; 

hieraus ergebe sich nur eine qualitative Verminderung der Arbeitsfähigkeit. Aufgrund 

der Schmerzsymptomatik sei keine gravierende Beeinträchtigung hinsichtlich der 

Alltagsfunktion erkennbar; die Versicherte erledige ihren Haushalt (auch schwere 

Hausarbeiten) vollständig selbständig, gehe durchaus positiv besetzten Aktivitäten 

nach und nehme soziale Kontakte wahr. Sehr auffällig sei auch der sehr niedrige 

Duloxetin-Spiegel; vermutlich nehme die Versicherte dieses Medikament nicht 

regelmässig ein, was auf einen eingeschränkten Leidensdruck hinweise. Die 

Versicherte könne die zuletzt ausgeübte Tätigkeit während 8.5 Stunden täglich bei 

einem um 20% reduzierten Rendement ausüben. Insgesamt belaufe sich die 

Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bezogen auf ein 100%-Pensum auf 80%. 

Bezüglich des zeitlichen Verlaufs der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit führte der psychiatrische Sachverständige folgendes aus: "Die Versicherte 

begab sich gemäss Unterlagen am 12.05.2014 in ambulante psychiatrische 

Behandlung. Spätestens ab diesem Zeitpunkt betrug die Arbeitsfähigkeit in der 

bisherigen Tätigkeit bei mittelgradiger depressiver Episode nur noch 50%. Die 

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Depression verschlechterte sich im Weiteren, es entwickelte sich eine schwere 

depressive Episode. Spätestens ab dem Eintritt in die Klinik C.___ am 30.03.2015 war 

die Arbeitsfähigkeit aufgehoben, genauer nachvollziehen lässt sich der Verlauf vom 

Beginn der ambulanten psychiatrischen Behandlung bis zum Eintritt in die Klinik C.___ 

nicht mehr. Während der stationären psychiatrischen Behandlung in der Klinik C.___ 

(vom 30.03.2015 bis zum 05.08.2015) war die Arbeitsfähigkeit natürlich aufgehoben. 

Danach, ab Anfang August 2015, lag mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder nur 

eine mittelgradige (und nicht mehr schwere) depressive Episode vor. Dies ergibt sich 

insbesondere auch aus dem Bericht der Klinik E.___ vom 14.03.2017 über eine dortige 

stationäre Behandlung vom 02.01.2017 bis zum 11.02.2017. Die Angaben in den 

Berichten von Dr. J.___ vom 03.11.2015 und 15.06.2016 mit Mitteilung einer schweren 

depressiven Episode sind nicht plausibel, da dies zum einen nicht zur im Bericht der 

Klinik C.___ beschriebenen Besserung passt, des Weiteren auch nicht zur 

Einschätzung der Psychiatrischen Klinik E.___, die bei der Aufnahme Anfang Januar 

2017 keine schwere, sondern nur eine mittelgradige depressive Episode sah. Es wird 

eingeschätzt, dass nach Austritt aus der Klinik C.___ wieder eine Arbeitsfähigkeit von 

50% vorlag, bis zum Eintritt in die Klinik E.___ vom 02.01.2017. Während der dortigen 

stationären Behandlung (vom 02.01.2017 bis zum 11.02.2017) war die Arbeitsfähigkeit 

natürlich aufgehoben. Es liegen danach nur sehr spärliche Unterlagen vor. Es ergibt 

sich aber aus der Einschätzung der Klinik E.___, dass die dortige Behandlung keine 

wesentlichen Veränderungen erbracht hat, dass nach dem Austritt aus der Klinik E.___ 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin eine mittelgradige depressive Episode 

vorlag, diese Diagnose findet sich auch im Bericht von Dr. J.___ vom 29.03.2018. 

Aktuell liegt eine leichte depressive Episode vor. Ab wann eine Besserung der 

Depression eintrat, lässt sich nicht mit ausreichender Sicherheit feststellen. Spätestens 

seit der aktuellen Begutachtung [8. Oktober 2018] liegt in der bisherigen Tätigkeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 80% vor". Im Weiteren gab er an, für eine angepasste Tätigkeit 

würden die gleiche Arbeitsfähigkeitsschätzung und der gleiche zeitliche Verlauf gelten. 

Der orthopädische Sachverständige führte aus, bei der klinischen Untersuchung seien 

die Wirbelsäulenabschnitte bis auf eine enggradige schmerzbedingte Einschränkung 

der Lendenwirbelsäule in Seitenneigung und Rotation nach rechts frei beweglich 

gewesen. Muskelatrophien und neurologische Zeichen, die auf eine längerdauernde 

Nervenwurzelkompression im zervikalen und lumbalen Abschnitt der Wirbelsäule 

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hingewiesen hätten, seien nicht vorhanden gewesen. Im Abschnitt C5/C6 seien 

radiologische Zeichen einer Bandscheibendegeneration vorhanden. Die lumbale 

Rotationsskoliose sei leichtgradig und vermutlich schmerzbedingt durch die 

Fehlhaltung ausgelöst worden. Die leichtgradig degenerativen Veränderungen der 

Facettengelenke in den Abschnitten LWK3-LWK5 könnten im aktivierten Zustand 

Schmerzen verursachen. Die Beschwerdesymptomatik der Versicherten 

muskuloskelettal seien teilweise nachvollziehbar. Folglich seien der Versicherten aus 

orthopädischer Sicht schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht zumutbar. Leichte 

wechselbelastende Tätigkeiten, ohne schweres Heben und Tragen bis maximal 10kg, 

ohne einseitige Zwangshaltung der Wirbelsäule, ohne regelhafte Reklination und 

Rotation der HWS bei gehäuften Tätigkeiten über Kopf- und Schulterhöhe seien 

während 8.5 Stunden pro Tag bezogen auf ein 100%-Pensum möglich. Der 

neurologische Sachverständige gab an, auf neurologischem Gebiet liege kein 

Gesundheitsschaden vor, womit auch die Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht 

nicht eingeschränkt sei. Der RAD-Arzt Dr. med. K.___ notierte am 21. Januar 2019 (IV-

act. 73), das SMAB-Gutachten entspreche im Wesentlichen den geltenden 

versicherungsmedizinischen Kriterien.

Mit einem Vorbescheid vom 2. Februar 2019 kündigte die IV-Stelle der 

Versicherten aufgrund eines Invaliditätsgrades von 20% die Abweisung des 

Leistungsbegehrens an (IV-act. 78). Am 8. Februar 2019/12. April 2019 liess die 

Versicherte (IV-act. 79 und 83) die Aufhebung des Vorbescheids, die Zusprache der 

gesetzlichen Leistungen und die Gewährung von Eingliederungsmassnahmen vor dem 

Entscheid über einen Rentenanspruch beantragen. Der Begründung ist im 

Wesentlichen zu entnehmen, dass aus dem Gutachten vom 12. Mai 2014 bis 29. März 

2015 eine 50%ige, vom 30. März 2015 bis 5. August 2015 eine 100%ige, vom 6. 

August 2015 bis 1. Januar 2017 eine 50%ige, vom 2. Januar bis 11. Februar 2017 eine 

100%ige und vom 12. Februar 2017 bis 8. November 2018 eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit hervorgehe. Unter Berücksichtigung der 6-monatigen Frist nach der 

Anmeldung und des Wartejahres entstehe per 1. November 2015 ein Rentenanspruch; 

sie habe unter Berücksichtigung der mindestens 50% Arbeitsunfähigkeit bis 

mindestens November 2018 einen befristeten Rentenanspruch. Unter Berücksichtigung 

von Art. 88a Abs. 2 IVV habe sie während dreier Jahre Anspruch auf mindestens eine 

A.e. 

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B.  

halbe Rente. Die gutachterlich abgegebene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 80% 

ab dem November 2018 sei widersprüchlich. Die Gutachter hätten festgestellt, dass 

schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Daher sei nicht 

nachvollziehbar, wieso sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten 

Tätigkeit von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde. Korrekt sei eine volle 

Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Küchenhelferin, da es sich dabei 

um eine mindestens mittelschwere Arbeit handle. Die depressive Störung könne sehr 

schwankend sei, wie dies auch die Fachärzte der Psychiatrie D.___ bestätigten. Die 

Gutachter hätten sich in ihrer Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu möglichen 

Schwankungen geäussert. Ebenfalls fehle eine Auseinandersetzung mit den 

Wechselwirkungen zwischen den diagnostizierten Krankheitsbildern. Auch 

rechtfertigten die Umstände einen Tabellenlohnabzug von 10%. Am 26. Juli 2019 

verfügte die IV-Stelle wie angekündigt die Ablehnung des Leistungsbegehrens (IV-act. 

88). Sie führte aus, ein Anspruch auf eine rückwirkende befristete Rente sei nicht 

ausgewiesen, da die Therapieoptionen noch nicht ausgeschöpft gewesen seien. Auch 

wenn es sich bei der Tätigkeit als Küchenhelferin um eine mittelschwere Arbeit handeln 

sollte, habe dies keinen Einfluss auf den Einkommensvergleich.

Am 13. September 2019 liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

vom 26. Juli 2019 erheben (act. G 1). Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung, die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen und eventualiter die 

Durchführung weiterer Abklärungen. In der Begründung führte sie ergänzend zu den 

bisher gemachten Einwänden aus, dass ihr berufliche Massnahmen zu gewähren seien 

bzw. dass weitere Abklärungen durchzuführen seien, um die Notwendigkeit von 

Integrationsmassnahmen und Massnahmen beruflicher Art für den Wiedereinstig ins 

Berufsleben prüfen zu können.

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 26. 

November 2019, die Beschwerde sei dahingehend teilweise gutzuheissen, dass 

festzustellen sei, dass vom 1. November 2015 bis 8. November 2018 ein Anspruch auf 

eine Viertelsrente bestehe (befristete Rente). Im Übrigen sei die Beschwerde 

B.b. 

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abzuweisen. In der Begründung gab sie an, aus dem Gutachten gehe sowohl für die 

angestammte als auch für eine adaptierte Tätigkeit eine 80% Arbeitsfähigkeit hervor. 

Weiter sehe die Beschwerdeführerin sich als nicht arbeitsfähig. Daher könnten 

Eingliederungsmassnahmen die Erwerbsfähigkeit nicht verbessern. Bezüglich der 

befristeten Rente führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der potentielle 

Rentenbeginn der 1. November 2015 sei. Ab dem potentiellen Rentenbeginn bis 2. 

Januar 2017 habe gemäss dem Gutachten eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. 

Diese 50%ige Arbeitsunfähigkeit ergebe bei einem Valideneinkommen von Fr. 

53'793.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'896.50 eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 25'896.50 und somit einen IV-Grad von 48%. Vom 2. Januar bis 11. Februar 2017 

sei es zu einer Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Gemäss Art. 88a IVV 

werde eine solche Verschlechterung nur berücksichtigt, wenn sie drei Monate 

angedauert habe (mit Verweis auf das Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit 

in der Invalidenversicherung [KSHI], Rz. 4015 ff.). Dies sei vorliegend nicht der Fall; da 

die Verschlechterung nur einen Monat gedauert habe, sei sie nicht zu berücksichtigen. 

Anschliessend sei es zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen, 

womit bis zum Begutachtungszeitpunkt nur noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden habe. Aus dem Gutachten werde nicht ersichtlich, wann diese 

Verbesserung genau eingetreten sei. Daher werde die Rente gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der Begutachtung 

herabgesetzt bzw. aufgehoben. Demnach bestehe ab November 2015 bis November 

2018 (Begutachtungszeitpunkt) ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

In der Replik vom 28. April 2020 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

festhalten (act. G 12). Zur Begründung führte sie ergänzend aus, der 

Beschwerdegegnerin sei ein Rechenfehler unterlaufen. Die Einkommenseinbusse 

belaufe sich auf Fr. 26'896.50, womit sich ein IV-Grad von 50% ergebe. Daher habe die 

Beschwerdeführerin vom 1. November 2015 bis 8. November 2018 Anspruch auf 

mindestens eine halbe Rente. Im Gutachten fehlten Ausführungen über die 

Wechselwirkungen der verschiedenen Krankheitsbilder. Entsprechend sei die 80%ige 

adaptierte Arbeitsfähigkeit nicht abschliessend nachvollziehbar. Ebenfalls seien 

mögliche Schwankungen im Rahmen der im Gutachten erwähnten Krankheitsbilder zu 

berücksichtigen. Im Sommer und Herbst 2019 sei es zu erheblichen 

B.c. 

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Schmerzexazerbationen und zu einer Verschlimmerung der depressiven Störung 

gekommen. Die Beschwerdeführerin sei mehrmals notfallmässig im Spital und vom 7. 

bis 21. Oktober 2019 auch im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie behandelt 

worden. Mittels MRI habe sich (zumindest) teilweise eine Ursache finden lassen. Die 

Diskushernie in der Halswirbelsäule C5/6 habe sich verschlimmert und im Spinalkanal 

sei eine Einengung festgestellt worden. Hierauf sei die Beschwerdeführerin an der 

Halswirbelsäule operiert worden. Die Beschwerdeführerin legte der Replik unter 

anderem Berichte der Klinik für Rheumatologie des Kantonsspitals St.Gallen vom 23. 

Oktober 2019 (act. G 12.1.3), von Dr. med. L.___, Facharzt für Radiologie FMH, vom 

30. Dezember 2019 (act. G 12.1.4) und von Dr. med. M.___, Facharzt für Neurochirurgie 

FMH, vom 5. März 2020 bei. Die Fachärzte der Klinik für Rheumatologie hatten in ihrem 

Bericht vom 23. Oktober 2019 angegeben, die Versicherte sei vom 7. Oktober bis 21. 

Oktober 2019 bei ihnen in einer multimodalen Schmerztherapie gewesen. Sie leide an 

einer Schmerzexazerbation bei einem chronischen Schmerzsyndrom mit psychischen 

und somatischen Faktoren, einem zervikobrachialen Schmerzsyndrom bei 

myofaszialen Befunden in der Schultergürtelmuskulatur nach Typ oberes gekreuztes 

Syndrom nach Janda, einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittel- 

bis schwergradige Episode, einer generalisierten Angststörung, einem Verdacht auf 

eine posttraumatische Belastungsstörung und einer subtotalen Thyreoidektomie 2006 

bei Morbus Basedow. Dr. L.___ hatte in seinem Bericht vorgeführt, er habe anlässlich 

der MRT der HWS eine progrediente Diskushernie auf Höhe C5/6 medio-rechtslateral 

bevorzugt und mit Einengung des Spinalkanals auf dieser Höhe mit praktisch 

fehlendem Liquorsaum um das Myelon herum auf dieser Höhe und Dorsalverlagerung 

des Myelons vor allem auf der rechten Seite festgestellt. Das Myelon zeige ein 

normales Signal; eine höhengeminderte Bandscheibe sei auf diesem Niveau 

vorhanden. Die übrigen Bewegungssegmente der Halswirbelsäule seien 

altersentsprechend normal. Dr. M.___ hatte in seinem Bericht notiert, dass bei der 

Versicherten am 2. Februar 2020 eine ventrale Diskektomie und Foraminotomie und 

Age-Stabilisation C5/C6 durchgeführt worden sei. Beim Röntgen der HWS habe sich 

eine gute Stellungskontrolle des Cage-Implantats auf Höhe C5/C6 gezeigt. Bei der 

HWS bestehe eine leichte Streckfehlhaltung. Lockerungszeichen des Implantates seien 

nicht vorhanden. Aus objektiver Sicht bestehe ein zufriedenstellender Verlauf mit einer 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/23

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Erwägungen

1.

Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin nicht nur einen 

Anspruch auf eine Invalidenrente verneint. Im letzten Absatz der 

Verfügungsbegründung hat sie nämlich ausgeführt, dass aufgrund einer 20%igen 

Arbeitsunfähigkeit an sich ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung bestehen würde, die 

Beschwerdeführerin aber bei der gutachterlichen Befragung angegeben habe, sie traue 

sich keine Tätigkeit zu. Somit seien berufliche Massnahmen nicht erfolgversprechend. 

Damit hat die Beschwerdegegnerin klar zum Ausdruck gebracht, dass das 

Leistungsbegehren, das sie gemäss dem Verfügungsdispositiv abgewiesen hat, nicht 

nur eine Invalidenrente, sondern auch eine Arbeitsvermittlung (vgl. die nachfolgenden 

Ausführungen in Erw. 2) beinhaltet hat. Bei genauer Betrachtung ficht die 

Beschwerdegegnerin auch mit ihrer Beschwerdeschrift in einer Beschwerde zwei 

Streitgegenstände (Arbeitsvermittlung und Invalidenrente) an. Die gemeinsame 

Erhebung der Beschwerden, die gemeinsame Behandlung im Schriftenwechsel unter 

einer Verfahrensnummer und der Umstand, dass die beiden Beschwerden mit einem 

Urteil gemeinsam beurteilt werden, ändert nichts an der Unabhängigkeit der beiden 

Streitgegenstände. Diese sind durch die gemeinsame Behandlung also nicht zu einem 

Streitgegenstand „verschmolzen“. Der Beschwerdeführerin steht es deshalb frei, nur 

korrekten Implantatslage. Die Hauptbeschwerden seien momentan mehr muskulärer 

Natur. Zudem bestehe ein sensibles Ausfallsyndrom C6 rechts.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 14).B.d. 

Am 18. Juni 2020 reichte die Beschwerdegegnerin eine Honorarnote über Fr. 

6'222.05 ein (act. G 15).

B.e. 

Am 28. Januar 2021 liess die Beschwerdeführerin einen Bericht der Psychiatrie 

D.___ vom 30. November 2020 einreichen (act. G 17). Darin hatten die Fachärzte 

angegeben, die Versicherte sei vom 2. September bis zum 3. November 2020 in 

stationärer Behandlung gewesen. Sie hätten dabei folgende Diagnosen erhoben: 

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode und chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Vom 2. September bis 3. 

November und ab dem 4. November 2020 bis auf Weiteres habe eine 100% 

Arbeitsunfähigkeit bestanden.

B.f. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/23

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bezüglich eines Streitgegenstandes (Arbeitsvermittlung oder Rente) beim 

Bundesgericht eine Beschwerde gegen dieses Urteil zu erheben. Diesem Umstand wird 

mit einer entsprechenden Trennung der Erwägungen und des Dispositivs Rechnung 

getragen.

2.  

Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Beschwerde unter anderem die Ausrichtung 

der gesetzlichen Leistungen beantragt. In ihrer Replik hat sie diese Leistungen dann 

spezifiziert, indem sie die Ausrichtung einer Invalidenrente und die Durchführung 

(beruflicher) Eingliederungsmassnahmen beantragt hat. Ihre Ausführungen in der Replik 

zeigen, dass die Beschwerdeführerin den Begriff der beruflichen Massnahmen weit 

verstanden hat, dass sie also neben der Arbeitsvermittlung auch die Durchführung 

anderer beruflicher Eingliederungsmassnahmen verlangt hat. Da die 

Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung aber nur über einen Anspruch 

auf eine einzige Art von beruflicher Eingliederungsmassnahme, nämlich über die 

Arbeitsvermittlung entschieden hat, kann das Gericht auf das Begehren um die 

Zusprache anderer beruflicher Eingliederungsmassnahmen mangels einer 

angefochtenen Verfügung nicht eintreten. Die Streitgegenstände des 

Beschwerdeverfahrens sind also ein allfälliger Anspruch auf eine Invalidenrente und ein 

allfälliger Anspruch auf Arbeitsvermittlung.

2.1. 

Die Beschwerdeführerin ist in einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit nur 

zu 80% arbeitsfähig (vgl. nachfolgend Erw. 4.3 mit Gutachtenswürdigung). Damit ist sie 

im Sinne des Art. 18 Abs. 1 IVG leistungsspezifisch "invalid" und zudem stellenlos, 

erfüllt also die objektiven Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine 

Arbeitsvermittlung. Die Beschwerdegegnerin hat die Abweisung des 

Leistungsbegehrens denn auch nicht mit der fehlenden leistungsspezifischen Invalidität 

begründet. Sie ist vielmehr davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin gar 

keine Erwerbstätigkeit ausüben wolle, so dass die Arbeitsvermittlung zum Vornherein 

zum Scheitern verurteilt wäre. Sie hat dies mit einer entsprechenden Äusserung der 

Beschwerdeführerin gegenüber einem Gutachter begründet. Tatsächlich hatte die 

Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutachtung angegeben, sie würde gerne wieder 

arbeiten. Gleichzeitig hatte sie aber auch ausgeführt, sie könne sich nicht vorstellen, 

wieder zu arbeiten. Dabei dürfte sich die Beschwerdeführerin aber auf eine – nicht 

adaptierte - Erwerbstätigkeit bezogen haben, wie sie sie früher ausgeführt hatte. Hätte 

man die Beschwerdeführerin nach ihrer Bereitschaft gefragt, eine in jeder Hinsicht 

behinderungsadaptierte Erwerbstätigkeit auszuüben, hätte sie sich wohl vorstellen 

können, wieder zu arbeiten. Im Beschwerdeverfahren hat sie nämlich explizit eine 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/23

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3.

Im Weiteren gilt es den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu prüfen. Einen 

Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 

SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich durch 

einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

4.  

Arbeitsvermittlung beantragt, was sinnlos gewesen wäre, wenn sie nur ihren Anspruch 

auf eine Invalidenrente hätte durchsetzen wollen. Unter diesen Umständen muss mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, 

dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung 

bereit gewesen ist, eine adaptierte Erwerbstätigkeit auszuüben. Die 

Beschwerdegegnerin hat also zu Unrecht einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung 

verneint. Die Beschwerde betreffend die Arbeitsvermittlung ist demnach gutzuheissen. 

Die Beschwerdegegnerin wird eine Arbeitsvermittlung durchführen.

Die Beschwerdeführerin hat sich im Mai 2015 zum Bezug von IV-Leistungen 

angemeldet. Sie ist gemäss den Angaben der behandelnden Ärzte ab Mai 2014 

durchschnittlich zu mehr als 40% arbeitsunfähig gewesen. Unter der Berücksichtigung 

des Wartejahrs nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und der sechsmonatigen Frist nach Art. 29 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/23

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Abs. 1 IVG ist der frühestmögliche potentielle Rentenbeginn somit auf den 1. 

November 2015 festzusetzen. Basis für den Einkommensvergleich bilden demnach die 

Verhältnisse im Jahr 2015.

Die Beschwerdeführerin hat in B.___ fünf Jahre die Grundschule besucht und keine 

Berufsausbildung absolviert. Zuletzt ist sie in Teilzeit in diversen Restaurants als 

Mitarbeiterin Küche/Service und damit als Hilfsarbeiterin tätig gewesen. Bei der 

Ausübung dieser Tätigkeiten kann sie keine qualifizierten Berufskenntnisse erworben 

haben. Ihre Validenkarriere besteht also in der Verrichtung von Hilfsarbeiten. Die Akten 

enthalten keine Hinweise auf eine (erheblich) über- oder unterdurchschnittliche 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung. Damit ist es überwiegend wahrscheinlich, dass die 

Beschwerdeführerin ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung weiterhin als Hilfsarbeiterin 

erwerbstätig gewesen wäre. Das zuletzt erzielte Einkommen liegt deutlich unter dem 

durchschnittlichen Hilfsarbeiterinnenlohn. Wenn sich der Beschwerdeführerin eine 

entsprechende Gelegenheit geboten hätte, hätte sie selbstverständlich diese besser 

entlöhnte Arbeitsstelle angenommen und einen durchschnittlichen 

Hilfsarbeiterinnenlohn erzielt. Die Validenkarriere besteht deshalb in der Ausübung 

einer durchschnittlich entlöhnten Hilfsarbeit. Das Valideneinkommen entspricht somit 

dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne im Jahr 2015, vorliegend Fr. 

54'055.-- (vgl. Anhang 2 der IV-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019).

4.2. 

Für die Ermittlung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens kommt 

den Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit in der 

Regel eine zentrale Rolle zu. Zur Abklärung des Gesundheitszustandes hat die 

Beschwerdegegnerin durch die SMAB AG ein polydisziplinäres Gutachten erstellen 

lassen. Es ist zu prüfen, ob dem Gutachten voller Beweiswert zukommt, die 

angegebene Arbeitsfähigkeit also mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation 

einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (vgl. etwa BGE 

125 V 351, E. 3a). Sämtliche Akten der Beschwerdegegnerin mit den darin enthaltenen 

medizinischen Berichten haben den Sachverständigen der SMAB AG zur Verfügung 

gestanden. Die Sachverständigen haben diese Akten verarbeitet und in ihre 

medizinische Beurteilung einbezogen. Sie haben die Beschwerdeführerin befragt und 

sie persönlich untersucht. In ihren Teilgutachten haben sie die von ihnen erhobenen 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/23

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objektiven klinischen Befunde anschaulich und vollständig dargelegt und in ihrer Art 

und Schwere gewürdigt, wobei sie sich auch mit den Angaben der Beschwerdeführerin 

auseinandergesetzt haben. Sie haben ihre versicherungsmedizinische Beurteilung 

detailliert begründet. Sie haben die bisherigen Behandlungen diskutiert sowie die 

vorhandenen Ressourcen gewürdigt. Bei Bedarf haben die Sachverständigen auch die 

Behandlerberichte erörtert und diskutiert. Die jeweils erhobenen Diagnosen und die 

Angaben zu den jeweiligen Arbeitsfähigkeitsschätzungen der SMAB-Sachverständigen 

sind nachvollziehbar. Die abschliessend abgegebene interdisziplinäre Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit ist mit dem in den einzelnen Teilgutachten enthaltenen Würdigungen 

vereinbar und mit dem depressionsbedingt reduzierten Rendement begründet. Ein 

Indiz dafür, dass die Sachverständigen eine relevante Gesundheitsbeeinträchtigung 

übersehen oder nicht hinreichend erfasst hätten, ist nicht ersichtlich; das Gutachten ist 

im Sinne der Rechtsprechung (BGE 125 V 351) inhaltlich vollständig, umfassend und 

frei von Widersprüchen. Für die Arbeitsfähigkeitsschätzungen für den Zeitraum vor der 

Begutachtung hat der psychiatrische Sachverständige auf die Angaben und 

insbesondere die Diagnosen in den Behandlerberichten abgestellt. Der psychiatrische 

Sachverständige hat jeweils angegeben, wieso er welche Arbeitsfähigkeitsschätzung 

gestützt auf welche Gegebenheiten abgegeben hat bzw. welche Angaben für die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht plausibel sind (IV-act. 72-34 f.). Der Umstand, dass 

der psychiatrische Sachverständige die entsprechenden Behandlerberichte als 

medizinisch überzeugend erachtet hat, erlaubt es hier ausnahmsweise − entgegen den 

im Normalfall bestehenden Vorbehalten gegenüber Behandlerberichten − auf diese 

abzustellen. Diese Arbeitsfähigkeitsschätzungen für den Zeitraum vor der 

Begutachtung sind vom psychiatrischen Sachverständigen überzeugend und 

nachvollziehbar begründet worden; sie sind deshalb unter Beachtung des 

erforderlichen Beweismasses der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erwiesen zu 

erachten. Nicht nachvollziehbar ist hingegen, wieso das Rendement reduziert sein soll. 

Im Gutachten findet sich auch keine Erklärung für das Ausmass der Reduktion. Auf 

eine Nachfrage beim psychiatrischen Gutachter kann aber im Hinblick auf die 

Verfahrensökonomie verzichtet werden; ob das reduzierte Rendement nun 20% beträgt 

oder doch tiefer ist, kann vorliegend nämlich offenbleiben. Denn wie sich nachfolgend 

zeigt, ergäbe sich selbst bei einem um 20% reduzierten Rendement bzw. bei einer 

mindestens 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit kein 

anspruchsbegründender Invaliditätsgrad von 40% oder mehr. Die Beschwerdeführerin 

hat moniert, die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Krankheitsbildern 

seien nicht diskutiert worden. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Sachverständigen 

der SMAB AG sich im Rahmen der interdisziplinären Diagnoseauflistung und der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung explizit mit den Wechselwirkungen auseinandergesetzt 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/23

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hätten, wenn solche relevant gewesen wären. Dies ist jedoch nicht der Fall gewesen. 

Im Übrigen hat der zuständige RAD-Arzt Dr. K.___ am 21. Januar 2019 angegeben, das 

Gutachten entspreche den geltenden versicherungsmedizinischen Kriterien (IV-act. 54).

Rechtsprechungsgemäss hat das Sozialversicherungsgericht auf den Sachverhalt 

bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung abzustellen (BGE 139 V 335 

E. 6.2). Später eintretenden Tatsachen ist nicht im Rahmen des hängigen 

Beschwerdeverfahrens, sondern im Rahmen eines allfälligen späteren 

Verwaltungsverfahrens Rechnung zu tragen. Sind später eingetretene, mit dem 

Streitgegenstand in einem engen Sachzusammenhang stehende Tatsachen indes 

geeignet, die Beurteilung des im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung bestehenden 

Sachverhalts zu beeinflussen, so sind sie im laufenden Verfahren zu berücksichtigen 

(Entscheid 8C_357/2016 des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2016, E. 3.2 und 

Entscheid 9C_67/2012 des Bundesgerichts vom 4. Juli 2012, E. 2.2). Folgendes wurde 

nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. Juli 2019 eingereicht: 

Schreiben der N.___ in O.___ vom 29. August 2019 (act. G 1.1.5), Bericht über die 

Notfallkonsultationen in der Klinik für Neurologie vom 21. Juni 2019 (act. G 12.1.1) und 

in der Klinik für Allgemeine Innere Medizin/ Hausarztmedizin vom 7. August 2019 (act. 

G 12.1.2) des Kantonsspitals St.Gallens, Austrittsbericht der Klinik für Rheumatologie 

vom 23. Oktober 2019, des Schmerzzentrums vom 11. Oktober 2019 und der Klinik für 

Psychosomatik und Konsiliarpsychiatrie vom 23. Oktober 2019 des Kantonsspitals 

St.Gallen (act. G 12.1.3), Bericht des Röntgeninstituts P.___ vom 30. Dezember 2019 

(act. G 12.1.4), Bericht von Dr. M.___ vom 5. März 2020 (act. G 12.1.5), Bericht der 

Psychiatrie D.___ vom 30. November 2020 (act. G 17.1). Das Schreiben der N.___ 

enthält keine Angaben über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin; daraus 

lässt sich nichts entnehmen, was im Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen wäre. 

Aus den neu eingereichten Arztberichten ergeben sich keine neuen Tatsachen, sondern 

lediglich bereits Bekanntes. Bereits vor der Begutachtung hatten diverse Arztberichte 

immer wieder eine somatoforme Schmerzstörung (oder auch ein Schmerzsyndrom) in 

der Diagnoseliste aufgeführt. Im Gutachten haben die Sachverständigen dann aber klar 

dargelegt, wieso eine solche nicht vorliegt. Die ventrale Diskektomie und 

Foraminotomie und Cage-Stabilisation C5/C6 belegen keine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes seit der Begutachtung, zumal die behandelnden Ärzte bereits 

vor der Begutachtung mehrfach über diesbezügliche Beschwerden und eine Stenose 

im Segment C5/6 berichtet und die Notwendigkeit einer Operation thematisiert hatten 

(vgl. bspw. vorstehend Bst. A.c). Die Gutachter haben denn auch überzeugend 

dargelegt, dass die Stenose im Segment C5/C6 keine Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit in einer entsprechend adaptierten Tätigkeit habe; die Beschwerden im 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/23

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Segment C5/C6 sind den Gutachtern also bekannt gewesen und von diesen gewürdigt 

worden. Auch die Depressionsproblematik war bereits vor der Begutachtung 

durchwegs ein Thema; die Gutachter haben den Verlauf der Entwicklung der 

depressiven Episoden klar und überzeugend dargelegt. Aus den eingereichten 

Berichten ist gegenüber dem Begutachtungszeitpunkt keine Sachverhaltsänderung und 

damit auch keine Verschlechterung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung 

ersichtlich. Im Übrigen ist bei der Würdigung des Beweiswerts der Berichte 

behandelnder Ärzte der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde 

Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zugunsten 

ihrer Patienten auszusagen pflegen und zudem dazu neigen, die pessimistischen 

Beschwerdeschilderungen ihrer Patienten als objektiv ausgewiesen zu akzeptieren (vgl. 

etwa BGE 125 V 353 E. 3b.cc). Keiner der eingereichten Berichte ist damit geeignet, 

die Beurteilung im Verfügungszeitpunkt zu beeinflussen.

Zusammenfassend steht daher gestützt auf das SMAG-Gutachten mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass die 

Beschwerdeführerin vom 12. Mai 2014 bis zum 29. März 2015 zu 50%, vom 30. März 

bis zum 5. August 2015 zu 100%, vom 6. August 2015 bis zum 1. Januar 2017 zu 50% 

und vom 2. Januar bis zum 22. Februar 2017 zu 100% arbeitsunfähig gewesen ist. 

Danach ist die Arbeitsfähigkeit stetig angestiegen; ab dem Gutachtenszeitpunkt (8. 

Oktober 2018; Datum der psychiatrischen Begutachtung) hat dann noch eine 

Arbeitsunfähigkeit von 20% bestanden.

4.5. 

Auch nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung sind der 

Beschwerdeführerin also Hilfsarbeiten zumutbar gewesen. Damit besteht sowohl die 

Validen- als auch die Invalidenkarriere in einer Tätigkeit als Hilfsarbeiterin. Der Betrag 

der Vergleichseinkommen kann deshalb bei der Berechnung des Invaliditätsgrades 

mathematisch keine Rolle spielen; der Invaliditätsgrad ist anhand eines sogenannten 

Prozentvergleichs zu berechnen.

4.6. 

Die drei Abteilungen des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen haben im 

Frühjahr 2019 in einem Verfahren nach Art. 54 des Gerichtsgesetzes (sGS 941.1) 

folgende Frage mehrheitlich bejaht: "Haben Versicherte, die während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent 

arbeitsunfähig gewesen sind und die nach Ablauf dieses Jahres weiterhin zu 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig sind, grundsätzlich Anspruch auf eine Rente, 

obwohl zumutbare Eingliederungsmassnahmen, welche ihre Arbeitsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, nicht abgeschlossen sind?" Vom 1. November 2015 (potentieller 

4.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/23

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Rentenbeginn) bis zum 1. Januar 2017 hat die Arbeitsunfähigkeit 50% betragen. Ab 

dem 2. Januar 2017 bis zum 11. Februar 2017 (Aufenthalt in der Klinik E.___) hat eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden; danach ist die Arbeitsfähigkeit bis zum 

Begutachtungszeitpunkt am 8. Oktober 2018 stetig auf zuletzt 80% angestiegen. 

Aufgrund des Gutachtens ist es überwiegend wahrscheinlich, dass sich der 

Gesundheitszustand verbessert hat. Es ist davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit 

nach dem Austritt aus der Klinik E.___, d.h. ab dem 12. Februar 2017 von 0% bis zum 

8. Oktober 2018 kontinuierlich auf 80% angestiegen ist; Hinweise, die gegen eine 

kontinuierliche Verbesserung sprechen würden, sind nicht vorhanden. Vom 12. Februar 

2017 bis zum 8. Oktober 2018 sind es 603 Tage. Bei einer kontinuierlichen Besserung 

der Arbeitsfähigkeit in dieser Zeitspanne um 80% ist die Arbeitsfähigkeit gerundet alle 

7.54 Tage (603/80=7.54) um 1% angestiegen. Ab dem 226. Tag, d.h. ab dem 26. 

September 2017 hat die Arbeitsunfähigkeit weniger als 70%, ab dem 301. Tag, d.h. ab 

dem 10. Dezember 2017 weniger als 60%, ab dem 376. Tag, d.h. ab dem 23. Februar 

2018 weniger als 50% und ab dem 452 Tag, d.h. ab dem 10. Mai 2018 weniger als 

40% betragen.

Zu beantworten bleibt die Frage, ob die Beschwerdeführerin bei der notwendigen 

rein ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise bei der Ausübung einer 

adaptierten Hilfsarbeit zusätzliche Lohnnachteile in Kauf zu nehmen hätte. Bei 

Personen, die in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sind, können im Vergleich zu 

gesunden Arbeitnehmern Lohnnachteile entstehen, da der Wert der Arbeitsleistung aus 

der Sicht eines betriebswirtschaftlich-ökonomisch handelnden Arbeitgebers vermindert 

ist. Eine gesundheitlich beeinträchtigte Person wäre beispielsweise unfähig, sich 

vorübergehend an einem nicht adaptierten Arbeitsplatz einsetzen zu lassen; sie wäre in 

der Regel auch nicht in der Lage, Überstunden zu leisten; längerfristig betrachtet 

bestünde zudem das Risiko von vermehrten krankheitsbedingten Absenzen. Geht man 

von einem ökonomischen Invaliditätsbegriff aus bzw. will man einen Soziallohnanteil 

ausscheiden, ist wegen diesen Nachteilen, die betriebswirtschaftlich zu einem 

Minderlohn zwingen würden, bei der Ermittlung des Ausgangswerts des erzielbaren 

Invalideneinkommens ein zusätzlicher Abzug vorzunehmen. Gemäss der Praxis des 

Versicherungsgerichtes rechtfertigen die betriebswirtschaftlichen Folgen der 

spezifischen psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung für den Zeitraum ab dem 

November 2015 bis im Mai 2018 einen Abzug von höchstens 15%. Vom 1. November 

2015 bis 1. Januar 2017 ergibt sich damit ein Invaliditätsgrad von 57.5 %, vom 2. 

Januar 2017 bis 25. September 2017 von 80.5%, vom 26. September 2017 bis 9. 

Dezember 2017 von 69%, vom 10. Dezember 2017 bis 22. Februar 2018 von 57.5% 

und vom 23. Februar 2018 bis 9. Mai 2018 von 46%. Die Beschwerdeführerin hat daher 

4.8. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/23

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5.  

gemäss der Praxis des Versicherungsgerichts und in analoger Anwendung von Art. 17 

Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV (dreimonatige Verzögerung) vom 1. November 2015 

(potentieller Rentenbeginn) bis zum 30. April 2017 Anspruch auf eine halbe, vom 1. Mai 

2017 bis zum 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, vom 1. 

Januar 2018 bis 31. März 2018 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, vom 1. April 2018 

bis 31. Mai 2018 Anspruch auf eine halbe Rente, und vom 1. Juni 2018 bis 31. August 

2018 Anspruch auf eine Viertelsrente.

Ab dem 8. Oktober 2018 (Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung) ist der 

Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 80% 

arbeitsfähig gewesen. Ab diesem Zeitpunkt ist kein Hinweis vorhanden, dass sich die 

Arbeitsfähigkeit verschlechtert hätte. Die Bestimmung des Invaliditätsgrades erfolgt 

ebenfalls mittels eines Prozentvergleichs. Der Invaliditätsgrad entspricht somit dem 

Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls (analog dem sog. Tabellenlohnabzug) korrigiert um 

einen zusätzlichen Abzug. Nun stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin auch 

bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% zusätzliche Lohnnachteile in Kauf zu 

nehmen hätte. Da die betriebswirtschaftlichen Nachteile bei einem hohen 

Arbeitsfähigkeitsgrad tendenziell eher gering ausfallen, rechtfertigt sich ein Abzug von 

maximal 5%. Ab dem 8. Oktober 2018 ergibt sich damit ein IV-Grad von höchstens 

24%, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Die Beschwerdeführerin hat 

somit zu Recht für die Zeit ab dem 1. September 2018 und auch für die Zukunft einen 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente verneint.

4.9. 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung 

vom 1. November 2015 bis zum 30. April 2017 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente, 

vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2018 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, vom 1. April 

2018 bis 31. Mai 2018 Anspruch auf eine halbe Rente, und vom 1. Juni 2018 bis 31. 

August 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Ab dem 1. September 2018 steht der 

Beschwerdeführerin keine Invalidenrente mehr zu. Die Sache ist zur Festsetzung und 

Ausrichtung des Rentenbetrags an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.10. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 700.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen, da zwei 

Streitgegenstände zu prüfen waren. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie 

5.1. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/23

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Der Beschwerdeführerin wird eine Arbeitsvermittlung zugesprochen.

2.

Auf das Begehren um die Zusprache weiterer beruflicher Eingliederungsmassnahmen 

wird nicht eingetreten.

3.

Der Beschwerdeführerin wird für die Zeit vom 1. November 2015 bis zum 30. April 2017 

eine halbe Invalidenrente, vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Dezember 2017 eine ganze 

Invalidenrente, vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2018 eine Dreiviertelsrente, vom 1. 

April 2018 bis 31. Mai 2018 eine halbe Invalidenrente, und vom 1. Juni 2018 bis 31. 

vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Sechs Siebtel davon, also Fr. 

600.--, fallen für das Verfahren betreffend Invalidenrente an und ein Siebtel, also Fr. 

100.--, für das Verfahren betreffend Arbeitsvermittlung. Der geleistete Kostenvorschuss 

wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin hat eine Gesamthonorarnote in der Höhe von Fr. 

6'222.05 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer; act. G 15.1) eingereicht. Der 

Aktenumfang (inklusive Gutachten) und somit auch das Aktenstudium sind als 

durchschnittlich zu qualifizieren. Das gesamte Verfahren (unter Einbezug des 

Verfahrens betreffend Arbeitsvermittlung) ist als durchschnittlich aufwändiger IV-Fall zu 

qualifizieren in welchem das Versicherungsgericht regelmässig eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zuspricht. Davon sind entsprechend dem 

Aufwand sieben Achtel, also Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer), für 

das Verfahren betreffend Invalidenrente zuzusprechen. Ein Achtel, also Fr. 500.-- (inkl. 

Barauslagen und Mehrwertsteuer), entfällt auf das Verfahren betreffend 

Arbeitsvermittlung, in welchem sowohl das Aktenstudium als auch der 

Begründungsaufwand gering gewesen sind.

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/23

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August 2018 eine Viertelsrente zugesprochen; die Sache wird zur Festsetzung und 

Ausrichtung des Rentenbetrags an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen; für die 

Zeit ab 1. September 2018 wird die Beschwerde abgewiesen.

4.

Im Verfahren betreffend Arbeitsvermittlung hat die Beschwerdegegnerin eine 

Gerichtsgebühr von Fr. 100.-- zu bezahlen.

5.

Im Verfahren betreffend Invalidenrente hat die Beschwerdegegnerin eine 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

6.

Der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

7.

Im Verfahren betreffend die Arbeitsvermittlung hat die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 500.-- zu bezahlen.

8.

Im Verfahren betreffend die Invalidenrente hat die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.09.2021
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens. Prozentvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. September 2021, IV 2019/241).

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