# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b43da41-ebb1-5a6e-be32-c50a0624fa3f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.09.2009 D-3794/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3794-2009_2009-09-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3794/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Syrien,
vertreten durch lic. iur. Angela Roos, Rechtsanwältin,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Anerkennung als Flüchtling und Vollzug der Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3794/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  seine  Heimat 
am S._______ auf dem Landweg beziehungsweise am T._______ auf 
dem  Luftweg  verliess  und  über  B._______  und  weitere,  ihm 
unbekannte  Länder  beziehungsweise  via  unbekannte  Destinationen 
am 30. Oktober 2007 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags im 
C._______ um Asyl nachsuchte, 

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  C._______  vom  16. 
November 2007 sowie der direkten Anhörung vom 26. Februar 2009 
zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte, 
wegen  der  im  Militärdienst  erlebten  Diskriminierung,  der  allgemein 
schwierigen Lebensbedingungen in seiner Heimat und wegen der zu 
Unrecht  angeordneten  Inhaftierungen  seiner  Verwandten  Syrien 
verlassen zu haben,

dass er während des Militärdienstes von seinen Vorgesetzten wegen 
seiner  kurdischen Volkszugehörigkeit  massiv  schikaniert,  geschlagen 
und einmal während (...) inhaftiert worden sei,

dass man ihn aus den gleichen Gründen nach seiner Militärdienstent-
lassung bei der Stellensuche und am Arbeitsplatz diskriminiert und un-
ter Druck gesetzt habe,

dass ferner sein Vater sowie sein Bruder nach den Kurdenaufständen 
im Jahre Y._______ während (...) aufgrund falscher Beschuldigungen 
in Haft genommen worden seien,

dass  die  Vorinstanz  in  Syrien  eine  Botschaftsabklärung  veranlasste 
und der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. April 2009 zum Ergeb-
nis im Rahmen des rechtlichen Gehörs Stellung nahm,

dass das BFM mit Verfügung vom 11. Mai 2009 - eröffnet am 13. Mai 
2009 - das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 30. Oktober 2007 
ablehnte und die Wegweisung sowie deren Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides 
anführte,  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  seien  teilweise  als 
nachgeschoben sowie als realitätsfremd zu erachten, weshalb es die-
sem  aufgrund  der  erheblichen  Ungereimtheiten  sowie  aufgrund  der 

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Botschaftsabklärungen  nicht  gelinge,  eine  asylrelevante  Verfolgung 
durch  die  syrischen  Behörden  wegen  seiner  Ausreise  nach  Europa 
glaubhaft zu machen,

dass weder die kurdische Volkszugehörigkeit  des Beschwerdeführers 
noch die von Verwandten erlittenen Nachteile als asylrelevant erachtet 
werden könnten,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Juni 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragte, es sei die Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009 aufzuhe-
ben und die Sache sei zur Vervollständigung der Abklärungen und zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei er 
als Flüchtling anzuerkennen, subeventualiter sei die Unzulässigkeit so-
wie  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und 
die vorläufige Aufnahme anzuordnen, und in prozessualer Hinsicht um 
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  um Beigabe  eines  Anwalts  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG sowie um Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses ersuchte,

dass mit Eingabe vom 16. Juni 2009 eine Kopie der Krankenversiche-
rungspolice des Beschwerdeführers eingereicht wurde,

dass mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 7. Juli 2009 
festgehalten  wurde,  der  Beschwerdeführer  könne  den  Ausgang  des 
Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abwarten,

dass weiter festgestellt wurde, dass sich die Beschwerde nicht gegen 
die von der Vorinstanz verfügte Ablehnung des Asylgesuchs aufgrund 
der  geltend gemachten Vorfluchtgründe,  sondern  lediglich gegen die 
Feststellung der  Nichterfüllung der  Flüchtlingseigenschaft  und gegen 
den angeordneten Vollzug der Wegweisung richte,

dass die Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009, soweit sie die Frage 
des Asyls und der Wegweisung betreffe (Ziff. 2 und 3 des Dispositivs 
der angefochtenen Verfügung), somit in Rechtskraft erwachsen sei,

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dass damit Gegenstand des Beschwerdeverfahrens lediglich die Frage 
bilde,  ob  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  aufgrund 
subjektiver Nachfluchtgründe erfülle und ob die Wegweisung zu voll-
ziehen oder ob anstelle des Vollzugs eine vorläufige Aufnahme anzu-
ordnen sei,

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, um Beigabe eines Anwalts im Sinne von 
Art. 65 Abs. 2 VwVG sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses  abgewiesen  wurden  und  der  Beschwerdeführer  ver-
pflichtet  wurde,  bis  zum 22. Juli  2009 einen Kostenvorschuss in  der 
Höhe von Fr. 600.-- einzuzahlen, unter Androhung des Nichteintretens 
im Unterlassungsfall,

dass der Kostenvorschuss am 19. Juli 2009 geleistet wurde,

dass  mit  Eingabe  vom  18.  August  2009  Fotos  einer  Demonstration 
vom Z._______ vor (Darlegung der Kundgebungsorte) und Kopien von 
an  dieser  Demonstration  verteilten  Schreiben  betreffend  die 
Zusammenarbeit  der  Schweiz  mit  Syrien  und  das  Gedenken  an 
D._______  zum  Beleg  der  exilpolitischen  Aktivitäten  des 
Beschwerdeführers eingereicht wurden mit dem Verweis darauf, er sei 
auf  den  im  Internet  veröffentlichten  Fotos  erkennbar  und  damit  der 
Gefahr  ausgesetzt,  im  Falle  einer  Rückkehr  von  den  syrischen 
Behörden festgenommen zu werden, 

dass er  gleichzeitig eine deutsche Übersetzung eines syrischen Ge-
setzesdekrets vom 10. September 2008 über die Erlangung von dingli-
chen Rechten an Grundstücken im Grenzgebiet  einreichte und dazu 
geltend machte, das Gesetzesdekret zeige, wie die syrischen Kurden 
in ihrem Heimatland vom Regime systematisch diskriminiert und schi-
kaniert würden,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM entscheidet  (Art. 105  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]  i.V.m. Art. 31-34 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-

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ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass vorliegend die Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009, soweit sie 
die Frage des Asyls und der Wegweisung betrifft (Ziff. 2 und 3 des Dis-
positivs der angefochtenen Verfügung), in Rechtskraft erwuchs und da-
mit Gegenstand des Beschwerdeverfahrens lediglich die Frage bildet, 
ob der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft aufgrund subjekti-
ver Nachfluchtgründe erfüllt und ob die Wegweisung zu vollziehen oder 
ob  anstelle  des  Vollzugs  eine  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen  ist 
(Art. 44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 
142.20]),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

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dass  Flüchtlingen  kein  Asyl  gewährt  wird,  wenn  sie  erst  durch  ihre 
Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Ver-
haltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden 
(Art. 54 AsylG),

dass bezüglich der vom Beschwerdeführer in seiner Rechtsmittelein-
gabe  angeführten  subjektiven  Nachfluchtgründe  auf  die  in  der  Zwi-
schenverfügung vom 7. Juli 2009 enthaltene und nach wie vor zutref-
fende Argumentation des Bundesverwaltungsgerichts zu verweisen ist,

dass in der Beschwerdeschrift  keine Argumente vorgebracht werden, 
welche an dieser Erkenntnis Zweifel aufkommen lassen,

dass der in diesem Zusammenhang gestellte Antrag auf Rückweisung 
der Sache an die Vorinstanz zwecks Vervollständigung der Abklärun-
gen und  Neubeurteilung  -  da  das  BFM vom exilpolitischen Engage-
ment des Beschwerdeführers noch keine Kenntnis gehabt habe und in 
seiner Verfügung nicht habe berücksichtigen können -  abzuweisen ist, 
weil der Beschwerdeführer die Möglichkeit gehabt hätte, seine angeb-
lich seit seiner Einreise in die Schweiz ausgeübten exilpolitischen Tä-
tigkeiten bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend zu machen, zu-
mal die direkte Anhörung erst am 26. Februar 2009 stattfand,

dass er auch Gelegenheit gehabt hätte, in seiner Stellungnahme vom 
28. April  2009 zur Botschaftsabklärung auf sein exilpolitisches Enga-
gement hinzuweisen,

dass zudem nicht begründet wird, inwiefern noch weitere Abklärungen 
erforderlich sind, und der entscheidwesentliche Sachverhalt als erstellt 
zu erachten ist,

dass  nach  Ansicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  bei  einer  Ge-
samtbetrachtung  der  geltend  gemachten  exilpolitischen  Tätigkeiten 
des Beschwerdeführers - auch unter Berücksichtigung der mit Eingabe 
vom 18. August 2009 nachträglich vorgebrachten Teilnahme an einer 
Demonstration vom Z._______ - vorliegend nicht ersichtlich ist,  dass 
sich  dieser  anlässlich  der  Kundgebungen  besonders  profiliert  bezie-
hungsweise exponiert hätte,

dass in der Rechtsmitteleingabe nicht geltend gemacht wird, den mit 
dieser  eingereichten Internetauszügen,  der  DVD und  den auf  dieser 
ersichtlichen Fotos sei zu entnehmen, der Beschwerdeführer übe eine 

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herausragende exilpolitische Rolle  in  einer  syrischen Oppositionsbe-
wegung aus,

dass  es  angesichts  der  umfangreichen  regimekritischen  Aktivitäten 
von syrischen Staatsangehörigen in ganz Westeuropa unwahrschein-
lich erscheint, dass die heimatlichen Behörden von den sporadischen 
Teilnahmen des Beschwerdeführers an den Kundgebungen soweit No-
tiz genommen hätten, dass sie ihn hier in der Schweiz identifiziert hät-
ten und ihn bei einer Rückkehr nach Syrien deswegen verfolgen wür-
den,

dass daran - entgegen der in der Beschwerdeschrift  angeführten An-
sicht  -  auch die eingereichten Beweismittel  nichts  zu ändern vermö-
gen, zumal eine Identifizierung hier in der Schweiz im Übrigen kaum 
wahrscheinlich ist, da der Beschwerdeführer auf den fraglichen Fotos 
zwar erkennbar, aber eine Zuordnung mit Namen nicht möglich ist,

dass es sich demnach beim Vorbringen, der Beschwerdeführer sei an-
lässlich  der  Kundgebung  vom  W._______  von  (...)  fotografiert  und 
danach  von  den  syrischen  Behörden  identifiziert  worden,  was  die 
behördlichen Nachfragen bei dessen Eltern belegten, um durch keine 
konkreten Indizien oder Hinweise gestützte Behauptungen handelt,

dass  hinsichtlich  der  Kundgebung  vom  V._______  festzuhalten  ist, 
dass es sich bei dieser aufgrund der vorliegenden Fotos und der auf 
diesen ersichtlichen Transparenten - welche auf der in der Rechtsmit-
teleingabe erwähnten Website veröffentlicht wurden - um eine Kundge-
bung handelte, die die Unterdrückung der Kurden in der Türkei thema-
tisierte,

dass demgegenüber nicht erkennbar ist, dass sich diese Demonstrati-
on auch gegen den syrischen Staat, dessen Politik oder Repräsentan-
ten gerichtet hätte,

dass sich die Demonstration  vom Z._______ -  laut  den damals ver-
teilten  Schreiben  -  insbesondere  gegen  die  Zusammenarbeit  der 
Schweiz  mit  Syrien  richtete  sowie  das  Gedenken  an  den  Tod  von 
D._______ zum Gegenstand hatte und nicht  ersichtlich ist,  inwiefern 
der  Beschwerdeführer  dabei  eine  herausragende  Rolle  ausgeübt 
hätte, 

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dass zudem im ordentlichen Asylverfahren der Beschwerdeführer sel-
ber bestätigte, von den syrischen Behörden nicht gesucht zu werden, 
weshalb auszuschliessen ist, dass er bereits im Heimatland aus politi-
schen Gründen aufgefallen wäre,

dass dem Bundesverwaltungsgericht bekannt ist, wonach der syrische 
Geheimdienst im Ausland aktiv ist und gezielt Informationen über dort 
lebende  Syrer  sammelt,  jedoch  eine  exilpolitische  Tätigkeit  nach 
Kenntnissen des Gerichts indessen erst wahrgenommen (und bei der 
Rückkehr nach Syrien geahndet) wird, wenn sie einen gewissen Grad 
an  Öffentlichkeit  erreicht  und  sich  als  gegen  den  Bestand,  die 
territoriale  Integrität  oder  das  politische  System  der  "Arabischen 
Republik Syrien" gerichtet interpretieren lässt oder wenn sie eine mit 
einer gewissen Dauerhaftigkeit nach aussen tretende namhafte Beteili-
gung an der kurdischen Exilszene darstellt,

dass unterhalb dieser Schwelle ein Rückkehrer zwar mit den üblichen 
Befragungen des Sicherheitsdienstes bei der Einreise, nicht aber mit 
gezielter Verfolgung zu rechnen hat,

dass vorliegend eine Verfolgung -  entgegen der  in  der  Beschwerde-
schrift  geäusserten Ansicht  -  nicht  anzunehmen ist,  zumal  es sich - 
wie  bereits  erwähnt  -  beim Beschwerdeführer  um eine Person ohne 
ausgeprägteres politisches Profil handelt und dieser bei der Rückkehr 
nach Syrien daher nicht mit einer ernsthaften Benachteiligung seitens 
der dortigen Behörden zu rechnen hat,

dass somit  vorliegend keine subjektiven Nachfluchtgründe bestehen, 
die zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft  führen können, wes-
halb  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelingt,  die  Flüchtlingseigen-
schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, insbesondere im 
Zusammenhang  mit  den  geltend  gemachten  subjektiven  Nachflucht-
gründen eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder 
glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip 
des  flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements  im vorliegenden Verfah-
ren keine Anwendung findet  und  keine Anhaltspunkte  für  eine  men-
schenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimatstaat droht, 
auch wenn in manchen Bereichen die Menschenrechtssituation in Sy-
rien als unbefriedigend erscheint,

dass im Zusammenhang mit  der eingereichten Übersetzung des Ge-
setzesdekrets  vom  10.  September  2009  mangels  hinreichender  Be-
gründung nicht ersichtlich ist, inwiefern der Beschwerdeführer von die-
ser Gesetzesänderung konkret betroffen sein sollte,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Heimat  insbesondere  über  ein 
tragfähiges soziales Beziehungsnetz sowie über diverse Berufserfah-
rungen verfügt, weshalb ihm die Reintegration sowie die (erneute) Si-
cherung einer wirtschaftlichen Existenzgrundlage möglich und zumut-
bar ist (vgl. Protokoll Empfangszentrum, S. 2 f.),

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem am 
19. Juli 2009 in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrech-
nen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 

(per Kurier; in Kopie)
- E._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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