# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 621c7ebb-f2e5-5c6c-bf35-2b8f1dee0a92
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.06.2009 A-3029/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3029-2008_2009-06-18.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-3029/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  J u n i  2 0 0 9

Richter Christoph Bandli (Vorsitz), Richterin Claudia Pas-
qualetto Péquignot, Richterin Marianne Ryter Sauvant, 
Gerichtsschreiber Stefan von Gunten.

A._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Bundesbahnen SBB AG, Infrastruk-
tur Grossprojekte PGM, Schanzenstrasse 5, 
3000 Bern 65,
vertreten durch Michel Clerc, SBB AG, Infrastruk-
tur Recht, Kasernenstrasse 95/97, Postfach, 8021 Zürich,
Beschwerdegegnerin,

Bundesamt für Verkehr BAV, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Plangenehmigung (Lärmsanierung Lenzburg Ost).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-3029/2008

Sachverhalt:

A.
Das  mit  der  Bahn  2000  1. Etappe  Ende  2004  von  den  Schweizeri-
schen  Bundesbahnen  SBB AG (SBB)  in  Betrieb  genommene Ange-
botskonzept ermöglicht in Lenzburg derzeit nur einen Fernverkehrshalt 
pro Stunde. Gleichzeitig kann aus dem Freiamt pro Stunde nur noch 
ein Regionalzug nach Lenzburg einfahren. Nun soll  der zweite Fern-
verkehrshalt wieder eingeführt werden. Damit der volle Nutzen erreicht 
werden kann, müssen alle Regionalzüge aus dem Freiamt wieder nach 
Lenzburg geleitet werden, um dadurch ein Umsteigen auf den Fernver-
kehr zu ermöglichen. Dies erfordert den Bau eines dritten Gleises zwi-
schen der Verzweigung Gexi und dem Bahnhof Lenzburg. Es soll in die 
bestehenden Gleisanlagen eingebunden werden. Das Projekt  ("Bahn 
2000 1. Etappe, SBB-Strecke Killwangen – Rupperswil  [km 29.700 – 
32.350],  3. Gleis Gexi – Lenzburg"  [nachfolgend Projekt Gexi])  erfor-
dert  eine Änderung der am 17. August 2004 rechtskräftig genehmig-
ten, einstweilen aber sistierten Lärmsanierung "Lenzburg Ost" und ins-
besondere die Anpassung der Lärmschutzwände östlich des Bahnhofs 
Lenzburg. 

B.
Die Projektänderung der Lärmsanierung Lenzburg Ost und das Projekt 
Gexi  wurden daher zusammen aufgelegt.  Mit  Verfügung vom 4. April 
2008 erteilte  das Bundesamt für  Verkehr  (BAV) den SBB hierfür  die 
Plangenehmigung.

C.
Gegen  diese  Verfügung  reicht  A._______  (Beschwerdeführer)  – Ei-
gentümer  der  an  die  Bahnlinie  angrenzenden  Parzelle  GBl.-Nr. X, 
Strasse  a,  b,  c  und  d  – am  8. Mai  2008  Beschwerde beim 
Bundesverwaltungsgericht  ein  und  beantragt,  die  Berechnung  der 
Verhältnismässigkeit  gemäss  Kosten-Nutzen-Index  (KNI)  sei  für  die 
Lärmschutzwand 2 detailliert und nachvollziehbar offen zu legen (Be-
schwerdeantrag 1). Er macht geltend, dass der KNI in der Plangeneh-
migung konsolidiert auf den gesamten Teilbereich L1 mit 75 ausgewie-
sen werde. Dagegen seien die  vom Teilbereich  L1 umfassten  Lärm-
schutzwände 1 bis 5 von sehr unterschiedlicher Länge und Höhe und 
stünden  vor  sehr  unterschiedlich  dicht  bebauten  und  besiedelten 
Grundstücken.  Im  Bereich  der  Überbauung  Strasse  a ff.  sei  die 
Siedlungsdichte  sehr  hoch,  sodass  der  KNI  mit  höheren  Lärm-

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schutzwänden sehr wahrscheinlich günstiger werde. Dies könne aber 
anhand der Akten nicht ermittelt werden. Die Frage, ob höhere Lärm-
schutzwände  Immissionsgrenzwert-Überschreitungen  zu  beseitigen 
vermöchten  und  ob  diese  Verbesserung  im  Lichte  des  KNI-Test  als 
verhältnismässige Massnahme erscheine, sei nicht geprüft worden.

Der  Beschwerdeführer  wendet  zudem  ein,  die  Spezialgesetzgebung 
über die Lärmsanierung der  Eisenbahn und insbesondere der  Emis-
sionsplan 2015 seien vorliegend nicht anwendbar (Beschwerdeantrag 
2a). Die Erweiterung des Bahnnetzes sei selbstredend keine Lärmsa-
nierung und nur eigentliche Lärmsanierungen seien nach der Spezial-
gesetzgebung zu behandeln. Hier  handle es sich aber um eine (we-
sentliche)  Änderung  einer  Eisenbahnanlage  (Beschwerdeantrag  2b). 
Deshalb  müssten  auch  die  bestehenden  Geleise  (lärm-)saniert  wer-
den. Die Spezialgesetzgebung komme auch deshalb nicht zur Anwen-
dung, weil das 3. Gleis Gexi erst als Projekt bestehe und damit nach 
dem  1. Januar  1985  rechtskräftig  bewilligt  werde.  Diese  Sichtweise 
lege  schon  der  Titel  der  Plangenehmigungsverfügung  "Bahn  2000 
1. Etappe" nahe. Falls dennoch die Spezialgesetzgebung zur Anwen-
dung  komme,  könne  nicht  auf  den  KNI  80  als  Grenzwert  abgestellt 
werden.

Weiter  fordert  er,  bei  der  Ermittlung  der  Beurteilungspegel  sei  der 
Mehrverkehr  von und zum projektierten,  neuen nationalen Güterver-
kehr-Hub im Rangierbahnhof Limmattal zu berücksichtigen (Beschwer-
deantrag 2c). Das Projekt  Gateway sei  im Emissionsplan noch nicht 
enthalten  und  werde  den  besonders  störenden  Güterverkehr  durch 
Lenzburg beträchtlich erhöhen. Da die Spezialgesetzgebung nicht zur 
Anwendung  komme,  sei  diese  absehbare  Entwicklung  im  Sinne  der 
Vorsorge  bei  der  Sanierung  zu  berücksichtigen.  Das  Projekt  beruhe 
teilweise auf viel zu tiefen Zugszahlen und weiteren unzulässigen Pa-
rametern zur Berechnung und Beurteilung der Immissionen aus dem 
Bahnbetrieb. Zudem erschienen die Zahlen im Umweltverträglichkeits-
bericht  (UVB)  zur  Entwicklung  der  Verkehrsmenge  vor  dem  Hinter-
grund der Bahngrossprojekte "FinöV" alles andere als  plausibel. Die 
laufende Entwicklung im Schienenverkehr  zeige,  dass  in  absehbarer 
Zeit die (leisen) Personenzüge, für welche die Bahnlinie heute offiziell 
ausgebaut werde, nahezu aus dem Fahrplan verschwinden und durch 
die  (lauten)  Güterzüge  verdrängt  würden.  Wahrnehmbar  stärkere 
Lärmimmissionen seien die Folge und deshalb könnten keine Erleich-
terungsanträge gewährt werden.

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Der  Beschwerdeführer  beantragt  zusätzlich,  dass  als  Grundlage  zur 
Beurteilung  der  anzuordnenden  Lärmschutzmassnahmen  im  Teilbe-
reich L1 auf die Lärmempfindlichkeitsstufe abzustellen sei, die der tat-
sächlichen Nutzung in diesem reinen Wohnquartier entspreche (Emp-
findlichkeitsstufe II [ES II]; Beschwerdeantrag 2d). Die Beurteilung der 
Immissionen  habe  sich  an  der  tatsächlichen  Nutzung  der  Zone  zu 
orientieren,  und  es  handle  sich  vorliegend  um  ein  Gebiet,  das 
ausschliesslich  zu  Wohnzwecken  genutzt  werde.  Die  normative 
Klassierung  als  WG  11.5  mit  Empfindlichkeitsstufe  III  in  der 
kommunalen Bauordnung sei überholt und deren Anwendung vereitle 
den bundesrechtlichen Immissionsschutz. 

Auch sei im neuen Trassee zwischen dem Autobahnzubringer und der 
neuen  Strassenüberführung  Römerweg eine  Unterschottermatte  ein-
zubauen. Eventuell sei diese Massnahme auf den Bereich der Mehrfa-
milienhäuser Strasse a, b, c und d zu begrenzen (Beschwerdeantrag 
3). Er stellt  fest,  dass trotz Massnahmen gegen die Erschütterungen 
der Bahnverkehr in den Gebäuden deutlich wahrnehmbar sei. Hierfür 
bestehe  auch  ein  Gutachten.  Eine  blosse  Schwellenbesohlung  sei 
ungenügend. Die wirkungsvollste bauliche Massnahme sei der Einbau 
einer schwimmenden Lagerung des Bahnoberbaus und zur Verhinde-
rung  von  Körperschall  werde  eine  vollflächige  Lagerung  auf  elasti-
schen Matten als ausreichend erachtet. 

Die Lärmschutzwand 2 sei angemessen zu erhöhen, d.h. möglichst so 
zu erstellen, dass sie die gleiche Höhe erreiche wie die unmittelbar an-
schliessende Lärmschutzwand 1 bzw. dass ihre Basis auf  Höhe des 
flachen  Terrains  zu  liegen  komme  und  diese  Kote  um  mindestens 
1.5 m überrage. Eventuell  sei diese Massnahme auf den Bereich der 
Mehrfamilienhäuser  Strasse  a,  b,  c  und  d  zu  begrenzen 
(Beschwerdeantrag  4).  Dies  rechtfertige  sich  aus  gestalterischen 
Gründen. Zudem sei die Höhe von 4 Metern auch angesichts der vor-
liegenden Situation (durchgehend) angezeigt.

Schliesslich fordert der Beschwerdeführer, dass die SBB anzuweisen 
sei,  das  bestehende  Gehölz  auf  ihrem Land  entlang der  Grenze  zu 
Parzelle X einen Meter breit  stehen zu lassen und Pflanzen, welche 
dem Ausbau zum Opfer fallen, wieder aufzuforsten (Beschwerdeantrag 
5). Die Vorinstanz habe noch gar nicht  darüber entschieden,  ob das 
Gehölz gerodet werde. Es mache aus Sicht der Bewohner in den Häu-
sern auf der Böschungskante einen grossen Unterschied, ob der Blick 

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direkt auf die Gleise hinunter gehe oder ob diese "Aussicht" durch ei-
nen Blättervorhang verdeckt werde. Die Bestockung stifte auch für den 
Naturschutz einen Nutzen und deren Erhalt sei daher zu bevorzugen.

D.
Mit  Gesuch vom 21. Mai 2008 beantragten die SBB (Beschwerdegeg-
nerin), der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen, da-
mit mit dem offensichtlich unbestrittenen Bau des 3. Gleises Gexi vor-
zeitig begonnen werden könne. Das Bundesverwaltungsgericht  hiess 
das  Gesuch  am 4. Juli  2008  unter  der  Voraussetzung  gut,  dass  die 
SBB ihren Zusicherungen – u.a. der (vorläufige) Erhalt des Gehölzes 
(Beschwerdeantrag 5) – nachkommen. 

E.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. Juli 2008 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten 
sei und führt im Wesentlichen aus, dass der KNI gemäss Leitfaden des 
BAV ermittelt  werde  und  dieser  keine  Ermittlung  für  einzelne  Lärm-
schutzwände bzw. Abschnitte innerhalb eines Teilbereiches vorsehe.

Die Eisenbahnverbindung Aarau – Lenzburg – Zürich bestehe schon 
seit Jahrzehnten und der Ausbau auf mehr Spuren gelte als Änderung 
einer bestehenden ortsfesten Anlage. Die Infrastrukturen des Konzep-
tes  Bahn  2000  1. Etappe  seien  integral  im  Emmissionsplan  berück-
sichtigt,  weshalb  sich  die  Lärmsanierung  der  vorliegenden  Anlage 
nach den Spezialbestimmungen richte.

Für die Frage, ob eine Änderung einer Anlage wesentlich sei,  werde 
auf  die  Wahrnehmbarkeit  der  Emissionszunahmen  abgestellt.  Nach 
der  Weisung  des  BAV/Bundesamtes  für  Umwelt  (BAFU)  gelte  eine 
Emissionszunahme von 2 dB(A) oder von 1 bis 2 dB(A) verbunden mit 
einer  Steigerung des Verkehrsaufkommens von mindestens  25% als 
wahrnehmbar. Vorliegend resultierten Zunahmen von 0.2 dB(A) am Tag 
und 0.4 dB(A) in der Nacht. Diese seien daher unbedeutend. Demzu-
folge wäre die ordentliche Lärmsanierung selbst dann nach den Spezi-
albestimmungen durchzuführen, wenn das vorliegende Ausbauprojekt 
nicht im Emissionsplan berücksichtigt würde, was jedoch nicht der Fall 
sei. 

Das Lärmsanierungsprojekt basiere einzig und allein auf dem vom Ge-
setz vorgeschriebenen Emissionsplan. Die im Umweltverträglichkeits-
bericht aufgeführten Betriebsszenarien 2005 und 2011 seien keine un-

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gewöhnlichen Grundlagen. Man habe dabei wie üblich auf den Ist-Zu-
stand (vor  Projektierungsbeginn  – 2005),  den Ausgangszustand (vor 
Baubeginn  – 2008) und den Zeitpunkt der geplanten Inbetriebnahme 
des neuen Gleises (Dezember 2010) abgestellt. Die Verkehrsprogno-
sen seien erfahrungsgemäss mit beträchtlichen Unsicherheiten behaf-
tet. Diese Unzulänglichkeiten seien hinzunehmen, solange sich die ge-
troffenen Annahmen nicht als unbrauchbar erwiesen. Die im Auflage-
projekt dokumentierten Zugzahlen gäben den aktuellen und den realis-
tischen Kenntnisstand über die Verkehrsentwicklung auf dem Abschnitt 
Gexi – Lenzburg wieder.

Im Leitfaden des BAV für die Projektierung baulicher Massnahmen bei 
der  Lärmsanierung  von  Eisenbahnanlagen  werde  explizit  verlangt, 
dass  zwingend  auf  eine  durch  eine  kantonale  Behörde  genehmigte 
und rechtskräftige Empfindlichkeitsstufe abzustellen sei. Zudem könne 
diese  nutzplanerische  Festlegung  hier  nicht  akzessorisch  überprüft 
werden.

Anhand der durchgeführten Messungen in deutlich schwingungsemp-
findlicheren  Nachbargebäuden  könne  festgestellt  werden,  dass  die 
massgebenden  Beurteilungswerte  eingehalten  werden  könnten. 
Sowohl die zu erwartenden maximalen Erschütterungswerte wie auch 
diejenigen Werte für die Körperschallimmissionen würden bei Tag wie 
auch in der Nacht die zulässige Grenze nicht überschreiten. Auf den 
Einbau einer Unterschottermatte könne daher verzichtet werden.

Im fraglichen Bereich müsse grundsätzlich gar keine Lärmschutzwand 
stehen, weil die Bauten an der Strasse erst nach der Bewilligung des 
Sanierungsprojekt am 17. August 2004 geplant und realisiert  worden 
seien. Sie hätten demnach nur gebaut werden können, wenn bei ihnen 
die  Belastungswerte  durch  bauliche  und/oder  gestalterische 
Massnahmen  eingehalten  worden  seien. Die  resultierende  Lücke  im 
baulichen  Lärmschutz  von rund  90  m Länge  wäre  aber  sowohl  aus 
gestalterischen wie auch aus akustischen Gründen kaum zu vertreten 
gewesen. Deswegen habe man diese Lücke mit einer drei Meter hohen 
Lärmschutzwand gefüllt und die Lärmschutzwand 2 dementsprechend 
erweitert.

Der Beschwerdeführer vermenge für den Erhalt des Gehölzes unzuläs-
sig  persönlich-ästhetische  Gründe  mit  naturschutzrechtlichen  Argu-
menten. Das Naturschutzkonzept des beauftragten Reptilienspezialis-
ten sehe unter anderem vor, dass bestehende Hecken in Wiesen um-

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zuwandeln  und  Kleinstrukturen  anzulegen  seien. Insbesondere  solle 
auf  der  Einschnittsböschung auf  Hecken verzichtet  werden,  weil  da-
durch  Reptilienlebensräume zu stark  beschattet  würden. Die  südlich 
der Bahn gelegene Böschung sei für die Zauneidechsen von besonde-
rem Wert, weil sie auf der nördlichen von der Mauereidechse verdrängt 
werde.  Abschliessende  Untersuchungsergebnisse  würden  dem  BAV 
voraussichtlich erst Ende 2008 zur Genehmigung unterbreitet werden.

F.
Mit  Vernehmlassung vom  1. September  2008  beantragt  das  BAV 
(nachfolgend Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde, soweit dar-
auf einzutreten sei. Zur Begründung verweist sie im Wesentlichen auf 
die Plangenehmigungsverfügung vom 4. April 2008.

G.
Am  29. September  2008  stellt  die  Beschwerdegegnerin  ein  Gesuch 
um "Aufrechterhaltung des Entzugs der aufschiebenden Wirkung trotz 
neuem Sachverhalt". Sie erklärt,  für den vorzeitigen Bau des 3. Glei-
ses Gexi müsse die Hecke (vgl. Beschwerdeantrag 5), entgegen ihrer 
Zusicherung im Gesuch vom 21. Mai 2008, nun doch entfernt werden. 
Mit  Zwischenverfügung vom 7. Oktober 2008 trat  das Bundesverwal-
tungsgericht auf das zweite Gesuch nicht ein. Dieser Entscheid ist in 
Rechtskraft erwachsen.

H.
In  seinen  Schlussbemerkungen  vom  27. Oktober  2008  hält  der  Be-
schwerdeführer an seinen Anträgen fest. 

Er  führt  ergänzend  aus,  das  3. Gleis  Gexi  sei  ein  Projekt  aus  der 
2. Etappe des Konzeptes Bahn 2000, das aber mit Geld aus dem Kre-
dit  für  die  1. Etappe  realisiert  werde. Deshalb  sei  es  nur  buchhalte-
risch, nicht aber konzeptionell ein Bestandteil der 1. Etappe und daher 
im Emissionsplan nicht berücksichtigt. Weil das vorliegende Projekt im 
Dezember 2001 noch kein Thema gewesen sei, könne es auch nicht in 
dem zu diesem Zeitpunkt erlassenen Emissionsplan enthalten sein.

Bei Bauten auf ansteigendem Terrain sei die Lärmschutzwand auf den 
höchsten Punkt  der Böschung zu stellen,  damit  die baulichen Mass-
nahmen  eine  möglichst  grosse  akustische  Wirkung  erzielten.  Die 
Lärmschutzwand 2 sei  konstant 3 Meter hoch, währenddem das Ge-
lände  in  östlicher  Richtung  stärker  ansteige  als  die  Bahngleise. Die 

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Parzellen im östlichen Teil würden daher weniger gut gegen den Bahn-
lärm abgeschirmt als die Liegenschaften im westlichen Teil.

Der  Beschwerdeführer  formuliert  Beschwerdeantrag  4  deshalb  wie 
folgt (neu): 

Die Bohrpfahlwand und die Lärmschutzwand 2 seien so zu erstellen, dass sie zusam-

men die Höhe des flachen Terrains nördlich des Mehrfamilienhauses Strasse b/c um 

1.5m überragen. Diese  angemessene Erhöhung sei  über  den Streckenabschnitt  zu 

verfügen, in welchem das gewachsene Terrain ("Dammkrone") die Schienenüberkante 

(SOK) um 7 Meter oder mehr überragt, zumindest aber im Bereich der Parzellen X 

und Y.

I.
Mit Schreiben vom 29. Januar 2009 stellte der Beschwerdeführer An-
trag zur Durchführung einer mündlichen und öffentlichen Verhandlung 
nach Art. 6 Ziff. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101).  Am 
27. Februar 2009 erklärte er den Verzicht auf die Durchführung einer 
solchen Verhandlung.

J.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird,  soweit  für  den  Ent-
scheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021). 
Das BAV gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine 
Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das 
Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesver-
waltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig.

1.1 Nach  Art. 48  VwVG ist  zur  Beschwerde  berechtigt,  wer  vor  der 
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 

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Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat. Als Einsprecher, welcher im Plangenehmigungsverfah-
ren unterlegen ist, ist der Beschwerdeführer und Eigentümer der Lie-
genschaft  GBl.-Nr. X  – Strasse  a,  b,  c  und  d  (Teilbereich  L1)  – 
beschwert und mithin zur Beschwerde (grundsätzlich) legitimiert. 

Wie  bereits  in  der  Zwischenverfügung  vom 7. Oktober  2008  ausge-
führt, ist in Bezug auf den Antrag zur Erhaltung des Gehölzes nur in-
sofern ein Entscheid der Vorinstanz gefallen, als dass eine Massnah-
me ausgearbeitet und ihr zur Genehmigung unterbreitet werden muss. 
Über die Massnahme wird aber erst in einem späteren Verfahren ent-
schieden. Zur Zeit  liegt  in  dieser Hinsicht  in  der Sache selbst  daher 
noch keine anfechtbare Verfügung vor. Das Begehren des Beschwer-
deführers erweist sich somit mangels aktuellem Interesse als verfrüht. 
Das Gehölz bleibt  bestehen, bis die Vorinstanz allenfalls anderweitig 
verfügt hat. Auf den Beschwerdeantrag 5 kann daher nicht eingetreten 
werden. 

Anzumerken sei hier noch, dass die Vorinstanz trotz Aufforderung des 
Bundesverwaltungsgerichts in der Zwischenverfügung vom 7. Oktober 
2008 (Dispo Ziff. 3) bis zum heutigen Zeitpunkt nicht hat verlauten las-
sen, bis wann ein Entscheid in der Sache zu erwarten ist. 

1.2 Die  vorliegende  Projektänderung  der  rechtskräftig  beurteilten 
Lärmsanierung  Lenzburg  Ost  gründet  auf  dem  Bau  des  3. Gleises 
Gexi  und  stellt  mithin  den  (Teil-)Widerruf  der  Genehmigung  vom 
17. August  2004 dar. Beständig bleibt  die Verfügung vom 17. August 
2004 insofern, als dass vorliegend nur noch Wirkungen zu überprüfen 
sind, die der Bau des 3. Gleises mit sich bringt (vgl. zur Rechtsbestän-
digkeit von Verfügungen  PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  2. Aufl.,  Bern  2005,  § 31  Rz. 2 ff.;  ULRICH 
HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 999 ff.). In den nachfolgenden Er-
wägungen wird auf diese Einschränkung zurückgekommen.

1.3 Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
ist einzutreten.

1.4 Das  Bundesverwaltungsgericht  überprüft  die  angefochtene 
Verfügung  auf  Verletzungen  von  Bundesrecht  –  einschliesslich  der 
unrichtigen  oder  unvollständigen  Feststellung  des  Sachverhalts  und 

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Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens  –  sowie  auf 
Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). Es auferlegt sich allerdings dann 
eine gewisse Zurückhaltung, wenn unter anderem technische Fragen 
zu  beurteilen  sind  und  wenn  der  Entscheid  der  Vorinstanz  mit 
Amtsberichten  bzw.  Stellungnahmen  der  Fachstellen  des  Bundes 
übereinstimmt. Sachkundige  Auskünfte  einer  Amtsstelle  werden  nur 
dann inhaltlich überprüft und es wird nur dann von ihnen abgewichen, 
wenn dafür stichhaltige Gründe, also etwa offensichtliche Mängel oder 
innere Widersprüche, gegeben sind (KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 290; Urteil 
des BVGer A-2422/2008 vom 18. August 2008 E. 7.2). Allerdings muss 
sichergestellt sein, dass das Gericht auch Verwaltungsentscheide, die 

überwiegend auf Ermessen beruhen, wirksam überprüfen kann (Urteil 

des Bundesgerichts 1C_309/2007 vom 29. Oktober 2008 E. 2.1.1 mit 

Hinweisen).  Es  ist  ohne  weiteres  zulässig,  bei  der  Prüfung  na-

turwissenschaftlicher  und  technischer  Fragen  auf  die  Berichte  und 

Stellungnahmen  der  vom  Gesetzgeber  beigegebenen  sachkundigen 

Instanzen  abzustellen.  Ergänzende  Beweiserhebungen  in  Form  von 

Expertisen sind  denn auch nur  ausnahmsweise und  nur  dort  vorzu-

nehmen,  wo  die  Klärung der  umstrittenen  Sachverhaltsfrage für  die 

rechtliche  Beurteilung  unabdingbar  ist  (Urteil  des  Bundesgerichts 

1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 5 mit weiteren Hinweisen; Urteil des 

BVGer  A-2016/2006  vom 2. Juli  2008  E. 15.5.1).  In  diesem Zusam-

menhang ist insbesondere auf die Umweltverträglichkeitsprüfung hin-

zuweisen. Zum Bericht, den der Gesuchsteller einzureichen hat (Art. 9 

Abs. 2 und 3 USG), nimmt das BAFU als Umweltschutzfachstelle des 

Bundes zu Handen der entscheidenden Behörde Stellung und bean-

tragt  allenfalls  Auflagen  und  Bedingungen  (Art. 9  Abs. 5  USG;  vgl. 

zum Ganzen Urteil des BVGer A-5466/2008 vom 3. Juni 2009 E. 4.1).

2.
Der  Beschwerdeführer  beantragt,  für  die  Lärmschutzwand  2  müsse 
der KNI gesondert ermittelt und offengelegt werden. 

2.1 Nach  Ziffer  1 Abs. 2 und 3 des Anhangs 3 der  Verordnung vom 
14. November  2001  über  die  Lärmsanierung  der  Eisenbahnen 
(SR 742.144.1,  VLE) wird  das lärmbelastete Gebiet  eines  bestehen-
den Streckenabschnitts in Teilbereiche unterteilt. Der KNI wird für je-
den Teilbereich – und nur für diesen – einzeln berechnet. 

2.2 Als  Teilbereich  L1  werden  im  vorliegenden  Projekt  die  Bereiche 
der Lärmschutzwände 1 bis 5, südlich der Bahnlinie von km 30.340 bis 

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31.179 (vgl. Plangenehmigung S. 93/99) ausgewiesen. Für diesen Teil-
bereich wurde ein KNI 75 ermittelt (vgl. technischer Bericht zur Projek-
tänderung  Lärmsanierung  Lenzburg  Ost,  Plangenehmigungsbeilage 
71,  Anhang  2,  S. 4)  und  in  der  Plangenehmigung  festgehalten  (vgl. 
Plangenehmigung S. 50/99). 

2.3 Dieses Vorgehen entspricht den Vorschriften nach Anhang 3  Ziffer 
1 Abs. 2 und 3 VLE. Für das Bundesverwaltungsgericht ist kein Grund 
ersichtlich, von diesem Vorgehen abzuweichen. Es stellt sich allenfalls 
die  Frage,  ob  der  Bereich  der  Lärmschutzwand  2  (km  30.400  bis 
30.800) als einzelner Teilbereich hätte qualifiziert und für ihn daher ein 
gesonderter KNI hätte ermittelt und ausgewiesen werden müssen. Zu 
prüfen  ist  demnach, ob  eine  Abgrenzung  des  Bereiches  der  Lärm-
schutzwand 2  (km 30.400 bis  30.800)  vom Bereich  der  Lärmschutz-
wand 1 (km 30.340 bis 30.400) einerseits und vom Bereich der Lärm-
schutzwand  3  (km  30.800  bis  30.968)  andererseits  zwingend  und 
sachgerecht gewesen wäre.

2.4 Die Unterteilung in Teilbereiche erfolgt nach folgenden Grundsät-
zen: Die Gleise bilden immer eine Teilbereichsgrenze und das lärmbe-
lastete Gebiet wird in der Regel senkrecht zu den Gleisen so unterteilt, 
dass  bezüglich  Topographie,  Siedlungsstruktur,  Siedlungsdichte,  Zu-
ordnung  der  Lärmempfindlichkeitsstufen  und  Nutzungsplanung  mög-
lichst  einheitliche  Teilbereiche  entstehen,  die  sich  gegenseitig  akus-
tisch möglichst wenig beeinflussen (Anhang 3 Ziffer 1 Abs. 2 lit. a und 
b VLE).

2.4.1 In  «Lärmsanierung  der  Eisenbahn  –  Leitfaden  für  die 
Projektierung  baulicher  Massnahmen  (Dezember  2003)»  hält  die 
Vorinstanz  zusätzlich  fest,  als Grundregel  gelte:  Im  Zweifelsfall  sei 
generell eine kleinere Teilbereichslänge zu wählen. Sie betrage in der 
Regel  100  bis  300  Meter.  Teilbereichsgrenzen  lägen  meist  in 
erwarteten Lücken der erforderlichen Massnahmen oder verliefen quer 
durch bahnnahe, grosse Gebäude ohne lärmempfindliche Räume (z.B. 
Gewerbehallen oder Bahnhofgebäude). Teilbereichsgrenzen lägen nie 
bei  Brücken,  Strassenunterführungen,  Bachquerungen  oder  anderen 
Situationen mit einer offenen Lärmausbreitung.

2.4.2 Aufgrund der Länge des Bereiches der Lärmschutzwand 2 (400 
Metern)  wäre  die  Qualifizierung  als  selbständiger  Teilbereich  nicht 
ausgeschlossen. 

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Betrachtet  man hingegen die Siedlungsstruktur  bzw. Siedlungsdichte 
der Bereiche der Lärmschutzwände 1 bis 3, so rechtfertigt sich ein Zu-
sammenschluss durchaus. Entgegen der Auffassung des Beschwerde-
führers, wonach die Bereiche sehr unterschiedlich dicht bebaut seien, 
ist  mit  Blick  auf  den Situationsplan (Plangenehmigungsbeilage 23.1) 
festzustellen,  dass  sich  die  Bereiche  der  Lärmschutzwände  1  bis  3 
diesbezüglich kaum unterscheiden. Zudem herrscht in sämtlichen Be-
reichen des Teilbereichs L1 die Lärmempfindlichkeitsstufe III vor (vgl. 
Lärmbelastungsplan,  Plangenehmigungsbeilage  72).  Mit  Ausnahme 
eines  hier  nicht  massgebenden  Grünstreifens  ist  dieser  im 
Bauzonenplan der Stadt Lenzburg im Übrigen einheitlich als WG 11.5 
ausgewiesen.  Topographisch  erweisen  sich  die  Bereiche  der  Lärm-
schutzwände 1 – 3 ebenfalls nicht als derart unterschiedlich, dass sich 
eine  andere  Unterteilung  aufdrängen  würde. Das  Terrain  verläuft  im 
fraglichen Bereich denn auch mehrheitlich leicht ansteigend (vgl. Län-
genprofil,  Plangenehmigungsbeilage 25,  km 30.340  bis  31.179). Zu-
dem stellt der Teilbereich L1 aufgrund der Begrenzung durch die An-
schlussstrasse zur N1 in östlicher Richtung und durch die Niederlen-
zerstrasse in westlicher Richtung eine (akkustische) Einheit dar, wel-
che sich klar vom anschliessenden Teilbereich L2 abhebt.

2.4.3 Die Grundregeln für die Einteilung in Teilbereiche sind sachlich 
begründet und nachvollziehbar angewendet worden. Das Bundesver-
waltungsgericht auferlegt sich zudem eine gewisse Zurückhaltung bei 
der Überprüfung solcher Fragen (vgl. E. 1.4) und erachtet deshalb die 
Qualifizierung des Bereiches der Lärmschutzwand 2 als selbständiger 
Teilbereich nicht  als  angezeigt. Dementsprechend muss hierfür  auch 
kein gesonderter KNI ermittelt werden. Auch das BAFU, welches sich 
bereits  im  Rahmen  der  Umweltverträglichkeitsprüfung  zum  Projekt 
geäussert hat, erachtet in seiner Stellungnahme vom 8. Oktober 2007 
im  vorinstanzlichen  Verfahren  das  Vorhaben  hinsichtlich 
Lärmsanierung  als  vollständig,  korrekt  und  damit  den  bun-
desrechtlichen  Bestimmungen  entsprechend.  Der  Beschwerdeführer 
macht  in  seinen  Eingaben  denn  auch  keine  stichhaltigen  Gründe 
geltend, welche andere Längen und Höhen der Lärmschutzwände im 
Teilbereich L1 mit  einem KNI ebenfalls unter 80 ergäben hätten und 
die Genehmigung des Projekts durch die Vorinstanz und das BAFU in 
dieser Hinsicht daher als falsch erscheinen lassen (vgl. dazu E. 1.4). 
Die Rüge des Beschwerdeführers geht deshalb fehl. 

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3.
Weiter  ist  zu  prüfen,  ob  auf  den  KNI  80  als  Grenzwert  abgestellt 
werden darf.

3.1 Unbestritten  ist,  dass  der  KNI  80,  d.h.  Art. 20  Abs. 1  VLE, 
grundsätzlich  die  Vorgaben  des  Gesetzes  erfüllt  (vgl.  Entscheid  der 
REKO/INUM A-2004-117 vom 26. April 2006 E. 29 ).  Art. 20 VLE legt 
fest,  bauliche  Lärmschutzmassnahmen  gelten  in  der  Regel als 
verhältnismässig, wenn der KNI nicht mehr als 80 beträgt. Mit dieser 
Formulierung  bringt  der  Verordnungsgeber  zum  Ausdruck,  dass 
Ausnahmen  grundsätzlich  möglich  sind,  diese  das  System  des 
Bundesgesetzes vom 24. März 2000 über die Lärmsanierung der Ei-
senbahnen  (SR  742.144,  nachfolgend  BGLE  genannt)  jedoch  nicht 
aus den Angeln heben dürfen. Die Annahme einer Ausnahmesituation 
ist nur dann möglich, wenn sie wesentlich von der Situation abweicht, 
die  der  Gesetzgeber  bei  Erlass  der  Regelordnung  vor  Augen  hatte 
(vgl.  PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
2. Aufl.,  Bern  2005,  Rz. 378  f.;  ULRICH GYGI,  Verwaltungsrecht,  Bern 
1986, S. 86).  Ausnahmen sind insbesondere auch unter Berücksichti-
gung der Gesamtkosten und der Rechtsgleichheit  zu beurteilen. BAV 
und BAFU hielten  in  einem früheren Verfahren  vor  der  REKO/INUM 
fest,  eine allfällige Gewährung einer Ausnahme von der  Anwendung 
des KNI 80 werde nur in solchen Fällen möglich sein und anerkannt 
werden,  in  welchen  sich  die  Verhältnismässigkeit  einer  baulichen 
Massnahme mit dem KNI gar nicht korrekt bestimmen lasse. Dies sei 
gegeben, wenn spezielle Lärmarten aufträten, die nicht im Emissions-
plan berücksichtigt seien bzw. nicht in die SEMIBEL-Berechnung ein-
fliessen  könnten,  obwohl  sie  einen  relevanten  Anteil  am 
Gesamtlärmpegel aus dem Eisenbahnbetrieb hätten (vgl. hierzu Ent-
scheid REKO/INUM  A-2002-8 vom 4. Februar 2003 E. 11.2 ff.). Das 
Bundesverwaltungsgericht sieht keinen sachlichen Grund, von dieser 
Rechtsprechung  abzuweichen  (vgl.  zum  Ganzen  Entscheid  der 
REKO/INUM A-2005-284 vom 27. Juli 2006). 

3.2 Der  Beschwerdeführer  müsste  spezielle  Lärmarten  geltend  ma-
chen können, die nicht im Emissionsplan berücksichtigt  bzw. nicht in 
die SEMIBEL-Berechnung eingeflossen sind. Solche Einwände bringt 
der Beschwerdeführer hingegen nicht vor und sind auch nicht ersicht-
lich,  weshalb  sich  eine Ausnahme vom Richtwert  KNI  80 vorliegend 
nicht  rechtfertigt. Inwiefern ein Einzelner überhaupt Anspruch auf al-

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lenfalls noch vorhandene Budget-Reserven geltend machen kann, wie 
dies der Beschwerdeführer tut, kann daher offen gelassen werden.

4.
In einem nächsten Schritt ist zu klären, ob vorliegend allfällige Lärm-
sanierungsmassnahmen nach den Vorschriften des BGLE und der VLE 
zu beurteilen sind.

4.1 Das Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) 
und  insbesondere  die  Lärmschutz-Verordnung  vom  15. Dezember 
1986 (LSV, SR 814.41) finden Anwendung auf die Begrenzungen bei 
Lärmquellen. Auf den 1. Oktober 2000 ist das Bundesgesetz (BGLE), 
ein Jahr später die Verordnung über die Lärmsanierung der Eisenbahn 
(VLE) in Kraft getreten. Sie ergänzen das USG und die LSV und gehen 
diesen als Spezialgesetzgebung in der Regel vor. 

4.2 Gemäss Art. 2 Abs. 1 VLE gilt diese für bestehende ortsfeste Ei-
senbahnanlagen,  die  bis  zum  1. Januar  1985  rechtskräftig  bewilligt 
worden sind. Nach der Rechtsprechung der REKO/INUM erfassen das 
BGLE und die VLE nur die  eigentliche Sanierung der Eisenbahnen – 
mit Immissionsgrenzwertüberschreitungen – nicht aber jene Projekte, 
bei  denen  wesentliche  Änderungen  von  Eisenbahnanlagen  (Art. 18 
USG) oder gar der Bau von Neuanlagen (Art. 25 USG) im Vordergrund 
stehen (Entscheid der REKO/INUM A-2003-2 vom 15. Dezember 2004 
E. 5.2.3;  Entscheid  der  REKO/INUM  A-2005-220  vom  1. Mai  2006 
E. 6.1). 

4.2.1 Nach dem Willen  des  Gesetzgebers  betrifft  Art.  25  USG nicht 
nur die Errichtung neuer, vorher nicht existierender Anlagen, sondern 
ebensosehr bestehende Anlagen, die in konstruktiver oder funktionaler 
Beziehung soweit verändert werden, dass das, was von der bisherigen 
Anlage  weiterbestehe,  von  geringerer  Bedeutung  erscheine  als  der 
erneuerte  Teil;  für  die  Abgrenzung  seien  vor  allem  ökologische 
Kriterien,  im  speziellen  des  Lärmschutzes,  und  generell  die  dem 
Gesetz  zugrundeliegende  Zielsetzung  der  Vorsorge  massgeblich. 
(BGE  123  II  328  E. 4;  vgl.  auch  ROBERT WOLF,  in:  Vereinigung  für 
Umweltrecht/Keller  [Hrsg.],  Kommentar  zum  Umweltschutzgesetz, 
2. Aufl., Zürich 2004, Rz. 47 zu Art. 25 USG ).

4.2.2 Gemäss Umweltverträglichkeitsbericht   (Plangenehmigungsbei-
lage  13,  Ziff.  4.9.1.2  Projektauswirkungen)  ist  mit  dem  Bau  des 
3. Gleises eine Erhöhung des Fahrplanangebotes von täglich 494 auf 

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609 Züge, mithin eine Zunahme von ca. 23% vorgesehen. Die mit der 
Leistungssteigerung verbundene Erhöhung der Emissionspegel betra-
ge 0.2 dB(A) am Tag und 0.4 dB(A) in der Nacht. 

4.2.3 Demnach erscheint  die bestehende doppelspurige Gleisanlage 
in  ihrer  Bedeutung  keinesfalls  geringer  als  das  projektierte  3. Gleis. 
Aus diesen Gründen geht  das Bundesverwaltungsgericht  davon aus, 
dass es sich vorliegend nicht um den Bau einer  Neuanlage handelt, 
sondern  lediglich  um  die  Änderung der  Eisenbahnstrecke  Aarau  – 
Lenzburg  –  Zürich,  einer  vor  dem  1. Januar  1985  rechtskräftigt 
bewilligten,  ortsfesten  Eisenbahnanlage  (vgl.  Art. 2  Abs. 1  VLE).  Zu 
prüfen  bleibt,  ob  es  sich  beim  geplanten  Bauvorhaben  um  eine 
wesentliche  Änderung  der  Eisenbahnstrecke  handelt,  wodurch  die 
Anwendung der lärmrechtlichen Spezialgesetzgebung ausgeschlossen 
würde. 

4.2.4 Art. 4 Abs. 2 VLE hält fest, dass Änderungen im Betrieb oder an 
der Infrastruktur ortsfester Eisenbahnanlagen, die gemäss Anhang 2 
im Emissionsplan berücksichtigt  sind, nicht als wesentliche Änderun-
gen im Sinne von Art. 8 Abs. 2 und 3 LSV gelten. Die Sanierung der 
betroffenen Anlage richtet sich nach dem BGLE und der VLE, worin 
der Emissionsplan integriert ist (Anhang 2 der VLE).

Entscheidend für die Frage, ob eine wesentliche Änderung vorliegt, ist 
das Ausmass der durch die Änderung verursachten Emissionen. Sind 
diese  im  Emissionsplan  2015  berücksichtigt,  liegt  keine  wesentliche 
Änderung im Sinne der LSV vor. Solche geänderten Anlagen werden 
nach  den  Bestimmungen  des  BGLE  saniert.  Werden  aber  bauliche 
oder betriebliche Änderungen vorgenommen, welche den Emissions-
plan übersteigende Emissionen bewirken und daher im Emissionsplan 
2015 nicht enthalten sind, richtet sich der Schallschutz nach den Re-
geln des USG bzw. der LSV (Entscheid der REKO/INUM  A-2004-150 
vom  4. April  2005  E. 8.2.2;  Entscheid  der  REKO/INUM  A-2005-220 
vom  1. Mai  2006  E. 6.2;  vgl.  auch  das  Urteil  des  Bundesgerichts 
1E.8/2002 vom 4. November 2002 E. 3).

4.2.5 Das BAFU hat  in  seiner  Stellungnahme vom 8. Oktober  2007, 
Ziff. 3.13, zu der Frage des anwendbaren Rechts ausgeführt, dass es 
im vorliegenden Fall im Ergebnis von einer "nicht wesentlichen Ände-
rung" ausgehe. Es beurteile den Sachverhalt bezüglich der Projektän-
derung Lärmsanierung als vollständig und korrekt. In Anwendung des 
BGLE stimme es dem Projekt der Beschwerdegegnerin zu.

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4.2.6 Im  Emissionsplan  2015  (einsehbar  auf  www.bav.admin.ch  ), 
S. 119, ist der hier massgebliche Streckenabschnitt  Gexi – Lenzburg 
(km 30.211 – 31.337) enthalten. Er weist einen durchschnittlichen Be-
urteilungs – Emissionspegel von 81.1 dB(A) am Tag und 79.1 dB(A) in 
der Nacht auf. Der Umweltverträglichkeitsbericht (Plangenehmigungs-
beilage 13, S. 27, Ziff. 4.9.1.2) weist für den Zeitpunkt  der Inbetrieb-
nahme (2011) Werte  von 80.2 dB(A) am Tag und 78.9 dB(A) in  der 
Nacht aus. Die Emissionen sind deshalb im Emissionsplan enthalten 
und es ist daher nicht von einer  wesentlichen Änderung einer beste-
henden  Anlage  auszugehen.  Es  kommt  damit  die  Spezialgesetzge-
bung zur Anwendung.

4.2.7 Der  Beschwerdeführer  macht  im  Übrigen  zu  Unrecht  geltend, 
das  3. Gleis  sei  (konzeptionell)  Teil  der  Bahn  2000  2. Etappe,  und 
könne damit per se nicht im Emissionsplan enthalten sein.

Der Emissionsplan zeigt tabellarisch in einfach lesbarer Form auf, von 
welchen  Lärmemissionen  im  Planungshorizont  auszugehen  ist.  Er 
dient – unter Berücksichtigung der vorgesehenen Massnahmen an der 
Quelle – als Grundlage für die Planung und Beurteilung der baulichen 
Lärmschutzmassnahmen bei bestehenden Eisenbahnanlagen. Er kann 
somit auch als Nutzungsplan für die entsprechende Strecke betrachtet 
werden. Mit der Festlegung des Emmissionsplans bleiben Veränderun-
gen im Betrieb (z.B. Verkehrsmenge, Fahrgeschwindigkeit) oder an der 
Infrastruktur (z.B. Einbau von Weichen, Isolierstössen) ohne weiteres 
zulässig,  solange der  im Emissionsplan festgelegte  Wert  nicht  über-
schritten wird. Der Emissionsplan wird damit zum Rahmen für die Be-
wegungsfreiheit  von Betrieb und Infrastruktur. Er stellt  sowohl für die 
Bauunternehmen wie für die Behörden ein einfaches Instrument für die 
Beurteilung  von  Änderungen  im  betreffenden  Streckenabschnitt  dar, 
weil keine aufwendigen Berechnungen der Immissionen an den Emp-
fängerpunkten nötig sind (vgl. zum Ganzen Botschaft zum Bundesge-
setz  über  die Lärmsanierung der  Eisenbahn vom 1. März  1999,  BBl 
1999  4912  f.).  Mit  anderen  Worten  schützt  der  Emissionsplan  das 
Bahnunternehmen insofern,  als  ihm ein  «Lärmkontingent»  zugestan-
den wird, über das es verfügen kann. Andererseits ist es grundsätzlich 
an  den  Emissionsplan  gebunden  und  hat  die  darin  ausgewiesenen 
Emissionspegel  spätestens ab dem Jahr 2015 einzuhalten (vgl. Ent-
scheid der REKO/UVEK A-2002-8 vom 4. Februar 2003 E. 9.1 ).

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http://www.bav.admin.ch/

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4.2.8 Entgegen der  Auffassung des Beschwerdeführers ist  es  daher 
nicht massgebend, zu welcher Etappe des Konzepts Bahn 2000 das 
vorliegende  Projekt  gehört  oder  mit  welchen  Geldern  es  finanziert 
wird. Von Relevanz ist einzig, ob das Lärmkontingent durch das beab-
sichtigte Projekt nicht überschritten wird. 

5.
Der  Beschwerdeführer  beantragt  weiter, bei  der  Ermittlung  der 
Beurteilungspegel sei der Mehrverkehr (Import-, Export- und Binnen-
verkehr)  von  und  zum projektierten  neuen  nationalen  Güterverkehr-
Hub im Rangierbahnhof Limmattal zu berücksichtigen. Er rügt insofern, 
der Emissionsplan 2015 stütze sich auf nicht haltbare Prognosen.

5.1 Mit Verweis auf E. 1.2 ist  hier einzig noch zu prüfen, ob das ge-
plante  3. Gleis  selbst  Auswirkungen mit  sich  bringt,  die  die  Beurtei-
lungspegel  im  Emissionsplan als  (grundlegend)  falsch  erweisen  las-
sen.

5.2 In  Bezug  auf  das  hier  zu  beurteilende  Projekt  ist  aufgrund  des 
UVB (S. 27) und mit Blick auf die prognostizierte Belegung des 3. Glei-
ses Gexi im Zeitpunkt  der Inbetriebnahme 2011 (Vorakten S. 51) er-
kennbar, dass von täglich 88 Frequenzen, 67 Regionalzüge verkehren 
sollen, wovon ca. 54 Frequenzen als Entlastung der beiden bestehen-
den Gleisen dienen. Bei insgesamt 80 Frequenzen für den Regional-
verkehr im Jahr 2005 und 120 Frequenzen für  das Jahr 2011 ergibt 
dies eine Zunahme von insgesamt 40 Regionalzügen auf allen 3 Glei-
sen. Zusammen mit der Zunahme der Frequenzen durch den zweiten 
Fernverkehrshalt  (ca. 70 bei "IC ZUE – BS" und "IC ZUE – BI") und 
kleineren  Zunahmen  im  Güterverkehr  auf  den  beiden  bestehenden 
Gleisen ergibt dies die im UVB ausgewiesene Zunahme von insgesamt 
ca. 115 Frequenzen. Auf den bestehenden Gleisen verändern sich die 
Frequenzen, insbesondere in Bezug auf den Güterverkehr, nicht we-
sentlich. 

Aus diesen Zahlen wird ersichtlich, dass das projektierte Gleis – jetzt 
und in Zukunft – (gross-)mehrheitlich für den Personenverkehr (Fern- 
und Regionalverkehr) benutzt werden soll und die Entlastung der bei-
den bestehenden Gleise nicht  gross ins Gewicht  fällt,  so dass auch 
nicht von einer ausserordentlichen Kapazitätssteigerung ausgegangen 
werden kann und die Linie in Zukunft von Güterzügen wesentlich stär-
ker  frequentiert  würde. So  führen  sowohl  der  Beschwerdeführer  wie 
auch die Beschwerdegegnerin aus, dass die Bahnlinie bereits  heute 

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am absoluten Limit laufe bzw. hoch belastet sei. Daher ist eine wesent-
liche Zunahme der Frequenzen gar nicht erst möglich. Die Befürchtung 
des  Beschwerdeführers,  wonach  die  Strecke  bald  zur  eigentlichen 
Schweizer Gütertransversale umfunktioniert werde, erweist sich – zu-
mindest mit  dem Bau des 3. Gleises – als unbegründet. Ihr ist  auch 
entgegen zu halten,  dass das BAV die  Lärmsituation  netzweit  über-
wacht  (Art. 5  VLE). Anhand der  dabei  erzielten  Ergebnisse soll  eine 
von Emissionsplan 2015 abweichende Entwicklung frühzeitig erkannt 
und entsprechende Massnahmen ergriffen werden.

5.3 Lärmprognosen können im Übrigen nicht  mit  absoluter Genauig-
keit erstellt werden. Eine gewisse Unsicherheit ist mit Prognosen stets 
verbunden, diese können sich indessen zugunsten oder zulasten der 
Anwohner  auswirken.  Aufgrund  der  naturgegebenen  Ungenauigkeit 
entziehen sich  die  Prognosen weitgehend der  Kritik,  soweit  sie  sich 
nicht schon im Laufe des Bewilligungsverfahrens als offensichtlich und 
erheblich unrichtig herausstellen. Diese Unzulänglichkeiten sind hinzu-
nehmen, solange sich die getroffenen Annahmen nicht als unbrauch-
bar erweisen und es daher an der vom Gesetz geforderten vollständi-
gen Sachverhaltsabklärung fehlt (BGE 126 II 522 E. 14). Auch insofern 
besteht  kein  Anlass  die  Erhebungen  der  Beschwerdegegnerin  als 
grundlegend  falsch  zu  verwerfen.  Dies  um  so  mehr,  als  dass  das 
BAFU sie als zutreffend beurteilt hat.

5.4 Aus diesen Gründen ist  nicht  davon auszugehen,  dass  sich  der 
Emmissionsplan 2015 – soweit  er  hier  noch überprüft  werden muss 
(vgl. E. 1.2) – auf grundlegend falsche Annahmen stützt. Die Rüge des 
Beschwerdeführers geht daher fehl und Beschwerdeantrag 2c ist ab-
zuweisen.

6.
Bezüglich der Festlegung der Lärmempfindlichkeitsstufe III (ES III) ist 
den  übereinstimmenden  Ausführungen  der  Vorinstanz  und  der  Be-
schwerdegegnerin nichts  hinzuzufügen. Im Plangenehmigungsverfah-
ren ist die Anfechtung der im Bauzonenplan der Stadt Lenzburg ver-
bindlich festgelegten Lärmempfindlichkeitsstufe nicht möglich (vgl. Ent-
scheid der REKO/INUM A-2004-117 vom 26. April 2006 E. 27.2; BGE 
125 II 129 E. 6a). Er weist für das betreffende Areal unzweifelhaft die 
«Wohn-/Gewerbezone  WG  11.5»  aus.  Diese  wird  gemäss  Art. 43 
Abs. 1 lit. c LSV der Lärmempfindlichkeitsstufe III zugeteilt. Hierfür gel-
ten die Immissionsgrenzwerte von 65 dB(A) am Tag und 55 dB(A) in 

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der Nacht (Anhang 4 Ziffer 2 der LSV). Die Vorinstanz ist insofern kor-
rekt vorgegangen (vgl. Technischer Bericht zur Projektänderung Lenz-
burg Ost, Beilage 71, S. 2 und 16) und der  Beschwerdeantrag 2d ist 
daher abzuweisen.

7.
Der  Beschwerdeführer  beantragt  weiter,  im Abschnitt  zwischen  dem 
Autobahnzubringer und der neuen Strassenüberführung Römerweg sei 
im neuen Trassee eine Unterschottermatte einzubauen. Eventuell  sei 
diese Massnahme auf den Bereich der Mehrfamilienhäuser Strasse a, 
b, c und d zu begrenzen.

7.1 Im  Fachbericht  Erschütterungen  (Plangenehmigungsbeilage  61, 
S. 6 Ziff. 4.2) wird darauf hingewiesen, dass Immissionen von Gebäu-
den, die weder gemessen noch berechnet worden sind, von benach-
barten berechneten Gebäuden abgeleitet  werden könnten (Ziff. 4.2). 
Insofern bezieht sich die Vorinstanz für die Situation des Beschwerde-
führers  auf  die  Referenzwerte  vom V-weg. Die  Beschwerdegegnerin 
verweist hierfür auf die Referenzstandorte W-weg und G-strasse. Es ist 
für  das  Bundesverwaltungsgericht  kein  Grund  ersichtlich,  der  ein 
solches Vorgehen als falsch erscheinen liesse. Der Beschwerdeführer 
bringt  denn  auch  nicht  vor,  die  Referenzstandorte  seien  mit  dem 
Standort seiner Gebäude nicht vergleichbar.

7.2 Die Messungen an den besagten Standorten haben gezeigt, dass 
die massgebenden Grenzwerte (klar) eingehalten werden können (vgl. 
Fachbericht Erschütterungen, Plangenehmigungsbeilage 61, S. 8 und 
10, Tabelle 5 und 7).  Selbst die Werte des örtlich nächsten Messortes 
überschreiten  die  massgebenden  Grenzen  nicht  (Tabelle  5;  vgl.  zu 
allen  Referenzorten  auch  Tabelle  10).  Das  BAFU  und  die  Um-
weltfachstelle des Kantons Aargau haben im Übrigen keine Bedenken 
zu  den  Mess-  bzw.  Prognosewerten  geäussert.  Das  Bundesver-
waltungsgericht hat daher keinen Anlass, an der Richtigkeit der aufge-
führten Werte zu zweifeln und der Beschwerdeführer bringt auch keine 
triftigen Gründe vor,  die  es gebieten würden,  von dieser  Auffassung 
abzuweichen.

7.3 Aus diesen Gründen sind keine zusätzlichen Schutzmassnahmen 
notwendig, insbesondere rechtfertigt sich der Einbau einer Unterschot-
termatte  nicht;  der  Beschwerdeantrag  3  ist  daher  ebenfalls 
abzuweisen.

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8.
Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer, die Bohrpfahlwand und 
die Lärmschutzwand 2 seien so zu erstellen, dass sie zusammen die 
Höhe des flachen Terrains nördlich des Mehrfamilienhauses Strasse b/
c um 1.5m überragen.

Diese angemessene Erhöhung sei über den Streckenabschnitt zu ver-
fügen, in welchem das gewachsene Terrain ("Dammkrone") die Schie-
nenoberkante (SOK) um 7 Meter oder mehr überragt, zumindest aber 
im Bereich der Parzellen X und Y.

8.1 Da die Gebäude des Beschwerdeführers auf  der GBl.-Nr. X erst 
nach  Datum  der  Rechtskraft  der  Verfügung  über  die  (generelle) 
Lärmsanierung Lenzburg Ost erbaut worden sind, ist darin für diesen 
Bereich  zu  Recht  auch  keine  Lärmschutzwand  vorgesehen  worden. 
Wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführt,  musste der Beschwer-
deführer demnach im Baubewilligungsverfahren den Nachweis erbrin-
gen, dass bei den Wohnbauten die massgebenden Immissionsgrenz-
werte eingehalten werden können (vgl. Art. 31 LSV). Es stellt sich hier 
lediglich noch die Frage, ob der Bau des 3. Gleises Gexi an sich den 
Bau einer höheren Lärmschutzwand 2 rechtfertigt (Verweis auf E. 1.2). 

8.2 Mit dem Bau des 3. Gleises gehen Erhöhungen der Lärmimmissio-
nen von  lediglich 0.2 dB(A) am Tag bzw. 0.4 dB(A) in der Nacht einher 
(vgl. u.a. UVB S. 27). Der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
drei Meter übersteigende Lärmschutzwand kann deshalb zum Vornher-
ein  ausgeschlossen  werden.  Im  Übrigen  sind  bauliche  Lärmschutz-
massnahmen in der Regel auf höchstens 2 m Höhe über Schieneno-
berkante zu begrenzen (Art. 21 VLE). Vorliegend wird die Lücke bereits 
mit einer 3 m hohen Lärmschutzwand gefüllt, weshalb dem tatsächli-
chen Anspruch des  Beschwerdeführers  mehr  als  nur  Genüge  getan 
wird. Rein gestalterische Anliegen sind im Übrigen grundsätzlich keine 
zureichenden  Gründe,  um  die  Erhöhung  bzw. den  Bau  einer  Lärm-
schutzwand zu rechtfertigen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als un-
terliegend.  Im  zweiten  Gesuch  um  Entzug  der  aufschiebenden  Wir-
kung gilt er hingegen als obsiegend, die Beschwerdegegnerin entspre-
chend  als  unterliegend.  Die  Verfahrenskosten  werden  bestimmt  auf 
insgesamt Fr. 3'000.--. Auf die zwei Gesuche um Entzug der aufschie-
benden  Wirkung  entfallen  Fr. 1'000.--,  auf  das  übrige  Verfahren 

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Fr. 2'000.--.  Dem Beschwerdeführer sind daher Fr. 2'500.-- aufzuerle-
gen. Die Beschwerdegegnerin hat die restlichen Kosten von Fr. 500.-- 
zu  bezahlen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG;  Art. 1  ff.  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

9.1 Der  überwiegend  unterliegende,  nicht  anwaltlich  vertretene  Be-
schwerdeführer  hat  keinen  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung. 
Der Vorinstanz und der nicht anwaltlich vertretenen mehrheitlich obsie-
genden Beschwerdegegnerin werden ebenfalls keine Parteientschädi-
gung zugesprochen (Art. 7 ff. VGKE).  

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
mit  Fr. 2'500.--  auferlegt. Sie werden mit  dem geleisteten Kostenvor-
schuss von Fr. 3'000.-- verrechnet. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Entscheides werden ihm Fr. 500.-- zurückerstattet. Hierzu hat er dem 
Bundesverwaltungsgericht einen Einzahlungsschein zukommen zu las-
sen oder eine Bankverbindung anzugeben.

3.
Der Beschwerdegegnerin werden Verfahrenskosten von Fr. 500.-- auf-
erlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des 
vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse mit beiliegendem 
Einzahlungsschein zu bezahlen.

4.
Es werden keine Parteientschädigungen gesprochen. 

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die  Beschwerdegegnerin  (Gerichtsurkunde;  Beilage  Einzahlungs-

schein)
- die Vorinstanz (Einschreiben)

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A-3029/2008

- das GS UVEK (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Christoph Bandli Stefan von Gunten

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Frist steht vom 15. Juli bis und mit 15. August still (Art. 46 Abs. 1 lit. a 
BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat 
die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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