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**Case Identifier:** 1f0c38de-26d5-5c7b-8d8a-d847b0d1229d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.05.2015 200 2015 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-56_2015-05-07.pdf

## Full Text

200 15 56 IV und
200 15 57 IV (2)
KOJ/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Mai 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 3. Dezember 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1960 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) leidet seit ihrer Geburt an einer beidseitigen Hörbehinderung und be-
zieht im Zusammenhang mit einer am 17. Juli 2000 erlittenen Knieverlet-
zung bei einem Invaliditätsgrad von 16 % eine Rente der SUVA (vgl. Akten 
der IV-Stelle Bern [fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. IIA], 0.18, 
0.35/5 Ziff. 6, 0.41, 0.43, 0.46/5 Ziff. 6, 0.47, 0.49, 0.59, 0.82/5 Ziff. 6; Akten 
der IVB [act. IIB], 122/1, 122/166-173). Nachdem ihre Leistungsgesuche 
hinsichtlich einer Invalidenrente seitens der IVB mehrmals abschlägig be-
schieden worden waren (act. IIA 0.9, 0.11, 26, 90), sprach diese ihr mit 
unangefochten gebliebener Verfügung vom 10. Mai 2011 (Akten der IVB 
[act. IIC], 180) ab 1. November 2009 eine ganze Invalidenrente zu. Unter 
der Annahme, die Versicherte wäre im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbs-
tätig und zu 20 % im Haushalt beschäftigt, ermittelte die IVB ab 17. Februar 
2010 einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 8 %, weshalb sie 
die Rente bis zum 31. Mai 2010 befristete.

Bereits vor Erlass der besagten Verfügung machte die Versicherte am 
24. März 2011 telefonisch eine Zunahme der Schwerhörigkeit geltend 
(act. IIC 175) und reichte am 26. März 2011 ein Gesuch um Arbeitsvermitt-
lung ein (act. II 176), welches die IVB als Neuanmeldung entgegennahm. In 
der Folge traf sie weitere medizinische Abklärungen und ermittelte bei ei-
nem unveränderten Status im Abklärungsbericht Haushalt vom 22. August 
2014 (act. IIC 222) Invaliditätsgrade von 84 % vom 7. Mai bis 16. Novem-
ber 2013 bzw. vom 1. April bis 1. Juni 2014 und 16 % vom 17. November 
2013 bis 31. März 2014 bzw. ab 2. Juni 2014. Gestützt darauf stellte sie der 
Versicherten mit Vorbescheid vom 25. August 2014 (act. IIC 223) befristete 
Invalidenrenten in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (act. IIC 226) er-
liess die IVB am 3. Dezember 2014 zwei separate Verfügungen, in welchen 
sie entsprechend dem Vorbescheid vom 1. Mai 2013 bis 28. Februar 2014 
(act. IIC 232/11-16) sowie vom 1. April bis 30. September 2014 (act. IIC 
232/1-10) eine ganze Rente zusprach und für die übrige Zeit einen Ren-
tenanspruch verneinte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 19. Januar 2015 erhob die Versicherte, vertreten durch 
B.________, Beschwerde und beantragte sinngemäss, in Aufhebung der 
beiden Verfügungen sei ihr eine unbefristete Rente zuzusprechen.

Zusätzlich ersuchte die Beschwerdeführerin am 27. Januar 2015 um un-
entgeltliche Rechtspflege und reichte aufforderungsgemäss eine Prozess-
führungsvollmacht nach.

Am 17. Februar 2015 gingen sodann das ausgefüllte Formular zum Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege (in den Gerichtsakten) sowie dazugehörige 
Unterlagen (Akten der Beschwerdeführerin [act. IA] 1-9) ein.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. Februar 2015 schloss die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Gestützt auf eine prozessleitende Verfügung vom 23. Februar 2015 stellte 
die SUVA dem Verwaltungsgericht die Unfallversicherungsakten zu (Akten 
der SUVA [act. III] 1-580 [Datenträger]) und reichte die Beschwerdeführerin 
am 3. März 2015 weitere Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege nach (act. IA 10 f.). Gleichzeitig teilte B.________ unter Bei-
lage einer mit dem Vermerk «Ungültig» versehenen Kopie der Prozess-
vollmacht (Akten der Beschwerdeführerin [act. I], 9) mit, dass sie die Be-
schwerdeführerin nicht mehr vertrete.

Mit Verfügung vom 4. März 2015 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne einer Befreiung von der Kosten- 
und Vorschusspflicht gut.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Verfügungen sind in Anwendung von Sozialver-
sicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Verfügungen 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, wes-
halb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständig-
keit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, 
ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bilden die Verfügungen vom 3. Dezember 2014 
(act. II 232/1-10, 232/11-16). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere, ob 
die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch zu Recht bis 28. Februar 
2014 (act. II 232/11-16) bzw. bis 30. September 2014 (act. II 232/1-10) be-
fristete.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 

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(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Zu prüfen gilt es, ob im Vergleich zur letzten rechtskräftigen 
Verfügung vom 10. Mai 2011 (act. IIC 180) im Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügungen vom 3. Dezember 2014 (act. IIC 232/1-10, 232/11-16) in den 
tatsächlichen Verhältnissen eine erhebliche Änderung eintrat, die geeignet 
ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 7

(vgl. E. 2.4 hievor). Gegebenenfalls ist anschliessend der Rentenanspruch 
allseitig, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsbe-
rechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bin-
dung an frühere Invaliditätsschätzungen zu beurteilen (vgl. BGE 117 V 198 
E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.2 Die letzte rechtskräftige Verfügung vom 10. Mai 2011 (act. IIC 180) 
stützte sich in medizinischer Hinsicht auf die SUVA-Akten (act. IIC 168/3 
Ziff. 3.3) sowie die Aktenbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; act. IIC 180/5).

3.2.1 Der behandelnde PD Dr. med. C.________, Facharzt für Chirurgie 
FMH, setzte wegen einer zunehmenden instabilen Pangonarthrose rechts 
am 18. November 2008 eine Knie-Totalprothese ein (act. IIB 122/315) und 
attestierte ab Spitaleintritt (act. IIB 122/303) vom 17. November 2008 bis 
auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (act. IIB 122/328; 
122/118). Mit Schreiben vom 27. Februar 2009 (act. IIB 122/338) beschrieb 
er den postoperativen Verlauf als ungestört und empfahl zur Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit eine kreisärztliche Untersuchung.

3.2.2 Wegen einer Bewegungseinschränkung führte Dr. med. 
D.________, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, am 27. März 2009 eine Narkose-
mobilisation (Brisement force) des rechten Kniegelenks durch 
(act. IIB 122/341) und wechselte am 28. August 2009 die Prothese aus 
(act. IIB 122/380 f.). Im Unfallschein bescheinigte er gegenüber der SUVA 
– wie bereits PD Dr. med. C.________ zuvor – durchwegs eine vollständi-
ge Arbeitsunfähigkeit (act. IIB 118).

Nachdem die Beschwerdeführerin vom 8. bis 23. September 2009 in der 
Klinik E.________ physikalisch-balneologisch behandelt worden war 
(act. IIB 122/394-396), prognostizierte Dr. med. D.________ im Verlaufsbe-
richt vom 26. November 2009 (act. IIC 131.5/7) eine bleibende Schwäche 
und verminderte Belastbarkeit des rechten Beines sowie eine einge-
schränkte Beweglichkeit des rechten Kniegelenks und empfahl eine 
kreisärztliche Untersuchung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 8

3.2.3 Im Bericht über die Untersuchung vom 16. Februar 2010 
(act. IIC 131.3) diagnostizierte der SUVA-Kreisarzt Dr. med. F.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, einen Status nach Knie-Totalprothesen-Wechsel am 
28. August 2009 bei Status nach Knie-Totalprothese rechts am 18. No-
vember 2008 sowie bei Status nach osteochondraler Fraktur des lateralen 
Femurkondylus des rechten Knies am 17. Juli 2000 und arthroskopischer 
Kniegelenkstoilette mit Meniskektomie lateral am 14. August 2001. Er for-
mulierte ein Anforderungsprofil, wonach das Heben und Tragen von Ge-
wichten einmalig bis zehn Kilogramm und repetitiv bis höchstens fünf Kilo-
gramm zumutbar sei, dagegen schlag- bzw. vibrationsbelastete Tätigkeiten, 
kniende Verrichtungen und endständige Zwangshaltungen für die Beine zu 
vermeiden seien. Ebenso unzumutbar sei das Besteigen von Leitern oder 
Gerüsten und repetitives oder belastetes Treppengehen. Bei sitzenden 
Tätigkeiten sei auf einen genügend weiten Bein-Raum zu achten; die Geh- 
und Stehdauer sei auf 20 Minuten am Stück limitiert und die tägliche Tätig-
keit sei idealerweise auf einen Viertel gehende/stehende bzw. Dreiviertel 
sitzende Verrichtungen aufzuteilen. Unter Beachtung dieser Einschränkun-
gen sei eine ganztägige Tätigkeit zumutbar.

3.2.4 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, erachtete die 
Beschwerdeführerin, gestützt auf die Beurteilung von Dr. med. F.________ 
sowie unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus einer beruflichen Grun-
dabklärung in der Abklärungsstelle H.________ (act. IIC 140, 155), in sei-
nen Stellungnahmen vom 24. März 2011 (act. IIC 174) in einer leidensad-
aptierten Tätigkeit für uneingeschränkt arbeitsfähig.

3.2.5 Die RAD-Ärztin med. pract. I.________, Praktische Ärztin, ging in 
ihrer Aktenbeurteilung vom 29. März 2011 (act. IIC 177) hinsichtlich der 
Hörbehinderung davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit nicht relevant redu-
ziert sei, soweit eine adaptierte Tätigkeit keine besonderen Anforderungen 
an das Hör- und Reaktionsvermögen stelle und auch nicht im Lärmbereich 
(über 85 dB) stattfinde. Sie zog dabei verschiedene Berichte des behan-
delnden Dr. med. J.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie FMH, 
mit ein, welcher eine beidseitige Innenohrschwerhörigkeit diagnostiziert und 

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zuletzt eine leichte, kombinierte linksbetonte beidseitige Hörverminderung 
bei Status nach Hüft-Operation (richtig wohl: Knie-Operation) objektiviert 
hatte (act. IIC 129, 131.4).

3.3 Die angefochtenen Verfügungen vom 3. Dezember 2014 
(act. IIC 232/1-10, 232/11-16) bzw. der als integrierender Verfügungsbe-
standteil erklärte Abklärungsbericht Haushalt vom 22. August 2014 
(act. IIC 222) basieren in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf zwei 
RAD-Beurteilungen vom 24. Juli (act. IIC 220) und 7. August 2014 
(act. IIC 221), die sich wiederum auf ein audiologisches bzw. otoneurologi-
sches Gutachten des Spitals K.________ vom 6. und 30. Mai 2013 (act. IIC 
202, 204), samt Ergänzung vom 5. November 2013 (act. IIC 211), sowie 
Berichte des behandelnden Dr. med. D.________ (act. IIC 209/2 f., 217) 
stützen.

3.3.1 Nachdem eine Skelettszintigraphie vom 7. Mai 2013 unter anderem 
eine aseptische Prothesenlockerung der tibialen Komponente rechts mit 
einer reaktiven diskreten Synovitis gezeigt hatte (act. IIC 217/16), unterzog 
sich die Beschwerdeführerin am 14. August 2013 einem weiteren Prothe-
senwechsel (act. IIC 209/2 f.) und am 3. April 2014 einer arthroskopischen 
Synovialektomie (Entfernung entzündeter Gelenkschleimhaut) mit Resekti-
on von Narbengewebe (act. IIC 217/7). Dr. med. G.________ gelangte in 
seiner Stellungnahme vom 24. Juli 2014 (act. IIC 220) zum Schluss, dass 
in Bezug auf das der früheren Verfügung zugrunde gelegte Zumutbarkeits-
profil keine andauernde Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus-
gewiesen sei. Jedoch müsse aufgrund des Prothesenwechsels von einer 
vorübergehenden Verschlechterung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit im 
Zeitraum vom 7. Mai 2013 bis zum 16. November 2013 und vom 1. April 
2014 für maximal acht Wochen – mithin bis 1. Juni 2014 – ausgegangen 
werden.

3.3.2 Im audiologischen Teilgutachten des Spitals K.________ vom 6. 
Mai 2013 (act. IIC 202) wurde erklärt, die beidseitige Hörstörung liege über 
zirka 50 dB. Der Grad der Arbeitsfähigkeit sei seit 2009 ungefähr stabil ge-
blieben, eine Objektivierung einer Verschlechterung sei nicht möglich. Der 
Verlauf der Audiogramme zeige jedoch, dass sich zwischen 9. Mai 2008 
und 15. September 2010 das Hörvermögen auf dem linken Ohr im Fre-

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quenzbereich zwischen 250 und 1‘000 Herz merkbar verschlechtert habe. 
Die bisherige Tätigkeit sei mit einem Pensum von 80 % bis 100 % zumut-
bar und in einer Verweisungstätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit sechs bis 
acht Stunden täglich mit einer zusätzlichen leichten bis mittleren Leistungs-
einschränkung. Aus audiologischer Sicht dürfe die mündliche Kommunika-
tion kein wesentlicher Bestandteil der Arbeit sein, auch brauche es für An-
weisungen durch Vorgesetzte und bei Gesprächen mit Arbeitskollegen 
mehr Geduld als bei normal Hörenden.

In der otoneurologischen Expertise des Spitals K.________ vom 30. Mai 
2013 (act. IIC 204) wurde ausgeführt, es liege eine beidseitige hochgradige 
Perzeptionsschwerhörigkeit mit retrocochleärer Komponente links sowie 
ein peripher vestibuläres Defizit rechts vor. Die angestammte Tätigkeit in 
lärmigen Situationen sei nicht mehr zumutbar, aufgrund der Gehörschwie-
rigkeiten in Lärmsituationen sollte eine andere Tätigkeit an einem ruhigen 
Arbeitsplatz ohne rasche Kopf- und Körperbewegung gesucht werden. Eine 
solche Arbeit in sitzender Position an einem ruhigen Arbeitsplatz ohne 
Lärmquelle sei zumutbar, wobei anfänglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % 
ohne Leistungseinschränkung bestehe.

Am 5. November 2013 wurden die bisherigen gutachterlichen Einschätzun-
gen seitens des Spitals K.________ dahingehend ergänzt bzw. präzisiert, 
dass in diagnostischer Hinsicht eine beidseitige Perzeptionsschwerhörigkeit 
sowie ein Tinnitus Grad I vorlägen und der prozentuale Hörverlust rechts 
79.5 % bzw. links 85.3 % betrage. Eine angepasste Tätigkeit sei so zu ge-
stalten, dass das Telefonieren nicht notwendig sei, Anweisungen sowie 
kurze Besprechungen in ruhiger oder verhältnismässig ruhiger Umgebung 
als «1:1 Gespräche» stattfänden und die Teilnahme an grösseren Sitzun-
gen oder Besprechungen nicht notwendig sei. In einer solchen Verwei-
sungstätigkeit könne die Explorandin 100 % tätig sein (act. IIC 211).

3.3.3 Im Aktenbericht vom 7. August 2014 (act. IIC 221) zeigte med. 
pract. I.________ auf, dass die gutachterlichen Beurteilungen teilweise 
unterschiedliche Angaben enthalten. Sie vertrat die Auffassung, dass sich 
aufgrund der Audiogrammbefunde eine Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes ergebe und in der Gesamtbeurteilung von einer medizi-
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von sechs bis acht Stunden mit leichter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 11

bis mittlerer Einschränkung auszugehen sei. Die anlässlich der späteren 
Beantwortung der Zusatzfragen postulierte 100%ige Leistungsfähigkeit sei 
angesichts der nachvollziehbaren Verschlechterung hingegen nicht plausi-
bel. Als funktionelle Einschränkungen bestünden eine reduzierte Konzen-
trationsfähigkeit aufgrund des erhöhten Konzentrationsaufwandes, Ein-
schränkungen im Bereich der mündlichen Kommunikation und daraus re-
sultierende Einschränkung der Reaktionsfähigkeit (falls auf akustische Si-
gnale reagiert werden müsse), eine Verstärkung der Verständnisschwierig-
keiten bei Lärmexposition, eine Gleichgewichtsstörung insbesondere bei 
raschen Veränderungen der Kopf- und Körperposition, eine eingeschränkte 
räumliche Orientierungsfähigkeit und eine verminderte Belastbarkeit des 
rechten Kniegelenks mit Einschränkungen in Bezug auf das Hantieren mit 
Lasten, der Körperhaltung sowie der Geh- und Stehdauer.

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-

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sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.5 Aufgrund der von Dr. med. G.________ in Zusammenhang mit den 
rechtsseitigen Kniebeschwerden mit Prothesenwechsel attestierten und 
allseits unbestrittenen längeren Phase vollständiger Arbeitsunfähigkeit vom 
7. Mai bis 16. November 2013 (act. IIC 220) ist ein Revisionsgrund ausge-
wiesen. Denn nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist nicht verlangt, dass eine Ände-
rung, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedau-
ert hat, voraussichtlich weiterhin andauern muss. Das Erfordernis einer auf 
Dauer gerichteten Änderung ist mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit 
grundsätzlich erfüllt (vgl. Entscheid des BGer vom 21. September 2012, 
9C_530/2012, E. 5.2). Der Rentenanspruch ist damit ohne Bindung an die 
früheren Invaliditätsschätzungen frei zu prüfen (vgl. E. 3.1 hievor).

Ob auch bezüglich der Hörbehinderung eine wesentliche Verschlechterung 
eingetreten ist, kann damit offen bleiben. Immerhin ist diesbezüglich anzu-
merken, dass die postulierte merkbare Verschlechterung des Hörvermö-
gens auf dem linken Ohr (act. IIC 202/5) sich offenbar auf einen Vergleich 
der Audiogramme vor dem hier relevanten Zeitraum bezieht und sich im 
Reintonaudiogramm vom 2. Mai 2013 (act. IIC 202/6) im Vergleich zur Si-
tuation im Jahr 2010 (act. IIC 131.4/3 [rechts 84 %, links 88 %]) sogar eine 
leichte Verbesserung des prozentualen Hörverlusts nach CPT-AMA-
Tabelle (Council on Physical Therapy – American Medical Association) 
zeigte (act. IIC 202/2 Ziff. 3, 202/6, 211 [rechts 79.5 %, links 85.3 %). 

3.5.1 Die RAD-Beurteilungen vom 24. Juli 2014 (act. IIC 220) und 7. Au-
gust 2014 (act. IIC 221) erfüllen die höchstrichterlichen Beweisanforderun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 13

gen (vgl. E. 3.4 hievor) und erbringen – allenfalls abgesehen von der vor-
erwähnten rein revisionsrechtlichen Frage einer Verschlechterung des Hör-
vermögens (vgl. E. 3.5 hievor) – vollen Beweis. Dass Dr. med. G.________ 
und med. pract. I.________ die Beschwerdeführerin nicht persönlich explo-
rierten, schmälert den Beweiswert ihrer fachärztlichen Einschätzung nicht, 
denn sie konnten sich anhand der Aktenlage ein gesamthaft lückenloses 
Bild verschaffen (vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 
E. 5b) und stützten sich auf die Diagnosen und Befunde der behandelnden 
Spezialisten. 

3.5.2 Was den orthopädischen Gesundheitszustand anbelangt, weist die 
Beschwerdeführerin zwar zutreffend darauf hin (vgl. Beschwerde S. 1), 
dass Dr. med. D.________ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte. Er 
bezog sich aber auf die bisherige Tätigkeit (act. IIC 217/3 Ziff. 1.6), 
während er für eine behinderungsangepasste Beschäftigung im Berichts-
zeitpunkt am 17. Mai 2014 – in einer Phase, in der Dr. med. G.________ 
noch von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausging – immerhin eine 
Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden täglich mit einer Leistungsfähigkeit von 
80 % bescheinigte (act. IIC 217/6). 

Augenfällig ist im Übrigen, dass der behandelnde Orthopäde auch für die 
Zeit vor dem 13. August 2013 gegenüber der SUVA im Unfallschein 
(act. III 540) eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit vermerkte, der RAD-
Arzt demgegenüber bereits ab der am 7. Mai 2013 szintigraphisch festge-
stellten Prothesenlockerung zugunsten der Beschwerdeführerin von einer 
100%igen Arbeitsunfähigkeit ausging. Es ist nachvollziehbar, dass Dr. med. 
G.________ diese Arbeitsunfähigkeit über den Zeitpunkt des erneuten Pro-
thesenwechsels vom 14. August 2013 hinaus lediglich für eine postoperati-
ve Rekonvaleszenz von rund zwei Monaten bis zum 16. November 2013 
(act. IIC 220) und nicht bis zur Arthroskopie vom 3. April 2014 erstreckte. 
Der Operateur beschrieb nach dem Prothesenwechsel am 8. Oktober 2013 
einen komplikationslosen Verlauf und anlässlich der Verlaufskontrolle vom 
30. September 2013 bestanden zwar noch belastungsabhängige Be-
schwerden sowie Schmerzen nach längerem Gehen, das rechte Knie war 
aber reizlos und der klinische Befund anhand der sog. Neutral-Null-
Methode ergab eine Beugung von 100º (act. III 240); mithin wurde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 14

annähernd das funktionelle Niveau erreicht wie bei der früheren kreisärztli-
chen Abschlussuntersuchung vom 16. Februar 2010 (act. IIC 131.3/3 [Fle-
xion: 110º]). Bei einer weiteren Untersuchung durch Dr. med. D.________ 
am 20. Januar 2014 erschien das rechte Knie überwärmt, wobei es sich 
unverändert beugen liess (act. III 515). Es leuchtet vor diesem Hintergrund 
ein, dass Dr. med. G.________ erst ab Spitaleintritt vom 1. April 2014 und 
während einer erneuten postoperativen Phase von wiederum zwei Monaten 
bis 1. Juni 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (act. IIC 220). 

Nach dem Eingriff vom 3. April 2014 bestand initial eine Beweglichkeit 
(act. IIC 217/8 [Flexion: 130º]) im Normalbereich (DIETER KOHN, in: 
WIRTH/ZICHNER [Hrsg.], Orthopädie und Orthopädische Chirurgie: Knie, 
2005, S. 76; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. 2014, 
S. 1488) und dem von der Beschwerdeführerin erwähnten (vgl. Beschwer-
de S. 1) Bericht über die neuerliche kreisärztliche Untersuchung vom 
27. August 2014 (Akten der Beschwerdegegnerin [act. II] 1; act. III 552) ist 
zu entnehmen, dass der SUVA-Kreisarzt Dr. med. L.________, Facharzt 
für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH sowie Rheumatologie 
FMH, ausgehend von der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. med. 
F.________ vom 16. Februar 2010 (act. IIC 131.3) den Gesundheitszu-
stand unverändert beurteilte. Diese Einschätzung korreliert mit der schlüs-
sigen Auffassung von Dr. med. G.________, der – abgesehen von den 
vorübergehenden Arbeitsunfähigkeitsphasen im zeitlichen Umfeld der bei-
den letzten Operationen – ebenfalls auf dieses frühere Zumutbarkeitsprofil 
abstellte. Es bestehen weder divergierenden Arztberichte, die den Beweis-
wert der fachärztlichen Beurteilung des RAD-Arztes zu erschüttern ver-
möchten, noch wird beschwerdeweise substanziiert dargelegt, inwiefern 
dieser differenzierten Einschätzung nicht zu folgen wäre. Soweit die Be-
schwerdeführerin aus dem Umstand, dass ihr der Vorbescheid 
(act. IIC 223) zwei Tage vor der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Au-
gust 2014 zugestellt wurde, sinngemäss auf eine ungenügende Sachver-
haltsabklärung schliesst, wäre diese Rüge unbegründet. Die Verfahren in 
den Zweigen der Invaliden- und Unfallversicherung werden grundsätzlich 
unabhängig voneinander geführt, die (wohl zufällige) zeitliche Abfolge der 
Eröffnung des Vorbescheids durch die Beschwerdegegnerin und der 
kreisärztlichen Untersuchung durch die SUVA ist daher nicht von Belang.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 15

3.5.3 Bezüglich der beidseitigen Hörbehinderung stützte sich med. pract. 
I.________ hauptsächlich auf die Erkenntnisse aus der Administrativbegut-
achtung im Spital K.________. Vorab ist in formeller Hinsicht festzustellen, 
dass die Verwaltung auf Empfehlung des RAD (act. IIC 205) nach dem 
Vorliegen der Expertisen (act. IIC 202, 204) den Gutachtern in Missachtung 
der Grundsätze nach BGE 136 V 113 Ergänzungsfragen unterbreitete 
(act. IIC 206, 210), ohne der Beschwerdeführerin ihrerseits ein entspre-
chendes Recht einzuräumen. Nachdem die Beschwerdeführerin auch 
nachträglich darauf verzichtete, entsprechende Fragen vorzubringen, kann 
dieser nicht sehr schwerwiegende Verfahrensmangel jedoch als geheilt 
betrachtet werden (vgl. BGE 136 V 113 E. 5.5 S. 116, 137 I 195 E. 2.3.2 S. 
197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

Inhaltlich weicht die audiologische Abklärung vom 6. Mai 2013 (act. IIC 
202) bezüglich der Schätzung der Arbeits(un)fähigkeit vom otoneurologi-
schen Gutachten vom 30. Mai 2013 (act. IIC 204) insofern ab, als im letzte-
ren eine angepasste Tätigkeit «Am Anfang» lediglich zu 50 % zumutbar 
sein soll. Mit Blick darauf, dass gleichzeitig eine sitzende Tätigkeit an ei-
nem ruhigen Arbeitsplatz als zumutbar qualifiziert und das Pensum ledig-
lich initial auf 50 % beschränkt wurde, impliziert diese otoneurologische 
Einschätzung die Möglichkeit einer späteren Steigerung der Präsenzzeit. 
Mittelfristig ist somit keine entsprechende Limitierung erstellt. Folglich ging 
med. pract. I.________ hinsichtlich der Hörbehinderung zutreffend von der 
medizinisch-theoretischen Arbeits- und Leistungsfähigkeit gemäss audiolo-
gischer Abklärung vom 6. Mai 2013 aus (act. IIC 221/10). In Anbetracht der 
von ihr zusammengefassten funktionellen Einschränkungen (act. IIC 
221/11) ist die im besagten Teilgutachten festgelegte Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit überwiegend wahrscheinlich erstellt; ob der Beschwerdefüh-
rerin mit Blick auf das Schreiben des Spitals K.________ vom 5. November 
2013 (act. IIC 211) allenfalls ein höheres Rendement abverlangt werden 
könnte, kann mangels Auswirkungen auf den Rentenanspruch offen blei-
ben.

3.5.4 Weder bestehen Anhaltspunkte dafür noch wird beschwerdeweise 
vorgebracht, dass die im Zusammenhang mit einer Heckkollision vom 
8. Juni 2004 (act. IIA 46) geklagten Beschwerden der Halswirbelsäule 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 16

(HWS) bzw. die bereits in früheren Berichten (act. III 125/2, 253/2, 390, 
393/1, 393) und auch im Rahmen der Begutachtung im Spital K.________ 
erneut erwähnte (reaktive) Depressivität (act. IIC 202/3; vgl. auch act. III 
552/9, 560, 562/1) einen Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin zeitigen könnten. Von diesbezüglichen Sachver-
haltserhebungen wären bei der vorliegenden Ausgangslage keine wesentli-
chen Erkenntnisse zu erwarten, womit sie sich erübrigen (sog. antizipierte 
Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).

Die HWS-Beschwerden wurden – unter Hinweis auf die Abklärungen der 
SUVA (act. IIA 33, 84; act. IIB 122/184 ff.) – bereits in der leistungsableh-
nenden Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16. April 2007 (act. IIA 
90) miteinbezogen, zudem läge diesbezüglich ein pathogenetisch-
ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare or-
ganische Grundlage vor, welchem aufgrund der sog. Überwindbarkeits-
rechtsprechung prinzipiell keine invalidisierende Wirkung beizumessen 
wäre (BGE 139 V 547 E. 2.2 S. 550, 137 V 64 E. 4.2 S. 68, 136 V 279 
E. 3.2.3 S. 283). Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungsbe-
dürftigkeit ist nicht aktenkundig und überdies werden nach der 
Rechtsprechung leichte bis mittelgradige depressive Episoden und selbst 
mittelgradige depressive Episoden regelmässig nicht als von depressiven 
Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im 
Sinne eines verselbstständigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es 
der betroffenen Person verunmöglichte, die Folgen der bestehenden 
Schmerzproblematik zu überwinden (vgl. Entscheide des Bundesgerichts 
[BGer] vom 26. Juni 2014, 8C_104/2014, E. 3.3.4, vom 13. April 2012, 
8C_213/2012, E. 3.2, und vom 9. August 2011, 8C_369/2011, E. 4.3.2). 

3.6 Nach dem Gesagten steht in tatsächlicher Hinsicht nach dem mass-
gebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 
218 E. 6 S. 221) fest, dass aufgrund der rechtsseitigen Kniebeschwerden 
vom 7. Mai bis 16. November 2013 bzw. vom 1. April bis 1. Juni 2014 eine 
vorübergehende Verschlechterung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit ein-
trat. In der übrigen Zeit zwischen den beiden Operationen sowie ab 2. Juni 
2014 bestand aufgrund der orthopädischen Beeinträchtigungen sowie der 
Hörbehinderung in einer leidensadaptierten Tätigkeit unter Einhaltung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 17

von den RAD-Ärzten formulierten Zumutbarkeitsprofils eine Restarbeits-
fähigkeit von (mindestens) sechs bis acht Stunden täglich mit einer leichten 
bis mittleren Leistungseinschränkung. Ausgehend vom arithmetischen Mit-
tel (vgl. Entscheid des BGer vom 19. August 2009, 9C_226/2009, E. 3.2) ist 
dabei eine Arbeitsfähigkeit von sieben Stunden pro Tag oder 35 Stunden 
pro Woche (5 Tage x 7 Stunden) massgebend, was bei einer durchschnitt-
lichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2013 (vgl. Bundesamt 
für Statistik [BFS], Betriebsübliche Arbeitszeit [BUA], 2013, Total) eine me-
dizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 84 % ergibt (100 / 41.7 x 35). 

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser medizinischen 
Ausgangslage bzw. die Einschränkungen im Haushalt.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festge-
legt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invali-
dität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invali-
ditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

4.3 Die Beschwerdegegnerin ging für die Frage der anwendbaren Inva-
liditätsbemessungsmethode von einer 80%igen Erwerbstätigkeit bzw. 
20%igen Beschäftigung im Haushalt aus (act. IIC 222/5 Ziff. 3.5). Dieser 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 18

gegenüber der früheren Invaliditätsbemessung (act. IIC 168/3 Ziff. 3.4) un-
veränderte Status ist unbestritten.

4.4 Für die Ermittlung der Einschränkung im Erwerb ist die Situation im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns massgebend (BGE 129 V 
222). In Anwendung von Art. 29bis IVV musste die Beschwerdeführerin das 
Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVB nicht nochmals bestehen, weshalb 
der Rentenbeginn aufgrund der (erneuten) Arbeitsunfähigkeit per 7. Mai 
2013 (act. IIC 220/3) auf den 1. Mai 2013 fällt.

4.4.1 Für die Perioden vom 7. Mai bis 16. November 2013 sowie vom 
1. April bis 1. Juni 2014 erübrigt sich die Ermittlung der Vergleichseinkom-
men und ist von einer ungewichteten 100%igen Einschränkung im Erwerb 
auszugehen. 

4.4.2 Betreffend die Zeit vom 17. November 2013 bis 31. März 2014 bzw. 
ab 2. Juni 2014 zog die Beschwerdegegnerin für das Valideneinkommen 
die (aufindexierten) Totalwerte der vom BFS herausgegebenen Schweize-
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) für das hypothetische Arbeitspensum 
von 80 % heran. Diese Jahreslöhne von Fr. 43‘414.-- im Jahr 2013 bzw. 
Fr. 43‘718.-- im Jahr 2014 (act. IIC 222/8 f. Ziff. 3.9) werden seitens der 
Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestritten und geben zu keinen Be-
merkungen Anlass (vgl. BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

Für das Invalideneinkommen stellte die Beschwerdegegnerin zutreffend auf 
dieselben LSE-Werte ab wie für das Valideneinkommen (vgl. BGE 139 V 
592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1), wobei sich aufgrund 
der 84%igen Restarbeitsfähigkeit die Arbeitsunfähigkeit in einem dem Sta-
tus entsprechenden Pensum von 80 % vorderhand nicht auswirkt. Weil der 
Beschwerdeführerin auch unter Berücksichtigung des medizinischen Zu-
mutbarkeitsprofils ein weiter Fächer verschiedener Tätigkeiten offen steht 
und sich das Invalideneinkommen auf den theoretischen und abstrakten 
Begriff des ausgeglichen Arbeitsmarktes bezieht (BGE 138 V 457 E. 3.1 
S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1), ist ihr die Verwertung der medi-
zinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit – entgegen ihrer sinngemässen Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 19

gumentation (act. IIC 226/1) – zumutbar. Der leichten bis mittleren Ein-
schränkungen trug die Beschwerdegegnerin mit einem angemessenen 
leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1) von 
15 % Rechnung, so dass sich aus der Gegenüberstellung der beiden Ver-
gleichseinkommen eine ungewichtete Einschränkung im gleichen Umfang 
ergibt (act. IIC 222/8 Ziff. 3.9).

Um den Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode (vgl. E. 4.2 hievor) 
zu ermitteln, bleibt die Einschränkung im Haushalt zu prüfen. 

5.

5.1 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 22. August 2014 (act. IIC 222) 
basiert auf einer Erhebung an Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV) vom 
23. April 2014 und wurde in Kenntnis der medizinischen Schlussfolgerun-
gen der beiden RAD-Ärzte verfasst. Aus dem Betätigungsvergleich ergab 
sich eine ungewichtete Einschränkung von 21.50 %.

5.2 Die festgestellten Einschränkungen in den einzelnen Aufgabenkate-
gorien (vgl. Rz. 3086 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialver-
sicherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversiche-
rung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2014) wurden begründet und seitens der 
Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestritten. Die Werte sind im Rah-
men des der Beschwerdegegnerin zukommenden Ermessens nicht zu be-
anstanden; klar feststellbare Fehleinschätzungen sind nicht ersichtlich. Auf 
die Ergebnisse der Haushaltsabklärung ist deshalb beweisrechtlich abzu-
stellen (vgl. BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

6.

6.1 Für die Zeit vom 7. Mai bis 16. November 2013 bzw. 1. April bis 
1. Juni 2014 ergibt sich im Erwerb eine gewichtete Einschränkung von 
80.00 % (100.00 % [vgl. E. 4.4.1 hievor] x 0.8 [Gewichtung]) und im Haus-
halt eine solche von 4.30 % (21.50 % [vgl. E. 5.1 hievor] x 0.2 [Gewich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 20

tung]). Dies führt zu einem abgerundeten (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123) und zum Bezug einer ganzen Invalidenrente berechtigenden (vgl. 
E. 2.2 hievor) Invaliditätsgrad von 84 % (80.00 % + 4.30 %). 

6.2 Für die Zeit vom 17. November 2013 bis 31. März 2014 sowie für 
die Zeit ab 2. Juni 2014 resultiert eine gewichtete Einschränkung von 
12.00 % (15.00 % [vgl. E. 4.4.2 hievor] x 0.8 [Gewichtung]) und im Haushalt 
eine solche von 4.30 % (21.50 % [vgl. E. 5.1 hievor] x 0.2 [Gewichtung]). 
Damit ergibt sich ein abgerundeter (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 
und rentenausschliessender (vgl. E. 2.2 hievor) Invaliditätsgrad von 16 % 
(12.00 % + 4.30 %).

6.3 In Anwendung von Art. 29bis IVV und Art. 88a Abs. 1 IVV hat die 
Beschwerdeführerin vom 1. Mai 2013 bis 28. Februar 2014 sowie vom 
1. April bis 30. September 2014 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 
Für die Zeit vom 1. bis 31. März 2014 bzw. ab 1. Oktober 2014 besteht 
demgegenüber kein Rentenanspruch.

Die beiden angefochtenen Verfügungen vom 3. Dezember 2014 (act. IIC 
232/1-10, 232/11-16) sind demzufolge nicht zu beanstanden, weshalb sich 
die dagegen erhobene Beschwerde vom 19. Januar 2015 als unbegründet 
erweist und abzuweisen ist.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und der unterliegenden Beschwerdeführerin zur Bezahlung aufzuerlegen. 
Da mit Verfügung vom 4. März 2015 das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege gutgeheissen wurde, ist die Beschwerdeführerin – unter Vor-
behalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 21

SR 272), d.h. sobald sie innert zehn Jahren nach Abschluss des Verfah-
rens zur Nachzahlung in der Lage ist – von der Zahlungspflicht betreffend 
die Verfahrenskosten zu befreien.

7.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2015, IV/15/56, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.