# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 179701fd-2383-5cb7-81b8-a8d9d737b84f
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-27
**Language:** de
**Title:** Rückweisung. Medizinischer Sachverhalt nicht genügend abgeklärt.
**Docket/Reference:** IV.2014.00586
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00586.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00586
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin F. Brühwiler
Urteil
vom
27. März 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Suat Sert
Klemm
Blättler
Heeb
Hrovat
Jud
Sert,
Advokatur
Ankerstrasse 24, Postfach, 8026 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Nachdem
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 25. April 2014 einen Anspruch von
X.___
auf eine Invalidenrente
mit
der Begründung
verneint hat
,
dem Versicherten
sei eine
behinderungs
ange
passt
e
Tätigkeit zu 100 % zumutbar und er erleide aufgrund dessen keine
Erwerbs
ein
busse
(Urk. 2),
nach Einsicht in die Beschwerde vom 24. Mai 2014
(Urk. 1)
, mit welcher der Be
schwer
deführer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und – allenfalls nach zusätzlichen Abklärungen - die Zusprechung einer Rente sowie eventualiter die Durchführung beruflicher Massnahmen beantragte sowie in prozessualer Hin
sicht
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung von
Rechtsanwalt Suat Sert zum unentgeltlichen Rechtsbeistand ersuchte,
sowie nach Einsicht in die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 11. Juli 2014
(Urk. 8), mit welcher diese die Rückweisung der Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und Neubeurteilung des Leistungsanspruchs beantragte,
in Erwägung,
d
ass
die Beschwerdegegnerin ihren Rückweisungsantrag damit begründet, die A
rbeits
fähigkeit in angepassten Tätigkeiten sei ungenügend abgeklärt worden (Urk. 8),
dass der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med.
Y.___
, in seinem Bericht vom
14. Oktober 2013 (Urk. 9/13) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit einen Status nach
koronarer
Herzkrankheit mit Stent-Einlage, ein
lumbo
spon
dylogenes
Schmerzsyndrom, eine depressive Entwicklung sowie Hypertonie aufführte und einzig noch eine leichte Arbeit zu einem Pensum von 30 % als zumutbar erachtete (Urk. 9/13/2-3),
ohne dies jedoch weiter zu begründen
, wes
halb auf seine Einschätzung – bei der es sich im Übrigen
insbesondere in Bezug auf die Rückenschmerzen, die Herzkrankheit und die depressive Entwicklung
nicht um eine fachärztliche Beurteilung handelt
(
vgl.
Medizinalberuferegister
,
www.medregom.admin.ch
)
- nicht abgestellt werden kann
,
dass
die Beschwerdegegnerin
abgesehen
vom
Bericht von Dr.
Y.___
einzig noch einen ärztlichen Bericht bei
PD Dr. med.
Z.___
, Spezialarzt FMH für Kardio
logie und Innere Medizin,
eingeholt hat
(Urk. 9/12)
, welcher
jedoch
nur
zu Einschränkungen aufgrund
der Herzkrankheit Stellung nahm, wobei er den
Be
schwer
deführer für
Tätigkeiten mit
schwere
n
körperliche
n
Belastungen als ar
beits
unfähig erachtete (Urk. 9/12/3),
verlässliche Angaben hinsichtlich
Verwei
s
ungstätigkeiten
aber fehlen,
dass
im Weiteren eine fachärztliche Abklärung der geltend gemachten psychischen Beschwerden gänzlich fehlt
,
dass sich mithin der medizinische Sachverhalt als unvollständig erweist
und somit un
klar bleibt,
inwieweit die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeschränkt
ist,
dass
demnach die Sache
– wie von der Beschwerdegegnerin beantragt – an sie
zu
rück
zuweisen ist, damit
sie
nach erfolgten Abklärungen im genannten Sinne erneut über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers entscheide,
dass das Verfahren gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Inva
li
den
versicherung für die unterliegende Partei kostenpflichtig ist, die Kosten unab
hängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand festzulegen, im vorliegen
den
Fall auf Fr. 500.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Ver
fah
rens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind,
dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, welche ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen (§ 34 Abs. 1 und Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht) und auf Fr. 1‘
6
00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) festzusetzen ist und sich das Gesuch des Beschwerdeführers um Ge
wäh
rung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos erweist,
erkennt das Gericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
25. April 2014 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgten Abklä
rungen
im Sinne der Erwägung über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu ver
füge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
500
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt. Rechnung
und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine
Prozessent
schädigung
von
Fr.
1‘
6
00
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Suat Sert
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
ge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu
zustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstF. Brühwiler