# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa8550c9-941d-5c24-9dec-adc032163d33
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2009 D-4082/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4082-2009_2009-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4082/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (angeblich) (...),
Kamerun,
zurzeit im Transitbereich des Flughafens Zürich-Kloten,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
19. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4082/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Yaoundé  am 
5. Juni  2009  auf  dem  Luftweg  verliess  und  am  6. Juni  2009  am 
Flughafen Zürich-Kloten ankam, wo er gleichentags unter der Identität 
B._______, geboren (...), um Asyl nachsuchte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  6. Juni  2009  die  Einreise  in  die 
Schweiz  vorläufig  verweigerte  und  dem  Beschwerdeführer  für  die 
Dauer des Asylverfahrens,  längstens für 60 Tage, den Transitbereich 
des Flughafens Zürich-Kloten als Aufenthaltsort zuwies,

dass  der  Beschwerdeführer  einen  auf  den  Namen  C._______ 
lautenden Pass mitführte,

dass  die  Ausweisprüfung  durch  die  Kantonspolizei  Zürich  ergab,  es 
handle  sich  um  ein  missbräuchlich  verwendetes  Dokument,  da  der 
Bildvergleich zwischen dem Foto des Beschwerdeführers und dem im 
Pass  vorhandenen  Bild  ergebe,  der  vorliegende  Pass  stehe  dem 
momentanen Träger, mithin dem Beschwerdeführer, mit an Sicherheit 
grenzender Wahrscheinlichkeit nicht rechtmässig zu,

dass  die  summarische  Befragung  am  Flughafen  Zürich  am  7. Juni 
2009 durchgeführt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  angab,  sein  richtiger  Name  laute 
A._______ und er sei am (...) geboren,

dass  die  Zentralstelle  MNA  (Mineurs  non  accompagnés)  nach 
durchgeführter Kurzbefragung informiert wurde,

dass  die  Direktanhörung  zu  den  Asylgründen  am  12. Juni  2009 
erfolgte,

dass die dem Beschwerdeführer zugeteilte Vertrauensperson auf  die 
Teilnahme  an  der  Anhörung  verzichtete  und  der  Beschwerdeführer 
davon in Kenntnis gesetzt wurde,

dass  er  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  seine  Eltern  seien  im  Jahr  (...)  bei  einem  Autounfall  ums 
Leben gekommen,

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dass  er  in  der  Folge  einen  Jungen  getroffen  habe,  I.,  der  ihm eine 
Arbeit  im (...)handel seines Vaters, eines Polizeikommissars, welcher 
den (...)handel nebenbei betrieben habe, vermittelt habe,

dass  er  eines  Abends  mit  I.  zum  Tanzen  ausgegangen  sei  und  sie 
etwas getrunken hätten, worauf I. mit  ihm nach Hause gegangen sei 
und sie Geschlechtsverkehr gehabt hätten,

dass  I.  daraufhin  ständig  zu  ihm  gekommen  sei,  um 
Geschlechtsverkehr zu haben,

dass  er  (der  Beschwerdeführer)  I.  gesagt  habe,  er  wolle  das  nicht, 
worauf ihm I. gedroht habe, dafür zu sorgen, dass er die Arbeitsstelle 
verliere, wenn er nicht mehr mit ihm schlafe,

dass er nicht homosexuell veranlagt sei, sondern sich nur aus Angst 
vor dem Verlust der Arbeitsstelle nicht geweigert habe,

dass es eines Tages bei I. zu Hause – dieser habe bei seinen Eltern 
gewohnt – zum Geschlechtsverkehr gekommen sei, wobei sie von der 
Mutter I.'s überrascht worden seien,

dass diese den Vater von I. benachrichtigt habe,

dass  I.  ihn  (den  Beschwerdeführer)  daraufhin  nach  D._______ 
gebracht  habe  und  er  gesagt  habe,  er  müsse  sich  von  nun  an  als 
B._______,  geboren  (...),  ausgeben,  weil  er  von  I.'s  Vater  gesucht 
werde und dieser ihn töten wolle,

dass  I.  dem  Beschwerdeführer  schliesslich  die  Unterlagen  für  die 
Ausreise beschafft habe,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom  19. Juni  2009  –  eröffnet  am  gleichen  Tag –  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, angesichts 
der konkreten Umstände sei die vom Beschwerdeführer angegebene 
Minderjährigkeit  nicht  glaubhaft,  so  habe  er  im  Verlauf  des 

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Asylverfahrens  seine  Identitätsangaben  gewechselt,  ohne  einen 
nachvollziehbaren Grund genannt zu haben, weshalb er zunächst eine 
falsche Identität hätte angeben sollen,

dass  er  zudem  keine  Identitätspapiere  abgegeben  habe  und  seine 
Auskünfte  zu  den verstorbenen Eltern  und der  Familie  unvollständig 
geblieben seien,

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  zu  I.  ebenso  vage 
geblieben seien wie seine Beschreibung der Situation, als die Mutter 
von I. unvermittelt ins Zimmer gekommen sei,

dass  es  im  Weiteren  unwahrscheinlich  erscheine,  wenn  der 
Beschwerdeführer nicht wissen wolle, was sich zwischen I. und dessen 
Eltern abgespielt habe,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  25. Juni 2009  gegen 
diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung, die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft 
und  die  Gewährung  des  Asyls  sowie  die  Feststellung  der 
Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des  Vollzugs  der 
Wegweisung und die vorläufige Aufnahme beantragte,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  die  Gewährung  der  un-
entgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  und  den  Erlass  eines 
Kostenvorschusses,  die  Wiederherstellung  der  aufschiebenden 
Wirkung  sowie  die  Anweisung  der  zuständigen  Behörde,  die 
Kontaktaufnahme mit den Behörden ihres Heimatstaates und jegliche 
Datenweitergabe  an  diesen  zu  unterlassen,  beantragte  und  darum 
ersuchte, im Fall bereits erfolgter Datenweitergabe hierüber informiert 
zu werden,

dass der Beschwerde die Kopie einer Geburtsurkunde beilag,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Juni 2009 per Faxkopien beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]), 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 
VwVG) und die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung einer allfäl-
ligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht  entzogen  hat 
(Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass daher auf das Rechtsbegehren, die aufschiebende Wirkung sei 
wiederherzustellen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten 
ist,

dass aus den Akten nicht hervorgeht, es seien Daten an den Heimat-
staat weitergegeben worden, weshalb auf den Antrag auf entsprechen-
de Information des Beschwerdeführers mangels Rechtsschutzinteres-
ses im Rahmen dieses Verfahrens ebenfalls nicht einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 

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(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person 
anerkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem 
sie  zuletzt  wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität, 
Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder 
begründete  Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden 
(Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  nachgewiesen  oder  zumindest 
glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht  ist,  wenn  die 
Behörde ihr Vorhandensein mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf 
gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass das BFM die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht und – 
nach  Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des 
Bundesverwaltungsgerichts  –  mit  zutreffender  Begründung  als 
unglaubhaft bezeichnet hat,

dass  sich  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  auf 
Beschwerdeebene  grösstenteils  auf  die  Wiederholung  der  eigenen 
Sachdarstellung beschränken,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

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dass  insbesondere  nicht  von  der  Minderjährigkeit  des 
Beschwerdeführers  ausgegangen  wird  und  auch  diesbezüglich  die 
entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen sind,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  obliegen  würde,  die  behauptete 
Minderjährigkeit zumindest glaubhaft zu machen (vgl. Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2001 Nr. 23 E. 6. S. 186 f.), was ihm aber nicht gelingt,

dass der Kopie eines Dokumentes zufolge ihrer Manipulierbarkeit von 
vornherein nur ein beschränkter Beweiswert  zuerkannt werden kann, 
weshalb die eingereichte Kopie einer  Geburtsurkunde nicht  geeignet 
ist, die Minderjährigkeit des Beschwerdeführers glaubhaft zu machen,

dass es sich selbst beim Original einer Geburtsurkunde nicht um ein 
Identitätspapier  handelt,  welches  geeignet  ist,  die  einwandfreie 
Feststellung  der  Identität  zu  ermöglichen  (vgl.  BVGE  2007/7  E. 6), 
weshalb  sich  die  Gewährung  einer  Frist  zur  Nachreichung  des 
erwähnten Dokumentes erübrigt,

dass  der  drohende  Verlust  der  Arbeitsstelle  zwar  eine  gewisse 
Drucksituation zu begründen vermag,

dass es jedoch seltsam anmutet, wenn der Beschwerdeführer angibt, 
er und sein Freund seien im Haus von dessen Eltern intim geworden, 
da  sie  damit  riskierten,  überrascht  zu  werden,  selbst  wenn  sie 
meinten, die Mutter sei nicht zu Hause, zumal der Beschwerdeführer 
über eine eigenen Wohnmöglichkeit verfügte,

dass  es  für  den  Vater  von  I.,  einen  Polizeikommissar,  ein  Leichtes 
gewesen sein dürfte, den Aufenthaltsort des Beschwerdeführers nach 
dessen  Flucht  in  D._______  zu  eruieren,  zumal  I.  den 
Beschwerdeführer  in  seinem  "Versteck"   weiterhin  besuchte  (vgl. 
A15/13 S. 8 und 9),

dass  die  Vorinstanz  zu  Recht  darauf  hinwies,  die  Angaben  des 
Beschwerdeführers zu I. seien vage geblieben und entsprächen nicht 
der geschilderten Beziehung,

dass die Darstellung des Beschwerdeführers, er habe sich im Jahr (...) 
nach  dem  Tod seiner  Eltern  als  9-Jähriger  lieber  ohne  Hilfe  durchs 

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Leben geschlagen, als mit seinem Onkel mitzugehen, ebenfalls nicht 
überzeugt,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  insgesamt  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen, weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt 
hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 

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keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass mangels Einreichung eines rechtsgenüglichen Identitätspapieres 
weder  die  Identität  noch  die  Herkunft  des  Beschwerdeführers  mit 
Sicherheit feststeht,

dass  der  junge  und  offenbar  gesunde  Beschwerdeführer  gemäss 
seinen  Angaben  über  eine  gewisse  Schulbildung  sowie 
Arbeitserfahrung verfügt,

dass  aufgrund  der  unglaubhaften  Angaben  des  Beschwerdeführers 
das Fehlen von familiären Beziehungen im Heimatstaat nicht dargetan 
ist,

dass  jedenfalls  nach  den  eigenen  Angaben  des  Beschwerdeführers 
ein Onkel in seinem Heimatstaat lebt,

dass  insbesondere  nicht  von  der  Minderjährigkeit  des 
Beschwerdeführers ausgegangen wird,

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung im Falle einer  Rückkehr  schliessen lassen,  weshalb der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass der  Beschwerdeführer in  seiner Rechtsmitteleingabe beantragt, 
die Vollzugsbehörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktnahme mit 
dem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  sowie  jeglichen  Datentransfer  zu 
unterlassen,

dass  mit  vorliegendem  Urteil  die  Beschwerde  abgewiesen  wird  und 
damit das Beschwerdeverfahren abgeschlossen ist,  weshalb sich der 
Antrag  auf  Anordnung  vorsorglicher  Massnahmen  –  solche  sind 
ohnehin nur für die Dauer des Beschwerdeverfahrens wirksam – als 
gegenstandslos erweist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos  zu  qualifizieren und daher  das  Gesuch  um Gewährung 
der  unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 
VwVG  –  unabhängig  von  der  Frage  der  Bedürftigkeit  des 
Beschwerdeführers – abzuweisen ist,

dass  mit  dem Urteil  in  der  Hauptsache  das  Gesuch um Erlass  des 
Kostenvorschusses hinfällig geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  der  Flughafenpolizei 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, OPC (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N [...])
- die Flughafenpolizei Zürich-Kloten, Grenzpolizeiliche Massnahmen/

Asyl  (per  Telefax,  mit  der  Bitte  um Eröffnung  des Urteils  an  den 
Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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