# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd5ff978-610a-5752-9e86-f95965360240
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2022 B-4808/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4808-2021_2022-11-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-4808/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 

Richter Pietro Angeli-Busi, Richterin Eva Schneeberger,    

Gerichtsschreiber Diego Haunreiter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Prüfungskommission Humanmedizin,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 
 Bildung, Eidgenössische Prüfung Humanmedizin;  

Verfügung vom 29. September 2021. 

 

 

 

B-4808/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) nahm am 10. und 12. Au-

gust an der eidgenössischen Prüfung Humanmedizin (Einzelprüfung 1: Cli-

nical Knowledge in der Form einer zweiteiligen Multiple-Choice-Prüfung, 

nachfolgend: CK-Prüfung) teil. 

B.  

Mit Verfügung vom 29. September 2021 entschied die Prüfungskommis-

sion Humanmedizin des Bundesamtes für Gesundheit BAG (nachfolgend: 

Vorinstanz), dass die Beschwerdeführerin die CK-Prüfung und somit die 

eidgenössische Prüfung in Humanmedizin nicht bestanden habe. Mit 

Schreiben vom 29. September 2021 teilte das Institut für Medizinische 

Lehre (IML), Abteilung für Assessment und Evaluation (AAE) der Universi-

tät Bern, der Beschwerdeführerin mit, dass sie in der CK-Prüfung bei einer 

Bestehensgrenze von 154 Punkten eine Punktzahl von 153 Punkten er-

reicht habe. 

C.  

Mit Schreiben vom 20. Oktober 2021 legte die Beschwerdeführerin "rein 

vorsorglich" Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. September 2019 

ein und kündigte an, die Beschwerde nach der Prüfungseinsicht am 1. No-

vember 2021 zu konkretisieren.  

D.  

Mit Verfügung vom 3. November 2021 bestätigte das Bundesverwaltungs-

gericht den Eingang der Beschwerde, forderte den Kostenvorschuss ein, 

setzte eine Frist bis zum 19. November 2021 an, um die Beschwerde im 

Sinn von Art. 52 VwVG mit Rechtsbegehren und einer entsprechenden Be-

gründung zu ergänzen und wies darauf hin, dass ein allfälliger Rückzug 

der Beschwerde innert gleicher Frist schriftlich mitzuteilen wäre. 

 

E.  

Mit Ergänzung der Beschwerde vom 18. November 2021 beantragt die Be-

schwerdeführerin sinngemäss, die Verfügung vom 29. September 2021 sei 

aufzuheben und das Ergebnis der Prüfung sei neu zu beurteilen. Zur Be-

gründung führt sie an, Deutsch sei nicht ihre Muttersprache und sie habe 

etwas mehr Zeit benötigt, um die Fragen zu beantworten. Aus diesem 

Grund hätte ihr ein Nachteilslausgleich zugestanden werden müssen. Zu-

dem seien die psychiatrischen Prüfungsfragen auf einem zu hohen Niveau, 

B-4808/2021 

Seite 3 

nämlich dem Facharztniveau, gestellt worden. Im Übrigen reicht die Be-

schwerdeführerin verschiedene Bestätigungen über ihre Arbeitsleistung 

ein (…).  

F.  

Mit Vernehmlassung vom 13. Dezember 2021 beantragt die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie aus, die Fremdspra-

chigkeit eines Kandidaten / einer Kandidatin finde keine spezielle Berück-

sichtigung bei der Festsetzung der Dauer der eidgenössischen Prüfung in 

Humanmedizin. Die Fremdsprachigkeit der Beschwerdeführerin führe auch 

nicht dazu, dass ihr ein Nachteilsausgleich hätte zugestanden werden 

müssen. Im Übrigen hätten die Prüfungsfragen dem vorgegebenen Niveau 

entsprochen und seien stufengerecht gewesen. 

G.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten-

stücke wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und auf eine Beschwerde ein-

zutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen und mit 

freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 

1.1 Der Entscheid der Vorinstanz vom 29. Februar 2021 ist eine Verfügung 

im Sinne von Art. 5 VwVG. Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss 

Art. 31 VGG Beschwerdeinstanz gegen Verfügungen, welche von eidge-

nössischen Kommissionen erlassen werden (Art. 33 Bst. f VGG), worunter 

die Vorinstanz fällt.  

1.2 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men, ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung besonders berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG).  

1.3 Eingabefrist sowie Anforderungen an Form – angesichts der geringe-

ren Anforderungen an Laienbeschwerden (vgl. Urteil des BVGer 

B-7115/2013 vom 9. März 2015 E. 3.7; MOSER, in: Auer/Müller/Schindler 

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Seite 4 

[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 

[VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 52 N 1) – und Inhalt der Beschwerdeschrift sind 

gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Insbesondere legt die 

Beschwerdeführerin dar, in welchen Punkten und weshalb der Entscheid 

der Vorinstanz angefochten wird. Der Kostenvorschuss wurde fristgerecht 

bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen 

sind erfüllt. 

1.4 Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

 

2.  

Im Bereich der universitären Medizinalberufe wird die Ausbildung mit der 

eidgenössischen Prüfung abgeschlossen (Art. 14 Abs. 1 des Bundesgeset-

zes über die universitären Medizinalberufe vom 23. Juni 2006 [Medizinal-

berufegesetz, MedBG, SR 811.11]). Mit der Prüfung wird abgeklärt, ob die 

Studierenden über die fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten 

sowie über die Verhaltensweisen und die soziale Kompetenz verfügen, die 

sie zur Ausübung des entsprechenden Medizinalberufes benötigen und ob 

sie die Voraussetzungen für die erforderliche Weiterbildung erfüllen (Art. 14 

Abs. 2 MedBG). Die eidgenössische Prüfung kann aus einer oder mehre-

ren Einzelprüfungen bestehen, wobei Einzelprüfungen auch Teilprüfungen 

enthalten können (Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die eidgenössischen 

Prüfungen der universitären Medizinalberufe vom 26. November 2008 

[Prüfungsverordnung MedBG, SR 811.113.3]). Jede Einzelprüfung wird mit 

"bestanden" oder "nicht bestanden" bewertet. Die eidgenössische Prüfung 

ist bestanden, wenn jede Einzelprüfung mit "bestanden" bewertet worden 

ist (Art. 5 Abs. 2 und 3 Prüfungsverordnung MedBG). 

 

Die CK-Prüfung besteht aus 300 Fragen, die nach dem Wahlantwortver-

fahren (Multiple-Choice) angelegt sind (vgl. die Vorgaben der Medizinalbe-

rufekommission [MEBEKO], Ressort Ausbildung, betreffend Inhalt, Form, 

Zeitpunkt sowie Aus- und Bewertung der eidgenössischen Prüfung in Hu-

manmedizin vom 24. Februar 2021, nachfolgend: Vorgaben MEBEKO). In 

einer Teilprüfung dürfen höchstens 150 Fragen gestellt werden. Bei den 

unterbreiteten Fragen handelt es sich um wissenschaftlich erprobte und 

bewährte Fragetypen (Art. 8-9 der Verordnung des EDI über die Form der 

eidgenössischen Prüfung der universitären Medizinalberufe vom 1. Juni 

2011 [Prüfungsformenverordnung, SR 811.113.32]). 

3.  

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Seite 5 

Mit der Verwaltungsbeschwerde können die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich die Überschreitung oder der Missbrauch des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts sowie die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung 

gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet 

somit grundsätzlich mit voller Kognition. Indessen haben Prüfungen oft-

mals Spezialgebiete zum Gegenstand in denen die Rechtsmittelbehörde in 

der Regel über keine genügenden, eigenen Fachkenntnisse verfügt. Zu-

dem sind der Rechtsmittelbehörde zumeist nicht alle massgebenden Fak-

toren der Bewertung bekannt und es ist ihr nicht immer möglich, sich ein 

zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer beschwerde-

führenden Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidierenden zu 

machen. Eine freie und umfassende Überprüfung der Examensbewertung 

würde die Gefahr von Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber 

anderen Kandidaten in sich bergen und es ist auch nicht Aufgabe der Be-

schwerdeinstanz, die Bewertung der Prüfungsleistungen einer beschwer-

deführenden Person gewissermassen zu wiederholen. Das Bundesverwal-

tungsgericht auferlegt sich daher bei der Bewertung von Prüfungsleistun-

gen – insbesondere bei der Bewertung von mündlichen und praktischen 

Prüfungen – eine gewisse Zurückhaltung und weicht nicht ohne Not von 

der Beurteilung durch die Prüfenden ab. Nicht zuletzt solange ihre Auffas-

sung, insbesondere soweit sie von derjenigen des Beschwerdeführers ab-

weicht, nachvollziehbar und einleuchtend ist (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1; 

2010/11 E. 4.1 f. und 2010/10 E. 4.1; kritisch dazu EGLI, Gerichtlicher 

Rechtsschutz bei Prüfungsfällen: Aktuelle Entwicklungen, ZBl 112 10/2011, 

S. 555 ff.). 

Sind dagegen die Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften 

streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, so hat 

das Bundesverwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen mit umfas-

sender Kognition zu prüfen (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2; 2010/10 E. 4.1; 

2008/14 E. 3.3 je mit weiteren Hinweisen). 

4.  

Die Beschwerdeführerin macht vor dem Bundesverwaltungsgericht gel-

tend, ihr wäre ein Nachteilsausgleich zugestanden, da Deutsch nicht ihre 

Muttersprache sei. Gleichzeitig betont sie, dass sie die deutsche Sprache 

sehr gut beherrsche und bereits vor über 10 Jahren das Niveau C1 erreicht 

habe. 

 

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Seite 6 

Die Vorinstanz hält fest, ein Nachteilsausgleich stehe Menschen zu, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychisch/seeli-

schen Fähigkeiten hätten. Ein sprachliches Manko aufgrund von Fremd-

sprachigkeit berechtige nicht zu einem Nachteilsausgleich. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht hat bereits entschieden, dass vor dem Hin-

tergrund von Art. 8 Abs. 2 BV, welcher Diskriminierungen aufgrund der 

Sprache untersagt, kein Anspruch fremdsprachiger Personen auf spezielle 

Berücksichtigung ihrer Fremdsprachigkeit bei der Festsetzung der Dauer 

der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin ersichtlich ist (vgl. Urteil 

des BVGer B-6049/2012 vom 3. Oktober 2013 E. 4.3.2). Die Berechtigun-

gen, welche die bestandene eidgenössische Prüfung in Humanmedizin 

verleiht, geht mit einer angemessenen Beherrschung der Prüfungssprache 

– in casu Deutsch – einher, die nicht zu beanstanden ist. Ein sprachliches 

Manko aufgrund von Fremdsprachigkeit stellt im Übrigen ohnehin keine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychisch/seelischen 

Fähigkeiten im Sinne von Art. 12a der Prüfungsverordnung MedBG dar, 

wofür Menschen mit Behinderung ein Nachteilsausgleich statuiert würde 

(vgl. auch Vorgaben MEBEKO Ziff. 8). Dass die Fremdsprachigkeit keine 

Behinderung im Sinne von Art. 12a der Prüfungsverordnung MedBG ist, 

bestätigt sich durch das Bundesgesetz über die Beseitigung von Benach-

teiligungen von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstel-

lungsgesetz, BehiG, SR 151.13), das in Art. 2 Abs. 1 die Bedeutung von 

"Mensch mit Behinderungen (Behinderte, Behinderter)" erläutert. Dem-

nach erschwere oder verunmögliche eine voraussichtlich dauernde körper-

liche, geistige oder psychische Beeinträchtigung, alltägliche Verrichtungen 

vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- 

und weiterzubilden oder eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Im vorliegenden 

Einzelfall spricht zudem gegen die Notwendigkeit eines Nachteilsaus-

gleichs, dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben bereits vor 

über 10 Jahren das Niveau C1 in Deutsch erreicht habe. 

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht 

keinen Nachteilausgleich zugestanden. 

5.  

5.1 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die psychiatrischen Prüfungsfragen 

auf einem zu hohen Niveau, nämlich dem Facharztniveau gestellt worden 

seien. 

 

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Die Vorinstanz erläutert in der Vernehmlassung, die Grundlagen für den 

Inhalt der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin seien die allgemei-

nen und berufsspezifischen Ausbildungsziele des MedBG, die Bestimmun-

gen nach Art. 3 Abs. 1 lit. a Prüfungsverordnung MedBG sowie die Vorga-

ben MEBEKO. Die inhaltliche Ausrichtung der eidgenössischen Prüfung in 

Humanmedizin richte sich nach Ziff. 2 der Vorgaben MEBEKO. Dabei 

werde durch die MC-Prüfung fächerübergreifend anwendungsorientiertes 

Wissen zum gesamten Spektrum humanmedizinischer Probleme geprüft. 

Die Prüfungsfragen würden im Auftrag der Prüfungskommission durch ver-

schiedene Arbeitsgruppen erstellt. Sodann durchlaufe jede Prüfungsfrage 

einen mehrstufigen Revisionsprozess, bei dem Lehrverantwortliche aus al-

len beteiligten Fakultäten die formale und inhaltliche Korrektheit, die Rele-

vanz sowie die Stufengerechtigkeit beurteilen würden. Nach der Prüfung 

erfolge die Auswertung der MC-Prüfung gemäss Ziff. 5.1.1 der Vorgaben 

MEBEKO durch das Institut für Medizinische Lehre (IML) der medizini-

schen Fakultät der Universität Bern. Eine Frage sei dann nicht zu berück-

sichtigen, wenn sich bei der Bewertung diese aufgrund auffallender statis-

tischer Ergebnisse oder schriftlicher Kommentare der Kandidatinnen / Kan-

didaten einen offensichtlichen inhaltlichen oder formalen Mangel erkennen 

lasse, das Niveau der Ausbildungsstufe klar überstiegen werde oder dem 

Ziel der zuverlässigen Leistungsdifferenzierung deutlich zuwiderlaufe. 

Sämtliche auffälligen Fragen, insbesondere diejenigen mit einem hohen 

Schwierigkeitsgrad, würden erneut überprüft. Schliesslich entscheide der 

Präsident oder die Präsidentin der Prüfungskommission aufgrund der Vor-

schläge des Instituts für Medizinische Lehre (IML) und der Fachexpertin-

nen und -experten über die Elimination einer Frage.  

 

Bei der verfahrensgegenständlichen Prüfung im Jahr 2021 hätten sämtli-

che Fragen den dargelegten Prozess durchlaufen und 15 Fragen seien eli-

miniert worden. Die übrigen Fragen würden zu den bestehensrelevanten 

Fragen zählen, die alle mit entsprechendem Fachwissen nach sechs Jahre 

Studium beantwortbar und stufengerecht gewesen seien. 

 

5.2 Auf Rügen bezüglich der Bewertung von Prüfungsleistungen hat die 

Rechtsmittelbehörde lediglich dann detailliert einzugehen, wenn die be-

schwerdeführende Person selbst substantiierte und überzeugende An-

haltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass das Ergebnis materiell 

nicht vertretbar ist, dass eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt oder die 

Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden (vgl. BVGE 

2010/21 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen; 2010/11 E. 4.3; 2010/10 E. 4.1). 

Die Behauptung allein, die eigene Lösung sei richtig und die Auffassung 

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Seite 8 

der Prüfungskommission oder eine vorgegebene Musterlösung sei falsch 

oder unvollständig, wird dieser Anforderung nicht gerecht (vgl. Urteil des 

BVGer B-2229/2011 vom 13. Februar 2012 E. 6.1). 

 

5.3 Vorliegend hat die Vorinstanz in der Vernehmlassung den Prozess der 

Elimination einzelner Fragen der CK-Prüfung 2021 ausführlich dargelegt. 

Unter anderem bleiben Fragen in der Beurteilung der CK-Prüfung unbe-

rücksichtigt, die aufgrund auffallender statistischer Ergebnisse oder schrift-

licher Kommentare der Kandidaten das Niveau der Ausbildungsstufe über-

steigen. Anhaltspunkte, die das Vorgehen der Vorinstanz im Zusammen-

hang mit der verfahrensgegenständlichen Prüfung im Jahr 2021 in Zweifel 

ziehen, bestehen nicht und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht 

geltend gemacht. Die Beschwerdeführerin unterlässt es zudem, vor dem 

Bundesverwaltungsgericht substantiiert darzulegen, welche psychiatri-

schen Prüfungsfragen inwiefern auf einem zu hohen Niveau abgefragt wor-

den seien. Ihre diesbezügliche Rüge geht nicht über eine reine Parteibe-

hauptung hinaus und rechtfertigt keine vertieften Abklärungen durch das 

Bundesverwaltungsgericht, zumal es sich im Zusammenhang mit der kon-

kreten Examensbewertung ohnehin eine gewisse Zurückhaltung auferlegt 

(vgl. E. 3). Mit Blick auf die psychiatrischen Prüfungsfragen ist daher den 

Erläuterungen der Vorinstanz zu folgen und davon auszugehen, dass die 

bestehensrelevanten psychiatrischen Prüfungsfragen mit entsprechendem 

Fachwissen nach sechs Jahren Studium beantwortbar beziehungsweise 

stufengerecht gewesen sind.  

 

Zusammenfassend erweisen sich die Vorbringen der Beschwerdeführerin 

im Zusammenhang mit den psychiatrischen Prüfungsfragen als unbegrün-

det.  

 

6.  

Im Weiteren legt die Beschwerdeführerin Bestätigungen über ihre berufli-

chen Leistungen und Erfolge ins Recht (…). 

 

Die Vorinstanz äussert sich nicht zum beruflichen Werdegang und zu den 

beruflichen Leistungen der Beschwerdeführerin. 

Wie das Bundesverwaltungsgericht schon wiederholt entschieden hat, ist 

es Sache der Prüfungskandidatin, anlässlich der Prüfung zu zeigen, dass 

sie in ausreichendem Masse über die verlangten Kompetenzen verfügt be-

ziehungsweise im Beschwerdeverfahren zu beweisen, dass ihre Leistung 

unterbewertet wurde. Prüfungsfremde Faktoren, wie insbesondere auch 

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Seite 9 

Arbeitszeugnisse oder Referenzschreiben, sind diesbezüglich grundsätz-

lich unbeachtlich (Urteile des BVGer B-5731/2019 vom 31. August 2020 

E. 4 mit Hinweisen). 

Die Beschwerdeführerin vermag daher aus den von ihr angeführten beruf-

lichen Leistungen und Erfolgen nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 

7.  

Insgesamt erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführerin als unbegrün-

det, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin als unter-

liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; 

Art. 1 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). 

Sie werden auf Fr. 1'000.– festgelegt. Dieser Betrag ist dem geleisteten 

Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– zu entnehmen. Der Restbetrag von 

Fr. 500.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils zurückzuerstatten. 

9.  

Die Beschwerdeführerin hat als unterliegende Partei keinen Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

10.  

Nach Art. 83 Bst. t BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten an das Bundesgericht unzulässig gegen Entscheide über das 

Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich 

auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und der Berufsausübung. 

Unter diesen Ausschlussgrund fallen Prüfungsergebnisse im eigentlichen 

Sinn, aber auch alle anderen Entscheide, die sich auf eine Bewertung der 

intellektuellen oder physischen Fähigkeiten oder die Eignung eines Kandi-

daten beziehen (BGE 138 II 42 E. 1.1 mit weiteren Hinweisen). Wenn an-

dere Entscheide im Zusammenhang mit einer Prüfung strittig sind, insbe-

sondere solche organisatorischer oder verfahrensrechtlicher Natur, bleibt 

das Rechtsmittel zulässig (BGE 147 I 73 E. 1.2.1 mit weiteren Hinweisen). 

  

B-4808/2021 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– aufer-

legt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– entnommen. 

Der Restbetrag in der Höhe von Fr. 500.– wird der Beschwerdeführerin 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Francesco Brentani Diego Haunreiter 

 

 

  

B-4808/2021 

Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 82 

ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn die Be-

schwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 8. November 2022 

 

  

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Seite 12 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)