# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74f62d59-c969-523e-9411-26589e40d0dd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 11.11.2014 R 2014 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2014-27_2014-11-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 14 27

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Au-

détat und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuar Simmen

URTEIL
vom 11. November 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just, 

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____,

Beschwerdegegnerin
und

B._____ und C._____ 
vertreten durch Rechtsanwalt David Brändle, 

Beschwerdegegner

betreffend Baueinsprache

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1. Am 19. Juli 2013 reichte B._____ das Gesuch unter anderem um Er-

stellung einer Wärmepumpe auf Parzelle 963 am Gebäude Assek.-Nr. 

348-A in X._____ ein. Gemäss Wärmepumpen-Deklaration wird damit 

am Immissionsort ein Beurteilungspegel Lr von 49.1 dB(A) erreicht, 

wobei bauseits zusätzliche Massnahmen möglich sind. Die öffentliche 

Auflage erfolgte vom 26. Juli bis 16. August 2013. 

2. Dagegen erhob A._____ am 15. August 2013 Einsprache und bean-

tragte, das Baugesuch sei abzuweisen, der Bauherrschaft sei die Neu-

gestaltung des Vor- und Parkplatzes zu verbieten und die Bauherr-

schaft sei aufzufordern, die bereits installierte Wärmepumpe auf Par-

zelle 963 zu entfernen. Eventualiter sei die Bauherrschaft anzuweisen, 

Schallschutzmassnahmen zu treffen, damit die Planungswerte gemäss 

LSV eingehalten werden könnten. Der Planungswert gemäss Anhang 

zur LSV bei der Erstellung einer Neuanlage betrage in der ES II 45 

dB(A). Bei einer Distanz zwischen Quelle und Empfänger von 7 m wer-

de ein Beurteilungspegel Lr von 48.3 dB(A), bei einer Distanz von 

5.3 m zwischen Quelle und Empfänger und einer Pegelkorrektur durch 

Betriebsdauer von 240 min ein Beurteilungspegel Lr von 50.7 dB(A) 

bzw. bei einer Distanz von 5.3 m zwischen Quelle und Empfänger und 

einer Pegelkorrektur durch Betriebsdauer von 720 min ein Beurtei-

lungspegel Lr von 55.5 dB(A) erreicht. Unter Beachtung der Hörbarkeit 

des Impulsgeräts (Pegelkorrektur K3) erhöhe sich der Beurteilungspe-

gel gar auf 57.5 dB(A). Die erstellte Anlage überschreite somit den 

Planungswert von 45 dB(A), weshalb die Bewilligung nicht erteilt wer-

den könne und die Anlage zurückzubauen sei. 

Am 13. September 2013 reichte die Bauherrschaft einen Lösungsvor-

schlag ein, wonach eine Lärmschutzwand aus Holz mit schalldämmen-

den Platten innen angebracht und die Einstellungsregelung optimiert 

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werden könnten. Für die Warmwasseraufbereitung könnten Schaltzei-

ten für den Betrieb vorgegeben werden und die Wärmepumpe könnte 

im Sommer ausser Betrieb genommen werden. Dadurch ergebe sich 

gemäss beigelegtem Lärmschutznachweis ein Beurteilungspegel Lr 

von 44.4 dB(A). Mit Schreiben vom 25. September 2013 teilten 

B._____ und C._____ dem Gemeindevorstand X._____ mit, dass sie 

die geschilderten Massnahmen freiwillig treffen würden. 

Am 23. Oktober 2013, mitgeteilt am 6. Februar 2014, wies der Ge-

meindevorstand X._____ die Einsprache ab, soweit er darauf eintrat 

und erteilte die Baubewilligung unter Auflagen. Im Einspracheentscheid 

erwog er unter anderem, die Bauherrschaft habe im Rahmen des 

Rechtsschriftenwechsels eine revidierte Berechnung der Pumpe nach 

Vorgabe der Lieferantin eingereicht. Massgebend sei dabei, dass eine 

Lärmschutzwand mit schallschutzdämmenden Platten innen vorge-

schlagen werde. Unter Berücksichtigung dieser Massnahme wie auch 

des Silent Modus, sei der in der Wohnzone mit ES II einzuhaltende 

Planungswert von 45 dB(A) eingehalten. Dabei sei zu Gunsten der 

Bauherrschaft zu berücksichtigen, dass in der eigenen Berechnung 

keine Pegelkorrektur mehr enthalten sei. Würden die Einstellung der 

Regelung, wie von der Lieferantin vorgeschlagen, optimiert und für die 

Warmwasseraufbereitung Schaltzeiten vorgegeben, worauf die Bau-

herrschaft zu behaften sei, sei es wahrscheinlich, dass der Beurtei-

lungspegel weiter reduziert werden könnte. Deswegen werde in der 

Baubewilligung eine entsprechende Auflage aufgenommen. Das Auf-

stellen einer Lärmschutzwand aus Holz führe zusätzlich dazu, dass 

sich eine optische Verbesserung ergebe.

Gleichentags wurde B._____ die entsprechende Baubewilligung 

Nr. 26/2013 erteilt. Unter anderem wurde als Auflage verfügt, dass zur 

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Einhaltung des Planungswerts gemäss LSV (Beurteilungspegel L) eine 

Schallschutzwand aus Holz mit schalldämmenden Platten innen zu 

montieren und für den Betrieb der Silent Modus zu wählen sei. 

3. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 10. März 

2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den und beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzu-

heben, die Baubewilligung sei zu widerrufen, der Bauherrschaft sei zu 

verbieten, den Vor- und Parkplatz neu zu gestalten und sie sei aufzu-

fordern, die bereits installierte Wärmepumpe auf Parzelle 963 zu ent-

fernen. Eventualiter sei die Bauherrschaft anzuweisen, Schallschutz-

massnahmen zu treffen, damit die Planungswerte gemäss LSV einge-

halten werden könnten und die Gestaltung des Parkplatzes mit genü-

genden Plänen anzugeben. Prozessualiter wurde die Sistierung des 

Beschwerdeverfahrens bis Ende April 2014 beantragt. Gestützt auf 

dieses Gesuch sowie die Zustimmung der Gemeinde X._____ sowie 

von B._____ und C._____ wurde das Verfahren letztmals bis 31. Mai 

2014 sistiert und nach dem Scheitern der Vergleichsgespräche wieder 

aufgenommen. Zur Begründung führte der Beschwerdeführer was folgt 

aus:

• Die eingereichten Unterlagen und die von der Gemeinde angeordne-
te Auflage vermöchten den rechtlichen Anforderungen nicht zu 
genügen. Die Auflage sei nicht genügend präzise, was der Be-
schwerdeführer der Gemeinde nach Erhalt des angefochtenen Ent-
scheids auch mitgeteilt habe. Die Gemeinde habe darauf B._____ 
und C._____  aufgefordert, konkrete Angaben bezüglich Lärm-
schutzwand und Betrieb der Anlage im Silent Modus nachzureichen. 
Daraufhin hätten diese einen Prospekt für Sicht- und Lärmschutz-
wände ohne Grundrissplan bzw. ohne eingezeichnete Grenzabstän-
de eingereicht. Gleichzeitig sei ein Mailauftrag an den Heizungsin-
stallateur betreffend Einstellung des Silent Modus eingereicht wor-
den. Diese Angaben genügten nicht und seien zu ungenau.

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• Er habe bereits in der Einsprache gerügt, dass die Pumpe den Pla-
nungswert nicht einhalte, weshalb die Betriebsbewilligung nicht hätte 
erteilt werden dürfen. Die Berechnung gemäss dem zunächst von 
B._____ am 19. Juli 2013 eingereichten Wärmepumpen-
Deklarationsblatt sei in mehrfacher Hinsicht unrichtig gewesen. Die 
Distanz zwischen Quelle und Empfänger betrage 5.3 m und nicht 
7 m. Zudem sei die Korrektur in Ziff. 8, wo 6 dB(A) abgezogen wor-
den seien, falsch. Die maximale Pegelkorrektur betrage bei einer 
jährlichen durchschnittlichen Betriebsdauer von 4 h pro Tag 5 dB(A). 
Die falsche Pegelkorrektur sei dazu verwendet worden, um so unter 
den – ebenfalls falsch angenommenen − Wert von 50 dB(A) zu ge-
langen. Nach dem Formular des Cercle Bruit, welches als Standard 
gelte, ergebe sich ein Beurteilungspegel von mindestens 55.5 dB(A).

• Dies hätten im Grundsatz auch B._____ und C._____ anerkannt, in-
dem sie mit ihrer Eingabe vom 25. September 2013 eine Berechnung 
gemäss Formular Cercle Bruit eingereicht hätten, worin die Einhal-
tung des Planungswertes von 45 dB(A) mit zusätzlichen Lärm-
schutzmassnahmen ausgewiesen sei. Sie hätten eine Optimierung 
der Einstellungsregelung (Silent Modus) und das Erstellen einer 
Lärmschutzwand mit schalldämmenden Platten angeboten, womit 
eine Minderung des Schallpegels um je 4 dB(A), zusammen somit 
8 dB(A), erreicht werden sollte. Damit hätten B._____ und C._____ 
anerkannt, dass bei der bestehenden Anlage ohne die zusätzlichen 
Massnahmen von einem Beurteilungspegel von mindestens 
52.4 dB(A) auszugehen sei. 

• Die Voraussetzungen von Art. 90 KRG seien nicht eingehalten. Das 
Mass der anerkannten Überschreitung des Beurteilungspegels um 
7.4 dB(A) sprenge das mittels Auflagen korrigierbare Mass inhaltli-
cher Mängel. Selbst wenn eine Bereinigung der gerügten Mängel im 
Bewilligungsverfahren möglich wäre, was nicht grundsätzlich bestrit-
ten werde, sei zumindest zu fordern, dass die Auflagen derart kon-
kret seien, dass diese ohne Weiteres umsetzbar seien. Das sei hier 
nicht der Fall. Weder im Baubewilligungsverfahren noch nachher 
seien von B._____ und C._____ verbindliche Angaben bezüglich der 
Lärmschutzwand gemacht worden.

• Die Gemeinde X._____ habe die Erstellung einer Lärmschutzwand 
angeordnet, ohne deren Lage und Art näher zu bestimmen. Für den 
Beschwerdeführer sei nicht ersichtlich, ob die Lärmschutzwand unter 
Einhaltung der gesetzlichen Grenzabstände erstellt werde und ob mit 
der Erstellung derselben tatsächlich die behauptete Pegelkorrektur 
von 4 dB(A) erreicht werde. Dasselbe gelte für die Pegelkorrektur 
aufgrund des Betriebs im Silent Modus. Weder die Gemeinde 

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X._____ noch B._____ und C._____ hätten bewiesen, dass mit die-
sem Betriebsmodus eine entsprechende Pegelkorrektur erzielt wer-
den könne. Der Beschwerdeführer könne sich durchaus Massnah-
men im Betrieb vorstellen, welche zu einer Immissionsminderung 
führen würden, wie zum Beispiel die Einschränkung des Betriebs der 
Pumpe auf die Wintermonate. Im Sommer sei die Problematik gra-
vierender, weil mit offenem Fenster geschlafen werde. Deshalb 
könnte damit eine Entschärfung der Problematik erreicht werden. Die 
Angelegenheit sei zumindest zur Konkretisierung der Lärmschutz-
massnahmen und damit zu weiteren Abklärungen und neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. B._____ und C._____ (nachfolgend Beschwerdegegner) beantragten 

am 27. Juni 2014 die Abweisung der Beschwerde. 

• Die erstellte Wärmepumpe halte die Planungswerte ein und die Di-
stanz von Quelle zum Empfänger betrage nicht nur 5.3 m. Die Opti-
mierung der Einstellungsregelung (Silent-Modus) sowie das Erstellen 
einer Lärmschutzwand führten gesamthaft zu einer Minderung des 
Schallpegels um 8 dB(A). 

• Sie hätten sich gegenüber dem Beschwerdeführer bereit erklärt, die 
Heisswasserzubereitung während des Sommers über den Elektro-
boiler und nicht über die Wärmepumpe laufen zu lassen. Dadurch 
sinke der Beurteilungspegel auf 43.2 dB(A). Auch ohne diese Mass-
nahme läge der Beurteilungspegel indes unter 45 dB(A). 

• Es treffe nicht zu, dass eine Überschreitung des Beurteilungspegels 
um 7.4 dB(A) das mittels Auflagen korrigierbare Mass inhaltlicher 
Mängel sprenge und dass die Auflagen nicht genügend konkret sei-
en. 

5. Die Gemeinde X._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in 

ihrer Vernehmlassung vom 30. Juni 2014 auf Abweisung der Be-

schwerde und Bestätigung der erteilten Baubewilligung. 

• Massgebend sei der im Formular Cercle Bruit (Lärmschutznachweis 
vom 13. September 2013) deklarierte Planungswert von 44.4 dB(A) 
und nicht mehr der vom Beschwerdeführer wiederholt kritisierte Wert 
von 52.4 dB(A). Auch von Seiten des Gerichtes sei vom Planungs-
wert von 44.4 dB(A) auszugehen, welcher erreicht werde, indem die 

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durch den Gemeindevorstand als Baubehörde verfügte Auflage 
durch die Bauherrschaft umgesetzt werde. Folglich sei in der Bau-
bewilligung eine entsprechende Auflage verfügt worden. 

• Die Rüge, wonach die Auflage zu wenig konkret sei, als dass sie 
umgesetzt werden könne, sei unbegründet. Gemäss anerkanntem 
Formular Cercle Bruit bewirke die Erstellung einer Lärmschutzwand 
grundsätzlich eine Pegelkorrektur von 4 dB(A). Die Lärmschutzwand 
müsse unter Einhaltung der gesetzlichen Grenzabstände erstellt 
werden. Die Einwände des Beschwerdeführers betreffend Auflage 
der Schallschutzwand seien überspitzt formalistisch. Für die Bau-
behörde sei die Angelegenheit mit der verfügten Auflage noch nicht 
abgeschlossen. Es sei auch ihre Aufgabe, die korrekte Realisierung 
der Baute und die korrekte Umsetzung der verfügten Auflage zu kon-
trollieren und bei Nichteinhaltung entsprechende Massnahmen an-
zuordnen. Auch der Beschwerdeführer habe entsprechende Rechte. 
Einen Antrag auf Widerruf der Baubewilligung zu stellen und zu for-
dern, die bereits installierte und mit Auflagen bewilligungsfähige 
Pumpe sei wieder zu entfernen, schiesse weit über das Ziel hinaus 
und habe keine gesetzliche Grundlage, zumal der Planungswert mit 
den verfügten Auflagen eingehalten werden könne. Zur Einhaltung 
des Planungswerts solle die Anlage künftig im Silent Modus betrie-
ben werden. Dies sei technisch einfach umzusetzen. Es müsse nur 
die Einstellung der Anlage durch einen Monteur geändert werden. 
Damit sei auch sichergestellt, dass der Modus nicht beliebig wieder 
ausser Kraft gesetzt werden könne. 

6. In seiner Replik vom 29. August 2014 reduzierte der Beschwerdeführer 

seine Anträge. Anlässlich der Begehung vom 28. März 2014 habe er 

festgestellt, dass die baurechtlichen Vorschriften bezüglich Vorplatzge-

staltung eingehalten seien, weshalb er diesbezüglich nicht mehr an der 

Beschwerde festhalte. Nach wie vor beantrage er die Aufhebung des 

Einspracheentscheids und den Widerruf der Baubewilligung insofern, 

als darin die von der Bauherrschaft bereits installierte Wärmepumpe 

auf Parzelle 963 nachträglich bewilligt werde und die Bauherrschaft sei 

aufzufordern, diese zu entfernen. Eventualiter sei die Angelegenheit 

der Vorinstanz zur Weiterbearbeitung zurückzuweisen und die Ge-

meinde sei anzuweisen, die als Auflage [verfügte] Schallschutzwand 

anhand konkreter Pläne verbindlich festzulegen. 

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• Er bestreite, dass die bisher nicht anhand konkreter Pläne dargestell-
te Lärmschutzwand eine Schalldruckpegelreduktion von 4 dB(A) be-
wirke. Die bisher eingereichten Unterlagen bewiesen diesbezüglich 
nichts. Von den betroffenen Zimmern aus habe man direkte Sicht zur 
Wärmepumpe. Mit der Lärmschutzwand, welche gemäss Angaben 
der Bauherrschaft mit einer Höhe von 1.75 m erstellt werden solle, 
bestehe weiterhin direkte Sicht auf die Wärmepumpe, womit die 
Lärmschutzwand für die Wohnräume im Obergeschoss praktisch 
wirkungslos sei. Eine Lärmschutzwand sei nur dann wirksam, wenn 
der Schall durch die Wand zu einem Umweg gezwungen werde.

• Die Gemeinde sei darauf zu behaften, dass nach Erstellung der 
Lärmschutzwand geprüft werde, ob die Pegelreduktion um 4 dB(A) 
erreicht werde. Es sei nicht nachvollziehbar, weswegen sich die Be-
schwerdegegner und die Beschwerdegegnerin weigerten, vor Erstel-
lung der Lärmschutzwand überprüfbare Pläne einzureichen bzw. die-
se einzufordern, um vor der Erstellung der Lärmschutzwand eine 
Überprüfung durch einen Akustiker zu ermöglichen.

• Wenn es technisch möglich sei, mittels Lärmschutzwand die Grenz-
werte einzuhalten, widersetze er sich der Beibehaltung der Anlage 
nicht. Interveniert habe er gegen ein Baugesuch, welches die Legali-
sierung einer bereits erstellten Wärmepumpe zum Gegenstand ge-
habt und weder technische noch bauliche Lärmschutzmassnahmen 
vorgesehen habe.

• Auch bei der Kostenverteilung hätte die Vorinstanz berücksichtigen 
müssen, dass das Projekt offensichtliche Mängel gehabt habe, an-
sonsten die Anordnung von Auflagen im Sinne von Art. 90 KRG nicht 
notwendig gewesen wäre. Richtigerweise wäre die Einsprache gut-
zuheissen und die Kosten den Beschwerdegegnern aufzuerlegen 
gewesen.

7. Am 12. September 2014 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando an 

ihren Anträgen fest. 

• Auf die Einwände des Beschwerdeführers gegen das Einsprachever-
fahren und den damals vorliegenden Sachverhalt, welche mit dem 
Bau- und Einspracheentscheid korrigiert worden seien, sei im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren nicht mehr einzutreten. 

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• Die verfügten Auflagen liessen sich umsetzen und überprüfen, ohne 
dass hierfür Kontrollen durch Akustiker als Gutachter notwendig sei-
en. Entscheidend sei letztlich die tatsächliche Umsetzung der Aufla-
ge. 

• Mit der verfügten Auflage und dem damit hoheitlich korrigierten Bau-
gesuch sei die Anlage bewilligungsfähig und der Zustand könne 
nachträglich legalisiert werden.

8. Am 29. September 2014 hielten auch die Beschwerdegegner an ihren 

Anträgen fest. 

• Die Spezifikation der Lärmschutzwand werde so gewählt, dass sie 
der verfügten Auflage genügen werde. Skizzen und Mutmassungen 
des Beschwerdeführers seien daher zum jetzigen Zeitpunkt irrele-
vant. Es könne nur um die Frage gehen, ob eine Auflage, wie sie ver-
fügt worden sei, zulässig sei. 

• Es sei nicht an ihnen darzulegen, welche Lärmschutzwand genau er-
stellt werde. Die Beschwerdegegnerin werde die Einhaltung der Auf-
lagen zu überprüfen haben. Sollten sie die Auflagen nicht einhalten, 
könne der Beschwerdeführer dagegen opponieren. 

9. In einer weiteren Stellungnahme vom 3. Oktober 2014 führte der Be-

schwerdeführer noch was folgt aus:

• Die Behauptung der Beschwerdegegner, es werde nicht eine 1.75 m 
hohe Lärmschutzwand aufgestellt, stehe im Widerspruch zu dem der 
Gemeinde eingereichten Prospekt, in welchem die vorgesehene 
Lärmschutzwand mit einer Höhe von 1.75 m rot markiert gewesen 
sei. Auch anlässlich der Begehung sei seitens der Beschwerdegeg-
ner ein entsprechendes Profil gezeigt worden. Es sei sehr wohl Sa-
che der Beschwerdegegner, darzulegen, was für eine Lärmschutz-
wand aufgestellt werde. Zudem hätten sie den Nachweis zu führen, 
dass eine entsprechende Lärmreduktion gewährleistet sei. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie in den angefochtenen Entscheiden wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwer-

den gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer 

anderen Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem 

oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der vorliegend angefoch-

tene Einspracheentscheid sowie die Baubewilligung Nr. 26/2013 vom 

23. Oktober 2013, mitgeteilt am 6. Februar 2014, mit welchen die Be-

schwerdegegnerin einerseits die Einsprache des heutigen Beschwer-

deführers abgewiesen und anderseits dem Baugesuch der Beschwer-

degegner für die Erstellung einer Wärmepumpe auf Parzelle 963 unter 

Auflagen entsprochen hat, sind weder endgültig noch können sie bei 

einer anderen Instanz angefochten werden, weshalb sie taugliche An-

fechtungsobjekte für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden darstellen. Da die Beschwerdeschrift vom 

10. März 2014 den an sie gestellten Frist- und Formerfordernissen ent-

spricht, ist auf diese − unter Vorbehalt der nachträglichen Erwägung 1b 

− einzutreten. Streitig und zu prüfen ist, ob die Einsprache des heuti-

gen Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen und die Baubewilligung 

folglich zu Recht erteilt worden ist.

b) Nach der replicando vorgenommenen Reduktion der Rechtsbegehren 

lautet der Hauptantrag des Beschwerdeführers dahingehend, dass der 

angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben, die Baubewilligung zu 

widerrufen und die Bauherrschaft aufzufordern sei, die bereits installier-

te Wärmepumpe auf Parzelle 963 zu entfernen. Obwohl der Beschwer-

deführer zwar explizit den Widerruf der Baubewilligung beantragt, 

meint er damit wohl deren Aufhebung. Denn der Widerruf im Sinne von 

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Art. 25 Abs. 1 VRG kann nur einen rechtskräftigen Entscheid betref-

fend. Die zu widerrufende Baubewilligung ist aber − zumindest hinsicht-

lich der Wärmepumpe − angefochten und somit noch nicht rechtskräf-

tig. Auf einen Widerrufsantrag könnte daher nicht eingetreten werden. 

Da der Beschwerdeführer wohl aber die Aufhebung der Baubewilligung 

beantragen wollte, kann mit einigem Wohlwollen auf den so verstande-

nen Antrag eingetreten werden. 

Weiter beantragt der Beschwerdeführer, die Bauherrschaft sei aufzu-

fordern, die bereits installierte Wärmepumpe auf Parzelle 963 zu ent-

fernen. Bezüglich dieses Antrags ist indes zu beachten, dass über eine 

allfällige Verpflichtung der Bauherrschaft zur Entfernung der Wärme-

pumpe seitens der Beschwerdegegnerin gar nicht verfügt wurde, wes-

halb auf diesen Antrag nicht eingetreten werden kann. Überdies wäre 

eine Verfügung betreffend Entfernung der bereits installierten Wärme-

pumpe ohnehin einem Wiederherstellungsverfahren im Sinne von 

Art. 94 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; 

BR 801.100) vorbehalten. 

2. a) Den Hauptantrag auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheent-

scheids und der Baubewilligung begründet der Beschwerdeführer im 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren im Wesentlichen mit der 

seiner Ansicht nach zu wenig konkret verfügten Auflage. In seiner Re-

plik widersetzt sich der Beschwerdeführer nicht grundsätzlich der An-

bringung der Wärmepumpe, sofern mit Lärmschutzmassnahmen die 

Einhaltung der Grenzwerte technisch möglich ist. 

Die hier relevante Auflage der Baubewilligung Nr. 26/2013 vom 23. Ok-

tober 2013 lautet wie folgt:

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"Zur Einhaltung des Planungswertes gemäss LSV (Beurteilungspegel L) ist eine 
Schallschutzwand aus Holz mit schalldämmenden Platten innen zu montieren und 
für den Betrieb der Silent Modus zu wählen."

Hinsichtlich zulässiger Nebenbestimmungen regelt Art. 90 Abs. 1 KRG 

Folgendes:

Art. 90 Nebenbestimmungen
1 Können inhaltliche oder formale Mängel des Bauvorhabens ohne besondere 
Schwierigkeiten behoben werden oder drängen sich Anordnungen zur Schaf-
fung oder Erhaltung des rechtmässigen Zustands auf, sind mit der Bewilligung 
die gebotenen Nebenbestimmungen (Auflagen, Bedingungen, Befristungen) zu 
verknüpfen.

Gemäss Arbeitshilfe zum KRG des Departements für Volkswirtschaft 

und Soziales vom 1. Dezember 2004 (Stand 1. Dezember 2010) bringt 

Art. 90 KRG zum Ausdruck, dass der Bauherr selbst bei mangelhaften 

Baugesuchen einen Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung hat, so-

fern den Mängeln ohne besondere Schwierigkeiten mit Auflagen be-

gegnet werden kann. Im Übrigen ist die Baubehörde nicht nur berech-

tigt, sondern auch verpflichtet, Bewilligungen mit Nebenbestimmungen 

zu verknüpfen, sofern sich solche zur Schaffung oder Erhaltung des 

rechtmässigen Zustands aufdrängen. 

b) Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass vorliegend eine Bereini-

gung der gerügten Mängel im Baubewilligungsverfahren prinzipiell 

möglich sei. Dieser Auffassung ist zu folgen, könnte hier doch die 

Mangelhaftigkeit des Baugesuchs in Bezug auf die Ausgestaltung der 

Lärmschutzwand und die Einhaltung des Planungswerts von 45 dB(A) 

unter Berücksichtigung der getroffenen Lärmschutzmassnahmen (ins-

besondere Lärmschutzwand und Betriebsmodus "Silent Modus", allen-

falls noch Einschränkungen der Betriebszeiten) mittels Auflagen 

grundsätzlich behoben werden. 

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Die verfügte Auflage, wonach für den Betrieb der Wärmepumpe der 

"Silent Modus" zu wählen ist, ergibt denn auch keinerlei Probleme, ist 

diese doch ausreichend konkret und kann ohne Weiteres umgesetzt 

werden. Gegenteiliges wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht 

geltend gemacht. 

Demgegenüber erweist sich aber die verfügte Auflage in Bezug auf die 

zu erstellende Lärmschutzwand als zu wenig konkret, um die bei Ein-

reichung des Baugesuchs offensichtlichen Mängel der Wärmepumpe, 

mithin die fehlenden Lärmschutzmassnahmen, ohne besondere 

Schwierigkeiten beheben zu können. Hier wäre es − wie nachfolgende 

Ausführungen zeigen − vielmehr geboten gewesen, die Auflage bezüg-

lich Lärmschutzwand konkreter zu fassen. Die Beschwerdegegnerin 

stützt sich hinsichtlich der Baubewilligungserteilung ausschliesslich auf 

den Lärmschutznachweis vom 13. September 2013 (beschwerdeführe-

rische Beilage [Bf-act.] 12), wonach sich bei einer Distanz zwischen 

Quelle und Empfänger von 6 m und einer Pegelkorrektur durch eine 

Betriebsdauer von 720 min ein Beurteilungspegel Lr von 44.4 dB(A) 

ergebe. Der Beschwerdeführer bestreitet diese Angaben und führt zu 

Recht aus, dass die Annahme, wonach durch die geplanten Lärmbe-

grenzungsmassnahmen eine Korrektur von gesamthaft 8 dB(A) erreicht 

werden könne, durch nichts als diese Parteibehauptung nachgewiesen 

ist. Ebenfalls leuchtet ein, dass die Wärmepumpe, um das gesamte 

gegenüberliegende Gebäude des Beschwerdeführers vom Schall zu 

schützen, vom gegenüberliegenden Gebäude nicht mehr sichtbar sein 

sollte, weshalb die mittels Auflage verfügte Lärmschutzwand zwingend 

eine gewisse Höhe aufweisen muss. Der Beschwerdeführer ging denn 

auch zu Recht davon aus, die Beschwerdegegner hätten im Baubewil-

ligungsverfahren eine 1.75 m hohe Lärmschutzwand vorgeschlagen 

(vgl. Prospekt Lärmschutzwand Typ 34 [Bf-act. 8], in welchem die vor-

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gesehene Lärmschutzwand mit einer Höhe von 1.75 m rot markiert ist). 

Die Tatsache, dass sich die Beschwerdegegner − zu Unrecht − nicht 

darauf behaften lassen wollen, sie hätten im Baubewilligungsverfahren 

diese 1.75 m hohe Lärmschutzwand vorgeschlagen, bedeutet, dass die 

Höhe der geplanten Schutzwand aktuell überhaupt nicht feststeht. So-

lange aber kein konkretes Projekt für eine Lärmschutzwand vorliegt, 

kann diese durch einen von der Beschwerdegegnerin allenfalls beizu-

ziehenden Akustiker auch nicht beurteilt werden. Die Beschwerdegeg-

nerin hat deshalb die Beschwerdegegner aufzufordern, eine diesbe-

zügliche Projektergänzung oder -änderung einzureichen, welche an-

schliessend von der Beschwerdegegnerin darauf zu überprüfen ist, ob 

sie den Planungswert gemäss Anhang zur Lärmschutz-Verordnung 

(LSV; SR 814.41) von 45 dB(A) und die übrigen baugesetzlichen Be-

stimmungen einhält. Erst dann kann der bei der Einreichung des Bau-

gesuchs noch vorhandene inhaltliche Mangel des Bauvorhabens, mit-

hin die fehlenden Lärmschutzmassnahmen, ohne besondere Schwie-

rigkeiten behoben werden beziehungsweise die Auflage mit genügen-

der Bestimmtheit neu erlassen werden. 

c) Auch aus prozessökonomischer Sicht erscheint die Konkretisierung der 

Auflage sinnvoll, hat doch die Beschwerdegegnerin, wie sie in ihren 

Rechtsschriften selbst ausführt, auch dafür zu sorgen, dass die Be-

stimmungen der LSV eingehalten sind. Vor diesem Hintergrund er-

scheint es sinnvoll, bereits jetzt dafür besorgt zu sein, dass ein konkre-

tes Projekt erstellt wird, welches diesen Vorschriften zu genügen ver-

mag, d.h. den Planungswert einhält. 

3. a) Der angefochtene Einspracheentscheid sowie die Baubewilligung vom 

23. Oktober 2013, mitgeteilt am 6. Februar 2014, sind deshalb in Gut-

heissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit ist an die 

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Beschwerdegegnerin zur Weiterführung des Baubewilligungsverfah-

rens im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid zurückzuwei-

sen. Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. vorste-

hend E.1b in fine).

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG je zur Hälfte zulasten der unterliegenden Be-

schwerdegegnerin und der Beschwerdegegner. Diese sind gemäss 

Art. 78 Abs. 1 VRG überdies verpflichtet, dem obsiegenden Beschwer-

deführer eine entsprechend dem Verfahrensausgang angemessen re-

duzierte Parteientschädigung zu bezahlen. Diese wird, unter Berück-

sichtigung der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 3. Ok-

tober 2014 eingereichten Honorarnote, welche einen gesamthaften 

Aufwand von Fr. 5'803.90 (inkl. Barauslagen und MWST) ausweist, 

ermessensweise auf pauschal Fr. 5'000.-- (inkl. MWST) festgelegt. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Einspracheent-

scheid und die Baubewilligung Nr. 26/2013 werden aufgehoben und die 

Angelegenheit wird zur Weiterführung des Baubewilligungsverfahrens 

im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Gemeinde 

X._____ zurückgewiesen. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht 

eingetreten. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 352.--

zusammen Fr. 2'352.--

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gehen je zur Hälfte zulasten der für ihren Teil solidarisch haftenden 

B._____ und C._____ einerseits und der Gemeinde X._____ anderseits. 

Die entsprechenden Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubün-

den, Chur, zu bezahlen. 

3. A._____ wird eine entsprechend dem Verfahrensausgang reduzierte 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 5'000.-- (inkl. MWST) zugespro-

chen, wobei die eine Hälfte − solidarisch haftend − von B._____ und 

C._____ (Fr. 2'500.--) und die andere Hälfte von der Gemeinde 

X._____ (Fr. 2'500.--) zu bezahlen ist. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]