# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26224a57-5e00-5fb7-bec2-4e32b71cac32
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 31.05.2024 VBE.2023.511
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-511_2024-05-31.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2023.511 / pm / ks       
Art. 77 

 

 

Urteil vom 31. Mai 2024 
 
 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichterin Peterhans  

Gerichtsschreiber Meier  

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____ 

vertreten durch MLaw Rebecca Wyniger, Rechtsanwältin,  

Hintere Bahnhofstrasse 10, 5001 Aarau  

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 2. November 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1973 geborene Beschwerdeführerin war zuletzt als Produktionsmitar-

beiterin tätig und meldete sich am 4. Juli 2022 unter Hinweis auf Rücken-

schmerzen sowie Beschwerden am rechten Bein und Fuss bei der Be-

schwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche Integration/Ren-

te) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Im Rahmen der da-

raufhin erfolgten Abklärungen zog die Beschwerdegegnerin unter anderem 

die Akten der Krankentaggeldversicherung bei. Nach Rücksprache mit dem 

Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) und durchgeführtem Vorbescheidver-

fahren wies die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren der Beschwer-

deführerin mit Verfügung vom 2. November 2023 ab.  

 

2. 

2.1. 

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 30. November 

2023 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung der IV-Stelle SVA Aargau vom 2. November 2023 sei 
aufzuheben. 

 
 2. Es sei der Beschwerdeführerin eine IV-Rente im Umfang von 54.6% 

einer vollen Rente zuzusprechen. 
 
 3. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die IV-Stelle 

zurückzuweisen. 
 
 4. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewäh-

ren unter Bestellung der unterzeichnenden Rechtsvertreterin als unent-
geltliche Vertreterin. 

 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 

Zudem stellte die Beschwerdeführerin folgenden Verfahrensantrag: 

 

"Es sei ein orthopädisches Gutachten in Auftrag zu geben, welches sich 
gestützt auf ICD 11 (unter Berücksichtigung von ICF) nicht nur mit ortho-
pädischen Diagnosen, sondern auch mit damit zusammenhängenden 
Schmerzdiagnosen, insbesondere der Schmerzchronifizierung, auseinan-
dersetzt. Dabei ist der konkrete Einfluss der Adipositas zu würdigen." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2024 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit Eingabe vom 7. Februar 2024 reichte die Beschwerdeführerin mehrere 

Arztzeugnisse ein. 
 

 - 3 - 

 

 

2.4. 

Mit Verfügung vom 22. März 2024 wies die Instruktionsrichterin das Ge-

such der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechts-

pflege ab. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenan-

spruch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. November 2023 

(Vernehmlassungsbeilage [VB] 70) zu Recht verneint hat. 

 

2. 

In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin unter ande-

rem auf das von der Krankentaggeldversicherung der Beschwerdeführerin 

eingeholte orthopädische Gutachten von Dr. med. D._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vom 15. Oktober 2022. Dieser stellte folgende Diagnosen (VB 27 S. 9): 

 

"Lumboischialgie rechts mit Radikulopathie L5 
 Osteochondrose L5/S1 
 Adipositas per magna 
 Omalgie rechts" 

 

Die angestammte Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumut-

bar, da Zwangspositionen und das Transportieren schwerer Gewichte nicht 

mit der degenerativen Wirbelsäulenerkrankung in Einklang zu bringen 

seien. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine vollumfängliche Arbeits-

fähigkeit. Als angepasst gelte eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit. Ge-

wichtsbelastungen von 15 kg seien dabei nur kurzzeitig, normale Gewichts-

belastungen bis 10 kg seien maximal während 30 Minuten täglich zumut-

bar. Ferner seien Tätigkeiten in Zwangshaltung, kniender, hockender oder 

kauernder Position auszuschliessen. Wechselbelastende Tätigkeiten mit 

Gang-, Stand- und Sitzzeiten von maximal 30-60 Minuten seien der Be-

schwerdeführerin zumutbar. Keine Einschränkungen bestünden in "Tätig-

keiten oberen Extremitäten" sowie für Nacht- und Schichtdienst (VB 27 

S. 11 f.).  

 

3. 

3.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

 - 4 - 

 

 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).  

 

3.2. 

Praxisgemäss spricht der Umstand, dass ein Gutachten im Auftrag einer 

Krankentaggeldversicherung nach VVG – und nicht im Verfahren nach 

Art. 44 ATSG (vgl. dazu BGE 141 V 330 E. 3.2 S. 335; 137 V 210 E. 3.4.2.9 

S. 258 ff.) – erstellt wurde, nicht gegen dessen Beweiskraft für die Beurtei-

lung des Rentenanspruchs gegenüber der Invalidenversicherung. Indes-

sen sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Beste-

hen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit einer 

solchen Expertise, so sind, wie bei versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Einem "Fremdgutach-

ten" kommt somit nicht von vornherein dieselbe Beweiskraft zu wie einer 

gerichtlich oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger 

veranlassten Expertise unabhängiger Sachverständiger (Urteile des Bun-

desgerichts 9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.2; 8C_71/2016 vom 1. Juli 

2016 E. 5; 8C_230/2019 vom 2. Juli 2019 E. 3.2; je mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Die Beschwerdeführerin bringt zusammengefasst vor, der Gutachter 

Dr. med. D._____ habe die Schmerzsymptomatik sowie die chronischen 

Schmerzen weder erkannt noch gewürdigt. Der medizinische Sachverhalt 

sei daher nicht genügend erstellt. Es sei daher ein orthopädisches Gutach-

ten in Auftrag zu geben, welches sich "gestützt auf ICD 11 (unter Berück-

sichtigung von ICF) nicht nur mit orthopädischen Diagnosen, sondern auch 

mit damit zusammenhängenden Schmerzdiagnosen" eingehend auseinan-

dersetze. Dabei sei der konkrete Einfluss der Adipositas zu würdigen (Be-

schwerde S. 3 ff., S. 8). 

 

4.2. 

Dr. med. E._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates, diagnostizierte in seinem Bericht vom 22. 

Juni 2023 eine chronische Lumboischialgie rechts bei radikulärem Schmerz 

L5 rechts bei erosiven Osteochondrosen L5/S1 mit Diskusbulging vermehrt 

nach rechts und leichte Kompression der Nervenwurzel L5 rechts. Diese 

Diagnose beeinträchtige die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auch 

in einer angepassten Tätigkeit. Durch den chronischen Nervenschmerz sei 

eine Belastung der rechten unteren Extremität nicht mehr gegeben, denn 

die Schmerzen könnten auch bei angepassten Tätigkeiten exazerbieren. 

Eine Schmerzchronifizierung sei zusätzlich vorhanden. Die "Schmerzdiag-

nose" sei vom Gutachter Dr. med. D._____ nicht berücksichtigt worden. 

Versicherungsmedizinisch sei es sicherlich schwierig, adäquat den chroni-

schen Schmerz zu "inkludieren". Schulmedizinisch sei auf jeden Fall eine 

 - 5 - 

 

 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit zu 

50 % gegeben (VB 57 S. 2). 

 

4.3. 

4.3.1. 

Dr. med. D._____ ging in seinem Gutachten eingehend auf die bestehen-

den Rückenbeschwerden ein und legte nachvollziehbar dar, weshalb die 

Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Produktionsmitar-

beiterin nicht mehr arbeitsfähig ist, sondern ihr nur noch eine Arbeitsfähig-

keit in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit zumutbar ist. Dem Gut-

achter lag bei seiner Beurteilung insbesondere auch der Bericht von 

Dr. med. E._____ vom 11. August 2022 (VB 24 S. 80 f.) vor (VB 27 S. 4), 

in welchem letzterer unter anderem eine chronische Lumboischialgie rechts 

bei radikulärem Schmerz L5 rechts diagnostizierte (vgl. diesbezüglich Be-

schwerde S. 7). Das Vorliegen einer Schmerzsymptomatik war Dr. med. 

D._____ somit bekannt und wurde von diesem nicht in Abrede gestellt (vgl. 

Beschwerde S. 3); so diagnostizierte auch er unter anderem eine Lumbo-

ischialgie rechts mit Radikulopathie L5 (VB 27 S. 9). Diesbezüglich wies er 

auch auf die Notwendigkeit einer stabilisierenden Physiotherapie hin, durch 

welche "die schmerzhaften Folgen der generativen LWS-Erkrankungen im 

status quo gehalten werden" könnten (VB 27 S. 11). Einleuchtend ist des 

Weiteren (entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin; Be-

schwerde S. 3) auch die Beurteilung von Dr. med. D._____, wonach die 

angegebenen Schmerzen "von NRS 6/10", nicht mit dem flüssigen Gang-

bild, der nahezu freien Bewegungsausmasse und namentlich auch dem 

Fehlen einer Analgesie ("ohne aktuelle Analgesie; vgl. VB 27 S. 10) über-

einstimmen. Es gehört denn auch zu den Aufgaben eines Gutachters, ei-

nen Befund anhand der Klinik zu überprüfen und dessen Auswirkungen 

darzulegen. Dazu zählen auch Angaben zum beobachteten Verhalten, 

Feststellungen über die Konsistenz der gemachten Angaben und auch Hin-

weise, welche zur Annahme von Aggravation führen können (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_665/2015 vom 21. Januar 2016 E. 4.3).  

 

Widersprüchlich ist zudem, wenn die Beschwerdeführerin einerseits for-

dert, es sei der konkrete Einfluss der Adipositas auf die vorliegende Diag-

nose und das Schmerzempfinden (gutachterlich) abzuklären und anderer-

seits ausführt, es dürfte "hinlänglich bekannt sein", dass die "Ursache für 

die Diagnose nicht im Übergewicht [liege], sondern Folge einer Rücken-

operation" sei (Beschwerde S. 7). Im Übrigen vermag eine Adipositas 

rechtsprechungsgemäss grundsätzlich keine zu Rentenleistungen berech-

tigende Invalidität zu bewirken, solange sie nicht körperliche oder geistige 

Schäden verursacht und nicht die Folge von solchen Schäden ist (Urteil 

des Bundesgerichts 9C_506/2020 vom 10. März 2021 E. 5.3.2). Der Gut-

achter Dr. med. D._____ ging zwar von einer ungünstigen Prognose be-

treffend den Behandlungsverlauf bedingt durch die Adipositas per magna 

aus (VB 27 S. 10 unten). Dass letztere körperliche oder geistige Schäden 

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verursacht hätte oder Folgen von solchen wäre, wird von Dr. med. D._____ 

(und wie bereits erwähnt auch von der Beschwerdeführerin) nicht dargetan. 

Darauf hinzuweisen ist sodann, dass gemäss dem Rundschreiben für Ko-

diererinnen und Kodierer 2024 Nr. 1 des Bundesamtes für Statistik auch im 

Januar 2024 nach wie vor das ICD-10 Klassifikationssystem anwendbar ist 

(https://dam-api.bfs.admin.ch/hub/api/dam/assets/29665590/master; be-

sucht am 31. Mai 2024) und der Einführungszeitpunkt der ICD-11 in das 

schweizerische Gesundheitswesen gemäss Stellungnahme des Bundesra-

tes vom 15. November 2023 zur Interpellation vom 28. September 2023 

(abrufbar unter https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-

vista/geschaeft?AffairId=20234184; besucht am 31. Mai 2024) noch nicht 

bekannt ist. 

 

4.3.2. 

Schliesslich nahm am 25. September 2023 RAD-Arzt Dr. med. F._____, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-

apparates, Stellung, welcher das Gutachten von Dr. med. D._____ als 

nachvollziehbar wertete und auch die nach der Begutachtung datierenden 

medizinischen Unterlagen als nicht geeignet erachtete, Zweifel an der gut-

achterlichen Beurteilung zu erwecken (VB 65). Dass Dr. med. F._____ da-

bei keine eigene Untersuchung der Beschwerdeführerin mehr vorgenom-

men hatte, ist nicht zu beanstanden, denn solche erübrigen sich dann, 

wenn, wie vorliegend, ein medizinisch feststehender Sachverhalt beurteilt 

wird (Urteile des Bundesgerichts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 

8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Gesamt-

haft kann auf das Gutachten von Dr. med. D._____ und die darin attestierte 

volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit somit vollumfänglich 

abgestellt werden. Die mit Eingabe vom 7. Februar 2024 eingereichten 

Arztzeugnisse datieren im Übrigen nach der angefochtenen Verfügung, 

welche den verfahrensmässigen Endpunkt des sachverhaltlich relevanten 

Geschehens darstellt, und sind daher vorliegend nicht zu berücksichtigen 

(BGE 143 V 409 E. 2.1 S. 411; 134 V 392 E. 6 S. 397; 130 V 445 E. 1.2 

S. 446). 

 

5. 

5.1. 

Die Beschwerdegegnerin ermittelte in der angefochtenen Verfügung in An-

wendung des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) gestützt auf die An-

gaben der ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin, wonach letz-

tere ab Januar 2020 monatlich Fr. 4'500.00 (bei 13 Monatslöhnen) hätte 

erzielen können (VB 11.1 S. 5), ein Valideneinkommen von Fr. 58'500.00. 

Das Invalideneinkommen setzte die Beschwerdegegnerin basierend auf 

der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für 

Statistik (BfS), Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen, unter Be-

rücksichtigung der Lohnentwicklung bis 2022, auf Fr. 54'236.00 fest. Die 

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Erwerbseinbusse betrug damit Fr. 4'264.00, was einem rentenausschlies-

senden Invaliditätsgrad von 7 % entspricht (vgl. Art. 28b Abs. 4 IVG). 

 

5.2. 

Diesbezüglich ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegeg-

nerin es unterlassen hat, das von ihr ermittelte Valideneinkommen der Loh-

nentwicklung anzupassen, sind für den Einkommensvergleich doch die 

Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (vorliegend 

Januar 2023, vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) massgebend und die Vergleichsein-

kommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben (BGE 129 V 222 E. 4.2 

und 4.3.1 S. 223 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_450/2020 vom 15. Sep-

tember 2020 E. 4.2.5). Das Valideneinkommen beläuft sich unter Berück-

sichtigung der Lohnentwicklung bis 2022 (mangels aktuellerer Daten; vgl. 

die Tabelle Nominallohnindex, Frauen, 2011-2022, Ziff. 05-43 Sektor 2 Pro-

duktion) auf Fr. 59'149.00 (Fr. 58'500.00 x 109.5/108.3). 

 

5.3. 

Die Beschwerdeführerin bringt vor, zur Ermittlung des Invalideneinkom-

mens sei ("unter Ausklammerung des Sektors Produktion") bei einem 

100%-Pensum ein monatliches Einkommen von Fr. 4'187.00 zugrunde zu 

legen (Beschwerde S. 9). Dieses Einkommen entspricht der Tabelle TA1 

des Jahres 2020, Ziff. 45-96, Sektor 3, Dienstleistungen, Kompetenzni-

veau 1, Frauen. Rechtsprechungsgemäss ist bei der Ermittlung des Invali-

deneinkommens indes in der Regel von den Monatslöhnen gemäss der 

Zeile Total, Privater Sektor, auszugehen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_260/2020 vom 2. Juli 2020 E. 4.2.1; 8C_458/2017 vom 6. August 2018 

E. 6.2.3). Selbst wenn indes zu Gunsten der Beschwerdeführerin das von 

ihr beantragte Einkommen von Fr. 4'187.00 zugrunde gelegt würde, resul-

tierte nach wie vor ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. Das Invali-

deneinkommen beliefe sich unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung 

bis 2022, der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit sowie einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nämlich auf 

Fr. 53'108.00 (Fr. 4'187.00 x 12 x 109.4/107.9 x 
41.7/40). Die Erwerbseinbusse 

würde Fr. 6'040.00 und der Invaliditätsgrad nach wie vor rentenausschlies-

sende 10 % betragen (vgl. Art. 28b Abs. 4 IVG). 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenan-

spruch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. November 2023 zu 

Recht verneint. Die dagegen erhobene Beschwerde ist somit abzuweisen. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

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Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

 

6.3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt.  

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 

  

 - 9 - 

 

 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 31. Mai 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Meier