# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3713bc67-d8bc-577e-9659-39b32c472cd8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.09.2018 720 16 383/252
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-16-383-252_2018-09-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. September 2018 (720 16 383 / 252) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bestimmung des massgebenden medizinischen Sachverhalts aufgrund eines Gerichts-

gutachtens. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Katja 
Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Carole Held, Rechts-
anwältin, Rechtsdienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 
4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1957 geborene A.____ war zuletzt bis zum 19. Januar 2012 bei der B.____ AG als 
Reinigungskraft tätig. Am 24. Februar 2012 meldete sie sich unter Hinweis auf Rückenschmer-
zen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklä-
rung der erwerblichen, gesundheitlichen und haushälterischen Verhältnisse lehnte die IV-Stelle 

 

 
 
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Basel-Landschaft (IV-Stelle) den Anspruch auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 18. Ok-
tober 2016 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 22% ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Carole Held, Advokatin, 
am 18. November 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die Verfügung der IV-Stelle vom 18. Oktober 2016 sei 
aufzuheben und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts seitens des Gerichts ein bidiszi-
plinäres Obergutachten in den Fachrichtungen Rheumatologie und Psychiatrie einzuholen und 
nach dessen Vorliegen die Arbeitsfähigkeit bzw. der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin 
neu zu eruieren. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, zur vollständigen Abklä-
rung des medizinischen Sachverhalts und zur Rentenprüfung, die notwendigen Schritte einzu-
leiten, mithin in den Fachrichtungen Rheumatologie und Psychiatrie bei bislang nicht in das Ver-
fahren involvierten Fachstellen ein neutrales bidisziplinäres Gutachten einzuholen; unter o/e-
Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie die unentgeltliche Prozessführung 
mit Advokatin Held als unentgeltlicher Rechtsvertreterin.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 1. Februar 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
D. Mit Beschluss vom 27. April 2017 gelangte das Kantonsgericht anlässlich der Urteils-
beratung zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf 
die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich sei. Das Gericht beschloss deshalb, den 
Fall auszustellen und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten ein-
zuholen.  
 
E. Mit Schreiben vom 14. Juni 2017 beauftragte das Kantonsgericht die Academy of 
Swiss Insurance Medicine (asim) mit einem polydisziplinären Gutachten, welches am 20. De-
zember 2017 erstattet wurde. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt 
des Gutachtens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungsan-
spruch der Versicherten auswirken würden. Die Beschwerdeführerin machte am 2. Februar 
2018 hiervon Gebrauch. Die IV-Stelle wiederum liess sich am 20. Februar 2018 zum Gutachten 
und zu dessen Auswirkungen auf den Leistungsanspruch vernehmen, wobei sie zusätzlich eine 
weitere Beurteilung von pract. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
16. Januar 2018 und von Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, vom 2. Februar 2018, beide Regionaler Ärztlicher Dienst beider Ba-
sel (RAD), ins Recht legte. Im Rahmen einer weiteren Eingabe vom 24. April 2018 äusserte 
sich die Beschwerdeführerin zum besagten Schreiben der Beschwerdegegnerin und zu den 
Ausführungen der RAD-Ärzte.  
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 16. Oktober 2018, sodass die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 
lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. De-
zember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche In-
stanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen 
frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 18. November 2016 ist demnach einzutre-
ten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine IV-Rente. 
 
3.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder 
Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 
Erwerbsunfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 

 

 
 
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leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
4.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh- 
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 30 E. 1). 
 
4.2 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) tätig sind 
und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Be-
messung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse 
sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a Abs. 2 
IVG). 
 
4.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb 
des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 
ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs-
tätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Berei-
chen zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Ist bei 
diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs 
ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung aus-

schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27
bis

 IVV, in der vorlie-
gend anwendbaren, bis Ende 2017 gültig gewesenen Fassung). 
 
4.4 In Bezug auf die Bemessung der Invalidität aufgrund der gemischten Methode ist zu 
beachten, dass Art. 27

bis 
Abs. 3 lit. a IVV in der ab dem 1. Januar 2018 geltenden Fassung be-

stimmt, dass sich die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit bei 
Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, 
nach Art. 16 ATSG richtet, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die 
Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Voller-

 

 
 
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werbstätigkeit hochgerechnet wird. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die 
Invaliditätsbemessung mittels der gemischten Methode nach dem neuen Berechnungsmodell 
gemäss Art. 27

bis
 Abs. 2 bis 4 IVV in der Fassung vom 1. Dezember 2017 im Hinblick auf eine 

einheitliche und rechtsgleiche Behandlung der Versicherten erst ab dem Zeitpunkt des Inkraft- 
tretens dieser Bestimmung am 1. Januar 2018 erfolgen (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Ja-
nuar 2018, 8C_462/2017, E. 5.3 mit Hinweisen). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So führte das Bundesgericht zu den Gerichtsgutachten 
aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizini-
schen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur 
Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen 
(BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezialärzte, welche von 
Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderun-
gen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von ihm eingehol-
ten Gerichtsgutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen 

 

 
 
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die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). Schliesslich lässt 
es die Natur des Begutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 2001, E. 2b), ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn andere Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil 
des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil beispielsweise die behan-
delnden Ärzte wichtige − und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende − As-
pekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 18. Oktober 2016 bei 
der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutach-
ten von Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, und 
Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Juli 2013 / 4. März 2013 (vgl. 
IV-Akte 41). Sie ging demzufolge davon aus, dass der Beschwerdeführerin eine rückenadaptier-
te leichte Tätigkeit im Umfang von 75% zumutbar sei. Den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (vgl. E. 5.3 hiervor). Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolgten Ur-
teilsberatung vom 27. April 2017 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auffassung, 
dass diesem Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Anlass, an den ent-
sprechenden Schlussfolgerungen des Gutachtens zu zweifeln, gab neben der mangelnden Ak-
tualität desselben zum einen der Umstand, dass Dr. F.____ von einer unzutreffenden psychiat-
rischen Behandlungsdauer ausging. Zum anderen fiel namentlich ins Gewicht, dass zwischen 
den gutachterlichen Ausführungen und den Beurteilungen der übrigen involvierten psychiatri-
schen Fachpersonen erhebliche Widersprüche bestanden, die sich auch in einer divergierenden 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit niederschlugen. Hinsichtlich der fehlenden Beweiskraft des 
rheumatologischen Fachteils des Gutachtens entscheidend war, dass die darin veranschlagte 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von mehreren Fachärzten angezweifelt wurde und in jüngeren 
Berichten neue Symptome und Diagnosen ausgemacht werden konnten. Nachdem sich dem-
entsprechend mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 27. April 2017 die Einholung eines ge-
richtlichen Gutachtens als unerlässlich erwiesen hatte, steht nunmehr das gerichtliche Gutach-
ten der asim vom 16./18./25. Oktober 2017 im Zentrum der medizinischen Beurteilung.  
 
6.2 Das Gutachterteam der asim bestehend aus Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, Dr. med. H.____, FMH Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie, und 
Dr. med. I.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, diagnostiziert in seinem 
Gutachten aus polydisziplinärer Sicht mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lum-
bovertebrales Schmerzsyndrom, eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (ICD-10 F45.41), eine chronifizierte Depression, derzeit leichtgradig (ICD-10 
F32.0), eine Persönlichkeit mit selbstunsicheren und ängstlich-vermeidenden Zügen, dekom-

 

 
 
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pensiert unter rezidivierenden Belastungen (ICD-10 Z73.1). Als Diagnosen ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit bestünden rezidivierende Rotatorenmanschettentendopathie-
Schmerzen der rechten Schulter, ein rezidivierendes zervikovertebrales Schmerzsyndrom, eine 
primäre Raynaud-Symptomatik, anamnestisch seit der Jugend an allen Fingern beider Hände, 
ein Status nach einem Knöchelbänderriss vor Jahrzehnten, ein Status nach zweimaliger trau-
matischer Daumengrundgelenks-Bandläsion links beim Skifahren, intermittierende Kniebe-
schwerden beidseits, rezidivierende Wadenkrämpfe links, ein Verdacht auf postaktinische 
Hautstrukturveränderungen sowie ein Verdacht auf eine Essstörung, nicht näher bezeichnet 
(ICD-10 F50.9).   
 
Im psychiatrischen Fachteil des Gutachtens führt Dr. H.____ hierzu im Wesentlichen aus, dass 
vom Vorliegen eines schweren komorbiden Zustandsbildes (Schmerzstörung, depressives Syn-
drom, Persönlichkeitsproblematik) auszugehen sei. Das gesamte Krankheitsbild sei als eine 
Einheit zu betrachten. Es bestünden ungünstige Wechselwirkungen dieser Krankheitsbilder, die 
voneinander nicht zu trennen seien. Im Vordergrund stünden körperliche Schmerzen mit deutli-
cher Einschränkung der Belastbarkeit, die sowohl auf somatische als auch psychische Ursa-
chen zurückzuführen seien. Bei auffälliger Persönlichkeitsstruktur sei davon auszugehen, dass 
diese eine bedeutende Rolle in der Aufrechterhaltung der Schmerzsymptomatik spiele. Die Per-
sönlichkeit an sich zeige deutlich selbstunsichere, ängstlich-vermeidende und dependente Zü-
ge. Eine hohe Bedeutung der Anerkennung von aussen werde durch die Biographie deutlich. 
Die Persönlichkeit habe sich aber lange Jahre kompensiert gezeigt, sodass formal nicht von 
einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen werden könne. Es sei jedoch davon auszugehen, 
dass nach mehreren Schicksalsschlägen und stattgehabten Belastungen in der Lebensge-
schichte der Explorandin erhebliche Abweichungen im Bereich der Kognitionen und in der Ver-
gangenheit auch in der Art des Umgangs mit anderen Menschen bestünden. Somit sei von ei-
ner Persönlichkeitsakzentuierung auszugehen. Ferner bestehe ein depressives Syndrom mit 
Affektlabilität, Freudeverlust, reduziertem Selbstwertgefühl, Selbstvorwürfen und Konzentrati-
onsstörungen. Die Symptomatik würde stark mit Symptomen der ängstlich vermeidenden Per-
sönlichkeitsstruktur interferieren. Formal entspreche sie am ehesten einer leichten depressiven 
Episode, die sich mittlerweile chronifiziert zeige. Die Diagnose einer atypischen Depression, wie 
sie in der Klinik Teufen gestellt worden sei (vgl. IV-Akte 36), könne nicht bestätigt werden, da 
nicht mindestens zwei der hierfür erforderlichen Kriterien vorliegen würden. Dr. F.____ habe in 
seinem Gutachten vom 4. März 2013 die Prognose hinsichtlich der diagnostizierten Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren als günstig eingeschätzt. Seine Aussage, 
wonach sich keine lebensgeschichtlichen Belastungen finden würden, könne nicht nachvollzo-
gen werden. Nach dem Verlust von zwei Kindern im Säuglingsalter in einem kurzen zeitlichen 
Abstand zueinander, könne nicht von fehlenden lebensgeschichtlichen Belastungen ausgegan-
gen werden. Ebenso könne die Feststellung, dass die erfolgte Kündigung der Arbeitsstelle 2010 
adäquat hätte verarbeitet werden können, nicht nachvollzogen werden. Insofern sei auch die 
von Dr. F.____ attestierte volle Arbeitsfähigkeit aufgrund der Schwere der Erkrankung, die sich 
bereits zum damaligen Zeitpunkt gezeigt hatte, nicht nachvollziehbar. Die weitere Entwicklung 
in den vergangenen vier Jahren zeige deutlich, dass es sich hierbei um eine Fehleinschätzung 
gehandelt habe. Mit der Einschätzung der Persönlichkeitsstruktur von Dr. med. J.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem Gutachten vom 18. Januar 2013 könne übereinge-

 

 
 
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stimmt werden. Er würdige die Persönlichkeitsstruktur unter Berücksichtigung der Biographie, 
habe aber auch keine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren können.  
 
Im rheumatologischen Teilgutachten hält Dr. I.____ fest, die Explorandin habe mittlumbale 
Schmerzen mit Ausstrahlung in den Bereich des linken Beckenkamms und nach gluteal links, 
selten über den lateralen Oberschenkel bis zum linken Knie nach längerem Gehen und Stehen 
beklagt. Insgesamt bleibe die rheumatologisch zu stellende Hauptdiagnose chronischer Rü-
ckenschmerz unverändert. Der frühere Begriff des lumbospondylogenen Schmerzsyndroms 
habe sich auf Schmerzausstrahlungen in beide Beine bezogen, die als nicht radikulär interpre-
tiert worden seien. Aktuell würden sich ebenfalls nicht radikuläre Schmerzausstrahlungen im 
Bereich der Beine finden, wobei eine intermittierende Wurzelreizung beidseits nicht ausge-
schlossen werden könne. Wie im Gutachten von Dr. E.____ dargelegt worden sei, bestünde im 
vorliegenden Fall die grosse Schwierigkeit, das Ausmass der versicherungsmedizinisch organ-
läsionell bedingten Schmerzanteile von den „psychosomatischen“ abzugrenzen sowie die durch 
die zentrale Schmerzverarbeitungsstörung mitverursachten Schmerzen zu quantifizieren. Dies 
dürfte auch die diskrepanten Arbeitsfähigkeitseinschätzungen seitens der behandelnden Ärzte 
im Jahr 2012 und 2013 begründen. Dabei sei in den vorliegenden Akten bisher nicht berück-
sichtigt worden, dass die von der Versicherten geschilderten traumatisierenden Schmerzerleb-
nisse in der Kindheit und Jugend, Auslieferungserleben und Misshandlungen und damit ein feh-
lendes Potential zu adäquater kognitiver Schmerzverarbeitung und sozialer Ausgrenzungs-
stress zu irreversiblen Veränderungen der zentralen Schmerzperzeption im späteren Leben 
führen könnten. Mit entsprechendem Risiko, auch auf „reguläre“ (im natürlichen Verlauf des 
Lebens entsprechend auftretende) degenerative Veränderungen, beispielsweise im Bereich des 
Achsenskeletts, nicht mit einem adäquaten Schmerz-Coping und adäquater Schmerzverarbei-
tung reagieren zu können. Derartig chronifizierte und sich dann de facto invalidisierend auswir-
kende Schmerzzustände würden dann zwar primär fokal organläsionell in der Peripherie ausge-
löst, entsprechend diesem schmerzmedizinischen Modell aber zentral im Gehirn perpetuiert und 
seien schliesslich medizinisch kaum mehr beeinflussbar. Der gutachterlich verwendete Termi-
nus „unspezifischer Rückenschmerz“ sei vor dem Hintergrund des Dargelegten nicht adäquat, 
da dieser Begriff den langjährigen schweren und de facto invalidisierenden Beschwerden auf 
der Grundlage, wenn auch diffuser, so doch deutlich vorhandener mehrfacher degenerativer 
Segmentveränderungen, nicht gerecht werde. Es handle sich im vorliegenden Fall vielmehr um 
eine schwere chronifizierte Schmerzsymptomatik entstanden auf der Grundlage deutlicher or-
ganläsioneller degenerativer Veränderungen des unteren Achsenskeletts, wo auch medizini-
sche Massnahmen keine durchbrechenden Verbesserungen mehr bewirken könnten. Aus die-
ser Perspektive sei das Leiden der Explorandin als schwer bis mittelschwer zu taxieren.  
 
Im Rahmen ihrer Konsensbeurteilung gelangten die Gutachter zum Ergebnis, dass in der Zu-
sammenschau der somatischen und psychischen Einschränkungen eine Arbeitsfähigkeit von 
50% für rückenadaptierte Tätigkeiten mit der Möglichkeit zum Wechsel der Körperpositionen 
bestehe. Aus rheumatologischer Sicht könne eine Arbeitsfähigkeit von 50% nach Implantation 
des Neurotransmitters ab Sommer 2015 angenommen werden. Namentlich aus psychiatrischer 
Sicht erscheine die Darstellung des retrospektiven Verlaufs der psychiatrisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit schwierig. Unter Berücksichtigung sämtlicher Angaben und bei genauerer Be-

 

 
 
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trachtung des Verlaufs sei jedoch davon auszugehen, dass sich ab der Aufgabe der Tätigkeit im 
Januar 2012 der schon zuvor instabile Gesundheitszustand weiter verschlechtert habe. Mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit sei die Explorandin aus psychiatrischer Sicht seit Januar 
2012 durchgehend auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 50% eingeschränkt.  
 
6.3 Mit Stellungnahme vom 16. Januar 2018 hielt pract. med. C.____, RAD, zusammen-
fassend fest, dass die gutachterlichen Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer 
Sicht nicht nachvollziehbar seien. Da in der Vergangenheit nie eine höhere Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit als 30% veranschlagt worden sei, sei an dieser Einschätzung festzuhalten. Die 
depressive Störung sei objektiv belegbar nie über ein leicht bis maximal mittelgradiges Aus-
mass hinausgekommen und zeige im aktuellen psychopathologischen Befund des psychiatri-
schen Gutachtens der asim nur sehr schwache Befunde. In Kombination mit der chronischen 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) und der Persön-
lichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) sei aktuell und in der Vergangenheit keine Reduktion der 
Arbeitsfähigkeit um 50% zu rechtfertigen. 
 
6.4 Am 2. Februar 2018 äusserte sich auch Dr. D.____, RAD. Eine Minderung der Arbeits-
fähigkeit um 50% sei weder durch die klinischen noch die bildgebenden Befunde nachvollzieh-
bar. Das Gutachten würde insofern eine Inkonsistenz aufweisen, als die massgebliche Limitie-
rung der Arbeitsfähigkeit interdisziplinär jeweils in die komplementäre Fachdisziplin verlagert 
würde. Einerseits würde man sich nicht in der Lage sehen, die Arbeitsfähigkeit aus rein psychi-
atrischer Sicht zu beurteilen, sondern verweise auf die somatische Schmerzsituation, wobei 
bereits nicht nachvollziehbar sei, welche kognitiven Einschränkungen die Versicherte denn rein 
psychiatrisch zu 50% limitieren sollen, wenn man sich den Psychostatus vor Augen führe. An-
dererseits werde von somatischer Seite ausdrücklich formuliert, dass bezüglich der Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit für körperlich angepasste Tätigkeiten die Funktionsstörungen auf psy-
chiatrischem Fachgebiet im Vordergrund stehen würden. Insbesondere vermöge auch nicht zu 
überzeugen, dass die Arbeitsfähigkeit in rheumatologischer Hinsicht geringer eingestuft werde, 
als im Vorgutachten von Dr. E.____, obwohl sich die Schmerzen seit der Implantation des Neu-
rostimulators ausdrücklich gebessert hätten, was sich im rheumatologischen Befundstatus be-
obachten lasse.  
 
7.1 Während die Beschwerdeführerin mit Stellungnahme vom 2. Februar 2018 geltend 
macht, dass gestützt auf das asim-Gutachten von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% auszuge-
hen sei, stellt sich die IV-Stelle mit Eingabe vom 20. Februar 2018 mit Verweis auf die Stellung-
nahmen des RAD vom 16. Januar und vom 2. Februar 2018 auf den Standpunkt, dass nicht 
darauf abgestellt werden könne.  
 
7.2 Wie oben ausgeführt (E. 5.3 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufga-
be es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen be-
stimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend besteht kein Anlass, von den Ergeb-
nissen des zitierten asim-Gerichtsgutachtens abzuweichen. Das Gutachten ist umfassend und 
die darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge sowie die jeweils vorgenommenen 

 

 
 
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Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Die Gutachter haben die Versicher-
te persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erhoben und gehen einlässlich auf ihre 
Angaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fundiert mit den bei den Akten liegen-
den medizinischen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschätzungen in 
überzeugender Weise. So wird aus psychiatrischer Sicht unter Hinweis auf die divergierenden 
Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit, namentlich auf das Gutachten von Dr. F.____ vom 4. März 
2013, nachvollziehbar dargelegt, weshalb eine geringere Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 
nicht begründet werden könne. Dabei wird schlüssig aufgezeigt, dass im Rahmen der bisheri-
gen fachärztlichen Beurteilungen die lebensgeschichtlichen Belastungen der Versicherten, die 
nicht nur depressive Reaktionen, sondern insbesondere auch erhebliche und irreversible Ab-
weichungen im Bereich der Kognitionen und damit auch in der Schmerzverarbeitung zur Folge 
hatten, keinerlei Würdigung erfahren haben. Unter diesen Umständen vermag die von der IV-
Stelle mit Verweis auf den RAD-Bericht vom 16. Januar 2018 vertretene Auffassung, wonach in 
der Vergangenheit nie eine höhere Arbeitsunfähigkeit als 30% veranschlagt worden sei, nicht 
zu überzeugen. Angesichts des von Dr. H.____ beschriebenen komorbiden Krankheitsbildes 
steht sodann allein die Tatsache, dass in Bezug auf die diagnostizierte Depression lediglich 
eine leichte depressive Episode ausgemacht worden ist, einer (weitergehenden) Beeinträchti-
gung der Arbeitsfähigkeit nicht entgegen. Dies umso weniger, als die chronifizierte Schmerzstö-
rung bei der Limitierung der Arbeitsfähigkeit im Vordergrund steht und die Depression interferie-
rend mit der Persönlichkeitsakzentuierung einen wesentlichen Bestandteil zu deren Aufrechter-
haltung beiträgt. Dabei können den gutachterlichen Ausführungen zufolge aus den einzelnen 
Diagnosen gerade keine isolierte Funktionalität abgeleitet werden (vgl. asim-Gutachten, S. 13). 
Hinzu tritt, dass hinsichtlich des Einflusses der Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit, diag-
nose-inhärent nicht allein psychische, sondern insbesondere auch somatische Aspekte zu be-
rücksichtigen sind, wobei namentlich in der medizinischen Aktenlage bisher ausgeblendete 
Wechselwirkungen eine zentrale Rolle spielen, die nun in der aktuellen Begutachtung einge-
hende Berücksichtigung gefunden haben. Nicht gefolgt werden kann dabei dem ebenfalls auf 
der versicherungsmedizinischen Aktenbeurteilung gründenden Einwand, wonach die wesentli-
che Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit interdisziplinär jeweils in die komplementäre Fachdis-
ziplin verlagert worden sei. Vielmehr werden die im psychiatrischen Fachteil bereits dargeleg-
ten, bisher nicht gewürdigten lebensgeschichtlichen Belastungen aus rheumatologischer Sicht 
dahingehend präzisiert, dass die traumatisierenden Schmerzerlebnisse zu einer irreversiblen 
inadäquaten kognitiven Schmerzverarbeitung geführt hätten, die somit auch eine adäquate 
Schmerzreaktion auf degenerative Veränderungen im Bereich des Achsenskeletts verhindern 
würde. Die Schmerzen würden zwar primär organläsionell in der Peripherie ausgelöst, aber 
aufgrund dieser Fehlverarbeitung zentral im Hirn perpetuiert, womit sie medizinisch kaum mehr 
beeinflussbar seien. Gleichzeitig weist Dr. I.____ darauf hin, dass es bei der Versicherten zu 
einer schweren chronifizierten Schmerzsymptomatik auf der Basis einer schweren vorzeitigen 
Alterung des Achsenskeletts gekommen sei, wo auch medizinische Massnahmen keine über-
zeugenden Verbesserungen mehr bewirken könnten. Damit läuft schliesslich auch der Einwand 
der Beschwerdegegnerin ins Leere, demzufolge aufgrund der Implantation des Neurostimula-
tors im Jahr 2015 eine geringere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar sei. Ins-
gesamt legen die Gutachter schlüssig dar, dass die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten auf-
grund des komplexen Krankheitsbildes nicht anhand einer Momentaufnahme, sondern im Rah-

 

 
 
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men einer Gesamtwürdigung und unter Berücksichtigung dieser Wechselwirkungen zu beurtei-
len ist. Sie gelangen dabei zum nachvollziehbaren Ergebnis, dass ihr in einer leidensangepass-
ten Tätigkeit lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50% verbleibt.  
 
7.3 Nach dem Gesagten ist demnach mit den Gerichtsgutachtern der asim davon auszu-
gehen, dass die Versicherte in einer rückenadaptierten Tätigkeit mit der Möglichkeit zum Wech-
sel der Körperpositionen seit Januar 2012 im Umfang von 50% arbeitsfähig ist.  
 
8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Versicherte anlässlich der Abklärung der Sta-
tusfrage im Haushaltsbericht vom 24. April 2014 erklärt hat, dass sie ohne gesundheitliche Ein-
schränkungen einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 70% nachgehen würde und ab April 2014 
(dem Zeitpunkt des Auszugs ihres Sohnes aus der Wohnung) zu 100% berufstätig wäre. Folg-
lich ist der Invaliditätsgrad bis zu diesem Zeitpunkt nach der gemischten Methode zu ermitteln, 
wobei auf die bis 31. Dezember 2017 geltende gesetzliche Regelung und Rechtsprechung ab-
zustellen ist (vgl. oben E. 4.3).  
 
8.2 Wie eingangs ausgeführt (vgl. E. 4.1 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. Art. 16 ATSG). Dassel-
be gilt im Rahmen der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung für die Ermittlung des 
Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich.  
 
8.3 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so 
konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte 
Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil des EVG vom 
26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Hintergrund bildet die empi-
rische Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden 
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (RKUV 1993 Nr. 
U 168 S. 101 E. 3b). Vorliegend war die Beschwerdeführerin bis zum Eintritt ihrer gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen im Januar 2012 als Reinigungskraft im Umfang von 30 Wochenstun-
den bei der B.____ AG erwerbstätig. Da vorliegend keine Gründe ersichtlich sind, denen zufol-
ge die Versicherte ihre bisherige Stelle auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung verloren 
hätte, ist in Abweichung zur Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 18. Oktober 2016 für die 
Berechnung des Rentenanspruchs der Lohn beim bisherigen Arbeitgeber als Valideneinkom-
men heranzuziehen. Gestützt auf die Angaben des Arbeitgebers der Beschwerdeführerin für 
das Jahr 2012 (vgl. IV-Akte 22), wonach die Beschwerdeführerin ein monatliches Einkommen 
von Fr. 3‘123.-- erzielt hätte, wäre sie nicht invalid geworden, ist bezogen auf ein Pensum von 
70% nach Anpassung an die Nominallohnentwicklung von einem Valideneinkommen von 
Fr. 40‘599.-- auszugehen.  
 
8.4 Bei der Berechnung des Invalideneinkommens stützte sich die Beschwerdegegnerin 
auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) und gelangte auf diese 

 

 
 
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Weise zu einem zumutbaren Jahreseinkommen von Fr. 51‘441.--, was nicht zu beanstanden ist. 
Bei einem Pensum von 50% resultiert dabei ein Invalideneinkommen von Fr. 25‘720.50.  
 
8.5 Unter Berücksichtigung der Anteile von 70% Erwerbstätigkeit und 30% Haushalt ergibt 
dies gewichtet einen IV-Grad von 25% (0,7 x 50 + 0,3 x 0), womit im Zeitpunkt des frühestmög-
lichen Rentenbeginns (Januar 2013) kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Für die Zeit 
danach, ab 1. Mai 2014, ist bezogen auf ein Pensum von 100% von einem Valideneinkommen 
von Fr. 57‘998.-- auszugehen. Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von 
Fr. 57‘998.-- und des Invalideneinkommens von Fr. 25‘720.50 resultiert dabei ein Invaliditäts-
grad von rund 56%. Damit besteht mit Wirkung ab 1. Mai 2014 Anspruch auf eine halbe Rente.  
 
9. Demzufolge ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 18. Oktober 2016 aufgehoben und festgestellt wird, 
dass die Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2014 Anspruch auf eine halbe IV-Rente hat. 
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterlegene 
Partei, weshalb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hätte. Gemäss § 20 Abs. 3 
Satz 3 VPO werden der Vorinstanz bzw. den kantonalen Behörden gemäss Verwaltungsverfah-
rensgesetz vom 13. Juni 1988 keine Verfahrenskosten auferlegt. Auf die Erhebung von Verfah-
renskosten ist deshalb zu verzichten. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvor-
schuss ist bei diesem Ergebnis zurückzuerstatten.  
 
10.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der 
Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnah-
men angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesproche-
ner Leistungen bildeten. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in 
jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweis-
massnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die 
Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebe-
nen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend 
ist das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 27. April 2017 zum Ergebnis ge-
langt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. 
Hintergrund bildete der Umstand, dass das bidisziplinären Gutachten der Dres. E.____ und 
F.____ hinsichtlich des Gesundheitszustandes keine gesicherten Schlüsse zugelassen hatte, 
zumal im damaligen Verfügungszeitpunkt seit der gutachterlichen Beurteilung bereits dreiein-

 

 
 
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halb Jahre verstrichen waren. In Anbetracht dieser Umstände war die gerichtliche Begutachtung 
durch die asim deshalb nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Im Lichte der geschilderten 
Rechtsprechung sind die daraus resultierenden Kosten, welche sich gemäss den Honorarrech-
nungen der asim auf Fr. 9412.70 belaufen (Rechnung vom 20. Dezember 2018), demnach der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.  
 
10.3 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO steht der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Parteient- 
schädigung zu. Der Honorarnote vom 8. November 2016 zufolge beläuft sich der geltend ge-
machte Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren bis zum 9. Februar 2017 auf insge-
samt 8 Stunden und 15 Minuten, der sich angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist und zum geltend gemachten Stundenansatz von 
Fr. 200.-- zu entgelten ist. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die geltend gemachten Ausla-
gen im Umfang von insgesamt Fr. 50.--. Die Rechtsvertreterin der Versicherten ist mit Verfü-
gung des Kantonsgerichts vom 3. Mai 2018 aufgefordert worden, innert unerstreckbarer Frist 
bis 24. Mai 2018 ihre aktualisierte Honorarnote nach Zeitaufwand einzureichen. Gleichzeitig ist 
sie darauf hingewiesen worden, dass das Honorar nach Ermessen festgesetzt werde, falls bis 
zum genannten Termin keine Honorarnote eingehen sollte. In der Folge hat die Rechtsvertrete-
rin dem Kantonsgericht keine aktualisierte Kostennote zukommen lassen, sodass das Honorar 
für den nach dem 9. Februar 2017 entstandenen Aufwand ankündigungsgemäss nach Ermes-
sen festzusetzen ist. Der erbrachte Aufwand setzt sich ab diesem Zeitpunkt im Wesentlichen 
aus dem Verfassen der Replik sowie einer weiteren Eingabe vom 24. April 2018 zusammen. 
Hält man sich die erbrachten Bemühungen vor Augen, erscheint es angemessen, für diese ei-
nen Zeitaufwand von insgesamt vier Stunden zu entschädigen und der Rechtsvertreterin zudem 
Auslagen von pauschal Fr. 50.-- zu ersetzen. Die Bemühungen sind zu dem von der Rechtsver-
treterin geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 200.-- zu entschädigen. Der Beschwerdefüh-
rerin ist demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘550.-- (12 Stunden und 30 
Minuten à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 100.--) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zu-
zusprechen. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 18. Oktober 2016 auf-
gehoben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Mai 
2014 Anspruch auf eine halbe IV-Rente hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 9412.70 werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

  4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘550.-- (inkl. Auslagen) zu be-
zahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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