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**Case Identifier:** 8d6395b1-4456-5870-87d1-b477a484e7a2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.09.2021 S 2020 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-110_2021-09-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 30. September 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 110

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Urteil S 2020 110

A. Die Versicherte, A.________, Jahrgang 1964, zuletzt als Pflegehelferin tätig, 
meldete sich am 17. April 2018 wegen einer Arthrose der Halswirbel bei der IV-Stelle Zug 
zur Früherfassung (IV-act. 1) und am 5. Juni 2018 zum Bezug von Leistungen für 
Erwachsene an (IV-act. 10). Die IV-Stelle klärte in der Folge die beruflich-erwerblichen und 
medizinischen Verhältnisse ab. Am 19./20. September 2019 wurde die Versicherte im 
Auftrag der IV-Stelle im C.________ AG (nachfolgend D.________ Zentrum) mittels 
Funktionsorientierter Medizinischer Abklärung (FOMA) untersucht. Diese Abklärung 
umfasste u.a. eine angepasste Form der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen 
Leistungsfähigkeit (EFL). Gestützt darauf sprach die IV-Stelle der Versicherten mit 
Vorbescheid vom 13. Dezember 2019 (IV-act. 79) bzw. Verfügung vom 12. August 2020 
(IV-act. 105) eine Viertelsrente ab 1. Februar 2019 zu. 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 10. September 2020 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung der IV-Stelle vom 12. August 2020 sei aufzuheben und es sei 
ein Invaliditätsgrad von mindestens 70 % festzustellen und gestützt darauf eine 
Invalidenrente zuzusprechen. Es seien umfassende medizinische Abklärungen in Form 
eines Gutachtens betreffend die Arbeitsunfähigkeit anzuordnen unter Beizug eines 
Psychiaters. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit 
sie nach Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung den Invaliditätsgrad neu 
berechne und eine angemessene Invalidenrente verfüge; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In 
materieller Hinsicht liess die Beschwerdeführerin im Wesentlichen eine Verletzung der 
Abklärungspflicht der IV-Stelle insbesondere in psychiatrischer Hinsicht sowie den bei der 
Berechnung des Invalideneinkommens gewährte Leidensabzug von 5 % rügen (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 11. September 2020 verlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 14. Oktober 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, 
bei fehlenden Hinweisen auf eine relevante psychische Erkrankung habe keine 
Veranlassung bestanden, entsprechende Abklärungen einzuleiten. Sodann rechtfertige es 
sich im Rahmen des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes nicht, den Leidensabzug über 
10 % anzusetzen (act. 5). 

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Urteil S 2020 110

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 9 und 11). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
12. August 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 10. September 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 12. August 2020; diese ging tags 
darauf beim Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 
lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht 
einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 10. September 2020 der Post übergeben 

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und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG 
vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist 
von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen 
Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 
E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts 
eines Arztberichts oder eines Gutachtens kommt es entscheidend darauf an, ob die 

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Urteil S 2020 110

betreffenden Angaben für die streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen 
Untersuchungen beruhen, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden sind, in der Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchten und ob die 
Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 
So ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug 
auf Berichte von Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (BGer 
8C_143/2019 vom 21. August 2019 E. 4.4.1) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von 
Expertise und Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den 
allgemein praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für 
den therapeutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum 
Patienten, welcher die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (BGer 
9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen). Immerhin 
verpflichtet aber jede substanziiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der 
Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob 
sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom 
Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern 
vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit 
zahlreichen Hinweisen).

4. Nachfolgend stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 
höhere als die gewährte Viertelsrente hat.

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Urteil S 2020 110

4.1
4.1.1 Die Beschwerdegegnerin stellt zur Beurteilung des Rentenanspruchs im 
Wesentlichen auf die am 19./20. September 2019 durch das D.________ Zentrum 
durchgeführte FOMA ab. Im entsprechenden Bericht vom 7. Oktober 2019 wurden als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein zerviko-radikuläres 
Schmerzsyndrom, ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, eine primäre und 
sekundäre Polyarthrose, eine Epicondylitis humeri ulnaris und radialis beidseits sowie 
symptomatische Knick-Senk-Spreizfüsse beidseits genannt. Weitere Diagnosen würden 
sich auf die Arbeitsfähigkeit nicht auswirken. Als Schlussfolgerung der EFL hielten die 
Ärzte fest, das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in einer schmerzbedingt 
verminderten Belastungstoleranz von Rücken, Nacken, obere und untere Extremitäten, 
insbesondere der Hände und des rechten Beines. Die Versicherte habe ein ausgeprägtes 
Schmerz- und Schonverhalten gezeigt und viele Tests abgebrochen. Ihre 
Leistungsbereitschaft werde als nicht zuverlässig beurteilt. Die Beobachtungen bei den 
Tests würden auf eine deutliche Selbstlimitierung hindeuten. Deshalb könne die 
zumutbare Arbeitsfähigkeit nicht gestützt auf die EFL beurteilt werden und müsse 
medizinisch-theoretisch erfolgen. Die angestammte Tätigkeit als Pflegehelferin sei ihr 
aufgrund der bestehenden strukturell-organischen Veränderungen mehrerer Gelenke inkl. 
Hals- und Lendenbereich aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht nicht mehr zumutbar. 
Bei einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit einer zusätzlichen Pause von zwei 
Stunden pro Tag verteilt sei von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 68). 
Diese Einschätzung wurde vom RAD am 5. November 2019 bestätigt (IV-act. 73). 

4.1.2 Würdigend ist festzustellen, dass die FOMA die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.3 vorstehend) erfüllt, sodass ihr voller Beweiswert zukommt. Die Abklärung im 
D.________ Zentrum beruht auf einem strukturierten Interview, einer klinischen 
Untersuchung, einer angepassten Form der Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen 
Leistungsfähigkeit (EFL; verteilt auf zwei Tage) sowie der Beurteilung der vorliegenden 
bildgebenden Untersuchungen und Akten. Im Rahmen der FOMA wurde die 
Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die während der 
Belastbarkeitstests gemachten Beobachtungen als nicht zuverlässig beurteilt. Sodann 
gingen die Sachverständigen von einer schlechten Konsistenz aus und begründeten dies 
mit diversen festgestellten Inkonsistenzen. Darüber hinaus wiesen die Beobachtungen bei 
den Tests auf eine deutliche Selbstlimitierung hin. Wie die Beschwerdegegnerin im Zuge 
der Vernehmlassung zutreffend darauf hingewiesen hat, hielten die Sachverständigen die 

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Resultate der Belastbarkeitstests gerade infolge erheblicher Symptomausweitung für nicht 
verwertbar. Aufgrund der Selbstlimitierung mit Inkonsistenzen kamen die Gutachter zum 
Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit medizinisch-theoretisch beurteilt werden müsse. Dies ist 
insofern nicht zu beanstanden, als dass die Testergebnisse einer EFL bezüglich 
zumutbarer Belastbarkeit nur bei guter Leistungsbereitschaft zuverlässig sind. Wo eine 
solche, wie hier, fehlt, kann die Zumutbarkeit einer Arbeitsleistung nicht anders beurteilt 
werden als ausgehend vom medizinisch-theoretischen Zustand. Somit ist die 
Vorgehensweise des D.________ Zentrums, die verbleibende Arbeitsfähigkeit (lediglich) 
medizinisch-theoretisch zu beurteilen, nicht zu beanstanden. Soweit die 
Beschwerdeführerin sodann anmerkt, sie habe im Rahmen der durchgeführten FOMA auf 
ihre psychischen Leiden (Existenzängste, Sensibilitätsstörungen etc.) hingewiesen, kann 
sie daraus ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Mit der Beschwerdegegnerin ist 
einig zu gehen, dass es sich bei den auf S. 3 des Berichts des D.________ Zentrums vom 
7. Oktober 2019 genannten Existenzängsten und der Traurigkeit um subjektive Angaben 
der Beschwerdeführerin handelt. Es ist davon auszugehen, dass eine relevante 
psychische Störung von den Ärzten des D.________ Zentrums erkannt worden wäre, 
hätte eine solche vorgelegen, wogegen alltägliche geringfügige psychische Beschwerden 
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bleiben (vgl. dazu auch E. 4.3.2 nachstehend). 
Ferner wurden das zerviko-radikuläre und das lumbospondylogene Schmerzsyndrom 
unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt. Davon, dass die 
Gutachter diese Diagnosen nicht ausreichend gewürdigt hätten, kann keine Rede sein. 
Schliesslich ist festzustellen, dass keiner der involvierten Ärzte sich mit der 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des D.________ Zentrums auseinandergesetzt oder 
aufgezeigt hat, weshalb auf die FOMA nicht abgestellt werden kann. 

4.2 Weiter gilt es zu prüfen, ob die im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens 
neu aufgelegten Berichte gegenüber den bereits bekannten medizinischen Erhebungen 
neue relevante Tatsachen enthalten, die berücksichtigt werden müssten und ein 
Abweichen von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch das D.________ Zentrum 
rechtfertigen würden. Diesbezüglich ist einleitend darauf hinzuweisen, dass für die 
Beurteilung des Leistungsanspruchs der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum 
Verfügungserlass ereignet hat (vgl. E. 1 vorstehend). Somit ist vorliegend grundsätzlich 
der Sachverhalt relevant, wie er sich bis zum 12. August 2020 präsentierte. Spätere 
ärztliche Berichte sind ausnahmsweise zu berücksichtigen, wenn daraus konkrete 
Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand im Zeitpunkt des Verfügungserlasses gezogen 

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werden können (BGer 8C_71/2017 vom 20. April 2017 E. 8.3 und 9C_48/2015 vom 1. Juli 
2015 E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen). 

4.2.1 Zunächst ist auf die eingereichten Sprechstundenberichte von 
Dr. med. E.________, Oberärztin Rheumatologie des Kantonsspitals F.________, vom 
11. Februar 2019 (Bf-act. 12) und 1. Juli 2019 (Bf-act. 13) einzugehen. Diesbezüglich ist 
festzustellen, dass es sich hierbei nicht um neu aufgelegte Berichte handelt, die der 
Beschwerdegegnerin zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht bekannt gewesen 
wären. Vielmehr reichte die Beschwerdeführerin diese beiden Berichte bereits im Rahmen 
des Verwaltungsverfahrens ein (vgl. IV-act. 39 und 66 S. 3 f.). Unter anderem war der 
Sprechstundenbericht vom 11. Februar 2019 in der Folge auch Grund hierfür, weshalb 
RAD-Arzt G.________, Facharzt für Allgemeinmedizin (D), im Februar 2019 nicht nur eine 
anhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
Pflegehilfe annahm, sondern auch von eingeschränkter Arbeitsfähigkeit in einer körperlich 
angepassten Tätigkeit ausging (vgl. IV-act. 40). Die beiden Sprechstundenberichte lagen 
schliesslich auch dem D.________ Zentrum vor und waren gerade Gegenstand der FOMA 
(vgl. IV-act. 68 S. 8). Dabei gingen die Ärzte des D.________ Zentrums von den gleichen 
Diagnosen wie Dr. E.________ aus und anerkannten degenerative Veränderungen in 
mehreren Gelenken, die bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt wurden. So 
führten die bestehenden strukturell-organischen Veränderungen mehrerer Gelenke (inkl. 
Hals- und Lendenbereich) dazu, dass der Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit als 
Pflegehilfe nicht mehr zugemutet wurde. Die festgestellten Einschränkungen wurden 
sodann auch bei der Formulierung des Zumutbarkeitsprofils betreffend angepasste 
Tätigkeiten berücksichtigt und führten schliesslich auch dazu, dass der 
Beschwerdeführerin ein Pausenbedarf von zwei Stunden pro Tag zugestanden wurde, um 
einer Kumulation der Beschwerden bei Polyarthrose vorzubeugen. Darüber hinaus 
enthalten die genannten Berichte von Dr. E.________ aber keine zusätzlichen 
Beschwerden, die von den Ärzten des D.________ Zentrums im Rahmen der FOMA nicht 
berücksichtigt und gewürdigt worden wären. Gegenteiliges bringt die Beschwerdeführerin 
in Bezug auf die Berichte vom 11. Februar und 1. Juli 2019 denn auch gar nicht vor. Die 
zitierten Sprechstundenberichte führen somit jedenfalls nicht dazu, dass konkrete Zweifel 
an der Einschätzung des D.________ Zentrums erweckt würden.

4.2.2 Was den Verlauf nach der FOMA anbelangt, ist insbesondere der 
Sprechstundenbericht von Dr. E.________ vom 8. September 2020 (Bf-act. 3) zu 
berücksichtigen. Dieser Bericht zählt einerseits die längst bekannten und durch das 

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D.________ Zentrum bereits gewürdigten Diagnosen auf (vgl. hierzu auch E. 4.2.1 
vorstehend) und nimmt andererseits zum Verlauf vom 5. August 2019 bis 7. September 
2020 Stellung. Daraus ergibt sich zunächst, dass bei der Beschwerdeführerin zusätzlich 
zu den bekannten Gesundheitsbeeinträchtigungen am 29. Januar 2020 die Diagnose 
eines gut differenzierten (G1), oberflächlich mikroinvasiven Plattenepithelkarzinoms 
innerhalb einer high grade intraepithelialen Plattenepithel-Läsion der Vulva links 
(Hautkrebs im Genitalbereich) gestellt wurde (vgl. dazu auch Bericht des Kantonsspitals 
H.________ vom 4. Februar 2020 [Bf-act. 6]). Wie RAD-Arzt Dr. I.________ mit 
Stellungnahme vom 8. Juni 2020 darauf hingewiesen hat, vermag die neu 
hinzugekommene Diagnose jedoch keine höhergradige Arbeitsunfähigkeit als die bereits 
angenommenen 25 % zu begründen (vgl. IV-act. 98). Dies erscheint in Anbetracht des 
frühen Stadiums und der Behandelbarkeit der gestellten Diagnose nachvollziehbar. 

Des Weiteren zeigt sich, dass am 23. Juni 2020 ein erneutes MRI der HWS durchgeführt 
wurde, welches verglichen mit der Voruntersuchung vom 9. März 2018 eine Zunahme der 
degenerativen Veränderungen ergab (vgl. Bf-act. 5). Zwischen den Parteien ist 
unbestritten, dass die IV-Stelle im Zeitpunkt des Verfügungserlasses von diesem Befund 
keine Kenntnis gehabt hatte, weshalb dieser Umstand unberücksichtigt geblieben ist. 
Wann die angebliche Verschlechterung eingetreten ist, ist sodann nicht aktenkundig. Der 
Beschwerdegegnerin ist jedoch zuzustimmen, dass die geltend gemachte 
Verschlechterung frühestens durch den Radiologiebefund vom 23. Juni 2020 gesichert ist. 
Somit hätte die IV-Stelle die potenzielle Verschlechterung zum Zeitpunkt der 
angefochtenen Verfügung vom 12. August 2020 in Anlehnung an Art. 88a Abs. 2 der 
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) selbst dann nicht 
berücksichtigen müssen, wenn sie darüber informiert gewesen wäre, war zu diesem 
Zeitpunkt eine dauerhafte Verschlechterung doch nicht ausgewiesen (vgl. BGer 
9C_262/2019 vom 23. März 2020 E. 4.3). 

Weiter kann dem Bericht von Dr. E.________ entnommen werden, dass es seit Anfang 
August 2020 zu einer Schmerzexazerbation mit linksseitigen Hand-/Unterarmschmerzen 
gekommen ist und deshalb am 7. September 2020 – mithin nach Verfügungserlass – zur 
Weiterabklärung ein MRI der linken Hand durchgeführt wurde. Dabei zeigte sich nicht nur 
die bekannte ausgeprägte Rhizarthrose, sondern es bestätigte sich auch eine 
entzündliche Komponente (deutlicher Reizzustand; vgl. dazu auch Radiologiebefund vom 
7. September 2020 [Bf-act. 4]). Offenbar auch um die Indikation einer Operation 
abzuklären, wurde die Beschwerdeführerin im November 2020 in die handchirurgische 

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Sprechstunde für den 6. Januar 2021 eingeladen (vgl. Bf-act. 11). Auch wenn damit eine 
allfällige Verschlechterung der linken Hand ausgewiesen sein könnte und sich eine 
entsprechende Operation durchaus auf die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit der Hand 
auswirken könnte, kann die Beschwerdeführerin daraus – zumindest für das vorliegende 
Verfahren – ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Nachdem die Beschwerdeführerin 
unter Hinweis auf den Zeitpunkt der Stellung der Diagnose (7. September 2020) immerhin 
selbst davon ausgeht, dass die Verschlechterung nach dem Verfügungsdatum eingetreten 
sei (vgl. act. 9 II Ziff. 10 f.), ist auch diese vorliegend nicht relevant und im vorliegenden 
Verfahren nicht zu beurteilen. Dies würde selbst dann gelten, wenn die angebliche 
Verschlechterung in Einklang mit Dr. E.________ auf Anfangs August 2020 und somit 
noch vor Erlass der Verfügung datiert werden würde (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführerin ist mit dem Sprechstundenbericht vom 
8. September 2020 somit keine dauerhafte Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes 
seit der Abklärung im D.________ Zentrum ausgewiesen, die im Rahmen der 
angefochtenen Verfügung hätte berücksichtigt werden müssen.

Darüber hinaus ist der genannte Bericht auch nicht geeignet, die Beweiskraft der FOMA in 
Frage zu stellen. Doktor E.________ erwähnt zwar die FOMA und die entsprechenden 
Schlussfolgerungen des D.________ Zentrums, setzt sich damit aber nicht weiter 
auseinander. Wie bereits dargelegt, nimmt die Rheumatologin vielmehr Bezug zu den im 
Mai und August 2020 aufgetretenen Schmerzexazerbationen, welche im vorliegenden 
Verfahren indes nicht berücksichtigt werden können. Diesbezüglich darf sodann nicht 
unberücksichtigt bleiben, dass selbst Dr. E.________ davon ausgeht, die entzündlichen 
Schübe hätten nur vorübergehend einen Einfluss auf die im Rahmen der EFL 
festgehaltene Arbeitsfähigkeit. Zu guter Letzt ist anzumerken, dass der von 
Dr. E.________ angenommene vermehrte Pausenbedarf durch die Ärzte des D.________ 
Zentrums gerade berücksichtigt und infolge dessen eine 25%ige Leistungsreduktion 
anerkannt wurde. 

4.2.3 Ein weiterer Bericht von Dr. E.________ datiert vom 2. November 2020 (Bf-
act. 14). Dieser Kurzbericht enthält jedoch keine über die bereits bekannten 
Gesundheitsbeeinträchtigungen hinausgehende Informationen. Vielmehr nimmt der 
Bericht lediglich Bezug zu den im Sprechstundenbericht vom 8. September 2020 
beschriebenen Beschwerden und Schmerzursachen und umschreibt diese noch ein wenig 
ausführlicher. Dabei betont Dr. E.________, dass sich die Gesundheitsbeeinträchtigungen 
der Beschwerdeführerin in nicht rückgängig zu machende degenerative Veränderungen 

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(Abnützungserscheinungen) der Gelenke im Sinne einer Arthrose und in entzündliche 
Reizzustände unterteilen lassen. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, 
dass die festgestellten Abnützungserscheinungen bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
berücksichtigt wurden und zumindest zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses, was die 
entzündliche Aktivität anbelangt, keine dauerhafte Verschlechterung ausgewiesen war. 
Diesbezüglich ist sodann zu beachten, dass selbst Dr. E.________ davon ausgeht, mit 
entsprechenden Massnahmen könnte eine Schmerzreduktion erreicht werden. Im Übrigen 
spricht die Rheumatologin lediglich davon, dass sich ein schubweises Wiederauftreten 
entzündlicher Beschwerden oder eine Persistenz einer entzündlichen Aktivität zeigen 
kann. 

4.2.4 Zu guter Letzt ist ein provisorischer Austrittsbericht vom 12. November 2020 (Bf-
act. 10) aktenkundig. Diesem Bericht kann entnommen werden, dass die 
Beschwerdeführerin am 10. November 2020 im Kantonsspital F.________ hospitalisiert 
werden musste. Zusätzlich zu den bisherigen Leiden wurde neu ein Verdacht auf Enteritis 
(Darmentzündung) gestellt. Das Kantonsspital F.________ berichtete am 12. November 
2020 somit über einen Zustand, wie er sich nach Verfügungserlass präsentiert hat. Da sich 
die Verdachtsdiagnose erst nach Verfügungserlass gezeigt hat, kann die 
Beschwerdeführerin auch aus einer allfälligen Darmentzündung – sollte sich eine solche 
denn überhaupt bestätigen – für das vorliegende Verfahren nichts zu ihren Gunsten 
ableiten. Der Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen, dass die neu gestellte 
Verdachtsdiagnose mit dem vorliegend relevanten Beurteilungszeitraum jedenfalls nichts 
zu tun hat. 

4.2.5 Nach dem soeben Dargelegten ist festzustellen, dass den im Rahmen des 
Verwaltungsgerichtsverfahrens aufgelegenen Berichten keine neuen medizinischen 
Erkenntnisse entnommen werden können, die den vorliegend massgebenden 
Beurteilungszeitpunkt (12. August 2020) betreffen und ungewürdigt geblieben wären. 
Allfällige Verschlechterungen nach dem Verfügungszeitpunkt sind – zumindest was das 
vorliegende Verfahren anbelangt – irrelevant und dementsprechend nicht zu beurteilen. 
Insoweit sich seit dem Verfügungszeitpunkt eine Verschlechterung ihres somatischen 
Gesundheitszustandes ergeben haben sollte – davon geht die Beschwerdeführerin explizit 
aus (vgl. act. 9 II Ziff. 12) –, ist sie auf den Weg der Neuanmeldung zu verweisen. 

4.3 Des Weiteren wendet die Beschwerdeführerin ein, sie leide nicht nur an 
somatischen Beschwerden, sondern auch noch an einer psychischen Erkrankung und wirft 

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der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Abklärungspflicht 
vor.

4.3.1 Zwar trifft den Versicherer im Sozialversicherungsrecht grundsätzlich eine 
Untersuchungspflicht. Diese hat ihre Grenzen indes in der Rügepflicht des resp. der 
betroffenen Versicherten. Dies impliziert, dass ein Gesundheitsschaden – so er nicht 
ohnehin bereits im Rahmen der Leistungsanmeldung geltend gemacht wurde – 
mindestens durch einen Arztbericht belegt sein muss, damit der Sozialversicherer gestützt 
auf Art. 43 ATSG gehalten ist, weitere Abklärungen einzuleiten. Überdies entspricht es 
auch der konstanten Praxis, dass die IV-Stelle nicht von sich aus nach allfälligen, bislang 
ärztlich nicht festgehaltenen oder anderweitig glaubhaft gemachten Leiden forschen muss 
(vgl. dazu VGer ZG S 2015 58 vom 26. November 2015 E. 7.3).

4.3.2 Vorab ist anzumerken, dass in psychiatrischer Hinsicht lediglich ein Arztbericht, 
nämlich derjenige der J.________ AG vom 3. Juni 2020 (IV-act. 97 S. 2 f.), auf welchen in 
der Folge noch einzugehen sein wird, bei den Akten liegt. Abgesehen davon war eine 
psychische Störung der Beschwerdeführerin nie Thema. Bis Anfangs Juni 2020 sind denn 
auch ausschliesslich Berichte somatisch behandelnder Ärzte aktenkundig, während die 
medizinischen Unterlagen keinerlei Anhaltspunkte für ein psychisches Geschehen 
enthalten. In der Vergangenheit kam auch kein Arzt auf die Idee, die Beschwerdeführerin 
könnte an einer psychischen Störung leiden. Vielmehr war es die Beschwerdeführerin 
selbst, die sich um eine Abklärung in der K.________ bemüht hatte (vgl. act. 1 II Ziff. 8 
und act. 9 II Ziff. 6). Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auf ein 
Abklärungsgespräch vom 9. März 2020 und ein Arztgespräch vom 23. März 2020 bei 
Dr. L.________ sowie einen ärztlichen Befund von Dr. E.________ vom 2. April 2020 
verweist (vgl. act. 1 II Ziff. 8 und act. 9 II Ziff. 3 f.), kann ihr nicht gefolgt werden. Wie dem 
entsprechenden Bericht vom 3. Juni 2020 entnommen werden kann, fand das 
Abklärungsgespräch vom 9. März 2020 bei M.________, Dipl. Pflegefachfrau HF, statt, 
während die Beschwerdeführerin das Arztgespräch vom 2. April 2020 bei 
Dr. med. L.________, Facharzt, wahrnahm. Ein Arztgespräch vom 23. März 2020 ist 
demgegenüber nicht aktenkundig und bei Dr. E.________ handelt es sich um die 
Oberärztin der Rheumatologie des Kantonsspitals F.________. 

Im Hinblick auf den Bericht der J.________ AG vom 3. Juni 2020 ist sodann mit der 
Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass dem genannten Bericht kein Vorbehalt 
entnommen werden kann, wonach die ärztliche Konsultation lediglich telefonisch oder via 

13

Urteil S 2020 110

Skype erfolgt wäre, zumal zumindest zum Zeitpunkt des Abklärungsgesprächs bei 
M.________ Präsenztermine noch möglich gewesen wären. Weitere Ausführungen hierzu 
erübrigen sich somit, wobei – wie Nachfolgendes ergibt – diese Frage ohnehin nicht 
abschliessend geklärt werden muss, da die Beschwerdeführerin aus dem genannten 
Bericht der J.________ AG auch in materieller Hinsicht nichts zu ihren Gunsten ableiten 
kann. Wie die Beschwerdegegnerin korrekterweise angemerkt hat, erfolgte die 
Konsultation in der K.________ ausschliesslich zwecks Unterstützung in Sachen "IV-
Rekurs", hatte die Beschwerdeführerin doch kein anderes Anliegen. Betreffend die 
diagnostische Einschätzung ist festzustellen, dass die Kriterien für eine Depression nicht 
erfüllt waren. Doktor L.________ wies darauf hin, dass maximal eine Anpassungsstörung 
bestehe. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin trifft es dabei gerade nicht zu, 
dass Dr. L.________ eine Anpassungsstörung mit depressiven Symptomen 
diagnostizierte. Vielmehr ist der Beschwerdegegnerin zuzustimmen, dass es sich dabei 
lediglich um eine Verdachtsdiagnose gehandelt hat, was sich dem Bericht vom 3. Juni 
2020 so explizit entnehmen lässt. Unzutreffend ist deshalb auch die Ansicht der 
Beschwerdeführerin, es habe sich um eine vorläufige Beurteilung gehandelt. An dieser 
Stelle sei noch einmal angemerkt, dass Dr. L.________ von einer Verdachtsdiagnose 
ausgegangen ist. Den Akten lassen sich sodann keine Anhaltspunkte entnehmen, wonach 
nach der Beurteilung durch die K.________ weiterführende Abklärungen zur allfälligen 
Bestätigung der gestellten Verdachtsdiagnose in die Wege geleitet worden wären. Ein 
entsprechender Bericht enthalten weder die IV-Akten noch ist ein solcher im Rahmen des 
vorliegenden Beschwerdeverfahrens aufgelegt worden. Zudem hielt offensichtlich auch 
Dr. L.________ weitergehende Abklärungen nicht für nötig, lässt sich dem Bericht vom 
3. Juni 2020 jedenfalls nichts in diese Richtung entnehmen. Mit der Beschwerdegegnerin 
ist somit einig zu gehen, dass es sich bei der Anpassungsstörung lediglich um eine 
Verdachtsdiagnose gehandelt hat, welche nicht weiter abgeklärt wurde. Gegen einen 
invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden spricht sodann die Tatsache, dass 
Dr. L.________ keine medikamentös antidepressive Behandlung einleitete und die 
Beschwerdeführerin auch nach der Abklärung in der K.________ und insbesondere auch 
zu einem Zeitpunkt, als Präsenztermine aufgrund der Corona-Pandemie längst wieder 
möglich waren, keine psychiatrische Behandlung wahrgenommen hat. Darüber hinaus 
lässt sich dem Bericht der J.________ AG mit keinem Wort entnehmen, inwiefern die von 
Dr. L.________ gestellte Verdachtsdiagnose die Leistungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin zu beeinflussen vermag. Eine psychiatrische Beeinträchtigung mit 
Krankheitswert kann aus dem genannten Bericht jedenfalls nicht abgeleitet werden. Das 

14

Urteil S 2020 110

soeben Ausgeführte zeigt, dass es in den IV-Akten keine Anhaltspunkte für einen 
invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden gibt. 

Daran ändern schliesslich auch die im vorliegenden Verfahren neu aufgelegten Berichte 
von Dr. E.________ vom 8. September 2020 (Bf-act. 3) und Dr. med. N.________, 
Allgemeine Innere Medizin, vom 25. November 2020 (Bf-act. 8) nichts. Was zunächst den 
Sprechstundenbericht der Oberärztin der Rheumatologie vom 8. September 2020 
anbelangt, trifft es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin gerade nicht zu, dass 
Dr. E.________ die von Dr. L.________ gestellte Diagnose bestätigt hat. Wie die 
Beschwerdegegnerin zutreffend angemerkt hat, hat Dr. E.________ die Beurteilung von 
Dr. L.________ vielmehr lediglich zitiert, wäre sie angesichts der Tatsache, dass sie 
Rheumatologin ist, zur Stellung einer psychiatrischen Diagnose doch ohnehin nicht 
berechtigt gewesen. Zudem hat Dr. E.________ die Beurteilung von Dr. L.________ 
insofern nicht richtig wiedergegeben, als sie von einer diagnostizierten 
Anpassungsstörung spricht, während Dr. L.________ – wie oben bereits ausführlich 
dargelegt – lediglich eine Verdachtsdiagnose gestellt hat. Darüber hinaus ist mit der 
Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass der Verweis von Dr. E.________ auf die von 
Dr. L.________ angesprochene Möglichkeit einer polydisziplinären Begutachtung mit 
psychiatrischer Beurteilung in den Akten und insbesondere auch gerade im Bericht vom 
3. Juni 2020 nicht ausgemacht werden kann. Zu guter Letzt kann auch aus dem Schreiben 
von Dr. N.________ vom 25. November 2020 keine relevante psychische Problematik 
abgeleitet werden. Diesbezüglich ist zunächst zu beachten, dass es sich bei 
Dr. N.________ um den Hausarzt der Beschwerdeführerin handelt, seine Beurteilung 
daher mit Vorsicht zu würdigen ist, da es der Erfahrungstatsache entspricht, dass 
behandelnde Ärzte und damit eben gerade auch Hausärzte in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. E. 3.3 vorstehend). Dies gilt vorliegend umso 
mehr, als Dr. N.________ sein Schreiben selbst als "Bestätigung" bezeichnet und eine 
eigentliche klinische Herleitung seiner Beurteilung nicht stattgefunden hat bzw. sich dem 
genannten Schreiben jedenfalls nicht entnehmen lässt. Sodann ist der 
Beschwerdegegnerin zuzustimmen, dass eine relevante psychische Störung, die zu einer 
Arbeitsunfähigkeit führen könnte, mit der blossen Erwähnung von psychischem Stress 
nicht bestätigt ist. Allfällige geringfügige psychische Beschwerden bleiben jedenfalls ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Im Übrigen ist auch in Bezug auf das 
Bestätigungsschreiben von Dr. N.________ der Einwand zu erheben, dass dieser als 
Allgemeininternist ohnehin nicht zur Stellung der Diagnose einer psychiatrischen Störung 
befugt ist. Entsprechend kann die Beschwerdeführerin auch aus dem 

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Urteil S 2020 110

Bestätigungsschreiben von Dr. N.________ nichts zu ihren Gunsten ableiten. Eine 
relevante psychische Störung ist damit nicht rechtsgenüglich dargetan. Angesichts dessen 
kann schliesslich offenbleiben, ob der Bericht von Dr. N.________ im vorliegenden 
Verfahren, in dem es um die Beurteilung des Sachverhalts zum Zeitpunkt des 
Verfügungserlasses (in casu 12. August 2020) geht, überhaupt berücksichtigt werden 
kann. Die Tatsache, dass Dr. N.________ einen aktuellen psychischen Stress festhält, 
spricht jedenfalls eher dafür, dass dieser erst nach Verfügungserlass entstanden ist und 
somit für das vorliegende Verfahren ohnehin nicht relevant wäre. 

4.3.3 Nach dem Dargelegten bestehen keinerlei Anhaltspunkte, wonach die 
Beschwerdeführerin an einer relevanten psychischen Beeinträchtigung leiden würde und 
sie aus psychiatrischen Gründen in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt wäre. Der 
Beschwerdegegnerin ist somit zuzustimmen, dass sie keine Veranlassung hatte, von einer 
psychischen Erkrankung auszugehen. Wenn die Beschwerdegegnerin bei dieser Sachlage 
im Vorverfahren keine Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht lancierte, ist ihr dies nach 
dem soeben Ausgeführten nicht vorzuhalten und es liegt keine Verletzung der 
Abklärungspflicht i.S.v. Art. 43 Abs. 1 ATSG vor.

4.4 Als Zwischenfazit ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 
Beurteilung des D.________ Zentrums von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit ausgehen durfte. Sowohl die Einwände der 
Beschwerdeführerin als auch die in den Akten liegenden Arztberichte führen nicht zu 
konkreten Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Expertise. 

5.
5.1  Was die Berechnung des Invaliditätsgrades anbelangt, ist anzumerken, dass das 
von der IV-Stelle angenommene Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 68'310.– einer 
summarischen Überprüfung seitens des Gerichts standhält und die Berechnung im 
Übrigen auch von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet wird, sodass sich 
Weiterungen hierzu erübrigen. 

5.2 Bezüglich des Invalideneinkommens ist festzustellen, dass die 
Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine zumutbare 
leidensangepasste Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, weshalb sich das 
Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet. Dabei ging die Beschwerdegegnerin zu Recht 

16

Urteil S 2020 110

vom Durchschnittslohn der Frauen, Tabelle TA1, ganzer privater Sektor, 
Kompetenzniveau 1 aus. Bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von wöchentlich 41,7 
Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung sowie unter Berücksichtigung 
eines leidensbedingten Abzugs von 5 % ergab sich bei einer 75%igen Arbeitsfähigkeit ein 
Invalideneinkommen von Fr. 39'442.– (vgl. IV-act. 81). 

Die Beschwerdeführerin bestreitet das gestützt auf die LSE 2016 ermittelte 
Invalideneinkommen grundsätzlich nicht. Sie ist hingegen der Ansicht, der von der 
Beschwerdegegnerin vorgenommene Leidensabzug von 5 % sei zu tief angesetzt. 
Begründend verweist die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auf ihr 
fortgeschrittenes Alter (Jahrgang 1964), die körperlichen Leiden (Schmerzen, Tumor, 
Depression, medizinisch verordnetes Gehen am Stock, eingeschränkte Funktionalität der 
Hände/Finger, unkalkulierbare Schmerzschübe etc.) und die Tatsache, dass sie trotz 
Bewerbungen und der Unterstützung des RAV keine Stelle finde. Aufgrund dessen sei 
ihrer Auffassung nach von einem Leidensabzug von 25 % aufzugehen. Dem kann 
indessen nicht gefolgt werden. Zunächst ist zu bedenken, dass die Höhe des Abzuges – 
im Gegensatz zur Frage, ob überhaupt ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist – eine 
Ermessensfrage darstellt und das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzt (BGE 126 V 75 E. 6). Des 
Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass dem vermehrten Pausenbedarf mit dem um 25 % 
verminderten Rendement hinreichend Rechnung getragen wurde und dementsprechend 
nicht zusätzlich mit einem Abzug berücksichtigt werden darf. Darüber hinaus ist 
festzustellen, dass das vorliegend massgebliche Zumutbarkeitsprofil – leichte, 
wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen/Schläge/Vibrationen – nicht derart 
eng formuliert ist, dass eine entsprechende Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form 
möglich wäre, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie 
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wäre (BGer 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E. 3.3). In diesem Zusammenhang 
ist sodann der Beschwerdegegnerin Recht zu geben, dass im Bereich der 
Invalidenversicherung der ausgeglichene Arbeitsmarkt massgebend ist, sodass die 
Beschwerdeführerin aus der erfolglosen Stellensuche nichts zu ihren Gunsten ableiten 
kann. Auch rechtfertigt sich vorliegend kein Abzug aufgrund des Alters. Denn Hilfsarbeiten 
werden auf dem massgebenden hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 
altersunabhängig nachgefragt, weshalb sich auch der Faktor Alter nicht (zwingend) 
lohnsenkend, sondern im Kompetenzniveau 1 sogar lohnerhöhend auswirkt (BGer 
8C_14/2017 vom 15. März 2017 E. 6.3). Was den Ausländerstatus anbelangt, ist ebenfalls 

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Urteil S 2020 110

kein Abzug angezeigt, verdienen doch Frauen mit Niederlassungsbewilligung (Kategorie C 
[vgl. IV-act. 11]) ohne Kaderfunktion zwar weniger als Schweizerinnen, aber dennoch 
mehr als das für die Invaliditätsbemessung herangezogene Durchschnittseinkommen 
(BGer 9C_857/2017 vom 24. August 2018 E. 4.3.2). Nachdem auch unter dem Titel der 
Teilzeit kein Abzug gewährt werden kann, verbleiben die leidensbedingten 
Einschränkungen, wobei die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Depression 
nicht ausgewiesen ist. Indem die Beschwerdegegnerin neben der gutachterlich attestierten 
Arbeitsunfähigkeit von 25 % zusätzlich einen Abzug von 5 % vorgenommen hat, hat sie 
den Einschränkungen bezüglich noch zumutbarer Tätigkeiten angemessen Rechnung 
getragen. Es besteht kein Anlass, in das diesbezügliche Ermessen der Verwaltung 
einzugreifen, zumal selbst bei Berücksichtigung eines Leidensabzug von 10 % – eine 
weitere Erhöhung drängt sich jedenfalls nicht auf – kein Invaliditätsgrad resultieren würde, 
der Anspruch auf eine höhere als die mit der angefochtenen Verfügung gewährte Rente 
geben würde. Daran würde sich selbst dann nichts ändern, wenn ein leidensbedingter 
Abzug von 15 % berücksichtigt würde. Dementsprechend erübrigen sich weitere 
Ausführungen hierzu. Damit ist auch das von der Beschwerdegegnerin errechnete 
Invalideneinkommen von Fr. 39'442.– nicht zu beanstanden. 

5.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 68'310.– und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 39'442.– resultiert ein Invaliditätsgrad von 42 % und damit ein Anspruch auf eine 
Viertelsrente der Invalidenversicherung. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung 
vom 12. August 2020 als rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde 
vollumfänglich abzuweisen ist. 

6. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 
ausreichend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den entsprechenden 
medizinischen Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer 
Begründung zu überzeugen vermögen. Von einer weiteren Begutachtung der 
Beschwerdeführerin sind auch keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, sodass der Antrag 

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der Beschwerdeführerin auf Einholung eines Gerichtsgutachtens in zulässiger Anwendung 
der antizipierten Beweiswürdigung abzuweisen ist. Schliesslich ist festzuhalten, dass der 
Beschwerdegegnerin auch keine Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 
ATSG vorgehalten werden kann.

7. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

19

Urteil S 2020 110

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 30. September 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am