# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01a0f504-edf0-58c4-be94-9e7cc54dc0a1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.08.2025 S 2024 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2024-38_2025-08-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Thomas Kreyenbühl

U R T E I L  vom 29. August 2025 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. Lorenz Gmünder, SCHWAGER MÄTZLER 
SCHNEIDER Rechtsanwälte, Poststrasse 23, Postfach 1936, 
9001 St. Gallen

gegen

AXA Versicherungen AG, Generaldirektion, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 
357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2024 38

2

Urteil S 2024 38

A. A.________, geboren 1993, war seit dem 1. Februar 2021 als Betriebsberater bei 
der B.________ angestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: 
AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 7. August 2023 kugelte 
sich der Versicherte während eines Pull-ups die rechte Schulter aus (UV-act. A2). Die 
erstbehandelnden Ärztinnen des C.________ stellten im Bericht vom 7. August 2023 eine 
anteroinferiore Schulterluxation rechts nach Klimmzug fest (UV-act. M1). Am 25. Septem-
ber 2023 nahm Dr. med. D.________, FMH Chirurgie, im Auftrag der AXA eine Aktenbeur-
teilung vor (UV-act. M14). Mit Verfügung vom 2. Oktober 2023 hielt die AXA fest, dass 
kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung bestehe, da es 
sich beim Ereignis vom 7. August 2023 nicht um einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG 
handle. Zudem liege auch keine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 
UVG vor, da die Verletzung vorwiegend auf Abnützung resp. einen Vorzustand (chroni-
sche Schulterinstabilität) zurückzuführen sei (UV-act. A25). Am 12. Oktober 2023 wurde 
der Versicherte in der E.________ an der rechten Schulter operiert (offene Schulterstabili-
sation nach Latarjet, UV-act. M18). Am 31. Oktober 2023 erhob er gegen die Verfügung 
vom 2. Oktober 2023 Einsprache (UV-act. A35; vgl. auch Einspracheergänzung vom 
20. November 2023, UV-act. A37). Am 19. Februar 2024 gab Dr. med. F.________, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, im Auftrag der AXA eine Stellungnahme ab 
(UV-act. M20). Mit Entscheid vom 1. März 2024 hiess die AXA die Einsprache teilweise 
gut und hielt fest, dass das Vorliegen eines Unfalls nach Art. 4 ATSG bejaht werde. Die 
Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung würden in Ermangelung des natür-
lichen Kausalzusammenhangs per 25. August 2023 eingestellt (UV-act. A42).

B. Dagegen erhob der Versicherte am 22. April 2024 Beschwerde und beantragte, es 
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es seien ihm rückwirkend und zukünftig 
die gesetzlichen Leistungen zu gewähren; eventualiter sei ein externes medizinisches 
Gutachten anzuordnen (act. 1 S. 2). 

C. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 26. August 2024 
die Abweisung der Beschwerde (act. 5). 

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Urteil S 2024 38

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 58 Abs. 1 ATSG – Zuständigkeit am Wohnsitz der versicherten Person zum Zeitpunkt 
der Beschwerdeerhebung – gegeben, da der Beschwerdeführer im Kanton Zug lebt. Der 
angefochtene Einspracheentscheid wurde dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
am 8. März 2024 zugestellt (act. 1 S. 2). Die Beschwerde wurde dem Gericht am 22. April 
2024 eingereicht, womit die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG – unter Berück-
sichtigung des Fristenstillstands vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag 
nach Ostern (Art. 38 Abs. 4 lit. a i.V.m. Art. 60 Abs. 2 ATSG) – gewahrt ist. Der Beschwer-
deführer ist vom angefochtenen Entscheid direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. 
Die Beschwerdeschrift enthält einen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit 
ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten 
ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung 
des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11). 

2. 
2.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätz-
lich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (vorliegend: 
1. März 2024) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind 
in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des 
zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

2.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleis-
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.

Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei folgenden 
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück-

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Urteil S 2024 38

zuführen sind: Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse 
(lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) 
und Trommelfellverletzungen (lit. h). Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten 
Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 146 V 51 E. 7.1).

2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi-
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg 
nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur glei-
chen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die 
Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al-
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das 
schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 
Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung ent-
fiele (BGE 147 V 161 E. 3.2 mit Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natür-
licher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bezie-
hungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswür-
digung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinwei-
sen).

2.4 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens 
darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen be-
ruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er un-
mittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, 
wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie 
der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 

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Urteil S 2024 38

im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs-
aufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweislast anders als bei der Fra-
ge, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (BGer 8C_600/2021 vom 3. März 2022 
E. 3.2 und 8C_669/ 2019 vom 25. März 2020 E. 2.2, je mit Hinweisen). Mit dem Erreichen 
des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Be-
schwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfall-
versicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (BGer 8C_589/2017 
vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).

2.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten be-
gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis; BGer 8C_385/2023 vom 30. November 
2023 E. 4.2.1).

Beratende Ärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versiche-
rungsinternen Ärzten gleichzusetzen. Deren Berichten und Gutachten wird nach der 
Rechtsprechung Beweiswert zugemessen, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-
verlässigkeit bestehen. Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweis-
kraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungs-
träger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis-
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Auf Aktenberichte kann abgestellt werden, 
wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (BGer 8C_281/2018 
vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen).

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Urteil S 2024 38

3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass 
der Beschwerdeführer gemäss Beschreibung vom 14. August 2023 am 7. August 2023 
beim Ausführen von Klimmzügen am Reck abgerutscht und gestürzt sei. Entgegen den 
Darlegungen in der Verfügung vom 2. Oktober 2023 könne das Vorliegen eines Unfalls im 
Sinne von Art. 4 ATSG deshalb bejaht werden. Der Beschwerdeführer habe bereits im 
Jahr 2010 einen Motorradunfall erlitten, bei welchem er auf die rechte Schulter gestürzt sei 
und eine Erstluxation der Schulter erlitten habe. MR-diagnostisch seien damals eine Hill-
Sachs-Läsion und eine knorpelige Bankartläsion mit Gelenkerguss festgestellt worden. Am 
19. Juni 2020 habe er die rechte Schulter bei einem Sturz über ein Sofa ein zweites Mal 
ausgekugelt. Gemäss Arthro-CT Schulter rechts vom 10. Juli 2020 hätten damals ein me-
dialisiertes anteroinferiores Labrum mit kleinem Knorpeldefekt am anteroinferioren Glenoid 
und eine Hills-Sachs-Delle vorgelegen. Nach der nachvollziehbaren Beurteilung von 
Dr. F.________ vom 19. Februar 2024 sei der bestehende Gesundheitsschaden an der 
rechten Schulter nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ab dem 
25. August 2023 nicht mehr in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 
7. August 2023 gestanden. Die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 
müssten per 25. August 2023 eingestellt werden (UV-act. A42). 

3.2 Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass Dr. F.________ 
zunächst festgehalten habe, die Luxation vom 7. August 2023 sei überwiegend wahr-
scheinlich beim Abrutschen an der Reckstange und nicht beim Sturz auf den Boden einge-
treten. Dies sei unzutreffend. Der Beschwerdeführer habe die Luxationsschmerzen erst 
beim Aufprall auf den Boden gespürt. Im Weiteren übersehe Dr. F.________, dass sich 
nach dem Unfall vom 7. August 2025 nicht ein "unverändert verplumptes Labrum", son-
dern eine fortschreitende ossäre Glenoidrandläsion gezeigt habe. Hierbei handle es sich 
um eine strukturelle Schädigung, welche vorher so nicht bestanden habe und welche klar 
auf den Unfall zurückzuführen sei. Sie habe letztlich zur Operationsindikation geführt. Zu-
dem habe Dr. F.________ nicht begründet, weshalb beim Ereignis vom 7. August 2023 
nicht zumindest eine Sehne hätte einreissen können. Dass hier tendinotische Abnützun-
gen vorgelegen hätten, sei eine reine Mutmassung, wie Dr. F.________ mit der Formulie-
rung "in der Regel" freimütig zugebe. An der Beurteilung von Dr. F.________ würden so-
mit erhebliche Zweifel bestehen. Der behandelnde Arzt und Operateur Prof. Dr. med. 
G.________, Leiter Schulterchirurgie der E.________, sei der Ansicht, dass eine Unfall-
verletzung vorliege. Er habe sich intraoperativ ein genaues Bild des Gelenks und der Qua-
lität der Sehnen machen können. Im Gegensatz zu Dr. F.________ habe er den Be-

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schwerdeführer mehrfach klinisch untersucht. Angesichts dieser Umstände sei zwingend 
eine externe medizinische Begutachtung anzuordnen (act. 1). 

4. Aktenkundig sind im Wesentlichen folgende ärztliche Beurteilungen:

4.1 Die Ärzte der Abteilung für Radiologie der E.________ stellten im Bericht vom 
25. August 2023 betreffend das gleichentags durchgeführte Arthro-CT der Schulter rechts 
eine vorbestehende Hill-Sachs-Delle mit (im Vergleich zur Voruntersuchung vom 10. Juli 
2020) unverändert verplumptem und medialisiertem Labrum am anteroinferioren Glenoid 
sowie einen fokal tiefen Knorpelschaden ebenda fest. Ein ossärer Substanzdefekt der gle-
noidalen Gelenkfläche liege nicht vor. Ersichtlich seien eine oberflächliche artikularseitige 
Partialruptur am Übergang der Supra- in die Infraspinatussehne sowie eine regelrechte 
Muskeltrophik (UV-act. M10). 

4.2 Doktor D.________ erklärte in der Aktenbeurteilung vom 25. September 2023, 
dass die aktuelle Reluxation beim Ausführen von Klimmzügen am Reck im Gym mit Abrut-
schen des Arms, jedoch ohne äussere Krafteinwirkung auf die rechte Schulter, als Spon-
tanereignis zu betrachten sei, welches auf die vorbestehende anteroinferiore Schulterin-
stabilität zurückzuführen sei. Der Ereignishergang sei nicht geeignet gewesen, eine Seh-
nenruptur zu verursachen. Im zeitnah durchgeführten Arthro-CT würden Hinweise auf eine 
unkontrollierte exzentrische Krafteinwirkung auf die angespannten Sehnen der Schulter 
rechts und auch auf frische Verletzungszeichen fehlen. Insgesamt sei die Körperschädi-
gung nach Art. 6 Abs. 2 UVG vorwiegend auf Abnützung (chronische Schulterinstabilität) 
zurückzuführen (UV-act. M14). 

4.3 Doktor F.________ führte in der Stellungnahme vom 19. Februar 2024 aus, dass 
sich nach systematischer Analyse aller relevanten, versicherungsmedizinischen Kriterien 
das Bild einer prognoserelevanten erstmaligen anteroinferioren Schulterluxation rechts im 
Jahr 2010 zeige. Im Jahr 2020 sei es zu einer ersten Reluxation nach einem eher ina-
däquaten Trauma als Ausdruck eines "Locus minoris resistentiae" im ventrokaudalen Kap-
selbandkomplex und am 7. August 2023 zu einer zweiten Reluxation gekommen; dies bei 
Fortbestehen der gleichartigen strukturellen Schwächung der stabilisierenden Strukturen 
an der rechten Schulter. Eine Begleitverletzung an der Rotatorenmanschette sei nicht ent-
standen. Die tendinotischen Veränderungen an der SSP und ISP sowie auch die kleine 
Knorpelschädigung am Glenoid würden überwiegend wahrscheinlich der zu erwartenden 
Folgereaktion bei fortbestehenden sportlichen Belastungen (Klimmzüge, Tennis, Golf) ent-

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sprechen. Bei der Schulterluxation, welche der Beschwerdeführer am 7. August 2023 erlit-
ten habe, handle es sich um das Vollbild einer Gelenkverrenkung. Der Status quo sine sei 
am 25. August 2023 erreicht gewesen (UV-act. M20). 

4.4 Professor G.________ erklärte im an Dr. med. H.________, FMH Allgemeinmedi-
zin, gerichteten Sprechstundenbericht vom 26. März 2024, dass sich fünf Monate postope-
rativ ein sehr schöner Verlauf zeige. Nach der letzten Schulterluxation vom 7. August 2023 
habe eine persistierende relevante Schultergelenksinstabilität bestanden. Im Arthro-CT 
vom 25. August 2023 sei nach der Luxation vom 7. August 2023 eine progrediente ossäre 
Glenoidrandläsion ersichtlich gewesen. Dies habe die Indikation für die Operation darge-
stellt (BF-act. 6). 

5.
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
1. März 2024 (UV-act. A42) in medizinischer Hinsicht auf die Beurteilung von 
Dr. F.________ vom 19. Februar 2024 (UV-act. M20). 

5.2 Doktor F.________ legte in dieser Beurteilung im Wesentlichen dar, dass beim 
Beschwerdeführer in der Freizeit von einer hohen Sportaktivität auszugehen sei. Im Jahr 
2010 habe er Rudern angegeben, im Jahr 2020 Tennis, Golf und Wakeboarden sowie im 
Jahr 2023 Krafttrainings im Fitnesszentrum. Bilanzierend seien auch zehn bis 13 Jahre 
nach der Erstluxation vom Jahr 2010 immer noch sportliche Aktivitäten mit erheblicher 
Schulterbelastung ausgeübt worden. Im Jahr 2010 sei klinisch eine erste anteroinferiore 
Schulterluxation (erlitten bei einem Sturz mit einem Motorrad als Beifahrer) dokumentiert 
worden. Nach der Reposition sei radiologisch eine entsprechende Schulterschädigung do-
kumentiert worden. Im MRI der Schulter rechts vom 5. Juli 2010 seien eine ausgeprägte 
Hill-Sachs-Läsion am Humeruskopf mit Umgebungsödem, eine Konturunregelmässigkeit 
des Knorpels am kaudalen Glenoid, vereinbar mit einer knorpeligen Bankartläsion, und ein 
deutlicher Gelenkserguss ersichtlich gewesen. Im Jahr 2020 sei es in Italien zu einer Re-
zidiv-Luxation der rechten Schulter bei einem eher inadäquaten Schadenmechanismus 
(Fallen über ein Sofa) mit nachfolgender zeitnaher Reposition gekommen. Beim zweiten 
Ereignis sei nicht mehr die Rede von einer frisch traumatisierten Hill-Sachs-Delle gewe-
sen. Eine zusätzliche knöcherne Bankartläsion sei konventionell radiologisch und CT-
mässig ausgeschlossen worden. Der kleine glenoidale Knorpeldefekt und das medialisier-
te Labrum anteroinferior würden auf die Vorschädigung hinweisen. Die rechte Schulter sei 
somit mit der traumatischen Erstluxation im Jahr 2010 prognoserelevant geschädigt wor-

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den. Zurückgeblieben sei regelhaft eine strukturelle Schwächung des anteroinferioren 
Kapselbandkomplexes. Am 7. August 2023 sei die Schulter nicht wegen dieses Ereignis-
ses, sondern wegen der entsprechenden strukturellen Schwachstelle reluxiert. Die Vor-
schädigung lasse sich nicht wegdenken. Grundsätzlich seien die Voraussetzungen für die 
Berufs- und Alltagsfähigkeit nach der Reposition vom 7. August 2023 wieder erfüllt gewe-
sen. Am 25. August 2023 habe der Beschwerdeführer keine Instabilität verspürt und die 
muskuläre Aktivierung sei in einem erfreulichen Mass erschienen, so dass ein weiteres 
konservatives Vorgehen durchaus nachvollziehbar gewesen wäre. Der Status quo sine sei 
am 25. August 2023 erreicht gewesen. Ergänzend sei darauf hinzuweisen, dass bereits 
2010 von einer Indikation zur Operation gesprochen worden sei. Auch bei der ersten Re-
luxation sei sie wieder thematisiert worden. Eine Operation sei nie zwingend gewesen, 
auch nicht nach der Reluxation vom 7. August 2023 (UV-act. M20). 

5.3 Diese fachärztliche Beurteilung von Dr. F.________, welche er in Kenntnis der 
und Auseinandersetzung mit den medizinischen Vorakten abgab, ist nachvollziehbar. Dok-
tor F.________ ging dabei insbesondere auch ausführlich auf die vom Beschwerdeführer 
bereits im Einspracheverfahren vorgebrachten Einwände ein. Im Zusammenhang mit dem 
Unfallereignis vom 7. August 2023 wies er darauf hin, es sei unwahrscheinlich, dass die 
Reluxation während eines Klimmzugmanövers entstanden sei, da ein solches einer ge-
planten konzentrischen Muskelbelastung in einer physiologischen Gelenkstellung entspre-
che. Wenn der Beschwerdeführer "wie ein Käfer" auf allen Vieren am Boden gelandet sei, 
könne er den rechten Arm wohl kaum in der klassischen Elevations-
/Aussenrotationsstellung gehalten haben. Es sei aber gut denkbar, dass die Reluxation 
wegen der reflektorischen Hebelwirkung entstanden sei, die durch die Vorschädigung ent-
scheidend begünstigt worden sei. Weiter erläuterte Dr. F.________, dass eine kleine 
Knorpelläsion am ventrokaudalen Glenoid noch keine Bankartläsion darstelle. Diese be-
treffe definitionsgemäss eine abgescherte Labrumläsion oder eine Pfannenrandschädi-
gung mit knöcherner Komponente. Wenn das Labrum im Jahr 2020 nach der ersten Relu-
xation eine Dislokation nach medial gezeigt habe, habe dies schon damals als alte Unfall-
folge bezeichnet werden müssen. Nach der ersten Luxation habe keine Ausheilung erwar-
tet werden können. Auch nach der Zweitluxation habe sich ein unverändert "verplumptes" 
Labrum gezeigt. Das Prinzip Post-hoc-ergo-propter-hoc müsse in solchen Situationen 
stets Berücksichtigung finden. Bei der zweiten Reluxation sei es nicht zu einer frischen 
partiellen Ruptur am Übergang von SSP zu ISP an der Rotatorenmanschette gekommen. 
Es handle sich in der Regel um beginnende tendinotische Abnützungen, die aber im Ar-
thro-CT nicht so gut erkennbar seien wie in einem MRI. Biomechanisch gesehen könnten 

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die beiden Sehnen nicht gleichzeitig (partiell) reissen, da sie eine unterschiedliche Zu-
grichtung hätten. Eine Verdeutlichung der Knorpelschädigung sei wiederum ein Hinweis 
auf eine Folgeschädigung unter fortgesetzter hoher Sportaktivität bei vorgeschädigter in-
stabiler Schulter. Dass der Beschwerdeführer das geschädigte Gelenk über drei bzw. 13 
Jahre bei der Ausübung der genannten Sportarten muskulär habe unter Kontrolle halten 
können, passe sodann gut zum relativ geringen Schweregrad und Charakter der primären 
Verletzung von 2010 sowie zur kräftigen Konstitution. Dies sei nicht Ausdruck einer frühe-
ren Heilung. Die Hypothese, dass beim Ereignis vom 7. August 2023 eine Ruptur der Ro-
tatorenmanschette und ein tiefer fokaler Knorpelschaden entstanden seien, könne im heu-
tigen Wissen aus der versicherungsmedizinischen Standardliteratur nicht nachvollzogen 
werden. Die ventrokaudale Knorpelläsion am Glenoid sei eine asymptomatische Verände-
rung in einer im Alltag wenig belasteten Artikulation, die in erster Linie einem MRI-Befund 
entspreche. Bei der vorbestehenden Kapselbandschädigung lege die beschriebene Spor-
taktivität vielmehr nahe, dass ein Zusammenhang mit der alten Unfallfolge bestehen müs-
se. Ein Knorpelbefund an besagter Stelle sei ausserdem bereits im Jahr 2010 erhoben 
worden. Listendiagnosen lägen zweifellos vor (Gelenkverrenkung, Sehnenläsion, Bandlä-
sion). Die Sehnenläsion sei aber vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen, begünstigt 
durch ein Missverhältnis von Belastung und Belastbarkeit bei ligamentärer Vorschädigung 
der Schulter aus dem Jahr 2010 (UV-act. M20). Auch diese Darlegungen von 
Dr. F.________ sind plausibel. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass Dr. F.________ 
offenbar aufgrund des Arthro-CT vom 25. August 2023, das keine frische (Teil-)Ruptur 
zeigte (UV-act. M10), zum Schluss kam, dass am Übergang der SSP zur ISP "in der Re-
gel" beginnende tendinotische Veränderungen vorlägen. Vor diesem Hintergrund kann – 
entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers – nicht davon gesprochen werden, 
dass es sich bei dieser Aussage von Dr. F.________ um eine reine Mutmassung handle. 
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend bemerkte (act. 5 S. 4), unterliess es 
Prof. G.________ im Bericht vom 26. März 2024 ferner, sich damit auseinanderzusetzen, 
welche der erhobenen Befunde bereits vor der Reluxation vom 7. August 2023 bestanden. 
Zur Frage der Unfallkausalität lassen sich diesem Bericht keine schlüssigen Aussagen 
entnehmen. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass mit Blick auf die durchgeführten kli-
nischen und bildgebenden Untersuchungen von einem im Wesentlichen lückenlosen Be-
fund ausgegangen werden kann. Weitere medizinische Abklärungen sind nicht angezeigt. 
Auf die Stellungnahme von Dr. F.________ kann abgestellt werden. 

5.4 Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungen folglich zu Recht per 25. August 
2023 eingestellt. 

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6. Der angefochtene Entscheid erweist sich als rechtens, was zur Abweisung der 
Beschwerde führt.

7. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädi-
gung nach Art. 61 lit. g ATSG ist bei diesem Ausgang nicht auszurichten.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die Be-
schwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 29. August 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am