# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5341c6b9-cc60-5150-9a47-7c677d05d568
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.09.2025 D-6561/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6561-2025_2025-09-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6561/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Bolz-Reimann, 

mit Zustimmung von Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen; 

Gerichtsschreiberin Regula Aeschimann. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), 

und ihr Kind  

B._______, geboren am (…), 

beide Südafrika,  

(…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flughafenverfahren (Asyl und Wegweisung);  

Verfügung des SEM vom 21. August 2025. 

 

 

 

D-6561/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin kam am (…) Juli 2025 zusammen mit ihrem 

Sohn und ihrer Mutter C._______ (N […]) am Flughafen D._______ an. Bei 

der Einreisekontrolle wurde festgestellt, dass das von Deutschland erteilte 

Schengen-Visum in ihrem südafrikanischen Reisepass eine Totalfälschung 

sei, während der Reisepass keine Fälschungsmerkmale aufwies.  

A.b Nach einer Einvernahme durch die Kantonspolizei D._______ am 

31. Juli 2025 wurde die Beschwerdeführerin von der Staatsanwaltschaft 

E._______ am 1. August 2025 der Fälschung von Ausweisen schuldig ge-

sprochen.  

A.c In der Folge stellte die Beschwerdeführerin am 4. August 2025 für sich 

und ihren Sohn ein Asylgesuch. Gleichentags wurde ihr das rechtliche Ge-

hör zu einer Einreiseverweigerung und der Zuweisung in den Transitbe-

reich des Flughafens D._______ gewährt. Sie reichte durch ihre zugewie-

sene Rechtsvertretung mit Schreiben vom 6. August 2025 eine entspre-

chende Stellungnahme ein.  

A.d Mit Verfügung vom 7. August 2025 verweigerte das SEM vorläufig die 

Einreise in die Schweiz und wies die Beschwerdeführerin und ihren Sohn 

für die Dauer von maximal sechzig Tagen dem Transitbereich des Flugha-

fens D._______ zu. 

B.  

B.a Das SEM hörte die Beschwerdeführerin am 15. August 2025 zu ihren 

Asylgründen an.  

B.b Dabei machte sie geltend, sie sei in Südafrika geboren und habe mit 

ihrer Mutter und ihrem Stiefvater in F._______ gelebt. Ihre Eltern seien aus 

Simbabwe und sie sei ebenfalls ausschliesslich simbabwische Staatsan-

gehörige, sie hätte sich stets auch in Südafrika mit der Geburtsurkunde aus 

Simbabwe ausgewiesen. Die südafrikanischen Reisepässe seien von ihrer 

Mutter für die Ausreise beschafft worden und sie selbst wisse nichts über 

deren Ausstellung. Sie habe die Schule bis zur neunten Klasse besucht 

und sei in der Folge einfach zu Hause gewesen. Ihr Stiefvater sei drogen-

abhängig und habe zusammen mit Freunden in ihrer Wohnung Drogen ge-

raucht sowie gespritzt. Ihre Mutter habe sich deswegen Sorgen um sie ge-

macht und gemeint, sie solle bei einer Freundin leben. Dort angekommen 

habe sie festgestellt, dass die Freundin und deren Töchter als Prostituierte 

D-6561/2025 

Seite 3 

gearbeitet hätten. Auch sie sei gezwungen worden, sich zu prostituieren. 

Irgendwann sei sie schwanger geworden, wobei sie nicht wisse, wer der 

Vater des Kindes sei. Eine Nachbarin sei öfter im Haus der Freundin ge-

wesen und habe sich mit ihr unterhalten. Diese habe schliesslich ihre Mut-

ter informiert, welche sie umgehend zu sich zurückgeholt habe. Ihr Stiefva-

ter sei sehr wütend geworden. Zudem sei er gewalttätig gewesen und habe 

sich teilweise wie eine Bestie verhalten. Die Situation sei sehr schwierig 

gewesen, ihre Mutter habe oft geweint und mit ihrem Stiefvater gestritten. 

Dreimal habe sie sich auch an die Polizei gewandt, aber keine Hilfe erhal-

ten. Zudem gebe es in Südafrika ein neues Gesetz, das sich gegen Aus-

länder richte. Schliesslich habe die Mutter etwa im Juni 2025 begonnen, 

Vorbereitungen für die Ausreise zu treffen und die notwendigen Unterlagen 

zu beschaffen. Ende Juli seien sie dann über G._______ nach D._______ 

geflogen.  

B.c Zum Nachweis ihrer Identität reichte die Beschwerdeführerin einen 

südafrikanischen Reisepass, eine Identitätskarte von Simbabwe und eine 

Geburtsurkunde von Simbabwe ein (alle im Original). Für ihren Sohn 

reichte sie einen südafrikanischen Reisepass und eine Geburtsurkunde 

von Simbabwe ein. Weiter befinden sich Flugunterlagen bei den Akten.  

C.  

Mit Eingabe vom 20. August 2025 nahm die Rechtsvertretung zum Ent-

scheidentwurf des SEM Stellung. 

D.  

Das SEM stellte mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 21. August 

2025 fest, die Beschwerdeführerin und ihr Sohn erfüllten die Flüchtlingsei-

genschaft nicht. Es lehnte ihre Asylgesuche ab, wies sie aus dem Transit-

bereich des Flughafens D._______ weg und beauftragte den zuständigen 

Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. Ferner wurde die Beschwerde-

führerin für die Belange des Asylverfahrens nicht als Opfer von Menschen-

handel anerkannt und ihr wurde keine Erholungs- und Bedenkzeit gewährt.  

E.  

Die zugewiesene Rechtsvertretung informierte das SEM mit Schreiben 

vom 21. August 2025 über die Beendigung des Mandatsverhältnisses. 

F.   

Mit Eingabe vom 26. August 2025 (Übergabe an die Flughafenpolizei am 

28. August 2025) erhob die Beschwerdeführerin beim 

D-6561/2025 

Seite 4 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung des SEM 

vom 21. August 2025. Sinngemäss beantragte sie deren Aufhebung und 

die Gewährung eines Aufenthaltsrechts in der Schweiz. Der Beschwerde 

lagen die Kopie eines simbabwischen Reisepasses ihrer Mutter sowie zwei 

Artikel über die illegale Ausstellung von südafrikanischen Reisepässen bei.  

G.  

Mit Verfügung vom 1. September 2025 stellte die Instruktionsrichterin fest, 

die vorliegende Beschwerde enthalte keine Unterschrift. Sie forderte die 

Beschwerdeführerin auf, innert Frist eine Verbesserung einzureichen.  

H.  

Mit Eingabe vom 2. September 2025 reichte die Beschwerdeführerin eine 

unterschriebene Beschwerde zu den Akten.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Das Ver-

fahren richtet sich nach dem VwVG und dem VGG, soweit das AsylG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). Die Beschwerdeführen-

den sind als Verfügungsadressaten zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht und ist nach 

Eingang der Beschwerdeverbesserung vom 2. September 2025 als form-

gerecht zu erachten, weshalb darauf einzutreten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch 

(Art. 70 Abs. 1 BV). Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache, son-

dern in Englisch abgefasst. Sie ist jedoch genügend klar und für das 

D-6561/2025 

Seite 5 

Gericht ohne Weiteres verständlich, so dass auf eine Übersetzung verzich-

tet werden kann.  

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).  

6.  

6.1 In seiner Verfügung führte das SEM aus, es habe zunächst Hinweise 

gegeben, dass die Beschwerdeführerin ein potenzielles Opfer von Men-

schenhandel geworden sei, weshalb im Rahmen der Anhörung entspre-

chende Fragen gestellt worden seien. Nach Prüfung der Aussagen komme 

es aber zum Schluss, dass keine konkreten respektive glaubhaften 

D-6561/2025 

Seite 6 

Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie Opfer von Menschenhandel ge-

worden sei, weshalb sie nicht als solches anerkannt werde.  

Die Schilderungen der Beschwerdeführerin dazu, wie sie von der Freundin 

ihrer Mutter, bei der sie zwischen Anfang 2022 und Oktober 2023 unterge-

bracht gewesen sei, zur Prostitution gezwungen worden sei, enthielten Wi-

dersprüche und erwiesen sich als unsubstanziiert sowie nicht nachvollzieh-

bar. Es fehle ihren Ausführungen in wesentlichen Punkten an Realkennzei-

chen und persönlichem Bezug, obwohl es sich um einschneidende und 

prägende Erlebnisse gehandelt haben müsste. Sie habe ihren Alltag bei 

der Freundin nicht substanziiert darlegen können und es sei nicht überzeu-

gend, dass sie über die ganze Zeit hinweg keinen Kontakt zu ihrer Mutter 

habe aufnehmen können und diese sich ihrerseits deswegen keine Gedan-

ken gemacht hätte oder persönlich vorbeigekommen wäre. Die Beschwer-

deführerin habe auch nicht nachvollziehbar darlegen können, weshalb es 

ihr nie möglich gewesen sei, das Haus zu verlassen respektive weshalb 

sie in dieser Hinsicht keine grösseren Anstrengungen unternommen habe. 

Insgesamt erwiesen sich ihre Aussagen in diesem Zusammenhang als un-

glaubhaft. Es sei daher auch nicht davon auszugehen, dass sie potenziell 

Opfer von Menschenhandel geworden sei.  

Weiter mache die Beschwerdeführerin geltend, sie und ihr Sohn seien aus-

schliesslich simbabwischer Staatsangehörigkeit. Grundsätzlich seien die 

südafrikanischen Reisepässe aber fälschungssicherere und höherwertige 

Identitätsdokumente als die simbabwische Identitätskarte sowie die sim-

babwischen Geburtsregisterauszüge. Letztere seien daher nicht geeignet, 

die südafrikanische Staatsangehörigkeit in Frage zu stellen. Ferner habe 

die Beschwerdeführerin zur Ausstellung der eingereichten Identitätsdoku-

ment keine konkreten, nachvollziehbaren Ausführungen machen können, 

sondern lediglich angegeben, nur ihre Mutter wisse darüber Bescheid, 

denn sie habe sich um alles gekümmert. Die Beschwerdeführerin habe fer-

ner nicht erklären können, weshalb ihr Reisepass sowie jener ihres Sohnes 

unterschiedliche Ausstellungsdaten aufwiesen und Stempel für die Ein-

reise nach Simbabwe enthielten, obwohl sie nie dort gewesen sein wolle. 

Die betreffenden Stempel datierten vom Januar 2025 und passten somit 

genau zur Ausstellung der simbabwischen Identitätsdokumente. Dies lasse 

ihre Angabe, dass die Mutter allein nach Simbabwe gereist sei und die Do-

kumente beschafft habe, unglaubhaft erscheinen. Es überzeuge auch 

nicht, dass sie an der Ausstellung des südafrikanischen Reisepasses nicht 

habe mitwirken müssen, obwohl dieser ihr Foto und ihre Unterschrift trage. 

Ferner sei darauf hinzuweisen, dass sie bei der Befragung durch die 

D-6561/2025 

Seite 7 

Kantonspolizei angegeben habe, sie sei Doppelbürgerin. Des Weiteren 

seien auch die Schilderungen zur Vorbereitung der Ausreise äusserst sub-

stanzarm und realitätsfern ausgefallen. Insgesamt habe die Beschwerde-

führerin nicht glaubhaft darlegen können, dass sie und ihr Sohn keine süd-

afrikanischen Staatsangehörigen seien. Im Rahmen einer Gesamtwürdi-

gung aller Elemente sei davon auszugehen, dass sie Doppelbürger von 

Südafrika und Simbabwe seien.  

Zur Begründung ihres Asylgesuchs habe die Beschwerdeführerin erklärt, 

sie sei Opfer häuslicher Gewalt durch ihren drogenabhängigen Stiefvater 

geworden. Sie habe die südafrikanischen Behörden nicht um Schutz er-

sucht, aber ihre Mutter habe mehrmals bei der lokalen Polizei Anzeige er-

stattet. Diese habe ihnen jedoch nicht geholfen, sondern lediglich geraten, 

der Stiefvater solle sich einer Rehabilitation unterziehen. Auf erneute Nach-

frage habe sie ausgeführt, die Polizei habe ihnen nicht geholfen, da sie 

Ausländerinnen seien. Nachdem sie über einen südafrikanischen Reise-

pass verfüge, erscheine dies jedoch nicht überzeugend. Andere Gründe, 

warum die Polizei ihr keinen Schutz hätte gewähren sollen, mache sie nicht 

geltend. Südafrika verfüge über ein funktionierendes Rechtssystem und 

die dortigen Behörden seien grundsätzlich schutzfähig und schutzwillig. Es 

wäre ihr daher zumutbar und möglich, sich an die Polizei zu wenden und 

konkrete Schutzmassnahmen einzufordern. Weiter seien die geltend ge-

machten Nachteile lokal oder regional beschränkt, weshalb sie sich diesen 

durch einen Wegzug in einen anderen Teil ihres Heimatlandes hätte ent-

ziehen können. Ihr Hinweis auf die «Operation Dudula» sowie ihr Einwand, 

als fremde Person würde sie keine Hilfe erhalten, vermöge an dieser Ein-

schätzung nichts zu ändern, zumal sie über die südafrikanische Staatsan-

gehörigkeit verfüge. Schliesslich bringe sie vor, sie besitze in Südafrika 

nichts mehr, habe dort keine Wohnung und ihr Sohn sei nicht sicher. Dabei 

handle es sich indessen um Umstände, welche die allgemeine wirtschaftli-

che Lage und ihre soziale Situation beträfen und nicht auf Verfolgungs-

massnahmen zurückzuführen seien. Ihre Vorbringen hielten den Anforde-

rungen an die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG sowie an 

die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand.  

Weiter sprächen weder die politische Situation im Heimatstaat noch indivi-

duelle Gründe gegen eine Rückkehr. Die Beschwerdeführerin sei jung und 

gesund, spreche fliessend Englisch und sei arbeitsfähig. Sie habe ihr ge-

samtes Leben in Südafrika verbracht und auch wenn sie bisher keiner Er-

werbstätigkeit nachgegangen sei, könne sie sich um eine Arbeitsstelle be-

mühen. Sie kehre gemeinsam mit ihrer Mutter zurück, weshalb sie sich 

D-6561/2025 

Seite 8 

gegenseitig unterstützen könnten. Diese sei zudem bereit, ihr bei der Er-

ziehung ihres Sohnes zu helfen. In Bezug auf letzteren sei schliesslich fest-

zuhalten, dass er sich noch in einem sehr jungen, anpassungsfähigen Alter 

befinde. Eine Rückkehr nach Südafrika sei mit dem Kindeswohl vereinbar, 

zumal er von seinen engsten Bezugspersonen begleitet werde.  

6.2 In ihrer Beschwerde hielt die Beschwerdeführerin daran fest, dass sie 

ausschliesslich simbabwische Staatsangehörige sei. Die südafrikanischen 

Dokumente seien nicht authentisch und würden nicht ihrer wahren Identität 

entsprechen. Sie habe diese lediglich auf den Rat ihres «Reiseagenten» 

verwendet, da es mit diesen einfacher gewesen sei, die Reise zu organi-

sieren. Entsprechend sei sie mit südafrikanischen Dokumenten in die 

Schweiz gereist, über die sie rechtlich nicht verfüge. Mit diesem Vorgehen 

habe sie nicht dauerhaft täuschen, sondern eine sichere Reise ermögli-

chen wollen. Eine Rückkehr nach Simbabwe sei in ihrer Situation nicht 

möglich, da die Lage dort instabil und unsicher sei, insbesondere für 

Frauen und Kinder. Das Land sei in einer politischen, sozialen und ökono-

mischen Krise und das Gesundheitssystem kollabiere. In Südafrika habe 

sie weder Familienangehörige noch ein soziales Netzwerk, welches sie un-

terstützen könnte. Sie fürchte ernsthaft um ihre Sicherheit und ihr Wohlbe-

finden, da die Behörden Personen in ihrer Situation nicht angemessen 

schützen könnten. Als Ausländerin wäre sie dort zusätzlich gefährdet, da 

etwa die «Operation Dudula» Xenophobie schüre und ein feindliches Um-

feld für Migranten, besonders aus Simbabwe, schaffe. Ein freies und siche-

res Leben sei in Südafrika nicht möglich und ihr Sohn würde in einer Um-

gebung mit Gewalt und ohne angemessene Ausbildung und medizinische 

Versorgung aufwachsen. Zudem könnte sie von staatlichen Spitälern ab-

gewiesen oder ihr könnten übermässige Kosten aufgebürdet werden, da 

sie nicht Staatsbürgerin sei. Vor diesem Hintergrund werde das Gericht ge-

beten, ihr Asylgesuch unter Berücksichtigung ihrer tatsächlichen Nationali-

tät sowie der Gründe für ihre Ausreise erneut zu beurteilen. Sie suche le-

diglich einen Ort, an welchem sie und ihr Sohn sicher, legal und in Würde 

leben könnten. Ihrer Ansicht nach erfülle sie die Anforderungen für die Ge-

währung humanitären Schutzes, da sie nirgendwohin gehen könne, ohne 

einer ernsthaften Gefahr ausgesetzt zu sein.  

7.  

7.1 Zunächst ist festzustellen, dass das SEM in der angefochtenen Verfü-

gung einlässlich begründet hat, weshalb es die Vorbringen der Beschwer-

deführerin betreffend ihre angeblichen Erlebnisse bei der Freundin der 

Mutter als nicht glaubhaft erachtet. In diesem Zusammenhang hat es auch 

D-6561/2025 

Seite 9 

ausgeführt, dass keine glaubhaften Anhaltspunkte dafür bestehen, dass es 

sich bei ihr um ein potenzielles Opfer von Menschenhandel handelt. Nach 

Durchsicht der Akten schliesst sich das Gericht diesen Erwägungen voll-

umfänglich an, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen darauf ver-

wiesen werden kann. In der Beschwerde wird diesen Ausführungen denn 

auch nichts entgegengehalten und es wird nicht geltend gemacht, dass die 

Beschwerdeführerin allenfalls Opfer von Menschenhandel geworden sein 

könnte. Es erübrigen sich daher weitere Ausführungen in diesem Zusam-

menhang.  

7.2 Weiter hat das SEM in der angefochtenen Verfügung – unter Berück-

sichtigung der Ausführungen in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf 

– ausführlich dargelegt, weshalb es die Beschwerdeführerin und ihren 

Sohn als Doppelbürger von Südafrika und Simbabwe erachtet. Auch in die-

ser Hinsicht kann auf die entsprechenden Erwägungen in der vorinstanzli-

chen Verfügung verwiesen werden. In der Beschwerde wird lediglich daran 

festgehalten, dass die südafrikanischen Pässe einzig für die Reise nach 

Europa beschafft worden seien, den Beschwerdeführenden nicht zustün-

den und keine authentischen Dokumente seien. Es ist jedoch nicht über-

zeugend, dass die Mutter der Beschwerdeführerin den Reisepass für sie, 

die Beschwerdeführerin, und ihren Sohn beschafft haben soll, ohne dass 

sie etwas darüber wisse (vgl. SEM-Akte […] [nachfolgend: Akte]-27/32, 

F15 ff.). Namentlich ist nicht glaubhaft, dass sie keine Kenntnis davon ha-

ben will, wie ihre Unterschrift und ihr Foto auf den südafrikanischen Reise-

pass gekommen seien (vgl. Akte 27/32, F134). Ebenso wenig ist ersicht-

lich, weshalb die angeblich Anfang des Jahres 2025 organisierten Doku-

mente (vgl. Akte 27/32, F20) die Ausstellungsdaten 13. Dezember 2022 

(Beschwerdeführerin) respektive 21. Dezember 2024 (Sohn) tragen soll-

ten. Auffallend ist ferner, dass die Pässe einen Einreisestempel von Sim-

babwe am 13. Januar 2025 sowie einen Ausreisestempel vom 23. Januar 

2025 (sowie dazu passende Ein- und Ausreisestempel von Südafrika) auf-

weisen. Gleichzeitig legte die Beschwerdeführerin simbabwische Identi-

tätsdokumente vor, welche am 21. Januar 2025 ausgestellt wurden. Es er-

schliesst sich nicht, wie es möglich sein sollte, dass die Reisepässe Stem-

pel enthalten, welche zu den simbabwischen Dokumenten passen, obwohl 

die Beschwerdeführerin damals angeblich weder einen südafrikanischen 

Reisepass besass noch jemals in Simbabwe gewesen sein will (vgl. Akte 

27/32, F26 ff. und F56). Es muss vielmehr davon ausgegangen werden, 

dass die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Sohn unter Verwen-

dung der südafrikanischen Reisepässe nach Simbabwe gereist ist.  

D-6561/2025 

Seite 10 

Angesichts dieser Ungereimtheiten erweisen sich die Aussagen der Be-

schwerdeführerin respektive ihr fehlendes Wissen über die Beschaffung 

der Reisepässe als unglaubhaft. Im Übrigen wies das SEM zu Recht darauf 

hin, dass sie in der polizeilichen Einvernahme angab, sie und ihre Mutter 

seien Doppelbürgerinnen (vgl. Akte 23/5, Frage 22). Als sie in der Anhö-

rung darauf angesprochen wurde, antwortete sie ausweichend (vgl. Akte 

27/32, F305). Ferner lässt allein der Umstand, dass es in Südafrika zu Kor-

ruptionsfällen und der Ausstellung von nicht zustehenden Reisepässen 

komme, nicht darauf schliessen, dass es sich bei den vorliegenden Pässen 

nicht um authentische Dokumente handelt. Vielmehr ist in Übereinstim-

mung mit dem SEM angesichts der unglaubhaften Angaben der Beschwer-

deführerin anzunehmen, dass diese echt sind. Folglich ist von der südafri-

kanischen Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführenden auszugehen. 

Es ist durchaus möglich, dass sie daneben auch simbabwische Staatsbür-

ger sind. Weder aus den bei der Vorinstanz eingereichten simbabwischen 

Identitätsdokumenten noch aus der Kopie des simbabwischen Reisepas-

ses der Mutter der Beschwerdeführerin, welcher mit der Beschwerde vor-

gelegt wurde, kann jedoch geschlossen werden, dass sie die südafrikani-

sche Staatsbürgerschaft nicht besitzen.  

7.3 Als Grund für die Ausreise brachte die Beschwerdeführerin vor, ihr 

Stiefvater sei drogenabhängig gewesen, was die Situation mit ihm sehr 

schwierig gemacht habe, besonders nachdem ihr Sohn zur Welt gekom-

men sei (vgl. Akte 27/32, F135 und F189). Damit macht sie keine staatliche 

Verfolgung, sondern Probleme mit einer Privatperson geltend. Solche sind 

jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen als flüchtlingsrechtlich rele-

vant einzustufen. Insbesondere ist erforderlich, dass die Betroffenen im 

Heimatstaat keinen angemessenen staatlichen Schutz erhalten können.  

Südafrika verfügt über ein funktionierendes Rechtssystem und die dortigen 

Behörden sind grundsätzlich als schutzfähig und schutzwillig zu erachten 

(vgl. Urteil des BVGer D-1491/2020 vom 25. März 2020 E. 8.1). Die Be-

schwerdeführerin erklärte, ihre Mutter sei wegen der Probleme mit dem 

Stiefvater dreimal bei der Polizei gewesen, habe aber nie Hilfe erhalten 

(vgl. Akte 27/32, F158). Zuletzt sei die Mutter Anfang des Jahres zur Polizei 

gegangen, während sie persönlich nie um Hilfe ersucht habe (vgl. Akte 

27/32, F162 f.). Bei dieser Sachlage kann nicht davon ausgegangen wer-

den, dass sich die südafrikanischen Behörden geweigert hätten, der Be-

schwerdeführerin den erforderlichen Schutz zu gewähren. Einerseits ist 

nicht klar, weshalb sie selbst sich nie an die Polizei oder andere Organisa-

tionen gewandt hat. Andrerseits war ihre Mutter offenbar lediglich dreimal 

D-6561/2025 

Seite 11 

bei der Polizei, zuletzt mehr als ein halbes Jahr vor der Ausreise. Auf die 

Frage, warum die Polizei (der Mutter) nicht geholfen habe, konnte die Be-

schwerdeführerin keine Antwort geben, wobei sie vermutete, es liege da-

ran, dass sie Ausländerinnen seien (vgl. Akte 27/32, F171). Als das SEM 

sie darauf hinwies, dass sie südafrikanische Reisepässe besässen und mit 

diesen hätten Hilfe holen können, wusste sie ebenfalls keine Antwort (vgl. 

Akte 27/32, F172). Ihre folgenden Erklärungsversuche, um Hilfe zu erhal-

ten hätten sie südafrikanische Dokumente vorweisen müssen (vgl. Akte 

27/32, F173 ff.), erweisen sich als nicht überzeugend, zumal die Beschwer-

deführerin – wie bereits dargelegt – über einen im Jahr 2022 ausgestellten 

südafrikanischen Reisepass verfügt und sich damit problemlos hätte aus-

weisen können. Aus ihren Angaben geht auch nicht hervor, weshalb sie 

sich nicht an zivilgesellschaftliche Organisationen oder Frauenhäuser ge-

wandt habe. Sie führte dabei aus, sie hätten gedacht, dass sie dort ohnehin 

keine Hilfe bekämen (vgl. Akte 27/32, F185). Überdies sei es wichtig, dass 

sie als fremde Personen zunächst zur Polizei gingen (vgl. Akte 27/32, F186 

f.). Weshalb dies der Fall sein soll, wird von ihr nicht näher erläutert. Auch 

diesbezüglich ist erneut auf ihre südafrikanische Staatsbürgerschaft hinzu-

weisen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass es der Beschwerdeführerin 

zumutbar und möglich gewesen wäre, sich bei allenfalls weiterhin beste-

henden Problemen mit ihrem Stiefvater an die südafrikanischen Behörden 

zu wenden. Weiter wies das SEM zutreffend darauf hin, dass die von ihr 

geltend gemachten Nachteile als lokal beschränkt zu erachten sind. Es ist 

nicht ersichtlich, weshalb sie als erwachsene Person nicht aus der Woh-

nung des Stiefvaters ausziehen und sich an einem anderen Ort in Südaf-

rika hätte niederlassen können. Ferner wies die Beschwerdeführerin auf 

ein neues Gesetz in Südafrika respektive die «Operation Dudula» hin, wel-

che sich gegen Ausländer richteten (vgl. Akte 27/32, F137). Es ist jedoch 

nicht davon auszugehen, dass sich dies angesichts ihrer südafrikanischen 

Staatsangehörigkeit negativ auf ihre persönliche Situation auswirken 

würde.  

7.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin und 

ihr Sohn (auch) als südafrikanische Staatsbürger zu erachten sind. Weiter 

gelingt es ihr nicht, eine Verfolgung nachzuweisen oder glaubhaft zu ma-

chen, vor welcher sie in Südafrika keinen ausreichenden Schutz erhalten 

könnte. Das SEM hat daher zu Recht ihre Flüchtlingseigenschaft verneint 

und ihr Asylgesuch abgelehnt.  

8.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

D-6561/2025 

Seite 12 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie. Die Be-

schwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrechtliche Aufent-

haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die 

Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2 Das SEM wies zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlings-

rechtlichen Non-Refoulement nur Personen schützt, welche die Flücht-

lingseigenschaft erfüllen. Da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen 

ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung glaubhaft zu machen, kann 

der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorlie-

genden Verfahren keine Anwendung finden. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie und ihr Sohn für den Fall 

einer Ausschaffung nach Südafrika mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wären. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation lässt 

den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-

scheinen. An dieser Einschätzung vermögen insbesondere die allgemei-

nen Hinweise der Beschwerdeführerin auf in Südafrika herrschende Xeno-

phobie und Gewalt, namentlich gegen Ausländer, nichts zu ändern. Einer-

seits gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass diese ein derart flächende-

ckendes Ausmass erreicht, dass alle ausländischen Personen in Südafrika 

davon betroffen wären. Andrerseits ist angesichts der obenstehenden Aus-

führungen ohnehin anzunehmen, dass die Beschwerdeführenden 

D-6561/2025 

Seite 13 

südafrikanische Staatsangehörige sind und mithin nicht als Ausländer an-

gesehen würden. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung so-

wohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zu-

lässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 Das SEM stellte in der angefochtenen Verfügung fest, dass weder die 

in Südafrika herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen 

die Zumutbarkeit der Rückführung der Beschwerdeführenden in den Hei-

matstaat sprechen. Das Bundesverwaltungsgericht teilt die von der Vor-

instanz vertretene Auffassung, wonach der Vollzug von Wegweisungen 

nach Südafrika nicht generell unzumutbar ist. 

9.3.3 Weiter sprechen auch keine individuellen Gründe gegen die Zumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs. Die Beschwerdeführerin ist jung und 

gesund und verfügt über eine gewisse Schulbildung (vgl. Akte 27/32, F9 

und F100 ff.). Sie hat zwar keinen Beruf erlernt und war bislang nicht ar-

beitstätig (vgl. Akte 27/32, F105 f.). Das SEM wies indessen zu Recht da-

rauf hin, dass es ihr möglich ist, sich um die Aufnahme einer Erwerbstätig-

keit zu bemühen und so ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Zudem 

kehrt sie mit ihrer Mutter nach Südafrika zurück (vgl. diesbezüglich Urteil 

D-6558/2025 vom selben Datum), welche bislang für ihren Lebensunterhalt 

aufkam (vgl. Akte 27/32, F84 ff.) und sie auch bei der Erziehung ihres Soh-

nes unterstützen kann. In der Beschwerde wird sodann geltend gemacht, 

dass sie in Südafrika weder familiäre Verbindungen noch ein Supportnetz-

werk habe. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin 

stets in Südafrika gelebt hat und weiterhin mit Freunden in Kontakt steht 

(vgl. Akte 27/32, F111). Es gibt somit keine konkreten Anhaltspunkte dafür, 

dass die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr nach Südafrika in eine 

wirtschaftliche, medizinische oder soziale Notlage geraten würden. Der 

Vollzug der Wegweisung erweist sich folglich als zumutbar.  

Der Vollständigkeit halber ist festzustellen, dass der Vollzug der Wegwei-

sung nach Simbabwe angesichts der südafrikanischen Staatsbürgerschaft 

D-6561/2025 

Seite 14 

der Beschwerdeführenden nicht zu prüfen ist. Es erübrigt sich daher, auf 

die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde einzugehen.  

9.4 Die Beschwerdeführenden verfügen über gültige Reisepässe. Zudem 

würde es ihnen obliegen, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimat-

staates die für eine Rückkehr allenfalls notwendigen weiteren Reisedoku-

mente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

erachten ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerdefüh-

renden aufzuerlegen und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-6561/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Bolz-Reimann Regula Aeschimann 

 

 

Versand: