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**Case Identifier:** e701a2f7-f361-56c3-9159-b2e6045be930
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.04.2017 200 2016 1120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1120_2017-04-19.pdf

## Full Text

200 16 1120 UV
MAW/SCM/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. April 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2016 (Referenz: 
E2884/16)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, UV/16/1120, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs-
unfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er gemäss Meldung vom 
5. März 2014 am 28. Februar 2014 einen Verkehrsunfall erlitt (Akten der 
Suva, Antwortbeilage [AB] 2). In der Folge erbrachte die Suva die gesetzli-
chen Leistungen (vgl. AB 18) und nahm am 5. März 2015 und 12. April 
2016 eine kreisärztliche Untersuchung vor bzw. holte am 25. August 2016 
eine weitere kreisärztliche Beurteilung ein (AB 97, 185, 214). Gestützt dar-
auf stellte die Suva mit Verfügung vom 7. September 2016 (AB 216) ihre 
Leistungen hinsichtlich der vom Versicherten geklagten Kopfschmerzen, 
dem Tinnitus und der Lichtempfindlichkeit mangels organischer Grundlage 
und Adäquanz per 30. September 2016 ein. Gleichzeitig hielt sie fest, sie 
sei für die strukturellen Unfallfolgen an beiden Knien und Daumen links 
weiterhin leistungspflichtig. Die gegen die verfügte Leistungseinstellung 
erhobene Einsprache (AB 219) wies die Suva mit Entscheid vom 13. Okto-
ber 2016 (AB 231) ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 16. November 2016 (Poststempel) 
Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben 
und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen für die Kopfschmerzen und 
den Tinnitus zu erbringen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 19. Dezember 2016 beantragt die Suva (Be-
schwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde.

Am 18. Februar 2017 hielt der Beschwerdeführer replikweise und unter 
Hinweis auf einen weiteren ärztlichen Bericht an seinen Anträgen fest. Mit 
Duplik vom 21. März 2017 bestätigte auch die Beschwerdegegnerin ihre 
Rechtsbegehren.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, UV/16/1120, Seite 3

Am 29. März 2017 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe zu 
den Akten.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2016 
(AB 231). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfall-
versicherung für die als Folgen des Ereignisses vom 28. Februar 2014 gel-
tend gemachten Kopfschmerzen und den Tinnitus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Der Anspruch auf 
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt nebst anderem 
einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 
3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.3.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, 
die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den 
Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausge-
wiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die 
erhobenen Befunde mit apparativen, insbesondere bildgebenden Ab-
klärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersu-
chungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 
S. 251).

2.3.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleu-
dertraumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie 
Schädel-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und 
psychischen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; 
SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-

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schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzun-
gen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle 
mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 
indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten Verlet-
zungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Be-
schwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 
(diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtniss-
törungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Af-
fektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.; BGE 119 V 335 E. 1 
S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 
psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem Unfall ganz in 
den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der 
ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft 
nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den 
Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies 
zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für 
Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massge-
bend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in der 
Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) festgelegten Kriteri-
en, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Be-
schwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b bb S. 103). Die 
Grundsätze gemäss BGE 115 V 133 sind auch anwendbar, wenn die im 
Anschluss an den Unfall auftretenden psychischen Störungen nicht zum 
typischen Beschwerdebild eines HWS-Traumas gehören. Erforderlichen-
falls ist vorgängig der Adäquanzbeurteilung zu prüfen, ob es sich bei den 
im Anschluss an den Unfall geklagten psychischen Beeinträchtigungen um 
blosse Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbstständi-
ge (sekundäre) Gesundheitsschädigung handelt, wobei für die Abgrenzung 
insbesondere Art und Pathogenese der Störung, das Vorliegen konkreter 
unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung sind (SVR 2007 
UV Nr. 8 S. 28 E. 2.2).

2.3.3 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-

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gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). Abhängig 
von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung 
einzubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte ge-
prüft (BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
(vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, 
weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug 
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass 
ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsscha-
den zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a 
S. 139). Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusam-
menhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in 
der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 
nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, inva-
lidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 
E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140). Bei Unfällen aus dem mittleren Be-
reich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter Er-
werbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf 
Grund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Das Bundesgericht hat 
daher festgestellt, dass weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche un-
mittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. 
indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubezie-

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hen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S.  183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verlet-
zungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 
Fehlentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Krite-
rien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 

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E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Be-
schwerdeführer am 28. Februar 2014 einen Unfall im Rechtssinne erlitten 
hat (vgl. E. 2.1 hiervor, AB 2), in dessen Folgen Beschwerden aufgetreten 
sind, für welche die Beschwerdegegnerin Versicherungsleistungen erbracht 
hat bzw. weiterhin erbringt (vgl. AB 18, 86, 148, 216).

Hinsichtlich der beklagten Kopfschmerzen und dem Tinnitus (vgl. E. 1.2 
hiervor) ist jedoch zunächst zu prüfen, ob diese überhaupt in einem natürli-
chen Kausalzusammenhang zum erwähnten Unfall stehen.

3.2 Die medizinischen Akten ergeben diesbezüglich im Wesentlichen 
das folgende Bild:

3.2.1 Im Notfallbericht des Spitals B.________ vom 28. Februar 2014 
(AB 12) führten die Ärzte diagnostisch eine rechtsseitige Thoraxkontusion, 
eine Hüftkontusion links, eine Kontusion der HWS und BWS sowie Be-
schwerden im rechten Knie auf. Nach Ausschluss einer ossären Läsion sei 
auf der Notfallstation ein Mobilisationsversuch erfolgt, welcher jedoch auf-
grund starker Schmerzen bei aktiver Flexion in der linken Hüfte nicht mög-
lich gewesen sei. Die passive Bewegung der Hüfte sei möglich gewesen. 
Nach der stationären Aufnahme habe der Beschwerdeführer weiterhin 
Schmerzen im linken Bein und im rechten Thorax beklagt, neu sei eine 
Schwellung des Dig. 2 links aufgefallen, wobei eine Fraktur mittels Röntgen 
habe ausgeschlossen werden können.

3.2.2 Die Ärzte des Spitals B.________, Neurologie, hielten im Bericht 
vom 7. Mai 2014 (AB 36) hauptsächlich einen psychophysiologischen Be-
schwerdekomplex mit Kopfschmerzen vom Spannungstyp fest. Während 
sich die skelettalen Beschwerden nach dem Unfallereignis erfreulich regre-
dient zeigten, würden vom Beschwerdeführer anhaltende psychophysiolo-
gische Beschwerden festgestellt. Die Missempfindungen an beiden Schlä-
fen, welche sich unter diversen Belastungen im Tagesverlauf teilweise ver-
stärkten, seien vereinbar mit einem leichten Kopfschmerz vom Spannungs-

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typ. Passend hierzu sei auch die verstärkte Blendempfindlichkeit. Ätiolo-
gisch unklar seien andere psychophysiologische Beschwerden wie 
Schweissausbrüche, das rezidivierende Erbrechen sowie die Schwindelge-
fühle bei raschen Körperbewegungen. Im Schädel-MRI vom 24. März 2014 
(vgl. AB 74) sei keine cerebrale Schädigung nachweisbar. Eine kleine 
punktförmige Einblutung links parietal sei wahrscheinlich vorbestehend und 
habe keine pathologische Relevanz.

3.2.3 Im Kreisarztbericht vom 5. März 2015 (AB 97) führte Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, aus, anlässlich der kreisärztlichen Untersu-
chung hätten sich keine mit den Beschwerdeangaben – insbesondere 
Kopfschmerzen, Tinnitus, Schlafstörungen, verstärkte Blendempfindlichkeit 
– korrelierenden fassbaren Pathologien gefunden. Zur Beantwortung der 
Kausalität betreffend den beidseitigen Tinnitus wurde auf die Einschätzung 
der Oto-Rhino-Laryngologie verwiesen (vgl. AB 167 bzw. E. 3.2.4 hier-
nach).

3.2.4 Dr. med. D.________, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie, hielt 
in der Beurteilung vom 15. Dezember 2015 (AB 167) fest, es könne mit 
einer Verbesserung des Tinnitus gerechnet werden. Aus ORL-Sicht müsse 
die Frage, ob es sich beim Tinnitus auris rechts um eine organisch struktu-
relle Unfallfolge handle, verneint werden, da ein objektivierbarer patho-
diagnostischer Systembefund nicht nachweisbar sei.

3.2.5 Dr. med. C.________ hielt im Bericht vom 12. April 2016 (AB 185) 
fest, den angegebenen Kopfschmerzen, dem Tinnitus und der Lichtemp-
findlichkeit fehle ein organisches Substrat im Sinne einer unfallbedingten 
strukturellen Veränderung, so dass diese als organisch nicht hinreichend 
nachweisbar gelten würden. 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

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ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im Einspracheentscheid vom 
13. Oktober 2016 (AB 231) massgeblich auf den Bericht von Dr. med. 
C.________ vom 12. April 2016 (AB 185) gestützt. Dieser erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor), weshalb ihm 
volle Beweiskraft zukommt. Dr. med. C.________ hat aufgrund einer per-
sönlichen Untersuchung, in Kenntnis der Vorakten und insbesondere unter 
Berücksichtigung des Berichts der Ärztin Dr. med. D.________ vom 
15. Dezember 2015 (AB 167) einleuchtend und nachvollziehbar begründet, 
weshalb die vorhandenen Beschwerden (Kopfschmerzen und Tinnitus) 
keine – im Sinne eines natürlichen Kausalzusammenhangs – Folgen des 
am 28. Februar 2014 erlittenen Unfalls darstellen. Darauf ist abzustellen.

Die Einschätzung der Kreisärztin findet in den vorhandenen Akten denn 
auch ihren Rückhalt. Im Notfallbericht des Spitals B.________ vom 28. Fe-
bruar 2014 (AB 12 bzw. E. 3.2.1 hiervor) wurde anamnestisch festgehalten, 
der Beschwerdeführer sei mit ca. 40 bis 50 km/h mit dem Roller unterwegs 
gewesen, als ein Personenwagen aus einer Seitenstrasse die Vorfahrt 
missachtet und ihn touchiert habe. Dabei sei er über den Lenker geflogen 
und auf die rechte Seite gestürzt. Im Anzeigerapport der Kantonspolizei 
vom 4. März 2014 führte der Beschwerdeführer aus, dass die Fahrzeuglen-

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kerin des Personenwagens von der rechten Seite in seine Fahrzeugfront 
gefahren sei, in dessen Folge er zu Boden gestürzt sei und seinen Roller 
vorbeifahren gesehen habe (AB 29 S. 11). Der in der Beschwerde (S. 2) 
neu erwähnte Kopfanprall sowie die Aussage, dass er beim Unfall über die 
Kühlerhaube (des involvierten Personenwagens) katapultiert worden sei, 
wohl kurz das Bewusstsein verloren habe und ihm übel und schwindlig ge-
wesen sei, findet darin keine Stütze. Vielmehr wurde im echtzeitlichen Not-
fallbericht ausgeführt, eine Bewusstlosigkeit oder Ereignis-amnesie, Kopf-
schmerzen, Nausea oder Erbrechen hätten nicht vorgelegen (AB 12 S. 1). 
Auch im zeitlich nah am Unfallereignis erstellten Zwischenbericht von Dr. 
med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 20. März 
2014 (AB 11) wurden keine Kopfschmerzen erwähnt. Erst in seinem weite-
ren Bericht vom 25. April 2014 (AB 22) bzw. 10. Juni 2014 (AB 35) wurden 
ein anhaltender Druck im Kopf sowie im Bericht des Spitals B.________ 
vom 7. Mai 2014 (AB 36) leichte Kopfschmerzen vom Spannungstyp aufge-
führt. Allein der Umstand, dass die Kopfschmerzen sowie der Tinnitus zeit-
lich nach dem Unfall aufgetreten sind (vgl. Bericht von Dr. med. 
G.________, Facharzt für Neurologie, vom 12. Dezember 2016 [Be-
schwerdebeilage {BB} 5] sowie von Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin, vom 8. Februar 2017 [BB 3]) vermag – bei 
gleichzeitig fehlendem organischen Korrelat – keinen Nachweis einer un-
fallkausalen gesundheitlichen Schädigung zu erbringen (vgl. BGE 
119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

Zusammenfassend ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-
rer anlässlich des Unfalls vom 28. Februar 2014 einen Kopfanprall im Sinne 
der beschwerdeweisen Sachverhaltsdarstellung erlitten hat, dass er be-
wusstlos gewesen wäre oder andere Symptome aufgetreten sind, die auf 
einen (relevanten) Kopfanprall schliessen liessen. Unter Berücksichtigung 
dieses Umstandes sowie ausgehend von der medizinischen Befundlage ist 
ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den beklagten Beschwer-
den (Kopfschmerzen und Tinnitus) und dem Unfallereignis nicht mit dem 
hier erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit er-
stellt (vgl. E. 2.2 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, UV/16/1120, Seite 13

3.5 Selbst wenn der natürliche Kausalzusammenhang der hier streitigen 
Beschwerden zu bejahen wäre, würde eine Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin – wie nachfolgend dargelegt wird – an der fehlenden Adäquanz 
scheitern, welche mangels Vorliegen organischer Unfallfolgen nach der 
Praxis bei psychischen Unfallfolgen zu beurteilen ist (vgl. E. 2.3.3 hiervor).

Der vorliegende Unfall wurde von der Beschwerdegegnerin unter Berück-
sichtigung des Anzeigerapports der Kantonspolizei vom 4. März 2014 
(AB 29) und der darin vorhandenen Schilderungen der involvierten Perso-
nen und Zeugen zu Recht als mittelschwer im eigentlichen Sinn eingeord-
net (vgl. AB 231 S. 9 E. 5, Beschwerdeantwort S. 7 Ziff. 9). Demnach 
müssten für die Bejahung der Adäquanz drei der massgeblichen Kriterien 
gegeben sein, falls keines in besonders ausgeprägter Weise vorläge. 
Zunächst ist das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände 
oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegend unbestritte-
nermassen nicht erfüllt (vgl. hierzu AB 29). Von schweren oder besonders 
gearteten Verletzungen, welche erfahrungsgemäss geeignet sind, eine 
psychische Fehlentwicklung auszulösen, kann angesichts der erlittenen 
Verletzungen (vgl. AB 12) nicht gesprochen werden, zumal sich der Be-
schwerdeführer keine Frakturen und auch keine Commotio cerebri zugezo-
gen hat. Insbesondere ist hier auch auf das vorbestehende psychische 
Leiden zu verweisen (vgl. bspw. AB 199 S. 2). Im Weiteren ist das Kriteri-
um der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung nicht erfüllt, 
setzt dieses doch eine länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete 
Behandlung somatisch begründbarer Beschwerden voraus (BGE 
140 V 356 E. 5.6.2 S. 366). Ferner liegen auch keine Dauerbeschwerden 
vor. Die als körperlich imponierenden, organisch jedoch nicht hinreichend 
erklärbaren Beschwerden sind bei einer Prüfung der Adäquanz nach BGE 
115 V 133 nicht in die Beurteilung einzubeziehen (Entscheid des Bundes-
gerichts vom 12. Mai 2011, 8C_1044/2010, E. 4.4.4). Bezüglich der orga-
nisch ausgewiesenen Unfallfolgen an den Knien und dem Daumen sind in 
den Akten keine erheblichen Dauerschmerzen ausgewiesen. Hinweise auf 
eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-
schlimmert, finden sich in den Akten keine. Mithin ist auch das Kriterium 
des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen nicht 
erfüllt, denn aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, UV/16/1120, Seite 14

klagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsver-
lauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu 
besonderer Umstände, welche die Heilung beeinträchtigt haben (BGE 
140 V 356 E. 5.6.3 S. 367, 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2007 UV 
Nr. 25 S. 85 E. 8.5). Nicht darunter fallen etwa die Einnahme vieler Medi-
kamente und die Durchführung verschiedener Therapien wie auch die Tat-
sache, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit 
noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
erreicht werden konnten (SVR 2010 UV Nr. 10 S. 42 E. 4.3). Schliesslich 
erweisen sich auch Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsun-
fähigkeit nicht als besonders ausgeprägt. Der Beschwerdeführer hat seine 
vor dem Unfall im Umfang von 50 % ausgeübte Tätigkeit (vgl. AB 2) am 
8. April 2014 wieder voll aufgenommen (AB 38). Die in der Folge nur pha-
senweise wiederum vorliegenden Arbeitsunfähigkeiten (vgl. AB 38, 50, 53, 
57, 120 S. 6 ff., 135, 202, 237) standen zum Teil auch im Zusammenhang 
mit den operativen Eingriffen an Knien und Daumen (vgl. AB 79, 130, 160).

Insgesamt ist erstellt, dass vorliegend – auch wenn den Schilderungen des 
Beschwerdeführers hinsichtlich des Unfallhergangs (Beschwerde S. 2) so-
wie dem „Situationsbeschrieb“ des Sohnes vom 28. März 2017 (BB 12) 
gefolgt würde – keines der massgeblichen Adäquanzkriterien erfüllt ist, 
womit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der be-
klagten Kopfschmerzen und dem Tinnitus selbst bei Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs (vgl. E. 3.4 hiervor) zu verneinen wäre.

4.

Nach dem Dargelegten ist der Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2016 
(AB 231) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

5.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. April 2017, UV/16/1120, Seite 15

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 29. März 2017)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

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fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.