# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6356d936-7a06-50f4-b1b3-4e438dea216c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 25.04.2013 ZK1 2012 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2012-48_2013-04-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

__________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 25. April 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 12 48          13. Mai 2013

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Richter Schlenker und Michael Dürst
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Berufung

des A., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik 
Infanger, Werkstrasse 2, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 24. Mai 2012, mitgeteilt 
am 25. Juni 2012, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen B., Beklag-
te und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Peter Ko-
cher, Landstrasse 181, 7250 Klosters,

betreffend erbrechtliche Auseinandersetzung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. Am 9. Juni 1983 starb D. Als gesetzliche Erben hinterliess er seine Ehefrau 
C., geboren am _, sowie die gemeinsamen Nachkommen A., geboren am _, und 
B., geboren am _. Sein Nachlass wurde zwischen diesen drei Erben geteilt.

2. Am 21. Dezember 2005 starb C., welche als gesetzliche Erben ihren Sohn 
A. und ihre Tochter B. hinterliess. Ihr Nachlass wurde bislang nicht geteilt. Zu die-
sem gehört vor allem ein in der Gemeinde Z. gelegenes Grundstück, die Casa E.. 
Dabei handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus an der F. in Z., welches von der 
Tochter B. bewohnt wird und worin zuvor auch die Erblasserin gelebt hat. Dieses 
Grundstück trat Letztere bereits am 8. März 1990 mit öffentlich beurkundetem 
Erbvorbezugsvertrag an ihre Tochter ab. Ein Verkehrswert wurde darin nicht fest-
gelegt, jedoch festgehalten, wie die Liegenschaft dereinst auszugleichen sei. Zu-
gleich wurde C. das lebenslängliche und unentgeltliche Wohnrecht an der bis an-
hin benützten 4-Zimmer-Wohnung im 2. Stock eingeräumt. Am 18. März 1990 und 
am 27. Juni 2003 errichtete die Erblasserin noch zwei handschriftliche Testamen-
te.

3. Zur Willensvollstreckerin war die Treuhandunternehmung G. AG (heute H. 
AG) berufen. Innerhalb dieser Firma zuständig war I., welcher zu Lebzeiten der 
Erblasserin auch deren Treuhänder war. In dieser Funktion besorgte I. unter ande-
rem die Steuerangelegenheiten von C..

4. Zwischen den Parteien ist vor allem strittig, inwiefern die von B. durch Erb-
vorbezug erhaltene Liegenschaft der Ausgleichungspflicht, eventuell der Herab-
setzung unterliegt.

B. Am 19. Dezember 2006 meldete A. beim Vermittleramt des Kreises Z. eine 
Erbteilungsklage, eventualiter verbunden mit einer Herabsetzungsklage, gegen 
seine Schwester B. an. Anlässlich der Sühneverhandlung vom 17. Januar 2007 
konnte keine Einigung erzielt werden, indessen wurde beschlossen, das Protokoll 
offen zu halten und eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Weil dies den Par-
teien in der Folge während der langen Zeit der Offenhaltung des Protokolls nicht 
gelungen war, verlangte der Kreispräsident Z., dass der Leitschein bezogen wer-
de, woraufhin dieser von A. am 15. September 2009 bezogen wurde.

C. Mit Prozesseingabe vom 7. Oktober 2009 prosequierte A. den Leitschein an 
das Bezirksgericht Prättigau/Davos, wobei er sein Rechtsbegehren im Vergleich 

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zu jenem gemäss Leitschein leicht abänderte. Die entsprechenden Anträge laute-
ten wie folgt:

„1. Es sei der Nachlass der am 21. Dezember 2005 in Z. verstorbenen 
Erblasserin, Frau C. festzustellen und zu teilen.

2. Die Beklagte sei zu verurteilen, die ihr von der Erblasserin am 8. März 
1990 abgetretene Liegenschaft an der F., in Z. (Grundbuch der Ge-
meinde Z.: Parzelle Nr._/Blatt_/Plan_)

a) entweder in die Erbmasse einzuwerfen oder

b) sie mit ihrem durch ein gerichtliches Bewertungsgutachten zu ermit-
telnden Wert am Todestag der Erblasserin der Erbschaft hinzuzu-
zählen und ihrem eigenen Erbteil anrechnen zu lassen.

3. Eventualiter zu Ziffer 2:

a) Es sei festzustellen, dass der Pflichtteil des Klägers an diesem 
Nachlass drei Achtel beträgt.

b) Es sei die Abtretung der Liegenschaft an der F., in Z. (Grundbuch 
der Gemeinde Z.: Parzelle Nr._/Blatt_/Plan_) von der Erblasserin an 
die Beklagte vom 8. März 1990 herabzusetzen, soweit dies zur 
Wahrung des Pflichtteils des Klägers erforderlich ist.

c) Demgemäss sei die Beklagte zu verurteilen, nach ihrer Wahl

aa) entweder die Liegenschaft an der F., in Z. (Grundbuch der Ge-
meinde Z.: Parzelle Nr._/Blatt_/Plan_) an die Erben der Erblas-
serin zu Eigentum zu übertragen, Zug um Zug gegen Bezah-
lung eines vom Gericht festzusetzenden Geldbetrages, oder

bb) dem Kläger einen vom Gericht festzusetzenden Geldbetrag zu 
bezahlen,

wobei die Geldbeträge in beiden Fällen so festzusetzen sind, dass 
der Kläger seinen Pflichtteil von drei Achtel der um den Wert der 
erwähnten Liegenschaft zum Todestag der Erblasserin vermehrten 
Erbschaft ungeschmälert erhält.

d) Zu diesem Zweck sei der Teilungswert der Erbschaft zuzüglich der 
der Ausgleichung und/oder Herabsetzung unterliegenden lebzeiti-
gen Zuwendung festzustellen, soweit erforderlich durch gerichtliche 
Einholung eines Bewertungsgutachtens für die erwähnte Liegen-
schaft, und es sei auf der Grundlage des so ermittelten Gesamt-
werts der Umfang des klägerischen Pflichtteils von drei Achteln und 
der zulässige Maximalwert der Beklagten festzusetzen.

e) Der Beklagten sei durch das Gericht eine angemessene Frist anzu-
setzen zur Ausübung der Wahl gemäss Klagebegehren Nr. 3 c aa) 
oder 3 c bb) unter Androhung, dass bei unbenutztem Ablauf der 
Frist das Urteil aufgrund der Wertanrechnung gemäss Klagebegeh-
ren Nr. 3 c bb) ergeht.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklag-
ten.“

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D. Mit Prozessantwort vom 17. November 2009 stellte B. das folgende 
Rechtsbegehren:

„1. Hauptbegehren

1.1 Auf die Klage sei nicht einzutreten.

1.2 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zulasten 
des Klägers.

1.3 Verfahrensrechtlicher Antrag

1.3.1. Das Verfahren sei auszusetzen, bis feststeht, ob auf die Klage ein-
getreten werden kann.

1.3.2 Das Betreibungsamt Y. und J., X., vertreten durch Rechtsanwältin 
K., W., seien zur Stellungnahme aufzufordern.

1.3.3 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers.

Dieser Antrag erfolgt gestützt auf Art. 93 Abs. 1 ZPO. Danach kann 
der Gerichtspräsident in jedem Stadium des Verfahrens eine Ge-
richtsverhandlung ansetzen, an welcher über die Prozessvorausset-
zungen entschieden wird. Vorliegend ist fraglich, ob der Kläger we-
gen der Pfändung seines Erbanteils noch alleine aktivlegitimiert ist 
(für die Begründung siehe nachfolgende lit. C).

2. Eventualbegehren

2.1 Ziff. 2 bis 4 der klägerischen Rechtsbegehren seien abzuweisen.

2.2 Es sei der Nachlass der am 21. Dezember 2005 verstorbenen C. 
festzustellen und zu teilen.

2.3 Es sei festzustellen, dass die Erbquote der Beklagten und des Klä-
gers je ½ des Nachlasses beträgt.

2.4 Hinsichtlich des Umfanges des Nachlasses sei folgendes festzustel-
len:

2.4.1 Es sei festzustellen, dass die von der Erblasserin am 8. März 1990 
an die Beklagte abgetretene Liegenschaft an der F., Z. (Grund-
buchblatt der Gemeinde Z.: Parzelle Nr._/Blatt_/Plan_) unter Abzug 
des der Erblasserin eingeräumten Wohnrechts im Wert von CHF 
249‘600.00 sowie der von der Beklagten übernommenen Hypothe-
karschuld von CHF 1000.00 einen ausgleichungspflichtigen Erbvor-
bezug der Beklagten im Umfang von CHF 449‘400.00 darstellt. Es 
sei weiter festzustellen, dass dieser Erbvorbezug zu der für die Erb-
teilung zwischen dem Kläger und der Beklagten massgeblichen Be-
rechnungsmasse hinzuzuzählen und in diesem Betrag an den Erb-
teil der Beklagten anzurechnen sei.

2.4.2 Es sei festzustellen, dass die Zahlungen der Erblasserin an den 
Kläger von insgesamt CHF 467‘433.40 ausgleichungspflichtige Zu-
wendungen darstellen, die zu der für die Erbteilung zwischen dem 
Kläger und der Beklagten massgeblichen Berechnungsmasse hin-
zuzählen und an den Erbteil des Klägers anzurechnen sind.

2.4.3 Es sei festzustellen, dass die Beklagte zulasten des Nachlasses aus 
Darlehen samt Zins und Zinseszins eine Forderung von insgesamt 

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CHF 348‘999.20 hat, die als Passivum des Nachlasses zu berück-
sichtigen sei.

2.4.4 Es sei festzustellen, dass der Beklagten zulasten des Nachlasses 
als Lidlohn CHF 94‘050.00 zuzüglich 5 % Verzugszins seit dem 21. 
Dezember 2005 zustehen, der als Passivum des Nachlasses zu 
berücksichtigen sei.

Evt. sei festzustellen, dass die Beklagte zulasten des Nachlasses 
einen Anspruch auf Lidlohn hat, dessen Höhe nach Ermessen des 
Gerichts durch dieses festzulegen sei. Der so festgelegte Lidlohn 
sei als Passivum des Nachlasses zu berücksichtigen.

2.4.5 Es sei festzustellen, dass die Beklagte zulasten des Nachlasses aus 
Zahlung der Liquidationssteuer der Erblasserin eine Forderung von 
CHF 15‘737.70 hat, die als Passivum des Nachlasses zu berück-
sichtigen sei.

2.4.6 Es sei festzustellen, dass die Beklagte zulasten des Nachlasses aus 
Zahlung der AHV-Beiträge der Erblasserin eine Forderung von CHF 
18‘735.00 hat, die als Passivum des Nachlasses zu berücksichtigen 
sei.

2.5 Es sei der Erbteil der Beklagten und des Klägers aufgrund der 
gemäss den vorstehenden Rechtsbegehren Ziff. 2.4 ermittelten Be-
rechnungsmasse zu berechnen, und es sei festzustellen, dass die 
Beklagte berechtigt ist, den dadurch in Erscheinung tretenden 
Mehrwert ihres Erbteils in der Erbteilung zulasten des Erbteils des 
Klägers zu beanspruchen.

2.6 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zulasten 
des Klägers.“

E. Mit Replik vom 19. Oktober 2009 (Poststempel 19. März 2010) hielt A. an 
seinem Rechtsbegehren gemäss Prozesseingabe fest, erweitert um den Antrag, 
wonach die beklagtischen Anträge zur Sache und zum Verfahren allesamt abzu-
weisen seien, soweit sich diese nicht mit den klägerischen Anträgen decken wür-
den.

F. Auch B. hielt in ihrer Duplik vom 17. Mai 2010 bis auf Ziffer 2.1 ihres 
Rechtsbegehrens, welches nunmehr dahingehend lautete, dass die Ziffer 2 bis 5 
der klägerischen Rechtsbegehren abzuweisen seien, unverändert an ihrem 
Rechtsbegehren gemäss Prozessantwort fest.

G. Mit Entscheid vom 24. Mai 2012, mitgeteilt am 25. Juni 2012, erkannte das 
Bezirksgericht Prättigau/Davos was folgt:

„1. Die Klage des A. gegen B. wird insofern teilweise gutgeheissen, als die 
Abtretung der Casa E. an B. herabgesetzt und B. verpflichtet wird, A. 
innert 30 Tagen seit Rechtskraft dieses Urteils CHF 213‘753.00 zu be-
zahlen. Im Übrigen wird der Nachlass der C. sel. im Sinne der vorste-
henden Erwägungen festgestellt und geteilt.

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2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 20‘000.00 (Gerichtsgebühr von 
CHF 18‘500.00 + Barauslagen von CHF 120.00 + Schreibgebühren 
von CHF 1‘380.00) gehen je zur Hälfte zu Lasten des A. und der B.. 
Der Anteil von B. von CHF 10‘000.00 wird mit dem von ihr geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet. A. hat seinen Anteil von CHF 10‘000.00 
innert 30 Tagen seit Rechtskraft dieses Urteils an die Bezirksgerichts-
kasse Prättigau/Davos zu bezahlen.

3. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

4. (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid).

5. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

6. (Mitteilung).“

H. Gegen diesen Entscheid liess A. mit Eingabe vom 27. August 2012 Beru-
fung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei er folgendes 
Rechtsbegehren stellte:

„1. Das Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 24. Mai 2012 in 
Sachen der Parteien sei aufzuheben.

2. Es sei der Nachlass der am 21. Dezember 2005 in Z. verstorbenen 
Erblasserin, Frau C. festzustellen und zu teilen.

3. Die Beklagte sei zu verurteilen, die ihr von der Erblasserin am 8. März 
1990 abgetretene Liegenschaft an der F., in Z. (Grundbuch der Ge-
meinde Z.: Parzelle Nr._/Blatt_/Plan_)

a) entweder in die Erbmasse einzuwerfen oder

b) sie mit ihrem durch ein gerichtliches Bewertungsgutachten zu ermit-
telnden Wert am Todestag der Erblasserin der Erbschaft hinzuzu-
zählen und ihrem eigenen Erbteil anrechnen zu lassen.

4. Eventualiter zu Ziffer 3:

a) Es sei festzustellen, dass der Pflichtteil des Klägers an diesem 
Nachlass drei Achtel beträgt.

b) Es sei die Abtretung der Liegenschaft an der F., in Z. (Grundbuch 
der Gemeinde Z.: Parzelle Nr._/Blatt_/Plan_) von der Erblasserin an 
die Beklagte vom 8. März 1990 herabzusetzen, soweit dies zur 
Wahrung des Pflichtteils des Klägers erforderlich ist.

c) Demgemäss sei die Beklagte zu verurteilen, nach ihrer Wahl

aa) entweder die Liegenschaft an der F., in Z. (Grundbuch der Ge-
meinde Z.: Parzelle Nr._/Blatt_/Plan_) an die Erben der Erblas-
serin zu Eigentum zu übertragen, Zug um Zug gegen Bezah-
lung eines vom Gericht festzusetzenden Geldbetrages, oder

bb) dem Kläger einen vom Gericht festzusetzenden Geldbetrag zu 
bezahlen,

wobei die Geldbeträge in beiden Fällen so festzusetzen sind, dass 
der Kläger seinen Pflichtteil von drei Achtel der um den Wert der 
erwähnten Liegenschaft zum Todestag der Erblasserin vermehrten 
Erbschaft ungeschmälert erhält.

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d) Zu diesem Zweck sei der Teilungswert der Erbschaft zuzüglich der 
der Ausgleichung und/oder Herabsetzung unterliegenden lebzeiti-
gen Zuwendungen festzustellen, soweit erforderlich durch gerichtli-
che Einholung eines Bewertungsgutachtens für die erwähnte Lie-
genschaft, und es sei auf der Grundlage des so ermittelten Ge-
samtwerts der Umfang des klägerischen Pflichtteils von drei Achteln 
und der zulässige Maximalwert der Beklagten festzusetzen.

e) Der Beklagten sei durch das Gericht eine angemessene Frist anzu-
setzen zur Ausübung der Wahl gemäss Klagebegehren Nr. 4 c aa) 
oder 4 c bb) unter Androhung, dass bei unbenutztem Ablauf der 
Frist das Urteil aufgrund der Wertanrechnung gemäss Klagebegeh-
ren Nr. 4 c bb) ergeht.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklag-
ten.“

In der Begründung wird im Wesentlichen gerügt, die Vorinstanz habe den letzten 
Willen der Erblasserin, welche ihre beiden Nachkommen ausdrücklich habe gleich 
behandeln wollen, nicht respektiert. In Bezug auf die Pflichtteilsberechnung kom-
me es alsdann nicht auf den Anrechnungswert an; diesbezüglich habe die Vorin-
stanz Art. 474 ZGB verletzt, indem sie nicht vom effektiven Wert der Liegenschaft 
zum Zeitpunkt des Todes der Erblasserin ausgegangen sei, sondern unter Beru-
fung auf die Quotenmethode lediglich von einem Wert von Fr. 1‘041‘850.--. Ferner 
seien die Voraussetzungen für die Zusprechung eines Lidlohns zugunsten der Be-
rufungsbeklagten nicht gegeben. Unter Berücksichtigung eines Verkehrswerts der 
Liegenschaft von Fr. 1‘828‘000.-- sowie unter Streichung der berufungsbeklagti-
schen Pflegeforderung von Fr. 94‘050.-- belaufe sich der massgebende Nachlass 
zum Zeitpunkt des Todes der Erblasserin somit auf Fr. 2‘471‘100.--. Bei der von 
der Erblasserin gewünschten Gleichbehandlung betrage der Anteil des Beru-
fungsklägers Fr. 1‘235‘550.-- und der Pflichtteil wenigstens Fr. 926‘663.--. In die-
sem Sinne sei die Berufung gutzuheissen.

I. Mit Berufungsantwort vom 27. September 2012 stellte B. die Anträge, die 
Berufung sei abzuweisen und das Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 
24. Mai 2010 sei zu bestätigen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 
Mehrwertsteuer zulasten des Berufungsklägers.

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

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II. Erwägungen

1. Der angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 24. 
Mai 2012 wurde den Parteien am 25. Juni 2012 und damit nach Inkrafttreten der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011 eröffnet. 
Damit ist im Gegensatz zum vorinstanzlichen Verfahren, welches sich noch nach 
der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO-GR; BR 320.000) richte-
te, auf das Rechtsmittelverfahren die Schweizerische Zivilprozessordnung an-
wendbar (Art. 405 Abs. 1 ZPO).

2.a. Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit der Berufung erstinstanzliche End- 
und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beru-
fung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren mindestens Fr. 10‘000.-- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufung ist 
unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Tagen seit der Zustellung 
desselben beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet einzu-
reichen (Art. 311 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

b. Mit dem angefochtenen Entscheid liegt ein Endentscheid vor, denn damit 
wurde das vorinstanzliche Verfahren durch Sachentscheid (teilweise Gutheissung 
der Klage) beendet (vgl. Art. 236 Abs. 1 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 14 zu Art. 308 ZPO). Zudem übersteigt 
der Streitwert ganz offensichtlich Fr. 10‘000.--. Der Berufungskläger reichte die 
Berufung gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 24. Mai 
2012, mitgeteilt am 25. Juni 2012, unter Berücksichtigung des Fristenstillstands 
vom 15. Juli 2012 bis und mit dem 15. August 2012 (Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO) mit 
Eingabe vom 27. August 2012 alsdann fristgerecht ein. Überdies entspricht die 
Berufung den Formerfordernissen, so dass darauf eingetreten werden kann.

3.a. Der Berufungskläger leitet aus der Formulierung der Erblasserin im Testa-
ment vom 18. März 1990 (kB 6), wonach ihre Kinder grundsätzlich zu gleichen 
Teilen erben sollen, ab, dass sie damit die Ausgleichsanordnung im Erbvorbe-
zugsvertrag vom 8. März 1990 in Bezug auf den darin festgelegten Anrechnungs-
wert für die an Tochter B. abgetretene Liegenschaft an der F. in Z. von Fr. 
700‘000.-- widerrufen habe. Die Liegenschaft sei daher wertmässig zu gleichen 
Teilen nach Massgabe des Verkehrswerts zum Zeitpunkt des Todes von C. auf die 

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beiden Erben aufzuteilen. Diese Auffassung ist bei Berücksichtigung der gesam-
ten Aktenlage offensichtlich unrichtig.

b. Die Erblasserin hat der Berufungsbeklagten im Erbvorbezugsvertrag vom 8. 
März 1990 mitunter das Eigentum an der Liegenschaft in der F., Z. (Parzelle 1113, 
Blatt_, Plan_), abgetreten (kB 20). Diese Abtretung ist teilweise unentgeltlich er-
folgt. Im Falle der Zuwendung eines Grundstücks mit erheblichem Wert richtet sich 
die Ausgleichungspflicht nach Art. 626 Abs. 2 ZGB. Die Ausgleichungspflicht be-
steht, „sofern der Erblasser nicht ausdrücklich das Gegenteil verfügt“ (Art. 626 
Abs. 2 ZGB). Der Wortlaut der Bestimmung verdeutlicht ihre dispositive Natur. Die 
Erblasserin kann – unter Vorbehalt der Pflichtteilsrechte – die Ausgleichungspflicht 
ganz oder teilweise erlassen. Der Erlass der Ausgleichungspflicht ist eine Verfü-
gung von Todes wegen, unterliegt aber nicht den für die letztwillige Verfügung und 
den Erbvertrag gesetzlich vorgesehenen Formvorschriften. Die Erklärung der Erb-
lasserin, wonach die Berufungsbeklagte die ihr übertragene Liegenschaft dann-
zumal zu einem Wert von Fr. 700‘000.-- zur Ausgleichung zu bringen habe, findet 
sich in einem öffentlich beurkundeten Vertrag (kB 20). Die Auslegung folgt den 
allgemeinen Grundsätzen. Massgebend ist der übereinstimmende wirkliche Wille 
der Parteien. Nur wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen 
bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Willens der Parteien deren Er-
klärungen auf Grund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem 
Wortlaut und ihrer Zusammensetzung sowie nach den gesamten Umständen ver-
standen werden durften und mussten. Die obligationenrechtlichen Auslegungsre-
geln gelangen auf formbedürftige Rechtsgeschäfte zur Anwendung. Die Erklärung 
über die Ausgleichungspflicht kann einseitig und damit für den Erblasser frei wi-
derruflich sein, selbst wenn sie in einem Vertrag zwischen Erblasser und Erben 
enthalten ist, sie kann aber auch Bestandteil der vertraglichen Einigung selbst sein 
und damit den Erblasser binden, so dass ihr Widerruf unzulässig wäre. Zur zwei-
ten Fallgruppe gehört mitunter der Erlass der Ausgleichungspflicht im Zuwen-
dungsvertrag zwischen dem Erblasser und dem Erben. Beweis des Gegenteils 
vorbehalten, wird vermutet, der Erlass der Ausgleichungspflicht sei vertraglich und 
damit nicht mehr einseitig widerruflich, wenn er im Vertrag über die Zuwendung 
enthalten ist. Er liegt im Interesse des begünstigten Vertragspartners und hat so-
mit für sich die Vermutung der Zweiseitigkeit wie jede andere Vertragsklausel. 
Letztlich geht es dabei um die Berücksichtigung der Interessenlage der Parteien 
im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses als einem Element objektivierter Vertrags-
auslegung (vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 5C.202/2006 vom 17. 
Februar 2007, E. 2.1 ff. und 3.2 je mit weiteren Hinweisen).

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c. Zunächst einmal lässt die Formulierung im Testament selbst – wie die Vor-
instanz zu Recht festgestellt hat – einigen Interpretationsspielraum offen. Mit dem 
Wort „grundsätzlich“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch ausgedrückt, dass et-
was gerade nicht absolut gelten soll, sondern eben nur dem Grundsatz nach. Dies 
gestattet dem Verfasser, in speziellen Fällen vom festgelegten Prinzip abzuwei-
chen. Hätte die Erblasserin in der Tat zehn Tage nach Festlegung des Anrech-
nungswerts im Erbvorbezugsvertrag diesen widerrufen wollen, so hätte sie dies 
ohne Zweifel ausdrücklich erwähnen müssen und wäre dies der Klarheit halber 
auch zu erwarten gewesen. Im Weiteren übersieht der Berufungskläger, dass die 
Erblasserin in ihren handschriftlichen Testamenten vom 9. Juni 1984 und 14. No-
vember 1985 (bB 3 und 4) die gleiche Wendung benutzt hat, was sie aber nicht 
davon abgehalten hat, im Erbvorbezugsvertrag vom 8. März 1990 einen unter dem 
damaligen Verkehrswert liegenden Anrechnungswert zu bestimmen. Unter diesen 
Umständen wird offensichtlich, dass die fragliche Formulierung im Testament vom 
18. März 1990 keine weitergehende Bedeutung hatte. Im Übrigen gilt im Lichte der 
vorerwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Vermutung, dass der Er-
lass der Ausgleichungspflicht vertraglich und damit nicht mehr einseitig widerruf-
lich ist, da der Anrechnungswert der Liegenschaft im Vertrag über die Zuwendung 
selbst enthalten ist (vgl. angefochtener Entscheid, E. 10.3, S. 26 f.). Hierfür spricht 
auch die jeweilige Interessenlage der Parteien. Die Berufungsbeklagte macht in 
diesem Zusammenhang zu Recht geltend, dass der Anrechnungswert insbeson-
dere auch für den Zuwendungsempfänger ein wesentliches Element des Abtre-
tungsvertrags ist, wird sich dieser doch je nach Höhe desselben entweder für oder 
gegen die Annahme des Erbvorbezugs beziehungsweise den Abschluss eines 
entsprechenden Erbvorbezugsvertrags entscheiden. Im vorliegenden Fall bestand 
das Interesse der Erblasserin namentlich darin, sich von den Verpflichtungen der 
Liegenschaft zu lösen und gleichzeitig eine kostenlose Wohnmöglichkeit zu erhal-
ten, während die Berufungsbeklagte daran interessiert war, die Liegenschaft unter 
Berücksichtigung des Wohnrechts nicht zu einem zu hohen Anrechnungswert zu 
übernehmen (vgl. Berufungsantwort, act. A.2, S. 5). Der Beweis des Gegenteils, 
nämlich dass der vertraglich festgelegte Anrechnungswert trotz dieser Interessen-
lage widerrufen werden konnte, wurde vom Berufungskläger nicht erbracht. In 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz hat eine Ausgleichung in Bezug auf die von 
der Erblasserin an die Berufungsbeklagte übertragene Liegenschaft deshalb nur 
im Umfang von Fr. 699‘000.-- (Fr. 700‘000.-- abzüglich der Hypothekarschuld von 
Fr. 1‘000.--) zu erfolgen (Art. 626 Abs. 2 ZGB). Die Berufung erweist sich in die-
sem Punkt somit als unbegründet.

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4.a. Während sich die Parteien im Weiteren darüber einig sind, dass der Pflicht-
teil des Berufungsklägers drei Achtel beträgt, herrscht über den für die Herabset-
zung massgebenden Liegenschaftswert der Casa E. Uneinigkeit. Der Berufungs-
kläger wehrt sich im Zusammenhang mit der Pflichtteilsberechnung gegen die 
Anwendung der Quotenmethode zur Berechnung des Herabsetzungsanspruchs 
gemäss Art. 522 ff. ZGB. Seiner Ansicht nach hat die Vorinstanz Art. 474 ZGB 
verletzt, indem sie unter Berufung auf die Quotenmethode lediglich von einem 
Wert der Casa E. zum Zeitpunkt des Todes der Erblasserin von Fr. 1‘041‘850.-- 
ausgegangen ist, anstatt auf den Verkehrswert der Liegenschaft im besagten Zeit-
punkt abzustellen. Die Liegenschaft sei richtigerweise mit einem Wert von Fr. 
1‘828‘000.-- in den Nachlass einzubeziehen. Zu Recht weist die Berufungsbeklag-
te in ihrer Berufungsantwort auf das widersprüchliche Verhalten des Berufungs-
klägers hin, welcher noch im Zeitpunkt der Klageeinleitung in einem Schreiben von 
Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger an die Willensvollstreckerin ausdrücklich 
und unter Verweis auf BGE 120 II 417 die Anwendung dieser Methode forderte 
und diese in der Folge ausführlich erläuterte (vgl. bB 6). Da es diesbezüglich aber 
um Rechtsanwendung geht, ist vom Gericht selbst zu prüfen, wie der Herabset-
zungsanspruch zu berechnen ist (iura novit curia; vgl. hierzu unter anderem Myri-
am A. Gehri, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung, Basel 2010, N 3 zu Art. 57 ZPO).

b. Der Herabsetzung unterliegen wie die Verfügungen von Todes wegen unter 
anderem die Zuwendungen auf Anrechnung an den Erbteil, als Heiratsgut, 
Ausstattung oder Vermögensabtretung, wenn sie nicht der Ausgleichung unterwor-
fen sind (Art. 527 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Eine lebzeitige Zuwendung des nachmaligen 
Erblassers unterliegt der Herabsetzung, wenn sie ganz oder teilweise unentgeltlich 
war. Das trifft zu, wenn keine oder eine Gegenleistung von erheblich geringerem 
Wert erbracht worden ist, das heisst, wenn der Leistung des Erblassers keine 
gleichwertige Gegenleistung gegenübersteht, so dass ein Missverhältnis besteht 
(BGE 120 II 417 E. 3.a S. 420 mit weiteren Hinweisen). Diese Zuwendungen kön-
nen jedoch nur herabgesetzt werden, wenn sie der Ausgleichung entgehen. Das 
Bundesgericht lässt in konstanter Rechtsprechung unter Art. 527 Abs. 1 Ziff. 1 
ZGB alle diejenigen Zuwendungen fallen, welche ihrer Natur nach – objektiv – der 
Ausgleichung unterständen, ihr aber durch eine gegenteilige Verfügung des Erb-
lassers – subjektiv – entzogen worden sind. In Frage kommen beispielsweise Zu-
wendungen des Erblassers an Nachkommen im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB, 
die er von der Ausgleichungspflicht befreit hat. Soweit die fragliche Liegenschaft 
der Berufungsbeklagten unentgeltlich übertragen worden ist und der vereinbarte 

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Anrechnungswert keine vollständige Ausgleichung bewirkt, was namentlich für die 
auf den unentgeltlichen Teil der Zuwendung entfallende Wertsteigerung zwischen 
dem Zeitpunkt der Abtretung und dem Tod der Erblasserin der Fall ist, unterliegt 
diese Zuwendung also grundsätzlich der Herabsetzung (vgl. Urteil der Zivilkammer 
des Kantonsgerichts von Graubünden ZF 04 7 vom 4. Mai 2004, E. 4).

c. Zu prüfen bleibt, ob der Pflichtteilsanspruch des Berufungsklägers verletzt 
ist. Gemäss Art. 474 Abs. 1 ZGB berechnet sich der verfügbare Teil nach dem 
Stande des Vermögens zur Zeit des Todes der Erblasserin. Hinzuzurechnen sind 
die herabsetzbaren Zuwendungen unter Lebenden (Art. 475 ZGB), die lebzeitigen 
Zuwendungen, welche der Ausgleichung unterliegen (Daniel Staehelin, in: Hon-
sell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., Basel 
2011, N. 4 zu Art. 475 ZGB, Jean Nicolas Druey, Grundriss des Erbrechts, 5. Auf-
lage, § 6 N 78 und § 13 N 7) und der Rückkaufswert der vom Erblasser zu Guns-
ten Dritter begründeten Versicherungsansprüche (Art. 476 ZGB). Abzuziehen sind 
die Erbgangs- und Erbschaftsschulden (Art. 474 Abs. 2 ZGB). Die Pflichtteilsbe-
rechnung erfolgt zum Wert am Todestag (Art. 474 ZGB) und nicht zum Wert zum 
Zeitpunkt der Teilung des Nachlasses. Der Berufungskläger macht, wie bereits 
erwähnt, in Bezug auf die Liegenschaft einen Verkehrswert von Fr. 1‘828‘000.-- 
geltend und stützt sich dabei auf die Schätzungseröffnung vom 20. April 1995 (kB 
21). Massgebend ist vorliegend jedoch der 21. Dezember 2005, an welchem Tag 
C. verstorben ist. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, wurde auf diesen 
Zeitpunkt hin zwar keine Schätzung vorgenommen, doch liegt eine Schätzungs-
eröffnung vom 22. August 2006 bei den Akten (bB 14), welche dem Todeszeit-
punkt der Erblasserin ziemlich nahe kommt. Gemäss dieser Schätzung belief sich 
der Verkehrswert der Liegenschaft am 22. August 2006 auf Fr. 1‘555‘000.-- (vgl. 
auch angefochtener Entscheid, E. 13.2, S. 37). Zum Verkehrswert zum Zeitpunkt 
des Todes der Erblasserin liegt kein Beweisergebnis vor.

Die Vorinstanz berechnete den Wert der Liegenschaft zum Zeitpunkt der Abtre-
tung anhand des von der Gebäudeversicherungsanstalt (GVA) und dem Amt für 
Schätzungswesen Graubünden verwendeten Indexes. So habe die Zuwendung 
laut Schätzungseröffnung vom 16. Dezember 1987 Fr. 926‘000.-- betragen (kB 
22). Der GVA-Index habe sich im Jahre 1987 auf 710 und im Jahre 1990 auf 800 
Punkte belaufen. Demnach habe die Casa E. zum Zeitpunkt des Abschlusses des 
Erbvorbezugsvertrags am 8. März 1990 einen Verkehrswert Fr. 1‘043‘380.-- ge-
habt (Fr. 926‘000.-- : 710 x 800), womit im Umfang von Fr. 344‘380.-- eine Schen-
kung vorgelegen habe (Fr. 1‘043‘380.-- abzüglich Fr. 699‘000.--). In der Folge hielt 
die Vorinstanz sodann fest, dass die Berufungsbeklagte im Gegenzug mit der 

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Überführung der Casa E. in ihr Alleineigentum der Erblasserin und Mutter ein le-
benslängliches und unentgeltliches Wohnrecht (Nutzniessung) an der Wohnung 
im 2. Stock eingeräumt und in diesem Umfang ein Entgelt bzw. eine Gegenleis-
tung für den Erbvorbezug erbracht habe. Der im Abtretungsvertrag festgelegte 
Anrechnungswert (Fr. 699‘000.--) habe 67% des damaligen/massgeblichen Ver-
kehrswerts der Liegenschaft (Fr. 1‘043‘380.--) ausgemacht. Für den Zeitpunkt des 
Erbfalls am 21. Dezember 2006 sei auf den Verkehrswert laut Schätzungseröff-
nung vom 22. August 2006 (Fr. 1‘555‘000.--) abzustellen, wobei das Jahr 2005 
denselben GVA-Index aufweise wie das Jahr 2006, so dass sich der nach der 
Quotenmethode zu ermittelnde und in das Erbschaftsinventar aufzunehmende 
Wert der Liegenschaft auf Fr. 1‘041‘850.-- belaufe (67% von Fr. 1‘555‘000.-- [an-
gefochtener Entscheid, E. 13.2, S. 37 f.]).

d. Der Berufungskläger macht einerseits geltend, die Anwendung der Quo-
tenmethode setze bei der Ausgleichung voraus, dass der Erblasser die Berech-
nungsmethode nicht selber festgelegt habe, was vorliegend mit der Angabe eines 
konkreten Betrags als Anrechnungswert geschehen sei. Andererseits hält er dafür, 
dass vorliegend eine vollständig unentgeltliche Abtretung vorliege, da die Einräu-
mung des Wohnrechts ja mit Fr. 1‘300.-- pro Monat abgegolten und der Beru-
fungsbeklagten hierfür Fr. 249‘000.-- gutgeschrieben worden seien (vgl. Beru-
fungsschrift, act. A.1, S. 14 f.). Beim ersten Einwand dürfte sich der Berufungsklä-
ger auf das Urteil des Bundesgerichts 5C.60/2003 vom 7. Mai 2003, E. 3.2, ge-
stützt haben, welches sich indessen einzig auf den für die Ausgleichung massge-
benden Anrechnungswert bezieht. Daraus kann von vornherein nichts für die Be-
rechnung desjenigen Werts abgeleitet werden, der für die Herabsetzung bzw. die 
Berechnung der Pflichtteile einzusetzen ist. Letzterer ist seiner Natur nach der Be-
stimmung durch den Erblasser entzogen. Mit dem zweiten Einwand bestreitet der 
Berufungskläger das Vorliegen eines gemischten, d.h. teilweise entgeltlichen Ge-
schäfts und widerspricht damit der Vorinstanz, welche die Einräumung eines un-
entgeltlichen Wohnrechts an die Mutter als Gegenleistung für den Erbvorbezug 
qualifiziert hat. Dabei stösst sich der Berufungskläger offenbar daran, dass die 
Vorinstanz das Wohnrecht auch bei der Berechnung der Teilungsmasse berück-
sichtigt und dessen Wert – entgegen der in der Prozesseingabe vom 7. Oktober 
2009 (S. 11) vertretenen Auffassung des Berufungsklägers – vom vereinbarten 
Anrechnungswert (nochmals) in Abzug gebracht hat (vgl. angefochtener Ent-
scheid, E. 10.3, S. 27 f.). Ob letzteres korrekt war, ist mangels einer entsprechen-
den Rüge in der Berufung nicht mehr zu prüfen. Jedenfalls kann aus der Berech-
nung der Teilungsmasse aber nichts für die Berechnung der Pflichtteilsmasse ab-

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geleitet werden. Ob und inwieweit eine lebzeitige Verfügung als unentgeltlich im 
Sinne von Art. 527 Ziff. 1 ZGB zu qualifizieren ist, beurteilt sich aufgrund der Ver-
hältnisse im Zeitpunkt ihrer Vornahme, und zwar anhand eines Vergleichs von 
Leistung und Gegenleistung. Wird nun eine Liegenschaft unter gleichzeitigem 
Vorbehalt des Nutzungsrechts abgetreten, kann sich tatsächlich fragen, ob in der 
Einräumung des Nutzungsrechts eine die teilweise Entgeltlichkeit begründende 
Gegenleistung erblickt werden kann oder nicht eher eine um den Wert der Belas-
tung reduzierte, rein entgeltliche Zuwendung vorliegt (vgl. dazu ausführlich Paul 
Eitel, Erbrechtliche Tragweite einer Liegenschaftsabtretung mit Nutzniessungsvor-
behalt, in: recht 1996, S. 37 ff.). Das Bundesgericht hat diese Frage indessen wie-
derholt im ersten Sinne beantwortet und eine derartige Abtretung kürzlich explizit 
als Sonderfall einer gemischten Schenkung bezeichnet (vgl. zuletzt das Urteil des 
Bundesgerichts 5A_338/2010 vom 4. Oktober 2010, E. 8.1, mit Verweis auf BGE 
120 II 417 E. 3 S. 420; 116 II 667 E. 3.b.aa S. 674). Der diesbezügliche Einwand 
des Berufungsklägers erweist sich damit als unbegründet, weshalb die Anwen-
dung der Quotenmethode nicht zu beanstanden ist.

e. Der Berufungskläger macht nicht geltend, die Vorinstanz habe die Quoten-
methode falsch angewendet. Streitig ist hingegen der Wert der Liegenschaft zum 
Todeszeitpunkt der Erblasserin, was den Berufungskläger zu einem Antrag auf 
Einholung einer neuen Schätzung bewegt hat. Die Überlegungen der Vorinstanz 
zu den Liegenschaftswerten zum Zeitpunkt der Übertragung auf die Berufungsbe-
klagte sowie zum Zeitpunkt des Todes der Erblasserin sind allerdings ohne weite-
res nachvollziehbar und entsprechen der Gerichtspraxis (vgl. Urteil der Zivilkam-
mer des Kantonsgerichts von Graubünden ZF 04 7 vom 4. Mai 2004, E. 5). In der 
Gerichtspraxis ebenfalls anerkannt und somit nicht zu beanstanden ist die Anwen-
dung des GVA-Indexes zur Bestimmung des Liegenschaftswerts. Ausgehend von 
einem Liegenschaftswert von Fr. 926‘000.-- gemäss Schätzungseröffnung vom 16. 
Dezember 1987 (kB 22) hat die Vorinstanz unter Zuhilfenahme des GVA-Indexes 
(Jahr 1987: 710 Punkte; Jahr 1990: 800 Punkte) für den Zeitpunkt der Übertra-
gung der Liegenschaft einen Verkehrswert von Fr. 1‘043‘380.-- ermittelt. Da die 
Erblasserin am 21. Dezember 2005 verstorben ist, stellte die Vorinstanz zur Be-
stimmung des Verkehrswerts zum Zeitpunkt des Erbfalls auf die nächstliegende 
Schätzung vom 22. August 2006 (Fr. 1‘555‘000.--; kB 14) ab. Diese Vorgehens-
weise ist ohne weiteres zulässig, zumal der GVA-Index in den Jahren 2005 und 
2006 gleich geblieben ist und der Berufungskläger nicht geltend machen kann, 
dass in den dazwischen liegenden acht Monaten besondere Ereignisse eine mar-
kante Wertveränderung ausgelöst hätten. Die im Anschluss daran vorgenommene 

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konkrete Umsetzung der Quotenmethode wurde vom Berufungskläger sodann 
nicht mehr gerügt, weshalb diesbezüglich von einer Überprüfung durch die 
Rechtsmittelinstanz abgesehen werden kann. Die Berufung erweist sich folglich 
auch in diesem Punkt als unbegründet. Damit ist auch der Antrag auf Einholung 
einer neuen Schätzung per Todeszeitpunkt abzuweisen.

f. Soweit der Berufungskläger im Weiteren geltend macht, dass im Rahmen 
der Pflichtteilsberechnung eine weitere Abtretung, die Parzelle Nr._ im Umfang 
von 60 m2 in Z., unberücksichtigt geblieben sei, ist er nicht zu hören. Diese im Be-
rufungsverfahren erstmals vorgebrachte Tatsachenbehauptung ist neu und hätte 
ohne Zweifel schon vor der Vorinstanz vorgebracht werden können (Art. 317 Abs. 
1 lit. b ZPO). Diese Unterlassung kann auch nicht mit der im Erbteilungsverfahren 
geltenden (beschränkten) Untersuchungsmaxime (Art. 85 des Einführungsgeset-
zes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]) korrigiert wer-
den, da das Novenrecht auch in derartigen Verfahren an die strengen Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO geknüpft ist (BGE 138 III 625). Im Übrigen war 
diese Parzelle ebenfalls Gegenstand des Erbvorbezugsvertrags vom 8. März 1990 
und im Anrechnungswert von Fr. 700‘000.-- enthalten (vgl. kB 20, S. 3). Ange-
sichts der geringen Grösse der Parzelle ist die Angabe der Berufungsbeklagten, 
dass es sich dabei um einen Garten handelte, welcher ausserhalb der Bauzone 
liegt, durchaus glaubhaft, so dass der Wert des Kleingrundstücks nicht ins Ge-
wicht fällt.

5.a. Der Berufungskläger rügt sodann, die Vorinstanz habe der Berufungsbe-
klagten einen Lidlohn in Höhe von Fr. 94‘050.-- zugesprochen, obschon diese 
Forderung in keiner Art und Weise genügend substantiiert worden sei. Zudem sei-
en die Voraussetzungen für die Zusprechung eines Lidlohns nicht erfüllt, habe die 
Berufungsbeklagte doch nicht im gleichen Haushalt gelebt wie die Erblasserin. 
Vielmehr hätten die Berufungsbeklagte und die Erblasserin je eine eigene Woh-
nung bewohnt. Somit sei die Behauptung der Berufungsbeklagten, sie habe mit 
der Berufungsbeklagten im gleichen Haushalt gelebt, falsch. Ebenso wenig habe 
sie dargelegt, in welchem Umfang und mit welchen Tätigkeiten sie die Erblasserin 
unterstützt habe. Zwar habe sich gezeigt, dass die Berufungsbeklagte die Erblas-
serin in einem gewissen Umfang betreut habe. Ob dieser Umfang das übliche und 
von Nachkommen zu erwartende Mass überschritten habe, sei indessen nicht 
nachgewiesen. Der Gesamtnachlass werde daher um Fr. 94‘050.-- entlastet.

b. Die angemessene Entschädigung, die den Kindern oder Grosskindern für 
Zuwendungen an den mit der Erblasserin gemeinsam geführten Haushalt ge-

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schuldet wird, ist zu den Erbschaftsschulden zu rechnen, soweit dadurch nicht 
eine Überschuldung der Erbschaft entsteht (Art. 603 Abs. 2 ZGB). Gemäss Art. 
334 Abs. 1 ZGB können volljährige Kinder oder Grosskinder, die ihren Eltern oder 
Grosseltern in gemeinsamem Haushalt ihre Arbeit oder ihre Einkünfte zugewendet 
haben, hierfür eine angemessene Entschädigung verlangen. Diese Entschädigung 
kann mit dem Tode des Schuldners geltend gemacht werden (Art. 334bis Abs. 1 
ZGB). Zwar schwebt dieser Regelung als typische gesellschaftliche Wirklichkeit 
ein Landwirtschaftsbetrieb vor, doch sind die entsprechenden Bestimmungen auch 
auf andere Haushalte anwendbar (Peter Tuor/Bernhard Schnyder/Alexandra Ru-
mo-Jungo, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 13. Aufl., Zürich 2009, § 47 N 
17). Der vom Berufungskläger geltend gemachte Einwand des fehlenden gemein-
samen Haushalts ist nicht stichhaltig. Gemäss herrschender Lehre ist dieser Be-
griff – gerade mit Blick auf die neuen landwirtschaftlichen Siedlungsformen, wel-
che in der Regel zwei getrennte, selbständige Wohneinheiten vorsehen – weit 
auszulegen (vgl. Benno Studer, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Zivilgesetzbuch I, 4. Aufl., Basel 2010, N 4 zu Art. 334 ZGB; Andrea Büch-
ler/Marco Frei, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, Basel 2012, N 4 zu 
Art. 334 ZGB). Angesichts dessen ist der Umstand, dass die Berufungsbeklagte 
und die Erblasserin zwei separate Wohnungen bewohnt haben, für das Kriterium 
des gemeinsamen Haushalts unerheblich.

c. Soweit der Berufungskläger rügt, die Berufungsbeklagte habe die Höhe der 
Lidlohnforderung nicht genügend substantiiert, und überdies anzweifelt, ob der 
Umfang der von ihr erbrachten Pflegeleistungen das von Nachkommen zu erwar-
tende Mass überhaupt überschritten hat, ist er ebenfalls nicht zu hören. Was den 
Umfang der von der Berufungsbeklagten erbrachten Pflege- bzw. Betreuungsleis-
tungen anbelangt, hat es die Vorinstanz gestützt auf die aktenkundigen Aussagen 
von Dr. med. L., Hausarzt der Erblasserin, sowie I., Sachbearbeiter bei der Wil-
lensvollstreckerin, als ausgewiesen erachtet, dass sich die Berufungsbeklagte 
während vieler Jahre nicht nur um die Erblasserin gekümmert, sondern diese auch 
gepflegt hat (vgl. angefochtener Entscheid, E. 11.2.4.2, S. 32 ff.). Inwiefern diese 
Schlussfolgerung unrichtig sein sollte, vermag der Berufungskläger seinerseits 
nicht substantiiert darzulegen. Unzutreffend ist in diesem Zusammenhang auch 
seine Rüge, wonach das von Dr. med. L. abgegebene Zeugnis nicht als Beweis 
ausreiche, weil seine Aussagen lediglich auf Hörensagen und auf dessen eigenem 
Eindruck beruhten. Anlässlich der formellen Befragung vor dem Bezirksgericht 
Prättigau/Davos vom 23. August 2011 gab Dr. med. L. diesbezüglich erläuternd zu 
Protokoll, seine im Schreiben vom 13. Mai 2011 getätigten Wahrnehmungen be-

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ruhten einerseits auf seinen Erfahrungen bezüglich des gesundheitlichen Zu-
stands der Erblasserin und andererseits auch auf Aussagen der Berufungsbeklag-
ten ihm gegenüber (act. V./3, S. 3). Im zuvor angesprochenen Schreiben zuhan-
den der Vorinstanz führte Dr. med. L. aus, dass die Berufungsbeklagte ihre Mutter 
während fünf Jahren intensiv gepflegt habe, wobei es sich mehr oder weniger um 
eine Betreuung rund um die Uhr gehandelt habe. Da die Erblasserin zunehmend 
dement geworden sei, sei sie bei allen täglichen Verrichtungen und bei der Mahl-
zeitenzubereitung bzw. -aufnahme auf die Hilfe der Berufungsbeklagten angewie-
sen gewesen. Da krankheitsbedingt auch Störungen des Tag-/Nachtrhythmus und 
Angstzustände aufgetreten seien, sei die Berufungsbeklagte auch nachts immer 
wieder mit ihrer Mutter beschäftigt gewesen. Der zeitliche Umfang der Pflegever-
richtungen dürfte somit ein 100%-Arbeitspensum bei weitem überschritten haben. 
Überdies habe die Berufungsbeklagte ihre Mutter auch nach dem Eintritt ins Al-
tersheim umfassend betreut. So hätten einerseits die rezidivierenden Angst- und 
Verwirrungszustände der Mutter immer wieder beruhigt werden können, anderer-
seits habe die Berufungsbeklagte für ihre Mutter sämtliche Besorgungen erledigt 
und sie während der Zeit einer aufwendigen Bestrahlungstherapie wöchentlich ins 
Kantonsspital Chur gefahren. Aufgrund der starken zeitlichen und psychischen 
Belastung sei die Berufungsbeklagte dabei mehrmals an ihre Leistungsgrenze 
gestossen (vgl. Schreiben vom 13. Mai 2011, act. V./3, Beilage). Da sowohl die 
Erblasserin als auch die Berufungsbeklagte seit dem Jahre 1998 bei Dr. med. L. in 
Behandlung waren (vgl. act. V./3, S. 3), steht für das Kantonsgericht ausser Zwei-
fel, dass Letzterer durchaus in der Lage war, aufgrund der jeweils stattgefundenen 
Patientengespräche eine die tatsächlichen Verhältnisse widerspiegelnde Ein-
schätzung in Bezug auf den von der Berufungsbeklagten gegenüber ihrer Mutter 
geleisteten Umfang an Pflege- und Betreuungsleistungen vorzunehmen. Damit ist 
aber auch erstellt, dass die Aussagen von Dr. med. L., auf welche die Vorinstanz 
sich in ihrer Entscheidfindung abgestützt hat, entgegen der Behauptung des Beru-
fungsklägers nicht einzig auf Hörensagen sowie auf eigene Eindrücke zurückzu-
führen waren, sondern vielmehr das Resultat mehrerer Patientengespräche mit 
den unmittelbar betroffenen Personen sind. Dass er nicht befähigt wäre, zu einer 
derartigen Einschätzung zu gelangen, wird im Übrigen auch vom Berufungskläger 
zu Recht nicht geltend gemacht. Ferner konnte auch I. bestätigen, dass sich die 
Berufungsbeklagte nicht nur um ihre Mutter gekümmert, sondern diese auch ge-
pflegt hat; deswegen habe die Berufungsbeklagte sogar ihr Arbeitspensum redu-
ziert. Einerseits wisse er dies von der Berufungsbeklagten selbst und andererseits 
sei ihm das in seiner Funktion als Willensvollstrecker auch vom Arzt schriftlich 
bestätigt worden (act. V./1, S. 4 und 6). In Übereinstimmung mit den vorinstanzli-

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chen Erwägungen ist das Kantonsgericht der Auffassung, dass im vorliegenden 
Fall rechtsgenüglich ausgewiesen ist, dass die Berufungsbeklagte ihrer Mutter 
über den von der Vorinstanz festgestellten Zeitraum – von 2000 bis zu deren To-
destag am 21. Dezember 2005 – eine intensive Betreuung und Pflege zukommen 
liess. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz der Berufungsbeklagten hierfür 
zu Recht einen Anspruch auf Lidlohn zuerkannt.

d. Keinerlei Anlass zu irgendwelchen Beanstandungen gibt sodann die kon-
krete Berechnung des Lidlohns. Die Vorinstanz betrachtete mit Blick auf die Lohn-
ansätze für Arbeit im bäuerlichen Haushalt den von der Berufungsbeklagten gel-
tend gemachten Lidlohn in Höhe von jährlich rund Fr. 16‘000.-- als angemessen 
(angefochtener Entscheid, E. 11.2.4.2, S. 34). Für die Bemessung des Lidlohns 
können – auch im Bereich nichtlandwirtschaftlicher Betriebe – die Erfahrungswerte 
des Schweizerischen Bauernverbands herangezogen werden (Tuor/Schnyder/ 
Rumo-Jungo, a.a.O., § 47 N 17; Büchler/Frei, a.a.O., N 5 zu Art. 334 ZGB; Studer, 
a.a.O., N 7 zu Art. 334 ZGB). Diese erachtete das Bundesgericht bereits in BGE 
100 II 435 grundsätzlich als angemessen (BGE 100 II 435 E. 2 S. 437; siehe auch 
BGE 109 II 389 E. 3 S. 391 f.). Angesichts des darin für den betreffenden Zeitraum 
aufgeführten Lidlohns von durchschnittlich rund Fr. 24‘000.-- pro Jahr (vgl. bB 13) 
ist der von der Berufungsbeklagten geforderte und von der Vorinstanz zugespro-
chene Lidlohn in der Höhe von Fr. 16‘000.-- pro Jahr durchaus angemessen und 
daher nicht zu beanstanden. Konkrete Einwände gegen die Berechnung der Ent-
schädigung werden denn auch vom Berufungskläger nicht vorgetragen.

6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zunächst die Aus-
gleichsanordnung der Erblasserin in ihrem Testament vom 18. März 1990 korrekt 
interpretiert und entgegen der Auffassung des Berufungsklägers kein Bundesrecht 
verletzt hat. Alsdann hat sie unter Anwendung der Quotenmethode den anrechen-
baren Wert der Casa E. zum Zeitpunkt des Erbgangs korrekt ermittelt und auch 
die Höhe der der Berufungsbeklagten zustehenden Entschädigung aus Lidlohn 
zutreffend festgelegt. Da die übrigen Positionen der vorinstanzlichen Pflichtteilsbe-
rechnung nicht mit Berufung angefochten wurden, entfällt eine diesbezügliche 
Überprüfung durch die Rechtsmittelinstanz und es bleibt bei der vorinstanzlich er-
mittelten Herabsetzung der Abtretung der Casa E. im Umfang von Fr. 66‘096.20 
sowie der von der Berufungsbeklagten zugunsten des Berufungsklägers zu leis-
tenden Ausgleichszahlung in Höhe von Fr. 213‘753.-- (vgl. angefochtener Ent-
scheid. E. 13.3, S. 38 f.). Damit erweisen sich alle Rügen des Berufungsklägers 
als unbegründet, was die vollumfängliche Abweisung der Berufung zur Folge hat.

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7. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Berufungsverfahrens – beste-
hend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO) – 
zu Lasten des Berufungsklägers (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten wer-
den auf Fr. 8‘000.-- festgesetzt (vgl. Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsge-
bühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Die Festsetzung der aussergerichtli-
chen Entschädigung zugunsten der Berufungsbeklagten erfolgt mangels Einrei-
chung einer Honorarnote nach richterlichem Ermessen. Angesichts der sich stel-
lenden Sach- und Rechtsfragen sowie des damit verbundenen Aufwands er-
scheint eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 4‘500.-- (inkl. MWSt und Spe-
sen) als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 8‘000.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers.

b) Der Berufungskläger hat die Berufungsbeklagte für das Berufungsverfahren 
mit Fr. 4‘500.-- (inkl. MWSt und Spesen) aussergerichtlich zu entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 
42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren 
der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: