# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a736d75-d92b-5bbe-8839-7935f57f5e10
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 17.01.2013 ZK1 2012 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2012-68_2013-01-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

__________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 17. Januar 2013 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 12 68          22. Januar 2013

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Richter Schlenker und Michael Dürst
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der S t o c k w e r k e i g e n t ü m e r g e m e i n s c h a f t  B . , Beklagte und Be-
schwerdeführerin, vertreten durch die X., wiedervertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
iur. Dominik Infanger, Werkstrasse 2, 7000 Chur, 

gegen

die Verfügung der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja vom 24. September 
2012, in Sachen der A . , Klägerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether, Lautengartenstrasse 7, 4052 Basel, ge-
gen die Beklagte und Beschwerdeführerin,

betreffend Anfechtung eines Beschlusses der Stockwerkeigentümergemeinschaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. Am 21. Juni 2012 leitete die A. (nachfolgend A.; Klägerin) bei der Schlich-
tungsbehörde des Bezirks Maloja gegen die Stockwerkeigentümergemeinschaft B. 
(nachfolgend StWEG B.; Beklagte) ein Schlichtungsgesuch gemäss Art. 197 ff. 
ZPO mit folgendem Rechtsbegehren ein:

„1. Es sei festzustellen, dass der Beschluss der Beklagten vom 24. Mai 
2012 betreffend Einbau einer neuen Fluchttüre in Gutheissung der 
Klage nichtig ist;

2. Evtl. sei der Beschluss der Beklagten vom 24. Mai 2012 betreffend 
Einbau einer neuen Fluchttüre in Gutheissung der Klage zufolge An-
fechtung aufzuheben;

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“

In ihrer Eingabe erklärte die Klägerin eingangs, dass sie Eigentümerin einer Wert-
quote von 890/1000 der StWEG B. sei und die übrigen 110/1000 auf die C. AG 
entfielen. Sie (die Klägerin) betreibe in ihrem Stockwerkeigentum das B.; das Mit-
eigentum der C. AG bestehe aus Ladengeschäften. Die C. AG möchte nun durch-
setzen, dass ihr durch bauliche Massnahmen ein Fluchtweg aus ihren Ladenge-
schäften, welcher über gemeinschaftliche Teile führe, zur Verfügung gestellt wer-
de, wodurch auch das Sonderrecht der Klägerin tangiert werde. In diesem Zu-
sammenhang habe die C. AG ein Verfahren betreffend Rechtsschutz in klaren 
Fällen gemäss Art. 257 ZPO angehoben, in welchem sie unterlegen sei. Nunmehr 
habe sie in der Versammlung der Stockwerkeigentümer vom 24. Mai 2012 mit ih-
ren vier Stimmen gegen die Stimme der Klägerin den Beschluss gefasst, dass das 
Baugesuch für den Einbau einer Fluchttüre bei der Gemeinde Z. eingereicht wer-
den könne. Infolge der Teilnahme der C. AG an der Beratung und an der Abstim-
mung zu Traktandum 4 der Versammlung der Stockwerkeigentümer sei der Be-
schluss über den Einbau einer Fluchttüre nichtig bzw. eventualiter zufolge recht-
zeitiger Anfechtung als ungültig aufzuheben.

2. Mit Datum vom 25. Juni 2012 wurden die Parteien von der Schlichtungs-
behörde des Bezirks Maloja aufgefordert, persönlich zur Vermittlungsverhandlung 
vom 19. Juli 2012 zu erscheinen. Auf Gesuch von Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik 
Infanger als Rechtsvertreter der beklagten Partei vom 5. Juli 2012 wurde die Ver-
mittlungsverhandlung von der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja mit 
Schreiben vom 10. Juli 2012 auf den 23. August 2012 verschoben.

3. Am 23. August 2012 fand die Schlichtungsverhandlung im Sitzungszimmer 
des Bezirksgerichts Maloja in Z. statt. Neben D., welchem als Vermittler-

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Stellvertreter die Leitung der Schlichtungsverhandlung oblag, waren Rechtsanwalt 
lic. iur. Christoph Grether als Vertreter der klagenden Partei sowie E. und Rechts-
anwalt Dr. iur. Dominik Infanger als Verwalter bzw. Rechtsvertreter der beklagten 
Partei anwesend. Anlässlich der Vermittlungsverhandlung machte Rechtsanwalt 
Dr. iur. Dominik Infanger geltend, die klagende Partei sei säumig, weshalb das 
Schlichtungsgesuch im Sinne von Art. 204 Abs. 1 und Art. 206 ZPO als zurückge-
zogen gelte. Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether bestritt dies und brachte vor, 
dass er die klägerische Partei sehr wohl vertrete und die schriftliche Vollmacht 
nachreichen werde. Zudem habe zwar die klagende Partei Sitz im Bezirk Maloja, 
nicht jedoch deren Verwaltungsräte. Auch nach Unterbruch der Verhandlung be-
harrten beide Parteivertreter auf ihren Standpunkten. Des Weiteren führten sie 
aus, in der Sache nicht verhandeln zu wollen bzw. aufgrund des Streitgegen-
stands gar nicht verhandeln zu können.

4. Mit Schreiben vom 20. September 2012 reichte die A. bei der Schlichtungs-
behörde des Bezirks Maloja eine schriftliche Vollmacht ein, in welcher F. und G. 
als kollektivzeichnungsberechtigte Organe der Klägerin unter anderem Rechtsan-
walt Dr. iur. H. bevollmächtigten, die Klägerin in Sachen StWEG B. vor Gericht zu 
vertreten. In der Folge substituierte Rechtsanwalt Dr. iur. H. die Vollmacht an 
Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether.

B. Am 24. September 2012 teilte die Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja 
den Parteien das Protokoll der Schlichtungsverhandlung mit und erteilte der kla-
genden Partei mangels Einigung die Klagebewilligung (Art. 209 Abs. 1 lit. b ZPO). 
Die Rechtsbegehren darin lauteten wie folgt:

„Rechtsbegehren der klagenden Partei

1. Es sei festzustellen, dass der Beschluss der Beklagten vom 24. Mai 
2012 betreffend Einbau einer neuen Fluchttüre in Gutheissung der 
Klage nichtig sei.

2. Evtl. sei der Beschluss der Beklagten vom 24. Mai 2012 betreffend 
Einbau einer neuen Fluchttüre in Gutheissung der Klage zufolge An-
fechtung aufzuheben.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.

Rechtsbegehren der beklagten Partei

__________________“

Mit Bezug auf den anlässlich der Schlichtungsverhandlung seitens des beklagti-
schen Rechtsvertreters geltend gemachten Einwand betreffend Säumnis der kla-
genden Partei führte die Schlichtungsbehörde aus, dass die Parteien gestützt auf 

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Art. 204 ZPO zwar grundsätzlich persönlich zur Verhandlung zu erscheinen hätten 
und bei juristischen Personen in der Regel die Anwesenheit einer zeichnungsbe-
rechtigten Person erforderlich sei. Allerdings sei die Vertretung nicht nur Organen 
bzw. Gesellschaftern vorbehalten; es genüge, wenn der für die juristische Person 
agierende Vertreter eine gemäss Handelsregister gültig unterzeichnete Vollmacht 
vorweise, welche ihn zur Prozessvertretung bevollmächtige. Diese Voraussetzung 
sei vorliegend erfüllt, weshalb die klagende Partei nicht säumig im Sinne von Art. 
206 Abs. 1 ZPO gewesen sei.

C. Gegen diese Verfügung der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja liess 
die StWEG B. mit Eingabe vom 5. Oktober 2012 Berufung an das Kantonsgericht 
von Graubünden mit folgendem Rechtsbegehren erheben:

„1. Die beigeschlossene Verfügung der Schlichtungsbehörde des Bezirkes 
Maloja (ohne Datum) in Sachen der Parteien sei aufzuheben und das 
Verfahren vor der Schlichtungsbehörde des Bezirkes Maloja sei zufol-
ge Klagerückzugs als gegenstandslos mit amtlicher Kostenfolge zulas-
ten der Klägerin abzuschreiben.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“

In ihrer Begründung macht die StWEG B. geltend, die Schlichtungsbehörde habe 
Art. 204 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 206 Abs. 1 ZPO verletzt, indem sie das Ver-
fahren mittels Erteilung der Klagebewilligung abgeschlossen habe anstatt das Ver-
fahren zufolge Säumnis der klagenden Partei als zurückgezogen zu betrachten 
und das Verfahren demzufolge als gegenstandslos abzuschreiben. Gemäss Art. 
204 Abs. 1 ZPO müssten die Parteien grundsätzlich persönlich zur Schlichtungs-
verhandlung erscheinen. Die Pflicht zum persönlichen Erscheinen gelte auch für 
juristische Personen. Eine Partei müsse dann nicht persönlich erscheinen und 
könne sich vertreten lassen, wenn sie ausserkantonalen Wohnsitz bzw. Sitz habe 
(Art. 204 Abs. 3 lit. a ZPO). Bei der Klägerin handle es sich um eine Aktiengesell-
schaft mit Sitz in Z., weshalb sie persönlich an der Schlichtungsverhandlung hätte 
teilnehmen müssen, zumal die vorgängige Orientierung über die Vertretung im 
Sinne von Art. 204 Abs. 4 ZPO nicht erfolgt sei. In tatsächlicher Hinsicht sei er-
stellt, dass anlässlich der Schlichtungsverhandlung weder ein Verwaltungsrat, ein 
Geschäftsführer noch ein Handlungsbevollmächtigter, sondern lediglich der 
Rechtsvertreter anwesend gewesen sei, welcher überdies keine schriftliche Voll-
macht habe vorlegen können. Damit sei die Klägerin weder persönlich anwesend 
noch vertreten gewesen, weshalb das Schlichtungsverfahren gar nicht korrekt ha-
be durchgeführt werden können und die Säumnisfolgen nach Art. 206 ZPO greifen 
würden. Was sodann die von der Klägerin nachgereichte Vollmacht anbelange, so 
sei diese – abgesehen davon, dass sie nicht bis zum von der Schlichtungsbehörde 

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angesetzten Datum eingereicht worden sei – aus zwei Gründen nach wie vor un-
genügend. Erstens fehle ein Auszug aus dem Handelsregister als Nachweis dafür, 
dass die Personen, welche die Vollmacht unterzeichnet hätten, für die Klägerin 
rechtsgenügend handeln dürften. Zweitens würden mit der nachgereichten Voll-
macht die Handlungen von Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether nicht rückwir-
kend genehmigt, was indes erforderlich sei, weil die Vollmachten und die Substitu-
ierung beide erst nach dem Schlichtungstermin unterzeichnet worden seien. Sogar 
wenn es entgegen des klaren Wortlauts ausreichen würde, dass anstelle der Par-
tei lediglich ein Rechtsanwalt erscheine, wäre die Klägerin somit säumig gewesen, 
weil der Rechtsanwalt am Schlichtungstermin nicht bevollmächtigt gewesen sei.

D. Mit Berufungsantwort vom 16. Oktober 2012 stellte die A. den Antrag, auf 
die Berufung sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Entgegen der 
Auffassung der Beklagten könne nicht ernsthaft bestritten werden, dass Dr. iur. H. 
seitens der Klägerin gültig bevollmächtigt worden sei und dieser den Unterzeich-
nenden alsdann ebenfalls gültig in diese Vollmacht substituiert habe. Zum einen 
habe die Klägerin eine Kopie des Schlichtungsgesuchs vom 21. Juni 2012 zuge-
stellt erhalten und dagegen nicht remonstriert, was bereits auf eine Vollmachtser-
teilung schliessen lasse. Zum anderen sei – obwohl auch die mündliche Bevoll-
mächtigung zulässig sei – nachträglich eine schriftliche Vollmacht mit Substitution 
innert erstreckter Frist bei der Schlichtungsbehörde eingereicht worden. Zudem 
sei mit Erteilung der Vollmacht durch die Organe der Klägerin auch die Genehmi-
gung der bisherigen Aktivitäten des Vertreters sowie auch des Substituten ver-
bunden. Die Voraussetzungen gemäss Art. 38 Abs. 1 OR seien mithin erfüllt, da 
die Vollmachtserteilung bzw. die Genehmigung durch die Klägerin rückwirkende 
Kraft entfalte. Im Übrigen könne keine Rede davon sei, dass die Fristerstreckung 
„erschlichen“ worden sei; eine solche sei vielmehr erforderlich gewesen, weil der 
Unterzeichnende erst am 19. September 2012 habe substituiert werden können. 
Die Einwände der StWEG B. in dieser Hinsicht seien daher unzutreffend und un-
richtig. Auf die Berufung könne aber aus zwei Gründen ohnehin nicht eingetreten 
werden. Zum einen habe anlässlich der Schlichtungsverhandlung weder eine Er-
mächtigung zur Prozessführung noch ein Beschluss über die Bestellung eines 
Rechtsvertreters vorgelegen. Die Beklagte sei daher im Schlichtungsverfahren 
ihrerseits säumig gewesen, weshalb die Schlichtungsbehörde zu Recht die Klage-
bewilligung erteilt habe. Infolgedessen sei auf die Berufung bereits aus diesem 
Grund nicht einzutreten. Zum anderen handle es sich bei der Klagebewilligung 
nicht um einen Entscheid, der mit Berufung angefochten werden könne, sodass 
auf das seitens der Beklagten ergriffene Rechtsmittel auch aus diesem Grund 

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nicht eingetreten werden könne. Die Schlichtungsbehörde habe schliesslich auch 
zutreffend ausgeführt, dass die Klägerin keine Säumnis im Sinne von Art. 206 
Abs. 1 ZPO treffe, was zur Abweisung der Berufung führe, sofern darauf nach 
dem Gesagten überhaupt einzutreten sei.

E. Mit Replik vom 22. Oktober 2012 bzw. Duplik vom 1. November 2012 hiel-
ten die Parteien unverändert an ihren Rechtsbegehren gemäss Berufung bzw. 
Berufungsantwort fest.

Auf die weitergehenden Ausführungen in der angefochtenen Klagebewilligung so-
wie in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Vorliegend ist zunächst zu prüfen, ob die StWEG B. überhaupt zur Ergrei-
fung eines Rechtsmittels gegen die vom Vermittler-Stellvertreter der Schlichtungs-
behörde des Bezirks Maloja ausgestellte Klagebewilligung vom 24. September 
2012 legitimiert ist. Die A. bringt in diesem Zusammenhang nämlich vor, die 
StWEG B. habe die gemäss Art. 712t Abs. 2 ZGB notwendige Klageermächtigung 
nicht eingeholt. Demgegenüber vertritt die StWEG B. die Auffassung, eine solche 
sei für das vorliegende Verfahren nicht erforderlich, da das Vermittlungsverfahren 
als summarisches Verfahren ausgestaltet sei, womit eine gesetzliche Vollmacht 
zugunsten des Verwalters vorgelegen habe. Wie aus dem Folgenden hervorgeht, 
gehen die Ausführungen beider Parteien an der Sache vorbei.

a. Gemäss Art. 712t Abs. 2 ZGB bedarf der Verwalter zur Führung eines an-
zuhebenden oder vom Gegner eingeleiteten Zivilprozesses ausserhalb des sum-
marischen Verfahrens der vorgängigen Ermächtigung durch die Versammlung der 
Stockwerkeigentümer, unter Vorbehalt dringender Fälle, in denen die Ermächti-
gung nachgeholt werden kann. Für die Frage, ob ein summarisches Verfahren im 
Sinne dieser Gesetzesbestimmung vorliegt, kommt es nicht darauf an, ob der dem 
eigentlichen Entscheidverfahren vorgelagerte Schlichtungsversuch (vgl. Art. 197 
ZPO) summarischer Natur ist. Vielmehr ist massgeblich, welche Klageart mit dem 
Schlichtungsversuch eingeleitet wird. Bei vorgeschriebenem Schlichtungsverfah-
ren (bezüglich Ausnahmen siehe Art. 198 f. ZPO) wird nämlich die Klage selbst 
rechtshängig (vgl. Art. 62 ff. ZPO). Die Anfechtung von Beschlüssen einer Stock-
werkeigentümerversammlung erfolgt vorliegend unbestrittenermassen im ordentli-

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chen Verfahren, welches mit der Einreichung des Schlichtungsgesuchs seinen 
Anfang nimmt. Schon aus diesem Grund ist zu verlangen, dass in solchen Fällen 
bereits für das Schlichtungsverfahren eine Klageermächtigung vorliegt. Sodann 
gelangt man auch aufgrund des Sinns und Zwecks dieser Prozessführungsbewilli-
gung zum gleichen Schluss. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft soll sich näm-
lich rechtzeitig schlüssig werden, ob sie einen Zivilprozess anheben oder sich auf 
einen solchen einlassen will, und der einzelne Stockwerkeigentümer soll nicht da-
mit rechnen müssen, dass die Gemeinschaft durch den Verwalter leichtfertig in 
einen Prozess verwickelt wird. Die Ermächtigung vor Durchführung des Schlich-
tungsverfahrens ist aber auch deshalb von Bedeutung, weil ohne eine solche der 
Verwalter anlässlich der Schlichtungsverhandlung keinen Vergleich abschliessen 
könnte. Ferner soll sich die Gemeinschaft im Voraus mit der Streitsache befassen, 
damit sie dem Verwalter Weisungen erteilen kann (vgl. PKG 1979 Nr. 6 E. 2). Will 
eine ordentliche Klage eingereicht werden oder wird – wie vorliegend – eine 
Stockwerkeigentümergemeinschaft in einen im ordentlichen Verfahren zu führen-
den Prozess einbezogen, so ist vorgängig, d.h. vor Durchführung des Schlich-
tungsverfahrens, eine Klageermächtigung einzuholen, es sei denn, der Verhand-
lungstermin werde derart kurzfristig angesetzt, dass es zeitlich nicht möglich ist, 
dieser Verpflichtung nachzukommen. In derart dringlichen Fällen kann die Er-
mächtigung nachgeholt werden (Art. 712t Abs. 2 ZGB am Ende; vgl. einen derarti-
gen, ebenfalls eine Sühneverhandlung betreffenden Fall in PKG 1989 Nr. 3 E. 
2.b). Festzuhalten ist aber grundsätzlich, dass eine Klageermächtigung für die 
Stockwerkeigentümergemeinschaft bereits für das Schlichtungsverfahren einzuho-
len ist, sofern das Entscheidverfahren nicht bloss summarischer Natur ist.

b. Dieses Zwischenergebnis führt aber nicht bereits dazu, dass auf das 
Rechtsmittel der StWEG B. mangels Klageermächtigung nicht eingetreten werden 
könnte. Vorliegend handelt es sich nämlich um den besonderen Fall, dass eine 
Stockwerkeigentümerin einen Beschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft 
anficht. Bei einer solchen Konstellation ist nach Lehre und Rechtsprechung ein 
formeller Beschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft nicht notwendig. Viel-
mehr genügt in diesen Fällen eine von den übrigen Stockwerkeigentümern unter-
zeichnete Vollmacht als Prozessführungsermächtigung, zumal die Prozess 
führende Stockwerkeigentümerin bei der Beschlussfassung über die Prozess-
führung der Gemeinschaft zufolge der offensichtlich bestehenden Interessenkolli-
sion ohnehin ausgeschlossen ist (vgl. PKG 2010 Nr. 3 E. 3 mit weiteren Hinwei-
sen). Zu prüfen ist somit, ob eine genügende Vollmacht vorliegt. In seinem Schrei-
ben vom 5. Juli 2012 an die Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja teilte 

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Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger dem Vermittler-Stellvertreter mit, die 
StWEG B. habe ihn beauftragt, ihre Interessen zu wahren. Die ordentliche Bevoll-
mächtigung werde anlässlich der Vermittlungsverhandlung nachgewiesen (act. 4 
der vermittleramtlichen Akten). Offenbar wurde in der Folge vom Rechtsvertreter 
der StWEG B. eine Vollmacht aber weder zugestellt noch zur Schlichtungsver-
handlung vom 23. August 2012 mitgebracht und auch nicht nachträglich einge-
reicht, da sich bei den vermittleramtlichen Akten keine entsprechende Vollmacht 
befindet. Damit verstiess der Rechtsvertreter der Beklagten gegen Art. 68 Abs. 3 
ZPO, wonach sich die Vertreterin oder der Vertreter durch eine Vollmacht auszu-
weisen hat (Dominik Infanger, in: Dolge/Infanger, Schlichtungsverfahren nach 
Schweizerischer Zivilprozessordnung, Zürich 2012, S. 38). Allerdings hätte der 
Vermittler-Stellvertreter Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger im Sinne von Art. 
132 Abs. 1 ZPO eine Nachfrist zur Einreichung der Vollmacht ansetzen müssen. 
Dies ändert wiederum nichts an der Tatsache, dass der Rechtsvertreter der 
StWEG B. auch mit der Berufungsschrift keine Vollmacht eingereicht hat und sich 
demzufolge zu Unrecht auf „die im Recht liegende Vollmacht“ beruft (vgl. act. A.1, 
Ziff. II./1 S. 2). Erst als in der Berufungsantwort die fehlende Ermächtigung 
bemängelt wurde (act. A.2, Ziff. III./2.1 S. 7 f.), wurde in der Stellungnahme zur 
Berufungsantwort vom 22. Oktober 2012 eine verkleinerte Faksimile-Vollmacht der 
C. AG an Rechtsanwalt Dr. iur. Dominik Infanger abgedruckt (act. A.3, S. 2). Die 
Echtheit dieser Vollmacht wurde von der A. in ihren Gegenbemerkungen zur Re-
plik vom 1. November 2012 (act. A.4) nicht bestritten (vgl. Art. 180 ZPO), so dass 
letztlich von einem knapp genügenden Nachweis der Bevollmächtigung auszuge-
hen ist. Das Kantonsgericht kommt indessen nicht umhin festzuhalten, dass ins-
besondere von einer Partei, welche im gleichen Verfahren die ungenügende Be-
vollmächtigung der Gegenpartei bemängelt, erwartet werden dürfte, dass sie ihren 
diesbezüglichen prozessualen Pflichten vollumfänglich nachkommt.

c. Mit der Feststellung, dass eine Vollmacht der C. AG zuhanden Rechtsan-
walt Dr. iur. Dominik Infanger vorliegt, ist aber noch nicht dargetan, dass von einer 
rechtsgültigen Prozessführungsbefugnis der Stockwerkeigentümergemeinschaft 
ausgegangen werden kann. Dafür bedarf es unter den vorliegenden Umständen 
zusätzlich des Nachweises, dass die C. AG nebst der klagenden A. die einzige 
Stockwerkeigentümerin ist. Die StWEG B. selbst macht hierzu keine Ausführun-
gen. Indessen ergibt sich dies aus dem Schlichtungsgesuch der A. vom 21. Juni 
2012 (Ziff. II./1 S. 3) und den Beilagen 1 und 2 (Protokoll der Stockwerkeigentü-
merversammlung vom 24. Mai 2012 und Reglement für die Stockwerkeigentümer-
gemeinschaft B.; vgl. act. 1 der vermittleramtlichen Akten). Daraus folgt, dass sich 

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die StWEG B. auf eine hinreichende Prozessführungsbefugnis abstützen kann, 
was auch für die Einlegung von Rechtsmitteln durch den bevollmächtigten 
Rechtsvertreter gilt (PKG 1992 Nr. 21 E. 1). Die Berechtigung der StWEG B. zur 
Ergreifung eines Rechtsmittels gegen die angefochtene Klagebewilligung ist mithin 
(grundsätzlich) gegeben.

2.a. Die A. bringt in ihrer Berufungsantwort vom 16. Oktober 2012 (act. A.2) vor, 
die durch den Vermittler-Stellvertreter der Schlichtungsbehörde des Bezirks Malo-
ja ausgestellte Klagebewilligung stelle keinen berufungsfähigen Entscheid dar, da 
sie weder End- noch Zwischenentscheid im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZPO sei. 
Ebenso wenig handle es sich bei der Klagebewilligung um einen „erstinstanzli-
chen“ Entscheid. Dies sei nur dann der Fall, wenn der Schlichtungsbehörde die 
Kompetenz zur Entscheidung zustehe, was weder auf die Feststellung der Nich-
tigkeit noch auf die Anfechtung von Beschlüssen der Stockwerkeigentümerver-
sammlung zutreffe. Auch aus diesem Grund sei die Berufung ausgeschlossen, 
was zu einem Nichteintretensentscheid führe (Ziff. III./2.2 ff. S. 8 f.). Die StWEG B. 
dagegen geht von einem Endentscheid aus, da mit der angefochtenen Verfügung 
das Verfahren vor der Schlichtungsbehörde abgeschlossen und beendet worden 
sei (Berufung RA Infanger, act. A.1, Ziff. II./3 S. 2 ff.).

b. Dass die Klagebewilligung an sich einen Endentscheid darstellt, kann von 
vornherein ausgeschlossen werden, da mit der Klagebewilligung kein Entscheid 
gefällt wird, sondern bloss die Nichteinigung der Parteien im Schlichtungsverfah-
ren festgestellt wird und damit erst der Weg zur gerichtlichen Entscheidung in der 
Sache selbst geöffnet wird (vgl. Art. 209 ZPO; vgl. auch Jörg Honegger, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 2 zu Art. 209 ZPO; Urs Gloor/Barbara Um-
bricht Lukas, in: Paul Oberhammer [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, Y. 2010, N 3 zu 
Art. 209 ZPO). Ein Endentscheid dagegen erledigt das Verfahren – unter Vorbe-
halt eines Rechtsmittels – in der Sache selbst oder aus prozessualen Gründen 
(vgl. Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Zürich 2010, 
N 14 zu Art. 308 ZPO). Diese Feststellung bedeutet indessen noch nicht, dass im 
Rahmen des Schlichtungsverfahrens – sei es innerhalb der Klagebewilligung oder 
in einer separaten Verfügung – überhaupt keine mit Berufung oder Beschwerde 
anfechtbaren Entscheide gefällt werden könnten. Grundsätzlich wird in der Lehre 
anerkannt, dass auch Entscheide der Schlichtungsbehörde als erstinstanzlich gel-
ten können, welche direkt an die obere kantonale Gerichtsbehörde weiterzuziehen 
sind (vgl. Kurt Blickenstorfer, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kom-

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mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 6 zu 
Vor Art. 308-334 ZPO; N 6 zu Art. 308 ZPO). Die zusätzliche Bemerkung des Au-
tors, wonach in diesen Fällen der erforderliche Streitwert für eine Berufung aller-
dings nie gegeben sein wird, macht jedoch deutlich, dass sich Blickenstorfer in der 
zitierten Kommentarstelle offensichtlich auf Entscheide im Sinne von Art. 212 ZPO 
bezieht, d.h. auf Fälle, in welchen der Schlichtungsbehörde nicht bloss Schlich-
tungsfunktion, sondern auch Entscheidkompetenz zukommt. Ausserhalb von Art. 
212 ZPO sind verfahrensabschliessende Entscheide der Schlichtungsbehörde – 
mit Ausnahme eines allfälligen Nichteintretensentscheids bei offensichtlicher Un-
zuständigkeit (vgl. Infanger, a.a.O., S. 109; Honegger, a.a.O., N 18 f. zu Art. 202 
ZPO; Urs Egli, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 10 ff. zu Art. 202 
ZPO) – nur in Form von Abschreibungsverfügungen denkbar, sei dies zufolge 
Vergleichs, Klageanerkennung oder Klagerückzugs (Art. 208 ZPO) oder – wie vor-
liegend zur Diskussion stehend – zufolge Säumnisses (Art. 206 ZPO). Im letzteren 
Fall handelt es sich um einen „Entscheid“ im Sinne von Art. 242 ZPO, wogegen 
nach wohl überwiegender Lehrmeinung einzig die Beschwerde offensteht (vgl. 
Laurent Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 17 und 24 zu Art. 242 ZPO; 
Paul Oberhammer, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Y. 2010, N 11 zu Art. 242; Markus Kriech, 
in: Brunner/ Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 8 zu Art. 242 ZPO; Georg Naegeli, 
in: Paul Oberhammer [Hrsg.], Kurzkommentar zur ZPO, Y. 2010, N 12 zu Art. 242 
ZPO; Matthias Lerch, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], ZPO Kommentar, Zürich 2010, N 
10 zu Art. 242 ZPO; a.M. Pascal Leumann Liebster, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 8 zu Art. 242 ZPO, und Reetz/Theiler, 
a.a.O., N 16 zu Art. 308 ZPO). Ist aber ein die Säumnis bejahender (End-)Ent-
scheid nicht berufungsfähig, kann dies auch ein die Säumnis verneinender (Zwi-
schen-)Entscheid nicht sein. In Frage kommt somit einzig eine Beschwerde 
gemäss Art. 319 lit. b ZPO, deren Zulässigkeit allerdings davon abhängt, ob ein 
nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (vgl. in diesem Zusammenhang 
auch Dominik Infanger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Y. 2010, N 20 zu Art. 209 ZPO, welcher 
für den Fall, dass die Schlichtungsbehörde statt einer Abschreibungsverfügung 
zufolge Vergleichs eine Klagebewilligung ausstellt, von der Möglichkeit einer Be-
schwerde ausgeht, sowie auch Cipriano Alvarez/James T. Peter, in: Hausheer/ 

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Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 
Band II, Bern 2012, N 11 zu Art. 204 ZPO, welche den Entscheid der Schlich-
tungsbehörde über die Zulässigkeit einer Vertretung ebenfalls als mittels Be-
schwerde anfechtbare prozessleitende Verfügung qualifizieren; vgl. auch das Ur-
teil der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK2 11 35 vom 14. 
September 2011, E. 1.b).

Im Übrigen scheint die Berufungsfähigkeit von Prozesszwischenentscheiden oh-
nehin nicht ganz unumstritten zu sein. So vertritt zumindest ein Teil der Lehre die 
Auffassung, dass nur solche Zwischenentscheide der Berufung unterliegen, wel-
che in der Sache selber ergangen sind (vgl. Karl Spühler, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, Y. 2010, N 5 zu Art. 308 ZPO; Myriam A. Gehri, in: Gehri/Kramer [Hrsg.], 
ZPO Kommentar, Zürich 2010, N 4 zu Art. 308 ZPO). In jedem Fall setzt die Beru-
fungsfähigkeit aber voraus, dass überhaupt ein selbständiger Zwischenentscheid 
im Sinne von Art. 237 ZPO ergangen und den Parteien als solcher förmlich eröff-
net worden ist, was bei einer bloss vorfrageweisen Erwägung zur Zulässigkeit ei-
ner Vertretung im Rahmen der Klagebewilligung – ohne jeden Niederschlag im 
Dispositiv – nicht der Fall ist (vgl. dazu Kriech, a.a.O., N 10 zu Art. 237 ZPO; Mar-
tin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung, Y. 2012, N 15 und N 18 f. zu Art. 308 ZPO). Nach 
praktisch einhelliger Lehre besteht ausser in den vom Gesetz speziell geregelten 
Fällen kein Anspruch auf Erlass eines Zwischenentscheids. Vielmehr steht es in 
der alleinigen Kompetenz der ersten Instanz, ob sie eine strittige prozessuale Fra-
ge mittels Zwischenentscheids vorab entscheiden und damit den Weg für eine 
selbständige Anfechtung öffnen will (vgl. Oberhammer, a.a.O., N 4 f. zu Art. 237 
ZPO; Kriech, a.a.O., N 5 zu Art. 237 ZPO; Killias, a.a.O., N 6 zu Art. 237 ZPO; 
Daniel Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 10 zu Art. 237 
ZPO; Naegeli, a.a.O., N 7 zu Art. 237 ZPO). Ergeht hingegen kein Zwischenent-
scheid, ist die strittige Vorfrage im Rahmen des Endentscheids zu behandeln und 
auch erst zusammen mit diesem anfechtbar. Bezogen auf das Schlichtungsverfah-
ren bedeutet dies, dass bei Ausstellung der Klagebewilligung ohne vorgängigen 
förmlichen Zwischenentscheid zur Frage der Säumnis erst im Rahmen des ansch-
liessenden Gerichtsverfahrens darüber zu entscheiden ist, ob das Schlichtungs-
verfahren gehörig durchgeführt worden ist.

c. Aus dem Gesagten erhellt, dass die angefochtene Klagebewilligung, in de-
ren Erwägungen sich die Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja lediglich vorfra-

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geweise zur Zulässigkeit einer Vertretung im Rahmen der durchzuführenden 
Schlichtungsverhandlung äussert, ohne den entsprechenden Entscheid den Par-
teien in Form eines selbständigen Zwischenentscheids zu eröffnen, entgegen der 
Auffassung der StWEG B. keinen berufungsfähigen Entscheid im Sinne von Art. 
308 Abs. 1 ZPO darstellt. In Übereinstimmung mit der bisherigen Praxis des Kan-
tonsgerichts von Graubünden zur Konversion ist das im vorliegenden Fall ergriffe-
ne Rechtsmittel als Beschwerde entgegenzunehmen; insofern ist auf die Berufung 
der StWEG B. nicht einzutreten. Die Beschwerde ist beim Kantonsgericht von 
Graubünden unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Tagen seit der 
Zustellung desselben schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 3 
ZPO; Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Die angefochtene Klagebewilligung der Schlich-
tungsbehörde des Bezirks Maloja wurde den Parteien am 24. September 2012 
mitgeteilt und dem Rechtsvertreter der StWEG B. folglich frühestens am 25. Sep-
tember 2012 zugestellt. Mit Eingabe der Beschwerde am 5. September 2012 er-
folgte diese jedenfalls innert der gesetzlichen Frist. Auf die im Übrigen formgerecht 
eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. Angesichts des Umstands, dass – 
wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist, 
kann offengelassen werden, ob vorliegendenfalls die Voraussetzung des nicht 
leicht wiedergutzumachenden Nachteils im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO 
überhaupt gegeben wäre.

3. Die StWEG B. hat bereits anlässlich der Schlichtungsverhandlung vorge-
bracht, die A. sei säumig, weil sie nicht persönlich, sondern nur durch einen 
Rechtsanwalt vertreten sei und letzterer zudem keine Vollmacht vorlegen könne. 
Diese Auffassung wird auch in der Berufungsschrift vertreten und weiter ausge-
führt, auch eine juristische Person mit Sitz im Kanton müsse an der Schlichtungs-
verhandlung persönlich vertreten sein (vgl. Berufung RA Infanger, act. A.1, Ziff. 
III./3 ff. S. 5 ff.). Demgegenüber hält die A. dafür, eine persönliche Anwesenheit 
von Organen der Gesellschaft sei nicht notwendig, wenn alle ausserkantonalen 
Wohnsitz hätten. Nach dem Wortlaut von Art. 204 Abs. 3 lit. a ZPO könnten damit 
nur natürliche Personen gemeint sein, da diese über einen Wohnsitz, juristische 
Personen jedoch über einen Sitz verfügten (vgl. Berufungsantwort RA Grether, 
act. A.2, Ziff. III./3 S. 10 f.). Der Vermittler-Stellvertreter erwog, die Vertretung von 
juristischen Personen sei nicht nur Organen bzw. Gesellschaftern vorbehalten. Es 
genüge, wenn der für die juristische Person agierende Vertreter eine gemäss 
Handelsregister gültig unterzeichnete Vollmacht vorweise, welche ihn zur Pro-
zessvertretung bevollmächtige. Diese Voraussetzung sei vorliegend erfüllt, wes-

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halb die klagende Partei nicht säumig im Sinne von Art. 206 Abs. 1 ZPO gewesen 
sei. Dazu ergibt sich folgendes:

a. Grundsätzlich kann sich jede prozessfähige Partei im Prozess vertreten 
lassen (Art. 68 Abs. 1 ZPO). Dieser Grundsatz wird im Schlichtungsverfahren 
durchbrochen, indem Art. 204 Abs. 1 ZPO vorschreibt, dass die Parteien persön-
lich zur Schlichtungsverhandlung erscheinen müssen. Grund dafür ist die Erwar-
tung, dass durch ein persönliches Erscheinen ein Gespräch zwischen den Partei-
en ermöglicht, unmittelbar über die Streitsache verhandelt und gemeinsam ver-
sucht wird, eine Einigung zu finden (vgl. Honegger, a.a.O., N 1 zu Art. 204 ZPO; 
Gloor/Umbricht Lukas, a.a.O., N 2 zu Art. 204 ZPO mit weiteren Hinweisen). Na-
turgemäss lässt sich diese Zielsetzung bei juristischen Personen nicht unmittelbar 
umsetzen, da diese von Gesetzes wegen durch ihre Organe vertreten werden (vgl. 
Art. 54 und 55 ZGB). Das Prinzip des persönlichen Erscheinens der Parteien er-
fährt bei diesen Gegebenheiten bereits eine gewichtige Einschränkung, indem bei 
juristischen Personen von vornherein eine Vertretung vorgegeben ist. Wird im 
Weiteren berücksichtigt, dass die Vertretung einer juristischen Person im Schlich-
tungsverfahren nicht nur den statutarischen oder faktischen Organen wie nament-
lich den Verwaltungsräten, Gesellschaftern, Vorstandsmitgliedern und Direktoren 
vorbehalten ist, sondern auch durch Prokuristen und Handlungsbevollmächtigte 
möglich ist (vgl. Egli, N 5 f. zu Art. 204 ZPO), so erfährt der Grundsatz des persön-
lichen Erscheinens eine zusätzlichen Verwässerung. Diese Feststellung gilt umso 
mehr mit Blick auf die Praxis, dass es in der Regel sogar genügt, wenn nur eine 
kollektiv zeichnungsberechtigte Person an der Schlichtungsverhandlung teilnimmt. 
Diese hat lediglich durch eine Prozessvollmacht aufzuzeigen, dass sie zur Abgabe 
verbindlicher Erklärungen für die Gesellschaft befugt ist (vgl. Egli, a.a.O. N 7 zu 
Art. 204 ZPO; Gloor/Umbricht Lukas, a.a.O., N 3 zu Art. 204 ZPO mit weiteren 
Hinweisen). Unter diesen Umständen ist der Schritt zu einer alleinigen Vertretung 
der juristischen Person durch einen patentierten und im Anwaltsregister eingetra-
genen Rechtsanwalt klein und es ist in der Tat nicht einzusehen, weshalb dies 
dem Willen des Gesetzgebers widersprechen sollte, zumal einem Rechtsanwalt 
die gleichen Befugnisse zur Abgabe verbindlicher Erklärungen für eine Gesell-
schaft erteilt werden können wie einem Handlungsbevollmächtigten. Schliesslich 
deutet auch der Wortlaut des Gesetzes in Art. 204 ZPO darauf hin, dass der Ge-
setzgeber beim Gebot des persönlichen Erscheinens der Prozesspartei zur 
Schlichtungsverhandlung in erster Linie an die natürlichen Personen gedacht hat; 
kann sich eine juristische Person doch nicht „begleiten“ lassen (Abs. 2) und ver-
fügt sie nicht über einen „Wohnsitz“ (Abs. 3 lit. a); ebenso wenig kann eine juristi-

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sche Person wegen Krankheit oder Alter verhindert sein (Abs. 3 lit. b). Das Kan-
tonsgericht von Graubünden kommt nach dem Gesagten somit zum Schluss, dass 
sich eine juristische Person im Schlichtungsverfahren nicht nur durch seine statu-
tarischen oder faktischen Organe vertreten lassen kann, sondern auch durch ei-
nen Rechtsanwalt, der bevollmächtigt ist, für die Gesellschaft verbindliche Er-
klärungen im Zusammenhang mit dem anhängig gemachten Verfahren abzuge-
ben.

b. Zu prüfen bleibt somit, ob der anlässlich der Schlichtungsverhandlung für 
die klagende A. aufgetretene Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether über eine 
rechtsgenügliche Vollmacht verfügte. Unbestritten ist, dass dieser an der Schlich-
tungsverhandlung vom 23. August 2012 keine schriftliche Vollmacht vorweisen 
konnte und die Gegenpartei sich mit der Versicherung, er vertrete die A., nicht be-
gnügte. In Anwendung von Art. 132 Abs. 1 ZPO forderte der Vermittler-
Stellvertreter Rechtsanwalt lic. iur. Christph Grether deshalb auf, bis am 17. Sep-
tember 2012 eine schriftliche Vollmacht nachzureichen (act. 9 der vermittleramtli-
chen Akten). Diese Frist wurde auf Gesuch hin bis am 1. Oktober 2012 erstreckt 
(act. 11 und 12 der vermittleramtlichen Akten). Am 20. September 2012 reichte 
Rechtsanwalt Dr. iur. H. eine auf das Advokaturbüro I. ausgestellte Anwaltsvoll-
macht vom 10./12. September 2012 ein, welche am 19. September 2012 an 
Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether substituiert wurde (act. 13 der vermittler-
amtlichen Akten). Die Vollmacht erachtete der Vermittler-Stellvertreter in der Folge 
als ausreichend. Die StWEG B. beanstandet in ihrer Berufung nunmehr das Feh-
len eines Handelsregisterauszugs als Nachweis dafür, dass die Personen, welche 
die Vollmacht unterzeichnet haben, für die Klägerin rechtsgenüglich handeln durf-
ten. Sodann würden die Handlungen von Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether 
nicht rückwirkend genehmigt. Gerügt wird zudem, die Gegenpartei habe sich die 
Fristerstreckung für die Nachreichung der Vollmacht erschlichen (vgl. Berufung RA 
Infanger, act. A.1, Ziff. III./7 S. 7 f.).

c. Die Vorbringen der StWEG B. sind grösstenteils reichlich formalistisch. Dies 
trifft einmal für den Einwand zu, die Fristerstreckung für die Nachreichung der 
schriftlichen Vollmacht sei erschlichen worden, da diese bereits am 10. bzw. 12. 
September 2012 unterzeichnet vorgelegen habe. Begründet wurde das Frister-
streckungsgesuch vom 17. September 2012 mit der Abwesenheit eines Unter-
schriftsberechtigten (vgl. act. 11 der vermittleramtlichen Akten). Die StWEG B. 
übersieht, dass die Substitution der Vollmacht durch Rechtsanwalt Dr. iur. H. erst 
am 19. September 2012 und die Zustellung derselben an die Schlichtungsbehörde 
erst am 20. September 2012 erfolgte. Durchaus denkbar erscheint, dass mit dem 

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abwesenden Unterschriftsberechtigten Dr. iur. H. selbst gemeint war. Auf jeden 
Fall besteht kein Anlass, Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether die Erschlei-
chung einer Fristerstreckung vorzuwerfen, da ihm selbst die substituierte Voll-
macht erst am 20. September 2012 zugestellt wurde (vgl. act. 13 der vermittler-
amtlichen Akten). Zutreffend ist wohl, dass mit der schriftlichen Vollmacht kein 
Handelsregisterauszug eingereicht wurde. Die Schweizerische ZPO schreibt dies 
indessen auch nicht explizit vor. Hätte der Vermittler-Stellvertreter Zweifel an der 
Gültigkeit der Vollmacht gehabt, so hätte er allerdings selbst über das Internet die 
Zeichnungsberechtigung der Unterzeichnenden überprüfen können oder von der 
Klägerschaft einen Handelsregisterauszug verlangen müssen. Da die Schlich-
tungsbehörde von der Gültigkeit der Vollmacht ausging, hatte Rechtsanwalt lic. iur. 
Christoph Grether keinen Grund, von sich aus einen Handelsregisterauszug nach-
zureichen. Nach der in der Berufungsschrift erhobenen diesbezüglichen Rüge war 
die A. gestützt auf Art. 317 Abs. 1 ZPO berechtigt, mit der Berufungsantwort einen 
Handelsregisterauszug zu produzieren. Aus diesem geht klar hervor, dass die un-
terzeichnenden F. und G. Kollektivzeichnungsberechtigte der Firma A. sind (vgl. 
act. C.2). Die Vollmacht enthält zudem das Recht zur Substituierung und für den 
vorliegenden Zweck hinreichende Handlungsvollmachten für den beauftragten 
Rechtsanwalt (vgl. act. 13 der vermittleramtlichen Akten; act. C.1). In formeller 
Hinsicht ist die im Recht liegende Vollmacht somit nicht zu beanstanden.

d. Zu kurz greift vorliegendenfalls auch die Rüge, die Vollmacht sei erst nach 
der Schlichtungsverhandlung unterzeichnet worden und es fehle die Genehmi-
gung von Handlungen des Rechtsvertreters, welche vor der Unterzeichnung statt-
gefunden hätten. Die StWEG B. übersieht, dass ein schriftliches, unterzeichnetes 
Vollmachtsformular lediglich Ausdruck der Handlungsbefugnis ist. Die Ermächti-
gung selbst kann mündlich ohne weiteres vor der Unterzeichnung der schriftlichen 
Vollmacht durch den Vollmachtgeber erteilt worden sein (vgl. Ernst Staehe-
lin/Silvia Schweizer, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Zürich 2010, N 27 zu Art. 68 
ZPO; Stephanie Hrubesch-Millauer, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], DIKE-
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 
11 zu Art. 68 ZPO; Tanja Domej, in: Paul Oberhammer [Hrsg.], Kurzkommentar 
ZPO, Y. 2010, N 4 zu Art. 68 ZPO). Dass Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether 
schon im Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung bevollmächtigt gewesen sei, hat 
er gemäss Verhandlungsprotokoll bereits damals geltend gemacht und betont dies 
auch in seiner Berufungsantwort vom 16. Oktober 2012. Es bestehen denn auch 
in der Tat hinreichende Gründe für diese Annahme. Zum einen wäre es wenig 

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wahrscheinlich, dass ein in Y. domizilierter Rechtsanwalt in Z. zu einer Schlich-
tungsverhandlung erscheint und ganz offensichtlich mit der Streitsache vertraut ist, 
ohne über eine entsprechende Vollmacht zu verfügen. Auf ein derart ungewöhnli-
ches und gegen die anwaltlichen Standespflichten verstossendes Verhalten muss 
nicht ohne besondere Anhaltspunkte geschlossen werden. Solche fehlen aber vor-
liegendenfalls gänzlich. Zum anderen weist auch die nachträgliche Substituierung 
vom 19. September 2012 durch Rechtsanwalt Dr. iur. H., die offensichtlich im Wis-
sen über die stattgefundene Schlichtungsverhandlung erfolgte – das Schlich-
tungsgesuch wurde von Rechtsanwalt Dr. iur. H. selbst eingereicht -, darauf hin, 
dass am 19. September 2012 lediglich die bereits bestehende Vollmacht von 
Rechtsanwalt Dr. iur. H. an Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether auf dem ent-
sprechenden Formular substituiert wurde. Dass Rechtsanwalt Dr. iur. H. bereits 
vor der Schlichtungsverhandlung durch die A. für dieselbe Sache bevollmächtigt 
wurde, ist im Übrigen gerichtsnotorisch, hat er doch die Klägerin bereits im vor-
sorglichen Massnahmeverfahren vertreten (Entscheid des Einzelrichters am Be-
zirksgericht Maloja vom 10. August 2012; Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsge-
richts von Graubünden ZK1 12 50/51 vom 6. Dezember 2012). Es kann somit oh-
ne weiteres davon ausgegangen werden, dass Rechtsanwalt lic. iur. Christoph 
Grether bereits im Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung ausreichend für die A. 
bevollmächtigt war. Die Einwände der StWEG B. gegen die Vertretungsbefugnis 
von Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Grether erweisen sich somit allesamt als un-
begründet, was zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde führt.

4. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des vorliegenden Verfahrens – be-
stehend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 
ZPO) – zu Lasten der StWEG B. (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Diese werden auf Fr. 
3‘000.-- festgesetzt (vgl. Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren 
in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Die Festsetzung der aussergerichtlichen 
Entschädigung zugunsten der A. erfolgt mangels Einreichung einer Honorarnote 
nach richterlichem Ermessen. Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechts-
fragen sowie des damit verbundenen Aufwands erscheint eine Parteientschädi-
gung in Höhe von Fr. 2‘000.-- (inkl. MWSt und Spesen) als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Das als Beschwerde entgegengenommene Rechtsmittel wird abgewiesen.

3. a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3‘000.-- gehen zu Lasten 
der StWEG B. und werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 
2‘000.-- verrechnet. Die restlichen Fr. 1‘000.-- werden der StWEG B. in 
Rechnung gestellt.

b) Die StWEG B. hat die A. für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 2‘000.-- (inkl. 
MWSt) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diesen, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffen-
den, selbständig eröffneten Zwischenentscheid kann unter den Vorausset-
zungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: