# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ca1eeb1-f6e5-561a-a26a-47a21aef03d8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.04.2024 SB230453
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230453_2024-04-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230453-O/U/cs

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Bertschi 

und Oberrichter lic. iur. Weder sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

Leuthard

Urteil vom 16. April 2024

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Erstberufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG X._____

gegen

B._____, 
Privatkläger und Zweitberufungskläger

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

sowie

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend einfache Körperverletzung etc. und Widerruf  

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Ein-
zelgericht, vom 12. Mai 2023 (GG220208)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 29. Juli 2022 

(Urk. 25) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB;

 der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB;

 der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 37 Abs. 2 SVG sowie

 der fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 30.– sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre 

angesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.

5. Von einem Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-

Aarau vom 28. Juni 2019 bedingt ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessät-

zen zu Fr. 30.– unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren wird abgese-

hen. Die Probezeit wird um 1 Jahr verlängert. 

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6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 645.25   Gebühr für das Vorverfahren;
Fr. 5'094.20   amtliche Verteidigung (RA X._____);

Fr. 6'756.35   unentgeltlicher Rechtsvertreter Privatkläger (RA Y._____).

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenom-

men diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen 

Rechtsvertretung des Privatklägers, werden dem Beschuldigten auferlegt.

8. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher 

Verteidiger mit Fr. 5'094.20 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse 

entschädigt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichts-

kasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO. 

9. Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltli-

cher Rechtsvertreter des Privatklägers mit Fr. 6'756.35 (inkl. Mehrwertsteuer 

und Barauslagen) entschädigt. Die Kosten des unentgeltlichen Rechtsvertre-

ters des Privatklägers werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehal-

ten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 138 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 4 

StPO.

Berufungsanträge:

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 53 und Urk. 57, sinngemäss)

1. Das Strafverfahren gegen den Beschuldigen sei betreffend einfache 

Körperverletzung und Tätlichkeiten einzustellen. 

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2. In Bezug auf die SVG-Delikte sei der Beschuldigte schuldig zu spre-

chen und mit einer Busse von CHF 350 zu bestrafen.

3. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 

28. Juni 2019 angesetzte Probezeit sei nicht zu verlängern.

4. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens und des Vorverfahrens 

seien im Umfang der Einstellung auf die Staatskasse zu nehmen und 

im Umfang des Schuldspruchs (SVG) dem Beschuldigten aufzuerle-

gen. Die Kosten für die amtliche Verteidigung sowie für die unentgeltli-

che Rechtsvertretung des Privatklägers seien vollumfänglich und im 

Umfang der Einstellung endgültig auf die Staatskasse zu nehmen. Die 

Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren seien – inklusive der Kosten 

für die amtliche Verteidigung sowie für die unentgeltliche Rechtsvertre-

tung des Privatklägers – ausgangsgemäss endgültig auf die Staats-

kasse zu nehmen.

b) Des unentgeltlichen Vertreters des Privatklägers:

(Urk. 50 und Urk. 56, sinngemäss)

1. Das Verfahren Geschäfts-Nr. GG220208 sei einzustellen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.

c) Der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat:

(Urk. 58)

Verzicht auf das Stellen von Anträgen.

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Erwägungen:

I. Verfahrensgang

1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 

12. Mai 2023 wurde der Beschuldigte A._____ der einfachen Körperverletzung, 

der Tätlichkeiten, der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln und der fahr-

lässigen Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gesprochen und mit einer Gelds-

trafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.– sowie einer Busse von Fr. 500.– bestraft. 

Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre 

angesetzt. Von einem Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenz-

burg-Aarau vom 28. Juni 2019 bedingt ausgefällten Geldstrafe wurde abgesehen, 

jedoch die mit dem Strafbefehl angesetzte Probezeit um ein Jahr verlängert 

(Urk. 49 S. 29 f.).

2. Das Bezirksgericht Zürich fällte gleichentags im parallel dazu geführten 

Strafverfahren gegen den Beschuldigten B._____, dem im vorliegenden Verfah-

ren Privatklägerstellung zukommt, ein Urteil, mit welchem B._____ der einfachen 

Körperverletzung, der Tätlichkeiten und der vorsätzliche Verletzung der Verkehrs-

regeln schuldig gesprochen wurde (Geschäfts-Nr. SB230454, Urk. 48).

3. Gegen die obgenannten Urteile meldeten sowohl der Beschuldigte als 

auch der Privatkläger am 22. Mai 2023 rechtzeitig Berufung an (Urk. 40 und 

Urk. 41). Mit Eingaben vom 25. August 2023 bzw. 18. September 2023 reichten 

der Beschuldigte und der Privatkläger fristgerecht ihre Berufungserklärungen ein, 

mit welchen sie übereinstimmend beantragten, das Verfahren sei in Bezug auf die 

den jeweiligen Beschuldigten vorgeworfenen Antragsdelikte (einfache Körperver-

letzung und Tätlichkeiten) einzustellen (Urk. 50 und Urk. 53, vgl. Urk. 47/2-3). Der 

unentgeltliche Vertreter des Privatklägers legte der Berufungserklärung einen Ver-

gleich bei, mit welchem die Parteien am 22. Mai 2023 – nachdem das erstinstanz-

liche Urteil ergangen war – vereinbart haben, dass sie die gegeneinander gestell-

ten Strafanträge zurückziehen und in Zusammenhang mit den entsprechenden 

Strafverfahren auf Genugtuung oder Entschädigung verzichten (Urk. 51/4). Mit 

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Präsidialverfügung vom 9. Oktober 2023 wurde dem Beschuldigten, dem Privat-

kläger und der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, zur Frage einer allfälligen Tei-

leinstellung des Verfahrens Stellung zu nehmen und sich zu den Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen einer allfälligen Einstellung sowie zur Bussenhöhe für die un-

angefochten gebliebenen Strassenverkehrsdelikte zu äussern (Urk. 54). Die 

Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Stellungnahme (Urk. 58), wohingegen der 

Beschuldigte und der Privatkläger mit Eingaben vom 19. Oktober 2023 ihre Stel-

lungnahmen einreichten (Urk. 56 f.). Mit Präsidialverfügung vom 2. November 

2023 wurden die Stellungnahmen des Beschuldigten und des Privatklägers samt 

Honorarnoten der jeweiligen Gegenseite und der Staatsanwaltschaft zur freige-

stellten Vernehmlassung zugestellt (Urk. 63). Die Staatsanwaltschaft verzichtete 

mit Eingabe vom 13. November 2023 auf Stellungnahme (Urk. 65), während sich 

der Beschuldigte und der Privatkläger innert Frist nicht vernehmen liessen (vgl. 

Urk. 64/2-3). 

II. Teilrechtskraft

In Bezug auf den Schuldspruch wegen vorsätzlicher Verletzung der Ver-

kehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 37 Abs. 2 

SVG sowie der fahrlässigen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG und die Kostenfestsetzung 

wurde das vorinstanzliche Urteil nicht angefochten (Urk. 53 S. 2 f., Urk. 57 und 

Urk. 50 S. 3 f.). Dahingegen gelten sowohl der Strafpunkt als auch die Kostenauf-

lage aufgrund des Antrages des Beschuldigten auf Teileinstellung als mitange-

fochten. Damit ist vorab mittels Beschluss festzustellen, dass der erstinstanzliche 

Entscheid bezüglich Dispositivziffer 1 Alinea 3 und 4 (Schuldspruch Strassenver-

kehrsdelikte) sowie Dispositivziffer 6 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft erwach-

sen ist. 

III. Teileinstellung

1. Der Strafantrag stellt eine Prozessvoraussetzung dar (OFK/StGB-Do-

natsch, 21. Aufl., Zürich 2022, StGB 30 N 2). Die antragsberechtigte Person kann 

ihren Strafantrag zurückziehen, solange das Urteil der zweiten kantonalen Instanz 

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noch nicht eröffnet ist (Art. 33 Abs. 1 StGB). Da der Rückzug des Strafantrages 

endgültig ist (Art. 33 Abs. 2 StGB), fehlt es definitiv an einer Prozessvoraus-

setzung. Obwohl der Wortlaut von Art. 403 StPO einen Nichteintretensentscheid 

vorsieht, ist das Verfahren bei Rückzug des Strafantrages einzustellen (Art. 329 

Abs. 4 StPO; BSK StPO-Stefan Keller, 3. Aufl., Basel 2023, Art. 403 N 6 und BSK 

StPO-Jonas Achermann, a.a.O., Art. 329 N 71 ff.). 

2. Da der Privatkläger B._____ seinen Strafantrag noch vor Eröffnung des 

zweitinstanzlichen Entscheides zurückgezogen hat (Urk. 51/4), ist das Verfahren 

gegen den Beschuldigten A._____ betreffend einfache Körperverletzung und Tät-

lichkeiten einzustellen.

IV. Strafzumessung und Vollzug

1. Die Vorinstanz setzte für die vom Beschuldigten begangenen Tätlichkei-

ten eine hypothetische Einsatzstrafe von Fr. 200.– Busse fest, erachtete für die 

vorsätzliche Verkehrsregelverletzung eine Busse von Fr. 250.– als angemessen, 

und für die fahrlässige Verkehrsregelverletzung eine solche von Fr. 150.–. Insge-

samt bestrafte sie den Beschuldigten für die von ihm begangenen Übertretungen 

unter Anwendung des Asperationsprinzips mit einer Busse von Fr. 500.– (Urk. 49 

S. 23 ff. und S. 30). 

2. Da die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse die Verurteilung wegen 

Tätlichkeiten mitumfasst, das Verfahren diesbezüglich – wie unter E./III. ausge-

führt – aber einzustellen ist, wurden die Parteien mit Präsidialverfügung vom 

9. Oktober 2023 aufgefordert, Anträge zur Bussenhöhe für die unangefochten ge-

bliebenen Strassenverkehrsdelikte zu stellen und zu begründen (Urk. 54). Mit Ein-

gabe vom 19. Oktober 2023 stellte der Beschuldigte den Antrag, die Busse sei 

insgesamt auf Fr. 350.– festzusetzen (Urk. 57). Dies erscheint unter Verweis auf 

die zutreffenden und unbestritten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz zur 

Strafzumessung betreffend die Strassenverkehrsdelikte und unter Berücksichti-

gung des Asperationsprinzips als angemessen (vgl. Urk. 49 S. 24 ff.). Der Be-

schuldigte ist folglich mit einer Busse von Fr. 350.– zu bestrafen. Die Busse ist zu 

bezahlen (Art. 105 Abs. 1 StGB). Für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung 

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der Busse ist die Ersatzfreiheitsstrafe auf 3 Tage festzusetzen (Art. 106 Abs. 2 

StGB).

V. Widerruf

Die Frage des Widerrufs einer bedingt ausgefällten Vorstrafe oder der Ver-

längerung der Probezeit stellt sich nur dann, wenn der Verurteilte während der 

Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht (Art. 46 Abs. 1 StGB). Da der 

Beschuldigte nur noch wegen mehrfacher Übertretung des Strassenverkehrsge-

setzes verurteilt wird, ist die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-

Aarau vom 28. Juni 2019 angesetzte Probezeit nicht zu verlängern.

VI. Kosten

1. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt 

wird (Art. 426 Abs. 1 StPO). Vor dem Hintergrund, dass das Verfahren gegen den 

Beschuldigten betreffend die Vergehensvorwürfe einzustellen ist, der Beschul-

digte aber wegen mehrfacher Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes schul-

dig zu sprechen ist, rechtfertigt es sich, die Kosten des Vorverfahrens sowie des 

erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen 

Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, zu einem 

Viertel dem Beschuldigten aufzuerlegen und im Übrigen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen.

Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerschaft für das Vorverfahren und das erstinstanzliche Gerichtsver-

fahren sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungspflicht des Be-

schuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von einem Viertel vor-

behalten.

2. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechts-

mittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Der Be-

schuldigte obsiegt mit seinem Antrag auf Einstellung des Verfahrens betreffend 

einfache Körperverletzung und Tätlichkeiten und den damit einhergehenden An-

trägen zur Strafe sowie den Kosten- und Entschädigungsfolgen. Folglich sind die 

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Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen 

Verteidigung im Betrag von Fr. 1'871.80 samt Mehrwertsteuer von 7.7 % (hälftiger 

Betrag, vgl. Urk. 60) und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft im 

Betrag von Fr. 1'275.50 samt Barauslagen und Mehrwertsteuer von 7.7 % 

(Urk. 62), definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abtei-

lung - Einzelgericht, vom 12. Mai 2023 bezüglich Dispositivziffer 1 Alinea 3 

und 4 (Schuldspruch Strassenverkehrsdelikte) sowie Dispositivziffer 6 (Kos-

tenfestsetzung) in Rechtskraft erwachsen ist.

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Das Strafverfahren gegen den Beschuldigten A._____ wird betreffend einfa-

che Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und Tätlich-

keiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB eingestellt. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 350.–.

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.

4. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 28. Juni 

2019 angesetzte Probezeit wird nicht verlängert.

5. Die Kosten des Vorverfahrens sowie des erstinstanzlichen Gerichtsverfah-

rens, exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung und der 

unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden zu einem Viertel 

dem Beschuldigten auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genom-

men.

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6. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerschaft für das Vorverfahren und das erstinstanzliche Ge-

richtsverfahren werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzah-

lungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Um-

fang von einem Viertel vorbehalten.

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. Die weiteren Kos-

ten betragen:

Fr. 1'871.80   amtliche Verteidigung (inkl. 7.7 % MWST)

Fr. 1'275.50   unentgeltliche Vertretung (inkl. 7.7 % MWST).

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der 

Privatklägerschaft, werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen.

9. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
 den unentgeltlichen Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und 

zuhanden des Privatklägers

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
 den unentgeltlichen Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und 

zuhanden des Privatklägers

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und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung 

Administrativmassnahmen, 8090 Zürich (PIN …)
 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG)
 die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss 

Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 52.

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 16. April 2024

Der Präsident:

Oberrichter lic. iur. Spiess

Die Gerichtsschreiber:

lic. iur. Leuthard