# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7499e27f-7b9b-5e00-9a50-1d6eab832044
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-19
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Zivilkammern 19.08.2008 ZK 2008 338
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_001_ZK-2008-338_2008-08-19.pdf

## Full Text

APH-08 338, publiziert September 2008

Entscheid der 2. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Bern,

unter Mitwirkung von Oberrichter Bührer (Referent), Oberrichterin Wüthrich-Meyer, 
Oberrichterin Pfister Hadorn sowie Kammerschreiber Warth

vom 19. August 2008

hat in der Streitsache zwischen

G.-bank, (...)
vertreten durch Fürsprecher X. Gesuchstellerin/Appellantin

(nachstehend: Gesuchstellerin)

und

B, (...)
vertreten durch Fürsprecher Z. Gesuchsgegnerin/Appellatin

(nachstehend: Gesuchsgegnerin)

Regeste:

Provisorische Rechtsöffnung gestützt auf zwei Schuldbriefe, welche in oberer Instanz im 
Original eingereicht wurden.

Aufgrund einer von der Gesuchsgegnerin gemachten Zustimmung auf einem von ihrem 
Ehegatten als Partei unterzeichneten Sicherungsübereignungsvertrag verpflichtet sie sich in 
Anwendung von Art. 166 ZGB solidarisch für die Schuldbriefforderung. Das Pfandrecht lastet 
auf Gründstücken, welche sich im Eigentum des Ehemannes befinden. Ein Drittpfand liegt 
aber nicht vor, da sich die Schuldbriefforderung auch gegen den Ehemann richtet (vgl. Art. 
845 ZGB).

Redaktionelle Vorbemerkungen:

Die Gesuchstellerin beantragte in ihrem Gesuch, es sei ihr im Sinne von Art. 82 SchkG die 
provisorische Rechtsöffnung für folgende Beträge zu gewähren:

Fr. 525'000.00 nebst Zins zu 2.875 % seit 01.07.2007
Fr. 5'031.20 Zinsausstand per 30.06.2007
Fr. 30.60 Verzugszins bis 30.06.2007

Fr. 65'000.00 nebst Zins zu 4.5% seit 01.07.2007
Fr. 243.75 Zins vom 31.05.2007 bis 30.06.2007

Fr. 300.00 Kosten des Zahlungsbefehls Nr. XXXXXXXX
Fr. 80.00 Inkassospesen

Der Gerichtspräsident wies das Rechtsöffnungsgesuch mit Entscheid vom 19. Juni 2008 ab. 
Gegen diesen Entscheid appellierte die Gesuchstellerin am 30. Juni 2008 und beantragte, es 
sei ihr die provisorische Rechtsöffnung für einen Betrag von Fr. 525'000.00 nebst Zins zu 
2.875% seit 01.07.2007, einen Betrag von Fr. 65'000.00 nebst Zins zu 4.5% seit 01.07.2007 
und für ausstehende Zinsen im Betrag von insgesamt Fr. 5'274.95 sowie für 
Grundpfandrechte, verkörpert in den zwei Namens-Schuldbriefen von Fr. 600'000.00 im 1. 
Rang, lastend auf den Grundstücken Gbbl.-Nr. YYY-10 (Stockwerkeigentum), Gbbl.-Nr. YYY-
15-10 (Miteigentumsanteil) und YYY-15-11 (Miteigentumsanteil), alle Gemeinde Y., und von 
Fr. 200'000.00 im 2. Rang, lastend auf dem Grundstück Gbbl.-Nr. YYY-10 
(Stockwerkeigentum), Gemeinde Y., zu erteilen. Oberinstanzlich reichte die Gesuchstellerin 
die beiden Schuldbriefe im Original ein.

Auszug aus den Erwägungen:

I. Prozessgeschichte

(...)

II. Formelles

1. Gemäss Art. 336 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 317 Ziff.4 ZPO sind Rechtsöffnungsentscheide 
appellabel, sofern der Streitwert mindestens Fr. 8'000.00 beträgt. Der Wert des 
Streitgegenstandes ist nach dem zu bestimmen, was der Kläger in seinem Begehren 
fordert, ohne Hinzurechnung der Zinsen und Kosten (vgl. Art. 138 ZPO), wobei für die 
Zulässigkeit der Appellation derjenige Streitwert massgebend ist, welcher dem 
erstinstanzlichen Entscheid zugrunde gelegen hat (vgl. Art. 141 ZPO). Der Streitwert 
beträgt somit vorliegend Fr. 590'000.00 (vgl. pag. 1). Beim Entscheid des 
Gerichtspräsidenten (...) des Gerichtskreises Biel-Nidau vom 19.06.2008 handelt es sich 
um ein appellables Anfechtungsobjekt. 

(...)

4. Eine Änderung der Klagebegehren, wonach mehr oder anderes verlangt wird, ist ohne 
Einwilligung der Gegenpartei nach Eintritt der Rechtshängigkeit nur zulässig, wenn 
gestützt auf den nämlichen Klagegrund an Stelle des ursprünglichen Anspruches ein 
anderer oder ein mit dem geltend gemachten im Zusammenhang stehender weitere 
Anspruch erhoben wird (vgl. Art. 94 Abs. 1 ZPO). Bleibt wie vorliegend somit der dem 
Gesuch zugrunde liegende Tatsachenkomplex identisch, durfte die Gesuchstellerin ohne 
weiteres erst in oberer Instanz auch noch Rechtsöffnung für das Grundpfandrecht 
verlangen (vgl. pag. 1, 44). 

5. Die Parteien haben alle Angriffs- und Verteidigungsmittel auf einmal vorzubringen (Art. 92 
Abs. 1 Satz 1 ZPO). Unter Angriffs- und Verteidigungsmittel sind alle materiellen und 
prozessualen Rechtsbehelfe zu verstehen, Behauptungen und Erklärungen tatsächlicher  
Natur, Bestreitungen und Einreden, Beweismittel, nicht dagegen Rechtsbegehren, 
Rechtserörterungen und Widerklagen (vgl. Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, a.a.O., N 

1b ad Art. 92; Kellerhals/Güngerich/Berger, a.a.O. , N 03.28; Kummer, Grundriss des 
Zivilprozessrechts, 4. Auflage, S. 83). Den Parteien ist gestattet die Angriffs- und 
Verteidigungsmittel bis und mit den ersten Parteivorträgen in der Hauptverhandlung der  
ersten Instanz zu ergänzen oder zu berichtigen. Dies gilt sinngemäss auch für ein 
Summarverfahren und ist dort besonders strikte zu handhaben (vgl. 
Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, a.a.O., N 1a ad Art. 93). Nach diesem Zeitpunkt – also 
auch in appellatorio (vgl. Kellerhals/Güngerich/Berger, a.a.O., N 03.28) – können neue 
Angriffs- und Verteidigungsmittel nur gehört werden, wenn die Partei genügend 
Entschuldigungsgründe für die nachträgliche Geltendmachung glaubhaft macht oder der 
Richter die Anbringen gemäss Art. 89 ZPO von Amtes wegen berücksichtigt (vgl. Art. 93 
Abs. 1 ZPO). Gemäss Beschluss des Appellationshofes vom 12.03.1999 sind bei 
Rechtsöffnungen aus prozessökonomischen Überlegungen vom Appellanten eingereichte 
unechte Noven in oberer Instanz zu berücksichtigen, wenn sich aus ihnen zweifelsfrei die 
Unrichtigkeit des erstinstanzlichen Entscheids ergibt (vgl. 
Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, a.a.O., N 4 ad 93; APH 07 628). 

Der Richter kann in jedem Stadium des Prozesses von Amtes wegen zur Ergänzung oder 
wahrheitsgemässen Feststellung des Tatbestandes die ihm notwendig erscheinenden 
Beweisverfügungen treffen. Die amtliche Beiziehung von Beweismitteln ist in jedem 
Stadium des Verfahrens tunlich (vgl. Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, a.a.O., N 3 ad 
Art. 89), somit entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin auch nach Ablauf der 
Rechtsmittelfrist möglich (vgl. pag . 71). Vorliegend erachtete die Vorinstanz es als nicht 
erstellt, dass der Gesuchsgegnerin die Kündigung zugegangen war und liess im übrigen 
durchblicken, es hätten auch die Schuldbriefe im Original vorgelegt werden müssen (vgl. 
pag. 34). Nachdem ein er Rechtsöffnung materielle Rechtskraft nur in der hängigen 
Betreibung zukommt, der Gläubiger also jederzeit zum identischen Streitgegenstand eine 
neue Betreibung anheben kann, erachtet es die Kammer als prozessökonomisch, diese 
nunmehr in oberer Instanz eingereichten Beweismittel von Amtes wegen beizuziehen. Es 
handelt sich um die Einschreibequittung vom 07.06.2007, den Empfangsnachweis vom 
13.06.2008 (APB 6, 7) sowie den Namenschuldbrief im Original im Nominalwert von Fr. 
600'000.00, lastend im 1. Rang auf Y. Gbbl.-Nr. YYY-10, YYY-15-10, YYY-15-11 und 
Namenschuldbrief im Original im Nominalwert von Fr. 200'000.00, lastend im 2. Rang auf 
Y. Gbbl.-Nr. YYY-10.

III. Sachverhalt

1. Am 08.01.1997 wurde auf den Grundstücken Y. Gbbl .-Nr. YYY-10, YYY-15-10, YYY-15-
11 ein Grundpfand im 1. Rang in der Form eines Namenschuldbriefes über Fr. 600'000.00 
errichtet (vgl. GB 6).

2. Am 29.10.1997, ersetzt am 12.09.2000, wurde auf dem Grundstück Y. Gbbl.-Nr. YYY-10 
ein Namen-Schuldbrief im 2. Rang in der Form eines Namenschuldbriefes über Fr. 
200'000.00 errichtet (vgl. GB 7). 

3. Die Gesuchstellerin schloss mit der Gesuchsgegnerin und dessen Ehemann (E.) als 
solidarisch haftende Schuldner am 31.08.2000 einen Darlehensvertrag im Betrag von Fr. 
100'000.00 zu 4.5%, wobei die Bank berechtigt ist, den Zinssatz nach Voranzeige 
jederzeit den Marktverhältnissen anzupassen (vgl. GB 4 = APB 2). 

4. Das Darlehen über Fr. 100'000.00 und angebliche weitere Darlehen über Fr. 550'000.00 
und Fr. 30'000.00 sowie sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen wurden mit 
Sicherungsübereignungsvertrag vom 12.10.2001 gesichert. Darin verpflichtete sich E. als 
Sicherungsgeber und Berechtigter die vorerwähnten Namenschuldbriefe über Fr. 
600'000.00 und Fr. 200'000.00 der Gesuchstellerin zu Eigentum zu übertragen. Die 
Gesuchsgegnerin unterschrieb als Ehegattin (vgl. GB 5) 

5. Am 31.12.2004 schloss die Gesuchstellerin mit der Gesuchsgegnerin und dessen 
Ehemann als solidarisch haftende Schuldner einen Darlehensvertrag im Betrag von Fr. 
534'000.00 zu 2.875 % Zins pro Jahr und Fr. 146'000.00 zu 3.875 % Zins pro Jahr. Der 
Darlehensvertrag ersetzte einen Vertrag vom 03.09.2004, welcher der Kammer nicht 
vorliegt (vgl. GB 2 = APB 3). 

6. Das Darlehen über Fr. 680'000.00 sowie sämtliche gegenwärtigen und künftigen 
Forderungen wurden mit Sicherungsübereignungsvertrag vom 31.12.2004 gesichert. 
Darin verpflichtete sich E. als Sicherungsgeber und Berechtigter aus Schuldbriefen die 
erwähnten Namenschuldbriefe über Fr. 600'000.00 und Fr. 200'000.00 der 
Gesuchstellerin zu Eigentum zu übertragen. Die Gesuchsgegnerin unterschrieb als 
zustimmender Ehepartner (vgl. GB 3). Weil dieser Sicherungsübereignungsvertrag die 
Sicherung sämtliche gegenwärtigen Forderungen nennt und die Gesuchstellerin bereits 
mit Sicherungsübereigungsvertrag vom 12.10.2001 Eigentümerin der erwähnten zwei 
Schuldbriefe wurde, ersetzt der Sicherungsübereignungsvertrag vom 31.12.2004 offenbar 
denjenigen vom 12.10.2001 (vgl. GB 3, 5).

7. Im März 2005 lösten die Gesuchsgegnerin und E. den gemeinsamen Haushalt auf (vgl. 
APH 06 524, pag. 19).

8. Im Schreiben vom 06.06.2007 an die Gesuchsgegnerin und dessen Ehemann kündigte 
die Gesuchstellerin die Darlehensverträge per sofort und die Schuldbriefe per 30.06.2007 
(vgl. GB 8). Dieses Kündigungsschreiben nahm die Gesuchsgegnerin am 13.06.2007 in 
Empfang (vgl. APB 5, 6, 7). 

9. E. ist Alleineigentümer der mit den beiden Schuldbriefen belasteten Grundstücken (vgl. 
Grudis, Art. 970 Abs. 4 ZGB). Als Gläubiger ist auf beiden Schuldbriefen die G.-bank 
indossiert (vgl. GB 6, 7). 

IV. Materielles

1. Bei der Sicherungsübereignung wird im Unterschied zum direkten Grundpfandrecht und in 
Anwendung von Art. 855 Abs. 2 ZGB die Grundforderung nicht noviert (vgl. Staehelin, in: 
AJP/PJA 10/94, Betreibung und Rechtsöffnung beim Schuldbrief, S. 1256 [im folgenden: 
Staehelin, a.a.O.]). In einer Betreibung auf Grundpfandverwertung, welche zuerst realisiert 
werden muss, wird dennoch nur die Schuldbriefforderung in Betreibung gesetzt (vgl. 
Staehelin, a.a.O., S. 1260, 1265; vgl. Staehelin, in: Honsell/Vogt/Geiser, Zivilgesetzbuch II 
(Basler Kommentar), N 20, 23 ad Art. 855). 

Vorliegend handelt es sich um eine Sicherungsübereignung, da die Parteien vereinbarten, 
die Bank sei auch berechtigt, anstelle des ihr zu Eigentum übertragenen Schuldbriefs die 
damit gesicherte Forderung geltend zu machen (vgl. GB 3 Ziff. 3 Abs. 2). Zudem wurde 
korrekterweise eine Betreibung auf Grundpfandverwertung initiiert (vgl. GB 1) und damit 
die Schuldbriefforderung und nicht die Grundforderung (Darlehensforderung) in 
Betreibung gesetzt.

2. Beruht die Forderung auf einer durch öffentliche Urkunde oder durch Unterschrift 
bekräftigten Schuldanerkennung, so kann der Gläubiger die provisorische Rechtsöffnung 
verlangen. Das Gericht spricht die provisorische Rechtsöffnung aus, sofern der 
Betriebene nicht Einwendungen, welche die Schuldanerkennung entkräften sofort 
glaubhaft macht (Art. 82 SchKG). Im Falle einer Sicherungsübereignung können sich die 
Einwendungen auch auf das Grundverhältnis beziehen(vgl. Art. 872 ZGB; vgl. Staehelin, 
a.a.O., S. 1259). 

3. Ein Schuldbrief stellt eine öffentliche Urkunde dar, welche die Anerkennung einer 
bestimmten Schuld und die Haftung eines Grundstücke s als Pfand dafür ausweist. Der 
Schuldbrief kann daher als provisorischer Rechtsöffnungstitel sowohl für die Forderung 
als auch für das Pfandrecht in der Höhe des verurkundeten Betrages qualifiziert werden 
(vgl. Stücheli, a.a.O., S. 377). Bei der Sicherungsübereignung ist, wie vorliegend in oberer 
Instanz erfolgt, der Schuldbrief als Wertpapier im Original vorzulegen (vgl. Art. 868 Abs. 1 
ZGB; vgl. Stücheli, a.a.O., S. 380f.; Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, SchKG I, N 
82 ad Art. 82). 

4. Schuldner der Schuldbriefforderung ist grundsätzlich nur die auf dem Schuldbrief 
vermerkte Person. Ist kein Schuldner vermerkt, bildet der Schuldbrief für sich alleine 
keinen Rechtsöffnungstitel. Der Kläger hat alsdann die Schuldnerstellung des Betriebenen 
durch eine weitere öffentliche Urkunde oder durch eine private Schuldanerkennung zu 
belegen (vgl. Stücheli, a.a.O., S. 381). 

Der Schuldner geht aus den eingereichten Schuldbriefen nicht hervor (vgl. GB 6, 7). Aus 
dem Sicherungsübereignungsvertrag geht aber hervor, dass die Bank berechtigt ist, die 
Schuldbriefforderungen nebst drei verfallenen Jahreszinsen und dem laufenden Zins 
jeweils bis zur Höhe des Maximalzinssatzes geltend zu machen (vgl. GB 3 Ziff. 3 Abs. 1, 
vgl. auch GB 5 Ziff. 3). Als Partei dieses Vertrages aufgeführt sind E., der Ehemann der 
Gesuchsgegnerin, und die Gesuchstellerin. Die Gesuchsgegnerin gab ihre Zustimmung 
zum Sicherungsübereignungsvertrag (vgl. GB 3, vgl. auch GB 5). Dies war zu einem 
Zeitpunkt, als der gemeinsame Haushalt noch nicht aufgelöst war (vgl. APH 06 524, pag. 
19). Bei der Bezahlung der Schuldbriefforderungen handelt es sich um ein übriges 
Bedürfnis der Familie i.S.v Art. 166 Abs. 2 ZGB. Mit ihrer Zustimmung auf dem 
Sicherungsübereignungsvertrag wurde die Gesuchsgegnerin somit für die beiden 
Schuldbriefforderungen solidarisch haftbar (vgl. Art. 166 Abs. 2 Ziff. 1, Art. 166 Abs. 3 
ZGB; vgl. Hegnauer/Breitschmid, Grundriss des Eherechts, 4. Auflage, N 18.16; APH 07 
104). Entgegen der Ansicht der Gesuchsgegnerin war hiezu keine Bürgschaft notwendig 
(vgl. pag. 75). Die Gesuchsgegnerin ist nebst ihrem Ehemann aus der 
Schuldbriefforderung verpflichtet und damit passivlegitimiert (vgl. Art. 144 Abs. 1 OR). Die 
Schuldbriefforderung ist grundpfändlich an den Grundstücken Y. Gbbl.-Nr. YYY-10, YYY-

15-10, YYY-15-11 sichergestellt (vgl. Art. 842 ZGB), ohne dass ein Drittpfand bestünde 
(vgl. Art. 845 Abs. 1 ZGB).

Die Gesuchsgegnerin hat mit ihrer Unterschrift im übrigen zugestimmt, dass die Wohnung 
der Familie im Rahmen einer Betreibung auf Pfandverwertung zwangsverwertet werden 
könnte (vgl. Schwander, in: Honsell/Vogt/Geiser, Zivilgesetzbuch II (Basler Kommentar), 
N 16 ad Art. 169). Insofern liegt auch ein Anwendungsfall von Art. 169 ZGB vor, den die 
Gesuchsgegnerin erwähnte (vgl. pag. 73).

5. Bei einer Sicherungsübereignung müssen sowohl di e Grund- als auch die 
Schuldbriefforderung im Zeitpunkt der Betreibung fällig gewesen sein (vgl. Stücheli, S. 
381f). Dies hat die Vorinstanz verneint, da die Kündigung nicht in den Machtbereich der 
Gesuchsgegnerin gelangt sei (vgl. pag. 34). 

Bei einer Sicherungsübereignung, bei welcher wie in casu das Grundverhältnis nicht 
noviert wird, können die gesetzlichen Kündigungsbestimmungen gemäss Art. 844 ZGB 
von den Parteien vorgängig abgeändert werden. Es kann insbesondere vereinbart 
werden, dass die Fälligkeit der gesicherten Forderung die Fälligkeit der 
Schuldbriefforderung bewirkt (vgl. Staehelin, a.a.O., S. 1265f). Solche Abreden sind in 
den AGBs der Banken üblich und es bedarf keiner öffentlichen Beurkundung (vgl. Stücheli 
S. 382, BGE 123 III 98f.).

Im Sicherungsübereignungsvertrag vom 31.12.2004 wird festgehalten, dass bezüglich der 
Kündigungsfristen für die als Sicherheit übereignete Schuldbriefe die gleichen 
Bedingungen gelten, wir für die sichergestellte Grundforderung (vgl. GB 3 Ziff. 7, vgl. auch 
GB 8 Ziff. 7). Dies stellt somit eine gültige Vereinbarung dar.

Gemäss Darlehensvertrag kann eine sofortige Kündigung erfolgen, wenn der Schuldner 
mit einer Zins oder Amortisationszahlung mehr als 30 Tage im Rückstand ist (vgl. GB 2 
Ziff. 8, GB 4 Ziff. 8). Die Gesuchsgegnerin vertritt die Auffassung, sie habe nur für Zinsen 
und Amortisationen aus dem Darlehensvertrag über Fr. 100'000.00 aufkommen müssen, 
nur ihr Mann sei seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Gesuchstellerin nicht 
nachgekommen (vgl. pag. 73f, GB 4). Sie verkennt, dass sie mit ihrem Ehemann 
solidarisch auch für den Darlehensbetrag von total Fr. 680'000.00 haftet (vgl. GB 2, 4 pag. 
73). Zusammen mit dem Kündigungsschreiben ist somit glaubhaft, dass die 
Gesuchsgegnerin und ihr Ehemann den Zahlpflichten nicht nachkam (vgl. GB 8), weshalb 
ohne weiteres die Kündigung des Darlehensvertrages per sofort und der beiden 
Schuldbriefe per 30.06.2007 erfolgen konnte (vgl. GB 8).

Nachdem in oberer Instanz nun aber der Zugang der Kündigung der Darlehensverträge 
und der beiden Schuldbriefe per 30.06.2007 bei der Gesuchstellerin am 13.06.2007 
nachgewiesen worden ist (vgl. APB 5, 6, 7), waren die Forderungen bei Anhebung der 
Betreibung im Oktober 2007 fällig (vgl. GB 9).

6. Nach den gemachten Ausführungen ist die provisorische Rechtsöffnung im Umfang des 
beantragten Kapitals von Fr. 525'000.00 und Fr. 65'000.00 als auch für das Pfandrecht 
(vgl. Art. 818 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB) zu erteilen. 

7. Die Art. 818 ZGB und Art. 819 ZGB bestimmen den Betrag, bis zu welchem das 
Grundpfand bei einem genügenden Verwertungsergebnis Sicherheit für die Forderung 
bietet. Dazu gehören auch die drei zur Zeit der Konkurseröffnung oder des 
Pfandverwertungsbegehrens verfallenen Jahreszinse und den seit dem letzten Zinstag 
laufenden Zins (vgl. Art. 818 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). 

Wenn in einem Schuldbrief ein Maximalzinsfuss angegeben wird, so bildet der Schuldbrief 
hiefür keinen Rechtsöffnungstitel. In einem solchen Fall muss eine vom Schuldner 
unterschriebene, separate Vereinbarung eingereicht werden. Die separaten 
Vereinbarungen gelten als provisorischer Rechtsöffnungstitel, sofern sie unterzeichnet 
sind (vgl. Staehelin, a.a.O., S. 1266). Vorliegend geben die beiden Schuldbriefe nur einen 
Maximalzinsfuss von 8% an, doch kann in den Darlehensverträgen die entsprechende 
Vereinbarung erblickt werden. Für das Restdarlehen von Fr. 65'000.00 beträgt er 4.5% 
und für das Restdarlehen von Fr. 525'000.00 beläuft er sich auf 2.875%. Diese Verträge 
hat die Gesuchsgegnerin als Solidarhaftende unterzeichnet (vgl. GB 2, 4). Die 
aufgelaufenen Schuldbriefzinse sind von der Gesuchstellerin glaubhaft dargelegt (vgl. GB 
1, 8) und werden von der Gesuchsgegnerin nicht explizit bestritten. Für die 
Schuldbriefzinsen und das entsprechende Pfandrecht kann provisorische Rechtsöffnung 
erteilt werden. Es handelt sich somit um folgende Beträge (vgl. GB 1, 8, pag.1): 

- Zinsausstand von Fr. 5'274.95 (Fr. 5'031.20 plus Fr. 243.75) 
- Zins zu 2.875 % auf Fr. 525'000.00 seit 30.06.2007 
- Zins zu 4.5% auf Fr. 65'000.00 seit 30.06.2007 

8. In oberer Instanz werden nunmehr seitens der Gesuchstellerin weder Verzugszins, 
Inkassospesen noch die Kosten des Zahlungsbefehls geltend gemacht (vgl. pag. 1, 44). 

Für die letzteren könnte die Rechtsöffnung ohnehin nicht erteilt werden, da sie in der 
Betreibung vorab erhoben werden können (vgl. Art. 6 8 Abs. 2 SchKG).

(...)

Hinweis:

Der Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen.