# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9cee6770-abf9-553c-bd14-bbf83317e3a6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.10.2022 200 2021 756
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-756_2022-10-24.pdf

## Full Text

200 21 756 EL
WIS/ZID/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 24. Oktober 2022

Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2022, EL/21/756, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB bzw. Beschwerdegegnerin) 
vergütete A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) nach Einrei-
chung der Rechnungen des Fahrdienstes des B.________ bzw. anderer 
privater Anbieter sowie (zunächst) der Monatsabonnemente des Tarifver-
bunds C.________ und (später) des Generalabonnements (GA) Senior (ab 
14. März 2017) die Transportkosten für Fahrten zur nächstgelegenen me-
dizinischen Behandlungsstelle (Akten der AKB, Antwortbeilage [AB] 1 ff., 
insbes. AB 17 f., 21 ff., 36 ff., 40, 77 f., 80, 114 ff.), dies in Kenntnis der drei 
Mal pro Woche durchzuführenden Dialyse (AB 4, 13, 19, 30, 39, 58/2 = 79, 
92/2; vgl. auch AB 273/1 unten). Am 13. Oktober 2019 wurde der Versi-
cherte nierentransplantiert (AB 125/1 = 175/1; vgl. auch AB 125/2 = 182/2, 
150, 175/2 = 182/1, 190). Im April 2021 reichte der Versicherte erneut (Mo-
nats-)Rechnungen für das GA ab 14. Dezember 2020 ein (AB 269 ff.; vgl. 
auch AB 287/5 f., 314 ff.). Unter Hinweis auf die zwischenzeitlich erfolgte 
Nierentransplantation und in Unkenntnis der noch notwendigen Behand-
lungen ersuchte die AKB den Versicherten mit Schreiben vom 26. April 
2021 um Mitteilung der diesbezüglichen Termine (AB 273; vgl. auch 
AB 288). In der Folge dokumentierte der Versicherte die AKB entsprechend 
(AB 287, 289). Gestützt darauf berechnete die AKB im Schreiben vom 
22. Juni 2021 (AB 290; wie schon in der Vororientierung vom 2. Juni 2021 
[AB 288]) tiefere separate Fahrkosten (ohne Ermässigung) als pauschal 
durch Vergütung des GA; gleichentags verfügte sie die Rückerstattung der 
Kosten für die einzelnen Fahrkarten für die Zeit vom 20. Januar bis 29. Juni 
2021 im Gesamtbetrag von Fr. 360.-- (und nicht der pauschalen Kosten für 
das GA für dieselbe Zeitspanne von Fr. 1'520.--; AB 292). Eine dagegen 
gerichtete Einsprache (AB 295) wies die AKB mit Entscheid vom 25. Okto-
ber 2021 (AB 318) ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2022, EL/21/756, Seite 3

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 29. Oktober 2021 Be-
schwerde mit folgenden Anträgen:

1. Der am 25. Oktober 2021 erlassene Einspracheentscheid sei aufzuheben.
2. Dem Beschwerdeführer sei die Vergütung der beantragten ausgewiesenen 

Krankheitskosten für Transporte zu den nächstgelegenen Behandlungsstellen 
in Höhe von Fr. 1'780.--, die durch die Monatsrechnungen der D.________ 
und durch die Einzahlungsquittungen GA Senior 2. Klasse für den Zeitraum 
vom 14. Dezember 2020 bis 13. Juli 2021 eingereicht worden sind, als Sach-
leistung zu gewähren.

3. Die instruierende Gerichtsbehörde habe vorsorgliche Massnahmen zur Ge-
währung der regelmässigen Transporte zu den nächstgelegenen Behand-
lungsstellen und zum Schutz des Rechtsanspruchs auf diese Sachleistung 
anzuordnen, da der abschlägige belastende Entscheid einen nicht leicht wie-
dergutzumachenden Nachteil rechtlicher und tatsächlicher Natur bewirken 
kann.

4. Das Gericht wird um Beweisabnahme der vorinstanzlich zur Ermittlung des 
Sachverhalts angebotenen, aktenkundigen tauglichen Beweismittel ersucht.

5. Dem Beschwerdeführer sei Einsicht in die Verfahrensakten zu gewähren.

Eine an die Beschwerdegegnerin gerichtete Stellungnahme vom 1. De-
zember 2021 reichte der Beschwerdeführer auch dem Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 30. Dezember 2021 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Schreiben vom 11. August 2022 stellte die Instruktionsrichterin dem 
Beschwerdeführer die Akten der Beschwerdegegnerin zur Einsicht bis 
12. September 2022 zu und erstreckte diese Frist auf Gesuch hin bis 
30. September 2022. Innert dieser Frist replizierte der Beschwerdeführer 
(wie bereits im Fristerstreckungsgesuch vom 8. September 2022 in Aus-
sicht gestellt).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2022, EL/21/756, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2021 
(AB 318). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Vergütung der Trans-
portkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Zeit vom 20. Januar 2021 
bis 29. Juni 2021 und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob dem 
Beschwerdeführer die einzelnen Fahrkarten oder die anteilmässigen Kos-
ten eines GA zurückzuerstatten sind.

1.3 Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 57 
Abs. 1 GSOG i.V.m. Art. 91 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessord-
nung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]). Der Beschwerdeführer for-
dert die Vergütung der anteilmässigen Kosten für das GA im Betrag von 
Fr. 1'780.-- statt der einzelnen Fahrkarten im Betrag von Fr. 360.--. Ange-
sichts dessen sowie unter Berücksichtigung des Umstands, dass die aus-
gewiesenen Krankheits- und Behinderungskosten jährlich vergütet werden 
(vgl. Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 

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[ELG; SR 831.30]), liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--, weshalb die Be-
urteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 
Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 14 Abs. 1 ELG vergüten die Kantone den 
Bezügerinnen und Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung 
ausgewiesene, im laufenden Jahr entstandene Kosten. Darunter fallen 
gemäss lit. e unter anderem Kosten für Transporte zur nächstgelegenen 
Behandlungsstelle. Laut Art. 14 Abs. 2 ELG bezeichnen die Kantone die 
Kosten, die nach Abs. 1 vergütet werden können. Sie können die 
Vergütung auf im Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen 
Leistungserbringung erforderliche Ausgaben beschränken.

2.2

2.2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Einführungsgesetzes vom 27. November 
2008 zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (EG ELG; BSG 841.31) werden 
anspruchsberechtigten Personen die in Art. 14 Abs. 1 ELG aufgeführten 
Kostenarten vergütet. Die Vergütung dieser Kosten beschränkt sich auf die 
im Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung 
erforderlichen Ausgaben (Abs. 2). Der Regierungsrat regelt die 
Einzelheiten der Anspruchsvoraussetzungen, den Umfang der 
Vergütungen und den Vollzug durch Verordnung (Abs. 3). 

2.2.2 Gemäss Art. 22 Abs. 1 der Einführungsverordnung vom 16. 
September 2009 zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-
, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (EV ELG; BSG 841.311) 
werden die ausgewiesenen Kosten für Notfalltransporte in der Schweiz (lit. 
a), notwendige Verlegungen der Schweiz (lit. b), Transporte zur 

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nächstgelegenen medizinischen Behandlungsstelle (lit. c) sowie Transporte 
zu Tagesstrukturen im Sinne von Art. 19 (lit. d) vergütet. Für die Transporte 
nach Abs. 1 lit. c und d werden die Kosten für die Benützung der 2. Klasse 
eines öffentlichen Verkehrsmittels vergütet (Art. 22 Abs. 2 Satz 1 EV ELG).

2.3 Der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung 
[BV; SR 101]) umfasst einerseits den Anspruch auf Schutz berechtigten 
Vertrauens in Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen be-
gründendes Verhalten der Behörden, sofern sich dieses auf eine konkrete, 
den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Andererseits 
verbietet er sowohl den staatlichen Behörden wie auch den Privaten, sich 
in ihren öffentlich-rechtlichen Rechtsbeziehungen widersprüchlich oder 
rechtsmissbräuchlich zu verhalten. Rechtsmissbrauch liegt insbesondere 
dann vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von In-
teressen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 
130 I 26 E. 8.1 S. 60, 127 II 49 E. 5a S. 56; Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 14. Dezember 
2004, H 157/04, E. 3.3.1).

2.4 Überspitzter Formalismus ist eine besondere Form der Rechtsver-
weigerung. Eine solche liegt vor, wenn für ein Verfahren rigorose Formvor-
schriften aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt 
wäre, wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe 
handhabt oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und 
den Rechtsuchenden den Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt. 
Wohl sind im Rechtsgang prozessuale Formen unerlässlich, um die ord-
nungsgemässe und rechtsgleiche Abwicklung des Verfahrens sowie die 
Durchsetzung des materiellen Rechts zu gewährleisten. Nicht jede prozes-
suale Formstrenge steht demnach mit Art. 29 Abs. 1 BV im Widerspruch. 
Überspitzter Formalismus ist nur gegeben, wenn die strikte Anwendung der 
Formvorschriften durch keine schutzwürdigen Interessen gerechtfertigt ist, 
zum blossen Selbstzweck wird und die Verwirklichung des materiellen 
Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder verhindert (BGE 142 V 152 E. 
4.2 S. 158)

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3.

3.1 Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerde, S. 3 Ziff. 1 und 3, 
und der Replik, S. 2, vor, in berechtigtem Vertrauen auf eine erneute 
Kostenvergütung ab 14. Dezember 2020 wieder ein GA für die 
regelmässigen Transporte mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den 
nächstgelegenen Behandlungsstellen erworben zu haben, nachdem die 
Beschwerdegegnerin bereits in den Jahren 2018 und 2019 die 
entsprechenden Kosten vergütet und dies weder vom Nachweis von 
Behandlungsterminen (so für regelmässige Dialysefahrten) noch von der 
Kostengünstigkeit abhängig gemacht habe (vgl. auch Stellungnahme vom 
1. Dezember 2021, S. 1). Ausgewiesene Transportkosten zur 
unerlässlichen Nierentransplantations-Nachsorge-Behandlung sowie zu 
regelmässigen Untersuchungen bzw. Kontrollen beim Hausarzt und bei 
nephrologischen, kardiologischen, angiologischen, dermatologischen und 
urologischen Fachärzten seien zu vergüten (Beschwerde, S. 4 f. Ziff. 5). 
Hierbei sei auf die ausgewiesenen Kosten für ein GA und nicht auf fiktive 
Kosten für Einzelfahren abzustellen (Beschwerde, S. 4 Ziff. 4). Die 
massgebenden Rechtssätze statuierten keine Anforderungen dahingehend, 
dass Behandlungstermine nachzuweisen seien, weshalb der 
Beschwerdegegnerin überspitzter Formalismus und 
Ermessensüberschreitung vorzuwerfen seien (Beschwerde, S. 3 und 5 Ziff. 
2 und 6, und Replik, S. 2; vgl. auch Stellungnahme vom 1. Dezember 2021, 
S. 1).

3.2 Es trifft zu, dass die Beschwerdegegnerin bereits ab 2017 die 
Kosten für das GA (zunächst monatlich [Monatsrechnungen] und alsdann 
jährlich [Jahresrechnungen]) rückvergütet hat (AB 18/3, 22/3, 25/3, 29/3, 
40/3, 89/3, 116/3). In dieser Zeit bestand eine ärztlich bestätigte 
Langezeitdialyseabhängigkeit von drei Mal pro Woche (während je vier bis 
fünf Stunden; AB 4, 13, 19, 30, 39, 58/2 = 79, 92) und im Nachgang zur 
Nierentransplantation im Oktober 2019 noch eine ärztlich verordnete 
(ambulante) Nachsorge ebenfalls drei Mal pro Woche (AB 125/1 = 175/1). 
Im Rahmen der Gesuche um Rückvergütung der Transportkosten wies der 
Beschwerdeführer jeweils ausdrücklich auf diese Behandlungstermine hin 
(AB 17/1, 19, 30, 39, 77/1, 79, 114). Es war somit der Beschwerdeführer 

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selber, der die Rückvergütung der Transportkosten (GA-Monats- bzw. Jah-
resrechnungen) mit den drei Mal pro Woche durchzuführenden Behandlun-
gen begründete. Da so die Erforderlichkeit dieser Ausgaben (Art. 6 Abs. 2 
EG ELG) ausgewiesen war, vergütete die Beschwerdegegnerin die ent-
sprechenden Kosten "gestützt auf die geltenden Bestimmungen" (AB 18/1, 
22/1, 25/1, 29/1, 40/1, 89/1, 116/1). Im Zusammenhang mit der Übernahme 
weiterer Transportkosten (zwar mit privaten Verkehrsmitteln, welche jedoch 
– anders als vom Beschwerdeführer in der Replik, S. 3 oben, angedeutet – 
unter den gleichen Voraussetzungen wie Fahrten mit öffentlichen Ver-
kehrsmitteln zurückzuerstatten sind) wies die Beschwerdegegnerin mit Ver-
fügungen vom 6. August (AB 180/5) und 17. September 2020 (AB 210/5) 
explizit auf Art. 6 Abs. 2 EG ELG und Art. 22 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 EV 
ELG hin und forderte mit weiterer Verfügung vom 28. August 2020 
(AB 206/5) den Beschwerdeführer auf, zur Prüfung der Transportkosten 
nebst der detaillierten Transportrechnung auch die Terminbestätigungen 
der medizinischen Behandlungsstellen einzureichen. Folglich war dem 
Beschwerdeführer durchaus bewusst, dass eine allfällige 
Kostenübernahme durch die Beschwerdegegnerin an die gesetzlichen 
Voraussetzungen der Erforderlichkeit, Wirtschaftlichkeit und 
Zweckmässigkeit der Ausgaben geknüpft ist. Insofern vermag er aus dem 
Umstand, dass die Beschwerdegegnerin bereits in den Jahren zuvor die 
Kosten für ein GA vergütet hat, für das Jahr 2021 keinen Vertrauensschutz 
abzuleiten. Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer – bei erfüllten gesetzlichen Voraussetzungen – mit 
Mitteilungen vom 12. Oktober 2018 (AB 80) und 7. Oktober 2019 (AB 116) 
auf Gesuch hin lediglich für die Jahre 2018 und 2019 die Kosten der GA 
zugesprochen. Es wurden weder in diesen Mitteilungen noch in einem 
anderen Zusammenhang Zusicherungen für die Zukunft gemacht noch liegt 
ein Verhalten der Beschwerdegegnerin vor, welches einen 
Vertrauensschutz begründet hätte (vgl. E. 2.3 hiervor).

3.3 Hinsichtlich der dann im Jahr 2021 eingereichten Belege um 
Kostenvergütung (AB 269 ff.) lag insofern ein veränderter Sachverhalt 
zugrunde, als zwischenzeitlich eine Nierentransplantation mit 
entsprechender Nachbehandlung durchgeführt worden war (AB 125/1 = 
175/1), wobei nicht bekannt war, ob weiterhin regelmässige Dialysefahrten 

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oder anderweitige regelmässige Fahrten zu medizinischen Behandlungs-
stellen nötig sind; zur Prüfung einer allfälligen Kostenübernahme verlangte 
deshalb die Beschwerdegegnerin Terminbestätigungen ein und wies so-
gleich darauf hin, dass bei regelmässigen Fahrten mit öffentlichen Ver-
kehrsmitteln zu medizinischen Behandlungsstellen nur dann die Kosten 
eines Abonnements rückerstattet werden, wenn diese Kosten im Vergleich 
zu denjenigen für Einzelfahrten tiefer oder gleich hoch seien (AB 273/1). 
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Voraussetzungen der 
Erforderlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit waren die 
Unterlagen, welche die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer im 
Rahmen seiner Mitwirkungspflicht verlangt hat, notwendig, um die 
Transportkosten insbesondere quantitativ auszuweisen. Darin ist entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers kein überspitzer Formalismus (vgl. E. 
2.4 hiervor) zu erblicken.

3.4 Nach dem Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 20. Januar bis 
29. Juni 2021 für die Benützung des öffentlichen Verkehrs einzig die erfor-
derlichen Kosten für die noch ausgewiesenen (AB 287, 289) Behandlun-
gen, Kontrollen und Sprechstunden im Totalbetrag von Fr. 360.-- vergütet 
hat, nachdem die regelmässigen Dialysefahrten (vgl. AB 289/3) sowie die 
Nachsorge der Nierentransplantation (vgl. AB 125/1 = 175/1) allem 
Anschein nach weggefallen sind. Diese Kosten hat die Beschwerdegegne-
rin nach eingehenden Abklärungen (AB 273, 288) aufgrund der eingereich-
ten Unterlagen (AB 287/3 f., 289) in nachvollziehbarer Weise berechnet 
(AB 290) und am 22. Juni 2021 verfügt (AB 292). Entgegen der Beschwer-
de, Antrag S. 2 Ziff. 4 und Begründung S. 5 Ziff. 6, ist nicht ersichtlich, in-
wieweit der Sachverhalt unvollständig abgeklärt worden sein sollte.

3.5 Gesetzlich geregelt und (zumindest dem Grundsatz nach) unbestrit-
ten ist, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf die Kosten für den Trans-
port zur nächstgelegenen medizinischen Behandlungsstelle hat. Mit erfolg-
ter Anerkennung der erforderlichen Kosten von Fr. 360.-- besteht folglich 
keine Notwendigkeit für die vom Beschwerdeführer beantragte vorsorgliche 
Massnahme, da ein darüber hinausgehender Anspruch, wie aufgezeigt, zu 
verneinen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2022, EL/21/756, Seite 10

3.6 Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 25. Oktober 2021 (AB 318) als rechtmässig und die dagegen 
erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. 
g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

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Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.