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**Case Identifier:** 0637fbbf-7dbb-563f-8264-53f66c8d3820
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 07.09.2018 510 2018 34 (510 18 34)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2018-34_2018-09-07.pdf

## Full Text

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Entscheid vom 7. September 2018 (510 18 34) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Behinderungsbedingte Liegenschaftsverwaltungskosten 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Gerichtsschreiberin i.V. P. Blank 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Kellerhals Carrard, Marco Sibold, Advokat, 
Hirschgässlein 11, Postfach 257, 4010 Basel 
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2016 
 
 
 

 
 
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Sachverhalt: 
 
A. 
Der Pflichtige ist Eigentümer eines vermieteten Einfamilienhauses in B.____. Mit Entscheid der 
Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) C.____ vom 3. Februar 2015 wurde für den 
Steuerpflichtigen eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 
i.V.m. Art. 395 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210) 
errichtet. Mit Entscheid vom 12. Oktober 2016 hat die KESB dem Beistand zulasten des Pflich-
tigen eine Entschädigung von Fr. 17‘704.55 zugesprochen. 
Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2016 vom 18. Mai 2017 wurde die als behinde-
rungsbedingte Kosten deklarierte Beistandsentschädigung nur zur Hälfte zum Abzug zugelas-
sen. Zur Begründung führte die Steuerverwaltung aus, dass erneut keine Aufteilung der Bei-
standsentschädigung in Liegenschafts- und Vermögensverwaltung erfolgt sei, obwohl der Steu-
erpflichtige bereits mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2015 vom 19. Januar 2017 
darauf hingewiesen worden sei. Daher werde die Aufteilung von Amtes wegen vorgenommen: 
Die Hälfte der Kosten, ausmachend Fr. 8‘852.--, würden auf die Liegenschaftsverwaltung entfal-
len, welche als Liegenschaftsunterhaltskosten abziehbar seien, aber vom Pauschalabzug von 
Fr. 20‘179.-- konsumiert würden. Die andere Hälfte würde zu 60%, ausmachend Fr. 5‘312.--, als 
Vermögensverwaltungskosten und zu 40%, ausmachend Fr. 3‘540.--, als behinderungsbedingte 
Kosten qualifiziert und somit zum Abzug zugelassen. 
 
 
B. 
Mit Eingabe vom 31. Mai 2017 erhob der Beistand des Pflichtigen Einsprache und beantragte, 
die gesamte Beistandsentschädigung von Fr. 17‘705.-- sei unter dem Titel der behinderungsbe-
dingten Kosten zum Abzug zuzulassen. In der Rubrik Bemerkungen der Steuererklärung sei 
bereits dargelegt worden, dass der Steuerpflichtige seine Liegenschaft ohne Behinderung sel-
ber verwalten könnte und würde; die Liegenschaft werde im Rahmen des erwachsenenschutz-
rechtlichen Mandats vom Beistand verwaltet, sodass es sich um behinderungsbedingte Kosten 
handle und sich eine Aufteilung derselben erübrige.  
Mit abweisendem Einspracheentscheid vom 11. April 2018 erklärte die Steuerverwaltung, der 
Nachweis für eine andere als die von ihr vorgenommene Kostenaufteilung sei nicht erbracht 
worden. 
 
 
C. 
Mit Rekurs vom 9. Mai 2018 beantragte der Vertreter des Pflichtigen, es seien zusätzlich behin-
derungsbedingte Kosten von Fr. 8‘853.-- zum Abzug zuzulassen, da die Liegenschaftsverwal-
tung durch die KESB an einen Beistand delegiert worden sei. Diese Kosten seien somit kausale 
Folge der Behinderung und als Assistenzkosten vollumfänglich abzugsfähig. 
Mit Vernehmlassung vom 21. Juni 2018 beantragte die Steuerverwaltung die Abweisung des 
Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, der Kausalzusammenhang der angefallen Kosten mit 
der Behinderung sei nicht erbracht worden. Weiter sei dem Rekurrenten bei den Liegenschafts-
kosten der Pauschalabzug gewährt worden, worin die Liegenschaftsverwaltungskosten bereits 
mitenthalten seien. 
Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. 
 
 
 
 
 
 

 
 
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Erwägungen: 
 
1.  
Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und 
Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses 
zuständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 
vorliegenden Fall Fr. 2'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuerge-
richts als Einzelrichter beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden An-
forderungen erfüllt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten. 
 
 
2. 
Gegenstand des Verfahrens ist die mit der Führung der Beistandschaft zusammenhängende 
Kostenentschädigung für die Liegenschaftsverwaltung. Streitig und zu prüfen ist, ob die geltend 
gemachten Liegenschaftsverwaltungskosten als behinderungsbedingte Kosten zusätzlich, ne-
ben der Liegenschaftsunterhaltspauschale, zum Abzug zugelassen werden können. 
Der Vertreter des Rekurrenten macht geltend, der Steuerpflichtige sei aufgrund seiner Behinde-
rung nicht urteilsfähig und deshalb auch nicht in der Lage, einfachste Tätigkeiten auszuführen, 
bei denen kognitiven Fähigkeiten verlangt seien. Aufgrund seiner Behinderung sei die Verwal-
tung durch die KESB an einen Beistand delegiert worden. Die geltend gemachten Kosten seien 
eine kausale Folge der Behinderung und daher als Assistenzkosten vollumfänglich abzugsfähig. 
Würde es sich bei den Kosten nicht gesamthaft um behinderungsbedingte Kosten handeln, hät-
te die KESB keine Entschädigung zugesprochen. Die Kosten des Beistands für die Liegen-
schaftsverwaltung seien deshalb als behinderungsbedingte Kosten abzugsfähig; nur wenn ne-
ben dem behinderungsbedingten auch nicht behinderungsbedingter Unterhalt ausgeführt wer-
de, sei letzterer nur als Liegenschaftsunterhalt abzugsfähig. Schliesslich führe die Ansicht der 
Steuerverwaltung zu einer Benachteiligung von behinderten gegenüber gesunden Steuerpflich-
tigen; letztere könnten ihre Liegenschaft selber verwalten, weshalb sie ohne effektive Kosten 
den Pauschalabzug voll beanspruchen könnten. 
Die Rekursgegnerin stellt sich dagegen auf den Standpunkt, der Unterhaltspauschalabzug für 
Liegenschaften umfasse bereits sämtliche Verwaltungskosten und es käme zu einem doppelten 
Abzug, wenn zusätzlich zum Pauschalabzug für den Liegenschaftsunterhalt auch Liegen-
schaftsverwaltungskosten als behinderungsbedingte Kosten zum Abzug zugelassen würden. 
 
 
3.  
3.1 Gemäss Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisie-
rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) werden von den 
gesamten steuerbaren Einkünfte die zu ihrer Erzielung notwendigen Aufwendungen sowie die 
allgemeinen Abzüge abgezogen. Vom Roheinkommen abgezogen werden können zunächst 
jene Aufwendungen, welche mit der Erzielung der steuerbaren Einkünfte in einem Zusammen-
hang stehen; durch die Berücksichtigung dieser sog. Gewinnungskosten wird die objektive Leis-
tungsfähigkeit des Steuerpflichtigen bestimmt (vgl. SCHWEIGHAUSER in: Nefzger/Simonek/Wenk 
[Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, § 29 N 1 m.w.H.; 
REICH/VON AH/BRAWAND in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuer-
recht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemein-
den, 3. Aufl. 2017, Art. 9 N 1 ff.). So können bei Liegenschaften im Privatvermögen gemäss 
Art. 9 Abs. 3 StHG und § 29 Abs. 2 Satz 1 StG Unterhaltskosten, die Kosten der Instandstellung 
von neu erworbenen Liegenschaften, die Versicherungsprämien und die Kosten der Verwaltung 
durch Dritte abgezogen werden, wobei der Steuerpflichtige gemäss § 29 Abs. 2 Satz 2 StG für 
jede Steuerperiode anstelle der tatsächlichen Kosten und Prämien einen Pauschalabzug gel-
tend machen kann. Art. 32 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über 

 
 
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die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) statuiert bei Liegenschaften im Privatvermögen 
ebenfalls die Möglichkeit die Unterhaltskosten abzuziehen, und zwar ebenfalls entweder als 
Pauschalabzug oder die tatsächlich angefallenen Kosten (vgl. Art. 32 Abs. 4 DBG). 
Daneben sind in § 29 StG die sog. allgemeinen Abzüge aufgeführt, welche zumeist aus ausser-
fiskalischen Überlegungen zum Abzug zugelassen sind (vgl. SCHWEIGHAUSER, a.a.O., § 29 N 2; 
vgl. dazu auch REICH/VON AH/BRAWAND, a.a.O., Art. 9 N 21). Sie dienen neben den Sozialab-
zügen und Freibeträgen der Berücksichtigung der subjektiven Leistungsfähigkeit (vgl. 
SCHWEIGHAUSER, a.a.O., § 33 N 1 m.w.H.).  
Zu diesen allgemeinen Abzüge gehören u.a. die behinderungsbedingten Kosten des Steuer-
pflichtigen und der von ihm unterhaltenen Personen mit Behinderung im Sinne des Bundesge-
setzes vom 13. Dezember 2002 über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit 
Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG; SR 151.3), soweit der Steuerpflichti-
ge die Kosten selber trägt (vgl. Art. 9 Abs. 2 lit. hbis StHG). § 29 Abs. 1 lit. m StG stimmt mit die-
ser Bestimmung wörtlich überein. Art. 33 Abs. 1 lit. hbis DBG normiert denselben Abzug für be-
hinderungsbedingte Kosten für die direkten Bundessteuern. 
Aufgrund der inhaltlichen Übereinstimmung der genannten Abzugstatbestände rechtfertigt es 
sich, bei der Auslegung von § 29 Abs. 1 lit. m und § 29 Abs. 2 StG bzw. Art. 9 Abs. 1 sowie 
Abs. 3 StHG die Rechtsprechung und Lehre zu Art. 33 Abs. 1 lit. hbis respektive Art. 32 Abs. 2 
DBG hinzuzuziehen. 
 
3.2 Unter die steuerlich abziehbaren Liegenschaftsunterhaltskosten gemäss Art. 32 Abs. 2 DBG 
fallen sowohl die Unterhaltskosten i.e.S., die dazu dienen, den Nutzungswert der Liegenschaft 
zu erhalten, als auch die Betriebs- und Verwaltungskosten (vgl. ZWAHLEN/LISSI in: Zwei-
fel/Beusch [Hrsg.] Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direk-
te Bundessteuer, 3. Aufl. 2017, Art. 32 N 10 ff.). Die Verwaltungskosten sind Aufwendungen, 
die durch echte Fremdverwaltung von Drittpersonen entstehen (vgl. SCHWEIGHAUSER, a.a.O., 
§ 29 N 123; ZWAHLEN/LISSI, a.a.O., Art. 32 N 2 und N 23).  
Wie vorgängig erläutert, ist bei den Unterhaltskosten die Geltendmachung eines Pauschalab-
zugs möglich. Mit dem Pauschalbetrag sind grundsätzlich alle ordentlichen Kosten, wie Unter-
haltskosten, Versicherungsprämien, Drittverwaltungskosten, Energie- und Umweltschutzmass-
nahmen abgegolten; zusätzlich zum Pauschalabzug kann die steuerpflichtige Person die (effek-
tiven) Kosten für denkmalpflegerische Arbeiten geltend machen (vgl. RICHNER/FREI/ 
KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl. 2013, § 30 N 30 m.H.a. 
Der Steuerentscheid [StE] 1991 B 27.7 Nr. 9; vgl. dazu auch ZWAHLEN/LISSI, a.a.O., Art. 32 
N 31). Es handelt sich dabei um eine Ausnahme des Grundsatzes der Nichtkumulierbarkeit von 
Effektiv- und Pauschalabzug, der rechtspolitische Motive und Billigkeitserwägungen zugrunde 
liegen (vgl. Entscheid der Steuerrekurskommission Zürich vom 29. Juni 1990, E. 2 lit. a, in: 
StE 1991 B 27.7 Nr 9). Der Grundeigentümer, der im Interesse der Allgemeinheit Kosten für 
den Schutz von Natur und Heimat übernimmt, soll steuerlich keine Nachteile erleiden; er soll 
vielmehr ermuntert werden, dem Gemeinwesen bei der Erfüllung des Verfassungsauftrags von 
Art. 24sexties der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 
(BV; SR 101) zu helfen (vgl. ZWAHLEN/LISSI, a.a.O., Art. 32 N 29). Vor allem wenn mit sozialpoli-
tisch motivierten Abzügen versucht wird, Anreize zu einem gesellschaftspolitisch erwünschten 
Verhalten zu vermitteln, gerät der Gesetzgeber oftmals in Konflikt mit dem Leistungsfähigkeits-
prinzip (REICH/VON AH/BRAWAND, a.a.O., Art. 9 N 22). 
 
3.3 Als behinderungsbedingte Kosten gelten die notwendigen Aufwendungen, die als kausale 
Folgen der Behinderung entstehen und nicht Lebenshaltungskosten oder Luxusabgaben dar-
stellen. Zu den Lebenshaltungskosten sind die Aufwendungen zu zählen, die zur Befriedigung 
der persönlichen Bedürfnisse dienen. Darunter fallen die üblichen Kosten für Nahrung, Klei-
dung, Unterkunft, Gesundheitspflege, Freizeit und Vergnügen. Luxusausgaben sind Aufwen-
dungen, die den Rahmen üblicher und notwendiger Massnahmen übersteigen, nur aus Grün-

 
 
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den der persönlichen Annehmlichkeit anfallen oder besonders kostspielig sind, wie bspw. die 
Anschaffung eines Renn-Rollstuhls oder der Einbau eines Schwimmbads (vgl. zum Ganzen 
Kreisschreiben Nr. 11 der ESTV vom 31. August 2005 [KS Nr. 11], Ziff. 4.2). 
Das KS Nr. 11 bezeichnet u.a. Assistenzkosten, Kosten für Haushaltshilfen und auch etwa 
Transport- und Fahrzeugkosten als behinderungsbedingte Kosten. Abzugsfähig als Assistenz-
kosten sind die Kosten der behinderungsbedingt notwendigen ambulanten Pflege (Behand-
lungs- und Grundpflege), Betreuung und Begleitung, die im Zusammenhang mit der Vornahme 
alltäglicher Verrichtungen, der Pflege angemessener sozialer Kontakte, der Fortbewegung und 
der Aus- und Weiterbildung anfallen, ebenso wie die Kosten behinderungsbedingt notwendiger 
Überwachung (vgl. KS Nr. 11, Ziff. 4.3). Bei den Kosten für Haushaltshilfen ist für die uneinge-
schränkte Abzugsfähigkeit das Vorliegen einer ärztlichen Bescheinigung notwendig, worin at-
testiert wird, welche Haushaltstätigkeiten als Folge der Behinderung nicht mehr ohne Hilfe aus-
geübt werden können (vgl. KS Nr. 11 der ESTV, Ziff. 4.3.2). Ebenfalls als behinderungsbedingte 
Kosten zum Abzug zugelassen werden nebst medizinisch notwendigen Fahrten sogar Mehrkos-
ten für den Gebrauch eines Motorfahrzeugs für Freizeitfahrten, sofern die behinderte Person 
glaubhaft machen kann, dass sie ohne ihre Behinderung ausschliesslich das öffentliche Ver-
kehrsmittel benützt hätte (vgl. Entscheid des Steuergerichts [StGE] 510 13 63 vom 8. November 
2013 in: Basellandschaftliche und baselstädtische Steuerpraxis [BStPra] 2/2014 S. 55 ff.). Wei-
ter können die Kosten des behinderungsbedingten Liegenschaftsunterhalts (z.B. Einbau eines 
Treppenlifts, einer Rollstuhlrampe, eines Behinderten-WC etc.) als behinderungsbedingte Kos-
ten zum Abzug gebracht werden; (andere) werterhaltende Kosten des Wohneigentümers sind 
hingegen als ordentlicher Liegenschaftsunterhalt abzuziehen (vgl. KS Nr. 11, Ziff. 4.3.9). So-
dann führt etwa der Bau eines eingeschossigen Gebäudes für eine querschnittgelähmte Person 
wohl zu Wohnmehrkosten aufgrund der Behinderung; diese Aufwendungen sind aber bloss 
zweckmässig und nicht notwendig, was der Abzugsfähigkeit im Wege steht (vgl. Entscheid des 
Verwaltungsgerichts Bern vom 20. November 2009, in: StE 2010 B 27.5 Nr. 18). 
Das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich hat mit Entscheid vom 7. Juni 2016                      
(2 DB.2016.33/ 2 ST.2016.38) Vormundschaftskosten, die sich im Wesentlichen wohl auf die 
Verwaltung von Vermögen bezogen hatten, als behinderungsbedingt notwendige Kosten voll-
umfänglich zum Abzug zugelassen, nachdem dargelegt worden war, dass der Pflichtige behin-
derungsbedingt ausserstande ist, sich um finanzielle und administrative Aufgaben zu kümmern. 
Zur Begründung führte das Steuerrekursgericht an, aus den Akten seien keine Bemühungen 
der KESB oder der Beiständin ersichtlich, die nicht entweder als behinderungsbedingt oder als 
reine Vermögensverwaltung zu qualifizieren wären; insbesondere gingen daraus keine Verrich-
tungen hervor, die als rein persönliche Betreuung und somit als Lebenshaltung oder als Anla-
geberatung von der Abzugsfähigkeit ausgenommen wären. 
Zum Abzug zugelassen werden folglich Kosten, die als direkte Folge der Behinderung anfallen; 
nicht abzugsfähig sind solche, die bloss zweckmässig, nicht aber notwendig sind (vgl. dazu 
auch RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 33 
N 167). 
 
3.4 Die Abzugstatbestände betreffend behinderungsbedingte Kosten (Art. 33 Abs. 1 lit. hbis 
DBG, Art. 9 Abs. 2 StHG und § 29 lit. m StG) sollen die Steuerbelastung für Menschen reduzie-
ren, die Einkommen für Kosten aufwenden müssen, die im Zusammenhang mit ihrer Behinde-
rung stehen (Urteile des Bundesgerichts [BGer] vom 12. Januar 2017 2C_479/2016 / 
2C_480/2016, E. 3.2 m.H.a. Botschaft vom 11. Dezember 2000 zur Volksinitiative "Gleiche 
Rechte für Behinderte" und zum Entwurf eines Behindertengleichstellungsgesetzes, BBl 2001 
1715 ff.). Sie wurden im Rahmen der Volksinitiative "Gleiche Rechte für Behinderte" und dem 
Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes eingefügt und sollen die durch die Invalidi-
tät verursachten Kosten in voller Höhe vom steuerbaren Einkommen zum Abzug zulassen (vgl. 
REICH/VON AH/BRAWAND, a.a.O., Art. 9 N 30; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar 
zum DBG, a.a.O., Art. 33 N 159 f.). 

 
 
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Steuerlich abzugsfähig sind nur jene Kosten, die durch eine Behinderung bedingt sind, d.h. 
grundsätzlich und masslich als direkte Folge der Behinderung im Sinne von Art. 2 Abs. 1 des 
Behindertengleichstellungsgesetzes entstehen (BGer vom 12. Januar 2017 2C_479/2016 / 
2C_480/2016, E. 3.4; vgl. dazu auch BGer 2C_130/ 2C_131/2012 vom 9. Mai 2012 E. 5). Der 
Behinderungsbegriff, der Art. 33 Abs. 1 lit. hbis DBG zugrunde liegt, hat die soziale und berufli-
che Integration behinderter Menschen als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft im Blick (BGer 
vom 12. Januar 2017 2C_479/2016 / 2C_480/2016, E. 3.7 m.w.H.). Aus dieser Perspektive ist 
zu beurteilen, ob die zum Abzug beantragten Kosten einer Massnahme der Integration von kör-
perlich, geistig oder psychisch behinderten Menschen in die Gesellschaft dienen oder nicht 
(BGer vom 12. Januar 2017 2C_479/2016 / 2C_480/2016, E. 3.7 m.H.a. BGer 2C_588/2011 
vom 16. Dezember 2011 E. 3.2.). Bei weiteren Privilegierungen, die über die Beseitigungen von 
behinderungsbedingten Benachteiligungen hinausgingen, bestünde jedoch die Gefahr, dass sie 
verfassungsrechtlich unstatthaft wären (BGer vom 12. Januar 2017 2C_479/2016 / 
2C_480/2016, E. 3.7).  
 
3.5 Tatsachen, welche einen bestimmten Aufwand als behinderungsbedingte Kosten im Sinne 
von § 29 Abs. 1 lit. m StG erscheinen lassen, sind steuermindernd und deshalb von der steuer-
pflichtigen Person darzutun und nachzuweisen. Dieser Nachweis muss in der Rekursschrift 
durch substantiierte Sachdarstellung und durch Beschaffung oder Bezeichnung von Beweismit-
teln für die Richtigkeit seiner Darstellung geleistet werden (StGE 510 13 63 vom 8. November 
2013 E. 3 lit. d m.H.a. StGE vom 23. Februar 2007 [510 06 70] E. 3, in: BStPra 2/2014 S. 55 ff.; 
vgl. auch RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, a.a.O., Art. 33 N 167). 
 
3.6 Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass die Abzüge gemäss § 29 Abs. 1 lit. m StG und § 29 
Abs. 2 StG grundsätzlich nebeneinander geltend gemacht werden können, da sie weitestge-
hend unterschiedliche Sachverhalte normieren. Grundsätzlich stellt der behinderungsbedingte 
Abzug also keine Spezialbestimmung gegenüber dem Abzug für Liegenschaftsunterhalt dar, die 
nach dem Satze der lex specialis derogat legi generali ausschliessliche Geltung beanspruchen 
würde (vgl. dazu BGE 82 II 411, E. 6.a). Im Bereich des Liegenschaftsunterhalts besteht aller-
dings eine gewisse Überschneidung der Tatbestände: Mit dem Pauschalbetrag gemäss § 29 
Abs. 2 StG sind alle ordentlichen Kosten des Unterhalts und der Verwaltung abgegolten (E. 3.2 
hiervor). Unter dem Titel der behinderungsbedingten Kosten können weitere Unterhaltskosten, 
die eben durch die Behinderung bedingt und daher ausserordentlich anfallen, wie etwa Auf-
wendungen für den Einbau eines Treppenlifts, einer Rollstuhlrampe, eines Behinderten-WC, 
etc. zum Abzug gebracht werden (E. 3.3 hiervor). In diesem Teilbereich ist aufgrund einer aus-
serfiskalisch motivierten Gesetzgebung ein kumulativer Abzug zum ordentlichen Liegenschafts-
unterhalt möglich, ähnlich der Abzugsmöglichkeit bei Aufwendungen für Denkmalpflege, die 
ebenfalls eine Ausnahme vom Grundsatz der Nichtkumulierbarkeit effektiver und pauschaler 
Liegenschaftsunterhaltskosten darstellt (E. 3.2 hiervor): Gleiches muss gelten, wenn eine Lie-
genschaft aufgrund einer Behinderung durch einen Dritten verwaltet wird und dem Pflichtigen 
bzw. dessen Vertreter der Nachweis gelingt, dass der Pflichtige ohne die Behinderung die Lie-
genschaft selbst verwaltet hätte; es handelt sich dann gerade nicht um ordentliche Kosten der 
Verwaltung sondern um ausserordentliche behinderungsbedingte Liegenschaftsverwaltungs-
kosten.  
Die Abzugsmöglichkeit behinderungsbedingter Kosten besteht aus ausserfiskalischen Motiven; 
sie soll die Steuerbelastung für Menschen mit Behinderung reduzieren, die Einkommen für Kos-
ten aufwenden müssen, die im Zusammenhang mit ihrer Behinderung stehen und damit der 
Benachteiligung behinderter Menschen entgegenwirken. Würden die unmittelbar auf die Behin-
derung zurückzuführenden Liegenschaftsverwaltungskosten bereits vom Unterhaltspauscha-
labzug gemäss § 29 Abs. 2 StG konsumiert, würde eine behinderte Person gegenüber denjeni-
gen Personen, die ihre Liegenschaft selbst verwalten können, benachteiligt werden. Die steuer-
liche Abzugsmöglichkeit wäre aufgrund der Behinderung stets von Vornherein geschmälert. 

 
 
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Ausschlaggebend ist damit neben der Voraussetzung des Vorliegens einer Behinderung, das 
"innere Motiv" bzw. die Motivation die zur Bestellung der Verwaltung geführt hat. Diese muss 
sich, damit der Nachweis der Behinderungsbedingtheit gelingt, nach aussen hin manifestieren 
und aus einer objektiven Betrachtungsweise nachvollziehbar sein. Im Zusammenhang mit Lie-
genschaftsverwaltungskosten hat sie nachzuweisen, dass sie die Liegenschaft ohne die Behin-
derung selbst verwaltet hätte. 
 
 
4. 
Unstrittig ist, dass der Rekurrent grundsätzlich zur Geltendmachung eines behinderungsbeding-
ten Abzugs berechtigt ist. Offen ist einzig die Frage, ob die Kosten, die ihm aus der Verwaltung 
der Liegenschaft durch den Beistand entstehen, nachgewiesenermassen behinderungsbedingte 
Kosten sind. 
Im vorliegenden Fall hat die KESB C.____ wie bereits ausgeführt mit Entscheid vom 3. Februar 
2015 für den Steuerpflichtigen eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung ge-
mäss Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB errichtet, u.a. mit den Aufgabebereichen, die verbeiständete 
Person beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten soweit nötig zu vertreten, insbe-
sondere auch im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, (Sozial-)Versicherungen, sons-
tigen Institutionen und Privatperson (Ziff. 2 lit. a), sowie Einkommen und Vermögen der verbei-
ständeten Person sorgfältig zu verwalten (Ziff. 2 lit. b). Nach den Ausführungen des Beistandes 
des Pflichtigen, ist der Rekurrent aufgrund seiner Krankheit nicht urteilsfähig. Er kann die Trag-
weite seiner Entscheidungen nicht begreifen und nur einfachsten Tätigkeiten nachgehen, wes-
halb der Beistand u.a. dazu beauftragt ist, die Liegenschaft zu verwalten. Die vorliegend stritti-
gen Aufwendungen betreffen nicht allgemein die Vermögensverwaltung, sondern die Vermie-
tung des sich im Eigentum des Rekurrenten befindlichen Einfamilienhauses und umfassen den 
Zeitaufwand für verschiedene Telefonate und kürzere Korrespondenzen. Weiter führt der Bei-
stand aus, es sei auch auf die Behinderung zurückzuführen, dass der Pflichtige die Liegen-
schaft nicht selbst bewohnen würde. 
Mit Entscheid vom 12. Oktober 2016 hat die KESB dem Beistand zulasten des Pflichtigen eine 
Entschädigung von Fr. 17‘704.55 zugesprochen. Es ist dargelegt worden, dass diese Entschä-
digung insbesondere auch die Liegenschaftsverwaltung abdeckt. 
Da im vorliegenden Fall die Beistandschaft, die aufgrund der Behinderung des Rekurrenten 
angeordnet worden ist, die Verwaltung der Liegenschaft mitumfasst, ist davon auszugehen, 
dass ein direkter Zusammenhang zwischen der streitbetroffenen Aufwendung und der Behinde-
rung besteht. Ähnlich wie ein Arztzeugnis, das die medizinische Notwendigkeit einer Massnah-
me bescheinigt, vermag die Bestellung einer Beistandschaft in der oben ausgeführten Ausge-
staltung den Nachweis zu erbringen, dass die pflichtige Person aufgrund ihrer Behinderung 
nicht selbst in der Lage ist, ihre Liegenschaft zu verwalten. Dies gilt umso mehr, wenn die 
KESB den entsprechenden Rechenschaftsbericht genehmigt und dem Beistand die gesamte 
geforderte Entschädigung zuspricht, wie sie dies vorliegend mit ihrem Entscheid vom 
12. Oktober 2016 getan hat. In Anbetracht des relativ geringfügigen Ausmasses des geltend 
gemachten Aufwands für die Liegenschaftsverwaltung, ist davon auszugehen, dass der Steuer-
pflichtige ohne die Behinderung diese Verrichtungen selbst vorgenommen und nicht eine (pri-
vate) Liegenschaftsverwaltung beauftragt hätte. 
Es ist damit nachgewiesen worden, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der kon-
kreten Behinderung des Rekurrenten und den zum Abzug beantragten Liegenschaftsverwal-
tungskosten besteht; insbesondere ist auch nachvollziehbar dargelegt worden, dass es sich 
dabei um behinderungsbedingt notwendige (und nicht bloss zweckmässige) Mehrkosten han-
delt.  
Nach dem Ausgeführten hat dies im vorliegenden Fall zur Folge, dass neben dem Liegen-
schaftsunterhaltspauschalabzug gemäss § 29 Abs. 2 Satz 2 StG, der alle Kosten des ordentli-

 
 
Seite 8   

chen Liegenschaftsunterhalts umfasst, auch der Abzug für behinderungsbedingte Liegen-
schaftsverwaltungskosten zum Abzug zuzulassen ist. 
 
 
5. 
5.1 Ausgangsgemäss sind dem Rekurrenten gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des 
Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271) keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 
 
5.2 Gemäss § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO kann bei Beschwerden in Steuersachen der 
ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Vertreters eine angemessene Par-
teientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Mit Eingabe vom 20. August 
2018 machte der Vertreter des Rekurrenten für die beiden Parallelverfahren Staats- und direkte 
Bundessteuer 2016 eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 5‘138.25 geltend, welche sich 
aus einem Honorar von 15.25 Stunden à Fr. 300.-- sowie Auslagen von Fr. 195.90 und Mehr-
wertsteuer (MWST) von Fr. 367.35 zusammensetzte. Diese Berechnung kann nicht unbesehen 
übernommen werden: Einerseits beträgt der gerichtlich anerkannte Stundensatz für Anwälte 
Fr. 250.-- (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 17. Juni 2009, publ. in: Basel-
landschaftliche und Baselstädtische Steuerpraxis [BStPra], Bd. XIX, S. 559 ff.). Andererseits 
sind die Bemühungen für die Teilnahme an der heutigen Verhandlung in Höhe von einer Stunde 
zusätzlich zu vergüten. Entsprechend ist dem Rekurrenten ein Honorar von Fr. 4'062.50 (16.25 
Stunden à Fr. 250.--) bzw. eine Parteientschädigung von Fr. 4‘586.30 (inkl. Auslagen von 
Fr. 195.90 und MWST von Fr. 327.90) bzw. für das vorliegende Verfahren die Hälfte davon, d.h. 
Fr. 2‘293.15  (= Fr. 4‘586.30 / 2) zuzusprechen. Über die andere Hälfte der genannten Partei-
entschädigung wurde im Verfahren betreffend die direkte Bundessteuer befunden.  

 
 
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Demnach erkennt das Steuergericht: 

1. 
Der Rekurs wird gutgeheissen. Die Angelegenheit wird zur Korrektur der Veranlagung im Sinne 
der Erwägungen an die Rekursgegnerin zurückgewiesen. 
 
2. 
Es werden keine Kosten erhoben. Der bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 500.-- wird dem Re-
kurrenten zurückerstattet. 
 
3. 
Die Rekursgegnerin hat dem Rekurrenten eine Parteientschädigung von Fr. 2‘293.15 
(inkl. MWST) zu bezahlen. 
 
4. 
Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. des Rekurrenten (2), die Gemeinde B.____ (1) 
und die Rekursgegnerin (3).