# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fdf241d-bd54-51db-991f-ef170c6f9ee3
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.04.2024 II 2024 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2024-2_2024-04-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2024 2

Entscheid vom 23. April 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Jan Bucher, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch lic.iur. B.________

gegen

Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, Postfach 
1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Insolvenzentschädigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1973) war seit dem 1. Mai 2021 bei der C.________ 
GmbH als Chauffeur Kat. C/CE angestellt (Vi-act. 131). Das Arbeitsverhältnis 
kündigte die Arbeitgeberin am 24. November 2022 mit einer Kündigungsfrist von 
2 Monaten per Ende Januar 2023 (Vi-act. 130). Der letzte Arbeitstag war bereits 
der 18. November 2022; der Lohn wurde bis Ende November 2022 ausgerichtet 
(Vi-act. 057, 068 ff.; 043). 

B. Per 21. November 2022 stellte A.________ Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung (Vi-act. 152, 153, 147). Am 7. Dezember 2022 reichte er im Kanton 
Zürich Antrag auf Insolvenzentschädigung ein, von wo das Gesuch zuständig-
keitshalber an die Arbeitslosenkasse Schwyz weitergeleitet wurde (Vi-act. 057, 
150). Am 12. Dezember 2022 informierte die Arbeitslosenkasse A.________, 
über die Arbeitgeberin sei bislang kein Konkurs eröffnet worden, weshalb offene 
Lohnforderungen auf dem Betreibungsweg eingefordert werden müssten; 
gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits-
losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungs-
gesetz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 könne keine Insolvenzentschädi-
gung ausbezahlt werden (Vi-act. 147). Am 24. Januar 2023 forderte A.________ 
von der Arbeitgeberin den Dezemberlohn, verwies auf den Annahmeverzug der 
Arbeitgeberin und verlangte, der Januarlohn sei fristgerecht zu leisten (Vi-act. 
046).

C. Mit Verfügung vom 8. Februar 2023 hat der Einzelrichter des Bezirksge-
richts Küssnacht über die C.________ GmbH mit Wirkung ab demselben Tag 
den Konkurs eröffnet. Bereits schon am 3. Februar 2023 (Eingang Arbeitslosen-
kasse 8.2.2023) stellte A.________ neuerlich Antrag auf Insolvenzentschädi-
gung; als offene Lohnforderungen führte er die Monate Dezember 2022 und Ja-
nuar 2023 auf sowie Ferienanteil von Fr. 2'320 und Zulagen von Fr. 10'789, zu 
welchen er anmerkte, es bestünden noch 319 offene Stunden (Vi-act. 056). Beim 
Konkursamt gab er im Rahmen seiner Forderungseingabe (Eingang beim Kon-
kursamt am 21. resp. 24.4.2023) unter "Total Lohnforderung" einen Betrag über 
Fr. 25'648.60 [recte Fr. 25'648.10] an (Vi-act. 058), bestehend aus zwei Monats-
löhnen Dezember / Januar zzgl. 13. Monatslohn (Fr. 12'566); Ferienguthaben 
14.5 Tage (Fr. 2’803.30) und Überzeit 319 Stunden (Fr. 10'278.80). Zur An-
spruchsprüfung forderte die Arbeitslosenkasse am 13. Februar 2023 verschiede-
ne Unterlagen ein (Vi-act. 145), worauf A.________ am 14. April 2023 diverse 
Unterlagen einreichte (Vi-act. 142). 

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D. Mit Schreiben vom 1. Mai 2023 stellte die Arbeitslosenkasse A.________ 
die Ablehnung seines Antrages um Integritätsentschädigung in Aussicht und ge-
währte ihm das rechtliche Gehör (Vi-act. 153), wovon A.________ mit Eingabe 
vom 2. Juni 2023 Gebrauch machte (Vi-act. 035). Am 6. Juni 2023 verfügte die 
Arbeitslosenkasse die Ablehnung des Anspruches auf Insolvenzentschädigung 
wegen Nichterfüllung der Anspruchsvoraussetzungen (Vi-act. 033). Eine am 3. 
Juli 2023 dagegen erhobene Einsprache (Vi-act. 011) wies die Arbeitslosenkasse 
mit Entscheid Nr. 56/2023 vom 7. Dezember 2023 ab (Vi-act. 008).

E. A.________ lässt am 10. Januar 2024 beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Es sei die Insolvenzentschädigung für den Zeitraum 19.07.2022 bis 30.09.2023 
auszuzahlen;

2. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 7. Februar 2024 beantragt die Vorinstanz unter Ver-
weis auf die Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Beitragspflichtige Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der 
Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmer beschäfti-
gen, haben nach Art. 51 Abs. 1 lit. a AVIG Anspruch auf Insolvenzentschädigung, 
wenn gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem 
Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen. Die Insolvenzentschädigung ist eine 
Lohnausfallversicherung bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. Sie bezweckt 
für eine beschränkte Zeit den Schutz der Lohnguthaben sowie die Sicherung des 
Lebensunterhaltes des Arbeitnehmers und damit die Vermeidung sozialer Härten 
(BGE 144 V 427 E. 3.1; vgl. SBVR Soziale Sicherheit - Nussbaumer, N Rz. 585). 
Damit wird der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Arbeitnehmer Rechnung getra-
gen, dies namentlich mit Blick auf ihre Vorleistungspflicht (Art. 323 Abs. 1 OR) 
und den bloss unvollkommenen Schutz durch Sicherstellung (Art. 337a OR) so-
wie Konkursprivileg (Art. 219 SchKG). Darüber hinaus soll mittels Bevorschus-
sung die zeitgerechte Auszahlung der Lohnforderungen (für geleistete Arbeit) si-
chergestellt werden: Die Arbeitnehmer, die gemeinhin auf ein regelmässiges Ein-
kommen angewiesen sind, sollen nicht bis zum Abschluss des Insolvenzverfah-
rens zuwarten müssen, um dann allenfalls nur einen Teil ihrer Lohnforderung be-

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glichen zu erhalten (Nussbaumer, a.a.O.; Stöckli/Gächter, in: Basler Kommentar 
SchKG II, 2. Aufl. 2010, Vorb. Art. 51-58 AVIG, N 1 f.). 

1.2 Die Insolvenzentschädigung deckt für das gleiche Arbeitsverhältnis Lohn-
forderungen für höchstens die letzten vier Monate des Arbeitsverhältnisses, für 
jeden Monat jedoch nur bis zum Höchstbetrag nach Art. 3 Abs. 2 AVIG (vgl. 
Art. 22 Abs. 1 UVV; gegenwärtig Fr. 148'200 im Jahr und Fr. 406/Tag). Als Lohn 
gelten auch die geschuldeten Zulagen (Art. 52 Abs. 1 AVIG). 

Nach dem klaren Willen des Gesetzgebers muss es sich um Lohnansprüche für 
geleistete Arbeit handeln. Dazu gehören grundsätzlich alle Forderungen, die eine 
Gegenleistung des Arbeitgebers für die erbrachte Arbeit darstellen und die im 
Leistungszeitraum erworben worden sind (SBVR Soziale Sicherheit-
Nussbaumer, N Rz. 620). Dem Schutzzweck der Insolvenzentschädigung ent-
sprechend erstreckt sich der Anspruch nur auf tatsächlich geleistete, aber nicht 
entlöhnte Arbeit (BGE 132 V 82 E. 3.1). 

1.3 Im Einzelnen ist ein Lohnbestandteil von der Insolvenzentschädigung nur 
gedeckt, wenn die versicherte Person für den von Art. 52 Abs. 1 AVIG vorge-
schriebenen Zeitraum unter Annahme eines fortbestehenden Arbeitsverhältnis-
ses und eines zahlungsfähigen Arbeitgebers berechtigte Aussichten auf dessen 
Auszahlung haben konnte. 

Dem gesetzlichen Zweck entsprechend (Schutz der Lohnguthaben und Sicher-
stellung des Lebensunterhalts; vgl. oben E. 1.1) hat die Insolvenzentschädigung 
diejenigen ausstehenden Forderungen des (ehemaligen) Arbeitgebers zu de-
cken, welche erwartungsgemäss bei Fortbestand des Arbeitsverhältnisses in den 
letzten vier Monaten gemäss Art. 52 Abs. 1 AVIG vom zahlungsunfähigen Ar-
beitgeber beglichen worden wären. Somit besteht der Sinn der Insolvenzent-
schädigung darin, der versicherten Person die Lohnsumme sicherzustellen, mit 
der sie in den letzten vier Monaten des Arbeitsverhältnisses vor Eröffnung des 
Konkurses über den Arbeitgeber rechnen durfte (BGE 137 V 96 E. 6.2).

1.4 Als entschädigungsberechtigter Lohnbestandteil gilt ein anteilmässiger 
13. Monatslohn, weil dieser pro rata temporis in Geld erworben wird, und die Ar-
beitnehmenden mit diesem normalerweise gegen Ende des Kalenderjahrs aus-
bezahlten Lohnanteil bereits Anfang Jahr rechnen können. 

1.5 Wie der 13. Monatslohn sind auch Ferien und Überstundenentschädigun-
gen grundsätzlich Bestandteil des massgebenden Lohnes gemäss Art. 5 AHVG 
i.V.m. Art. 7 AHVV (BGE 137 V 96 E. 6.3). 

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Das Bundesgericht hat dazu jedoch in einem Grundsatzentscheid festgehalten, 
dass Entschädigungen für noch nicht bezogene Ferien von ehemals im Monats-
lohn angestellt gewesenen Personen, welche keine Ferienlohnzuschläge erhal-
ten haben, nicht von der Insolvenzentschädigung gedeckt sind. Das Bundesge-
richt begründete dies im Wesentlichen damit, dass im Monatslohn angestellte 
Personen mit vollem Arbeitspensum, welche keine Ferienlohnzuschläge bezie-
hen dürfen, bei fortbestehendem Arbeitsverhältnis auch keine Abgeltung der Fe-
rien durch Geldleistung erwarten können (Art. 329d OR; vgl. auch Art. 361 und 
362 OR, gemäss welchen Art. 329d OR zu den relativ zwingenden Vorschriften 
des Arbeitsvertragsrechts gehört). Der Abgeltungsanspruch für nicht bezogene 
Ferien entsteht in diesem Fall erst, wenn diese nicht mehr in natura gewährt 
werden können, also namentlich bei fristloser Auflösung des Arbeitsverhältnisses 
durch Arbeitgeber oder Arbeitnehmer. Anders verhält es sich bei Personen, wel-
che während dem bestehenden Arbeitsverhältnis mit ihrem Lohn zusätzlich eine 
Ferienabgeltung bezogen haben. Diese konnten mit den monatlich ausgerichte-
ten Zuschlägen rechnen (BGE 137 V 96 E. 6.3.1.). 

Für Überstunden ergibt sich gemäss Bundesgericht nichts Abweichendes. Wurde 
Überstundenarbeit geleistet, so entsteht ein Anspruch auf Überstundenver-
gütung, sofern Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einen Ausgleich durch Frei-
zeit vereinbart haben. Versicherte Personen, welche arbeitsvertraglich dazu ver-
pflichtet waren, geleistete Überstunden mit Freizeit zu kompensieren, hatten bei 
fortbestehendem Arbeitsverhältnis keine berechtigten Aussichten auf Auszahlung 
von Überstundenentschädigungen. Hingegen konnten Arbeitnehmende, welche 
eine Überstundenvergütung abgemacht hatten, bei andauerndem Arbeitsverhält-
nis die vertragsgemässe Auszahlung einer solchen erwarten (BGE 137 V 96 E. 
6.3.2).

Dieser Rechtsprechung entsprechend sind Entschädigungen für noch nicht be-
zogene Ferien von ehemals im Monatslohn angestellt gewesenen Personen, 
welche keine Ferienlohnzuschläge erhalten haben, und - bei entsprechender ar-
beitsvertraglicher Übereinkunft - für noch nicht mit Freizeit kompensierte Über-
stunden von der Insolvenzentschädigung nicht gedeckt (BGE 137 V 96 E. 6.4).

Trotz geäusserter Kritik (vgl. Gächter, Keine Insolvenzentschädigung für nicht 
bezogene Ferien und geleistete Überstunden?; Gedanken an einer Schnittstelle 
von Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, in: Festschrift zur Emeritierung von 
Jean-Fritz Stöckli, Zürich 2014, S. 211 ff.) hat das Bundesgericht seine Praxis 
bestätigt (Urteil BGer 8C_749/2016 vom 22.11.2017 E. 3.2; vgl. auch Sozialver-
sicherungsgericht BS AL.2018.18 vom 19.11.2018; Versicherungsgericht SG AVI 
2019/44 vom 31.8.2020; Cour des assurances sociales VD AR-2023-208 du 

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12.4.2023; Sozialversicherungsgericht ZH AL.2020.00327 vom 7.12.2020; Ver-
waltungsgericht BE 200 2017 656 vom 4.5.2017); auf diese Rechtsprechung 
verweisen etwa auch Nussbaumer (SBVR Soziale Sicherheit - Nussbaumer N 
Rz. 620) oder Kupfer Bucher (Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 5. 
Auflage, S. 324).

1.6 Schliesslich darf die Kasse eine Insolvenzentschädigung nur ausrichten, 
wenn der Arbeitnehmer seine Lohnforderung glaubhaft macht (Art. 74 der Ver-
ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung [Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02] vom 
31.8.1983). Mit dieser Bestimmung werden die Beweisanforderungen bezüglich 
der Lohnforderung herabgesetzt. Es braucht damit nicht im Sinne des Regelbe-
weismasses die Überzeugung der Verwaltung begründet zu werden, dass die 
Lohnforderung überwiegend wahrscheinlich besteht. Vielmehr genügt es, dass 
für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse 
Anhaltspunkte vorhanden sind, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu 
rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich der behauptete Sachverhalt 
nicht erstellen lassen. Diese herabgesetzten Beweisanforderungen gelten jedoch 
nur für die Frage, ob und in welcher Höhe gegenüber dem insolventen Arbeitge-
ber eine Lohnforderung besteht, an deren Stelle die Insolvenzentschädigung tre-
ten soll (BGE 144 V 427 E. 3.3; VGE II 2019 48 vom 18.11.2019 E. 1.2).

2.1 Die Ablehnung eines Anspruchs auf Insolvenzentschädigung begründete 
die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 6. Juni 2023 damit, dass der Be-
schwerdeführer den Lohn, den (anteilsmässigen) 13. Monatslohn und die Ferien-
geldauszahlung bis am 30. November 2022 erhalten habe. Letzter Arbeitstag sei 
der 18. November 2022 gewesen, danach habe er Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung gestellt. Offen sei gemäss Beschwerdeführer noch die Entschädi-
gung für geleistete Überstunden. Für diese fehle jedoch ein vom Betrieb geführ-
ter Rapport eines Zeiterfassungssystems. Überstunden seien letztmals in der 
Lohnabrechnung Oktober für September 2022 ausgewiesen. Per Ende Septem-
ber 2022 seien wohl viele Überstunden ausgewiesen; die Insolvenzentschädi-
gung berücksichtige jedoch nur Lohnansprüche der letzten vier Monate; also 
auch nur Überstunden der letzten vier Monate. Ein Nachweis hierfür fehle; es sei 
grundsätzlich möglich, dass in diesem relevanten Zeitraum ein Minussaldo be-
stehe. Auch wenn insgesamt noch Überstunden aus den Vormonaten bestehen 
würden, so könne ein allfälliger Abbau in den letzten vier Monaten, ohne Rappor-
te oder Angaben auf den Lohnabrechnungen, nicht ausgeschlossen werden. Die 
Überstunden könnten nicht korrekt berechnet und daher nicht glaubhaft belegt 

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werden; weitere offene Forderungen für geleistete Arbeit gebe es nicht (Vi-act. 
33).

2.2 Auf Einsprache hin bestätigte die Vorinstanz die Anspruchsablehnung mit 
dem angefochtenen Einspracheentscheid (Vi-act. 008). Nach Prüfung des vorlie-
genden Sachverhaltes werde ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung für die 
Überzeit abgewiesen, da diesbezüglich keine Beweismittel eingereicht worden 
seien. Insbesondere in den Monaten Oktober 2022 und November 2022 würden 
Angaben betreffend geleistete Überstunden resp. allfällige Kompensation gänz-
lich fehlen. Eine Berechnung der Insolvenzentschädigung könne nicht aufgrund 
von Vermutungen erfolgen, sondern müsse mittels Beweisen klar erstellt sein.

2.3 Wie bereits vor der Vorinstanz bestreitet der Beschwerdeführer auch vor 
Verwaltungsgericht, sein Anspruch sei nicht glaubhaft gemacht. Auf den monatli-
chen Lohnabrechnungen und dem Kumulativjournal 2022 sei der Überstunden-
saldo jeweils ausgewiesen (vgl. Vi-act. 037, 128). Damit sei belegt, wie viele 
Mehrstunden bis und mit 30. September 2022 geleistet worden seien. Zumindest 
diese wären durch die Vorinstanz anzuerkennen. Belegt sei auch, dass in jedem 
Monat Mehrstunden geleistet und keine Kompensationsstunden bezogen worden 
seien. Damit liege es nahe, dass auch in den zwei letzten Monaten Mehrstunden 
geleistet worden seien und nichts kompensiert worden sei. In sieben Wochen 
könnten auch gar nicht 314 Überstunden und 12 Ferientage kompensiert werden. 
Er habe alles ihm Zumutbare unternommen, um einen Nachweis zu liefern; aber 
weder das Konkursamt noch die ehemalige Buchhalterin hätten Unterlagen lie-
fern können, der ehem. Geschäftsführer habe nicht reagiert. 

3.1 Vorab ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer am 18. November 2022 
seinen letzten Arbeitstag hatte; die Kündigung mit zweimonatiger Kündigungsfrist 
wurde am 24. November 2022 ausgesprochen, mithin per Ende Januar 2023. 
Per 21. November 2022 stellte der Beschwerdeführer Antrag auf Arbeitslosen-
entschädigung. Ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung schliesst einen An-
spruch auf Insolvenzentschädigung grundsätzlich aus (vgl. BGE 132 V 86 E. 3.2; 
vgl. aber auch SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer N Rz. 621); war die versi-
cherte Person (etwa bei Freistellung während der Kündigungsfrist) vermittlungs-
fähig und konnte sie die Kontrollvorschriften erfüllen sowie eine zumutbare Arbeit 
annehmen, so besteht kein Anspruch auf Insolvenzentschädigung, aber Arbeits-
losenentschädigung (vgl. Cour des assurances sociales VD AR-2023-208 du 
12.4.2023 E. 3c). Vorliegend ist unbestritten, dass der 18. November 2022 der 
letzte Arbeitstag war und der Beschwerdeführer sich umgehend zur Arbeitsver-
mittlung anmeldete und Arbeitslosenentschädigung beanspruchte; seine Arbeits-

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leistung hatte er der Arbeitgeberin nicht mehr anzubieten. Auch macht der Be-
schwerdeführer selber für die Zeit nach seinem letzten Arbeitstag gar keine In-
solvenzentschädigung geltend (vgl. Antrag Ingress Bst. E). 

3.2 Soweit der Beschwerdeführer Insolvenzentschädigung für nicht bezogene 
Ferien geltend macht, ergibt sich aus dem Kumulativjournal 2022, dass sein Fe-
riensaldo im Dezember 2021 4.5 Tage auswies, im Januar 2022 0 Tage, im Fe-
bruar 2022 20 Tage und ab März bis Oktober 2022 12 Tage, im November 2022 
wiederum 0 Tage (vgl. Vi-act. 128). Weiter ergibt sich aus der Lohnabrechnung 
per November 2022, dass mit dem Novemberlohn Ferientage im Umfang von 90 
Stunden ausbezahlt wurden (Vi-act. 117). Dies entspricht bei einer vertraglichen 
Arbeitszeit von 45h/Woche 10 abgegoltenen Ferientagen. Zudem war der letzte 
Arbeitstag der 18. November 2022; der Monatslohn wurde bis zum 30. November 
2022 bezahlt. Damit aber dürfte - auch in Berücksichtigung des Grundsatzes, 
dass Ferien während der Kündigungsfrist in natura zu beziehen sind (vgl. BSK 
OR I-Portmann/Rudolph, Art. 329d N 12) - kein Ferienguthaben mehr bestanden 
haben. Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist beachtlich, dass der Be-
schwerdeführer im Monatslohn ohne Ferienlohnzuschläge angestellt war (vgl. 
Arbeitsvertrag Vi-act. 131), so dass Entschädigungen für noch nicht bezogene 
Ferien rechtsprechungsgemäss ohnehin nicht von der Insolvenzentschädigung 
gedeckt sind (vgl. oben E. 1.5). So oder anders ist das Vorliegen eines An-
spruchs auf Insolvenzentschädigung für nicht bezogene Ferien zu verneinen.

3.3 Was die Entschädigung von geleisteten Überstunden anbelangt, so kann 
offenbleiben, ob der Beschwerdeführer einen entsprechenden Lohnanspruch re-
sp. geleistete Überstunden während der letzten vier Monate glaubhaft zu machen 
vermochte oder nicht. 

Gemäss dargestellter Rechtsprechung kann ein Anspruch auf Insolvenzentschä-
digung für geleistete Überstunden nur bestehen, wenn Arbeitgeber und Arbeit-
nehmer nicht einen Ausgleich durch Freizeit vereinbart haben. Wurde ein Aus-
gleich durch Freizeit hingegen vereinbart, so sind Entschädigungen für noch 
nicht mit Freizeit kompensierte Überstunden von der Insolvenzentschädigung 
nicht gedeckt (vgl. oben E. 1.5). 

Gemäss dem am 17. April 2021 zwischen dem Beschwerdeführer und der 
C.________ GmbH abgeschlossenen Arbeitsvertrag betrug die wöchentliche Ar-
beitszeit 45 Stunden bei einem Vollpensum. Und weiter wurde vereinbart: "Die 
Überstunden werden in Form von Freizeit gleicher Länge abgegolten. Falls eine 
Kompensation nicht möglich ist, sind die Überstunden auszuzahlen" (Vi-act. 131). 

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Damit aber liegt ein Fall vor, dass der Beschwerdeführer bei fortbestehendem 
Arbeitsverhältnis keine berechtigten Aussichten auf Auszahlung von Überstun-
denentschädigung hatte (vgl. oben E. 1.3; BGE 137 V 96 E. 6.3.2). Er hätte keine 
Auszahlung von Überstunden fordern können, sondern hätte sie in Form von 
Freizeit beziehen müssen. Entsprechend entfällt ein Anspruch auf Insolvenzent-
schädigung für Überstunden. 

4. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet, 
weshalb sie abzuweisen ist. Kosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 23. April 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. Mai 2024