# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c8f113e-ab21-58e0-91d0-a6d5cd810e07
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 13.11.2018 FO.2018.2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_FO-2018-2_2018-11-13.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/2

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: FO.2018.2

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 13.11.2018

Entscheiddatum: 13.11.2018

Entscheid Kantonsgericht, 13.11.2018
Art. 301a ZPO: Weigert sich die anwaltlich vertretene Mutter trotz Nachfrage 
ihre finanziellen Verhältnisse offenzulegen, so bringt sie zum Ausdruck, dass 
sie bereit und in der Lage ist, die Differenz zum effektiven Bedarf des Kindes 
selber zu decken (Kantonsgericht, II. Zivilkammer, 13. November 2018, FO.
2018.2; noch nicht rechtskräftig).

Aus dem Sachverhalt:

Die Kindseltern waren nie verheiratet. Der Kindsvater wohnt nach wie vor in 

Ostdeutschland, die Mutter ist mit dem gemeinsamen Kind in die Schweiz übersiedelt. 

Beide Elternteile sind mittlerweile verheiratet. Die Einzelrichterin des Kreisgerichts hiess 

eine Abänderungsklage des Vaters gut und reduzierte den Kindesunterhaltsbeitrag auf 

monatlich Fr. 200.00 zuzüglich allfälliger Kinderzulagen. Die Mutter reichte hiegegen 

eine Berufung ein und verlangte, der Kinderunterhaltsbeitrag sei unverändert bei 

monatlich Fr. 440.00 zu belassen. Im Rahmen des Berufungsverfahren forderte das 

Kantonsgericht beide Parteien auf, diverse Unterlagen zur finanziellen Situation der 

Familie einzureichen und Angaben zu den Lebensumständen (Anzahl Kinder, 

Stellenpensum) zu machen. Im Gegensatz zum Vater kam die Mutter dem nur teilweise 

nach und ihr Rechtsvertreter teilte mit, die Mutter sei nicht bereit, ihren Lohn 

offenzulegen.

Aus den Erwägungen:

(…)

8.b) Es liegt auf der Hand, dass der Unterhaltsbeitrag von Fr. 200.00 nicht ausreicht, 

um den (Bar- und allfälligen Betreuungs-) Bedarf des Kindes zu decken und ein 

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entsprechendes Manko besteht. Eine Berechnung dieses Manko ist allerdings nicht 

möglich, da die Kindsmutter die erforderlichen Unterlagen/Angaben hiezu nicht 

eingereicht hat. Mit ihrem Antrag, der Unterhaltsbeitrag sei unverändert bei Fr. 440.00 

zu belassen, und dem damit verbundenen Verzicht auf eine Widerklage bringt die 

Kindsmutter aber zum Ausdruck, dass sie bereit und in der Lage ist, die Differenz zum 

effektiven Bedarf zu decken. Das Manko beträgt mithin monatlich Fr. 240.00.

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	Entscheid Kantonsgericht, 13.11.2018
	Art. 301a ZPO: Weigert sich die anwaltlich vertretene Mutter trotz Nachfrage ihre finanziellen Verhältnisse offenzulegen, so bringt sie zum Ausdruck, dass sie bereit und in der Lage ist, die Differenz zum effektiven Bedarf des Kindes selber zu decken (Kantonsgericht, II. Zivilkammer, 13. November 2018, FO.2018.2; noch nicht rechtskräftig).

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		2025-07-19T05:29:05+0200
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