# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4cf23c0a-2759-5a97-b54a-71c6f45ad154
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-03-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.03.2014 D-342/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-342-2014_2014-03-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-342/2014/mel 

 

 

  U r t e i l  v o m  5 .  M ä r z  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Hans Schürch (Vorsitz), 

Richter Robert Galliker,  

Richter Gérard Scherrer, 

Gerichtsschreiberin Eva Zürcher. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

B._______, geboren (…), 

C._______, geboren (…), 

alle Somalia, 

alle vertreten durch Martina Culic, Rechtsanwältin, 

Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not,  

(…), 

Beschwerdeführerinnen,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Flüchtlingseigenschaft und Asyl;  

Verfügung des BFM vom 20. Dezember 2013 / N (…). 

 

 

D-342/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin reiste am 1. März 2011 in die Schweiz ein, nach-

dem ihr Bruder zuvor in der Schweiz als Flüchtling anerkannt worden war 

und das BFM mit Verfügung vom 11. Oktober 2010 die Einreise der Be-

schwerdeführerin bewilligt hatte. Am 7. März 2011 reichte sie im Emp-

fangs- und Verfahrenszentrum D._______ ein Asylgesuch ein. Dort führte 

das BFM am gleichen Tag die Befragung zur Person durch. Am 3. April 

2013 fand die Anhörung statt.  

Die Beschwerdeführerin machte geltend, sie sei Angehörige der Ha-

wiye/Shekhal/Looboge aus E._______ und die Tochter eines Shabab-

Anhängers, der als Polizist beziehungsweise für islamische Gerichte ge-

arbeitet habe. Nach der Machtübernahme der Übergangsregierung seien 

ihr Vater und ihr Bruder von der Regierung verhaftet worden. Bei einem 

weiteren Überfall der Regierung an ihrem Wohnort Ende 2008 sei ihre 

Schwägerin umgekommen, während ihr in der Schweiz lebender Bruder 

habe fliehen können. Nachdem wieder die Al-Shabab die Macht über-

nommen habe, seien der Vater und der Bruder freigekommen. Dieser 

Bruder sei indessen später umgekommen. Weil ihr Vater den in der 

Schweiz lebenden Bruder habe zur Mitarbeit zwingen wollen, seien die 

Beschwerdeführerin, ihre Mutter und die beiden Kinder des Bruders von 

Angehörigen der Al-Shabab im Jahr 2009 beziehungsweise im Dezember 

2009 beziehungsweise am 12. Dezember 2009 auf Geheiss des Vaters 

entführt und an einem unbekannten Ort beziehungsweise in einem Lager 

in F._______ festgehalten worden. Die Leute der Al-Shabab hätten sie 

zwangsverheiraten wollen. Sie sei indessen durch Schläge an einem 

Zahn, an der Schläfe, in den Bauch und durch Verbrennungen am Bauch 

verletzt worden. Zudem hätten diese Leute ständig wieder mit dem Tod 

gedroht für den Fall, dass ihr Bruder nicht zurückkomme. Sie seien vier 

Monate oder ein Jahr dort gewesen. Als Anfang 2010 eines der Kinder 

erkrankt sei, hätten sie die Al-Shabab-Leute im vierten Monat 2010 in ein 

Spital gebracht, wo das Kind gestorben sei. Zwei Tage später hätte sie 

gegen ihren Willen den Führer der Männer, von welchen sie festgenom-

men worden seien, heiraten sollen. Weil die Männer der Al-Shabab mit 

den Vorbereitungen für die Beerdigung beschäftigt gewesen seien, hätten 

sie nicht aufgepasst, so dass sie das Spital unbemerkt hätten verlassen 

können. Draussen hätten sie anderen Leuten von ihren Problemen er-

zählt, worauf man sie bis zum Tiermarkt mitgenommen habe. Eine 

Freundin der Mutter, welche dort gewesen sei, habe ihnen Geld für den 

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Transport nach G._______ gegeben. In diesem Dorf hätten sie mit dem in 

der Schweiz lebenden Bruder Kontakt aufgenommen, worauf dieser Geld 

geschickt habe, mit welchem sie nach H._______ hätten weiterreisen 

können. Dort hätten sie ein Asylgesuch eingereicht. In H._______ habe 

die Beschwerdeführerin zudem einen somalischen Staatsangehörigen 

geheiratet. Dieser sei später wieder nach Somalia zurückgekehrt und ih-

retwegen von Angehörigen der Al-Shabab umgebracht worden.  

In der Schweiz habe sie einen Somalier kennengelernt und sich mit ihm 

religiös in der Wohnung ihrer Mutter verheiratet. Sie hätten zwei Kinder.  

Die Beschwerdeführerin gab einen Reisepass zu den Akten. Im Dossier 

des BFM befindet sich indessen nur dessen Kopie.   

B.  

Mit Entscheid vom 20. Dezember 2013 – eröffnet am 24. Dezember 2013 

– wurde die Flüchtlingseigenschaft gestützt auf Art. 3 des Asylgesetzes 

vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) verneint und die Asylgesuche der 

Beschwerdeführerin und ihrer Kinder abgelehnt. Die Beschwerdeführerin 

wurde aus der Schweiz weggewiesen, der Vollzug der Wegweisung in-

dessen zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme infolge fehlender Zumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs aufgeschoben. Der Kanton Bern wurde 

mit der Umsetzung der vorläufigen Aufnahme beauftragt.  

Zur Begründung legte das BFM dar, dass die Vorbringen der Beschwer-

deführerin insgesamt den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht 

standzuhalten vermögen. Die Aussagen der Beschwerdeführerin seien 

nicht nachvollziehbar. So müssten die geltend gemachten Dialoge zwi-

schen ihr und den Angehörigen der Al-Shabab als klischeehaft und reali-

tätsfremd qualifiziert werden, da sie nicht denjenigen entsprächen, wel-

che sich wirklich zwischen Personen in einer vergleichbaren Situation ab-

spielen würden. Ferner sei zu bezweifeln, dass die Beschwerdeführerin 

nicht nach dem Namen desjenigen Mannes gefragt habe, welchen sie 

hätte heiraten sollen. Ebensowenig überzeugend seien ihren Angaben, 

sie habe in dieser Situation auf den Boden gespuckt und der betreffende 

Mann sei maskiert gewesen. Nicht realistisch erscheine zudem, dass sie 

erst kurz vor der Flucht zur Heirat hätte gezwungen werden sollen. Des 

Weiteren könne nicht geglaubt werden, dass sie sich einfach problemlos 

von den Shabab-Leuten habe entfernen und fliehen können. Schliesslich 

habe sie auch den angeblichen Tod des Ehemannes nicht plausibel erklä-

ren können. Darüber hinaus habe sie unsubstanziierte Angaben über den 

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Verbleib des Vaters und des Ortes, an welchem sie inhaftiert worden sein 

solle, zu Protokoll gegeben. Weder den Raum, in welchem sie sich auf-

gehalten haben wolle, noch den Tagesablauf oder konkrete Erlebnisse 

anlässlich der geltend gemachten Inhaftierung habe sie detailliert schil-

dern können. Zudem habe sie sich widersprochen, indem sie einmal aus-

gesagt habe, sie sei während fünf Monaten inhaftiert gewesen, während 

dies gemäss einer zweiten Version ein Jahr lang gewesen sein soll. Hin-

sichtlich des vorgebrachten Zahnschadens sei festzuhalten, dass dieser 

auch andere als die geltend gemachten Ursachen haben könne. Zudem 

sei das in diesem Zusammenhang eingereichte Arztzeugnis nicht entzif-

ferbar. Angesichts des sonst unglaubhaft gemachten Sachverhalts kom-

me diesem Beweismittel kein Beweiswert zu. Die Tatsache, dass ihr Bru-

der in der Schweiz Asyl erhalten habe, vermöge an dieser Einschätzung 

nichts zu ändern, da jedes Gesuch individuell geprüft werde aufgrund der 

Aussagen der betroffenen Person.   

C.  

Mit Eingabe vom 21. Januar 2014 beantragte die Beschwerdeführerin 

über ihre Rechtsvertretung die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, 

die Anerkennung als Flüchtling und die Gewährung von Asyl. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der vollständigen 

unentgeltlichen Prozessführung unter Einschluss des Verzichts auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses. Zur Begründung machte sie geltend, 

dass die Beweismittel aus dem Dossier N 511 263 ihres in der Schweiz 

lebenden Bruders, welche beizuziehen seien, die Wahrheit ihrer Vorbrin-

gen belegen würden. Die Vorinstanz habe nach konstruierten Widersprü-

chen gesucht, statt sich mit den Beweismitteln zu befassen. Das Foto 

zeige die Beschwerdeführerin mit der Mutter und zwei Kindern inmitten 

von Al-Shabab-Anhängern, und der Drohbrief der Al-Shabab stelle eine 

Warnung an den in der Schweiz lebenden Sohn dar, worauf dieser sofort 

nach E._______ zurückkehren müsse, wenn er seine Angehörigen 

nochmals sehen wolle. Die Familie werde ins Gefängnis gebracht und 

sehr hart bestraft, wenn der Sohn nicht innerhalb von 90 Tagen zurück-

kehre. Aufgrund der Aussagen der Beschwerdeführerin, wonach sie mit 

ihrer Mutter und den beiden Kindern ihres Bruders während vier Monaten 

von den Al-Shabab-Milizen festgehalten und gefoltert sowie mit dem Tod 

bedroht worden sei, sollte ihr Bruder nicht zurückkommen, sei von einer 

massiven Reflexverfolgung auszugehen. Zudem hätte sie zwangsverhei-

ratet werden sollen, und für den Fall einer Rückkehr müsse sie mit ihrem 

Tod oder einer Zwangsverheiratung rechnen. Sie habe folglich massive, 

teilweise frauenspezifische Vorverfolgung erlitten. In Somalia existiere 

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keine Polizeigewalt, welche die Beschwerdeführerin und ihre Kinder vor 

den Angriffen durch die Al-Shabab schützen könne. Auch wenn die Aus-

sagen der Beschwerdeführerin für die Vorinstanz nicht nachvollziehbar, 

klischeehaft und realitätsfremd klingen würden, ändere dies nichts daran, 

dass sich die Entführung der Beschwerdeführerin und ihrer Familie durch 

Angehörige der Al-Shabab tatsächlich so abgespielt habe. Dass die Be-

schwerdeführerin nichts über den Verbleib ihres Vaters wisse und ange-

sichts der Entführung das Zeitgefühl verloren habe, sei aufgrund des dar-

gelegten Sachverhaltes nachvollziehbar und entspreche der allgemeinen 

Lebenserfahrung. Die Vorinstanz habe versucht, die sich mit den Aussa-

gen ihrer Mutter deckenden Vorbringen als unglaubhaft hinzustellen, ob-

wohl sie bewiesen seien.   

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 27. Januar 2014 wurde der Beschwerdefüh-

rerin mitgeteilt, dass sie und ihre Kinder den Ausgang des Beschwerde-

verfahrens in der Schweiz abwarten könnten. Der Entscheid über das 

Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wurde auf 

einen späteren Zeitpunkt verschoben, und einstweilen wurde auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses verzichtet. Die Beschwerdeführerin 

wurde aufgefordert, innert Frist eine Fürsorgebestätigung nachzureichen. 

Das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wur-

de abgewiesen.  

E.  

Mit Eingabe vom 5. Februar 2014 wurde die verlangte Fürsorgebestäti-

gung nachgereicht. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Be-

hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Aus-

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lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende 

Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Eine solche Aus-

nahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb das 

Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführerinnen haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

In der Regel entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung 

mit drei Richtern oder drei Richterinnen. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 

AsylG kann auch in diesen Fällen auf die Durchführung eines Schriften-

wechsels verzichtet werden. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge-

fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, 

die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifi-

schen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

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geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Vorab ist festzuhalten, dass die im Zusammenhang mit dem Leben in 

Somalia sowie der Ausreise der Beschwerdeführerin aus Somalia nach 

H._______ mit ihrer Mutter und mit den beiden Kindern ihres Bruders gel-

tend gemachten Kriegswirren (allgemeine Probleme) nicht zur Anerken-

nung als Flüchtling zu führen vermögen, da Unruhen in einem Land für 

praktisch alle dort lebenden Menschen irgendwann zu Problemen führen 

und praxisgemäss nicht als Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes be-

trachtet werden können. 

5.2 Sodann wird in der Beschwerde gerügt, dass das BFM die im Dossier 

des Bruders (N 511 263) enthaltenen Beweismittel zu Unrecht nicht ge-

würdigt habe. Dabei handle es sich um ein Foto, das die Beschwerdefüh-

rerin, ihre Mutter und zwei Kinder inmitten von Leuten der Al-Shabab zei-

ge, und um einen Drohbrief der Al-Shabab, gemäss welchem der Bruder 

innerhalb von 90 Tagen nach E._______ zurückkehren müsse, ansonsten 

werde er seine Familienangehörigen nicht mehr sehen. Die Familie werde 

dann ins Gefängnis gebracht und sehr hart bestraft. Obwohl sich die Aus-

sagen der Beschwerdeführerin und ihrer Mutter decken und die Beweis-

mittel die Asylvorbringen als wahr belegen würden, habe das BFM die 

Vorbringen als widersprüchlich und unglaubhaft hingestellt. An der Wahr-

heit der Aussagen vermöge indessen eine allfällige Klischeehaftigkeit 

oder fehlende logische Nachvollziehbarkeit nichts zu ändern. Unter die-

sen Umständen seien die Vorbringen der Vorinstanz konstruiert. 

5.3 Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Wie das BFM in der 

angefochtenen Verfügung zutreffenderweise festhielt, ist jedes Asylge-

such individuell zu prüfen. Dabei erfolgt die Beurteilung des Asylgesuchs 

insbesondere gestützt auf die Aussagen und die Beweismittel der betrof-

fenen Person, wobei den Aussagen ein besonderes Gewicht beizumes-

sen ist und Beweismittel nicht per se die Glaubhaftigkeit der Aussagen 

der asylsuchenden Person bestätigen. Vielmehr sind diese ebenso einer 

genaueren Prüfung zu unterziehen. Kommt die prüfende Asylbehörde 

zum Schluss, dass die Aussagen nicht als glaubhaft zu betrachten sind, 

vermögen allenfalls zu den Akten gegebene Beweismittel nicht ohne nä-

here Prüfung das Gegenteil zu bewirken.  

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Seite 8 

5.4 Vorliegend hat die Beschwerdeführerin – ausser einem nicht lesbaren 

Arztbericht – keine Beweismittel abgegeben. Indessen ergibt sich aus 

dem Dossier ihres Bruders, dass dieser seine Vorbringen mit Beweismit-

teln belegt hat, weshalb diese auch im vorliegenden Verfahren beizuzie-

hen sind. Indessen ist das Bundesverwaltungsgericht nicht an die vom 

BFM im Fall des Bruders der Beschwerdeführerin vorgenommene Ein-

schätzung gebunden, zumal dieses Verfahren nur erstinstanzlich beurteilt 

wurde. Vielmehr ist es unter den gegebenen Umständen gehalten, das 

Asylgesuch der Beschwerdeführerin individuell und nicht in Abhängigkeit 

vom Ausgang des Verfahrens ihres Bruders zu beurteilen. Dabei gelangt 

das Bundesverwaltungsgericht – wie den nachfolgenden Erwägungen 

entnommen werden kann – zum Schluss, dass die von der Beschwerde-

führerin dargelegten Vorbringen insgesamt nicht als glaubhaft zu betrach-

ten sind. Folglich ist – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf 

die zutreffende Argumentation in der angefochtenen Verfügung zu ver-

weisen. In Ergänzung dazu ist Folgendes festzuhalten:  

6.  

6.1 Die Beschwerdeführerin hat sich widersprochen, indem sie zunächst 

vorbrachte, sie sei im 12. Monat des Jahres 2009 festgenommen worden, 

an das genaue Datum könne sie sich nicht mehr erinnern, weil sie viele 

Probleme gehabt habe (vgl. Akte B4/9 S. 3 und 5). Bis zum 4. Monat 

2010 sei sie in Gefangenschaft geblieben, insgesamt während vier Mona-

ten (vgl. Akte B4/9 S. 6). Demgegenüber legte sie später dar, sie sei am 

12. Dezember 2009 festgenommen worden, sie könne sich gut an dieses 

Datum erinnern (vgl. Akte B17/16 S. 9). Sie sei vom Dezember 2009 bis 

April 2010, also während eines Jahres, in Haft geblieben (vgl. Akte 

B17/16S. 11). Nicht nur aus den inhaltlich widersprüchlichen Angaben zur 

Dauer der geltend gemachten Festnahme ist auf die fehlende Glaubhaf-

tigkeit zu schliessen; vielmehr spricht auch die Tatsache, dass sie sich 

anfänglich nicht an das Festnahmedatum erinnern wollte und später dar-

legte, sie könne sich gut an dieses Datum erinnern, gegen die Glaubhaf-

tigkeit ihrer Angaben und für einen konstruierten Sachverhalt. Entgegen 

der Darstellung in der Beschwerdeschrift handelt es sich dabei nicht um 

konstruierte Widersprüchlichkeiten durch die Vorinstanz, sondern um wi-

dersprüchliche Angaben seitens der Beschwerdeführerin in zentralen Vor-

bringen, weshalb diese nicht als glaubhaft zu erachten sind. 

6.2 Des Weiteren sind verschiedene Aussagen der Beschwerdeführerin 

unrealistisch. 

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6.2.1 Insbesondere ist ihre Aussage, sie hätte den Führer der Gruppe der 

Männer, von welchen sie festgehalten worden seien, heiraten sollen, ha-

be indessen weder seinen Namen gekannt noch sein Gesicht je gesehen, 

nicht mit der Realität zu vereinbaren. Selbst für den Fall, dass sie zu einer 

Heirat hätte gezwungen werden sollen, hätte sie den Namen ihres zu-

künftigen Gatten erfahren und sein Gesicht unverdeckt zu sehen bekom-

men. Ihre gegenteiligen Angaben können nicht geglaubt werden. 

6.2.2 Ferner soll der Beschwerdeführerin und ihrer Mutter gestützt auf ih-

re Aussagen ein Ultimatum gestellt worden sein, bis wann der Bruder zu-

rückzukommen habe, ansonsten sie getötet würden. Dieses Ultimatum 

soll gemäss den Angaben in der Beschwerde 90 Tage betragen haben. 

Die Beschwerdeführerin macht indessen geltend, sie sei zwischen De-

zember 2009 und April 2010 festgehalten worden, was einer deutlichen 

Überschreitung dieser Frist entspricht. Sie gibt zudem keine Erklärung ab, 

warum diese Überschreitung des Ultimatums zu keinen Konsequenzen 

geführt haben soll. Folglich erscheinen auch diese Aussagen nicht realis-

tisch und sprechen somit gegen die Glaubhaftigkeit der Vorbringen. 

6.2.3 Unrealistisch ist ausserdem die Angabe der Beschwerdeführerin, 

sie und ihre Angehörigen hätten aus dem Machtbereich der Al-Shabab-

Leute fliehen können. Einerseits sollen die Angehörigen der Al-Shabab an 

der Ergreifung des Bruders der Beschwerdeführerin derart interessiert 

gewesen sein, dass sie – um ihre Forderungen mit Nachdruck durchzu-

setzen – dessen nächste Angehörige festgehalten und ihnen mit dem Tod 

gedroht haben sollen für den Fall, dass der Bruder nicht innert 90 Tagen 

zurückkehre. Andererseits sollen die gleichen Leute diese Angehörigen 

nur mangelhaft oder gar nicht bewacht haben, so dass sie im Zusam-

menhang mit dem Tod des Kindes aus deren Machtbereich entfliehen 

konnten. Dies ist fern jeglicher Realität. Dabei vermag der Einwand der 

Beschwerdeführerin, die Männer seien mit den Vorbereitungen für die 

Beerdigung des verstorbenen Kindes beschäftigt und deshalb nicht auf-

merksam gewesen, nicht gelten. Vielmehr wäre trotz dieses Ereignisses 

damit zu rechnen gewesen, dass die Beschwerdeführerin und ihre Ange-

hörigen nicht aus den Augen gelassen worden wären, weil die Männer im 

Fall eines Entweichens der festgehaltenen Angehörigen kein Druckmittel 

mehr in der Hand gehabt hätten, um den Bruder der Beschwerdeführerin 

zur Rückkehr zu bewegen. 

6.2.4 Ebenso unrealistisch erscheinen die Erklärungen der Beschwerde-

führerin darüber, wie die Flucht verlaufen sein solle. So legte sie dar, sie 

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hätten vor dem Spital Leute getroffen, welchen sie ihre Situation erklärt 

hätten, worauf ihnen diese geholfen und sie in die Mitte des Quartiers ge-

fahren hätten. Diese Darstellung des Sachverhalts erscheint völlig unrea-

listisch, zumal die Flucht zu Fuss aus dem Machtbereich der Al-Shabab 

für eine Frau, welche Knieprobleme geltend macht (die Mutter der Be-

schwerdeführerin), unter diesen Umständen gar nicht durchführbar wäre. 

Sie hätte mit der Wiederergreifung durch die Al-Shabab oder gar mit dem 

Tod durch Erschiessen rechnen müssen, was eine Person in einer ver-

gleichbaren Situation mit einem Kleinkind nicht in Kauf nähme. Dass sie 

unter den gegebenen Umständen aussenstehenden Leuten ihre Situation 

geschildert, sie um Hilfe gebeten haben will und diese das Risiko einer 

Verfolgung und damit die Möglichkeit, selber in Gefahr zu geraten, in Kauf 

genommen haben sollen, erscheint ebenfalls nicht realistisch. Ebenso 

wenig überzeugend ist ihre Angabe, die Al-Shabab-Leute seien ihnen 

nicht gefolgt, zumal anzunehmen ist, dass ihre Flucht schnell entdeckt 

worden sein muss. Folglich sind auch diese Angaben nicht als glaubhaft 

zu betrachten.  

6.3 Des Weiteren ergibt sich aus dem Sachvortrag der Beschwerdeführe-

rin, dass ihre Vorbringen grösstenteils substanzlos und detailarm ausge-

fallen sind: 

6.3.1 Wie das BFM nämlich zutreffend feststellte, war die Beschwerdefüh-

rerin nicht in der Lage, die viermonatige Haft bei den Al-Shabab detailliert 

und substanziell zu schildern. Ihre diesbezüglichen Ausführungen sind 

oberflächlich, pauschal und ausweichend ausgefallen. So beantwortete 

sie die Frage, was das für ein Gebäude gewesen sei, in welchem man sie 

festgehalten habe, dahingehend, dass sie (Anmerkung: die Leute der Al-

Shabab) zu ihnen gesagt hätten, die Ortschaft heisse F._______, es sei 

wie ein Gefängnis gewesen. Sie hätten zu ihnen gesagt, dass sie nicht 

lebendig herauskämen, wenn sie die Anweisungen nicht befolgen würden 

(vgl. Akte B17/16 S. 10). Diese Angaben stellen indessen keine Antwort 

auf die gestellte Frage dar, weil damit nicht das Gebäude beschrieben 

wurde. Vielmehr handelt es sich um ausweichende Angaben. Auch die 

Frage, was sie zu essen bekommen hätten, blieb wenig konkret beant-

wortet, weil die Beschwerdeführerin nur angab, es habe Verschiedenes 

gegeben. Als Ausweichmanöver legte sie ergänzend dazu dar, man habe 

die Türe aufgemacht, das Essen gebracht und sei wieder gegangen (vgl. 

Akte B17/16 S. 11). Auch der Aufforderung, genauer über die geltend ge-

machte Verhaftung zu berichten, kam die Beschwerdeführerin nicht nach. 

Vielmehr beschränkten sich ihre Angaben auf eine kurze pauschal darge-

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legte Situationsangabe in wenigen Zeilen, um in der gleichen Antwort 

ausweichend vorzubringen, was die Al-Shabab-Leute im Allgemeinen 

immer wieder zu ihnen gesagt hätten (vgl. Akte B17/16 S. 9 unten). 

6.3.2 Schliesslich ist es der Beschwerdeführerin auch nicht gelungen, nä-

here Angaben zu ihrem Vater sowie dessen Verschwinden bekannt zu 

geben, obwohl aus ihren Aussagen hervorgeht, dass er als eigentlicher 

Verursacher ihrer Probleme zu sehen wäre, zumal geltend gemacht wur-

de, er habe die Festnahme veranlasst. Damit sind ihre Aussagen auch in 

diesem Punkt unglaubhaft ausgefallen. 

6.3.3 Ebenso substanzlose Aussagen gab sie bezüglich des in 

H._______ geheirateten Mannes, der später nach Somalia zurückgekehrt 

und ihretwegen umgebracht worden sei.  

6.4 Insgesamt sind folglich die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht 

glaubhaft ausgefallen. Es kann ihr nicht geglaubt werden, dass sie von 

Angehörigen der Al-Shabab entführt, während mehrerer Monate fest-

gehalten und bedroht sowie körperlich misshandelt wurde. Damit ist auch 

die geltend gemachte Reflexverfolgung nicht zu glauben, weil die Be-

schwerdeführerin diese als Ursache der nicht glaubhaft ausgefallenen 

Vorbringen darstellt. 

6.5 Die im Beschwerdeverfahren erwähnten Beweismittel – ein Foto 

und ein Drohbrief – sowie das zu den Akten gegebene Arztzeugnis ver-

mögen angesichts der zahlreichen Ungereimtheiten, welche sich aus 

dem Sachvortrag der Beschwerdeführerin ergeben, die festgestellte 

Unglaubhaftigkeit nicht umzustossen. Wie das BFM zu Recht ausführ-

te, kann der geltend gemachte Zahnschaden auch auf andere Ursa-

chen zurückgeführt werden. Dem eingereichten Arztzeugnis kann die 

behauptete Ursache jedenfalls nicht entnommen werden. Zudem 

können Arztzeugnisse dieser Art auch auf Wunsch ausgestellt worden 

sein und sind daher als Beweismittel wenig geeignet. Fotos, welche 

die Beschwerdeführerin allenfalls mit Angehörigen der Al-Shabab zei-

gen, sind als Beweismittel ebenfalls nicht tauglich, da auch sie in 

einem andern als dem geltend gemachten Zusammenhang entstanden 

sein können. Zudem sind auf dem im Dossier des Bruders befindlichen 

Foto zwar möglicherweise – anhand der Kleidung – zwei Frauen er-

sichtlich; indessen können ihre Gesichter nicht gesehen werden, wes-

halb das Foto gar nicht beweisen kann, dass es sich bei den abge-

bildeten Personen um die Beschwerdeführerin und ihre Mutter handelt. 

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Es ist folglich ebenso beweisuntauglich. Schliesslich vermag auch der 

in der Beschwerdeschrift erwähnte Drohbrief an der fehlenden Glaub-

haftigkeit der Vorbringen nichts zu ändern. Drohbriefe dieser Art sind 

leicht käuflich erwerbbar und weisen damit schon aus diesem Grund 

einen verminderten Beweiswert auf. Beweismittel mit einem niedrigen 

Beweiswert vermögen Vorbringen, die sich aus andern Gründen als 

unglaubhaft herausgestellt haben, nicht in einem glaubhaften Licht er-

scheinen lassen. Die Beweismittel sind somit – unabhängig von einer 

materiellen Prüfung der Echtheit – nicht geeignet, den aus andern 

Gründen als unglaubhaft festgestellten Sachverhalt zu belegen.  

6.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 

nicht glaubhaft machen oder belegen konnte, sie sei in ihrem Heimatland 

aus asylrechtlich relevanten Gründen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 

gewesen oder habe solche in Zukunft zu befürchten. Ihre Furcht vor einer 

Rückkehr in ihr Heimatland ist demnach als flüchtlingsrechtlich nicht be-

gründet zu betrachten. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt 

es sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde sowie die Bei-

lagen im Einzelnen einzugehen. Das BFM hat ihr Asylgesuch zu Recht 

abgelehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 

so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der 

Familie (Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführerin und ihre Kinder verfügen weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht an-

geordnet (Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 

Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). 

8.2 Die Vorinstanz nahm die Beschwerdeführerin und ihre Kinder mit 

Verfügung vom 20. Dezember 2013 infolge fehlender Zumutbarkeit des 

D-342/2014 

Seite 13 

Wegweisungsvollzuges vorläufig auf. Unter diesen Umständen ist auf 

eine Erörterung der beiden andern Kriterien – insbesondere der Zu-

lässigkeit des Wegweisungsvollzuges – zu verzichten. Zur Durchführ-

barkeit des Wegweisungsvollzugs erübrigen sich im heutigen Zeitpunkt 

weitere Erwägungen. 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist 

abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Nachdem aber 

aufgrund der Aktenlage von ihrer prozessualen Bedürftigkeit auszugehen 

ist (vgl. eingereichte Fürsorgebestätigung vom 17. Januar 2014) und die 

Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden konnte, ist in Gut-

heissung des Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

von einer Kostenauflage abzusehen (Art. 65 Abs. 1 VwVG).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-342/2014 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird 

gutgeheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das BFM und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Hans Schürch Eva Zürcher 

 

 

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