# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 753f24d0-3070-57bd-aeab-3c9a6d9d3151
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 18.08.2025 SV2 2025 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2025-18_2025-08-18.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 18. August 2025
mitgeteilt am 22. August 2025

Referenz SV2 25 18

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Helbling, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA)
Ringstrasse 10, 7001 Chur
Beschwerdegegner

Gegenstand Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1978, war zuletzt als Kauffrau tätig. Am 6. Januar 2025 
meldete sie einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 
100 % ab demselben Datum an.

B. Vor ihrer Arbeitslosigkeit war A._____ bei der B._____ GmbH (in Liquidation) 
als Medienverantwortliche und Büroassistentin tätig gewesen. Dieses 
Arbeitsverhältnis kündigte ihre Arbeitgeberin am 31. August 2024 per 1. September 
2024. Mit Entscheid vom 26. November 2024 wurde über die ehemalige 
Arbeitgeberin der Konkurs eröffnet. Mit Schreiben vom 24. Januar 2025 wurde 
A._____ zur Stellungnahme aufgefordert, nachdem sie in der Zeit vor Beginn ihrer 
Arbeitslosigkeit keine persönlichen Arbeitsbemühungen vorgenommen habe. 

C. In ihrer Stellungnahme vom 25. Januar 2025, welche A._____ per E-Mail an 
den Rechtsdienst des kantonalen Amts für Industrie, Gewerbe und Arbeit 
Graubünden (nachfolgend: KIGA) schickte, führte sie aus, ihr sei von der C._____ 
GmbH (nachfolgend: C._____) ein Arbeitsvertrag in Aussicht gestellt worden. 
Dieser Arbeitsvertrag sei jedoch abhängig gewesen von einem WEF-Auftrag, 
welcher letztendlich nicht der C._____ erteilt worden sei. Letztere habe 
infolgedessen den Arbeitsvertrag nicht aufrechterhalten können.

D. Mit Verfügung vom 12. Februar 2025 des KIGA wurde A._____ für zwölf Tage 
in der Anspruchsberechtigung eingestellt, nachdem sie für die Zeit vor Beginn der 
Arbeitslosigkeit nur eine persönliche Arbeitsbemühung vorweisen konnte.

E. Mit E-Mail vom 13. Februar 2025, womit sie das vorgenannte E-Mail vom 
25. Januar 2025 an die Arbeitslosenkasse des KIGA weiterleitete, ging neuerlich 
die unterschriebene Stellungnahme vom 25. Januar 2025 von A._____ beim 
unterfertigten Amt ein. Dieser Eingabe konnte jedoch nicht entnommen werden, ob 
die Versicherte eine Einsprache gegen die obengenannte Verfügung vom 
12. Februar 2025 erheben wollte.

F. In der Folge wurde A._____ mit Schreiben vom 18. Februar 2025 durch das 
KIGA aufgefordert, innert der in der Verfügung aufgeführten Rechtsmittelfrist, 
längstens innert zehn Tagen ab Erhalt des Schreibens, schriftlich mitzuteilen, ob sie 
gegen die Verfügung vom 12. Februar 2025 eine Einsprache erheben wolle. Eine 
allfällige Einsprache habe ein Rechtsbegehren, eine Begründung sowie die 
Unterschrift der Einsprache führenden Person zu enthalten. Die Einsprache habe 
schriftlich zu erfolgen. Sollte innert der genannten Frist keine Einsprache eingehen, 

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würde das KIGA gegebenenfalls auf die verspätete Stellungnahme nicht weiter 
eintreten. 

G. Am 19. Februar 2025 ging beim unterfertigten Amt eine E-Mail der 
Versicherten ein.  Diese war im Betreff als "Einsprache gegen die Verfügung vom 
12.02.2025 Pers.-Nr.: 23795197" bezeichnet, trug jedoch keine Unterschrift der 
Versicherten. Begründend führte die Versicherte im Wesentlichen erneut die 
konkret in Aussicht gestellte Anstellung bei der C._____ an. Voller Hoffnung, dass 
sich ihr beruflicher Weg stabilisiere, habe sie sich darauf verlassen. Mitte Dezember 
2024 sei klar geworden, dass sich die Situation schlagartig und absolut 
unvorhersehbar geändert habe, weil der Auftrag nicht an die C._____ ging und die 
Versicherte daraufhin nicht eingestellt wurde.

H. Nachdem innert Einsprachefrist keine unterzeichnete Einsprache 
eingegangen war, trat das KIGA am 24. März 2025 nicht auf die Eingabe der 
Versicherten ein.

I. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 
am 13. April 2025 (Poststempel) Beschwerde beim Obergericht des Kantons 
Graubünden und beantragte, der Entscheid des KIGA vom 24. März 2025 sei 
aufzuheben. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 12 Tagen sei 
aufzuheben und ihr seien die entsprechenden Taggelder auszurichten. Eventualiter 
sei der Fall zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWST) zu Lasten des KIGA. Begründend 
machte die Beschwerdeführerin – nebst dem bisher Vorgebrachten – im 
Wesentlichen geltend, sie habe zwar ihre Einsprache vom 19. Februar 2025 zu 
unterschreiben vergessen, sei aber vom KIGA nicht auf diesen Formfehler 
hingewiesen worden und habe zudem keine Möglichkeit erhalten, diesen 
Formfehler innerhalb einer Nachfrist zu beheben. Sie brachte ausserdem vor, sich 
bereits vor der Arbeitslosigkeit intensiv um Arbeit bemüht sowie aktiv und kooperativ 
mit dem KIGA zusammen gearbeitet zu haben.

J. In der Vernehmlassung nahm das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) 
am 7. Mai 2025 Stellung zur Beschwerde mit dem Antrag, die Beschwerde sei 
abzuweisen. In der Begründung führte der Beschwerdegegner im Wesentlichen 
aus, die Beschwerdeführerin habe genügend Zeit gehabt, um eine formell korrekte 
Einsprache einzureichen. Sie sei in zwei verschiedenen Schreiben auf die formellen 
Anforderungen einer Einsprache hingewiesen worden und auf die Konsequenzen 
einer mangelhaften Einsprache. Eine erneute Nachfristsetzung sei aufgrund der 
noch laufenden Rechtsmittelfrist nicht erforderlich gewesen. 

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K. Mit Replik vom 22. Mai 2025 (Poststempel) vertiefte die Beschwerdeführerin 
im Wesentlichen ihren Standpunkt. Sie betonte den Wortlaut ihrer Beschwerde 
hinsichtlich des stattgehabten Formfehlers und fehlender Nachfristansetzung und 
berichtigte die ungenaue Wiedergabe der entsprechenden Passage in der 
Beschwerdeantwort.

L. Duplizierend brachte der Beschwerdegegner am 5. Juni 2025 vor, mangels 
formell korrekter Einsprache habe er in dieser Angelegenheit nicht materiell 
entscheiden können. Deswegen verzichtete der Beschwerdegegner auch im 
Rahmen der Duplik auf eine Stellungnahme hinsichtlich der materiellen 
Ausführungen der Beschwerdeführerin.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie auf den 

angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Nach Art. 1 Abs. 1 AVIG (SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und 
Art. 57 ATSG (SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 
Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht 
erhoben werden. Gemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 AVIV 
(SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht 
desselben Kantons örtlich zuständig. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
24. März 2025 wurde vom Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden 
(KIGA) als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen, sodass die 
örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts gegeben ist.  Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden ergibt sich aus Art. 57 
ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressatin des 
angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG). 
Ihre Beschwerdelegitimation ist daher zu bejahen und auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b 
ATSG).

1.2 Nach Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Obergericht in 
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 10'000.00 nicht 
überschreitet und keine Fünferbesetzung (Art. 43 Abs. 2 VRG) vorgeschrieben ist. 
Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts ist vorliegend der versicherte 

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Verdienst der Beschwerdeführerin von CHF 7'922.00 (vgl. act. C.1). Dieser 
Verdienst wird ihr zum Taggeldsatz von 70 % entschädigt (Art. 22 Abs. 2 lit. a AVIG). 
Die Beschwerdeführerin hat demzufolge Anspruch auf ein Taggeld von CHF 255.55 
(ermittelt aus: CHF 7'922.00 x 0.7: 21.7 Tage [Art. 40a AVIV]). Mit der Verfügung 
vom 12. Februar 2025, bestätigt mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 
24. März 2025, wurde der Beschwerdeführerin die Anspruchsberechtigung für 
insgesamt 12 Tage eingestellt, was einem Streitwert von CHF 3'066.60 (12 x CHF 
255.55) entspricht. Die einzelrichterliche Spruchkompetenz liegt deshalb in casu 
vor.

2. Im Folgenden ist streitig und zu prüfen, ob der Beschwerdegegner im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 24. März 2025 zu Recht auf die 
Einsprache der Beschwerdeführerin per E-Mail vom 19. Februar 2025 nicht 
eingetreten ist.

2.1. Gegen Verfügungen kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle 
Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und 
verfahrensleitende Verfügungen (Art. 52 Abs. 1 ATSG). Die Einspracheentscheide 
sind innert angemessener Frist zu erlassen. Sie werden begründet und mit einer 
Rechtsmittelbelehrung versehen (Art. 52 Abs. 2 ATSG). Diese gesetzliche Frist 
kann nicht erstreckt werden (Art. 40 Abs. 1 ATSG). Laut Art. 10 Abs. 4 ATSV (SR 
830.11) muss die Einsprache ein Rechtsbegehren und eine Begründung sowie die 
Unterschrift der Einsprache führenden Person enthalten (vgl. BGE 142 V 152 
E. 2.4). Genügt die Einsprache den Anforderungen nach Art. 10 Abs. 1 ATSV nicht 
oder fehlt die Unterschrift, so setzt der Versicherer eine angemessene Frist zur 
Behebung der Mängel an und verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die 
Einsprache nicht eingetreten wird (Art. 10 Abs. 5 ATSV). Die Einsprache hat 
schriftlich zu erfolgen. Dem Wortlaut von Art. 10 Abs. 4 Satz 1 ATSV entsprechend 
müssen schriftlich erhobene Einsprachen unterschrieben sein. Unter Schriftlichkeit 
ist gemäss dem alltäglichen Sprachgebrauch die Überlieferung des Textes auf 
Papier zu verstehen (BGE 142 V 152 E. 2.4 m.w.H.). Gemäss Art. 39 Abs. 1 ATSG 
ist die 30-tägige Frist nur gewahrt, wenn die Einsprache spätestens am letzten Tag 
der Frist dem Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen Handen der 
Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben wird. Läuft die Einsprachefrist unbenützt ab, 
so erwächst die Verfügung in formelle Rechtskraft mit der Wirkung, dass die 
Einspracheinstanz auf die verspätet eingereichte Einsprache nicht eintreten darf 
(vgl. analog zum Beschwerdeverfahren BGE 134 V 49 E. 2 m.w.H.).

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2.2. Art. 29 Abs. 1 BV verbietet überspitzten Formalismus als besondere Form 
der Rechtsverweigerung. Eine solche liegt vor, wenn für ein Verfahren rigorose 
Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt 
wäre, wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt 
oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und den 
Rechtsuchenden den Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt. Wohl sind im 
Rechtsgang prozessuale Formen unerlässlich, um die ordnungsgemässe und 
rechtsgleiche Abwicklung des Verfahrens sowie die Durchsetzung des materiellen 
Rechts zu gewährleisten. Nicht jede prozessuale Formstrenge steht demnach mit 
Art. 29 Abs. 1 BV in Widerspruch. Überspitzter Formalismus ist nur gegeben, wenn 
die strikte Anwendung der Formvorschriften durch keine schutzwürdigen Interessen 
gerechtfertigt ist, zum blossen Selbstzweck wird und die Verwirklichung des 
materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder verhindert (BGE 135 I 6 
E. 2.1, 130 V 177 E. 5.4.1, 142 I 10 E. 2.4.2). Die strikte Anwendung der 
Bestimmungen über die Rechtsmittelfristen stellt im Prinzip keinen überspitzten 
Formalismus dar (BGE 142 V 152 E. 4.2 m.w.H.). Gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung bedeutet es keinen überspitzten Formalismus, vom Bürger zu 
verlangen, dass er seine Rechtsschriften eigenhändig unterzeichnet oder von 
einem bevollmächtigten und nach einschlägigem Verfahrensrecht zugelassenen 
Vertreter unterzeichnen lässt. Jedoch ist zu beachten, dass die Vorschriften des 
Zivil-, Straf- und Verwaltungsverfahrensrechts der Verwirklichung des materiellen 
Rechts zu dienen haben, weshalb die zur Rechtspflege berufenen Behörden 
verpflichtet sind, sich innerhalb des ihnen vom Gesetz gezogenen Rahmens 
gegenüber den Rechtsuchenden so zu verhalten, dass deren 
Rechtsschutzinteresse materiell gewahrt werden kann. Behördliches Verhalten, das 
einer Partei den Rechtsweg verunmöglicht oder verkürzt, obschon auch eine andere 
gesetzeskonforme Möglichkeit bestanden hätte, ist mit Art. 29 Abs. 1 BV nicht 
vereinbar. So besteht nach der Rechtsprechung ein verfassungsmässiger Anspruch 
darauf, dass die Behörde eine Eingabe, die an einem klar erkennbaren Formmangel 
leidet, zur Verbesserung zurückweist, sofern die noch verfügbare Zeit ausreicht, um 
bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist den Mangel zu beheben; dieser Anspruch wird 
mit dem Verbot des überspitzten Formalismus oder auch mit Treu und Glauben 
begründet. Er gilt insbesondere bei formellen Mängeln wie dem versehentlichen 
Fehlen der Unterschrift oder der Vollmacht (vgl. BGE 142 V 152 E. 4.3 m.w.H.). 
Gemäss präzisierter Rechtsprechung in BGE 121 II 252 E. 4b besteht ein Anspruch 
auf eine Nachfrist nur bei unfreiwilligen Unterlassungen, weil sonst eine andere 
Regelwidrigkeit in Form der Nichtbeachtung der Frist zugelassen würde. 
Ausgenommen von der Nachfristansetzung sind somit Fälle des offensichtlichen 
Rechtsmissbrauchs. Auf einen solchen Missbrauch läuft es etwa hinaus, wenn der 

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Anwalt eine bewusst mangelhafte Rechtsschrift einreicht, um sich damit eine 
Nachfrist für die Begründung zu erwirken, oder bei Einreichung einer Rechtsschrift 
per Telefax. Diesfalls lehnt das Bundesgericht eine Heilung durch Nachreichen 
einer Rechtsschrift mit Originalunterschrift nach Ablauf der Beschwerdefrist ab, weil 
die Partei, die eine Rechtsschrift mit Telefax einreicht, schon von vornherein wisse 
(bzw. wissen müsse), dass damit gegen das Unterschriftserfordernis verstossen 
werde. Die Ansetzung einer Nachfrist komme somit nicht in Betracht. Dasselbe gilt 
nach der Rechtsprechung auch bei einer per elektronischer Post (E-Mail) 
eingereichten Eingabe (BGE 142 V 152 E. 4.5 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 
4A_596/2015 vom 9. Dezember 2015). 

2.3. Vorliegend wurde die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 12. Februar 
2025 für 12 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Am 13. Februar 2025 
ging erneut die unterschriebene Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 
25. Januar 2025 via E-Mail (vgl. act. B.4 und C.8) beim unterfertigten Amt ein. Aus 
dieser ging jedoch nicht klar hervor, ob die Beschwerdeführerin mit dieser Eingabe 
eine Einsprache gegen die Verfügung vornehmen wollte. Mit Schreiben vom 
18. Februar 2025 wies der Beschwerdegegner deshalb die Beschwerdeführerin 
darauf hin, dass sie innert der in der Verfügung aufgeführten Rechtsmittelfrist, 
längstens innert 10 Tagen ab Erhalt dieses Schreibens, schriftlich mitzuteilen habe, 
ob sie gegen die Verfügung vom 12. Februar 2025 eine Einsprache erheben wolle. 
Weiter habe "eine Einsprache ein Rechtsbegehren und eine Begründung sowie die 
Unterschrift der einspracheführenden Person zu enthalten. Die Einsprache hat 
schriftlich zu erfolgen." (act. B.4 und C.9). Zuletzt wurde sie belehrt, dass bei 
ungenutzter Frist gegebenenfalls auf eine verspätete Stellungnahme nicht weiter 
eingetreten werde. Somit wurden die Vorgaben von Art. 10 Abs. 5 ATSV seitens 
des Beschwerdegegners eingehalten, denn die Beschwerdeführerin war in Kenntnis 
über die Formerfordernisse der schriftlichen Einsprache sowie über allfällige 
Rechtsfolgen bei Nichteinhaltung. Zwar wurde von der zuständigen Behörde eine 
widersprüchliche, unzulässige Aussage zur Einsprachefrist gemacht, indem sie die 
Beschwerdeführerin darum bat, "innert der in der Verfügung aufgeführten 
Rechtsmittelfrist, längstens innert 10 Tagen ab Erhalt dieses Schreibens" eine 
formell korrekte Einsprache einzureichen. Die Einsprachefrist endete am 17. März 
2025. Dennoch reichte die Beschwerdeführerin nach Aktenlage selbst innerhalb der 
30-tägigen Frist keine formell korrekte Einsprache ein, was sie selbst auch nicht 
dartut. Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen das Kriterium der 
Unterschrift bei ihrer Eingabe vom 19. Februar 2025 nicht erfüllt. Selbst wenn sie 
das Schreiben vom 18. Februar 2025 beim Versand ihrer eigenen Eingabe vom 
19. Februar 2025 noch nicht zur Kenntnis genommen haben sollte – wovon nicht 

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auszugehen ist und was sie im Übrigen nicht geltend macht – so hätte sie 
spätestens ab Erhalt des Schreibens des Beschwerdegegners erkennen müssen, 
dass ihre Eingabe den formellen Anforderungen nicht genügte. In casu hat die 
Beschwerdeführerin die Einsprache allein per E-Mail getätigt und kann daher 
rechtsprechungsgemäss keine Nachfrist beanspruchen, zumal sie während noch 
laufender Einsprachefrist bis 17. März 2025 am 18. Februar 2025 auf die 
Formerfordernisse einer rechtsgültigen Einsprache hingewiesen wurde.  Dass der 
Beschwerdeführerin die Anforderungen an eine formgültige Einsprache bekannt 
sind, zeigt sich im Übrigen darin, dass sie in einem anderen Verfahren mit Eingabe 
vom 20. Februar 2025 (vgl. act. C.12) eine den gesetzlichen Formvorschriften 
entsprechende Einsprache eingereicht hat. Trotzdem kam die Beschwerdeführerin 
im vorliegenden Fall den formellen Ansprüchen der Einsprache nicht nach. Das 
Einspracheverfahren wird mit einem Nichteintretensentscheid abgeschlossen, 
wenn die Eintretensvoraussetzungen nicht erfüllt sind (BGE 142 V 152 E. 2.2; Urteil 
des Bundesgerichts 8C_28/2011 vom 26. Mai 2011 E. 2.1).

2.4. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 
innert der Einsprachefrist keine formell korrekte Einsprache erhoben hat. Somit ist 
der Beschwerdegegner zu Recht nicht auf die Einsprache eingetreten. Die gegen 
den Nichteintretensentscheid geführte Beschwerde ist abzuweisen.

3.1. Der Vollständigkeit halber weist das streitberufene Gericht darauf hin, dass, 
selbst wenn der Beschwerdegegner eingetreten wäre und die Einsprache materiell 
geprüft hätte, sie abzuweisen gewesen wäre. Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG ist jede 
versicherte Person verpflichtet, alles Zumutbare zu unternehmen, um 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, insbesondere sich aktiv um Arbeit 
zu bemühen. Diese Verpflichtung beginnt bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit 
(vgl. BGE 139 V 524 E. 2.1.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
C 144/05 vom 1. Dezember 2005 E. 5.2.1). Im Einklang mit der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung geht das frühere Verwaltungsgericht und heutige Obergericht des 
Kantons Graubünden in konstanter Praxis davon aus, dass monatlich rund zehn 
Arbeitsbemühungen nachzuweisen sind (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden S 23 6 vom 4. Juli 2023 E. 5, S 22 20 vom 4. Juli 2022 E. 6). 
Erreicht die Versicherte die erforderliche Anzahl an Stellenbewerbungen nicht bzw. 
bemüht sie sich nicht genügend um zumutbare Arbeit, so ist sie in der 
Anspruchsberechtigung auf Grundlage von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG für eine 
bestimmte Dauer einzustellen (vgl. BGE 141 V 365 E. 2.1, 139 V 524 E. 2.1). Die 
Pflicht zur Stellensuche gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG kann entfallen, wenn weitere 
Bemühungen nicht zu einem früheren Stellenantritt führen würden. Dies ist 

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namentlich dann der Fall, wenn eine definitive Zusage für einen kurz 
bevorstehenden Stellenantritt vorliegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2016 vom 
21. April 2016 E. 4.2). Eine Stelle gilt erst dann als zugesichert, wenn durch 
ausdrücklich oder stillschweigend übereinstimmende Willensäusserung vom 
Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Arbeitsvertrag i.S.v. Art. 319 ff. OR tatsächlich 
zustande gekommen ist (ARV 1992 S. 153 E. 2a). 

3.2. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin nach Beginn ihrer Arbeitslosigkeit am 
1. September 2024 bis zur Anmeldung des Anspruchs auf Arbeitslosentaggeld am 
6. Januar 2025 lediglich eine Bewerbung verfasst. Zur Rechtfertigung der 
quantitativ ungenügenden Arbeitsbemühungen brachte sie vor, es hätte eine 
konkrete Anstellungsperspektive bestanden. Ihr geplanter Arbeitsvertrag bei der 
C._____ sei jedoch an einen WEF-Auftrag geknüpft gewesen, welcher auch bereits 
zugesichert gewesen sei. Der Beschwerdeführerin ist hier allerdings 
entgegenzuhalten, dass ihr weder eine schriftliche Anstellungsofferte noch ein 
unterschriebener Arbeitsvertrag oder eine unterzeichnete Zusage vorlagen. Selbst 
wenn eine Anstellung aus Sicht der Beschwerdeführerin realistisch erschien, durfte 
sie nicht davon absehen, sich weiterhin aktiv um zumutbare Stellen zu bemühen. 
Sie hätte in der Zwischenzeit durchaus weitere Bewerbungen verfassen können, 
um das Risiko einer weiterbestehenden Arbeitslosigkeit zu verringern. Auch die 
nicht datierte "Bestätigung zur geplanten Anstellung von Frau A._____" von 
D._____, Geschäftsführer der C._____, ist demgemäss unbehelflich (vgl. act. B.5). 
Auch nach Mitte Dezember 2024, als der Beschwerdeführerin – wie sie selbst 
ausführt und von D._____ bestätigt wird – bekannt war, dass es nicht zu einer 
Anstellung kommen wird, leistete sie keine weiteren persönlichen 
Arbeitsbemühungen. Selbst wenn auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin 
einzutreten gewesen wäre, hätte sie keinen Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung während der verfügten 12 Einstelltage – welche in der 
Dauer einem leichten Verschulden entsprechen (vgl. Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG 
i.V.m. Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV) –, da sie sich persönlich nicht genügend um 
zumutbare Arbeit bemüht und die gesetzlich geforderte Schadenminderungspflicht 
nicht erfüllt hat.

4. Insgesamt ist somit festzuhalten, dass der Einspracheentscheid vom 
24. März 2025 auf Nichteintreten zu Recht erfolgte. Die Beschwerde erweist sich 
als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

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5.1. Auf der Grundlage von Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies 
im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die 
sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Vorliegend 
besteht weder eine Kostenpflicht gemäss AVIG noch liegen Mutwilligkeit oder 
Leichtsinn vor. Der Beschwerdeführerin sind demzufolge keine Kosten 
aufzuerlegen.

5.2. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]