# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 155d996e-7f5d-5c31-a639-8628b66ceb37
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.03.2016 D-1223/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1223-2016_2016-03-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1223/2016 

law/auj 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  M ä r z  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli,   

Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Irak,  

c/o (…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 17. Februar 2016 / N (…). 

 

 

 

D-1223/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 5. Januar 2016 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass das SEM ihn am 12. Januar 2016 im Empfangs- und Verfahrenszent-

rum (EVZ) B._______ zu seinen Personalien, zum Reiseweg und summa-

risch zu den Asylgründen befragte,  

dass der Beschwerdeführer dabei ausführte, er sei ethnischer Kurde und 

stamme aus C._______ in der Provinz D._______,  

dass er Korporal beim irakischen Militär gewesen sei und einen Drohbrief 

des "Islamischen Staates" (IS) erhalten habe, und deshalb am 1. Dezem-

ber 2015 den Irak verlassen habe,  

dass das Staatssekretariat den Beschwerdeführer am 15. Januar 2016 

dem Kanton E._______ zuwies,  

dass das SEM mit Verfügung vom 17. Februar 2016 – eröffnet am 24. Feb-

ruar 2016 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Deutschland anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die 

Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass dieser mit Eingabe vom 27. Februar 2016 (Datum des Poststempels) 

gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhob und dabei sinngemäss beantragt, es sei auf sein Asylgesuch einzu-

treten,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. März 2016 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass das SEM zur Bestimmung des staatsvertraglich zuständigen Staates 

die Zuständigkeitskriterien gemäss der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

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in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), prüft,  

dass – sofern diese Prüfung zur Feststellung führt, dass ein anderer Mit-

gliedstaat für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig ist – das SEM auf 

das Asylgesuch nicht eintritt, nachdem der betreffende Mitgliedstaat einer 

Überstellung oder Rücküberstellung zugestimmt hat,  

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 

m.w.H.),  

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei jedes 

dieser Kriterien nur angewendet wird, wenn das vorangehende Kriterium 

im spezifischen Fall nicht anwendbar ist (Prinzip der Hierarchie der Zustän-

digkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO),  

dass – sofern es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den ei-

gentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen in jenem Mitgliedstaat systemische Schwachstellen aufwei-

sen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behand-

lung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grundrechte der Europäischen 

Union (2012/C 326/02, nachfolgend: EU-Grundrechtecharta) mit sich brin-

gen – zu prüfen ist, ob aufgrund dieser Kriterien ein anderer Mitgliedstaat 

als zuständig bestimmt werden kann, und, falls kein anderer Mitgliedstaat 

als zuständig bestimmt werden kann, der die Zuständigkeit prüfende Mit-

gliedstaat zum zuständigen Mitgliedstaat wird (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO),  

dass der nach der Dublin-III-Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflich-

tet ist, eine asylsuchende Person, die in einem anderen Mitgliedstaat einen 

Antrag gestellt hat, nach Massgabe der Artikel 23 – 25 und 29 wieder auf-

zunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO), 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

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wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sogenanntes 

Selbsteintrittsrecht), 

dass der Mitgliedstaat, in dem ein Antrag auf internationalen Schutz gestellt 

worden ist und der das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mit-

gliedstaats durchführt, oder der zuständige Mitgliedstaat, bevor eine  

Erstentscheidung in der Sache ergangen ist, jederzeit einen anderen Mit-

gliedstaat ersuchen kann, den Antragsteller aus humanitären Gründen  

oder zum Zweck der Zusammenführung verwandter Personen aufzuneh-

men, wobei die betroffenen Personen dem schriftlich zustimmen müssen 

(Art. 17 Abs. 2 Satz 1 Dublin-III-VO),  

dass der Beschwerdeführer anlässlich seiner summarischen Befragung 

am 12. Januar 2016 aussagte, er sei am 1. Dezember 2015 in die Türkei 

gereist und von dort über Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien, 

Slowenien und Österreich nach Deutschland gelangt,  

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der eu-

ropäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass dieser am 

21. Dezember 2015 in Griechenland aufgegriffen worden war und am 

26. Dezember 2015 in Deutschland um Asyl ersucht hatte,  

dass das SEM aufgrund dieses Sachverhaltes die deutschen Behörden am 

10. Februar 2016 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gemäss 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die deutschen Behörden dem Übernahmeersuchen am 16. Februar 

2016 innert der in Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO vorgesehenen Frist und ge-

stützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ausdrücklich zustimmten,  

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Deutschlands somit gegeben ist, 

und der Beschwerdeführer dies anlässlich der Befragung vom 12. Januar 

2016 auch nicht explizit bestritten hatte,  

dass das SEM dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung das recht-

liche Gehör zu einer allfälligen Zuständigkeit Deutschlands – und der an-

deren europäischen Staaten, durch welche er gereist war – für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gewährte,  

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dass der Beschwerdeführer diesbezüglich erwiderte, er wolle nicht in diese 

Länder zurückkehren, da er dort nicht leben könne und überall Angst vor 

Arabern habe,  

dass er nur in der Schweiz leben könne, weil die hiesigen Gesetze für ihn 

und seine Asylgründe passend seien, und er die Schweiz nie verlassen 

werde,  

dass überdies seine Schwägerin, die gleichzeitig eine Cousine mütterli-

cherseits sei, in der Schweiz wohne,  

dass er am 25. Dezember 2015 in Deutschland angekommen sei und am 

nächsten Morgen das Camp verlassen habe, weil er nicht in diesem Staat 

habe bleiben und Asyl beantragen wollen, und er dies den dortigen Behör-

den auch gesagt habe,  

dass er bis am 4. Januar 2016 bei einem Kurden in F._______ gewohnt 

habe und dann in die Schweiz weitergereist sei,  

dass er zwar einräumte, er sei in Deutschland daktyloskopiert und fotogra-

fiert worden, er jedoch bestritt, in Deutschland ein Asylgesuch eingereicht 

zu haben,  

dass diese Aussagen nicht geeignet sind, die staatsvertragliche Zuständig-

keit Deutschlands zu widerlegen,  

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung zu Recht festhielt, aufgrund 

des Abgleichs der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der Daten-

bank Eurodac stehe zweifelsfrei fest, dass dieser in Deutschland als asyl-

suchende Person registriert worden sei,  

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung ferner zutreffend ausführte, 

dass der Beschwerdeführer aus der Anwesenheit seiner Schwägerin kein 

Zuständigkeitskriterium und keine Änderung der Zuständigkeit Deutsch-

lands ableiten kann, zumal Schwägerinnen (wie Cousinen) keine Familien-

angehörigen im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO sind und demzufolge 

eine Zuständigkeit der Schweiz gestützt auf Art. 9 Dublin-III-VO nicht in Be-

tracht kommt,  

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene daran festhielt, in 

Deutschland nicht um Asyl nachgesucht zu haben, und ausführte, die Ab-

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nahme von Fingerabdrücken sei obligatorisch gewesen, die deutsche Po-

lizei habe ihm jedoch gesagt, dies diene lediglich Sicherheitszwecken, und 

danach sei er frei, welches Land er auswählen wolle,  

dass diese Argumentation nicht geeignet ist, die Begründung des SEM in 

der angefochtenen Verfügung zur grundsätzlichen Zuständigkeit Deutsch-

lands für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens zu wi-

derlegen, und diese somit gegeben ist,  

dass der Wunsch des Beschwerdeführers, in der Schweiz bleiben zu kön-

nen, beziehungsweise seine in der Beschwerde irrtümlicherweise vertre-

tene Ansicht, "die Menschenrechte in Genf" würden ihm das Recht verlei-

hen, im Land seiner Wahl zu leben – an der grundsätzlichen Zuständigkeit 

Deutschlands nichts zu ändern vermögen, zumal die Dublin-III-Verordnung 

den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden 

Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3),  

dass im Lichte von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO vorweg zu prüfen ist, ob we-

sentliche Gründe für die Annahme vorliegen, das Asylverfahren und die 

Aufnahmebedingungen für Asylsuchende in Deutschland würden systemi-

sche Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen  

oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 EU-Grundrechte-

charta mit sich bringen würden,  

dass die schweizerischen Behörden zwar dafür sorgen müssen, dass der 

Beschwerdeführer im Falle einer Rücküberstellung nach Deutschland nicht 

einer dem internationalen Recht widersprechenden Behandlung ausge-

setzt ist,  

dass Deutschland indessen Signatarstaat der EMRK, des Übereinkom-

mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-

menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) 

und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-

linge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 

1967 (SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen nachkommt,  

dass es angesichts der Vermutung, wonach jener Staat, der für die Prüfung 

des Asylgesuchs zuständig ist, die völkerrechtlichen Verpflichtungen ein-

hält, dem Beschwerdeführer obliegt, diese Vermutung umzustossen, und 

er dabei ernsthafte Anhaltspunkte vorzubringen hat, dass die Behörden 

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des in Frage stehenden Staates im konkreten Fall das Völkerrecht verlet-

zen und ihm nicht den notwendigen Schutz gewähren oder ihn menschen-

unwürdigen Lebensumständen aussetzen würden (vgl. Europäischer Ge-

richtshof für Menschenrechte [EGMR], M.S.S. gegen Belgien und Grie-

chenland [Appl. No. 30696/09], Urteil vom 21. Januar 2011, § 84‒85 und 

250; ebenso Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Union [EuGH] vom 

21. Dezember 2011 in der Rechtssache C-411/10 und C-493),  

dass Deutschland als nach Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO zuständiger Staat 

gehalten ist, die Aufnahmerichtlinie umzusetzen, und davon ausgegangen 

werden darf, dieser Staat anerkenne und schütze die Rechte, die sich für 

Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäischen Parlaments und 

des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für 

die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (soge-

nannte Verfahrensrichtlinie; für die Umsetzungs- und Übergangsbestim-

mungen mit Bezug auf die weiterhin anwendbare bisherige Richtlinie vgl. 

Art. 51 ff. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur 

Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationa-

len Schutz beantragen (sogenannte Aufnahmerichtlinie), ergeben,  

dass kein Grund zur Annahme besteht, Deutschland würde in genereller 

Weise seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nicht nachkommen res-

pektive in völkerrechtswidriger Weise gegen die genannten Richtlinien 

verstossen,  

dass den Ausführungen des Beschwerdeführers auch keine stichhaltigen 

Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass die deutschen Behörden im 

konkreten Fall ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und ihm den be-

nötigten Schutz nicht gewähren würden, und er kein konkretes und ernst-

haftes Risiko dargetan hat, die deutschen Behörden würden sich weigern, 

ihn aufzunehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Ein-

haltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen,  

dass der Beschwerdeführer im Gegenteil gemäss eigenen Angaben die 

ihm von den deutschen Behörden zugewiesene Unterkunft bereits am fol-

genden Tag verliess und nach einem mehrtägigen Aufenthalt in einer Pri-

vatwohnung in die Schweiz weiterreiste,  

dass sich aus den Akten denn auch keine Gründe ergeben, die darauf hin-

deuten, Deutschland werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refou-

lements missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein 

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Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 

AsylG gefährdet wäre oder in dem er Gefahr liefe, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden,  

dass der Beschwerdeführer ausserdem nicht dargetan hat, dass die ihn bei 

einer Rückführung erwartenden Bedingungen in Deutschland derart 

schlecht wären, dass sie zu einer Verletzung von Art. 4 der EU-Grund-

rechtecharta, Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK führen könnten, und nicht davon 

auszugehen ist, Deutschland würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnah-

merichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten,  

dass sich zusammenfassend ergibt, dass der Beschwerdeführer bei einer 

Überstellung nach Deutschland keinen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO gravierenden und systemischen Menschenrechtsverletzungen aus-

gesetzt wäre oder in eine existenzielle Notlage geraten oder ohne Prüfung 

seines Asylgesuches und unter Verletzung des Non-Refoulement-Gebots 

in seinen Heimat- respektive Herkunftsstaat zurücküberstellt würde,  

dass ferner zu prüfen ist, ob ein Grund zum Selbsteintritt der Schweiz auf 

Basis der Souveränitätsklausel nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO vorliegt,  

dass Asylsuchende gemäss der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

zwar unmittelbar aus der Souveränitätsklausel keine rechtlich durchsetz-

baren Ansprüche ableiten können, sie sich aber in einem Beschwerdever-

fahren auf die Verletzung einer direkt anwendbaren Bestimmung des inter-

nationalen öffentlichen Rechts oder einer Norm des Landesrechts, welche 

einer Überstellung entgegenstehen, berufen können, und – sofern die 

Rüge begründet ist – die Souveränitätsklausel angewendet werden muss 

und die Schweiz verpflichtet ist, sich für die Prüfung des Asylgesuchs zu-

ständig zu erklären (vgl. BVGE 2010/45 E. 5),  

dass, falls sich die Überstellung einer asylsuchenden Person in einen Dub-

lin-Mitgliedstaat im Sinne der EMRK oder einer anderen die Schweiz bin-

denden völkerrechtlichen Bestimmung als unzulässig erweist, das SEM 

das Asylgesuch dieser Person in der Schweiz behandeln muss, womit die 

Anwendung der Souveränitätsklausel obligatorisch wird und kein Ermes-

sen mehr vorliegt, und das Bundesverwaltungsgericht die Verfügung in die-

sem Sinne somit überprüfen kann (vgl. BVGE 2015/9 E. 8.2.1),  

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben gesund ist und nicht 

geltend macht, die Überstellung nach Deutschland setze ihn einer Gefahr 

für seine Gesundheit aus und verletze damit Art. 3 EMRK,  

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dass er seine Gründe für das Verlassen des Heimatlandes im Asylverfah-

ren vor den deutschen Asylbehörden wird darlegen können,  

dass er auch sonst keine Gründe geltend macht, welche die Annahme ei-

ner Unzulässigkeit der Überstellung nach Deutschland rechtfertigen wür-

den,  

dass die Schweiz überdies aus humanitären Gründen gestützt auf Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

von ihrem Selbsteintrittsrecht Gebrauch machen kann, wobei es sich hier-

bei um eine Kann-Bestimmung handelt und das SEM bei der Ausübung 

dieses Rechts über einen gewissen Ermessensspielraum verfügt,  

dass abgesehen von den genannten Fällen, in denen der Selbsteintritt zur 

Pflicht wird, die Schweiz berechtigt und je nach den Umständen sogar ge-

halten ist, auch aus anderen, weniger zwingenden humanitären Gründen 

ihr Ermessen zu Gunsten der asylsuchenden Person in Form eines Selbst-

eintritts auszuüben (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.2.2, BVGE 2011/9 E. 8.1 f.),  

dass – nachdem anlässlich der von der Bundesversammlung am 14. De-

zember 2012 beschlossenen und am 1. Februar 2014 in Kraft getretenen 

Asylgesetzrevision die Rüge der Unangemessenheit (Art. 106 Abs. 1 Bst. c 

AsylG) gestrichen wurde (AS 2013 4375, 4383) – das Bundesverwaltungs-

gericht im Rahmen von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO in Verbindung mit 

Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 indes nicht mehr befugt ist zu prüfen, ob der dies-

bezügliche Entscheid des SEM angemessen ist,  

dass das SEM beim Vorliegen humanitärer Überstellungshindernisse sein 

Ermessen jedoch gesetzeskonform auszuüben hat, und das Bundesver-

waltungsgericht demnach im konkreten Fall nur – aber immerhin – prüfen 

kann, ob das SEM Bundesrecht verletzt hat, indem es das ihm eingeräumte 

Ermessen über- beziehungsweise unterschritten oder missbraucht hat 

(Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2015/9 E. 8),  

dass die Ausübung dieses Ermessensspielraums durch die Vorinstanz vor-

liegend nicht zu beanstanden ist, zumal das SEM in der angefochtenen 

Verfügung vom 17. Februar 2016 die Existenz von humanitären Gründen 

im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV1 in Würdigung der Aktenlage und der 

vom Beschwerdeführer geltend gemachten Umstände verneint hat,  

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dass der Beschwerdeführer denn auf Beschwerdeebene auch seine an-

geblich allgegenwärtige Angst vor Arabern nicht mehr thematisierte, zumal 

ihm solche mittlerweile auch in der Schweiz begegnet sein dürften,  

dass das SEM sodann bereits in der angefochtenen Verfügung festgehal-

ten hat, dass keine Hinweise auf ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis 

zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Schwägerin beziehungsweise 

Cousine in der Schweiz bestehen, und ein solches auch in der Beschwerde 

nicht dargetan wird,  

dass aufgrund der vorstehenden Erwägungen kein Grund für eine Anwen-

dung von Art. 3 Abs. 2, Art. 16 Abs. 1 oder Art. 17 Dublin-III-VO besteht,  

dass somit Deutschland der für die Behandlung des Asylgesuches des Be-

schwerdeführers zuständige Mitgliedstaat gemäss Dublin-III-VO ist und 

Deutschland demzufolge verpflichtet ist, das Asylverfahren gemäss Art. 23 

und 29 Dublin-III-VO aufzunehmen,  

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil dieser nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlas-

sungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung 

nach Deutschland angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung 

des Nichteintretens gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist und allfällige 

Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 des Ausländergesetzes 

(AuG, SR 142.20) unter diesen Umständen nicht mehr zu prüfen sind (vgl. 

BVGE 2010/45 E. 10),  

dass sich aus diesen Erwägungen ergibt, dass die angefochtene Verfü-

gung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt 

richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), und die Be-

schwerde folglich abzuweisen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1 ‒ 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwV).  

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Jacqueline Augsburger 

 

 

Versand: