# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dcf85fa2-1d3e-5f18-9798-13ee53b2f008
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-04-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 27.04.2007 BRKE I Nr. 0100/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-I-Nr--0100-2007_2007-04-27.pdf

## Full Text

BRKE I Nr. 0100/2007 vom 27. April 2007 in BEZ 2008 Nr. 41

(Bestätigt mit VB.2007.00255; dieser bestätigt mit BGr 1C_418/2007 vom 25. Juli 
2008.)

Dem vorliegenden Rechtsmittelverfahren war ein erstes vorangegangen, in wel-
chem das Bundesgericht entgegen der Baurekurskommission I und dem Verwal-
tungsgericht die streitbetroffene Liegenschaft als schutzwürdig erkannte. Im zweiten 
Rechtsgang war nur mehr die Verhältnismässigkeit der Unterschutzstellung zu prü-
fen.  

Aus den Erwägungen:

1.1. Streitbetroffen ist eine zum Dorfkern der früheren Gemeinde X gehörende, 
heute in der Kernzone der Stadt Y gelegene bäuerliche Liegenschaft, im Wesentli-
chen bestehend aus einem Wohnhaus mit zwei Voll- und zwei Dachgeschossen, 
einer daran angebauten Stallscheune sowie einem freistehenden, zweigeschossigen 
Wagenschopf mit einem eingeschossigen Anbau. Mit dem angefochtenen Beschluss 
sind diese Gebäude einschliesslich ihres Umschwunges (Garten, Vorgarten, Obst-
wiese) gestützt auf § 203 Abs. 1 lit. c des Planungs- und Baugesetzes (PBG) unter 
Schutz gestellt worden. (…)

1.3. Das Verwaltungsgericht hat im Rückweisungsentscheid vom 2. März 2006 
festgestellt, die bundesgerichtlichen Erwägungen seien für das Verwaltungsgericht 
verbindlich. Demnach sei davon auszugehen, dass die streitbetroffene Liegenschaft 
als wichtiger Zeuge im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG erhaltenswürdig sei und 
dass ihr zugleich eine siedlungsprägende Wirkung im Sinne dieser Bestimmung zu-
komme. (…)

2.1. Staatliches Handeln, namentlich auch die Einschränkung von Grundrech-
ten wie der Eigentumsfreiheit, muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnis-
mässig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV]). Damit wird zunächst ver-
langt, dass staatliche Massnahmen zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse 
liegenden Ziels einerseits tauglich (Erfordernis der Zwecktauglichkeit) und anderer-
seits notwendig sind. Das Erfordernis der Notwendigkeit einer Massnahme, auch als 
Gebot des geringst möglichen Eingriffes oder als Gebot der Zweckangemessenheit 
bezeichnet, besagt, dass die Massnahme nicht über das zu Erreichung ihres Zieles 
Notwendige hinausgehen darf. 

Alsdann fordert das Verhältnismässigkeitsprinzip im engeren Sinne, dass ein 
vernünftiges Verhältnis zwischen dem angestrebten Ziel einerseits und dem Eingriff 

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in die Rechtsstellung der betroffenen Person andererseits gewahrt bleibt. Die staat-
liche Massnahme muss durch ein das private Interesse überwiegendes öffentliches 
Interesse gerechtfertigt sein; nur so ist sie für den Rechtsunterworfenen zumutbar. 
Für die Interessenabwägung massgeblich sind einerseits die Bedeutung der mit der 
staatlichen Massnahme verfolgten öffentlichen Interessen und andererseits das Ge-
wicht der im Spiele stehenden privaten Interessen. Eine Massnahme, die tief grei-
fende Auswirkungen auf die Rechtsstellung des Rechtsunterworfenen hat, jedoch 
von bloss geringem öffentlichen Interesse ist, ist demnach unzulässig (vgl. zum Gan-
zen U. Häfelin/G. Müller/F. Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., 2006, Rz. 
581 ff.).   

2.2. Den Baurekurskommissionen kommt bei der Rechts-, der Sachverhalts-
und der Ermessenskontrolle grundsätzlich volle Kognition zu (§ 20 Abs. 1 des Ver-
waltungsrechtspflegegesetzes [VRG]). Im Gegensatz zum Verwaltungsgericht kön-
nen die Baurekurskommissionen somit auch die Ermessensausübung sowie die 
Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe durch die unteren Instanzen in vollem Um-
fange überprüfen. 

Auf Grund der Gemeindeautonomie bestehen jedoch Kognitionseinschränkun-
gen. Der geschützte Autonomiebereich besteht zunächst beim Erlass und Vollzug 
kommunaler Vorschriften, alsdann aber auch bei der Anwendung des kantonalen 
oder eidgenössischen Rechts, nämlich dort, wo dieses den Gemeinden einen relativ 
erheblichen Beurteilungsspielraum einräumt (A. Kölz/J. Bosshart/M. Röhl, Kommen-
tar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., 1999, § 20 Rz. 17 
ff.). 

Ein solcher Spielraum muss auch bei der Beantwortung der Frage bestehen, ob 
eine Schutzmassnahme verhältnismässig sei; dies jedenfalls insoweit, als die Beur-
teilung der Verhältnismässigkeit auch eine Gewichtung des öffentlichen Interesses 
an der Unterschutzstellung und damit eine (weitere) Bewertung des als prinzipiell 
schutzwürdig erkannten Objektes verlangt. Hierzu ist – nicht anders als schon zur 
Beantwortung der Frage, ob ein Schutzobjekt vorliegt – in erster Linie das für die 
Schutzanordnung zuständige Gemeinwesen berufen (zum Ermessensspielraum der 
Gemeinde bei der Anordnung von Schutzmassnahmen vgl. VB.96.00016 = BEZ 
1997 Nr. 20, E. 2; ferner VB.2003.00120).  

Bei der Überprüfung von Entscheiden, bei denen der Gemeinde ein relativ er-
heblicher Beurteilungsspielraum zusteht, auferlegen sich die Baurekurskommissio-
nen Zurückhaltung, indem sie davon absehen, einen noch vertretbaren vorinstanzli-
chen Entscheid durch eine abweichende eigene Beurteilung zu ersetzen. Hingegen 
greifen sie dann ein, wenn sich der zu überprüfende Entscheid als offensichtlich un-
haltbar oder gar rechtsverletzend erweist (vgl. Kölz/Bosshart/Röhl, § 20 Rz. 20).

3.1. Die Baurekurskommission I hat die sachverhaltlichen Voraussetzungen für 
die Beantwortung der Frage, ob die streitgegenständliche Unterschutzstellung ver-
hältnismässig sei, anhand eines Fachberichtes näher untersucht. Der erste Teil die-
ses Berichtes («schützenswerte Bauteile und Ihre Auswirkungen auf die konstrukti-
ven und nutzungstechnischen Aspekte der Verhältnismässigkeit») beantwortet zu-
nächst folgende Frage:  

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«Kann die Liegenschaft (auf Grund ihres Zustandes) in ihren schutzwürdigen 
Teilen noch erhalten werden oder müssen von der Unterschutzstellung erfasste Tei-
le ersetzt werden, weil sie nicht mehr renoviert können? Wenn ja, welche Teile?» 

Diese Frage war im Hinblick auf das Kriterium der Zwecktauglichkeit der Unter-
schutzstellung aufzuwerfen. Müssten nämlich allzu viele der die Zeugenhaftigkeit 
der Liegenschaft ergebenden Teile ersetzt werden, wäre die Unterschutzstellung 
nicht mehr geeignet, das angestrebte Ziel der Erhaltung eines historischen Zeugen 
in seiner Substanz zu erreichen. Insoweit würde die Unterschutzstellung das Kriteri-
um der Zwecktauglichkeit nicht mehr erfüllen. Demgegenüber wäre die Erhaltung der 
siedlungsprägenden Wirkung der Gebäude hiervon höchstens in untergeordnetem 
Masse betroffen. (…)

3.2. In Beantwortung der genannten Frage ist im Fachbericht der Zustand sämt-
licher einzelner unter Schutz gestellter Bauteile aufgelistet worden; dies unter 
Zugrundelegung folgender Klassierung: «Sanierung mit üblichem Aufwand» (Klasse 
1); «Sanierung aufwendig» (Klasse 2); «Sanierung sehr aufwendig» (Klasse 3); 
«Sanierung nicht mehr möglich bzw. sinnvoll => Ersatzvornahme erforderlich» (Klas-
se 4); «Bauteile konnten nicht beurteilt werden».  

Gemäss Fachbericht fallen beim Wohnhaus die Dachhäuschen in die Klassen 
3-4; bei der Stallscheune fallen der Stallanbau in die Klasse 4 und die räumliche 
Aufteilung in Tenn- und Stallbereich in die Klassen 1-4; beim Wagenschopf fällt die 
tragende Gebäudekonstruktion in die Klassen 2-4. Die Sanierung der übrigen Bau-
teile kann gemäss Fachbericht demgegenüber entweder mit einem üblichen Auf-
wand durchgeführt werden (so etwa vom Wohnhaus das Dach und die Dachflächen 
und [vermutlich] die [verkleidete] tragende Gebäudekonstruktion und von der Stall-
scheune die Fassade aus Backsteinmauerwerk, die Verbretterung, das Dach und die 
Dachflächen sowie die tragende Gebäudekonstruktion) oder erweist sich als auf-
wändig oder sogar als sehr aufwändig. 

Gestützt auf diese Detailbeurteilung hält der Fachbericht fest, die Liegenschaft 
befinde sich unbestrittenermassen in einem stark vernachlässigten Zustand. Die 
Gebäude seien jedoch (noch) keine Abbruchobjekte, auch wenn einzelne Bauteile 
stark vom Verfall betroffen seien. Eine Sanierung mit einem erheblichen Investiti-
onsbedarf sei möglich, sei es für eine reine Instandsetzung oder für eine Sanierung 
mit Umbau. Grundsätzlich könne die Liegenschaft in ihren schutzwürdigen Teilen 
erhalten werden, allerdings mit sehr unterschiedlichem Aufwand. Der westseitige, 
eingeschossige Anbau am Wagenschopf sei in einem desolaten baulichen Zustand 
und daher abbruchwürdig. 

3.3. (…) Für die Fachberichterstattung wurde eine einlässliche Untersuchung 
vor Ort getätigt. Der Fachbericht bildet eine fundierte fachrichterliche Erhebung des 
Sachverhaltes, d.h. des baulichen Zustandes der Liegenschaft. Damit kann gestützt 
auf den Fachbericht davon ausgegangen werden, dass sich die Liegenschaft in ih-
ren schutzwürdigen Teilen erhalten lässt; dies mit Ausnahme der eingeschossigen, 
rückwärtigen Anbaute am Wagenschopf, die wohl ersetzt werden muss, was indes 
nicht allzu sehr ins Gewicht fällt, da sie innerhalb der ganzen Liegenschaft nur ein 
untergeordnetes bauliches Element darstellt. 

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Besagter Befund überzeugt im Übrigen umso mehr, als nicht übersehen werden 
kann, dass die baulich-technischen Möglichkeiten, auch ein sich in einem schlech-
ten Zustand befindendes Gebäude wiederherzustellen, heutzutage weit fortgeschrit-
ten sind. Mit der angefochtenen Unterschutzstellung kann mithin der Zweck der Er-
haltung der historischen Bausubstanz weitestgehend erreicht werden. In diesem 
Punkt ist der angefochtene Beschluss somit als verhältnismässig zu beurteilen. So-
weit die Sanierung einzelner Teile der Liegenschaft mit einem überdurchschnittli-
chen finanziellen Aufwand verbunden ist, beschlägt dies nicht die Frage der Erhal-
tungsfähigkeit, sondern stellt einen Aspekt der wirtschaftlichen Folgen der Unter-
schutzstellung dar. Hierauf ist nachfolgend bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit 
im engeren Sinne Bezug zu nehmen.  

3.4. Zu Recht unbestritten geblieben ist im Übrigen, dass der zahlreiche Bautei-
le im Innern und Äussern der Gebäude umfassende Schutzumfang jenes Mass nicht 
überschreitet, das zur Erreichung des Ziels der Unterschutzstellung – Erhaltung ei-
nes wichtigen Zeugen und eines siedlungsprägenden Elementes des bäuerlichen 
ehemaligen Dorfes X – erforderlich ist. Damit erweist sich der angefochtene Be-
schluss auch unter dem Aspekt der Zweckangemessenheit als verhältnismässig.

4. Strittig ist hingegen, ob das durch die Schutzwürdigkeit ausgewiesene öffent-
liche Interesse an der Erhaltung der streitbetroffenen Liegenschaft das private Inte-
resse an der nicht durch eine Unterschutzstellung eingeschränkten Grundstücksnut-
zung überwiegt, die Unterschutzstellung also auch im engeren Sinne verhältnismäs-
sig ist. 

Zur Beantwortung dieser Frage ist zunächst die einschlägige Rechtsprechung 
des Bundesgerichtes wiederzugeben. Danach vermag das finanzielle Interesse an 
einer gewinnbringenden oder gar höchstmöglichen Ausnützung einer Liegenschaft 
für sich allein das öffentliche Interesse an einer Denkmalschutzmassnahme grund-
sätzlich nicht zu überwiegen (ZBl 1987 538 ff., E. 3d; BGE 120 Ia 270 ff., E. 6c am 
Ende). Dies ist freilich nicht so zu verstehen, dass den wirtschaftlichen Interessen 
privater Eigentümer bei der Interessenabwägung überhaupt keine Bedeutung zu-
kommt. Sehr erhebliche finanzielle Interessen können der Verfolgung eines weniger 
gewichtigen öffentlichen Interesses durchaus im Wege stehen. Hingegen müssen 
unter Umständen auch sehr grosse finanzielle Interessen der Grundeigentümer öf-
fentlichen Interessen weichen, weil das Gemeinwesen sonst kaum noch Bauten un-
ter Denkmalschutz stellen könnte (BGr 1P.660/1991, E. 3e). Im Übrigen darf die 
Frage der Verhältnismässigkeit im engeren Sinne nicht isoliert nur anhand der zu 
erwartenden finanziellen Aufwendungen beurteilt werden. Vielmehr ist im Rahmen 
der Interessenabwägung auch das Mass des öffentlichen Interesses an der Unter-
schutzstellung und damit der Grad der Schutzwürdigkeit zu berücksichtigen. Dabei 
gilt der Grundsatz, dass, je schutzwürdiger eine Baute ist, desto geringer die Renta-
bilitätsüberlegung zu gewichten sind (ZBl 1996 366 ff., E. 6b). 

5.1. Im Kontext mit der Rentabilität stellt sich zunächst die Frage der rekurrenti-
scherseits ebenfalls in Zweifel gezogenen Nutzbarkeit der Liegenschaft zu Wohn-
und Arbeitszwecken unter der Vorgabe der angefochtenen Unterschutzstellung. (…)

5.2. Der Fachbericht beantwortet bezüglich der Nutzbarkeit der Liegenschaft 
folgende Fragen:

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« - Ist eine zweckmässige Nutzung des Wohnhauses unter Beibehaltung der 
Deckenniveaus (Raumhöhe) und der räumlichen Anordnung von zwei Stu-
ben im EG möglich? 

- Ist eine zweckmässige Nutzung der Stallscheune unter Beibehaltung der 
Ständerkonstruktion, der räumlichen Aufteilung in Tenn- und Stallbereich 
sowie bezüglich der Belichtung (nur vereinzelte Öffnungen in Fassaden und 
Dachflächen) möglich? 

- Ist eine 2-geschossige Nutzung des Wagenschopfes als Wohnraum auf 
Grund der Raumhöhen und unter Beibehaltung der originalen Ständerkon-
struktion möglich?»

Der Fachbericht äussert sich dazu wie folgt: 

Die Raumhöhen im Wohnhaus seien mit 2 bis 2,3 m knapp, was jedoch den 
«sparsamen» Charakter der damaligen dörflichen Bauernhäuser widerspiegle. Auch 
bei einer künftigen Nutzung seien zwei Stuben im Erdgeschoss möglich. Die be-
scheidene Grösse der Stuben wirke wegen der grosszügigen Bandfensteranordnung 
trotzdem wohnlich und einladend. Eine sinnvolle Nutzung des Erdgeschosses sei 
möglich, wenn die Räume einer einzigen Nutzungseinheit zugeordnet würden. 

Eine zweckmässige Nutzung der Stallscheune unter Beibehaltung der räumli-
chen Aufteilung und der bestehenden Tragkonstruktionen sei sehr wohl möglich. Je 
nach Nutzung seien die Möglichkeiten der Tageslichtführung mit der Denkmalpflege 
zu prüfen. Mit nur vereinzelten Öffnungen in Fassade und Dachfläche sei etwa eine 
Wohnnutzung allerdings kaum zu bewerkstelligen. Ungewiss sei der bauliche Zu-
stand des ehemaligen Stalles, sei er doch wegen eines bereits erfolgten teilweisen 
Einsturzes nicht begehbar. 

Eine Wohnnutzung des Wagenschopfes sei, wenn überhaupt, nur mit erhebli-
chem Aufwand und massiven Konstruktionsverstärkungen möglich. Die vorhandene 
Ständerkonstruktion, die Balkenlagen und die Hourdisdecken vermöchten die heuti-
gen Lastanforderungen, die an eine Wohn- und Gewerbenutzung gestellt würden, 
nicht zu erfüllen. Der westseitige, eingeschossige Anbau sei in einem desolaten 
baulichen Zustand und abbruchwürdig. (…)

5.4.1. Zunächst ist auf die Frage der Nutzbarkeit von Stallscheune und Wagen-
schopf Bezug zu nehmen. Die Feststellung im Fachbericht, eine Beibehaltung der 
räumlichen Aufteilung und der bestehenden Tragkonstruktion stehe einer zweck-
mässigen Nutzung der Stallscheune nicht entgegen, vermag zu überzeugen. Sie 
steht im Einklang mit der planlichen Querschnittsdarstellung der Stallscheune im 
Gutachten zur Schutzwürdigkeit des Hochbaudepartementes der Stadt Y vom Au-
gust 2003. Die Rekurrentschaft vermag mit ihren Vorbringen diese Feststellung nicht 
ernstlich in Frage zu stellen. Der Fachbericht geht (im Kontext mit der Rentabilitäts-
berechnung) davon aus, dass die unter Schutz gestellte Stallscheune polyvalent 
genutzt werden kann, nämlich zu Arbeitszwecken einschliesslich Büros, zu Wohn-
zwecken und/oder als Lager. Allerdings bringt der Fachbericht mit Bezug auf die 
Befensterung einen Vorbehalt an, da der angefochtene Beschluss bloss die Erstel-
lung «vereinzelter Fassadenöffnungen» zulässt. 

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Zwar werden an die Befensterung von Wohnräumen höhere Anforderungen als 
an die Befensterung von Arbeitsräumen gestellt (§ 302 PBG). Dessen ungeachtet 
erscheint auch eine Wohnnutzung in der Stallscheune keineswegs ausgeschlossen. 
Die Vorinstanz hat in ihrer Stellungnahme zum Fachbericht vom 18. Dezember 2006 
explizit festgestellt, der festgelegte Schutzumfang verunmögliche es nicht, in der 
Scheune genügend grosse Fensteröffnungen zu erstellen, damit eine Wohnnutzung 
möglich sei. Diese Äusserung wäre in einem baurechtlichen Verfahren zu berück-
sichtigen. Namentlich im Dachgeschoss ist eine Wohnnutzung damit sehr wohl 
denkbar. Schwieriger zu belichtende Teile des Gebäudeinnern können zu Bürozwe-
cken oder schlechtestenfalls als Lagerflächen genutzt werden. Eine Nutzung der 
Scheune auch zu Wohn- und Arbeitszwecken erscheint damit durchaus möglich. 
Allein die Behauptung, dass die Stallscheune hierzu nicht hinreichend «attraktiv» 
sei, vermag diese Auffassung nicht in Frage zu stellen. Die erforderliche Attraktivität 
kann vielmehr im Rahmen von Sanierung und Umbau hergestellt werden; die ange-
fochtene Unterschutzstellung schliesst dies keineswegs aus. 

Mit Bezug auf den Wagenschopf geht der Fachbericht angesichts der strassen-
lärmexponierten Lage des Gebäudes – dieses steht mit seiner Längsseite unmittel-
bar an der stark befahrenen A-Strasse – zu Recht davon aus, dass eine Wohnnut-
zung ausser Betracht fällt. Demgegenüber erscheint eine Nutzung des Gebäudes zu 
Arbeitszwecken keineswegs ausgeschlossen, auch wenn nicht zu übersehen ist, 
dass eine dementsprechende Instandstellung des Wagenschopfes sehr aufwändig 
ausfallen wird. Der rückwärtige, eingeschossige Anbau am Wagenschopf muss und 
kann ersetzt und dabei arbeitsplatztauglich ausgestaltet werden. 

Was schliesslich das Wohnhaus anbelangt, ist festzustellen, dass dessen Nutz-
barkeit zu Wohnzwecken ausser Frage steht. Daran ändern auch das Vorhanden-
sein zweier Stuben, die eher geringe Raumhöhe und die kleinflächigen Fenster 
nichts. Die gewachsene und völlig unzweckmässige interne Treppenerschliessung 
ist nicht unter Schutz gestellt und kann daher verändert werden.   

5.4.2. Die Möglichkeit zur Einrichtung der erforderlichen Haustechnik steht bei 
beiden Gebäuden ausser Zweifel; es kann nicht ernstlich davon ausgegangen wer-
den, die städtische Denkmalpflege würde dies verhindern. Alsdann kann der Nutz-
barkeit der Liegenschaft auch nicht mit dem Hinweis darauf begegnet werden, dass 
die restaurierten Gebäude etwa mit Bezug auf Lärm- und Wärmedämmung nicht die 
Qualität von Neubausubstanz erreichten, dürften solche Qualitätsunterschiede doch 
bei sehr vielen – geschützten und nicht geschützten – älteren Liegenschaften anzu-
treffen sein, ohne dass deswegen deren Nutzbarkeit in Frage stünde.   

5.3.4. Insgesamt ist zwar nicht zu übersehen, dass die streitbetroffene Liegen-
schaft, wird sie umgebaut und saniert, hernach gegenüber einem Neubau gewisse 
«Eigenheiten» aufweisen wird, die auch als Nachteil wahrgenommen werden kön-
nen. Solches ist indes kein Argument gegen eine Unterschutzstellung. Mit einer 
fachgerechten Sanierung der Liegenschaft kann ein eigentliches Liebhaberobjekt 
hervorgebracht werden. Auch nach solchen Objekten besteht eine Nachfrage. So-
weit diese eingeschränkt ist, beschlägt dies nicht die Frage der Nutzbarkeit, sondern 
des erzielbaren Mietzinses und ist daher im Rahmen der nachfolgend zu thematisie-
renden Frage der Renditenhöhe zu berücksichtigen.         

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6.1. Die Rekurrentschaft nimmt den Standpunkt ein, die Instandstellung der 
Gebäude unter Beachtung der Unterschutzstellung würde sehr hohe Kosten verur-
sachen, ohne dass dabei eine entsprechende Rendite erwirtschaftet werden könnte. 
(…)

6.2. Mit dem Fachbericht ist auch die Frage der Investitionskosten und der mög-
lichen Erträge aus Einlässlichste untersucht worden; dies unter der Vorgabe der Va-
rianten Unterschutzstellung mit sanfter Renovation (Variante 1), Unterschutzstellung 
mit Sanierung und Umbau (Variante 2), Sanierung und Umbau ohne Unterschutz-
stellung (Variante 3) sowie zonenkonforme Neuüberbauung des Grundstückes (Va-
riante 4). 

Vorauszuschicken ist, dass das streitbetroffene Grundstück im Rahmen einer 
Neuüberbauung lediglich mit einer anstelle des Wohnhauses und der Stallscheune 
tretenden Ersatzbaute, welche den Kubus und das wesentliche äussere Erschei-
nungsprofil des bestehenden Gebäudes zu übernehmen hat, überstellt werden darf; 
die Zahl der oberirdischen Geschosse (heute 2 Vollgeschosse und 2 Dachgeschos-
se) kann hierbei oberirdisch nicht überschritten werden (sogenannte Profilerhal-
tungspflicht; Art. 28 Abs. 1 der Bau- und Zonenordnung [BZO]). Für den zweige-
schossigen Wagenschopf besteht im Kernzonenplan keine Festlegung. Somit darf 
der Wagenschopf zwar stehen gelassen und saniert, darf aber nicht ersetzt werden 
(Art. 27 Abs. 1 und 2 BZO). 

Hier weiter zu verfolgen sind ausschliesslich die Varianten 2 und 4, nachdem 
der Fachbericht aufgezeigt hat, dass der Liegenschaftswert bei der Variante 1 tiefer 
als bei der Variante 2 (dies sind die Varianten mit Unterschutzstellung) und bei der 
Variante 3 tiefer als bei der Variante 4 (dies sind die Varianten ohne Unterschutz-
stellung) ausfällt. (…)

7. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass bei einer Unterschutzstellung eine Brut-
torendite von mindestens 2,8 Prozent (die Rekurrentschaft geht von 2,87 Prozent 
aus) und bei eine Neuüberbauung eine Bruttorendite von (aufgerundet) höchstens 
4,4 Prozent resultiert. Damit erweisen sich, wovon der Fachbericht zu Recht aus-
geht, beide Renditen als ungenügend, wobei jene bei der Variante Unterschutzstel-
lung deutlich ungenügender ist. 

Vorliegend kann mit der Rekurrentschaft davon ausgegangen werden, dass 
rund 2 Prozent Rendite auf den Unterhalt und die Nebenkosten entfallen werden. 
Hernach verbliebe eine Nettorendite von 0,8 Prozent, die deutlich tiefer liegt als ein 
heute gängiger Hypothekarzins; mit der Rekurrentschaft ist von einem Hypothekar-
zins von mindestens 3 Prozent auszugehen. Dessen ungeachtet kann nicht von ei-
nem überwiegenden privaten Interesse am Verzicht auf Schutzmassnahmen gespro-
chen werden. Wie dargetan, vermag nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes 
das finanzielle Interesse an einer auch nur gewinnbringenden (geschweige denn 
höchstmöglichen) Ausnützung einer Liegenschaft für sich allein das öffentliche Inte-
resse an einer Denkmalschutzmassnahme grundsätzlich nicht zu überwiegen. Schon 
deswegen lässt die vorliegend errechnete Renditesituation, die immerhin eine mini-
male Nettorendite belässt, klarerweise nicht auf ein überwiegendes privates Interes-
se an einem Verzicht auf Schutzmassnahmen schliessen. 

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Im Übrigen ist im Rahmen der Interessenabwägung auch das Mass des öffentli-
chen Interesses an der Unterschutzstellung und damit der Grad der Schutzwürdig-
keit zu berücksichtigen. Dieser ist vorliegend hoch. Sowohl die Vorinstanz wie auch 
die Oberinstanzen gehen davon aus, dass die streitbetroffene Liegenschaft nicht nur 
als wichtiger bauhistorischer Zeuge, sondern auch als siedlungsprägendes Element 
schutzwürdig ist. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss die ortsbildprä-
gende Wirkung der Liegenschaft mit einlässlicher und zutreffender Begründung als 
«beträchtlich» eingestuft. Im Lichte des qualifizierten Beurteilungsspielraumes der 
Vorinstanz wie gleichermassen auch der Verbindlichkeit der oberinstanzlichen Ent-
scheide für die Baurekurskommission I ist somit von einem gewichtigen öffentlichen 
Interesse an der Unterschutzstellung auszugehen. Damit ergibt sich erst recht, dass 
das öffentliche Interesse an der Erhaltung der streitbetroffenen Gebäude das private 
Interesse an deren Beseitigung klar überwiegt.  

Demnach erweist sich der angefochtene Beschluss auch im engeren Sinne und 
damit unter allen Titeln als verhältnismässig. 

8. Somit ist der Rekurs abzuweisen.