# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f8b99b7-f64b-5621-9a6e-3657c395e38a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 10.10.2011 ZK1 2011 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2011-52_2011-10-10.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 10. Oktober 2011 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 11 52         17. Oktober 2011

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 
vom 16. Februar 2012 abgewiesen worden, soweit darauf einzutreten war).

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Vizepräsident Schlenker und Kantonsrichterin Michael Dürst 
Redaktion Aktuarin ad hoc Ambühl

In der zivilrechtlichen Berufung

des A., Beschwerdegegner und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr. iur. Marco Spadin, Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen des Bezirksgerichtes Landquart 
vom 19. Juli 2011, mitgeteilt am 21. Juli 2011, in Sachen der B., C., Beschwerde-
führerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Wüst, 
Seefeldstrasse 62, 8008 Zürich, gegen den Beschwerdegegner und Berufungs-
kläger,

betreffend Absetzung eines Willensvollstreckers,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 16. Mai 2008 ist F. sel. im Spital in Schiers verstorben. Sie war zuletzt 
an der X. in Z. wohnhaft. F. ist am 21. Dezember 1946 in Z. geboren. Sie war ledig 
und hatte keine Kinder. Als nächsten Verwandten hinterliess sie ihren Bruder G., 
welcher in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) lebt. 

B. Am 14. Mai 2008 hatte die Erblasserin in einem Nottestament über ihren 
Nachlass verfügt. Aufgrund des sich rasant verschlechternden Gesundheitszu-
standes von F. sel., musste ihr dieses Testament von einer Ärztin im Beisein 
zweier Zeuginnen vorgelesen werden. F. sel. war zudem nicht mehr im Stande, 
das Testament eigenhändig zu unterzeichnen, weshalb die Ärztin im Einverständ-
nis der Verstorbenen das Testament unterzeichnete. 

C. Gemäss dem Testament vom 14. Mai 2008 verfügte F. sel., dass ihr Bruder 
G. sowie dessen Erben von der Erbfolge auszuschliessen seien. Statt dessen sei-
en aus dem Erlös ihrer Liegenschaft an der X. in Z. Beträge an die J., die K., an 
die Nothilfeorganisation L. sowie an die B. (nachfolgend: B.) auszurichten. Zudem 
sollten ihre beiden Nichten - H. und I. - im Sinne einer Unterstützung im Rahmen 
ihrer Aus- oder Weiterbildung einen Teil der Wertschriften und des Guthabens er-
halten. Als Willensvollstrecker ernannte F. sel. A.. 

Die amtliche Eröffnung des Testaments von F. sel. erfolgte am 27. Mai 
2008. Gleichentags ordnete der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer eine Erb-
schaftsverwaltung an, wobei er den Willensvollstrecker A. als Erbschaftsverwalter 
einsetzte. Mit Verfügung vom 8. April 2009 hob der Kreispräsident des Kreises 
Fünf Dörfer die Erbschaftsverwaltung auf und übergab die Erbschaft dem Willens-
vollstrecker.

D. Mit Vermittlungsbegehren vom 12. Dezember 2008 erhob G. beim 
Kreispräsidenten des Kreises Fünf Dörfer gegen die letztwillige Verfügung der 
Erblasserin eine Anfechtungsklage, wobei er unter anderem Formungültigkeit des 
Testaments geltend machte. Um eine weitere prozessuale Auseinandersetzung zu 
vermeiden, kamen die B. sowie G., H. und I. in der Vereinbarung vom 26. April 
2009 beziehungsweise am 11. Mai 2009 überein, dass G. die Gültigkeit des Not-
testaments seiner Schwester F. sel. ausdrücklich anerkenne und die B. als einge-
setzte Alleinerbin zu betrachten sei. Die B. verpflichtete sich demgegenüber, G. 
Fr. 250‘000.-- (brutto) aus dem Nachlass auszurichten; im Übrigen verpflichtete 
sich die B. die im Testament von F. sel. festgehaltenen Vermächtnisse auszurich-

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ten. Der Willensvollstrecker wurde angewiesen, die aufgeführten vereinbarten Be-
träge auszurichten. Schliesslich beantragten die Parteien bei der zuständigen 
Behörde die Ausstellung einer Erbbescheinigung, lautend auf die B., C., als Allei-
nerbin.

E. Am 9. Juni 2009 stellte der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer dem An-
trag in der Vereinbarung vom 26. April 2009 beziehungsweise 11. Mai 2009 ent-
sprechend eine Erbbescheinigung aus, in welcher die B. als Alleinerbin aufgeführt 
wird. Gegen diese Erbbescheinigung vom 9. Juni 2009 erhob der Willensvollstre-
cker A. am 14. August 2009 Einwände und stellte den Antrag, es sei zu ermitteln, 
wie sich die Erbengemeinschaft im Nachlass von F. sel. personell zusammenset-
ze. Im Weiteren sei die Erbbescheinigung vom 9. Juni 2009 zu annullieren. 

F. Mit Verfügung vom 5. Februar 2010, mitgeteilt am 5. Februar 2010, ent-
schied der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer, dass den Anträgen des Wil-
lensvollstreckers A. nicht statt gegeben werde. Das Kreisamt habe auf Verlangen 
eines Erben eine Erbbescheinigung auszustellen, was vorliegend auch gemacht 
worden sei, nachdem sich die Erben in einer Vereinbarung geeinigt hätten. Das 
Kreisamt habe weder die Pflicht noch gebe es Anlass dazu, nach Erben der gros-
selterlichen Parentel zu suchen, vielmehr würde es seine Kompetenzen über-
schreiten, wenn es dem diesbezüglichen Antrag des Willensvollstreckers folgen 
würde. Da dies soweit erkenntlich auch nicht im Interesse der Erblasserin sein 
könne, verstosse der Willensvollstrecker gegen seine Pflichten. Als Aufsichts-
behörde liege es am Kreispräsidenten, den Willensvollstrecker hierfür abzumah-
nen und ihn an seine Pflichten zu erinnern.

G. Gegen diese Verfügung reichte der Willensvollstrecker A. mit Eingabe vom 
26. Februar 2010 beim Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts von 
Graubünden Rekurs ein. Dieser hielt in seiner Verfügung vom 3. Mai 2010, mitge-
teilt am 3. Juni 2010 fest, A. fehle vorliegend das rechtliche Interesse an Nachfor-
schungen nach weiteren Erben, insbesondere nachdem sich der einzige gesetzli-
che Erbe aus der zweiten Parentel und die vom Testament betroffenen natürlichen 
und juristischen Personen im Rahmen des Ungültigkeitsprozesses vergleichswei-
se geeinigt hätten. In diesem Sinne sei A. nicht legitimiert, die Unvollständigkeit 
der vorliegenden Erbbescheinigung geltend zu machen und vom Kreispräsidenten 
Nachforschungen über Erben der grosselterlichen Parentel beziehungsweise ge-
stützt darauf die Abänderung der Erbbescheinigung zu verlangen. Hinzu komme, 
dass der Willensvollstrecker an Vereinbarungen der Erben über ihre zunächst um-
strittene Erbenstellung und die Verteilung des Nachlasses ohnehin gebunden sei; 

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selbst dann, wenn diese von den Verfügungen der Erblasserin abweiche. 
Schliesslich stellte der Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts von 
Graubünden in seiner Verfügung fest, dass sich auch im Rekursverfahren bestäti-
ge, dass der Willensvollstrecker über seine Zuständigkeit hinaus handle und so 
die Erbteilung unbegründet verzögere, was zweifellos eine Pflichtverletzung dar-
stelle.

H. Am 2. Juli 2010 reichte die B. beim Kreisamt des Kreises Fünf Dörfer eine 
Aufsichtsbeschwerde gegen den Willensvollstrecker im Nachlass F. sel. ein. Dabei 
stellte sie folgende Anträge:

„1.Der im Nachlass F. eingesetzte Willensvollstrecker A. sei mit soforti-
ger Wirkung abzusetzen und es sei das Willensvollstreckerzeugnis zu 
widerrufen.

2. Im Sinne einer einstweiligen Verfügung sei die Graubündner Kanto-
nalbank, Postfach, 7000 Chur GR, anzuweisen, sämtliche Bankgut-
haben, Wertschriftendepots, sowie alle anderen Bankvermögenswer-
te im Nachlass F., geb. 21.2.1946, gest. 16.5.2008, zu sperren.

3. Der Grundbuchführer der Gemeinde Z. sei im Sinne einer einstweili-
gen Verfügung zu ermächtigen, den Kaufvertrag über das im Nach-
lass befindliche Grundstück Nr. _ mit den beiden Käufern D. und E. 
mit einem Kaufpreis von Fr. 780‘000.-- zu beurkunden und ihnen das 
Eigentum zu übertragen, dies alles ohne Zustimmung des Willens-
vollstreckers.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerde-
gegners.“

I. Am 5. Juli 2010 reichte A. gegen die Verfügung des Einzelrichters in Zivil-
sachen des Kantonsgerichts von Graubünden vom 3. Mai 2010, mitgeteilt am 3. 
Juni 2010 betreffend Annullierung Erbbescheinigung und Ermittlung Erben Be-
schwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht ein. 

J. Mit Urteil vom 10. Januar 2011 hielt die II. zivilrechtliche Abteilung des Bun-
desgerichts entsprechend der vorinstanzlichen Verfügung des Einzelrichters in 
Zivilsachen des Kantonsgerichts von Graubünden vom 3. Mai 2010, mitgeteilt am 
3. Juni 2010, betreffend Annullierung Erbbescheinigung und Ermittlung der Erben 
fest, dass sich vorliegend die Hauptbeteiligten - der von der Erbfolge ausge-
schlossene, die Gültigkeit des Testaments bestreitende gesetzliche Erbe, die auf 
den Restbetrag eingesetzte Stiftung und zwei Vermächtnisnehmerinnen - ver-
gleichsweise darauf geeinigt hätten, das Testament grundsätzlich anzuerkennen 
und die Stiftung als Alleinerbin zu betrachten. Angesichts dieser Umstände habe 
der Stiftung ohne Willkür eine Erbbescheinigung ausgestellt werden dürfen. Die 

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Vorinstanzen hätten davon ausgehen dürfen, dass eine Alleinerbin bekannt sei 
und daher auch kein Grund zur Durchführung eines Erbenrufs bestehe.

K. Mit Überweisungsverfügung vom 13. März 2011 überwies das Kreispräsidi-
um des Kreises Fünf Dörfer die Verfahrensakten dem Bezirksgericht Landquart 
und führte aus, dass aufgrund der Gesetzesänderung ab dem 1. Januar 2011 das 
Bezirksgericht Landquart - welches seit dem 1. Januar 2011 die Aufsicht über die 
Willensvollstrecker ausübe - zuständig sei, das vorliegende Verfahren zu behan-
deln.

L. Am 10. März 2011 gelangte die B. mit einer Aufsichtsbeschwerde gegen 
den Willensvollstrecker im Nachlass F. sel. an das Bezirksgericht Landquart und 
führte aus, dass sie an der Aufsichtsbeschwerde gemäss Eingabe vom 2. Juli 
2010 an das Kreisamt Fünf Dörfer grundsätzlich fest halte. Insbesondere hielt sie 
an den Anträgen Ziffer 1 und Ziffer 2 der Beschwerde vom 2. Juli 2010 fest. Im 
Sinne eines neuen Antrages verlangte die B., dem Beschwerdegegner sei eine 
angemessene Frist anzusetzen, um sämtliche Nachlasskonti mit den aktuellen 
Kontoständen vorzulegen und über seine bisherigen Einnahmen und Ausgaben 
eine Buchhaltung vorzulegen. Der damals gestellte Antrag Ziffer 3 betreffend das 
im Nachlass vorhandene Grundstück sei infolge Zeitablauf gegenstandslos ge-
worden, was vorzumerken sei. Die B. führte diesbezüglich aus, dass die Mieter 
der Nachlassliegenschaft D. und E. im Sommer 2010 bereit gewesen seien, die 
Nachlassliegenschaft zu einem Preis von Fr. 780‘000.-- käuflich zu erwerben. Der 
Kaufvertrag habe bereits vorgelegen. Aufgrund der Verzögerungen des Willens-
vollstreckers und seiner Verweigerung, die Liegenschaft den beiden Interessenten 
zu veräussern, hätten diese vom Kauf abgesehen und seien als Mieter am 21. 
September 2010 aus dem Kaufobjekt ausgezogen. Seither stehe die Liegenschaft 
leer und verursache zulasten des Nachlasses unnötige Kosten, ohne dass auf der 
anderen Seite Mietzinseinnahmen eingehen würden. Dies alles habe der Willens-
vollstrecker durch seine Pflichtverletzungen verschuldet. Im Weiteren führte die B. 
aus, der Willensvollstrecker stelle sich heute noch auf den Standpunkt, die Be-
schwerdeführerin sei blosse Vermächtnisnehmerin. Trotz und entgegen allen er-
gangenen Gerichtsentscheiden halte der Willensvollstrecker nach wie vor renitent 
und uneinsichtig an seinen Rechtsstandpunkten fest, welche er bereits nach Erhalt 
der Erbbescheinigung eingenommen habe. Er behaupte weiterhin, die Vereinba-
rung der am Nachlass Beteiligten vom 26. April 2009 beziehungsweise 11. Mai 
2009 hätte gegenüber dem Willensvollstrecker keine Bindungswirkung, weil Ver-
mächtnisnehmer dem Willensvollstrecker keine Instruktionen erteilen könnten. Im 
Übrigen habe schon der Kreispräsident im Februar 2009 den Willensvollstrecker 

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an seine Pflichten ermahnt. Das Kantonsgericht von Graubünden bestätige in sei-
ner Verfügung vom 3. Mai 2010, dass der Willensvollstrecker auch im Rekursver-
fahren über seine Zuständigkeit hinaus handle und so die Erbteilung unbegründet 
verzögere, was zweifellos eine Pflichtverletzung darstelle. Aufgrund aller Umstän-
de und aufgrund der Willensäusserungen des Willensvollstreckers stehe heute mit 
aller Klarheit fest, dass der Willensvollstrecker auch in Zukunft seinen Pflichten 
nicht nachkommen werde, da es an der erforderlichen Einsicht in die Rechtslage 
fehle, weshalb als einzige Massnahme nur die Absetzung des Willensvollstreckers 
übrig bleibe. Massiv erschwerend komme hinzu, dass der Willensvollstrecker die 
Grenzen des Zumutbaren in seinem Schreiben vom 21. Februar 2011 massiv 
überschritten habe, indem er die Erbin unter Druck gesetzt habe und seine Bereit-
schaft zum korrekten Handeln davon abhängig mache, dass diese ihre Aufsichts-
beschwerde zurückziehe und auf die Geltendmachung jeglicher Forderungen ver-
zichte.

M. A. beantragte in seiner Stellungnahme an das Bezirksgericht Landquart 
vom 6. April 2011 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 
Dabei führte er insbesondere aus, dass die Rechtsstellung der Beschwerdeführe-
rin ungeachtet der auf sie lautenden Erbbescheinigung nach wie vor nicht fest ste-
he. Aufgrund der vorangehenden Verfahren sei nicht rechtsverbindlich darüber 
entschieden worden, ob der Beschwerdeführerin die Stellung einer Erbin oder ei-
ner Vermächtnisnehmerin zukomme. Des Weiteren sei der Beschwerdegegner an 
die Vereinbarung vom 26. April 2009 beziehungsweise 11. Mai 2009 nicht gebun-
den. Im Übrigen sei dem Nachlass aus dem bisherigen Nichtverkauf der Liegen-
schaft kein Schaden entstanden. Und selbst wenn ein solcher vorliegen würde - 
was aber offenkundig nicht zutreffe -, wäre er nicht durch pflichtwidriges Verhalten 
seitens des Willensvollstreckers entstanden. Der Beschwerdegegner sei auch 
heute nicht befugt, die Liegenschaft zu veräussern, da die von Herrn G. angeho-
bene Klage auf Ungültigerklärung des Nottestaments beim Bezirksgericht Land-
quart nach wie vor hängig sei. Dem Beschwerdegegner könne schliesslich eine 
pflichtwidrige Amtsführung nicht zur Last gelegt werden. Divergierende Rechtsauf-
fassungen zwischen Willensvollstrecker und den am Nachlass Berechtigten könn-
ten nicht Anlass für die Absetzung des Willensvollstreckers sein. 

N. Mit Entscheid vom 19. Juli 2011, mitgeteilt am 21. Juli 2011, verfügte der 
Einzelrichter in Zivilsachen des Bezirksgerichtes Landquart betreffend Absetzung 
des Willensvollstreckers was folgt:

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„1.Die Aufsichtsbeschwerde wird gutgeheissen und A. wird als Willens-
vollstrecker im Nachlass der F. sel. abgesetzt.

Das Willensvollstreckerzeugnis wird widerrufen und A. verpflichtet, 
das Original dem Bezirksgericht Landquart innert 10 Tagen ab 
Rechtskraft dieses Entscheides einzureichen.

2. A. wird verpflichtet, die Kontoauszüge mit der nachgeführten Buch-
haltung vorzulegen.

3. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens in der Höhe von Fr. 800.00 
gehen zulasten des A., welcher überdies verpflichtet wird, die B., C., 
ausseramtlich mit Fr. 1‘500.-- inkl. MwSt. zu entschädigen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).“

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der Rechtsvertre-
ter des Willensvollstreckers unbesehen von den Entscheiden des Kreispräsiden-
ten Fünf Dörfer, des Kantonsgerichts von Graubünden und des Bundesgerichtes 
der B. mit Schreiben vom 21. Februar 2011 beziehungsweise 28. Februar 2011 
mitgeteilt habe, dass er diese nach wie vor als Vermächtnisnehmerin behandle, 
womit er nach wie vor die Erbbescheinigung des Kreispräsidenten des Kreises 
Fünf Dörfer vollständig ignoriere und nicht tätig werde. Er habe nicht einmal die 
öffentliche Versteigerung der Liegenschaft an der X. in die Wege geleitet, was un-
abhängig von der Frage der Erbenstellung der B. möglich gewesen wäre. Dass 
der Willensvollstrecker nicht willens sei, seinen Pflichten auch nach den eindeuti-
gen Entscheiden nachzukommen, zeige sich zudem aus dem Umstand, dass er 
gemäss dem Schreiben seines Rechtsvertreters vom 21. Februar 2011 seine Be-
reitschaft zum Handeln davon abhängig gemacht habe, dass die beschwerde-
führende Partei ihre Aufsichtsbeschwerde zurückziehe und auf die Geltendma-
chung jeglicher Forderungen verzichte. Damit habe er klar zum Ausdruck ge-
bracht, dass er nicht willens sei, sein Amt als Willensvollstrecker vorbehaltlos und 
pflichtgemäss auszuführen. Aufgrund der hartnäckigen und seit Amtsantritt an-
dauernden Verweigerung des Willensvollstreckers, seine Pflichten zu erfüllen, 
rechtfertige sich diese einschneidende Massnahme. Die Aufsichtsbeschwerde sei 
somit gutzuheissen.

O. Gegen diesen Entscheid erhob A. mit Eingabe vom 2. August 2011 Beru-
fung beim Kantonsgericht von Graubünden und stellte folgende Anträge:

„1.Es sei der Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksge-
richt Landquart vom 19. Juli 2011 (Proz. Nr. _) vollumfänglich aufzu-

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heben und die Aufsichtsbeschwerde vom 2. Juli 2010/ 10. März 2011, 
soweit darauf einzutreten ist, vollumfänglich abzuweisen.

2. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorin-
stanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwert-
steuer) zu Lasten der Berufungsgegnerin 2.

sowie mit dem folgenden prozessualen Antrag:

1. Es sei das mit Verfügung des Einzelrichters in Zivilsachen am Be-
zirksgericht Landquart vom 16. März 2011 (Proz. Nr. _) an den Beru-
fungskläger superprovisorisch ergangene und im Entscheid des Ein-
zelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart vom 19. Juli 
2011 bestätigte Verbot, irgendwelche Dispositionen über das Nach-
lassvermögen von F. vorzunehmen, unverzüglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Berufungsgegnerin 2 zu einer Sicherheitsleistung 
in der Höhe von mindestens CHF 10‘000.-- zu verpflichten.“

Dabei wurde im Wesentlichen ausgeführt, das Bundesgericht habe in sei-
nem Urteil vom 10. Januar 2011 nicht rechtsverbindlich darüber entschieden, ob 
der Berufungsgegnerin 2 die Stellung einer Erbin oder einer Vermächtnisnehmerin 
zukomme. Die Erbbescheinigung sei bloss eine provisorische Legitimationsurkun-
de. Ob einer Person Erbenstellung zukomme oder nicht, könne nur der ordentliche 
Richter entscheiden. Die rechtliche Stellung der Berufungsgegnerin 2 im Nachlass 
von F. sei bis heute jedoch nicht autoritativ geklärt worden. Aufgrund des Wortlau-
tes des Testaments werde mit aller Klarheit bestätigt, dass die Berufungsgegnerin 
2 nicht als Erbin zu qualifizieren sei, sondern als Vermächtnisnehmerin. Da an der 
Vereinbarung vom 26. April 2009 beziehungsweise 11. Mai 2009 ausschliesslich 
Vermächtnisnehmer beteiligt seien, die dem Willensvollstrecker keine Instruktio-
nen erteilen könnten, sei der Berufungskläger weiterhin berechtigt, den Anweisun-
gen der Erblasserin Rechnung zu tragen. Im Weiteren führte der Berufungskläger 
aus, dass seine Veräusserungsbemühungen in Bezug auf die Liegenschaft an der 
X. in Z. von der Berufungsgegnerin 2 vereitelt worden seien, da diese die zustän-
digen Grundbuchbehörden dazu gebracht habe, das Eigentum an der Nachlass-
liegenschaft auf sie zu übertragen, womit diese Liegenschaft dem Nachlass be-
ziehungsweise der Verfügungsgewalt des Berufungsklägers entzogen worden sei. 
Die Vorkehrungen des Willensvollstreckers in Bezug auf das Begehren um Ermitt-
lung der Erben beziehungsweise Annullierung der Erbbescheinigung beziehungs-
weise das Ergreifen von Rechtsmitteln gegen die abschlägigen Gerichtsentschei-
de seien zumindest vertretbar gewesen, weshalb ihm keine Pflichtverletzung zur 
Last gelegt werden könne. Des Weiteren sei der Willensvollstrecker zwar den Er-

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ben, nicht aber dem Vermächtnisnehmer gegenüber verpflichtet, über die Nach-
lassabwicklung und Teilung Auskunft zu erteilen. Da es sich bei der Berufungs-
gegnerin 2 um eine Vermächtnisnehmerin handle, stehe ihr das Recht auf Aus-
kunft und Rechenschaftsablage nicht zu. Schliesslich sei die Annahme, die Nach-
lasswerte seien durch den Berufungskläger finanziell gefährdet, nicht ansatzweise 
berechtigt, weshalb für die einstweilige Verfügung vom 16. März 2011 bezüglich 
des Verbots, irgendwelche Dispositionen über das Nachlassvermögen von F. sel. 
vorzunehmen beziehungsweise deren Bestätigung im Entscheid des Einzelrichters 
des Bezirksgerichtes Landquart vom 19. Juli 2011 kein Anlass bestehe. 

P. Mit Eingabe vom 18. August 2011 an das Kantonsgericht von Graubünden 
beantragte die Berufungsbeklagte die vollumfängliche Abweisung der Anträge des 
Berufungsklägers. Zur Begründung wurde insbesondere ausgeführt, dass der Wil-
lensvollstrecker weiterhin alle bisherigen gerichtlichen Entscheidungen ignoriere 
und weiterhin an seinem Rechtsstandpunkt festhalte. Er missachte weiterhin die 
Erbbescheinigung und versperre so vorsätzlich und absichtlich die beförderliche 
Nachlassteilung. Damit bleibe als ultima ratio nur seine Absetzung. Da der Beru-
fungsbeklagten gestützt auf die Erbbescheinigung Erbenstellung zukomme, sei 
der Willensvollstrecker der Alleinerbin gegenüber zudem rechenschaftspflichtig.

Q. Am 29. August 2011 reichte der Berufungskläger seine Stellungnahme zur 
Berufungsantwort ein. Dabei hielt er vollumfänglich an den gestellten Rechtsbe-
gehren und den bisherigen Ausführungen der Berufung vom 2. August 2011 fest.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtschriften sowie im angefochte-
nen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

II. Erwägungen

1.a) Gemäss Art. 518 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) in Verbindung mit Art. 595 Abs. 3 ZGB steht der Willensvollstrecker unter der 
Aufsicht der Behörde und die Erben sind befugt, bei dieser gegen die von ihm be-
absichtigten oder getroffenen Massregeln Beschwerde zu erheben. Für den Kan-
ton Graubünden bestimmt Art. 83 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweize-
rischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100), dass der Erbschaftsverwalter und 
der Willensvollstrecker der Aufsicht des Bezirksgerichtspräsidiums unterstehen. 
Bei der Aufsichtsbeschwerde handelt es sich um eine Angelegenheit der nicht-
streitigen Gerichtsbarkeit, weshalb gemäss Art. 248 lit. e ZPO das summarische 

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Verfahren zur Anwendung gelangt (vgl. Hans Rainer Künzle, Der Willensvollstre-
cker im schweizerischen und US-amerikanischen Recht, Zürich 2000, S. 411). Für 
erbrechtliche Klagen ist gemäss Art. 28 Abs. 1 ZPO das Gericht am letzten Wohn-
sitz der Erblasserin oder des Erblassers zuständig. Der Einzelrichter in Zivilsachen 
des Bezirksgerichtes Landquart war somit sowohl sachlich als auch örtlich zustän-
dig, die Aufsichtsbeschwerde der B. zu behandeln und den angefochtenen Ent-
scheid zu erlassen.

b) Mit Berufung anfechtbar sind gemäss Art. 308 ZPO unter anderem erstin-
stanzliche End- und Zwischenentscheide der streitigen und freiwilligen Gerichts-
barkeit, unabhängig davon, ob sie im ordentlichen, vereinfachten oder summari-
schen Verfahren ergangen sind. Nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten sind 
immer berufungsfähig (vgl. Dominik Gasser/ Brigitte Rickli, Schweizerische Zivil-
prozessordnung, Kurzkommentar, Bern 2010, N 1 f. zu Art. 308). Ob es sich vor-
liegend um eine vermögensrechtliche oder nichtvermögensrechtliche Streitigkeit 
handelt (vgl. dazu BGE 135 III 578) kann offen gelassen werden, da der Streitwert 
für die Berufung gemäss Art. 308 Abs. 2 ZPO (Fr. 10'000.-) ohnehin überschritten 
ist. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 
Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
(EGzZPO; BR 210.100). Gemäss Art. 311 ZPO beträgt die Frist zur Einreichung 
der Berufung und zur Berufungsantwort gegen einen im summarischen Verfahren 
ergangenen Entscheid je 10 Tage. Ein Fristenstillstand ist im summarischen Ver-
fahren auch vor der oberen Instanz nicht vorgesehen (vgl. Art. 145 Abs. 2 lit. b 
ZPO).

c) Der Berufungskläger reichte die Berufung gegen den Entscheid des Einzel-
richters in Zivilsachen des Bezirksgerichtes Landquart vom 19. Juli 2011, mitgeteilt 
am 21. Juli 2011, am 2. August 2011 und damit fristgerecht ein. Überdies ent-
spricht die Berufung den Formerfordernissen, so dass darauf eingetreten werden 
kann.

2.a) Wie bereits ausgeführt, untersteht der Willensvollstrecker unabdingbar der 
Behördenaufsicht (vgl. Art. 518 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 595 Abs. 3 
ZGB). Die Aufsichtsbehörde wird in der Regel auf Beschwerde hin tätig. Zum 
Schutze der Erben kann eine Aufsichtsbehörde jedoch auch von Amtes wegen 
tätig werden. Gegenstand der Beschwerde sind getroffene, beabsichtigte oder 
unterlassene Handlungen des Willensvollstreckers. Die Aufsichtsbehörde hat nur 
über das formelle Vorgehen, nicht aber materielle Fragen zu entscheiden. Für letz-
teres ist der Richter zuständig (vgl. Bernhard Christ/ Mark Eichner in: Daniel Abt/ 

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Thomas Weibel [Hrsg.], Erbrecht, Praxiskommentar, Basel 2007, N 88 f. zu Art. 
518; Hans Rainer Künzle, a.a.O., S. 398 f.; Martin Karrer in: Heinrich Hon-
sell/Nedim Peter Vogt/ Thomas Geiser [Hrsg], Zivilgesetzbuch II, Art. 457-977 
ZGB, Art. 1 - 61 SchlT ZGB, Basler Kommentar, 4. Auflage, Basel 2011, N 98 zu 
Art. 518). 

b) Der Aufsichtsbehörde stehen die im anwendbaren kantonalen Recht vorge-
sehenen rechtlichen Behelfe zur Verfügung. Als Regel gilt, dass Prävention der 
Sanktion und die mildere der schärferen Anordnung vorgeht. In Betracht kommen 
folglich zunächst präventive Massregeln. Die Aufsichtsbehörde kann dem Willens-
vollstrecker Empfehlungen oder gegebenenfalls mit Fristansetzung verbundene 
Weisungen erteilen. Sodann kann die Aufsichtsbehörde dem Willensvollstrecker 
im Sinne von disziplinarischen Massnahmen einen Verweis erteilen, ihn ermahnen 
oder verwarnen, ihn vorübergehend suspendieren oder gar absetzen. Die Abset-
zung des Willensvollstreckers durch die Aufsichtsbehörde ist im Gesetz nicht vor-
gesehen, wird von Lehre und Praxis aber grösstenteils anerkannt, obwohl der Wil-
lensvollstrecker durch den Willen des Erblassers eingesetzt wurde und die Abset-
zung als Eingriff in materielle Rechte betrachtet werden könnte. Der Absetzung als 
ultima ratio liegt die Auffassung zu Grunde, dass der Erblasser zu Lebzeiten die 
Ernennung des Willensvollstreckers jederzeit widerrufen konnte und dass er - 
wenn er noch leben würde - bei Vorliegen schwerwiegender Umstände diesen 
Widerruf auch vornehmen würde. Die Behörde muss bei der Beurteilung der Um-
stände, welche zu einer Absetzung führen, einen strengen Massstab anlegen und 
die Absetzung wirklich als ultima ratio betrachten, wenn sich in vorangegangenen 
Beschwerdeverfahren mildere Massnahmen als wirkungslos erwiesen haben. Als 
Absetzungsgründe werden genannt entweder die disziplinarische Absetzung we-
gen grober Pflichtverletzung oder verschuldeter Unmöglichkeit der gehörigen Er-
füllung oder die aufsichtsrechtliche Absetzung wegen der Unmöglichkeit der gehö-
rigen Erfüllung. Die Evaluation der Massnahme obliegt der Aufsichtsbehörde und 
wird nicht durch Parteianträge eingegrenzt (vgl. Bernhard Christ/ Mark Eichner, 
a.a.O., N 93 ff. zu Art. 518; Jean Nicolas Druey/ Peter Breitschmid, Willensvoll-
streckung, Bern 2001, S. 154 ff.; Hans Rainer Künzle, a.a.O., S. 406 f.; Martin Kar-
rer, a.a.O., N 102 ff. zu Art. 518; PKG 2003 Nr. 34).

3. Der Einzelrichter in Zivilsachen des Bezirksgerichtes Landquart verfügte in 
seinem Entscheid vom 19. Juli 2011, mitgeteilt am 21. Juli 2011, dass A. als Wil-
lensvollstrecker im Nachlass der F. sel. abgesetzt werde. Nachfolgend gilt es zu 
prüfen, ob die verfügte Absetzung von A. in rechtmässiger Art und Weise erfolgte 
und insbesondere ob der Einzelrichter in Zivilsachen des Bezirksgerichtes Land-

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quart diese Massnahme im Sinne eines letztmöglichen Aufsichtsmittels angeord-
net hat.

a) Am 9. Juni 2009 stellte der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer eine 
Erbbescheinigung aus, in welchem die B. als Alleinerbin aufgeführt wird. A. war 
mit der Ausstellung dieser Erbbescheinigung nicht einverstanden und verlangte 
vom Kreispräsidenten des Kreises Fünf Dörfer die Annullierung der Erbbescheini-
gung. Im Weiteren beantragte er, dass nach allfälligen weiteren gesetzlichen Er-
ben zu suchen sei. In der Folge wiesen sowohl der Kreispräsident des Kreises 
Fünf Dörfer (Verfügung vom 5. Februar 2010), der Einzelrichter in Zivilsachen des 
Kantonsgerichts von Graubünden (Verfügung vom 3. Mai 2010) sowie das Bun-
desgericht (Urteil vom 10. Januar 2011) die von A. gestellten Begehren ab. Die 
genannten Instanzen machten den Willensvollstrecker in ihren Entscheiden unter 
anderem insbesondere darauf aufmerksam, was seine Aufgaben als Willensvoll-
strecker sind. So stellte der Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts von 
Graubünden in seiner Verfügung vom 3. Mai 2010 fest, dass die Erbteilung Sache 
der Erben sei und der Willensvollstrecker gegen Erben, die unter sich über die Art 
der Teilung einig seien, nichts vorkehren könne. Mit anderen Worten stellte der 
Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts von Graubünden unmissverständ-
lich fest, dass dem Willensvollstrecker keine Befugnis zukomme, die Teilung von 
sich aus und bei fehlender Einstimmigkeit der Erben auch ohne deren Zustim-
mung vorzunehmen. Im Weiteren wurde ausgeführt, dass das Erbrecht und die 
Feststellung der Erbberechtigung nicht in den Geschäftskreis des Willensvollstre-
ckers falle und somit auch nicht Objekt eines durch ihn zu erledigenden Prozesses 
sein könne. Dem Willensvollstrecker komme zudem keine Befugnis zur authenti-
schen Interpretation der Verfügung von Todes wegen zu. Auch das Bundesgericht 
weist den Willensvollstrecker in seinem Urteil vom 10. Januar 2011 darauf hin, 
dass er allfällige Einigungen der Parteien über die Auslegung der letztwilligen Ver-
fügung zu beachten habe und sich die Hauptbeteiligten vorliegend eben gerade 
vergleichsweise darauf geeinigt hätten, das Testament grundsätzlich anzuerken-
nen und die Stiftung als Alleinerbin zu betrachten. Es bestehe daher kein Grund 
zur Durchführung eines Erbenrufs, um allfällige Erben der grosselterlichen Paren-
tel zu suchen. 

b) Die genannten Instanzen haben zudem übereinstimmend festgehalten, 
dass der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer der B. in rechtmässiger Art und 
Weise eine Erbbescheinigung ausstellen durfte und diese darin als Alleinerbin zu 
bezeichnen. Sowohl aus der Korrespondenz, welche nach dem Bundesgerichtsur-
teil vom 10. Januar 2011 geführt wurde, als auch aus den vorliegenden Eingaben 

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des Berufungsklägers - Berufung vom 2. August 2011 sowie Stellungnahme vom 
29. August 2011 zur Berufungsantwort - an das Kantonsgericht von Graubünden 
ergibt sich jedoch, dass A. weiterhin der Ansicht ist, dass die Erbbescheinigung für 
ihn ohne jegliche Bindungswirkung sei und die rechtliche Stellung der B. im vorlie-
genden erbrechtlichen Verfahren bis heute nicht autoritativ geklärt sei. 

c) Aufgrund dieser Ausführungen steht fest, dass sowohl der Einzelrichter in 
Zivilsachen des Kantonsgerichts Graubünden als auch das Bundesgericht den 
Willensvollstrecker explizit darauf hingewiesen haben, welche Aufgaben er im Zu-
sammenhang mit seinem Auftrag als Willensvollstrecker - insbesondere in Bezug 
auf seine Befugnisse bezüglich der Teilung - wahrzunehmen hat und welche Auf-
gaben nicht in seinen Geschäftsbereich fallen. A. ist jedoch nach wie vor - und 
insbesondere auch nachdem zwei Gerichtsinstanzen sowohl die Erbbescheini-
gung als auch die Vereinbarung als für den Willensvollstrecker verbindlich erklär-
ten - nicht bereit, die Teilung im Sinne der Vereinbarung vom 26. April 2009 be-
ziehungsweise 11. Mai 2009 vorzunehmen. Stattdessen verharrt er weiterhin in 
renitenter und rechthaberischer Art und Weise auf seinen Standpunkten, dass die 
Erbenstellung erst noch in einem ordentlichen Gerichtsverfahren zu klären sei. 
Dabei verkennt er, dass sich die Parteien eben gerade anlässlich eines ordentli-
chen Gerichtsverfahrens, nämlich im Rahmen der von G. erhobenen Ungültig-
keitsklage gegen das Nottestament von F. sel., vergleichsweise geeinigt haben 
und damit die Erbenstellung materiell-rechtlich geklärt worden ist. Diese Einigung 
der Erben ist für den Willensvollstrecker verbindlich; im Übrigen sind keine weite-
ren Kläger - insbesondere auch nicht der Willensvollstrecker - ersichtlich, welche 
legitimiert wären, eine diesbezügliche ordentliche Klage zur Klärung der Erbenstel-
lung zu erheben. Durch seine Missachtung zweier rechtskräftiger Gerichtsent-
scheide und seine Uneinsichtigkeit in Bezug auf den Umfang seiner Aufgabener-
füllung begeht A. im Zusammenhang mit der Ausübung seines Auftrages als Wil-
lensvollstrecker zweifellos eine schwere Pflichtverletzung.

d) Eine weitere schwere Pflichtverletzung kommt im Schreiben des Willens-
vollstreckers beziehungsweise seines Rechtsvertreters vom 21. Februar 2011 an 
den Rechtsanwalt der B. zum Ausdruck. Anlässlich dieses Schreibens erklärt sich 
A. „im Interesse einer raschen und kostensparenden Nachlassteilung - unpräjudi-
ziell und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht - entgegenkommenderweise be-
reit, die Auszahlung entsprechend der Vereinbarung vom 26. April/11. Mai 2009 
vorzunehmen“; allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Erstens soll die 
B. von ihrer Aufsichtsbeschwerde gegen A. Abstand nehmen und dies unverzüg-
lich schriftlich der zuständigen Aufsichtsbehörde mitteilen. Zweitens soll die B. ge-

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genüber dem Berufungskläger auf die Geltendmachung jeglicher Forderungen 
verzichten. Schliesslich sollen sich die Parteien per Saldo aller Ansprüche gegen-
seitig auseinandergesetzt erklären. Im Falle des Scheiterns einer einvernehmli-
chen Einigung werde sich der Willensvollstrecker an die im Testament niederge-
legten Teilungsvorschriften halten. Mit Schreiben vom 22. Februar 2011 lehnte die 
B. den Vorschlag des Berufungsklägers ab und bezeichnete diesen als Nötigung. 
Hintergrund des verlangten Forderungsverzichts ist offenbar der Umstand, dass 
durch die unbegründeten, vom Willensvollstrecker verursachten Verzögerungen 
bei der Nachlassteilung zwei Käufer, welche zunächst ihre schriftliche Absicht zum 
Kauf der Liegenschaft der Erblasserin zu einem bestimmten Preis kundgetan ha-
ben (vgl. Vereinbarung zwischen A. und D. sowie E. vom 22. Juli 2010 bezie-
hungsweise 23. Juli 2010; BB 8 und 9) von ihren Kaufabsichten zurück getreten 
sind; A. befürchtet wohl, dass die Berufungsgegnerin den von ihr aufgeführten fi-
nanziellen Schaden in der Höhe von Fr. 130‘000.--, welcher aufgrund des geschei-
terten Verkaufes der Liegenschaft entstanden sei, klageweise geltend machen 
wird.

Aufgrund der im Schreiben vom 21. Februar 2011 aufgelisteten Bedingun-
gen erhellt, dass A. seine künftige Erfüllung der Aufgaben als Willensvollstrecker 
davon abhängig macht, dass er persönlich schadlos gehalten werde. Damit stellt 
er seine eigenen Interessen vor jene der Erblasserin, indem er bereit gewesen 
wäre, von dem von ihm so verstandenen Willen der Erblasserin abzuweichen, so-
fern ihm persönlich ein Vorteil in Form eines Verzichts auf Schadenersatzan-
sprüche seitens der B. eingeräumt werden würde. A. könnte bis zu diesem 
Schreiben trotz seiner unbelehrbaren Haltung, welche er durch seine eigenwillige 
Auslegung der Gerichtsentscheide an den Tag legt, immerhin zu Gute gehalten 
werden, dass er selber offenbar überzeugt ist, mit seinem Verhalten den wirkli-
chen Willen der Erblasserin umzusetzen. Mit diesen formulierten Bedingungen gibt 
A. seine innere Überzeugung kurzer Hand zugunsten persönlicher Vorteile auf und 
macht seine weitere, korrekte Aufgabenerfüllung von Voraussetzungen abhängig, 
welche insbesondere ihm zum Vorteil erwachsen und mit der Vollstreckung des 
Willens der Erblasserin nichts zu tun haben. Ein solches Gebaren ist mit der Stel-
lung eines Willensvollstreckers auf keinen Fall vereinbar.

e) Schliesslich haben sowohl der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer in 
seiner Verfügung vom 5. Februar 2010 als auch der Einzelrichter in Zivilsachen 
des Kantonsgerichts von Graubünden in seiner Verfügung vom 3. Mai 2010 A. auf 
die Unzulässigkeit beziehungsweise Unangemessenheit seines Verhaltens auf-
merksam gemacht. Der Einzelrichter in Zivilsachen des Kantonsgerichts von 

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Graubünden führte in seiner Verfügung vom 3. Mai 2010 insbesondere aus, dass 
sich auch im Rekursverfahren bestätigt habe, dass der Willensvollstrecker über 
seine Zuständigkeit hinaus gehandelt und so die Erbteilung unbegründet verzögert 
habe, was zweifellos eine Pflichtverletzung darstelle. Der Kreispräsident habe 
zwar auf eine formelle Rüge verzichtet. Seine Feststellungen seien indes in jedem 
Fall richtig. Aufgrund dessen steht fest, dass bereits in anderen Verfahren, in wel-
chen A. involviert war, Pflichtverletzungen festgestellt werden konnten und es sich 
bei den vorliegend festgestellten Pflichtverletzungen - insbesondere bezüglich der 
Missachtung der Gerichtsentscheide sowie seiner Uneinsichtigkeit - um Wiederho-
lungen handelt. Aufgrund dieser Umstände kann ohne Weiteres davon ausgegan-
gen werden, dass sich jede mildere Massnahme als wirkungslos erweisen würde 
und die aufsichtsrechtliche Absetzung des Willensvollstreckers im Sinne einer ul-
tima ratio zu verstehen ist. Die Aufsichtsbehörde hat dabei bereits in früheren Ver-
fahren in Bezug auf das Vorgehen des Willensvollstreckers eingreifen müssen und 
A. dabei im Sinne von präventiven aufsichtsrechtlichen Massnahmen Weisungen 
in Bezug auf seine bereits getroffenen sowie beabsichtigten Handlungen bei der 
Ausübung seines Mandates als Willensvollstrecker erteilt.

f) Zusammenfassend ergibt sich, dass A. sich aufgrund seiner Uneinsichtig-
keit, der Missachtung zweier rechtskräftiger Gerichtsentscheide sowie aufgrund 
des Umstandes, dass er eine korrekte Aufgabenerfüllung von nicht akzeptierbaren 
Bedingungen abhängig macht, im Rahmen seiner Amtsausübung als Willensvoll-
strecker den Vorwurf schwerer Pflichtverletzungen gefallen lassen muss. Aufgrund 
seines bisherigen Verhaltens muss davon ausgegangen werden, dass eine rasche 
Beendigung der Nachlassteilung nur möglich ist, wenn der Willensvollstrecker sei-
nes Amtes enthoben wird. Die Vorinstanz hat somit zu Recht das Gesuch der B. 
gutgeheissen und A. als Willensvollstrecker der verstorbenen F. abgesetzt. Die 
Berufung ist daher vollumfänglich abzuweisen.

4. Mit dem vorliegenden Urteil in der Hauptsache wird der in der Berufung 
vom 2. August 2011 gestellte prozessuale Antrag bezüglich der Aufhebung des 
Verbots, irgendwelche Dispositionen über das Nachlassvermögen vorzunehmen, 
hinfällig.

5.a) Der Berufungskläger beantragt in seiner Berufung vom 2. August 2011 
schliesslich, dass die Berufungsbeklagte die Kosten des Rechtsstreites zu tragen 
habe.

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b) Gemäss Art. 105 Abs. 1 ZPO werden die Gerichtskosten von Amtes wegen 
festgesetzt und verteilt. Die Parteientschädigung spricht das Gericht nach den Ta-
rifen zu. Die Parteien können eine Kostennote einreichen (Abs. 2). Im Gegensatz 
zu den Gerichtskosten wird die Parteientschädigung im Allgemeinen nur auf An-
trag der betreffenden Partei festgesetzt (Rickli/ Gasser, a.a.O., N 2 zu Art. 105). 
Die Prozesskosten werden nach Massgabe des Obsiegens und Unterliegens ver-
teilt. Wer den Prozess verliert, ist somit zu den Gerichtskosten und zur Bezahlung 
einer Parteientschädigung zu verurteilen (vgl. Art. 106 ZPO; Rickli/ Gasser, a.a.O., 
N 1 ff. zu Art. 106). Für das vorliegende Berufungsverfahren ist insbesondere dar-
auf hinzuweisen, dass die Gerichtsgebühr und die aussergerichtliche Entschädi-
gung persönlich zu Lasten des unterliegenden Berufungsklägers gehen und nicht 
etwa dem Nachlass zu belasten sind. War der Amtsinhaber säumig, so gehören 
solche aufsichtsrechtlichen Verfahren weder zur (ordnungsgemässen) Nachlas-
sabwicklung noch bildet die disziplinarische Massregelung eine bei der Honorar-
abrechnung berücksichtigungsfähige „notwendige“ Auslage. Mithin hat der Wil-
lensvollstrecker die Kosten, die ihm wegen seiner Fehler in einem Aufsichtsverfah-
ren auferlegt werden, selber zu tragen (vgl. Jean Nicolas Druey/ Peter Breit-
schmid, a.a.O., S. 158; Bernhard Christ/ Mark Eichner, a.a.O., N 40 zu Art. 517).

c) Vorliegend ist die Berufung vollumfänglich abzuweisen. Die Anträge des 
Berufungsklägers erweisen sich als unbegründet. Es rechtfertigt sich daher, die 
Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2‘500.-- im Sinne der oben genannten 
Erwägungen vollumfänglich dem Berufungskläger persönlich aufzuerlegen. Dieser 
hat überdies die Berufungsbeklagte ausseramtlich mit insgesamt Fr. 2‘000.-- inkl. 
MwSt. zu entschädigen. 

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung wird vollumfänglich abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'500.- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers, welcher die Berufungsbeklagte aussergerichtlich mit Fr. 
2‘000.- (inkl. MwSt.) zu entschädigen hat.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesge-
richt geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, in-
nert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entschei-
dung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. 
Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vorausset-
zungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: