# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 319125ef-61e5-509e-a602-31411de36a1b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.01.2015 SB140196
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140196_2015-01-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB140196/U/cw 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, und lic. iur. Ruggli, die 

Oberrichterin lic. iur. Wasser sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. 

Berchtold 

 

Urteil vom 27. Januar 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

sowie 

 

1. +B._____,  

2. C._____,  
3. D._____,  

4. E._____,  

Privatkläger  

 

1 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____ 

2 vertreten durch Fürsprecher Y2._____ 

3 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y3._____ 

- 2 - 

4 vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y4._____ 

 

betreffend mehrfache qualifizierte Vergewaltigung etc.   
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 
31. März 2014 (DG130280) 

 

- 3 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 15. August 

2013 ist diesem Urteil beigeheftet (HD 23). 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz: 

Es wird vorab erkannt: 

1. Das Verfahren betreffend des Anklagevorwurfs der fahrlässigen einfachen 

Körperverletzung im Sinne Art. 125 Abs. 1 StGB zum Nachteil des Geschä-

digten F._____ wird eingestellt. 

Sodann wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der mehrfachen qualifizierten Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 
Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB, 

− der mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 
Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB, 

− der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− der Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d, Art. 5 Abs. 1 lit d und Art. 8 
Abs. 1 WG, 

− der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB, 

− der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 
Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB, 

− der mehrfachen fahrlässigen einfachen Körperverletzung im Sinne von 
Art. 125 Abs. 1 StGB, 

− des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Ziff. 1 in 
Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 aSVG sowie 

− der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 in Ver-
bindung mit Art. 27 Abs. 1 aSVG und Art. 18 Abs. 3 SSV. 

- 4 - 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 15 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 781 Tage durch Haft erstanden sind, und einer Busse von 

Fr. 1'000.–. 

3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

4. Es wird eine strafvollzugsbegleitende ambulante Behandlung des Beschul-

digten im Sinne von Art. 63 StGB zur Alkoholsuchtbehandlung angeordnet.  

5. Die mit Verfügung der Staatanwaltschaft Zürich IV des Kantons Zürich vom 

20. August 2013 beschlagnahmte Stahlrute wird eingezogen und der Kan-

tonspolizei zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

6. Der mit Verfügung der Staatanwaltschaft Zürich-Limmat vom 12. Februar 

2012 beschlagnahmte Personenwagen Chrysler 300M, 3.5 L, Fahrgestell-

Nummer …, Stamm-Nummer …, Kontrollschilder …, Halter G._____, wird 

eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.  

7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin E._____ im Betrag von Fr. 196.55 anerkannt hat. Im weiteren 

Betrag wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin 

E._____ aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadener-

satzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadener-

satzanspruches wird die Privatklägerin auf den Weg des ordentlichen Zivil-

prozesses verwiesen. 

8. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte anerkannt hat, gegenüber der 

Privatklägerin C._____ aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach 

schadenersatzpflichtig zu sein. Zur genauen Feststellung des Umfanges des 

Schadenersatzanspruches wird die Privatklägerin C._____ auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

- 5 - 

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin E._____ Fr. 13'000.– 

zuzüglich 5 % Zins ab 10. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

10. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung der 

Privatklägerin C._____ in der Höhe von Fr. 30'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 

10. Februar 2012 anerkannt hat. 

11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 15'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 12'767.00   Kosten der Kantonspolizei 

Fr. 19'750.00   Gebühr Anklagebehörde 

    Kanzleikosten Untersuchung 

Fr. 78'712.20   Auslagen Untersuchung  

Fr. 26'251.40   amtliche Verteidigung (Akontozahlung) 

Fr. 32'342.70   amtliche Verteidigung 

Fr. 16'636.75   unentgeltliche Geschädigtenvertretung (RAin Y4._____) 

Fr. 11'915.75   unentgeltliche Geschädigtenvertretung (FS Y2._____) 

Fr. 2'160.00   diverse Kosten 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen 

Geschädigtenvertretung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Geschädigtenvertretung 

werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachfor-

derung in Bezug auf die amtliche Verteidigung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO.  

13. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher 

Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 32'342.70 aus der Gerichtskasse ent-

schädigt. 

- 6 - 

14. Rechtsanwältin Dr. iur. Y4._____ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltli-

che Vertreterin der Privatklägerin E._____ mit Fr. 16'636.75 aus der Ge-

richtskasse entschädigt. 

15. Fürsprecher Y2._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher Ver-

treter der Privatklägerin C._____ mit Fr. 11'915.75 aus der Gerichtskasse 

entschädigt. 

Berufungsanträge: 

a) Des Verteidigers des Beschuldigten: 

(Urk. 160 S. 2 f.) 

 "1. Es seien die noch nicht in Rechtskraft erwachsenen Dispositiv-Ziffern 1 

und 2 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 

31. März 2014 (Geschäfts-Nr. DG130280-L / U) aufzuheben und der 

Beschuldigte und Berufungskläger A._____ freizusprechen vom Vor-

wurf der mehrfachen qualifizierten Vergewaltigung im Sinne von Art. 

190 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB sowie der mehrfachen quali-

fizierten sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 in Verbin-

dung mit Abs. 3 StGB.  

  2. Der Beschuldigte und Berufungskläger sei im Falle der beantragten 

Freisprüche für die nicht mit Berufung angefochtenen Tatbestände mit 

einer Freiheitsstrafe von insgesamt 4 Jahren unter Anrechnung der seit 

10. Februar 2012 erstandenen Haft zu bestrafen. 

  Eventualiter sei der Beschuldigte und Berufungskläger in Falle einer 

Schuldigsprechung mit einer Freiheitsstrafe von insgesamt 8 Jahren 

unter Anrechnung der erstandenen Haft zu bestrafen. 

  3. Es sei in Abänderung von Dispositiv Ziffer 9 des Urteils des Bezirksge-

richtes Zürich vom 31. März 2014 (Geschäfts-Nr. DG130280-L / U) der 

Beschuldigte und Berufungskläger zu verpflichten, der Privatklägerin 

- 7 - 

E._____ den Betrag von CHF 2'000.- zuzüglich Zins ab 10. Februar 

2012 als Genugtuung zu bezahlen. 

  4. Es sei in Abänderung der Dispositiv Ziffern 11 und 12 des Urteils des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 31. März 2014 (Geschäfts-Nr. DG130280-

L / U) die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, 

der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Geschädigtenver-

tretung auf die Staatskasse zu nehmen und dem Beschuldigten und 

Berufungskläger A._____ eine angemessene Entschädigung und Ge-

nugtuung zu bezahlen. 

  Eventualiter sei im Falle einer Schuldigsprechung in Abänderung der 

Dispositiv Ziffern 11 und 12 die Kosten der Untersuchung und des ge-

richtlichen Verfahrens dem Beschuldigten und Berufungskläger 

A._____ teilweise aufzuerlegen sowie die Kosten der amtlichen Vertei-

digung und der unentgeltlichen Geschädigtenvertretung auf die Staats-

kasse zu nehmen. 

  5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwert-

steuer) zu Lasten der Staatskasse." 

b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich: 

(Urk. 163 S. 1) 

 "1. Das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 31. Mai 2014 sei vollum-

fänglich zu bestätigen." 

c) Der Privatklägerin 4: 

(Urk. 164 S. 1) 

 "Die Berufung des Berufungsklägers, A._____, sei vollumfänglich abzuwei-

sen und das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 31. März 2014 in Bezug 

auf die Geschädigte, E._____ (Privatklägerin 4) sei zu bestätigen. 

- 8 - 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. Mehrwertsteuer) zu 

Lasten der Staatskasse." 

d) Des Beschuldigten: 

Freispruch / mildere Bestrafung. 

 

______________________________ 

Erwägungen: 

I.  Prozessgeschichte 

 1.  Mit Urteil vom 31. März 2014 sprach das Bezirksgericht Zürich, 

9. Abteilung, den Beschuldigten schuldig der mehrfachen qualifizierten Vergewal-

tigung, der mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigung, der versuchten schwe-

ren Körperverletzung, der fahrlässigen Tötung sowie weiterer Körperverletzungs-

delikte und Widerhandlungen gegen das Waffen- und Strassenverkehrsgesetz. Es 

bestrafte den Beschuldigten mit 15 Jahren Freiheitsstrafe und einer Busse von 

Fr. 1'000.–. Des weiteren ordnete das Gericht eine strafvollzugsbegleitende am-

bulante Behandlung des Beschuldigten an (Urk. 110). 

 Gegen das Urteil meldete der Beschuldigte am 3. April 2014 Berufung an 

(HD 96). Die Berufungserklärung liess er unterm 16. Mai 2014 folgen (Urk. 112). 

Er verlangt Freisprüche von den Vorwürfen der mehrfachen qualifizierten Verge-

waltigung und der mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigung; damit verbunden 

beantragt er eine deutliche Senkung der von der Vorinstanz ausgefällten Frei-

heitsstrafe. Sodann soll die Genugtuung an die Privatklägerin E._____ von Fr. 

13'000.– auf Fr. 2'000.– reduziert werden. Weiter verlangt er eine andere Kosten- 

und Entschädigungsregelung. Die anderen Schuldsprüche wie auch die Anord-

nung der ambulanten Massnahme sowie die weiteren Anordnungen im vo-

rinstanzlichen Urteil sind vom Beschuldigten nicht angefochten. 

- 9 - 

 Die Staatsanwaltschaft erhob kein Rechtmittel, sondern beantragte die 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 120). Auch von Seiten der Privat-

kläger wurde das Urteil nicht angefochten (vgl. u.a. Urk. 125). 

 Demnach ist das vorinstanzliche Urteil unangefochten geblieben hinsicht-

lich der Dispositivziffern 1 teilweise (alle Schuldsprüche ausser diejenigen wegen 

Vergewaltigung und sexueller Nötigung), 4 (vollzugsbegleitende ambulante Mass-

nahme), 5 (Einziehung der Stahlrute), 6 (Einziehung des Personenwagens), 7 

(Schadenersatz E._____), 8 (Schadenersatz C._____), 9 (Genugtuung C._____), 

11 (Kostenaufstellung) sowie 13-15 (Entschädigungen an die Anwälte). Auch der 

Entscheid der Vorinstanz über die Einstellung des Verfahrens betreffend den 

Vorwurf der fahrlässigen einfachen Körperverletzung zum Nachteil des Geschä-

digten F._____ blieb unangefochten. Dass alle diese Punkte somit bereits in 

Rechtskraft erwachsen sind, ist vorab festzustellen, wobei dies betreffend Dispo-

sitivziffer 6 des Urteils bereits mittels Beschluss der erkennenden Kammer vom 

2. Juli 2014 erfolgt ist (vgl. Urk. 127). 

 2.  Mit Eingabe vom 27. November 2014 stellte die Verteidigung den Be-

weisantrag, H._____ als Zeuge zu den früheren beruflichen Tätigkeiten der Pri-

vatklägerin E._____ (u.a. im Sexmilieu) sowie zu ihren finanziellen Verhältnissen 

zu befragen (Urk. 139). Daraufhin liess am 14. Januar 2015 die Privatklägerin An-

trag auf die Befragung weiterer Zeugen stellen, so der Geschäftsführerin des 

I._____ in Zürich, J._____ ("J'._____"), und deren früheren Ehemannes K._____ 

("K'._____") aus …/LU (Urk. 147 und 151). Den Beweisanträgen wurde stattge-

geben und es wurde überdies die Privatklägerin E._____ als Auskunftsperson 

vorgeladen. Nach Durchführung der Berufungsverhandlung, anlässlich welcher 

die beantragten Beweise abgenommen worden sind und auch die Privatklägerin 

E._____ befragt wurde, ist der Fall spruchreif.  

II.  Sachverhalt 

 Thema des Berufungsverfahrens sind die in der Anklageschrift unter Neben-

dossier 1 aufgeführten sexuellen Übergriffe des Beschuldigten auf die Privatklä-

- 10 - 

gerin E._____ und damit verbunden gewisse Sachverhaltsaspekte des im We-

sentlichen nicht angefochtenen Schuldspruchs wegen versuchter schwerer Kör-

perverletzung zum Nachteil dieser Privatklägerin. 

 Die Anklageschrift basiert für die diesbezügliche Sachdarstellung auf den 

Aussagen der Privatklägerin E._____. Auch die Vorinstanz hielt die Depositionen 

dieser Geschädigten, da "detailliert, frei von relevanten Widersprüchen und plau-

sibel" und da auch kein Grund für eine Falschaussage ersichtlich sei, für glaub-

haft und überzeugend; folglich machte sie diese Aussagen zur Grundlage ihrer 

entsprechenden Verurteilung des Beschuldigten. Demnach ist von der Vor-instanz 

als erstellt erachtet worden, dass der Beschuldigte der Privatklägerin auf der 

Strasse, an der Kreuzung …-/…strasse in Zürich …, mit einer Stahlrute auf den 

Hinterkopf geschlagen hat, um sie anschliessend in die Wohnung im ersten Stock 

über der L._____ Bar an der …strasse … zu zerren, wo er sie unter Zufügung 

weiterer Schläge mit der Stahlrute und mit Fäusten und Händen zu vaginalem und 

oralem Sex gezwungen hat. 

 Nach Darstellung des Beschuldigten hat der Geschlechtsverkehr einver-

nehmlich stattgefunden; er habe sich dafür mit der Privatklägerin auf Fr. 50.– ge-

einigt. Erst als es nach vollzogenem Sex zum Streit gekommen sei, weil die Pri-

vatklägerin einen höheren Dirnenlohn verlangt habe, will der Beschuldigte ihr die 

Verletzungen am Kopf, an den Armen und an den Händen zugefügt haben. Dem 

steht die Darstellung der Privatklägerin entgegen, wonach sie zum Sex gezwun-

gen worden sei; sie "arbeite nicht auf der Strasse" und habe dies nie getan 

(ND 3/2 S. 16). 

 Zur Streitfrage, ob sich die Privatklägerin mit dem Beschuldigten auf bezahl-

ten Sex geeinigt hatte und sie ihm demnach freiwillig in die Wohnung gefolgt war 

(und nicht quasi auf der Strasse überfallen und dann von dort gewaltsam in die 

Wohnung geschleppt worden ist, um sie dort brutal zum Sex zu zwingen), äusser-

te sich die Vorinstanz konkret nur an einer Stelle ihres Urteils mit dem Hinweis da-

rauf, dass die Privatklägerin, wenn sie in der fraglichen Nacht "effektiv als Prosti-

tuierte tätig gewesen [war], sie dies ohne weiteres [hätte] einräumen können und 

keine falschen Anschuldigungen gegen den Beschuldigten [hätte] vorbringen 

- 11 - 

müssen, zumal auch diesfalls eine Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in der 

von ihr geschilderten Weise denkbar gewesen wäre". Und die Vorinstanz fährt 

weiter: "Wenn sich die Ereignisse im Wesentlichen so, wie vom Beschuldigten 

geschildert, ereignet hätten, so wäre kein Grund ersichtlich, weswegen die Ge-

schädigte eine erfolgte Vergewaltigung erfinden sollte vor dem Hintergrund, dass 

bereits die ihr vom Beschuldigten zugefügten erheblichen Verletzungen ausrei-

chen würden, um ihn einer Verurteilung wegen schwerer Delikte zuzuführen" 

(Urk. 110 S. 39 – Hervorhebungen durch die Urteilsredaktion). Hier übersieht die 

Vorinstanz die notorische Tatsache, dass ein Eingeständnis der Prostitution ins-

besondere für nur gelegentlich solchermassen tätige Personen aus Scham, aus 

Angst vor nachteiligen Folgen oder vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit zumeist 

sehr schwer fällt. Deshalb wird eine solche Tätigkeit oft mit allen Mitteln zu ver-

bergen versucht. Dies dürfte bei der 39-jährigen, aus katholischem Milieu stam-

menden … [Angehörige des Staates M._____] und mehrfachen Mutter nicht an-

ders gewesen sein. Eine solche Hemmnis gilt im verstärkten Masse für Zugaben 

gegenüber Polizei und Behörden sowie Gerichten, bei denen die betroffene Per-

son keine Kontrolle darüber hat, wohin diese Information letztlich fliessen. Hier 

wie die Vorinstanz davon auszugehen, dass die Bereitschaft eines solchen Ein-

räumens der Prostitution "ohne weiteres" gegeben sei, ist realitätsfremd. Schon 

der Zeuge N._____, der mit der Privatklägerin als einer der ersten nach dem Vor-

fall Kontakt hatte, mutmasste, dass die Privatklägerin anfänglich nichts vom Ge-

schlechtsverkehr erzählt habe, "weil sie sich schützen wollte" (ND 5/3 S. 5). Wei-

ter ist in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass die Privatklägerin, die ihre 

Anwesenheit in der Wohnung ob der L._____ Bar nicht ernsthaft bestreiten konn-

te, sich in einem wahren Erklärungsnotstand befand darüber, wie sie denn, wenn 

nicht freiwillig, dorthin gelangt war. Ihre diesbezügliche Begründung ist damit zwar 

noch nicht widerlegt, die erwähnten Aspekte gemahnen jedoch zur Vorsicht bei 

der Würdigung. Damit aber wird deutlich, dass sich die Erklärung des Beschuldig-

ten, es habe sich um bezahlten und einvernehmlichen Sex gehandelt, nicht 

leichthin mit dem besagten Argument der Vorinstanz widerlegen lässt, sondern 

die Streitfrage nach einer vertieften Auseinandersetzung mit der Beweislage ver-

langt. Schon bei näherem Aktenstudium fallen in diesem Zusammenhang Aspekte 

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auf, die von der Vorinstanz übersehen bzw. in ihrem Urteil jedenfalls nicht ange-

sprochen worden sind und auf die im Folgenden einzugehen ist. 

 So ist von vorneherein nur schwer zu verstehen, wieso sich die Privatkläge-

rin, die früher in … als Reinigungsfrau und Serviceangestellte gearbeitet hatte, 

sich ausgerechnet an der bekanntesten Sexmeile von Zürich um eine Festanstel-

lung als Barmaid beworben hat und zwar in mehreren einschlägig bekannten Lo-

kalen wie der … Bar (vgl. Prot. II S. 70), der O._____ Bar (vgl. ND 5/3 S. 6 und 8), 

der P._____ Bar/… Bar (ND 5/18 S. 2) und auch in dem als Bordell-Anlaufstelle 

bekannten I._____ (vgl. Urk. 147 und 145 sowie Prot. II S. 60). Am Verdienst 

kann es nicht gelegen haben, verdiente die Privatklägerin in Zürich doch nach ei-

genen Angaben nur Fr. 20.– in der Stunde zuzüglich Fr. 30-50.– Trinkgeld pro 

Abend. Auch hatte sie in Zürich weit höhere Auslagen, als wenn sie weiterhin an 

ihrem Wohnort in … einer seriösen Arbeit nachgegangen wäre. Wie sich aus der 

Befragung in der Berufungsverhandlung ergab, hat die Privatklägerin die Nähe 

zum Sexmilieu auch insofern gesucht, als sie in Zürich regelmässig in der Woh-

nung von befreundeten Strassenprostituierten nächtigte (Prot. II S. 64). 

 Als Zweites fällt die Distanz auf, über die die Privatklägerin vom Beschuldig-

ten gewaltsam am Kragen gezogen bzw. mitgeschleift worden sein soll, d.h. vom 

Strassentrottoir beim …laden zum davon weit entfernten Hauseingang und dann 

durchs Treppenhaus in den ersten Stock bis zur fraglichen Wohnung. Diese Dis-

tanz ist so gross (vgl. Plan und Fotos in Urk. 148 und 149) und das ganze Ver-

schleppungs-Prozedere war zudem durch zwei Türöffnungen mittels Schlüssel 

unterbrochen, dass sich der gesamte Vorgang, der Überfall auf einer belebten 

Kreuzung, dann das Zum-Hauseingang-Schleppen über etwa 40 Meter und das 

Hochziehen durch das Treppenhaus in die obere Etage, auch bei bloss passivem 

Widerstand der Privatklägerin nur als sehr auffällig, beschwerlich und längere Zeit 

in Anspruch nehmend vorstellen lässt. Die Aussagen der Privatklägerin zu dieser 

Prozedur sind in der Strafuntersuchung auffallend kurz ausgefallen und be-

schränkten sich darauf, dass sie an der Jacke in die Wohnung gezogen und dabei 

auf sie eingeschlagen und sie zudem aufgefordert worden sei, ruhig zu sein (vgl. 

ND 3/1 S. 4 und ND 3/2 S. 5-7 oben). Dass sie eine längere Wegstrecke (zu 

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Fuss) mitgehen musste bzw. in eine obere Etage verbracht worden war, erwähnte 

sie selber nicht. Anlässlich ihrer Befragung vor Obergericht machte sie für den 

Vorgang des Verbringens von der Strasse in die Wohnung sogar geltend, dass 

sie dazu überhaupt keine Erinnerung habe (Prot. II S. 70 f.). Schon in der früheren 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme hatte sie auf Ergänzungsfragen des Ver-

teidigers keine näheren Details über den Ablauf der erwähnten Prozedur zu nen-

nen vermocht mit Ausnahme der Erklärung, dass ihr Hals danach "ganz violett" 

gewesen sei wegen der engen Jacke, an der sie gezogen worden war, was später 

im Spital festgestellt worden sei (ND 3/2 S. 18). Dazu hat aber bereits die Vo-

rinstanz festgehalten (Urk. 110 S. 38), dass ein solcher Befund am Hals der Pri-

vatklägerin bei der körperlichen Untersuchung durch das IRM nicht festgestellt 

worden ist (vgl. ND 6/5 S. 3). Wie das Bezirksgericht in diesem Aussageverhalten 

der Geschädigten trotzdem kein Lügensignal erkennen konnte (Urk. 110 S. 38), 

ist nicht verständlich. Auf eine Ergänzungsfrage des Verteidigers anlässlich der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme räumte die Privatklägerin im Übrigen ein, 

dass sie draussen, als sie gepackt wurde, nicht geschrien hätte; dafür und für ihr 

sonstiges Untätigbleiben anlässlich ihrer "Verschleppung" vermochte sie keine 

plausible, sondern nur eine eher ausweichende Antwort zu geben (vgl. ND 3/2 

S. 18). 

 Weiter fällt im Aussageverhalten der Privatklägerin im Rahmen der Strafun-

tersuchung auf, dass sie mit Bezug auf die erlittenen Körperverletzungen sehr 

aufgebracht war und sich dazu spontan äusserte, während sie mit ihren Aussagen 

zu den behaupteten sexuellen Übergriffen auffallend kurz angebunden, emotions-

los und ohne Redefluss blieb (vgl. u.a. ND 3/2 S. 11 und 15). Auch unmittelbar 

nach dem Vorfall, als die Privatklägerin in die O._____ Bar geflüchtet war, liess 

sie gemäss Wiedergabe im polizeilichen Wahrnehmungsbericht als Erstes verlau-

ten, ein Mann habe sie auf der Strasse geschlagen. Erst als sie aufgefordert wur-

de, alles der Polizei zu sagen, machte sie geltend, von diesem Mann in eine 

Wohnung gezerrt und vergewaltigt worden zu sein (vgl. ND 5/10). Diese stufen-

weise Preisgabe des Geschehens durch die Privatklägerin beschrieb ebenfalls 

der Barmann aus der O._____ Bar in seiner polizeilichen Befragung, welche be-

reits 2 ½ Stunden nach dem Vorfall erfolgt war; gleiches ist auch aus seiner spä-

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teren Zeugenaussage zu entnehmen (vgl. ND 5/2 S. 2 f. und ND 5/3 S. 3 ff.). Ähn-

lich sagte drei Stunden nach dem Vorfall auch die beim Eintreffen der Privatkläge-

rin in der O._____ Bar anwesende Bardame aus, nämlich dass die Privatklägerin 

erst als die Polizei eingetroffen war, erklärt habe, wo der Mann, der sie "fest ge-

schlagen" habe, wohne und dass er sie vergewaltigt habe (vgl. ND 5/6). Dass die-

se Bardame 2 ½ Monate später als Zeugin zu präzisieren suchte, die Privatkläge-

rin habe ihr schon vor dem Eintreffen der Polizei gesagt, dass sie vom Mann nicht 

nur sehr verletzt, sondern auch vergewaltigt worden sei, vermag die erste tatzeit-

nahe Aussage nicht wesentlich zu relativieren. Zu beachten ist ferner die Aussage 

der Privatklägerin, dass sie während den sexuellen Vorgängen gerade nicht mit 

der Metallstange geschlagen worden sei (ND 3/1 S. 5). Der Sexualverkehr hat 

gemäss der körperlichen Untersuchung auch keine feststellbaren Verletzungen 

hervorgerufen (Urk. 6/5 S. 7). 

 Es kommt hinzu, dass Blutspuren der Privatklägerin nur in der Wohnung 

festzustellen waren, insbesondere im Schlafzimmer auf dem Bett, im Wohnzim-

mer auf dem Sofa und an der Wand dahinter sowie im Korridor an Wänden und 

am Boden (Blutspurengutachten in ND 8/4, Bilder in ND 8/5, Wahrnehmungsbe-

richt in ND 5/10, weitere Bilder in ND 9/1 S. 11-39). Obwohl gemäss Darstellung 

der Privatklägerin E._____ bereits auf dem Trottoir an der Kreuzung …-/…strasse 

mit der Stahlrute auf ihren Hinterkopf geschlagen worden war und dann bei der 

Hauseingangstüre (ND 3/1 S. 3 f.), was, wie die späteren Rutenschläge in der 

Wohnung zeigen, bereits blutende Wunden verursacht haben musste, sind Blut-

spuren auf dem längeren Weg von der Strasse bis zur die Wohnung im 1. Stock 

nicht festgestellt worden; dies auch nicht im Treppenhaus und insbesondere nicht 

an den beiden Orten, wo zwecks Aufschliessen von Türen innegehalten werden 

musste (vor der Haustüre bzw. vor der Wohnungstüre). Erst innerhalb der Woh-

nung fanden sich Spuren von Blut. Diese lassen, wie sich aus der gutachterlichen 

Interpretation der Blutspuren (ND 8/4) ergibt, gewisse Schlüsse zu: So legen die 

Blutspritz- und Bluttropfspuren im Schlafzimmer die Annahme nahe, dass die Pri-

vatklägerin auf dem Bett stark blutete, und dort auf sie in einer sitzenden oder 

knienden Position eingeschlagen worden sein muss. Die Blutspuren gleicher Art 

im Korridor der Wohnung lassen sodann annehmen, dass auf die Privatklägerin, 

- 15 - 

welche ebenfalls bereits am Kopf blutete in aufrechter Position eingewirkt worden 

ist und dass sie dort zu Boden gefallen oder gesunken ist. Das Blutspurenbild im 

Wohnzimmer weist sodann darauf hin, dass die Klägerin blutete, als sie aufs Sofa 

gefallen oder gestossen worden ist. An der sichergestellten Stahlrute, die Tat-

werkzeug war, waren am Griffstück Spuren sowohl des Beschuldigten wie auch 

der Privatklägerin festzustellen, wobei offen bleiben muss, ob die Spur der Privat-

klägerin primär oder sekundär übertragen worden ist. Am Schlagstück der Rute 

wurde lediglich DNA der Privatklägerin festgestellt (a.a.O. S. 14). 

 Diese Spurenbilder und das Fehlen von Blutspuren ausserhalb der Woh-

nung lassen erkennen, dass die blutigen Auseinandersetzungen im Schlafzimmer 

und im Korridor der Wohnung stattgefunden haben müssen. Dies wird letztlich 

auch von der Privatklägerin bestätigt (vgl. ND 3/1 Rz 31 und 72; ND 3/2 S. 8 oben 

und S. 21), sie will aber weitere Rutenschläge bereits ausserhalb der Wohnung 

verabreicht erhalten haben. Dafür jedoch, dass solches auch ausserhalb der 

Wohnung passierte, fehlen Spuren. Im Ergebnis unterstützen die festgestellten 

Blutspuren weniger den von der Privatklägerin ausgesagten Geschehensverlauf, 

sondern vielmehr die Aussageversion des Beschuldigten, wonach es erst in der 

Wohnung zu einer tätlichen Auseinandersetzung mittels Einsatzes der Stahlrute 

gekommen ist, und insbesondere seine Aussage in der allerersten Befragung 

noch bei der Polizei, wonach er in zwei getrennten Phasen mit der Stahlrute auf 

die Privatklägerin eingeschlagen habe: Einmal im Schlafzimmer, als sich die Pri-

vatklägerin entfernen wollte, woran sie der Beschuldigte hinderte, und in welchem 

nach einem Austausch von Ohrfeigen der Beschuldigte die Stahlrute einsetzte, 

welche die Privatklägerin ihm dann wegnehmen und auf den Boden werfen konn-

te, bevor sie sich blutend aufs Bett legte. Nach einem Moment der Ruhe und 

nachdem sich die Privatklägerin angezogen hatte, fand die zweite Phase dann 

ausserhalb des Schlafzimmers statt, als die Privatklägerin mit der Stahlrute in der 

Hand und schreiend, dass sie blute, auf den Beschuldigten zugekommen ist, der 

ihr die Rute entwinden konnte und ihr damit "links und rechts gegen den Kopf" 

schlug und sie alsdann aufs Sofa schubste (vgl. Aussage des Beschuldigten in 

ND 4/1). Vor dem Haftrichter, in der zweiten Befragung des Beschuldigten, relati-

vierte er zwar seine Aussage dahingehend, dass es zwar schon zwei Phasen der 

- 16 - 

Auseinandersetzung gegeben habe, dass es jedoch nur in der ersten Phase ge-

wesen sei, als er zwei bis maximal drei Mal mit der Rute auf die Privatklägerin 

eingeschlagen habe; später habe er nur noch mit der Hand und der Faust ge-

schlagen (ND 4/2 S. 6 f.). Auch bei seinen späteren Aussagen, insbesondere 

auch vor Obergericht (Prot. II S. 51), blieb er bei dieser Version. Allerdings er-

scheint seine erste Aussage, die noch am Tag des Geschehens erfolgt war, au-

thentischer, besser mit dem Spurenbild vereinbar und somit weit glaubhafter. 

 Zwei Aussagen von Drittpersonen, die als weitere Indizien für einen einver-

nehmlichen Sex zwischen dem Beschuldigten und der Privatklägerin gewertet 

werden können, sind von der Vorinstanz ohne überzeugende Begründung als 

nicht von Relevanz abgetan worden. So sagte N._____, der Geschäftsführer der 

O._____ Bar, in der die blutende Privatklägerin Hilfe gesucht hatte, bei der Polizei 

aus, die Privatklägerin habe gesagt, dass sie mit dem Mann, der sie in der 

P._____ Bar aufgesucht hätte, auf die Zeit nach Arbeitsschluss irgendwo abge-

macht habe; zuhause habe sie der Mann dann geschlagen, weshalb sie ins 

O._____ geflüchtet sei (ND 5/2 S. 3). Von der Staatsanwaltschaft als Zeuge be-

fragt wiederholte N._____, dass die Privatklägerin ihm erzählt habe, dass sie 

nach der Arbeit mit dieser Person etwas trinken gegangen sei; dann sei sie mit 

dieser Person zum Geschlechtsverkehr zusammen gewesen und danach habe 

sie plötzlich Schläge auf den Kopf bekommen (ND 5/3 S. 4). Wie die Vorinstanz 

diese Aussagen von N._____ unter blossem Hinweis auf sprachliche Missver-

ständnisse einfach als "nicht von Aussagekraft und Relevanz" bezeichnen konnte 

(Urk. 110 S. 47), ist einmal mehr nicht nachvollziehbar, spricht der Zeuge nach 

eigenen Angaben doch Portugiesisch, wenn auch als Zweitsprache nicht perfekt 

(vgl. ND 5/2 S. 2 u. 4; ND 5/3 S. 9). 

 Die weitere Zeugenaussage, welche die Vorinstanz als nicht von Belang ta-

xierte, ist diejenige von Q._____, dem vorgesetzten Arbeitskollegen der Privatklä-

gerin in der P._____ Bar an der …strasse. Gemäss einer von ihm wiederholt ge-

machter Aussage (ND 5/1 S. 4 und 6 f.), hat die Privatklägerin ihn in der besagten 

Nacht vor Arbeitsschluss gefragt, wo denn die L._____ Bar sei, worauf er ihr den 

Weg dorthin beschrieben habe. Dieser Vorgang lässt, nachdem der Zeuge auch 

- 17 - 

die Anwesenheit des Beschuldigten als letzten Gast in der fraglichen Nacht in der 

P._____ Bar bestätigt hat und ebenso den Umstand, dass dieser mit der Privat-

klägerin als Bardame gesprochen habe, und nachdem der Beschuldigte ja ob der 

L._____ Bar seine Logis hatte und die Privatklägerin nach Arbeitsschluss 

schnurstracks dorthin ging, annehmen, dass der Beschuldigte und die Privatklä-

gerin möglicherweise ein Treffen an besagtem Ort vereinbart hatten. Dass die  

Vorinstanz den Wahrheitsgehalt der erwähnten Aussage des Zeugen über die 

Frage der Privatklägerin nach der L._____ Bar ohne plausiblen Grund offen las-

sen wollte und sie deshalb nicht als in relevanten Widerspruch zu den Aussagen 

der Privatklägerin stehend bezeichnete (Urk. 110 S. 46), ist erneut nicht nachvoll-

ziehbar. 

 All diese Anhaltspunkte, die in Richtung der Aussage des Beschuldigten 

weisen, wonach es vorerst um bezahlten einvernehmlichen Sex mit der Privatklä-

gerin gegangen war und nicht um einen völlig überraschenden Überfall auf diese, 

veranlassten die erkennende Kammer, die von den Parteien beantragten Be-

weisergänzungen vorzunehmen. Die drei vom Obergericht befragten Zeugen 

konnten zur Klärung der Frage, ob und wie die Privatklägerin im Sexmilieu tätig 

geworden war, jedoch nichts beitragen, zumal sie die Privatklägerin gar nicht oder 

nur sehr flüchtig kannten (vgl. Prot. II S. 28, 54 und 76). 

 Die in der Berufungsverhandlung ebenfalls befragte Privatklägerin E._____ 

blieb dabei, dass sie keine Prostituierte sei. Sie räumte allerdings ein, dass die 

beiden Freundinnen, bei denen sie in der Nähe der O._____ Bar jeweils über-

nachtet hatte, Strassenprostituierte waren (Prot. II S. 64). Sodann bestätigte sie, 

dass sie von früher in M._____ Kampfsporterfahrung hat (Muay Thai; a.a.O. S. 67 

und 71). Ferner räumte sie - in klarem Widerspruch zu ihren früheren Aussagen - 

ein, den Beschuldigten schon vor dem 10. Februar 2012 in der L._____ Bar als 

DJ gesehen und damit bereits gekannt zu haben (a.a.O. S. 66). Auf die Frage 

aber, was sie am 10. Februar 2012, als sie nach Arbeitsschluss die …strasse 

hochging, vorgehabt hatte, gab sie nur fahrige und widersprüchliche Antworten 

(Treffen mit den Freundinnen im L._____ bzw. im O._____ bzw. Essen-gehen 

oder Schlafen-gehen; vgl. Prot. II S. 68 f. und 73). Falls sie ihre Kolleginnen tat-

- 18 - 

sächlich - wie sie ausführte (Prot. II S. 68 unten) - in der O._____ Bar treffen woll-

te, hatte sie keinen Anlass, die …strasse zu überqueren und sich zum …stand zu 

begeben, wo sie vom Beschuldigten angesprochen worden sei (Prot. II S. 68, Urk. 

148 und 149 Foto Nr. 3). Auch im Übrigen fiel ihr anpasserisches Aussageverhal-

ten auf. Und zum Vorgang, wie der Beschuldigte sie von der Strasse in die Woh-

nung über der L._____ Bar verschleppt haben soll, konnte sie - wie erwähnt - 

überhaupt keine Angaben machen. Insgesamt hinterliess die Privatklägerin im 

Hinblick auf ihre Darstellung, wonach sie auf der Strasse überfallen, in die Woh-

nung geschleppt und dann vom Beschuldigten zu sexuellen Handlungen gezwun-

gen worden sei, einen eher zwiespältigen Eindruck. Die Aussagen des Beschul-

digten vor Obergericht darüber, wie es zum einvernehmlichen sexuellen Verkehr 

mit der Privatklägerin gekommen sein soll, wirkten demgegenüber tendenziell e-

her kohärent. 

 Damit steht mit Bezug auf die Frage nach bezahltem, einvernehmlichem  

oder erzwungenem Sex nach wie vor Aussage gegen Aussage; für und gegen 

beide Versionen sprechen gewisse Indizien. Mangels ausreichend klarer Beweise 

zur Frage, wie es tatsächlich zum Sex über der L._____ Bar gekommen war, er-

weisen sich beide Aussageversionen letztlich als in etwa gleich glaubhaft oder 

unglaubhaft. Die Unschuldsvermutung schlägt bei dieser Beweislage aber zu-

gunsten des Beschuldigten aus, sodass im Zweifel zu seinen Gunsten von grund-

sätzlich einvernehmlichen sexuellen Handlungen und von erst danach erfolgten 

Gewaltanwendungen ausgegangen werden muss. Folglich ist der Beschuldigte 

vom Vorwurf der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung freizusprechen. 

III.  Strafe 

 Nachdem in den Anklagepunkten der Vergewaltigung und der sexuellen Nö-

tigung freigesprochen wird, erweist sich als nunmehr schwerste zu sanktionieren-

de Tat die versuchte schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, auf welche Freiheitsstrafe bis zu 10 

Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen steht. 

- 19 - 

 Vorerst ist für diese Tat unter Annahme, sie sei vollendet worden, aufgrund 

der konkreten Tatkomponenten eine hypothetische Strafe zu bestimmen. Dabei 

sind in erster Linie die näheren Umstände und die Art, wie der Täter das Opfer le-

bensgefährlich verletzte, von Belang. Vorliegend schlug er der Geschädigten mit 

einer Stahlrute mindestens drei Mal heftig auf den Kopf. Aufgrund des Gutachtens 

des Instituts für Rechtsmedizin können durch eine solche Einwirkung mit dem be-

sagten Tatwerkzeug auf den Kopf je nach Intensität der Gewalteinwirkung und 

Auftreffwinkel unterschiedliche Verletzungen am oder im Kopf entstehen. Unter 

anderem kann eine Hirnerschütterung erfolgen, die, wenn schwerer Natur, lang-

andauernde und in seltenen Fällen auch persistierende Folgen wie Apathie, Leis-

tungsminderung, Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsstörungen nach 

sich zieht. Auch ein Schädelbruch bzw. ein offenes Schädel-Hirn-Trauma kann 

die Folge der Einwirkung durch das Tatwerkzeug auf den Kopf sein, was in un-

günstigen Fällen einen Hirninfarkt oder bei Eindringen von Knochenfragmenten 

eine direkte Verletzung von Hirnsubstanz bewirken kann. Auch Hirnblutungen und 

bleibende neurologische Schäden sind möglich und ebenso entsteht die Gefahr 

einer lebensbedrohlichen Hirndruckerhöhung (Urk. 6/5). 

 Das geschützte Rechtsgut der körperlichen und psychischen Integrität wird 

mit einer solchermassen schweren Verletzung des Kopfes (und allenfalls damit 

verbunden des Gehirns) in ausgesprochen gravierender Weise verletzt; nebst der 

reinen physischen wird auch die geistige Ebene tangiert. Dies würde für eine mit 

direktem Vorsatz vollendet begangene Tat sicherlich eine Einsatzstrafe im oberen 

Drittel des Strafrahmens als angezeigt erscheinen lassen. 

 Auf der subjektiven Seite der Tatschwere ist vorliegend jedoch lediglich von 

Eventualvorsatz auszugehen, was das Strafmass reduzieren lässt. Allerdings war 

das Tatmotiv des Beschuldigten, nämlich die Geschädigte beim Streit über zu-

sätzliche Fr. 50.– an Dirnenlohn ruhig zu stellen, absolut nichtig. Die Reaktion des 

Beschuldigten war somit völlig überrissen und verwerflich. Er war dabei zwar 

mässig alkoholisiert, eine Einschränkung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit 

lag aber nicht vor (vgl. ND 10/8 S. 62 und 65). 

- 20 - 

 Als verschuldensunabhängige Tatkomponente ist sodann im vorliegenden 

Fall zu berücksichtigen, dass es bei der Tat beim Versuch blieb; eine lebensge-

fährliche Verletzung trat nicht ein. Dies hing jedoch eher vom Zufall ab, als dass 

der Beschuldigte darauf letztlich entscheidenden Einfluss gehabt hätte. Die den-

noch angezeigte Strafminderung infolge blossen Versuchs wird weiter dadurch re-

lativiert, dass darin eine direktvorsätzlich vollendet begangene einfache Körper-

verletzung mitenthalten ist und diese einfache Körperverletzung von der Ver-

übung mittels einer Waffe und von den gravierenden Auswirkungen her bereits 

nach einer Strafe in der Nähe der Maximalstrafe von drei Jahren, die für diesen 

Tatbestand gilt, ruft. Verschuldensmässig dazuzuschlagen ist die gleichzeitig 

eventualvorsätzlich begangene versuchte schwere Körperverletzung. Von der 

Tatkomponente her betrachtet ist das Gesamtverschulden bei der Handlungswei-

se des Beschuldigten folglich als im mittleren Bereich des Strafrahmens für ver-

suchte schwere Körperverletzung liegend zu sehen und als Einsatzstrafe er-

scheint demnach eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren als angemessen. 

 Mit Bezug auf die Täterkomponente kann weitgehend auf die Erwägung im 

vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 110 S. 67-69). Das Geständnis 

des Beschuldigten bezüglich der im Nebendossier nunmehr einzig zu einer Verur-

teilung führenden versuchten schweren Körperverletzung war umfassend und 

vollständig. Allerdings ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der Beschuldigte 

als Tatauslöserin letztlich immer noch die Geschädigte verantwortlich zu machen 

sucht, was die strafmindernde Wirkung des Geständnisses einschränkt. Auch 

zeigte der Beschuldigte mit Bezug auf seine Tat keine echte Reue und Einsicht. 

Zurecht hielt die Vorinstanz des Weiteren fest, dass sich die Vorstrafenlosigkeit 

und der weitgehend unauffällige Leumund des Beschuldigten wie auch sein Vor-

leben ganz generell und seine persönlichen Verhältnisse strafzumessungsneutral 

verhalten. Eine gewisse Straferhöhung erfährt der Beschuldigte hingegen 

dadurch, dass er die neue Straftat während eines anderen bereits gegen ihn lau-

fenden Strafverfahrens beging. Insgesamt halten sich die strafmindernden und  

-erhöhenden Zumessungsgründe, wie dies die Vorinstanz richtig feststellte, in et-

wa die Waage. Es bleibt demnach bei einer hypothetischen Einsatzstrafe für die 

versuchte schwere Körperverletzung von 4 Jahren Freiheitsstrafe. 

- 21 - 

 Die weiteren Delikte der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen schweren 

Körperverletzung und der mehrfachen fahrlässigen einfachen Körperverletzung 

erfolgten im Rahmen desselben Autounfalls und das entsprechende Verschulden 

des Beschuldigten kann der Vorinstanz folgend zweckmässigerweise gemeinsam 

geprüft werden. Für alle diese Tatbestände liegt der obere Strafrahmen bei je drei 

Jahren, wobei die Tatmehrheit hier den Rahmen auf 4 ½ Jahre erweitern lässt. Es 

ist von einem sehr schweren objektiven Tatverschulden auszugehen. Dies ergibt 

sich bereits aus dem Umstand, dass vier Opfer betroffen wurden, wovon eines 

starb, eines lebensgefährlich und zwei weitere durchaus erheblich verletzt wur-

den. Zudem ist, wenn der Beschuldigte sein Fahrzeug in einer ihm bestens ver-

trauten und trotz der späten Nachtstunde noch bevölkerten Gegend eine längere 

Strecke in entgegengesetzter Richtung seines Heimwegs und in Missachtung des 

dortigen Fahrverbots auf der Busspur und dann aufs Trottoir lenkte, klarerweise 

von grober bewusster Fahrlässigkeit auszugehen, was auch die subjektive Tat-

schwere als ausserordentlich gravierend erscheinen lässt. Selbständig sanktio-

niert würde hier eine Strafe von vier Jahren als angemessen erscheinen. Dass die 

Einsatzstrafe für das schwerste Delikt vorliegend weit tiefer liegt (4 Jahre) als 

noch diejenige bei der Vorinstanz (12 Jahre), erlaubt es, den Strafzuschlag für die 

weiteren Delikte etwas höher zu bemessen, als es die Vorinstanz tat, und es ist 

der Zuschlag hier deshalb und insbesondere ob der hohen Tatschwere auf etwas 

mehr als drei Jahre zu bemessen. 

 Als weiteres Vergehen ist die Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu 

ahnden. Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe bis drei Jahren oder eine 

Geldstrafe vor. Unter Verweis auf die Begründung der Vorinstanz kann wiederholt 

werden, dass zumindest das subjektive Verschulden des Beschuldigten, der die 

Stahlrute kaufte und auf sich trug, nicht mehr als leicht zu werten ist. Dass es sich 

dabei um eine sehr effiziente Angriffswaffe handelt, musste dem Beschuldigten, 

der selber eine Bar geführt und im übrigen ausreichend Milieuerfahrung hatte, 

bewusst gewesen sein. Einen plausiblen Grund, die Waffe zu erwerben, hatte er 

jedenfalls nicht. Eine Erhöhung der Einsatzstrafe um einige wenige Monate Frei-

heitsstrafe lässt sich angesichts des vom Waffengesetz vorgegebenen Strafrah-

mens und mit Hinblick auf die Art der Waffe sowie angesichts des Erfahrungswis-

- 22 - 

sens des Beschuldigten ohne weiteres rechtfertigen. Daran vermögen auch die 

Aspekte der Täterkomponente nichts zu ändern. 

 Zusammengefasst ist der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von sieben-

einhalb Jahren zu verurteilen. Daran sind die Untersuchungshaft und der vorzeiti-

ge Strafvollzug, bis und mit heute 1082 Tage, anzurechnen. 

 Mit Bezug auf die Sanktion für die SVG-Übertretungen ist der Vorinstanz zu 

folgen und eine Busse von Fr. 1'000.– auszusprechen. Für den Fall der schuld-

haften Nichtbezahlung der Busse ist die Ersatzfreiheitstrafe auf 10 Tage festzu-

setzen. 

IV.  Genugtuung an die Privatklägerin E._____ 

 Die Privatklägerin E._____ machte aufgrund der Beeinträchtigung ihres phy-

sischen und psychischen Befindens infolge des beanzeigten Sexualdelikts und 

der erlittenen Körperverletzungen eine Genugtuungsforderung in der Höhe von 

Fr. 35'000.– zzgl. Zins geltend (HD 66 und HD 83). Die Vorinstanz erachtete den 

geforderten Betrag im Quervergleich als "zwar etwas hoch, wenn auch nicht ge-

radezu exorbitant" und ging von diesem Betrag aus. Da sie damals von einer 

Rückkehr der Privatklägerin nach M._____ ausging, reduzierte sie den zuzuspre-

chenden Betrag gemäss der Binnenkaufkraft in M._____ auf Fr. 13'000.– zzgl. 

Zins (Urk. 110 S. 82 ff.). 

 Aufgrund des Entscheids der erkennenden Kammer steht nunmehr lediglich 

die Prüfung einer Abgeltung der immateriellen Folgen der versuchten schweren 

Körperverletzung (samt der darin aufgehenden vollendeten einfachen Körperver-

letzung) an. Der Beschuldigte beantragte dafür im Berufungsverfahren eine Ge-

nugtuung von Fr. 2'000.– zzgl. Zins (Urk. 112). Werden die von der Privatklägerin 

insbesondere am Kopf erlittenen Verletzungen besehen und die damit verbunde-

nen Leiden und weiteren Beeinträchtigungen bemessen, so erscheint vorliegend 

im Quervergleich zu anderen Fällen aus der Gerichtspraxis eine Genugtuungs-

summe von Fr. 5'000.– als angemessen (vgl. Hütte/Landolt, Genugtuungsrecht, 

- 23 - 

Band 2, 2013, Kasuistische Verletzungsgenugtuung, S. 269 ff.; Quervergleich ge-

zogen zu Nrn. 861, 859, 758, 725, 702, 648, 600, 599, 580, 547, 349). Da die Pri-

vatklägerin neuerdings die Absicht hegt, sich wieder in der Schweiz niederzulas-

sen, hat eine kaufkraftbedingte Reduktion dieses Betrags zu unterbleiben. Der 

Genugtuungsbetrag ist antragsgemäss ab dem Ereignis mit 5 % zu verzinsen. Im 

Mehrbetrag ist das Genugtuungsbegehren nicht ausgewiesen und deshalb abzu-

weisen. 

V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 Die Verurteilung des Beschuldigten durch die Vorinstanz wegen der Sexu-

aldelikte wird im Berufungsentscheid nicht bestätigt. Der wegen dieser Anklage-

punkte in der Untersuchung und vor Vorinstanz verursachte Kostenanteil ist an-

gesichts der zahlreichen anderen zu untersuchenden Delikte auf rund ⅓ zu be-

messen. Folglich sind dem Beschuldigten von den Kosten der Untersuchung und 

des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens (ausgenommen derjenigen der amtli-

chen Verteidigung und der unentgeltlichen Geschädigtenvertretungen) lediglich 

zwei Drittel aufzuerlegen; im Übrigen sind sie auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Geschädigtenver-

tretungen sind ebenfalls auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO gegenüber dem Beschuldigten eine Nachforderung im Um-

fang von ⅔ mit Bezug auf die Kosten der amtlichen Verteidigung vorzubehalten 

ist.  

 Was das Berufungsverfahren angeht, so obsiegt der Beschuldigte im Haupt-

punkt seiner Berufung. Lediglich hinsichtlich der Genugtuung an die Privatklägerin 

E._____ unterliegt er zum Teil. Folglich sind ihm die Kosten des Berufungsverfah-

rens (ohne Anwaltsentschädigungen) lediglich zu 1/10 aufzuerlegen und im Übri-

gen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Ebenso sind die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Geschädigten E._____ auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. Die Nachforderung gegenüber dem Beschuldigten mit 

- 24 - 

Bezug auf die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertre-

tung der Privatklägerin E._____ ist auf 1/10 zu beschränken. 

Die Verteidigung des Beschuldigten verlangte im Falle des von ihr beantragten 

Teilfreispruchs eine angemessene Entschädigung und Genugtuung für diesen 

(Urk. 160 S. 2 f.). Ein Anspruch auf Entschädigung ist gegeben, wenn Aufwen-

dungen für die angemessene Ausübung der Verfahrensrechte oder wirtschaftliche 

Einbussen zufolge des Strafverfahrens nachgewiesen sind (Art. 429 Abs. 1 lit. a 

und b StPO). Solches wurde von der Verteidigung nicht geltend gemacht. Was die 

Forderung nach einer Genugtuung angeht, so liegt kein abzugeltender Freiheits-

entzug vor und bezüglich der Voraussetzungen von besonders schweren Verlet-

zungen der persönlichen Verhältnisse der beschuldigten Person (Art. 429 Abs. 1 

lit. c StPO) wurde von der Verteidigung einzig vorgebracht, vor allem die Familie 

des Beschuldigten hätte durch die in den Medien kolportierten Vorwürfe der Ver-

gewaltigung und der sexuellen Nötigung schwer gelitten. Auch wenn dies eine 

Reflexwirkung auf den Beschuldigten gehabt haben dürfte, so ist doch festzustel-

len, dass dieser Aspekt im Konnex mit der medienkräftigen Präsentation der übri-

gen schweren Delikte, von denen mehrere Opfer betroffen waren, keine beson-

ders schwere zusätzliche Beeinträchtigung der persönlichen Verhältnisse des Be-

schuldigten annehmen lässt. Die Entschädigungs- und die Genugtuungsforderung 

sind deshalb abzuweisen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung,  

vom 31. März 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise (Verurteilung 

wegen versuchter schweren Körperverletzung, Widerhandlung gegen das 

Waffengesetz, fahrlässiger Tötung, fahrlässiger schweren Körperverletzung, 

mehrfacher fahrlässiger einfachen Körperverletzung, Fahren in fahrunfähi-

gem Zustand und Verletzung von Verkehrsregeln), 4 (vollzugsbegleitende 

ambulante Massnahme), 5 (Einziehung), 7 (Schadenersatz E._____), 8 

(Schadenersatz C._____), 10 (Genugtuung C._____), 11 (Kostenaufstel-

- 25 - 

lung) und 13–15 (Entschädigung amtlicher Verteidiger und unentgeltliche 

Vertreter der Privatklägerinnen E._____ und C._____) sowie der dem Urteil 

vorangegangene Entscheid (Einstellung des Verfahrens betreffend fahrläs-

sige einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB zum 

Nachteil des Geschädigten F._____) in Rechtskraft erwachsen sind. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen 

− der mehrfachen qualifizierten Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 
Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB und 

− der mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 
Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 7 ½ Jahren Freiheitsstrafe unbedingt (wo-

von 1082 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft bis und mit heute 

erstanden sind) und mit einer Busse von Fr. 1000.–.  

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.  

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin E._____ Fr. 5'000.– 

zuzüglich 5 % Zins seit 10. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

5. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens 

(ausschliesslich derjenigen für die amtliche Verteidigung und die unentgeltli-

chen Geschädigtenvertretungen) werden dem Beschuldigten zu ⅔ auferlegt 

und im Übrigen samt den Kosten der amtlichen Verteidigung und der unent-

geltlichen Geschädigtenvertretungen auf die Gerichtskasse genommen; vor-

- 26 - 

behalten bleibt eine Nachforderung im Umfang von ⅔ in Bezug auf die Kos-

ten der amtlichen Verteidigung. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 15'850.–   amtliche Verteidigung 

Fr. 4'000.–   unentgeltliche Vertretung Privatklägerin E._____ 

Fr. 772.–   unentgeltliche Vertretung Privatklägerin C._____ 

 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens (ausschliesslich derjenigen der amtli-

chen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin 

E._____) werden dem Beschuldigten zu 1/10 auferlegt und im Übrigen samt 

den Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerin E._____ auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten 

bleibt eine Nachforderung im Umfang von 1/10 in Bezug auf die Kosten der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin 

E._____. 

8. Das Entschädigungs- und Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wird 

abgewiesen. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den Beschuldigten (übergeben), 
− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-

schuldigten (übergeben), 
− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben), 

− die Privatklägerschaft wie folgt: 
• an RA Y1._____ im Doppel für sich und den Privatkläger 1, 
• an FS Y2._____ im Doppel für sich und die Privatklägerin 2, 

• an RA Y3._____ im Doppel für sich und den Privatkläger 3, 
• an RAin Dr. Y4._____ im Doppel für sich und die Privatklägerin 4 

(übergeben), 
(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 

- 27 - 

zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten, 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, 

− an RAin Dr. Y4._____, 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz, 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste, 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A, 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten, 

− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG). 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 28 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 27. Januar 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Berchtold 
 

 
 
 
 

	Urteil vom 27. Januar 2015
	 Anklage:
	Urteil und Beschluss der Vorinstanz:
	Es wird vorab erkannt:
	1. Das Verfahren betreffend des Anklagevorwurfs der fahrlässigen einfachen Körperverletzung im Sinne Art. 125 Abs. 1 StGB zum Nachteil des Geschädigten F._____ wird eingestellt.
	Sodann wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der mehrfachen qualifizierten Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB,
	 der mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB,
	 der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
	 der Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d, Art. 5 Abs. 1 lit d und Art. 8 Abs. 1 WG,
	 der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB,
	 der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 StGB,
	 der mehrfachen fahrlässigen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB,
	 des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 aSVG sowie
	 der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 aSVG und Art. 18 Abs. 3 SSV.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 15 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 781 Tage durch Haft erstanden sind, und einer Busse von Fr. 1'000.–.
	3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	4. Es wird eine strafvollzugsbegleitende ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB zur Alkoholsuchtbehandlung angeordnet.
	5. Die mit Verfügung der Staatanwaltschaft Zürich IV des Kantons Zürich vom 20. August 2013 beschlagnahmte Stahlrute wird eingezogen und der Kantonspolizei zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	6. Der mit Verfügung der Staatanwaltschaft Zürich-Limmat vom 12. Februar 2012 beschlagnahmte Personenwagen Chrysler 300M, 3.5 L, Fahrgestell-Nummer …, Stamm-Nummer …, Kontrollschilder …, Halter G._____, wird eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernich...
	7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin E._____ im Betrag von Fr. 196.55 anerkannt hat. Im weiteren Betrag wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin E._____ aus dem eingekl...
	8. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte anerkannt hat, gegenüber der Privatklägerin C._____ aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig zu sein. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird di...
	9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin E._____ Fr. 13'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 10. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	10. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung der Privatklägerin C._____ in der Höhe von Fr. 30'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 10. Februar 2012 anerkannt hat.
	11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Geschädigtenvertretung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der une...
	13. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit Fr. 32'342.70 aus der Gerichtskasse entschädigt.
	14. Rechtsanwältin Dr. iur. Y4._____ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltliche Vertreterin der Privatklägerin E._____ mit Fr. 16'636.75 aus der Gerichtskasse entschädigt.
	15. Fürsprecher Y2._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher Vertreter der Privatklägerin C._____ mit Fr. 11'915.75 aus der Gerichtskasse entschädigt.
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Prozessgeschichte
	II.  Sachverhalt
	III.  Strafe
	IV.  Genugtuung an die Privatklägerin E._____
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung,  vom 31. März 2014 bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise (Verurteilung wegen versuchter schweren Körperverletzung, Widerhandlung gegen das Waffengesetz, fahrlässi...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen
	 der mehrfachen qualifizierten Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB und
	 der mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 7 ½ Jahren Freiheitsstrafe unbedingt (wovon 1082 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft bis und mit heute erstanden sind) und mit einer Busse von Fr. 1000.–.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin E._____ Fr. 5'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 10. Februar 2012 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	5. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens (ausschliesslich derjenigen für die amtliche Verteidigung und die unentgeltlichen Geschädigtenvertretungen) werden dem Beschuldigten zu ⅔ auferlegt und im Übrigen samt den Kos...
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens (ausschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin E._____) werden dem Beschuldigten zu 1/10 auferlegt und im Übrigen samt den Kosten der amtlichen Verteid...
	8. Das Entschädigungs- und Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wird abgewiesen.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den Beschuldigten (übergeben),
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben),
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben),
	 die Privatklägerschaft wie folgt:

	 an RA Y1._____ im Doppel für sich und den Privatkläger 1,
	 an FS Y2._____ im Doppel für sich und die Privatklägerin 2,
	 an RA Y3._____ im Doppel für sich und den Privatkläger 3,
	 an RAin Dr. Y4._____ im Doppel für sich und die Privatklägerin 4 (übergeben),
	(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten,
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,
	 an RAin Dr. Y4._____,
	 die Vorinstanz,
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste,
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A,
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten,
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG).

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.