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**Case Identifier:** fc386bdd-f92d-5370-aecf-b91996e4d24b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.08.2017 200 2017 353
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-353_2017-08-22.pdf

## Full Text

200 17 353 IV
SCI/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 22. August 2017

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. März 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, IV/17/353, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1970 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) leidet seit frühester Kindheit an einer juvenilen chroni-
schen Arthritis mit polyartikulärem Verlauf und in der Folge schweren De-
struktionen, Kontrakturen und Funktionseinschränkungen des Bewegungs-
apparates (AB 183 S. 3, 184 S. 2). Neben weiteren Leistungen, insbeson-
dere Hilfsmitteln, gewährte die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. 
Beschwerdegegnerin) dem Versicherten ab dem 1. Mai 1988 eine Hilflo-
senentschädigung wegen einer Hilflosigkeit leichten Grades (AB 1.1 
S. 299). Seit dem 1. August 1991 erhält er eine Hilflosenentschädigung für 
eine Hilflosigkeit schweren Grades (AB 1.1 S. 180 und 117, AB 11, 71, 79, 
116, 201). Bis zu einem Autounfall am 27. November 2013 war der Versi-
cherte unstrittig rentenausschliessend eingegliedert (vgl. AB 174, 181).

B.

Nach dem Unfall vom 27. November 2013 meldete sich der Versicherte im 
Oktober 2014 für eine berufliche Integration/Rente an (AB 174). Die IV-
Stelle holte in der Folge u.a. aktuelle Berichte der behandelnden Ärzte so-
wie die Akten der C.________ ein (AB 183, 184 sowie AB 207.1 – 207.7). 

Am 18. November 2015 erteilte die IV-Stelle dem Versicherten Kostengut-
sprache für ein Aufbautraining am angestammten Arbeitsplatz vom 16. No-
vember 2015 bis 1. Mai 2016 (AB 222) und am 12. Mai 2016 eine solche 
für ein Arbeitstraining am angestammten Arbeitsplatz vom 2. Mai bis 1. No-
vember 2016 (AB 237). Am 31. Oktober 2016 teilte die IV-Stelle den Ab-
schluss der beruflichen Massnahmen mit (AB 254). Hiergegen erhob der 
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 9. November 
2016 unter Beilage eines Privatgutachtens von Prof. Dr. med. D.________, 
Facharzt für Neurologie, vom 11. April 2016 (AB 261 S. 6 ff.) und einer Er-
gänzung zum Gutachten vom 8. September 2016 (AB 261 S. 16 ff.) Ein-
wand (AB 261 S. 1 ff.). Mit Vorbescheid vom 24. November 2016 nahm die 

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IV-Stelle zum erhobenen Einwand Stellung und stellte in Aussicht, am Ab-
schluss der beruflichen Massnahmen festzuhalten. Mit seiner Tätigkeit am 
angestammten Arbeitsplatz zu einem 70%-Pensum sei der Versicherte 
angemessen eingegliedert (AB 267). 

Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 268) 
teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Schreiben vom 12. Dezember 
2016 mit, sie beabsichtige bei Dr. med. E.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin sowie für Rheumatologie, eine rheumatologische 
Begutachtung in Auftrag zu geben (AB 271). Nachdem sich der Versicher-
te, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, damit nicht einverstanden 
erklärt hatte (AB 275) und auch erneut Einwand gegen den Abschluss der 
beruflichen Massnahmen erhob (AB 276), hielt die IV-Stelle mit Verfügung 
vom 31. Januar 2017 am Abschluss der beruflichen Massnahmen fest 
(AB 283). Diese Verfügung blieb unangefochten. Gleichzeitig unterbreitete 
die IV-Stelle das Dossier erneut dem RAD zur Stellungnahme (AB 284). 
Dieser empfahl aufgrund eines neu vorliegenden Berichts des Spitals 
F.________ (AB 275 S. 5 f.) eine interdisziplinäre Begutachtung in den 
Fachdisziplinen Rheumatologie und Neurologie durch die Dres. med. 
G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Rheumato-
logie, und H.________, Facharzt für Neurologie, beides Gutachter bei der 
MEDAS I.________ GmbH (AB 284 S. 3).

Auf die entsprechende Mitteilung hin (AB 285) lehnte der Versicherte, wei-
terhin vertreten durch Rechtsanwalt B.________, sowohl die Begutachtung 
an sich als auch die Begutachtungsstelle und deren Gutachter sowie den 
Fragenkatalog – wie bereits bei der davor vorgesehenen Begutachtung – 
ab. Es liege ein voll beweistaugliches Gutachten von Prof. Dr. med. 
D.________ vor. Ein neues Gutachten stelle eine unnötige second opinion 
dar, deren Einholung unzulässig und deshalb abzulehnen sei. Zudem 
genüge die MEDAS I.________ GmbH den strengen Massstäben an die 
Unparteilichkeit von Gutachtern nicht, nachdem es bei dieser in der Ver-
gangenheit in Bezug auf die Abstimmung von Teilgutachten und Gesamt-
gutachten zu Unstimmigkeiten und auch schon zu einer Verwechslung der 
begutachteten Person gekommen sei (AB 290). Im Weiteren dürfe der ge-

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wählte Fragenkatalog für organische Leiden keine Berücksichtigung finden 
(vgl. AB 290 i.V.m. AB 275).

Mit Verfügung vom 6. März 2017 (AB 296) hielt die IV-Stelle an ihrem Vor-
gehen fest. In Übereinstimmung mit dem RAD sei eine weitere Abklärung 
nötig. Sodann sei nicht nachvollziehbar, inwiefern die zwei angeführten 
Einzelfälle eine Befangenheit der Dres. med. G.________ und H.________ 
begründen sollten. Der verwendete Fragenkatalog sei im Übrigen für alle 
Arten von Gesundheitsschädigungen anwendbar, somit auch für somatisch 
bedingte Leiden.

C.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt B.________ am 5. April 2017 Beschwerde mit den Anträgen, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei an-
zuweisen, auf eine Begutachtung zu verzichten. Eventualiter sei die Be-
schwerdegegnerin anzuweisen, bei Prof. Dr. med. J.________ und Prof. 
Dr. med. K.________ eine ausführliche medizinische Stellungnahme und 
bei Prof. Dr. med. D.________ eine Gutachtensergänzung einzuholen. 
Subeventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Durchführung eines 
gesetzeskonformen Einigungsverfahrens zurückzuweisen. Unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. 

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2017 beantragt die Beschwerdegegne-
rin, die Beschwerde sei abzuweisen, die Verfahrenskosten seien dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen und es sei keine Parteientschädigung auszu-
richten.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenver-
fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]); solche können unter anderem dann angefochten werden, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für 
das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten zu beja-
hen, womit die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich 
vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten wer-
den kann (BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 
137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256). Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen 
Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefoch-
tenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtli-
che Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da 
auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 6. März 
2017 (AB 296). Streitig und zu prüfen ist die Anordnung einer Begutach-
tung. 

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1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendi-
gen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Aus-
künfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, 
dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes 
wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder 
Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheb-
lich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen 
haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen 
oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder an-
derer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283).

2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

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nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Ein Parteigutachten besitzt nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht 
oder vom Versicherungsträger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht 
eingeholtes Gutachten. Es verpflichtet indessen das Gericht, den von der 
Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend, 
zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schluss-
folgerungen des vom Gericht oder vom Versicherungsträger förmlich be-
stellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen 
ist (BGE 125 V 351 E. 3c S. 354; SVR 2013 IV Nr. 40 S. 119 E. 2). 

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

2.4 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes 
ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, 
so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den 
Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge ma-
chen (Art. 44 ATSG). 

Feste Kriterien zur allgemeingültigen Abgrenzung der Anwendungsfelder 
der verschiedenen Kategorien von Expertisen existieren nicht. Die jeweili-
gen Einsatzbereiche lassen sich jedoch wie folgt umreissen: Die umfas-

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sende administrative Erstbegutachtung wird regelmässig polydisziplinär 
und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine direkte Auftragserteilung soll 
die Ausnahme bleiben. Eine polydisziplinäre Expertise ist auch dann einzu-
holen, wenn der Gesundheitsschaden zwar bloss als auf eine oder zwei 
medizinische Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Ge-
sundheitsproblematik aber nicht vollends gesichert ist. In begründeten Fäl-
len kann von einer polydisziplinären Begutachtung abgesehen und eine 
mono- oder bidisziplinäre durchgeführt werden, sofern die medizinische 
Situation offenkundig ausschliesslich ein oder zwei Fachgebiete beschlägt; 
weder dürfen weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B. internistischer Art) not-
wendig sein noch darf ein besonderer arbeitsmedizinischer bzw. eingliede-
rungsbezogener Klärungsbedarf bestehen. Diese Voraussetzungen werden 
vor allem bei Verlaufsbegutachtungen erfüllt sein (BGE 139 V 349 E. 3.2 
S. 352). 

Von der Verwaltung angeordnete medizinische Gutachten, an denen drei 
und mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, haben bei einer Gutachterstelle zu 
erfolgen, mit welcher das Bundesamt eine Vereinbarung getroffen hat. 
Gemeint sind die Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) im Sinne von 
Art. 59 Abs. 3 IVG. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprin-
zip gemäss dem Zuweisungssystem „SuisseMED@P“ (Art. 72bis Abs. 1 und 
2 IVV; BGE 139 V 349 E. 2.2 S. 351). Die Beschränkung der Auftragsver-
gabe nach dem Zufallsprinzip auf Begutachtungen mit drei und mehr Fach-
disziplinen nach Art. 72bis IVV ist rechtmässig. Die übrigen Anforderungen 
an die medizinische Begutachtung, wie sie in BGE 137 V 210 für polydiszi-
plinäre MEDAS-Begutachtungen umschrieben worden sind, sind hingegen 
grundsätzlich auch auf mono- und bidisziplinäre Expertisen sinngemäss 
anwendbar. Das gilt sowohl für die justiziablen Garantien (Partizipations-
rechte, Verfügungspflichten und Rechtsschutz) als auch für die appellativen 
Teilgehalte von BGE 137 V 210 (BGE 139 V 349 E. 5.4 S. 357).

Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt mit, dass 
eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art der vorge-
sehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) sowie die vor-
gesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In diesem Stadi-
um kann die versicherte Person erst einmal (nicht personenbezogene) ma-

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terielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder gegen Art 
oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: unnötige second 
opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). Ausserdem 
hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern (BGE 138 V 271 
E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem zweiten Verfahrens-
schritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die durch SuisseMED@P 
zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bidisziplinären Expertisen 
die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Namen der Sachverständigen 
mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der Sachverständigen 
kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener 
Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 E. 3.1 S. 510, 139 V 349 E. 5.2.2.2 
S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 257).

2.5 Abgesehen von ganz ausserordentlichen Fällen können nur die für 
eine Behörde bzw. eine Medizinische Abklärungsstelle nach Art. 72bis IVV 
tätigen Personen, nicht aber die Behörde als solche befangen sein (BGE 
137 V 210 E. 1.3.3 S. 227; SVR 2016 IV Nr. 8 S. 24 E. 3.3). Ausstandsbe-
gehren gegen sämtliche Mitglieder einer Medizinischen Abklärungsstelle 
sind nur zulässig, wenn gegen jedes einzelne Mitglied spezifische 
Ausstandsgründe geltend gemacht werden, die über die Kritik hinausge-
hen, die Behörde als solche sei befangen (SVR 2013 IV Nr. 30 S. 89 
E. 5.2.2). 

Für Sachverständige gelten grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ab-
lehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen sind. 
Befangenheit ist demnach anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die 
geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken (BGE 132 V 
93 E. 7.1 S. 109; SVR 2015 IV Nr. 23 S. 70 E. 6.1.1). 

Nach gefestigter Rechtsprechung führen der regelmässige Beizug eines 
Gutachters oder einer Begutachtungsinstitution durch den Versicherungs-
träger, die Anzahl der beim selben Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten 
und Berichte sowie das daraus resultierende Honorarvolumen für sich al-
lein genommen nicht zum Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3 S. 227; SVR 
2009 UV Nr. 32 S. 113 E. 6.2). Entscheidend ist, dass fachlich-inhaltlich 
eine Weisungsunabhängigkeit der begutachtenden Ärzte besteht (Ent-
scheid des BGer vom 20. Juni 2007, I 885/06, E. 5.1). 

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Grundsätzlich kann eine Befangenheit einer sachverständigen Person nicht 
mittels der Schilderung einzelner angeblich negativer Erfahrungen anderer 
versicherter Personen mit dieser Gutachtensperson in früheren Fällen be-
gründet werden. Dies gilt jedoch dann nicht, wenn substantiiert dargetan 
wird, wie sich aus der (angeblichen) Fehlleistung eines Experten in frühe-
ren Fällen auf eine Befangenheit dieses Experten im konkreten Fall 
schliessen lässt (SVR 2016 IV Nr. 8 S. 24 E. 6.2).

3.

3.1 Gemäss den Berichten der erstbehandelnden Ärzte konnten un-
fallbedingte (zusätzliche) strukturelle somatische Schädigungen nach dem 
Unfall vom 27. November 2013 nicht nachgewiesen werden. Ein noch am 
Unfalltag durchgeführtes CT der Wirbelsäule ergab keine Traumafolgen an 
der Hals- und cranialen Brustwirbelsäule und auch im Ganzkörper-Lodox 
waren keine wesentlichen Traumafolgen abgrenzbar (AB 207.4 S. 83) 
Ebenso ergab eine CT-Angiografie der hirnversorgenden Gefässe keine 
Anhaltspunkte für eine Dissektion (AB 207.4 S. 85; siehe zum Ganzen 
auch den Bericht des Spitals F.________ in AB 207.4 S. 67 f.). 

Aufgrund der nach dem Unfall geklagten Nacken- und Armschmerzen und 
in der Folge des Verdachts auf eine Reaktivierung der Arthrose fand am 
12. Februar 2014 ein MRI der Wirbelsäule statt. Dieses ergab keinen Hin-
weis auf eine entzündliche Aktivität (AB 207.4 S. 57). Entsprechend beur-
teilte Prof. Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
für Rheumatologie sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation, die 
Arthritis des Beschwerdeführers als aktuell in Remission befindlich 
(AB 207.4 S. 11, 15, 19, AB 261 S. 19, AB 290 S. 10). Gleichzeitig hielt er 
in seinem Bericht vom 20. Oktober 2014 (AB 207.4 S. 19 f.) fest, dass sich 
die belastendsten Beschwerden klinisch im Nackenbereich lokalisieren 
würden. Die Muskulatur sei diffus verspannt, eine lokalisierte Schmerzur-
sache sei nicht eruierbar (AB 207.4 S. 20). Bezüglich Autounfall hielt er 
belastungsabhängig Schwindel, Übelkeit und Konzentrationsprobleme fest 
(AB 207.4 S. 11, 15, 19), wobei er diesbezüglich in den späteren Berichten 
von einer Persistenz erheblicher neuro-psychologischer Probleme spricht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, IV/17/353, Seite 11

(AB 261 S. 19, AB 290 S. 10). Dass der Hausarzt Dr. med. L.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, davon abweichend postuliert, der 
Autounfall vom 27. November 2013 habe zu einer Aktivierung der vorbe-
stehenden Arthrose geführt und die neu geklagten Beschwerden seien in 
diesem Rahmen zu sehen, überzeugt aufgrund der fachärztlichen Feststel-
lungen von Prof. Dr. med. J.________ nicht, zumal Dr. med. L.________ 
nichts anzuführen vermag, was von Prof. Dr. med. J.________ unerkannt 
oder unberücksichtigt geblieben wäre (vgl. AB 184 S. 2 ff., AB 207.4 S. 1 ff. 
und S. 24 f.). 

Am 15. April 2014 fand eine neurologische Beurteilung des Beschwerde-
führers durch Dr. med. M.________, Facharzt für Neurologie, am Spital 
F.________ statt. Dieser hielt in der Folge fest, es bestünden weder in Be-
zug auf das periphere noch das zentrale Nervensystem Hinweise auf eine 
Nervenschädigung aufgrund des erlittenen Autounfalls. Die Prognose hän-
ge von der Grunderkrankung ab und sei von rheumatologischer Seite zu 
beurteilen (AB 183 S. 3 ff., insbesondere S. 4 Ziff. 1.4, „Ärztlicher Befund“). 
Eine neurootologische Untersuchung im Spital F.________ vom 1. Dezem-
ber 2014 zeigte normale Befunde und lieferte somit (ebenfalls) keine Er-
klärung für die geschilderte Symptomatik mit Schwindel und Übelkeit (vgl. 
AB 207.4 S. 13 f.).

Zusammenfassend hat der Autounfall vom 27. November 2013 damit 
gemäss den derzeitigen Akten beim Beschwerdeführer zu keiner massge-
blichen strukturellen Veränderung geführt. Ab dem 22. Februar 2016 war 
der Beschwerdeführer wieder in der Lage, in seiner angestammten Tätig-
keit ein 70%-Pensum zu erfüllen (AB 240, 247, 251, 253). Prof. Dr. med. 
D.________ schätzt die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der an-
gestammten Tätigkeit gleichwohl tiefer als bisher auf 50 – 60% ein, ohne 
seine medizinisch-theoretisch tiefere Einschätzung zum tatsächlich Geleis-
teten jedoch nachvollziehbar zu begründen. Seine diesbezüglichen Aus-
führungen, wonach die unter Grenze 50% sei, 60% aber auch zumutbar 
erscheine, was ja nicht viel anders als ca. 70% sei (vgl. AB 261 S. 17), ist 
alles andere als überzeugend. Die Unklarheiten in der Beurteilung hat 
schliesslich Prof. Dr. med. J.________, der nach dem Unfall eine 100%ige 
Arbeitstätigkeit zunächst für allenfalls wieder möglich erachtet hat (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, IV/17/353, Seite 12

AB 207.4 S. 19), selbst bestätigt, als er im Januar 2017 eine Langfristbeur-
teilung der bildgebenden Abklärungen veranlasste, um einen Überblick zu 
erhalten (AB 290 S. 11). Entsprechende Veränderungen konnten jedoch 
erneut nicht erhoben werden (AB 290 S. 8). 

3.2 Nachdem sich sowohl der behandelnde Rheumatologe Prof. 
Dr. med. J.________ als auch der um eine Stellungnahme angefragte Neu-
rologe Prof. Dr. med. D.________ für eine heute stärkere Einschränkung in 
der Arbeitsfähigkeit ausgesprochen haben (AB 261 S. 20, AB 261 S. 6 ff.), 
diese Äusserungen jedoch unfallversicherungs- resp. haftpflichtrechtlich 
fokussierten, ist eine gutachterliche Beurteilung zwingend. Dies umso 
mehr, als eine strukturelle Veränderung durch den Unfall nicht erstellt ist 
und insbesondere Prof. Dr. med. D.________ abweichend von den Fest-
stellungen des Spitals F.________ vom 15. April 2014, wonach weder in 
Bezug auf das periphere noch das zentrale Nervensystem Hinweise auf 
eine Nervenschädigung aufgrund des Unfalls bestanden (siehe AB 183 
S. 4 Ziff. 1.4 sowie E. 3.1 hiervor), seine Beurteilung u.a. mit dem Verdacht 
begründet, der Unfall habe zu einer radikulären oder Plexusläsion links 
geführt (siehe AB 261 S. 10). Eine Begutachtung ist damit zwingend und 
die entsprechende Anordnung der Beschwerdegegnerin grundsätzlich nicht 
zu beanstanden. 

Soweit die finale Invalidenversicherung betreffend kann für diesen bereits 
seit Kindheit über einen leistungsrelevanten (Hilflosenentschädigung) Ge-
sundheitsschaden verfügenden Versicherten auch nicht bereits mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit auf unveränderte Verhältnisse geschlossen 
werden. Nicht ausgeschlossen ist, dass zufolge des erheblichen Vorzu-
stands und des durch den Unfall bewirkten Inaktivitätszeitraums gepaart 
mit dem fortschreitenden Alterungsprozess eine Dekonditionierung (vgl. 
diesbezüglich AB 207.4 S. 38) mit der Folge der heute attestierten Be-
schwerden (muskulär getriggert) eingetreten ist, wobei nicht ausgeschlos-
sen wäre, dass die gesundheitliche Grundproblematik die Überwindbarkeit 
inzwischen (teilweise) ausschliessen könnte. So wie eine Anpassung an 
eine Behinderung zu einer geringeren Einschränkung führen kann, kann 
bei gesundheitlich vorbelasteten Personen das zunehmende Alter gepaart 
mit Komorbiditäten zu einer Verschlechterung (über das jedem Alterungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, IV/17/353, Seite 13

prozess Inhärente hinaus) beitragen (siehe hierzu AB 207.4 S. 49). Ob 
bzw. inwieweit sich die vom Beschwerdeführer behauptete inzwischen ein-
getretene fehlende Überwindbarkeit medizinisch begründen lässt, bzw. 
inwieweit diese Darlegungen von Überlegungen leistungsspezifischer Natur 
geprägt sind, ist ungeklärt. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass der Be-
schwerdeführer selbst bereits unfallnah gegenüber der Polizei ausführte, 
der Unfall habe ihn zehn Jahre zurückgeworfen (vgl. AB 207.1 S. 154 und 
275). Eine solche Aussage ist vom medizinischen Standpunkt her nicht 
überzeugend und deutet auf versicherungsrechtliche Überlegungen hin, 
zumal massgebliche Veränderungen von den behandelnden Ärzten – wie 
dargelegt – nicht erhoben werden konnten. Auch vor diesem Hintergrund 
ist eine medizinische Begutachtung unabdingbar.

4.

4.1 Die Anordnung eines allein bi-disziplinären Gutachtens durch die 
Beschwerdegegnerin überzeugt hingegen nicht. Auch wenn beim Be-
schwerdeführer vordergründig allein somatische Beschwerden vorliegen, 
so ist von den behandelnden Ärzten doch auch auf eine (somatisch nicht 
abstützbare) neuropsychologische Komponente hingewiesen worden (sie-
he AB 261 S. 19, AB 290 S. 10 sowie E. 3.1 hiervor). Damit ist mit Blick auf 
die wenig eindrücklichen (unfallkausalen d.h. neuen) Befunde anlässlich 
der Notfallbehandlung (siehe AB 207.4 S. 7 f.; der GCS betrug damals 15, 
was dem bestmöglichen Wert entspricht) und der Tatsache, dass auch die 
behandelnden Ärzte unfallkausale Schädigungen später ausgeschlossen 
haben, für die sorgfältige Abgrenzung aller Beschwerden nicht allein eine 
rheumatologische und neurologische Abklärung geboten, sondern vielmehr 
auch eine orthopädische sowie eine psychiatrische Mitbeurteilung erforder-
lich. Dabei werden der neurologische und der psychiatrische Gutachter 
insbesondere auch zu beurteilen haben, ob eine ihre Disziplinen verbin-
dende neuropsychologische Abklärung erforderlich ist (zur Bedeutung der 
Neuropsychologie vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 
vom 18. Mai 2017, IV/2017/124, E. 3.5.2). Vorliegend bedarf es somit einer 
polydisziplinären MEDAS-Begutachtung. Insoweit erübrigen sich Aus-
führungen zum Vergabeverfahren und zum anwendbaren Fragenkatalog 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, IV/17/353, Seite 14

bei einer rein somatischen mono- oder bi-disziplinären Begutachtung. Im 
Rahmen der in Auftrag zu gebenden polydisziplinären MEDAS-
Begutachtung ist von den Gutachtern ihr Fachgebiet betreffend zu den ent-
sprechenden Fragen den Guidelines folgend jedenfalls Stellung zu neh-
men, wobei im vorliegenden Fall die Konsistenzbeurteilung in allen Fach-
gebieten von besonderer Bedeutung ist.

4.2 Zusammenfassend ist die angefochtene Zwischenverfügung der 
Beschwerdegegnerin vom 6. März 2017 (AB 296) in teilweiser Gutheissung 
der Beschwerde insoweit aufzuheben, als allein eine bi-disziplinäre Begut-
achtung angeordnet wurde. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, 
den Richtlinien zur Auftragsvergabe entsprechend nach dem Zufallsprinzip 
gemäss dem Zuweisungssystem „SuisseMED@P“ ein polydisziplinäres 
MEDAS-Gutachten in Auftrag zu geben.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 500.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, IV/17/353, Seite 15

Die von Rechtsanwalt B.________ eingereichte Kostennote vom 23. Mai 
2017 ist nicht zu beanstanden. Gestützt auf diese Kostennote wird die Par-
teientschädigung des Beschwerdeführers für das vorliegende Verfahren auf 
Fr. 2‘725.40 (Honorar Fr. 2‘450.--, Auslagen Fr. 73.50, MWSt. Fr. 201.90) 
festgesetzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde-
führer zu ersetzen.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 6. März 2017 insoweit aufgehoben, als 
eine bi-disziplinäre Begutachtung vorgesehen wurde. Es ist eine inter-
disziplinäre MEDAS-Begutachtung durchzuführen. Die IV-Stelle hat 
diese nach Rechtskraft dieses Entscheids im Rahmen von Suisse-
MED@P in Auftrag zu geben. Soweit weitergehend wird die Beschwer-
de abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kosten-
vorschuss von Fr. 500.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils zurück-
erstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘725.40 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Aug. 2017, IV/17/353, Seite 16

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.