# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6829f63f-a7da-513d-952c-7b95ccb07ac2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.08.2020 III 2020 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-78_2020-08-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 78

Entscheid vom 28. August 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, 
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Widerruf Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1994; marokkanischer Staatsangehöriger) reiste 2004 im 
Familiennachzug in die Schweiz, Kanton Zürich, ein (AFM-act. 11) und zog 2005 
in den Kanton Schwyz (AFM-act. 15). 2008 meldete er sich bei der Gemeinde 
Freienbach ab und kehrte nach Marokko zurück (AFM-act. 31 - 44). Am 2. Fe-
bruar 2010 reiste er im Rahmen des Familiennachzugs erneut in die Schweiz, 
Gemeinde Freienbach, ein (AFM-act. 57). Er ist im Besitz der Aufenthaltsbewilli-
gung B, letztmals verlängert bis 1. Februar 2020 (AFM-act. 611).

B. Seit 2007 wurde A.________ mehrfach strafrechtlich bestraft bzw. verur-
teilt. Nachdem ihn das Strafgericht Schwyz mit Urteil vom 21. April 2016 wegen 
mehrfacher Erpressung und versuchter Erpressung zu einer Freiheitsstrafe von 
18 Monaten bei aufgeschobenem Vollzug mit einer Probezeit von 3 Jahren verur-
teilt hatte (AFM-act. 158), prüfte das Amt für Migration den Widerruf der Aufent-
haltsbewilligung und die Wegweisung von A.________ (AFM-act. 174). Mit Ver-
fügung vom 13. Juni 2017 verzichtete das Amt auf den Widerruf. Es sprach eine 
Verwarnung gegen A.________ aus und drohte ihm den Widerruf der Aufent-
haltsbewilligung an mit der Aufforderung, es werde von ihm erwartet, dass er sich 
an die hiesige Rechtsordnung halte und die Gesetze der Schweiz respektiere 
(AFM-act. 202). 

C. Da der Aufenthalt von A.________ zwischenzeitlich unbekannt und er uner-
reichbar war, eröffnete das Amt für Migration ein Verfahren betreffend Erlöschen 
der Aufenthaltsbewilligung und gewährte ihm das rechtliche Gehör (AFM-act. 
552). Aufgrund seiner Stellungnahme vom September 2018 (AFM-act. 610) ver-
längerte das Amt die Aufenthaltsbewilligung bis 1. Februar 2020 (AFM-act. 611). 
Nachdem es trotz Verwarnung zu weiteren Strafbefehlen gegen A.________ 
kam, zog das Amt für Migration erneut den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung 
und die Wegweisung von A.________ in Erwägung und gewährte ihm hierzu am 
9. Januar 2019 das rechtliche Gehör (AFM-act. 633). A.________ nahm am 22. 
Februar 2019 Stellung (AFM-act. 642). Mit Verfügung vom 1. März 2019 be-
schloss das Amt für Migration:

1. Die Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) gültig bis zum 1. Februar 2020 von 
A.________, geb. 10. Januar 1994, Marokko, wird per sofort widerrufen.

2. A.________ wird aus der Schweiz weggewiesen und hat das Land bis spätes-
tens 8 Wochen nach Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen.

(3. - 5 Kosten, Rechtsmittelbelehrung und Zustellung)

D. Gegen den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung liess 
A.________ am 25. März 2019 Beschwerde beim Regierungsrat erheben (AFM-

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act. 678), der diese mit Beschluss Nr. 223/2020 vom 31. März 2020 (Versand 
7.4.2020) abwies.

E. A.________ erhebt gegen den Regierungsratsbeschluss am 8. April 2020 
(Poststempel 29. April 2020) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz frist-
gerecht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, den angefochtenen Be-
schluss aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung nicht zu widerrufen.

F. Mit Eingabe vom 12. Mai 2020 verzichtet das Amt für Migration auf die Ein-
reichung einer Vernehmlassung. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Ver-
nehmlassung vom 18. Mai 2020, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten 
des Beschwerdeführers abzuweisen. Nach zweimaliger Fristerstreckung bezahlt 
der Beschwerdeführer am 17. Juli 2020 den Kostenvorschuss. Die ihm einge-
schrieben zugestellten Eingaben der Vorinstanzen holte er nicht ab, auf die mit 
A-Post-Plus erfolgte Zustellung reagierte er innert Frist nicht.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Mit dem angefochtenen RRB Nr. 223/2020 vom 31. März 2020 bestätigte 
der Regierungsrat, das Amt für Migration habe die Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers zu Recht gestützt auf Art. 62 Abs. 1 lit. b und Art. 62 Abs. 1 
lit. c des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die 
Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 16. De-
zember 2005 widerrufen und den Widerruf sowie die Wegweisung zu Recht als 
verhältnismässig und mit Art. 8 EMRK vereinbar beurteilt. 

Aus der (Laien-)Beschwerde geht nicht hervor, dass der Beschwerdeführer die 
Sachverhaltsfeststellung des Regierungsrates bestreiten würde. Hingegen wür-
digt er diesen sehr anders als die Vorinstanzen und er kommt zum Schluss, dass 
der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und seine Wegweisung nicht rechtens 
seien.

2. Der Beschwerdeführer ist marokkanischer Staatsangehöriger. Zwischen 
Marokko und der Schweiz bestehen keine Staatsverträge betreffend Aufenthalt 
und Niederlassung, so dass vorliegend das AIG zur Anwendung gelangt (vgl. 
Art. 2 Abs. 1 AIG).

3. Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des Erlasses der Widerrufsverfü-
gung (1.3.2019) zweifelsohne im Besitze einer bis am 1. Februar 2020 gültigen 
Aufenthaltsbewilligung. Die zuständige Behörde kann (u.a.) eine Aufenthaltsbe-
willigung widerrufen, wenn der Bewilligungsinhaber zu einer längerfristigen Frei-

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heitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme im 
Sinne der Art. 59-61 oder 64 Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB; SR 311.0) 
vom 21. Dezember 1937 angeordnet wurde (Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG) oder er er-
heblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der 
Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere 
oder die äussere Sicherheit gefährdet (Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG).

3.1.1  Als längerfristige Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG gilt 
eine solche von mehr als einem Jahr (vgl. BGE 135 II 377 Erw. 4.2). Von keiner 
Bedeutung ist, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgespro-
chen wurde (BGE 139 I 31 Erw. 2.1). Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil vom 
21. April 2016 (und damit offensichtlich für ein vor dem 1.10.2016 begangenes 
Delikt; vgl. BGE 146 II 49) zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt, 
womit der Widerrufsgrund erfüllt ist.

3.1.2  Zu Recht lehnte der Regierungsrat die vom Beschwerdeführer in der Ver-
waltungsbeschwerde vorgebrachte Darstellung ab, der Widerrufsgrund müsse 
unbeachtlich bleiben, da das Amt für Migration 2017 trotz seiner Verurteilung zu 
einer längerfristigen Freiheitsstrafe nur eine Verwarnung ausgesprochen und 
damit auf den Widerruf verzichtet habe. 

Es liegt im Entschliessungsermessen der Migrationsbehörde, ob sie eine Verur-
teilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe zum Anlass nimmt, eine Bewilli-
gung zu widerrufen. Dabei hat sie sämtliche Umstände in einer Gesamtbetrach-
tung zu würdigen. Entschliesst sie sich, die Bewilligung nicht zu widerrufen, son-
dern die ausländische Person aus Gründen der Verhältnismässigkeit zunächst 
lediglich zu verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AIG), kann bei erneuter Delinquenz 
grundsätzlich auf den vormalig gesetzten Widerrufsgrund zurückgekommen und 
gestützt darauf eine aufenthaltsbeendende Massnahme angeordnet werden (Ur-
teil BGer 2C_71/2019 vom 14.2.2020 Erw. 3.1 m.w.H.). Nicht jedes noch so ge-
ringe Delikt, welches nach einer Verwarnung begangen wurde, genügt für den 
späteren Bewilligungswiderruf, doch ist der Widerrufsgrund im Lichte der frühe-
ren Verurteilung bereits erfüllt, wenn den Anordnungen in der Verwarnung nicht 
Folge geleistet wurde, auch wenn das betreffende Fehlverhalten für sich allein 
keinen Widerrufsgrund darstellen würde (Urteil BGer 2C_844/2013 vom 6.3.2014 
Erw. 4.2). Eine frühere Verurteilung, die nicht unmittelbar zum Widerruf geführt 
hat, darf später nur noch zur Begründung des Widerrufs herangezogen werden, 
wenn sie noch genügend aktuell ist, was im Einzelfall zu beurteilen ist.

Vorliegend verzichtete das Amt für Migration trotz einer Verurteilung zu einer 
längerfristigen Freiheitsstrafe mit Verfügung vom 13. Juni 2017 aus Gründen der 

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Verhältnismässigkeit auf den Bewilligungswiderruf. Es verwarnte den Beschwer-
deführer und forderte von ihm in der Zukunft ausdrücklich ein der Rechtsordnung 
der Schweiz entsprechendes Wohlverhalten. Trotz der verfügten Verwarnung 
und trotz der ausdrücklichen Aufforderung zum Wohlverhalten liess sich der Be-
schwerdeführer unbestrittenermassen mehrere weitere Straftaten über einen 
längeren Zeitraum hinweg zuschulden kommen (vgl. insb. AFM-act. 621 und 
624). Dabei fällt auf, dass die Strafbehörden nach der ausländerrechtlichen Ver-
warnung bezüglich verschiedener Delikte Ermittlungen aufnehmen mussten und 
den Beschwerdeführer damit konfrontierten. Er musste sich somit seines unge-
bührlichen und der Verwarnung widersprechenden Verhaltens bewusst sein bzw. 
wurde ihm dieses klar vorgehalten. Dennoch blieb es nicht bei einer Verfehlung, 
sondern sich über eine längere Zeit hinziehende, wiederholte Verstösse. Zudem 
liegen weder die Verurteilung vom 21. April 2016 noch die damit beurteilten Straf-
taten (Juli/August 2015; vgl. AFM-act. 155) derart weit zurück, dass es für die 
Berücksichtigung der längerfristigen Freiheitsstrafe an der notwendigen Aktualität 
mangeln würde (vgl. auch VGE III 2019 32 vom 25.7.2019 Erw. 5.1.4). Mithin er-
kannte der Regierungsrat zu Recht, es sei der Widerrufsgrund gemäss Art. 62 
Abs. 1 lit. b AIG erfüllt.

3.2.1  Nach Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG kann die zuständige Behörde eine Aufent-
haltsbewilligung widerrufen oder nicht mehr verlängern, wenn die ausländische 
Person unter anderem erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit 
und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat. Dies liegt insbe-
sondere auch vor, wenn die ausländische Person gesetzliche Vorschriften und 
behördliche Verfügungen missachtet oder öffentlich-rechtliche oder privatrechtli-
che Verpflichtungen mutwillig nicht erfüllt (Art. 77a Abs. 1 lit a und b der Verord-
nung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201] vom 
24.10.2007). Dieser Widerrufsgrund setzt somit nicht zwingend eine strafrechtli-
che Verurteilung voraus. Der Tatbestand ist erfüllt, wenn der Ausländer erheblich 
und wiederholt gegen gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen 
verstossen hat, die die öffentliche Sicherheit und Ordnung betreffen (OFK/Migra-
tionsrecht-Spescha, AIG, Art. 62 Rz. 11). Dies kann insbesondere auch bei einer 
mutwilligen Nichterfüllung öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Verpflich-
tungen der Fall sein. Die Bewilligung soll auch in diesem Fall jedoch nur widerru-
fen oder nicht mehr verlängert werden, wenn die aufenthaltsbeendende Mass-
nahme nach den gesamten Umständen verhältnismässig erscheint (Urteil BGer 
2C_789/2017 vom 7.3.2018 Erw. 3). 

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3.2.2  In Prüfung des Widerrufsgrundes von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG führte der 
Regierungsrat aus, der Beschwerdeführer habe einerseits zahlreiche Delikte be-
gangen und anderseits innert kurzer Zeit Schulden in grosser Höhe angehäuft. 

Nach einer ersten Verurteilung wegen Diebstahls im Jahr 2007 (AFM-act. 20) 
und Reisen ohne gültigen Fahrausweis 2008 verliess der Beschwerdeführer die 
Schweiz und kehrte erst 2010 zurück. 2011 erging ein Strafbefehl wegen Ent-
wendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch (AFM-act. 79). 2014 musste der 
Beschwerdeführer wegen Reisens ohne gültigen Fahrausweis bestraft werden 
(AFM-act. 102). 2016 erfolgte die bereits erwähnte Verurteilung wegen der mehr-
fachen Erpressung sowie der versuchten Erpressung (AFM-act. 158). 2017 er-
folgten weitere Strafbefehle wegen Reisens ohne gültigen Fahrausweis (began-
gen am 7.3.2017; AFM-act. 169), des vorsätzlichen Reisens ohne gültigen 
Fahrausweis (begangen am 13.4.2017; AFM-act. 472), der fahrlässigen Übertre-
tung der Verkehrsregelverordnung durch unvorsichtiges Öffnen der Autotür (be-
gangen am 17.7.2017; AFM-act. 472). Am 25. Mai 2018 erging ein Strafbefehl 
wegen mehrfachen Diebstahls, des versuchten Diebstahls sowie des mehrfachen 
geringfügigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (be-
gangen im Januar und Februar 2017; AFM-act. 483). Mit Strafbefehl vom 1. Ok-
tober 2018 wurde der Beschwerdeführer schuldig gesprochen der mehrfachen 
groben Verletzung der Verkehrsregeln, des Fahrens in fahrunfähigem Zustand, 
der Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch, des mehrfachen 
Führens eines Motorfahrzeuges ohne Führerausweis, der Verletzung der Ver-
kehrsregeln sowie der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (begangen 
zwischen Oktober 2017 und Juni 2018; AFM-act. 621). Am 19. Oktober 2018 er-
ging ein Strafbefehl wegen fahrlässigen rechtswidrigen Aufenthalts sowie der 
Verletzung der An- oder Abmeldepflichten (AFM-act. 624). Schliesslich wurde 
gegenüber dem Beschwerdeführer am 5. März 2019 ein Rayon- und Kontaktver-
bot unter Androhung der Ungehorsamsstrafe ausgesprochen aufgrund einer An-
zeige seiner Ex-Freundin, gegen die er - gemäss ihrer Darstellung - während ih-
rer Freundschaft 2018 gewalttätig geworden sein soll und die sich von ihm be-
droht fühlte (AFM-act. 658). 

Aufgrund dieses deliktischen Verhaltens erachteten die Vorinstanzen Art. 62 Abs. 
1 lit. c AIG ebenso erfüllt wie auch dadurch, dass der Beschwerdeführer inner-
halb von nur zwei Jahren seit der Verwarnung Schulden von über Fr. 35'000.-- 
generiert habe und der Betreibungsregisterauszug vom 22. Februar 2019 
Ausstände von Fr. 43'781.89 ausweise (AFM-act. 644). 

3.2.3  Der Beschwerdeführer bestreitet diesen Deliktskatalog nicht. Aber beim äl-
testen Delikt (Diebstahl einer Playstation CD zusammen mit Kollegen) sei er 

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noch sehr jung gewesen und habe nicht gewusst, was er mache. 2011 sei er im 
entwendeten Auto nur hinten dringesessen. Die Erpressung von 2016 sei eine 
Dummheit gewesen, die er zutiefst bereue. Er sei kein schlechter Mensch; der 
Pflichtverteidiger habe ihn damals schlecht verteidigt. Bezüglich Rayonverbot sei 
er mit der Ex-Freundin im Streit gestanden; er sei eifersüchtig gewesen, weil sie 
einen neuen Freund und ihn betrogen hatte, zudem sei er unter grossem Alko-
holeinfluss gestanden. Er habe sie aber nie geschlagen. Bei den Verkehrsdelik-
ten sei er nicht stark betrunken gewesen und sei noch vor dem Wegfahren kon-
trolliert worden, er habe niemanden gefährdet. Ein andermal habe er einen Kol-
legen nach Haus fahren wollen, wobei er aus Angst, ohne Führerschein erwischt 
zu werden, zu schnell gefahren sei. Er habe bereits 18 Lernfahrstunden gehabt 
und unzählige Stunden mit seinem Stiefvater. Zudem sei ihm das Auto der 
Freundin zur Verfügung gestanden, was ihn gereizt habe. Es handle sich ebenso 
um Dummheiten wie die SBB-Bussen, die er mangels Geld nicht habe bezahlen 
können. Er bereue dies alles. Es hänge alles damit zusammen, dass er keine Ar-
beit gefunden habe und daher kein Geld hatte. Zudem führt er aus, er sei ob der 
Trennung von der Ex-Freundin sehr depressiv gewesen und habe viel getrunken. 
Dazu seien die Schulden gekommen und die Arbeitslosigkeit. Dann habe er eine 
neue Frau kennengelernt und seit drei Monaten trinke er nichts mehr. Er sei nun 
auf dem richtigen Weg.

3.2.4  Einige der nach der ausländerrechtlichen Verwarnung ergangenen Straf-
befehle betreffen Delikte aus der Zeit vor der Verwarnung. Hierzu gilt es aber zu 
vermerken, dass er zuvor zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe bei bedingtem 
Vollzug verurteilt wurde und er trotzdem und entgegen der ihm vom Gericht aus-
gestellten guten Prognose und seiner gezeigten Reue wieder mehrfach straffällig 
wurde. Aber auch nach der ausländerrechtlichen Verwarnung zeigte der Be-
schwerdeführer kein Verhalten, wie es erwartet werden dürfte. Dies insbesonde-
re auch aufgrund der mit der Verwarnung explizit ausgesprochenen Aufforderung 
an den Beschwerdeführer, sich inskünftig wohl zu verhalten. So ist die Beurtei-
lung des Regierungsrates nachvollziehbar, die Verwarnung scheine den Be-
schwerdeführer nicht beeindruckt zu haben (das nämliche gilt für die strafrechtli-
che Verurteilung). Dieses Bild wird - neben den Strafbefehlen - durch die weite-
ren Akten untermauert. In den vielen verschiedenen Befragungen des Be-
schwerdeführers zeigte er sich alles andere als kooperativ. Vorhaltungen, für 
welche er später bestraft wurde, hat er lange bestritten und die Aussagen ver-
weigert. Vorladungen hat er keine Folge geleistet. Post hat er nicht abgeholt oder 
nicht beantwortet. Während langer Zeit war er auch unauffindbar (was gar zu ei-
nem Verfahren betreffend Erlöschen der Aufenthaltsbewilligung führte; vgl. AFM-
act. 548, 611). Sein Verhalten begründet der Beschwerdeführer mitunter mit der 

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Trennung von seiner Ex-Freundin, der darauf einsetzenden Depression und Al-
koholkonsum. Dieser Darstellung widerspricht allerdings eindeutig, dass er 
während der Zeit des Delinquierens nach der Verwarnung mit dieser Ex-Freundin 
zusammenlebte und ihn keine Trennung belastete. Diese erfolgte erst später, 
wohl kurz vor der Widerrufsverfügung im Jahr 2019. So hält er selber fest, die 
Stellungnahme zuhanden des Amts für Migration im Rahmen des rechtlichen 
Gehörs vom September 2018 (betreffend Erlöschen der Aufenthaltsbewilligung) 
noch zusammen mit ihr geschrieben zu haben (was aufgrund der Formulierun-
gen und des Deutsch glaubhaft erscheint; AFM-act. 610). Auch aus den Polizei-
protokollen ergibt sich, dass die beiden im Zeitpunkt der Straftaten noch zusam-
men waren, mithin die Trennung nicht Ursache für sein Verhalten gewesen sein 
kann. Soweit er andernorts ausführte, die Trennung von seiner Familie (nicht der 
Freundin) mache ihm zu schaffen, ist festzuhalten, dass auch dieser Einwand 
nicht glaubhaft ist, warf ihn doch die Familie gerade wegen seines Verhaltens 
aus dem Haus (AFM-act. 429). Bei Durchsicht des Betreibungsregisterauszuges 
(AFM-act. 645) fallen die vielen Einträge betreffend Krankenkasse, Staat und 
Verkehrsbetriebe auf. Sie hängen teilweise direkt mit seinen Regelverstössen 
zusammen (Bussen und Verfahrenskosten). Vermeidbar sind auch die Kranken-
kassenkosten, für welche eine Prämienverbilligung existiert, um die man sich 
aber kümmern müsste. Ein Hinweis auf seine unzuverlässige Zahlungsmoral ist 
auch die Tatsache, dass er sich gegenüber dem Amt für Migration bei einem fäl-
ligen Betrag von Fr. 610.-- zur Zahlung von sechs Raten verpflichtete (AFM-act. 
488), aber bereits die dritte nicht leistete und betrieben werden musste (AFM-act. 
626). Gewiss hängt dies auch mit der Stellenlosigkeit des Beschwerdeführers 
zusammen. Diesbezüglich muss aber auch konstatiert werden, dass er beruflich 
keinesfalls als integriert bezeichnet werden kann. Nach Abschluss seiner Anlehre 
als Haustechnikpraktiker EBA (AMF-act. 190) konnte er beruflich nie Fuss fas-
sen. Festanstellungen weist er kaum auf, sondern nur wenige Temporäranstel-
lungen und dies nicht nahtlos. Der Verweis auf die COVID-19-bedingten Er-
schwernisse auf dem Arbeitsmarkt begründet dabei höchstens die Zeit seit Früh-
jahr 2020, nicht jedoch all die Jahre seit Abschluss der Anlehre. Im Rahmen ei-
ner Gesamt-betrachtung ist daher auch nicht zu beanstanden, wenn der Regie-
rungsrat den Widerrufsgrund gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG als erfüllt beurteilt 
hat. 

3.3 Als Zwischenergebnis kann somit festgehalten werden, dass der Be-
schwerdeführer sowohl den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG als 
auch jenen nach Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG erfüllt hat.

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4.1 Die Erfüllung eines Widerrufsgrundes allein rechtfertigt eine aufenthaltsbe-
endende Massnahme indes noch nicht. Sie hat auch verhältnismässig zu sein 
(Art. 96 AuG; Art. 8 Ziff. 2 EMRK) und muss auf einer fairen Interessenabwägung 
beruhen. Dabei sind die individuellen Interessen an der am Erhalt des Anwesen-
heitsrechts und die öffentlichen Interessen an dessen Verweigerung sorgfältig 
gegeneinander abzuwägen (vgl. BGE 142 II 35 Erw. 6.1; BGE 139 I 330 Erw. 
2.2). Zu berücksichtigen sind namentlich die Schwere des Delikts und des Ver-
schuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten 
des Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der 
bisherigen Anwesenheit sowie allgemein die ihm und seiner Familie drohenden 
Nachteile (BGE 135 II 377 Erw. 4.3); von Bedeutung ist zudem die Qualität der 
sozialen, kulturellen und familiären Beziehungen zum Gast- wie zum Heimatstaat 
(Urteil BGer 2C_314/2018 vom 10.1.2019 Erw. 3.2.1 m.w.H.). Keines dieser 
Elemente ist für sich allein ausschlaggebend; erforderlich ist eine Würdigung der 
gesamten Umstände im Einzelfall (vgl. das Urteil 2C_846/2014 vom 16.12.2014 
Erw. 2.4 m.H.).

4.2 Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens sowie die 
ausländerrechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Stra-
fe (BGE 134 II 10 Erw. 4.2). 

Bezüglich Hauptdelikt, der mehrfachen Erpressung, für welche die längerfristige 
Freiheitsstrafe ausgesprochen wurde, kann festgehalten werden, dass der Be-
schwerdeführer entgegen der damaligen Anklage trotz der viermaligen Erpres-
sung nicht der fortgesetzten Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 2 StGB für schul-
dig befunden wurde (was neu gemäss Art. 66a Abs. 1 lit c StGB der obligatori-
schen Landesverweisung unterliegt), sondern der mehrfachen Erpressung im 
Sinne von Art. 156 Ziff. 1 StGB (AFM-act. 151). Das Gericht stellte betreffend 
Verschulden fest, der Beschwerdeführer habe nicht aus Not gehandelt. Weder 
sei er auf die erpressten Gegenstände noch auf Bargeld angewiesen gewesen, 
sondern er habe aus rein egoistischen Gründen agiert; der Reiz des Verbotenen 
sei grösser gewesen als rechtskonformes Verhalten. Auch habe ihn die Macht 
gereizt, was sich insbesondere in der Steigerung der Forderungen und Intensität 
der Drohung gezeigt habe. Beendet habe das deliktische Handeln nicht die Ein-
sicht des Beschwerdeführers, sondern die Polizei. Das Verschulden qualifizierte 
das Gericht als mittelschwer. Da er grundsätzlich in geordneten Verhältnissen le-
be, sich reuig zeige und er durch das Verfahren wie auch die Hauptverhandlung 
vor Gericht beeindruckt sei, zeigte sich das Gericht überzeugt, dass er künftig 
deliktsfrei lebe. Aufgrund der guten Prognose wurde die Freiheitsstrafe bedingt 
ausgesprochen bei dreijähriger Probezeit. Es ist damit von einem mittelschweren 

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Verschulden auszugehen. Soweit das Strafgericht eine gute Prognose ausstellte, 
hat sich dies leider rasch als falsch herausgestellt. Es verging kein Jahr, wurde 
der Beschwerdeführer bereits wieder straffällig. Er beging Diebstahl, benutzte 
den öffentlichen Verkehr vorsätzlich ohne Fahrkarte und fuhr Auto bewusst ohne 
Fahrausweis. Gegenüber den ermittelnden Behörden zeigte er sich dabei wenig 
kooperativ, was gegen die gerichtliche Beurteilung spricht, dass er sich vom 
Strafverfahren beeindruckt zeigte. Vielmehr entsteht das Gesamtbild einer Per-
son, die sich wenig um die öffentliche Ordnung schert und - wie bereits im Straf-
urteil festgehalten - aus egoistischen Gründen, ohne Not und für rechtskonfor-
mes Verhalten wenig Interesse zeigend agiert. Auch vor Verwaltungsgericht stellt 
er einige Delikte zwar als 'Dummheit' dar, andere aber versucht er mit Umstän-
den zu rechtfertigen, die zum einen keinen Rechtfertigungsgrund darzustellen 
vermögen oder zum andern reine Schutzbehauptungen sind. Dass beim Be-
schwerdeführer ein Wandel stattgefunden hätte, ist keineswegs belegt. Auch 
kann dem Beschwerdeführer nicht zugute gehalten werden, dass er insbesonde-
re als Jugendlicher straffällig geworden wäre. Wohl ergingen auch Strafbefehle 
gegen ihn als Jugendlicher; bei der Erpressung war er indes bereits über zwan-
zigjährig, von 'Frühdelinquenz' kann da nicht mehr gesprochen werden (vgl. etwa 
2C_952/2019 vom 8.5.2020 Erw. 3.4). Anzeichen für eine gute Prognose beste-
hen nicht, insbesondere kann aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers 
seit der strafrechtlichen Verurteilung die damals als günstig bewertete Prognose 
nicht geteilt werden (vgl. auch Urteil BGer 2C_71/2020 vom 28.4.2020 Erw. 5.2). 
Damit aber ist das öffentliche Interesse an einer Fernhaltung des Beschwerde-
führers zumindest als mittelschwer zu gewichten. 

4.3 In persönlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, er sei nun 
26-jährig, habe sein ganzes Leben hier verbracht und er denke nur noch an die 
Zukunft mit seiner (neuen) Freundin; er wolle hier heiraten und arbeiten. Er sei 
sich bewusst, ähnliches bereits in der ersten Beschwerde gesagt zu haben; da-
mals habe er aber noch in Zusammenhang mit seiner Ex-Freundin gestanden. 
Auch sie wollten heiraten, ehe alles kaputt gegangen sei und sie sich getrennt 
hätten. Er habe sich dann verloren. Der Kanton habe ihm das schnell aufgezeigt. 
Nach seiner Lehre habe er verschiedene Jobs innegehabt, als Sanitär habe er 
temporär bei mehr als 20 Firmen gearbeitet, aber eine feste Anstellung habe er 
nie finden können, da die Firmen meistens nur EFZ-Absolventen suchten. In Ma-
rokko sei er seit vier Jahren nicht mehr gewesen; er habe keinen Kontakt dorthin. 
Jene die er kenne, seien wegen der Situation dort nach Europa ausgewandert. 
Es sei leicht gesagt, sich dort beruflich zu stabilisieren. Aber die Leute würden zu 
tausenden fliehen wegen der wirtschaftlichen Lage. Auch nütze ihm seine Anleh-
re dort nichts; Sanitärarbeiten würden immer von Bekannten, nie von fremden 

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Personen erbracht. Er habe praktisch sein ganzes Leben hier verbracht; er sei 
von einem Schweizer grossgezogen worden und seine Brüder seien Schweizer. 
Seine Mutter brauche ihn. In den 16 Jahren hier habe man ihm die C-Bewilligung 
verweigert; nun sei es ein Leichtes, ihn auszuweisen, was für ihn fast eine To-
desstrafe sei. Seine finanziellen Probleme könne er lösen, sobald er eine Anstel-
lung habe. Das habe er schon bewiesen, als sein Lohn während einer Anstellung 
gepfändet worden sei und er innert 2 Monaten rund Fr. 4'000.-- abbezahlt habe. 
Eine feste Anstellung sei die Lösung all seiner Probleme. All dies berücksichti-
gend und in Anbetracht seiner geringfügigen Taten sei eine Wegweisung über-
trieben. Er sei nun 26jährig, wolle seine Zukunft aufbauen und dies in der 
Schweiz. Er wolle noch eine Chance.

4.4.1  Der Beschwerdeführer kam mit 10 Jahren im Jahr 2004 in die Schweiz. 
2008 entschieden die Eltern, dass er die letzten obligatorischen Schuljahre in 
Marokko beenden, die Eltern ferienhalber in der Schweiz besuchen und nach 
Abschluss der Schulzeit in die Schweiz zurückkehren solle (AFM-act. 32). 2009 
ersuchten sie entsprechend wieder um Bewilligung des Familiennachzugs für 
den Beschwerdeführer. Seit Februar 2010 lebt er in der Schweiz (AFM-act. 57), 
mithin seit rund 10 Jahren. 

4.4.2  Nach seiner Wiedereinreise arbeitete der Beschwerdeführer offenbar als 
Lagerist (AFM-act. 77), bevor er eine zweijährige Anlehre als Haustechnikprakti-
ker EBA absolvierte und am 31. Juli 2014 abschloss. Seither wechselten sich 
Temporärstellen, Arbeitslosigkeit und Stellensuche ab. Eine längerdauernde fes-
te Anstellung ist nicht dokumentiert und wird seitens Beschwerdeführer auch 
nicht nachgewiesen. Für die von ihm behaupteten Anstellungen bei über 20 Ar-
beitgebern legt er keine Zeugnisse ins Recht. Im Zeitpunkt der Verurteilung im 
April 2016 war er stellensuchend, im rechtlichen Gehör gegenüber dem Amt für 
Migration vom Juni 2017 bezeichnete er sich als stellensuchend, ebenso im Sep-
tember 2018 und auch wieder im Februar 2019 sowie desgleichen vor Regie-
rungsrat und nun auch vor Verwaltungsgericht. Das gleiche Bild zeigt sich über 
die Jahre hinweg in den verschiedenen polizeilichen Befragungen. Immer be-
stand s.E. Aussicht auf Arbeit, eine Festanstellung konnte er aber all die Jahre 
nie vorweisen. Ganz offenkundig gelingt es dem Beschwerdeführer - trotz einer 
absolvierten Anlehre und trotz guter Deutschkenntnisse - nicht, sich in der 
Schweiz beruflich zu integrieren. Dass er unter diesen Umständen nicht fürsor-
geabhängig wurde, resultiert einzig aus der Unterstützung, die er familienintern 
erhält oder zumindest erhalten hat. Die berufliche Integration des Beschwerde-
führers muss als gescheitert beurteilt werden.

12

4.4.3  Über seine gesellschaftliche Integration ist wenig bekannt. Selber macht er 
geltend, über Kollegen schweizerischer und anderer Nationalität zu verfügen, 
was seitens der Vorinstanzen nicht bestritten wird. Auch die Ex-Freundin war 
Schweizerin. Über seine neue Beziehung, die er geltend macht, ist nichts be-
kannt oder belegt. Ein eigentliches, ausserberufliches Engagement ist nicht be-
kannt, selber verneint er eine Vereinstätigkeit. Immerhin ist aufgrund der (selbst 
verfassten) Eingaben sowie aufgrund der verschiedenen Polizeiprotokolle er-
stellt, dass er der deutschen Sprache mächtig ist und er sich sprachlich problem-
los verständigen kann. Die sprachliche Integration ist als gelungen zu bezeich-
nen. Auch gesellschaftlich ist zugunsten des Beschwerdeführers davon auszu-
gehen, dass er ein offenes gesellschaftliches Leben zu allen Einwohnerinnen 
und Einwohnern pflegt. Für eine darüberhinausgehende, besonders tiefe soziale 
Integration bestehen hingegen keine Anhaltspunkte. Eine besonders enge Be-
ziehung zur Schweiz ist nicht feststellbar, auch wenn der Beschwerdeführer vor-
trägt, er stelle sich seine Zukunft hier vor.

4.4.4  Soweit der Beschwerdeführer auf sein Verhältnis mit der hier wohnhaften 
Familie hinweist, so gilt es zu wiederholen, dass auf polizeiliche Befragung hin 
die Mutter und der Stiefvater 2017 festhielten, er müsse die Wohnung verlassen, 
auf eigenen Beinen stehen, sie wüssten oftmals auch gar nicht, wo er sich auf-
halte (AFM-act. 429). Entsprechend war der Beschwerdeführer für die Behörden 
denn auch über längere Zeit nicht auffindbar. Als Volljähriger kann sich der Be-
schwerdeführer hinsichtlich seiner familiären Beziehung sodann nur bedingt auf 
Art. 8 EMRK, den Schutz des Familienlebens, berufen; gehört zum geschützten 
Familienkreis doch in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Ehegatten mit den 
minderjährigen Kindern. Wie der Regierungsrat zu Recht feststellte, liegt vor-
liegend kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Beschwerde-
führer und seinen Eltern vor (was allein schon durch das Verhalten der Eltern be-
legt ist), weshalb der Schutz von Art. 8 EMRK nicht greift (vgl. Urteil BGer 
2C_1080/2019 vom 14.4.2020 Erw. 5.1). Das Nämliche gilt, soweit er sich auf 
seine zwei Schweizer (Halb-)Brüder beruft. Aus der Beziehung zwischen Ge-
schwistern würde sich ein Aufenthaltsanspruch gemäss Art. 8 EMRK nur dann 
ergeben, wenn zwischen den Schweizer (Halb-)Brüdern und dem Beschwerde-
führer ein über die üblichen familiären Beziehungen bzw. emotionale Bindung 
hinausgehendes, besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen würde (BGE 144 
I 1 Erw. 6.1). Anzeichen für ein entsprechendes Verhältnis bestehen keine und 
werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. 

4.4.5  Unerwähnt blieb seitens des Regierungsrates der aus Art. 8 EMRK flies-
sende Aspekt des Schutzes des Privatlebens (vgl. BGE 144 I 266 Erw. 3). Da-

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nach bedarf die Beendigung des Aufenthalts nach einer rechtmässigen Anwe-
senheit von zehn Jahren besonderer Gründe, da nach dieser Zeitspanne regel-
mässig eine gute Integration vorliegt. Nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdau-
er von rund zehn Jahren kann gemäss Bundesgericht regelmässig davon ausge-
gangen werden, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng gewor-
den sind, dass es für eine Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf; im 
Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wünschen 
übrig lassen. Es kann aber auch sein, dass schon zu einem früheren Zeitpunkt 
der Anspruch auf Achtung des Privatlebens betroffen ist. Liegt nach einer länge-
ren bewilligten Aufenthaltsdauer, die zwar zehn Jahre noch nicht erreicht hat, ei-
ne besonders ausgeprägte Integration vor, kann es den Anspruch auf Achtung 
des Privatlebens verletzen, wenn eine Bewilligung nicht erneuert wird (BGE 144 I 
266 Erw. 3.9; Urteile BGer 2C_564/2019 vom 6.2.2020 Erw. 4; 2C_990/2018 
vom 27.9.2019 Erw. 2.2). Der Beschwerdeführer ist seit Februar 2010 ununter-
brochen in der Schweiz. Ob er zusammen mit den Jahren zuvor eine rechtmässi-
ge Anwesenheitsdauer von 10 Jahren erreicht hat, kann vorliegend offen bleiben 
(vgl. Urteil BGer 2C_990/2018 vom 27.9.2019 Erw. 2.3). Denn aus dem darge-
stellten Sachverhalt zeigt sich, dass der Beschwerdeführer trotz der langen An-
wesenheit nicht gut integriert ist. Wohl verkehrt er auch mit der einheimischen 
Bevölkerung und ist er der deutschen Sprache mächtig. Anderseits aber fällt ins-
besondere ins Gewicht, dass er beruflich in all den Jahren nie Fuss fassen konn-
te und er trotz Verurteilung mit Probezeit und trotz ausländerrechtlicher Verwar-
nung mehrfach straffällig wurde; auch seinen finanziellen Verpflichtungen kam er 
nur ungenügend nach. Mithin lässt die Integration zu wünschen übrig, eine lan-
gandauernde, unbescholtene Anwesenheit kann dem Beschwerdeführer nicht at-
testiert werden. Dass er sich unter diesen Umständen auf den Schutz des Privat-
lebens berufen kann, fällt ausser Betracht. 

4.4.6  Eine Rückkehr nach Marokko würde für den Beschwerdeführer zweifels-
ohne einschneidend sein. Gemäss eigener Aussage war er seit vier Jahren nicht 
mehr in seiner Heimat. Die ihm bekannten Personen hätten Marokko ihrerseits 
verlassen, weshalb er keine Bezugspersonen mehr habe. Seine in der Schweiz 
genossene Berufsausbildung nütze ihm nichts, da diese niemand nachfrage. 
Demgegenüber weist der Regierungsrat zu Recht darauf hin, dass der Be-
schwerdeführer sowohl des Arabischen als auch des Französischen mächtig ist, 
mithin in sprachlicher Hinsicht die Wiedereingliederung durchaus möglich ist. Die 
prägende obligatorische Schulzeit hat der Beschwerdeführer - mit einem Unter-
bruch in der Schweiz - in Marokko absolviert. Dank den Verwandten, der Schul-
zeit und auch aufgrund der Ferien in Marokko sind ihm auch die Lebensgewohn-
heiten in der Heimat keinesfalls fremd, selbst wenn ihm der Lebensstil in der 

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Schweiz mehr zusagen sollte. In Marokko wohnt sein leiblicher Vater. Zu diesem 
besteht offenbar kein oder zumindest kein enges Verhältnis. Dass eine Kontakt-
nahme absolut ausgeschlossen ist, bringt der Beschwerdeführer indes nicht vor. 
Zudem hatte er 2015 erpresste Gegenstände nach Marokko gebracht und dort 
an Verwandte verschenkt, weshalb davon auszugehen ist, dass er auch noch 
weitere Verwandte in Marokko hat. Damit ist zumindest ausgeschlossen, dass er 
nach einer Rückkehr ganz auf sich allein gestellt wäre. Die in der Schweiz absol-
vierte Anlehre wird mit Sicherheit von Vorteil sein, auch wenn nicht zu bestreiten 
ist, dass sich die wirtschaftliche Entfaltung in Marokko nicht einfach gestalten 
wird (wobei festzuhalten ist, dass ihm die berufliche Integration auch hier nicht 
gelungen ist). Mit erschwerten wirtschaftlichen Verhältnissen hat in Marokko in-
des die ganze Bevölkerung zu leben. Die Rückkehr in Lebensverhältnisse, wel-
che im Herkunftsland allgemein üblich sind, stellt praxisgemäss keinen wichtigen 
persönlichen Grund dar, welcher einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz recht-
fertigen würde (Urteil BGer 2C_837/2016 vom 23.12.2016 Erw. 4.3.2). Insgesamt 
bringt der Beschwerdeführer einzig allgemein gehaltene Gründe vor, weshalb ei-
ne Rückkehr für ihn eine grosse Belastung darstellen würde. Konkrete Gründe, 
die eine Heimkehr geradezu unzumutbar erscheinen liessen, nennt er nicht. 
Auch wenn – zugestandenermassen – die Rückkehr einschneidend ist, sind we-
der in wirtschaftlicher noch sozialer Hinsicht unüberwindbare Hindernisse für eine 
Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in Marokko ersichtlich. 

4.5 Das persönliche Interesse (an einem Verbleib in der Schweiz) des Be-
schwerdeführers, dessen sprachliche Integration als gelungen bezeichnet wer-
den kann und der auch mit der ganzen Bevölkerung sozial verkehrt, der aber be-
ruflich und wirtschaftlich überhaupt nicht integriert ist und dessen Wiedereinglie-
derung in der Heimat als möglich und zumutbar zu beurteilen ist, ist in einer Ge-
samtbetrachtung damit als geringer einzuschätzen als das öffentliche Interesse 
an seiner Fernhaltung, da er trotz strafrechtlicher Verteilung mit längerdauernder 
Freiheitsstrafe auf Probezeit und trotz ausländerrechtlicher Verwarnung wieder-
holt straffällig wurde, behördliche Anordnungen ignorierte, sich in strafrechtlichen 
Ermittlungen unkooperativ zeigte, keine gute Prognose ausgestellt werden kann 
und er auch seinen finanziellen Verpflichtungen ungenügend nachkommt.

4.6 Soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung der Widerrufsverfügung und 
anstelle das Aussprechen einer Verwarnung beantragt, so ist dem entgegenzu-
halten, dass das Strafgericht von 2016 eine Freiheitsstrafe bei bedingtem Vollzug 
auf Probezeit aussprach und das Amt für Migration bereits 2017 eine Verwar-
nung verfügt hat. Beides zeitigte offenkundig keine Wirkung und hinderte den 
Beschwerdeführer nicht, weiterhin mehrmals gegen Recht und Ordnung zu ver-

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stossen. Eine Verwarnung, als eine gegenüber dem Widerruf bzw. der Nichtver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung mildere Massnahme (Art. 96 Abs. 2 AuG), 
erscheint diesfalls als eine den Umständen nicht mehr angemessene Rechtsfol-
ge. Ziel der fremdenpolizeilichen Verwarnung ist es, den betroffenen Ausländer 
zu einer Änderung seines Verhaltens zu veranlassen. Soll sie einen Sinn haben, 
kann ihre Missachtung nicht folgenlos bleiben, sondern muss grundsätzlich die 
angedrohten Folgen nach sich ziehen (Urteil BGer 2C_160/2013 vom 15.11.2013 
Erw. 2.2.3). Zwar bedeutet eine Verwarnung nicht, dass bei jedem noch so ge-
ringfügigen weiteren Delikt eine aufenthaltsbeendende Massnahme ergriffen 
werden müsste, doch hat sie zur Folge, dass die Eingriffsschwelle abgesenkt 
wird gegenüber einem erstmaligen Setzen von Widerrufsgründen (vgl. Urteil 
BGer 2C_526/2015 vom 15.11.2015 Erw. 4.6 m.w.H.). Vorliegend besteht keine 
Veranlassung, hiervon abzuweichen. Weder die Probezeit gemäss Straf-urteil 
noch die ausländerrechtliche Verwarnung zeigten Wirkung. Das vom Beschwer-
deführer geltend gemachte Wohlverhalten hat er in all seinen Eingaben betont, 
den Tatbeweis indes nicht erbringen können. Er hat nun die Folgen seines Tuns 
zu tragen. 

5. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

6. Die auf Fr. 1'500.-- festzusetzenden Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) werden dem Beschwerdeführer auferlegt (§ 72 
VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat am 17. Juli 
2020 einen Kostenvorschuss dieser Höhe bezahlt, womit die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- das Amt für Migration
- den Regierungsrat
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 28. August 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 1. September 2020