# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6ff0141-788b-54f8-82c0-f07b36341834
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-15
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Handelsgericht 15.02.2024 HOR.2020.16/2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_009_HOR-2020-16-2_2024-02-15.pdf

## Full Text

Handelsgericht 
1. Kammer 

 
HOR.2020.16 / SB  
 
 
 
Urteil vom 15. Februar 2024 
 
 
 

Besetzung  Oberrichter Dubs, Präsident  
Ersatzrichter Wyss 
Handelsrichterin Baumann 
Handelsrichter Felber 
Handelsrichter Wieland 
Gerichtsschreiber Bisegger 

 
 
   

Klägerin   A._____ Inc.,  
vertreten durch Rechtsanwälte lic. iur. Philipp Groz und  
MLaw Gilles Steiger 
[…] 

 
 

   

Beklagte 1 und 
prozessführende 
Streitberufene 
der Beklagten 2 

 E._____ AG,  
vertreten durch Rechtsanwälte lic. iur. Matthias Städeli und  
lic. iur. Fabio Versolatto,  
[…] 

 
Beklagte 2  H._____ GmbH,  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Noth und  
Rechtsanwältin MLaw Lea Weber,  
[…] 

 
 
 

Gegenstand  Ordentliches Verfahren betreffend Verstoss gegen das Verbot des unlau-
teren Wettbewerbs; Nichtigerklärung von Marken 

 

 
  

 - 2 - 
 

 

  Das Handelsgericht entnimmt den Akten: 
 
1. Parteien 

 Klägerin 
Die Klägerin ist eine im US-Bundesstaat Delaware inkorporierte Gesell-
schaft mit Hauptniederlassung ("principle place of business") im US-Bun-
desstaat R._____, wo sie als sog. "foreign corporation" registriert ist (Kla-
gebeilagen [KB] 4; 40). Sie ist eine weltweit tätigte Herstellerin von Plüsch-
tieren (Klage Rz. 52; Klageantwort Beklagte 1 [KA B1] Rz. 361).  
 

 Beklagte 1 
Die Beklagte 1 ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts mit Sitz 
in T._____. Sie bezweckt im Wesentlichen die Übernahme, den Kauf und 
Verkauf, die Verwertung, das Halten, die Verwaltung und die Belastung von 
Lizenzen und anderen Immaterialgüterrechten aller Art im In- und Ausland. 
Sie erbringt Management- und Beratungsdienstleistungen für Gruppenge-
sellschaften und Dritte im In- und Ausland sowie Lagerungs- und Logistik-
dienstleistungen (KB 5).  
 
Die Beklagte 1 gehört zur sog. "O._____-Gruppe", zu welcher namentlich 
auch die K._____ AG mit Sitz in X._____ (KB 34) sowie die L._____ GmbH 
mit Sitz in Y._____ gehören (KB 35). Bei allen drei Gesellschaften ist 
M._____ in exekutiver Organstellung (Delegierter des Verwaltungsrates bei 
den Schweizer Aktiengesellschaften bzw. Geschäftsführer der deutschen 
GmbH; Klage Rz. 83; KB 5, 34 und 35).  
 

 Beklagte 2 
Die Beklagte 2 ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung deutschen 
Rechts mit Sitz in V._____. Sie ist eine international tätige Herstellerin von 
Plüschtieren (Klage Rz. 86; KB 6).  
 
2."Distributorship Agreement" zwischen der Klägerin und der Car-
 letto Deutschland GmbH 
Im Jahr 2010 schlossen die Klägerin und die L._____ GmbH ein "Distribu-
torship Agreement" ab, in welchem die Klägerin die L._____ GmbH zur ex-
klusiven Distributorin für ihre Produkte in den Ländern Deutschland, Öster-
reich und Schweiz ernannte (sog. DACH-Region; Klage, Rz 90; KB 40, 
Ziff. 2a, 1b). Die Klägerin kündigte das "Distributorship Agreement" am 
14. Februar 2019 per 18. Mai 2019. Seither vertreibt die P._____ Ltd mit 
Sitz im Vereinigten Königreich die Produkte der Klägerin in der DACH-Re-
gion (KA B1 Rz. 80 f.; Replik Rz. 31).   
 

 
1  Da die Klageantworten der Beklagten weitgehend identisch sind, wird aus Gründen der Übersicht-

lichkeit ausschliesslich auf die Klageantwort der Beklagten 1 verwiesen, soweit es nicht ausnahms-
weise angezeigt erscheint, die Klageantwort der Beklagten 2 zu zitieren. 

 - 3 - 
 

 

3. "Beanie Boos"-Plüschtierlinie der Klägerin 
Unter der Bezeichnung "Beanie Boos" stellt die Klägerin Plüschtiere mit 
übergrossen Köpfen und Augen her (Replik, Rz. 54; KA B1, Rz. 63). Diese 
verfügen überdies über einen sog. "Hangtag", auf dem der Name des 
Plüschtiers, dessen "Geburtsdatum" und dessen "Geschichte" abgedruckt 
sind (Klage Rz. 65; KA B1 Rz. 107; Duplik Rz. 73). Die "Beanie Boos" wur-
den in der DACH-Region (mindestens während einiger Jahre) auch mit der 
Bezeichnung "Glubschi" bzw. "Glubschis" – ein Hinweis auf deren über-
grosse Augen ("Glubschaugen") – beworben. Zwar befanden sich die Be-
zeichnungen "Glubschi" bzw. "Glubschis" nie auf den Plüschtieren selbst, 
sie waren aber auf Prospekten, "Point of Sale"-Werbematerial (bspw. 
Plüschtierständern), Merchandising-Artikeln etc. abgedruckt (Klage Rz. 2, 
54 ff.; KA B1 Rz. 55 ff., 58 ff.; Replik Rz. 68; Duplik Rz. 52 ff.).  
 
4. Markenanmeldungen durch die Beklagte 1 
Am 29. April 2013 meldete die Beklagte 1 in der Schweiz die Wortmarke 
CH 645 779 "Glubschi" und am 4. November 2015 gestützt auf eine deut-
sche Basismarke die internationale Wortmarke IR 1 281 710 "Glubschis" 
an. Ebenfalls meldete die Beklagte 1 am 4. November 2015 gestützt auf 
eine deutsche Basismarke das nachfolgende "Glubschis"-Logo als interna-
tionale Wort/Bild-Marke (IR 1 285 540) an (Klage Rz. 96; KB 11-13; KA B1 
Rz. 49) an:  
 

 
 
5. Kooperation zwischen den Beklagten und neue "Glubschi"-Plüsch-
 tierlinie 
Im Oktober 2019 – also nach Beendigung des "Distributorship Agreements" 
zwischen der Klägerin und der L._____ GmbH (vgl. oben, Ziff. 2) – kündigte 
die Beklagte 2 an, in der zweiten Jahreshälfte 2020 in Kooperation mit der 
Beklagten 1 eine "Glubschis"-Plüschtierlinie auf den Markt zu bringen 
(Klage Rz, 98 ff.; KA B1 Rz. 85 ff.). Die angekündigten Plüschtiere sollten 
übergrosse Augen und Köpfe haben sowie über einen "Hangtag", auf dem 
der Name und das "Motto" des Plüschtiers abgedruckt sind, verfügen. Auch 
das Logo der neuen Plüschtierlinie wurde vorgestellt (Klage Rz. 98 ff.; Dup-
lik Rz. 73; KB 9, 42-43): 
 

 
 
6. Gegenseitige Abmahnungen 
Nachdem die Klägerin die Wortmarke CH 737 011 "Glubschis" am 10. Ok-
tober 2019 in der Schweiz als Marke hinterlegt hatte, wurde sie von der 
Beklagten 1 mit Anwaltsschreiben vom 12. November 2019 unter Hinweis 
auf die Marke IR 1 281 710 "Glubschis" abgemahnt. Die Beklagte 1 

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verlangte, dass die Klägerin von einer kennzeichnungsmässigen Verwen-
dung für unter anderem Plüschtiere absehe, eine entsprechende Unterlas-
sungserklärung abgebe und die Marke löschen lasse (Klage Rz. 107; 
KB 48; KA B1 Rz. 87 ff.). Die Klägerin wies diese Aufforderung mit Anwalts-
schreiben vom 18. November 2019 zurück und verlangte ihrerseits, dass 
die Beklagte 1 ihre "Glubschi"-Marken (d.h. IR 1 285 540, IR 1 281 710 und 
CH 645 779) auf die Klägerin übertrage und von einem kennzeichnungs-
mässigen Gebrauch der Zeichen "Glubschi" bzw. "Glubschis" absehe 
(Klage Rz. 108; KB 49; KA B1 Rz. 90). Weiter mahnte die Klägerin mit An-
waltsschreiben vom 4. Dezember 2019 auch die Beklagte 2 ab (Klage 
Rz. 110; KB 50; KA B1 Rz. 90). Beide Beklagten wiesen die Abmahnungen 
der Klägerin zurück (Klage Rz. 109, 111; KB 10 und 51). 
 
7. Vorsorgliche Massnahmen 
Auf Gesuch der Klägerin vom 10. Dezember 2019 erliess der Präsident des 
Handelsgerichts des Kantons Aargau am 20. Januar 2020 folgende vor-
sorgliche Massnahmen gegen die Beklagten (Verfahren HSU.2019.149; 
Klage Rz. 4; KB 2 [vgl. auch Superprovisorium KB 1]): 
 

" 1. 
In Gutheissung des Gesuchs vom 11. Dezember 2019 wird der Gesuchs-
gegnerin 1 und der Gesuchsgegnerin 2 unter Androhung einer Ordnungs-
busse für jeden Tag der Nichterfüllung i.S.v. Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO so-
wie unter Androhung der Bestrafung ihrer Organe nach Art. 292 StGB mit 
Busse im Widerhandlungsfall verboten, in der Schweiz im geschäftlichen 
Verkehr die nachfolgend abgebildeten Plüschtiere und Plüschtier-Schlüs-
selanhänger unter den Bezeichnungen "GLUBSCHI" oder "GLUBSCHIS" 
anzubieten, zu bewerben, in Verkehr zu bringen oder verkaufen zu lassen. 

  

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2. 
Art. 292 StGB lautet: 
 

" Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zustän-
digen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses 
Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, 
wird mit Busse bestraft." 

 
3. 
Der Gesuchstellerin wird Frist bis zum 20. April 2020 angesetzt, um 
Klage im ordentlichen Verfahren anzuheben. Im Säumnisfall fallen 
die in vorstehender Dispositiv-Ziff. 1 angeordneten vorsorglichen 
Massnahmen dahin. 
 
4. 
4.1. 
Die von der Gesuchstellerin in Nachachtung von Ziff. 4 der Verfü-
gung vom 12. Dezember 2019 bereits geleistete Sicherheitsleis-
tung in Höhe von Fr. 200'000.00 zugunsten der Gesuchsgegnerin-
nen bleibt bestehen. 
 
4.2. 
Den Gesuchsgegnerinnen wird Frist bis zum 20. Januar 2021 an-
gesetzt zur Einreichung einer Schadenersatzklage gegen die Ge-
suchstellerin im Zusammenhang mit der vorliegenden vorsorglichen 
Massnahme. Im Säumnisfall verfällt die Sicherheitsleistung gemäss 
Ziff. 4.1. 
 
Die Gesuchsgegnerinnen haben dem Handelsgericht des Kantons 
Aargau eine Klageeinleitung an einem anderen Gericht innert Frist 
mitzuteilen. 
 
5. 
5.1. 
Die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 7'000.00 sind unter solidari-
scher Haftbarkeit von den Gesuchsgegnerinnen zu tragen. 
 
Die Gerichtskosten werden mit dem von der Gesuchstellerin in der 
Höhe von Fr. 7'000.00 geleisteten Vorschuss verrechnet. Die Ge-
suchsgegnerinnen haben der Gesuchstellerin unter solidarischer 
Haftbarkeit Fr. 7'000.00 direkt zu ersetzen. 
 
 

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5.2. 
Die Gesuchsgegnerinnen haben der Gesuchstellerin unter solidari-
scher Haftbarkeit eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 9'990.00 (inkl. Auslagen) zu leisten. 
 
5.3. 
Eine abweichende Verteilung der in Ziff. 5.1 und 5.2 vorstehend ver-
legten Gerichts- und Parteikosten im allfälligen Hauptprozess bleibt 
vorbehalten, falls dieser vor dem Handelsgericht des Kantons Aar-
gau durchgeführt wird." 

 
8. Klage 
In Prosequierung des Massnahmenentscheids vom 20. Januar 2020 
reichte die Klägerin am 17. April 2020 Klage ein und stellte folgende 
Rechtsbegehren: 
 

" 1. 
Der Beklagten 1 und der Beklagten 2 sei unter Androhung einer Ordnungs-
busse von CHF 1'000.- pro Tag nach Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens 
aber CHF 5'000.- gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie unter Andro-
hung der Bestrafung ihrer Organe nach Art. 292 StGB mit Busse im Wider-
handlungsfall zu verbieten, in der Schweiz im geschäftlichen Verkehr die 
nachfolgend abgebildeten Plüschtiere und Plüschtier-Schlüsselanhänger 
unter den Bezeichnungen "GLUBSCHI" oder "GLUBSCHIS" anzubieten, 
zu bewerben, in Verkehr zu bringen, zu verkaufen oder durch Dritte anbie-
ten, bewerben, in Verkehr bringen oder verkaufen zu lassen. 

 
[Es folgen dieselben Abbildungen von Plüschtieren und Plüsch-
tier-Schlüsselanhängern wie in Dispositiv-Ziff. 1 des Massnah-
menentscheids vom 20. Januar 2020.] 

 
2. 
Die Beklagte 1 und die Beklagte 2 seien unter Androhung einer Ordnungs-
busse von CHF 1'000.- pro Tag nach Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens 
aber CHF 5'000.- gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie unter Andro-
hung der Bestrafung ihrer Organe nach Art. 292 StGB mit Busse im Wider-
handlungsfall zu verpflichten, innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils 
Auskunft zu erteilen und nach anerkannten Grundsätzen der Rechnungs-
legung Rechnung zu legen über den Gesamtgewinn, der bis zum Datum 
des Urteils durch den Verkauf von den in Rechtsbegehren 1 abgebildeten 
Plüschtieren und Plüschtier-Schlüsselanhängern unter den Bezeichnun-
gen "GLUBSCHI" oder "GLUBSCHIS" in der Schweiz erzielt wurde. 

 
3. 
Die Beklagte 1 und die Beklagte 2 seien zu verpflichten, der Klägerin einen 
nach dem Ergebnis der Auskunftserteilung gemäss Rechtsbegehren 2 
durch die Klägerin noch zu beziffernden oder durch das Gericht zu schät-
zenden Betrag als finanzielle Wiedergutmachung zu bezahlen. 

 
4. 
Die Schweizer Marke CH 645 779 GLUBSCHI, sowie der Schweizer Teil 
der internationalen Marke IR 1 281 710 GLUBSCHIS und der internationa-
len Marke IR 1 285 540 – GLUBSCHIS (fig.) der Beklagten 1 seien für 
sämtliche beanspruchten Waren für nichtig zu erklären. 

 

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5. 
Es sei das rechtskräftige Urteil dem Eidgenössischen Institut für Geistiges 
Eigentum, QS-Strasse 65/69g, Bern, mitzuteilen. 

 
6. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwSt) zu Lasten der Be-
klagten, je unter solidarischer Haftbarkeit. 

 
sowie dem prozessualen Antrag 

 
Es sei das Verfahren in einem ersten Schritt auf die Rechtsbegehren 1, 2, 
4, 5 und 6 zu beschränken." 

 
Die Klägerin behauptete im Wesentlichen, ihre "Beanie Boos"-Plüschtiere 
würden in der Schweiz seit 1995 vertrieben. Die Bezeichnung "Glubschi" 
werde nachweislich bereits seit mindestens 2010 und somit schon vor Be-
gründung des Vertriebsverhältnisses zwischen ihr und der "O._____-
Gruppe" und erst Recht vor Anmeldung der Marken durch die Beklagte 1 
(Klage Rz. 59) verwendet. Auch das Glubschaugen-Logo werde seit Jah-
ren für ihre "Beanie Boos" verwendet (Klage Rz. 55). "Glubschi" werde von 
Händlern und Konsumenten als Produkt und Marke der Klägerin wahrge-
nommen (Klage Rz. 70) und habe sich entsprechend als Produktmarke im 
Verkehr durchgesetzt (Klage Rz. 77). Auch heute würden die "Beanie 
Boos" beispielsweise in Spielwarenhäusern  mit dieser Bezeichnung ange-
boten (Klage Rz. 71).  
 
Gemäss dem "Distributorship Agreement" habe die L._____ GmbH ihre 
Verpflichtungen aus diesem Vertrag auf alle Unternehmen der "O._____-
Gruppe" überbinden müssen (Klage Rz. 94). Die Beklagte 1 sei jahrelang 
als Vertriebspartnerin für die Schweiz zuständig gewesen (Klage, Rz 77). 
Gemäss dem "Distributorship Agreement" sei der O._____-Gruppe" ledig-
lich eine beschränkte nicht-exklusive Lizenz an den klägerischen Immate-
rialgüterrechten zugestanden. Nach dem "Distributorship Agreement" habe 
die "O._____-Gruppe" offensichtlich nicht Rechteinhaberin an Produkten 
und Produktmarken werden sollen (Klage Rz. 93 f.). Zudem habe die Klä-
gerin das Recht gehabt, alle Marketingmassnahmen zu überwachen und 
gegebenenfalls ein Veto einzulegen (Klage Rz. 95). Im Weiteren sei es der 
"O._____-Gruppe" nach dem "Distributorship Agreement" untersagt, nach 
Vertragsbeendigung klägerische Marken weiter zu verwenden (Klage 
Rz. 96). Trotz dieser klaren vertraglichen Bestimmungen habe die Be-
klagte 1 bereits während der Vertragslaufzeit die Wortmarken CH 645 779 
"Glubschi", IR 1 281 710 "Glubschis" und das Logo IR 1 285 540 "Glub-
schis" (fig.) angemeldet (Klage Rz. 96). Es handle sich hierbei um eigen-
mächtig eingetragene Agentenmarken, die zu löschen seien (Klage 
Rz. 109). Überdies sei die Schweizer Marke CH 645 779 "Glubschi" wegen 
Nichtgebrauchs zu löschen (Klage Rz. 183 ff.). 
 

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Es sei zudem unlauter, dass die in einer geschäftlichen Kooperation ste-
henden Beklagten nunmehr unter der identischen Bezeichnung "Glubschi", 
mit neuem, aber täuschend ähnlichen Logo und den identischen charakte-
ristischen Merkmalen und gleichen Sujets Plüschtiere auf den Markt ge-
bracht hätten, die von den "Beanie Boos" der Klägerin nicht auseinander-
gehalten werden könnten (Klage, Rz. 98 f.; 104, 109, 112 ff.). Die Be-
klagte 1 habe diese Plüschtierserie zudem unter Verwendung von ihr aus 
der Vertriebsbeziehung mit der Klägerin bekannten Interna, Geschäftsge-
heimnissen und Know-how entwickelt (Klage, Rz. 101).  
 
9. Verfahrensbeschränkung und Aktenbeizug 
Nachdem sich beide Beklagten mit dem prozessualen Antrag der Klägerin 
sowie dem Beizug der Akten des Massnahmenverfahrens einverstanden 
erklärt hatten (Schreiben der Beklagten 1 vom 18. Mai 2020 und der Be-
klagten 2 vom 19. Mai 2020), wurde das Verfahren mit Verfügung vom 
20. Mai 2020 auf die klägerischen Rechtsbegehren 1, 2, 4, 5 und 6 be-
schränkt.  
 
10. Klageantworten 
Mit (je separaten, inhaltlich – mit wenigen Ausnahmen – aber identischen) 
Klageantworten (im beschränkten Verfahren) vom 13. Juli 2020 beantrag-
ten die Beklagten: 
 

" 1. 
Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 
2. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin." 

 
Überdies stellten sie den folgenden Verfahrensantrag: 
 

" Es sei nach dem ersten Schriftenwechsel der Parteien eine Instruktions-
verhandlung durchzuführen, welche unter Mitwirkung des Gerichts dem 
Versuch einer Einigung der Parteien dienen soll." 

 
Hinsichtlich des Rechtsbegehrens 4 der Klägerin erhob die Beklagte 1 die 
Einrede der örtlichen Unzuständigkeit des angerufenen Handelsgerichts 
und beantragte, dass das Handelsgericht über die Zuständigkeit für dieses 
Rechtsbegehren durch Zwischenentscheid entscheide. 
 
Sodann verkündete die Beklagte 2 in ihrer Klageantwort der Beklagten 1 
den Streit (Klageantwort Beklagte 2 [KA B2], Rz. 40).  
 
In der Sache behaupteten die Beklagten im Wesentlichen, die L._____ 
GmbH habe während des exklusiven Vertriebsverhältnisses mit der Kläge-
rin auf eigene Kosten und Risiken die für den deutschsprachigen Markt auf-
grund ihrer beschreibenden Anklänge passende Vertriebsmarke "Glubschi" 
bzw. "Glubschis" entwickelt und für ihre Absatzbemühungen benutzt. Der 

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Begriff "Glubschis" sei erstmals am 30. Juni 2011 von zwei ihrer Vertriebs-
mitarbeiterinnen ins Spiel gebracht worden. In der Folge habe der Gründer 
der Klägerin – F._____ – seine Zustimmung zur Entwicklung der Vertriebs-
marke gegeben. Die Vertriebsmarken "Glubschi" bzw. "Glubschis" seien 
erstmals an der Spielwarenmesse Nürnberg im Januar/Februar 2012 ver-
wendet worden. Die Hinterlegung der entsprechenden Marken sei der Klä-
gerin im Übrigen bekannt gewesen. Bei "Glubschi" bzw. "Glubschis" handle 
es sich um ausschliesslich für Marketingmassnahmen, Werbung und "Point 
of Sale"-Materialien entwickelte Vertriebsmarken, während die Marken der 
Klägerin ausschliesslich der Kennzeichnung der verkauften Produkte ge-
dient hätten. Die Klägerin habe den nach dem "Distributorship Agreement" 
im Übrigen zulässigen Aufbau einer Vertriebsmarke geduldet, weil sie da-
von profitiert habe und ihre eigenen Marken hierdurch nicht beeinträchtigt 
worden seien (KA B1 Rz. 3, 45 f., 49, 52, 58 ff., 64 f.). Nach der Kündigung 
des Vertriebsverhältnisses sei es der Beklagten 1 freigestanden, die Ver-
triebsmarke in Kooperation mit der Beklagten 2 zu nutzen (KA B1 Rz. 4). 
Im Übrigen sei ohnehin nicht die Beklagte 1 als Sub-Distributorin für das 
Gebiet der Schweiz tätig gewesen, sondern die K._____ AG (KA B1 
Rz. 49). Der inländische Besitzstand in Bezug auf "Glubschi" bzw. "Glub-
schis" stehe der L._____ GmbH bzw. der Beklagten 1 zu (KA B1 Rz. 5c). 
Diese Zeichen würden von Händlern und Einkäufern von Plüschtieren als 
eigenständige Vertriebsmarke der L._____ GmbH und der Beklagten 1 
wahrgenommen und diesen und nicht der Klägerin zugeordnet (KA B1 
Rz. 5d, 67, 121 ff.). Durchschnittsabnehmer von Plüschtieren (Kinder) wür-
den "Glubschi" bzw. "Glubschis" dagegen in erster Linie als Sachbegriff für 
Plüschtiere mit grossen Augen verstehen (KA B1 Rz. 129). 
 
Weder führten die von den Beklagten nunmehr herausgebrachten Plüsch-
tiere zu einer Verwechslungsgefahr zu den klägerischen "Beanie Boos", 
noch würden sie sich an diesen anlehnen: Plüschtiere mit grossen Kuller-
augen seien im Spielzeugmarkt weit verbreitet und banal. Alle im Wettbe-
werb stehenden Plüschtiere dieser Art wiesen sehr ähnliche Eigenschaften 
(Kulleraugen, "Hangtag" mit Namen des Plüschtiers etc.) auf. Solche Cha-
rakteristika würden daher nicht der Klägerin zugerechnet. Auch lehnten 
sich die Beklagten nicht an Sujets der Klägerin an. Vielmehr hätten sie – 
wie andere Mitbewerber auch – die üblichsten freihaltebedürftigen und 
bestverkäuflichsten Tiersujets ausgewählt. Allerdings treffe es ohnehin 
nicht zu, dass die Beklagten alle Tiersujets übernommen hätten. Zudem 
hebe sich ihr Design von den klägerischen Produkten ab (KA B1 Rz. 5a-b, 
91 ff.). Namentlich finde sich auf den Produkten der "H._____"-Stern und 
auf dem "Hangtag" und der Etikette das "H._____"-Kennzeichen (KA B1 
Rz. 111). Auch aus der gemeinfreien Abbildung von zwei Augen könne die 
Klägerin nichts zu ihren Gunsten ableiten (Klage Rz. 146). Falsch sei, dass 
die Beklagte 1 bei der Entwicklung der Plüschtierserie Interna, Geschäfts-
geheimnisse sowie Know-how aus der Vertriebsbeziehung mit der Klägerin 
habe einfliessen lassen (Klage B1 Rz. 159). Die Produkte der Klägerin 

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seien überdies weder besonders bekannt, noch verfügten sie über eine be-
sondere Qualität oder Eigenschaft, welche ihnen einen Ruf verleihen 
würde. Vielmehr handle es sich um preiswerte Durchschnittsprodukte (KA 
B1 Rz. 5e, 133 ff.). Im Gegensatz zu Deutschland – wo das Zeichen durch 
die McDonald's "Happy-Meal"-Beigabe im Jahr 2016 eine gewisse Be-
kanntheit erlangt habe (KA B1 Rz. 7) – verfüge das Zeichen "Glubschi" in 
der Schweiz nicht über eine gewisse Bekanntheit (KA B1 Rz. 5e). 
 
Das Verhalten der Klägerin sei auch widersprüchlich. Sie habe zu keinem 
Zeitpunkt ein Interesse an der Verwendung der Zeichen "Glubschi" oder 
"Glubschis" gehabt. Vielmehr habe sie stets nur ihre eigenen Marken ver-
wendet (KA B1 Rz. 6a, 135 ff.). Mit Wirkung ab 1. Januar 2018 habe die 
Klägerin zudem entschieden, dass ihre Produkte nicht mehr mit der Ver-
triebsmarke "Glubschi" weitervertrieben werden sollten, sondern wieder 
ausschliesslich mit ihren eigenen Marken. Entsprechend seien der Verkauf 
und die Marketingmassnahmen wieder wie zu Beginn der Zusammenarbeit 
ausschliesslich unter der Marke "Beanie Boos" erfolgt (KA B1 Rz. 76 f.). 
Auch jetzt wolle die Klägerin die "Beanie Boos" nicht mit dem Zeichen 
"Glubschi" vertreiben. Bei der von der Klägerin angemeldeten Marke 
handle es sich um eine Sperrmarke (KA B1 Rz. 6b, 139).  
 
11. Streitverkündung 
Nachdem die Beklagte 1 mit Verfügung vom 17. Juli 2020 aufgefordert wor-
den war, sich zur Streitverkündung zu äussern, reichte sie mit Eingabe vom 
28. Juli 2020 eine gemeinsame Erklärung der beiden Beklagten ein, ge-
mäss welcher die Beklagte 1 die Streitverkündung annimmt und den Pro-
zess mit Einverständnis der Beklagten 2 als deren Prozessstandschafterin 
führt. Mit Verfügung 29. Juli 2020 wurde die gemeinsame Erklärung zur 
Kenntnis genommen und das Rubrum entsprechend angepasst. 
 
12. Replik und Duplik sowie weitere Schriftsätze 
In Replik und Duplik sowie den weiteren Schriftsätzen hielten die Parteien 
an ihren Anträgen fest. Auch hielten sie im Wesentlichen an ihren Behaup-
tungen fest und führten diese weiter aus.  
 
13. Instruktionsverhandlung 
Am 28. Juni 2022 fand eine Instruktionsverhandlung statt. Die anlässlich 
der Instruktionsverhandlung geführten Vergleichsgespräche verliefen er-
gebnislos. 
 
14. Kein Verzicht auf Hauptverhandlung und Schlussvorträge 
Am 18. August 2022 wurde die Beweisverfügung erlassen und die Parteien 
aufgefordert, dem Handelsgericht mitzuteilen, ob sie auf eine Hauptver-
handlung sowie auf die Schlussvorträge verzichten. Während die Beklag-
ten auf die Hauptverhandlung und Schlussvorträge verzichteten, wünschte 
die Klägerin deren Durchführung mit mündlichem Schlussvortrag.  

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15. Vorladung zur Hauptverhandlung und Bestellung des Gerichts 
Mit Verfügung vom 19. Dezember 2022 wurden die Parteien zur Hauptver-
handlung am 17. Januar 2023 vorgeladen. Gleichzeitig wurde ihnen die Be-
setzung der Kammer bekanntgegeben. Auf Gesuch der Klägerin wurde die 
Hauptverhandlung mit Verfügung vom 22. Dezember 2022 abgesagt und 
mit Verfügung vom 4. Januar 2023 auf den 9. März 2022 neu angesetzt. 
 
16. Hauptverhandlung 
Am 9. März 2023 fand die Hauptverhandlung statt, anlässlich welcher die 
Parteien ihre Schlussvorträge hielten, wobei die Parteien von ihrem Recht 
auf einen zweiten Vortrag Gebrauch machten. 
 
17. Teilurteil vom 25. April 2023 
Am 25. April 2023 erliess das Handelsgericht das nachfolgende Teilurteil: 
 

" 1. 
1.1. 
Den Beklagten wird unter Androhung einer Ordnungsbusse von bis zu 
Fr. 1'000.00 für jeden Tag der Nichterfüllung i.S.v. Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO 
sowie unter Androhung der Bestrafung ihrer Organe nach Art. 343 Abs. 1 
lit. a ZPO i.V.m. Art. 292 StGB mit Busse im Widerhandlungsfall verboten, 
in der Schweiz im geschäftlichen Verkehr die nachfolgend abgebildeten 
Plüschtiere und Plüschtier-Schlüsselanhänger unter den Bezeichnungen 
"Glubschi" oder "Glubschis" anzubieten, zu bewerben, in Verkehr zu brin-
gen oder verkaufen zu lassen. 

 
[Es folgen dieselben Abbildungen von Plüschtieren und Plüsch-
tier-Schlüsselanhängern wie in Dispositiv-Ziff. 1 des Massnah-
menentscheids vom 20. Januar 2020.] 

 
 
1.2. 
Die Beklagten werden unter Androhung einer Ordnungsbusse von bis zu 
Fr. 1'000.00 für jeden Tag der Nichterfüllung i.S.v. Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO 
sowie unter Androhung der Bestrafung ihrer Organe nach Art. 343 Abs. 1 
lit. a ZPO i.V.m. Art. 292 StGB mit Busse im Widerhandlungsfall verpflich-
tet, innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils Auskunft zu erteilen und 
nach anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung Rechnung zu legen 
über den Gesamtgewinn, der bis zum Datum des Urteils durch den Verkauf 
von den in Dispositivziffer 1.1 abgebildeten Plüschtieren und Plüschtier-
Schlüsselanhängern unter den Bezeichnungen "Glubschi" oder "Glub-
schis" in der Schweiz erzielt wurde. 
 
1.3. 
Art. 292 StGB lautet: 
 

"Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständi-
gen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels 
an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, wird mit Busse 
bestraft." 

 
 

 - 12 - 
 

 

1.4. 
Die Schweizer Wortmarke CH 645 779 "Glubschi" der Beklagten 1 wird für 
die Waren der Klasse 9 (Wissenschaftliche, Schifffahrts-, Vermessungs-, 
fotografische, Film-, optische, Wäge-, Mess-, Signal-, Kontroll-, Rettungs- 
und Unterrichtsapparate und -instrumente; Apparate und Instrumente zum 
Leiten, Schalten, Umwandeln, Speichern, Regeln und Kontrollieren von 
Elektrizität; Geräte zur Aufzeichnung, Übertragung und Wiedergabe von 
Ton und Bild; Magnetaufzeichnungsträger, Schallplatten; CDs, DVDs und 
andere digitale Aufzeichnungsträger; Mechaniken für geldbetätigte Appa-
rate; Registrierkassen, Rechenmaschinen, Hardware für die Datenverar-
beitung, Computer; Computersoftware; Feuerlöschgeräte) und der 
Klasse 25 (Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen) sowie für 
die folgenden Waren der Klasse 28 (Turn- und Sportartikel sowie Christ-
baumschmuck) für nichtig erklärt. 
 
1.5. 
Im Übrigen werden die im Rahmen des hier zu beurteilenden beschränk-
ten Verfahrens gestellten klägerischen Rechtsbegehren abgewiesen, so-
weit auf sie eingetreten wird. 
 
2.  
Die Prozesskosten sind im Endentscheid zu liquidieren." 

 
18. Beschwerde an das Bundesgericht  
Gegen das Teilurteil vom 25. April 2023 erhoben sowohl die Klägerin (Ver-
fahren 4A_292/2023) als auch die Beklagte 1 (Verfahren 4A_290/2023) 
und die Beklagte 2 (Verfahren 4A_294/2023) Beschwerde ans Bundesge-
richt. Mit Urteil 4A_290/3023, 4A_292/2023, 4A_294/2023 vom 29. Novem-
ber 2023 erkannte das Bundesgericht: 
 

" 1. 
Die Verfahren 4A_290/3023, 4A_292/2023 und 4A_294/2023 werden ver-
einigt. 
 
2. 
In teilweiser Gutheissung der Beschwerden der Klägerin (4A_292/2023) 
und der Beklagten (4A_290/2023 und 4A_294/2023) werden Dispositiv-
Ziffern 1.1-1.5 des angefochtenen Teilurteils des Handelsgerichts des 
Kantons Aargau vom 25. April 2023 aufgehoben und die Sache zu neuer 
Beurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 
 
3. 
Die Gerichtskosten werden im Umfang von Fr. 5'000.-- der Beklagten 1 
(Verfahren 4A_292/2023) und im Umfang von Fr. 12'000.-- (4A_290/2023 
und 4A_294/2023) der Klägerin auferlegt. 
 
4. 
Die Klägerin hat die Beklagte 1 für das bundesgerichtliche Verfahren mit 
Fr. 1'000.-- und die Beklagte 2 mit Fr. 7'000.-- zu entschädigen. 
 
5. 
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Handelsgericht des Kantons Aargau, 
1. Kammer, und dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum 
(IGE) schriftlich mittgeteilt."  

 - 13 - 
 

 

   

Das Handelsgericht zieht in Erwägung: 
 
1. Gegenstand des Rückweisungsverfahrens 
1.1. Die Grundsätze des Rückweisungsverfahrens 
Nach einem Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts sind sowohl die-
ses selbst als auch die kantonalen Instanzen an die rechtliche Beurteilung 
gebunden, mit der die Rückweisung begründet wurde. Wegen dieser Bin-
dung der Gerichte ist es ihnen wie auch den Parteien – abgesehen von 
zulässigen Noven – verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen an-
deren als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter 
rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ab-
gelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden waren. Wie 
weit die Gerichte und Parteien an die erste Entscheidung gebunden sind, 
ergibt sich aus der Begründung der Rückweisung, die sowohl den Rahmen 
für die neuen Tatsachenfeststellungen als auch jenen für die neue rechtli-
che Begründung vorgibt. Durch die Rückweisung wird der Prozess in die 
Lage zurückversetzt, in welcher er sich vor Erlass des aufgehobenen Ur-
teils befunden hat. Das Verfahren, welches von da an wieder einzuschla-
gen ist, richtet sich nach dem einschlägigen Prozessrecht. Das gilt – im 
Rahmen des der Rückweisung unterliegenden Streitpunktes – insbeson-
dere auch für die Zulassung neuer Tatsachen und neuer Beweismittel. Der 
Rahmen wird demnach vom Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts 
in rechtlicher Hinsicht abgesteckt. Der von der Rückweisung erfasste Streit-
punkt darf also nicht ausgeweitet oder auf eine neue Rechtsgrundlage ge-
stellt werden. Daraus folgt schliesslich auch, dass die zuvor obsiegende 
Beschwerdeführerin im neuen Verfahren keine Verschlechterung ihrer 
Rechtsstellung erleiden darf; in dem für sie ungünstigsten Fall müsste sie 
sich mit dem bisherigen, von der Gegenpartei nicht angefochtenen Ergeb-
nis abfinden.2  
 
1.2. Gegenstand des vorliegenden Rückweisungsverfahrens 
1.2.1. Lauterkeitsrechtliche Prüfung  
Das Handelsgericht ist im Teilurteil vom 25. April 2023 zum Schluss ge-
kommen, es liege eine lauterkeitsrechtliche Verwechslungsgefahr i.S.v. 
Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG vor (Teilurteil vom 25. April 2023 E. 4). Weil es 
diese lauterkeitsrechtliche Anspruchsgrundlage bejahte, verzichtete das 
Handelsgericht darauf, sich auch noch mit den übrigen von der Klägerin 
vorgebrachten lauterkeitsrechtlichen Anspruchsgrundlagen auseinander-
zusetzen (Teilurteil vom 25. April 2023 E. 5). 
 
Das Bundesgericht ist demgegenüber zum Schluss gekommen, es liege 
keine lauterkeitsrechtliche Verwechslungsgefahr vor (Urteil des Bundesge-
richts vom 29. November 2023 E. 4). Es hob daher die Dispositiv-Ziff. 1.1 
bis 1.3 des Teilurteils vom 25. April 2023 auf und wies die Sache zur 

 
2  BGer 4A_197/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 3.2 m.w.N. 

 - 14 - 
 

 

Beurteilung der weiteren von der Klägerin geltend gemachten lauterkeits-
rechtlichen Anspruchsgrundlagen an das Handelsgericht zurück.  
 
Folglich hat das Handelsgericht im vorliegenden Rückweisungsverfahren 
noch die nachfolgenden lauterkeitsrechtlichen Anspruchsgrundlagen zu 
prüfen: 

- vergleichende Anlehnung (Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG) 

- Irreführung (Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG) 

- Trittbrettfahrerei im Sinne der Generalklausel (Art. 2 UWG) 
 

1.2.2. Markenrechtliche Prüfung 
Das Handelsgericht erklärte in Dispositiv-Ziff. 1.4 des Teilurteils vom 
25. April 2023 die Schweizer Wortmarke CH 645 779 "Glubschi" der Be-
klagten 1 für teilnichtig. Es stellte fest, dass die Beklagte 1 die Marke einzig 
mit Bezug auf die Waren Spiele, Spielzeug und Plüschtiere der Klasse 28 
gebraucht hat. Hinsichtlich der weiteren Waren der Klasse 28 sowie für 
sämtliche Waren der Klassen 9 und 25, für welche die Marke ebenfalls hin-
terlegt ist, ordnete es zufolge Nichtgebrauchs die Löschung an (vgl. Teilur-
teil vom 25. April 2023 E. 9.4.1).  
 
Den weiteren von der Klägerin geltend gemachten markenrechtlichen An-
spruch, nämlich den Anspruch auf Löschung gemäss Art. 4 MSchG (Vor-
liegen einer Agentenmarke), welche sich nicht nur auf die Schweizer Wort-
marke CH 645 779 "Glubschi", sondern auch auf den Schweizer Teil der 
internationalen Marken IR 1 281 710 "Glubschis" und IR 1 285 540 "Glub-
schis" (fig.) der Beklagten 1 bezog, verneinte das Handelsgericht (Disposi-
tiv-Ziff. 1.5 des Teilurteils vom 25. April 2023). 
 
Das Bundesgericht hob die Dispositiv-Ziff. 1.4 und 1.5 des Teilurteils vom 
25. April 2023 vollständig auf. Allerdings war die Frage des (teilweisen) 
Nichtgebrauchs der Schweizer Marke CH 645 779 nicht Thema des bun-
desgerichtlichen Urteils. Dieses erwog vielmehr, dass das Handelsgericht 
das Vorliegen einer Agentenmarke i.S.v. Art. 4 MSchG nicht von vornherein 
hätte ausschliessen dürfen. Entsprechend habe das Handelsgericht unge-
prüft gelassen, ob die Voraussetzungen dieser Bestimmung erfüllt seien 
(Urteil des Bundesgerichts vom 29. November 2023 E. 3.2.). Das Handels-
gericht habe neu noch zu beurteilen, ob die von der Klägerin geltend ge-
machte Schutzverweigerung hinsichtlich der strittigen Marken CH 654 779 
"Glubschi", IR 1 281 710 "Glubschis" und IR 1 285 540 "Glubschis" (fig.) für 
sämtliche beanspruchten Waren (d.h. auch für Spiele, Spielzeug und 
Plüschtiere in Klasse 28) zu löschen sei (Urteil des Bundesgerichts vom 
29. November 2023 E. 3.3.). Entsprechend hat das Handelsgericht in vor-
liegendem Urteil mindestens im Umfang des Teilurteils vom 25. April 2023 
die Löschung der Schweizer Wortmarke CH 645 779 "Glubschi" der Be-
klagten 1 anzuordnen. Zu prüfen hat es darüber hinaus, ob gestützt auf 

 - 15 - 
 

 

Art. 4 MSchG auch eine Löschung für die noch verbliebenen hinterlegten 
Waren (und damit eine vollständige Löschung der Marke) vorgenommen 
werden muss. Überdies ist auch für den Schweizer Teil der beiden interna-
tionalen Marken der Beklagten 1 zu prüfen, ob diese Marken gestützt auf 
Art. 4 MSchG zu löschen sind. 
 
2. Vergleichende Anlehnung (Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG) 
2.1. Argumentation der Klägerin 
Die Klägerin ist der Ansicht, die Beklagten beabsichtigten durch Verwen-
dung der Bezeichnung "Glubschi" im Zusammenhang mit den streitgegen-
ständlichen Plüschtierprodukten, den Werbewert und somit den Ruf der 
klägerischen Plüschtierserie auszubeuten. Insbesondere werde der hohe 
Bekanntheits- bzw. Werbewert, der den klägerischen Plüschtierprodukten 
innewohne, ausgenutzt. Die klägerische Original-Plüschtierlinie sei von der 
"O._____-Gruppe" gezielt unter dem Produktnamen "Glubschis" vermark-
tet worden. Entsprechend werde "Glubschis" als Hinweis auf die Klägerin 
bzw. ihre Plüschtiere wahrgenommen. Die Beklagte 1 selbst spreche von 
einem "schutzwürdigen inländischen Besitzstand" an der Bezeichnung "Glub-
schis" und mache geltend, viele Investitionen zur Bekanntmachung der 
Marke "Glubschis" getätigt zu haben. Die Beklagte 1 rechne diesen Besitz-
stand aber zu Unrecht sich selbst an, wobei sie behaupte, die Bezeichnung 
"Glubschi" als eigenständige Vertriebsmarke aufgebaut zu haben. Es treffe 
indessen nicht zu, dass die Beklagte 1 eine eigenständige Vertriebsmarke 
aufgebaut habe. Auf den Werbematerialen fände sich denn auch nirgends 
ein Hinweis auf die Beklagte 1 bzw. die "O._____-Gruppe". 
 
Die Beklagten würden sich durch Verwendung der identischen Produktbe-
zeichnung in Kombination mit auffällig ähnlich gestalteten Plüschtieren un-
nötig an ihrer Plüschtierlinie anlehnen. Dies erfolge in der Absicht, eine Ge-
dankenassoziation mit den klägerischen Produkten entstehen zu lassen. 
Dass sich auf den Plüschtieren der Beklagten eine Herstellerbezeichnung 
finde, vermöge die Gedankenassoziation nicht aufzuheben. Eine unnötige 
Anlehnung liege bereits dann vor, wenn mittels einer positiven Anlehnung 
die mit einem Produkt verbundenen positiven Assoziationen auf ein ande-
res Produkt übertragen würden. Die Verbraucher könnten wegen der Über-
nahme des identischen Produktnamens davon ausgehen, dass die Plüsch-
tiere der Beklagten 2 ein Nachfolge- oder Ersatzprodukt der Plüschtiere der 
Klägerin seien.  
 
Die Absicht, eine Assoziation hervorzurufen, gäben die Beklagten auch zu, 
indem sie ihre Produkte ins Verhältnis zu den "bisherigen" Produkten stell-
ten, womit offensichtlich nur die klägerischen Produkte gemeint sein könn-
ten.  
 
Die Anlehnung erfolge ohne Rechtfertigung und sei folglich unnötig. Es sei 
kein Grund ersichtlich, weshalb die Beklagte 1 die seit einem Jahrzehnt für 

 - 16 - 
 

 

die bekannten klägerischen Plüschtiere benutzte Bezeichnung "Glubschis" 
im Kombination mit einer identisch nachgeahmten Plüschtierserie benut-
zen müsse. Die Beklagte 2 habe bisher schon vergleichbare Plüschtiere 
unter der Bezeichnung "[…]" vertrieben. Es sei daher nicht ersichtlich, wes-
halb sie ihre Plüschtiere nun mit der Bezeichnung "Glubschi" vertreiben 
müsse. Der Bezeichnung "Glubschi" bedienten sich beide Beklagten einzig 
zur rufausbeutenden Anlehnung. Daran ändere nichts, dass die Beklagte 1 
in der Vergangenheit die Bezeichnung "Glubschi" beworben habe, da sie 
dies ausschliesslich im Rahmen ihrer Pflichten aus dem Vertriebsvertrag 
im Zusammenhang mit den klägerischen Produkten getan habe. Auch die 
ohne Kenntnis der Klägerin getätigten Markeneintragungen der Beklag-
ten 1 änderten nichts daran, dass sich die Beklagten unlauter verhielten: 
Einerseits seien diese Marken löschungsreif, andererseits komme dem 
MSchG gegenüber dem UWG keine Vorrangstellung zu (Klage Rz. 113 ff.; 
Replik Rz. 136 ff.).  
 
2.2. Argumentation der Beklagten 
Die Beklagten sind der Ansicht, dass eine unnötige Anlehnung schon des-
halb nicht vorliege, weil es an einer erkennbaren Bezugnahme fehle. Die 
Klägerin habe ihre Produkte nie mit den Zeichen "Glubschi" oder "Glub-
schis" gekennzeichnet, sondern stets mit der Bezeichnung "Beanie Boos". 
Die Zeichen "Glubschi" bzw. "Glubschis" seien von der "O._____-Gruppe" 
lediglich zu Promotionszwecken mit Duldung der Klägerin zur Bewerbung 
von deren Produkten verwendet worden. Es treffe auch nicht zu, dass die 
entsprechenden Markenanmeldungen ohne Kenntnis der Klägerin erfolgt 
seien. Auf Seiten der Klägerin habe in Bezug auf die Zeichen "Glubschi" 
oder "Glubschis" überdies von Anfang an gar kein Ruf bzw. keine Wert-
schätzung für unter diesen Zeichen vertriebene Plüschtiere entstehen kön-
nen. Der Umstand allein, dass die Beklagte 2 in Lizenz für die Beklagte 1 
Plüschtiere mit grossen Augen und grossem Kopf vertreibe, diese in ver-
schiedenen Grössen erhältlich seien und – zur Förderung der Sammellei-
denschaft – mit "Hangtags" versehen würden, genüge für eine unnötige 
Anlehnung von vornherein nicht.  
 
Im Weiteren liege auch kein bekanntes Drittzeichen vor, das die Beklagte 
ausbeuten könne. Die Klägerin habe für die vermeintlich hohe Bekanntheit, 
den Werbewert oder Ruf keinen Beweis erbracht. Die Zeichen "Glubschi" 
bzw. "Glubschis" würden nicht als Produktmarke der Klägerin wahrgenom-
men (KA B1 Rz. 165 ff.; Duplik Rz. 118 ff.).  
 
2.3. Rechtliches 
Unlauter handelt, wer seine Waren in unnötig anlehnender Weise mit den 
Waren eines anderen vergleicht (Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG). Zweck dieser 
Bestimmung ist es, fehlerhafte vergleichende Werbung zu vermeiden und 

 - 17 - 
 

 

den Missbrauch zu verhindern, ohne die vergleichende Werbung gänzlich 
zu verbieten.3 
 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung handelt unlauter im Sinne 
von Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG, wer mit seinem Werbeauftritt im Ergebnis den 
guten Ruf von unter einem anderen Zeichen bekannten Waren auf seine 
eigenen überträgt.4 Es ist daher davon auszugehen, dass das Bundesge-
richt einen "guten Ruf" als Tatbestandsmerkmal der Rufausbeutung nach 
Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG voraussetzt. Der "gute Ruf" wird verstanden als 
Image oder Goodwill. Er besteht in der Gesamtheit der Informationen und 
Assoziationen sowie der Vorstellungen über die Eigenschaft der Produkte, 
welche das Publikum mit dem Vergleichsobjekt verbindet. Dazu gehören 
neben typischen Rufinhalten wie Exklusivität, Prestigewert oder Qualität 
auch spezifische Attribute wie "sportlich", "elegant" oder "gesund".5  
 
Tatbestand ist neben dem "guten Ruf" der Vergleich im Rahmen der Wer-
bung, wobei sowohl der Vergleich wie auch die Werbung weit zu verstehen 
sind. Mithin kommt es nicht auf spezifische Werbemassnahmen, sondern 
bloss auf die Veröffentlichung an. Der vorausgesetzte Vergleich kann auch 
konkludent oder implizit durch Werbe- oder Marketingmassnahmen erfol-
gen.6 Darunter fällt etwa auch die Ausstattung eines Produkts wie beispiels-
weise die Etikette einer Getränkeflasche, da dieser Werbefunktion zu-
kommt.7 Der Vergleich kann auch durch Anlehnung an Konkurrenzprodukte 
erfolgen, wobei nicht im eigentlichen Sinne Fakten verglichen werden, son-
dern dargelegt wird, dass das eigene Produkt so gut sei wie ein anderes 
oder ein Ersatz für ein anderes Produkt sei.8 Die Rufausbeutung kann auch 
darin bestehen, dass die fremde Ware derart in der eigenen Werbung ein-
gesetzt wird, dass das Image auf die eigenen Angebote transferiert wird. 
Dies kann insbesondere durch das Erwecken von Gedankenassoziationen 
zur fremden Ware erfolgen.9 Eine verdeckte Rufausbeutung liegt vor, wenn 
die Gestaltung eines fremden Produkts übernommen und das eigene Pro-
dukt an die Merkmale der anderen Ware angenähert wird.10 Bei einem 

 
3  SHK UWG-OETIKER, 3. Aufl. 2023, Art. 3 lit. e N. 4; STAUBER/ISKIC, in: Heizmann/Loacker (Hrsg.), 

Kommentar zum UWG, 2018, Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 5. 
4  BGE 135 III 446 E. 7.1. 
5  HGer BE HG 19 89 vom 24. Februar 2020 E. 27.1 f., (auszugsweise) publiziert in: sic! 2021, 

S. 37 ff. 
6  BGE 135 III 446 E. 7.1; BGer 4A_103/2008 vom 7. Juli 2008 E. 6; BSK UWG-SCHMID, 2013, Art. 3 

Abs. 1 lit. e N. 94. 
7  HGer ZH HE960020 vom 26. November 1996 E. G.d.bb, (auszugsweise) publiziert in: sic! 1999, 

S. 581 ff.; SHK UWG-OETIKER (Fn. 3), Art. 3 lit. e N. 14; DOBLER, Der lauterkeitsrechtliche Schutz 
von Produktausstattungen, 2015, N. 271 ff. 

8  BSK UWG-SCHMID (Fn. 6), Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 30 f.; STAUBER/ISKIC (Fn. 3), Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 7 
je m.w.N; BGE 135 III 446 E. 7.1; BGer 4A_103/2008 vom 7. Juli 2008 E. 6. 

9  BGE 135 III 446 E. 7.1; BGer 4A_103/2008 vom 7. Juli 2008 E. 6, 4A_467/2007 und 4A_469/2007 
vom 8. Februar 2008 E. 4.3 je m.w.N. 

10  HGer SG vom 6. Januar 2009 E. 3e, publiziert in: GVP 2009, S. 139 f.; BSK UWG-SCHMID (Fn. 6), 
Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 94 und 105 je m.w.N. 

 - 18 - 
 

 

unlauteren anlehnenden Vergleich geht es um die Koppelung der eigenen 
mit der fremden Ware, um deren Bekanntheit auszunutzen.11  
 
Einer lauterkeitsrechtlichen Verwechslungsgefahr wie beim wettbewerbs-
rechtlichen Kennzeichenschutz gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG bedarf es 
nicht.12 Die Anforderungen an die Ähnlichkeit der Ausstattung sind damit 
bei der Schaffung einer Gedankenassoziation geringer als bei der Ver-
wechslungsgefahr. Allerdings genügt nicht schon jede noch so geringfü-
gige Ähnlichkeit einer Ausstattung mit derjenigen eines Konkurrenten, um 
eine unlautere Anlehnung zu bejahen. Vielmehr ist zusätzlich erforderlich, 
dass die Ausstattung in einer Weise verwendet wird, dass es nicht anders 
denn als Anlehnung an diejenige eines Dritten gedeutet werden kann, und 
diese objektiv geeignet ist, beim Adressaten eine gedankliche Verbindung 
zum Drittzeichen bzw. den damit gekennzeichneten Produkten zu wecken. 
Das Verbot der unlauteren Anlehnung an eine Konkurrenzausstattung soll 
nur eindeutige Fälle unnötiger Anlehnungen erfassen, die nicht durch ein 
Informationsbedürfnis zu rechtfertigen sind. Gleichzeitig ist umso mehr eine 
Rufausbeutung durch Imagetransfer anzunehmen, je ähnlicher sich die 
Ausstattungen nach ihrem Gesamteindruck und je näher sich die Produkte 
sind.13 Die Grenzlinie zwischen zulässiger und unzulässiger Anlehnung 
bzw. Rufausbeutung wird auch von der Zumutbarkeit eines weiteren Ab-
stands beeinflusst.14 Unnötig ist eine Anlehnung, wenn sie ohne sachlichen 
Rechtfertigungsgrund erfolgt oder das zur Information erforderliche Mass 
überschreitet.15 Verdeckte Anlehnungen werden teilweise als generell un-
nötig bezeichnet, ausser es werden bloss einzelne Elemente übernommen, 
deren Übernahme sachlich gerechtfertigt ist, weil objektive Gründe beste-
hen.16 Je mehr das Bezugsprodukt als eigentliches "Zugpferd" verwendet 
wird, desto eher ist die Anlehnung als unnötig zu qualifizieren.17 
 
2.4. Beurteilung 
Wie das Handelsgericht bereits im Teilurteil vom 25. April 2023 festgestellt 
und das Bundesgericht in seinem Urteil vom 29. November 2019 nicht be-
anstandet hat (Urteil des Bundesgerichts vom 29. November 2023 E. 4.1 
sowie E. 4.3), hebt sich die klägerische Plüschtierlinie "Beanie Boos" nicht 
von vergleichbaren Plüschtierlinien ihrer Konkurrentinnen ab. Auch stellt 
die Klägerin wie zahlreiche ihrer Konkurrentinnen ein günstiges 

 
11  SHK UWG-OETIKER (Fn. 3), Art. 3 lit. e N. 36; BSK UWG-SCHMID (Fn. 6), Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 86 und 

89. 
12  BGE 135 III 446 E. 7.5. 
13  BGE 135 III 446 E. 7.1 und 7.5; BGer 4A_103/2008 vom 7. Juli 2008 E. 6, 4A_467/2007 und 

4A_469/2007 vom 8. Februar 2008 E. 4.1, 4.3 und 6.2; SHK UWG-OETIKER (Fn. 3), Art. 3 lit. e N. 36 
und 39; BSK UWG-SCHMID (Fn. 6), Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 86, 89 und 109; STAUBER/ISKIC (Fn. 3), Art. 3 
Abs. 1 lit. e N. 37 je m.w.N. 

14  HGer ZH HG970259 vom 8. Juli 1999 E. 3, (auszugsweise) publiziert in: sic! 2000, S. 307 ff. 
15  STAUBER/ISKIC (Fn. 3), Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 56. 
16  STAUBER/ISKIC (Fn. 3), Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 59. 
17  STAUBER/ISKIC (Fn. 3), Art. 3 Abs. 1 lit. e N. 60  

 - 19 - 
 

 

Massenprodukt her. Die klägerischen Plüschtiere heben sich in qualitativer 
Hinsicht weder im positiven noch im negativen Sinne von den Konkurrenz-
produkten ab. Folglich führen weder das Design noch die Qualität der klä-
gerischen Plüschtierprodukte zu einem guten Ruf, der von den Beklagten 
ausgebeutet werden könnte. Demgemäss ist nicht zu beanstanden, dass 
die Beklagten ähnliche Plüschtiere in vergleichbarer Qualität wie die Klä-
gerin anbieten. Die Ausbeutung könnte sich demnach von vornherein nur 
darauf beziehen, dass die Beklagten diese Art von Plüschtieren als "Glub-
schis" bezeichnen.  
 
Die Bezeichnung "Glubschi" befand sich bei den klägerischen Produkten 
lediglich auf (von der "O._____-Gruppe" für den Vertrieb der klägerischen 
Plüschtiere verwendeten) Marketingmaterialien. Die klägerischen Produkte 
werden und wurden vielmehr stets mit der Bezeichnung "Beanie Boos" ver-
trieben. Die Bezeichnung "Glubschis" ist – wie auch das Bundesgericht 
festgehalten hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. November 2023 
E. 4.3) – beschreibend. Die Verwendung der Werbebotschaft "Glubschis" 
könnte den Plüschtieren folglich nur einen Ruf als "glubschäugige" Plüsch-
tiere verschaffen. Als solche können sie zwar effektiv bezeichnet werden. 
Wie ausgeführt, gibt es aber zahlreiche andere glubschäugige Plüschtiere 
auf dem Markt, sodass die Bewerbung als glubschäugige Plüschtiere nicht 
geeignet ist, den klägerischen Plüschtieren einen guten Ruf zu verschaffen. 
Für einen guten Ruf wäre vielmehr notwendig, dass das Zeichen "Glubschi" 
über den beschreibenden Charakter hinaus eine zusätzlich Botschaft im 
Sinne einer Assoziation oder Vorstellung über die Eigenschaft oder das 
Image des Produkts vermitteln würde (beispielsweise hinsichtlich Qualität, 
Exklusivität, Tradition, Kultstatus etc.). Dies ist beim Zeichen "Glubschis" 
indessen nicht der Fall.  
 
Zwar ist anders als für eine lauterkeitsrechtliche Verwechslungsgefahr ge-
mäss Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG – eine solche wurde vom Bundesgericht ver-
neint – für eine vergleichende Anlehnung i.S.v. Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG 
keine Kennzeichnungskraft notwendig. Allerdings setzt der "gute Ruf", wie 
er für das Vorliegen einer vergleichenden Anlehnung notwendig ist, voraus, 
dass es sich bei den Elementen, an welche sich die Konkurrenzausstattun-
gen anlehnen, nicht um bloss beschreibende Elemente handelt. Andern-
falls können die Abnehmer gar keine Gedankenassoziation zu einem an-
deren Produkt (nämlich das Produkt, das über einen "guten Ruf" verfügt) 
herstellen. Eine Anlehnung setzt zwar keine Kennzeichnungskraft aber 
doch eine Assoziation zu einem Vergleichsgegenstand voraus.18 Wenn die 
Abnehmer von glubschäugigen Plüschtieren die Bezeichnung "Glubschi" – 
wie das Bundesgericht festgehalten hat – "ohne Weiteres unmittelbar als die 
äusseren Merkmale der Ware beschreibende Angabe" auffassen (Urteil des 
Bundesgerichts vom 29. November 2023 E. 4.3) – so besteht entsprechend 

 
18  Vgl. BGE 135 III 446 E. 7. 

 - 20 - 
 

 

nicht nur keine lauterkeitsrechtliche Verwechselungsgefahr. Vielmehr muss 
in diesem Fall auch die Herstellung einer Gedankenassoziation zwischen 
den klägerischen und den beklagtischen Produkten und damit eine lauter-
keitsrechtlich unzulässige vergleichende Anlehnung bzw. Rufausbeutung 
ausgeschlossen werden.  
 
3. Irreführung (Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG) 
Die Klägerin beruft sich ferner auf Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG (Klage 
Rz. 137 ff.; Replik Rz. 147 ff.). Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG handelt ins-
besondere unlauter, wer über sich, seine Firma, seine Geschäftsbeziehun-
gen, seine Waren, Werke oder Leistungen, deren Preise, die vorrätige 
Menge, die Art der Verkaufsveranstaltung oder über seine Geschäftsver-
hältnisse unrichtige oder irreführende Angaben macht. Art. 3 Abs. 1 lit. b 
UWG dient dem Schutz vor Täuschung (Wahrheitsgebot) und Irreführung 
(Klarheitsgebot) und damit dem Schutz von Allgemeininteressen, insbe-
sondere dem Schutz des Vertrauens von Konsumenten in die Einhaltung 
gegebener Werbeversprechen, indem es ein Geschäftsgebaren untersagt, 
das darauf abzielt, den Adressaten beim Vertragsschluss dadurch zu be-
einflussen, dass beim potenziellen Vertragspartner eine Diskrepanz zwi-
schen dessen subjektiver Vorstellung und der Realität bewirkt wird.19 Die 
Verwechslungsgefahr gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG stellt einen Anwen-
dungsfall der Irreführung dar.20 Eine betriebliche Herkunftsangabe, die zu-
gleich eine Anlehnung an den Betrieb eines anderen darstellt (Mitbewer-
berbezogenheit), ist daher bereits umfassend von Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG 
erfasst, der in diesem Fall als lex specialis vorgeht.21 
 
Damit von unlauterem Handeln der Beklagten im Sinne von Art. 3 Abs. 1 
lit. b UWG gesprochen werden könnte, müssten die Beklagten, indem sie 
den Begriff "Glubschi" verwenden, eine irreführende Angabe machen. 
Nach Ansicht der Klägerin ist dies der Fall. Sie ist der Auffassung, dass die 
Konsumenten aufgrund der Verwendung des Begriffs "Glubschi" fälschli-
cherweise davon ausgingen, es handle sich bei der beklagtischen Plüsch-
tierserie um eine Nachfolgeserie der klägerischen "Beanie Boos"-Plüsch-
tiere (Klage, Rz. 139). Dieser Vorwurf zielt jedoch auf eine mitbewerberbe-
zogene Irreführungsgefahr und ist kein Anwendungsfall von Art. 3 Abs. 1 
lit. b UWG. Vielmehr handelt es sich um einen Fall, der entweder unter den 
Tatbestand der Verwechslungsgefahr i.S.v. Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG oder 
allenfalls unter den Tatbestand der unlauteren vergleichenden Anlehnung 
i.S.v. Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG zu subsumieren wäre. Dass keine 

 
19  BGer 6B_99/2019 vom 18. April 2019 E. 2.2; SHK UWG-JUNG, 3. Aufl. 2023, Art. 3 Abs. 1 lit. b 

N. 1; BSK UWG-BERGER, 1. Aufl. 2013, Art. 3 Abs. 1 lit. b N. 3. 
20  BSK UWG-BERGER (Fn. 19), Art. 3 Abs. 1 lit. b N. 143. 
21  DIKE UWG-BLATTMANN, 1. Aufl. 2018, Art. 3 Abs. 1 lit. b N. 143; SHK UWG-JUNG (Fn. 19), Art. 3 

Abs.1 lit. b UWG N. 38; SHK UWG-SPITZ/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, 3. Aufl. 2023, Art. 3 Abs. 1 lit. d 
N. 1; BSK UWG-BERGER (Fn. 19), Art. 3 Abs.1 lit. b N. 67, 91 und 143; so auch HGer ZH HG 
130195 E. 3.1. 

 - 21 - 
 

 

lauterkeitsrechtliche Verwechslungsgefahr besteht, hat das Bundesgericht 
bereits entschieden (oben, E. 1.2.1). Sodann wurde soeben (vgl. oben, 
E. 2) dargelegt, dass auch keine unlautere vergleichende Anlehnung vor-
liegt.  
 
4. Generalklausel (Art. 2 UWG) 
Die Klägerin beruft sich schliesslich auf die lauterkeitsrechtliche General-
klausel (Art. 2 UWG; Klage Rz. 142 f.; Replik Rz. 149 ff.). Nach dieser Be-
stimmung ist jedes täuschende oder in anderer Weise gegen den Grund-
satz von Treu und Glauben verstossende Verhalten oder Geschäftsgeba-
ren, welches das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbie-
tern und Abnehmern beeinflusst, unlauter und widerrechtlich.  
 
Die Klägerin führt hierzu aus, die überaus hohe Bekanntheit und der gute 
Ruf der klägerischen Plüschtierserie "Glubschis" bzw. die beim Publikum 
damit verbundenen Wertvorstellungen stellten einen Werbewert dar, der 
auch von anderen Marktteilnehmern ausgenutzt werden könne, indem sie 
ihre Produkte mit dem gleichen oder ähnlichen Kennzeichen versehen oder 
mit dem Kennzeichen werben würden. Solche Zeichenverwendungen ver-
schafften dem Trittbrettfahrer Wettbewerbsvorteile, weil das Publikum ihm 
die gleiche Aufmerksamkeit schenke und der gute Ruf der entsprechend 
gekennzeichneten Waren auf ihn übertragen würden. Soweit der Trittbrett-
fahrer sich – wie vorliegend die Beklagten – planmässig an den guten Ruf 
der Plüschtiere bzw. das über Jahre erarbeitete einzigartige Image anhäng-
ten und sich dieses Zeichen einzig aus kommerziellen, gewinnorientierten 
Gründen zunutze machten, sei das Verhalten als unlauter und widerrecht-
lich i.S.d. Art. 2 UWG zu qualifizieren.  
 
Die Klägerin argumentiert vor allem mit dem angeblichen "guten Ruf" ihrer 
Produkte. Hierbei handelt es sich um eine Thematik, die unter den Spezi-
altatbestand des Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG fällt. Oben (vgl. E. 2) wurde be-
reits ausgeführt, dass die klägerischen Produkte nicht über den von der 
Klägerin behaupteten guten Ruf verfügen. Darauf braucht nicht weiter ein-
gegangen zu werden. Im Weiteren ist nicht ersichtlich, worin ein unlauteres 
Verhalten im Sinne der lauterkeitsrechtlichen Generalklausel (oder eines 
anderen noch nicht diskutierten Tatbestands des Lauterkeitsrechts) mit Be-
zug auf die Verwendung des Zeichens "Glubschi" liegen soll, nachdem 
nicht erwiesen ist, dass sich dieses beschreibende Zeichen zugunsten der 
Klägerin durchgesetzt hat oder dieses bei den Abnehmern zu einer Asso-
ziation mit den klägerischen Produkten führt.  
 
5. Rechnungslegung 
Da der Klägerin keine Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb zustehen, 
ist auch ihr Rechtsbegehren 2, mit welchem sie im Hinblick auf die Beziffe-
rung ihrer aus unlauterem Wettbewerb geltend gemachten finanziellen 

 - 22 - 
 

 

Forderungen (Rechtsbegehren 3), Rechenschaftsablage von den Beklag-
ten verlangt, abzuweisen.   
 
6. Agentenmarke (Art. 4 MSchG) 
6.1. Argumentation der Klägerin 
Die Klägerin macht geltend, dass es sich bei den von ihr mit dem Rechts-
begehren Ziff. 4 angegriffenen Marken um sog. Agentenmarken i.S.v. Art. 4 
MSchG handle, die zu löschen seien. Die angegriffenen Marken seien von 
der Beklagten 1 ohne ihre Zustimmung noch während der Dauer des Ver-
triebsverhältnisses für eine Produktbezeichnung angemeldet worden, die 
von der "O._____-Gruppe" vor und zu diesem Zeitpunkt ausschliesslich als 
Produktmarke im Zusammenhang mit dem Vertrieb der Plüschtiere der Klä-
gerin verwendet worden sei. Die Marken seien zu einer Zeit eingetragen 
worden, als die Beklagte 1 bzw. deren Rechtsvorgängerin einer vertragli-
chen Interessenwahrungs- bzw. Loyalitätspflicht gegenüber der Klägerin 
unterlegen sei. Einziges Ziel der Beklagten 1 sei es, mit der Anmeldung 
und Benutzung bzw. gar Lizenzierung der "Glubschi(s)"-Marken, vom 
Marktwert, der alleine den Produkten der Klägerin zukomme, zu profitieren. 
Es treffe auch nicht zu, dass die Beklagte 1 für die "Schöpfung" dieser 
Marke verantwortlich sei. Der Begriff "Glubschis" sei schon vor Beginn des 
Vertriebsverhältnisses auf dem Markt für ihre grossäugigen Plüschtierpro-
dukte verwendet worden. Doch selbst wenn dies nicht der Fall gewesen 
sei, ändere dies nichts an ihrem besseren Recht. Denn die Schöpfungs- 
und Entwicklungshandlungen wären einzig im Rahmen des Vertriebsver-
trages zur Förderung ihrer Produkte getätigt worden. Wesentlicher Be-
standteil des Vertriebsvertrages sei es gewesen, den Ruf der Produkte der 
Klägerin zu fördern, was der Beklagten 1 auch bewusst gewesen sei. Dies 
würden Werbeaussagen wie "Die original A._____ Beanie Boos besser bekannt 
als 'Glubschis'" beweisen (Klage Rz. 156 ff.; Replik Rz. 155 ff.; Stellung-
nahme zur Duplik vom 6. April 2021 Rz. 78 ff.).  
 
6.2. Argumentation der Beklagten 1 
Die Beklagte 1 führt aus, es liege kein Fall von Art. 4 MSchG vor. Die Pro-
dukte der Klägerin seien nie mit dem Zeichen "Glubschi" oder "Glubschis" 
gekennzeichnet worden. Die Klägerin habe diese Zeichen vor der Zusam-
menarbeit mit den O._____-Gesellschaften zu keinem Zeitpunkt selber ge-
braucht oder durch Dritte verwenden lassen. Die Klägerin habe als Pro-
duktmarke stets "A._____" oder "Beanie Boos" verwendet. Sie habe die 
streitgegenständlichen Zeichen weder selbst entwickelt noch irgendwo an-
gemeldet oder gebraucht. Diese Zeichen seien ihr wirtschaftlich nicht zu-
zurechnen. Überdies treffe es nicht zu, dass die Klägerin keine Kenntnis 
davon gehabt habe, dass sie die streitgegenständlichen Marken anmelde 
(KA B1 Rz. 221 ff.; Duplik Rz. 121 ff.).  
 

 - 23 - 
 

 

6.3. Rechtliches 
Keinen Schutz geniessen Marken, die ohne Zustimmung des Inhabers auf 
den Namen von Agenten, Vertretern oder anderen zum Gebrauch Ermäch-
tigten eingetragen werden oder die nach Wegfall der Zustimmung im Re-
gister eingetragen bleiben (Art. 4 MSchG). 
 
Der besondere Schutzausschlussgrund der eingetragenen Marke nach 
Art. 4 MSchG beruht – ähnlich wie die relativen Ausschlussgründe – auf 
dem Vorbestehen bestimmter Drittzeichen; diese sind zwar im Inland nicht 
als Marke eingetragen, aber vom besser Berechtigten im In- oder Ausland 
benutzt worden. Die Norm bezweckt den Schutz des wirtschaftlichen Inha-
bers einer Marke gegenüber einem Agenten, Vertreter oder einem anderen 
zur Nutzung des Zeichens während der Dauer der Zusammenarbeit Er-
mächtigten, der das Zeichen ohne Ermächtigung auf seinen Namen hinter-
legt oder die Eintragung nach Beendigung der Zusammenarbeit weiterhin 
behält. Dieser Schutz beruht auf der Annahme, dass der Nutzungsberech-
tigte gegenüber dem Inhaber aufgrund der Zusammenarbeit einer Interes-
senwahrungs- bzw. Loyalitätspflicht unterliegt, die einer Aneignung der 
Marke entgegensteht. Die vom Gesetzgeber anvisierte besondere Konstel-
lation setzt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung einen Vertrag zwi-
schen dem wirklichen und dem angemassten Inhaber der Marke voraus, 
der die Wahrung der geschäftlichen Interessen des Geschäftsherrn sowie 
eine Ermächtigung zum Gebrauch einer fremden Marke zum Inhalt hat.22  
 
Der Umstand, dass Art. 4 MSchG ("Eintragung zugunsten Nutzungsbe-
rechtigter") nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein Vertragsverhält-
nis voraussetzt, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich da-
bei um einen im Markenrecht begründeten besonderen Schutzausschluss-
grund und nicht um einen vertraglichen Anspruch handelt. Es wird in der 
Lehre daher zu Recht hervorgehoben, dass im Hinblick auf den Schutz-
zweck von Art. 4 MSchG an die Identität der nutzungsberechtigten Ver-
tragspartei, gegen die sich die Bestimmung richtet, keine allzu strengen 
Anforderungen zu stellen sind. Erfasst werden demnach nicht nur Hinterle-
gungen durch den nutzungsberechtigten Vertragspartner selber, sondern 
auch solche durch dessen Organe, Gesellschafter, Hilfspersonen, verbun-
dene Unternehmen im Konzern oder Strohmänner, soweit solche Hinterle-
gungen im Zusammenhang mit dem im Rahmen der Ermächtigung erfolg-
ten Markengebrauch vorgenommen wurden.23 
 
Dem besser berechtigten Inhaber stehen zur Wahrung seiner Rechtsposi-
tion gegenüber dem angemassten (formellen) Hinterleger gestützt auf 
Art. 4 MSchG bei gegebenen Voraussetzungen in erster Linie die (alterna-
tiven) Ansprüche zu, entweder die Marke im Sinne eines gesonderten 

 
22  BGer 4A_292/2023, 4A_290/2023 vom 29. November 2023 E. 3.2.1. 
23  BGer 4A_292/2023, 4A_290/2023 vom 29. November 2023 E. 3.2.2. 

 - 24 - 
 

 

Nichtigkeitsgrundes im Register löschen zu lassen oder stattdessen die 
Marke auf ihn als besser Berechtigten zu übertragen.24 Im Gegensatz zur 
Übertragungsklage (die nach Art. 53 Abs. 2 MSchG zwei Jahre nach Ver-
öffentlichung der Eintragung oder nach Wegfall der Zustimmung des Mar-
keninhabers gemäss Art. 4 MSchG wegfällt) unterliegt die Löschungsklage 
gegen eine Agentenmarke gestützt auf Art 52 MSchG grundsätzlich keiner 
zeitlichen Beschränkung, doch kann das Rechtsschutzinteresse des bes-
ser berechtigten Inhabers unter Umständen verwirken, wenn er mit der Gel-
tendmachung seiner Ansprüche aus Art. 4 MSchG zu lange zuwartet.25 
 
6.4. Beurteilung 
Das Bundesgericht hat in seinem Urteil (vgl. E. 3.2.3) Folgendes festgehal-
ten: "Die Beklagte 1, die ebenfalls zur "O._____-Gruppe" gehört, bezweckt insbe-
sondere das Halten und die Verwaltung von Immaterialgüterrechten sowie das Er-
bringen von Dienstleistungen für Gruppengesellschaften und wird von der gleichen 
Organperson geführt wie die L._____ GmbH. Nach ihren eigenen Behauptungen 
nutzte diese Konzerngesellschaft die angeblich selbst entwickelten Marken "Glub-
schi" bzw. "Glubschis" während des exklusiven Vertragsverhältnisses mit der Klä-
gerin für ihre Absatzbemühungen. Die Beklagte 1 hinterlegte die strittigen Marken 
demnach als eng mit der L._____ GmbH verbundene Gruppengesellschaft in un-
mittelbarem Zusammenhang mit dem im Rahmen des Distributorship Agreement 
geregelten Markengebrauch."  
 
Die Tatsache, dass zwischen der Beklagten 1 und der Klägerin kein direk-
tes Vertragsverhältnis besteht, steht einer Anwendung von Art. 4 MSchG 
somit nicht entgegen. Es ist ausreichend, wenn ein für die Anwendung von 
Art. 4 MSchG genügendes Vertragsverhältnis zwischen der Klägerin und 
der L._____ GmbH besteht, da die Beklagte 1 und die L._____ GmbH zur 
gleichen Unternehmensgruppe gehören, wobei der Beklagten 1 gemäss ih-
rer Zweckbestimmung die Aufgabe zukommt, Immaterialgüterrechte für die 
anderen Gruppengesellschaften zu halten und zu verwalten. Dass die strit-
tigen Markenrechte von der Beklagten 1 und nicht von der L._____ GmbH 
oder einer anderen Gruppengesellschaft gehalten werden, liegt also einzig 
daran, dass der Beklagten 1 diese Aufgabe innerhalb der Unternehmens-
organisation zukommt.  
 
Ein solches für die Anwendung von Art. 4 MSchG genügendes Vertrags-
verhältnis zwischen der Klägerin und der L._____ GmbH ist zudem gege-
ben. Die L._____ GmbH wurde von der Klägerin im "Distributorship Agree-
ment" zur exklusiven Distributorin für die DACH-Region ernannt. Wie die 
Beklagten selbst einräumen, war die L._____ GmbH laut Vertrag für den 
Aufbau des deutschsprachigen Marktes und für sämtliche Absatzbemühun-
gen in diesem Markt zuständig (KA B1 Rz. 43). Zu diesem Zweck räumte 
die Klägerin der L._____ GmbH auch eine nicht exklusive Lizenz für die 

 
24  BSK MSchG-STÄDELI, 3. Aufl. 2017, Art. 4 N. 24; SHK MSchG-WANG, 2. Aufl. 2017, Art. 4 N. 19 ff. 
25  BSK MSchG-STÄDELI (Fn. 24), Art. 4 N. 25; SHK MSchG-WANG (Fn. 24), Art. 4 N. 19 ff. 

 - 25 - 
 

 

Nutzung von Urheber-, Marken und Designrechten sowie ähnliche Schutz-
rechte der Klägerin ein (KA B1 Rz. 42). Entsprechend bestand zwischen 
der Klägerin und der L._____ GmbH ein Vertrag, der die Wahrung der ge-
schäftlichen Interessen der Geschäftsherrin sowie eine Ermächtigung zum 
Gebrauch einer fremden Marke zum Inhalt hat. 
 
Demgemäss ist es grundsätzlich möglich, dass von der Beklagten 1 wäh-
rend der Geltung des zwischen der Klägerin und der L._____ GmbH beste-
henden Distributionsverhältnisses eingetragene "Glubschi"-Marken als 
Agentenmarken zu qualifizieren sind. Dies ist dann der Fall, wenn es sich 
bei "Glubschi" um ein vorbestehendes Zeichen handelt. Die Klägerin muss 
dieses Zeichen also auch schon vor der Eintragung durch die Beklagte 1 
verwendet haben.  
 
Vorliegend ist zwar strittig, ob die Klägerin das Zeichen auch schon vor der 
Eingehung des Distributionsverhältnisses mit der L._____ GmbH (im Jahr 
2010) verwendete (vgl. Replik Rz. 79 ff.), oder ob Mitarbeiterinnen der Be-
klagten 1 die Idee hatten, die klägerischen Produkte mit dem Zeichen 
"Glubschi" zu bewerben (KA B1 Rz. 58 ff.). Wie es sich hier genau verhält, 
kann jedoch offenbleiben, da es genügt, wenn das Zeichen vor der Eintra-
gung der Marke verwendet wurde. Dies ist bei den strittigen "Glubschi"-
Marken der Fall. Die Beklagte 1 anerkennt, dass dieses Zeichen jedenfalls 
ab Januar 2012 verwendet wurde (KA B1 Rz. 65 und 74). Demgegenüber 
meldete die Beklagte 1 erst am 29. April 2013 in der Schweiz die Wort-
marke CH 645 779 "Glubschi" und am 4. November 2015 gestützt auf eine 
deutsche Basismarke mit Hinterlegung vom 27. Juli 2015 die internationale 
Wortmarke IR 1 281 710 "Glubschis" und am 4. November 2015 gestützt 
auf eine deutsche Basismarke mit Hinterlegung vom 4. Mai 2015 das 
"Glubschis"-Logo als internationale Wort/Bild-Marke (IR 1 285 540) an.  
 
Problematisch erscheint einzig, dass die Klägerin das Zeichen "Glubschi" 
nie selbst verwendete. Dieses wurde stets von der Beklagten 1 verwendet, 
indem sie es Zwecks Bewerbung der klägerischen Plüschtiere auf Pros-
pekten, "Point of Sale"-Werbematerial (bspw. Plüschtierständern), Mer-
chandising-Artikeln etc. abdruckte. Entscheidend erscheint aber, dass die 
Beklagte 1 das Zeichen stets für die Klägerin (nämlich in ihrer Eigenschaft 
als exklusive Distributorin für die klägerischen Plüschtiere) verwendete. Vor 
diesem Hintergrund erscheint die Klägerin als besser am Zeichen berech-
tigt bzw. als wirtschaftliche Inhaberin des Zeichens. Wenn die L._____ 
GmbH das Zeichen im Rahmen ihrer Aufgaben in der Vertriebsbeziehung 
mit der Klägerin 1 schuf, ist es auch die Klägerin, welche wirtschaftlich an 
diesem Zeichen berechtigt ist. Demgemäss besteht ein Anspruch der Klä-
gerin auf Löschung der Schweizer Wortmarke CH 645 779 "Glubschi" so-
wie des Schweizer Teils der internationalen Wortmarke IR 1 281 710 "Glub-
schis" und der internationalen Wort/Bild-Marke IR 1 285 540 "Glubschis" 
(fig.). 

 - 26 - 
 

 

 
7. Fazit 
Im Ergebnis ist das (nur die Beklagte 1 betreffende) klägerische Rechtsbe-
gehren 4 gutzuheissen und die Löschung der Schweizer Wortmarke 
CH 645 779 "Glubschi" sowie des Schweizer Teils der internationalen 
Wortmarke IR 1 281 710 "Glubschis" und des Schweizer Teils der interna-
tionalen Wort/Bild-Marke IR 1 285 540 "Glubschis" (fig.) anzuordnen. Im 
Übrigen ist die Klage abzuweisen.  
 
8. Vorsorgliche Massnahmen 
Die mit Entscheid HSU.2019.149 vom 20. Januar 2020 angeordneten vor-
sorglichen Massnahmen – mit welchen der Klägerin untersagt wurde, ihre 
Plüschtiere mit dem Zeichen "Glubschi" bzw. "Glubschis" zu vertreiben – 
erweisen sich nachträglich als ungerechtfertigt. Die angeordneten vorsorg-
lichen Massnahmen fallen mit Rechtskraft des vorliegenden Entscheids 
von Gesetzes wegen dahin (Art. 268 Abs. 2 Satz 1 ZPO). 
 
9. Prozesskosten 
9.1. Allgemeines 
Die Prozesskosten bestehen aus den Gerichtskosten und der Parteient-
schädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO). Die Prozesskosten werden der unterlie-
genden Partei auferlegt. Bei Nichteintreten und bei Klagerückzug gilt die 
klagende Partei, bei Anerkennung der Klage die beklagte Partei als unter-
liegend (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Hat keine Partei vollständig obsiegt, so wer-
den die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 
Abs. 2 ZPO).  
 
Die Klägerin obsiegt hinsichtlich des (nur gegen die Beklagte 1 gerichteten) 
Rechtsbegehrens 4 betreffend Markenrecht vollumfänglich. Im Übrigen 
werden ihre Rechtsbegehren abgewiesen. Demgemäss obsiegt die Be-
klagte 2 vollumfänglich und die Beklagte 1 hinsichtlich der von der Klägerin 
geltend gemachten Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb (klägerische 
Rechtsbegehren 1 - 3). 
 
9.2. Gerichtskosten 
Die Gerichtskosten bestehen einzig aus der Entscheidgebühr (Art. 95 
Abs. 2 lit. b ZPO). Der Grundansatz der Entscheidgebühr bestimmt sich 
nach Art. 96 ZPO i.V.m. § 7 Abs. 1 VKD in Abhängigkeit des nach Art. 91 ff. 
ZPO zu bestimmenden Streitwerts (§ 4 Abs. 1 VKD). Die Parteien haben 
sich vorliegend i.S.v. Art. 91 Abs. 2 ZPO auf einen Streitwert von 
Fr. 200'000.00 geeinigt. Dass die Beklagten den Streitwert als verhältnis-
mässig tief einschätzen und der Klägerin vorwerfen, dass es ihr gar nicht 
um eine legitime Durchsetzung von Wettbewerbsinteressen gehe, steht der 
Einigung über den Streitwert nicht entgegen (Klage Rz. 29; KA B1 Rz. 26; 
KA B2 Rz. 26). Ebenfalls führen diese pauschalen beklagtischen Ausfüh-
rungen nicht dazu, dass der Streitwert im Sinne von Art. 91 Abs. 2 ZPO als 

 - 27 - 
 

 

offensichtlich unrichtig bezeichnet und von Amtes wegen in Abweichung 
der übereinstimmenden Angaben der Parteien festgesetzt werden müsste. 
Demgemäss beträgt der Grundansatz der Entscheidgebühr Fr. 11'270.00. 
Eine Erhöhung oder Verminderung des Grundansatzes gemäss § 7 Abs. 2 
VKD ist vorliegend nicht angezeigt.  
 
Im vorliegenden Verfahren standen die lauterkeitsrechtlichen Anträge klar 
im Vordergrund. Ermessensweise ist der Anteil der Gerichtskosten an der 
Beurteilung der markenrechtlichen Anträge auf 25% (Fr. 2'817.50) festzu-
setzen. Demgemäss trägt die Klägerin 75% der Gerichtskosten 
(Fr. 8'452.50) und die Beklagte 1 25% der Gerichtskosten (Fr. 2'817.50). 
Die Gerichtskosten werden gestützt auf Art. 111 Abs. 1 Satz 1 ZPO mit 
dem Gerichtskostenvorschuss der Klägerin in Höhe der Gerichtskosten von 
Fr. 11'270.00 verrechnet. Die Beklagte 1 hat der Klägerin folglich 
Fr. 2'817.50 zu ersetzen. 
 
9.3. Parteientschädigung 
9.3.1. Allgemeines 
Die Parteientschädigung ist gemäss Art. 96 ZPO i.V.m. § 3 Abs. 1 lit. a 
Ziff. 7 AnwT ausgehend von einer Grundentschädigung in Höhe von 
Fr. 19'030.00 zu bestimmen. Durch die Grundentschädigung sind Instruk-
tion, Aktenstudium, rechtliche Abklärungen, Korrespondenz und Telefon-
gespräche sowie eine Rechtsschrift und die Teilnahme an einer behördli-
chen Verhandlung abgegolten (vgl. § 6 Abs. 1 AnwT).  
 
9.3.2. Beklagte 2 
Die Beklagte 2 hat eine mit der Klageantwort der Beklagten 1 im Wesentli-
chen identische Klageantwort eingereicht. In der Folge hat sie den Prozess 
durch die Beklagte 1 führen lassen (Prozessstandschaft). Ihre weiteren 
Eingaben – die aufgrund der Prozessstandschaft an sich gar nicht nötig 
gewesen wären – beschränkten sie darauf, sich den Eingaben der Beklag-
ten 1 anzuschliessen. Einzig mit Eingabe vom 25. Mai 2022 hat sie eine 
eigenständige Noveneingabe gemacht. Überdies hat sie sowohl an der In-
struktions- als auch der Hauptverhandlung teilgenommen. Insbesondere 
ihre Teilnahme an der Instruktionsverhandlung war aber – trotz Prozess-
standschaft – wünschenswert. Zielführende Vergleichsgespräche (die letzt-
lich freilich trotzdem scheiterten) wären ohne Anwesenheit der Beklagten 2 
kaum möglich gewesen. Zu berücksichtigen gilt es überdies, dass die mar-
kenrechtlichen Rechtsbegehren die Beklagte 2 nicht betrafen.  
 
Nicht von der Grundentschädigung abgegolten sind damit lediglich die Ein-
gaben vom 25. Mai 2022 sowie die Teilnahme an der zweiten Verhandlung 
(Hauptverhandlung). Für diese Aufwendungen rechtfertigt sich ein ordentli-
cher Zuschlag von 25% gemäss § 6 Abs. 2 AnwT (Erhöhung auf 
Fr. 23'787.50). Aufgrund des verminderten Aufwands (Prozessstandschaft, 
markenrechtliches Rechtsbegehren betraf nur die Klägerin 1) ist diese 

 - 28 - 
 

 

Entschädigung jedoch um einen ausserordentlichen Abschlag gemäss § 7 
Abs. 2 AnwT um 40% auf Fr. 14'272.50 zu kürzen. Auf diesem Betrag ist 
der Beklagten 2 allerdings zusätzlich eine Auslagenpauschale von praxis-
gemäss 3% (§ 13 Abs. 1 Satz 2 AnwT) zu gewähren. Damit resultiert eine 
Parteientschädigung in der Höhe von gerundet Fr. 14'700.70, den die Klä-
gerin der Beklagten 2 als Parteientschädigung zu bezahlen hat. Einen 
Mehrwertsteuerzuschlag macht die im Ausland domizilierte Beklagte 2 zu 
Recht nicht geltend.26  
 
9.3.3. Klägerin und Beklagte 1 
Der Klägerin und der Beklagten 1 sind nebst dem durch die Grundentschä-
digung bereits abgegoltenen Aufwendungen Kosten für den zweiten Schrif-
tenwechsel sowie für weitere Schriftsätze entstanden. Überdies hatten 
beide Parteien an einer zweiten Verhandlung (Hauptverhandlung) teilzu-
nehmen. Es rechtfertigt sich, die Grundentschädigung um insgesamt 40% 
auf Fr. 26'642.00 zu erhöhen (ordentlicher Zuschlag gemäss § 6 Abs. 3 
AnwT). Zusätzlich ist eine Auslagenpauschale von praxisgemäss 3% (§ 13 
Abs. 1 Satz 2 AnwT) zu gewähren. Damit resultiert eine volle Parteient-
schädigung in der Höhe von gerundet Fr. 27'441.25. Einen Mehrwertsteu-
erzuschlag machen die im Ausland domizilierte Klägerin sowie die selbst 
mehrwertsteuerpflichtige Beklagte 1 auf den Kosten der Rechtsvertretung 
zu Recht nicht geltend.27 
 
Werden die gegenseitigen Ansprüche verrechnet (75% - 25%), steht der 
Beklagten 1 ein Anspruch von 50% einer vollen Parteientschädigung ge-
genüber der Klägerin zu (gerundet Fr. 13'720.65). 
 
9.4. Vorbehalt Kosten des Massnahmenverfahrens 
Im Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen HSU.2019.149 (Ent-
scheid vom 20. Januar 2019) wurde eine abweichende Verlegung der Pro-
zesskosten vorbehalten. Nachdem der Hauptprozess nun vor dem hiesigen 
Handelsgericht stattgefunden hat und sich die vorsorglichen Massnahmen 
als ungerechtfertigt erwiesen, ist die Prozesskostenliquidation des Mass-
nahmenverfahren anzupassen. Auch über die Kostentragung für die Hin-
terlegung der Schutzschriften ist nun aufgrund des Ausgangs des Haupt-
verfahrens anders als im Massnahmenverfahren zu entscheiden (Verfah-
ren HSU.2019.142 sowie HSU.2019.148).  

- Soweit die Beklagten der Klägerin die Gerichtskosten des Mass-
nahmenverfahrens in Höhe von Fr. 7'000.00 ersetzt haben, hat sie 
diese den Beklagten zurückzubezahlen. 
 

 
26  Gerichte Kanton Aargau, Generalsekretariat, Merkblatt zur Frage der Berücksichtigung der Mehr-

wertsteuer bei der Bemessung der Parteientschädigung, Ziff. 2.1 und 2.3. 
27  Gerichte Kanton Aargau, Generalsekretariat, Merkblatt zur Frage der Berücksichtigung der Mehr-

wertsteuer bei der Bemessung der Parteientschädigung, Ziff. 2.1 und 2.3. 

 - 29 - 
 

 

- Die Klägerin hat der Beklagten 1 die Kosten für die Hinterlegung 
der Schutzschrift gemäss Entscheid HSU.2019.142 vom 28. No-
vember 2019 zu ersetzen. Die Beklagte 1 hat die Schutzschrift ge-
meinsam mit weiteren Gesuchstellern eingereicht. Den Gesuch-
stellern wurden gemeinsam Gerichtskosten in Höhe von 
Fr. 1'000.00 auferlegt. Die Klägerin hat der Beklagten 1 daher die 
anteilsmässigen Gerichtskosten für die Hinterlegung der Schutz-
schrift, welche ermessensweise auf Fr. 125.00 (ein Achtel) festge-
setzt werden, zu ersetzen.  
 

- Die Klägerin hat der Beklagten 2 die Kosten für die Hinterlegung 
der Schutzschrift gemäss Entscheid HSU.2019.148 vom 11. De-
zember 2019 zu ersetzen. Der Beklagten 2 wurden Gerichtskosten 
in Höhe von Fr. 1'000.00 auferlegt. Die Klägerin hat der Beklag-
ten 2 daher Fr. 1'000.00 zu ersetzen.  
 

- Soweit die Beklagten der Klägerin die ihr im Massnahmenverfah-
ren zugesprochene Parteientschädigung in Höhe von Fr. 9'900.00 
(inkl. Auslagen) bezahlt haben, hat die Klägerin diese den Beklag-
ten zurückzurückzubezahlen. 
 

- Die Klägerin hat der Beklagten 1 für das Massnahmenverfahren 
eine Parteientschädigung von Fr. 9'900.00 (inkl. Auslagen) zu be-
zahlen. Für die Bemessung der Parteientschädigung kann auf die 
Begründung im Massnahmenentscheid HSU.2019.149 vom 
20. Januar 2020 E. 16.5 verwiesen werden. Die dortigen Ausfüh-
rungen gelten entsprechend auch für die der Beklagten 1 zuzu-
sprechende Parteientschädigung.  
 

- Der Beklagten 2 ist für das Massnahmenverfahren keine Parteient-
schädigung zuzusprechen, da sie der Beklagten 1 bereits in der 
Schutzschrift den Streit verkündet und die Beklagte 1 die Streitver-
kündung bereits vor Einreichung der Schutzschrift angenommen 
und erklärt hat, ein allfälliges Massnahmenverfahren für die Be-
klagten 2 zu führen, was sie in der Folge auch tat.  

 
  

 - 30 - 
 

 

   

Das Handelsgericht erkennt: 
 
1. 
In Gutheissung des klägerischen Rechtsbegehrens 4 wird die Löschung 
der Schweizer Wortmarke CH 645 779 "Glubschi" sowie des Schweizer 
Teils der internationalen Wortmarke IR 1 281 710 "Glubschis" und des 
Schweizer Teils der internationalen Wort/Bild-Marke IR 1 285 540 "Glub-
schis" (fig.) angeordnet.  
 
Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.  
 
2. 
Die Gerichtskosten von Fr. 11'270.00 werden im Umfang von Fr. 8'452.50 
der Klägerin und im Umfang von Fr. 2'817.50 der Beklagten 1 auferlegt. Die 
Gerichtskosten werden mit dem von der Klägerin geleisteten Gerichtskos-
tenvorschuss in Höhe der Gerichtskosten verrechnet. Die Beklagte 1 hat 
der Klägerin Fr. 2'817.50 zu ersetzen. 
 
4. 
4.1. 
Die Klägerin hat der Beklagten 1 eine Parteientschädigung in Höhe von 
Fr. 13'720.65 (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 
 
4.2. 
Die Klägerin hat der Beklagten 2 eine Parteientschädigung in Höhe von 
Fr. 14'700.70 (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 
 
5. 
5.1. 
Die Klägerin hat der Beklagten 1 die anteilsmässigen Gerichtskosten für 
die Hinterlegung der Schutzschrift (Verfahren HSU.2019.142) in Höhe von 
Fr. 125.00 zu ersetzen.  
 
5.2. 
Die Klägerin hat der Beklagten 2 die Gerichtskosten für die Hinterlegung 
der Schutzschrift (Verfahren: HSU.2019.148) in Höhe von Fr. 1'000.00 zu 
ersetzen.  
 
5.3. 
Soweit die Beklagten der Klägerin die Gerichtskosten des Massnahmen-
verfahrens HSU.2019.149 in Höhe von Fr. 7'000.00 ersetzt haben, hat die 
Klägerin diese den Beklagten zurückzubezahlen. 
 
5.4. 
Soweit die Beklagten der Klägerin die ihr im Massnahmenverfahren 
HSU.2019.149 zugesprochene Parteientschädigung in Höhe von 

 - 31 - 
 

 

Fr. 9'900.00 (inkl. Auslagen) bezahlt haben, hat die Klägerin diese den Be-
klagten zurückzurückzubezahlen. 
 
5.5. 
Die Klägerin hat der Beklagten 1 für das Massnahmenverfahren 
HSU.2019.149 eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 9'900.00 (inkl. 
Auslagen) zu bezahlen.  
 
5.6. 
Der Beklagten 2 wird für das Massnahmenverfahren HSU.2019.149 keine 
Parteientschädigung zugesprochen.  
 
 

   

Zustellung an: 
[…] 

 
 
  1. 

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., 
Art. 90 ff. BGG) 
 
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, gerechnet von der schrift-
lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an, die 
Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. 
 
Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweize-
rischen Bundesgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift ist in einer 
Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-
gabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte elekt-
ronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) 
verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind 
beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der ange-
fochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 
 

  

 - 32 - 
 

 

   

Aarau, 15. Februar 2024 
 
Handelsgericht des Kantons Aargau 
1. Kammer 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 
Dubs Bisegger