# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61e3cddb-a1e1-5829-b8fa-f611c8808bf4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.06.2017 B-2680/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2680-2015_2017-06-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 18.06.2018 (2C_701/2017) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2680/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  J u n i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richter Stephan Breitenmoser (Vorsitz), 

Ronald Flury und Pascal Richard;    

Gerichtsschreiberin Deborah Staub. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

vertreten durch lic. iur. Salman Fesli, 

Hirzbodenweg 95, 4052 Basel,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Psychologieberufekommission PsyKo, 

Bundesamt für Gesundheit,  

3003 Bern,   

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 
 Anerkennung eines ausländischen Weiterbildungstitels 

in Psychotherapie. 

 

 

 

B-2680/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer erwarb am (Datum) erfolgreich den Weiterbildungs-

titel in „Systemischer Therapie und Beratung“ am Bodensee-Institut 

(Deutschland). Am 11. Februar 2014 stellte er der Geschäftsstelle der Psy-

chologieberufekommission (PsyKo) ein Gesuch um Anerkennung der 

Gleichwertigkeit mit einem Schweizerischen Weiterbildungstitel in Psycho-

therapie. 

Die Geschäftsstelle der PsyKo informierte den Gesuchsteller am 18. Feb-

ruar 2014 per Brief über die Tatsache, dass, nach erster Sichtung der Un-

terlagen, das Gesuch um Anerkennung seines Weiterbildungstitels in Psy-

chotherapie wahrscheinlich von der PsyKo abgelehnt werde. Ein Grund für 

diesen negativen Vorentscheid sei die Tatsache, dass A._______ über kei-

nen Hochschulabschluss in Psychologie gemäss Art. 3 des Bundesgeset-

zes vom 18. März 2011 über die Psychologieberufe (PsyG) verfüge. Der 

Gesuchsteller teilte der PsyKo am 4. März 2014 mit, dass er sein Gesuch 

um Anerkennung dennoch aufrechterhalten möchte und wies die PsyKo 

am 15. April 2014 darauf hin, dass er das Fach Psychologie von (Jahr) bis 

(Jahr) als Studienreferendar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamt-

schulen des Landes (…) unterrichtet habe.  

Obschon die Geschäftsstelle der PsyKo dem Gesuchsteller am 6. Oktober 

2014 mitteilte, dass die Expertenkommission der PsyKo eine negative 

Empfehlung zu Handen des Plenums formuliert habe und dass die PsyKo 

sein Gesuch um Anerkennung eines ausländischen Weiterbildungstitels in 

Psychotherapie voraussichtlich nicht gutgeheissen werde, hielt der Ge-

suchsteller mit Schreiben vom 20. November 2014 an die PsyKo fest, dass 

er sein Gesuch aufrechterhalten wolle. 

Am 22. Dezember 2014 informierte der Gesuchsteller die PsyKo darüber, 

dass sie im Rahmen ihrer Sitzung vom 10. Dezember 2014 sein Gesuch 

um Anerkennung seines ausländischen Weiterbildungstitels in Psychothe-

rapie nicht gutgeheissen habe. Am 11. März 2015 erliess sie die folgende 

Verfügung: 

„1. Das von A._______ am 11. Februar 2014 eingereichte Gesuch um Aner-

kennung der Gleichwertigkeit seines deutschen Weiterbildungstitels in ‚Syste-

mischer Therapie und Beratung´ des Bodensee-Instituts (Deutschland), erfolg-

reich erworben am (Datum), mit einem eidgenössischen Weiterbildungstitel in 

Psychotherapie, wird abgelehnt. 

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Seite 3 

2. Der Weiterbildungstitel des Gesuchstellers in ´Systemischer Therapie und 

Beratung´, erworben am (Datum) am Bodensee-Institut (Deutschland), wird 

nicht anerkannt. 

3. Es werden keine Ausgleichsmassnahmen verfügt. 

4. Die Führung der gemäss Artikel 6 PsyV geschützten Berufsbezeichnung 

´eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut´ ist A._______ nicht erlaubt. 

5. Die Verfahrenskosten belaufen sich auf CHF 1400.-. Der entsprechende 

Kostenvorschuss wurde von A._______ mit Zahlungen vom 27. März 2014 

(CHF 300.-) und vom 16. Januar 2015 (CHF 1100.-) beglichen.“ 

Im Wesentlichen wurde der Entscheid damit begründet, dass der deutsche 

Gesuchsteller, der eine Weiterbildung in „Systemischer Therapie und Be-

ratung“ in Deutschland absolviert habe, auch im Herkunftsland nicht unter 

das dort gültige Psychotherapeutengesetz vom 16. Juni 1998 (PsychThG) 

falle. Damit könne der Gesuchsteller in Deutschland weder als Psychothe-

rapeut tätig sein noch die staatliche Approbationsprüfung ablegen, weshalb 

gemäss der entsprechenden EU-Richtlinie über die Anerkennung von 

Berufsqualifikationen eine Anerkennung nicht möglich sei und auch keine 

Ausgleichsmassnahmen verfügt werden könnten. Ausserdem verfüge der 

Gesuchsteller nicht über einen gemäss Art. 3 PsyG anerkennungsfähigen 

Hochschulabschluss im Hauptfach Psychologie. Im Übrigen genüge die 

Weiterbildung nicht den Schweizer Standards, denn es fehlten 197 Einhei-

ten Theorie und der Nachweis von 300 Einheiten eigener psychotherapeu-

tischer Tätigkeit unter Supervision. 

B.  

Gegen diese Verfügung erhebt der Beschwerdeführer am 29. März 2015 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt: 

„1. Es sei die Verfügung der Vorinstanz vom 11. März 2015 aufzuheben bzw. 

abzuändern und es sei der Weiterbildungstitel des Beschwerdeführers in ́ Sys-

tematischer Therapie und Beratung´ des Bodensee-Instituts (Deutschland), 

erfolgreich erworben am (Datum), mit einem eidgenössischen Weiterbildungs-

titel in Psychotherapie als gleichwertig anzuerkennen. 

2. Eventualiter sei festzustellen, dass der erworbene Titel als Psychothera-

peut, aufgrund der Übergangsbestimmungen, beibehalten werden darf. 

3. Unter Kostenfolge zu Lasten der Vorinstanz.“ 

Er begründet seine Beschwerde im Wesentlichen damit, dass die Kommis-

sion für Delegierte Psychotherapie (KDP) dem Beschwerdeführer mit 

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Seite 4 

Schreiben vom 13. Januar 2014 bestätigt habe, dass er aufgrund seiner 

Ausbildung berechtigt sei, Delegierte Psychotherapie durchzuführen. Ge-

mäss Art. 9 PsyG könne im Rahmen einer Einzelfallnachweisung der aus-

ländische Weiterbildungstitel anerkannt werden. Aufgrund langjähriger Er-

fahrungen auf dem Gebiet der Psychotherapie und den absolvierten Wei-

terbildungen sei vorliegend dieser Nachweis einer Anerkennung gegeben. 

Das Bundesgesetz über die Psychologieberufe (PsyG) sei am 1. April 2013 

in Kraft getreten. Gemäss der Übergangsbestimmung von Art. 49 Abs. 3 

PsyG würden insbesondere alle bereits erteilten kantonalen Berufsaus-

übungsbewilligungen ihre Gültigkeit behalten. Die Kommission für Dele-

gierte Psychotherapie (KDP) habe dem Beschwerdeführer mit Schreiben 

vom 12. November 2012 die Bewilligung erteilt, die Delegierte Psychothe-

rapie als Psychotherapeut auszuüben. Er führe seit der Bewilligungsertei-

lung im Jahre 2012 die Systematische Therapie und Beratung aus und ver-

wende den Titel Psychotherapeut, welcher ihm bewilligt worden sei. Sollte 

dem Hauptantrag nicht gefolgt werden können, werde in Anlehnung an die 

erwähnten Übergangsbestimmungen eventualiter begehrt, dass festzustel-

len sei, dass der erworbene Titel als Psychotherapeut beibehalten werden 

dürfe. 

C.  

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juli 2015 beantragt die Vorinstanz, die Be-

schwerde sei unter Kostenfolgen abzuweisen. Im Wesentlichen führt sie 

aus, dass die geltend gemachte Weiterbildung auch im Herkunftsland nicht 

unter die anerkannte Weiterbildung falle und der Beschwerdeführer damit 

nicht als Psychotherapeut zugelassen werden könne. Ebenso könne er 

nicht zur staatlichen Approbationsprüfung, welche eine notwendige Vor-

aussetzung für die Berufsausübung sei, zugelassen werden. Der Be-

schwerdeführer besitze lediglich ein Magisterstudium in Soziologie mit 

Psychologie im 2. Nebenfach und kein Psychologiestudium. Zudem ge-

nüge die Weiterbildung den Schweizer Standards nicht, denn es fehlten 

rund 200 Einheiten Theorie und der Nachweis von 300 Einheiten eigener 

psychotherapeutischer Tätigkeit unter Supervision. Ausserdem berufe sich 

der Beschwerdeführer zu Unrecht auf die Übergangsbestimmungen von 

Art. 49 PsyG.  

D.  

Mit Replik vom 16. November 2015 hält der Beschwerdeführer an seinen 

Beschwerdeanträgen fest. Ergänzend bringt er vor, dass er zur Ausübung 

der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie gemäss der Stadtmedi-

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zinaldirektion der Stadt (…) berechtigt sei, als Heilpraktiker bei der Berufs-

bezeichnung die Psychotherapie bzw. den Titel Psychotherapeut zu füh-

ren. Zudem sei ihm von der Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Land-

schaft mit Verfügung vom 24. September 2015 die Bewilligung zur selb-

ständigen Berufsausübung der Psychotherapie erteilt worden. 

E.  

Mit Duplik vom 14. Januar 2016 hält die Vorinstanz weiterhin vollumfas-

send an ihrer Verfügung vom 11. März 2015 sowie an ihrer Stellungnahme 

vom 6. Juli 2015 und damit an der Nichtanerkennbarkeit des Weiterbil-

dungstitels des Beschwerdeführers fest. Sie erklärt, dass die Argumente in 

der Replik keine Auswirkungen auf die strittige Frage der Gleichwertigkeit 

des ausländischen Weiterbildungstitels mit einem inländischen Weiterbil-

dungstitel in Psychotherapie hätten. 

Dennoch bemerkt sie, dass der Begriff Psychotherapie – im Gegensatz zur 

Berufsbezeichnung Psychotherapeut – in Deutschland gesetzlich nicht ge-

schützt sei. Die Ausübung von Psychotherapie durch Heilpraktiker sei ein-

geschränkt auf den Bereich Psychotherapie oder nicht-approbierte 

Psychologen, die vom Heilpraktikergesetz und der zugehörigen Verord-

nung geregelt werde. In diesen Fällen werde keine Approbation, sondern 

eine behördliche Erlaubnis erteilt. Demnach habe die Stadt (…) dem Be-

schwerdeführer nur die Erlaubnis erteilt, die Berufsbezeichnung “Heilprak-

tiker (Psychotherapie)“ zu führen und nicht bestätigt, dass er sich als Psy-

chotherapeut bezeichnen dürfe. 

Ausserdem sei die Berufsausübungsbewilligung des Kantons Basel-Land-

schaft aufgrund der Annahme falscher Tatsachen zu Unrecht erteilt worden 

und zwischenzeitlich sei die Bewilligung per 31. Dezember 2015 wieder 

entzogen worden. Nur falls die Gleichwertigkeit gegeben wäre und damit 

sein Weiterbildungstitel anerkannt würde, dürfte sich der Beschwerdefüh-

rer in der Folge als eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut bezeich-

nen bzw. wäre er – vorausgesetzt, auch die anderen Voraussetzungen ge-

mäss Art. 24 Abs. 1 PsyG wären erfüllt – berechtigt, in der Schweiz Psy-

chotherapie privatwirtschaftlich in eigener fachlicher Verantwortung auszu-

üben.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-

nition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und ob auf eine Be-

schwerde einzutreten ist (vgl. BVGE 2007/6 E. 1). 

1.1 Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Entscheid der Vor-

instanz vom 11. März 2015. Dieser stellt eine Verfügung im Sinne von Art. 5 

Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) dar. Verfügungen der Vorinstanz 

unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 31 

i.V.m. Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[VGG, SR 173.32]). 

1.2 Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG), der 

Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die 

übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG). 

1.3 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer am Verfahren vor der Vor-

instanz teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). 

1.4 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der 

Entscheid der Vorinstanz vom 11. März 2015, mit dem das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Anerkennung seines ausländischen Weiterbil-

dungstitels in Psychotherapie abgewiesen wurde. Insoweit ist der Be-

schwerdeführer als Adressat der angefochtenen Verfügung besonders be-

rührt und hat an deren Aufhebung bzw. Änderung ein schutzwürdiges Inte-

resse. Damit ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.  

Das Bundesgesetz über die Psychologieberufe vom 18. März 2011 (PsyG, 

SR 935.81) ist am 1. April 2013 in Kraft getreten (Art. 50 Abs. 2 PsyG) und 

bezweckt den Gesundheitsschutz sowie den Schutz vor Täuschung und 

Irreführung von Personen, die Leistungen auf dem Gebiet der Psychologie 

in Anspruch nehmen. Die Psychologieberufekommission (PsyKo) ist zu-

ständig für die Anerkennung ausländischer Ausbildungsabschlüsse sowie 

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von Weiterbildungstiteln (Art. 3 Abs. 3, Art. 9 Abs. 3, Art. 36 und Art. 37 

PsyG). Die Gleichwertigkeit von Ausbildungsabschlüssen und Weiterbil-

dungstiteln aus Mitgliedstaaten der EU und der EFTA wird gemäss der 

Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. 

L 255 vom 30. September 2005, S. 22)  geprüft (Art. 3 PsyV). 

2.1 Für die Anerkennung solcher Abschlüsse und Weiterbildungen sind das 

Psychologieberufegesetz sowie das Abkommen vom 21. Juni 1999 über 

die Freizügigkeit zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-

seits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten ande-

rerseits (Freizügigkeitsabkommen, FZA, SR 0.142.112.681) heranzuzie-

hen. Hinsichtlich der Anerkennung von Berufsqualifikationen verweist das 

FZA auf die entsprechenden Richtlinien der EU. Für den vorliegenden Be-

reich ist demnach die Richtlinie 2005/36/EG massgeblich. 

Ausländische Ausbildungsabschlüsse und Weiterbildungstitel werden an-

erkannt, wenn ihre Gleichwertigkeit mit dem entsprechenden inländischen 

Hochschulabschluss bzw. Weiterbildungstitel in einem Vertrag über die ge-

genseitige Anerkennung mit dem betreffenden Staat oder einer überstaat-

lichen Organisation vorgesehen ist oder wenn ihre Gleichwertigkeit im Ein-

zelfall nachgewiesen ist (Art. 3 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 PsyG). 

2.2 Am 1. Juni 2002 trat das Freizügigkeitsabkommen in Kraft. Gemäss 

Art. 1 Bst. a FZA hat dieses zum Ziel, den Staatsangehörigen der Mitglied-

staaten der Europäischen Union (EU) und der Schweiz ein Recht auf Ein-

reise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit und 

Niederlassung als Selbständige sowie das Recht auf Verbleib im Hoheits-

gebiet der Vertragsparteien einzuräumen. Art. 1 Bst. d FZA sieht als weite-

res Ziel die Einräumung der gleichen Lebens-, Beschäftigungs- und Ar-

beitsbedingungen wie für Inländer vor. Der Grundsatz der Nichtdiskriminie-

rung gemäss Art. 2 FZA gewährleistet den Staatsangehörigen einer Ver-

tragspartei, die sich regelmässig im Hoheitsgebiet einer anderen Vertrags-

partei aufhalten, das Recht, bei der Anwendung dieses Abkommens ge-

mäss dessen Anhängen I (Freizügigkeit), II (Koordinierung der Systeme 

der sozialen Sicherheit) und III (Gegenseitige Anerkennung von Berufsqua-

lifikationen) aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht diskriminiert zu wer-

den. Dieses Ziel der Nichtdiskriminierung wird im Wesentlichen durch die 

Niederlassungsfreiheit und die Beseitigung des Inländervorrangs auf dem 

Arbeitsmarkt erreicht (vgl. STEPHAN BREITENMOSER/ROBERT WEYENETH, 

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Europarecht, Unter Einbezug des Verhältnisses Schweiz-EU, 2. Aufl., Zü-

rich/St. Gallen/Wien 2014, S. 253 ff., insb. S. 258; ALVARO BORGHI, La libre 

circulation des personnes entre la Suisse et l‘UE, 2010, Art. 2 N. 35 ff; NINA 

GAMMENTHALER, Diplomanerkennung und Freizügigkeit, Zürich 2010, 

S. 286; YVO HANGARTNER, Der Grundsatz der Nichtdiskriminierung wegen 

der Staatsangehörigkeit im Freizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der 

Europäischen Gemeinschaft, AJP 2003, S. 257 ff., 260). Namentlich natio-

nale Diplomanerkennungserfordernisse verunmöglichen oder erschweren 

die Ausübung des Rechts auf Zugang zu einer selbständigen oder unselb-

ständigen Erwerbstätigkeit in einem Vertragsstaat. Um den Staatsangehö-

rigen der Mitgliedstaaten der EU und der Schweiz den Zugang zu unselbst-

ständigen und selbstständigen Erwerbstätigkeiten und deren Ausübung so-

wie die Erbringung von Dienstleistungen zu erleichtern, treffen daher die 

Vertragsparteien gemäss Anhang III die erforderlichen Massnahmen zur 

gegenseitigen Anerkennung der Diplome, Zeugnisse und sonstigen Befä-

higungsnachweise sowie zur Koordinierung ihrer Rechts- und Verwal-

tungsvorschriften über den Zugang zu unselbstständigen und selbststän-

digen Erwerbstätigkeiten und deren Ausübung wie auch über die Erbrin-

gung von Dienstleistungen (Art. 9 FZA; vgl. ALVARO BORGHI, Die sektoriel-

len Abkommen Schweiz-EU in der praktischen Anwendung, in: Astrid Epi-

ney/Stefan Diezig [Hrsg.], Schweizerisches Jahrbuch für Europarecht 

2012/2013, S. 423). 

2.3 Anhang III des Freizügigkeitsabkommens trägt die Bezeichnung "Ge-

genseitige Anerkennung beruflicher Qualifikationen (Diplome, Prüfungs-

zeugnisse und sonstiger Befähigungsnachweise)". Nach dessen Bestim-

mungen wenden die Vertragsparteien im Bereich der gegenseitigen Aner-

kennung beruflicher Befähigungsnachweise untereinander die EU-Rechts-

akte, auf die Bezug genommen wird, in der zum Zeitpunkt der Unterzeich-

nung des Abkommens geltenden Fassung einschliesslich der in Abschnitt 

A dieses Anhangs genannten Änderungen oder gleichwertige Vorschriften 

an (vgl. Botschaft des Bundesrats vom 23. Juni 1999 zur Genehmigung 

der sektoriellen Abkommen zwischen der Schweiz und der EG, BBl 1999 

6128, insbes. 6155 und 6347 ff.; Bundesamt für Berufsbildung und Tech-

nologie, Bericht über die Anerkennung ausländischer Diplome in der 

Schweiz und die Anerkennung schweizerischer Diplome im Ausland: Re-

gelungen, bestehende Praktiken und Handlungsbedarf, Bern 2001, S. 4 f.; 

BGE 136 II 470, E. 4.1 ff.; 134 II 341, E. 2.2. f.; BREITENMOSER/WEYENETH, 

Europäische Bezüge und Bilaterale Verträge, in: Fachhandbuch Verwal-

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tungsrecht, 2015, Rz. 31.58 ff.; RUDOLF NATSCH, Gegenseitige Anerken-

nung beruflicher Qualifikationen, in: Bilaterale Verträge Schweiz - EG, Zü-

rich 2002, S. 195 ff., insbes. S. 204). 

2.4 Mit Bezug auf die Anerkennung der beruflichen Qualifikationen erfasst 

das bilaterale Personenfreizügigkeitsabkommen nur die im Aufnahmestaat 

reglementierten beruflichen Tätigkeiten. Alle nicht reglementierten Berufe 

stehen demgegenüber der freien Ausübung offen. Für sie ist die Anerken-

nung nach dem Personenfreizügigkeitsabkommen ohne Bedeutung. Ist ein 

Beruf im Aufnahmestaat nicht reglementiert, bedarf es somit keiner Prü-

fung der Gleichwertigkeit des Diploms. Eine Arbeitsbewilligung genügt. Der 

Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung beruht auf dem Grundgedan-

ken des sich entgegengebrachten Vertrauens: Er geht davon aus, dass ein 

Qualifikationsniveau, das ein Mitgliedstaat für sich selbst als ausreichend 

erachtet, grundsätzlich auch in den übrigen Mitgliedstaaten der EU und in 

den durch das Freizügigkeitsabkommen an der Personenfreizügigkeit teil-

habenden Drittstaaten ausreicht (vgl. BGE 136 II 470, E. 4.2; BREITENMO-

SER/WEYENETH, a.a.O., S. 200, 258; NATSCH, a.a.O., S. 205; FRÉDÉRIC 

BERTHOUD, La reconnaissance des qualifications professionnelles, Union 

européenne et Suisse-Union européenne, 2016, S. 33, S. 36, S. 303). 

2.5 Als reglementierte berufliche Tätigkeit im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. a 

der Richtlinie 2005/36/EG des europäischen Parlaments und des Rats vom 

7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. 

L 255 vom 30.9.2005, S. 22) gilt eine berufliche Tätigkeit, bei der die Auf-

nahme oder Ausübung oder eine der Arten ihrer Ausübung in einem Mit-

gliedstaat direkt oder indirekt durch Rechts- oder Verwaltungsvorschriften 

an den Besitz eines Ausbildungs- oder Befähigungsnachweises eines ent-

sprechenden Diploms gebunden ist. Dazu gehören insbesondere die Aus-

übung einer beruflichen Tätigkeit in Verbindung mit der Führung eines Ti-

tels, der nur von Personen geführt werden darf, die einen Ausbildungs- 

oder Befähigungsnachweis bzw. ein Diplom besitzen, die in einschlägigen 

Rechts- und Verwaltungsvorschriften festgelegt sind, sowie die Ausübung 

einer beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen, wenn die Vergütung die-

ser Tätigkeit und/oder eine diesbezügliche Erstattung durch das einzel-

staatliche System der sozialen Sicherheit an den Besitz eines Ausbildungs- 

oder Befähigungsnachweises (bzw. Diploms) gebunden ist.  

Gemäss Art. 2 des Bundesgesetzes über die Psychologieberufe vom 

18. März 2011 (Psychologieberufegesetz, PsyG) ist nur zur Ausübung des 

Berufs eines Psychologen zugelassen, wer einen entsprechenden Master, 

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Lizentiats- oder Diplomabschluss in Psychologie erworben hat oder im Be-

sitze eines gleichwertigen Diploms ist. Wer einen anerkannten Ausbil-

dungsabschluss in Psychologie erworben hat, darf sich Psychologin oder 

Psychologe nennen (Art. 4 PsyG). Zu akkreditierten Weiterbildungsgängen 

wird zugelassen, wer einen anerkannten Ausbildungsabschluss in Psycho-

logie besitzt und zudem während der Ausbildung eine genügende Studien-

leistung in klinischer Psychologie und Psychopathologie erbracht hat (Art. 

7 PsyG). Wer den Beruf des Psychotherapeuten privatwirtschaftlich in ei-

gener fachlicher Verantwortung ausüben will, braucht eine kantonale Be-

willigung (Art. 22 PsyG). Für diese Bewilligung wird unter anderem voraus-

gesetzt, dass ein eidgenössischer oder ein anerkannter ausländischer Wei-

terbildungstitel in Psychotherapie vorliegt (Art. 24 Abs. 1 Bst. a PsyG). 

Voraussetzung für den Erwerb eines solchen eidgenössischen Weiterbil-

dungstitels wiederum ist nach Art. 7 Abs. 1 PsyG ein Hochschulabschluss 

in Psychologie gemäss Art. 2 PsyG. Inhabern eines eidgenössischen oder 

eines anerkannten ausländischen Weiterbildungstitels in Psychotherapie 

dürfen sich nach Art. 6 PsyV als eidgenössisch anerkannte Psychothera-

peuten bezeichnen. 

Die Ausübung des Berufs Psychotherapeut im Aufnahmestaat Schweiz ist 

damit im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. a der Richtlinie 2005/36/EG regle-

mentiert, weshalb das Freizügigkeitsabkommen auf die Prüfung der 

Gleichwertigkeit des Weiterbildungstitels „Systemische Therapie und Be-

ratung (DGSF)“ anwendbar ist. 

2.6 Werden der Zugang zu einem reglementierten Beruf oder dessen Aus-

übung im Aufnahmestaat von dem Besitz eines Diploms abhängig ge-

macht, kann der Aufnahmestaat einem Angehörigen eines Mitgliedstaats, 

der im Besitz eines Diploms im Sinne dieser Richtlinien ist, grundsätzlich 

nicht den Zugang oder die Ausübung eines reglementierten Berufs wegen 

mangelnder Qualifikation verweigern, wenn dieses Diplom Zugangs- oder 

Ausübungsvoraussetzung für den entsprechenden Beruf im Herkunftsstaat 

ist (Art. 13 der Richtlinie 2005/36/EG; BGE 134 II 341, E. 2.3; vgl. BREITEN-

MOSER/WEYENETH, a.a.O., S. 200 f.; GAMMENTHALER, a.a.O., S. 201 ff.). 

Die Anerkennung der Berufsqualifikationen durch den Aufnahmemitglied-

staat ermöglicht somit der begünstigten Person, im Aufnahmestaat densel-

ben Beruf, für den sie in ihrem Herkunftsmitgliedstaat qualifiziert ist, aufzu-

nehmen und unter denselben Voraussetzungen wie Inländer auszuüben 

(Art. 1 und Art. 4 RL 2005/36/EG). Voraussetzung dafür ist aber, dass der 

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Gesuchsteller einen Ausbildungs- und/oder Weiterbildungsnachweis be-

sitzt, der im Herkunftsstaat für die Berufsausübung im betreffenden Berufs-

feld erforderlich ist.  

3.                                                           

Vorliegend geht es um das von der Vorinstanz abgelehnte Gesuch um An-

erkennung der Gleichwertigkeit eines deutschen Weiterbildungstitels in 

„Systemischer Therapie und Beratung“ mit einem eidgenössischen Weiter-

bildungstitel in Psychotherapie. Die Vorinstanz anerkannte den Weiterbil-

dungstitel nicht und verfügte keine Ausgleichsmassnahmen. Damit darf der 

Gesuchsteller die geschützte Berufsbezeichnung „eidgenössisch aner-

kannter Psychotherapeut“ nicht verwenden. 

3.1 Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die Vorinstanz habe die Einzel-

fallprüfung nicht in genügendem Masse geprüft, denn gemäss Art. 9 PsyG 

könne der ausländische Weiterbildungstitel im Rahmen einer Einzelfall-

nachweisung anerkannt werden. Insbesondere habe er auf dem Gebiet der 

Psychotherapie und den absolvierten Weiterbildungen langjährige Erfah-

rung, weshalb der Nachweis einer Anerkennung gegeben sei. 

3.2 Die Vorinstanz entgegnet, sie habe sämtliche Aus- und Weiterbildungs-

nachweise wie auch die Nachweise beruflicher Erfahrungen gemäss den 

Vorgaben von PsyG und RL 2005/36/EG detailliert geprüft. Der Beschwer-

deführer habe am 10. Februar 2014 bei der Geschäftsstelle der PsyKo zwei 

Anerkennungsgesuche eingereicht: Das Gesuch um Anerkennung seines 

Hochschulabschlusses in Soziologie der Universität Siegen (Deutschland) 

solle als gleichwertig mit einem nach Art. 3 PsyG anerkannten Hochschul-

abschluss in Psychologie anerkannt werden. Zum andern das Gesuch um 

Anerkennung seiner dreijährigen Weiterbildung in „Systemischer Therapie 

und Beratung“ des Bodensee-Instituts (Deutschland), welches als gleich-

wertig mit einem eidgenössischen Weiterbildungstitel in Psychotherapie 

nach Art. 9 PsyG anzuerkennen sei. Beide Gesuche, die materiell mitei-

nander verknüpft seien, seien abgewiesen worden. Sie sei zum Ergebnis 

gekommen, dass nach deutschem Recht zur Ausbildung in psychologi-

scher Psychotherapie nur zugelassen sei, wer einen nach deutschem Psy-

chotherapeutengesetz vom 16. Juni 1998 (PsychThG) anerkannten Hoch-

schulabschluss im Fach Psychologie, einschliesslich der klinischen Psy-

chologie, besitze (§ 5 Abs. 2 Ziff. 1 Buchstabe a PsychThG). 

Die Vorinstanz bringt zudem vor, der Beschwerdeführer besitze ein Magis-

terstudium in Soziologie mit Psychologie im 2. Nebenfach, weshalb er nach 

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deutschem Recht nicht zum Beruf des psychologischen Psychotherapeu-

ten zugelassen sei und sich in Deutschland weder als Psychotherapeut, 

noch als Psychologe bezeichnen dürfe. 

Selbst wenn die Ausbildung des Beschwerdeführers genügen würde, ent-

spräche seine Weiterbildung in Psychotherapie nicht den Anforderungen 

an eine anerkannte Weiterbildung gemäss der Verordnung des EDI vom 

25. November 2013 über Umfang und Akkreditierung der Weiterbildungs-

gänge der Psychologieberufe (AkkredV-PsyG). Diese legten den Minimal-

standard für die theoretische und die praktische Psychotherapieweiterbil-

dung fest (AkkredV-PsyG, Anhang 1). Die Weiterbildung genüge den 

Schweizer Standards nicht, denn es fehlten rund 200 Einheiten Theorie 

und der Nachweis von 300 Einheiten eigener psychotherapeutischer Tätig-

keit unter Supervision. 

Für die langjährige Berufserfahrung – die der Beschwerdeführer vorbringe 

– fehlten entsprechende Arbeitszeugnisse. Einzig aus einer dem  Anerken-

nungsgesuch beigelegten Fortbildungsbescheinigung sei ersichtlich, dass 

er seit dem 1. März 2013 als delegierter Psychotherapeut in der Praxis von 

B._______ in Basel tätig sei. Diese Tätigkeit könnte dem Beschwerdefüh-

rer allenfalls als einschlägige Berufserfahrung angerechnet werden, da sie 

nach Abschluss der Weiterbildung am Bodensee-Institut in Radolfzell 

(Deutschland) im (Monat/Jahr) aufgenommen worden sei. 

3.3 Gemäss dem in Deutschland gültigen Gesetz über die Berufe des Psy-

chologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsy-

chotherapeuten (Psychotherapeutengesetz vom 16. Juni 1998 [BGBl.I 

S. 1311], das zuletzt durch Art. 34 a des Gesetzes vom 6. Dezember 2011 

[BGBl.I S. 2515] geändert worden ist [PsychThG]) wird für den Zugang zu 

einer Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten vorausgesetzt, 

dass eine im Inland an einer Universität oder an einer damit vergleichbaren 

bzw. gleichgestellten Hochschule bestandene Abschlussprüfung im Studi-

engang Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschliesst und 

gemäss § 15 Abs. 2 Satz 1 des Hochschulrahmengesetzes der Feststel-

lung dient, ob der Student das Ziel des Studiums erreicht hat, besteht (§ 5 

Abs. 2 Ziff. 1 Bst. a). 

Der Beschwerdeführer besitzt eine Magisterurkunde vom (Datum) der Uni-

versität (…) (Deutschland), worin ihm gemäss der Magisterprüfungsord-

nung vom 1. Dezember 1998 der akademische Grad Magister Artium 

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(M.A.) verliehen wurde. Hierfür schloss er die Magisterprüfung in den Fä-

chern Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und Psychologie ab. Er be-

sitzt damit nachweislich ein Magisterstudium in Soziologie mit Psychologie 

im 2. Nebenfach, jedoch kein Psychologiestudium. Demzufolge ist der Be-

schwerdeführer auch nach deutschem Recht nicht zum Beruf des psycho-

logischen Psychotherapeuten zugelassen und darf sich in Deutschland we-

der als Psychotherapeut noch als Psychologe bezeichnen. Unbestrittener-

massen hat der Beschwerdeführer damit keinen genügenden Studienab-

schluss in Psychologie. 

Mangels der entsprechenden Studienleistungen in Psychologie kann der 

Beschwerdeführer sich auch nicht auf Art. 9 PsyG berufen und die Aner-

kennung des ausländischen Weiterbildungstitels aufgrund einer Einzelfall-

prüfung verlangen. Denn auch für akkreditierte Weiterbildungsgänge wird 

gemäss Art. 7 Abs. 1 PsyG nur zugelassen, wer einen nach dem PsyG 

anerkannten Ausbildungsabschluss in Psychologie besitzt. Gemäss Art. 7 

Abs. 2 PsyG setzt die Weiterbildung in Psychotherapie einen nach PsyG 

anerkannten Hochschulabschluss in Psychologie, einschliesslich der klini-

schen Psychologie bzw. Psychopathologie, voraus. Zudem fällt die dreijäh-

rige Weiterbildung in „Systemischer Therapie und Beratung“ des Boden-

see-Instituts (Radolfzell, Deutschland) auch in Deutschland nicht unter die 

gemäss dem dort geltenden PsychThG anerkannten Weiterbildungen. So-

mit berechtige dieser Weiterbildungstitel den Beschwerdeführer auch im 

Herkunftsland nicht zur Berufsausübung als fachlich selbständigen Psy-

chotherapeuten. Folglich ist die Anerkennung des Weiterbildungstitels 

nicht möglich.  

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Kommission für Delegierte 

Psychotherapie (KDP) habe ihm mit Schreiben vom 13. Januar 2014 be-

stätigt, dass er aufgrund seiner Ausbildung berechtigt sei, Delegierte Psy-

chotherapie durchzuführen. Die Kommission für Delegierte Psychotherapie 

(KDP) habe ihm mit Schreiben vom 12. November 2012 die Bewilligung 

erteilt, die delegierte Psychotherapie als Psychotherapeut auszuüben. 

Seither übe er die Systematische Therapie und Beratung aus und ver-

wende den Titel Psychotherapeut, welcher ihm bewilligt worden sei. 

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4.2 Die Vorinstanz bringt demgegenüber vor, dass die Bestätigung der 

Kommission für delegierte Psychotherapie (KDP) nicht mit einer Berufs-

ausübungsbewilligung im Sinne des PsyG (Art. 22, 24 und 49 Abs. 3 PsyG) 

zu verwechseln sei und im vorliegenden Fall nicht relevant sei. 

Problematisch sei allenfalls die Bestätigung der KDP an den Beschwerde-

führer, weil dieser nachweislich kein Hochschulstudium der Psychologie, 

unter Einschluss der Psychopathologie abgeschlossen und seine gesamte 

Aus- und Weiterbildung im Ausland absolviert habe, wobei diese auch im 

Herkunftsland den gesetzlichen Anforderungen nicht entspreche. 

4.3 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist die Bestätigung der KDP für 

den vorliegenden Fall nicht relevant, da es sich bei den delegierten 

Psychologen um solche handelt, die nicht privatwirtschaftlich in eigener 

fachlicher Verantwortung tätig sind, sondern als ausführende Hilfsperson 

eines delegierenden Arztes. Die Anforderungen an die Aus- und Weiterbil-

dung delegierter Psychotherapeuten sind – im Sinne einer Richtlinie – im 

Spartenkonzept des TARMED definiert. Im Übrigen müssen auch delegiert 

tätige Psychotherapeuten über einen Hochschulabschluss in Psychologie, 

unter Einschluss der Psychopathologie, verfügen.  

Aufgrund einer Praxisänderung hat die Kommission inzwischen auch 

Punkt 2 d. des “Merkblatts über die Spartenanerkennung Delegierte Psy-

chotherapie“ angepasst. Personen, die delegierte Psychotherapie ausfüh-

ren wollen und ihre Aus- und/oder Weiterbildung im Ausland absolviert ha-

ben, benötigen die vorgängige Anerkennung ihrer Diplome durch die 

PsyKo, um den Nachweis der kriterienkonformen Aus- und Weiterbildung 

gemäss Spartenkonzept TARMED zu erbringen.  

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer bringt ausserdem vor, dass gemäss der Über-

gangsbestimmung von Art. 49 Abs. 3 PsyG insbesondere alle bereits er-

teilten kantonalen Berufsausübungsbewilligungen ihre Gültigkeit behalten 

würden.  

5.2 Die Vorinstanz führt demgegenüber aus, der Beschwerdeführer berufe 

sich zu Unrecht auf die Übergangsbestimmungen von Art. 49 PsyG. Denn 

die Absätze 1 und 2 von Art. 49 PsyG würden ausschliesslich für die provi-

sorisch akkreditierten Weiterbildungsgänge in Psychotherapie gelten, wie 

sie in Anhang 2 der PsyV abschliessend aufgelistet seien. Der Beschwer-

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deführer habe keine dieser provisorisch akkreditierten Weiterbildungen ab-

geschlossen. Er verfüge auch nicht über eine kantonale Bewilligung für die 

Berufsausübung als Psychotherapeut gemäss Art. 49 Abs. 3 PsyG. 

5.3 Zwar erhielt der Beschwerdeführer von der Gesundheitsdirektion des 

Kantons Basel-Landschaft mit Verfügung vom 24. September 2015 ge-

stützt auf das Gesundheitsgesetz (SGS 901) und das Bundesgesetz über 

die Psychologieberufe (Psychologieberufsgesetz, SR 935.8 1) eine Bewil-

ligung zur selbständigen Berufsausübung der Psychotherapie. Diese 

wurde hingegen zwischenzeitlich per 31. Dezember 2015 wieder entzogen, 

da sie aufgrund der Annahme falscher Tatsachen zu Unrecht erteilt worden 

war. Mangels kantonaler Bewilligung kann sich der Beschwerdeführer so-

mit nicht auf die Übergangsbestimmung des Art. 49 Abs. 3 PsyG berufen. 

6.  

6.1 Eventualiter beantragt der Beschwerdeführer, es sei festzustellen, dass 

er den erworbenen Titel als Psychotherapeut beibehalten dürfe. Zur Be-

gründung führt er aus, dass er in Deutschland berechtigt sei, sich als Psy-

chotherapeut zu bezeichnen und er eine Berufsausübungsbewilligung des 

Kantons Basel-Landschaft erhalten habe. 

6.2 Die Vorinstanz bringt vor, dass der Beschwerdeführer die geschützte 

Berufsbezeichnung Psychotherapeut aufgrund der fehlenden gesetzlichen 

Voraussetzungen nicht verwenden dürfe. Er berufe sich dabei zu Unrecht 

auf seine Erlaubnis der Stadt (…), welche ihm die Bewilligung zur Aus-

übung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie gegeben habe. 

In Deutschland sei der Begriff Psychotherapie nicht gesetzlich geschützt, 

weshalb auch andere Personen als Ärzte sowie psychologische Psycho-

therapeuten „Psychotherapie“ anwenden dürften. Die Bezeichnung Psy-

chotherapeut dürfe jedoch nur von Ärzten, Psychologischen Psychothera-

peuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten geführt werden.  

6.3 Nur Inhaber eines entsprechenden eidgenössischen oder eines durch 

die PsyKo anerkannten ausländischen Weiterbildungstitels können sich als 

eidgenössisch anerkannte Psychotherapeut bezeichnen (Art. 10 PsyG 

i.V.m. Art. 6 Abs. 1 Bst. a PsyV). Wie oben ausgeführt, erfüllt der Beschwer-

deführer die Voraussetzungen nicht, um diese Berufsbezeichnung zu füh-

ren. Der Beschwerdeführer verfügt jedenfalls über keinen solchen, durch 

die PsyKo anerkannten ausländischen Weiterbildungstitel. In Übereinstim-

mung mit der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer von der Stadt (…) denn 

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auch nur die Erlaubnis erhalten, die Berufsbezeichnung “Heilpraktiker 

(Psychotherapie)“ zu verwenden. Er darf sich deshalb nicht als Psychothe-

rapeut bezeichnen. Die falsche Annahme, den Titel Psychotherapeut ver-

wenden zu dürfen, kann auch nicht aufgrund des Vertrauensprinzips erfol-

gen, was im Übrigen auch nicht geltend gemacht wird. Damit ist sein Antrag 

abzuweisen. 

6.4 Zusammenfassend ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzu-

stellen, dass die Anerkennung des Weiterbildungstitels des Beschwerde-

führers, ausgestellt am (Datum) vom Bodensee Institut (Radolfzell, 

Deutschland) aufgrund einer dreijährigen Weiterbildung in  „Systemischer 

Therapie und Beratung“, mit einem eidgenössischen Weiterbildungstitel in 

Psychotherapie gemäss Art. 9 PsyG und Art. 1 und 4 RL 2005/36/EG nicht 

möglich ist. Der Beschwerdeführer darf sich folglich nicht als eidgenössisch 

anerkannter Psychotherapeut bezeichnen (Art. 9 Abs. 2 PsyG i.V.m. Art. 6 

Abs. 1 Bst. a PsyV). 

7.  

Die Beschwerde ist aus den oben dargelegten Gründen abzuweisen und 

die angefochtene Verfügung zu bestätigen. Bei diesem Verfahrensausgang 

trägt der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Diese werden auf Fr. 1'000.– festgesetzt und mit dem geleisteten Kosten-

vorschuss verrechnet. 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 1‘000.– festgesetzt und mit dem ge-

leisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde); 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde). 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Stephan Breitenmoser Deborah Staub 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 29. Juni 2017