# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93a83695-1525-561d-a9c1-0a66f87468e5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.06.2020 SB200261
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200261_2020-06-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200261-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

Oberrichterin lic. iur. R. Affolter sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Maurer 

Beschluss vom 15. Juni 2020 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Privatkläger und Berufungskläger 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

sowie 

 

Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich,  
Anklägerin 

 

gegen 

 

C._____,  
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge D._____,  

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Nötigung etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Jugendgerichtes Dietikon  

- 2 - 

vom 26. Februar 2020 (DJ190002) 
 

 

- 3 - 

Erwägungen: 

1. Gegen das Urteil des Jugendgerichtes Dietikon vom 26. Februar 2020  

haben die Privatkläger A._____ und B._____ zwar Berufung anmelden lassen 

(Urk. 63), innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO aber keine Berufungserklärung 

eingereicht. Deshalb ist auf ihre Berufung gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 

StPO nicht einzutreten. 

2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel der 

Privatkläger kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ihnen sind 

daher die Kosten des Berufungsverfahrens je zur Hälfte aufzuerlegen. Die Ge-

richtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 600.– festzusetzen. 

3. Dem amtlichen Verteidiger des Beschuldigten sind im Berufungsverfahren 

Aufwendungen und Auslagen von Fr. 169.10 (inkl. MwSt.) angefallen (Urk. 72). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung der Privatkläger A._____ und B._____ vom 5. März 2020 

wird nicht eingetreten.  

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 169.10   amtliche Verteidigung. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden den Privatklägern je zur Hälfte auferlegt. Die 

Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 138 Abs. 1 StPO 

i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

- 4 - 

4. Schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  
Beschuldigten 

− die gesetzliche Vertretung des Beschuldigten bzw. die Inhaberin der  
elterlichen Sorge D._____ 

− die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich 
− die Vertretung der Privatkläger A._____ und B._____  

dreifach für sich und zuhanden der beiden Privatkläger 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an  

− die Vorinstanz  
− das Bundesamt für Polizei fedpol, Bundeskriminalpolizei. 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 15. Juni 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Maurer 
 

	Beschluss vom 15. Juni 2020
	 Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung der Privatkläger A._____ und B._____ vom 5. März 2020 wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden den Privatklägern je zur Hälfte auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflic...
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  Beschuldigten
	 die gesetzliche Vertretung des Beschuldigten bzw. die Inhaberin der  elterlichen Sorge D._____
	 die Oberjugendanwaltschaft des Kantons Zürich
	 die Vertretung der Privatkläger A._____ und B._____  dreifach für sich und zuhanden der beiden Privatkläger
	 die Vorinstanz
	 das Bundesamt für Polizei fedpol, Bundeskriminalpolizei.

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.