# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3bc9b2f1-cb39-5425-8efc-d68dbed7181f
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-04-29
**Language:** de
**Title:** Abstellen auf bidisziplinäres Gutachten. Kein invalidisierendes Leiden ausgewiesen.
**Docket/Reference:** IV.2019.00194
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2019.00194.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2019.00194
V. Kammer
Sozialversicherungsrichter Vogel, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Ersatzrichterin Gasser Küffer
Gerichtsschreiber Kübler
Urteil
vom
29. April 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin Anna
Paparis
Müller &
Paparis
Rechtsanwälte
Bahnhofstrasse 44, Postfach, 8022 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1968,
seit März 1990 als Mitarbeiterin
Lingerie im Pflegezentrum
Y.___
angestellt
(Urk. 7/26)
,
meldete sich am 31. Mai
2017
(Eingangsdatum)
bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungs
be
zug an (Urk. 7/4). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog in diesem Zusammenhang insbesondere die Akten der Pensionskasse
der Stadt Zürich
bei (Urk. 7/12-
17
, Urk. 7/29
).
Nachdem am 23. Januar 2018 ein Standortgespräch mit der Eingliederungsberatung durch
geführt w
o
rde
n war
(Urk. 7/21/4-5), setzte die IV-Stelle die Versicherte
m
it Mit
teilung vom 7. Februar 2018 über den Abschluss
der Massnahmen
zum
Arbeits
platz
erhalt
in Kenntnis
(Urk. 7/20).
Mit Mitteilung vom
11. Juni 2018
informierte
die IV-Stelle die Ver
sicherte darüber, dass sie zur Klärung der Leistungsansprüche eine Begutachtung in den Disziplinen Rheumatologie und Psychiatrie als notwen
dig erachte (Urk. 7/34).
Dr. med. und Dr. sc. nat.
Z.___
, Fachärztin FMH für Rheu
matologie und Allgemeine Innere Medizin, erstattete am 14. August 2018
ein
internistisch-rheumatologische
s
und PD Dr. med.
A.___
, Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, am 21. September 2018
ein
psy
chia
trische
s
Gutachten (Urk. 7/46, Urk. 7/47
,
interdisziplinäre Gesamtbeurteilung vom 21. September 2018
[Urk. 7/48])
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
ver
fah
ren
(Vorbescheid vom 15. Oktober
2018 [Urk. 7/51], Einwand vom 18
. Oktober 2018 [Urk. 7/56]
sowie
Einwandergänzung
vom
15. November 2018 [Urk. 7/62]) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung mit Verfügung vom 4. Februar 2019 (Urk. 2 = Urk. 7/69).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 11. März 2019 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 4. Februar 2019 aufzuheben und ihr eine Invalidenrente zuzusprechen.
Eventuell sei
die Angelegenheit
zu weiteren Abklärungen
an die IV-Stelle zurückzuweisen oder ein Obergutachten einzuholen.
Eventuell sei eine
Haushaltsabklärung
durchzuführen
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Mai 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6),
was der
Beschwerdeführerin
mit Verfügung vom 8. Mai 2019
mitgeteilt
wurde (Urk. 8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psy
chischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das
tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2,
E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invalidi
tätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gen
der Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
1.2.3
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be
weisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und all
fälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemesse
n werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E.
7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depres
si
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Bew
eisverfahrens (BGE 143 V 409 E.
4.5.3; vgl. Urteil des Bundes
ge
richts 9C_580/20
17 vom 16. Januar 2018 E. 3.1).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen
sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht er
ledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
ge
ben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische Th
ese abstellen (BGE 125 V 351 E.
3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder
Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1,
125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung ihrer Verfügung aus,
gestützt auf das
bidisziplinäre
Gutachten seien aus psychiatrischer wie auch aus rheuma
to
logischer Sicht keine Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit ausgewiesen. Es
liege
damit kein Gesundheitsschaden
vor
, welcher die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränke und es bestehe kein Anspruch auf Leis
tungen der Invalidenversicherung (Urk. 2).
2.2
Dagegen
wandte
die
Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
ein
, es würden Zweifel an der Zuver
lässigkeit und Schlüssigkeit des
bidisziplinären
Gutachtens bestehen, weshalb ei
ne Leistungsabweisung gestützt auf dieses Gutachten nicht rechtens sei.
Für eine genaue Beurteilung der Arbeitsfähigkeit seien weitere Abklärungen ange
zeigt, da die medizinische Behandlung noch nicht abgeschlossen sei
(Urk. 1 S
. 18 f.).
3.
A
m 6
. August und am
13
. September 2018 wurde die Versicherte rheumato
lo
gisch und psychiatrisch begutachtet. Die Gutachter stellten dabei keine Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/46/73, Urk. 7/47/12, Urk. 7
/48/5).
In den beiden Fachgutachten
werd
en folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt
(Urk. 7/46/73, Urk. 7/47/12):
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
Ausgedehnte chronische Schmerzen
-
Hypothyreose (Erstdiagnose Januar 2013)
-
Medikamenten-
Noncompliance
-
Status nach TVT-Schlingenoperation bei Belastungsinkontinenz Grad II (Juni 2015)
-
Status nach Arthroskopie der rechten Schulter mit AC-Resektion (Juni 2004) mit altersentsprechend postoperativen bildgebenden Befunden (Ultraschall Dezember 2017)
-
Status nach Arthroskopie beider Knie 1993
beziehungsweise
1995 mit altersentsprechenden bildgebenden Befunden (Ultraschall Dezember 2017)
Im rheumatologischen Gutachten wurde festgehalten, bei den Befunden der klinischen Untersuchung seien Diskrepanzen aufgefallen. Die
Beschwerdeführerin
stöhne oft wegen Schmerzen, wobei dieses Schmerzstöhnen bei
Ablenkung
ver
schwinde. Sie zucke bei sanfter Berührung häufig heftig, wobei dieses Zucken unter Ablenkung nicht auftrete. Intermittierend zeige sie einen hinkenden Gang, der sich bei Ablenkung normalisiere. Der Fersen- und der Zehengang seien nor
mal. Es bestehe eine leichte LWS-Hyperlordose und eine leichte BWS-Hyper
ky
phose. Wegen Gegenspannung könne die Beweglichkeit der LWS nicht geprüft werden. Die BWS und die HWS seien normal beweglich. Radikuläre Zeichen seien nicht vorhanden. Bei der direkten Prüfung der Beweglichkeit des linken Schulter
gelenks habe sie deutliche Einschränkungen gezeigt. Bei Ablenkung bewege sie beide Schultern normal. Alle übrigen grossen peripheren Gelenke seien normal
beweglich. Gelenksergüsse, Synovitiden oder überwärmte Gelenke seien nicht vor
handen
. Der
Jobe
-Test der
Rotatorenmanschetten
sei beidseits normal. Die
Impin
gement-Zeichen
des Neer-Tests seien bei ausgedehnten chronischen Schmerzen nicht verwertbar wegen mangelnder Spezifität. Dasselbe gelte auch für die Gaenslen-Zeichen an den Händen und Füssen sowie die übrigen Drucktests. In der
Dolorimetrie
seien alle 18 Tender Points pathologisch sowie alle acht Kon
trollpunkte. Dies entspreche einem pathologischen
Dolorimetrie
-Befund im Sinne einer Sc
hmerzausweitung (Urk. 7/46/74).
Die Röntgenuntersuchung des Beckens (Dezember 2017) habe altersentsprechend
e
Befunde gezeigt. Die Ultraschall
unter
suchungen beider Schultern, beider Knie und beider Ellbogen (alle Dezember 2017)
hätten altersentsprechende Befunde ergeben. Entzündlich-rheumatologische Ver
änderungen seien nicht erkennbar gewesen. Die drei MRI-Untersuchungen der ganzen Wirbelsäule (Februar und Dezember 2017
beziehungsweise
Februar 2018) hätten alle keine
sicheren entzündlich-rheumatologischen Veränderungen erge
ben. Wesentliche degenerative Veränderungen der Wirbelsäule oder gar Kom
pres
sionen neurogener Strukturen seien nicht sichtbar gewesen. Eine Spondyl
ar
thritis
der Wirbelsäule habe durch diese drei MRI-Untersuchungen ausge
schlossen wer
den
können. Die ausgedehnte Blutuntersuchung habe weiterhin eine normale Blut
senkung ergeben. Erneut seien wie bereits im Dezember 2014 und Dezember 2017 die Anti-
Citrullinantikörper
minimal erhöht gewesen
. Sie (
Dr.
Z.___
) habe dies ebenfalls als unspezifisch
interpretiert
, wie die Rheumatologin Frau
Dr.
B.___
im Dezember 2014 und die Rheumatologie des
Universitätsspitals
C.___
im Dezember 201
7.
Von den vier in ihrem Blut geprüften Medikamenten sei das
Novalgin
nachweisbar gewesen, allerdings weit unterhalb des therapeu
tischen Bereichs. Vom Duloxetin, Targin und
Surmontil
habe entgegen
den
An
gaben
der
Beschwerdeführerin
jede Spur gefehlt. Auch
im
Urin habe kein
Sur
montil
nachgewiesen werden können. Da
Sur
montil
im Urin bis zu zehn Tage
nachgewiesen werden könne, habe sie entgegen ihren Angaben vom
Surmontil
schon mindestens mehrere Einnahmetermine verpasst.
Zusammenfassend würden
keine strukturellen Befunde bestehen, welche die Leistungsfähigkeit der Besch
wer
deführerin
einschränkten. Sie könne daher sämtliche Tätigkeiten uneingeschränkt ausüben, die Frauen ihres Alters üblicherweise machen könnten (Urk. 7/46/75). Aus rheumatologischer Sicht habe nie eine lang andauernde Arbeitsunfähi
gkeit bestanden (Urk. 7/46/79).
Anlässlich der psychiatrischen
Exploration
wurden folgende objektive Untersu
chungsbefunde erhoben:
Sprachmotorisch habe d
ie
Beschwerdeführerin
keinerlei Auffälligkeiten gezeigt. Sowohl die Intelligenz wie auch die allgemeinen kog
ni
tiven Ressourcen würden im klinischen Eindruck in der Bandbreite der Norm liegen. Im formalen Denken habe die
Beschwerdeführerin
eine gewisse Einengung
auf
ihre Körperschmerzen gezeigt, ansonsten sei das formale Denken
vollständig unauffällig gewesen.
Im inhaltlichen Denken hätten sich keinerlei Hinweise für wahnhafte, bizarre oder suizidale Ideen ergeben. Ich-Störungen sowie Sinnes
täu
schungen aller Art würden vollständig fehlen. Die Grundstimmung der
Beschwer
de
führerin
sei jederzeit
euthym
, zu keinem Zeitpunkt subdepressiv oder gar de
pressiv gewesen. Sie habe keinerlei Affektverarmung, Affektverflachung oder gar Affektstarre gezeigt. Sie habe eine sehr gute affektive Schwingungsfähigkeit ge
zeigt und einen sehr guten affektiven Rapport zugelassen.
Auch
habe
sie
keinerlei Affektlabilität oder Affektinkontinenz gezeigt, dies auch dann nicht, als sie über den Tod ihrer Schwester
im Jahr 2007 und über den Tod ihre
s Vaters im Jahr
2013 berichtet habe
(Urk. 7/47/11-12).
D
ie qualitativen Funktionsfähigkeiten
seien
aus psychiatrischer Sicht allesamt vollumfänglich erhalten und auch zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt
gewesen
. Die von der
Beschwerdeführerin
mitgeteilten Einschränkungen im Alltag liessen sich
nicht
mit einer psychiatrischen Erkran
kung erklären. Es könne einzig eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostizier
t werden, wenn postuliert werde
, dass es sich bei diesem Schmerz
erleben und bei diesen Schmerzangaben um ausschliesslich unbewusste Prozesse handle. Sämtliche qualitativen Funktionsfähigkeiten, die mit den sogenannten ICF-Kriterien abgebildet werden könn
t
en, seien somit unbeeint
rächtigt. Aus psy
chiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit. Es habe nie eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden (Urk. 7/47/17-19
).
Interdisziplinär hielten die Gutachter eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit bezogen auf ein
100%-
Pensum
fest
. Die
Beschwerdeführerin
könne sämtliche Tätigkeiten uneingeschränkt ausüben, die Frauen ihres Alters üblicherweise machen könnten (Urk. 7/48/6).
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
stützt ihren Entscheid auf das
bidisziplinäre
Gutachten von Dr.
Z.___
und Dr.
A.___
vom 14. August und vom 21. September 2018 (Urk. 2). Das betreffende Gutachten beruht au
f fachärztlichen Untersuchungen und
wurde in Kenntnis der und einlässlicher Auseinandersetzung mit den Vor
ak
ten (vgl. Urk.
7/46/8-57
, Urk. 7/46/77-78, Urk. 7/47/5, Urk. 7/47/16-17
) ver
fasst. Die
Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben (Urk.
7/46/63-68, Urk. 7/47/10-12
), die geklagten Beschwerden berücksichtigt (
Urk. 7/46/58-60
,
Urk.
7/47/8-10
) und sich mit diesen sowie dem Verhalten der
Beschwerdeführerin
auseinander
gesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge insgesamt einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet (Urk.
7/46/74-78, Urk. 7/47/15-18, Urk. 7/48/5-6).
Damit erfüllt das Gutachten die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaugliche ärztliche
Entscheidgrundlage
(E. 1.4).
4.2
4.2.1
Die
Beschwerdeführerin
erachtet das
bidisziplinäre
Gutachten von Dr.
Z.___
und Dr.
A.___
als nicht beweiskräftig
und erhebt dagegen verschiedene Ein
wände
(
Urk. 1
).
4.2.2
D
ie
Beschwerdeführerin
rügt die mangelnde
gutachterliche
Berücksichtigung von anderslautenden
medizinischen Berichte
n
(Urk. 1
S. 3 ff.).
Im rheumatologischen Gutachten wurden die bekannten
Vorakten
zitiert (Urk. 7/46/8-57), worauf auch
im
psychiatrische
n Gutachten verwiesen wird
(Urk. 7/4
7
/5).
Die
Gutachter
setzten
sich
im Sinne einer Konsistenzprüfung
einzeln mit widersprechenden
Vorbe
rich
ten
und darin gestellten Diagnosen
auseinander (Urk. 7/46/77-78, Urk. 7/47/16-1
7)
. Konkret hat sich
Dr.
Z.___
insbesondere mit der
in
den
Vorberichten
wieder
holt
diagnostizierten Spondylarthritis der Wirbelsäule befasst, eine solche
aber
gestützt
auf die bildgebenden Befunde der
drei MRI-Untersuchungen der ganzen Wirbelsäule (
24. Februar 2017 [Urk. 7/43/4
]
,
6. Dezember 2017 [Urk. 7/40]
und
9.
Februar 2018 [Urk. 7/
43/1
]) ausgeschlossen (Urk. 7/46/75). Diese Einschätzung steht in Einklang mit derjenigen der Ärzte der Klinik für Rheumatologie am
C.___
, welche in ihrem undatierten Austrittsbericht
(Hospitalisation vom 28. November bis am 14. Dezember 2017 [Urk. 7/45/1-6])
– gestützt auf
das
MRI vom 6. Dezem
ber 2017 – keine entzündliche
n
Veränderungen
am
Iliosakralgelenk
und
an der Wirbelsäule feststellten
.
Klinisch und sonographisch fanden sich keine peripheren
Arthritiden, laborchemisch waren die
Entzündungswerte nicht erhöht
(Urk.
7/
45/
2
)
.
Den leicht erhöhten Wert an Anti-
Citrullinantikörper
interpre
tier
te
n sowohl
Dr.
Z.___
als auch die Ärzte
des
C.___
als
nicht pathologisch (
Urk. 7/45/2,
Urk. 7/46/75
,
vgl. auch Urk. 7/44/3
).
Gestützt auf die stationäre Abklärung am
C.___
kam auch
Dr. med.
D.___
, Fachärztin FMH für All
gemeine Innere Medizin,
in
ihrem zuhanden der Pensionskasse erstatteten ver
trauensärztlichen Bericht vom 17. April 2018
zum Schluss, dass – entgegen ihren
Vorberichten (Urk. 7/
12
, Urk. 7/
14
) – keine Spondylarthritis zu diagnostizieren sei
und die Arbeitsfähigkeit aus allgemeininternistischer Sicht nicht adäquat eingeschätzt werden könne
(Urk. 7
/29
/10
).
Dass Dr.
med.
E.___
, Fach
arzt FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin,
in
seinen
Bericht
en
vom 20. Februar (Urk. 7/25/19-21)
,
7. März
(Urk. 7/25/1-7
)
und 23. Mai
2018 (Urk. 7/39/1-3)
trotzdem
weiterhin
auf eine Spondylarthritis schloss,
kann vor
diesem Hintergrund nicht
nachvollzogen werden
.
Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung, dass er
für seine abweichende Einschätzung
keine Gründe nannte und auch nicht von einer seit der letzten Bildgebung eingetretenen
Ver
schlechterung berichtete
.
Vielmehr gab er an, dass auch
der Stopp des TNF
-
Hem
mers nicht
zu einer erhöhten Entzündungsaktivität und zu keiner Schmerz
zu
nahme geführt
habe
(Urk. 7/39/2
).
Hinsichtlich der Beweiswertigkeit des Gut
ach
tens irrelevant ist der aktenwidrige
Vermerk im rheumatologischen Gut
achten, wonach sich den Akten keine
konkreten
Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit entnehmen liessen (Urk. 7/46/4, vgl. Urk. 1 S. 10).
So wurden die
Berichte, welche sich mit der
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit befassten (vgl. Urk. 7/12/
9-11, Urk. 7/14/14
) im Aktenauszug des rheu
matologischen Gutachtens zitiert (vgl. Urk. 7/46/
16-23,
Urk. 7/46/
26-30
) und in die versicherungsmedizinische Beurteilung einbezogen (Urk. 7/46/77).
Da sich die
in den Berichten
enthaltene
Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit auf die Annahme einer Spondylarthritis stützte,
was sich
im Verlauf
nicht
bestätigte
,
waren die Berichte vo
n Dr.
D.___
vom 4. Juli und 3
. November 2017
ohnehin von geringer Bedeutung
für die gutachterliche
Beurteilung
(vgl. Urk. 7/46/77)
.
Dr.
E.___
diagnostizierte i
n seinem Bericht vom 15. November 2018 erneut eine Spondylarthritis
sowie
zusätzlich
eine
frozen
shoulder
links mit nahezu voll
ständig eingeschränkter Beweglichkeit
(Urk. 7/63/1-3).
Die Einschätzung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit basierte dabei auf der Annahme, dass die linke Schulter nicht und die übrigen Gelenke sowie das Achsenskelett kaum belastbar sind.
Für eine
frozen
shoulder
links mit nahezu vollständig eingeschränkter Be
weglichkeit besteht kein objektives Korrelat,
sind doch die
im MRI der linken Schulter vom 9. Oktober 2018 (Urk. 7/63/4)
f
estgestellten Befunde gemäss Beur
teilung der RAD-Ärztin
F.___
,
Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 21. Dezember 2018 keineswegs beweisend für eine Spondyl
arthritis oder
eine Entzündung der Schultergelenkskapsel (vgl. RAD-Stellung
nahme vom 21. Dezember 2018 [Urk. 7/68/5]). Die demonstrierten deutlichen Einschränkungen der Beweglichkeit des linken Schultergelenks wurden sodann bereits im rheumatologischen Gutachten von Dr.
Z.___
berücksichtigt (Urk. 7/46/74-75).
Auch in Bezug auf die Spondylarthritis lassen sich dem Bericht
von Dr.
E.___
keine gutachterlich unberücksichtigten
Tatsachen entnehmen
(vgl.
Urk. 7/68/5
).
In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fach
medizinischen Experten andererseits nicht zulässt, ein Administrativ- oder Ge
richtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (SVR 2017 IV Nr. 49 [9C_338/2016] E.
5.5,
Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_654/2015 vom 1
0.
August 2016 E. 4.4
,
9C_175/2018 vom 1
6.
April 2018 E.
3.3.1). Anders verhält es sich, wenn die behandelnden Ärzte objektiv fest
stellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der Begutachtung uner
kannt (oder ungewürdigt) geblieben und geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (SVR 2017
IV Nr. 49 [9C_338/2016] E. 5.5,
SVR 200
8 IV Nr. 15 [I 514/06] E. 2.1.1,
Urteile des Bundesgerichts 9C_793/2016 vom
3.
März 2017 E. 4.1.2 und 9C_353/2015 vom
2
4.
November 2015 E. 4.1), was vorliegend nicht der Fall ist.
Mangels fachärztlicher Qualifikation verm
ag
sodann
auch
der Bericht
des Physiotherapeuten
G.___
(Urk. 7/61)
die fachärztliche Beur
teilung
von Dr.
Z.___
nicht
in Frage zu stellen,
zumal eine klare Stellung
nahme zur Arbeitsfähigkeit darin ohnehin fehlt
(
Urteil des Bundesgerichts
9C_782/2016
/
9C_60/2018
vom 1
5.
März
2018
E.
3.2.1
).
In Abweichung zu Dr.
A.___
, welcher sich in einlässlicher Auseinandersetzung mit den klinischen Befunden und den
Vorakten
überzeugend nicht nur gegen das Vorliegen einer Pathologie im Bereich der Persönlichkeitsstruktur, sondern ins
besondere auch gegen eine Affektpathologie aussprach (Urk. 7/47/17), machte die Beschwerdeführerin sodann gestützt auf den Bericht der seit 28. November 2018 behandelnden Psychologin
lic.
phil.
H.___
(Urk. 3)
geltend, es liege eine Störung aus dem depressiven Formenkreis vor, welche in den letzten Wochen
exazerbiert
sei (Urk. 1 S. 19). Abgesehen davon, dass es auch der Fach
psychologin
an der Fachkenntnis
fehlt
, um die
fachärztliche
n
Feststellungen
von Dr.
A.___
umstossen
zu können
,
k
ommt hinzu, dass es sich
bei der Psychologin
um
eine behandelnde
Person handelt, weshalb im Zweifelsfall auf ihre Aussagen nicht abgestellt werden kann (Urteil
des Bundesgerichts
8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.
4).
Nichts daran zu ändern vermag, dass
ihr
Bericht vom
delegierenden Arzt Dr.
med.
I.___
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin
mitunterzeichnet wurde
(vgl. Urk. 3)
,
da
es sich auch bei ihm nicht um einen Facharzt der Psychiatrie handelt
.
Zusammengefasst ergibt sich, dass
die Gutachter die Vorberichte hinreichend in ihre Beurteilung miteinbezogen haben und auch
die hernach erstatteten Berichte
nicht an
den
von ihnen
getroffenen Schlussfolgerungen
zweifeln lassen.
4.2.3
Soweit
die
Beschwerdeführerin
das Vorliegen eines invalidisierenden Leidens mit ärztlich verordneten Medikamenten und Therapien begründet (Urk. 1 S. 5 ff.), kann ihr nicht gefolgt werden. Die Verordnung eines Medikaments oder einer Therapie setzt kein objektives Korrelat für
das präsentierte Leiden
voraus und vermag ein
solches auch
dann nicht zu objektivieren, wenn
dem Medikament
zur Behandlung des vermuteten Leidens mutmasslich Wirksamkeit zukommen würde. Dies hat vorliegend umso mehr zu gelten, als die von der
Beschwerdeführerin
erwähnten Medikamente und Rehabilitationsmassnahmen in einem Zeitpunkt verordnet wurden, in dem
noch
vom Vorliegen einer Spondylarthritis ausge
gan
gen wurde, was sich hernach nicht bewahrheitete (vgl. E. 4.2.2). Darüber hinaus ist in diesem Kontext auf die aktenkundige Medikamenten Non-Compliance hin
zuweisen (Urk. 7/46/75).
4.2.4
Im Weiteren rügt die
Beschwerdeführerin
,
die im rheumatologischen Gutachten
festgehaltenen Diskrepanzen
seien nicht
nachvollziehbar
(Urk. 1 S. 10 f.). Im
rheu
matologischen Gutachten findet sich eine detaillierte Aufstellung der im Rahmen der klinischen Untersuchung erhobenen Befunde
. Auffallende
Befunde
wurden
von der Gutachterin markiert
(Urk. 7/46/
63-68). Im Rahmen der versiche
rungs
medizinischen Beurteilung wurde auf die einzelnen Auffälligkeiten einge
gangen und
begründet, weshalb es sich dabei um
Diskrepanzen
handle
(Urk. 7/46/74
-77).
Dass drei Untersuchungen mit dem Vermerk «nicht prüfbar» versehen wurden (vgl. Urk. 7/46/64, Urk. 1 S. 11), ist auf die mangelnde Kooperation der
Beschwer
deführerin
zurückzuführen und steht in Einklang mit der bei der Beweglichkeits
prüfung der LWS präsentierten Gegenspannung
(Urk. 7/46/64)
.
Die
Beschwerde
führerin
gab
bei sämtlichen Tender Points und Kontrollpunkten eine Druck
empfindlichkeit an (Urk. 7/46/67)
, was die Gutachterin
als Schmerzausweitung deutete (Urk. 7/46/74).
Zusammen mit den weiteren Auffälligkeiten ergibt dies ein stimmiges Gesamtbild. Damit wurden die festgestellten Diskrepanzen nach
vollziehbar begründet
und
greift
der diesbezügliche Einwand der
Beschwerde
führerin
ins Leere
.
4.2.5
Soweit die
Beschwerdeführerin
das Auftreten der rheumatologischen Gutachterin sowie die von ihr gestellten Fragen kritisiert (Urk. 1 S. 11), is
t ihr entgegen
zu
halten, dass es
Bestandteil des medizinischen Ermessens der Gutachterperson bildet, was für Fragen sie
anlässlich der Exploration
stellt. In Bezug auf das behauptete arrogante respektive kalte Auftreten der rheumatologischen Gutach
terin blieb sodann unklar, inwiefern sich dies konkret auf die fachärztlichen Schlussfolgerungen und den Beweiswert des Gutachtens ausgewirkt haben soll. Die diesbezüglichen Einreden erweisen sich damit als unbegründet.
4.2.6
Dass Dr.
A.___
bei seiner
psychiatrischen
Beurteilung auch die aufgrund der rheumatologischen Exploration ausgewiesene Medikamenten
-
Non-Compliance berücksichtigte,
ist stimmig zur mit
BGE 141 V 281 begründeten Rechtsprechung, wonach
die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen als Indikator für die funktionelle psychische Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.2).
Entgegen dem Dafürhalten der
Beschwerdeführerin
kommt der Medika
menten
-
Non-Compliance im psychiatrischen Gutachten
aber
ohnehin
keine mass
gebliche
Bedeutung zu,
begründete
Dr.
A.___
seine Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
doch im Wesentlichen mit den
unauffälligen
objektiven Befund
e
n
(vgl. E. 3).
Sein Schluss auf eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist denn auch angesichts der nur unter Vorbehalt gestellten Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, des Ausschlusses jeglicher rele
van
ter Komorbiditäten und der von Dr.
A.___
nachvollziehbar als im Wesentlichen
uneingeschränkt beurteilten Ressourcen (Urk. 7/47/17 f.) nicht in Frage zu ziehen. Entsprechend kann von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden (E. 1.2.3), zumal aus einer
Indikatorenprüfung
keine grössere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte resultieren kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2019 vom 8.
November
2019 E.
4.2.4).
Damit verfängt nicht,
was die Beschwerdeführerin
gegenüber dem psychiatrischen Gutachten vorbringt (Urk. 1 S. 14).
4.3
Zusammengefasst vermögen weder die Vorbringen der
Beschwerdeführerin
noch
die anderen medizinischen Berichte
das
bidisziplinäre
Gutachten von Dr.
Z.___
und Dr.
A.___
in Zweifel zu ziehen. Auf das betreffende Gutachten kann somit abgestellt werden. Folg
lich
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwer
de
geg
nerin davon
ausging
, ein Gesundheitsschaden mit anhaltender Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit sei nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der über
wie
genden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) ausgewiesen. Diese Beweis
losigkeit wirkt sich zu Lasten der Beschwerdeführerin aus, welche die (materielle) Beweislast trägt (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V
218 E.
6).
V
on weiteren medi
zinischen Abklärungen sind
zudem
keine
entscheidrelevanten
Ergebnisse
z
um Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bis zum Erlass des hier ange
foch
tenen Entscheids, welcher rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der rich
terlichen Überprüfungsbefugnis bildet (
BGE 132 V 215
E. 3.1.1
mit Hinweisen),
zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswür
di
gung; BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3).
Nach dem Gesagten ist ein invalidisierender Gesundheitsschaden nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, weshalb sich die einen Rentenan
spruch verneinende Verfügung v
om 4. Februar 2019
(Urk. 2) als rechtens erweist. Die dagegen erhobene Beschwerde ist daher abzuweisen.
5.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 8
00.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss der
Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Anna
Paparis
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
VogelKübler