# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 137ffe1e-6eaf-52e1-9bc6-b8f3311d038f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 22.08.2023 A 2023 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2023-5_2023-08-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 23 5

4. Kammer 

Vorsitz Stöhr

RichterIn Brun und Audétat

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 22. August 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Gian Luca Peng, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Handänderungssteuer

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I. Sachverhalt:

1. Am 15. Juni 2003 schlossen C._____, Bauunternehmer, und A._____, 

Bauingenieur, einen Gesellschaftsvertrag betreffend die Baugesellschaft 

D._____ (einfache Gesellschaft), B._____. Zweck der Baugesellschaft war 

der Erwerb von Liegenschaften zur Arbeitsbeschaffung. Vereinbart wurde, 

dass C._____ die Baumeister-, die Zimmermanns- und die Schreiner-

arbeiten ausführt sowie die Bauleitung vor Ort übernimmt. A._____ 

wiederum oblagen die gesamten Planungsarbeiten inkl. Bauingenieur-

arbeiten. Die finanzielle Beteiligung an der Baugesellschaft D._____ 

erfolgte im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten.

2. Mit Vereinbarung vom 10. April 2015 hielten A._____ und C._____ fest, 

dass sie zu je 50 % als Gesellschafter der Baugesellschaft D._____ 

fungierten, zudem wurde A._____ ein Kaufrecht an den Liegenschaften 

der Baugesellschaft D._____ zum Übernahmewert von insgesamt 

CHF 4'198'000.00 in der Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 

eingeräumt. Weiter wurde festgehalten, dass C._____ gegenüber der 

Baugesellschaft D._____ per 31. Dezember 2013 einen Betrag von 

CHF 84'171.48 sowie gegenüber A._____ resp. dessen Aktien-

gesellschaft einen Betrag von CHF 215'000.00 schuldete. Für die Tilgung 

der Schulden und die Übernahme durch A._____ wurde eine Paketlösung 

vereinbart. A._____ verpflichtete sich, selber oder seine dannzumaligen 

Erben, den Kaufrechtsvertrag in der vorgesehenen Frist per 31. Dezember 

2022 auszulösen und die Liegenschaften der Baugesellschaft D._____ an 

der E._____ mitsamt Garagenanteilen am Nachbarsgrundstück zu den 

festgesetzten Werten zu übernehmen. Die Darlehensschuld von C._____ 

gegenüber A._____ wurde per 31. Dezember 2014 auf CHF 200'000.00 

festgesetzt; die Kapitalschuld gegenüber der Baugesellschaft D._____ per 

31. Dezember 2014 auf rund CHF 80'000.00 vereinbart. Um diese Summe 

zu erreichen, wurde die Zinsgutschrift von A._____ (Darlehen in der 

Baugesellschaft D._____) entsprechend angepasst resp. reduziert. Weiter 

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wurde unter den Parteien vereinbart, dass in den Geschäftsjahren 2015 

bis und mit 2022 jährlich Gewinne von insgesamt ca. CHF 70'000.00 

ausgewiesen würden. Unabhängig von den übrigen Aufwendungen 

würden die Zinserträge von A._____ jedes Jahr derart angepasst, dass 

ein gesamthafter Überschuss von ca. CHF 70'000.00 resultierte. Am 

Ergebnis partizipierten die Gesellschafter wie bisher zu je 50 %. Der 

jährliche Gewinnanteil für C._____ sollte somit in den nächsten acht 

Jahren CHF 35'000.00 betragen, davon würden per 30. Juni 

CHF 25'000.00 aus dem Bankkonto der Baugesellschaft D._____ an 

A._____ für das Darlehen C._____ zurückbezahlt, erstmals per 30. Juni 

2015 und letztmals per 30. Juni 2022; zu diesem Zeitpunkt sollte das 

Darlehen amortisiert sein. Die übrigen ca. CHF 10'000.00 würden jährlich 

dem Eigenkapitalkonto von C._____ gutgeschrieben, so dass das Konto 

per 31. Dezember 2022 ausgeglichen sein würde. Die Vertragsparteien 

waren sich bewusst, dass sie mit dieser Vereinbarung jährlich einen 

steuerrelevanten Gewinn von rund CHF 35'000.00 erzielen würden. Im 

Falle des Versterbens von C._____ vor dem 31. Dezember 2022 hätte 

A._____ das Kaufrecht unverzüglich und zwingend auszuüben. Damit 

würde die Restschuld von C._____ aus dem Darlehen und vom Minus-

kapital in der Baugesellschaft D._____ entfallen. A._____ würde folglich 

ausdrücklich auf die Einforderung des Restbetrags des Darlehens oder 

des Minuskapitals verzichten. Ziel der Vereinbarung vom 10. April 2015 

war es, die Schulden von C._____ bis zum 31. Dezember 2022 stufen-

weise abzubauen, so dass A._____ nachfolgend die Liegenschaften ins 

Alleineigentum übernehmen könnte.

3. Mit Kaufrechtsvertrag vom 21. Mai 2015 hielten die Parteien im Wesent-

lichen fest, dass die Baugesellschaft D._____ aus C._____ und A._____ 

sowie A._____ als künftigem Kaufrechtsberechtigten bestünde. Die 

Baugesellschaft D._____ sei verfügungsberechtigte Eigentümerin der 

Grundstücke Nr. F._____ (Nutzungsrechte an Autoeinstellplätzen) in 

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B._____. Vorgemerkt wurde die Aufhebung des Vorkaufsrechts sowie des 

Teilungsanspruches der Miteigentümer. Unter Ziffer 3 der Bestimmungen 

zum Kaufrecht hielten die Gesellschafter u.a. fest, dass der Kaufpreis 

durch Verrechnung mit dem eigenen Gesellschaftsanteil bzw. mit der 

Verrechnung der Auszahlung des Mitgesellschafters C._____ resp. 

dessen Erben gemäss internem Beteiligungsverhältnis an der Baugesell-

schaft D._____ mit Wert Datum der Eigentumsübertragung zu erfolgen 

habe.

4. Mit Erklärung vom 8. Oktober 2022 übte A._____ gegenüber der 

Baugesellschaft D._____ das ihm mit Vertrag vom 21. Mai 2015 

eingeräumte Kaufrecht an den Grundstücken in B._____ aus. Der 

Kaufpreis von CHF 4'198'000.00 wurde wie folgt getilgt: CHF 800'000.00 

und CHF 400'000.00 durch die Übernahme der bestehenden Hypothekar-

schulden (Inhaber-Papier-Schuldbriefe über CHF 1'500'000.00 resp. 

CHF 900'000.00). Der Restbetrag über CHF 2'998'000.00 wurde mit dem 

eigenen internen Gesellschaftsanteil an der Baugesellschaft D._____ bzw. 

mit den Forderungen von A._____ gegenüber C._____ verrechnet.

5. In der Handänderungsanzeige vom 21. Oktober 2022 über die Hand-

änderung vom 10. Oktober 2022 wurde A._____ als neuer Eigentümer der 

Grundstücke Nr. F._____ in B._____ aufgeführt.

6. Mit Schreiben vom 26. Oktober 2022 forderte das Gemeindesteueramt 

B._____ die Baugesellschaft D._____ zwecks steuerrechtlicher Prüfung 

auf, den Gesellschaftsvertrag einzureichen.

7. Am 8. November 2022 bestätigte die G._____ AG, Treuhand & Revision, 

im Auftrag ihres Mandanten A._____, den Steuerveranlagungen könne 

entnommen werden, dass das Vermögen der Baugesellschaft D._____ 

vollständig A._____ zugeteilt worden sei. Das anteilige Vermögen von 

C._____ betrage dementsprechend CHF 0.00. Die Fremdfinanzierung 

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mittels Hypotheken sei ebenfalls über A._____ erfolgt, diese lauteten auch 

auf ihn. Die wirtschaftliche Berechtigung habe folglich vollständig bei 

A._____ gelegen resp. liege sie auch heute. Die durch die Auflösung der 

Baugesellschaft D._____ notwendige Mutation im Grundbuchamt führe 

effektiv zu keiner Veränderung an der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt 

der betroffenen Liegenschaften. Folglich komme Art. 8 Abs. 1 GKStG nicht 

zur Anwendung.

8. Mit Veranlagungsverfügung vom 21. November 2022 legte das 

Gemeindesteueramt B._____ die Handänderungssteuer für die 

Veräusserung der Grundstücke Nr. F._____ bei einer Handänderungs-

steuer von 2 % auf CHF 41'980.00 fest. Dagegen erhob A._____ am 

15. Dezember 2022 unter Einreichung des Gesellschaftsvertrags aus dem 

Jahr 2003 und der Vereinbarung vom 10. April 2015 Einsprache mit dem 

sinngemässen Antrag, die Einsprache sei gutzuheissen und die 

angefochtene Veranlagungsverfügung sei aufzuheben. A._____ zitierte 

Art. 8 GKStG und hielt dazu fest, dass es in casu zu keiner Übertragung 

der tatsächlichen und wirtschaftlichen Verfügungsgewalt gekommen sei, 

weshalb auch keine Handänderung erfolgt sei. Art. 533 Abs. 1 OR finde 

keine Anwendung. Gemäss den Steuerunterlagen der Baugesellschaft 

D._____ befänden sich die Liegenschaften zu 100 % im Eigentum des 

Beschwerdeführers, die Unterlagen könnten nachgeliefert werden. Im Jahr 

2013 sei der Zuzug nach B._____ in die Liegenschaft an der E._____ 

erfolgt. Bereits damals sei die grundbuchamtliche Zuteilung an den 

Beschwerdeführer vorgesehen gewesen. Der Beschwerdeführer habe 

beabsichtigt, die Liegenschaften, die bereits damals zu 100 % in seinem 

Eigentum gestanden seien, zum Buchwert zu übernehmen und das Privat-

darlehen (CHF 200'000.00) sowie das Minuskapital von C._____ in der 

Baugesellschaft D._____ (ca. CHF 80'000.00) mit der Übernahme 

entgegenkommenderweise zu erlassen. Da C._____ aufgrund seiner 

finanziell leicht angeschlagenen Firma nicht in der Lage gewesen sei, die 

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dadurch entstandenen Steuern zu begleichen, sei der Kaufrechtsvertrag 

mit einer Laufzeit von sieben Jahren geschlossen worden.

9. Mit Einspracheentscheid vom 10. Januar 2023, mitgeteilt am 11. Januar 

2023, wies die Finanzkommission der Gemeinde B._____ die Einsprache 

ab. In den Erwägungen hielt sie fest, dass nach Art. 8 Abs. 1 GKStG jede 

Übertragung der tatsächlichen und wirtschaftlichen Verfügungsgewalt 

eines Grundstückes steuerpflichtig sei. Aus den Unterlagen ergebe sich, 

dass A._____ und C._____ gemäss Gesellschaftervertrag zu je 50 % 

Gesellschafter gewesen seien, zu je 50 % am Gewinn partizipiert und die 

Liegenschaften zu je 50 % versteuert hätten. Gesellschafter könnten laut 

Gesetz nur zusammen über Grundstücke verfügen (Art. 534 Abs. 1 OR), 

dieses gesetzliche Einstimmigkeitsprinzip sei in der Baugesellschaft 

D._____ nicht ausgeschlossen worden. A._____ sei ein Kaufrecht 

eingeräumt worden, erst nach der Handänderung habe er tatsächlich, 

wirtschaftlich und alleine über die Grundstücke verfügen können. Die 

tatsächliche und wirtschaftliche Verfügungsgewalt über die Grundstücke 

habe sich daher geändert, weshalb eine Handänderungssteuer anfalle. Es 

stelle sich demnach die Frage nach der Höhe der Handänderungssteuer. 

Die Einbringung eines Grundstücks in eine Personengesellschaft unter-

liege der Handänderungssteuer nur insoweit, als die wirtschaftliche 

Berechtigung ändere (Art. 8 Abs. 3 GKStG). Die konsequente Anwendung 

der wirtschaftlichen Betrachtungsweise verlange, dass grundsätzlich nur 

mit Bezug auf die quotenmässige Verschiebung der Vermögensansprüche 

eine Handänderungssteuer zu erheben sei. Aus Sicht der Finanz-

kommission rechtfertige es sich, diese Bestimmung – trotz fehlender 

gesetzlicher Grundlage – analog auch für die vorliegende Herausnahme 

von Grundstücken aus einer Personengesellschaft anzuwenden. Dies 

komme dem Einsprecher zugute, zumal die Handänderungssteuer nur auf 

einem steuerbaren Anteil von CHF 2'099'000.00 erhoben werde (50 %).

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10. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 10. Februar 2023 Beschwerde beim Verwaltungs-

gericht des Kantons Graubünden und beantragte sinngemäss die 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Begründend führte er im 

Wesentlichen an, die G._____ habe am 8. November 2022 aufgezeigt, 

dass durch die Wahrnehmung des Kaufrechts keine Veränderung der 

wirtschaftlichen Berechtigung und Verfügungsgewalt erfolgt sei. 

Demzufolge habe keine Übertragung der tatsächlichen und 

wirtschaftlichen Verfügungsgewalt stattgefunden, womit auch keine 

Handänderungssteuer fällig würde. Auf den für die Beteiligung 

entscheidenden Gesellschaftsvertrag, wonach die Beteiligungs-

verhältnisse dem Anteil der finanziellen Beteiligung entsprechen würden, 

sei aus unverständlichen Gründen gar nicht eingegangen worden. Aus 

den Unterlagen zu den eingereichten Steuererklärungen und Abschlüssen 

der Baugesellschaft D._____ sei klar ersichtlich, dass das gesamte Kapital 

wie auch die Hypotheken bei der SGKB nur auf den Namen des 

Beschwerdeführers lauteten und somit finanziell zu 100 % diesem 

gehörten. Der Beschwerdeführer habe auch jeweils die Amortisationen 

und Investitionen sowie sämtliche Zahlungen für Nebenkosten etc. ohne 

Einwilligung von C._____ getätigt. Wie bereits in der Einsprache erläutert, 

habe die Aufteilung zu je 50 % gemäss Vereinbarung lediglich den Zweck 

gehabt, das Problem für C._____ finanzverträglich zu lösen. Seine 

Argumente in der Einsprache "Erläuterungen: Als Ergänzungen zur 

Vereinbarung vom 10. April 2015" hätten in die Erwägungen des 

Einspracheentscheids einbezogen werden müssen, was indessen nicht 

geschehen sei. Hätte der Kauf im Jahr 2015 stattgefunden, wäre 

klarerweise keine Handänderungssteuer fällig geworden. Die Aussagen 

der Finanzkommission unter Punkt 2.1 seien falsch und entbehrten 

jeglicher Rechtsgrundlage. Auf die Festlegungen im Gesellschaftsvertrag 

werde in der Erwägung nicht eingegangen. Für den vorliegenden Fall habe 

Art. 534 Abs. 1 OR keinerlei Bedeutung. Der Kaufrechtsvertrag sei durch 

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das Grundbuchamt H._____ verfasst und durch C._____ und A._____ 

unterzeichnet worden, was mit der Handänderungssteuer aber nichts zu 

tun habe. Die Aussagen der Finanzkommission hätten keinen Bezug zur 

Baugesellschaft D._____ und keinen Einfluss auf die Berechnung der 

Handänderungssteuer. Auch die Aussagen unter Punkt 2.3 seien völlig 

unverständlich. Es mache den Anschein, als würde eine Begründung für 

die Handänderungssteuer gesucht, ohne eine Rechtsgrundlage dafür zu 

haben. Da keine Kaufsumme und auch kein Betrag zu bezahlen gewesen 

sei – da wie aufgezeigt, die Liegenschaften bereits zu 100 % dem 

Beschwerdeführer gehörten – sei es auch schwierig, einen Betrag für die 

Berechnung der Handänderungssteuer zu eruieren. Dies ergebe sich 

wiederum aus dem Schreiben der G._____. Da durch das Kaufrecht keine 

quotenmässige Verschiebung der Vermögensansprüche erfolgt sei, sei 

nun klar, dass keine Handänderungssteuer anfalle. Trotz fehlender 

Grundlage werde versucht, auf dem Betrag von CHF 2'099'000.00 die 

Handänderungssteuer zu rechtfertigen. Es sei kein Anteil der im 

Grundbuch übertragenen Liegenschaften durch den Beschwerdeführer 

gekauft worden. Es habe auch kein Betrag die Hand gewechselt, d.h. es 

wurde nichts abgekauft, was zu einer Handänderungssteuer führen 

könnte. Damit falle auch keine Handänderungssteuer an, womit die 

Forderung über CHF 41'980.00 hinfällig sei.

11. Mit Schreiben vom 2. März 2023 ersuchte der Rechtsvertreter der 

Gemeinde B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) um Frister-

streckung und machte gleichzeitig geltend, dass auf die im eigenen 

Namen erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers mangels 

Beschwerdelegitimation nicht einzutreten sei.

12. Mit Stellungnahme vom 15. März 2023 reichte der Beschwerdeführer die 

Vollmacht von C._____ nach und wiederholte zudem die bereits 

gemachten Ausführungen.

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13. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2023 beantragte die Gemeinde 

B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Sie machte im 

Wesentlichen geltend, Art. 8 ff. GKStG lasse sich nicht entnehmen, dass 

die Herausnahme von Grundstücken aus einer einfachen Gesellschaft 

keine Handänderungssteuer im Sinne von Art. 8 GKStG darstelle. Das 

Bundesgericht führe in Bezug auf eine einfache Gesellschaft vielmehr aus, 

dass das Gesetz im Gegenteil eher darauf hindeute, dass Überführungen 

von Grundstücken aus Gesamt- in Alleineigentum Handänderungen i.S.v 

Art. 8 GKStG darstellten. So ordne Art. 9 lit. a GKStG für Erben-

gemeinschaften ausdrücklich an, dass Handänderungen anlässlich der 

Erbteilung von der Handänderungssteuer befreit seien. Diese 

Steuerbefreiung wäre redundant, wenn die Grundstücksübertragung auf 

einzelne Mitglieder einer Gemeinschaft zur gesamten Hand – wie bei einer 

Erbengemeinschaft oder einer einfachen Gesellschaft – ohnehin keine 

Handänderung darstellten (Urteile des Bundesgerichts 2C_45/2019 und 

2C_46/2019 vom 29. Januar 2022 E.7.1). Eine solche Sichtweise 

entspreche denn auch der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Das 

Verwaltungsgericht unterstelle die Übertragung von Grundstücken auf 

einen oder mehrere einzelne Teilhaber zu Recht regelmässig der 

Handänderungssteuer. Eine Handänderungssteuer entfalle bei Personen-

gesellschaften mit Blick auf eine wirtschaftliche Betrachtungsweise nach 

Art. 8 GKStG analog der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zu den 

juristischen Personen, wenn der übernehmende Gesellschafter bei der 

Übertragung eines Grundstücks im Gesamteigentum einer einfachen 

Gesellschaft in sein Alleineigentum bereits vor der Handänderung einen 

beherrschenden Einfluss in der einfachen Gesellschaft innehabe. Der 

Beweis hierfür sei nicht erbracht worden. Art. 534 Abs. 1 OR sei 

anwendbar, da im Gesellschaftsvertrag nicht vom Einstimmigkeitsprinzip 

abgewichen worden sei. Die Gesellschafter der Baugesellschaft D._____ 

hätten in tatsächlicher Hinsicht zusammen die Verfügungsgewalt über die 

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Grundstücke innegehabt. Dies werde auch durch die Notwendigkeit der 

Ausübung des Kaufrechts belegt. Der Beschwerdeführer habe infolge des 

gesellschaftlichen Einstimmigkeitsprinzips vor der Handänderung keinen 

beherrschenden Einfluss gehabt. Er habe auch keine Mehrheits-

beteiligung innegehabt. Gemäss Vereinbarung vom 10. April 2015 seien 

der Beschwerdeführer und C._____ zu je 50 % Gesellschafter der 

Baugesellschaft D._____ gewesen, hätten zu je 50 % am Gewinn der 

Baugesellschaft partizipiert und die Liegenschaften zu je 50 % versteuert. 

Die Finanzierung des Eigen- und Fremdkapitals sei nicht weiter 

massgebend. Der Beschwerdeführer habe somit auch aufgrund der 

fehlenden Mehrheitsbeteiligung vor der Handänderung keinen beherr-

schenden Einfluss in der Baugesellschaft D._____ innegehabt, weshalb 

die Handänderungssteuer zu Recht erhoben worden sei. Das Gesetz 

enthalte – im Gegensatz zum Einbringen von Grundstücken in eine 

Personengesellschaft (Art. 8 Abs. 3 GKStG) – keine privilegierende 

Regelung zur Übertragung von Grundstücken aus einer Personen-

gesellschaft auf einen Teilhaber. Nach der Rechtsprechung des 

Verwaltungsgerichts werde die Handänderungssteuer trotz fehlender 

ausdrücklicher gesetzlicher Grundlage analog nach Art. 8 Abs. 3 GKStG 

im Verhältnis zur vorbestehenden wirtschaftlichen Berechtigung der 

Gesellschaft reduziert (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts A 13 55 E.3, in: 

PVG 2014 Nr. 16 S. 123). Die analoge Anwendung von Art. 8 Abs. 3 

GKStG komme dem Beschwerdeführer insoweit zugute, als dass die 

veranlagte Handänderungssteuer bloss im Umfang der quotenmässigen 

Verschiebung der Vermögensansprüche erhoben worden sei (d.h. im 

vorliegenden Fall im Umfang der restlichen 50 %). Ohne diese 

Privilegierung resp. analoge Anwendung würde die Überführung von 

gemeinschaftlichem Gesamt- in Alleineigentum ohne beherrschenden 

Einfluss eines Gesellschafters aufgrund der sich verändernden 

tatsächlichen und wirtschaftlichen Verfügungsmacht eine Hand-

änderungssteuer in vollem Umfang auslösen.

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14. Replizierend hielt der Beschwerdeführer am 5. Mai 2023 im Wesentlichen 

fest, er sei am 26. Oktober 2022 davon ausgegangen, dass die Rechts-

lage klar sei. Aufgrund des Gesellschaftsvertrag sei klar, dass keine 

Handänderungssteuer anfalle, da das Beteiligungsverhältnis 

entsprechend der Kapitalanlage festgelegt worden sei. Das Verhältnis der 

Kapitaleinlagen könne den Steuerunterlagen entnommen werden 

(Beilage 6 der Vernehmlassung). In der Steuerperiode 2019 seien die 

Guthaben (Kapitaleinlagen) wie folgt belegt: A._____ CHF 2'559'200.00, 

C._____ CHF 0.00; in der Steuerperiode 2021 (Beilage 1/23): A._____ 

CHF 2'821'800.00, C._____ CHF 0.00. Grundsätzlich seien keine 

weiteren Abklärungen mehr nötig, denn der Gesellschaftsvertrag und die 

Steuerunterlagen seien eindeutig. Somit fielen keine Handänderungs-

steuern an, wie dies auch von Steuerkommissär I._____ und weiteren 

Fachleuten vermutet worden sei. Zu Punkt 8 hielt der Beschwerdeführer 

fest, im Schreiben der G._____ AG sei auf die Vermögensverhältnisse und 

auf die Fremdfinanzierung mittels Hypotheken, die lediglich auf den 

Namen des Beschwerdeführers lauteten (Beilage 2/23) hingewiesen 

worden. Zu Punkt 9 führte er an, aus der Steuererklärung der Eheleute 

C._____ könne nur herausgelesen werden, dass der Betrag von 

CHF 35'000.00 aus der Baugesellschaft D._____ als Einkommen 

versteuert worden seien. Betreffend Punkt 22 bat er darum, dass seine 

Erläuterungen für den Grund der Vereinbarung zu akzeptieren seien. Die 

Beteiligung von je 50 % sei lediglich vereinbart worden, um die Schulden 

von C._____ innert acht Jahren über den dann zugeteilten, festgelegten 

Anteil von CHF 35'000.00 pro Jahr ordentlich abzurechnen und zu 

versteuern. Im Jahr 2015 habe vermieden werden müssen, dass C._____ 

einen Gewinn mache.

15. Duplizierend hielt die Beschwerdegegnerin am 20. Juni 2023 an ihren 

Anträgen fest und wiederholte das bereits Ausgeführte.

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die eingereichten 

Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 29 Abs. 2 des Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchen-

steuern (GKStG; BR 720.200) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, 

soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können 

oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der 

angefochtene kommunale Einspracheentscheid vom 10. Januar 2023 

(vgl. Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 6; Akten der Beschwerde-

gegnerin [Bg-act.] 13), mit welchem die Beschwerdegegnerin die 

Einsprache des heutigen Beschwerdeführers abgewiesen hat, ist weder 

endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. 

Folglich stellt er ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar.

1.2. Die Beschwerdegegnerin ist auf die Einsprache des Beschwerdeführers 

vom 15. Dezember 2022 (Bg-act. 12) eingetreten, hat diese formell 

behandelt und den angefochtenen Einspracheentscheid erlassen, ohne 

den Einwand mangelnder Legitimation. Ein Nichteintreten der Vorinstanz 

wegen fehlender Legitimation wäre denn auch überspitzt formalistisch 

gewesen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_694/2017 vom 13. Februar 

2018 E.2). Die Vollmacht von C._____ wurde dem Verwaltungsgericht am 

15. März 2023 nachgereicht. Der Beschwerdeführer ist nach Ausübung 

des Kaufrechts nun Alleineigentümer der vormals der Baugesellschaft 

D._____ gehörenden Grundstücke und daher befugt, alleine Beschwerde 

zu führen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_274/2007 vom 1. Februar 

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2008 E.1.1). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 50 VRG). Auf die 

zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten.

2.1. In formeller Hinsicht ist zunächst die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs zu prüfen, wonach die 

Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid auf die im 

Gesellschaftsvertrag (Bf-act.1) geregelten massgebenden Beteiligungs-

verhältnisse in der Baugesellschaft D._____ nicht eingegangen sei. Art. 29 

Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

(BV; SR 101) und auf kantonaler Ebene insbesondere Art. 16 und Art. 22 

Abs. 1 VRG gewährleisten den Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieser 

dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert andererseits ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren 

(siehe BGE 144 I 11 E.5.3, 142 I 86 E.2.2 und 140 I 99 E.3.4; 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich 

2020, Rz. 1001 ff.). Er umfasst namentlich das Recht einer Partei, in 

einem vor einer Verwaltungs‑ oder Justizbehörde geführten Verfahren mit 

ihrem Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten zu erhalten und 

zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu 

können (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1002). Ausserdem ergibt 

sich für die entscheidende Behörde aus Art. 29 Abs. 2 BV auch eine 

Begründungspflicht (vgl. BGE 146 II 335 E.5.1, 142 III 433 E.4.3.2 und 141 

V 557 E.3.2.1). Art. 22 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 VRG hält denn auch für 

Gemeindebehörden ausdrücklich fest, dass Entscheide zu begründen 

sind. Sinn und Zweck der Begründungspflicht liegt darin, dass der Bürger 

wissen soll, warum eine Behörde entgegen seinem Antrag entschieden 

hat. Die Begründung eines Entscheides muss deshalb so abgefasst sein, 

dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies 

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ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über 

die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 143 

III 65 E.5.2, 141 V 557 E.3.2.1 und 136 I 229 E.5.2). Es ist insbesondere 

nicht nötig, dass sie sich mit jeder tatbestandlichen Behauptung und jedem 

rechtlichen Einwand auseinandersetzt, sondern sie kann sich vielmehr auf 

die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (statt 

vieler BGE 146 II 335 E.5.1, 143 III 65 E.5.2, 142 I 135 E.2.1; 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1038). Ob die Begründung dann 

auch rechtlich zutreffend und haltbar ist, ist nicht eine Frage des formellen 

Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern der materiellen Beurteilung der 

Streitfrage.

2.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, mithin führt eine 

Verletzung des Gehörsanspruchs, ungeachtet der Erfolgsaussichten der 

Beschwerde in der Sache selbst, grundsätzlich zur Aufhebung des 

angefochtenen Entscheids (BGE 144 I 11 E.5.3, 142 II 218 E.2.8.1, 137 I 

195 E.2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_434/2021 vom 29. Juni 

2022 E.3.2.2, 5A_315/2021 vom 29. März 2022 E.3.1.2, 9C_555/2020 

vom 3. März 2021 E.4.4.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1174). 

Dies aber unter dem Vorbehalt, dass der Mangel nicht im 

Beschwerdeverfahren geheilt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_336/2022 vom 29. November 2022 E.4.1). Nach der Praxis des 

Verwaltungsgerichts kann von einer Aufhebung eines angefochtenen 

Entscheids und einer Rückweisung an die untere Instanz wegen 

Verletzung des rechtlichen Gehörs indes dann abgesehen werden, wenn 

diese nicht besonders schwer wiegt und die betroffene Person die 

Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz mit voller 

Überprüfungsbefugnis zu äussern (vgl. u.a. Urteile des Verwaltungs-

gerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 22 33 vom 27. Juni 2023 

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E.3.3.2 und A 15 49 vom 28. Oktober 2021 E.2.3.3; HÄFELIN/MÜLLER/

UHLMANN, a.a.O., Rz. 1175 ff.). Von einer Rückweisung an die Vorinstanz 

ist zudem – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs 

auf rechtliches Gehör – abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung – 

im Sinne einer Heilung des Mangels – zu einem formalistischen Leerlauf 

und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 

Interesse der Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht 

zu vereinbaren wären (vgl. BGE 142 II 218 E.2.8.1 mit weiteren 

Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 8C_177/2022 vom 13. Juli 2022 

E.7.2, 8C_682/2020 vom 17. Februar 2021 E.3.2.1, 2C_756/2019 vom 

14. Mai 2020 E.3.2).

2.3. Auch wenn die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einsprache-

entscheid nicht ausführlich auf alle Punkte eingegangen ist, so war der 

Beschwerdeführer dennoch ohne Weiteres in der Lage, den Einsprache-

entscheid sachgerecht anzufechten. So hat sich die Beschwerdegegnerin 

im Einspracheentscheid mit den Ausführungen des Beschwerdeführers 

betreffend die Beteiligung an der Baugesellschaft D._____ auseinander-

gesetzt, wenn auch nur in wenigen Sätzen (vgl. Ziff. 2 [Bg-act. 13 S. 2]). 

Die Überlegungen, von denen sich die Beschwerdegegnerin leiten liess, 

können nachvollzogen werden, so verwies sie auf das bei einer einfachen 

Gesellschaft geltende Einstimmigkeitsprinzip nach Art. 534 Abs. 1 OR 

sowie die erfolgte Änderung der tatsächlichen und wirtschaftlichen 

Verfügungsgewalt der Grundstücke durch die Ausübung des Kaufrechts. 

Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich demnach als unbegründet. 

Zudem würde ein Verstoss gegen die Begründungspflicht in der Regel 

ohnehin keine besonders schwerwiegende Verletzung des Anspruches 

auf rechtliches Gehör darstellen. Selbst wenn die gerügte Gehörs-

verletzung bejaht würde, dürfte der Mangel im vorliegenden Beschwerde-

verfahren mit doppeltem Schriftenwechsel aufgrund des Gesagten jedoch 

als geheilt qualifiziert werden.

- 16 -

3. Strittig ist vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht eine 

Handänderungssteuer verfügt hat. Zu prüfen ist daher, ob hinsichtlich der 

Ausübung des Kaufrechts durch den Beschwerdeführer eine wirtschaft-

liche Handänderung vorliegt, die eine Handänderungssteuer auslöste.

3.1. Jede Erhebung von Steuern und anderen Abgaben durch Bund, Kantone 

oder Gemeinden setzt eine rechtssatzmässige und formellgesetzliche 

Grundlage voraus (Legalitätsprinzip gemäss Art. 5 Abs. 1 und Art. 127 

Abs. 1 BV; vgl. BGE 145 I 52 E.5.2.1, 143 I 227 E.4.2, 143 I 220 E.5.1.1). 

Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchen-

steuern auf den 1. Januar 2007 bzw. seit der direkten Anwendbarkeit der 

darin enthaltenen Bestimmungen per 1. Januar 2009 (vgl. Art. 34 Abs. 2 

GKStG) ist die Erhebung kommunaler Handänderungssteuern 

abschliessend durch das kantonale Recht geregelt. Kommunale 

Kompetenzen bestehen lediglich noch für die Festsetzung des jeweiligen 

Steuersatzes bis zu einem Maximalsatz von 2 % (Art. 12 Abs. 1 GKStG) 

und im Rahmen der kantonalen Vorschriften über die Behörden-

organisation (Art. 27 GKStG). Massgebend für die hier umstrittene Frage 

der Handänderungssteuerpflicht im Zusammenhang mit der Ausübung 

des Kaufrechts an den Grundstücken Nr. F._____ in B._____ sind somit 

ausschliesslich Art. 7 ff. GKStG unter Berücksichtigung der kommunalen 

Bestimmungen im Bereich des Steuersatzes (vgl. Art. 4 des Steuer-

gesetzes der Gemeinde B._____) und der Behördenorganisation.

3.2. Gemäss Art. 7 Abs. 2 GKStG erhebt die Gemeinde bei Handänderungen 

eines in der Gemeinde gelegenen Grundstücks oder Grundstückanteils 

eine Handänderungssteuer. Als Grundstückanteile gelten insbesondere 

Miteigentumsanteile oder Gesamteigentumsanteile (Art. 655 Abs. 2 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Davon umfasst sind 

namentlich Stockwerkeigentumseinheiten. Als Handänderung gilt gemäss 

Art. 8 Abs. 1 GKStG jede Übertragung der tatsächlichen und wirtschaft-

lichen Verfügungsgewalt über ein Grundstück. In Art. 8 Abs. 2 GKStG 

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werden einige Tatbestände aufgeführt, die klassischerweise wirtschaft-

licher Betrachtungsweise unterworfen werden. Da es sich bei der 

Handänderungssteuer um eine Rechtsverkehrssteuer handelt, kann sie 

nicht beliebig auf wirtschaftliche Sachverhalte ausgedehnt werden. Nur 

dort, wo der Erwerb der wirtschaftlichen Verfügungsmacht an einem 

Grundstück im Zentrum des Rechtsgeschäftes steht, soll auch eine 

Handänderungssteuer erhoben werden (vgl. Botschaft der Regierung des 

Kantons Graubünden zum GKStG, Heft Nr. 3/2006–2007, S. 217 

[Botschaft GKStG]). Art. 8 Abs. 3 GKStG sieht sodann eine Steuer-

befreiung für die Einbringung von Grundstücken in eine Personen-

gesellschaft vor, sofern sich die wirtschaftliche Berechtigung daran nicht 

ändert. Von der Handänderungssteuer gänzlich befreit sind schliesslich 

die in Art. 9 GKStG aufgezählten Tatbestände.

3.3. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hat hinsichtlich der 

Handänderungsbesteuerung in konstanter Rechtsprechung eine um-

fassende wirtschaftliche Betrachtungsweise angewandt. Demnach stellt 

eine bloss zivilrechtliche Handänderung, durch welche die wirtschaftliche 

Verfügungsmacht über das Grundstück nicht ändert, keinen 

Handänderungssteuertatbestand dar (vgl. VGU A 21 40 vom 7. Juni 2022 

E.3.3, A 21 13 vom 24. Juni 2021 E.3.4 und A 18 34 vom 6. November 

2018 [= PVG 2018 19]; vgl. auch Botschaft GKStG S. 216). Andererseits 

kann aber in bestimmten Fällen auch eine wirtschaftliche Handänderung 

der Besteuerung unterstellt werden, auch wenn mit der Transaktion keine 

zivilrechtliche Handänderung verbunden ist (vgl. die in Art. 8 Abs. 2 

GKStG erwähnten Beispiele). Diese Praxis wurde mit dem Erlass des 

Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern gesetzlich verankert 

(vgl. Botschaft GKStG S. 215 in fine). Die Handänderungssteuer 

(Rechtsverkehrssteuer) knüpft an die Vornahme eines Rechtsgeschäfts 

(Übertragung von Eigentum) an und bezweckt die Besteuerung der 

Grundstücksübertragung (vgl. REICH, Steuerrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/

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Genf 2020, § 2 Rz. 36 und § 7 Rz. 84). Als zivilrechtliche Handänderung 

gilt hingegen der Übergang von zivilrechtlichem (sachenrechtlichem) 

Eigentum an einem Grundstück oder einem Grundstückanteil vom 

bisherigen Rechtsträger auf einen andern, wobei es dazu eines gültigen 

Rechtsgrundes und in der Regel eines Grundbucheintrags bedarf (vgl. 

Art. 656 Abs. 1 ZGB).

3.4. Ohne abweichende Regelung im Gesellschaftervertrag kommt die 

wirtschaftliche Verfügungsmacht über ein in die einfache Gesellschaft 

eingebrachtes Grundstück im Innenverhältnis den Gesellschaftern 

gemeinsam zu (Art. 534 f. Bundesgesetz betreffend die Ergänzung des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; 

SR 220]). Dies unabhängig von der Grösse des Anteils an der Gesellschaft 

und selbst dann, wenn nach aussen lediglich ein einzelner Gesellschafter 

als Alleineigentümer im Grundbuch eingetragen ist (vgl. Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich SB.2013.00156 vom 10. Februar 

2014 E.4.3).

4.1. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Erklärungen betreffend 

Beteiligungsverhältnisse sind nicht unglaubwürdig, finden in den 

Unterlagen jedoch keinen Niederschlag. Es finden sich keine Nachweise 

dafür, wonach der Beschwerdeführer bereits vor der Ausübung des 

Kaufrechts alleiniger wirtschaftlicher Eigentümer der Grundstücke war. So 

hätten die Parteien spätestens in der Vereinbarung vom 10. April 2015 (Bf-

act. 2) u.a. festhalten müssen (wären die Ausführungen des Beschwerde-

führers korrekt), dass die Liegenschaften wirtschaftlich zu 100 % dem 

Beschwerdeführer gehörten bzw. die Beteiligungsverhältnisse 

entsprechend 100 zu 0 seien. Eine solche Vereinbarung liegt hier nicht 

vor. Da jedoch beide (ehemaligen Gesellschafter) jeweils zu je 50 % am 

Gewinn partizipierten und die Gewinne wie auch die Liegenschaften zu je 

50 % versteuerten, im Grundbuch ebenfalls beide eingetragen waren und 

explizit das Kaufrecht ausgeübt werden musste (was gegen eine 100%ige 

- 19 -

wirtschaftliche Beherrschung spricht), ist von einer 50/50-Beteiligung 

auszugehen. Daran vermag auch die Bestätigung der G._____ AG vom 

8. November 2022 (Bf-act. 3) nichts zu ändern, ist doch aus den 

vorliegenden Steuerunterlagen nicht ersichtlich, dass das Vermögen der 

Baugesellschaft D._____ zu 100 % dem Beschwerdeführer zugeteilt 

worden war.

4.2. Das GKStG enthält keine besonderen Vorschriften betreffend die 

Übertragung von Grundstücken aus einer einfachen Gesellschaft auf 

einen oder mehrere einzelne Teilhaber. Dem Gesetzeswortlaut lässt sich 

insbesondere nicht entnehmen, dass solche Übertragungen prinzipiell 

keine Handänderungen im Sinne von Art. 8 GKStG darstellen. Im 

Gegenteil deutet das Gesetz eher darauf hin, dass Überführungen von 

Grundstücken aus Gesamt- in Alleineigentum Handänderungen im Sinne 

von Art. 8 Abs. 1 GKStG darstellen können. So ordnet Art. 9 lit. a GKStG 

für die Erbengemeinschaft ausdrücklich an, dass Handänderungen 

anlässlich der Erbteilung von der Handänderungssteuer befreit sind. Diese 

Steuerbefreiung wäre redundant, wenn die Grundstücksübertragung auf 

einzelne Mitglieder einer Gemeinschaft zur gesamten Hand – wie einer 

Erbengemeinschaft oder einer einfachen Gesellschaft – ohnehin keine 

Handänderung darstellten. Schliesslich enthält das Gesetz auch keine 

Sonderregelungen für Baugesellschaften, die Liegenschaften mit 

Stockwerkeigentumseinheiten halten (zum Ganzen: Urteil des 

Bundesgerichts 2C_45/2019 vom 29. Januar 2020 E.7.1).

4.3. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Erwerb eines 

Grundstücks zu Alleineigentum durch eine Teilhaberin einer einfachen 

Gesellschaft nur dann mangels wirtschaftlicher Handänderung nicht der 

Handänderung unterworfen, wenn diese Teilhaberin bereits innerhalb der 

einfachen Gesellschaft einen beherrschenden Einfluss ausgeübt hat. Fehlt 

es hieran, gilt der Erwerb als wirtschaftliche Handänderung gemäss Art. 8 

Abs. 1 GKStG und löst die Handänderungssteuer aus, wobei die Steuer 

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gemäss Art. 8 Abs. 3 GKStG proportional um die vorbestehende 

gesellschaftsinterne Berechtigung der Teilhaberin am Grundstück zu 

kürzen ist (vgl. VGU A 13 55 vom 18. Februar 2014 E.3 [PVG 2014 Nr. 16 

E.3]; A 11 25 vom 5. Juli 2011 E.3.b).

4.4. Im Steuerrecht trägt die Veranlagungsbehörde grundsätzlich die objektive 

Beweislast für die steuerbegründenden und -erhöhenden, die steuer-

pflichtige Person wiederum jene für die steueraufhebenden und –

mindernden Tatsachen (sog. Normentheorie; vgl. BGE 148 II 285 E.3.1.3, 

144 II 427 E.2.3.2 und 143 II 661 E.7.2; Urteil des Bundesgerichts 

2C_414/2019 vom 14. November 2019 E.4.2 mit Hinweisen). Dem 

Beschwerdeführer oblag damit der Nachweis derjenigen Tatsachen, 

welche die Steuerschuld mindern oder aufheben (vgl. Urteile des Bundes-

gerichts 2C_988/2021 vom 27. September 2022 E.2.1.2, 2C_153/2021 

vom 25. August 2021 E.3.2.3 und 2C_926/2019 vom 12. Mai 2020 

E.3.3.3). Er war damit für das behauptete Beteiligungsverhältnis in der 

Baugesellschaft D._____ wie auch betreffend die Behauptung, dass es 

vorliegend durch die Ausübung des Kaufrechts nicht zu einer Übertragung 

der tatsächlichen und wirtschaftlichen Verfügungsgewalt gekommen sei, 

beweispflichtig. Vorliegend wurde der Nachweis der vorgebrachten 

Beteiligungsverhältnisse durch den Beschwerdeführer aber – wie bereits 

in Erwägung 4.2 angeführt – nicht rechtsgenügend erbracht, womit der 

Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Aus dem 

Gesagten ergibt sich, dass nach verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung 

bezüglich die Ausübung des Kaufrechts eine in wirtschaftlicher Hinsicht 

relevante Handänderung stattgefunden hat und folglich die Voraus-

setzungen für die Erhebung der bestrittenen Handänderungssteuer erfüllt 

sind. Damit ist die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer Handänderung 

ausgegangen und hat beim Beschwerdeführer in korrekter Weise gestützt 

auf Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 8 Abs. 3 GKStG die entsprechende 

Handänderungssteuer veranlagt. Folglich erweist sich der angesprochene 

- 21 -

Einspracheentscheid vom 10. Januar 2023 als rechtens, was zur vollum-

fänglichen Bestätigung desselben und zur Abweisung der dagegen 

erhobenen Beschwerde führt.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des Beschwerdeführers. Bund, Kanton 

und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 

Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine 

Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein 

Anlass.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'500.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 444.00

zusammen CHF 2'944.00

gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]