# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d1abb9d-6477-5e62-b95b-bba5fbdf1765
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-02-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.02.2023 C-5106/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5106-2022_2023-02-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5106/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  F e b r u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regina Derrer, 

Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Anspruch auf eine Invalidenrente, 

Verfügung der IVSTA vom 15. Juni 2022. 

 

 

 

C-5106/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vo-

rinstanz) das Leistungsbegehren von A._______ (nachfolgend: die Be-

schwerdeführerin) mit Verfügung vom 15. Juni 2022 abwies (Beschwerde-

akten [BVGer-act.] 2 Beilage), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 6. Juli 2022 (Poststempel) 

mit dem Titel «Dienstaufsichtsbeschwerde» gegenüber der Vorinstanz gel-

tend machte, die Verfasserin und Zeichnerin des oben angegebenen Be-

scheides habe wider besseren Wissens behauptet, dass keine Arbeitsun-

fähigkeit während eines Jahres vorgelegen habe resp. vorliege, weshalb 

sie gegen diese eine Dienstaufsichtsbeschwerde erhebe (BVGer-act. 1),  

dass die Vorinstanz diese Eingabe mit Schreiben vom 8. November 2022 

zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht weiterleitete 

(BVGer-act. 2),  

dass die Instruktionsrichterin die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 

14. November 2022 unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Aktenentscheid) 

aufforderte, dem Gericht innert 10 Tagen ab Erhalt mitzuteilen, ob sie eine 

(klassische) Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht im Sinne von 

Art. 31 ff. VGG erheben will, mit der sie die Aufhebung der Verfügung vom 

15. Juni 2022 und die Zusprache einer Invalidenrente beantragt, oder ob 

sie eine ausserhalb der Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts lie-

gende Aufsichtsbeschwerde im Sinne von Art. 71 VwVG gegen die IVSTA 

erheben möchte (BVGer-act. 3), 

dass die Verfügung vom 14. November 2022 der Beschwerdeführerin am 

18. November 2022 zugestellt worden ist (BVGer-act. 4), 

dass sich die Beschwerdeführerin innert der angesetzten Frist nicht ver-

nehmen liess, weshalb die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 30. No-

vember 2022 gestützt auf die Akten entschied, dass die Eingabe der Be-

schwerdeführerin vom 6. Juli 2022 vom Gericht als Beschwerde im Sinne 

von Art. 31 ff. VGG entgegengenommen werde (BVGer-act. 5),  

dass die Instruktionsrichterin die Beschwerdeführerin gleichzeitig zur Leis-

tung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.-, zahlbar innert 30 Tagen nach 

Empfang der Verfügung vom 30. November 2022 aufforderte, ansonsten 

auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (BVGer-act. 5), 

C-5106/2022 

Seite 3 

dass gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungs-

gericht vom 17. Juni 2005 (VGG; SR 173.32) das Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG; 

SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,  

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG in Verbindung 

mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) vor Bundesverwaltungsgericht 

anfechtbar sind, 

dass die Verfügung vom 30. November 2022, mit der die Beschwerdefüh-

rerin unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten) zur Leistung ei-

nes Kostenvorschusses von Fr. 800.-, zahlbar innert 30 Tagen nach Emp-

fang dieser Verfügung, aufgefordert wurde (BVGer-act. 5), der Beschwer-

deführerin am 2. Dezember 2022 zugestellt und somit eröffnet wurde 

(BVGer-act. 6),  

dass die Beschwerdeführerin den Vorschuss innert der gesetzten Frist 

nicht leistete (BVGer-act. 7), 

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn – wie vorliegend – Gründe in der Sache oder in der Person der Partei 

es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerle-

gen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]),  

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

  

C-5106/2022 

Seite 4 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient-

schädigung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Monique Schnell Luchsinger 

 

  

C-5106/2022 

Seite 5 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: