# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d1b7a08-23bb-5062-bbaa-ac2ff619d882
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-26
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 26.10.2021 V 2021 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-29_2021-10-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 26. Oktober 2021 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
vertr. durch die Eltern B.________ und C.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Gesundheit des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Gesundheitswesen / Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie 
(Quarantäne)

V 2021 29

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Urteil V 2021 29

A. Am 12. Februar 2021 beschloss der Regierungsrat des Kantons Zug, dass 
Jugendliche sowie deren Lehrpersonen und weiteres in den Schulen der Sekundarstufen I 
und II, ohne die Berufsfachschulen, während der Unterrichtszeiten tätiges Personal an 
wöchentlich zwei Speicheltests auf SARS-CoV-2 gemäss Konzept des Kantonsarztes 
teilzunehmen haben. Die Schulleitung kann Ausnahmen bewilligen (Ziff. 2 lit. a des 
Beschlusses des Regierungsrats vom 12. Februar 2021 betreffend Massnahmen zur 
Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, Erlass von Vorschriften zum Betreib von 
Schulen). Mit Schreiben vom 23. Februar 2021 wurden die Eltern und 
Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I der Schule 
E.________ über den Regierungsratsbeschluss und den Beginn der Reihentests 
informiert, wobei ein allfälliger Verzicht auf die Teilnahme an den Reihentests schriftlich 
mittels des auf der Webseite der Schule aufgeschalteten Formulars mitgeteilt werden 
musste. Am 26. Februar 2021 reichte B.________ (Mutter von A.________, Schülerin der 
Klasse D.________) bei der Schule das ausgefüllte und unterschriebene 
Verzichtsformular ein, wobei der gedruckte Text der Erklärung ("Ich verzichte ausdrücklich 
auf die Reihentests und bin mir dessen Konsequenzen bewusst [Quarantäne für 10 Tage 
bei einem positiven Fall in der Klasse; es besteht kein Anspruch auf Fernunterricht. Sie 
erhalten Aufgaben und Aufträge, wie wenn sie aus anderen Gründen fehlen würden].") 
durchgestrichen und durch eine eigene Erklärung ("Ich verzichte ausdrücklich auf die 
Reihentests. Ich verwahre mich dagegen, dass meine Tochter wegen der Nichtteilnahme 
am Reihentest in irgendeiner Form benachteiligt wird.") handschriftlich ersetzt wurde. Am 
1. März 2021 wurde in der Klasse D.________ der Oberstufe in E.________ mit den 
Reihentests begonnen. A.________ wurde aufgrund der Verzichtserklärung vom 
26. Februar 2021 nicht getestet. 

Am Montag, 15. März 2021, wurden alle an den Reihentests teilnehmenden Schülerinnen 
und Schüler der Klasse D.________ negativ auf SARS-CoV-2 getestet. Am Dienstag, 16. 
März 2021, bemerkte eine Schülerin derselben Klasse Symptome einer Covid-19-
Infektion, die sich im Verlaufe des Tages gemäss den telefonischen Angaben der 
Schülerin verschlimmert hatten. Am 17. März 2021 meldete sich diese Schülerin beim 
Klassenlehrer krank und liess sich auf das Coronavirus testen. Am 18. März 2021 erhielt 
das Contact Tracing Zug die Meldung, der Test sei positiv ausgefallen. Da A.________ am 
15. und 16. März 2021 mit der positiv getesteten Schülerin im selben Klassenzimmer 
insgesamt 4 Lektionen à 45 Minuten verbracht und an den Reihentests nicht 
teilgenommen hatte, ordnete der Kantonsarzt bzw. das Amt für Gesundheit (AFG) 

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Urteil V 2021 29

gegenüber ihr mit Verfügung vom 18. März 2021 eine Quarantäne bis am 26. März 2021 
an. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.

B. Gegen diese Verfügung erhoben die Eltern von A.________ am 23. März 2021 
(Abgabe bei der Kanzlei des Verwaltungsgerichts) Verwaltungsgerichtsbeschwerde und 
forderten, die Quarantäne für ihre Tochter sei sofort aufzuheben. B.________ und 
C.________ sehen in der Verordnung der Quarantäne für ihre Tochter eine Bestrafung; 
sie sei ihrer verfassungsmässigen Rechte beraubt worden. Die Anordnung der Schule, 
wonach sich die Kinder, welche sich in der Quarantäne befinden, bemühen müssten, 
"eigenverantwortlich an den Unterrichtsstoff zu kommen", erachten die Eltern von 
A.________ als gegen Art. 8, 9, 10, sowie 11 BV verstossend. Die Massnahmen der 
Behörden qualifizieren sie als rechtswidrig und unverhältnismässig, da erstens ihre 
Tochter keinen engen Kontakt mit der positiv getesteten Person gehabt habe und zweitens 
der PCR-Test alleine nicht geeignet sei, eine Infizierung garantiert und zweifelsfrei 
nachzuweisen. Dementsprechend gehe es vorliegend lediglich um eine Vermutung der 
Krankheit bei der getesteten Person, was für die Anordnung der Quarantäne für 
A.________ einen unzureichenden Grund darstelle. Sie fordern von den Behörden den 
Nachweis, dass die Massnahmen gegenüber ihrer Tochter auch geeignet seien, die 
Covid-19-Erkrankung einzudämmen und die stets ins Feld geführte Überbelastung der 
Intensivspitalbetten zu reduzieren.  

C. Am 24. März 2021 stellten die Eltern von A.________ per E-Mail sowie schriftlich 
einen Antrag um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Diesen 
Antrag wies das Gericht gleichentags nach summarischer Würdigung der Umstände, 
nämlich der Voraussetzungen zur Anordnung der Quarantäne und unter Hinweis auf die 
inzwischen bereits fast abgelaufene Quarantäne, ab. 

D. Am 9. April 2021 reichte das AFG seine Stellungnahme ein. Darin äusserte es 
zunächst Zweifel an der Legitimation der die Beschwerde im eigenen Namen führenden 
Eltern von A.________, welche mit fast 15 Jahren urteilsfähig und zum selbständigen 
Einreichen der Beschwerde durchaus legitimiert sei. Im Weiteren erläuterte das AFG die 
sich auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des 
Menschen (Epidemiengesetz, EpG; SR 818.101) und die Verordnung über Massnahmen 
in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung 
besondere Lage; SR 818.101.26) stützende gesetzliche Grundlage für die Anordnung der 
Quarantäne für die auf die Teilnahme an Reihentests verzichtenden Schüler. Es handle 

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sich bei der Kontaktquarantäne nicht um die Konsequenz einer Nichtteilnahme an den 
Reihentests, wie die Eltern von A.________ dies darstellten, sondern um die Konsequenz 
eines engen Kontakts mit einer infizierten Person. Bei der Anordnung der Quarantäne 
seien die Voraussetzungen nach Art. 3d der Covid-19-Verordnung besondere Lage erfüllt. 
Der PCR-Test sei seit Beginn der Pandemie der Standardtest für den Nachweis von 
SARS-CoV-2 und erfülle den "Goldstandard" für die Diagnostik. Schliesslich betrachtet 
das AFG die Anordnung der Quarantäne als effektives Mittel bei der Bekämpfung einer 
übertragbaren Krankheit und die Anordnung der Quarantäne als verhältnis- und somit 
rechtmässig.

E. Am 21. Mai 2021 replizierten die Eltern von A.________ und reichten eine 
Vollmacht von A.________ (fortan: Beschwerdeführerin) ein. Am 25. Juni 2021 ging beim 
Gericht die Duplik des AFG ein. Im Wesentlichen hielten die Parteien an ihren Anträgen 
fest. Am 25. Juni 2021 liess die Beschwerdeführerin per E-Mail eine weitere Eingabe mit 
neuen Erkenntnissen (Studie der Universität Duisburg Essen über die Wirksamkeit des 
PCR-Tests zur Bekämpfung der Pandemie) einreichen. Dieser folgte eine am 16. Juli 2021 
persönlich überbrachte ergänzende Stellungnahme der Beschwerdeführerin inkl. einer CD. 
Das Gericht leitete die erneuten Eingaben der Vertreter der Beschwerdeführerin samt 
Beilage an das AFG weiter, welches jedoch auf eine weitere Stellungnahme verzichtete. 
Auf die jeweiligen Ausführungen in den Rechtsschriften ist – soweit erforderlich – in den 
Erwägungen einzugehen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden 
die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig, soweit sich ihre Entscheide auf 
Bundesrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den Regierungsrat oder 
das Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Gemäss § 56 Abs. 2 des Gesetzes über das 
Gesundheitswesen im Kanton Zug (Gesundheitsgesetz, GesG; BGS 821.1) leitet die 
Kantonsärztin oder der Kantonsarzt die Massnahmen gegen übertragbare Krankheiten 
nach diesem Gesetz oder der Bundesgesetzgebung, namentlich dem Bundesgesetz über 

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die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen. Die Verfügung des 
Kantonsarztes stützt sich auf Art. 35 EpG und Art. 3d Covid-19-Verordnung besondere 
Lage. Paragraph 66 Abs. 2 GesG sieht zwar den Weiterzug u.a. von Entscheiden von 
Amtsstellen und Amtspersonen, die der Gesundheitsdirektion unterstellt sind – wie die 
Kantonsärztin bzw. der Kantonsarzt bzw. das AFG, welchem die Kantonsärztin bzw. der 
Kantonsarzt vorsteht, –, an den Regierungsrat vor. Dieser Rechtsmittelweg bezieht sich 
allerdings gemäss überzeugender Auslegungspraxis ungeachtet der unterbliebenen 
Einschränkung gleich wie derjenige von Absatz 1 lediglich auf Entscheide gestützt auf das 
Gesundheitsgesetz und dazugehörige Verordnungen, d.h. kantonales Recht. Die 
Verfügungen des AFG, die sich wie vorliegend auf das EpG und die Covid-19-Verordnung 
besondere Lage als Bundesrecht stützen, können somit gemäss § 66 Abs. 2 GesG i.V.m. 
§ 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG direkt beim Verwaltungsgericht angefochten werden.

1.2 Gemäss § 62 Abs. 1 VRG ist zur Erhebung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
berechtigt, wer (a) vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit 
zur Teilnahme erhalten hat, (b) durch den angefochtenen Entscheid oder Erlass 
besonders berührt ist und (c) ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung hat. Im Allgemeinen ist ein Interesse im Sinne dieser Bestimmung nur 
schutzwürdig, wenn der Beschwerdeführer nicht bloss beim Einreichen der Beschwerde, 
sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung ein aktuelles praktisches Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung hat (BGE 111 Ib 56 E. 2a). 
Das Bundesgericht verzichtet aber bei der Prüfung der Eintretensvoraussetzungen 
praxisgemäss ausnahmsweise auf das Erfordernis des aktuellen Interesses, wenn sich die 
aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen jeweils unter gleichen oder ähnlichen Umständen 
wieder stellen können, ohne dass im Einzelfall rechtzeitig eine höchstrichterliche Prüfung 
stattfinden könnte (BGE 137 I 23 E. 1.3.1; 136 II 101 E. 1.1; 135 I 79 E. 1.1; 128 II 34 E. 
1b; 126 I 250 E. 1b). Vorliegend dauerte die am 18. März 2021 angeordnete Quarantäne 
bis am 26. März 2021. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung 
entzogen (vgl. AFG-Beil. 8). Das aktuelle praktische Interesse an der Aufhebung der 
Quarantäneverfügung war somit bei der Einreichung der Beschwerde am 23. März 2021 
zwar noch gegeben, zum Zeitpunkt der Urteilsfällung ist es aber offensichtlich nicht mehr 
vorhanden. Vorliegend ist aber festzustellen, dass die Anordnung der Quarantäne vor dem 
Hintergrund der seit Februar 2021 laufenden Reihentests an den Zuger Schulen erfolgte. 
Die sich in der Beschwerde aufgeworfene Rechtsfrage der Rechtmässigkeit der 
Anordnung einer Kontaktquarantäne im Falle eines Kontakts im Schulrahmen mit einer 
positiv getesteten Person bei vorgängigem Verzicht auf die Teilnahme an Reihentests 

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kann sich während der Geltungsdauer von Bestimmungen über die Anordnung einer 
Quarantäne immer wieder stellen. Da es zudem die kurze Quarantänedauer (10 Tage; vgl. 
Art. 3e Abs. 1 bzw. nach der Revision vom 26. Juni 2021 Art. 8 Abs. 1 Covid-19-
Verordnung besondere Lage) in der Regel kaum je erlaubt, diese Frage einer rechtzeitigen 
Prüfung auf dem Rechtsmittelweg zu unterziehen, sieht das Gericht in Übereinstimmung 
mit der höchstrichterlichen Praxis im vorliegenden Fall vom Erfordernis des aktuellen 
Interesses ab. 

Die Beschwerde wurde am 23. März 2021 und somit fristgerecht eingereicht. Sie 
entspricht schliesslich den wenigen an eine Laienbeschwerde gestellten formellen 
Anforderungen. Da sämtliche Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist die Beschwerde 
zu prüfen. 

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung sowie jede für 
den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhalts 
gerügt werden (§ 63 Abs. 1 und Abs. 2 VRG). In besonderen Fällen, namentlich bei 
Beschwerden im Sinne von § 61 Abs. 1 Ziff. 1 VRG, kann vor Verwaltungsgericht auch die 
unrichtige Handhabung des Ermessens gerügt werden (§ 63 Abs. 3 VRG). Im 
vorliegenden Fall ficht die Beschwerdeführerin eine sich auf Bundesrecht stützende, direkt 
vor Verwaltungsgericht anfechtbare Verfügung des Amts für Gesundheit an (§ 61 Abs. 1 
Ziff. 1 VRG). Dementsprechend steht dem Verwaltungsgericht eine umfassende Kognition 
im Sinne einer Rechts-, Sachverhalts- und Ermessensüberprüfung zu.

2.2 Die Beschwerdeführerin stellt die Rechtmässigkeit der Verfügung der 
Kontaktquarantäne vor dem Hintergrund der Nichtteilnahme an den vom Regierungsrat 
beschlossenen Reihentests in den Zuger Schulen in Frage. Darüber hinaus macht sie 
Ausführungen, welche die Effektivität und die diagnostische Eignung der PCR-Tests im 
Allgemeinen verneinen und das Vorgehen der Schule im Zusammenhang mit dem 
Verzicht auf die Teilnahme an Reihentests bemängeln. Im verwaltungsgerichtlichen 
Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu 
beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form 
einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den 

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beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit 
keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 413 E. 1). Beschwerdegegenstand bildet 
vorliegend die Verfügung des AFG vom 18. März 2021, in welcher einzig eine 10-tägige 
Quarantäne für die Beschwerdeführerin angeordnet wurde. Zu prüfen ist somit allein die 
Rechtmässigkeit der Anordnung der Quarantäne durch das AFG, wozu allenfalls auch auf 
weitere Argumente der Beschwerdeführerin einzugehen ist, soweit sie damit 
zusammenhängen.

2.3 Im Weiteren ist anzumerken, dass das Gericht mit Urteil V 2021 20 vom 20. April 
2021 den Regierungsratsbeschluss vom 12. Februar 2021 bereits auf seine 
Rechtmässigkeit hinsichtlich der Anordnung von Reihentests an den Zuger Schulen 
geprüft und den damit verbundenen Grundrechteeingriff als rechtmässig beurteilt hat. Auf 
allfällige Einwände bezüglich der Einführung von Reihentests an den Zuger Schulen wird 
somit vorliegend nicht eingegangen, sondern diesbezüglich auf die Ausführungen im Urteil 
des Verwaltungsgerichts vom 20. April 2021 verwiesen.

3. In Bezug auf die strittige Verfügung des AFG macht die Beschwerdeführerin die 
Nichterfüllung der Voraussetzungen für die Anordnung der Quarantäne sowie sinngemäss 
die Verletzung ihres Anspruchs auf Grundschulunterricht im Sinne von Art. 19 BV geltend.

3.1 Nach Art. 35 Abs. 1 lit. a EpG kann eine Person, die krankheitsverdächtig oder 
ansteckungsverdächtig ist, unter Quarantäne gestellt werden, wenn die medizinische 
Überwachung nicht genügt. Angeordnet wird eine entsprechende Massnahme durch die 
zuständige kantonale Behörde (Art. 31 Abs. 1 EpG). Die Massnahme darf nur so lange 
dauern, wie es notwendig ist, um die Verbreitung einer übertragbaren Krankheit zu 
verhindern und eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit Dritter abzuwenden (Art. 31 Abs. 
4 EpG). Wie bereits erwähnt leitet nach der kantonalen Gesetzgebung die Kantonsärztin 
oder der Kantonsarzt die Massnahmen gegen übertragbare Krankheiten nach dem GesG 
und der Bundesgesetzgebung, namentlich dem Bundesgesetz über die Bekämpfung 
übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz) (§ 56 Abs. 2 GesG). Die 
gesetzliche Grundlage für die angeordnete Massnahme ist deshalb gegeben und die 
Anordnung von der zuständigen Behörde (Kantonsarzt bzw. AFG) erlassen worden.

3.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die Voraussetzungen für die Anordnung 
der Quarantäne im Sinne des zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses geltenden Art. 3d 

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Abs. 1 Covid-19-Verordnung besondere Lage (welcher nach der Revision vom 26. Juni 
2021 dem Art. 7 Abs. 1 Covid-19-Verordnung besondere Lage entspricht) erfüllt sind. 
Konkret verneint sie, den vorausgesetzten engen Kontakt mit der positiv getesteten 
Person (fortan der Terminologie des AFG folgend auch Indexperson) gehabt zu haben. 
Die Indexperson gehöre nicht zum engen Freundeskreis der Beschwerdeführerin. Zudem 
hätten sie insgesamt innerhalb der zwei Tage nur 4 Lektionen à 45 Minuten zusammen im 
gleichen Schulzimmer verbracht. Es hätten aber weder Gruppenarbeit noch Turnen 
stattgefunden. Die Beschwerdeführerin sitze zudem mindestens 3 bis 4 Meter von der 
positiv getesteten Person entfernt. 

3.3 Artikel 3d Abs. 1 Covid-19-Verordnung besondere Lage (in der Fassung vom 
15. März 2021) regelt die Anordnung der Kontaktquarantäne und legt die dafür 
erforderlichen Voraussetzungen fest. Danach stellt die zuständige kantonale Behörde 
Personen unter Kontaktquarantäne, die in einem der folgenden Zeiträume engen Kontakt 
hatten mit: 

a. einer Person, deren Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestätigt oder wahrscheinlich ist 
und die symptomatisch ist: in den letzten 48 Stunden vor dem Auftreten der 
Symptome und bis 10 Tage danach; 

b. einer Person, deren Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestätigt ist und die 
asymptomatisch ist: in den letzten 48 Stunden vor der Probenentnahme und bis zur 
Absonderung der Person. 

3.4 Gemäss Erläuterungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Covid-19-
Verordnung besondere Lage, Version vom 5. März 2021, (fortan: Erläuterungen) liegt ein 
enger Kontakt vor, wenn zwischen der Person, deren Covid-19-Erkrankung bestätigt oder 
wahrscheinlich ist, und einer anderen Person während mehr als 15 Minuten ein Kontakt 
von weniger als 1,5 Metern Abstand besteht, ohne dass geeignete Schutzmassnahmen 
ergriffen werden. Wenn die drei Voraussetzungen eines engen Kontakts, das heisst 
geringer Abstand, längerer Zeitraum und Fehlen geeigneter Schutzmassnahmen, nur 
teilweise erfüllt sind, kann die Bewertung der Risikoparameter trotzdem auf eine 
Exposition mit hohem Risiko hindeuten. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn 
der Kontakt in einem geschlossenen und schlecht belüfteten Raum stattfand. Es ist Sache 
der zuständigen kantonalen Behörde zu entscheiden, ob eine solche Exposition im 
konkreten Fall als enger Kontakt im Sinne von Art. 3d Abs. 1 Covid-19-Verordnung 
besondere Lage zu werten ist und damit eine Quarantäne für die betroffene Person 
angezeigt ist (Erläuterungen S. 7 f.). Dieses Ermessen hat der Kantonsarzt vorliegend 

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ausgeübt. Das AFG führt in seiner Stellungnahme vom 25. Juni 2021 aus, dass seine 
Ermessensentscheidung auf dem Zusammenspiel der folgenden Kriterien beruhe: Die 
Beschwerdeführerin habe am 15. und 16. März 2021 insgesamt rund 3 Stunden mit der 
positiv getesteten Person verbracht und dies in einem eng begrenzten Raum eines 
Klassenzimmers, wo eine hohe Dynamik bestehe; die Schülerinnen und Schüler sprächen 
viel, bewegten sich im Raum, würden unter Umständen ihre Pausen im Klassenzimmer 
verbringen und hätten beim Betreten oder Verlassen des Raumes sehr nahen Kontakt. In 
dieser Konstellation sei es – nach dem Ermessen des Kantonsarztes – nicht 
auszuschliessen, dass sich durch Aerosole Viren auf im gleichen Zimmer befindliche 
Personen übertragen könnten, selbst wenn ein strenges Konzept eingehalten werde; das 
Kriterium der 15 Minuten sei kumulativ – also über den ganzen Tag verteilt – zu verstehen. 
In Anbetracht dieser Umstände habe der Kantonsarzt den Kontakt der Beschwerdeführerin 
zu der positiv getesteten Person als eng eingestuft.

3.5 Die Voraussetzungen gemäss den Vorgaben des Bundes für das Bestehen des 
engen Kontakts sind vorliegend möglicherweise nur teilweise erfüllt. Zumindest nach der 
Einschätzung der Beschwerdeführerin mag die räumliche Komponente (Abstand von 
weniger als 1,5 Meter) nicht gegeben sein, was allerdings weder von der 
Beschwerdeführerin bewiesen noch vom AFG widerlegt werden kann. Im Sinne der 
Berücksichtigung aller Risikoparameter misst das AFG jedoch dem geschlossenen 
Schulzimmer und der hohen Dynamik der schulischen Verhältnisse zu Recht eine grosse 
Bedeutung bei. Diese Argumente beziehen sich ebenfalls auf den räumlichen Aspekt und 
vermögen die allenfalls tatsächlich nicht erfüllten Abstandsvorgaben zu kompensieren. 
Das AFG hat somit in Berücksichtigung der Dynamiken einer Schulklasse in einem 
geschlossenen Schulzimmer und der Bedeutung der Aerosole für die Ansteckung mit dem 
Covid-19-Virus das ihm einräumte Ermessen richtig ausgeübt, weshalb die Voraussetzung 
eines engen Kontakts mit der Indexperson zu bejahen ist. 

3.6 Weiter fordert die Beschwerdeführerin den Kantonsarzt auf, zu beweisen, dass bei 
der positiv getesteten Mitschülerin tatsächlich und zweifelsfrei eine SARS-CoV-2-Infektion 
vorliege, was ihrer Ansicht nach eine Voraussetzung für die rechtmässige Anordnung der 
Quarantäne darstelle.

Auf die Fälle mit symptomatischen Personen wie vorliegend ist lit. a von Art. 3d Abs. 1 
Covid-19-Verordnung besondere Lage anwendbar, welche einen Kontakt mit einer 
Person, deren Covid-19-Erkrankung bestätigt oder wahrscheinlich ist, voraussetzt. 

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Demnach reicht selbst eine Wahrscheinlichkeit der Ansteckung bei dieser Person aus. 
Vorliegend ist das positive Testergebnis der Indexperson vorhanden (AFG-Beil. A und B), 
welches die Ansteckung bestätigt. Selbst in Anbetracht dessen, dass PCR-Testergebnisse 
nicht 100 % zuverlässig ausfallen, worauf die Beschwerdeführerin mit Nachdruck besteht, 
ist die Ansteckung beim Vorliegen eines positiven Testergebnisses zumindest 
wahrscheinlich. Das Gegenteil zu vermuten, d.h. eine Ansteckung selbst bei einem 
positiven Testergebnis als unwahrscheinlich zu erachten, erscheint dem Gericht nicht 
plausibel zu sein. Es braucht somit keiner wissenschaftlichen Auseinandersetzung in 
Bezug auf die Zuverlässigkeit der PCR-Tests, da der Tatbestand von Art. 3d Abs. 1 lit. a 
Covid-19-Verordnung besondere Lage bereits bei wahrscheinlicher Ansteckung der 
Indexperson erfüllt ist. 

3.7 Darüber hinaus fordern die Eltern der Beschwerdeführerin den Kantonsarzt auf, 
den Nachweis zu erbringen, dass ihre Tochter krank oder infektiös sei, und dies ohne 
ungeeigneten PCR- oder Spucktest. Die Beschwerdeführerin und ihre Eltern übersehen 
jedoch, dass für die Anordnung einer Kontaktquarantäne nach Art. 3d Abs. 1 lit. a Covid-
19-Verordnung besondere Lage ein solcher Nachweis bei der Person, die infolge des 
Kontakts mit einer infizierten Person in die Quarantäne muss, gar nicht erforderlich ist. 
Vorliegend muss dies einzig bei der positiv getesteten Mitschülerin bestätigt oder 
wahrscheinlich sein. Auf die Ansteckung oder Nichtansteckung der Beschwerdeführerin 
selber kommt es nicht an. 

3.8 Auch der zeitliche Rahmen von Art. 3d Abs. 1 lit. a Covid-19-Verordnung 
besondere Lage ist vorliegend gegeben. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass 
die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anordnung der Quarantäne erfüllt sind; diese 
erfolgte somit rechtmässig. 

4. Des Weiteren beanstandet die Beschwerdeführerin die Rechtmässigkeit der 
Einschränkung von diversen Grundrechten. In Bezug auf den Streitgegenstand — die 
Verfügung des Kantonsarztes vom 18. März 2021 — rügt sie sinngemäss die Verletzung 
ihres Rechts auf Grundschulunterricht. So führen ihre Eltern in der Beschwerdeschrift aus, 
sie sei ohne Not vom Unterricht ausgeschlossen worden. 

4.1
4.1.1 Dem Anspruch des Einzelnen auf Grundschulunterricht (Art. 19 BV) entspricht auf 
Seite des Staates eine Pflicht, für einen ausreichenden Grundschulunterricht zu sorgen 

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und in öffentlichen Schulen diesen unentgeltlich anzubieten. Der Anspruch auf 
Grundschulunterricht kommt allen schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen zu 
(Müller/Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 782, 784). Ausreichend ist 
ein Unterricht, der für den Einzelnen angemessen und geeignet ist und genügt, um die 
Schülerinnen und Schüler angemessen auf ein selbstverantwortliches Leben im modernen 
Alltag vorzubereiten (BGE 138 I 162 E. 3.1; 141 I 9 E. 3.2). Dabei besteht die 
Hauptfunktion der schulischen Bildung in der Entwicklung der Persönlichkeit eines 
Menschen und seiner Fähigkeit, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben als 
vollwertiges Mitglied teilnehmen zu können sowie in der Befähigung des Menschen zur 
demokratischen Willens- und Entscheidbildung, indem er in der Lage ist, die 
unterschiedlichen Standpunkte zu begreifen und kritisch zu hinterfragen und auf diese 
Weise seine eigenen Ansichten zu revidieren oder zu festigen. Bei der Konkretisierung 
von Lerninhalten im Rahmen des Rechts auf Grundschulunterricht ist die Bildung darauf 
auszurichten, dass die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen 
Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung kommen (vgl. Müller/Schefer, a.a.O., S. 783, 
788). Der Anspruch auf ausreichenden Grundschulunterricht wird verletzt, wenn die 
Ausbildung des Kindes in einem Masse eingeschränkt wird, dass die Chancengleichheit 
nicht mehr gewahrt ist beziehungsweise wenn das Kind Lerninhalte nicht vermittelt erhält, 
die in der hiesigen Wertordnung als unverzichtbar gelten (BGE 130 I 352 E. 3.2; 146 I 20 
E. 4.2). Durch "Homeschooling" kann die Integration des Kindes geschmälert werden 
(BGE 146 I 20 E. 5.2.2). Der Anspruch auf ausreichenden Grundschulunterricht im Sinne 
von Art. 19 BV kann daher verletzt sein, wenn mit dem häuslichen Privatunterricht eine 
soziale Isolation des Kindes einhergeht (Andreas Glaser, Das Verbot von 
Präsenzunterricht an Schulen als Massnahme zur Pandemiebekämpfung? in: Sicherheit 
und Recht 2/2021, S. 49)

Mit der Anordnung der Quarantäne wird das Recht der Beschwerdeführerin, die eine 
öffentliche Schule besucht, auf Grundschulunterricht tangiert. Der Zugang zu Lerninhalten 
an sich wurde der Beschwerdeführerin zwar nicht verwehrt – gemäss der Regelung des 
Amtes für gemeindliche Schulen erhalten die sich in der Quarantäne befindenden Schüler 
Aufgaben und Aufträge, wie wenn sie aus anderen Gründen fehlen würden (AFG-Beil. 3) –
, die persönliche Teilnahme am Schulunterricht wurde der Beschwerdeführerin für die 
Dauer der Quarantäne aber untersagt. Der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
Grundschulunterricht erfährt dadurch zweifelsfrei zumindest eine nicht unerhebliche 
Einschränkung. 

12

Urteil V 2021 29

4.1.2 Die Schwere der Grundrechtseinschränkung bemisst sich danach, wie weit sie die 
grundrechtlich vermittelten Ansprüche zurückbindet. Dabei sind solche Indikatoren wie 
Persönlichkeitsnähe, die Art und Dauer der Beeinträchtigung und die Auswirkung auf den 
Lebensalltag der Betroffenen relevant. Die konkreten Umstände des Einzelfalls sind 
jeweils gesondert zu untersuchen (Kiener/Kälin/Wyttenbach, Grundrechte, 3. Aufl. 2018, 
S. 94 f.). Die Intensität wird nach objektiven Gesichtspunkten beurteilt; auf das subjektive 
Empfinden des Betroffenen kommt es nicht an (BGE 137 I 209 E. 4.3; 119 Ia 178 E. 6a). 
So liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine schwere Einschränkung der 
Bewegungsfreiheit vor beim Vollzug von Freiheitsstrafen (BGE 123 IV 29 E. 4a), der 
Wirtschaftsfreiheit beim Verbot zur Ausübung eines Berufs (BGE 125 I 322 E. 3b), der 
persönlichen Freiheit bei medikamentöser Zwangsbehandlung (BGE 130 I 16 E. 3), der 
Privatsphäre bei verdeckten polizeilichen Massnahmen (BGE 140 I 353 E. 8.5), der 
Eigentumsgarantie bei materieller Enteignung des Eigentums (BGE 114 Ia 114 E. 3). 
Dagegen leicht wiegen Nutzungsbeschränkungen, welche keine materielle Enteignung 
darstellen (Eigentumsgarantie; BGE 102 Ia 104 E. 4), sowie eine auf den öffentlichen 
Raum beschränkte Observation einer überwachten Personen durch Privatdetektive 
(Privatsphäre; BGE 135 I 169 E. 5.4.2). 

Dementsprechend würde die Quarantäne einen schweren Eingriff in das Recht der 
Beschwerdeführerin auf den Schulunterricht beispielsweise dann darstellen, wenn ihr der 
Zugang zum Unterrichtsstoff gänzlich verwehrt würde und dies über lange Zeit dauern 
würde. Sich in der Quarantäne befindende Schüler erhalten aber Aufgaben und Aufträge, 
wie wenn sie aus anderen Gründen fehlen würden (vgl. die von der Mutter der 
Beschwerdeführerin unterzeichnete Verzichtserklärung, AFG-Beil. 3). Dadurch wird der 
Zugang zum Unterrichtsstoff seitens der Schule gewährleistet. In diesem Zusammenhang 
erscheint plausibel, dass, je älter ein Schüler ist, ihm umso mehr selbständige Arbeit und 
somit selbständiges Aneignen von Wissen zugemutet werden kann. Bei der vorliegend 
knapp 15-jährigen Beschwerdeführerin sollte das Fehlen im Unterricht während 
7 Schultagen (ab dem 18. bis am 26. März 2021, ohne Wochenende) objektiv gesehen 
keine entscheidende Auswirkung auf die Leistung und die erworbenen Kenntnisse haben. 
Die Beschwerdeführerin bringt auch nichts vor, was auf die Möglichkeit bzw. 
Wahrscheinlichkeit eines Leistungseinbruchs infolge der Quarantäne schliessen liesse 
oder inwiefern das Selbstaneignen des Schulstoffs während 7 Tagen nicht ausreichend 
sein sollte. Insbesondere führt die Beschwerdeführerin nicht aus, inwiefern das 
Fernbleiben vom Unterricht zu ihrem Nachteil ausgefallen sein sollte. Die in Erwägung 
4.1.1 umschriebene Funktion des Rechts auf Grundschulunterricht – Entwicklung der 

13

Urteil V 2021 29

Persönlichkeit und Vorbereitung auf die vollwertige Teilnahme am gesellschaftlichen 
Leben – kann innerhalb der kurzen Dauer der Quarantäne gar nicht wesentlich 
beeinträchtigt werden. Auch von einer sozialen Isolation kann bei einer solchen kurzen 
Dauer der Quarantäne keine Rede sein. Sieben Schultage sind auch im Hinblick auf die 
Vermittlung von für die Wertordnung unverzichtbaren Inhalten eine unbeachtliche Dauer. 
Die Schwere des Eingriffs in die Rechtsposition der Beschwerdeführerin wird durch die 
vorne vorgebrachten Umstände deutlich relativiert; dieser lässt sich somit als leicht 
einordnen. Der Kerngehalt des Grundrechts auf Schulunterricht ist nicht berührt, wird der 
Beschwerdeführerin der Zugang zur Schulausbildung doch nicht gänzlich und dauerhaft 
verwehrt. 

4.2 Grundrechteeinschränkungen müssen den Anforderungen nach Art. 36 BV 
genügen: Sie bedürfen einer gesetzlichen Grundlage, müssen durch das öffentliche 
Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und 
verhältnismässig sein. Dabei ist der unterschiedlichen Intensität der 
Grundrechtseinschränkung insbesondere im Zusammenhang mit dem Erfordernis der 
gesetzlichen Grundlage und bei der Interessenabwägung Rechnung zu tragen: Je 
schwerer die Einschränkung wiegt, umso höher sind die Anforderungen an die gesetzliche 
Grundlage, umso gewichtiger müssen die mit der Einschränkung verfolgten Motive sein 
und umso umfassender und differenzierter muss die Interessenabwägung erfolgen (vgl. 
Kiener/Kälin/Wyttenbach, a.a.O., S. 94 f.).  

4.2.1 Art. 36 Abs. 1 BV verankert das Erfordernis einer gesetzlichen Grundlage für 
jegliche Grundrechtseinschränkungen. Gemeint ist damit ein Gesetz im formellen oder 
materiellen Sinn, das eine entsprechende generell-abstrakte Regelung enthält (BGE 125 I 
361 E. 4a; 128 I 327 E. 2.1). Schwere Eingriffe in grundrechtlich geschützte Positionen 
bedürfen in den wesentlichen Punkten einer klaren, unzweideutigen Grundlage in einem 
formellen Gesetz (BGE 118 Ia 305 E. 2a).

4.2.1.1 Das EpG regelt den Schutz des Menschen vor übertragbaren Krankheiten und 
sieht die dazu nötigen Massnahmen vor. Es bezweckt, den Ausbruch und die Verbreitung 
übertragbarer Krankheiten zu verhüten und zu bekämpfen (Art. 1 f. EpG). Das EpG 
bezieht sich insbesondere auf diejenigen übertragbaren Krankheiten, die eine Gefahr für 
die öffentliche Gesundheit oder ein Gesundheitsrisiko für Einzelne oder bestimmte 
Gruppen darstellen. Das EpG hat den Schutz des Menschen vor Übertragungen von 
Krankheitserregern zum Inhalt. Ein Krankheiterreger ist umso bedeutender, je grösser sein 

14

Urteil V 2021 29

Schadenspotenzial ist. Massgebend sind dabei die Schwere der Erkrankung und ihre 
Folgen – insbesondere bleibende Schäden oder frühzeitiger Tod –, die Anzahl Betroffener, 
die direkten Gesundheitskosten und die direkten Kosten, die beispielsweise durch 
Erwerbsausfall oder Arbeitsunfähigkeit entstehen (Botschaft vom 3. Dezember 2010 zur 
Revision des EpG, BBl 2011 357). Bei Vorliegen einer besonderen Lage im Sinn von Art. 6 
Abs. 1 EpG kann der Bundesrat unter anderem Massnahmen gegenüber einzelnen 
Personen sowie gegenüber der Bevölkerung anordnen (Art. 6 Abs. 2 lit. a und b EpG). 
Artikel 35 Abs. 1 lit. a EpG regelt im Weiteren die Unterstellung von krankheits- oder 
ansteckungsverdächtigen Personen unter Quarantäne.

4.2.1.2 Gestützt auf Art. 6 Abs. 2 lit. a und b EpG erliess der Bundesrat am 19. Juni 2020 
die Covid-19-Verordnung besondere Lage. Die Covid-19-Verordnung besondere Lage 
bezweckt die Anordnung von Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisationen 
und Institutionen sowie den Kantonen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie. Die 
Massnahmen dienen dazu, die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern und 
Übertragungsketten zu unterbrechen (Art. 1). Gemäss Art. 4 Abs. 1 haben die Betreiber 
von Bildungseinrichtungen ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Art. 3d 
Covid-19-Verordnung besondere Lage (in der vorliegend anwendbaren Fassung) legt die 
Voraussetzung einer Quarantäneanordnung fest.

4.2.1.3 Die Anordnung der Quarantäne stützt sich vorliegend auf Art. 35 EpG und Art. 3d 
Covid-19-Verordnung besondere Lage. Damit beruht die Grundrechtseinschränkung 
zweifelsohne auf einer genügenden – insbesondere unter Berücksichtigung des leichten 
Eingriffs in die Rechtsposition der Beschwerdeführerin – gesetzlichen Grundlage im Sinne 
von Art. 36 Abs. 1 BV.

4.2.2 Grundrechtseinschränkende Massnahmen müssen im Einzelfall durch das 
öffentliche Interesse oder den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt werden. Die 
Anordnung einer Kontaktquarantäne dient der Eindämmung der Covid-19-Pandemie sowie 
von Virenübertragungen, die zu schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen sowie zum 
Kollaps des Gesundheitssystems führen können. Somit dient sie dem Schutz der 
Gesundheit der Bevölkerung. Insbesondere beim Schutz der Gesundheit handelt es sich 
um ein zentrales polizeiliches Schutzgut (Rainer J. Schweizer, in: St. Galler Kommentar 
zur Schweizerischen Bundesverfassung, Art. 1–80, 3. Aufl. 2014, Art. 36 N 32 und Art. 10 
N 57; Kiener/Kälin/Wyttenbach, a.a.O., S. 113). Polizeigüter gehören zu den gewichtigsten 

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Urteil V 2021 29

öffentlichen Interessen (Giovanni Biaggini, Kommentar zur Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft, 2. Aufl. 2017, Art. 36 N 19).

4.2.3 Das vorgebrachte öffentliche Interesse muss im Einzelfall die Einschränkung des 
infrage stehenden Grundrechtsanspruchs rechtfertigen. Im Rahmen der 
Verhältnismässigkeitsprüfung wird der konkrete Grundrechtseingriff auf dessen Eignung, 
Erforderlichkeit und Verhältnismässigkeit von Eingriffszweck und Eingriffswirkung 
(Zumutbarkeit) überprüft (BGE 132 I 49 E. 7.2). 

4.2.3.1 Die Verwaltungsmassnahme muss geeignet sein, das im öffentlichen Interesse 
angestrebte Ziel zu erreichen. Das Element der Geeignetheit dient der Prüfung der Präzi-
sion staatlichen Handelns. Ungeeignet ist eine Massnahme dann, wenn sie am Ziel vor-
beischiesst, d.h. keinerlei Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet 
oder die Erreichung dieses Zwecks sogar erschwert oder verhindert. Zu prüfen ist also die 
Zwecktauglichkeit einer Massnahme (BGE 144 I 126 E. 8.1; 137 IV 249 E. 4.5.2; 136 I 29 
E. 4.4. f.; 130 I 140 E. 5.3.6). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist bei der 
Beurteilung der Eignung grosszügig und sondert nur diejenigen Massnahmen aus, die sich 
als völlig ungeeignet zur Zielerreichung erweisen. Gemäss dem Bundesgericht genügt für 
die Eignung einer Massnahme, dass diese mit Blick auf den angestrebten Zweck 
Wirkungen zu entfalten vermag und nicht gänzlich daran vorbeizielt (vgl. BGE 144 I 126 E. 
8.1; 135 II 105 E. 2.3.3; 132 I 7 E. 4.2; 130 II 425 E. 5.4.1 in: Pra 94 [2005] Nr. 71, S. 550 
f.; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 522).

Die Anordnung der Quarantäne muss vorliegend dazu beitragen, das Infektionsgeschehen 
einzudämmen und die Überbelastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Dem AFG 
ist zu folgen, dass eine Quarantäne geeignet ist, eine weitere Verbreitung des Virus zu 
verhindern, da sich die mit dem Virus in Kontakt gekommenen Personen von allen 
anderen distanzieren. Bei der Quarantäne handelt es sich um eine allgemein 
epidemiologisch anerkannte Form, die Verbreitung von ansteckenden Krankheiten zu 
verhindern. Auch das EpG ordnet den vorliegend einschlägigen Art. 35 betreffend 
Quarantäne und Absonderung unter den Massnahmen zur Bekämpfung übertragbarer 
Krankheiten ein. Die Anordnung einer Quarantäne fördert somit die angestrebten 
öffentlichen Interessen sowie den Grundrechtsschutz Dritter und ist somit eine geeignete 
Massnahme gegen die Verbreitung des Virus SARS-CoV-2. 

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Urteil V 2021 29

4.2.3.2 Erforderlich ist eine Einschränkung der Grundrechte, wenn das angestrebte 
Ergebnis nicht durch weniger einschneidende Massnahmen erreicht werden könnte und 
die Einschränkung nicht über das angestrebte Ziel hinausgeht (BGE 146 I 70 E. 6.4.2). 
Der Eingriff darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und persönlicher Hinsicht nicht 
einschneidender sein als notwendig (BGE 142 I 49 E. 9.1; 126 I 112 E. 5b). 

Das AFG bringt in Bezug auf die Erforderlichkeit der Quarantäne für die 
Beschwerdeführerin zutreffend vor, dass ein milderes Mittel bei einer zumindest als 
wahrscheinlich einzuschätzenden Ansteckung mit SARS-CoV-2 in der Klasse – repetitive 
Reihentests asymptomatischer Personen – zwar vorhanden ist, dieses jedoch aufgrund 
des ausdrücklichen Verzichts der Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall nicht 
umgesetzt werden kann. Des Weiteren könnte in sachlicher Hinsicht eine Anordnung der 
Maskenpflicht für die Beschwerdeführerin auch während des Unterrichts als mildere 
Massnahme in Frage kommen, diese würde aber wiederum eine Einschränkung eines 
anderen Grundrechts (persönliche Freiheit im Sinne von Art. 10 Abs. 2 BV) darstellen (vgl. 
VGer ZH AN.2020.00011 vom 22. Oktober 2020 E. 4.2). Die beiden Massnahmen wären 
aber auch nicht gleich effektiv gewesen. Die Maskenpflicht führt zwar zu einer starken 
Verringerung der Ansteckungsgefahr, die völlige Kontaktvermeidung schliesst die Gefahr 
jedoch ganz aus (vgl. zum Ganzen Glaser, a.a.O., S. 52). Eine mildere Massnahme, die 
zum gleichen Ergebnis führen würde, ist vorliegend also nicht ersichtlich.

Zeitlich, räumlich und persönlich ist die Einschränkung des Anspruchs auf 
Grundschulunterricht im vorliegend zu beurteilenden Umfang unbedenklich: Die 
Quarantäne erstreckt sich auf die gesetzlich vorgesehenen 10 Tage ab dem Kontakt mit 
der Person, deren Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestätigt oder wahrscheinlich ist (Art. 3e 
Abs. 1 Covid-19-Verrodnung besondere Lage), und nur auf die einzelne Schülerin, deren 
Ansteckung mit dem Virus mit der Folge von dessen Verbreitung als möglich erscheint.

Die Anordnung der Quarantäne im vorliegenden Fall erweist sich somit als erforderlich. 

4.2.3.3 Die Zumutbarkeit einer geeigneten und erforderlichen Massnahme lässt sich 
bejahen, wenn zwischen der konkreten Grundrechtsbeeinträchtigung und den mit dieser 
Einschränkung konkret verfolgten Interessen ein vernünftiges Verhältnis besteht (BGE 146 
I 70 E. 6.4.3). Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist beispielsweise ein Schulausschluss 
aus disziplinarischen Gründen nur verhältnismässig, wenn er in keinem Fall zwölf Wochen 
übersteigt (BGE 129 I 12 E. 10.4). Die vorliegend angeordnete Quarantäne stellt wie vorne 

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Urteil V 2021 29

ausgeführt einen leichten Grundrechtseingriff dar (E. 4.1.2). Sie dauert effektiv nur 
7 Schultage, während welchen die Beschwerdeführerin mit dem Unterrichtsstoff versorgt 
wird. Sie war zur Zeit der Quarantäneanordnung knapp 15 Jahre alt. Die Rechtsposition 
der Beschwerdeführerin kann unter diesen Umständen nicht stark beeinträchtigt werden. 
Im Verhältnis zum öffentlichen Interesse am Schutz der Gesundheit der Bevölkerung – 
welches unter den übrigen öffentlichen Interessen sehr hoch gewichtet wird – erweist sich 
die Anordnung der Quarantäne zweifelsfrei als zumutbar. Selbst wenn die 
Beschwerdeführerin die Effektivität der ihr angeordneten Quarantäne in Frage stellt – sie 
macht nämlich geltend, die Anordnung der Quarantäne führe nicht zum gewünschten 
Erfolg, namentlich betreffend Eindämmung der Covid-19-Pandemie und Vermeidung der 
Überbelastung der Intensivstationsbetten, – stellt eine Quarantäne objektiv gesehen eine 
anerkannte und gesetzlich verankerte Massnahme zur Bekämpfung von Epidemien dar 
(vgl. E. 4.2.3.1). Wie vorne ausgeführt, kann die Beschwerdeführerin auch die 
Rechtmässigkeit der ihr angeordneten Quarantäne nicht beanstanden (E. 3.1 ff.). 

Im Übrigen sind die Behauptungen der Beschwerdeführerin, sie sei kerngesund und stelle 
kein Ansteckungsrisiko für die anderen dar, medizinisch in keiner Weise belegt. Es besteht 
somit keine Garantie, dass die Beschwerdeführerin keine Virenträgerin ist. Vor dem 
Hintergrund der Wichtigkeit der Pandemieeindämmung ist es ihr zweifellos zumutbar, ein 
solches Risiko mit der angefochtenen Massnahme zu verringern. 

4.2.4 Es ist daher festzuhalten, dass die angeordnete Quarantäne zur Eindämmung der 
Pandemie geeignet, dafür erforderlich und nach Abwägung aller Umstände für die 
Beschwerdeführerin zumutbar und somit verhältnismässig war. Die Einschränkung des 
Rechts der Beschwerdeführerin auf Grundschulunterricht war gerechtfertigt und daher 
rechtmässig. Der Pflicht, sich der zu Recht angeordneten Quarantäne zu unterziehen, 
konnte sich die Beschwerdeführerin auch nicht mit der am 26. Februar 2021 
vorgenommenen handschriftlichen Abänderung des Formulars "Ausdrückliche 
Verzichtserklärung für Corona-Reihentests an Zuger Schulen" entziehen.

4.2.5 Auf die mit Nachdruck wiederholten Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend 
die Formulierung auf dem Formular der Verzichtserklärung ("Sie [die auf Teilnahme an 
Reihentests verzichtenden Schüler] bemühen sich [im Fall der Quarantäne] 
eigenverantwortlich um an den Unterrichtsstoff zu kommen") ist im Übrigen wie folgt 
einzugehen: Vorab ist anzumerken, dass auf dem von ihren Eltern unterschriebenen 
Exemplar der Verzichtserklärung diese Formulierung gar nicht vorhanden ist (AFG-Beil. 3); 

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Urteil V 2021 29

die Behauptung der Eltern der Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift, dass sie 
diese Formulierung durchgestrichen hätten, widerspricht somit den dem Gericht 
vorliegenden Akten. Im Gegenteil: Die Verzichtserklärung, welche die Beschwerdeführerin 
bzw. ihre Eltern abgeändert und unterschrieben haben, enthält nur – aber immerhin – den 
Hinweis: "Sie [die Schüler in Quarantäne] erhalten Aufgaben und Aufträge, wie wenn sie 
aus anderen Gründen fehlen würden." In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin 
geltend gemachte Formulierung auf dem Verzichtsformular ist ihr zudem das Folgende in 
Erinnerung zu rufen: Das von der Beschwerdeführerin als diskriminierend und Druck 
erzeugend bezeichnete Wort "eigenverantwortlich", welches die Beschwerdeführerin 
offenbar einer früheren Version des Verzichtsformulars entnommen hat, und somit der 
Begriff "Eigenverantwortung" stellen gerade eines der Ziele des ausreichenden 
Grundschulunterrichts dar, nämlich die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf ein 
selbstverantwortliches Leben im modernen Alltag (vgl. vorne E. 4.1.1). Mit einem Alter von 
knapp 15 Jahren zum Zeitpunkt der Quarantäne nähert sich die Beschwerdeführerin dem 
Ende ihres Anspruchs gegenüber dem Staat auf ausreichenden Grundschulunterricht, 
womit ihre Vorbereitung auf das selbstverantwortliche Leben beinahe abgeschlossen sein 
müsste. Umso mehr erstaunt die negative Deutung dieses Begriffes seitens der 
Beschwerdeführerin und ihrer Eltern. Selbst wenn die strittige Formulierung 
"eigenverantwortlich" im Zusammenhang mit der Beschaffung des Schulstoffs allenfalls als 
etwas zu fordernd empfunden werden könnte, erweist sie sich keineswegs als rechtswidrig 
oder gar willkürlich, wie dies die Beschwerdeführerin offenbar darzustellen versucht. 

4.2.6 Die Beschwerdeführerin erkennt schliesslich in der Anordnung der Quarantäne 
eine Benachteiligung, ja Bestrafung für ihren Verzicht auf die Teilnahme an den 
Reihentests. Das AFG führt jedoch in seiner Vernehmlassung zutreffend aus, dass 
Anordnungen von Quarantäne unter den Voraussetzungen von Art. 35 EpG und Art. 3d 
der Covid-19-Verordnung besondere Lage bereits vor der Einführung der Reihentests an 
den Schulen erfolgten. Mit der Teilnahme an den Reihentests verschaffen sich die 
regelmässig getesteten Personen einzig eine Befreiung von der Quarantänepflicht im Falle 
eines positiven Testergebnisses in der Klasse. Dies ist nur deshalb möglich, wie das AFG 
zutreffend ausführt, weil weitere Ansteckungen zeitnah erkannt und rechtzeitig verhindert 
werden können. Ungetestete Personen können diese Erleichterungen entsprechend nicht 
geniessen und unterstehen direkt der Gesetzesregelung von Art. 35 EpG und Art. 3d der 
Covid-19-Verordnung besondere Lage, d.h. der Anordnung einer Quarantäne beim 
Kontakt mit einer Person, deren Ansteckung mit SARS-CoV-2 bestätigt oder 
wahrscheinlich ist. Dagegen wird durch die Teilnahme an den Reihentests keine 

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Quarantäne für die übrigen Mitschüler der Klasse angeordnet; sie haben sich diese 
Erleichterung, die im Grunde genommen ein Kompromiss zwischen dem öffentlichen 
Interesse an der Bekämpfung der Pandemie und dem Recht der Schüler am ungestörten 
und geordneten Grundschulunterricht darstellt, durch regelmässiges Testen selbst 
erworben. Die Anordnung der Quarantäne hat somit eindeutig keinen Strafcharakter und 
stellt auch keine Reaktion auf die Nichtteilnahme an den Reihentests dar, sondern basiert 
einzig auf der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin einen Kontakt mit einer infizierten 
Person hatte, der zu ihrer Ansteckung geführt haben könnte.

5. Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass die Anordnung einer Quarantäne 
notwendigerweise auch weitere Grundrechte tangiert, wie zum Beispiel die 
Bewegungsfreiheit nach Art. 10 BV. Die Beschwerdeführerin macht aber die Verletzung 
dieser Grundrechte im Zusammenhang mit der Anordnung der Quarantäne nicht geltend. 
Allerdings gilt auch hier, dass ein sehr hohes öffentliches Interesse auf dem Spiel steht 
und die Massnahme nur für eine kurze Dauer angeordnet wurde – effektiv geht es um 9 
Tage (zwischen dem 18. und 26. März 2021). Es ist nicht ersichtlich, wie der Kerngehalt 
weiterer Grundrechte objektiv tangiert werden könnte. Die Einschränkung auch dieser 
Grundrechte lässt sich nach den Überlegungen in den Erwägungen 4.2.2 ff. rechtfertigen. 

6. Nach dem Gesagten bleibt festzuhalten, dass die Voraussetzungen der 
Anordnung der Quarantäne nach Art. 3d Abs. 1 lit. a Covid-19-Verordnung besondere 
Lage vorliegend erfüllt sind. Das AFG hat sein Ermessen bei der Anordnung der 
Quarantäne richtig ausgeübt, und die Grundrechteneinschränkung erfolgte rechtmässig. 
Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen. 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin grundsätzlich die 
Kosten zu tragen (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG). Da die Beantwortung der von ihr aufge-
worfenen Fragen jedoch im öffentlichen Interesse liegt und die Beschwerdeführerin noch 
minderjährig ist, wird in Anwendung von § 25, insbesondere lit. c, VRG auf die Erhebung 
von Kosten verzichtet. Eine Parteientschädigung wurde von keiner Partei beantragt. Diese 
wäre auch nicht zuzusprechen, weder der Beschwerdeführerin angesichts ihres 
Unterliegens (§ 28 Abs. 2 VRG) noch dem in seinem amtlichen Wirkungskreis 
obsiegenden AFG (§ 28 Abs. 2a VRG).

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Urteil V 2021 29

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) 
und an das Amt für Gesundheit des Kantons Zug. 

Zug, 26. Oktober 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am