# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3eef206c-d645-51f7-83cd-9149ace48888
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 20.08.2014 QS.2014.8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_QS-2014-8_2014-08-20.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 QS.2014.8 
 
 
 

Entscheid 
 
 

20. August 2014 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter Michael Ochsner und Gerichtsschreiberin Vivienne Blunschi 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,  
 Rekurrent,  
 
 
 

gegen 
 
 
 
Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Dienstabteilung Quellensteuer,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Quellensteuer 2010 - 2012 
 
 

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hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend der Pflichtige) ist verheiratet und hat mit seiner Ehefrau drei 

Kinder (Jahrgänge 2008, 2009 und 2012). Er besass ursprünglich die Aufenthaltsbewil-

ligung B und erhielt am ... Februar 2014 die Niederlassungsbewilligung. Am  

26./27. September 2013 stellte er einen Antrag auf Rückzahlung von zwischen dem  

... Januar 2010 und dem ... September 2013 zu viel bezahlten Quellensteuern. Zur 

Begründung machte er geltend, dass der jeweils angewandte Tarif A nicht korrekt ge-

wesen sei. Mit Verfügungen vom 29. November 2013 trat das kantonale Steueramt auf 

die Anträge in Bezug auf die Quellensteuern 2010 bis 2012 nicht ein, da sie verspätet 

eingereicht worden seien.  

 

 

 B. Hiergegen erhob der Pflichtige am 21. Dezember 2013 Einsprache mit dem 

Antrag, die Verfügungen aufzuheben. Das kantonale Steueramt wies diese am  

4. März 2014 ab.  

 

 

 C. Am 11./12. April 2014 reichte der Pflichtige Rekurs ein mit dem sinngemäs-

sen Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Sache materiell zu be-

handeln. Zudem stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung. Das kantona-

le Steueramt schloss am 5. Mai 2014 auf Abweisung des Rechtsmittels. Am 

27./28. Mai 2014 reichte der Pflichtige eine Replik ein, und am 22. Juli 2014 das kanto-

nale Steueramt eine Duplik.  

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Erhebt ein Steuerpflichtiger gegen einen Nichteintretensentscheid der Ein-

sprachebehörde Rekurs, so ist dem Rekursgericht die materielle Prüfung des Streitge-

genstands verwehrt. Es darf nur untersuchen, ob die Vorinstanz zu Recht auf die Ein-

sprache nicht eingetreten ist (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum 

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DBG, 2. A., 2009, Art. 144 N 44 DBG und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 

3. A., 2013, § 147 N 43 StG). Würde sich der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz 

als gesetzwidrig erweisen, wären die Akten zwecks Wahrung des gesetzlichen Instan-

zenzugs zur materiellen Überprüfung der Einschätzung an jene zurückzuweisen  

(RB 1979 Nr. 57). Dementsprechend ist auf den Rekurs nur insofern einzutreten, als 

der Pflichtige die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids verlangt. Nicht zu behan-

deln sind die gegen die Höhe des Quellensteuerabzugs vorgebrachten Rügen. 

 

 

 2. a) Ausländische Arbeitnehmer, welche die fremdenpolizeiliche Nieder-

lassungsbewilligung nicht besitzen, in der Schweiz jedoch steuerrechtlichen Wohnsitz 

oder Aufenthalt haben, werden für ihr Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätig-

keit einem Steuerabzug an der Quelle unterworfen (Art. 83 Abs. 1 Satz 1 des Bundes-

gesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990, DBG, bzw. § 87 

Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, StG). Der Steuerabzug tritt – unter Vor-

behalt der nachträglichen Veranlagung bzw. Einschätzung – an die Stelle der vom Er-

werbseinkommen im ordentlichen Verfahren zu veranlagenden direkten Bundessteuer 

bzw. Staats- und Gemeindesteuern (Art. 87 DBG, § 91 StG). Die steuerbare Leistung 

besteht im Fall von Art. 83 DBG bzw. § 87 StG aus sämtlichen Einkünften aus Arbeits-

verhältnis mit Einschluss aller Nebeneinkünfte (Art. 84 DBG, § 88 StG).  

 

 Steuerpflichtiger ist diejenige Person, welcher die Einkünfte aus unselbststän-

diger Erwerbstätigkeit zustehen. Für die Steuererhebung verantwortlich ist indessen 

der Arbeitgeber als Schuldner der steuerbaren Leistung, welcher dadurch an dessen 

Stelle tritt (Steuersubstitution). Er hat die Quellensteuer von der geschuldeten Leistung 

in Abzug zu bringen, dem Steuerpflichtigen darüber eine Bestätigung auszustellen und 

die Steuer periodisch der zuständigen Steuerbehörde abzuliefern (Art. 88 Abs. 1 DBG, 

§ 92 Abs. 1 StG). 

 

 b) Ist der Steuerpflichtige oder der Schuldner der steuerbaren Leistung mit 

dem Steuerabzug nicht einverstanden, so kann er bis Ende März des auf die Fälligkeit 

folgenden Kalenderjahres von der Veranlagungsbehörde eine Verfügung über Bestand 

und Umfang der Steuerpflicht verlangen (Art. 137 Abs. 1 DBG; § 144 Abs. 1 StG; keine 

Befristung enthält indessen Art. 49 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisie-

rung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990, 

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StHG). Hat der Schuldner der steuerbaren Leistung den Steuerabzug nicht oder unge-

nügend vorgenommen, verpflichtet ihn die Veranlagungsbehörde zur Nachzahlung. 

Der Rückgriff des Schuldners auf den Steuerpflichtigen bleibt vorbehalten (Art. 138 

Abs. 1 DBG, § 145 Abs. 1 StG). Hat der Schuldner der steuerbaren Leistung einen zu 

hohen Steuerabzug vorgenommen, so muss er dem Steuerpflichtigen die Differenz 

zurückzahlen (Art. 138 Abs. 2 DBG; § 145 Abs. 2 StG). Wurde diesfalls bereits mit der 

zuständigen Steuerbehörde abgerechnet, so kann diese den Differenzbetrag direkt der 

oder dem Steuerpflichtigen zurückerstatten (Art. 16 der Verordnung des Bundesrats 

über die Quellensteuer bei der direkten Bundessteuer vom 19. Oktober 1993, QStV).  

 

 Mit Entscheid BGr, 9. Februar 2009, 2C_673/2008 (= BGE 135 II 274 =  

Pra 2010 Nr. 2) hat das Bundesgericht über den Anwendungsbereich der Bestimmun-

gen des DBG bzw. des entsprechenden kantonalen Rechts einen Leitentscheid gefällt. 

Demnach war die zeitliche Beschränkung von Art. 137 Abs. 1 DBG im ursprünglichen 

Gesetzesentwurf nicht vorgesehen, sondern erst in der parlamentarischen Beratung 

eingefügt worden. Die Bedeutung dieser Frist blieb indessen kontrovers. In der Folge 

unterschied das Bundesgericht zwischen den Fällen, bei denen eine Verfügung nach 

Art. 137 Abs. 1 DBG ergangen ist, und solchen, bei denen das nicht geschah. Mit Be-

zug auf letztgenannte Variante ist Ausgangspunkt die Überlegung, dass eine Selbst-

veranlagung keine "Verfügung in eigener Sache" darstellt, da weder der Steuerpflichti-

ge noch der Schuldner der steuerbaren Leistung Verfügungsbefugnis haben. Es er-

scheint deshalb auf dem Gebiet der Quellensteuer nicht angebracht, die Selbstver-

anlagung mit einer in Rechtskraft erwachsenen Verfügung gleichzustellen. Angemes-

sener ist stattdessen die für die anderen auf dem Grundsatz der Selbstveranlagung 

begründeten Bundessteuern geltende Regelung, gemäss welcher die zu Unrecht be-

zahlten Steuern immer zurückerstattet werden müssen. Die Gesetzesbestimmungen 

müssen demzufolge in dem Sinn ausgelegt werden, dass nach dem Ablauf der Frist bis 

Ende März einzig keine Einwendungen zur Steuerpflicht an sich erhoben werden kön-

nen, es hingegen möglich bleiben muss, den Umfang der zurückbehaltenen Steuer zu 

beanstanden, und dies sowohl zu Gunsten des Fiskus als auch zu Gunsten des Steu-

erpflichtigen.  

 

 Art. 138 DBG ist daher nach dem Bundesgericht im Verhältnis zu Art. 137 

DBG als lex specialis zu betrachten. Denn Letzterer befasst sich lediglich mit dem 

Problem eines zu hohen oder zu tiefen Steuerabzugs. Da aufgrund von Art. 138 Abs. 1 

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DBG der Fiskus die Möglichkeit hat, auch nach Ablauf der Frist auf erleichterte Weise 

die Nachzahlung von zu wenig abgezogenen Quellensteuern zu verlangen, muss eine 

analoge auf Art. 138 Abs. 2 DBG gestützte Möglichkeit auch zugunsten des Steuer-

pflichtigen bzw. des Schuldners der steuerbaren Leistung anerkannt werden. Mit Ent-

scheid BGr, 21. Dezember 2010, 2C_601/2010 hat das Bundesgericht diese Recht-

sprechung nochmals bestätigt. 

 

 c) aa) Mit der Tarifmeldung vom 9. Dezember 2009 hat das Gemeindesteuer-

amt B die Arbeitgeberin des Pflichtigen zwar darüber informiert, dass dieser der Quel-

lensteuer unterstehe und die Veranlagung nach dem Tarif A vorzunehmen sei. Wie das 

kantonale Steueramt richtig erkannt hat, wurde die Überprüfungsmöglichkeit der Tarif-

einstufung jedoch in dieser Mitteilung falsch bezeichnet: Korrekterweise hätte nicht von 

"Einsprache", sondern "Überprüfung der Tarifeinstufung" die Rede sein müssen  

(vgl. hierzu die korrekte Bezeichnung). Gleichwohl vertritt es die Ansicht, dass dieser 

Umstand den Pflichtigen in der Ausübung seiner Rechte keineswegs gehindert habe. 

Denn aufgrund des Wortlauts dieser Bestimmung habe er die Möglichkeit, die Tarifein-

stufung anzufechten, erkennen können. Somit wäre es ihm möglich gewesen, die Frist 

bis 31. März des Folgejahres zu wahren.  

 

 bb) Vorliegend ist indessen keine Verfügung gemäss Art. 137 Abs. 1 DBG 

bzw. § 144 Abs. 1 StG ergangen. Denn bei der Tarifmeldung handelt es sich offenkun-

dig nicht um eine solche. Zum einen setzt eine Verfügung eine vorgängige Bestreitung 

der Quellensteuerpflicht bzw. deren Höhe voraus, was hier nicht erfolgt ist. Zum ande-

ren entspricht auch die Rechtsmittelbelehrung nicht der einer Verfügung, indem für die 

Einsprache nicht eine dreissigtägige Frist angesetzt wird (vgl. § 27 der Verordnung des 

Regierungsrats über die Quellensteuer für ausländische Arbeitnehmer vom 2. Febru-

ar 1994), sondern die Einsprache bis spätestens 31. März des Folgejahres einzurei-

chen ist. Eine solche Regelung der Einsprache ist im Gesetz indessen nicht vorgese-

hen, und bei der Möglichkeit, einen Entscheid zu verlangen, handelt es sich nicht um 

eine Einsprache. Dasselbe gilt mit Bezug auf die Tarifmeldungen vom 17. Septem-

ber 2012 bzw. vom 10. Januar 2013. Damit kann nach der angeführten bundesgericht-

lichen Rechtsprechung die besagte Frist dem Pflichtigen nicht entgegengehalten wer-

den, da er nur die Berechnung des Quellensteuerabzugs rügt, nicht aber die 

Quellensteuerpflicht als solche.  

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 d) Des Weiteren möchte das kantonale Steueramt die Anwendung der obge-

nannten Regelung auf jene Fälle beschränken, bei denen Umsetzungsversehen des 

Arbeitsgebers bei der Tarifanwendung zu einer überhöhten Quellenbesteuerung ge-

führt haben, und verweist hierzu auf einen Entscheid des Bundesgerichts (vgl. BGr, 

5. März 2013, 2C_684/2012, www.bger.ch). Da die Arbeitgeberin lediglich die Anwei-

sungen in der Tarifmeldung umgesetzt und daraus den korrekten Quellensteuerbetrag 

ermittelt habe, treffe dies vorliegend gerade nicht zu. Somit sei die Frist von Ende März 

des Folgejahres massgebend. Hinweise auf diese enge Betrachtungsweise lassen sich 

indessen den Präjudizien nicht entnehmen. Vielmehr spricht das Bundesgericht in  

E. 5.4 des Entscheids vom 9. Februar 2009 generell von zu hohen oder ungenügenden 

Steuerabzügen, ohne den Grund und die Person des Irrenden weiter zu präzisieren. 

Überdies ist nicht einzusehen, weshalb ein zu hoher Quellensteuerabzug wegen eines 

Irrtums des Arbeitgebers soll korrigiert werden können, nicht aber aufgrund einer fal-

schen Tarifmeldung des Steueramts. Dafür sind keine sachlichen Gründe ersichtlich. 

 

 e) aa) Das kantonale Steueramt bringt weiter vor, dass dem Pflichtigen die 

Tarifmitteilung bekannt gewesen sein müsse. Schliesslich wurde sie dessen Arbeitge-

berin mit der Auflage zugestellt, ihm ein Exemplar auszuhändigen. Damit stellt sich die 

Frage, ob das Fristversäumnis nicht seiner eigenen Nachlässigkeit zuzuschreiben ist 

und ob dieser Umstand einer nachträglichen Überprüfung der Quellensteuerabzüge 

entgegensteht.  

 

 bb) Der Pflichtige bestreitet nicht, die betreffenden Tarifmeldungen erhalten zu 

haben, reicht er sie doch als Beilagen ein. Sinngemäss macht er indessen geltend, 

dass seine Arbeitgeberin diese in seinen Kleiderkasten gelegt habe, wo er sie erst 

beim Aufräumen am 30. Juli 2013 gefunden habe, weshalb die Zustellung erst zu die-

sem Zeitpunkt erfolgt sei. Entscheidend ist damit, wann ihm diese zur Kenntnis gelangt 

sind. Entsprechend dem Grundsatz, dass die Beweislast für die rechtswirksame Eröff-

nung einer Verfügung bzw. für den Zeitpunkt ihrer Mitteilung die zustellende Behörde 

trägt, ist auch hier davon auszugehen, dass die Steuerbehörden eine solche rechtzeiti-

ge Kenntnisnahme zu beweisen haben (RB 1985 Nr. 49; 1970 Nr. 35; BGE 61 I 6 und  

92 I 257; StE 1991 B 93.6 Nr. 10).  

 

 An einem solchen Beweis fehlt es hier. Aus den Ausführungen des Pflichtigen 

ist immerhin zu schliessen, dass seine Arbeitgeberin ihm diese Dokumente hat zu-

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kommen lassen. Ob dies aber jeweils unmittelbar nach Zusendung vom Gemeinde-

steueramt geschehen war oder erst zu einem späteren Zeitpunkt, z.Bsp. bei Auflösung 

des Arbeitsverhältnisses, geht aus den Akten nicht hervor. Die Bestreitung des Pflichti-

gen, die Tarifmitteilungen bereits früher erhalten zu haben, lässt sich damit nicht wider-

legen. Dies muss zulasten der beweisbelasteten Steuerbehörde ausfallen; zudem hat 

diese den Weg der Zustellung via Arbeitgeber gewählt, weshalb sie auch die Folgen 

der daraus resultierenden Schwierigkeiten bei der Beweisleistung zu tragen hat. Damit 

fehlt es an einem Beweis, dass der Pflichtige vor Ablauf der jeweiligen Fristen von den 

Tarifmeldungen Kenntnis erhalten hat, so dass ihm keine Nachlässigkeit vorgeworfen 

werden kann.  

 

 cc) Hinzu kommt, dass nach dem Bundesgericht in Fällen wie vorliegend die 

Frist gemäss Art. 137 Abs. 1 DBG bzw. § 144 Abs. 1 StG für Einwendungen gegen die 

Berechnung des Quellensteuerabzugs eben gerade nicht läuft. Davon ausgehend 

schadet es deshalb nicht, wenn dem Steuerpflichtigen bereits vor Ablauf der Frist 

Mängel bei der Berechnung der Höhe des Abzugs zu Kenntnis gebracht worden sind. 

Entsprechend hat auch das Bundesgericht in E. 6.3 des zitierten Leitentscheids eine 

Nachlässigkeit des Schuldners der steuerbaren Leistung (welche im betreffenden Fall 

Rückerstattung der zu viel zurückbehaltenen Steuer an sich selber forderte) als nicht 

schädlich betrachtet.  

 

 

 3. Gestützt auf diese Erwägungen ist der Rekurs gutzuheissen und die Sache 

zur materiellen Prüfung der Gesuche an das kantonale Steueramt zurückzuweisen. Bei 

diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens dem Rekursgegner aufzuerlegen 

(Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). Das Gesuch um unentgeltliche Prozess-

führung ist damit gegenstandslos geworden.  

 

 

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Demgemäss verfügt der Einzelrichter: 

 

 

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird als gegenstandslos geworden 

abgeschrieben; 

 

 

und erkennt: 

 

 

1. Der Rekurs wird gutgeheissen. Die Einspracheentscheide vom 4. März 2014 

betreffend die Quellensteuern 2010, 2011 und 2012 werden aufgehoben und die 

Sache zur materiellen Behandlung an das kantonale Steueramt, Dienstabteilung 

Quellensteuer, zurückgewiesen. 

 

[…]