# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a7190c9-5527-5731-8a70-dcfc0466904a
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-07
**Language:** de
**Title:** Invaliditätsbemessung. Leidensbedingter Abzug. Rentenausschliessender Invaliditätsgrad.
**Docket/Reference:** IV.2016.01079
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2016.01079.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2016.01079
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiberin Leicht
Urteil
vom
7. Mai 2018
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Tobias
Figi
Fankhauser Rechtsanwälte
Rennweg 10, 8022 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1957 geborene
X.___
war seit dem 1. November 2001 bei der
Y.___
AG als Automechaniker tätig, als er sich am 25. März 2015 eine Schnittverletzung am Mittelfinger der rechten Hand zuzog. Der Hausarzt
Dr.
med.
Z.___
überwies ihn am 26. März 2015 in das Spital
A.___
, wo ein Verdacht auf eine Hohlhandphlegmone rechts diagnostiziert wurde (Urk.
6
/
7 S. 93
). Gleichentags wurde der Versicherte in die Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
B.___
verlegt. Dort wurde die Diagnose eines massiven Infektes der rechten Hand nach Schnittverletzung
Dig
. III dorsalseits mit fulminantem Verlauf und die Differentialdiagnose einer nekrotisierenden
Fasziitis
gestellt (Urk.
6
/
7 S. 60
). In der Folge wurde der Versi
cherte mehrmals an der rechten Hand operiert (Urk.
6
/
7 S. 51-63
). Am 1. Mai 2015 wurde der Versicherte in die Rehabi
litationsklinik
C.___
(Urk. 6
/
7 S. 37
) und am 15. Juli 2015 nach Hause entlassen (Urk.
6
/
11 S. 6 ff.
). Für die Folgen dieses Unfalls erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen.
Am 13. Juli 2015 meldete
sich
der Versicherte
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/4). Diese tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen.
Das Arbeitsverhältnis des Versi
cherten wurde per 30. November 2015
von Seiten des Arbeitgebers
aufgelöst
. Am 3. Dezember 2015 wurde der Versicherte
vom Kreisarzt der Suva
untersucht (Urk.
6/19 S. 4 ff.
).
Am 29. Dezember 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/21).
Die Suva
stellte die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 29. Februar 2016 ein und
sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 7. März 2016 ab 1. März 2016 eine Invalidenrente von 27 %
sowie eine Integritätsent
schädigung von 35 %
zu
(Urk. 6/31)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
verneinte die IV-Stelle mit
Verfügung vom 1. September 2016 einen
Renten
anspruch
des Versicherten (Urk. 6/49
= Urk. 2
).
2.
Dageg
en erhob der Versicherte mit Eingabe vom
28. September 2016
Beschwer
de und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm spätestens ab 1. März 2016 eine IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein orthopädisches/rheumatologisches Gutachten zu erstellen.
Subeventualiter
seien ihm Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdean
twort vom 3. November 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 4. November 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 7).
3.
Die gegen den
Einspracheentscheid
der Suva vom 1
9.
August 2016 erhobene Beschwerde, welche Gegenstand des Verfahrens UV.2016.00223 bildet, wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
4
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzu
gehen
.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfä
higkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen
oder psychi
schen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist
(BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
da es sich beim Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers
um reine Unfallfolgen handle, sei im Rahmen des Koordinationsverfahrens auf die Angaben des obligatorischen Unfallversicherers abzustellen. Anlässlich der kreisärztlichen Abschluss
untersuchung bei der Suva sei dem Beschwerdeführer für Tätigkeiten, welche seinem Leiden angepasst seien, eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert worden. Die Suva habe einen Invalid
itätsgrad von 27 % ermittelt
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend, das
Valideneinkommen
betrage mindestens Fr. 85'406.--. Die Lohnreduktion von
Fr. 6'400.-- auf Fr. 5'600.
--
pro Monat
sei nur vorübergehend während maxi
mal eines Jahres geplant gewesen. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens
sei der Durchschnittslohn bezogen auf alle Wirtschaftszweige berücksichtigt worden, was nicht korrekt sei, da der Beschwerdeführer nur noch leichte Tätig
keiten verrichten könne. Ausserdem
sei der maximal mö
gliche leidensbedingte Abzug von
25 % gerechtfertigt.
Somit betrage das Invalideneinkommen Fr. 45'495.7
5.
Ohne Berücksichtigung des Schulterleidens ergebe dies einen Invaliditätsgrad von 47 %.
Eine Koordination zwischen der Suva und der Beschwerdegegnerin sei nicht möglich, weil
die Suva die Schulterschmerzen links nicht als
unfallkausal erachtet habe
.
Da die Beschwerdegegnerin nie medi
zinisch abgeklärt habe, inwiefern die Schulterschmerzen links zusätzlich zu einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit führten, sei eine orthopädi
sche/rheumatol
ogische Begutachtung notwendig
(Urk
. 1 S. 9 ff.).
3.
3.1
Im Bericht der chirurg
ischen Klinik des Spitals
A.___
vom 30. März 2015 betreffend die notfallmässige Konsultation vom 26. März 2015 wurde ein Ver
dacht auf eine Hohlhandphlegmone rechts mit/bei Rissquetschwunde Endglied
Dig
. III Hand rechts vom 25. März 2015 diagnostiziert. Der Beschwerdeführer wurde in die Klinik
für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
B.___
verlegt (Urk. 6/7 S. 93 f.).
3.2
Im Austrittsbericht der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
B.___
vom 6. Mai 2015 betreffend den Aufenthalt vom 26. März bis 1. Mai 2015 wurde die Diagnose einer nekrotisierenden
Fasziitis
Hand rechts bei Status nach Schnittverletzung
Dig
. III dorsalseits mit fulminan
tem Verlauf genannt. Bei fulminantem Infekt mit Nachweis von Beta
hämoly
sierenden
Streptokokken der Gruppe A seien mehrere operative
Débridements
durchgeführt und die Wunden mit VAC-Verbänden konditioniert worden. Der Beschwerdeführer sei stets hämodynamisch stabil gewesen und die systemi
schen Entzündungszeichen hätten sich unter der empirischen intravenösen Antibiotikatherapie mit
Augmentin
/
Dalacin
regredient
gezeigt. Am 8. April 2015 sei die Defektdeckung mittels freier Lappenplastik erfolgt. In der Folge habe sich eine weitere Demarkierung/Nekrose der Fingerspitzen des Mittel- und Ringfingers sowie von Teilen der transplantierten Haut dorsalseits gezeigt. Es sei eine
Ilomedin
-Therapie gestartet worden. Am 25. April 2015 hätten die Restdefekte mittels Spalthaut gedeckt werden können. Die antibiotische Thera
pie mit
Augmentin
sei bis und mit 29. April 2015 weitergeführt worden. Der Beschwerdeführer sei am 1. Mai 2015 in gutem Allgemeinzustand und mit reiz
losen Wundverhältnissen in die Rehabilitation nach
C.___
entlassen worden. Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 26. März bis 1. Juni 2015 attestiert (Urk. 6/7 S. 37 f.).
3.3
Im Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik
C.___
vom 22. Juli 2015 betref
fend den Aufenthalt vom 1. Mai bis zum 15. Juli 2015 wurden als Diagnosen eine nekrotisierende
Fasziitis
Hand rechts sowie eine
Schulterschmerzproblema
tik links bei subtotaler Ruptur der Supraspinatussehne, vollständiger Ruptur der
Infraspinatussehne
und der Bizepssehne, Gelenkserguss und degenerativen Ver
änderungen glenohumeral und am AC-Gelenk (
Arthro
-MRI vom 18. Juni 2015)
genannt. Es wurde
ausgeführt, bei Klinikeintritt
hätten
eine eingeschränkte Handfunktion rechts und eine noch nicht abgeschlossene Wundheilung bestan
den. Unter den angeordneten ergotherapeutischen Massnahmen habe bis Klinik
austritt erreicht werden können, dass sich die Handfunktion dahingehend ver
bessert habe, dass v.a. im
Dig
. I ein aktiver Schlüsselgriff möglich gewesen sei. Die Hand habe zunehmend in Alltagsaktivitäten eingesetzt werden können, so dass der Beschwerdeführer in den ADL (
Activities
of
Daily Living) selbständig gewesen sei. Es habe nach wie vor eine eingeschränkte passive und nahezu auf
gehobene aktive Fingerbeweglichkeit bestanden. Die MCP-Gelenke
Dig
. II-V sei
en in Flexionsstellung 30/30/30/20° gestanden, nach intensiver Therapie seien aktive Bewegungsausschläge von 10/15/20/20° gelungen. Die PIP II-V seien in 40° Flexionsstellung gestanden, passiv hätten ausser PIP V alle voll gestreckt werden können, die Flexion sei passiv bis zu 70/70/70/80° gelungen. Die Hand
gelenksfunktion in DE/PF habe auf 30-0-30° verbessert werden können. Wegen der noch guten Beweglichkeit im
linken Schultergelenk
wünsche der Beschwer
deführer diesbezüglich keine weiteren medizinischen/operativen Massnahmen. Am 15. Juli 2015 sei der Beschwerdeführer nach Hause entlassen worden (Urk. 6/13 S. 37 ff.).
3.4
Im Verlaufsbericht der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
B.___
vom 13. Oktober 2015 nannte Oberarzt
Dr.
med.
D.___
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates sowie Handchirurgie, folgende Befunde: Verheilte reizlose Wunden. Gute Mobilität des Handgelenkes mit 40° Extension und 40° Flexion. Gute Beweglichkeit des Daumens im IP-Gelenk, im MCP sei diese jedoch mit 20° ein
geschränkt. Auch das CMC-Gelenk des Daumens sei leider fixiert. Die Daumen
stellung befinde sich in einer Mittelopposition, natürlich auch weil eine Kon
traktur der
1.
Kommissur
3.
Grades (30°) vorliege. Der Beschwerdeführer könne keine grossen Objekte greifen.
Sehr eingeschränkte Beweglichkeit der Lang
finger, die Strecksehnen seien in den Narben verklebt, so auch die Beugesehnen. Er schätze die Situation der Hand jetzt definitiv als
nicht gross verbesserungs
fähig für die Zukunft
(Urk. 6/13 S. 5).
3.5
Dr.
Z.___
nannte in seinem Bericht vom
7. November 2015
zuhanden der Suva betreffend die Konsultation vom
27. Oktober 2015
die folgenden Diagno
sen:
-
Massive Funktionseinschränkung Hand rechts
-
nach nekrotisierender
Fasziitis
(3/15)
-
aktuell: fehlende aktive Langfingerbewegung
-
aktuell: beginnende aktive Daumenbewegung
-
Schulterschmerzen links nach Operation (4/15)
-
Verkürzung und muskuläre Dysbalance nach
Serratusresektion
-
konsekutive
myofasziale
Verspannungen im Schultergürtel
-
degenerative gelenksumgebende Veränderungen (MRI 6/15)
Er führte aus, trotz intensiver
Beübung
der rechten Hand bestehe praktisch sieben Monate nach dem Ereignis eine fast vollständige
Functio
laesa
, d.h. mit der dominanten Hand könnten nur minime Stützfunktionen ausgeübt werden. Es sei deshalb kaum zu erwarten, dass je wieder mechanische Arbeiten, wie dies im Beruf als Automechaniker erforderlich sei, ausgeübt werden könnten. Die Beschwerden der linken Schulter seien vorwiegend Folge der am 8. April 2015 zur Defektdeckung erfolgten freien
Serratus
-Lappenplastik. Die im
Arthro
-MRI vom 18. Juni 2015 gefundenen fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen (subtotale Ruptur der Supraspinatussehne, vollständige Ruptur der
Infra
spinatussehne
und der Bizepssehne, Gelenkserguss, degenerative Veränderung glenohumeral und am AC-Gelenk) seien unschön, könnten aber im Alter von 58 Jahren und aufgrund des
Mechanikerberufs
als altersentsprechend beurteilt werden. Der Beschwerdeführer leide vor allem an den schmerzhaf
ten
myofas
zialen
Verspannungen
(Urk.
6/19 S. 18 ff.
).
3.6
Am 3. Dezember 2015 wurde der Beschwerdeführer kreisärztlich untersucht.
Prof.
Dr.
med.
E.___
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, führte in seiner Stellungnahme aus, anlässlich der kreisärztlichen Unter
suchung habe sich der fulminante Verlauf einer Schnittverletzung
Dig
. III rechts mit nekrotisierender
Fasziitis
und mehrfachen operativen Revisionen gezeigt. Die rechte Hand sei funktionell als
Beihand
/Hilfshand einzuschätzen. Einzig ein kraftloser Schlüsselgriff mit
D
ig
.
II sei möglich. Auf dem allgemeinen Arbeits
markt seien sehr leichte körperliche Tätigkeiten ganztags zumutbar, keine repe
titiven Belastungen, keine Stoss- und Vibrationsbelastungen der oberen rechten Extremität. Die rechte Hand sei nur als H
ilfshand/
Beihand
zu gebrauchen
(Urk.
6/
19 S. 4 ff
).
3.7
In seiner Stellungnahme vom 14. März 2016 nannte RAD-Arzt
Dr.
med.
F.___
, Facharzt für Chirurgie, die folgenden
unfallbedingten
Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Deutlich ausgeprägte Belastungsintoleranz rechte Hand und rechter Unterarm bei Zustand nach Schnittverletzung
Dig
. III rechts mit
-
f
ulminantem Verlauf nekrotisierende
Fasciitis
Hand rechts mit
-
y-förmiger Spaltung distaler Unterarm palmar bis MC-Köpfchen II und MC-Köpfchen V
-
Spaltung
Retinaculum
flexorum
, Spaltung zwischen MC II und III dorsalseits
-
radikale
Synovektomie
der Beugesehnen FDS/FDP
Dig
. II-V und FBL vom 27.3.2015
-
2nd-look mit ausgedehntem
Débridement
, VAC-Anlage vom 29.3.2015
-
3rd-look mit ausgedehntem
Débridement
, Spülung und VAC Anlage vom 30.3.2015
-
4th-look mit ausgedehntem
Débridement
, Spülung, VAC-Wechsel vom 1.4.2015
-
Débridement
, Spülung, VAC-Wechsel vom 5.4.2015
-
freie Lappenplastik von links zur Hand rechts vom 8.4.2015
-
Spalthauttransplantat vom rechten Oberschenkel zur Hand rechts vom 25.4.2015
u
nd folgende unfallun
abhängige Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Schulterschmerzen links mit/bei
-
Verkürzung und muskulärer Dysbalance nach
Serratusresektion
-
Konsekutive
n
myofasciale
n
Verspannungen im Schultergürtel
-
MRI 18.6.2015: subtotale
r
Ruptur der Supraspinatussehne, komplette
r
Ruptur der
Infraspinatussehne
und der
Bicepssehne
, Gelenkserguss
Dr.
F.___
führte aus, mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten, insbesondere solche mit überwiegender Belastung des rechten Handgelenkes / der rechten Hand und mit erhöhten Anforderungen an die Kraft der rechten Hand sowie mit Kälte-/Nässe-Exposition sollten vermieden werden.
Aus medi
zinischer Sicht seien bei vorgeschädigter Schulter Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und Vibrationseinwirkungen auf die linke Schulter sowie Überkopf
arbeiten und Arbeiten in ständiger Armvorhalteposition, insbesondere repetitive Tätigkeiten mit Belastung des linken Armes nicht mehr zumutbar. Das Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5-8 kg (unter ungünstigen Hebeln), in günstiger Belastungsposition (körpernah bis Lendenhöhe) über 20 kg sollte vermieden werden.
Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien körperlich sehr leichte (angepasste) Tätigkeiten mit Wechselbelastung ohne erhöhte Anforde
rungen an die Kraft und Haltefunktion der rechten Hand, daher auch ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Heben und Tragen von Lasten und ohne Arbeiten mit ungünstigen Hebelwirkungen am rechten Handgelenk (Stiel
werkzeuge, Arbeiten mit ausgestreckten Armen), ohne repetitive Beanspruchung der rechten Hand und ohne erhöhte Anforderungen
an das feinmotorische Geschick der rechten Hand weiterhin zu 100 % zumutbar. Die rechte Hand sei nur noch als Hilfshand/
Beihand
zu gebrauchen. Weiterhin seien kein Stoss- und Vibrationsbelastungen der rechten Hand zumutbar. Leichte (angepasste) Tätig
keiten ohne
Heben, Tragen und Transportieren von mittelschweren und schweren Lasten,
ohne linksseitiges Arbeiten in Armvorhalteposition und Über
kopfarbeiten
seien medizinisch-theoretisch weiterhin zumutbar. In der bisheri
gen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer 100 % arbeitsunfähig. In angepasster Tätigkeit sei er seit dem
3.
Dezember 2015 100 % arbeitsfähig gemäss Belas
tungsprofil (Urk. 6/37 S. 4 f.).
3
.8
Dr.
Z.___
hi
elt in seinem Bericht vom 3.
Mai 2017 zuhanden der Suva fest, die rechte dominante Hand sei aktuell gut zwei Jahre nach dem Ereignis immer noch stark berührungsempfindlich. Es seien mit den Fingern nur andeutungs
weise Wackelbewegungen möglich. Der Pinzettengriff zwischen Daumen und Zeigefinger sei so, dass der Beschwerdeführer nicht einmal ein Blatt Papier hal
ten oder beim Einköpfen der Kleider helfen könne. Funktionell sei der Beschwerdeführer
Einhänder
. Die rechte Hand könne knapp als Stützhand gebraucht werden. Mit der
Selbstbeübung
und der Ergotherapie mache der Beschwerdeführer immer noch leichte funktionelle Fortschritte in der Fingerbe
weglichkeit. Fast das grösse
re
Problem seien die linksseitigen Schu
l
terbeschwer
den. Die Region um die lange s-förmige Narbe von der Axilla bis zum Rippen
bogenrand in der mittleren Axillarlinie zeige eine unangenehme Dysä
s
thesie, so dass das Tragen der Kleider und das Berühren der Region sehr unangenehm sei. Die Weichteile und die Muskeln am seitlichen Thorax seien verhärtet. Es bestünden Verspannungen und Verkürzungen der medialen Schulterblatt
fixatoren, der Pars horizontalis und
ascendens
, des M.
Latissimo
dorsi
sowie des M.
levator
scapulae
. Auch im linksseitigen Halsbereich zeigten sich störende Verspannungen. Der Beschwerdeführer komme mit Mühe mit dem linken Arm über Schulterhöhe.
Inspektorisch
zeige sich eine Asymmetrie der Weicht
eile am seitlichen Thorax (UV.2016.0223 Urk. 11
).
4.
4.1
Streitig und zu prüfen ist,
ob bei
m
Beschwerdeführer
ein Gesundheitsschaden
vorliegt
, der
ihn
derart in der Erwerbsfähigkeit einschränkt, dass
er
Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
hat
.
4.2
Aus sämtlichen medizinischen Berichten geht übereinstimmend hervor, dass dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist.
RAD-Arzt
Dr.
F.___
kommt gestützt auf die
medizinische
Aktenlage zum Schluss, dass dem Be
schwerdeführer angepasste Tätigkeiten seit dem 3. Dezember 2015 zu 100 % zumutbar sind. K
örperlich sehr leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung ohne erhöhte Anforderungen an die Kraft und Haltefunk
tion der rechten Hand, daher auch ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Heben und Tragen von Lasten und ohne Arbeiten mit ungünstigen Hebel
wirkungen am rechten Handgelenk (Stielwerkzeuge, Arbeiten mit ausgestreck
ten Armen), ohne repetitive Beanspruchung der rechten Hand und ohne erhöhte Anforderungen an das feinmotorische Geschick der rechten Hand
seien zu 100 % zumutbar. Die rechte Hand sei nur noch als Hilfshand/
Beihand
zu gebrauchen. Es seien keine Stoss- und Vibrationsbelastungen zumutbar. Leichte Tätigkeiten ohne Heben, Tragen und Transportieren von mittelschweren und schweren Lasten ohne linksseitiges Arbeiten in Armvorhalteposition und Über
kopfarbeiten seien medizinisch-theoretisch weiterhin zumutbar
(Urk. 6/37 S. 5)
.
Es ist kein Grund ersichtlich, diese medizinischen Schlussfolgerungen in Zweifel zu ziehen
.
4.3
Entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführer
s (Urk.
1.
S. 12)
hat die
Beschwerdegegnerin
die linksseitigen
Schulterschmerzen
berücksichtigt
. RAD-Arzt
Dr.
F.___
nannte in seiner Stellungnahme vom 14. März 2016 als unfallunabhängige Diagnosen Schulterschmerzen links mit/bei Verkürzung und muskulärer Dysbalance nach
Serratusresektion
, konsekutiven
myofascialen
Ver
spannungen im Schultergürtel und subtotaler Ruptur der
Supraspinatussehne, kompletter Ruptur der
Infraspinatussehne
und der
Bicepssehne
und Gelenkser
guss (MRI vom
18.
Juni 2015).
Er hielt fest,
bei vorgeschädigter Schulter seien Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und Vibrationseinwirkungen auf die linke Schulter sowie Überkopfarbeiten und Arbeiten in ständiger Armvorhaltepo
sition, insbesondere repetitive Tätigkeiten mit Belastung des linken Armes nicht mehr zumutbar. Das Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5-8 kg (unter ungünstigen Hebeln), in günstiger Belastungsposition (körpernah bis Lendenhöhe) über 20 kg sollte vermieden werden.
Er ergänzte
das bereits auf
grund der Verletzung der rechten Hand deutlich eingeschränkte Zumutbarkeits
profil dahingehend, das
s wegen der Schulterbeschwerden
linksseitige
Arbeiten in Armvorhalteposition und Überkopfarbeiten nicht möglich seien
und
attestier
t
e
in
einer gemäss Belastungsprofil angepassten
Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (Urk. 6/37 S. 5).
Da dem Beschwerdeführer wegen der Handver
letzung rechts ohnehin nur noch sehr leichte Tätigkeiten zumutbar sind,
ist die zusätzliche Einschränkung des Belastungsprofils aufgrund der Schulterbe
schwerden links gering. Zu einer
weitergehenden
Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit
in einer angepassten Tätigkeit
führen die Schulterbeschwerden links jedenfalls nicht.
Da die linke Schulter medizinisch hinreichend abgeklärt wurde und
diesbezüg
lich
keine sich widersprechenden medizinischen Beurteilungen vorliegen – aus
ser in Bezug auf die Kausalitätsfrage, was vorliegend jedoch nicht relevant ist – besteht – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
(Urk. 1 S. 13)
– kein Anlass für weitere Abklärungen.
4.4
Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Dezember 2015
in einer behin
derungsangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Der Beschwerdeführer arbeitete vor dem Unfall als Automechaniker bei der
Y.___
AG in einem 100%-Pensum. Das Arbeitsverhältnis wurde von Seiten des Arbeitgebers aus gesundheitlichen Gründen per 30. November 2015 aufgelöst. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall noch an dieser Arbeitsstelle tätig wäre.
Dementsprechend
ist
vom vertraglich festgesetzten Lohn
von Fr. 72'800.-- (13
x Fr. 5'600.--)
auszu
gehen
.
Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Nominallohnindexes der Saläre für männliche Arbeitskräfte von 2226 Punkten im Jahr 2015 auf 2239 Punkte im Jahr 2016 ergibt dies ein
Valideneinkommen
von Fr. 73‘225.--.
Dass es sich beim
infolge der Firmenübernahme im Januar 2015
vertraglich
neu
fest
gesetzten Lohn
von
Fr.
5'600.
--
pro Monat
lediglich um eine temporäre Lohn
kürzung gehandelt haben soll und dem Beschwerdeführer eine Lohnerhöhung zugesichert worden wäre – wie dies der Beschwerdeführer geltend macht (Urk. 1 S.
9
) – ist aufgrund der Akten
nicht ausgewiesen. Eine allfällige vom Geschäfts
gang abhängige Lohnerhöhung kann bei der Berechnung des
Valideneinkom
mens
nicht berücksichtigt werden.
Massgebend ist, was die versi
cherte
Person im Zeitpunkt des
hypothetischen
Rentenbeginns mit überwiegender Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte.
5.3
Hinsichtlich der Festsetzung des Einkommens, das
die versicherte Person
trotz
ihrer
gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
noch zu erzielen ver
möchte (Invalideneinkommen), ist
rechtsprechungsgemäss
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher
sie
konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutba
re Erwerbstätigkeit mehr aus, so können Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerheb
ungen (LSE) herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer rügt,
es sei nicht korrekt,
auf den standardisierten Durch
schnittslohn bezogen auf alle Wirtschaftszweige
abzustellen
, da er nur noch leichte Tätigkeiten verrichten könne. Es sei der Lohn des Sektors Dienstleistun
gen heranzuziehen (Urk. 1 S.
11
).
Nach der Rechtsprechung ist zur Ermittlung des hypothetischen Invalidenein
kommens üblicherweise auf die Tabelle TA1 der LSE abzustellen. Bei versicher
ten Personen, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist vom durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn (Total) für Männer oder Frauen im Anforderungsniveau 4 (resp. Kompetenzniveau 1 gemäss LSE 2014) auszugehen. Davon kann abgewichen werden, wenn der versicherten Person aufgrund ihrer Behinderung alle produktionsnahen Tätigkeiten verschlossen sind und sie prak
tisch nur noch im Dienstleistungssektor beschäftigt werden kann. Auch
in sol
chen Fällen kann die versicherte Person jedoch nicht auf der Anwendung der Lohnansätze aus einem bestimmten Niedriglohnsektor (z.B. Gastgewerbe) beste
hen, sofern ihr trotz Behinderung andere normal
entlöhnte
Hilfsarbeiten zumut
bar sind (vgl.
Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N 97 mit weiteren Hinweisen)
. Dem Beschwerdeführer sind noch sehr leichte körperliche Tätigkeiten zumutbar und er kann die rechte Hand funktionell noch als Hilfshand gebrauchen. Im Sektor Produktion stehen ihm grundsätzlich noch Tätigkeiten offen.
Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedien
ung und Überwachung von (halb
)
automatischen Maschinen oder Pro
duktionseinheiten, die keinen Einsatz
der rechten Hand voraussetzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_350/2013 vom
5.
Juli 2013 E. 3.3).
Im Bereich Produk
tion verfügt er auch über langjährige Berufserfahrung, wohingegen er im Dienstleistungssektor wegen ungenügender Sprachkenntnisse in seiner Vermit
telbarkeit eingeschränkt wäre. Somit
ist der
Durchschnittslohn aller Wirtschafts
zweige
heranzuziehen
.
Für die
Bestimmung des Invalideneinkommens
ist
die LSE 2014
heranzuziehen
.
Es ist vom standardisierten monatlichen Bruttolohn (inklusive 13. Monatslohn,
basierend auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) für männliche Arbeitskräfte, Kompetenzniveau 1, auszugehen
(Tabelle TA1
). Somit ist von einem Einkommen von Fr. 5‘312.-- pro Monat bzw. Fr.
63’744
.-- pro Jahr aus
zugehen. Angepasst an die im Jahr 2016 betriebsübliche durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden ergibt dies Fr.
66'453.
--
. Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Nominallohnindexes der Saläre für männliche Arbeitskräfte von
2220
Punkten im Jahr 2014 auf
2239
Punkte im Jahr 2016 resultiert für ein Pensum von 100 % ein
E
inkommen Fr.
67’022
.--.
Dieser Betrag ist
rechtsprechungsgemäss
zu kürzen, wenn persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Ein
Abzug
soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Der
Abzug
ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 134 V 322 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011
E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).
Den Leistungseinschränkungen des Beschwerdeführers und der damit zusam
menhängenden Eingrenzung des Spektrums der erwerblichen Tätigkeiten, die noch in Frage kommen, hat die
Suva
mit einem leidensbedingten Abzug von 20 % Rechnung getragen.
Die Beschwerdegegnerin hat diesen Abzug übernom
men.
Ein leidensbedingter Abzug von 20 % wurde denn auch in vergleichbaren Fällen, in welchen
die versicherte Person ihre dominante Hand gesundheitlich bedingt nur sehr eingeschränkt, beispielsweise als
Zudienhand
, einsetzen konnte,
anerkannt
(Urteil des Bundesgerichts 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E. 4.2 mit Hinweis). Die weiteren vom Beschwerdeführer geltend g
emachten Kri
terien (Urk. 1 S. 11
) sind nicht abzugsrelevant.
So ist die Nationalität nicht von Belang, da der Beschwerdeführer über eine Niederlassungsbewilligung (Katego
rie C) verfügt (Urk.
6/6
, vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_594/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 5).
Auch
der
Faktor Alter wirkt sich nicht (zwingend) lohn
senkend aus
, da Hilfsarbeiten
auf dem
hypothetisch ausgeglichenen Arbeits
markt
altersunabhängig nachgefragt werden
(vgl. Urteil des
Bundesge
richts 9C_808/2015 E. 3.4.2).
Die
mangelnden Deutschkenntnisse rechtfertigen für Tätigkeiten im Anforderungsniveau 4
(resp. Kompetenzniveau 1
gemäss
LSE 2014)
ebenfalls
keinen höheren Abzug
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_633/2013 vom 23. Oktober 2013 E.
4.2)
.
Angesicht
s der
aktenmässig
ausge
wiesenen
Einschränkungen und dem Fehlen weiterer Abzugsmerkmale ist
der
gewährte Abzug von 20 % nicht zu beanstanden.
Die linksseitigen Schulterbe
schwerden, welche beim ohnehin
stark
eingeschränkten Belastungsprofil
des Beschwerdeführers
nur gering
ins Gewicht fallen, rechtfertigen keinen höheren Abzug.
Nach Gewährung eines leidensbedingten Abzugs von 20 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 53
'
618
.--.
5.4
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr.
73‘225.--
und einem Invalideneinkom
men von Fr. 53'
618
.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von 19'
607
.--, was einem
Invaliditätsg
rad von gerundet 27
% entspricht.
S
elbst beim maximal zulässigen Abzug von 25 %
würde
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad
(31 %)
resultieren.
6.
Eingliederungsmassnahmen sind von der angefochtenen Verfügung nicht umfasst (
Urk.
2,
Urk.
6/48/3), weshalb mangels Anfechtungsobjekts auf den ent
sprechenden Antrag des Beschwerdeführers nicht einzutreten ist.
7.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit auf sie eingetreten wird.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
700
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Tobias
Figi
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be
weis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstLeicht