# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c16b120-ccf1-532c-8d45-17900927a235
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.10.2018 ZK1 2017 142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-142_2018-10-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 5. Oktober 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 141 09. Oktober 2018
ZK1 17 142

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Pedrotti und Schnyder
Aktuarin Bäder Federspiel

In den zivilrechtlichen Berufungen

der X._____, Gesuchsgegnerin, Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte, vertre-
ten durch die Rechtsanwälte Dr. iur. Rudolf Kunz und Dr. iur. Remo Dolf, Kunz 
Schmid, Gäuggelistrasse 1, Postfach 341, 7001 Chur (ZK1 17 141), sowie

des Y._____, Gesuchsteller, Berufungskläger und Berufungsbeklagter, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Advocatur am Nicolai, Kornplatz 2, 
Postfach 21, 7001 Chur (ZK1 17 142),

gegen

den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht Albula vom 
14. August 2017, mitgeteilt am 2. November 2017, in Sachen des Gesuchstellers 
gegen die Gesuchsgegnerin,

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____, geboren am _____1946, und Y._____, geboren am _____ 1942, 
schlossen am _____ 1965 in O.1_____ die Ehe. Sie sind Eltern der erwachsenen 
Kinder A._____, geboren am _____ 1966, und B._____, geboren am _____ 1969. 
Am _____ 2016 wurde Y._____ im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung 
in die Psychiatrische C._____ eingewiesen. Nach seiner Entlassung am _____ 
2017 hielt er sich im D._____ auf, während X._____ im ehelichen Wohnhaus in 
O.2_____ verblieb.

B/a. Am 2. Februar 2017 reichte Y._____ beim Einzelrichter in Zivilsachen am 
Regionalgericht Albula ein Gesuch auf Erlass von Eheschutzmassnahmen ein. Er 
erhob folgende Rechtsbegehren:

Trennungszeit und Trennungsberechtigung
1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 28.12.2016 getrennt 

und hierzu auch berechtigt sind.

Zuteilung Wohnhaus und Parkplatz E._____, O.2_____
2. Das eheliche Wohnhaus Liegenschaft Nr. _____, Plan _____, 

F._____, sowie das Benutzungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. _____, 
lastend auf der Liegenschaft Nr. _____, Plan _____ (recte _____), bei-
des im Grundbuch der Gemeinde O.11_____, mitsamt dem sich im 
Wohnhaus befindlichen Inventar und Mobiliar (mit Ausnahme der per-
sönlichen Effekten der Gesuchsgegnerin) seien für die Dauer der 
Trennung dem Gesuchsteller zum ausschliesslichen Gebrauch zuzu-
weisen. 

3. Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, das eheliche Wohnhaus in-
nert einer richterlich anzuberaumenden kurzen Frist unter Mitnahme ih-
rer persönlichen Effekten zu verlassen.

Auskunftsbegehren gemäss Art. 170 ZGB
4. Die Gesuchstellerin (recte Gesuchsgegnerin) sei gestützt auf Art. 170 

ZGB und unter der ausdrücklich ausformulierten Strafandrohung von 
Art. 292 StGB richterlich zu verpflichten, die folgenden Unterlagen zu 
ihren finanziellen Verhältnissen dem Gericht zu Handen des Gesuch-
stellers auszuhändigen:

- Familienbüchlein

- Grundbuchauszug betreffend Penthousewohnung am O.4_____er 
See

- Erwerbstitel und aktuelle Verkehrswertschätzungen folgender Lie-
genschaften:

• Industrieanlage in O.7_____, P._____
• Wohnung in O.7_____, O.._____
• Wohnung in O.5_____, _____strasse 
• Penthousewohnung in O.4_____

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- Kontoauszüge folgender Konti per 31.12.2016:

• Konto B.1_____ Nr. _____
• Konto B.1_____ Nr. _____
• Konto B.1_____ Nr. _____
• Konto B.4_____ Banken Nr. _____
• Konto B.2_____ Nr. _____
• Konto B.2_____ Nr. _____
• Konto B.2_____ Nr. _____
• Konto B.3_____

- Belege über Renteneinkünfte der AHV und der 2. Säule des Jahres 
2016

- Lückenlose Belege über Mietzinseinnahmen aus der Vermietung 
sämtlicher Liegenschaften in O.7_____ und O.5_____ im Jahre 
2016

Unterhaltsregelung
5. Von der Zusprechung von Unterhalt an die eine oder andere Partei sei 

abzusehen.

Anordnung der Gütertrennung
6. Es sei die Gütertrennung per Datum der vorstehenden Gesuchseinrei-

chung anzuordnen.

Richterlicher Befehl / Zahlungsanordnung
7. Der Gesuchsgegnerin sei richterlich zu befehlen, einen Zahlungsauf-

trag über Fr. 1'557'289.50 zu Gunsten der Steuerverwaltung Graubün-
den zu Lasten des auf beide Parteien lautenden Kontos Nr. _____ bei 
der B.1_____ zu unterzeichnen; eventualiter sei die B.1_____, 
O.2_____, richterlich anzuweisen, ab dem auf Y._____ und X./Y._____ 
lautenden Konto Nr. _____ bei der B.1_____ den Betrag von Fr. 
1'557'289.50 auf das Konto der Finanzverwaltung Graubünden, 7001 
Chur, IBAN CH77 0900 0000 0000 7000 0187 zu überweisen mit An-
gabe folgenden Zahlungszwecks: _____ Steuern 2015.

Kostenfolgen
8. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchs-

gegnerin.

B/b. In ihrer Stellungnahme vom 20. März 2017 beantragte X._____, was folgt:

1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 28. Dezember 2016 
getrennt leben.

2. a. Das eheliche Wohnhaus Liegenschaft Nr. _____, Plan _____, 
F._____, sowie das Benutzungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. 
_____, lastend auf der Liegenschaft Nr. _____, Plan _____ (recte 
_____), beides im Grundbuch der Gemeinde O.11_____, mitsamt 
dem sich im Wohnhaus befindlichen Inventar und Mobiliar (mit Aus-
nahme der persönlichen Effekten des Gesuchstellers) seien der 
Gesuchsgegnerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen.

b. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, seine persönlichen Ge-
genstände innert 10 Tagen seit Rechtskraft des Eheschutzentschei-
des aus der ehelichen Liegenschaft abzuholen.

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3. Der Gesuchsteller sei unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB zu 
verpflichten, die folgenden Unterlagen zu seinen finanziellen Verhält-
nissen dem Gericht auszuhändigen:

Informationen und Unterlagen zu den Gesellschaften S._____ in Liq., 
T._____, G._____, U._____ in Liq., V._____, T._____, insbesondere:

- sämtliche Jahresrechnungen, Bilanzen und Revisionsberichte 
der letzten zehn Jahre;

- Auskunft und Belege zur Gewinnverwendung und zu Dividenden-
ausschüttungen der Gesellschaften in den letzten zehn Jahren;

- Beschlüsse und Belege zur Dividendenausschüttung aus der 
G._____ an den Gesuchsteller für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe 
von CHF 8'003'566.00;

- Auskunft und Belege zur Liquidierung der Gesellschaften S._____ 
und U._____.

4. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin ab 1. Ja-
nuar 2017 monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 
18'730.00 zu entrichten, zahlbar jeweils auf den Ersten eines Monats; 
für die bis zum Urteilszeitpunkt aufgelaufenen Unterhaltszahlungen 
zzgl. 5% Zinsen seit dem jeweiligen Fälligkeitstag.

5. Sämtliche von den vorgenannten Rechtsbegehren abweichende 
Rechtsbegehren des Gesuchstellers seien abzuweisen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuchstellers.

B/c. Die Eheschutzverhandlung wurde am 23. Juni 2017 durchgeführt. Dabei 
liess Y._____ beantragen, Ziffer 7 seines Rechtsbegehrens infolge Gegenstands-
losigkeit als erledigt abzuschreiben. Im Übrigen hielt er unverändert an seinen An-
trägen fest. Im Anschluss an den ersten Parteivortrag des Gesuchstellers stellte 
der Rechtsvertreter der Gesuchsgegnerin ein Verschiebungsgesuch, welches in 
der Folge gutgeheissen wurde.

B/d. Am 10. Juli 2017 reichte X._____ eine Stellungnahme zu den vom Ehe-
mann anlässlich der Eheschutzverhandlung eingereichten neuen Beweisurkunden 
und zu dessen Parteivortrag ein. Darin änderte bzw. ergänzte sie ihre in der Stel-
lungnahme vom 20. März 2017 gestellten Rechtsbegehren wie folgt:

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1. (unverändert)

2. a.(unverändert)

b.(unverändert)

c.Es sei dem Gesuchsteller unter Androhung der Bestrafung gemäss Art. 
292 StGB im Widerhandlungsfall zu verbieten, sich näher als in einem 
Umkreis von 200 Metern um die Liegenschaft Nr. _____ der Gesuchs-
gegnerin in O.2_____ (Gemeinde O.11_____) aufzuhalten.

3. Der Gesuchsteller sei unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB zu 
verpflichten, die folgenden Unterlagen zu seinen finanziellen Verhält-
nissen dem Gericht auszuhändigen:

▪ Informationen und Unterlagen zur Gesellschaft T._____ / Z._____, 
insbesondere:

- Jahresrechnungen, Bilanzen und Revisionsberichte der letzten 
fünf Jahre;

- Auskunft und Belege zur Gewinnverwendung und zu Dividenden-
ausschüttungen der Gesellschaften in den letzten fünf Jahren.

▪ Jahresrechnung und Bilanz der G._____ für das Jahr 2016 mit Aus-
kunft und Belegen zur Gewinnverwendung und Dividendenaus-
schüttung

▪ Vollständige Dokumentation zu den Ertragsverhältnissen der 
G._____, insbesondere zu den Vertriebsverhältnissen und Ver-
tragsbeziehungen der Tochtergesellschaften zu Dritten (mit 
Vollständigkeitserklärung der Revisionsstelle)

▪ Jahresrechnungen und Bilanzen der , W._____ der letzten fünf Jah-
re

▪ Vollständige Kontoauszüge zu allen Privatkonten des Gesuchstel-
lers für den Zeitraum vom 01.01.2017-10.07.2017

4. (unverändert)

5. Sämtliche von den vorgenannten Rechtsbegehren abweichende 
Rechtsbegehren des Gesuchstellers seien abzuweisen. Auf das 
Rechtsbegehren Ziff. 7 des Gesuchstellers ist mangels Rechtsschut-
zinteresse nicht einzutreten.

6. (unverändert)

B/e. Am 14. August 2017 wurde die Eheschutzverhandlung fortgesetzt. Mit Ent-
scheid vom 14. August 2017, mitgeteilt am 2. November 2017, erkannte der Ein-
zelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Albula wie folgt:

1. Es wird festgestellt, dass die Parteien seit dem 28. Dezember 2016 
getrennt leben und hierzu auch berechtigt sind.

2. a. Das eheliche Wohnhaus Liegenschaft Nr. _____, Plan _____, 
F._____, sowie das Benutzungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. _____, 
lastend auf der Liegenschaft Nr. _____, Plan _____ (recte _____), 
beides im Grundbuch der Gemeinde O.11_____, mitsamt dem sich 
im Wohnhaus befindlichen Inventar und Mobiliar – mit Ausnahme der 

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persönlichen Effekten von X._____ – sind für die Dauer der Trennung 
Y._____ zum ausschliesslichen Gebrauch zugewiesen.

b. X._____ hat das eheliche Wohnhaus unter Mitnahme ihrer persönli-
chen Effekten bis spätestens am 24. November 2017 zu verlassen.

c. Der in diesem Zusammenhang gestellte Antrag von X._____ auf Ver-
fügung eines Annäherungsverbotes wird als gegenstandslos abge-
schrieben.

3. a. Das Auskunftsbegehren von Y._____ wird als gegenstandslos abge-
schrieben.

b. Y._____ ist unter ausdrücklicher Androhung der Bestrafung nach Art. 
292 StGB verpflichtet, dem Gericht bis spätestens am 11. Dezember 
2017 folgende Unterlagen herauszugeben:

- Jahresrechnung der G._____ für das Jahr 2016;

- Jahresrechnung der W._____, für das Jahr 2016;

- Kontoauszüge für alle Privatkonten von Y._____ für den Zeit-
raum vom 1. Januar 2017 bis und mit 10. Juli 2017.

Sobald der Revisionsbericht betreffend die Z._____ für das Jahr 2016 
vorliegt, ist dieser ebenfalls dem Gericht sofort herauszugeben.

Im Übrigen wird das Auskunftsbegehren von X._____ abgewiesen 
beziehungsweise als gegenstandslos abgeschrieben.

4. Ziff. 7 des Rechtsbegehrens von Y._____ (Richterlicher Be-
fehl/Zahlungsanordnung) wird als gegenstandslos abgeschrieben.

5. Der Antrag von Y._____ auf Anordnung der Gütertrennung wird ab-
gewiesen.

6. Y._____ ist verpflichtet, X._____ folgenden Trennungsunterhalt, 
zahlbar monatlich im Voraus je auf den ersten Tag eines jeden Mo-
nats, zu leisten:

- CHF 12'800.00 vom 1. Januar 2017 bis und mit Dezember 2017;

- CHF 13'900.00 vom 1. Januar 2018 bis und mit März 2018;

- CHF 5'650.00 ab 1. April 2018.

7. a. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'000.00 gehen je zur Hälfte, 
somit zu je CHF 2'500.00, zu Lasten der Parteien und werden mit 
dem von Y._____ geleisteten Vorschuss von CHF 5'000.00 verrech-
net. X._____ hat Y._____ den geleisteten Vorschuss im Umfang von 
CHF 2'500.00 zu ersetzen.

b. Parteientschädigungen sind nicht geschuldet.

8. (Rechtsmittelbelehrung)

9. (Rechtsmittelbelehrung)

10. (Mitteilung)

C. Nachdem sich Y._____ am 24. Oktober 2017 während einer Ferienabwe-
senheit von X._____ Zutritt zum ehelichen Wohnhaus verschafft und Letztere mit 

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Gesuch vom 25. Oktober 2017 die Ausweisung von Y._____ verlangt hatte, ordne-
te der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Albula mit superprovisori-
schem Entscheid vom 27. Oktober 2017 an, dass Y._____ das eheliche Wohn-
haus unverzüglich unter Übergabe sämtlicher Hausschlüssel zu verlassen habe, 
wobei X._____ für die Ausweisung von Y._____ polizeiliche Hilfe in Anspruch 
nehmen könne.

D/a. Gegen den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht 
Albula vom 14. August 2017 erklärte X._____ mit Eingabe vom 13. November 
2017 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden (Verfahren ZK1 17 141). 
Sie stellt folgende Rechtsbegehren:

A. MATERIELLE ANTRÄGE

1. a) Die Dispositivziffern 2a und 2b des angefochtenen Entscheids des 
Einzelrichters am Regionalgericht Albula vom 14. August 2017 seien 
aufzuheben und das eheliche Wohnhaus Liegenschaft Nr. _____, 
Plan _____, F._____, sowie das Benutzungsrecht am Autoeinstell-
platz Nr. _____, lastend auf der Liegenschaft _____, Plan _____ (rec-
te _____), beides im Grundbuch der Gemeinde O.11_____, sei mit-
samt dem sich im Wohnhaus befindlichen Inventar und Mobiliar für 
die Dauer der Trennung der Berufungsklägerin zum ausschliesslichen 
Gebrauch zuzuweisen.

1. b) Eventualiter sei Dispositivziffer 2b des angefochtenen Entscheids des 
Einzelrichters am Regionalgericht Albula vom 14. August 2017 auf-
zuheben und der Berufungsklägerin sei für das Verlassen des eheli-
chen Wohnhauses unter Mitnahme ihrer persönlichen Effekten eine 
Frist bis zum 31. März 2018, eventuell bis zu einem nach richterli-
chem Ermessen festzusetzenden Datum, einzuräumen.

2. a) Die Dispositivziffer 6 des angefochtenen Entscheids des Einzelrich-
ters am Regionalgericht Albula vom 14. August 2017 sei aufzuheben 
und es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklä-
gerin Trennungsunterhalt von CHF 16'180.00 ab dem 1. Januar 2017 
zu leisten, zahlbar monatlich im Voraus je auf den ersten Tag eines 
jeden Monats.

2. b) Eventualiter – im Falle der Zuweisung der Liegenschaft an den Beru-
fungsbeklagten – sei die Dispositivziffer 6 aufzuheben und der Beru-
fungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin Trennungsun-
terhalt von CHF 16'180.00 ab dem 1. Januar 2017 bis zum Zeitpunkt 
des Auszugs und CHF 17'220.00 ab dem Zeitpunkt des Auszugs der 
Berufungsklägerin aus der Liegenschaft auf der O.2_____ zu leisten, 
zahlbar monatlich im Voraus je auf den ersten Tag eines jeden Mo-
nats.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Berufungsbe-
klagten.

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B. FORMELLER ANTRAG (AUFSCHIEBENDE WIRKUNG)

Der Berufung sei hinsichtlich des Antrags der Liegenschaftszuwei-
sung die aufschiebende Wirkung zu gewähren und es sei die Voll-
streckung der Dispositivziffern 2a und 2b des angefochtenen Ent-
scheids des Einzelrichters am Regionalgericht Albula vom 14. August 
2017 aufzuschieben. Dieser Vollstreckungsaufschub sei superprovi-
sorisch ohne vorgängige Anhörung der Gegenpartei zu verfügen.

D/b. Y._____ beantragt in seiner Berufungsantwort vom 27. November 2017, 
was folgt:

A. Materielle Anträge

1. Die Berufung sei abzuweisen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
suchsgegnerin und Berufungsklägerin.

B. Formelle Anträge (aufschiebende Wirkung / Verfahrensvereini-
gung)

1. Das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzuwei-
sen.

2. Es seien die beiden Berufungsverfahren vor Kantonsgericht Graubün-
den Ref.: ZK1 17 141 und Ref.: ZK1 17 142 zusammenzulegen.

D/c. Mit Eingabe vom _____ 2017 nahm X._____ zur Berufungsantwort Stel-
lung, wobei sie an ihren in der Berufung vom 13. November 2017 gestellten 
Rechtsbegehren festhielt. Auch Y._____ bestätigte in seinen Bemerkungen zur 
erwähnten Eingabe vom 8. Januar 2018 die in der Berufungsantwort vom 27. No-
vember 2017 gestellten Anträge. Am 5. Februar 2018 reichte X./Y._____ eine wei-
tere Stellungnahme mit unveränderten Rechtsbegehren ein.

D/d. Am 14. November 2017 hatte die Vorsitzende der I. Zivilkammer der Beru-
fung von X._____ mit Bezug auf die Zuweisung des ehelichen Wohnhauses (Dis-
positiv-Ziffer 2 lit. a und b des angefochtenen Entscheids) einstweilen aufschie-
bende Wirkung erteilt. Mit Verfügung vom 22. Dezember 2017, mitgeteilt gleichen-
tags, bestätigte sie diese Anordnung.

E/a. Auch Y._____ erhob gegen den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen 
am Regionalgericht Albula vom 14. August 2017 Berufung (Verfahren ZK1 17 
142). In seiner Eingabe vom 13. November 2017 stellt er folgende Rechtsbegeh-
ren:

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1. Es seien die Dispositivziffern:

• 6

• 7a

• 7b

des angefochtenen Entscheides des Einzelrichters am Regionalgericht 
Albula (Proz. Nr. 135-2017-21) zu kassieren.

2. Das Begehren der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten, ihr 
Trennungsunterhalt zuzusprechen, sei abzuweisen.

3. Die Kosten des Regionalgerichts Albula für das Eheschutzverfahren 
seien zu 75 % der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten zu über-
binden.

4. Die Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem 
Gesuchsteller und Berufungskläger für das Eheschutzverfahren vor 
Regionalgericht Albula eine auf 75 % reduzierte ausseramtliche Ent-
schädigung von Fr. 68'599.70 zu bezahlen.

5. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
suchsgegnerin und Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren 
vor Kantonsgericht Graubünden.

E/b. X._____ beantragt in ihrer Berufungsantwort vom 27. November 2017, was 
folgt:

1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufungsklä-
gers.

E/c. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2017 nahm Y._____ zu den neuen Vor-
bringen und Beweismitteln in der Berufungsantwort Stellung, wobei er an den in 
der Berufung vom 13. November 2017 gestellten Rechtsbegehren festhielt. 
X._____ liess sich zu dieser Eingabe am 8. Januar 2018 vernehmen.

F/a. Am 8. Januar 2018 stellte Y._____ im Verfahren ZK1 17 142 ein Gesuch 
um Gewährung der aufschiebenden Wirkung, mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei der vom Gesuchsteller am 13.11.2017 eingereichten Berufung 
(ZK1 17 142) gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO die aufschiebende Wir-
kung zu erteilen und es sei die Vollstreckung des Entscheides des 
Einzelrichters des Regionalgerichtes Albula betreffend Eheschutz vom 
14.08./02.11.2017 im Umfang der Berufungsanträge aufzuschieben.

2. Eventualiter sei dem Gesuchsteller für die vor Einreichung des vorste-
henden Gesuches gemäss Entscheid des Einzelrichters des Regional-
gerichtes Albula betreffend Eheschutz vom 14.08./02.11.2017 fällig 
gewordenen Unterhaltsforderungen gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO 
die aufschiebende Wirkung zu erteilen und deren Vollstreckbarkeit 
aufzuschieben.

Seite  10 — 69

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
suchsgegnerin.

F/b. X._____ beantragte in ihrer Stellungnahme vom 22. Januar 2018, was folgt:

1. Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung vom 8. Ja-
nuar 2018 sei abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuchstellers.

Am 26. Januar 2018 ergänzte sie ihre Stellungnahme mit einer Noveneingabe, zu 
welcher sich Y._____ am 12. Februar 2018 äusserte.

F/c. Am 12. Februar 2018 reichte Y._____ eine Stellungnahme ein, in der er 
seine im Gesuch vom 8. Januar 2018 gestellten Rechtsbegehren wie folgt änderte 
bzw. ergänzte:

1. Es sei der vom Gesuchsteller am 13.11.2017 eingereichten Berufung 
(ZK1 17 142) gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO die aufschiebende Wir-
kung zu erteilen und es sei die Vollstreckung des Entscheides des 
Einzelrichters des Regionalgerichtes Albula betreffend Eheschutz vom 
14.08./02.11.2017 bezüglich der verfügten Unterhaltspflicht des Ge-
suchstellers im Umfang der Berufungsanträge aufzuschieben.

2. Eventualiter sei dem Gesuchsteller für die vor Einreichung des vorste-
henden Gesuches gemäss Entscheid des Einzelrichters des Regional-
gerichtes Albula betreffend Eheschutz vom 14.08./02.11.2017 fällig 
gewordenen Unterhaltsforderungen gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO 
die aufschiebende Wirkung zu erteilen und deren Vollstreckbarkeit 
aufzuschieben.

3.1. Der Vorschlag der Gesuchsgegnerin, den rückständigen Trennungsun-
terhalt vom gemeinsamen Konto der Parteien bei der B.1_____ zu be-
zahlen, sei abzuweisen.

3.2. Eventualiter sei für den Fall, dass dem Vorschlag der Gesuchsgegne-
rin, den rückständigen Trennungsunterhalt vom gemeinsamen Konto 
der Parteien bei der B.1_____ zu bezahlen, stattgegeben werden sol-
le, ab diesem Konto dem Gesuchsteller ein gleich hoher Betrag auszu-
richten, wie er der Gesuchsgegnerin ausgerichtet wird.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
suchsgegnerin.

F/d. X._____ stellte dazu in ihrer Eingabe vom 28. März 2018 folgende Anträge:

1. Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung sei vollum-
fänglich abzuweisen.

2. Der Eventualantrag des Gesuchstellers gemäss Ziff. I.3.2 der Stel-
lungnahme vom 12. Februar 2018 sei abzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuch-
stellers.

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F/e. Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 18. April 2018, mit-
geteilt am 23. April 2018, wurde das Gesuch von Y._____ um Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung abgewiesen.

G. Mit prozessleitender Verfügung vom 4. Dezember 2017 waren die beiden 
Berufungsverfahren vereinigt worden.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Entscheide zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft werden vom Einzel-
richter in Zivilsachen am Regionalgericht im summarischen Verfahren getroffen 
(271 lit. a ZPO in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Gegen solche 
Entscheide kann – unter der Voraussetzung, dass eine nicht vermögensrechtliche 
Streitigkeit vorliegt oder der Streitwert im Falle einer vermögensrechtlichen Strei-
tigkeit den Betrag von CHF 10'000.00 übersteigt (vgl. dazu E. 1.3.) – Berufung im 
Sinne von Art. 308 ff. ZPO an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben wer-
den (Art. 308 Abs. 1 ZPO, Art. 7 Abs. 1 EGzZPO). Innerhalb des Kantonsgerichts 
liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des 
Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verordnung über die Or-
ganisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). 

1.2. Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Ent-
scheid ist innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids schrift-
lich und begründet einzureichen, wobei der angefochtene Entscheid beizulegen ist 
(Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO).

Der vorliegend angefochtene Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regi-
onalgericht Albula vom 14. August 2017 wurde am 2. November 2017 mitgeteilt 
und ging den Parteien am 3. November 2017 zu. Sowohl X._____ (im Folgenden 
als Ehefrau bezeichnet) als auch Y._____ (im Folgenden als Ehemann bezeich-
net) erhoben gegen den erwähnten Entscheid am 13. November 2017 frist- und 
formgerecht Berufung.

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1.3. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist eine Berufung nur zulässig, 
wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 
CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Massgebend ist dabei nicht der 
Streitwert, welcher sich anhand der Berufungsanträge der Parteien und dem vor-
instanzlichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf den Betrag, wel-
cher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des erstinstanzlichen Urteils noch 
streitig war (Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 9 zu Art. 308 
ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 39 f. zu Art. 308 ZPO). Bei ungewisser oder unbeschränkter Dauer 
einer Leistung ist zur Ermittlung des Streitwerts auf den zwanzigfachen Betrag der 
einjährigen Leistung abzustellen (Art. 92 Abs. 2 ZPO).

Gegenstand der Berufung der Ehefrau (ZK1 17 141) bildet zunächst die Zuwei-
sung der ehelichen Liegenschaft gemäss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB. Ob es sich 
dabei um eine Streitigkeit vermögensrechtlicher Natur handelt, hat das Bundesge-
richt offen gelassen (Urteil des Bundesgerichts 5A_248/2013 vom 25. Juli 2013 E. 
1.1). Vorliegend braucht die Frage ebenfalls nicht geklärt zu werden, geht es doch 
in beiden Berufungen auch um die Unterhaltspflicht des Ehemannes gegenüber 
seiner Ehefrau. Da Letztere im erstinstanzlichen Verfahren einen – seitens des 
Ehemannes vollumfänglich bestrittenen – Unterhaltsbeitrag von CHF 18'730.00 
pro Monat geltend gemacht hat, überschreitet bereits der von ihr für einen Monat 
geforderte Unterhaltsbeitrag die Summe von CHF 10'000.00 deutlich. Der nach 
Art. 308 Abs. 2 ZPO geforderte Streitwert ist daher ohne Weiteres erreicht, selbst 
wenn vom Vorliegen einer rein vermögensrechtlichen Angelegenheit auszugehen 
wäre. Damit ist auf die wie erwähnt frist- und formgerecht eingereichten Berufun-
gen einzutreten.

1.4. Nach Art. 125 lit. c ZPO kann das Gericht zur Vereinfachung des Prozesses 
selbständig eingereichte Klagen vereinigen. Eine Verfahrensvereinigung ist auch 
für Rechtsmittelverfahren möglich. Demnach können die von mehreren Parteien 
als Rechtsmittelkläger ergriffenen Rechtsmittel in demselben Verfahren behandelt 
werden (Reto M. Jenny/Daniel Jenny, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], 
ZPO, Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2015, N 12 zu Art. 125 ZPO; Adrian Staehe-
lin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweize-
rischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 125 ZPO 
m.w.H.). Für die im Interesse der Prozessökonomie erfolgende Verfahrensvereini-
gung ist ein sachlicher Zusammenhang vorausgesetzt. Von einem solchen ist 

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auszugehen, wenn zwischen den einzelnen Klagen eine so enge Beziehung ge-
geben ist, dass eine gemeinsame Entscheidung geboten erscheint, um zu vermei-
den, dass in getrennten Verfahren widersprechende Entscheidungen ergehen. Die 
verschiedenen Ansprüche haben auf gleichartigen tatsächlichen bzw. rechtlichen 
Gründen zu beruhen. Überdies muss das Gericht für alle Ansprüche sachlich zu-
ständig sein (Reto M. Jenny/Daniel Jenny, a.a.O., N 10 zu Art. 125 ZPO; Julia 
Gschwend, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizeri-
sche Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 14 f. zu Art. 125 ZPO; Adrian 
Staehelin, a.a.O., N 5 zu Art. 125 ZPO).

Die Berufungen von X._____ und von Y._____ richten sich beide gegen den Ehe-
schutzentscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalgericht Albula vom 
14. August 2017 und haben folglich dasselbe Anfechtungsobjekt. Auch der Verfah-
rensgegenstand ist teilweise identisch, ist doch in beiden Berufungen über den 
Trennungsunterhalt zu entscheiden. Ein enger sachlicher Zusammenhang ist des-
halb fraglos gegeben. Schliesslich unterliegen beide Berufungen der Beurteilung 
durch die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts. Es erscheint daher zweckmässig 
und geboten, die Berufungsverfahren ZK1 17 141 und ZK1 17 142 zu vereinigen, 
was den Parteien mit prozessleitender Verfügung vom 4. Dezember 2017 denn 
auch bereits mitgeteilt worden und in der Folge unbestritten geblieben ist.

1.5. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren trotz Geltung der be-
schränkten Untersuchungsmaxime (vgl. dazu E. 2.1.) nach Art. 317 Abs. 1 ZPO 
(BGE 138 III 625 = Pra 2013 Nr. 26). Nach dieser Bestimmung werden neue Tat-
sachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie 
ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer 
Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 
1 lit. b ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten und unechten Noven zu unter-
scheiden. Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem En-
de der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens – genauer nach dem 
Zeitpunkt, in welchem Tatsachen und Beweismittel vor erster Instanz letztmals 
vorgebracht werden konnten – entstanden sind. Sie sind im Berufungsverfahren 
grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vor-
gebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei 
Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung – respektive im Zeitpunkt, in wel-
chem Tatsachen und Beweismittel vor erster Instanz letztmals vorgebracht werden 
konnten – vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfahren weiter-
gehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn sie bei Beach-
tung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorge-

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bracht werden können (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 20. 
März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommen-
tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 400–406 
ZPO, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 317 ZPO). Die Voraussetzungen der Berücksichti-
gung jedes neuen Vorbringens und jedes neuen Beweismittels hat diejenige Partei 
zu beweisen, welche sich auf das betreffende Novum beruft. Mit anderen Worten 
hat die novenwillige Partei zu substantiieren und zu beweisen, dass ihr Vorbringen 
unverzüglich erfolgt ist und dass ein Einbringen trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
bereits vor der Vorinstanz möglich war (Karl Spühler, a.a.O., N 10 zu Art. 317 
ZPO; Thomas Alexander Steininger, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. 
Auflage, Zürich 2016, N 5 u. N 7 zu Art. 317 ZPO). 

Ob die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO bezüglich der im vorliegenden 
Verfahren neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel erfüllt sind, wird nach-
folgend im jeweiligen Sachzusammenhang geprüft.

2.1. Für Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft gelangen nach 
Art. 271 ZPO die Vorschriften über das summarische Verfahren zur Anwendung, 
unter Vorbehalt der Art. 272 und 273 ZPO. Nach Art. 272 ZPO stellt das Gericht 
den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Zur Anwendung gelangt damit der soge-
nannte beschränkte oder soziale Untersuchungsgrundsatz. Das Gericht hat hier-
bei den Sachverhalt nicht von Amtes wegen zu erforschen, sondern lediglich fest-
zustellen. Im Wesentlichen trifft das Gericht eine verstärkte Fragepflicht während 
der mündlichen Verhandlung (vgl. Art. 273 Abs. 1 ZPO) sowie die Pflicht, die Par-
teien zur Einreichung fehlender Beweismittel aufzufordern und in diesem Sinn auf 
die Vervollständigung des Sachverhalts hinzuwirken. Umfangreiche Ermittlungen 
sind nicht notwendig. Die soziale Untersuchungsmaxime ändert nichts an der Be-
weislast und entbindet die Parteien nicht davon, dem Gericht die rechtserhebli-
chen Tatsachen zu unterbreiten und es auf die verfügbaren Beweismittel hinzu-
weisen (Urteile des Bundesgerichts 5A_645/2016 bzw. 5A_651/2016 vom 18. Mai 
2017 E. 3.2.3 sowie 5A_2/2013 vom 6. März 2013 E. 4.2; BGE 125 III 231 E. 4a; 
Claudia M. Mordasini-Rohner, Gerichtliche Fragepflicht und Untersuchungsmaxi-
me in familienrechtlichen Verfahren, in: recht 2014, S. 20 ff.; Thomas Sutter-
Somm/Yannick Sean Hostettler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 11 f. u. N 14 zu Art. 272 ZPO; Daniel Bähler, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, 3. Auflage, Basel 2017, N 4 zu Art. 272 ZPO). Die soziale Untersuchungs-

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maxime dient weniger dem an einer umfassenden Wahrheitsfindung gerichteten 
öffentlichen Interesse, sondern der Unterstützung der schwächeren Partei. Der 
Grundsatz greift in diesem Sinn nur zum Ausgleich eines Machtgefälles zwischen 
den Parteien. Stehen sich – wie es vorliegend der Fall ist – zwei anwaltlich vertre-
tene Parteien gegenüber, hat sich das Gericht bei der Feststellung des Sachver-
halts wie im ordentlichen Prozess zurückzuhalten (Botschaft zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7221 ff., Ziff. 5.16 S. 
7348; Urteil des Bundesgerichts 5A_645/2016 bzw. 5A_651/2016 vom 18. Mai 
2017 E. 3.2.3; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, a.a.O., N 12 u. N 
14 zu Art. 272 ZPO).

2.2. Was das Beweismass betrifft, so genügt hinsichtlich der behaupteten Tat-
sachen das blosse Glaubhaftmachen (Urteil des Bundesgerichts 5A_1003/2014 
vom 26. Mai 2015 E. 3; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, a.a.O., N 
12 zu Art. 271 ZPO; Rolf Vetterli, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm 
Scheidung, Band II: Anhänge, 3. Auflage, Bern 2017, N 5 Anh. ZPO Art. 271). Es 
braucht somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein die-
ser Tatsachen herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse 
Wahrscheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit 
rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Demnach darf das Gericht 
weder blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis ver-
langen (BGE 130 III 321 E. 3.3, BGE 120 II 393 E. 4c).

2.3. Bei Belangen, welche ausschliesslich die Ehegatten betreffen, gilt die Dis-
positionsmaxime. Dieser Verfahrensgrundsatz bedeutet, dass die Parteien über 
den Streitgegenstand verfügen können und das Gericht an die Parteianträge ge-
bunden ist. Es darf einer Partei nicht mehr und nichts Anderes zusprechen, als sie 
verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 
ZPO; Rolf Vetterli, a.a.O., N 3 Anh. ZPO Art. 272; Thomas Sutter-Somm/Benedikt 
Seiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 9 ff. zu Art. 
58 ZPO).

3.1. Nach Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB muss das Gericht, ist die Aufhebung des 
gemeinsamen Haushalts begründet, auf Begehren eines Ehegatten die Benützung 
der Wohnung und des Hausrates regeln. Das Eheschutzgericht entscheidet über 
die vorübergehende Zuteilung der ehelichen Liegenschaft an eine der Parteien 
nach Zweckmässigkeit und unabhängig davon, wer Eigentümer oder Mieter ist. 
Kann nicht eindeutig ausgemacht werden, wem das Haus oder die Wohnung den 

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grösseren Nutzen bringt, so hat derjenige auszuziehen, dem es unter Würdigung 
aller Umstände eher zuzumuten ist. Führt die Interessenabwägung zu keinem ein-
deutigen Ergebnis, ist schliesslich im Zweifel den Eigentums- oder anderen recht-
lich geordneten Nutzungsverhältnissen Rechnung zu tragen, denen auch bei vor-
aussehbarer längerer Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes ein zusätzliches 
Gewicht beigemessen wird (Urteile des Bundesgerichts 5A_595/2011 vom 15. 
November 2011 E. 5, 5A_575/2011 vom 12. Oktober 2011 E. 5.1. sowie 
5A_766/2008 vom 4. Februar 2009 E. 3.1; BGE 120 II 1 E. 2c betreffend inhaltlich 
übereinstimmende vorsorgliche Massnahmen während des Scheidungsverfah-
rens). Das Eheschutzgericht entscheidet über die Zuteilung von Wohnung und 
Hausrat nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung der konkreten Umstände 
und in Abwägung der betroffenen Interessen (Urteile des Bundesgerichts 
5A_248/2013 vom 25. Juli 2013 E. 3.3 sowie 5A_766/2008 vom 4. Februar 2009 
E. 3.3).

Was unter "Zweckmässigkeit" und "grösserem Nutzen" im Einzelnen zu verstehen 
ist, haben Gerichtspraxis und Lehre verdeutlicht. Im Vordergrund der Beurteilung 
stehen das Interesse der Kinder, in der gewohnten und vertrauten Umgebung 
bleiben zu dürfen, und die Erfahrungstatsache, dass der alleinstehende Ehegatte 
als Einzelperson rascher eine Wohnung findet als der andere Ehegatte mit den 
Kindern, sowie Gründe beruflicher und gesundheitlicher Art, wenn ein Ehegatte in 
der ehelichen Liegenschaft seinen Beruf ausübt oder ein Geschäft betreibt oder 
wenn die Wohnverhältnisse auf besondere Bedürfnisse eines gebrechlichen oder 
invaliden Familienmitglieds zugeschnitten sind. In zweiter Linie werden Affektions-
interessen berücksichtigt wie z.B. die Beziehungsnähe zur ehelichen Liegenschaft, 
deren höherer zeitlicher Nutzungswert oder die Möglichkeit für einen Ehegatten, 
den Unterhalt persönlich zu besorgen. In der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
werden die affektiven Interessen teilweise nicht unter dem Aspekt des grösseren 
Nutzens, sondern (erst) bei der Beurteilung der Zumutbarkeit eines Auszugs ge-
prüft. Welchem Ehegatten ein Auszug eher zumutbar ist, ist im Übrigen anhand 
der gesamten persönlichen Verhältnisse der Ehegatten zu entscheiden. In Be-
tracht zu ziehen sind dabei namentlich deren Alter und Gesundheitszustand (Urtei-
le des Bundesgerichts 5A_823/2014 vom 3. Februar 2015 E. 4.1, 5A_319/2013 
vom 17. Oktober 2013 E. 3.1, 5A_416/2012 vom 13. September 2012 E. 5.1 sowie 
5A_766/2008 vom 4. Februar 2009 E. 3.2., je m.w.H.; Rolf Vetterli, in: Schwen-
zer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 
2017, N 17 zu Art. 176 ZGB; Jann Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. 
Auflage, Bern 2014, Rz 2.186; Susanne Bachmann, Die Regelung des Getrennt-

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lebens nach Art. 176 und 179 ZGB sowie nach zürcherischem Verfahrensrecht, 
Diss. St. Gallen 1995, S. 81 ff.).

3.2. Die Vorinstanz befasste sich im angefochtenen Entscheid zunächst mit der 
von der Ehefrau erhobenen Behauptung, dass der Ehemann die eheliche Liegen-
schaft bereits Ende 2016 verlassen habe und später freiwillig dazu bereit gewesen 
sei, aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen. Sie gelangte diesbezüglich zur 
Erkenntnis, dass in concreto keine Zusicherung hinsichtlich des Überlassens der 
Liegenschaft erfolgt sei, auf welcher sich der Ehemann allenfalls behaften lassen 
müsse. Die Ehefrau habe sich aufgrund der Äusserungen des Ehemannes viel-
mehr bewusst sein müssen, dass ein Streit bezüglich der Zuteilung der ehelichen 
Liegenschaft bevorstehe. Im Übrigen habe ein Ehegatte, nur weil er ausgezogen 
sei, seinen eherechtlichen Anspruch auf die eheliche Liegenschaft noch nicht ver-
wirkt. Vorliegend seien für die Zuteilung der ehelichen Liegenschaft primär berufli-
che und/oder gesundheitliche Gründe entscheidend, da keine Kindsinteressen zu 
beurteilen seien. Der Ehemann habe glaubhaft dargelegt, dass er seiner berufli-
chen Tätigkeit im Zusammenhang mit diversen Gesellschaften von seinem Büro 
im Wohnhaus auf der O.2_____ aus nachgehe, sofern er sich nicht im Ausland 
aufhalte, und sich in diesem Büro nach wie vor wichtige Unterlagen, welche für die 
Ausübung seiner Tätigkeiten benötigt würden, befänden. Insofern sei er auf sein 
Büro angewiesen. Die antragsgemässe Zuteilung der ehelichen Liegenschaft brin-
ge ihm den grösseren Nutzen als der Ehefrau, welche keine primären Gründe für 
die von ihr begehrte Zuteilung vorbringen könne. Insbesondere seien die medizini-
schen Gründe, welche sie unter Verweis auf zwei ärztliche Atteste anführe, keine 
vorrangigen Gründe gemäss der Rechtsprechung. Die behauptete Depression im 
Zusammenhang mit der Trennung sei als Umstand zu prüfen, wenn es um die 
Frage gehe, wem ein Auszug eher zuzumuten sei. Diese Frage sei jedoch erst zu 
beantworten, wenn keine vorrangigen Gründe vorlägen. Solche lägen aber, wie 
ausgeführt, vor. Es bleibe zu erwähnen, dass die ins Recht gelegten medizini-
schen Atteste allesamt betonten, dass es für den Gesundheitszustand der Ehefrau 
lediglich wichtig sei, in der gewohnten sozialen Umgebung bleiben zu können. 
Dies sei ihr durch einen Auszug nicht verwehrt, stehe es ihr doch frei, auf der 
O.2_____ eine andere Wohnung zu beziehen. Auch erst unter dem Gesichtspunkt 
der Zumutbarkeit wären die Vorbringen der Parteien zu prüfen, wonach der jeweils 
anderen Partei ein Umzug in ihre oder seine Liegenschaft im Ausland zuzumuten 
wäre. Diese Prüfung könne aber nach dem Gesagten unterbleiben. Selbst wenn 
diese Vorbringen zu würdigen wären, würde der Besitz einer Liegenschaft im Aus-
land den Umzug aus der Schweiz nicht eher als zumutbar erscheinen lassen, da 

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mit dem Verlassen der Schweiz und der Begründung eines ausländischen Wohn-
sitzes diverse Konsequenzen (bspw. fiskalische) verbunden wären, die aufgrund 
der Parteivorbringen im vorliegenden Summarverfahren nicht beurteilt werden 
könnten. Aufgrund der Aktenlage sei ebenso glaubhaft, dass beide Parteien sich 
in etwa gleich viel auf Reisen im Ausland befunden hätten und befinden würden, 
weshalb auch dieser Umstand keinen Vorzug bei der Liegenschaftszuteilung zu 
verschaffen vermöge. Nach dem Gesagten sei das eheliche Wohnhaus sowie das 
Benutzungsrecht am Autoeinstellplatz mitsamt dem sich im Wohnhaus befindli-
chen Inventar und Mobiliar (mit Ausnahme der persönlichen Effekten der Ehefrau) 
für die Dauer der Trennung dem Ehemann zum ausschliesslichen Gebrauch zu-
zuweisen. Für den Auszug wurde der Ehefrau in der Folge eine Frist bis 24. No-
vember 2017 gewährt (E. 4.2.-4.5., S. 12 ff., des angefochtenen Entscheids). 

3.3.1. In ihrer Berufung macht die Ehefrau zunächst geltend, es beständen keine 
vorrangigen beruflichen Gründe des Ehemannes, die die Zuweisung der Liegen-
schaft an ihn rechtfertigen würden. Die Geschäftstätigkeit des Ehemannes sei 
nicht an den Standort O.2_____ gebunden. Die Gesellschaften, welchen der 
Ehemann als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat vorstehe und in Ge-
schäftsbelangen betreue, würden von der jeweiligen Geschäftsniederlassung aus 
gelenkt. So werde bspw. die G._____ durch das H._____  am Geschäftssitz in 
O.3_____ verwaltet und geleitet. Für seinen Exporthandel in nahöstliche Länder 
sei der Ehemann zudem ohnehin oft auf Geschäftsreisen. Das gewöhnlich mit PC 
und Telefon sowie Fax eingerichtete Büro im Haus auf der O.2_____ sei von den 
Ehegatten X./Y._____ in der Vergangenheit lediglich zur Aufbewahrung ihrer Ge-
schäftsunterlagen genutzt worden. Im Fall des Ehemannes seien dies Dokumente 
seiner Kapitalgesellschaften, wie z.B. Jahresrechnungen, Bilanzen, Gründungsur-
kunden etc. Er sei auf keine spezielle Infrastruktur angewiesen und könne sich 
überall ein Büro einrichten oder von unterwegs aus arbeiten. Die Vorinstanz habe 
zu Unrecht nicht unterschieden zwischen der Bedeutung der im Büro lagernden 
Geschäftsunterlagen und der Bedeutung des Büros und dessen Infrastruktur als 
Standort für die Geschäftstätigkeit an sich. Allein der Umstand, dass die Ge-
schäftsunterlagen für den Ehemann wichtig sein könnten, rechtfertige es nicht, 
dem Standort, an dem diese Unterlagen aufgehoben werden, dieselbe Bedeutung 
zukommen zu lassen. Zudem habe der Ehemann mehrfach Gelegenheit gehabt, 
seine Geschäftsunterlagen abzuholen (Berufung ZK1 17 141 Rz. 24 ff.).

3.3.2. Der Ehemann bestreitet in seiner Berufungsantwort die Ausführungen der 
Ehefrau. Er bringt im Wesentlichen vor, er habe seine Geschäftstätigkeit bis zur 
Trennung anerkanntermassen vom Büro im ehelichen Wohnhaus aus ausgeübt. 

Seite  19 — 69

Dieses sei für ihn unabdingbar. Im Büro befänden sich neben Mobilien (Schreib-
tisch, Stühle) und Apparaturen (PC, Telefon, Fax) seine gesamten, umfangreichen 
Geschäftsunterlagen, die er benötige, um seine Tätigkeit, auch als Liquidator, 
ausüben zu können. Ohne das Arbeitszimmer und ohne jederzeitigen freien Zugriff 
auf die Geschäftsunterlagen sei er in seiner Berufsausübung blockiert, was finan-
zielle Einbussen nach sich ziehe. Er sei daher darauf angewiesen, sein Büro je-
derzeit betreten und dieses benutzen zu können. Auch auf die Geschäftsunterla-
gen müsse er jederzeit Zugriff haben. Es befänden sich noch zahlreiche Unterla-
gen im ehelichen Wohnhaus, wobei es nicht zutreffe, dass die Ehefrau ihm auf 
sein Ersuchen hin jeweils postwendend die erforderlichen Geschäftsunterlagen 
ausgehändigt habe. Das Kriterium des grösseren Nutzens lasse sich ferner nicht 
dadurch aushebeln, dass er sein Büro mitsamt Mobiliar und Inventar sowie Gerät-
schaften und mitsamt den umfangreichen Geschäftsunterlagen an einen anderen 
Ort verlege. Entgegen den neuen und damit unzulässigen Behauptungen der Ehe-
frau habe sodann keine der von ihm gelenkten Unternehmungen effektiv jemals 
eine Geschäftsniederlassung ausserhalb seines Büros gehabt. Die Unternehmun-
gen hätten zwar einen ausserkantonalen oder aussernationalen Sitz, dort aber nie 
über eine Geschäftsniederlassung verfügt. Sie seien vielmehr von ihm vom Büro 
im ehelichen Wohnhaus aus gelenkt worden (Berufungsantwort ZK1 17 141 Rz. 
48 ff.).

3.3.3. Beim Kriterium des grösseren beruflichen Nutzens geht es im Wesentlichen 
darum, dass der Ehegatte, der in der Wohnung seinen Beruf ausübt oder im glei-
chen Haus sein Geschäft führt, die wirtschaftliche Existenz nicht verlieren soll 
(Rolf Vetterli, a.a.O., N 17 zu Art. 176 ZGB). Vorliegend ist glaubhaft, dass der 
Ehemann seine Geschäfte bis zur Trennung der Ehegatten auch vom Büro im 
ehelichen Wohnhaus aus tätigte, dass dieses Büro über die notwendige Infrastruk-
tur wie Büromöbel, Computer, Telefon und Fax verfügt und dort auch Geschäfts-
unterlagen lagerten. Allein durch diese Umstände manifestiert sich aber entgegen 
der Ansicht des Ehemannes noch kein vorrangiges berufliches Interesse. Relevant 
ist vielmehr, ob die Geschäftstätigkeit des Ehemannes als Basis seiner wirtschaft-
lichen Existenz auf den Standort in genau diesem Büro im Wohnhaus in O.2_____ 
angewiesen ist. Eine solche Standortgebundenheit ist nun aber zu verneinen. Der 
Ehemann benötigt weder besondere bauliche Vorrichtungen, wie sie bspw. für 
eine Arztpraxis, einen Coiffeursalon oder eine Werkstatt notwendig wären, noch ist 
seine berufliche Aktivität an einen lokalen Kundenstamm gebunden. Seine Ge-
schäftstätigkeit als Inhaber und Verwaltungsratsmitglied mehrerer Unternehmun-
gen im Bereich Handel, Import und Export von Baumaschinen ist vielmehr interna-

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tional ausgerichtet, wobei offen gelassen werden kann, ob und wo die fraglichen 
Unternehmungen eine Geschäftsniederlassung haben. Entscheidend ist, dass der 
Ehemann selbst weder behauptet noch glaubhaft gemacht hat, in O.2_____ Sit-
zungen durchgeführt, andere geschäftliche Kontakte, sei es mit Kunden oder mit 
Geschäftspartnern, gepflegt oder Geschäftskorrespondenz entgegengenommen 
zu haben. Eine Büroinfrastruktur mit Mobiliar und technischen Geräten wie Com-
puter, Telefon und Fax kann nun ohne Probleme an einem anderen Ort installiert 
werden. Auch die Geschäftsunterlagen, die bis zur Trennung offenbar problemlos 
in einem Raum Platz fanden, können anderweitig untergebracht werden. Der 
Ehemann legt denn auch nicht dar, aus welchen Gründen er sein Büro nicht an 
einem anderen Ort einrichten könnte. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, 
dass der Ehemann ohne sein Büro in O.2_____ in seiner Berufsausübung blo-
ckiert wäre. Vielmehr steht fest, dass er seine Tätigkeit losgelöst von einem be-
sonderen Standort ausüben kann. 

Wie noch darzulegen sein wird, ist dem Ehemann die Möglichkeit einräumen, sich 
allenfalls noch im Wohnhaus befindende persönliche Effekten und Geschäftsun-
terlagen wie auch seine Büroeinrichtung abzuholen (vgl. E. 3.5.2.). Mit dem Zü-
geln der Büroinfrastruktur inklusive der Geschäftsunterlagen entfallen auch die 
Absprachen mit der Ehefrau bzw. die geltend gemachten Schwierigkeiten, an die 
entsprechenden Dokumente zu gelangen. Er erscheint allerdings fraglich, ob im 
Büro des ehelichen Wohnhauses in O.2_____ momentan überhaupt noch relevan-
te Geschäftsunterlagen vorhanden sind. Der Ehemann substantiiert jedenfalls 
nicht, welche für seine aktuelle Tätigkeit notwendigen Dokumente sich noch dort 
befinden sollen. Die Ehefrau hat ihm auf seine Anfragen hin Ende Mai 2017 (ZK1 
17 141 act. C.9 = RG act. II./48) sowie Mitte Oktober 2017 (ZK1 17 141 act. B.3 u. 
C.11 f.) bereits gewisse Unterlagen ausgehändigt. Für den Fall, dass sich die vom 
Ehemann verlangten Unterlagen nicht darunter befunden hätten, wie er in seiner 
Eingabe vom 8. Januar 2018 vorbringt, hätte er während seines eigenmächtigen 
Aufenthalts im ehelichen Wohnhaus vom 24. bis zum 27. Oktober 2017 (vgl. vor-
stehend lit. C sowie ZK1 17 141 act. B.4 u. C.12) Gelegenheit gehabt, sämtliche 
von ihm benötigten Unterlagen zu behändigen und mit sich zu nehmen (vgl. dazu 
auch seine Ausführungen in der Berufungsantwort ZK1 17 141 Rz. 22 u. 28), zu-
mal er zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wusste, dass seinem Antrag auf Zu-
weisung des ehelichen Wohnhauses vor erster Instanz entsprochen wird. Die ge-
nauen Vorkommnisse Ende Oktober 2017 brauchen im Übrigen mangels Rele-
vanz für das Berufungsverfahren nicht abgeklärt zu werden, weshalb auch auf die 
von der Ehefrau in ihrer Berufung beantragten Edition verzichtet werden kann. 

Seite  21 — 69

Selbst wenn es dem Ehemann schliesslich im Rahmen seiner Wegweisung am 
27. Oktober 2017 nicht möglich gewesen sein sollte, sein Büro zu räumen und 
sämtliche sich dort noch befindlichen privaten und geschäftlichen Unterlagen ein-
zupacken, so ist zu beachten, dass ihm am 17. Dezember 2017 erneut diverse 
Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden. Diese nahm er indessen trotz Kenntnis 
der der Ehefrau im Berufungsverfahren hinsichtlich der Zuweisung des Wohnhau-
ses einstweilen erteilten aufschiebenden Wirkung nicht mit. Er stellte sich vielmehr 
auf den Standpunkt, dass er die Unterlagen nicht herausverlangt habe und diese 
ins Büro im Haus gehörten bzw. dass die Ehefrau dadurch zu Unrecht den Streit-
gegenstand verändere (ZK1 17 141 act. B.12 u. C.26), was ein klares Indiz dar-
stellt, dass er zu jenem Zeitpunkt über die für seine Tätigkeit erforderlichen Unter-
lagen verfügte.

Im Ergebnis steht fest, dass sich der Ehemann mangels Standortgebundenheit 
seiner Tätigkeit nicht auf einen vorrangigen beruflichen Grund für die Zuweisung 
der Liegenschaft berufen kann.

3.4.1. Die Ehefrau macht im Weiteren geltend, dass – wenn keine Kindesinteres-
sen im Spiel seien und keiner der Ehegatten aus beruflichen Gründen auf das 
Wohnhaus angewiesen sei – die untergeordneten Zuteilungskriterien zur Anwen-
dung gelangten. Dabei sei zu beachten, dass sie einen sehr engen Bezug zur 
ehelichen Liegenschaft und ein gutes soziales Umfeld habe. Gerade in den letzten 
zehn Monaten nach der Trennung habe sie in ihrer gewohnten Umgebung einen 
wertvollen Rückzugsort sowie Halt und Unterstützung gefunden. Die Feststellung 
der Vorinstanz, dass sich beide Parteien etwa gleich viel auf Reisen im Ausland 
befänden, sei falsch. Zwar habe sie während des Zusammenlebens viele gemein-
same Reisen mit ihrem Mann unternommen. Seit der Trennung begleite aber die 
neue Lebensgefährtin ihren Ehemann auf seinen Geschäfts- und Privatreisen. Sie 
selbst habe seit der Trennung keine längeren Reisen mehr angetreten. Aufgrund 
der häufigen Orts- und Landesabwesenheit des Ehemannes liege der höhere zeit-
liche Nutzwert in Bezug auf die eheliche Liegenschaft bei ihr. Neben diesem grös-
seren Nutzen habe sie auch eine engere emotionale Bindung zum Haus, könne 
sich darin zurückziehen und fühle sich dort zu Hause. Der Ehemann könne als 
Kosmopolit gar keinen solch engen Bezug zum Wohnhaus aufbauen. Aus diesen 
Gründen habe das eheliche Wohnhaus für sie einen höheren affektiven Wert. 
Schliesslich sei dem Ehemann, der über ein weltweites Netzwerk verfüge, das es 
ihm erlaube, sich überall niederzulassen, und in bester Verfassung sei, viel eher 
zuzumuten, auszuziehen, als ihr mit ihrem nach wie vor angeschlagenen Gesund-
heitszustand. Mit zunehmender Dauer des Eheschutzverfahrens habe sich ihr ge-

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sundheitlicher Zustand nämlich noch weiter verschlechtert. Ihre persönlichen Ver-
hältnisse sprächen daher klar gegen einen Auszug aus dem Wohnhaus und ge-
gen eine mit dem Wohnortswechsel verbundene Aufgabe der gewohnten Umge-
bung (Berufung ZK1 17 141 Rz. 29 ff.).

3.4.2. Der Ehemann hält dem entgegen, die Ehefrau habe ab 2014 den Wunsch 
gehabt, nach L.1_____ zurückzukehren und in O.4_____ Wohnsitz zu nehmen, 
womit die von ihr behauptete Verwurzelung in O.2_____ und ihre angebliche emo-
tionale Bindung zum Wohnhaus widerlegt sei. Es sei nachgewiesen und zuge-
standen, dass die Ehefrau in O.4_____ über eine vollständig neu ausgestattete, 
luxuriöse und bezugsbereite Penthousewohnung verfüge, in die sie umzuziehen 
geplant habe. Sie habe sich seit Juli 2017 auffallend häufig in O.4_____ aufgehal-
ten und ihre Tochter und deren Sohn in O.5_____ besucht, weshalb sich ihr sozia-
les Umfeld augenscheinlich nicht auf der O.2_____ befinde. Er habe demgegenü-
ber keinerlei Absichten gehegt, nach L.1_____ zurückzukehren. Der Vorderrichter 
habe sodann zurecht erkannt, dass sich die Parteien etwa gleichviel auf Reisen im 
Ausland befänden. Dass er nun öfters mit seiner angeblichen Lebenspartnerin auf 
Reisen sei, werde bestritten. Eine häufige Orts- und Landesabwesenheit seiner-
seits sei generell nicht nachgewiesen und werde bestritten. Dies gelte auch für die 
angeblichen gesundheitlichen Beschwerden der Ehefrau. Bei den von ihr vor Vor-
instanz produzierten Arztzeugnissen handle es sich um zu Prozesszwecken ein-
geholte Bestätigungen ohne Beweiswert. Das nach Vorliegen des Eheschutzent-
scheids eingeholte Attest von Dr. I._____ stelle sodann ein unzulässiges Novum 
dar. Ausserdem sei der Genannte von vornherein nicht unbefangen und der Inhalt 
des Attestes mit allerhöchster Zurückhaltung zu würdigen, habe er gegen den Arzt 
doch am 24. März 2017 eine Strafanzeige eingereicht. Auch inhaltlich vermöge 
das Attest aber keine vorrangige Präferenz für die Zuteilung der Liegenschaft an 
die Ehefrau zu begründen (Berufungsantwort ZK1 17 141 Rz. 84 ff.).

3.4.3. Gemäss Zeugnis von Dr. med. I._____, dem langjährigen Hausarzt der 
Ehefrau, vom 6. November 2017 (ZK1 17 141 act. B.8), das als echtes und unver-
züglich eingereichtes Novum zuzulassen ist, leidet die mittlerweile bereits 72-
jährige Ehefrau unter anderem an Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusbe-
schwerden sowie pulmonalen Beschwerden bei schwerer psychosozialer Belas-
tungssituation und befindet sich in einem kritischen Erschöpfungszustand. Auf-
grund des geschilderten gesundheitlichen Zustands erachtet der Arzt für die Ehe-
frau einen Auszug aus dem Wohnhaus als nicht vertretbar, insbesondere nicht 
innert der vom Vorderrichter kurzfristig angesetzten Frist auf den 24. November 
2017. Ein derart kurzfristiger Auszug könne eine erneute Verschlechterung des 

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gesamten Gesundheitszustandes bewirken. Aus ärztlicher Sicht sei ein Wohnorts-
wechsel in der seit Monaten bestehenden Belastungssituation generell nicht zu 
empfehlen. Der Ehemann bestreitet den Beweiswert dieses Arztzeugnisses unter 
Hinweis auf seine gegen den betreffenden Arzt im Zusammenhang mit der fürsor-
gerischen Unterbringung eingereichte Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung 
und bezeichnet dieses als blosses Gefälligkeitsattest. Zu beachten ist, dass es 
sich bei der vom Ehemann im Berufungsverfahren eingereichten Strafanzeige vom 
24. März 2017 bzw. dem damit zusammenhängenden Schreiben der Staatsan-
waltschaft Graubünden vom 10. Juli 2017 (ZK1 17 141 act. C.13 f.) um unechte 
Noven handelt. Ob diese vorliegend – als Reaktion auf die Vorbringen der Ehefrau 
– noch zuzulassen wären, kann offen bleiben, da die entsprechenden Dokumente 
ohnehin nicht dazu führen, dass der Inhalt des fraglichen Arztzeugnisses von 
vornherein in Zweifel zu ziehen wäre. Die gesundheitlichen Beschwerden der Ehe-
frau werden nämlich auch von anderer Seite bestätigt. So führt Dr. med. 
AA._____, die die Ehefrau seit einigen Jahren während der Besuche bei ihrer 
Tochter in O.5_____ betreut, in ihrem als echtes Novum zuzulassenden Attest 
vom 11. Dezember 2017 (ZK1 17 141 act. B.14) aus, dass die Ehefrau an chroni-
schen Herz- und Kreislaufbeschwerden leide, die infolge der aktuellen psychoso-
zialen Belastungssituation verstärkt aufträten. Sie befinde sich in einem kritischen 
Erschöpfungszustand und bedürfe dringend der Ruhe und Erholung. Abgesehen 
davon wurden die gesundheitlichen Probleme der Ehefrau bereits im vorinstanzli-
chen Verfahren glaubhaft gemacht. Aus dem Bericht von Dr. med. J._____ vom 
19. April 2017 und dessen ärztlichem Attest vom 14. Juni 2017 (RG act. III./58) 
geht hervor, dass die Ehefrau unter einer somatoformen Störung im Rahmen einer 
schweren reaktiven Depression leidet, die sich durch die Trennung vom Mann 
manifestiert habe. Den beiden erwähnten Dokumenten, dem Schreiben von Dr. 
med. I._____ vom 8. Mai 2017 (RG act. III./58) wie auch den Schreiben von Dr. 
med. K._____ vom 29. Juni 2017 (RG act. III./69) und vom 10. August 2017 (RG 
act. III./85) kann sodann entnommen werden, dass die Ehefrau regelmässig psy-
chotherapeutische bzw. psychiatrische Sitzungen besucht hat, wobei die Behand-
lung bei Dr. K._____ gemäss dem einleitend erwähnten aktuellen ärztlichen Zeug-
nis noch andauert.

Aufgrund der Bestätigung durch mehrere Ärzte erscheinen die gesundheitlichen 
Probleme der Ehefrau glaubhaft. Sie führen zu einem überwiegenden affektiven 
Interesse der Genannten an der Liegenschaft im Sinne eines grösseren Nutzens, 
zumal es für die Ehefrau nicht nur darum geht, dass sie ihr gewohntes soziales 
Umfeld in O.2_____ nicht verliert, sondern auch darum, dass sie in ihren eigenen 

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vier Wänden bleiben kann bzw. einen gewohnten Ort hat, an den sie sich zurück-
ziehen kann. So führt bspw. Dr. J._____ aus, dass sich die Ehefrau in ihrem Do-
mizil in O.2_____ gut integriert fühle und ein gutes soziales Umfeld besitze, was 
zur Bewältigung der akuten schweren Krise mit Depression sehr wichtig sei. Aus 
ärztlicher Sicht sei ein Wohnsitzwechsel insofern äussert kontraproduktiv und 
würde zu vermehrten Symptomen der Depression führen (RG act. III./58). Auch 
Dr. K._____ hielt fest, dass bei einer Veränderung des Umfelds das Risiko einer 
Verschlechterung des psychischen Zustands bestehe. Einerseits fühle die Ehefrau 
sich im Haus in O.2_____ sicher und andererseits gebe ihr das gute soziale Netz 
in O.2_____ Halt und Unterstützung (RG act. III./69). Dass seitens der Ehegatten 
vor der Trennung ein Wegzug nach L.1_____ in Betracht gezogen wurde, wie der 
Ehemann gestützt auf eine Bestätigung von L._____, H._____ O.3_____ , sowie 
ein Gutachten der M._____ vorbringt (vgl. RG act. II./54 f.), ist durchaus möglich. 
Angesichts der durch die Trennung veränderten Situation und der gesundheitli-
chen Beschwerden der Ehefrau bzw. der damit verbundenen laufenden ärztlichen 
Behandlung ist aber glaubhaft, dass für jene ein Umzug aktuell nicht in Frage 
kommt. Im Übrigen kann daraus, dass sich die Ehefrau regelmässig nach 
O.5_____ begibt, entgegen der Ansicht des Ehemannes nicht abgeleitet werden, 
dass ihr ein Übersiedeln an den genannten Ort generell zumutbar wäre, zumal die 
Besuche familiären Gründen – Besuch der Tochter und des Enkelkindes – oder 
dem Aufsuchen ihrer Ärztin dienen dürften.

Die Argumentation der Vorinstanz, dass die Ehegatten in etwa gleich viel Zeit auf 
Reisen im Ausland verbringen würden, kann nicht unbesehen übernommen wer-
den. Gemeinsame Ferienreisen sind nach der Trennung offensichtlich entfallen. 
Zugleich ergibt sich aus den Akten, dass der Ehemann nach wie vor Geschäftsrei-
sen unternimmt. So verwies er bspw. im Eheschutzgesuch vom 2. Februar 2017 
auf seine aktive Geschäftstätigkeit im Bereich Handel, Import und Export von 
Baumaschinen, insbesondere im russischen Markt (RG act. I./1 Rz. 31). Auch die 
erstinstanzliche Verhandlung wurde aufgrund eines Geschäftstermins des Ehe-
mannes in Russland verschoben (vgl. lit. E, S. 5, des angefochtenen Urteils sowie 
ZK1 17 141 act. C.5 = RG act. II./45). Sodann begab er sich im November 2017 im 
Zusammenhang mit der Liquidation des Russland-Geschäfts nach O.9_____ (ZK1 
17 142 act. C.3). Ob der Ehemann seine Geschäftsreisen mit seiner neuen Le-
benspartnerin oder allein unternimmt, braucht vorliegend nicht geklärt zu werden, 
da in jedem Fall feststeht, dass ihn seine Ehefrau nicht mehr begleitet. Unter die-
sen Umständen weist die Liegenschaft in O.2_____ für die Ehefrau auch einen 
höheren zeitlichen Nutzungswert auf. 

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3.5.1. Zusammenfassend steht fest, dass der Ehemann aus beruflichen Gründen 
nicht auf das eheliche Wohnhaus in O.2_____ angewiesen ist, und dass die Lie-
genschaft der Ehefrau aus gesundheitlichen Gründen und mit Bezug auf den zeit-
lichen Wert einen höheren Nutzen bringt. Gleichzeitig führen die gesundheitlichen 
Beschwerden dazu, dass für die Ehefrau ein Wohnungswechsel erschwert ist, 
weshalb ein Auszug dem Ehemann eher zuzumuten ist. Da für die Zuweisung der 
Liegenschaft unter diesen Umständen die aktuelle Situation massgebend ist, kann 
die Frage, seit wann genau die Ehegatten die eheliche Liegenschaft in O.2_____ 
bewohnen, offen gelassen werden. Auf die entsprechenden Behauptungen und 
Beweismittel der Parteien (vgl. bspw. ZK1 17 141 act. C.16 f.) braucht daher nicht 
näher eingegangen zu werden. Im Ergebnis ist die Berufung der Ehefrau mit Be-
zug auf die Zuweisung des ehelichen Wohnhauses und der damit unbestrittener-
massen verbundenen Benutzung des Autoeinstellplatzes gutzuheissen und sind 
die Ziffern 2a und 2b des angefochtenen Entscheids aufzuheben. Der Eventualan-
trag der Ehefrau, dass ihr für das Verlassen des Hauses eine längere Frist anzu-
setzen sei, wird in Anbetracht dessen gegenstandslos.

3.5.2. Dem Ehegatten, der die Wohnung verlassen muss, wird eine Auszugsfrist 
angesetzt (Rolf Vetterli, a.a.O., N 18 zu Art. 176 ZGB; Susanne Bachmann, 
a.a.O., S. 86). Vorliegend hat der Ehemann die Wohnung während des Ehe-
schutzverfahrens bereits verlassen, weshalb sich das Ansetzen einer eigentlichen 
Auszugsfrist erübrigt. Es ist ihm zwecks Vermeidung zukünftiger Diskussionen um 
die Aushändigung von Sachen privater oder geschäftlicher Natur aber zuzugeste-
hen, sich allenfalls noch im Wohnhaus befindende persönliche Effekten, Ge-
schäftsunterlagen sowie die Büroeinrichtung abzuholen (vgl. auch die Anträge 
2a/b der Ehefrau in ihrer Stellungnahme vom 20. März 2017). Angesichts des Um-
stands, dass der Ehemann schon verschiedene Sachen abgeholt hat (vgl. E. 
3.3.3. sowie RG act. II./10), rechtfertigt es sich, ihm eine kurze Abholfrist von 10 
Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zu gewähren.

4.1. Ist die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts begründet, muss das Ge-
richt auf Begehren eines Ehegatten den Unterhaltsbeitrag an den Ehegatten fest-
legen (Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Dabei steht ihm ein weiter Ermessensspiel-
raum zu. Im Stadium des Eheschutzverfahrens geht es ausschliesslich um Ver-
brauchsunterhalt. Ausgangspunkt für die Ermittlung des Beitrages an den Unter-
halt des fordernden Ehegatten ist der während des gemeinsamen Haushaltes zu-
letzt gelebte Standard, auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide Teile 
Anspruch haben. Die derart ermittelten Beiträge stellen gleichzeitig die Obergren-
ze des Unterhaltsanspruchs dar. Ein Ehegatte soll nach der Trennung kein mate-

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riell besseres, immerhin aber ‒ sofern möglich ‒ das gleich gute Leben wie bis 
anhin führen dürfen (BGE 140 III 337 E. 4.2.1 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 
5A_1020/2015 vom 15. November 2016 E. 5.1; PKG 2010 Nr. 19 E. 11; Rolf Vet-
terli, a.a.O., N 30 f. zu Art. 176 ZGB).

4.2. Rechtsgrundlage der gegenseitigen Unterhaltspflicht der Ehegatten im 
Rahmen gerichtlicher Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft 
bleibt Art. 163 ZGB, selbst wenn mit einer Wiederaufnahme des gemeinsamen 
Haushaltes nicht mehr ernsthaft gerechnet werden kann. Nach Art. 163 ZGB sor-
gen die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, für den gebühren-
den Unterhalt der Familie. Sie verständigen sich über den Beitrag, den jeder von 
ihnen leistet, namentlich durch Geldzahlungen, Besorgen des Haushalts, Betreuen 
der Kinder oder durch Mithilfe im Beruf oder Gewerbe des anderen. Dabei berück-
sichtigen sie die Bedürfnisse der ehelichen Gemeinschaft und ihre persönlichen 
Umstände. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge geht das Gericht von den 
bisherigen ausdrücklich oder stillschweigend getroffenen Vereinbarungen der 
Ehegatten über Aufgabenteilung und Geldleistungen nach Art. 163 Abs. 2 ZGB 
aus, die der ehelichen Gemeinschaft eine bestimmte Struktur gegeben haben. Zu 
berücksichtigen ist jedoch, dass im Falle der Aufhebung des gemeinsamen Haus-
halts der Zweck von Art. 163 ZGB, für den gebührenden Unterhalt der Familie zu 
sorgen, jeden Ehegatten dazu verpflichtet, nach seinen Kräften für die zusätzli-
chen Kosten aufzukommen, welche die Führung zweier separater Haushalte nach 
sich zieht. Daraus kann folgen, dass das Gericht die von den Ehegatten für das 
Zusammenleben getroffenen Vereinbarungen ändern muss, um sie den neuen 
Lebensverhältnissen anzupassen (BGE 140 III 337 E. 4.2.1; BGE 137 III 385 E. 
3.1 = Pra 2012 Nr. 4; Urteil des Bundesgerichts 5A_493/2017 vom 7. Februar 
2018 E. 3.1; Jann Six, a.a.O., Rz. 2.53). 

4.3.1. Die Höhe des gebührenden Unterhalts ist einzelfallbezogen und familienin-
dividuell festzulegen und konkretisiert sich nach dem geführten Lebensstil, für den 
sich die Ehegatten einvernehmlich entschieden haben, sowie deren wirtschaftli-
cher Leistungsfähigkeit (Alexandra Zeiter/Michael Schlumpf, in: Breitschmid/Jungo 
[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 
zu Art. 163 ZGB m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 5A_493/2017 vom 7. Februar 
2018 E. 3.1). Der Bedarf kann unterteilt werden in die Haushaltskosten einerseits 
und in die Aufwendungen für die persönlichen Bedürfnisse der Familienmitglieder 
anderseits (im Einzelnen vgl. bspw. Bernhard Isenring/Martin A. Kessler, in: Hon-
sell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 5. Auflage, 
Basel 2014, N 7 ff. zu Art. 163 ZGB; Alexandra Zeiter/Michael Schlumpf, a.a.O., N 

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4 zu Art. 163 ZGB). In guten finanziellen Verhältnissen kann der Bedarf auch Aus-
lagen für Hausangestellte, ein Auto oder Ferien umfassen (Bernhard Isen-
ring/Martin A. Kessler, a.a.O., N 9 zu Art. 163 ZGB). Die Leistungsfähigkeit be-
stimmt sich nach den Einkünften der Ehegatten ‒ Erwerbseinkommen, Rentenleis-
tungen und Vermögensertrag ‒ sowie ihren Vermögenswerten, wobei allfällige 
Schulden in Abzug zu bringen sind (im Einzelnen vgl. bspw. Bernhard Isen-
ring/Martin A. Kessler, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 163 ZGB, sowie die nachstehenden 
Ausführungen). 

4.3.2. Bei den Einkünften ist zunächst das tatsächlich erzielte Erwerbs- oder Er-
werbsersatzeinkommen zu berücksichtigen (Jann Six, a.a.O., Rz. 2.128; Heinz 
Hausheer/Annette Spycher, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unter-
haltsrechts, 2. Auflage, Bern 2010, Rz. 01.49; Bernhard Isenring/Martin A. Kessler, 
a.a.O., N 23 zu Art. 163 ZGB). Reicht das tatsächliche Einkommen beider Ehegat-
ten zur Bedarfsdeckung nicht aus, ist auf ein der wirtschaftlichen Leistungsfähig-
keit jedes Gatten entsprechendes hypothetisches Einkommen abzustellen, sofern 
dessen Erzielung zumutbar und tatsächlich möglich ist (im Einzelnen vgl. BGE 137 
III 118 E. 2.3, BGE 128 III 4 E. 4a, je m.w.H.). Dies betrifft nicht nur Einkommen 
aus Erwerbstätigkeit, sondern auch Einkünfte aus Vermögensertrag. Ein Ehegatte 
kann daher auch verpflichtet sein, sein Vermögen anders anzulegen, um den nöti-
gen Ertrag zu erwirtschaften (Urteil des Bundesgerichts 5A_372/2015 vom 29. 
September 2015 E. 2.1.2 m.w.H.; Heinz Hausheer/Ruth Reusser/Thomas Geiser, 
Berner Kommentar zu Art. 159–180 ZGB, Bd. II/1/2, 2. Auflage, Bern 1999, N 22 
zu Art. 163 ZGB). Zulässig ist sodann die Anrechnung eines hypothetischen Ein-
kommens aus zumutbarer und möglicher Vermietung von Wohneigentum (Jann 
Six, a.a.O., Rz. 2.148 m.w.H.). Verlangt das Gericht vom Unterhaltspflichtigen 
durch die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens eine Umstellung seiner 
Lebensverhältnisse, so hat es ihm grundsätzlich auch hinreichend Zeit zu lassen, 
die rechtlichen Vorgaben in die Tat umzusetzen (BGE 114 II 13 E. 5; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_309/2012 vom 19. Oktober 2012 E. 3.2). 

Allfällig vorhandenes Vermögen wirkt sich einerseits über den Vermögensertrag 
auf das Einkommen der Parteien aus. Tatsächlich erzielte Vermögenserträge von 
Konten und Wertpapieren oder von Immobilien sind grundsätzlich als anrechenba-
res Einkommen zu berücksichtigen (Heinz Hausheer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 
01.40 u. 01.75; Jann Six, a.a.O., Rz. 2.155). Anrechenbar sind, wie vorstehend 
dargelegt, unter Umständen aber auch hypothetische Vermögenserträge. Ander-
seits ist für die Einschätzung der jeweiligen Leistungsfähigkeit ‒ namentlich 
während bestehender Ehe ‒ auch die Vermögenssubstanz bestimmend, indes nur 

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soweit, als es im Einzelfall zumutbar erscheint, diese für den Unterhalt einzuset-
zen (Heinz Hausheer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 01.76). Ob und in welchem 
Umfang es sich als zumutbar erweist, Vermögen für den laufenden Unterhalt zu 
verwenden, ist anhand sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls zu 
beurteilen. Von Bedeutung sind insbesondere der bisherige Lebensstandard, der 
allenfalls zeitlich eingeschränkt werden kann und muss, die Grösse des 
Vermögens und die Dauer, für die ein Rückgriff auf das Vermögen nötig sein wird. 
Dabei ist vom Grundsatz auszugehen, dass der laufende Bedarf aus dem 
Einkommen zu bestreiten ist. Reichen die Einkünfte nicht aus und ist den Ehegat-
ten auch kein zusätzliches Einkommen möglich oder zumutbar, haben sie sich in 
erster Linie in ihrer Lebenshaltung einzuschränken. Die Anzehrung der 
Vermögenssubstanz ist nur in Ausnahmefällen bzw. subsidiär zulässig, wenn das 
eheliche Einkommen nicht ausreicht, um den Grundbedarf auf tiefem Niveau zu 
decken, das Vermögen nicht von unbedeutender Grösse ist, wenn es gilt, kurze 
finanzielle Engpässe zu überbrücken bzw. Einkommensschwankungen 
auszugleichen, oder wenn das Vermögen Teil der angemessenen Vorsorge bildet 
und ein Fall eingetreten ist, für den eine Vorsorge im Allgemeinen bestimmt ist 
(BGE 134 III 581 E. 3.3; Urteile des Bundesgerichts 5A_25/2015 vom 5. Mai 2015 
E. 3.2 sowie 5P.472/2006 vom 15. Januar 2007 E. 3.2; Heinz Hausheer/Rolf 
Brunner, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufla-
ge, Bern 2010, Rz. 03.140 u. 03.142 ff.; Jann Six, a.a.O., Rz. 2.156). Im Alter ist 
ein Vermögensverzehr eher zumutbar, weil Vermögen ja gerade im Hinblick auf 
die Altersvorsorge gebildet wird. Von Ehegatten im vorgerückten Alter darf daher 
in einer Mangelsituation verlangt werden, dass analog zum Recht der 
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV jährlich ein Zehntel des Reinvermögens, das 
eine Freigrenze übersteigt, verbraucht wird (Urteile des Bundesgerichts 
5A_25/2015 vom 5. Mai 2015 E. 3.2, 5P.173/2002 vom 29. Mai 2002 E. 5 m.w.H. 
sowie 5P.472/2006 vom 15. Januar 2007 E. 3.2; Rolf Vetterli, a.a.O., N 33 zu Art. 
176 ZGB; Heinz Hausheer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 01.77). Mit Blick auf den 
Grundsatz der Gleichbehandlung der Ehegatten kann von einem Ehegatten nicht 
verlangt werden, sein Vermögen anzugreifen, wenn dies auch vom anderen nicht 
verlangt wird, es sei denn, der andere habe gar kein Vermögen (BGE 129 III 7 E. 
3.1.2 = Pra 2003 Nr. 85; Urteil des Bundesgerichts 5A_279/2013 vom 10. Juli 
2013 E. 2.1.) Da die Bemessung der Rente im richterlichen Ermessen liegt und 
sich das Ausmass des Beizugs von Vermögen auf die Höhe der Rente auswirkt, 
muss es auch im richterlichen Ermessen liegen, wie stark das Vermögen beigezo-
gen werden soll (Urteile des Bundesgerichts 5P.343/2005 vom 16. März 2006 E. 
3.3.4 sowie 5P.173/2002 vom 29. Mai 2002 E. 5a).

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4.4. Zu prüfen bleibt, wie bei der Festsetzung des Unterhalts vorzugehen ist. 
Das Gesetz schreibt keine bestimmte Methode zur Unterhaltsbemessung vor. Der 
Sachrichter geniesst im Rahmen seines grossen Ermessens bei der Unterhalts-
festsetzung relativ weitreichende Freiheiten in der Gewichtung der relevanten Kri-
terien. Immerhin muss er sich gegebenenfalls zur angewandten Methode äussern 
und diese begründen. Leben die Ehegatten in sehr guten wirtschaftlichen Verhält-
nissen, in denen die durch das Getrenntleben entstehenden Mehrkosten ohne 
Weiteres gedeckt werden können, sind die notwendigen Ausgaben zur Aufrecht-
erhaltung der während der Ehe gepflegten Lebenshaltung zu berücksichtigen, was 
eine konkrete Berechnung der Lebenshaltung voraussetzt (sog. einstufig-
konkrete-Methode). Dabei liegt es am Unterhalt fordernden Ehegatten, darzulegen 
und glaubhaft zu machen, welche Ausgaben zur Weiterführung der bisherigen Le-
benshaltung erforderlich sind (Urteile des Bundesgerichts 5A_493/2017 vom 7. 
Februar 2018 E. 3.1. sowie 5A_198/2012 vom 24. August 2012 E. 8.3.1., je 
m.w.H.; PKG 2010 Nr. 19 E. 14; Jann Six, a.a.O., Rz. 2.68; Heinz Haus-
heer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 02.65c). Es ist somit Sache des anspruchsbe-
rechtigten Ehegatten, den individuellen Lebensaufwand mit allen Positionen unter 
Angabe der Einzelbedürfnisse darzutun, und Aufgabe des Eheschutzgerichts, zu 
beurteilen, welche Bedürfnisse dem Zuschnitt der Ehe noch entsprechen und was 
nicht mehr einfühlbaren Luxus darstellt (Rolf Vetterli, a.a.O., N 31 zu Art. 176 
ZGB). An den Nachweis der einzelnen Ausgabepositionen zur Ermittlung der vor-
maligen Lebenshaltung darf indes kein besonders strenger Massstab gelegt wer-
den. Den unterhaltspflichtigen Ehegatten trifft insofern eine Mitwirkungspflicht, als 
es ihm obliegt, den Umfang einer von ihm allenfalls geltend gemachten Sparquote 
nachzuweisen (Heinz Hausheer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 02.65e, 05.149 und 
05.173). Weil es nahezu unmöglich ist, für Ausgabepositionen wie den täglichen 
Bedarf die entsprechenden Zahlen nachträglich noch zu ermitteln bzw. vorzule-
gen, sind auch in der Anwendung der einstufig-konkreten Methode gewisse Pau-
schalisierungen unumgänglich. Bei besonders guten finanziellen Verhältnissen 
erscheint es glaubhaft, dass für den täglichen Bedarf deutlich höhere Ausgaben 
als jene des Existenzminimums getätigt worden sind, so dass beispielsweise eine 
Vervielfachung des betreibungsrechtlichen Grundbetrages zulässig ist; vorbehal-
ten bleibt der Nachweis eines allenfalls höheren bzw. tieferen Bedarfs im konkre-
ten Fall (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 5A_1020/2015 vom 15. November 
2016 E. 5.1 sowie 5A_198/2012 vom 24. August 2012 E. 8.3.3; Heinz Haus-
heer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 02.65c; Jann Six, a.a.O., Rz. 2.68). Eine solche 
Pauschalisierung entspricht auch der Praxis im Kanton Graubünden (vgl. die Urtei-
le der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 1 vom 13. No-

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vember 2015 E. 3c/aa sowie ZK1 15 172/173 vom 26. Juli 2017 E. 6.6., je 
m.w.H.). In welchem Umfang eine Erweiterung des Grundbetrags gerechtfertigt ist, 
liegt grundsätzlich im Ermessen des urteilenden Gerichts (Urteile des Bundesge-
richts 5A_310/2010 vom 19. November 2010 E. 6.3 sowie 5A_392/2007 vom 27. 
August 2007 E. 5).

5.1. Die Vorinstanz wandte zur Unterhaltsberechnung die einstufig-konkrete Me-
thode an (vgl. E. 10.2, S. 24, des angefochtenen Entscheids), was im Berufungs-
verfahren nicht bestritten ist. Umstritten ist indes zunächst die Berechnung des 
ehelichen Lebensstandards. Die Vorinstanz nahm keine konkrete Bezifferung der 
ehelichen Lebenshaltung vor der Trennung vor, ging aber im Rahmen der Ermitt-
lung des Bedarfs der Ehefrau von einem hohen – und eine Verdreifachung des 
Grundbetrags rechtfertigenden – Lebensstandard bzw. (implizit) davon aus, dass 
deren Bedarf nach der Trennung von CHF 16'180.00 der ehelichen Lebenshaltung 
zuzüglich trennungsbedingte Mehrkosten entspricht (im Einzelnen vgl. E. 10.3, S. 
24 ff., des angefochtenen Entscheids sowie E. 6 nachstehend).

5.2.1. Der Ehemann bringt in seiner Berufung vor, der Vorderrichter habe die von 
ihm zu erbringenden Unterhaltszahlungen losgelöst von den den Parteien zuletzt 
in der Ehe zur Bestreitung ihres Unterhalts zur Verfügung gestandenen Mitteln 
bestimmt, was eine klare Rechtsverletzung bedeute. Nach der kantonsgerichtli-
chen Rechtsprechung dürften die zu erbringenden Unterhaltsleistungen nicht los-
gelöst von den Einkommensverhältnissen bestimmt werden. Ohne die Feststel-
lung des für die Bestreitung der ehelichen Lebensführung verfügbaren Einkom-
mens könne die Angemessenheit des geltend gemachten Unterhalts, insbesonde-
re des Masses der Erweiterung des Grundbetrags, nicht beurteilt werden, weshalb 
die Vorinstanz seine Einkommensverhältnisse vor der Trennung hätte feststellen 
müssen. Wesentlich für die Ermittlung der den Parteien zuletzt in der Ehe zur Ver-
fügung gestandenen Mittel sei, dass er heute 75-jährig sei und bereits im Jahr 
2014 begonnen habe, seine Gesellschaften zu liquidieren. Er habe seine operative 
Tätigkeit eingestellt und amte faktisch nur noch als Liquidator. Im vorinstanzlichen 
Verfahren habe er sich sodann nie als leistungsfähig erklärt, sondern vielmehr 
aufgezeigt, dass die Parteien zuletzt in der Ehe von jährlichen Mitteln von rund 
CHF 144'000.00, bestehend aus einer Dividende der G._____ von CHF 60'000.00 
und Bezügen zu Lasten des Darlehenskontos bei der G._____ von durchschnitt-
lich CHF 84'000.00 gelebt hätten, nebst monatlichen Renteneinkünften von CHF 
1'277.00 (Ehefrau) sowie CHF 679.00 (Ehemann). Den Parteien hätten damit zu-
letzt in der Ehe monatlich Mittel von CHF 13'950.00 zur Verfügung gestanden, um 
ihren Bedarf zu decken, also CHF 6'975.00 pro Partei. Von diesem Betrag hätten 

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sie gelebt und dieser widerspiegle den von jeder Partei zuletzt gelebten Standard, 
nicht der vom Vorderrichter für die Ehefrau angenommene Betrag von CHF 
16'180.00. Der Darlegung der Ehefrau, dass die Parteien in der Ehe zuletzt jährli-
che Mittel von mindestens CHF 400'000.00 zur Bestreitung des laufenden Unter-
halts eingesetzt hätten, habe er vor erster Instanz klar widersprochen. Er habe 
aufgezeigt, welche Dividendenbezüge er in der Vergangenheit tatsächlich getätigt 
und effektiv zur Bestreitung des laufenden Bedarfs eingesetzt habe, aber auch, 
welche Dividenden eben nicht dafür verwendet worden seien. Insbesondere habe 
er nachgewiesen, dass der Dividendenbezug im Jahr 2016 über CHF 8 Mio. nicht 
zur Bestreitung der laufenden Unterhaltsbedürfnisse der Parteien eingesetzt wor-
den sei, sondern – soweit effektiv zur Auszahlung gebracht – angelegt worden sei. 
Die Bruttodividende von CHF 8 Mio., bestehend aus einer Nettodividende von 
CHF 5.2 Mio. und der Verrechnungssteuer von CHF 2.8 Mio., habe er zunächst im 
Betrag von CHF 3'474'300.00 zur Verrechnung mit seiner Darlehens- und Zins-
schuld gegenüber der G._____ verwendet. Weitere Teile der Dividende im Um-
fang von rund CHF 1 Mio. habe er in Form von Wertschriften und Gold bezogen 
und im Depot angelegt. Sodann seien EUR 240'000.00 sowie USD 470'000.00 wie 
auch die Verrechnungssteuerrückerstattung von CHF 2.8 Mio. auf seine Konten 
bei der B.1_____ geflossen, aber nicht für die Finanzierung des Lebensunterhalts 
der Parteien gebraucht worden. Sei die Dividende somit zu reinen Anlagezwecken 
verwendet worden, sei sie für die Ermittlung seines Einkommens und des zuletzt 
gelebten Standards völlig irrelevant, mit Ausnahme der in den Jahren 2013 bis 
2015 erfolgen Darlehensbezüge von CHF 84'000.00 pro Jahr. Auch die von der 
Ehefrau für das Jahr 2015 behauptete Sparquote von CHF 1'766'976.00 sowie die 
Tatsache, dass die Parteien während der Ehe ein stattliches und steuerbares 
Vermögen von über CHF 20 Mio. geäufnet hätten, mache klar, dass die Parteien 
keineswegs in dem von der Ehefrau behaupteten und vom Vorderrichter über-
nommenen Mass Mittel zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts aufgewendet ha-
ben könnten (Berufung ZK1 17 142 Rz. 12 ff., Berufungsantwort ZK1 17 141 Rz. 
109).

5.2.2. Die Ehefrau bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz sei zu Recht davon 
ausgegangen, dass der Ehemann weiterhin geschäftstätig sei. Sodann sei dessen 
Behauptung, monatlich nur CHF 13'950.00 für den Lebensunterhalt aufgewendet 
zu haben, tatsachenwidrig und nicht nachvollziehbar. Allein für Reisen hätten die 
Ehegatten in den vergangenen Jahren rund EUR 115'000.00 pro Jahr ausgege-
ben. Die Vorinstanz habe vielmehr zu Recht festgestellt, dass die Parteien ihre 
Lebenshaltungskosten hauptsächlich über die Konten des Ehemannes bei der 

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B.1_____ bestritten hätten. Allein vom Konto CK _____ seien über das ganze Jahr 
2016 für die Bestreitung des Lebensunterhalts der Ehegatten Zahlungen im Um-
fang von CHF 403'464.40 getätigt worden. Bei Betrachtung der Auszüge dessel-
ben Kontos der Jahre 2014 und 2015 ergebe sich ein nahezu identisches Bild. 
Noch nicht erwähnt seien die weiteren Ausgaben über die Fremdwährungskonten 
des Ehemannes, welche ebenfalls für den Lebensunterhalt der Parteien eingesetzt 
worden seien. All diese Ausgaben seien urkundlich belegt und vom Ehemann 
nicht substantiiert bestritten worden. Der Bedarf der Parteien sei während des Zu-
sammenlebens vollumfänglich über die Erträge der sehr erfolgreich wirtschaften-
den Gesellschaften des Ehemannes finanziert worden. Die Erträge aus den Lie-
genschaften und den Wertschriften sowie das Renteneinkommen der Parteien sei 
für den Lebensunterhalt demgegenüber nicht angetastet worden. Auch ihre eige-
nen Konten habe sie bis zur Ehetrennung nie für die Bestreitung des Lebensun-
terhalts anzehren müssen. Während der Ehe sei somit ausschliesslich der Ehe-
mann für den Lebensbedarf der Parteien von rund CHF 400'000.00 pro Jahr auf-
gekommen, und zwar über die Dividenden seiner Gesellschaften. Die Behaup-
tung, dass die Ausschüttungen aus seinen Gesellschaften nicht für den Lebensun-
terhalt, sondern zu Anlagezwecken verwendet worden seien, sei aktenwidrig. Die 
Ausschüttungen aus den Gesellschaften hätten regelmässig den Weg auf das 
Kontokorrentkonto des Ehemannes gefunden und seien dort für den Konsum und 
die Lebenshaltungskosten der Parteien eingesetzt worden. Auch der Ehemann 
lege nicht dar, aus welchen Quellen das Konto denn sonst gespiesen worden sei 
bzw. wie der Lebensunterhalt anders als durch Dividenden hätte finanziert werden 
sollen, zumal ein Vermögensverzehr nicht ausgewiesen sei. Zu beachten sei 
schliesslich, dass der Ehemann zu 100% wirtschaftlicher Eigentümer der G._____ 
sei und die Vorinstanz diesbezüglich zutreffend festgestellt habe, dass er als 
Selbständigerwerbender zu betrachten sei und für die Einkommensermittlung da-
her grundsätzlich auf den Gewinnausweis abzustellen sei. Die erste Instanz habe 
somit die Einkünfte des Ehemannes für die Bemessung des Trennungsunterhalts 
gleich in doppelter Hinsicht festgestellt und berücksichtigt. Einerseits über die 
ausgewiesenen Gewinne der G._____ und andererseits über die Ausschüttungen 
der Gesellschaft an den Ehemann (Berufungsantwort ZK1 17 142 Rz. 23 ff.).

5.3. Vorliegend steht der Behauptung des Ehemannes, dass der zuletzt gelebte 
Standard der Ehegatten den – aus Dividenden, Bezügen zu Lasten eines Darle-
henskontos sowie Renten – zur Verfügung stehenden Einkünften von monatlich 
CHF 14'000.00 bzw. jährlich CHF 168'000.00 entsprach, die Argumentation der 
Ehefrau gegenüber, dass die Ehegatten – namentlich durch Bezüge vom 

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B.1_____-Konto CK _____ des Ehemannes – pro Jahr rund CHF 400'000.00 auf-
gewendet hätten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Wie in E. 4.1. dargelegt, ist Ausgangspunkt für die Ermittlung des Beitrags an den 
Unterhalt des fordernden Ehegatten der während des gemeinsamen Haushalts 
zuletzt gelebte Standard, auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide 
Teile Anspruch haben. Das Einkommen der Ehegatten vor der Trennung kann 
einen Anhaltspunkt für die Ermittlung der bisherigen ehelichen Lebenshaltung bil-
den. Namentlich lässt sich durch die Gegenüberstellung des früheren Grundbe-
darfs der Familie und des damals verfügbaren Einkommens der eheliche Freibe-
trag vor der Trennung ermitteln, was wiederum Rückschlüsse auf die Angemes-
senheit der Erweiterung des Grundbetrags zulässt (vgl. das vom Ehemann zitierte 
Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 1 vom 13. 
November 2015 E. 3c m.w.H., u.a. auf Heinz Hausheer/Annette Spycher, a.a.O., 
Rz. 05.148). Allerdings ist die Ermittlung des ehelichen Einkommens für die Fest-
stellung des ehelichen Lebensstandards nicht zwingend. Vielmehr kann die eheli-
che Lebenshaltung auch anhand der Ausgaben vor der Trennung bzw. der damals 
effektiv für die Lebenshaltungskosten verbrauchten Mittel ermittelt werden, wie es 
die Ehefrau vorliegend macht (vgl. das Urteil des Kantonsgerichts von Graubün-
den ZK1 15 172/173 vom 26. Juli 2017 E. 6.2.2 u. 6.6). Sodann ist darauf hinzu-
weisen, dass sich der eheliche Lebensstandard nicht generell auf das Einkommen 
vor der Trennung beschränken lässt. Einerseits kann das von den Ehegatten er-
zielte Einkommen dann nicht mit dem ehelichen Lebensstandard gleichgesetzt 
werden, wenn die den Ehegatten zufliessenden Mittel nicht gänzlich für den Le-
bensunterhalt verwendet worden sind. Andererseits kann die eheliche Lebenshal-
tung nicht nur durch die Einkünfte der Ehegatten, sondern auch durch deren Ver-
mögen finanziert worden sein. In diesem Sinn kann der Argumentation des Ehe-
mannes, dass die den Ehegatten zur Verfügung gestandenen Mittel von rund CHF 
14'000.00 pro Monat den in der Ehe zuletzt gelebten Standard widerspiegeln wür-
den, von vornherein nicht vorbehaltlos gefolgt werden. 

5.4.1. Geht man zur Ermittlung der ehelichen Lebenshaltung von den vor der 
Trennung für die Lebenshaltungskosten verbrauchten Mitteln aus, bilden vorlie-
gend die B.1_____-Konten CK _____ sowie _____ des Ehemannes zentrale Ele-
mente, wobei die Frage, aus welchen Mittel diese Konten gespiesen wurden, in 
diesem Zusammenhang offen bleiben kann. Die Darlegungen der Ehefrau, dass 
die Parteien von diesen Konten ihren gesamten Lebensunterhalt bestritten hätten 
(vgl. RG act. I./2 Rz. 71 ff.), sind glaubhaft. Aus dem Auszug des Kontos CK 
_____ sind nämlich unter anderem Abbuchungen für Kreditkartenabrechnungen, 

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Versicherungen, Steuern, Arztrechnungen, Mobilitäts- und Kommunikationskos-
ten, Barbezüge etc. ersichtlich (RG act. II./19). Weitere hohe Bezüge, unter ande-
rem für Reisen, ergeben sich aus dem Auszug des Kontos _____ (RG act. II./90). 
Zwar ist seitens des Ehemannes bestritten, dass diese Bezüge dem laufenden 
Unterhalt gedient haben sollen (Berufung ZK1 17 142 Rz. 43). Er substantiiert je-
doch nicht, zu welchen Zwecken die fraglichen Bezüge bzw. Abbuchungen denn 
sonst gedient haben sollen, wenn nicht zur Bestreitung des Lebensunterhalts. 
Ebensowenig legt er dar, von welchen Konten der Lebensunterhalt der Parteien 
denn sonst bestritten worden wäre. Jedenfalls wird aus den eingelegten Konto-
auszügen deutlich, dass die Bankkonten der Ehefrau in L.1_____ im Wesentlichen 
für die Verwaltung ihrer L.1_____ Liegenschaften verwendet worden sind. Sodann 
finden sich bis Ende 2016 weder auf ihren Privatkonten bei der B.1_____ (vgl. RG 
act. III./17) noch auf den gemeinsamen Conjoint-Konti (RG act. I./3 Rz. 59, act. 
II./20 ff., act. III./28) nennenswerte Abbuchungen.

5.4.2. Was die für den Lebensunterhalt verbrauchten Beträge betrifft, so ergeben 
sich für das Jahr 2016 vom B.1_____-Konto CK _____ Bezüge von insgesamt 
CHF 4'503'464.00. Davon betreffen CHF 4'100'000.00 – bestehend aus der Rück-
erstattung der Verrechnungssteuer auf der G._____ Dividende von CHF 8 Mio. im 
Betrag von CHF 2'800'000.00 sowie einem weiteren Betrag von CHF 1'300'000.00 
(vgl. Berufung ZK1 171 42 Rz. 32) – eine Überweisung auf ein gemeinsames Kon-
to bei der B.1_____, so dass nicht davon auszugehen ist, dass es sich um einen 
Bezug zur Deckung der Lebenshaltungskosten handelt. Dies gilt auch für die 
Überweisung von CHF 24'000.00 (monatlich CHF 2'000.00) an die W._____, die 
jeweils nach einer entsprechenden Gutschrift der S._____ erfolgte und offenbar 
die Miete für das Büro des Ehemannes in O.12_____ betrifft. Ohne die beiden er-
wähnten Beträge resultieren für das Jahr 2016 Bezüge von CHF 379'464.00, die 
dem ehelichen Lebensunterhalt dienten. Selbst wenn man davon noch den Betrag 
von CHF 73'759.00 abzieht, der nach den Angaben des Ehemannes im Jahr 2016 
getätigte Investitionen, u.a. in die Wohnung in O.4_____, betrifft (vgl. Berufung 
ZK1 171 42 Rz. 43), verbleibt ein für die Lebenshaltung verbrauchter Betrag von 
CHF 305'705.00 (RG act. II./91 u. III./41).

Vom B.1_____-Fremdwährungskonto _____ erfolgten 2016 Bezüge von EUR 
471'283.00 (RG act. II./90 u. III./42). Davon betrafen EUR 168'692.00 Überwei-
sungen auf andere Konti (Aufträge Y._____, Verkauf EUR 50'000.00) und EUR 
148'854.00 grössere Investitionen (Yacht _____ [vgl. RG act. III./67], Möbel 
O.4_____), so dass EUR 153'737.00 verbleiben, die zur Bestreitung des Lebens-

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unterhalts der Ehegatten, zu einen grossen Teil für Reisen, zur Verfügung stan-
den.

5.4.3. Insgesamt ist damit der von der Ehefrau geltend gemachte Verbrauch von 
mindestens CHF 400'000.00 pro Jahr für den Lebensunterhalt der Ehegatten vor 
der Trennung glaubhaft gemacht. Davon ausgehend, dass davon je die Hälfte auf 
jeden Ehegatten entfällt, ergibt sich ein Verbrauch pro Ehegatte von monatlich 
rund CHF 16'700.00.

5.4.4. Da die Trennung der Ehegatten Ende 2016 erfolgte, sind für die Bemes-
sung des während der Ehe zuletzt gelebten Standards im Übrigen die Verhältnisse 
zuvor, namentlich im Jahr 2016, massgeblich. Es erscheint entgegen der Ansicht 
des Ehemannes nicht notwendig, hierfür auf die letzten drei Jahre abzustellen, 
anders bspw. als zur Ermittlung des Einkommens Selbständigerwerbender (vgl. E. 
5.5.1.). Abgesehen davon sind auch für die Vorjahre hohe Bezüge zulasten der 
B.1_____-Konti belegt. Vom B.1_____-Konto CK _____ wurden bspw. im 2. Quar-
tal 2014 Bezüge von CHF 76'843.00 und im 3. Quartal solche von 2014 CHF 
128'484.00 getätigt. Im 1. Quartal 2015 erfolgten Bezüge von CHF 107'479.00 und 
im 3. Quartal solche von CHF 138'197.00 (RG act. III./41). Vom B.1_____-Konto 
_____ erfolgten im Jahr 2015 Bezüge von insgesamt EUR 230'578.28 bzw. ohne 
grössere Überweisungen und Aufträge von Y._____ über insgesamt EUR 
94'726.00 solche von EUR 135'852.00 (RG act. III./42).

5.5.1. Im Gegenzug ist die Behauptung des Ehemannes, dass der zuletzt gelebte 
Standard der Ehegatten insgesamt zur Verfügung stehenden Einkünften von mo-
natlich CHF 14'000.00 jährlich CHF 168'000.00 entsprach, nicht glaubhaft. Zum 
einen widerspricht dies dem tatsächlich gelebten hohen Standard, gaben die Ehe-
gatten im Jahr 2016 doch bspw. allein für Kreuzfahrten mindestens EUR 
80'500.00 aus (RG act. II./90) bzw. betrugen allein die Lastschriften betreffend 
Kreditkarten von Januar bis November 2016 schon CHF 93'688.00 (RG act. II./91; 
vgl. zur Frage des ehelichen Standards auch E. 6.1.).

Zum anderen ist für den Zeitraum vor der Trennung von einem deutlich höheren 
Einkommen des Ehemannes als CHF 168'000.00 auszugehen. Der Genannte ist 
unter anderem wirtschaftlicher Eigentümer bzw. einzelzeichnungsberechtigter 
Verwaltungsratspräsident der G._____ (vgl. RG act. II./13, II./14 Formular 2, VII./2 
Rz. 51) und daher, wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht fest-
gehalten hat (vgl. dessen E. 10.4.7), als Selbständigerwerbender zu betrachten. 
Das Einkommen Selbständigerwerbender setzt sich aus dem durchschnittlichen 

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Reingewinn ihrer Unternehmung(en) der letzten Jahre zusammen. Dieser wird 
entweder als Vermögensstandsgewinn (Differenz zwischen dem Eigenkapital am 
Ende des laufenden und am Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres) oder 
als Gewinn in einer ordnungsgemässen Gewinn- und Verlustrechnung (Erfolgs-
rechnung) ausgewiesen. Weil bei selbstständiger Erwerbstätigkeit die finanzielle 
Verflechtung zwischen Unternehmerhaushalt und Unternehmung gross und inten-
siv ist und weil sich der Gewinnausweis relativ leicht beeinflussen lässt, kann sich 
die Bestimmung der Leistungskraft eines Selbstständigerwerbenden als äusserst 
schwierig erweisen. Um ein einigermassen zuverlässiges Resultat zu erreichen 
und namentlich um Einkommensschwankungen Rechnung zu tragen, sollte auf 
das Durchschnittseinkommen mehrerer ‒ in der Regel der letzten drei ‒ Jahre ab-
gestellt werden. Die Vergleichsperiode ist umso länger zu bemessen, je höher die 
Einkommensschwankungen ausgefallen sind. Auffällige, das heisst besonders 
gute oder besonders schlechte Abschlüsse können unter Umständen ausser Be-
tracht bleiben (vgl. zum Ganzen die Urteile des Bundesgerichts 5D_167/2008 vom 
13. Januar 2009 E. 2 m.w.H. sowie 5A_684/2011 vom 31. Mai 2012 E. 2.2; Jann 
Six, a.a.O., Rz. 2.136 f.). Ist die Leistungsfähigkeit des Ehemannes aufgrund des 
Gesagten unter Einbezug der Gewinne der von ihm beherrschten Gesellschaften 
zu bestimmen, sind folglich nicht bloss die tatsächlich ausbezahlten Dividenden 
und Darlehensbezüge massgebend, sondern die theoretisch möglichen Bezüge. 
Allein mit der G._____, die zu 100% vom Ehemann gehalten wird, erzielte der 
Ehemann in den letzten drei Jahren vor der Trennung einen Gewinn von durch-
schnittlich CHF 410'703.00 pro Jahr (Abschluss 2013/2014 CHF 636'693.00, 
2014/2015 CHF 519'053.00, 2015/2016 CHF 76'362.00 [RG act. II./76 f. u. II./94]). 
Bereits damit konnte somit der von der Ehefrau behauptete Lebensstandard mit 
Ausgaben von CHF 400'000.00 pro Jahr finanziert werden. 

5.5.2. Darauf hinzuweisen verbleibt, dass es bei wirtschaftlicher Identität der Ge-
sellschaft und des Ehemannes selbst, wie es bei der G._____ der Fall ist, für die 
Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Letzteren generell nicht darauf ankommen 
kann, wann und unter welchem Titel Gelder geflossen sind. Relevant ist vielmehr 
eine Gesamtbetrachtung. In einer solchen Gesamtbetrachtung kann nun auch der 
Behauptung des Ehemannes, dass die Dividende von CHF 8 Mio. aus der 
G._____ rein zu Anlagezwecken verwendet worden sei, nicht gefolgt werden. Ab-
gesehen davon, dass die vom Ehemann in diesem Zusammenhang erwähnten 
Zahlungen von EUR 240'000.00 sowie USD 470'000.00 direkt (RG act. II./90) oder 
indirekt (über das USD-Konto, vgl. RG act. II./89) auf das EUR-Konto _____ bei 
der B.1_____ flossen, von dem aus auch Zahlungen für den Lebensunterhalt er-

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folgten (vgl. E. 5.4.2), bezog der Ehemann von der G._____ regelmässig Darle-
hen. Bspw. zahlte ihm die erwähnte Unternehmung am 3. März 2009 zulasten des 
Darlehenskontos EUR 1'370'000.00 oder CHF 2'055'000.00 aus (RG act. II./85, 
III./31). Durch diese Auszahlungen erhielt der Ehemann aus der Gesellschaft lau-
fend liquide Mittel, die für den Lebensunterhalt verwendet werden konnten. Bis im 
April 2015 stieg die Darlehens- und Zinsschuld des Ehemannes gegenüber der 
G._____ auf CHF 3'474'300.00 an. Gleichzeitig wurden die Gewinne, die die 
G._____ erzielt hatte – und die in den Geschäftsjahren 2006/2007 bis 2010/2011 
im Schnitt bei rund CHF 1.2 Mio. lagen (RG act. II./69-II./73) – nicht bzw. nur zu 
einem kleinen Teil in Form einer Dividende an den Ehemann ausbezahlt, sondern 
für die Bildung einer Spezialreserve verwendet, die per 31. März 2015 einen Stand 
von CHF 8.5 Mio. aufwies (RG act. II./77). 2015 wurde dem Ehemann dann – un-
ter Auflösung der Spezialreserve im Umfang von CHF 7.5 Mio. (RG act. II.77) – 
die fragliche Dividende von CHF 8 Mio. ausgerichtet. Damit wurden die bisher an-
gefallenen und in der Gesellschaft thesaurierten Gewinne abgeschöpft. Eine Teil-
zahlung von CHF 5.2 Mio. wurde am 30. Dezember 2015 dem Darlehenskonto 
gutgeschrieben bzw. mit der Darlehensschuld des Ehemannes verrechnet. Nach 
dieser Verrechnung mit der Darlehensforderung gegenüber dem Ehemann hatte 
dieser seinerseits ein Guthaben gegenüber der Gesellschaft, das sich unter 
Berücksichtigung des Zinses Ende März 2016 auf CHF 1'692'975.00 belief. Im Mai 
2016 wurden diese Mittel dann bezogen, und zwar mittels Übertragung von Wert-
schriften und Gold sowie der oben erwähnten Barauszahlungen in Euro und Dol-
lar. Per Ende März 2017 wies das Darlehenskonto unter Berücksichtigung des 
Zinses dann wieder einen Saldo bzw. eine Schuld des Ehemannes von CHF 
59'000.00 auf (RG act. II./86 f., II./94 u. II./96 ff.). Die Verrechnungssteuer auf der 
Dividende von CHF 2.8 Mio. wurde bereits in der Steuererklärung 2015 als Gutha-
ben des Ehemannes deklariert und gemäss Verfügung vom 21. März 2016 auf das 
B.1_____-Konto CK _____ des Ehemannes ausbezahlt (RG act. II./15, II./19 u. 
II./91). Im Anschluss wurde sie als Teil des Kontoübertrags von CHF 4.1 Mio. auf 
ein neu eröffnetes gemeinsames Konto überwiesen (vgl. E. 5.4.2.). Durch das ge-
schilderte Vorgehen – Bezug von Darlehen von der Gesellschaft und nachfolgen-
de Verrechnung der Darlehensbezüge mit der Dividende – wurde der Lebensun-
terhalt der Ehegatten im Ergebnis durch Einkünfte aus der Gesellschaft finanziert, 
die zeitverschoben zur Auszahlung gelangten, so dass wie erwähnt nicht davon 
gesprochen werden kann, die Dividende sei nur zu Anlagezwecken verwendet 
worden. Zudem ergibt sich aus dem geschilderten Vorgehen, dass zur Bestreitung 
des ehelichen Lebensstandards vor der Trennung kein Vermögensverzehr not-
wendig war. Fallen in den Gesellschaften Gewinne an, aus denen Reserven gebil-

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det werden und die folglich nicht ausgeschüttet werden, und wird der Lebensun-
terhalt der Ehegatten statt aus diesen Gewinnen (vorübergehend) aus dem Privat-
vermögen bzw. mittels Darlehensbezügen aus den Gesellschaften finanziert, 
kommt es zwar zu einem Vermögensverzehr auf den privaten Konten bzw. zu ei-
nem Schuldzuwachs, doch steht dem der Vermögenszuwachs in den Gesellschaf-
ten gegenüber. In einer Gesamtbetrachtung findet aber kein Vermögensverzehr 
statt.

5.6. Die Annahme der Vorinstanz, dass der Bedarf der Ehefrau nach der Tren-
nung von CHF 16'180.00 der ehelichen Lebenshaltung zuzüglich den trennungs-
bedingten Mehrkosten entspricht, ist damit zusammenfassend nicht zu beanstan-
den.

6. In einem nächsten Schritt ist nun zu prüfen, ob seitens der Vorinstanz der 
Bedarf der Ehefrau nach der Trennung von CHF 16'180.00 korrekt ermittelt wurde.

6.1.1. Die Vorinstanz schloss aus den im Recht liegenden Akten bzw. den sich 
daraus ergebenden Umständen – Beschäftigung eines Hauswarts für die Liegen-
schaft in O.2_____, zahlreiche und kostenintensive Reisen, Anschaffung einer 
Elektroyacht, luxuriöse Möblierung der Penthousewohnung in O.4_____, hohe 
Barbezüge und weitere hohe Ausgaben von den B.1_____-Konten –, dass die 
Parteien während der Ehe einen hohen Lebensstandard gepflegt haben, weshalb 
sie es bei der Bedarfsermittlung zunächst als angemessen erachtete, vom dreifa-
chen Grundbetrag für eine alleinstehende Person, somit von CHF 3'600.00 pro 
Monat auszugehen (E. 10.3.1., S. 25 f., des angefochtenen Entscheids). Während 
die Ehefrau dies als zutreffend erachtet (Berufung ZK1 17 141, Rz. 43 ff.), wirft der 
Ehemann der Vorinstanz eine falsche Sachverhaltsfeststellung und eine unrichtige 
Rechtsanwendung vor. 

6.1.2. Zusammenfassend bringt der Ehemann vor, der Vorderrichter habe die 
Verdreifachung des Grundbetrags ausschliesslich damit begründet, dass die Par-
teien einen hohen Lebensstandard gepflegt hätten, ohne konkret darzutun und zu 
prüfen, wie sich dieser konkret zusammengesetzt haben soll. Auch bei der Beant-
wortung der Frage des Masses des allenfalls zu erweiternden Grundbetrags kön-
ne nicht darauf verzichtet werden, zunächst festzustellen, welche Mittel den Par-
teien zuletzt in der Ehe effektiv zur Bestreitung des Unterhalts zur Verfügung