# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b40842e-faec-5d2a-ad48-aef0586f23ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2009 D-5440/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5440-2009_2009-11-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5440/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Hans Schürch (Vorsitz), 
Richterin Muriel Beck Kadima, Richter Blaise Pagan;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______,
Mongolei,
vertreten durch Linda Keller, Rechtsanwältin, _______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. August 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5440/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin, eine mongolische Staatsangehörige mit 
letztem Wohnsitz in (...), am 15. März 2004 zusammen mit ihren Eltern 
und  ihrer  Schwester  (gleiche  N-Nummer)  ein  erstes  Asylgesuch 
einreichte,

dass das Bundesamt dieses Asylgesuch mit Verfügung vom 13. August 
2004  ablehnte  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass  die  damals  zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK)  auf  die  gegen  diese  Verfügung  erhobene  –  verspätet 
eingereichte  –  Beschwerde  mit  Urteil  vom  1.  November  2004  nicht 
eintrat,

dass  die  Beschwerdeführerin  und  ihre  Familienangehörigen  einer 
Mitteilung des Migrationsamtes des Kantons (...) zufolge seit dem 13. 
Dezember 2005 als verschwunden galten,

dass die Beschwerdeführerin den Akten zufolge am 2. Mai 2007 erneut 
zusammen mit ihren Eltern in die Schweiz einreiste und gleichentags 
ein zweites Mal um Asyl nachsuchte,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  damaligen  Befragungen 
geltend machte, sie habe wegen der chinesischen Abstammung ihres 
Vaters in der Schule Nachteile erlitten,

dass  ihr  Vater  im  Gefängnis  gewesen  und  mehrmals  mitgenommen 
und zusammengeschlagen worden sei,

dass sie und ihre Familie nach der definitiven Ablehnung des ersten 
Asylgesuchs nach Frankreich gegangen und sich in der Folge bis zur 
erneuten Einreise in die Schweiz illegal in Paris aufgehalten hätten,

dass das BFM auf das zweite Asylgesuch mit Verfügung vom 15. Juni 
2007 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG,  SR 142.31)  nicht  eintrat  und die Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene Beschwer-
de mit Urteil vom 25. Juni 2007 abwies,

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dass für den Inhalt  der beiden ersten Asylverfahren auf die entspre-
chenden Akten zu verweisen ist,

dass die Beschwerdeführerin am 11. Februar 2009 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (...) ein drittes Asylgesuch stellte,

dass die bei der Beschwerdeführerin am 17. Februar 2009 vorgenom-
mene  radiologische  Untersuchung  ein  Skelettalter  von  16  Jahren 
ergab,  worauf  ihr  gestützt  auf  Art.  17  Abs.  3  Bst.  b  AsylG  eine 
Vertrauensperson zugeordnet wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  19.  Februar  2009  summarisch 
befragt und ihr am 27. Februar 2009 – in Anwesenheit der ihr beige-
ordneten Vertrauensperson – das rechtliche Gehör zu einem allfälligen 
Wegweisungsvollzug nach Frankreich gewährt wurde,

dass das BFM die Beschwerdeführerin am 16. März 2009 – ebenfalls 
in  Anwesenheit  einer  Vertrauensperson  –  ausführlich  zu  ihren 
Asylgründen anhörte,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Befragungen  geltend 
machte, ihre Eltern seien nach der definitiven Ablehnung des zweiten 
Asylgesuchs aus der Schweiz ausgereist,

dass  sie  jedoch  unbedingt  in  der  Schweiz  habe  bleiben  wollen, 
weshalb ihre Eltern sie hier zurückgelassen hätten,

dass sie somit die Schweiz seit dem Abschluss des letzten (zweiten) 
Asylverfahrens nicht verlassen, sondern sich illegal bei einer Familie in 
(...) aufgehalten habe,

dass  sich  ihre  Schwester  zurzeit  illegal  in  Frankreich  befinde,  sie 
hingegen  weder  deren  genauen  derzeitigen  Aufenthalt  noch  jenen 
ihrer Eltern kenne,

dass seit dem letzten Asylgesuch keine neuen Ereignisse eingetreten 
seien und sie nach wie vor dieselben Asylgründe geltend mache wie 
bereits im ersten und zweiten Asylgesuch,

dass sie ein drittes Asylgesuch gestellt habe, weil sie weiterhin in der 
Schweiz bleiben wolle, da sie für sich in der Mongolei  keine Zukunft 
sehe,

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dass sie gerne mit  ihren Eltern zusammenleben würde, jedoch noch 
lieber in der Schweiz bleiben, Deutsch lernen und zur Schule gehen 
wolle,

dass die Lebensumstände in der Mongolei sehr hart seien und es dort 
keine Arbeit gebe,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  weder  Identitäts-  oder  Reisepapiere 
noch Beweismittel zur Sache zu den Akten reichte,

dass  sie  mit  Verfügung  vom  20.  März  2009  für  die  Dauer  des 
Verfahrens dem Kanton (...) zugewiesen wurde,

dass der Vater der Beschwerdeführerin, (...), am 6. Juli 2009 von der 
Stadtpolizei  (...)  aufgegriffen  und  in  der  Folge  in  Ausschaffungshaft 
versetzt wurde,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  20.  August  2009  –  eröffnet  am 
26. August 2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e  AsylG auf 
das  dritte  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  eintrat  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte, das am 2. Mai 2007 eingeleitete, zweite Asylverfahren sei 
rechtskräftig abgeschlossen,

dass  die  Beschwerdeführerin  keine  neuen  Asylgründe  vorgebracht 
habe,

dass sie sich eigenen Angaben zufolge seit dem negativen Entscheid 
vom 17. Juni 2007 illegal in der Schweiz aufgehalten habe und nicht in 
die Mongolei zurückkehren wolle, weil sie dort keine Perspektive habe,

dass in  Bezug auf  die Asylgründe auf  die Ausführungen im Asylent-
scheid vom 15. Juni 2007 sowie auf diejenigen im Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts vom 25. Juni 2007 zu verweisen sei,

dass  die  geltend  gemachte  Perspektivlosigkeit  im  Heimatland  nicht 
asylbeachtlich sei,

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dass somit keine Hinweise vorlägen, wonach nach dem Abschluss des 
letzten  Asylverfahrens  Ereignisse  eingetreten  seien,  die  geeignet 
seien,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die 
Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant wären,

dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei,

dass  es  sich  bei  der  Mongolei  um  ein  sogenanntes  "safe  country" 
handle,

dass sich der Vater der Beschwerdeführerin ebenfalls in der Schweiz 
befinde, weshalb die Beschwerdeführerin nicht mehr als unbegleitete 
Minderjährige zu qualifizieren sei,

dass die junge und gesunde Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem 
Vater  in  die  Mongolei  zurückkehren  könne  und  somit  bei  einer 
Rückkehr nicht auf sich alleine gestellt wäre,

dass sie praktisch ihr ganzes Leben in der Mongolei  verbracht habe 
und  mit  den  dortigen  Gepflogenheiten  und  Mentalitäten  bestens 
vertraut sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  einen  sehr  selbständigen  Eindruck 
hinterlasse  und  aufgrund  der  Aktenlage  davon  auszugehen  sei,  sie 
wäre in der Lage, sich in der Mongolei zu reintegrieren und dabei ihre 
in der Schweiz erworbenen Kompetenzen zu nutzen,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 28. August 2009 an das 
Bundesverwaltungsgericht gegen diesen Entscheid Beschwerde erhe-
ben  und  dabei  beantragen  liess,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben, und die Vorinstanz sei  anzuweisen, auf das Asylgesuch 
einzutreten,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass ausserdem beantragt wurde, es sei  der Beschwerdeführerin  zu 
gestatten,  den  Ausgang  des  Beschwerdeverfahrens  in  der  Schweiz 
abzuwarten,

dass auf den Inhalt der Beschwerde, soweit entscheidrelevant, in den 
nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen wird,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 2. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass der  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung vom 11. Septem-
ber 2009 unter  anderem auf  die Erhebung eines Kostenvorschusses 
verzichtete,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  auf 
dem  Gebiet  des  Asylrechts  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin  zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert  ist,  weshalb  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Be-
schwerde  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs. 2  AsylG sowie  Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass  das  Gesuch,  wonach  es  der  Beschwerdeführerin  zu  gestatten 
sei,  den  Ausgang  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  in  der 
Schweiz abzuwarten, angesichts der Tatsache, dass einer Beschwerde 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  grundsätzlich  aufschiebende 
Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG), ausser diese werde gestützt 
auf Art. 55 Abs. 2 VwVG entzogen – was vorliegend nicht der Fall ist –, 
als gegenstandslos zu erachten ist,

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat  zurückgekehrt  sind,  ausser  es  gebe Hinweise auf  in  der 
Zwischenzeit  eingetretene  Ereignisse,  die  geeignet  sind,  die  Flücht-
lingseigenschaft  zu begründen, oder die für die Gewährung des vor-
übergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG),

dass bei  der  Prüfung,  ob Hinweise auf  Ereignisse vorliegen,  welche 
geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  vom engen 
Verfolgungsbegriff im Sinne von Art. 3 AsylG auszugehen ist,

dass jedoch gleichzeitig  ein gegenüber der Glaubhaftmachung redu-
zierter Beweismassstab zur Anwendung kommt, weshalb auf ein Asyl-
gesuch  bereits  dann  eingetreten  werden  muss,  wenn  sich  Hinweise 
auf  eine  relevante  Verfolgung  ergeben,  welche  nicht  von  vornherein 
haltlos sind (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 17),

dass die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen in der Schweiz be-
reits zwei Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat,

dass  sie  eigenen Angaben zufolge seit  dem Abschluss  des  zweiten 
Asylverfahrens die Schweiz nicht verlassen hat,

dass  die  Asylvorbringen  des  ersten  Asylgesuchs  für  unglaubhaft 
befunden und im zweiten Asylgesuch dieselben Gründe erneut vorge-
bracht worden waren,

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dass die Beschwerdeführerin selbst einräumte, es hätten sich seit dem 
zweiten Asylverfahren keine neuen, für die Asylbegründung relevanten 
Sachverhalte  oder  Ereignisse  zugetragen  (vgl.  C1,  S. 5  sowie  C21, 
S. 1),

dass sie vorbrachte, sie habe ein drittes Asylgesuch gestellt, weil sie 
weiterhin in der Schweiz bleiben wolle, da sie für sich in der Mongolei 
keine Zukunft sehe,

dass dieses Vorbringen indessen offensichtlich nicht geeignet ist, die 
Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin zu begründen,

dass den Ausführungen der Beschwerdeführerin nach dem Gesagten 
keine Hinweise auf in der Zwischenzeit eingetretene Ereignisse zu ent-
nehmen  sind,  welche  geeignet  wären,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu 
begründen,  oder  die  für  die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes 
relevant wären,

dass in  der Beschwerde nichts  vorgebracht  wird,  das an dieser Ein-
schätzung etwas zu ändern vermöchte,

dass  das  BFM  folglich  zu  Recht  in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2 
Bst. e AsylG auf das dritte Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht 
eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung ersichtlich sind (Art. 3  der Konvention vom 4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK, 
SR 0.101]), die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  der  Mongolei  noch  individuelle 
Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen lassen,

dass in der Mongolei keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, auf-
grund derer die Bevölkerung konkret gefährdet wäre und eine Rück-
führung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste,

dass  die  Beschwerdeführerin  hinsichtlich  des  Wegweisungsvollzugs 
nicht (mehr) als unbegleitete Minderjährige zu erachten ist, da sich ihr 
Vater den Akten zufolge in der Schweiz in Ausschaffungshaft befindet,

dass daher davon auszugehen ist, sie könnten gemeinsam ins Heimat-
land zurückkehren,

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dass  sich  folglich  weitere  Abklärungen  im  Zusammenhang  mit  dem 
Schutz des Kindeswohls (vgl. EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e) erübrigen,

dass  die  Beschwerdeführerin  an keinen aktenkundigen gesundheitli-
chen  Beeinträchtigungen  leidet,  welche  einem  Vollzug  der  Wegwei-
sung allenfalls entgegenstehen könnten,

dass sie den überwiegenden Teil ihres Lebens sowie ihrer Schulzeit in 
der Mongolei  verbracht  hat  und mit  der dortigen Sprache und Kultur 
nach wie vor ausreichend vertraut sein dürfte,

dass sie zwar inzwischen einige Jahre in der Schweiz gelebt hat, es 
sich dabei indessen mehrheitlich um einen illegalen Aufenthalt gehan-
delt hat,

dass es der jungen Beschwerdeführerin durchaus zuzumuten ist, sich 
in  der  Mongolei  zu  reintegrieren,  wobei  ihr  die  in  der  Schweiz 
erworbenen  Kompetenzen sowie  ihre  offensichtlich  grosse Selbstän-
digkeit zu Gute kommen dürften,

dass die Beschwerdeführerin zusammen mit  ihrem Vater ins Heimat-
land zurückkehren kann und dort überdies über eine Tante verfügt (vgl. 
C1, S. 4),  weshalb sie in der Mongolei  nicht  auf  sich alleine gestellt 
wäre,

dass das Vorbringen in der Beschwerde, wonach der Vater Alkoholiker 
sei  und nicht für sie  sorgen könne, unglaubhaft  erscheint und daher 
nicht gehört werden kann,

dass dieses Vorbringen nämlich keine Stütze in den Akten findet und 
ohne ersichtlichen Grund erst auf Beschwerdeebene nachgeschoben 
wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Verlauf  der  Anhörungen  vielmehr 
beteuerte,  sie  würde  im  Grunde  genommen  gerne  mit  den  Eltern 
zusammensein (C26, S. 7), und die Trennung von den Eltern sei auf 
ihren eigenen Wunsch hin einzig deshalb erfolgt, weil sie unbedingt in 
der Schweiz habe bleiben wollen (vgl. C26, S. 4),

dass  im  Übrigen  aufgrund  der  Aktenlage  nicht  auszuschliessen  ist, 
auch die Mutter der Beschwerdeführerin halte sich (wieder) illegal in 
der Schweiz auf,

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dass nach dem Gesagten nicht zu erwarten ist, die Beschwerdeführe-
rin  würde bei  einer Rückkehr in die Mongolei  in eine existenzbedro-
hende  Situation  geraten,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  im 
heutigen Zeitpunkt insgesamt als zumutbar zu erachten ist,

dass diesbezüglich entgegen dem Vorbringen in der Beschwerde kein 
weitergehender Abklärungsbedarf besteht,

dass das BFM indessen anzuweisen ist, den Vollzug der Wegweisun-
gen der Beschwerdeführerin und ihres Vaters zu koordinieren,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses angesichts des vorliegenden, direkten Entscheids in der Hauptsa-
che gegenstandslos geworden ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das BFM wird  angewiesen,  den Vollzug der  Wegweisungen der  Be-
schwerdeführerin und ihres Vaters zu koordinieren.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- das _______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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