# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d284768-e9fc-5d80-8992-5bfc9a2ade9d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.12.2010 UV 2010/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-33_2010-12-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 07.12.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 07.12.2010
Art. 6, 18, 24 f. UVG, Art. 11 UVV: Verneinung eines Rückfalls. Zwischen dem 
Gleitschirmunfall und den Augenbeschwerden links sowie den Jahre später 
eingetretenen psychischen Beschwerden ist die Kausalität nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Weiter konnte keine erhebliche 
Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit festgestellt und die 
Integritätsschadensbeurteilung nicht beanstandet werden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Dezember 2010, UV 
2010/33).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 7. Dezember 2010

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1970 geborene S.___ war bei der A.___ als Shop Assistant tätig gewesen und 

dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 30. Juni endete 

das Arbeitsverhältnis. Am 23. Juli 2002 erlitt sie einen Gleitschirmunfall, wobei ihr 

Schirm zusammenklappte und sie aus rund 15 m Höhe abstürzte (Suva-act. 1, 8 S. 4). 

Im Rätischen Kantons- und Regionalspital Chur wurde eine LWK1-Impressionsfraktur, 

eine LWK2-Berstungsfraktur sowie eine Pilon-tibiale-Fraktur rechts diagnostiziert 

(Suva-act. 3). Nach Versorgung mit Fixateur interne LWK1-3 am 24. Juli 2002 sowie mit 

Osteosynthese der tibia rechts am 30. Juli 2002 wurde die Versicherte zur stationären 

Rehabilitation in die Rehaklinik Bellikon überwiesen. Hier diagnostizierten die 

behandelnden Ärzte eine milde traumatische Hirnverletzung, die jedoch zu keinen 

neuropsychologischen Einbussen geführt habe (Suva-act. 8). Die Suva anerkannte ihre 

Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Ab 3. November 2003 

bestand wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 46, 47). Mit Verfügung vom 

30. Januar 2004 sprach die Suva der Versicherten auf Grund der verbliebenen 

Beeinträchtigungen am Rücken und am rechten Fussgelenk eine 

Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 10% zu. 

Demgegenüber wurde ein Anspruch auf Leistungen hinsichtlich der geklagten 

Augenproblematik sowie auf Rentenleistungen verneint (Suva-act. 51).

A.b   Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 11. Februar 2004 Einsprache. 

Sie beantragte die Kostenübernahme für die Folgen ihrer Augenproblematik, die 

übrigen Verfügungspunkte liess sie unangefochten (Suva-act. 57). Am 22. März 2005 

beantragte der Rechtsvertreter der Versicherten, PD Dr. iur. Hardy Landolt, Glarus, die 

Verfügung vom 30. Januar 2004 in Wiedererwägung zu ziehen und aufzuheben (Suva-

act. 96). Mit Einspracheentscheid vom 9. Mai 2005 lehnte die Suva eine 

Leistungspflicht für die Augenproblematik wegen fehlender natürlicher Kausalität ab. 

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Auf das Wiedererwägungsgesuch trat die Einspracheinstanz wegen fehlender 

Zuständigkeit nicht ein (Suva-act. 97). In der Folge lehnte die Suva Bern mit Verfügung 

vom 18. Mai 2005 ein Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch ab (Suva-act. 101).

A.c   Am 28. Juni 2005 meldete die Versicherte der Suva einen Rückfall zum Unfall vom 

23. Juli 2002 (Suva-act. 103). Sie machte insbesondere geltend, auf Grund der 

unfallbedingten Rücken- und Fussbeschwerden lediglich ein 80%iges Arbeitspensum 

ausüben zu können (Suva-act. 109).

A.d   Mit Bericht vom 28. Juni 2005 diagnostizierte Dr. med. B.___, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, bei der Versicherten eine Anpassungsstörung mit depressiver 

Reaktion bei Persönlichkeit mit Borderline-Zügen (ICD-10 F 43.22, F 60.31; Suva-

act. 111).

A.e   Nach verschiedenen medizinischen Abklärungen verfügte die Suva am 12. Juni 

2007 eine zusätzliche Integritätsentschädigung gestützt auf eine Zunahme des 

Integritätsschadens von 10%. Gleichzeitig verneinte sie den Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden und lehnte auch die 

Übernahme der Hausarztrechnungen der Versicherten ab (Suva-act. 160).

A.f    Mit Bericht vom 10. Juni 2007 hielt Dr. med. C.___, Psychiater und 

Psychotherapeut FMH, eine vegetative Dystonie nach schwerem Gleitschirmunfall fest. 

Bisher habe er keine medikamentöse Behandlung eingeleitet (Suva-act. 163).

A.g   Gegen die Verfügung vom 12. Juni 2007 erhob die Versicherte am 15. Juni 2007 

Einsprache (Suva-act. 166). Am 17. Januar 2008 zog die Suva ihre Verfügung zurück 

und kündigte eine erneute Überprüfung an (Suva-act. 188).

A.h   Dr. C.___ berichtete am 19. Februar 2008, dass die Versicherte aus 

psychiatrischer Sicht im Vergleich zur Zeit vor dem Unfall auf Dauer in der 

Arbeitsfähigkeit zu 40% reduziert sei. Seine Diagnose lautete auf eine Neurasthenie 

(ICD-10 F 48.0) mit depressiven Einbrüchen nach schwerem Gleitschirmunfall (Suva-

act. 196). Am 19. Mai 2008 und 9. Juni 2009 fanden kreisärztliche Untersuchungen 

durch Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt FMH orthopädische Chirurgie, statt, welcher 

aus rein unfallkausaler, somatischer Sicht keine Änderung des Zumutbarkeitsprofils 

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festhielt (Suva-act. 205, 225). Gestützt auf die Ergebnisse der von ihm veranlassten 

Röntgenabklärung im Röntgeninstitut E.___ vom 24. Juni 2009 (Suva-act. 229) befand 

der Kreisarzt in seiner Stellungnahme vom 14. Juli 2009, dass der radiologische 

Deformitätsbefund des rechten OSG nur unwesentlich zugenommen habe (Suva-

act. 231).

A.i     Mit Verfügung vom 28. Oktober 2009 sprach die Suva der Versicherten eine 

Integritätsentschädigung gestützt auf eine Zunahme des Integritätsschadens von 10% 

zu. Weiterhin zu Lasten der Suva würden auch die Behandlungen im Zusammenhang 

mit den Rücken- und Fussbeschwerden rechts gehen. Demgegenüber sei die 

Versicherte in erwerblicher Hinsicht nicht in erheblicher Weise eingeschränkt, weshalb 

die Voraussetzungen zur Gewährung von Rentenleistungen nicht erfüllt seien. Für die 

psychischen Beschwerden habe die Suva ebenfalls nicht aufzukommen (Suva-act. 

238).

B.       

Die gegen diese Verfügung am 4. November 2009 durch die Versicherte erhobene 

Einsprache (Suva-act. 239) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 25. März 2010 

ab (Suva-act. 249).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Versicherten 

eingereichte Beschwerde vom 22. April 2010 mit den sinngemässen Anträgen, den 

Einspracheentscheid vom 25. März 2010 aufzuheben und ihr eine Rente nach UVG, die 

gesetzlichen Leistungen betreffend die psychischen Beschwerden und die 

Augenproblematik sowie infolge der erheblichen Verschlechterung ihres 

Gesundheitszustands eine höhere als die verfügte Integritätsentschädigung 

auszurichten. Zur Begründung verwies sie auf Arztberichte in den Suva-Akten.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2010 beantragte die durch Rechtsanwalt 

lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, vertretene Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Entscheids. Zur Begründung 

verwies sie auf die Ausführungen im Einspracheentscheid und machte insbesondere 

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geltend, dass die Erhöhung der Integritätsentschädigung um 10% angesichts der 

ärztlichen Berichte von Dr. med. F.___, Röntgeninstitut E.___ und Kreisarzt Dr. D.___ 

korrekt erfolgt und die Augenproblematik links gestützt auf die Beurteilung des 

Ophthalmologen Dr. G.___ nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal sei. 

Hinsichtlich der psychischen Beschwerden fände sich erstmals im Bericht von Dr. 

B.___ vom 9. Mai 2005 ein fachärztlicher Hinweis auf eine psychische Krankheit. Ob die 

natürliche Kausalität zwischen dem Gleitschirmunfall und diesen Beschwerden jedoch 

gegeben sei, könne offen bleiben, da zumindest der adäquate Kausalzusammenhang 

nach Prüfung der Kriterien gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 115 V 

140 ff.) verneint werden müsse.

C.c   Mit Replik vom 10. Juni 2010 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem Standpunkt 

fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

C.d   Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen 

Rechtsschriften und den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.        

Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht (Heilbehandlung 

und Taggelder) für die infolge des Gleitschirmunfalls vom 23. Juli 2002 erlittenen 

Verletzungen im Rücken und rechten Fuss und erhöhte nach einer Verschlechterung 

des Gesundheitszustands in diesen Bereichen den Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung von 10% auf 20%. Streitig und zu prüfen ist, ob gemäss 

Rückfallmeldung vom 28. Juni 2005 eine Rente auf Grund einer dauernden erheblichen 

Einschränkung der Erwerbsfähigkeit geschuldet, die geltend gemachte Sehstörung im 

linken Auge sowie die psychischen Beschwerden unfallkausal sind und, ob eine höhere 

Integritätsentschädigung als diejenige gestützt auf eine Integritätseinbusse von 

insgesamt 20% auszurichten ist.

2.        

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2.1    Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Voraussetzungen zur 

Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und den Anspruch auf Versicherungsleistungen 

bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung 

[UVV; SR 832.202]) im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend dargelegt. 

Gleiches gilt in Bezug auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG 

geltenden Voraussetzungen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen Unfallereignis und gesundheitlicher Schädigung (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit 

Hinweisen). Darauf ist zu verweisen (vgl. Erwägungen 1). Während es Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt 

es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten 

(BGE 123 III 110 und 112 V 30). Anzufügen bleibt, dass der Anspruch auf eine 

Invalidenrente gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG dann entsteht, wenn die versicherte Person 

infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) geworden ist.

2.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten 

natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich 

greift diese obgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

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ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).

2.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 22. Februar 2007 i/S C. [U 445/06] E. 3.1). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweis).

3.        

3.1    Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektiviert wird eine solche Läsion durch einen entsprechenden 

radiologisch erhobenen Untersuchungsbefund. Die Röntgenaufnahmen nach dem 

Unfallereignis zeigten eine LWK-2-Berstungsfraktur, eine LWK-1-Impressionsfraktur 

sowie eine Pilon-tibiale Fraktur rechts (Suva-act. 3). Nach der Versorgung von LWK1-3 

mit Fixateur interne konnte den Röntgenbildern der LWS vom 9. September 2002 eine 

gute Stellung und normale Verhältnisse entnommen werden. Die gleichentags erstellten 

Bilder nach Osteosyntheseoperation im rechten Fuss zeigten eine stabile Stellung mit 

fortschreitender Konsolidierung (Suva-act. 8 S. 2). Nach Entfernung des Fixateur 

interne im April 2003 hielt der operierende Arzt Dr. med. H.___, stv. Leitender Arzt 

Orthopädie des Rätischen Kantons- und Regionalspitals Chur, in Bezug auf die LWS 

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ein radiologisch befriedigendes Resultat fest, wobei aber die 

Wirbelsäulenbeweglichkeit funktionell trotz intensiver Physiotherapie noch deutlich 

eingeschränkt sei (Suva-act. 28). Im Abschlussbericht vom 28. November 2003 

bezeichnete Kreisarzt Dr. med. I.___ nach der Metallentfernung im rechten Fussgelenk 

vom September 2003 das Behandlungsresultat als hervorragend. Das Gangbild sei 

ungestört und das Sprunggelenk reizlos, es zeige sich allerdings eine noch recht 

deutliche Einschränkung der Extension. Der funktionelle Befund an der Wirbelsäule sei 

ebenfalls günstig bis auf die zu erwartende segmentale Steifhaltung im Frakturgebiet 

und im LWS-Bereich (Suva-act. 46). Nach erfolgter Rückfallmeldung durch die 

Beschwerdeführerin hielt der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. J.___ mit Bericht vom 8. 

November 2005 bezüglich der somatischen Problematik fest, dass sowohl im Bereich 

der LWS als auch des rechten OSG dauernde und erhebliche Unfallfolgen bestünden. 

Der Zustand sei seit ca. einem Jahr stationär. Eine wesentliche Verbesserung werde 

wahrscheinlich weder spontan erfolgen noch könne sie gegenwärtig durch zusätzliche 

Behandlung herbeigeführt werden. Eine Prognose des weiteren Verlaufs sei nicht 

voraussehbar (Suva-act. 116 S. 5). Nach kreisärztlicher Untersuchung vom 30. März 

2007 (vgl. Suva-act. 147) und röntgenologischen Untersuchungen vom 5. April 2007 

(Suva-act. 150) hielt Kreisarzt Dr. D.___ eine ausgeprägte knöcherne Konsolidierung im 

Bereich LWK1/LWK2 fest, allerdings ohne erkennbare komplette Fusion von LWK1/2. 

Im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks bestehe eine zunehmende 

Arthrosedeformität mit vermehrter Sklerosierung, Gelenksspaltinkongruenz und 

beginnender Gelenksspaltverschmälerung (Suva-act. 151). In einer weiteren 

Stellungnahme vom 14. Mai 2007 befand Kreisarzt Dr. D.___, dass sich die Unfallfolgen 

seit der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 26. November 2003 erheblich 

verschlechtert hätten. Insbesondere hätten sich die Verletzungsfolgen am rechten 

Unterschenkel im Sinn einer OSG-Arthrosedeformität progredient verschlechtert. Diese 

Schadenszunahme sei radiologisch aktualisiert und strukturell fassbar. Im Bereich der 

Wirbelsäulenverletzung bestehe ebenfalls eine strukturell fassbare und organisch 

zuordnungsbare Verschlechterung sowie dies gestützt auf die Befundsangaben vom 

26. November 2003 und 30. März 2007 einschätzbar sei (Suva-act. 154). Infolge der 

Untersuchung vom 19. Mai 2008 beurteilte der Kreisarzt die Ergebnisse seit der letzten 

Untersuchung vom 30. März 2007 als ohne wesentliche bzw. erhebliche Zunahme der 

Schadensbefunde im Bereich des rechten Sprunggelenks und des Rückens. Die 

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medizinische Behandlung im Rückenbereich sei abhängig von der 

Beschwerdesymptomatik und den klinischen Befunden. Diesbezüglich seien 

gegebenenfalls muskuläre lockernde und stabilitätsverbessernde Physiotherapie-

Serien medizinisch ausgewiesen und sinnvoll (Suva-act. 205).

3.2    In Bezug auf die Zumutbarkeitsbeurteilung befand Kreisarzt Dr. I.___ am 28. 

November 2003 das Behandlungsresultat für so gut, dass für den massgeblichen 

Arbeitsmarkt der Beschwerdeführerin keine invalidisierenden Folgen resultierten (Suva-

act. 46 S. 2). Gemäss Dr. J.___ war der Beschwerdeführerin auch im November 2005 

eine vorwiegend sitzende Erwerbstätigkeit, abwechselnd mit stehender und gehender 

Bewegung noch zumutbar. Sie könne keine länger dauernden Zwangshaltungen des 

Körpers einnehmen und sollte auf ebener Unterlage nicht länger als eine Stunde am 

Stück gehen. Sie sei in unebenem Gelände praktisch nicht einsetzbar, ebenso wenig 

wie auch auf Leitern und Gerüsten. Auch sollte sie nicht regelmässig und häufig 

Treppen steigen müssen. Knien und kauern könne sie, sich bücken jedoch nicht. 

Regelmässiges Tragen von Lasten über 5kg sollte vermieden werden, Lasten von über 

10kg seien ihr gänzlich unzumutbar. Hinsichtlich des zumutbaren Zeitpensums wollte 

sich Dr. J.___ nicht festlegen. Sofern am Arbeitsplatz keine häufigen oder 

regelmässigen körperlich bedingten Begrenzungen festgestellt worden seien, sei 

anzunehmen, dass das zumutbare Zeitpensum höher als 80%, möglicherweise sogar 

bis 100% betrage (Suva-act. 116 S. 5). Kreisarzt Dr. D.___ befand mit Stellungnahme 

vom 14. Mai 2007 gestützt auf die Angaben anlässlich der Suva-Besprechung im 

Betrieb der Beschwerdeführerin vom 4. April 2006 (vgl. Suva-act. 128) ganztägige 

wechselbelastende Beschäftigungen in ausgeglichenem und angepasstem Rahmen 

vorwiegend in sitzender Stellung für die Beschwerdeführerin zumutbar. Es bestehe eine 

Hebe- und Tragelimite entsprechend den DOT-Kategorien hinsichtlich Arbeitsschwere 

und für leichte Beschäftigungen von 5 – 10 kg. Arbeiten am Bildschirm-Arbeitsplatz, 

vorwiegend sitzend, mit kurzstreckigen gehenden und kurzzeitig stehenden 

Beschäftigungen, wie dies bei administrativen Verwaltungsaufgaben zutreffe, sei der 

Beschwerdeführerin auf Grund der ausschliesslich unfallkausalen, strukturell 

zuordnungsbaren Verletzungsbefunde weiterhin vollumfänglich zumutbar (Suva-

act. 154). Am 19. Mai 2008 hielt der Kreisarzt noch fest, dass die Beschwerdeführerin 

ihre Beschäftigung im bekannten bisherigen Pensum weiterhin voll umsetze (Suva-

act. 205).

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3.3    Gestützt auf diese medizinischen Untersuchungsergebnisse und kreisärztlichen 

Beurteilungen beurteilte die Beschwerdegegnerin die Einschränkungen der 

Beschwerdeführerin in erwerblicher Hinsicht nicht als rentenauslösend im Sinn von Art. 

18 Abs. 1 UVG. Dagegen machte die Beschwerdeführerin geltend, dass sie auf Grund 

der Unfallrestfolgen in erheblicher Weise beeinträchtigt sei. Sie habe bereits während 

der Anstellung als Versicherungssachbearbeiterin lediglich ein arbeitsvertragliches 

Arbeitspensum von 80% angenommen, infolge des Arbeitsanfalls jedoch regelmässig 

mehr gearbeitet und sei abends jeweils beschwerdebedingt nudelfertig gewesen (vgl. 

Suva-act. 127, 128). Schliesslich habe sie die Stelle aus gesundheitlichen Gründen 

gewechselt, da die sitzende Tätigkeit mit einem Anstellungsverhältnis von 80% für 

ihren Gesundheitszustand unzumutbar geworden sei. Seit August 2008 sei sie im 

Grand Hotel K.___ als Rezeptionistin tätig mit einem Arbeitspensum von 70% (act. 

G 1). Dass die Beschwerdeführerin ihre Stelle lediglich wegen körperlicher 

Überforderung gewechselt habe, steht jedoch im Widerspruch zu ihren Angaben 

anlässlich der Besprechung mit der Suva vom 6. April 2006. Denn bereits damals habe 

sie sich nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil sie beispielsweise das 

Gastgewerbe interessierte, nach einer Job-Alternative umgesehen, und dies, obgleich 

sie ihren aktuellen (Büro-)Job für o.k. befand (Suva-act. 128 S. 2). Ebenfalls gegen den 

Stellenwechsel aus rein somatischen Gründen sprechen die medizinischen Akten in 

Bezug auf die psychischen Probleme der Beschwerdeführerin. So hielt bereits der 

Psychiater Dr. C.___ im Bericht vom 10. Juni 2007 fest, dass sie an ihrer Arbeit zweifle 

und ihr der Kontakt zu Kunden fehle. Zudem würde sie gerne eine Zusatzausbildung 

absolvieren, habe aber keinen Antrieb dazu; sie leide unter Konzentrationsstörungen 

beim Arbeiten und habe Mühe mit dem Gedächtnis (Suva-act. 163). Am 19. Februar 

2008 berichtete Dr. C.___, dass Umstrukturierungen und ein Personalmangel am 

Arbeitsplatz zusammen mit einem grippalen Infekt zur Weihnachtszeit 2007 bei der 

Beschwerdeführerin zu einer Überlastung geführt hätten (Suva-act. 196). Vor diesem 

Hintergrund, insbesondere gestützt auf die lückenlosen und in sich schlüssigen und 

nachvollziehbaren Verlaufskontrollen, die Röntgenergebnisse und ärztlichen 

Beurteilungen kann nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

davon ausgegangen werden, dass die Unfallrestfolgen im Bereich der LWS und des 

rechten oberen Sprunggelenks bis zum vorliegend zu berücksichtigenden Zeitpunkt 

des Einspracheentscheids (25. März 2010; vgl. BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen) zu 

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einer erheblichen Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit geführt hätten. Damit 

entfällt ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Invalidenrente.

4.        

Die Beschwerdeführerin rügt weiter die Verneinung der Kausalität zwischen ihrer 

Augenproblematik und dem Gleitschirmunfall. Im Austrittsbericht der Rehaklinik 

Bellikon vom 15. Oktober 2002 wurde ein uneingeschränktes Gesichtsfeld, ein (seit 

Kindheit) deutlich reduzierter Visus am rechten Auge, eine normale Optomotorik und 

eine gute Pupillomotorik festgehalten (Suva-act. 8 S. 5). Erstmals mit Bericht vom 26. 

Mai 2003 dokumentierte Dr. med. L.___, Augenarzt FMH, eine rezidivierende 

Sehstörung bei Verdacht auf eine posttraumatische Kreislaufregulationsstörung des 

linken Auges. Der Verdacht auf eine hintere Glaskörperabhebung habe sich 

demgegenüber nicht objektivieren lassen (Suva-act. 23). Der Suva-

Versicherungsmediziner Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Ophthalmologie und 

Ophthalmochirurgie, beurteilte die Augenproblematik mit Stellungnahme vom 23. 

Dezember 2003 dahingehend, dass die Diagnose der posttraumatischen 

Kreislaufregulationsstörung bei einer 33jährigen sehr weit hergeholt erscheine. Es sei 

vielmehr anzunehmen, dass das linke Auge ebenfalls einen Sehfehler habe und nicht 

emmetrop sei. Im Bericht (von Dr. L.___) fehlten sowohl skiaskopische Befunde sowie 

eine Nahrefraktion. Es sei zu vermuten, dass links eine Hyperopie vorliege, allenfalls 

auch ein hyperoper Astigmatismus, welcher nun dekompensiere. Insgesamt sei eher 

nicht wahrscheinlich, dass die Sehstörungen links mit dem Unfall vom 23. Juli 2002 

zusammenhängen würden (Suva-act. 50). Aus diesem Grund lehnte die 

Beschwerdegegnerin eine Übernahme der augenärztlichen Untersuchungskosten 

anfänglich ab und übernahm sie später lediglich unter dem Titel der 

"Abklärungskosten", weil die Untersuchungen primär wegen Verdachts auf eine 

unfallbedingte Affektion (Glaskörperabhebung) erfolgt waren (Suva-act. 67, 73). Soweit 

die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei hinsichtlich des linken Auges bis zum 

besagten Ereignis beschwerdefrei gewesen, ist festzuhalten, dass gemäss 

Rechtsprechung eine gesundheitliche Schädigung nicht schon deshalb als durch einen 

Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. zur unzulässigen Formel 

"post hoc ergo propter hoc": BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Daran vermag auch die 

Beurteilung von Dr. med. M.___, FMH Rheumatologie, Innere Medizin, - einer im 

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Bereich der Augendiagnostik nicht spezialisierten Ärztin - vom 2. Oktober 2009 nichts 

zu ändern, welche in ihrem Bericht (Suva-act. 236) zwar seit 2003 rezidivierende 

Augenentzündungen links als wahrscheinliche Unfallfolge aufführte, diese 

Schlussfolgerung jedoch nicht weiter begründete. Damit ist die Problematik im linken 

Auge der Beschwerdeführerin zwar als mögliche, jedoch nicht - wie erforderlich - als 

überwiegend wahrscheinliche Folge des Gleitschirmunfalls zu werten. Eine 

diesbezügliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin entfällt somit.

5.        

5.1    Schliesslich ist die Kausalität zwischen den psychischen Beschwerden und dem 

Gleitschirmunfall vom 23. Juli 2002 zu prüfen. Hausarzt Dr. N.___ hielt im Bericht vom 

31. Mai 2003 eine weitere Besserung des Allgemeinzustands auch in psychischer 

Hinsicht fest. Die Beschwerdeführerin fühle sich aber immer noch schlecht, klage über 

Schweissausbrüche, Frieren und allgemein über Schwäche. Immerhin würden sich 

diese psychasthenischen Beschwerden aber allmählich bessern (Suva-act. 24). Der 

nachfolgend behandelnde Hausarzt Dr. med. O.___ diagnostizierte im Bericht vom 7. 

Juni 2005 eine Depression, worunter die Beschwerdeführerin schon seit längerer Zeit 

leide. Er verwies sie an den Psychiater Dr. B.___, welcher im Bericht vom 28. Juni 2005 

von einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion bei Persönlichkeit mit 

Borderline-Zügen (ICD-10 F 43.22, F 60.31) ausging. Offensichtlich habe die 

Beschwerdeführerin den Unfall noch nicht verarbeitet (Suva-act. 111). Psychiater 

Dr. C.___, der die Beschwerdeführerin seit dem 26. Januar 2007 behandelte, schätzte 

die Höhe ihrer Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht und gestützt auf eine 

diagnostizierte Neurasthenie (ICD-10 F 48.0) mit depressiven Einbrüchen nach 

schwerem Gleitschirmunfall auf 60%. Die bisherige 80%ige Tätigkeit habe sie nur Dank 

der Unterstützung durch Teamkolleginnen mit vielen Tagesabsenzen wegen 

Schmerzen und Erschöpfung durchhalten können. Mit der Umstrukturierung im Betrieb 

könne sie nun aber nicht mehr mithalten und suche sich ihrer Belastbarkeit 

entsprechend eine Anstellung mit einem maximal 60%-Pensum (ausführlicher Bericht 

vom 19. Februar 2008; Suva-act. 196).

5.2    Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers für psychische Beeinträchtigungen 

würde voraussetzen, dass zwischen dem Unfall und der eingetretenen 

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Gesundheitsschädigung sowohl ein natürlicher als auch ein adäquater 

Kausalzusammenhang bestünde (BGE 122 V 416 E. 2a mit Hinweis). Nachdem Dr. 

P.___ vom Versicherungspsychiatrischen Dienst der Beschwerdegegnerin am 21. 

Dezember 2005 die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall und den psychischen 

Beschwerden zwar zumindest mit der nötigen Wahrscheinlichkeit für gegeben 

erachtete, jegliche Begründung dazu aber vermissen liess (vgl. Suva-act. 122), braucht 

die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang vorliegend nicht abschliessend 

beantwortet zu werden, sondern kann offen bleiben, weil - wie nachfolgende 

Ausführungen zeigen - ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den 

psychischen Störungen und dem Unfallereignis ohnehin verneint werden muss (SVR 

1995 UV Nr. 23 S. 67).

5.3    Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. E. 6, 

bestätigt unter anderem in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) vom Unfallereignis auszugehen. 

Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach 

ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in 

banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen 

dazwischen liegenden mittleren Bereich der mittelschweren Unfälle. Während die 

Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht, in der Regel bei banalen Unfällen ohne weiteres 

verneint und bei schweren Unfällen bejaht werden kann, lässt sie sich bei Unfällen im 

mittleren Bereich nicht auf Grund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr 

sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 115 V 139 E. 6a-c). Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 E. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 E. 2, 

2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder 

in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als 

wichtigste Kriterien gelten dabei: besonders dramatische Begleitumstände oder 

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besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, die ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

5.4    In seinem nicht veröffentlichten Urteil vom 28. Oktober 1994 i/S B. (U 60/94, 

zitiert in RKUV 1995 Nr. U 215 S. 91) stufte das Eidgenössische Versicherungsgericht 

zwar einmal einen Gleitschirmabsturz mit multiplen, schwersten und lebensgefährlichen 

Verletzungen als schweren Unfall ein. Angesichts des vorliegenden 

Geschehensablaufs, bei welchem die Beschwerdeführerin unmittelbar nach dem Start 

zum Gleitschirmflug aus rund 15 m abstürzte (Suva-act. 1, 4, 8 S. 4), liegen jedoch 

keine Umstände vor, welche eine solche Einstufung rechtfertigen würden. Zwar waren 

die erlittenen Verletzungen doch von einer gewissen Erheblichkeit. Dies ist aber im 

Rahmen des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzungen 

zu berücksichtigen. Das Unfallereignis vom 23. Juli 2002 ist somit nicht als 

ausserordentlich schweres, lebensbedrohendes Geschehen zu qualifizieren. Es besteht 

aber auch kein Anlass das Ereignis wie die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort geltend macht - im Grenzbereich zu den leichteren Fällen 

einzuordnen. Vielmehr ist es im Sinn der Praxis als mittelschwerer Unfall einzustufen.

5.4.1           Das Ereignis vom 23. Juli 2002 hat sich nicht unter besonders 

dramatischen Begleitumständen abgespielt. So erfolgte der Start bei guten Wind- und 

Wetterbedingungen und wurde vom Fluglehrer der Beschwerdeführerin mittels Funk 

überwacht. Dass die Möglichkeit des Zusammenklappens des Gleitschirms 

grundsätzlich besteht (Suva-act. 4), ist als inhärentes Risiko beim Gleitschirmfliegen 

bekannt (vgl. Abfrage vom 15. November 2010: http://de.wikipedia.org/wiki/

Gleitschirmfliegen). Zwar kann dem Ereignis eine gewisse Eindrücklichkeit nicht 

abgesprochen werden, es kann aber nicht gesagt werden, der Unfall sei von 

besonderer Eindrücklichkeit gewesen. Das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit 

ist objektiv zu beurteilen und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw. 

Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/

cc; Urteil vom 25. Januar 2008 i/S A. [U 56/07] E. 6.1). Denn nicht was im Betroffenen 

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psychisch vorgeht, ist entscheidend, sondern die objektive Eignung der 

Begleitumstände, psychische Fehlentwicklungen auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 

209 E. 3b/cc). Zu beachten ist, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse 

Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit allein noch nicht für eine Bejahung des 

Kriteriums ausreicht (Urteil vom 11. Februar 2009 i/S S. [8C_799/2008] E. 3.2.3 mit 

Hinweis). Vorliegend sind keine Begleitumstände ersichtlich, die objektiv geeignet 

waren, zu einer psychischen Fehlentwicklung zu führen. Im Nachhinein konnte sich die 

Beschwerdeführerin zwar daran erinnern, dass der Schirm kurz nach dem Start 

zusammengeklappt und sie gestürzt war, in Bezug auf den Aufschlag fehlte ihr jedoch 

die Erinnerung (Suva-act. 8 S. 4). Allein der Umstand, dass der Unfall zu relativ 

schweren Verletzungen namentlich an der Wirbelsäule führte, genügt nicht zur 

Annahme einer besonderen Eindrücklichkeit, sondern ist im Rahmen des Kriteriums der 

Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzungen zu berücksichtigen.

5.4.2           Auf Grund der LWK-Frakturen, der Pilon-tibale Fraktur rechts und der 

milden traumatischen Hirnverletzung muss mit der Beschwerdegegnerin von doch 

erheblichen Verletzungen ausgegangen werden. Demzufolge ist das Kriterium der 

Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, zu bejahen, 

jedoch nicht in ausgeprägter Weise.

5.4.3           Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung wird auf 

die kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des 

somatischen Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung abgestellt. Eine 

Behandlung, die lediglich noch der Erhaltung des bestehenden Gesundheitszustands 

und nicht der Heilung dient, ist im Rahmen der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht 

relevant. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die 

Qualität iner regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts 

vom 27. Februar 2008 i/S D. [U 11/07] E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin 

war vom 23. Juli bis 14. August 2002 im Rätischen Kantons- und Regionalspital Chur 

hospitalisiert, wo sie sich einer Rücken- sowie einer Fussoperation rechts unterzog 

(Suva-act. 9). Im Anschluss bis am 4. Oktober 2002 fand eine stationäre Rehabilitation 

in der Rehaklinik Bellikon statt. Danach wurde die Weiterbehandlung durch den 

Hausarzt sowie mit ambulanter Physiotherapie 2-3 Mal pro Woche durchgeführt (Suva-

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act. 8, 13). Anfang Jahr 2003 betrug der wöchentliche Therapierhythmus noch 1-2 Mal, 

für den Knochenaufbau nahm die Beschwerdeführerin Medikamente ein (Suva-act. 14). 

Am 23. April 2003 wurde infolge einer kompletten Konsolidation am Rätischen 

Kantons- und Regionalspital Chur eine operative Metallentfernung USS-Fixateur 

interne LWK1-3 (Suva-act. 21) und am 4. September 2003 eine Metallentfernung am 

rechten Fuss durchgeführt (Suva-act. 30). In der Folge ging die Beschwerdeführerin 

weiterhin zur Physiotherapie. Die Behandlung wurde Ende Oktober 2003 

abgeschlossen (Suva-act. 37, vgl. auch Suva-act. 46 S. 2). Danach fanden lediglich 

noch Physiotherapiesitzungen und Abklärungskontrollen statt (vgl. u.a. Suva-act. 50, 

67, 91, 116, 135, 147, 150). Damit ist von einer rund 15 Monate dauernden Behandlung 

auszugehen. Bei dieser Zeitspanne kann nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer 

der ärztlichen Behandlung (BGE 115 V 140 E. 6c/aa) gesprochen werden. Zudem 

beschränkte sich die Behandlung durch die Hausärzte auf Kontrollen, Verschreibung 

von Physiotherapie und Medikamenten sowie auf die Anordnung weiterer 

Abklärungsmassnahmen. Diese ärztliche Behandlung erfüllt die Anforderung an das 

entsprechende Adäquanzkriterium nicht, weshalb es zu verneinen ist. Im gleichen Sinn 

liegt auch keine ununterbrochene, konsequent fortgeführte Behandlungsfolge vor und 

kann damit objektiv nicht von einer spezifischen, die Beschwerdeführerin speziell 

belastenden ärztlichen Behandlung ausgegangen werden.

5.4.4           Schliesslich ist auch nicht von erheblichen Dauerschmerzen auszugehen 

bzw. liegen Schmerzen nicht in besonders ausgeprägter Weise vor. Gemäss den 

Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. 

November 2005 sei der Fuss zwar oft druckdolent und das Gehen in unebenem 

Gelände verursache sofortige Schmerzen im OSG, von einem Dauerschmerz ist dabei 

jedoch nicht auszugehen. Auch bezüglich der Rückenschmerzen sei es mal besser mal 

schlechter, am Morgen erwache sie meist mit einem Gefühl der Steife im Rücken, aber 

nach Durchführung ihrer Rückenübungen gehe es relativ gut. Im Verlaufe des Tages 

müsse sie jeweils Bewegungseinsätze und Stehpausen einlegen (Suva-act. 116). Diese 

Beschwerden blieben laut den kreisärztlichen Berichten unverändert (vgl. Suva-act. 147 

S. 2, 205 S. 2, 225 S. 2). Die weiter erwähnten Beschwerden im Zusammenhang mit 

der psychischen Stressbewältigung sind demgegenüber für die vorliegende 

Adäquanzprüfung unerheblich.

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5.4.5           Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert, eines schwierigen Heilungsverlaufs oder erheblicher 

Komplikationen sind vorliegend nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend 

gemacht.

5.4.6           Zu beachten ist, dass die Beschwerdeführerin ab dem Unfall bis Anfang 

November 2003 von den behandelnden Ärzten zu 100% arbeitsunfähig geschrieben 

wurde (Suva-act. 37, 46). Zwar deutete bereits Dr. N.___ mit ärztlichem Zeugnis vom 

31. Mai 2003 auf eine gesundheitliche Einschränkung in psychischer Hinsicht hin, 

jedoch wurde die psychische Problematik durch die Diagnose einer Depression bzw. 

eine Behandlungsaufnahme durch den Psychiater erst im Jahr 2005 offensichtlich 

(Suva-act. 111). Damit ist während rund fünfzehn Monaten von einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht auszugehen, nach welcher dann jedoch 

wieder eine volle Arbeitsfähigkeit resultierte. Deshalb kann das Kriterium eines 

erheblichen Grads und einer erheblichen Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit vorliegend nicht als erfüllt betrachtet werden (vgl. dazu Praxis des 

EVG in: RKUV 2001 Nr. U 443 S. 544, insbesondere Bejahung des Kriteriums bei einer 

vollen Arbeitsunfähigkeit während eineinhalb Jahren: BGE 123 V 141 E. 3d/MVG = Pra 

87 195 E. 3d).

5.4.7           Da somit weder eines der für die Adäquanzbeurteilung massgebenden 

Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, noch die zu berücksichtigenden 

Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die Unfalladäquanz der 

psychischen Beeinträchtigungen zu verneinen (BGE 115 V 139 E. 6c).

6.        

6.1    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf 

eine angemessene Entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Als dauernd gilt ein 

Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang bestehen wird, und als erheblich, wenn die körperliche oder geistige 

Integrität unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist 

(Art. 36 UVV); vgl. RKUV 1998 Nr. U 303 S. 354).

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6.2    Die Entschädigung ist nach der Schwere des Integritätsschadens abzustufen 

(Art. 25 Abs. 1 UVG). Für ihre Bemessung gelten die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV 

(Art. 36 Abs. 2 UVV). Der Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala der Integritätsschäden. 

Dadurch, dass ein Integritätsschaden in der Liste steht, ist dessen Erheblichkeit bejaht, 

nicht dagegen in jedem Fall die Dauer, d.h. der voraussichtlich lebenslange Charakter 

(Gilg/Zollinger, Die Integritätsentschädigung,  Bern 1984, S. 49 f.). Die Skala ist 

verbindlich, als Grobraster indessen nicht abschliessend. Sie enthält lediglich 

richtunggebende, in der Praxis häufig vorkommende Schäden mit den entsprechenden 

Werten. Teilschäden, andere Schäden oder Kombinationen derartiger Ganz- oder 

Teilschäden müssen mit den Listenfällen verglichen und nach der Schwere der 

durchschnittlichen Auswirkungen taxiert werden (Art. 36 Abs. 3 UVV; Ziff. 1 Abs. 2 der 

Richtlinien im Anhang 3 zur UVV). Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine 

ausschliesslich ärztliche Angelegenheit. Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3 

zur UVV erlaubt es dem Arzt oder der Ärztin, grundsätzlich jeden Integritätsschaden 

annähernd vergleichbaren Integritätsschäden in dieser Skala zuzuordnen. Trotzdem hat 

sich in der Praxis ein Bedürfnis zur differenzierten listenmässigen Erfassung der 

Integritätsschäden manifestiert. Die Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten 

Skala und unter Berücksichtigung dieser verbindlichen Werte, weitere 

Schätzungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der 

Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der 

Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für 

die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur 

UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens 

für den Regelfall gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben 

ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen 

die Gleichbehandlung aller versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie 

mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und 

Nr. U 31 S. 438).

6.3    Bei der Schätzung der Beeinträchtigung der Integrität hat der Arzt oder die Ärztin 

festzustellen, in welcher Hinsicht die versicherte Person durch den Unfall noch 

körperlich oder geistig/psychisch geschädigt ist. Sie haben sich im Weiteren dazu zu 

äussern, welche dieser Schäden als dauernd zu betrachten sind, d.h. voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang bestehen bleiben. Bei 

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geringfügigen Verletzungsfolgen hat sich der Arzt oder die Ärztin zur Frage zu äussern, 

ob die Schädigung im Hinblick auf die im Anhang 3 zur UVV enthaltenen 

Listenpositionen als erheblich, d.h. augenfällig oder stark zu gelten hat. Gegebenenfalls 

haben sie zudem auf voraussehbare Verschlimmerungen aufmerksam zu machen. 

Anschliessend ist es Sache der Verwaltung bzw. des Sozialversicherungsgerichts, die 

ärztlichen Schlussfolgerungen daraufhin zu prüfen, ob sie den gesetzlichen 

Anforderungen gerecht werden.

6.4    In der Beurteilung vom 28. November 2003 schätzte Kreisarzt Dr. I.___ den 

gesamtunfallbedingten Integritätsschaden auf 10%, wobei sich dieser gestützt auf die 

Feinrastertabelle 7.2 aus einem Integritätsschaden von 5% hinsichtlich des Zustands 

nach Wirbelfraktur und gestützt auf die Feinrastertabelle 5.2 aus einem solchen von 5% 

bezüglich einer beginnenden Arthrose im rechten Sprunggelenk zusammensetzte 

(Suva-act. 48). Bildgebende Abklärungen im Röntgeninstitut E.___ vom 5. April 2007 

zeigten sowohl eine beginnende Arthrose im OSG als auch arthrotische Veränderungen 

leichten Grades im lumbo-sakralen Übergang (Suva-act. 150). Kreisarzt Dr. D.___ hielt 

als Befund seiner Integritätsschadensbeurteilung vom 14. Mai 2007 eine unfallkausale 

OSG-Arthrosedeformitätszunahme mit entsprechender Beschwerdesymptomatik und 

funktioneller Einschränkung fest. Am Rücken sei die Befundszunahme nach LWK1 

Berstungsfraktur ebenfalls erheblich und progredient. Gestützt auf die Suva-Tabelle 5 

mit mässig ausgeprägter OSG-Arthrose ergebe sich aktuell gesamthaft ein 

Integritätsschaden von 10%. Die Wirbelsäulen-Affektion gestützt auf Tabelle 7 nach 

erheblichem Frakturbefund von LWK1 und Spondylodese LWK1/LWK2 unter 

Berücksichtigung der Schmerzfunktionsskala (geringe Dauerschmerzen, bei Belastung 

verstärkt, auch in Ruhe) ergebe ebenfalls einen Integritätsschaden von 10% (Suva-

act. 155). Laut kreisärztlichem Untersuchungsbericht vom 19. Mai 2008 zeigte sich seit 

der Untersuchung vom 30. März 2007 aus somatischer unfallkausaler Sicht keine 

wesentliche bzw. erhebliche Zunahme der Schadensbefunde im Bereich des rechten 

Sprunggelenks und des Rückens (Suva-act. 205 S. 4). Die infolge der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 9. Juni 2009 (Suva-act. 225 S. 4) veranlasste vergleichende 

Röntgen- und CT-Untersuchung des rechten Sprunggelenks vom 23. Juni 2009 ergab 

nach E.___ gegenüber der Voruntersuchung im Jahr 2007 eine leicht progrediente 

OSG-Arthrose rechts (Suva-act. 229). Gestützt darauf befand Kreisarzt Dr. D.___ in 

seiner Stellungnahme vom 14. Juli 2009, dass sich im Vergleich zu den Aufnahmen des 

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rechten OSG vom 5. April 2007 keine wesentliche bzw. keine erhebliche strukturelle 

Befundänderung im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks bei Status nach Pilon-

tibial-Fraktur ergeben habe. Der radiologische Deformitätsbefund habe nur 

unwesentlich zugenommen (Suva-act. 231). Angesichts dieser schlüssigen und 

nachvollziehbaren Integritätsschadensbeurteilung von Kreisarzt Dr. D.___, welche sich 

auf lückenlose Verlaufsdokumentationen abstützt, besteht somit kein Grund für ein 

Abweichen. Insbesondere liegen keine Berichte oder Röntgenbefunde mit 

anderslautenden Ergebnissen vor. Damit ist die von der Beschwerdegegnerin im 

Einspracheentscheid vom 25. März 2010 bestätigte Zunahme des Integritätsschadens 

um 10% nicht zu beanstanden.

7.        

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 25. März 2010 lässt sich somit nicht 

beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist im Sinn der vorstehenden 

Erwägungen abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.12.2010
	Art. 6, 18, 24 f. UVG, Art. 11 UVV: Verneinung eines Rückfalls. Zwischen dem Gleitschirmunfall und den Augenbeschwerden links sowie den Jahre später eingetretenen psychischen Beschwerden ist die Kausalität nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben. Weiter konnte keine erhebliche Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit festgestellt und die Integritätsschadensbeurteilung nicht beanstandet werden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Dezember 2010, UV 2010/33).

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