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**Case Identifier:** 8d1c9565-529b-5f42-acac-221a87502ec5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.08.2025 200 2024 324
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-324_2025-08-26.pdf

## Full Text

IV 200 2024 324 
MAK/IMD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. August 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. März 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2025, IV 200 2024 324

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Sachverhalt:

A.

Der im Januar 2003 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) wurde kurz nach seiner Geburt unter Hinweis auf das Geburtsge-
brechen Ziff. 497 gemäss Anhang der Verordnung vom 9. Dezember 1985 
über Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21 [in Kraft gestanden bis 
31. Dezember 2021, abgelöst durch die Verordnung des Eidgenössischen 
Departements des Innern {EDI} vom 3. November 2021 über Geburtsge-
brechen {GgV-EDI; SR 831.232.211}, in Kraft seit 1. Januar 2022]) bei der 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet (Akten der IV 
[act. II] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte medi-
zinische Abklärungen und gewährte medizinische Massnahmen im Zu-
sammenhang mit den Geburtsgebrechen Ziff. 387/390, 425/427, 490, 
497/498 gemäss Anhang GgV (act. II 11 f., 37, 48).

Im November 2020 (act. II 111) erfolgte mit Blick auf die bevorstehende 
Volljährigkeit des Versicherten (vgl. act. II 110) eine "Anmeldung für Er-
wachsene: Berufliche Integration/Rente". Mit formloser Mitteilung vom 
27. November 2020 (act. II 120) bejahte die IVB den Anspruch auf eine 
erstmalige berufliche Ausbildung. Im Juni 2021 schloss der Versicherte 
eine Ausbildung als ... EBA erfolgreich ab (act. II 123/2 f.). Am 1. August 
2021 trat er eine Stelle als ... EBA/Mitarbeiter ... beim Ausbildungsbetrieb, 
der C.________ AG (Arbeitgeberin), an. Im Arbeitsvertrag vom 29. Juni 
2021 (act. II 122/4 f.) wurde ein auf der Arbeitsleistung von 48 % bei einem 
Pensum von 80 % basierender Monatslohn von Fr. 1'824.-- vereinbart. Mit 
der Begründung, gemäss Arbeitgeberin bringe der Versicherte nicht die 
volle Leistung, wurde zur Klärung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, 
der medizinischen Situation und des Zumutbarkeitsprofils durch die IVB 
eine Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung (AMA) in der Abklärungsstel-
le D.________ veranlasst (act. II 125 f.; Bericht vom 25. November 2021 
[act. II 133/5 ff.]). Basierend auf den Ergebnissen der AMA (act. II 133/19) 
schloss die Arbeitgeberin mit dem Versicherten per 1. Januar 2022 einen 
neuen Arbeitsvertrag ab, worin eine Arbeitsleistung von 45 % bei einem 

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Pensum von 80 % festgehalten und ein Monatslohn von Fr. 1'710.-- verein-
bart wurden (act. II 137/2 f.).

Mit drei Vorbescheiden vom 8. November 2022 (act. II 152), vom 18. April 
2023 (act. II 161) und vom 7. Juli 2023 (act. II 170) kündigte die IVB jeweils 
die Zusprache einer halben IV-Rente ab 1. August 2021 an, wobei sie der 
Berechnung des Invaliditätsgrades teilweise unterschiedliche bzw. falsche 
Vergleichseinkommen zugrunde legte. Der Versicherte erhob gegen die 
Vorbescheide jeweils Einwände (act. II 159, 162, 167, 172). Mit Verfügung 
vom 12. März 2024 (act. II 184) sprach die IVB dem Versicherten ab dem 
1. August 2021 eine halbe Rente zu; dies bei einem Invaliditätsgrad von 
59 % bzw. von 61 % ab dem 1. Januar 2022.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
mit Eingabe vom 29. April 2024 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, die 
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei eine Invalidenrente 
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mehr als 61 % seit wann rechtens 
zuzusprechen, evtl. unter Rückweisung der Akten zwecks Vornahme weite-
rer Abklärungen an die Vorinstanz.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2024 
auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 3. Juli 2024 reichte die Beschwerdegegnerin einen Be-
richt des Spitals E.________ vom 1. Juli 2024 zu den Akten. 

Am 26. August 2025 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG; BSG 155.21) eingehalten sind, ist auf 
die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. März 2024 
(act. II 184). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwer-
deführers.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des 
IVG (Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse, insbesondere 

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des ATSG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung (IVV; SR 831.201), in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitli-
cher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege-
lungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der 
Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tat-
bestandes Geltung haben (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328, 150 V 89 E. 3.2.1 
S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Demnach ist 
nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, 
ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies 
zu, so erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem 
je nach Alter der Rentenbezügerin oder des Rentenbezügers gemäss lit. b 
und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 
2020 (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 8C_608/2022 vom 16. Mai 
2023 E. 3.1). Gemäss lit. b Abs. 1 bleibt für Rentenbezügerinnen und 
-bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung ent-
standen ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr 
noch nicht vollendet haben, der bisherige Rentenanspruch solange beste-
hen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert. Der am 
15. Januar 2003 geborene Beschwerdeführer (act. II 1/6) hatte am 1. Janu-
ar 2022 das 55. Altersjahr noch nicht vollendet.

2.1.2 Die angefochtene Verfügung datiert vom 12. März 2024 
(act. II 184), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 
19. Juni 2020 erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der po-
tentiellen Entstehung des Rentenanspruchs (vgl. auch E. 4.1 hiernach) mit 
Blick auf die im November 2020 erfolgte "Anmeldung für Erwachsene: Be-
rufliche Integration/Rente" (act. II 111), die Vollendung des 18. Altersjahres 
im Januar 2021 (act. II 1/6) sowie den Abschluss der beruflichen Eingliede-
rungsmassnahme im Juli 2021 (act. II 120, 185/5) vor dem 1. Januar 2022 
(Art. 29 Abs. 1 IVG; BGE 148 V 397 E. 6.2.4 S. 405, 126 V 241 E. 5 S. 243; 
121 V 190; AHI 2001 S. 154 E. 3b), weshalb insoweit die Bestimmungen 
des IVG, des ATSG und der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen 
Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind. Spätestens per 31. Dezember 
2022 gelangt – da der Beschwerdeführer gemäss der bis 31. Dezember 
2021 gültigen Rechtslage als sog. Geburts- bzw. Frühinvalider zu betrach-
ten ist (vgl. dazu E. 4.2.2 hiernach) – das seit 1. Januar 2022 geltende 

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Recht zur Anwendung (vgl. lit. b der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung der IVV vom 3. November 2021).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind die bisher ungeschriebenen 
Rechtsgrundsätze und insbesondere die Rechtsprechung zur Ausschei-
dung der invaliditätsfremden Faktoren und zum Zumutbarkeitsprinzip neu 
ausdrücklich im Gesetz festgehalten (BGE 140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 
V 215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-Revision, BBl 2005 4530 ff.).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

2.4

2.4.1 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4.2 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs 
in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Inva-
liditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.5 Gemäss aArt. 28a Abs. 1 IVG bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich 
die Bemessung des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten 
nach Art. 16 ATSG. Der Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des 
Invaliditätsgrades massgebenden Erwerbseinkommen (sowie die anwend-
baren Korrekturfaktoren [Art. 28a Abs. 1 IVG]). Für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbstätigen versicherten Person das 
Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.6 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Invalidenrente von Amtes 
wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder auf-
gehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-
tenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (lit. a) oder auf 
100 % erhöht (lit. b). 

2.6.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 

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(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.6.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.6.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 
9C_8/2010 E. 3.1). 

2.6.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung 
die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 
133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 
E. 4.2.2).

2.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

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nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht stellte die Beschwerdegegnerin bei Er-
lass der angefochtenen Verfügung auf die im Rahmen der AMA erstellte 
Beurteilung von Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Me-
dizin und Arzt beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 18. Novem-
ber 2021 ab (act. II 133/18 ff.). Der RAD-Arzt stellte die folgenden Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (act. II 133/18 Ziff. 6.1):

Status nach hypoxisch-ischämischer Hirnschädigung mit sekundärer Ein-
blutung im Rahmen einer perinatalen Asphyxie

- Homonyme Hemianopsie nach links
- Homonyme Hemianopsie der Ganglienzellen mit assoziierter Optiku-

satrophie
- Divergentes Schielsyndrom links mit Schielamblyopie
- Anisomyopie (OS>OD), Astigmatismus
- Spastische Cerebralparese mit motorischen Einschränkungen (Koor-

dination, Balance, Feinmotorik der Hände)
- Belastungs- und positionsabhängige Rücken- und Kniebeschwerden
- Leichte bis mittelgradige kognitive Einschränkungen (Gedächtnis, Vi-

suo-Konstruktion, Sprache, Zahlenverarbeitung, Exekutivfunktionen) 
und intellektuelle Minderleistungen bei einem IQ von 76 (Lernbehin-
derung).

Zumutbar sei eine körperlich leichte bis mittelschwere Arbeit in einem Pen-
sum von 80 %, die in Wechselpositionen erfolgen könne und keine volle 
Sehkraft und kein volles Gesichtsfeld erfordere. Die Arbeit müsse klar in-
struiert und kontrolliert werden, und sie sollte weder zu fein- noch zu grob-
motorisch sein. Dem verlangsamten Arbeitstempo müsse Rechnung getra-
gen werden, und die erforderlichen Pausen seien einzuhalten. Der Versi-
cherte sei auf ein verständnisvolles und wohlwollendes Arbeitsumfeld an-

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gewiesen (act. II 133/19 Ziff. 6.4). Die Tätigkeit als ... sei bestens ange-
passt. Auch der Bereich Gebäudeunterhalt im weiteren Sinne käme in Fra-
ge, allerdings seien dabei gewisse Arbeiten ausgeschlossen (act. II 133/19 
Ziff. 6.5). Der Versicherte habe im Rahmen der AMA durchschnittlich mit 
einer Leistungsfähigkeit von 45 % gearbeitet. Er habe Begleitung in Form 
von Schlusskontrollen benötigt, da er die nötige Arbeitsqualität mit seinem 
eingeschränkten Sehvermögen nicht selbstständig hätte kontrollieren kön-
nen. Zudem habe er aufgrund von motorischen Einschränkungen langsa-
mer gearbeitet und sei in Teilbereichen darauf angewiesen, dass er Aufga-
ben habe abgeben können (act. II 133/19 f. Ziff. 7.1). Die bestehende Leis-
tungsminderung lasse sich durch die medizinischen Probleme eindeutig 
begründen (act. II 133/20 Ziff. 7.2).

3.2 Die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. F.________ vom 18. 
November 2021 (act. II 133/18 ff.) erfüllt die höchstrichterlichen Beweisan-
forderungen an einen medizinischen Bericht (vgl. E. 2.7 hiervor) und er-
bringt vollen Beweis. Der RAD-Arzt hat sich in Kenntnis der medizinischen 
Vorakten sorgfältig mit den geklagten Beschwerden auseinandergesetzt 
und seine Schlussfolgerungen gestützt auf eigene Beobachtungen im 
Rahmen der AMA getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit 
nachvollziehbar begründet. Demnach ist erstellt und zwischen den Parteien 
denn auch zu Recht unbestritten, dass der Beschwerdeführer in einer dem 
Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätigkeit in einem Pensum von 80 % 
arbeitsfähig ist und dabei eine Leistung von insgesamt 45 % erbringen 
kann. Gestützt hierauf ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzu-
nehmen.

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-

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gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Aufgrund der im November 2020 erfolgten 
Anmeldung (act. II 111) und der per 31. Juli 2021 abgeschlossenen Ein-
gliederungsmassnahme (act. II 120, 185/5) ist der frühestmögliche Renten-
beginn mit der Beschwerdegegnerin auf den 1. August 2021 festzusetzen 
(BGE 148 V 397 E. 6.2.4 S. 405, 126 V 241 E. 5 S. 243; 121 V 190; AHI 
2001 S. 154 E. 3b; vgl. dazu auch E. 2.1.2 hiervor).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Für Geburts- und Frühinvalide traf aArt. 26 
Abs. 1 IVV in der bis zum 31. Januar 2021 gültig gewesenen Fassung 
(vgl. AS 2021 706 S. 17) beim Einkommensvergleich eine Sonderlösung 
(vgl. MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bun-
desgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, Art. 28a 
N. 153). Bei versicherten Personen, welche wegen der Invalidität keine 
oder keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten, ent-
sprach gemäss dieser Norm das Valideneinkommen nach Alter abgestuften 
Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss den Lohn-
strukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS). Diese Be-
stimmung wurde mit der WEIV per 1. Januar 2022 dahingehend abgeän-
dert, als bei versicherten Personen, die aufgrund ihrer Invalidität keine be-
rufliche Ausbildung beginnen oder abschliessen können, das Validenein-
kommen gestützt auf die Zentralwerte der LSE bestimmt wird, wobei alters- 
und geschlechtsunabhängige Werte zu verwenden sind (vgl. Art. 26 Abs. 6 
i.V.m. Art. 25 Abs. 3 IVV; vgl. dazu auch Erläuternder Bericht [nach Ver-
nehmlassung] des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] zu den 
Ausführungsbestimmungen zur WEIV, S. 51 f. [Erläuternder Bericht]; ab-
rufbar unter <www.bsv.admin.ch>, Rubrik: Sozialversicherungen/Inva-
lidenversicherung IV/Reformen & Revisionen/Revisionen-Archiv/Weiterent-
wicklung der IV).

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4.2.2 Der Beschwerdeführer schloss zwar seine berufliche Ausbildung 
mit der Erlangung eines eidgenössischen Berufsattests als ... EBA 
(vgl. dazu Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 
über die Berufsbildung [Berufsbildungsgesetz, BBG; SR 412.10]) erfolg-
reich ab. Allerdings ist es ihm aufgrund der seit jeher bestehenden körperli-
chen und geistigen Einschränkungen nicht möglich, die absolvierte Ausbil-
dung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in gleicher Weise "umzumün-
zen" wie nichtbehinderte Personen mit derselben (ordentlichen) Ausbildung 
(vgl. SVR 2022 IV Nr. 47 S. 151, 9C_646/2021 E. 2.2). So wurde im AMA-
Bericht vom 25. November 2021 zwar hervorgehoben, dass ersichtlich sei, 
dass der Beschwerdeführer eine Ausbildung absolviert habe und über Ar-
beitserfahrung im Bereich ... verfüge. Gleichzeitig wurde aber auch betont, 
dass neben der Routine und der Fachkenntnisse auch klare Einschränkun-
gen ersichtlich seien, so im Sehvermögen und der Motorik; dies bei sehr 
hoher Einsatz- und Leistungsbereitschaft (act. II 133/14 f. Ziff. 3.3 f.). Die 
Leistungsfähigkeit wurde denn auch auf lediglich 45 % in einem Pensum 
von 80 % beurteilt (act. II 133/19 f. Ziff. 7.1 f.). Dementsprechend erzielt der 
Beschwerdeführer seit August 2021 auch nur einen diese Einschränkungen 
abbildenden, deutlich reduzierten Lohn (act. II 122/4, 137/2). Der Be-
schwerdeführer ist demnach mit der Beschwerdegegnerin gemäss der bis 
31. Dezember 2021 gültigen Rechtslage als Geburts- bzw. Frühinvalider zu 
betrachten und das Valideneinkommen ist ab 1. August 2021 gestützt auf 
aArt. 26 Abs. 1 IVV festzusetzen. Dieses beträgt Fr. 58'450.-- (70 % des 
Medianwertes von Fr. 83'500.-- gemäss den LSE, davon 70 %; vgl. BSV, 
IV-Rundschreiben Nr. 403).

4.2.3 Unter Berücksichtigung der ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtslage 
(vgl. E. 2.1.2 hiervor) gilt der Beschwerdeführer mit dem erfolgreichen Ab-
schluss der Ausbildung zum ... EBA nicht mehr als Geburts- bzw. Frühinva-
lider. Als solche sind – anders als noch unter der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung zur früheren Rechtslage (vgl. SVR 2022 IV Nr. 47 S. 151, 
9C_646/2021 E. 2.2) – nur noch versicherte Person zu betrachten, die auf-
grund ihrer Invalidität keine berufliche Ausbildung beginnen oder abschlies-
sen konnten (Art. 26 Abs. 6 IVV; vgl. dazu E. 4.2.1 hiervor), was auf den 
Beschwerdeführer nicht zutrifft. Mit der Änderung der diesbezüglichen Be-
stimmungen im Rahmen der WEIV beabsichtigte der Verordnungsgeber 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Aug. 2025, IV 200 2024 324

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explizit, junge Versicherte mit gesundheitlichen Einschränkungen, die über 
ein Berufsattest oder Fähigkeitszeugnis nach BBG verfügen, gleich zu be-
handeln wie Gleichaltrige ohne gesundheitliche Einschränkungen. Die al-
lenfalls herabgesetzte Verwertbarkeit des Berufsabschlusses ist bei der 
Festlegung des Einkommens mit Invalidität zu berücksichtigen (vgl. Erläu-
ternder Bericht S. 14, 51 f.). Das Valideneinkommen ab 1. Januar 2022 ist 
hier dementsprechend gemäss Art. 26 IVV festzusetzen.

4.2.4 Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand des zuletzt vor Ein-
tritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Unterlag das 
in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte Erwerbseinkommen 
starken Schwankungen, so wird auf ein angemessenes Durchschnittsein-
kommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das tatsächlich erzielte Er-
werbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau bestimmt werden, so 
wird das Einkommen ohne Invalidität nach statistischen Werten nach 
Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbildung und entspre-
chenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik massgebend. Andere statis-
tische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im Ein-
zelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und ge-
schlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statisti-
schen Werte nach Absatz 3 sind an die betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.2.5 Gestützt auf die zum massgebenden Zeitpunkt des Verfügungser-
lasses am 12. März 2024 (act. II 184) aktuellste veröffentliche LSE-Tabelle 
2020 (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70), TA1, Männer, NOGA-Wirtschaftszweig 
Ziff. 55-56 ("Gastgewerbe/Beherbergung u. Gastronomie"), Kompetenzni-
veau 2, angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei-
lungen (BUA) und an die Nominallohnentwicklung ergibt sich ab 1. Januar 
2022 ein Valideneinkommen von Fr. 57'857.-- (Fr. 4'481.-- x 12 / 40 x 42.7 
[BFS, BUA, Ziff. 55, 2022] / 100.8 x 101.6 [BFS, Tabelle T1.15, Nominal-

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lohnindex, 2016-2022, Ziff. 55/56, Indices 2019 {Wert für 2020 nicht vor-
handen} bzw. 2022]).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Er-
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhält-
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181; Urteil des BGer 8C_663/2022 vom 
30. November 2023 E. 6.3).

Die per 1. Januar 2022 im Rahmen der WEIV in Kraft gesetzte Norm be-
treffend der Festsetzung des Invalideneinkommens lautet wie folgt: Erzielt 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbseinkommen, 
so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Invalideneinkommen; 
Art. 16 ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle 
Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit best-
möglich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV).

4.3.1 Der Beschwerdeführer absolvierte seine im Juni 2021 erfolgreich 
abgeschlossene Ausbildung als ... EBA bei der C.________ AG 
(act. II 122/2, 123/2 f.). Seit dem 1. August 2021 ist er bei dieser in einem 
Pensum von 80 % angestellt. Im entsprechenden Arbeitsvertrag vom 
29. Juni 2021 (act. II 122/4 f.) wurde der Lohnanspruch basierend auf einer 
Arbeitsleistung von 48 % (Fr. 1'824.-- pro Monat) festgesetzt. In der vom 
27. September bis zum 22. Oktober 2021 durchgeführten AMA in der Ab-
klärungsstelle D.________ zeigte sich sodann jedoch, dass die durch-
schnittliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers lediglich 45 % be-
trägt (act. II 133/19 Ziff. 7.1). Entsprechend reduzierte die Arbeitgeberin 
den Lohnanspruch des Beschwerdeführers per 1. Januar 2022 auf 
Fr. 1'710.-- pro Monat (act. II 137/2).

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4.3.2 Die in der AMA gezeigte herabgesetzte Leistung von durchschnitt-
lich 45 % lässt sich gemäss dem RAD-Arzt Dr. med. F.________ durch die 
medizinischen Probleme eindeutig begründen (act. II 133/20 Ziff. 7.2). Wie 
vorstehend dargelegt (vgl. E. 3.2 hiervor), überzeugt die Einschätzung des 
RAD-Arztes, womit – mangels anderweitiger Hinweise sowie aufgrund des 
stationären Gesundheitszustandes – mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
(BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; SVR 2022 UV Nr. 41 S. 161, 8C_457/2021 
E. 3.3) davon auszugehen ist, dass die Leistungsfähigkeit des Beschwer-
deführers bereits bei Antritt der Anstellung bei der C.________ AG im Au-
gust 2021 lediglich 45 % betrug. Damit entsprach der zwischen 1. August 
und 31. Dezember 2021 vereinbarte Lohn nicht der Arbeitsleistung, womit 
die über das Leistungsäquivalent hinausgehende Entlöhnung als Sozial-
lohn zu betrachten ist. Dieser hat bei der Festsetzung des Invalidenein-
kommens unberücksichtigt zu bleiben (vgl. E. 4.3 hiervor). Dementspre-
chend ist das Invalideneinkommen bereits ab 1. August 2021 und nicht erst 
ab 1. Januar 2022 (vgl. act. II 184/6) auf Fr. 22'230.-- (Fr. 1'710.-- x 13 
[act. II 137/2]) festzusetzen.

Ein "Leidensabzug" von 10 % (vgl. Beschwerde S. 4) ist nicht vorzuneh-
men, sind entsprechende Abzüge doch lediglich bei der Bestimmung des 
Invalideneinkommens nach statistischen Werten vorzunehmen. Bei dessen 
Festsetzung anhand eines effektiv erzielten Einkommens fällt ein solcher 
Abzug ausser Betracht (vgl. Art. 26bis Abs. 3 IVV; vgl. auch BGE 150 V 410 
E. 9.3 S. 421).

4.4 Aus der Gegenüberstellung der hiervor aufgeführten Vergleichs-
einkommen (vgl. E. 4.2.2, 4.2.5, 4.3.2) ergeben sich die folgenden gerun-
deten (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 
S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1) Invaliditätsgrade:

- ab 1. August 2021: 62 % ([Fr. 58'450.-- ./. Fr. 22'230.--] / 
Fr. 58'450.-- x 100)

- ab 1. Januar 2022: 62 % ([Fr. 57'857.-- ./. Fr. 22'230.--] / 
Fr. 57'857.-- x 100).

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4.5 Bei einem Invaliditätsgrad von 62 % hat der Beschwerdeführer ab 
1. August 2021 gestützt auf aArt. 28 Abs. 2 IVG Anspruch auf eine Dreivier-
telsrente (vgl. E. 2.4.1 hiervor).

Bei einer Überführung ins neue Rentensystem per 1. Januar 2022 würde 
bei einem Invaliditätsgrad von 62 % Anspruch auf 62 % einer ganzen Ren-
te bestehen (Art. 28b Abs. 1 und 2 IVG). Da dies einen tieferen als den 
bisherigen Rentenbetrag (62 % statt 75 % einer ganzen Rente) zur Folge 
hätte und kein Revisionstatbestand nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegt, 
bleibt es gestützt auf lit. b Abs. 3 der Übergangsbestimmungen IVG zur 
Änderung vom 19. Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV) auch über den 
1. Januar 2022 hinaus beim Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

4.6 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 
12. März 2024 (act. II 184) in Gutheissung der Beschwerde insofern ab-
zuändern, als dem Beschwerdeführer ab dem 1. August 2021 eine Dreivier-
telsrente zuzusprechen ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 800.--, der unterliegenden Beschwerdegegnerin zur Be-
zahlung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der 
vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist ihm 
nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-

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sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit Kostennote vom 18. Juni 2024 macht Fürsprecher B.________ einen 
Aufwand von 8.35 Stunden à Fr. 250.-- bzw. Fr. 2'087.50 und Mehrwert-
steuer von 8.1 % im Betrag von Fr. 169.10, total Fr. 2'256.60, geltend, was 
nicht zu beanstanden ist. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 12. März 2024 insofern abgeändert, als dem Be-
schwerdeführer ab dem 1. August 2021 eine Dreiviertelsrente zuge-
sprochen wird.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'256.60 (inkl. MWST), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.