# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d5b48775-fcff-5c24-829b-1e4668ecfccf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.01.2012 C-7265/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7265-2008_2012-01-24.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­7265/2008

U r t e i l   v om   2 4 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Andreas Trommer (Vorsitz),
Richterin Marianne Teuscher, Richterin Ruth Beutler,
Gerichtsschreiber Lorenz Noli.

Parteien X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführerin,  eine  1961  geborene  brasilianische 
Staatsangehörige,  kam  am  20.  Januar  2001  in  die  Schweiz  und  stellte 
neun  Tage  später  beim Migrationsamt  des  Kantons  Zürich  ein  Gesuch 
um  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  zwecks  Vorbereitung  der 
Heirat. Noch bevor die angegangene Behörde über den Antrag  förmlich 
befinden  konnte,  schloss  die  Beschwerdeführerin  am  7.  Mai  2001  in 
Y._______  die  Ehe  mit  einem  1954  geborenen, 
niederlassungsberechtigten  spanischen Staatsangehörigen. Gestützt  auf 
diesen  Eheschluss  wurde  ihr  eine  Aufenthaltsbewilligung  im  Kanton 
Zürich erteilt und später mit Wirkung bis 6. Mai 2008 verlängert.

B. 
Am  17.  November  2001  erwirkte  der  Beschwerdeführerin  eine 
Bewilligung  zur  Aufnahme  einer  Erwerbstätigkeit  als  selbständige 
Masseuse  (Teilzeit,  7  Stunden  pro  Woche)  in  einem  Massagesalon  in 
Zürich  und  am  3.  Dezember  2002  eine  solche  als  Reinigerin  in  einem 
Anstellungsverhältnis  (Teilzeit,  6  Stunden  pro  Woche).  Im 
Zusammenhang  mit  einem  beantragten  Stellenwechsel  als 
Reinigungskraft  (beabsichtigt  war  offenbar  eine  Vollzeitbeschäftigung) 
machte  die  kantonale  Migrationsbehörde  die  Beschwerdeführerin  in 
einem Schreiben vom 16. Juni 2004 auf die für Angehörige von Bürgern 
aus  EG/EFTA­Staaten  inzwischen  weggefallene  Bewilligungspflicht 
aufmerksam.

C. 
Am  14.  Februar,  1.  Oktober  und  14.  November  2001,  13.  Mai  2002, 
15. November 2003, 15. Oktober 2005 und 21. Dezember 2006 wurde die 
Beschwerdeführerin  von  der  Stadtpolizei  Zürich  im  Milieu  kontrolliert, 
wobei  es  wegen  Verstössen  gegen  ordnungspolizeiliche  Vorschriften 
(Zuwiderhandlung  gegen  städtische  Vorschriften  über  die 
Strassenprostitution) offenbar wiederholt zu Verzeigungen kam. 

D. 
Am  8. Oktober  2002 wurde  der  Beschwerdeführerin  der  Nachzug  ihres 
vorehelichen Sohnes (geb. 1998) bewilligt.

E. 
Gemäss  ihren übereinstimmenden Angaben trennten sich die Ehegatten 
im April 2005 und am 3. September 2007 wurde die Ehe geschieden. Am 

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20. Juni 2008 übersteuerte die kantonale Migrationsbehörde einen Antrag 
auf  Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  an  die 
Vorinstanz.

F. 
Am  18.  August  2008  teilte  die  Vorinstanz  der  Beschwerdeführerin  mit, 
dass  erwogen  werde,  die  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  zu  verweigern.  Sie  sei  nach  ihrer  Heirat  der 
gewerbsmässigen Prostitution nachgegangen, was mit dem Begriff einer 
Ehegemeinschaft  im Sinne des Schweizerischen Zivilgesetzbuches nicht 
vereinbar sei, vielmehr die Regelvermutung begründe, dass mit der Ehe 
primär  andere  Zwecke  verfolgt  worden  seien,  als  eine  tatsächliche  und 
auf Zukunft ausgerichtete eheliche Schicksalsgemeinschaft zu leben.

G. 
In  einer  Stellungnahme  vom  9.  September  2008  bestritt  die  inzwischen 
anwaltlich  vertretene  Beschwerdeführerin  sinngemäss  die  Zulässigkeit 
der  von  der  Vorinstanz  aus  ihrer  Tätigkeit  als  Masseuse  gezogenen 
Schlüsse.  Prostitution  sei  als  Beruf  anerkannt  und  sie  erziele  damit  ein 
Einkommen, das versteuert werde. Die Ausübung einer solchen Tätigkeit 
sei  von  der  Gestaltungsfreiheit  gedeckt,  die  Ehegatten  bei  der 
Verwirklichung ihrer Beziehung nach schweizerischem Recht zukomme. 

Am  16.  September  2008  liess  die  Beschwerdeführerin  einen 
handschriftlichen  Brief  des  geschiedenen  Ehemannes  vom  28.  August 
2008  nachreichen,  in  dem  dieser  zum  Ausdruck  bringt,  dass  sie  ihre 
eheliche Beziehung uneingeschränkt  gelebt  hätten und  sich auch heute 
noch sehr nahe ständen.

H. 
Mit  Verfügung  vom  28.  Oktober  2008  verweigerte  die  Vorinstanz  ihre 
Zustimmung zur Verlängerung der kantonalen Aufenthaltsbewilligung und 
wies die Beschwerdeführerin aus der Schweiz weg. 

I. 
Die  Beschwerdeführerin  gelangte  am  13.  November  2008  durch  ihren 
Vertreter  rechtsmittelweise  an  das  Bundesverwaltungsgericht.  Sie 
beantragt die Aufhebung der vorgenannten Verfügung und die Erteilung 
der Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

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J. 
Die  Vorinstanz  schliesst  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  5.  Februar  2009 
auf Abweisung der Beschwerde.

K. 
Am  23.  März  2009  informierte  der  Rechtsvertreter  das 
Bundesverwaltungsgericht  über  das  Erlöschen  seines  Mandates.  Die 
Möglichkeit zur Einreichung einer Replik blieb unbenutzt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom  20. 
Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), 
die  von  einer  der  in  Art.  33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen 
wurden.  Darunter  fallen  Verfügungen  des  BFM  betr.  Zustimmung  zur 
Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung.

1.2.  Als  materielle  Verfügungsadressatin  ist  die  Beschwerdeführerin 
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und sie hat ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  (vgl.  Art. 48  VwVG). 
Auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  daher 
einzutreten (vgl. Art. 50 und Art. 52 VwVG).

2. 
2.1.  Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die 
Verletzung  von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder 
Missbrauch  des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige 
Feststellung  des  rechts­erheblichen  Sachverhaltes  und  –  soweit  nicht 
eine  kantonale  Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die 
Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  49  VwVG).  Das 
Bundesverwaltungsgericht  wendet  im  Beschwerdeverfahren  das 
Bundesrecht von Amtes wegen an. Es  ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 
an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden  und  kann  die 
Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den  geltend  gemachten  Gründen 
gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich  die  Sachlage 
zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2). 

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2.2.  Am  1.  Januar  2008  traten  das  Bundesgesetz  vom  16.  Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG, SR 
142.20)  und  seine  Ausführungsverordnungen  in  Kraft  –  unter  anderem 
die  Verordnung  vom  24.  Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und 
Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201). Entsprechend der in Art. 126 AuG 
niedergelegten  intertemporalen  Ordnung  ist  das  neue  Verfahrensrecht 
auf  alle  Verfahren  anwendbar  (Abs.  2),  das  neue  materielle  Recht 
hingegen  nur  auf  solche,  die  zum  Zeitpunkt  des  Inkrafttretens  nicht 
bereits  rechtshängig  waren  (Abs.  1;  vgl.  dazu  BVGE  2008/1  E.  2  mit 
Hinweisen).  Dem  vorliegenden  Verfahren  liegt  die  Eingabe  der 
Beschwerdeführerin  vom  13.  April  2008  zu  Grunde,  mit  der  sie  um 
Verlängerung ihrer kurz vor dem Ablauf stehenden Aufenthaltsbewilligung 
ersuchte. Die Streitsache untersteht deshalb  in  formeller und materieller 
Hinsicht dem neuen Recht.

3. 
3.1. Gemäss Art. 40 AuG sind die Kantone zuständig für die Erteilung und 
Verlängerung von Bewilligungen. Vorbehalten bleibt die Zuständigkeit des 
Bundes  im  Zustimmungsverfahren,  zu  dessen  Ausgestaltung  der 
Bundesrat in Art. 99 AuG ermächtigt wird.

3.2. Die  Notwendigkeit  der  Zustimmung  durch  das  BFM  ergibt  sich  im 
Falle  der  Beschwerdeführerin  aus  Art.  85  Abs.  1  Bst.  a  VZAE  in 
Verbindung  mit  Ziffer  1.3.1.4  Bst.  e  der  Weisungen  des  BFM  im 
Ausländerbereich  in  der  Fassung  vom  30.  September  2011  (online 
abrufbar  unter:  www.bfm.admin.ch  >  Dokumentation  >  Rechtliche 
Grundlagen > Weisungen und Kreisschreiben >  I. Ausländerbereich > 1 
Verfahren  und  Zuständigkeiten).  Danach  ist  die  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  einer  Ausländerin  oder  eines  Ausländers  nach 
Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  mit  dem  schweizerischen  oder 
ausländischen  Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod,  falls  die  Ausländerin 
oder der Ausländer nicht aus einem Mitgliedstaat der EG oder der EFTA 
stammt, dem BFM zur Zustimmung zu unterbreiten. Nichts anderes galt 
im Übrigen bereits unter der Herrschaft des alten Rechts (vgl. statt vieler 
Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts C­195/2008 vom 25. Mai 2011 E. 
4.1).

3.3.  Das  BFM  kann  die  Zustimmung  verweigern,  den  kantonalen 
Entscheid  einschränken  oder mit  Bedingungen  verbinden  (Art.  99  AuG, 
Art.  86  Abs.  1  VZAE).  Es  verweigert  seine  Zustimmung  unter  anderem 

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dann, wenn die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt 
sind (Art. 86 Abs. 2 Bst. a und Bst. c Ziff. 2 VZAE).

4. 
4.1.  Gemäss  Art.  43  Abs.  1  AuG  haben  ausländische  Ehegatten  von 
Personen  mit  Niederlassungsbewilligung  Anspruch  auf  Erteilung  und 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung,  wenn  sie  mit  diesen 
zusammenwohnen.  Nach  einem  ordnungsgemässen  und 
ununterbrochenen  Aufenthalt  von  fünf  Jahren  haben  die  Ehegatten 
Anspruch  auf  Erteilung  der  Niederlassungsbewilligung  (Art.  43  Abs.  2 
AuG).  Der  Fortbestand  der  Bewilligung  hängt  hernach  nicht  mehr  vom 
Zusammenleben  der  Eheleute  ab  (vgl.  Art.  34  Abs.  1  AuG).  Das 
Erfordernis  des  Zusammenlebens  besteht  nicht,  wenn  für  getrennte 
Wohnorte  wichtige  Gründe  geltend  gemacht  werden  und  die  familiäre 
Gemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG 
besteht  nach  Auflösung  der  Ehe  oder  der  Familiengemeinschaft  der 
Anspruch  des  Ehegatten  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  weiter,  wenn  die  Ehegemeinschaft  mindestens 
drei  Jahre  bestanden  hat  und  eine  erfolgreiche  Integration  gegeben  ist 
(Bst.  a),  oder wichtige  persönliche Gründe  einen weiteren  Aufenthalt  in 
der Schweiz erforderlich machen (Bst. b). Die Ansprüche aus Art. 43 und 
50  AuG  erlöschen,  wenn  sie  rechtsmissbräuchlich  geltend  gemacht 
werden,  namentlich  um  Vorschriften  dieses  Gesetzes  und  seiner 
Ausführungsbestimmungen  über  die  Zulassung  und  den  Aufenthalt  zu 
umgehen (Art. 51 Bs. 2 Bst. a AuG).

4.2.  Es  ist  soweit  unbestritten,  dass  sich  ein  Anspruch  der 
Beschwerdeführerin  auf  Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung 
ausschliesslich aus Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG ergeben kann und dass 
die Ehegatten länger als drei Jahre in häuslicher Gemeinschaft gelebt 
haben.  Die  Vorinstanz  vertritt  nun  jedoch  den  Standpunkt,  dass  die 
Ehegemeinschaft  im  Sinne  von  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  eine 
bestimmte  Qualität  der  Beziehung  voraussetze,  welche  die 
Beschwerdeführerin  wegen  ihrer  Prostitution  nicht  erfülle.  Die 
Vorinstanz  beruft  sich  dabei  zum  Einen  auf  den  gesetzgeberischen 
Willen,  der  in  der  Ausgestaltung  von  Art.  159  des  Schweizerischen 
Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907  (ZGB,  SR  210)  zum 
Ausdruck komme, und zum Andern auf eine Rechtsprechung des Eidg. 
Justiz­  und  Polizeidepartements  (EJPD)  im  Zusammenhang  mit  der 
Erteilung  bzw.  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung. 
Gemäss  Art.  159  Abs.  3  ZGB  schuldeten  sich  die  Ehegatten 

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gegenseitig  Treue  und  Beistand.  Eheliche  Treue  bedinge  aber  eine 
ungeteilte  Geschlechtsgemeinschaft,  welche  nicht  möglich  sei,  wenn 
ein  Ehegatte  der  Prostitution  nachgehe.  Gemäss  einer 
Rechtsprechung  des  EJPD  in  Fällen  erleichterter  Einbürgerung 
rechtfertige die systematische oder gewerbsmässige Prostitution eines 
Ehegatten sogar die Regelvermutung, dass mit der Eingehung der Ehe 
primär  andere  Zwecke  verfolgt  worden  seien,  als  eine  tatsächlich 
gelebte  und  auf  die  Zukunft  gerichtete  eheliche 
Schicksalsgemeinschaft zu begründen.

4.3. Die Vorinstanz übersieht bei ihrer Argumentation, dass in den beiden 
zum  Vergleich  herangezogenen  Rechtsbereichen  unterschiedliche 
Ausgangslagen  bestehen.  Art.  27  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom 
29. September  1952  (BüG,  SR  141.0)  stellt  insofern  besondere 
Anforderungen  an  die  Qualität  einer  ehelichen  Gemeinschaft,  als  die 
Rechtswohltat der erleichterten Einbürgerung auf die Zukunft ausgerichtet 
ist  und die Einheit  des Bürgerrechts der Ehegatten  im Hinblick auf eine 
gemeinsame  Zukunft  fördern  soll  (vgl.  BGE  128  II  97  E.  3.a  S.  99 mit 
Hinweisen).  Entsprechend  wird  vorausgesetzt,  dass  die  eheliche 
Gemeinschaft während der ganzen Dauer des Einbürgerungsverfahrens 
gelebt wird und intakt ist. Die gewerbsmässige Ausübung der Prostitution 
begründet  dabei  die  widerlegbare  Vermutung,  dass  eine  solche  intakte 
und  auf  die  Zukunft  ausgerichtete  Ehe  nicht  besteht  (anstelle mehrerer 
vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­1171/2006  vom  3.  März 
2009 E.  3  bis  6). Die Regelung des Art.  50 AuG kommt dagegen nach 
Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft  zum Tragen, d.h.  sie 
setzt das faktische Ende der Beziehung notwendigerweise voraus. Schon 
aus  diesem  Grund  rechtfertigt  es  sich  nicht,  den  Begriff  der 
"Ehegemeinschaft"  gemäss  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  im  Sinne  der 
Rechtsprechung zur erleichterten Einbürgerung auszulegen.

4.4.  Im  Kontext  des  Ausländerrechts  ist  die  Bedeutung  qualitativer 
ehelicher  Elemente  dem Ausländergesetz  selbst  zu  entnehmen:  Art.  50 
AuG  regelt  die  Voraussetzungen,  unter  denen  nach Auflösung  der  Ehe 
oder der Familiengemeinschaft Rechtsansprüche aus Art. 42 und 43 AuG 
fortbestehen. Das ist unter anderem der Fall, wenn die Ehegemeinschaft 
mindestens  drei  Jahre  gedauert  hat  und  eine  erfolgreiche  Integration 
vorliegt (Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG). Der Begriff der "Ehegemeinschaft" ist 
dabei im Einklang mit Art. 42 und 43 AuG auszulegen. Es trifft somit zwar 
zu,  dass  das  Ausländergesetz  eine  tatsächlich  gelebte  eheliche 
Beziehung  und  einen  entsprechenden Ehewillen  voraussetzt  (Urteil  des 

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Bundesgerichts  2C_803/2010  vom  14.  Juni  2011  E.  2.2.1).  Solange 
jedoch  die  Ehegatten  zusammen  leben,  ist  von  einer  solchen 
Ehegemeinschaft  auszugehen,  ohne  dass  die  Qualität  der  ehelichen 
Beziehung  zu  prüfen  wäre  (Art.  42  Abs.  1  und  Art.  43  Abs.  1  AuG). 
Anders verhält es sich  im Anwendungsbereich des Art.  49 AuG, wo ein 
Zusammenleben  als  äusseres  Kennzeichen  einer  Ehegemeinschaft 
gerade fehlt. Hier hat die Behörde nebst dem Vorliegen wichtiger Gründe 
auch zu untersuchen, ob ein Familienleben trotz Trennung weiter besteht 
und in diesem Rahmen auch qualitative Aspekte der Ehe einzubeziehen. 
Im  Übrigen  kann  die  Qualität  der  Ehe  nur  im  engen  Rahmen  des 
Rechtsmissbrauchsverbots  Bedeutung  erlangen,  das  der  Ausübung  der 
Ansprüche aus Art. 42 ff. AuG allgemeine Grenzen setzt.

4.5. Gemäss  Art.  51  Abs.  1  Bst.  a  und  Abs.  2  Bst.  a  AuG  erlöschen 
Ansprüche  aus  Art.  42  ff.  AuG,  wenn  sie  rechtsmissbräuchlich  geltend 
gemacht werden, namentlich um Vorschriften des Ausländergesetzes und 
seiner  Ausführungsbestimmungen  zu  umgehen.  Dazu  hat  das 
Bundesgericht  in  einem  neuesten  Urteil  erwogen,  dass  das 
Rechtsmissbrauchsverbot  unter  der  Herrschaft  des  AuG  stärker  auf 
seinen  Kernbereich  zu  beschränken  sei,  d.h.  auf  eigentliche 
Machenschaften, um die Behörden zu täuschen bzw. eine Bewilligung zu 
erschleichen  (BGE  137  I  247  E.  5.1.1.  S.  252).  Zu  solchen 
Machenschaften gehört eine eheliche Haushaltgemeinschaft, die nur dem 
äusseren Schein nach besteht (BGE 136 II 113 E. 3.2 S. 116), sei es weil 
die  Ehe  von  Anfang  an  ausschliesslich  ausländerrechtlich motiviert  war 
(Scheinehe, vgl. BGE 137  I 247 E. 5.1.2. S. 252  f.), sei es weil die Ehe 
mit der Zeit zu einer  inhaltsleeren Rechtshülle zerfiel, die ohne Aussicht 
auf  Besserung  aufrecht  erhalten  wird,  um  eine  daran  anknüpfende 
ausländerrechtliche Vorzugsbehandlung nicht zu verlieren. Indessen darf 
Rechtsmissbrauch nicht leichthin angenommen werden. Verlangt werden 
klare und eindeutige Indizien. Die Tatsache, dass einer der Ehegatten der 
Prostitution  nachgeht,  genügt  in  diesem  Zusammenhang  nicht.  Es 
müssen  andere  Indizien  hinzutreten,  die  in  ihrer Gesamtheit  den  klaren 
Schluss  zulassen,  dass  eine  eheliche  Lebensgemeinschaft  in Wahrheit 
nicht  oder  nicht  mehr  gewollt  ist  und  die  Ehe  nur  aus 
ausländerrechtlichen Gründen besteht.

4.6.  In  der  vorliegenden  Streitsache  sind  solche  zusätzlichen  Indizien 
nicht zu erkennen. In seinem Schreiben vom 28. August 2008 brachte der 
geschiedene  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  zum Ausdruck,  dass  er 
von  Anfang  an  Kenntnis  über  deren  berufliche  Tätigkeit  gehabt  und  er 

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sich daran nie gestört habe. Das schlussendliche Scheitern der Ehe habe 
andere  Gründe  gehabt.  Beide  Ehegatten  gaben  im  Übrigen  bereits  im 
Vorverfahren übereinstimmend an, während Jahren eine durch Harmonie 
und gegenseitiges Verständnis geprägte Ehe geführt zu haben. Die offen 
kommunizierte  Tätigkeit  der  Beschwerdeführerin  als  Prostituierte  habe 
dem  gegenseitigen  Ehewillen  zu  keiner  Zeit  einen  Abbruch  getan.  Den 
Behörden  waren  die  beruflichen  Aktivitäten  der  Beschwerdeführerin 
ebenfalls  bestens  bekannt,  bewilligte  ihr  doch  die  kantonale 
Migrationsbehörde nur kurze Zeit nach der Eheschliessung im November 
2001  diese  Art  selbständiger  Erwerbstätigkeit  in  einem  einschlägigen 
Etablissement  (in  der  Bewilligung  euphemistisch  als  "Masseuse" 
bezeichnet).  Zudem  wusste  die  Migrationsbehörde  aus  späteren 
Verzeigungen  wegen  Ausübung  der  Prostitution  ausserhalb  des 
ausländerrechtlich  und  ordnungspolizeilich  bewilligten  bzw.  zulässigen 
Rahmens,  dass  die Beschwerdeführerin  auch  in  der  Folge  –  zumindest 
gelegentlich – dieser Tätigkeit nachging.

4.7.  Im  Sinne  eines  Zwischenergebnisses  ist  festzuhalten,  dass  die 
Beschwerdeführerin mit der mehr als dreijährigen Ehegemeinschaft eine 
der  beiden  Anspruchsvoraussetzungen  in  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG 
erfüllt. Zur zweiten Anspruchsvoraussetzung in Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG 
(erfolgreiche  Integration) äussert  sich die Vorinstanz nicht. Sie übergeht 
auch  die  Frage,  ob  wichtige  persönliche  Gründe  einen  weiteren 
Aufenthalt  in  der  Schweiz  erforderlich  machen  und  der 
Beschwerdeführerin  deshalb  gestützt  auf Art.  50 Abs.  1 Bst.  b AuG ein 
Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zusteht, und stellt 
sich  auf  den  Standpunkt,  dass  mangels  einer  Anspruchsgrundlage  ein 
Ermessensentscheid  zu  treffen  sei.  Sodann  nimmt  die  Vorinstanz  eine 
Interessenabwägung vor, wobei sie sich bei der Gewichtung der privaten 
Interessen  erkennbar  an  Härtefallkriterien  orientiert  und  in  diesem 
Zusammenhang kurz auf die Integration der Beschwerdeführerin eingeht. 
Diese  wird  gesamthaft  als  nicht  über  das  zu  erwartende  Mass 
hinausgehend bewertet. Die Beschwerdeführerin habe zudem zu Klagen 
Anlass  gegeben,  sei  sie  doch  wegen  unerlaubter  Ausübung  der 
Prostitution bestraft worden. Zusammenfassend hält die Vorinstanz  fest, 
dass das öffentliche  Interesse an einer  restriktiven Einwanderungspolitik 
gegenüber ausländischen Personen aus dem Nicht­EU/EFTA­Raum dem 
privaten  Interesse  der  Beschwerdeführerin  vorgehe,  weshalb  die 
Zustimmung  zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung  zu  verweigern 
sei. 

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4.8. Die Integration bezweckt,  längerfristig und rechtmässig anwesenden 
Ausländerinnen  und  Ausländern  die  Teilhabe  am  wirtschaftlichen, 
sozialen und kulturellen Leben zu ermöglichen (Art. 4 Abs. 2 AuG; BGE 
134  II  1 E.  4.1 S.  4). Nach Art.  77 Abs.  4 VZAE  liegt  eine  erfolgreiche 
Integration  im  Sinne  von  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  vor,  wenn  die 
ausländische  Person  namentlich  die  rechtsstaatliche  Ordnung  und  die 
Werte  der  Bundesverfassung  respektiert  (Bst.  a)  und  den  Willen  zur 
Teilnahme  am  Wirtschaftsleben  sowie  zum  Erwerb  der  am  Wohnort 
gesprochenen  Landessprache  bekundet  (Bst.  b).  Nach  Art.  4  der 
Verordnung  vom  24. Oktober  2007  über  die  Integration  von 
Ausländerinnen  und  Ausländern  (VIntA,  SR  142.205)  zeigt  sich  der 
Beitrag  einer  ausländischen  Person  zur  Integration  namentlich  in  der 
Respektierung  der  rechtsstaatlichen  Ordnung  und  der  Werte  der 
Bundesverfassung  (Bst.  a),  im Erlernen  der  am Wohnort  gesprochenen 
Landessprache  (Bst.  b),  in  der  Auseinandersetzung  mit  den 
Lebensbedingungen in der Schweiz (Bst. c) und im Willen zur Teilnahme 
am  Wirtschaftsleben  und  zum  Erwerb  von  Bildung  (Bst.  d).  Die 
Verwendung des Adverbs "namentlich" bringt den nicht abschliessenden 
Charakter der Auflistungen in Art. 77 Abs. 4 VZAE und Art. 4 VIntA zum 
Ausdruck  und  zeigt  zugleich,  dass  die  Beurteilung  der  erfolgreichen 
Integration  eine  gesamthafte  Würdigung  der  Umstände  des  konkreten 
Einzelfalles  verlangt  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_426/2011  vom  20. 
November  2011  E.  3.2  mit  Hinweisen).  Dabei  schliessen  Defizite  auf 
einzelnen  Integrationsfeldern  nicht  notwendigerweise  aus,  dass 
gesamthaft betrachtet eine erfolgreiche  Integration zu bejahen  ist  (Urteil 
des  Bundesgerichts  2C_426/2011  vom  20.  November  2011  E.  3.5  in 
Bezug auf die soziale Integration).

4.9.  Allzu  hohe  Anforderungen  an  den  Integrationsgrad  dürfen  im 
Anwendungsbereich von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG nicht gestellt werden. 
Die  erfolgreiche  Integration  ist  hier  weder  ein  Aspekt  des  privaten 
Interesses,  das  sich  im  Rahmen  der  Interessenabwägung  bei  einem 
Ermessensentscheid  (vgl. Art. 54 Abs. 2 und Art. 96 Abs. 1AuG) gegen 
das  zum  vornherein  erhebliche  Gewicht  des  öffentlichen  Interesses  an 
der  Wahrung  einer  restriktiven  Migrationspolitik  durchsetzen  müsste, 
noch stellt sie sich als ein Wertungskriterium bei der Konkretisierung der 
restriktiv  auszulegenden  unbestimmten  Rechtsbegriffe  des 
"schwerwiegenden  persönlichen Härtefalles"  nach Art.  30 Abs.  1  Bst.  b 
AuG bzw. des  "wichtigen Grundes" nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG dar 
(vgl.  Art.  31  Abs.  1  Bst.  a  VZAE).  Sie  ist  vielmehr  eine  eigenständige 
Anspruchsvoraussetzung,  die  denjenigen  ausländischen  Personen  zu 

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einem  Aufenthaltsrecht  verhelfen  will,  die  unter  Berücksichtigung  ihrer 
konkreten  Situation  einen  ausreichenden  Beitrag  zum 
Integrationsprozess geleistet  haben, wie er  in Art.  77 Abs.  4 VZAE und 
Art.  4  VIntA  umschrieben  ist.  Das  ist  nach  der  Rechtsprechung  des 
Bundesgerichts  regelmässig  schon  der  Fall,  wenn  die  ausländische 
Person eine feste Arbeitsstelle hat, die wirtschaftliche Sozialhilfe nicht  in 
Anspruch  nimmt,  die  öffentliche  Ordnung  achtet  und  die  am  Wohnort 
gesprochene  Landessprache  spricht  (Urteil  des  Bundesgerichts 
2C_426/2011  vom  20.  November  2011  E.  3.3 mit  Hinweisen).  Deshalb 
kann der Erfolg der  Integration nicht mit dem Argument negiert werden, 
der  Integrationsgrad  gehe  nicht  über  das  hinaus,  was  aufgrund  der 
gesamten  Umstände  vernünftigerweise  erwartet  werden  dürfe.  Die 
Erreichung  eines  Integrationsgrades,  der  in  Beachtung  der  gesamten 
Umstände des konkreten Einzelfalles erwartet werden darf,  impliziert  im 
Gegenteil das Vorliegen einer erfolgreichen Integration im Sinne von Art. 
50 Abs. 1 Bst. a AuG.

4.10. Die spärlichen Feststellungen der Vorinstanzen zur  Integration der 
Beschwerdeführerin,  die  allesamt  im  in  casu  unzutreffenden  rechtlichen 
Kontext  einer  Interessenabwägung  im  Rahmen  eines 
Ermessensentscheids  stehen,  lassen  vor  dem  Hintergrund  der 
vorstehenden  Erwägungen  den  Schluss  auf  das  Fehlen  einer 
erfolgreichen Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG nicht zu. 
Namentlich  ist  der  Umstand,  dass  die  Beschwerdeführerin  der 
Prostitution nachgeht und in diesem Zusammenhang – soweit bekannt – 
in  den  Jahren  2002  und  2004  zwei  Mal  wegen  Verstössen  gegen  das 
Ausländerrecht  bzw.  die  kantonalen  Vorschriften  über  die 
Strassenprostitution gebüsst wurde,  für sich allein nicht geeignet, um ihr 
den  verlangten  Respekt  gegenüber  der  rechtsstaatlichen  Ordnung 
grundsätzlich  absprechen  zu  können.  Auf  der  anderen  Seite  kann 
angesichts der lückenhaften Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz 
auch  nicht  mit  hinreichender  Sicherheit  ausgeschlossen  werden,  dass 
weitere  Erhebungen  rechtserhebliche  Integrationsdefizite  bei  der 
Beschwerdeführerin aufdecken könnten. Es bleibt die Feststellung, dass 
die  Streitsache  von  der  Vorinstanz  zu  Unrecht  nicht  unter  dem 
Gesichtspunkt des Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG geprüft wurde (Art. 49 Bst. a 
VwVG)  und  der  Sachverhalt  mit  Blick  auf  den  richtigerweise 
anzuwendenden  Art.  50  Abs.  1  Bst.  a  AuG  mit  seiner 
Anspruchsvoraussetzung  der  erfolgreichen  Integration  unzureichend 
abgeklärt ist (Art. 49 Bst. b VwVG). 

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5. 
In  einer  Konstellation  wie  der  vorliegenden  kann  es  nicht  Aufgabe  des 
Bundesverwaltungsgerichts  sein,  die  Entscheidsreife  der  Streitsache 
herbeizuführen.  Die  Beschwerde  ist  daher  gutzuheissen,  die  Verfügung 
vom 28. Oktober 2008 aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur 
Neubeurteilung zurückzuweisen. Die Vorinstanz wird zu prüfen haben, ob 
eine erfolgreiche Integration der Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 50 
Abs. 1 Bst. a AuG gegeben  ist.  Ist das nicht der Fall, wird sie  in einem 
zweiten  Schritt  zu  untersuchen  haben,  ob  sich  die  Beschwerdeführerin 
auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG berufen kann. 

6. 
Entsprechend  dem  Verfahrensausgang  sind  der  Beschwerdeführerin 
keine Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Für die  im Verfahren 
vor dem Bundesverwaltungsgericht erwachsenen notwendigen Kosten ist 
ihr zudem eine Parteientschädigung von Fr. 800.­ zuzusprechen (Art. 64 
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv Seite 13)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 
28. Oktober 2008 wird aufgehoben.

2. 
Die Sache wird zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3. 
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  bereits  geleistete 
Kostenvorschuss  von  Fr. 800.­  wird  der  Beschwerdeführerin 
zurückerstattet.

4. 
Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 
Fr. 800.­ zu entrichten.

5. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz  (gegen Empfangsbestätigung;  Beilage:  Akten Ref­Nr. 

ZEMIS […])
– das Migrationsamt des Kantons Zürich (Beilage: Akten ZH […])

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Lorenz Noli

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraussetzungen  gemäss 
den Art. 82  ff., 90  ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005  (BGG,  SR  173.110)  gegeben  sind.  Die  Rechtsschrift  ist  in  einer 
Amtssprache  abzufassen  und  hat  die Begehren,  deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  der 
Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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