# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47af5276-2a24-55b2-ae0e-67a55c2369fc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2014 D-1975/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1975-2014_2014-10-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1975/2014, D-1973/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Thomas Wespi, 

mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;    

Gerichtsschreiberin Regula Frey. 

 

 

   Parteien 
 

A._______, geboren B._______, 

C._______, geboren D._______, 

Pakistan,   

vertreten durch Laura Rossi, Fürsprecherin,  

Berner Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not,  

E._______, 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 11. März 2014 / N _______ und 

N _______. 

 

 

D-1975/2014, D-1973/2014 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die aus Pakistan stammenden Beschwerdeführenden eigenen An-

gaben zufolge am 21. August 2013 in die Schweiz einreisten und am dar-

auffolgenden Tag um Asyl nachsuchten, 

dass der Beschwerdeführer, ein Moslem, anlässlich der Befragung zur 

Person (BzP) vom 4. September 2013 sowie der Anhörung zu den Asyl-

gründen vom 14. Februar 2014  zur Begründung seines Asylgesuchs im 

Wesentlichen geltend machte, aufgrund der Religionszugehörigkeit seiner 

Partnerin, einer F._______, habe er Probleme mit seiner Familie gehabt, 

dass sein Vater, vier seiner Brüder sowie zwei Cousins versucht hätten, 

ihn von seinem Vorhaben, eine Nicht-Muslimin zu heiraten, abzubringen, 

zumal er eine Cousine väterlicherseits hätte heiraten sollen, 

dass er von den Vorgenannten am 5. Januar 2013 verprügelt und am 

17. März 2013 von seinem Vater enterbt worden sei,  

dass ihn die Taliban telefonisch bedroht hätten, 

dass er seine Partnerin trotz der familiären Widerstände am 1. August 

2013 geheiratet habe, 

dass er und seine Partnerin am 9. August 2013 auf dem Weg zum Bazar 

beschossen worden seien,  

dass sie glücklicherweise nicht getroffen worden seien und den Vorfall in 

der Folge bei der Polizei gemeldet hätten, diese sich aber geweigert ha-

be, eine Anzeige aufzunehmen, 

dass er am darauffolgenden Tage einen Drohanruf erhalten habe, worauf 

er sich mit Freunden beraten habe und dabei zum Schluss gekommen 

sei, dass ihnen in jedem Teil des Landes Gefahr drohe, weshalb sie sich 

zum Verlassen ihres Heimatlandes entschieden hätten, 

dass sich die Beschwerdeführerin anlässlich der BzP vom 12. September 

2013 sowie der Anhörung zu den Asylgründen vom 14. Februar 2014 auf 

die vorgenannten Asylgründe ihres Partners stützte, 

dass das BFM mit Verfügungen vom 11. März 2014 – eröffnet am folgen-

den Tag – die Asylgesuche der Beschwerdeführenden vom 22. August 

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2013 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 

anordnete,  

dass es zur Begründung im Wesentlichen anführte, die asylbegründen-

den Vorbringen hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss 

Art. 7 AsylG (SR 142.31) nicht stand, so dass deren Asylrelevanz nicht 

geprüft werden müsse, 

dass das BFM in den Schilderungen der Beschwerdeführenden zahlrei-

che Unstimmigkeiten feststellte und unter anderem festhielt, der Be-

schwerdeführer habe sich bereits bezüglich des Kennenlernens seiner 

Partnerin widersprüchlich geäussert sowie das Fehlen einer Heiratsur-

kunde nicht überzeugend zu begründen vermögen,  

dass er sich sodann sowohl zur behaupteten Enteignung durch seinen 

Vater, zur angeführten Schussabgabe auf dem Weg zum Bazar sowie 

zum darauffolgenden Drohanruf widersprüchlich geäussert und diese Un-

stimmigkeiten auf Vorhalt hin nicht zufriedenstellend habe zu erklären 

oder gar aufzulösen vermögen, 

dass er anlässlich der BzP eine am 29. Juli 2009 in G._______ ausge-

stellte Wohnsitzbestätigung zu den Akten gereicht habe, woraus ersicht-

lich sei, dass er seit Januar 2008 an der aufgeführten Adresse in 

G._______ wohnhaft gewesen sei, 

dass er in Widerspruch dazu ausgesagt habe, seit 2007 bis zu seiner 

Ausreise in H._______ und davor im Dorf I._______ gewohnt zu haben, 

dass seine Rechtfertigung, er sei nicht gefragt worden und habe es des-

halb nicht erwähnt, nicht zu überzeugen vermöge, habe er doch auch, 

ohne gefragt worden zu sein, erklärt, vor 2007 in I._______ gewohnt zu 

haben, 

dass er sodann auch trotz mehrmaliger Aufforderung nicht in der Lage 

gewesen sei, überzeugend zu begründen, weshalb seine Familie so ve-

hement gegen die Heirat gewesen sei, 

dass auch die Angaben bezüglich des Kennenlernens seiner Partnerin 

nur zögerlich und vage ausgefallen seien, so dass man erst nach mehr-

maligem Nachfragen eine ungefähre Vorstellung habe erhalten können, 

und bezeichnenderweise die diesbezüglichen Angaben der Beschwerde-

führerin prompt widersprüchlich seien,  

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dass die Angaben zum Geschehen auf dem Polizeiposten ebenfalls spär-

lich und in Widerspruch zu den Aussagen der Beschwerdeführerin ausge-

fallen seien, 

dass sodann auch die Schilderung der Heiratszeremonie, trotz wiederhol-

ter Aufforderung, diese ausführlich zu schildern, nur sehr knapp dargelegt 

worden sei, 

dass auch die Angaben zum Geschehen auf dem Bazar  äusserst vage 

und derart widersprüchlich seien, dass nie ein klares Bild der Ereignisse 

und auch nicht der Eindruck entstanden sei, die Beschwerdeführenden 

hätten das Geschilderte selbst erlebt, 

dass es keinen Sinn ergebe, dass der Vater, der ihn mittels unterzeichne-

ten Dokuments enterbt und aus der Familie verstossen habe, dennoch 

Leute beauftragt haben soll, ihn zu bedrohen und auf ihn zu schiessen, 

dass auch unlogisch erscheine, die auf ihn angesetzten Leute hätten sich 

derart unbedarft angestellt, dass er ihnen so leicht und zudem unbescha-

det hätte entkommen können, zumal die Schussdistanz sehr gering ge-

wesen sei, 

dass ebenso unplausibel anmute, dass der Vater seiner Partnerin auf-

grund seiner Religionszugehörigkeit gegen eine Heirat gewesen sein soll, 

da dieser bereits zuvor mit ihm befreundet gewesen sein soll, 

dass sodann nicht zu überzeugen vermöge, die Polizei habe die Anzeige 

ohne Namen nicht entgegengenommen,  

dass zudem die Aussagen bezüglich der Ereignisse auf dem Polizeipos-

ten widersprüchlich und somit unglaubhaft seien,  

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingaben vom 11. April 2014 gegen 

diese Entscheide beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben 

und beantragten, die Verfahren N _______ und N _______ seien zu ver-

einigen, die angefochtenen Verfügungen seien aufzuheben, sie seien als 

Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen sei in der Schweiz Asyl zu gewäh-

ren, 

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dass eventualiter festzustellen sei, der Wegweisungsvollzug sei weder 

zulässig noch zumutbar, 

dass sie sodann um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersuchten, insbesondere sei ihnen eine 

amtliche Anwältin beizuordnen und von der Erhebung eines Kostenvor-

schusses sei abzusehen, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 26. Mai 2014 die 

Beschwerdeverfahren D-1975/2014 (N _______) und D-1973/2014 

(N _______) aus prozessökonomischen Gründen vereinigte und die Ge-

suche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von 

Art. 65 Abs. 1 VwVG, um Beigabe einer amtlichen Verbeiständung ge-

mäss Art. 110a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) sowie um Verzicht auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses abwies, 

dass die Beschwerdeführenden gleichzeitig aufgefordert wurden, bis zum 

10. Juni 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.– zu leisten, 

dass zur Begründung im Wesentlichen angeführt wurde, in den Be-

schwerdeschriften würden keine Argumente vorgebracht, welche an den 

in den angefochtenen Entscheiden aufgezeigten Schlussfolgerungen 

Zweifel aufkommen lassen dürften, 

dass unter Wiederholung des aktenkundigen Sachverhaltes an der Wahr-

heit der gemachten Aussagen festgehalten und ergänzend angeführt 

werde, die von der Vorinstanz genannten Widersprüche seien entweder 

leicht erklärbar oder liessen sich mit dem Schockzustand erklären, unter 

welchem die Beschwerdeführenden gelitten hätten, nachdem auf sie ge-

schossen worden sei, 

dass der Einwand in der Rechtsmitteleingabe, wonach es gerichtsnoto-

risch sei, dass Personen, welche in einem Schockzustand seien, unter 

einer verzerrten Wahrnehmung litten, weshalb die leicht widersprüchli-

chen Schilderungen der Geschehnisse auf dem Polizeiposten der Glaub-

haftigkeit der übrigen Aussagen nicht abträglich seien, als unbeholfener 

Erklärungsversuch zu qualifizieren sein und nicht zu einer anderen Be-

trachtungsweise führen dürfte, insbesondere da die Beschwerdeführen-

den die Korrektheit und Wahrheit ihrer Aussagen nach Rückübersetzung 

der Protokolle unterschriftlich bestätigt hätten (vgl. A5/11, S. 9; A20/17, 

S. 16; A 5/12, S. 10; A19/14, S. 12), 

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dass es die Beschwerdeführenden vollständig unterlassen hätten, sich zu 

den vom BFM angeführten massiven Unstimmigkeiten betreffend Wohn-

sitzangabe zu äussern, 

dass nämlich der Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben habe, sie hät-

ten seit 2007 bis zu ihrer Ausreise in H._______ gewohnt, indessen aus 

der eingereichten Wohnsitzbestätigung hervorgehe, dass sie seit Januar 

2008 in G._______ Wohnsitz gehabt hätten, weshalb an den Schlussfol-

gerungen des BFM diesbezüglich festgehalten werden dürfte, 

dass sodann die weiteren Vorbringen in der Beschwerde, auch jene be-

züglich des Wegweisungsvollzuges, nicht geeignet sein dürften, zu einer 

anderen Betrachtungsweise zu führen, 

dass daher die Gewinnaussichten als von allem Anfang an beträchtlich 

geringer einzustufen seien als die Verlustgefahren, 

dass der Kostenvorschuss am 10. Juni 2014 bezahlt wurde, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingaben vom 5., 12. und 26. Juni 

2014 weitere Beweismittel zu den Akten reichten, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtenen Verfügungen besonders be-

rührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-

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hungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwer-

den legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden ein-

zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 

VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufge-

zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass das BFM in den angefochtenen Asylentscheiden festhielt, die asyl-

begründenden Vorbringen hielten den Anforderungen an die Glaubhaftig-

keit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand, so dass deren Asylrelevanz nicht 

geprüft werden müsse,  

dass sodann der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und mög-

lich beurteilt wurde, 

dass sich aufgrund der Akten die Ausführungen in den angefochtenen 

Verfügungen – soweit sie vom Bundesverwaltungsgericht beurteilt wer-

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den – als in jeder Hinsicht zutreffend erweisen, weshalb zur Vermeidung 

von Wiederholungen auf die entsprechenden Erwägungen des BFM in 

den angefochtenen Entscheiden verwiesen werden kann, 

dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift nicht geeignet sind, an der 

vorinstanzlichen Einschätzung etwas zu ändern, 

dass in der Zwischenverfügung vom 26. Mai 2014 dargelegt wurde, wes-

halb die Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe die Flüchtlingseigenschaft 

nicht zu begründen vermöchten, weshalb ihre Begehren als aussichtslos 

zu qualifizieren seien, 

dass seit dieser Beurteilung keine Änderung der Sachlage hinsichtlich der 

in der Beschwerdeschrift gestellten Begehren eingetreten ist, 

dass, um Wiederholungen zu vermeiden, daher ebenfalls vollumfänglich 

auf die Ausführungen in der erwähnten Zwischenverfügung zu verweisen 

ist, 

dass an dieser Einschätzung auch die nach Erlass der Zwischenverfü-

gung vom 26. Mai 2014 eingereichten Dokumente nichts zu ändern ver-

mögen, 

dass die Beschwerdeführenden in diesen Eingaben im Wesentlichen den 

bereits aktenkundigen Sachverhalt wiederholt anführen und an der Wahr-

heit der gemachten Angaben festhalten, 

dass sie sodann zur Untermauerung der Wohnsitzangaben zahlreiche 

Beweismittel in Kopie – Schulzeugnisse sowie Kartenausschnitte – ein-

reichten und ausführten, der Beschwerdeführer habe von 2008 bis Sep-

tember 2012 in G._______ gelebt, jedoch habe er stets von H._______ 

gesprochen, da G._______ ein Vorort von H._______ sei und zwischen 

diesen beiden Städten keine Grenze gezogen werden könne, 

dass hierzu festzuhalten ist, dass es sich – entgegen den diesbezügli-

chen Vorbringen auf Beschwerdeebene – bei G._______ um die 

J._______ Stadt von Pakistan handelt, welche mit rund K._______ Millio-

nen Bewohnern mehr als doppelt so gross als das benachbarte 

H._______ ist, weshalb die Erklärung des Beschwerdeführers, wonach er 

stets von H._______ gesprochen habe, weil G._______ lediglich ein Vor-

ort von H._______ sei, als realitätsfremd zu werten ist und die festgestell-

ten Widersprüche nicht aufzulösen vermag, 

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dass auch der Umstand, dass H._______ direkt an G._______ angrenzt 

– so wie dies bei Ortschaften in dichter besiedelten Gegenden auf der 

ganzen Welt zu beobachten ist –, keinen nachvollziehbaren Grund dafür 

darstellt, dass der offenbar in G._______ wohnhaft gewesene Beschwer-

deführer ausschliesslich und wiederholt H._______ als seinen Wohnsitz 

angab und auch anlässlich der Erfassung seiner Personalien explizit er-

klärte, in H._______ gelebt zu haben und dort auch angemeldet gewesen 

zu sein (vgl. A 5/11 S. 4), 

dass dem Beschwerdeführer selber die Unterscheidung zwischen 

G._______ und H._______ geläufig ist, sagte er in der Anhörung doch 

aus, der L._______ Bazar liege zwischen H._______ und G._______ 

(vgl. A 20/17 S. 9 F63), weshalb umso mehr seine widersprüchlichen 

Ortsangaben unverständlich sind, 

dass sodann die auf Beschwerdeebene gemachten Präzisierungen be-

züglich Zeitangaben der Vorkommnisse auf dem Polizeiposten nicht ge-

eignet sind, die festgestellten Widersprüche in ihren Aussagen plausibel 

zu erklären und die insgesamt sehr vagen und kaum substanziierten An-

gaben zu präzisieren vermögen, beziehungsweise den Eindruck vermit-

teln, die Beschwerdeführenden hätten das Geschilderte tatsächlich erlebt,  

dass die Beschwerdeführenden ferner zwei undatierte Dokumente zur 

Untermauerung der behaupteten Gefährdungssituation einreichten, die 

vom Bürgermeister der Region, in welcher der Vater der Beschwerdefüh-

rerin lebe, ausgestellt worden seien,  

dass in den erwähnten Schreiben in rudimentärer Art und Weise der be-

reits aktenkundige Sachverhalt wiederholt und auf die angeblich immer 

noch bestehende Gefährdungssituation der Beschwerdeführenden hin-

gewiesen wird,  

dass diese Dokumente als Gefälligkeitsschreiben zu werten sind, da aus 

diesen nicht ersichtlich ist, dass der Autor den darin erwähnten Sachver-

halt in eigener Wahrnehmung feststellte, sondern vielmehr davon auszu-

gehen ist, dieser sei ihm aus dem Umfeld der Beschwerdeführenden mit-

geteilt worden, 

dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen und das 

BFM demnach die Asylgesuche der Beschwerdeführenden zu Recht ab-

gelehnt hat, 

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-

klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bun-

desamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebli-

che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das 

in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann – auch in Anbetracht der geltend gemachten interreligiösen 

Ehe – keine konkreten Anhaltspunkte für eine im Heimatstaat drohende 

menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

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andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 und 8 EMRK ersichtlich 

sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass die Menschenrechtslage in Pakistan zwar angespannt ist, jedoch 

aktuell keine Situation von allgemeiner Gewalt, Krieg oder Bürgerkrieg 

herrscht, welche für die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr eine 

konkrete Gefahr darstellen würde, weshalb der Vollzug der Wegweisung 

vorliegend zumutbar ist, 

dass die von den Beschwerdeführenden geschilderte Gefährdungssitua-

tion als unglaubhaft qualifiziert wurde, 

dass die jungen und – soweit aktenkundig – gesunden Beschwerdefüh-

renden über eine universitäre Ausbildung verfügen und bis zu ihrer Aus-

reise als M._______ beziehungsweise N._______ mit jeweils eigenem 

Geschäft tätig waren,  

dass sie sowohl über ein familiäres als auch ein soziales Beziehungsnetz 

in Pakistan verfügen, weshalb ihnen der Wiederaufbau einer wirtschaftli-

chen Existenz in ihrem Heimatland möglich sein dürfte, 

dass nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung als zumutbar zu 

erachten ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in ihren 

Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei 

der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 

AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtenen Verfügungen Bundesrecht nicht verletzen und 

den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellen 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerden abzuweisen sind, 

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Seite 12 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 800.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1–5 VwVG) und der am 10. Juni 2014 in der gleichen Höhe geleiste-

te Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden 

ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerden werden abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Wespi Regula Frey 

 

 

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