# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4af22cf7-b34c-5c82-895b-0faba5609298
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.10.2011 D-5796/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5796-2011_2011-10-25.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5796/2011

U r t e i l   v om   2 5 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas,
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;  
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

Parteien A._______, geboren am … , und
B._______, geboren am … ,
Kosovo, 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin­Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 12. Oktober 2011 / N … .

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführenden  am  13.  August  2011  –  von  den 
Niederlanden kommend – in der Schweiz Asylgesuche einreichten, 

dass  sie  –  gemäss  Verzeichnung  in  der  Eurodac­Datenbank  –  zuvor 
bereits  in drei anderen europäischen Staaten Asylanträge gestellt hatten 
(beide  erstmals  in  den  Niederlanden  […  2009],  danach  beide  in 
Frankreich [… 2009], anschliessend die Beschwerdeführerin wiederum in 
den  Niederlanden  […  2009]  und  der  Beschwerdeführer  in  Deutschland 
[…  2009]  und  schliesslich  nochmals  beide  in  den  Niederlanden  [… 
2011]), 

dass sie am 7. September 2011 vom BFM zu ihren Personalien und ihren 
persönlichen Verhältnissen, zu ihrem Reiseweg und summarisch zu ihren 
Gesuchsgründen befragt wurden (vgl. BFM­Akten; …), 

dass  sie  dabei  vorbrachten,  sie  stammten  aus  dem  ehemaligen 
Jugoslawien und seien Roma, sie seien beide im Kosovo geboren und bis 
1989 im Dorf X._______ in der Gemeinde Y._______ wohnhaft gewesen, 
ihre heutige Staatsangehörigkeit würden sie  jedoch nicht kennen, da sie 
ihre Heimat – das damalige Jugoslawien – bereits 1989 verlassen hätten, 
seien sie doch bereits damals nach Deutschland, 

dass sie sich ab 1989 ununterbrochen in Deutschland aufgehalten hätten, 
bis sie 2008 von dort in den Kosovo zurückgeschickt worden seien, 

dass sie den Kosovo jedoch bereits drei Wochen später wieder verlassen 
hätten  und  in  die  Niederlande  geflüchtet  seien,  da  sie  während  ihres 
Aufenthalts in einem Vorort von Y._______ Probleme bekommen hätten, 

dass sie sich  in der Folge  fast drei  Jahre  lang als Asylsuchende  in den 
Niederlanden  aufgehalten  hätten,  wobei  sie  zwischenzeitlich  auch  in 
Frankreich und  in Deutschland Asylgesuche eingereicht hätten, von dort 
jedoch wieder in die Niederlande zurückgeschickt worden seien, 

dass sie schliesslich in die Schweiz gereist seien, da ihre Asylgesuche in 
den  Niederlanden  abgelehnt  und  sie  dort  unter  Androhung  von  Haft 
aufgefordert worden seien, das Land endgültig zu verlassen, 

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dass sie sich auf Nachfrage hin ausdrücklich gegen eine Rückkehr in die 
Niederlande aussprachen, da man ihnen dort für den Fall eines weiteren 
Aufenthalts mit Gefängnis gedroht habe, 

dass  sie  daneben  vorbrachten,  sie  würden  an  sich  gerne  nach 
Deutschland  zurückkehren,  da  dort  ihre  …  Kinder  und  auch  einige 
Geschwister  lebten,  welche  in  Deutschland  alle  über  eine 
Aufenthaltsbewilligung  verfügten,  sie  seien  jedoch  von  Deutschland  in 
den  Kosovo  und  beim  zweiten  Mal  in  die  Niederlande  abgeschoben 
worden, 

dass die Beschwerdeführenden als Beweismittel zwei Schreiben aus dem 
Kosovo  …  [von  2008  und  2009]  vorlegten,  in  welchen  ihnen  von  der 
Gemeinde  die  Zerstörung  ihres  ehemaligen  Hauses  und  die  heutige 
Nutzung des Geländes als Gemeindefriedhof bestätigt wird, 

dass  sie  ferner  je  zwei  Beweismittel  betreffend  den  Abschluss  ihrer 
Asylverfahren  in  den  Niederlanden  sowie  je  ein  ärztliches  Zeugnis  aus 
Deutschland … [von 2009] einreichten, 

dass das BFM am 27. September 2011 – nach den Bestimmungen der 
Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur 
Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig  ist  (Dublin­II­VO)  –  ein  Ersuchen  um  Wiederaufnahme  der 
Beschwerdeführenden  an  die  zuständige  Behörde  der  Niederlande 
richtete, 

dass diesem Ersuchen am 11. Oktober 2011 von Seiten der Niederlande 
ausdrücklich entsprochen wurde, 

dass  das  BFM  in  der  Folge  mit  Verfügung  vom  12.  Oktober  2011 – 
eröffnet am 14. Oktober 2011 –  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d 
des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das 
Asylgesuch  der  Beschwerdeführenden  nicht  eintrat  und  deren 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug  in  die 
Niederlande  anordnete,  wobei  das  Bundesamt  festhielt,  einer  allfälligen 
Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  komme  keine  aufschiebende 
Wirkung zu, 

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dass  das  Bundesamt  in  seinem  Entscheid  –  unter  Verweis  auf  die 
Bestimmungen  der  Dublin­II­VO,  den  vorgängigen  Aufenthalt  der 
Beschwerdeführenden  als  Asylsuchende  in  den Niederlanden,  das  vom 
BM  an  die  niederländischen  Behörden  gerichtete  Gesuch  um 
Wiederaufnahme der Beschwerdeführenden und namentlich die aus den 
Niederlanden eingegangene Wiederaufnahmeerklärung vom 11. Oktober 
2011  –  auf  die  Zuständigkeit  der  Niederlande  für  die  Behandlung  der 
Asylgesuche der Beschwerdeführenden verwies und festhielt, von diesen 
seien  keine  relevanten  Gründe  gegen  eine  Überstellung  vorgebracht 
worden, 

dass das Bundesamt abschliessend den Vollzug der Wegweisung  in die 
Niederlande als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,

dass die Beschwerdeführenden gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 
20. Oktober 2011 (Poststempel) Beschwerde erhoben, wobei sie  in  ihrer 
Eingabe  zur  Hauptsache  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
[1],  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die Gewährung  von 
Asyl [2], eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit 
und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges und die Anordnung einer 
vorläufigen Aufnahme in der Schweiz [3] beantragten, 

dass sie gleichzeitig um Erlass der Verfahrenskosten und um Befreiung 
von  der  Kostenvorschusspflicht  [4],  im  Weiteren  um  die 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde  [5] und 
ausserdem  um  Anordnungen  an  das  BFM  betreffend  die  Nicht­
Kontaktnahme  mit  den  Behörden  ihres  Heimatstaates  [6],  eventualiter 
eine diesbezügliche Information [7] ersuchten, 

dass  sie  in  ihrer  Eingabe  zur  Hauptsache  geltend machten,  sie wollten 
nicht  in  die  Niederlande  zurückkehren,  da  sie  dort  im  Falle  einer 
Rückkehr gemäss Androhung der Behörden  ins Gefängnis kommen und 
danach in den Kosovo abgeschoben würden, wo sie gefährdet wären, 

dass sie daneben geltend machten, sei seien beide psychisch krank und 
würden Medikamente benötigen, 

dass  gleichzeitig  mit  der  Eingabe  der  Beschwerdeführenden  ein 
Unterstützungsschreiben  …  [einer  Minderheitenvereinigung]  vom  19. 
Oktober  2011  einging,  worin  die  Gesuchsvorbringen  der 
Beschwerdeführenden bestätigt und bekräftigt werden, 

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dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  21.  Oktober  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet, ausser bei 
Vorliegen  eines  Auslieferungsgesuches  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (vgl.  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31  und  33   des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 
das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 AsylG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass  auf  die  frist­  und  formgerechte  Eingabe  der  legitimierten 
Beschwerdeführenden – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen 
– einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG; Art. 48 Abs. 1 
VwVG),

dass  sich  das  vorliegenden  Verfahrens  auf  einen 
Nichteintretensentscheid  gemäss  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  bezieht, 
womit – wie nachfolgen aufgezeigt – weder die Frage nach der allfälligen 
Flüchtlingseigenschaft  noch  die  Frage  nach  einer  allfälligen 
Asylgewährung  Gegenstand  des  Verfahrens  bildet,  sondern  einzig  zu 
prüfen ist, ob das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist 
und die Wegweisung der Beschwerdeführenden aus der Schweiz  in die 
Niederlande verfügt hat, 

dass  daher  auf  das  Begehren  betreffend  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung [2] nicht einzutreten ist, 

dass vor dem Hintergrund der nachfolgenden Erwägungen auch auf das 
Begehren  betreffend  die  Anordnung  einer  vorläufigen  Aufnahme  in  der 
Schweiz [3] nicht einzutreten ist, 

dass sich die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als 
offensichtlich unbegründet erweist, weshalb darüber  in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),

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dass  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der  Entscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass aufgrund der Akten erstellt  ist, dass sich die Beschwerdeführenden 
vor  ihrer Einreise  in die Schweiz als abgewiesene Asylsuchende  in den 
Niederlanden aufgehalten haben und von dort kommend  in die Schweiz 
eingereist sind, 

dass  bei  dieser  Sachlage  –  entsprechend  den  vom  BFM  angerufenen 
Bestimmungen  zum  Dublin­Verfahren,  auf  welche  anstelle  einer 
Wiederholung  zu  verweisen  ist  (Art.  111a  Abs.  2  AsylG)  –  die 
Niederlande  für  die  Prüfung  des  Asylantrages  des  Beschwerdeführers 
zuständig sind, was von den Niederlanden mit der Abgabe der Erklärung 
betreffend die Wiederaufnahme der Beschwerdeführenden (nach Art. 16 
Abs. 1 Bst. e Dublin­II­VO) ausdrücklich akzeptiert worden ist,

dass  damit  die  Grundlage  für  einen  Nichteintretensentscheid  in 
Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ohne weiteres gegeben ist, 

dass  sich  die  Beschwerdeführenden  zwar  gegen  eine  Rückkehr  in  ihr 
Erstasylland  aussprechen,  aufgrund  der  Akten  jedoch  keine  Gründe 
ersichtlich  sind, welche  in  rechtserheblicher Weise gegen die  vom BFM 
angeordnete Überstellung in die Niederlande sprechen würden, 

dass die Niederlande Signatarstaat sowohl des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge  (Flüchtlingskonvention, SR 
0.142.30) als auch der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist, 

dass  aufgrund  der  Akten  zwar  davon  auszugehen  ist,  in  den 
Niederlanden seien die Asylgesuche der Beschwerdeführenden endgültig 
abgewiesen worden, 

dass  dieser  Umstand  jedoch  als  unerheblich  zu  erkennen  ist,  da  keine 
konkreten Hinweise darauf bestehen, die Beschwerdeführenden hätten in 
den Niederlanden  nicht  über  die Möglichkeit  verfügt,  ihre Asylgründe  in 
umfassender  Weise  vorzutragen,  respektive  die  niederländischen 

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Behörden  hätten  ihre  Asylgesuche  ohne  hinreichende  Prüfung  der 
Asylvorbringen  abgewiesen,  wie  auch  keine  Hinweise  darauf  bestehen, 
die Niederlande würden sich im Falle der Beschwerdeführenden nicht an 
ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen, namentlich das Refoulementverbot 
und die einschlägigen Normen der EMRK halten, 

dass  entgegen  den  Beschwerdevorbringen  auch  kein  hinreichender 
Anlass zur Annahme besteht, die Beschwerdeführenden würden im Falle 
einer  Rückführung  in  die  Niederlande  in  eine  existenzielle  Notlage 
geraten respektive von den Niederlanden einer solchen ausgesetzt, 

dass daran auch das Vorbringen betreffend eine angebliche psychische 
Erkrankung der Beschwerdeführenden nichts ändert, 

dass  die Beschwerdevorbringen  betreffend  eine  angebliche Gefährdung 
in  der  Heimat  respektive  eine  angeblich  nicht  mehr  möglichen 
Reintegration  im Kosovo  im  vorliegenden Verfahren  – welches  sich  auf 
einen  Entscheid  gemäss  den  Bestimmungen  zum  Dublin­Verfahren 
bezieht  –  ausserhalb  des  objektiv  vorgegebenen  Prozessgegenstandes 
liegen, weshalb auf diesbezügliche Erwägungen zu verzichten ist, 

dass nach vorstehenden Erwägungen sowie unter Berücksichtigung der 
gesamten Aktenlage  keine Gründe  ersichtlich  sind, welche  im Falle  der 
Beschwerdeführenden  in  rechtserheblicher  Weise  gegen  eine 
Rückführung in ihr Erstasylland sprechen würden,

dass  daher  ein  Selbsteintritt  auf  das  Asylgesuch  (nach  Art.  3  Abs. 2 
Dublin­II­VO) ausgeschlossen bleibt, womit  der Nichteintretensentscheid 
des BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. Bst. d AsylG zu bestätigen ist, 

dass die Anordnung der Wegweisung  in die Niederlande der Systematik 
des  Dublin­Verfahrens  entspricht  und  von  daher  im  Einklang  mit  der 
Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG steht,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Behandlung  des  Asylgesuches 
zuständigen Staat handelt – systembedingt kein Raum bleibt  für die von 
den  Beschwerdeführenden  beantragte  Ersatzmassnahme  für  den 
Wegweisungsvollzug  (im Sinne  von Art.  44 Abs.  2 AsylG  i.V.m.  Art.  83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20]),  mithin  eine 
entsprechende  Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im  Rahmen 

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des  Nichteintretensentscheides  stattfinden  muss  (vgl.  vorstehende 
Erwägungen), 

dass  in  diesem  Sinne  das  BFM  den  Vollzug  der  Wegweisung  in  die 
Niederlande zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärte, 

dass  nach  den  vorstehenden  Erwägungen  die  angefochtene  Verfügung 
zu  bestätigen  und  die  eingereichte  Beschwerde  –  soweit  darauf 
einzutreten ist – als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Endentscheid das Gesuch um Wiederherstellung 
der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde,  respektive  vielmehr  das 
Gesuch  um  ein  Aussetzen  des Wegweisungsvollzuges  (nach  Art.  107a 
AsylG),  und  das  Gesuch  um  Befreiung  von  der  Kostenvorschusspflicht 
(gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegenstandslos werden,

dass  im Rahmen  des Dublin­Verfahrens  Kontakte mit  dem Heimatstaat 
ohnehin  nicht  in  Betracht  fallen,  weshalb  auch  die  diesbezüglichen 
Anträge [6 und 7] gegenstandlos sind,

dass das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten (im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von Anfang an als 
aussichtslos erwiesen hat, 

dass  demnach  die  Kosten  des  Verfahrens  von  Fr.  600.–  den 
Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie 
Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird – soweit darauf einzutreten ist – abgewiesen.

2. 
Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand: