# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e73a34b-bb80-55bd-baea-20ef6d3fea37
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-01-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.01.2022 F-176/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-176-2022_2022-01-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-176/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  J a n u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;   

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 5. Januar 2022 / N (…). 

 

 

 

F-176/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein eritreischer Staatsangehöriger – am 

4. Dezember 2021 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zent-

raleinheit Eurodac) ergab, dass der Beschwerdeführer am 15. September 

2014 in Deutschland ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass er beim Dublin-Gespräch vom 3. Januar 2022 (Akten der Vorinstanz 

[SEM-act.] 13/2) angab, er habe in Deutschland einen positiven Entscheid 

erhalten, aber nach einer Weile, im 10. Monat 2020, sei dieser zurückge-

zogen worden, weil es eine Auseinandersetzung gegeben habe, deretwe-

gen er im Gefängnis gewesen sei, 

dass er in Deutschland über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt habe, wel-

che zuletzt im Jahr 2019 verlängert worden sei und bis im 5. Monat 2022 

gültig gewesen wäre, 

dass die Aufenthaltsbewilligung mit dem Rückzug des positiven Entscheids 

ihre Gültigkeit verloren habe, 

dass er aber vom Migrationsdienst ein Schreiben erhalten habe, wonach 

seine Abschiebung verboten sei, 

dass er nach dem Rückzug des positiven Entscheids bis zur Weiterreise in 

die Schweiz in Deutschland geblieben sei, denn er sei bis zum 9. Monat 

2021 im Gefängnis gewesen, 

dass er ausser in Deutschland und der Schweiz nirgendwo um Asyl ersucht 

habe und auch von keinem europäischen Land eine Aufenthaltsbewilligung 

besitze, 

dass der Beschwerdeführer, als er auf seine Angaben im Questionnaire 

Europa und anlässlich der Personalienaufnahme betreffend die letztmalige 

Ausreise aus dem Heimatstaat und die Einreise in den Dublin-Raum ange-

sprochen wurde, erklärte, diese seien nicht korrekt, 

dass er dies einfach so angegeben habe, weil er nicht nach Deutschland 

zurückkehren wolle, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des ihm gleichzeitig gewährten 

rechtlichen Gehörs zur Zuständigkeit Deutschlands für die Durchführung 

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des Asyl- und Wegweisungsverfahrens beziehungsweise zur Wegweisung 

dorthin und zum Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG (SR 142.31) betonte, er wolle nicht nach Deutschland zurückkehren, 

dass er nach spezifischen Gründen befragt, angab, er sei in Deutschland 

ein Jahr und sieben Monate im Gefängnis gewesen, 

dass der Migrationsdienst darüber informiert sei und deswegen den Ent-

scheid zurückgezogen habe, 

dass es keine weiteren Gründe gebe, 

dass die Vorinstanz gestützt auf den Eurodac-Treffer und die Angaben des 

Beschwerdeführers am 3. Januar 2022 die deutschen Behörden um des-

sen Wiederaufnahme in Anwendung von Art. 18 Abs. 1 Bst. d der Verord-

nung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-

rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (Neufassung), ABl. L 180/31 vom 

29.6.2013 (nachfolgend: Dublin-III-VO), ersuchte, 

dass die Vorinstanz den deutschen Behörden mitteilte, sie gehe im Lichte 

des gegenständlichen Sachverhalts davon aus, dass der bereits gewährte 

Schutzstatus des Beschwerdeführers in Deutschland widerrufen worden 

sei, ihm aber wegen Unzulässigkeit der Abschiebung eine Duldung erteilt 

worden sei, 

dass Deutschland mithin zur Wiederaufnahme des Beschwerdeführers 

verpflichtet sei, 

dass die deutschen Behörden dem Ersuchen am 5. Januar 2022 gestützt 

auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO zustimmten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 5. Januar 2022 – eröffnet am 6. Januar 

2022 (vgl. Empfangsbestätigung [SEM-act. 19/11]) – in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

vom 4. Dezember 2021 nicht eintrat, die Wegweisung nach Deutschland 

verfügte, den Beschwerdeführer – unter Androhung von Zwangsmitteln im 

Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Be-

schwerdefrist zu verlassen, den Kanton B._______ mit dem Vollzug der 

Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen 

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Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte und feststellte, eine allfällige 

Beschwerde gegen die Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Januar 2022 beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, die angefoch-

tene Verfügung sei aufzuheben, 

dass die Vorinstanz anzuweisen sei, auf das Asylgesuch einzutreten und 

ein nationales Asylverfahren zu eröffnen, 

dass eventualiter die Vorinstanz anzuweisen sei, sich gestützt auf Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 für vorliegendes Asylverfahren für zuständig zu erklären, 

dass subeventualiter die Sache wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs 

an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, 

dass im Sinne vorsorglicher Massnahmen die aufschiebende Wirkung zu 

erteilen sei und die Vollzugsbehörden anzuweisen seien, von einer Über-

stellung nach Deutschland abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht 

über die vorliegende Beschwerde entschieden habe, 

dass auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und die un-

entgeltliche Prozessführung zu gewähren sei, 

dass auf die Begründung der Beschwerde – soweit entscheidrelevant – in 

den Erwägungen eingegangen wird, 

dass der zuständige Instruktionsrichter am 14. Januar 2022 gestützt auf 

Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen aus-

setzte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 14. Ja-

nuar 2022 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asylrechts – in 

der Regel und so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 ‒ 33 VGG 

und Art. 5 VwVG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

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dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

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dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-

ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende 

erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) 

demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach 

Kapitel III stattfindet (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 

m.w.H.), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

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dass ein Selbsteintritt zwingend ist, wenn völkerrechtliche Vollzugshinder-

nisse einer Überstellung entgegenstehen, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe geltend macht, 

er sei mit dem Entscheid des SEM vom 5. Januar 2022 nicht einverstanden 

und möchte dagegen Beschwerde erheben, 

dass er von den deutschen Behörden unrechtmässig verurteilt worden sei, 

dass die Staatsanwaltschaft erneut Anklage erhoben und ihn verurteilt 

habe, nachdem ein Landgericht ihn in zweiter Instanz freigesprochen habe, 

dass er den deutschen Behörden nicht traue, weshalb er in die Schweiz 

geflüchtet sei, 

dass er entsprechende Unterlagen, welche seine Erfahrung stützten, zeit-

nah nachreichen werde, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zent-

raleinheit Eurodac) ergab, dass der Beschwerdeführer am 15. September 

2014 in Deutschland ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass die deutschen Behörden dem Wiederaufnahmeersuchen des SEM 

vom 3. Januar 2022 am 5. Januar 2022 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO zustimmten, 

dass somit die Zuständigkeit Deutschlands zur Durchführung des Asyl- und 

Wegweisungsverfahrens gegeben ist, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Deutschland wür-

den systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 

Dublin-III-VO aufweisen, 

dass Deutschland Vertragsstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

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dass ausserdem davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne 

und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien 

des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 

2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung 

des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Per-

sonen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) er-

geben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die deutschen Behörden würden sich weigern, ihn wieder aufzu-

nehmen und in der Folge seinen Antrag auf internationalen Schutz unter 

Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Deutschland würde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer auch nicht dargetan hat, die ihn bei einer Rück-

führung erwartenden Bedingungen in Deutschland seien derart schlecht, 

dass sie zu einer Verletzung von Art. 4 der EU-Grundrechtecharta, Art. 3 

EMRK oder Art. 3 FoK führen könnten, 

dass es im Weiteren auch keine konkreten Hinweise für die Annahme gibt, 

Deutschland würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zu-

stehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, 

dass es ihm bei einer allfälligen vorübergehenden Einschränkung offen-

steht, sich an die zuständigen deutschen Behörden zu wenden und die ihm 

zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einzufordern 

(vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer geriete im Falle einer Wegweisung nach Deutschland wegen der 

dortigen Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage, 

dass er die Möglichkeit hat, bei allfälligen Schwierigkeiten die dafür zustän-

digen Behörden beziehungsweise die vor Ort tätigen karitativen Organisa-

tionen zu kontaktieren, 

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dass es sich bei Deutschland um einen Rechtsstaat mit funktionierendem 

Justizsystem handelt, weshalb es dem Beschwerdeführer auch freisteht, 

sich an die zuständigen Stellen zu wenden, sollte er sich von den deut-

schen Behörden ungerecht oder rechtswidrig behandelt fühlen, 

dass auch nichts darauf hindeutet, die deutschen Behörden würden ihn in 

seine Heimat zurückschaffen, ohne zuvor seine Asylgründe geprüft zu ha-

ben und das Non-Refoulement-Gebot einzuhalten, 

dass nach dem Gesagten die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO 

nicht gerechtfertigt ist und auch keine individuellen völkerrechtlichen Über-

stellungshindernisse gegeben sind, 

dass es sich unter diesen Umständen erübrigt, die in der Beschwerde in 

Aussicht gestellten Unterlagen abzuwarten, 

dass der Beschwerdeführer beim Dublin-Gespräch vom 3. Januar 2022, 

als er zum medizinischen Sachverhalt befragt wurde, erklärte, es gehe ihm 

gesundheitlich gut, 

dass es ihm psychisch momentan besser gehe, früher sei er ein bisschen 

gestresst gewesen, 

dass das SEM ihn darüber informierte, er könne sich bei Bedarf beim Ge-

sundheitsdienst melden, 

dass weder im vorinstanzlichen Verfahren noch auf Beschwerdeebene me-

dizinische Unterlagen eingereicht wurden, 

dass keine medizinischen Probleme bekannt sind, weshalb davon auszu-

gehen ist, eine Überstellung des Beschwerdeführers nach Deutschland 

stelle keine Verletzung von Art. 3 EMRK dar, 

dass es der Vollständigkeit halber jedoch darauf hinzuweisen gilt, dass 

Deutschland über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt 

(vgl. etwa Urteil des BVGer F-3111/2021 vom 28. Oktober 2021 E. 9.4), 

weshalb sich der Beschwerdeführer bei allenfalls auftretenden gesundheit-

lichen Beeinträchtigungen an das zuständige Fachpersonal wenden kann, 

dass in der Beschwerde nicht näher begründet wird, inwiefern die Vorin-

stanz das rechtliche Gehör verletzt haben sollte, und eine Gehörsverlet-

zung denn auch aus den Akten nicht ersichtlich ist, 

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dass damit für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz kein Anlass 

besteht und der entsprechende Subeventualantrag abzuweisen ist, 

dass der Beschwerdeführer mit seiner Begründung insgesamt nicht das 

gewünschte Verfahrensziel – die Behandlung seines Asylgesuchs in der 

Schweiz – erreichen kann, zumal die Dublin-III-Verordnung den Schutzsu-

chenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selbst 

auszuwählen, 

dass in seinem Fall ebenso keine Gründe ersichtlich sind, welche die Vor-

instanz zu einem Selbsteintritt gemäss Art. 17 Dublin-III-VO beziehungs-

weise Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 hätten verpflichten können, 

dass die Vorinstanz nach dem Gesagten zu Recht auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und seine Wegweisung verfügt hat 

(vgl. Art. 31a Abs. 1 Bst. b und Art. 44 AsylG), 

dass die Beschwerde folglich abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Urteil in der Hauptsache der Antrag auf Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung und das Gesuch um Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden sind, 

dass der am 14. Januar 2022 angeordnete Vollzugsstopp mit vorliegendem 

Urteil dahinfällt und die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine neue Frist 

zur Ausreise anzusetzen hat, 

dass die Beschwerde – wie sich aus den oben stehenden Erwägungen 

ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen war, weshalb das Gesuch um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 

VwVG unbesehen der geltend gemachten Bedürftigkeit abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig 

 

 

Versand: