# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8831f4c-dc49-5228-982d-f3c89685080f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 27.05.2024 470 2024 55 (470 24 55)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2024-55_2024-05-27.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
27. Mai 2024 (470 24 55) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Strafprozessrecht 
 
 
Verfahrenseinstellung 
 
 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring (Ref.),  
Richterin Susanne Afheldt; Gerichtsschreiberin Ilona Frikart 
 
 

Parteien A.____,  
Beschwerdeführer 
 
B.____,  
Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 
C.____,  
Verfahrensbeteiligte 

  
 

Gegenstand Verfahrenseinstellung 
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft  
Basel-Landschaft vom 23. Februar 2024 
 

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A. Am 25. April 2023 verstarb † D.____ unter ungeklärten Umständen. Die Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) 
eröffnete daraufhin ein Verfahren betreffend aussergewöhnlichen Todesfall, stellte dieses aber 
mit Verfügung vom 23. Februar 2024 in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. b der Strafprozess-
ordnung (StPO, SR 312.0) ein (vgl. Ziff. 1). Weiter wurde angeordnet, dass die bei C.____ (nach-
folgend: Verfahrensbeteiligte) einverlangten Krankenakten nach Rechtskraft im Original an diese 
zurückgehen (vgl. Ziff. 2). Ausserdem wurden die Verfahrenskosten dem Staat auferlegt (vgl. Ziff. 
3).  
 
Auf die Begründung dieser Einstellungsverfügung und der nachfolgenden Eingaben der Parteien 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen dieses Beschlusses eingegangen. 
 
B. Mit Eingabe vom 5. März 2024 erhob der Bruder des am 25. April 2023 verstorbenen 
† D.____, A.____ (nachfolgend: Beschwerdeführer), beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), im Namen der Geschwister des Verstorbenen 
Beschwerde gegen die vorgenannte Einstellungsverfügung. Er stellte sinngemäss den Antrag, 
die Verfügung vom 23. Februar 2024 sei aufzuheben und der Vorwurf eines allenfalls strafbaren 
Verhaltens seitens der Verfahrensbeteiligten sei durch die Staatsanwaltschaft eingehender zu 
untersuchen.  
 
C. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 6. März 2024 wurde der Schwester des Verstor-
benen, B.____, Frist bis zum 18. März 2024 angesetzt, um dem Kantonsgericht die Eingabe vom 
5. März 2024 eigenhändig unterzeichnet einzureichen. 
 
D. Am 15. März 2024 wurde dem Kantonsgericht schliesslich ein ebenfalls von der Schwes-
ter des Verstorbenen, B.____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), unterschriebenes Exemplar 
der Beschwerdeschrift eingereicht.  
 
E. Nachdem die von beiden Parteien unterzeichnete Beschwerde der Staatsanwaltschaft 
mit Verfügung vom 18. März 2024 zugestellt worden war, reichte diese am 21.März 2024 eine 
Stellungnahme ein, worin sie beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen und die Kosten des 
Verfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen.  
 
F. Mit Verfügung vom 5. April 2024 wurde die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vom 
21. März 2024 den Beschwerdeführern sowie der Verfahrensbeteiligten zur Kenntnisnahme zu-
gestellt. Zugleich wurde festgestellt, dass die Verfahrensbeteiligte innert Frist auf die Einreichung 
einer Stellungnahme verzichtet hat, und der Schriftenwechsel für geschlossen erklärt.  
 
 

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Erwägungen 
I. Formelles 
1. Die Beschwerde gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft ist gemäss Art. 
322 Abs. 2 StPO und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO zulässig. Nach Art. 393 Abs. 2 StPO können mit 
der Beschwerde Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Er-
messens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a); die unvollständige oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhaltes (lit. b); sowie Unangemessenheit (lit. c) gerügt werden. Die Be-
schwerdefrist gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide beträgt zehn Tage (Art. 322 
Abs. 2 StPO und Art. 396 Abs. 1 StPO). Dabei ist in der Beschwerde genau anzugeben, welche 
Punkte des Entscheides angefochten werden, welche Gründe einen anderen Entscheid nahe 
legen und welche Beweismittel angerufen werden (Art. 385 Abs. 1 StPO). Die Zuständigkeit der 
Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, als Beschwer-
deinstanz ergibt sich sodann aus Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO in Verbindung mit § 15 Abs. 2 des 
Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250). 
 
2.  
2.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 
23. Februar 2024 ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Die besagte staatsanwaltschaftliche 
Einstellungsverfügung ging den Beschwerdeführern am 27. Februar 2024 postalisch zu, weshalb 
sie mit ihrer Beschwerdeeingabe vom 5. März 2024 die 10-tägige Rechtsmittelfrist gewahrt ha-
ben. Darüber hinaus haben sie zulässige Rügen erhoben und sind ihrer Begründungspflicht nach-
gekommen. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als 
Beschwerdeinstanz ist ferner ebenfalls gegeben.  
 
2.2 Es stellt sich weiter die Frage nach der Beschwerdelegitimation und dem Rechtschutz-
interesse der Beschwerdeführer. Gemäss der allgemeinen Bestimmung zur Rechtsmittellegitima-
tion ist zur Beschwerde jede Partei legitimiert, die ein aktuelles rechtlich geschütztes Interesse 
an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 StPO; 
PATRICK GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, N 244). 
Die Strafprozessordnung unterscheidet dabei zwischen den "Parteien" (vgl. Art. 104 StPO) und 
"anderen Verfahrensbeteiligten" (Art. 105 StPO). Zu den Parteien, welche zur Anfechtung von 
Einstellungsverfügungen befugt sind, zählen mithin die Verfahrensbeteiligte Person und die Pri-
vatklägerschaft (Art. 322 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 104 Abs. 1 lit. a und lit. b StPO). Andere Verfah-
rensbeteiligte, wie etwa die geschädigte Person (lit. a) oder durch die Verfahrenshandlung be-
schwerte Dritte (lit. f), stehen zur Wahrung ihrer Interessen die erforderlichen Verfahrensrechte 
einer Partei zu, wenn sie in ihren Rechten unmittelbar betroffen sind (Art. 105 Abs. 1 und Abs. 2 
StPO). Gestützt auf Art. 105 Abs. 2 StPO sind damit auch andere Verfahrensbeteiligte zur Be-
schwerde legitimiert, wobei diese Bestimmung ihnen Verfahrensrechte einer Partei zuspricht und 
damit auch das in Art. 382 Abs. 1 StPO statuierte Recht der Parteien zur Beschwerdeführung in 
dem Umfang, wie sie durch hoheitliche Verfahrenshandlungen in ihren Rechten unmittelbar be-
troffen sind. Bei sämtlichen Parteien und anderen Verfahrensbeteiligten bilden gemeinsame und 

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kumulative Voraussetzungen für die Beschwerdebefugnis das Vorliegen der Rechtsfähigkeit, der 
Prozessfähigkeit und der Beschwer (PATRICK GUIDON, a.a.O., N 221 ff.).  
 
Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfah-
ren als Straf- oder Zivilklägerin zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Der Strafantrag ist dieser 
Erklärung gleichgestellt (Art. 118 Abs. 2 StPO). Die Staatsanwaltschaft weist die geschädigte 
Person nach Eröffnung des Vorverfahrens auf die Möglichkeit hin, sich als Privatklägerschaft 
konstituieren zu können (Art. 118 Abs. 4 StPO). Geschädigt ist, wer durch die Straftat in seinen 
Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO). Geschädigte, die sich nicht als 
Privatkläger konstituiert haben, können eine Einstellungsverfügung mangels Parteistellung 
grundsätzlich nicht anfechten. Diese Einschränkung gilt dann nicht, wenn die geschädigte Person 
noch keine Gelegenheit hatte, sich zur Frage der Konstituierung zu äussern, so etwa wenn eine 
Einstellung ergeht, ohne dass die Strafverfolgungsbehörde die geschädigte Person zuvor auf ihr 
Konstituierungsrecht aufmerksam gemacht hat (vgl. BGer 1B_298/2012 vom 27. August 2012 E. 
2.1; BGE 141 IV 380 E. 2.2; VIKTOR LIEBER, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 382 N 
15). In einem solchen Fall sind der geschädigten Person volle Parteirechte einzuräumen (vgl. 
BGer 1B_298/2012 vom 27. August 2012 E. 2.1), denn die Strafverfolgungsbehörden trifft eine 
entsprechende Auf- und Abklärungspflicht (Art. 118 Abs. 4 StPO), deren Versäumnis nicht zu 
einer Verwirkung der Verfahrensrechte der betroffenen Person führen soll.  
 
Stirbt die geschädigte Person, ohne auf ihre Verfahrensrechte als Privatklägerschaft verzichtet 
zu haben, so gehen ihre Rechte auf die Angehörigen im Sinne von Art. 110 Abs. 1 des Strafge-
setzbuchs (StGB, SR 311.0) – wozu voll- und halbbürtige Geschwister zählen – in der Reihen-
folge ihrer Erbberechtigung über (Art. 121 Abs. 1 StPO). Die Angehörigen gemäss Art. 121 Abs. 1 
StPO i.V.m. Art. 110 Abs. 1 StGB sind gemäss bundesgerichtlicher Praxis sowohl zur Straf- als 
auch zur Zivilklage legitimiert und profitieren von einer umfassenden Rechtsnachfolge (BGE 
142 IV 82 E. 3.2; BGE 146 IV 76 E. 2.2.1; BGE 140 IV 162 E. 4.9.3.; GORAN MAZZUCCHELLI/MARIO 
POSTIZZI, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 121 N 21). Art. 119 Abs. 2 StPO bestimmt 
namentlich, dass die geschädigte Person kumulativ oder alternativ die Verfolgung und Bestrafung 
der für die Straftat verantwortlichen Person verlangen (lit. a, Strafklage) sowie adhäsionsweise 
privatrechtliche Ansprüche geltend machen kann, die aus der Straftat abgeleitet werden (lit. b; 
Zivilklage). Die Rechtsnachfolger einer verstorbenen geschädigten Person verfügen – sofern sie 
sich im Vorverfahren rechtsgültig als Privatklägerschaft konstituiert haben – daher über ein recht-
lich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO an der Aufhebung einer Verfah-
renseinstellung, auch wenn sie keine Zivilklage gemäss Art. 119 Abs. 2 lit. b StPO geltend ma-
chen. Dies ist insbesondere für den Fall, dass nach dem Tod der verletzten Person Offizialdelikte 
zu deren Nachteil bekannt werden gerechtfertigt, zumal auch das Strafantragsrecht gemäss Art. 
30 Abs. 4 StGB jedem Angehörigen zusteht, wenn die verletzte Person stirbt, ohne Strafantrag 
gestellt oder auf diesen ausdrücklich verzichtet zu haben (BGE 142 IV 82 E. 3.2). Art. 119 Abs. 2 
StPO impliziert somit ein rechtlich geschütztes Interesse unabhängig jeglicher Zivilforderung 
(GORAN MAZZUCCHELLI/MARIO POSTIZZI, a.a.O., Art. 121 N 22a; BGE 146 IV 76 E. 2.2.2). Um ein 

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entsprechendes Interesse zu begründen, genügt es, im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO geschä-
digt zu sein (BGE 139 IV 78 E. 3.3.3).  
 
2.3 Soweit ersichtlich geht aus den staatsanwaltschaftlichen Akten nicht hervor, dass sich 
die Beschwerdeführer bereits ausdrücklich als Privatkläger konstituiert haben. Die Staatsanwalt-
schaft zeigte ihnen zwar mit Schreiben vom 2. Januar 2024 an, dass sie beabsichtige, das Ver-
fahren einzustellen, und gab ihnen Gelegenheit, erneut Einsicht in die Akten zu nehmen, wie dies 
in Art. 318 Abs. 1 StPO für die "Parteien" vorgesehen ist. Jedoch ist kein Hinweis seitens der 
Staatsanwaltschaft darauf, dass die Beschwerdeführer auf die Möglichkeit der Konstituierung als 
Privatkläger aufmerksam gemacht wurden (vgl. Art. 118 Abs. 4 StPO), aktenkundig. Die Be-
schwerdeführer hatten somit noch keine Gelegenheit, sich als Privatklägerschaft zu konstituieren 
und volle Parteistellung im staatsanwaltschaftlichen Verfahren zu erlangen. In diesem Zusam-
menhang sei indes gesagt, dass es sich in casu nicht um ein gegen die Verfahrensbeteiligte 
geführtes Strafverfahren handelt. Mit Eingabe der Beschwerde vom 5. März 2024 haben die an-
waltlich nicht vertretenen Beschwerdeführer dennoch unmissverständlich bekundet, Parteirechte 
in diesem Verfahren ausüben zu wollen. Hinzu tritt, dass sie auch am staatsanwaltschaftlichen 
Verfahren teilgenommen, mit der Strafuntersuchungsbehörde korrespondiert sowie Akteinsicht 
erlangt haben. Insbesondere in der Inanspruchnahme von Mitwirkungsrechten – wie beispiels-
weise der Anfechtung einer Nichtanhandnahmeverfügung – ist sodann eine Konstituierungser-
klärung zu erblicken, da die geschädigte Person damit ihr Teilnahmeinteresse am Strafverfahren 
bekundet (VIKTOR LIEBER, a.a.O., Art. 115 N 10). Die Einreichung der vorliegenden Beschwerde 
ist daher sinngemäss als Erklärung gemäss Art. 118 Abs. 1 StPO entgegenzunehmen, wonach 
sich die Beschwerdeführer als Privatkläger am vorliegenden Verfahren beteiligen. Im Übrigen 
verlangen die Beschwerdeführer die Verfolgung und Aufklärung eines allfälligen Offizialdelikts 
zum Nachteil ihres verstorbenen Bruders, womit sie ohne Weiteres das ihnen zustehende Straf-
antragsrecht gemäss Art. 30 Abs. 4 StGB wahrgenommen haben, was der Konstituierungserklä-
rung gleichkommt (vgl. Art. 118 Abs. 2 StPO). Als Privatkläger und Angehörige des Verstorbenen 
sind die Beschwerdeführer berechtigt, die Verfolgung der für eine allenfalls vorliegende Straftat 
verantwortlichen Personen zu verlangen (vgl. Art. 119 Ab. 2 StPO i.V.m. Art. 121 Abs. 1 StPO, 
BGE 146 IV 76 E. 2.3). † D.____ wäre als geschädigte Person im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO, 
welche durch eine allfällige Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist, sowie auf-
grund eines allenfalls im Raum stehenden Delikts gegen Leib und Leben gar als Opfer im Sinne 
von Art. 116 Abs. 1 StPO zu qualifizieren gewesen. Als Geschwister und nächste gesetzlichen 
Erben der verstorbenen geschädigten Person sind die Beschwerdeführer Angehörige und zu-
gleich Rechtsnachfolger im Sinne von Art. 121 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 110 Abs. 1 StGB. Die 
Rechte von † D.____ sind mit seinem Tod somit umfassend auf seine Geschwister und damit die 
Beschwerdeführer übergegangen. Gestützt auf die Regelung von Art. 121 Abs. 1 StPO sind diese 
legitimiert, sich als Straf- bzw. Zivilkläger zu konstituieren (vgl. Art. 119 Abs. 2 StPO). Folglich 
sind sie gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO ebenfalls berechtigt, die vorliegende Beschwerde zu erhe-
ben und die Verfolgung sowie Aufklärung einer allfälligen Offizialtat zum Nachteil des Verstorbe-
nen zu fordern. Wie sich im Übrigen klarerweise aus den Akten und der mit Beschwerde vom 

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5. März 2024 geltend gemachten, angeblich von der Verfahrensbeteiligten begangenen Sorg-
faltspflichtverletzung ergibt, wirkt sich die angefochtene Einstellungsverfügung bzw. der Ausgang 
dieser Strafuntersuchung auch auf deren mögliche Zivilansprüche (etwa eine Genugtuungsfor-
derung im Sinne von Art. 47 OR bzw. haftungsrechtliche Ansprüche) aus (vgl. BGE 146 IV 76 E. 
3.1). Ein entsprechendes Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführer an der Aufhebung oder 
Änderung des angefochtenen Entscheides im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO ist nach dem Ge-
sagten zu bejahen. Es ist folglich zu konstatieren, dass sämtliche Formalien erfüllt sind, so dass 
auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
II. Materielles 
1.  
1.1 Zur Begründung ihrer Einstellungsverfügung vom 23. Februar 2024 erwägt die Staats-
anwaltschaft, dass in Bezug auf den Tod von † D.____ aufgrund der angetroffenen Situation, der 
vor Ort durchgeführten Legalinspektion, den Obduktionsergebnissen sowie dem Bericht der Fo-
rensik der Polizei Basel-Landschaft und den Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Uni-
versität Basel (nachfolgend: IRM) keine strafbare Einwirkung Dritter vorliege. Es handle sich um 
einen natürlichen Tod zufolge eines Herzkreislaufstillstandes bei fortgeschrittenem Krebsleiden.  
 
1.2 Mit Beschwerde vom 5. März 2024 bringen die Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, 
† D.____ sei seit November 2022 mehrmals in Behandlung bei der Verfahrensbeteiligten gestan-
den und habe über Husten mit blutigem Auswurf geklagt. Trotz mehrfacher Behandlung wegen 
Lungenentzündung sei keine Besserung eingetreten. Das am 21. Dezember 2022 von der Ver-
fahrensbeteiligten produzierte Röntgenbild und die vom Verstorbenen geschilderten Symptome 
(insbesondere Schmerzen in der linken Schulter) hätten klare Hinweise auf eine Krebserkrankung 
(Pancoast-Krebs) beinhaltet. Angesichts der mehrfachen Untersuchungen und erfolglosen Be-
handlungen während fünf Monaten habe die Verfahrensbeteiligte nach Auffassung der Beschwer-
deführer ihre medizinischen Sorgfaltspflichten mehrfach grobfahrlässig oder gar eventualvorsätz-
lich missachtet. Das Verhalten der Verfahrensbeteiligten erscheine strafrechtlich relevant und 
könne haftungsrechtliche Ansprüche nach sich ziehen, weshalb eine tiefergehende Untersu-
chung der Behandlungen und Diagnosen der Verfahrensbeteiligten verlangt werde. Selbst wenn 
† D.____ trotz einer rechtzeitigen Diagnose und entsprechender Behandlung an der Erkrankung 
hätte sterben können, hätten angesichts moderner Behandlungsmethoden gemäss Fachliteratur 
realistische Chancen zur Bekämpfung dieses Krebses bestanden. Durch die Fehldiagnose der 
Verfahrensbeteiligten seien eine adäquate Behandlung oder eine Verlängerung des Lebens ver-
eitelt worden. Ausserdem sei es dem Verstorbenen aufgrund der stark fortgeschrittenen Erkran-
kung nicht mehr möglich gewesen, sein Erbe in der von ihm gewünschten Art und Weise zu 
regeln.  
 
1.3 In ihrer Stellungnahme vom 21. März 2024 führt die Staatsanwaltschaft zusammenge-
fasst aus, dass vorliegend kein Strafverfahren gegen die Verfahrensbeteiligte eröffnet, sondern 
eine Einstellungsverfügung im Rahmen der Bestimmungen über aussergewöhnliche Todesfälle 

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erlassen worden sei. Dem Zusatzgutachten des IRM vom 18. Dezember 2023 könne entnommen 
werden, dass das Röntgenbild fehlerhaft beurteilt worden sei und weitere diagnostische Schritte 
hätten eingeleitet werden müssen. Damit werde eine Sorgfaltspflichtverletzung bejaht, doch halte 
das Gutachten auch fest, dass bei bösartigen Lungentumoren die frühzeitige Erkennung und adä-
quate Behandlungswahl den Hinschied des Betroffenen nicht zuverlässig verhindern könnten. 
Insofern stehe nicht mit der im Strafrecht erforderlichen Sicherheit fest, dass eine frühere Diag-
nose und Einleitung der Therapie das Versterben zum betreffenden Zeitpunkt hätten verhindern 
können. Diesbezüglich halte das IRM weiter fest, dass zwar die Einholung eines Fachgutachtens 
zu dieser Frage möglich sei, aber ein solches wohl nicht zu strafrechtlich verlässlicheren Aussa-
gen führen werde. Damit stehe fest, dass eine Kausalität zwischen der Fehldiagnose und dem 
Todeseintritt nicht festgestellt werden könne, weshalb kein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung 
eröffnet worden sei.  
 
2.  
2.1  
2.1.1 In casu ist zu prüfen, ob die Verfahrenseinstellung gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO 
zu Recht erfolgt ist, oder ob anstelle der Einstellung die Untersuchung weiterzuführen ist.  
 
2.1.2 Bestehen bei einem Todesfall Anzeichen für einen unnatürlichen Tod, insbesondere für 
eine Straftat, so ordnet die Staatsanwaltschaft zur Klärung der Todesart eine Legalinspektion 
durch eine sachverständige Ärztin oder einen sachverständigen Arzt an (Art. 253 Abs. 1 StPO). 
Bestehen nach der Legalinspektion Hinweise auf eine Straftat, so ordnet die Staatsanwaltschaft 
die Sicherstellung der Leiche und weitere Untersuchungen durch eine rechtsmedizinische Insti-
tution, nötigenfalls die Obduktion an (Art. 253 Abs. 3 StPO). In der Untersuchung klärt die Staats-
anwaltschaft den Sachverhalt tatsächlich und rechtlich so weit ab, dass sie das Vorverfahren 
abschliessen kann (Art. 308 Abs. 1 StPO). Sie zieht eine oder mehrere sachverständige Perso-
nen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Fest-
stellung oder Beurteilung des relevanten Sachverhalts erforderlich sind (Art. 182 StPO). Die An-
ordnung und Erstellung von Gutachten richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 183 StPO 
bis Art. 189 StPO.  
 
2.1.3 Gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO stellt die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren vollständig 
oder teilweise ein, wenn sich kein Tatverdacht erhärtet, der eine Anklage rechtfertigt (lit. a), kein 
Straftatbestand erfüllt ist (lit. b), Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar ma-
chen (lit. c), Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden können oder Prozesshinder-
nisse aufgetreten sind (lit. d) oder nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestra-
fung verzichtet werden kann (lit. e). Die Gründe gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a bis d StPO verste-
hen sich als zwingend und führen somit ausnahmslos zur Einstellung des Verfahrens (MATTHIAS 
HEINIGER/RONNY RICKLI, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 319 N 6; NATHAN 
LANDSHUT/THOMAS BOSSHARD, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 319 N 14). Da die 
Staatsanwaltschaft als Untersuchungs- und Anklagebehörde nicht dazu berufen ist, über Recht 

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oder Unrecht zu richten, darf sie nicht allzu rasch und gestützt auf eigene Bedenken (die irrtümlich 
sein können) zu einer Einstellung schreiten. In Zweifelsfällen sachverhalts- und beweismässiger 
sowie vor allem rechtlicher Art ist Anklage zu erheben. Der Grundsatz "in dubio pro reo" spielt 
hier nicht, vielmehr gilt insbesondere bei schweren Deliktsvorwürfen der Grundsatz "in dubio pro 
duriore" (DANIEL JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, Praxiskommentar StPO, 4. Aufl. 2023, Art. 319 N 5). 
Die Staatsanwaltschaft hat keine abschliessende Beurteilung darüber vorzunehmen, ob sich die 
Verfahrensbeteiligte Person einer ihr zur Last gelegten Tat strafbar gemacht hat, sondern nur, ob 
genügend Anhaltspunkte vorhanden sind, die es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen. Nur 
wenn aufgrund objektiver Kriterien von vornherein feststeht, dass jedes andere Ergebnis als ein 
Freispruch ausgeschlossen erscheint, kann und muss eine Einstellung erfolgen. Die Beurteilung 
der Wahrscheinlichkeit der Prozessaussichten ist dem pflichtgemässen Ermessen der Staatsan-
waltschaft anheimgestellt. Die Staatsanwaltschaft hat in Berücksichtigung der massgebenden 
Beweiswürdigungs- und Subsumtionsgrundsätze zu erwägen, welche Möglichkeiten für das 
Sachgericht offenstehen. Bei unklarer Beweislage ist es der Staatsanwaltschaft, aber auch den 
Beschwerdeinstanzen untersagt, der Beweiswürdigung des Sachgerichts vorzugreifen (NATHAN 
LANDSHUT/THOMAS BOSSHARD, a.a.O., Art. 319 N 15 f.).  
 
Gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO ist eine Einstellung zu verfügen, wenn das inkriminierte Ver-
halten, selbst wenn es nachgewiesen wäre, ganz offensichtlich den objektiven und subjektiven 
Tatbestand einer Strafnorm nicht erfüllt, beispielsweise, weil es von rein zivil- oder verwaltungs-
rechtlicher Relevanz ist. Allerdings ist auch bei der durch die Staatsanwaltschaft vorzunehmen-
den Prüfung darauf zu achten, dass bei Ermessensfragen und bei nicht durch die Literatur oder 
Rechtsprechung klar gelösten Streitfragen im Zweifelsfalle Anklage zu erheben ist. Gleich verhält 
es sich, wenn Auslegungs- oder Wertungsfragen zu beurteilen sind; solche Fragen sind immer 
durch das zuständige Strafgericht zu entscheiden. Namentlich wird die Grenze zwischen strafba-
rem und straflosem Verhalten regelmässig durch schwer fassbare Gesetzesbegriffe wie die Arg-
list beim Betrugstatbestand oder die Sorgfaltspflichtverletzung beim Fahrlässigkeitsdelikt be-
stimmt. In solchen Fällen ist bei der Annahme der fehlenden Tatbestandsmässigkeit besondere 
Zurückhaltung zu üben und in Befolgung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" prinzipiell An-
klage zu erheben (NATHAN LANDSHUT/ THOMAS BOSSHARD, a.a.O., Art. 319 N 19 f.; DANIEL 
JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, a.a.O., Art. 319 N 6; MATTHIAS HEINIGER/RONNY RICKLI, a.a.O., 
Art. 319 N 9).  
 
2.1.4 Gemäss Art. 117 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe be-
straft, wer fahrlässig den Tod eines Menschen verursacht. Die herrschende Lehre und Praxis 
setzen für das Vorliegen eines fahrlässigen Tötungsdelikts in tatbestandsmässiger Hinsicht fol-
gende Merkmale voraus: (1) Unvorsätzliches Bewirken eines tatbestandsmässigen Erfolgs, (2) 
Kausalzusammenhang zwischen Handlung und Erfolg (natürliche und adäquate Kausalität, vgl. 
BGE 140 II 7 E. 4; BGE 122 IV 17 E. 2.c), (3) Missachtung einer Sorgfaltspflicht (Art. 12 Abs. 3 
StGB), (4) Relevanz der Sorgfaltspflichtverletzung für den Erfolgseintritt (Voraussehbarkeit und 
Vermeidbarkeit des Erfolgs bei pflichtgemässem Verhalten; CHRISTIAN SCHWARZENEGGER/ 

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AURELIA GURT, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 117 N 2). Sorgfaltswidrig ist die Hand-
lungsweise, wenn der Täter zum Zeitpunkt ihrer Vornahme nach den Umständen und nach seinen 
persönlichen Verhältnissen die bewirkte Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte erkennen 
können und müssen. Für die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Adäquanz. Danach 
muss das Verhalten geeignet sein, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen 
des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder mindestens zu begünstigen. 
Die Adäquanz ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergewöhnliche Umstände, wie das Mitver-
schulden des Opfers beziehungsweise eines Dritten oder Material- sowie Konstruktionsfehler, als 
Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart 
schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erschei-
nen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren, insbesondere das Verhalten des Täters, 
in den Hintergrund drängen (BGE 135 IV 56 E. 2.1, BGE 131 IV 145 E. 5.1 und E. 5.2; BGE 128 
IV 49 E. 2b; BGE 127 IV 62 E. 2d). Für die Zurechenbarkeit des Erfolgs genügt die blosse Vor-
hersehbarkeit nicht. Weitere Voraussetzung ist, dass der Erfolg auch vermeidbar war. Dabei wird 
ein hypothetischer Kausalverlauf untersucht und geprüft, ob der Erfolg bei pflichtgemässem Ver-
halten des Täters ausgeblieben wäre. Ein solcher hypothetische Kausalzusammenhang lässt sich 
nicht mit Gewissheit beweisen. Für die Zurechnung des Erfolgs genügt, wenn das Verhalten des 
Täters mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolges bildete 
(BGE 135 IV 56 E. 2.1; BGer 6B_493/2011 vom 12. Dezember 2011 E. 6.3; jeweils mit Hinwei-
sen). Diese Grundsätze gelten auch für das unechte Unterlassungsdelikt. Steht ein solches zur 
Diskussion, ist anhand eines hypothetischen Kausalzusammenhangs zu prüfen, ob bei Vor-
nahme der gebotenen Handlung der Erfolg mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit ausge-
blieben wäre und ob deren Nichtvornahme für den eingetretenen Erfolg adäquat kausal war (sog. 
"Wahrscheinlichkeitstheorie"; BGE 135 IV 56 E. 5.1, 117 IV 130 E. 2a; BGer 6B_611/2011 vom 
31. Januar 2012 E. 3.1; je mit Hinweisen). Voraussetzung ist im Falle der fahrlässigen Tötung 
durch pflichtwidriges Unterlassen eine Rechtspflicht zur Vornahme der unterlassenen Handlung 
(Garantenstellung) sowie die Möglichkeit, diese Handlung vorzunehmen. Ein sog. unechtes Un-
terlassungsdelikt liegt vor, wenn im Gesetz wenigstens die Herbeiführung des Erfolgs durch Tun 
ausdrücklich mit Strafe bedroht wird, die Verfahrensbeteiligte Person durch ihr Tun den Erfolg 
tatsächlich hätte abwenden können und infolge ihrer Garantenstellung dazu verpflichtet war, so 
dass die Unterlassung der Erfolgsherbeiführung durch aktives Tun als gleichwertig erscheint 
(BGer 6B_1016/2009 vom 11. Februar 2010 E. 2.3). Für die Annahme einer Garantenstellung 
genügt nicht jede, sondern nur eine qualifizierte Rechtspflicht (BGE 141 IV 249 E. 1.1, BGer 
1C_438/2016 vom 18. Mai 2017 E. 4.1; je mit Hinweisen). Eine Garantenstellung kann sich aus 
Gesetz, Vertrag, einer freiwillig eingegangenen Gefahrengemeinschaft oder aus der Schaffung 
einer Gefahr ergeben (Art. 11 Abs. 2 lit. a bis lit. d StGB). Der dem Arzt-Patienten-Verhältnis 
zugrunde liegende Behandlungsvertrag begründet in der Regel die Garantenstellung des Arztes 
für Leben und Gesundheit des Patienten. Massgebend ist die tatsächliche Übernahme der 
Schutzpflicht durch den Arzt oder die Zusicherung der Übernahme (REGINA AEBI-MÜLLER/WALTER 
FELLMANN/THOMAS GÄCHTER/BERNHARD RÜTSCHE/BRIGITTE TAG, Arztrecht, 2016, § 8 N 155).  
 

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2.2  
2.2.1 Die Staatsanwaltschaft stützt sich bei ihrer Einstellungsverfügung vom 23. Februar 2024 
primär auf zwei rechtsmedizinische Gutachten des IRM. Aus dem entsprechenden Abschlussgut-
achten des IRM vom 25. August 2023 geht hervor, dass die von der Hausärztin des Verstorbenen 
(der Verfahrensbeteiligten) vermerkten Symptome (Husten mit blutigem Auswurf und Schmerzen 
in der linken Schulter) rückblickend betrachtet hinweisend auf einen Lungentumor in fortgeschrit-
tenem Stadium gewesen seien. Die anschliessend von ihr durchgeführten Diagnoseschritte (La-
borkontrolle und Röntgen) seien grundsätzlich korrekt gewesen. Im Dezember 2022 sei eine 
Röntgenaufnahme des Verstorbenen angefertigt und von der behandelnden Hausärztin als "in 
Ordnung" beurteilt worden. Wo dieses Röntgenbild aufgenommen worden sei und inwiefern sich 
dabei bereits Zeichen einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung gezeigt hätten, gehe aus den 
dem IRM vorliegenden Unterlagen nicht hervor. Es sei fraglich, ob die Röntgenaufnahme richtig 
beurteilt worden sei. Grundsätzlich könne gesagt werden, dass eine weitere "Eskalation der Di-
agnostik" die Diagnosestellung um mehrere Wochen hätte beschleunigen können. Ob eine 
frühere Einleitung einer Therapie das Versterben von † D.____ hätte verhindern können, sei erst 
dann beurteilbar, wenn feststehe, ob das Röntgenbild eine Tumorverdachtsdiagnose ermöglicht 
hätte und welches Tumorausmass ersichtlich gewesen sei. Gegebenenfalls müsste dies in Zu-
sammenarbeit mit einem Fachgutachter geklärt werden.  
 
Daraufhin erteilte die Staatsanwaltschaft dem IRM den Auftrag, ein rechtsmedizinisches Zusatz-
gutachten zu erstellen. Aus dieser Zusatzexpertise, datierend vom 18. Dezember 2023, folgt, 
dass auf den entsprechenden Röntgenaufnahmen von † D.____ eine ausgeprägte Verschattung 
im Bereich des linken Lungenoberlappens auszumachen sei. Eine Grössenzuordnung sei bei 
einer Röntgenaufnahme nicht möglich, jedoch zeige sich der Randbereich unscharf begrenzt und 
die Lungenspitze vollständig einnehmend. Solche Röntgenbilder hätten üblicherweise in mindes-
tens zwei Ebenen zu erfolgen: Die Anfertigung einer seitlichen Aufnahme ergänzend zur "p.a.-
Aufnahme" werde zur medizinischen Diagnostik des Brustkorbs allgemein empfohlen. Eine sol-
che Aufnahme liege den Unterlagen allerdings nicht bei. Grundsätzlich sei zu sagen, dass Ver-
schattungen hinweisend auf eine Gewebeveränderung, wie etwa eine Krebserkrankung, seien. 
Die unscharfe Begrenzung, die Lokalisation im Oberlappen und die augenscheinliche Grösse der 
Verschattungen hätten bereits auf eine bösartige Veränderung hingedeutet. Dementsprechend 
hätten weitere diagnostische Schritte, wie ein Schichtbildröntgen, umgehend eingeleitet werden 
müssen. Auf der Grundlage eines solchen Röntgenbildes hätten eine anderweitige Diagnostik 
sowie mögliche Therapieoptionen erwogen werden können. Die Röntgenaufnahme vom Dezem-
ber 2022 sei daher fehlerhaft mit "in Ordnung" befundet worden, wobei die auf dem Röntgenbild 
erkennbare Verschattung auch für einen Allgemeinmediziner ohne Weiteres diagnostizierbar ge-
wesen wäre. Es sei davon auszugehen, dass eine grundlegende Befundung von Röntgenbildern 
beherrscht werde, wenn in der entsprechenden Praxis geröntgt werde und keine generelle Über-
weisung von Patienten in ein Bildgebungsinstitut erfolge. Auch die Einleitung der weiteren not-
wendigen Schritte seien einem Allgemeinmediziner im vorliegenden Fall zumutbar gewesen. Auf 

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dem Röntgenbild zeige sich bereits eine erhebliche Grösse des Tumors, was auf ein fortgeschrit-
tenes Tumorwachstum hätte schliessen lassen. Bei der Sektion habe sich ergeben, dass es sich 
um einen bösartigen Tumor gehandelt habe, wobei bei solchen Lungentumoren auch die frühzei-
tige Einleitung und adäquate Behandlungswahl das Versterben des Betroffenen nicht zuverlässig 
verhindern könnten. Einfluss auf das "Outcome" der Therapie hätten hier auch andere Grunder-
krankungen, welche die Belastbarkeit des Organismus schwächen und die Wahl der Behand-
lungsmethoden limitieren könnten. Insofern könne nicht mit der im Strafrecht erforderlichen Si-
cherheit gesagt werden, dass eine frühere Diagnostik und Einleitung einer Therapie das Verster-
ben von † D.____ zum gegenständlichen Zeitpunkt verhindert hätten. Sollte dieser Frage noch 
weiter nachgegangen werden, sei ein onkologisch-internistisches Fachgutachten einzuholen, wo-
bei aufgrund der nicht vorhandenen Diagnostik einzig basierend auf dem Röntgenbild nicht zu 
erwarten sei, dass ein solches Gutachten zu strafrechtlich verlässlicheren Aussagen hinsichtlich 
des "Outcomes" führen werde.  
 
2.2.2 Entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft wurde der Sachverhalt in casu nicht 
genügend abgeklärt, sodass eine Einstellung der Untersuchung bereits im heutigen Zeitpunkt 
zulässig wäre. Die gutachterlich klar belegte Sorgfaltspflichtverletzung der Verfahrensbeteiligten 
als Hausärztin des Verstorbenen vermag vorliegend den hinreichenden Verdacht einer fahrlässi-
gen Tötung durch Unterlassen offensichtlich zu begründen. Die Hypothesenbildung bezüglich der 
Vermeidbarkeit im Rahmen der Wahrscheinlichkeitstheorie ist wesensgemäss mit gewissen Un-
sicherheiten behaftet (BGer 6B_493/2011 vom 12. Dezember 2011 E. 6.3). Anhand der konkreten 
Umstände, d.h. der gemäss IRM eindeutigen Symptome und dem objektiven Röntgenbild, er-
scheint es in diesem Stadium der Untersuchung keineswegs ausgeschlossen, dass der Tod von 
† D.____ nicht vermeidbar gewesen wäre. Wenn die anzuklagende Tat – wie vorliegend – keinen 
strikten Beweis der Vermeidbarkeit der Todesfolge voraussetzt, so ist es für die Verurteilung des 
Täters auch unter Berücksichtigung der Unschuldsvermutung "in dubio pro reo" nicht notwendig, 
dass sämtliche Zweifel über die Vermeidbarkeit des Todes ausgeräumt wären. Folglich ist es in 
einem allfälligen späteren Gerichtsverfahren ebenso möglich, dass das Sachgericht keine un-
überwindlichen Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der anzuklagenden 
Tat hat. Zwar erwähnte das IRM in seinem Gutachten, dass von einem Fachgutachten keine 
strafrechtlich verlässlicheren Aussagen zu erwarten seien. Diese allgemeine Einschätzung be-
deutet indes noch nicht, dass dies auch einem erfahrenen Spezialisten aus dem einschlägigen 
Fachgebiet nicht möglich wäre. In dieser Hinsicht wurde der Sachverhalt von der Staatsanwalt-
schaft nicht rechtsgenügend abgeklärt, zumal den Gutachtern des IRM nicht sämtliche Kranken-
unterlagen bei der Erstellung ihrer Expertisen vorgelegen haben (vgl. act. 73 ff. und act. 143 ff.), 
sodass Grunderkrankungen und dergleichen in die Beurteilung hätten einbezogen werden kön-
nen. Diese Krankenunterlagen der Hausärztin des Verstorbenen liegen den Verfahrensakten in-
des bei (vgl. Kartonumschlag). Es muss vorliegend nicht mit absoluter Sicherheit bewiesen wer-
den, dass bei früherer Diagnosestellung und Behandlung der Tod des Verstorbenen hätte abge-
wendet werden können, sondern ob die juristische Vermeidbarkeit des Erfolgs anhand von mög-
lichen Ursachen und Behandlungsoptionen sowie deren Erfolgschance im Sinne von Hypothesen 

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beurteilt werden kann. Die Staatsanwaltschaft selbst verfügt nicht über das notwendige Fachwis-
sen, um final feststellen zu können, ob es einem spezialisierten Facharzt mit den vorhandenen 
Akten möglich ist, eine entsprechende Beurteilung vorzunehmen. Solange die Staatsanwaltschaft 
nicht sämtliche Untersuchungsmöglichkeiten ausgeschöpft hat, hat sie das Verfahren in Beach-
tung des Prinzips "in dubio pro duriore" weiterzuführen. Insbesondere in Anbetracht des Umstan-
des, dass es in casu um ein potentielles schwerwiegendes Delikt gegen Leib und Leben geht und 
angesichts der Konsequenz, dass † D.____ verstorben ist, sowie unter Beachtung dessen, dass 
das IRM bereits eindeutig eine Sorgfaltspflichtverletzung der behandelnden Hausärztin festge-
stellt hat, hat die Staatsanwaltschaft die Untersuchung verfrüht eingestellt. Die Straflosigkeit der 
Verfahrensbeteiligten ist mit anderen Worten zumindest im heutigen Zeitpunkt nicht mit genügen-
der Wahrscheinlichkeit erstellt, sodass das Untersuchungsverfahren an die Staatsanwaltschaft 
zurückzuweisen und gutachterlich spezifisch zu ergänzen ist. Gerade bei Fahrlässigkeitsdelikten 
ist bei der Annahme der fehlenden Tatbestandsmässigkeit besondere Zurückhaltung zu üben und 
in Befolgung des Grundsatzes "in dubio pro duriore" prinzipiell Anklage zu erheben. In Beachtung 
dieses Prinzips hat die Staatsanwaltschaft nach dem Gesagten namentlich ein onkologisch-inter-
nistisches Fachgutachten unter Beizug sämtlicher vorhandener medizinischer Krankenunterla-
gen des Verstorbenen einzuholen. Ob die Ausfertigung einer entsprechenden Expertise im Rah-
men des Verfahrens über den aussergewöhnlichen Todesfall oder im Rahmen eines gegen die 
Verfahrensbeteiligte zu eröffnenden Strafverfahrens erfolgt, wird dem pflichtgemässen Ermessen 
der Staatsanwaltschaft überlassen und kann an dieser Stelle offengelassen werden.  
 
2.2.3 Angesichts des Dargelegten erscheint eine Einstellung des Verfahrens im jetzigen Zeit-
punkt nicht als angezeigt, sodass bereits auf beweisrechtliche Ergänzungen verzichtet und das 
Verfahren ohne Einholung eines zusätzlichen Fachgutachtens abgeschlossen werden könnte. 
Dies gilt umso weniger, als der Tatverdacht eines schweren Delikts im Raum steht. Im Übrigen 
sei gesagt, dass sich nicht nur die Frage eines fahrlässigen Tötungsdelikts gemäss Art. 117 StGB 
stellt, sondern allenfalls auch die Erfüllung anderer Tatbestände (etwa Unterlassung der Nothilfe 
gemäss Art. 128 StGB oder fahrlässige Körperverletzung im Sinne von Art. 125 StGB) zu prüfen 
ist. In Gutheissung der Beschwerde wird die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 
23. Februar 2024 somit aufgehoben und das Verfahren an diese zurückgewiesen. 
 
III. Kosten und Entschädigung 
1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massagabe ihres Ob-
siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Da die Beschwerdeführer vorliegend 
mit ihrem Rechtsmittel durchdringen, sind die Verfahrenskosten auf die Staatskasse zu nehmen. 
Diese werden gestützt auf § 13 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (Gebüh-
rentarif, GebT, SGS 170.31) auf Fr. 1'050.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 1’000.-
- sowie Auslagen von Fr. 50.--, festgesetzt. 
 
2. Gemäss Art. 433 Abs. 1 StPO hat die Privatklägerschaft gegenüber der Verfahrensbe-
teiligten Person Anspruch auf angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im 

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Verfahren, wenn sie obsiegt. Die Privatklägerschaft hat ihre Entschädigungsforderung bei der 
Strafbehörde zu beantragen, zu beziffern und zu belegen (Art. 433 Abs. 2 StPO). Da die Be-
schwerdeführer keine Entschädigungsforderung für ihre Aufwendung im Rechtsmittelverfahren 
begehrt haben, ist ihnen keine solche zuzusprechen. 
 
 
  

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Demnach wird erkannt: 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Einstellungsverfügung der 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 23. Februar 2024 aufgeho-
ben und das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft zur 
weiteren Untersuchung und Beweiserhebung zurückgewiesen. 
 
Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft wird insbesondere angewie-
sen, ein onkologisch-internistisches Fachgutachten unter Beizug sämt-
licher vorhandener medizinischer Krankenunterlagen des Verstorbe-
nen † D.____ in Auftrag zu geben.  

 
 2. Die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

Fr. 1'050.--, beinhaltend eine Gebühr von Fr. 1'000.-- sowie Auslagen 
von Fr. 50.--, gehen zu Lasten des Staates. 

 
 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 
 
Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
Ilona Frikart 

 
 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 
 
 

 

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