# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb2fb002-45f3-5326-95dc-55d5ba2b8b68
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.04.2010 D-1965/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1965-2010_2010-04-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1965/2010
law/bah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A.___________, geboren (...),
Nigeria,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 18. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1965/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein nigerianischer Staatsangehöriger mit 
letztem  Wohnsitz  in  B.________  (Delta  State), Nigeria  eigenen 
Angaben  zufolge  am  28.  Mai  2008  verliess und  am 
13. September 2009 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass  das  BFM  am  28. September  2009  im  Empfangs-  und  Ver-
fahrenszentrum  (EVZ)  Chiasso  die  Personalien  des  Beschwerde-
führers  erhob  und  ihn  summarisch  zum  Reiseweg  sowie  zu  den 
Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte,

dass  er  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  sich  nach  seiner 
Ausreise  aus  dem Heimatland  eine  Woche  in  Niger,  drei  Monate  in 
Libyen und ein Jahr in Italien aufgehalten,

dass  die  Ältesten  von  B.________  ihn  hätten  zwingen  wollen,  den 
Posten des Chefs des Orakels anzunehmen, ihm gedroht worden sei, 
er werde geopfert, falls er diesen Posten nicht annehme, und er in den 
Palast  des  Königs  eingesperrt  worden  sei,  aus  dem ihm die  Flucht 
gelungen sei,

dass er am 6. September 2008 in Italien um Asyl nachgesucht habe, 
sein  Gesuch  im  März  2009  abgelehnt  worden  sei,  und  er  von  den 
italienischen  Behörden  zum  Verlassen  Italiens  aufgefordert  worden 
sei,

dass  er  gemäss  der  Datenbank  Eurodac  am  7. September  2008  in 
Italien registriert wurde,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung im Hinblick 
auf eine allfällige Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl-
verfahrens  das  rechtliche  Gehör  gewährt  wurde,  wobei  er  geltend 
machte, er habe in Italien einen Entscheid erhalten, in dem er unter 
Androhung von Inhaftnahme aufgefordert worden sei, dieses Land zu 
verlassen (vgl. act. A1/13 S. 10),

dass  das  BFM die  italienischen Behörden am 23. Oktober  2009 um 
Rückübernahme des Beschwerdeführers ersuchte,

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dass das BFM den italienischen Behörden am 18. Januar  2010 mit-
teilte,  die  Frist  zur  Beantwortung des  Rückübernahmeersuchens sei 
abgelaufen, weshalb Italien gestützt auf Art. 18 Abs. 7 der Verordnung 
(EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar  2003 zur Festlegung 
der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für 
die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitglied-
staat  gestellten Asylantrags zuständig ist  (Dublin-II-VO), zur Prüfung 
des Asylgesuchs zuständig sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. März 2010 – frühestens eröffnet 
am folgenden Tag – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz 
nach Italien  verfügte,  den Beschwerdeführer  –  unter  Androhung von 
Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz  bis 
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, und 
feststellte,  einer  allfälligen  Beschwerde  komme keine  aufschiebende 
Wirkung zu,

dass dem Beschwerdeführer gleichzeitig die editionspflichtigen Akten 
ausgehändigt wurden,

dass das BFM zur Begründung anführte, Abklärungen hätten ergeben, 
dass  der  Beschwerdeführer  am  7. September  2008  in  Italien  er-
kennungsdienstlich erfasst worden sei,

dass gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR  0.142.392.68])  und  auf  das  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für  die Prüfung eines in der Schweiz,  in Island oder in Nor-
wegen gestellten Asylantrags (SR 0.360.598.1), Italien für die Durch-
führung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass angesichts dessen, dass bis zum Verfügungszeitpunkt keine Zu-
stimmung  bezüglich  der  Übernahme  des  Beschwerdeführers  einge-

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troffen sei, die Anfrage seit dem 24. Dezember 2009 verfristet sei, was 
als stillschweigende Zustimmung zu gelten habe,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder  Verlängerung  –  bis  spätestens  zum  25. Juni  2010  zu  erfolgen 
habe,

dass der im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs erhobene 
Einwand  des  Beschwerdeführers,  Italien  habe  ihn  des  Landes  ver-
wiesen, kein Hindernis für eine Wegweisung nach Italien darstelle, da 
Italien ein Rechtsstaat und gemäss Dublin-Abkommen zur Rücküber-
nahme verpflichtet sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  26. März 2010  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und  beantragte,  sein  Fall  sei  erneut  zu  prüfen  und  er  sei  allenfalls 
erneut anzuhören,

dass der Instruktionsrichter  des Bundesverwaltungsgerichts mit  Tele-
fax vom 29. März 2010 den Vollzug der Wegweisung im Rahmen einer 
vorsorglichen  Massnahme  (Art. 56  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. März 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

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dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzu-
treten ist  (Art. 108 Abs. 2  AsylG sowie  Art. 105  AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

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dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 
DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) die Prüfung der staats-
vertraglichen Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach 
den Kriterien der Dublin-II-VO zu erfolgen hat,

dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d  AsylG im Weiteren voraussetzt,  dass der 
staatsvertraglich zuständige Staat  einer Übernahme der  asylsuchen-
den Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV1),

dass,  sobald  ein  Asylantrag  erstmals  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt 
wurde, das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates 
eingeleitet wird (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-VO), wobei die Kriterien in der 
in Kapitel III der Dublin-II-VO genannten Rangfolge anzuwenden sind 
sowie von der Situation, die zum Zeitpunkt besteht, in dem der Asyl-
bewerber  erstmals  seinen  Antrag  in  einem  Mitgliedstaat  stellt,  aus-
zugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-VO),

dass sich den Akten entnehmen lässt, dass der Beschwerdeführer auf 
dem Seeweg von Libyen her kommend am 6. September 2008 illegal 
nach Italien, einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft, ein-
reiste, wo er am folgenden Tag daktyloskopisch registriert  wurde und 
ein Asylgesuch stellte (vgl. act. A1/13 S. 8 f.),

dass das BFM die italienischen Behörden am 23. Oktober 2009 ge-
stützt auf das DAA und die entsprechenden Bestimmungen um Rück-
übernahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 10 Abs. 2 Dublin-II-
VO ersuchte (vgl. act. A13/6) und die italienischen Behörden die Frist 
zur Stellungnahme bis zum 23. Dezember 2009 ungenutzt verstreichen 
liessen (vgl. act. A16/1), weshalb angesichts der Verfristung eine still-
schweigende Zusage zur Rückübernahme des Beschwerdeführers aus 
Art. 18 Abs. 7 bzw. Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO vorliegt,

dass  das  BFM  aufgrund  dieser  Sachlage  zu  Recht  folgerte,  Italien 
habe den Beschwerdeführer zurückzuübernehmen,

dass keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt des BFM gemäss 
Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO nahegelegt hätten, da Italien unter anderem 
Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechts-
stellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grund-
freiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  und  des  Übereinkommens  vom 

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10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  un-
menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK,  0.105) 
ist  und keine konkreten Hinweise dafür  bestehen,  Italien würde sich 
nicht an die daraus resultierenden Verpflichtungen halten,

dass  an  dieser  Einschätzung  die  Ausführungen  in  der  Beschwerde, 
der Beschwerdeführer werde von Italien nach Nigeria deportiert, da er 
während zehn Jahren nicht mehr nach Italien einreisen dürfe, nichts zu 
ändern  vermögen,  da  Italien  verpflichtet  war  und  ist,  allfällige  Ein-
wände  des  Beschwerdeführers  gegen  eine  Rückschaffung  in  sein 
Heimatland auf deren Begründetheit hin zu prüfen,

dass der Antrag des Beschwerdeführers, er sei in der Schweiz erneut 
anzuhören, demzufolge abzuweisen ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  ge-
setzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zu-
mutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der 
Zulässigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs (Art. 83 Abs. 2 
und 3 AuG regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Regel-
folge)  des  Nichteintretensentscheides  ist  (vgl. Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts [BVGE] D-645/2010 vom 1. März 2010 E. 8.1),

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dass  demnach  auf  die  Frage  einer  drohenden  Verletzung  des  Non-
Refoulement-Gebots  beziehungsweise  der  Möglichkeit  des  Vollzugs 
der Wegweisung an dieser Stelle nicht mehr einzugehen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von Art. 83 Abs. 1 und 4 AuG stellt, sondern ebenfalls vor der Prüfung 
des Nichteintretens im Rahmen des Selbsteintrittsrechts (vgl. BVGE D-
645/2010  vom  1.  März  2010  E.  8.2),  welches  wie  vorstehend  aus-
geführt, nicht zur Anwendung gelangt,

dass das BFM demnach den Vollzug der Wegweisung nach Italien zu 
Recht angeordnet hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  Dublin  Office,  Ref. Nr. N (...)  (per 

Telefax)
- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

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