# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ad3aea8-0287-5a20-8d15-8b255bc783b9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.11.2016 715 16 98/301
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-16-98-301_2016-11-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. November 2016 (715 16 98 / 301) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung aufgrund quantitativ mangelhafter Arbeitsbe-

mühungen während der letzten drei Monate vor Ablauf des befristeten Arbeitsverhältnis-

ses bzw. vor Eintritt der Stellenlosigkeit zu Recht erfolgt; nur eine rechtsverbindliche 

Zusicherung der Verlängerung des befristeten Arbeitsverhältnisses befreit die versicher-

te Person vom Nachweis der Stellensuche 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Postfach, 4133 Pratteln 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung  
 
 
 

A. A.____, geboren 1978, arbeitete vom 14. Januar 2013 bis 31. März 2014 bei der 
Firma B.____. Nachdem er die Stelle gekündigt hatte, meldete er sich am 7. Mai 2014 bei 
seiner Wohngemeinde zur Arbeitsvermittlung an und beantragte die Ausrichtung von Arbeits-
losentschädigung. ln der Folge wurde ihm eine Leistungsrahmenfrist vom 7. Mai 2014 bis 6. 

 

 
 
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Mai 2016 eröffnet. Per 1. März 2015 meldete er sich von der Arbeitsvermittlung ab, nachdem 
er bei der C.____ AG eine neue Arbeitsstelle gefunden hatte. A.____ arbeitete vom 2. März 
2015 bis 31. Dezember 2015 bei der C.____ AG. Am 16. November 2015 meldete er sich 
während der laufenden Rahmenfrist erneut beim zuständigen regionalen Arbeitsvermittlungs-
zentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an und stellte bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse 
Basel-Landschaft ab dem 1. Januar 2016 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung. Mit Verfü-
gung vom 8. Januar 2016 stellte ihn das RAV wegen fehlenden Arbeitsbemühungen vor der 
Stellenlosigkeit für 11 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Als Begründung wurde ausge-
führt, dass der Versicherte für den massgebenden Beobachtungszeitraum vom 1. Oktober 
2015 bis 31. Dezember 2015 nicht ausreichend Arbeitsbemühungen nachgewiesen habe. 
Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Schreiben vom 10. Januar 2016 Einsprache, die 
vom Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland, Abteilung Arbeitsvermittlung, 
mit Entscheid vom 4. März 2016 abgewiesen wurde. 
 
B. Hiergegen richtet sich die von A.____ am 6. März 2016 beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), eingereichte Beschwerde, 
mit der er sinngemäss um Aufhebung des Einspracheentscheids vom 4. März 2016 ersuch-
te. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 29. April 2016 die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Zwecks weiterer Abklärung des Sachverhalts holte das Kantonsgericht mit Schrei-
ben vom 12. Mai 2016 bei der C.____ AG eine amtliche Erkundigung ein. Mit Schreiben 
vom 24. Mai 2016 beantworteten D.____ und E.____ die ihnen gestellten Fragen. 
 
E. Mit Eingaben vom 3. Juni 2016 und vom 8. Juli 2016 nahmen die Parteien zum 
Ergebnis der amtlichen Erkundigung Stellung und hielten an ihren bisherigen Anträgen fest. 
 
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien in den Schriften und die Unterlagen wird – soweit 
notwendig – in den Erwägungen eingegangen. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat 
die örtliche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. 
Oktober 2000 regeln. Gemäss Art. 128 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich 
die Beurteilung der Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts nach Art. 119 AVIV. 
Laut Art. 128 Abs. 2 AVIV ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kan-

 

 
 
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tons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheent-
scheid, den das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, 
sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 
54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegen-
den Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde vom 6. März 2016 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 
10'000.-- durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall enthalten die Akten keine Angaben 
über die Höhe des Taggeldansatzes des Beschwerdeführers. Bei einer Einstelldauer von 11 
Tagen liegt der Streitwert aber in jedem Fall unter der erwähnten Grenze von Fr. 10'000.--, wes-
halb die Beurteilung der Beschwerde in die Kompetenz des Präsidenten der Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht des Kantonsgerichts fällt. 
 
2.1 Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG enthält die Schadenminderungspflicht, wonach die versicherte 
Person mit Unterstützung des Arbeitsamtes alles Zumutbare zu unternehmen hat, um eine Arbeits-
losigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (BGE 124 V 225 E. 2a). Im Rahmen dieser Schaden-
minderungspflicht ist die versicherte Person insbesondere verpflichtet, Arbeit (wenn nötig auch aus-
serhalb ihres bisherigen Berufes) zu suchen und ihre diesbezüglichen Bemühungen nachzuweisen 
(Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG und Art. 26 Abs. 2bis AVIV; THOMAS NUSSBAUMER, in: Schind-
ler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 
Arbeitslosenversicherung, 3. Aufl., Basel 2016, Rz. 828). 
 
2.2 Kommt die versicherte Person der Verpflichtung, sich persönlich genügend um zumut-
bare Arbeit zu bemühen, nicht nach, kann die kantonale Amtsstelle gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c 
AVlG eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen. Diese Bestimmung sanktioniert die 
Verletzung der in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierten und bereits erwähnten Schadenminderungs-
pflicht. Auf den Erfolg der Bemühungen kommt es dabei nicht an, sondern nur auf deren Inten-
sität. Die Sanktion soll arbeitslose Versicherte zur Stellensuche anspornen und vor allem eine 
missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung bezweckt auch eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person 
an jenem Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung na-
türlich und adäquat kausal zugefügt hat (BGE 124 V 227 E. 2b; vgl. auch Urteil des Bundesge-
richts vom 14. Juni 2011, 8C_271/2011, E. 2.2). Die Einstellung hat folglich die Funktion einer 
Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die versicherte Person hätte vermei-
den oder vermindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhält-
nismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 
828). 
 
2.3 Die Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen, setzt mit der Kündigung des bishe-

 

 
 
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rigen Arbeitsverhältnisses sowie drei Monate vor Ablauf eines befristeten Arbeitsverhältnis-
ses und damit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit ein. Bei der Anmeldung hat die arbeitslos ge-
wordene Person den Nachweis ihrer Bemühungen um Arbeit vorzulegen (Art. 20 Abs. 1 lit. d 
AVIV; BGE 139 V 524 E. 2.1.2 mit Hinweisen, BGE 141 V 365 E. 2.2). Bei der Beurteilung 
der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um zumutbare Arbeit im Sinne von Art. 17 
Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 AVIV bemüht hat, sind sowohl die Quantität wie 
auch die Qualität ihrer Bewerbungen von Bedeutung (BGE 112 V 217 E. 1b mit Hinweisen; Urteil 
des Bundesgerichts vom 7. August 2006, C 90/06, E. 1 mit Hinweisen). Das Quantitativ der 
Bewerbungen beurteilt sich nach den konkreten Umständen, wobei in der Praxis durchschnittlich 
10 bis 12 Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel als genügend erachtet werden (nach der 
Praxis des Kantons Basel-Landschaft mindestens acht). Dabei müssen stets die Umstände des 
Einzelfalles berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2005, C 10/05, E. 
2.3.1; JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 
140). 
 
2.4 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist darauf hinzuweisen, dass den Parteien in dem vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrschten Sozialversicherungsprozess eine Beweislast nur insofern 
obliegt, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die 
aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst 
dann Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf-
grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechenden (Urteil des Bundesgerichts vom 
30. November 2015, 8C_662/2015, E. 3.2.). 
 

3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die verfügte Einstellung damit, dass der Be-
schwerdeführer damit habe rechnen müssen, dass es zu keiner Vertragsverlängerung kommen 
könnte und er per 31. Dezember 2015 arbeitslos werden würde. Daher hätte er sich spätestens 
ab dem 1. Oktober 2015 um eine Anschlussstelle bemühen müssen. Anlässlich des ersten 
Beratungsgesprächs am 6. Januar 2016 habe er lediglich sechs Bewerbungen (fünf im No-
vember 2015 und eine im Dezember 2015) nachgewiesen, weshalb er seiner Verpflichtung, 
sich bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit in genügender Weise um Arbeit zu bemühen, nicht 
nachgekommen sei. Entschuldbare Gründe für die ungenügende Stellensuche würden nicht vor-
liegen. 
 

3.2 Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen geltend, dass ihm von E.____ (Ju- 
niorchef) bei Abschluss des befristeten Arbeitsverhältnisses eine Verlängerung desselben in Aus-
sicht gestellt worden sei. Während der Dauer des Anstellungsverhältnisses habe er mehrmals 
diesbezüglich nachgefragt, aber keine Auskunft erhalten. Dass ihm eine Verlängerung in Aussicht 
gestellt worden sei, bestätige auch die Durchführung eines Kündigungsgesprächs Ende Novem-
ber 2015. Er sei von E.____ während des ganzen Jahres in die Irre geführt worden. Hinzu 
komme, dass die zuständige Mitarbeiterin des RAV ihm anlässlich der Anmeldung am 19. No-
vember 2015 mitgeteilt habe, dass er erst ab dem 1. Januar 2016 Arbeitsbemühungen tätigen 
müsse. Er habe sich an ihre Anweisungen gehalten. 
 

 

 
 
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3.3 Aufgrund der Akten steht fest und ist zwischen den Parteien auch nicht umstritten, 
dass der Beschwerdeführer in den letzten drei Monaten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit vom 1. 
Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015 lediglich sechs persönliche Arbeitsbemühungen nach-
gewiesen hat (fünf Arbeitsbemühungen in November 2015 und eine im Dezember 2015; KIGA 
act. 138). Dies entspricht nicht dem von der Praxis - im Kanton Basel-Landschaft werden in 
der Regel acht Bewerbungen verlangt (vgl. E. 2.3 hiervor) - geforderten Umfang. Streitig 
und zu prüfen ist deshalb, ob er zu Recht wegen quantitativ ungenügender Arbeitsbemühun-
gen während diesen drei Monaten für die Dauer von 11 Tagen in der Anspruchsberechtigung 
eingestellt wurde.  
 
4.1 Den Akten lässt sich der Arbeitsvertrag zwischen der C.____ AG und dem Beschwer-
deführer vom 31. Oktober 2014 entnehmen (KIGA act. 183). ln Bezug auf die Dauer des Ar-
beitsverhältnisses wird festgehalten, dass der Vertrag am 2. März 2015 beginnt und die Ar-
beitsstelle per 31. Dezember 2015 befristet ist. Im Rahmen einer amtlichen Erkundigung holte 
das Gericht bei der ehemaligen Arbeitgeberin eine Stellungnahme ein. E.____ und D.____ 
gaben im Schreiben vom 24. Mai 2016 zur Auskunft, dass man dem Beschwerdeführer mit-
geteilt habe, dass bei Eignung und zufriedenstellendem Arbeitseinsatz eine Verlängerung 
des Arbeitsvertrages möglich sei. Eine verbindliche Zusage habe er aber nicht erhalten. Er 
habe gegen Ende der Vertragsdauer nach einer Weiterführung gefragt, aber keine verbindli-
che Zusage erhalten. Da man in der Personalplanung und Weiterführung des Arbeitsplatzes 
noch keine Lösung gehabt habe, habe man keine verbindliche Zusage abgeben können. Am 
30. November 2015 seien dem Beschwerdeführer der endgültige Ablauf des Arbeitsvertrages 
und somit auch die definitive Beendigung des Arbeitsverhältnisses bekannt gegeben worden. 
 
4.2 Gemäss Bundesgericht ist die Situation eines befristeten Arbeitsverhältnisses mit 
derjenigen eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses während der Kündigungsfrist vergleichbar. 
Daher muss sich die arbeitnehmende Person bei einer befristeten Anstellung schon vor 
deren Auslaufen um eine neue Stelle bemühen, sofern ihr die Arbeitgeberin die Verlänge-
rung des Vertrages nicht rechtsverbindlich zugesichert hat (Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts, heute Bundesgericht, vom 10. Dezember 2004, C 210/04, E. 2.2.3). Dem 
Beschwerdeführer wurde bei der Vertragsunterzeichnung eine mögliche Verlängerung des 
Arbeitsverhältnisses lediglich in Aussicht gestellt, nicht aber rechtsverbindlich zugesichert. 
Eine rechtsverbindliche Zusage kann weder aus dem Gespräch vom 30. November 2015, an 
welchem dem Beschwerdeführer mitgeteilt wurde, dass es keine Verlängerung geben werde, 
noch aus dem Umstand, dass sich die Arbeitgeberin trotz seines Nachhakens nicht explizit zu 
einer allfälligen Verlängerung äussern wollte, abgeleitet werden. Ob dieses Verhalten von 
Seiten der ehemaligen Arbeitgeberin gegenüber dem Beschwerdeführer in allen Belangen fair 
war, ist vorliegend nicht zu beurteilen. Es ist verständlich, dass sich der Beschwerdeführer 
eine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses erhofft hatte, zumal er gemäss Arbeitszeugnis 
die ihm übertragenen Aufgaben zufriedenstellend erledigte und sich für den Betrieb einsetze. 
Diese Hoffnung reicht aber nicht aus, um ihn aus Sicht der Arbeitslosenversicherung von den 
Arbeitsbemühungen während der letzten drei Monate vor Ablauf des befristeten Arbeitsver-
hältnisses und damit von seiner Schadenminderungspflicht zu befreien. Hinzu kommt, dass 
sich der Beschwerdeführer bereits am 12. November 2015 beim zuständigen RAV anmelde-

 

 
 
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te – zu einem Zeitpunkt also, zu dem er gemäss eigenen Aussagen noch davon ausging, 
dass die Verlängerung verbindlich zugesichert wurde. Dieser Umstand legt nahe, dass der 
Beschwerdeführer vor dem Gespräch am 30. November 2015 ebenfalls nicht restlos von einer 
Vertragsverlängerung überzeugt war. Bei diesem Informationsstand wäre er deshalb so lan-
ge zur ernsthaften und gezielten Arbeitssuche verpflichtet gewesen, bis ihm eine Anstellung 
verbindlich zugesichert worden wäre, das heisst, ab dem Monat Oktober 2015 bis Dezember 
2015. 
 
4.3 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass ihm anlässlich des Gesprächs vom 19. 
November 2015 von der Mitarbeiterin des RAV mitgeteilt worden sei, dass er erst ab dem 1. 
Januar 2016 Arbeitsbemühungen zu tätigen habe. Ob sich der Sachverhalt so zugetragen hat, 
ist offen. Von weiteren Abklärungen ist aber abzusehen. Da es sich nicht um die erste Arbeits-
losigkeit des Beschwerdeführers handelte, wusste er um die Pflicht, sich vor Ablauf des Ar-
beitsvertrages genügend um Arbeit zu bemühen. Die gilt umso mehr, als er bereits einmal auf-
grund mangelnder Arbeitsbemühungen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberech-
tigung eingestellt wurde (vgl. dazu Erwägung 5.3 nachfolgend). Hinzu kommt, dass er sich auch 
vor der angeblichen Auskunft der RAV Mitarbeiterin nicht in genügender Weise um Arbeit be-
müht hatte. 
 
4.4 In Würdigung aller in Betracht fallender Aspekte ist somit nicht zu beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin für die Zeit vor der kontrollierten Arbeitslosigkeit von ungenügenden 
Arbeitsbemühungen ausgegangen ist. Der Einstellungsgrund von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist 
demnach erfüllt. 
 

5.1 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 
3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 bis 30 Tage bei mittelschwe-
rem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). 
 

5.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich gemäss Art. 30 Abs. 3 AVIG nach dem Grad 
des Verschuldens und beträgt je Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (vgl. THOMAS 
NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 861 ff.). Bei der Festlegung der Dauer der Einstellung in der An-
spruchsberechtigung besteht für die anwendenden Behörden ein relativ grosser Ermessensspiel-
raum. Bei der Beurteilung dieses Ermessens im Einzelfall ist der vom SECO als Aufsichtsbehörde 
der Durchführungsorgane der ALV herausgegebene Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die 
Gewährung einer möglichst einheitlichen Rechtsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat (vgl. 
THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 862). Der Raster entbindet aber die Durchführungsstellen der 
ALV nicht von einer konkreten Einzelfallprüfung, sondern verpflichtet diese vielmehr dazu, von 
den Angaben des Rasters abzuweichen, wenn Umstände vorliegen, welche dies verlangen. Eine 
Einstellung ist jeweils für jeden Monat mit ungenügenden Arbeitsbemühungen vorzunehmen (vgl. 
THOMAS NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 844). Der Einstellraster sieht für die ungenügende Bemü-
hung um Arbeit während einer Kündigungsfrist von drei Monaten eine Einstellung in der An-
spruchsberechtigung von neun bis 12 Tagen vor (vgl. AVIG-Praxis ALE des SECO, Ausgabe 
Januar 2016, D72 "Einstellraster" unter 1.A; vgl. auch BGE 141 V 365 E. 2.3). Die Verwal-
tungsweisungen sind für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner 

 

 
 
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Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht 
werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmunen zulassen. Das Gericht 
weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine über-
zeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben 
der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewähr-
leisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4). 
 
5.3 Die Beschwerdegegnerin setzte die Einstelldauer innerhalb des für ein leichtes 
Verschulden vorgeschriebenen Rahmens von 1 bis 15 Tagen auf 11 Tage fest. Die Sanktion 
bewegt sich damit im oberen Bereich des leichten Verschuldens. Die Beschwerdegegnerin 
stützte sich auf das Einstellraster und berücksichtigte den Umstand, dass der Beschwerde-
führer bereits einmal wegen dem gleichen Sachverhalt sanktioniert wurde. Es trifft zu, 
dass der Beschwerdeführer bereits mit Verfügung vom 29. Juli 2014 ab dem 7. Mai 2014 
für neun Tage wegen mangelnder Arbeitsbemühungen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit einge-
stellt wurde (KIGA act. 39). Nachdem er dagegen Einsprache erhoben hatte, wies die Be-
schwerdegegnerin diese ab und bestätigte die Einstelldauer vollumfänglich (KIGA act. 29, Ein-
spracheentscheid vom 28. August 2014). Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in 
Rechtskraft. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin diesen Um-
stand gemäss Art. 45 Abs. 5 AVIV bei der Bemessung der Einstelltage berücksichtigte. Triftige 
Gründe, die ein Abweichen vom Tabellenraster erfordern würden, sind nicht vorhanden. 
 

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in den letzten drei 
Monaten vor Ablauf des befristeten Arbeitsverhältnisses mit der C.____ AG keine genügen-
den Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 Abs. 1 
AVIV tätigte und folglich seiner Schadenminderungspflicht nicht in genügender Weise nach-
kam. Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 11 Tagen ist nicht zu bean-
standen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 4. März 2016 ist unter diesen Umstän-
den zu bestätigen und die dagegen gerichtete Beschwerde abzuweisen. 
 

7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten 
zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wett-
zuschlagen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

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