# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b1409c0-9354-5683-a6d3-088a7c19ab88
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 01.04.2014 R 2012 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2012-20_2014-04-01.pdf

## Full Text

R 12 20
5. Kammer 

URTEIL
vom 2. Oktober 2012

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baueinsprache

1. a) Parzelle Nr. 94 befindet sich im Quartierplangebiet … in der Gemeinde ... Sie ist 

der Hotel- und Kurzone zugewiesen, für welche die (Lärm-

)Empfindlichkeitsstufe (ES) II gilt. Eigentümer sind … (auch 

Verwaltungsratsmitglied der … AG) und ... Verwaltungsratspräsident der … AG 

ist ... Der Gastronomie- und Unterhaltungsbetrieb auf Parz. 94 ist als Gewerbe- 

und Nutzbaute (Restaurant „…“ mit Terrasse und Schirmbar im Erdgeschoss 

[EG] und Disko-Club „…“ im Untergeschoss [UG]) konzipiert. Vor dem 

Diskolokal „…“ befinden sich im Osten eine Reihe gekofferter Parkplätze und 

dahinter im Norden und im Westen ein grösseres, bekiestes Abstellareal. 

Weiter südlich liegt das Dorfzentrum mit dem 150 m entfernt gelegenen 

Sporthotel … samt Dancing „…“ der … AG sowie den unmittelbar benachbarten 

Parzellen Nr. 46 und Nr. 47 zur Parzelle 94. 

b) Am 24. Januar 2011 hatte die kommunale Baubehörde dem Gesuch von … für 

die Erstellung von Stahlmasten und Fassadenreklame stattgegeben, 

gleichzeitig aber die Einsprache der Eheleute … und … (Eigentümer der auf der 

gegenüberliegenden Bachseite im Südosten situierten Parzelle Nr. 117) 

insoweit gutgeheissen, als sie zur Auflage machte, dass die an der Spitze der 

Stahlmasten angebrachten Leuchten keinesfalls als Dreh- oder Blinklichter 

verwendet bzw. die Scheinwerfer der Autofront nur mit schwach leuchtenden 

LED-Lichtern betrieben werden dürften. Ausserdem sollten zur Ermittlung der 

vom Unterhaltungsbetrieb … AG ausgehenden Lärmimmissionen bei der 

Ingenieure … AG ein Gutachten eingeholt werden.

c) Am 14. April 2011 lag das Gutachten der … AG vor. Der Inhalt dieses 

Gutachtens ist in der Verfügung vom 26. August 2011 (S. 3-6) 

zusammengefasst. Das Gutachten wurde in der Folge den betroffenen Parteien 

zur Stellungnahme zugestellt und alle Parteien formulierten und begründeten in 

der Folge ihre Anträge. Auch dazu kann auf die erwähnte Verfügung (betreffs 

Betriebsauflagen) der Baubehörde verwiesen werden.

d) Bereits am 16. August 2011 hatten … und die … AG ein Baugesuch 

eingereicht, welches die Vergrösserung des Restaurants um die Fläche des 

vorbestehenden Ladens, die Legalisierung des Terrassenbetriebes sowie den 

Einbau von Schleusen beim Eingang der Diskothek beinhaltete.

e) Dagegen erhoben die … AG, … sowie die Eheleute … und … Einsprache. 

f) Mit Entscheid vom 27. Januar 2012 erteilte die Baubehörde die beantragte 

Baubewilligung unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen. Zugleich wies 

sie die Einsprachen mehrheitlich ab. Gutgeheissen wurden die Einsprachen 

bezüglich der Einwände der Pflichtparkplätze, wobei festgestellt wurde, dass 

die Bauherrschaft die gerügten Mängel in der Zwischenzeit bereits behoben 

habe.

2. Dagegen erhob der Beschwereführer am 28. Februar 2012 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Anträgen:

a) Die Einhaltung der gesetzlichen Immissionsgrenzwerte der Empfindlichkeitsstufe II sei für 
das erweiterte Restaurant ausdrücklich zu verfügen.

b) Die Öffnungszeiten des erweiterten Restaurants seien bis auf 22.00 Uhr zu begrenzen.
c) Alle Türen des … seien mit funktionstauglichen Schallschutzschleusen zu versehen.
d) Die Schirmbar sei mit schalldichten Wänden sowie einem nicht zu öffnenden schalldichten 

Dach zu versehen.
e) Betreiber und Eigentümer des … seien zu verpflichten, die Einhaltung der gesetzlichen 

Immissionsgrenzwerte der ES II durch einen qualifizierten Ordnungsdienst sicherzustellen.
f) Betreiber und Eigentümer des … seien zu verpflichten, die Kosten für Anschaffung und 

Montage eines versenkbaren Pollersystems auf Parzelle Nr. 46 zu tragen. Eventualiter seien 
Betreiber und Eigentümer des … zu verpflichten, ganztägig die Parkierung der 
Besucherfahrzeuge des … ausschliesslich auf den ausgewiesenen Parkplätzen des … 
sicherzustellen.

Zur Begründung dieser Anträge wurde vorgebracht, dass die Erweiterung der 

Bar um ca. 50 Sitzplätze bzw. die Umnutzung des Ladens in ein Restaurant 

eine wesentlich intensivere Nutzung zur Folge habe (ca. 600 Personen in 

Disko, Bar und Restaurant). Das bewirke eine erhebliche Zunahme der 

Lärmimmissionen, vor allem durch den gesteigerten Publikumsverkehr. Der 

durch die Besucher verursachte Verhaltenslärm bleibe im Baubescheid 

unberücksichtigt.

Der Zugang zur Bar und zum erweiterten Restaurant erfolge durch eine 

automatische Schiebetüre. Da keine Schallschutzschleuse vorhanden sei, 

dringe der Schall der Musik ungehindert nach aussen. Es müsse daher eine 

Schallschutzschleuse errichtet werden.

Das erweiterte Restaurant bilde zusammen mit der Schirmbar/Bar eine Einheit. 

Das Dach der Schirmbar bestehe aus einer einfachen Stoffabdeckung und die 

Wände aus abnehmbaren Glaselementen. Durch die einfache Stoffabdeckung 

sowie die fehlende Schallschutzschleuse dringe der Lärm aus der Schirmbar, 

insbesondere der nicht messbare bzw. regulierbare Verhaltenslärm ungehindert 

nach aussen. Der eingebaute Schallpegelbegrenzer zeige nicht die gewünschte 

Wirkung und zudem werde das Dach der Schirmbar bei gutem Wetter geöffnet, 

so dass der Schallpegelbegrenzer seine Wirkung verfehle. Es bestehe 

dringender Handlungsbedarf.

Obwohl die nötigen Pflichtparkplätze nachträglich nachgewiesen worden seien, 

bestehe das Problem der Parkierung weiterhin. Zwar habe der 

Beschwerdeführer bereits einen provisorischen Zaun erstellt, trotzdem würden 

weiterhin Fahrzeuge von Besuchern auf seiner Parzelle Nr. 46 abgestellt. Das 

führe zu teilweise chaotischen Verhältnissen.

Eine weitere Folge der Parkierungsproblematik seien die massiven nächtlichen 

Ruhestörungen (Warmlaufenlassen der Motoren im Winter, lautes Enteisen der 

Scheiben, aufheulender Motorenlärm beim Wegfahren, Geschrei von 

betrunkenen Fahrern/Mitfahrern, laute Musik aus Autos, Knallen von 

Autotüren).

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die Gemeinde … die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Thema des Beschwerdeverfahrens könne nur sein, was Gegenstand des 

Baubewilligungsverfahrens gebildet habe. Das Baugesuch habe im 

Erdgeschoss nur die Restauranterweiterung und die Umnutzung der Terrasse 

zu gastwirtschaftlichen Zwecken sowie im Untergeschoss die 

Schallschutzschleusen enthalten. Daher könne auf die Beschwerde nicht 

eingetreten werden, soweit sie die Rechtsbegehren d) und f) betreffe.

Die Befürchtungen, dass die Erweiterung der Bar und die Umnutzung des 

Ladens eine erhebliche Zunahme der Lärmimmissionen zur Folge hätten, seien 

unbegründet. Die Restauranterweiterung beschränke sich auf eine Fläche von 

74.12 m2, also auf ein Mass, welches unter dem Gesichtspunkt der 

Mehrbelastung der Umgebung völlig vernachlässigt werden könne. Dies gelte 

umso mehr, als der Bauherrschaft die Auflage gemacht worden sei, einen 

Schallpegelbegrenzer einzubauen, welcher im Aussenbereich die Einhaltung 

der vorgeschriebenen Grenzwerte garantiere. Für das Restaurant gelte zudem 

die Polizeistunde per 24.00 Uhr.

Auch die Rüge der fehlenden Schallschutzschleuse sei unbegründet. Die 

Bauherrschaft sei nämlich nicht nur gehalten, Schallschutzbegrenzer 

einzubauen; diese Begrenzer müssten zudem so eingestellt sein, dass im 

Aussenbereich die geltenden Grenzwerte gemäss Richtlinie Cercle Bruit nicht 

überschritten seien. Das Fehlen der Schallschutzschleuse führe daher dazu, 

dass die Musik in Disko, Bar und Restaurant noch leiser eingestellt werden 

müssten.

Es sei an eine weitere Auflage in der Baubewilligung erinnert, gemäss welcher 

durch das Kundenverhalten das ruhige und gesunde Wohnen in keiner Weise 

beeinträchtigt werden dürfe. Zudem habe sich die Gemeinde vorbehalten, nach 

Inbetriebnahme der Gaststätte eine Überprüfung der Lärmsituation 

vorzunehmen.

Die Schirmbar sei, wie erwähnt, nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens. 

Abgesehen davon sei aber darauf hinzuweisen, dass die Baubehörde dem 

Betreiber des … bereits mit Baubescheid vom 29. September 2010 die Auflage 

gemacht habe, das Beschallungskonzept auf der Terrasse und der Schirmbar 

so zu wählen, dass die Umgebung möglichst wenig belastet werde und dass an 

den massgebenden Immissionsorten der ES II zwischen 07.00 und 19.00 Uhr 

45 DB (A) als Grenzwert gälten. Zudem habe sich die Baubehörde auch damals 

vorbehalten, nach Inbetriebnahme der Gaststätte eine Überprüfung der 

Lärmsituation vorzunehmen.

Die behaupteten Störungen bei der Parkierung wären nicht dem 

Restaurantbetrieb, sondern dem Diskobetrieb im Untergeschoss (UG) 

zuzuschreiben. Allenfalls müsse sich der Beschwerdeführer mit den 

privatrechtlichen Behelfen gegen die genannten Einwirkungen zur Wehr setzen.

4. In der Vernehmlassung beantragten die Beschwerdegegner allesamt die 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf überhaupt eingetreten werden 

könne. 

5. Am 27. September 2012 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) noch einen 

Augenschein an Ort und Stelle durch, an welchem der Rechtsvertreter (RA …) 

des Beschwerdeführers anwesend war. Die Beschwerdegegnerin 

(Gemeinde/Vorinstanz) war durch den Gemeindepräsidenten, den 

Baufachamtsleiter und ihren Rechtsvertreter (RA Dr. …) präsent. Seitens der 

Beschwerdegegner  (… AG & Mitbeteiligte) waren drei Personen in Begleitung 

ihres Rechtvertreters (RA …) zugegen. Als Beigeladene im Parallelverfahren R 

11 81 waren zudem noch … (für die … AG/Sporthotel …/Dancing „..“) in 

Begleitung seines Rechtsvertreters (RA …) sowie der benachbarte … 

(Eigentümer Parz. 47/Hotel …), sowie die Beschwerdeführer im Verfahren R 11 

102 in Begleitung ihres Rechtsvertreters (RA Dr. …) präsent. Allen 

Anwesenden wurde dabei im Zuge eines Rundganges auf der Liegenschaft 

(Parz. 94) von 14.15 Uhr bis 15.30 Uhr – an fünf verschiedenen Standorten – 

die Gelegenheit geboten, sich auch noch mündlich zu den aufgeworfenen 

Fragen betreffend Musiklärm von der Schirmbar auf der Terrasse 

(Erdgeschoss) und speziell aus dem nächtlichen Diskothekenbetrieb samt 

Verkehrs- und Personenlärm infolge Gästebesuches des dortigen Tanz- und 

Vergnügungslokals „…“ (Untergeschoss) zu äussern. Von Seiten der 

Beschwerdegegnerin wurde dabei noch ein Schreiben vom 11. März 2011 

betreffend „Lärmemissionen des Gastwirtschaftsbetriebes“ der Eheleute … 

(verfasst von RA …) zu den Akten gegeben. Ferner erstellte das Gericht 

seinerseits noch insgesamt 30 Fotos von den genauen Orts-, Erschliessungs- 

und Raumverhältnissen auf und rund um die Parz. 94 des … (am Standort 1: 10 

Fotos betreffend Eingangs-/Terrassen-, Restaurations- und Schirmbarbereich; 

am Standort 2: 6 Fotos betreffend Zugangs- und Innenbereich des Disco-Clubs 

„…“; am Standort 3: 6 Fotos betreffend Strassenzufahrts- und vorderer 

[gekofferter] Parkplatzbereich des …; am Standort 4: 5 Fotos betreffend 

hinteres [bekiestes] Parkplatzareal auf Parz. 94 samt Umgebung; am Standort 

5: 3 Fotos betreffend Parkplatzverhältnisse auf den benachbarten Parz. 46/47, 

unmittelbar im Süden zur Parz. 94 in Richtung Dorfzentrum der Gemeinde. 

Über die Ausführungen am Augenschein wurde ein Protokoll erstellt.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist der Entscheid vom 27. Januar 2012, worin die Gemeinde 

(Beschwerdegegnerin/Vorinstanz) die Baubewilligung für das Gesuch vom 16. 

August 2011 betreffend Vergrösserung des Restaurants um die Fläche des 

vorbestehenden Verkaufsladens, die Legalisierung des Terrassenbereiches 

sowie den Einbau von Schleusen beim Eingang zur Diskothek erteilte und 

zugleich die dagegen erhobene Einsprache des im Süden auf Parzelle 46 

(überbaut mit Wohn-/Geschäftshaus) situierten Nachbarn (Beschwerdeführer) – 

mit Ausnahme der Einwände gegen die inzwischen behobenen Mängel 

betreffend Pflichtparkplätze/Parkierungs-system – abwies. 

Beschwerdegegenstand bilden die Fragen, ob die Vorinstanz korrekt und im 

Einklang mit der bestehenden Gesetzgebung handelte, als sie die beantragte 

Baubewilligung (samt Umnutzung) unter Auflagen/Bedingungen (vgl. dazu 

Verfügung vom 26. August 2011) erteilte.

2. a) Zunächst gilt es in formeller Hinsicht festzuhalten, dass eine eigentliche 

Vereinigung der zwei Beschwerden (R 12 20 und 21; Anfechtungsobjekt: 

Entscheid vom 27. Januar 2012) mit den übrigen Fällen (R 11 81, 101, 102; 

Anfechtungsobjekt: Verfügung vom 26. August 2011) nicht angezeigt ist, da sie 

sich alle wohl mit der gleichen Liegenschaft auf Parzelle 94, nicht aber mit den 

gleichen Gegenständen befassen. Vorliegend geht es einzig um die 

Erweiterung der Aussenterrasse, die geringfügige Vergrösserung des 

Restaurants und die baulichen Lärmschutzvorkehrungen im Eingangsbereich 

zur Diskothek (Einbau Schleusensystem). Das Gericht erachtet es deshalb für 

richtig und angemessen, die fünf Beschwerdefälle zwar zeitgleich, aber 

inhaltlich getrennt voneinander zu behandeln.

b) Beschwerdethema des hier interessierenden Entscheids vom 27. Januar 2012 

sind ausschliesslich die drei erwähnten Bau- und Umnutzungsprojekte auf 

Parzelle 94. Nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens können hingegen 

die vom Beschwerdeführer in den Anträgen unter Ziff. 1 lit. d) bis f) weiter 

gestellten Begehren sein (nämlich die Schirmbar sei mit schalldichten Wänden 

und schalldichtem Dach einzukleiden; Sicherstellung der Einhaltung der 

Empfindlichkeitsstufe [ES] II durch qualifizierten Ordnungsdienst; 

Kostenübertragung der Anschaffung und Montage eines versenkbaren Poller-

Systems auf Parzelle 46 des Beschwerdeführers zulasten der Bauherrschaft 

[Beschwerdegegner] auf Parzelle 94). Weil diese Themenbereiche nicht 

Regelungsgegenstand des angefochtenen Entscheids vom 27. Januar 2012 

sind, kann das Gericht darauf zum vornherein nicht eintreten. Infolge Fehlens 

eines entsprechend inhaltlichen Anfechtungsobjekts wird auf die Beschwerde 

vom 28. Februar 2012 insofern deshalb überhaupt nicht eingetreten. 

3. a) In materieller Hinsicht gilt es bezüglich der zulässigen Anträge unter Ziff. 1 lit. a) 

bis c) klarzustellen, dass allein die Erweiterung der Restaurationsfläche um nur 

ca. 74 m2 bei weitem noch nicht eine absolut geltende Polizeistunde um 22.00 

Uhr für das Restaurant zu rechtfertigen vermöchte. Für den Gaststättenbetrieb 

im Erdgeschoss muss – wie für alle übrigen Restaurationsbesucher und 

Hotelbetriebe - die normale Polizeistunde um 24.00 Uhr gelten. Nicht rechtens 

und völlig unverhältnismässig wäre auch der verlangte Einbau einer 

Schallschutzschleuse beim Restaurant. Dem ist hier umso mehr beizupflichten, 

als die Bauherrin bereits mit Verfügung vom 26. August 2011 (Inhalt: 

Betriebsauflagen) äusserst sachdienlich und zielführend verpflichtet wurde, 

einen Schallschutzbegrenzer einzubauen. Dieser sollte so eingestellt bzw. 

justiert werden, dass im Aussenbereich der neu erstellten Terrasse überall die 

dort geltenden Grenzwerte gemäss Richtlinien Cercle Bruit eingehalten bzw. 

nicht überschritten werden. 

b) Wie der gerichtliche Augenschein vom 27. September 2012 ergeben hat, ist der 

frühere Parkplatzbereich im Süden der Parzelle 94 (vgl. dazu Plan Nr. 2010-

01/3 vom 15.02.2010) in der Zwischenzeit zu einer Aussenterrasse mit rötlichen 

Steinplatten, mit Bestuhlung und mehreren Tischen im vorderen Bereich 

umfunktioniert worden. Diese Umnutzung bedurfte einer eigenständigen 

Bewilligung, weshalb die Bauherrin am 16. August 2011 eben auch ein 

entsprechendes Baugesuch bei der Gemeinde einreichte, um diese neue 

Verwendung prüfen und anschliessend laut kommunalem Baugesetz bewilligen 

zu lassen. Dasselbe gilt hinsichtlich des im hinteren Bereich zuvor geführten 

Ladens, welcher durch die Errichtung der südlich erweiterten Schirmbar 

abgelöst wurde. Der Beschwerdeführer verkennt nun, dass es aus 

baupolizeilicher Sicht keine Rolle spielt, ob es sich dabei um eine gewöhnliche 

Restaurationserweiterung oder um einen Annexbetrieb mit Bar und 

Musikanlage (mit/ohne Schirmdach und mobilen Glaswänden) handelt, solange 

die gesetzlichen Vorgaben bezüglich Ausnützungsziffer, Grenzabständen, 

Gebäudekubatur und Lärmschutznormen (ES II) eingehalten sind. Was die 

kritisierten Lärmimmissionen aus dem Terrassenbetrieb angeht, so wurde 

diesen Befürchtungen exakt mit den Schutzmassnahmen in der behördlichen 

(Betriebsauflagen-) Verfügung vom 26. August 2011 gebührend Rechnung 

getragen. Für eine Verschärfung der dort angeordneten (Lärmreduktions-) 

Massnahmen besteht aus der Sicht des Gerichts aber derzeit keine 

Veranlassung. Dies betrifft einmal vor allem die Beschallung der 

Aussenterrasse, für die verschiedene Auflagen formuliert worden sind (Einbau 

Schallpegelbegrenzer, Einhaltung der geltenden Grenzwerte laut Richtlinie 

Cercle Bruit, Verbot der Beeinträchtigung des ruhigen und gesunden Wohnens, 

nachträgliche Lärmkontrollen, zeitliche Beschränkungen der Beschallung). Es 

besteht anhand der bisher gewonnenen Erkenntnisse (vgl. das Schreiben der 

Gemeinde vom 10./13. August 2012 mit Auswertung der angeordneten 

Lärmschutzmassnahmen bzw. das zweite Schreiben der Gemeinde vom 18./19. 

September 2012 mit Bestätigung der früheren Messwerte und 

Auswertungsresultate) daher aktuell kein weiterer Regelungsbedarf. Die 

Legalisierung der erstellten Aussenterrasse ist der Baubehörde umso einfacher 

gefallen, als das Fassungsvermögen der vor Ort bewirteten Gäste und 

Besucher durch die Erweiterung des Restaurants nach der Umnutzung des 

Ladens in etwa gleich geblieben ist (ca. 75 Sitzplätze). Der Betrieb ist daher von 

der Vorinstanz zu Recht der Kategorie zwischen 61-90 Sitzplätze zugeordnet 

worden, womit auch die Bereitstellung der dafür erforderlichen Sanitäranlagen 

(drei Damen-WC’s, zwei Handwaschbecken, ein Herren-WC, drei Pissoirs und 

noch zwei Handwaschbecken) korrekt erfolgte. Hinsichtlich des örtlich 

angepassten Parkierungs- und Verkehrsleitsystems sind mit der neuen 

Strassenzufahrt von Norden mit bekiestem, grossen Parkareal im Westen und 

mit einer Reihe gekofferter Parkplätze unmittelbar im Osten vor dem 

Haupteingang zum Disko-Club … im Untergeschoss ebenfalls deutliche 

Verbesserungen – gegenüber den ursprünglichen Parkplätzen im Süden auf 

Parzelle 94 nahe der Grenze zur Parzelle 46 – geschaffen worden. Hinzu 

kommen noch das eigene Parkareal im Norden (inkl. Bus- und Carabstellplätze) 

und das Areal auf der direkt daran angrenzenden Nachbarparzelle 93 (… AG). 

Weiter wurden noch vier Parkplätze auf Parzelle 48 (Doppelnutzung) zu 

Gunsten der Parzelle 94 nachgewiesen und diese Verpflichtung grundbuchlich 

gesichert. Für die Zweckmässigkeit und den Nutzen der Schleusen im 

Eingangsbereich zur Diskothek kann wiederum auf die Feststellungen im Zuge 

des gerichtlichen Augenscheins vom 27. September 2012 und die dazu bereits 

getroffenen Lärmreduktionsmassnahmen in der Verfügung vom 26. August 

2011 verwiesen werden. Die vorgängig gemachten Erfahrungen bezüglich 

Auswertung der Schallpegelbegrenzer haben sich seither nochmals bestätigt 

und es haben sich somit auch insofern für den Eingang zur Diskothek mittels 

zweier (lärmdämpfender) Schleusen keine zusätzlichen 

Betriebseinschränkungen oder (Bau-) Auflagen aufgedrängt.

c) In Anbetracht der soeben geschilderten Orts- und Betriebsverhältnisse ist das 

Gericht zur Überzeugung gelangt, dass aktuell kein Handlungsbedarf seitens 

der Gemeinde ausgewiesen ist, da die bereits angeordneten und danach auch 

umgesetzten Schutzmassnahmen durchaus wirksam und zielführend für eine 

noch tolerierbare Lärmbelastung sind und sich die Vorinstanz (in der Verfügung 

vom 26. August 2011) zudem ausdrücklich vorbehielt, allenfalls noch weitere 

Massnahmen (z.B. Verpflichtung für privaten Sicherheits-/Ordnungsdienst auf 

Parkierungsareal und beim Eingang zur Diskothek …; Überprüfung der 

Schliessungszeiten; Kontrolle der Funktionstüchtigkeit der Eintrittsschleuse bei 

Disco usw.) zu treffen. Sollten die baulich oder organisatorisch bisher 

angeordneten Massnahmen aber tatsächlich nicht ausreichend sein, um ein 

einigermassen „störungsfreies Wohnen und Schlafen“ in den Abend- und vor 

allem Nachtstunden im näheren Umkreis des Gastronomie- und 

Unterhaltungslokals … zu ermöglichen, wäre die Vorinstanz indessen gehalten, 

mit verschärften Auflagen einzugreifen und die somit offenkundig 

unterschätzten Missstände zu beseitigen. Sollten also zusätzliche Erkenntnisse 

anhand neuer Messungen erlangt werden, stünde einer erneuten Überprüfung 

und Anpassung der bis dahin verfügten und im Wesentlichen schon in die 

Realität umgesetzten Lärmschutzmassnahmen durch die Vorinstanz natürlich 

nichts im Wege. Eine baupolizeiliche „Nachbesserung“ bezüglich Auflagen 

muss bei (neuen) Fakten jederzeit zulässig und möglich sein.

d) Im Übrigen wäre auch die generelle Beschränkung der Öffnungszeit des 

Restaurants und der Aussenterrasse bis 22.00 Uhr unhaltbar. Dies würde hier 

umso mehr gelten, als die zur Diskussion stehenden baulichen Veränderungen 

keine nennenswerte Verschlechterung der Lärmsituation mit sich brachten. Die 

weiter vorgebrachten Einwände entbehren sodann jeder sachlichen Grundlage, 

weshalb (um unnötige Wiederholungen zu vermeiden) hier auf die Argumente 

der Vorinstanz verwiesen werden darf.

4. a) Der angefochtene Entscheid vom 27. Januar 2012 ist demzufolge rechtmässig 

und vertretbar, was im Resultat zur Abweisung der Beschwerde vom 28. 

Februar 2012 (im Verfahren R 12 20) führt, soweit darauf vorliegend überhaupt 

eingetreten werden kann. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 

73 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen. Er hat die anwaltlich vertretenen, obsiegenden 

Beschwerdegegner laut Art. 78 Abs. 1 VRG zudem aussergerichtlich 

angemessen zu entschädigen, wobei das Gericht die Parteientschädigung 

ermessensweise auf Fr. 3‘000.-- (inkl. 8% Mehrwertsteuer und Augenschein) 

festsetzt. In diesem Umfang hat der Beschwerdeführer die Beschwerdegegner 

also noch für deren anwaltlich entstandenen Arbeits- und Zeitaufwand zu 

entschädigen. Der Vorinstanz (Beschwerdegegnerin/Gemeinde) steht hingegen 

laut Art. 78 Abs. 2 VRG keine solche Entschädigung zu, da sie lediglich in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegte.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 314.--

zusammen Fr. 3‘314.--

gehen zulasten des Beschwerdeführers und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. Der Beschwerdeführer hat die … AG & Mitbeteiligte aussergerichtlich mit total 

Fr. 3‘000.-- (inkl. MWST) zu entschädigen.

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 27. Februar 2014 

teilweise gutgeheissen (1C_162/2013).