# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 11d6b45a-8bce-5eaa-b10f-a9ad40f21e0b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2023 F-4771/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4771-2021_2023-10-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 25.09.2024 (25.09.2024) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4771/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  O k t o b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Sebastian Kempe (Vorsitz), 

Richter Daniele Cattaneo,  

Richterin Susanne Genner,    

Gerichtsschreiberin Caroline Rausch. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ 

vertreten durch MLaw Myriam Dannacher,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schwerwiegender persönlicher Härtefall; 

Verfügung des SEM vom 29. September 2021 

 

 

 

F-4771/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1995 geborene Beschwerdeführer heiratete in seiner Heimat Nordma-

zedonien am (…) 2017 eine Schweizer Bürgerin. Am 19. Oktober 2017 

reiste er in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs 

eine Aufenthaltsbewilligung. Diese wurde letztmals bis zum 18. Oktober 

2020 verlängert.  

B.  

Am 28. Mai 2020 teilte die damalige Ehefrau des Beschwerdeführers der 

zuständigen kantonalen Migrationsbehörde mit, dass sie sich getrennt hät-

ten.  

C.  

Am 12. Juni 2020 forderte die kantonale Migrationsbehörde den Beschwer-

deführer auf, in Hinblick auf seine Aufenthaltsbewilligung eine Stellung-

nahme einzureichen. Am 14. August 2020 kam er dieser Aufforderung nach 

und machte häusliche Gewalt geltend.  

D.  

Zwischenzeitlich stellte am 17. Juni 2020 die damalige Ehefrau des Be-

schwerdeführers beim Zivilgericht B._____ einen Antrag auf Erlass vor-

sorglicher Massnahmen im Rahmen des Eheschutzes. Sie teilte dem Ge-

richt mit, sie habe sich am 14. Mai 2020 vom Beschwerdeführer getrennt 

und sei aus der ehelichen Wohnung ausgezogen, und ersuchte um Bewil-

ligung des Getrenntlebens.  

E.  

Am 23. Oktober 2020 reichte der Beschwerdeführer auf Aufforderung der 

kantonalen Migrationsbehörde eine weitere Eingabe ein, in welcher er die 

häusliche Gewalt konkretisierte.  

F.  

Die kantonale Migrationsbehörde stellte der Vorinstanz am 30. Oktober 

2020 einen Antrag auf Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewil-

ligung nach Auflösung der ehelichen Gemeinschaft.  

G.  

Seit dem rechtskräftigen Entscheid des Amtsgerichts C._____ (Nordmaze-

donien) vom 3. Juni 2021 ist die Ehe geschieden. 

F-4771/2021 

Seite 3 

H.  

Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs, von welchem der Beschwerde-

führer mit Stellungnahme vom 25. Januar 2021 Gebrauch machte, verwei-

gerte die Vorinstanz mit Verfügung vom 29. September 2021 ihre Zustim-

mung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies den Be-

schwerdeführer unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

I.    

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

29. Oktober 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er bean-

tragte die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung sowie die Zustim-

mung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Eventualiter sei die Sache 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

J.  

In ihrer Vernehmlassung vom 14. Dezember 2021 hielt die Vorinstanz an 

ihren Erwägungen fest. Ein Doppel dieser Vernehmlassung wurde am 

20. Dezember 2022 dem Beschwerdeführer zugestellt. 

K.  

Aus organisatorischen Gründen wurde per 1. März 2023 für den bisherigen 

Instruktionsrichter der vorsitzende Richter im Spruchkörper aufgenommen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen des SEM betreffend Zustimmung zur Aufenthaltsbewilli-

gung und Wegweisung sind mit Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-

richt anfechtbar (Art. 112 Abs. 1 AIG; Art. 31 ff. VGG i.V.m. Art. 5 VwVG).  

1.2  Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Erhebung der 

Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 VwVG; 

Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

F-4771/2021 

Seite 4 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 

49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfah-

ren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 

VwVG nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.).  

3.  

3.1 Gemäss Art. 40 Abs. 1 AIG i.V.m. Art. 99 Abs. 1 AIG bestimmt der Bun-

desrat, in welchen Fällen Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- und Niederlas-

sungsbewilligungen sowie Vorentscheide der kantonalen Arbeitsmarktbe-

hörden der Zustimmung des SEM bedürfen. Das SEM kann die Zustim-

mung ohne Bindung an die Beurteilung durch kantonale Verwaltungs- oder 

Justizbehörden verweigern, zeitlich begrenzen oder mit Bedingungen oder 

Auflagen verbinden (Art. 99 Abs. 2 AIG, Art. 86 Abs. 1 VZAE). 

 

3.2 In der vorliegenden Streitsache ergibt sich die Zustimmungskompetenz 

des SEM aus Art. 85 Abs. 1 und 2 VZAE i.V.m. Art. 4 Bst. d der Verordnung 

des EJPD vom 13. August 2015 über das ausländerrechtliche Zustim-

mungsverfahren (ZV-EJPD, SR 142.201.1). Danach ist die Verlängerung 

einer Aufenthaltsbewilligung nach der Auflösung der ehelichen Gemein-

schaft dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten. 

 

4.  

4.1 Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben 

Anspruch auf Erteilung und Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, 

wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG). Nach Auflö-

sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch ge-

mäss Art. 42 AIG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre 

bestanden hat und die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind 

(Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG) oder wenn – unabhängig von der Dauer der 

Ehegemeinschaft – wichtige persönliche Gründe vorliegen, die einen wei-

teren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 Bst. b 

AIG).  

F-4771/2021 

Seite 5 

4.2  

Vorliegend lebten der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau le-

diglich vom 19. Oktober 2017 bis zum 14. Mai 2020 (gemäss Aussage der 

Ehefrau) bzw. dem 15. Juni 2020 (gemäss Aussage des Beschwerdefüh-

rers) und somit weniger als drei Jahre in ehelicher Gemeinschaft in der 

Schweiz zusammen. Eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ge-

stützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG fällt daher ausser Betracht.  

4.3 Zu prüfen bleibt, ob wichtige persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 

Abs. 1 Bst. b AIG vorliegen, die einen weiteren Aufenthalt des Beschwer-

deführers in der Schweiz erforderlich machen. Solche wichtigen persönli-

chen Gründe können namentlich vorliegen, wenn die betroffene ausländi-

sche Person Opfer ehelicher Gewalt wurde, sie die Ehe nicht aus freiem 

Willen geschlossen hat, oder ihre soziale Wiedereingliederung im Her-

kunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Für die Beurtei-

lung der Frage, ob wichtige persönliche Gründe vorliegen, sind grundsätz-

lich alle Aspekte des Einzelfalls zu berücksichtigen. Dazu gehören die in 

Art. 31 Abs. 1 VZAE beispielhaft genannten Kriterien: die Integration an-

hand der Integrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG (Bst. a), die Famili-

enverhältnisse (Bst. c), die finanziellen Verhältnisse (Bst. d), die Aufent-

haltsdauer (Bst. e), der Gesundheitszustand (Bst. f) und die Möglichkeiten 

zur Wiedereingliederung im Herkunftsland (Bst. g). Die Annahme eines 

persönlichen Härtefalls darf dabei nicht leichthin erfolgen. Sie setzt eine 

erhebliche Intensität der Konsequenzen für die ausländische Person vo-

raus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der abgeleiteten 

Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (vgl. BGE 139 II 393 E. 6; 137 

II 345 E. 3.2.3, je m.H.; Urteil des BVGer F-3563/2020 vom 26. September 

2022 E. 6.2). Der Härtefall muss eine gewisse Kausalität zur gescheiterten 

Ehegemeinschaft bzw. zum damit einhergehenden Aufenthalt aufweisen 

(vgl. Urteil des BGer 2C_335/2020 vom 18. August 2020 E. 3.2. m.H. auf 

BGE 139 II 393 E. 6 und 138 II 229 E. 3.1). Bei der Prüfung, ob wichtige 

persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG vorliegen, sind 

sodann die grundrechtlichen Ansprüche der betroffenen Person, nament-

lich auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK 

bzw. Art. 13 Abs. 1 BV, zu berücksichtigen (vgl. Urteile des BGer 

2C_397/2020 vom 26. August 2020 E. 5.2; 2C_541/2019 vom 22. Januar 

2020 E. 4.2; 2C_1047/2013 vom 24. Juni 2014 E. 2.3; Urteil des BVGer F-

3094/2015 vom 27. November 2018 E. 6.1).  

F-4771/2021 

Seite 6 

5.  

5.1  

Zunächst ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer eheliche Gewalt im Sinne 

von Art. 50 Abs. 2 AIG erlitten hat.  

5.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts bedeutet eheliche bzw. 

häusliche Gewalt systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und 

Kontrolle auszuüben. Eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ver-

mag sie nur zu rechtfertigen, wenn physische oder psychische Zwangs-

ausübung von einer gewissen Intensität bzw. Konstanz vorliegt (in diesem 

Sinne auch Urteil des BGer 2C_922/2019 vom 26. Februar 2020 E. 3.1 

unter Berücksichtigung von Art. 3 lit. b des Übereinkommens des Europa-

rats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häus-

licher Gewalt vom 11. Mai 2011 [Istanbul-Konvention, SR 0.311.35]; vgl. 

des Weiteren Urteil des BVGer F-225/2021 vom 19. Juli 2023 E. 9.1). Eine 

einmalige Ohrfeige oder verbale Beschimpfungen im Verlaufe eines eska-

lierenden Streits genügen daher nicht (vgl. zum Ganzen BGE 136 II 1 

E. 5.4 m.H.; statt vieler Urteil des BGer 2C_314/2019 vom 11. März 2018 

E. 5.2 m.H.). Psychische und/oder sozioökonomische Druckausübung wie 

dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, Drohen oder Einsperren kann eheli-

che Gewalt im Rechtssinn darstellen, wenn sie die Schwelle zur unzuläs-

sigen Oppression erreicht. Dies ist rechtsprechungsgemäss der Fall, wenn 

die psychische Integrität des Opfers bei einer Aufrechterhaltung der eheli-

chen Gemeinschaft schwer beeinträchtigt würde. Die anhaltende, erniedri-

gende Behandlung muss derart schwer wiegen, dass von der betroffenen 

Person unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände vernünftigerweise 

nicht erwartet werden kann, dass sie einzig aus bewilligungsrechtlichen 

Gründen die Ehe aufrechterhält und in einer ihre Menschenwürde und Per-

sönlichkeit verneinenden Beziehung verharrt (BGE 138 II 229 E. 3.2.1 f.; 

Urteil des BGer 2C_186/2023 vom 25. April 2023 E. 4.3.1). Dies kann auch 

dann zu bejahen sein, wenn die Initiative für die Trennung letztlich nicht 

vom Opfer ausgegangen ist, sondern vom anderen Ehegatten (Urteil des 

BGer 2C_498/2022 vom 22. März 2023 E. 4.3 m.H.). Entscheidend für die 

Beurteilung der Frage, ob eheliche Gewalt im Rechtssinn vorliegt, bleiben 

wohlgemerkt die diesbezüglichen sachverhaltlichen Feststellungen. Erst 

auf deren Grundlage lässt sich beurteilen, ob sich das Opfer im Trennungs-

zeitpunkt objektiv betrachtet im Dilemma befunden hat, zwischen einer un-

zumutbaren Weiterführung der Ehe und einer Beendigung seines Aufent-

haltsrechts wählen zu müssen (Urteile 2C_802/2020 vom 12. März 2021 

E. 2.4; 2C_922/2019 vom 26. Februar 2020 E. 3.3; je m.H.). 

F-4771/2021 

Seite 7 

5.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 50 Abs. 2 AIG 

setzt häusliche Gewalt nicht zwingend eine strafrechtliche Verurteilung vor-

aus, d.h. häusliche Gewalt kann auch vorliegen, wenn kein strafrechtlich 

relevantes Verhalten festgestellt ist oder ein entsprechendes Strafverfah-

ren eingestellt wurde (BGE 138 II 229 E. 3.3.3; Urteil des BGer 

2C_314/2019 vom 11. März 2022 E. 6.3; je m.H.). Die ausländische Person 

trifft bei den Feststellungen des entsprechenden Sachverhalts eine weitrei-

chende Mitwirkungspflicht. Sie muss die erlittene physische oder psychi-

sche Gewalt und deren Schwere in geeigneter Weise glaubhaft machen. 

Anhaltspunkte für eheliche Gewalt können sich insbesondere aus Arztbe-

richten oder psychiatrischen Gutachten, Polizeirapporten, Strafanzeigen, 

Massnahmen im Sinne von Art. 28b ZGB oder strafrechtlichen Verurteilun-

gen ergeben, ferner aus Auskünften spezialisierter Fachstellen (z.B. Frau-

enhäusern oder Opferhilfestellen) sowie glaubhaften Zeugenaussagen von 

weiteren Angehörigen oder Nachbarn (vgl. Art. 77 Abs. 6 und 6bis VZAE; 

BGE 142 I 152 E. 6.2 m.H.). Allgemein gehaltene Behauptungen oder Hin-

weise auf punktuelle Spannungen genügen nicht. Wird häusliche Gewalt 

in Form psychischer Oppression behauptet, muss die Systematik der Miss-

handlung bzw. deren zeitliches Andauern und die daraus entstehende sub-

jektive Belastung objektiv nachvollziehbar konkretisiert und beweismässig 

unterlegt werden (BGE 138 II 229 E. 3.2.3 m.H.; Urteil des BGer 

2C_827/2022 vom 31. März 2023 E. 3.4). Bei Anwendbarkeit des Beweis-

masses der Glaubhaftmachung ist ausreichend, dass die Wahrscheinlich-

keit eines Zutreffens der behaupteten Tatsachen höher eingeschätzt wird 

als die des Gegenteils (Urteil des BGer 2C_165/2018 vom 19. September 

2018 E. 2.2.2; Urteil des BVGer F-225/2021 vom 19. Juli 2023 E. 9.2 m.H.). 

5.4 Liegt eheliche Gewalt im Rechtssinn vor, kann diese für sich allein 

einen persönlichen nachehelichen Härtefall begründen, wenn sie einen 

bestimmten Schweregrad erreicht. Ansonsten müssen weitere Elemente 

hinzutreten, um insgesamt einen nachehelichen Härtefall zu begründen. 

Dabei ist namentlich an eine erschwerte Reintegration im Herkunftsland zu 

denken (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2 m.H.). Indes sind für Opfer häuslicher 

Gewalt die Hürden, um auch in ausländerrechtlicher Hinsicht Schutz zu 

erhalten und mithin in der Schweiz verbleiben zu dürfen, nicht allzu hoch 

anzusetzen. Dies mit Blick auf die grundrechtsbasierten Schutzpflichten 

des Staates gegenüber menschenunwürdiger Behandlung im Allgemeinen 

sowie häuslicher Gewalt im Besonderen (Art. 7 i.V.m. Art. 35 Abs. 1 und 3 

BV, vgl. auch Art. 59 Istanbul-Konvention; vgl. Urteile des BGer 

2C_915/2019 vom 13. März 2020 E. 5.2 und 2C_1016/2021 vom 

12. Oktober 2022 E. 4.1). 

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Seite 8 

5.5  

5.5.1 Gemäss der Vorinstanz liegt keine relevante Form ehelicher Gewalt 

im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AIG vor. Denn die Systematik der geltend ge-

machten psychischen Gewalt bzw. deren zeitliches Andauern genüge den 

Anforderungen nicht. Auch die vom Beschwerdeführer vorgebrachte phy-

sische Gewalt erreiche die erforderliche Intensität nicht. Abgesehen davon 

habe der Beschwerdeführer den Nachweis betreffend die erlebte häusliche 

Gewalt mangels glaubwürdiger Unterlagen nicht erbracht.   

5.5.2 Der Beschwerdeführer macht drei Vorfälle geltend, welche zu 

physischen Verletzungen geführt hätten. 

 

Im Sommer 2019 habe er seine damalige Ehefrau von der Arbeit abgeholt 

und vom Geschenk erzählt, welches er seinem Bruder gekauft habe. 

Daraufhin habe seine Ehefrau angefangen zu schreien. Sie habe ihm ihr 

Getränk ins Gesicht geschüttet und ihn tätlich angegriffen. Gemäss der 

Eingabe vom 14. August 2020 habe sie ihre Finger und Fingernägel 

während der Autofahrt so sehr in seinen Oberarm gerammt, dass Kratzer 

und Blutergüsse zurückgeblieben seien. Gemäss der Eingabe vom 

23. Oktober 2020 habe sie ihn geschlagen.  

 

Ein anderes Mal sei er von seiner Ehefrau gegen 10 Uhr am Morgen aus 

dem Schlaf gerissen worden. Sie habe aus dem Nichts angefangen, ihn zu 

schlagen und ihm Kratzer zu versetzen. Erst als sie gesehen habe, dass 

sich sein weisses T-Shirt an ein paar Stellen leicht rot verfärbte, habe sie 

von ihm abgelassen. Auch hier sei es um seinen Bruder gegangen, mit 

welchem er den Kontakt abbrechen sollte. Sie habe ihm gesagt, dass er 

tun solle, was sie sage, da er nur wegen ihr in der Schweiz sei.  

 

Bei einem weiteren Vorfall habe seine Ehefrau Ferien nach Dubai gebucht, 

ohne dies vorher mit ihm zu besprechen. Auf seinen Widerwillen hin habe 

sie ihm einen Stift in die Stirn gerammt.  

Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, dass es zu einer kon-

stanten, systematischen Unterdrückung von Seiten seiner Ehefrau gekom-

men sei. Er habe sich wiederholt anhören müssen, dass er nur wegen ihr 

in der Schweiz bleiben könne. Auch die Tatsache, dass er weniger verdiene 

als seine Ehefrau, sei ihm oft von dieser und von seinen Schwiegereltern 

vorgeworfen worden. Er habe sich aufgrund dessen lange nicht getraut, 

sich aus der Beziehung zu lösen. Erst gegen Ende der Ehe habe er seinen 

eigenen Standpunkt eingenommen, was wohl zur Trennung geführt habe.  

F-4771/2021 

Seite 9 

5.6 Zu prüfen ist vorab, ob die vom Beschwerdeführer geschilderten Vor-

fälle glaubhaft sind.  

5.6.1 Der Beschwerdeführer reichte als Beweismittel für die geltend ge-

machten Vorfälle einzig sechs undatierte Fotos ein, auf welchen die davon 

getragenen Verletzungen zu sehen seien (Akten des SEM [SEM-act.] 210 

f., 219-222). Er wies keine Polizeiakten, Berichte von Ärzten oder Fachstel-

len, Zeugenaussagen oder anderen Beweismittel vor, welche unter Betei-

ligung Dritter zustande gekommen wären. Dies begründete er einerseits 

durch die Kulturunterschiede zwischen der Schweiz und Nordmazedonien 

in Bezug auf häusliche Gewalt, denn er habe nicht von den verschiedenen 

Hilfemöglichkeiten gewusst und sich nicht an sein Umfeld wenden können. 

Andererseits habe er sich nicht getraut, einen Arzt oder Psychologen zu 

kontaktieren, da seine damalige Ehefrau aufgrund der daraus resultieren-

den Rechnungen zweifelsfrei von seinen Besuchen erfahren hätte. Als ein-

zige Option sei ihm die eigenständige Dokumentation der Verletzungen 

mittels Bilder geblieben.   

Demgegenüber schilderte die Ehefrau im Antrag auf Erlass vorsorglicher 

Massnahmen vom 17. Juni 2020, dass es während der Ehe zu häufigen 

Streitigkeiten gekommen sei. Es sei zu erheblichen Handgreiflichkeiten 

und Drohungen seitens des Beschwerdeführers gekommen, so dass sie 

sich in Not habe wehren müssen. Er habe ihr mehrmals gedroht und ge-

zeigt, dass er vor physischer Gewalt nicht zurückschrecke. 

5.6.2 Der Beschwerdeführer machte mit Eingabe vom 14. August 2020 zu-

nächst geltend, vier der eingereichten Bilder (SEM-act. 219-222) zeigten 

die Folgen des Angriffs seiner Ehefrau, welcher sich während einer Auto-

fahrt ereignet habe. Mit Eingabe vom 23. Oktober 2020 gab er sodann 

sinngemäss an, die Bilder zeigten auch die Folgen des Angriffs, bei dem er 

aus dem Schlaf gerissen worden sei.  Die Tatsache, dass der Beschwer-

deführer Bilder, welche einen Vorfall belegen sollen, zu einem späteren 

Zeitpunkt zur Erklärung eines weiteren Vorfalls verwendet, lässt bereits er-

hebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen bzw. der Wahr-

scheinlichkeit des von ihm geschilderten Ablaufs der Ereignisse aufkom-

men. Die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen betreffend den Angriff im Auto 

wird zudem durch die unterschiedliche Beschreibung des Vorfalls redu-

ziert. Denn der von ihm geschilderte Tatvorgang wird in einer ersten Ein-

gabe als Rammen der Finger und Fingernägel und in der zweiten Eingabe 

als Schläge beschrieben (vgl. E. 5.5.2). 

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Seite 10 

Im Hinblick auf die eingereichten Bilder ist sodann folgendes festzustellen: 

Auf dem ersten der eingereichten Bilder sind zahlreiche Kratzspuren und 

Blutergüsse auf der Innenseite des linken Oberarms des Beschwerdefüh-

rers erkennbar. Dieser lässt sich anhand des mitfotografierten Gesichts 

identifizieren (SEM-act. 219). Auf drei weiteren Bildern sind Kratzspuren an 

der Aussenseite eines linken Oberarms, an einer rechten Körperseite auf 

Höhe der Rippen und an einem nicht zuordenbaren Körperteil abgebildet 

(SEM-act. 220-222). Auf diesen Bildern fehlt jeweils das Gesicht der foto-

grafierten Person, weshalb sie dem Beschwerdeführer nicht zweifelsfrei 

zugeordnet werden können. Für eine Zuordnung zumindest des zweiten 

Fotos zum Beschwerdeführer sprechen der darauf erkennbare Bartansatz 

und Körperbau. Dagegen spricht, dass er angibt, sämtliche Bilder zu Be-

weiszwecken gemacht zu haben, zutreffendenfalls er auf seine Identifizier-

barkeit hätte bedacht sein müssen.  

Dass die Ehefrau den Beschwerdeführer beim Fahren angegriffen und ihre 

Fingernägel in seinen Oberarm gerammt habe, erscheint nach dem Ge-

sagten aufgrund der eingereichten Bilder zusätzlich unglaubhaft, finden 

sich die abgebildeten Armverletzungen doch allesamt auf dem linken Ober-

arm. Bei einem Angriff durch die Beifahrerin eines fahrenden Autos würde 

indes logischerweise der rechte Oberarm in Mitleidenschaft gezogen. Dies 

nicht zuletzt unter Berücksichtigung natürlicher Schutzbewegungen. Dass 

aus dem geschilderten Tatvorgang Verletzungen auf dem linken Oberarm 

des Beschwerdeführers resultieren würden, ist nicht plausibel und dement-

sprechend unglaubhaft. Die auf dem zweiten Bild erkennbaren Kratzspu-

ren unterhalb und seitlich des rechten Brustkorbes könnten von der Beifah-

rerseite her entstanden sein. Allerdings hat der Beschwerdeführer explizit 

angegeben, der Angriff habe sich gegen seinen Oberarm gerichtet. Wie 

bereits dargelegt, lässt sich zudem nicht zweifelsfrei feststellen, ob das 

zweite Bild effektiv den Beschwerdeführer zeigt. Zur Plausibilisierung oder 

gar zum Beleg des geschilderten Angriffs, durch den der Beschwerdeführer 

aus dem Schlaf gerissen worden sei, tragen die eingereichten Fotos (von 

denen er nachträglich behauptete, sie zeigten auch die Folgen jenes An-

griffs) sodann nichts bei.  

Auf dem fünften wie auch dem sechsten der eingereichten Fotos ist der 

Beschwerdeführer abgebildet. Auf seiner Stirn ist jeweils eine kleine 

Wunde zu sehen, die grundsätzlich vom geschilderten Angriff mit einem 

Stift stammen könnte (SEM-act. 210-211). Während indes die unterschied-

liche Färbung der Wunde auf den beiden Bildern (hellrot gegenüber dun-

kelbraun) noch plausibel mit dem Verlauf der Heilung erklärt werden kann, 

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Seite 11 

sticht ins Auge, dass sich die Wunde auf den beiden Bildern eindeutig nicht 

am selben Ort auf der Stirn des Beschwerdeführers befindet. Auf dem fünf-

ten Bild liegt sie oberhalb des linken Endes der rechten Augenbraue, auf 

dem sechsten hingegen leicht links von der Gesichtsmitte bzw. vom Na-

senansatz, was erhebliche Zweifel an der Authentizität der Bilder weckt. 

Gesamthaft betrachtet vermögen nach dem Gesagten auch die vom Be-

schwerdeführer ins Recht gelegten Fotos seine ansonsten unbelegten 

Ausführungen zur physischen Gewalt, welche er von Seiten seiner frühe-

ren Ehefrau habe erdulden müssen, nicht zu plausibilisieren – geschweige 

denn glaubhaft zu machen oder gar zu belegen. Angesichts der dargeleg-

ten Ungereimtheiten lassen die Bilder und die dazu gemachten Angaben 

des Beschwerdeführers seine Schilderungen gar eher zusätzlich unglaub-

haft erschienen, als dass sie ihre Glaubhaftigkeit erhöhen würden. Mithin 

ist aufgrund der Akten und der Vorbringen des Beschwerdeführers nicht 

glaubhaft, dass dessen frühere Ehefrau ihm physische Gewalt im Sinne 

seiner Schilderungen angetan hat.  

Dasselbe gilt im Hinblick auf die vorgebrachte psychische Gewalt von Sei-

ten der Ex-Ehefrau und ihrer Familie. Denn es liegen hierfür abgesehen 

von den Äusserungen des Beschwerdeführers keinerlei Beweismittel vor, 

welche die geschilderte Oppression zu plausibilisieren vermöchten. 

5.7 Zusammenfassend erscheinen in Würdigung der gesamten Umstände 

die vom Beschwerdeführer geschilderten Vorfälle physischer wie auch psy-

chischer Gewalt als unwahrscheinlich. An dieser Würdigung vermögen 

auch die von ihm vorgebrachten Gründe, welche das Einschalten von Dritt-

personen oder Stellen für ihn unmöglich gemacht hätten, nichts zu ändern. 

Der Beschwerdeführer hat das Bestehen ehelicher Gewalt im Sinne der 

Rechtsprechung folglich nicht glaubhaft gemacht.  

5.8 Im Ergebnis ist eheliche Gewalt im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AIG zu 

verneinen. 

6.  

6.1  

Streitig und weiterhin zu prüfen ist, ob die Wiedereingliederung des Be-

schwerdeführers in seinem Herkunftsland im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AIG 

stark gefährdet ist.  

6.2 Hinsichtlich der sozialen Wiedereingliederung nach Art. 50 Abs. 2 AIG 

ist entscheidend, ob unter Berücksichtigung der persönlichen, beruflichen 

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Seite 12 

und familiären Umstände die Reintegration der betroffenen ausländischen 

Person bei einer Rückkehr in ihre Heimat als stark gefährdet zu gelten 

hätte, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre und – aus 

welchen Gründen auch immer – vorgezogen würde. Ein persönlicher nach-

ehelicher Härtefall setzt wie bereits dargelegt voraus, dass die Lebenssitu-

ation nach dem Dahinfallen der abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung 

mit erheblichen Konsequenzen für das Privat- und Familienleben verbun-

den ist (E. 4.3). Wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft 

und war der Aufenthalt im Land nur von kürzerer Dauer, besteht praxisge-

mäss kein Anspruch auf einen weiteren Verbleib, wenn die erneute Integra-

tion im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (BGE 138 II 229 

E. 3.1; Urteil des BGer 2C_880/2022 vom 22. März 2022 E. 3.1 m.H.). 

6.3  

6.3.1 Die Vorinstanz sieht die Wiedereingliederung des Beschwerdefüh-

rers in seinem Heimatland als nicht stark gefährdet an. Der Beschwerde-

führer sei aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz mit den 

gesellschaftlichen Gepflogenheiten in Nordmazedonien immer noch stark 

vertraut. Er reise zu besonderen Anlässen zurück in seine Heimat und es 

sei davon auszugehen, dass er auch seine Ferien dort verbracht habe. In 

Nordmazedonien lebe seine Familie (Eltern und Schwester), welche ihn 

unterstützen könne. Zudem würde sich die in der Schweiz erworbene Be-

rufserfahrung positiv auf seine berufliche Integration in Nordmazedonien 

auswirken.  

6.3.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass er aufgrund des 

Scheiterns seiner sehr kurzen Ehe bei seiner Familie in Verruf geraten sei. 

Im Falle der Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung müsse er in sein 

Elternhaus zurückkehren und in Nordmazedonien, einem Land mit hoher 

Arbeitslosenquote, ohne Beruf bei null anfangen.  

6.4 Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers ist vorliegend keine 

starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Sinne von Art. 50 

Abs. 2 AIG ersichtlich. Der Beschwerdeführer ist am 19. Oktober 2017 im 

Alter von 22 Jahren in die Schweiz eingereist. Die in der Schweiz ver-

brachte Zeit erweist sich im Vergleich mit den im Herkunftsland zugebrach-

ten 22 Jahren als sehr kurz, hat er doch in Nordmazedonien zuvor sein 

ganzes Leben verbracht. Zudem leben nahe Verwandte von ihm (Eltern 

und Schwester) noch in Nordmazedonien. Des Weiteren genügt der Um-

stand, dass die Wirtschaftslage in der Schweiz besser als in Nordmazedo-

nien ist, nicht, um einen nachehelichen Härtefall zu begründen. 

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Seite 13 

7.  

Auch sonst sind keine Umstände ersichtlich oder werden substantiiert gel-

tend gemacht, welche einen nachehelichen Härtefall zu begründen ver-

möchten. 

8.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen für eine Verlän-

gerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 AIG nicht erfüllt sind.  

9.  

Mit der Verneinung wichtiger persönlicher Gründe im Sinne von Art. 50 

Abs. 2 Bst. b AIG ist in der vorliegenden Konstellation zugleich auch ge-

sagt, dass kein schwerwiegender persönlicher Härtefall im Sinne von 

Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG gegeben ist. Es sind denn auch keine Umstände 

ersichtlich oder werden vorgebracht, die unabhängig von der gescheiterten 

Ehe auf das Bestehen einer solchen Härtefallsituation hindeuten würden 

(zu den allgemeinen Anforderungen an einen schwerwiegenden persönli-

chen Härtefall nach Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG vgl. etwa BVGE 2017 VII/6). 

Die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung kann sich mithin auch nicht 

auf diese Bestimmung stützen.  

Eine andere Rechtsgrundlage für eine Verlängerung der Aufenthaltsbewil-

ligung ist in der vorliegenden Streitsache nicht ersichtlich.  

10.  

Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass die Vorinstanz zu Recht die 

Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert und 

den Beschwerdeführer aus der Schweiz weggewiesen hat. Hindernisse im 

Sinne von Art. 83 Abs. 2–4 AIG, die dem Vollzug der Wegweisung entge-

genstehen würden und aufgrund derer die Vorinstanz den Beschwerdefüh-

rer hätte vorläufig aufnehmen müssen, sind nicht ersichtlich (vgl. Art. 83 

Abs. 1 AIG). Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtmäs-

sig (Art. 49 VwVG) und die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen. 

11.  

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer 

die Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Eine Par-

teientschädigung fällt ausgangsgemäss ausser Betracht (Art. 64 Abs. 1 

VwVG). 

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Seite 14 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe entrichteten Kostenvorschuss 

gedeckt. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sebastian Kempe Caroline Rausch 

 

 

  

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Rechtsmittelbelehrung:  

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).