# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87ff68f2-73e5-51ca-85c9-bcab8e08bf46
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-09
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 09.04.2015 601 2013 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2013-48_2015-04-09.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2013 48

Urteil vom 9. April 2015

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidierendes Mitglied: Josef Hayoz
Richter: Christian Pfammatter, Gabrielle Multone
Gerichtsschreiber: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Tarkan Göksu

gegen

STAATSRAT DES KANTONS FREIBURG, Vorinstanz,

HFR FREIBURG KANTONSSPITAL, Beschwerdegegner/Erstinstanz, 
vertreten durch die Rechtsanwälte Luke H. Gillon und Valentin Schumacher

Gegenstand Amtsträger der Gemeinwesen / Personalrecht

Auflösung des Dienstverhältnisses

Beschwerde vom 21. Mai 2013 gegen den Entscheid des Staatsrats vom 
16. April 2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. Im Jahr 1996 stellte das Kantonsspital Freiburg (heutige Bezeichnung: "HFR Freiburg - 
Kantonsspital"; nachfolgend: das Kantonsspital) A.________, geboren im Jahr 1957, als Oberarzt 
in der B.________ an. Zuletzt war er als leitender Arzt tätig. Am 16. April 2010 verfasste Dr. 
C.________, Ärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Arztzeugnis, wonach A.________ 
aufgrund einer starken psychischen Belastung, die ihm Gesundheitsschäden verursache, und 
eines Burn-out-Syndroms für den Notfalldienst nicht mehr geeignet sei. In der Folgezeit erstellte 
sie weitere Arztzeugnisse über die Arbeitsunfähigkeit von A.________.

B. Das Kantonsspital kündigte am 18. März 2011 das Dienstverhältnis auf den 30. September 
2011. Dabei stützte es sich auf Art. 3 Abs. 2 des Reglements vom 13. Februar 2008 über die all-
gemeinen Anstellungsbedingungen der Kaderärztinnen und Kaderärzte. Danach kann der Arbeits-
vertrag nach Ablauf der Probezeit von jeder Partei mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten 
auf das Ende eines Monats gekündigt werden. Das Kantonsspital legte im Wesentlichen dar, dass 
wegen internen Spannungen zwischen A.________ und dem stellvertretenden Chefarzt der 
B.________, D.________, das Vertrauen tiefgreifend erschüttert sei. Zudem habe A.________ 
eine negative Verhaltensweise an den Tag gelegt, Richtlinien der ihm vorgesetzten Organisation 
nicht befolgt und dieser offen seinen Widerstand entgegengebracht. Eine weitere Zusammenarbeit 
mit A.________ sei nicht mehr denkbar.

Gegen diesen Entscheid liess A.________ am 17. April 2011 beim Staatsrat Beschwerde einrei-
chen.

C. Mit Brief vom 8. Juli 2011 teilte das Kantonsspital A.________ mit, dass das Dienstverhältnis 
schon per 28. April 2011 als für beendet zu betrachten sei. Zur Begründung verwies es auf Art. 48 
Abs. 1 des Gesetzes vom 17. Oktober 2001 über das Staatspersonal (StPG; SGF 122.70.1). Nach 
dieser Bestimmung führt dauernde Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall von Rechts 
wegen zur Beendigung des Dienstverhältnisses, wenn sie mehr als 360 Ganztages- oder Teilab-
wesenheiten innerhalb von 540 aufeinander folgenden Tagen umfasst (Satz 1). Die Anstellungs-
behörde kann den Mitarbeiter entweder unmittelbar nach Beendigung des Dienstverhältnisses 
oder später wieder anstellen (Satz 2). Wenn der Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit eintritt, 
dann hat die Fachstelle (= Anstellungsbehörde?) gemäss Art. 36 des Reglements vom 17. De-
zember 2002 über das Staatspersonal (StPR; SGF 122.70.11) den Mitarbeiter zwei Monate vor 
Ablauf der 365 (sic!) Ganztages- oder Teilabwesenheiten darüber zu informieren, dass das Dienst-
verhältnis von Rechts wegen beendet wird. Des Weiteren gab das Kantonsspital im Brief vom 
8. Juli 2011 an, dass es jedoch bei der Kündigung auf den 30. September 2011 bleibe, da der Ar-
beitsvertrag bereits auf diesen Termin aufgelöst worden sei.

D. Der Staatsrat wies die Beschwerde vom 17. April 2011 mit Beschluss vom 16. April 2013 ab, 
soweit er darauf eintrat. Er stellte fest, dass A.________ seit dem 16. April 2010 praktisch un-
unterbrochen entweder ganz- oder teilarbeitsunfähig gewesen sei und seine volle Arbeitsfähigkeit 
einzig in der Zeit vom 29. Oktober bis 9. November 2011 wiedererlangt habe. Somit hätte das 
Kantonsspital das Dienstverhältnis schon auf Ende April 2011 für beendet erachten können. Statt-
dessen hätte es zugewartet und es erst mit Schreiben vom 8. Juli 2011 auf den 30. September 
2011 für beendet erklärt, womit es gleichzeitig die zweimonatige Ankündigungsfrist gemäss Art. 36 
StPR gewahrt habe. Zudem sei der Entscheid vom 18. März 2011 entgegen seinem Wortlaut als 
eine (befristete) Wiedereinstellung im Sinn von Art. 48 Abs. 1 Satz 2 StPG zu qualifizieren. Infol-
gedessen sei sich A.________ bereits am 18. März 2011, spätestens jedoch ab Erhalt der Ankün-

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digung vom 8. Juli 2011, bewusst gewesen, dass das Dienstverhältnis am 30. September 2011 
enden werde, und es sei ihm demnach genügend Zeit zur Verfügung gestanden, um sich auf die 
Beendigung des Dienstverhältnisses vorzubereiten. Eine Mitteilung gemäss Art. 36 StPR sei auch 
aus dieser Sicht nicht nötig gewesen. 

E. Am 21. Mai 2013 erhob A.________ Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, in 
Gutheissung der Beschwerde sei der Entscheid des Staatsrats vom 16. April 2013 aufzuheben 
(Rechtsbegehren 1) und festzustellen, dass die Kündigung durch das Kantonsspital widerrechtlich 
sowie ihm ungerechtfertigt gekündigt worden sei (Rechtsbegehren 2). Sodann sei ihm wegen der 
ungerechtfertigten Kündigung eine Entschädigung von einem Jahresgehalt in der Höhe von eee 
Franken, nebst Zins zu 5% seit dem 30. September 2011, zu bezahlen (Rechtsbegehren 3).

Der Staatsrat stellte mit Eingabe vom 1. Juli 2013 das Begehren, die Beschwerde sei abzuweisen. 

Mit seiner Beschwerdeantwort vom 9. September 2013 schloss das Kantonsspital ebenfalls auf 
Abweisung der Beschwerde. Weiter stellte es den Antrag, dass festzustellen sei, dass das Anstel-
lungsverhältnis wegen der Krankheit von A.________ von Rechts wegen spätestens per 30. Sep-
tember 2011 geendet habe, oder, subsidiär, sei der Entscheid vom 18. März 2011, mit welchem 
die Kündigung des Arbeitsverhältnisses auf den 30. September 2011 ausgesprochen wurde, zu 
bestätigen.

A.________ reichte am 6. Januar 2014 Gegenbemerkungen ein. Dabei setzte er seine Entschädi-
gungsforderung auf fff Franken herab.

In den Schlussbemerkungen vom 28. April 2014 hielt das Kantonsspital an seinen am 9. Septem-
ber 2013 gestellten Anträgen fest.

F. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2014 wies der Instruktionsrichter die Beweisanträge der Par-
teien ab und schloss das Beweisverfahren. Weiter teilte er den Parteien mit, dass das Verfahren 
einzig auf die Frage beschränkt werde, ob das Dienstverhältnis zu Recht wegen der dauernden 
Arbeitsunfähigkeit von A.________ beendet wurde. 

Am 10. Februar 2015 fand eine öffentliche Sitzung statt, die auf den Parteivortrag (Plädoyer) be-
schränkt wurde. 

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Erwägungen

1. a) Damit das Kantonsgericht auf die Beschwerde eintreten und diese materiell behandeln 
kann, müssen die Prozessvoraussetzungen gegeben sein. Diese umschreiben die Umstände be-
ziehungsweise Erfordernisse, die erfüllt sein müssen, damit ein Begehren in einem bestimmten 
Verfahren vor einer bestimmten Behörde materiell beurteilt werden kann. Sie sind von Amtes we-
gen zu prüfen (Art. 16 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRG; SGF 150.1]). Sind die Prozessvoraussetzungen nicht gegeben, wird auf die Beschwerde 
nicht eingetreten (RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE 
BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 2. A., Basel 2010, Rz. 1035 ff.).

b) Das Kantonsspital ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit 
(Art. 4 Abs. 1 des Gesetzes vom 27. Juni 2006 über das freiburger spital [HFRG; SGF 822.0.1]). 
Gestützt auf Art. 37 Abs. 1 HFRG untersteht das Dienstverhältnis der in einem öffentlichen Spital 
arbeitenden Personen dem Gesetz über das Staatspersonal (StPG). Das Kantonsspital ist Anstel-
lungsbehörde. Demnach ist das Arbeitsverhältnis zwischen ihm und dem Beschwerdeführer öffent-
lich-rechtlicher Natur. Nach Art. 132 Abs. 1 StPG kann jeder Entscheid, den eine Behörde in An-
wendung des StPG über einen Mitarbeiter fällt, mit einer Beschwerde an die jeweils vorgesetzte 
Behörde bis hin zum Staatsrat angefochten werden. Überdies können die Beschwerdeentscheide 
des Staatsrats mit einer Beschwerde an das Kantonsgericht weitergezogen werden. Somit ist des-
sen Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben (vgl. auch Art. 114 Abs. 
1 lit. a VRG).

c) Die Beschwerdelegitimation steht ausser Frage (vgl. Art. 76 lit. a VRG). Die Beschwerde 
wurde innert der dreissigtägigen Beschwerdefrist (Art. 79 Abs. 1 VRG) eingereicht und entspricht 
formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 80 ff. VRG).

d) Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung des Rechts, einschliesslich der 
Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, gerügt sowie eine unrichtige und unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 77 Abs. 1 
lit. a und b VRG). Die Unangemessenheit kann vor dem Kantonsgericht nur gerügt werden, wenn 
die Angelegenheit das Gebiet der öffentlichen Abgaben oder der Sozialversicherungen betrifft oder 
sie der Beschwerde an eine zur Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Ge-
setz diesen Beschwerdegrund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). Solange die Vor-
instanz ihr Ermessen pflichtgemäss ausübt, ist es dem Gericht verwehrt, sein eigenes Ermessen 
anstelle der Vorinstanz zu setzen (vgl. BVR 2012 S. 193 E. 1.2 S. 195).

3. a) In verfahrensrechtlicher Hinsicht wird die persönlichen Befragung des Beschwerdeführers 
sowie die Einvernahme von verschiedenen Zeugen/Auskunftspersonen beantragt. Überdies er-
sucht der Beschwerdeführer um die Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Diesem letzten 
Antrag widersetzt sich das Kantonsspital mit der Begründung, dass zwar in der Regel eine öffentli-
che Verhandlung durchzuführen sei. Davon könne allerdings abgesehen werden, wenn mit hinrei-
chender Zuverlässigkeit feststehe, dass eine Beschwerde offensichtlich unbegründet oder unzu-
lässig sei, oder wenn der Antrag als schikanös erscheine. Beide Voraussetzungen seien vorlie-
gend gegeben. Die offensichtliche Unbegründetheit der Beschwerde ergebe sich aus dem über-
zeugend begründeten Entscheid des Staatsrats beziehungsweise der mangelnden Relevanz der 
Argumentation des Beschwerdeführers, und die Mutwilligkeit, weil der Antrag für eine öffentliche 

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Sitzung gestellt wurde, noch bevor der Beschwerdeführer überhaupt Kenntnis der Bemerkungen 
der anderen Verfahrensbeteiligten erlangt habe. Der Beschwerdeführer wendet demgegenüber 
ein, eine öffentliche Verhandlung sei notwendig, weil er und das Kantonsspital die Einvernahme 
verschiedener Zeugen verlangt hätten. Auch zeige das Verhalten des Kantonsspitals, dass das 
Arbeitsklima und die Probleme innerhalb der G.________ nicht offengelegt werden sollen. Es 
werde versucht, die ganze B.________ zu umschiffen, das Kantonsspital habe Angst vor deren 
Bekanntwerden.

b) Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an und prüft von Amtes wegen oder auf 
Antrag die Gültigkeit der auf den Einzelfall anwendbaren Vorschriften (Art. 10 Abs. 1 und 2 VRG) 
sowie nimmt die zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts erforderlichen Abklärungen 
von Amtes wegen vor. Dabei ist es nicht an die Vorbringen und Beweisanträge der Parteien ge-
bunden (Art. 45 Abs. 1 VRG) und sind für ihm weder die in der Beschwerde geltend gemachten 
Argumente noch die Erwägungen der Vorinstanz verbindlich; es kann eine Beschwerde aus einem 
anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der 
Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 
S. 254). 

Aufgrund des Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 6 der Europäischen Konvention zum 
Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 [EMRK; SR 0.101], Art. 
29 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV; SR. 101]; Art. 29 der Verfassung des Kantons 
Freiburg vom 16. Mai 2004 [KV; SGF 10.1]) sind rechtzeitig und formrichtig angebotene Beweis-
mittel abzunehmen. Indes besteht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 
9C_322/2012 vom 29. November 2011 E.4.1) kein absoluter Anspruch auf Durchführung eines 
Beweisverfahrens, namentlich nicht auf eine mündliche Anhörung. Ebenso wenig ist eine vorweg-
genommene Beweiswürdigung oder ein Indizienbeweis ausgeschlossen. Die erwähnten Bestim-
mungen hindern das Gericht nicht daran, ein Beweisantrag abzulehnen, wenn es in willkürfreier 
Würdigung der Tatsachen zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei ge-
nügend abgeklärt, und es überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantrag-
ten Beweise annehmen kann, seine Überzeugung werde auch durch diese nicht mehr geändert 
(BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148). 

Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 45 Abs. 2 VRG) besagt, dass allein die Überzeu-
gung der entscheidenden Behörde massgebend dafür ist, ob eine bestimmte Tatsache aufgrund 
des bestehenden Beweismaterials als eingetreten zu betrachten ist oder nicht. Formale Beweiser-
fordernisse bestehen ebenso wenig wie Bindungen an formelle Beweisregeln. Die entscheidberu-
fene Behörde befindet selber über die Zulassung eines Beweismittels und über dessen Beweis-
wert; sie hat das Ergebnis der Sachverhaltsermittlung nach Massgabe der gesamten Umstände 
entsprechend dem Gewicht der vorliegenden Beweise zu werten. Die Behörden haben sorgfältig, 
gewissenhaft und unvoreingenommen sowie in freier Überzeugung ihre Meinung darüber zu bil-
den, ob sie einen bestimmten Sachverhalt oder ein Sachverhaltselement als eingetreten betrach-
ten. Absolute Gewissheit ist dafür nicht vorausgesetzt. Es genügt, wenn sie ihren Entscheid ver-
antworten und sachlich begründen können (KASPAR PLÜSS, in Kommentar zum Verwaltungs-
rechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A., Zürich 2014, Rz. 136 ff. zu § 7). 

c) Wie noch aufzuzeigen sein wird, ergibt sich vorliegend der entscheidwesentliche Sachver-
halt in genügender Weise aus den umfangreichen Akten. Nebstdem konnten sich die Parteien 
schriftlich äussern und hatten Gelegenheit, sich mit dem angefochtenen Entscheid sachgemäss 
auseinanderzusetzen (vgl. Art. 32 Abs. 1 VRG). Überdies fand ein doppelter Schriftenwechsel 
statt. Es sind keine weiteren Untersuchungen erforderlich; der Sachverhalt ist umfassend ermittelt. 

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Mithin kann auf eine mündliche Anhörung des Beschwerdeführers, der Vertreter des Kantons-
spitals sowie der angegebenen Zeugen verzichtet werden. Schliesslich konnten die Parteienver-
treter im Rahmen des Parteivortrags ihre Argumente noch mündlich darlegen. Eine solche antizi-
pierte Beweiswürdigung ist, wie schon gesagt, mit dem Anspruch auf rechtliches Gehör vereinbar.

d) Dieses Ergebnis bedeutet nicht, dass keine öffentliche Sitzung durchzuführen ist. Nach 
Art. 91 Abs. 1 VRG hat das Kantonsgericht eine mündliche Verhandlung anzuordnen, wenn es die 
Parteien verlangen oder die Erledigung der Beschwerdesache es erfordert. Der Antrag der Par-
teien ist an keine weiteren Anforderungen geknüpft. Somit ist, wenn ein entsprechender Antrag 
einer Partei vorliegt, grundsätzlich ohne Weiteres eine mündliche Verhandlung anzusetzen. Wenn, 
wie vorliegend, auf eine Beweisabnahme verzichtet wird, beschränkt sich die Sitzung auf den 
Parteivortrag. 

4. a) Zur Beendigung eines Dienstvertrags bedarf es in der Regel einer Kündigung. Dabei un-
terscheidet das Gesetz zwischen einer ordentlichen (Art. 36 bis 43 StPG) und einer ausser-
ordentlichen (Art. 44 bis 49 StPG) Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Nach Art. 46 Abs. 1 lit. f 
StPG ist die Kündigung oder die Entlassung missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird wegen 
Schwangerschaft, Mutterschaft oder Arbeitsunfähigkeit in Folge von Krankheit, Unfall, Schwanger-
schaft oder Mutterschaft, unter Vorbehalt von Art. 48 StPG. 

b) Das Kantonsspital kündigte das Dienstverhältnis am 18. März 2011 auf den 30. Septem-
ber 2011. Am 8. Juli 2011 teilte es dem Beschwerdeführer mit, dass der Arbeitsvertrag gestützt auf 
Art. 48 StPG schon am 28. April 2011 geendet habe. Da aber am 18. März 2011 die Kündigung 
erfolgt sei, schiebe es den Termin vom 28. April 2011 auf den 30. September 2011 hinaus. Inso-
fern bleibe dem Beschwerdeführer genügt Zeit, um sich auf das Ende des Arbeitsvertrags vorzube-
reiten.

c) Der Staatsrat hat die Auffassung des Kantonsspitals, das Arbeitsverhältnisses sei wegen 
der dauernden Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers beendet worden, geschützt, setzte indes 
das Datum der Beendigung auf den 23. und nicht auf den 28. April 2011 fest. Auf die Argumente, 
welche zur Kündigung vom 18. März 2011 geführt haben beziehungsweise auf die vom Beschwer-
deführer dagegen erhobenen Einwände ist er nicht eingetreten.

d) Der Beschwerdeführer wirft dem Staatsrat vor, die Dauer der Arbeitsunfähigkeit falsch 
festgestellt zu haben, indem er sich allein auf die Arztzeugnisse gestützt habe. Aber selbst wenn 
einzig darauf abgestellt würde, sei er per 23. April 2011 nicht seit 360 Tagen arbeitsunfähig gewe-
sen. Nach einem Schreiben von Dr. C.________ vom 14. März 2011 habe er in den Monaten 
Dezember 2010 und Januar 2011 zu 100% arbeitsfähig deklariert werden können. In dieser Zeit 
habe er tatsächlich zu 100% gearbeitet. Dann habe er am 1. September 2011 seine Arbeit im glei-
chen Umfang wieder aufgenommen sowie (vorher) an weiteren Tagen zu 100% gearbeitet, obwohl 
er über ein Arztzeugnis hinsichtlich seiner Arbeitsunfähigkeit verfügt habe. Zudem sei es fraglich, 
ob Arztzeugnisse geeignet seien, zu beweisen, dass jemand arbeitsunfähig sei. Er sei zwar lange 
teilzeitlich krankgeschrieben gewesen, habe aber effektiv seinen ordentlichen Einsatz geleistet, 
oftmals Pikettdienste in der Nacht und am Tag durchgeführt und in anderen Spitälern Notfall-
dienste verrichtet. Weiter stelle sich die Frage, was mit dem Begriff der dauernden Arbeitsunfähig-
keit gemeint sei. Mit dauernd habe der Gesetzgeber an voraussichtlich unaufhörliche Fälle ge-
dacht. Ein Burn-out sei damit sicherlich nicht gemeint. Es benötige zwar einen langen Heilungs-
prozess, sei jedoch nicht dauernd, sondern würde wieder heilen. Art. 48 StPG solle eher Fälle von 
psychischen Leiden abdecken, welche voraussichtlich unaufhörlich dauern würden und bei denen 
keine Heilung in Aussicht sei. Auch habe das Kantonsspital nie eine Ankündigung gemäss Art. 36 

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StPR gemacht. Der Sinn der zweimonatigen Vorankündigung bestehe darin, den Mitarbeiter zu 
motivieren, seine Arbeit wieder voll aufzunehmen, damit er an seiner Situation etwas ändern 
könne.

e) Nach Meinung des Staatsrats ist bei der Anwendung von Art. 48 StPG nicht auf einzelne 
Tage abzustellen, sondern auf die Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters. Der Beschwerdeführer sei 
vom 16. April 2010 bis am 1. September 2011, mit Ausnahme der Tage vom 29. Oktober bis 
9. November 2010, ununterbrochen mindestens teilweise arbeitsunfähig gewesen. Gleicher 
Auffassung ist das Kantonsspital. 

5. a) Es bedarf keiner formellen Verfügung, um gestützt auf Art. 48 StPG die Beendigung des 
Arbeitsverhältnisses festzustellen. Sind die Voraussetzungen dieser Bestimmung gegeben, endet 
das Arbeitsverhältnis "von Rechts" (von Gesetzes) wegen, was nicht noch verfügungsweise fest-
gestellt werden muss, es bedarf keiner zusätzlichen Kündigung. Gleich verhält es sich beispiels-
weise mit einem befristeten Arbeitsverhältnis. Dieses endet mit dem Ablauf der Vertragsdauer, 
ohne Kündigung und ohne Verfügung. Auch beim Erreichen der Altersgrenze oder beim Tod der 
angestellten Person endet das Arbeitsverhältnis ohne Weiteres (vgl. etwa Art. 10 des Bundesper-
sonalgesetzes vom 24. März 2000 [BPG; SR 172.220.1]). Ein Mitarbeiter hätte allenfalls dann An-
spruch auf eine Verfügung, wenn nach seiner Ansicht die Anzahl Absenzen nicht erreicht wäre.

b) Gesetzt der Fall, dass die Auffassung des Kantonsspitals und des Staatsrats, wonach das 
Arbeitsverhältnis gestützt auf Art. 48 StPG endete, zutrifft, dann hätte das Kantonsspital den Be-
schwerdeführer gestützt auf Art. 36 StPR zwei Monate vor Beendigung darauf hinweisen sollen. 
Dies ist unbestrittenermassen nicht geschehen. Indes ist davon auszugehen, dass es sich bei der 
Frist von Art. 36 StPR lediglich um eine Ordnungsvorschrift handelt, umso mehr als die Behörden 
bei Streitigkeiten Art. 48 StPG von Amtes wegen anwenden müssen. Sinn der Frist ist es, dem 
Mitarbeiter zu ermöglichen, sich auf das Ende des Arbeitsverhältnisses vorzubereiten (Urteil des 
Kantonsgericht Freiburg 601 09 55 vom 19. November 2009, bestätigt durch BGE 8C_15/2010 
vom 23. Dezember 2010). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer zu seinen 
Gunsten ableiten könnte, wenn er zwei Monate zum Voraus über die Beendigung informiert wor-
den wäre.

c) Der vorliegende Fall ist insofern besonders, als am 16. April 2011 die Kündigung durch 
das Kantonsspital erfolgte. Dieser Umstand vermag jedoch nichts daran zu ändern, dass das 
Kantonsspital Art. 48 StPG beachten musste. Das hat es, wenn auch nachträglich, mit dem Brief 
vom 8. Juli 2011 getan und den Termin der Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf den 30. 
September 2011 hinausgeschoben. Das lässt sich nicht beanstanden, umso weniger als dies zum 
Vorteil des Beschwerdeführers geschah. Auch wird nicht behauptet, dass mit der Verschiebung 
des Beendigungstermins auf Ende September gestützt auf Art. 48 Abs. 1 Satz 2 StPG ein neuer 
Anstellungsvertrag (mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011) geschlossen worden wäre. Des Weite-
ren ist der Auffassung des Staatsrats, das Kantonsspital habe den Beschwerdeführer für die Zeit 
vom 23. April bis 30. September 2011 befristet wieder einstgestellt, nicht zu folgen. Eine solche 
Absicht ist dem Verhalten des Kantonsspitals nicht zu entnehmen.

6. a) Der Beschwerdeführer behauptet, das Burn-out-Syndrom falle nicht unter Art. 48 Abs. 1 
StPG. Er sei sich bewusst gewesen, dass das Burn-out eine zwölfmonatige Arbeitspause benöti-
gen werde; ein Burn-out sei klar begrenzt und heilbar, also nicht dauernd. Es gehe nicht an, dass 
die Regelung von Art. 48 Abs. 1 StPG derart streng greife, wenn von vornherein in einem Arzt-
zeugnis festgelegt sei, dass die Arbeitsunfähigkeit mindestens zwölf Monate dauern werde.

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b) Gesundheitliche Probleme im Rahmen von Art. 48 StPG führen zur Auflösung des Dienst-
verhältnisses, ohne dass die Sperrfrist nach Art. 46 Abs. 1 lit. f StPG zu berücksichtigen wäre. Es 
liegt im öffentlichen Interesse, dass das Kantonsspital gut funktioniert. Hierbei ist das Personal ein 
wesentlicher Faktor. Als Arbeitgeber muss das Kantonsspital den Einsatz des Personals auf län-
gere Sicht planen können. Somit besteht insbesondere im Fall einer langen krankheitsbedingten 
Abwesenheit ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers daran, das Arbeitsverhältnis an einem 
bestimmten Zeitpunkt auflösen zu können. Dies muss dann umso mehr gelten, wenn feststeht, 
dass der Mitarbeiter in absehbarer Zeit nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren kann. 

c) Art. 48 StPG setzt keine Invalidität voraus, sondern eine Krankheit oder einen Unfall. Im 
vorliegenden Fall steht einzig die Frage der Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit zur Diskussion. 
Die Definitionen der Arbeitsunfähigkeit und der Krankheit sind im Bundesgesetz vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) zu finden. 
Arbeitsunfähigkeit ist nach Art. 6 Satz 1 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Der Begriff der Arbeitsunfähigkeit ist 
funktionsbezogen auszulegen, das heisst, es ist nur zu fragen, ob der Arbeitnehmer seine vertrag-
liche Arbeitstätigkeit ausüben kann oder nicht (vgl. ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER 
RUDOLPH, Praxiskommentar Arbeitsvertrag, 7. A., 2012, Rz. 10 zu Art. 324a/b OR). Krankheit ist 
jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge 
eines Unfalles ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine 
Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat (Art. 3 Abs. 1 ATSG).

Das Burn-out-Syndrom entspricht keiner Erkrankung im Sinn der anerkannten internationalen 
Klassifikationssysteme und stellt grundsätzlich auch keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden 
dar (BGE 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.). Es wird unter ICD-10 Z.73.0 und damit in der 
Kategorie "Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" aufgeführt und 
gehört folglich zu den Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruch-
nahme von Gesundheitsdiensten führen (ICD-10 Z.00-/99), denen jedoch kein versicherungsmedi-
zinischer Krankheitswert zukommt (vgl. BGE 8C_663/2010 vom 15. November 2010, E. 5.2.4). 
Darauf kommt es jedoch im Arbeitsrecht nicht an; die Krankheitsdefinition in Art. 3 ATSG ist ar-
beitsrechtlich nur indirekt von Relevanz (STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, Rz. 10 zu Art. 324a/b 
OR). Nicht jede Krankheit im medizinischen Sinn muss zu einer Arbeitsverhinderung führen und 
umgekehrt kann ein körperlicher Zustand, dem kein Krankheitswert zukommt, die Arbeit gleichwohl 
unzumutbar machen; im Bereich des Arbeitsrechts liegt eine Krankheit vor, wenn sie den Arbeit-
nehmer an der Arbeitsleistung verhindern, diesem also eine weitere Arbeitsleistung unzumutbar 
machen. Wann eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit vorliegt, ist eine medizinische Frage. 
Ob in einem bestimmten Gesundheitszustand beziehungsweise bei einer bestimmten Krankheit 
die Arbeitsleistung möglich ist, hängt in grossem Masse vom jeweiligen Arbeitsplatz ab (ROGER 
RUDOLPH/ADRIAN VON KAENEL, Arbeitsbezogene Arbeitsunfähigkeit, in SJZ 106/2010 S. 361, 363; 
MANFRED REHBINDER/JEAN-FRITZ STÖCKLI, Der Arbeitsvertrag, Berner Kommentar, Rz. zu Art. 
324a OR).

d) Die Frage, ob ein Burn-out-Syndrom heilbar ist, ist hier nicht zu prüfen. Es kann aber nicht 
ernsthaft bestritten werden, dass durch dieses Krankheitsbild die Gesundheit des Betroffenen er-
heblich beeinträchtigt wird. Dies wird im vorliegenden Fall eindrücklich illustriert, ging die gesund-
heitliche Beeinträchtigung beim Beschwerdeführer doch soweit, dass er wegen des Burn-outs über 
ein Jahr lang seiner Arbeit als Arzt nicht mehr (vollumfänglich) nachgehen konnte. Im Übrigen be-
zieht sich der Begriff "dauernde" Arbeitsunfähigkeit auf die 360 Ganztages- oder Teilabwesenhei-

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ten innerhalb von 540 aufeinander folgenden Tagen und nicht auf das Krankheitsbild und nicht auf 
die Dauer der Krankheit. Das Dienstverhältnis wird von Gesetzes wegen aufgelöst, wenn der Mit-
arbeiter aus gesundheitlichen Gründen während der erwähnten Zeit an der Erfüllung seiner Auf-
gabe ganz oder teilweise verhindert ist. Es ist durchaus möglich, dass der Mitarbeiter nach mehr 
als 360 Tagen von seiner Krankheit geheilt wird. Dies ist auch dem Gesetzgeber nicht entgangen, 
ermöglicht doch Art. 48 Abs. 1 Satz 2 StPG eine Wiedereinstellung des Mitarbeiters, sei es unmit-
telbar nach Beendigung des Dienstverhältnisses oder später. Insofern kann der Auffassung des 
Beschwerdeführers nicht gefolgt werden.

7. a) aa. Das Kantonsspital und der Staatsrat stützen die Annahme der dauernden Arbeits-
unfähigkeit auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Arztzeugnisse. Demgegenüber meint der 
Beschwerdeführer, es sei fraglich, ob Arztzeugnisse rein von ihrer Natur her geeignet seien, zu 
beweisen, dass jemand arbeitsunfähig war. Das alleinige Abstellen auf solche Atteste sei für den 
Beweis einer faktischen Arbeitsunfähigkeit nicht geeignet und ein untaugliches Beweismittel. Sie 
würden nichts darüber aussagen, wann die Arbeitsunfähigkeit beendet und wann der Betroffene 
wieder arbeitsfähig sei. Im Normalfall handle es sich um unbefristete Arztzeugnisse und der Be-
troffene gehe wieder zur Arbeit, sobald er wieder dazu fähig ist. Dies sei vorliegend geschehen, er 
sei trotz Arztzeugnissen zur Arbeit gegangen. Hinsichtlich seiner angeblichen Arbeitsunfähigkeit 
leite das Kantonsspital Rechte ab, weshalb es die Beweislast für die Behauptung der 360-tägigen 
Arbeitsunfähigkeit trage.

bb. Das Kantonsspital bringt vor, dass die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers nie ernsthaft 
infrage gestellt war, weshalb es keine Veranlassung gehabt habe, sie durch einen Vertrauensarzt 
untersuchen zu lassen (vgl. Art. 76 StPR). Es treffe zu, dass der Arbeitnehmer bei unbefristeten 
Arztzeugnissen in der Regel wieder zur Arbeit gehe, sobald er dazu wieder fähig sei. Er erlange 
die volle Arbeitsfähigkeit dann wieder, wenn er seine Arbeit wieder aufnehme. Wenn er seine 
Arbeitsfähigkeit jedoch nicht vollständig wiedererlangt und seine Arbeit dementsprechend bloss 
wieder teilweise aufgenommen habe, habe er dem Arbeitgeber für die Zukunft ein neues Arzt-
zeugnis mit dem neu geltenden Prozentsatz seiner Arbeitsunfähigkeit einzureichen. Der Beweis für 
die Arbeitsverhinderung durch Krankheit oder Unfall obliege dem Arbeitnehmer und sei vorliegend 
durch die vom Vertrauensarzt des Beschwerdeführers ausgestellten und von ihm selbst einge-
reichten Arztzeugnisse erbracht.

b) Grundsätzlich trägt derjenige die (objektive) Beweislast, der aus einer unbewiesen geblie-
benen Tatsache Rechte ableiten will (MARCO DONATSCH, in Kommentar zum Verwaltungsrechts-
pflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A., Zürich 2014, Rz. 10 zu § 60). Insofern ist der Arbeitnehmer 
für die Anspruchsvoraussetzungen der Lohnfortzahlungspflicht (vgl. Art. 324a OR), das heisst für 
das Vorliegen eines Verhinderungsgrundes, beweispflichtig. Jedoch kann sich der Richter über 
den ärztlichen Befund hinwegsetzen, wenn aus den Umständen (vor allem aus dem Verhalten des 
Arbeitnehmers während der Dauer der angeblichen Arbeitsunfähigkeit) zu schliessen ist, dass eine 
effektive Arbeitsunfähigkeit nicht bestanden hat (REHBINDER/STÖCKLI, Rz. 18 zu Art. 324a OR). 
Der Arbeitnehmer muss den Nachweis einer Krankheit erbringen; dies kann schlechterdings nicht 
Aufgabe des Arbeitgebers sein; der Arbeitnehmer hat zu beweisen, dass er seine Leistung er-
bracht hat, um seinerseits Leistung verlangen zu können (THOMAS GEISER, Fragen im Zusammen-
hang mit der Lohnfortzahlungspflicht bei Krankheit, in AJP 2003 S. 323 Rz. 2.62 ff. S. 333). Aber 
selbst bei einer Umkehr der Beweislast zulasten des Kantonsspitals würde dies, wie noch auszu-
führen sein wird, am Ergebnis einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses gestützt auf 
Art. 48 StPG nichts ändern. Im Übrigen entspricht die Auffassung des Kantonsspitals dem norma-
len Verlauf der Dinge, weshalb ihm zuzustimmen ist. Der Beweis für die Arbeitsverhinderung durch 

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Krankheit wird meistens durch Arztzeugnisse erbracht und darin ist festgehalten, in welchem Um-
fang eine Arbeitsunfähigkeit besteht. 

8. Im Folgenden ist anhand der Arztzeugnisse und der weiteren Vorbringen der Parteien zu 
prüfen, ob der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen im Zeitraum von 540 Tagen wäh-
rend mehr als 360 Tagen ganz oder teilweise seiner Arbeit nicht nachgehen konnte. Die Arztzeug-
nisse (sie befinden sich in den vorinstanzlichen Akten [grauer Ordner] und werden nachfolgend mit 
ihrer jeweiligen Nummer bezeichnet) wurden allesamt von Dr. C.________ erstellt. 

a) aa. Gestützt auf das erste Arztzeugnis (Nr. 77) war der Beschwerdeführer ab dem 
16. April 2010, aufgrund einer starken psychischen Belastung, die ihm Gesundheitsschäden verur-
sache und weil er zusätzlich unter einem Burn-out leide, für den Einsatz im Notfalldienst nicht 
(mehr) geeignet. Damit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ab diesem Datum we-
gen Krankheit seiner Arbeit nicht mehr vollumfänglich nachgehen konnte. Die Frist von 540 Tagen 
begann demnach am 16. April 2010 und endete am 7. Oktober 2011.

bb. Das Arztzeugnis vom 21. April 2010 (Nr. 76) bestätigt eine einmonatige 100%-ige Abwesenheit 
vom Spital, inklusive Notalldienst. Diese einmonatige Abwesenheit könne sicher als minimale Ab-
wesenheitsdauer angesehen werden.

cc. Es gibt ein weiteres vom 21. April 2010 datiertes Arztzeugnis (Nr. 75). Die Verfahrensbeteilig-
ten sind sich indes einig, dass dieses Attest nicht am 21. April, sondern am 21. Mai 2010 ausge-
stellt wurde. Dr. C.________ erachtete eine Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit um mindestens 
einen weiteren Monat als angezeigt. Immerhin dürfe der Beschwerdeführer an bestimmten Tagen 
Sprechstunde halten und zu 50% in der Klinik arbeiten, aber keinen Notfalldienst halten.

dd. Nach dem Arztzeugnis vom 6. Juli 2010 (Nr. 48) war der Beschwerdeführer "weiterhin und bis 
Mitte August 50% arbeitsunfähig".

ee. Am 25. September 2010 (Nr. 42) attestiert Dr. C.________, dass der Beschwerdeführer 
"immer noch auf Grund seines psychischen Zustandes zu 75% arbeitsfähig sei".

ff. Im Arztzeugnis vom 29. Oktober 2010 (Nr. 40) ist festgehalten, dass sich der Beschwerdeführer 
zurzeit nur leicht reduziert fühle. Ein provisorischer Einsatz zu 100% werde als adäquat erachtet. 
Sollte es aber bei einem einwöchigen Arbeitseinsatz nach den Ferien nicht zu einer normalen 
Leistungsfähigkeit kommen, müsste die Arbeitsfähigkeit wieder auf 75% reduziert werden, um 
nicht einen grösseren Arbeitsausfall zu provozieren.

gg. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 29. Oktober 2010 seine Tätigkeit wieder auf-
nahm (Arztzeugnis vom 29. Oktober 2010; Nr. 40) und zwar bis zum 10. November 2010, also 
während insgesamt 12 Tagen.

hh. Ab dem 10. November 2010 arbeitete der Beschwerdeführer zu 80% und ohne Notfalldienst 
(Arztzeugnis vom 10. November 2010; Nr. 39).

ii. Ein weiteres Arztzeugnis datiert vom 3. Dezember 2010 (Nr. 37). Danach betrage die Arbeitsfä-
higkeit ab sofort 50%. Allerdings werde der Beschwerdeführer den Blockdienst über Weihnachten 
und Neujahr übernehmen können. 

jj. Das Arztzeugnis vom 3. Februar 2011 (Nr. 31) bestätigt eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit ab sofort.

kk. Schliesslich erklärte Dr. C.________ am 23. März 2011 (Nr. 23) den Beschwerdeführer für 
unbestimmte Zeit für arbeitsunfähig.

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ll. Am 1. September 2011 nahm der Beschwerdeführer seine Arbeit zu 100% wieder auf.

b) In der Beschwerdeschrift vom 21. Mai 2013 behauptet der Beschwerdeführer, dass er 
nicht nur vom 29. Oktober 2010 bis zum 10. November 2010, sondern, trotz den erwähnten Arzt-
zeugnissen, noch während den folgenden Zeiten zu 100% gearbeitet habe:

- vom 13. September 2010 bis zum 17. September 2010,
- vom 20. September 2010 bis zum 24. September 2010,
- vom 11. Oktober 2010 bis zum 15. Oktober 2010,
- vom 15. November 2010 bis zum 19. November 2010,
- vom 22. November 2010 bis zum 26. November 2010,
- vom 29. November 2010 bis zum 3. Dezember 2010,
- Dezember 2010,
- Januar 2011,
- vom 1. Februar 2011 bis zum 25. Februar 2011.

Diese angeblichen 100%-igen Arbeitseinsätze werden vom Kantonsspital (teilweise) bestritten. 
Wie es sich tatsächlich verhält, kann indes offen bleiben und es ist darüber kein Beweis zu führen. 
Denn selbst wenn die Erklärungen des Beschwerdeführers zuträfen, würde dies an der Auflösung 
des Dienstverhältnisses aufgrund von Art. 48 StPG nichts ändern; die 360 krankheitsbedingten 
Absenzen wären ohnehin spätestens am 15. August 2011 erreicht gewesen. In diesem Zusam-
menhang kann es grundsätzlich auch offen bleiben, ob die angeblichen Arbeitseinsätze, die der 
Beschwerdeführer gemacht haben will, obwohl er durch Arztzeugnisse ganz oder teilweise krank-
geschrieben war, überhaupt zu berücksichtigen sind; solche Arbeitseinsätze lassen sich im Nach-
hinein nur schwerlich nachweisen.

c) aa. Erstmals in seinen Gegenbemerkungen vom 6. Januar 2014 machte der Beschwerde-
führer geltend, er hätte noch vom 22. Juni bis zum 16. Juli 2010 während 14 Tagen und von Mitte 
August 2010 bis zum 25. September 2010, Tag an welchem ein neues Arztzeugnis ausgestellt 
wurde, während 40 Tagen jeweils zu 100% gearbeitet. 

bb. Das Kantonsspital bestreitet dies. Es beruft sich dabei auf die Arbeitszeugnisse vom 21. Mai 
und vom 6. Juli 2010. Wenn der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit wiedererlangt hätte, wäre 
er nicht "weiterhin" oder "immer noch", sondern "erneut" arbeitsunfähig erklärt worden. Auch hätte 
das Spital nicht am 14. Juni 2010 H.________ für bloss drei Monate (erneuerbar bis maximal 
einem Jahr) als stellvertretenden leitenden Arzt angestellt beziehungsweise dieses Arbeitsver-
hältnis per 31. August 2010 um ein Jahr verlängert, wenn sich abgezeichnet hätte, dass der Be-
schwerdeführer seine volle Arbeitsfähigkeit kurzfristig wiedererlangen würde oder zwischenzeitlich 
wieder voll arbeitsfähig geworden wäre. Schliesslich verweist das Spital auf das Arztzeugnis vom 
29. Oktober 2010 (Nr. 40), worin festgehalten ist, dass sich der Beschwerdeführer zurzeit nur leicht 
reduziert fühle. Einen provisorischen Einsatz zu 100% werde als adäquat erachtet. Sollte es aber 
bei einem einwöchigen Arbeitseinsatz nach den Ferien nicht zu einer normalen Leistungsfähigkeit 
kommen, müsste de Arbeitsfähigkeit wieder auf 75% reduziert werden, um nicht einen grösseren 
Arbeitsausfall zu provozieren. Nach Ansicht des Kantonsspitals lässt sich nicht erklären, weshalb 
nun ein provisorischer Einsatz zu 100% gewagt werde sollte, wenn der Beschwerdeführer bereits 
vorher zu 100% arbeitsfähig gewesen sein soll.

cc. Auf das neue Vorbringen des Beschwerdeführers ist nicht einzutreten. Seine Behauptung, er 
hätte in den Monaten Juni/Juli 2010 und August/September 2010 während mehreren Tagen zu 
100% gearbeitet, wurde verspätet erhoben. Nach Art. 81 Abs. 3 Satz 2 VRG kann der Beschwer-
deführer in der Beschwerdeschrift zwar Tatsachen und Beweismittel geltend machen, die im 

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vorangegangenen Verfahrenen nicht angeführt wurden. Demnach sind im Verwaltungsgerichts-
verfahren Noven grundsätzlich zulässig, jedoch unter der Bedingung, dass sie spätestens mit der 
Beschwerdeschrift geltend gemacht werden. Auf die erstmals in den Gegenbemerkungen vorge-
brachten neuen tatsächlichen Behauptungen ist jedoch nicht einzutreten; andernfalls würde damit 
eine unzulässige Verlängerung der Rechtsmittelfrist bewirkt (vgl. FZR 1994 S. 301 E. 4; 2000 S. 
424). Nach dem Erhalt des angefochtenen Entscheids musste der Beschwerdeführer wissen, dass 
das Dienstverhältnis wegen krankheitsbedingten Abwesenheiten aufgelöst wurde. Wenn es tat-
sächlich zuträfe, dass er in den erwähnten Monaten zu 100% gearbeitet hatte, ist es nicht nach-
vollziehbar, weshalb er diesen Umstand, der ihm damals offensichtlich bekannt sein musste, nicht 
schon mit seiner Beschwerde vom 21. Mai 2013 geltend gemacht hatte. 

9. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie, soweit da-
rauf überhaupt eingetreten wurde, abzuweisen ist.

10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als unterliegende Partei, 
weshalb er die Kosten des Verfahrens, die auf 5'000 Franken festgesetzt und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind, zu übernehmen hat (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des 
Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungs-
justiz [TarifVj; SGF 150.12]). Der Saldo des Kostenvorschusses ist dem Beschwerdeführer zurück-
zuerstatten.

11. Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 137 Abs. 1 
VRG), jedoch ist dem Kantonsspital eine solche zuzusprechen. Im vorliegenden Verfahren han-
delte das Kantonsspital wie eine private Arbeitgeberin und nicht eigentlich im Rahmen einer öffent-
lich-rechtlichen Aufgabe (FZR 1994 S. 232). Sobald ein Entscheid finanzielle Folgen nach sich 
ziehen kann, ist davon auszugehen, dass die Vermögensinteressen im Sinn von Art. 139 VRG 
betroffen sind. Infolgedessen haben die Rechtsanwälte Gillon und Schumacher Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Diese wird auf 15'445.90 Franken festgesetzt (Honorar: 14'049.50 Franken; 
Auslagen: 252.25 Franken; Mehrwertsteuer: 1'144.15 Franken). Es ist darauf hinzuweisen, dass 
die Entschädigung für eine Fotokopie 40 Rappen beträgt (Art. 65 des Justizreglements vom 
30. November 2010 [JR; SGF 130.11]).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde vom 21. Mai 2013 wird, soweit darauf eingetreten wird, abgewiesen.

Der Entscheid des Staatsrats vom 16. April 2013 wird bestätigt.

II. Die dem Staat Freiburg geschuldeten Gerichtskosten von 5'000 Franken werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet; der 
Saldo des Kostenvorschusses wird ihm zurückerstattet.

III. Der Beschwerdeführer A.________ wird verpflichtet, den Rechtsanwälten Gillon und 
Schumacher eine Parteientschädigung von 15'445.90 Franken (inkl. MwSt.) zu bezahlen. 

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht, 
Luzern, eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrens- und Parteikosten ist 
die Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des 
Entscheides angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 9. April 2015/jha

Präsident Gerichtsschreiber