# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 876a4aaa-9c86-5fe4-ba64-2b53a625a767
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 30.07.2020 S 2019 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-147_2020-07-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 30. Juli 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch B.________

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2019 147

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Urteil S 2019 147

A. Der 1966 geborene Versicherte, A.________, meldete sich am 2. April 2019 zur 
Arbeitsvermittlung an (AWA-act. 26). Am 13. August 2019 verfügte das Amt für Wirtschaft 
und Arbeit des Kantons Zug (nachfolgend auch: AWA) eine Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung des Versicherten im Umfang von vier Tagen ab 1. August 2019. 
Begründend führte das AWA aus, der Versicherte habe für den Monat Juli 2019 qualitativ 
(hinsichtlich Verteilung) ungenügende Arbeitsbemühungen nachgewiesen (AWA-act. 5). 
Die dagegen erhobene Einsprache vom 20. August 2019 (AWA-act. 3) wies das AWA mit 
Entscheid vom 24. September 2019 vollumfänglich ab (AWA-act. 1).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 25. Oktober 2019 liess A.________ 
beantragen, der Einspracheentscheid vom 24. September 2019 sei aufzuheben, 
eventualiter seien die Einstelltage auf ein Minimum zu reduzieren; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners. Zur Begründung liess er im 
Wesentlichen ausführen, die Arbeitslosenkasse [recte: das AWA] verkenne den 
Sachverhalt, sei es für ihn doch gar nicht möglich, sich mit der geforderten 
Regelmässigkeit zu bewerben; die in Frage kommenden Stelleprofile seien rar, weshalb 
nicht das übliche Mass bei der Verteilung der Bewerbungen verlangt werden könne. Er 
habe der aktuellen Arbeitsmarktlage Rechnung getragen und sich zu geeigneten 
Zeitpunkten auf Stellen beworben und mithin seine Schadenminderungspflicht nicht 
verletzt (act. 1).

C. Mit Schreiben vom 6. November 2019 beantragte das AWA mit Verweis auf den 
Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde (act. 3).

D. Am 7. November 2019 stellte das angerufene Gericht der Vertretung des 
Beschwerdeführers das Schreiben des Beschwerdegegners zur Kenntnisnahme mit dem 
Hinweis zu, dass das Gericht davon ausgehe, dass sich die Verfahrensbeteiligten in der 
Sache hinreichend hätten äussern können (act. 5). Weitere Eingaben gingen in der Folge 
nicht ein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

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Urteil S 2019 147

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG im Bereich des Bundesgesetzes 
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 
837.0) das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 AVIG 
i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage 
(Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige 
kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, 
für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Der angefochtene 
Einspracheentscheid wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug erlassen, 
weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 24. September 2019, wurde am 25. Oktober 2019 der Post 
übergeben und ging am 28. Oktober 2019 bei Gericht ein, womit die Frist im Sinne von 
Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt ist. Der Beschwerdeführer ist durch die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung direkt betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert. Die Eingabe 
vom 25. Oktober 2019 entspricht schliesslich den Anforderungen von Art. 61 lit. b ATSG, 
weshalb auf sie einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 
29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Artikel 8 Abs. 1 lit. g AVIG statuiert das Erfüllen der Kontrollvorschriften gemäss 
Art. 17 AVIG (Pflichten des Versicherten und Kontrollvorschriften) als eine der 
Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.

2.2 Der Versicherte, der Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss mit Unter-
stützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit 
zu vermeiden oder zu verkürzen (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Bei dieser Bestimmung 
handelt es sich um die gesetzliche Festschreibung der Schadenminderungspflicht des 

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Urteil S 2019 147

Versicherten (Gerhard Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz 
(AVIG), Bd. I, 1987, Art. 17 N. 6 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Insbesondere ist der 
Versicherte verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb seines bisherigen 
Berufes (Art. 17 Abs. 1 Satz 2 AVIG). Kern der Pflicht des Versicherten, alles Zumutbare 
zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind demnach die 
persönlichen Arbeitsbemühungen; der Versicherte hat alle sich bietenden und zumutbaren 
Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, voll auszuschöpfen. Aus der Pflicht, den Eintritt der 
Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für den Versicherten, sich bereits vom 
Zeitpunkt der Kündigung des früheren Arbeitsverhältnisses an und damit vor Eintritt der 
Arbeitslosigkeit intensiv um eine neue Arbeit zu bemühen (Gerhards, a.a.O., Art. 17 N. 12; 
Urteil BGer 8C_768/2014 vom 23. Februar 2015 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Diese 
Eigeninitiative hat sich unter Beachtung der Zumutbarkeitsregeln nach Art. 16 AVIG – z.B. 
bei geringem Stellenangebot im eigenen, angestammten Berufsbereich – auch auf 
ausserberufliche Jobgelegenheiten zu erstrecken. Die persönlichen Arbeitsbemühungen 
werden in der Regel streng beurteilt; es gilt der Grundsatz, dass Arbeitsbemühungen 
umso intensiver sein müssen, je weniger Aussicht ein Versicherter hat, eine Stelle zu 
finden (Gerhards, a.a.O., Art. 17 N. 13 ff.) Der Versicherte muss seine Bemühungen 
schliesslich nachweisen können (Art. 17 Abs. 1 Satz 3 AVIG). Die Arbeitsbemühungen 
müssen sodann gezielt – in der Regel in Form einer ordentlichen Bewerbung – erfolgen 
(Art. 26 Abs. 1 AVIV). 

2.3 Verletzt der Versicherte seine Schadenminderungspflicht gemäss Art. 17 Abs. 1 
AVIG durch fehlende oder ungenügende Arbeitsbemühungen, wird dies nach Art. 30 
Abs. 1 lit. c AVIG mit einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung sanktioniert (Ger-
hards, a.a.O., Art. 17 N. 17). Mit der Einstellungsregelung soll eine missbräuchliche 
Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung verhindert werden. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung hat nicht den Charakter einer Strafe im Sinne des Strafrechts, 
sondern denjenigen einer verwaltungsrechtlichen Sanktion mit dem Zweck, der Gefahr 
missbräuchlicher Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung zu begegnen. Zweck 
der Einstellung ist die angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am Schaden, 
den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung natürlich und 
adäquat kausal verursacht hat (Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, 4. Aufl. 2013, Art. 30 S. 159 f. und 
die dort zitierten Entscheide). 

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Urteil S 2019 147

Nach Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist der Versicherte in der Anspruchsberechtigung 
einzustellen, wenn er sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Daran 
ändert nichts, dass eine derartige Verhaltensweise erst ein Schadensrisiko in sich birgt. 
Gewisse Einstellungstatbestände sind nämlich (auch) ein Instrument der Abwendung oder 
Minderung drohenden Schadens, indem sie – neben dem "general-präventiven" Schutz 
der Arbeitslosenversicherung vor missbräuchlichen Verhaltensweisen – der vorbeugenden 
Verhaltenssteuerung im Einzelfall dienen, so etwa der Intensivierung unzureichender 
Arbeitsbemühungen oder der verbesserten Wahrnehmung administrativer 
Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person (Urteil EVG C 134/06 vom 
19. September 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen). 

2.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob sich ein Versicherter genügend um zumutbare 
Arbeit bemüht hat, sind die Quantität und vor allem die Qualität seiner Bewerbungen von 
Bedeutung (BGE 124 V 225 E. 4a; Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung, 1998, S. 139 mit Hinweisen; Gerhards, a.a.O., Art. 17 N. 15). 
Massgebend ist einzig die ausreichende Intensität der Bemühungen und nicht deren Erfolg 
(BGE 124 V 225 E. 6). Arbeitsbemühungen sind also unabhängig von den 
Erfolgsaussichten vorzunehmen (Chopard, a.a.O., S. 137 mit Hinweisen). In quantitativer 
Hinsicht schreiben zwar weder Gesetz noch Verordnung eine Mindestanzahl von 
Bewerbungen vor. Allerdings werden nach der Verwaltungspraxis in der Regel 
durchschnittlich zehn bis zwölf Bewerbungen pro Monat als genügend erachtet, wobei die 
Umstände des Einzelfalls, so unter anderem das Alter, die Schuldbildung, die 
Berufserfahrung und auch die Arbeitsmarktlage, zu berücksichtigen sind (Urteile EVG C 
351/05 vom 3. Juli 2006 E. 2 und C 144/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.2.3 sowie C 
258/06 vom 6. Februar 2007 E. 2.2). Auch bei der Prüfung, ob die Arbeitsbemühungen in 
qualitativer Hinsicht genügen, sind die persönlichen Umstände und Möglichkeiten des 
Versicherten wie Schul- und Berufsbildung zu berücksichtigen. Die Bewerbungen dürfen 
nicht so oberflächlich und rudimentär abgefasst sein, dass von ernsthaften Bewerbungen 
nicht mehr gesprochen werden kann. Sodann ist unter der Qualität der 
Arbeitsbemühungen die Bewerbungsart – also ob es sich um telefonische oder schriftliche, 
ausführliche oder mit einem Standardbrief verfasste Bewerbungen handelt – zu verstehen 
(Chopard, a.a.O., S. 139 mit Hinweisen). Zum qualitativen Erfordernis der Bewerbungen 
gehört auch, dass die Höhe der Lohnforderung sowohl den aktuellen Verhältnissen des 
Arbeitsmarktes als auch den persönlichen Qualifikationen angepasst ist. Zu hohe 
Lohnforderungen können eine schuldhafte Verletzung der Schadenminderungspflicht 
darstellen (AVIG-Praxis ALE B315).

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Urteil S 2019 147

2.5 Nach AVIG-Praxis ALE B316 steht der zuständigen Amtsstelle sodann bei der 
Behandlung der Frage, ob die Arbeitsbemühungen qualitativ und quantitativ genügend 
sind, ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dabei sind die gesamten Umstände des 
Einzelfalls heranzuziehen. Die erforderliche Anzahl Bemühungen hängt u.a. ab vom 
Arbeitsmarkt, von den persönlichen Verhältnissen des Versicherten wie Alter, Bildung, 
geographische Mobilität und sprachliche Hindernisse. Solange der Versicherte Leistungen 
beansprucht, hat er sich genügend um Arbeit zu bemühen. Somit ist auch eine versicherte 
Person mit einem unselbstständigen oder selbstständigen Zwischenverdienst gehalten, 
qualitativ und quantitativ ausreichende Arbeitsbemühungen nachzuweisen. Das Gleiche 
gilt auch während der Dauer von arbeitsmarktlichen Massnahmen, soweit er nicht 
ausdrücklich davon befreit ist. Auch bei pendenten Stellenbewerbungen ist der Versicherte 
von der Vornahme weiterer Stellenbemühungen bzw. von der Annahme einer 
ausserberuflichen Arbeit nicht entbunden (AVIG-Praxis ALE B317). 

2.6 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das 
Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende 
Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht 
nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende 
Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der 
Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu 
gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1 und 133 V 257 E. 3.2 mit 
Hinweisen). Ein Eingreifen des Sozialversicherungsrichters in das Ermessen der 
Verwaltung rechtfertigt sich mithin nur dann, wenn ein Ermessensmissbrauch gegeben ist, 
d.h. wenn sich die Verwaltung von unsachlichen und zweckfremden Erwägungen hat 
leiten lassen oder allgemeine Rechtsprinzipien wie das Willkürverbot oder das Verbot 
rechtsungleicher Behandlung, aber auch das Gebot von Treu und Glauben oder den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit missachtet hat (vgl. BGE 123 V 150 E. 2 mit weiteren 
Hinweisen).

3. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdegegner die Arbeitsbemühungen 
des Beschwerdeführers im Monat Juli 2019 zu Recht als ungenügend qualifiziert und ihn 
ab 1. August 2019 im Umfang von vier Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt 
hat.

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4.
4.1
4.1.1 Aus dem Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen erhellt, dass der 
Beschwerdeführer in der Kontrollperiode Juli 2019 acht Bewerbungen – sechs am 10. Juli 
2019 und zwei am 21. Juli 2019 – getätigt hat (AWA-act. 8). Wenngleich die gemäss 
Verwaltungspraxis durchschnittlich als genügend erachtete Mindestanzahl von zehn 
Bewerbungen pro Monat damit nicht erreicht wurde, kann allein dadurch nicht auf 
unzulängliche Arbeitsbemühungen geschlossen werden, kommt es doch auf die 
Umstände des Einzelfalls an und sehen weder Gesetz noch Verordnung eine 
Mindestanzahl an Bewerbungen vor (E. 2.4). Schliesslich steht der zuständigen Amtsstelle 
auch bei der Behandlung der Frage, ob die Arbeitsbemühungen quantitativ genügend 
sind, ein gewisser Ermessensspielraum zu (E. 2.5). Im Gesprächsprotokoll vom 12. April 
2019 ist denn auch festgehalten, dass (nur) mindestens acht schriftliche/elektronische 
persönliche Arbeitsbemühungen nachzuweisen seien (AWA-act. 20). Der 
Beschwerdegegner beanstandete die Quantität der Bewerbungen konsequenterweise 
nicht (AWA-act. 1, S. 5, E. 6a). Dem ist nichts beizufügen. 

4.1.2 Ebenso wenig beanstandete die Verwaltung inhaltliche Mängel bzw. Mängel in der 
Bewerbungsart. Den Akten lässt sich denn auch nichts entnehmen, was auf derartige 
Mängel hinweisen würde. Schliesslich deutet nichts darauf hin, dass der 
Beschwerdeführer in seinen Bewerbungen zu hohe, weder den aktuellen Verhältnissen 
noch den persönlichen Qualifikationen angepasste Lohnforderungen stellte.

4.2
4.2.1 Das vom Beschwerdeführer unterzeichnete "Merkblatt Arbeitsbemühungen" vom 
2. April 2019 weist u.a. auf die Vorgaben hin, dass die Pflicht, sich monatlich genügend 
um Arbeit zu bemühen, auch während arbeitsmarktlichen Massnahmen bestehe und 
Nachweise über zwei bis drei Arbeitsbemühungen pro Woche abzugeben seien (AWA-
act. 25). Das vom Beschwerdeführer ebenfalls unterschriebene Gesprächsprotokoll vom 
12. April 2019 wiederholt auf Seite zwei die Vorgabe betreffend Anzahl 
Arbeitsbemühungen mit dem konkretisierenden Hinweis, dass die Bewerbungen auf den 
ganzen Monat zu verteilen seien (AWA-act. 20). Obschon der zuständige RAV-Berater 
den Beschwerdeführer offenbar bereits darüber informiert hatte, dass der Besuch von 
arbeitsmarktlichen Massnahmen nichts an der geforderten Anzahl Bewerbungen ändere, 
gelangte letzterer während des Besuchs des Kick-off Kaderseminars, das vom 15. bis 26. 
Juli 2019 dauerte (vgl. AWA-act. 12), am 19. Juli 2019 per E-Mail an den RAV-Berater, 

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worin er sinngemäss Auskunft darüber verlangte, in welchem Umfang sich die verlangte 
Anzahl Arbeitsbemühungen – in Anbetracht des Seminarbesuchs – verringere. Dazu 
merkte er an, dass normalerweise ja sieben bis acht Bewerbungen gefordert seien. Da der 
zuständige RAV-Berater abwesend war, gelangte der Beschwerdeführer am selben Tag 
an dessen Stellvertretung, wobei er die Frage bzgl. Anzahl Bewerbungen wiederholte und 
darauf hinwies, dass im Rahmen des Seminars ja gerade die Qualitätsverbesserung von 
Bewerbungen Ziel sei und deshalb Bewerbungen nach dem Kursbesuch 
erfolgsversprechender sein dürften. Unter Hinweis auf seine Schadenminderungspflicht 
gab die Stellvertretung des RAV-Beraters mit E-Mail vom 22. Juli 2019 dahingehend 
Auskunft, dass zwei bis drei Arbeitsbemühungen pro Woche, über den ganzen Monat 
verteilt, verlangt würden. Diese Regel gelte insbesondere auch bei der Teilnahme an 
einem Kurs bzw. Programm; er habe sich auf zumutbare Stellen zu bewerben (AWA-act. 
9).

4.2.2 Zunächst gilt es anzumerken, dass die Verteilung von Arbeitsbemühungen keinen 
Rückschluss auf deren Qualität zulässt, ergeben sich daraus doch weder inhaltliche 
Mängel noch Mängel in der Bewerbungsart. Auch wenn dem so wäre, muss sodann 
festgehalten werden, dass die Vorgabe, wonach mindestens zwei bis drei Bewerbungen in 
jeder Woche einer Kontrollperiode vorzunehmen sind, nicht starr gelten kann. Diesfalls 
drohte 
– isoliert unter diesem Gesichtspunkt betrachtet – demjenigen Versicherten, der am ersten 
Tag einer Kontrollperiode zehn Bewerbungen vorbereitet, welche er danach – freilich unter 
der Bedingung, dass die Stellen solange inseriert bleiben – gestaffelt über die 
Kontrollperiode einreicht, keine Einstellung in der Anspruchsberechtigung, wohingegen 
derjenige Versicherte, der je fünf Bewerbungen an einem Tag in der zweiten und vierten 
Woche der Kontrollperiode einreicht, Gefahr liefe, in der Anspruchsberechtigung 
eingestellt zu werden. Dass die praxisgemäss als genügend erachteten zehn bis zwölf 
Bewerbungen pro Monat zwei bis drei Bewerbungen pro Woche entsprechen, kann nicht 
bedeuten, dass ein Versicherter sich strikt an diese Verteilung zu halten hat. Insofern 
muss die Vorgabe des RAV, wonach pro Woche zwei bis drei Bewerbungen vorzunehmen 
sind (AWA-act. 25), als (zahlenmässiger) Hinweis verstanden werden, dass der 
Versicherte als Ausfluss seiner Schadenminderungspflicht kontinuierlich nach Arbeit 
Ausschau zu halten und entsprechend Bewerbungen zu tätigen hat. Nach dem Gesagten 
kann von der Kadenz der Bewerbungen jedoch nicht auf deren Qualität geschlossen 
werden. 

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4.2.3 Der Beschwerdegegner hält zwar zutreffend fest, dass dem Beschwerdeführer 
mehrmals – und gar auf dessen explizites Nachfragen – mitgeteilt wurde, dass zwei bis 
drei Arbeitsbemühungen pro Woche über den ganzen Monat verteilt und auch während 
arbeitsmarktlichen Massnahmen vorzunehmen seien (AWA-act. 1, S. 5 f., E. 6c). Inwiefern 
der Beschwerdeführer dadurch, dass er an lediglich zwei Tagen – wohlgemerkt 
(ansonsten) qualitativ und v.a. quantitativ (acht) hinreichende – Bewerbungen einreichte, 
qualitativ ungenügende Arbeitsbemühungen vorgewiesen hat, vermag er vor dem 
Hintergrund des unter Erwägung 4.2.2 Gesagten indes nicht darzulegen. Daran ändert 
auch die Tatsache nichts, dass der Beschwerdeführer genügend über die Vorgaben des 
RAV aufgeklärt wurde (AWA-act. 1, S. 6, E. 6d). Nicht vergleichbar ist die vorliegende 
Konstellation mit den vom Beschwerdegegner zitierten kantonalen Urteilen, ging es in 
diesen um (zusätzlich) inhaltlich mangelhafte Arbeitsbemühungen. In diesem 
Zusammenhang sei schliesslich darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer für die 
Kontrollperiode Mai 2019 neun persönliche Arbeitsbemühungen, verteilt auf fünf Tage 
(AWA-act. 17), und für die Kontrollperiode Juni 2019 acht Bewerbungen, verteilt auf fünf 
Tage (AWA-act. 10), nachgewiesen hat. Die Vorgabe, es seien pro Woche mindestens 
zwei bis drei Bewerbungen vorzunehmen, erfüllte der Beschwerdeführer auch in diesen 
Monaten mehrere Male nicht – das AWA bzw. RAV beanstandete dies jedoch nicht (vgl. 
explizit AWA-act. 6 betr. Kontrollperiode Mai 2019).

Der Verwaltung ist beizupflichten – und folglich der Beschwerdeführer nicht zu hören –, 
wenn sie geltend macht, ein Kursbesuch ändere nichts an der Pflicht, sich (parallel) auf 
Stellen zu bewerben. Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer nach Abschluss des 
Kurses bzw. nach dem 21. Juli 2019 keine Bewerbungen mehr vornahm. Vor diesem 
Hintergrund kann festgestellt werden, dass das Argument des Beschwerdeführers, er 
verspreche sich vom Kursbesuch (Verbesserung der Bewerbungsunterlagen) höhere 
Chancen bei zukünftigen Bewerbungen, weshalb er mit der Bewerbung für besonders 
erfolgsversprechende Stellen bis nach dem Kurs zuwarten wolle, nicht zu überzeugen 
vermag oder gar widersprüchlich anmutet. Inwiefern dieser Umstand mit der Qualität der 
Arbeitsbemühungen zusammenhängt, ist jedoch nicht ersichtlich. Vielmehr muss dem 
Beschwerdeführer in casu zugutegehalten werden, dass er sich am 21. Juli 2019 – und 
somit während der arbeitsmarktlichen Massnahme und wohlgemerkt vor der Rückmeldung 
der Stellvertreterin des RAV-Mitarbeiters am 22. Juli 2019 – auf zwei weitere Stellen 
beworben hat (vgl. AWA-act. 8). Im Zeitpunkt der Nachfrage beim RAV, am 19. Juli 2019, 
hatte der Beschwerdeführer ausweislich der Akten bereits sechs Arbeitsbemühungen zu 
verzeichnen. Zwar ging er fälschlicherweise davon aus, dass er aufgrund des 

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Kursbesuches weniger als die (üblichen) acht Bewerbungen nachzuweisen habe, erfüllte 
diese Vorgabe durch die zwei Bewerbungen vom 21. Juli 2019 aber dennoch. 

4.3 Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer für die 
Kontrollperiode Juli 2019 sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht 
rechtsgenügliche Arbeitsbemühungen nachzuweisen vermag; die Intensität der 
Arbeitsbemühungen kann nicht als defizitär qualifiziert werden. Die Vorinstanz hat den 
Beschwerdeführer zu Unrecht in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Die Beschwerde 
erweist sich demnach als begründet, weshalb der Einspracheentscheid aufzuheben ist.

5. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos, weshalb keine 
Gerichtskosten erhoben werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht dem 
Beschwerdeführer gemäss Art. 61 lit. g ATSG zulasten des Beschwerdegegners ein 
Anspruch auf eine Parteientschädigung, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses 
bemessen wird, zu. In casu ist diese Entschädigung auf Fr. 500.– (inkl. Barauslagen und 
MWST) festzusetzen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid des Amtes für 
Wirtschaft und Arbeit vom 24. September 2019 aufgehoben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 500.– (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für Wirtschaft 
und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), 
Bern. 

Zug, 30. Juli 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am