# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b4091cd-adc8-5a01-9f90-5c350dfdca87
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2018 BVGE 2018 V/1
**Docket/Reference:** BVGE-2018-V-1
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2018-V-1_2018-03-08

## Full Text

Limitation d&#39;admission | Krankenversicherung.
Einschränkung der Zulassung von Ärzten zur Tätigkeit zulasten der Krankenversicherung.
Vereinbarkeit des nationalen Rechts mit dem internationalen Recht. Grundsatzurteil.
			

			

				Art. 55a KVG. Art. 27,
Art. 36, Art. 190 BV. Anhang 1 VEZL. Art. 2, Art. 16 und Anhang III FZA.
Art. 55 der Richtlinie 2005/36/EG.
			

			

				1.      Hinweis auf die
Rechtsprechung des Bundesgerichts. Vereinbarkeit der Bedürfnisklausel von Art. 55a
KVG mit der Wirtschaftsfreiheit und der VEZL mit dem Legalitätsprinzip (E. 6.5).
			

			

				2.      Anwendung von Art. 55
der Richtlinie 2005/36/EG. Das Verbot für Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Ärzten
aus anderen Mitgliedstaaten nur dann eine Kassenzulassung zu erteilen, wenn sie einen Vorbereitungslehrgang
absolviert und/oder Berufserfahrung erworben haben, ist nicht anwendbar, wenn der Aufnahmemitgliedstaat
die Zulassung zur Tätigkeit zulasten der Krankenversicherung auf seinem Staatsgebiet unterschiedslos
für alle Medizinalpersonen einschränkt (E. 9.3.2).
			

			

				3.      Diskriminierungsverbot.
Das in Art. 2 FZA garantierte Verbot jeder Form direkter oder indirekter Diskriminierung ist nicht
absolut. Ausnahmen davon können unter bestimmten Voraussetzungen gerechtfertigt sein. Vorliegend
kann Art. 55a Abs. 2 KVG
eine indirekte Diskriminierung von Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten zur Folge haben, welche
aber mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit gerechtfertigt ist (E. 9.5-9.6).
			

			

2019-08-08T08:48:18Z