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**Case Identifier:** 896ed436-9438-5a85-a476-c2f2bea81768
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.06.2021 C-4908/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4908-2019_2021-06-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4908/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m   1 5 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Karin Wagner. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ GmbH,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Recht & Compliance,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung, Verfügung der 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 22. August 2019. 

 

 

 

C-4908/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ GmbH bezweckt gemäss Handelsregisterauszug des Kan-

tons D._______ (vgl. https://d._______.chregister.ch/cr-portal/auszug/aus-

zug.xhtml?uid=CHE-[...]) die Beratung im Bereich der Energie-, Bau- und 

Gebäudetechnik, […]. Die GmbH wurde am 26. Januar 2015 ins Handels-

register eingetragen. Gesellschafter und Geschäftsführer der GmbH sind 

B._______ und C._______, welche je einzelunterschriftsberechtigt sind.  

B.  

Nachdem die Ausgleichskasse des Kantons D._______ mit Brief vom 

2. Mai 2019 (BVGer act. 6/2) der Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nach-

folgend Auffangeinrichtung oder Vorinstanz) die A._______ GmbH (nach-

folgend Beschwerdeführerin) zum Zwangsanschluss ab 1. Januar 2018 ge-

meldet hatte, gewährte die Auffangeinrichtung der Beschwerdeführerin mit 

Schreiben vom 9. Mai 2019 (BVGer act. 6/6) das rechtliche Gehör. Sie for-

derte sie auf, sofern sie der beruflichen Vorsorge unterstellte Arbeitneh-

mende beschäftige, diese innerhalb von zwei Monaten einer Vorsorgeein-

richtung anzuschliessen und der Auffangeinrichtung eine Kopie der rechts-

gültig unterzeichneten, per 1. Januar 2018 gültigen Anschlussvereinbarung 

zukommen zulassen. Falls bis zum 18. Juli 2019 keine Unterlagen einge-

reicht würden, werde die Beschwerdeführerin zwangsweise angeschlos-

sen. Innert der angesetzten Frist gingen bei der Vorinstanz keine Unterla-

gen ein. In der Folge verfügte die Vorinstanz am 22. August 2019 (BVGer 

act. 1/2; BVGer act. 6/8), dass die Beschwerdeführerin rückwirkend per 

1. Januar 2018 zwangsweise angeschlossen werde (Dispositivziffer 1). 

Weiter verwies sie in Dispositivziffer 2 auf die Anschlussbedingungen und 

das Kostenreglement im Anhang, welche integrierende Bestandteile der 

Verfügung seien.  

C.  

Gegen die Verfügung vom 22. August 2019 erhob die Beschwerdeführerin 

am 20. September 2019 (BVGer act. 1) Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung. Als Begründung führte sie aus, die A._______ GmbH sei 

ohne Personal betrieben worden. Sie sei nie von jemandem angefragt wor-

den, ob sie BVG-pflichtiges Personal habe. Zudem habe sie seit anfangs 

August 2019 rückwirkend auf den 1. Januar 2018 einen Anschlussvertrag 

mit der E._______ (Einrichtung der beruflichen Vorsorge).  

C-4908/2019 

Seite 3 

D.  

Der mit Zwischenverfügung vom 24. September 2019 (BVGer act. 2) ein-

verlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- ging am 14. Oktober 

2019 (BVGer act. 4) in der Gerichtskasse ein.  

E.  

Mit Vernehmlassung vom 14. November 2019 (BVGer act. 6) beantragte 

die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Als Begründung brachte 

sie sinngemäss vor, der von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren eingereichte Neuanschlussvertrag mit der E._______ 

sei lediglich von der Beschwerdeführerin unterzeichnet worden. Es be-

stehe folglich noch kein aktiver Vertrag.   

F.  

Mit Schreiben vom 10. Juli 2020 (BVGer act. 8) wurden die Parteien dar-

über informiert, dass das Beschwerdeverfahren von der Abteilung III über-

nommen und die ursprüngliche Verfahrensnummer A-4908/2019 in  

C-4908/2019 geändert wurde. 

G.  

Die Beschwerdeführerin bestätigte mit Replik vom 30. Oktober 2020 

(BVGer act. 17) ihre bisherigen Rechtsbegehren und beantragte neu zu-

sätzlich, dass die Auffangeinrichtung zu verpflichten sei, die zurückbehal-

tenen Freizügigkeitsleistungen von B._______ an die E._______ zu über-

weisen. Die Beschwerdeführerin führte aus, die A._______ GmbH sei im-

mer korrekt BVG-versichert gewesen. Die Prämien gegenüber der 

E._______ seien korrekt und vollständig einbezahlt worden. 

H.  

Am 17. November 2020 (BVGer act. 19) reichte die Beschwerdeführerin 

den Anschlussvertrag mit der E._______ ein, welcher am 7. August 2019 

von der Beschwerdeführerin und am 7. November 2019 von der E._______ 

unterzeichnet worden war. Zudem übermittelte sie dem Bundesverwal-

tungsgericht am 20. November 2020 (BVGer act. 20) eine Bestätigung der 

E._______, wonach der Anschluss rückwirkend per 1. Januar 2018 erfolgt 

sei. 

I.  

Mit Schreiben vom 14. Dezember 2020 (BVGer act. 22) hielt die Vorinstanz 

fest, der Anschlussvertrag sei von der E._______ am 7. November 2019 

C-4908/2019 

Seite 4 

und damit nach dem Erlass der Zwangsanschlussverfügung vom 22. Au-

gust 2019 unterzeichnet worden. Die Zwangsanschlussverfügung könne 

daher nicht in Wiedererwägung gezogen werden.  

J.   

Der Schriftenwechsel wurde mit Verfügung vom 17. Dezember 2020 

(BVGer act. 23) geschlossen.  

K.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird, soweit dies für die Entscheidfindung erforderlich ist, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. h VGG; Art. 60 Abs. 2bis und 

Art. 74 Abs. 1 BVG). Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 

richtet sich grundsätzlich nach dem VwVG (Art. 37 VGG). Die Beschwer-

deführerin ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung durch diese be-

sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Abänderung, weshalb sie zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht 

geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 

Abs. 1 VwVG) eingereichte Beschwerde im Rahmen des Streit- und An-

fechtungsgegenstandes (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten.  

1.2 Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Zwangsanschlussverfügung vom 

22. August 2019, mit welcher die Beschwerdeführerin rückwirkend ab 

1. Januar 2018 zwangsweise der Auffangeinrichtung angeschlossen 

wurde. Vom Anfechtungsobjekt zu unterscheiden ist der Streitgegenstand. 

Streitgegenstand in der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das 

Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet, 

soweit es im Streit liegt. Der Streitgegenstand darf im Laufe des Beschwer-

deverfahrens weder erweitert noch qualitativ verändert werden. Er kann 

sich höchstens verengen und um nicht mehr streitige Punkte reduzieren, 

nicht aber ausweiten. Einzig eine Präzisierung ist noch möglich. Fragen, 

über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat, 

darf die zweite Instanz nicht beurteilen, da andernfalls in die funktionelle 

C-4908/2019 

Seite 5 

Zuständigkeit der ersten Instanz eingegriffen würde. Die angefochtene Ver-

fügung bestimmt den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsge-

genstand (BGE 136 II 457 E. 4.2; 133 II 35 E. 2; 131 V 164 E. 2.1; MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.208, 2.213 und 2.218; SEETHALER/PORTMANN, in: 

Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfah-

rensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 52 Rz. 38 ff.; Urteile des BVGer  

A-6828/2015 vom 4. Mai 2016 E. 1.3; A-5127/2013 vom 13. März 2014 

E. 1.4.1). 

Die Beschwerdeführerin änderte ihre Rechtsbegehren in ihrer Replik vom 

30. Oktober 2020 (BVGer act. 17) dahingehend, dass sie nicht mehr nur 

die Aufhebung der angefochtenen Verfügung begehrte, sondern zusätzlich 

die Überweisung von Freizügigkeitsleistungen an die E._______. Mit der 

angefochtenen Verfügung wurde indes nicht über Freizügigkeitsleistungen 

entschieden, womit auf dieses Rechtsbegehren nicht einzutreten ist. Zu 

prüfen ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig, ob der Zwangsan-

schluss der Beschwerdeführerin an die Auffangeinrichtung rückwirkend ab 

1. Januar 2018 zu Recht erfolgt ist.  

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).  

1.4 Gestützt auf das Rügeprinzip, welches im Beschwerdeverfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht in abgeschwächter Form zur Anwendung 

gelangt, ist nicht nach allen möglichen Rechtsfehlern zu suchen; dafür 

müssen sich zumindest Anhaltspunkte aus den Vorbringen der Verfahrens-

beteiligten oder den Akten ergeben (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer 

A- 5225/2018 vom 7. Mai 2019 E. 2 m.H.).  

1.5 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 22. August 2019) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein. Immerhin sind indes Tatsachen, die sich erst später 

verwirklichen, soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand 

in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung 

C-4908/2019 

Seite 6 

im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (BGE 121 V 362 

E. 1b; Urteil des BGer 8C_95/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.1).  

1.6 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1).  

2.  

2.1 Die Beschwerdeführerin monierte beschwerdeweise (BVGer act. 1), 

sie sei «nie von jemandem angefragt (worden), ob sie BVG-pflichtiges Per-

sonal habe». Replikweise (BVGer act. 17) räumte die Beschwerdeführerin 

jedoch sinngemäss ein, das Schreiben der SVA D._______ vom 5. Januar 

2019 erhalten zu haben, indem sie auf dieses verwies. Hingegen stellte sie 

sich weiterhin auf den Standpunkt, dass «keine Nachfrage seitens der Vor-

instanz» erfolgt sei. Hierbei ist nicht klar, wie dieses Vorbringen der Be-

schwerdeführerin zu verstehen ist, ob sie davon ausgeht, dass die Vor-

instanz nach dem Anschreiben «rechtliches Gehör zur Anschlusskontrolle» 

vom 9. Mai 2019 (BVGer act. 6/6) die Beschwerdeführerin an die Einrei-

chung einer Stellungnahme hätte erinnern sollen, oder ob sie vorbringen 

will, den Brief vom 9. Mai 2019 nicht erhalten und damit nichts vom 

Zwangsanschluss gewusst zu haben. Nachfolgend ist auf beide Argumente 

einzugehen und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu prüfen. 

2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör. Dieser Grundsatz wurde in Art. 29 ff. VwVG für das Verwaltungs-

verfahren konkretisiert. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachauf-

klärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungs-

recht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des 

Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht der Betroffenen, 

sich vor Erlass eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche 

Beweise beizubringen und Einsicht in die Akten zu nehmen. Der Anspruch 

auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, 

die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren 

Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. Art. 30 Abs. 1 VwVG; 

BGE 140 I 99 E. 3.4; 135 II 286 E. 5.1; zur Anwendbarkeit von Art. 29 ff. 

VwVG im Verfahren vor der Vorinstanz vgl. Art. 1 Abs. 1 und 2 Bst. e VwVG 

i.V.m. Art. 54 Abs. 4 BVG). Voraussetzung für das Äusserungsrecht sind 

genügende Kenntnisse über den Verfahrensverlauf, was auf das Recht 

hinausläuft, in geeigneter Weise über die entscheidwesentlichen Vorgänge 

und Grundlagen vorweg orientiert zu werden (BGE 140 I 99 E. 3.4; Urteil 

des BVGer A-1232/2017 vom 31. Januar 2018 E. 2.3). 

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C-4908/2019 

Seite 7 

2.3  

2.3.1 Die SVA D._______ teilte der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 

5. Januar 2019 (BVGer act. 6/3) mit, dass der Lohn von B._______ und 

G._______ die BVG-Eintrittsschwelle übersteige. Sie forderte die Be-

schwerdeführerin auf, ihr bis zum 24. Februar 2019 eine Kopie eines BVG-

Anschlussvertrages zuzustellen. Falls noch kein Anschluss erfolgt sei, 

habe sie sich innerhalb von zwei Monaten einer registrierten Vorsorgeein-

richtung anzuschliessen und die gewählte Vorsorgeeinrichtung bekanntzu-

geben. Weiter hielt die SVA D._______ in diesem Schreiben sinngemäss 

fest, falls die Beschwerdeführerin der Aufforderung zum Anschluss nicht 

fristgemäss nachkomme, werde der Betrieb der Auffangeinrichtung BVG 

rückwirkend zum Anschluss gemeldet. Mit Replik vom 30. Oktober 2020 

(BVGer act. 17) erwähnte die Beschwerdeführerin das Anschreiben der 

SVA D._______ vom 5. Januar 2019 (BVGer act. 6/3) und bestätigte inso-

fern dessen Erhalt. Der Beschwerdeführerin war somit bekannt, dass die 

SVA D._______ bei Fristversäumnis der Auffangeinrichtung BVG die Be-

schwerdeführerin zum Zwangsanschluss melden würde. Die Beschwerde-

führerin musste somit, nachdem sie innert der angesetzten Frist der SVA 

D._______ keinen Anschlussvertrag eingereicht hatte, damit rechnen, 

dass das Verfahren im angekündigten Sinne weitergeführt werde. 

2.3.2 Die Auffangeinrichtung wies die Beschwerdeführerin mit Schreiben 

vom 9. Mai 2019 (BVGer act. 6/6) auf die BVG-Anschlusspflicht hin und 

räumte ihr die Möglichkeit zur Stellungnahme bis zum 18. Juli 2019 ein. 

Dieser Brief «rechtliches Gehör zur Anschlusskontrolle» vom 9. Mai 2019 

(BVGer act. 6/6) wurde mit eingeschriebener Sendung versandt. Die Sen-

dungsverfolgung (BVGer act. 6/7) enthält den Vermerk «zugestellt via Post-

fach […]» am 20. Mai 2019. Nach den allgemeinen Grundsätzen gilt eine 

eingeschriebene Sendung, soweit der Adressat bei einer versuchten Zu-

stellung nicht angetroffen und daher eine Abholungseinladung in seinen 

Briefkasten oder sein Postfach gelegt wird, in jenem Zeitpunkt als zuge-

stellt, in welchem sie auf der Post abgeholt wird; geschieht dies nicht innert 

der Abholfrist, welche sieben Tage beträgt, so gilt die Sendung (fiktiv) als 

am letzten Tag dieser Frist zugestellt, sofern der Adressat, wie vorliegend 

(vgl. E. 2.3.1 hiervor), mit der Zustellung hatte rechnen müssen (BGE 130 

III 396 E. 1.2.3; 127 I 31 E. 2a/aa; vgl. auch BGE 134 V 49 E. 4). Vorliegend 

wurde die Abholungseinladung am 20. Mai 2019 ins Postfach der Be-

schwerdeführerin gelegt. Ob die Beschwerdeführerin die Sendung abge-

holt hat, ist nicht aktenkundig. Die Sendung gilt somit spätestens am 

27. Mai 2019 als zugestellt.  

C-4908/2019 

Seite 8 

2.3.3 Die Beschwerdeführerin liess, wie bereits erwähnt (vgl. E. 2.3.1 hier-

vor), die von der SVA D._______ eingeräumte Frist unbenutzt verstreichen. 

Nach Meldung der SVA D._______ vom 2. Mai 2019 (BVGer act. 6/2) ge-

währte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 9. Mai 

2019 (BVGer act. 6/6) eine Frist bis zum 18. Juli 2019 für die Einreichung 

einer Stellungnahme sowie eines Anschlussvertrages (vgl. E. 2.3.2 hier-

vor). Auch diese Frist liess die Beschwerdeführerin unbenutzt verstreichen. 

Eine Pflicht seitens der Vorinstanz, bei der säumigen Beschwerdeführerin 

nachzufragen, bestand nicht.  

2.3.4 Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Auffangeinrich-

tung überstürzt gehandelt habe, verfängt nicht. Die Beschwerdeführerin 

wurde sowohl von der SVA D._______ als auch von der Auffangeinrichtung 

auf die BVG-Pflicht hingewiesen. Vom Schreiben der SVA D._______ an 

die Beschwerdeführerin vom 5. Januar 2019 bis zur Verfügung der Auffan-

geinrichtung vom 22. August 2019 vergingen mehrere Monate, innert wel-

cher die Beschwerdeführerin Zeit hatte, sich einer Vorsorgeeinrichtung an-

zuschliessen. Die Vorinstanz verfügte den Anschluss einen Monat nach 

Ablauf der Frist vom 18. Juli 2019 am 22. August 2019.  

2.3.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführerin be-

kannt war, dass eine BVG-Anschlusspflicht und ein Zwangsanschluss in 

Frage standen. Sie hatte die Möglichkeit, sich hierzu sowohl gegenüber 

der SVA D._______ als auch gegenüber der Vorinstanz zu äussern. Eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs ist vorliegend nicht auszumachen.  

3.  

Es folgen rechtliche Ausführungen zur Anschlusspflicht und zum Zwangs-

anschluss. 

3.1 Obligatorisch zu versichern sind Arbeitnehmende, die das 17. Alters-

jahr vollendet haben und bei einem Arbeitgeber oder einer Arbeitgeberin 

mehr als den gesetzlichen Jahresmindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG 

i.V.m. Art. 5 BVV 2 (SR 831.441.1) erzielt haben und bei der AHV versichert 

sind (Art. 5 Abs. 1 BVG). Dieser Grenzbetrag wird vom Bundesrat gemäss 

Art. 9 BVG periodisch angepasst und betrug im Jahr 2018 Fr. 21'150.- 

(Art. 2 Abs. 1 BVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 BVG und der gültig gewesenen Fas-

sung von Art. 5 BVV 2). Der Jahreslohn entspricht grundsätzlich dem  

massgebenden AHV-Lohn. Der Bundesrat kann Abweichungen zulassen 

(Art. 7 Abs. 2 BVG; zu den Ausnahmen vgl. Art. 3 BVV 2).  

C-4908/2019 

Seite 9 

3.2 Von der obligatorischen Versicherung ausgenommen sind unter ande-

rem Arbeitnehmende die nebenberuflich tätig sind und bereits für eine 

hauptberufliche Erwerbstätigkeit obligatorisch versichert sind oder im 

Hauptberuf eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1j Abs. 1 lit. c 

BVV 2). Ebenfalls vom Obligatorium ausgenommen sind Arbeitnehmende, 

welche im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 70 % invalid 

sind (Art. 1j Abs. 1 lit. d BVV 2). 

3.3 Beschäftigt ein Arbeitgeber oder eine Arbeitgeberin Arbeitnehmende, 

die obligatorisch zu versichern sind, muss der Arbeitgeber oder die Arbeit-

geberin eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene Vor-

sorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen anschliessen (Art. 11 

Abs. 1 BVG).  

3.4 Die Auffangeinrichtung ist eine Vorsorgeeinrichtung und verpflichtet, 

Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die ihrer Pflicht zum Anschluss an eine 

Vorsorgeeinrichtung nicht nachkommen, anzuschliessen (Art. 60 Abs. 1 

und 2 Bst. a BVG). Der Anschluss erfolgt rückwirkend (Art. 11 Abs. 3 und 6 

BVG). Gemäss Art. 60 Abs. 2bis BVG kann die Auffangeinrichtung zur Er-

füllung dieser Aufgabe Verfügungen erlassen.  

4.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob ab 1. Januar 2018 eine Anschlusspflicht an 

eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge bestand.  

4.1 Die Beschwerdeführerin monierte beschwerdeweise (BVGer act. 1), 

die GmbH sei ohne Personal betrieben worden. Mit Replik vom 30. Oktober 

2020 (BVGer act. 17) ergänzte sie, die Firma sei erst per 1. Januar 2019 

aktiviert worden. Per 7. August 2019 habe sie den Vertrag mit der 

E._______ rückwirkend auf den 1. Januar 2018 abgeschlossen; dies ob-

wohl die GmbH erst per 1. Januar 2019 aktiviert worden sei. Dies habe sie 

gemacht, da die einzige BVG-pflichtige Person im Betrieb, B._______, neu 

Mitglied der Geschäftsleitung sei.  

Weiter brachte die Beschwerdeführerin replikweise vor (BVGer act. 17), 

irrtümlicherweise seien die Löhne für die AHV-Beiträge schon für das Jahr 

2018 für die GmbH statt für die Einzelfirma F._______ gemeldet worden. 

Sie habe die SVA D._______ gebeten, die AHV-Beträge von der GmbH auf 

die Einzelfirma umzubuchen.  

Zudem hielt die Beschwerdeführerin replicando fest (BVGer act. 17), zum 

Zeitpunkt des Schreibens der SVA D._______ vom 5. Januar 2019 habe 

C-4908/2019 

Seite 10 

Frau B._______ über eine gültige BVG-Versicherung bei der Stiftung Auf-

fangeinrichtung BVG verfügt. Herr G._______ sei aufgrund seines IV-Be-

zuges nicht BVG-pflichtig. Dies habe ihm die Auffangeinrichtung so bestä-

tigt.  

4.2 Die Vorinstanz äusserte sich vernehmlassungsweise (BVGer act. 6) 

dahingehend, die Beschwerdeführerin habe aufgrund der Schreiben der 

SVA D._______ vom 5. Januar 2019 und der Vorinstanz vom 9. Mai 2019 

gewusst, dass sie Personal beschäftige, bei welchem das Einkommen über 

der BVG-Eintrittsschwelle liege. Die Beschwerdeführerin habe in der Be-

schwerde einen Neuanschlussvertrag mit der E._______ eingereicht, wel-

cher lediglich von der Beschwerdeführerin am 7. August 2019 unterzeich-

net worden sei, womit noch kein aktiver Vertrag vorliege.  

Nachdem die Beschwerdeführerin am 17. November 2020 (BVGer act. 19), 

den von der E._______ am 7. November 2019 unterschriebenen An-

schlussvertrag eingereicht hatte, hielt die Vorinstanz am 14. Dezember 

2020 (BVGer act. 22) fest, die von der Beschwerdeführerin vorgelegte An-

schlussvereinbarung sei von der E._______ am 7. November 2019 unter-

zeichnet worden und damit nach dem verfügten Zwangsanschluss vom 

22. August 2019. Der Zwangsanschluss sei damit rechtmässig erfolgt.  

4.3  

4.3.1 Die A._______ GmbH wurde am 26. Januar 2015 ins Handelsregister 

des Kantons D._______ eingetragen und zugleich wurden C._______ so-

wie B._______ als Gesellschafter und Geschäftsführer aufgeführt (vgl. 

https://d._______.chregister.ch/cr-portal/auszug/auszug.xhtml?uid=CHE-

[...] und https://www.shab.ch/shabforms/servlet/Search?EID=[...]). Es trifft 

somit entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht zu, dass 

B._______ erst ab 2019 Geschäftsführerin gewesen sein soll.  

4.3.2 Weiter trifft nicht zu, dass die GmbH im Jahr 2018 nicht aktiv gewesen 

sein soll, denn für das Jahr 2018 wurden AHV-Löhne gemeldet (BVGer act. 

6/4) und die GmbH war ab April 2018 mehrwertsteuerpflichtig (vgl. 

https://www.uid.admin.ch/Detail.aspx?uid_id=CHE[...]). Das Vorbringen 

der Beschwerdeführerin, wonach die AHV-Löhne irrtümlich für die GmbH 

gemeldet worden seien, ist als Schutzbehauptung zu betrachten, da die 

GmbH aktiv war und keine Mutation seitens der AHV aktenkundig ist.  

C-4908/2019 

Seite 11 

4.3.3 Für B._______ wurde für Januar 2018 bis Dezember 2018 ein AHV-

Lohn von Fr. 31'655.- gemeldet (BVGer act. 6/4), der über dem massge-

benden Koordinationsabzug von Fr. 21'150.- liegt (vgl. E. 3.1 hiervor), was 

seitens der Beschwerdeführerin nicht bestritten wird. Vorliegend wird zu-

dem nicht in Frage gestellt, dass die Tätigkeit einer Geschäftsführerin für 

die betreffende GmbH als unselbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren 

ist, womit sich weitere Ausführungen diesbezüglich erübrigen (vgl. statt vie-

ler allgemein zur Qualifikation der Erwerbstätigkeit von Geschäftsführern 

einer Kapitalgesellschaft Urteile des BVGer C-3291/2011 vom 2. Mai 2013 

E. 5.1 und A-3011/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 3.2.1 m.H.).  

Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass B._______ im Jahr 2018 ei-

nen BVG-pflichtigen Lohn bezog, vielmehr brachte sie vor (BVGer act. 17), 

B._______ habe über eine gültige BVG-Versicherung bei der Stiftung Auf-

fangeinrichtung verfügt. Vorliegend ist nicht ersichtlich und wurde von der 

Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert vorgebracht, gestützt auf wel-

che anderweitige Tätigkeit bereits eine BVG-Versicherung bestanden ha-

ben soll. Es liegt somit kein Ausnahmetatbestand vor (vgl. E. 3.2 hiervor). 

B._______ war folglich obligatorisch zu versichern, womit für die Be-

schwerdeführerin eine Anschlusspflicht an eine Einrichtung der beruflichen 

Vorsorge bestand.  

4.4 Weiter liegt der für G._______ für das Jahr 2018 gemeldete Lohn vom 

1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 in der Höhe von Fr. 30'119.- 

(BVGer act. 6/4) über dem Koordinationsabzug.  

Die Beschwerdeführerin brachte diesbezüglich vor (BVGer act. 17), ge-

mäss Auskunft der Vorinstanz sei Herr G._______ aufgrund seines IV-Be-

zuges nicht BVG-pflichtig. Die Frage, ob für G._______ eine BVG-pflicht 

bestand oder nicht, kann vorliegend offenbleiben, da für die BVG-An-

schlusspflicht eine einzige BVG-pflichtige Person, hier B._______, genügt.  

4.5 Aus dem Gesagten erhellt, dass ab Januar 2018 eine Anschlusspflicht 

an eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge bestand. 

5.  

Die Beschwerdeführerin reichte im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

eine Anschlussvereinbarung mit der E._______ ein (BVGer act. 19/1), wel-

che am 7. August 2019 von der Beschwerdeführerin und am 7. November 

2019 von der E._______ unterschrieben worden war.  

C-4908/2019 

Seite 12 

5.1 Die Beschwerdeführerin brachte mit Beschwerde vom 20. September 

2019 (BVGer act. 1) vor, sie habe seit anfangs August 2019 rückwirkend 

auf 1. Januar 2018 einen Anschlussvertrag mit der E._______. Replikweise 

ergänzte sie (BVGer act. 17), die GmbH sei immer korrekt BVG-versichert 

gewesen. Sie habe die Prämien gegenüber der E._______ korrekt und voll-

ständig einbezahlt.  

5.2 Die Vorinstanz hielt dagegen (BVGer act. 22), die Anschlussvereinba-

rung sei von der E._______ erst am 7. November 2019 und damit nach der 

Zwangsanschlussverfügung vom 22. August 2019 unterzeichnet worden, 

womit im Verfügungszeitpunkt vom 22. August 2019 kein aktiver An-

schlussvertrag vorgelegen sei.  

5.3  

5.3.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich beim 

Anschlussvertrag um einen Vertrag sui generis im engeren Sinne (BGE 

120 V 299 E. 4a), für dessen Abschluss die Regeln des Obligationenrechts 

gelten (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts B 5/87 vom 30. Mai 1989, 

E. 4, publ. in: SZS 1990 S. 204; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts 

B 84/00 vom 3. Oktober 2001, E. 4a nicht publ. in BGE 127 V 377). Ein 

«Anschluss» kann daher auch stillschweigend, insbesondere konkludent 

erfolgen, d.h. durch ein Verhalten, das nicht bloss passiv ist, sondern ein-

deutig und zweifelsfrei einen Anschlusswillen zeigt (BGE 129 III 476 E. 1.4, 

123 III 53 E. 5a; vgl. Urteile des BGer 9C_377/2014 vom 10. Februar 2015 

E. 3.3.1, 9C_834/2013 vom 19. Mai 2014 E. 4.1).  

5.3.2 Vorliegend ergibt sich der Anschlusswille der Beschwerdeführerin an 

die E._______ aus ihrer Unterschrift vom 7. August 2019 auf der An-

schlussvereinbarung. Die telefonische Nachfrage der Vorinstanz vom 

28. Oktober 2019 (BVGer act. 6/9) bei der E._______ ergab, dass der An-

schluss noch nicht aktiv sei, sondern die E._______ die erste Akontozah-

lung abwarte. Die Zahlung der Beschwerdeführerin wurde am 8. November 

2019 (BVGer act. 17/1) verbucht und die E._______ unterzeichnete die 

Anschlussvereinbarung am 7. November 2019. Der Anschluss der Be-

schwerdeführerin erfolgte somit am 7. November 2019 mit Wirkung ab 

1. Januar 2018. Die Zwangsanschlussverfügung vom 22. August 2019 

erging damit vor der Anschlussvereinbarung, womit im Zeitpunkt der 

Zwangsanschlussverfügung kein gültiger Anschluss der GmbH an eine 

Einrichtung der beruflichen Vorsorge bestand, und damit entgegen dem 

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C-4908/2019 

Seite 13 

Vorbringen der Beschwerdeführerin (BVGer act. 17) die GmbH im Zeit-

punkt des Zwangsanschlusses vom 22. August 2019 nicht «korrekt BVG-

versichert» war.  

5.3.3 Unerheblich ist der Einwand der Beschwerdeführerin, sie habe die 

Prämien gegenüber der E._______ korrekt und vollständig bezahlt, denn 

der Umstand der Doppelversicherung führt nicht zu einer formlosen Auflö-

sung des rechtmässig verfügten Zwangsanschlusses (Urteile des BVGer  

C-222/2020 vom 8. Februar 2021 E. 7.2; A-7718/2015 vom 28. Juli 2016 

E. 4.4.1). Wie das Bundesgericht im Urteil 9C_141/2013 vom 7. April 2013 

E. 2 ausdrücklich festhielt, ist ein rechtmässig verfügter Zwangsanschluss, 

auch wenn zwischenzeitlich ein Anschluss an eine andere Vorsorgeeinrich-

tung erfolgte und insofern eine unzulässige Doppelversicherung besteht 

(BGE 120 V 15 E. 4a), ordnungsgemäss zu kündigen.  

Gemäss Dispositivziffer 2 der vorliegend angefochtenen Zwangsan-

schlussverfügung vom 22. August 2019 ergeben sich die Rechte und 

Pflichten aus den im Anhang beschriebenen Anschlussbedingungen, wel-

che einen integrierenden Bestandteil der angefochtenen Verfügung bilden. 

Art. 6 der Anschlussbedingungen sieht vor, dass der Anschluss von jeder 

Partei unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist jeweils per 

Jahresende gekündigt werden kann (Abs. 1). Indessen werde die Kündi-

gung durch den Arbeitgeber u.a. nur dann wirksam, wenn der Arbeitgeber 

den Nachweis erbringe, dass die Personalvorsorge auf eine andere re-

gistrierte Vorsorgeeinrichtung übertragen werde (Abs. 2). Der unbefristet 

verfügte Zwangsanschluss ist folglich nicht zu beanstanden.  

6.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Koordinationsabzug von 

B._______ im Jahr 2018 überschritten wurde und eine Versicherungs-

pflicht ab 1. Januar 2018 bestand. Im Zeitpunkt des Zwangsanschlusses 

vom 22. August 2019 lag noch keine gültige Anschlussvereinbarung vor. 

Die Vorinstanz verfügte daher zu Recht rückwirkend ab 1. Januar 2018 den 

zwangsweisen, unbefristeten Anschluss. Die reglementskonform auferleg-

ten Kosten wurden von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht bestritten. 

Folglich ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die dagegen er-

hobene Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird (vorne 

E. 1.2).  

C-4908/2019 

Seite 14 

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

7.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt. Entsprechend dem Ausgang des 

Verfahrens sind die Verfahrenskosten, welche gestützt auf das Reglement 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen und vorlie-

gend auf Fr. 800.- festzusetzen sind, der Beschwerdeführerin aufzuerle-

gen. Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-

nommen. 

7.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 

Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr er-

wachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen 

(Art. 64 Abs. 1 VwVG). Der Vorinstanz, welche die obligatorische Versiche-

rung durchführt, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (BGE 126 V 

49 E. 4). Die unterliegende Beschwerdeführerin hat ebenfalls keinen sol-

chen Anspruch (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario i.V.m. Art. 7 Abs. 1 VGKE 

e contrario). 

 

Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.  

  

C-4908/2019 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt und dem Kostenvorschuss in derselben Höhe entnommen.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

– die Oberaufsichtskommission BVG (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Karin Wagner 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

C-4908/2019 

Seite 16 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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