# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0459852e-acfd-5db6-81ae-98b447ddce43
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2025 D-4704/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4704-2025_2025-08-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4704/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lukas Müller, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;   

Gerichtsschreiber Gregory Aloisi. 

   

Parteien 

 
A:_______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

Bangladesch,   

alle vertreten durch MLaw Johannes Mosimann, Advokat, 

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 28. Mai 2025. 

 

 

 

D-4704/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

B._______ (der Beschwerdeführer) ersuchte zusammen mit seiner Frau 

A._______ (die Beschwerdefüherin) und ihrem gemeinsamen Sohn 

C._______ (Sohn 1) am 1. Juni 2023 in der Schweiz um Asyl nach. 

B.  

Am 6. Juni 2023 fand die Personalienaufnahme (PA) statt. Ein Abgleich mit 

CS-VIS hat ergeben, dass Italien den Beschwerdeführenden am (…)ein 

Visum gültig vom (…) bis (…)ausgestellt hat. Am 18. Juni 2023 wurde ein 

Dublin-Gespräch durchgeführt. Am 12. Juli 2023 stimmten die italienischen 

Behörden dem Übernahmegesuch der Vorinstanz zu. Am 8. Januar 2024 

wurde aufgrund der unterdessen abgelaufenen Überstellfrist das Dublin-

Verfahren beendet. 

C.  

Am 10. Mai 2024 brachte die Beschwerdeführerin ihren zweiten Sohn 

D._______ (Sohn 2) zur Welt. 

D.  

Am 20. Juni 2024 wurden die Beschwerdeführenden im Rahmen der An-

hörung vertieft zu ihren Asylgründen angehört. 

Dabei machten sie geltend, der Beschwerdeführer sei in einen finanziellen 

Streit mit (…), dem Sohn des ehemaligen Ministers (…), verwickelt. Dieser 

behaupte, dass er (der Beschwerdeführer) Geld von ihm gestohlen habe. 

Während einer Reise im Ausland habe er (der Beschwerdeführer) erfahren, 

dass ihm aufgrund dieses Vorwurf Anzeige gegen ihn erstattet worden sei. 

Da er nicht habe verhaftet werden können, sei das Verfahren noch beim 

Criminal Investigation Department (CID) hängig. Da Joey eine sehr mäch-

tige Person sei und gute Beziehungen habe, befürchte er (der Beschwer-

deführer), bei einer Rückkehr vor Gericht zu verlieren und ins Gefängnis 

gehen zu müssen. 

E.  

Im Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens reichten die Beschwerdeführen-

den folgende Dokumente zu den Akten: 

– Verfahrensakten bezüglich des Verfahrens wegen Veruntreuung 

inklusive englische Übersetzung 

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Seite 3 

– Anzeige inklusive englische Übersetzung (doppelt eingereicht, einmal 

mit markierten relevanten Passagen)  

– Diverse Voucher 

– Foto eines Schecks 

– Foto eines Kreditcoupons der Royal Filling Station 

– Arbeitsbestätigung 

– Bankbescheinigung 

– Royal Corporation Visitenkarte 

– Zeitungsartikel des The Daily Star betreffend der Familie (…) 

– Mitgliedschaftsbestätigung Bangladesch Grocery Business 

Association (BGBA) 

– Export Registration Zertifikat (ERC) 

– Handelslizenz (Trade Licence) 

– Chatverläufe mit (…) 

– Rechnungstabelle März 2022 bis April 2023 

– Übersicht Diesel Test März 2022 bis April 2023 

– Foto einer Post-It Notiz 

F.  

Mit Verfügung vom 28. Mai 2025 (Eröffnung am selben Tag) stellte das 

SEM fest, dass die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft nicht 

erfüllen, lehnte ihr Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. 

G.  

Gegen diese Verfügung erhoben die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

27. Juni 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantrag-

ten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, verbunden mit der Fest-

stellung der Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung von Asyl. Eventu-

aliter sei die Sache zur vollständigen und richtigen Feststellung des Sach-

verhalts und erneuten Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Subeventualiter sei eine vorläufige Aufnahme anzuordnen. 

In prozessualer Hinsicht ersuchten die Beschwerdeführer um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses sowie um Gewährung der amtlichen Rechtsver-

beiständung. Ausserdem beantragten sie die Gewährung des Replikrechts 

gegenüber Stellungnahmen des Beschwerdegegners und um Erlass eines 

superprovisorischen Vollzugsstopps.  

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Seite 4 

Der Beschwerde lagen die angefochtene Verfügung vom 28. Mai 2025, 

eine unterschriebene Vollmacht vom 12. Juni 2025, einen Abklärungsbe-

richt (…)vom 11. Juni 2025 sowie einen logopädischen Bericht (…) vom 

21. März 2024 jeweils in Kopie bei. 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 7. Juli 2025 trat das Bundesverwaltungsge-

richt nicht auf das Gesuch um Erlass eines superprovisorischen Vollzugs-

stopps ein, lehnte die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes ab und 

forderte die Beschwerdeführer auf, innert Frist bis zum 22. Juli 2025 einen 

Kostenvorschuss zu leisten. 

I.  

Der Kostenvorschuss wurde am 18. Juli 2025 bezahlt.  

J.  

Mit Eingabe vom 18. Juli 2025 reichten die Beschwerdeführenden eine Be-

stätigung über die medizinische Notwendigkeit einer Frühförderung vom 

9. Juli 2025 sowie eine Bestätigung der medizinischen Notwendigkeit einer 

zeitnahen Behandlung vom 14. Juli 2025 (jeweils in Kopie) nach.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

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Seite 5 

und Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, 

der Begründungspflicht und des Untersuchungsgrundsatzes. Sie machen 

geltend, die Vorinstanz habe das gegen den Beschwerdeführer geführte 

Strafverfahren wegen Tötungsdelikten, respektive Anleitung und finanzielle 

Unterstützung vom Ausland hin, vollkommen ausser Acht gelassen und in 

der angefochtenen Verfügung mit keinem Wort erwähnt, obwohl die ent-

sprechenden Dokumente mit Eingabe vom 13. November 2024 eingereicht 

worden seien. Weiter habe der Beschwerdeführer bei den Anhörungen 

keine Gelegenheit gehabt, sich zu den asylrelevanten Punkten eingehend 

zu äussern, sondern sei immer wieder unterbrochen, an ausführlichen Dar-

stellungen gehindert und von den wesentlichen Elementen weggelenkt 

worden. Der Befrager habe ihn darauf hingewiesen, er solle «kurz – in 

zwei, drei Sätzen – von den Anklagegründen berichten». Genaue Nachfra-

gen seien unterblieben. Die Anhörung sei dann «aus zeitlichen Gründen» 

beendet worden, ohne dass es zu einer zweiten Anhörung gekommen sei. 

4.2 Der angefochtenen Verfügung ist zu entnehmen, dass das SEM im 

Rahmen einer Gesamtwürdigung nachvollziehbar und hinreichend diffe-

renziert aufgezeigt hat, von welchen Überlegungen es sich leiten liess. Da-

bei hat es mehrere Punkte erwähnt, aufgrund welchen die laufenden Straf-

verfahren sowie die Drohungen von (…) nicht geeignet seien, um eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung zu begründen. Gemäss 

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Seite 6 

Auffassung des SEM würden an dieser Einschätzung die eingereichten Be-

weismittel nichts zu ändern vermögen. Ausserdem wies es darauf hin, dass 

die eingereichten Beweismittel grundsätzlich einen geringen Beweiswert 

hätten, da diese nur in Kopie vorlägen und ausserdem in Bangladesch 

leicht käuflich erwerbbar seien. Damit hat das SEM die Beweismittel des 

Beschwerdeführers rechtsgenüglich gewürdigt und ist entsprechend seiner 

Begründungspflicht hinlänglich nachgekommen. Ob diese Feststellung 

vorliegend zutreffend ist, betrifft eine materielle Frage. 

4.3 Hinsichtlich der gerügten Verletzung der Untersuchungspflicht ist vorab 

festzuhalten, dass die Anhörung des Beschwerdeführers vom 20. Juni 

2024 offenbar bereits am Morgen um 8.40 Uhr begann und erst am Abend 

um 16.40 Uhr endete. Bereits vor der ersten Pause um 10.05 Uhr wurde 

dem Beschwerdeführer gemäss Protokoll Gelegenheit gegeben, sich aus-

führlich zu seinen Fluchtgründen zu äussern. Bis zum Beginn der Rück-

übersetzung um 16.05 Uhr – also gut sechs Stunden später – wurde er 

ausschliesslich zu seinen Fluchtgründen angehört. Zuletzt ist auch darauf 

hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer auf Nachfrage selbst angegeben 

hat, alles gesagt zu haben (vgl. (…)). Damit ist das SEM zu Recht davon 

ausgegangen, dass der Beschwerdeführer ausreichend Gelegenheit ge-

habt habe, sich zu seinen Fluchtgründen zu äussern. Eine Verletzung der 

Untersuchungspflicht durch das SEM ist damit zu verneinen. 

4.4 Nach dem Gesagten erweisen sich die formellen Rügen voraussichtlich 

als unbegründet. Das eventualiter gestellte Rückweisungsbegehren ist ab-

zuweisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für 

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gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.  

6.1 In materieller Hinsicht ist der Beurteilung der Vorinstanz zuzustimmen, 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden den gesetzlichen Anforde-

rungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes 

(AsylG; SR 142.31) nicht genügen. Nach Art. 3 AsylG setzt die Anerken-

nung als Flüchtling voraus, dass die betroffene Person aufgrund von 

Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 

Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen Verfolgungshandlun-

gen ausgesetzt ist oder eine begründete Furcht vor solchen Handlungen 

hat. Diese Voraussetzungen liegen im vorliegenden Fall nicht vor. 

6.2 Hinsichtlich des geltend gemachten Konflikts mit (…) ist festzustellen, 

dass es an einem flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsmotiv fehlt. 

Die von den Beschwerdeführenden geltend gemachten Benachteiligungen 

und Bedrohungen haben ihren Ursprung in einer finanziellen Streitigkeit 

zwischen dem Beschwerdeführer und einer privaten Drittperson. Solche 

privatrechtlichen Konflikte begründen grundsätzlich keine flüchtlingsrecht-

liche Relevanz, da sie nicht auf einem der in Art. 3 AsylG genannten Ver-

folgungsgründe beruhen. Die vorgebrachten Drohungen durch die private 

Drittperson entbehren daher jeglicher asylrechtlicher Bedeutung. 

6.3 Des Weiteren ist kein Anhaltspunkt erkennbar, dass die gegen den Be-

schwerdeführer in Bangladesch eingeleiteten Strafverfahren von einem 

Politmalus geprägt wären oder dass die Behörden in Bangladesch aus ei-

nem der in Art. 3 AsylG genannten Gründe ein Verfolgungsinteresse am 

Beschwerdeführer hätten. Der Beschwerdeführer verfügt über kein poli-

tisch exponiertes Profil, das eine gezielte Verfolgung durch staatliche Stel-

len in Bangladesch nahelegen würde. Soweit der Beschwerdeführer gel-

tend macht, dass die gegen ihn erhobenen Strafvorwürfe wegen angebli-

cher Tötungsdelikte politisch motiviert seien, vermag er das Gericht nicht 

zu überzeugen. Namentlich sind keine Hinweise ersichtlich, wonach die 

Strafprozesse aufgrund des geltend gemachten Konflikts mit (…) entstam-

men würden. Der blosse Verweis, dass dieser als Sohn eines ehemaligen 

Ministers über ausgezeichnete politische Beziehungen verfüge, vermag für 

sich alleine ein Verfolgungsinteresse der Behörden nicht zu belegen.  

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Seite 8 

6.4 Zuletzt ist auch hinsichtlich der vom Beschwerdeführer eingereichten 

Beweismittel in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten, dass 

diesen aufgrund ihrer leichten Fälschbarkeit kein hoher Beweiswert beige-

messen werden kann. Da bereits die asylrechtliche Relevanz der geltend 

gemachten Verfolgung fehlt, kann die Frage der Glaubhaftigkeit der Vor-

bringen der Beschwerdeführenden vorliegend offenbleiben.  

6.5 Die Vorinstanz hat die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführen-

den zu Recht verneint und ihr Asylgesuch abgelehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

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zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

8.2.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 

Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-

fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Ver-

fahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden 

in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG recht-

mässig. 

8.2.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der 

Beschwerdeführenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie 

für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen 

Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss der Praxis des Euro-

päischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-

Anti-Folterausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete 

Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall 

einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen 

würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, 

Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden 

Ausführungen gelingt ihnen das nicht. Auch die allgemeine Menschen-

rechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heuti-

gen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.  

8.2.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat 

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Seite 10 

aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Diese Bestimmung findet 

insbesondere Anwendung auf Personen, die nach ihrer Rückkehr einer 

konkreten Gefahr ausgesetzt wären, weil sie aus objektiver Sicht wegen 

der vorherrschenden Verhältnisse mit grosser Wahrscheinlichkeit in völlige 

und andauernde Armut gestossen würden, dem Hunger und somit einer 

ernsthaften Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes, der Invalidität 

oder sogar dem Tod ausgeliefert wären (BVGE 2014/26 E. 7.5 m.w.H.). 

Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von 

Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.  

Das Kindswohl bildet im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung einen gewich-

tigen zu beachtenden Gesichtspunkt. Dies ergibt sich insbesondere aus 

einer völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 83 Abs. 4 AIG im Licht von 

Art. 3 Abs. 1 KRK. Unter dem Aspekt des Kindswohls sind sämtliche Um-

stände zu würdigen, die im Hinblick auf eine Wegweisung wesentlich er-

scheinen, namentlich das Alter des Kindes, dessen Reife und Abhängig-

keit, die Art der Beziehung zu Bezugspersonen, Stand und Prognose be-

züglich der Entwicklung des Kindes sowie der Grad der erfolgten Integra-

tion bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz (BVGE 2009/51 E. 5.6; 

2009/28 E. 9.3.2 je m.w.H.). Ferner hat die zuständige Behörde gemäss 

Art. 69 Abs. 4 AIG vor einer Ausschaffung von unbegleiteten minderjähri-

gen Personen sicherzustellen, dass diese im Rückkehrstaat einem Famili-

enmitglied, einem Vormund oder einer Aufnahmeeinrichtung übergeben 

werden, welche den Schutz des Kindes gewährleisten (vgl. BVGE 2021 

VI/3 E.11.5.2 m.w.H., BVGE 2015/30 E. 7.3 m.w.H.). Die Rückreisemoda-

litäten (Begleitung der UMA, Ort und Zeit der Übergabe nach der Ankunft 

im Heimatland etc.) können allerdings erst im unmittelbaren Vorfeld der 

Rückkehr geregelt werden (vgl. EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e.bb S. 100).  

8.3.2 In Bangladesch herrscht zurzeit weder Krieg oder Bürgerkrieg noch 

eine Situation allgemeiner Gewalt. Der Wegweisungsvollzug dorthin ist da-

her als generell zumutbar zu erachten (vgl. statt vieler Urteil des BVGer  

D-1656/2020 vom 22. Juli 2024 E. 6.6, m.w.H.). 

Der Vollzug der Wegweisung erweist sich auch unter individueller Betrach-

tung und unter Berücksichtigung des Kindeswohls im Sinne von Art. 3 

Abs. 1 KRK als zumutbar. Der bei Sohn 1 diagnostizierte (…) vermag kein 

Vollzugshindernis zu begründen. Gestützt auf die einschlägige Rechtspre-

chung des Bundesverwaltungsgerichts ist davon auszugehen, dass in 

Bangladesch grundsätzlich geeignete medizinische Behandlungs-

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Seite 11 

möglichkeiten auch für psychische Erkrankungen bestehen, wenngleich 

diese unter Umständen nicht dem schweizerischen Standard entsprechen 

oder in geringerem Umfang verfügbar sein könnten (vgl. Urteile des BVGer 

E-5308/2012 vom 1. Mai 2013 E. 7.2.2 und D-4095/2017 vom 30. April 

2019 E. 10.4.2; ausserdem Berichte der World Health Organization [WHO], 

Bangladesh WHO Special Inititiave for Mental Health, Situational Assess-

ment, undatiert, https://www.who.int/docs/default-source/mental-

health/special-initiative/who-special-initiative-country-report---bangladesh-

--2020.pdf?sfvrsn=c2122a0e_2, abgerufen am 21. August 2025; und des 

UK Home Office, Country Police and Information Note Bangladesh: Medi-

cal treatment and healthcare, Ziff. 10). In (…), der Heimatstadt der Be-

schwerdeführenden, befinden sich unter anderem folgende Kliniken und 

Behandlungsangebote: (…), (…), (…) und (…). Diese bieten spezialisierte 

und kostengünstige Behandlungsangebote für diverse psychische Erkran-

kungen und namentlich (…) an. Es kann daher davon ausgegangen wer-

den, dass eine angemessene Behandlung für Sohn 1 auch im Herkunfts-

staat sichergestellt werden kann, zumal dort bereits eine Diagnose vorliegt 

und keine akute Notlage ersichtlich ist. Vor dem Hintergrund der bestehen-

den Therapiemöglichkeiten in Bangladesch vermögen auch die die nach-

träglich eingereichten ärztlichen Berichte über die Notwendigkeit einer zeit-

nahen Behandlung die Unzumutbarkeit der Wegweisung nicht zu rechtfer-

tigen. Soweit eingewendet wird, eine medizinische Behandlung sei wegen 

prohibitiver Kosten im Heimatland faktisch unzugänglich, ist festzuhalten, 

dass die nachgewiesene Reisetätigkeit der Familie – mit Einträgen zahlrei-

cher Visa für Drittstaaten – gemessen an den sozioökonomischen Verhält-

nissen in Bangladesch auf überdurchschnittliche finanzielle Ressourcen 

schliessen lässt. Dessen ungeachtet kann diesbezüglich auf die Möglich-

keit der medizinischen Rückkehrhilfe gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. d AsylG ver-

wiesen werden. Ein medizinisch oder betreuungsbedingt bedingtes Voll-

zugshindernis ist insgesamt nicht ersichtlich. 

Der Behauptung, Sohn 1 würde als (…) in Bangladesch ein menschenun-

würdiges Leben am Rande der Gesellschaft führen und sei ernsthaft von 

Stigmatisierung oder gar schweren körperlichen Übergriffen bedroht, ist 

nicht zu folgen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Familie des 

Kindes über ein grundlegendes Verständnis für die Erkrankung verfügt und 

sich um eine angemessene Betreuung bemüht. Konkrete Anhaltspunkte für 

eine reale Gefahr physischer Übergriffe durch Drittpersonen bestehen nicht 

und erscheinen angesichts des familiären Schutzes als unwahrscheinlich. 

Allfällige gesellschaftliche Stigmatisierung oder Diskriminierung im Heimat-

staat kann zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden; angesichts 

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Seite 12 

des familiären Rückhalts ist jedoch nicht ersichtlich, inwiefern eine solche 

Stigmatisierung ein menschenwürdiges Leben im Herkunftsstaat ernsthaft 

verunmöglichen oder in unzumutbarer Weise erschweren würde. 

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insge-

samt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Für deren Begleichung ist der bereits in 

gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zu verwenden. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-4704/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Beglei-

chung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Gregory Aloisi 

 

 

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