# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 645c2c50-8bcf-59cb-ba76-2b165693f583
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.04.2010 E-1596/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1596-2010_2010-04-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1596/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiberin Gabriela Oeler.

A._______,
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 11. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1596/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der angeblich minderjährige Beschwerdeführer eigenen Angaben 
zufolge  seinen  Heimatstaat  Nigeria  am 30. November  2009  verliess 
und  am  8.  Februar  2010  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  noch 
gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Vallorbe um 
Asyl nachsuchte,

dass er dort  unter Hinweis auf die Möglichkeit eines Nichteintretens-
entscheides  aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden  gültige  Ausweis-
papiere zu den Akten zu reichen, 

dass  am 12. Februar  2010 durch einen Spezialarzt  für  Hämatologie 
und  Onkologie  eine  radiologische  Knochenaltersbestimmung  nach 
Greulich-Pyle durchgeführt  wurde, bei welcher das Knochenalter und 
auch  das  wahrscheinliche  chronologische  Alter  auf  19  Jahre  oder 
mehr bestimmt wurde, 

dass  der  Beschwerdeführer  am 18. Februar  2010 im Transitzentrum 
Altstätten summarisch zu seinen Ausreisegründen befragt wurde und 
am 4. März 2010 eine Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 und 41 Abs. 1 des 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) stattfand,

dass  er  hinsichtlich  seiner  Person  angab,  dem  Volk  der  Igbo  anzu-
gehören und aus B._______, Delta State, zu stammen, wo er bis zur 
Ausreise gewohnt habe, 

dass er erst sechzehnjährig und Vollwaise sei und auch seine einzige 
Schwester vor fünf Jahren gestorben sei,

dass er bei seinem Onkel väterlicherseits aufgewachsen sei,  dessen 
berufliche Tätigkeit jedoch nicht kenne,

dass  er  sein  Asylgesuch  damit  begründete,  in  seiner  Kindheit  ver-
gewaltigt  worden  zu  sein  und  nun  selbst  ein  Kind  vergewaltigt  zu 
haben, 

dass er  deswegen von der  Polizei  und der Dorfbevölkerung gesucht 
worden sei und die Flucht habe ergreifen müssen, 

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dass  er  bisher  noch  nie  ein  Ausweispapier  besessen  habe  und  die 
Ausreise  ohne  Ausweispapiere  absolviert  habe,  wobei  er  nie 
kontrolliert worden sei, 

dass  er  im  Heimatland  niemanden  kontaktieren  könne,  der  ihm  in 
dieser  Sache  helfen  könne,  und  er  überdies  keine  Telefonnummern 
besitze, 

dass die Aufforderung zur Papierbeschaffung anlässlich der Befragung 
im Transitzentrum nochmals wiederholt wurde, 

dass der Beschwerdeführer zur Ausreise anführte, auf dem Landweg 
nach Marokko gereist zu sein und dort ein Schiff bestiegen zu haben, 
welches  ihn  an  einen  unbekannten  Ort  geführt  habe,  in  welchem 
französisch gesprochen worden sei, 

dass  er  während  der  ganzen  Reise  nie  kontrolliert  worden  sei  und 
auch problemlos per Bahn in die Schweiz gelangt sei, 

dass er weder sicher wisse, wo in Marokko er sich aufgehalten habe, 
noch wie lange die Schiffsreise gedauert  habe, beziehungsweise auf 
Nachfrage, dass er sich während 17 Tagen in Casablanca aufgehalten 
habe und dann zirka 25 Tage auf einem Schiff gewesen sei, 

dass  dem  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  im  Transit-
zentrum  das  rechtliche  Gehör  zu  den  Zweifeln  des  BFM  an  seiner 
Minderjährigkeit gewährt wurde, 

dass  er  dabei  an  seiner  bisherigen  Altersangabe  festhielt  und  aus-
führte,  diese  stütze  sich  auf  die  Angabe  seiner  verstorbenen 
Schwester,

dass ihm mitgeteilt wurde, aufgrund der gesamten Umstände (Fehlen 
jeglicher  Papiere,  Altersangaben  gestützt  auf  die  Aussagen  der  vor 
Jahren verstorbenen Schwester,  Bartwuchs und Falten,  Resultat  der 
Knochenaltersbestimmung,  unstimmige  Angaben  zur  Ausreise,  un-
genaue Angaben zu den Familienangehörigen) sei die Minderjährigkeit 
nicht  glaubhaft,  weshalb  das  BFM  von  der  Volljährigkeit  des  Be-
schwerdeführers ausgehe, 

dass das BFM mit  Entscheid vom 11. März 2010,  eröffnet  gleichen-
tags, in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG auf das 

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Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung 
und deren Vollzug anordnete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  überwiegend  in  Niederländisch  ver-
fasster Beschwerde vom 15. März 2010 (Datum der Eingabe und des 
Poststempels)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerde erhob, 

dass  die  zuständige  Instruktionsrichterin  des  Bundesverwaltungs-
gerichts den Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 17. März 
2010  aufforderte,  innert  drei  Tagen  ab  Erhalt  der  Verfügung  eine  in 
einer  Amtssprache  abgefasste  und  den  gesetzlichen  Anforderungen 
von Art.  52  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1968 über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  hinsichtlich  Antrag  und 
Begründung genügende Beschwerde  nachzureichen, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. März 2010 eine auf 
Deutsch verfasste Beschwerde einreichte, welcher ein Schutzersuchen 
wegen  strafrechtlicher  Verfolgung  seiner  Person  im  Heimatland  zu 
entnehmen  ist,  und  in  welcher  er  sinngemäss  die  unrichtige  Fest-
stellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz rügt, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BGG, SR 
173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die frist- und, nach Eingang der Verbesserung, formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

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rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide,  welche das 
BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat, die 
Beurteilungskompetenz des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  auf  die 
Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 
nicht  eingetreten  ist,  sondern  dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand  bildet,  wobei  über  deren  Bestehen  beziehungs-
weise Nichtbestehen abschliessend materiell  zu entscheiden ist,  so-
weit  dies  im  Rahmen einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl. 
BVGE 2007/8 E. 2.1 und 5.6.5), 

dass  die  Asylgewährung  demgegenüber  nicht  Gegenstand  des  vor-
liegenden Verfahrens bildet, 

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvoll-
zugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde, 

dass  nach  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht  ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichung  des  Gesuchs  Reise-  oder  Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylgesuchs-
teller  glaubhaft  machen  können,  dass  sie  dazu  aus  entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird  oder  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

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dass  der  Beschwerdeführer  trotz  der  Aufforderung  im  EVZ  Vallorbe 
anlässlich der Asylgesuchstellung am 8. Februar 2010 sowie anläss-
lich der Befragung vom 18. Februar 2010 und der Anhörung nach Art. 
29  Abs. 1  AsylG  vom 4. März  2010  keine  rechtsgenüglichen  Identi-
tätsdokumente (vgl. BVGE 2007/7 E. 6) eingereicht hat, 

dass er das Fehlen von Identitätsausweisen damit begründete, nie sol-
che benötigt und folglich auch keine beantragt zu haben, 

dass er an anderer Stelle angab, seine Schwester, welche Prostituierte 
gewesen  und  zwischenzeitlich  an  AIDS  verstorben  sei,  habe  diese 
stets auf sich getragen, 

dass  er  weiter  die  Möglichkeit  einer  Kontaktaufnahme  zwecks  Be-
schaffung  persönlicher  Papiere  mit  der  Begründung  verneinte,  im 
Heimatland niemanden kontaktieren zu können, 

dass das BFM diese Aussagen als wenig plausibel wertete, 

dass  es  die  Erklärungen,  weshalb  der  Beschwerdeführer  seinen 
Fluchthelfer, welcher als Taxifahrer tätig sei, telefonisch nicht erreichen 
könne  (Verlust  des  alten  Telefons,  Kauf  einen  neuen  Telefons  ohne 
SIM-Karte,  später  keine  Zeit,  sich  über  die  neue  Nummer  zu 
informieren),  als weiteres Indiz dafür wertete, dass der Beschwerde-
führer  offenbar  zu  keinerlei  Bemühungen  zur  Vorlage  von  Ausweis-
papieren bereit sei, 

dass  es  als  zusätzliches  Indiz  die  erfahrungswidrigen  Angaben  zur 
Einreise in den Schengen-Raum ohne jegliche Papiere und Kontrollen 
qualifizierte, 

dass  es  weiter  festhielt,  die  Aussagen  zum  Reiseweg  seien  un-
detailliert und unstimmig ausgefallen, habe sich der Beschwerdeführer 
doch  hinsichtlich  seiner  Aufenthalte  in  den  Transitländern  wider-
sprochen und  angegeben  nicht  zu  wissen,  in  welchem Land  er  von 
Bord gegangen sei,

dass das Verhalten insgesamt darauf schliessen lasse, dass der Be-
schwerdeführer  nicht  nur  beabsichtige,  die  wahren  Umstände  zu 
seinem Reiseweg und seine wahre Identität zu verheimlichen, sondern 
auch  nicht  offenlegen  wolle,  mit  welchen  Reisepapieren  er  in  Wirk-
lichkeit in die Schweiz gereist sei, 

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dass das BFM zusammenfassend zum Schluss kam, es lägen keine 
entschuldbaren Gründe für die Unmöglichkeit der Abgabe von Reise- 
oder Identitätspapieren vor, 

dass es weiter die behauptete Minderjährigkeit des Beschwerdeführers 
in Zweifel zog, 

dass es zwar unter Hinweis auf die in Entscheidungen und Mitteilung 
der  früheren  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (EMARK), 
konkret  EMARK 2000  Nr. 19,  publizierte  Praxis  feststellte,  eine  Ab-
weichung von bis zu drei Jahren zwischen dem Knochenalter und dem 
tatsächlichen Alter liege noch innerhalb des Normalbereich, womit die 
Identitätstäuschung  durch  die  Knochenaltersanalyse  allein  nicht 
zweifelsfrei nachgewiesen sei, 

dass  die  behauptete  Minderjährigkeit  jedoch  im  Rahmen  einer 
Gesamtwürdigung  sämtlicher  Anhaltspunkte,  welche  für  oder  gegen 
die  Richtigkeit  der  betreffenden  Altersangaben  sprächen,  vorzu-
nehmen sei, 

dass das BFM aufgrund der Gesamtheit der Aussagen zum Reiseweg, 
zur  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  sowie  zu  den  Familien-
angehörigen  und  letztlich  in  Würdigung  des  Erscheinungsbildes 
schloss,  die  behauptete  Minderjährigkeit  entspreche  ebenfalls  nicht 
den  Tatsachen  und  der  Beschwerdeführer  sei  vielmehr  bereits  seit 
einiger Zeit volljährig, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer zur Annahme der Volljährigkeit 
das rechtliche Gehör gewährte und er bezüglich seines angegebenen 
Geburtsdatums anführte, dieses habe ihm seine Schwester genannt, 

dass das BFM hinsichtlich dieser Stellungnahme bemerkte,  sie  ver-
möge die Erkenntnisse des BFM nicht umzustossen, 

dass das BFM weiter erwog, bei Papierlosigkeit sei sodann zu prüfen, 
ob  aufgrund  der  Anhörung  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt 
werden könne, oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft notwendig seien, 

dass  das  BFM  diese  Fragen  verneinte  und  feststellte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  sich  in  der  Darstellung  seines  Fluchtgrundes 
widersprochen, 

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dass er bei der ersten Befragung nämlich einerseits angegeben habe, 
ein Mädchen vergewaltigt zu haben, währenddem er bei der späteren 
Anhörung von der Vergewaltigung eines Jungen gesprochen habe,

dass er sich auch unterschiedlich darüber geäussert habe, dass das 
Kind durch seinen Vater explizit  in seine Obhut gegeben worden sei, 
beziehungsweise,  dass  der  Vater  dem  Kind  befohlen  habe,  im 
Materialraum der Autowaschanlage auf ihn zu warten, 

dass  der  Fluchtgrund  ungeachtet  der  Glaubhaftigkeit  überdies  als 
flüchtlingsrechtlich  irrelevant  zu  bezeichnen  wäre,  da  der  Be-
schwerdeführer  ein  schweres  Verbrechen  begangen  habe  und  dies-
bezügliche Untersuchungs- und Strafmassnahmen dem legitimen An-
spruch des Staates entsprechen würden, deliktisches Unrecht zu ver-
folgen und zu bestrafen, 

dass das BFM zusammenfassend festhielt, der Beschwerdeführer er-
fülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und 
zusätzliche Abklärungen seien aufgrund der Aktenlage nicht erforder-
lich, 

dass  folglich  auf  das  Asylgesuch  gestützt  auf  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a 
AsylG nicht einzutreten sei,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  sämtliche  Erwägungen  der  Vor-
instanz als zutreffend erachtet und vollumfänglich auf diese verwiesen 
werden kann, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nur zu einem 
Punkt  der  Verfügung,  nämlich  dem  Widerspruch  hinsichtlich  des 
Geschlechts seines Vergewaltigungsopfers, Stellung nimmt, indem er 
diesbezüglich eine falsche Protokollierung anlässlich der Befragung im 
Transitzentrum Altstätten behauptet, 

dass dieser Einwand nicht zu verfangen vermag, hat der Beschwerde-
führer  die Verständigung anlässlich der  Befragung im Transitzentrum 
Altstätten  in  Igbo  doch  als  gut  bezeichnet  (vgl.  das  entsprechende 
Protokoll  S. 12),  und  sind  dem Protokoll  allgemein  keine  offensicht-
lichen Verständigungsprobleme zu entnehmen,

dass  mit  dem  BFM  weiter  festzustellen  ist,  dass  der  angebliche 
Fluchtgrund, mithin eine Strafverfolgung wegen sexuellen Missbrauchs 

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eines Kindes, ungeachtet der Glaubhaftigkeit, nicht den Anforderungen 
von Art. 3 AsylG entspricht,

dass das BFM ebenfalls zutreffend erwog, es seien keine zusätzlichen 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich, 

dass nach dem Gesagten festzustellen ist, dass das BFM zu Recht ge-
stützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf  das Asylgesuch nicht  ein-
getreten ist, 

dass, befindet  sich der Asylsuchende nicht  im Besitz einer fremden-
polizeilichen Aufenthaltsbewilligung, die Anordnung einer Wegweisung 
die gesetzliche Regelfolge des Nichteintretens auf ein Asylgesuch ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  über  keine  derartige  Bewilligung  verfügt 
und auch keinen Anspruch auf eine solche geltend machen kann, wes-
halb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang 
mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist  (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt, ist der Vollzug nicht möglich, nicht zulässig oder 
nicht  zumutbar,  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von  Ausländern  regelt 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG, Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR 
142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr des jungen, of-
fenbar  gesunden  und  über  Jahre  in  einer  (...)  tätigen 
Beschwerdeführers schliessen lassen, 

dass aufgrund der vagen Aussagen zum Ableben der Kernfamilie vom 
Bestehen eines nahen Beziehungsnetzes im Heimatland auszugehen 
ist, 

dass der Wegweisungsvollzug insgesamt als zumutbar erscheint,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere,  sollte  er  nicht  schon  in 
deren Besitz sein, mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass die  angefochtene Verfügung,  da diese weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt  wurde (vgl. Art. 106 
AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. 

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Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
kantonale Behörde. 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Gabriela Oeler

Versand

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