# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2060510f-5a10-5250-ae2c-f97ac41e7876
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.03.2021 720 20 358/87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-358-87_2021-03-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 25. März 2021 (720 20 358 / 87) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Würdigung des medizinischen Sachverhalts; Überprüfung des Validen- und des Invali-
deneinkommens; kein Anspruch auf eine Invalidenrente; Abweisung der Beschwerde 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Die 1985 geborene A.____ war zuletzt vom 1. September 2005 bis zum 31. Januar 2018 
bei der Metzgerei B.____ in X.____ (BL) zunächst als Metzgerin und später als Metzgerei-Fach-
verkäuferin angestellt. Am 15. Dezember 2017 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Wirbel-
säulenentzündung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. 
Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse sowie nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren verfügte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) am 18. August 2020, 

 

 
 
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dass die Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von 22% keinen Anspruch auf eine Invalidenrente 
habe. 
 
B. Mit Eingabe vom 21. September 2020 erhob A.____, vertreten durch Nicolai Fullin, Ad-
vokat, Beschwerde am Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), und beantragte, es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 18. August 
2020 aufzuheben und diese zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente nach 
den gesetzlichen Bestimmungen zu leisten. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen 
zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durchzuführen, und es sei im Anschluss daran er-
neut über deren Rentenanspruch zu entscheiden; dies alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrün-
dung brachte sie im Wesentlichen vor, dass Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin 
und Rheumatologie, in seinem Gutachten vom 13. August 2018 zu einer anderen Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit gelange als Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und Rheuma-
tologie, in seinem Gutachten vom 1. Juli 2019. Es würden sich damit zwei hierarchisch gleich zu 
wertende spezialärztliche Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit gegenüberstehen, und es stelle 
sich daher die Frage, ob auf die eine oder andere oder auf keine der beiden abgestellt werden 
könne. An der Beurteilung von Dr. D.____ bestünden jedenfalls erhebliche Zweifel, weshalb auf 
dessen Gutachten nicht abgestellt werden könne. Es sei zwingend, dass in der Angelegenheit 
ein Obergutachten eingeholt werde. Ferner sei das Valideneinkommen nicht anhand eines sta-
tistischen Durchschnittslohns, sondern anhand des zuletzt erzielten Einkommens der Beschwer-
deführerin zu bestimmen. Schliesslich sei vom Invalideneinkommen ein angemessener leidens-
bedingter Abzug vorzunehmen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 6. November 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 27. November 2020 hielt die Beschwerdeführerin an ihren in der Be-
schwerde gestellten Rechtsbegehren und Standpunkten fest. Auch die Beschwerdegegnerin hielt 
mit Duplik vom 21. Dezember 2020 an ihrem Abweisungsantrag fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fä-
higkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne we-
sentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 

 

 
 
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3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

 

 
 
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die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5. Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stehen zahlreiche medizinische Ak-
ten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. Im Zentrum der medizini-
schen Beurteilung stehen indessen insbesondere die nachfolgenden medizinischen Unterlagen: 
 
5.1 Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, untersuchte die Versicherte am 17. Oktober 2017 im 
Auftrag der Krankentaggeldversicherung der ehemaligen Arbeitgeberin (Branchenversicherung). 
In seiner Beurteilung vom 26. Oktober 2017 erhob er die Diagnose einer spondylitis ankylosans. 
In einem stehenden und laufenden Beruf sei die Versicherte kaum mehr zu 100% arbeitsfähig. 
Eine Arbeitsfähigkeit sei bei einem sitzenden Beruf, der vorwiegend keine Belastung der Wirbel-
säule mit sich bringe, zu erreichen. Die entzündlichen Schmerzattacken sowie die zunehmende 
Einschränkung der Beweglichkeit im unteren Extremitätenbereich würden eine vollständige Ar-
beitsaufnahme in der bisherigen Tätigkeit als Metzgerin sowie auch als Metzgerei-Fachverkäufe-
rin verunmöglichen.  
 
5.2 In seinem im Auftrag der Branchenversicherung erstellten Gutachten vom 13. August 
2018 hielt Dr. C.____ als rheumatologische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
einen morbus bechterew fest. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte 
Dr. C.____ keine. Unter dem Titel "übrige Diagnosen" hielt der Gutachter einen Status nach 3 
Fertilisationsbehandlungen sowie eine sectio caesarea im Dezember 2016 fest. Die Diagnose 
des morbus bechterew zeige sich durch entzündlichen Rückenschmerz-Charakter mit Nacht-
schmerzen und mehrstündiger Morgensteifigkeit, einem partiellen guten Ansprechen auf NSAR 

 

 
 
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(nichtsteroidale Antirheumatika), fehlender Besserung in Ruhe und Verschlechterung durch län-
gere Immobilität. Aktuell werde die Versicherte mit dem Anti-TNF(Tumornekrosefaktor)-Hemmer 
Cimzia behandelt, allerdings nur mit teilweisem Erfolg. In der Laboruntersuchung sei eine aktive 
Entzündung nachweisbar. Ausser der entzündlichen Problematik scheine zudem ein mechani-
scher Rückenschmerz zu bestehen, der eine Verschlechterung bei Belastung zeige. So berichte 
die Patientin davon, dass sie, je mehr sie mache, desto mehr Beschwerden habe. Die sekundären 
Folgen der chronischen Schmerzen seien erheblich. Durch die stark beeinträchtigte Nachtruhe 
sei die Versicherte tagsüber sehr erschöpft, ruhebedürftig, habe Konzentrationsstörungen und 
sei gereizt im Umgang mit Mitmenschen. Der Gutachter vermute eine sekundäre Fibromyalgie 
bei einem zwar nur geringen Widespread-Pain-Index von 3/19, aber einem Symptom Severity 
Score von 8/12. Ob die psychischen Erkrankungsfolgen mit depressiver Stimmungslage das Ni-
veau einer psychiatrischen Erkrankung erreichen würden, sei für ihn nicht beurteilbar, sondern 
würde eine psychiatrische Beurteilung erfordern. Vor Eintritt der Schwangerschaft sei die Versi-
cherte zu 100% in adaptierter Tätigkeit beschäftigt gewesen. Vom Belastungsprofil her könnte 
sie eine solche Tätigkeit auch wieder ausführen. Es habe aber durch die Schwangerschaft und 
die nachfolgenden Belastungen der Mutterschaft eine körperliche und psychische Dekonditionie-
rung stattgefunden. Eine früher vorhandene Resilienz gegenüber den Schmerzen sei jetzt nicht 
mehr in gleichem Masse vorhanden. Andererseits könne durch eine Wiederaufnahme einer be-
ruflichen Tätigkeit mit einer langsamen Belastungssteigerung auch wieder eine höhere psychi-
sche Resilienz erreicht werden. Gemäss Dr. C.____ bestehe in der angestammten Tätigkeit als 
Metzgereifachangestellte der Kategorie B keine Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte sei hingegen 
noch einsetzbar in einer Metzgerei im Ladengeschäft für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten. 
Allerdings sei die zeitliche Einsatzfähigkeit beschränkt auf momentan 15-16 Stunden pro Woche 
mit maximal 4 Stunden Arbeitszeit pro Tag. Dabei könne initial von einer Leistungsfähigkeit von 
80% ausgegangen werden. Es sei aber denkbar, dass sie die Arbeitsfähigkeit zügig auf täglich 4 
bis 4,5 Stunden steigern könne, innerhalb derer sie dann auch eine 100%ige Leistungsfähigkeit 
bringen könne. Somit gehe Dr. C.____ aktuell von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 30% (16/42 x 
0,8) aus. Nach 2-monatiger Einarbeitungsphase gehe er von einer 50%igen (21/42 x 1,0) Arbeits-
fähigkeit aus.  
 
5.3 Der die Versicherte behandelnde Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, diagnostizierte am 10. Juni 2019 eine spondylitis ankylosans, ein myotendinoti-
sches Schmerzsyndrom vom Typ Fibromyalgie, ein Carpaltunnelsyndrom rechts, rezidivierende 
Urolithiasis sowie eine psychosoziale Belastungssituation. Bei der Beschwerdeführerin scheine 
sich zunehmend eine sekundäre Fibromyalgie auf dem Boden einer leichten Restaktivität der 
spondylitis ankylosans und einer zunehmenden psychosozialen Belastungssituation zu entwi-
ckeln. Er bitte die behandelnde Hausärztin, Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, 
mit der Versicherten entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten zu besprechen, namentlich 
psychologische Unterstützung, Familientherapie oder Sozialdienst. Dr. F.____ verlängerte die 
von ihm bereits früher bescheinigte 70%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 31. August 2019.  
 
5.4 In seinem im Auftrag der IV erstellten rheumatologischen Gutachten vom 1. Juli 2019 
hielt Dr. D.____ als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine spondylitis ankylosans, 
ED 06/2012 (HLA B27 positiv), fest. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine 

 

 
 
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Fibromyalgie, eine Eisenmangel-Situation, eine nephrolithiasis, eine Endometriose und einen 
Status nach Adnexitis 2010 sowie einen Status nach Tbc (Tuberkulose) mit Status nach antibio-
tischer Behandlung 2001. Dr. D.____ hielt unter anderem fest, dass keine gleichmässigen Ein-
schränkungen der Aktivitätenniveaus aller Lebensbereiche vorliegen würden. So schildere die 
Versicherte, dass sie lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 2 bis 3 Stunden pro Tag sehe. Betrachte 
man aber deren Tagesablauf, sei klar, dass normale Aktivitäten vorliegen würden und die Versi-
cherte gängigen Alltagsaktivitäten nachgehe, so versorge sie einen normalen 3-Personenhaus-
halt, sie koche, sie kaufe ein, sie betätige sich im Haushalt und erfülle ihre Funktion als Hausfrau. 
Daneben betreue sie vollumfänglich ihr 2-jähriges Kind. Diese Aktivitäten würden Tätigkeiten auf 
einem körperlich leichten Niveau entsprechen, wie dies auch bei einer entsprechenden Berufstä-
tigkeit möglich wäre. Die Aktivitäten würden einem gewöhnlichen Arbeitsalltag einer Hausfrau mit 
einem 2-jährigen Kind entsprechen. Klinisch bestünden zudem keine Schonungszeichen der 
Muskulatur, so dass von einem regelmässigen Einsatz der Muskulatur ohne relevante Behinde-
rung auszugehen sei. Die normale Muskulatur dokumentiere also, dass sie nicht übermässig ge-
schont werde. Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit hielt der Gutachter fest, dass die 
Beschwerdeführerin Metzgerin sei, wobei es sich um eine körperlich mittelschwere bis zum Teil 
schwere Tätigkeit handle. Als Metzgerin bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0%, als Metzgerei-
Fachangestellte eine solche von 30% bezogen auf ein Ganztagespensum. Auffallend sei, dass 
die Versicherte trotz entzündlicher Aktivität im MRI vom 6. Juni 2010 und vom 15. Oktober 2013 
in der Lage gewesen sei, voll zu arbeiten. Möglicherweise habe sie auch voll arbeiten können, 
weil sie ein spezielles Arbeitspensum gehabt habe, so habe sie nur an zwei Tagen in der Woche 
ganztags arbeiten müssen, an den übrigen Tagen zu einem Halbtagspensum. An den Tagen mit 
ganztägiger Tätigkeit habe sie auch über Mittag eine längere Pause machen und sich in einem 
speziellen ihr zur Verfügung stehenden Zimmer hinlegen und entsprechend ausruhen können. 
Es sei dann die Kündigung am 10. April 2017 aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt. Erst nach der 
Kündigung sei die Arbeitsunfähigkeitsschreibung ab 1. Juni 2017 erfolgt. Das nachfolgende MRI 
der LWS und des ISG vom 19. September 2017 habe dann aber keine aktiven entzündlichen 
Zeichen mehr gezeigt. Zusammengefasst habe sich die primär entzündliche Wirbelsäulenerkran-
kung immer mehr in Richtung weichteilrheumatische Schmerzschwellenstörung, mithin Richtung 
Fibromyalgie, bewegt. Zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit führte Dr. D.____ aus, es kä-
men keine dauernd schweren oder dauernd mittelschweren Arbeiten, sondern nur leichte Arbei-
ten in Frage. Für eine leichte Tätigkeit, bei welcher die Beschwerdeführerin nicht dauernd sitzen 
oder stehen, nicht in Zwangsstellungen wie z.B. der Vorhalte arbeiten, sich nicht dauernd repetitiv 
vornüberbeugen oder bücken und nicht dauernd über Kopf arbeiten müsse, welche zusammen-
gefasst also rückenschonend sei, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80% bezogen auf ein Ganz-
tagespensum. Der Gutachter nehme eine Einschränkung von 20% vor, um einer intermittierend 
möglichen Entzündung mit leichter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine leichte 
rückenbelastende Tätigkeit Rechnung zu tragen. Zum Gutachten von Dr. C.____ vom 13. August 
2018 hielt Dr. D.____ fest, dass er darin in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit Angaben fände, welche 
er relativ schwierig nachvollziehen könne. Dr. C.____ schreibe, dass die Versicherte vor Eintritt 
der Schwangerschaft in einer adaptierten Tätigkeit beschäftigt gewesen sei. Dr. C.____ sei auch 
davon ausgegangen, dass eine solche Tätigkeit wieder ausführbar sei. Dennoch habe er die 
Schwangerschaft und nachfolgende Belastung durch die Mutterschaft im Sinne einer Dekonditi-
onierung gewertet. Eine früher vorhandene Resilienz gegenüber den Schmerzen sei nicht mehr 

 

 
 
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im gleichen Ausmass vorhanden, andererseits könne durch eine Wiederaufnahme einer Tätigkeit 
mit langsamer Belastungssteigerung auch wieder eine höhere Resilienz erreicht werden. In der 
Tätigkeit einer Metzgerei-Fachangestellten bestehe formal keine Arbeitsfähigkeit, in einer Ver-
weistätigkeit eine solche von 30%. In Anbetracht des Vorliegens eines weichteilrheumatischen 
Schmerzsyndroms und bei objektiv im MRI nur nachgewiesenen diskreten entzündlichen Resi-
dualbefunden sei es schwierig nachzuvollziehen, warum eine derart hohe Arbeitsunfähigkeit be-
stehen solle. Dr. D.____ könne nur vermuten, dass hier die subjektiven Angaben höher gewichtet 
worden seien als die objektiven Befunde. Ferner hielt der Gutachter Dr. D.____ fest, dass eine 
entzündliche Grundkrankheit als Basis der Schmerzen bestehe, nur sei diese nicht mehr sehr 
aktiv. Die subjektiv erhebliche Schmerzintensität, wie sie aktuell geschildert werde, sei mit der 
entzündlichen Erkrankung nicht erklärbar, da die entzündlichen Befunde im MRI gering seien. 
 
5.5 Mit Schreiben vom 1. Juli 2019 wandte sich Dr. D.____ ausserdem an die behandelnde 
Hausärztin der Versicherten, Dr. G.____, und berichtete dieser, dass ihm im Rahmen der Begut-
achtung ein sehr tiefer Ferritinwert entsprechend einer Eisenmangelsituation aufgefallen sei. 
Diese Problematik könne zu einem grossen Teil für die angegebene starke Müdigkeit der Be-
schwerdeführerin verantwortlich gemacht werden.  
 
5.6 Dr. C.____ nahm am 5. November 2019 Stellung zum Gutachten von Dr. D.____ und 
hielt insbesondere fest, dass sich bei der Erfassung des Tagesverlaufs im Gutachten doch deut-
liche Einschränkungen der Leistungsfähigkeit zeigen würden, in der Diskussion aber erwähne 
Dr. D.____ einen gängigen Tagesablauf und eine normale Durchführung der Hausarbeit, was er 
nicht nachvollziehen könne. Die Versicherte halte sehr viele Ruhepausen ein und übernehme bis 
auf Staubsaugen und kleine Putzarbeiten im Badezimmer keine Hausarbeiten. Diese würden ihr 
von ihrer Mutter oder von ihrem Ehemann abgenommen. Der durch die Schmerzen stark gestörte 
Nachtschlaf mit der Notwendigkeit tagsüber nachzuschlafen sei sicher stark leistungseinschrän-
kend. Gemäss seinem Gutachten komme Dr. C.____ durchaus auf eine rentenbegründende Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von zumindest 40-50%.  
 
5.7 Am 4. Februar 2020 nahm Dr. D.____ Stellung dazu, ob sich an seinem Gutachten in 
Anbetracht des Verlaufsberichts von Dr. C.____ vom 5. November 2019 sowie des MRIs vom 
28. Oktober 2019 etwas ändere. Er führte diesbezüglich aus, dass die Versicherte bei den Ein-
käufen von ihrem Ehemann entlastet werde. Das Mittagessen werde oft von ihrer Mutter zuberei-
tet, Dr. D.____ habe allerdings nicht nachgefragt, ob dies kulturspezifisch bedingt sei oder nicht. 
Im Kulturkreis, aus welchem die Explorandin stamme, bestehe in der Regel ein starker familiärer 
Zusammenhalt, mithin würden oftmals Aufgaben von anderen Familienmitgliedern übernommen, 
so koche oft die "Familienälteste" für die jüngeren oder umgekehrt. Weiter sei die Belastung bei 
einer Mutter mit einem Kleinkind in der Regel gross, sodass oftmals ein Mittagsschlaf auch für 
die Mütter Entlastung bringe. Gehe man den Tagesablauf durch, sei es zweifelsohne so, dass die 
Beschwerdeführerin ein nächtliches Schlafdefizit habe, aber am Tag eigentlich den völlig norma-
len Tag einer jungen Mutter mit einem Kleinkind durchlaufe. Die Arbeit als junge Mutter mit einem 
kleinen Kind sei anstrengend und dies umso mehr, wenn man an einer entzündlichen Erkrankung 
leide. Diesem Umstand habe er bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit Rechnung getragen. Aus 
dem MRI vom 28. Oktober 2019 könne er keine neuen Erkenntnisse ziehen. Schliesslich sei es 

 

 
 
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wünschenswert, dass andere Medikamente eingesetzt werden könnten, falls sich die Situation 
betreffend eine erneute Schwangerschaft geändert habe. Es sei durchaus möglich, dass es der 
Versicherten dann wesentlich bessergehen würde. Es seien nämlich mehrfach andere Medika-
mente empfohlen worden, ein Medikamentenwechsel sei aber nicht angezeigt gewesen, da die 
Beschwerdeführerin nicht ausgeschlossen habe, wieder schwanger zu werden. Zusammenge-
fasst sehe er keine Argumente, welche die Beurteilung in seinem Gutachten vom 1. Juli 2019 
umstossen würden, weshalb er an seiner Beurteilung festhalte. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 18. Au-
gust 2020 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähig-
keit auf das rheumatologische Gutachten von Dr. D.____ vom 1. Juli 2019. Sie ging demzufolge 
davon aus, dass der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt Ablauf Wartejahr, mithin am 1. Juni 
2018, ihre bisherige Tätigkeit nur noch im Umfang von 30% zumutbar sei. Hingegen sei ihr ab 
diesem Datum eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit, ohne Zwangshaltungen, zusammenge-
fasst rückenschonend, im Umfang von 80% zumutbar.  
 
6.2 Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, ist rechtsprechungsgemäss den im Rahmen 
des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Das 
Gutachten von Dr. D.____ vom 1. Juli 2019 erfüllt die rechtsprechungsgemässen Voraussetzun-
gen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel 
auf, ist umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten ab-
gegeben worden und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein. Sodann weist das Gutachten keine Widersprüche 
von entscheidrelevanter Bedeutung auf, setzt sich auch hinlänglich mit den bei den Akten liegen-
den (abweichenden) fachärztlichen Einschätzungen, insbesondere auch mit dem Gutachten von 
Dr. C.____ vom 13. August 2018 resp. mit dessen abweichender Einschätzung der Arbeitsfähig-
keit, auseinander. 
 
6.3 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, konkrete Zweifel an der Be-
weiskraft des Gutachtens von Dr. D.____ vom 1. Juli 2019 zu wecken.  
 
Vorab ist festzuhalten, dass sich die Rheumatologen hinsichtlich der Diagnosen weitgehend einig 
sind. Die beiden zentralen Gutachten der Dres. D.____ und C.____ divergieren hingegen in Be-
zug auf die Folgen der Krankheit für die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versicherten. Einig-
keit besteht diesbezüglich lediglich darin, dass in der ehemaligen Tätigkeit als Metzgerin und in 
jeder körperlich schweren oder mittelschweren Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr besteht.  
 
6.4 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beurteilung von Dr. C.____, wonach sie 
auch im Alltag erheblich eingeschränkt sei, wecke erhebliche Zweifel an der Beurteilung und den 
Schlussfolgerungen von Dr. D.____ bezüglich der Arbeitsfähigkeit. Dr. D.____ orientiere sich für 

 

 
 
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die Beurteilung des Schweregrads der Erkrankung auffallend dominant am Umstand, dass die 
Beschwerdeführerin gelegentlich auf dem Kinderspielplatz anzutreffen sei. Der Gutachter sehe 
darin eine Ressource, obwohl dies vielmehr Ausdruck dafür sei, dass sie in ihrem Alltag dringend 
Entlastung brauche und diese beim Gang zum Spielplatz finden würde.  
 
Dem ist entgegenzuhalten, dass aus dem rheumatologischen Gutachten von Dr. D.____ ersicht-
lich wird, dass dieser nicht nur im Besuch des Spielplatzes, sondern generell in den Alltagsakti-
vitäten der Beschwerdeführerin Ressourcen erblickt. Die noch vorhandenen Ressourcen folgert 
der Gutachter aus den Schilderungen des Tagesablaufs. So hat die Versicherte ausgeführt, sie 
besuche täglich die im gleichen Block auf der gleichen Etage wohnenden Eltern und bleibe mor-
gens meistens bei ihrer Mutter. Es könne sein, dass sie mit ihrem Kind 1-1,5 Stunden spazieren 
gingen und sich auf dem Spielplatz beschäftigen würden. Oft koche ihre Mutter das Mittagessen, 
sie bereite dann dem Sohn das Essen zu. Den Nachmittag verbringe sie ähnlich mit ihrem Sohn. 
Wenn ihr Mann Spätschicht habe, müsse sie kein Abendessen kochen, bei Frühschicht würden 
sie das Essen gemeinsam zubereiten. Abends schaue sie fern, beaufsichtige den Sohn und 
spiele mit ihm oder beschäftige sich mit dem Handy. Unter "activity of daily life" hält der Gutachter 
fest, in den Bereichen An- und Ausziehen, Duschen sowie Körperhygiene bestehe eine vollstän-
dige Selbständigkeit. Weiter räume die Versicherte im Haushalt auf, weil sie sich bewegen wolle, 
Reinigungsarbeiten wie Staubsaugen tätige sie oder, wenn es nicht gehe, ihre Mutter. Die kör-
perlich schweren Arbeiten erledige in der Regel der Mann. Damit offenbart die Beschwerdefüh-
rerin zweifellos vorhandene Ressourcen, womit die Aussage von Dr. D.____, wonach in den 
Schilderungen des Tagesablaufs normale Aktivitäten vorliegen würden, grundsätzlich zutrifft. Der 
Folgerung des Gutachters, dass die Alltagsaktivitäten einem völlig normalen Arbeitsalltag einer 
Hausfrau mit einem zweijährigen Kind entsprechen würden, kann allerdings nicht gänzlich zuge-
stimmt werden. Die durch Dr. D.____ aus dem Alltag der Versicherten abgeleiteten vorhandenen 
Ressourcen erscheinen gesamthaft betrachtet als etwas übertrieben dargestellt, denn die Be-
schwerdeführerin erhält in gewissen Bereichen durchaus auch Unterstützung von ihrer Mutter 
und ihrem Ehemann. Die Schlussfolgerung des Gutachters, wonach mit den Aktivitäten doku-
mentiert werde, dass in Bezug auf eine körperlich leichte Tätigkeit Ressourcen bestehen resp. 
ihre Alltagsaktivitäten Berufstätigkeiten auf einem körperlich leichten Niveau entsprechen wür-
den, ist hingegen nicht zu beanstanden. Hinzu kommt, dass Dr. C.____ im Gegensatz zu Dr. 
D.____ in seinem Gutachten auf noch vorhandene Fähigkeiten überhaupt nicht eingeht.  
 
Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass Dr. D.____ die Arbeitsfähigkeit nicht alleine mit den 
aufgrund der Alltagsaktivitäten gezeigten Ressourcen begründet. Er weist namentlich auch da-
rauf hin, dass klinisch keine Schonungszeichen der Muskulatur erkennbar sind, so dass von ei-
nem regelmässigen Einsatz der Muskulatur ohne relevante Behinderung auszugehen ist. Die nor-
male Muskulatur dokumentiere, dass sie nicht übermässig geschont werde. Auch im Übrigen lei-
tet Dr. D.____ seine Folgerungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit aus der medizinischen Beurtei-
lung sehr sorgfältig und detailliert her. Er verweist beispielsweise darauf, dass die entzündlichen 
Veränderungen aufgrund der objektiven Befunde eher rückläufig sind.  
 
6.5 Der Beschwerdeführerin ist zwar beizupflichten, dass auch Gutachten, die von privaten 
Taggeldversicherungen in Auftrag gegeben worden sind, Beweiswert im IV-Verfahren haben. 

 

 
 
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Dies gilt auch für das Gutachten von Dr. C.____ vom 13. August 2018. Der Beweiswert entspricht 
jedoch einer versicherungsinternen ärztlichen Feststellung und hat nicht denselben Beweiswert 
wie ein nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten eines unabhängigen externen Sachverständi-
gen (9C_580/2018 vom 14. November 2018 E. 4.1). Ferner ist mit der Beschwerdegegnerin fest-
zustellen, dass das Gutachten von Dr. C.____ zum einen deutlich weniger ausführlich und zum 
anderen auch rund ein Jahr älter, mithin weniger aktuell, als dasjenige von Dr. D.____ ist. Aber 
auch inhaltlich vermag es keine konkreten Zweifel am Gutachten von Dr. D.____ zu wecken. Dr. 
C.____ setzt sich in seinem Gutachten im Gegensatz zu Dr. D.____ nicht eingehend mit den 
verschiedenen Krankheitsbildern und dem Krankheitsverlauf auseinander. Er begnügt sich in sei-
ner gutachterlichen Beurteilung mit einer Wiedergabe der Diagnosen und beschreibt dafür aus-
führlich die bisherigen und möglichen Therapieversuche, bevor er sich eingehend den Einschrän-
kungen der Arbeitsfähigkeit zuwendet. Diesbezüglich fällt auf, dass Dr. C.____ – nicht in Über-
einstimmung mit seiner an anderem Ort im Gutachten folgenden Einschätzung der Arbeitsfähig-
keit – erklärt, vom Belastungsprofil her könne die Beschwerdeführerin auch wieder eine adap-
tierte Tätigkeit ausführen, wie sie dies vor Eintritt der Schwangerschaft zu 100% getan habe, als 
sie lediglich im Ladengeschäft gearbeitet und beispielsweise kalte Platten hergerichtet habe. 
Seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit begründet Dr. C.____ denn 
auch nicht mit den Folgen der geschilderten Krankheitsbilder, sondern mit der durch die Schwan-
gerschaft und die nachfolgenden Belastungen der Mutterschaft stattgefundenen Dekonditionie-
rung. Entsprechend stellt Dr. C.____ in seiner Beurteilung fest, dass die Einschränkung der Ver-
sicherten vor allem in den sekundären Folgen des Schlafmangels mit verminderter Konzentrati-
onsfähigkeit, verminderter zwischenmenschlicher Belastbarkeit sowie eingeschränkter Arbeits-
dauer bestehen würde.  
 
In Bezug auf die Müdigkeit beschreibt Dr. D.____ demgegenüber nachvollziehbar und überzeu-
gend, dass die in seiner Untersuchung festgestellte, starke Eisenmangelsituation mit grosser 
Wahrscheinlichkeit für einen erheblichen Teil der subjektiv angegebenen starken Müdigkeit ver-
antwortlich gemacht werden kann. Daraus folgt, dass die Müdigkeit nicht nur als Krankheitssymp-
tom der entzündlichen Wirbelsäulenerkrankung zu interpretieren ist. Ferner ist mit Dr. D.____ zu 
konstatieren, dass es in Anbetracht des Vorliegens eines weichteilrheumatischen Schmerzsyn-
droms und bei objektiv im MRI nur diskreten nachgewiesenen entzündlichen Residualbefunden 
schwierig nachzuvollziehen ist, warum gemäss Dr. C.____ eine derart hohe Arbeitsunfähigkeit 
bestehen soll. 
 
6.6 Insgesamt sind jedenfalls keine konkreten Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen wür-
den, von der Beurteilung von Dr. D.____ abzuweichen. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist 
demnach gestützt auf die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Zwangshaltungen, zu-
sammengefasst rückenschonend, im Umfang von 80% arbeitsfähig ist. Vor diesem Hintergrund 
durfte die Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 137 V 64 E. 5.2, 136 I 229 
E. 5.3) – ohne gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu verstossen – auf 
weitere medizinische Abklärungen verzichten.  
 

 

 
 
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7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Wie bereits weiter oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invali-
ditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmög-
lichen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Wie aus dem Dargelegten erhellt, 
bestand bei der Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt unter Berücksichtigung des formulierten 
Zumutbarkeitsprofils in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit.  
 
7.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen gestützt auf die Schweizeri-
sche Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, 
Sektor 2 Produktion, 10 – 11 Herstellung von Nahrungsmitteln; Getränkeherstellung, Kompetenz-
niveau der Tätigkeit 2, Spalte Frauen, Fr. 4'507.-- monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden. 
Nach Anpassung dieses Betrages an die Nominallohnentwicklung und Umrechnung auf die be-
triebsübliche wöchentliche Arbeitszeit x 12 Monate ergab sich ein jährliches Einkommen von Fr. 
56'121.--. Die Beschwerdeführerin beanstandet diesbezüglich, dass der Validenlohn nicht auf-
grund des zuletzt erzielten Einkommens von jährlich Fr. 61'100.--, sondern anhand des statisti-
schen Durchschnittslohnes bestimmt worden sei.  
 
Aus den Akten ergibt sich, dass die ehemalige Arbeitgeberin die Versicherte mit Schreiben vom 
28. Februar 2017 bis zum 13. April 2017 von der Arbeitsleistung freigestellt hat, da sie ihr auf-
grund von Umstrukturierungen nach dem Mutterschaftsurlaub keine Arbeit mehr anbieten konnte. 
Die ehemalige Arbeitgeberin hat der Versicherten sodann mit Schreiben vom 10. April 2017 per 
31. Juli 2017 gekündigt und diese weiterhin bis zum Ende der Kündigungsfrist von der Arbeits-
leistung freigestellt. Dem "Fragebogen für Arbeitgebende" vom 3. Januar 2018 ist zu entnehmen, 
dass die Kündigung aufgrund "betrieblicher Umstrukturierungen" erfolgt ist. Ausserdem ist daraus 
aber auch ersichtlich, dass die Versicherte bereits ab 1. September 2016 zu 50% und ab 15. Ok-
tober 2016 dann zu 100% arbeitsunfähig gewesen ist. Der letzte effektive Arbeitstag der Be-
schwerdeführerin war am 14. Oktober 2016. Nach der Geburt des Kindes am 18. Dezember 2016 
hat sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr gearbeitet. Unter diesen Umständen wäre es 
auch durchaus denkbar, dass – wie von der Beschwerdeführerin vorgebracht – der wahre Grund 
für die Kündigung vielmehr in ihrer Arbeitsunfähigkeit gelegen hat. Im Ergebnis kann die Frage 
allerdings offengelassen werden, ob die Versicherte wegen Umstrukturierungen oder ihrer Ar-
beitsunfähigkeit entlassen worden ist, da weder bei einem Valideneinkommen gestützt auf die 
LSE noch bei einem Valideneinkommen gestützt auf das zuletzt erzielte Einkommen ein renten-
begründender Invaliditätsgrad resultiert.  
 
7.3 Die Beschwerdegegnerin errechnete das Invalideneinkommen aufgrund der LSE 2016, 
Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor Total, Kompetenzniveau der Tätigkeit 1, Spalte 
Frauen, Fr. 4'363.-- monatlich, basierend auf 40 Wochenstunden. Nach Anpassung dieses Be-
trags an die Nominallohnentwicklung und Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Ar-
beitszeit x 12 Monate ergab sich ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 54'799.--. Bei einem 
zumutbaren Pensum von 80% resultierte ein Jahreseinkommen von Fr. 43'840.--. Die Beschwer-
deführerin bringt vor, dass ein angemessener Leidensabzug vorzunehmen sei, da sie nur noch 

 

 
 
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leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ausführen könne, die diverse Zwangshaltungen aus-
schliessen würden.  
 
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, 
ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache 
Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der 
Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti-
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versi-
cherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll 
aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflicht-
gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25% nicht übersteigen. Rechtspre-
chungsgemäss ist ein Abzug auf dem Invalideneinkommen insbesondere dann zu gewähren, 
wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, 
ist allein deswegen auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, 
weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittel-
schweren Tätigkeiten umfasst. Ob ein (behinderungsbedingt oder anderweitig begründeter) Ab-
zug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist, stellt eine Rechtsfrage dar, die das Bundesgericht im 
Rahmen der den Parteien obliegenden Begründungs- bzw. Rügepflicht frei überprüfen kann 
(BGer 9C_187/2011 vom 30. Mai 2011, E. 4.2.1 und 4.2.2 mit weiteren Hinweisen). Die Tatsache 
allein, dass die Versicherte nur noch leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ausführen kann, die 
diverse Zwangshaltungen ausschliessen, rechtfertigt demgemäss noch keinen Abzug vom Ta-
bellenlohn. Vorliegend wurden die leidensbedingten Einschränkungen ausserdem bereits in der 
medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. Das durch die Beschwerdegegnerin er-
rechnete Invalideneinkommen ist daher nicht zu beanstanden. 
 
8. Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, dass die IV-Stelle den Rentenanspruch der Be-
schwerdeführerin zu Recht verneint hat. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 18. Au-
gust 2020 ist nicht zu beanstanden, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, wes-
halb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird 
keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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