# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 903d3179-4a6d-5e09-9cf7-42a81fcef470
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.04.2025 E-1995/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1995-2025_2025-04-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1995/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Markus König (Vorsitz), 

Richter David R. Wenger,  

Richter Lorenz Noli,    

Gerichtsschreiber Nicholas Swain. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

F._______, geboren am (…), 

Türkei,   

alle vertreten durch Hayriye Kamile Öncel Yigit,  

(…),  

Gesuchstellende,   

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Revision;  

Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-6776/2024  

vom 17. Januar 2025 und E-735/2025 vom 26. Februar 2025 

(N […]). 

 

E-1995/2025 

Seite 2 

hat sich ergeben, 

I. 

dass die kurdischen Gesuchstellenden am 18. Oktober 2022 in der 

Schweiz um Asyl nachsuchten, 

dass sie ihre Asylgesuche im Wesentlichen damit begründeten, dass sie 

im Heimatstaat wegen ihrer Ethnie, wegen politisch exponierter Angehöri-

ger und wegen regimekritischer politischer Aktivitäten verfolgt worden 

seien,  

dass die Gesuchstellenden die Türkei am (…) 2022 aus Angst um ihre Si-

cherheit verlassen hätten und ihr türkischer Anwalt sie nach der Ankunft in 

der Schweiz darüber informiert habe, dass am (…) 2022 ein Ermittlungs-

verfahren gegen den Ehemann/Vater wegen Propaganda für eine terroris-

tische Organisation eingeleitet worden sei,  

dass das SEM mit Verfügung vom 26. September 2024 feststellte, die Ge-

suchstellenden würden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, ihre Asyl-

gesuche ablehnte und die Wegweisung sowie den Wegweisungsvollzug 

anordnete, wobei dieser Asylentscheid im Wesentlichen mit der mangeln-

den flüchtlingsrechtlichen Relevanz der zentralen Asylvorbringen begrün-

det wurde, 

dass eine von den Gesuchstellenden gegen diesen Asylentscheid erho-

bene Beschwerde vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-6776/2024 

vom 17. Januar 2025 im vereinfachten Verfahren als offensichtlich unbe-

gründet abgewiesen wurde,  

dass sich das Gericht der Argumentation der Vorinstanz vollumfänglich an-

schloss und insbesondere festhielt, aus dem gegen den Gesuchsteller er-

öffneten Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen Propaganda 

für eine terroristische Organisation ergebe sich noch keine begründete 

Furcht vor zukünftiger Verfolgung, 

II. 

dass die Gesuchstellenden mit Revisionsgesuch vom 4. Februar 2025 an 

das Bundesverwaltungsgericht gelangten und hauptsächlich beantragen 

liessen, der Beschwerdeentscheid vom 17. Januar 2025 sei revisionsweise 

aufzuheben und ihnen sei in der Schweiz Asyl zu gewähren,  

E-1995/2025 

Seite 3 

dass die Gesuchstellenden mit diesem Revisionsgesuch insbesondere 

deutschsprachige Übersetzungen von Dokumenten der türkischen Straf-

verfolgungsbehörden betreffend ein Verfahren gegen den Gesuchsteller 

wegen Finanzierung einer terroristischen Organisation, ein türkisch-spra-

chiges Referenz- beziehungsweise Unterstützungsschreiben eines türki-

schen Anwalts, eine Fotografie (…) des Gesuchstellers sowie einen On-

line-Artikel vom (…) 2024 einreichten, 

dass die zuständige Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 

12. Februar 2025 feststellte, dass die revisionsrechtlichen Eintretens- 

voraussetzungen nicht erfüllt seien und den Gesuchstellenden Frist zur 

Verbesserung ihre Rechtsmittels setzte,  

dass die Gesuchstellenden innert dieser Frist die eingeforderte Verbesse-

rung nicht nachreichten, sondern sich darauf beschränkten, ein zusätzli-

ches (fremdsprachiges) Beweismittel und eine Kopie ihres bisherigen Re-

visionsgesuchs zu den Akten zu reichen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid E-735/2025 vom 

26. Februar 2025 androhungsgemäss auf das Revisionsgesuch nicht ein-

trat, 

III. 

dass die Gesuchstellenden mit einer auf "14. März 2025" datierten Eingabe 

ihrer neuen Rechtsvertretung (Postaufgabe: 24. März 2025) beim Bundes-

verwaltungsgericht ein zweites Revisionsgesuch einreichten und die Auf-

hebung der Urteile E-6776/2024 vom 17. Januar 2025 und E-735/2025 

vom 26. Februar 2025 beantragen liessen, 

dass in prozessualer Hinsicht sinngemäss der Erlass vollzugshemmender 

vorsorglicher Massnahmen und die Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung beantragt wurden, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 31. März 2025 

das sinngemässe Gesuch um Herstellung der aufschiebenden Wirkung 

des Revisionsgesuchs abwies und den provisorische Vollzugsstopp vom 

25. März 2025 aufhob, 

dass er in der gleichen Verfügung einen Antrag der Gesuchstellenden um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Hinweis auf die Aus-

sichtslosigkeit der Revisionsbegehren abwies und sie zur Leistung eines 

Kostenvorschusses von Fr. 2000.– aufforderte, der in der Folge fristgerecht 

überwiesen wurde, 

E-1995/2025 

Seite 4 

und das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung, 

dass es gemäss Art. 105 AsylG (SR 142.31) auf dem Gebiet des Asyls in 

der Regel endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ent-

scheidet (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG) und ausserdem für die Revision von 

Urteilen zuständig ist, die es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz ge-

fällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1), 

dass gemäss Art. 45 VGG für die Revision von Urteilen des Bundesverwal-

tungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss gelten, 

dass das Revisionsgesuch ein ausserordentliches Rechtsmittel ist, mit 

dessen Gutheissung die Rechtkraft des angefochtenen Urteils beseitigt 

wird und die bereits entschiedene Streitsache neu zu beurteilen ist (vgl. 

ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

3. Aufl. 2022, S. 348 Rz. 5.36), 

dass das Bundesverwaltungsgericht seine Urteile auf Gesuch hin aus den 

in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision zieht (Art. 45 

VGG), 

dass Gründe, welche bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätten 

geltend gemacht werden können, nicht als Revisionsgründe gelten (vgl. 

BVGE 2021 VI/4 E. 6–9.1 m.w.H.), 

dass im Revisionsgesuch insbesondere der angerufene Revisionsgrund 

anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinn von 

Art. 124 BGG darzutun ist (vgl. Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG), 

dass die Gesuchstellenden den Revisionsgrund des Vorliegens neuer er-

heblicher Tatsachen und Beweismittel, die sie im früheren Verfahren nicht 

hätten beibringen können (Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG) geltend machen 

und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens dartun, weshalb auf das 

frist- und formgerecht eingereichte Revisionsgesuch einzutreten ist (nach-

dem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist), 

dass die Gesuchsteller mit ihrem Revisionsgesuch mehrere Unterlagen zu 

den Akten reichten, namentlich 

- die (qualitativ schlechte) Kopie eines türkischsprachigen Dokuments, 

das im Revisionsgesuch als "Referenzschreiben des Anwalts des 

Mandanten vom 04.03.2025" bezeichnet wird, 

- die Fotografie eines Mobiltelefons, auf welchem ein türkischsprachi-

ger Chat mit "Avukat G._______" abgebildet ist, 

E-1995/2025 

Seite 5 

- die Kopie eines türkischsprachigen Dokuments, das im Gesuch als 

"Unzuständigkeitsbeschluss vom (…).2025" bezeichnet wird, 

- den (qualitativ schlechten) Scan eines neunseitigen türkisch-sprachi-

gen Dokuments, das im Gesuch als "Überweisungsbericht vom 

(…).2025" bezeichnet wird, und 

- den Scan eines zweiseitigen türkischsprachigen Dokuments, das im 

Gesuch als "Untersuchungsbericht vom (…).2024" bezeichnet wird, 

dass es sich bei diesen Dokumenten offenbar im Wesentlichen um die tür-

kischsprachigen Unterlagen handelt, von denen deutschsprachige Über-

setzungen (damals ohne die entsprechenden fremdsprachigen Schreiben) 

mit dem ersten Revisionsgesuch vom 4. Februar 2025 eingereicht worden 

waren, 

dass im vorliegenden zweiten Gesuch dazu ausgeführt wird, ein von den 

Gesuchstellenden beauftragter Anwalt in der Türkei habe bedauerlicher-

weise ihren Abklärungsauftrag nicht korrekt ausgeführt,  

dass deswegen am 8. Januar 2025 ein zweiter Anwalt beauftragt worden 

sei, den jedoch berufliche Verpflichtungen in H._______ davon abgehalten 

hätten, zur Informationsbeschaffung nach I._______ zu reisen und der die 

gewünschten Informationen deshalb ebenfalls nicht zeitnah habe liefern 

können, 

dass der zweite Anwalt, nachdem ihm die Reise nach I._______ endlich 

geglückt sei, erfahren habe, dass die Akten nach J._______ geschickt wor-

den seien, weshalb sich die Abklärungen weiter verzögert hätten, 

dass er nach einer Reise nach J._______ am 29. Januar 2025 endlich 

habe Kopien aus den Akten der Staatsanwaltschaft erhältlich machen kön-

nen, und diese den Gesuchstellenden am (…) 2025 per WhatsApp über-

mittelt habe, 

dass der für das erste Revisionsverfahren in der Schweiz bevollmächtigte 

Rechtsvertreter den Auftrag der Gesuchstellenden schlecht erfüllt und 

keine Verbesserung des Gesuchs eingereicht habe, die Mandanten "je-

doch nicht persönlich für diesen Fehler verantwortlich" seien (vgl. Revisi-

onsgesuch S. 10), 

dass diesen Ausführungen und Unterlagen die revisionsrechtliche Rele-

vanz absprechen ist (wie dies der Instruktionsrichter in seiner Zwischen-

verfügung vom 31. März 2025 nach einer summarischen Prüfung der Ak-

tenlage bereits angenommen hatte), 

E-1995/2025 

Seite 6 

dass angesichts der durchgehenden Digitalisierung des türkischen Straf-

verfolgungs- und Justizwesens das Vorbringen seltsam erscheint, ein 

Rechtsanwalt habe in der Türkei rund 1000 Kilometer zurücklegen müssen, 

um Kenntnis von hängigen Verfahren seiner Mandanten zu erlangen und 

Einsicht in ihre Akten zu erhalten, 

dass denn auch mindestens eine der eingereichten Urkunden Kennzei-

chen der Justiz-Datenbank UYAP aufweist, in die jederzeit online Einsicht 

genommen werden kann, 

dass die Gesuchstellenden sich die Handlungen der von ihnen beauftrag-

ten Rechtsvertreter Hilfspersonen praxisgemäss grundsätzlich wie ihre  

eigenen anrechnen lassen müssen (Art. 101 OR), 

dass – ungeachtet der Frage, ob es sich bei den eingereichten Beweismit-

teln um authentische Unterlagen handelt und ob sie bei zumutbarer pro-

zessualer Sorgfalt nicht bereits im ordentlichen Asylverfahren hätten ein-

gereicht werden können – festzuhalten ist, dass die Unterlagen lediglich 

belegen sollen, dass gegen den Gesuchsteller ein staatsanwaltschaftliches 

Ermittlungsverfahren wegen finanzieller Unterstützung einer terroristischen 

Organisation eingeleitet worden sein soll, 

dass der Gesuchsteller im Asylverfahren nicht geltend gemacht hatte, die 

bewaffnete kurdische Guerilla finanziell unterstützt zu haben,  

dass es völlig offen ist, ob die Staatsanwaltschaft dereinst eine entspre-

chende Anklage gegen ihn erheben wird, ob das zuständige Strafgericht 

diese zulassen und ein Gerichtsverfahren eröffnen wird, ob dieses Ge-

richtsverfahren mit einer Verurteilung des Gesuchstellers zu einer asyl-

rechtlich relevanten (unbedingten) Freiheitsstrafe enden würde und ob ein 

solcher Schuldspruch durch die türkischen Rechtsmittelinstanzen bestätigt 

würde, 

dass im Übrigen auch nicht feststeht, ob eine allfällige Verurteilung des 

Gesuchstellers auf einem flüchtlingsrechtlich relevanten Motiv beruhen 

würde, 

dass ihm im Gegenteil die Unterstützung des bewaffneten Arms der verbo-

tenen Kurdischen Arbeiterpartei mit einer erheblichen Geldspende vorge-

worfen werden soll, bei deren juristischer Beurteilung gegebenenfalls kaum 

in erster Linie an eine rechtsstaatlich illegitime Strafverfolgung zu denken 

wäre, 

E-1995/2025 

Seite 7 

dass die neuen Revisionsvorbringen demnach inhaltlich nicht geeignet 

sind, asyl- oder wegweisungsrechtlich zu einer grundlegend anderen Ein-

schätzung der Aktenlage zu führen und keine neu entdeckten erheblichen 

Tatsachen gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG vorgetragen worden sind, 

dass das Gesuch um Revision der Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

E-6776/2024 und E-735/2025 deshalb abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 2000.– den 

Gesuchstellenden aufzuerlegen sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 

VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) und der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Be-

gleichung dieser Kosten zu verwenden ist. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1995/2025 

Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2000.– werden den Gesuchstellenden aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Begleichung 

dieser Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Gesuchstellenden, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Markus König Nicholas Swain 

 

 

Versand: