# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fc28d1e-32fc-53d5-b87d-ff46936bb959
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 23.10.2015 DB.2014.41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2014-41_2015-10-23.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

1 DB.2014.41 
1 ST.2014.52 
 
 
 

Entscheid 
 
 

23. Oktober 2015 
 
 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichter Michael 
Ochsner und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
Steuergemeinde B,   

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Sc hw eizer is che  E idge noss ensc haf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Sta at  Zür ic h ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2010 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2010 
(2. Rechtsgang) 

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hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend der Pflichtige) ist ausländischer Staatsangehöriger mit 

Wohnsitz in C seit 2007 und unterstand 2010 der Quellensteuer. In der Steuererklä-

rung 2010 für die nachträgliche Veranlagung bezeichnete er sich als  

D und gab als Arbeitgeberin erstmals die E GmbH an. An dieser Gesellschaft, die u.a. 

den Betrieb einer Internetplattform für die F und G bezweckt, ist der Pflichtige zur Hälf-

te beteiligt. Die andere Hälfte gehört H. Gemäss Lohnausweis erhielt er von dieser 

GmbH für die Zeit 1.2. - 31.12.2010 ein Salär von brutto Fr. 120'100.- bzw. netto 

Fr. 107'456.-. Die Gesellschaft vermerkte auf dem Lohnausweis überdies einen Abzug 

für Quellensteuern von Fr. 16'078.-. Unter Einbezug der Nettolohneinkünfte und eines 

Wertschriftenertrags sowie der Abzüge deklarierte der Pflichtige pro 2010 ein steuerba-

res Einkommen von Fr. 94'000.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 93'700.- (Staats- und 

Gemeindesteuern). Das steuerbare Vermögen lautete auf Fr. 254'000.-. 

 

 Im Veranlagungs-/Einschätzungsverfahren für die Steuerperiode 2010 teilte 

die Steuerkommissärin dem Pflichtigen am 2. April 2012 mit, gemäss den steueramtli-

chen Unterlagen sei für ihn ein Bruttolohn Fr. 230'325.- abgerechnet worden, weshalb 

er die Differenz zum deklarierten Betreffnis von Fr. 120'100.- erklären solle. Der Pflich-

tige verwies in der Antwort auf Korrespondenz der E GmbH mit dem Steueramt der 

Stadt B. Mit Auflage und Mahnung vom 24. Mai bzw. 2. Juli 2012 verlangte die Steuer-

kommissärin den substanziierten Nachweis des deklarierten Nettolohns. Sie merkte an, 

der Pflichtige habe 2010 einzig für die I AG, ein Personalverleihunternehmen, gearbei-

tet und den aktenkundigen Bruttolohn von Fr. 230'325.- vollumfänglich von dieser er-

halten. Die I AG habe auch als einzige Gesellschaft für das Salär die Quellensteuern 

abgerechnet, sodass die Zwischenschaltung der E GmbH zwischen die I AG und ihn, 

den Pflichtigen, ein simuliertes Rechtsgeschäft darstelle. Der Pflichtige reichte am 

23. Juli 2012 die monatlichen Lohnabrechnungen der E GmbH über den deklarierten 

Lohn samt Belegen der entsprechenden Überweisungen auf sein persönliches Bank-

konto ein. 

 

 Die Steuerkommissärin schätzte den Pflichtigen am 5. Oktober 2012 für die 

Staats- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2010 mit einem steuerbaren Ein-

kommen von Fr. 192'800.- ein. Dabei schätzte sie die Einkünfte des Pflichtigen aus 

unselbstständiger Erwerbstätigkeit nach pflichtgemässem Ermessen auf Fr. 207'293.-, 

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resultierend aus dem von der I AG abgerechneten Bruttobetreffnis von  

Fr. 230'325.-, abzüglich 10% für Sozialversicherungsbeiträge. Sie fügte an, die Zwi-

schenschaltung der E GmbH sei rechtsmissbräuchlich und stelle eine Steuerumgehung 

dar. Das steuerbare Vermögen lautete auf Fr. 264'000.-. Das steuerbare Einkommen 

für die direkte Bundessteuer sah sie – aufgrund der nämlichen Überlegungen – mit 

Fr. 193'100.- vor. Die diesbezügliche Veranlagung 2010 wurde mit Steuerrechnung 

vom 13. November 2012 eröffnet. 

 

 

 B. Sowohl gegen die Einschätzung der Staats- und Gemeindesteuern als 

auch gegen die Veranlagung der direkten Bundessteuer erhob der Pflichtige am  

22. Oktober bzw. 3. Dezember 2012 Einsprache. Er machte geltend, im Umfang der 

den deklarierten Lohn übersteigenden Summe liege eine unzulässige Doppelbesteue-

rung vor, da diese Summe sowohl bei der E GmbH als Umsatz bzw. Ertrag sowie bei 

ihm als Lohn besteuert werde. Über die Einschätzung der E GmbH könne erst ein Ur-

teil des Verwaltungsgerichts Klarheit verschaffen. 

 

 Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 25. Februar 2013 ab und 

auferlegte dem Pflichtigen hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuern die Verfah-

renskosten von Fr. 370.-. Es erwog, der Pflichtige habe allein bei der I AG gearbeitet, 

einem Unternehmen des Personalverleihs, indem er von dieser für verschiedene J wei-

tervermittelt worden sei. Dementsprechend habe nur diese Gesellschaft die Quellen-

steuern für das ganze Bruttosalär des Pflichtigen von Fr. 230'325.- abgerechnet, wo-

gegen die E GmbH die anteiligen Quellensteuern von Fr. 16'078.- auf dem deklarierten 

Bruttolohn von Fr. 120'100.- zwar verbucht, aber weder abgerechnet noch bezahlt ha-

be. Die E GmbH sei vom Pflichtigen nur gegründet worden, um über sie Abzüge und 

Auslagen geltend zu machen, die er als unselbstständig Erwerbender nicht abziehen 

könne. Darin liege – wie vom Steuerrekursgericht schon in einem analogen Fall ent-

schieden – eine Steuerumgehung begründet mit der Folge, dass dem Pflichtigen das 

ganze von der I AG ausgerichtete Salär als Einkommen aus unselbstständiger Er-

werbstätigkeit zuzurechnen sei. Mit den bisher eingereichten Unterlagen seien die vom 

Pflichtigen auf diese Weise erzielten (Netto-)Erwerbseinkünfte nach wie vor unklar, 

weshalb es bei dessen ermessensweisen Schätzung zu bleiben habe. 

 

 C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 25./26. März 2013 beanstandete der 

Pflichtige erneut die seiner Ansicht nach bestehende, erwähnte Doppelbesteuerung. 

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Beschwerde und Rekurs sollten jedoch "nur dann erhoben und aktiviert werden, falls 

der Fall nicht schon beim Verwaltungsgericht in Behandlung" sei. Ebenso seien ihm die 

Kosten des Beschwerde-/Rekursverfahrens nur diesfalls zu belasten. 

 

 Mit Verfügung vom 16. April 2013 schrieb der Einzelrichter des Steuerrekurs-

gerichts Beschwerde und Rekurs als erledigt ab, weil das Verwaltungsgericht das sei-

ner Meinung nach vom Pflichtigen angesprochene Verfahren am 23. Mai 2012 schon 

abgeschlossen habe und Letzterer nach eigenem Bekunden das Kostenrisiko im Ver-

fahren vor Steuerrekursgericht diesfalls nicht habe eingehen wollen. Es fehle damit am 

Beschwerde-/Rekurswillen des Pflichtigen. 

 

 

 D. Auf gegen diese Abschreibungsverfügung hin vom Pflichtigen ergriffene 

Beschwerde wies das Verwaltungsgericht die Sache am 18. Dezember 2013 an das 

Steuerrekursgericht zurück, weil unsicher sei, auf welchen Fall sich der Pflichtige in der 

Beschwerde-/Rekurseingabe vom 25./26. März 2013 tatsächlich bezogen und was er 

unter "Aktivierung" der Rechtsmittel verstanden habe. Dies sei vorgängig einer allfälli-

gen Abschreibung der Sache zu untersuchen. 

 

 Auf diesbezügliche Aufforderungen des Steuerrekursgerichts hin teilte der 

Pflichtige am 8. April 2014 letztlich mit, er habe vorbehalt- und bedingungslos Be-

schwerde bzw. Rekurs gegen die Einspracheentscheide vom 25. Februar 2013 erhe-

ben wollen. Es gehe ihm darum, die doppelte Besteuerung der fraglichen Lohneinkünf-

te von Fr. 230'327.- bei sich und der E GmbH zu klären. 

 

 Das kantonale Steueramt schloss am 24. April 2014 auf Abweisung der 

Rechtsmittel.  

 

 Auf Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels hin hielten die Parteien an 

ihren Anträgen fest. 

 

 Weil die hier streitige Frage der Steuerumgehung bei Verwendung einer eige-

nen GmbH im Rahmen eines Ketten-Personalverleihs in einem andern Fall zu ent-

scheiden war, wurde das vorliegende Verfahren am 3. September 2014 sistiert bis zur 

rechtskräftigen Erledigung jenes Falls. Am 22. Juni 2015 wurde das Verfahren wieder 

aufgenommen und den Parteien Gelegenheit gegeben, zum diesbezüglichen Ent-

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scheid des Bundesgerichts Stellung zu nehmen. Diese hielten an ihren Anträgen mit 

Eingaben vom 29. Juni bzw. 24. Juli 2015 wiederum fest. Mit Auflage vom 30. Juli 2015 

führte der Referent des Steuerrekursgerichts eine ergänzende Untersuchung durch. 

Der Pflichtige reichte am 18. August 2015 diesbezügliche Unterlagen ein, zu welchen 

sich das kantonale Steueramt am 1. September 2015 äusserte. Der Pflichtige liess sich 

am 15./16. Oktober 2015 nochmals vernehmen. 

 

 

 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Der Pflichtige erklärte auf entsprechende Aufforderungen des Steuerre-

kursgerichts vom 21. März/3. April 2014 am 8./9. April 2014, mit der Eingabe vom 

25./26. Mai 2013 habe er vorbehalt- und bedingungslos Beschwerde bzw. Rekurs ge-

gen die Einspracheentscheide vom 25. Februar 2013 erheben wollen. Demnach liegt 

nun eine eindeutige Willenserklärung des Pflichtigen vor, sodass von einer gültigen 

Ergreifung der Rechtsmittel (Beschwerde und Rekurs) auszugehen sowie darauf einzu-

treten ist. Dementsprechend wurde vom kantonalen Steuerantwort die Beschwerde-

/Rekursantwort eingeholt und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. 

 

 

 2. a) Hat ein Steuerpflichtiger trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht 

erfüllt oder können die Steuerfaktoren mangels zuverlässiger Unterlagen nicht ein-

wandfrei ermittelt werden, so nimmt die Steuerbehörde gemäss Art. 130 Abs. 2 Satz 1 

des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) 

bzw. § 139 Abs. 2 Satz 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) die Veranlagung 

bzw. Einschätzung nach pflichtgemässem Ermessen vor. Diese Bestimmungen setzen 

einen Untersuchungsnotstand voraus, der im Regelfall dadurch verursacht wird, dass 

der Steuerpflichtige trotz formgültiger Mahnung seinen Mitwirkungspflichten mit Bezug 

auf die Ermittlung der für die Einschätzung massgeblichen Tatsachen nicht oder nur 

unvollständig nachgekommen ist. 

 

 Eine Verfahrenspflichtverletzung gemäss Art. 130 Abs. 2 DBG bzw. § 139 

Abs. 2 StG liegt namentlich vor, wenn der Steuerpflichtige seine Mitwirkungspflichten 

nicht erfüllt, wenn er trotz entsprechender Aufforderung Tatsachen gar nicht oder nur 

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mangelhaft substanziiert behauptet oder den vom Gesetz vorgesehenen Beweisleis-

tungspflichten nicht nachkommt. Ein diesbezügliches Verschulden ist nicht vorausge-

setzt.  

 

 Da eine Ermesseneinschätzung grundsätzlich nur vorgenommen werden 

kann, wenn der Grundsachverhalt bewiesen ist, hingegen eine Ungewissheit hinsicht-

lich des Quantitativen besteht, kann bei einem Untersuchungsnotstand nicht der 

Grundsachverhalt, sondern nur das Quantitative ermessensweise geschätzt werden 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 130 N 39 

DBG und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 139 N 48 StG). 

 

 b) Vorliegend ist unbestritten, dass der Pflichtige in der Steuerperiode 2010 

unselbstständig erwerbstätig war und ihm damit entsprechende Lohneinkünfte zuge-

flossen sind. Streitig ist dagegen der Umfang dieser Einkünfte.  

 

 Dabei herrscht Einigkeit darüber, dass der Pflichtige seine Arbeitsleistungen 

im Rahmen eines Arbeitsverleihverhältnisses erbrachte, wobei als Verleiherin die I AG 

agierte, die den Pflichtigen an ihre Kunden auslieh bzw. bei diesen einsetzte. Nicht 

streitig ist weiter, dass auch zwischen der E GmbH und der I AG bezüglich des Pflichti-

gen ein Personalvermittlungsvertrag bestand. Mithin liegt ein so genanntes Ketten-

Verleihverhältnis vor, indem der Pflichtige zuerst von der E GmbH an die I AG und da-

nach von Letzterer weiter an deren Kunden vermittelt wurde. Der Arbeitsvertrag des 

Pflichtigen bestand dabei mit der E GmbH, die ihm für seine Leistungen als  

D ein Bruttosalär gemäss Lohnausweis von Fr. 120'100.- bzw. netto  

Fr. 107'456.- ausrichtete. Das kantonale Steueramt ist der Auffassung, dieses Arbeits-

verhältnis sei unbeachtlich, weil dessen Abschluss mit der E GmbH missbräuchlich, 

d.h. zum Zweck der Steuerumgehung erfolgt sei und richtig besehen mit der I AG hätte 

geschlossen werden müssen. Denn die I AG habe die Quellensteuern für den Pflichti-

gen auf dem ganzen Bruttosalär von Fr. 230'325.- abgerechnet, die E GmbH dagegen 

auf dem ausbezahlten Lohn von Fr. 120'100.- nicht. 

 

 Die vom Pflichtigen zu versteuernden Einkünfte aus unselbstständiger Er-

werbstätigkeit sind nur dann ungewiss, wenn dessen Arbeitsverhältnis mit der E GmbH 

und das (erste) Arbeitsverleihverhältnis der Letzteren mit der I AG negiert werden. Dies 

ist gemäss Auffassung des kantonalen Steueramts dann der Fall, wenn die Zwischen-

schaltung der E GmbH zwischen den Pflichtigen und die I AG rechtsmissbräuchlich 

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und einzig zum Zweck der Steuerumgehung geschehen ist. Ein Ketten-

Personalverleihverhältnis kann aber auch schon per se unzulässig sein, wie nachfol-

gend zu zeigen ist (vgl. E. 3). In diesen Fällen erwuchsen dem Pflichtigen entspre-

chende Mehreinkünfte, weil diesfalls nicht von einem Arbeitsverhältnis des Pflichtigen 

mit der E GmbH, sondern allenfalls von einem solchen mit der I AG und dem von die-

ser abgerechneten höheren Salär auszugehen ist. Andernfalls, d.h. wenn auf die tat-

sächliche vertragliche Ausgestaltung abgestellt wird, ergeben sich die dem Pflichtigen 

zugeflossenen Lohneinkünfte zweifelsfrei aus dem Lohnausweis der E GmbH mit brut-

to Fr. 120'100.- bzw. netto Fr. 107'456.-. Bevor demnach von entsprechend höheren 

Lohneinkünften des Pflichtigen auszugehen ist und diese allenfalls nach pflichtgemäs-

sem Ermessen zu schätzen sind, ist daher zu klären, wem die von der I AG an die E 

GmbH ausgerichteten Zahlungen zustehen. Die Beantwortung dieser Frage ist einer 

Ermessenseinschätzung nicht zugänglich, da sie den Grundsachverhalt betrifft. Zudem 

hat die Antwort auf diese Frage die Steuerbehörde zu geben, da sie steuerbegründen-

der Natur ist. 

 

 

 3. a) Die erste Abteilung des Steuerrekursgerichts hatte schon einmal die 

Rechtmässigkeit eines "Ketten"-Personalverleihs der vorliegenden Art zu überprüfen. 

Sie kam zum Schluss, dass weder die rechtliche Existenz der GmbH noch die gewähl-

te vertragliche Ausgestaltung, d.h. das Dazwischenschalten der GmbH zwischen den 

Steuerpflichtigen und das Personalverleihunternehmen, als rechtsmissbräuchlich bzw. 

Steuerumgehung zu betrachten ist (StRG, 27. September 2013, 1 DB.2013.126/ 

1 ST.2013.130, www.strgzh.ch). Auf Beschwerde gegen diesen Entscheid erwog das 

Verwaltungsgericht mit Urteil vom 20. August 2014 (SB.2013.00135/00136) jedoch, ein 

Ketten-Personalverleih sei unzulässig. Daher sei eine Änderung der im Kanton Zürich 

gelebten Praxis, wonach beim Personalverleih der letzte Verleiher, der den Arbeitneh-

mer an den Endkunden verleihe, als Arbeitgeber zu betrachten sei und die Quel-

lensteuer auf der Entschädigung des Arbeitnehmers in Abzug zu bringen habe, nicht 

angezeigt. Die von der Personalverleiherin geleisteten Entschädigungen seien daher 

zivilrechtlich dem Pflichtigen persönlich zuzuordnen. Sodann erweise sich der Arbeits-

vertrag zwischen dem Pflichtigen und der GmbH, die durch ihn vertreten werde, als so 

genanntes Insichgeschäft (Selbstkontrahieren). Dieses Geschäft setze Schriftlichkeit 

voraus, ansonsten es ungültig bzw. nichtig sei. Zudem handle es sich nicht um einen 

Arbeitsvertrag im Sinn von Art. 319 ff. OR, da das Unterordnungsverhältnis fehle. 

 

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 Das Bundesgericht hat diese Auffassung des Verwaltungsgerichts nun bestä-

tigt. Im Urteil vom 13. Mai 2015 (2C_978 + 979/2014, www.bger.ch) erwog es, gemäss 

Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Arbeitsvermittlung und den Personalver-

leih vom 6. Oktober 1989 (AVG, SR 823.11) benötigten Arbeitgeber (Verleiher), die 

Dritten (Einsatzbetrieben) gewerbsmässig Arbeitnehmer überliessen, eine Betriebsbe-

willigung des kantonalen Arbeitsamts. Zudem gelte nach Art. 26 der Verordnung  

über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih vom 16. Januar 1991 (AVV,  

SR 823.111) als Verleiher nur, wer einen Arbeitnehmer einem Einsatzbetrieb überlas-

se, indem er diesem wesentliche Weisungsbefugnisse gegenüber dem Arbeitnehmer 

abtrete (Abs. 1). Dabei sei das Unter-, Zwischen- oder Weiterverleihen von Arbeitneh-

mern an einen dritten Betrieb (Einsatzbetrieb) grundsätzlich nicht gestattet (Abs. 3). 

Nur ausnahmsweise sei es zulässig, wenn der erste Betrieb für die Dauer des Einsat-

zes das Arbeitsverhältnis an den zweiten Betrieb abtrete, der zweite Betrieb Arbeitge-

ber werde, im Besitz einer Verleihbewilligung sei und den Arbeitnehmer dem dritten 

Betrieb überlasse (Abs. 3 lit. a) oder der erste Betrieb Arbeitgeber bleibe und mit dem 

dritten Betrieb einen Verleihvertrag abschliesse sowie der zweite Betrieb das Verleih-

verhältnis nur vermittle (Abs. 3 lit. b). Zwar sei diese Verordnungsbestimmung erst per 

1. Januar 2014 in Kraft getreten, jedoch habe das Verbot des Unter- oder Zwischenver-

leihs schon aufgrund der bisherigen rechtlichen Vorgaben und der langjährigen Voll-

zugspraxis bestanden. Die Rechtsprechung habe sich zudem seit jeher an den ent-

sprechenden Weisungen und Erläuterungen des Staatssekretariats für Wirtschaft 

(SECO) zum Arbeitsvermittlungsgesetz bzw. zur Verordnung dazu orientiert. 

 

 b) Zur Abklärung der Frage, ob beim Pflichtigen die aufgrund dieses Ent-

scheids des Bundesgerichts erforderlichen Voraussetzungen für die ausnahmsweise 

Anerkennung des vorhandenen Ketten-Personalverleihverhältnisses erfüllt sind, erliess 

das Steuerrekursgericht am 30. Juli 2015 eine entsprechende Auflage. Der Pflichtige 

antwortete am 18. August 2015, dass einerseits zwischen ihm und der I AG kein Ar-

beitsvertrag sowie andrerseits zwischen der E GmbH und dem Einsatzbetrieb kein 

Personalverleihvertrag bestehe. Auch sei der mit der E GmbH abgeschlossene Ar-

beitsvertrag nicht an die I AG abgetreten worden.  

 

 Damit sind aber die Voraussetzungen, die gemäss Rechtsprechung des Bun-

desgerichts für die Anerkennung des Ketten-Personalverleihverhältnisses erfüllt sein 

müssen, nicht gegeben. Dies führt dazu, dass der Pflichtige nicht als Arbeitnehmer der 

E GmbH, sondern als solcher der I AG zu betrachten ist und die von Letzterer geleiste-

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ten Entschädigungen zivilrechtlich in vollem Umfang ihm persönlich zuzuordnen sind 

(VGr, 20. August 2014, SB.2013.00135/00136). 

 

 c) Der Pflichtige verschliesst sich diesem Ergebnis an sich nicht mehr, wie 

seine Stellungnahme vom 24. Juli 2015 zum erwähnten bundesgerichtlichen Entscheid 

zeigt. Vielmehr moniert er lediglich noch, der Abschluss der E GmbH mit den Einnah-

men von der I AG und dem verbuchten, an ihn ausgerichteten Lohn von brutto Fr. 

120'100.- sei vom kantonalen Steueramt als korrekt akzeptiert und die Gesellschaft 

entsprechend bereits eingeschätzt worden. In Beschwerde und Rekurs sowie in der 

Eingabe vom 15./16. Oktober 2015 macht er dabei insofern eine Doppelbesteuerung 

geltend, als die von der I AG ausgerichteten Entschädigungen von Fr. 230'325.- zu 

seinen Lasten vollumfänglich mit der Quellensteuer belegt und bei der E GmbH ein 

zweites Mal als Ertrag besteuert worden seien.  

 

 Dem ist entgegen zu halten, dass Prozessgegenstand vorliegend allein die 

(gesetzmässige) Besteuerung des Pflichtigen bildet. Eine allfällige Korrektur bei der 

Veranlagung/Einschätzung der E GmbH als Folge dieser Besteuerung kann vom Steu-

errekursgericht weder selber vorgenommen noch angeordnet werden, sofern eine ent-

sprechende Korrektur denn überhaupt noch möglich ist. Die Korrektur müsste zudem 

nicht nur die Ertragsseite der E GmbH (Entschädigungen von der I AG und Anspruch 

auf Quellensteuern), sondern auch die Aufwandseite (Lohn-/ 

Sozialversicherungsaufwand für den Pflichtigen, noch zu zahlende Quellensteuer) um-

fassen. Es wird Sache des Pflichtigen sein, beim kantonalen Steueramt diesbezüglich 

vorstellig zu werden. Im Übrigen läge keine zu berücksichtigende Doppelbesteuerung 

vor, sofern es bei der getroffenen Veranlagung/Einschätzung der E GmbH bleiben soll-

te. So setzt eine solche Doppelbesteuerung voraus, dass das gleiche Steuerobjekt 

beim nämlichen Steuerpflichtigen mehrmals besteuert wird, wobei letzeres Erfordernis 

mit der Besteuerung der fraglichen Zuflüsse einerseits beim Pflichtigen und andrerseits 

bei der E GmbH nicht erfüllt ist (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 6 N 2 DBG 

und § 5 N 1 ff. StG). 

 

 

 4. Die Lohneinkünfte des Pflichtigen umfassen demnach die von der I AG 

ausgerichteten Entschädigungen von Fr. 230'325.-. 

 

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 Weil es sich bei diesem Betrag um das Bruttobetreffnis handelt und nur das 

Nettosalär zu besteuern ist, Letzteres aber trotz entsprechender Auflage und Mahnung 

nicht bekannt ist, wurde es von den Vorinstanzen zu Recht nach pflichtgemässem Er-

messen geschätzt. Der Pflichtige hat das (mutmassliche) Nettobetreffnis weder im Ein-

sprache- noch im vorliegenden Beschwerde-/Rekursverfahren dargelegt und nachge-

wiesen, sodass es bei dessen ermessenweisen Schätzung bleiben muss.  

 

 Die Schätzung lautet auf Fr. 207'293.-, entsprechend einem Abzug von 10% 

für die Sozialversicherungsbeiträge (für die AHV/IV etc. sowie die 2. Säule) vom Brut-

tobetrag. Diese Schätzung ist nicht zu beanstanden, deckt sich der 10%-ige Abzug 

doch mit dem prozentual gleich hohen Abzug auf dem von der E GmbH ausgerichteten 

Bruttosalär von Fr. 120'100.-.  

 

 

 5. Der Pflichtige stellt für den nun eingetretenen Fall, dass er mit seinem 

Standpunkt nicht durchdringt, den Antrag auf Rückerstattung der von der E GmbH ent-

richteten Steuern pro 2010 samt Verzugszins. Indessen ist darauf nicht einzutreten, da 

die Besteuerung der E GmbH vorliegend – wie erwähnt – nicht Streitgegenstand bildet. 

 

 

 6. Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Rechtsmittel, soweit darauf 

einzutreten ist. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Pflichtigen auf-

zuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG). In der Folge ist diesem keine Par-

teientschädigung zuzusprechen (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bun-

desgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968; § 152 StG i. V. 

m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

 

 Zu Recht sind dem Pflichtigen sodann die Kosten des Einspracheverfahrens 

von Fr. 370.- auferlegt worden, da er zu Recht nach pflichtgemässem Ermessen ein-

geschätzt worden ist (vgl. § 142 Abs. 2 Satz 2 StG i.V.m. § 18 der Verordnung zum 

Steuergesetz vom 1. April 1998, VO StG). Die Kostenhöhe ist angemessen (§ 21  

Abs. 2 VO StG). 

 

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Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

 

[…] 

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