# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a013b47-e883-52eb-9b01-fbb1a79fec17
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.10.2023 UV 2022/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2022-44_2023-10-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/16

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/44

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 18.12.2023

Entscheiddatum: 25.10.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2023
Art. 24 ff. UVG: Integritätsentschädigung; Die von der Beschwerdegegnerin 
festgesetzte Integritätsentschädigung basierend auf einer 
Integritätseinbusse von 85 % beruht auf einem ausreichend geklärten 
medizinischen Sachverhalt und entspricht in seiner Höhe der 
Verwaltungspraxis, die sich grundsätzlich nach den Werten in den Suva-
Feinrastertabellen richtet. Es liegen auch keine triftigen Gründe vor, welche 
ein Eingreifen des Versicherungsgerichts in das Ermessen der Verwaltung 
rechtfertigen würde. Die Beschwerde ist abzuweisen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2023, UV 
2022/44).

Entscheid vom 25. Oktober 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

UV 2022/44

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war beim B.___ der Stadt C.___  als 

Strassenwärter angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) unfallversichert, als er am 8. November 

2016 während Unterhaltsarbeiten von der Ladefläche des Unterhaltsfahrzeuges stürzte 

und Kopfverletzungen erlitt. Die Erstbehandlung fand im Kantonsspital St. Gallen 

(nachfolgend: KSSG) statt. Diagnostiziert wurde ein offenes Schädelhirntrauma (vgl. 

UV-act. 1, 12, 15 f., 33). Vom 28. November 2021 bis 6. Januar 2022 wurde der 

Versicherte stationär in der Klinik Valens behandelt (UV-act. 33). Am 7. Februar 2017 

wurde ihm im KSSG eine Schädeldachplastik linkshemisphärisch (PEEK) eingesetzt 

(UV-act. 47 f.). Infolge Komplikationen erfolgte am 4. März 2017 eine weitere Operation 

(UV-act. 54). Am darauffolgenden Tag entwickelten sich Dysästhesien im Bereich der 

rechten Hand sowie ein fraglich hängender Mundwinkel rechts beim Sprechen und 

leichte Wortfindungsstörungen (UV-act. 54). Am 20. März 2017 wurde im KSSG 

anlässlich einer notfallmässigen ambulanten Untersuchung vom 17. März 2017 ein 

fokal-epileptischer Anfall diagnostiziert (UV-act. 65). Infolge eines epileptischen Anfalls 

im Dezember 2017 stürzte der Versicherte und erlitt dabei eine 

A.a. 

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Rotatorenmanschettenläsion. Am 13. Mai 2019 wurde er im KSSG deswegen operiert 

(UV-act. 209 ff.).

Der Versicherte leidet bedingt durch den Unfall seither insbesondere an einer 

posttraumatischen Epilepsie mit wiederkehrenden Anfällen (vgl. UV-act. 72, 86 f., 117, 

126, 129, 138 f., 222, 225, 248 und 303), an einer Feinmotorikstörung, 

Taubheitsgefühlen und Kribbelparästhesien in der rechten Hand (vgl. UV-act. 117, 220 

ff., 224, 227) sowie regelmässig auftretenden starken Kopfschmerzen, welche sich 

unter Belastung verstärken (vgl. UV-act. 55, 87, 103-1, 114, 135, 158, 190, 224, 248; 

Zusammenfassung des Krankheitsverlaufs bis 20. September 2018 siehe UV-act. 

190-7 ff.).

A.b. 

In der konsiliarischen Beurteilung vom 31. Januar 2020 schätzte der Neurologe Dr. 

med. D.___ gestützt auf neurologische und elektrodiagnostische Untersuchungen des 

Versicherten vom 6. und 31. Januar 2020 die praktisch täglich und zum Teil sehr 

intensiv vorhandene Kopfschmerzen als posttraumatisch bedingt und semiologisch als 

Kopfschmerz vom Spannungstyp ein. Im Weiteren seien neuropsychologische 

Funktionsstörungen mit anhaltenden Wortfindungsstörungen, Paralexien, Dysgraphien 

sowie eine deutlich reduzierte kognitive und körperliche Belastbarkeit/

Konzentrationsleistung vorhanden. Aus neurologischer Sicht sei auch zukünftig von 

einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (UV-act. 249). Am 27. Februar 2020 

löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 30. Juni 2020 

auf (UV-act. 256).

A.c. 

Die von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene und am 12. Januar 2021 

durchgeführte neuropsychologische Untersuchung des Versicherten in der Klinik für 

Neurologie des KSSG durch Dr. phil. E.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie 

FSP, ergab eine mittelgradige neuropsychologische Störung mit mittelschweren 

kognitiven Funktionsstörungen und mittelschweren Auffälligkeiten in der Antriebs- und 

Selbstregulation. Die Leistungsfähigkeit im körperlichen Bereich könne aus 

neuropsychologischer Sicht nicht beurteilt werden. Therapeutisch sei zuerst die 

neurophysiologische-psychophysiologische Belastbarkeit des Versicherten zu 

stabilisieren und dann spezifisch die Funktionsfähigkeit der Hirnsysteme der linken 

A.d. 

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B.  

Hemisphäre sowohl im Sprach- als auch im Gedächtnisbereich bottom up (UV-act. 

293).

Suva-Versicherungsmediziner Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, führte in 

der aktenbasierten neurologischen Beurteilung vom 7. April 2021 u.a. aus, dass die 

Voraussetzungen für einen Integritätsschaden erfüllt seien. Bei der Schätzung seien 

eine mittelschwere kognitive Gesundheitsbeeinträchtigung, eine posttraumatische 

Epilepsie, derzeit anfallsfrei unter antikonvulsiver Therapie, eine Feinmotorikstörung der 

rechten Hand und Kopfschmerzen nach Kraniotomie, aktuell ohne regelmässige 

medikamentöse Therapie, zu berücksichtigen. Den Gesamtintegritätsschaden schätzte 

Dr. F.___ auf 85 %. Für die mittelschwere Hirnfunktionsstörung setzte er einen 

Integritätsschaden von 50 %, für die posttraumatische Epilepsie einen solchen von 

30 % und für die Kopfschmerzen sowie die Feinmotorikstörung der rechten Hand von 

5 % fest (UV-act. 302-14, 303). Am 17. Juni und 25. August 2021 erlitt der Versicherte 

epileptische Anfälle (vgl. Notfallkonsilberichte des Kantonsspitals St. Gallen, act. G 7.1 

und G 7.2).

A.e. 

Mit Schreiben vom 25. April 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die 

Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. Mai 2022 einstellen und den Anspruch auf 

eine Rente und eine Integritätsschädigung prüfen werde (UV-act. 311).

A.f. 

Mit Verfügung vom 3. Mai 2022 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % und einem 

versicherten Jahresverdienst von Fr. 68'567.00 sowie eine Integritätsentschädigung 

von Fr. 125'970.00 basierend auf einer Integritätseinbusse von 85 % zu (UV-act. 322).

A.g. 

Gegen die Verfügung vom 3. Mai 2022 erhob der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwältin Angela Schläppi, Protekta Rechtschutz-Versicherung AG, Bern, am 20. 

Mai 2022 Einsprache. Beantragt wurde die Aufhebung der Verfügung vom 3. Mai 2022 

hinsichtlich der Integritätsentschädigung sowie die Entrichtung einer 

Integritätsentschädigung im Umfang von 95 %. Das Begehren erfolgte gestützt auf die 

Einschätzungen im Gutachten von PD Dr. med. Dr. iur. G.___, Facharzt für Chirurgie 

und Intensivmedizin, vom 18. Mai 2022. Er ging infolge Verlangsamung in der 

B.a. 

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C.  

sensomotorischen Koordination mit der dominanten rechten Hand von einer nicht 

unwesentlichen Feinmotorikstörung aus, was die Einstufung der festgestellten 

Hirnfunktionsstörung von mehr als mittelschwer, nämlich als mittelschwer bis gering 

schwere Störung rechtfertige. Damit sei eine Erhöhung des von Dr. F.___ 

festgehaltenen Integritätsschädigung im Umfang von 50 % auf neu 60 % 

gerechtfertigt. Ansonsten seien die Einschätzungen von Dr. F.___ zulässig. Insgesamt 

ergebe sich damit ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von total 95 % (UV-

act. 330, 333).

Anlässlich der Verlaufskontrollen vom 20. April und 6. Juli 2022, durchgeführt vom 

Neurologen Dr. D.___, berichtete der Versicherte, dass es zu keinen weiteren 

epilepsieverdächtigen Ereignissen oder epileptischen Anfällen gekommen sei. Die 

Kopfschmerzen seien in etwa unverändert, zum Teil vor allem nach vermehrten 

äusseren Reizen sehr heftig. Die Schwindelbeschwerden seien seit Dezember 2021 

nicht mehr aufgetreten. Die klinisch-neurologische Untersuchung und das 

Elektroenzephalogramm waren im Vergleich zu den Voruntersuchungen unverändert. 

Im Vordergrund stehe die herdförmige Funktionsstörung frontoparietal links mit zum 

Teil irritativ/epilepsiespezifischen Potenzialen und die leichtgradige Funktionsstörung 

frontoparietal rechts (UV-act. 338).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 27. Juli 2022 wies die Suva die Einsprache ab. In 

der Begründung verwies die Suva auf die aktenbasierten Ausführungen ihres 

Versicherungsmediziners Dr. F.___ vom 7. April 2022. Zum Aktengutachten von PD Dr. 

G.___ wurde ausgeführt, dass die Begründung eines Integritätsschadens für die 

Hirnstörung in der Höhe von 60 % anstatt von 50 % nicht zu überzeugen vermöge (UV-

act. 339).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 27. Juli 2022 erhob der durch 

Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. in Law HSG, St. Gallen, vertretene Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 1. September 2022 Beschwerde. Er beantragte, 

der Einspracheentscheid vom 10. Februar 2022 sei aufzuheben und die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, eine Integritätsentschädigung 

von 100 % zu leisten. Eventualiter sei ihm eine Integritätsentschädigung von 95 % 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu 

Lasten der Beklagten. Begründungsweise wurde ausgeführt, dass man mit der 

beschwerdegegnerischen Einschätzung des Integritätsschadens für die 

posttraumatische Epilepsie von 30 % einverstanden sei. Nicht einverstanden sei man 

mit der Integritätsschadenschätzung von 50 % für die Hirnfunktionsstörung, denn es 

liege nicht eine mittelschwere, sondern eine schwere Störung vor, welche mit 70 % zu 

veranschlagen sei. Im Weiteren seien die posttraumatischen Kopfschmerzen, da diese 

dauernd vorlägen und auch den Schlaf stören würden, anstatt mit 5 % mit mindestens 

10 % anzusetzen (act. G 1).

In der Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2022 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 27. Juli 2022. Ausgeführt wurde, dass auf die 

Integritätsschadenseinschätzungen in den Beurteilungen von Dr. F.___ vom 7. April 

2021 abgestellt werden könne. Es sei daher von einer mittelschweren 

Hirnfunktionsstörung auszugehen. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte 

mittelschwere bis schwere Hirnfunktionsstörung sei medizinisch nicht ausgewiesen. 

Eine höhere Integritätsentschädigung sei daher nicht gerechtfertigt, zumal Dr. F.___ 

den Integritätsschaden eher grosszügig geschätzt habe (act. G 3).

C.b. 

In der Replik vom 31. Januar 2023 hielt der Beschwerdeführer an den Anträgen 

gemäss Beschwerde vom 1. September 2022 fest. In der Begründung wurde 

ergänzend erstmals geltend gemacht, dass die Beschwerdegegnerin die 

Kopfschmerzen nicht ausreichend abgeklärt habe und die Schadenseinschätzung 

separat von der Feinmotorikstörung hätte erfolgen müssen (act. G 7).

C.c. 

Am 9. März 2023 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag auf Abweisung 

der Beschwerde und verzichtete im Übrigen auf die Einreichung einer umfassenden 

Duplik (act. G 9).

C.d. 

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Beschwerdeführers auf eine höhere Integritätsentschädigung, als sie von der 

Beschwerdegegnerin bereits zugesprochen wurde.

2.  

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Die 

Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der Schwere 

des Integritätsschadens abgestuft. Bei einem gleichen medizinischen Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. 

Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei unberücksichtigt (BGE 

124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E. 4b). Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit 

nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die 

medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder 

geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 

147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 

832.202) wird die Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur 

UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend 

anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Suva-Feinrastertabellen sind, soweit sie 

lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten 

gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c 

mit Hinweis).

2.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Der Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs wird in erster Linie mittels Angaben der 

2.2. 

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medizinischen Fachpersonen geführt (Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 

2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2; KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 

66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55). Bei physischen Unfallfolgen spielt die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 135 V 250 

E. 4 mit Hinweisen, 118 V 291 f. E. 3.a, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 

45).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten.

2.3. 

Um den Gesundheitszustand beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 

E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

2.4. 

Nach der Rechtsprechung wird den Berichten und Gutachten von 

versicherungsinternen Ärzten Beweiswert zugemessen, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4, 134 V 231 E. 5.1, 

125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 2022 

9C_529/2021, E. 3.2.1). Auch reine Beurteilungen aufgrund der Akten können 

beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 

um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 

5.1.1). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten 

2.5. 

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3.  

4.  

versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 

Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom 

Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger (sog. 

Administrativgutachten). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen in Form eines Gerichtsgutachtens oder einer 

versicherungsexternen medizinischen Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 471 E. 4.7, 135 V 465 E. 4.4; RKUV 1997 

Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.).

Unbestritten und nach der Aktenlage erwiesen ist, dass sich der Beschwerdeführer 

beim Sturz von der Ladebrücke des Unterhaltfahrzeuges am 8. November 2016 

insbesondere schwere Kopfverletzungen zuzog. Der Beschwerdeführer leidet seither 

insbesondere unter einer posttraumatischen Epilepsie, einer Hirnfunktionsstörung, 

Kopfschmerzen und einer Feinmotorikstörung der rechten Hand.

3.1. 

Für die posttraumatische Epilepsie, sprach die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 30 % gemäss Anhang 3 UVV zu. Der Beschwerdeführer folgt 

hinsichtlich dieser Einschätzung der Beschwerdegegnerin (vgl. UV-act. G 1-6 Ziff. 26). 

Umstritten ist dagegen, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer durch die 

Hirnfunktionsstörung dauerhaft beeinträchtigt ist und in welcher Höhe ein 

diesbezüglicher Anspruch auf eine Integritätsentschädigung besteht (vgl. dazu 

nachfolgende Erwägung 4). Zudem werden Einwände erhoben hinsichtlich der 

Beurteilung der Kopfschmerzen (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 5).

3.2. 

Hinsichtlich der Hirnfunktionsstörung ging die Beschwerdegegnerin – gestützt auf 

die Beurteilung ihres Versicherungsmediziners Dr. F.___ vom 7. April 2021 – davon aus, 

dass der Beschwerdeführer durch eine unfallkausale mittelschwere 

Hirnfunktionsstörung bleibend geschädigt sei, was gemäss der Suva-Feinrastertabelle 

8 "Integritätsschaden bei Hirnfunktionsstörungen nach Hirnverletzung" einem 

Integritätsschaden von 50 % entspreche, wohingegen sich der Beschwerdeführer – 

gestützt auf das von ihm in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. G.___ vom 18. Mai 

2022 – auf den Standpunkt stellt, es liege eine mittelschwere bis schwere 

4.1. 

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Hirnfunktionsstörung vor, weshalb gemäss der Suva-Feinrastertabelle 8 von einem 

Integritätsschaden von 70 % auszugehen sei.

Dr. F.___ stützte sich in seiner Beurteilung vom 7. April 2021 (UV-act. 303) 

bezüglich der Hirnfunktionsstörung auf die neuropsychologische Untersuchung des 

Beschwerdeführers durch Dr. E.___ vom 12. Januar 2021 ab. Im diesbezüglichen 

Bericht vom 19. Januar 2021 (UV-act. 293) führte Dr. E.___ aus, dass von einer 

mittelgradigen neuropsychologischen Störung mit mittelschweren kognitiven 

Funktionsstörungen und mittelschweren Auffälligkeiten in der Antriebs- und 

Selbstregulation auszugehen sei. Erläuternd führte sie aus, bezüglich der 

Körperfunktion komme es im Vordergrund zu einer bis schwer eingeschränkten Vigilanz 

und psychologischen Belastbarkeit mit Phasen von exzessivem Gähnen, 

Schwankungen in Aufmerksamkeit und Antrieb, Ausdruck von hohem Stresserleben 

sowie psychophysischer Angetriebenheit mit Funktionieren auf höchstem Energielevel. 

Kognitiv bestünde im Vordergrund eine fluktuierende Sprachstörung mit assoziierten 

Störungen mit derzeit leichter Störung der Spontansprache, mit phonematischen, 

semantischen und syntaktischen Auffälligkeiten, leichten Störungen im Nachsprechen 

sowie mittelschweren bis schweren Störungen in der lexikalischen Wortflüssigkeit, im 

Vorlesen eines Textes und im mündlichen Rechnen. Auditiv-numerische Informationen 

könnten im Arbeitsgedächtnis nicht alle auf einmal aufgenommen werden und stabil 

verarbeitet werden. Es bestünden mittelschwere Störungen im auditiv-sprachlichen 

Lernen, Arbeits- und vor allem im Langzeitgedächtnis sowie leichte Störungen im 

visuell-sprachlichen Lernen und Langzeitabruf, wobei im visuell-sprachlichen Bereich 

vor allem auch Fehler auftreten würden, welche im Langzeitabruf zunehmen würden. Es 

zeigten sich leichte bis mittelschwere Störungen in der visuell-räumlichen 

Aufmerksamkeit und in der Aufmerksamkeitsüberwachung. Aufgaben würden mehrfach 

visuell-räumlich verlangsamt zuungunsten von rechts bearbeitet. Es komme zu einer 

mittelschweren bis schweren Verlangsamung in der sensomotorischen Koordination 

mit der dominanten rechten Hand mit Fallenlassen eines Stifts bei nur leichter 

Verlangsamung ohne qualitative Einschränkungen mit der nicht-dominanten linken 

Hand. Genügende und stabile Leistungen könnten in der visuellen Wahrnehmung, im 

räumlichen Vorstellungsvermögen, im visuell-räumlichen Lernen, Arbeits- und 

Langzeitgedächtnis sowie in den exekutiv-figuralen Funktionen objektiviert werden. 

Das sprachliche Abstraktionsvermögen sei erhalten. Die Symptomvalidierung zu 

Aufmerksamkeit sei unauffällig. Im emotionalen und Persönlichkeitsbereich fielen 

Schwankungen im Antrieb sowie allgemeine Verunsicherung/Selbstwertverlust bei 

schwankender psychophysischer Belastbarkeit und Vigilanzstörung auf. Die 

chronifizierte Schmerzsymptomatik, welche unmittelbar nach dem Unfall eingesetzt 

4.2. 

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habe, stehe im Vordergrund. Bezüglich der Aktivitäten und Teilhabe stünden im 

Vordergrund Phasen einer schwankenden und bis schwer eingeschränkten Vigilanz 

und psychophysischen Belastbarkeit. Eine Stabilisierung der psychischen und 

kognitiven Funktionen sowie der psychophysischen Belastbarkeit sei nicht erreicht 

worden. Es präsentiere sich ein hyperaktiver-angetriebener Versicherter, der auch 

einfache Arbeiten auf höchstem Energielevel absolviere. Bezüglich der 

Einschränkungen der Teilhabe durch kognitive und psychische Störungen sei aus 

neuropsychologischer Sicht aufgrund der mittelgradigen neuropsychologischen 

Störung nach Frei et al. von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % bis 

70 % je nach Anforderungen auszugehen. Einschränkungen durch neurologische und 

körperliche Störungen seien hierbei nicht mitberücksichtigt. Die Epilepsie und deren 

Behandlung scheine bei der Ausprägung der neuropsychologischen 

Funktionsstörungen eine wesentliche Rolle zu spielen. Es sei von dynamischen 

Symptomen auszugehen, was für den Versicherten den Alltag schwierig mache.

Im aktenbasierten Kurzgutachten vom 18. Mai 2022 führte Dr. G.___ hinsichtlich 

des Schweregrads der Hirnfunktionsstörung und des diesbezüglichen 

Integritätsschadens aus, dass der Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 19. Januar 

2021, worauf sich Dr. F.___ und die Beschwerdegegnerin berufe, widerspruchslos und 

die gezogenen Schlussfolgerungen plausibel seien. Die von Dr. E.___ in ihrem Bericht 

beschriebene mittelschwere bis schwere Verlangsamung in der sensomotorischen 

Koordination mit der dominanten rechten Hand mit Fallenlassen eines Stiftes bei nur 

leichter Verlangsamung ohne qualitative Einschränkungen mit der nicht-dominanten 

linken Hand stelle eine nicht unwesentliche Feinmotorikstörung dar. Dies begründe die 

Einstufung der festgestellten Hirnfunktionsstörung von mehr als mittelschwer, nämlich 

als mittelschwer bis gering schwere Störung. Daraus ergebe sich ein Anspruch auf eine 

Erhöhung des von Dr. F.___ festgehaltenen Integritätsschadens von bislang 50 % auf 

neu 60 % (UV-act. 333).

4.3. 

Festzuhalten ist, dass Dr. G.___ mit dem Integritätsschadenswert von 60 % von 

einer in der Suva-Feinrastertabelle 8 nicht vorgesehenen Zwischenstufe zwischen einer 

mittelschweren Hirnfunktionsstörung (Integritätsschaden von 50 %) sowie einer 

mittelschweren bis schweren Hirnfunktionsstörung (Integritätsschaden von 70 %) 

ausgeht. Trotz dieser abweichenden medizinischen Einschätzung legte die 

Beschwerdegegnerin das Kurzgutachten von Dr. G.___ vom 18. Mai 2022 nicht ihrem 

Vertrauensarzt Dr. F.___ zur Stellungnahme vor, zumindest ergibt sich dies nicht aus 

den vorliegenden Akten. Es stellt sich umso mehr die Frage, ob das Kurzgutachten 

nicht zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/16

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versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen von Dr. F.___ begründet, so dass die 

Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, eine versicherungsexterne 

medizinische Beurteilung zu veranlassen (vgl. Erwägung 2.5 hiervor).

Es bedarf daher nachfolgend einer Auseinandersetzung mit den Schweregraden 

bei Hirnfunktionsstörungen und den dabei relevanten Einstufungskriterien.

4.5. 

Eine Hirnleistungsstörung wird in der medizinischen Fachliteratur beschrieben als 

eine qualitative oder quantitative Einschränkung der normalen Hirnfunktion, welche 

neurologische, kognitive und/oder psychische Defizite umfassen kann. Beeinträchtigt 

sind Bereiche wie visuelle und akustische Wahrnehmung, Sprache, Aufmerksamkeit, 

Gedächtnis, Konzentration, Problemlösen, räumliches Vorstellungsvermögen, exekutive 

Funktionen, Motorik, Affekte und Verhalten. Störungsbilder sind beispielsweise 

Aphasie, Dysarthrie, Alexie, Agraphie, Apraxie oder Amnesie (vgl. dazu bspw. 

www.flexikon. doccheck.com/de/Hirnleistungsst%C3%B6rung und 

www.aerzteblatt.de/archiv/171276/ Hirnfunktionsstoerungen-Hoher-Bedarf-an-

Neuropsychologen; zuletzt abgerufen jeweils am 29. August 2023).

4.5.1. 

In der Suva-Feinrastertabelle 8 wird in Ziffer 3.4 die mittelschwere 

Hirnfunktionsstörung wie folgt umschrieben: "Kognitive Störungen: Deutliche 

Minderleistungen einer oder mehrerer kognitiver Funktionen. Die Aufmerksamkeit, das 

Gedächtnis und die exekutiven Funktionen sind fast immer betroffen. Störungen 

können aber auch andere Funktionsbereiche betreffen. Übrige psychische Störungen: 

Meistens findet sich eine deutliche Persönlichkeitsänderung. Der Antrieb, Affekt, die 

Kritikfähigkeit und das Sozialverhalten sind einzeln oder kombiniert deutlich gestört. 

Eine Rückkehr an den angestammten Arbeitsplatz ist auch in Berufen mit geringen 

kognitiven Anforderungen deutlich beeinträchtigt. Der Patient kann nur noch Teile der 

Arbeitsabläufe, meist einfachere, ausführen. Das soziale Umfeld beschreibt den 

Patienten als verändert." In Ziffer 3.5 wird die schwere Hirnfunktionsstörung wie folgt 

umrissen: "Kognitive Störungen: Starke Störungen fast aller kognitiven Funktionen oder 

ein Funktionsausfall dominieren das Gesamtbild in einem solchen Masse, dass andere 

Funktionen nicht richtig erfasst werden können (z.B. schwere 

Aufmerksamkeitsstörungen, schwere Sprachstörungen oder schwere Störungen der 

exekutiven Funktionen). Übrige psychische Störungen: Es findet sich eine deutliche 

Persönlichkeitsänderung mit Störungen des Antriebs, des Affekts, der Kritikfähigkeit 

und des Sozialverhaltens. Einfache Tätigkeiten sind unter Umständen in einer 

geschützten Werkstatt oder einer vergleichbaren Umgebung möglich. Je nach Art der 

Störung kann der Patient aber voll arbeitsunfähig sein." Eine Definition der 

4.5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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mittelschweren bis schweren Störung, welche mit einem Integritätsschaden von 70 % 

eingestuft ist, enthält die Suva-Feinrastertabelle 8 dagegen nicht. Es bedarf daher einer 

Interpolation zwischen den zu erfüllenden Kriterien bei einer mittelschweren und 

denjenigen bei einer schweren Hirnfunktionsstörung. Dazu herangezogen werden kann 

die von den Autoren Adrian Frei, Christian Balzer, Françoise Gysi, Julie Leros und 

Andrea Plohmann verfasste Leitlinie der Schweizerischen Vereinigung der 

Neuropsychologinnen und Neuropsychologen (SVNP) "Kriterien zur Bestimmung des 

Schweregrades einer neuropsychologischen Störung sowie Zuordnungen zur 

Funktions- und Arbeitsfähigkeit", welche Bezug nimmt zur Suva-Feinrastertabelle 8. 

Gemäss dieser Leitlinie liegt eine mittelgradige neuropsychologische Störung vor, 

wenn: "a) Mindestens zwei kognitive Teilfunktionen sind deutlich (mehr als 2 SD 

[Standardabweichungen] unter dem Mittelwert) sowie weitere allenfalls leicht 

vermindert (1 bis 2 SD unter dem Mittelwert), und/oder … b) Mittelschwere 

Auffälligkeiten in den Bereichen der Affektivität, des Verhaltens oder der Persönlichkeit. 

Die Funktionsfähigkeit ist im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen 

deutlich eingeschränkt. Es können nur noch einfachere Arbeiten ausgeführt werden. 

Die Person fällt in ihrem sozialen Umfeld auch deutlich auf. In Berufen oder bei 

Aufgaben mit hohen Anforderungen ist die Funktionsfähigkeit sogar stark 

eingeschränkt. Grad der Arbeitsunfähigkeit von 50 bis 70 %." Eine mittelgradige bis 

schwere neuropsychologische Störung erfordert: "a) Die Mehrzahl der kognitiven 

Teilfunktionen sind deutlich vermindert (mehr als 2 SD unter dem Mittelwert), und/oder 

… b) Mittelschwere bis schwere Auffälligkeiten in den Bereichen der Affektivität, des 

Verhaltens oder der Persönlichkeit. Die Funktionsfähigkeit ist im Alltag und unter 

sämtlichen beruflichen Anforderungen deutlich eingeschränkt. Es können nur noch sehr 

einfache Arbeiten unter intensiver Supervision ausgeführt werden. Die Person fällt in 

ihrem sozialen Umfeld auch deutlich auf. Einfache Tätigkeiten sind unter Umständen in 

einer geschützten Werkstatt oder einer vergleichbaren Umgebung möglich. Grad der 

Arbeitsunfähigkeit von 70 bis 90 %."

In Übereinstimmung mit Dr. G.___ ist davon auszugehen, dass der Bericht von Dr. 

E.___ von 12. Januar 2021, auf welchen – wie bereits erwähnt – Dr. F.___ in seiner 

Integritätsschadensbeurteilung abstellte, schlüssig und nachvollziehbar ist. Der Ansicht 

von Dr. G.___, da Dr. E.___ eine mittelschwere bis schwere Verlangsamung in der 

sensomotorischen Koordination mit der dominanten rechten Hand in ihrem Bericht 

beschrieb, nicht vom Vorliegen einer mittelschweren, sondern grundsätzlich vom 

Vorliegen einer mittelschweren bis gering schweren Hirnfunktionsstörung auszugehen 

sei, kann nicht gefolgt werden, da die beschriebene Situation bzw. dieses einzelne 

Kriterium nicht die Gesamtsituation zu wiederspiegeln vermag. So ging Dr. E.___ denn 

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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5.  

auch selbst in Anbetracht der Verlangsamung in der sensomotorischen Koordination 

insgesamt vom Vorliegen einer mittelschweren Hirnfunktionsstörung aus. Dies ist 

nachvollziehbar und überzeugend, erwähnte doch Dr. E.___ auch Aspekte/Kriterien in 

denen der Beschwerdeführer weniger oder gar nicht eingeschränkt bzw. beeinträchtigt 

ist. Anzufügen ist, da Dr. G.___, wie in Erwägung 4.4 bereits ausgeführt, beim 

Schweregrad von einer Zwischenstufe ausgeht, welche die Suva-Feinrastertabelle 8 

nicht kennt, ist es nicht zu beanstanden, dass Dr. F.___, von derjenigen 

Schweregradstufe gemäss der Suva-Feinrastertabelle 8 ausgeht, die am passendsten/

zutreffendsten für die vorliegende Situation ist. Die Annahme einer mittelschweren 

Hirnfunktionsstörung erscheint auch in Anbetracht der in der Richtlinie der 

Schweizerischen Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen (SVNP) 

genannten Voraussetzungen für eine mittelschwere sowie für eine mittelschwere bis 

schwere Hirnfunktionsstörung (vgl. dazu Erwägung 4.5.2 hiervor) passend bzw. 

zutreffend zu sein. Die abweichende Einschätzung von Dr. G.___ vermag daher keine 

auch nur geringen Zweifel an der Beurteilung von Dr. F.___ zu begründen.

Die Beschwerdegegnerin durfte daher bei der Festsetzung der 

Integritätsentschädigung auf die Einschätzung von Dr. F.___ abstellen. Da das 

Versicherungsgericht nicht ohne triftigen Grund davon abweichen bzw. sein eigenes 

Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf (BGE 137 V 74 E. 5.2), 

ist das Begehren des Beschwerdeführers, die Integritätsentschädigung hinsichtlich der 

Hirnfunktionsstörung höher als die von der Beschwerdegegnerin festgelegten 50 % mit 

70 % anzusetzen, abzuweisen.

4.7. 

Im Weiteren wird vom Beschwerdeführer geltend gemacht, dass der 

Integritätsschaden für die andauernden Kopfschmerzen und die Feinmotorikstörung in 

der rechten Hand zusammen nicht mit 5 %, sondern mit mindestens 10 % anzusetzen 

sei (act. G 1-7). Begründet wird dies damit, dass gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (Urteil vom 26. August 2009, 8C_139/2009, E. 5.1) die Bemessung 

des Integritätsschadens bei posttraumatischen Kopfschmerzen im Quervergleich unter 

Anwendung der Suva-Feinrastertabelle 7 "Integritätsschaden bei 

Wirbelsäulenaffektionen" zu erfolgen habe. Diese sehe bei geringen Dauerschmerzen, 

welche bei Belastung verstärkt seien und auch in Ruhe auftreten würden, einen 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 5 % bis 20 % vor. Die teils starken 

Schmerzen, welche der Beschwerdeführer bescheibe, würden eine 

Integritätsentschädigung von mindestens 10 % rechtfertigen. In der Replik wird 

nochmals geltend gemacht, dass der von Dr. F.___ festgesetzte Integritätsschaden von 

5.1. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-71%3Ade&number_of_ranks=0#page71

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5 % die Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers nicht ausreichend berücksichtige. 

Erstmals wurde zudem in der Replik geltend gemacht, dass die Kopfschmerzen nicht 

ausreichend abgeklärt worden seien, weshalb der Untersuchungsgrundsatz verletzt 

worden sei (act. G 7-2 ff.). Der Beschwerdeführer begründet das Begehren um eine 

höhere Integritätsentschädigung insbesondere mit den in den Akten der Jahre 2017 bis 

2021 enthaltenen Aussagen von ihm zu seinen subjektiv empfundenen Kopfschmerzen 

(posttraumatische Spannungskopfschmerzen und neuropathische Schmerzen), welche 

insbesondere unter Belastung verstärkt auftreten würden.

Die Beschwerdegegnerin verweist in der Beschwerdeantwort auf die Ausführungen 

in der neurologischen Beurteilung von Dr. D.___ vom 30. Juli 2020 (UV-act. 273), 

wonach die Kopfschmerzen zwar täglich vorhanden, aber nicht im Vordergrund seien. 

Auch aus der neurochirurgischen Beurteilung von Prof. Dr. med. H.___ vom 11. Februar 

2020 (UV-act. 258) würden sich keine Hinweise auf die Kopfschmerzen zeigen. Der 

Folgebeurteilung vom 2. Dezember 2020 durch Dr. D.___ könne sogar entnommen 

werden, dass die Kopfschmerzen regelgerecht zu bewältigen seien und vorwiegend bei 

Wetterwechseln und nach Anstrengungen auftreten würden. In der 

neuropsychologischen Untersuchung vom 12. Januar 2021 habe der 

Beschwerdeführer wieder angegeben, jeden Tag an Kopfschmerzen zu leiden (UV-act. 

293; act. G 3-3 f.). In der Duplik führte die Beschwerdegegnerin zudem aus, dass sich 

aus den beschwerdeführerischen Vorbringen nicht ergebe, welche weiteren 

Abklärungen für die Beurteilung der Kopfschmerzen in Bezug auf die 

Integritätsentschädigung noch hätten gemacht werden sollen. Im Weiteren wird 

ausgeführt, dass Dr. F.___ in seiner Beurteilung vom 7. April 2021 die Kopfschmerzen 

ausreichend berücksichtigt habe. Im vom Beschwerdeführer in Auftrag gegebenen 

Kurzgutachten vom 18. Mai 2022 sei Dr. G.___ im Übrigen hinsichtlich der 

Kopfschmerzen zum gleichen Ergebnis gelangt wie der versicherungsinterne Mediziner 

Dr. F.___ (act. G 8).

5.2. 

Festzuhalten ist, dass in den Akten die (Kopf-)Schmerzen des Beschwerdeführers 

thematisiert worden sind. Ersichtlich ist, dass die Kopfschmerzen zwar täglich 

auftreten, jedoch erst bei besonderen Situationen wie Wetterwechseln oder starken 

Belastungssituationen ein unerträgliches Ausmass annehmen würden. Da mit der 

Integritätsentschädigung die dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Integrität abgegolten wird, erscheint die Schätzung des 

Integritätsschadens durch Dr. F.___ mit 5 % als vertretbar, liegt dieser Wert – wie die 

Beschwerdeführerin selbst ausführt – noch innerhalb der für solche Fälle vorgesehenen 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Integritätsschadenspannbreite von 5 % bis 20 %. Diese Einschätzung wird zudem von 

Dr. G.___ mitgetragen.

Festzuhalten ist, dass die Aktenlage zur Beurteilung des Integritätsschadens 

hinsichtlich der Kopfschmerzen und der Feinmotorikstörung in der rechten Hand 

ausreichend war. Da es sich bei der vorliegenden Festlegung der 

Integritätsentschädigung um einen Entscheid der Verwaltung handelt, der im Rahmen 

des mit der Suva-Feinrastertabelle vorgegebenen Ermessensspielraum liegt und auch 

keine triftigen Gründe vorliegen, so dass von einer höheren Integritätsschädigung 

ausgegangen werden müsste, ist das Begehren um eine Erhöhung der diesbezüglichen 

Integritätsentschädigung von 5 % auf 10 % abzuweisen.

5.4. 

Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass die von der 

Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 3. Mai 2022 (UV-act. 322) zugesprochene und 

im Einspracheentscheid vom 27. Juli 2022 (UV-act. 339) bestätigte 

Integritätsentschädigung von Fr. 125'970.00 basierend auf einer Integritätseinbusse 

von 85 % (50 % für die Hirnfunktionsstörung, 30 % für die Epilepsie sowie 5 % für die 

Kopfschmerzen und die Feinmotorikstörung in der rechten Hand) korrekt ist.

6.1. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 27. Juli 2022 folglich nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 

Beschwerde vom 1. September 2022 ist abzuweisen.

6.2. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

6.3. 
bis

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

6.4. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2023
	Art. 24 ff. UVG: Integritätsentschädigung; Die von der Beschwerdegegnerin festgesetzte Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 85 % beruht auf einem ausreichend geklärten medizinischen Sachverhalt und entspricht in seiner Höhe der Verwaltungspraxis, die sich grundsätzlich nach den Werten in den Suva-Feinrastertabellen richtet. Es liegen auch keine triftigen Gründe vor, welche ein Eingreifen des Versicherungsgerichts in das Ermessen der Verwaltung rechtfertigen würde. Die Beschwerde ist abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2023, UV 2022/44).

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		2025-07-19T00:43:28+0200
	"9001 St.Gallen"
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