# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 106e7b2f-57f0-5052-a7d7-045197da91f0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.06.2018 IV 2016/84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-84_2018-06-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/84

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 19.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 19.06.2018
Art. 28 und 29 IVG. Invalidenrente. Medizinischer Sachverhalt unbestritten. 
Umstritten ist die Bemessung der beiden Vergleichseinkommen. Beim 
Valideneinkommen ist auf das zuletzt erzielte Einkommen als Rangier- und 
Reinigungsmitarbeiter bei den SBB abzustellen, beim Invalideneinkommen 
auf das neue Einkommen als Reinigungsspezialist bei den SBB, nachdem 
der Beschwerdeführer an dieser Stelle optimal eingegliedert erscheint, 
stabile Arbeitsverhältnisse vorliegen und der ausgerichtete Lohn nicht als 
Soziallohn erscheint (E. 2.2 und 2.3). Rentenbeginn (E. 2.4) (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Juni 2018, IV 
2016/84).

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Marie Löhrer und 

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach

Geschäftsnr.  

IV 2016/84

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch SBB AG Human Resources, Betriebliches Gesundheitsmanagement, 

Hilfikerstrasse 1, 3000 Bern,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 3. Dezember 2014 erneut zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (berufliche Integration, Rente) an. Dabei gab er an, seit längerem 

an einer starken Arthrose im rechten Knie zu leiden (act. G 4.1/12). Im Arztbericht vom 

23. Dezember 2014 nannte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. B.___, Facharzt für 

Allgemeine Medizin FMH, die Diagnosen einer Pangonarthrose rechts mehr als links 

sowie eines metabolischen Syndroms. Belastungsabhängige Knieschmerzen rechts 

limitierten die Arbeitsfähigkeit. Belastungen wie Treppensteigen - abwärts mehr als 

aufwärts - Gehen auf unebenem Gelände, Arbeiten in kniender Position und das 

Tragen von schweren Lasten führten rasch zu Schmerzen und Schwellung des rechten 

Kniegelenks. Diese Belastungen träten während der Arbeit des Versicherten als 

polyvalenter Rangierer bei den SBB immer wieder auf. Arbeiten in mehrheitlich 

sitzender Position ohne die erwähnten Belastungen könnten demgegenüber ohne 

zeitliche Einschränkung geleistet werden. Ein Gelenksersatz werde nicht zu umgehen 

sein. Die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit lasse sich heute noch nicht voraussagen 

(act. G 4.1/19.2 f). Am 24. Februar 2015 hielt die IV-Sachbearbeitung fest, berufliche 

Massnahmen seien auf Grund der vorgesehenen Knie-Operation und der 

anschliessenden Rehabilitation nicht angezeigt. Eine Wiedereingliederung in eine 

adaptierte Tätigkeit ausserhalb der SBB sei kurz vor der Pensionierung nicht realistisch 

(act. G 4.1/27.2 und 29). Gleichentags wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass kein 

Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe. Nach erfolgter Operation werde die 

Rentenprüfung vorgenommen (act. G 4.1/30).

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A.b  Mit Verlaufsbericht vom 8. Juli 2015 attestierte Dr. B.___ einen komplikationslosen 

Verlauf nach Knie-TP rechts. Der Versicherte sei jedoch aktuell noch nicht arbeitsfähig. 

Ob die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei, sei abhängig vom weiteren Verlauf. Der 

zeitliche Rahmen der Arbeitsfähigkeit sei fraglich und die Leistungsfähigkeit auf Grund 

der reduzierten Belastbarkeit des operierten Kniegelenks vermindert. Eine 

Verbesserung der Arbeitsfähigkeit am bisherigen Arbeitsplatz könne nur nach erfolgter 

Rehabilitation erreicht werden. Eine Arbeit sollte möglichst geringe Belastungen für das 

Knie aufweisen (kein unebenes Gelände, keine knienden Tätigkeiten, keine schweren 

Lasten). Geeignete Tätigkeiten seien ohne relevante zeitliche Limitation möglich. Der 

Entscheid über die weitere Belastung sollte nach einer postoperativen Kontrolle Ende 

Juli 2015 beim Operateur Dr. med. C.___, Kantonales Spital Z.___, erfolgen (act. G 

4.1/36). Dieser berichtete am 18. November 2015 von einem regelrechten Verlauf nach 

Implantation der Knie-Totalprothese. Schwerst- und Schwerarbeiten könne der 

Versicherte nicht mehr durchführen, was generell nach Implantation von Knieprothesen 

nicht mehr möglich sei. Bis 30. August 2015 habe eine vollständige, ab dem 31. August 

2015 eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab dem 1. Dezember 2015 könne 

der Versicherte behinderungsgerechte Arbeiten in vollem Ausmass ausführen (act. G 

4.1/50.2 f.). Schliesslich hielt Dr. B.___ in einem weiteren Verlaufsbericht vom 9. 

Dezember 2015 fest, der Gesundheitszustand sei seit Juli 2015 stationär und es 

beständen unveränderte Diagnosen, wobei nun verstärkt auch Beschwerden im 

Bereich des linken Kniegelenks aufträten. Der Versicherte sei auf Grund der 

Schonauflagen im angestammten Bereich als polyvalenter Rangierer nicht mehr 

einsetzbar. So seien das Zurücklegen weiter Strecken, insbesondere mit gleichzeitiger 

Last, häufiges Treppensteigen, Gehen im unebenen Gelände wie z.B. im Schotterbelag 

und Tätigkeiten in kniender oder hockender Stellung nicht mehr möglich. In einer 

vorwiegend sitzenden Tätigkeit sei eine vollzeitige Arbeitsfähigkeit möglich (act. G 

4.1/52.2 ff.). In seiner Beurteilung vom 18. Dezember 2015 ging auch der RAD 

Ostschweiz von einem stabilen Gesundheitszustand und einer 100 %-igen 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ab 1. Dezember 2015 aus (act. G 

4.1/55.2).

A.c  Am 17. Juli 2015 hatte das Case Management der Arbeitgeberin SBB der 

Eingliederungsberatung der IV mitgeteilt, eine Rückkehr an den angestammten 

Arbeitsplatz sei auf Grund der Einschränkungen nicht möglich (act. G 4.1/37). Am 14. 

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September 2015 hatte die Arbeitgeberin der IV sodann mitgeteilt, der Versicherte 

würde heute ohne gesundheitliche Einschränkungen Fr. 88'643.45 verdienen. In einer 

möglichen Verweistätigkeit würde er in einem 100 %-Pensum Fr. 57'806.-- bzw. - bei 

einer maximalen Leistung von 30 % - Fr. 17'341.80 verdienen. Die SBB bezahle somit 

einen Soziallohn von Fr. 71'301.65 (act. G 4.1/46). Am 19. Dezember 2015 teilte sie der 

IV schliesslich gestützt auf den Bericht des Medical Service der SBB vom 15. 

Dezember 2015 mit, dass der Versicherte auf Grund seiner Einschränkungen nicht 

mehr in einen Zeitplan integriert werden könne und in seinen Einsatzmöglichkeiten 

nicht mehr planbar sei. Er könne weder in den Doppelstockzügen noch im Gleisfeld 

noch in der WC-Reinigung eingesetzt werden. Auch könne er nicht für die Arbeit vom 

Perron aus eingesetzt werden, da dort lange Gehstrecken bis zu mehreren Kilometern 

pro Tag anfallen würden. Mit einer Gewichtslimite von 5 kg sei er auch nicht in der 

Lage, Zeitungen einzusammeln oder Abfallsäcke zu entsorgen. Die ärztlich attestierte 

Arbeitsfähigkeit von 100 % sei zwar aus Sicht des Arztes verständlich aber 

arbeitgeberseits nicht mehr umzusetzen (act. G 4.1/53).

A.d  Im Feststellungsblatt vom 11. Januar 2016 ging die IV-Stelle gestützt auf die 

Einträge im IK von einem Valideneinkommen von Fr. 88'891.-- (2012) aus. Für die 

Bemessung des Invalideneinkommens stellte sie auf die Tabellenlöhne ab (2012, 

privater Sektor, Niveau 1) und legte dem Einkommensvergleich einen Wert von Fr. 

65'172.-- zu Grunde, was zu einem Invaliditätsgrad von 27 % führte (act. G 4.1/56.2). 

Mit Vorbescheid vom 11. Januar 2016 wurde der Versicherte darüber informiert, dass 

kein Rentenanspruch bestehe (act. G 4.1/58). Trotz Einwands der Rechtsvertretung 

verfügte die IV-Stelle am 26. Februar 2016 wie angekündigt (act. G 4.1/64).

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 7. März 2016 

mit dem Antrag, dem Beschwerdeführer sei ab 1. Juni 2015 eine Viertelsrente der 

Invalidenversicherung zuzusprechen. Dabei sei von einem Valideneinkommen von Fr. 

92'826.--, das nebst dem Lohn inklusive Zulagen auch noch die Fahrvergünstigung für 

das Personal in Höhe von Fr. 2'559.-- sowie einen Pro-rata-Anteil an der Treueprämie 

von Fr. 1'289.-- enthalte, auszugehen. Beim Invalideneinkommen sei auf Grund des 

Alters des Beschwerdeführers von 62,5 Jahren, den Einschränkungen, welche die 

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Ausübung der angestammten Schwerarbeit verunmöglichten sowie der auf 60 % 

reduzierten Leistungsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ein Leidensabzug von 20 % 

vorzunehmen. Ausgehend von einem Tabellenlohn von Fr. 66'158.-- (TA 1, 2012, Total 

Männer mit Kompetenzniveau 1) ergebe sich damit ein Invalideneinkommen von Fr. 

52'926.95 sowie ein Invaliditätsgrad von 42,98 % und damit ein Anspruch auf eine 

Viertelsrente (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 11. April 2016 beantragt die Verwaltung Abweisung 

der Beschwerde. Das invalidisierende Leiden des Beschwerdeführers sei ca. ab 2013 

aufgetreten. Es könne somit auf das Einkommen 2012 abgestellt werden. Dieses habe 

Fr. 88'891.-- betragen. Da der Beschwerdeführer nicht mehr arbeite, sei für die 

Bemessung des Invalideneinkommens auf die Lohnstrukturerhebungen des Bundes 

abzustellen. Der Beschwerdeführer könne auch noch körperlich mittelschwere 

Tätigkeiten ausüben, weshalb trotz des fortgeschrittenen Alters kein sogenannter 

Leidensabzug vorzunehmen sei. Es sei damit gemäss Tabelle von einem 

Invalideneinkommen von Fr. 65'177.-- (2012) auszugehen, was einen Invaliditätsgrad 

von 27 % ergebe. Der Antrag sei damit zu Recht abgewiesen worden (act. G 4).

B.c  Mit Replik vom 27. April 2016 macht der Beschwerdeführer nochmals geltend, es 

sei von einem Valideneinkommen von Fr. 92'826.-- auszugehen und beim 

Invalideneinkommen ein Leidensabzug von 20 % auf dem Tabellenlohn vorzunehmen. 

Dieser begründe sich durch das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers. Dieses 

sei von der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt worden, das zusammen mit 

weiteren persön¬lichen Gegebenheiten Beurteilungsgrundlage bilde, ob die 

grundsätzlich denkbaren Erwerbsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

realistischerweise noch nachgefragt werden und ihre Verwertung auch gestützt auf die 

Selbsteingliederungspflicht unter allen massgebenden Aspekten noch zumutbar sei. 

Zudem beständen gehäufte Schonauflagen. Schliesslich sei auch die 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt, da das Arbeitstempo auf Grund der Schmerzen 

verlangsamt sei. Auch wenn von einer 100 %-igen Präsenzzeit gesprochen werde, sei 

nur eine Leistungsfähigkeit von maximal 60 % möglich (act. G 6). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 8).

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B.d  Mit einer weiteren Eingabe vom 26. Juli 2016 orientiert der Beschwerdeführer 

darüber, dass sein Arbeitsvertrag mit den SBB im Rahmen der beruflichen 

Reintegration nach Ablauf des Anspruchs auf Lohnfortzahlung per 1. Juli 2016 

angepasst werde. Dazu reicht er den neuen Arbeitsvertrag ein (act. G 9 und G 9.1).

Erwägungen

1. 

1.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit 

oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun¬fähigkeit sind ausschliesslich die 

Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

2. 

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2.1  Vorliegend ist unter allen Beteiligten unbestritten, dass der Beschwerdeführer die 

angestammte körperlich schwere Tätigkeit als Rangier- und Reinigungsmitarbeiter bei 

den SBB aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Umstritten ist 

demgegenüber der Einkommensvergleich bzw. das anzunehmende Valideneinkommen 

sowie das Invalideneinkommen, namentlich, ob dem Beschwerdeführer ein 

sogenannter Leidensabzug zu gewähren ist.

2.2  Zum Valideneinkommen macht der Beschwerdeführer geltend, es sei von einem 

Betrag von Fr. 92'826.-- auszugehen. Dieser setze sich aus einem Jahreslohn von Fr. 

77'341.--, ahv-pflichtigen Zulagen von Fr. 11'637.--, Fahrvergünstigungen für das 

Personal in Höhe von Fr. 2'559.-- und einer Pro-rata-Treueprämie in Höhe von Fr. 

1'289.-- zusammen. Diese Werte bezögen sich auf das Jahr 2015. Die 

Beschwerdegegnerin geht demgegenüber von einem Valideneinkommen von Fr. 

88'891.-- aus. Dieser Betrag entspricht dem höchsten jemals im IK des 

Beschwerdeführers verzeichneten Einkommen (2012 [act. G 4.1/17.1]). Dasselbe 

Einkommen hat die Arbeitgeberin am 1. Dezember 2014 im Fragebogen für 

Arbeitgebende für das Jahr 2012 deklariert (act. G 4.1/13.2 f.). Mit Mail vom 14. 

September 2015 gibt sie an, der Beschwerdeführer würde heute ohne gesundheitliche 

Einschränkungen einen Validenlohn von Fr. 88'643.45 erzielen (act. G 4.1/46). Mithin 

erscheint plausibel, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2015 im Gesundheitsfall ein 

Einkommen in dieser Grössenordnung erzielt hätte. Dies anerkennt auch die 

Beschwerdegegnerin, indem sie von einem Valideneinkommen Fr. 88'891.-- ausgeht. 

Nachdem dies wie erwähnt gemäss IK-Auszug das höchste jemals vom 

Beschwerdeführer erzielte Einkommen darstellt, besteht kein Anlass, von einem noch 

höheren Valideneinkommen auszugehen. Namentlich können die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Fahrvergünstigungen nicht zusätzlich 

berücksichtigt werden. Diese müssten ansonsten auch bei der Berechnung des 

Invalideneinkommens berücksichtigt werden, nachdem wohl anzunehmen ist, dass er 

diese weiterhin erhält. Auch die Pro-rata-Treueprämie kann grundsätzlich nicht 

berücksichtigt werden, da sie nicht einem normalerweise erzielten Einkommen und 

damit dem hypothetischen Valideneinkommen im Jahr 2015 entspricht.

2.3  Gemäss Angaben der Arbeitgeberin/Vertreterin in der Eingabe vom 26. Juli 2016 

wurde der Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers "nach Ablauf des Anspruchs auf 

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Lohnfortzahlung (gemäss GAV SBB)" per 1. Juli 2016 angepasst. Es ist somit davon 

auszu¬gehen, dass der Beschwerdeführer bis Ende Juni 2016 in den Genuss der 

Lohnfortzahlung kam, die gemäss GAV SBB 2015 grundsätzlich während zweier Jahre 

ausgerichtet wird (ab dem zweiten Jahr mit 90 % des Lohnes; mit Verlängerung bzw. 

neuem Anspruch der Lohnfortzahlung bei erneuten Arbeitsausfällen auf Grund der 

gleichen Ursache [GAV SBB 2015 Ziff. 125 Abs. 3, Ziff. 127 Abs. 1 und Ziff. 128 Abs. 

2]). Entgegen der Ansicht der Arbeitgeberin (und der Beschwerdegegnerin [vgl. act. G 

4.1/31.1]) ist somit bis zu diesem Zeitpunkt nicht von einem Soziallohn im Sinn von Art. 

25 Abs. 1 lit. b IVV auszugehen. Vielmehr bestand während der 

gesamtarbeitsvertraglich geregelten Frist eine Lohnfortzahlungspflicht der 

Arbeitgeberin (vgl. auch GAV SBB 2015 Ziff. 126 [Kündigungsschutz]), wonach das 

Arbeitsverhältnis bei mangelnder medizinischer Tauglichkeit frühestens auf das Ende 

des Lohnfortzahlungsanspruchs aufgelöst werden darf, und Ziff. 131 Abs. 1, wonach 

das Arbeitsverhältnis auf Ende des Anspruchs auf Lohnfortzahlung angepasst wird, 

wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reintegriert werden kann). Es liegt in der 

Natur der Sache, dass dieser Lohn im Krankheitsfall nicht der effektiv erbrachten 

Arbeitsleistung entspricht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Beschwerdeführer sodann 

keinen erheblichen Lohnausfall. Seit dem 1. Juli 2016 ist der Beschwerdeführer in 

einem 80 %-Pensum als Reinigungsspezialist im Anforderungsniveau B bei den SBB 

angestellt. Der Lohn beträgt in dieser Funktion Fr. 62'291.-- pro Jahr (bei einem 100 %-

Pensum [act. G 9.1]). Bezüglich dieser neuen Funktion ist von einer 

behinderungsadaptierten Tätigkeit auszugehen (medizinisch besteht ab 1. Dezember 

2015 in einer optimal angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit [act. G 4.1/50.2 

f. und 55.2]; zudem entspricht sie den Vorgaben des Medical Service der SBB vom  14. 

Juni 2016 [act. G 9.2]). Dass der Beschwerdeführer auf dem freien Arbeitsmarkt besser 

(zu einem höheren oder vollen Pensum) integriert werden bzw. ein höheres Einkommen 

erzielen könnte, erscheint angesichts seines fortgeschrittenen Alters, der 

gesundheitlichen Einschränkungen sowie der aussergewöhnlich langen 

Betriebszugehörigkeit bei der jetzigen Arbeitgeberin (2016: 47 Jahre) nicht als 

realistisch, wovon auch die Sachbearbeitung der Beschwerdegegnerin ausgeht (act. G 

4.1/27.2). Da der Beschwerdeführer somit seine Resterwerbsfähigkeit an der jetzigen 

Stelle bestmöglich verwertet und in einem stabilen Arbeitsverhältnis beschäftigt ist, ist 

für die Bemessung des Invalideneinkommens auf den tatsächlichen Lohn - und nicht 

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auf den Tabellenlohn mit allfälligem Leidensabzug - abzustellen (BGE 129 V 472 E. 

4.2.1). Obschon der Arbeitsvertrag erst nach der Verfügung vom 26. Februar 2016 

zustande kam, ist diese Basis sachgerecht, weil eine Anfrage an den Arbeitgeber nach 

einer Umplatzierungsmöglichkeit im Betrieb sowie den entsprechenden 

Lohnaussichten eine übereinstimmende Grundlage ergeben hätte. Dass im neuen 

Einkommen ein Soziallohn enthalten ist, ergibt sich weder aus dem Vertrag vom 22. 

Juni 2016 noch wird dies von der Arbeitgeberin geltend gemacht. Es ist demnach von 

einem Einkommen von Fr. 49'833.-- auszugehen (80 % von Fr. 62'291.--), was zugleich 

das Invalideneinkommen darstellt. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 

88'891.-- ergibt sich eine Einbusse von 43,9 % ([Fr. 88'891.-- - Fr. 49'833.--] : Fr. 

88'891.-- x 100), woraus ein Anspruch auf eine Viertelsrente resultiert. Zur masslichen 

Festsetzung der Rente wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.4  Der Beschwerdeführer ist seit dem 17. Dezember 2014 in der angestammten 

Tätigkeit durchgehend zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Davor war er vom 24. bis 

30. November 2014 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Die weiter zurückliegenden 

Perioden von Arbeitsunfähigkeit weisen jeweils Unterbrüche von mehr als 30 Tagen auf 

(vgl. act. G 4.1/35.3), sodass diesbezüglich nicht von einer durchgehenden 

Arbeitsunfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch ausgegangen werden kann (vgl. Art. 

28 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 29ter IVV). Der Beschwerdeführer war somit ab 

dem 24. November 2014 durchgehend ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 

40 % arbeitsunfähig. Das Wartejahr endet somit am 23. November 2015. Nachdem der 

Beschwerdeführer danach zu mindestens 40 % invalid ist - und auch die Bedingung 

des Art. 29 Abs. 1 IVG erfüllt ist (mindestens 6 Monate seit Anmeldung vom 3. 

Dezember 2014) -, entsteht der Rentenanspruch per 1. November 2015 (vgl. Art. 29 

Abs. 3 IVG). (Wohl unter Anrechnung an die Lohnfortzahlung in der Zeit von November 

2015 bis Juni 2016 [vgl. GAV SBB 2015 Ziff. 129 Abs. 1 und 3].)

3. 

3.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und dem 

Beschwerdeführer eine Viertelsrente der Invalidenversicherung, beginnend am 1. 

November 2015, zuzusprechen.

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3.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig, wobei in Bezug auf die Kostenver-

legung von einem vollständigen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen ist. Die 

Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens 

entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird dem Beschwerdeführer eine 

Viertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen, beginnend am 1. November 

2015. Die Sache wird sodann zur masslichen Festsetzung der Rente an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

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