# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a585263-151b-5a8a-8479-4bf523466d49
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.04.2010 C-7586/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7586-2008_2010-04-22.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7586/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  A p r i l  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Österreich,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7586/2008

Sachverhalt:

A.
Die  am  (...)  1958  geborene,  verheiratete,  österreichische 
Staatsangehörige  X._______  lebt  in  Österreich  (act. 1).  Sie  war 
während rund 21 Jahren in  der Schweiz (zuletzt  als  Leiterin  Finanz- 
und  Rechnungswesen,  Personalwesen  und  Administration)  erwerbs-
tätig und hat dabei Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Inva-
lidenversicherung entrichtet (act. 8 und 11). 

B.
Mit  Verfügung  vom 26. Juli  2005  (act. 33)  hat  die  IV-Stelle  für  Ver-
sicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) X._______ mit Wirkung ab 
1. März 2004 eine ganze Invalidenrente zugesprochen.

Die IVSTA stützte sich dabei insbesondere auf das von der Pensions-
versicherungsanstalt  bei  Dr. med. A._______,  Ärztin  für  Allgemein-
medizin,  in  Auftrag  gegebene  Gesamtgutachten  vom 30. April  2004 
(act. 19).  Diesem Gutachten  ist  zu  entnehmen,  dass  bei  X._______ 
namentlich  ein  Zustand  nach  Mamma-CA-Entfernung  rechts  oben 
aussen mit Lymphknotenresektion axillar und Chemotherapie bis Juli 
2003 und Radiatio bis Oktober 2003, derzeit Sexualhormonblockade, 
ein  reaktiv  depressiver  Verstimmungszustand,  ein  Cutaner  Lupus 
Erythematodes  und  eine  Bewegungseinschränkung  der  rechten 
Schulter vorliegt. Die begutachtende Ärztin schloss aus dem Vorliegen 
dieser Diagnosen, dass bei der Beschwerdeführerin aktuell keine Ar-
beitsfähigkeit mehr vorhanden sei, diese jedoch bei Stabilisierung des 
Zustandes wiedererlangt werden könnte.

C.  
Im November  2007 leitete die IVSTA von Amtes wegen ein Renten-
revisionsverfahren ein (act. 60).

C.a Mit  Vorbescheid  vom  19. Mai  2008  (act. 86)  teilte  die  IVSTA 
X._______  mit,  aufgrund  der  erhaltenen  Unterlagen  sei  man  zum 
Schluss  gekommen,  sie  könne  nun  wieder  eine  dem  Gesund-
heitszustand  angepasste  Tätigkeit  in  rentenausschliessendem  Aus-
mass  ausüben,  weshalb  dann  kein  Anspruch  mehr  auf  eine  Rente 
bestünde.

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C.b Mit  Schreiben vom 15. Juni  2008  (act. 94)  teilte  X._______  der 
IVSTA mit, sei sei mit dem Vorbescheid nicht einverstanden und bitte 
um Weitergewährung der Rente. Zur Begründung reichte sie diverse 
Unterlagen ein.

C.c Mit  Verfügung vom 5. November  2008  (act. 106)  hob die  IVSTA 
die  ganze  Rente  von  X._______  revisionsweise  per  1. Januar  2009 
auf. Zur Begründung führte die IVSTA aus, dass es X._______ wieder 
möglich wäre, mehr als 60% des Erwerbseinkommens zu erzielen, das 
sie ohne Gesundheitsbeeinträchtigung erreichen würde.

D.
Gegen  die  Verfügung  vom  5. November  2008  hat  X._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführerin)  mit  Eingabe  vom  24. November 
2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Sie bean-
tragte  die  weitere  Ausrichtung  einer  Invalidenrente. Zur  Begründung 
führte sie aus, ihre rechte Hand respektive ihr rechter Arm sei seit der 
Operation nur  noch während drei  bis  vier  Stunden belastbar. Ferner 
sei es ihr aufgrund der verminderten Belastbarkeit nicht mehr möglich, 
in einer Kaderposition tätig zu sein, und mit einer Teilzeitbeschäftigung 
als Sachbearbeiterin könne sie unmöglich mehr als 60% des früheren 
Erwerbseinkommens erzielen.

E.
Am 18. Dezember 2008 ist der mit Zwischenverfügung vom 3. Dezem-
ber  2008  einverlangte  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von  Fr. 300.-- 
beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen.

F.
Mit Eingaben vom 9. Dezember 2008 und vom 9. Januar 2009 reichte 
die Beschwerdeführerin weitere Beweismittel ein.

G.
Mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2005 beantragte die IVSTA die Ab-
weisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, der Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin habe sich gebessert, da in den 
Gutachten kein psychisches Leiden mehr erwähnt werde und sich das 
Mamma-Carcinom  in  Remission  befinde.  Die  verbliebenen  Restbe-
schwerden seien im Übrigen nicht schwerwiegend. Ferner sei festzu-
halten, dass die Beschwerdeführerin ihre frühere Kaderposition nicht 
aus  gesundheitlichen  Gründen  sondern  wegen  Überforderung/Über-
lastung aufgegeben habe,  weshalb  davon auszugehen sei,  dass die 

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Beschwerdeführerin  heute  nicht  mehr  in  der  früheren Kaderposition, 
sondern in einer Sachbearbeitertätigkeit (Buchhaltung) tätig wäre. Die 
vorgenommene Bestimmung des Invaliditätsgrades sei daher korrekt.

H.
Mit Replik vom 8. Juli 2009 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem An-
trag fest. Zur Begründung führte sie aus, die IVSTA berücksichtige bei 
ihrer Beurteilung nicht, dass ihre Lymphödeme bei längerer Belastung 
(drei bis vier Stunden) exacerbierten. Dies sei der Grund, weshalb sie 
zur Zeit  nur 45% arbeite. Ferner bestritt  sie, dass der Grund für  die 
Aufgabe der  Kaderstelle  Überforderung gewesen sein soll.  Sie habe 
gekündigt,  weil  ihr  Arbeitspensum über längere Zeit  zwischen 120% 
und 140% betragen habe und sie keinen Anspruch auf Entschädigung 
von Überzeit/Mehrarbeit gehabt habe. Längerfristig sei dies für sie kei -
ne Lösung mehr gewesen. Sie würde jedoch heute in einer Kaderpo-
sition  arbeiten,  wenn ihr  Gesundheitszustand dies  zuliesse; dement-
sprechend sei somit auch der Einkommensvergleich durchzuführen. 

I.
Mit  Duplik  vom 13. Oktober  2009 verzichtete  die  IVSTA auf  die  An-
tragsstellung, da die medizinische Einschätzung von der beurteilenden 
Onkologin insofern geändert worden sei, als sie die heute zu 45% aus-
geübte Tätigkeit als Buchhalterin nur bis zu einem Pensum von 50% 
als zumutbar erachte. In Bezug auf die Validentätigkeit sei streitig, ob 
die Beschwerdeführerin heute noch in einer Kaderposition tätig wäre. 
Diesbezüglich reichte die IVSTA einen Einkommensvergleich ein, bei 
welchem man als Valideneinkommen das Einkommen aus der Kader-
position eingesetzt hatte. Sie wies darauf hin, dass bei Annahme einer 
Arbeitsfähigkeit von 50% als Buchhalterin (je nach Valideneinkommen 
[Tätigkeit in der Buchhaltung oder Kaderposition]) ein Invaliditätsgrad 
von 50% oder 61% resultiere.

J.
Die Beschwerdeführerin hielt mit Eingabe vom 17. November 2009 an 
ihrem Antrag fest.

K.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Be-
weismittel wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 
Art. 33 lit. d  VGG und Art. 69  Abs. 1 lit. b  des  Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni  1959 (IVG, SR 831.20)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a bis 26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  sie  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG  beschwerde-
legitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1  ATSG und  Art. 52  Abs. 1  VwVG)  eingereicht  und  der  einver-
langte  Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  ist  auf  die  Be-
schwerde einzutreten.

2.  

2.1 Die Beschwerdeführerin ist  österreichische Staatsangehörige,  so 
dass  vorliegend  das  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II be-
treffend  Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit,  anzu-
wenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71  des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur 

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Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft  zu-  und  abwandern,  haben  die  in  den  persönlichen 
Anwendungsbereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat 
wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 
sowie der Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201). 

3.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). 

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In  materiell-rechtlicher  Hinsicht  ist  auf  jene  Bestimmungen  des  IVG 
und der  IVV respektive  des  ATSG und  der  zugehörigen Verordnung 
vom 11. September  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) abzustellen,  die für  die Beurtei-
lung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft stan-
den. Da vorliegend der Rentenanspruch ab 1. Januar  2009 strittig ist, 
ist vorliegend auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2008 in Kraft 
getretenen  Änderungen  (5. IV-Revision;  AS 2007  5129  und  AS 2007 
5155) abzustellen.

3.3 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens  40 Prozent  invalid  sind,  bei  einem  Invaliditätsgrad  von 
mindestens 50 Prozent besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei 
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 29 
Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 
50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur an Versicherte  ausgerichtet,  die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine 
abweichende Regelung vorsehen, was für Mitgliedstaaten der EU der 
Fall ist.

3.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. 
Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperli -
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil -
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-
tigkeit  in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 

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ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4,  115 V 134  E. 2;  AHI-Praxis 
2002, S. 62, E. 4b/cc).

3.6 Das  Bundesrecht  schreibt  nicht  vor,  wie  die  einzelnen  Beweis-
mittel  zu  würdigen  sind.  Für  das  gesamte  Verwaltungs-  und  Be-
schwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-
nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 
Beweise frei,  das heisst  ohne förmliche Beweisregeln,  sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfol-
gerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des Bundesgerichts  [BGer] vom 26. Januar 2006  [I 268/2005] E. 1.2, 
mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-
det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre  
Zuverlässigkeit besteht. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

3.7 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16  ATSG in  Verbindung  mit  Art. 28a Abs. 1  IVG aufgrund  eines 
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkom-

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men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen),  in  Beziehung  gesetzt  (allgemeine  Methode  des  Einkom-
mensvergleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1)  zum  Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (sogenanntes Valideneinkommen).  Da nach empirischer 
Feststellung  in  der  Regel  die  bisherige  Tätigkeit  im  Gesundheitsfall 
weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung 
des  Valideneinkommens  häufig  der  zuletzt  erzielte,  der  Teuerung 
sowie  der  realen  Einkommensentwicklung  angepasste  Verdienst 
(RKUV 1993 Nr. U 168 101 E. 3b) beziehungsweise das an die bran-
chenspezifische Nominallohnentwicklung angepasste frühere Einkom-
men (AHI 2000  305 ff. E. 2c). Bei  der  Bestimmung des Invalidenein-
kommens ist ebenfalls – sofern möglich – auf die beruflich-erwerbliche 
Situation abzustellen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 
Ist  kein  solches  Vergleichseinkommen  vorhanden,  weil  die  Person 
nach  dem  Eintritt  des  Gesundheitsschadens  keiner  Erwerbstätigkeit 
nachgegangen ist, so können rechtsprechungsgemäss Daten der Do-
kumentation  über  Arbeitsplätze  (DAP)  oder  aber  Tabellenlöhne  ge-
mäss den vom Bundesamt für  Statistik  periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  herangezogen  werden 
(BGE 129 V 472  E. 4.2.1).  Für  den  Einkommensvergleich  sind  im 
Revisionsverfahren betreffend Valideneinkommen die  Verhältnisse  im 
Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs und betreffend Invaliden-
einkommen die Verhältnisse im Zeitpunkt  der  Revision massgebend, 
wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage 
zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichs-
einkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind.

Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes  der  Schadenminderungspflicht  ist  ein  in  seinem  bis-
herigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehal-
ten,  innert  nützlicher  Frist  Arbeit  in  einem anderen Berufs-  oder  Er-
werbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zu-
mutbar  erscheint  (BGE 113 V 28  E. 4a,  BGE 111 V 239  E. 2a).  Des-
halb  ist  es  am behandelnden Arzt  bzw. am Vertrauensarzt  einer  IV-
Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine 
verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem 
Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese 

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sogenannte  Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen 
zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 1986 
S. 204 f.).

3.8 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbe-
zügers erheblich verändert hat.

Zu  einer  Änderung  des Invaliditätsgrades Anlass  geben  kann  einer-
seits  eine wesentliche Verbesserung oder  Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes  mit  entsprechender  Beeinflussung  der  Erwerbs-
fähigkeit und anderseits eine erhebliche Veränderung der erwerblichen 
Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens 
(BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 mit Hinweisen; 
SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist die Invalidität nach der Einkommens-
vergleichsmethode gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu bemessen, so kann 
jede Änderung eines der beiden Vergleichseinkommen zu einer für den 
Anspruch  erheblichen  Erhöhung  oder  Verringerung  des  Invaliditäts-
grades führen.

Ob eine solche rentenrelevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 
(unter Vorbehalt früher durchgeführter Revisionen) durch Vergleich des 
Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  ursprünglichen  Rentenverfü-
gung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisions-
verfügung (BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a). Dagegen ist die un-
terschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert geblie-
benen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilun-
gen  sind  revisionsrechtlich  nur  dann  beachtlich,  wenn  sie  Ausdruck 
von  Änderungen  der  tatsächlichen  Verhältnisse  sind  (siehe  nur 
BGE 115 V 313  E. 4a/bb  mit  Hinweisen;  SVR 1996 IV  Nr. 70  S. 204 
E. 3a).

Vorliegend ist somit der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenverfügung 
vom 26. Juli 2005 mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Revisionsver-
fügung vom 5. November 2008 zu vergleichen.

4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA zu Recht das Vorliegen eines 
Revisionsgrundes bei  der Beschwerdeführerin angenommen und ge-
stützt darauf deren Rente per 1. Januar 2009 aufgehoben hat.

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4.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  vorliegend  geltend,  ihr  Arm  res-
pektive ihre Hand könne nur noch während drei bis vier Stunden täg-
lich belastet werden. Sie könne daher nicht mehr als 60% des früheren 
Einkommens erzielen. Dies sei insbesondere auch deshalb nicht mehr 
möglich,  weil  sie  aufgrund  ihrer  gesundheitlichen  Einschränkungen 
nicht mehr in einer Kaderposition, sondern nur noch in einer einfachen 
Tätigkeit als Buchhalterin, tätig sein könne. 

4.2 Die IVSTA führt  duplikweise aus, die beurteilende Onkologin be-
stätige, dass die Beschwerdeführerin aufgrund des Lymphoedems und 
der Nervenschmerzen nur noch zu 50% als Buchhalterin arbeiten kön-
ne. Streitig sei hingegen noch, welche Tätigkeit in Bezug auf das Vali -
deneinkommen zu berücksichtigen sei. 

4.3  

4.3.1 Dr. med. A._______,  Ärztin  für  Allgemeinmedizin,  hat  in  ihrem 
der  angefochtenen  Verfügung  zu  Grunde  liegenden  Gutachten  vom 
30. April 2004 festgehalten, bei der Beschwerdeführerin liege ein Zu-
stand nach Brustkrebserkrankung mit  Operation,  Chemo- und Strah-
lentherapie  im  Jahr  2003,  ein  reaktiver  depressiver  Verstimmungs-
zustand, ein entzündlicher Hautbefall (Cutaner Lupus erythematodes) 
sowie  eine  Bewegungseinschränkung  der  rechten  Schulter  vor.  Ob-
wohl  die  Beschwerdeführerin  äusserst  arbeitswillig  und  leistungs-
orientiert  sei,  sei  sie  im  Moment  nicht  arbeitsfähig. Mit  der  Wieder -
erlangung  der  Arbeitsfähigkeit  sei  allerdings  bei  Rezidivfreiheit  zu 
rechnen.

4.3.2 Dr. med. B._______  des  ärztlichen  Dienstes  der  IVSTA 
bestätigte  mit  seiner  Stellungnahme  vom  23. November  2004  die 
Diagnosen  sowie  die  Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  von 
Dr. med. A._______.

4.3.3 Dr. med. A._______ hat in ihrem jüngsten Gutachten zu Handen 
der  Pensionsversicherungsanstalt  vom  8. Mai  2009  das  Vorliegen 
eines  Zustandes  nach  Brustkrebserkrankung  mit  Operation,  Chemo- 
und  Strahlentherapie  im  Jahr  2003,  Nervenschmerzen  der  rechten 
Brustseite,  chronische  Kreuz-  und  Rückenschmerzen  bei  höhergra-
digen Abnützungen, eine beginnende Hüftgelenksabnützung, ein ent-
zündlicher  Hautbefall  (Cutaner  Lupus  erythematodes),  Osteoporose 
sowie  eine  Neigung  zu  depressiven  Verstimmungen  aufgeführt.  Ins-
besondere aufgrund der depressiven Verstimmung sei die psychische 

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Belastbarkeit  herabgesetzt.  Die  Arbeitsfähigkeit  sei  im  Übrigen  nur 
stundenweise (weniger als 50%) für körperlich leichte und psychisch 
wenig belastende Tätigkeiten möglich. Aufgrund des Verlaufes sei mit 
keiner wesentlichen Änderung mehr zu rechnen.

4.3.4 Dr. med. C._______,  Onkologin  und  Hämatologin,  korrigiert  in 
ihrer  Stellungnahme  vom  28. August  2009  die  früheren  Stellung-
nahmen des medizinischen Dienstes der IVSTA und bestätigt insofern 
die  Einschätzung  von  Dr. med. A._______,  als  sie  die  Beschwerde-
führerin  aufgrund  der  durch  die  Operation  hervorgerufenen  ver-
minderten  Belastbarkeit  des  rechten  Armes  und  des  vorhandenen 
Lupus ebenfalls als nur noch eingeschränkt arbeitsfähig erachtet. Sie 
bestätigt  das  Vorliegen  einer  Arbeitsfähigkeit  von  50%  für  leichte 
Tätigkeiten.

4.4 Im Wesentlichen unbestritten ist somit der medizinische Sachver-
halt. Die beurteilenden Ärzte sind sich einig,  dass sich der Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin im Vergleich zum Zeitpunkt der 
Rentenfestsetzung verbessert hat und in leichten Tätigkeiten lediglich 
noch  eine  Einschränkungen  der  Arbeitsfähigkeit  von  ungefähr  50% 
(Dr. med. A._______:  weniger  als  50%,  Dr. med. C._______:  50%) 
besteht. Aufgrund der schlüssigen und von den Parteien nicht in Frage 
gestellten  Gutachten  sieht  sich  auch  das  Bundesverwaltungsgericht 
nicht  veranlasst,  eine  andere  Würdigung  des  medizinischen 
Sachverhalts vorzunehmen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich 
der  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  tatsächlich  verbes-
sert hat. 

In Bezug auf die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit ist auf die Stel-
lungnahme  von  Dr. med. C._______  abzustellen,  da  diese  im  Ge-
gensatz zu Dr. med. A._______ die Restarbeitsfähigkeit  genau bezif-
fert. Die unpräzise Angabe von "weniger als 50%" genügt für die Inva-
liditätsbemessung nach schweizerischem Recht nicht, da mit einer un-
genauen  Angabe  kein  Einkommensvergleich  durchgeführt  werden 
kann.  Im  Übrigen  bleibt  anzumerken,  dass  die  Beschwerdeführerin 
diese Einschätzung nicht bestreitet. 

Strittig ist hingegen die Frage, welches Valideneinkommen zur Durch-
führung des Einkommensvergleichs massgebend ist. Auf diesen Punkt 
ist in der Folge vertieft einzugehen.

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5.  

5.1 Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  die  IVSTA sei  in  ihrem 
Einkommensvergleich  zu  Unrecht  davon  ausgegangen,  dass  sie  im 
Gesundheitsfall nicht mehr in einer Kaderposition wäre. Die Kündigung 
ihrer  Kaderstelle  sei  aufgrund  der  dauernden  Arbeitsüberlastung 
(Pensum von 120% bis 140% ohne Möglichkeit der Kompensation von 
Überstunden  beziehungsweise  ohne  zusätzliche  Entschädigung)  er-
folgt. Sie sei nicht mehr bereit gewesen, diese schlechten Arbeitsbe-
dingungen zu akzeptieren und habe sich daher entschieden, die Stelle 
per  31. Mai  2002  aufzugeben.  Sie  habe  anschliessend  wieder  eine 
Kaderstelle gesucht, aber nichts Passendes gefunden. Bereits im Au-
gust 2002 seien die ersten Beschwerden durch das Mamma-Carcinom 
ausgelöst  worden,  worauf  im  März  2003  nach  zahlreichen  Unter-
suchungen schliesslich die erste Operation erfolgte.

5.2 Die IVSTA führt aus, in den Akten befänden sich gewichtige An-
haltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin heute auch ohne das 
Krebsleiden nicht mehr in einer der früheren Kaderposition ähnlichen 
Stelle tätig wäre, da als Kündigungsgrund Überforderung/Überlastung 
aufgeführt  worden sei. Die Beschwerdeführerin mache zwar geltend, 
sie habe in der Zeit zwischen der Aufgabe der früheren Stelle und vor 
Ausbruch der Krankheit eine Kaderstelle gesucht, allerdings sei es zu 
keinem Vertragsschluss gekommen.

5.3 Aus den eingereichten Beweismitteln ist ersichtlich, dass die Be-
schwerdeführerin  bei  ihrer  früheren  Arbeitgeberin  überdurchschnitt-
lichen Einsatz geleistet  hat  und man mit  ihr  sehr zufrieden war. Die 
Beschwerdeführerin konnte darlegen, dass keineswegs Anzeichen der 
Überforderung  bestanden.  Es  ist  nachvollziehbar,  dass  die  Be-
schwerdeführerin nicht gewillt und in der Lage war, während längerer 
Zeit ein überdurchschnittliches Pensum zu absolvieren ohne Aussicht 
auf  Kompensation  oder  Entschädigung; dieser  Umstand  ist  nicht  zu 
ihren  Ungunsten  auszulegen.  Aus  dem  eingereichten  Stelleninserat 
und  dem  dazugehörigen  Schreiben  der  Beschwerdeführerin  vom 
28. Juni  2002  ist  zu  schliessen,  dass  sie  tatsächlich  noch  an  einer 
Kaderstelle  interessiert  gewesen  ist  und  den  Wechsel  auf  eine  ein-
fache Buchhaltertätigkeit  schliesslich nur aus gesundheitlichen Grün-
den und der deswegen eingeschränkten Arbeitszeit und Belastbarkeit 
vollzogen  hat.  Es  ist  somit  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne Eintritt des Ge-

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sundheitsschadens immer noch in einer Kaderposition tätig wäre, wes-
halb beim Einkommensvergleich der entsprechende Lohn als Validen-
einkommen zu berücksichtigen ist.

5.4 Zu  prüfen  bleibt  noch  der  durchgeführte  Einkommensvergleich. 
(Da – wie in Ziffer 5.3 hievor ausgeführt – als Valideneinkommen das 
Einkommen aus der Tätigkeit als Leiterin Finanz- und Rechnungswe-
sen zu berücksichtigen ist, ist nachfolgend der im Rahmen der Duplik  
eingereichte Einkommensvergleich vom 17. September 2009 [Duplik-
beilage 7] zu überprüfen.)

5.4.1 Gestützt auf den Fragebogen für den Arbeitgeber vom 5. August 
2004 sowie die Angaben der Beschwerdeführerin betrug ihr  Validen-
einkommen  im  Jahr  2002  Fr. 9'031.50  pro  Monat.  Das  bis  ins  Jahr 
2007 indexierte Einkommen (Steigerung von 2296 Punkten auf 2454 
Punkte)  beträgt  somit  Fr. 9'653.--.  Dies  wird  von  der  Beschwerde-
führerin nicht bestritten.

5.4.2 Das  Invalideneinkommen  aus  der  ausgeübten  Tätigkeit  als 
Buchhalterin beträgt Fr. 41'020.-- pro Jahr bei einem Pensum von 45% 
(im Jahr 2007). Aufgerechnet auf das gemäss Arztbericht zumutbare 
Pensum  von  50%  ergibt  dies  ein  Invalideneinkommen  von 
Fr. 45'577.77 pro Jahr respektive Fr. 3'798.15 pro Monat.

Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 9'653.-- und des Invali-
deneinkommens  von  Fr. 3'798.15  ergibt  einen  Invaliditätsgrad  von 
60,65%  ([Fr. 9'653.00 - Fr. 3'798.15]  x  100 : Fr. 9'653.00).  Damit  hat 
die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

Der  Vollständigkeit  halber  anzumerken bleibt,  dass  selbst  bei  einem 
Invalideneinkommen  basierend  auf  dem  gemäss  dem  absolvierten 
Pensum tatsächlich erzielten Einkommen der Beschwerdeführerin ein 
Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente  resultieren  würde 
([Fr. 9'653.00 - Fr. 3'418.33] x 100 : Fr. 9'653.00 = 64,59%).

6.

6.1 Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist  die anspruchsbeeinflussende Ände-
rung vom Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer -
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in 
jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unter -
bruch  drei  Monate  gedauert  hat  und  voraussichtlich  weiterhin  an-

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dauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). Gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a 
IVV erfolgt die Herabsetzung einer Rente in jedem Fall frühestens vom 
ersten Tag des zweiten Monats an, welcher der Zustellung der Herab-
setzungsverfügung folgt.

6.2 Aufgrund  der  Akten  ist  davon  auszugehen,  dass  sich  der 
Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  spätestens  im  Januar 
2008  (Untersuchung  bei  Dr. med. A._______  vom  28. Januar  2008) 
auf  dem  heutigen  Niveau  eingependelt  hat.  Dies  bestätigt 
Dr. med. A._______  in  ihrem  Bericht  vom  8. Juni  2009,  indem  sie 
darauf  verweist,  dass seit  der letzten Untersuchung im Januar 2008 
keine Veränderung eingetreten sei. Die angefochtene Verfügung datiert 
vom 5. November 2008 und ist der Beschwerdeführerin im November 
zugestellt worden (Datum der Beschwerde ist der 24. November). Die 
anspruchsbeeinflussende Veränderung hat im Zeitpunkt der Verfügung 
bereits  rund  neun  Monate  gedauert,  weshalb  sie  gemäss  Art.  88a 
Abs. 1 Satz 2 IVV auf jeden Fall zu berücksichtigen ist. Die Rente ist in 
Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 IVV vom ersten Tag des zweiten der 
Zustellung  der  Verfügung  folgenden  Monats  an,  in  casu  somit  per 
1. Januar 2009, herabzusetzen.

Die  Beschwerde  ist  somit  gutzuheissen  und  die  angefochtene  Ver-
fügung ist  aufzuheben. Die  ganze Rente der  Beschwerdeführerin  ist 
somit per 1. Januar 2009 lediglich auf eine Dreiviertelsrente herabzu-
setzen und nicht ganz aufzuheben.

7.  

7.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Par-
tei  auferlegt  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Bei  diesem  Ausgang  des  Ver-
fahrens sind der obsiegenden Beschwerdeführerin keine Kosten auf-
zuerlegen. Einer unterliegenden Vorinstanz sind gemäss Art.  63 Abs. 2 
VwVG ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

Der  von  der  Beschwerdeführerin  geleistete  Kostenvorschuss  in  der 
Höhe  von  Fr. 300.--  ist  ihr  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vor-
liegenden Urteils auf ein von ihr bekannt zu gebendes Konto zurückzu-
erstatten.

7.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zu-

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sprechen (Art. 64  Abs. 1  VwVG in  Verbindung mit  Art. 7  Abs. 1  des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Die Parteientschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie all-
fällige weitere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Da der 
Beschwerdeführerin, welche nicht anwaltlich vertreten war, keine un-
verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind und diese zu Recht 
keinen  entsprechenden  Antrag  gestellt  hat,  ist  ihr  keine  Parteient-
schädigung zuzusprechen.

Der  unterliegenden  Vorinstanz  ist  keine  Parteientschädigung  zuzu-
sprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung 
wird  aufgehoben.  Der  Beschwerdeführerin  wird  mit  Wirkung  ab 
1. Januar 2009 eine Dreiviertelsrente zugesprochen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 300.-- wird der Beschwerdeführerin nach 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: For-
mular Zahladresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.   42 
BGG).

Versand: 

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