# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b10438cc-6f99-5339-a20b-f2c433f06d52
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-03-26
**Language:** de
**Title:** Degenerativer Vorzustand (Diskushernie) nicht unfallbedingt, lediglich vorübergehende Verschlechterung durch Unfall. Leistungseinstellung rechtens. Abweisung.
**Docket/Reference:** UV.2018.00052
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2018.00052.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2018.00052
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
2
6.
März 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Lüthi
Wyss & Partner
Mühlebachstrasse 173, Postfach, 8034 Zürich
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1982,
war
im Rahmen einer vom
1.
Januar
bis
3
0.
Juni
2017
dauernden
Temporäranstellung
als Mitarbeite
r Produktion bei der
Y.___
angestellt und
damit bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er
gemäss
Schadenmeldung vom 1
7.
Februar 2017 am
9
.
Februar 2017 einen
Berufsunfall erlitt
,
wobei er
sich
eine Quetschung am rechten Unterschenkel
zuzog
(vgl.
Urk.
8/1
Ziff.
4,
Ziff.
9 und S. 2). Die erstbehandelnden Ärztinnen des
Z.___
diagnostizierten nach der am Unfalltag erfolgten Notfallbe
handlung eine Kontusion des rechten oberen Sprunggelenkes (OSG), eine
Thoraxkontusion
und eine Kontusion am rechten Oberarm (vgl.
Urk.
8/18
S. 2
).
Ab dem
9.
Februar 2017 bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl.
Urk.
8/6/2-3,
Urk.
8/7/3, Urk.
8/10/4).
Die Suva anerkannte in der Folge ihre Leistungspflicht. Ab dem 13.
März 2017 bestand
wieder eine Teilarbeitsfähigkeit und
ab
5.
April 2017 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (
vgl.
Urk.
8/
10/2-3
,
Urk.
8/17
).
Am 1
4.
Juni 2017 wurde der Suva
telefonisch
erneut eine Arbeitsunfähigkeit
des Versicherten
gemeldet (vgl.
Urk.
8/20).
Mit Schadenmeldung vom
5.
Juli 2017 wurde bei unveränderter
Unfallhergangsschilderung
nun im Sinne eines seit dem
5.
Juni 2017 bestehenden Rückfalls ausgeführt, der Versicherte leide an wi
e
der
kehrenden
Rückenschmerzen (vgl.
Urk.
8/28
Ziff.
4 und S. 2).
Mit Verfügung vom 3.
Oktober 2017 (Urk. 8/64/1-3
) stellte die Suva die von ihr erbrachten Leistungen
per
6.
Juli 2017
ein. Die vom Versicherten am 6.
November
2017 erhobene Einsprache (Urk. 8
/
65/1-5
) wies die Su
va mit
Einspracheentscheid
vom 1
6.
Januar 2018 ab (Urk. 8
/
75
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 1
9.
Februar 2018 Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
vom 1
6.
Januar 2018 (
Urk.
2) und beantragte, dieser und die Verfügung der Suva Bern vom
3.
Oktober 2017 seien aufzuheben und die Beschwerde
gegnerin sei zu verpflichten, i
h
m ab dem
7.
Juli 2017 bis auf weiteres Taggeld
leistungen auszurichten und die medizinischen Heilungskosten zu übernehmen. Eventuell sei eine unabhängige medizinische Begutachtung über die Ursache
sei
ner
Rückenbeschwerden durch eine einlässliche Untersuchung vorzunehmen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
März 2018 beantragte die Suva die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 2
9.
März 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
wer
den
soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt
die Versicherungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körper
schädi
gungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurück
zu
führen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahin
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund
heitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweis
last
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammenhang gegeben ist
-
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
vom
Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) damit,
dass a
uf die
kreisärztliche Einschätzung vom 1
2.
September 2017
abgestellt wer
den
könne
. Der mechanische Impact auf die vorbestehenden degenerativen Ver
änderungen im Bereich der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
sei bei einem Sturz aus Standhöhe
nur gering gewesen. Unter der Annahme einer geeigneten konserva
tiven Therapie liege im Hinblick auf das
traumatologische
Fachgebiet nach drei Monaten ein stabiler Gesundheitszustand vor - bei der diagnostizierten Kontusion im
oberen Sprunggelenk
(
OSG
)
-Bereich sei dieser nach zwei Wochen erreicht gewesen.
Es wäre auch in Ordnung gegangen, wenn bereits für die rückfallweise gemeldete Arbeitsaussetzung ab
dem
5.
Juni 2017 wegen Rückenbeschwerden keine Leistungen mehr ausgerichtet
worden wären.
Bei diesem krankhaften Rückenlei
den handle es sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um die Folge des banalen Sturzereignisses vom Februar 2017
(S. 5 f.)
.
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
er leide an einem
lumboradikulären
Schmerzsyndrom, welchem eine
breitbasige
Diskushernie L4/5
(Bandscheibenvorfall)
zu Grunde liege
(S. 3 II.
Ziff.
1)
. Auch ein leichter Sturz könne die Wirbelsäule beschädigen.
Es sei auch nachvollzieh
bar, dass sich die Beschwerden erst später so gravierend manifestiert hätten. Die meisten Arbeitnehmer - wozu auch er gehöre - gingen erst einmal davon aus, dass nichts «Schlimmes» passiert sei und wollten sich nach einem Unfall mög
lichst schnell wieder in den Arbeitsprozess integrieren. Erst wenn darauf die Schmerzen unerträglich würden, nähmen sie in Kauf, die Arbeit niederzulegen (S.
3 f.
Ziff.
2).
Auf die
kreisärztliche
Einschätzung könne nicht abgestellt werden.
Vielmehr sei im Bericht der
A.___
festgestellt worden, dass der
Anulus
-
fibrosus
-Riss L4/5 auf ein Anpralltrauma zurückzuführen sei
,
und sein Hausarzt habe bestätigt, dass die Beschwerden auf den
U
nfall zurückzu
führen seien (S. 3
f.
Ziff.
3).
Vor dem Unfallereignis
habe er keinerlei Vorbe
lastung und keinen degenerativen Vorzustand im Rückenbereich gehabt. Er habe nie Rückenschmerzen gehabt
. Sein Hausarzt habe auch keinen degenerativen Vorzustand festgestellt (S. 5 f.
Ziff.
4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer noch geklagten
Rücken
beschwerden auf den Unfall vom 9
.
Februar 2017
zurückzuführen sind und ob die Beschwerdegegnerin hierfür eine Leistungspflicht trifft.
3.
3.1
Die erstbehandelnden Ärztinnen
des
Z.___
nannten in ihrem Aus
trittsbericht vom 1
0.
Februar 2017 (
Urk.
8/18)
als Diagnose eine
Kontusion
des
OSG rechts,
eine
Thoraxkontusion
sowie eine
Kontusion
des rechten
Oberarm
s
(S.
2)
.
Die Ärztinnen führten aus, dass am
9.
Februar 2017
aufgrund von Schmerzen im rechten Fuss nach einem Unfall mit einem Paketwagen
eine notfallmässige Einweisung des Patienten mit der Ambulanz
erfolgt
sei
. Der Patient arbeite bei der
Y.___
und sei im Schritttempo von einem Paketwagen angefahren worden. Es habe kein Kopf
anprall stattgefunden. Der W
agen habe ihn vor allem am rech
ten Fuss angefahren. Danach habe er sich auf den Boden gesetzt, da ihm leicht schwarz vor Augen geworden sei. Beim Eintreffen der Ambulanz sei der Patient deutlich verängstig
t
gewesen und habe hyperventiliert sowie über ein Kribbel
n
im Mundbereich sowie eine Tetanie beider Arme und Hände berichtet. Initial habe der Patient über Schmerzen im Bereich der gesamten rechten Körperhälfte berichte
t
. Nach Analgesie seien haup
t
sächlich Schmerzen
im rechten OSG ange
geben worden (S. 1
Mitte
).
Zum Befund führten die
Ärztinnen aus, die Wirbelsäule sei klopfindolent
und
die
Halswirbelsäule (HWS)
frei beweglich. Es zeige sich eine leichte
Druckdolenz
über dem rechtslateralen Thorax. Thorax und Becken seien stabil. Weiter zeige sich eine minime
Druckdolenz
über dem distalen
Humerus
, die Schulter und der Ell
bogen seien frei beweglich. Am OSG rechts zeige sich eine minime Sch
wellung und eine Prellmarke im Bereich des
Malleolus
lateralis
mit
Druckdolenz
ebendort. Der re
stliche
Fuss sowie die
hohe Fibula seien druckindolen
t (S. 1 unten).
Die Ärztinnen führten aus,
konventionell radiologisch habe eine Fraktur ausge
schlossen werden können.
Aufgrund der unauffälligen Befunde habe
der Beschwerde
führer
in gutem Zustand nach Hause entlassen werden können
.
Bis zum 1
2.
Februar 2017 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).
3.2
Gemäss der Schadenmeldung vom 1
7.
Februar 2017 (
Urk.
8/1) erlitt der Beschwerdeführer am
9.
Februar 2017 eine Quetschung des rechten Unter
schen
kels (vgl.
Ziff.
4 und
Ziff.
9), wobei der Sachverhalt wie folgt geschildert wurde: «Schlepperfahrer
B.___
war mit dem Parkieren der Rollbox-Reihe noch nicht fertig, als Herr
X.___
die Jumbo-
Rollbox
von der vorderen
Rollbox
lösen wollte. Er wollte sie so positionieren, dass man sie anschliessend in den Lift stellen konnte. Beim Lösen der
Rollbox
gab es eine Drehung
,
und die Jumbo-
Rollbox
schlug an der vorbe
iziehenden Reihe an. Durch den S
chlag stiessen dann die vordere
Rollbox
und die Jumbo-
Rollbox
zusammen, und das Bein von Herrn
X.___
wurde eingeklemmt» (S. 2).
3.3
In ihrem Bericht zum Arbeitsunfall vom
2.
Mai 2017 (
Urk.
8/24)
führte
die Kantonspolizei
Zürich
hinsichtlich des Unfallereignisses vom
9.
Februar 2017
aus
, bei der Örtlichkeit handle es sich um eine
Paket
umladestation
der
Y.___
. Des Weiteren werde auf die gesicherten Videoaufzeichnungen verwiesen.
Der
Beschwerdeführer
sei
dabei gewesen
,
Paketwagen
voneinander
abzukoppeln. In dem Moment, als er die Kupplung eines Wagens gelöst habe, sei hinter der Wagenkolonne, an welcher er gearbeitete habe, ein weiterer
Wagenzug
mit einer Geschwindigkeit von 1-3 km/h vorbeigefahren. Durch das Abkoppeln und infolge dessen, dass ein weiterer Mitarbeiter am hinter dem Beschwerdeführer stehenden Wagen leicht gezogen habe, sei dieser Wagen nicht mehr parallel zur Wagen
ko
lonne gestanden und dessen rechtes Heck sei so vom dahinter vorbeifahrenden
Wagenzug
erfasst worden. In der Folge sei der erfasste Wagen nach vorne geschoben worden, wobei sich der Beschwerdeführer für kurze Zeit (0.5
1
Se
kunde) zwischen den beiden, durch ihn zuvor
voneinandergekoppelten
Wagen befunden habe. Der Beschwerdeführer
sei zur Seite gesprungen und am
Boden zu liegen gekommen. Bei der Kollision habe
er
leicht mit seinem rechten Bein/Fuss die Kupplung touchiert (vgl. S. 3 oben).
3.4
Dr.
med. C.___
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
Z.___
, nannte in seinem Bericht vom
5.
Juni 2017 (
Urk.
8/21) als Diagnose
ein
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom am ehesten rech
t
sbetont.
Dr.
C.___
führte aus,
der Beschwerdeführer habe sich am
5.
Juni 2017 in
der
ambulanten Sprechstunde vorgestellt, da er seit dem Unfall im Februar 2017 wiederkehrende Schmerzen im Rücken habe.
3.5
In der Schadenmeldung vom
5.
J
uli
2017 (
Urk.
8/28) wurde bei im Ve
rgleich zur Schadenmeldung vom 1
7.
Februar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.2)
gleicher Sach
verhaltsschilderung ausgeführt, der Beschwerdeführer habe am
5.
Juni 2017 einen
Rückfall zum Unf
all
vom
9.
Februar 2017 erlitten. Er leide
an einem wiederkehrenden Schmerz im Rücken
. Es bestünden erneute Behandlungen und eine Arbeitsunfähigkeit (vgl.
Ziff.
4 und S. 2).
3.6
Dr.
med. D.___
, Leitender Arzt Radiologie,
Z.___
, nannte nach am
9.
Juni 2017 durchgeführtem MRI der LWS in seinem gleichentags erstellten Bericht (
Urk.
8/40) als Diagnose eine
b
reitbasige
Diskushernie L4/5
dorsolateral
rechts mit leichtgradiger
rezessaler
Enge rechts und Kontakt zur Wurzel L5
rechts
rezessal
. Es bestehe keine Spinalstenose und eine leichtgradig aktivierte ventrale Spondylose L1/2
(S. 2).
Dr.
D.___
führte aus, d
er Beschwer
deführer leide seit Februar 2017 nach einem Unfall an rezidivierenden lumbalen Schmerzen immer nach rechtsbetont (S. 1).
3.7
Die Ärzte der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie,
A.___
, nannten in ihrem Bericht vom 1
1.
Juli 2017 (
Urk.
8/46) als Diagnosen eine
Lumbalgie und intermittierende
Glutealgie
rechts bei
Anulus
fibrosus
-Riss L4/5 nach Anpralltrauma vom
9.
Februar 2017
(S. 1 Mitte)
.
Die Ärzte führten aus, d
er Patient sei in der Wirbelsäulensprechstunde vom
7.
Juli 2017 ambulant unter
sucht worden. Er habe
berichtet, dass ihm bei der
Arbeit am
9.
Februar 2017 ein Kollege mit dem Gabelstapler in den Rücken gefahren sei
und seither tieflumbale Rückenschmerzen mit teilweise
r
Ausstrahlung ins rechte Gesäss bestünden
(S.
1 Mitte).
Die Ärzte führten
in ihrer Beurteilung aus, beim Patienten zeige sich aktuell eine Lumbalgie mit Auss
trahlung ins rechte Gesäss. Im e
xtern durchgeführten MRI
finde sich hierfür bis auf einen
Anulus
-
fibrosus
-Riss L4/L5 keine weitere Patho
logie.
Ihrer Ansicht nach sollte unbedingt die konservative Therapie ausgeschöpft werden (S. 2).
3.8
Kreisarzt
Dr.
med. E.___
,
Facharzt für Chirurgie, führt
e in seiner Stellungnahme vom 1
5.
August
2017 (
Urk.
8/47) aus, die geltend gemachten Beschwerden am Rücken und am OSG seien nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit in einem kausalen Zusammenhang mit dem Ereignis vom
9.
Februar 2017 stehend zu betrachten.
Im Rückenbereich habe es sich um eine lediglich vorübergehende Verschlimmerung gehandelt, und der Status quo sine sei unter der Annahme einer geeigneten konservativen Therapie nach drei Monaten erreicht gewesen. Bei der diagnostizierten OSG-Kontusion sei der Status quo sine
vel
ante nach zwei Wochen erreicht gewesen.
3.9
Dr.
C.___
stellte in seinem Bericht vom 2
0.
August 2017 (
Urk.
8/65/16-17) folgende Diagnose (S. 1
Mitte
):
-
Unfall am
9.
Februar 2017
-
rezidivierendes
Lumbovertebralsyndrom
rechts nach dem Unfall
-
breitbasige
Diskushernie L4/5 rechts
rezessal
mit leichtgradiger
rezessaler
Enge rechts ohne Kontakt zur Wurzel L5
rezessal
. Keine Spi
nalkanalstenose (
A.___
, 1
1.
Juli 2017)
-
aktuell
Iliosakralgelenk
(
ISG
)
-Blockade rechts und Konvergenzstörung L5/S1 rechts
-
OSG-Distorsion rechts
-
Thoraxkontusion
rechts
-
Kontusion Oberarm rechts
Dr.
C.___
führte
aus, der Beschwerdeführer sei ihm
als Patient
seit dem 13.
Februar 2017
bekannt
. Anlässlich der nach dem Unfall vom
9.
Februar 2017 erfolgten Kontrolle vom 1
3.
Februar 2017 habe
er
über starke Schmerzen in der ganzen rechte
n
Körperhälfte
geklagt mit diesbezüglich
eruierbarer
Druckdolenz
ohne Hinweise für Frakturen. Das OSG rechts sei im Bereich des
Malleolus
late
ralis
geschwollen gewesen und der Fussrücken noch stark
druckdolent
. Im Ver
lauf habe sich die Symptomatik deutlich verbessert. Die Beschwerden hätten sich dann deutlich im Rückenbereich, meistens im Bereich der LWS, im Verlauf rezidivierend gezeigt. Mit dieser Problematik habe sich der Patient dann am 5.
Juni 2017 in der Notfallpraxis des
Z.___
vorgestellt (S. 1 unten).
Dr.
C.___
führte aus, da die Diskushernie
gemäss dem Bericht der
A.___
keine Beschwerden verursache
und der Beschwerdeführer bis zum Zeitpunkt des Unfalls
gesund gewesen sei
, seien aus seiner Sicht alle Beschwerden auf den Unfall vom
9.
Februar 2017 zurückzuführen
(S. 2).
3.10
In sein
er Ärztlichen Beurteilung vom 1
4.
September 2017 (
Urk.
8/55) führte
Kreisarzt
Dr.
E.___
aus, infolge des Suva-versicherten Unfallereignisses mit einer relativ harmlosen Quetschung im Bereich des rechten Fusses sei es zu einem Sturz aus Standhöhe gekommen, wobei
sich
der Versicherte den Rücken geprellt und sich mehrere Kontusionen im Bereich des Brustkorbes und des rechten Oberarmes zugezogen habe. Die Quetschung im OSG werde primär als Kontusion beurteilt.  Unfallkausale strukturelle Läsionen im Bereich des rechten OSG wie auch des Rückens (LWS-Bereich) hätten durch die ausgiebigen diagnostischen Abklärun
gen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können. Damit habe das Ereignis lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes im Rückenbereich geführt. Der mechanische Impact auf die
vorbestehenden degenerativen Veränderungen im Bereich der LWS
bei einem Sturz aus Standhöhe sei nur gering gewesen.
Dr.
E.___
führte aus, unter der Annahme einer geeigneten
konservativen Thera
pie liege im Hinblick auf das
traumatologische
Fachgebiet nach drei Monaten ein stabiler Gesundheitszustand vor - bei der diagnostizierten Kontusion im OSG-Bereich sei dieser nach zwei Wochen erreicht gewesen (S. 2 Mitte).
3.11
D
ie Ärzte des
Z.___
stellten in ihrem Bericht vom 1
0.
Oktober 201
7
(
Urk.
8/65/10-11) folgende Diagnose (S. 1):
-
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom Wurzel L5 rechts
-
anamnestisch Beschwerdebeginn bei Status nach Unfall am
9.
Februar 2017 (von Paketwagen im Schritttempo angefahren)
-
MRI LWS vom
9.
Oktober 2017: Etwas vermehrt dehydrierte Band
scheibe mit
breitbasiger
flacher
mediorechtslater
aler
Protrusion
ohne signifikante
rezessale
oder
foraminale
Taillierung. Kein wesentlicher Befundwandel zum MRI vom
9.
Juni 2017
-
CT-gesteuerte Nervenwurzelinfiltration L5 rechts am 1
0.
Oktober 2017 mit deutlicher Beschwerdelinderung
-
MRI LWS vom
9.
Juni 2017:
Breitbasige
Diskushernie L4/5
dorsolateral
rechts mit leichtgradiger
rezessaler
Enge rechts und Kontakt zur Wurzel L5 rechts
rezessal
. Keine Spinalstenose. Leichtgradig aktivierte ventrale Spondylose L1/2
Die Ärzte führten aus, am
7.
Oktober 2017
sei
eine notfallmässige Selbstzu
wei
sung aufgrund von
exazerbierten
Schmerzen vom unteren Rücken aus
strahlend in das rechte Bein mit Sensibilitätsstörungen am gesamten rechten Bein und Kraftminderung in der Grosszehe rechts erfolgt. Laut Angaben des Patienten bestünden diese Schmerzen seit einem Unfall mit einem Paketwagen am 9.
Februar 201
7.
Bis zu diesem Unfall habe er dah
ingehend nie Beschwerden gehabt
. Der Patient sei seit dem Unfallereignis nicht berufstätig und an Gehhilfe mittels Stockentlastung gebunden. Klinisch habe sich ein aufgrund der Schmer
zen im Allgemeinzustand verminderter Patient mit einer Schmerz
symptomatik und einem neurologischen Bild passend zu der bereits beschriebe
nen Affektion der Nervenwurzel L5 rechts ohne Hinweis auf ein entzündliches Geschehen oder ein
Caudasyndrom
gezeigt
(S. 1 unten f.)
. Der Patient habe von der CT
gesteuerten Nervenwurzelinfiltration L5 rechts am 1
0.
Oktober 2017 mit einer deutlichen Beschwerdelinderung profitiert (S. 2).
3.12
Dr.
C.___
stellte in seinem Bericht vom
2
4.
Oktober 2017 (
Urk.
8/65
/14)
fol
gende Diagnosen
:
-
Unfall am
9.
Februar 2017
-
aktuell persistierendes
Lumbovertebralsyndrom
rechts (vor dem Unfall immer beschwerdefrei)
-
breitbasige
Diskushernie L4/5 rechts
rezessal
mit leichtgradiger
rezessaler
Enge und K
ontakt zur Wurzel L5
rezessal
, k
eine Spinalkanalstenose
-
aktuell ISG rechts Blockade und Konvergenzstörung L5/S1 rechts
-
OSG Distorsion rechts
-
Thoraxkontusion
rechts
-
Kontusion Oberarm rechts
Dr.
C.___
führte aus, er habe den Beschwerdeführer am 1
3.
Oktober 2017 untersucht. Auf die im
Z.___
wegen einer erneuten Verschlechterung der Beschwerden durchgeführte Nervenwurzelinfiltration habe
er
nur minimal angesprochen. Aktuell zeigten sich starke Stimmungstiefe, da sehr viele Probleme vorhanden seien. Im Vordergrund
stünden
klar die Arbeitslosigkeit und die noch nicht bezahlten Löhne sowie die Beschwerden, die noch nicht behoben seien. Es sei klar, dass hier eine psychologische Unterstützung wichtig wäre.
3.13
In seiner Ärztlichen Beurteilung vom 2
2.
November 2017
(
Urk.
8/71)
hielt Kreis
arzt
Dr.
E.___
an seiner Stellungnahme vom 1
4.
September 2017 fest.
Dr.
E.___
führte aus, es würden in medizinischer Hinsicht keine wesentlichen neu
en Fakten zur Kenntnis gebracht.
3.14
Die Ärzte der
A.___
nannten in ihrem Bericht vom 28.
November 2017 (
Urk.
8/72) als Diagnose einen
Verdacht auf eine Insuffi
zienzfraktur LWK 2 nach Anpralltrauma vom
9.
Februar 2017
.
Die Ärzte führten aus, der Patient
klage
über
persistierende Schmerzen im Bereich der LWS paravertebral, ausstrahlend nach
gluteal
und in den rechten ventralen Oberschenkel (S. 1 Mitte). Es sei zeitnah ein CT der LWS geplant. Das Heben und Tragen von Gegenständen über 5 kg sollte vermieden werden (S. 2).
3.15
Dr.
med.
F.___
,
Fachärztin für
Radiologie,
Radiologie
A.___
,
führte nach am
1.
Dezember 2017 durchgeführtem CT
der LWS in ihrem gleichentags erstellten Bericht (
Urk.
8/80) aus, die Untersuchung sei infolge Verdachts auf eine
Pedikelfraktur
L2 rechts nach Anpralltrauma vom
9.
Februar 2017 indiziert gewesen.
In ihrer Beurteilung führte
Dr.
F.___
aus, es bestehe keine Fraktur.
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin stützte ihre Leistungseinstellung per
6
.
Juli 2017
(vgl.
vorstehend E. 2.1)
im Wesentlichen auf die Einschätzung des Kreisarztes Dr.
E.___
vom 1
4.
September 2017
,
welcher davon ausging,
dass
das Unfaller
eignis mit einem Sturz aus Standhöhe lediglich zu einer vorübergehenden Ver
schlimmerung eines degenera
tiven Vorzustandes geführt habe
und nach drei Monaten der Status quo sine erreicht gewesen
sei
.
Hinsichtlich
der OSG
Kontusion führte
Dr.
E.___
aus, dass zwei Wochen nach dem Unfallereignis vom
9.
Februar 2017 keine Unfallfolgen mehr bestanden hätten (vgl. vorstehend E. 3.10 und E. 3.13
)
.
Während die Leistungseinstellung hinsichtlich der erlittenen OSG-Kontusion unbestritten blieb, machte der Beschwerdeführer geltend, dass die Be
schwerde
gegnerin auch über de
n
6.
Juli 2017 hinaus eine Leistungspflicht für die per
sistierenden Rückenbeschwerden treffe
(vgl. vorstehend E. 2.2)
.
4.2
Im Bereich des Unfallversicherungsrechts
entspricht e
s einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle
Diskushernie
n bei Vorliegen degenerati
ver Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahms
weise, unter besonderen Voraussetzungen, als deren eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als unfallbedingt kann eine
Diskushernie
nach der Rechtsprechung
regelmässig
nur gelten, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und überdies für eine Bandscheibenschädigung geeignet war.
Zudem müssen die Symptome einer
Diskushernie
(vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüg
lich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten
(Urteil des Bundesgerichts 8C_819/2016 vom 4. August 2017 E. 4.2 mit Hinweisen, Urteil 8C_128/2018 vom 27. April 2018 E. 6.3).
4.3
Vorliegend kann
einhergehend mit Kreisarzt
Dr.
E.___
eine erforderliche Schwere des Unfallereignisses vom
9.
Februar 2017 ohne weiteres verneint wer
den.
Gestützt auf den Bericht der
Kantonspolizei Zürich
handelte es sich
lediglich
um
ein leichtes Unfall
ereignis (vgl. vorstehend E. 3.3
).
Weiter traten die Rücken
beschwerden
auch
nicht unmittelbar
,
sondern
erst verspätet auf.
Nament
lich
dokumentierten die erstbehandelnden Ärztinnen des
Z.___
, nach
dem der Beschwerdeführer am
9.
Februar 2017 per Ambulanz eingewiesen
wor
den war
, keine Rückenbeschwerden
und
sprachen auch von einer klopfindolenten Wirbelsäule (vgl. vorstehend E. 3.1). Auch in der Schadenmeldung vom
9.
Februar 2017 wurde lediglich eine Quetschung des rechten Unterschenkels angegeben (vgl. vorstehend E. 3.2).
Erst
anlässlich der Befragung durch die Kantonspolizei Zürich zum Arbeitsunfall am 1
4.
März 2017
,
äusserte
der Beschwerdeführer,
dass er noch immer Rückenschmerzen habe (vgl.
Urk.
8/24 S. 4 oben).
Zusammenfassend fällt damit das Unfallereignis vom
9.
Februar 2017 mangels der erforderlichen Schwere und
auch in Anbetracht de
ssen
, dass die Symptome nicht unmittelbar, sondern erst verspätet auftraten,
als direkte Ursache der
Dis
kushernie
n respektive Bandscheib
enveränderungen
ausser
Betracht
.
4.4
Ist die
Diskushernie
bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo
sine bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischialgien
nach drei bis vier Monaten erwartet werden
, wogegen eine allfällige richtungge
bende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abge
schlossen zu betrachten (Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2011 vom 9. Januar 2012 E. 3.2.2, Urteil 8C_677/2007 E. 2.3 und 2.3.2, 2008 UV Nr. 11 S. 34, U
290/06 E. 4.2.1 mit Hinweisen
,
Urteil 8C_571/2015 vom 1
4.
Oktober 2015 E.
2.2.3 mit Hinweisen
). Es handelt sich dabei um einen unfallmedizinisch allgemein anerkannten Verlauf vorbestehender Wirbelsäulenerkrankungen nach einem Unfallereignis ohne strukturelle Verletzungen der Wirbelsäule (Urteile des Bun
desgerichts U 530/06 vom 25. Oktober 2007 E. 4.2, U 290/06 vom 11. Juni 2007 E. 4.2.1, Urteil 8C_321/2010 vom 29. Juni 2010 E. 4.3).
4.5
Entgegen
der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 2.2)
bestehen vorliegend
keine Anhaltspunkte
dafür
, u
m von diesen allgemeinen medizinischen Erfahrungstatsachen respektive von der geltenden Rechtsprechung des Bundes
geri
chtes abzuweichen.
So konnten bildgebend weder unfallbedingte traumati
sche Läsionen der LWS festgestellt werden noch zeigte sich eine allfällige durch das Unfallereignis verursachte richtungsgebende Verschlimmerung
(vgl.
vorste
hend E. 3.6, E. 3.11)
.
Auch de
n
von den Ärzten der
A.___
in ihrem Bericht vom 2
8.
November 2017 (vgl. vorstehend E. 3.14)
geäusserte
n
Ver
dacht auf eine Insuffizienzfraktur LWK 2 nach Anpralltrauma vom
9.
Februar 2017 konnte
Dr.
F.___
nach am
1.
Dezember 2017 durchgeführtem CT der LWS nicht bestätigen
(vgl. vorstehend E. 3.15).
Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer daraus, d
ass die Ärzte der
A.___
in ihren
Bericht
en
vom 1
1.
Juli 2017
und vom 2
8.
November 2017
(vgl. vorstehend E. 3.7
und E. 3.14
) von einem Anprall
trauma sprachen
. So
l
ag
dies
allein daran, dass der Beschwerdeführer in Abwei
chung zu den vorangegangenen
Unfallhergangsschilderungen
(vgl.
vor
stehend E.
3.2-3
) angab, dass ihm ein Kollege mit dem Gabelstapler in den Rücken gefahren sei.
Unbewiesen und unwahrscheinlich erweist sich weiter sein Vorbringen, d
ass vor dem Unfallereignis kein degenerat
iver Vorzustand vorgelegen habe. Soweit sich der Beschwerdeführer dabei auf
Dr.
C.___
beruft, ist zu bemerken, dass es sich bei
Dr.
C.___
um einen Facharzt für Allgemeine Innere Medizin handelt, wel
che
r
den Beschwerdeführer erstmals nach dem Unfallereignis am 1
3.
Februar 2017 behandelt hatte und damit
auch mangels vorhandener bildgebender Doku
mente für den Zeitraum vor dem Unfall
keine verlässlichen Angaben zu einem Vorzustand machen konnte (vgl. vorstehend E. 3.9).
Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht bemerkte
,
ist
die
Argumentation von Dr.
C.___
in seinem Bericht vom 2
0.
August 2017 (vgl. vorstehend E. 3.9)
nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheit
liche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist,
ist
beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nach
weis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Demnach erweist sich die von Kreisarzt
Dr.
E.___
getroffene Einschätzung, wonach der Status quo sine hinsichtlich der geltend gemachten Rückenbeschwer
den drei Monate nach dem Unfallereignis als erreicht zu gelten hat, als nachvoll
ziehbar und schlüssig, weshalb darauf abzustellen ist.
4.
6
Aufgrund des Gesagten ist
somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom
9.
Februar 2017
und den vom Beschwerdeführer über den
6
.
Juli
201
7
hin
aus weiterhin
g
eklagten Beschwerden und damit eine Leistu
ngspflicht hierfür zu Recht ver
neint hat.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
(Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Das Verfahren ist kostenlos.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Matthias Lüthi
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchucan