# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e01ebcb5-5b09-5c5e-8231-803d1fa52eff
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 18.03.2010 B 2009/149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2009-149_2010-03-18.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2009/149

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 18.03.2010

Entscheiddatum: 18.03.2010

Urteil des Verwaltungsgerichtes vom 18. März 2010
Ausländerrecht, Art. 51 Abs. 1 AuG (SR 142.20). Scheinehe bejaht und 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bestätigt bei einem 
Staatsangehörigen von Sri Lanka, der im Jahr 2003 in seinem Heimatland 
eine Schweizerin geheiratet hat und seither getrennt von seiner Ehefrau in 
der Schweiz lebt (Verwaltungsgericht, B 2009/149).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. S. Schärer

_______________

 

In Sachen

L. und M.

Beschwerdeführer,

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. J.

gegen

 

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen,Moosbruggstrasse 11, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

 

betreffend

Widerruf/Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ L., geboren am 20. Mai 1974 in P., Sri Lanka, srilankischer Staatsangehöriger, und 

die Schweizerin, M., geboren am 1. März 1956 in W., Polen, heirateten am 22. April 

2003 in C., Sri Lanka. Am 25. April 2003 stellte M. ein Einreisegesuch für ihren 

Ehemann. Mit Schreiben vom 10. November 2003 teilte "S. " der Schweizer Botschaft 

in Colombo mit, dass L. bereits mit einer Frau namens J. verheiratet sei. Die 

Schweizerin habe er nur geheiratet, damit er die Schweizer Staatsbürgerschaft erhalte. 

Für die Heirat habe er Fr. 30'000.-- bezahlt. Das Ausländeramt des Kantons St. Gallen 

erteilte am 16. Dezember 2003 die Ermächtigung zur Visumserteilung, worauf L. am 

27. Dezember 2003 in die Schweiz einreiste. Die Aufenthaltsbewilligung vom 7. Januar 

2004 wurde am 22. November 2006 letztmals für ein Jahr verlängert.

In den Jahren 2006 und 2007 gingen beim Ausländeramt und bei der Kantonspolizei 

St. Gallen einige anonyme Anzeigen ein, wonach es sich bei der Ehe N. um eine 

Scheinehe handle. Am 26. November 2006 bzw. 21. Januar 2007 informierte N., G., 

ehemaliger Vermieter von M. das Ausländeramt, dass seine Mieterin für Fr. 30'000.-- 

eine Scheinehe eingegangen sei. Ihr Ehemann sei lediglich pro forma im Kanton 

St. Gallen angemeldet, tatsächlich lebe und arbeite er im Kanton Zürich. M. vermittle 

auch anderen Frauen ausländische Ehemänner zum Schein. Am 10. Januar 2007 sagte 

K., S., gegenüber der Kantonspolizei aus, dass die Eheleute N. eine Scheinehe führten. 

M. habe in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis zahlreiche Frauen angefragt, ob sie 

ebenfalls gegen Bezahlung eine Ausländerrechtsehe eingehen würden. Auch sie sei 

darauf angesprochen worden. Gleichentags bestätigte M., S., der Polizei gegenüber, 

dass die Ehe N. nur zum Schein abgeschlossen worden sei. M. habe auch sie 

wiederholt gefragt, ob sie für Fr. 30'000.-- bis Fr. 50'000.-- einen Ausländer heiraten 

würde. Am 1. Februar 2007 sagte M., K., der Polizei gegenüber aus, dass M. mit ihrem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

srilankischen Ehemann nicht zusammenlebe und auch sie gefragt habe, ob sie für 

Fr. 35'000.-- einen jungen Ausländer heiraten wolle.

Die Kantonspolizei befragte am 3. Dezember 2007 M. zu ihrer Ehe, am 5. Dezember 

2007 wurde L. befragt. Am 3. November 2008 stellte das Ausländeramt den Widerruf 

der Aufenthaltsbewilligung von L. in Aussicht. Dieser nahm am 12. Dezember 2008 

durch seinen damaligen Rechtsvertreter Stellung. Mit Verfügung vom 27. Januar 2009 

widerrief das Ausländeramt die Aufenthaltsbewilligung bzw. verlängerte diese nicht 

mehr und forderte L. auf, die Schweiz bis spätestens 7. April 2009 zu verlassen.

B./ Am 11. Februar 2009 erhoben L. und M. mit Eingabe ihres heutigen 

Rechtsvertreters beim Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen mit 

dem Antrag Rekurs, die Verfügung des Ausländeramtes sei unter Kostenfolge 

aufzuheben und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung von L. sei abzusehen bzw. 

die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern. Nach Erhalt sämtlicher Akten und nach 

Durchsicht einer allfälligen Einvernahme der Informanten des Ausländeramtes in ihrer 

Gegenwart sei ihnen eine angemessene Frist zur ergänzenden Rekursbegründung 

anzusetzen. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den Rekurs am 14. August 

2009 in der Hauptsache ab und lud das Ausländeramt ein, eine neue Frist zur Ausreise 

anzusetzen. Die Kosten auferlegte es mit Hinweis auf die begangene Gehörsverletzung 

der Vorinstanz. Zur Begründung erwog es im wesentlichen, die Rekurrenten hätten die 

Aufenthaltsbewilligung für L. bzw. deren Verlängerungen durch Täuschung der 

Behörden erschlichen. Die Verfügung des Ausländeramtes sei daher recht- und 

verhältnismässig.

C./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 31. August und 7. Oktober 2009 erhoben 

L. und M. beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit folgendem Antrag 

Beschwerde:

"1. Der Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartementes vom 14. August 2009 

sowie die Verfügung des Ausländeramtes vom 27. Januar 2009 seien aufzuheben.

2. Es sei die Aufenthaltsbewilligung von L. zu verlängern.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3. Eventualiter sei der Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartementes des 

Kantons St. Gallen vom 14. August 2009 aufzuheben und die Angelegenheit zur 

Abklärung und Neubeurteilung an das Ausländeramt zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Die Beschwerdeführer bestreiten im wesentlichen, dass die erlittene Gehörsverletzung 

im Rekursverfahren geheilt werde könne. Zudem sei es unerlässlich, dass die von ihnen 

angebotenen Zeugen befragt würden. Die Vorinstanz habe sich einzig auf die 

widersprüchlichen Angaben gestützt, ihre vielen übereinstimmenden Aussagen 

dagegen würden mit keinem Wort erwähnt. Dass eine Hochzeit stattgefunden habe, sei 

auf Grund der Fotos bewiesen. Sie lebten aus beruflichen Gründen getrennt. Der 

Beschwerdeführer wohne in Z., Kanton Aargau, damit er rechtzeitig an seinen 

Arbeitsort in Z., ebenfalls Kanton Aargau, gelangen könne. Die Beschwerdeführerin 

arbeite – mit einem kurzen Unterbruch – seit über 20 Jahren im gleichen Restaurant in 

S. Ein Wechsel in den Grossraum Zürich sei in ihrem Alter nicht ratsam. Zudem habe 

sie ein wenig Abstand vom Ehemann gewünscht, weil sie an einer Lähmung der 

Speiseröhre leide. Aus diesem Grund müsse sie nachts oft erbrechen, was ihr peinlich 

sei. Sie würden aber trotzdem eine intakte Ehe führen. Der Beschwerdeführer komme 

regelmässig nach St. Gallen, wo sie die Wochenenden zusammen verbringen würden.

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2009 unter 

Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid die kostenpflichtige 

Abweisung der Beschwerde.

D./ Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird, 

soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die 

Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 31. August bzw. 

7. Oktober 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 

Abs. 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist das Recht der Privaten, in einem vor einer 

Verwaltungs- oder Justizbehörde geführten Verfahren mit ihrem Begehren angehört zu 

werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen 

Punkten Stellung nehmen zu können. Es umfasst überdies das Recht auf Vertretung 

und Verbeiständung und auf Begründung von Verfügungen. Es dient einerseits der 

Sachaufklärung und stellt andererseits zugleich ein persönlichkeitsbezogenes 

Mitwirkungsrecht der Parteien dar (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, Rz. 1672). Die Rechtsgrundlage findet sich 

in Art. 15 VRP und subsidiär in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101).

2.1. Nach Art. 16 Abs. 1 VRP haben die Beteiligten Anspruch auf Einsicht in die Akten, 

soweit keine wichtigen öffentlichen oder schutzwürdigen privaten Interessen 

entgegenstehen. Die sich gegenüberliegenden Interessen sind im Einzelfall sorgfältig 

abzuwägen. Schutzwürdige private Interessen sind etwa die Wahrung der privaten oder 

allenfalls wirtschaftlichen Geheimsphäre, die Interessen von Familienangehörigen oder 

Auskunftspersonen sowie die Abwendung möglicher Gefahren von 

Verfahrensbeteiligten. Der Schutz vor einer möglichen Ehrverletzungsklage rechtfertigt 

es nicht in jedem Fall, dem Betroffenen die Einsicht in die Akten zu verweigern. Als 

nicht gerechtfertigt gilt namentlich ein generelles Abdecken von Auskunftspersonen 

(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 

1129). Im Rahmen des Rekursverfahrens hat das Ausländeramt auf Grund einer 

nochmals durchgeführten Interessenabwägung entschieden, die Aussagen sämtlicher 

Auskunftspersonen ins Recht zu legen. Die Rekursinstanz erblickte in dieser 

verspäteten Offenlegung eine Gehörsverletzung, die sie im Rechtsmittelverfahren 

heilte.

2.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Wird eine Verletzung des 

Anspruchs festgestellt, muss der angefochtene Hoheitsakt ohne Rücksicht darauf, ob 

die Anhörung für den Ausgang des Verfahrens relevant ist, das heisst die Behörde zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

einer Änderung des Entscheids veranlassen wird oder nicht, aufgehoben werden 

(Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1709). Nach der Rechtsprechung kann eine nicht 

besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden, wenn 

die betroffene Person nachträglich die Möglichkeit erhält, sich vor einer 

Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage 

frei überprüfen kann. Die Heilung soll aber die Ausnahme bleiben, weil dem Betroffenen 

damit eine Instanz verloren geht. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im 

Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des 

Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und 

soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 

Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der 

betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren 

wären (BGE 133 I 201 neues Fenster E. 2.2, BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis).

2.3. Die Beschwerdeführer konnten sich im Rekursverfahren zu den nachträglich 

vervollständigten Unterlagen des Ausländeramtes, namentlich den polizeilichen 

Befragungen der Auskunftspersonen, umfassend äussern. Die Vorinstanz verfügt über 

volle Kognition und ist gehalten, auch die Ermessensbetätigung zu überprüfen. Ob im 

Verfahren vor dem Ausländeramt Beweise erhoben worden wären, die die Vorinstanz 

nicht abgenommen hat, ist in Bezug auf die Heilung des rechtlichen Gehörs nicht 

ausschlaggebend. Entscheidend ist vielmehr, dass die Vorinstanz den Sachverhalt 

umfassend feststellen kann und wie das Ausländeramt über volle 

Überprüfungsbefugnis verfügt. In der nachträglichen Heilung der Gehörsverletzung ist 

somit keine Rechtswidrigkeit zu erblicken. Dazu kommt, dass das Ausländeramt seinen 

Entscheid ausschliesslich auf die Aussagen der Beschwerdeführer und nicht auf die 

Befragungen der Auskunftspersonen abgestützt hat. Diese führten lediglich dazu, dass 

das Amt die Rechtmässigkeit des Familiennachzugs in Zweifel gezogen und die 

Parteien zu ihrer Ehe befragt hat. Entscheidend für den Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung waren jedoch einzig die polizeilichen Befragungen der Eheleute 

mit den Widersprüchen und dem fehlenden Wissen über den anderen Ehepartner. Die 

Rückweisung würde deshalb lediglich zu einem formalistischen Leerlauf und einer 

unnötigen Verzögerung des Verfahrens führen. Nachdem die Vorinstanz mit Blick auf 

die erlittene Gehörsverletzung die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Gunsten der 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%22Recht+auf+Akteneinsicht%22+++%22rechtliches+Geh%F6r%22+Heilung+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-201%3Ade&number_of_ranks=0#page201

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer abgeändert hat, erwächst ihnen mit der Heilung im Rekursverfahren 

auch sonst kein Nachteil. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

3. Die Beschwerdeführer rügen, dass die Vorinstanz ihren Entscheid einzig auf die 

polizeilichen Befragungen der Beschwerdeführer abgestützt und darauf verzichtet hat, 

die Kinder der Beschwerdeführerin, ihren Nachbarn, ihren Arbeitgeber und den 

Mitbewohner des Beschwerdeführers als Zeugen zu befragen.

3.1. Wird das Ergebnis weiterer Beweiserhebung vorweggenommen, indem festgestellt 

wird, dass wegen des bereits vorliegenden Beweisergebnisses auszuschliessen sei, 

dass weitere Beweiserhebungen daran etwas ändern könnten, spricht man von einer 

antizipierten Beweiswürdigung. Das Bundesgericht betrachtet eine solche Würdigung 

als zulässig, wenn auf Grund der bereits abgenommenen Beweise der rechtlich 

erhebliche Sachverhalt für genügend geklärt erachtet wird und ohne Willkür vorweg die 

Annahme getroffen werden kann, die rechtliche Überzeugung würde durch weitere 

Beweiserhebungen nicht geändert (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 622).

3.2. Die Befragungen der Beschwerdeführer durch den erfahrenen Polizeibeamten hat 

ein klares Bild ihrer Ehe ergeben. Es war deshalb unnötig, auch noch Dritte über ihre 

eheliche Gemeinschaft zu befragen, zumal bei der massgebenden Frage, ob ein echter 

Ehewille vorliege, nebst äusseren, hauptsächlich innere, gefühlsmässige Vorgänge bei 

den Ehegatten massgebend sind. Der Nachbar der Beschwerdeführerin und der 

Mitbewohner des Beschwerdeführers sollen bezeugen, dass der Beschwerdeführer am 

Wochenende regelmässig in S. weile. Auf Grund der festgehaltenen Aussagen der 

Beschwerdeführer ist eine entsprechende Feststellung aber nicht mehr nötig. Zudem 

ist es nicht auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer im Hinblick auf das laufende 

Verfahrens tatsächlich häufiger in der Wohnung der Beschwerdeführerin anzutreffen ist. 

Die Vorinstanz hat damit zu Recht auf die Befragung der angebotenen Zeugen 

verzichtet. Aus dem gleichen Grund kann auf die Befragung der im 

Beschwerdeverfahren wiederum angebotenen Zeugen verzichtet werden.

4. Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer 

(SR 142.20, abgekürzt AuG) haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn 

sie mit diesen zusammenwohnen.

4.1. Der Anspruch auf Familiennachzug erlischt namentlich dann, wenn er 

rechtsmissbräuchlich geltend gemacht wird, insbesondere um Vorschriften dieses 

Gesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und den 

Aufenthalt zu umgehen (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG). Davon erfasst wird die 

sogenannte Scheinehe oder Ausländerrechtsehe, bei der die Ehe nur zum Zweck der 

Umgehung fremdenpolizeilicher Vorschriften eingegangen worden ist oder an ihr mit 

diesem Ziel festgehalten wird. Für die Anwendbarkeit von Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG 

genügt es nicht, dass die Ehe (auch) eingegangen wurde, um dem ausländischen 

Ehegatten den Aufenthalt in der Schweiz zu ermöglichen; erforderlich ist, dass die 

eheliche Gemeinschaft nicht wirklich beabsichtigt war. Auf die Motive der 

Eheschliessung kommt es nicht an (BGE 2C.742/2007 vom 7. Januar 2008 E.2.2; BGE 

130 II 117 E. 4.2; BGE 128 II 115 E. 2.1 f. mit Hinweisen).

4.2. Der Nachweis, dass die Ehe zur Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und 

Niederlassung der Ausländer geschlossen wurde und nicht der Begründung einer 

Lebensgemeinschaft dient, kann in der Regel nur indirekt und lediglich durch Indizien 

geführt werden. Feststellungen über das Bestehen solcher Verdachtsgründe können 

äussere Gegebenheiten, aber auch innere, psychische Vorgänge betreffen (BGE 

2C_152/2009 vom 20. Juli 2009 E. 2.2). Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe sind 

etwa die drohende Wegweisung, weil ohne Heirat eine Aufenthaltsbewilligung nicht 

erteilt bzw. verlängert wird, ferner die Dauer und die Umstände der Bekanntschaft vor 

der Eheschliessung, ein grosser, eher unüblicher Altersunterschied, die fehlende 

Wohngemeinschaft oder die Bezahlung einer Geldsumme für die Heirat. Umgekehrt 

kann aus dem blossen Umstand, dass die Ehegatten während einer gewissen Zeit 

zusammenleben und intime Beziehungen unterhalten, noch nicht ohne weiteres 

abgeleitet werden, die Begründung einer wirklichen Lebensgemeinschaft sei gewollt 

gewesen (BGE 2C_703/2007 vom 19. März 2008 E. 2.2). Ein solches Verhalten kann 

vorgespielt sein, um die Behörden zu täuschen (BGE 122 II 295 E. 2b mit Hinweisen). 

Wenn aber nicht genügend Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Scheinehe hindeuten, 

darf nicht einzig auf Grund dieser ungenügenden Anhaltspunkte die Berufung auf eine 

bestehende Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (BGE 123 II 52 E. 5c). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Abzustellen ist stets auf eine gesamthafte Würdigung des konkreten Sachverhalts. 

Dabei kann eine Vielzahl einzelner Umstände, die für sich allein den Bestand einer Ehe 

nicht in Frage zu stellen vermöchten, die Schlussfolgerung rechtfertigen, eine Ehe sei 

geschlossen worden, ohne dass der Wille zu einer echten Lebensgemeinschaft 

bestanden hat.

4.3. Die Eheleute N. leben nicht zusammen. Das Kriterium der gemeinsamen Wohnung 

steht bei der Missbrauchsbekämpfung aber im Vordergrund, weil die fehlende 

Hausgemeinschaft ohne sachliche Gründe regelmässig ein gewichtiges Indiz für eine 

Scheinehe darstellt (M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Migrationsrecht, Zürich 

2008, Rz. 2 zu Art. 42 AuG). Auf das Erfordernis des Zusammenwohnens kann deshalb 

nur verzichtet werden, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe vorliegen 

und die Familiengemeinschaft trotzdem weiterbesteht (Art. 49 AuG). Wichtige Gründe 

entstehen insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine 

vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme (Art. 76 der 

Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit, SR 142.201).

4.3.1. Die Beschwerdeführer üben beide keine besonders qualifizierten Tätigkeiten aus, 

weshalb sie auf keinen bestimmten Arbeitgeber angewiesen sind. Die 

Beschwerdeführerin kocht seit ungefähr 20 Jahren aushilfsweise in einem Restaurant in 

S., der Beschwerdeführer arbeitete die erste Zeit in der Schweiz in der Küche eines 

Gastrounternehmens im Flughafen Zürich, wo er hauptsächlich Geschirr spülte und 

putzte. Seit Juli 2006 ist er für einen Fischhandelsbetrieb im Kanton Aargau tätig. Zu 

seinem Aufgabenbereich gehören das Bereitstellen und die Ausgabe von 

Kundenbestellungen sowie Lagerorganisation. Dabei verdient er einen Bruttolohn von 

gut Fr. 4'000.-- plus eine Flexibilitätszulage von Fr. 600.--. Mit Blick darauf ist es 

unglaubwürdig, dass weder der Beschwerdeführer noch die Beschwerdeführerin im 

Raum St. Gallen oder Zürich eine vergleichbare bezahlte Hilfstätigkeit finden könnten, 

wenn sie tatsächlich zusammenleben wollten, was aber Voraussetzung von Art. 42 

Abs. 1 AuG ist. Insbesondere der mittlerweile 36-jährige Beschwerdeführer hätte in den 

letzten sechs Jahren ohne weiteres eine Stelle in der Ostschweiz finden können, wenn 

er wirklich mit seiner Schweizer Ehefrau zusammenleben wollte. Der Arbeitsmarkt für 

tamilische Hilfskräfte im Gastrobereich oder in der Lebensmittelverarbeitung ist im 

Raum St. Gallen durchwegs vergleichbar mit jenem im Grossraum Zürich. Die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer haben denn auch weder behauptet noch belegt, dass sie sich seit 

der Einreise des Beschwerdeführers ernsthaft um eine Anstellung in der Nähe des 

Arbeitsorts des anderen Ehepartners bemüht bzw. beworben hätten.

4.3.2. Auch die erstmals in der Beschwerdeschrift geltend gemachten 

Gesundheitsbeschwerden der Beschwerdeführerin rechtfertigen das Getrenntleben 

nicht. Die Beschwerdeführerin bewohnt allein eine Vierzimmerwohnung mit einem 

Schlaf-, Wohn-, Ess- und Gästezimmer. Es wäre folglich genügend Platz für zwei 

separate Schlafzimmer vorhanden, wenn sie wegen ihrer angeblichen nächtlichen 

Beschwerden allein schlafen wollte. Kommt dazu, dass sie ohnehin am liebsten am 

Boden schläft (Ausländeramt act. 94).

4.3.3. Für einen getrennten Wohnsitz wäre auch ein alternatives Lebensmodell als 

wichtiger und nachvollziehbarer Grund denkbar, solange der Ehewille trotzdem 

vorhanden ist (Spescha, a.a.O., Rz. 2 zu Art. 49 AuG) Ein glaubhaft begründetes "living 

apart together" setzt allerdings voraus, dass die getrennt lebenden Ehepartner die 

wenige Zeit, die sie miteinander verbringen, bewusst gestalten und erleben und für 

gemeinsame Erlebnisse sorgen. Die Beschwerdeführer jedoch konnten anlässlich ihrer 

Befragungen weder konkrete bestimmte Interessen noch konkrete gemeinsame 

Aktivitäten aufzeigen. Der PC ist das einzige, wofür sich beide interessieren. Damit 

beschäftigt man sich aber gerade regelmässig allein. Einen gemeinsamen 

Freundeskreis pflegen sie nicht und Ferien verbringen sie ebenfalls nicht zusammen. 

So reiste der Beschwerdeführer auch im Jahr der Befragung allein in sein Heimatland. 

Die Beschwerdeführerin begleitete ihn nicht, weil es sie nicht interessierte 

(Ausländeramt act. 80). Auch die Beschwerdeführerin fährt jeweils ohne ihren Ehemann 

nach Polen. Demzufolge kennen sie praktisch keine Verwandten des anderen 

Ehepartners. Davon ausgenommen sind der Vater des Beschwerdeführers, der bei der 

Hochzeit in C. anwesend war und die Kinder der Beschwerdeführerin. Ihre älteste 

Tochter war Trauzeugin in Colombo. Gleichwohl hat der Beschwerdeführer keine 

Ahnung, wie alt die Tochter ist und wo sie in Bern wohnt. Die beiden anderen Kinder 

wohnen wie die Beschwerdeführerin in St. Gallen, der Sohn sogar im gleichen Haus. 

Die Schwiegersöhne kennt der Beschwerdeführer nicht einmal dem Namen nach 

(Ausländeramt act. 78).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.3.4. Aber auch sonst zeigen die Beschwerdeführer kein Interesse am anderen 

Ehepartner, und zwar weder an dessen vergangenem noch an dessen aktuellem 

Leben. So hat die Beschwerdeführerin keine Ahnung, was ihr Mann nach der Schule in 

seinem Heimatland gearbeitet oder wie er sein Leben bis zur Verheiratung verbracht 

hat. Der Beschwerdeführer seinerseits hatte selbst nach mehrjähriger Ehe keine 

Ahnung, dass seine Ehefrau schon zweimal verheiratet war, dass ihre drei Kinder nicht 

vom selben Mann stammen und woran die Ehen gescheitert sind (Ausländeramt 

act. 79). Dies erstaunt umso mehr, als die Beschwerdeführerin anlässlich der 

Befragung offen erzählte, dass ihr erster Mann ihre Tochter missbraucht habe und ein 

"Schwein" gewesen sei. Der zweite Ehemann war ihren Angaben zufolge Musiker und 

ein Lebemann, weshalb sie für den ganzen Lebensunterhalt aufkommen musste. 

Weiter kennt der Beschwerdeführer weder die heutige Nationalität noch den ledigen 

Namen seiner Ehefrau. Auch zu ihrem Werdegang konnte er nichts sagen. So konnte er 

nicht einmal den langjährigen Arbeitsort seiner Frau in der Nähe des B. richtig 

lokalisieren bzw. verwechselte diesen mit dem Restaurant beim S. (Ausländeramt 

act. 77), wo Milena Jung, eine der Auskunftspersonen, arbeitet. Auch keine Ahnung hat 

er, wie viel seine Frau verdient. Die Beschwerdeführerin ihrerseits gab an, ihr Ehemann 

arbeite bloss und habe sonst keine Hobbies. Davon, dass er in seiner Freizeit Fuss- 

und Volleyball spielt, hatte sie keine Ahnung. All dies sind weitere Indizien für eine 

Scheinehe.

Stutzig macht sodann, dass die Beschwerdeführerin bei der polizeilichen Befragung 

selbst nach mehrjähriger Ehedauer der Auffassung war, ihr Ehemann habe sich bei 

ihrem ersten Treffen wie sie selbst lediglich ferienhalber in London aufgehalten. 

Tatsache ist aber, dass sich dieser damals bis zur Abweisung seines Antrags über ein 

Jahr lang als Asylbewerber in England aufgehalten hatte. Obwohl er dahin über 

Russland, Deutschland und Frankreich eingereist war, was sehr unüblich ist, und dafür 

15'000.-- Dollar bezahlen musste, wusste seine Ehefrau nichts davon.

4.3.5. Auch sonst machten die Beschwerdeführer zum Kennenlernen und zur Hochzeit 

widersprüchliche Angaben, die sich nicht allein mit dem schlechten Gedächtnis der 

Beschwerdeführerin erklären lassen. Die Unvereinbarkeiten ihrer Aussagen sind 

vielmehr grundsätzlicher Natur, was ebenfalls erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit 

ihrer Ehe aufkommen lässt. So setzt die Beschwerdeführerin das erste 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zusammentreffen um etliche Jahre früher an als ihr Ehemann und behauptete zudem, 

sie hätten sich dabei ausschliesslich auf Deutsch unterhalten. Nach Angaben des 

Beschwerdeführers sprachen sie aber nur Englisch miteinander. Dass sie zwischen den 

beiden Sprachen hin- und hergewechselt hätten, lassen sie im Rechtsmittelverfahren 

erstmals vorbringen. Der nachgeschobenen Behauptung steht allerdings entgegen, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in London nicht gewusst hatte, 

dass seine Ehefrau nebst Englisch auch noch andere Sprachen spricht. Weiter will die 

Beschwerdeführerin ihrem Ehemann den Heiratsantrag per Telefon und schriftlich 

gemacht haben. Gemäss Aussage des Beschwerdeführers ist dieser aber mündlich 

erfolgt, und zwar vor Ort in Colombo. Weiter behauptet die Beschwerdeführerin, bei 

der Hochzeit sei die ganze Familie ihres Mannes anwesend gewesen. Tatsächlich 

nahm nur sein Vater daran teil. Seine Mutter lehnt die Schwiegertochter bis heute ab. 

Ihrer Aussage zufolge trug sie bei der Hochzeit einen traditionellen Sari, wofür sie eine 

Fotographie von sich selbst und einer anderen Frau einreicht. Das undatierte Bild 

belegt aber nur, dass sie irgendeinmal einen Sari getragen hat. Den Ausführungen ihres 

Mannes zufolge hat sie an der Hochzeit Jeans und Bluse getragen. Nicht glaubwürdig 

ist auch, dass bis zur Hochzeit zwei Treffen in der Schweiz, zwei in Deutschland und 

drei in Sri Lanka stattgefunden haben. Diese häufigen Treffen sind allein mit Blick auf 

die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführer unwahrscheinlich. Nach dem 

Beschwerdeführer haben sie in dieser Zeit nur telefoniert und sich gegenseitig 

geschrieben.

4.3.6. Die aufgezeigten Widersprüche und das mangelnde Wissen über den Ehepartner 

machen es offensichtlich, dass die Beschwerdeführer ihre Ehe einzig zum Zweck 

eingegangen sind, um die Vorschriften des Ausländerrechts zu umgehen. Daran 

vermag nichts zu ändern, dass ihnen die Geburtstage und Rauchergewohnheiten des 

anderen bekannt waren, dass sie übereinstimmende Aussagen zum Ehering und zum 

Organisator der Hochzeit machen und dass die Beschwerdeführerin den Lohn des 

Beschwerdeführers in der richtigen Grössenordnung einschätzen konnte.

4.3.7. Für eine Scheinehe spricht überdies, dass die Beschwerdeführerin sehr hohe 

Schulden hat. Gemäss einer Auskunft des Betreibungsamtes St. Gallen lagen Ende des 

Jahres 2006 Verlustscheine im Wert von knapp Fr. 140'000.-- vor. Bei der Befragung 

im Dezember 2007 gab sie Schulden im Betrag von Fr. 150'000.-- an. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer seinerseits hätte als Staatsangehöriger von Sri Lanka und ohne 

Berufsausbildung keine Möglichkeit gehabt, eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz 

zu erlangen, wenn er die Beschwerdeführerin nicht geheiratet hätte. Daran ändert 

nichts, dass er auch in England eine Scheinehe hätte eingehen oder in der Schweiz 

einen Asylantrag stellen können, wie er vorbringen lässt. Der Altersunterschied von 

achtzehn Jahren, der völlig unterschiedliche kulturelle Hintergrund und vor allem der 

Umstand, dass sie ohne Grund nicht zusammenleben und kaum etwas von einander 

wissen, sprechen insgesamt gegen das Vorliegen einer Familiengemeinschaft. Auf 

Grund dieser klaren Hinweise gelangt das Verwaltungsgericht zur Überzeugung, dass 

der formell-rechtlichen Ehe der Beschwerdeführer von Anfang an kein Ehewillen 

zugrunde gelegen ist und dass keine tatsächlich gelebte Beziehung besteht. Die 

Vorinstanz hat die Ehe der Beschwerdeführer daher zu Recht als Scheinehe bzw. den 

Familiennachzug als rechtsmissbräuchlich beurteilt.

4.4. Ein Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt 

sich nur, wenn die jeweils im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung die 

entsprechende Massnahme als verhältnismässig erscheinen lässt. Die zuständigen 

Behörden berücksichtigen bei der Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und 

die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration des Ausländers (Art. 96 

Abs. 1 AuG). 

Der Beschwerdeführer reiste im Dezember 2003 als 29-Jähriger in die Schweiz ein und 

verfügt seit Januar 2004 über eine Aufenthaltsbewilligung. Diese hat er auf Grund einer 

Ausländerrechtsehe mit einer Schweizerin erschlichen. Dieses Verhalten ist – wie im 

übrigen jenes seiner schweizerischen Ehefrau - nach Art. 118 AuG strafbar. Der 

Beschwerdeführer verbrachte somit den überwiegenden Teil seines Lebens in Sri 

Lanka, wo seine Eltern und ein Teil seiner Verwandten noch immer leben. Den Kontakt 

zu seinem Heimatland hat er nie abgebrochen, sondern dort seine Ferien verbracht. 

Auch wenn die Lebens- und Arbeitsbedingungen in seiner Heimat gegenüber der 

Schweiz teilweise ungünstiger sein mögen, ist weder ersichtlich noch geltend gemacht 

worden, dass er bei einer Rückkehr überdurchschnittliche Schwierigkeiten zu 

gewärtigen hätte. Einer Rückkehr des heute knapp 36 Jahre alten und kinderlosen 

Beschwerdeführers steht somit nichts im Wege und stellt insbesondere auch keine 

grosse Härte dar. Zudem übt er keine besonders qualifizierte Tätigkeit aus, die aus 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher Sicht eine Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung gebieten würde. Auch der Integrationsgrad des 

Beschwerdeführers spricht nicht grundsätzlich gegen eine Wegweisung. Der deutschen 

Sprache ist er kaum mächtig. Bei der polizeilichen Einvernahme brauchte er einen 

Dolmetscher. Nennenswerte Integrationsschritte haben keine stattgefunden.

Aus dem Gesagten folgt, dass mit Blick auf das Vorliegen einer Scheinehe das 

öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers seine privaten 

Interessen an einem Verbleib in der Schweiz überwiegt. Die Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung erweist sich damit als verhältnismässig.

5. Insgesamt ergibt sich auf Grund der Indizien, dass die Eheleute Nithiyananthan-

Carlino ihre Ehe zur Umgehung der Bestimmungen des Ausländergesetzes 

abgeschlossen haben, weshalb die Vorinstanz zu Recht eine Scheinehe angenommen 

und die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert hat. Die Rückkehr des 

Beschwerdeführers liegt unter den gegebenen Umständen im öffentlichen Interesse 

und ist verhältnismässig sowie zumutbar, so dass die Beschwerde abzuweisen ist.

6. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von den 

Beschwerdeführern zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Sie ist 

mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

 

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2./ Die Beschwerdeführer bezahlen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

von Fr. 2'000.-- unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher 

Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

 

 

Der Präsident:                                           Der Gerichtsschreiber:

 

 

 

Versand dieses Entscheides an:

- die Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt lic.iur. J.

- die Vorinstanz

 

am:

 

 

Rechtsmittelbelehrung:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Urteil des Verwaltungsgerichtes vom 18. März 2010
	Ausländerrecht, Art. 51 Abs. 1 AuG (SR 142.20). Scheinehe bejaht und Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bestätigt bei einem Staatsangehörigen von Sri Lanka, der im Jahr 2003 in seinem Heimatland eine Schweizerin geheiratet hat und seither getrennt von seiner Ehefrau in der Schweiz lebt (Verwaltungsgericht, B 2009/149).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T13:59:17+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen