# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e904c84-2a41-573b-a7ce-42f4f950c5f5
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-02-09
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 09.02.2007 BG.2007.1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BG-2007-1_2007-02-09.pdf

## Full Text

Entscheid vom 9. Februar 2007 
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Tito Ponti und Alex Staub,  
Gerichtsschreiber David Heeb  

 
Parteien 

  
KANTON BERN, Generalprokuratur des Kantons 
Bern, 
 

Gesuchsteller
 

 gegen 
   

KANTON AARGAU, Staatsanwaltschaft des Kantons 
Aargau, 
 

Gesuchsgegner
 

Gegenstand  Bestimmung des Gerichtsstandes i.S. A. (Art. 279 
Abs. 1 BStP) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer: BG.2007.1 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Das Untersuchungsrichteramt II Emmental-Oberaargau (nachfolgend „URA 
II“) eröffnete mit Verfügung vom 23. März 2006 ein Strafverfahren gegen A. 
wegen Diebstahl, Hausfriedensbruch und Entwendung zum Gebrauch. Mit 
Verfügung des URA II vom 4. April 2006 wurde die Voruntersuchung auf 
den Tatbestand des Betruges ausgedehnt. Mit Ermittlungsbericht vom 
2. November 2006 schloss die Kantonspolizei Bern ihre Ermittlungen ab. 
Dem Deliktsverzeichnis ist zu entnehmen, dass A. 41 Betrüge, fünf Dieb-
stähle (ein Diebstahl mit Strafmandat des URA II vom 15. September 2005 
erledigt) und eine Entwendung zum Gebrauch in den Kantonen Bern, Aar-
gau, Luzern, Zürich, Freiburg, St. Gallen, Waadt, Basel-Landschaft, 
Schwyz, Solothurn und Glarus begangen habe. 

 
 

B. Am 1. Dezember 2006 hat die Generalprokuratur des Kantons Bern der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau die Verfahrensakten übermittelt 
mit dem Ersuchen, gestützt auf Art. 344 Abs. 1 StGB die Zuständigkeit an-
zuerkennen (act. 1.1). Die Generalprokuratur des Kantons Bern machte 
geltend, dass A. am 14. März 2006 im Kanton Aargau wegen Diebstahl an-
gezeigt worden sei. Die anderen gewerbsmässigen Diebstähle und ge-
werbsmässigen Betrüge seien erstmals am 22. März 2006 im Kanton Bern 
angezeigt worden. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau beantwor-
tete diese Anfrage mit Schreiben vom 7. Dezember 2006 abschlägig 
(act. 1.2). Im Wesentlichen wird ausgeführt, dass bei den 41 Betrügen 
zweifelsfrei Gewerbsmässigkeit vorliege. Diesbezüglich sei im Kanton Bern 
am 22. März 2006 die Untersuchung angehoben worden. Der Diebstahl in 
Z. im Kanton Aargau sei zwar bereits am 23. Februar 2006 angezeigt wor-
den. Es liege aber in Bezug auf die Diebstähle keine Gewerbsmässigkeit 
vor. Dies sei den Akten der Kantonspolizei Bern zu entnehmen, welche für 
die Diebstähle an keiner Stelle Gewerbsmässigkeit angenommen habe. 
Der gewerbsmässige Betrug sei im Sinne von Art. 350 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 
[heute: Art. 344 Abs. 1 Satz 1 StGB] die mit der schwersten Strafe bedrohte 
Tat. Da hiefür die Untersuchung zuerst im Kanton Bern angehoben worden 
sei, bleibe die örtliche Zuständigkeit im Kanton Bern. 
 
 

C. Mit Gesuch vom 29. Dezember 2006 gelangt die Generalprokuratur des 
Kantons Bern an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und be-
antragt, es seien die Behörden des Kantons Aargau für berechtigt und ver-
pflichtet zu erklären, A. zu verfolgen und zu beurteilen (act. 1). Zur Begrün-
dung wird geltend gemacht, dass gerichtsstandsrechtlich relevant der 
Diebstahl vom 23. Februar 2006 in Z. im Kanton Aargau sei. Die Anzeige 

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des Einschleichdiebstahls sei am Tattag erfolgt. Die Diebstähle seien ge-
werbsmässig begangen worden. Wer innert Monatsfrist vier Einschleich-
diebstähle zum Nachteil von vier verschiedenen Geschädigten begehe und 
sich dadurch Deliktsgut im Wert von Fr. 5'000.-- verschaffe, begründe einen 
dringenden Tatverdacht der gewerbsmässigen Begehung. Die gewerbs-
mässigen Betrüge seien nach dem Diebstahl im aargauischen Z. vom 
23. Februar 2006 angezeigt worden, weshalb der Kanton Aargau örtlich 
zuständig sei. 
 
 

D. In seiner Gesuchsantwort vom 17. Januar 2007 stellt die Staatsanwalt-
schaft des Kantons Aargau den Antrag auf Abweisung des Gesuches 
(act. 3). Im Wesentlichen wird ausgeführt, die Diebstähle seien nicht ge-
werbsmässig begangen worden. Massgeblich für die örtliche Zuständigkeit 
sei die erste Untersuchungshandlung wegen des gewerbsmässigen Betru-
ges. Diese sei am 22. März 2006 im Kanton Bern angehoben worden. 
 
 
 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Die Zuständigkeit der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zum 

Entscheid über Gerichtsstandsstreitigkeiten ergibt sich aus Art. 345 StGB 
i.V.m. Art. 279 Abs. 1 BStP und Art. 28 Abs. 1 lit. g SGG. Voraussetzung 
für die Anrufung der Beschwerdekammer ist allerdings, dass ein Streit über 
einen interkantonalen Gerichtsstand vorliegt und dass die Kantone über 
diesen Streit einen Meinungsaustausch durchgeführt haben (SCHWERI/ 
BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in Strafsachen, 
2. Aufl., Bern 2004, N. 599; TPF BG.2004.8 vom 27. Mai 2004 E. 1.1 und 
TPF BG.2004.9 vom 26. Mai 2004 E. 2.2). Eine Frist für die Anrufung der 
Beschwerdekammer besteht für die Kantone nicht (SCHWERI/BÄNZIGER, 
a.a.O., N. 623). Die kantonalen Behörden sind nach ihren internen Zustän-
digkeitsordnungen berechtigt, bei interkantonalen Gerichtsstandskonflikten 
ihre Kantone vor der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zu ver-
treten (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., Anhang II, S. 213 ff.). 

 
1.2 Der Gesuchsteller und der Gesuchsgegner haben als ernstlich in Betracht 

kommende Kantone einen abschliessenden und erfolglosen Meinungsaus-
tausch betreffend die interkantonale Gerichtsstandsstreitigkeit durchge-
führt. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen sind erfüllt und geben keinen 
Anlass zu weiteren Bemerkungen. Auf das Gesuch ist somit einzutreten. 

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2.  
2.1 Wird jemand wegen mehrerer, an verschiedenen Orten verübter strafbarer 

Handlungen verfolgt, so sind die Behörden des Ortes, wo die mit der 
schwersten Strafe bedrohte Tat verübt worden ist, auch für die Verfolgung 
und die Beurteilung der anderen Taten zuständig. Sind diese strafbaren 
Handlungen mit der gleichen Strafe bedroht, so sind die Behörden des Or-
tes zuständig, wo die Untersuchung zuerst angehoben wird (Art. 344 Abs. 1 
StGB). Grundlage für den Vergleich zweier Strafandrohungen bilden einer-
seits die Handlungen, die im Zeitpunkt der Gerichtsstandsbestimmung be-
kannt sind, und andererseits die rechtliche Qualifikation dieser Handlungen, 
so wie sie nach der Aktenlage bei vorläufiger Würdigung möglich ist 
(SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 289). Die Schwere der angedrohten Strafe 
beurteilt sich dabei in erster Linie nach dem angedrohten Höchstmass, wo-
bei Qualifikations- und Privilegierungsmerkmale der Tatbestände des Be-
sonderen Teils, die den Strafrahmen verschieben, zu berücksichtigen sind 
(TRECHSEL, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. neube-
arbeitete Aufl., unveränderter Nachdruck Zürich 2005, N. 7 zu Art. 350 
StGB [heute: Art. 344 StGB]). Nur wenn für die Handlungen, deren Straf-
androhung zu vergleichen ist, die gleiche Höchststrafe vorgesehen ist, gibt 
die angedrohte Mindeststrafe den Ausschlag (BGE 76 IV 262, 264;  
SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 291; vgl. dazu TRECHSEL, a.a.O., N. 5 zu 
Art. 350 StGB [heute: Art. 344 StGB]; vgl. zum Ganzen die Entscheide des 
Bundesstrafgerichts BK_G 031/04 vom 12. Mai 2004 E. 1.1; BK_G 035/04 
vom 27. Mai 2004 E. 3.3 und BK_G 114/04 vom 7. September 2004 
E. 2.1). 

 
 Die Beschwerdekammer prüft im Übrigen die einem Beschuldigten vorge-

worfenen strafbaren Handlungen frei und ist nicht an die rechtliche Würdi-
gung der kantonalen Strafverfolgungsbehörden gebunden (BGE 92 IV 153, 
155 E. 1; SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 288; vgl. auch die Entscheide des 
Bundesstrafgerichts BK_G 031/04 vom 12. Mai 2004 E. 1.1; BK_G 076/04 
vom 27. Oktober 2004 E. 3.2; BK_G 108/04 vom 20. August 2004 E. 2.1 
und BK_G 233/04 vom 22. Januar 2005 E. 3.3). Grundsätzlich hängt der 
Gerichtsstand nicht davon ab, was dem Beschuldigten schliesslich nach-
gewiesen werden kann, sondern er richtet sich nach den Handlungen, die 
durch die Strafverfolgung abgeklärt werden sollen und mit Bezug auf wel-
che sich die Beschuldigung nicht von Vorneherein als haltlos erweist (BGE 
98 IV 60, 63 E. 2). Der Gerichtsstand bestimmt sich mit anderen Worten 
nicht nach dem, was der Täter begangen hat, sondern nach dem, was ihm 
vorgeworfen wird (vgl. dazu BGE 97 IV 146, 149 E. 1), d. h. was aufgrund 
der Aktenlage überhaupt in Frage kommt. Dabei gilt der Grundsatz „in du-
bio pro duriore“ (vgl. PIQUEREZ, Procédure pénale Suisse, Zürich 2000, 

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N. 2969), wonach im Zweifelsfall wegen des schwereren Delikts zu unter-
suchen und anzuklagen ist. Nur wenn in dieser Phase der schwerere Tat-
bestand schon sicher ausgeschlossen werden kann, ist er nicht mehr ge-
richtsstandsrelevant (vgl. zum Ganzen auch TPF BK_G 076/04 vom 
27. Oktober 2004 E. 3.1 f.; TPF BG.2006.18 vom 12. Mai 2006 E. 2.1 
m.w.H. und TPF BG.2006.20 vom 28. Juni 2006 E. 2.1). 

 
2.2 Vorliegend ist unbestritten, dass mit 41 Betrügen gewerbsmässiger Betrug 

zu untersuchen ist, wofür die Untersuchung am 22. März 2006 im Kanton 
Bern angehoben wurde. Hingegen stellt sich die strittige Kernfrage, wie der 
im Kanton Aargau am 23. Februar 2006 zur Anzeige gebrachte Diebstahl 
angesichts der drei weiteren Diebstähle rechtlich zu qualifizieren ist bzw. ob 
diesbezüglich ebenfalls Gewerbsmässigkeit in Frage kommt.  

 
 
3. 
3.1 Die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung geht für die Umschreibung 

der Gewerbsmässigkeit vom Begriff des berufsmässigen Handelns aus. 
Der Täter handelt berufsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, 
die er für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzel-
akte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sowie aus den angestrebten 
und erzielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der 
Art eines Berufs ausübt (NIGGLI/RIEDO, Basler Kommentar, Basel 2003, 
N. 83 zu Art. 139 StGB). Die Gewerbsmässigkeit kann zunächst laut Bun-
desgericht nur dann angenommen werden, wenn der Täter bereits mehr-
fach delinquiert hat (NIGGLI/RIEDO, a.a.O. N. 89 zu Art. 139 StGB). Wieviele 
Straftaten vorausgesetzt sind, lässt sich nicht genau beziffern. Man wird 
vielmehr berücksichtigen müssen, in welchem Zeitraum und mit welchem 
Deliktsbetrag diese verübt wurden. So mag etwa ein fünffach begangener 
Diebstahl mit einer Beute von total Fr. 2'000.-- innerhalb einer Woche ge-
nügen, die gleiche Anzahl von Delikten mit gleicher Deliktssumme inner-
halb eines Jahres hingegen nicht (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., N. 91 zu Art. 139 
StGB). Ferner muss der Täter in der Absicht handeln, ein Erwerbseinkom-
men zu erzielen (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., N. 92 zu Art. 139 StGB). Schliess-
lich muss der Täter zur Verübung einer Vielzahl von Delikten der fraglichen 
Art bereit sein (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., N. 101 zu Art. 139 StGB). 

 
3.2 A. wird vorgeworfen, vom 23. Februar 2006 bis 20. März 2006 vier Dieb-

stähle zum Nachteil von vier verschiedenen Geschädigten begangen und 
sich dadurch Deliktsgut von Fr. 4'889.-- verschafft zu haben. Aufgrund der 
Häufigkeit und der erzielten Deliktssumme ist davon auszugehen, dass A. 
die Absicht hatte, mit den Diebstählen zumindest einen Nebenerwerb zu 

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seiner angeblichen Tätigkeit als selbständiger „Leasing-Vermittler“ zu erzie-
len. Daran vermag im Übrigen der Umstand, wonach A. mitunter wegen 
zwei geringfügigen Diebstählen angezeigt wurde, nichts zu ändern. Die 
Einschleichdiebstähle stehen zeitlich und nach dem „modus operandi“ in 
einem derart engen Zusammenhang, dass der dringende Tatverdacht der 
gewerbsmässigen Begehung besteht. Diese Feststellung wird zudem da-
durch verstärkt, wenn man das Vorstrafenregister von A. betrachtet. Dem 
schweizerischen Strafregister ist zu entnehmen, dass A. einschlägig wegen 
gewerbsmässigem Diebstahl vorbestraft ist. Mit Urteil des Gerichtskreises 
III Aarberg-Büren-Erlach, Aarberg, vom 4. Mai 2000 wurde er unter ande-
rem wegen gewerbsmässigem Diebstahl zu einer Gefängnisstrafe von 
30 Monaten sowie zu einer ambulanten Behandlung verurteilt. Die erneute 
und wiederholte Tatbegehung ergibt den dringenden Verdacht, dass A. be-
reit war, eine Vielzahl von Diebstählen zu begehen. Wer innert Monatsfrist 
vier Einschleichdiebstähle zum Nachteil von vier Geschädigten begeht, be-
legt dadurch seine Absicht, eine Vielzahl von Diebstählen zu begehen. Ge-
stützt auf diese Erwägungen und in Anwendung des Grundsatzes „in dubio 
pro duriore“ steht somit fest, dass in Bezug auf die vier Diebstähle der drin-
gende Tatverdacht der gewerbsmässigen Begehung besteht.  

 
3.3 Die Tatbestände des gewerbsmässigen Diebstahls sowie des gewerbs-

mässigen Betruges haben die gleiche Strafandrohung mit einer Freiheits-
strafe bis zu zehn Jahren oder einer Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen 
(Art. 139 Ziff. 2 StGB und Art. 146 Abs. 2 StGB). In solchen Fällen sind 
gemäss Art. 344 Abs. 1 Satz 2 StGB die Behörden des Ortes zuständig, wo 
die Untersuchung zuerst angehoben wurde (vgl. Ziff. 2.1). Mit dem Eingang 
der Strafanzeige bei der zuständigen Behörde, insbesondere bei der ge-
richtlichen Polizei, ist die Untersuchung mit anderen Worten als angehoben 
zu betrachten (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 142; TPF BG.2006.34 vom 
21. Dezember 2006 E. 3.1; TPF BG.2006.18 vom 12. Mai 2006 E. 4.1 
m.w.H.; TPF BG 2006.5 vom 25. April 2006 E. 3.1 und TPF BK_G 166/04 
vom 11. November 2004 E. 2.2). Vorliegend stellt somit die Entgegennah-
me der Anzeige betreffend den Diebstahl im aargauischen Z. am 23. Feb-
ruar 2006 durch die Aargauer Kantonspolizei die erste gerichtsstandsrele-
vante Untersuchungshandlung dar. Damit gilt die Untersuchung als zuerst 
im Kanton Aargau angehoben. Angesichts der achtmonatigen Untersu-
chungsdauer könnte dem Gesuchsteller nicht entgegengehalten werden, er 
habe während verhältnismässig langer Zeit Untersuchungshandlungen 
vorgenommen (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 444 und N. 625). Das Ge-
such ist somit gutzuheissen und der Kanton Aargau ist damit berechtigt und 
verpflichtet, die A. vorgeworfenen Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen. 

 

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4. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 156 Abs. 2 OG 
[siehe Übergangsbestimmung von Art. 132 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; SR 173.110]). 

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Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Behörden des Kantons Aargau sind berechtigt und verpflichtet, die A. zur 

Last gelegten strafbaren Handlungen zu verfolgen und zu beurteilen. 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. 

 
 

Bellinzona, 9. Februar 2007 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Generalprokuratur des Kantons Bern 
- Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau 
 
 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.