# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2ac8d56-e7a0-5f2b-97f6-4f863a7e30d6
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-22
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 22.06.2021 RR.2020.252
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2020-252_2021-06-22.pdf

## Full Text

Entscheid vom 22. Juni 2021 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Cornelia Cova und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
1. A1. GMBH,  

2. A2. GMBH,  

3. A3. AG,  

alle vertreten durch die Rechtsanwälte Patrik Salz-
mann und Tobias Thaler,  

Beschwerdeführerinnen 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die 
Republik Gambia 
 
Vorläufige Massnahmen (Art. 18 IRSG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummern: RR.2020.252, 
RR.2020.253, RR.2020.254 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 
 

A. Am 22. September 2020 wurde der Bundesanwaltschaft durch die Melde-
stelle für Geldwäscherei eine Verdachtsmeldung nach Art. 305ter Abs. 2 
StGB übermittelt. Demzufolge stünden die in der Schweiz domizilierte 
A4. AG bzw. deren Verantwortliche B. und C. in Verdacht, D., den früheren 
Präsidenten der Republik Gambia, bestochen zu haben, um ein sog. inter-
national gateway nutzen zu können. Im Zusammenhang mit dieser Angele-
genheit sei in den Medien angekündigt worden, dass die Republik Gambia 
beabsichtige, in der Schweiz gegen die A4. AG straf- und zivilrechtliche 
Schritte zur Wiedererlangung des durch die Gesellschaft erlangten delikti-
schen Gewinns einzuleiten (vgl. zum Ganzen Akten RH.20.0228, Rubrik 
B05.001.001). In diesem Zusammenhang korrespondierte die Bundesan-
waltschaft in der Folge per E-Mail mit dem Solicitor General & Legal Secre-
tary der Republik Gambia. Dabei kündigte dieser ein Rechtshilfeersuchen 
betreffend Beschlagnahme von Vermögenswerten der Gesellschaften der 
A.-Gruppe sowie von B. und C. an. In der entsprechenden Korrespondenz 
findet sich auch ein Ersuchen um vorläufige Sperrung der Vermögenswerte 
bis zur Einreichung eines solchen Rechtshilfeersuchens (vgl. Akten 
RH.20.0228, Rubrik 02.000, S. 16 ff.). 
 
 

B. Gestützt auf ein «Ersuchen der Republik Gambia um vorsorgliche Sperre im 
Hinblick auf ein Rechtshilfeersuchen» bzw. auf Art. 18 Abs. 2 IRSG wies die 
Bundesanwaltschaft die Bank E. mit Verfügung vom 25. September 2020 
u.a. an, sofort sämtliche in der Schweiz angelegten oder verwalteten Vermö-
genswerte, insbesondere Kontokorrent-Konten, Edelmetallkonten, Spar-
hefte, deponierte Wertschriften, Festgelder, Treuhandanlagen, Zutritt zu den 
Schliessfächern und dergleichen, die auf den Namen einer der nachfolgend 
aufgeführten (natürlichen und/oder juristischen) Personen, alleine, gemein-
sam oder gemeinsam mit Dritten, lauten oder an denen diese wirtschaftlich 
berechtigt oder unterschrifts- bzw. zugriffsberechtigt sind oder über welche 
diese als Kontrollinhaber festgestellt werden, zu sperren und weder Gutha-
ben noch sonstige Vermögenswerte auszuzahlen bzw. herauszugeben: 
A4. AG, A5. AG, A3. AG, A1. GmbH, A6. AG, A2. GmbH, A7. AG, A8. AG, 
B., C. (Akten RH.20.0228, Rubrik 05.101, S. 1 ff.).  
 
 

C. Dagegen erhob die A1. GmbH am 8. Oktober 2020 Beschwerde an die Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts (RR.2020.252 act. 1). Sie bean-
tragt Folgendes: 
 

- 3 - 

 

 

1. Die mit Verfügung der Beschwerdegegnerin im Verfahren RH.20.0228 angeordnete Sperre 

der Konten der Beschwerdeführerin bei der Bank E.: 

 

a. IBAN 1 (CHF) 

b. IBAN 2 (EUR) 

c. IBAN 3 (USD) 

 

sei aufzuheben. 

 

2. Eventualiter sei die mit Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25. September 2020 im 

Verfahren RH.20.0228 angeordnete Sperre der Konten der Beschwerdeführerin bei der 

Bank E.: 

 

a. IBAN 1 (CHF) 

b. IBAN 2 (EUR) 

c. IBAN 3 (USD) 

 

insoweit anzupassen, dass sich die Sperre nur auf Vermögenswerte bezieht, welche vor dem 

25. September 2020 auf die genannten Konten eingegangen sind. 

 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin bzw. der Staatskasse. 

 
 

D. Ebenfalls am 8. Oktober 2020 erhob die A2. GmbH bei der Beschwerdekam-
mer Beschwerde gegen die eingangs erwähnte Verfügung (RR.2020.253 
act. 1). Sie beantragt Folgendes: 
 
1. Die mit Verfügung der Beschwerdegegnerin im Verfahren RH.20.0228 angeordnete Sperre 

der Konten der Beschwerdeführerin bei der Bank E.: 

 

a. IBAN 4 (CHF) 

b. IBAN 5 (EUR) 

c. IBAN 6 (USD) 

 

sei aufzuheben. 

 

2. Eventualiter sei die mit Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25. September 2020 im 

Verfahren RH.20.0228 angeordnete Sperre der Konten der Beschwerdeführerin bei der 

Bank E.: 

 

- 4 - 

 

 

a. IBAN 4 (CHF) 

b. IBAN 5 (EUR) 

c. IBAN 6 (USD) 

 

insoweit anzupassen, dass sich die Sperre nur auf Vermögenswerte bezieht, welche vor dem 

25. September 2020 auf die genannten Konten eingegangen sind. 

 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin bzw. der Staatskasse. 

 
 

E. Gegen die eingangs erwähnte Verfügung erhob am 8. Oktober 2020 auch 
die A3. AG Beschwerde bei der Beschwerdekammer (RR.2020.254 act. 1). 
Sie beantragt Folgendes: 
 
1. Die mit Verfügung der Beschwerdegegnerin im Verfahren RH.20.0228 angeordnete Sperre 

der Konten der Beschwerdeführerin bei der Bank E.: 

 

a. IBAN 7 (CHF) 

b. IBAN 8 (CHF) (Covid-Kredit) 

c. IBAN 9 (EUR) 

d. IBAN 10 (USD) 

 

sei aufzuheben. 

 

2. Eventualiter sei die mit Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25. September 2020 im 

Verfahren RH.20.0228 angeordnete Sperre der Konten der Beschwerdeführerin bei der 

Bank E.: 

 

a. IBAN 7 (CHF) 

b. IBAN 8 (CHF) (Covid-Kredit) 

c. IBAN 9 (EUR) 

d. IBAN 10 (USD) 

 

insoweit anzupassen, dass sich die Sperre nur auf Vermögenswerte bezieht, welche vor dem 

25. September 2020 auf die genannten Konten eingegangen sind. 

 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin bzw. der Staatskasse. 

 
 

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F. Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») reichte zu den drei Beschwer-
den am 5. November 2020 eine gemeinsame Vernehmlassung ein. Es be-
antragt darin, die Beschwerden seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
sei, unter Kostenfolge (RR.2020.252 act. 11). Auch die Bundesanwaltschaft 
erstattete am 6. November 2020 eine einzige Beschwerdeantwort, in welcher 
sie um Vereinigung der drei Beschwerdeverfahren ersuchte. In materieller 
Hinsicht beantragt sie, auf die Beschwerden sei nicht einzutreten, eventuali-
ter seien diese abzuweisen, soweit auf diese einzutreten sei, unter Kosten-
folge zulasten der Beschwerdeführerinnen (RR.2020.252 act. 12). In ihrer 
gemeinsamen Replik vom 26. November 2020 hielten die Beschwerdefüh-
rerinnen fest, es sei nichts gegen die Vereinigung der drei Beschwerdever-
fahren einzuwenden (RR.2020.252 act. 17, Rz. 2). Im Übrigen halten sie an 
ihren bereits gestellten Beschwerdebegehren fest (RR.2020.252 act. 17, 
S. 2). Das BJ und die Bundesanwaltschaft bestätigen ihre bisherigen An-
träge mit Duplik vom 9. Dezember (RR.2020.252 act. 20) bzw. vom 18. De-
zember 2020 (RR.2020.252 act. 21). Nachdem die Beschwerdeführerinnen 
der Beschwerdekammer am 8. Januar 2021 eine abschliessende Stellung-
nahme zugehen liessen (RR.2020.252 act. 23), übermittelte die Bundesan-
waltschaft der Beschwerdekammer am 13. Januar 2021 das ihr zwischen-
zeitlich vorab per E-Mail zugestellte Rechtshilfeersuchen der Republik Gam-
bia (RR.2020.252 act. 25). Die Beschwerdeführerinnen liessen diesbezüg-
lich am 25. Januar 2021 und am 10. März 2021 weitere Stellungnahmen fol-
gen (RR.2020.252 act. 27 und 29). 
 
 

G. Mit Eingabe vom 19. März 2021 (RR.2020.252 act. 31) ersuchen die Be-
schwerdeführerinnen erneut um Gutheissung der Beschwerdeanträge. Da-
bei nahmen sie Bezug auf ein Schreiben vom selben Tage des Solicitor Ge-
neral and Legal Secretary der Republik Gambia an die Bundesanwaltschaft, 
wonach das oben erwähnte Rechtshilfeersuchen zurückgezogen werde 
(RR.2020.252 act. 31.1). Die Bundesanwaltschaft und das BJ wurden in der 
Folge dazu aufgefordert, sich zum weiteren Fortgang des Verfahrens zu äus-
sern (RR.2020.252 act. 32). Die Bundesanwaltschaft teilte am 1. April 2021 
mit, sie nehme Kenntnis vom angekündigten Rückzug des Rechtshilfeersu-
chens und sehe vor, dies auf dem offiziellen Rechtshilfeweg zu verifizieren. 
Mit Bezug auf die angefochtenen Kontosperren teilte die Bundesanwalt-
schaft mit, sie sehe von einer Verlängerung der vorerst auf sechs Monate 
befristeten, rechtshilfeweisen Beschlagnahmen ab (RR.2020.252 act. 33, 
33.1). Das BJ teilte am 21. April 2021 mit, der Rückzug des Rechtshilfeersu-
chens sei den schweizerischen Behörden bislang noch nicht über den offizi-
ellen Weg zugestellt worden. Vom Verzicht der Bundesanwaltschaft auf Ver-
längerung der Kontosperren nahm das BJ Kenntnis (RR.2020.252 act. 35). 
 

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H. Aufgrund der Eingabe der Bundesanwaltschaft vom 1. April 2021 teilte die 

Beschwerdekammer den Parteien am 23. April 2021 mit, ihrer Ansicht nach 
sei das aktuelle und praktische Interesse an der Beschwerdeführung dahin-
gefallen. Sie beabsichtige, die Beschwerdeverfahren als gegenstandslos ab-
zuschreiben. Dementsprechend forderte sie die Parteien dazu auf, sich zur 
Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens sowie zu den diesbezüg-
lichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu äussern (RR.2020.252 act. 36). 
Die Bundesanwaltschaft hält dafür, die Kosten den Beschwerdeführerinnen 
aufzuerlegen. Entschädigungen seien keine zu sprechen (RR.2020.252 
act. 37). Die Beschwerdeführerinnen ihrerseits beantragen, die Kosten der 
Beschwerdeverfahren RR.2020.252-254 seien der Bundesanwaltschaft auf-
zuerlegen bzw. auf die Staatskasse zu nehmen. Zudem sei den Beschwer-
deführerinnen gesamthaft eine Parteientschädigung im Betrag von insge-
samt Fr. 50'933.05 (inkl. Spesen und MwSt.) zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin bzw. der Staatskasse zuzusprechen (RR.2020.252 act. 39). Der Ein-
gabe des BJ vom 19. Mai 2021 können keine Ausführungen zu den Kosten- 
und Entschädigungsfolgen entnommen werden (RR.2020.252 act. 41). Die 
diesbezüglichen Eingaben wurden den jeweils anderen Parteien am 27. Mai 
2021 wechselseitig zur Kenntnis gebracht (RR.2020.25 act. 42). 
 
 

I. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. Die durch die Beschwerdeführerinnen separat erhobenen Beschwerden rich-
ten sich allesamt gegen dieselbe angefochtene Verfügung und stimmen in-
haltlich weitgehend überein. Alle Beschwerdeführerinnen werden zudem von 
denselben Rechtsanwälten vertreten und bilden Teil einer Gruppe verschie-
dener Gesellschaften, wobei die einzelnen Gesellschaften bestimmte Funk-
tionen für die ganze Gruppe wahrnehmen (vgl. RR.2020.252 act. 1, Rz. 15). 
Die verschiedenen Beschwerdeverfahren sind aufgrund des engen Sachzu-
sammenhangs zu vereinigen. Die Beurteilung der separat erhobenen Be-
schwerden erfolgt damit im Rahmen des vorliegenden Entscheids. 
 
 

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2.  
2.1 Es besteht kein bilaterales Abkommen zwischen der Schweizerischen Eid-

genossenschaft und der Republik Gambia, welches für die internationale 
Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den beiden Staaten massgebend ist. 
Angesichts der vorliegend in Frage stehenden Straftatbestände sind jedoch 
die Art. 43 ff. des Übereinkommens vom 31. Oktober 2003 der Vereinten 
Nationen gegen Korruption ([UNCAC]; SR 0.311.56) anwendbar. 
 

2.2 Soweit dieser Staatsvertrag bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, 
gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 
SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 
Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur 
Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 
nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses ge-
ringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 145 IV 294 E. 2.1 
S. 297; 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2 S. 126; jeweils m.w.H.). Vorbehalten 
bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1 S. 297; 123 
II 595 E. 7c S. 617; TPF 2016 65 E. 1.2). Auf Beschwerdeverfahren in inter-
nationalen Rechtshilfeangelegenheiten sind zudem die Bestimmungen des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 
Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts 
anderes bestimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG). 
 
 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 
(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 
mit freier Kognition, befasst sich jedoch nur mit Tat- und Rechtsfragen, die 
Streitgegenstand der Beschwerde bilden (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 
E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009 E. 1.6; 
TPF 2011 97 E. 5). 
 
 

4.  
4.1 Die Bundesanwaltschaft teilte am 1. April 2021 mit, sie sehe von einer Ver-

längerung der vorerst auf sechs Monate befristeten, rechtshilfeweisen Be-
schlagnahmen ab (RR.2020.252 act. 33, 33.1). Die angefochtene Verfügung 
erging am 25. September 2020. Sie und mit ihr das aktuelle praktische Inte-
resse an der Beschwerdeführung fielen somit per 25. März 2021 dahin. Die 
Beschwerdeverfahren sind demnach zufolge Gegenstandslosigkeit abzu-
schreiben (BGE 137 I 161 E. 4.3.2 m.w.H.; Entscheid des Bundesstrafge-
richts RH.2018.7 vom 11. Juni 2018 E. 1). 
 

http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595
http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595

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4.2 Nach konstanter Praxis gelangt im Beschwerdeverfahren in internationalen 
Rechtshilfeangelegenheiten für den Entscheid über die Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen bei Gegenstandslosigkeit Art. 72 des Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP; SR 273) sinnge-
mäss zur Anwendung (TPF 2011 118 E. 2.2.2 S. 123; Entscheide des Bun-
desstrafgerichts RR.2019.176 vom 3. Dezember 2019 E. 2.2; RR.2018.325 
vom 1. März 2019). Gemäss Art. 72 BZP entscheidet das Gericht mit sum-
marischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor 
Eintritt des Erledigungsgrundes. Die von den Beschwerdeführerinnen in ihrer 
Stellungnahme vom 17. Mai 2021 angeführten Entscheide zur Regelung der 
Kostentragung bei Gegenstandslosigkeit (so insbesondere TPF 2011 31; 
siehe RR.2020.252 act. 39, Rz. 2 f.) sowie die angeführten gesetzlichen 
Grundlagen (RR.2020.252 act. 39, Rz. 8 f.) betrafen allesamt den Geltungs-
bereich der StPO und sind damit vorliegend nicht einschlägig. 
 

4.3 Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster 
Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen. Lässt sich 
dieser im konkreten Fall nicht feststellen, so sind allgemeine prozessrechtli-
che Kriterien heranzuziehen: Danach wird jene Partei kosten- und entschä-
digungspflichtig, welche das gegenstandslos gewordene Verfahren veran-
lasst hat oder in welcher die Gründe eingetreten sind, die dazu geführt ha-
ben, dass der Prozess gegenstandslos geworden ist. Die Regelung be-
zweckt, denjenigen, der in guten Treuen Beschwerde erhoben hat, nicht im 
Kostenpunkt dafür zu bestrafen, dass die Beschwerde infolge nachträglicher 
Änderung der Umstände abzuschreiben ist, ohne dass ihm dies anzulasten 
wäre. Bei der summarischen Prüfung des mutmasslichen Prozessausgan-
ges ist nicht auf alle Rügen einzeln und detailliert einzugehen (BGE 142 V 
551 E. 8.2; 118 Ia 488 E. 4a S. 494 f.; Entscheide des Bundesstrafgerichts 
RR.2020.323 vom 10. März 2021; RR.2019.176 vom 3. Dezember 2019 
E. 2.2; RH.2018.7 vom 11. Juni 2018 E. 2.2). 

 
 
5. Die Beschwerdegegnerin stützte die vorliegend angefochtenen Kontosper-

ren auf Art. 18 Abs. 2 IRSG (Akten RH.20.0228, Rubrik 05.101, S. 6). 
 

5.1 Gemäss Art. 18 Abs. 1 IRSG kann die zuständige Behörde auf ausdrückli-
ches Ersuchen eines anderen Staates vorläufige Massnahmen zur Erhaltung 
des bestehenden Zustandes, zur Wahrung bedrohter rechtlicher Interessen 
oder zur Sicherung gefährdeter Beweismittel anordnen, wenn ein im IRSG 
vorgesehenes Verfahren nicht offensichtlich unzulässig oder unzweckmäs-
sig erscheint. 
 

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Ist Gefahr im Verzug und liegen ausreichende Angaben zur Beurteilung der 
Voraussetzungen vor, so können diese Massnahmen auch vom BJ (vgl. 
hierzu Art. 8 Abs. 1 IRSG) angeordnet werden, sobald ein Ersuchen ange-
kündigt ist. Diese Massnahmen werden aufgehoben, wenn der ausländische 
Staat nicht innert der gesetzten Frist das Ersuchen einreicht (Art. 18 Abs. 2 
IRSG). 
 

5.2 Vorläufige Massnahmen in der kleinen Rechtshilfe können insbesondere die 
Beschlagnahme, die Kontensperre, die Grundbuchsperre, die Hausdurchsu-
chung und die Durchsuchung oder Untersuchung von Personen sein (ZIM-
MERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 5. Aufl. 
2019, N. 376; DONATSCH/HEIMGARTNER/MEYER/SIMONEK, Internationale 
Rechtshilfe, 2. Aufl. 2015, S. 132; POPP, Grundzüge der internationalen 
Rechtshilfe in Strafsachen, 2001, N. 494; EYMANN, Die strafprozessuale 
Kontosperre, 2009, S. 128; GSTÖHL, Geheimnisschutz im Verfahren der in-
ternationalen Rechtshilfe in Strafsachen, 2008, S. 146). Die vorläufige Kon-
tosperre kann dazu dienen, eine Herausgabe im Sinne von Art. 74 oder 74a 
IRSG sicherzustellen (AEPLI, Basler Kommentar, 2015, Art. 18 IRSG N. 30). 
Grundsätzlich sind auch vorläufige Massnahmen nur zulässig, wenn die all-
gemeinen Voraussetzungen für die Gewährung von Rechtshilfe prima facie 
erfüllt sind (DONATSCH/HEIMGARTNER/MEYER/SIMONEK, a.a.O., S. 133; POPP, 
a.a.O., N. 493; vgl. hierzu auch das Urteil des Bundesgerichts 1C_208/2007 
vom 3. August 2007 E. 2.1). Es genügt, wenn die Rechtshilfeleistung auf-
grund einer summarischen Prüfung als zulässig erscheint (ZIMMERMANN, 
a.a.O., N. 376; GSTÖHL, a.a.O., S. 145; vgl. die Urteile des Bundesgerichts 
1C_23/2018 vom 17. Januar 2018 E. 1.2: «il suffit qu'une provenance illicite 
des fonds ne soit pas exclue et l'autorité suisse d'entraide peut se contenter 
à ce stade de simples hypothèses»; 1C_239/2014 vom 18. August 2014 
E. 3.1: «il n'appartient pas à l'autorité de séquestre de se livrer à un examen 
exhaustif de la demande d'entraide mais seulement de s'assurer que celle-
ci n'est pas "manifestement inadmissible" […]»). Auch provisorische Mass-
nahmen unterliegen dem Gebot der Verhältnismässigkeit (AEPLI, a.a.O., 
Art. 18 IRSG N. 10, 27; POPP, a.a.O., N. 496; EYMANN, a.a.O., S. 131; DÖ-
BELI, Blockieren – Beschlagnahmen – Einfrieren, Eine mise en place der 
Rechtsgrundlagen von Kontosperren, AJP 2015, S. 1237 ff., 1242 f.). Die in 
Art. 18 Abs. 2 IRSG verwendete Formulierung «liegen ausreichende Anga-
ben zur Beurteilung der Voraussetzungen vor» bringt zum Ausdruck, dass 
auch bei Gefahr in Verzug eine Prüfung der Rechtshilfefähigkeit zu erfolgen 
hat. Nicht explizit aufgeführt werden die zu prüfenden Voraussetzungen. Er-
fasst sind die in Art. 18 Abs. 1 IRSG genannten negativen Voraussetzungen 
der offensichtlichen Unzulässigkeit oder Unzweckmässigkeit (AEPLI, a.a.O., 

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Art. 18 IRSG N. 48 f.; siehe auch EYMANN, a.a.O., S. 131; PAVLIDIS, Confis-
cation internationale: instruments internationaux, droit de l’Union europé-
enne, droit suisse, 2012, S. 272). Offensichtliche Unzulässigkeit liegt bspw. 
bei Verletzung allgemeiner Prinzipien wie ne bis in idem oder dem Erforder-
nis der beidseitigen Strafbarkeit vor. Offensichtliche Unzweckmässigkeit 
kann sich auch aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit ergeben 
(AEPLI, a.a.O., Art. 18 IRSG N. 40; vgl. auch BGE 116 Ib 96 E. 3a S. 100). 
 

5.3 Bei Gefahr im Verzug ist die Anordnung vorsorglicher Massnahmen gestützt 
auf Art. 18 Abs. 2 IRSG vor dem Eingang des eigentlichen Rechtshilfeersu-
chens möglich (AEPLI, a.a.O., Art. 18 IRSG N. 45). Daraus ergibt sich, dass 
die formellen Bestimmungen über das Rechtshilfeersuchen bei der Anord-
nung vorläufiger Massnahmen noch nicht in jeder Hinsicht erfüllt sein müs-
sen (BGE 121 IV 41 E. 4b/bb S. 43; 116 Ib 96 E. 3a S. 100). Gefahr im 
Verzug liegt vor, falls ein weiteres Zuwarten den späteren Vollzug der 
Rechtshilfe verunmöglicht oder erheblich erschwert (AEPLI, a.a.O., Art. 18 
IRSG N. 46; GSTÖHL, a.a.O., S. 146). Die Ankündigung im Sinne von Art. 18 
Abs. 2 IRSG kann sich darauf beschränken, es werde ein Rechtshilfeersu-
chen gestellt, d.h. es muss nicht auch ein Gesuch um vorläufige Massnah-
men angekündigt werden (DONATSCH/HEIMGARTNER/MEYER/SIMONEK, 
a.a.O., S. 133; POPP, a.a.O., N. 496 mit Hinweis auf BGE 121 IV 41 E. 4b/bb 
S. 43 f.; EYMANN, a.a.O., S. 129; GSTÖHL, a.a.O., S. 145 f.; siehe auch AEPLI, 
a.a.O., Art. 18 IRSG N. 51 f.). Die blosse Möglichkeit zukünftiger Rechtshilfe 
ist ausreichend, um vorläufige Massnahmen zur Sicherung gefährdeter An-
sprüche anzuordnen. Ob anschliessend tatsächlich ein Rechtshilfeersuchen 
eingereicht wird, ist unerheblich (AEPLI, a.a.O., Art. 18 IRSG N. 11 m.w.H.). 
 

5.4 Die Zuständigkeit zur Anordnung von vorläufigen Massnahmen gestützt auf 
Art. 18 Abs. 2 IRSG ist nach dem Wortlaut des Gesetzes dem BJ vorbehal-
ten. Gemäss Rechtsprechung kann aber auch die zuständige Behörde im 
laufenden Rechtshilfeverfahren sichernde Massnahmen vor einem Antrag 
der ersuchenden Behörde ergreifen (AEPLI, a.a.O., Art. 18 IRSG N. 59 mit 
Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 1A.87/2002 vom 11. Juni 2002 
E. 3.1). 
 

5.5 Die Anordnung vorläufiger Massnahmen erfolgt durch den Erlass einer Zwi-
schenverfügung, welche gemäss Art. 80e Abs. 1 IRSG zusammen mit der 
Schlussverfügung oder in Ausnahmefällen selbstständig gemäss Art. 80e 
Abs. 2 IRSG angefochten werden kann. Eine selbstständige Anfechtung der 
Zwischenverfügung ist gemäss Art. 80e Abs. 2 IRSG möglich, sofern sie ei-
nen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt durch 
die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenständen oder 

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durch die Anwesenheit von Personen, die am ausländischen Prozess betei-
ligt sind (AEPLI, a.a.O., Art. 18 IRSG N. 2, 65 f.; LUDWICZAK GLASSEY, Ent-
raide judiciaire internationale en matière pénale, 2018, N. 378; GSTÖHL, 
a.a.O., S. 146; siehe auch TPF 2010 102 E. 1.4.3.b S. 105). Die beschwer-
deführende Person muss diesfalls nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung mit konkreten Angaben glaubhaft machen, inwiefern die rechtshilfe-
weise Beschlagnahme von Vermögenswerten zu einem nicht wieder gutzu-
machenden Nachteil führt. Dabei kommen insbesondere drohende Verlet-
zungen von konkreten vertraglichen Verpflichtungen, unmittelbar bevorste-
hende Betreibungsschritte, der drohende Entzug von behördlichen Bewilli-
gungen oder das Entgehen von konkreten Geschäften in Betracht. Der dro-
hende unmittelbare und nicht wieder gutzumachende Nachteil muss glaub-
haft gemacht werden. Dessen blosse Behauptung genügt nicht (BGE 130 II 
329 E. 2 S. 332; 128 II 353 E. 3 S. 354, je m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 
1C_575/2013 vom 30. August 2013 E. 1.2; 1B_285/2011 vom 18. November 
2011 E. 2.3.2; TPF 2008 7 E. 2.2; Entscheid des Bundesstrafgerichts 
RR.2021.16 vom 5. Februar 2021). Beschwerden gegen vorläufige Mass-
nahmen nach Art. 18 IRSG haben keine aufschiebende Wirkung (vgl. Art. 18 
Abs. 3 IRSG). 
 
 

6.  
6.1 Vor diesem Hintergrund und der vorzunehmenden summarischen Prüfung 

des mutmasslichen Prozessausgangs (vgl. hierzu E. 4.3) sind nachfolgend 
kurz die Eintretensvoraussetzungen sowie die von den Beschwerdeführerin-
nen vorgebrachten Rügen zu beurteilen. 
 

6.2 Was die Eintretensvoraussetzungen angeht, so war die angefochtene Ver-
fügung nicht – wie von den Beschwerdeführerinnen behauptet (vgl. u.a. 
RR.2020.252 act. 1, Rz. 33 ff.) – wie eine Schlussverfügung zu behandeln, 
da vorliegend keiner der in TPF 2010 102 E. 1.4.3 erwähnten Ausnahmefälle 
gegeben war. Demnach hätten die Beschwerdeführerinnen einen unmittel-
baren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil glaubhaft machen müs-
sen, damit auf ihre Beschwerden einzutreten gewesen wäre. 
 

6.2.1 Die Beschwerdeführerin 1 brachte diesbezüglich vor, mit der angefochtenen 
Verfügung seien sämtliche ihrer Konten gesperrt worden. Über weitere li-
quide oder liquidierbare Vermögenswerte verfüge sie nicht (RR.2020.252 
act. 1, Rz.  11 ff.). Innerhalb der A.-Gruppe nehme sie die Funktion als Infra-
strukturgesellschaft wahr. Sollte sie ihre Lieferanten nicht mehr bezahlen 
können, so drohten der ganzen A.-Gruppe Systemausfälle und Datenver-
luste. Die Beschwerdeführerin 1 könne ihren Zahlungsverpflichtungen nicht 

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nachkommen und verletze damit bestehende Verträge. In der Folge drohten 
Kündigungen der Infrastruktur- und Unterhaltsverträge durch ihre Vertrags-
partner, die Einleitung von Betreibungen und Forderungsprozessen und 
schliesslich der Konkurs der Beschwerdeführerin 1 bzw. der Zusammen-
bruch der ganzen A.-Gruppe (RR.2020.252 act. 1, Rz. 15 ff.).  
 

6.2.2 Auch die Beschwerdeführerin 2 gab an, mit der angefochtenen Verfügung 
seien all ihre liquiden Vermögenswerte gesperrt worden (RR.2020.253 
act. 1, Rz. 11 ff.). Sie nehme innerhalb der A.-Gruppe sämtliche Manage-
mentfunktionen wahr und erbringe alle Arbeitsleistungen für alle Gruppenge-
sellschaften. Aufgrund der Beschlagnahme ihrer Vermögenswerte sei sie 
nicht mehr in der Lage, ihre Mitarbeitenden zu entlöhnen. Die Löhne für den 
Monat September 2020 habe sie nur dank eines kurzfristig gewährten Dar-
lehens bezahlen können. Ohne unverzügliche Freigabe der gesperrten Kon-
ten drohe die Verletzung vertraglicher Lohnzahlungs- und Rückzahlungs-
pflichten und im Anschluss daran die Einleitung von Betreibungen und For-
derungsprozessen sowie der Konkurs und damit der Zusammenbruch der 
gesamten A.-Gruppe (RR.2020.253 act. 1, Rz. 15 ff.). 
 

6.2.3 Die Beschwerdeführerin 3 machte Ähnliches geltend. Sie nehme innerhalb 
der A.-Gruppe die Funktion als Handelsplattform ein. Sämtliche Sprach- und 
Datendienstleistungen würden über sie abgewickelt und verrechnet. Sie sei 
nicht mehr in der Lage, die vertraglichen Ansprüche ihrer Gläubiger zu be-
friedigen, weshalb die Kündigung der Interkonnektionsverträge durch ihre 
Vertragspartner, die Einleitung von Betreibungen und Forderungsprozessen 
sowie schliesslich der Konkurs und der Zusammenbruch der gesamten A.-
Gruppe drohten (RR.2020.254 act. 1, Rz. 11 ff.). 
 

6.2.4 Die Beschwerdegegnerin hielt demgegenüber fest, die Gesellschaften der 
A.-Gruppe betrieben ein Cash-Pooling und seien damit als wirtschaftliche 
Einheit zu betrachten. Für die Frage eines allfälligen nicht wieder gutzuma-
chenden Nachteils müsse daher nicht auf die Vermögenslage der einzelnen 
Beschwerdeführerinnen, sondern auf diejenige der ganzen Konzerngruppe 
abgestellt werden. In Betracht zu ziehen seien zudem auch die fälligen For-
derungen der A.-Gruppe gegenüber Dritten (RR.2020.252 act. 12, Ziff. III.1). 
Die Beschwerdeführerinnen entgegneten diesbezüglich, das angespro-
chene Cash-Pooling sei per 31. März 2020 gekündigt und per 14. April 2020 
definitiv aufgehoben worden. Von einer wirtschaftlichen Einheit könne nicht 
mehr gesprochen werden (RR.2020.252 act. 17, Rz. 2). Der A.-Gruppe bzw. 
der Beschwerdeführerin 3 ist es offenbar gelungen, rund eine Woche nach 
der angefochtenen Vermögenssperre bei der Bank F. ein neues Konto zu 

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eröffnen (RR.2020.252 act. 17, Rz. 55 und act. 17.18). Bis zu diesem Zeit-
punkt habe es aber bei gleichbleibenden Kosten keine (verfügbaren) Zah-
lungseingänge gegeben (RR.2020.252 act. 17, Rz. 58 ff.).  
 

6.2.5 Die von den Beschwerdeführerinnen vorgelegten Kontoauszüge bestätigen 
den Betrieb des geschilderten Cash-Pooling innerhalb der A.-Gruppe und 
auch dessen formelle Beendigung per Ende März 2020 (RR.2020.252, 
RR.2020.253 und RR.2020.254, jeweils act. 1.3–1.5). Insofern erscheint be-
reits fraglich, welche aktuelle Aussagekraft den von den Beschwerdeführe-
rinnen eingereichten Vermögensübersichten per Ende März 2020 für sie als 
einzelne Gesellschaften der A.-Gruppe tatsächlich zukommt (siehe 
RR.2020.252, RR.2020.253 und RR.2020.254, jeweils act. 1.2). Anderer-
seits lassen sich in den erwähnten Kontoauszügen sämtlicher Beschwerde-
führerinnen auch ab April 2020 weiterhin zahlreiche Kontoüberträge von 
bzw. an andere Gesellschaften der A.-Gruppe feststellen. Angaben zu den 
Einkünften aus der nach wie vor laufenden Geschäftstätigkeit der A.-Gruppe 
sind den Ausführungen der Beschwerdeführerinnen nur bruchstückhaft zu 
entnehmen. Aufgrund der vorzunehmenden summarischen Prüfung und der 
geschilderten Sachlage bestehen erhebliche Zweifel, dass die von den Be-
schwerdeführerinnen eingereichten Unterlagen geeignet waren, ein auf-
schlussreiches Bild über ihre effektiven finanziellen Verhältnisse bzw. über 
die wirtschaftliche Situation der gesamten A.-Gruppe zu zeichnen. Es ist da-
her davon auszugehen, dass es auf Seiten der Beschwerdeführerinnen an 
einem hinreichend glaubhaft gemachten nicht wieder gutzumachenden 
Nachteil fehlte. Damit wäre auf deren Beschwerden mutmasslich nicht ein-
zutreten gewesen. 
 

6.3 Wäre dennoch auf die Beschwerden einzutreten gewesen, so hätte sich in 
materieller Hinsicht mutmasslich die nachfolgende Beurteilung ergeben: 
Nicht massgebend waren die von den Beschwerdeführerinnen angeführten, 
angeblich verletzten Bestimmungen der StPO. Insbesondere kommt es im 
Rechtshilfeverfahren zu keiner Überprüfung des hinreichenden Tatverdachts 
im Sinne von Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO (entgegen RR.2020.252 act. 1, 
Rz. 41 ff., 113 ff., 140 ff.; act. 17, Rz. 8 ff.). Auch eine Verletzung von Art. 70 
Abs. 1 StGB war nicht erkennbar (entgegen RR.2020.252 act. 1, Rz. 45 f.), 
da es sich beim Anfechtungsobjekt nicht im einen Einziehungsentscheid 
handelt. Soweit die Beschwerdeführerinnen den hinreichenden Tatverdacht 
bestritten, machten sie sinngemäss geltend, es fehle an der Rechtshilfevo-
raussetzung der beidseitigen Strafbarkeit. Ihre diesbezüglichen Darstellun-
gen erschöpften sich jedoch in einer eigenen Darstellung des Sachverhalts 
(RR.2020.252 act. 1, Rz. 53 ff.; act. 17, Rz. 8 ff.), mit welcher sie im Rechts-
hilfeverfahren grundsätzlich nicht zu hören sind (BGE 139 II 451 E. 2.2.1; 

- 14 - 

 

 

TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196). Entsprechendes hatte auch für den angeblich 
fehlenden Deliktskonnex der gesperrten Vermögenswerte zu gelten (siehe 
RR.2020.252 act. 1, Rz. 106 ff.). Dass diese Voraussetzungen offensichtlich 
nicht gegeben sein sollen, lässt sich aufgrund einer summarischen Prüfung 
der vorliegenden Akten nicht erkennen. Nachdem es für vorläufige Massnah-
men im Sinne von Art. 18 Abs. 2 IRSG genügt, dass ein Rechtshilfeersuchen 
angekündigt ist, erübrigen sich auch Weiterungen zu den Vorbringen, wo-
nach in der Republik Gambia kein Strafverfahren laufe (siehe RR.2020.252 
act. 1, Rz. 101 ff.; act. 23, Rz. 3 ff.) bzw. wonach das erst in der Folge ge-
stellte Rechtshilfeersuchen an formellen Mängeln leide (RR.2020.252 
act. 27, Rz. 3 ff.; act. 29). Gerade Letztere liessen sich gegebenenfalls durch 
Ergänzungen des Ersuchens beheben und lassen eine spätere Rechtshilfe-
leistung nicht als offensichtlich unzulässig erscheinen. Schliesslich war auch 
die Annahme von Gefahr im Verzug im Sinne von Art. 18 Abs. 2 IRSG nach-
vollziehbar, nachdem Medienberichten zu entnehmen war, die Behörden des 
ersuchenden Staates würden sich an die Schweiz richten, um eine Heraus-
gabe der inkriminierten Gelder zu erwirken (entgegen RR.2020.252 act. 1, 
Rz. 129 f.). Zum Vorbringen der Beschwerdeführerinnen, die Gewährung 
von Rechtshilfe an die Republik Gambia sei gestützt auf Art. 2 lit. a IRSG 
grundsätzlich ausgeschlossen (RR.2020.252 act. 1, Rz. 122 ff.), ist schliess-
lich Folgendes festzuhalten: Die Prüfung des genannten Ausschlussgrun-
des, auf den sich die Beschwerdeführerinnen als in der Schweiz domizilierte 
juristische Personen ohnehin nur in einem eingeschränkten Mass berufen 
können (siehe zuletzt u.a. den Entscheid des Bundesstrafgerichts 
RR.2020.243 vom 23. Februar 2021 E. 5.2 m.w.H.), setzt ein Werturteil über 
das politische System des ersuchenden Staates, seine Institutionen, sein 
Verständnis von Grundrechten und deren effektive Gewährleistung sowie 
über die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz voraus (vgl. BGE 
130 II 217 E. 8.1; 129 II 268 E. 6.1 S. 271; TPF 2017 132 E. 7.3.2 S. 134). 
Diesbezüglich besteht zur Rechtshilfe an die Republik Gambia bis dato keine 
Praxis, auf welche die Beschwerdekammer zurückgreifen könnte. Eine of-
fensichtliche Unzulässigkeit einer allfälligen Rechtshilfeleistung könnte da-
her zum jetzigen Zeitpunkt auch in diesem Punkt nicht angenommen wer-
den. 
 

6.4 Nach dem eben Ausgeführten bzw. gestützt auf eine summarische Prüfung 
der vorgebrachten Rügen ist bei der Festlegung der Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen davon auszugehen, dass auf die Beschwerden mutmasslich 
nicht eingetreten worden wäre, allenfalls wären diese abzuweisen gewesen.  

 
 

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7. Es rechtfertigt sich daher, den Beschwerdeführerinnen in analoger Anwen-
dung von Art. 72 BZP die Kosten der gegenstandslos gewordenen Be-
schwerdeverfahren aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichts-
gebühr für die vereinigten Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 3'000.– festzu-
setzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 3 
lit. b des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die 
Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 
SR 173.713.162], unter Anrechnung des entsprechenden Betrags an die von 
den Beschwerdeführerinnen geleisteten Kostenvorschüsse im Gesamtbe-
trag von Fr. 12'000.– (vgl. RR.2020.252 act. 3 und 5; RR.2020.253 act. 3 und 
4; RR.2020.254 act. 3 und 4). Die Bundesstrafgerichtskasse ist anzuweisen, 
den Beschwerdeführerinnen je Fr. 3'000.– zurückzuerstatten. 

 
 

- 16 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerdeverfahren RR.2020.252, RR.2020.253 und RR.2020.254 wer-

den vereinigt. 
 
2. Die Beschwerdeverfahren werden als erledigt abgeschrieben. 

 
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.– wird den Beschwerdeführerinnen aufer-

legt, unter Anrechnung des entsprechenden Betrags an die von diesen geleis-
teten Kostenvorschüsse im Gesamtbetrag von Fr. 12'000.–. Die Bundesstraf-
gerichtskasse wird angewiesen, den Beschwerdeführerinnen je Fr. 3'000.– zu-
rückzuerstatten. 

 
 

Bellinzona, 23. Juni 2021 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwälte Patrik Salzmann und Tobias Thaler 
- Bundesanwaltschaft 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
 

- 17 - 

 

 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können später 
nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- 
und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide 
über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegen-
ständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder wenn die 
Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden 
Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. Art. 93 Abs. 
1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gemäss Art. 93 Abs. 1 
und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die betreffenden Vor- 
und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, soweit sie sich auf 
dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be-
schwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Aus-
land schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bun-
desgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).