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**Case Identifier:** 0f3e78ea-0692-5aeb-881e-e3c4c1d6b2c0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.03.2015 200 2014 103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-103_2015-03-05.pdf

## Full Text

200 14 103 IV
GRD/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. März 2015

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/103, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) war bei der SUVA obligatorisch unfallversichert, als er gemäss Unfall-
meldungen am 27. Februar 2003 ausglitt, am 6. August 2003 beim Trep-
pengehen stolperte sowie am 18. August 2012 von einer Auffahrkollision 
betroffen war (Akten der IV-Stelle Bern [fortan IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin; act. II] 9.1/242; Akten der IVB [act. IIA] 28.1/8, 28.2/4). Mit unangefoch-
ten gebliebener Verfügung vom 17. Juni 2013 (act. IIA 31) stellte die SUVA 
die vorübergehenden Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem 
Verkehrsunfall per dato mangels adäquater Unfallkausalität ein, verneinte 
einen Anspruch auf weitere Geldleistungen und orientierte darüber, dass 
die Heilbehandlung bezüglich der Halswirbelsäule (HWS) über das Scha-
denereignis vom 27. Februar 2003 erbracht werde.

Am 21. Januar 2013 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf HWS- 
und beidseitige Kniebeschwerden bei der IVB zum Leistungsbezug an 
(act. II 1). Diese stellte ihm nach gewährten Eingliederungsmassnahmen 
beruflicher Art (act. II 16, 22; act. IIA 30, 36) mit Vorbescheid vom 20. Sep-
tember 2013 (act. IIA 43) die Abweisung des Leistungsgesuchs hinsichtlich 
einer Invalidenrente in Aussicht, wobei sie den von der SUVA in einer Ren-
tenverfügung vom 11. September 2013 (act. IIA 42) als Folge des Unfalls 
vom 6. August 2003 ermittelten Invaliditätsgrad von 18 % übernahm.

Nach erhobenem Einwand (act. IIA 45, 47) verneinte die IVB mit Verfügung 
vom 17. Dezember 2013 (act. IIA 50) entsprechend dem Vorbescheid ei-
nen Anspruch auf eine Invalidenrente.

B.

Mit Eingabe vom 31. Januar 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, die Verfügung 
vom 17. Dezember 2013 sei kostenfällig aufzuheben und die Sache zur 

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weiteren Abklärung in Form eines polydisziplinären Gutachtens an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 25. März 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin, unter Verweis auf eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) vom 21. März 2014 (in den Gerichtsakten), auf Abweisung 
der Beschwerde.

Nachdem die SUVA eine gegen die Verfügung vom 11. September 2013 
(act. IIA 42) erhobene Einsprache (act. II 9.1/24 f.) mit Entscheid vom 
3. März 2014 (act. IIA 55) abgewiesen hatte, erhob der Beschwerdeführer 
am 2. April 2014 hiergegen ebenfalls Beschwerde. Gestützt auf eine or-
thopädisch-chirurgische Beurteilung ihres Kompetenzzentrums Versiche-
rungsmedizin vom 28. Mai 2014 (in den Gerichtsakten des Verfahrens 
UV/14/323) hob die SUVA den Einspracheentscheid wieder auf (Wiederer-
wägung pendente lite) und stellte weitere Abklärungen in Aussicht, worauf 
das Beschwerdeverfahren mit Prozessurteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Bern vom 15. Oktober 2014, UV/14/323, als gegenstandslos ge-
worden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben wurde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. Dezember 2013 
(act. IIA 50). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die 
Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit 
erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und 
Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 
eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 
begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls 
sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des 
erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der 
beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 
E. 3.2 S. 195).

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3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 17. Dezember 2013 (act. IIA 50) 
basiert in medizinischer Hinsicht auf den Erkenntnissen aus der kreisärztli-
chen Untersuchung der SUVA vom 17. Januar 2013 (act. II 9.1/139-149) 
bzw. dem durch den RAD anlässlich der Sprechstunde vom 18. Juni 2013 
ergänzten Zumutbarkeitsprofil (act. IIA 29).

3.1.1 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, führte 
in seinem Bericht vom 17. Januar 2013 (act. II 9.1/139-149) über die glei-
chentags durchgeführte Untersuchung die folgenden Diagnosen auf:

- Posttraumatische Varusgonarthrose links mässigen Grades (Unfall 
vom 6. August 2003) mit/bei:

- arthroskopischer Teilmeniskektomie links lateral am 22. De-
zember 2004 

- medialer und lateraler Teilmeniskektomie Knie links am 26. 
Juni 2006

- partieller medialer Meniskektomie Knie links am 17. Dezem-
ber 2007

- Status nach medialer Meniskektomie Knie rechts am 22. Dezember 
2003 (Unfall vom 6. August 2003)

- Zervikobrachiales Schmerzsyndrom links bei Diskushernie C6/C7 
und C5/C6 links (Unfall vom 27. Februar 2003) mit/bei:

- foraminaler Infiltration links am 9. September 2005
- foraminaler Infiltration links am 6. Januar 2006
- foraminaler Infiltration C5/C6 links am 24. Januar 2007

- Status nach HWS-Distorsion (Unfall vom 18. August 2012)

Er erklärte, bezogen auf das linke Kniegelenk sei der Beschwerdeführer 
nicht mehr fähig, schwere und schwerste Arbeiten auszuführen. Zumutbar 
seien körperliche Arbeiten der Kategorie leicht bis mittelschwer, entspre-
chend einer maximalen Gewichtsbelastung von 15 Kilogramm. Ideal wäre 
eine Tätigkeit mit Wechselbelastung. Nicht zumutbar seien Arbeiten in 
Zwangsposition der Kniegelenke, Ersteigen von Leitern oder Gerüsten, 
Verrichtungen in unwegsamem Gelände sowie repetitives Treppensteigen.

3.1.2 Der RAD-Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH sowie Tro-
pen- und Reisemedizin FMH, gelangte im Rahmen der Sprechstunde vom 
18. Juni 2013 (act. IIA 29) anhand der Akten ebenfalls zum Schluss, dass 
die Knieproblematik bei einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht zu einer 

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relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen könne, allerdings 
nachvollziehbar sei, dass die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. 
Zusätzlich zum von Dr. med. C.________ formulierten Zumutbarkeitsprofil 
seien aufgrund der HWS-Problematik keine längeren Überkopfarbeiten und 
schweren Arbeiten mehr zumutbar. Zu vermeiden seien zudem schwere 
Gewichte über 15 Kilogramm sowie Zwangspositionen für die HWS (wie 
auch für die Knie).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

3.3 Die fachärztliche Beurteilungen der Dres. med. C.________ und 
D.________ erfüllen die höchstrichterlichen Beweisanforderungen, weshalb 

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sie vollen Beweiswert erbringen und demgemäss auf das vom SUVA-
Kreisarzt formulierte und vom RAD-Arzt ergänzte Zumutbarkeitsprofil ab-
gestellt werden kann. 

3.3.1 Insbesondere berücksichtigt das Zumutbarkeitsprofil – entgegen der 
Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. III Art. 6) – 
sämtliche Beschwerden. Wenngleich für die SUVA einzig die unfallkausa-
len Beeinträchtigungen relevant sind, überzeugt die kreisärztliche Beurtei-
lung prinzipiell auch für die Belange der final konzipierten Invalidenversi-
cherung (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b S. 178). Zwar bezog Dr. med. 
C.________ das Zumutbarkeitsprofil vorderhand explizit auf das im Vor-
dergrund stehende linke Kniegelenk (act. IIA 9.1/149), die von ihm festge-
legten Anforderungen an eine leidensadaptierte Tätigkeit sind indes nicht 
seitenspezifisch ausgestaltet (so beispielsweise das Vermeiden von Arbei-
ten in Zwangsposition der Kniegelenke) und berücksichtigen damit zumin-
dest die beidseitigen Kniebeschwerden. Zu diesem Schluss gelangte im 
Übrigen auch Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, im Bericht des Kompe-
tenzzentrums Versicherungsmedizin der SUVA vom 28. Mai 2014 (in den 
Gerichtsakten des Verfahrens UV/14/323, S. 5).

3.3.2 Ob hingegen auch die HWS-Beschwerden vom Zumutbarkeitsprofil 
erfasst wurden, ist zweifelhaft. Diesbezüglich vertrat Dr. med. D.________ 
in seiner im Beschwerdeverfahren aufgelegten Stellungnahme vom 
21. März 2014 (in den Gerichtsakten) die Auffassung, dass in der Verfü-
gung der SUVA vom 11. September 2013 (act. IIA 42) alle durch die drei 
Unfälle verursachten Beschwerden berücksichtigt worden seien. Der Tele-
fonnotiz der SUVA vom 13. September 2013 (act. II 9.1/41) ist hingegen zu 
entnehmen, dass die HWS-Beschwerden nicht Teil der Rentenverfügung 
sein sollen, während im Einspracheentscheid vom 3. März 2014 (act. IIA 
55) die Einschätzung von Dr. med. C.________ als Gesamtbeurteilung 
interpretiert wurde (act. IIA 55/5 E. 3 b). Mit Verfügung vom 17. Juni 2013 
(act. IIA 31) verneinte die SUVA einen adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Ereignis vom 18. August 2012 und den HWS-Beschwerden, 
die entsprechenden Beschwerdesymptome wurden daraufhin jedoch im 
Rahmen des Unfalls vom 27. Februar 2003 weiterhin berücksichtigt. Soweit 

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HWS-Beschwerden bestehen sollten, die ätiologisch nicht mit den objekti-
vierten organischen Befunden zu erklären wären, würde hierfür auch im 
Zweig der Invalidenversicherung keine Leistungspflicht bestehen, da die 
sog. Foerster-Kriterien – insbesondere mangels einer ausgewiesenen psy-
chischen Komorbidität – offensichtlich nicht erfüllt und die Beschwerden 
deshalb als mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbar gälten (vgl. 
BGE 136 V 279, 130 V 352). Ob die (organischen) HWS-Beschwerden von 
Dr. med. C.________ mitberücksichtigt wurden oder nicht, kann letztlich 
offenbleiben, da Dr. med. D.________ das seitens der SUVA herangezo-
gene Zumutbarkeitsprofil mit zusätzlichen Aspekten betreffend die HWS-
Problematik ergänzte (act. IIA 29/1). Er orientierte sich dabei an der eige-
nen Aussage des Beschwerdeführers, wonach er gelernt habe, mit den 
HWS-Schmerzen zu leben (act. II 9.1/156), und er hatte zudem Kenntnis 
von den bildgebenden Befunden (act. IIA 28.1/22, 28.1/66, 28.2/11) sowie 
den konsiliarischen Beurteilungen der behandelnden Ärzte. Dass er den 
Beschwerdeführer nicht klinisch explorierte, vermag den Beweiswert seiner 
schlüssigen Beurteilung nicht einzuschränken, konnte er sich aufgrund der 
vorhandenen Unterlagen doch ein gesamthaft lückenloses Bild verschaffen 
(vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.3.3 Das vorliegend subjektiv im Rahmen der beruflichen Abklärung 
gezeigte Leistungsvermögen des Beschwerdeführers sowie der Umstand, 
dass die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung 
eine erneute medizinische Abklärung forderten (act. IIA 30/4; vgl. 
Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 5), sind vorliegend nicht geeignet, die 
Beurteilungen der Dres. med. C.________ und D.________ in Frage zu 
stellen. Ebenso wenig sind divergierende ärztliche Beurteilungen ersicht-
lich, die geeignet wären, auch nur geringe Zweifel am (durch Dr. med. 
D.________ ergänzten) Zumutbarkeitsprofil zu begründen. Der Hausarzt 
Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, be-
schrieb eine eingeschränkte HWS-Beweglichkeit (act. IIA 28.1/56 Ziff. 4) 
und gab an, dass die zervikobrachialen Schmerzen durch Überkopfarbeiten 
aktiviert würden (act. IIA 28.1/46) bzw. die Überkopfarbeiten für die HWS-
Problematik nicht förderlich seien (act. IIA 28.1/37), was im Zumutbar-
keitsprofil durch das Vermeiden von längeren Überkopfarbeiten beachtet 
wurde (act. II 29/1). Auch die Einschätzungen von Dr. med. G.________, 

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Facharzt für Neurologie FMH (act. IIA 28.2/25 f.), und PD Dr. med. 
H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates (act. IIA 28.1/20, 28.1/84 f.), stehen den Schlussfol-
gerungen des RAD-Arztes nicht entgegen. Ob die seitens des Hausarztes 
im September 2013 beabsichtigte erneute Überweisung des Beschwerde-
führers an PD Dr. med. H.________ zur konsiliarischen Verlaufsbeurteilung 
(act. II 9.1/44) noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 17. De-
zember 2013 (act. IIA 50) erfolgte, lässt sich den Akten nicht entnehmen. 
Jedenfalls ergeben sich selbst anhand des erst nach dem hier massgeben-
den Überprüfungshorizont (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140) verfassten 
Berichts des Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin der SUVA vom 
28. Mai 2014 (in den Gerichtsakten des Verfahrens UV/14/323) keine An-
haltspunkte, die gegen das von Dr. med. D.________ formulierte Zumut-
barkeitsprofil sprechen. So gelangte Dr. med. E.________ lediglich deshalb 
zum Schluss, dass eine erneute kreisärztliche Untersuchung angezeigt sei, 
weil noch geprüft werden müsse, ob von medizinischen Massnahmen noch 
eine namhafte Besserung zu erwarten wäre oder ein Endzustand erreicht 
sei; einzig aus diesem Grund wurde der im unfallversicherungsrechtlichen 
Beschwerdeverfahren angefochtene Einspracheentscheid vom 3. März 
2014 denn auch in Wiedererwägung gezogen. Der medizinische Endzu-
stand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 
über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) ist im Zweig der Invaliden-
versicherung aber belanglos, da der Rentenanspruch – nach erfülltem War-
tejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – auch bei einem noch labilen Gesund-
heitszustand geprüft werden kann und eine allfällige wesentliche Änderung 
des Gesundheitszustandes im Rahmen einer Neuanmeldung bzw. eines 
Revisionsgesuchs (Art. 17 ATSG; Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) geltend 
zu machen wäre.

3.4 Als Zwischenergebnis ist nach dem vorstehend Dargelegten festzu-
halten, dass sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung 
vom 17. Dezember 2013 (act. IIA 50) in medizinischer Hinsicht zu Recht 
auf die beweiskräftigen fachärztlichen Beurteilungen der Dres. med. 
C.________ bzw. D.________ stützte. Der rechtserhebliche Sachverhalt 
wurde in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) 

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hinreichend abgeklärt, so dass sich weitere Erhebungen – insbesondere 
die geforderte polydisziplinäre Begutachtung (vgl. Beschwerde S. 7 Ziff. III 
Art. 8) – erübrigen (sog. antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 
E. 1d S. 162]). Auszugehen ist somit von der Unzumutbarkeit der bisheri-
gen Tätigkeit bzw. einer uneingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
in einer angepassten Verweisungstätigkeit. Zu prüfen bleiben die erwerbli-
chen Auswirkungen dieser medizinischen Ausgangslage.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). 

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 

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vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhe-
bungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). 

4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin berief sich in der Verfügung vom 17. De-
zember 2013 (act. IIA 50) für die Ermittlung der Vergleichseinkommen voll-
umfänglich auf die Berechnungen der SUVA. Diese ging für das Validen-
einkommen in der Verfügung vom 11. September 2013 (act. IIA 42) von 
einem Betrag von Fr. 70‘655.-- aus, was mit den Angaben der letzten Ar-
beitgeberin für das Jahr 2013 übereinstimmt (act. II 14/3 Ziff. 2.11).

4.3.2 Der Beschwerdeführer hat keine ihm an sich zumutbare neue Er-
werbstätigkeit aufgenommen bzw. schöpft auch mit der 50%igen nicht lei-
densadaptierten Tätigkeit seine (im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils) me-
dizinisch-theoretisch uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit nicht aus (vgl. Be-
schwerde S. 6 Ziff. III Art. 7; Akten des Beschwerdeführers [act. I] 10), 
weshalb für das Invalideneinkommen statistische Werte heranzuziehen 
sind. Die SUVA stützte sich dabei auf die Lohnangaben aus ihrer Doku-
mentation von Arbeitsplätzen (DAP), was grundsätzlich nicht zu beanstan-
den ist (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475). Der 
dabei ermittelte durchschnittliche Jahreslohn von Fr. 58‘132.-- 
(act. II 9.1/52; act. IIA 42/2) basiert auf der Vorlage von fünf Arbeitsplätzen. 
Der Beschwerdeführer bringt keine substantiierten Rügen gegen die Ver-
wendung der DAP-Blätter bzw. die dabei ermittelte hypothetische Lohn-
summe vor, sondern moniert einzig, dass diese konkreten Verweisungs-
tätigkeiten nicht seinem Behinderungsprofil entsprächen, da dabei lediglich 
die Beschwerden am linken Knie berücksichtigt worden seien (vgl. Be-
schwerde S. 7 Ziff. III Art. 8). Diese Kritik verfängt jedoch mit Blick auf die 
dokumentierten körperlichen Anforderungen (act. II 9.1/56, 9.1/60, 9.1/64, 
9.1/68, 9.1/72) bzw. die Arbeitsplatzbeschreibungen (act. II 9.1/58, 9.1/62, 
9.1/66, 9.1/70, 9.1/74) nicht. 

Hinzu kommt, dass auch bei einem Abstellen auf die Werte der LSE (vgl. 
E. 4.2.2 hievor) kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde. 
Diesfalls läge das Invalideneinkommen sogar bei Fr. 65‘690.-- (Fr. 5‘210.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/103, Seite 13

[BFS, LSE 2012, Tabelle TA1, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 {einfa-
che Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art}] x 12 Monate / 40 
Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübli-
che Arbeitszeit {BUA}, Total, 2013] / 101.7 x 102.5 [BFS, Tabelle T1.1.10, 
Nominallohnindex, Männer, Total, Index 2012 bzw. 2013]). Hiervon wäre 
kein leidensbedingter Abzug (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1) zuzulassen, da praxis-
gemäss selbst dann kein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt ist, wenn 
eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige versicherte Person gesundheit-
lich bedingt reduziert leistungsfähig ist (vgl. SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90 
E. 4.3.2).

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein aufzurundender (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und 
nicht rentenbegründender (vgl. E. 2.2 hievor) Invaliditätsgrad von 18 % 
([Fr. 70‘655.-- ./. Fr. 58‘132.--] / Fr. 70‘655.-- x 100). Bei einem Abstellen 
auf die Werte der LSE ergäbe sich sogar ein Invaliditätsgrad von lediglich 
7 % ([Fr. 70‘655.-- ./. Fr. 65‘690.--] / Fr. 70‘655.-- x 100). Die Beschwerde-
gegnerin verneinte folglich einen Rentenanspruch in ihrer Verfügung vom 
17. Dezember 2013 (act. IIA 50) zu Recht, womit sich die dagegen erhobe-
ne Beschwerde vom 31. Januar 2014 als unbegründet erweist und abzu-
weisen ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. März 2015, IV/14/103, Seite 14

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.