# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5167a141-26d5-5653-a32a-1dbae69aaf8a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.11.2025 100 2024 373
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-373_2025-11-10.pdf

## Full Text

100.2024.373U
NYR/WUV/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. November 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Nyffenegger, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Schmutz

A.________
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt … und Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

gegen

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Bauinspektorat, Bundesgasse 38, Postfach, 3001 Bern

betreffend Baubewilligung; Erstellen von sechs Parkplätzen (Entscheid der 
Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 4. November 2024; 
BVD 110/2024/93)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.11.2025, Nr. 100.2024.373U, 
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Prozessgeschichte:

A.

Die A.________ reichte am 5. Juli 2023 als Projektverfasserin bei der Ein-
wohnergemeinde (EG) Bern ein Baugesuch ein für das Erstellen von 6 Park-
plätzen für Motorfahrzeuge, eines Unterstands mit 10 Veloabstellplätzen, ei-
ner Verkehrsfläche sowie eines Ein- und Ausfahrtstors auf der Parzelle Bern 
1________ (B.________/C.________) Gbbl. Nr. 2________ in der Wohn-
zone. Am 7. Februar 2024 reichte sie ein überarbeitetes Baugesuch ein. Mit 
Entscheid vom 14. Juni 2024 verweigerte die EG Bern gestützt auf die Stel-
lungnahmen der Denkmalpflege und des Stadtplanungsamts der Stadt Bern 
die nachgesuchte Baubewilligung (Bauabschlag).

B.

Gegen diesen Entscheid reichte die A.________ am 16. Juli 2024 Be-
schwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. 
Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 4. November 2024 ab.

C.

Dagegen hat die A.________ am 4. Dezember 2024 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzu-
heben und das Baugesuch sei zu bewilligen. Eventuell sei der angefochtene 
Entscheid aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

Die BVD beantragt mit Vernehmlassung vom 12. Dezember 2024 die Abwei-
sung der Beschwerde. Die EG Bern hat mit Eingabe vom 20. Dezember 
2024 auf ihren Entscheid und die Vorakten verwiesen und im Übrigen auf 
eine Stellungnahme verzichtet.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist als Baugesuchstellerin durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. 
Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Das Baugrundstück Bern 1________ (B.________/C.________) 
Gbbl. Nr. 2________ befindet sich in der Wohnzone (Nutzungszonenplan 
der Stadt Bern [SSSB 721.41], einsehbar unter: <www.bern.ch>, Rubriken 
«Themen/Planen und Bauen/Nutzungsplanung/Baurechtliche Grundord-
nung»). Der nördliche Teil der Parzelle ist mit einem Wohnhaus überbaut, 
das zur fünfteiligen Wohnhausreihe «D.________weg 3________-
9________» aus dem Jahr 1880 gehört, die im Bauinventar der Stadt Bern 
(einsehbar unter: <www.bauinventar.bern.ch>) als schützenswertes Bau-
denkmal (sog. K-Objekt) eingetragen ist und Teil der Baugruppe 
«B.________» bildet. Das Wohnhaus (D.________weg 3________ und 
5________) wurde kürzlich saniert und zu 10 Eigentumswohnungen umge-
baut (angefochtener Entscheid Ziff. I/1; Beschwerde S. 6 Rz. 16).

2.2 Der südliche Teil der Parzelle umfasst eine Gartenfläche von 
1'303 m2. Die Beschwerdeführerin plant, auf einem Teil dieser Gartenfläche 
6 Parkplätze für Motorfahrzeuge, einen Unterstand mit 10 Veloabstellplät-

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zen, eine Verkehrsfläche sowie ein Tor für die Ein- und Ausfahrt zu errichten. 
Das Bauvorhaben umfasst im Wesentlichen die Erstellung einer befestigten 
Fläche für die Abstellplätze, einer Zufahrt sowie eines Tores für die Ein- und 
Ausfahrt. Damit gehen eine Terrainveränderung und die Beseitigung eines 
Teils der bestehenden Umfriedung (Sockelmauer mit aufgesetztem Zaun) 
sowie der rahmenden Bepflanzung einher (vgl. Umgebungsgestaltungsplan, 
Akten Gemeinde 4B pag. 94; Akten Gemeinde 4B pag. 7 ff.). – Hier strittig 
ist, ob dieses Bauvorhaben bewilligungsfähig ist.

3.

3.1 Wird durch die Erstellung, die Erweiterung, den Umbau oder die 
Zweckänderung von Bauten und Anlagen ein Parkplatzbedarf verursacht, so 
ist dafür auf dem Grundstück oder in seiner Nähe eine ausreichende Anzahl 
von Abstellplätzen für Motorfahrzeuge, Fahrräder und Motorfahrräder zu er-
richten (Art. 16 Abs. 1 BauG). Das Gesetz verpflichtet die Bauherrschaft da-
mit, entsprechend dem durch ihr Bauvorhaben verursachten Bedarf, private 
Abstellplätze für Motorfahrzeuge zu schaffen. Die Pflicht ist gleichzeitig ein 
Recht, die von der Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 
festgelegte Zahl von Parkplätzen erstellen zu dürfen (Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 16-18 N. 10). 
Die BauV stellt für die Bemessung des Parkplatzbedarfs von Motorfahrzeu-
gen und Fahrrädern auf Erfahrungswerte und Durchschnittszahlen ab und 
definiert für Motorfahrzeuge Bandbreiten, innerhalb denen die Bauherrschaft 
die Anzahl je nach Nutzung festlegt (Art. 17 BauG i.V.m. Art. 50 ff. BauV; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 14). Für die Wohnnutzung ergibt sich die 
Bandbreite aus der Anzahl Wohnungen; ab vier Wohnungen beträgt die 
Bandbreite 0,5 bis 2 Abstellplätze pro Wohnung (Art. 51 Abs. 1 und 2 BauV). 
– Für die durch den Umbau entstandenen 10 Wohnungen (vorne E. 2.1) er-
gibt sich eine Bandbreite von 5 bis 20 Abstellplätzen für Motorfahrzeuge. Auf 
der fraglichen Parzelle befinden sich bis anhin nur zwei Parkplätze im nörd-
lichen Teil (vgl. auch Parkplatznachweis, Akten Gemeinde 4B pag. 14). Zwi-
schen den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass durch den Umbau des 
Wohnhauses zusätzlicher Parkplatzbedarf entstanden ist.

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3.2 Der Erfüllung der Parkplatzpflicht können tatsächliche oder rechtliche 
Hindernisse entgegenstehen. Nach Art. 55 Abs. 1 BauV befreit die Baube-
willigungsbehörde die Bauherrschaft im erforderlichen Umfang von der Er-
füllung der Parkplatzpflicht, wenn sie aus tatsächlichen oder rechtlichen 
Gründen (topografische Verhältnisse, Schutz der Landschaft oder des Orts-
bilds, unzulässige Inanspruchnahme von Innenhöfen oder Vorgärten, Not-
wendigkeit der Verkehrsberuhigung) die verlangte Abstellfläche weder auf 
dem Baugrundstück noch im Umkreis von 300 m bereitzustellen vermag 
(vgl. auch Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 25 f.). Die Parkplatzpflicht 
und das damit einhergehende Recht, Parkplätze zu erstellen, gilt mithin nicht 
uneingeschränkt; vielmehr können baurechtliche Vorschriften, namentlich 
des Ortsbild- und Landschaftsschutzes, der Anlage der Parkplätze entge-
genstehen (Zaugg/Ludwig, a.a.O. Art. 16-18 N. 22). Dies lässt die Beschwer-
deführerin ausser Acht, soweit sie vorbringt, das Baugrundstück befinde sich 
in der Wohnzone und es handle sich um Bauland, womit ein Rechtsanspruch 
darauf bestehe, die Parkplätze zu errichten (Beschwerde S. 7 f. Rz. 25 und 
27).

3.3 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid zusammengefasst 
ausgeführt, der Eintrag im Bauinventar («Aussenraum von denkmalpflegeri-
schem Interesse») lasse darauf schliessen, dass die grosszügige, umfrie-
dete Gartenanlage im Süden der Bauparzelle als Aussenraum der schüt-
zenswerten Baudenkmäler am D.________weg 3________ und 5________ 
sowie für das Ortsbild äusserst wichtig sei, was auch die Bilder im Bauinven-
tar bestätigen. Dementsprechend seien nicht nur die Baudenkmäler, son-
dern auch deren Aussenraum für das Ortsbild innerhalb der Baugruppe von 
grosser Bedeutung. Dafür spreche auch, dass die Gärten der Liegenschaf-
ten D.________weg 3________-9________ in der Liste der historischen 
Gärten und Anlagen des internationalen Rates für Denkmäler und histori-
scher Stätten (ICOMOS Suisse; einsehbar unter: <www.icomos.ch>, Rubri-
ken «Arbeitsgruppen/Gartendenkmalpflege/ICOMOS-Liste historischer Gär-
ten») erwähnt würden. Die Bauparzelle sei zudem im Bundesinventar der 
schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) 
im Gebiet Nr. 10________ (E.________) mit der Aufnahmekategorie B und 
dem Erhaltungsziel B erfasst. Auch daraus folge, dass der begrünte, umfrie-
dete Aussenraum der schützenswerten Baudenkmäler am D.________weg 

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3________ und 5________ ein wichtiger Bestandteil des Ortsbildes und da-
her als Freiraum freizuhalten sei. Der städtischen Denkmalpflege sei zuzu-
stimmen, wenn diese ausführe, das Bauvorhaben bedinge ein weiträumiges 
Öffnen der bedeutenden Rahmung des Parkes und den Verzicht auf die Be-
pflanzung, was die Bedeutung und Wirkung der schutzwürdigen Umfriedung 
massiv schmälern würde. Die für die schützenswerten Baudenkmäler cha-
rakteristische Einfriedung der grosszügigen Gartenanlage von denkmalpfle-
gerischem Interesse würde auf einer Länge von 6,6 m zerstört. Nebstdem 
würden auch die Parkplätze selbst zu einer mit dem Ortsbild und dem Denk-
malschutz nicht zu vereinbarenden Beeinträchtigung der bisher intakten 
Grünfläche bzw. Gartenanlage südlich der Wohnhäuser führen. Für die Bau-
gruppe «B.________» seien gerade die Park- bzw. Gartenanlagen und Frei-
räume ein Strukturmerkmal. Den Ausführungen der städtischen Denkmal-
pflege, wonach die Parkplätze die Substanz und die Wirkung des parkartigen 
Grünraums erheblich beeinträchtigt, sei daher zu folgen. Darüber hinaus 
würden diese Veränderungen in der Umgebung zugleich auch die schüt-
zenswerten Baudenkmäler am D.________weg 3________ und 5________ 
beeinträchtigen. Zusammengefasst stünden dem Bauvorhaben damit der 
Ortsbild- und Denkmalschutz entgegen (angefochtener Entscheid E. 4g, 4h, 
4j).

3.4 Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, dem Bauvor-
haben stünden keine Hindernisse entgegen und es sei bewilligungsfähig 
(Beschwerde S. 7 ff. Rz. 20 ff.). Sie wendet ein, die Gartenfläche und die 
Umfriedung seien im Bauinventar nicht als Baudenkmal verzeichnet. Der 
Aussenraum werde lediglich unter den «baugeschichtlichen Daten» als von 
«denkmalpflegerischem Interesse» erwähnt, hingegen erfasse der essenzi-
elle Inventarbeschrieb den Garten nicht. Dementsprechend sei der Garten 
weder auf den Bildern im Bauinventar abgebildet noch auf dem Situations-
plan markiert. Die Parkplätze und die vorgesehene Umfriedung fügten sich 
optimal in das Ortsbild ein und erfüllten alle gestalterischen Vorgaben (Be-
schwerde S. 8 ff. Rz. 28 ff., S. 12 ff. Rz. 45 ff.).

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4.

Zu prüfen ist zunächst, ob das Vorhaben mit den Vorgaben des Ortsbild-
schutzes vereinbar ist.

4.1 Nach Art. 9 Abs. 1 BauG dürfen Bauten, Anlagen, Reklamen, An-
schriften und Bemalungen Landschaften, Orts- und Strassenbilder nicht be-
einträchtigen. Diese Bestimmung stellt die «ästhetische Generalklausel» im 
Sinn eines Beeinträchtigungsverbots dar; eine Beeinträchtigung ist gegeben, 
wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung 
schafft, der erheblich stört (BGE 115 Ia 370 E. 3; BVR 2009 S. 328 E. 5.2, 
2006 S. 145 E. 2.1 mit Hinweisen; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 13). 
Die Gemeinden sind befugt, eigene Gestaltungsvorschriften zu erlassen, die 
– im Sinn von Spezialnormen – über die kantonalen Vorschriften des allge-
meinen Ortsbild- und Landschaftsschutzes hinausgehen können (Art. 9 
Abs. 3 und Art. 69 Abs. 2 Bst. c und f BauG; BVR 2009 S. 328 E. 5.2). Die 
Bestimmungen über den Ortsbild- und Landschaftsschutz nach Art. 9 ff. 
BauG gelten auch für die Anlage von Abstellplätzen für Motorfahrzeuge. Mit 
Art. 16 Abs. 3 BauG hat der Gesetzgeber im Zusammenhang mit der Errich-
tung von Abstellplätzen jedoch eine besondere Schutzbestimmung für das 
Orts- und Landschaftsbild erlassen, wonach wohnhygienisch oder für das 
Orts- und Landschaftsbild wertvolle Bäume, Vorgärten, Innenhöfe und der-
gleichen nicht beseitigt bzw. beansprucht werden dürfen. Die Bestimmung 
enthält im Unterschied zu Art. 9 Abs.1 BauG nicht bloss ein Beeinträchti-
gungsverbot, sondern ein ausdrückliches Beseitigungsverbot (vgl. zum Gan-
zen Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 1, 22 Bst. b und 23; BVR 2019 S. 51 
[VGE 2017/351 vom 14.11.2018] nicht publ. E. 10; VGE 2020/224 vom 
7.9.2022 E. 9.1). Art. 16 Abs. 3 BauG räumt dem Erhalt wertvoller Bäume, 
Vorgärten, Innenhöfen und dergleichen gegenüber der Erstellung von Auto-
abstellplätzen grundsätzlich Vorrang ein (BVR 1989 S. 289 E. 2).

4.2 Die EG Bern hat von der Möglichkeit, eigene Ästhetikvorschriften zu 
erlassen, Gebrauch gemacht; der Bauordnung der Stadt Bern vom 24. Sep-
tember 2006 (BO; SSSB 721.1) ist Folgendes zu entnehmen:

Art. 6 Einordnung in das Stadt-, Quartier- und Strassenbild
1 Bauten, Gebäudeteile und Gestaltungen des öffentlichen sowie privaten 

Aussenraums, die sich in ihrer Erscheinung nicht in das Stadt-, Quartier- 

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und Strassenbild sowie die Stadtsilhouette einfügen oder die Einheitlich-
keit der wesentlichen Merkmale der betreffenden Bebauung nicht wah-
ren, sind unzulässig, auch wenn sie den übrigen Bauvorschriften ent-
sprechen.

2 Für die Einordnung sind insbesondere die Gestaltung und Anordnung 
folgender Elemente massgebend:

a Standort, Stellung und Form (Baukubus und Dach) des Gebäudes;

b Gliederung der Aussenflächen (Fassaden und Dach), insbesondre 
von Sockelgeschoss, Dachrand, Balkone, Erker und Attika;

c Material und Farbe;

d Eingänge, Ein- und Ausfahrten;

c Aussenraum, insbesondere die Begrenzung gegenüber dem Stras-
senraum, die Lärmschutzmassnahmen, die Abstellplätze und die 
Bepflanzung.

[…]

Art. 11 Gestaltung der Vorgärten in den Wohn- und Dienstleistungszonen
1 Der Raum zwischen strassenseitiger Fassadenflucht und der Grenze 

der Verkehrsanlage ist als Garten zu gestalten.
2 Wo es das Strassenbild erfordert, können Anpflanzungen von Bäumen 

und die Erstellung einer Einfriedung vorgeschrieben werden. 
3 Sofern die Einheitlichkeit des Vorlandes, der lokale Charakter des Stras-

senbildes oder andere schutzwürdige Interessen nicht beeinträchtigt 
werden, darf in Ausnahmefällen, z.B. vor Ladenlokalen, ein Teil des Vor-
landes als Verkehrsanlage und Parkierfläche benützt und gestaltet wer-
den.

[…]

Während Art. 6 Abs. 1 BO eine positive ästhetische Generalklausel darstellt, 
indem er allgemein ein Einfügungsgebot und die Übernahme der wesentli-
chen Bebauungsmerkmale vorschreibt, verlangt Art. 6 Abs. 2 BO für einzeln 
genannte Elemente, dass sie sich einordnen (sog. konkretisierende Ästhe-
tikvorschrift; vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 4; BVR 2009 S. 328 
E. 5.2, 2006 S. 145 E. 3; VGE 2014/129 vom 23.4.2015 E. 5.3). Der Rege-
lungsgehalt und die Regelungsdichte von Art. 6 BO gehen somit über die nur 
ein Beeinträchtigungsverbot enthaltende Generalklausel von Art. 9 Abs. 1 
BauG hinaus, weshalb der Vorschrift selbständige Bedeutung zukommt 
(BVR 2019 S. 51 [VGE 2017/351 vom 14.11.2018] nicht publ. E. 12.1; 
VGE 2021/4 vom 27.6.2022 E. 5.1, 2014/129 vom 23.4.2015 E. 5.3, 
2011/172 vom 31.10.2012 E. 4.1). Ein Beseitigungsverbot von wertvollen 
Bäumen, Vorgärten, Innenhöfen und dergleichen zulasten von Autoabstell-
plätzen, wie es in Art. 16 Abs. 3 BauG enthalten ist, enthält die Bestimmung 

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allerdings nicht. Art. 11 Abs. 1 BO schreibt ausdrücklich die Gestaltung des 
Raums zwischen der strassenseitigen Fassadenflucht und der Grenze der 
Verkehrsanlage als Garten vor und ist im Unterschied zu Art. 16 Abs. 3 BauG 
grundsätzlich auf alle städtischen Vorgärten anwendbar und nicht bloss auf 
solche, die wohnhygienisch oder für das Orts- und Landschaftsbild wertvoll 
sind. Insoweit geht die Bestimmung ebenfalls über die kantonalen Mindes-
tanforderungen hinaus (BVR 2019 S. 51 [VGE 2017/351 vom 14.11.2018] 
nicht publ. E. 10; vgl. auch VGE 17587 vom 16.8.1988 E. 3).

4.3 Wo die Gemeinde eigene selbständige Normen erlassen hat, steht 
ihr aufgrund der Gemeindeautonomie auch bei der Auslegung und Anwen-
dung der Norm ein gewisser Beurteilungsspielraum zu: Soweit die Gemeinde 
die Norm rechtlich vertretbar auslegt, darf eine Rechtsmittelinstanz sie nicht 
anders auslegen (BVR 2023 S. 25 E. 5.5, 2012 S. 20 E. 3.2, 2010 S. 113 
E. 3.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 5). – Die EG Bern hat die streitbe-
troffene Gartenfläche als Vorgarten im Sinn von Art. 11 Abs. 1 BO qualifiziert 
und hat den Bauabschlag unter anderem damit begründet, dass die Erstel-
lung von Parkplätzen im Vorland nicht erlaubt sei. Vorland dürfe nur in Aus-
nahmefällen als Verkehrsanlage und Parkierfläche benützt und gestaltet 
werden, z.B. vor Ladenlokalen (Art. 11 Abs. 3 BO). Auf der Bauparzelle be-
finde sich hingegen ein Wohngebäude, womit kein solcher Ausnahmefall 
vorliege (zum Ganzen Akten Gemeinde 4B pag. 85 f.) Die Vorinstanz hat 
demgegenüber die Frage, ob es sich bei der streitbetroffenen Gartenfläche 
um Vorland bzw. um einen Vorgarten im Sinn von Art. 11 Abs. 1 BO handelt, 
der als Garten zu gestalten ist, offengelassen und den Bauabschlag aus an-
deren Gründen bestätigt (angefochtener Entscheid E. 4l). Die Frage, ob die 
Einschätzung der Gemeinde, es handle sich bei der Gartenfläche um einen 
Vorgarten bzw. um Vorland im Sinn von Art. 11 BO, rechtlich vertretbar war, 
kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen auch hier offengelassen 
werden.

4.4 Art. 16 Abs. 3 BauG ist im Unterschied zu Art. 11 BO nicht nur auf 
Vorgärten bzw. Vorland anwendbar, sondern verbietet auch, wertvolle 
Bäume, Innenhöfe und dergleichen für die Anlage von Abstellplätzen zu be-
seitigen oder zu beanspruchen. Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. 
Die streitbetroffene Gartenfläche ist zweifellos mit einem Vorgarten oder ei-

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nem (begrünten) Innenhof vergleichbar und fällt damit grundsätzlich unter 
den Begriff «dergleichen» im Sinn von Art. 16 Abs. 3 BauG (vgl. dazu 
BVR 1989 S. 289 E. 3a). Es braucht daher nicht geklärt zu werden, ob es 
sich bei der Gartenfläche um einen Vorgarten bzw. um Vorland nach 
Art. 11 BO handelt oder nicht. Fraglich und nachfolgend zu prüfen bleibt al-
lerdings, ob die Gartenanlage «wohnhygienisch oder für das Orts- und Land-
schaftsbild wertvoll» ist, denn es fallen nur solche wertvollen Objekte in den 
Anwendungsbereich von Art. 16 Abs. 3 BauG.

4.4.1 Die Denkmalpflegekommission führte in ihrer Stellungnahme vom 
13. März 2023 zur Voranfrage aus, die Situation vor der repräsentativen 
Wohnhauszeile am D.________weg 3________-9________ zeichne sich 
durch den parkartigen Freiraum aus. Die Kommission habe bei der Diskus-
sion des Vorhabens der Bedeutung des Gartens nicht nur als Bestandteil 
des gleichzeitig errichteten Gebäudekomplexes, sondern auch als prägen-
des Element im stadträumlichen Umfeld grosses Gewicht beigemessen. Die 
topografische Stellung steigere die Bedeutung der Anlage für das Quartier-
bild. Die Gartenfläche werde als durchgehender, fliessender Grünraum ge-
lesen. Dieser Freiraum bilde typologisch ein charakteristisches Element des 
Wohnquartiers am vorderen Rand des …, das wesentlich durch vornehme 
Mehrfamilienhäuser mit grossen eingefriedeten Gärten bestimmt werde. 
Durch die Anlage von Parkplätzen werde der parkartige Grünraum in seiner 
Substanz und Wirkung stark beeinträchtigt. Für die räumliche Wirkung des 
Quartierbilds sei die Rahmung des Parkes von Bedeutung. Besonders be-
einträchtigend sei daher die weiträumige Lücke, die in der Einfriedung und 
Bepflanzung aufgrund der verkehrstechnischen Vorgaben zur Ein- und Aus-
fahrt entstehen würde, zumal diese Lücke an der vom öffentlichen Raum aus 
gesehen wichtigsten Stelle entstehen würde. Durch eine Parkierung im um-
friedeten Gartenbereich werde der parkartige Grünraum in seiner Substanz 
und Wirkung stark beeinträchtigt. Insgesamt werde mit dem Bauvorhaben 
nicht nur die Gartenanlage, sondern auch das intakte Quartier- und Stras-
senbild beeinträchtigt und es könne daher nicht befürwortet werden (Akten 
Gemeinde 4B pag. 18 f.). Die Denkmalpflege der Stadt Bern kam zum 
Schluss, die Schaffung von Parkierungsflächen widerspreche dem Grund-
konzept des Gartens und führe zu einer nutzungstechnischen Zonierung der 
Grünfläche. Auch wenn versickerungsfähige Bodenbeläge vorgesehen wür-

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den, würden die erforderlichen Flächen für Zufahrt und Parkierung die Mass-
stäblichkeit des Gartens sprengen. Eine Parkierung im umfriedeten Garten-
bereich würde den parkartigen Grünraum in seiner Substanz und Wirkung 
erheblich beeinträchtigen. Das Baugesuch könne demnach nicht zur Bewil-
ligung empfohlen werden (Akten Gemeinde 4B pag. 83 f.). Diesen Einschät-
zungen hat sich das Stadtplanungsamt angeschlossen und ausgeführt, das 
bestehende Strassenbild mit durchgehend begrünten Vorgärten und quar-
tiertypischen, baulichen sowie vegetativen Einfriedungen (Sockelmauern, 
Staketenzäune, Hecken- und Strauchpflanzen) entlang der Parzellengrenze 
sei beizubehalten (Akten Gemeinde 4B pag. 85). Die Vorinstanz ist im ange-
fochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, die Gartenanlage sei wertvoll im 
Sinn von Art. 16 Abs. 3 BauG. Zur Begründung führte sie aus, es lasse sich 
bereits aus dem im Bauinventar enthaltenen Hinweis «Aussenraum von 
denkmalpflegerischem Interesse» schliessen, dass die umfriedete Garten-
anlage im Süden der Bauparzelle für das Ortsbild äusserst wichtig sei. Diese 
Bedeutung werde zudem durch den Eintrag im ISOS unterstrichen, der zwar 
nicht verbindlich sei, jedoch als Empfehlung gelte. Nebst dem komme auch 
das von der Beschwerdeführerin selber eingereichte Parteigutachten (Akten 
Gemeinde 4B pag. 61 ff.) zum Ergebnis, dass sowohl dem Garten als auch 
den Mauern, Zäunen sowie der rahmenden Bepflanzung entlang der Strasse 
grosse Bedeutung zukomme, selbst wenn diese nicht als eigenständiges 
Gartendenkmal anzusehen seien (angefochtener Entscheid E. 4g ff.). Durch 
das Bauvorhaben würde die Gartenanlage sowie die Umfriedung stark ver-
ändert und dadurch das bis anhin intakte Quartier- und Strassenbild mit 
durchgehender Einfriedung und rahmender Bepflanzung beeinträchtigt (an-
gefochtener Entscheid E. 4j).

4.4.2 Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, der D.________weg sei 
auf der Abbildung Nr. 11________ der ISOS-Ortsbildaufnahme nicht ersicht-
lich und damit vom Eintrag nicht erfasst, womit ihm keine besondere Schutz-
würdigkeit zukomme (Beschwerde S. 10 Rz. 33 ff.). Ungeachtet dessen sei 
das ISOS für die Baubewilligungsbehörde nicht verbindlich und daher nicht 
zu berücksichtigen. Ebenso wenig könne der Eintrag auf der Liste der histo-
rischen Gärten des ICOMOS Suisse dem Bauvorhaben im Weg stehen. 
Selbst wenn dem so wäre, sei aber darauf hinzuweisen, dass der Garten in 
den letzten Jahren nicht gepflegt und damit sein schützenswertes Erschei-

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nungsbild vernachlässigt worden sei. Mit dem Bauvorhaben würde diesem 
hingegen neuer Aufschwung gegeben. Weiter lasse die Vorinstanz ausser 
Acht, dass das Bauvorhaben grösste Rücksicht auf die bestehende Bepflan-
zung des Gartens und die Umfriedung nehme und zu keiner Beeinträchti-
gung des Orts- und Landschaftsbilds führen werde (Beschwerde S. 11 ff. 
Rz. 40 ff.). Schliesslich sei weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern der 
Garten für das Orts- und Landschaftsbild wertvoll sei (Beschwerde S. 14 
Rz. 55 f.)

4.4.3 Die Stadt Bern ist im ISOS unter der Nr. 499 als schützenswertes 
Ortsbild von nationaler Bedeutung aufgeführt (Anhang 1 der Verordnung 
vom 13. November 2019 über das Bundesinventar der schützenswerten 
Ortsbilder der Schweiz [VISOS; SR 451.12]). Die Bauparzelle liegt innerhalb 
des im ISOS erfassten Gebiets Nr. 10________ «E.________», das als 
durchgrüntes bürgerliches Wohnquartier der zweiten Hälfte des 19. Jahrhun-
derts beschrieben wird (Ortsbildaufnahme ISOS S. …). Entgegen den Vor-
bringen der Beschwerdeführerin bezieht sich diese Beschreibung nicht aus-
schliesslich auf die abgebildeten Objekte, sondern auf das gesamte Gebiet 
Nr. 10________ und damit auch auf die Bauparzelle (vgl. Aufnahmeplan 
1:500, Ortsbildaufnahme ISOS S. …). Das Gebiet wurde der Aufnahmeka-
tegorie B zugewiesen und es wurde ihm das Erhaltungsziel B zugeteilt. Die 
Aufnahmekategorie B umfasst Ortsbildteile mit ursprünglicher Struktur, d.h. 
das historische Gefüge der Räume besteht und die Mehrheit der Bauten hat 
ähnliche epochenspezifische oder regionaltypische Merkmale. Gestützt auf 
ihre Bewertung werden den Ortsbildteilen Erhaltungsziele zugeteilt. Mit der 
Zuteilung des Erhaltungsziels B «Erhalten der Struktur» wird bezweckt, die 
Anordnung und die Gestalt der Bauten und Freiräume zu bewahren und die 
für die Struktur wesentlichen Elemente und Merkmale integral zu erhalten 
(Erläuterungen des Bundesamtes für Kultur [BAK] zum ISOS, 2021, S. 6 ff., 
einsehbar unter: <www.bak.admin.ch>, Rubriken «Themen/ISOS/ ISOS und 
Ortsbildschutz/Das ISOS in Kürze/ISOS-Methode»). – Beim ISOS handelt 
es sich um ein Inventar von Objekten von nationaler Bedeutung im Sinn von 
Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Hei-
matschutz (NHG; SR 451). Durch die Aufnahme eines Objektes von natio-
naler Bedeutung in ein Inventar des Bundes wird dargetan, dass es in be-
sonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber die grösst-

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mögliche Schonung verdient (Art. 6 Abs. 1 NHG). Diese Schutzbestimmung 
gilt indes, wie Art. 6 Abs. 2 NHG festhält, lediglich bei der Erfüllung von Bun-
desaufgaben in unmittelbarer Weise (BGE 135 II 209 E. 2.1; BVR 2014 
S. 251 E. 3.2.1). Soweit – wie hier – keine Bundesaufgabe in Frage steht, 
wird der Schutz von Ortsbildern vorab durch kantonales (und kommunales) 
Recht gewährleistet, wobei dem ISOS aber auch hier Bedeutung zukommt. 
Es ist etwa bei der Auslegung unbestimmter Begriffe des Baurechts (nament-
lich bei der Anwendung baurechtlicher Ästhetikklauseln) sowie bei im Einzel-
fall erforderlichen Interessenabwägungen zu berücksichtigen (vgl. BGE 135 
II 209 E. 2.1; BGer 1C_84/2023 vom 6.5.2024 E. 4.3.1, 1C_265/2022 vom 
24.4.2023 E. 2, 1C_572/2022 vom 2.11.2023 E. 3.1.1; VGE 2023/319 vom 
20.2.2025 E. 3.3.1), im vorliegenden Fall für die Beurteilung der Frage, ob 
die streitbetroffene Grünfläche auf der Bauparzelle für das Orts- und Land-
schaftsbild wertvoll im Sinn von Art. 16 Abs. 3 BauG ist.

4.4.4 Die städtischen Organe der Denkmalpflege haben nachvollziehbar 
und schlüssig dargelegt, weshalb der Einfriedung, der rahmenden Bepflan-
zung und der streitbetroffenen Grünfläche mit Blick auf das Orts- und Stras-
senbild grosse Bedeutung beizumessen ist und weshalb das Bauvorhaben 
dieses beeinträchtige (Akten Gemeinde 4B pag. 18 f.; vgl. vorne E. 5.4.1). 
Es besteht kein Anlass, diese überzeugenden Ausführungen der Fach-
behörde in Frage zu stellen (zur Zurückhaltung des Verwaltungsgerichts bei 
der Überprüfung von Aspekten, die eine Fachbehörde aufgrund ihres Fach-
wissens besser beurteilen kann, statt vieler BVR 2013 S. 5 E. 5.6). Es kann 
deshalb nicht gesagt werden, die für die Anlage wesentlichen Elemente 
seien vom Bauvorhaben gar nicht betroffen (vgl. Beschwerde S. 11 Rz. 38). 
Auch mit Blick auf das Schutzziel des ISOS, die Anordnung und die Gestalt 
der Bauten und Freiräume im Gebiet zu bewahren und die für die Struktur 
wesentlichen Elemente und Merkmale integral zu erhalten, ist die Qualifizie-
rung der Gartenflächen einschliesslich ihrer Einfriedungen als strukturge-
bende und somit erhaltenswerte Merkmale des Orts- und Landschaftsbildes 
nachvollziehbar und begründet. Dies wird dadurch unterstrichen, dass der 
D.________weg 3________-9________ auf der Liste der historischen Gär-
ten und Anlagen des ICOMOS Suisse erwähnt wird, denn auf dieser Liste 
figurieren nur potenziell schutzwürdige Grün- und Freiräume (vgl. 
<www.icomos-jardins.ch/gartenliste>). Daran ändert nichts, dass der Garten 

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angeblich in den letzten Jahren vernachlässigt worden und die Einfriedung 
teilweise neu ist (Beschwerde S. 11 Rz. 40). Die Inanspruchnahme auch nur 
eines kleinen Teils der Gartenfläche wirkt sich negativ auf das umliegende 
Orts- und Strassenbild aus. Dies übersieht die Beschwerdeführerin, wenn 
sie ausführt, das Bauvorhaben beanspruche nur einen kleinen Teil der Par-
zelle und störe daher das Ortsbild nicht (Beschwerde S. 11 f. Rz. 43 ff.). 
Nach dem Gesagten ist die Gartenfläche auf der Bauparzelle einschliesslich 
ihrer Einfriedungen als für das Orts- und Landschaftsbild wertvoll zu qualifi-
zieren und darf damit nicht zur Anlage von Abstellplätzen beseitigt bzw. be-
ansprucht werden. 

4.5 Zusammengefasst steht dem Bauvorhaben der Beschwerdeführerin 
das Beseitigungsverbot nach Art. 16 Abs. 3 BauG entgegen. Es kann dem-
zufolge offengelassen werden, ob das Bauvorhaben mit den Vorgaben des 
Denkmalschutzes vereinbar ist. Mit Blick auf die zentrale Lage der Baupar-
zelle mit zahlreichen Parkierungsmöglichkeiten in unmittelbarerer Nähe des 
… liegen auch keine besonderen Verhältnisse vor, die das Erteilen einer 
Ausnahmebewilligung rechtfertigen würden. Dies muss umso mehr gelten, 
als die Beschwerdeführerin solche in ihrer Beschwerde nicht (mehr) geltend 
macht. Die Vorinstanz hat den durch die Gemeinde erteilten Bauabschlag 
daher zu Recht bestätigt. Der angefochtene Entscheid hält somit der Rechts-
kontrolle stand.

5.

Nach dem soeben Erwogenen erweist sich die Beschwerde als unbegründet 
und ist abzuweisen. Bei diesem Prozessausgang hat die Beschwerdeführe-
rin die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3’500.--, werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.