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**Case Identifier:** 5cfebfac-30b7-5fb5-b613-b4b1cf56d7f1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.07.2021 IV 2019/237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-237_2021-07-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/237

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.01.2022

Entscheiddatum: 05.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2021
Art. 7 und Art. 8 Abs. 1 ATSG und Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft 
der administrativgutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad. Mangels Anfechtungsgegenstands 
Nichteintreten auf Antrag um berufliche Massnahmen und 
Eingliederungsmassnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2021, IV 2019/237).

Entscheid vom 5. Juli 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2019/237

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, GN Rechtsanwälte, 

St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 12. Dezember 2007 bei der IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). In deren Auftrag erstatteten die 

medizinischen Fachpersonen der Klinik Valens am 28. April 2009 ein interdisziplinäres 

(rheumatologisch-psychiatrisches) Gutachten. Die Experten diagnostizierten mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: 

F43.1), eine rezidivierende depressive Episode, leichten bis mittleren Ausmasses in den 

letzten drei Jahren, gegenwärtig leichte Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: 

F33.0) und eine mediale Femurkondylusnekrose links. Aktuell könne von einer 50%igen 

Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (IV-act. 62). Nach durchgeführtem Vorbescheid­

verfahren sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Wirkung ab 1. November 2007 eine 

halbe Rente zu (Verfügungen vom 23. und 24. Dezember 2009, IV-act. 88 ff.). Die 

dagegen gerichtete Beschwerde vom 29. Januar 2010, worin die Versicherte die 

Ausrichtung einer Dreiviertelsrente beantragt hatte (IV-act. 93-2 ff.), hiess das 

Versicherungsgericht dahingehend gut, dass die angefochtenen Verfügungen 

aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zur neuen 

Verfügung im Sinn der Erwägungen an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde. Zur 

Begründung führte es im Wesentlichen aus, dass eine Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 50 % in adaptierter Tätigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

belegt sei (siehe hierzu sowie zum bis dahin eingetretenen relevanten Sachverhalt den 

Entscheid des Versicherungsgerichts vom 26. September 2011, IV 2010/35, IV-

act. 102). Daraufhin beschloss die IV-Stelle die sofortige Einstellung der 

Rentenleistungen (IV-act. 113 f.).

A.a. 

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Die Versicherte wurde im Auftrag der IV-Stelle am 2. Mai, 10. Mai und 6. Juni 2012 

im BEGAZ Begutachtungszentrum BL polydisziplinär (allgemeininternistisch, rheumato­

logisch und psychiatrisch) untersucht. Die Gutachter diagnostizierten mit Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf 

und gegenwärtig leichtgradiger Episode (ICD-10: F33.0) sowie einen Status nach Knie­

gelenksarthroskopie und Teilmeniskektomie am 24. Februar 2012 bei medialer 

Meniskusläsion und Plica medio patellaris links. Gesamtmedizinisch kamen die 

Gutachter zum Schluss, dass ab dem interdisziplinären Gutachten der Klinik Valens 

vom 28. April 2009 für sämtliche Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % aus 

psychiatrischer Sicht attestiert werden könne. Für die Zeit davor könnten keine 

präziseren Aussagen gemacht werden, weshalb auf die Aktenlage verwiesen werde 

(Gutachten vom 20. Juni 2012, IV-act. 127). Die RAD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärztin 

für Physikalische Medizin und Rehabilitation, gelangte in Würdigung des BEGAZ-

Gutachtens zum Schluss, es bestehe seit 20. November 2006 eine anhaltende 

Arbeitsunfähigkeit von 20 % sowohl für die angestammte als auch für eine 

leidensangepasste Tätigkeit (Stellungnahme vom 28. Juni 2012, IV-act. 129). Nach 

durchgeführtem Vorbescheidverfahren verfügte die IV-Stelle am 24. Oktober 2012 die 

Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 139). Die dagegen von der Versicherten 

erhobene Beschwerde vom 26. November 2012 (IV-act. 142) wies das 

Versicherungsgericht mit Entscheid vom 15. Dezember 2014, IV 2012/450, ab (IV-

act. 158). Dieser wurde auf Anfechtung durch die Versicherte hin vom Bundesgericht 

bestätigt (Urteil vom 22. April 2015, 8C_92/2015, IV-act. 165).

A.b. 

Vom 16. bis 30. November 2015 war die Versicherte in der Klinik für 

Rheumatologie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) zur multimodalen Schmerztherapie 

hospitalisiert. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen führten im 

Austrittsbericht vom 8. Dezember 2015 aus, bei der Versicherten lägen deutliche 

degenerative Veränderungen der LWS sowie Polyarthrosen (Gonarthrose beidseits; 

deutliche Tendinosis Calcarea der Schulter rechts, Finger- und Zehengelenken) vor. 

Aktuell im Vordergrund stünden eine posttraumatische Belastungsstörung, eine 

rezidivierende depressive Störung (gegenwärtig schwere Episode) sowie eine 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Aus 

A.c. 

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integrativ-medizinischer Sicht wurde angemerkt, «es müsste zunächst der Gesund-

Werde-Wille geweckt werden» (IV-act. 179).

Am 10. Oktober 2016 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei 

der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 176). Vom 13. bis 24. Oktober 2016 war 

sie in der Abteilung Akutpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrische Klinik C.___, 

hospitalisiert. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen diagnostizierten 

eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2) und 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Der Eintritt der 

Versicherten in die offene Psychotherapiestation sei aufgrund einer Exazerbation der 

Schmerzsymptomatik und des depressiven Zustandsbilds vor dem Hintergrund einer 

Überforderung im Alltag durch psychosoziale Belastungsfaktoren erfolgt. Nach kurzer 

Zeit wurde ersichtlich, dass die Versicherte eher fremdmotiviert eingetreten sei. Nach 

dem Wochenendurlaub sei sie nicht mehr in die Klinik zurückgekehrt, da sie keine 

stationäre Behandlung gewollt und ihren diesbezüglichen Willen gegenüber ihren 

Kindern und dem Ehemann auch so habe durchsetzen können. Die Versicherte sei im 

formalen Denken eingeengt auf die Tatsache, dass ihre Kinder zu viel studieren 

würden. Zudem sei sie auf die Schmerzen fixiert (Austrittsbericht vom 28. Oktober 

2016, IV-act. 191).

A.d. 

Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 28. August 2017 mit, sie weise das 

Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab, da solche aufgrund deren 

Gesundheitszustands nicht möglich seien (IV-act. 221).

A.e. 

Am 9. November 2017 berichteten die am Ambulatorium der Psychiatrischen Klinik 

C.___ behandelnden medizinischen Fachpersonen, depressive Symptome 

mittelgradiger Ausprägung und eine anhaltende Schmerzstörung würden die 

Versicherte im Alltag stark beeinträchtigen. Aufgrund der Sprachbarriere seien die 

Einzelgespräche erschwert und der klinische Verlauf wegen mangelnder Compliance 

protrahierend. Ein Therapeutenwechsel sei der Versicherten dringend empfohlen 

worden. Der Versicherten wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (IV-

act. 227).

A.f. 

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Die Versicherte wurde am 25. und 28. Mai sowie am 20. Juni 2018 polydisziplinär 

(orthopädisch, internistisch und psychiatrisch) in der SMAB AG Bern untersucht. Im 

Gutachten vom 10. Juli 2018 wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine fortgeschrittene Gonarthrose links und eine schmerzhafte 

Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenks, im Sinn einer Frozen 

Shoulder, gestellt. Als Leiden ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten 

die Gutachter u.a. eine rezidivierende depressive Störung, leichte depressive Episode 

(ICD-10: F33.0), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41) und eine Gonarthrose rechts, ohne zu objektivierende 

Funktionseinschränkungen des rechten Kniegelenks. Sie führten bezüglich der 

funktionellen Auswirkungen der Befunde und Diagnosen aus, die Versicherte erlebe 

sich als nicht arbeitsfähig. Sie schildere sich in ihrer Leistungsfähigkeit massiv 

beeinträchtigt. Es falle aber in der psychiatrischen Exploration auf, dass deutliche 

Inkonsistenzen zwischen angegebener Schmerzintensität und dem Verhalten der 

Versicherte vorliegen würden, welches sich zudem in verschiedenen Situationen recht 

unterschiedlich gestalte. Vor diesem Hintergrund sei auch eine willentliche 

Beeinflussung des Verhaltens mit zielgerichteten Tendenzen festzustellen. 

Zusammenfassend ergebe sich aus orthopädischer Sicht, dass die Versicherte nur 

körperlich leichte Tätigkeiten ausüben könne. Die Tätigkeiten sollten überwiegend im 

Sitzen mit der Möglichkeit eines selbst zu wählenden Positionswechsels stattfinden. 

Aus internistischer und psychiatrischer Sicht hätten sich darüber hinaus keine weiteren 

funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergeben. Seit der Verfügung vom 

24. Oktober 2012 sei keine richtungsweisende versicherungsmedizinisch relevante 

Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten (IV-act. 243, insbesondere IV-

act. 243-7 ff. und IV-act. 243-11). Nach der Ansicht der RAD-Ärztin Dr. med. D.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, erfüllte das SMAB-Gutachten die 

Qualitätskriterien (Stellungnahme vom 7. August 2018, IV-act. 244).

A.g. 

Auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten ermittelte die IV-Stelle im Rahmen eines Einkommensvergleichs einen 

Invaliditätsgrad von 0 % und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 8. August 

2018 die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 247). Dagegen erhob die 

Versicherte am 6. September 2018 (vorsorglich) Einwand (IV-act. 248). In der 

A.h. 

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B.  

ergänzenden Eingabe vom 23. November 2018 beantragte sie die Zusprache einer 

ganzen Rente. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen, insbesondere eine 

neuropsychologische Begutachtung, vorzunehmen. Subeventualiter seien berufliche 

Massnahmen zu prüfen und Eingliederungsmassnahmen zu gewähren. Im 

Wesentlichen machte sie verschiedene Mängel am SMAB-Gutachten geltend (IV-

act. 257; siehe auch die ergänzende Eingabe vom 29. November 2018, IV-act. 258). 

Am 5. März 2019 orientierte sie die IV-Stelle, dass neu auch am rechten Bein eine 

Beeinträchtigung bestehe (IV-act. 259). Diese erhielt am 28. März 2019 (IV-act. 262) 

einen Konsiliarbericht der Ärzte der Abteilung Rehabilitation/Rheumatologie an der 

Klinik E.___ vom 22. Januar 2019, worin sie u.a. eine Funktionsminderung der 

Kniegelenke links grösser rechts bei deutlicher Pangonarthrose links und mässiger 

Varusgonarthrose rechts diagnostizierten. Aufgrund der anhaltenden Knieschmerzen 

links liege eine ausgeprägte Belastungsminderung vor. Hierbei liege nicht nur eine 

ernsthafte Einschränkung der Lebensqualität, sondern auch eine erhebliche 

Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor. Bei multiplen Beschwerden des Bewegungs- 

und Stützapparates sowie der psychischen Belastungen liege bei der Versicherten eine 

deutliche Belastungsminderung vor. Aktuell bestehe keine Arbeitsfähigkeit, auch nicht 

für leichte Tätigkeiten (IV-act. 263).

Die RAD-Ärztin Dr. D.___ vertrat in den Stellungnahmen vom 12. März und 14. Juni 

2019 die Auffassung, dass die einwandweise vorgebrachte Kritik am Gutachten nicht 

stichhaltig sei und aus den von der Versicherten eingereichten medizinischen 

Unterlagen keine objektiv relevanten Gesichtspunkte, die von den SMAB-Gutachtern 

unberücksichtigt geblieben wären, hervorgehen würden (IV-act. 264). Die Versicherte 

hielt im Schreiben vom 15. Juli 2019 an ihrer Kritik am SMAB-Gutachten fest (IV-

act. 266). Am 26. Juli 2019 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs 

wie angekündigt und nahm zu den Einwänden Stellung (IV-act. 268).

A.i. 

Gegen die Verfügung vom 26. Juli 2019 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 11. September 2019. Die Beschwerdeführerin beantragt darin deren Aufhebung 

und die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. April 2017. Eventualiter sei die Sache zu 

weiteren medizinischen Abklärungen, insbesondere zur Einholung eines neuen 

B.a. 

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Erwägungen

1.

Ansprüche auf berufliche Massnahmen oder andere Eingliederungsmassnahmen bilden 

nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 26. Juli 2019. Darin wurde einzig 

über das Rentengesuch abschlägig entschieden (IV-act. 268). Mangels Zusprache einer 

Rente bildete die Frage betreffend berufliche Massnahmen oder andere 

Eingliederungsmassnahmen auch nicht im Rahmen des Grundsatzes «Eingliederung 

vor Rente» (Art. 28 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

[IVG; SR 831.20]) notwendigerweise Gegenstand der Rentenverfügung. Auf den 

(Subeventual-) Antrag Ziff. 3 der Beschwerde betreffend berufliche Massnahmen und 

Eingliederungsmassnahmen (act. G 1, S. 2) ist daher nicht einzutreten (siehe etwa den 

polydisziplinären Gutachtens samt neuropsychologischer Begutachtung, an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, berufliche Massnahmen zu prüfen und Eingliederungsmassnahmen zu 

gewähren; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung bringt die 

Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass sie vollständig arbeitsunfähig und die 

von den SMAB-Gutachtern vorgenommene Arbeitsfähigkeitsbeurteilung mangelhaft sei 

(act. G 1).

Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 

2019 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Der Anfechtungs­

gegenstand beschlage einzig den allfälligen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 

Demnach sei auf ihren Antrag bezüglich beruflicher Massnahmen nicht einzutreten. Im 

Übrigen würden berufliche Massnahmen bei der Beschwerdeführerin keinen Sinn 

machen, weil sie sich selbst nicht in der Lage fühle, einer Erwerbstätigkeit 

nachzugehen. Mit dem SMAB-Gutachten seien die von der Beschwerdeführerin 

geltend gemachten Einschränkungen ausführlich und widerspruchsfrei abgeklärt 

worden. Weitere medizinische Abklärungen bezüglich des Rentenanspruchs seien nicht 

angezeigt (act. G 4).

B.b. 

In der Replik vom 3. Dezember 2019 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

den Beschwerdeanträgen fest (act. G 6).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet stillschweigend auf eine Duplik (act. G 8).B.d. 

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Entscheid des Versicherungsgerichts vom 29. November 2019, IV 2017/417, E. 1), 

worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinweist (act. G 4, III. Rz 3).

2.

Zu prüfen ist damit nachfolgend ausschliesslich der zwischen den Parteien umstrittene 

Anspruch auf eine Rente, um deren Ausrichtung die Beschwerdeführerin mit Wieder­

anmeldung vom 10. Oktober 2016 (IV-act. 176) ersuchte.

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % im Sinn von Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) invalid sind (lit. c).

2.1. 

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der 

medizinischen Fachpersonen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines medizinischen Berichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 

2.4. 

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3.

Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt für die Beurteilung des mit der 

Wiederanmeldung vom 10. Oktober 2016 geltend gemachten Rentenanspruchs 

spruchreif abgeklärt ist. Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der verfügten 

Rentenabweisung in medizinischer Hinsicht auf das SMAB-Gutachten vom 10. Juli 

2018 (IV-act. 243). Die Beschwerdeführerin bringt dagegen verschiedene Kritikpunkte 

vor (act. G 1, IV. Rz 18 ff., und act. G 6, III. Rz 5 ff.).

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a).

Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 

ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Dieser legt fest, dass für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (Invalideneinkommen) in Beziehung gesetzt wird zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

2.5. 

Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass die SMAB-Gutachter nicht über die 

vollständigen medizinischen Akten verfügt hätten. Namentlich seien die Suva-Akten 

betreffend die Weichteilverletzung des linken Arms (im Jahr 2002) nicht einbezogen 

worden (act. G 1, IV. Rz 18, und act. G 6, III. Rz 5). Zunächst ist von Bedeutung, dass 

die Beschwerdeführerin weder konkret darlegt noch ersichtlich ist, dass die SMAB-

Gutachter, die sich mit einer Fülle von Vorakten – u.a. mit dem Vorgutachten der 

BEGAZ – auseinandersetzten (zum Aktenauszug siehe IV-act. 243-14 ff.), objektiv 

relevante Gesichtspunkte ausser Acht gelassen hätten. Zudem ergibt sich aus dem 

gegenüber der Suva erstatteten Bericht des Spitals Flawil vom 7. Juli 2002, dass die 

Abheilung der Wunde am linken Arm regelrecht sei (IV-act. 258-3). Dr. med. H.___, 

Facharzt für Allgemeine Medizin, bestätigte am 6. September 2002 den Abschluss der 

Behandlung (IV-act. 258-2) und erwähnte diesen Gesundheitsschaden, etwa im Bericht 

vom 5. Oktober 2012 – im Gegensatz zu anderen Vorzuständen – nicht mehr (IV-

act. 257-11). In damit zu vereinbarender Weise massen auch die BEGAZ-Gutachter 

dem Status nach Thierschung des linken Unterarms nach Unfall im Jahr 2002 keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (IV-act. 127-46). Hinzu kommt, dass die SMAB-

3.1. 

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Gutachter diesen Vorzustand nicht ausser Acht liessen, sondern diesem – wie im 

BEGAZ-Vorgutachten – eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit absprachen (siehe 

die Liste der «Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit», IV-act. 243-8). 

Dieser Einschätzung liegt u.a. eine schlüssige klinische Untersuchung durch den 

orthopädischen SMAB-Gutachter zugrunde (siehe IV-act. 243-54). Als unberechtigt 

erweist sich ebenfalls die Kritik der Beschwerdeführerin, im orthopädischen Teil des 

SMAB-Gutachtens fehle eine ausreichende Würdigung der Weichteilverletzung des 

linken Arms und der seitherigen Parästhesien (IV-act. 257-3), da das Vorhandensein 

von Paresen und manifesten Sensibilitätsstörungen im Bericht der Klinik E.___ vom 

20. Februar 2019 verneint wurde (IV-act. 263-2). Ergänzend kann auf die 

Stellungnahmen der RAD-Ärztin Dr. D.___ vom 12. März 2019 verwiesen werden. Darin 

legte sie trotz fehlender somatischer Fachausbildung ausführlich und für den 

medizinischen Laien nachvollziehbar begründet dar, dass sich aus den von der 

Beschwerdeführerin eingereichten medizinischen Unterlagen keine für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit relevante Gesichtspunkte ergeben, die von den SMAB-Gutachtern 

unberücksichtigt geblieben sind (IV-act. 264-2 f.). Die rechtskundig vertretene 

Beschwerdeführerin zeigt denn auch weder in der Eingabe vom 15. Juli 2019 (IV-

act. 266) noch im Beschwerdeverfahren konkret auf, dass die von der RAD-Ärztin 

Dr. D.___ gezogenen Schlüsse falsch wären. Unter dem Blickwinkel der 

bundesrechtlichen Anforderungen an die Beweiskraft fachärztlicher Expertisen kann 

ebenfalls nicht verlangt werden, dass den begutachtenden medizinischen 

Sachverständigen stets sämtliche allenfalls vorhandenen Akten vorliegen müssen 

(Urteil des Bundesgerichts vom 26. Januar 2018, 8C_716/2018, E. 4.2, Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 23. Juni 2016, IV 2014/90, E. 3.1.2 mit Hinweis u.a. auf das 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2015, 8C_900/2014, E. 3.2.1).

Ausserdem bringt die Beschwerdeführerin vor, angesichts der mehrfach 

aktenkundigen Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen hätte eine 

neuropsychologische Begutachtung erfolgen müssen (act. G 1, Rz 19 und Rz 27, und 

act. G 6, Rz 6). Dieser Betrachtungsweise ist nicht zu folgen. Anlässlich der 

Hospitalisation in der Abteilung Akutpsychiatrie und Psychotherapie an der 

Psychiatrischen Klinik C.___ vom 13. bis 24. Oktober 2016 wurden lediglich leichte 

Konzentrationsstörungen festgestellt (IV-act. 191-3), was für die Einschätzung des 

psychiatrischen SMAB-Gutachters und gegen einen weiteren Abklärungsbedarf 

spricht. Daran vermag nichts zu ändern, dass die medizinischen Fachpersonen des 

Ambulatoriums an der Psychiatrischen Klinik C.___ im Bericht vom 12. Juni 2017 

mittelschwere Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten bescheinigten, die «seit 

Jahren, ungefähr seit 2006» vorliegen würden (IV-act. 205-4). Denn diese werden 

3.2. 

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weder nachvollziehbar begründet noch scheinen sie auf einer objektiv-kritischen 

Überprüfung der Leidensangaben der Beschwerdeführerin zu beruhen (eingehend zur 

Krankheitsüberzeugung der Beschwerdeführerin und Inkonsistenz von deren 

Leidensangaben nachstehende E. 3.3.2 f.). Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, 

dass die allgemeininternistischen Fachpersonen des Spitals Flawil sowohl die Psyche 

als auch das Bewusstsein und die Orientierung am 12. Oktober 2017 als unauffällig 

beschrieben (IV-act. 257-37). Zwar handelt es sich hierbei nicht um Feststellungen von 

psychiatrischen Sachverständigen. Indessen wären ihnen die Symptome der von 

medizinischen Fachpersonen des Ambulatoriums der Psychiatrischen Klinik C.___ 

wenige Monate zuvor diagnostizieren schweren depressiven Episode wohl nicht 

gänzlich verborgen geblieben (siehe deren Bericht vom 12. Juni 2017, IV-act. 205-2 ff.). 

Jedenfalls bestärken die Angaben vom 12. Oktober 2017 die Einschätzung des SMAB-

Gutachters, der auch bezüglich der kognitiven Beeinträchtigungen auf Inkonsistenzen 

verwies (IV-act. 243-37 oben), und sie wecken zusätzlich Zweifel an der 

Leidenspräsentation der Beschwerdeführerin und der scheinbar unkritischen 

Übernahme der Leidensangaben durch die am Ambulatorium der Psychiatrischen 

Klinik C.___ behandelnden medizinischen Fachpersonen. Im Übrigen bestätigte auch 

Dr. H.___ ein uneingeschränktes Konzentrationsvermögen (Bericht vom 21. Juli 2017, 

IV-act. 214-5) und anlässlich der BEGAZ-Begutachtung wurden ebenfalls – trotz 

entsprechender Klagen der Beschwerdeführerin (IV-act. 127-28 unten) – keine 

Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsstörungen festgestellt (IV-act. 127-30 und IV-

act. 127-31 unten). Vor diesem Hintergrund und da der psychiatrische SMAB-

Gutachter eine umfassende klinische Untersuchung der Beschwerdeführerin 

namentlich auch hinsichtlich ihrer kognitiven Fähigkeiten durchführte und sich weder 

daraus noch aus dem übrigen SMAB-Gutachten wesentliche Beeinträchtigungen der 

kognitiven Fähigkeiten ergeben, begründet der Verzicht auf eine neuropsychologische 

Begutachtung keinen Mangel am SMAB-Gutachten bzw. keinen weiteren 

Abklärungsbedarf. Im Übrigen stellt eine neuropsychologische Abklärung lediglich eine 

Zusatzuntersuchung dar, die bei begründeter Indikation in Erwägung zu ziehen ist 

(Urteile des Bundesgerichts vom 13. August 2020, 9C_255/2020, E. 3.2 und vom 23. 

Mai 2019, 9C_851/2018, E. 4.2.1 mit Hinweis). Ob und gegebenenfalls welche 

fachärztlichen Untersuchungen notwendig sind, um eine Diagnose zu stellen, fällt nicht 

in den Kompetenzbereich des Rechtsanwenders, sondern ausschliesslich in jenen des 

begutachtenden Arztes (Urteile des Bundesgerichts vom 15. Februar 2019, 

8C_794/2018, E. 4.2 und vom 7. September 2018, 9C_216/2018, E. 3.5 mit Hinweis). 

Wie bereits ausgeführt, erachtete der psychiatrische Gutachter anhand der erhobenen 

Befunde eine solche Zusatzuntersuchung zu Recht nicht für notwendig.

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Gegen die psychiatrische Einschätzung im SMAB-Gutachten führt die 

Beschwerdeführerin ins Feld, dass die gutachterliche Konsistenzprüfung und 

namentlich der Vorwurf der fehlenden Medikamenteneinnahme nicht überzeuge, da die 

Beschwerdeführerin in Absprache mit den behandelnden Ärzten aus religiösen 

Gründen auf die Psychopharmaka verzichtet habe (act. G 1, Rz 24, und act. G 6, Rz 6 f. 

je mit einer weiteren Kritik an der gutachterlichen Konsistenzprüfung). Zudem habe der 

psychiatrische SMAB-Gutachter den Behandlungsverlauf zu wenig erfragt und seine im 

Vergleich zur behandelnden Psychiaterin abweichende Beurteilung nicht ausreichend 

begründet (act. G 1, Rz 25).

3.3. 

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine 

auf objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 141 V 289 E. 3.2; 

Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 8C_1/2016, E. 4.3). Erforderlich ist 

zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden objektiviert werden können und sich 

auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. BGE 143 V 427 E. 6). Für 

somatisch unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und 

gleichgestellte Diagnosen), psychische Erkrankungen wie namentlich Depressionen ist 

der Beweis nach dem strukturierten Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu 

BGE 143 V 429 E. 7.2; BGE 141 V 294 E. 3.5 und E. 4.2). Der Beweis für eine lang 

andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als 

geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im 

Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer 

Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer 

Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427 E. 6).

3.3.1. 

Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass sich aus verschiedenen medizinischen 

Akten mehrere Gesichtspunkte ergeben, die erhebliche Zweifel an der 

Leidensdarstellung der Beschwerdeführerin begründen. So hielt bereits der 

psychiatrische BEGAZ-Gutachter mit plausibler Begründung fest, dass die 

Beschwerdeführerin einen deutlich demonstrativen und aufgesetzten Eindruck 

hinterlassen habe (IV-act. 127-30 und IV-act. 127-33). Es lasse sich auch eine 

Verdeutlichungs- und Dramatisierungstendenz erkennen (IV-act. 127-30 unten). Die 

Angaben der Beschwerdeführerin seien nicht immer konsistent gewesen. Zudem lasse 

sich eine Tendenz erkennen, dass die Beschwerdeführerin die ihr gestellten Fragen 

primär oft negativ beantworte, auf Nachfrage hin dann jedoch ihre Antworten zum Teil 

korrigiere (IV-act. 127-32 Mitte). Ferner hätten sich akzentuierte histrionische 

Persönlichkeitszüge gezeigt (IV-act. 127-35 oben). Im Austrittsbericht der Klinik für 

3.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/17

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Rheumatologie am KSSG vom 8. Dezember 2015 wurde erwähnt, «es müsste zunächst 

der Gesund-Werde-Wille [der Beschwerdeführerin] geweckt werden» (IV-act. 184-3 

unten). Die am Ambulatorium der Psychiatrischen Klinik C.___ behandelnden 

medizinischen Fachpersonen erwähnten, dass der klinische Verlauf durch «mangelnde 

Compliance protrahierend» sei (Verlaufsbericht vom 9. November 2017, IV-act. 227-1).

Im Rahmen der Begutachtung in der SMAB AG wurde in einer mit den 

vorstehend wiedergegebenen Aktenauszügen zu vereinbarenden Weise ausgeführt, die 

Beschwerdeführerin verhalte sich klagend, die Beschwerden betonend und wenig 

kooperativ (IV-act. 243-75). Ebenso schlüssig begründeten die SMAB-Gutachter die 

Diskrepanz zwischen den Aussagen der Beschwerdeführerin, «sie könne ohne 

Medikamente nicht existieren und der Beteuerung, sie nehme die Medikamente 

verordnungsgemäss ein» einerseits und den damit nicht zu vereinbarenden 

Laboruntersuchungsergebnissen (IV-act. 243-9 unten; siehe auch IV-act. 243-36). 

Dabei kann letztlich offenbleiben, ob die – erst auf Vorhalt eingeräumte – 

Nichteinnahme der Medikamente aus religiösen Gründen erfolgte. Denn so oder anders 

verbleibt ein diskrepantes Aussageverhalten und der psychiatrische SMAB-Gutachter 

stellte plausibel weitere Verhaltensweisen der Beschwerdeführerin dar, bei dem sich 

erhebliche Inkonsistenzen zeigten (etwa beim Eintreffen im Bürogebäude, IV-

act. 243-36). Die SMAB-Gutachter zogen insoweit überzeugend den Schluss, dass die 

Beschwerdeführerin ihr Verhalten anlässlich verschiedener Situationen in der 

Begutachtung auch zielgerichtet zu verändern in der Lage gewesen (IV-act. 243-9 oben 

und unten) und von einer dysfunktionalen Verarbeitung körperbezogener Beschwerden 

auszugehen sei (IV-act. 243-11 Mitte).

3.3.3. 

Ebenso wenig ist entgegen der Beschwerdeführerin (act. G 1, IV. Rz 25) zu 

beanstanden, dass die SMAB-Gutachter im Rahmen der Konsistenz- und 

Ressourcenprüfung u.a. die Reisen der Beschwerdeführerin in ihre Heimat einbezogen 

(IV-act. 243-41). Dieser Gesichtspunkt wurde denn auch bereits im BEGAZ-Gutachten 

als Ressource bzw. als Indiz gegen das Vorliegen einer posttraumatischen 

Belastungsstörung berücksichtigt (IV-act. 127-34 unten).

3.3.4. 

Die Berichte der behandelnden psychiatrischen Fachpersonen enthalten keine 

erkennbare objektive Konsistenz- und Ressourcenprüfung (siehe etwa den 

Verlaufsbericht vom 9. November 2017, IV-act. 227). Vielmehr erwecken sie den 

Eindruck, dass die behandelnden medizinischen Fachpersonen bei ihrer Beurteilung 

hauptsächlich die Leidensangaben der Beschwerdeführerin unkritisch übernommen 

haben. Sie enthalten keine objektiven Gesichtspunkte, die der psychiatrische SMAB-

3.3.5. 

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Gutachter ausser Acht gelassen hätte. Unter diesen Umständen ist deren abweichende 

Arbeitsfähigkeitsschätzung (vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche 

Erwerbstätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt; IV-act. 227-2) nicht geeignet, einen 

weiteren psychiatrischen Abklärungsbedarf zu begründen.

Allerdings dient die Erhebung von Inkonsistenzen und Ressourcen lediglich dazu, 

ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten. Massgebend sind primär die Befunderhebung 

des psychiatrischen Gutachters und die Herleitung der Diagnose. Vorliegend stellte der 

psychiatrische Gutachter hinsichtlich der Affektivität der Beschwerdeführerin fest, dass 

diese in der emotional-affektiven Schwingungsfähigkeit durchaus über das gesamte 

Ausdrucksspektrum verfüge. Kurzzeitig sei sie in der Lage, zum positiven Pol 

mitzuschwingen. Die Aufmerksamkeit und Konzentration sei nicht beeinträchtigt, die 

Antriebslage leicht reduziert, Gestik und Mimik unterstrichen Stimmung und Affekt 

zumeist synthym (IV-act. 243-38). Da keine wesentliche Beeinträchtigung der 

psychischen Grundfunktionen des Erlebens, Handelns, Gestaltens und Wollens 

resultierten, konnte der Gutachter lediglich die Diagnose einer leichten depressiven 

Episode stellen (IV-act. 243-41). Aufgrund des leichten Schweregrads der funktionellen 

Einschränkungen ist die von ihm gestellte Diagnose nachvollziehbar und plausibel.

3.3.6. 

Aus der Sicht der Beschwerdeführerin ist des Weiteren die Bescheinigung einer 

vollständigen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten weder schlüssig noch 

nachvollziehbar, zumal im früheren BEGAZ-Gutachten vom 20. Juni 2012 noch eine 

20%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden sei (act. G 1, Rz 20 ff., und act. G 6, 

Rz 4). Das Versicherungsgericht liess im Entscheid vom 15. Dezember 2014, 

IV 2012/450, E. 3, unter der damaligen vom Bundesgericht gepflegten Praxis offen, ob 

aus rechtlicher Sicht die vom psychiatrischen BEGAZ-Gutachter bescheinigte 20%ige 

Arbeitsunfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten übernommen werden 

kann (IV-act. 158-11). Inzwischen änderte das Bundesgericht seine Praxis bezüglich 

der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von psychischen Gesundheitsschäden und trägt zu 

Recht der Ressourcen- und Konsistenzprüfung mehr Rechnung (siehe zum Ganzen 

BGE 143 V 409 und 141 V 281). Dass der psychiatrische SMAB-Gutachter eine im 

Vergleich zum psychiatrischen BEGAZ-Vorgutachter unter Berücksichtigung des 

höheren Stellenwerts der Ergebnisse aus der Konsistenz- und Ressourcenprüfung zu 

einer höheren Arbeitsfähigkeit gelangte, stellt deshalb keinen Mangel dar. Im Übrigen 

liegt die lediglich 20%ige Differenz der Arbeitsfähigkeitsschätzungen im Rahmen des 

vom Rechtsanwender zu beachtenden Ermessensspielraum der jeweiligen 

psychiatrischen Fachperson (zum psychiatrischen Ermessens- und 

Interpretationsspielraum vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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8C_694/2008, E. 5.1.1). Zudem legte auch der orthopädische SMAB-Gutachter 

plausibel und ausführlich u.a. mit den Ergebnissen der klinischen Funktionsprüfung 

begründet dar, dass trotz der im Vergleich zum Vorgutachten weiter fortgeschrittenen 

Arthrosebildung eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten besteht (IV-act. 243-60 f.), wie sie bereits vom rheumatologischen BEGAZ-

Gutachter bescheinigt worden war (IV-act. 127-76 unten). Die dagegen erhobene Kritik 

der Beschwerdeführerin (act. G 1, IV. Rz 22) ist deshalb nicht stichhaltig.

Hinsichtlich des internistischen Teils des SMAB-Gutachtens rügt die 

Beschwerdeführerin, dass die Schlafstörungen, die chronische Bronchitis sowie die 

Adipositas zwar dokumentiert, anschliessend aber nicht gewürdigt worden seien (act. 

G 1, IV. Rz 26). Die Beschwerdeführerin legt weder dar noch ist ersichtlich, dass die 

von ihr vorgebrachten Leiden zu einer andauernden gesundheitlichen Beeinträchtigung 

der Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeit führen, wie sie für eine 

Invalidität vorausgesetzt wird (Art. 7 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 ATSG). Vielmehr gelangte 

Dr. med. F.___, Fachärztin u.a. für Pneumologie, gestützt auf eine umfassende klinische 

Untersuchung zur Auffassung, dass trotz der Bronchitis lungenfunktionell ein 

«absoluter Normalbefund» bestand (Bericht vom 27. März 2015, IV-act. 257-28). Eine 

inzwischen eingetretene Verschlechterung des Lungenleidens ist weder geltend 

gemacht worden noch ergibt sie sich aus den Akten. Des Weiteren sprach auch der 

internistische BEGAZ-Gutachter der Adipositas bei gleichem BMI (31.6 kg/m2 bzw. 31 

kg/m2 anlässlich der SMAB-Begutachtung, IV-act. 243-8) eine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit ab (IV-act. 127-25 und IV-act. 127-46).

3.5. 

Anzufügen bleibt, dass die von der Beschwerdeführerin im Schreiben vom 5. März 

2019 geltend gemachte gesundheitliche Verschlechterung («[…] neu auch am rechten 

Bein eine Beeinträchtigung […]», IV-act. 259) keinen weiteren Abklärungsbedarf zu 

begründen vermag. Die in der Klinik E.___ von der Beschwerdeführerin konsultierten 

Ärzte (u.a. Dr. med. G.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation) 

hielten diesbezüglich lediglich eine mässige Varusgonarthrose und 

Retropatellararthrose rechts fest. Die dadurch bedingte Funktionsminderung sei kleiner 

als rechts (Bericht vom 20. Februar 2019, IV-act. 263). Dr. G.___ diagnostizierte bereits 

im Bericht vom 7. September 2016, als er noch bei der Klinik für Rheumatologie am 

KSSG angestellt war, eine Gonarthrose beidseits, rechts kleiner links (IV-act. 192-1). 

Die Schmerzen seien links grösser als rechts (IV-act. 192-2; siehe bezüglich der 

Gonarthrose auch den Bericht von Dr. G.___ vom 30. Oktober 2017, IV-act. 257-38 f.). 

Bei der Begutachtung durch den orthopädischen SMAB-Gutachter wurde eine 

vergleichbare Situation beschrieben (siehe etwa bezüglich Schmerzangaben IV-

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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4.

Gestützt auf die Beurteilung der SMAB-Gutachter ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit von einer auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in realistischer 

Weise verwertbaren 100%igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste 

Tätigkeiten auszugehen. Angesichts dessen, dass das Valideneinkommen der 

Beschwerdeführerin nicht über den für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

heranzuziehenden Hilfsarbeiterlöhnen der Lohnstrukturerhebung durch das Bundesamt 

für Statistik liegt (siehe hierzu die Ausführungen im Entscheid vom 15. Dezember 2014, 

IV 2012/450, E. 3, IV-act. 158-11), kann auf eine konkrete Bestimmung der 

Vergleichseinkommen verzichtet werden, da selbst die Gewährung des nach der Praxis 

höchstzulässigen 25%igen Tabellenlohnabzugs (BGE 126 V 75) im Rahmen eines 

Prozentvergleichs (weiterhin) keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 40% 

ergeben würde.

5.  

act. 243-56 unten, zur Gonarthrose rechts IV-act. 243-59 oben und bezüglich 

«Kniegelenksverschleiss, links mehr als rechts» IV-act. 243-59 unten). Eine relevante 

gesundheitliche Verschlechterung seit der SMAB-Begutachtung ist daher zu verneinen.

Bei der Würdigung der Beweiskraft des SMAB-Gutachtens fällt ausserdem ins 

Gewicht, dass es auf eingehenden persönlichen Untersuchungen der 

Beschwerdeführerin beruht, deren gesundheitliche Klagen umfassend berücksichtigt 

wurden, sich die SMAB-Gutachter mit den relevanten Vorakten auseinandersetzten 

und die sowohl bezogen auf den Gesundheitsschaden als auch die Beeinträchtigungen 

der Arbeitsfähigkeit gezogenen Schlüsse einleuchten. Ergänzend kann auf die 

überzeugende Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. D.___ vom 4. Juni 2019 (IV-

act. 264-4 ff.) verwiesen werden.

3.7. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde betreffend den Rentenanspruch 

abzuweisen. Auf den (Subeventual-)Antrag bezüglich berufliche Massnahmen und 

Eingliederungsmassnahmen ist nicht einzutreten.

5.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Gerichtskosten von Fr. 600.-- erscheinen 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die vollständig 

unterliegende Beschwerdeführerin hat die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu 

tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

5.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Beschwerdeführerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

5.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2021
	Art. 7 und Art. 8 Abs. 1 ATSG und Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiskraft der administrativgutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bejaht. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Mangels Anfechtungsgegenstands Nichteintreten auf Antrag um berufliche Massnahmen und Eingliederungsmassnahmen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2021, IV 2019/237).

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