# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8186f2fc-78f4-5f78-bb72-5302b088fe05
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 10.10.2023 KV-SG 2022/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_KV-SG-2022-9_2023-10-10.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/14

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KV-SG 2022/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik:
Kantonales Recht (Alimentenbevorschussung, a.o.EL, 

iPV,Kinderzul

Publikationsdatum: 02.11.2023

Entscheiddatum: 10.10.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 10.10.2023
Art. 65 Abs. 1 KVG. Art. 11 EG-KVG. Art. 12 Abs. 1 und 2 Vo-EG-KVG. Art. 
12quater Vo-EG-KVG. Massgeblich für die Festlegung des Anspruchs auf IPV 
ist die Steuerveranlagung, welche beim Reineinkommen das Einkommen 
des im Ausland wohnhaften Ehepartners der Rekurrentin voll 
berücksichtigte. Selbst wenn abweichend davon die tatsächliche 
Leistungsfähigkeit der Rekurrentin ausschlaggebend wäre, würde kein 
Anspruch auf IPV resultieren. Die Vorinstanz forderte die ursprünglich 
zugesprochene IPV nach Eintritt der Rechtskraft der (korrigierten) 
Veranlagungsberechnungen zu Recht zurück. Abweisung der Rekurse 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. 
Oktober 2023, KV-SG 2022/9 und KV-SG 2022/10).

Entscheid vom 10. Oktober 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

KV-SG 2022/9, KV-SG 2022/10

Parteien

A.___,

Rekurrentin,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Schöbi, Erlenweg 15, Postfach 232, 

9450 Altstätten SG,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse, 

Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

individuelle Prämienverbilligung 2018

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Gesuchstellerin) stellte am 21. Januar 2018 bei der 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (nachfolgend: SVA) einen Antrag auf 

eine individuelle Prämienverbilligung (IPV) für das Jahr 2018 (act. G10.2.1 in KV-SG 

2022/9). Mit Verfügung vom 9. Februar 2018 sprach die SVA der Gesuchstellerin eine 

IPV von Fr. 2'712.60 zu. Sie hielt fest, die Verfügung beruhe auf einer provisorischen 

Berechnungsgrundlage. Für die Festsetzung des definitiven Anspruchs benötige sie die 

Veranlagung über die Kantons- und Gemeindesteuern des massgebenden Jahres. Sie 

werde auch ohne Zusendung der Veranlagung basierend auf den massgebenden, 

definitiven Steuerdaten eine Neuberechnung veranlassen, was zu einer Rückforderung 

oder einer Nachzahlung führen könne (act. G10.2.2 in KV-SG 2022/9).

A.a. 

Am 27. Dezember 2018 stellte die Gesuchstellerin bei der SVA einen Antrag auf 

eine IPV für das Jahr 2019 (act. G10.2.1 in KV-SG 2022/10). Mit Verfügung vom 25. 

Januar 2019 sprach die SVA der Gesuchstellerin eine IPV von Fr. 2'771.40 zu und wies 

erneut auf die provisorische Berechnungsgrundlage sowie spätere Neuberechnung hin 

(act. G10.2.2 in KV-SG 2022/10).

A.b. 

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B.  

C.  

Gestützt auf die definitive Steuerveranlagung 2016 verneinte die SVA mit 

Verfügung vom 10. November 2020 einen Anspruch auf eine IPV für das Jahr 2018 und 

ersetzte damit die Verfügung vom 9. Februar 2018. Sie berechnete eine Rückforderung 

von Fr. 2'712.60, welche direkt über den entsprechenden Krankenversicherer erfolge 

(act. G10.2.3 in KV-SG 2022/9).

A.c. 

Gleichentags verneinte die SVA mit Verfügung vom 10. November 2020 (gestützt 

auf die definitive Steuerveranlagung 2017) einen Anspruch auf eine IPV für das Jahr 

2019 und ersetzte damit die Verfügung vom 25. Januar 2019. Sie berechnete eine 

Rückforderung von Fr. 2'771.40, welche direkt über den entsprechenden 

Krankenversicherer erfolge (act. G10.2.3 in KV-SG 2022/10).

A.d. 

Gegen die beiden Verfügungen vom 10. November 2020 erhob die Gesuchstellerin 

am 30. November 2020 Einsprache (act. G10.2.6 in KV-SG 2022/9, act. G10.2.6 in KV-

SG 2022/10).

B.a. 

Mit Schreiben vom 4. Dezember 2020 bestätigte die SVA den Eingang der 

Einsprache gegen die Verfügungen betreffend IPV der Jahre 2018/2019 und forderte 

die Gesuchstellerin auf, ihr – nach Erhalt – die Veranlagungsberechnungen über die 

Kantons- und Gemeindesteuern 2018/2019 zuzustellen. Die Einsprache werde bis 

dahin pendent gehalten (act. G10.2.8 in KV-SG 2022/9, act. G10.2.8 in KV-SG 

2022/10).

B.b. 

Nachdem die SVA die entsprechenden Veranlagungsberechnungen vom 

zuständigen Steueramt erhalten hatte (vgl. act. G10.2.10 in KV-SG 2022/9, act. 

G10.2.10 in KV-SG 2022/10), wies sie mit zwei Entscheiden vom 15. November 2022 

die Einsprachen vom 30. November 2020 ab und hielt fest, die Rückforderungen von 

Fr. 2'712.60 (betreffend IPV 2018) und von Fr. 2'771.40 (betreffend IPV 2019) 

bestünden zu Recht (act. G10.2.11 in KV-SG 2022/9, G10.2.11 in KV-SG 2022/10).

B.c. 

Gegen die beiden Einspracheentscheide vom 15. November 2022 erhob die 

Gesuchstellerin (nachfolgend: Rekurrentin) mit Eingabe vom 2. Dezember 2022 

C.a. 

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(Postaufgabe 3. Dezember 2022 [act. G1, G1.8]) zwei Rekurse. Sie beantragte 

sinngemäss, auf die Rückforderungen sei zu verzichten und ihr Anspruch auf eine IPV 

sei basierend auf einem tieferen Einkommen als von der SVA (nachfolgend: Vorinstanz) 

angenommen zu berechnen (act. G1 in KV-SG 2022/9, act. G1 in KV-SG 2022/10).

Mit Schreiben vom 7. Dezember 2022 teilte die Verfahrensleitung der Rekurrentin 

mit, sie habe die beiden Rekurse unter den Verfahrensnummern KV-SG 2022/9 

(Einspracheentscheid betreffend IPV 2018) und KV-SG 2022/10 (Einspracheentscheid 

betreffend IPV 2019) eingeschrieben, werde aber die beiden Verfahren gemeinsam 

führen. Sie forderte die Rekurrentin auf, für die beiden Verfahren je einen 

Kostenvorschuss von Fr. 250.-- zu leisten (act. G2 in KV-SG 2022/9, act. G2 in KV-SG 

2022/10). Am 25. Januar 2023 entsprach die Verfahrensleitung dem am 15. Dezember 

2022 eingereichten Gesuch (vgl. act. G3 in KV-SG 2022/9, act. G3 in KV-SG 2022/10) 

der Rekurrentin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für beide Verfahren 

(act. G6 in KV-SG 2022/9, act. G6 in KV-SG 2022/10). Nachdem die Rekurrentin mit 

Schreiben vom 31. Januar 2023 ausgeführt hatte, sie möchte sich gerne durch einen 

Anwalt vertreten lassen (vgl. act. G8 in KV-SG 2022/9, act. G8 in KV-SG 2022/10), 

bestätigte die Verfahrensleitung am 7. Februar 2023, dass die Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege auch die unentgeltliche Rechtsvertretung umfasse (act. 

G9 in KV-SG 2022/9, act. G9 in KV-SG 2022/10).

C.b. 

Die Vorinstanz beantragte am 15. Februar 2023 die Abweisung der beiden 

Rekurse (act. G10 in KV-SG 2022/9, act. G10 in KV-SG 2022/10).

C.c. 

Mit Replik vom 5. Mai 2023 beantragte die Rekurrentin, vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. M. Schöbi, Altstätten, die Rekurse seien gutzuheissen und die 

Einspracheentscheide der Vorinstanz vom 15. November 2022 betreffend IPV 2018 und 

2019 seien aufzuheben. Auf eine Rückerstattung der IPV 2018 und 2019 sei zu 

verzichten, die IPV 2018 und 2019 seien neu zu berechnen und die Differenzbeträge 

seien der Rekurrentin nachzuzahlen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G16 

in KV-SG 2022/9, act. G16 in KV-SG 2022/10).

C.d. 

Die Vorinstanz hielt am 6. Juni 2023 an ihrem Antrag und ihren Ausführungen 

gemäss Vernehmlassung vom 15. Februar 2013 fest und verzichtete im Übrigen auf die 

Einreichung einer Duplik (act. G18 in KV-SG 2022/9, act. G18 in KV-SG 2022/10).

C.e. 

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Erwägungen

1.

Den angefochtenen Einspracheentscheiden vom 30. November 2020 (act. G10.2.11 in 

KV-SG 2022/9, act. G10.2.11 in KV-SG 2022/10) liegen die beiden Verfügungen vom 

10. November 2020 bezüglich des Anspruchs auf IPV für die Jahre 2018 und 2019 bzw. 

die Rückforderungen der ursprünglich zugesprochenen IPV zugrunde (act. G10.2.3 in 

KV-SG 2022/9, act. G10.2.3 in KV-SG 2022/10). Vorliegend zu prüfen sind damit die 

Ansprüche auf eine IPV 2018 und 2019 sowie die Rechtmässigkeit der 

Rückforderungen der ursprünglich für diese Jahre zugesprochenen IPV.

Nach Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 

832.10) haben die Kantone den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen 

Verhältnissen eine IPV zu gewähren. Laut Art. 65 Abs. 3 Satz 1 KVG sorgen die 

Kantone dafür, dass bei der Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen, 

insbesondere auf Antrag der versicherten Person, die aktuellsten Einkommens- und 

Familienverhältnisse berücksichtigt werden. Die Kantone erlassen die 

Ausführungsbestimmungen zu Art. 65 KVG (Art. 97 Abs. 1 KVG). Sie geniessen bei der 

Ausgestaltung eine erhebliche Freiheit. Die Bestimmungen dürfen jedoch nicht gegen 

den Sinn und Geist des Bundesrechts verstossen und dessen Zweck nicht 

beeinträchtigen (vgl. dazu BGE 136 I 224, E. 6.1 mit Hinweisen). Für den Kanton St. 

Gallen sind die näheren Voraussetzungen und das Verfahren im Einführungsgesetz zur 

Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung (EG-KVG; sGS 331.11) sowie in 

der Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die 

Krankenversicherung (Vo-EG-KVG; sGS 331.111) geregelt.

1.1. 

Der Anspruch auf IPV setzt eine Anmeldung bei der SVA bis am 31. März des 

Jahres voraus, für das die IPV beansprucht wird (Art. 11  Abs. 1 EG-KVG). Laut Art. 

10 Abs. 1 EG-KVG wird eine IPV in der Schweiz obligatorisch krankenversicherten 

Personen gewährt, die im Kanton St. Gallen am 1. Januar des Jahres, für das die IPV 

beansprucht wird, ihren zivilrechtlichen Wohnsitz haben und ein die IPV auslösendes 

Einkommen erzielen. Gemäss Art. 11 Abs. 1 EG-KVG setzt die Regierung das die IPV 

auslösende Einkommen unter teilweiser Berücksichtigung des steuerbaren Vermögens 

durch Verordnung fest. Grundlage bildet in der Regel die definitive Steuerveranlagung 

des vorletzten Jahres vor dem Jahr, für das die IPV beansprucht wird (Art. 11 Abs. 2 

EG-KVG). Entspricht das ermittelte Einkommen offensichtlich nicht der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit, wird auf diese abgestellt (Art. 11 Abs. 3 EG-KVG).

1.2. 
bis

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Die regierungsrätliche Verordnung zum EG-KVG enthält ergänzende 

Bestimmungen zur Anspruchsberechtigung. Massgebend für die 

Anspruchsberechtigung auf IPV sind die persönlichen und familiären Verhältnisse einer 

Person am 1. Januar des Jahres, für das die IPV beansprucht wird (Art. 9 Abs. 1 Vo-

EG-KVG). Grundlage für die Berechnung des massgebenden Einkommens bildet das 

nach kantonalem Steuerrecht ermittelte Reineinkommen der Steuerperiode des 

vorletzten Jahres vor dem Bezugsjahr. Bei noch nicht definitiv veranlagten Personen ist 

die Steuerdeklaration massgeblich, bei definitiv veranlagten Personen die Veranlagung 

(Art. 12 Abs. 1 Vo-EG-KVG). Das massgebende Einkommen berechnet sich nach Art. 

12 Abs. 2 Vo-EG-KVG.

1.3. 

Gemäss Art. 13 EG-KVG wird für die Rückerstattung einer unrechtmässig 

bezogenen Prämienverbilligung Art. 25 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sachgemäss angewendet. Gemäss 

Abs. 1 dieser Bestimmung sind unrechtmässig bezogene Leistungen 

zurückzuerstatten. Die Rückerstattung einer zu Unrecht bezogenen Prämienverbilligung 

wird vom Versicherer beim Versicherten geltend gemacht. Die Geltendmachung von 

Rückerstattungsforderungen durch die Sozialversicherungsanstalt bleibt vorbehalten 

(Art. 31 Abs. 1 Vo-EG-KVG).

1.4. 

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2.

Vorliegend hat sich die Rekurrentin zum Bezug einer IPV für die Jahre 2018 und 2019 

angemeldet (act. G10.2.1 in KV-SG 2022/9, act. G10.2.1 in KV-SG 2022/10). 

Dementsprechend sind die persönlichen und familiären Verhältnisse am 1. Januar 2018 

bzw. 1. Januar 2019 entscheidend (Art. 9 Abs. 1 Vo-EG-KVG). Entsprechend Art. 11 

Abs. 2 EG-KVG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 Vo-EG-KVG ist bezüglich des massgebenden 

Einkommens grundsätzlich unbestritten auf die Steuerveranlagungen der Jahre 2016 

bzw. 2017 abzustellen. Die Rekurrentin macht jedoch geltend, für das vorliegende 

Verfahren sei ausschliesslich ihr steuerliches Reineinkommen, nicht jedoch dasjenige 

ihres Ehemannes massgeblich (act. G1, G16). Sie ist verheiratet und erzielte in den 

Jahren 2016/2017 kein eigenes Einkommen. Ihr Ehemann lebt im Ausland und hat 

keinen Wohnsitz in der Schweiz (vgl. u.a. act. G1, G1.2 f., G1.5 in KV-SG 2022/9). Er 

hat damit unbestritten keinen Anspruch auf IPV im Kanton St. Gallen (Art. 10 Abs. 1 

EG-KVG). Im Folgenden ist jedoch zu prüfen, inwiefern sein im Ausland erzieltes 

Einkommen bei der Festlegung des Anspruchs auf IPV der Rekurrentin zu 

berücksichtigen ist.

Die Rekurrentin bzw. deren Ehemann hatten offenbar gegen die 

Veranlagungsverfügungen der Jahre 2015, 2016 und 2017 Einsprache erhoben. Der 

zuständige Steuerkommissär führte am 8. September 2020 in einer an den Ehemann 

gerichteten E-Mail aus, die Steuerbeträge der Kantons- und Gemeindesteuern 

betrügen jeweils Fr. 0.--, die Steuerbeträge der direkten Bundessteuer seien unterhalb 

der Bezugslimite und würden nach Abschluss der Einsprache abgeschrieben, also 

nicht bezogen. Der Ehemann bzw. die Rekurrentin seien somit steuerrechtlich nicht 

belastet und die Einsprache sei abzuweisen. Er schlage einen Rückzug der Einsprache 

vor. Die Eingaben des Ehemanns betreffend das ausländische Einkommen würden in 

den folgenden Steuerperioden berücksichtigt und somit noch das Renteneinkommen 

sowie ein allfälliges ausländisches Einkommen zur Bestimmung des Steuersatzes 

angerechnet. Der Ehemann antwortete darauf mit E-Mail vom 9. September 2020, er 

und die Rekurrentin seien aufgrund des nun tieferen Einkommens nicht mehr in der 

Lage, in der Schweiz lebende Verwandte wie bis anhin massgeblich zu unterstützen. 

Die Korrektur der auf der Steuerveranlagung falschen Einkommensbeträge sei 

entscheidend für die Beurteilung des Anspruchs der Verwandten auf Sozialhilfe. Mit E-

Mail vom selben Tag stellte der Steuerkommissär dem Ehemann der Rekurrentin die 

Anpassung des ausländischen Einkommens sowie die Erfassung seines 

Renteneinkommens (beides zur Satzbestimmung) für die Jahre 2015 bis 2017 in 

Aussicht. Ebenfalls am 9. September 2020 hielt der Ehemann per E-Mail fest, er ziehe 

2.1. 

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die Einsprache zurück (act. G1.2 in KV-SG 2022/9, act. G1.2 in KV-SG 2022/10). Die in 

der Folge korrigierten Veranlagungen für die Jahre 2016 und 2017 erwuchsen 

unangefochten in Rechtskraft (vgl. act. G10.2.7 in KV-SG 2022/9).

Grundsätzlich bilden die Steuerveranlagungen der Jahre 2016 bzw. 2017 gemäss 

Art. 12 Abs. 1 Vo-EG-KVG die Grundlage für die Berechnung des für den Anspruch auf 

IPV 2018 und 2019 massgebenden Einkommens. Weder die Vorinstanz noch das 

urteilende Gericht sind dafür zuständig, die rechtskräftigen Steuerveranlagungen 

anzupassen. Sie sind an die vom zuständigen Steueramt gelieferten Steuerdaten 

gebunden (Art. 11 Abs. 2 EG-KVG), ausser das ermittelte Einkommen würde 

offensichtlich nicht der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechen (Art. 11 Abs. 3 

EG-KVG). Vorliegend bestehen zudem keine Hinweise darauf, dass die veranlagten 

Steuerdaten, insbesondere die Einkommen, nicht korrekt ermittelt worden wären. Das 

für die Festlegung des Anspruchs auf IPV massgebende Einkommen berechnet sich – 

wie erwähnt – nach Art. 12 Abs. 2 Vo-EG-KVG. Entsprechend des Gesagten ging die 

Vorinstanz in ihren Verfügungen von den in den Steuerveranlagungsverfügungen für die 

Jahre 2016 und 2017 abgerundeten Nettoeinkommen aus (vgl. act. G10.2.3, G10.2.6-4, 

G10.2.7 in KV-SG 2022/9 sowie act. G10.2.4, G10.2.6-3, G10.2.7 in KV-SG 2022/10). 

Die Rekurrentin liess in ihrer Replik vorbringen, die Vorinstanz wolle sich auf 

Steuerdaten abstützen, welche nicht nur das Reineinkommen nach dem Steuergesetz 

(StG; sGS 811.1) und die Korrekturfaktoren gemäss Art. 12 Abs. 2 Ziff. 1-6 Vo-EG-KVG 

enthielten, sondern diese schienen um einen weiteren, satzbestimmenden Fremdfaktor 

erhöht worden zu sein. Hierfür bestehe keine Rechtsgrundlage (act. G16 in KV-SG 

2022/9, act. G16 in KV-SG 2022/10). Diese Kritik ist jedoch – wie nachfolgend 

ausgeführt – nicht nachvollziehbar. Entgegen der Ansicht der Rekurrentin (vgl. act. G16 

in KV-SG 2022/9, act. G16 in KV-SG 2022/10) ist sie gemäss Art. 20 Abs. 1 StG 

gemeinsam mit ihrem Ehemann steuerpflichtig, ihre Einkommen und Vermögen werden 

also zusammengerechnet. Das Steuergesetz sieht keine Ausnahme vor bei einem im 

Ausland lebenden Ehepartner. Die Rekurrentin lässt in ihrer Replik sinngemäss 

vorbringen, in den massgeblichen Veranlagungsverfügungen der Jahre 2016 und 2017 

(act. G10.2.6-4 in KV-SG 2022/9, act. G10.2.6-3 in KV-SG 2022/10) habe sich der 

Steuerbetrag (bzw. die "Faktoren steuerbar") auf Fr. 0.-- belaufen, auch wenn das 

"satzbestimmende Einkommen" Fr. 63'000.-- betragen habe. Da sie in der Schweiz 

kein Einkommen habe versteuern müssen, sei auch für die Festlegung ihres Anspruchs 

auf IPV kein Einkommen zu berücksichtigen (act. G16 in KV-SG 2022/9, act. G16 in 

KV-SG 2022/10). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass laut Art. 12 Abs. 1 Vo-EG-KVG, 

wie bereits erwähnt, das nach kantonalem Steuerrecht ermittelte Reineinkommen 

Grundlage für die Berechnung des Anspruchs auf IPV bildet. Ziel der Ausrichtung der 

2.2. 

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IPV ist es, Personen in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen zu unterstützen. 

Daraus ist zu schliessen, dass nicht nur das steuerbare Einkommen im Kanton St. 

Gallen massgebend sein kann, sondern das der versicherten Person insgesamt zur 

Verfügung stehende Einkommen, also das steuerrechtlich satzbestimmende 

Einkommen, zu berücksichtigen ist. Dieses widerspiegelt die wirtschaftlichen 

Verhältnisse einer Person. Folglich ist vorliegend das Reineinkommen beider 

Ehepartner massgebend, obwohl der Ehemann der Rekurrentin sein Einkommen nicht 

in der Schweiz versteuern muss. Auch aus der kantonalen Gesetzgebung bezüglich der 

IPV ergibt sich, dass das Reineinkommen beider Ehepartner zu berücksichtigen ist. So 

lässt sich aus Art. 12b Vo-EG-KVG, welcher das Vorgehen bezüglich Festlegung des 

massgeblichen Reineinkommens bei Änderung des Zivilstandes regelt, mindestens 

implizit schliessen, dass für die Berechnung des Anspruchs auf IPV das 

Reineinkommen beider Ehepartner zu berücksichtigen ist. Dies lässt sich auch aus den 

Art. 5 der Regierungsbeschlüsse über die Prämienverbilligung 2018 bzw. 2019 für 

Personen im Kanton St. Gallen (nGS 2018-009 und nGS 2019-009), welche für 

Alleinstehende und Verheiratete unterschiedliche Belastungsgrenzen (vgl. dazu unten 

E. 2.2.1 f.) vorsehen, ableiten. Die Gesetzgebung betreffend die Berechnung der IPV 

sieht damit ebenfalls keine abweichende Regelung vor für Ehepaare, bei denen ein 

Ehepartner im Ausland lebt. Das Reineinkommen beider Ehepartner ist unabhängig 

vom Wohnsitz zusammenzurechnen. Die Vorinstanz übernahm die vom Steueramt 

veranlagten Nettoeinkommen ohne jegliche Korrektur. Wie die Rekurrentin weiter 

vorbringt (act. G16 in KV-SG 2022/9, act. G16 in KV-SG 2022/10) hat die Vorinstanz in 

den angefochtenen Einspracheentscheiden gewisse "Codes" erwähnt. Sie hat diese – 

wohl internen Zwecken dienenden – "Codes" jedoch lediglich den gemäss Art. 12 Abs. 

2 Vo-EG-KVG für die Berechnung des Reineinkommens zu berücksichtigenden 

Steuerpositionen zugeordnet, hat sich jedoch im Übrigen an die gesetzlichen Vorgaben 

gehalten (act. G10.2.11 in KV-SG 2022/9, act. G10.2.11 in KV-SG 2022/10). Im 

Folgenden ist die Berechnung des Anspruchs auf IPV 2018 und 2019 unter 

Berücksichtigung des gesamten Reineinkommens der Rekurrentin und dessen 

Ehemann separat zu prüfen.

In der Verfügung vom 10. November 2020 bezüglich der IPV 2018 ging die 

Vorinstanz von einem anrechenbaren Einkommen von Fr. 63'018.-- aus, was dem 

veranlagten steuerlichen Reineinkommen im Jahr 2016 entspricht (act. G10.2.4, vgl. 

act. G10.2.7 in KV-SG 2022/9). Die regionale Referenzprämie (vgl. Art. 19 Abs. 1 lit. a 

Vo-EG-KVG) beträgt für die Rekurrentin als erwachsene, über 25 Jahre alte, Person 

gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 des Regierungsbeschlusses über die 

2.2.1. 

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3.

Wie sich aus nachfolgenden Erwägungen ergibt, würde selbst bei ausnahmsweiser 

(analoger) Anwendung von Art. 11 Abs. 3 EG-KVG kein Anspruch auf eine IPV 

bestehen.

Prämienverbilligung 2018 für Personen im Kanton St. Gallen Fr. 4'157.40. Die 

Belastungsgrenze (vgl. Art. 19 Abs. 1 lit. b Vo-EG-KVG) liegt gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. b 

Ziff. 3 des genannten Regierungsbeschlusses für Verheiratete ohne Kinder mit einem 

massgebenden Einkommen ab Fr. 15'001.-- bei 18 %. Der von der Rekurrentin zu 

tragende Selbstbehalt (vgl. Art. 19 Abs. 1 lit. d Vo-EG-KVG) beträgt folglich Fr. 

11'343.25 (18 % von Fr. 63'018.--). Da der Selbstbehalt die Referenzprämie übersteigt, 

besteht kein Anspruch auf eine IPV für das Jahr 2018.

Die Verfügung vom 10. November 2020 betreffend die IPV 2019 hält 

entsprechend der Steuerveranlagung 2017 ein anrechenbares Einkommen von Fr. 

63'044.-- fest (act. G10.2.3, vgl. act. G10.2.7 in KV-SG 2022/10). Laut Art. 3 Abs. 1 lit. a 

Ziff. 3 und Art. 5 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 des Regierungsbeschlusses über die 

Prämienverbilligung 2019 für Personen im Kanton St. Gallen beträgt die regionale 

Referenzprämie für die Rekurrentin Fr. 4'305.30 und die Belastungsgrenze 19 %, was 

einen Selbstbehalt von Fr. 11'978.35 (19 % von Fr. 63'044.--) ergibt. Da der 

Selbstbehalt die Referenzprämie übersteigt, besteht kein Anspruch auf eine IPV für das 

Jahr 2019.

2.2.2. 

Bei einer Berechnung nach Art. 12 Abs. 2 Vo-EG-KVG liegt folglich kein Anspruch 

auf IPV 2018 und 2019 vor.

2.3. 

Art. 11 Abs. 3 EG-KVG hält fest, dass, falls das gestützt auf Art. 11 Abs. 1 und 2 

EG-KVG ermittelte Einkommen offensichtlich nicht der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit entspricht, auf diese abgestellt wird. Gemäss Art. 12  Abs. 1 und 

2 Vo-EG-KVG wird auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit anstelle des ermittelten 

Einkommens abgestellt, wenn sich die Einkommensgrundlagen dauerhaft verändert 

haben. Die Abweichung muss im Bezugsjahr wenigstens einen Viertel des 

massgebenden Einkommens des vorletzten Jahres betragen.

3.1. 

quater

Der Ehemann der Rekurrentin bezieht seit dem Jahr 2018 nebst der AHV-/IV-Rente 

gemäss den Angaben des zuständigen Steueramts eine weitere Rente (vgl. act. 

G10.2.9 f. in KV-SG 2022/10). Die Rekurrentin erhält zudem seit August 2019 eine 

Altersrente (vgl. act. G1 in KV-SG 2022/9, act. G1 und G10.2-6/2 in KV-SG 2022/10). 

Beides kann als dauerhafte Veränderung der Einkommensgrundlage angesehen 

3.2. 

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werden. Gemäss Veranlagung des zuständigen Steueramts erzielten die Rekurrentin 

und deren Ehemann 2018 ein Reineinkommen von Fr. 74'168.-- und 2019 ein solches 

von Fr. 90'472.-- (act. G10.2.9 f. in KV-SG 2022/10). Da diese höher sind als die 

Reineinkommen von 2016 und 2017 (vgl. E. 2.2.1 f.) fällt die Anwendung von 12

Abs. 1 und 2 Vo-EG-KVG als Berechnungsgrundlage ausser Betracht. Der Selbstbehalt 

wäre entsprechend dem höheren Einkommen noch höher und damit nachteilig für die 

Rekurrentin.

quater

Schliesslich ist festzuhalten, dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 15. 

Februar 2023 dafür plädierte, der Rekurrentin das Einkommen des Ehemannes nur 

hälftig anzurechnen (act. G10 in KV-SG 2022/9, act. G10 in KV-SG 2022/10). Art. 12 

Vo-EG-KVG bildet keine gesetzliche Grundlage für diese Berechnungsweise (vgl. E. 

1.3, vgl. auch die Ausführungen der Rekurrentin in act. G16). Es stellt sich jedoch die 

Frage, ob das Vorgehen mit der analogen Anwendung von Art. 11 Abs. 3 EG-KVG 

(Festlegung des Einkommens entsprechend der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit) 

gerechtfertigt werden könnte. Die nur hälftige Anrechnung des gesamten ehelichen 

Reineinkommens (was in den Jahren bis 2018 dem hälftigen Einkommen des 

Ehemannes entsprach) stünde im Einklang mit der ehelichen Unterstützungspflicht (vgl. 

Art. 163 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Dieses Vorgehen 

würde die Rekurrentin auch sinngemäss gleichstellen mit einer Antragstellerin mit 

einem in der Schweiz wohnhaften Ehepartner, welcher ebenfalls einen potentiellen 

Anspruch auf IPV hätte. Selbst bei dieser Berechnungsweise, ergäbe sich jedoch – wie 

nachfolgend ausgeführt – kein Anspruch auf IPV. Bei analoger Anwendung von Art. 11 

Abs. 3 EG-KVG wäre entgegen den Ausführungen der Vorinstanz (act. G10 in KV-SG 

2022/9, act. G10 in KV-SG 2022/10) in ihrer Vernehmlassung auf die damals aktuellen 

Steuerdaten der Jahre 2018 und 2019 statt diejenigen der Jahre 2016 und 2017 

abzustellen (vgl. E. 3.1 f.). Bezüglich der IPV 2018 würde bei hälftiger Anrechnung des 

Einkommens des Ehemanns für das Jahr 2018 ein Nettoeinkommen von Fr. 37'084.-- 

(Fr. 74'168.-- / 2; vgl. act. G10.2.9 in KV-SG 2022/10) resultieren. Gemäss Art. 5 Abs. 1 

lit. a Ziff. 3 des Regierungsbeschlusses über die Prämienverbilligung 2018 für Personen 

im Kanton St. Gallen beträgt die Belastungsgrenze 18 %, was einem Selbstbehalt von 

Fr. 6'675.-- (18 % von Fr. 37'084.--) entspricht. Dieser übersteigt die gemäss Art. 3 

Abs. 1 lit. a Ziff. 3 des genannten Regierungsbeschlusses massgebliche 

Referenzprämie von Fr. 4'157.40, womit kein Anspruch auf IPV 2018 bestünde. 

Bezüglich der IPV 2019 würde bei hälftiger Anrechnung des gesamten ehelichen 

Reineinkommens für das Jahr 2019 ein Nettoeinkommen von Fr. 45'236.-- (Fr. 

90'472.-- / 2; vgl. act. G10.2.10 in KV-SG 2022/10) resultieren. Gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. 

a Ziff. 3 des Regierungsbeschlusses über die Prämienverbilligung 2019 für Personen im 

3.3. 

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4.

Weiter zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Rückforderungen der mit Verfügungen 

vom 9. Februar 2018 und 25. Januar 2019 ursprünglich zugesprochenen IPV im Betrag 

von Fr. 2'712.60 und Fr. 2'771.40 (vgl. act. G10.2.2 in KV-SG 2022/9, act. G10.2.2 in 

KV-SG 2022/10). Wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, wurde die IPV für 

die Jahre 2018 und 2019 der Rekurrentin zu Unrecht zugesprochen. Dementsprechend 

hat sie diese zurückzuerstatten (vgl. Art. 13 EG-KVG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ATSG). Die 

von der Vorinstanz verfügten Rückforderungen der unrechtmässig ausgerichteten 

Leistungen in der Höhe von Fr. 2'712.60 (IPV 2018) und Fr. 2'771.40 (IPV 2019) sind 

damit nicht zu beanstanden. Sollte es der Rekurrentin aus finanziellen Gründen nicht 

möglich sein, die Rückforderungen auf einmal zu begleichen, steht es ihr frei, sich 

bezüglich einer allfälligen Zahlungsvereinbarung (Ratenzahlung) an den zuständigen 

Krankenversicherer zu wenden. Im Übrigen besteht für die Rekurrentin die Möglichkeit, 

bei der Vorinstanz ein Erlassgesuch einzureichen. Die Rückerstattung unrechtmässig 

gewährter Leistungen, die in gutem Glauben empfangen wurden, wird bei Vorliegen 

einer grossen Härte ganz oder teilweise erlassen (Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV; SR 830.11]). Massgebend 

für die Beurteilung, ob eine grosse Härte vorliegt, ist der Zeitpunkt, in welchem über die 

Rückforderung rechtskräftig entschieden ist (Art. 4 Abs. 2 ATSV). Die Rekurrentin kann 

bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft dieses Urteils ein schriftliches Erlassgesuch 

bei der Vorinstanz einreichen. Sie hat zu begründen, weshalb sie beim Bezug der 

Leistungen gutgläubig war und dass für sie eine Rückzahlung eine grosse Härte 

bedeutet (Belege über Einkommens- und Vermögensverhältnisse einreichen).

5.  

Kanton St. Gallen beträgt die Belastungsgrenze 19 %, was einem Selbstbehalt von Fr. 

8'595.-- (19 % von Fr. 45'236.--) entspricht. Dieser übersteigt die gemäss Art. 3 Abs. 1 

lit. a Ziff. 3 des genannten Regierungsbeschlusses massgebliche Referenzprämie von 

Fr. 4'305.60, womit kein Anspruch auf IPV 2019 bestünde. Demnach würde auch bei 

analoger Anwendung von Art. 11 Abs. 3 EG-KVG kein Anspruch auf eine IPV 2018 und 

2019 resultieren.

Im Sinne der Erwägungen sind die Rekurse abzuweisen.5.1. 

Das Rekursverfahren ist kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in 

Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Ziff. 112 der Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12), der 

einen Rahmen von Fr. 400.-- bis Fr. 4'000.-- vorsieht, wie in gleichartigen Fällen üblich, 

5.2. 

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Rekurse (Verfahren KV-SG 2022/9 und KV-SG 2022/10) werden abgewiesen.

2.

Die Rekurrentin wird im Sinne der Erwägungen von der Bezahlung der Gerichtsgebühr 

in der Höhe von total Fr. 500.-- befreit.

auf Fr. 500.-- (je Fr. 250.-- für die Verfahren KV-SG 2022/9 und KV-SG 2022/10) 

festgesetzt. Bei diesem Verfahrensausgang hat gemäss Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) die Rekurrentin als unterliegende 

Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (vgl. act. G3 in KV-SG 2022/9, act. G3 in KV-SG 2022/10) ist sie von der 

Bezahlung zu befreien.

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten des 

Rechtsvertreters der Rekurrentin. Gestützt auf Art. 6 der Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) sind die Parteikosten nach 

Ermessen zuzusprechen. In Verfahren vor Versicherungsgericht beträgt das Honorar 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.-- (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO). Innerhalb des für eine 

Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen 

Umständen, namentlich nach Art und Umfang der notwendigen Bemühungen, der 

Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, 

bemessen (Art. 19 Abs. 1 HonO). Vorliegend zog die Rekurrentin erst nach Einreichung 

der Rekurse einen Rechtsanwalt bei (vgl. act. G12 in KV-SG 2022/9, act. G12 in KV-SG 

2022/10). Dieser verfasste in der Folge eine verhältnismässig wenig umfangreiche 

Replik (vier Seiten; vgl. act. G16 in KV-SG 2002/9, act. G16 in KV-SG 2022/10). Da sich 

auch die Schwierigkeit des Falles sowie der Aktenumfang und damit der Aufwand für 

das Aktenstudium in Grenzen halten, erscheint eine Pauschalentschädigung von Fr. 

2'000.-- als angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]). Somit entschädigt der Staat den 

Rechtsvertreter der Rekurrentin pauschal (vgl. BGE 125 V 201) mit Fr. 1'600.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

5.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP).

5.4. 

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3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Rekurrentin zufolge unentgeltlicher 

Rechtsverbeiständung mit total Fr. 1'600.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertste

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.10.2023
	Art. 65 Abs. 1 KVG. Art. 11 EG-KVG. Art. 12 Abs. 1 und 2 Vo-EG-KVG. Art. 12quater Vo-EG-KVG. Massgeblich für die Festlegung des Anspruchs auf IPV ist die Steuerveranlagung, welche beim Reineinkommen das Einkommen des im Ausland wohnhaften Ehepartners der Rekurrentin voll berücksichtigte. Selbst wenn abweichend davon die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Rekurrentin ausschlaggebend wäre, würde kein Anspruch auf IPV resultieren. Die Vorinstanz forderte die ursprünglich zugesprochene IPV nach Eintritt der Rechtskraft der (korrigierten) Veranlagungsberechnungen zu Recht zurück. Abweisung der Rekurse (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Oktober 2023, KV-SG 2022/9 und KV-SG 2022/10).

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