# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2af17c81-a30a-549d-9628-b9fcecccb862
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.04.2022 715 21 146/86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-21-146-86_2022-04-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 22. April 2022 (715 21 146 / 86) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Verlegung der Parteikosten nach dem Verursacherprinzip mangels Verletzung der Mitwir-
kungspflicht verneint.  
 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-

weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Orlando Meyer, Rechts-
anwalt, Lautengartenstrasse 7, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Der 1983 geborene A.____ stellte mit Gesuch vom 20. November 2020 bei der Öffentli-
chen Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse) einen Antrag auf Ausrichtung von Arbeits-
losenentschädigung ab 1. Dezember 2020. Mit Verfügung vom 18. Januar 2021 lehnte die Ar-
beitslosenkasse die Anspruchsberechtigung von A.____ wegen Nichterfüllung der Beitragszeit 

 
 
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ab. Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Einspracheinstanz der Arbeitslo-
senkasse mit Entscheid vom 21. April 2021 mit der Begründung ab, der Versicherte habe wäh-
rend der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 2. Dezember 2018 bis 1. Dezember 2020 lediglich 
für 4,98 Monate eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt und damit die minimale Beitrags-
zeit von zwölf Monaten nicht erfüllt.   
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Orlando Meyer, 
mit Eingabe vom 10. Mai 2021 Beschwerde ans Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es seien ihm in Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids ab dem 1. Dezember 2020 die ihm zustehenden Arbeitslosentaggelder 
auszuzahlen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass 
er vom 1. Oktober 2018 bis 30. Juni 2020 selbstständigerwerbend gewesen sei. Dies bedeute, 
dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit gestützt auf Art. 9a Abs. 2 des Bundesgesetzes über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 
1982 um 21 Monate zu verlängern sei. Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginne deshalb am 
1. Juni 2018 und nicht wie von der Arbeitslosenkasse angenommen erst am 2. Dezember 2018. 
Durch die Verlängerung der Rahmenfrist für die Beitragszeit erfülle er die Mindestbeitragszeit von 
zwölf Monaten.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 21. Juni 2021 beantragte die Arbeitslosenkasse die Abwei-
sung der Beschwerde. Es lägen keine Unterlagen der zuständigen Ausgleichskasse vor, welche 
bestätigten, dass der Versicherte seine selbstständige Erwerbstätigkeit per Ende Juni 2020 auf-
gegeben habe.  
 
D. In seiner Replik vom 30. August 2021 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter 
den Verfahrensantrag stellen, es sei das vorliegende Verfahren bis zur Einschätzung des Fiskal-
jahres 2020 durch die Steuerverwaltung bzw. die Ausgleichskasse zu sistieren. Die Ausgleichs-
kasse könne zurzeit die Beendigung der selbstständigen Erwerbstätigkeit nicht bestätigten, da 
sie auf Unterlagen der Steuerbehörde für das Steuerjahr 2020 warte.  
 
E. Mit Eingabe vom 29. September 2021 hielt die Arbeitslosenkasse am Antrag auf Abwei-
sung der Beschwerde fest. Am 19. Oktober 2021 erklärte sie sich mit der Sistierung des Be-
schwerdeverfahrens einverstanden.  
 
F. In der Folge sistierte das Kantonsgericht mit Verfügung vom 20. Oktober 2021 das Ver-
fahren bis zum Vorliegen der Einschätzung des Fiskaljahres 2020 durch die zuständigen Stellen 
der Steuerbehörde bzw. der AHV-Ausgleichskasse.  
 
G. Nachdem der Versicherte am 9. November 2021 mitgeteilt hatte, dass die definitive Be-
stätigung der Ausgleichskasse nun vorliege, hob das Kantonsgericht die Sistierung des Verfah-
rens mit Verfügung vom 11. November 2021 auf.  
 

 
 
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H. Am 12. Januar 2022 führte die Arbeitslosenkasse aus, dass gemäss Bestätigung der 
Ausgleichskasse vom 3. November 2021 nachgewiesen sei, dass der Versicherte seine selbst-
ständige Erwerbstätigkeit am 30. Juni 2020 aufgegeben habe. Bei dieser Sachlage sei der ange-
fochtenen Einspracheentscheid aufzuheben. Die Verfahrenskosten seien dem Versicherten auf-
zuerlegen,  da es diesem bereits im Einspracheverfahren möglich gewesen sei, die nötigen 
Unterlagen einzureichen. Dadurch hätte das vorliegende Verfahren vermieden werden können.  
 
I. Am 28. Februar 2022 liess die Arbeitslosenkasse dem Gericht den am gleichen Tag 
erlassen Entscheid zukommen, mit welchem sie den angefochtenen Einspracheentscheid vom 
21. April 2021 aufhob und feststellte, dass der Versicherte ab 2. Dezember 2020 Anspruch auf 
Arbeitslosentschädigung habe.  
 
J. Mit Eingabe vom 16. März 2022 erklärte sich der Rechtsvertreter im Auftrag des Versi-
cherten mit der Erledigung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens infolge übereinstimmender 
Parteianträge einverstanden. Er beantragte, dass die ordentlichen und ausserordentlichen Kos-
ten der Arbeitslosenkasse aufzuerlegen seien. Es sei ihm nicht möglich gewesen, die gewünsch-
ten Unterlagen früher einzureichen, da die Ausgleichskasse den Beitragsstatus des Versicherten 
erst noch habe abzuklären müssen.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit den Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann 
gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim 
kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 
AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der Verordnung 
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 
31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person 
zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend erfüllt der Versicherte seine 
Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft. Nach § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versi-
cherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Das Kantonsgericht ist deshalb für die Beurteilung des 
vorliegenden Falles sowohl örtlich als auch sachlich zuständig.  
 
2. Im vorliegenden Fall lehnte die Arbeitslosenkasse die Anspruchsberechtigung des Ver-
sicherten wegen Nichterfüllung der Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten mit Wirkung ab 2. De-
zember 2020 ab. Sie ging gestützt auf den Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) des 
Versicherten davon aus, dass dieser von Januar 2018 bis Dezember 2019 selbstständigerwer-
bend und von Januar bis September 2018 zusätzlich unselbstständigerwerbend gewesen sei. Da 
der Versicherte trotz Aufforderung keine Bestätigung der Ausgleichskasse über die Beendigung 
der Tätigkeit als Selbstständigerwerbender per 30. Juni 2020 vorgelegt habe, komme Art. 9a Abs. 
2 AVIG nicht zur Anwendung. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Versicherte 

 
 
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das Schreiben der zuständigen Ausgleichskasse vom 3. November 2021 ein, in welchem bestä-
tigt wurde, dass der Versicherte vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. Juni 2020 als Selbstständiger-
werbender AHV-beitragspflichtig gewesen war. In der Eingabe vom 12. Januar 2022 stellte die 
Arbeitslosenkasse fest, dass der Versicherte aufgrund der Bestätigung der Ausgleichskasse zum 
Zeitpunkt der Anspruchserhebung zum Bezug von Arbeitslosengeldern per 2. Dezember 2020 
nicht mehr selbstständigerwerbend gewesen sei. Dies habe zur Folge, dass der Versicherte die 
erforderliche Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten erfüllt habe. Mit Entscheid vom 28. Februar 
2022 hob sie sodann den angefochtenen Entscheid vom 21. April 2021 auf und hielt fest, dass 
der Versicherte – unter Vorbehalt des Erfüllens der übrigen Voraussetzungen gemäss Art. 8 Abs. 
1 AVIG – ab dem 2. Dezember 2020 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe. Der Versi-
cherte erklärte sich am 16. März 2022 mit der Erledigung des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens infolge übereinstimmender Parteianträgen einverstanden. 
 
3. Die Parteien sind sich demzufolge einig, dass der Versicherte ab dem 2. Dezember 2020 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, sofern er die übrigen Anspruchsvoraussetzungen 
gemäss Art. 8 Abs. 1 AVIG erfüllt. Gemäss § 58 Abs. VPO bzw. gemäss Art. 61 lit. d ATSG ist 
das Kantonsgericht zwar nicht an die Parteibegehren gebunden. Nach Einsichtnahme in die 
Rechtsschriften der Parteien und die Verfahrensakten sowie in Berücksichtigung der massge-
benden gesetzlichen Bestimmungen sind jedoch keine Gründe ersichtlich, weshalb den überein-
stimmenden Parteianträgen nicht stattzugeben wäre. Demnach ist in Gutheissung der Be-
schwerde der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. April 2021 in dem Sinne aufzuheben, 
als festgestellt wird, dass der Versicherte ab 2. Dezember 2020 die erforderliche Beitragszeit von 
zwölf Monaten erfüllt. Die Sache ist deshalb zur Prüfung der weiteren Anspruchs-voraussetzun-
gen gemäss Art. 8 Abs. 1 AVIG und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. 
 
4. Nach § 1 Abs. 3 lit. c VPO fällt die Beurteilung der Beschwerde vom 10. Mai 2021 bei 
übereinstimmenden Anträgen der Parteien in die Kompetenz der präsidierenden Person der Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts.  
 
5.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorlie-
gende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
5.2.1 Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die An-
gelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die Vorinstanz zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die beschwerdeführende Partei 
als (vollständig) obsiegende und die Beschwerdegegnerin als unterliegende Partei (BGE 137 V 
57 E. 2.1 mit Hinweisen). Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person 
grundsätzlich Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Einem allgemeinen Grundsatz folgend kön-
nen die Parteikosten jedoch anstatt nach dem Prozessausgang (vgl. Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG) 
nach dem Verursacherprinzip verlegt werden. Demgemäss sind unnötige Parteikosten unabhän-
gig vom Verfahrensausgang von demjenigen zu tragen, der sie verursacht hat (BGE 125 V 375 
E. 2b). So kann keine Parteientschädigung beanspruchen, wer zwar im Prozess obsiegt, sich 

 
 
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aber den Vorwurf gefallen lassen muss, er habe es wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht sel-
ber zu verantworten, dass ein unnötiger Prozess geführt worden ist (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1 
mit zahlreichen Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch: MARTIN BERNET, Die Parteientschädigung in 
der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.).  
 
5.2.2 Vorliegend machte die Arbeitslosenkasse in ihrer Eingabe vom 12. Januar 2022 geltend, 
dass der Versicherte mehrmals angewiesen worden sei, relevante Unterlagen beizubringen, um 
zu belegen, dass er die selbstständige Erwerbstätigkeit definitiv per Ende Juni 2020 beendet 
habe. Der Versicherte sei auch auf die Rechtsfolgen bei Nichteinreichung der erforderlichen Be-
lege hingewiesen worden. Da es dem Versicherten bereits im Einspracheverfahren möglich ge-
wesen wäre, die fraglichen Unterlagen einzureichen, habe er das vorliegende Verfahren verur-
sacht. Bei rechtzeitiger Einreichung der geforderten Belege hätte das Verfahren vermieden wer-
den können, weshalb ihm die Prozess- und Parteikosten aufzuerlegen seien. Zu diesem Antrag 
bringt der Versicherte am 16. März 2022 im Wesentlichen vor, dass er seinen Mitwirkungspflich-
ten grundsätzlich nachgekommen sei. Die Arbeitslosenkasse verkenne, dass die Beschaffung 
der geforderten Unterlagen genau das Problem gewesen sei. Wäre deren Einreichung früher 
möglich gewesen, hätte er nicht die Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen der Bestätigung 
der Ausgleichskasse beantragt.  
 
5.2.3 Aus den Akten geht hervor, dass der Versicherte in seiner Einsprache vom 21. Januar 
2021 der Arbeitslosenkasse unter anderem mitteilte, er sei vom 1. Dezember 2018 bis 30. Juni 
2020 einer selbstständigerwerbenden Tätigkeit nachgegangen. Dabei wies er darauf hin, dass 
der Beitragsstatus als Selbstständigerwerbender bei der zuständigen Ausgleichskasse noch in 
Abklärung sei (Dok.-Nr. 45). Mit Schreiben vom 11. März 2021 erklärte die Arbeitslosenkasse, 
dass der Nachweis der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit unter anderem durch eine 
Bestätigung der Ausgleichskasse zu erbringen sei. Sie forderte den Versicherten deshalb auf, ihr 
bis 31. März 2021 eine entsprechende Bestätigung der Ausgleichskasse zuzustellen. Gleichzeitig 
machte sie den Versicherten darauf aufmerksam, dass nach unbenutztem Ablauf der Frist auf-
grund der vorhandenen Aktenlage entschieden werde und verspätete Eingaben unberücksichtigt 
blieben (Dok.-Nr. 56). Am 15. März 2021 reichte der Versicherte nebst anderen Unterlagen das 
Schreiben der Ausgleichskasse vom 25. Januar 2021 ein, mit welchem diese mitteilte, der Versi-
cherte habe gestützt auf die Steuermeldungen 2018 und 2019 für die Zeit vom 1. Januar 2018 
bis 31. Dezember 2019 ein selbstständiges Erwerbseinkommen erzielt, welches der AHV-
Beitragspflicht unterstehe. Weiter führte der Versicherte in seinem Schreiben vom 15. März 2021 
aus, er habe bei der Ausgleichskasse weitere Unterlagen eingereicht. Diese würden bestätigen, 
dass er seine selbstständigerwerbende Tätigkeit am 1. November 2018 begonnen und am 30. 
Juni 2020 aufgegeben habe. Sobald eine solche Bestätigung vorliege, werde er diese der Ar-
beitslosenkasse umgehend zukommen lassen. Er ersuche deshalb um Fristverlängerung (Dok.-
Nrn. 58 und 62; vgl. auch Schreiben der Ausgleichskasse vom 27. April 2021 [Dok.-Nr. 102 – 
106]). Am 19. März 2021 machte die Arbeitslosenkasse den Versicherten darauf aufmerksam, 
dass die Frist zur Einreichung der Unterlagen erst am 31. März 2021 ablaufe, weshalb sie ihm 
zurzeit keine Fristverlängerung gewähren könne. Falls es ihm nicht möglich sei, die Bestätigung 
der Ausgleichskasse innert Frist einzureichen, werde ihm die Frist "natürlich" verlängert (Dok.- 

 
 
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Nr. 64). Im angefochtenen Einspracheentscheid stellte sich die Arbeitslosenkasse auf den Stand-
punkt, dass der Versicherte eine Fristerstreckung nicht in Anspruch genommen habe, weshalb er 
seine Mitwirkungspflicht verletzt habe (Ziffern 16 und 17).  
 
5.3 Aufgrund der Akten steht fest, dass eine Bestätigung der Ausgleichskasse über die Dauer 
des Beitragsstatus des Versicherten als Selbstständigerwerbender am 11. März 2021, als die 
Arbeitslosenkasse den Versicherten zur Einreichung einer solchen aufgefordert hat, noch nicht 
vorlag. Diese wurde unbestrittenermassen erst am 3. November 2021 erstellt. Aus dem Schrei-
ben des Versicherten an die Ausgleichskasse vom 15. März 2021 ist ersichtlich, dass dieser innert 
der von der Arbeitslosenkasse vorgegebenen Frist bei der Ausgleichskasse um deren Zustellung 
ersucht und die Arbeitslosenkasse gleichentags darüber informiert hat. Gleichzeitig hat er bei der 
Arbeitslosenkasse ein Gesuch um Erstreckung der bis 31. März 2021 gewährten Frist ersucht, 
wohl in der Annahme, dass innert Frist noch keine Bestätigung der Ausgleichskasse vorliegen 
würde. Die Arbeitslosenkasse hat den Versicherten am 19. März 2021 darauf hingewiesen, dass 
die Frist noch am Laufen ist, weshalb sie die Frist vorläufig nicht erstrecken könne. Diese Be-
gründung kann nicht nachvollzogen werden. Damit ein Fristerstreckungsgesuch nicht verspätet 
ist, muss ein solches vor Ablauf der Frist gestellt werden. Da der Versicherte zum Zeitpunkt seiner 
Gesuchstellung davon ausging, er werde bis zum Fristablauf noch nicht über die verlangte Be-
stätigung der Ausgleichskasse verfügen, hat er damals um eine Fristerstreckung ersuchen müs-
sen. Dass er nicht um eine weitere Fristverlängerung ersucht hat, kann ihm nicht angelastet wer-
den. Die Arbeitslosenkasse hat dem Versicherten in ihrem Schreiben vom 19. März 2021 ausser-
dem in Aussicht gestellt, die Frist werde "natürlich" verlängert, wenn es ihm nicht gelinge, innert 
Frist die gewünschte Bestätigung zuzustellen. Ein Hinweis, dass es hierfür ein erneutes Frister-
streckungsgesuch brauche, fehlt. Bei dieser Sachlage kann diese Textstelle dahingehend ver-
standen werden, dass die Frist ohne einen entsprechenden Antrag verlängert werde. Vor diesem 
Hintergrund kann keine Verletzung der Mitwirkungspflicht erblickt werden. Es besteht daher kein 
Grund, vom Unterliegerprinzip abzuweichen. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm 
eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Arbeitslosenkasse zuzusprechen. 
 
5.4 Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner Honorarnote vom 16. März 2022 für 
das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 21 Stunden und 38 Minuten geltend gemacht. 
Dieser Aufwand ist in Anbetracht des Umfangs der Akten und der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen im Quervergleich zu ähnlich gelagerten Fällen deutlich zu hoch. Insbesondere 
ist eine Reduktion des geltend gemachten Aufwands von 14 Stunden für die Ausarbeitung der 
Eingaben (d.h. eine 6-seitige Beschwerde, eine 4-seitige Replik, eine 3-seitige Stellungnahme, 
ein 1-seitiges Fristerstreckungsgesuch sowie ein 1-seitiges Begleitschreiben) angezeigt. Für das 
vorliegende Verfahren erscheint unter Beachtung aller Umstände ein Aufwand von insgesamt 13 
Stunden als angemessen. Die ausgewiesenen Auslagen von Fr. 195.-- sind hingegen nicht zu 
beanstanden. Die Arbeitslosenkasse hat dem Versicherten demnach bei einem Stundenansatz 
von Fr. 250.-- eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'710.25 (13 Stunden x Fr. 250.-- + 
Auslagen von Fr. 195.-- und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  
 

 
 
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6.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
6.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
6.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungsent-
scheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Hauptpunkt 
selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen nicht 
wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht 
selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Be-
schwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache zu-
rückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, so 
kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb der 
Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bundesge-
richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. 
November 2014, 8C_692/2014, E. 2).    
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 21. April 2021 aufgehoben und es wird festgestellt, dass der 
Versicherte die erforderliche Beitragszeit von zwölf Monaten ab 2. De-
zember 2020 erfüllt. Die Angelegenheit wird zur Prüfung der übrigen An-
spruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 AVIG und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland zu-
rückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland hat dem Beschwerdeführer 
eine Parteientschädigung im Umfang von Fr. 3'710.25 (inkl. Auslagen 
von Fr. 195.-- + 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 4. Der Öffentlichen Arbeitslosenkasse wird eine Kopie der Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 16. März 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt.