# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2878e3ef-5e92-5fa4-83fd-21042d7f3e22
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-07-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 30.07.2003 SB 2003 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2003-19_2003-07-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 30. Juli 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 03 19 (mündlich eröffnet)

(Auf die gegen diese Entscheidung erhobene Nichtigkeitsbeschwerde und 
staatsrechtliche Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteilen vom 30. 
März 2004 (Nichtigkeitsbeschwerde 6S.454/2003 und staatserechtliche Be-
schwerde 6P.164/2003) nicht eingetreten.)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Riesen-Bienz und Vital, Aktuarin ad hoc 
Thöny.

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In der strafrechtlichen Berufung

des T. A., Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, Post-
fach 74, Reichsgasse 71, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Surselva vom 02. April 2003, mitgeteilt 
am 22. April 2003, in Sachen gegen den Berufungskläger,

betreffend Jagdkontravention,

hat sich ergeben:

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A.  T. A. wurde am 22. August 1960 in D. als Sohn des E. und der F. A. 
geboren. Er arbeitet bei der M. und erzielt dabei gemäss provisorischer Steuerver-
anlagung 2001 ein steuerbares Einkommen von Fr. 49'303.-- In der genannten 
Steuerveranlagung weist er zudem ein Reinvermögen von Fr. 162'378.-- aus. T. A. 
ist verheiratet und hat zusammen mit seiner Ehefrau J. A. zwei schulpflichtige 
Söhne. 

Im Register des Jagd- und Fischereiinspektorats figuriert T. A. mit vier Ein-
tragungen. In den Jahren 1991 und 1997 wurde er aufgrund von insgesamt drei 
Fehlabschüssen eingetragen, wobei in allen drei Fällen eine Selbstanzeige erfolgte. 
Im Jahre 1996 wurde er zudem wegen unerlaubter Fahrzeugverwendung eingetra-
gen. Im schweizerischen Zentralstrafregister ist T. A. nicht verzeichnet. 

B. Dem vorliegenden Strafverfahren liegt gemäss Urteil des Bezirksge-
richtsausschusses Surselva vom 2. April 2003 der folgende Sachverhalt zugrunde:

„Am 8. September 2001 übte T. A. in der V. auf dem Gebiet der Ge-
meinde R. die Jagd aus. Es herrschten schlechte Witterungsverhält-
nisse. Gegen 16.00 Uhr konnte er aus einer Distanz von ca. 50 m ei-
nen Rehbock beobachten. Nachdem er das Tier als ungeraden Sech-
ser angesprochen hatte, erlegte er es. Bei der Begutachtung der Jagd-
beute prüfte der Angeklagte nach, ob das Tier wie angesprochen als 
ungerader Sechser zu qualifizieren sei. Dazu führte er nach eigenen 
Angaben am nur schwach ausgeprägten Spross der linken Stange mit 
seinem Schlüsselbund die Ringprobe durch. Dabei soll der dazu ver-
wendete Schlüsselbund in vier von fünf Versuchen am Spross hängen 
geblieben sein. Daher trug er das Tier in der Abschussliste als jagdbar 
ein. Der Rehbock wog mit Haupt sauber aufgebrochen 21 kg und wies 
links eine Stangenhöhe von 23.2 cm auf und rechts eine solche von 
22.5 cm. 

Am 31. Oktober 2001 legte der Angeklagte bei der regionalen Annah-
mestelle in D. die Trophäe samt Unterkiefer dem Wildhüter zur vorge-
schriebenen Begutachtung vor. Dabei stellte dieser am linken Horn 
unmittelbar im Bereich des schwach ausgebildeten Sprosses Spuren 
eines Eingriffes fest. Als der Wildhüter den Angeklagten bezüglich der 
Veränderung der Trophäe zur Rede stellte, stritt dieser eine solche 
vorerst ab. Am darauf folgenden Tag, am frühen Morgen, kontaktierte 
T. A. den Wildhüter telefonisch und gestand, an der linken Stange im 
Bereich des fraglichen Sprosses Veränderungen vorgenommen zu 
haben. Der Wildhüter erstattete aufgrund dieser Umstände und der 
Schilderungen von T. A. Anzeige. Bei der daraufhin am 12. November 
2001 durchgeführten polizeilichen Einvernahme erklärte der Ange-
klagte, die Veränderungen an der linken Geweihstange nicht zur Täu-
schung vorgenommen zu haben. Dazu führte T. A. weiter aus, dass 
er, nachdem er die Jagdbarkeit der Beute zweifelsfrei festgestellt 

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hatte, mit dieser aus schwierigem Gelände habe aufsteigen müssen 
und dabei mehrmals hingefallen sei. Dadurch seien an der linken 
Stange zwei Kratzspuren („Schränze“) entstanden. Die eine, ca. 1 bis 
2 Millimeter tief, in der Einbuchtung hinter dem Spross und die andere, 
ca. 1 Millimeter tief, weiter oben gegen das Stangenende. Nach eige-
nen Angaben hat er daraufhin vor Ort an einem dreieckigen etwas 
rauen aus der Erde herausragenden Stein diese Kratzspuren wegge-
schliffen. Ein weiterer Eingriff sei dann bei der Präparierung der Tro-
phäe vorgenommen worden. Nachdem ihm ein wenig der Jawellflüs-
sigkeit genau auf die besagte Stelle geraten sei, habe sich dort eine 
Bleichung gebildet. Daher habe er mit einem angebrannten Putz-
knäuel versucht, die Stelle etwas nachzudunkeln.“

C. Mit Strafmandat der Kreispräsidentin D. vom 23. Mai 2002 wurde T. A. 
der fahrlässigen Erlegung eines unerlaubten Rehbockes im Sinne der JBV 2001, 
I/B Rehwild Ziff. 1 und der Widerhandlung gegen Art. 15 Abs. 2 KJG in Verbindung 
mit Art. 47 Abs. 2 KJG sowie der Unterlassung der Selbstanzeige und der Verände-
rung der Beute zum Zwecke der Täuschung gemäss Art. 15 Abs. 3 KJG in Verbin-
dung mit Art. 47 Abs. 1 KJG schuldig gesprochen und dafür mit einer Busse von Fr. 
500.-- bestraft. Sodann wurde ihm gestützt auf Art. 48 Abs. 1 lit. b KJG  für die Dauer 
von drei Jahren die Jagdberechtigung entzogen. 

D Dagegen liess T. A. am 31. Mai 2002 bei der Kreispräsidentin D. Ein-
sprache erheben. Er beantragte einen Freispruch unter voller Kosten- und Entschä-
digungsfolge zulasten des Staates, soweit nicht eine Einstellungsverfügung auf-
grund weiterer Abklärungen erfolge. Nach erfolgter Ergänzung der Untersuchung 
erliess das Bezirksgerichtspräsidium Surselva am 8. Januar 2003 die Schlussver-
fügung. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Surselva vom 3. Februar 
2003 wurde T. A. wegen Widerhandlung gegen die Jagdbetriebsvorschriften 2001 I 
B Rehwild Ziff. 1 und Art. 15 Abs. 2 KJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 KJG 
sowie Art. 15 Abs. 3 KJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 KJG in Anklagezustand 
versetzt. Der Fall wurde gestützt auf Art. 346 StGB und Art. 48 StPO dem Bezirks-
gerichtsausschuss Surselva zur Beurteilung überwiesen. 

E. Der Bezirksgerichtsausschuss Surselva erkannte mit Urteil vom 2. 
April 2003, mitgeteilt am 22. April 2003:

„1. T. A. ist schuldig der Widerhandlung gegen die Jagdbetriebsvor-
schriften 2001 (Titel I, Litera B, Marginalie 1)  und gegen Art. 15 
Abs. 2 KJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 KJG sowie der Un-
terlassung der Selbstanzeige und der Veränderung der Beute 
zum Zwecke der Täuschung gemäss Art. 15 Abs. 3 KJG in Ver-
bindung mit Art. 47 Abs. 1 KJG.

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2. Dafür wird er mit einer Buss von Fr. 500.-- bestraft. 

3. Die Jagdberechtigung für den Kanton Graubünden wird T. A. für 
die Dauer von drei Jahren entzogen.

4. Die sichergestellte Trophäe (mit Unterkiefer) verfällt dem Kanton. 

5. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:

- der Gebühr für das kreisamtliche Mandats-
  verfahren von Fr.    414.--
- den Untersuchungskosten (inkl. Barauslagen) von Fr.    500.--
- der Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.--

total somit Fr. 2'914.--
gehen zulasten des Verurteilten. Diese Kosten sind zusammen 
mit der Busse von Fr. 500.-- innert 30 Tagen mit dem beiliegen-
den Einzahlungsschein dem Bezirksgericht Surselva zu überwei-
sen. 

6. (Rechtsmittelbelehrung).

7. (Mitteilung).“

F. Dagegen liess T. A. mit Eingabe vom 9. Mai 2003 beim Kantonsge-
richtsausschuss von Graubünden Berufung erheben mit folgendem Rechtsbegeh-
ren:

„1. Das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Surselva vom 2./22. 
April 2003 i.S. des Berufungsklägers sei vollumfänglich aufzuhe-
ben. 

2. Der Berufungskläger sei vom Vorwurf der Widerhandlung gegen 
die Jagdbetriebsvorschriften 2001 (Art. I lit. b, Marginalie 1) und 
gegen Art. 5 (recte: 15) Abs. 2 KJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 
2 KJG sowie der Unterlassung der Selbstanzeige und der Verän-
derung der Beute zum Zwecke der Täuschung gemäss Art. 15 
Abs. 3 KJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 KJG frei zu sprechen.

eventualiter

im Falle eines Schuldspruchs sei vom Entzug der Jagdberechti-
gung abzusehen. 

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staa-
tes.“

G. Mit Schreiben vom 15. Mai 2003 verzichtete die Vorinstanz auf eine 
Vernehmlassung. In ihrer Vernehmlassung vom 20. Mai 2003 beantragte die Staats-
anwaltschaft Graubünden die Abweisung der Berufung unter Hinweis auf die Akten 
und das erstinstanzliche Urteil.

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H. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 30. Juli 2003 vor dem Kantons-
gerichtsausschuss von Graubünden war der Berufungskläger mit seinem privaten 
Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill anwesend. Die Staatsanwaltschaft 
Graubünden verzichtete auf eine Teilnahme. Es wurden keine Einwände gegen die 
Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichtes erhoben. Auf Befragen hin 
führte T. A. aus, er habe zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran gehabt, dass es sich 
beim erlegten Tier um einen ungeraden Sechser, also einen jagdbaren Rehbock 
gehandelt habe. Er habe bereits im Gelände die Ringprobe durchgeführt. Beim Ab-
transportieren der Jagdbeute sei er dann im steilen Gelände gestürzt, wodurch am 
Gehörn zwei Kratzer entstanden seien. Das Gehörn habe danach ausgesehen, wie 
wenn daran herumgefeilt worden wäre. Deswegen sei er in Panik geraten und habe 
mit Hilfe eines aus dem Boden ragenden Steines versucht, die Kratzer auszubes-
sern. Wieder zurück in der Hütte habe er zusammen mit seinem Jagdkameraden U. 
nochmals die Ringprobe durchgeführt. Dies jedoch nicht, weil Zweifel an der Jagd-
barkeit des Rehbockes bestanden hätten, sondern lediglich um den Kindern zu zei-
gen, wie die Jagdbarkeit überprüft werden könne. Weder U. noch die Kinder hätten 
die Veränderungen am Gehörn bemerkt. Beim Auskochen der Trophäe sei ihm 
dann noch etwas Jawellwasser an die linke Stange geraten. Die dadurch entstan-
dene Bleichung habe er von Hand etwas nachgedunkelt. Bei der Kontrolle der Tro-
phäe habe er dem Wildhüter nichts von den Veränderungen sagen können, weil 
mehrere andere Jäger anwesend gewesen seien und er sich geschämt habe. Aus 
diesem Grund habe er den Wildhüter erst am nächsten Morgen telefonisch über die 
Korrekturen in  Kenntnis gesetzt. 

Der vorgeladene Zeuge C. gab zu Protokoll, er habe von ca. Mitte Juni bis 
August 2001 durch das Fenster seiner Maiensässhütte auf eine Entfernung von ca. 
8 Metern mehrfach einen Rehbock beobachten können. Es habe sich dabei um ei-
nen kräftigen Rehbock mit gelblichem Fell gehandelt, welchen er als ungeraden 
Sechser und damit als jagdbar angesprochen habe. Seiner Meinung nach handle 
es sich um denselben Rehbock, welchen T. A. erlegte. Die linke Stange habe genau 
gleich ausgesehen wie bei der nun vor ihm liegenden Trophäe. Nach seiner Ein-
schätzung sei der Zacken an dem von ihm beobachteten Rehbock etwa 1-2 Milli-
meter länger gewesen; er habe allerdings seine Beobachtungen mit blossem Auge 
gemacht. Als T. A. am 8. September 2001 den Rehbock erlegte, habe er aus ca. 
150 Metern mit dem Feldstecker beobachtet, wie dieser den Rehbock von der 
Strasse zur Hütte trug. Er habe dort festgestellt, dass es sich um den Rehbock 
handle, welchen er während des Sommers beobachtet hatte. 

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Im Anschluss an die Zeugenbefragung wurde dem Berufungskläger die Ge-
legenheit geboten, dem Gericht vorzuführen, wie er die Korrekturen am Rehbock-
gehörn in der von ihm beschriebenen Weise mit Hilfe eines Steines vorgenommen 
haben will. Auch führte er am fraglichen Gehörn nochmals vor Schranken die Ring-
probe durch. 

Der private Verteidiger von T. A. verwies im Rahmen seines Plädoyers im 
Wesentlichen auf die Berufungsbegründung vom 9. Mai 2003. Es sei zu keinem 
Zeitpunkt bestritten worden, dass eine Veränderung am Gehörn vorgenommen wor-
den sei. Jagdrechtlich relevant sei jedoch nur eine Veränderung zum Zwecke der 
Täuschung. Der Berufungskläger habe aufgrund seiner hohen jagdethischen An-
sprüche kosmetische Korrekturen vorgenommen, jedoch nie einen ungeraden 
Sechser aus diesem Gehörn gemacht. Auch habe der Zeuge bestätigt, dass der 
Rehbock jagdbar gewesen sei. Bezüglich des Telefongesprächs mit dem Wildhüter 
sei darauf hinzuweisen, dass dessen Aussagen von Anfang an von T. A. bestritten 
worden seien. Ausserdem halte auch der Wildhüter selbst nicht an seinen Aussagen 
fest. Der Berufungskläger habe sich nach dem Abschuss korrekt verhalten. Er habe 
zwar einen jagdethischen Fehler begangen, weswegen er auch ein schlechtes Ge-
wissen gehabt habe, dies sei jedoch jagdrechtlich nicht relevant. Ein Schuldspruch 
sei unter diesen Umständen und in Berücksichtigung des Grundsatzes „in dubio pro 
reo“ nicht gerechtfertigt. 

In seinem Schlusswort betonte der Berufungskläger, dass ihm die Sache 
sehr Leid täte. Es sei das erste Mal gewesen, wo seine Kinder dabei gewesen seien 
und er habe ihnen alles richtig beibringen wollen. 

Auf die weiteren Ausführungen in der Berufungsschrift und im Rahmen der 
richterlichen Befragung und des Plädoyers sowie auf die Erwägungen im angefoch-
tenen Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Aus-
schüsse können der Verurteilte und der Staatsanwalt beim Kantonsgerichtsaus-
schuss Berufung erheben (Art. 141 Abs. 1 StPO). Diese ist innert zwanzig Tagen 
seit der schriftlichen Eröffnung des Entscheides in dreifacher Ausfertigung, unter 
Beilage des angefochtenen Entscheides einzureichen. Sie ist zu begründen und hat 
darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides gerügt werden und ob 

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das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 
StPO). Diesen Anforderungen genügt die vorliegende Berufung, weshalb auf sie 
einzutreten ist.

2. a) Gemäss den Jagdbetriebsvorschriften 2001 darf gemäss Titel I, lit. B, 
Marginalie 1 folgendes Rehwild erlegt werden: Rehböcke vom Sechser (gerade und 
ungerade) aufwärts mit einer Stangenhöhe von mindestens 16 cm, Gabler und 
Spiesser mit einer Stangenhöhe von weniger als 16 cm sowie nichtsäugende Reh-
geissen. Stellt der Jäger fest, dass das erlegte Tier nach den Vorschriften nicht jagd-
bar war, hat er gemäss Art. 15 Abs. 3 KJG unverzüglich Selbstanzeige zu erstatten. 
Bestehen  Zweifel an der Jagdbarkeit, hat er die Beute im Sinne der genannten 
Bestimmung umgehend dem zuständigen Wildhüter oder Jagdaufseher zur Kon-
trolle vorzuzeigen. Jegliche Veränderung der Beute zum Zwecke der Täuschung ist 
untersagt. Im vorliegenden Fall erlegte der Berufungskläger am 8. September 2001 
einen Rehbock, dessen Stangenhöhe beidseitig mehr als 16 cm betrug. Auch 
konnte der erlegte Rehbock aufgrund der durch die Kantonspolizei Graubünden si-
chergestellten Trophäe als ungerader Sechser qualifiziert werden, wobei der linke 
Hinterspross allerdings nur sehr schwach ausgebildet war. Eine gutachterische Be-
urteilung der Trophäe durch den Wildhüter des Jagdbezirkes II (act. I/7) sowie eine 
Expertise durch das X. (act. III/3) ergaben jedoch übereinstimmend, dass am Hin-
terspross an der linken Gehörnstange eine Oberflächenveränderung am Ansatz 
vorgenommen worden war. Der Berufungskläger hat denn auch nicht bestritten, 
noch im Gelände Korrekturen am Gehörn durchgeführt zu haben. Gemäss Exper-
tenaussagen ist im vorliegenden Fall jedoch nicht auszuschliessen, dass die Ein-
buchtung zwischen dem Hinterspross und dem Stangenende zum Zwecke der Täu-
schung über die Jagdbarkeit präpariert wurde. Da der ursprüngliche Zustand der 
Trophäe nicht mehr wiederhergestellt werden kann und der Hinterspross das ein-
zige Kriterium für die Beurteilung der Jagdbarkeit des Rehbockes darstellt, ist es 
nicht mehr möglich, diese abschliessend festzustellen. Es bleibt daher nachfolgend 
zu prüfen, ob die Darstellung des Berufungsklägers, er habe lediglich kosmetische 
Korrekturen an der Trophäe ausgeführt, jedoch nie Veränderungen zum Zwecke 
der Täuschung über die Jagdbarkeit vorgenommen, in Würdigung der Beweismittel, 
insbesondere der Zeugenaussagen, das Gericht zu überzeugen vermag oder jene 
der Anklage.

b) Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht gemäss 
Art. 125 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 146 Abs. 1 StPO auch im Berufungs-
verfahren nach freier Überzeugung. Die Beweislast für die dem Angeklagten vorge-

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worfenen Tat liegt dabei grundsätzlich beim Staat (Willy Padrutt, Kommentar zur 
Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, Chur 1996, 2. Auflage, S. 306). An 
diesen Beweis sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine 
blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. Nach 
der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden Beweiswürdigungs-
regel „in dubio pro reo“ darf sich der Richter jedoch nicht von der Existenz eines für 
den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei objekti-
ver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurteilen-
des Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische und abstrakte Zwei-
fel sind indessen nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute 
Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und 
nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der 
objektiven Rechtslage aufdrängen (BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Richters ist es, 
ohne Bindung an Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und 
sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die 
Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld 
des Angeklagten muss sich auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, die ver-
nünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. PKG 1987 
Nr. 12; Padrutt, a.a.O., S. 307). Es ist anhand sämtlicher sich aus den Akten erge-
benden Umstände zu untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder jene des 
Angeklagten den Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine solche Überzeu-
gung weder in der einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss 
gemäss dem Grundsatz „in dubio pro reo“ der für den Angeklagten günstigere Sach-
verhalt angenommen werden und es hat ein Freispruch zu erfolgen (PKG 1978 Nr. 
31; Padrutt, a.a.O., S. 307). 

Zu den verschiedenen Beweismitteln ist auszuführen, dass der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet, was bedeutet, dass alle 
Beweismittel grundsätzlich gleichwertig sind. Wesentlich können beispielsweise 
auch sogenannte Indizien sein. Aussagen von Zeugen, Auskunftspersonen und An-
geschuldigten sind voll gültige Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Bei der 
Würdigung der Beweise ist weniger die Form, sondern vielmehr der Gesamtein-
druck, das heisst die Art und Weise der Bekundung sowie die Überzeugungskraft 
entscheidend. Massgebend ist mit anderen Worten allein die Beweiskraft der kon-
kreten Beweismittel im Einzelfall (Hauser/Schweri, Schweizerisches Strafprozess-
recht, 4. Auflage, S. 216). Mit Blick auf die Aussagen des Angeklagten und der Zeu-
gen ist festzuhalten, dass im Rahmen des Gerichtsverfahrens nicht so sehr die 
Glaubwürdigkeit der befragten Personen, sondern vielmehr die Glaubhaftigkeit ihrer 

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konkreten Aussagen im Vordergrund steht. Kennzeichen einer wahrheitsgetreuen 
Aussage bilden diesbezüglich die innere Geschlossenheit und Folgerichtigkeit in 
der Darstellung des Geschehensablaufes sowie die konkrete und anschauliche 
Wiedergabe des Erlebnisses. Für die Korrektheit der Aussage spricht im weiteren 
die Kenntlichmachung der psychischen Situation von Täter und Zeuge, die Selbst-
belastung oder die unvorteilhafte Darstellung der eigenen Rolle, Entlastungsbemer-
kungen zugunsten des Beschuldigten und die Konstanz in der Aussage bei ver-
schiedenen Befragungen. Bei wahrheitswidrigen Aussagen fehlen diese Kennzei-
chen regelmässig. Indizien für bewusst oder unbewusst falsche Aussagen sind Un-
stimmigkeiten oder grobe Widersprüche in den eigenen Aussagen, Zurücknahme, 
unklare, verschwommene oder ausweichende Antworten und gleichförmige, als ein-
geübt wirkende Aussagen. Kriterien des glaubhaften Aussageinhalts sind der Grad 
der Detaillierung und der inhaltlichen Besonderheit sowie die Homogenität der Aus-
sage. Besonders nacherlebende Gefühlsbeteiligung und ungesteuerte Aussage-
weise sprechen für einen hohen Wahrheitsgehalt. Die Richtigkeit einer Deposition 
muss alsdann besonders auf ihre Übereinstimmung mit den Lebenserfahrungen, 
dem Motivationsumfeld und dem Ergebnis der übrigen Beweiserhebungen geprüft 
werden (vgl. zum Ganzen Hauser, Der Zeugenbeweis im Strafprozess mit Berück-
sichtung des Zivilprozesses, Zürich 1974, S. 311 mit Hinweisen; Arntzen, Psycho-
logie der Zeugenaussage, System der Glaubwürdigkeitsmerkmale, 3. Auflage, Mün-
chen 1993, S. 15 ff.). 

3.a) Anlässlich der polizeilichen Einvernahme sowie auch vor dem Kan-
tonsgerichtsausschuss führte T. A. aus, er sei beim Abtransportieren der Jagdbeute 
im unwegsamen Gelände mehrmals hingefallen (act. I/3 S. 3; act. II/5). Dadurch 
seien an der Trophäe zwei Schränze entstanden. Der eine Schranz habe sich bei-
nahe in der tiefsten Einbuchtung hinter dem Spross befunden und sei ca. 1 bis 2 
mm tief gewesen. Der zweite Schranz sei rund 5 mm weiter oben gegen das Stan-
genende hin entstanden und sei höchstens 1 mm tief gewesen. Diese beiden Krat-
zer hätten wie Feilspuren ausgesehen. Deshalb sei er in Panik geraten und habe 
beschlossen, noch vor Ort eine kosmetische Veränderung vorzunehmen. Zu diesem 
Zwecke habe er die Trophäe des Rehbockes genommen und sei zu einem scharfen, 
im Boden verankerten Stein gegangen, wo er sodann die betroffene Geweihstelle 
beidseits über den Stein gezogen habe, bis die beiden Schränze nicht mehr zu se-
hen gewesen waren. 

b) Gemäss der Expertise des X. (act. III/3) sei es durchaus möglich, dass 
beim Sturz des Jägers, der seine Beute auf den Schultern trägt, beim Aufprall am 

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Boden oder an irgendeinem Gegenstand das Geweih beschädigt werden könne. 
Bei einem Sturz und beim Aufprallen der Geweihenden auf dem Boden oder an 
einem anderen Hindernis würden diese jedoch bestimmt gravierender beschädigt, 
das heisst, sie könnten absplittern oder sogar abbrechen. Die nach Beschreibung 
des Berufungsklägers nur relativ harmlosen Beschädigungen können gemäss Aus-
führungen der beiden Gutachter hingegen nicht auf die von T. A. beschriebene Art 
und Weise entstanden sein, zumal dieser nach eigenen Aussagen während des 
Tragens der Beute mehrfach gestürzt sein soll und deshalb die Schäden am Gehörn 
schwerwiegender hätten ausfallen müssen. Die Vorinstanz hat deshalb auch zu 
Recht festgestellt, es sei auffällig, dass das Geweih trotz - gemäss Beschreibung 
von T. A. - mehrerer Stürze offenbar nur gerade im Bereich der problematischen 
Stelle beschädigt wurde und ansonsten völlig intakt blieb. Auch wurde die Trophäe 
entgegen allen Erwartungen nicht im ungeschützten Aussenbereich verletzt, son-
dern in der Einbuchtung am Spross, also im Innenbereich, wo die Trophäe am bes-
ten vor Schlägen geschützt ist. 

c) Dem Gutachten X. ist weiter zu entnehmen, dass die Beschreibung, 
wie der Jäger die beschädigte linke Geweihstange repariert beziehungsweise 
präpariert haben soll, nach Meinung der Experten eher unglaubhaft erscheine. Mit 
einem dreimaligen Hin- und Herreiben des beschädigten Hintersprosses an einem 
Stein könne die Reparatur nicht stattgefunden haben. Dafür sei ein Geweihknochen 
und besonders an einem Sprossenende viel zu hart. Am Geweihmantel und an den 
Sprossenenden sei der Knochen sehr kompakt und entsprechend sehr hart. Für die 
Präparation, wie sie an der Stange festgestellt worden sei, hätte der Jäger mehr Zeit 
oder aber andere Mittel oder Werkzeuge wie beispielsweise eine Feile oder Glas-
papier benötigt. Anlässlich der Hauptverhandlung zeigte T. A. dem Gericht das ge-
naue Vorgehen an einem anderen Rehbockgeweih auf. Diesbezüglich ist jedoch 
anzumerken, dass sich diese Demonstration dahingehend von der von T. A. be-
haupteten Vorgehensweise im Gelände unterscheidet, als sie lediglich mit einem 
leichten und auf alle Seiten hin beweglichen Geweih und nicht mit dem rund 21 kg 
schweren Tier durchgeführt wurde. Zudem hatte T. A. bei seiner Vorführung in ver-
tikaler Richtung einen grösseren Bewegungsspielraum, da er den Stein rund einen 
Meter ab Boden hielt. Aufgrund dieser Abweichungen liefert die Vorführung von T. 
A. keinen Beweis dafür, dass das Geweih tatsächlich auf diese Weise präpariert 
worden war. 

Aufgrund dieser Umstände bestehen für das Gericht erhebliche Zweifel, ob 
sich der Vorfall tatsächlich gemäss den Schilderungen von T. A. abgespielt hat. 

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Auch die ergänzenden Ausführungen T. A.s in seiner Berufungsschrift, er habe die 
Veränderungen aufgrund seiner hohen jagdethischen Ansprüche vorgenommen, 
sind nicht glaubhaft, zumal die Trophäe im Bereich des Kranzes eine hellere Fär-
bung aufweist, welche bei einem ausgeprägten Perfektionsbedürfnis ebenfalls hätte 
retuschiert werden müssen. Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers ist 
eine Nachfärbung unter Verwendung spezieller Mittel auch bei den Rosenstöcken 
möglich.

4. Gemäss eigenen Aussagen verschwieg T. A. gegenüber dem Wild-
hüter zunächst, dass er an der Trophäe Veränderungen vorgenommen hatte. An-
lässlich der polizeilichen Befragung vom 12. November 2001 (act. I/3) führte T. A. 
aus, er habe am 5. oder 6. Oktober 2001 den Jagd- und Fischereiaufseher telefo-
nisch angefragt, ob er die Trophäe zur Kontrolle vorbeibringen könne.  Der Jagd- 
und Fischereiaufseher habe jedoch erklärt, dass er die entsprechenden Formulare 
nicht hätte. Am 12. oder 13. Oktober 2001 habe er den Wildhüter angerufen und ihn 
angefragt, ob er seine Flinte und eine Rehwildtrophäe zeigen könne. Noch gleichen-
tags sei er nach G. gefahren, wo der Wildhüter zunächst die Flinte, dann die Tro-
phäe kontrolliert habe. Der Wildhüter habe seinen Ring an den Spross der linken 
Stange gehängt und bestätigt, dass der Rehbock knapp jagdbar gewesen sei. Da 
er die Trophäe aus Zeitmangel nicht abschliessend kontrollieren konnte, habe er T. 
A. angewiesen, die Trophäe am 31. Oktober 2001 zur Annahme nach D. mitzuneh-
men. Wildhüter S. sagte am 9. Oktober 2002 vor Bezirksgerichtspräsidium Surselva 
aus, dass er die Trophäe am 13. Oktober 2001 nicht untersucht und daher die linke 
Stange auch nicht als knapp erlaubt eingestuft habe. Am 31. Oktober 2001 - so T. 
A. -  habe ihn der Wildhüter auf eine Veränderung der linken Stange auf Höhe 
Spross aufmerksam gemacht. T. A. habe sich in Gegenwart der anderen anwesen-
den Jäger für sein Vorgehen geschämt und sich nicht zu einem Geständnis durch-
ringen können. Deshalb habe er ausgesagt, dass er so etwas nie machen würde. 
Wildhüter S. sagte zu T. A., dass er die Trophäe zurückbehalten und eine Untersu-
chung beim kriminaltechnischen Dienst der Kantonspolizei Graubünden anordnen 
werde. Am kommenden Tag habe er - T. A. - jedoch den Wildhüter angerufen und 
ihm gesagt, er hätte an der Trophäe „herumgehaudert“, jedoch nicht, damit der Ring 
besser hinge, sondern um die beiden Schränze zu retuschieren. Dazu bemerkte 
Wildhüter S. als Zeuge, T. A. habe ihm am Telefon gesagt, er könne sich die Unter-
suchung ersparen, er - T. A. - habe an der Trophäe eine Veränderung vorgenom-
men. Er habe zudem noch die Frage gestellt, ob er weiterhin auf die Niederjagd 
gehen dürfe und mit wie vielen Jahren Patententzug er rechnen müsse. Anlässlich 
der Befragung vor der Polizei am 8. November 2001 erklärte S., T. A. habe ihm am 

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1. November 2001 am Telefon gesagt, da der Ring am schwach ausgeprägten Hin-
terspross der linken Gehörnstange nicht gehalten habe, habe er noch im Gelände 
einen Stein genommen und an der Hintersprosse einmal nach vorne und nach hin-
ten gerieben, bis das Gehörn dann schliesslich als jagdbarer Sechser beurteilt wer-
den konnte. 

Anlässlich der Einvernahme vor dem Bezirksgerichtspräsidium Surselva vom 
9. Oktober 2002 (act. II/5) bestätigte T. A. seine Aussagen und antwortete auf die 
Frage hin, warum er den Rehbock nicht sofort der Wildhut vorgezeigt habe, um so 
sein schlechtes Gewissen zu beruhigen, dass er dem Jagd- und Fischereiaufseher 
an diesem ersten Jagdtag nicht begegnet sei. Wenn er diesen angerufen hätte, so 
hätte er den Rehbock vorbeibringen müssen, was aufgrund seiner Knieverletzung 
nicht möglich war. Deshalb habe er es beim schlechten Gewissen bewenden las-
sen.

Aus den beiden Einvernahmeprotokollen geht zweifelsfrei hervor, dass T. A. 
die Möglichkeit gehabt hätte, den Jagd- und Fischereiaufseher beziehungsweise 
den Wildhüter vor dem 1. November 2001 über die angeblichen kosmetischen Kor-
rekturen zu informieren. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb er es unter diesen 
Umständen unterlassen hat, den Wildhüter über sein Vorgehen zu informieren, zu-
mal eine Veränderung der Jagdbeute nur dann strafbar ist, wenn sie zum Zwecke 
der Täuschung erfolgt. 

Aus den Befragungen von Wildhüter S. ergibt sich aber auch, dass T. A. die 
Information über die Veränderung am 1. November 2001 gab, nachdem S. am Vor-
tag erklärt hatte, er werde eine Untersuchung anordnen und dass T. A. klar von 
einer Veränderung gesprochen habe, damit das Gehörn als jagdbarer Sechser be-
urteilt werden könne. 

5. a) Sowohl in seiner polizeilichen Einvernahme als auch anlässlich der 
Hauptverhandlung betonte T. A., dass er das fragliche Tier bereits vor der Jagd 
mehrfach gesehen und eindeutig als ungeraden Sechser angesprochen habe (act. 
I/3). Über dessen Jagdbarkeit habe er zu keinem Zeitpunkt Zweifel gehabt. Er habe 
zuerst vor Ort fünfmal die Ringprobe durchgeführt, wobei der dafür verwendete 
Schlüsselbund viermal frei geschwebt und einmal zu Boden gefallen sei. Wieder 
zurück in der Hütte habe er die Ringprobe nochmals durchgeführt, jedoch nur um 
seinen Kindern zu zeigen, wie die Jagdbarkeit eines Rehbockes überprüft werde 

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(act. II/5). Er sei sich zu diesem Zeitpunkt über die Jagdbarkeit des Rehbockes si-
cher gewesen. 

b) Der Zeuge C. führte anlässlich der Hauptverhandlung auf Befragen 
hin aus, dass er den fraglichen Rehbock in der Zeit von Juni bis August 2001 ca. 30 
Mal aus einer Entfernung von ca. 8 Metern mit blossem Auge beobachtet habe. Er 
habe ihn als ungeraden Sechser angesprochen. Die linke Stange habe genau gleich 
ausgesehen, wie die ihm vor Schranken gezeigte Trophäe. Nach seiner Einschät-
zung sei jedoch der Zacken am beobachteten Rehbock etwa 1-2 Millimeter länger 
gewesen. Am 8. September 2001 habe er mit dem Feldstecher beobachtet, wie T. 
A. den Rehbock von der Strasse zu seiner Hütte getragen habe. Er habe festge-
stellt, dass es sich um denselben Rehbock handle, welchen er während des Som-
mers mehrfach beobachtet hatte. Wie der Zeuge bestätigte, machte er diese Beob-
achtungen mit blossem Auge ohne Zuhilfenahme eines Feldstechers auf eine Ent-
fernung von ungefähr 8 Metern. 

c) Der Zeuge U. gab bei seiner polizeilichen Befragung vom 16. Novem-
ber 2001 (act. I/5) zu Protokoll, T. A. sei mit dem ausgeweideten Bock zur gemein-
samen Jagdhütte gekommen. Er sei von T. A. gefragt worden, ob der „Zinken“ des 
ungeraden Sechsers für die Jagdbarkeit ausreichend sei. Um dies zu prüfen, hätten 
sie zuerst einen Schlüsselbund, danach noch ein Vorhängeschloss genommen, um 
die Jagdbarkeit zu überprüfen. U. betonte am Ende der Einvernahme nochmals, 
dass er und T. A. in der Hütte überlegt hätten, womit sie die Jagdbarkeit der Reh-
wildtrophäe überprüfen könnten.  Da beide keine Ringe getragen hätten, seien sie 
auf die Idee mit dem Schlüsselbund gekommen. Danach hätten sie den Versuch 
zusätzlich mit dem Vorhängeschloss durchgeführt. Auch der Wildhüter S. gab bei 
seinen Befragungen zu Protokoll, es sei ihm beim ersten Betrachten der Trophäe 
aufgefallen, dass diese von der Jagdbarkeit her zweifelhaft gewesen sei, zumal die 
linke Stange einen Sechser mit sehr schwach ausgebildetem Hinterspross und die 
rechte Stange einen Gabler gezeigt habe. Aufgrund der vorliegenden Trophäe und 
der Aussagen der Zeugen U. und S. muss daher davon ausgegangen werden, dass 
die Jagdbarkeit des Rehbockes - entgegen der Aussagen von T. A. - für alle Betei-
ligten - und zwar eben gerade nach den vorgenommenen Veränderungen - zweifel-
haft gewesen war. Für S. aufgrund der festgestellten Veränderungen und für U. auf-
grund der durchgeführten Ringprobe. 

Für den Kantonsgerichtsausschuss steht ausser Zweifel, dass der Zeuge C. 
von der Jagdbarkeit des von ihm angesprochenen Rehbockes überzeugt war und 

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seine Aussagen damit als wahrheitsgetreu zu qualifizieren sind. Dabei darf aber 
nicht ausser Acht gelassen werden, dass es sich bei den Schilderungen von C. le-
diglich um dessen subjektive Wahrnehmungen handelt. Inwieweit er die Länge des 
Sprosses der linken Stange auf eine Entfernung von ungefähr 8 Metern ohne Zuhil-
fenahme eines Feldstechers wirklich millimetergenau einschätzen konnte, ist frag-
lich, zumal sogar der Wildhüter bei der Kontrolle der Trophäe aus nächster Nähe 
diese als Zweifelsfall bezeichnete (act. I/4). Zudem bestätigte der Zeuge bei der 
nachträglichen Betrachtung des Geweihs selber, dass er den Spross ursprünglich 
länger geschätzt hatte. Die Aussagen des Zeugen C. können daher keinen Auf-
schluss darüber geben, ob es sich beim fraglichen Rehbock um einen jagdbaren 
ungeraden Sechser gehandelt hatte oder nicht. 

6. a) Nach dem Gesagten sowie insbesondere aufgrund des Gutachtens, 
der Aussagen von S. und des Verhaltens von T. A. auch nach dem 8. September 
2001 kommt der Kantonsgerichtsausschuss in Übereinstimmung mit den vorin-
stanzlichen Ausführungen zum Schluss, dass die Ausführungen von T. A. zur Ent-
stehung und Entfernung der geltend gemachten Kratzspuren insgesamt nicht glaub-
haft erscheinen und vom Berufungskläger vorgeschoben wurden, um die wirklichen 
Beweggründe für seine Eingriffe zu verdecken. Es muss daher davon ausgegangen 
werden, dass T. A. den zugestandenen Eingriff nicht zum Zwecke einer kosmeti-
schen Korrektur, sondern in der Absicht zur Täuschung über die Jagdbarkeit des 
erlegten Rehbockes vorgenommen hatte. Damit hat sich T. A. der Verletzung von 
Art. 15 Abs. 3 KJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 KJG schuldig gemacht. 

b) Gestützt auf diese Ausführungen ist davon auszugehen, dass es sich 
beim erlegten Rehbock um einen Gabler handelte, der gemäss Titel I lit. B Margi-
nalie 1 der geltenden Jagdbetriebsvorschriften nicht zum Abschuss erlaubt war. 
Gemäss Art. 15 Abs. 1 KJG hat sich der Jäger bei der Ausübung der Jagd weidge-
recht zu verhalten. Insbesondere hat er sich vor der Schussabgabe zu vergewis-
sern, dass das Wild jagdbar ist (Art. 15 Abs. 2 KJG). Dass die Jagdbarkeit zweifel-
haft war, zeigt sich bereits daran, dass die Trophäe auch nach der Abänderung 
durch den Angeklagten einen nur sehr schwach ausgebildeten Spross aufweist. 
Über die Tatsache, dass ein ungerader Sechser mit einem schwach ausgebildeten 
Spross einen Grenzfall darstellt, war sich auch T. A. bewusst, denn andernfalls hätte 
er nicht mehrfach die Ringprobe durchgeführt und - wie die Aussagen von U.  erga-
ben - seinen Jagdkollegen danach gefragt, ob der „Zinken“ des ungeraden Sechsers 
für die Jagdbarkeit ausreichend sei (act. I/5, S. 2). Da T. A. das fragliche Tier bereits 
vor der Jagd mehrfach beobachtet hatte, hätte er bei Anwendung der gebührenden 

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Sorgfalt und Zurückhaltung auf einen Abschuss verzichten müssen. T. A. hat sich 
deshalb der fahrlässigen Verletzung der Jagdbetriebsvorschriften 2001 (Titel I, lit. 
B, Marginalie 1) sowie der Verletzung von Art. 15 Abs. 2 KJG in Verbindung mit Art. 
47 Abs. 2 KJG schuldig gemacht. 

c) Gemäss Art. 15 Abs. 3 KJG hat der Jäger, der ein nach den Vorschrif-
ten nicht jagdbares Tier erlegt, unverzüglich Selbstanzeige zu erstatten. Eine ord-
nungsgemässe Selbstanzeige erfordert gemäss Art. 33 der Ausführungsbestim-
mungen zum kantonalen Jagdgesetz (ABzKJG) die Eintragung des Tieres in die 
Abschussliste und das Anbringen des Vermerks „Zur Anzeige“ sowie die unverzüg-
liche Meldung bei einem Wildhüter oder Jagdaufseher. Als unverzüglich gilt die Mel-
dung, wenn sie so bald als möglich erstattet wird. T. A. hat den erlegten Rehbock 
als jagdbar eingetragen und es unterlassen, den Fehlabschuss zu melden. Hierfür 
wäre er im Übrigen gemäss Art. 15 Abs. 3 KJG auch dann verpflichtet gewesen, 
wenn er lediglich Zweifel an der Jagdbarkeit des Tieres gehabt hätte. Obwohl er 
nach dem Abschuss des Tieres sowohl mit dem Wildhüter als auch mit dem Jagd- 
und Fischereiaufseher in Kontakt war, hat er es unterlassen, diese über den Fehl-
abschuss zu informieren. Damit hat sich T. A. einer Verletzung von Art. 15 Abs. 3 
KJG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 KJG schuldig gemacht. 

7. Bei der Überprüfung der vorinstanzlichen Strafzumessung setzt der 
Kantonsgerichtsausschuss sein Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz und 
wendet die Regeln über die Strafzumessung selbstständig an. Er misst die Strafe 
nach dem Verschulden des Täters zu, wobei er die Beweggründe, das Vorleben 
und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen berücksichtigt (Art. 63 StGB). In 
BGE 117 IV 112 ff. hat das Bundesgericht grundsätzliche Bemerkungen zur Frage 
der Strafzumessung angebracht. Demnach muss sich der Begriff des Verschuldens 
auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Bei 
der Tatkomponente sind insbesondere zu beachten das Ausmass des verschulde-
ten Erfolges, die Art und Weise seiner Herbeiführung, die Willensrichtung, mit wel-
cher der Täter gehandelt hat, und die Beweggründe, die Art. 63 StGB ausdrücklich 
erwähnt. Die Täterkomponente erfasst demgegenüber das Vorleben, insbesondere 
auch allfällige Vorstrafen, die persönlichen Verhältnisse, das Verhalten nach der Tat 
und im Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder Strafempfindlichkeit 
(vgl. auch BGE 118 IV 14; BGE 124 IV 44 f.). Innerhalb des gesetzlichen Strafrah-
mens ist ohne Bindung an feste Regeln die verschuldensgerechte Strafe zu finden. 
Gemäss Art. 47 Abs. 1 KJG wird die vorsätzliche Verletzung von Jagdregeln mit 
Haft oder Busse bis zu Fr. 20'000.-- bestraft. Bei fahrlässiger Begehung ist die Strafe 

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gemäss Abs. 2 Busse. Der Betrag einer allfälligen Busse wird vom Richter je nach 
den Verhältnissen des Täters so bestimmt, dass dieser durch die Einbusse die 
Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist; wobei für die Verhältnisse 
des Täters namentlich sein Einkommen und sein Vermögen, sein Familienstand und 
seine Familienpflichten, sein Beruf und Erwerb, sein Alter und seine Gesundheit von 
Bedeutung sind (vgl. Art. 48 Ziff. 2 StGB).

Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, begründen der rechtswidrige Ab-
schuss eines Tieres sowie die damit zusammenhängende Verletzung weidmänni-
scher Sorgfaltspflichten eine eher geringe Strafwürdigkeit, da durch die unerlaubte 
Handlung lediglich der Kanton als Regalinhaber in seinem Vermögen geschädigt 
wird. Viel schwerer wiegen jedoch die Unterlassung der Selbstanzeige sowie die 
von T. A. vorgenommenen Veränderungen am Geweih zum Zwecke der Täu-
schung. Hinzu kommt, dass der Berufungskläger auch nach dem Abschuss noch 
bestrebt war, mit Ausreden über die fehlende Jagdbarkeit des erlegten Rehbockes 
hinwegzutäuschen. Er bewies damit eine erhebliche weidmännisch verwerfliche 
Gesinnung. Straferhöhend ist sein etwas getrübter weidmännischer Leumund zu 
werten. Strafschärfend fällt das Zusammentreffen mehrerer Handlungen ins Ge-
wicht. Starfmindernd kann der gute bürgerliche Leumund gewertet werden. Straf-
milderungsgründe liegen keine vor. Unter Berücksichtigung der konkreten Um-
stände sowie sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint dem Kantonsgerichts-
ausschuss die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse in der Höhe von Fr. 500.-- 
als dem Verschulden und den finanziellen Verhältnissen (der Berufungskläger hatte 
im Jahre 2001 gemäss provisorischer Steuerveranlagung  ein steuerbares Einkom-
men von Fr. 49'303.--. In der genannten Steuerveranlagung weist er zudem ein 
Reinvermögen von Fr. 162'378.-- aus) des Berufungsklägers als angemessen.

8. Der Berufungskläger beantragt für den Fall eines Schuldspruches das 
Absehen von einem Entzug der Jagdberechtigung beziehungsweise eine Reduktion 
des Entzuges von drei Jahren auf das gesetzliche Minimum von einem Jahr. Als 
Begründung macht er geltend, es habe sich um eine ausschliessliche und unüber-
legte Kurzschlussreaktion gehandelt. Er habe lediglich eine kosmetische Korrektur 
vorgenommen, nicht aber das Gehörn zum Zwecke der Täuschung verändert. Aus-
serdem müsse sein guter Leumund sowie sein Einsatz für Jagd und Natur zu seinen 
Gunsten gewertet werden. 

a) Gemäss Art. 48 Abs. 1 lit. b KJG ist die Jagdberechtigung vom Richter 
für die Dauer von mindestens einem und höchstens zehn Jahren zu entziehen, 

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wenn der Täter oder Gehilfe erlegtes Wild zum Zwecke der Täuschung verändert. 
Der Berufungskläger ist einer solchen Jagdkontravention schuldig gesprochen wor-
den, weshalb ihm zwingend das Patent zu entziehen ist. Nachstehend bleibt daher 
einzig zu prüfen, für welche Dauer dem Berufungskläger die Jagdberechtigung zu 
entziehen ist. 

b) Auch die Dauer des Patententzuges muss in Anwendung von Art. 63 
StGB festgesetzt werden, das heisst nach dem Verschulden des Täters unter 
Berücksichtigung der Beweggründe, des Vorlebens und der persönlichen Verhält-
nisse des Schuldigen. Ausgangspunkt bildet vorliegend der in Art. 48 KJG vorgese-
hene Entzug der Jagdberechtigung für die Dauer von mindestens einem und höchs-
tens zehn Jahren. Die subjektiven (Schwere des Verschuldens) und die objektiven 
(Widerhandlung gegen grundlegende wichtige Regeln) Umstände sind massge-
bend für die Dauer des Patententzuges (PKG 1991 Nr. 37). Wie bereits dargelegt 
wurde, wiegt das Verschulden von T. A. nicht leicht. Die am Rehgeweih vorgenom-
mene Abänderung und die damit verfolgte Absicht der Täuschung der Jagdbehör-
den ist als schwere Verfehlung zu bezeichnen. Der Berufungskläger macht geltend, 
es habe sich um eine ausschliessliche und unüberlegte Kurzschlussreaktion gehan-
delt. Selbst unter diesen Umständen liesse sich das spätere Verhalten von T. A. 
nicht rechtfertigen. Er bestritt zunächst, überhaupt Veränderungen am Geweih vor-
genommen zu haben. Selbst als mittels einer Expertise  zweifelsfrei festgestellt wor-
den war, dass das Geweih nachträglich verändert wurde, konnte sich T. A. - im 
Verfahren selbst - hinsichtlich des Tatmotivs nicht zu einem Geständnis durchrin-
gen. Zwar gab er die Veränderung an der linken Geweihstange zu, doch hielt er an 
seiner Version der kosmetischen Veränderung bis zuletzt fest. Dieses Verhalten 
weist - wie die Vorinstanz zutreffend feststellte - darauf hin, dass es sich bei der 
Straftat nicht um eine bedauerliche Entgleisung handelt, sondern um ein tieferlie-
gendes Fehlverhalten. Die Entzugsdauer kann daher nicht im untersten Bereich 
festgelegt werden. T. A. ist zugute zu halten, dass er sich bisher nur leichteren Über-
tretungen schuldig machte, was die Entzugsdauer nach oben einschränkt. In Wür-
digung sämtlicher Strafzumessungsgründe erachtet der Kantonsgerichtsausschuss 
daher einen Patententzug von drei Jahren als dem Verschulden und den persönli-
chen Verhältnissen des Berufungsklägers angemessen. Da es sich beim War-
nungsentzug der Jagdberechtigung nach geübter Praxis des Kantonsgerichtsaus-
schusses um eine administrative Massnahme und nicht um eine Nebenstrafe han-
delt, kann er nicht gestützt auf Art. 41 StGB bedingt vollzogen werden (vgl. PKG 
1991 Nr. 38). Allerdings bliebt hier anzufügen, dass aufgrund der mehreren früheren 
Übertretungen und der neuerlichen Verfehlung jagdrechtlich keine günstige Pro-

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gnose gestellt werden könnte. Immerhin hat T. A. zunächst eine Veränderung der 
Trophäe bestritten und dann - auch nach erdrückender Beweislage (Gutachten, 
Aussagen von S.) - an seiner Version der kosmetischen Veränderung festgehalten. 
So gesehen könnte - auch aufgrund der vier Eintragungen im Jagdregister - keine 
günstige Prognose für das Verhalten auf der Jagd gestellt werden. 

9. Das vorinstanzliche Urteil erweist sich somit als rechtmässig und die 
Berufung ist abzuweisen. Es hat daher auch beim vorinstanzlichen Kostenspruch 
zu bleiben (vgl. Art. 158 StPO). Die Kosten des Berufungsverfahrens sind bei die-
sem Ausgang gemäss Art. 160 Abs. 1 StPO vollumfänglich dem Berufungskläger 
aufzuerlegen. 

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'000.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers. 

3. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: