# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ddfa5aba-3eb3-56ee-8674-5f22154e2cee
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.07.2010 E-4816/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4816-2010_2010-07-06.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4816/2010
{T 0/2}

 

U r t e i l  v o m  6 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 30. Juni 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4816/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 13. Mai 2010 auf dem Luftweg verlassen hat und über ein ihm un-
bekanntes Transitland am 15. Mai 2010 in die Schweiz gelangt ist, wo 
er gleichentags um Asyl nachgesucht hat,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Transitzentrum Altstätten vom 
(...)  2010  und  der  direkten  Anhörung  vom  10.  Juni  2010  zur  Be-
gründung seines Asylgesuchs geltend machte, sein Vater habe sich im 
Jahre  2009  geweigert,  den  (...)  zu  übernehmen,  weshalb  ihm  die 
Bewohner erklärt hätten, er müsse das Dorf verlassen,

dass er und sein Vater sich jedoch weiterhin im Dorf aufgehalten hät-
ten,

dass im Januar 2010 nachts Dorfbewohner seinen Vater geschlagen 
hätten und auch der Beschwerdeführer verletzt worden sei,

dass ein Pfarrer den Vater in das Krankenhaus gebracht habe, wo er  
im März 2010 seinen Verletzungen erlegen sei,

dass er auch die Polizei  alarmiert  habe, die aber nichts habe unter-
nehmen können,

dass es nun von der Rangfolge her am Beschwerdeführer gelegen wä-
re, den (...) zu übernehmen, weshalb er beim Pfarrer um Hilfe gebeten 
habe,

dass der Pfarrer ihn an einen Bekannten verwiesen habe, bei dem er 
bis zur gemeinsamen Ausreise aus dem Heimatland habe leben kön-
nen,

dass er  während  der  Flugreise  nie  kontrolliert  worden sei  und stets 
dem Bekannten des Pfarrers gefolgt sei, der alles organisiert habe,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom 30. Juni  2010  – gleichentags  er-
öffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe innerhalb  der  eingeräumten Frist  von 48 Stunden keine Reise- 
oder  Identitätspapiere  abgegeben  und  dafür  keine  entschuldbaren 
Gründe angegeben,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art.  3 
und Art. 7 AsylG nicht erfülle,

dass  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Ak-
tenlage nicht erforderlich seien,

dass daher auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei, da weder die im Heimatland des Beschwerdeführers herrschende 
politische Situation noch andere Gründe dagegen sprechen würden,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 4. Juli 2010 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob  und  dabei  sinngemäss  beantragte,  auf  das  Asylge-
such sei einzutreten und dieses sei erneut zu prüfen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. Juli 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Verwaltungs-
verfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG,  SR  172.021]) 
des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Ver-
waltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-

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schwerde  legitimiert  ist,  so  dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  ein-
gereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie 
Art. 105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und  Art.  48  Abs.  1  VwVG sowie 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren,  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides,  auch die Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 

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AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art.  32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  ein  Reisepapier  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  zur 
Einreise in den Heimatstat oder in andere Staaten berechtigt, während 
unter einem Identitätspapier ein Ausweis zu verstehen ist, der haupt-
sächlich  zwecks  des  Identitätsbeweises  von  den  heimatlichen  Be-
hörden ausgestellt wird (BVGE 2007/7 E. 6),

dass der Beschwerdeführer kein solches Identitätsdokument innert der 
Frist  von  48 Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  vorweisen 
konnte,

dass er keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe eines sol-
chen beweistauglichen Identitätsdokuments glaubhaft zu machen ver-
mochte (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG; BVGE 2007/8 E. 3.2),  da seine 
Erklärung, er habe nie solche Papiere besessen und sei, ohne jemals 
kontrolliert zu werden, von Nigeria in die Schweiz gereist, als stereoty-
pes Vorbringen zu qualifizieren ist,

dass vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann und der Beschwerdeführer in 
der Rechtsmitteleingabe auch nicht nur ansatzweise etwas vorzubrin-
gen vermag, das gegen die Erkenntnisse des BFM sprechen würde,

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dass er sich auch seit seiner Einreise in die Schweiz nicht bemühte, 
solche Dokumente zu beschaffen,

dass aufgrund dieses Verhaltens geschlossen werden kann, dass der 
Beschwerdeführer  seine  Identität  nicht  belegen  und  eine  allfällige 
Rückkehr in seinen Heimatstaat erschweren will, um den Aufenthalt in 
der Schweiz zu verlängern (BVGE 2010/2 E. 5),

dass,  wie  nachfolgend aufgezeigt  wird,  aufgrund  der  Aktenlage,  wie 
sie sich nach der Direktanhörung vom 10. Juni 2010 präsentierte, un-
ter  Verzicht  auf  zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche Abklärun-
gen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezo-
gen  werden  konnte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingsei-
genschaft  offenkundig  nicht,  und ebenso offenkundig stünden einem 
Vollzug der Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 
Bst. b und c AsylG; BVGE 2007/8 E. 5.5 f.),

dass das BFM in  der  angefochtenen Verfügung zu Recht  feststellte, 
der  Beschwerdeführer  mache  als  einzigen  Ausreisegrund  Übergriffe 
durch private Drittpersonen geltend,

dass Behelligungen durch private Dritte nur dann asylrechtlich relevant 
sein  können,  wenn  kein  staatlicher  Schutz  vor  nichtstaatlicher  Ver-
folgung erhältlich ist (EMARK 2006 Nr. 18 E. 10.3),

dass die Einschätzung des BFM zu bestätigen ist, wonach vorliegend 
die nigerianische Polizei infolge der Übergriffe durch Dritte Ermittlun-
gen aufgenommen hat  und den nigerianischen Behörden nicht  man-
gelnder Schutzwille und mangelnde Schutzfähigkeit angelastet werden 
kann,

dass das blosse Vorbringen des Beschwerdeführers in der Rechtsmit-
teleingabe, er habe in Nigeria viele Probleme und es bestehe dort eine 
grosse Gefahr für sein Leben, da man ihn töten wolle, in Bestätigung 
der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung nicht durchzudrin-
gen vermag und die vorgetragene Befürchtung in Berücksichtigung der 
Aktenlage als unbegründet erscheint,

dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  der  gleiche  Beweis-
standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, dass heisst, sie sind 
zu  beweisen,  wenn  der  strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls 
wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ueber-
sax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  2. Aufl.,  Basel 
2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 

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findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass auch diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen in der an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, und der Beschwerde-
führer  in  der  Rechtsmitteleingabe  in  entscheidwesentlicher  Hinsicht 
nichts Stichhaltiges zu entgegnen hat,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Nigeria schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.  – 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  die  zu-
ständige kantonale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Christoph Berger

Versand: 

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