# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7664f53d-a8a4-58e8-8c4e-6d600e94c7ca
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.04.2016 200 2015 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-43_2016-04-26.pdf

## Full Text

200 15 43 IV
SCP/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. April 2016

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 1. Dezember 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 23. Mai 2001 unter Hinweis auf ein Unfallereignis vom 
13. November 2000 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 1). Diese edierte die Akten 
der B.________, welche den Versicherten ab 1. Juni 2003 entsprechend 
einem Invaliditätsgrad von 18 % berentete (act. II 34, 42), gewährte ihm 
nach einer psychiatrischen Begutachtung (act. II 52) mit Verfügung vom 
3. Dezember 2004 (act. II 57) bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine 
vom 1. November 2001 bis 31. Mai 2003 befristete ganze Rente und ver-
neinte für die Zeit danach zufolge eines Invaliditätsgrades von 18 % einen 
Rentenanspruch.

B.

Nach einer Neuanmeldung vom 23. August 2010 (act. II 97) ermittelte die 
IVB gestützt auf ein psychiatrisches Gutachten (Akten der IVB [act. IIA] 
169) einen Invaliditätsgrad von 10 % und stellte dem Versicherten mit Vor-
bescheid vom 29. Januar 2014 (act. IIA 170) die Abweisung des Leistungs-
gesuchs hinsichtlich einer Invalidenrente in Aussicht. Hiermit zeigte sich 
der Versicherte nicht einverstanden (act. IIA 171, 176, 179-181, 184), wor-
auf die IVB eine Gutachtensergänzung (act. IIA 198) einholte und am 
17. September 2014 einen im Ergebnis unveränderten Vorbescheid erliess 
(act. IIA 199). Nach erhobenem Einwand (act. IIA 202) verneinte sie ent-
sprechend den Vorbescheiden einen Rentenanspruch mit Verfügung vom 
1. Dezember 2014 (act. IIA 205).

C.

Mit Eingabe vom 14. Januar 2015 erhob der Versicherte Beschwerde. Er 
beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 3

Invalidenrente zuzusprechen. Gleichzeitig ersuchte er um unentgeltliche 
Rechtspflege im Sinne einer Befreiung von der Vorschuss- und Kosten-
pflicht. Aufforderungsgemäss verbesserte er am 26. Januar 2015 seine 
Beschwerde und reichte Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Recht-
pflege nach.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2015 schloss die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 1. Dezember 2014 
(act. IIA 205). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.3 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 

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des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
selber klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisie-
renden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsun-
fähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, wel-
che durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belas-
tung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann 
einer fachgerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisie-
rende Charakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psy-
chosoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psy-
chosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund 
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss 
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor-
handen sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 
E. 3.2). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren 
einen derart verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten 
oder seine – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehen-
den – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegrün-
dend auswirken (BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 
E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich 
und psychisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt 
berücksichtigt, wenn auch bedeutend weniger stark als nach dem in der 
Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV 
Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.5 Wurde eine Rente oder eine andere Dauerleistung wegen eines 
fehlenden oder zu geringen Invaliditätsgrades bereits einmal verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versicherte Person glaub-
haft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch 
erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 6

vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung 
immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine 
Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen 
muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch 
Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen 
Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen 
zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 
V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum 
Schluss gelangte, der Beschwerdeführer habe keinen Anspruch auf eine 
Invalidenrente. Zu prüfen gilt es somit zunächst, ob im Vergleich zur Sach-
lage, wie sie der Verfügung vom 3. Dezember 2004 (act. II 57) zugrunde 
lag, im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1. Dezem-

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ber 2014 (act. IIA 205) in den tatsächlichen Verhältnissen eine erhebliche 
Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 hiervor). Gegebenenfalls 
ist anschliessend der Rentenanspruch allseitig frei zu beurteilen (vgl. BGE 
117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.2 Die Verfügung vom 3. Dezember 2004 (act. II 57) enthält eine bloss 
rudimentäre Begründung. Offensichtlich ging jedoch die Beschwerdegeg-
nerin von ausschliesslich unfallbedingten Beeinträchtigungen aus, stellte 
sie doch bei der Invaliditätsbemessung vollumfänglich auf den Rentenent-
scheid der B.________ ab (act. II 34 i.V.m. II 42). Damit stützte sie sich 
bezüglich des ab 1. Juni 2003 verneinten Rentenanspruchs in medizini-
scher Hinsicht einerseits auf die Erkenntnisse aus den Abklärungen der 
B.________ sowie andererseits auf das Gutachten von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Juli 2004 
(act. II 52).

3.2.1 Den verschiedenen Berichten der Klinik D.________ (act. II 8, 22/7-
13) sowie über die kreisärztlichen Untersuchungen (act. II 23/3-6, 23/36-39) 
ist im Wesentlichen zu entnehmen, dass unfallbedingt ein lumbospondylo-
genes Syndrom links sowie ein hochgradiger Funktionsausfall des rechts-
seitigen peripheren Vestibularis-Organes (vermutlich im Rahmen einer 
Commotio labyrinthi) diagnostiziert wurde bzw. seitens des Bewegungsap-
parates keine pathologischen Befunde objektiviert werden konnten. Für 
eine leidensadaptierte Tätigkeit wurde eine uneingeschränkte Arbeitsfähig-
keit attestiert.

3.2.2 Dr. med. C.________ vermerkte im psychiatrischen Gutachten vom 
2. Juli 2004 (act. II 52) als Diagnosen eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie einen Verdacht auf eine nicht näher 
bezeichnete Persönlichkeitsstörung im Sinne einer Charakterneurose mit 
vor allen Dingen ängstlich-vermeidenden, passiv-aggressiven Zügen (ICD-
10: F60.9; act. II 52/24 Ziff. 1 f.). Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich da-
hingehend, dass sich der Beschwerdeführer aus subjektiver Sicht für nicht 
arbeitsfähig halte sowie hin- und hergerissen sei zwischen seiner Motivati-
on, im Arbeitsleben wieder Fuss zu fassen, und einer abwartenden, for-
dernden Haltung, was bereits im Rahmen des psychosomatischen Konsili-

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ums in der Klinik D.________ (act. II 23/14-18) deutlich beschrieben wor-
den sei (act. II 52/26). Der Explorand sei aus psychiatrischer Sicht 
grundsätzlich in einer körperlich nicht anstrengenden, leichten, auch intel-
lektuell wenig fordernden Arbeit, einsetzbar (act. II 52/27).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 1. Dezember 2014 (act. IIA 205) 
basiert auf dem Gutachten von Dr. med. E.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, vom 14. Januar 2014 (act. IIA 169), samt Ergän-
zung vom 14. August 2014 (act. IIA 198).

3.3.1 Die Gutachterin stellte keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit (act. IIA 169.1/23 Ziff. 4.1) und führte als solche ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine langjährige Arbeitslosigkeit (ICD-10: 
Z56), eine Migrationsproblematik (ICD-10: Z60.3), familiäre Probleme (ICD-
10: Z63) sowie eine Verbitterungsstörung auf (act. IIA 169.1/24 Ziff. 4.2). 
Sie erklärte zusammengefasst, bei der psychischen Störung des Be-
schwerdeführers gehe es um ein reaktives Geschehen; ausschlaggebend 
dafür seien verschiedenste krankheitsfremde Faktoren. Er sehe für sich 
keine beruflichen Perspektiven und zeige für eine Reintegration nicht die 
notwendige Motivation, wobei sich dafür keine IV-relevanten somatischen 
oder psychischen Beeinträchtigungen feststellen liessen (act. IIA 169.1/32 
lit. B). Sie attestierte aus psychiatrischer Sicht sowohl für die bisherige als 
auch eine Verweisungstätigkeit eine uneingeschränkte Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit (act. IIA 169.1/33 f. lit. C Ziff. 4 f. und 13 f.), gemäss Zumut-
barkeitsprofil der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS; act. II 73/8) sei eine 
leichte bis mittelschwere Tätigkeit in vollem Umfang zumutbar (act. IIA 
169.1/33 lit. C Ziff. 11).

3.3.2 Der behandelnde Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, wies den Beschwerdeführer im Februar 2014 wegen 
einem schwer depressiven Rezidiv zur stationären Behandlung in die Klinik 
G.________ ein (act. IIA 179/2, 185/5) und nahm Stellung zum psychiatri-
schen Gutachten (act. IIA 184/3). Dabei ging er davon aus, dass der Be-
schwerdeführer im Spätherbst (2013) von mittelschwer zu schwer depres-
siv geworden sei und nach wie vor eine vollständige Arbeitsunfähigkeit be-
stehe. Die diagnostischen Kriterien einer rezidivierenden depressiven 
Störung, aktuell schwere Episode ohne psychotische Symptome, seien 

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erfüllt. Im psychiatrischen Gutachten sei das Verhalten des Beschwerde-
führers falsch interpretiert worden, dieser habe sich für das Untersu-
chungsgespräch sicher sehr zusammengerissen und sich im positiven Sin-
ne verstellt. Die Einschätzung von Dr. med. E.________ sei an Zynismus 
und Ignoranz der seit Jahren wahrgenommenen realen Entwicklung nicht 
zu überbieten.

3.3.3 In der Folge legte die Beschwerdegegnerin die Akten dem Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD) vor (act. IIA 186) und holte einen Bericht der 
Klinik G.________ ein (act. IIA 193). Unter Beilage des Austrittsberichts 
vom 5. Mai 2014 (act. IIA 193/9-12) über die Hospitalisation vom 27. Fe-
bruar bis 24. April 2014 führten die Ärzte der besagten Klinik am 31. Mai 
2014 hauptsächlich die folgenden Diagnosen auf (act. IIA 193/2 Ziff. 1.1):

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressi-
ve Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2), beste-
hend seit zirka 2004

2. Soziale Phobie (ICD-10: F40.1), wahrscheinlich seit der Kindheit
3. Persönlichkeitsakzentuierung mit selbstunsicheren und narzissti-

schen Anteilen, wahrscheinlich seit jungem Erwachsenenalter
4. Thorakolumbales Schmerzsyndrom nach Treppensturz im Jahr 2000 

ohne morphologisches Korrelat und ohne sensorische Ausfälle (ICD-
10: M54.95)

Sie bescheinigten für die Dauer der stationären Behandlung eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit und erachteten die bisherige Tätigkeit als nicht mehr 
zumutbar (act. IIA 193/4 f. Ziff. 1.6).

3.3.4 Dr. med. E.________ äusserte sich am 14. August 2014 zur aktuali-
sierten Aktenlage (act. IIA 198). Sie ging von unveränderten Beschwerden 
und Diagnosen aus, schloss folglich eine Verschlechterung seit der Begut-
achtung aus und hielt an den Schlussfolgerungen ihres Gutachtens fest.

3.3.5 Am 16. Oktober 2014 wies Dr. med. F.________ unter anderem 
darauf hin, dass sich nach dem Austritt aus der Klinik G.________ kurzfris-
tig eine Besserung ergeben habe, der Beschwerdeführer seit mindestens 
drei Monaten aber wieder schwer bis mittelschwer depressiv und weiterhin 
vollständig arbeitsunfähig sei. Entgegen der Behauptung der Gutachterin 
seien die Diagnosekriterien einer mittelgradigen depressiven Episode seit 
längerer Zeit nachgewiesenermassen erfüllt (act. IIA 202/3 f.).

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3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.5 Die psychiatrische Expertise vom 14. Januar 2014 (act. IIA 169), 
samt Ergänzung vom 14. August 2014 (act. IIA 198), erfüllt die vorerwähn-
ten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor) und er-
bringt vollen Beweis. Die gegen das Gutachten erhobene Kritik verfängt 
nicht:

3.5.1 Dass Dr. med. E.________ den Beschwerdeführer lediglich einmal 
untersuchte, ist nicht geeignet, den Beweiswert ihrer überzeugenden 
Schlussfolgerungen zu beeinträchtigen (Beschwerde S. 1). Es ist system-
immanent, dass ein behandelnder Arzt seinen Patienten regelmässig über 
einen viel längeren Zeitraum beobachten kann als ein medizinischer Sach-
verständiger den Exploranden. Das klinische Untersuchungsgespräch ist 
für einen Experten zwar eine notwendige aber nicht die alleinige Erkennt-
nisquelle. Der Gutachter hat bei seiner Beurteilung zwingend anhand der 
Vorakten zusätzlich den relevanten Beschwerdeverlauf einzubeziehen, 
womit das Administrativgutachten nicht eine reine Momentaufnahme dar-
stellt, sondern retro- bzw. prospektive Einschätzungen erlaubt. Vorliegend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 11

hat Dr. med. E.________ sich nicht nur auf die Erkenntnisse aus der Explo-
ration vom 18. Dezember 2013 (act. IIA 169.1/1) und die labortechnischen 
Untersuchungen (act. IIA 169.1/23 lit. A Ziff. 3) gestützt. Es standen ihr 
umfangreiche medizinische Vorakten – einschliesslich des psychiatrischen 
Gutachtens von Dr. med. C.________ (act. II 52) – zur Verfügung, welche 
die seit Jahren geklagte Beschwerdesymptomatik umfassend dokumentie-
ren. Wie die RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, zutreffend feststellte (act. IIA 186), hat die Gutachterin 
die medizinischen Vorakten sorgfältig gewürdigt und im Rahmen einer 
selbst erhobenen Anamnese und Beurteilung eingehend überprüft, dabei 
setzte sie sich vertieft mit den divergierenden Einschätzungen der behan-
delnden Ärzte auseinander (act. IIA 169.1/29 lit. B). 

3.5.2 Der Umstand, dass die Gutachterin auf zusätzliche psychometri-
sche Abklärungen verzichtete, während Dr. med. F.________ auf die Er-
gebnisse der Hamilton-Depressionsskala (HAM-D) abstellte (act. IIA 
202/4), ist nicht entscheidend. Wohl soll diese Testbatterie am 16. Oktober 
2014 einen über dem Cut-Off-Wert für eine schwere bis mittelschwere De-
pression liegenden Score (vgl. HÄRTER/BERMEJO/NIEBLING [Hrsg.], Praxis-
manual Depression, 2007, S. 76) ergeben haben, das Verwenden von 
Fremdbeurteilungsinstrumenten ist jedoch insoweit kritisch, als sich die 
psychopathologische Befunderhebung nicht auf das reine Abfragen von 
Symptomen einer «Rating-Skala» beschränken darf (vgl. MARKUS JÄGER, 
Aktuelle psychiatrische Diagnostik, 2015, S. 33). Nach der Rechtsprechung 
ist dem testmässigen Erfassen der Psychopathologie im Rahmen der 
psychiatrischen Exploration denn auch generell nur eine ergänzende 
Funktion beizumessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] vom 29. April 
2014, 9C_255/2014, E. 3.2). Im Zusammenhang mit der vom Beschwerde-
führer erwähnten Mini-ICF-APP (Beschwerde S. 1 f.) hat das Bundesge-
richt im Übrigen die Frage bisher offen gelassen, für welche Beschwerde-
bilder dieses Instrument überhaupt nutzbringenden Aufschluss geben 
könnte (vgl. SVR 2015 IV Nr. 10 S. 29 E. 4.3.3).

3.5.3 Weder Dr. med. F.________ noch die Ärzte der Klinik G.________ 
vermochten wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation 
entspringende – Aspekte zu benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 12

unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären, womit es die unterschiedli-
che Natur ihres Behandlungsauftrags einerseits und des Begutachtungs-
auftrags der amtlich bestellten Dr. med. E.________ nicht zulässt, das 
Gutachten in Frage zu stellen (vgl. SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). 
Letztlich beschränkt sich die Diskrepanz auf eine unterschiedliche diagnos-
tische Beurteilung, wobei die Gutachterin anhand der klinisch-
diagnostischen Leitlinien nachvollziehbar aufzeigte, dass weder eine (mit-
telgradige) depressive Episode noch eine soziale Phobie vorliegen (act. IIA 
169.1/29 lit. B, 198/4 ff.).

Sie schloss eine rezidivierende depressive Störung mit der Begründung 
aus, die Verstimmungszustände stünden in einer klaren Abhängigkeit zu 
Lebensereignissen und seien stark von Umgebungsfaktoren abhängig. Der 
Beschwerdeführer habe denn sein Selbstvertrauen auch nicht verloren, 
sondern sei entschlussfähig und könne Emotionen zwischen lachen, 
lächeln sowie ebenso Ärger zeigen, wobei er auch nicht mit seinem 
Schicksal hadere, sondern vielmehr keine Introspektionsfähigkeit bzw. Mo-
tivation zeige, sich zu verändern (act. IIA 169.1/29 lit. B, 169.1/32 lit. B). 
Diese Begründung ist einleuchtend, kann doch den verschiedenen Aus-
trittsberichten der Klinik G.________ entnommen werden, dass die Ver-
stimmungsentgleisungen, welche zu den jeweiligen Klinikeinweisungen 
führten, stets als Reaktion auf kränkend empfundene Lebensumstände zu 
betrachten waren und die Stimmung während des Aufenthaltes jeweils 
rasch wieder aufhellte. So erfolgte die erste Hospitalisation (vom 5. August 
bis 3. November 2009) als Reaktion auf die Trennung von seiner Ehefrau 
(act. II 104/5), die zweite (vom 1. bis 30. März 2010) zufolge kultureller 
Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Trennung von seiner Ehefrau 
und dem «Familienclan» (act. II 104/2; vgl. auch: act. IIA 169.1/16 lit. A Ziff. 
2.2, 169.1/18 lit. A Ziff. 2.3, 169.1/19 lit. A Ziff. 2.5, 169.1/20 lit. A Ziff. 2.8), 
die dritte (vom 11. März bis 10. Mai 2013) nach dem Tod der Grossmutter 
(act. IIA 153/6; vgl. auch: act. IIA 169.1/17 lit. A Ziff. 2.2; Beschwerde S. 2) 
und die letzte (vom 27. Februar bis 24. April 2014; act. IIA 193/9-12) mittels 
Einweisungsschreiben vom 7. Februar 2014 (act. IIA 179/2) nach Erhalt 
des negativen Vorbescheids vom 29. Januar 2014 (act. IIA 170). In den 
Berichten der behandelnden Ärzte wird denn auch bestätigt, dass der Be-
schwerdeführer dazu neigt, in seiner Hilflosigkeit zu verharren, nur sehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 13

wenig Einsicht in sein eigenes Handeln zu bekommen und sich vielmehr 
als Opfer zu sehen, welches gerettet werden will (act. II 102/3 Ziff. 1.4, 
104/3 f.; act. IIA 169.1/26 lit. B).

Ebenso nachvollziehbar und überzeugend widerlegte Dr. med. E.________ 
die bereits früher gestellte Diagnose einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), waren doch die Angaben des Beschwer-
deführers zu den somatisch nicht erklärbaren Beschwerden stets vage, 
diskrepant zu seinem Verhalten und wechselnd (act. IIA 169.1/31 lit. B). 
Zudem drängte er auch nicht auf Abklärungen und die von ihm geltend ge-
machte Unzumutbarkeit, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wurde nicht 
mehr mit Schwindel und Schmerzen, sondern mit Müdigkeit und Erschöp-
fung, fehlenden Anreizen (act. IIA 169.1/16 lit. A Ziff. 2.2, 169.1/19 lit. A 
Ziff. 2.6) sowie unzureichender Arbeitsmarktfähigkeit (act. IIA 169.1/23 lit. A 
Ziff. 3) begründet. Schliesslich legte die Gutachterin auch einleuchtend dar, 
dass die akzentuiert narzisstischen Persönlichkeitszüge nicht in einer Aus-
prägung vorliegen, die es dem Beschwerdeführer in der Vergangenheit 
verunmöglicht hätten, willensgesteuert zu handeln (act. IIA 169.1/31 f. 
lit. B). Vielmehr ist festzustellen, dass er im Rahmen seiner Krankheitsge-
schichte seine Therapeuten stets zu überzeugen wusste, auf welche The-
rapiemassnahmen er sich einzulassen bereit war und auf welche nicht 
(act. II 104/7; act. IIA 153/7, 193/4, 193/11).

4.

4.1 Nach dem vorstehend Dargelegten ist nach dem massgebenden 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 
S. 221) erstellt, dass es sich bei den geklagten Beschwerden um ein reak-
tives Geschehen handelt, wofür verschiedene krankheits- und damit IV-
fremde Aspekte (vgl. E. 2.3 hiervor) wie Immigrationsproblematik sowie 
soziokulturelle bzw. psychosoziale Faktoren ausschlaggebend sind. Dass 
der Beschwerdeführer in der dadurch erlittenen Kränkung und Verbitterung 
für sich weder eine berufliche Perspektive noch einen Anreiz zur berufli-
chen Reintegration sieht, kommt einer willentlichen Verweigerungshaltung 
gleich, welche sich mit der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 14

(vgl. Art. 7 Abs. 1 IVG) nicht vereinbaren lässt. Darauf haben nicht nur die 
Ärzte der Klinik D.________ (act. II 23/17 f.), sondern auch Dr. med. 
C.________ im psychiatrischen Vorgutachten (act. II 52/26 f.) bereits aus-
drücklich hingewiesen. 

4.2 Bei dieser Ausgangslage kann bei der sich nunmehr präsentieren-
den Beschwerdesymptomatik nicht von einer wesentlichen Veränderung 
des Gesundheitszustandes ausgegangen werden und ist insoweit ein Revi-
sionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG nicht ausgewiesen. Dass die erho-
benen Befunde im Vergleich zum Referenzzeitpunkt im Jahr 2004 (vgl. 
E. 3.1 hiervor) diagnostisch anders interpretiert wurden, ist in Bezug auf 
das revisionsrechtliche Beweisthema irrelevant, zumal nach der beweis-
kräftigen Verlaufsexpertise aus psychiatrischer Sicht nach wie vor eine me-
dizinisch-theoretisch uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit be-
steht (vgl. BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12). Hinzu kommt, dass selbst die im Wi-
derspruch zur Beurteilung von Dr. med. E.________ von den behandeln-
den Ärzten postulierten psychiatrischen Diagnosen bereits seit zirka 2004 
bzw. seit der Kindheit oder Adoleszenz bestehen sollen und damit in revisi-
onsrechtlicher Hinsicht ohnehin nicht entscheidend wären.

Mangels eines materiellen Revisionsgrundes erübrigt sich eine freie Prü-
fung des Rentenanspruchs und hat die Beschwerdegegnerin das neue 
Leistungsgesuch bezüglich einer Invalidenrente im Ergebnis zu Recht 
abschlägig beschieden. Die Beschwerde erweist sich demgemäss als un-
begründet und ist abzuweisen. Es bleibt, den Beschwerdeführer (und seine 
Therapeuten) auf die in jeder Hinsicht nachvollziehbare und überzeugende 
Empfehlung der Gutachterin hinzuweisen (act. IIA 169.1/32 lit. B; vgl. dazu 
bereits act. II 52/26 f.), dass es ihm nicht nur zumutbar, sondern von ihm im 
Rahmen der Schadenminderungspflicht auch zu fordern ist, sein passiv-
forderndes sowie selbstlimitierendes Verhalten aufzugeben und sich für 
eine berufliche (Selbst-)Eingliederung aufzuraffen. Denn er hat solange 
keinen Anspruch auf eine Invalidenrente und eine solche wird ihm solange 
zu verweigern sein, wie von ihm die hierzu erforderliche Anstrengung er-
wartet werden kann (vgl. MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Inva-
lidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Art. 20 N. 20).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 15

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und – unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – dem unterliegen-
den Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. 

5.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig (Akten des 
Beschwerdeführers [act. IA] 1; prozessleitende Verfügung vom 29. Januar 
2015). Zudem kann das Verfahren gerade noch als nicht von vornherein 
aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege ist demnach gutzuheissen. Somit ist der Beschwerdeführer – unter 
Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivil-
prozessordnung, ZPO; SR 272), d.h. sobald er innert zehn Jahren nach 
Abschluss des Verfahrens zur Nachzahlung in der Lage ist  – von der Zah-
lungspflicht betreffend die Verfahrenskosten zu befreien.

5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/43, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.