# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff6eb1bb-4994-5f12-b37a-df63f66e36f6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.03.2007 D-2121/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2121-2007_2007-03-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2121/2007
law/bah
{T 0/2}

Urteil vom 29. März 2007

Mitwirkung: Richter Walter Lang, Daniel Schmid, Fulvio Haefeli
Gerichtsschreiber Christoph Basler

A._______, Nationalität unbekannt,
vertreten durch B._______,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 8. März 2007 i. S. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung / 
N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, gemäss seinen Aussagen ein simbabwischer Staatsange-
höriger mit  letztem Wohnsitz in A._______, seine Heimat am 4. August  2006 verliess 
und am 7. August 2006 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass die Erstbefragung am 11. August 2006 im Empfangszentrum _______ stattfand,

dass der Beschwerdeführer am 3. Oktober 2006 vom _______ befragt wurde, 

dass für den Inhalt der Befragungsprotokolle auf die Akten zu verweisen ist, 

dass im Auftrag des BFM am 4. Dezember 2006 mit dem Beschwerdeführer ein Telefon-
gespräch  geführt  wurde,  aufgrund  dessen  ein  Sprachexperte  eine  Herkunftsanalyse 
(LINGUA-Analyse) über ihn erstellte,

dass der Experte in seinem Bericht vom 13. Januar 2007 zum Schluss gelangte, der Be-
schwerdeführer sei eindeutig nicht in Simbabwe sondern in Nigeria sozialisiert worden, 

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 1. Februar 2007 den 
wesentlichen Inhalt  der LINGUA-Analyse mitteilte  und ihm Frist  zur Einreichung einer 
Stellungnahme ansetzte, 

dass der Beschwerdeführer am 12. Februar 2007 eine Stellungnahme einreichte, in der 
er ankündigte, er werde sich bemühen, in Simbabwe ein Identitätsdokument zu beschaf-
fen,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 7. August 2006 mit Ver-
fügung vom 22. Februar 2007 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 [AsylG; SR 142.31] nicht eintrat,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 27. Fe-
bruar 2007 gegen diese Verfügung durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde erheben 
liess,

dass das BFM die angefochtene Verfügung vom 22. Februar 2007 im Rahmen der Ver-
nehmlassung durch eine neuen Verfügung vom 8. März 2007 ersetzte (vgl. Art. 58 Abs. 
1 und 2 VwVG),

dass die Beschwerde vom 27. Februar 2007 vom Bundesverwaltungsgericht mit vom 29. 
März  2007  datierender  Abschreibungsverfügung  als  gegenstandslos  geworden  abge-
schrieben wurde,

dass das BFM in der Verfügung vom 8. März 2007 - eröffnet am 12. März 2007 - auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG er-
neut nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete, 

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Experte sei zum Schluss 
gelangt, der Beschwerdeführer stamme eindeutig nicht aus Simbabwe, 

dass  der  Beschwerdeführer  kaum über  Kenntnisse  seines  angeblichen  Heimatlandes 
verfüge, 

dass  er  die  Provinzen  des  Landes  nicht  nennen  könne,  die  Bezeichnung  seines 

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Stammes und die wichtigste Ortschaft  Bulawayo falsch ausspreche,  keine Kenntnisse 
über die polititische Situation Simbabwes habe und zudem kein Wort einer dort geläu-
figen afrikanischen Sprache spreche, 

dass das von ihm gesprochene Englisch der englischen Sprache, die in Nigeria gespro-
chen werde, entspreche, 

dass der Beschwerdeführer, würde er tatsächlich aus Simbabwe stammen und hätte er 
dort  seit  seiner  Geburt  gelebt,  die  geografischen  und  politischen  Verhältnisse  dieses 
Landes kennen müsste,

dass er auch das Englisch, welches dort gesprochen werde, sprechen können und mit 
einer der geläufigen afrikanischen Sprachen vertraut sein müsste,

dass er zudem trotz mehrmaliger Aufforderung keine Dokumente eingereicht habe, wel-
che die angegebene Herkunft belegen könnten,

dass aufgrund dieser Ausführungen die Identitätstäuschung feststehe, 

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. Februar 2007 (Poststempel: 19. März 
2007) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragte, die Verfügung vom 8. März 2007 sei aufzuheben und zur Neubeurteilung an 
das BFM zurückzuweisen,  es sei  die Unzulässigkeit  beziehungsweise Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs festzustellen und als Folge davon die vorläufige Aufnahme zu 
erteilen,  der  vorliegenden  Beschwerde  sei  die  aufschiebende  Wirkung  zuzuerkennen 
und die zuständigen kantonalen Behörden seien anzuweisen, auf Vollzugsmassnahmen 
einstweilen zu verzichten, und es sei ihm die vollumfängliche unentgeltliche Rechtspfle-
ge zu gewähren sowie eine angemessene Parteientschädigung zu entrichten,

dass für die Begründung der Beschwerde auf die Akten zu verweisen ist,

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5  des Bundesgesetzes vom 20.  Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren 
[VwVG; SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Ver-
waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG; SR 173.32];  Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG; SR 173.110]),

dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (vgl. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das 
BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht  entzogen hat  (vgl. 
Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass folglich der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AsylG berechtigt ist, sich 
bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz aufzuhalten,

dass deshalb mangels Rechtschutzinteresses auf die Anträge, es sei der vorliegenden 
Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  zuzuerkennen  und  die  zuständige  kantonale 
Behörde sei anzuweisen, auf Vollzugsmassnahmen einstweilen zu verzichten, nicht ein-

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zutreten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  hinsichtlich  der  weiteren  Rechtsbegehren  legitimiert  ist, 
weshalb  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 
108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG), 

dass  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von  Bundes-
recht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachver-
halts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide praxisgemäss 
auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit darauf beschränkt ist, 
bei  Begründetheit  des Rechtsmittels  die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheide 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 Erw. 
2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz  demgegenüber  die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht einzig diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass die vorliegende Beschwerde - wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt 
- offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet werden 
kann  und  der  Beschwerdeentscheid  lediglich  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111 
Abs. 1 und 3 AsylG; vereinfachtes Verfahren),

dass im vorliegenden Fall das BFM über seine Fachstelle LINGUA den Beschwerdefüh-
rer einer Herkunftsanalyse auf der Basis charakteristischer Merkmale in der Sprechwei-
se sowie landeskundlich-kultureller  Anhaltspunkte  unterzogen und ihm am 1.  Februar 
2007 das rechtliche Gehör zum Abklärungsergebnis gewährt hat,

dass  auf  Asylgesuche nicht  eingetreten wird,  wenn  Asylsuchende  die Behörden über 
ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund der Ergebnisse der erkennungs-
dienstlichen  Behandlung  oder  anderer  Beweismittel  feststeht  (Art.  32  Abs.  2  Bst.  b 
AsylG),

dass der Experte zur Erkenntnis gelangt ist, der Beschwerdeführer sei eindeutig nicht in 
Simbabwe, sondern in Nigeria sozialisiert worden,

dass  LINGUA-Analysen  des  BFM  keine  Sachverständigengutachten  (Art.  12  Bst.  e 
VwVG; Art. 57 ff. des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilpro-
zess [BZP; SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG), sondern schriftliche Auskünfte einer Drittper-
son (Art. 12 Bst. c VwVG; Art. 49 BZP i.V.m. Art. 19 VwVG) darstellen, ihnen indessen - 
sofern bestimmte Anforderungen an die fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutrali-
tät des Experten wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der 
Analysen erfüllt sind - erhöhter Beweiswert zukommt (vgl. EMARK 2003 Nr. 14 E. 7 S. 
89; 1998 Nr. 34 S. 284 ff.),

dass  der  vorliegend  zu  beurteilenden,  nachvollziehbar  begründeten  LINGUA-Analyse 
nach den erwähnten Kriterien erhöhter Beweiswert zukommt,

dass die LINGUA-Analyse einen überzeugenden Eindruck hinterlässt und zu keinen Be-

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anstandungen Anlass gibt,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs zu der Analyse die darin 
enthaltenen Schlussfolgerungen offensichtlich nicht zu widerlegen vermochte,

dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  des  Ergebnisses  der  LINGUA-Analyse  mit  Be-
stimmtheit  nicht  aus  Simbabwe  stammt,  weshalb  eine  Identitätstäuschung  mit  hinrei-
chender Sicherheit feststeht, zumal keine dokumentierten und überzeugenden Anstren-
gungen seinerseits bekannt sind, seine Identität und damit seinen Geburtsort und seine 
Staatsangehörigkeit zu belegen, 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung unter Hinweis auf die LINGUA-Analyse 
überzeugend dargelegt hat, weshalb es auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die in der Beschwerde geäusserten Zweifel an der Eignung des beigezogenen Ex-
perten  nicht  stichhaltig  sind,  zumal  dieser  aufgrund  seines  Erfahrungshintergrundes 
zweifellos in der Lage ist, eine in Nigeria sozialisierte Person aufgrund ihres Sprachge-
brauchs diesem Land zuordnen zu können,

dass  der  Experte  zudem  nachvollziehbar  aufzeigte,  aus  welchen  landeskundlichen 
Gründen der Beschwerdeführer nicht aus Simbabwe stammt,

dass der Hinweis in der Beschwerde, der Beschwerdeführer habe die Schule nicht be-
sucht  und sei  in einem wenig zivilisierten Dorf  aufgewachsen,  nicht  geeignet  ist,  sein 
mangelhaftes Wissen zu seiner Herkunft  und den Gebrauch des in Nigeria gebräuch-
lichen Englisch zu erklären,

dass die in der Beschwerde erhobene Rüge, die Vorinstanz habe den Anspruch des Be-
schwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt, da sie ihm keine detaillierten Angaben 
über die LINGUA-Analyse gemacht habe, nicht stichhaltig ist, zumal die Vorinstanz vor-
liegend zwar knapp, aber rechtsgenüglich offengelegt hat, aufgrund welcher Umstände 
der Experte zu seinem Schluss gekommen ist,

dass  demnach  eine  Identitätstäuschung  mit  genügender  Sicherheit  feststeht  (vgl. 
EMARK 2003 Nr. 27; 1999 Nr. 19 E. 3d S. 125 f.) und das BFM folglich zu Recht in An-
wendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilli-
gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  (Art.  44  Abs.  1 
AsylG, Art. 32 Bst. a Asylverordnung 1 [AsylV 1; SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegen-
stehen,  da im Fall  eines unzulässigen,  unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das 
Anwesenheitsverhältnis  nach  den  Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  vom 26.  März 
1931 über  Aufenthalt  und Niederlassung der  Ausländer  (ANAG;  SR 142.20)  über  die 
vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  grundsätzlich  von Amtes  wegen  zu prüfen  ist,  ob  der  Vollzug  der  Wegweisung 
nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG), diese Unter-
suchungspflicht  jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht 
der Asylsuchenden findet (Art.  8 AsylG), welche auch die Substanziierungslast  tragen 

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(Art. 7 AsylG), und es deshalb nicht Sache der Asylbehörden sein kann, nach allfälligen 
Wegweisungshindernissen in hypothetischen Herkunftsländern zu forschen,

dass infolge der versuchten Täuschung des Beschwerdeführers über seine Staatsange-
hörigkeit grundsätzlich auch Zweifel an der von ihm geltend gemachten Minderjährigkeit 
bestehen,

dass ungeachtet dessen darauf hinzuweisen ist, dass auch eine unbegleitete minderjäh-
rige Person verpflichtet ist, bei der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. Art. 
8 Abs. 1 AsylG), zumal sie in der Regel über die familiären Verhältnisse und die persön-
lichen Lebensumstände im Heimatland aus eigener Wahrnehmung Kenntnisse besitzt, 
welche die Behörden gar nicht oder zumindest nicht mit vernünftigem Aufwand erheben 
könnten (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 Erw. 6.4.2. und 6.4.3. S. 212 f.),

dass im Rahmen der freien Beweiswürdigung ohne weiteres Rückschlüsse auf die für 
den Minderjährigen im Heimatland bestehende Situation gezogen werden können, wenn 
dieser seiner Mitwirkungspflicht insbesondere bei der Erhebung der familiären und per-
sönlichen  Verhältnisse  nicht  nachkommt  oder  seine  diesbezüglichen  Angaben  nicht 
glaubhaft sind, 

dass keine Veranlassung besteht,  von Amtes wegen weitere Abklärungen im Heimat-
land vorzunehmen, falls sich aufgrund der Akten die sich im Falle der Rückkehr einer 
unbegleiteten minderjährigen Person ergebende Situation zuverlässig einschätzen lässt,

dass  im vorliegenden  Fall  infolge  der  versuchten  Täuschung  des  Beschwerdeführers 
über seine Staatsangehörigkeit beziehungsweise aufgrund der Tatsache, dass er nach 
wie vor nicht bereit ist, über seine tatsächliche Herkunft und wahrheitsgemäss Auskunft 
zu geben,  keine sinnvollen  Abklärungen zur Situation,  in  welcher  er  sich nach seiner 
Rückkehr in sein wirkliches Heimatland befindet, gemacht werden können,

dass der Beschwerdeführer aus den oben genannten Gründen die Folgen seiner man-
gelhaften Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren Identität  zu tragen hat, 
indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden einer Wegweisung in den tat-
sächlichen  Heimatstaat  keine  landes-  oder  völkerrechtlichen  Vollzugshindernisse  im 
Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 14a Abs. 2 - 4 ANAG entgegenstehen (vgl. 
EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 5 f.), zumal die von ihm geltend gemachten Gründe für 
das Verlassen seines Heimatlandes aufgrund der festgestellten Identitätstäuschung jeg-
licher Grundlage entbehren und somit keine stichhaltigen Gründe für die Annahme einer 
ihm drohenden Gefährdung darzustellen vermögen,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die an-
gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 
1 und 2 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als aussichtslos darstellte,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. 
a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE;  SR 173.320.2]  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), weshalb sein Antrag, die 
Verfahrenskosten seien dem Staat aufzuerlegen, abzuweisen ist,

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dass die Ausrichtung einer Parteientschädigung für das vorliegende Beschwerdeverfah-
ren aufgrund des Ausgangs des Verfahrens nicht in Betracht fällt (Art. 64 Abs. 1 VwVG), 
weshalb der entsprechende Antrag abzuweisen ist,

dass  in  der  Abschreibungsverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  29.  März 
2007 in Aussicht gestellt wurde, über die Ausrichtung einer Parteientschädigung im Be-
schwerdeverfahren D-1514/2007 werde im Rahmen des vorliegenden Beschwerdever-
fahrens zu befinden sein,

dass bei einem gegenstandslos gewordenen Verfahren die Kosten jener Partei auferlegt 
werden, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 VGKE),

dass die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahren D-1514/2007 seitens des BFM 
bewirkt wurde, 

dass  daher  dem  Beschwerdeführer  für  das  angestrengte  Beschwerdeverfahren  eine 
Parteientschädigung  für  die  ihm  erwachsenen  notwendigen  Kosten  zuzusprechen  ist 
(vgl. Art. 15 i.V.m. Art. 5 VGKE),

dass  der  Beschwerdeführer  keine  Kostennote  eingereicht  hat,  weshalb  die  Parteient-
schädigung auf Grund der Akten festzusetzen ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE),

dass die Kosten der Vertretung (vgl. Art. 8, Art. 9 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 1 VGKE) für 
das  Beschwerdeverfahren  D-1514/2007  unter  Berücksichtigung  aller  massgebenden 
Umstände auf  der Basis  des anwendbaren  Stundenansatzes für  eine nichtanwaltliche 
berufsmässige Vertretung auf insgesamt Fr. 500.-- (inkl. Auslagen und MWST) festzule-
gen sind (vgl. Art. 10 Abs. 2 VGKE) und dieser Betrag dem Beschwerdeführer als Par-
teientschädigung zuzusprechen ist, 

dass die Kosten für das vorliegende Verfahren in der Höhe von Fr. 600.-- mit der Partei-
entschädigung für das Verfahren D-1514/2007 zu verrechnen sind,

dass der Beschwerdeführer demnach den Fehlbetrag von Fr. 100.-- nachzuzahlen hat.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 
1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. 

4. Es wird für das Beschwerdeverfahren D-2121/2007 keine Parteientschädigung ent-
richtet.

5. Dem Beschwerdeführer wird für das Verfahren D-1514/2007 eine Parteientschädi-
gung von Fr. 500.-- zugesprochen.

6. Die Verfahrenskosten gemäss Ziffer 3 werden mit der Parteientschädigung gemä-
ss Ziffer 5 verrechnet. Den Restbetrag von Fr. 100.-- hat der Beschwerdeführer in-
nert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

7. Dieses Urteil geht an:

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers,  2  Expl.  (eingeschrieben,  vorab 
per Telefax; Beilage: Einzahlungsschein)

- die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt  und Rückkehrförderung, mit deren Akten 
(vorab per Telefax) (Ref.-Nr. N _______)

- das _______ (per Telefax)

Der Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

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