# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c00fca3-0210-5310-a4c4-3725a5f8d64c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 18.11.2025 STK 2023 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2023-80_2025-11-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 18. November 2025
STK 2023 79 und 80

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Walter Züger und Jörg Meister,
Kantonsrichterinnen Monique Schnell Luchsinger und Veronika Bürgler Trut-
mann,
Gerichtsschreiber Noah Thurnherr.

In Sachen A.________,
Beschuldigte 1, Berufungsführerin und Anschlussberufungsgegnerin,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________,

und

C.________,
Beschuldigter 2, Berufungsführer und Anschlussberufungsgegner,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt D.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, 
Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau,
Anklagebehörde, Berufungsgegnerin und Anschlussberufungsführerin,
vertreten durch Staatsanwalt E.________,

2. F.________ AG,
Privatklägerin, Berufungsgegnerin und Anschlussberufungsgegnerin,

betreffend mehrfachen Betrug, mehrfache Urkundenfälschung

Kantonsgericht Schwyz 2

(Berufungen gegen die Urteile des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe vom 
6. Juni 2023, SEO 2022 22 und 23);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 3

nachdem sich ergeben:

A. Nach ersten Strafbefehlen vom 11. Februar 2022 (U-act. 15.2.001; 
15.1.001), wogegen die Beschuldigte 1 am 16. Februar 2022 (U-act. 15.2.002) 
und der Beschuldigte 2 am 17. Februar 2022 (U-act. 15.1.002) Einsprache er-
hoben, erliess die Anklagebehörde am 21. Oktober 2022 berichtigte und er-
gänzte Strafbefehle gegen die Beschuldigten wegen mehrfachen Betrugs im 
Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB und mehrfacher Urkundenfälschung im Sinne 
von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB (U-act. 15.2.008, 15.1.010). Sie bestrafte 
die Beschuldigten je mit einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen (Beschuldigte 
1: zu Fr. 30.00; Beschuldigter 2: zu Fr. 60.00), wovon 19 Tagessätze als durch 
erstandene Haft geleistet galten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 
zwei Jahren, sowie mit einer Busse von Fr. 750.00 (Beschuldigte 1) bzw. von 
Fr. 1’500.00 (Beschuldigter 2; SEO 2022 22 und 23, je Vi-act. 1.1, Dispositivzif-
fern 2, 3). Am 14. November 2022 überwies die Anklagebehörde die Strafbe-
fehle dem Bezirksgericht Höfe zur Beurteilung (SEO 2022 22 und 23, je Vi-
act. 1). Den Beschuldigten wird folgender jeweils gleichlautender Sachverhalt 
zur Last gelegt:

Zu nicht näher bekannten Zeitpunkten im Zeitraum von Januar 2019 bis 
am Samstag, 7. August 2021, um 16:20 Uhr, hat die Beschuldigte / der 
Beschuldigte in gleichmassgeblichem Zusammenwirken mit C.________ / 
A.________ in den F.________-Filialen an der G.________strasse xx so-
wie an der H.________strasse yy wissentlich und willentlich Preisetiketten 
von reduzierten Kleidungsstücken an ungefähr 170 Markenkleider ange-
bracht und diese mit falschen Preisschildern an der Kasse vorgelegt und 
zu einem zu tiefen Preis gekauft. Im Einzelnen handelten die Beschuldigte 
und ihr Ex-Mann, C.________, wie folgt:

Die Beschuldigte und C.________ begaben sich im Verkaufsgeschäft je-
weils in den „Sales-Bereich“. Dort behändigten sie ein reduziertes Klei-
dungsstück ab einem Kleiderständer. Danach begaben sie sich zu den 
nicht reduzierten teuren Kleidern der Marken Lacoste, Tommy Hilfiger, 
Gant, Adidas etc., um zum Beispiel einen Pullover der Marke Lacoste ab 
einem Kleiderständer zu nehmen. Mit beiden Kleidungsstücken gingen sie 
zu einem weiteren Kleiderständer. Dort lösten sie wissentlich und willent-

Kantonsgericht Schwyz 4

lich den roten „Rabatt-Kleber“ oder die rote Preisetikette vom reduzierten 
Kleidungsstück ab und brachten diesen am teuren Markenpullover über 
der Preisetikette an, wodurch der tatsachenwidrige Anschein erweckt 
wurde, dass der Markenpullover zum Preis gemäss angebrachtem fal-
schen Preisschild verkauft würde. Anschliessend begab sich die Beschul-
digte / der Beschuldigte mit dem mit falscher Preisanschrift versehenen 
Markenpullover zur Kasse und kaufte diesen zu einem zu tiefen Preis.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Kleidungsstücke:

[Liste von 170 Kleidungsstücken mit Beschrieb, Verkaufspreis, bezahltem 
Preis, Differenz]

Indem die Beschuldigte / der Beschuldigte den Mitarbeitern an der Kasse 
der F.________-Filialen in Pfäffikon SZ und Rapperswil SG Kleidungsstü-
cke mit falschen Preisschildern vorlegte, täuschte sie/er diese über den 
tatsächlichen Preis. Sie/er bediente sich besonderer Machenschaften, da 
die Täuschung durch die gefälschten Preisschilder erfolgte. Die Preiseti-
ketten erweckten den Anschein, von der F.________ AG statt von der Be-
schuldigten / vom Beschuldigten, der tatsächlichen Ausstellerin, her-
zurühren. Dadurch versetzte sie/er die Mitarbeiter an der Kasse der 
F.________-Filialen in Pfäffikon SZ und Rapperswil SG in einen Irrtum.

Die Beschuldigte / der Beschuldigte brachte die falschen Preisetiketten 
wissentlich und willentlich an den Markenkleidern an, die sie/er zu kaufen 
beabsichtigte. Sie/er handelte in der Absicht, die Mitarbeiter an der Kasse 
der beiden F.________-Filialen über den tatsächlichen Verkaufspreis der 
vorgelegten Kleidungsstücke zu täuschen und sie in den tatsachenwidri-
gen Glauben zu versetzen, dass die von ihr/ihm vorgelegten Waren zu den 
von ihr/ihm angebrachten falschen Preisen verkauft würden. Weiter han-
delte sie/er in der Absicht, Kleidungsstücke mit falschen Preisschildern an 
der Kasse vorzuzeigen, um diese zu massiv günstigeren Preisen zu kaufen 
und sich damit im Umfang der Differenz zwischen dem tatsächlichen Preis 
der Waren und der verfälschten Preisangabe, insgesamt im Umfang von 
mindestens CHF 5’061.40, unberechtigterweise zu bereichern, d.h. sich 
selber finanziell besserzustellen. Der F.________ AG entstand dadurch 
ein Schaden in der Höhe von insgesamt mindestens CHF 5’061.40, was 
die Beschuldigte / der Beschuldigte als Folge seines/ihres Verhaltens zu-
mindest für möglich hielt und auch in Kauf nahm.

Der Einzelrichter holte am 15. Dezember 2022 bei der Privatklägerin einen 
schriftlichen Bericht ein (SEO 2022 23, Vi-act. 5; SEO 2022 22, Vi-act. 4). Diese 
beantwortete mit Eingabe vom 4. Januar 2023 den Fragenkatalog (SEO 2022 
23, Vi-act. 8; SEO 2022 22, Vi-act. 14) und reichte am 9. Januar 2023 (SEO 

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2022 23, Vi-act. 10; SEO 2022 22, Vi-act. 16) sowie am 23. Januar 2023 (SEO 
2022 23, Vi-act. 11; SEO 2022 22, Vi-act. 17) weitere Unterlagen ein. Die Be-
schuldigten bestritten den Beweiswert und die Verwertbarkeit dieser Eingaben 
(SEO 2022 23, Vi-act. 16; SEO 2022 22, Vi-act. 20).

Mit Eingabe vom 15. März 2023 reichte die Beschuldigte 1 Fotos ein und bean-
tragte weitere Beweisabnahmen (SEO 2022 23, Vi-act. 22), die mit Verfügung 
vom 6. April 2023 teilweise gutgeheissen wurden (SEO 2022 23, Vi-act. 28). 
Die Beschuldigte 1 reichte am 13. April 2023 weitere Beweismittel ein (SEO 
2022 23, Vi-act. 29). Der Beschuldigte 2 beantragte mit Eingabe vom 10. März 
2023 die Abnahme verschiedener Beweise (SEO 2022 22, Vi-act. 25), die mit 
Verfügung vom 6. April 2023 teilweise gutgeheissen wurden (SEO 2022 22, Vi-
act. 28).

An der Hauptverhandlung vom 6. Juni 2023 (SEO 2022 23, Vi-act. 37 = SEO 
2022 22, Vi-act. 36), die gleichzeitig für beide Beschuldigten stattfand, wurden 
diese zu ihrer Person und zur Sache befragt. Die Beschuldigte 1 stellte folgende 
Anträge (SEO 2022 23, Vi-act. 33):

1. A.________ sei von Schuld und Strafe freizusprechen.

2. A.________ sei für die erlittene Untersuchungshaft von 19 Tagen 
eine angemessene Genugtuung, zuzüglich 5 Prozent Zins seit 
7. August 2021, zuzusprechen.

3. A.________ sei ein Schadenersatzbetrag von mindestens 
CHF 1’000.00, zuzüglich 5 Prozent Zins seit 12. Januar 2022, zuzu-
sprechen.

4. Allfällige Zivilforderungen seien abzuweisen, eventualiter auf den Zi-
vilweg zu verweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

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Der Beschuldigte 2 stellte seinerseits folgende Anträge (SEO 2022 22, Vi-
act. 33):

1. C.________ sei vollumfänglich freizusprechen;

2. C.________ sei für die ungerechtfertigte Polizei- und Untersu-
chungshaft von total 19 Tagen angemessen zu entschädigen und 
es sei ihm eine angemessene Genugtuung zuzusprechen;

3. C.________ sei für die ihm vom Staat weggenommenen und rechts-
widrig an Dritte übergebenen Sachen angemessen zu entschädi-
gen;

4. Allfällige Zivilforderungen seien abzuweisen, eventualiter auf den zi-
vilen Rechtsweg zu verweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Urteilen vom 6. Juni 2023 erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe 
Folgendes (SEO 2022 22 und 23, je Vi-act. A):

Beschuldigte 1

1. Die Beschuldigte ist schuldig

- des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 
(Vorfälle vom 7. August 2021 in der F.________-Filiale im 
I.________)

sowie
- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 

Ziff. 1 StGB (Vorfälle vom 7. August 2021 in der F.________-
Filiale im I.________)

2.1 Die Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 
CHF 30.00 (total CHF 900.00) bestraft, wovon 19 Tagessätze als 
durch erstandene Haft abgegolten gelten.

2.2 Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 2 Jahren 
aufgeschoben.

3. Auf die Schadenersatzforderung (Antrag Ziff. 3) der Beschuldigten 
wird nicht eingetreten.

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4. Die Zivilforderung der Privatklägerin wird auf den Zivilweg verwie-
sen.

5. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 6’877.20 (Gerichtsge-
bühr CHF 2’000.00; Untersuchungskosten CHF 4’877.20) werden 
der Beschuldigten auferlegt.

Beschuldigter 2

1. Der Beschuldigte ist schuldig

- des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 
(Vorfälle vom 7. August 2021 in der F.________-Filiale im 
I.________)

sowie
- der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 

Ziff. 1 StGB (Vorfälle vom 7. August 2021 in der F.________-
Filiale im I.________)

2.1 Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 
CHF 60.00 (total CHF 1’800.00) bestraft, wovon 19 Tagessätze als 
durch erstandene Haft abgegolten gelten.

2.2 Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 2 Jahren 
aufgeschoben.

3. Auf die Schadenersatzforderung (Antrag Ziff. 3) des Beschuldigten 
wird nicht eingetreten.

4. Die Zivilforderung der Privatklägerin wird auf den Zivilweg verwie-
sen.

5. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 8’617.85 (Gerichtsge-
bühr CHF 2’000.00; Untersuchungskosten CHF 6’617.85) werden 
dem Beschuldigten auferlegt.

B. Die Beschuldigte 1 meldete am 12. Juni 2023 Berufung an (STK 2023 80, 
KG-act. 2) und beantragte mit der Berufungserklärung folgende Änderungen 
des vorinstanzlichen Urteils (KG-act. 3):

- Freispruch von den Vorwürfen des mehrfachen Betrugs (Art. 146 
Abs. 1 StGB) und der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 
Ziff. 1 StGB).

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- Zusprechung einer angemessenen Genugtuung für die erlittene Un-
tersuchungshaft von 19 Tagen, zuzüglich 5 Prozent Zins seit 7. Au-
gust 2021.

- Feststellung Widerrechtlichkeit Aufhebung der Beschlagnahme 
gemäss Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 15. September 
2021 (U-act. 5.2.005 + 5.1.005).

- Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.

Zusätzlich beantragte sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 
Rechtsverbeiständung.

Der Beschuldigte 2 meldete seinerseits am 13. Juni 2023 Berufung an (STK 
2023 79, KG-act. 2) und stellte mit der Berufungserklärung vom 15. Dezember 
2023 (Postaufgabe) folgende Anträge (KG-act. 3):

1. Das Urteil des Einzelrichters sei aufzuheben. Stattdessen sei 
C.________ vollumfänglich freizusprechen.

2. Eventualiter sei das Urteil des Einzelrichters zu ergänzen und 
C.________ vom Vorwurf des mehrfachen Betrugs und Urkunden-
fälschung für den Zeitraum von Januar 2019 bis 6. August 2021 frei-
zusprechen.

3. C.________ sei für die ungerechtfertigte Polizei- und Untersu-
chungshaft von total 19 Tagen angemessen zu entschädigen und 
es sei ihm eine angemessene Genugtuung zuzusprechen.

4. Es sei festzustellen, dass die Übergabe der bei C.________ sicher-
gestellten Gegenstände und Kleider an die F.________ AG rechts-
widrig war.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für beide Instanzen.

6. C.________ sei für dieses Verfahren die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren und es sei ihm der Unterzeichnete als Rechts-
beistand beizugeben.

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Mit Anschlussberufungen vom 4. Januar 2024 stellte die Anklagebehörde fol-
gende Anträge (STK 2023 79/80, je KG-act. 5):

Beschuldigte 1

Die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben 
und wie folgt abzuändern:

1. A.________ sei zusätzlich zur Verurteilung gemäss Dispositiv-Ziffer 1 
schuldig zu sprechen:

a. des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (Vor-
fälle von Januar 2019 bis 7. August 2021 in den F.________-Filialen 
im I.________ in Pfäffikon SZ und in Rapperswil SG an der 
H.________strasse yy);

b. der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 
Abs. 1 und 2 StGB (Vorfälle von Januar 2019 bis 7. August 2021 in 
den F.________-Filialen im I.________ in Pfäffikon SZ und in Rap-
perswil SG an der H.________strasse yy).

2. A.________ sei zu bestrafen mit einer Geldstrafe von 100 Tagessät-
zen zu CHF 30.00, total CHF 3’000.00, wovon 19 Tagessätze als 
durch erstandene Haft geleistet gelten, und mit einer Busse von 
CHF 750.00.

3. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 2 
Jahre festzusetzen.

4. Die Busse sei zu bezahlen. Bei schuldhaftem Nichtbezahlen der Busse 
habe an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen zu treten.

5. Unter Kostenfolge für das Berufungsverfahren zulasten der beschul-
digten Person.

Beschuldigter 2

1. C.________ sei zusätzlich zur Verurteilung gemäss Dispositiv-Ziffer 
1 schuldig zu sprechen:

a. des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 
(Vorfälle von Januar 2019 bis 7. August 2021 in den 
F.________-Filialen im I.________ in Pfäffikon SZ und in 
Rapperswil SG an der H.________strasse yy);

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b. der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 
Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB (Vorfälle von Januar 2019 bis 7. Au-
gust 2021 in den F.________-Filialen im I.________ in Pfäffi-
kon SZ und in Rapperswil SG an der H.________strasse yy).

2. C.________ sei zu bestrafen mit einer Geldstrafe von 100 Tages-
sätzen zu CHF 60.00, total CHF 6’000.00, wovon 19 Tagessätze als 
durch erstandene Haft geleistet gelten, und mit einer Busse von 
CHF 1’500.00.

3. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 
2 Jahre festzusetzen.

4. Die Busse sei zu bezahlen. Bei schuldhaftem Nichtbezahlen der 
Busse habe an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen 
zu treten.

5. Unter Kostenfolge für das Berufungsverfahren zulasten der beschul-
digten Person.

Die Verfahrensleitung ordnete am 13. März 2024 die schriftlichen Verfahren an 
(STK 2023 79/80, je KG-act. 7).

Mit Berufungsbegründung vom 4. Juli 2024 stellte die Beschuldigte 1 folgende 
Anträge (STK 2023 80, KG-act. 17):

1. A.________ sei von den Vorwürfen des mehrfachen Betruges 
(Art. 146 Abs. 1 StGB) und der mehrfachen Urkundenfälschung 
(Art. 251 Ziff. 1 StGB) freizusprechen.

2. Eventualiter sei das Strafverfahren gegen A.________ einzustellen.

3. A.________ sei für die erlittene Untersuchungshaft von 19 Tagen eine 
angemessene Genugtuung, zuzüglich 5 Prozent Zins seit 7. August 
2021, zuzusprechen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.

5. Es sei A.________ die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren 
und es sei ihr in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin beizugeben.

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Der Beschuldigte 2 reichte am 4. Juli 2024 seine Berufungsbegründung ein 
(STK 2023 79, KG-act. 18), wobei er das Feststellungsbegehren fallenliess und 
die Anträge wie folgt änderte (Änderungen fettgedruckt):

1. Das Urteil des Einzelrichters sei aufzuheben. Stattdessen sei 
C.________ vollumfänglich freizusprechen.

2. Eventualiter sei das Urteil des Einzelrichters zu ergänzen und 
C.________ vom Vorwurf des mehrfachen Betrugs und Urkunden-
fälschung für den Zeitraum von Januar 2019 bis 7. August 2021 
freizusprechen.

3. C.________ sei für die ungerechtfertigte Polizei- und Untersu-
chungshaft von total 19 Tagen praxisgemäss zu entschädigen und 
es sei ihm eine angemessene Genugtuung zuzusprechen, beides 
zuzüglich 5 % Zins seit 7. August 2021.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für beide Instanzen.

5. C.________ sei für dieses Verfahren die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren und es sei ihm der Unterzeichnete als Rechts-
beistand beizugeben.

Mit Anschlussberufungsbegründung vom 8./9. Juli 2024 hielt die Anklage-
behörde an ihren Anträgen fest (STK 2023 80, KG-act. 19; STK 2023 79, KG-
act. 20).

Die Beschuldigte 1 stellte mit Anschlussberufungsantwort vom 29. August 2024 
folgende Anträge (KG-act. 25):

1. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft vom 4. Januar 2024 
sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.

3. Eventualiter sei A.________ die unentgeltliche Prozessführung zu ge-
währen und es sei ihr in der Person der Unterzeichnenden eine unent-
geltliche Rechtsbeiständin beizugeben.

Kantonsgericht Schwyz 12

Der Beschuldigte 2 beantragte mit Anschlussberufungsantwort vom 9. Septem-
ber 2024 die Abweisung der Anschlussberufung, soweit darauf einzutreten sei, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge (STK 2023 79, KG-act. 28).

Die Anklagebehörde beantragte mit Berufungsantwort vom 9. September 2024 
die Abweisung der Berufungen unter Kostenfolge zulasten der Beschuldigten 
(STK 2023 80, KG-act. 26; STK 2023 79, KG-act. 27).

Mit Blick auf die Berufungs- und Anschlussberufungsbegründungen sowie die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung war von den schriftlichen in mündliche Be-
rufungsverfahren zu wechseln.

An der Berufungsverhandlung vom 18. November 2025 verweigerten beide Be-
schuldigten indes ihre Aussagen, woraufhin die Verteidigungen und die Staats-
anwaltschaft plädierten (STK 2023 79, KG-act. 43; STK 2023 80, KG-act. 37).

und in Erwägung:

1. Unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist die Verweisung der Zivilfor-
derung der Privatklägerin auf den Zivilweg (angef. Urteile, je Dispositivziffer 4).

a) Die Beschuldigte 1 zog ihren Antrag in der Berufungsklärung, es sei die 
Widerrechtlichkeit der Aufhebung der Beschlagnahme gemäss Verfügung vom 
15. September 2021 festzustellen (STK 2023 80, KG-act. 3), mit der Berufungs-
begründung zurück (KG-act. 17, S. 3). Ebenso liess der Beschuldigte 2 das 
Feststellungsbegehren betreffend Rechtswidrigkeit der Übergabe der bei ihm 
sichergestellten Gegenstände und Kleider an die F.________ AG (STK 2023 
79, KG-act. 3, Antrag Ziffer 4) fallen (KG-act. 18, S. 3). Im mündlichen Beru-

Kantonsgericht Schwyz 13

fungsverfahren kann die Berufung bis zum Abschluss der Parteiverhandlungen 
zurückgezogen werden (Art. 386 Abs. 2 lit. a StPO). Der Rückzug der genann-
ten Anträge ist mithin zulässig.

b) Der Beschuldigte 2 brachte an der Berufungsverhandlung zusammenge-
fasst vor, sein Rechtsanwalt hätte bereits in einem früheren Verfahrensstadium 
bzw. weiterhin als notwendiger Verteidiger eingesetzt werden müssen 
(STK 2023 79, KG-act. 43/1). Die Staatsanwaltschaft widerrief am 17. Septem-
ber 2021 die amtliche (notwendige) Verteidigung des Beschuldigten 2 (U-
act. 2.1.012) und wies am 21. Oktober 2022 das Gesuch um Einsetzung als 
amtlicher Verteidiger ab (U-act. 2.1.018). Gegen diese beiden Verfügungen er-
hob der Beschuldigte 2 keine Beschwerde, sodass sie in Rechtskraft erwuchsen 
und auf die Ausführungen an der Berufungsverhandlung zur Rechtmässigkeit 
dieser Entscheide nicht einzutreten ist. Vorinstanzlich lag kein Fall einer not-
wendigen Verteidigung gemäss Art. 130 StPO vor, die Staatsanwaltschaft 
musste die Anklage nicht persönlich vor Gericht vertreten (Art. 337 Abs. 3 
StPO) und der Einzelrichter verpflichtete sie auch nicht zum persönlichen Er-
scheinen (Art. 337 Abs. 4 StPO; vgl. SEO 2022 22, Vi-act. 24). Der Verteidiger 
„bedauerte“ zwar das Nichterscheinen der Staatsanwaltschaft (SEO 2022 22, 
Vi-act. 33, S. 2), beantragte aber weder deren persönliche Vorladung noch 
seine Einsetzung als notwendiger (amtlicher) Verteidiger. Auch der Berufungs-
erklärung (STK 2023 79, KG-act. 3) ist kein diesbezüglicher Antrag zu entneh-
men. Die Berufungsanträge sind in der Berufungserklärung zu stellen 
(vgl. Art. 399 Abs. 3 lit. a und b StPO). Die Berufungserklärung fixiert den Ge-
genstand der Berufung (BGer 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022, E. 2.2). Die 
nicht angefochtenen Punkte erwachsen in Teilrechtskraft, weshalb eine 
nachträgliche Ausweitung der Berufung nach Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht 
mehr möglich ist (vgl. Bähler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 399 StPO N 10; 
vgl. Zimmerlin, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur 

Kantonsgericht Schwyz 14

Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 399 StPO N 14; 
vgl. BGer 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022, E. 2.2). Auf die anlässlich der 
Berufungsverhandlung vonseiten des Verteidigers erstmals vorgebrachten Aus-
führungen zur notwendigen Verteidigung ist zufolge Verspätung folglich nicht 
einzutreten.

2. Die Beschuldigte 1 rügt betreffend den in der Anklage bezeichneten Tat-
zeitraum eine Verletzung des Anklageprinzips (STK 2023 80, KG-act. 17, S. 4 
ff.; vgl. SEO 2022 23, Vi-act. 33, S. 3).

a) Die Vorinstanz erwog dazu, bei den angeklagten Taten handle es sich 
weder um ein Kollektivdelikt noch um eine gewerbsmässige Tatbegehung. Im 
Hinblick auf die breite Zeitangabe „seit Januar 2019 bis 7. August 2019“ sei eine 
Seriendelinquenz angeklagt. Insoweit müsse ein gewisses Mass an approxima-
tiver Umschreibung eines systematischen Vorgehens zulässig sein. Die Um-
schreibung des vorgeworfenen Tatvorgehens sei mit Bezug auf den Tatzeit-
punkt vom 7. August 2021 genügend klar umschrieben, sodass der Beschuldig-
ten 1 der Tatvorwurf bekannt und eine Verteidigung möglich sei. Eine weiterge-
hende Konkretisierung der Anklage, namentlich welches Kleidungsstück zu 
welchem Preis erworben worden sei, ergebe sich aus der in der Anklage ent-
haltenen Auflistung der 170 Kleidungsstücke (angef. Urteil, SEO 2022 23, 
E. 1.2).

Die Beschuldigte 1 macht geltend, der Anklagegrundsatz sei nur in Bezug auf 
den Vorfall vom 7. August 2021 in der F.________-Filiale in Pfäffikon rechts-
genügend gewahrt. Zumindest für den Zeitraum von Januar 2019 bis 6. August 
2021 bleibe der Ort, der Zeitpunkt und die Rolle bzw. Tatbeteiligung der Be-
schuldigten 1 ungeklärt. Ihr seien in den Einvernahmen abgesehen vom Vorfall 
vom 7. August 2021 auch keine weitergehenden Sachverhalte vorgeworfen 
worden (STK 2023 80, KG-act. 17, S. 5 f.).

Kantonsgericht Schwyz 15

b) Die Anklageschrift bezeichnet unter anderem möglichst kurz, aber genau, 
die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, 
Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung (Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO). 
Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des 
Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion; Art. 9 und Art. 325 StPO; Art. 29 
Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK). Die 
Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem 
Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und 
subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind. Zugleich bezweckt das Ankla-
geprinzip den Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person und 
garantiert den Anspruch auf rechtliches Gehör (Informationsfunktion; BGE 144 
IV 234 E. 5.6.1; 143 IV 63 E. 2.2; 141 IV 132 E. 3.4.1; je mit Hinweisen). Die 
beschuldigte Person muss aus der Anklage ersehen können, wessen sie ange-
klagt ist. Das bedingt eine zureichende Umschreibung der Tat. Entscheidend 
ist, dass die betroffene Person genau weiss, welcher konkreter Handlungen sie 
beschuldigt und wie ihr Verhalten rechtlich qualifiziert wird, damit sie sich in ihrer 
Verteidigung richtig vorbereiten kann. Sie darf nicht Gefahr laufen, erst an der 
Gerichtsverhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert zu werden (BGE 
143 IV 63 E. 2.2 mit Hinweisen).

Die Angabe eines bestimmten Zeitraums genügt, wenn sich die zeitlichen Ver-
hältnisse nicht exakt rekonstruieren lassen, solange für die beschuldigte Person 
kein Zweifel besteht, welches Verhalten ihr vorgeworfen wird. Das Gesetz ver-
langt nicht das präzise Datum, sondern die "Beschreibung von [...] Zeit", die 
üblicherweise in der Angabe eines Datums erfolgen kann. Die Zeit-Angabe ist 
indes nur eine der Angaben zur Umschreibung der Tatausführung. Es hängt 
wesentlich von der Beweissituation und der Gewährleistung effektiver Verteidi-
gungsmöglichkeiten und damit von der Verfahrensfairness ab, ob ein längerer 
Zeit-Rahmen noch als im Sinne von Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO genügend be-
stimmt beurteilt werden kann. Mit anderen Worten bestimmt sich die (noch) 

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Kantonsgericht Schwyz 16

zulässige Zeit-Angabe nach Massgabe des konkreten Anklagesachverhalts 
(Urteile 6B_1003/2020 vom 21. April 2021 E. 1.2.1; 6B_212/2019 vom 15. Mai 
2019 E. 1.2.1). Bei gehäuften und regelmässigen Delikten wird dem Anklage-
grundsatz Genüge getan, wenn die Handlungen in zeitlicher und örtlicher Hin-
sicht lediglich approximativ umschrieben werden. Der Zeitraum ist auf eine be-
stimmte Dauer einzugrenzen (zum Ganzen: Urteil BGer 6B_959/2022 vom 
7. August 2023 E. 2.1).

c) Der Beschuldigten 1 wird eine mehrfache Tatbegehung mit stets gleichem 
Handlungsmuster vorgeworfen. Dieses Handlungsmuster wird für den 7. Au-
gust 2021 exemplarisch detailliert beschrieben. Die Kernhandlung (Rabattkle-
ber von einem Kleidungsstück ablösen und an einem anderen anbringen) bein-
haltet wenige Handgriffe, sodass ein mehrfaches identisches Vorgehen plausi-
bel erscheint. Der angegebene Deliktszeitraum von Januar 2019 bis am 7. Au-
gust 2021, d.h. von rund zweieinhalb Jahren, ist zwar eher lange. Sämtliche 
Delikte sollen jedoch in zwei genau bezeichneten F.________-Filialen stattge-
funden haben und die 170 Kleidungsstücke sind namentlich bezeichnet. So-
dann soll sie stets mit dem Beschuldigten 2 gehandelt haben. Bei einer Ge-
samtbetrachtung dieser Tatumstände musste der Beschuldigten 1 klar sein, 
welche Delikte ihr vorgeworfen werden. Aufgrund der genauen Bezeichnung 
des Deliktsguts war einerseits der Beschuldigten 1 eine angemessene Vertei-
digung möglich und ist andererseits auch für die Gerichte abgrenzbar, welche 
Tatvorwürfe zu beurteilen sind. Demzufolge liegt keine Verletzung des Ankla-
gegrundsatzes vor.

3. Die Beschuldigte 1 macht geltend, die Durchsuchung des Fahrzeugs VW 
Golf mit dem Kennzeichen SZ zz und die Sicherstellung der in diesem Fahrzeug 
vorgefundenen Tragetaschen mit Kleidern seien widerrechtlich erfolgt, weshalb 
die sichergestellten Gegenstände als Beweismittel unverwertbar seien (STK 
2023 80, KG-act. 17, S. 8 ff.). Der Beschuldigte 2 moniert die Wegnahme der 

Kantonsgericht Schwyz 17

Tragetaschen inklusive Inhalt und deren Übergaben an die Privatklägerin ohne 
formelle Sicherungsmassnahmen (STK 2023 79, KG-act. 18, S. 4 f.).

a) Die Vorinstanz erwog, die Sicherstellung könne sich auf Dringlichkeit 
gemäss Art. 263 Abs. 3 StPO stützen, weil die Beschuldigten mutmasslich auf 
frischer Tat ertappt worden seien und eine Sicherung mutmasslichen Deliktguts 
im Vordergrund gestanden sei. Die Berechtigung der Polizei, das von den Be-
schuldigten an jenem Tag mitgeführte Fahrzeug zu durchsuchen, lasse sich aus 
denselben Gründen auch auf § 16 Abs. 1 lit. a und b PolG stützen. Die Sicher-
stellung durch die Polizei sei zulässig gewesen (angef. Urteile, je E. 2.6).

Die Beschuldigte 1 macht geltend, aufgrund der Beobachtungen des Ladende-
tektivs habe kein hinreichender Tatverdacht für ein Vergehen oder Verbrechen 
bestanden, sondern höchstens für ein geringfügiges Vermögensdelikt. Die Kon-
trolle der Beschuldigten 1 durch die Polizei im Büro des Ladendetektivs habe 
keinen hinreichenden Verdacht auf ein strafbares Verhalten ergeben. Sie sei 
auch nicht auf frischer Tat ertappt worden. Eine Dringlichkeit im Sinne von 
Art. 263 Abs. 3 StPO habe nicht vorgelegen. Die Durchsuchung des Fahrzeugs 
hätte nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung erfolgen müssen, nicht 
gestützt auf das kantonale Polizeigesetz, weil § 16 Abs. 1 lit. a und b PolG nur 
der unmittelbaren Gefahrenabwehr diene. Eine vorgängige Anordnung oder 
nachträgliche Genehmigung durch die Staatsanwaltschaft nach Art. 241 Abs. 3 
StPO sei nicht erfolgt. Die Durchsuchung und die hierbei erfolgten Sicherstel-
lungen seien infolge unzulässiger Beweisausforschung unverwertbar (STK 
2023 80, KG-act. 17, S. 8 f.). Der Beschuldigte 2 macht geltend, die Trageta-
schen seien ohne sein Einverständnis aus seinem Fahrzeug entnommen und 
ohne Sicherungsmassnahmen an die Geschädigte übergeben worden. Die Ge-
schädigte habe über diese Tragetaschen verfügen und diese manipulieren kön-
nen. Die Wegnahme habe nicht gestützt auf § 16 Abs. 1 lit. b PolG oder Art. 263 
Abs. 3 StPO erfolgen können. Weil der sichere Nachweis als Deliktsgut nicht 

Kantonsgericht Schwyz 18

mehr möglich sei, seien die Tragetaschen nicht als Beweismittel verwertbar 
(STK 2023 79, KG-act. 18, S. 4 f., 7).

b) Gemäss § 16 Abs. 1 lit. a und b des kantonalen Polizeigesetzes vom 
22. März 2000 (SRSZ 520.110; PolG) kann die Kantonspolizei Fahrzeuge und 
andere bewegliche Sachen durchsuchen, wenn sie sich in Gewahrsam einer 
Person befinden, die nach § 15 PolG durchsucht werden kann (lit. a) oder wenn 
der dringende Verdacht besteht, dass sich in ihnen eine Person befindet, die 
widerrechtlich festgehalten wird oder die in Gewahrsam zu nehmen ist (lit. b; 
§ 16 Abs. 1 PolG). Darüber hinaus können Fahrzeuge auch durchsucht werden, 
wenn der dringende Verdacht besteht, dass sich in ihnen Gegenstände befin-
den, die sicherzustellen sind (§ 16 Abs. 1 lit. c PolG). Vorliegend entscheidend 
ist, ob eine Durchsuchung allein gestützt auf diese polizeirechtlichen Bestim-
mungen vorgenommen werden durfte oder ob darüber hinaus die strafprozes-
sualen Vorschriften betreffend Zwangsmassnahmen (Art. 197 ff. StPO) zu be-
achten waren. Das massgebende Abgrenzungskriterium zwischen polizeirecht-
licher und strafprozessualer Tätigkeit der Polizei ist der Tatverdacht. Übt die 
Polizei im Rahmen ihrer vom Gesetzgeber zugewiesenen Kernaufgaben zur 
Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor dem Vorliegen eines kon-
kreten Tatverdachts und ohne Auftrag seitens der Staatsanwaltschaft oder des 
Gerichts Tätigkeiten im Bereich der Verbrechensverhütung aus, handelt es sich 
dabei um sog. polizeiliche Vorermittlungen, die sich nach dem kantonalen Poli-
zeirecht richten. Ergibt sich hingegen ein Tatverdacht, richtet sich anschlies-
send die polizeiliche Tätigkeit nach den strafprozessualen Bestimmungen 
(BGer 6B_194/2022 vom 12. Mai 2023 E. 2.5.2; vgl. BGE 146 I 11 E. 4.1). Der 
Tatverdacht im Sinne von Art. 197 StPO, d. h. die Annahme, es sei eine Straftat 
begangen worden, muss sich aus konkreten Tatsachen ergeben, die eine vor-
läufige Subsumtion unter einen bestimmten Straftatbestand erlauben. Reine 
Mutmassungen, Gerüchte oder generelle Vermutungen können keinen hinrei-
chenden Tatverdacht begründen (Weber, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 

Kantonsgericht Schwyz 19

Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 197 
StPO N 7).

Anlass für die Ausrückung der Polizeibeamten gab die telefonische Meldung 
des Ladendetektivs an die Einsatzzentrale der Kantonspolizei am 7. August 
2021, um 16:45 Uhr. Dieser erwähnte, sie hätten eine Frau erwischt, die redu-
zierte Preisetiketten an Kleidungsstücken abgelöst und an teureren Preisetiket-
ten angeklebt habe. Dadurch habe diese Frau einen zu niedrigen Warenpreis 
gezahlt und sich unrechtmässig bereichert. Im Büro des Ladendetektivs kon-
trollierten die Polizeibeamten die Beschuldigte 1, konnten aber wegen sprach-
licher Differenzen von ihr keine weiteren Informationen erhalten. Der Ladende-
tektiv gab an, den Kassierinnen sei in den letzten Tagen ein Mann aufgefallen, 
der teurere Kleidungsstücke zu sehr tiefen Preisen gekauft habe. Er (der La-
dendetektiv) habe ihn über die Videoüberwachung gesehen und beobachtet, 
dass die Beschuldigte 1 vorher mit diesem Mann im F.________ gewesen sei. 
Die Polizeibeamten hielten daraufhin den Beschuldigten 2 an und kontrollierten 
ihn. Der Beschuldigte 2 erklärte, dass sie mit einem VW Golf nach Pfäffikon 
gefahren seien, der auf dem Parkplatz vor dem Einkaufscenter parkiert sei. Die 
Polizeibeamten fanden das Fahrzeug um 17:30 Uhr und kontrollierten es im 
Einverständnis des Beschuldigten 2 (zum Ganzen: U-act. 8.1.001, S. 8).

Die Durchsuchung des Fahrzeugs erfolgte damit aufgrund der Aussagen des 
Ladendetektivs anlässlich der telefonischen Anzeige und seinen Aussagen vor 
Ort. Der Ladendetektiv kam gestützt auf die Aussagen der Kassierinnen und 
seine eigenen Beobachtungen per Überwachungsvideos zum Schluss, dass die 
Beschuldigten Kleidungsstücke zu einem zu tiefen Preis gekauft und sich da-
durch unrechtmässig bereichert hätten. Mit anderen Worten äusserte er bereits 
bei der telefonischen Anzeige den Verdacht, dass sich die Beschuldigten straf-
bar gemacht haben könnten. Der Polizeieinsatz diente somit nicht der (präven-
tiven) Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, sondern der Abklärung 

Kantonsgericht Schwyz 20

mutmasslicher Straftaten. So eröffnete denn auch die Staatsanwaltschaft nur 
eine halbe Stunde nach Auffinden des Fahrzeugs mündlich eine Strafuntersu-
chung gegen die Beschuldigten wegen Betrugs und Urkundenfälschung (U-
act. 9.1.001, 9.2.001). Die Durchsuchung erfolgte nicht in Ausübung polizei-
rechtlicher Tätigkeit, sondern strafprozessual, weshalb sie nicht gestützt auf die 
Bestimmungen des Polizeigesetzes erfolgen durfte, sondern die strafprozessu-
alen Vorschriften betreffend Zwangsmassnahmen einzuhalten waren.

c) Bei der Durchsuchung handelt es sich um eine Zwangsmassnahme, wes-
halb unabhängig von einer Einwilligung der betroffenen Person die Vorausset-
zungen von Art. 197 Abs. 1 StPO zu beachten sind und bei deren Anordnung 
nach Art. 241 StPO vorzugehen ist (Gfeller/Oswald, in: Niggli/Heer/Wiprächti-
ger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 
2023, Art. 249 StPO N 1c). Zwangsmassnahmen können nur ergriffen werden, 
wenn sie gesetzlich vorgesehen sind (lit. a), ein hinreichender Tatverdacht vor-
liegt (lit. b), die damit angestrebten Ziele nicht durch mildere Massnahmen er-
reicht werden können (lit. c, Erforderlichkeit) und die Bedeutung der Straftat die 
Zwangsmassnahme rechtfertigt (lit. d, Verhältnismässigkeit; Art. 197 Abs. 1 
StPO).

d) Durchsuchungen – wozu auch Fahrzeuge gehören (vgl. Art. 250 Abs. 1 
StPO) – werden in einem schriftlichen Befehl angeordnet. In dringenden Fällen 
können sie mündlich angeordnet werden, sind aber nachträglich schriftlich zu 
bestätigen (Art. 241 Abs. 1 StPO). Ein schriftlicher Durchsuchungsbefehl für 
das Fahrzeug VW Golf mit dem Kennzeichen SZ zz ist den Untersuchungsakten 
nicht zu entnehmen. Die Polizeibeamten informierten zwar um 17:55 Uhr den 
Pikett-diensthabenden Staatsanwalt. Dieser ordnete eine Hausdurchsuchung 
für die Wohnungen der beiden Beschuldigten mündlich (telefonisch) an (U-
act. 8.1.001, S. 8). Dem Polizeirapport ist aber nicht zu entnehmen, dass er 
auch die Durchsuchung des Fahrzeugs anordnete bzw. bestätigte. Die Polizei-

Kantonsgericht Schwyz 21

beamten durchsuchten das Fahrzeug vielmehr bereits um 17:30 Uhr (U-
act. 8.1.001, S. 8), d.h. vor dem genannten Telefonat mit dem Staatsanwalt. 
Davon zu unterscheiden ist die Durchsuchung des Fahrzeugs am nächsten 
Tag, d.h. am 8. August 2021, im Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg. Gemäss 
Durchsuchungsprotokoll wurde diese Durchsuchung vorgängig von der Staats-
anwaltschaft mündlich angeordnet (U-act. 5.1.002).

e) Die Polizei kann ohne Befehl Durchsuchungen vornehmen, sofern Gefahr 
im Verzug ist. Sie informiert darüber unverzüglich die zuständige Strafbehörde 
(Art. 241 Abs. 3 StPO). Gefahr im Verzug liegt vor, wenn die staatsanwalt-
schaftliche Anordnung nicht eingeholt werden kann, ohne dass der Zweck der 
Massnahme gefährdet wird, bzw. wenn ein Aufschub die betreffende Handlung 
vereiteln oder zumindest deren Zweck gefährden würde, d.h. ohne sofortige 
Durchsuchung ein Beweisverlust zu befürchten ist (Keller, in: Donatsch/Lie-
ber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, 3. A. 2020, Art. 241 StPO N 22).

Die am 7. August 2021 ausgerückten Polizeibeamten trafen im Büro des La-
dendetektivs der F.________ AG im I.________ die Beschuldigte 1 und den 
Ladendetektiv sowie etwas später den Beschuldigten 2 vor der J.________. Da-
bei stellte sich heraus, dass die Beschuldigten mit einem Fahrzeug angereist 
waren. Im Einverständnis des Beschuldigten 2 kontrollierten die Polizeibeamten 
um 17:30 Uhr das auf dem Parkplatz stehende Fahrzeug mit dem Kennzeichen 
SZ zz (U-act. 8.1.001, S. 8). Um 17:55 Uhr, d.h. unmittelbar nach der Fahrzeug-
kontrolle, informierten sie den Pikett-diensthabenden Staatsanwalt, der die 
Hausdurchsuchungen mündlich (telefonisch) anordnete (U-act. 8.1.001, S. 8). 
Wie bereits erwähnt, ist dem Polizeirapport nicht zu entnehmen, dass der 
Staatsanwalt dabei (immerhin nachträglich) die Durchsuchung des Fahrzeugs 
mündlich (und später schriftlich) bestätigt hätte. Das aktenkundige Telefonat mit 
dem Pikett-Staatsanwalt beweist, dass eine kurzfristige mündliche Anordnung 

Kantonsgericht Schwyz 22

der Durchsuchung möglich gewesen wäre. Ein Grund, weshalb dieses Tele-
fonat nicht bereits 25 Minuten früher, d.h. vor der Durchsuchung des Fahrzeugs, 
hätte erfolgen können, ist nicht ersichtlich. Insbesondere war kein Beweisverlust 
oder eine Manipulation durch die Beschuldigten bzw. weitere Personen zu be-
fürchten, weil sich die zu erwartenden Beweise in einem verschliessbaren Fahr-
zeug befanden, und nicht mit verderblichen oder sich verflüchtigenden Beweis-
mitteln zu rechnen war, zumal es sich beim mutmasslichen Deliktsgut um Klei-
dungsstücke handelte. Damit lag keine Gefahr im Verzug vor, sodass die Poli-
zeibeamten die Durchsuchung nicht gestützt auf Art. 241 Abs. 3 StPO vorneh-
men durften. Das Fahrzeug wurde denn auch zum Sicherheitsstützpunkt in Bi-
berbrugg gebracht (U-act. 8.1.001, S. 8), wo es am 8. August 2021, nach münd-
licher Anordnung (U-act. 5.1.002), durchsucht wurde (U-act. 8.1.001, S. 9). Die 
Durchsuchung des Fahrzeugs vor Ort am 7. August 2021 ohne vorherige min-
destens mündliche Anordnung und nachträgliche schriftliche Bestätigung er-
folgte unrechtmässig.

f) Darüber hinaus würde auch die polizeiliche Sicherstellung von Ge-
genständen (insbesondere Beweismitteln: Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO ) ohne vor-
herige mindestens mündliche Anordnung durch die Staatsanwaltschaft 
(Art. 263 Abs. 2 i.V.m. Art. 198 Abs. 1 lit. a StPO) das Vorliegen von Gefahr im 
Verzug voraussetzen (Art. 263 Abs. 3 StPO). Weil aber wie festgestellt mindes-
tens eine vorgängige mündliche Anordnung anlässlich des Telefonats mit dem 
Pikett-Staatsanwalt möglich gewesen wäre, durfte die ohnehin erst nach der 
Durchsuchung des Fahrzeugs mögliche Sicherstellung der darin aufgefunde-
nen Tragetaschen entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht gestützt auf 
Art. 263 Abs. 3 StPO erfolgen.

g) Die Verwertbarkeit von Beweisen, die unrechtmässig erhoben wurden, 
beurteilt sich danach, ob die Beweiserhebung unter Verletzung von Gültigkeits-
vorschriften erfolgte. Falls dem so ist, dürfen die Beweise nicht verwertet wer-

Kantonsgericht Schwyz 23

den, es sei denn, ihre Verwertung sei zur Aufklärung schwerer Straftaten uner-
lässlich (Art. 141 Abs. 2 StPO). Wurde eine blosse Ordnungsvorschrift verletzt, 
so sind die Beweise verwertbar (Art. 141 Abs. 3 StPO). Ob im Einzelfall eine 
Gültigkeits- oder Ordnungsvorschrift vorliegt, bestimmt sich – sofern das Gesetz 
die Norm nicht als Gültigkeitsvorschrift bezeichnet – primär nach dem Schutz-
zweck der Norm. Hat die Verfahrensvorschrift für die Wahrung der zu schützen-
den Interessen der betreffenden Person eine derart erhebliche Bedeutung, dass 
sie ihr Ziel nur erreichen kann, wenn bei Nichtbeachtung die Verfahrenshand-
lung ungültig ist, liegt eine Gültigkeitsvorschrift vor (BGE 151 IV 18 E. 4.4.3; 139 
IV 128 E. 1.6). Gültigkeitsvorschriften sind insbesondere Normen, die Belehrungs-
, Anwesenheits- und Mitwirkungsrechte der beschuldigten Person und der Ver-
teidigung kodifizieren (vgl. BGE 130 I 126 E. 3.2). Ebenso fallen Vorschriften 
darunter, deren Funktion darin besteht, ein richtiges und gerechtes Urteil zu 
erwirken. Um Ordnungsvorschriften handelt es sich hingegen bei Normen, de-
ren Funktion sich darin erschöpft, die äussere Ordnung des Verfahrens zu re-
geln; so zum Beispiel die Form von Vorladungen (Wohlers, in: Donatsch/Lie-
ber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, 3. A. 2020, Art. 141 StPO N 32 f.; Donatsch/Summers/Wohlers, Straf-
prozessrecht, 3. A. 2023, S. 155). Durchsuchungen bezwecken grundsätzlich 
das Auffinden und Sicherstellen von Beweismitteln, Tatspuren, beschlagnah-
mefähigen Gegenständen, Informationen und Vermögenswerten (Gfeller, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafpro-
zessordnung, 3. A. 2023, Vorb. zu Art. 241-254 StPO N 1 und 3; vgl. Jositsch/
Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. A. 2023, 
Vor Art. 241-259 StPO N 1). Insbesondere die Durchsuchung von Gegenstän-
den im Sinne von Art. 249 StPO dient u.a. der Sicherung von Beweismitteln 
(Gfeller/Oswald, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 249 StPO N 1i) sowie 
gemäss dessen Wortlaut der Sicherstellung von zu beschlagnahmenden Ge-
genständen.

Kantonsgericht Schwyz 24

h) Beim Fall von BGE 151 IV 18 durchsuchten Grenzwachtbeamte im Rah-
men einer Grenzkontrolle den Kofferraum des vom Beschuldigen gelenkten 
Fahrzeugs. Dabei entdeckten sie mehrere Kartonschachteln mit Hanfsetzlin-
gen. Umstritten war, ob es sich beim in Art. 263 Abs. 2 StPO statuierten Erfor-
dernis der nachträglichen schriftlichen Bestätigung der mündlich angeordneten 
Beschlagnahme um eine Gültigkeitsvorschrift handelt. Das Bundesgericht lei-
tete den Schutzzweck von Art. 263 Abs. 2 StPO aus der allgemeinen Bestim-
mung betreffend Eröffnung der Anordnung von Zwangsmassnahmen nach 
Art. 199 StPO ab. Diese Norm präzisiere einerseits die für Strafverfahren gel-
tende Dokumentationspflicht (Art. 100 StPO) und gewährleiste andererseits das 
rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) der betroffenen Person. Aus Letzterem er-
gebe sich die Pflicht der Behörden, alle verfahrensrelevanten Vorgänge schrift-
lich festzuhalten und die Akten vollständig und korrekt anzulegen und zu führen. 
Dies bedeute, dass Beweismittel in den Untersuchungsakten vorhanden sein 
müssten und aktenmässig belegt sein müsse, wie sie produziert worden seien, 
damit die beschuldigte Person in der Lage sei, zu prüfen, ob sie inhaltliche oder 
formelle Mängel aufwiesen und gegebenenfalls Einwände gegen deren Ver-
wertbarkeit erheben könne. Dies sei Voraussetzung dafür, dass die beschul-
digte Person ihre Verteidigungsrechte wahrnehmen könne. Zudem müsse der 
Beschlagnahmebefehl in Beachtung der Begründungspflicht von Entscheiden 
kurz begründet werden. Die Anordnung einer Beschlagnahme mittels schriftli-
cher und begründeter Verfügung stelle eine wichtige Voraussetzung für deren 
Überprüfung dar. Auch die Beschwerdefrist nach Art. 296 Abs. 1 StPO werde 
erst durch die (nachträgliche) schriftliche Zustellung des Beschlagnahmebe-
fehls ausgelöst. Der Anspruch auf wirksamen Rechtsschutz gegen Beschlag-
nahmen verlange eine anfechtbare schriftliche Verfügung. Die Pflicht der 
Staatsanwaltschaft zur nachträglichen schriftlichen Bestätigung der mündlich 
angeordneten Beschlagnahme (Art. 263 Abs. 2 StPO) stelle im vorliegenden 
Fall eine Gültigkeitsvorschrift dar (E. 4.4.4 f. und 4.4.11).

Kantonsgericht Schwyz 25

i) Nachdem der Ladendetektiv die vermuteten Manipulationen an den Eti-
ketten verschiedener Kleidungsstücke beobachtete, sah er über die Überwa-
chungskameras, wie der Beschuldigte 2 der Beschuldigten 1 einen Autoschlüs-
sel gab und sie die Einkäufe, die der Beschuldigte 2 zuvor tätigte, zu einem 
Fahrzeug auf dem Parkplatz brachte (U-act. 10.1.003, Frage 3). Zudem erklär-
ten die Beschuldigten in Anwesenheit der Polizeibeamten, dass sie mit einem 
Fahrzeug angereist seien (U-act. 8.1.001, S. 8). Wie bereits festgestellt, be-
stand bereits vor der Fahrzeugdurchsuchung der Verdacht, dass sich die Be-
schuldigten durch Manipulation der Preisetiketten an Kleidungsstücken strafbar 
gemacht haben könnten. Die Durchsuchung des Fahrzeugs erfolgte demnach 
zur Auffindung und Sicherstellung von Deliktsgut bzw. von zentralen Beweis-
mitteln, welche die Beschuldigten im nachfolgenden Strafverfahren belasten 
würden. Die Notwendigkeit eines schriftlichen Durchsuchungsbefehls oder min-
destens einer mündlichen Anordnung mit nachträglicher schriftlicher Bestäti-
gung im Sinne von Art. 241 Abs. 1 StPO ist vorliegend im Zusammenhang mit 
der im Strafverfahren geltenden Dokumentationspflicht (Art. 100 StPO) und 
dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) zu sehen. Aus Letzte-
rem ergibt sich die Pflicht der Behörden, alle verfahrensrelevanten Vorgänge 
schriftlich festzuhalten und die Akten vollständig und korrekt anzulegen und zu 
führen. In einem Strafverfahren bedeutet dies, dass die Beweismittel, soweit sie 
nicht unmittelbar an der gerichtlichen Hauptverhandlung erhoben werden, in 
den Untersuchungsakten vorhanden sein müssen und dass aktenmässig belegt 
sein muss, wie sie produziert wurden, damit die beschuldigte Person in der 
Lage ist, zu prüfen, ob sie inhaltliche oder formelle Mängel aufweisen und ge-
gebenenfalls Einwände gegen deren Verwertbarkeit erheben kann. Dies ist Vor-
aussetzung dafür, dass die beschuldigte Person ihre Verteidigungsrechte wahr-
nehmen kann (BGE 151 IV 18 E. 4.4.4; vgl. Urteil BGer 6B_307/2017 vom 
19. Februare 2018 E. 1.3.1). Demzufolge ist die mündliche Anordnung und 
nachträgliche schriftliche Bestätigung des Durchsuchungsbefehls eines Fahr-
zeugs im Falle, dass darin wesentliche, die beschuldigte Person belastende Be-

Kantonsgericht Schwyz 26

weismittel vermutet werden, für die strafprozessualen Rechte der beschuldigten 
Person derart wichtig, dass von einer Gültigkeitsvorschrift auszugehen ist. Die 
im Fahrzeug vorgefundenen Tragetaschen mit Kleidungsstücken dürfen des-
halb nur verwertet werden, wenn sie zur Aufklärung einer schweren Straftat un-
erlässlich sind (Art. 141 Abs. 2 StPO).

j) Für die Beantwortung der Frage, ob eine schwere Straftat im Sinne von 
Art. 141 Abs. 2 StPO vorliegt, sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung nicht generell gewisse Tatbestände und deren abstrakte Strafandrohun-
gen, sondern die gesamten Umstände des konkreten Falls zu berücksichtigen. 
Entscheidend ist nicht das abstrakt angedrohte Strafmass, sondern die 
Schwere der konkreten Tat (BGE 149 IV 352 E. 1.3.3; 147 IV 16 E. 6, 9 E. 1.4.2; 
Urteil 6B_821/2021 vom 6. September 2023 E. 1.5.1; je m.H.). Dabei kann auf 
Kriterien wie das geschützte Rechtsgut, das Ausmass dessen Gefährdung re-
spektive Verletzung, die Vorgehensweise und kriminelle Energie der beschul-
digten Person oder das Tatmotiv abgestellt werden (BGE 149 IV 352 E. 1.3.3; 
147 IV 16 E. 7.2, 9 E. 1.4.2; Urteil 6B_821/2021 vom 6. September 2023 
E. 1.5.1; je m.H.).

Betreffend die Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) steht vorliegend nicht das 
Vertrauen der Allgemeinheit in die Urkunde als Beweismittel im Vordergrund, 
sondern das private Geschäftsinteresse der Privatklägerin an der korrekten 
Wiedergabe ihrer Willensäusserung bezüglich des Kaufpreises (vgl. Boog, in: 
Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Vor 
Art. 251 StGB N 5 f.). Der Tatbestand des Betrugs (Art. 146 StGB) schützt das 
Vermögen der Privatklägerin (Maeder/Niggli, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 146 StGB N 11). Angesichts 
des Umstands, dass die Privatklägerin eine grössere Detailhandelsunterneh-
mung betreibt, erweist sich der Schaden bzw. die Verletzung der genannten 
Rechtsgüter als eher gering. Die Vorgehensweise der beiden Beschuldigten 

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Kantonsgericht Schwyz 27

war nicht besonders komplex und erforderte weder besondere Vorbereitungen 
noch die Überwindung eines Widerstands der Geschädigten, sodass sich die 
aufgewandte kriminelle Energie als eher gering erweist. Das Tatmotiv dürfte 
sich in einem finanziellen Vorteil erschöpfen. Die Umstände weisen demnach 
insgesamt nicht auf schwere Straftaten hin. Demnach sind die unter Verletzung 
einer Gültigkeitsvorschrift erhobenen Beweise (im Fahrzeug vorgefundene Tra-
getaschen mit Kleidungsstücken) nicht verwertbar.

k) Bei diesem Ergebnis muss nicht weiter auf die Rügen der Beschuldigten 
eingegangen werden, die Wegnahme der fünf im Fahrzeug gefundenen Trage-
taschen und deren Übergabe an den Sicherheitsdienst der Privatklägerin sei 
rechtswidrig erfolgt (STK 2023 79, KG-act. 18, S. 4 f.; STK 2023 80, KG-act. 17, 
S. 19 f.).

l) Sodann sind Beweismittel, die erst aufgrund eines nicht verwertbaren Be-
weismittels erhoben werden konnten, ebenfalls unverwertbar (Art. 141 Abs. 4 
StPO). Die von den Polizeibeamten am 7. August 2021, zwischen 15:00 Uhr 
und 16:22 Uhr erstellte Fotodokumentation der Tragetaschen und der sich darin 
befundenen Kleider (U-act. 8.1.003) ist demnach ebenso wenig verwertbar.

4. Die Parteien bestreiten die Verwertbarkeit weiterer Beweismittel.

a) Die Beschuldigte 1 rügt die Verwertbarkeit der Überwachungsvideos mit 
Verweis auf Art. 4 Abs. 4 i.V.m. Art. 13 Abs. 1 DSG und Art. 141 Abs. 2 StPO, 
ohne dies jedoch weiter zu begründen (STK 2023 80, KG-act. 17, Rz. 23, 25). 
Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sicherstellung der Videoaufnahmen der für 
Besucher ersichtlichen Überwachungskameras bei der F.________-Filiale in 
Pfäffikon vom 7. August 2021 im ersten Ermittlungsauftrag vom 10. August 
2021 an (U-act. 9.3.001). Die Beschaffung dieser Beweismittel war demnach 
rechtmässig. Zudem ist entgegen dem von der Beschuldigten 1 zitierten Fall 

Kantonsgericht Schwyz 28

(BGE 146 IV 226: Dashcam eines privaten Fahrzeugs) die Tatsache der Vi-
deoüberwachung in einem grösseren Detailhandelsgeschäft und deren Zweck 
(Verhinderung oder Aufklärung von Ladendiebstählen und weiteren Delikten) 
erkennbar. Mit deren Zweck besteht ein Rechtfertigungsgrund und die Mass-
nahme erweist sich als verhältnismässig. Demzufolge sind die Aufzeichnungen 
der Überwachungskameras verwertbar.

b) Die Beschuldigte 1 macht geltend, sie habe bereits vorinstanzlich darge-
legt, weshalb die Erstaussagen des Ladendetektivs gegenüber den Polizeibe-
amten unverwertbar seien (STK 2023 80, KG-act. 17, Rz. 10). Dem erstinstanz-
lichen Plädoyer ist aber lediglich die Behauptung zu entnehmen, dass die infor-
melle Befragung beweismässig nicht zum Nachteil der Beschuldigten 1 verwer-
tet werden könne. Eine weitere Begründung, weshalb diese Aussagen unver-
wertbar seien, ist nicht ersichtlich (SEO 2022 23, Vi-act. 33, Rz. 14).

Wird eine Person bloss polizeilich angehalten, kann sie kurz befragt werden 
(vgl. Art. 215 Abs. 1 lit. b StPO). Diese Befragung ist keine Einvernahme, so-
dass darauf verzichtet werden kann, die Person vorgängig über ihre Rechte 
(beispielsweise ein Aussageverweigerungsrecht) zu belehren (Jo-
sitsch/Schmid, in: Jositsch/Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Pra-
xiskommentar, 4. A. 2023, Art. 215 StPO N 14). Solche informellen Befragun-
gen sind in der Regel auch nicht wörtlich zu protokollieren, sondern allenfalls im 
Polizeirapport zu erwähnen (Häring, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Vor Art. 142-
146 StPO N 9c). Somit spricht nichts gegen die Verwertbarkeit der Erstaussa-
gen des Ladendetektivs im Polizeirapport.

c) Zudem bringt die Beschuldigte 1 vor, sie habe erstinstanzlich geltend ge-
macht, dass der Polizeirapport vom 1. Januar 2022 (U-act. 8.1.001) inhaltlich 
nicht überprüfbar und lückenhaft sei (STK 2023 80, KG-act. 17, Rz. 10). Dem-

Kantonsgericht Schwyz 29

nach würden Angaben zum Erwerbs- bzw. Verkaufsdatum und zum tatsächlich 
angeschriebenen Verkaufspreis fehlen. Die pauschal angegebenen Regulär-
preise seien bei Sales-Artikeln ohne Relevanz (SEO 2022 23, Vi-act. 33, S. 8). 
Inwiefern die Verkaufsdaten und -preise belegt sind, ist aber eine Beweisfrage, 
die keinen Einfluss auf die Verwertbarkeit des Polizeirapports hat. Der Polizei-
rapport ist ein zulässiges Beweismittel (Urteile 6B_237/2024 vom 12. August 
2024 E. 2.4; 6B_75/2023 vom 18. April 2023 E. 3.3.2; 6B_1187/2020 vom 
13. Juni 2022 E. 3.2).

d) Die Vorinstanz erachtete die Aussagen des Beschuldigten 2 an seiner 
Hafteinvernahme vom 9. August 2021 (U-at. 4.1.007) als zulasten der Beschul-
digten 1 nicht verwertbar, weil ihr das Teilnahmerecht gemäss Art. 147 Abs. 1 
StPO nicht gewährt worden sei (angef. Urteil, SEO 2022 23, E. 2.8 in fine). Die 
Staatsanwaltschaft macht geltend, in der Hafteinvernahme des Beschuldigten 
2 sei der Beschuldigten 1 zu Recht kein Teilnahmerecht gewährt worden. Sie 
sei später mit dessen Aussagen konfrontiert worden (STK 2023 80, KG-act. 19, 
S. 3).

aa) Soweit die Polizei nach Eröffnung der Untersuchung Einvernahmen im 
Auftrag der Staatsanwaltschaft durchführt, stehen den Verfahrensbeteiligten die 
Verfahrensrechte zu, die ihnen bei Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft 
zukommen (Art. 312 Abs. 2 StPO). Daraus folgt, dass die Parteien das Recht 
haben, bei Einvernahmen, welche die Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft 
während deren Untersuchung durchführt, anwesend zu sein und Fragen zu stel-
len (Art. 147 Abs. 1 StPO; BGE 150 IV 345 E. 1.6.3.1; 143 IV 397 E. 3.3.2; je 
mit Hinweisen). Dieses spezifische Teilnahme- und Mitwirkungsrecht fliesst aus 
dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 107 Abs. 1 lit. b StPO). Es darf nur in 
den gesetzlich vorgesehenen Fällen eingeschränkt werden. Beschuldigte ha-
ben deshalb grundsätzlich Anspruch darauf, bei Einvernahmen von Mitbeschul-
digten anwesend zu sein (BGE 141 IV 220 E. 4.3.1; Jositsch/Schmid, Handbuch 

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Kantonsgericht Schwyz 30

des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. A. 2023, N 825). Die Teilnahme-
rechte können beim Vorliegen sachlicher Gründe jedoch eingeschränkt werden, 
z.B. bei der ersten Einvernahme der Mitbeschuldigten (Jositsch/Schmid, Hand-
buch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. A. 2023, N 825) oder wenn im 
Hinblick auf noch nicht erfolgte Vorhalte eine konkrete Kollusionsgefahr gege-
ben ist (Donatsch/Lieber, Art. 108 StPO N 4a; vgl. BGE 139 IV 25 E. 5.5).

bb) Die Staatsanwaltschaft eröffnete die Strafuntersuchung gegen beide Be-
schuldigten am 7. August 2021 um 18:02 Uhr (U-act. 9.1.001, 9.2.001). Die Haf-
teinvernahme der Beschuldigten 1 fand am 8. August 2021 um 08:45 Uhr statt 
(U-act. 4.2.007), diejenige des Beschuldigten 2 am 9. August 2021 um 
11:05 Uhr (U-act. 4.1.007). Beide Hafteinvernahmen erfolgten demnach nach 
der Eröffnung der Strafuntersuchung, sodass den Beschuldigten bei den Ein-
vernahmen des jeweils anderen grundsätzlich die Teilnahmerechte gemäss 
Art. 147 Abs. 21 StPO zustanden. Die Beschuldigten wurden insbesondere we-
gen Kollusionsgefahr festgenommen (U-act. 4.1.001, S. 2; U-act. 4.2.001) und 
der Staatsanwaltschaft zugeführt (U-act. 4.1.005, S. 1; U-act. 4.2.005, S. 1). 
Gemäss Staatsanwaltschaft bestand die Kollusionsgefahr infolge des gemein-
schaftlichen Handelns der Mittäter sowie der Befürchtung, dass ein Mitwirken 
weiterer Personen noch nicht ausgeschlossen werden könne (U-act. 4.1.005, 
S. 2; U-act. 4.2.005, S. 2). Die Beschuldigten stünden in einem freundschaftli-
chen Verhältnis zueinander (U-act. 4.1.008, Ziffer II.3; U-act. 4.2.008, Zif-
fer II.3). Bereits nach der Anhaltung vor Ort im I.________ stand fest, dass es 
sich bei den Beschuldigten um geschiedene Ehegatten handelt, die gemeinsam 
unterwegs waren (U-act. 8.2.006, S. 4). Demzufolge bestand die konkrete Ge-
fahr, dass sie sich absprechen und derart zur Verdunkelung beitragen könnten. 
Vor diesem Hintergrund war es zulässig, die Einvernahmen der Beschuldigten 
im Haftverfahren ohne Gewährung der Teilnahmerechte nach Art. 147 Abs. 1 
StPO durchzuführen. Die Aussagen des Beschuldigten 2 an seiner Hafteinver-
nahme sind damit auch zu Lasten der Beschuldigten 1 verwertbar.

Kantonsgericht Schwyz 31

5. In tatsächlicher Hinsicht ist zunächst auf den Sachverhalt vom 7. August 
2021 einzugehen. 

a) Die Vorinstanz erachtete den angeklagten Sachverhalt mit Bezug auf die 
Kleidungsstücke der Marken Adidas, Nike und Sfera gestützt auf die Videoauf-
zeichnungen der F.________ AG (angef. Urteil, E. 2.7), den gemäss Bilddoku-
mentation sichergestellten, mit den auf dem Video korrespondierenden Klei-
dungsstücken und den aufgefundenen Kaufquittungen als erstellt. Mit Bezug 
auf die Pullover der Marke Columbia und The North Face sei eine Manipulation 
an den Preisetiketten zwar nicht auf den Videosequenzen zu erkennen. Den-
noch sei aufgrund der Videoaufnahme und dem darin ersichtlichen Verhalten 
der Mitbeschuldigten ein so gewichtiges Indiz vorhanden, dass auch in diesem 
Fall von einer Preismanipulation auszugehen sei (angef. Urteile, je E. 2.5-2.8 
und 3.1).

Die Beschuldigte 1 macht geltend, der Vorfall vom 7. August 2021 lasse sich 
ohne die Sicherstellungen aus dem Fahrzeug, die unverwertbaren Erstaussa-
gen des Ladendetektivs und die unverwertbaren Videoaufzeichnungen nicht er-
stellen. Sodann bestreitet sie ein Mitwirken im Sinne einer Mittäterschaft betref-
fend den Pullover und das Langarmshirt der Marke Lacoste (STK 2023 80, KG-
act. 17, S. 13 f.). Der Beschuldigte 2 macht sinngemäss geltend, in den Über-
wachungsvideos seien keine Preismanipulationen erkennbar. Die Aussagen 
des Ladendetektivs seien nicht stimmig und unglaubhaft. Nicht sämtliche Klei-
der könnten ihm als Käufer zugeordnet werden. Er habe lediglich zugegeben, 
einen losgelösten Preiskleber eventuell beim falschen Produkt wieder ange-
bracht zu haben. Seine Aussagen seien aufgrund der damals starken psychi-
schen Beschwerden nur bedingt verwertbar (STK 2023 79, KG-act. 18, S. 15 
ff.).

Kantonsgericht Schwyz 32

b) Als (verwertbare) Beweismittel sind die Überwachungsvideos der 
F.________-Filiale Pfäffikon vom 7. August 2021 (U-act. 8.1.002), die der 
Security-Erklärung angehängte Liste der betroffenen Kleider mit Preisangaben 
(U-act. 3.1.003, S. 3), die Aussagen des Ladendetektivs (U-act. 10.1.003) und 
die Aussagen des Beschuldigten 2 (U-act. 4.1.007 und 10.1.001) vorhanden.

aa) Betreffend einen grau-rosafarbenen Pullover (Anklage Nr. 61) und einen 
beigen Hoodie (Anklage Nr. 80) ist auf dem Überwachungsvideo vom 7. August 
2021, ab 16:04 Uhr, zu sehen, wie der Beschuldigte 2 mit diesen beiden Klei-
dungsstücken zu einer Kleiderstange läuft und sie an deren Ende aufhängt. Er 
sieht sich kurz ein anderes Kleidungsstück an und geht weg, ohne ein Klei-
dungsstück mitzunehmen. Im Video vom 7. August 2021, ab 16:18 Uhr, läuft 
die Beschuldigte 1 zielstrebig auf die im vorherigen Video erwähnte Kleider-
stange zu, schaut sich sehr kurz ein Kleidungsstück an, nimmt dann die beiden 
Pullover, ohne sie sich zuvor angesehen zu haben und geht weg. Im Video vom 
7. August 2021, ab 16:20 Uhr, geht die Beschuldigte 1 mit vier Kleidungsstü-
cken zu einer Kasse. Die Kamera zoomt auf die Kasse und die Hände der Kas-
sierin. Diese scannt jedes Kleidungsstück einzeln und tippt auf dem Bildschirm 
der Kasse danach manuell jeweils einen anderen Preis ein. Den Preis für den 
grau-rosafarbenen Pullover korrigiert sie von Fr. 50.00 auf Fr. 10.00, denjeni-
gen des beigen Hoodies von Fr. 99.00 auf Fr. 10.00. Diese originalen und re-
duzierten Preise stimmen mit denjenigen in der vom Ladendetektiv erstellten 
Liste (U-act. 3.1.003, S. 3) und den in der Anklage aufgelisteten Preisen übe-
rein.

Betreffend diese beiden Kleidungsstücke wirkten die Beschuldigten insofern zu-
sammen, als der Beschuldigte 2 diese aussuchte und an der Kleiderstange plat-
zierte. Die Beschuldigte 1 nahm diese an sich und bezahlte sie an der Kasse. 
Es ist nicht anders denkbar, als dass sich die Beschuldigten im Voraus über 
dieses Vorgehen absprachen. Die manuelle Reduktion der Preise durch die 

Kantonsgericht Schwyz 33

Kassierin weist sodann darauf hin, dass sich an den Preisschildern Rabattkle-
ber befunden haben müssen.

bb) Betreffend ein dunkelblaues T-Shirt der Marke Adidas (Anklage Nr. 87) ist 
im Video vom 7. August 2021, ab 16:10 Uhr, zu sehen, wie die Beschuldigte 1 
dieses von der Kleiderstange nimmt, es sich ansieht, dann auf die andere Seite 
der Kleiderstange geht, der Kamera den Rücken zudreht und sich die Preis-
schilder von Kleidern ansieht. Daraufhin dreht sie sich zur Kamera und sieht 
sich an einer anderen Kleiderstange weitere Kleider an. Sie geht zu einer dritten 
Kleiderstange, sieht sich die Preisschilder an und nimmt eine graue Hose mit. 
Diese hängt sie an einer vierten Kleiderstange zwischen die Kleider, hängt das 
dunkelblaue T-Shirt daneben, fummelt an der Hose herum und danach am T-
Shirt, nimmt das blaue T-Shirt heraus, sieht es sich ganz kurz an und läuft dann 
weg. An einer weiteren Kleiderstange sieht sie sich ein hellblaues Kinder-T-Shirt 
(Anklage Nr. 103) an, hängt es wieder zurück und sieht sich weitere Kleider an. 
Sie nimmt ein graues T-Shirt, hängt es an einer anderen Kleiderstange zwi-
schen die Kleider, hängt das dunkelblaue T-Shirt daneben und fummelt wie-
derum zwischen den Kleidern. Danach nimmt sie das dunkelblaue T-Shirt, sieht 
sich nochmals Kleider an und geht weg. Nachdem sie sich weitere Kleider an-
sah, nimmt sie ein hellblaues Kinder-T-Shirt mit und läuft dann von der Klei-
derabteilung weg. Im Video vom 7. August 2021, ab 16:20 Uhr, ist zu sehen, 
wie die Beschuldigte 1 mit vier Kleidungsstücken an eine Kasse geht. Die Ka-
mera zoomt auf die Kasse und die Hände der Kassierin. Diese scannt jedes 
Kleidungsstück einzeln und tippt auf dem Bildschirm der Kasse danach manuell 
jeweils einen anderen Preis ein. Den Preis für das hellblaue Kinder-T-Shirt (An-
klage Nr. 103) korrigiert sie von Fr. 4.95 auf Fr. 3.00, was den Preisangaben 
des Ladendetektivs entspricht (U-act. 3.1.003, S. 3). Den Preis des dunkel-
blauen T-Shirts der Marke Adidas (Anklage Nr. 87) korrigiert die Kassierin von 
Fr. 14.95 auf Fr. 5.00, was ebenfalls den Preisangaben des Ladedetektivs ent-
spricht (U-act. 3.1.003, S. 3). Der Ladendetektiv suchte im Nachhinein in der 

Kantonsgericht Schwyz 34

Kinderabteilung das graue T-Shirt und die Hose, an denen die Beschuldigte 1 
im Video hantierte. Die Preisschilder dieser beiden Kleider wiesen fälschlicher-
weise keinen Rabattkleber mehr auf (U-act. 10.1.003, Frage 13).

cc) Im Video vom 7. August 2021, ab 15:56 Uhr, stehen beide Beschuldigte 
vor einer Kleiderstange und reden miteinander. Die Beschuldigte 1 hält ein dun-
kelblaues T-Shirt hoch und sieht es sich an. Sie steckt das Preisschild in den 
Kragen, wobei kein roter Rabattkleber sichtbar ist. Dann gehen sie an zwei sich 
nebeneinander befindende Kleiderstangen, wobei sie etwa eineinhalb Meter 
auseinander stehen. Die Beschuldigte 1 sieht sich Kleider an, hängt das blaue 
T-Shirt dazwischen und fummelt an den Kleidern. Beim Beschuldigten 2 sind 
dieselben Handbewegungen zwischen den Kleidern erkennbar wie bei der Be-
schuldigten 1. Noch während die Beschuldigte 1 hantiert, läuft der Beschuldigte 
2 hinter ihr vorbei und sieht ihr dabei über die Schulter auf ihre Hände. Die 
Beschuldigte 1 nimmt das blaue T-Shirt mit, woraufhin beide einige Schritte 
weglaufen und stehen bleiben. Der Beschuldigte 2 gibt der Beschuldigten 1 eine 
Banknote. Die Beschuldigte 1 läuft Richtung Kasse, wo sie ansteht, der Be-
schuldigte 2 ist nicht mehr zu sehen. Die Beschuldigte 1 legt sich das T-Shirt 
über den Arm, sodass der Schriftzug der Marke Nike (Anklage Nr. 70) und der 
rote Rabattkleber auf dem Preisschild erkennbar sind. Gemäss Preisliste des 
Ladendetektivs betrug der reguläre Preis des T-Shirts Fr. 25.00, bezahlt hatte 
die Beschuldigte 1 jedoch Fr. 10.00 (U-act. 3.1.003, S. 3).

dd) Im Video vom 7. August 2021, ab 15:45 Uhr, ist erkennbar, dass sich der 
Beschuldigte 2 in der Lacoste-Abteilung an einer Kleiderstange einen grauen 
Pullover (Anklage Nr. 125) anschaut, sich über den linken Arm wirft und an eine 
zweite Kleiderstange geht. Dort schaut er sich verschiedene Kleider an und 
nimmt ein weisses Langarmshirt (Anklage Nr. 108) mit. Es fällt auf, dass er sich 
vor allem die Preisschilder genauer anschaut, ohne die Kleider selbst näher zu 

Kantonsgericht Schwyz 35

betrachten. Zudem waren in dieser Abteilung keine roten Rabattschilder über 
den Kleiderstangen angebracht.

ee) Im Video vom 7. August 2021, ab 15:46 Uhr, steht der Beschuldigte 2 mit 
zwei blaukarierten Hemden in seiner linken Hand und einem weissen sowie ei-
nem grauen langärmeligen Oberteil über dem linken Unterarm vor einer Klei-
derstange. Er sieht sich Kleider an, dreht der Kamera den Rücken zu und han-
tiert zwischen den Kleidern. Danach hantiert er an den Kleidern, die er über dem 
linken Arm trägt. Er geht zu einer zweiten Kleiderstange, wobei er mit dem Ge-
sicht zur Kamera steht. Er hantiert zwischen den Kleidern und sieht sich kurz 
nochmals ein Kleidungsstück an.

ff) Im Video vom 7. August 2021, ab 15:52 Uhr, steht der Beschuldigte 2 an 
einer Kasse. Die Kamera ist von vorne auf die Kasse gerichtet. Die Kasse weist 
bereits eine eingescannte Position von Fr. 10.00 auf und auf der Ablage liegt 
ein orange-blau kariertes Hemd (Anklage Nr. 129). Gemäss Liste des Laden-
detektivs betrug der reguläre Preis Fr. 40.00 und der bezahlte Preis Fr. 10.00 
(U-act. 3.1.003, S. 3). Die Kassierin scannt den Preis zweier blau-grau karierter 
Hemden und korrigiert die Preise von Fr. 39.95 auf Fr. 10.00 (Anklage Nr. 135) 
sowie von Fr. 49.95 auf Fr. 10.00 (Anklage Nr. 143). Bei einem weissen Lang-
armshirt scannt die Kassierin den Preis Fr. 139.00 und korrigiert ihn auf 
Fr. 20.00 (Anklage Nr. 108). Bei einem grauen Pullover korrigiert die Kassierin 
den eingescannten Preis von Fr. 149.00 auf Fr. 20.00 (Anklage Nr. 125). Die 
gescannten und bezahlten Preise stimmen mit denjenigen in der Liste des La-
dendetektivs überein (U-act. 3.1.003, S. 3).

gg) Zusammengefasst ist in den Videos erkennbar, wie beide Beschuldigten 
mehrfach zwischen an einer Kleiderstange aufgehängten Kleidern hantierten 
und dabei dieselben repetitiven Handbewegungen vornahmen. Die Beschul-
digte 1 bezahlte im Video ab 16:20 Uhr vier Kleider (grau-rosafarbener Pullover, 

Kantonsgericht Schwyz 36

beiger Hoodie, hellblaues Kinder-T-Shirt, dunkelblaues Adidas T-Shirt) und im 
Video ab 15:56 Uhr ein dunkelblaues Nike T-Shirt. Der Beschuldigte 2 legte der 
Kassierin im Video ab 15:52 Uhr seinerseits fünf Kleider vor (orange-blau ka-
riertes Hemd, zwei blau-grau karierte Hemden, ein weisses Langarmshirt, ein 
grauer Pullover). Bei sämtlichen Kleidern korrigierte die Kassierin jeweils den 
eingescannten Preis manuell nach unten.

c) Der Beschuldigte erklärte den Polizeibeamten am 7. August 2021 anläss-
lich seiner Anhaltung im I.________, dass er gemeinsam mit der Mitbeschuldig-
ten mit einem Fahrzeug nach Pfäffikon gefahren sei (U-act. 8.1.001, S. 8; 
vgl. U-act. 10.1.001, Frage 50). Der Ladendetektiv sagte an seiner Einver-
nahme vom 16. August 2021, am 7. August 2021 habe er über die Überwa-
chungskamera gesehen, dass der Beschuldigte mit einer Frau zusammen ge-
wesen sei. Später, im Laden, habe er gesehen, dass er mit der Frau hinter ei-
nem Gestell mit Pullovern gestanden sei. Sie hätten die Pullover zusammen 
angeschaut und miteinander geredet. Wieder zurück im Büro habe er über die 
Überwachungskamera gesehen, dass der Beschuldigte der Mitbeschuldigten 
den Autoschlüssel gegeben habe. Sie habe die Einkäufe zum Auto gebracht. 
Der Beschuldigte habe auch zwei Pullover in der Nähe der Kasse aufgehängt. 
Später habe die Mitbeschuldigte diese beiden Pullover mitgenommen und sei 
zur Kasse in der Multimediaabteilung gegangen (U-act. 10.1.003, Frage 3). Bei 
der nachträglichen Durchsicht der Überwachungsvideos konnte der Ladende-
tektiv feststellen, dass die Beschuldigten bereits vom 2. bis am 6. August 2021 
mehrmals gemeinsam in der F.________-Filiale Pfäffikon waren (U-
act. 10.1.003, Frage 3 in fine). Bei der Auswertung der Überwachungsvideos 
habe er festgestellt, dass die Mitbeschuldigten immer zusammen unterwegs ge-
wesen seien. Teilweise hätten sie zusammen Sachen angeschaut, teilweise ge-
trennt voneinander. Zusammen seien sie nie an die Kasse gegangen. Einmal 
sei sie an die Kasse gegangen, einmal er. Teilweise hätten sie auch die Kasse 
gewechselt, damit sie nicht immer an derselben Kasse bezahlt hätten. Er habe 

Kantonsgericht Schwyz 37

auch gesehen, dass er ihr Sachen übergeben habe und sie bezahlt habe (U-
act. 10.1.003, Frage 24). Wie bereits festgestellt, ist den Überwachungsvideos 
betreffend den grau-rosafarbenen Pullover (Anklage Nr. 61) und den beigen 
Hoodie (Anklage Nr. 80) nachgewiesen, dass der Beschuldigte 2 diese beiden 
Artikel an einer Kleiderstange platzierte, woraufhin die Beschuldigte 1 diese, 
ohne sie zuvor angeschaut zu haben, mitnahm und an der Kasse bezahlte. Ein 
Zusammenwirken der beiden Beschuldigten ist somit offensichtlich. Beim Vor-
fall betreffend das blaue T-Shirt der Marke Nike (Anklage Nr. 70) ist dem Über-
wachungsvideo zu entnehmen, dass sich die Beschuldigten unterhalten und 
während des gesamten Vorganges nur wenige Schritte voneinander entfernt 
stehen. Bei beiden Beschuldigten sind die gleichen Handbewegungen zwi-
schen den Kleidern an den Kleiderstangen erkennbar. Noch während die Be-
schuldigte 1 hantiert, läuft der Beschuldigte 2 hinter ihr vorbei und sieht ihr dabei 
über die Schulter auf ihre Hände. Dabei muss er erkannt haben, was sie tut. 
Daraufhin gehen beide einige Schritte von den Kleiderstangen weg, bleiben ste-
hen und sprechen miteinander, wobei der Beschuldigte 2 der Beschuldigten 1 
eine Banknote gibt. Das Video dauert lediglich zwei Minuten und siebzehn Se-
kunden. Auch bei diesem Vorfall waren die Handlungen der Beschuldigten so 
eng aufeinander abgestimmt, dass es sich nur um einen gemeinsamen Gesche-
hensablauf handeln kann. Den Überwachungsvideos ist darüber hinaus zu ent-
nehmen, dass beide Beschuldigten stets in der gleichen Weise vorgingen (teu-
res Kleidungsstück zwischen rabattierte Kleider hängen, zwischen den Kleidern 
hantieren bzw. Rabattkleber ablösen und aufkleben, teures Kleidungsstück an 
der Kasse bezahlen). Die mit den Überwachungsvideos dokumentierten Vor-
fälle ereigneten sich innerhalb von rund 35 Minuten (14:45 Uhr bis 16:20 Uhr), 
wobei die Beschuldigten wie bereits erwähnt zusammen zum I.________ fuh-
ren, sich alle Vorfälle im gleichen Kleidergeschäft ereigneten und die Beschul-
digten mehrfach gemeinsam in den Überwachungsvideos zu sehen sind. In 
Berücksichtigung sämtlicher erwähnten Umstände ist erstellt, dass die Beschul-
digten gemeinsam den Entschluss fassten, am 7. August 2021 in der 

Kantonsgericht Schwyz 38

F.________-Filiale in Pfäffikon (I.________) Rabattkleber von Kleidern abzulö-
sen, an teureren Markenkleidern anzubringen und diese zu einem zu tiefen 
Preis zu kaufen. Aufgrund des gemeinsamen Tatentschlusses, der zeitlichen 
und örtlichen Nähe sowie des gleichen systematischen Vorgehens beider Be-
schuldigten ist das mittäterschaftliche Vorgehen erstellt. Damit sind die von der 
jeweils anderen Person vorgenommenen Manipulationen und Käufe beiden Be-
schuldigten anzurechnen. Dies gilt auch für den grauen Pullover und das weisse 
Langarmshirt, die der Beschuldigte 2 bezahlte. Die Beschuldigte 1 nahm zwar 
an diesen Kleidern keine Manipulationen vor, aufgrund des mittäterschaftlichen 
Vorgehens, d.h. des gemeinsamen Tatentschlusses sowie der örtlichen und 
zeitlichen Nähe der Einkäufe und dem übereinstimmenden systematischen Vor-
gehen, sind ihr die Tathandlungen des Beschuldigten 2 anzurechnen.

d) Zusammenfassend ist der angeklagte Sachverhalt vom 7. August 2021 in 
der F.________-Filiale Pfäffikon und das mittäterschaftliche Vorgehen der bei-
den Beschuldigten für folgende Kleider erstellt: Damenjacke der Marke Colum-
bia, bunt (bzw. grau-rosafarben; Anklage Nr. 61), T-Shirt der Marke Nike, blau-
lila (Anklage Nr. 70), Pullover der Marke The North Face, cremeweiss (Anklage 
Nr. 80), T-Shirt der Marke Adidas, blau (Anklage Nr. 87), Kinder-T-Shirt der 
Marke Sfera, türkis (Anklage Nr. 103), T-Shirt der Marke Lacoste, weiss (An-
klage Nr. 108), Pullover der Marke Lacoste, grau (Anklage Nr. 125), Herren-
hemd der Marke Camel activ, bunt (Anklage Nr. 129), Herrenhemd der Marke 
Camel activ, blau (Anklage Nr. 135), Herrenhemd der Marke Camel activ, blau-
grau (Anklage Nr. 143).

6. Gemäss Anklage sollen die Beschuldigten zu weiteren Zeitpunkten in den 
F.________-Filialen in Rapperswil und Pfäffikon in gleicher Art und Weise vor-
gegangen sein. Die Vorinstanz führte dazu aus, der Schluss der Staatsanwalt-
schaft, wonach bei sämtlichen sichergestellten Kleidungsstücken der Preis auf 
die dargestellte Weise manipuliert worden sei, greife zu weit. Für eine solche 

Kantonsgericht Schwyz 39

Annahme lägen weder Beweise noch ausreichend Indizien vor. Mit Bezug auf 
die übrigen in der Anklage aufgeführten Kleidungsstücke erachte das Gericht 
den Tatbestand der Urkundenfälschung und des Betrugs daher als nicht erfüllt 
(angef. Urteile, je E. 6).

a) Die Staatsanwaltschaft erachtet es als erstellt, dass die Beschuldigten am 
7. August 2021 bereits zuvor, zwischen 14:48 Uhr und 15:14 Uhr, in der 
F.________-Filiale in Rapperswil-Jona Aktionskleber von reduzierter Ware vom 
Etikett abgelöst und auf Preisschilder von nicht reduzierter Ware geklebt und 
acht Kleidungsstücke fälschlicherweise zu einem reduzierten Preis erworben 
haben (STK 2023 80, KG-act. 19, Ziffer 8 und KG-act. 37/3, S. 5 f.; STK 2023 
79, KG-act. 20, Ziffer 8 und KG-act. 43/3, S. 5 f.).

Dieser Anklagevorwurf beruht im Wesentlichen auf vier Quittungen und Klei-
dern, die in den Tragetaschen gefunden wurden, die sich im Fahrzeug befan-
den, das am 7. August 2021 beim I.________ durchsucht wurde (Fotodoku-
mentation: U-act. 8.2.007; Rapport: U-act. 8.2.006, S. 4). Auch der Ladende-
tektiv sagte aus, er habe die Überwachungsvideos der F.________-Filiale Rap-
perswil kontrolliert, weil Einkäufe/Quittungen von diesem Tag gefunden worden 
seien (U-act. 10.1.003, Frage 21). Wie bereits festgestellt, war die Durchsu-
chung des Fahrzeugs rechtswidrig, weshalb die Tragetaschen und deren Inhalt, 
d.h. auch die Quittungen der F.________-Filiale Rapperswil, als unrechtmässig 
erhobene Beweismittel nicht verwertbar sind (Art. 141 Abs. 2 StPO). Ohne die 
in den Tragetaschen vorgefundenen Quittungen hätte der Ladendetektiv die 
Überwachungsvideos der F.________-Filiale Rapperswil nicht ausgewertet, 
weshalb diese ebenfalls nicht verwertbar sind (Art. 141 Abs. 4 StPO). Andere 
Beweismittel für das den Beschuldigten in der F.________-Filiale Rapperswil 
vorgeworfene Verhalten am 7. August 2021 sind nicht vorhanden. Der ange-
klagte Sachverhalt kann somit nicht erstellt werden.

Kantonsgericht Schwyz 40

b) Die Staatsanwaltschaft erachtet es ebenfalls als erstellt, dass die Be-
schuldigten im Zeitraum vom 2. bis am 6. August 2021 in der F.________-Filiale 
in Pfäffikon Preismanipulationen verübt haben (STK 2023 80, KG-act. 19, Zif-
fer 9, STK 2023 79, KG-act. 20, Ziffer 9).

aa) Anlässlich der Fahrzeugdurchsuchung vom 8. August 2021 wurde aus 
dem Kofferraum eine Quittung der F.________-Filiale Pfäffikon vom 2. August 
2021 sichergestellt (U-act. 5.1.002, S. 2, Nr. 5; Fotodokumentation zur Fahr-
zeugdurchsuchung U-act. 5.1.009, Bild Nr. 8 = U-act. 10.1.004, S. 234). Im Ge-
gensatz zur Fahrzeugdurchsuchung am Tag zuvor erfolgte diese Durchsu-
chung nach mündlicher Anordnung durch den Staatsanwalt (vgl. U-
act. 5.1.002), also rechtmässig, weshalb die Quittung als Beweismittel verwert-
bar ist. Auf dem Foto der Quittung ist das Datum des 2. August 2021, um 
13:52 Uhr, ersichtlich und dass zwei T-Shirts sowie ein Sweatshirt mit der je-
weiligen Artikelnummer zu je Fr. 10.00 gekauft wurden. Die Marke oder eine 
nähere Beschreibung der Kleider ist ebenso wenig erkennbar wie ein allfällig 
gewährter Rabatt oder eine manuelle Eingabe des Kaufpreises bzw. eine Kor-
rektur des Preises. Weitere Beweise für eine Manipulation der Preisschilder 
sind nicht vorhanden. Der Ladendetektiv sagte lediglich aus, er habe im Nach-
hinein auf den Überwachungsvideos gesehen, dass die Beschuldigte 1 mit dem 
Beschuldigten 2 am 2. August 2021 im F.________ gewesen sei (U-
act. 10.1.003, Frage 3 in fine). Er gab jedoch nicht an, eine Manipulation an 
Preisschildern beobachtet zu haben. Demzufolge ist nicht erstellt, dass die Be-
schuldigten an den Preisschildern der am 2. August 2021 in der F.________-
Filiale Pfäffikon gekauften Kleider Rabattkleber angebracht und diese Kleider 
zu einem zu tiefen Preis gekauft haben sollen.

bb) Anlässlich der Hausdurchsuchung beim Beschuldigten 2 am 7. August 
2021 stellten die Polizeibeamten sechs Kaufquittungen von F.________ vom 
3. August 2021 sicher (U-act. 5.1.001, HD-Position D4 = Fotodokumentation U-

Kantonsgericht Schwyz 41

act. 5.1.008, Bild Nr. 27). Weil diese zusammengefaltet und gestapelt am Fund-
ort fotografiert wurden, ist der Text darauf nicht erkennbar. Weitere Hinweise, 
dass die Beschuldigten am 3. August 2021 Preisschilder manipuliert und Klei-
der zu einem zu tiefen Preis gekauft hätten, sind den Akten nicht zu entnehmen. 
Allein die Aussage des Ladendetektivs, eine Verkäuferin habe gesagt, ein älte-
rer Mann sei schon die ganze Woche aufgefallen, weil er immer sehr günstig 
eingekauft habe, was verdächtig gewesen sei (U-act. 10.1.003, Frage 3), 
genügt hierfür nicht. Auch für den 3. August 2021 kann der angeklagte Sach-
verhalt nicht erstellt werden.

c) Schliesslich erachtet es die Staatsanwaltschaft als erstellt, dass die Be-
schuldigten bereits im Zeitraum von Januar 2019 bis am 6. August 2021 Mani-
pulationen an Preisetiketten von reduzierten Kleidungsstücken an ungefähr 170 
Markenkleidern vornahmen und diese zu einem zu tiefen Preis kauften (KG-
act. 19, S. 5).

aa) Anlässlich der Hausdurchsuchung in der Wohnung der Beschuldigten 1 
vom 7. August 2021 stellten die Polizeibeamten neun Kassenzettel der 
F.________ AG (davon sechs vom 6. August 2021 und einen vom 7. August 
2021), zwei Preisetiketten mit Rabatten und 18 Kinder-/Erwachsenenkleider in 
verschiedenen Grössen sicher (U-act. 5.2.002). Die Kassenzettel datieren vom 
6. und 7. August 2021 (vgl. U-act. 10.1.005, Beilagen 41, 43). Sämtliche Kleider 
sind mit Namensschildern versehen. Bei drei Kleidern ist das Preisschild noch 
vorhanden (Bild Nr. 10, 16, 24), bei einem davon ist ein Rabattkleber ersichtlich 
(Bild Nr. 24). Ob der Rabattkleber von der Beschuldigten 1 bzw. dem Beschul-
digten 2 oder der F.________ AG angebracht wurde, ist nicht erstellt. Bei den 
restlichen Kleidern ist ebenso wenig feststellbar, ob sie zu Unrecht zu einem zu 
tiefen Preis gekauft wurden. Gemäss Angabe des Ladendetektivs sagte die Be-
schuldigte nach ihrer Anhaltung zwar, sie habe kein Geld, um Fr. 100.00 für 
einen Pullover zu bezahlen (U-act. 10.1.003, Frage 34), sodass es eher un-

Kantonsgericht Schwyz 42

wahrscheinlich ist, dass sie sich die Kleidungsstücke der eher teureren Marken 
wie Levi’s, Jack&Jones und Tommy Jeans zu einem regulären Preis kaufte. 
Unter den sichergestellten Kleidern befinden sich aber auch solche einer eher 
günstigeren Marke wie F.________ oder Sfera. Darüber hinaus sind keine Be-
weismittel vorhanden, die eine Manipulation der Preisetiketten/Rabattkleber be-
legen könnten. Demzufolge ist nicht erstellt, dass die Beschuldigte 1 die Prei-
setiketten an den in ihrer Wohnung sichergestellten Kleidern manipulierte und 
diese zu einem zu tiefen Preis erwarb. Umso weniger ergeben sich aufgrund 
der Hausdurchsuchung Hinweise auf manipulierte Kleiderkäufe in den Jahren 
2019 und 2020.

bb) Der Beschuldigte 2 sagte an seiner Einvernahme vom 8. August 2021 
aus, die anlässlich der Hausdurchsuchung in seiner Wohnung sichergestellten 
Kleidungsstücke seien nicht alle vom August 2021. Er habe auch Kleider in den 
Jahren 2019 und 2020 gekauft und in der Wohnung gelagert (U-act. 10.1.001, 
Frage 67). Bei der Hausdurchsuchung in der Wohnung des Beschuldigten 2 
vom 7. August 2021 stellten die Polizeibeamten 155 Kinder- und Erwachsenen-
kleider in verschiedenen Grössen sowie Schuhe sicher (U-act. 5.1.001; Foto-
dokumentation: U-act. 5.1.008). Bei den meisten Kleidern war das Preisschild 
noch vorhanden. Dabei fallen insbesondere drei Marken-Kleidungsstücke mit 
angeblich sehr tiefen Rabatten auf: ein graues T-Shirt von Lacoste mit einem 
Preisschild für Fr. 139.00 und einem roten Rabattkleber für Fr. 15.00 (U-
act. 4.1.007, Foto S. 34, HD-Pos. D11), ein blauer Pullover von Gant mit einem 
Preisschild für Fr. 129.00 und einem roten Rabattkleber für Fr. 10.00 (U-
act. 4.1.007, Foto S. 35, HD-Pos. D136) sowie ein grauer Pullover von Lacoste 
mit einem Preisschild für Fr. 129.00 und einem Rabattkleber für Fr. 20.00 (U-
act. 4.1.007, Foto S. 45, HD-Pos. D13). Der Ladendetektiv sagte, dass Marken-
kleider (insbesondere Lacoste, Tommy Jeans, Gant) selbst im Sale nicht unter 
dem Einkaufspreis verkauft würden und diese nicht zu einem Stückpreis von 
Fr. 10.00, Fr. 15.00 oder Fr. 20.00 angeboten werden (vgl. U-act. 10.1.003, 

Kantonsgericht Schwyz 43

Fragen 3, 26, 37 f.). Auch der Sicherheitsmanager Deutsche Schweiz, 
K.________, antwortete, Kleidungsstücke im Sale würden nur bei ganz alter 
Ware unter dem Einkaufspreis verkauft, um die Lager zu räumen. Bei Ausver-
kaufsware reduziere sich einfach der Gewinn (Vi-act. 14, Frage 1). Die Support 
Managerin der F.________-Filiale Rapperswil, L.________, erklärte jedoch in 
der E-Mail vom 19. August 2023, um die Lager zu räumen und ältere saisonale 
Ware abzuverkaufen, könne es sein, dass Produkte zum Einstandspreis oder 
sogar leicht darunter verkauft würden (SEO 2022 23, Vi-act. 11.1 = SEO 2022 
22, Vi-act. 17.1). Allein aufgrund der zuvor genannten, sehr tiefen Rabattkleber 
an drei Kleidern ist deshalb nicht zweifelsfrei erstellt, dass diese von den Be-
schuldigten angebracht worden sein müssen. Sodann fällt zwar eine rot-blau-
weisse Trainerjacke von Tommy Jeans mit einem Preisschild für Fr. 249.00 
ohne Rabattkleber auf (U-act. 4.1.007, Foto S. 41, HD-Pos. D3). Es ist tatsäch-
lich zweifelhaft, ob er sich bei einem Renteneinkommen von Fr. 2’500.00 pro 
Monat (U-act. 10.1.001, Fragen 15 f., 18) bzw. einem steuerbaren Einkommen 
von Fr. 12’200.00 im Jahr 2024 (KG-act. 38/1) ein Kleidungsstück für Fr. 249.00 
kaufte. Der Beschuldigte 2 sagte denn auch, dass er ziemlich sparsam lebe (U-
act. 10.1.001, Frage 15). Allerdings sind keine Hinweise auf eine Manipulation 
des Preisschildes oder auf einen anderweitig unrechtmässigen Erwerb der Trai-
nerjacke ersichtlich. Im Übrigen ist auch nicht zweifelsfrei erstellt, dass der Be-
schuldigte 2 genau diese Trainerjacke selbst kaufte und mit wessen Geld er 
bezahlte. Sodann fallen die sehr unterschiedlichen Grössen der Kleider und die 
teilweisen angebrachten Namensschilder auf. Der Beschuldigte erklärte, er 
habe die Kleider nach Serbien bringen wollen (U-act. 10.1.001, Frage 69). Die 
Namensschilder seien diejenigen Personen, welche die Kleider hätten erhalten 
sollen (Frage 73). Die Kleider wären für seine zwei Söhne und ihre Familien 
gewesen (Frage 74). Auch bei der Hafteinvernahme vom 9. August 2021 er-
wähnte der Beschuldigte, dass er viele Artikel bereits 2019 und 2020 gekauft 
habe (U-act. 4.1.007, Rz. 128 f. und Rz. 174). Wegen Corona habe er nicht 
nach Hause nach Serbien fahren können (U-act. 4.1.007, Rz. 128 f., vgl. 

Kantonsgericht Schwyz 44

Rz. 188-190). Die Kleider hätten unterschiedliche Grössen, weil er elf Familien-
mitglieder habe, ein Grosskind, Urgrosskind und zwei Söhne; eine Schwieger-
tochter habe ein elfjähriges Kind (Rz. 178-180). Allerdings sagte der Beschul-
digte im Widerspruch dazu, dass er kein gutes Verhältnis zur Familie in Serbien 
habe (Frage 10). An der Hafteinvernahme erwähnte er zudem, im Juni 2021 sei 
er während zwei Wochen in Serbien gewesen (U-act. 4.1.007, Rz. 254). Warum 
er dabei die Kleider aus den Jahren 2019 und 2020 nicht mitnahm, erklärte er 
nicht. Die Aussagen des Beschuldigten 2 sind demnach nicht glaubhaft. Der 
blosse Umstand, dass er zahlreiche Kleider in unterschiedlichen Grössen mit 
Namensschildern in seiner Wohnung lagerte, ist zwar verdächtig, beweist aber 
die den Beschuldigten vorgeworfenen Tathandlungen nicht. Der blosse Um-
stand, dass die Beschuldigten über wenig Einkommen verfügen, vermag den 
angeklagten Sachverhalt nicht zu beweisen. Schliesslich erstellte die Support 
Managerin der F.________-Filiale Rapperswil auf Aufforderung der Vorinstanz 
Preislisten (regulärer Preis, bezahlter Preis, Einstandspreis) der Kleider, welche 
die Beschuldigten zwischen dem 2. und dem 7. August 2021 in den 
F.________-Filialen Pfäffikon und Rapperswil kauften (SEO 2022 22, Vi-
act. 17.1-5). Für die in den Jahren 2019 und 2020 gekauften Kleider reichte sie 
aber keine Preislisten ein. Beweise, wonach die Kleider nicht oder weniger ra-
battiert gewesen sein sollen, liegen somit nicht vor. Ebenso wenig sind Manipu-
lationen an Preisschildern z.B. durch Überwachungsvideos nachgewiesen. Der 
angeklagte Sachverhalt ist somit nicht erstellt.

cc) Bei diesem Ergebnis muss auf die sinngemässen Ausführungen des Be-
schuldigten 2, die Vorinstanz habe seinen Beweisantrag, sämtliche als Delikts-
gut bezeichneten 170 Kleidungsstücke seien wieder zu den Akten zu nehmen, 
zu Unrecht abgewiesen (STK 2023 79, KG-act. 18 S. 11 f.), nicht weiter einge-
gangen werden.

Kantonsgericht Schwyz 45

7. Auf die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz zum Tatbestand der Ur-
kundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB; angef. Urteile, je E. 2.1 f.) kann verwie-
sen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).

a) Die Vorinstanz erwog, der Preis eines Kleidungsstücks sei eine rechtlich 
erhebliche Tatsache. Das Preisschild sei dazu bestimmt, den Preis zu belegen. 
Der von den Beschuldigten angebrachte Rabattkleber habe sich durch das An-
kleben fest mit dem an den Kleidungsstücken befindlichen Preisschildern ver-
bunden. Die Möglichkeit des Auswechselns der Rabattkleber stehe der ausrei-
chend starken Verbindung bzw. der Annahme einer Urkunde nicht entgegen. 
Es liege eine zusammengesetzte Urkunde vor. Das Anbringen der Rabattkleber 
habe den Anschein erweckt, dass die Kleider zu einem günstigeren Preis ver-
kauft würden, was nicht der Fall gewesen sei. Der Einwand, aufgrund der zum 
Teil nicht nachvollziehbaren oder gar willkürlichen Auspreisungen in den 
F.________-Filialen liege keine Urkunde vor, verfange nicht. Die Beschuldigten 
hätten durch das Bekleben des Preisetiketts mit einem nicht zugehörigen Ra-
battkleber eine Urkunde verfälscht (SEO 2022 22 und 23, je E. 4.1).

Der Beschuldigte 2 macht geltend, es stelle sich die Frage, ob bei den von der 
F.________ AG zum Teil völlig verwirrenden Auspreisungen Urkunden vorlä-
gen, zumal der wirkliche Wille des Ausstellers auf den Preisschildern teilweise 
gar nicht erkennbar sei (STK 2023 79, KG-act. 18, S. 20 f.).

b) Urkunden sind Schriften, die bestimmt und geeignet sind, oder Zeichen, 
die bestimmt sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen 
(Art. 110 Abs. 4 StGB). Die Urkunde muss eine menschliche Gedankenäusse-
rung enthalten, der Aussteller muss erkennbar sein und die Urkunde muss zum 
Beweis von rechtserheblichen Tatsachen bestimmt sowie geeignet sein (Do-
natsch/Thommen/Wohlers, Strafrecht IV, Delikte gegen die Allgemeinheit, 5. A. 
2017, S. 143, 145, 139). Eine zusammengesetzte Urkunde (trägerbezogene Er-

Kantonsgericht Schwyz 46

klärung) liegt vor, wenn eine in einer Schrift verkörperte Gedankenerklärung mit 
einem Bezugsobjekt oder einer zweiten Erklärung (Primärtext), auf die sich ihr 
Erklärungsinhalt bezieht (abhängige Urkunde), räumlich fest und dauerhaft zu 
einer Beweiseinheit verbunden ist und damit in ihrer Gesamterscheinung eine 
einheitliche Erklärung beinhaltet (Boog, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Strafrecht I, 4. A. 2019, Art. 110 StGB N 80). Erforderlich ist eine 
räumlich feste und dauerhafte Zuordnung zwischen Urkunde und Bezugsobjekt. 
Eine feste Verbindung ist anzunehmen, wenn zu deren Lösung ein gewisser 
Kraftaufwand erforderlich ist. Blosses Bezogensein (z.B. Verbindung mit Büro-
klammer) genügt nicht (Boog, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Strafrecht I, 4. A. 2019, Art. 110 StGB N 82).

c) Die Preisschilder sind mit den Kleidungsstücken durch (Plastik-)Schnüre 
so fest verbunden, dass sie ohne einen gewissen Kraftaufwand nicht davon ge-
trennt werden können. Die Originalpreise der Kleider sind auf der Etikette des 
Preisschilds aufgedruckt. Die roten Rabattkleber wiederum sind auf diese Eti-
ketten aufgeklebt und damit ebenfalls fest mit dem Preisschild und dem Klei-
dungsstück verbunden. Das Ablösen der Rabattkleber ist nicht wie beim Weg-
schieben einer Büroklammer mit einer einzigen Handbewegung zu bewerkstel-
ligen, sondern erfordert ein mehrmaliges Aufkratzen der Ränder. Auf den Über-
wachungsvideos ist denn auch ersichtlich, wie die Beschuldigten mehrere Se-
kunden lang repetitive Handbewegungen ausführen. Das Preisschild mit dem 
Rabattkleber, das am Kleidungsstück hängt, ist demnach eine zusammenge-
setzte Urkunde, die den von der Verkäuferin geäusserten Kaufpreis für das be-
troffene Kleidungsstück beinhaltet. Der Kaufpreis ist ein wesentlicher Bestand-
teil eines Kaufvertrags (vgl. Art. 184 Abs. 1 und Art. 212 Abs. 1 OR), sodass 
das Preisschild dazu geeignet und bestimmt ist, eine wesentliche Tatsache von 
rechtlicher Bedeutung zu beweisen. Es handelt sich demzufolge um eine Ur-
kunde im Sinne von Art. 110 Abs. 4 StGB.

Kantonsgericht Schwyz 47

d) Der Beschuldigte 2 reichte vorinstanzlich verschiedene Fotos von Preis-
schildern der F.________ AG ein (Vi-act. 25.1-9). Die Fotos wurden am 16. Au-
gust 2021 erstellt (Vi-act. 25, S. 2), d.h. erst neun Tage nach dem Vorfall vom 
7. August 2021, womit nicht zweifelsfrei die Situation am Tattag dargestellt wird. 
Zudem sind auf den Fotos nicht die in der Anklage genannten Kleidungsstücke 
ersichtlich, sodass sie nicht ohne Weiteres geeignet sind, die Auspreisung die-
ser Kleider zu belegen. Soweit der Beschuldigte damit die grundsätzliche Preis- 
und Rabattpraxis der F.________ AG belegen will, ist Folgendes festzuhalten: 
Auf dem ersten Foto ist ersichtlich, dass die Preisschilder von zwei grauen 
Jeans, die nebeneinander hängen, einen unterschiedlichen Originalpreis 
(Fr. 39.95 und Fr. 29.95), jedoch denselben roten Rabattkleber aufweisen 
(Fr. 10.00). Dabei ist aber erkennbar, dass die Grösse der Hosen nicht dieselbe 
ist (40 und 36). Die Grösse ist ein durchaus plausibler Grund für unterschiedli-
che Preise, zumal gewisse Grössen öfter verkauft werden als andere. Sodann 
sind auf den Fotos die Originalpreise teilweise nicht mit den Rabattklebern über-
klebt, sodass theoretisch zwei Preise sichtbar sind (Fotos 2, 5, 9). Weil die Ra-
battkleber rot sind, ist jedoch klar erkennbar, dass dieser geringere Preis mass-
gebend ist. Auch der Umstand, dass teilweise mehrere rote Rabattkleber übe-
reinander angebracht wurden, verhindert nicht, dass der (aktuelle) Preis 
gemäss dem obersten Kleber klar ersichtlich ist (Fotos 3, 5, 9). Sodann ist auf 
zwei Fotos erkennbar, dass an der Kleiderstange zwar ein grosses rotes Schild 
mit der Aufschrift „50 %“ angebracht wurde. Bei einer an der Stange aufgehäng-
ten Jeans ist das Marken-/Grössenschild mit einem „30 %“-Rabattkleber über-
klebt (Foto 6). An der Hose auf dem zweiten Foto hängt ein Preisschild mit ei-
nem roten Rabattkleber „14.--" (Foto 7). Diese Auspreisung ist zwar nicht restlos 
eindeutig, massgebend muss aber auch hier das Preisschild sein, das mit dem 
Kleidungsstück fest verbunden ist. Im Übrigen behauptet auch der Beschuldige 
2 nicht, dass die in der Anklage aufgelisteten Kleider in dieser Weise (Schild an 
Kleiderstange stimmt nicht mit Rabattkleber am Kleidungsstück überein) aus-
gepriesen gewesen seien. Schliesslich ist auf einem Foto der Preis auf dem 

Kantonsgericht Schwyz 48

roten Rabattkleber nicht erkennbar, weil dieser in zwei Teile getrennt und nicht 
korrekt angebracht wurde (Foto 8). Dabei dürfte es sich jedoch um einen Ein-
zelfall handeln, was für die Beurteilung des angeklagten Sachverhalts nicht ent-
scheidend ist. Insgesamt vermögen die Ausführungen des Beschuldigten 2 
keine Zweifel daran zu bewirken, dass die tatsächliche Willensäusserung der 
F.________ AG betreffend die Preise der in der Anklage aufgelisteten Kleider 
anhand der Preisschilder erkennbar war.

e) Bei der Verfälschung einer echten Urkunde ändert die beschuldigte Per-
son eigenmächtig den Erklärungsinhalt des ursprünglichen Ausstellers ab 
(Brun/Forrer, in: Graf [Hrsg.], Annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 251 
StGB N 11). Durch das Anbringen der Rabattkleber auf den Preisschildern der 
nicht oder weniger rabattierten Kleider änderten die Beschuldigten die Willens-
äusserung der F.________ AG zum von ihr angeblich angebotenen Kaufpreis, 
d.h. den Erklärungsinhalt der zusammengesetzten Urkunde.

f) In subjektiver Hinsicht muss die beschuldigte Person vorsätzlich, d.h. mit 
Wissen und Willen (vgl. Art. 12 Abs. 2 StGB) handeln, wobei Eventualvorsatz 
genügt (Brun/Forrer, in: Graf [Hrsg.], Annotierter Kommentar StGB, 2020, 
Art. 251 StGB N 26). Eventualvorsätzlich handelt die Person, welche die Ver-
wirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). 
Erforderlich ist zudem eine Täuschungs- und eine Schädigungs-/Vorteilsab-
sicht. Die beschuldigte Person muss die Urkunde als wahr verwenden und sich 
dadurch einen unrechtmässigen Vorteil verschaffen wollen (Brun/Forrer, in: 
Graf [Hrsg.], Annotierter Kommentar StGB, 2020, Art. 251 StGB N 27 f.).

Im Hinblick auf das jeweils eigene aktive Handeln der Beschuldigten (Ablösen 
des Rabattklebers und Aufkleben auf einem anderen Preisschild, Vorlegen der 
Kleider an der Kasse und Bezahlung des zu tiefen Preises) ist es nicht anders 
denkbar, als dass sie dies wissentlich und willentlich taten sowie mit der Absicht, 

Kantonsgericht Schwyz 49

die Kassierinnen über den Kaufpreis zu täuschen und sich so einen Vermö-
gensvorteil (zu tiefer Kaufpreis) zu verschaffen. Soweit die Manipulationen 
und/oder das Bezahlen an der Kasse durch die jeweils andere beschuldigte 
Person erfolgte, sind diese Handlungen aufgrund des gemeinsamen Tatent-
schlusses auch in subjektiver Hinsicht beiden Beschuldigten anzurechnen.

g) Zusammengefasst machten sich beide Beschuldigte in Mittäterschaft der 
Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB betreffend folgende Klei-
der strafbar: bunte (grau-rosafarbene) Damenjacke der Marke Columbia (An-
klage Nr. 61), blaulila T-Shirt der Marke Nike (Anklage Nr. 70), cremeweisser 
(beiger) Pullover der Marke The North