# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 48d4cc91-627c-51fb-9215-f9ddc52a8792
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2026-01-19
**Language:** de
**Title:** 5A_796/2025 19.01.2026
**Docket/Reference:** 5A_796/2025
**URL:** https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-01-2026-5A_796-2025&print=yes&zoom=

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fdral
Tribunale federale
Tribunal federal
5A_796/2025
Urteil vom 19. Januar 2026
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Bovey, Prsident,
Gerichtsschreiber Mckli.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt C.________,
Beschwerdefhrerin,
gegen
B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Breidenstein,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Eheschutz,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zrich, I. Zivilkammer, vom 14. Juli 2025 (LE250019-O/U).
Sachverhalt:
Die Parteien sind verheiratet und Eltern eines am (...) 2021 geborenen Sohnes. Seit dem 1. Dezember 2023 leben sie getrennt und seit dem 31. Januar 2024 stehen sie sich in einem Eheschutzverfahren gegenber.
Mit Urteil vom 24. Mrz 2025 stellte das Bezirksgericht Affoltern das Getrenntleben fest und ordnete fr das Kind eine wchentlich alternierende Obhut an. Sodann verpflichtete es den Vater zu Kindesunterhaltsbeitrgen und zu ehelichem Unterhalt fr verschiedene Phasen.
Die hiergegen von der Mutter erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Zrich mit Urteil vom 14. Juli 2025 ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 15. September 2025 wandte sich die Mutter - fr die eine Schweizer Adresse angegeben wird, welche aber im Rubrum der Beschwerde als Menschenrechtsverteidigerin und derzeit als in der Republik sterreich relokalisiert und unter Schutzprfung durch einen hochrangigen sterreichischen Diplomaten stehend bezeichnet wird - an das Bundesgericht. Sie stellt eine Vielzahl von Rechtsbegehren, welche sich ber rund 20 Seiten hinziehen und stark zusammengefasst dahin gehen, dass das angefochtene obergerichtliche Urteil unter Einbezug smtlicher Schriftstcke als Fachexperten-Gutachten der Menschenrechtsverteidigerin zu betrachten und die Sache aufgrund der internationalen Schutzrechte sowie der dokumentierten strukturellen Repressalien durch das Bundesgericht selbst zu behandeln oder eventualiter an ein unabhngiges inner- oder ausserkantonales Gericht zu berwiesen oder subeventualiter an die Republik sterreich als Schutzstaat zur weiteren Behandlung zu bergeben sei, wobei die dokumentierte Retraumatisierung, die institutionell verfestigte Delegitimierung, die vorstzliche Umgehung der Normhierarchie, die Pathologisierung etc. zu beachten sei, und dass die alleinige Obhut und elterliche Sorge der Mutter zu bertragen, dem Vater jegliche Mitwirkung zu untersagen, ihm die Mitwirkung an der Namensfhrung zu entziehen und ihm ein Nherungs-, Kontakt- sowie Kommunikationsverbot zur Familie und dem gesamten unter erweitertem Schutz diverser UN-Resolutionen stehenden Umfeld aufzuerlegen sei, unter Informierung smtlicher Polizei- und Grenzbehrden, dass sodann ein interdisziplinres kinder- und jugendpsychiatrisches Abklrungsverfahren zur Erziehungs- und Betreuungsfhigkeit des Vaters in Auftrag zu geben und dieser zu Unterhaltsbeitrgen von Fr. 34'387.36 zu verpflichten sei.
Erwgungen:
1.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Eheschutzentscheid; die Beschwerde in Zivilsachen steht offen (Art. 72 Abs. 1, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG ).
2.
Indes ist die Beschwerdefrist nicht eingehalten:
Das angefochtene obergerichtliche Urteil wurde der Beschwerdefhrerin bzw. deren Rechtsanwalt am 16. Juli 2025 zugestellt. Die 30-tgige Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) begann folglich am 17. Juli 2025 zu laufen und endete am 15. August 2025. Die erst am 15. September 2025 der Post bergebene Beschwerde ist versptet, denn entgegen der Ansicht der Beschwerdefhrerin gelten fr vorsorgliche Massnahmen keine Gerichtsferien (Art. 46 Abs. 2 BGG). Bei Eheschutzsachen handelt es sich um vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG (BGE 133 III 393 E. 5.1; 149 III 81 E. 1.3) und der Begriff der vorsorglichen Massnahme in Art. 46 Abs. 2 BGG ist gleich auszulegen wie derjenige nach Art. 98 BGG (BGE 134 III 667 E. 1.3; 135 III 430 E. 1.1; 139 III 78 E. 4.4.5).
Auf versptete Beschwerden ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten.
3.
Ohnehin wrde es der Beschwerde an einer hinreichenden Begrndung fehlen, denn es wre mit substanziierten Verfassungsrgen aufzuzeigen, welche verfassungsmssigen Recht und inwiefern das obergerichtliche Urteil diese verletzen soll (Art. 98 und Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 142 III 364 E. 2.4; 149 III 81 E. 1.3). Die Beschwerde enthlt zwar mehrere Auflistungen von Verfassungs- und staatsvertraglichen Bestimmungen, aber die weitschweifigen Ausfhrungen nehmen nirgends einen konkreten Bezug auf die ausfhrlichen Erwgungen des obergerichtlichen Urteils, weshalb selbst bei rechtzeitiger Einreichung auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten gewesen wre.
4.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdefhrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
5.
Die Beschwerde ist gesttzt auf Art. 12 lit. a und Art. 15 Abs. 1 BGFA der Aufsichtskommission ber Rechtsanwlte des Kantons Zrich zur Kenntnis zu bringen zwecks Prfung von Disziplinarmassnahmen bzw. Meldung an die zustndige Stelle des EU-Herkunftsstaates im Sinn von Art. 26 und 29 BGFA (der Rechtsvertreter der Beschwerdefhrerin verfgt ber das deutsche Rechtsanwaltspatent und ist im Kanton Zrich in der Anwaltsliste gemss Art. 28 BGFA eingetragen), weil die 56-seitige Beschwerde aus verschwrungstheoretischen Ausfhrungen besteht, welche sich nicht auf das Eheschutzverfahren beziehen.
Demnach erkennt der Prsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdefhrerin auferlegt.
3.
Die von Rechtsanwalt C.________ unterzeichnete und eingereichte Beschwerde wird zur weiteren Prfung im Sinn der Erwgungen der Aufsichtskommission ber Rechtsanwlte des Kantons Zrich bermacht.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Zrich, I. Zivilkammer, und der Aufsichtskommission ber die Anwltinnen und Anwlte des Kantons Zrich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Januar 2026
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Prsident: Bovey
Der Gerichtsschreiber: Mckli