# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9aaf7ff2-9cf1-54d1-b10e-ffb2bea56d0e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-09-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 09.09.2003 SF 2003 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2003-25_2003-09-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 9. September 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 03 25 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Präsident Brunner, Kantonsrichter Jegen, Sutter-Ambühl, Riesen-Bienz und Schä-
fer, Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel.

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In der Strafsache

des X., Angeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans-Ulrich Bürer, Hin-
term Bach 6, Postfach 82, 7002 Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 24. Juli 2003,

wegen mehrfacher Veruntreuung, mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung, 
mehrfacher Urkundenfälschung, mehrfacher Erschleichung einer falschen Beurkun-
dung sowie mehrfacher Unterlassung der Buchführung,

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

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A. X. wurde am 21. September 1941 in AAC. geboren. Zusammen mit 
zwei jüngeren Geschwistern wuchs er bei seinen Eltern in AAC., AAAG. und AAD. 
in geordneten Verhältnissen auf. In AAD. besuchte er während sechs Jahren die 
Primar- und während zwei Jahren die Sekundarschule. Die dritte Sekundarklasse 
absolvierte er in AAE.. Nach einem Semester an der Handelsabteilung der Kantons-
schule in AAAC. begann er in AAF. bei den Schweizerischen Bundesbahnen eine 
dreijährige Lehre als Betriebsbeamter. Nach erfolgreichem Lehrabschluss war er 
weiterhin auf seinem erlernten Beruf bei den SBB tätig. Im Jahre 1966 trat er eine 
Stelle als Sekretär beim Untersuchungsrichteramt in Chur an, wo er während drei 
Jahren tätig war. Am 1. Juli 1969 machte sich der Angeklagte als Z. selbstständig. 
Unter anderem führte er während sieben Jahren zusammen mit seinem Bruder A. 
ein elektrotechnisches Unternehmen (B. AG), welches im Jahre 1976 in Konkurs 
ging. Anschliessend war der Angeklagte in verschiedenen Branchen tätig. Von 1996 
bis Ende Juni 2001 führte er die Treuhandfirma C. AG. Ende 1998 war X. für einige 
Monate arbeitslos und bezog Arbeitslosenunterstützung. Nach eigenen Angaben 
verfügt er seit ca. Juni 2001 über kein festes Einkommen mehr. Der Angeklagte war 
von 1985 bis 1997 in AAG., anschliessend in AAH. und AAI. und ab April 1998 in 
AAJ. wohnhaft.

Gemäss Auszug des Betreibungsamtes AAAH. vom 9. April 2003 ergingen 
gegen den Angeklagten in der Zeit vom 1. Januar 1992 bis zu seinem Wegzug am 
4. August 1997 insgesamt 85 Betreibungen über total Fr. 883'629.85. Im Register 
sind 75 offene Verlustscheine im Betrag von Fr. 929'214.35 vorhanden. Beim Be-
treibungsamt AAJ. ist X. gemäss Auszug vom 16. Januar 2003 in der Zeit vom 1. 
Januar 1998 bis 16. Januar 2003 mit 38 Betreibungen in Höhe von Fr. 468'258.35 
und mit 12 offenen Verlustscheinen in Höhe von Fr. 79'035.30 verzeichnet. Gemäss 
Auskunft der kantonalen Steuerverwaltung vom 21. Juni 2002 verfügte X. im Steu-
erjahr 99/00 über ein steuerbares Einkommen von Fr. 18‘500.--. Steuerbares Ver-
mögen lag nicht vor.

Im Jahre 1962 verheiratete sich X. mit E.. Aus dieser Ehe, welche im Jahre 
1974 geschieden wurde, gingen in den Jahren 1963, 1964 und 1966 drei Töchter 
hervor. Im Dezember 1976 ging der Angeklagte mit F. eine neue Ehe ein. Aus dieser 
Verbindung entspross im Jahre 1980 ein Sohn. Seine zweite Ehefrau verstarb am 
17. Juni 2002.

Gemäss Anklageschrift weist X. insgesamt vier Vorstrafen auf: 

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Der Kantonsgerichtsausschuss Graubünden verurteilte X. am 21. Dezember 
1981 wegen leichtsinnigen Konkurses gemäss Art. 165 StGB zu einer bedingt aus-
gesprochenen Freiheitsstrafe von 11 Monaten Gefängnis, bei einer Probezeit von 3 
Jahren. Am 13. April 1992 erfolgte eine Verurteilung durch den Einzelrichter des 
Bezirksgerichts AAF. zu 2 Monaten Gefängnis, abzüglich 22 Tage Untersuchungs-
haft, bedingt auf 3 Jahre, wegen untauglichen versuchten wirtschaftlichen Nachrich-
tendienstes gemäss Art. 273 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 23 Abs. 1 StGB. Am 1. 
April 1993 verurteilte der Kreispräsident AAAH. X. wegen Zweckentfremdung von 
abgezogenen NBU-Prämien gemäss Art. 112 Abs. 2 UVG zu Fr. 3'000.-- Busse, als 
Zusatzstrafe zum Urteil vom 13. April 1992. Am 30. Juni 1998 verurteilte das Be-
zirksamt AAAI. X. wegen Nichtablieferns von AHV- und BVG-Beiträgen gemäss Art. 
87 Abs. 3 AHVG und Widerhandlung gegen Art. 23 Abs. 4 ANAG zu einer Busse 
von Fr. 2'000.--.

Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei AAAK. vom 10. September 
2002 muss der Leumund des Angeklagten als angeschlagen bezeichnet werden. 
Die Lebensführung und das allgemeine Verhalten haben gemäss Bericht bis anhin 
zu keinen Klagen Anlass gegeben.

B. Am 30. Juli 2002 wurde X. in AAJ. festgenommen und gleichentags in 
die Strafanstalt Sennhof überführt. Der Bezirksgerichtspräsident Plessur als Haft-
richter ordnete mit Entscheid vom 5. August 2002, mitgeteilt am 5. August 2002, die 
Untersuchungshaft an. Der Haftrichter lehnte mit Entscheid vom 19. August 2002, 
mitgeteilt am 22. August 2002, ein Haftentlassungsgesuch von X. vom 14. August 
2002 und mit Entscheid vom 25. September 2002, mitgeteilt am 3. Oktober 2002, 
ein weiteres Haftentlassungsgesuch vom 25. September 2002 ab. Die Untersu-
chungshaft wurde in der Folge auf Antrag der Staatsanwaltschaft mit Entscheiden 
des Haftrichters des Bezirksgerichts Plessur vom 1. November 2002, mitgeteilt am 
1. November 2002, vom 30. Januar 2003, mitgeteilt am 30. Januar 2003, und vom 
30. April 2003, mitgeteilt am 30. April 2003, verlängert. Die gegen den Entscheid 
vom 1. November 2002 erhobene strafrechtliche Beschwerde vom 21. November 
2002 wurde von der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden mit 
Entscheid vom 11. Dezember 2002, mitgeteilt am 19. Dezember 2002, abgewiesen. 
Laut Führungsbericht der Strafanstalt Sennhof vom 16. Mai 2003 kann dem Ange-
klagten ein gutes Zeugnis ausgestellt werden.

C. Am 17. Juni 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen 
X. eine Strafuntersuchung wegen Veruntreuung und eventuellen Betrugs und be-

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auftragte das Untersuchungsrichteramt Chur mit deren Durchführung. Die Untersu-
chung wurde mit Verfügung vom 6. Juni 2003 abgeschlossen. In Bezug auf die 
Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Unterlassung der Buch-
führung zum Nachteil der G. AG beziehungsweise H. AG, wegen Veruntreuung be-
ziehungsweise ungetreuer Geschäftsbesorgung zum Nachteil von I. sowie wegen 
Veruntreuung beziehungsweise ungetreuer Geschäftsbesorgung zum Nachteil der 
J. AG und deren Investoren erfolgten am 24. Juli 2003 Teileinstellungsverfügungen, 
im letztgenannten Fall unter Vorbehalt der Wiederaufnahme. Mit Verfügung vom 24. 
Juli 2003 wurde X. wegen mehrfacher Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 2 StGB, 
mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, 
mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, mehrfacher Erschlei-
chung einer falschen Beurkundung gemäss Art. 253 Abs. 1 StGB sowie mehrfacher 
Unterlassung der Buchführung gemäss Art. 166 StGB in Anklagezustand versetzt. 
Der Anklage liegt nach Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 24. 
Juli 2003 der folgende Sachverhalt zu Grunde:

„X. wird angeklagt

A der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 2 StGB, der mehr-
fachen ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB sowie der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 
Ziff. 1 StGB

In der Zeit vom 22. März 2000 bis 11. Mai 2001 wurden dem Ange-
klagten von diversen Investoren insgesamt US$ 13'080'647.-- oder, 
zum Durchschnittskurs von 1.6915, total CHF 22'125'914.-- für Finanz-
geschäfte anvertraut. Im Juli 2002 wurden ihm noch weitere US$ 
64'400.-- oder, zum Kurs von 1.47, CHF 94'668.-- zur vorübergehen-
den Aufbewahrung anvertraut. Davon wurden in der Folge US$ 
2'016'053.49 (= CHF 3'427'170.80) wieder an die Investoren zurück-
bezahlt. Mit Börsengeschäften (Termingeschäfte in Futures) sowie 
Kommissionen verlor der Angeklagte bei der Brokerfirma K. AG in 
AAF. total US$ 7'278'240.99 (= CHF 12'311'145.--); davon mittels un-
getreuer Geschäftsbesorgungen insgesamt ca. US$ 3'800'000.-- (= 
CHF 6'427'700.--). Einen Betrag von insgesamt US$ 3'866'390.-- oder 
umgerechnet CHF 6'525'734.-- hat der Angeklagte während dieser 
Zeitspanne zum Nachteil seiner Investoren veruntreut (act. B1/1, 3, 
12). 

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Tatbestände:

1. Mehrfache Veruntreuung im Deliktsbetrag von US$ 3'020'802.--, 
ungetreue Geschäftsbesorgung im Deliktsbetrag von US$ 3,8 
Mio. und Urkundenfälschungen, begangen in der Zeit von April 
2000 bis Februar 2002 zum Nachteil der Firmen L. AG, M. und N. 
AG [O./P.]:

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1.1.Einleitung

Im Frühjahr 2000 kam der Angeklagte durch Vermittlung von Q. in Ge-
schäftskontakt mit O. und P.. In der Folge reisten O. und P. auch für 
eine Woche in die Schweiz, um den Angeklagten und dessen Arbeits-
weise näher kennenzulernen. Gegenüber den Investoren gab sich der 
Angeklagte als Treuhänder und erfolgreicher "Trader" mit 15-jähriger 
Berufserfahrung aus. Er sicherte O. einen monatlichen Gewinn von 
10% des eingesetzten Kapitals zu und erklärte, es bestünde praktisch 
kein Verlustrisiko, da er mit "Stopps" arbeite und zudem allfällige Ver-
luste selber tragen würde (act. B3/7). In der Folge kamen die beiden 
überein, dass der Angeklagte Kundengelder von O. und P. bzw. von 
deren Firmen M. und N. AG in Höhe von US$ 3,5 Mio. zu Investitions-
zwecken (Termingeschäfte in Futures) entgegennehmen würde. Zum 
Zwecke des Geldtransfers gründete der Angeklagte im Auftrag von O. 
durch Übernahme des Firmenmantels der R. AG die Investmentfirma 
L. AG, bei der der Angeklagte einziger Verwaltungsrat mit Einzelun-
terschrift war.

Akten: act. B2/5, B3/4, 7, 10, C1/1, F4/1, 5.11

1.2.Mit Management Agreement vom 25. Februar 2000 (act. C1/5.1, 5.2) 
verpflichtete sich der Angeklagte gegenüber O., als Treuhänder und 
Anlageverwalter für Kunden von O. tätig zu sein. Gemäss Ziffer 2.01 
der Übereinkunft durfte der Angeklagte hiebei nicht mehr als 10% des 
Kapitals zuzüglich des aufgelaufenen Gewinns riskieren. Falls ein ma-
ximaler Verlust von 10% erreicht war, musste der Angeklagte den 
Handel unverzüglich beenden und O. benachrichtigen. In Ziffer 3.01 
garantierte der Angeklagte persönlich, dass die Anleger auch bei Ein-
tritt eines 10%igen Verlustes keinen Schaden erleiden würden. In Zif-
fer 4.01 und 5.01 verpflichtete sich der Angeklagte, den Gewinn der 
Kunden in bar, als kurzfristige Schatzwechsel oder als Bankgarantie 
bereitzuhalten, ihn nicht zum Handeln zu gebrauchen und auf Wunsch 
von O. Rückzahlungen innerhalb von 5 Geschäftstagen vorzunehmen. 
Falls der monatliche Nettogewinn grösser als 10% des Anlagekapitals 
(Kapital plus aufgelaufener Gewinn) sein sollte, erhielt der Angeklagte 
gemäss Ziff. 6.01 der Vereinbarung eine Entschädigung von 50% des 
Nettogewinnes, der diese 10% überstieg. 

Ebenfalls am 25. Februar 2000 wurde zwischen dem Angeklagten und 
O. ein Vereinbarungsvertrag "Memorandum of Understanding" abge-
schlossen, welcher die Geschäftsbeziehungen bei der Brokerfirma S. 
beinhaltete (act. B3/4 S.5, C1/5.8, 5.9).

In der Folge überwies O. am 3. März 2000 den Betrag von US$ 3,5 
Mio. auf das Konto der L. AG bei der Brokerfirma S. in AAF.. Damit 
erwirtschaftete der Angeklagte zwischen dem 7. und 13. März 2000 
an der Börse mit Termingeschäften in Futures (Currencies und S & P 
500-Kontrakte) einen Nettogewinn von US$ 190'466.99. Nachdem 
sich im Zusammenhang mit der Investition der 3,5 Mio. US$ durch 

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amerikanische Staatsbürger Probleme ergeben hatten (vgl. Suspi-
cious Activity Report vom 3.3.2000, act. L2/4.18), wurde das Konto 
saldiert und das Kapital am 16. März 2000 samt Gewinnanteil in Höhe 
von insgesamt US$ 3,56 Mio. wieder auf das Konto der L. AG bei der 
Bank AAAJ. überwiesen (C1/1 S. 7, L2/4.15). Der restliche Gewinn 
von US$ 130'546.-- wurde auf das Konto der L. AG bei der Bank AAL. 
in AAM. überwiesen (act. L2/4.16, N3/9). Zwei Tage später übertrug 
der Angeklagte davon US$ 72'500.-- auf das Bank AAL.-Konto der J. 
AG und nahm damit Rückzahlungen an frühere J. AG-Investoren vor 
(act. G/15/1, 2). Den Restbetrag von US$ 58'046.-- übertrug er auf 
sein privates US$-Kontokorrent Nr. 226.656.60L bei der Bank AAL. 
AAM. und verwendete ihn ebenfalls für Rückzahlungen (US$ 15'400.--
) sowie im Umfang von US$ 42'000.-- für sonstige Zwecke (act. M8/1). 

Akten:act. B2/2, B3/4, 7, C1/5.1, 5.2, 5.8, 5.9, L2/4.15, 4.16, 4.18, 
M8/1, N3/9

1.3.Urkundenfälschung

Ende Februar 2000 eröffnete der Angeklagte bei der Bank AG. AG in 
AAF. ein US$-Konto. Gegenüber der Bank erklärte der Angeklagte auf 
dem Formular A betreffend Feststellung des wirtschaftlich Berechtig-
ten vom 28.02.2000 bewusst wahrheitswidrig, er selbst sei an den ein-
gebrachten Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigt (act. K1/13). 
Gegenüber Bankenvertreter gab er am 20.03.2000 zudem vor, er 
habe im Jahre 1997 sein Industrie-Elektrounternehmen verkauft, sei 
seither als Treuhänder tätig und verfüge über ein Vermögen von US$ 
3'500'000.-- (act. K1/12). 

Auch anlässlich der Kontoeröffnung bei der Brokerfirma K. AG vom 
28.03./06.04.2000 füllte der Angeklagte das Formular A gemäss der 
Vereinbarung über die Sorgfaltspflicht der Banken unrichtig aus, in-
dem er bewusst wahrheitswidrig angab, er selbst sei an den einge-
brachten Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigt. Der Angeklagte 
verfügte auf diesem Konto über Einzelunterschrift (act. L1/5 S.9). 

Akten: act. B3/4, K1/12, 13, L1/5

1.4.Am 22. März 2000 überwies die L. AG Anlagegelder von etwa 130 
Kunden in Höhe von US$ 3'500'000.-- auf das US$-Konto Nr. 
0387696/001.000.840 bei der Bank AG. AG, lautend auf X. (act. K3/4). 
Zur Sicherstellung der Termingeschäfte wurde bei der Bank AG. AG 
ein Garantie/Bürgschafts-Konto für die Brokerfirma K. AG eingerichtet. 

Mit diesem Kapital erwirtschaftete der Angeklagte ab 6. April 2000 mit 
Termingeschäften in Futures innert wenigen Tagen noch einen Ge-
winn von ca. US$ 223'840-- (act. C1/27.2/2). Aber bereits in der Zeit-
spanne vom 13. bis 17. April 2000 gerieten die eingegangenen hoch-

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riskanten Terminkontrakte massiv in die Verlustzone, so dass der An-
geklagte am 18. April 2000 zur Absicherung der Buchverluste einen 
Nachschuss (Margin-Call) in Höhe von US$ 2'400'000.-- aus der be-
stehenden Bankgarantie bei der Bank AG. AG an die Brokerfirma K. 
AG leisten musste (act. L1/16.1-4). 

Da die amerikanischen Investoren auch bei der neuen Brokerfirma 
keine Unterschriftsberechtigung erhielten, vereinbarten sie mit dem 
Angeklagten, dass dieser ohne ihre schriftliche Einwilligung kein Geld 
vom Konto bei der Bank AG. AG und der Brokerfirma K. AG abheben 
dürfe (act. B3/7 S.5): Im Memorandum of Understanding vom 
27.04.2000 - welches dasjenige vom 25.02.2000 ersetzte - verpflich-
tete sich der Angeklagte, ohne schriftliche Einwilligung von O. oder P. 
kein Geld von seinem Konto bei der Bank AG. AG oder bei der K. AG 
abzuheben oder dies zu veranlassen, es sei denn, es handle sich um 
Geld, welches zu Investitionszwecken auf das Konto verschoben wird. 
In Ziffer 5.01 der Vereinbarung verpflichtete sich der Angeklagte, den 
Investoren O./P. zwei Mal monatlich eine Anlageübersicht sowie all-
wöchentlich ein Exemplar des Kontoauszuges der K. AG zuzustellen. 
Gleichzeitig bestätigte er unterschriftlich, dass sämtliches Geld auf 
diesem wöchentlichen Auszug O. und/oder P. gehöre (act. C1/5.3 und 
5.4). Zur zusätzlichen Absicherung des eingesetzten Kapitals stellte 
der Angeklagte per 27./30. April 2000 zugunsten der Anleger einen 
gesicherten Eigenwechsel (Secured promissory note) über US$ 4,5 
Mio. aus. Darin bestätigte der Angeklagte, dass das Guthaben auf 
dem Konto bei der Bank AG. AG nie weniger als 4,5 Mio. US$ betra-
gen werde (act. C1/5.12, 5.13, B3/7 S.5). 

Akten: act. B3/7, C1/5.3, 5.4, 5.12, 5.13, 27, K3/4, L1/16.1-4

1.5.Ungetreue Geschäftsbesorgung / Urkundenfälschung

Per 28. April 2000 überwies die L. AG eine weitere Million US$ auf das 
Konto bei der Bank AG. AG. Davon mussten umgehend weitere US$ 
400'000.-- an die K. AG zur Absicherung des Verlustrisikos überwie-
sen werden (act. C1/15.1, L1/16.5, P/33). 

Statt - wie vertraglich vereinbart - seine Auftraggeber über die erlitte-
nen Verluste zu benachrichtigen und den Handel einzustellen, erstellte 
der Angeklagte per 30. April 2000 zuhanden von O./P. eine gefälschte 
Anlageübersicht (Investment Summary), in welcher er statt eines Mo-
natsverlustes in Höhe von US$ 216'012.50 (act. L1/15.1 S.2) einen 
Gewinn von US$ 360'000.-- auswies (act. B3/22, C1/1 S.8, C1/27.2/3). 
Mit Schreiben vom 6. Mai 2000 teilte er O. zudem wahrheitswidrig mit, 
dass sich die Gesamtrendite für den Monat April auf insgesamt US$ 
435'820.-- belaufe, dass er aber für den Monat Mai (ohne Feiertage) 
ein noch besseres Resultat erwarte (act. C1/27.2/2). 

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In den Monaten Mai und Juni 2000 vergrösserte sich der Tradingver-
lust des Angeklagten auf insgesamt US$ 2'976'075.-- (act. C1/1 S.7, 
L1/15.3, P/102). Um die Investoren über die Anlageverluste sowie die 
zweckwidrigen persönlichen Bezüge (vgl. nachstehend Ziff. 1.6 und 
1.7) zu täuschen, fälschte der Angeklagte auch in den Folgemonaten 
die zuhanden der Anleger erstellten Investment Summaries, wobei er 
den Investoren zumeist monatliche Renditen von über 10% gutschrieb 
(C1/27.2/3-23). Von Juni 2000 bis Oktober 2001 fälschte er auch die 
monatlichen Konto-Auszüge der Broker-Firma K. AG, indem er auf sei-
nem Computer Auszüge mit falschen Daten erstellte und darauf das 
K. AG-Logo mit  vollständiger Adresse sowie das Logo der AAN. an-
brachte (act. B3/1 S.3, 4 S.6, C1/27.1/1-26). So wies er per Ende Juni 
2000 statt des obgenannten Verlustes in Höhe von US$ 2,97 Mio. ei-
nen fiktiven Gewinn von US$ 1,27 Mio. und damit einen Kontostand 
von insgesamt US$ 5,77 Mio. aus (act. C1/27.1/3 und C1/27.2/7, vgl. 
nachstehend Ziff. 1.8).

Anlässlich verschiedener Treffen oder in Telefongesprächen mit sei-
nen Auftraggebern gab der Angeklagte ebenfalls vor, im Devisen- und 
Termingeschäft stets Gewinne erzielt zu haben (act. B3/7 S.6, C1/4 
Ziff.6). 

Akten:act. B2/3, B3/1, 4, 7, 22, C1/4, 15.1, 27, L1/15.3, 16.5, P/33, 
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1.6.Veruntreuungen

Gestützt auf die gefälschten Unterlagen und Zusicherungen des An-
geklagten überwies die L. AG am 20. Oktober 2000 weitere US$ 3 Mio. 
(act. K3/92), am 4. Dezember 2000 US$ 2 Mio. (act. K3/122) und am 
28. Februar 2001 nochmals US$ 2 Mio. (act. K3/145) auf das Konto 
des Angeklagten Nr. 387696/001.000.840 bei der Bank AG. AG (act. 
B3/7 S.6). 

Gesamthaft überwies die L. AG dem Angeklagten somit US$ 11,5 Mio. 
auf sein Konto bei der Bank AG. AG. Nebst den Einzahlungen der L. 
AG erfolgten am 11. September 2000 eine Überweisung von I. in Höhe 
von US$ 800'000.-- (wovon später US$ 440'058.03 wieder zurückbe-
zahlt wurden, act. K3/65, 98, 127, 140, 162) sowie am 11. Dezember 
2000 eine solche der AH. in Höhe von US$ 22'300.-- (act. K3/131) auf 
das Bank AG. AGkonto. Vom Nettoeingang bei der Bank AG. AG in 
Höhe von US$ 11'882'241.97 leitete der Angeklagte US$ 10'090'000.-- 
auf sein Tradingkonto bei der Brokerfirma K. AG weiter. Den Restbe-
trag (zuzüglich Zinserträge, vgl. act. K3/2 S.7) in Höhe von US$ 
1'887'058.84 (CHF 3'208'000.--) überwies er unter verschiedenen Ma-
len auf andere, auf seinen Namen lautende Bankkonti oder hob das 
Geld bar ab und verwendete es für private Zwecke. Im Einzelnen ver-
anlasste der Angeklagte folgende zweckwidrige Barabhebungen und 
Überweisungen ab dem Bank AG. AG Kontokorrent Nr. 0387696/001 

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(act. K2/2) und dem US-Dollar Konto 0387696/001.000.840 (act. 
K3/2): 

Datum: Betrag: Verwendung: Akten:

30.03.2000 US$      6'194.64 AAP.   K3/7
30.03.2000 US$    35'843.37 Bank AAL. AAM.    K3/8
14.04.2000 US$      1'018.20 Barauszahlung   K3/12
14.04.2000 CHF    25'412.-- Barauszahlung   K2/3
14.04.2000 CHF    22'000.-- Barauszahlung K2/4
04.05.2000 CHF    21'500.-- U. AG K3/19
04.05.2000 US$    11'682.14 AS. K3/20
04.05.2000 US$    10'221.96 Bank AAL. AAM. K3/21
04.05.2000 US$    24'134.47 Q. K3/22
18.05.2000 US$      8'726.-- Bank AAL. AAM. K3/24
18.05.2000 US$    29'393.66 Q. K3/25
18.05.2000 US$      5'349.61 J. AG K3/27
18.05.2000 US$      2'265.96 AAAA./AAAB. K3/28
24.05.2000 US$      1'923.25 AAQ. K3/30
26.05.2000 US$    41'604.75 Barauszahlung K3/32
31.05.2000 US$    14'979.03 Bank AAL. AAM. K3/33
14.06.2000 US$    17'007.87 Barauszahlung K3/39
21.06.2000 US$      9'247.84 Bank AAL. AAM. K3/41
05.07.2000 US$      3'097.89 Bank AAL. AAM. K3/45
12.07.2000 US$      9'264.98 Bank AAL. AAM. K3/47
12.07.2000 US$    16'985.79 U. AG K3/48
12.07.2000 US$    42'965.29 Q. K3/49
25.07.2000 US$    15'955.81 Barauszahlung K3/51
04.08.2000 US$        350.84 Bank AAR. K3/55
04.08.2000 US$      2'478.74 AJ. K3/56
04.08.2000 US$    11'823.83 Bank AAL. AAM. K3/57
17.08.2000 CHF     2'500.-- Bank AAL. K2/7
01.09.2000 CHF     5'000.-- Bank AAL. K2/9
01.09.2000 CHF     7'500.-- U. AG K2/10
01.09.2000 CHF   20'858.80 AAQ. K2/11
06.09.2000 CHF   10'000.-- Bank AAL. K2/13
06.09.2000 CHF     6'000.-- U. AG K2/14
06.09.2000 CHF   26'875.-- U. AG K2/15
06.09.2000 CHF   21'500.-- U. AG K2/17
06.09.2000 CHF   35'000.-- U. AG K2/19
06.09.2000 CHF   28'000.-- AC. AG K2/21
06.09.2000 US$     4'214.25 AI. K3/62
06.09.2000 US$   17'114.25 AI. K3/63
12.09.2000 CHF   15'000.-- Bank AAL. K2/23
12.09.2000 CHF     5'000.-- U. AG K2/24
12.09.2000 CHF   10'000.-- AS. K2/25
12.09.2000 CHF   15'000.-- AS. K2/26
12.09.2000 CHF 206'557.-- U. AG K2/27/28
13.09.2000 CHF   20'000.-- AU. K2/29, B2/10 S.3
13.09.2000 US$   61'264.12 Q. K3/66
13.09.2000 US$   23'276.12 J. AG K3/67
13.09.2000 US$   11'350.12 J. AG K3/68
13.09.2000 US$     5'473.12 J. AG K3/69
13.09.2000 US$   11'373.12 J. AG K3/70
13.09.2000 US$     2'064.12 J. AG K3/71
13.09.2000 US$   10'914.12 J. AG K3/72
14.09.2000 CHF   15'000.-- Barauszahlung K2/30

10

14.09.2000 CHF   10'000.-- Barauszahlung K2/31
19.09.2000 US$     4'410.99 Honorar Z. K3/75
22.09.2000 CHF   55'930.-- Barauszahlung K2/32
22.09.2000 CHF     2'500.-- Barauszahlung K2/33
27.09.2000 US$   23'703.70 Barauszahlung K3/80
03.10.2000 CHF   11'000.-- Barauszahlung K2/38
13.10.2000 CHF   35'000.-- Barauszahlung K2/39
20.10.2000 CHF   15'000.-- Bank AAL. K2/42
23.10.2000 CHF   25'000.-- Barauszahlung K2/43
23.10.2000 CHF   90'000.-- AAS. AG K2/45
23.10.2000 CHF   14'224.-- AS. K2/46
23.10.2000 CHF     5'000.-- U. AG K2/47
23.10.2000 CHF     5'375.-- U. AG K2/48
23.10.2000 CHF   15'000.-- U. AG K2/49
25.10.2000 US$   39'023.93 Q. K3/95
25.10.2000 US$     1'013.93 AAAA. u. AAAB. K3/96
25.10.2000 US$     1'378.83 AAT. K3/97
27.10.2000 CHF   22'000.-- Barauszahlung K2/50
09.11.2000 CHF   12'000.-- Bank AAL. K2/52
09.11.2000 US$   10'465.05 Pferdezucht K3/103
09.11.2000 US$     3'979.94 Pferdezucht K3/104
09.11.2000 US$     6'623.87 Pferdezucht K3/105
15.11.2000 CHF  15'000.-- Barauszahlung K2/53
21.11.2000 CHF  55'000.-- Barauszahlung K2/55
24.11.2000 CHF  18'000.-- Barauszahlung K2/57
24.11.2000 CHF  25'328.-- Barauszahlung K2/58
27.11.2000 US$   12'013.93 AI. K3/115
27.11.2000 US$     7'027.65 Pferdezucht K3/116
28.11.2000 CHF  45'000.-- U. AG K2/61
29.11.2000 CHF  40'000.-- U. AG K2/63
01.12.2000 CHF  16'537.50 Barauszahlung K2/64
01.12.2000 US$  74'014.48 Q. K3/120
06.12.2000 US$     3'014.62 AI. K3/125
06.12.2000 US$     4'014.62 AAU. K3/126
04.01.2001 US$   10'015.53 AJ. K3/134
04.01.2001 US$   23'465.53 Q. K3/135
25.01.2001 US$   45'014.99 Q. K3/139
31.01.2001 CHF   30'000.-- Barauszahlung K2/70
13.02.2001 CHF   36'000.-- Bank AAL. K2/71
19.02.2001 US$   18'984.98 AJ. K3/144
13.03.2001 US$   32'315.06 Q. K3/148
13.03.2001 US$     1'542.06 AAV. K3/150
26.03.2001 US$     8'994.57 AW. K3/158
26.03.2001 US$ 175'014.57 AAW. AG K3/159   *
26.03.2001 US$ 125'014.57 Bank AAL. K3/160
30.03.2001 US$   20'014.49 Q. K3/161
30.03.2001 US$     5'014.49 AAX. K3/163
30.03.2001 US$   28'514.49 J. AG K3/164
30.03.2001 US$   50'014.49 AAY./AAZ. K3/165
23.04.2001 CHF    1'948.60 Bank AAL. K2/73
23.04.2001 US$   40'992.74 Bank AAL. K3/169

Akten: act. B1/7, 8, 12, B2/4, E/10.6, K2/1-75, K3/1-169

1.7.Veruntreuungen / Ungetreue Geschäftsbesorgung

11

Von dem auf das Tradingkonto Nr. 33000932 bei der K. AG in AAF. 
weitergeleiteten Kapital in Höhe von US$ 10'090'000.-- verlor der An-
geklagte im Zeitraum von April 2000 bis Dezember 2001 mittels spe-
kulativer, hochriskanter Termingeschäfte und in Verletzung der ge-
genüber O. und P. eingegangenen Verpflichtungen bezüglich Kapital-
einsatz, Risiko und Handelsstopp insgesamt US$ 7'278'241.07 (inkl. 
Kommissionen, vgl. act. B1/1 S.3, 9, B2/5, B3/22 S.2, B3/31 S. 7, 
C1/5.14 und 5.15, L1/15.1.-15.23). Die restlichen US$ 2'811'758.93 
(CHF 4'779'990.20) eignete sich der Angeklagte an und überwies sie 
auf verschiedene, ebenfalls auf seinen Namen lautende Konti bei der 
Bank AAL. in AAAC. (US$ 2'150'000.--), bei der AAW. AG (US$ 
581'733.93), bei der Bank AAO. in AAM. (US$ 55'025.--) und bei der 
AAAF. (US$ 25'000.--). Im Einzelnen handelt es sich um folgende 
Überweisungen:

Datum: Betrag: Verwendung: Akten:

01.12.2000 US$    10'000.-- Bank AAL.    L1/15.9, Q/119
01.12.2000 US$    10'000.-- AAW. AG   L1/15.9, Q/119
06.12.2000 US$    45'000.-- Bank AAL.    L1/15.9, Q/127
18.12.2000 US$    65'000.-- Bank AAL.    L1/15.9, Q/145
21.12.2000 US$    25'000.-- AAW. AG   L1/15.9, Q/146
21.12.2000 US$    75'000.-- Bank AAL.    L1/15.9, Q/146
03.01.2001 US$  125'000.-- Bank AAL.    L1/15.10, Q/153
19.02.2001 US$    15'000.-- AAW. AG    L1/15.11, Q/157
19.02.2001 US$    85'000.-- Bank AAL.    L1/15.11, Q/157
02.03.2001 US$    80'000.-- Bank AAL.    L1/15.12, Q/158
12.03.2001 US$    70'000.-- Bank AAL.    L1/15.12, Q/159
03.05.2001 US$  200'000.-- Bank AAL.    L1/15.14, Q/162   *
10.05.2001 US$  145'000.-- Bank AAL.    L1/15.14, 16.56
10.05.2001 US$    55'000.-- Bank AAO.    L1/15.14, 16.56
29.05.2001 US$  165'000.-- Bank AAL.    L1/15.14, 16.57
29.05.2001 US$    60'000.-- AAW. AG L1/15.14, 16.57
06.06.2001 US$    25'000.-- Bank AAAF.   L1/15.15, 16.57
11.07.2001 US$    50'000.-- AAW. AG L1/15.16, 
27.07.2001 US$    20'000.-- AAW. AG L1/15.16, 16.61
27.07.2001 US$  310'000.-- Bank AAL. L1/15.16, 16.61   *
27.07.2001 US$    50'000.-- Bank AAL. L1/15.16, 16.65
27.07.2001 US$    50'000.-- AAW. AG L1/15.16, 16.62   *
09.08.2001 US$  100'000.-- AAW. AG L1/15.17, 16.68   *
14.08.2001 US$  320'000.-- Bank AAL. L1/15.17, 16.69
22.08.2001 US$    80'000.-- Bank AAL. L1/15.17, 16.70
05.09.2001 US$    25'000.-- Bank AAL. L1/15.18, 16.71
11.09.2001 US$    60'000.-- AAW. AG L1/15.18, 16.72
18.09.2001 US$    70'000.-- AAW. AG L1/15.18, 16.73
01.10.2001 US$    40'000.-- Bank AAL. L1/15.19, 16.74
09.10.2001 US$    15'000.-- Bank AAL. L1/15.19, 16.75
09.10.2001 US$    55'000.-- AAW. AG L1/15.19, 16.75
28.10.2001 US$    10'000.-- AAW. AG L1/15.19, 16.76
28.10.2001 US$    35'000.-- Bank AAL. L1/15.19, 16.76
07.11.2001 US$    25'000.-- Bank AAL. L1/15.20, 16.77
13.11.2001 US$    20'000.-- AAW. AG L1/15.20, 16.78
13.11.2001 US$    10'000.-- Bank AAL. L1/15.20, 16.78
21.11.2001 US$    30'000.-- Bank AAL. L1/15.20, 16.79
05.12.2001 US$    20'000.-- AAW. AG L1/15.21, 16.80

12

05.12.2001 US$    10'000.-- Bank AAL. L1/15.21, 16.80
18.12.2001 US$  125'000.-- Bank AAL.. L1/15.21, 16.80
29.01.2002 US$    10'000.-- Bank AAL.. L1/15.22, 16.82
06.02.2002 US$    16'733.93 AAW. AG L1/15.23, L1/16.83

Akten: act. B1/1, 9, B2/4, L1/15.9-15.23, 16.56-16.83, Q/119-163

Von den insgesamt US$ 4'698'818.--, welche der Angeklagte von 
Konti bei der Bank AG. AG (US$ 1'887'059.--) und der K. AG (US$ 
2'811'759.--) auf andere Banken überwiesen oder bar abgehoben hat, 
bezahlte er in der Zeit vom 03. Mai bis 16. August 2001 total US$ 
1'200'956.69 ab den Bank AAL.- und AAW.-Konti (*) an die Investoren 
der L. AG zurück (act. B1/3, B2/5, M3/4, 28-30, 42-45, O2/1, 6 S.8, 
23). 

Den Restbetrag von insgesamt US$ 3'020'802.-- oder umgerechnet 
CHF 5'109'686.-- - nach Abzug der Anteile von I. [US$ 359'942.--], der 
AH. [US$ 22'300.--] und unter Berücksichtigung von Kurs- und Zins-
differenzen [US$ 94'817.--], vgl. act. C1L1/16.73 - verwendete der An-
geklagte in eigenem oder fremdem Nutzen, wie beispielsweise in den 
Umbau/Unterhalt des AO.s in AAA. (CHF 1'790'182.58), den Unterhalt 
seiner Pferdezucht in Schleswig-Holstein (ca. CHF 530'000.--), Spe-
senzahlungen an AI. und Konsorten (ca. CHF 376'562.--, gemäss den 
vom Angeklagten erst am 22.07.2003 eingereichten Unterlagen: CHF 
652'714.--, act. U2/1-143), Darlehensgewährungen an Bekannte (CHF 
366'700.--), persönliche Rückzahlungen (CHF 903'959.88) oder für 
seinen Lebensunterhalt (act. B1/3, 4, B3/1, C1/1, M2/1).

Akten: act. A1/67, B1/1, 3, 4, 5, 9, B2/4, 10, B3/1 S.3, 10, 11, 17, 18, 
19, 22, 24, 26, C1/1, 5.6., 5.14, 5.15, L1/15.1.-15.23, 
M2/1,M3/1, 4, 28-30, 42-45, O2/1, 6 S.8, 23, U2/1, 

1.8.Urkundenfälschungen

Nachstehend eine Detailübersicht über die effektive bzw. vom Ange-
klagten mittels gefälschter Konto-Auszüge und Anlageübersichten 
ausgewiesene Entwicklung des Tradingkontos der L. AG bei der K. 
AG für die Jahre 2000 und 2001 (unter Berücksichtigung der Bankga-
rantien bei der Bank AG. AG): 

Datum effektiver mo-
natlicher Ge-
winn/Verlust

(act. L1/15)

effektiver jährli-
cher Ge-

winn/Verlust

(act. L1/15)

effektiver Kon-
tostand (Ending 

Balance)

(act. L1/15)

ausgewiesener 
monatlicher Ge-

winn/Verlust

(act. C1/27.2)

ausgewiesener 
jährlicher Ge-
winn/Verlust

(act. C1/27.2)

ausgewiesener 
Kontostand

(act. C1/27.2)

30.04.2000 - 216'012.50 - 216'012.50 + 3'683'987.50 + 360'000.-- + 360'000.-- + 4'860'000.--

13

31.05.2000 + 330'100.-- + 114'087.50 + 4'261'119.33 + 502'800.-- + 862'800.-- + 5'387'950.--

30.06.2000 - 2'976'075.-- - 3'090'162.50 + 1'224'074.84 + 411'200.-- + 1'274'000.-- + 5'774'074.84

(act. C1/27.1/3)

07.07.2000 + 6'027'631.02

(act. C1/27.1/4)

14.07.2000 + 6'161'331.02

(act. C1/27.1/5)

21.07.2000 + 6'494'331.02

(act. C1/27.1/6)

28.07.2000 + 6'623'431.02

(act. C1/27.1/7)

31.07.2000 - 34'785.-- - 3'010'860.-- + 1'130'246.02 + 568'150.-- + 1'842'150.-- + 6'475'950.--

04.08.2000 + 6'623'431.02

(act. C1/27.1/8)

11.08.2000 + 6'623'431.02

(act. C1/27.1/9)

31.08.2000 - 48'415.-- - 3'059'275.-- + 1'036'893.25 + 438'650.-- + 2'280'800.-- + 6'914'600.--

01.09.2000 + 7'062'291.10

(act. C1/27.1/10)

29.09.2000 - 623'315.-- - 3'682'590.-- + 710'705.20 + 712'460.--

(act. C1/27.2/14)

+ 2'993'260.-- + 7'627'060.--

(+ 7'774'751.10, 
act. C1/27.1/11)

31.10.2000 - 287'652.50 - 3'970'242.50 + 618'063.89 + 885'400.-- + 3'878'660.-- + 8'512'460.--

(+ 8'711'767.50, 
act. C1/27.1/12)

30.11.2000 - 285'440.-- - 4'255'682.50 + 2'592'534.15 + 1'259'690.-- + 5'138'350.-- + 12'772'150.

(+ 13'092'534.15 
act. C1/27.1/13)

29.12.2000 + 869'175.-- - 3'386'507.50 + 3'692'457.06 + 805'000.-- + 5'943'350.-- + 15'577'150.--

(+ 15'967'534.06 
act. C1/27.1/14)

14

31.01.2001 - 1'500'756.41 - 1'500'756.41 + 2'542'935.78 + 736'650.-- + 6'680'000.-- + 16'313'800.--

(+ 16'338'602.06 
act. C1/27.1/15)

28.02.2001 + 645'925.-- - 854'896.62 + 3'090'811.96 + 1'604'540.-- + 8'284'540.-- + 17'918'340.--

(+ 18'028'996.04 
act. C1/27.1/16)

30.03.2001 - 977'700.-- - 1'832'885.38 + 2'399'572.86 + 1'462'000.-- + 9'746'540.-- + 21'380'340.--

(+ 21'380'590.-- 
act. C1/27.1/17)

30.04.2001 + 5'375.-- - 1'827'445.49 + 4'312'084.61 + 2'119'660.-- + 11'866'200.-- + 23'500'000.--

31.05.2001 - 1'285'600.-- - 3'113'302.89 ca. + 3'625'703.-- + 1'662'900.-- + 13'529'100.-- + 24'662'900.--

(+ 24'698'754.46 
act. C1/27.1/18)

29.06.2001 - 592'150.-- - 3'705'429.60 ca. + 2'724'838.-- + 1'611'300.-- + 15'140'400.-- + 26'274'200.--

(+ 25'699'798.13 
act. C1/27.1/19)

31.07.2001 + 131'694.50 - 3'573'573.96 ca. + 2'113'466.-- + 131'700.-- + 15'572'100.-- + 26'155'900.--

31.08.2001 - 90'772.50 - 3'664'124.45 ca. + 1'111'515.-- - 90'772.50

(act. C1/27.2/22)

+ 25'704'900.--

(+ 26'188'769.39 
act. C1/27.1/21)

28.09.2001 - 59'970.-- - 3'724'097.24 ca. + 760'328.-- - 59'970.--

(act. C1/27.2/24)

+ 25'704'900.--

(+ 25'975'281.36 
act. C1/27.1/23)

31.10.2001 + 81'326.-- - 3'642'832.72 ca. + 641'803.-- + 81'326.-- + 25'504'900.--

(+ 389'269.97,    
+ zwei Pay Out 

über je 12,5 Mio. 
act. C1/27.1/25

31.11.2001 - 10'042.50 - 3'657'901.92 ca. + 486'959.--

31.12.2001 - 100'838.-- - 3'758'768.80 ca. + 63'493.-- 

31.01.2002 - 5'240.-- - 5'240.-- ca. + 28'238.--

Statt des im Jahre 2000 erzielten Verlustes von 3,386 Mio. US$ wies 
der Angeklagte somit per 29.12.2000 einen fiktiven Gewinn von 5,943 
Mio. US$ und damit einen Kontostand von insgesamt 15,577 Mio. US$ 
aus. Für das Jahr 2001 wies er statt eines Verlustes von 3,758 Mio. 

15

US$ einen Gewinn von 9,56 Mio. US$ und damit einen fiktiven Konto-
stand von über 25,5 Mio. US$ aus. Als im November 2001 ein Teil der 
Anlagegelder hätte zurückbezahlt werden müssen, gab der Ange-
klagte den Investoren O. und P. vor, er habe im Oktober 2001 25 Mil-
lionen US$ vom K. AG Handelskonto auf ein Konto bei der Bank 
AAAL. überwiesen (B3/27, C1/5.6 Ziff. 4.1.16). Die Investoren verlang-
ten entsprechende Bankbelege, worauf der Angeklagte den Kontoaus-
zug der K. AG Switzerland AG für den Monat Oktober 2001 fälschte, 
indem er per 1.10.2001 zwei zusätzliche Banktransfers in Höhe von je 
US$ 12'500'000.-- anführte (act. C1/27.1/25 und L1/15.19).

Mit Saldierungs- und Vergütungsauftrag vom 1. Februar 2002 über-
wies der Angeklagte den Restsaldo seines Tradingkontos in Höhe von 
US$ 16'733.93 auf sein Konto bei der AAW. AG in AAAS. (act. 
L1/16.83).

In der zuhanden der Investoren der L. AG abgegebenen eidesstattli-
chen Erklärung vom 21. Februar 2002 versicherte der Angeklagte wei-
terhin, dass die von ihm am 1.10.2001 vom K. AG-Konto abdisponier-
ten Beträge von zweimal US$ 12,5 Millionen bankmässig immer noch 
vorhanden seien und den Investoren überwiesen würden (act. B3/27, 
C1/5.16).

Akten: act. B1/1-3, B2/5, B3/1, 4, 7, 22, 27, 31 Ziff. 1, C1/1-38, F4/1-
3, 5.1, 5.11, L1/15.19

Am 26. Juni 2003 reichte Rechtsanwalt Dr. Toni Russi namens und im 
Auftrag von O. und P. gegen den Angeklagten eine Adhäsionsklage 
über US-Dollar 10'299'043.31, zuzüglich 5 % Zins seit 28. März 2001, 
ein. 

Akten: act. A1/50, 51

2. Mehrfache Veruntreuungen zum Nachteil der Investoren AJ., AH., 
AK. Inc., (AL., AM.eas Ltc.) im Zeitraum von Dezember 1999 bis 
Mai 2001 im Deliktsbetrag von US$ 673'000.-- (CHF 1'138'380.--) 

Anlässlich eines Treffens anfangs März 2000 in Los Angeles teilte der 
Angeklagte AJ. und weiteren Investoren der J. AG mit, dass gemäss 
seinen Feststellungen die von AN. im Jahre 1999 vorgenommenen 
Anlagegeschäfte nicht korrekt abgewickelt worden seien (vgl. Teil-Ein-
stellungsverfügung vom 24.07.2003). Im Weiteren machte der Ange-
klagte den Vorschlag, mit den aus der Investition des Jahres 1999 
noch verbliebenen Geldern in Höhe von knapp 40% weiterhin in Ter-
mingeschäften (S+P 500 und Währungen) zu handeln, um mit dem 
erwarteten Gewinn von monatlich mindestens 10% die erlittenen Ver-
luste auszugleichen. In seinem Schreiben an die Anleger vom 2. Mai 

16

2001 konkretisierte der Angeklagte seine Vorschläge (act. B3/30 S. 3, 
E/6.3, 6.4).

Im Frühsommer 2000 kamen AJ. und der Angeklagte überein, dass 
Letzterer von AJ. und ihm nahestehenden Personen und Gesellschaf-
ten weitere Anlagegelder zu Investitionszwecken entgegennehmen 
würde. Der Angeklagte versicherte gegenüber den Investoren, dass er 
sowohl Zugang zum Handel als auch über die erforderlichen Kennt-
nisse im Handel von Anlagepapieren (Kauf und Verkauf von Termin-
kontrakten auf fremden Währungen und Aktien des Standart & Poors 
500-Indexes) verfüge, um eine monatliche Mindestrendite von zehn 
Prozent erzielen und garantieren zu können (act. B3/13 S.3, 24 S.4, 
30 S. 3ff.). 

Am 6. September 2000 übermittelte der Angeklagte AJ. per Fax ein 
entsprechendes Muster einer Anlagevereinbarung ("Investment 
Agreement", datiert vom 10.07.2000, vgl. act. E/6.14, 15), in welcher 
unter Ziffer 2 ausdrücklich festgehalten wurde, dass der Angeklagte 
die erhaltenden Gelder zu nichts anderem als zur Anlage gebrauchen 
und die volle Rückgabe der Gelder zum Ende der Anlageperiode (min-
destens 12 Monate) garantieren werde. Um die Pflichten des Ange-
klagten und die Gelder abzusichern, sollte gemäss Ziffer 6 eine Si-
cherheitsübereinkunft ("Security Agreement") getroffen werden (act. 
E/6.16, 6.17). AJ. sandte anschliessend das von ihm unterzeichnete 
Investment Agreement an den Angeklagten zurück. 

In der Folge tätigten die Investoren AJ. und die von ihm vertretene 
"AK. Inc.", deren Vorgängerin, die "AH." sowie die "AM." (TCO) fol-
gende Geldüberweisungen zugunsten des Angeklagten (act. E/10.1, 
14, E/8 S.4f., 17 ):

Valuta: Betrag:  Investor: Bank: Akten:
07.12.2000 US$ 100'000.--  AH. Bank AAL. E/10.4
11.12.2000 US$ 155'000.--  AH. AAW. AG E/10.3
11.12.2000  US$   22'300.--  AH. Bank AG. AG E/10.5
01.02.2001 US$   78'000.--  AJ. Bank AAL. E/10.7
20.03.2001 US$   70'000.--  AK. Bank AAL. E/10.8
03.05.2001 US$ 210'000.--  AM.. Bank AAL. E/10.10
11.05.2001 US$   60'000.--  AJ. Bank AAL. E/10.11

US$ 695'300.--

Gesamthaft erfolgten somit in der Zeit vom 7. Dezember 2000 bis 11. 
Mai 2001 zugunsten des Angeklagten Überweisungen in Höhe von 
US$ 695'300.-- (E/9). Davon stammten etwa US$ 318'819.-- von der 
AL. (act. E/1 S.5). 

Vom Gesamtbetrag von US$ 695'300.-- wurde lediglich der an die 
Bank AG. AG überwiesene Betrag von US$ 22'300.-- an die K. AG 
weitergeleitet (act. E/10.5). Die restlichen Anlagegelder eignete sich 
der Angeklagte an und verwendete sie zugestandenermassen für pri-

17

vate Zwecke, wie die Finanzierung des Umbaus der U. AG im AO. in 
AAA. und seine Pferdezucht in Schleswig-Holstein (act. B3/30 S. 7). 
Teilweise beglich der Angeklagte mit den eingehenden Anlagegeldern 
auch offene Schulden bei früheren Investoren: So verwendete er von 
dem am 11.12.2000 von AJ. namens der AH. auf sein Konto bei der 
AAW. AG überwiesenen Anlagebetrag in Höhe von US$ 155'000.-- am 
12.12.2000 unter zwei Malen insgesamt US$ 141'060.-- zur Rückzah-
lung von Einlagen der früheren J. AG-Investoren AP. und AQ. (act. 
B3/24 S. 3, O2/1, 3). Und die am 03.05.2001 auf seinem Konto bei der 
Bank AAL. in AAAC. eingegangenen Anlagegeldern in Höhe von US$ 
210'000.-- der AM. verwendete er am 07.05.2001 umgehend für eine 
Rückzahlung/Gewinnauszahlung an die L. AG sowie für eine Überwei-
sung an AI. (act. M3/4). 

Zwischen dem 20. Februar und 23. August 2001 vergütete der Ange-
klagte unter vier Malen insgesamt US$ 221'770.-- an die Investoren 
AH., AK. und AM. zurück (act. E/10.9, 12, 13, K3/144). Diese Rück- 
bzw. Gewinnauszahlungen erfolgten grösstenteils, das heisst im Um-
fang von ca. US$ 186'000.--, aus Mitteln anderer Investoren, nament-
lich der L. AG (act. M3/4, 5, K3/2). 

Um gegenüber den Investoren den tatsächlichen Verwendungszweck 
der Anlagegelder zu verheimlichen und sie über den "erfolgreichen 
Geschäftsgang" zu informieren, erstellte der Angeklagte monatliche 
Handelsübersichten ("Investment Summary") über die erfolgten Ein- 
und Auszahlungen sowie die entsprechenden (fiktiven) Gewinne von 
monatlich 6% bis 10%. Im Zeitraum vom 12. Februar 2001 bis 15. Mai 
2002 liess der Angeklagte den Investoren um AJ. insgesamt etwa 12 
solcher gefälschter Investment Summaries zukommen (act. E/26.1-
26.15). Der hiebei per 28.08.2001 ausgewiesene Saldo zugunsten der 
AK. betrug US$ 939'300.-- (act. E/10.1, 10.2, 16, 17, G8/3). 

Akten: act. B1/1, 2, B2/1, 3/13, 4, 11, 16, 17, B3/13, 24, 30, 31 Ziff. 2, 
E/1-26, G8/3, M3/4, 5, O2/1, 3

Am 26. Juni 2003 reichte Rechtsanwalt Dr. Bernhard Trauffer namens 
und im Auftrag von AJ. gegen den Angeklagten eine Adhäsionsklage 
über US$ 908'000.--, zuzüglich 5 % Zins seit 30. Juli 2001, ein. 

Akten: act. A1/52, 53

3. Veruntreuung zum Nachteil von T. im Zeitraum von April bis De-
zember 2000 im Deliktsbetrag von CHF 183'000.-- (Ordner D):

Im Frühjahr 2000 teilte der Angeklagte auch seinem langjährigen 
Freund T. mit, er handle an der Börse mit Währungen. In seinem Büro 

18

in AAJ. demonstrierte er ihm auf seinem Computer, wie er unter Aus-
nützung von Währungsdifferenzen Gewinne erzielen konnte. Dabei er-
klärte er, es bestünde kein Risiko und er (T.) könne auch bei ihm mit-
machen, wenn er wolle. Als Ertrag garantierte er ihm monatlich min-
destens 10% (act. D2/2, 15, B3/3).

Am 20. April 2000 übergab T. dem Angeklagten in AAJ. einen Betrag 
von CHF 100'000.--. In der Quittung bestätigte der Angeklagte, den 
Anlagebetrag "zur Partizipation am Handel mit Währungen und S+P-
Kontrakten in bar erhalten zu haben". Er sicherte dem Anleger auch 
schriftlich einen Mindestertrag von 10% pro Monat zu, welcher auf das 
Konto von T. bei der Bank AAAM. in AAAN. überwiesen werden sollte 
(act. D2/4.1).

Statt die Anlagegelder vereinbarungsgemäss zu investieren, eignete 
sich der Angeklagte diese umgehend an und verwendete sie für pri-
vate Zwecke (D2/1 S.4): So zahlte er den Betrag von CHF 100'000.-- 
mit Valuta 20. und 25. April 2000 auf das Aktienkapitaleinzahlungs-
konto Nr. 16 905.120.1/04 der in Gründung stehenden AC. AG bei der 
Bank AAAE. in AAAC. ein (act. B3/1, D2/7, 9-12, 15, N10/1). Nach 
erfolgter Gesellschaftsgründung wurde das Aktienkapital am 
27.04.2000 auf das Kontokorrent Nr. 16 905.120.2/02 der AC. AG bei 
der Bank AAAE. übertragen (D2/8, N10/5). Von diesem Kontokorrent 
überwies der Angeklagte gleichentags US$ 25'000.-- (CHF 43'122.50) 
an AD. in Bangkok zwecks Teilrückzahlung einer Anlage von AE. bei 
der J. AG (act. N10/6, 10). Am 28.04.2000 tätigte der Angeklagte drei 
Barbezüge in Höhe von CHF 41'620.--. Davon waren gemäss seinen 
Angaben CHF 27'000.-- für eine Autofinanzierung bestimmt. Vom 
04.05. bis 09.06.2000 schliesslich erfolgten weitere drei Barbezüge 
sowie eine Vergütung in Höhe von CHF 14'991.30 für private Zwecke 
(act. B3/3, D2/17 S.2, N10/11-16).

Obwohl der Angeklagte die Anlagegelder anderweitig verwendet 
hatte, zahlte er T. für die Monate April, Mai und August 2000 die ver-
sprochene Rendite von 10% aus. Für die übrigen Monate zahlte der 
Angeklagte unter Hinweis darauf, dass "der Handel nicht mehr so gut 
laufe" eine niedrigere Rendite aus bzw. schrieb sie ihm gut (act. D2/1, 
D2/4.2-4.6).  

Am 20. Oktober 2000 übergab T. dem Angeklagten in AAJ. zwecks 
Erhöhung des bestehenden Investments einen weiteren Barbetrag 
von CHF 83'000.-- (act. D2/6a4). Auch dieses Geld verwendete der 
Angeklagte vertragswidrig nicht für den Handel in Währungen (vgl. act. 
K2/2 S.3, K3/1 S.4), sondern für private Zwecke. Unter anderem ver-
wendete er davon CHF 26'000.-- zur Bezahlung einer Handwerker-
rechnung der AF. AG für den Umbau der U. AG in AAA. in Höhe von 
CHF 41'599.95 (act. B3/12, D2/18, M4/1, 4). Die restlichen CHF 
15'000.-- zur Bezahlung dieser Rechnung hatte sich der Angeklagte 
zulasten der L. AG vom Konto der Bank AG. AG auf sein Bank AAL. 
Konto überweisen lassen (act. K2/42).

19

Zum Zeitpunkt der Entgegennahme des zweiten Investitionsbetrages 
vom 20.10.2000 hatte der Angeklagte auf dem K. AG Futures Trading-
konto zulasten der Investoren der L. AG einen Verlust von mehr als 
US$ 3,5 Mio. erwirtschaftet (act. L1/15.7).

Im Verlaufe des Winters 2001/02 verlangte T. vom Angeklagten mehr-
mals erfolglos die Rückzahlung seiner Anlagegelder. 

Akten: act. B2/2, B3/1 S.2, 3, 12, 31 Ziff. 3, D2/1-24, K2/2, 42, K3/1, 
M4/1, 4, N10/1-17, U1/1-3

Am 28. Juni 2003 reichte T. gegen den Angeklagten eine Zivilforde-
rung über CHF 45'000.-- ein. 

Akten: act. A1/54

4. Veruntreuung zum Nachteil V. AG im Zeitraum vom 26. Juni bis 
22. Juli 2002 im Deliktsbetrag von US$ 64'400.-- (CHF 94'668.-- 
[Kurs 1,47 CHF]), (Ordner F2):

Mit Vertrag vom 1. Juni 2002 verkaufte der Angeklagte 100% der In-
haberaktien der Firma W. AG zum Preis von CHF 12'000.-- an die 
Firma AAAO., vertreten durch Y.. In Ziffer 8 des Vertrages wurde der 
Angeklagte (als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der AG) 
angewiesen, den Kaufpreis plus Kosten gemäss separater Rechnung 
vom Konto der W. AG abzuheben (act. F2/6). 

Am 21. Juni 2002 überwies die Käuferschaft den Betrag von US$ 
80'000.-- (Grundkapital inkl. Kaufpreis, Honorar und Kosten) auf das 
Konto Nr. 909803.60H der W. AG bei der Bank AAL. in AAAC. (act. 
F2/21.2). Mit schriftlicher "Weisung" vom 3. Juli 2002 wurde der Ange-
klagte ermächtigt und beauftragt, den Kaufpreis inklusive Honorar und 
Kosten in Höhe von CHF 35'638.15 vom Konto abzubuchen (act. 
F2/12). Am 08.07.2002 teilte der Angeklagte dem mit der Verkaufsab-
wicklung beauftragten Treuhänder Z. mit, dass die Bank AAL. das 
Konto der W. AG aufheben wolle und dass das darauf befindliche Geld 
unverzüglich weitergeleitet werden müsse. Der Angeklagte schlug vor, 
den Betrag vorübergehend auf seinem Konto bei der AAW. AG in 
AAAS. zu deponieren, um es nach erfolgter Kontoeröffnung zu Guns-
ten der V. AG an die Bank AAAP. zu überweisen (F2/3, 10, 17). Am 
09.07.2002 wies der Angeklagte einen Betrag von US$ 15'600.-- an 
AA. in AAAT. an (F2/21.4). Den Restsaldo in Höhe von US$ 64'359.23 
überwies er am 09.07.2002 (mit Valuta 15.07.2002) vereinbarungs-
gemäss auf sein Konto bei der AAW. AG in AAAS. (act. F2/3, 14, 21.6-
10). 

20

Mit der Käuferschaft war in der Zwischenzeit vereinbart worden, dass 
der Angeklagte vorerst den gesamten Betrag von US$ 80'000.-- auf 
das neugegründete Konto der V. AG bei der Bank AAAP. überweisen 
sollte, um daraufhin die ihm bzw. der W. AG zustehenden CHF 
35'638.15 abzuheben (F2/22 S.3 und 23 S.2). Den mehrfachen Auf-
forderungen zur Überweisung des vereinbarten Betrags kam der An-
geklagte jedoch nicht nach (F2/3, 10, 15, 16, 17). Stattdessen eignete 
er sich das Geld an, indem er mit Valuta 17. und 22.07.2002 US$ 
24'259.23 und US$ 40'000.-- auf sein DEM/EUR-Konto bei der AAW. 
AG übertrug und dieses Geld anschliessend für private Zwecke, unter 
anderem zur Zahlung ausstehender Mietzinse der U. AG für die Lie-
genschaft in AAA. in Höhe von CHF 43'500.--, verwendete (act. B3/20, 
F2/1, 21.10, 22, O4/1). 

Akten: act. B1/1, 11, B3/15, 20, 23, 31 Ziff. 4, F2/1-24, O1/19, O4/1, 

U4/1

Am 2. Juli 2003 reichte Rechtsanwalt lic.iur. Diego Quinter namens 
und im Auftrag der V. AG, vertreten durch Y., gegen den Angeklagten 
eine Adhäsionsklage über CHF 140'000.--, zuzüglich 5 % Zins seit 1. 
Juli 2002, ein. 

Akten: act. A1/56

5. Sicherstellungen, Beschlagnahmungen und Abtretungen

Im Rahmen der Strafuntersuchung wurden bei 11 Banken und Broker-
firmen insgesamt 41 Konti gesperrt und umfangreiche Bankunterlagen 
ediert. Die meisten dieser Konti waren bereits saldiert oder wiesen 
keine Guthaben mehr auf. Lediglich auf dem Konto Nr. 2951 des An-
geklagten bei der Brokerfirma AAAQ. konnten schliesslich noch US$ 
3'157.68 sichergestellt und auf dem Bank AAL.-Konto Nr. 208-
901.385.61P (Kontostand per 31.12.2002: US$ 3'230.--) beschlag-
nahmt werden (act. L3/4, M1/24-26, O2/1, 7). 

Mit Verfügung vom 19. September 2002 wurde das Grundstück Nr. 
AAR., vorsorglich mit einer Grundbuchsperre belegt und das Grund-
buchamt AAA. angewiesen, auf dem entsprechenden Grundbuchblatt 
keine Eintragungen mehr vorzunehmen (act. A4/1). Eine gegen diese 
Verfügung eingereichte Beschwerde wurde von der Staatsanwalt-
schaft Graubünden am 15. Oktober 2002 abgewiesen (act. A4/6-8).

21

Mit Verfügung vom 19. September 2002 wurden auch Forderungen 
des Angeklagten respektive der U. AG gegenüber AR. und AS. in 
Höhe von CHF 190'000.-- zur Sicherung der künftigen Vollstreckung 
des Strafurteils beschlagnahmt (act. A4/2, 3). Eine gegen diese Ver-
fügung eingereichte Beschwerde wurde von der Staatsanwaltschaft 
Graubünden mit Entscheid vom 30. Oktober 2002 abgewiesen (act. 
A4/9-11).

Am 20./25. September 2002 trat der Angeklagte Darlehensforderun-
gen gegenüber Dr. AT., AU. und AV. in Höhe von insgesamt CHF 
260'000.-- an O. und P. ab (act. J3/4, J4/2, J5/1). Dabei verpflichtete 
sich der Rechtsvertreter der Geschädigten, im Falle der Einbringlich-
keit einer oder mehrerer dieser Forderungen die übrigen Geschädig-
ten entsprechend ihrem Anteil (ca. 12%) daran partizipieren zu lassen 
(act. C1/30). Mit Schreiben vom 2. Juni 2003 teilte der Rechtsvertreter 
von O. und P. mit, dass die Bemühungen um Rückzahlung der ausste-
henden Forderungen zu keinem Erfolg geführt hätten (act. C1/42). 

Mit Verfügung vom 23. Oktober 2002 wurde schliesslich auch die PC-
Anlage der Marke Dell Precision 330, auf welcher der Angeklagte die 
gefälschten Kontoauszüge hergestellt hatte, beschlagnahmt (act. 
A4/16).

AI. und AA., an welche der Angeklagte im Verlaufe der Jahre 2000 
und 2001 grössere Geldsummen überwiesen hatte, blieben die ver-
sprochenen Rückzahlungen in Höhe von ca. US$ 1,88 Mio. bis heute 
schuldig (act. J1/21, 23, J2/8, ).  

Akten: act. A4/1-3, 6-11, 15, 16, B3/1 S.4, C1/30, 41, 42, H1/1, 2, 
J1/21, 23, J2/8, J3/4, J4/2, J5/1, K1/1, 2, L3/4, 7, M1/1, 17, 20, 
21, 24-26, N6/1, N10/2, N11/2, O1/1-4, 13, O2/1, 7

B der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB so-
wie der mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung 
gemäss Art. 253 Abs. 1 StGB

1. Im März 1999 gründete der Angeklagte im Auftrag von AW. die AX. 
AG (act. F3/12, 15 S.5). Da AW. nicht über das nötige Aktienkapital 
verfügte, wurde dieses vorübergehend vom Angeklagten zur Verfü-
gung gestellt. Mit Valuta 19.03.1999 überwies er von seinem Privat-
konto bei der Bank AAAD. Nr. 280911-81 aus Anlagegeldern der In-
vestoren-Gruppe AE., AQ., AP. (act. G7/1, 4) CHF 100'000.-- auf das 
AX. AG Aktienkapital-Einzahlungskonto bei der Bank AAAD.. Dabei 
beabsichtigte der Angeklagte von Vorneherein, die Geldeinlage nach 
erfolgtem Handelsregister-Eintrag vom Gesellschaftskonto abzuzie-

22

hen und wieder auf sein Konto zu überweisen. Am 19.03.1999 stellte 
die Depositenstelle eine entsprechende Einzahlungsbescheinigung 
aus, wonach der hinterlegte Betrag nach Eintragung der Gesellschaft 
im Handelsregister und erfolgter Publikation im SHAB nach Abzug der 
Spesen zur freien Verfügung der zeichnungsberechtigten Organe 
stehe (act. F3/4, 7.1). Mit öffentlicher Urkunde vom 19.03.1999 beur-
kundete Notar lic.iur. Hans-Ulrich Bürer die Gründung der AX. AG mit 
einem Aktienkapital von CHF 100'000.-- und Sitz in AAJ.. Gründungs-
aktionäre waren X. und die AY. AG mit je zwei Inhaberaktien sowie die 
C. AG mit 96 Inhaberaktien. Am Gründungsakt nahm der Angeklagte 
als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der AY. AG und der 
C. AG teil (akt. F3/2), wobei er auch als einziges Mitglied des Verwal-
tungsrates der AX. AG gewählt wurde. Hinsichtlich der Liberierung 
wurde in der öffentlichen Urkunde festgestellt, dass im Zeitpunkt der 
Gründung bei der Bank AAAD., in AAAC., ein Betrag von CHF 
100'000.-- zur ausschliesslichen Verfügung der Gesellschaft hinterlegt 
sei (act. F3/2). Gestützt auf den öffentlich beurkundeten Gründungsakt 
wurde die AX. AG mit Datum 19.03.1999 im Handelsregister des Kan-
tons Graubünden eingetragen (act. F3/6). 

Nur 20 Tage später, am 8. April 1999, mit Valuta 1. April 1999, über-
wies der Angeklagte CHF 98'000.-- des von ihm zum Zwecke der Ge-
sellschaftsgründung zur Verfügung gestellten Aktienkapitals wie-
derum auf sein Privatkonto bei der Bank AAAD. in AAAC. (act. F3/7.3). 

Akten: act. B2/15, B3/28, 31 Ziff. 5, F3/1-14, G7/1, 4

2. Am 04.05.2001 stellte der Angeklagte bei der Bank AAO. den Antrag 
zur Eröffnung eines auf seinen Namen lautenden Kontokorrents sowie 
eines Privat-Kontos. Auf dem von ihm am 06.06.2001 handschriftlich 
unterzeichneten Formular A gemäss Art. 3 und 4 der Vereinbarung 
über die Sorgfaltspflicht der Banken (VSB) gab der Angeklagte unter 
der Rubrik Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten bewusst wahr-
heitswidrig an, er selbst sei an den Vermögenswerten wirtschaftlich 
berechtigt (act. N6/4 S.6). Auf die fraglichen Konti wurden anschlies-
send Gelder der K. AG bzw. der L. AG überwiesen (act. N7/1-3, N8/1, 
2). 

Akten: act. B2/10, B3/31 Ziff. 9, N6/4, N7/1-3, N8/1, 2

3. In der Zeit von November 2000 bis Juni 2002 überwies der Angeklagte 
an AI. und dessen Geschäftspartner via AJ.ern Union bzw. Schweize-
rische Post Geldbeträge in verschiedenen Währungen in Höhe von ca. 
CHF 70'000.--. Diese Mittel stammten aus Anlagegeldern der L. AG 
und weiterer Investoren. Auf den Formularen A1 betreffend Erklärung 
zur wirtschaftlichen Berechtigung bei Bareinzahlungen und Geldwech-
selgeschäften am Postschalter führte der Angeklagte auf den 10 Über-
weisungbelegen jeweils bewusst wahrheitswidrig an, er selbst sei an 
den einzuzahlenden Geldern wirtschaftlich berechtigt (act. O5/5-14).

23

Akten: act. B1/6, B2/4, B3/25 S. 4, 31 Ziff. 10, O5/5-14

C der mehrfachen Unterlassung der Buchführung gemäss Art. 166 
StGB, 
Der Angeklagte war im Zeitraum vom 21. April 1998 bis Ende 2002 
einziges Mitglied des Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift der nach-
folgenden Aktiengesellschaften und als solcher gemäss Art. 957ff. OR 
verpflichtet, eine ordnungsgemässe Buchhaltung zu führen:

- AX. AG (gegr. 19.03.1999, act. F3/1)
- J. AG (gegr. 19.03.1999, act. F4/1, 4.1 - 4.10)
- R. AG /L. AG (gegr. 21.04.1998/ umgenannt 10.02.2000, act. 

F4/5.1-14)
- AZ. AG (gegr. 25.02.2000, act. F4/6.1-5, N9/1, 2)

Über die erwähnten Gesellschaften wurden in den Jahren 1998 bis 
Sommer 2002 diverse Finanztransaktionen und Geschäfte abgewi-
ckelt. In Kenntnis seiner Buchhaltungspflicht unterliess es der Ange-
klagte seit Gründung der Gesellschaften bis zu seiner Festnahme vom 
30. Juli 2002, irgendwelche Bücher zu führen, die für die Buchhaltung 
unentbehrlichen Belege aufzubewahren und die Jahresabschlüsse zu 
erstellen (act. F4/2, 3). Dabei nahm der Angeklagte zumindest in Kauf, 
dass der Vermögensstand der Gesellschaften nicht ersichtlich bzw. 
verschleiert wurde. Am 11. April 2002 wurden gegen alle vier Aktien-
gesellschaften Verlustscheine ausgestellt (act. F3/10, F4/4.5, F4/5.13, 
F4/6.4). 

Akten: act. B2/2, 5, 7, 15, B3/7 S.4, 28, 31 Ziff. 6, F3/1-14, F4/1-6, 
N9/1, V1-5“

D. Die Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht von Graubünden fand 
am 9. September 2003 statt. Anwesend waren der Angeklagte X. und sein Rechts-
vertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Hans-Ulrich Bürer. Die Anklage wurde durch Staats-
anwalt Dr. iur. Jakob Grob vertreten. Als Rechtsvertreter der Adhäsionskläger O. 
und P. sowie AJ. nahm Rechtsanwalt Dr. iur. Bernhard Trauffer an der Hauptver-
handlung teil. Anwesend war ferner der Adhäsionskläger T.. Gegen die Zuständig-
keit und die Zusammensetzung des Gerichts wurden keine Einwände vorgebracht, 
so dass sich dieses als in der Sache legitimiert erklärte.

24

Zu Beginn der Hauptverhandlung bestätigte der Angeklagte auf richterliches 
Befragen die Angaben zu seinen Personalien gemäss Anklageschrift. Im Anschluss 
wurde das Beweisverfahren zur Sache durchgeführt. Der Angeklagte gestand die 
ihm zur Last gelegten Taten zu einem grossen Teil.

Nach Abschluss des Beweisverfahrens stellte und begründete der Staatsan-
walt in seinem Plädoyer die folgenden Anträge:

„1. X. sei der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 2 StGB, 
der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 
158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung 
gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Erschleichung einer 
falschen Beurkundung gemäss Art. 253 Abs. 1 StGB sowie der 
mehrfachen Unterlassung der Buchführung gemäss Art. 166 
StGB schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er mit viereinhalb Jahren Zuchthaus, unter Anrechnung 
der erstandenen Untersuchungshaft, zu bestrafen.

3. Der auf dem Bank AAL.-Konto Nr. 208-901.385.61P beschlag-
nahmte Betrag von US$ 3230 (Kontostand per 31.12.2002) sei 
zuzüglich aufgelaufenem Zins gerichtlich einzuziehen.

4. Die vom Untersuchungsrichter verfügte Grundbuchsperre über 
das Grundstück Nr. AAAR., sei aufzuheben.

5. Das Gericht habe darüber zu befinden, was mit der vom UR be-
schlagnahmten Forderung des Angeklagten und der U. AG ge-
genüber AR. und AS. in Höhe von Fr. 190'000.-- zu geschehen 
hat.

6. Die vom Untersuchungsrichter beschlagnahmte PC-Anlage der 
Marke Dell Precision 330 sei gerichtlich einzuziehen.

7. Gesetzliche Kostenfolge.“

Der Rechtsvertreter des Angeklagten äusserte sich in seinem Plädoyer 
zunächst zu den persönlichen Verhältnissen von X.. Er hielt fest, der Betreibungs-
registerauszug von X. weise stattliche Beträge auf. Es sei jedoch zu beachten, dass 
der Angeklagte nicht selten von irgendwelchen Personen grundlos betrieben wor-
den sei, ohne dass in der Folge weitere Schritte der betreibenden Personen unter-
nommen worden seien. Auch habe der Angeklagte einige der in Betreibung gesetz-
ten Beträge bezahlt. Schliesslich werde aus den Auszügen auch ersichtlich, dass 
darin die Adhäsionsklägerin V. AG mit einem Betrag von Fr. 120'000.-- sowie der 
Adhäsionskläger T. mit einem Betrag von Fr. 222'000.-- figuriere. Letzterer verlange 
heute nur noch Fr. 45'000.--.

25

Im Sinne von Vorbemerkungen allgemeiner Natur hielt Rechtsanwalt Bürer 
weiter fest, dass der Dollarkurs in den relevanten Jahren 2000 bis 2002 erhebliche 
Schwankungen durchgemacht habe. Man erhalte daher ein objektiveres Bild, wenn 
man jeweils einzig die Dollarbeträge und nicht die umgerechneten Schweizerfran-
kenbeträge betrachte. Im Weiteren, was die Amerikaner O. und P. betreffe, habe X. 
immer betont, nur mit diesen persönlich und nicht mit deren in verschiedenen Steu-
eroasen domizilierten Gesellschaften im Hintergrund zu tun gehabt zu haben. Das-
selbe gelte für den Amerikaner AJ..

In Bezug auf Ziffer A der Anklageschrift brachte der Verteidiger vor, dass die 
Anklage X. vorwerfe, in den Fällen O./P., AJ., T. und V. AG insgesamt US$ 
3'866'390.-- veruntreut zu haben. Diese Zahl sei nach seinem Dafürhalten unzutref-
fend und belaufe sich auf höchstens US$ 2'981'275.--. Zu den entsprechenden 
Gründen nahm er im Plädoyer im Detail Stellung und verdeutlichte seine Ausführun-
gen anhand einer dem Gericht abgegebenen Zusammenstellung. Betreffend den 
Fall O./P. bestritt er zudem die rechtliche Subsumtion der Staatsanwaltschaft. Da 
dem Angeklagten einige Zahlungen ohne seinen Willen und ohne sein Zutun zuge-
kommen seien, liege diesbezüglich keine Veruntreuung, sondern eine unrechtmäs-
sige Verwendung von Vermögenswerten im Sinne von Art. 141bis StGB vor. Hierbei 
gebreche eine Bestrafung des Angeklagten jedoch an einem rechtzeitig gestellten 
Strafantrag. Was den Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Fall O./P. 
betreffe, so sei auch hier von einem tieferen Deliktsbetrag als jenem auszugehen, 
welchen die Staatsanwaltschaft ermittelt habe. Zum Vorwurf der mehrfachen Urkun-
denfälschung führte Rechtsanwalt Bürer aus, dass sich der Angeklagte bezüglich 
Angabe des wirtschaftlich Berechtigten auf den Bankformularen in einem Tatbe-
standsirrtum gemäss Art. 19 StGB befunden habe. Jener sei beim Ausfüllen der 
Bankformulare irrtümlich davon ausgegangen, nur er sei im Aussenverhältnis wirt-
schaftlich und rechtlich berechtigt an den auf seinen Namen lautenden Konti bzw. 
den darauf lagernden Geldern. Jedenfalls aber sei das Vorliegen der subjektiven 
Tatbestandsmerkmale von Art. 251 Ziff. 1 StGB zu verneinen. Im Fall AJ. sei der 
Deliktsbetrag insofern zu hoch, als darin auch Beträge berücksichtigt seien, die vom 
Angeklagten an den Investor zurückerstattet worden seien. Zwar hätten die Rück-
erstattungen nicht aus dem Vermögen des Angeklagten selbst gestammt, sondern 
seien aus Geldern anderer Investoren getätigt worden. In jenen Fällen sei die ge-
nannte Summe aber bereits als Deliktsbetrag berücksichtigt worden, weshalb dies 
vorliegend nicht ein zweites Mal geschehen dürfe. T. schliesslich habe vom Ange-
klagten gesamthaft mehr Gelder bzw. Ausschüttungen zurückerhalten, als jener ur-
sprünglich investiert habe. Überdies habe T. in Deutschland die ihm vom Angeklag-

26

ten sicherungshalber abgetretenen Pferde verkauft und sei dabei überbezahlt wor-
den. In diesem Sinne liege gar kein Vermögensschaden und folglich auch keine 
Veruntreuung vor. Tatsache sei auch, dass T. im Rahmen seiner Adhäsionsklage 
lediglich Kosten, nicht jedoch Forderungen aus seinem finanziellen Engagement 
beim Angeklagten an sich geltend mache.

Betreffend Punkt B der Anklageschrift bemerkte der Verteidiger, im Fall AX. 
AG liege kein strafbares Verhalten des Angeklagten vor. Dieser habe aus aktien-
rechtlicher Sicht korrekt gehandelt, weshalb nicht einzusehen sei, inwiefern durch 
das Verhalten des Angeklagten der Tatbestand der Erschleichung einer falschen 
Beurkundung vorliegen solle. Jedenfalls aber würden die subjektiven Tatbestands-
elemente des Vorsatzes und der Täuschungsabsicht fehlen. Was den Vorwurf der 
Urkundenfälschung im Rahmen der Kontoeröffnung bei der Bank AAO. betreffe, so 
habe sich der Angeklagte wiederum in einem Tatbestandsirrtum gemäss Art. 19 
StGB befunden. In jeden Fall sei jedoch das Vorliegen der subjektiven Tatbestands-
merkmale von Art. 251 Ziff. 1 StGB zu verneinen. Der Vorwurf der mehrfachen Un-
terlassung der Buchführung gemäss Ziffer C der Anklageschrift werde in Bezug auf 
die Fälle AX. AG sowie J. AG anerkannt. Bezüglich der Gesellschaften R. AG bzw. 
L. AG und AZ. AG müsse jedoch festgehalten werden, dass der Angeklagte von den 
wirtschaftlichen Eigentümern der Unternehmungen immer wieder die notwendigen 
Unterlagen verlangt habe, um die Buchhaltung erstellen zu können. Er habe die 
Unterlagen jedoch nie erhalten. Da er damit gar nicht in der Lage gewesen sei, 
seinen Pflichten nachzukommen, gebreche eine Bestrafung am Vorliegen des sub-
jektiven Tatbestandes.

Zusammenfassend sei festzuhalten, dass der Angeklagte wohl nicht um den 
Vorwurf herumkomme, folgende Delikte begangen zu haben: Im Fall O. / P. im De-
liktsbetrag von US$ 700'285.-- eine mehrfache Veruntreuung im Sinne von Art. 138 
Ziff. 2 StGB, im Deliktsbetrag von maximal US$ 2,97 Millionen eine mehrfache un-
getreue Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie eine 
mehrfache Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB bezüglich erstell-
ten Kontoauszügen; im Fall AJ. im Umfang des Deliktsbetrages von US$ 422'230.-
- eine mehrfache Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 StGB; im Fall V. AG im 
Deliktsbetrag von US$ 64'400.-- eine Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 
Abs. 2 bzw. Ziff. 2 StGB; im Fall AX. AG und J. AG eine mehrfache Unterlassung 
der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB. Demzufolge könne von einer entspre-
chenden Bestrafung auch nicht Umgang genommen werden. Der Angeklagte sei 
jedoch von folgenden Anklagen freizusprechen: Im Fall O. / P. von der Anklage der 

27

mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 StGB bezüglich eines De-
liktsbetrages von über US$ 700'285.-- sowie von der Anklage der mehrfachen Ur-
kundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB, soweit dies das Ausfüllen von 
Formularen A im Zusammenhang mit der Eröffnung von Konti betreffe; im Fall T. 
von der Anklage der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 bzw. Ziff. 2 
StGB; im Fall der AX. AG sowie der Eröffnung eines Kontos bei der Bank AAO. im 
Juni 2001 von der Anklage der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 
251 Ziff. 1 StGB sowie der mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung 
im Sinne von Art. 253 Abs. 1 StGB; im Fall der R. AG bzw. L. AG sowie der AZ. AG 
von der Anklage der mehrfachen Unterlassung der Buchführung im Sinne von Art. 
166 StGB.

Was die Strafzumessung betreffe, so sei zu berücksichtigen, dass beim An-
geklagten trotz hoher Deliktsbeträge nicht von einer eigentlichen kriminellen Nei-
gung im Sinne einer eigentlichen Gefährlichkeit gesprochen werden könne. Das 
Verschulden des Angeklagten wiege zwar nicht leicht, doch liege ein geradezu 
schweres Verschulden nicht vor. Insbesondere habe jener sich durch sein Handeln 
nicht selbst bereichert, sondern auch sein eigenes Vermögen verloren. Geschädigt 
worden seien schliesslich nicht die kleinen Sparer, sondern Personen, die das Ge-
schäft und das Risiko gekannt und sich entsprechend abgesichert hätten. Der An-
geklagte habe ausserdem in weiten Teilen in eigentlicher schwerer Bedrängnis ge-
handelt, was zumindest strafmindernd zu berücksichtigen sei. Als sich der Ange-
klagte der Verluste beim Handel bewusst geworden sei, sei er bestrebt und gewillt 
gewesen, den Schaden auszugleichen und sei unter grossen Druck geraten, als 
sich dies als unmöglich erwies. Strafmindernd sei zudem das Geständnis des An-
geklagten zu werten. Unter Würdigung aller Strafzumessungsgründe sei der Ange-
klagte somit milde, das heisst mit maximal zwei Jahren Freiheitsentzug, und zwar 
unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft, zu bestrafen. Der Ange-
klagte ersuche zudem um Aushändigung der beschlagnahmten PC-Anlage, da es 
sich dabei nicht um ein Deliktsinstrument handle.

In seiner Replik beharrte der Staatsanwalt auf der Darstellung der Tatsachen 
und deren rechtlicher Würdigung gemäss Anklageschrift. Die Deliktssumme sei kor-
rekt berechnet worden. Da klare Risikogeschäfte vorgelegen hätten, seien zudem 
nicht die gesamten aus der Vermögensverwaltung resultierenden Verluste als 
Schaden qualifiziert worden. So werde dem Angeklagten namentlich kein Vorwurf 
gemacht im Hinblick auf jene Verluste, die unter Einhaltung der Weisungen und 

28

Abmachungen eingetreten seien. Auch der Verteidiger hielt in der Duplik an seinen 
Anträgen und deren Begründung fest.

In der Folge nahm Rechtsanwalt Dr. iur. Bernhard Trauffer zu den von O. und 
P. sowie AJ. am 26. Juni 2003 eingereichten Adhäsionsklagen Stellung. Bezüglich 
der Adhäsionsklage AJ. reduzierte er den einen Forderungsbetrag gegenüber der 
Klageschrift von US$ 908'000.-- auf US$ 673'000.--. Das weitere Klagebegehren 
über US$ 213'000.-- wurde gänzlich zurückgezogen. Auch der Adhäsionskläger T. 
begründete in der Folge seine Adhäsionsklage. Der Rechtsvertreter des Adhäsions-
beklagten X. beantragte in Bezug auf sämtliche Adhäsionsklagen eine Verweisung 
auf den Zivilweg.

Der Angeklagte äusserte sich in seinem Schlusswort dahingehend, er habe 
grosse und unverzeihliche Fehler gemacht. So habe er Leuten vertraut, denen er 
nicht hätte vertrauen dürfen, und müsse jetzt dafür die Konsequenzen tragen. Zwi-
schenzeitlich habe er viel reflektiert und sei erschrocken über all das, was gesche-
hen sei. Er habe sich blenden lassen, bereue, was er getan habe, und bitte alle 
Geschädigten um Entschuldigung.

Auf die weiteren mündlichen Ausführungen des Staatsanwaltes, der Adhäsi-
onskläger und des Verteidigers - die mündlichen Plädoyers wurden schriftlich zu 
den Akten gereicht - sowie die gerichtliche Befragung des Angeklagten anlässlich 
der Hauptverhandlung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurtei-
lung der vorliegenden Strafsache ergibt sich aus Art. 45 Abs. 1 lit. a. StPO, nach 
welchem das Kantonsgericht alle Verbrechen beurteilt, die mit Zuchthaus über fünf 
Jahren bedroht sind. X. wurde unter anderem der Veruntreuung als berufsmässiger 
Vermögensverwalter nach Art. 138 Ziff. 2 StGB angeklagt, ein Delikt, welches einer 
Strafdrohung von Zuchthaus bis zu zehn Jahren unterliegt.

2.a. Einer Veruntreuung macht sich schuldig, wer sich eine ihm anvertraute 
fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder einen andern damit unrechtmäs-
sig zu bereichern (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) oder wer ihm anvertraute Vermö-
genswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet (Art. 138 

29

Ziff. 1 Abs. 2 StGB). Unter Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB bzw. den Begriff der anver-
trauten beweglichen Sache ist auch dem Täter anvertrautes Bargeld zu subsumie-
ren, wenn es noch im Eigentum eines anderen steht und der Täter verpflichtet ist, 
es getrennt von seinem eigenen Geld aufzubewahren (BGE 105 IV 33). Vom Begriff 
der anvertrauten Vermögenswerte gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB werden unter 
anderem Forderungen und Buchgeld erfasst (Marcel Alexander Niggli/Christof 
Riedo, Basler Kommentar zum StGB, Band II, Basel 2003, N 29 zu Art. 138 StGB). 
Als dem Täter anvertraut gilt, was er mit der Verpflichtung empfängt, es in bestimm-
ter Weise im Interesse eines anderen zu verwenden, insbesondere es zu verwah-
ren, zu verwalten oder abzuliefern. Eine solche Verpflichtung kann auf ausdrückli-
cher oder stillschweigender Abmachung beruhen (BGE 120 IV 119, 118 IV 33, 117 
IV 257). Die Absicht unrechtmässiger Bereicherung ist regelmässig mit der Aneig-
nung selbst gegeben. Sie kann nur ausgeschlossen werden, wenn der Täter Ersatz-
bereitschaft aufweist, das heisst fähig und willens ist, das sich angeeignete Geld zu 
ersetzen, und zwar auf den Zeitpunkt hin, auf welchen es gemäss der vertraglichen 
Vereinbarung zur Verfügung gehalten werden muss (BGE 119 IV 128, 118 IV 29 f.). 
Das Vorliegen des Ersatzwillens wird auch verneint, wenn der Täter trotz Äusserung 
entsprechenden Willens aufgrund seiner wirtschaftlichen Lage nicht überzeugt sein 
kann, rechtzeitig Ersatz leisten zu können, das heisst wenn trotz gegenteiliger Be-
hauptung objektiv betrachtet dieser Wille angesichts der Finanzlage des Täters 
nicht bestehen kann (Niggli/Riedo, a.a.O., N 113 zu Art. 138 StGB, mit Hinweisen).

Wer eine Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB als Mitglied einer 
Behörde, als Beamter, Vormund, Beistand, berufsmässiger Vermögensverwalter 
oder bei Ausübung eines Berufes, Gewerbes oder Handelsgeschäftes, zu der er 
durch eine Behörde ermächtigt ist, begeht, wird gemäss Art. 138 Ziff. 2 StGB mit 
Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder mit Gefängnis bestraft. Als berufsmässiger Ver-
mögensverwalter ist nicht bereits jede Person, die in Ausübung ihres Berufs Vermö-
gen anvertraut erhält, anzusehen. Vorausgesetzt ist vielmehr, dass die entspre-
chende Tätigkeit typischerweise in der Verwaltung von Vermögen besteht. Sofern 
diese Voraussetzung vorliegt, kann auch jemand, der sich nicht ausschliesslich der 
Vermögensverwaltung widmet, sondern sich daneben noch anders betätigt, als Ver-
mögensverwalter im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 StGB gelten (BGE 117 IV 20 ff.; Nig-
gli/Riedo, a.a.O., N 166 f. zu Art. 138 StGB).

b. Einleitend ist festzuhalten, dass dem Angeklagten in mehreren Fällen 
vorgeworfen wird, Gelder, die er von Anlegern gestützt auf vertragliche Vereinba-
rungen zur Investition anvertraut erhalten hatte, nicht für den vereinbarten Investiti-

30

onszweck, sondern für andere Zwecke verwendet zu haben. Der Angeklagte 
brachte hierzu in den untersuchungsrichterlichen Einvernahmen sowie anlässlich 
der Hauptverhandlung wiederholt vor, für ihn habe es nur „einen Topf“ gegeben. Es 
sei ihm überlassen gewesen, wie er die Gelder verwende, die ihm von verschiede-
nen Personen übergeben worden seien. So sei es fern jeglicher Realität und gegen 
jede Praxis, die eingehenden Gelder zuerst auf ein Handelskonto zu überweisen, 
um später vom selben Konto wieder Gelder abzuheben und diese für Rückzahlun-
gen oder andere Zwecke zu verwenden. Dies stelle einen Leerlauf dar, der einzig 
hohe Bankgebühren, jedoch keinerlei Nutzen nach sich ziehe (vgl. act. B3/12, 13, 
31). Gestützt auf diese Aussagen erachtet es der Angeklagte somit als rechtmässig, 
dass er für Rückzahlungen an die einen Investoren Gelder, die ihm von anderen 
Investoren anvertraut waren, verwendet hat. Dies hat keine andere Bedeutung, als 
quasi Löcher im Vermögen der einen Investoren mit Geldern anderer Investoren zu 
stopfen. Diese Theorie könnte allerdings nur dann zum Tragen kommen, wenn der 
Angeklagte ersatzwillig und ersatzfähig gewesen wäre, das heisst, über genügend 
eigene finanzielle Mittel verfügt hätte, um für die vertragswidrige Verwendung der 
Gelder im massgeblichen Zeitpunkt Ersatz zu leisten (Niggli/Riedo, a.a.O., N 119 
zu Art. 138 StGB). Eine solche Ersatzbereitschaft lag, wie noch aufzuzeigen sein 
wird, jedoch nicht vor. Der Angeklagte verfügte nie über ausreichende Eigenmittel, 
sondern musste permanent auf die Anlagegelder seiner Investoren zurückgreifen.

c.aa. In Ziffer A.1 der Anklageschrift wird dem Angeklagten vorgeworfen, er 
habe zum Nachteil der Firmen L. AG, M. und N. AG in der Zeit von April 2000 bis 
Februar 2002 mehrfache Veruntreuungen im Deliktsbetrag von US$ 3'020‘802.-- 
begangen. Inhaber der genannten Unternehmungen waren O. und P.. Der Ange-
klagte trat mit jenen durch Vermittlung von Q. erstmals im Frühjahr 2000 in Ge-
schäftskontakt. Dabei gab sich der Angeklagte als Treuhänder und erfolgreicher 
„Trader“ mit 15-jähriger Berufserfahrung aus und sicherte O. hohe monatliche In-
vestitionsgewinne praktisch ohne Verlustrisiko zu. In der Folge kamen der Ange-
klagte und O. überein, dass der Angeklagte Kundengelder von O. und P. bzw. von 
deren Firmen M., Bahamas, und N. AG, Belize, in Höhe von US$ 3,5 Mio. zu Inves-
titionszwecken (Termingeschäfte in Futures) entgegennehmen würde. Zum Zweck 
des Geldtransfers gründete der Angeklagte im Auftrag von O. durch Übernahme 
des Firmenmantels der R. AG die Investfirma L. AG, bei der der Angeklagte einziger 
Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift war. Die Zusammenarbeit zwischen dem An-
geklagten und O. wurde mittels eines „Management Agreement“ vom 25. Februar 
2000 sowie zweier „Memorandum of Understanding“ vom 25. Februar 2000 und 
vom 27. April 2000 geregelt.

31

In der Folge überwies O. am 3. März 2000 den Betrag von US$ 3,5 Mio. auf 
das Konto der L. AG bei der Brokerfirma S. in AAF.. Mit diesem Geld erwirtschaftete 
der Angeklagte zwischen dem 7. und 13. März 2000 einen Nettogewinn von US$ 
190'466.99. Nachdem sich im Zusammenhang mit der Investition der 3,5 Mio. US$ 
durch amerikanische Staatsbürger Probleme ergeben hatten, wurde das Konto sal-
diert und das Kapital am 16. März 2000 samt einem Gewinnanteil in Höhe von ins-
gesamt US$ 3,56 Mio. wieder auf das Konto der L. AG bei der Bank AAAJ. über-
wiesen. Der restliche Gewinn von US$ 130'546.-- wurde auf das Konto der L. AG 
bei der Bank AAL. in AAM. überwiesen. Zwei Tage später übertrug der Angeklagte 
davon US$ 72'500.-- auf das Bank AAL.-Konto der J. AG und nahm damit Rückzah-
lungen an frühere J. AG-Investoren vor. Den Restbetrag von US$ 58'046.-- übertrug 
er auf sein privates US$-Kontokorrent bei der Bank AAL. AAM. und verwendete ihn 
ebenfalls für Rückzahlungen (US$ 15'400.--) sowie im Umfang von US$ 42'000.-- 
für sonstige Zwecke.

Die L. AG überwies dem Angeklagten alsdann am 22. März 2000 Anlagegel-
der in Höhe von US$ 3.5 Mio. (Ziff. A.1.4 Anklageschrift) und am 28. April 2000 
Gelder im Betrag von US$ 1 Mio. (Ziff. A.1.5 Anklageschrift). Am 20. Oktober 2000 
erfolgte eine weitere Überweisung von US$ 3 Mio., am 4. Dezember 2000 eine sol-
che von US$ 2 Mio. und am 28. Februar 2001 nochmals eine Überweisung von US$ 
2 Mio. (Ziff. A.1.6. der Anklageschrift). Diese Überweisungen im Gesamtbetrag von 
US$ 11.5 Mio. erfolgten jeweils auf das US$-Konto Nr. 0387696/001.000.840 bei 
der Bank AG. AG, lautend auf X.. Nebst den Einzahlungen der L. AG erfolgten auf 
das genannte Bankkonto am 11. September 2000 eine Überweisung von I. in Höhe 
von US$ 800'000.-- (wovon später US$ 440'058.03 wieder zurückbezahlt wurden) 
sowie am 11. Dezember 2000 eine solche der AH. in Höhe von US$ 22'300.--. Vom 
Nettoeingang bei der Bank AG. AG in Höhe von US$ 11'882'241.97 leitete der An-
geklagte nur US$ 10'090'000.-- auf sein Tradingkonto bei der Brokerfirma K. AG 
weiter. Den Restbetrag (zuzüglich Zinserträge) in Höhe von US$ 1'887'058.84 über-
wies er unter diversen Malen auf andere, auf seinen Namen lautende Bankkonti 
oder hob das Geld bar ab und verwendete es für private Zwecke. Welche zweck-
widrigen Barabhebungen und Überweisungen der Angeklagte ab dem Bank AG. AG 
Kontokorrent Nr. 0387696/001 und dem US-Dollar Konto 0387696/001.000.840 im 
Einzelnen veranlasst hatte, kann der in der Anklageschrift unter Ziffer A.1.6 aufge-
führten Zusammenstellung entnommen werden.

Von dem auf das Tradingkonto bei der K. AG in AAF. weitergeleiteten Kapital 
in Höhe von US$ 10'090'000.-- verlor der Angeklagte im Zeitraum von April 2000 

32

bis Dezember 2001 mittels spekulativer, hochriskanter Termingeschäfte und in Ver-
letzung der gegenüber O. und P. eingegangenen Verpflichtungen bezüglich Kapi-
taleinsatz, Risiko und Handelsstopp insgesamt US$ 7'278'241.07 (inkl. Kommissio-
nen). Die restlichen US$ 2'811'758.93 eignete sich der Angeklagte an und überwies 
sie auf verschiedene, ebenfalls auf seinen Namen lautende Konti bei der Bank AAL. 
in AAAC. (US$ 2'150'000.--), bei der AAW. AG in AAAS. (US$ 581'733.93), bei der 
Bank AAO. in AAM. (US$ 55'025.--) und bei der Bank AAAF. in AAAN. (US$ 25'000.-
-). Im Einzelnen können diese Überweisungen der Ziffer A.1.7. der Anklageschrift 
entnommen werden. 

Von den insgesamt US$ 4'698'818.--, welche der Angeklagte von Konti bei 
der Bank AG. AG (US$ 1'887'059.--) und der K. AG (US$ 2'811'759.--) auf andere 
Banken überwiesen oder bar abgehoben hatte, bezahlte er ab den Bank AAL.- und 
AAW. AG-Konti in der Zeit vom 3. Mai 2001 bis 16. August 2001 total US$ 
1'200'956.69 an die Investoren der L. AG zurück. 

Den Restbetrag von insgesamt US$ 3'020'802.-- oder umgerechnet Fr. 
5'109'686.-- - nach Abzug der Anteile von I. [US$ 359'942.--], der AH. [US$ 22'300.--
] und unter Berücksichtigung von Kurs- und Zinsdifferenzen [US$ 94'817.--] - ver-
wendete der Angeklagte in eigenem oder fremdem Nutzen, wie beispielsweise für 
den Umbau/Unterhalt des AO.s in AAA. (Fr. 1'790'182.58), den Unterhalt seiner 
Pferdezucht in Schleswig-Holstein (ca. Fr. 530'000.--), Spesenzahlungen an AI. und 
Konsorten (ca. Fr. 376'562.--; gemäss den vom Angeklagten erst am 22. Juli 2003 
eingereichten Unterlagen: Fr. 652'714.--), Darlehensgewährungen an Bekannte (Fr. 
366'700.--), persönliche Rückzahlungen (Fr. 903'959.88) oder für seinen Lebensun-
terhalt.

Der Angeklagte anerkennt den geschilderten Sachverhalt in Bezug auf die 
dargestellte Vorgehensweise grundsätzlich.

bb. Die L. AG sowie weitere Anleger haben dem Angeklagten insgesamt 
US$ 11'882'241.97 auf sein Konto bei der Bank AG. AG überwiesen. Der Ange-
klagte empfing diese Gelder mit der Verpflichtung, sie im Rahmen der mit den An-
legern getroffenen Vereinbarungen zu investieren und zu verwalten. Die Vermö-
genswerte gelten damit als anvertraut im Sinne von Art. 138 StGB. In der Folge 
leitete der Angeklagte nur US$ 10'090'000.-- auf sein Trading-Konto bei der Broker-
firma K. AG weiter. Den Restbetrag von US$ 1‘887'058.84 überwies er unter ver-
schiedenen Malen auf andere, auf seinen Namen lautende Bankkonti oder hob das 

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Geld bar ab und verwendetet es für private Zwecke. Bei den auf das K. AG-Konto 
überwiesenen Geldern von US$ 10'090'000.-- wurden alsdann US$ 7'278'241.07 
für Handelsverluste und Kommissionen aufgebraucht. Die restlichen US$ 
2'811'758.93 eignete sich der Angeklagte an und überwies sie auf verschiedene, 
auf seinen Namen lautende Konti. Unter Berücksichtigung erfolgter Rückzahlungen 
verbleibt letztlich ein Betrag von US$ 3'020'802.--, der vom Angeklagten in eigenem 
oder in fremdem Nutzen verwendet wurde. Infolge dessen ungünstiger persönlicher 
Finanzlage bestand eine Ersatzbereitschaft offenkundig zu keiner Zeit, weder in 
Form von Ersatzfähigkeit noch von Ersatzwillen. Durch das genannte Verhalten hat 
der Angeklagte den Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 StGB mehrfach erfüllt.

Der Angeklagte ist sodann als berufsmässiger Vermögensverwalter im Sinne 
von Art. 138 Ziff. 2 StGB zu betrachten. Er nahm regelmässig und in hohen Summen 
Kundengelder entgegen mit der Verpflichtung, diese gewinnbringend anzulegen. 
Anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 18. September 2002 
(act. B3/10) gab der Angeklagte an, er sei von 1999 bis im Februar 2002 als Trader 
tätig gewesen. Dabei habe er in den Jahren 2000 und 2001 häufig täglich von mor-
gens um 7.30 Uhr bis abends um 22.30 Uhr gearbeitet. Um näher am Geschehen 
zu sein, habe er sein Büro in die Wohnung verlegt. Für die Ausübung seiner Tätig-
keit habe er überdies ein Informationssystem von AAQ.gemietet gehabt. Aus diesen 
Umständen wird ersichtlich, dass der Angeklagte sich während mehrerer Jahre 
praktisch ausschliesslich der Vermögensverwaltung gewidmet hat und daher als be-
rufsmässiger Vermögensverwalter zu gelten hat. Der Angeklagte hat aus diesem 
Grund den Tatbestand der qualifizierten Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 
StGB mehrfach erfüllt.

cc. Die Verteidigung bringt zunächst Einwände gegen die Höhe des De-
liktsbetrags vor. Im Gesamtbetrag von US$ 3'020'802.-- seien auch Beträge enthal-
ten, die der Angeklagte entgegen den Behauptungen der Anklage nicht für eigene 
Zwecke verwendet habe. Dies betreffe einerseits Zahlungen an Q., welcher den 
Kontakt zwischen dem Angeklagten und den Investoren O. und P. hergestellt habe. 
Für diese Vermittlung sei zwischen dem Angeklagten und Q. die Bezahlung einer 
Provision vereinbart worden, was auch den Investoren bekannt gewesen sei. In Zif-
fer 3.01 des Memorandum of Understanding vom 27. April 2000 zwischen dem An-
geklagten, O. und P. sei denn auch von Provisionen die Rede, die vom Gewinn bzw. 
Ertrag abgezogen würden. Die aufgelaufenen und an Q. bezahlten Provisionen von 
insgesamt US$ 434'121.-- dürften daher dem Angeklagten nicht als veruntreut vor-
geworfen werden, da er diese Zahlungen nicht unrechtmässig in seinem oder eines 

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anderen Nutzen verwendet habe. Anderseits seien im Gesamtdeliktsbetrag auch 
Beträge von US$ 92'036.-- enthalten, welche der Angeklagte zur Finanzierung bzw. 
Bezahlung notwendiger Informationssysteme aufgewendet habe. Diese Zahlungen 
seien gestützt auf die Auslegung des Memorandum of Understanding zweifelsohne 
zu Lasten der Investoren O. und P. gegangen und hätten daher nicht der Deliktss-
umme zugerechnet werden dürfen. Somit betrage der Deliktsbetrag insgesamt nur 
US$ 2'494'645.-- und nicht US$ 3'020'802.--.

Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Im „Memorandum of Understan-
ding“ vom 27. April 2000 (act. C1/5.3, 5.4) werden in Ziffer 3.01 zwar Provisionen 
erwähnt; es ist die Rede davon, dass der „Nettogewinn“ definiert werde als „Der 
Gewinn des K. AG-Kontos 33000932, minus Provisionen, minus den Gewinn ande-
rer Leute als O. und/oder P.“. Bei den genannten Provisionen kann es sich indes 
nicht um die an Q. ausgerichteten handeln. Der Angeklagte gab in der untersu-
chungsrichterlichen Einvernahme vom 18. September 2002 (act. B3.10) nämlich an, 
er habe mit Q. vereinbart, dass jener für seine Vermittlungstätigkeit 5 % des von 
ihm (X.) erwirtschafteten Ertrages erhalten solle. Er habe gegenüber O. auch ge-
sagt, dass er die Provisionen an Q. aus eigenen Mitteln bezahlen werde. Da keine 
Gewinne erzielt worden seien, sei es dann leider nicht möglich gewesen, die Provi-
sionen aus dem erwirtschafteten Ertrag zu bezahlen, weshalb er sie aus den Anla-
gegeldern geleistet habe. Gemäss den Aussagen des Angeklagten hätten sich die 
Provisionen an Q. demnach nach dem durch den Angeklagten erwirtschafteten Er-
trag gerichtet. Die Berechnung dieses Ertrages - der nichts anderes darstellt als der 
erwähnte „Nettogewinn“ beziehungsweise einen Anteil davon - richtete sich nun je-
doch nach Ziffer 3.01 des Memorandum of Understanding und ergab sich folglich 
erst nach Abzug der dort genannten Provisionen, die damit offensichtlich anderen 
Zwecken dienten, d.h. anderen Personen oder den Banken zukamen. Das Memo-
randum of Understanding vom 27. April 2000 stellt somit keine Grundlage für die 
Bezahlung von Provisionen an Q. dar. Eine Ausrichtung zu Lasten der Investoren 
war nicht zulässig, so dass sich nach Ansicht des Kantonsgerichts auch kein ent-
sprechender Abzug beim Deliktsbetrag rechtfertigt. Dasselbe gilt für die von der Ver-
teidigung als weiteren Grund für eine Reduktion des Deliktsbetrages vorgebrachten 
Zahlungen an die Firma AAQ.im Betrag von US$ 92'036.--. Dem Memorandum of 
Understanding ist weder in wörtlicher noch in teleologischer Auslegung zu entneh-
men, dass mit den Investoren eine Vereinbarung bestand, dass letztere die Kosten 
notwendiger Informationssysteme zu tragen hatten. Es handelt sich um Kosten all-
gemeiner Art, die dem Angeklagten in seiner Tätigkeit als Vermögensverwalter an-
fielen. Ein Überwälzen dieser Aufwendungen an die Investoren wäre grundsätzlich 

35

sicher möglich gewesen, hätte aber eine entsprechende vertragliche Regelung er-
fordert. Ohne eine solche ist davon auszugehen, dass diese Kosten den Investoren 
nicht direkt, sondern höchstens indirekt über allfällige Verwaltungsgebühren bezie-
hungsweise Gewinnanteile auferlegt werden durften. In beiden Fällen erscheinen 
die Einwände des Angeklagten als nachträgliche Schutzbehauptungen. Jenem 
musste bewusst sein, dass den Investoren O. und P. weder die Provisionen an Q. 
noch die Infrastrukturkosten dergestalt, wie er es tat, belastet werden durften. Daher 
ist dem Angeklagten dieses Verhalten auch subjektiv vorwerfbar. Der Deliktsbetrag 
entspricht in diesem Sinne der von der Anklage dargestellten Höhe von US$ 
3'020'802.--. 

dd. Die Verteidigung bringt sodann Einwände im Hinblick auf die rechtli-
che Qualifikation des Verhaltens des Angeklagten vor, und zwar im Sinne, es liege 
in Bezug auf einen Teil des Deliktsbetrages keine Veruntreuung nach Art. 138 StGB, 
sondern eine unrechtmässige Verwendung von Vermögenswerten im Sinne von Art. 
141bis StGB vor. Die letzten drei von den Investoren O. und P. am 20. Oktober 2000, 
am 4. Dezember 2000 und am 28. Februar 2001 überwiesenen Zahlungen seien 
seitens der Investoren erfolgt, ohne dass der Angeklagte sie dazu aufgefordert, an-
gehalten oder ausdrücklich ermuntert habe. Für das Vorliegen einer Veruntreuung 
sei nun aber vorausgesetzt, dass die Begründung der Verfügungsmacht über die 
Vermögenswerte mit dem Willen des Täters erfolgen müsse, was in Bezug auf die 
genannten Zahlungen klarerweise nicht der Fall gewesen sei. Diese seien dem An-
geklagten ohne seinen Willen und ohne sein Zutun zugekommen, woran auch der 
Umstand nichts ändere, dass der Angeklagte in jenen Zeiträumen Kontoauszüge 
und Anlageübersichten gefälscht habe. Infolgedessen sei seine Handlungsweise in 
Bezug auf die letzten drei Zahlungen als mehrfache unrechtmässige Verwendung 
von Vermögenswerten gemäss Art. 141bis StGB zu qualifizieren. Hierbei handle es 
sich um ein Antragsdelikt, wobei zu beachten sei, dass es vorliegend an einem frist-
gemässen Strafantrag fehle. Daher sei der Angeklagte in Bezug auf die genannten 
drei Zahlungen überhaupt nicht strafbar.

Mit diesem Einwand vermag die Verteidigung nicht durchzudringen. Gemäss 
Art. 141bis StGB wird, auf Antrag, mit Gefängnis oder mit Busse bestraft, wer Ver-
mögenswerte, die ihm ohne seinen Willen zugekommen sind, unrechtmässig in sei-
nem oder eines anderen Nutzen verwendet. Art. 141bis StGB bezieht sich in erster 
Linie auf die widerrechtliche Verwendung von Zahlungen, die irrtümlich auf ein 
Konto des Täters gutgeschrieben wurden. Die Formulierung „ohne seinen Willen“ 
ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung verfehlt. Massgebend ist, dass der 

36

Vermögenswert nicht für den Täter bestimmt war und er von der irrtümlichen Gut-
schrift überrascht wird (BGE 123 IV 127 f.). Eine derartige, von Art. 141bis StGB 
erfasste Konstellation liegt in casu nicht vor. Die letzten drei Überweisungen der L. 
AG auf das Konto des Angeklagten erfolgten nicht irrtümlich, sondern diese waren 
eindeutig für den Angeklagten zur Verfügung und Anlage bestimmt. Es ist zudem 
nicht abzustreiten, dass der Angeklagte die Entscheidung der Investoren zu weite-
ren Überweisungen zumindest indirekt beeinflusste, indem er jenen gefälschte und 
beschönigende Kontoauszüge und Handelsübersichten hatte zukommen lassen. 
Das Verhalten des Angeklagten ist somit unter Art. 138 Ziff. 2 StGB und nicht unter 
Art. 141bis StGB zu subsumieren.

ee. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Angeklagte zum Nachteil 
der Firmen L. AG, M. und N. AG mehrfache Veruntreuungen nach Art. 138 Ziff. 2 
StGB im Deliktsbetrag von US$ 3'020‘802.-- begangen hat.

d.aa. Mehrfache Veruntreuungen werden dem Angeklagten auch in Ziffer 
A.2. der Anklageschrift vorgeworfen, und zwar im Deliktsbetrag von US$ 673'000.-
- (Fr. 1'138'380.--) zum Nachteil der Investoren AJ., AH. und AK. Inc. (AL., AM.) im 
Zeitraum von Dezember 1999 bis Mai 2001. Gemäss Anklageschrift traf sich der 
Angeklagte anfangs März 2000 in Los Angeles mit AJ. und weiteren Investoren der 
J. AG und teilte diesen mit, dass gemäss seinen Feststellungen die von einem ge-
wissen AN. im Jahre 1999 vorgenommenen Anlagegeschäfte nicht korrekt abgewi-
ckelt worden seien. Der Angeklagte machte den Vorschlag, mit den aus der Inves-
tition des Jahres 1999 noch verbliebenen Geldern in Höhe von knapp 40% weiterhin 
in Termingeschäften zu handeln, um mit dem erwarteten Gewinn von monatlich min-
destens 10% die erlittenen Verluste auszugleichen. In einem Schreiben an die An-
leger vom 2. Mai 2001 konkretisierte der Angeklagte seine Vorschläge. Im Früh-
sommer 2000 kamen AJ. und der Angeklagte überein, dass letzterer von AJ. und 
ihm nahestehenden Personen und Gesellschaften Anlagegelder zu Investitionszwe-
cken entgegennehmen würde. Der Angeklagte versicherte gegenüber den Investo-
ren, dass er sowohl über Zugang zum Handel als auch über die erforderlichen 
Kenntnisse im Handel von Anlagepapieren (Kauf und Verkauf von Terminkontrakten 
auf fremden Währungen und Aktien des Standart & Poors 500-Indexes) verfüge, 
um eine monatliche Mindestrendite von zehn Prozent erzielen und garantieren zu 
können. Am 6. September 2000 übermittelte der Angeklagte AJ. per Fax ein ent-
sprechendes Muster einer Anlagevereinbarung ("Investment Agreement", datiert 
vom 10. Juli 2000), in welcher unter Ziffer 2 ausdrücklich festgehalten wurde, dass 
der Angeklagte die erhaltenden Gelder zu nichts anderem als zur Anlage gebrau-

37

chen und die volle Rückgabe der Gelder zum Ende der Anlageperiode (mindestens 
12 Monate) garantieren werde. Um die Pflichten des Angeklagten und die Gelder 
abzusichern, sollte gemäss Ziffer 6 eine Sicherheitsübereinkunft ("Security Agree-
ment") getroffen werden. AJ. sandte anschliessend das von ihm unterzeichnete In-
vestment Agreement an den Angeklagten zurück.

In der Folge tätigten die Investoren AJ. und die von ihm vertretene "AK. Inc.", 
deren Vorgängerin, die "AH." sowie die "AM." (TCO) Geldüberweisungen zu Guns-
ten des Angeklagten. Diese in Ziffer A.2. der Anklageschrift detailliert aufgeführten 
Überweisungen erreichten in der Zeit vom 7. Dezember 2000 bis 11. Mai 2001 den 
Gesamtbetrag von US$ 695'300.--. Davon stammten etwa US$ 318'819.-- von der 
AL.. Vom Gesamtbetrag von US$ 695'300.-- wurde lediglich der an die Bank AG. 
AG überwiesene Betrag von US$ 22'300.-- an die K. AG weitergeleitet. Die restli-
chen Anlagegelder eignete sich der Angeklagte an und verwendete sie zugestan-
denermassen für private Zwecke wie die Finanzierung des Umbaus der U. AG im 
AO. in AAA. und seine Pferdezucht in Schleswig-Holstein (act. B3/30, S. 7). Teil-
weise beglich der Angeklagte mit den eingehenden Anlagegeldern auch offene 
Schulden bei früheren Investoren: So verwendete er von dem am 11. Dezember 
2000 von AJ. namens der AH. auf sein Konto bei der AAW. AG überwiesenen An-
lagebetrag in Höhe von US$ 155'000.-- am 12. Dezember 2000 unter zwei Malen 
insgesamt US$ 141'060.-- zur Rückzahlung von Einlagen der früheren J. AG-Inves-
toren AP. und AQ.. Und die am 3. Mai 2001 auf seinem Konto bei der Bank AAL. in 
AAAC. eingegangenen Anlagegelder in Höhe von US$ 210'000.-- der AM. verwen-
dete er am 7. Mai 2001 umgehend für eine Rückzahlung/Gewinnauszahlung an die 
L. AG sowie für eine Überweisung an AI.. Zwischen dem 20. Februar und 23. August 
2001 vergütete der Angeklagte unter vier Malen insgesamt US$ 221'770.-- an die 
Investoren AH., AK. und AM. zurück. Diese Rück- bzw. Gewinnauszahlungen er-
folgten grösstenteils, das heisst im Umfang von ca. US$ 186'000.--, aus Mitteln an-
derer Investoren, namentlich der L. AG. 

Um gegenüber den Investoren den tatsächlichen Verwendungszweck der 
Anlagegelder zu verheimlichen und sie über den angeblich erfolgreichen Geschäfts-
gang zu informieren, erstellte der Angeklagte monatliche Handelsübersichten ("In-
vestment Summary") über die erfolgten Ein- und Auszahlungen sowie die entspre-
chenden (fiktiven) Gewinne von monatlich 6% bis 10%. Im Zeitraum vom 12. Fe-
bruar 2001 bis 15. Mai 2002 liess der Angeklagte den Investoren um AJ. insgesamt 
etwa 12 solcher gefälschter Investment Summaries zukommen. Der hierbei per 28. 
August 2001 ausgewiesene Saldo zu Gunsten der AK. betrug US$ 939'300.--.

38

bb. Der Angeklagte nahm aufgrund des Gesagten von AJ. und diesem na-
hestehenden Personen und Gesellschaften Anlagegelder im Betrag von insgesamt 
US$ 695'300.-- entgegen, um diese gestützt auf die getroffene Anlagevereinbarung 
zu investieren. Die genannten Gelder gelten damit als anvertraut im Sinne von Art. 
138 StGB. In der Folge wurde einzig der Betrag von US$ 22'300.-- an die K. AG 
weitergeleitet. Die restlichen Anlagegelder eignete sich der Angeklagte an und ver-
wendete sie für private Zwecke bzw. zur Begleichung offener Schulden bei früheren 
Investoren. Die geschilderte Vorgehensweise wird vom Angeklagten anerkannt. Un-
ter Berücksichtigung der für Anlagezwecke weitergeleiteten Gelder von US$ 
22'300.-- verbleibt ein Betrag von US$ 673’000.--, der vom Angeklagten unrecht-
mässig in eigenem und in fremdem Nutzen verwendet wurde. Durch dieses Verhal-
ten hat sich der Angeklagte der mehrfachen Veruntreuung schuldig gemacht. Be-
reits dargelegt wurde, dass der Angeklagte als berufsmässiger Vermögensverwalter 
handelte und daher den qualifizierten Tatbestand von Art. 138 Ziff. 2 StGB erfüllt.

cc. Die Verteidigung rügt in Bezug auf den Fall AJ., dass der Deliktsbetrag 
von der Anklage zu hoch angesetzt worden sei. Der Angeklagte habe AJ. bzw. sei-
nen Gesellschaften insgesamt US$ 221'700.-- rückvergütet sowie zwei weitere Zah-
lungen an diese von insgesamt US$ 29'000.-- vorgenommen, so dass in der Höhe 
dieser Beträge keine Veruntreuung vorliege. Es sei hierbei unerheblich, dass die 
genannten Zahlungen grösstenteils aus Mitteln anderer Investoren finanziert wor-
den seien. Von Bedeutung sei einzig die Tatsache, dass eine Rückzahlung erfolgt 
sei. Dies werde durch den Umstand verdeutlicht, dass die Rückzahlungen teilweise 
mit Mitteln der Investoren O. und P. getätigt worden seien. Dieselben Beträge seien 
folglich bei letzteren als unzulässige Vermögensdispositionen gewertet worden und 
dürften daher nicht auch noch bei AJ. im Rahmen des dort zu berücksichtigenden 
Deliktsbetrags aufgerechnet werden, ansonsten der Angeklagte für ein und densel-
ben Betrag gewissermassen zwei Mal bestraft werde.

Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Tatsache ist, dass der Angeklagte 
von AJ. und diesem nahestehenden Personen und Gesellschaften Anlagegelder im 
Betrag von insgesamt US$ 695'300.-- entgegen genommen hat und zwar, um diese 
für Investitionszwecke zu verwenden. In der Folge liess er indessen einzig US$ 
22'300.-- auf sein Tradingkonto weiterleiten. Den Restbetrag von US$ 673'000.-- 
verwendete er entgegen dem vereinbarten Zweck und unrechtmässig, indem er sich 
diesen selbst aneignete. Durch dieses Verhalten hat der Angeklagte den Tatbe-
stand der Veruntreuung nach Art. 138 StGB bereits erfüllt und zumindest vorüber-
gehend auch in der Höhe der später zurückerstatteten Beträge einen Schaden ver-

39

ursacht. Die anschliessend aus Fremdgeldern getätigten Rückzahlungen sind nicht 
auf eine vertrags- und vereinbarungsgemässe Geschäftsabwicklung zurückzu-
führen und daher nur als Wiedergutmachung des Schadens nach bereits vollende-
ter Veruntreuung zu betrachten (vgl. BGE 124 IV 9, 120 IV 117).

Es ist somit in Übereinstimmung mit der Anklage von einem Betrag von US$ 
673‘000.-- auszugehen, welcher der Angeklagte zum Nachteil der Investoren AJ., 
AH., AK. Inc. (AL., AM.) im Zeitraum von Dezember 1999 bis Mai 2001 qualifiziert 
veruntreut hat.

e.aa. Dem Angeklagten wird in Ziffer A.3. der Anklageschrift eine weitere 
Veruntreuung vorgeworfen, begangen im Zeitraum von April bis Dezember 2000 
zum Nachteil von T. im Deliktsbetrag von Fr. 183'000.--. Im Frühjahr 2000 teilte der 
Angeklagte seinem langjährigen Freund T. mit, er handle an der Börse mit Währun-
gen und demonstrierte ihm in seinem Büro im AAJ. auf dem Computer, wie er unter 
Ausnützung von Währungsdifferenzen Gewinne erzielen konnte. Der Angeklagte 
erklärte, es bestände kein Risiko und er (T.) könne auch mitmachen, wenn er wolle. 
T. übergab dem Angeklagten in der Folge am 20. April 2000 in AAJ. einen Betrag 
von Fr. 100'000.-- in bar, wobei letzterer den Empfang "zur Partizipation am Handel 
mit Währungen und S+P-Kontrakten“ quittierte. Er sicherte dem Anleger schriftlich 
einen Mindestertrag von 10% pro Monat zu, welcher auf das Konto von T. bei der 
Bank AAAM. in AAAN. überwiesen werden sollte. Statt die Anlagegelder vereinba-
rungsgemäss zu investieren, eignete sich der Angeklagte diese in der Folge umge-
hend an und verwendete sie für private Zwecke: So zahlte er den Betrag von Fr. 
100'000.-- mit Valuta 20. und 25. April 2000 auf das Aktienkapitaleinzahlungskonto 
der in Gründung stehenden AC. AG bei der Bank AAAE. in AAAC. ein. Nach erfolg-
ter Gesellschaftsgründung wurde das Aktienkapital am 27. April 2000 auf das Kon-
tokorrent der AC. AG bei der Bank AAAE. übertragen. Von diesem Kontokorrent 
überwies der Angeklagte gleichentags US$ 25'000.-- (Fr. 43'122.50) an AD. in 
Bangkok zwecks Teilrückzahlung einer Anlage von AE. bei der J. AG. Am 28. April 
2000 tätigte der Angeklagte drei Barbezüge in der Höhe von Fr. 41'620.--. Davon 
waren gemäss seinen Angaben Fr. 27'000.-- für eine Autofinanzierung bestimmt. 
Vom 4. Mai 2000 bis 9. Juni 2000 schliesslich erfolgten weitere drei Barbezüge so-
wie eine Vergütung in Höhe von Fr. 14'991.30 für private Zwecke. Obwohl der An-
geklagte die Anlagegelder anderweitig verwendet hatte, zahlte er T. für die Monate 
April, Mai und August 2000 die versprochene Rendite von 10% aus. Für die übrigen 
Monate zahlte der Angeklagte unter Hinweis darauf, dass der Handel nicht mehr so 
gut laufe, eine niedrigere Rendite aus bzw. schrieb sie ihm gut.

40

Am 20. Oktober 2000 übergab T. dem Angeklagten in AAJ. zwecks Erhöhung 
des bestehenden Investments einen weiteren Barbetrag von Fr. 83'000.--. Auch die-
ses Geld verwendete der Angeklagte vertragswidrig für private Zwecke und nicht für 
den Handel in Währungen. Unter anderem wandte er davon Fr. 26'000.-- zur Be-
zahlung einer Handwerkerrechnung der AF. AG für den Umbau der U. AG in AAA. 
in Höhe von Fr. 41'599.95 auf. Die restlichen Fr. 15'000.-- zur Bezahlung dieser 
Rechnung hatte sich der Angeklagte zu Lasten der L. AG vom Konto der Bank AG. 
AG auf sein Bank AAL. Konto überweisen lassen. Zum Zeitpunkt der Entgegen-
nahme des zweiten Investitionsbetrages vom 20. Oktober 2000 hatte der Ange-
klagte auf dem K. AG Futures Tradingkonto zulasten der Investoren der L. AG einen 
Verlust von mehr als US$ 3,5 Mio. erwirtschaftet. Im Verlaufe des Winters 2001/02 
verlangte T. vom Angeklagten mehrmals erfolglos die Rückzahlung seiner Anlage-
gelder.

bb. Die Verteidigung bringt hinsichtlich dieser Sachverhaltsschilderung 
vor, dass es allein T. gewesen sei, der den Angeklagten als langjährigen Freund auf 
eine Anlagemöglichkeit angesprochen habe. Der Angeklagte selbst habe an sich 
keinen Bedarf an zusätzlichen Fr. 100'000.-- gehabt, da er zu diesem Zeitpunkt über 
ein Investmentkapital von rund US$ 3,5 Mio. verfügt habe. Überdies habe T. nur Fr. 
146'000.-- und nicht Fr. 183'000.-- aus eigenen Mitteln investiert. Der Rest des En-
gagements habe in einem Reinvestieren von