# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52023ded-4183-50d9-9025-0144f1bd26e7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.12.2008 D-7956/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7956-2008_2008-12-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7956/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A._______, geboren (...), Tschad,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 4. Dezember 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7956/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – zusammen mit seinem jüngeren Bruder 
B._______ (N _______) – am 6. November 2008 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum des BFM in Vallorbe ein Asylgesuch einreichte, 

dass er vom BFM am 10. November 2008 in Vallorbe kurz befragt und 
am 21. November 2008 in Bern-Wabern einlässlich zu den Gründen für 
sein Asylgesuch angehört wurde, 

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Gesuches  zur 
Hauptsache geltend machte, er und sein jüngerer Bruder hätten ihre 
Heimat verlassen, nachdem ihre Eltern eines Morgens zu Anfang Feb-
ruar 2008 in Ndjamena durch den Einschlag einer Bombe ums Leben 
gekommen seien, 

dass  er  unmittelbar  nach  diesem Ereignis  –  welches  viele  Verletzte 
und Tote gefordert habe – seinen jüngeren Bruder geholt und mit ihm 
am gleichen Tag den Tschad verlassen habe, da er nicht wie seine El-
tern habe enden wollen, 

dass  sie  sich  im  Strom  vieler  Menschen  von  Ndjamena  über  den 
Grenzfluss in die Stadt Kousseri in Kamerun begeben hätten, wo sein 
jüngerer Bruder einen Lastwagenfahrer gefunden habe, welcher sie ei-
nen Tag später nach Nigeria mitgenommen habe, 

dass sie von Kousseri innerhalb eines Tages nach Lagos gelangt sei-
en, wo sie sich fast neun Monate als Taglöhner auf dem Markt durch-
geschlagen hätten, bis sein jüngerer Bruder einen Mann namens Latif 
gefunden habe, welcher ihnen Pässe besorgt und für sie die Weiterrei-
se nach Europa organisiert habe, 

dass der Beschwerdeführer zu seinen persönlichen Verhältnissen aus-
führte, er sei bei seinen Eltern und mit seinem jüngeren Bruder in Nd-
jamena  aufgewachsen,  wo  er  nie  die  Schule  besucht,  sondern  von 
Kindheit  an mit  seinem Vater als Maurer gearbeitet habe, und wo er 
sich praktisch nur mit seinen Angehörigen abgegeben habe, 

dass er auf Frage nach den Umständen seiner Reise von Nigeria nach 
Europa ausführte,  er  und sein  Bruder  seien – ausgestattet  mit  mut-
masslich  nigerianischen  Pässen,  mit  welchen  sie  problemlos  durch 

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alle Kontrollen gekommen seien – auf dem Luftweg und nach einmali-
gen Umsteigen von Lagos nach Genf gelangt,  wobei  er  nicht  wisse, 
was die Reise gekostet habe, da alles vom Schlepper Latif organisiert 
und bezahlt worden sei, welcher ihnen habe helfen wollen (vgl. act. A4, 
Ziff. 16, sowie act. A7, Frage 47 f. und Frage 62), 

dass er auf Frage nach seinen Identitätspapieren angab, einen Pass 
oder eine Identitätskarte habe er nie besessen und sein einziges Pa-
pier, ein Geburtsschein, sei an seinem Wohnort in Ndjamena zurück-
geblieben, wobei er nicht wisse, ob das Papier noch existiere und er 
das Papier mangels Kontaktmöglichkeiten zu seiner einzigen Verwand-
ten auch nicht beschaffen könne (vgl. act. A4, Ziff. 13, und act. A7, Fra-
gen 4 - 8),

dass das BFM mit Verfügung vom 4. Dezember 2008 (eröffnet per Ein-
schreiben mit Rückschein) in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass  es  dabei  zur  Begründung  seines  Entscheides  zur  Hauptsache 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  nach  der  Einreichung  seines 
Asylgesuches innerhalb der gesetzlichen Frist  von 48 Stunden keine 
Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er vermöge für das Fehlen 
von Papieren keine entschuldbaren Gründe glaubhaft zu machen, die 
Flüchtlingseigenschaft  erfülle er zufolge Unglaubhaftigkeit  seiner Ge-
suchsvorbringen  nicht  und  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

dass es im Weiteren den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar 
und möglich erkannte, 

dass das BFM betreffend den Bruder des Beschwerdeführers am glei-
chen Tag eine gleichlautende Verfügung erliess, 

dass der  Beschwerdeführer am 11. Dezember  2008  gegen den Ent-
scheid des BFM Beschwerde einreichte, wobei er zur Hauptsache die 
Aufhebung der  angefochtenen Verfügung und das Eintreten auf  sein 
Asylgesuch,  eventualiter  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
und  die  Gewährung  von  Asyl,  subeventualiter  die  Gewährung  einer 
vorläufigen Aufnahme in der Schweiz beantragte,

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dass er ferner um Erlass der Verfahrenskosten, um Befreiung von der 
Kostenvorschusspflicht sowie um Beiordnung eines amtlichen Rechts-
beistandes ersuchte, 

dass  er  schliesslich  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wir-
kung der Beschwerde sowie um Erlass von Anordnungen ans BFM be-
treffend die Nicht-Kontaktnahme mit den Behörden seines Heimatstaa-
tes, eventualiter eine diesbezügliche Information ersuchte, 

dass er in seiner Eingabe an seine Gesuchsvorbringen – der Tod der 
Eltern  angeblich  am  2. Februar  2008,  die  Reise  mit  seinem  Bruder 
nach Nigeria und neun Monate später eine Weiterreise in die Schweiz 
mit Hilfe eines Mannes namens Latif – bekräftigte, 

dass er im Weiteren anführte, seine Identität werde durch seine ethni-
sche Herkunft  bestätigt,  und geltend machte,  er  wolle  nicht  in  seine 
Heimat zurückkehren, da er nicht ans Schicksal seiner Eltern erinnert 
werden wolle und nunmehr eine Waise sei, 

dass mit dem Beschwerdeführer auch dessen Bruder eine Beschwer-
de gegen die ihn betreffende Verfügung des BFM einreichte, 

dass bereits am 10. Dezember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht 
eine aktuelle Fürsorgebestätigung eingereicht worden war, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen  Verfügungen  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  entscheidet 
(Art. 105  AsylG i.V.m. Art.  31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108a AsylG 
und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 des Verwaltungsverfahrensge-
setzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]),

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – of-
fensichtlich unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 
und 2 AsylG), 

dass mit Urteil heutigen Datums auch über die Beschwerde des Bru-
ders des Beschwerdeführers entschieden wird, 

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass demnach im Fall der Begründetheit des Rechtsmittels die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen ist  (vgl. dazu Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.), 

dass daher  auf  den Eventualantrag des Beschwerdeführers,  ihm sei 
Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist, 

dass indes beim Nichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2  Bst. a 
AsylG – auf welchen sich die angefochtene Verfügung stützt – immer-
hin die Besonderheit besteht, dass das BFM das offenkundige Nichter-
füllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das of-
fenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurtei-
len hat (vgl. dazu nachfolgend), weshalb insoweit auch die Flüchtlings-
eigenschaft  Prozessgegenstand bildet,  soweit  dies im Rahmen einer 
summarischen  Prüfung  möglich  ist  (vgl.  dazu  BVGE  2007/8,  insb. 
E. 2.1 S. 73 und E. 5.6.5 f. S. 90 f.),

dass hinsichtlich  der  Frage der  Wegweisung und deren Vollzugs die 
Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  be-

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schränkt ist, weil sich das BFM diesbezüglich auch materiell zur Sache 
zu äussern hatte,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innert der gesetzlichen Frist von 48 Stun-
den nach Einreichung seines Asylgesuches keine Papiere eingereicht 
hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintretensentscheid 
in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist, 

dass das BFM in seinen Erwägungen – auf welche anstelle einer Wie-
derholung zu verweisen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 6 AsylG 
und Art. 109 Abs. 3 BGG) – zutreffend zum Schluss gelangt, dass kei-
ne entschuldbaren Gründe für das Fehlen von Identitätspapieren (im 
Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG) gegeben sind, 

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers über seine Reise von 
Nigeria  in die Schweiz – angeblich auf  dem Luftweg mit  einem mut-
masslich nigerianischen Pass, wobei die Reise angeblich ohne Bezah-
lung alleine dank der Hilfe eines Mannes namens Latif erfolgt sei – als 
unsubstanziiert,  realitätsfremd  und  insgesamt  haltlos  zu  bezeichnen 
sind, 

dass ferner die Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend die 
angebliche Nicht-Beschaffbarkeit von Identitätspapieren aufgrund sei-
ner  überwiegend  ausweichenden  Angaben  zu  seinen  persönlichen 
Verhältnissen als blosse Schutzbehauptung zu erkennen ist, 

dass im Resultat davon auszugehen ist,  vom Beschwerdeführer wür-
den ihm zustehende Papiere bewusst unterdrückt, was nach dem Wil-

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len  des  Gesetzgebers  sanktioniert  werden  soll  (vgl.  dazu  BVGE 
2007/7, insb. E. 4.4.1 S. 61 f.), 

dass das BFM in seinen weiteren Erwägungen zu Recht erkennt, dass 
die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  gegeben  ist  und  dass 
aufgrund der  Akten keine Notwendigkeit  zur  Vornahme von weiteren 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses besteht (im Sinne von Art. 32 Abs. 
3 Bstn. b und c AsylG), 

dass  der  Beschwerdeführer  dem wesentlichen Sinngehalt  nach eine 
persönliche Betroffenheit  von den kurzen kriegerischen Auseinander-
setzungen in Ndjamena vom Frühjahr 2008 geltend machte, 

dass jedoch das angeblich ausreiserelevante Ereignis  – der  Tod der 
Eltern  durch  einen  Bombeneinschlag  –  eine  Asylgewährung  nicht 
rechtfertigen kann, da in diesem Zusammenhang vom Beschwerdefüh-
rer keinerlei nachvollziehbare Hinweise in Richtung einer für ihn aktuell 
bestehenden asylrechtlich relevanten Gefährdungslage ersichtlich ge-
macht werden, 

dass nämlich  eine Asylgewährung nicht  dem Ausgleich  vergangener 
Unbill  dient,  sondern  Schutz  vor  aktueller  oder  künftiger  Verfolgung 
bieten  soll  (vgl.  WALTER KÄLIN,  Grundriss  des  Asylverfahrens,  Ba-
sel/Frankfurt a.M. 1990, S. 127), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe nichts einbringt, was ei-
nen anderen Schluss rechtfertigen könnte, 

dass  ausserdem  auch  die  festgestellten  Unglaubhaftigkeitselemente 
zu bestätigen sind, 

dass nach vorstehenden Erwägungen der Nichteintretensentscheid in 
Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu bestätigen ist, 

dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwerdeführer 
– abgesehen vom bisherigen Asylbewerberstatus – über keine Aufent-
haltsbewilligung verfügt und auch keinen Anspruch auf Erteilung einer 
solchen hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

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dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem 
Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da die Vorinstanz eine vor-
läufige Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat,  wenn der Vollzug 
der Wegweisung als unzulässig, unzumutbar oder unmöglich zu erken-
nen ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
[AuG, SR 142.20]), 

dass aufgrund der Akten im Falle des Beschwerdeführers keine Grün-
de ersichtlich sind, die in rechtserheblicher Weise gegen den vom BFM 
angeordneten Vollzug der Wegweisung sprechen,  mithin von der Zu-
lässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
auszugehen ist (vgl. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer keine Hinweise auf Verfolgung darzulegen vermochte 
und auch keine glaubhaften Anhaltspunkte für eine menschenrechts-
widrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

dass ferner von der Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges auszu-
gehen ist, da im Falle des Beschwerdeführers – gemäss den Akten ein 
junger  gesunder  Mann,  welcher  eigenen  Angaben  zufolge  während 
Jahren als Maurer gearbeitet hat,  weiteren Beschäftigungen nachge-
gangen  sei  und  offenkundig  seinen  Lebensunterhalt  selbständig  be-
streiten konnte – keine individuellen Vollzugshindernisse zu erblicken 
sind, 

dass alleine die allgemeine Lage im Tschad nicht gegen den Wegwei-
sungsvollzug spricht, 

dass schliesslich auch von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs 
auszugehen ist, 

dass  unter  diesen  Umständen  die  Anordnung  einer  vorläufigen  Auf-
nahme ausser Betracht fällt, womit der Wegweisungsvollzug zu Recht 
angeordnet wurde, 

dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung 
zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich un-
begründet abzuweisen ist, 

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dass mit vorliegendem Urteil  in der Hauptsache die Anträge auf pro-
zessleitende Anordnungen gegenstandslos werden, 

dass gleichzeitig auch das Ersuchen um Befreiung von der Kostenvor-
schusspflicht (im Sinne von Art. 63 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021]) gegenstandslos wird, 

dass das Gesuch  um Erlass der Verfahrenskosten  sowie um Beiord-
nung eines amtlichen Rechtsbeistandes  (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
und 2 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von Anfang an 
als aussichtslos erwiesen hat,

dass  demzufolge die  Kosten des  Verfahrens von Fr. 600.--  dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 2 
und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird – soweit darauf einzutreten ist – abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten und um  Beiordnung ei-
nes amtlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichts-
kasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (in Kopie)
- (...)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand:  

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