# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5459cfd5-d406-537b-8ed6-70b1b6b5989e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.08.2019 200 2018 735
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-735_2019-08-27.pdf

## Full Text

200 18 735 MV
JAP/ZID/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 27. August 2019

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Abteilung Militärversicherung, Service Center, Postfach, 6009 Luzern
Beschwerdegegnerin

Versicherung C.________ AG
Beigeladene

betreffend Einspracheentscheid vom 6. September 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1989 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
erlitt während des Militärdienstes am 28. Mai 2011 beim Fussballspiel ein 
Supinationstrauma rechts, weswegen er sich am 11. Juni 2011 bei der Mi-
litärversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (Akten der Suva [act. II] 
1). Diese anerkannte den Versicherungsfall implizit (vgl. act. II 73/1).

Am 30. Dezember 2015 erlitt der Versicherte einen Skiunfall (act. II 27/17), 
in dessen Folge OSG-Schmerzen persistierten (act. II 8/1 Mitte). Am 
26. September 2016 erfolgte eine operative Resektion störender Ossifikati-
onen am medialen Malleolus rechts (act. II 4 f.) mit konsekutiver Arbeitsun-
fähigkeit bis 23. Oktober 2016 (act. II 9); die Behandlung wurde am 9. No-
vember 2016 abgeschlossen (act. II 8/2 Mitte). In diesem Zusammenhang 
stellte der Versicherte bei der Versicherung D.________ als Unfallversiche-
rer seines damaligen Arbeitgebers (vgl. act. II 27/17) wie auch bei der Mi-
litärversicherung wegen möglicher Spätfolgen des Unfalls aus dem Jahr 
2011 (act. II 2; vgl. act. II 4) ein Leistungsbegehren. Die Versicherung 
D.________ verneinte mit Mitteilung vom 22. September 2016 (act. II 13; 
gestützt auf eine Beurteilung des medizinischen Dienstes [act. II 27/7 ff.]) 
und Verfügung vom 26. Oktober 2016 (act. II 11; gestützt auf eine Akten-
beurteilung des beratenden Arztes [act. II 12]) – unter Hinweis auf einen 
anlässlich eines früheren Unfallereignisses übersehenen Vorzustand (bei 
vorübergehender Verschlimmerung in Form einer Aktivierung des Vorzu-
standes während sechs bis acht Wochen) – die Unfallkausalität und damit 
ihre Leistungspflicht; die vor der Operation zwischen 12. April und 15. Juli 
2016 bereits erbrachte Heilbehandlung verbuchte sie unter Abklärungskos-
ten. Die Militärversicherung holte medizinische Unterlagen (act. II 18 ff., 25 
f.) und die Akten der Versicherung D.________ (act. II 27) ein und legte 
das Dossier ihrem Kreisarzt zur Beurteilung vor (act. II 28). Dieser ging 
nicht davon aus, dass die aktuellen Beschwerden überwiegend wahr-
scheinlich Spätfolgen der versicherten Gesundheitsschädigung aus dem 
Jahr 2011 darstellen würden, da truppenärztlich im Bereich des OSG rund 
sechs Wochen nach dem Ereignis praktisch eine Beschwerdefreiheit do-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 3

kumentiert worden sei; die Verletzung könne sich auch im Rahmen mehr-
fach beschriebener OSG-Distorsionen ereignet haben, wobei eine zeitliche 
Zuordnung mangels Befunden im Zeitraum zwischen 2011 und 2016 nicht 
möglich sei (act. II 29/4 f.). Gestützt darauf lehnte auch die Militärversiche-
rung mit Verfügung vom 21. August 2017 (act. II 47) die Haftung für die 
aktuellen Beschwerden ab, woran sie – auf Einsprache (act. II 48 f.) hin 
und nach Einholung weiterer medizinischer Berichte mit Hinweis auf min-
destens ein weiteres Trauma im Frühling 2015 (Misstritt mit Schwellung 
und Schmerzen, konservativ ohne Arztbesuch behandelt; act. II 62/3) und 
nach Rücksprache mit dem Kreisarzt (act. II 64) – mit Einspracheentscheid 
vom 6. September 2018 (act. II 67 f.) festhielt. Parallel dazu lehnte die Ver-
sicherung  D.________ ein Gesuch des Versicherten um Wiederherstellung 
der Rechtsmittelfrist mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2017 ab (act. II 
43), was das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 5. Janu-
ar 2018, IV/2017/785, schützte. Dieses Urteil blieb unangefochten.

B.

Gegen den Einspracheentscheid vom 6. September 2018 (act. II 67) liess 
der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, mit Eingabe vom 
8. Oktober 2018 Beschwerde erheben und beantragen, unter Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids sei die Sache an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen, damit ihm das rechtliche Gehör gewährt werden könne, 
und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, gegebenenfalls einen Mei-
nungsaustausch mit dem Unfallversicherer des Ereignisses vom Frühjahr 
2015 durchzuführen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begrün-
dung liess er im Wesentlichen vorbringen, vor Erlass des Einspracheent-
scheids seien ihm weder der Bericht des Hausarztes (act. II 62/3) noch die 
versicherungsmedizinische Beurteilung des Kreisarztes (act. II 64) zur Stel-
lungnahme unterbreitet worden. Ihm dürfe aus dem Umstand, dass vorlie-
gend sowohl der Militärversicherer des Unfalls vom Mai 2011 als auch der 
Unfallversicherer des Unfalls vom Frühjahr 2015 – diesen Unfall werde er 
nun nachträglich anmelden – eine Haftung unter wechselseitigem Verweis 
auf das jeweils andere Unfallereignis ablehnen könnten, kein Nachteil er-
wachsen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 4

Mit Beschwerdeantwort vom 7. November 2018 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 4. Januar 
2019) reichte die Beschwerdegegnerin am 24. Januar 2019 die "Sanitäts-
akten" (act. IIA 1-6) nach und teilte mit, dass trotz intensiver Bemühungen 
keine weiteren Unterlagen betreffend das rechte OSG hätten erhältlich ge-
macht werden können.

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Februar 2019 ersuchte der Instruk-
tionsrichter die Spital E.________ AG um Einreichung der vollständigen 
Krankenakten im Zusammenhang mit der OSG-Verletzung rechts. Die ent-
sprechenden Befundberichte mitsamt Bildgebung (auf Datenträger; act. III 
1-5) gingen am 6. Februar 2019 beim Gericht ein. Die Beschwerdegegnerin 
holte hierzu eine versicherungsmedizinische Beurteilung ihres Kreisarztes 
ein (act. IIA 7) und schloss mit Stellungnahme vom 14. März 2019 weiterhin 
auf Beschwerdeabweisung. Der Beschwerdeführer liess sich zu den Unter-
lagen der Spital E.________ AG nicht vernehmen.

Mit Eingabe vom 11. April 2019 teilte der Beschwerdeführer mit, die Versi-
cherung C.________ AG habe hinsichtlich des (nachträglich) am 26. Okto-
ber 2018 gemeldeten Misstritts beim Klettern vom 23. Mai 2015 ihre Leis-
tungspflicht mit Mitteilung vom 7. März 2019 (Akten des Beschwerdeführers 
[act. I] 3) und Verfügung vom 5. April 2019 (act. I 4) verneint, wogegen er 
am 27. Mai 2019 Einsprache erhoben habe (Eingabe des Beschwerdefüh-
rers vom 27. Mai 2019 mitsamt act. I 5).

Mit prozessleitender Verfügung vom 16. Juli 2019 lud der Instruktionsrichter 
die Versicherung C.________ AG zum Verfahren bei und gab ihr Gelegen-
heit zum Einreichen einer Stellungnahme bis 15. August 2019. Der innert 
Frist seitens der Versicherung C.________ AG gestellte Sistierungsantrag 
wies der Instruktionsrichter ab (prozessleitende Verfügung vom 18. Juli 
2019). Am 14. August 2019 reichte die Beigeladene eine materielle Stel-
lungnahme samt ihren amtlichen Akten (act. IIIA Faszikel 1 [pag. 1-103], 2 
[pag. 1 f.] und 3 [pag. 1-69]) ein. Diese Eingabe ging zur Kenntnisnahme an 
die Hauptparteien.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 5

Am 23. August 2019 ging eine Kenntniskopie eines Schreibens des Be-
schwerdeführers an die Beigeladene vom 22. August 2019 beim Verwal-
tungsgericht ein (act. I 6).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Militärversicherung 
vom 6. September 2018 (act. II 67). Streitig und zu prüfen ist die Leis-
tungspflicht der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit den stören-
den Osteophyten am Malleolus medialis und dabei insbesondere, ob sie 
eine Spätfolge bzw. einen Rückfall zum Grundfall vom 28. Mai 2011 zu 
Recht verneinte.

1.3 Die Versicherung D.________ erbrachte vor der Operation vom 
26. September 2016 (act. II 5) bis zum 15. Juli 2016 Heilbehandlung (wel-
che sie später unter Abklärungskosten verbuchte [act. II 11/2; vgl. Art. 45 
Abs. 1 ATSG sowie Empfehlung Nr. 1/92 der Ad-hoc-Kommission Schaden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 6

UVG]). Die ärztliche Behandlung wurde per 9. November 2016 abge-
schlossen (act. II 8/2) und eine Arbeitsunfähigkeit bestand ausweislich der 
Akten lediglich vom Operationstag bis zum 23. Oktober 2016 (act. II 9). Die 
zuständige Krankenpflegeversicherung anerkannte ihre Leistungspflicht 
explizit (act. II 70), womit dem Beschwerdeführer in Bezug auf die medizi-
nische Behandlung lediglich die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbst-
behalt) aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung anfiel (vgl. auch 
act. I 6). Selbst unter Berücksichtigung eines allfälligen Taggeldanspruchs 
(weitere Leistungen werden weder geltend gemacht noch bestehen An-
haltspunkte für solche) betreffend die kurze Arbeitsunfähigkeit liegt der 
Streitwert damit klar unter Fr. 20‘000.--. Folglich fällt die Beurteilung der 
Streitigkeit in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer macht vorab eine Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör geltend (Beschwerde S. 3 ff. Ziff. 2; Eingabe vom 
11. April 2019 S. 1). Er bringt vor, die Beschwerdegegnerin habe im ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 6. September 2018 (act. II 67) mehr-
fach auf die Krankengeschichte seines Hausarztes (act. II 62/3) und die 
versicherungsmedizinische Beurteilung des Kreisarztes vom 5. Juni 2018 
(act. II 64) Bezug genommen, ohne ihm diese vorweg zur Stellungnahme 
zu unterbreiten.

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äus-
sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 7

wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Be-
weisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu be-
einflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungs-
recht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in 
einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 
143 V 71 E. 4.1 S. 72).

2.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen 
kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV 
Nr. 26 S. 76 E. 4.2). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des 
rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Man-
gels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs 
abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen 
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 
(der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 
I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

2.4 Es kann offen bleiben, ob die Beschwerdegegnerin im Verwaltungs-
verfahren das rechtliche Gehör verletzt hat. Denn selbst wenn eine Verlet-
zung des Anspruchs auf rechtliches Gehör anzunehmen wäre, handelte es 
sich nicht um eine besonders schwerwiegende, sondern bloss um eine 
eher leichte Verletzung des rechtlichen Gehörs (BGE 132 V 387 E. 5.2 
S. 390). Zwar wurde im angefochtenen Einspracheentscheid mehrfach auf 
die dem Beschwerdeführer vorgängig nicht unterbreiteten Berichte Bezug 
genommen. Indessen enthalten diese, wie die Beschwerdegegnerin in der 
Beschwerdeantwort, S. 2 f., zu Recht ausführt, keine neuen entscheidrele-
vanten Gesichtspunkte; vielmehr wurden dadurch lediglich die schon vor-
her bestehenden Hinweise auf mindestens ein weiteres Trauma (vgl. act. II 
27/18, II 27/8 Ziff. 9, II 12/2 Ziff. 1, II 29/4 unten) bestärkt (act. II 62/3). 
Tatsächlich ging denn auch schon der Kreisarzt in seiner Beurteilung vom 
15. Dezember 2016 von "mehrfachen OSG-Distorsionen" aus (act. II 29/4 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 8

unten); in seiner neuerlichen Beurteilung vom 5. Juni 2018 (act. II 64) ver-
wies er vollumfänglich auf seine frühere Einschätzung, dies einzig mit dem 
zusätzlichen Hinweis, dass weitere Traumata mit Beteiligung des rechten 
Malleolus nach dem militärversicherten Ereignis eine klare Zuordnung der 
aktuellen Beschwerden im Bereich des rechten Sprunggelenks noch 
schwieriger machen würden.

Jedenfalls hat ein allfälliger Mangel als geheilt zu gelten, nachdem der Be-
schwerdeführer vor dem – mit voller Kognition ausgestatteten – angerufe-
nen Gericht die Möglichkeit erhalten hat, sich sowohl im Rahmen der Be-
schwerde als auch seiner Eingabe vom 11. April 2019 hinreichend zu die-
sen Berichten zu äussern bzw. entsprechende Einwände vorzubringen. 
Entgegen der Beschwerde, S. 4 f., sind vorliegend keine Gründe ersicht-
lich, die einer Heilung entgegenstünden. Gegenteils käme die beantragte 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung einem formalistischen Leerlauf 
gleich, der mit dem Prinzip des raschen Verfahrens nicht vereinbar wäre.

3.

3.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1992 über die Militärversicherung (MVG; SR 833.1) haftet die Militärversi-
cherung nach den Bestimmungen dieses Gesetzes für alle Schädigungen 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten 
und für die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Schädigungen.

3.2 Die Militärversicherung erstreckt sich auf jede Gesundheitsschädi-
gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder 
sonst wie festgestellt wird (Art. 5 Abs. 1 MVG). Die Militärversicherung haf-
tet nicht, wenn sie den Beweis erbringt, dass die Gesundheitsschädigung 
sicher vordienstlich ist oder sicher nicht während des Dienstes verursacht 
werden konnte (Art. 5 Abs. 2 lit. a MVG) und dass diese Gesundheitsschä-
digung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem 
Ablauf beschleunigt worden ist (Art. 5 Abs. 2 lit. b MVG). Wird der nach 
Abs. 2 lit. a geforderte Beweis erbracht, dagegen nicht derjenige nach 
Abs. 2 lit. b, so haftet die Militärversicherung für die Verschlimmerung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 9

Gesundheitsschädigung. Der nach Abs. 2 lit. b geforderte Beweis gilt auch 
für die Bemessung des versicherten Schadens (Art. 5 Abs. 3 MVG).

3.3 Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes 
durch einen Arzt festgestellt und bei der Militärversicherung angemeldet 
oder werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, so haftet die Mi-
litärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschädigung mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit während des Dienstes verursacht oder verschlimmert 
worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um 
Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheitsschädigung han-
delt (Art. 6 MVG).

3.4 Die Haftung für Spätfolgen und Rückfälle nach Art. 6 MVG greift 
Platz, wenn trotz Identität der Gesundheitsschädigung ein neuer Versiche-
rungsfall anzunehmen ist. Liegt kein neuer Versicherungsfall vor, gilt bei 
Identität der Gesundheitsschädigung weiterhin die bisherige Haftung nach 
Art. 5 oder Art. 6 MVG. Werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend ge-
macht, ist daher vorab zu prüfen, ob ein neuer Versicherungsfall gegeben 
ist (JÜRG MAESCHI, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversiche-
rung [MVG], 2000, Art. 6 N. 23). 

3.4.1 Ein neuer Versicherungsfall liegt vor, wenn eine mit der ursprüngli-
chen Gesundheitsschädigung nicht identische, neue Gesundheitsschädi-
gung gemeldet wird oder die Wiederanmeldung zwar die gleiche Gesund-
heitsschädigung zum Gegenstand hat, jedoch nach einem längeren (be-
handlungs- und) beschwerdefreien Intervall erfolgt (vgl. MAESCHI, a.a.O., 
Art. 5-7 N. 41 f. sowie Art. 6 N. 11 f.). 

3.4.2 Eine Spätfolge liegt praxisgemäss vor, wenn ein scheinbar geheiltes 
Leiden (mit oder ohne verbleibenden Defektzustand) im Verlaufe längerer 
Zeit organische Veränderungen bewirkt, die zu einem oft völlig G.________ 
gearteten Krankheitsbild führen. Beim Rückfall handelt es sich um das 
Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu 
ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu Arbeitsunfähigkeit kommt. 
Beiden Sachverhalten gemeinsam ist, dass nach scheinbarer Heilung der 
Gesundheitsschädigung erneut ein Krankheitsprozess auftritt. Während es 
beim Rückfall um die gleiche Symptomatik wie bei der ursprünglichen Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 10

sundheitsschädigung geht, umfasst das Krankheitsbild bei Spätfolgen auch 
neue Symptome (vgl. MAESCHI, a.a.O., Art. 6 N. 22).

3.5 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhanges nicht erforder-
lich, dass die Einwirkung während des Dienstes die alleinige oder unmittel-
bare Ursache gesundheitlicher Schädigung ist; es genügt, dass das schä-
digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, das Ereignis mit an-
deren Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge-
tretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 119 V 335 E. 1 S. 337, 
117 V 359 E. 4a S. 360; MAESCHI, a.a.O., Art. 5-7 N. 27). Ein solcher natür-
licher Kausalzusammenhang ist schon dann gegeben, wenn die Einwirkun-
gen während des Dienstes eine wesentliche Teilursache für die Entstehung 
oder Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung darstellen. Der Kausal-
zusammenhang muss darüber hinaus adäquat sein (MAESCHI, a.a.O., Art. 6 
N. 8).

3.6 Die Beurteilung der Haftungsfrage ist primär juristischer Natur und 
obliegt den rechtsanwendenden Behörden. Verwaltung und Richter sind 
mangels eigener Fachkenntnisse jedoch auf die Mitwirkung des Arztes an-
gewiesen. Aufgabe des Arztes ist es, die für den Entscheid wesentlichen 
medizinischen Grundlagen anzugeben und im Rahmen der ihm unterbreite-
ten Fragen zur medizinischen Einschätzung bestimmter Tatsachen Stellung 
zu nehmen (MAESCHI, a.a.O., Art. 5-7 N. 44). Bei der Kausalitätsbeurteilung 
hat sich der Arzt auf Angaben zum natürlichen Kausalzusammenhang zu 
beschränken. Auch die natürliche Kausalität bildet jedoch einen Rechtsbe-
griff, welcher mit dem medizinischen Begriff des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht notwendigerweise übereinstimmt. Die Beweiswürdigung 
bezüglich des natürlichen Kausalzusammenhangs bleibt daher Sache des 
Rechtsanwenders (MAESCHI, a.a.O., Art. 5-7 N. 47).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 11

4.

4.1 Aufgrund der Akten ist erstellt und von den Parteien denn auch nicht 
bestritten, dass die Militärversicherung die Haftung im Zusammenhang mit 
dem ursprünglichen Ereignis vom 28. Mai 2011 (act. II 1) anerkannt hat. 
Umstritten ist hingegen, ob die störenden und am 26. September 2016 re-
sektierten Osteophyten am Malleolus medialis (act. II 5) eine Spätfolge 
bzw. einen Rückfall zu diesem Grundfall darstellen.

4.2 Der medizinische Dienst der ebenfalls involvierten Versicherung 
D.________ stellte im Bericht vom 21. September 2016 mit Blick auf die 
Operation vom 26. September 2016 (Resektion störender Ossifikationen 
am medialen Malleolus rechts; act. II 4 f.) fest, dass Konturveränderungen 
der lateralen und medialen Tibia sowie Verkalkungen im Bereich der Mem-
brana interossea vorlägen, was stark darauf hindeute, dass diese Verände-
rungen durch frühere Traumata entstanden seien; die vorgesehene Opera-
tion sei somit nicht kausal zum Unfall vom 30. Dezember 2015, sondern zu 
früheren Unfällen (act. II 27/4 Ziff. 9). Auch gemäss dem beratenden Arzt 
der Versicherung D.________, Dr. med. F.________, Facharzt für Chirur-
gie, sprechen die vorliegenden Befunde biologisch und pathologisch-
anatomisch klar gegen einen ätiologisch unfallkausalen Ausgang/Anfang 
zum Ereignis vom 30. Dezember 2015. Eine notwendige Abtragung der 
Knochenprominenz am Malleolus medialis könne sich biologisch nicht in 
wenigen Wochen entwickelt haben; das Gleiche gelte für die Verkalkungen 
der Membrana interossea und die osteophytären Ausziehungen an der 
Tibiavorderkante. Es sei ursprünglich anlässlich eines früheren Unfallereig-
nisses von einer übersehenen Ruptur der vorderen Syndesmose auszuge-
hen; ein versicherungsmedizinisch relevanter Zusammenhang zum Ereig-
nis vom 30. Dezember 2016 (richtig: 2015) bestehe nicht; vielmehr sei mit 
weit überwiegender Wahrscheinlichkeit von den Folgen früherer Unfälle 
auszugehen (Bericht vom 13. Oktober 2016; act. II 12/2 unten). Der Kreisa-
rzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, stimmte in 
seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 15. Dezember 2016 
dieser Einschätzung von Dr. med. F.________ bedingungslos zu (act. II 
29/5 oben). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 12

4.3 Infolge (zunächst) fehlender echtzeitlicher Röntgenaufnahmen er-
achtete es Dr. med. G.________ als rein spekulativ, die knöchernen Ver-
änderungen im Zusammenhang mit der Gesundheitsschädigung aus dem 
Jahr 2011 zu sehen. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer gemäss 
Bericht des Schaden-Aussendienstes vom 10. November 2016 (act. II 8/1 
oben) rund sechs Wochen nach dem Ereignis vom 28. Mai 2011 be-
schwerdefrei und voll sporttauglich gewesen sei, spreche eigentlich nicht 
für eine schwerwiegende knöcherne oder ligamentäre Verletzung. Auch in 
den truppenärztlichen Aufzeichnungen vom 12. Juli 2011 (act. IIA 1) sei 
eine Fraktur ausgeschlossen und das OSG sei praktisch beschwerdefrei 
empfunden worden. Insoweit könne nicht davon ausgegangen werden, 
dass es sich bei den aktuellen Beschwerden überwiegend wahrscheinlich 
um Spätfolgen der versicherten Gesundheitsschädigung aus dem Jahr 
2011 handle, zumal sich die Verletzung auch im Rahmen der mehrfach 
beschriebenen OSG-Distorsionen ereignet haben könne, wobei eine zeitli-
che Zuordnung mangels Befunde im Zeitraum zwischen 2011 und 2016 
nicht möglich sei (act. II 29/4 unten). Auch nach Einholung weiterer medizi-
nischer Berichte mit Hinweis auf mindestens ein weiteres Trauma im Früh-
ling 2015 (Misstritt mit Schwellung und Schmerzen, konservativ ohne Arzt-
besuch behandelt; act. II 62/3) hielt Dr. med. G.________ vollumfänglich an 
dieser versicherungsmedizinischen Beurteilung fest. Weitere Traumata mit 
Beteiligung des rechten Malleolus nach dem militärversicherten Ereignis 
würden eine klare Zuordnung der aktuellen Beschwerden im Bereich des 
rechten Sprunggelenks noch schwieriger machen; schon gar nicht könne 
aufgrund der aktuellen Unterlagen eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 
der aktuellen Beschwerden zu der versicherten Gesundheitsschädigung 
aus dem Jahr 2011 abgeleitet werden (versicherungsmedizinische Beurtei-
lung vom 5. Juni 2018; act. II 64).

4.4 In seiner Stellungnahme vom 22. Februar 2019 (act. IIIA Faziskel 3, 
pag. 60-69) hielt der beratende Arzt der Beigeladenen, Dr. med. 
H.________, Facharzt für Chirurgie, die Beurteilung von Dr. med. 
G.________ vom 5. Juni 2018 für zutreffend. Er gelangte zusammenfas-
send zum Schluss, dass der militärversicherte Unfall aus dem Jahre 2011 
nicht zu einer Ruptur der Syndesmose geführt habe und auch nicht zu 
Bandrupturen medial wie lateral. Mit dem entsprechenden Supinations-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 13

trauma sei es lediglich zu einer Bandruptur des rechten OSG lateral ge-
kommen, wobei der Beschwerdeführer nach sechs Wochen wieder be-
schwerdefrei gewesen sei. Ein derartiger Verlauf wäre bei einer unfallbe-
dingten Ruptur der Membrana interossae und Rupturen des medialen wie 
auch lateralen Bandapparates ausgeschlossen.

4.5 Bezugnehmend auf die im Beschwerdeverfahren edierten Unterla-
gen (act. III) mitsamt dem Röntgenbefund vom 2. Juni 2011 und den ent-
sprechenden Röntgenbildern (act. III 5) folgerte Dr. med. G.________ in 
der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 7. März 2019 (act. IIA 7), 
dass zeitnah eine ossäre Läsion habe ausgeschlossen werden können. Im 
Befund seien subfibular kleinere Verkalkungen beschrieben worden, was 
auf frühere – also aus der Zeit vor Juni 2011 eingetretene – Verletzungen 
hindeute. Verkalkungen seien nach Bandläsionen noch eine häufig radiolo-
gisch sichtbare Spätfolge, doch würden diese nicht innerhalb von wenigen 
Wochen, sondern im Laufe von vielen Monaten oder sogar Jahren entste-
hen; insofern seien sie kein Indikator für eine zeitnahe Bandverletzung. Die 
konventionell radiologisch nachweisbare Weichteilschwellung über dem 
Aussenknöchel, die auch klinisch zeitnah dokumentiert worden sei, spreche 
eher für ein banales Trauma, sodass aus versicherungsmedizinischer Sicht 
an den früheren versicherungsmedizinischen Beurteilungen (act. II 29, 64) 
festgehalten werden müsse. Das bedeute, dass aufgrund der aktuellen und 
insbesondere auch der aktualisierten Unterlagen unter Berücksichtigung 
der zeitnahen Röntgenbilder sowie des Röntgenbefundes vom 2. Juni 2011 
kein überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang der aktuellen Be-
schwerden mit der versicherten Gesundheitsschädigung aus dem Jahr 
2011 abgeleitet werden könne.

4.6 Die versicherungsmedizinischen Schlussfolgerungen des Dr. med. 
G.________ erfüllen die höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. 
BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352) und erbringen vollen Beweis. Entgegen der Argumentation in der 
Beschwerde, S. 5 Ziff. 2.2.1, und der Eingabe vom 11. April 2019, S. 2, 
liegt damit keine Beweislosigkeit vor; vielmehr steht aufgrund der kreisärzt-
lichen Beurteilung von Dr. med. G.________ mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit fest, dass in Bezug auf den versicherten Grundfall vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 14

28. Mai 2011 keine Spätfolge-/Rückfallkausalität besteht. Dessen ursprüng-
liche Aktenbeurteilungen vom 19. Dezember 2016 (act. II 29) und 5. Juni 
2018 (act. II 64) basierten mangels Vorliegens der echtzeitlichen Röntgen-
aufnahmen und -befunde zwar nicht auf den vollständigen Akten, doch hat 
er gestützt auf die im Beschwerdeverfahren edierten Unterlagen seine 
fachärztlichen Einschätzungen am 7. März 2019 nachvollziehbar und über-
zeugend bestätigt (act. IIA 7). Überdies gelangte auch Dr. med. 
H.________ am 22. Februar 2019 mit einleuchtenden Argumenten zum 
identischen Schluss (act. IIIA Faszikel 3 pag. 60-69). Es liegen keine diver-
gierenden medizinischen Berichte vor, welche geeignet wären, auch nur 
geringe Zweifel an der schlüssigen kreisärztlichen Beurteilung zu begrün-
den. Da die aktuellen Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit auf die versicherte Gesundheitsschädigung aus dem Jahr 2011 
zurückzuführen sind (vgl. E. 3.3 hiervor), haftet die Beschwerdegegnerin 
nicht für die störenden Osteophyten am Malleolus medialis. Damit ist der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 6. September 2018 (act. II 67) 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde als unbe-
gründet abzuweisen. 

4.7 Abschliessend bleibt darauf hinzuweisen, dass die Frage der Leis-
tungspflicht der Beigeladenen durch diesen Verfahrensausgang nicht 
präjudiziert wird. Soweit der Beschwerdeführer bei gleichzeitiger Ablehnung 
der Leistungspflicht durch die Beigeladene (vgl. act. I 3 f.) einen negativen 
Kompetenzkonflikt befürchtet und deshalb ein Kompetenzkonfliktverfahren 
nach Art. 78a des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 
20. März 1981 (UVG; SR 832.20) bzw. einen Meinungsaustausch für ange-
zeigt hält (Beschwerde S. 6, Stellungnahme vom 11. April 2019 S. 2), ist 
ihm nicht zu folgen: Entgegen seiner Ansicht ist Art. 78a UVG hier weder 
direkt noch analog anwendbar. Einerseits beschränkt sich diese Bestim-
mung auf die intrasystematische Koordination im Zweig der Unfallversiche-
rung und nicht auf intersystemische Kompetenzkonflikte zwischen der Mi-
litär- und Unfallversicherung. Andererseits hatte die Versicherung 
D.________ ihre Leistungspflicht im Zeitpunkt des Erlasses des hier ange-
fochtenen Einspracheentscheids bereits rechtskräftig verneint und war der 
Einspracheentscheid nicht der Beigeladenen zu eröffnen, da diese noch 
gar nicht involviert war (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 4). Die Beigela-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 15

dene hat mittlerweile ebenfalls eine Verfügung erlassen (act. I 4), womit 
ohnehin kein Raum mehr für einen Meinungsaustausch im Sinne von 
Art. 78a UVG bestünde (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 279). Im Übrigen führen hier auch 
Art. 71 bzw. 76 MVG nicht weiter, da die Beschwerdegegnerin für die gel-
tend gemachte Heilbehandlung nach dem Dargelegten gerade nicht unmit-
telbar leistungspflichtig ist (vgl. E. 4.6 hiervor).

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 MVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind keine 
Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Die unterliegende Partei hat grundsätzlich keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (vgl. Art. 1 MVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]). Die obsiegende Partei kann zur Bezahlung einer Parteientschä-
digung verpflichtet werden, wenn sich die unterliegende Partei zufolge ei-
nes rechtswidrigen Verhaltens der Gegenpartei in guten Treuen zur Pro-
zessführung veranlasst sehen durfte (RKUV 1989 K 819 S. 332 E. 3). Dies 
gilt auch, wenn eine unzureichende Sachverhaltsabklärung der Verwaltung 
für die versicherte Person hinreichenden Anlass bildete, beim kantonalen 
Gericht Beschwerde zu führen (SVR 1996 IV Nr. 93 S. 284 E. 4c). Vorlie-
gend hätte die Beschwerdegegnerin die echtzeitlichen Röntgenaufnahmen 
und -befunde (act. III) im Rahmen der Untersuchungsmaxime ohne weite-
res beschaffen können und müssen (vgl. bereits die prozessleitenden Ver-
fügungen des Instruktionsrichters vom 4. Januar und 1. Februar 2019). Die 
unzureichende Sachverhaltsabklärung der Beschwerdegegnerin bildete für 
den Beschwerdeführer hinreichenden Anlass zur Beschwerdeführung. Dies 
rechtfertigt es, dem Beschwerdeführer eine von der Beschwerdegegnerin 
zu bezahlende Parteientschädigung entsprechend der angemessenen Kos-
tennote von Rechtsanwalt B.________ vom 23. April 2019 im Betrag von 
Fr. 3'610.15 (Aufwand von 13.32h à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von 
Fr. 22.05 sowie Mehrwertsteuer von Fr. 258.10) zuzusprechen. Die Beige-
ladene hat kein materielles Rechtsbegehren gestellt und – wie die Be-
schwerdegegnerin – als Sozialversicherungsträgerin von vornherein keinen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, MV/18/735, Seite 16

Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133; 
vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 61 N. 201).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'610.15 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen. Weitere Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva, Abteilung Militärversicherung (samt Schreiben vom 22. August 

2019 [act. I 6])
- Versicherung C.________ AG
- Bundesamt für Gesundheit, Aufsicht Militärversicherung, 3003 Bern

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.