# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d419f0c8-652f-5b5a-b470-dcbb10893c63
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-03-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.03.2024 D-6935/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6935-2023_2024-03-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6935/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  M ä r z  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;   

Gerichtsschreiber Matthias Schmutz. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,   

vertreten durch lic. iur. Othman Bouslimi, 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl (ohne Wegweisungsvollzug; beschleunigtes Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 17. November 2023 / N (…). 

 

 

 

D-6935/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am (…) in der Schweiz um Asyl nach. 

A.b Mit Verfügungen vom 13. Februar 2023 trat das SEM in Anwendung 

von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz 

nach Italien an. 

A.c Mit Verfügung vom 14. August 2023 hob es den Nichteintretensent-

scheid vom 13. Februar 2023 auf und nahm das nationale Asylverfahren 

wieder auf. 

A.d Am 6. November 2023 wurde der Beschwerdeführer zu seinen Asyl-

gründen angehört. 

Er gab an, er sei Kurde und habe bis (…) in B._______ gelebt, anschlies-

send sei er nach C._______ gezogen. Im (…) Monat des Jahres v sei er in 

den Libanon ausgereist. Im Jahr (…) habe die Hisbollah seine syrische 

Identitätskarte zerbrochen, so dass er seine Aufenthaltsbewilligung im Li-

banon nicht mehr habe erneuern können. Im selben Jahr habe er den Li-

banon verlassen, um über Libyen nach Europa zu reisen. In Libyen sei er 

unter unwürdigen Bedingungen festgehalten, geschlagen und erniedrigt 

worden, weshalb er nach (…) Monaten in den Libanon zurückgekehrt sei. 

Wiederum nach (…) Monaten sei er in die Türkei gegangen, wo bereits 

sein Bruder und dessen Ehefrau gewesen seien. Sie hätten sich dort 

durchgeschlagen, bis sie nach Europa gekommen seien. 

Er könne nicht nach Syrien zurückkehren, weil er am (…) eine Aufforderung 

für den syrischen Militärdienst erhalten habe. Er sei damals im Libanon 

gewesen. Seine Familie in Syrien habe einen entsprechenden Beleg erhal-

ten. Der Dorfvorsteher habe seiner Mutter gesagt, dass er (der Beschwer-

deführer) zurückkehren müsse, um seinen Militärdienst zu leisten, ansons-

ten drohe ihm eine Geldstrafe und eine Verlängerung seiner Dienstzeit. Er 

werde daher als Hochverräter angesehen. Weiter sei seine Identitätskarte 

zerbrochen worden, so dass er schon alleine deswegen zwischen den 

«Zweigstellen» verloren gehen würde. Falls er nach C._______ komme, 

sei sein Leben wegen den Havala (Anmerkung Gericht: kurdische Einhei-

ten) in Gefahr. Die Havala hätten seinen jüngsten Bruder mitgenommen 

und - als dieser im Jahr (…) getötet worden sei – seine Familie aufgefor-

dert, dass ein anderes Familienmitglied die Waffen seines verstorbenen 

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Seite 3 

Bruders tragen müsse. Zwei seiner Brüder seien deswegen geflüchtet und 

ein weiterer Bruder, der mit ihm in die Schweiz eingereist sei, habe mehr-

mals Streit mit den Havala gehabt. Die Havala hätten versucht, jenen Bru-

der gegen dessen Willen in den Militärdienst einzuziehen. In der Nacht 

seien sie vermummt zu seiner Familie nach Hause gekommen. Seine Mut-

ter habe sich für seinen Bruder gewehrt und es sei zu einer Auseinander-

setzung gekommen, wobei sich seine Mutter den Arm gebrochen habe. Die 

Havala hätten vom Bruder abgelassen, weil die Nachbarn den Vorfall mit-

bekommen hätten. Zudem hätten die Havala einmal seine Schwester ab-

geholt. Sein Bruder und seine Mutter seien hinterhergegangen, wobei der 

Bruder verhaftet und zusammengeschlagen worden sei. Nach einer Weile 

hätten sie ihn gehen lassen. Die Havala würden immer noch bei ihnen zu 

Hause vorbeigehen. Weiter habe die YPG (Anmerkung Gericht: Yekîneyên 

Parastina Gel [kurdische Volksverteidigungseinheiten]) das Grundstück ih-

res Hauses, das während des Krieges zerstört worden sei, beschlagnahmt. 

Gesundheitlich gehe es ihm nicht gut. Er habe eine (…), seit er im Jahr (…) 

in Libyen geschlagen worden sei. Er habe in der Schweiz deswegen eine 

Klink besucht, wo er (…) erhalten habe. 

A.e Der Beschwerdeführer nahm mit Schreiben vom 15. November 2023 

Stellung zum Entscheidentwurf des SEM. Er führte aus, dass ihm im Liba-

non der Ausweis zerstört worden sei, damit er nicht nach Syrien zurück-

kehren könne. Ohne Ausweis würde er in Syrien Probleme bekommen. 

Weiter habe er nie eine Waffe tragen wollen, weder für das syrische Re-

gime noch für die YPG. Deshalb habe er sich dem Wehrdienst und der 

Rekrutierung durch die YPG entzogen. Er sei in Syrien deswegen in gros-

ser Gefahr gewesen. 

A.f Im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens wurden die syrische Iden-

titätskarte des Beschwerdeführers im Original, eine Kopie einer Vorladung 

zum Militärdienst (inklusive Übersetzung), diverse Fotos, eine Kopie einer 

Ausreisebestätigung (inklusive Übersetzung), ein Austrittsblatt des Medic-

Help vom (…), eine medizinische Dokumentation der ors Pflege 

D._______, ein Endbericht der Medics Labor AG, ein Zwischenbericht der 

Medics Labor AG und eine Wegweisungsverfügung aus Italien zu den Ak-

ten gereicht. 

 

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Seite 4 

B.  

Mit Verfügung vom 17. November 2023 stellte die Vorinstanz fest, der Be-

schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylge-

such ab und verfügte seine Wegweisung aus der Schweiz, ordnete indes 

aufgrund der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs die vorläufige 

Aufnahme an. 

C.  

Der Beschwerdeführer focht diese Verfügung mit Beschwerde vom 14. De-

zember 2023 beim Bundesverwaltungsgericht an und beantragte, die an-

gefochtene Verfügung sei aufzuheben und seine Flüchtlingseigenschaft sei 

anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren. In prozessualer Hinsicht er-

suchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (samt Ver-

zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses). 

Der Beschwerde lagen unter anderem eine Fürsorgebestätigung vom (…), 

eine Kopie einer Militäraufforderung, eine Übersetzung betreffend eine un-

datierte «Quittung» für Rückkehrer aus dem Ausland, ausgestellt von der 

Abteilung Rückkehr des syrischen Innenministeriums sowie Fotos bezüg-

lich des verstorbenen Bruders bei. 

D.  

Mit Zwischenverfügungen vom 20. Dezember 2023 forderte die Instrukti-

onsrichterin den Beschwerdeführer im Sinne einer Beschwerdeverbesse-

rung auf, eine Kopie der mangelhaften Beschwerdeeingabe mit seiner Ori-

ginalunterschrift oder der Originalunterschrift seines Vertreters zu ergän-

zen. 

E.  

Mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 (Poststempel) kam der Beschwerde-

führer dieser Aufforderung nach. 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 30. Januar 2024 wies die Instruktionsrichterin 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wegen 

Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und forderte den Beschwerdeführer 

zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.– auf, welcher am 

14. Februar 2024 fristgerecht bezahlt wurde. 

 

 

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM; dabei entschei-

det es auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch hier – endgültig 

(vgl. dazu Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG). Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG und dem VGG, soweit 

das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde ist frist- und (nach 

Beschwerdeverbesserung) formgerecht eingereicht worden (Art. 108 Abs. 

1 AsylG i.V.m. Art. 10 der Verordnung vom 1. April 2020 über Massnahmen 

im Asylbereich im Zusammenhang mit dem Coronavirus [Covid-19-Verord-

nung Asyl, SR 142.318, aufgehoben per 15. Dezember 2023] sowie Über-

gangsbestimmung der Aufhebungsverordnung vom 22. November 2023 

[AS 2023 694] e contrario und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde 

ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf 

Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwech-

sels verzichtet 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

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des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung 

aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an 

die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. Der Um-

stand, dass er sich vor einem künftigen Einzug in den syrischen Militär-

dienst fürchte, vermöge gemäss ständiger Praxis keine Furcht vor flücht-

lingsrechtlich relevanter Verfolgung zu begründen. Durch seine Ausreise 

aus Syrien habe er sich der wehrdienstlichen Musterung, nicht jedoch der 

eigentlichen Dienstpflicht entzogen. Er könne somit nicht als Wehrdienst-

verweigerer betrachtet werden und habe dementsprechend keine flücht-

lingsrechtlich relevanten Nachteile zu befürchten. So sei auch die einge-

reichte Vorladung zur militärischen Aushebung ein Aufgebot zur wehr-

dienstlichen Musterung und kein Aufgebot in den Grundwehrdienst nach 

Feststellung der Diensttauglichkeit. Zudem sei die die Beweiskraft des Do-

kuments als gering einzustufen. Weiter vermöchten Rekrutierungsbemü-

hungen der YPG gemäss Rechtsprechung mangels eines Verfolgungsmo-

tivs und mangels hinreichender Intensität keine flüchtlingsrechtliche Rele-

vanz zu entfalten. Es möge sein, dass im Hinblick auf die Wahrnehmung 

der Dienstpflicht ein gewisser Erwartungsdruck bestehe. Es sei jedoch 

nicht davon auszugehen, dass eine Weigerung flüchtlingsrechtlich rele-

vante Sanktionen nach sich ziehe. Der Beschwerdeführer selber habe sich 

seit seiner Ausreise aus Syrien im Jahre (…) nie wieder dort aufgehalten 

und habe somit nie persönlichen Kontakt zur YPG gehabt. Demnach gebe 

es auch keine objektiven Hinweise darauf, dass konkrete Verfolgungs-

massnahmen seitens der YPG gegen ihn vorgenommen worden seien. An 

dieser Einschätzung vermöge die angebliche Beschlagnahmung des 

Grundstückes seiner Mutter durch die YPG nichts zu ändern. Betreffend 

die zerbrochene Identitätskarte sei festzuhalten, dass hypothetische Zu-

kunftsszenarien nicht ausreichen würden, eine begründete Furcht zu recht-

fertigen. Er habe diesbezüglich keine ernsthaften Nachteile erlebt. Zudem 

habe er sich über Dritte einen syrischen Pass ausstellen lassen, welchen 

er ebenfalls hätte nutzen können. 

5.2 In der Beschwerde wird entgegnet, die YPG hätten eine reale Absicht, 

den Beschwerdeführer zu rekrutieren. Die Rekrutierungsmassnahmen der 

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Seite 7 

YPG würden einerseits eine Intensität aufweisen, die flüchtlingsrechtlich 

relevant sei. So hätten sie die Schwester des Beschwerdeführers mitge-

nommen, den Bruder des Beschwerdeführers (…) Tage lang einsperrt und 

geschlagen sowie seiner Mutter den Arm gebrochen. Andererseits be-

fürchte der Beschwerdeführer, dass er das gleiche Schicksal wie sein Bru-

der erleide, der im Krieg gefallen sei. 

6.  

6.1 Das Gericht kommt zum Schluss, dass die Vorinstanz die Asylrelevanz 

der Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. Anstelle von 

Wiederholungen kann vorab auf die zutreffenden Ausführungen in der an-

gefochtenen Verfügung verwiesen werden (vgl. Verfügung Ziff. II und Zu-

sammenfassung oben E. 5.1). Dies gilt insbesondere für die vorinstanzli-

chen Erwägungen im Zusammenhang mit der Furcht des Beschwerdefüh-

rers vor einer Rekrutierung durch die syrische Armee, denen auf Beschwer-

deebene nichts entgegengesetzt wird (vgl. Beschwerde Seite 4 Ziff. 1.). 

6.2 Ferner ist eine Rekrutierung durch die Havala beziehungsweise YPG 

gemäss Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich 

nicht als asylrelevant zu qualifizieren. Zwar können Rekrutierungsversuche 

durch die YPG ergehen, eine Weigerung zieht aber – auch im heutigen 

Kontext – keine flüchtlingsrechtlich relevanten Sanktionen nach sich. 

Selbst unter der Annahme, es käme zu Bestrafungen erheblicher Schwere, 

wäre deren zugrundeliegende Motivation nicht asylrelevant, zumal die 

Quellenlage nicht darauf hindeutet, Refraktäre im Zusammenhang mit den 

YPG würden als "Staatsfeinde" betrachtet und daher einer politisch moti-

vierten drakonischen Bestrafung zugeführt (vgl. Referenzurteil des BVGer 

D-5329/2014 vom 23. Juni 2015 E. 5.3, bestätigt unter anderen im Urteil 

des BVGer E-4918/2021 vom 15. November 2023 E. 5.3; vgl. auch zur 

neueren Quellenlage: Danish Immigration Service [DIS], Syria – Military 

recruitment in Hasakah Governorate, Juni 2022, Ziff. 3). In Ermangelung 

eines asylrelevanten Verfolgungsmotivs wäre eine drohende Bestrafung 

somit lediglich unter dem Aspekt der Unzulässigkeit respektive Unzumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs relevant, was aufgrund der in der ange-

fochtenen Verfügung angeordneten vorläufigen Aufnahme hier allerdings 

nicht Prozessgegenstand ist.  

6.3 Anderweitiges ist letztlich auch den Vorbringen des Beschwerdeführers 

respektive den angeblichen Erlebnissen seiner Familie im Zusammenhang 

mit den Rekrutierungsversuchen der Havala respektive der YPG nicht zu 

entnehmen, zumal es sich diesbezüglich nicht um politisch motivierte, die 

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Seite 8 

Schwelle zu ernsthaften Nachteilen erreichende Sanktionen gehandelt hat. 

Auch die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel sind nicht ge-

eignet, zu einer anderen Schlussfolgerung zu führen. Die Fotos bezüglich 

des angeblich im Krieg gestorbenen Bruders zielen einzig auf die Glaub-

haftigkeit der Rekrutierung ab, welche vom SEM nicht in Abrede gestellt 

wurde, betreffen aber nicht deren Asylrelevanz. Zudem betrifft die angebli-

che Militäraufforderung vom (…) (vgl. SEM Akten Vorhaben Nr. 1216492 

BM 008/25) die im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachte Rekrutierung 

durch die syrische Armee und nicht die Rekrutierung durch die YPG. Be-

züglich der Rekrutierung durch die syrische Armee kann – wie bereits er-

wähnt – auf die zutreffenden Erwägungen des SEM verwiesen werden, zu-

mal diese vom Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene nicht in Frage ge-

stellt werden. 

6.4 Die Vorinstanz hat die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 

daher im Ergebnis zutreffend vereint und ihre Asylgesuche zu Recht abge-

lehnt. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

Nachdem das SEM in seiner Verfügung vom 17. November 2023 die Un-

zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festgestellt und die vorläufige Auf-

nahme des Beschwerdeführers in der Schweiz angeordnet hat, erübrigen 

sich praxisgemäss Ausführungen zur Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Mög-

lichkeit des Wegweisungsvollzugs. 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

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Seite 9 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Für deren Begleichung ist der bereits in gleicher Höhe einbe-

zahlte Kostenvorschuss zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Matthias Schmutz 

 

 

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