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**Case Identifier:** e38c0a7f-be1d-5f3b-872a-380e5013fca2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.08.2018 720 17 180 215 (720 17 180 / 215)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-180-215_2018-08-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 9. August 2018 (720 17 180 / 215) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Anspruch des nicht rentenberechtigten Elternteils auf Auszahlung des Nachzahlungsbe-

trages der IV-Kinderrenten (Art. 82 IVV in Verbindung mit Art. 71ter AHVV) 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Gisela 
Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Mehmet Sigirci, Advo-
kat, Steinentorstrasse 39, 4051 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladener B.____, vertreten durch Eduard Schoch, Rechtsanwalt und Notar, 
Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 
 

  
 
 

Betreff IV-Kinderrente  
 
 
 

 
 
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A. Der 1951 geborene B.____ bezieht gemäss Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft 
vom 21. Dezember 2016 seit 1. Januar 2011 eine Rente der Invalidenversicherung (IV) inkl. 
zwei IV-Kinderrenten für seinen 2004 geborenen Sohn C.____ und seine 2008 geborene Toch-
ter D.____. Die Nachzahlung der Kinderrenten für die Zeit von Januar 2011 bis Oktober 2016 in 
Höhe von Fr. 83'288.-- wurde bis zur Klärung allfälliger Verrechnungsansprüche auf ein Warte-
konto gebucht (vgl. Verfügung vom 21. Dezember 2016). Mit Verfügung vom 10. Mai 2017 teilte 
die IV-Stelle Basel-Landschaft Advokat Eduard Schoch, Rechtsvertreter von C.____, mit, dass 
der vom Versicherten getrennt lebenden Ehefrau A.____ von der Nachzahlung der Kinderren-
ten ein Betrag von Fr. 42'581.80 ausbezahlt würde. A.____ wurde eine Kopie dieser Verfügung 
zugestellt. 
 
B. Gegen die Verfügung vom 10. Mai 2017 erhob A.____ am 6. Juni 2017 Beschwerde 
ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte sinn-
gemäss, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr der gesamte Nachzahlungsbetrag 
in Höhe von Fr. 83'288.-- auszurichten.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 9. August 2017 schloss die IV-Stelle gestützt auf die 
Stellungnahme der Schweizerischen Ausgleichskasse SAK (Ausgleichskasse) vom 2. August 
2017 auf Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Gestützt auf die Beiladungsverfügung vom 16. August 2017 nahm C.____ als Beigela-
dener durch seinen Rechtsvertreter am 15. September 2017 Stellung zur vorliegenden Angele-
genheit. Er beantragte mit Verweis auf die Vernehmlassung der Ausgleichskasse vom 
2. August 2017 die Abweisung der Beschwerde.  
 
E. In der Replik vom 22. November 2017 hielt die Beschwerdeführerin, nun vertreten 
durch Advokat Mehmet Sigirci, an ihrem Antrag auf Ausrichtung des gesamten Nachzahlungs-
betrages von Fr. 83'288.-- fest. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neuberechnung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Ausserdem sei ihr die unentgeltliche 
Rechtspflege zu bewilligen.  
 
F. Die IV-Stelle verwies in ihrer Duplik vom 12. Dezember 2017 auf die Stellungnahme 
der Ausgleichskasse vom 7. Dezember 2017 und stellte erneut den Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
G. Der Beigeladene liess in seiner Stellungnahme vom 26. Januar 2018 die Abweisung 
der Beschwerde beantragen und ersuchte ebenfalls um Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege.  
 
H. Mit Verfügungen vom 31. Januar 2018 und 22. Februar 2018 bewilligte das Kantonsge-
richt der Beschwerdeführerin und dem Beigeladenen die unentgeltliche Prozessführung und die 
unentgeltliche Verbeiständung mit ihren Rechtsvertretern.  
 
 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 69 des Bundesgesetzes 
über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 kann gegen Verfügungen der kantona-
len IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht ist deshalb gemäss 
§ 54 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerdeführerin ist durch die 
angefochtene Verfügung vom 10. Mai 2017 besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Inte-
resse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Erhebung der Beschwerde legi-
timiert ist (Art. 59 ATSG). Auf ihre im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
vom 6. Juni 2017 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Im versicherungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsver-
hältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen der zuständige Sozialversicherer vorgängig 
verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfü-
gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an 
einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso-
weit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1, 125 V 414 E. 1a und b, je mit Hin-
weisen).  
 
2.2 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der IV-
Stelle vom 10. Mai 2017, mit welcher die Nachzahlung der IV-Kinderrenten für die Zeit vom 
1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2016 geregelt wurde. In ihrer Eingabe vom 22. November 2017 
beantragt die Beschwerdeführerin, es sei eine amtliche Erkundigung bei der Zentralen Aus-
gleichsstelle (ZAS) über die Ausrichtung der Kinderzulagen des Beigeladenen für die Zeit vom 
1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2016 anzuordnen. Auf diesen Antrag kann nicht eingetreten 
werden. Der Anspruch auf Kinderzulagen stützt sich auf Art. 3 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes 
über die Familienzulagen (FamZG) vom 24. März 2006, für deren Beurteilung die Familienaus-
gleichskassen zuständig sind. Die IV-Stelle hat demzufolge zu Recht keine Abklärungen in Be-
zug auf einen solchen Anspruch vorgenommen und nicht darüber verfügt. Mangels Anfech-
tungsgegenstands kann deshalb auf den Antrag auf Einholung einer amtlichen Erkundigung bei 
der ZAS nicht eingetreten werden. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist somit aus-
schliesslich die Frage, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Auszahlung des gesamten 
Nachzahlungsbetrages der IV-Kinderrenten des Beigeladenen von Fr. 83'288.-- hat. 
 
3.1 Männer und Frauen, denen eine Invalidenrente zusteht, haben gemäss Art. 35 Abs. 1 
IVG für jedes Kind, das im Falle ihres Todes eine Waisenrente der Alters- und Hinterlassenen-
versicherung beanspruchen könnte, Anspruch auf eine Kinderrente. Die Kinderrente dient dem 
Unterhalt des Kindes (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Oktober 2006, 5P.346/2006, 
E. 3.3). Gemäss Art. 35 Abs. 4 IVG wird die Kinderrente wie die Rente ausbezahlt, zu der sie 
gehört. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über die zweckgemässe Verwendung (Art. 20 
ATSG) und abweichende zivilrichterliche Anordnungen. Der Bundesrat kann die Auszahlung für 

 
 
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Sonderfälle in Abweichung von Art. 20 ATSG regeln, namentlich für Kinder aus getrennter oder 
geschiedener Ehe. Die Kinderrente ist eine akzessorische Leistung zur Hauptrente. Anspruchs-
berechtigt ist deshalb die rentenberechtigte versicherte Person.  
 
3.2  Gestützt auf die Delegationsnorm von Art. 35 Abs. 4 IVG schaffte der Bundesrat mit 
der Änderung vom 14. November 2001 betreffend der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung (IVV) vom 17. Januar 1961 und der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 eine Regelung auf Verordnungsstufe, indem er in Art. 
82 IVV den Art. 71ter AHVV für die Auszahlung der Kinderrenten der Invalidenversicherung als 
sinngemäss anwendbar erklärte. Gemäss Art. 71ter Abs. 1 AHVV ist die Kinderrente, wenn die 
Eltern des Kindes nicht oder nicht mehr miteinander verheiratet sind oder getrennt leben, auf 
Antrag dem nicht rentenberechtigten Elternteil auszuzahlen, wenn diesem die elterliche Sorge 
über das Kind zusteht und es bei ihm wohnt; abweichende vormundschaftliche oder zivilrichter-
liche Anordnungen bleiben vorbehalten. Nach Art. 71ter Abs. 2 AHVV gilt dies auch für die 
Nachzahlung von Kinderrenten (Satz 1). Hat der rentenberechtigte Elternteil seine Unterhalts-
pflicht gegenüber dem Kind erfüllt, so steht ihm die Nachzahlung im Umfang der monatlich er-
brachten Leistungen zu (Satz 2).  
 
3.3  Anlass zum Erlass von Art. 71ter AHVV war der am 1. Januar 2000 in Kraft getretene 
Art. 285 Abs. 2bis des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) vom 10. Dezember 1907 (Erläu-
terungen zu den Änderungen der AHVV auf den 1. Januar 2002, AHI-Praxis 2002 S. 15). Diese 
Bestimmung wurde per 1. Januar 2017 materiell unverändert in Art. 285a Abs. 3 ZGB über-
nommen (Bundesblatt [BBl] 2014 529). Nach dieser Bestimmung hat der unterhaltspflichtige 
Elternteil nachträglich ausgerichtete Sozialversicherungsrenten oder ähnliche für den Unterhalt 
des Kindes bestimmte Leistungen, die Erwerbseinkommen ersetzen, dem Kind zu zahlen; der 
bisherige Unterhaltsbeitrag vermindert sich von Gesetzes wegen im Umfang dieser neuen Leis-
tungen. Mit dem neu eingefügten Art. 285a Abs. 3 bzw. aArt. 285 Abs. 2bis ZGB ist eine für die 
unterhaltspflichtige rentenberechtigte Person im Vergleich zur früheren Rechtslage insofern 
vorteilhaftere Regelung getroffen worden, als sich der Unterhaltsbeitrag bei Nachzahlungen von 
Kinderrenten nun von Gesetzes wegen vermindert (vgl. BGE 129 V 362 E. 5). Dies bedeutet, 
dass bei Nachzahlungen von IV-Kinderrenten an einen unterhaltspflichtigen Elternteil diese dem 
Kind vollumfänglich zustehen, unabhängig davon, ob sie höher oder tiefer sind als der bisherige 
Unterhaltsbeitrag. Im letzteren Fall hat der Unterhaltsschuldner nur noch den um die Kinderren-
te reduzierten Unterhaltsbeitrag zu leisten; im ersten Fall hat er gar keinen Unterhaltsbeitrag 
mehr zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2013, 5A_496/2013, 
E. 2.4.5). Gemäss herrschender Auffassung hat der rentenberechtigte Elternteil die Kinderrente 
selbst dann dem Kind ungeschmälert oder dem gesetzlichen Vertreter zu überweisen, wenn er 
aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit nicht zu einem Unterhaltsbeitrag verpflichtet werden 
kann (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zü-
rich/Basel/Genf 2014, Rz. 12 zu Art. 35 IVG; Urteile des Bundesgerichts vom 12. Oktober 2006, 
5P.346/2006, E. 3.3 und vom 7. Dezember 2005, 5C.173/2005,  E. 2.3 ff.).  
 
3.4  Gemäss der Wegleitung über die Renten (RWL) in der Eidgenössischen Alters-, Hinter-
lassenen- und Invalidenversicherung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV), gültig 

 
 
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ab dem 1. Januar 2003, Stand 1. Januar 2017, sind Kinderrenten grundsätzlich zusammen mit 
der Hauptrente auszuzahlen (RWL Rz. 10006). Sind die Eltern des Kindes nicht oder nicht mehr 
miteinander verheiratet oder leben sie getrennt, so sind die Kinderrenten – vorbehältlich abwei-
chender zivilrichterlicher Anordnungen – auf Verlangen dem nicht rentenberechtigten Elternteil 
auszuzahlen, wenn dieser die (auch geteilte) elterliche Sorge besitzt und das Kind bei ihm 
wohnt (RWL Rz. 10007 - 10008). Die Ausgleichskasse hat den nicht rentenberechtigten Eltern-
teil auf diese Möglichkeit hinzuweisen, wenn aus den Rentenakten hervorgeht, dass die Eltern 
getrennt leben (RWL Rz. 10010). Gestützt auf diese Bestimmungen ist Art. 71ter AHVV somit 
auch bei gemeinsamer elterlicher Sorge anwendbar (vgl. ROLAND FANKHAUSER/CHRISTINE 
KÄMPF, Ausgewählte Probleme beim Zusammenspiel von Kindesunterhalt und Sozialversiche-
rungsleistungen, in: Sozialversicherungsrecht: seine Verknüpfungen mit dem ZGB, Gabriela 
Riemer-Kafka [Hrsg.], Zürich 2016, S. 139).  
 
3.5 Aufgrund der dargelegten Rechtslage ist zusammenfassend festzustellen, dass die 
Kinderrente grundsätzlich der anspruchsberechtigten invaliden Person ausbezahlt wird, da es 
sich bei ihr um eine akzessorische Leistung zur Invalidenrente handelt (BGE 113 II 123 E. 2b; 
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 35 IVG). Indessen kann die IV-Kinderrente und die 
Nachzahlung von Kinderrenten gestützt auf Art. 71ter Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 AHVV in Verbin-
dung mit Art. 82 IVV dem nicht rentenberechtigten Elternteil ausgerichtet werden, wenn die El-
tern nicht oder nicht mehr miteinander verheiratet sind oder getrennt leben, der nicht rentenbe-
rechtigte Elternteil die (gemeinsame) elterliche Sorge über das Kind hat und das Kind nicht 
beim rentenberechtigten Elternteil wohnt. Ist der rentenberechtigte Elternteil unterhaltspflichtig, 
so sind die Unterhaltsbeiträge um die Kinderrente bzw. die Nachzahlung von Kinderrenten zu 
kürzen (Art. 71ter Abs. 2 Satz 2 AHVV).  
 
4.1 Vorliegend geht aus den Akten hervor, dass die Beschwerdeführerin und der Beigela-
dene die gemeinsame elterliche Sorge über ihre Kinder C.____ und D.____ haben. Da die Kin-
der zudem bei der Mutter wohnen, sind die Voraussetzungen für die Nachzahlung der Kinder-
rente in Höhe von Fr. 83'288.-- an die Beschwerdeführerin grundsätzlich erfüllt. Die IV-Stelle 
bzw. die Ausgleichskasse sowie der Beigeladene gehen nun davon aus, dass der Beschwerde-
führerin in Anwendung von Art. 71ter Abs. 2 Satz 2 AHVV in Verbindung mit Art. 82 IVV lediglich 
Fr. 42'581.80 auszuzahlen seien, weil der Beigeladene im hier massgebenden Zeitraum von 
Januar 2011 bis Oktober 2016 in diesem Umfang freiwillig Unterhaltszahlungen an die Kinder 
geleistet habe. Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass sie 
Anspruch auf die Auszahlung des gesamten Nachzahlungsbetrages von Fr. 83'288.-- habe.  
 
4.2 Der Anspruch des rentenberechtigten Elternteils auf einen - den geleisteten Unter-
haltsbeiträgen entsprechenden - Anteil der Nachzahlung im Sinne von Art. 71ter Abs. 2 Satz 2 
AHVV setzt voraus, dass die Unterstützungspflicht vorgängig durch ein Zivilgericht oder eine 
Vormundschaftsbehörde festgelegt wurde. Dies ergibt sich aus Art. 285 Abs. 3 ZGB bzw. aArt. 
285 Abs. 2bis ZGB. Auch die Rechtsprechung geht davon aus, dass eine Reduktion des Unter-
haltsbeitrags im Umfang der Nachzahlung von Sozialversicherungsrenten zunächst eine ge-
richtliche Festlegung des Unterhaltsbeitrags erfordert (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Okto-

 
 
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ber 2009, 9C_326/2009, E. 3.4; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. April 2016, C-
5758/2014, E. 5.4 und vom 13. September 2007, C-2798/2006, E. 3.3.2).  
 
4.3 Gemäss der rektifizierten Verfügung des damaligen Bezirksgerichts X.____ (heute: 
Zivilkreisgericht Y.____) vom 29. November 2005 wurde auf eine Unterhaltsregelung infolge 
mangelnder Leistungsfähigkeit des Beigeladenen verzichtet (vgl. Ziffer 4; vgl. auch Verfügung 
des damaligen Bezirksgerichts X.____ vom 1. Juli 2008). Andere zivilrechtliche Anordnungen 
betreffend Unterhaltspflicht gehen aus den Akten nicht hervor und werden von den Parteien 
auch nicht geltend gemacht. Damit steht fest, dass der Beigeladene weder von einem Gericht 
noch von einer Vormundschaftsbehörde zu Unterhaltsleistungen verpflichtet wurde. Da eine 
gerichtlich oder behördlich festgelegte Unterhaltspflicht jedoch Voraussetzung für die Anwen-
dung von Art. 71ter Abs. 2 Satz 2 AHVV bildet, ist es nicht zulässig, die Nachzahlung der IV-
Kinderrenten an die Beschwerdeführerin im Umfang der geltend gemachten Geldüberweisun-
gen des Beigeladenen an seine Kinder in Abzug zu bringen. Aus diesem Grund kann der An-
sicht der Ausgleichskasse nicht gefolgt werden, wonach Art. 71ter Abs. 2 Satz 2 AHVV – unab-
hängig von der gerichtlichen Festlegung einer Unterhaltspflicht – immer Anwendung finde, 
wenn der Rentenempfänger tatsächlich Unterhaltsbeiträge geleistet habe. Für ein solches Vor-
gehen fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage. Daran ändert auch die von der Ausgleichskas-
se in ihrer Vernehmlassung vom 6. Juni 2017 angeführte Rechtsprechung nichts, handelt es 
sich doch um Fälle, in welchen eine Unterhaltspflicht gerichtlich festgelegt wurde.  
 
4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Art. 71ter Abs. 2 Satz 2 AHVV keine Anwen-
dung findet. Da sämtliche Voraussetzungen gemäss Art. 71ter Abs. 1 AHVV für die Drittauszah-
lung an die Beschwerdeführerin erfüllt sind, hat sie Anspruch auf Nachzahlung der gesamten 
IV-Kinderrenten in Höhe von Fr. 83'288.--. Die Beschwerde ist demgemäss gutzuheissen.  
 
5.1 Es verbleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Rechtsprechungsgemäss 
sind jedoch Streitigkeiten über den Auszahlungsmodus nicht unter dem Titel Bewilligung oder 
Verweigerung von Versicherungsleistungen zu subsumieren (BGE 129 V 362 E. 2). Für das 
vorliegende Verfahren sind deshalb keine Kosten zu erheben.  
 
5.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Versicherten 
machte in seiner Kostennote vom 3. April 2018 einen Aufwand von 6 Stunden und 25 Minuten 
mit einem Stundenansatz von Fr. 200.-- geltend, welcher sich in Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann 
die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 44.60. Der Beschwerdefüh-
rerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'432.75 (inkl. Auslagen und 8 % 
bzw. 7.7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 

 
 
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5.3.1 Der Beigeladene ist mit seinen Rechtsbegehren nicht durchgedrungen, weshalb er 
keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat. Da ihm aber mit Verfügung vom 31. Januar 2018 
die unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt wurde, ist dieser für sei-
ne Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung 
für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltli-
cher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter des Beigeladenen wies in sei-
ner Honorarnote vom 31. März 2018 für das vorliegende Verfahren einen angemessenen Zeit-
aufwand von 7 Stunden und 15 Minuten sowie Auslagen von Fr. 56.60 aus. Dem Rechtsvertre-
ter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'624.10 (7,25 Stunden à Fr. 200.-- und Ausla-
gen von Fr. 56.60 zuzüglich 8 % bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurich-
ten. 
 
5.3.2 Der Beigeladene wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisati-
on der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der 
die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie da-
zu in der Lage ist.  
 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Soweit darauf eingetreten werden kann, wird die Beschwerde gutge-
heissen und die Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 10. Mai 
2017 wird insoweit aufgehoben, als die Auszahlung der Kinderrenten 
für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31. Oktober 2016 an den Beigela-
denen verfügt wurde. Die IV-Stelle Basel-Landschaft wird angewiesen, 
die Kinderrenten für den Beigeladenen mit Wirkung ab 1. Januar 2011 
der Beschwerdeführerin auszuzahlen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 1'432.75 (inkl. Auslagen und 8 % 
bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird Rechts-
anwalt Eduard Schoch für das kantonale Beschwerdeverfahren ein 
Honorar in der Höhe von Fr. 1'624.10 (inkl. Auslagen und 8 % bzw. 
7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 
Gegen diesen Entscheid wurde vom Beigeladenen am 19. November 2018 Beschwerde beim 
Bundesgericht (Verfahren-Nr. 8C_796/2018) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
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