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**Case Identifier:** 4d582f07-e3c0-5d04-b49d-857603c47659
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 17.05.2021 460 20 134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-20-134_2021-05-17.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

17. Mai 2021 (460 20 134) 

____________________________________________________________________ 

 

Strafrecht 

 

Gewerbsmässiger Betrug etc. 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.),                   

Richter Daniel Häring; Gerichtsschreiberin Manuela Illgen 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,                                         

Allgemeine Hauptabteilung,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Anklagebehörde 

 

Privatklägerschaft  

 

 gegen 

 

 A.____,  

vertreten durch Rechtsanwalt Yetkin Geçer,                                  

Eisfeldstrasse 2a, 6005 Luzern,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

B.____,  

vertreten durch Advokat Silvan Ulrich,                                              

Postgasse 3, Postfach 619, 4147 Aesch,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

Gegenstand Gewerbsmässiger Betrug etc. 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft         

vom 23. Januar 2020 

 

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A. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) vom 23. Januar 

2020 wurde unter anderem A.____ des gewerbsmässigen Betrugs, des gewerbsmässigen betrü-

gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage sowie gemäss Ziffer I.7 f. der Anklage-

schrift der Urkundenfälschung schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe 

von 23 Monaten, bei einer Probezeit von 3 Jahren, verurteilt (Dispositiv-Ziffer II.1). Demgegen-

über wurde der Beurteilte in den übrigen Fällen der Anklageschrift vom Vorwurf der Urkundenfäl-

schung sowie vom Vorwurf des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne Haftpflichtver-

sicherung freigesprochen (Dispositiv-Ziffer II.2). Zudem wurde A.____ in Anwendung von Art. 426 

Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO; SR 312) zur Tra-

gung der Verfahrenskosten verpflichtet, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von 

Fr. 15'591.15 und der Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- (Dispositiv-Ziffer II.3). Die Kosten des amt-

lichen Verteidigers, Rechtsanwalt Yetkin Geçer, in der Höhe von Fr. 14'772.60 (inklusive Nach-

besprechung, Auslagen und Mehrwertsteuer) wurden aus der Gerichtskasse entrichtet, unter Vor-

behalt der Rückzahlungsverpflichtung des Beurteilten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO, wobei diese 

auch die bereits durch die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung 

(nachfolgend: Staatsanwaltschaft), geleisteten Zahlungen an Rechtsanwalt Dr. Jascha Schnei-

der-Marfels im Betrag von Fr. 4'923.60 und an Rechtsanwalt Alexander Sami in Höhe von 

Fr. 15'733.40 betrifft (Dispositiv-Ziffer III.4). 

 

Mit gleichem Urteil wurde B.____ des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Ziffer I.6 der Anklage-

schrift, der Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug sowie der Gehilfenschaft zum gewerbs-

mässigen betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage schuldig erklärt und zu ei-

ner bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 14 Monaten, bei einer Probezeit von 2 Jahren, ver-

urteilt (Dispositiv-Ziffer III.1). Hingegen wurde der Beurteilte vom Vorwurf der mehrfachen Urkun-

denfälschung, des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne Haftpflichtversicherung so-

wie in Ziffer I Fall 106 der Anklageschrift vom Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs bzw. des 

gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage freigesprochen 

(Dispositiv-Ziffer III.2). Zudem wurde B.____ in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO zur Tragung 

der Verfahrenskosten verpflichtet, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von 

Fr. 15'428.65 und der Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- (Dispositiv-Ziffer III.3). Die Kosten des amt-

lichen Verteidigers, Advokat Silvan Ulrich, in der Höhe von Fr. 5'980.10 (inklusive Nachbespre-

chung, Auslagen und Mehrwertsteuer) wurden aus der Gerichtskasse entrichtet, unter Vorbehalt 

der Rückzahlungsverpflichtung des Beurteilten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO (Dispositiv-Ziffer 

III.4).  

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Schliesslich entschieden die Vorderrichter über die beschlagnahmten Gegenstände, indem sie 

eine Einziehung derselben bzw. deren Verbleib als Aktenbestandteil bei den Akten anordneten 

(Dispositiv-Ziffer IV), und sie beurteilten die zahlreichen Zivilforderungen, indem sie entweder 

nicht auf diese eintraten (Dispositiv-Ziffer V.1), sie auf den Zivilweg verwiesen (Dispositiv-Ziffer 

V.2) oder aber A.____ und B.____ in solidarischer Verbindung mit dem Mitbeurteilten C.____ zur 

Zahlung derselben verurteilten (Dispositiv-Ziffer V.3). 

 

Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgend aufgeführten Anträge der Parteien wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

 

B. Gegen dieses Urteil haben der Beschuldigte A.____ mit Eingabe vom 23. Januar 2020 

und der Beschuldigte B.____ mit Eingabe vom 30. Januar 2020 die Berufung angemeldet. Der 

Aktennotiz des Strafgerichts vom 9. März 2020 ist zu entnehmen, dass gemäss einer telefoni-

schen Nachfrage bei Advokat Silvan Ulrich die Berufung von B.____ in seiner Eigenschaft als 

Beschuldigter und nicht so wie angegeben als Privatkläger erhoben worden ist. Mit Eingaben vom 

25. Juni 2020 (Beschuldigter A.____) und vom 24. Juni 2020 (Beschuldigter B.____) haben die 

Beschuldigten zuhanden des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfol-

gend: Kantonsgericht), die Berufungserklärung übermittelt. 

 

C. In seiner Berufungserklärung vom 25. Juni 2020 beantragte der Beschuldigte A.____, 

(1.) er sei in Aufhebung von Dispositiv-Ziffer II.1 des Urteils des Strafgerichts vom 23. Januar 

2020 von Schuld und Strafe freizusprechen, (2.) in Aufhebung von Dispositiv-Ziffer II.3 des vor-

instanzlichen Erkenntnisses seien die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorver-

fahrens von Fr. 15'591.15 und der Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.--, auf die Staatskasse zu neh-

men, (3.) in Aufhebung von Dispositiv-Ziffer II.4 des Urteils der Vorderrichter seien die Kosten der 

amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse zu nehmen, (4.) in Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 

V.3.1 bis 3.41 des strafgerichtlichen Entscheids seien die Zivilforderungen abzuweisen resp. auf 

den Zivilweg zu verweisen, (5.) alles unter Prozesskosten, also die zweitinstanzlichen Gerichts-

kosten und die Parteientschädigung (zuzüglich Mehrwertsteuer) seien zu Lasten der Staatskasse 

zu nehmen. Hinsichtlich des Antrags 3 ist anzumerken, dass hierbei gemeint ist, es sei in Aufhe-

bung von Dispositiv-Ziffer II.4 Absatz 2 von der Rückzahlungsverpflichtung des Beurteilten ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO abzusehen (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 2).  

 

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D. Der Beschuldigte B.____ begehrte in seiner Berufungserklärung vom 24. Juni 2020, in 

vollumfänglicher Anfechtung des vorinstanzlichen Urteils sei (1.) er kostenfrei freizusprechen so-

wie (2.) die Verurteilung hinsichtlich der Zivilforderungen aufzuheben. 

 

E. In ihrer Eingabe vom 7. August 2020 teilte die Staatsanwaltschaft gegenüber dem Kan-

tonsgericht mit, dass sie weder Antrag auf Nichteintreten auf die Berufungserklärungen der bei-

den Beschuldigten stelle noch Anschlussberufung erhebe. Sodann begehrte die Staatsanwalt-

schaft in ihrer Berufungsantwort vom 30. November 2020, die Berufungen der beiden Beschul-

digten seien vollumfänglich abzuweisen, und es seien die Dispositiv-Ziffern II.1-4 sowie III.1-4 

des erstinstanzlichen Urteils zu bestätigen.  

 

F. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 21. August 2020 wurde 

festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft und die Privatklägerschaft weder Berufung noch An-

schlussberufung erhoben haben. Mit gleicher Verfügung wurde festgestellt, dass das Urteil des 

Strafgerichts vom 23. Januar 2020 betreffend den Mitbeschuldigten C.____ (dieser wurde des 

gewerbsmässigen Betrugs, des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenver-

arbeitungsanlage sowie gemäss Ziffer I.7 f. der Anklageschrift der Urkundenfälschung schuldig 

erklärt und zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 24 Monaten, davon 6 Monate 

unbedingt, bei einer Probezeit von 4 Jahren für den bedingten Teil der Strafe, als Zusatzstrafe 

zum Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 25. September 2013, verurteilt und in den übrigen 

Fällen der Anklageschrift vom Vorwurf der Urkundenfälschung freigesprochen) mit Urteilstag in 

Rechtskraft erwachsen ist (Art. 437 Abs. 1 lit. a und Art. 437 Abs. 2 StPO). Gestützt darauf wurde 

der Beschuldigte C.____ aus dem Rubrum des kantonsgerichtlichen Verfahrens entfernt. Mit wei-

terer Verfügung des Kantonsgerichts vom 2. Dezember 2020 wurde der Schriftenwechsel ge-

schlossen und die Staatsanwaltschaft sowie die beiden Beschuldigten A.____ und B.____ wur-

den zur kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung geladen. Schliesslich wurde mit Verfügung des 

Kantonsgerichts vom 11. Mai 2021 der Beschuldigte A.____ in Gutheissung seines Gesuchs vom 

10. Mai 2021 von der Pflicht zum persönlichen Erscheinen an der kantonsgerichtlichen Hauptver-

handlung aus gesundheitlichen Gründen dispensiert. 

 

G. Anlässlich der am 17. Mai 2021 stattfindenden Hauptverhandlung vor dem Kantonsge-

richt erscheinen als Vertreterin der Staatsanwaltschaft Staatsanwältin Dr. Erika Kremniczky, der 

Verteidiger des Beschuldigten A.____, Rechtsanwalt Yetkin Geçer, sowie der Beschuldigte 

B.____ mit seinem Verteidiger, Advokat Silvan Ulrich. Die Parteien wiederholen ihre bisher in 

Schriftform gestellten Anträge, wobei beide Verteidiger neu für die Beschuldigten die amtliche 

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Verteidigung auch für das Berufungsverfahren beantragen (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantons-

gericht, S. 18 f.). Der Beschuldigte B.____ wird sowohl zur Person als auch zur Sache eingehend 

befragt (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 8-18), währenddem der von der Haupt-

verhandlung dispensierte Beschuldigte A.____ via seinen Verteidiger eine schriftliche Stellung-

nahme zur Sache einreichen lässt (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 7). 

 

 

Erwägungen 

I. Formelles 

Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, 

mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Gestützt auf Art. 398 

Abs. 3 StPO können mit der Berufung gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Über-

schreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), 

die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie Unangemessenheit 

(lit. c), wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend über-

prüfen kann (Art. 398 Abs. 2 StPO). Vorliegend machen die Beschuldigten sowohl falsche Tatsa-

chenfeststellungen als auch Rechtsverletzungen und damit zulässige Rügegründe geltend. Die 

Legitimation der Beschuldigten zur Erhebung der Berufung ergibt sich aus Art. 382 Abs. 1 StPO. 

Nach Art. 399 Abs. 1 und 3 StPO ist die Berufung zunächst dem erstinstanzlichen Gericht innert 

10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzumelden und danach dem Be-

rufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Be-

rufungserklärung einzureichen.  

 

Aus den Akten ergibt sich, dass das Urteilsdispositiv des Strafgerichts den beiden Beschuldigten 

und Berufungsklägern A.____ und B.____ am 27. Januar 2020 schriftlich zugestellt worden ist 

(vgl. act. S 897, 899). Mit ihren Berufungsanmeldungen vom 23. Januar 2020 (A.____, 

act. S 1461) und 30. Januar 2020 (B.____, act. S 1453) haben diese Parteien die zehntägige 

Frist gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO eingehalten. Auch die Fristen zur Berufungserklärung gemäss 

Art. 399 Abs. 3 StPO wurden vorliegend gewahrt: Das begründete Urteil des Strafgerichts wurde 

den Berufungsklägern am 24. Juni 2020 zugestellt (vgl. act. S 1373, 1375), und mit Datum vom 

24. Januar 2020 (B.____) und 25. Januar 2020 (A.____) haben diese Parteien die Berufungser-

klärung beim Kantonsgericht eingereicht. Was die Form betrifft, so erfüllen alle Eingaben der 

Parteien die Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO. Schliesslich ergibt sich die Zuständigkeit 

der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurtei-

lung der vorliegenden Rechtsmittel aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 15 Abs. 1 lit. a des 

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kantonalen Einführungsgesetzes vom 12. März 2009 zur Schweizerischen Strafprozessordnung 

(EG StPO; SGS 250). Es ist demnach auf die Berufungen der Beschuldigten A.____ und B.____ 

einzutreten. 

 

 

II. Gegenstand der Berufungen  

Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil nur in 

den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). Aufgrund des Gegenstandes der 

Berufungserklärungen des Beschuldigten A.____ vom 25. Juni 2020 und des Beschuldigten 

B.____ vom 24. Juni 2020 steht vorliegend grundsätzlich das gesamte Urteil des Strafgerichts 

vom 23. Januar 2020 im Streit. Nicht angefochten sind demgegenüber betreffend den Beschul-

digten A.____ die nachstehenden Punkte: Freispruch in den übrigen Fällen der Anklageschrift 

vom Vorwurf der Urkundenfälschung sowie vom Vorwurf des mehrfachen Führens eines Motor-

fahrzeugs ohne Haftpflichtversicherung gemäss Dispositiv-Ziffer II.2; Festlegung der Entschädi-

gung an den amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt Yetkin Geçer, gemäss Dispositiv-Ziffer II.4 Ab-

satz 1 (hingegen ist die Rückzahlungsverpflichtung des Beurteilten gestützt auf Art. 135 Abs. 4 

StPO gemäss Dispositiv-Ziffer II.4 Absatz 2 wiederum angefochten); Entscheidungen über die 

beschlagnahmten Gegenstände gemäss Dispositiv-Ziffer IV; Nichteintreten auf zwei Zivilforde-

rungen gemäss Dispositiv-Ziffer V.1 sowie die Verweisung von acht Zivilforderungen auf den Zi-

vilweg gemäss Dispositiv-Ziffer V.2. Betreffend den Beschuldigten B.____ sind die folgenden 

Punkte des vorinstanzlichen Urteils nicht mehr bestritten: Freispruch vom Vorwurf der mehrfa-

chen Urkundenfälschung, des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne Haftpflichtversi-

cherung sowie in Ziffer I Fall 106 der Anklage vom Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs bzw. 

des gewerbsmässigen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss 

Dispositiv-Ziffer III.2; Festlegung der Entschädigung an den amtlichen Verteidiger, Advokat Silvan 

Ulrich, gemäss Dispositiv-Ziffer III.4 Absatz 1 (hingegen ist die Rückzahlungsverpflichtung des 

Beurteilten gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO gemäss Dispositiv-Ziffer III. 4 Absatz 2 wiederum 

angefochten); Entscheidungen über die beschlagnahmten Gegenstände gemäss Dispositiv-Ziffer 

IV; Nichteintreten auf zwei Zivilforderungen gemäss Dispositiv-Ziffer V.1 sowie die Verweisung 

von acht Zivilforderungen auf den Zivilweg gemäss Dispositiv-Ziffer V.2. 

 

Laut Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nachteil der be-

schuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen worden ist 

(sog. Verbot der "reformatio in peius"). Diese Konstellation liegt in casu zufolge der eingelegten 

Berufungen der Beschuldigten vor. Entsprechend kann das Kantonsgericht das strafgerichtliche 

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Urteil im vorliegenden Fall punkto Schuldsprüche und Sanktion lediglich bestätigen oder zu Guns-

ten der Beschuldigten mildern, nicht aber zu deren Lasten verschärfen. 

 

Mit Blick auf die Prozessökonomie erlaubt Art. 82 Abs. 4 StPO den Rechtsmittelinstanzen, für die 

tatsächliche und rechtliche Würdigung des in Frage stehenden Sachverhalts auf die Begründung 

der Vorinstanz zu verweisen, wenn sie dieser beipflichten. Hingegen ist auf neue tatsächliche Vor-

bringen und rechtliche Argumente einzugehen, die erst im Rechtsmittelverfahren vorgetragen wer-

den (vgl. DANIELA BRÜSCHWEILER/RETO NADIG/REBECCA SCHNEEBELI, Zürcher Kommentar StPO, 

3. Aufl., Art. 82 N 10). Vorliegend wird daher in Anwendung der obgenannten Bestimmung bezüg-

lich Sachverhaltsfeststellung und rechtliche Würdigung in den unangefochten gebliebenen Punk-

ten bereits an dieser Stelle auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen und nur auf neu im Berufungs-

verfahren vorgebrachte Argumente eingegangen. 

 

 

III. Die angefochtenen Punkte im Einzelnen 

1. Gewerbsmässiger Betrug, ev. gewerbsmässiger betrügerischer Missbrauch einer 

Datenverarbeitungsanlage, begangen durch A.____, B.____ und den Mitbeschul-

digten C.____, sowie Urkundenfälschung, begangen durch A.____ und den Mitbe-

schuldigten C.____ (Anklageziffer I) 

1.1 Vorbemerkung 

Den Beschuldigten wird in Ziffer I der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vom 19. Oktober 

2018 (nachfolgend: Anklageschrift) samt deren Ergänzung vom 26. August 2020 zusammenfas-

send vorgeworfen, sie hätten zusammen mit dem Mitbeschuldigten C.____ in der Absicht, sich 

oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrü-

ckung von Tatsachen arglistig irregeführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den 

Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermö-

gen geschädigt habe, wobei sie gewerbsmässig gehandelt hätten, indem sie zusammen aufgrund 

gemeinsamer Planung und durch gleichmassgebliches, arbeitsteiliges Zusammenwirken bei der 

Tatausführung gehandelt hätten, wobei jeder mit den Tathandlungen der anderen ausdrücklich 

oder konkludent einverstanden gewesen sei, und dabei zusammenfassend Folgendes getan: Im 

Namen der D.____AG hätten sie zahlreiche Waren und Dienstleistungen erworben bzw. in An-

spruch genommen, ohne diese zu bezahlen (vgl. S. 2 der Anklageschrift). Zudem wird dem Be-

schuldigten A.____ in Ziffer I.7 f. der Anklageschrift im Zusammenhang mit einer Wohnungsmiete 

in E.____ vorgeworfen, er habe zusammen mit dem Mitbeschuldigten C.____ in der Absicht, je-

manden am Vermögen zu schädigen oder sich einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, 

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eine Urkunde gefälscht. Im Detail beinhaltet die Anklageschrift die Punkte "Vorgeschichte" (An-

klageschrift Ziffer I.1 f.), "Warenbestellungen etc. gemäss beigelegter Tabelle" (Anklageschrift 

Ziffer I.3), "Büromiete" (Anklageschrift Ziffer I.4), "Kontoeröffnung" (Anklageschrift Ziffer I.5), "Lea-

singverträge" (Anklageschrift Ziffer I.6), "Wohnungsmiete" (Anklageschrift Ziffer I.7 f.), "Internet-

Abo" (Anklageschrift Ziffer I.9 f.) sowie "Gewerbsmässigkeit" (Anklageschrift Ziffer I.11).  

 

In Anlehnung an die Vorgehensweise der Vorinstanz (vgl. S. 7 des angefochtenen Urteils) werden 

auch im vorliegenden Urteil – teilweise in Abweichung zur Reihenfolge in der Anklageschrift – die 

einzelnen Anklageziffern gemäss Anklageschrift Ziffer I überwiegend in zeitlicher Reihenfolge be-

handelt, damit die entsprechenden, allfälligen strafrechtlichen Verantwortlichkeiten der Beschul-

digten rund um die D.____AG, soweit diese Gegenstand der Berufungen bilden, geprüft werden 

können. Trotz Rechtskraft des C.____ betreffenden Urteils der Vorinstanz vom 23. Januar 2020 

ist dessen Beteiligung ebenso zu beleuchten, da seitens der Staatsanwaltschaft eine mittäter-

schaftliche Beteiligung zusammen mit A.____ und B.____ angeklagt worden ist, und diese Be-

schuldigten eine solche im Rahmen ihrer Berufungen bestreiten. 

 

1.2 Kauf der D.____AG (betrifft A.____) 

1.2.1 Gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft (Anklageschrift Ziffer I.1 f.) hatten die Be-

schuldigten C.____ und A.____ im Jahr 2012 finanzielle Schwierigkeiten. Um ihre ökonomische 

Lage zu verbessern, hätten sie sich ausdrücklich oder konkludent entschlossen, wobei jeder mit 

den einzelnen Tathandlungen des anderen einverstanden gewesen sei, soweit diese zum Tatplan 

gehörten, durch Kauf und Weiterverkauf von Waren, Bezug von Dienstleistungen etc. über eine 

Mantelgesellschaft mit einem unauffälligen Betreibungsausweis Geld zu verdienen. Dabei seien 

sie sich einig gewesen, dass sie die Waren und Dienstleistungen, die sie beziehen, nicht bezahl-

ten und gegenüber Drittpersonen mit einem Aliasnamen auftreten würden. So seien C.____ mit 

den Namen F.____ und G.____ sowie A.____ mit einem unbekannt gebliebenen Aliasnamen 

jeweils in Erscheinung getreten. Gemäss ihrem Plan hätten sie im September 2012 den Firmen-

mantel der D.____AG von H.____ in I.____ zu einem Preis von Fr. 15'000.-- gekauft (vgl. Ankla-

geschrift Ziffer I.1) sowie am 3. September 2012 anlässlich der ausserordentlichen Generalver-

sammlung im Büro von J.____, Notarin in K.____, den Sitz der D.____AG nach I.____ verlegt 

und dabei L.____ als Verwaltungsratspräsident eingesetzt (Anklageschrift Ziffer I.2). 

 

1.2.2 Das Strafgericht erachtete nach einer Würdigung der vorliegenden Beweise, insbeson-

dere der Informationen aus dem Handelsregister betreffend die D.____AG, sowie der Aussagen 

von C.____, A.____, B.____, L.____ und H.____, den angeklagten Sachverhalt als erstellt (vgl. 

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S. 7-10 des angefochtenen Urteils), wobei es einschränkend festhielt, dass A.____ die Verwen-

dung eines fremden Namens nicht vorgeworfen werden könne (vgl. S. 52 des angefochtenen 

Urteils).  

 

1.2.3 Der Beschuldigte A.____ lässt in seiner Berufungsbegründung vom 26. Oktober 2020 

geltend machen, die Aussagen des Zeugen H.____ seien nicht glaubhaft. Zudem überinterpre-

tiere die Vorinstanz die Aussagen von B.____, H.____ und L.____ betreffend die Tatbeteiligung 

von A.____. Schliesslich kehre die Vorinstanz das Aussageverweigerungsrecht des Beschuldig-

ten zu seinen Lasten um (vgl. S. 3 f. der Berufungsbegründung). Im Rahmen seines Parteivortra-

ges vor Kantonsgericht bemängelt der Verteidiger, dass die Staatsanwaltschaft nicht die nötigen 

Beweise liefere, und auch das Strafgericht dem Beschuldigten zu Unrecht einen gemeinsamen 

Tatplan vorwerfe (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 18, 23). 

 

1.2.4 Laut Staatsanwaltschaft gemäss ihrem Parteivortrag vor Kantonsgericht war A.____ 

sehr wohl von Anfang an am "Konstrukt" der D.____AG beteiligt gewesen; er sei denn auch als 

der Käufer der D.____AG bezeichnet worden (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, 

S. 21). 

 

1.2.5.1 In diesem Anklagepunkt kann hinsichtlich der vorliegenden Beweise und Indizien zu-

nächst in allgemeiner Weise auf den detaillierten und ausführlichen polizeilichen Ermittlungsbe-

richt vom 27. März 2015 (act. 2145-2285) sowie im Übrigen auf die im vorinstanzlichen Urteil 

dargestellte Beweislage (vgl. S. 7-9 des angefochtenen Urteils) verwiesen werden. Wesentlich 

sind somit neben der unbestrittenen Erkenntnis, dass eine Vielzahl von Bestellungen meist auf 

den Namen der D.____AG getätigt worden sind (vgl. dazu nachfolgend Erw. 1.7), der Handels-

registerauszug betreffend Sitz und Verwaltungsrat der D.____AG (act. 2031 f. und 2307) sowie 

die Aussagen der Beschuldigten C.____, A.____ und B.____ einerseits sowie der Drittpersonen 

L.____ und H.____ andererseits.  

 

Hierbei ist im Einklang mit der Vorinstanz festzustellen, dass der Beschuldigte A.____ in erster 

Linie durch die Depositionen vom im September 2012 als einziger Verwaltungsrat der D.____AG 

eingesetzten L.____, welcher sowohl am 24. Juli 2014 (act. 3863 ff.) als auch am 16. Dezember 

2014 (act. 3909 ff.) als Auskunftsperson einvernommen worden ist, belastet wird. Ergänzend ist 

auf die Aussage von L.____ hinzuweisen, wonach der Begleiter von C.____ Anfang 30 und ver-

mutlich Südländer gewesen sei (act. 3869 f.). Zudem erkannte L.____ A.____ auf einem vorge-

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legten Fotobogen "mit Sicherheit" als jene Person, die C.____ bei den Gesprächen mit ihm be-

gleitet habe, obwohl sie noch weniger Bart im Gesicht gehabt und die Haare kürzer getragen 

habe (act. 3873 ff.).  

 

Hierzu passen hinsichtlich der Identifikation von A.____ "zu hundert Prozent" und C.____ als 

typähnlich sowie der Fahrdienste durch A.____ die Depositionen des Treuhänders H.____ als 

Auskunftsperson. Dieser gab dazu unter anderem an, der Begleiter von C.____ sei ungefähr 

30 Jahre alt gewesen, eher ein wenig untersetzt, habe schwarze Haare und teilweise einen Drei-

tagebart getragen. Diesem habe er manchmal die Post auch im M.____-Restaurant in N.____ 

übergeben (act. 3945, 3951 ff.). Dabei bestritt H.____, sich betreffend die zu machenden Aussa-

gen mit L.____ abgesprochen zu haben (act. 3961). 

 

Demgegenüber hat A.____ sowohl im Vorverfahren wie auch vor Strafgericht eine Beteiligung 

am Kauf der D.____AG abgestritten oder aber die Aussage verweigert. Er gab aber immerhin die 

Fahrdienste für L.____ zu (act. 3645, S 683). In seiner schriftlichen Stellungnahme zuhanden des 

Kantonsgerichts hingegen bestreitet der Beschuldigte A.____ nicht nur, etwas mit dem Kauf der 

D.____AG zu tun haben. Auch den belastenden Aussagen von L.____ betreffend die Identifika-

tion des Beschuldigten, den Gang zum Notar und die Fahrdienste sei nicht zu folgen (vgl. S. 1-3 

der schriftlichen Stellungnahme). Ebenso wenig sei auf die Depositionen von H.____ abzustellen, 

welcher sich wohl mit L.____ abgesprochen haben müsse. So treffe es nicht zu, dass der Be-

schuldigte Pakete abgeholt habe, und es habe nie ein Treffen beim M.____ in N.____ stattgefun-

den. Des Weiteren habe A.____ nie einen Aliasnamen benutzt. Die Staatsanwaltschaft habe die 

Rolle von H.____, welcher mutmasslich Eigentümer der D.____AG geblieben sei, die entspre-

chenden Unterlagen unterschlagen habe und schlussendlich untergetaucht sei, massiv unter-

schätzt (vgl. S. 3-5 der Stellungnahme).  

 

Besonders uneinheitlich bzw. widersprüchlich sind die Aussagen des Mitbeschuldigten C.____ 

ausgefallen, wie der Darstellung auf S. 9 des angefochtenen Urteils zu entnehmen ist. So gab er 

unter anderem an, er könne aus Angst vor Repressalien die hinter der D.____AG stehenden 

Personen nicht nennen (act. 3245 f.). Immerhin bestätigte C.____ in der Voruntersuchung 

ebenso, dass ihn A.____ bei der Fahrt zu H.____ begleitet habe (act. 3351). Zudem gab C.____ 

an genannter Stelle, nicht mehr aber später im Verfahren an, offensichtlich habe A.____ die Firma 

(d.h. die D.____AG) gekauft.  

 

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1.2.5.2 Bei der Würdigung der vorliegenden Beweise ist den vorinstanzlichen Erwägungen auf 

S. 9 f. des angefochtenen Urteils vollumfänglich zu folgen. Auch wenn auf den ersten Blick neben 

diversen Aussagen der beteiligten Personen nur wenige objektive Beweise vorliegen, ergeben 

diese doch in einer Gesamtbetrachtung ein klares Bild. Es ist mithin festzustellen, dass die Aus-

sagen von A.____ betreffend den Kauf der D.____AG im Widerspruch zu denjenigen von L.____ 

und H.____ sowie teilweise selbst von C.____ stehen. Die Aussagen des Letztgenannten fielen, 

wie bereits erwähnt, in den mehreren Einvernahmen immer wieder anders aus und stimmen 

grösstenteils nicht mit den Depositionen von H.____ und L.____ sowie B.____, welcher zum an-

geklagten Tatzeitpunkt nachgewiesenermassen noch keine Rolle spielte, überein. Eine Überein-

stimmung findet sich jedoch betreffend die Beteiligung von A.____ am Kauf der D.____AG. We-

sentlich ist, dass L.____ und H.____ unabhängig voneinander A.____ als diejenige Person iden-

tifiziert haben, welche zusammen mit C.____ zum Notariatstermin erschienen ist und zudem 

Fahrdienste für L.____ und H.____ leistete; Letzteres wird selbst vom Beschuldigten A.____ 

mehrheitlich eingestanden. Auch wenn A.____ auf die Unzuverlässigkeit der entsprechenden 

Aussagen hinweist, ist nicht erkennbar, inwiefern L.____ und H.____ den Beschuldigten A.____ 

zu Unrecht belasten sollten; ebenso wenig bestehen Anzeichen für eine vorgängige Absprache 

zwischen diesen beiden Auskunftspersonen. Hinzuweisen ist in diesem Kontext vielmehr auf die 

Verbindung zwischen L.____ und dem Bruder von A.____ über die O.____ GmbH (vgl. S. 10 des 

begründeten Urteils). Auch der in diesem Zusammenhang seitens des Verteidigers von A.____ 

vor Strafgericht vorgebrachte Einwand, der Beschuldigte A.____ als einziger mit langen Haaren 

auf der Fotoauswahlkonfrontation sei L.____ geradezu "auf dem Silber-Tablet" serviert worden 

(vgl. Plädoyer Advokat Yetkin Geçer vor Strafgericht, act. S 837), ist nicht zu hören, zumal mit 

Blick auf den fraglichen Fotobogen mit sieben weiteren Vergleichspersonen festzustellen ist, dass 

A.____ nur unwesentlich längere Haare als die Vergleichspersonen, welche zudem teilweise typ-

ähnlich (südländisch) sind, trägt, so dass es sich insgesamt um eine faire Fotoauswahl handelt 

(vgl. act. 3905). Aus denselben Gründen ist ebenso auf die Aussage von H.____ abzustellen, 

wonach es A.____ war, welcher während sechs Monaten regelmässig die Post der D.____AG in 

I.____ - und teilweise wohl auch in N.____ - abgeholt hat. Somit können nach übereinstimmenden 

Aussagen neben C.____ und A.____ keine weiteren Personen im relevanten Zeitraum mit der 

D.____AG in Verbindung gebracht werden. Insbesondere liegen für die seitens von C.____ er-

wähnten "Hintermänner" nicht einmal ansatzweise Hinweise vor, zumal keine weitere der einver-

nommenen Personen, nicht einmal der Beschuldigte A.____ selbst, solche erwähnt hat. Somit ist 

im Einklang mit der Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht als erstellt zu erachten, dass A.____ zu-

sammen mit C.____ beim Kauf der D.____AG eine zentrale und substantielle Rolle spielte. Mithin 

gilt der angeklagte Sachverhalt insofern, als A.____ gemeinsam mit C.____ den Firmenmantel 

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der D.____AG von H.____ im September 2012 zu einem Preis von Fr. 15‘000.-- gekauft hat, als 

nachgewiesen. Ebenso ist mit Blick auf die entsprechenden Auszüge aus dem Handelsregister 

betreffend Sitzverlegung und Wechsel des Verwaltungsrats der D.____AG (act. 2031 f. und 2307) 

objektiviert, dass am 3. September 2012 anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung 

im Büro der Notarin J.____ in K.____ AG der Sitz der D.____AG nach I.____ verlegt sowie L.____ 

als einziger Verwaltungsrat eingetragen worden ist. Abweichend zum angeklagten Sachverhalt 

ist einzig festzuhalten, dass mangels genügender Anhaltspunkte in den Akten A.____ die Ver-

wendung eines fremden Namens nicht rechtsgenüglich nachgewiesen werden kann. Darüber 

hinaus gehende Vorwürfe gemäss Anklage sowie die Frage nach der strafrechtlichen Relevanz 

werden sodann in den Erw. 1.4-1.7 zu prüfen sein. 

 

1.3 Miete einer 3.5-Zimmer-Maisonettewohnung an der P.____strasse 35 in E.____ BL 

sowie Internet-Abonnement bei der Q.____ AG (betrifft A.____) 

1.3.1 Gemäss Anklageschrift (Anklageziffern I.7 und I.8) hätten die Beschuldigten C.____ und 

A.____ im Herbst 2012 eine Wohnung gesucht, welche C.____, eventuell zusammen mit A.____, 

habe mieten wollen. Da die Beiden Betreibungen und kein Einkommen gehabt und gewusst hät-

ten, dass sie mit ihrem finanziellen Hintergrund mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Zusage für 

eine Wohnung erhalten würden und ausserdem nicht zahlungswillig gewesen seien, hätten sie 

beschlossen, eine Wohnung im Namen ihres Bekannten, G.____, R.____, zu mieten. Danach 

habe C.____ als "G.____" S.____ im Oktober oder anfangs November 2012 telefonisch kontak-

tiert, der eine 3.5-Zimmer-Wohnung an der P.____strasse 35 in E.____ BL über das Internet 

inseriert gehabt habe. Sie hätten einen Termin zur Wohnungsbesichtigung vereinbart, zu wel-

chem C.____, alias G.____, und A.____ zusammen erschienen seien. Nach der Besichtigung 

hätten sich C.____ und A.____ zur Wohnungsmiete entschlossen. Sie hätten dem Vermieter 

S.____ mit dem nicht auf sie lautenden leeren Betreibungsregisterauszug sowie dem persönli-

chen Auftreten und der Zahlung einer Kaution in der Höhe von Fr. 3'900.-- ihren Zahlungswillen 

sowie ihre Zahlungsfähigkeit vorgespiegelt. Dadurch habe sich S.____ täuschen lassen und sei 

fälschlicherweise von G.____ als Mieter der Wohnung ausgegangen, welcher zahlungsfähig und 

–willig gewesen sei. Durch seinen Entscheid, die Wohnung an C.____ und A.____ zu vermieten, 

habe er sich in der Höhe von ca. Fr. 12'000.-- geschädigt. Den Mietvertrag mit einem monatlichen 

Mietzins von Fr. 1'900.-- zuzüglich Fr. 50.-- für den Parkplatz habe C.____ wissentlich und wahr-

heitswidrig mit dem Namen "G.____" zum Zweck der Täuschung und Erlangung eines unrecht-

mässigen Vermögensvorteils am 9. November 2012, zwischen ca. 14.00 Uhr und 17.00 Uhr, an 

der P.____strasse 35 in E.____ unterschrieben. Da die Beschuldigten ab März 2013 keine Miete 

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mehr gezahlt hätten, habe S.____ das Mietverhältnis aufgelöst. Des Weiteren habe laut Ankla-

geziffer I.9 und I.10 der Beschuldigte C.____ mit Wissen und zumindest konkludentem Einver-

ständnis von A.____ am 9. November 2012 einen Vertrag bei der Q.____ AG über ein Internet-

Abonnement mit der IP-Adresse XXX abgeschlossen. 

 

1.3.2 Die Vorinstanz führte in tatsächlicher Hinsicht unter Würdigung der vorliegenden Be-

weise (Mietvertrag betreffend die Wohnung in E.____, Auskunft des "Call Center Information Sys-

tem" der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Betreibungsregisterauszüge betreffend A.____, 

C.____ und G.____, Aussagen von S.____, C.____, A.____ und G.____) aus, der angeklagte 

Sachverhalt sei erstellt (vgl. S. 11-14 des angefochtenen Urteils). In rechtlicher Hinsicht hielt das 

Strafgericht fest, dass sich A.____ zusammen mit C.____ sowohl des Betruges zum Nachteil des 

Vermieters S.____ und zum Nachteil der Q.____ AG als auch der Urkundenfälschung betreffend 

den Mietvertrag schuldig gemacht habe (vgl. S. 16 des angefochtenen Urteils). 

 

1.3.3 Der Beschuldigte A.____ macht in seiner Berufungsbegründung vom 26. Oktober 2020 

geltend, ein Zusammenhang zwischen den strafbaren Handlungen und der fraglichen Wohnung 

sei nicht nachgewiesen. Der Vermieter S.____ belaste den Beschuldigten nicht und die Aussagen 

von G.____ seien nicht überzeugend. Die Vorinstanz weise hinsichtlich des Betruges den kon-

kreten Tatbeitrag des Beschuldigten im Kontext mit der Wohnung nicht nach. Auch in rechtlicher 

Hinsicht zeige die Vorinstanz nicht auf, inwiefern der Beschuldigte im Zusammenhang mit dem 

Mietvertrag als Hauptbeteiligter und damit Mittäter dastehe. Ebenso wenig lägen betreffend die 

Urkundenfälschung in den Akten Beweise für einen wesentlichen Tatbeitrag des Beschuldigten 

vor (vgl. S. 4-6 der Berufungsbegründung). In seinem Parteivortrag vor Kantonsgericht weist der 

Verteidiger abermals darauf hin, dass A.____ nicht Vertragspartei gewesen sei. Er sei nur bei der 

Wohnungsbesichtigung anwesend gewesen, was selbst der Vermieter so ausgesagt habe. Dabei 

sei er "einfach nur daneben gestanden" und habe keine Rolle gespielt (vgl. Prot. Hauptverhand-

lung Kantonsgericht, S. 23). 

 

1.3.4 Die Staatsanwaltschaft legt in ihrem Parteivortrag vor Kantonsgericht dar, dass A.____ 

betreffend Wohnungsmiete durch C.____ belastet werde. Es gebe hier keinen Grund für eine 

falsche Belastung (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 22).  

 

1.3.5.1 Betreffend die Beweislage in diesem Anklagepunkt wird wiederum zunächst allgemein 

auf den polizeilichen Ermittlungsbericht vom 27. März 2015 (act. 2145-2285) sowie die Darstel-

lung auf S. 11-13 des angefochtenen Urteils verwiesen.  

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Relevant sind somit in erster Linie der den Akten vorliegende Mietvertrag betreffend die fragliche 

Wohnung in E.____ (act. 4025 ff.), der praktisch blanke Betreibungsregisterauszug betreffend 

G.____ vom 19. Oktober 2012 (act. 4033) sowie die Auskunft "Call Center Information System" 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft betreffend die IP-Adresse XXX vom 12. Juni 2013 

(act. 3789).  

 

Die einschlägige finanzielle Lage von C.____ und A.____ ist den Auszügen aus den jeweiligen 

Betreibungsregistern (C.____ act. 81 ff., A.____ act. 139 ff.) sowie den Aussagen von C.____ 

(act. 3227) und A.____ (act. 127 f., 3589, schriftliche Stellungnahme zuhanden des Kantonsge-

richts, S. 1) zu deren Arbeitslosigkeit zu entnehmen.  

 

Belastet wird A.____ in erster Linie durch die Aussagen des Vermieters S.____ als Auskunfts-

person, wie sie auf S. 11 f. des angefochtenen Urteils wiedergegeben werden. Ergänzend ist auf 

dessen Angabe hinzuweisen, wonach er anlässlich der ersten Wohnungsbesichtigung mit A.____ 

über die Kaution von zwei Monatsmieten gesprochen habe. C.____ und A.____ hätten "ganz klar" 

die Wohnung falsch angemietet; sie hätten dort "ein Ding" gedreht (act. 3987 ff.). Gemäss den 

Beobachtungen von S.____ seien hauptsächlich A.____ und C.____, welche zum Teil Frauen-

besuch gehabt hätten, anwesend gewesen. Zum Teil sei dort übernachtet worden und es habe 

immer irgendwelche Nachtaktivitäten in und um die Wohnung gegeben. Auch seien immer wieder 

auf die D.____AG eingelöste Fahrzeuge vor dem Haus gestanden. Überdies ging A.____ laut der 

Wahrnehmung von S.____ relativ autonom in der Wohnung ein und aus (act. 3987-3995). 

 

Hinsichtlich der Aussagen des Mitbeschuldigten C.____ in der Voruntersuchung sowie vor Straf-

gericht wird auf die Darstellung auf S. 12 des angefochtenen Urteils verwiesen. Im Wesentlichen 

anerkannte C.____ den angeklagten Sachverhalt, gab jedoch einschränkend an, dies sei alles 

mit G.____ abgemacht gewesen und man habe nie die Absicht gehabt, den Mietzins nicht zu 

bezahlen.  

 

Die Angaben von A.____ werden auf S. 12 f. des angefochtenen Urteils wiedergegeben. Er an-

erkannte in der Voruntersuchung die intensive Nutzung der Wohnung ebenso mit der Einschrän-

kung, dass G.____ mit dem Vorgehen einverstanden gewesen sei (act. 3587), wies aber ansons-

ten eine Verantwortung betreffend die Wohnung von sich (act. 3587 ff.). Vor den Schranken des 

Strafgerichts relativierte A.____ seine bisherigen Aussagen allerdings leicht dahingehend, dass 

er "sporadisch" in der Wohnung gewesen sei. Er habe aber "aus eigenen Interessen" für die 

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Nutzung der Wohnung Geld an G.____ bezahlt (act. S. 677 f.). In seiner schriftlichen Stellung-

nahme zuhanden des Kantonsgerichts führt A.____ abermals aus, die Wohnungsmiete hätten 

C.____ und G.____ zusammen mündlich vereinbart. Letzterer habe genau gewusst, wofür er 

C.____ seinen Betreibungsregisterauszug übergeben habe. A.____ habe mit der Anmietung der 

Wohnung nichts zu tun und sei auch bei der Unterzeichnung des Mietvertrages nicht dabei ge-

wesen. Er habe sich nur sporadisch in dieser Wohnung aufgehalten, um mit Frauen Partys zu 

schmeissen. Für die Benutzung habe er G.____ etwas gezahlt. Das Abonnement für das Home 

Internet, welches er mitbenutzt habe, habe er aber auf keinen Fall abgeschlossen; es sei auch 

nicht seine Idee gewesen. Dazu habe er auch nie etwas Illegales festgestellt, ansonsten er dieser 

Wohnung ferngeblieben und zum nächsten Polizeiposten gegangen wäre, um das Geschehen 

zu schildern (vgl. S. 6 f. der Stellungnahme).  

 

Betreffend die Aussagen von G.____ wird auf die Darstellung auf S. 13 des angefochtenen Urteils 

verwiesen. G.____ hat als beschuldigte Person zusammenfassend bestritten, etwas von der Ver-

wendung seines Betreibungsregisterauszugs für die Anmietung der Wohnung sowie vom Inter-

netanschluss gewusst, geschweige denn seine Zustimmung hierfür erteilt zu haben. Darüber hin-

aus soll ihn A.____ vor der Einvernahme zu falschen Aussagen (hinsichtlich einer Vollmacht) zu 

überreden und auch am Tag der Einvernahme selbst mehrfach versucht haben, ihn zu kontaktie-

ren (act. 3779, 3785). In einer weiteren Einvernahme verneinte G.____, sich mit C.____ oder 

A.____ betreffend die zu machenden Aussagen abgesprochen zu haben (act. 3797).  

 

Der vorinstanzlichen Beweiswürdigung (vgl. S. 13 f. des angefochtenen Urteils) ist vollumfänglich 

zu folgen. Die vorliegenden Beweise und Indizien verdichten sich mithin zu einem deutlichen 

Gesamtbild, welches keine ernsthaften Zweifel an der Involvierung von A.____ am Projekt der 

Miete der fraglichen Wohnung aufkommen lässt. Es ist dabei festzustellen, dass sich zu den 

Aussagen der Beteiligten, in welchen der Name A.____ mehrmals zu dessen Lasten fällt und 

dessen Identifikation klar erfolgt ist, einige objektive Belege gesellen. So ist zunächst dokumen-

tiert, dass sich sowohl C.____ als auch A.____ im angeklagten Zeitraum in einer angespannten 

finanziellen Lage befanden, welche es ihnen nicht erlaubt hätte, für den monatlichen Mietzins von 

Fr. 1'950.-- aufzukommen. Selbstredend wussten dies die Beschuldigten ganz genau, weshalb 

ihnen nicht abzunehmen ist, dass sie die Bezahlung der Miete beabsichtigt hätten. Hätte der 

Vermieter S.____ von der finanziellen Situation der wahren Mieter, die offenen Betreibungen mit-

einbezogen, gewusst, so hätte er mit diesen auch keinen Mietvertrag abgeschlossen. Erstellt ist 

ebenso, dass C.____ den fraglichen Mietvertrag mit dem Aliasnamen G.____ unterschrieben hat, 

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nachdem sowohl C.____ alias G.____ als auch A.____ diese Wohnung besichtigt hatten. Letzte-

res gesteht A.____ ausdrücklich ein, wobei er sich laut den Aussagen des Vermieters sogar an 

den Vertragsverhandlungen (betreffend die Kaution) beteiligt hat. Zugestanden und unter ande-

rem, neben der Aussage des Vermieters S.____, durch eine polizeiliche Kontrolle von A.____ 

und C.____ in der Wohnung (act. 4015 ff.) objektiviert ist, dass sich die beiden Beschuldigten 

öfter in dieser Wohnung aufgehalten, d.h. dort faktisch gewohnt haben. A.____ hat zudem von 

sich aus angegeben, er habe sich an den Mietkosten "aus eigenem Interesse" beteiligt, was nur 

zu dessen Lasten gewertet werden kann. Ebenso wenig stellte er in Abrede, das Internet von 

dieser Wohnung aus genutzt zu haben; er bestreitet lediglich den Vertragsabschluss. Erschwe-

rend ist betreffend A.____ überdies festzustellen, dass dieser offenbar G.____ zu einer falschen 

Aussage betreffend eine angebliche Vollmacht seitens von G.____ zu bewegen versuchte, was 

er wohl kaum gemacht hätte, wenn er nichts zu befürchten gehabt hätte. Hinweise, dass G.____ 

oder S.____ A.____ wahrheitswidrig belasten oder sich abgesprochen haben, liegen keine vor. 

Vielmehr sind deren unabhängig voneinander getätigten übereinstimmenden Aussagen als 

glaubhaft zu werten. Entgegen der Auffassung des Verteidigers von A.____ müssen die vorlie-

genden Aussagen von S.____ und G.____ denn auch nicht vertieft auf ihren Wahrheitsgehalt hin 

analysiert werden, wie dies bei Vier-Augen-Konstellationen der Fall ist. Eine Gegenüberstellung 

der belastenden mit den entlastenden Aussagen aller Beteiligten zwecks Prüfung von Überein-

stimmungen und Abweichungen sowie ein Abgleich zu den in casu vorliegenden objektiven Indi-

zien und Beweismitteln genügt vollauf. Angesichts der vorliegend als erdrückend zu bezeichnen-

den Beweislage ist daher mit der Vorinstanz als nachgewiesen zu erachten, dass C.____ und 

A.____ gemeinsam den Entschluss zur Miete der Wohnung in E.____ im Namen von G.____ und 

mit Hilfe von dessen Betreibungsregisterauszug gefasst haben. Ebenso ist angesichts des engen 

sachlichen Zusammenhangs davon auszugehen, dass sie gemeinsam auf den Namen von 

G.____ ein Abonnement bei der Q.____ AG abgeschlossen haben. Von beiden Vertragsab-

schlüssen wusste der wahre G.____ nichts bzw. er war nicht damit einverstanden. Die vorinstanz-

liche Beweiswürdigung, welche seitens des Beschuldigten als "überinterpretiert, spekulativ und 

nicht aktenfest" (vgl. S. 5 der Berufungsbegründung vom 26. Oktober 2020) bezeichnet wird, ist 

somit in keiner Weise zu beanstanden.  

 

1.3.5.2 In rechtlicher Hinsicht wird zunächst betreffend den Tatbestand des Betruges gemäss 

Art. 146 des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 (SR 311; StGB) auf 

die dogmatischen Erwägungen der Vorinstanz auf S. 14 f. des angefochtenen Urteils verwiesen. 

Dem Betrug immanent ist insbesondere das Tatbestandsmerkmal der arglistigen Täuschung (vgl. 

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betreffend "Lügengebäude" bzw. "besondere Machenschaften" ergänzend BGE 142 IV 153 

S. 155). 

 

Im vorliegenden Fall ist im Einklang mit der Vorinstanz festzustellen, dass gegenüber dem Ver-

mieter S.____ durch die Wohnungsbesichtigung von C.____ im Namen von G.____, das Einrei-

chen dessen Betreibungsregisterauszugs sowie die Leistung der erforderlichen Mietzinskaution 

vorgetäuscht worden ist, bei C.____ handle es sich um G.____ und dieser verfüge über keinerlei 

Betreibungen oder Verlustscheine. Wie das Strafgericht richtig ausführt, hätte vom privaten Ver-

mieter S.____ angesichts dessen keine weitere Überprüfung der Identität und Bonität seines Ver-

tragspartners erwartet werden dürfen. Dasselbe gilt aber auch betreffend das Internet-Abonne-

ment bei der Q.____ AG, welches im Namen von G.____ abgeschlossen worden ist und als Mas-

sengeschäft gilt. Eine arglistige Täuschung seitens von C.____ sowohl gegenüber dem Vermieter 

S.____ als auch gegenüber der Q.____ AG ist daher klarerweise zu bejahen und auch die übrigen 

Tatbestandsmerkmale geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. 

 

Der Beschuldigte A.____ bestreitet seine Mittäterschaft. Hinsichtlich der Rechtsform der Mittäter-

schaft wird wiederum auf die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz auf S. 15 des angefoch-

tenen Urteils verwiesen. Mittäterschaft ist gleichwertiges, koordiniertes Zusammenwirken bei Be-

gehung einer strafbaren Handlung (vgl. STEFAN TRECHSEL/MARC JEAN-RICHARD-DIT BRESSEL, 

Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Vor Art. 24 N 10). Für eine Mittä-

terschaft, als gemeinschaftliche Begehung der Tat verstanden, braucht es sowohl einen gemein-

samen Tatentschluss als auch eine arbeitsteilige Verwirklichung (vgl. GÜNTER STRATENWERTH, 

Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 4. Aufl., § 13 Rz. 51 ff.). Der gemeinsame Tatent-

schluss kann auch nur konkludent geäussert werden oder sich erst sukzessive entwickeln (vgl. 

STEFAN TRECHSEL/MARC JEAN-RICHARD-DIT BRESSEL, a.a.O., N 13, unter Hinweis u.a. auf 

BGE 120 IV 23, 120 IV 272). In der Lehre lassen sich drei Theoriegruppen unterscheiden: Nach 

der objektiven Theorie kommt es darauf an, ob der Täter selber tatbestandsmässig gehandelt 

hat. Die subjektive Theorie stellt allein auf die innere Einstellung des Täters ab ("animus aucto-

ris/socii"). Nach der heute vorherrschenden Lehre der funktionellen Tatherrschaft kommt es da-

rauf an, ob der Tatbeitrag, nach dem Gesamtplan, im Ausführungsstadium eine unerlässliche 

Voraussetzung für die Verwirklichung des angestrebten Erfolges bildet, also so wichtig ist, dass 

mit ihm das ganze Unternehmen steht oder fällt (vgl. STEFAN TRECHSEL/MARC JEAN-RICHARD-DIT 

BRESSEL, a.a.O., N 11, unter Hinweis auf die Lehre, u.a. auf CLAUS ROXIN, Täterschaft und Teil-

nahme, 10. Aufl., S. 277). Die Praxis des Bundesgerichts bezeichnet in ständiger Rechtspre-

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chung als Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätz-

lich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbetei-

ligter dasteht. Der Tatbeitrag muss nach den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan 

für die Ausführung des Deliktes so wesentlich sein, dass sie mit ihm steht oder fällt (vgl. STEFAN 

TRECHSEL/MARC JEAN-RICHARD-DIT BRESSEL, a.a.O., N 12, unter Hinweis auf die bundesgericht-

liche Rechtsprechung, insb. auf BGE 108 IV 92, 120 IV 272 und 135 IV 155). Dabei stellt das 

Interesse an der Tat, insbesondere die anteilsmässige Beteiligung an der Beute, ein gewichtiges 

Indiz für Mittäterschaft dar (vgl. STEFAN TRECHSEL/MARC JEAN-RICHARD-DIT BRESSEL, a.a.O., Vor 

Art. 24 N 15, unter Hinweis u.a. auf BGE 109 IV 165, 76 IV 106, 69 IV 98). 

 

In casu ist mit der Vorinstanz (vgl. S. 15 f. des angefochtenen Urteils) eine Mittäterschaft im 

Rechtssinn seitens von A.____ zu bejahen: So hat er zunächst zusammen mit C.____ durch die 

gemeinsame Wohnungsbesichtigung und das spätere gemeinsame Wohnen während der Dauer 

des Mietverhältnisses gegenüber dem Vermieter S.____ den permanenten Anschein erweckt, bei 

C.____ handle es sich um G.____. Damit war A.____ an der Täuschungshandlung von C.____ 

massgeblich beteiligt. Alleine dieser Tatbeitrag ist bereits als derart wesentlich anzusehen, dass 

die Tat mit diesem steht oder fällt. Der Einwand des Beschuldigten, der Mietvertrag über die 

Wohnung sei nicht vom Beschuldigten, sondern von C.____ unterschrieben worden (so der Be-

schuldigte auf S. 5 seiner Berufungsbegründung vom 26. Oktober 2020) bzw. die blosse Anwe-

senheit von A.____ anlässlich der Wohnungsbesichtigung genüge nicht zur Annahme von Mittä-

terschaft (so der Verteidiger vor Kantonsgericht, Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 23), 

besticht daher nicht. Dasselbe gilt hinsichtlich des Internet-Abonnements mit der Q.____ AG. 

Auch hier ist vom Beweisergebnis auszugehen, dass C.____ und A.____ zusammen den Tatent-

schluss gefasst haben, dieses Abonnement abzuschliessen, um einerseits mehr TV-Sender zu 

empfangen und andererseits (vgl. nachfolgend, Erw. 1.7) über die Internetverbindung zahlreiche 

Bestellungen im Namen der D.____AG tätigen zu können. Aber auch die Nutzung von Luxusfahr-

zeugen, welche auf den Namen der D.____AG eingelöst waren (vgl. Erw. 1.6), steht in diesem 

Zusammenhang, wie unter anderem die Beobachtungen des Vermieters S.____ zeigen. Insge-

samt ist daher im Einklang mit der Vorinstanz der Beitrag von A.____ in objektiver Hinsicht als 

Mittäterschaft zu qualifizieren. Hinzu kommt in subjektiver Hinsicht, dass A.____ bei der Planung 

und Umsetzung dabei war, sich aber zumindest den Tatentschluss von C.____ angeeignet hat 

und den Erfolg in Kauf nahm, womit ihm offenkundig zumindest ein Eventualvorsatz gemäss 

Art. 12 Abs. 2 StGB vorzuwerfen ist. Darauf weisen nicht zuletzt die Aussagen des Beschuldigten 

A.____ selbst hin, wonach G.____ und damit er selbst über die Wohnung in E.____ Bescheid 

gewusst (act. 3587), und er "aus eigenen Interessen" für die Nutzung der Wohnung Geld an 

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G.____ bezahlt habe (vgl. Prot. Hauptverhandlung Strafgericht, act. S 681). Als zukünftiger Mit-

bewohner von C.____ hatte A.____ selbst ein grosses Interesse, diese Wohnung zu erhalten und 

zu nutzen, aber auch, dass der Schwindel mit dem falschen Mieter nicht auffliegt. Dadurch, dass 

A.____ darüber hinaus versucht haben soll, G.____ zu falschen Aussagen zu bewegen (vgl. 

Erw. 1.3.5.1), hat er eindeutig seinen Vorsatz an den Tag gelegt. Folglich ist die vorinstanzlich 

angenommene Mittäterschaft von A.____ sowohl beim Betrug gegenüber dem Vermieter S.____ 

als auch gegenüber der Q.____ AG (vgl. S. 15 f. des angefochtenen Urteils) in Abweisung der 

Berufung des Beschuldigten zu bestätigen.  

 

Was sodann im Zusammenhang mit dem Mietvertrag betreffend die Wohnung in E.____ den 

Tatbestand der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziffer 1 StGB angeht, so kann wiederum 

zunächst auf die dogmatischen Erwägungen der Vorinstanz auf S. 16 des angefochtenen Urteils 

verwiesen werden. Wie die Vorderrichter, so nimmt auch das Kantonsgericht an, dass C.____ 

klarerweise eine unechte Urkunde hergestellt hat, indem er den Mietvertrag unter dem Namen 

"G.____" abgeschlossen und unterschrieben hat. A.____ hat auch diesbezüglich einen wesentli-

chen Tatbeitrag geleistet, welcher ihn als Hauptbeteiligten dastehen lässt. Das Fehlen einer Par-

teistellung bzw. einer eigenhändigen Unterzeichnung des Mietvertrages, auf welche der Verteidi-

ger des Beschuldigten im Rahmen seines Plädoyers vor Kantonsgericht (S. 23) hinweist, ist bei 

einer mittäterschaftlich begangenen Urkundenfälschung nicht entscheidend. Aufgrund des ge-

meinsamen Tatplans und des arbeitsteiligen Vorgehens ist der Mittäterschaft gerade immanent, 

dass die Tathandlungen des einen Mittäters den anderen Mittätern zugerechnet werden. In casu 

wäre es ohne den gemeinsamen Tatentschluss zur Miete der fraglichen Wohnung, was einen 

wesentlichen Tatbeitrag darstellt, gar nicht erst zur Urkundenfälschung gekommen. Wie das 

Strafgericht des Weiteren richtig ausführt, haben sich C.____ und A.____ durch diese Urkunden-

fälschung einen unrechtmässigen Vorteil verschafft, da ihnen angesichts ihrer finanziellen Lage 

die Miete und damit die Nutzung der fraglichen Wohnung verwehrt gewesen wäre. Das Wissen 

und Wollen ist auch auf Seiten von A.____ fraglos zu bejahen. Der Tatbestand der Urkundenfäl-

schung ist damit auch betreffend A.____ sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht 

erfüllt. Die Berufung von A.____ erweist sich in diesem Punkt ebenfalls als unbegründet, weshalb 

in Abweisung derselben der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Urkundenfälschung zu bestäti-

gen ist.  

 

 

 

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1.4 Wechsel des Verwaltungsratspräsidenten der D.____AG von L.____ auf B.____, 

Sitzverlegung und Kontoeröffnung (betrifft B.____) 

1.4.1 Gemäss Anklageschrift, Anklageziffer I.4, habe, nach der Rücktrittserklärung von L.____ 

gegenüber C.____ im Oktober 2012, dieser B.____ den Sitz des Verwaltungsratspräsidenten der 

D.____AG für die Dauer von drei bis vier Monaten sowie ein Honorar von Fr. 20'000.-- angeboten. 

Die ausserordentliche Generalversammlung habe am 19. Januar 2013 im Büro des Notaren 

T.____ in R.____ stattgefunden. Dabei sei der Sitz der D.____AG an die U.____strasse 71 in 

V.____ verlegt und B.____ als Verwaltungsratspräsident ins Handelsregister eingetragen wor-

den. In der Folge sei B.____ wissentlich und willentlich Drittpersonen gegenüber im Namen und 

im Auftrag der D.____AG, eventuell im Auftrag oder zumindest im konkludenten Einverständnis 

von C.____ und A.____, aufgetreten (vgl. S. 4 der Anklageschrift). Als B.____ am 4. Februar 

2013 in der Filiale der V.____bank am der P.____strasse 81 in V.____ ein Geschäftskonto der 

D.____AG eröffnet habe, habe ihn C.____ begleitet in der Absicht, den Zugriff zum Konto mit 

einer Vollmacht zu erlangen und zukünftige Geldbezüge zu ermöglichen, um sich dadurch einen 

unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. Der Mitarbeiter der V.____bank habe mit den unwahren 

Angaben von C.____ das Vollmachtsformular, lautend auf F.____, D.____ AG, U.____strasse 

71, V.____, vorbereitet, welches C.____ mit dem falschen Namen "F.____" unterschrieben habe. 

Da die D.____AG keine geschäftlichen Tätigkeiten durchgeführt und kein Zahlungsverkehr über 

dieses Konto stattgefunden habe, sei dieses Konto saldiert worden (vgl. Anklageziffer I.5, S. 4 f. 

der Anklageschrift). 

 

1.4.2 Das Strafgericht stellte nach Würdigung der Aussagen von L.____, C.____, X.____, 

B.____ und T.____ sowie des Handelsregisterauszugs betreffend die D.____AG in tatsächlicher 

Hinsicht fest, dass C.____ durch den Kontakt über X.____ an B.____ gelangt sei, um diesem den 

Posten als Verwaltungsrat der D.____AG anzubieten. Bei der ausserordentlichen Generalver-

sammlung seien C.____ und B.____ involviert gewesen, währenddem A.____ in dieser Phase 

noch nicht in Erscheinung getreten sei (vgl. S. 17-21 des angefochtenen Urteils). 

 

Des Weiteren sei laut Vorinstanz mit Blick auf die Aussagen von C.____ und B.____ sowie die 

Unterlagen betreffend die Kontoeröffnung und Bevollmächtigung der Sachverhalt gemäss Ziffer 

1.5 Anklageschrift erstellt. Eine strafbare Handlung werde den Beschuldigten unter diesem Titel 

der Anklageschrift nicht vorgeworfen und sei im Übrigen auch nicht ersichtlich. Dieser Vorgang 

an sich zeige jedoch einmal mehr, wie raffiniert das Lügengebäude rund um die D.____AG kon-

struiert worden sei (vgl. S. 26 f. des angefochtenen Urteils). 

 

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1.4.3.1 In tatsächlicher Hinsicht ist zunächst hinsichtlich der Anklageziffer I.4 auf die Ausführun-

gen der Vorinstanz auf S. 17-20 betreffend die Beweislage sowie auf S. 20 f. betreffend die Be-

weiswürdigung zu verweisen. Der Beschuldigte B.____ bestätigt vor Kantonsgericht seine bishe-

rigen Aussagen zu diesem Anklagepunkt (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 10-13). 

 

Mit Blick auf die Übereinstimmungen der Aussagen von B.____ mit denjenigen von L.____ 

(act. 3863-3895), von C.____ (act. 3333-3351, 3397-3399, 3417, S 673), von X.____ (act. 3819-

3825, 3829, 3837, S 711 ff.) und von T.____ (act. 3851 f.) sowie auf den Handelsregisterauszug 

der D.____AG vom 20. Februar 2013 (act. 2309) ist im Einklang mit der Vorinstanz als erstellt zu 

erachten, dass C.____ im Oktober 2012 persönlich mit B.____ in dessen Café Kontakt aufge-

nommen hat, um diesem die Position als Verwaltungsrat der D.____AG anzubieten. Als Mittels-

mann für diesen Kontakt fungierte X.____. Ebenso ist aktenkundig, dass per 21. Januar 2013 der 

Sitz der D.____AG von I.____ nach V.____ verlegt wurde und, nach entsprechender Löschung 

von L.____, per 19. Januar 2013 B.____ als einziges Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzel-

unterschrift eingetragen worden ist (vgl. ebenso Eintrag im Schweizerischen Handelsamtsblatt, 

act. 3903). Demgegenüber steht A.____ mit der ausserordentlichen Generalversammlung vom 

19. Januar 2013 in keiner Verbindung. Damit ist der angeklagte Sachverhalt gemäss Ziffer 1.4 

der Anklageschrift im Einklang mit der Vorinstanz als erstellt zu erachten. Da in diesem Anklage-

punkt noch kein strafrechtlicher Vorwurf enthalten ist, und die Vorinstanz einen solchen in diesem 

Punkt auch nicht erkennt, ist auf die Übernahme des Verwaltungsratsmandats durch B.____ im 

Rahmen von Erw. 1.5, 1.6 und 1.7 zurückzukommen.  

 

1.4.3.2 Hinsichtlich der Anklageziffer I.5 ist wiederum auf die tatsächlichen Erwägungen der Vor-

instanz auf S. 26 f. des angefochtenen Urteils betreffend die Beweislage zu verweisen. Es ist aus 

den dort genannten Gründen der angeklagte Sachverhalt entsprechend den Feststellungen der 

Vorderrichter als erstellt zu erachten. Auch in diesem Anklagepunkt ist noch kein strafrechtlicher 

Vorwurf enthalten, wie das Strafgericht korrekt festhält (vgl. S. 27 des angefochtenen Urteils). 

Betreffend eine allfällige Tatbeteiligung von B.____ an den angeklagten Betrugshandlungen, wel-

che damit im Zusammenhang stehen, wird wiederum auf Erw. 1.5, 1.6 und 1.7 verwiesen. 

 

1.5 Miete eines Büroraums an der U.____strasse 71 in V.____ (betrifft A.____ und 

B.____) 

1.5.1 Gemäss Anklageziffer I.4 soll C.____ am 14. Januar 2013 mit der Vermieterin Y.____ 

GmbH einen Mietvertrag über das Büro an der U.____strasse 71 in V.____ abgeschlossen ha-

ben. Der Vermieterin sei in der Höhe der nicht bezahlten Miete ein Schaden entstanden, da sie 

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zuvor durch die falschen Angaben, das Auftreten und Versprechen von C.____ sowie die Zahlung 

einer Kaution von Fr. 1'320.-- über die Zahlungsfähigkeit der Beschuldigten und die der 

D.____AG sowie die Identität von C.____ in einen Irrtum versetzt worden sei. Der durch die Be-

schuldigten verursachte Schaden habe durch die Zurückbehaltung der Kaution im gleichen Be-

trag reduziert werden können. Am 14. Januar 2013 habe C.____ zudem die Büroräumlichkeiten 

übernommen und das Übernahmeprotokoll wissentlich und willentlich mit dem falschen Namen 

"F.____" zum Zweck der Täuschung und Erlangung eines unrechtmässigen Vermögensvorteils 

unterschrieben (vgl. S. 4 der Anklageschrift). Es handle sich laut Staatsanwaltschaft um einen 

vollendeten Betrug, weil allein der Umstand, dass die Miete mit der Kaution habe beglichen wer-

den können, nichts daran ändere, dass durch das vorübergehende Nichtbezahlen der Miete ein 

finanzielles Loch entstanden sei. Erst nach der Freigabe der Kaution durch die Bank habe die 

Rechnung beglichen werden können (vgl. Plädoyer Staatsanwaltschaft vor Strafgericht, 

act. S 797). 

 

1.5.2 Die Vorinstanz hielt mit Blick auf den Mietvertrag vom 21. Dezember 2012, die Ergeb-

nisse der Hausdurchsuchung vom 28. Juni 2013 sowie die Aussagen von L.____, C.____, 

A.____, H.____ sowie B.____ zunächst in tatsächlicher Hinsicht fest, dass der angeklagte Sach-

verhalt erstellt sei (vgl. S. 21-23 des angefochtenen Urteils). In rechtlicher Hinsicht sprach die 

Vorinstanz A.____ (zusammen mit C.____) des in Mittäterschaft begangenen Betruges sowie 

B.____ der Gehilfenschaft hierzu schuldig (vgl. S. 23-26 des angefochtenen Urteils).  

 

1.5.3 Der Beschuldigte A.____ führt hierzu in seiner Berufungsbegründung vom 26. Oktober 

2020 ins Feld, die vorinstanzlichen Ausführungen seien "hanebüchen", da alle Umstände und 

eine aussagepsychologische Analyse genau das Gegenteil an den Tag legten. Der Beschuldigte, 

der zu keinem Zeitpunkt nach aussen im Büro in V.____ in Erscheinung getreten sei, könne nicht 

beweisfest mit der D.____AG in Verbindung gebracht werden. Die Beteiligung am Kauf der 

D.____AG sei minim, das Fahren von Luxusfahrzeugen der D.____AG stelle an sich keine Erfül-

lung eines objektiven Straftatbestands dar und das Wohnen in der Wohnung in E.____, die er für 

"Damenbesuch" genutzt habe, könne dem Beschuldigten nicht angelastet werden, selbst wenn 

ein Grossteil der Bestellungen im Namen der D.____AG dort getätigt worden sein sollen (vgl. S. 6 

der Berufungsbegründung). Die Beteiligung des Beschuldigten könne sodann nicht als wesentlich 

im Sinne der Mittäterschaft qualifiziert werden. So habe jener beim Kauf der D.____AG eine un-

wesentliche, untergeordnete Rolle gespielt. Auch im Zusammenhang mit der Büromiete sei er 

nicht nach aussen in Erscheinung getreten, so dass nicht nachvollziehbar sei, über was er genau 

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wie Bescheid gewusst haben solle. Die vom Beschuldigten C.____ getätigten Bestellungen hät-

ten auch ohne einen vermeintlichen Tatbeitrag des Beschuldigten vorgenommen werden können 

(vgl. S. 7 der Berufungsbegründung).  

 

1.5.4 Der Beschuldigte B.____ lässt in seiner Berufungsbegründung vom 26. Oktober 2020 

geltend machen, er sei von C.____ instrumentalisiert und in seiner Gutmütigkeit ausgenutzt wor-

den. Die blosse Übernahme des Amtes als Verwaltungsrat der Firma D.____AG sei eine rein 

zivilrechtliche Angelegenheit und strafrechtlich irrelevant. In seinem Plädoyer vor Kantonsgericht 

wiederholt der Verteidiger von B.____ im Wesentlichen diese Argumentation. Zudem sei B.____ 

zum Zeitpunkt des Abschlusses des Mietvertrages für das Büro in V.____ noch nicht Verwal-

tungsrat gewesen. Allein die Wahl eines Verwaltungsrates sei noch kein notarieller Akt, welcher 

B.____ besonders aufmerksam hätte machen sollen. B.____ sei sodann wegen seiner gutmüti-

gen Art als "Notnagel", nur vorübergehend sowie aus reiner Gefälligkeit Verwaltungsrat der 

D.____AG gewesen. Er habe es sich nicht leisten können, C.____ täglich zu kontrollieren. Sich 

mit ein paar faulen, aber plausiblen Ausreden abwimmeln zu lassen, sei zwar zivilrechtlich unge-

schickt, aber strafrechtlich irrelevant. Jedenfalls habe er den Zusicherungen von C.____, dass 

mit der D.____AG alles in Ordnung sei, geglaubt und diesem vertraut. Als er realisiert habe, dass 

etwas nicht gestimmt habe, sei er ausgetreten. Auch was nach seinem Austritt als Verwaltungsrat 

geschehen sei, könne ihm nicht zugerechnet werden. Schliesslich sei er es gewesen, der Straf-

anzeige gegen C.____ eingereicht habe. Es gebe keinen Nachweis, dass B.____ strafbare Hand-

lungen gebilligt oder gar gewollt habe. Da sich A.____ und B.____ nicht gekannt und auch nicht 

gewusst hätten, was der andere mache, hätten kein gemeinsamer Tatplan und Tatentschluss 

bestanden. Vielmehr habe der geschickt agierende C.____ alles von langer Hand geplant und 

sich dabei gewisse Personen und Situation zunutze gemacht. Es gebe auch Verbindungen, wie 

zum Beispiel jene zu X.____ und zu H.____, welche die Staatsanwaltschaft nicht untersucht habe 

(vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 19-23). 

 

1.5.5 Die Staatsanwaltschaft weist in ihrem Parteivortrag vor Kantonsgericht darauf hin, dass 

das Büro sehr spartanisch eingerichtet und nicht einmal der Laptop in Betrieb gewesen sei. Dies 

habe B.____ sehr schnell gemerkt, und zwar gerade im Februar 2013, als am meisten bestellt 

worden sei. B.____ habe gewusst, dass es keine Geschäftstätigkeit der D.____AG gab, weshalb 

er realisiert habe, dass etwas nicht stimmt. Er habe Geld gebraucht und gegen Unterschrift Be-

stellungen getätigt sowie Verträge unterschrieben. Er habe bewusst die Verantwortung getragen 

und könne sich nicht herausreden. Dass er nicht der Haupttäter sei, sei auch für die Staatsan-

waltschaft erstellt; allerdings stehe er als Gehilfe da. Als Unternehmer habe er genau gewusst, 

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dass man nicht einfach so Geld verdienen könne (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, 

S. 22).  

 

1.5.6.1 In tatsächlicher Hinsicht ist hinsichtlich der Beweislage zunächst wiederum auf den poli-

zeilichen Ermittlungsbericht vom 27. März 2015 (act. 2145-2285) sowie die Darstellung der Vor-

instanz auf S. 21 f. des angefochtenen Urteils zu verweisen. Als objektive Beweise dienen der 

Mietvertrag vom 21. Dezember 2012 bzw. 14. Januar 2013 zwischen der Y.____ GmbH (Vermie-

terin) und der D.____AG (Mieterin), seitens von C.____ alias F.____ unterschreiben mit Mietbe-

ginn per 16. Januar 2013 für einen Büroraum an der U.____strasse 71 in V.____ zu einem Miet-

zins von Fr. 440.-- pro Monat (act. 2933 f.) sowie die Ergebnisse der Hausdurchsuchung vom 

28. Juni 2013 (act. 2089).  

 

Daneben sind die Aussagen von L.____, C.____, A.____, H.____ und B.____ zu würdigen, wobei 

festzustellen ist, dass H.____ keine sachdienlichen Auskünfte zu den Büroräumlichkeiten ma-

chen konnte (vgl. act. 3959 f.).  

 

Ergänzend zur vorinstanzlichen Darstellung ist darauf hinzuweisen, dass der Vorgänger von 

B.____, L.____, anlässlich seiner Einvernahme vom 24. Juli 2014 angab, er habe aus dem Ver-

waltungsrat austreten wollen, nachdem Ängste bzw. Bedenken aufgekommen seien. Bei der 

D.____AG sei nichts an Substanz, d.h. Räumlichkeiten, Fahrzeuge, Maschinen oder Telefone, 

vorhanden gewesen. Seiner Meinung nach habe B.____ wohl fahrlässig gehandelt (act. 3879-

3891). 

 

Betreffend die Aussagen von C.____ sei auf die Darstellung auf S. 21 des angefochtenen Urteils 

verwiesen.  

 

In seiner schriftlichen Stellungnahme zuhanden des Kantonsgerichts bestreitet A.____ im Zu-

sammenhang mit diesem Anklagepunkt, je in V.____ an der Geschäftsstelle der D.____AG ge-

wesen zu sein oder von dort Post geholt zu haben (vgl. S. 5 f. der Stellungnahme). 

 

Betreffend die Angaben von B.____ wird auf die Wiedergabe auf S. 21 f. des angefochtenen 

Urteils verwiesen. Zudem sind die Aussagen von B.____ anlässlich der Einvernahme vom 4. Juni 

2013 zu berücksichtigen, wonach ihn "F.____" betreffend die weiteren Honorare immer wieder 

vertröstet habe (act. 2957-2959). In der Einvernahme vom 6. März 2014 führte B.____ aus, 

C.____ habe ihm nie etwas über die Aufgaben gesagt, die er zu erledigen hatte (act. 2971). Er 

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habe sich damals finanziell in einer schwierigen Lage befunden (act. 2977). Er habe sich "gar 

nicht" ums Geschäft der D.____AG gekümmert (act. 2983). C.____ habe ihm bei jedem Treffen 

ein paar Hundert Franken bar auf die Hand gegeben, wobei es gesamthaft nicht mehr als 

Fr. 6'000.-- gewesen seien; "eine Quittung gab es natürlich nie" (act. 2973). Mit der Zeit hätten 

sich für ihn die Anzeichen verdichtet, dass mit der Firma etwas nicht stimmen könnte (act. 2995). 

Zudem führte B.____ aus, er habe mindestens zwei Mal pro Woche bei der Post gleich mehrere 

Pakete für die D.____AG abholen müssen (act. 3003). Anlässlich der Einvernahme vom 14. Ja-

nuar 2015 ergänzte B.____, betreffend die finanziellen Verhältnisse der D.____AG habe er sich 

nicht erkundigt, sondern vertraut. Er habe nicht einmal Kopien des Dokuments erhalten, das er 

beim Notar unterschrieben habe. Er habe sich erhofft, dass er das versprochene Geld erhalte 

und so seine finanziellen Probleme lösen könne (act. 3055-3057). Sodann gab er in einer weite-

ren Einvernahme vom 28. Oktober 2015 an, er habe sich keine Gedanken gemacht, dass er keine 

Quittung erhalten habe (act. 3133), er habe sich nichts dabei überlegt (act. 3139), er habe sich 

locken lassen und sei hereingelegt worden (act. 3143). Vor Strafgericht wiederholte er, er habe 

sich keine Gedanken gemacht (act. S 691). In seinem Schlusswort fügte er an, er sei "naiv" 

(act. S. 741) bzw. gemäss seinem Verteidiger im Plädoyer ein "nützlicher Idiot" gewesen 

(act. S 845). Anlässlich der Berufungsverhandlung befragt, gibt B.____ abermals an, er habe da-

mals eine Cafeteria und mit dieser Schwierigkeiten gehabt, als "dieser Herr" zu ihm gekommen 

sei, welcher sich als "Keller" vorgestellt habe. Er habe dem Beschuldigten angeboten, ein biss-

chen Geld zu verdienen; er müsse nur diese Firma übernehmen. Da er viel "erzählt" habe, habe 

der Beschuldigte das Angebot angenommen. Der Beschuldigte habe sich nicht gross mit seiner 

Aufgabe als Verwaltungsrat auseinandergesetzt, da er diese Aufgabe nur für ein paar Monate 

übernommen habe. Nicht zu Beginn, sondern erst später habe er realisiert, dass er der oberste 

Chef der D.____AG gewesen sei. Wie er bereits früher ausgesagt habe, habe er sich nicht um 

die AG gekümmert. Er habe sich nichts weiter gedacht, da alles so schnell gegangen sei. Er sei 

nicht misstrauisch geworden, als es keine Quittungen für die erhaltenen Geldbeträge gegeben 

habe. Er habe erst spät etwas bemerkt und dann auch selber Anzeige erstattet. Auch wenn er 

C.____ vorher noch nicht gekannt habe und ihm ein solches Angebot nie zuvor unterbreitet wor-

den sei, sei er durch dessen Eloquenz überzeugt worden, ohne misstrauisch zu werden. Er sei 

"schon ein bisschen naiv" gewesen. Der Beschuldigte vermag auch vor Kantonsgericht nicht zu 

erklären, warum er nicht sofort nach den ersten Anzeichen, dass etwas mit der Firma nicht 

stimmte, zurückgetreten ist. Seine Aufgaben seien lediglich gewesen, bei der Post Pakete abzu-

holen, zu unterschreiben und einmal bei Zürich einen Maserati zu holen. Mehr habe er nicht ge-

macht, soviel er wisse. Auch die Aufgaben, welche er anlässlich der Einvernahme vom 6. März 

2014 aufgezählt habe, seien zutreffend. Die Wortwahl seines Verteidigers, der Beschuldigte sie 

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ein "nützlicher Idiot" gewesen bzw. von C.____ "instrumentalisiert" und "in seiner Gutmütigkeit 

ausgenutzt" worden, erweise sich als richtig. Er gesteht ein, den Traum vom schnell verdienten 

Geld gehabt zu haben. Der Beschuldigte B.____ kann die Frage, wie es zum Mietvertrag gekom-

men ist, nicht beantworten. Er bestätigt aber seine bisherigen Aussagen, wonach sich einerseits 

im Büro nur ein Schreibtisch und zwei Computer und keine Mitarbeiter befunden hätten. Ferner 

habe er regelmässig bei der Post gleich mehrere Pakete abholen müssen, und vor dem Büro 

seien regelmässig mehrere Pakete gestanden. Der Umstand, dass in der Firma nicht gearbeitet 

worden sei, aber dennoch regelmässig Pakete eingetroffen seien, habe den Beschuldigten schon 

veranlasst, bei C.____ nachzufragen. Dieser habe jedoch geantwortet, dass die Firma neu in der 

Region sei und man erst alles aufbauen müsse; zudem würden Leute temporär eingestellt. Auch 

habe C.____ von einer grossen Baustelle gesprochen. Allerdings habe der Beschuldigte nicht 

genau nachgefragt bzw. "nicht diskutiert". Mit den Erklärungen von C.____ habe er sich vielmehr 

zufrieden gegeben und nicht weiter nachgedacht, da sein Einsatz ohnehin nur auf ein paar Mo-

nate ausgerichtet gewesen sei (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 10-14).  

 

Hinsichtlich der Beweiswürdigung folgt das Kantonsgericht vollumfänglich den vorinstanzlichen 

Erwägungen auf S. 22 f des angefochtenen Urteils. Es ist daher als erstellt zu erachten, dass sich 

nach Abschluss des durch C.____ alias F.____ für die D.____AG unterzeichneten Mietvertrages 

sowohl C.____ als auch B.____ zeitweise im Büro in V.____ aufgehalten haben. Des Weiteren 

fehlten im fraglichen Büro jegliche Hinweise auf irgendwelche tatsächlichen Aktivitäten einer Bau-

firma, was selbst der Beschuldigte B.____ unter Hinweis auf die bescheidenen räumlichen Ver-

hältnisse, das spärlich vorhandene Mobiliar sowie die fehlenden Mitarbeitenden zugestandener-

massen erkannt hat. Angesichts der vorliegenden Beweislage geht auch das Kantonsgericht da-

von aus, dass das Büro einzig als logistische Zentrale für künftige, zahlreiche Warenbestellungen 

(vgl. dazu nachfolgend Erw. 1.7) gedient hat. Sodann konnten mit der Sitzverlegung der 

D.____AG sowohl die Korrespondenz als auch die Waren nach V.____ verschoben werden, wes-

halb auch die in Erw. 1.2.5.2 erwähnten bisherigen, regelmässigen Fahrten von A.____ nach 

I.____, um die Post für die D.____AG abzuholen, nicht mehr nötig waren. Ebenso wenig wie die 

Vorinstanz stellt das Kantonsgericht auf die erst später im Verfahren gemachten pauschalen Aus-

sagen von C.____, wonach H.____ der "Hintermann" gewesen sei, ab, zumal keinerlei Hinweise 

in diese Richtung existieren. Wiederum kann, gerade mit Blick auf die Übereinstimmungen und 

Abweichungen in den Aussagen der involvierten Personen, dem diesbezüglichen Einwand des 

Beschuldigten A.____, die Ausführungen der Vorinstanz an dieser Stelle seien "hanebüchen", da 

sie ohne triftigen Grund dem Hintermann H.____ Glauben schenken wolle, obwohl alle Umstände 

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und eine aussagepsychologische Analyse genau das Gegenteil an den Tag legten (so der Be-

schuldigte auf S. 6 der Berufungsbegründung), klarerweise nicht gefolgt werden. Wie das Straf-

gericht, so erkennt auch das Kantonsgericht, dass A.____ in wichtiger Stellung im Zusammen-

hang mit dem Büro in V.____ während der gesamten (deliktischen) Phase einen direkten Bezug 

zur D.____AG hatte, war er doch nicht nur direkt in deren Kauf involviert (vgl. Erw. 1.2.5.2), son-

dern fuhr auch mit den auf die D.____AG eingelösten Luxusfahrzeugen herum (vgl. Erw. 1.6.5.1), 

und nicht zuletzt wohnte er zusammen mit C.____ in der Wohnung in E.____ (vgl. 1.3.5.1), von 

wo aus ein Grossteil der Bestellungen im Namen der D.____AG erfolgt sind (vgl. Erw. 1.7.6.1). 

Wie das Strafgericht auf S. 22 des angefochtenen Urteils richtig ausführt, waren die Büroräum-

lichkeiten der D.____AG essentiell für die damit in Zusammenhang stehenden Betrugshandlun-

gen. Es ist daher als erstellt anzusehen, dass seitens der Beschuldigten eine Täuschung der 

Vermieterin über ihre Beweggründe und Zahlungsfähigkeit erfolgt ist, indem der Anschein er-

weckt wurde, es handle sich bei der D.____AG um ein einer legalen Tätigkeit nachgehendes und 

den entsprechenden Umsatz generierendes Bauunternehmen. Ebenso ist ein finanzieller Scha-

den der Vermieterin durch den temporären Ausfall der Mietzinseinnahme zu bejahen.  

 

1.5.6.2 Auch in rechtlicher Hinsicht überzeugen die Erwägungen der Vorinstanz auf S. 23-26 

des angefochtenen Urteils. Zunächst kann hinsichtlich des Tatbestands des Betruges gemäss 

Art. 146 Abs. 1 StGB und insbesondere hinsichtlich des Tatbestandsmerkmals der Arglist auf die 

bereits gemachten Ausführungen in Erw. 1.3.5.2 sowie auf S. 23 f. des angefochtenen Urteils 

verwiesen werden. Demnach ist festzuhalten, dass die Beschuldigten mit der D.____AG auf be-

sonders raffinierte Weise ein eigentliches Lügengebäude errichtet und betrieben haben. Das An-

mieten der kleinen Büroräumlichkeit in V.____ im Namen dieser Gesellschaft gestaltete sich be-

sonders leicht. Die Vermieterin wurde durch dieses Konstrukt arglistig über den Erfüllungswillen 

als innere Tatsache getäuscht, war doch von Anfang an kein Betreiben eines legalen Geschäfts 

durch die D.____AG geplant. Nachvollziehbarerweise hatte die Vermieterin denn auch keinen 

Grund, diesbezüglich zu zweifeln. Ebenso ist von einem finanziellen Schaden bei der Vermieterin 

im Sinne des sog. Gefährdungsschadens zumindest in der Zeit zwischen den ausgebliebenen 

Zahlungen und der Freigabe der Kaution durch die Bank auszugehen. Der Tatbestand des Be-

truges ist somit im Einklang mit der Vorinstanz zu bejahen.  

 

Was hierbei zunächst die Tatbeteiligung von A.____ betrifft, so ist der Vorinstanz darin beizu-

pflichten, dass dieser als Mittäter von C.____ einzustufen ist. Nicht nur beim Kauf der D.____AG 

spielte er eine massgebliche Rolle (vgl. Erw. 1.2.5.2). Das Vorschieben der D.____AG als juristi-

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Seite 28  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sche Person hat das Mieten des Büros in V.____ in deren Namen gar erst ermöglicht. Das Kan-

tonsgericht ist wie die Vorinstanz davon überzeugt, dass A.____ auch ohne dessen Auftreten 

nach aussen mit der Büromiete in Verbindung zu bringen ist. So brauchte A.____ ab dem Zeit-

punkt der Sitzverlegung nach V.____ nicht mehr nach I.____ zu fahren, um dort die Post für die 

D.____AG abzuholen, was für ihn von praktischem Vorteil war. Hinzu kommt, dass letztlich dieses 

Büro in V.____ für einen Grossteil der Delikte im Zusammenhang mit der D.____AG, welche 

A.____ selbst gekauft hatte, eine entscheidende Rolle gespielt hat (vgl. bereits Erw. 1.2.5.2 sowie 

Erw. 1.7.5 betreffend die Warenbestellungen). Damit ist der Beitrag von A.____ objektiv gesehen 

fraglos als wesentlich zu qualifizieren. In subjektiver Hinsicht ist A.____, leicht abweichend zur 

vorinstanzlichen Einschätzung, zwar kein direktvorsätzliches, zumindest aber ein eventualvor-

sätzliches Vorgehen vorzuwerfen. Ihm musste der plötzliche Verzicht auf seine bisherigen Fahr-

ten nach I.____ zumindest bewusst gewesen sein. Auch musste A.____ über die fehlenden le-

galen Tätigkeiten der D.____AG sowie den fehlenden Willen, den Mietzins für die Büroräumlich-

keiten zu begleichen, gewusst haben. Indem A.____ dies zumindest billigte, ist ihm auch der 

subjektive Tatbestand anzulasten. Im Ergebnis ist somit in Abweisung der Berufung von A.____ 

dessen vorinstanzlicher Schuldspruch wegen mittäterschaftlichen Betrugs im Zusammenhang 

mit der Büromiete in V.____ (vgl. S. 25 des angefochtenen Urteils) zu bestätigen.  

 

Was schliesslich den Beschuldigten B.____ betrifft, so stuft das Strafgericht diesen richtigerweise 

nicht als Mittäter, sondern als Gehilfen i.S.v. Art. 25 StGB ein. Zur Abgrenzung zwischen Mittä-

terschaft und Gehilfenschaft kann zunächst auf die theoretischen Ausführungen der Vorinstanz 

auf S. 25 f. des angefochtenen Urteils verwiesen werden. Im Wesentlichen ist bloss Gehilfe, wer 

zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet (Art. 25 StGB). Dabei kann der Tat-

beitrag durch einen anderen substituierbar sein (STEFAN TRECHSEL/MARC JEAN-RICHARD-DIT 

BRESSEL, a.a.O., Art. 25 N 10). Zwar macht der Beschuldigte mit Blick auf das Beweisergebnis 

zu Recht geltend, er sei erst nach dem Abschluss des Mietvertrages Verwaltungsrat geworden 

und habe wohl rasch für eine andere Person, die hierfür vorgesehen gewesen sei, einspringen 

müssen. Damit war seine Rolle durchaus austauschbar, weil, so zutreffend die Vorinstanz, "jede 

Person mit einem halbwegs guten Leumund" Einsitz in den Verwaltungsrat hätte nehmen können. 

Nichtsdestotrotz ist mit den Vorderrichtern bei der Übernahme des Verwaltungsrates (und nicht 

des Verwaltungsratspräsidenten, so das Strafgericht auf S. 25 des angefochtenen Urteils) der 

D.____AG von einem nicht unwesentlichen Tatbeitrag von B.____ auszugehen. Zwar ist dieser 

Tatbeitrag insgesamt nicht als derart wesentlich einzustufen, dass er B.____ als Hauptbeteiligten 

dastehen lassen würde. Der Beitrag von B.____ hat aber nachgewiesenermassen die durch 

C.____ und A.____ in Mittäterschaft begangene Haupttat des Betruges gefördert, wurde doch mit 

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der Übernahme des Verwaltungsratsmandats als zentrales Organ der D.____AG ebendieses 

Konstrukt einer vorgeschobenen Gesellschaft am Leben erhalten. Darum hat B.____ den Betrug 

im Zusammenhang mit der Büromiete klarerweise objektiv gefördert. Es ist B.____ dabei mit der 

Vorinstanz der Vorwurf zu machen, dass er bereits zu Beginn Zweifel an der Rechtmässigkeit der 

in der D.____AG getätigten Handlungen hätte hegen müssen. Darauf müssen ihn nicht nur die 

fehlenden Bau- bzw. administrativen Tätigkeiten, das kaum eingerichtete Büro und die nicht vor-

handenen Mitarbeitenden einerseits sowie die dennoch regelmässig eintreffenden umfangrei-

chen Paketlieferungen vor und im Büro andererseits, sondern bereits der Umstand hingewiesen 

haben, dass B.____ von einem bis dahin völlig Unbekannten ein äusserst lukratives Angebot im 

Form eines Honorars von Fr. 20'000.-- ohne adäquate Gegenleistung (abgesehen vom Abholen 

von Paketen bei der Post) und ohne Erwartung eines speziellen Know-hows erhalten hat. B.____ 

selbst zählt zudem mehrere Gegebenheiten wie die fehlende Aushändigung von Unterlagen nach 

dem Gang zum Notar, die Entschädigung nur in Bargeld und "natürlich ohne Quittung" sowie die 

fehlende Übersicht über die Tätigkeiten der D.____AG trotz seiner Position als oberster Vorge-

setzter, währenddem C.____ "alles gemacht" und sich "um alles gekümmert hat", auf, welche ihn 

schon von Beginn weg hätten misstrauisch werden lassen und dazu veranlassen müssen, den 

Posten als Verwaltungsrat gar nicht erst anzutreten oder aber spätestens nach Antritt umgehend, 

nicht erst Monate später, - B.____ war insgesamt vom 19. Januar 2013 bis zum 7. Juni 2013 

einziges Mitglied des Verwaltungsrates der D.____AG (vgl. die entsprechenden Einträge im shab, 

act. 2277) - wieder aufzugeben. Das Argument von B.____, es sei "alles so schnell" gegangen, 

kann nicht gehört werden, zumal zwischen dem ersten Gespräch mit C.____ im Oktober 2012 

und dem Gang zum Notar im Januar 2013 ganze drei Monate vergangen sind, in welchen sich 

B.____ durchaus näher mit seiner künftigen Aufgabe als Verwaltungsrat einer AG hätte ausei-

nandersetzen können. Dementsprechend ist B.____ zumindest im Sinne eines Eventualvorsat-

zes vorzuwerfen, dass er die unlauteren Machenschaften von C.____ und A.____ unter dem 

Vehikel "D.____AG" erkennen musste und auch in Kauf genommen hat. Dass B.____ C.____ nie 

darauf angesprochen haben will, ist ebenso unglaubhaft wie die neu vor Kantonsgericht ge-

brachte Version, er habe sehr wohl nachgefragt und sich mit den fadenscheinigen Erklärungen 

von C.____ zufriedengegeben. Nicht zuletzt verfügte B.____ als Inhaber eines Cafés zumindest 

ein Stück weit über praktische Erfahrungen in der Führung eines Unternehmens. Seine oftmals 

widersprüchlichen und teilweise skurril erscheinenden Angaben hinsichtlich der Jobbeschreibung 

(vgl. nur act. 3143 betreffend Warenbestellung) mindern die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen zu-

sätzlich. Die Berufung von B.____, in welcher er sich als unbeholfen, gutmütig und naiv präsen-

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tiert sowie eine rein zivilrechtliche Verantwortung geltend macht, erweist sich damit als unbegrün-

det, weshalb in Abweisung derselben der vorinstanzliche Schuldspruch wegen Gehilfenschaft 

zum Betrug zu bestätigen ist. 

 

1.6 Leasingverträge für den Porsche Cayenne Turbo und den Maserati Quattroporte 

4.2 Sport GT (betrifft A.____ und B.____) 

1.6.1 Gemäss Anklageschrift (Anklageziffer I.6) hätten die Beschuldigten, vermutlich B.____ 

und C.____, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen am 20. Februar 2013 bzw. am 6. März 2013 

sowie am 16. April 2013 bzw. am 8. Mai 2013 mit den Mitarbeitern des Auto Centers Z.____, in 

AA.____, und der BB.____ Auto AG, CC.____, sowie der Bank DD.____ AG, EE.____, Leasing-

verträge über die Leasingfahrzeuge Porsche Cayenne und Maserati Quattroporte abgeschlos-

sen, wodurch sich die Mitarbeiter der genannten Fahrzeughändler und der Bank DD.____ AG 

getäuscht und sich die Bank DD.____ AG im Umfang der nicht bezahlten Leasingraten geschä-

digt hätten. Schliesslich habe die Bank DD.____ AG einen Schaden in der Höhe von insgesamt 

ca. Fr. 1'750.-- (Porsche Cayenne Fr. 860.80, Maserati Quattroporte Fr. 890.80) erlitten (vgl. S. 5 

der Anklageschrift). 

 

1.6.2 Das Strafgericht erachtete angesichts der vorliegenden Unterlagen zum Leasing des 

Porsche und des Maserati sowie der Aussagen von B.____, C.____, A.____ und X.____ den 

angeklagten Sachverhalt dahingehend als erstellt, dass sowohl B.____ als auch A.____ beim 

Leasing der genannten Fahrzeuge involviert gewesen seien (vgl. S. 27-30 des angefochtenen 

Urteils). In rechtlicher Hinsicht sprach die Vorinstanz neben C.____ auch B.____ und A.____ des 

in Mittäterschaft begangenen Betruges schuldig (vgl. S. 30 f. des angefochtenen Urteils). 

 

1.6.3 Zu diesem Anklagepunkt führt der Beschuldigte A.____ in seiner Berufungsbegründung 

vom 26. Oktober 2020 aus, dass allein das Fahren der fraglichen Fahrzeuge nichts mit den Lea-

singverträgen über diese beiden Wagen zu tun habe (vgl. S. 7 der Berufungsbegründung). In 

seinem Plädoyer vor Kantonsgericht ergänzt der Verteidiger, dass das blosse Fahren von Luxus-

autos noch keine Mittäterschaft darstelle. Wenn der Beschuldigte damit habe Frauen beeindru-

cken wollen, sei dies allerhöchstens "proletenhaft", aber noch lange nicht strafbar (vgl. Prot. 

Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 18, 23). 

 

1.6.4 In seinem Parteivortrag vor Kantonsgericht weist der Verteidiger von B.____ auf dessen 

Einvernahme vom 4. Juni 2013 betreffend die beiden Fahrzeuge hin. Diese Einvernahme habe 

informell, ohne Anwalt, stattgefunden, obwohl sich eine notwendige Verteidigung abgezeichnet 

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habe. Darum sei alles, was ohne die Teilnahme des Verteidigers ausgesagt worden sei, aus den 

Akten zu nehmen bzw. nicht verwertbar. Abgesehen davon sei es nicht unüblich, dass, wie in 

casu, kleinere Firmen grosse Fahrzeuge führen. Die Leasingverträge hätten durch den Verwal-

tungsrat unterschrieben werden müssen. Dabei sei die Unterschrift betreffend den Porsche ge-

fälscht. Die Anzahlungen und die Leasingraten seien geleistet worden; darum habe sich B.____ 

gekümmert. Dieser sei überzeugt gewesen, dass alles mit rechten Dingen zugehe. Schliesslich 

habe sich B.____ um die Rückgabe der beiden Fahrzeuge gekümmert. Hätte er das Verhalten 

von C.____ gestützt oder auch nur gebilligt, so hätte er anders gehandelt (vgl. Prot. Hauptver-

handlung Kantonsgericht, S. 19, 21). 

 

1.6.5.1 Hinsichtlich des Sachverhalts wird zunächst allgemein auf den polizeilichen Ermittlungs-

bericht vom 27. März 2015 (act. 2145-2285) sowie die Darstellung der Beweislage auf S. 27-29 

des angefochtenen Urteils verwiesen. Mithin liegen als objektive Belege diverse Dokumente zum 

Leasing des Porsche (act. 1519 ff.), insbesondere der von B.____ für die D.____AG unterschrie-

bene Leasingvertrag vom 6. März 2013 (act. 1539 ff.) sowie eine Kopie des Passes von B.____ 

(act. 1527 f.) einerseits, sowie mehrere Dokumente zum Leasing des Maserati (act. 1557 ff), 

insbesondere der von B.____ für die D.____AG unterschriebene Leasingvertrag vom 16. April 

2013 (act. 1589 ff.) sowie eine Kopie des Führerausweises und des Passes von B.____, letztere 

mit amtlicher Beglaubigung betreffend die Echtheit der Unterschrift (act. 1577 f.), andererseits 

vor.  

 

Bei einer zusätzlichen Würdigung der Aussagen von B.____, C.____, A.____ und X.____ erach-

tet das Kantonsgericht ebenso wie das Strafgericht (vgl. S. 29 des angefochtenen Urteils) als 

erwiesen, dass B.____ beide Leasingverträge im Namen der D.____AG als deren Verwaltungsrat 

abgeschlossen und ihm die entsprechenden Fahrzeuge auch übergeben worden sind. Dies hat 

er selbst noch in der Voruntersuchung anlässlich der Einvernahme vom 6. März 2014 ausdrück-

lich bestätigt (vgl. act. 2975). Seine später vor Strafgericht vorgebrachte Relativierung, beim Lea-

sing des Porsche sei er nicht dabei gewesen (vgl. act. S 681), steht im Widerspruch zu den ob-

genannten Dokumenten, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Auch der erstmals vor 

Kantonsgericht vorgebrachte Einwand, es handle sich betreffend den Porsche um eine Fälschung 

seiner Unterschrift auf dem Leasingvertrag (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 15), 

kann nicht gehört werden, zumal ein Vergleich mit einer anlässlich der mündlichen Berufungsver-

handlung auf einem separaten Blatt gesetzten Unterschrift durch B.____ (vgl. Prot. Hauptver-

handlung Kantonsgericht, S. 17) optisch betrachtet keinen Hinweis auf eine Fälschung der Un-

terschrift auf dem Leasingvertrag betreffend den Porsche (act. 1539) liefert. Abgesehen davon 

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liegen mehrere weitere, durch B.____ unterschriebene Dokumente sowohl hinsichtlich des Ma-

serati als auch hinsichtlich des Porsche vor, deren Echtheit der Beschuldigte nicht bestreitet (vgl. 

nur betreffend den Maserati: Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten für die Bank DD.____ 

AG, Leasing/Kredit, am 16. April 2013, act. 1569; Allgemeine Leasingbedingungen vom 16. April 

2013, act. 1591 f.; Übergabeprotokoll vom 8. Mai 2013, act. 1595; Versicherungszession zum 

Leasingvertrag vom 16. April 2013, act. 1597; betreffend den Porsche: Leasingantrag vom 

19. Februar 2013, act. 1535 f.; Allgemeine Leasingbedingungen vom 20. Februar 2013, 

act. 1545; Übergabeprotokoll vom 6. März 2013, act. 1547; Versicherungszession zum Leasing-

vertrag vom 6. März 2013, act. 1549). Nicht zuletzt steht die Version der Unterschriftenfälschung 

im Widerspruch zu den Ausführungen des Verteidigers von B.____, gibt dieser doch bis zuletzt 

vor dem Kantonsgericht an, dass B.____ als Verwaltungsrat die Leasingverträge habe unter-

schreiben müssen (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 19, 21). Des Weiteren ist mit 

Blick auf die früheren Aussagen von B.____ (vgl. nur Einvernahme vom 4. Juni 2013, act. 2955, 

und Einvernahme vom 6. März 2014, act. 2975, 2985) sowie die damit übereinstimmenden De-

positionen von C.____ (act. 3497) und X.____ (act. S 715) im Einklang mit der Vorinstanz (vgl. 

S. 31 des angefochtenen Urteils) als erstellt zu erachten, dass B.____ beide Fahrzeuge selbst 

gefahren hat. Vor Kantonsgericht lässt B.____ erstmals geltend machen, die Einvernahme vom 

4. Juni 2013 habe ohne seinen Verteidiger stattgefunden und sei daher nicht verwertbar. Ein Blick 

auf das fragliche Einvernahmeprotokoll (act. 2947 ff.) zeigt zwar, dass B.____ ohne Anwesenheit 

eines Verteidigers aussagte; zum damaligen Zeitpunkt bestand allerdings noch keinerlei Notwen-

digkeit einer Verteidigung gemäss Art. 130 StPO, da B.____ nicht als beschuldigte Person, son-

dern lediglich als Auskunftsperson befragt wurde und dementsprechend nicht auf die Rechte ei-

ner beschuldigten Person (inklusive Beizug einer Verteidigung) hingewiesen werden musste. 

Ebenso wenig ist erkennbar, dass die Voraussetzungen für einen allfälligen Ausstand einer in 

einer Strafbehörde tätigen Person gemäss Art. 56 StPO erfüllt wären, wobei dieser Einwand des 

Beschuldigten in Beachtung von Art. 58 Abs. 1 StPO ohnehin schon viel früher im Verfahren, 

nämlich "ohne Verzug" und nicht erst Jahre später, hätte vorgebracht werden müssen. Den spä-

teren Relativierungen von B.____ anlässlich der Einvernahme vom 14. Januar 2015 (act. 3093 

f.), vor Strafgericht (act. S 669, 681, 691) sowie vor Kantonsgericht (Prot. Hauptverhandlung Kan-

tonsgericht, S. 13 f.), wonach er mit dem Porsche nicht gefahren sei, kann daher nicht gefolgt 

werden. Die vor Kantonsgericht seitens von B.____ gebrachte Erklärung, er habe die Fragen in 

der Voruntersuchung wegen sprachlicher Schwierigkeiten nicht richtig verstanden bzw. beant-

wortet (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 15, 17 f.), ist ebenso als Schutzbehaup-

tung zu werten, zumal sich vor Kantonsgericht keinerlei Verständigungsprobleme sprachlicher 

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Natur zeigen. Insgesamt mindert B.____ mit seinen unterschiedlichen und widersprüchlichen De-

positionen lediglich die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen. Dem Beschuldigten und dessen Vertei-

digung gelingt es jedenfalls nicht, den angeklagten Sachverhalt in Zweifel ziehen zu lassen. 

 

Was des Weiteren den Beschuldigten A.____ angeht, so erachtet das Strafgericht (vgl. S. 30 des 

angefochtenen Urteils) zutreffend als erstellt, dass dieser ebenfalls beide Fahrzeuge benutzt hat, 

und zwar unentgeltlich. Dies ergibt sich nicht nur aus den in dieser Hinsicht übereinstimmenden 

Aussagen von B.____ (act. 3095), C.____ (act. 3195, 3257) und X.____ (act. 3833, S 715), son-

dern wird auch von A.____ selbst nicht in Abrede gestellt. So bestätigte er unter anderem anläss-

lich der Einvernahme vom 5. August 2013, beide Autos "mal das eine, mal das andere" drei bis 

vier Monate lang benutzt und dafür nichts bezahlt zu haben (act. 3585). Offenbar bestand für die 

jeweilige Nutzung ein lockeres Regime, denn A.____ sagte auch aus, "wenn ein Auto in der Tief-

garage stand, konnte ich dieses nehmen" (act. 3591). Diese Aussagen bestätigte A.____ später 

vor Strafgericht (act. S 679 ff.) sowie vor Kantonsgericht (vgl. schriftliche Stellungnahme, S. 6). 

Angesichts der oben dargelegten Verbindung zu C.____ und zur D.____AG (vgl. Erw. 1.2.5.2 und 

1.3.5.2) ist mit dem Strafgericht auch das Kantonsgericht davon überzeugt, dass A.____ zumin-

dest vom Leasing der beiden Fahrzeuge im Namen der D.____AG wusste und dies billigte. Wenn 

A.____ dieses Wissen abstreitet, erscheint dies in keiner Weise glaubhaft. Zutreffend weist das 

Strafgericht auch darauf hin, dass der zum relevanten Zeitpunkt arbeitslose A.____ von der un-

entgeltlichen Benutzung der beiden Luxusfahrzeuge profitiert hat und keine Erklärung hierfür ab-

liefern konnte (vgl. S. 30 des angefochtenen Urteils). Damit ist auch A.____ mit dem Leasing der 

beiden Fahrzeuge in Verbindung zu bringen. 

 

1.6.5.2 In rechtlicher Hinsicht ist den Beschuldigten B.____ und A.____ wiederum der Vorwurf 

zu machen, dass sie – zusammen mit C.____ – unter Vorschieben der D.____AG als juristische 

Person, welche weder einer legalen Geschäftstätigkeit nachging noch über ein wirtschaftliches 

Substrat verfügte (vgl. nur act. 1551, 1569 f., 1571, 1573 f.), Leasingverträge über zwei Fahr-

zeuge abgeschlossen haben. Dieses Vorgehen ist mit der Vorinstanz als äusserst effektives Lü-

gengebäude und damit als arglistige Täuschung zu qualifizieren. Denn auch dieser Anklagepunkt 

ist im Gesamtkontext zu sehen, wie ein Blick auf die Vorgeschichte in Ziffer I.1 der Anklageschrift 

zeigt. Die weiteren Tatbestandsmerkmale des Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB sind vor-

liegend fraglos gegeben, und eine allfällige Opferverantwortung der Leasingfirma aufgrund einer 

Missachtung der grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen, welche das täuschende Verhalten der 

Beschuldigten in den Hintergrund rücken würde (vgl. dazu BGE 135 IV 75, Erw. 5.2), ist, wie das 

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Strafgericht auf S. 30 f. des angefochtenen Urteils richtig festgestellt hat, nicht zu erkennen. Da-

ran vermag auch nichts zu ändern, dass in den offenkundig nicht genauer geprüften und von 

B.____ unterschriebenen Antragsformularen beim Umsatz jeweils handschriftlich "1" (act. 1581) 

bzw. "1 Million" (act. 1535 f.) angegeben worden ist, war doch eine solche Überprüfung in der 

vorliegenden Konstellation für das Opfer nicht zumutbar. 

 

Bei der Form der Beteiligung der Beschuldigten stuft das Kantonsgericht im Einklang mit der 

Vorinstanz sowohl B.____ als auch A.____ als Mittäter ein: Wiederum mit Blick auf den Gesamt-

zusammenhang wird den Beschuldigten ein gemeinsamer Tatplan dergestalt vorgeworfen, dass 

die D.____AG vorgeschoben wurde, um an Waren und Dienstleistungen zu kommen, ohne diese 

zu bezahlen. Die D.____AG sollte mithin nur als Vehikel dienen. Durch das regelmässige Benut-

zen der beiden Fahrzeuge wurde die Zustimmung der Beschuldigten zu diesem Tatplan, welcher 

zudem den Kauf der D.____AG und die Miete des Büros in V.____ umfasste, auf eindrückliche 

Weise manifestiert. B.____, welcher den Posten des Verwaltungsrates der D.____AG besetzt 

hat, hat nicht nur die beiden Leasingverträge abgeschlossen; er fuhr auch regelmässig mit diesen 

Fahrzeugen herum. Gerade die Leasingverträge wären ohne die persönlichen Dokumente von 

B.____ sowie dessen Unterschrift im Namen der D.____AG nicht zustande gekommen. Seine 

Tathandlung steht damit als derart wesentlich da, dass mit ihr die Tat steht oder fällt. Durch das 

Benutzen der beiden Fahrzeuge hat B.____ zudem sein Eigeninteresse konkret kundgetan, was 

ebenfalls ein deutliches Merkmal von Mittäterschaft darstellt. Neben den objektiven sind auch die 

subjektiven Tatbestandselemente hinsichtlich des Tatbestands des Betruges bei B.____ fraglos 

zu bejahen, wusste er doch sehr genau, dass die Angaben auf den Leasingverträgen nicht den 

Tatsachen entsprachen, und er musste mit einer Schädigung der Leasingfirma rechnen. B.____ 

macht zwar bis vor Kantonsgericht geltend, er habe ja ein Geschäftsauto gebraucht, wobei ihm 

nicht aufgefallen sei, dass ein Luxusauto für diese kleine Firma aussergewöhnlich sei (vgl. Prot. 

Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 13 f., 17 f.). Abgesehen davon, dass dies nicht von rechtli-

cher Relevanz ist, kann diesen Ausführungen ohnehin kein Glauben geschenkt werden. Es ist 

vielmehr davon auszugehen, dass B.____ von Anfang an mit Wissen und Willen sowie mit einer 

entsprechenden Bereicherungsabsicht handelte, war ihm doch bewusst, dass er keinerlei An-

spruch auf den unentg