# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07e5877a-27b8-57af-a8b2-d68692be4089
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.10.2025 E-7732/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7732-2025_2025-10-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7732/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla;   

Gerichtsschreiberin Mara Urbani. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (sicherer 

Drittstaat – Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG); Verfügung des 

SEM vom 3. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7732/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am (…) Juli 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach.  

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass er am (…) September 2024 bereits in Griechen-

land um Asyl nachgesucht hatte und ihm am 7. Mai 2025 von den griechi-

schen Behörden internationaler Schutz gewährt worden war. 

C.  

Am 5. August 2025 ersuchte die Vorinstanz die griechischen Behörden ge-

stützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Dritt-

staatsangehöriger und auf das Abkommen zwischen der Schweiz und 

Griechenland über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Auf-

enthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) um Rückübernahme des 

Beschwerdeführers. 

D.  

Am 9. August 2025 stimmten die griechischen Behörden dem Übernahme-

ersuchen des SEM zu und teilten gleichzeitig mit, der Beschwerdeführer 

sei in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden und verfüge über eine 

bis zum 6. Mai 2028 gültige griechische Aufenthaltsbewilligung. 

E.  

Anlässlich eines persönlichen Gesprächs am 27. August 2025 wurde der 

Beschwerdeführer zum Aufenthalt in Griechenland sowie zu seinem Ge-

sundheitszustand befragt und es wurde ihm das rechtliche Gehör zum be-

absichtigten Nichteintretensentscheid und zur Wegweisung nach Grie-

chenland gewährt. 

Dabei führte er im Wesentlichen aus, er habe in Athen im Haus seiner 

Freunde gelebt. Er habe keine dauerhafte Arbeit gefunden, sondern nur 

Gelegenheitsjobs ausgeübt und dabei am Ende des Tages 20 bis 30 Euro 

erhalten. Dies habe es ihm ermöglicht, seine Miete zu bezahlen und seine 

täglichen Ausgaben zu decken. Da er die griechische Sprache nicht be-

herrsche, habe er keine Arbeitsbewilligung erhalten. In B._______ und 

C._______ habe es in den Restaurants viel Arbeit gegeben, aber er sei 

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dort abgelehnt worden. Er habe keine Griechisch-Kurse besuchen können 

und sei in Griechenland finanziell nicht unterstützt worden. Nach Erhalt des 

Flüchtlingsstatus habe er sich an ein Büro in D._______ gewandt, das ihm 

aber nicht geholfen habe, weil es nur für Asylgesuche und Familienzusam-

menführungen zuständig gewesen sei. Mangels Orientierung habe er sich 

nicht an weitere Organisationen gewandt. Er sei in Griechenland zwar nie 

ernsthaft krank gewesen, habe aber von der strengen Arbeit Rücken-

schmerzen bekommen. Einen Arzt habe er aus finanziellen Gründen nicht 

aufsuchen können. Er wolle nicht nach Griechenland zurückkehren, da es 

dort keine Zukunft für ihn gebe. Er habe zwölf Jahre lang die Schule be-

sucht und fünf Jahre in einer (…) gearbeitet. Er wünsche sich, in seinem 

Beruf Fuss fassen zu können, was aber in Griechenland nicht möglich sei. 

Es habe kein richtiges Arbeitsumfeld gegeben und es sei schwierig gewe-

sen, die Sprache zu lernen, da ein Sprachkurs nicht finanziert werde. Es 

habe in Griechenland viele Drogensüchtige und -verkäufer gegeben, wes-

halb er sich dort nicht sicher gefühlt habe. Zu seinem Gesundheitszustand 

befragt, gab er an, es gehe ihm körperlich wie psychisch sehr gut. 

F.  

Am 1. Oktober 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfügungs-

entwurf an den Beschwerdeführer zur Stellungnahme.  

G.  

Mit Stellungnahme vom 1. Oktober 2025 teilte der Beschwerdeführer dem 

SEM mit, er sei mit dem Entscheidentwurf nicht einverstanden. Er habe 

von den griechischen Behörden keine finanzielle Unterstützung erhalten 

und sei auf sich allein gestellt gewesen. Am Ort, an dem er gelebt habe, 

habe es lediglich eine Hilfsorganisation gegeben, wo ihm erklärt worden 

sei, dass er nur bis zum Erhalt des Schutzstatus Hilfe erhalte, aber danach 

auf eigenen Beinen stehen müsse. Er habe intensiv versucht, Arbeit und 

Möglichkeiten zum Erlernen der Sprache zu finden, seine Bemühungen 

seien jedoch erfolglos geblieben. Aus finanziellen Gründen könne er es 

sich in Griechenland nicht leisten, zur Unterstützung einen Anwalt zu be-

auftragen. Schliesslich habe er auch vergeblich versucht, bei der Polizei 

Hilfe in Zusammenhang mit den Personen aus dem Drogenmilieu zu erhal-

ten. Diese habe aber nichts unternommen. Die Darstellung im Entscheid-

entwurf entspreche vielleicht theoretisch den rechtlichen Umständen, habe 

aber mit der Lebensrealität für Flüchtlinge in Griechenland nichts zu tun.   

H.  

Mit Verfügung vom 3. Oktober 2025 – gleichentags eröffnet – trat das SEM 

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in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht ein, wies ihn aus der Schweiz weg 

und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft die-

ser Verfügung zu verlassen. Ferner beauftragte es den Kanton E._______ 

mit dem Vollzug der Wegweisung und händigte die editionspflichtigen Ak-

ten aus. 

I.  

Mit Eingabe vom 8. Oktober 2025 wandte sich der Beschwerdeführer ans 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung 

sei aufzuheben und sein Fall sei unter menschlichen Gesichtspunkten er-

neut zu prüfen. Es sei ihm die Möglichkeit zu geben, in einer persönlichen 

Anhörung seine Lebensbedingungen in Griechenland genauer zu erläu-

tern. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der auf-

schiebenden Wirkung der Beschwerde. 

J.  

Mit Schreiben vom 9. Oktober 2025 bestätigte die Instruktionsrichterin den 

Eingang der Beschwerde und hielt fest, dass der Beschwerdeführer den 

Ausgang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten dürfe. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der 

Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG). 

1.2 Soweit der Beschwerdeführer die Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung der Beschwerde beantragt, kann festgehalten werden, dass der Be-

schwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (vgl. 

Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das SEM diese vorliegend 

nicht entzogen hat, weshalb der entsprechende Antrag gegenstandslos ist.   

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2.  

2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Im Bereich des 

Ausländerrechts richtet sich die Kognition nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5).  

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-

lich unbegründet, weshalb darüber im Verfahren einzelrichterlicher Zustän-

digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin 

ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Be-

gründung zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 

AsylG). 

4.  

4.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 

zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben (Art. 

31a Abs. 1 Bst. a AsylG). 

4.2 Das SEM hat im Falle des Beschwerdeführers auf dieser Grundlage 

einen Nichteintretensentscheid erlassen und die Wegweisung nach Grie-

chenland verfügt. Dies ist nicht zu beanstanden, da es sich (1.) bei Grie-

chenland um einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (gemäss Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 

2007; in Kraft seit dem 1. Januar 2008), sich der Beschwerdeführer (2.) bis 

anhin dort aufgehalten hat und er (3.) auch wieder in diesen Staat zurück-

kehren kann, nachdem sich Griechenland ausdrücklich zu seiner Wieder-

aufnahme bereit erklärt hat. Damit sind die drei Grundvoraussetzungen für 

einen Entscheid nach Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt. Festzuhalten 

bleibt in diesem Zusammenhang, dass vom Beschwerdeführer nichts ein-

gebracht wird, was geeignet wäre, die gesetzliche Vermutung seiner 

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Sicherheit in Griechenland (im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) zu 

erschüttern. 

4.3 Da nach dem Gesagten die Voraussetzungen für einen Nichteintreten-

sentscheid in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfüllt sind, ist 

das SEM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten. 

5.  

5.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).  

5.2 Der Beschwerdeführer verfügt in der Schweiz insbesondere weder 

über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-

spruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

6.  

6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

6.2  

6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

6.2.2 Es handelt sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat, in wel-

chem der Beschwerdeführer Schutz vor Rückschiebung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 AsylG findet. Griechenland ist sodann Signatarstaat der 

EMRK, des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe [FoK, SR 0.105], des Abkommens über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 

31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völ-

kerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt das 

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Bundesverwaltungsgericht an, dass die Lebensbedingungen in Griechen-

land schwierig sind. Trotz gewisser Schwachstellen kann aber nicht von 

einem dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Es existie-

ren in Griechenland verschiedene Angebote, die Schutzberechtigten offen-

stehen, auch wenn die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und Inf-

rastrukturhilfen und Angebote bisher vor allem von internationalen Akteu-

ren in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und finan-

ziert worden sind. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesverwal-

tungsgericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in 

der Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken. Ebenso ist an-

zunehmen, dass Rückkehrenden keine menschenunwürdige Behandlung 

droht, weshalb für sie kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen Behand-

lung besteht (vgl. Urteil des BVGer D-2590/2025 vom 11. September 2025 

E. 8.1 [zur Publikation als Referenzurteil vorgesehen]). Vorliegend deutet 

nichts darauf hin, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach 

Griechenland einer menschenunwürdigen oder erniedrigenden Behand-

lung ausgesetzt sein könnte. Daran vermögen auch die von ihm geschil-

derten Schwierigkeiten in Griechenland nichts zu ändern. 

6.2.3 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

6.3  

6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder 

EFTA-Staat vermutungsweise zumutbar, wobei diese Legalvermutung mit 

Bezug auf Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Personen gilt 

(vgl. Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 E. 11.3). Es obliegt der be-

troffenen Person, diese Legalvermutung umzustossen. Dazu hat sie ernst-

hafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland aufgrund 

von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitli-

cher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. a.a.O. E. 11.4). 

Allein die Tatsache, dass sich die bisherige Integration der betroffenen Per-

son in Griechenland als schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der Weg-

weisung noch nicht als unzumutbar erscheinen (vgl. a.a.O. E. 11.5.2). 

6.3.2 Die Vorinstanz hat mit überzeugender Begründung aufgezeigt, wes-

halb sie unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zur Erkenntnis 

gelangt, dass der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer zu-

mutbar ist. Sie hat zutreffend auf die Verpflichtungen Griechenlands ge-

genüber Schutzberechtigten bezüglich Unterbringung, medizinischer Ver-

sorgung, Sozialhilfe und Erwerbstätigkeit hingewiesen, welche sich insbe-

sondere aus der Qualifikationsrichtlinie sowie auch aus der FK ergeben. 

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Auch wenn eine adäquate Eingliederung des Beschwerdeführers in die so-

zialen Strukturen Griechenlands als anerkannter Flüchtling mit nicht zu ver-

kennenden Erschwernissen verbunden sein mag, vermögen seine Vorbrin-

gen die Anforderungen an eine konkrete Gefährdung nicht zu erfüllen. Bei 

einer Rückkehr nach Griechenland ist es dem Beschwerdeführer möglich, 

sich für eine Unterkunft, Sozialleistungen und allfällig benötigte medizini-

sche Behandlungen an die entsprechenden Stellen zu wenden und die er-

forderliche Hilfe – nötigenfalls mit der Unterstützung durch karitative Orga-

nisationen – auf dem Rechtsweg einzufordern, selbst wenn die diesbezüg-

lichen Prozedere mit grösseren Hürden als in der Schweiz verbunden sein 

sollten. Es ist daher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzuneh-

men, dass er bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine existenzielle 

Notlage geraten würde, die er nicht aus eigener Kraft abwenden kann. We-

der die fehlenden Sprachkenntnisse noch die bisherigen Schwierigkeiten 

bei der Arbeitssuche stehen seiner wirtschaftlichen und sozialen Integra-

tion in Griechenland dauerhaft entgegen. Auch wenn es dem Beschwerde-

führer während seines Aufenthalts in Griechenland noch nicht gelang, eine 

geregelte Erwerbstätigkeit aufzunehmen, konnte er nach eigenen Angaben 

Miete und Lebenshaltungskosten durch temporäre Aufträge decken (Be-

fragung vom 27. August 2025, […]). Aus den Akten geht zudem nicht her-

vor, dass er alle zumutbaren Schritte unternommen hat, um sich in Grie-

chenland tatsächlich zu integrieren, reiste er doch bereits zweieinhalb Mo-

nate nach der Schutzgewährung wieder aus. In Übereinstimmung mit der 

Vorinstanz kann folglich nicht davon ausgegangen werden, dass ihm die 

griechischen Behörden zustehende Leistungen dauerhaft verweigern wür-

den. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, mehrmals 

von Fremden, Süchtigen oder Mafiamitgliedern bedroht oder belästigt wor-

den zu sein, ist darauf hinzuweisen, dass Griechenland über funktionie-

rende Polizei- und Justizbehörden verfügt, welche die Sicherheit und 

Rechtsstaatlichkeit gewährleisten. Allfällige Drohungen oder Übergriffe 

durch Privatpersonen können somit bei den dafür vorgesehenen staatli-

chen Organen vorgebracht werden. 

6.3.3 Dem Beschwerdeführer ist es nach dem Gesagten nicht gelungen, 

die oben umschriebene Legalvermutung umzustossen. Der Vollzug der 

Wegweisung erweist sich daher als zumutbar.  

6.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich als möglich zu erachten 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), zumal die griechischen Behörden einer Rücküber-

nahme des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben. 

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7.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist somit nicht 

angezeigt. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Verfahrenskosten in der 

Höhe von Fr. 1'000.- aufzuerlegen (vgl. Art. 63 VwVG).  

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000 werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Mara Urbani 

 

 

Versand: