# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9dde19ee-8674-54c0-bba6-d7f7e3e94021
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.09.2009 D-5625/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5625-2009_2009-09-11.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5625/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren 20. Mai 1985,
Mongolei,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. September 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5625/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 6. Juli  2009 verliess  und auf  dem Landweg via  Russland  in  die 
Schweiz reiste, wo er am 15. Juli 2009 um Asyl nachsuchte,

dass er am 31. Juli 2009 summarisch befragt und am 27. August 2009 
zu seinen Fluchtgründen angehört  wurde (vgl. Art. 26 Abs. 2 und 29 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 
machte, er habe seit dem Jahr 2005 beim Staatssicherheitsdienst ge-
arbeitet,

dass er am 1. Juli 2008 zusammen mit anderen Personen des Sicher-
heitsdienstes für die Bewachung von Regierungsgebäuden zuständig 
gewesen sei und sie auf Befehl fünf Personen erschossen hätten,

dass diese Angelegenheit in der Folge untersucht worden und es auch 
zu Festnahmen von unschuldigen Personen gekommen sei, 

dass der  neue Präsident,  welcher  am 24. Mai  2009 gewählt  worden 
sei,  die  Ereignisse  des  1.  Juli  2008  nochmals  habe  untersuchen 
lassen,

dass  der  ehemalige  Präsident  der  Mongolei  beabsichtigt  habe,  die 
wahren Hintergründe des 1. Juli 2008 zu vertuschen, weshalb die er-
wähnten Sicherheitsleute hätten beseitigt werden sollen, 

dass der Vorgesetzte ihm telefonisch mitgeteilt habe, er solle sein Le-
ben retten,

dass  er  in  der  Nacht  vom  1.  Juli  2009  in  einen  Wald  der  Provinz 
B._______  entführt  worden  sei,  wo  man  versucht  habe,  ihn 
umzubringen,

dass ihm jedoch die Flucht  aus dem Wald gelungen sei,  er  sich bei 
einem Freund versteckt habe und später aus der Mongolei ausgereist 
sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. September 2009 – gleichentags 
eröffnet – in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das Asylgesuch 

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nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen ausführte, die Mongo-
lei  sei  vom Bundesrat  mit  Beschluss  vom 28.  Juni  2000  als  verfol-
gungssicherer Staat (safe country) gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 
bezeichnet worden,

dass sich der Beschwerdeführer zu seinen Asylgründen widersprüch-
lich geäussert habe, namentlich bezüglich seiner Entführung und der 
Länge des Aufenthalts bei seinem Freund,

dass der Beschwerdeführer zur Arbeit gegangen sei, nachdem er von 
der Gefahr erfahren gehabt habe, von Anhängern des ehemaligen Prä-
sidenten umgebracht zu werden, entspreche nicht dem Verhalten einer 
verfolgten Person, 

dass  seine  Vorbringen  angesichts  der  zahlreichen  Ungereimtheiten 
unglaubhaft seien und es ihm mithin nicht gelungen sei, die Vermutung 
fehlender Verfolgung zu widerlegen,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer am 6. September 2009 (Poststempel) ge-
gen  diesen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  eine  handge-
schriebene Beschwerde einreichte,

dass  er  mit  Eingabe  vom  7.  September  2009  seine  Beschwerde 
ergänzte  und  beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  vom  3. Septem-
ber 2009 sei aufzuheben, auf sein Asylgesuch sei einzutreten und die 
Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass er  in  prozessrechtlicher  Hinsicht  um Verzicht  auf  die Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  beziehungsweise  der  Verfahrenskosten  er-
suchte,

dass er zudem einen Kurzbericht über die Menschenrechtslage in der 
Mongolei und Dokumentationen betreffend die Wahlen 2008 ins Recht 
legte,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 8. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt  ist,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung beziehungsweise Änderung hat  und daher  zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass vorab festzustellen ist, dass sich die Vorinstanz mit den Vorbrin-
gen  des  Beschwerdeführers  einlässlich  auseinandergesetzt  hat  und 
die wesentlichen Widersprüche und Ungereimtheiten, worauf nachste-
hend  noch  einzugehen  sein  wird,  in  der  angefochtenen  Verfügung 
erwähnt hat (vgl. Ziff. 1 S. 3 Abs. 6 und 7), weshalb der Begründungs-
pflicht  genügend  Rechnung  getragen  wurde  (vgl.  S.  2  Abs.  3  der 
Rechtsmitteleingabe),

dass der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 
Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 29 VwVG) nur die Feststel-
lung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes,  nicht  aber  die  rechtliche 
Würdigung desselben beschlägt, weshalb dem Betroffenen in der Re-
gel  kein  Recht  auf  vorgängige  Stellungnahme bezüglich  Fragen  der 
rechtlichen  Beurteilung  und  Würdigung  von  Tatsachen  einzuräumen 
ist,  es  sei  denn,  die  Behörde  gedenke  sich  in  ihrem  Entscheid  auf 
einen  völlig  unüblichen,  nicht  voraussehbaren  Rechtsgrund  ab-
zustützen (vgl. BGE 114 Ia 99;  JÖRG PAUL MÜLLER,  Grundrechte in der 
Schweiz, 3. Aufl., Bern 1999),

dass somit  in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  der  Beschwerdeführer  – 
entgegen seiner Meinung – an der Anhörung nicht zwingend auf seine 
Widersprüche  aufmerksam  gemacht  werden  musste  (vgl.  EMARK 
1994 Nr. 13 S. 111 ff.) und daher das rechtliche Gehör nicht verletzt 
wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-

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lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Staatsangehöri-
ger der Mongolei ist,  der Bundesrat die Mongolei mit Beschluss vom 
28. Juni 2000 zum "safe country" im obgenannten Sinn erklärt hat und 
auf diese Einschätzung im Rahmen der periodischen Überprüfung (vgl. 
Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist,

dass somit die formelle Voraussetzung für den Erlass eines Nichtein-
tretensentscheides gestützt auf Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist,

dass zu prüfen bleibt, ob das BFM im Weiteren zu Recht erwogen hat, 
aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Be-
zug auf die Mongolei bestehende Vermutung der Verfolgungssicherheit 
widerlegen könnten,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur 
Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte 
Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  von  Menschenhand 
verursachte  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44  Abs.  2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3  und 4  des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 
2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass ausserdem ein im Vergleich zum – bereits erleichterten – Beweis-
mass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzu-
wenden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssiche-
ren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden 
muss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erläu-
terten Sinn) zu verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon 
auf den ersten Blick erkannt werden kann (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 
S. 16 f.),

dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe zahlreiche 
Ungereimtheiten enthalten,

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dass er an der summarischen Befragung beispielsweise darlegte, sie 
seien vier Sicherheitsleute gewesen, welche den Befehl erhalten hät-
ten, die fünf Personen zu erschiessen (Akte A1 S. 6),

dass er  demgegenüber an der Bundesanhörung erwähnte,  sie  seien 
zu  dritt  gewesen,  als  sie  auf  die  Zivilpersonen  geschossen  hätten 
(Akte A9 S. 4 F22 und F39),

dass er im Übrigen unterschiedliche Angaben machte, wie er in einen 
Wald in der Provinz B._______ gezerrt worden sei, 

dass der Beschwerdeführer einmal ausführte, zwei der Männer hätten 
ihn in den Wald gezerrt  und der Dritte  habe ihm eine Waffe an den 
Rücken gehalten (Akte A9 S. 6 F24),

dass der Beschwerdeführer ein andermal erklärte, der dritte Mann sei 
im Auto geblieben (Akte A9 S. 10 F64 und F65), 

dass er ferner an der Anhörung zu Protokoll gab, er sei von der Nacht 
vom 30. Juni auf den 1. Juli 2009 (Akte A9 S. 9 F61) entführt worden, 
um kurz danach zu korrigieren, dies sei von der Nacht vom 1. auf den 
2. Juli 2009 gewesen (Akte A9 S. 9 F62),

dass im Weiteren auf die zutreffenden Erwägungen in der vorinstanzli-
chen Verfügung vom 3. September 2009 (Ziff. 1 S. 3 Abschnitt 6 und 7) 
verwiesen werden kann,

dass demnach die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe 
in ihrer Gesamtheit als auf den ersten Blick unglaubhaft zu erkennen 
sind,

dass sich die Beschwerde inhaltlich auf eine sinngemässe Wiederho-
lung der bisherigen Aussagen des Beschwerdeführers beschränkt und 
somit den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz nichts Substanziel-
les entgegenzusetzen vermag,

dass der  Beschwerdeführer  in  seiner  handschriftlichen Eingabe vom 
6. September 2009 nämlich einzig auf die widersprüchlichen Schilde-
rungen  betreffend  den  Ablauf  seiner  geltend  gemachten  Entführung 
eingeht,

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dass er indessen den anderen Erwägungen des Bundesamtes (wider-
sprüchliche Angaben zum Zeitpunkt der Entführung; Verbleib zu Hause 
trotz Warnung des Vorgesetzten; widersprüchliche Angaben zur Länge 
des Aufenthaltes beim Freund) nichts entgegensetzt,

dass es dem Beschwerdeführer damit nicht gelingt, die Schlussfolge-
rungen des BFM umzustossen,

dass das BFM demnach in Anwendung von  Art. 34 Abs. 1 AsylG zu 
Recht  auf  das  Asylgesuch  des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zu-
dem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen, weshalb das in Art. 5 
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements 

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im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhalts-
punkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von 
Art. 3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101) ersichtlich 
sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass insbesondere keine individuellen, in der Person des Beschwerde-
führers liegenden Gründe gegen einen Vollzug der Wegweisung spre-
chen,

dass der junge Beschwerdeführer über eine juristische Ausbildung ver-
fügt  und  während  mehrerer  Jahre  als  Leibwächter  im  Staatssicher-
heitsdienst gearbeitet hat (Akte A1 S. 2), 

dass er zudem auf ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz in seinem 
Heimatland zurückgreifen  kann,  welches ihm seine Reintegration  er-
leichtern wird (Ehefrau und Mutter, A1 S. 3),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten,  aufgrund des direkten Entscheids in  der Hauptsache ge-
genstandslos geworden ist,

dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei grundsätzlich die 
Kosten des Verfahrens zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass von dieser Regel nicht abzuweichen ist und der Antrag, auf die 
Erhebung der Verfahrenskosten sei zu verzichten, abzuweisen ist, da 
aufgrund  der  vorstehenden  Ausführungen  den  Beschwerdebegehren 
keine  ernsthaften  Erfolgsaussichten  beschieden  waren  (vgl.  Art.  65 
Abs. 1 VwVG),

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  [des  zuständigen 
Zentrums] (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, [das zuständige Zentrum] (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr.  N  [...],  mit  der  Bitte  um  Eröffnung  des  Urteils  an  den 
Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der  beiliegenden 
Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- [zuständige kantonale Behörde] ad [...] (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand: 

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