# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2aa18466-9d20-5442-b3ef-bebbfa9c3ae8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.04.2017 200 2016 157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-157_2017-04-06.pdf

## Full Text

200 16 157 IV
KNB/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. April 2017

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.______AG lic. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Dezember 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer), zuletzt bzw. bis April 2014 als Lagerist bei der D.______AG tätig, 
meldete sich am 19. November 2012 unter Hinweis auf ein Rückenleiden 
und eine dadurch bedingte Beeinträchtigung der Arm- und Handfunktionen 
links bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbe-
zug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin], [act. II], 2; 6 S. 1; 11 S. 3; 63 S. 2). Die IVB klärte den Sachverhalt in 
erwerblicher Hinsicht ab und holte Berichte der behandelnden Ärzte ein; 
insbesondere veranlasste sie in der MEDAS ein polydisziplinäres (internis-
tisch/neurologisch/rheumatologisch/psychiatrisches) Gutachten (Expertise 
vom 25. November 2013 [act. II 50.1]). In der Folge erteilte sie dem Versi-
cherten Kostengutsprache für eine berufsberaterische Abklärung (act. II 
52), übernahm die Kosten für eine Bürofachschule (Beginn: 28. April 2014 
[act. II 67]) und gewährte dem Versicherten Arbeitsvermittlung (act. II 72); 
Letztere wurde jedoch – nachdem der Versicherte der IVB telefonisch mit-
geteilt hatte, seine rheumatischen Beschwerden seien schlimmer geworden 
und er sehe keinen Sinn darin, die Unterstützung der Arbeitsvermittlung 
zum aktuellen Zeitpunkt aufrecht zu halten (Protokoll, Eintrag vom 30. De-
zember 2014 [in den Gerichtsakten]) – mit Verfügung vom 18. Februar 
2015 (act. II 89) abgeschlossen. Hierauf liess die IVB den Versicherten auf 
Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) durch die Dres. 
med. E.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation 
und Rheumatologie FMH und F.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, bidisziplinär begutachten (Expertisen vom 25. März 
und 6. April 2015 und interdisziplinäre Beurteilung vom 9. April 2015 [act. II 
96.1; 95.1; 96.2]). Nachdem die IVB zudem bei med. pract. G.________, 
Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH (RAD), einen 
ärztlichen Bericht eingeholt hatte (act. II 101 S. 3), stellte sie dem Versi-
cherten mit Vorbescheid vom 24. August 2015 (act. II 102) ab September 
2013 die Ausrichtung einer bis am 31. Juli 2014 befristeten halben Invali-
denrente in Aussicht. Dagegen liess der Versicherte Einwand erheben (act. 
II 106), woraufhin die IVB eine Stellungnahme von med. pract. G.________ 

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(RAD) einholte (act. II 108 S. 2). Mit Verfügung vom 17. Dezember 2015 
(act. II 112; 120 S. 2-5) entschied die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht 
gestellt.

B.

Dagegen lässt der Versicherte, vertreten durch die B.________, lic. iur. 
C.________, mit Eingabe vom 28. Januar 2016 Beschwerde erheben. Er 
stellt die folgenden Anträge: 

1. Die Verfügung vom 17. Dezember 2015 sei aufzuheben und dem Be-
schwerdeführer seien die gesetzlich geschuldeten Leistungen auszurich-
ten.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin.

In der Begründung lässt der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend 
machen, das MEDAS-Gutachten vom 25. November 2013 stehe im Wider-
spruch zum bidisziplinären Gutachten vom 9. April 2015, wobei das Teil-
gutachten von Dr. med. E.________ aus verschiedenen Gründen 
mangelhaft sei. Insbesondere äussere er sich nicht zur festgestellten 
100%igen Erwerbsfähigkeit und auch nicht zur diesbezüglich abweichen-
den Einschätzung im rheumatologischen Teilgutachten von Dr. med. 
H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie 
FMH, welcher im Rahmen des polydisziplinären Gutachtens eine 50%ige 
Erwerbsfähigkeit postuliert habe. 

Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde unter Auferlegung der Verfahrens-
kosten zu Lasten des Beschwerdeführers. In der Begründung macht sie 
hauptsächlich geltend, sowohl aufgrund des fachärztlichen Berichts des 
Spitals N.________ vom 23. Januar 2014 als auch gestützt auf das bidiszi-
plinäre Gutachten der Dres. med. E.________ und F.________ sei eine 
Besserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen, weshalb die Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit von Dr. med. E.________ – die überdies mit 
den Aktivitäten im ausserberuflichen Leben des Beschwerdeführers korre-
spondiere – beweiswertig sei. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. Dezember 2015 
(act. II 112; 120 S. 2-5). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine 
Invalidenrente. In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
Invalidenrente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befris-
tung der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungs-
befugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten 
gebliebenen Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausge-
nommen blieben (BGE 125 V 413). Folglich ist hier nicht nur der Zeitraum 
ab Juli 2014 zu beurteilen, sondern auch die zugesprochenen Leistungen 
ab September 2013.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (vgl. E. 2.1 vorne) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

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Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). 

2.3.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 

Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-
Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers präsentiert sich 
aufgrund der Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 Dr. med. I.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, diagnosti-
zierte im Bericht vom 15. November 2012 (act. II 9 S. 13 f.) im Wesentli-
chen beidseitige Brachialgien bei hohem Verdacht auf ein Carpaltunnel-
syndrom (CPS) beidseits. Bei ausgeschöpften Massnahmen bezüglich 
peripherer Nervenchirurgie sei der Zeitpunkt gekommen, die zentralen Ur-
sachen im Bereich der HWS anzugehen (S. 13). 

Am … 2012 führte er eine Spondylodesenrevision im Bereich C3/4 sowie 
eine anteriore interkorporelle Spondylodese im Bereich C4/5 durch (act. II 
23 S. 9). 

3.1.2 Mit undatiertem, bei der Beschwerdegegnerin am 3. Dezember 
2012 (act. II 9 S. 2-6) eingegangenem Bericht diagnostizierte Dr. med. 
J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, im Wesentli-
chen eine HWS- und LWS-Problematik (S. 2), welche zu neurologischen 
Ausfällen in beiden Armen führe. Die Arbeitsunfähigkeit betrage seit 
3. September 2012 bis auf weiteres 100% (S. 3). 

3.1.3 Mit Bericht vom 10. Januar 2013 (act. II 23 S. 7 f.) hielt Dr. med. 
I.________ fest, klinisch zeige sich ein unverändert unauffälliges Bild mit 
insbesondere fehlenden motorischen Ausfallsymptomen an den oberen 
Extremitäten. Nach anfänglich gutem Verlauf zeige der Beschwerdeführer 
nun eine Konsolidation auf knapp befriedigendem Niveau. Differentialdia-
gnostisch müsse sicherlich auch an eine Myelomalazie gedacht werden mit 
Ausbildung einer neuropathischen und chirurgisch nicht beeinflussbaren 
Restneuropathie. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100% (S. 7). 

3.1.4 Dr. med. K.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizier-
te mit Bericht vom 20. März 2013 (act. II 24 S. 3 f.) im Wesentlichen einen 
Verdacht auf eine rheumatologische Erkrankung, DD rheumatoide Arthritis, 
einen Status nach Carpaltunnel-Releaseoperation beidseits sowie ein 
Schlafapnoesyndrom. Im klinischen Befund präsentiere sich keine Atrophie 
der intrinsischen Handmuskeln und keine Thenaratrophie; es bestehe eine 

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diffuse Schwellung der Hand sowie des Handgelenks beidseits. Weiterhin 
beständen Brachialgien beidseits (S. 3). Ein Rezidiv des CPS sei aufgrund 
durchgeführter Neurographien ausgeschlossen worden, ein Rezidiv einer 
zervikalen Problematik unwahrscheinlich. Angesichts der Klinik mit Schwel-
lungsgefühl der Hände beidseits einerseits und dem Ansprechen auf die 
Steroidinfiltration andererseits sei ein rheumatisches Leiden wahrscheinlich 
(S. 4).

3.1.5 Mit Bericht vom 11. April 2013 (act. II 25) hielt Dr. med. 
L.________, Facharzt für Rheumatologie FMH, als Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit aktivierte Polyarthrosen der Handwurzelkno-
chen beidseits fest (S. 1). Für schwere Tätigkeiten bestehe aus 
rheumatologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit; für leichte wech-
selbelastende Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer hingegen zu 100% 
arbeitsfähig (S. 2). 

Am 23. September 2013 (act. II 50.2 S. 3 f.) berichtete Dr. med. 
L.________, der Beschwerdeführer habe keinerlei Reduktion der Handge-
lenksbeschwerden unter einer Therapie mit Methotrexat und Plaquenil be-
merkt. Er beklage weiterhin ein Taubheitsgefühl der Finger sowie 
intermittierende Schmerzen der Handgelenke beidseits tags und nachts. In 
der klinischen Untersuchung fänden sich weiterhin keine Hinweise für ent-
zündliche Gelenksveränderungen; eine sonographische Untersuchung bei-
der Handgelenke zeige eine leicht ausgeprägte Synovitis im linken, indes 
keine Auffälligkeiten im rechten Handgelenk; es beständen keine Tenosyn-
ovitiden. Die Beschwerden seien weiterhin schwierig zuzuordnen (S. 3). 
Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in keinster Weise auf die Medi-
kamente anspreche, spreche eher gegen eine rheumatische Ätiologie der 
Beschwerden (S. 4). 

Mit Bericht vom 17. Oktober 2013 (act. II 50.2 S. 1 f.) hielt Dr. med. 
L.________ fest, die Ätiologie der Handgelenksbeschwerden sei weiterhin 
unklar (S. 1). 

3.1.6 Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 25. November 2013 
(act. II 50.1) wurden die folgenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
festgehalten (S. 24): 

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Strukturelle Diagnosen

• Schwere Adipositas (BMI 42)
• Halswirbelsäule mit vorzeitigen degenerativen Veränderungen, mit 

Zustand nach Spondylodese C3/4 mit regulären Zeichen der Konso-
lidation, mit Zustand nach Diskusprothese C4/5 ohne Zeichen der In-
stabilität

• Lumbosakraler Übergang mit vorzeitigen degenerativen Verände-
rungen

• Beide Hände mit entzündlichen Veränderungen der Handwurzelge-
lenke

• Cervicospondylogene Gefühlsstörungen links

Funktionelle Diagnosen

• Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, mit Beein-
trächtigung von anderen Gefühlen und mit Schlafstörung (ICD-10 
F43.21, F43.23)

Der Beschwerdeführer gebe an, heute im Nacken, in den Armen und Hän-
den sowie im Kreuz Beschwerden zu haben (S. 6). Zentrales Problem sei-
en jedoch Schmerzen im Bereich beider Handgelenke sowie ein 
unangenehmes Ameisenlaufen und diffuse Gefühllosigkeit in den Fingern 
beider Hände, nächtlich betont. Aufgrund der Handgelenksschmerzen kön-
ne er keine Lasten mehr tragen, weshalb er nicht mehr wieder in seine kör-
perlich schwere Tätigkeit beim früheren Arbeitgeber eingesetzt werden 
könne (S. 16). Seit März 2013 gehe es gesundheitlich unverändert (S. 7). 

In der interdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, im Bewe-
gungsapparat ständen die degenerativen Veränderungen der Halswir-
belsäule mit zweimaliger Operation und die Gelenksveränderungen in der 
Handwurzel im Vordergrund. Letztere könnten zwar als strukturelle Verän-
derungen beschrieben werden; eine ätiologische, d.h. auf die Ursache be-
zogene, Diagnosestellung sei bisher nicht möglich gewesen. Aus 
neurologischer Sicht seien die Missempfindungen im linken Arm sowie in 
beiden Händen als im Rahmen einer spondylogenen Symptomatik überla-
gert zu bewerten (S. 24). In der bisherigen Tätigkeit bestehe seit Septem-
ber 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 26). Hinsichtlich einer den 
Leiden angepassten Tätigkeit seien administrative Arbeiten, Arbeiten mit 
sehr leichter Lastenhandhabung bis Schulterhöhe, Arbeiten in Wechselhal-
tung und Arbeiten im Sitzen, Gehen oder Stehen in einer Arbeitsebene zu 
50% sowie bei ausschliesslicher Tagesschichtarbeit ohne zusätzliche Leis-
tungsminderung zumutbar (S. 27). In rheumatologischer Hinsicht sei so-

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dann eine weitere vertiefte Abklärung und eine erweiterte Behandlung er-
forderlich (S. 26). Möglicherweise könne nach geplanter Zuweisung durch 
therapeutische Bemühungen im Spital N.________ die Situation leistungs-
relevant verbessert werden (S. 17). 

3.1.7 Dr. med. M.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie der Universitätsklinik für Rheumatologie, Spital 
N.________, hielt im Bericht vom 23. Januar 2014 (act. II 59) fest, er beur-
teile den subjektiv im Vordergrund stehenden Schmerz als neuropathisch, 
DD residuell bei myelopathischen Veränderungen in der MRT der HWS aus 
dem Jahre 2012 (S. 1). Als Lagerist sei der Beschwerdeführer aus rheuma-
tologischer Sicht nicht mehr arbeitsfähig. Für leichte bis mittelschwere kör-
perliche Tätigkeiten bestehe hingegen keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit, weshalb eine Umschulung zu begrüssen sei (S. 2). 

Am 24. Februar 2014 (act. II 79 S. 18 f.) berichtete Dr. med. M.________, 
die MRT der HWS zeige eine gegenüber den Voraufnahmen unveränderte 
Myelopathie auf Höhe C3 – C5, die sich zwanglos durch die frühere Spinal-
kanalstenose erklären lasse (S. 18 f.). Rechts betont liege unverändert eine 
Einengung der Neuroforamina auf Höhe C4/5 mit möglicher Affektion der 
Wurzel C5, was die derzeit im Vordergrund stehende Klinik nicht erkläre. 
Die MRT der Hände zeige gegenüber der Voraufnahme unveränderte Ero-
sionen der linken Handwurzel ohne Hinweise auf eine floride Synovitis 
beidseits, womit sich keine gegenüber der initialen Beurteilung therapiere-
levanten neuen Aspekte ergäben (S. 19). 

3.1.8 Mit Bericht vom 4. August 2014 (act. II 79 S. 8-10) hielt Dr. med. 
K.________ fest, klinisch-neurologisch bestehe hinsichtlich der oberen 
Extremitäten bei intermittierend irritierenden Schmerzen im Moment ein 
Normalbefund ohne radikuläre Ausfallsymptomatik. Beim 
Beschwerdeführer müsse die stattgehabte Myelopathie auf cervicaler 
Ebene in Betracht gezogen werden. Die MRI-Bilder vom Februar 2014 
zeigten intakte entlastete anatomische Verhältnisse. Allerdings zeige sich 
doch eine erhebliche Myelopathie, wobei keine Möglichkeit wie auch keine 
Notwendigkeit eines erneuten operativen Vorgehens bestehe. Hinsichtlich 
der lumbalen Beschwerden handle es sich angesichts des MRI-Befundes 
vom Januar 2014 wohl am ehesten um eine Radikulopathie L4. Aktuell 

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bestehe keine Reiz- und keine Ausfallsymptomatik, einzig eine lokale 
Druckdolenz lumbal. Er habe den Beschwerdeführer bestärkt, den bereits 
eingeschlagenen Weg der Gewichtsabnahme fortzusetzen (S. 9). 

3.1.9 Im bidisziplinären rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten der 
Dres. med. E.________ und F.________ vom 25. März bzw. 9. April 2015 
(act. II 96.1 f.; 95.1) wurden in rheumatologischer Hinsicht im Wesentlichen 
die folgenden Diagnosen gestellt (act. II 96.1 S. 18 f.): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

Chronische doppelseitige bi- (tri-) kausale Handgelenksschmerzen 

• Lokal mechanische Ursache (mutmasslich seit Jahren)
• Neuropathisches Schmerzgeschehen (seit 2011/2012)
• Herabgesetzte Schmerzschwelle, respektive relative Schmerzintoleranz

Chronisch rezidivierendes, aktuell lumbospondylogenes Schmerzsyndrom 
(seit 1988)

• Leichte Fehlhaltung, mässiggradige Bewegungseinschränkung der 
LWS mit leichtem Hartspann; keine radikulären Zeichen

• Erhebliche Adipositas
• Bildgebend degenerative Veränderungen L3/4 bis L5/S1
• Relative Schmerzintoleranz

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

• Residuelles Zervikalsyndrom 
• Gicht
• Beginnende Gonarthrose links

In psychiatrischer Hinsicht stellte Dr. med. F.________ keine Diagnose mit 
(anhaltender) Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine anhaltende somatofor-
me Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie Probleme bei der beruflichen 
Eingliederung (ICD-10 Z56; act. II 95.1 S. 7).

In der interdisziplinären Beurteilung vom 9. April 2015 (act. II 96.2) hielten 
die Gutachter fest, der Beschwerdeführer leide an doppelseitigen Handge-
lenksschmerzen. Die Natur der zugrundeliegenden Veränderungen im Be-
reiche diverser Handwurzelknochen habe bisher nicht geklärt werden 
können, wobei aktuell zumindest kein entzündliches Geschehen vorliege. 
Ende 2011, anfangs 2012 sei eine neue Schmerzqualität hinzugekommen 

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und der Beschwerdeführer habe über eine starke Brachialgie geklagt. Da 
das Bild an ein doppelseitiges CPS erinnert habe, sei – trotz negativer 
Elektrophysiologie – der rechte Nervus medianus operativ „dekomprimiert“ 
worden. Eine Beschwerdelinderung sei aber ausgeblieben, so dass die 
Ursache jetzt an der HWS gesucht worden sei. Aber auch ein zweiter chir-
urgischer Eingriff auf Höhe C4/5 habe keine Verbesserung gebracht, so 
dass als Teilursache der Hand-/Fingerbeschwerden jetzt zusätzlich eine 
neuropathische Schmerzkomponente bei bekannter zervikaler Myelopathie 
habe angenommen werden müssen, zumal ein zervikoradikuläres Syndrom 
nicht vorliege (S. 1). Seit einem Jahr beklage der Beschwerdeführer zudem 
eine verstärkte Lumbalgie ohne radikuläre Zeichen, wobei eine Rücken-
schmerzanamnese bereits seit 1988 bestehe. Obwohl nach Anamnese, 
Klinik und bildgebenden Befunden die beklagten Beschwerden in ihrer Art 
nachvollziehbar seien, müsse aufgrund der Beobachtungen bei der Unter-
suchung als Teilfaktor doch eine herabgesetzte Schmerztoleranz postuliert 
werden. 

Aus Sicht des Rheumatologen könnten dem Beschwerdeführer Hand- und 
Rückenschwerarbeiten bzw. die letzte Tätigkeit – soweit diese wiederholt 
Arbeiten mit grösserer Handbelastung und Arbeiten mit Rückenbelastung 
beinhaltet habe – nicht mehr zugemutet werden (S. 2). Eine leichte, wech-
selbelastende Tätigkeit für den Rücken (nach erfolgreicher Behandlung bis 
mittelschwere Tätigkeit) sei aber ganztags zumutbar. Hinsichtlich der Hän-
de seien Arbeiten, die grösseren Kraftaufwand erforderten oder regelmäs-
sig repetierte Bewegungen aus den Handgelenken heraus nicht zumutbar 
(act. II 96.1 S. 23). 

In psychiatrischer Hinsicht könne die vom Rheumatologen postulierte Her-
absetzung der Schmerztoleranz durch die psychosomatische Überlagerung 
der Schmerzen im Rahmen der anhaltenden somatoformen Schmerz-
störung erklärt werden. Angesichts des Fehlens einer anhaltenden psychi-
schen Komorbidität bestehe aus psychiatrischer Sicht keine 
krankheitsverursachte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es könne somit 
vollumfänglich auf die rheumatologische Einschätzung abgestellt werden 
(act. II 96.2 S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 13

3.1.10 Mit Bericht vom 16. Juli 2015 (act. II 101 S. 3) hielt die RAD-Ärztin 
med. pract. G.________ fest, auch der Beschwerdeführer, welcher ur-
sprünglich eine Verschlechterung geltend gemacht habe, habe durch den 
erfolgreichen Abschluss seiner Bürofachschule bewiesen, dass die rheu-
matologische Einschränkung durch eine adäquate Therapie gut beeinfluss-
bar gewesen sei und sich in Bezug auf die Fingerbeweglichkeit und den 
Handeinsatz verbessert habe. Anders wäre ihm die Teilnahme am Kurs 
Bürofachschule 1 ab 28. April 2014 bis 9. März 2015 nicht möglich gewe-
sen, da ja viele Aufgaben zu Hause zusätzlich am PC durchgeführt und im 
Zehnfingersystem geübt werden müssten. Es könne davon ausgegangen 
werden, dass die Erwerbsfähigkeit ab 28. April 2014 in einem rein adminis-
trativen Bereich sicher bei 80%, wenn nicht sogar bei 100% gelegen habe. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 
Spezialärzte, welche diesen Anforderungen entsprechen, kommt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 14

grundsätzlich (voller) Beweiswert zu, solange nicht konkrete Indizien gegen 
deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 
17. Dezember 2015 für die Ermittlung der betreffend die Zeit ab September 
2013 zugesprochenen halben Invalidenrente in medizinischer Hinsicht auf 
das MEDAS-Gutachten vom 25. November 2013 (act. II 50.1) abgestellt. 
Mit Bezug auf die per 1. August 2014 erfolgte Rentenaufhebung legte sie 
insbesondere das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. E.________ und 
F.________ vom 25. März bzw. vom 6. und 9. April 2015 (act. II 96.1 f.; 
95.1) sowie den Bericht der RAD-Ärztin med. pract. G.________ vom 
16. Juli 2015 (act. II 101 S. 3) zugrunde (vgl. act. II 120 S. 3 f.). 

3.4 Zunächst geht aus den medizinischen Berichten und Gutachten 
übereinstimmend und zuverlässig (vgl. E. 3.2 vorne) hervor, dass der Be-
schwerdeführer seit anfangs September 2012 bis zum Zeitpunkt der ange-
fochtenen Verfügung vom 17. Dezember 2015 insbesondere aufgrund von 
Brachialgien sowie Beschwerden in beiden Händen in der Ausübung der 
bisherigen Tätigkeit als Lagerist durchgehend zu 100% arbeitsunfähig (vgl. 
act. II 9 S. 3; 50.1 S. 26; 59 S. 2; 96.1 S. 22) und das Wartejahr somit per 
31. August 2013 abgelaufen war (vgl. E. 2.2 vorne). Sodann folgt für die 
Zeit nach Ablauf des Wartejahres aus dem MEDAS-Gutachten vom 
25. November 2013 (act. II 50.1), dass dem Beschwerdeführer insbesonde-
re aufgrund der Missempfindungen im linken Arm und in beiden Händen 
nur mehr administrative Arbeiten, Arbeiten mit sehr leichter Lastenhandha-
bung bis Schulterhöhe, Arbeiten in Wechselhaltung sowie Arbeiten im Sit-
zen, Gehen oder Stehen in einer Arbeitsebene bei ausschliesslicher 
Tagesschichtarbeit im Umfang von 50% zumutbar waren (S. 27). 

3.5 Hinsichtlich der ab Ende April 2014 angenommenen Verbesserung 
des Gesundheitszustandes stellte die Beschwerdegegnerin – wie erwähnt 
(vgl. E. 3.3 vorne) – zunächst massgeblich auf das bidisziplinäre Gutachten 
der Dres. med. E.________ und F.________ vom 25. März bzw. vom 6. 
und 9. April 2015 (act. II 96.1 f.; 95.1) ab. Dieses erfüllt die Voraussetzun-
gen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt 
vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Es ist nachvollziehbar 
und die Schlussfolgerungen überzeugend begründet. Was der Beschwer-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 15

deführer dagegen respektive insbesondere gegen das Gutachten von Dr. 
med. E.________ vorbringt, dringt nicht durch: 

3.5.1 Was den Einwand betrifft, es bestehe zwischen dem früheren und 
dem aktuellen Gutachten ein Widerspruch hinsichtlich der rheumatologi-
schen Einschätzungen, so trifft es zwar zu, dass Dr. med. H.________ die 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für den Leiden angepasste Tätigkeiten 
mit 50% bezifferte (act. II 50.1 S. 17), welche Einschätzung dann auch der 
interdisziplinären Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zugrunde lag (S. 27). 
Indessen wurde im Rahmen der interdisziplinären medizinischen Beurtei-
lung darauf hingewiesen, dass (u.a.) in rheumatologischer Hinsicht die In-
dikation für eine Behandlung respektive eine vertiefte fachärztliche 
Abklärung gegeben und bei entsprechendem Behandlungserfolg innerhalb 
von 12 bis 18 Monaten von einer Verbesserung sowohl der Lastenhandha-
bung als auch in Bezug auf den erhöhten Erholungsbedarf auszugehen sei 
(S. 25 und 26). Die in der Folge von Dr. med. M.________ im Spital 
N.________ durchgeführten Abklärungen mittels MRT ergaben einerseits 
weiterhin eine Einengung der Neuroforamina auf Höhe C4/5 – welche je-
doch die aktuell im Vordergrund stehende Klinik nicht erklären konnte – 
und andererseits unveränderte Erosionen der linken Handwurzel ohne 
Hinweise auf eine floride Synovitis beidseits (act. II 79 S. 19). Dr. med. 
M.________ erachtete den Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht 
als Lagerist nicht mehr arbeitsfähig. Für leichte bis mittelschwere körperli-
che Tätigkeiten attestierte er hingegen keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit (act. II 59 S. 2). Bei der rheumatologischen Untersuchung im 
Rahmen der bidisziplinären Begutachtung im März 2015 konnte Dr. med. 
E.________ – im Unterschied zu früheren Untersuchungen von Dr. med. 
K.________ (vgl. act. II 24 S. 3) – weder visuell noch palpatorisch eine ei-
gentliche Schwellung der Hände erkennen, wenngleich der Beschwerde-
führer offenbar der Ansicht war, seine Hände seien etwas geschwollen. 
Zudem waren beide Handgelenke in allen Ebenen schmerzfrei und normal 
beweglich. Auch die Finger (-gelenke) waren rheumatologisch unauffällig 
(act. II 96.1 S. 13). Damit ist ein Revisionsgrund erstellt. Dass Dr. med. 
E.________ – rund 18 Monate nach der Begutachtung in der MEDAS – vor 
dem Hintergrund dieser bescheidenen rheumatologischen Befundlage aus 
somatischer Sicht die bisherige Tätigkeit als Lagerist als unzumutbar quali-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 16

fizierte, für den Leiden angepasste Tätigkeiten indes nun mehr eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit attestierte, ist demnach ohne weiteres nachvoll-
ziehbar, zumal – wie bereits dargelegt – auch Dr. med. M.________ zum 
selben Ergebnis gelangte (act. II 59 S. 2). Zudem hat Dr. med. E.________ 
auch die seit der MEDAS-Begutachtung im Herbst 2013 unverändert vor-
liegenden neuropathischen Beschwerden berücksichtigt, wobei sich die 
neurologische Befundlage einerseits seit jeher als stationär, andererseits 
als wenig ausgeprägt erweist (vgl. act. II 50.1 S. 15; 79 S. 9 und 19). Auch 
korreliert die von Dr. med. E.________ getroffene Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit durchaus mit dem vom Beschwerdeführer gegenüber Dr. 
med. F.________ geschilderten ausserberuflichen Aktivitätenniveau bzw. 
der Tagesstruktur (vgl. act. II 95.1 S. 5) sowie dem während der Begutach-
tung präsentierten, wenig ausgeprägten Leidensdruck (act. II 96.1 S. 21). 
Mit Blick auf die nach der MEDAS-Begutachtung erfolgten weiteren rheu-
matologischen Abklärungen und der in diesem Rahmen gewonnenen und 
bestätigten Erkenntnisse respektive den veränderten Gesundheitszustand 
ist es sodann auch nicht zu beanstanden, dass Dr. med. E.________ auf 
eine eingehende Diskussion der hinsichtlich der Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit anderslautenden Ergebnisse im Rahmen der MEDAS-
Begutachtung verzichtete. Schliesslich erweist sich das vom Experten 
erstellte Zumutbarkeitsprofil im Lichte der Befundlage als hinreichend prä-
zis umschrieben (act. II 96.1 S. 23). 

3.5.2 Nach dem Dargelegten bestehen weder konkrete Indizien noch 
liegen medizinische Berichte im Recht, welche Zweifel am Beweiswert der 
Einschätzungen von Dr. med. E.________ wecken (vgl. E. 3.2 vorne). Glei-
ches gilt mit Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. 
F.________, welcher keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit stellte bzw. der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung keine die 
funktionelle Leistungsfähigkeit limitierende Auswirkung attestierte (act. II 
95.1 S. 7). Dies ist mit Blick auf die bescheidene psychopathologische Be-
fundlage (S. 6 f.) respektive die geringe Ausprägung der Störung und dem 
Aktivitätenniveau in aussererwerblichen Lebensbereichen, die fehlenden 
psychischen und wenig ausgeprägten somatischen Komorbiditäten sowie 
die günstigen persönlichen Ressourcen (S. 6) ohne weiteres nachvollzieh-
bar (vgl. BGE 141 V 281) und wird im Übrigen auch vom Beschwerdeführer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 17

nicht in Frage gestellt. Demnach ist auf die im Rahmen der interdiszi-
plinären Beurteilung getroffene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (act. II 
96.2) abzustellen. 

3.6 Als Zeitpunkt der gesundheitlichen Verbesserung legte die Be-
schwerdegegnerin gestützt auf den Bericht von med. pract. G.________ 
(RAD) vom 16. Juli 2015 (act. II 101 S. 3) den 28. April 2014 zugrunde, an 
welchem Tag der Beschwerdeführer die von der Beschwerdegegnerin ge-
währte Bürofachschule in Angriff genommen hatte (vgl. Protokoll, Eintrag 
vom 20. Februar 2014 [in den Gerichtsakten]). Zwar hat der Beschwerde-
führer diese Ausbildung gemäss eigenen Angaben schmerzbedingt nicht 
„vollwertig“ abschliessen können (vgl. act. II 95.1 S. 3) und die von der Be-
schwerdegegnerin ebenfalls zugesprochene Arbeitsvermittlung wurde auf-
grund der „gesundheitlichen Situation“ mit Verfügung vom 18. Februar 
2015 (act. II 89) abgeschlossen. Dem Protokolleintrag vom 30. Dezember 
2014 (in den Gerichtsakten) lässt sich hierzu entnehmen, dass der Be-
schwerdeführer über eine Zunahme der rheumatischen Beschwerden ge-
klagt und keinen Sinn mehr gesehen hatte, die Unterstützung der 
Arbeitsvermittlung aufrecht zu erhalten. Die damals gegenüber der Be-
schwerdegegnerin telefonisch geschilderten Schmerzangaben lassen sich 
jedoch nicht anhand echtzeitlicher medizinischer Berichte verifizieren, ge-
schweige denn objektivieren, weshalb der vom Beschwerdeführer geltend 
gemachte gesundheitlich bedingte Grund für den Abbruch der beruflichen 
Massnahmen aus medizinischer Sicht nicht erstellt ist. Zudem hatte – wie 
bereits erwähnt – Dr. med. M.________ bereits im Januar 2014 eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten postuliert. Auch insoweit ist 
die von der Beschwerdegegnerin per 28. April 2014 angenommene ge-
sundheitliche Verbesserung nachvollziehbar und die Beschwerdegegnerin 
hat die bisherige halbe Invalidenrente zu Recht per 1. August 2014 (Art. 
88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201]) in Revision gezogen, womit der Rentenanspruch 
allseitig zu prüfen ist (vgl. E. 2.3.3 vorne). 

3.7 Zusammenfassend besteht für die Zeit ab September 2013 in ei-
ner den Leiden angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Für 
die Zeit ab 28. April 2014 besteht sowohl in somatischer wie auch in psy-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 18

chischer Hinsicht in einer den Leiden angepassten leichten, wechselbelas-
tenden Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit, wohingegen die 
letzte Tätigkeit als Lagerist im gesamten Beurteilungszeitraum nicht mehr 
zumutbar ist. 

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
pass-ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausge-
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 
V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, kann der entsprechende Ausgangswert 
(Tabellenlohn) um bis zu maximal 25% gekürzt werden, wenn persönliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 19

und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, 
Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität resp. Aufenthaltskategorie oder 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben und die 
versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 
322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.1.3 Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung entwickelt haben, wobei die 
Vergleichseinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln sind (vgl. 
ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversi-
cherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 321 N. 31). 

4.2 Hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens ist überwie-
gend wahrscheinlich erstellt, dass der Beschwerdeführer auch fortan in 
seiner bisherigen, seit 2009 ausgeübten Tätigkeit als Lagerist bei der Firma 
D.______AG gearbeitet hätte, zumal die Aktenlage nicht den Schluss auf 
eine überwiegend wahrscheinlich anderweitige berufliche Entwicklung 
zulässt. 

Gemäss Angaben des ehemaligen Arbeitgebers betrug das monatliche 
Gehalt des Beschwerdeführers bei einem 100%-Pensum im Jahr 2012 
Fr. 5‘220.-- respektive Fr. 67‘860.-- jährlich (act. II 17 S. 2; 19.1 S. 1). Das 
Valideneinkommen ist der Teuerung und der realen Einkommensentwick-
lung anzupassen, wobei auf den Nominallohnindex gemäss der entspre-
chenden Erhebung des BFS abzustellen ist (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 10. Mai 2013, 8C_67/2013, E. 3.3.5). Unter 
Berücksichtigung der statistischen Lohnerhöhungen (BFS, T1.1.10, Nomi-
nallohnindex, Männer, 2011-2015, Abschnitt H) resultiert per 2013 ein Vali-
deneinkommen von Fr. 68‘194.60 (Fr. 67‘860.-- / 101.4 x 101.9) bzw. von 
Fr. 67‘860.-- (Fr. 67‘860.-- / 101.4 x 101.4) per 2014. 

4.3 Indem der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht aus-
schöpft respektive (seit Beginn der Arbeitsunfähigkeit) keiner Erwerbstätig-
keit mehr nachgeht, ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 20

hinsichtlich des gesamten Beurteilungszeitraums auf statistische Werte 
gemäss LSE 2012 abzustellen (vgl. E. 4.1.2 vorne). 

4.3.1 Mit Bezug auf den Zeitraum von September 2013 bis Juli 2014 ist 
das Zumutbarkeitsprofil des MEDAS-Gutachtens vom 25. November 2013 
massgebend (vgl. E. 3.4 vorne), woraus hervorgeht, dass die angestammte 
Tätigkeit dem Beschwerdeführer gesundheitsbedingt nicht mehr möglich 
war. Hinsichtlich einer den Leiden angepassten Tätigkeit postulierte das 
MEDAS-Gutachten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Weiter hat die Beschwer-
degegnerin keinen leidensbedingten Abzug (vgl. E. 4.1.2 vorne) berück-
sichtigt, was in Anbetracht der Tatsache, dass die verminderte 
Leistungsfähigkeit im Zumutbarkeitsprofil enthalten ist (act. II 50.1 S. 27) 
und die übrigen, rechtsprechungsgemäss zu berücksichtigenden Kriterien 
nicht erfüllt sind, nicht zu beanstanden ist. 

Abzustellen ist auf den Wert Total von Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, 
Männer. Sodann gilt es bei der Anwendung von Tabellenlöhnen zu 
berücksichtigen, dass ihnen generell eine Arbeitszeit von 40 
Wochenstunden zu Grunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die 
betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Bereich der 
Tabellenposition „Total“, welche sich in den Jahren 2013 und 2014 auf 
jeweils 41.7 Wochenstunden belief (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 77; 
BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Abschnitt 
Total). 

Demnach betrug das jährliche Invalideneinkommen im Zeitraum von Sep-
tember 2013 bis Juli 2014 unter Berücksichtigung der durchschnittlichen 
Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden, der statistischen Lohnerhöhungen 
(BFS, T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011 - 2015, Abschnitt Total) 
sowie einer Arbeitsfähigkeit von 50% Fr. 32‘844.90 (Fr. 5‘210.-- x 12 Mona-
te / 40 x 41.7 Wochenstunden / 101.7 x 102.5 x 0.5). 

Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 35‘349.70 und damit ein von der 
Beschwerdegegnerin korrekt ermittelter Invaliditätsgrad von gerundet 52% 
(Fr. 35‘349.70 / Fr. 68‘194.60 x 100; zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 
3.2 S. 123). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 21

4.3.2 Ab Mai bzw. August 2014 ist dem Beschwerdeführer eine den Lei-
den angepasste Tätigkeit vollschichtig zumutbar (vgl. E. 3.7 vorne). Die 
Beschwerdegegnerin hat beim Invalideneinkommen – welches unverändert 
auf der Grundlage des selben Tabellenwertes gemäss LSE 2012 zu ermit-
teln ist – einen leidensbedingten Abzug (vgl. E. 4.1.2 vorne) von 10% vor-
genommen, was bei einem Valideneinkommen von Fr. 67‘860.-- im Jahr 
2014 (vgl. E. 4.2 vorne) einen nicht zu beanstandenden und rentenaussch-
liessenden Invaliditätsgrad von gerundet 12% ergibt. 

An diesem Ergebnis änderte auch nichts, wenn der Tabellenlohn um den 
maximal möglichen – wenngleich vorliegend nicht ausgewiesenen – lei-
densbedingten Abzug von 25% reduziert würde: In diesem Fall betrüge das 
jährliche Invalideneinkommen ab August 2014 unter Berücksichtigung der 
durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden, der statistischen 
Lohnerhöhungen (BFS, T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011 - 2015, 
Abschnitt Total) sowie einer Arbeitsfähigkeit von 100% Fr. 49‘603.80 
(Fr. 5‘210.-- x 12 Monate / 40 x 41.7 Wochenstunden / 101.7 x 103.2 x 
0.75). 

Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultierte eine 
Erwerbseinbusse von maximal Fr. 18‘256.20 und damit ein Invaliditätsgrad 
von gerundet höchstens 27% (Fr. 18‘256.20 / Fr. 67‘860.-- x 100). 

4.4 Aus dem Dargelegten folgt, dass der Beschwerdeführer von Sep-
tember 2013 bis Juli 2014 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. Ab 
August 2014 (Art. 88a Abs. 1 IVV) besteht bei einem Invaliditätsgrad von 
unter 40% kein Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenrente mehr (vgl. 
E. 2.2 vorne). 

4.5 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
17. Dezember 2015 als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 22

oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men. 

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 
allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2017, IV/16/157, Seite 23

- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.