# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79417a00-c61d-51f1-93c1-453a3ef754bc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.10.2025 F-2527/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2527-2025_2025-10-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2527/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  O k t o b e r  2 0 2 5     

Besetzung 
 Richter Yannick Antoniazza-Hafner (Vorsitz), 

Richterin Aileen Truttmann, Richterin Christa Preisig,    

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Einreiseverbot; Verfügung des SEM vom 10. März 2025. 

 

 

 

F-2527/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 
  

A.   

Die Beschwerdeführerin (serbische Staatsangehörige; geb. […]) wurde am 

7. März 2025 in einem Restaurant in A._______ vom Amt für Wirtschaft 

und Arbeit des Kantons Solothurn (nachfolgend: AWA) wegen des Ver-

dachts der illegalen Erwerbstätigkeit kontrolliert. Gleichentags wurde sie 

von der Polizei des Kantons Solothurn zur Sache einvernommen. Im Rah-

men dieser Einvernahme wurde ihr das rechtliche Gehör bezüglich einer 

Entfernungs- und Fernhaltemassnahme gewährt (Akten der Vorinstanz 

[SEM act.] 4/17 ff.; Akten des kantonalen Migrationsamts [kant. act.] 7/18 

ff.).   

B.  

Mit Verfügung vom 10. März 2025 wies das Migrationsamt des Kantons 

Solothurn die Beschwerdeführerin unter Androhung von Zwangsmassnah-

men im Unterlassungsfall weg und forderte sie auf, die Schweiz und den 

Schengen-Raum bis zum 19. März 2025 zu verlassen (SEM act. 3/13 ff.).  

C.  

Gleichentags verhängte die Vorinstanz über die Beschwerdeführerin ein 

Einreiseverbot für die Dauer von zwei Jahren (gültig ab 20. März 2025 bis 

19. März 2027), ordnete die Ausschreibung dieser Massnahme im Schen-

gener Informationssystem (SIS) an und entzog einer allfälligen Be-

schwerde die aufschiebende Wirkung (SEM act. 5/26 ff.). Die Verfügung 

wurde ihr am 12. März 2025 eröffnet (SEM act. 6/29).  

D.  

Die Beschwerdeführerin gelangte mit Rechtsmitteleingabe vom 8.  April 

2025 (Eingang BVGer am 10. April 2025) an das Bundesverwaltungsge-

richt. Darin beantragte sie die Aufhebung des Einreiseverbots beziehungs-

weise dessen zeitliche Reduzierung (Akten des Bundesverwaltungsge-

richts [BVGer act.] 1).    

E.  

Mit Schreiben vom 29. April 2025 stellte die Vorinstanz dem Bundesver-

waltungsgericht den polizeilichen Bericht betreffend Strafanzeige gegen 

die Beschwerdeführerin zu (BVGer act. 3).  

F.  

Nach Angabe eines Zustellungsdomizils wurde die Beschwerdeführerin mit 

F-2527/2025 

Seite 3 

Zwischenverfügung vom 26. Mai 2025 unter anderem aufgefordert, eine 

verbesserte Beschwerde einzureichen. Diesem Ersuchen kam sie mit Ein-

gabe vom 9. Juni 2025 fristgerecht nach. Gleichzeitig stellte sie dem Bun-

desverwaltungsgericht eine Kopie der Nichtanhandnahmeverfügung der 

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 7. Mai 2025 zu, aus der 

hervorgeht, dass die Strafanzeige gegen die Beschwerdeführerin betref-

fend Ausübung einer Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung nicht an die Hand 

genommen wurde (BVGer act. 4, 5, 9).  

G.  

Bereits am 3. Juni 2025 reichte das SEM dem Bundesverwaltungsgericht 

eine Kopie eines an die Beschwerdeführerin gerichteten Schreibens ein. 

Darin führte es zusammenfassend aus, es halte trotz ergangener Nichtan-

handnahmeverfügung am Einreiseverbot und der SIS-Ausschreibung fest 

(BVGer act. 6).   

H.  

Das SEM schliesst in seiner Vernehmlassung vom 2. Juli 2025 auf Abwei-

sung der Beschwerde (BVGer act. 11). Diese wurde der Beschwerdefüh-

rerin am 8. Juli 2025 zur Kenntnisnahme zugestellt (BVGer act. 12). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Verfügungen des SEM betreffend Einreiseverbote sind mit Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 31 ff. VGG i.V.m. Art. 5 

VwVG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das 

VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).  

1.3 Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung der Beschwerde legitimiert 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist daher einzutreten (Art. 50 Abs. 1 VwVG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG). 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Ange-

legenheit endgültig (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG).  

F-2527/2025 

Seite 4 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann vorliegend die 

Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Miss-

brauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit gerügt wer-

den (vgl. Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet das Bun-

desrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG nicht 

an die Begründung der Begehren gebunden und kann die Beschwerde 

auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder 

abweisen. Massgeblich ist grundsätzlich die Sachlage im Zeitpunkt seines 

Entscheides (vgl. BVGE 2014/1 E. 2 m.H.). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 67 Abs. 1 Bst. c AIG verfügt das SEM unter Vorbehalt von 

Absatz 5 Einreiseverbote gegenüber Ausländerinnen und Ausländern, die 

gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Aus-

land verstossen haben oder diese gefährden (vgl. dazu BVGE 2024 VII/4 

E. 7.11). Ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung liegt 

insbesondere vor bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften oder 

behördlichen Verfügungen (Art. 77a Abs. 1 Bst. a der Verordnung vom 

24.  Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, 

SR 142.201]). Eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung 

liegt vor, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Aufenthalt 

der betroffenen Person in der Schweiz mit erheblicher Wahrscheinlichkeit 

zu einer Nichtbeachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führt 

(Art. 77a Abs. 2 VZAE). Bestand ein solches Verhalten in der Vergangen-

heit, so wird die Gefahr entsprechender künftiger Störungen von Gesetzes 

wegen vermutet (vgl. etwa BVGE 2017 VII/2 E. 4.4 m.H.).  

Weiter verfügt das SEM gemäss Art. 67 Abs. 1 Bst. d AIG unter Vorbehalt 

von Abs. 5 derselben Bestimmung ein Einreiseverbot gegenüber wegge-

wiesenen ausländischen Personen, welche bestraft worden sind, weil sie 

Handlungen im Sinne von Art. 115 Abs. 1, 116, 117 oder 118 AIG began-

gen haben oder weil sie versucht haben, solche Handlungen zu begehen. 

3.2 Das Einreiseverbot wird grundsätzlich für eine Dauer von höchstens 

fünf Jahren verfügt (Art. 67 Abs. 3 erster Satz AIG). Die verfügende Be-

hörde kann ausnahmsweise aus humanitären oder anderen wichtigen 

Gründen von der Verhängung eines Einreiseverbots absehen oder ein Ein-

reiseverbot endgültig oder vorübergehend aufheben (Art. 67 Abs. 5 erster 

Satz AIG). 

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Seite 5 

4.  

4.1 Die Vorinstanz begründet das Einreiseverbot im Wesentlichen damit, 

dass das AWA am 7. März 2025 ein Restaurant in A._______ kontrolliert 

habe und dabei festgestellt worden sei, dass die Beschwerdeführerin das 

Lokal am Morgen geöffnet sowie dort Reinigungs- und Bereitstellungsar-

beiten verrichtet habe. Sie habe nicht über die erforderliche Bewilligung zur 

Ausübung einer Erwerbstätigkeit verfügt. Die Ausübung einer unbewilligten 

Erwerbstätigkeit stelle einen Verstoss gegen die Einreisevoraussetzungen 

des Ausländerrechts dar, womit auch gegen die öffentliche Sicherheit und 

Ordnung verstossen worden sei (Art. 67 Abs. 1 Bst. c und d AIG i.V.m. 

Art. 77a Abs. 1 Bst. a VZAE, Art. 115 AIG). Vorliegend würden hinreichend 

konkrete Verdachtsmomente vorliegen, dass die Beschwerdeführerin einer 

Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung nachgegangen sei (Art. 115 Abs. 1 Bst. c 

AIG) und sich gleichzeitig rechtswidrig in der Schweiz aufgehalten habe 

(Art. 115 Abs. 1 Bst. b AIG). Die Rechtswidrigkeit des Aufenthalts lasse sich 

aus dem Umstand ableiten, dass die Beschwerdeführerin wegen Auf-

nahme einer Erwerbstätigkeit der Bewilligungspflicht unterlegen habe, je-

doch keine Bewilligung eingeholt habe. Die kurze Hilfeleistung, der freund-

schaftliche Charakter und die spontane Gelegenheit würden nichts an der 

Tatsache ändern, dass es sich bei der Gefälligkeitshandlung der Beschwer-

deführerin im ausländerrechtlichen Sinn um eine Tätigkeit handle, die übli-

cherweise von entsprechendem Personal gegen Entgelt verrichtet werde. 

Selbst wenn die verrichtete Arbeit ohne Gegenleistung erfolgt sei, sei sie 

im Ausländerrecht als Erwerbstätigkeit zu qualifizieren. Es bestehe somit 

ein gewichtiges Interesse an der Fernhaltung der Beschwerdeführerin. Der 

Erlass einer Fernhaltemassnahme zum Schutz der öffentlichen Sicherheit 

und Ordnung sei daher unabhängig eines allfälligen Strafverfahrens ange-

zeigt. Als privates Interesse sei lediglich ihre Möglichkeit der Einreise in die 

Schweiz zu berücksichtigen. Die Beschwerdeführerin habe im Rahmen 

des rechtlichen Gehörs auch nicht geltend gemacht, hier über wichtige fa-

miliäre oder anderweitige Ankerpunkte zu verfügen, deren Pflege durch 

das Einreiseverbot verhindert würde. Es seien somit keine aussergewöhn-

lichen Interessen ersichtlich, welche das öffentliche Interesse an ihrer 

Fernhaltung überwiegen könnten. Die vorliegende Fernhaltemassnahme 

erweise sich demnach zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung 

als verhältnismässig und angemessen. Dies gelte auch für die Ausschrei-

bung im SIS (vgl. Verfügung vom 10. März 2025).  

4.2 Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Rechtsmitteleingabe aus, sie be-

dauere den Vorfall, welcher zu dieser Sanktion geführt habe und über-

nehme die volle Verantwortung für ihr Verhalten. Sie wolle aber auf 

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Seite 6 

mehrere wichtige Punkte hinweisen, die bei der Überprüfung des Einreise-

verbots berücksichtigt werden sollten. So entschuldige sie sich aufrichtig 

für ihr Verhalten, welches weder absichtlich noch böswillig gewesen sei. 

Um sicherzustellen, dass ihr Verhalten in Zukunft den gesetzlichen Anfor-

derungen der Schweiz und der EU entspreche, habe sie sich Ratschläge 

eingeholt. Das Einreiseverbot habe zudem Auswirkungen auf ihr persönli-

ches und berufliches Leben. Sie arbeite als Vollzeit-Touristenführerin in ei-

ner Agentur in B._______. Ihre Arbeit erfordere häufige Reisen nach Grie-

chenland, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Italien und in die Türkei. Darüber 

hinaus habe sie enge familiäre Verbindungen in die Schweiz, da ihre 

Schwester und ihre Neffen dort lebten. Die Möglichkeit, diese in der 

Schweiz zu besuchen, sei für die Aufrechterhaltung der familiären Bindung 

von grosser Bedeutung. Seit dem Vorfall habe sie sich überdies aktiv da-

rum bemüht, ihr Engagement für positives Verhalten unter Beweis zu stel-

len. Sie habe klare und hilfreiche Antworten auf alle Anfragen gegeben und 

die Anordnungen respektiert. Sie bitte um Nachsicht und die Überprüfung 

des zweijährigen Einreiseverbots sowie um eine Reduzierung des Verbots 

auf einen vernünftigen Zeitraum, ausschliesslich für die Schweiz. Sie be-

nötige dringend die Möglichkeit, im Mai nach Serbien zurückzukehren und 

eine Touristengruppe nach Griechenland und Bulgarien zu führen. Sie bitte 

um eine Reduzierung oder Aufhebung des Einreiseverbots.  

5.   

5.1 Gemäss Art. 11 Abs. 1 erster Satz AIG benötigen Ausländerinnen und 

Ausländer, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben wollen, unab-

hängig von der Aufenthaltsdauer eine Bewilligung. Der ausländerrechtliche 

Begriff der Erwerbstätigkeit ist dabei weit gefasst (vgl. SPESCHA, in: Kom-

mentar Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 11 AIG N. 2). Als Erwerbstätig-

keit im Sinne des Gesetzes gilt jede üblicherweise gegen Entgelt ausge-

übte unselbständige oder selbständige Tätigkeit, selbst wenn sie unent-

geltlich erfolgt (Art. 11 Abs. 2 AIG). Eine Tätigkeit gilt dann als üblicher-

weise gegen Entgelt entrichtet, wenn sie ihrer Art und ihrem Umfang nach 

auf dem schweizerischen Arbeits- und Dienstleistungsmarkt angeboten 

wird (vgl. SPESCHA a.a.O.; EGLI/MEYER, in: Handkommentar zum Bundes-

gesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, 2010, Art. 11 N. 6). Ohne 

Belang für die Qualifikation als Erwerbstätigkeit ist dabei, ob die Beschäf-

tigung nur stunden-, tageweise oder vorübergehend ausgeübt wird (vgl. 

Art. 1a und 2 VZAE). 

5.2 Nachfolgend ist deshalb zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin einer 

Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 11 Abs. 2 AIG nachgegangen ist.  

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Seite 7 

5.2.1 Wie dem Bericht der AWA zu entnehmen ist, sei die Beschwerdefüh-

rerin am 7. März 2025 beim Betreten des Restaurants hinter der Theke 

angetroffen worden. Sie sei zu diesem Zeitpunkt alleine gewesen. Kurz zu-

vor habe sie das Restaurant geöffnet. Um zirka 9.15 Uhr seien erste Gäste 

eingetreten (kant. act. 7/20).  

 

5.2.2 Anlässlich der gleichentags erfolgten polizeilichen Einvernahme 

führte die Beschwerdeführerin dazu im Wesentlichen aus, in besagtem 

Restaurant nicht gearbeitet zu haben. Sie wohne in einer Wohnung ober-

halb des Restaurants. Sie bezahle dafür nichts. Sie sei seit dem 21. Feb-

ruar 2025 in dieser Wohnung. Am gleichen Tag sei sie auch in die Schweiz 

eingereist. Die jetzige Restaurantbesitzerin habe sie am Morgen gefragt, 

ob sie die Toiletten und das Restaurant reinigen könne, da ihre Kinder 

krank seien. Sie habe die Toiletten geputzt und einen Teil gewischt. Den 

Schlüssel habe sie von ihr bekommen. Dies sei vorgestern gewesen. Sie 

habe ihre Wäsche waschen müssen und von ihr (der Besitzerin) einen 

Schlüssel bekommen. Sie arbeite nicht im Restaurant. Sie habe auch kei-

nen Arbeitsvertrag. Es sei einfach eine kleine Hilfe gewesen. Um zirka 8.36 

Uhr sei sie in das Restaurant gegangen und es habe 20 Minuten ge-

braucht, bis sie fertig gewesen sei. Es sei ihr bewusst, dass sie für Arbeiten 

in der Schweiz eine Bewilligung benötige. Gäste habe sie nicht gesehen. 

Sie habe die Aschenbecher gereinigt und sie vor dem Eingang abgestellt. 

Danach sei sie hinter die Theke gegangen und sie (die Gäste) seien hin-

eingekommen. Sie habe kein Portemonnaie und kein Geld gehabt. Die 

Gäste habe sie gar nicht bedienen können. Als der Besitzer des Restau-

rants gekommen sei, seien auch Gäste hereingekommen. Wenn sie es 

richtig verstanden habe, so habe er ihnen gesagt, dass das Restaurant 

nicht offen sei. Die Aschenbecher seien voll gewesen und auf dem Boden 

sei Asche herumgelegen. Die Asche habe sie dann auch aufgesaugt. Sie 

habe den Eingang mit dem Mopp nass aufgenommen und mit einem 

Staubsauger den kleinen Teppich gesaugt (SEM act. 2).  

 

5.2.3 Der Strafanzeige vom 9. April 2025 ist zu entnehmen, dass der Inha-

ber des Restaurants anlässlich der polizeilichen Befragung im Wesentli-

chen geltend gemacht habe, er habe am Abend des 6. März 2025 die Be-

schwerdeführerin gebeten, am Freitag, den 7. März 2025, das Restaurant 

zu öffnen und für ein bis zwei Stunden auszuhelfen. Die Beschwerdefüh-

rerin habe wahrscheinlich auch Gäste bedient. Sie habe Zugriff auf das 

Serviceportemonnaie sowie auf das Zahlterminal gehabt (Beilage zu 

BVGer act. 3).  

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Seite 8 

5.3 Mit diesen Ausführungen kann davon ausgegangen werden, dass die 

Beschwerdeführerin Aufgaben verrichtete (Öffnen des Restaurants, Reini-

gung der Toiletten und des Eingangs, Putzen der Aschenbecher), die übli-

cherweise gegen Entgelt verrichtet werden. Dass diese Tätigkeiten an-

scheinend unentgeltlich und nur einmalig erbracht wurden, spielt demge-

genüber in Anbetracht des ausländerrechtlich weit gefassten Erwerbsbe-

griffs keine Rolle (vgl.  E. 5.1 hiervor). Soweit die Beschwerdeführerin dazu 

geltend macht, ihr Verhalten sei weder absichtlich noch böswillig gewesen, 

so ist sie darauf hinzuweisen, dass es für die Verhängung eines Einreise-

verbots bereits genügt, wenn der ausländischen Person eine Sorgfalts-

pflichtverletzung zugerechnet werden kann (vgl. Urteil des BVGer 

F-4551/2024 vom 27.  März 2025 E. 3.5 m. w. H.).  

5.4 Nichts ableiten lässt sich auch aus dem Umstand, dass die Staatsan-

waltschaft des Kantons Solothurns am 7. Mai 2025 in Bezug auf die Straf-

anzeige gegen die Beschwerdeführerin wegen Ausübung einer Erwerbstä-

tigkeit eine Nichtanhandnahmeverfügung erliess (zur Bindung der Admi-

nistrativbehörde an die Erkenntnis der strafurteilenden Behörde vgl. Urteil 

des BGer 2C_1018/2021 vom 7. Juni 2022 E. 3.4; BVGE 2018 VII/2 E. 6.4 

sowie statt vieler Urteil des BVGer F-4166/2021 vom 17. Januar 2024 

E. 5.2 m.H.). Dieser ist zu entnehmen, dass gemäss den Akten lediglich 

eine kurze Aushilfe beim Öffnen des Restaurants während ein bis zwei 

Stunden erstellt sei; gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei dies 

noch nicht strafbar, weshalb die Strafanzeige gegen die Beschwerdeführe-

rin wegen Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung in Anwendung von Art. 310 

Abs. 1 Bst. a StPO nicht an die Hand zu nehmen sei.  

Vorliegend rechtfertigt es sich jedoch, von der Nichtanhandnahmeverfü-

gung abzuweichen, ist doch der von der Staatsanwaltschaft in diesem Zu-

sammenhang zitierte BGE 137 IV 297 in casu nicht einschlägig. Dieser be-

trifft das Probearbeiten in einem Betrieb mit Blick auf eine mögliche Anstel-

lung und ist damit nicht mit vorliegender Konstellation vergleichbar (vgl. 

dazu auch Urteile des BVGer F-6702/2023 vom 24. Oktober 2024 E. 5.2; 

F-2357/2017 vom 3. Mai 2018 E. 4.4).   

5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin einer 

Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 11 Abs. 2 AIG nachgegangen ist. Dies 

wird von ihr, wie aus der Beschwerde hervorgeht, auch nicht (mehr) bestrit-

ten. Vielmehr macht sie dort geltend, sie anerkenne die Umstände, die zu 

dieser Entscheidung geführt hätten, vollständig. Weiter ist mit der Vor-

instanz auch von der Rechtswidrigkeit ihres Aufenthalts auszugehen. Da 

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sie bei Aufnahme der Erwerbstätigkeit über keine Bewilligung verfügte, 

wurde ihr Aufenthalt mit Aufnahme der Erwerbstätigkeit sogleich rechtswid-

rig (vgl. Art. 11 Abs. 1 AIG; VETTERLI / D’ADDARIO DI PAOLO, in: Ausländer- 

und Integrationsgesetz, 2. Aufl. 2024, Art. 115 N. 24; BGE 131 IV 174 

E. 4.4; Urteile des BVGer F-5785/2019 vom 30.  April 2020 E. 5.1, 

F-5969/2016 vom 28. September 2017 E. 7.1 und 7.3 m.H.). Die Beschwer-

deführerin gab damit hinreichenden Anlass zur Verhängung eines Einrei-

severbots im Sinne von Art. 67 Abs. 1 Bst. c AIG. Aufgrund der von der 

Staatsanwaltschaft erlassenen Nichtanhandnahmeverfügung sind demge-

genüber die Voraussetzungen für ein Einreiseverbot gemäss Art. 67 Abs. 1 

Bst. d AIG nicht gegeben (vgl. Urteil des BVGer F-47/2024 vom 5. Novem-

ber 2024 E. 6.4). 

6.  

6.1 Der Bestand und die Dauer des Einreiseverbots sind schliesslich unter 

dem Blickwinkel der Verhältnismässigkeit staatlichen Handelns zu überprü-

fen (Art. 5 Abs. 2 BV, Art. 96 Abs. 1 AIG). Eine exakte Prognose, für wel-

chen Zeitraum die Sicherungsmassnahme notwendig sein wird, ist natur-

gemäss nicht möglich. Abstufungen betreffend die Dauer ergeben sich aus 

der wertenden Abwägung zwischen dem öffentlichen Interesse an der 

Fernhaltung und den privaten Interessen, welche die betroffene Person an 

der zeitlichen Beschränkung der Massnahme hat (BVGE 2016/33 E. 9.2; 

2014/20 E. 8.1). Ausgangspunkt der Überlegungen bilden die Stellung der 

verletzten oder gefährdeten Rechtsgüter, die Besonderheiten des ord-

nungswidrigen Verhaltens und die persönlichen Verhältnisse der betroffe-

nen ausländischen Person (Art. 96 Abs. 1 AIG; Urteil des BVGer 

F-1419/2020 vom 11. August 2020, E. 3.4; vgl. auch HÄFELIN/MÜLLER/UHL-

MANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 555 ff.). 

6.2 In ihrer Rechtsmitteleingabe verweist die Beschwerdeführerin unter an-

derem auf ihre positiven Beiträge und ihre persönliche Weiterentwicklung. 

Sie zeige Reue und entschuldige sich; sie habe mit ihrem Verhalten aufge-

zeigt, dass sie die Absicht habe, eine verantwortungsbewusste und geset-

zestreue Bürgerin zu sein. Seit dem Vorfall habe sie zudem aktive Schritte 

unternommen, um die relevanten Gesetze und Vorschriften besser zu ver-

stehen. Dabei verkennt sie jedoch, dass bei Drittstaatsangehörigen der 

Rückfallgefahr nicht dieselbe zentrale Bedeutung zukommt wie bei freizü-

gigkeitsberechtigten Personen, und es darf auch generalpräventiven Über-

legungen Rechnung getragen werden (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.3; 136 II 5 

E. 4.2). In diesem Sinne dient das Einreiseverbot ganz allgemein der Ge-

fahrenabwehr durch Einwirkung auf andere Rechtsgenossen. Der miss-

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Seite 10 

achteten ausländerrechtlichen Norm kommt im Interesse einer funktionie-

renden Rechtsordnung denn auch eine hohe Bedeutung zu, die es durch 

eine konsequente Massnahmepraxis zu schützen gilt. Zudem ist aus dem 

Verhalten der Beschwerdeführerin durchaus auf eine Gefährdung der öf-

fentlichen Sicherheit und Ordnung zu schliessen (vgl. E. 3.1 in fine), wes-

halb dem Einreiseverbot auch spezialpräventiver Charakter zukommt (vgl. 

anstelle vieler Urteil des BVGer F-1645/2016 vom 12. Januar 2017 E. 6.2 

m.H.). Es besteht somit ein nicht unwesentliches Interesse an der Fernhal-

tung der Beschwerdeführerin.  

6.3 Den öffentlichen Interessen sind die privaten Interessen der Beschwer-

deführerin gegenüberzustellen. Diesbezüglich verweist sie auf ihre hier in 

der Schweiz lebende Schwester und deren Kinder. Diese Beziehungen be-

gründen hingegen kein Familienverhältnis im Sinne von Art. 8 EMRK, ge-

hört doch zum geschützten Personenkreis in erster Linie die Kernfamilie, 

das heisst die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kin-

dern. Ebenso wird auch kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis geltend 

gemacht (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1, BGE 137 I 154 E. 3.4.2, je m.w.H.). Die 

Beschwerdeführerin verfügt somit, abgesehen von ihrem grundsätzlichen 

Interesse, in die Schweiz einreisen und sich hierzulande frei bewegen zu 

können, weder über familiäre noch über sonstige gewichtige private Inte-

ressen, die der ausgesprochenen Fernhaltemassnahme entgegenstehen 

könnten.  

6.4 Eine wertende Gewichtung der sich gegenüberstehenden Interessen 

führt das Bundesverwaltungsgericht zum Ergebnis, dass das auf zwei 

Jahre befristete Einreiseverbot dem Grundsatz nach und in Bezug auf 

seine Dauer eine verhältnismässige und angemessene Massnahme zum 

Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung darstellt (zu den Ver-

gleichsfällen mit Erwerbstätigkeit von kurzer Dauer ohne Bewilligung bei 

einem zweijährigen Einreiseverbot siehe beispielsweise Urteile des BVGer 

F-7700/2024 vom 1. Mai 2025; F-5824/2022 vom 6. März 2024; 

F-2973/2023 vom 19. Februar 2024; F-1934/2022 vom 6. März 2023; 

F-145/2019 vom 28. Mai 2019).  

7.  

7.1 Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der von der Vorinstanz angeord-

neten Ausschreibung des Einreiseverbots im SIS. Die Beschwerdeführerin 

macht in dieser Hinsicht in unsubstantiierter Weise geltend, sie arbeite als 

Vollzeit-Touristenführerin in B._______. Diese Tätigkeit erfordere häufige 

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Seite 11 

Reisen nach Griechenland, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Italien und in 

die Türkei (Beschwerde Ziff. 2).  

7.2 Wird gegen eine Person, die nicht die Staatsangehörigkeit eines Mit-

gliedstaats der Europäischen Union oder der Europäischen Freihandelsas-

soziation besitzt, ein Einreiseverbot verhängt, so wird sie nach Massgabe 

der Bedeutung des Falles im SIS zur Einreiseverweigerung ausgeschrie-

ben (vgl. Art. 21 der Verordnung [EU] Nr. 2018/1861 des Europäischen Par-

laments und des Rates vom 28. November 2018 über die Einrichtung, den 

Betrieb und die Nutzung des Schengener Informationssystems [SIS] im 

Bereich der Grenzkontrollen, zur Änderung des Übereinkommens zur 

Durchführung des Übereinkommens von Schengen und zur Änderung und 

Aufhebung der Verordnung [EG] Nr. 1987/2006, ABl. L 312/14 vom 

07.12.2018 [SIS-VO-Grenze]). Der SIS-VO-Grenze ist dabei Genüge ge-

tan, wenn die drittstaatsangehörige Person Rechtsvorschriften der Union 

oder nationale Rechtsvorschriften über die Einreise und den Aufenthalt im 

Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten umgangen oder versucht hat, diese 

Rechtsvorschriften zu umgehen (vgl. Art. 24 Abs. 2 Bst. c SIS-VO-Grenze). 

Dies ist vorliegend der Fall.  

 

7.3 Damit ist nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdeführerin die Ein-

reise in das Hoheitsgebiet sämtlicher Schengen-Staaten verboten wurde. 

Eine damit einhergehende Beeinträchtigung ihrer (nicht belegten) Tätigkeit 

als Touristenführerin hat sie in Kauf zu nehmen. Den Schengen-Staaten 

bleibt es zudem unbenommen, bei Vorliegen besonderer Gründe die Ein-

reise in das eigene Hoheitsgebiet zu gestatten (vgl. Urteil des BVGer 

F-3265/2023 vom 3. Juni 2024 E. 6.5). Die Ausschreibung ist somit zu 

Recht erfolgt und verhältnismässig.  

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist 

demzufolge abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen (Art 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'000.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der in der gleichen Höhe geleistete Kostenvorschuss ist 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.  

F-2527/2025 

Seite 12 

Eine Parteientschädigung fällt ausgangsgemäss ausser Betracht (Art. 64 

Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

F-2527/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1‘000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Yannick Antoniazza-Hafner Susanne Stockmeyer 

 

 

 

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