# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fe800f9-ab29-526d-840b-97729d1590ca
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.06.2020 PS200119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS200119_2020-06-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs 

 
 

 

Geschäfts-Nr.: PS200119-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw N. Seebacher 

Urteil vom 29. Juni 2020 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer, 

 
betreffend Nichtigkeitsanzeige 

 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 14. Mai 2020 (CB200071) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.1 Mit Schreiben vom 7. Mai 2020, der schweizerischen Post übergeben am 

8. Mai 2020, wandte sich der Beschwerdeführer an das Bezirksgericht Zürich als 

untere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs (nachfol-

gend Vorinstanz). Darin beantragte er die unverzügliche Bestätigung der Nichtig-

keit von widerrechtlichen, nicht näher bezeichneten Amtshandlungen. Obwohl ihm 

keine betreibungsrechtlich relevante Schuld bekannt sei, bestreite er jegliches 

Recht, solche (nicht näher bezeichneten) Forderungen auf dem Betreibungsweg 

geltend zu machen. Er bestreite auch jegliche (nicht näher bezeichnete) Zustel-

lung eines Zahlungsbefehls. Ferner bestreite er allfällige zu einer Pfändung füh-

renden Amtshandlungen und beantrage die Ungültigerklärung jeglicher angebli-

cher Zustellung eines Zahlungsbefehls usw. (act. 1).  

1.2 Mit Zirkulationsbeschluss vom 14. Mai 2020 qualifizierte die Vorinstanz die-

se Eingabe des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 17 ff. SchKG i.V.m. § 18 

EG SchKG, § 83 Abs. 3 GOG und Art. 132 Abs. 3 ZPO als querulatorisch und 

rechtsmissbräuchlich und sandte sie dem Beschwerdeführer zurück (act. 5 

[= act. 2 = act. 7]). 

1.3 Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Juni 2020 (Da-

tum Poststempel) Beschwerde.  

1.4 Soweit der Beschwerdeführer in seiner Eingabe aufgrund des vom Bundes-

rat verkündeten Notstandes wegen der Corona-Pandemie ein Gesuch um 

"Rechtsstillstand, Fristverlängerung und Wiederherstellung" ist darauf nicht einzu-

treten, da die vorliegende Beschwerde grundsätzlich rechtzeitig erfolgt ist und die 

Kammer zur Verlängerung, Wiederherstellung und/oder Gewährung eines Still-

standes für andere Fristen nicht zuständig ist.  

1.5 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-3). Weitere prozessu-

ale Anordnungen wurden nicht getroffen.  

2. Eine als querulatorisch oder rechtsmissbräuchlich qualifizierte Eingabe ver-

mag kein Verfahren zu eröffnen oder weiterzuführen. Es ergeht kein anfechtbarer 

- 3 - 

Nichteintretensentscheid, weshalb die betroffene Partei lediglich eine Beschwerde 

wegen Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung anheben kann (vgl. dazu 

etwa Dike Komm-ZPO-KRAMER/ERK, 2. Aufl. Zürich/St. Gallen 2016). Wegen 

Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung einer unteren Aufsichtsbehörde 

kann jederzeit bei der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde Beschwerde geführt 

werden (Art. 18 Abs. 2 SchKG). Auf das Beschwerdeverfahren nach Art. 18 

SchKG sind dabei die Regelungen von Art. 319 ff. ZPO anwendbar (Art. 20a Abs. 

3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG i.V.m § 84 GOG). Geltend gemacht werden kann 

mit der Beschwerde die unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige 

Feststellung des Sachverhaltes (Art. 320 ZPO). Dabei sind konkrete Anträge zu 

stellen und zu begründen. Es ist im Einzelnen darzulegen, aus welchen Gründen 

der angefochtene Entscheid unrichtig ist und inwiefern er abgeändert werden soll 

(Begründungslast), d.h. die Beschwerde führende Partei muss sich mit den Erwä-

gungen des vorinstanzlichen Entscheids auseinandersetzen. Es genügt nicht, die 

vorinstanzlich gemachten Vorbringen einfach zu wiederholen oder pauschal da-

rauf zu verweisen. Ebensowenig genügt eine allgemeine Kritik an den vorinstanz-

lichen Erwägungen (vgl. auch BGE 138 III 374 = Pra 102 [2013] Nr. 4 mit Verwei-

sen, am Beispiel der Berufung). Bei der Beurteilung von Laieneingaben dürfen an 

das Erfordernis sowohl hinsichtlich der Anträge wie auch der Begründung keine 

überspitzten Anforderungen gestellt werden. Es muss sich aus der Eingabe indes 

ergeben, was die Partei erreichen will und aus welchen Gründen sie den ange-

fochtenen Entscheid für unrichtig hält. 

2.1 Der Beschwerdeführer stellt sich zunächst auf den Standpunkt, die Vor-

instanz habe ihren Entscheid ungenügend begründet (act. 6 S. 1). Dies erweist 

sich als unzutreffend, ergibt sich doch aus der Beschwerdeschrift, dass dem Be-

schwerdeführer klar war, weshalb die Vorinstanz ihm seine Eingabe zurückge-

sandt hat, nämlich weil sie diese als querulatorisch und rechtsmissbräuchlich im 

Sinne von Art. 17 ff. SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG, § 83 Abs. 3 GOG und 

Art. 132 Abs. 3 ZPO qualifiziert hat. Der Begründung der Vorinstanz kann zudem 

entnommen werden, weshalb sie zu diesem Ergebnis gelangte, legt sie doch dar, 

dass die Eingabe des Beschwerdeführers zwar zahlreiche Anträge enthalte, je-

doch keinerlei konkreten Hinweise auf allfällige, pauschal angefochtene Betrei-

- 4 - 

bungshandlungen. Lediglich am Rande erwähne der Beschwerdeführer Betrei-

bungen des Steueramtes des Kantons Zürich als allfälliger Gläubiger; es sei nicht 

die Aufgabe der Aufsichtsbehörde, ohne konkrete Hinweise nach Nichtigkeits-

gründen zu suchen (act. 5). Dass der Beschwerdeführer die Erwägungen der Vor-

instanz bzw. deren Entscheid für unhaltbar hält (act. 6 S. 1), führt im Übrigen nicht 

dazu, dass die Begründung der Vorinstanz als mangelhaft zu qualifizieren wäre, 

zeigt das Vorbringen des Beschwerdeführers doch vielmehr, dass er die Begrün-

dung der Vorinstanz verstanden hat und mit dieser nicht einverstanden war. Seine 

Rüge erweist sich deshalb als unbehelflich.  

2.2 Weiter als dass er damit nicht einverstanden sei, setzt sich der Beschwerde-

führer nicht mit dem vorinstanzlichen Entscheid auseinander. Insbesondere zeigt 

er nicht auf, dass er entgegen der Vorinstanz doch Tatsachenbehauptungen zu 

konkreten betreibungsrechtlichen Handlungen einer konkreten Behörde aufge-

stellt habe, welche nichtig sein sollen. Vielmehr beschränkt er sich im Wesentli-

chen darauf, erneut zu beantragen, es sei unverzüglich die Nichtigkeit sämtlicher 

widerrechtlicher Amtshandlungen festzustellen, wobei er wiederum ohne konkrete 

Beanstandungen das kantonale Steueramt Zürich als "allfällig" betreibenden 

"Gläubiger" nennt (act. 6 S. 3). Auch legt der Beschwerdeführer in keiner Weise 

dar, weshalb die Vorinstanz sein Schreiben zu Unrecht als querulatorisch taxiert 

hat, weshalb auf die Beschwerde des Beschwerdeführers insoweit nicht einzutre-

ten ist. 

2.3 Soweit der Beschwerdeführer sodann kritisiert, dass ihm die Vorinstanz zu 

Unrecht keine Nachfrist zur Nachreichung allfälliger Beweise angesetzt habe, ist 

er darauf hinzuweisen, dass das Nachreichen bzw. die Abnahme von Beweisen 

von vornherein nur dann in Frage kommt, wenn beweisbare Tatsachenbehaup-

tungen aufgestellt wurden. Dies ist – wie bereits ausgeführt – vorliegend nicht der 

Fall, weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen.  

2.4 Schliesslich führt der Beschwerdeführer aus, der Hinweis der Vorinstanz, 

wonach er bei bös- oder mutwilligen Eingaben ähnlicher Art künftig mit Kostenfol-

ge zu rechnen habe, sei insbesondere im Zusammenhang mit Art. 20a Abs. 2 

Ziff. 5 SchKG verfehlt (act. 6 S. 1). Er übersieht bei diesem Vorbringen allerdings, 

- 5 - 

dass der Hinweis der Vorinstanz nicht falsch ist, sondern gestützt auf Art. 20a 

Abs. 2 Ziff. 5 SchKG tatsächlich Kosten erhoben werden könnten, da dies dort für 

Fälle bös- oder mutwilliger Prozessführung ausdrücklich vorgesehen ist und eine 

solche dann zu bejahen sein könnte, wenn eine Partei wiederholt als querulato-

risch oder rechtsmissbräuchlich zu qualifizierende Eingaben macht. Da zur Zeit 

von der Vorinstanz allerdings noch keine Kosten erhoben wurden und der Be-

schwerdeführer durch den blossen Hinweis auf die Möglichkeit einer Kostenerhe-

bung nicht beschwert ist, ist auf seine Beschwerde insoweit nicht einzutreten. 

2.5 Im Ergebnis hat der Beschwerdeführer nicht dargetan, dass der Vorinstanz 

eine Rechtsverweigerung anzulasten wäre, weil sie ihm seine Eingabe vom 8. Mai 

2020 ohne Weiterungen zurückgesandt hat. Die Beschwerde ist deshalb abzu-

weisen, soweit darauf einzutreten ist. 

3. Für das Verfahren vor der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbe-

treibungs- und Konkurssachen sind keine Kosten zu erheben (Art. 20a Abs. 2 

Ziff. 5 SchKG) und keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 62 Abs. 2 

GebV SchKG).  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.  

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer sowie an die Vorinstanz, je 

gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

  

- 6 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um einen Ent-
scheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen im 
Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw N. Seebacher 
 
versandt am: 
30. Juni 2020 
 
 

	Urteil vom 29. Juni 2020
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...