# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe3617fc-fc10-58a5-b1cb-8d27f1d68774
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1997-07-07
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) 07.07.1997 JAAC 63.6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_031_JAAC-63-6--_1997-07-07.pdf

## Full Text

JAAC 63.6

Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen
Asylrekurskommission vom 7. Juli 1997, auch

erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1998
Nr. 7

Art. 13c et 13d LAsi. Art. 5 CEDH. Procédure à l’aéroport. Contrôle
judiciaire de la licéité du maintien d’un demandeur d’asile dans la zone
de transit (cas de Zurich-Kloten)[5].

Le maintien d’un demandeur d’asile dans la zone de transit de
l’aéroport ne représente pas - à l’intérieur de certaines limites de durée -
une privation de liberté lorsqu’il n’y a pas d’enfermement, que la liberté
de mouvement dans la zone de transit est assurée et que les conditions
d’hébergement paraissent convenables (en l’espèce, à l’aéroport de
Zurich-Kloten).

Art. 13c und 13d AsylG. Art. 5 EMRK. Flughafenverfahren. Richterliche
Überprüfung der Zulässigkeit des Festhaltens von Asylbewerbern in der
Transitzone (betreffend Zürich-Kloten)[4].

Das Festhalten von Asylbewerbern in der Transitzone des
Flughafens stellt - innert einer bestimmten Maximaldauer - keine
Freiheitsentziehung dar, sofern keine Einschliessung stattfindet, die
Bewegungsfreiheit innerhalb des Transitbereichs gewährleistet ist und
die Umstände der Unterbringung (konkret im Flughafen Zürich-Kloten)
angemessen erscheinen.

1

Art. 13c e 13d LAsi. Art. 5 CEDU. Procedura d’aeroporto. Esame da parte
del giudice dell’ammissibilità del mantenimento di richiedenti l’asilo
nella zona di transito (caso di Zurigo-Kloten)[6].

Il mantenimento di richiedenti l’asilo nella zona di transito
dell’aeroporto non rappresenta - entro certi limiti di tempo - una
privazione di libertà, fintanto che non siano reclusi, che la libertà di
movimento nella zona di transito sia garantita e che le condizioni di
sistemazione appaiano adeguate, come in casu all’aeroporto di Kloten.

Aus den Erwägungen:

- dass die Unterbringung im Flughafen Zürich-Kloten angesichts der der
Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) bekannten Lokalitäten
und konkreten Umstände (keine Einschliessung, Bewegungsfreiheit im
Transitbereich, Möglichkeit zur telefonischen und persönlichen Kontaktierung
eines Rechtsvertreters, Verpflegung, Schlafgelegenheit, auf Verlangen
Duschmöglichkeit und Spaziergang an der frischen Luft) und unter der
Bedingung, dass diese Umstände auch tatsächlich eingehalten werden, an
sich keinen Freiheitsentzug darstellt,

- (...)

- dass (der Beschwerdeführer) weiter geltend macht, er friere im Raum, der
männlichen Asylbewerbern im Transitbereich des Flughafens Zürich-Kloten
als Aufenthalts- und Schlafraum zur Verfügung stehe, weil dieser klimatisiert
sei,

- dass der entsprechende fensterlose Raum (ehemaliger Andachtsraum)
ähnlich einem Zivilschutzraum eingerichtet ist,

- dass genügend Decken zur Verfügung stehen, um sich während des Schlafes
gegen die allenfalls als unangenehm empfundene Kühle des klimatisierten
Raumes zu schützen,

- dass der Beschwerdeführer nicht behauptet, er habe deswegen
gesundheitliche Probleme oder er sei ernstlich erkrankt,

- dass der diesbezügliche Einwand mithin keinen Grund darstellt, ihm die
Einreise in die Schweiz zu bewilligen,

- dass weiter ausgeführt wird, von einem täglichen Spaziergang an der
frischen Luft könne keine Rede sein, es wäre denn im Gebiet der Docks und
in Begleitung von Polizeibeamten, was aber angesichts des vorhandenen
Personals der Flughafenpolizei eher unwahrscheinlich sei,

- dass der Beschwerdeführer nicht geltend macht, ein von ihm verlangter
Spaziergang an der frischen Luft sei ihm nicht gewährt worden
beziehungsweise Spaziergänge an der frischen Luft seien generell untersagt,

- dass es sich bei den entsprechenden Ausführungen somit um blosse
Mutmassungen handelt, welche nicht zur Bewilligung der Einreise in die
Schweiz führen können,

2

- dass es sich beim Beschwerdeführer um einen erwachsenen, offenbar
gesunden Mann handelt,

- dass der Beschwerdeführer in bezug auf die Begebenheiten und Folgen, die
sich für einen Asylbewerber durch den Aufenthalt im Transitbereich des
Flughafens Zürich-Kloten ergeben, im wesentlichen bloss allgemeine Kritik
anbringt,

- dass er aber keine ihn persönlich in besonderem Masse treffenden
Nachteile durch den ihm zugewiesenen Aufenthalt im Transitbereich des
Flughafens Zürich-Kloten darzutun vermag, und die festgesetzte maximale
Aufenthaltsdauer im Transitbereich bis zum 19. Juli 1997 (19 Tage) auch nicht
als unverhältnismässig lang erscheint,

- dass aufgrund der Dauer des (maximalen) Aufenthaltes unter der
Voraussetzung der vorgenannten Unterbringungsumstände die
freiheitsbeschränkenden Massnahmen nicht zu einer Freiheitsentziehung
werden,

- dass sich die Beschwerde daher als unbegründet erweist,

- (...).

Anmerkung:

Diese Praxis bezüglich der Unterbringung im Flughafen Zürich-Kloten wurde
seither in mehreren Urteilen bestätigt, so insbesondere auch in der nicht
publizierten E. 3b des Urteils der ARK vom 15. Oktober 1997 i.S. A.K.O., Kongo:

«Die Situation im Flughafen Zürich-Kloten ist denn auch regelmässig so,
dass den Asylsuchenden zwar ein Schlafplatz in einem Zimmer innerhalb
der Transitzone zugewiesen wird. Diese Schlafgelegenheit muss aber nicht
benutzt werden, und das Zimmer wird nicht abgeschlossen. Der Asylsuchende
ist vielmehr während 24 Stunden pro Tag berechtigt, sich an irgendeiner Stelle
des grossräumigen Transitbereiches aufzuhalten. (...) Da aufgrund der Aktenlage
und der allgemeinen Kenntnisse der ARK von den lokalen Gegebenheiten am
Flughafen Zürich-Kloten keine besonderen Umstände erkennbar sind, die den
Aufenthalt in physischer oder psychischer Hinsicht schwer erträglich gemacht
haben könnten, reduziert sich die Frage im vorliegenden Fall darauf, ob eine
14-tägige Aufenthaltsdauer im Transitbereich des Flughafens Zürich-Kloten
an sich eine Freiheitsentziehung darstellt. Diese Frage wird verneint. Wohl
kann gemäss der weiter vorn zitierten Strassburger Rechtsprechung eine blosse
Freiheitsbeschränkung auf das Areal eines Flughafen-Transitbereiches nach
einer gewissen Zeit zu einer Freiheitsentziehung werden. Die ARK stellt aber
fest, dass diese Transformation in eine (verbotene) Haft nach einem Aufenthalt
von vierzehn Tagen - immer vorausgesetzt, dass nicht noch zusätzliche
beschränkende Massnahmen dazukommen - jedenfalls noch nicht eingetreten
ist.»

[4] Vgl. dazu Grundsatzentscheid vom 15. Oktober 1997, VPB 62.6. Das
Verfahren betreffend vorläufige Verweigerung der Einreise und Zuweisung
der Transitzone des Flughafens als Aufenthaltsort ist nunmehr - in Kraft
seit 1. Januar 1998 - in der Asylverordnung 1 vom 22. Mai 1991 (AsylV 1,
AS 1997 2775, Art. 4a) und in der Verordnung über die Schweizerische

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https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004004.pdf?ID=150004004

Asylrekurskommission vom 18. Dezember 1991 (VOARK, AS 1997 2777)
geregelt; Art. 1 Abs. 1, Art. 10 Bst. e, Art. 25 Abs. 1 und 2 VOARK (vgl. auch
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission
[EMARK] 1997, Mitteilungen).
[5] Sur ce sujet, voir décision de principe du 15 octobre 1997, JAAC 62.6.
La procédure concernant le refus provisoire d’autorisation d’entrée et
d’assignation à une zone aéroportuaire de transit a été réglée entretemps par
les modifications, entrées en vigueur, le 1er janvier 1998, de l’Ordonnance 1
sur l’asile du 22 mai 1991 (OA 1, RO 1997 2775, art. 4a) et de l’Ordonnance du
18 décembre 1991 concernant la Commission suisse de recours en matière
d’asile (OCRA, RO 1997 2777); art. 1 1er al. let. e, art. 25 1er et 2e al. OCRA (cf.
Jurisprudence et informations de la Commission suisse de recours en matière
d’asile [JICRA] 1997, rubrique informations).
[6] A tal proposito, cfr. decisione di principio del 15 ottobre 1997, GAAC
62.6. La procedura concernente il rifiuto provvisorio dell’autorizzazione
d’entrata e l’assegnazione della zona di transito dell’aeroporto quale luogo
di soggiorno è stata nel frattempo disciplinata dalle modifiche (entrate in
vigore il 1° gennaio 1998) dell’Ordinanza 1 sull’asilo del 22 maggio 1991; art. 4a
OA 1 (RU 1997 2775) e dell’Ordinanza del 18 dicembre 1991 concernente la
Commissione svizzera di ricorso in materia d’asilo (OCRA); art. 1 cpv. 1, art. 10
lett. e, art. 25 cpv. 1 e 2 OCRA (RU 1997 2777; cfr. anche Giurisprudenza e
informazioni della Commissione svizzera di ricorso in materia d’asilo [GICRA]
1997, Informazioni).

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https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004004.pdf?ID=150004004
https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004004.pdf?ID=150004004
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 63.6 - Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission vom

7. Juli 1997, auch erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen

Asylrekurskommission [EMARK] 1998 Nr. 7

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1999
Année

Anno

Band 63
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Ref. No 150 004 355

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.

Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.

	Auszug aus einem Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 7. Juli 1997, auch erschienen in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1998 Nr. 7
	Aus den Erwägungen:
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