# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6848dcd5-cc86-5294-a62c-fbdd4a894941
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-19
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 19.02.2025 BK 2024 509
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2024-509_2025-02-19.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 24 509

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 19. Februar 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, 
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Lienhard

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter 1

B.________

Beschuldigter 2

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

C.________
v.d. Rechtsanwalt Dr. D.________

Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin

Gegenstand Nichtanhandnahme – Neubeurteilung (Verfahrenskosten)

Strafverfahren wegen Verletzung der Glaubens- und Kultusfreiheit 
etc.

Neubeurteilung des Beschlusses der Beschwerdekammer in 
Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern BK 23 486 vom 
11. Juli 2024

2

Erwägungen:

1.

1.1 Mit Verfügung vom 6. April 2023 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mit-
telland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das von C.________ (nachfolgend: Be-
schwerdeführerin) mit Strafanzeige vom 16. November 2022 initiierte Strafverfahren 
gegen – gemäss Rubrum – das A.________ (nachfolgend: Beschuldigter 1) wegen 
Verletzung der Glaubens- und Kultusfreiheit und Diskriminierung und Aufruf zu Hass 
nicht an die Hand. Die dagegen bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des 
Obergerichts des Kantons Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) erhobene Be-
schwerde wurde mit Beschluss BK 23 170 vom 6. Oktober 2023 gutgeheissen, so-
weit darauf einzutreten war. Begründet wurde der Entscheid damit, dass die Verfü-
gung B.________ (bürgerlicher Name: B.________; nachfolgend: Beschuldigter 2) 
als bekannte beschuldigte Person nicht im Rubrum nannte und ihm die Verfügung 
nicht eröffnet worden war. Eine weitergehende Überprüfung der Nichtanhandnah-
meverfügung erfolgte nicht.

1.2 Am 7. November 2023 erliess die Staatsanwaltschaft eine neue Nichtanhandnahme-
verfügung, worin sie den Beschuldigten 2 explizit aufführte. Die am 27. November 
2023 dagegen erhobene Beschwerde wies die Beschwerdekammer mit Beschluss 
BK 23 486 vom 11. Juli 2024 ab, soweit sie darauf eintrat. Die Kosten des Beschwer-
deverfahrens von CHF 2’845.00 (Verfahrenskosten von CHF 1’000.00 zuzüglich der 
angefallenen Auslagen für Übersetzungen von CHF 1’845.00) wurden der Be-
schwerdeführerin auferlegt (Ziff. 2 des Dispositivs). In der Folge führte diese, neu 
vertreten durch Rechtsanwalt D.________, Beschwerde in Strafsachen. Mit Urteil 
7B_970/2024 vom 13. November 2024 hiess das Bundesgericht die Beschwerde 
gut, soweit es darauf eintrat, hob Ziff. 2 des Dispositivs des Beschlusses der Be-
schwerdekammer BK 23 486 vom 11. Juli 2024 auf und wies die Sache diesbezüg-
lich zur neuen Entscheidung an die Beschwerdekammer zurück. 

1.3 Mit Verfügung vom 10. Dezember 2024 (neu unter der Verfahrensnummer 
BK 24 509) gab die Verfahrensleitung der Beschwerdeführerin und der General-
staatsanwaltschaft Gelegenheit, abschliessende Bemerkungen einzureichen. Nach 
einmal erstreckter Frist beantragte die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechts-
anwalt D.________, am 13. Januar 2025 sinngemäss die vollumfängliche Auferle-
gung der Kosten des Beschwerdeverfahrens BK 23 486 an den Staat. 

2. Die Behörde, an welche zurückgewiesen wird, ist an die rechtlichen Erwägungen im 
Rückweisungsentscheid gebunden. Dabei betrifft die Verbindlichkeit sowohl Punkte, 
bezüglich derer keine Rückweisung erfolgte, die also «definitiv» entschieden wur-
den, wie auch diejenigen Erwägungen, welche den Rückweisungsauftrag umschrei-
ben (vgl. DORMANN, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, 
N. 18 zu Art. 107 BGG mit Hinweisen sowie BGE 135 III 334 E. 2, bestätigt mit Urteil 
des Bundesgerichts 6B_434/2014 vom 24. November 2014 E. 1.3.1). Die kantonale 
Instanz hat sich bei der neuen Entscheidung auf das zu beschränken, was sich aus 
den Erwägungen des Bundesgerichts als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. 
Wird eine Beschwerde in Strafsachen gutgeheissen und das vorinstanzliche Urteil 
aufgehoben, soll das Verfahren nicht als Ganzes neu in Gang gesetzt werden, son-

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dern nur insoweit, als dies notwendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des 
Bundesgerichts Rechnung zu tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; 135 III 334 E. 2; 
Urteil des Bundesgerichts 7B_281/2022 vom 16. Mai 2024 E. 2.2.4; 6B_216/2020 
vom 1. November 2021 E. 1.3.1, nicht publ. in: BGE 148 IV 66).

3. Wie erwähnt, hob das Bundesgericht den Beschluss des Obergerichts des Kantons 
Bern BK 23 486 vom 11. Juli 2024 lediglich im Kostenpunkt (Ziff. 2 des Dispositivs) 
auf und wies die Sache diesbezüglich zur neuen Entscheidung an die Beschwerde-
kammer zurück. Zur Begründung erwog es, die Beschwerdekammer habe sich dar-
auf beschränkt auszuführen, dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt 
auf CHF 1’000.00 zuzüglich der angefallenen Auslagen für Übersetzungen von 
CHF  1’845.00, total CHF 2’845.00, bei diesem Verfahrensausgang der unterliegen-
den Beschwerdeführerin auferlegt würden (Art. 428 Abs. 1 der Schweizerischen 
Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Die Beschwerdeführerin rüge zu Recht, 
dass sich aus dem angefochtenen Beschluss nicht ergebe, wofür und weshalb eine 
Übersetzung angeordnet worden sei, wie es hier zu erwarten wäre. Somit genüge 
der angefochtene Beschluss den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 des Bundesge-
richtsgesetztes (BGG; SR 173.110) insoweit nicht; eine Überprüfung der korrekten 
Rechtsanwendung sei nicht möglich (Art. 112 Abs. 1 Bst. b BGG). Indessen hielt es 
in E. 2 explizit fest, dass die Beschwerdeführerin die Höhe der Verfahrenskosten 
einzig im Umfang von CHF 1'845.00, was den Auslagen für die Übersetzung ent-
spricht, angefochten habe. 

4.

4.1 Soweit die Beschwerdeführerin in ihren Schlussbemerkungen sinngemäss die voll-
umfängliche Auferlegung der Kosten des Beschwerdeverfahrens BK 23 486 an den 
Staat verlangt bzw. die Gebührenhöhe von CHF 1'000.00 zur Diskussion stellt, ver-
kennt sie, dass Thema der Neubeurteilung nur noch die Auslagen für die Überset-
zung in der Höhe von CHF 1'845.00 bilden. Das Bundesgericht hat wie erwähnt fest-
gehalten, dass die Gebühren von CHF 1'000.00 vor Bundesgericht nicht angefoch-
ten waren. Entsprechend können sie auch nicht Thema im Neubeurteilungsverfahren 
bilden. 

4.2 Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass im vorliegenden Fall keine Überset-
zung gestützt auf Art. 68 Abs. 2 StPO notwendig war. Zu berücksichtigen ist indes, 
dass der Beschluss an den in E.________ (Ort) lebenden Beschuldigten 2 zugestellt 
werden musste. Den Empfehlungen im Rechtshilfeführer des Bundesamts für Justiz 
kann entnommen werden, dass eine Übersetzung bei direkten Zustellungen 
grundsätzlich nötig sei und es ansonsten Art. 15 Abs. 3 und 4 des zweiten Zusatz-
protokolls zum Europäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen 
(ZPII EUeR; SR 0.351.12) zu beachten gelte (http://www.rhf.ad-
min.ch/rhf/de/home/rechtshilfefuehrer/laenderindex.html; zuletzt besucht am 11. Fe-
bruar 2025; letzte Änderung am 29. Januar 2025). Auf Nachfrage gab das Bundes-
amt für Justiz jedoch bekannt, dass die Empfehlung im Rechtshilfeführer möglicher-
weise falsch sei (siehe dazu das Verbal von Gerichtsschreiberin Lienhard vom 12. 
Februar 2025). Zumal die diesbezügliche Rechtslage derzeit unklar ist, wird auf eine 
Auferlegung der Übersetzungskosten an die Beschwerdeführerin verzichtet. 

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4.3 Nach dem Gesagten werden die Kosten des Beschwerdeverfahrens BK 23 486 von 
insgesamt CHF 2’845.00 im Umfang von CHF 1’000.00 (Gebühren für die Inan-
spruchnahme einer staatlichen Leistung) der Beschwerdeführerin auferlegt (Art. 428 
Abs. 1 StPO). Die übrigen CHF 1’845.00 (Übersetzungskosten) werden vom Kanton 
Bern getragen (Art. 423 StPO).

5.

5.1 Zumal weder die Beschwerdeführerin noch die Beschuldigten 1 und 2 den Umstand 
zu vertreten haben, dass ein Neubeurteilungsverfahren notwendig wurde, sind die 
diesbezüglichen Kosten, bestimmt auf CHF 500.00, vollumfänglich vom Kanton zu 
tragen (Art. 423 Abs. 1 i.V.m. Art. 428 Abs. 1 StPO).

5.2 Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage (BGE 144 IV 207 E. 1.8.2; 
137 IV 352 E. 2.4.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_1306/2021 vom 8. August 2022 
E. 3; 6B_1433/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2; je mit Hinweisen; statt vieler auch 
Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 24 191 + 192 vom 13. Dezember 
2024 E. 12.4). Zumal der Beizug eines Anwalts für das Neubeurteilungsverfahren als 
geboten erscheint, hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine angemessene 
Entschädigung ihrer Aufwendungen. Da Rechtsanwalt D.________ keine Kosten-
note eingereicht hat und sich die Einreichung einer solchen im Neubeurteilungsver-
fahren auch nicht vorbehalten hat, wird die Entschädigung praxisgemäss pauschal 
festgesetzt und vorliegend auf CHF 300.00 (inkl. Auslagen und MWST) bestimmt, 
zumal Thema und Aufwand des Neubeurteilungsverfahrens sehr überschaubar er-
scheinen und die Bedeutung der Streitsache gering ist (vgl. auch Art. 41 des kanto-
nalen Anwaltsgesetzes [KAG; BSG 168.11]). Zudem gehen die anwaltlichen Aus-
führungen teilweise am Neubeurteilungsthema vorbei. Die Entschädigung wird mit 
den der Beschwerdeführerin (teilweise) auferlegten Kosten des Beschwerdeverfah-
rens BK 23 486 verrechnet (Art. 442 Abs. 4 StPO). Die von der Beschwerdeführerin 
noch zu bezahlenden Verfahrenskosten reduzieren sich dadurch auf CHF 700.00.

5.3 Den Beschuldigten ist kein entschädigungswürdiger Aufwand entstanden. 

5

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Vom Verbal vom 12. Februar 2025 wird Kenntnis gegeben. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens BK 23 486 von insgesamt CHF 2’845.00 werden 
im Umfang von CHF 1’000.00 (Gebühren) der Beschwerdeführerin auferlegt. Die ver-
bleibenden CHF 1'845.00 (Auslagen), trägt der Kanton Bern. 

3. Die Kosten des Neubeurteilungsverfahrens BK 24 509, bestimmt auf CHF 500.00, trägt 
der Kanton Bern.

4. Für das Neubeurteilungsverfahrens BK 24 509 wird der Beschwerdeführerin eine Ent-
schädigung von CHF 300.00 (inkl. Auslagen und MWST) zugesprochen. Diese wird mit 
den von ihr zu tragenden Verfahrenskosten von CHF 1’000.00 verrechnet, so dass die 
Beschwerdeführerin noch Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 700.00 zu bezahlen 
hat.

5. Weitergehend werden keine Entschädigungen gesprochen. 

6. Zu eröffnen:
- der Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin, v.d. Rechtsanwalt Dr. D.________

(per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Leitende Staatsanwältin 

F.________ (mit den Akten – per Kurier)

Bern, 19. Februar 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Lienhard

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung ge-
stellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes 
(BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.