# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a75f8e6-6996-5769-9692-720adb561741
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.09.2014 200 2012 1037
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2012-1037_2014-09-09.pdf

## Full Text

200 12 1037 IV
SCP/JAP/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. September 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Oktober 2012

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/12/1037, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) meldete sich am 30. Oktober 1997 unter Hinweis auf ein Augenleiden 
bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1.1). Diese gewährte 
ihm mit Verfügung vom 24. Februar 1999 (AB 1.16) ab 1. Juli 1998 bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe bzw. mit Verfügung vom 14. Ja-
nuar 2003 (AB 22) bei einem Invaliditätsgrad von 75 % ab 1. März 2002 
eine ganze Invalidenrente. Im Rahmen einer ordentlichen Rentenrevision 
bestätigte sie den bisherigen Rentenanspruch am 19. Oktober 2007 form-
los (vgl. AB 33).

Anlässlich einer weiteren von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision 
ermittelte die IVB einen Invaliditätsgrad von 16 % und stellte dem Versi-
cherten mit Vorbescheid vom 25. Oktober 2011 (AB 56) die Rentenaufhe-
bung in Aussicht. Nachdem dieser sich hiermit nicht einverstanden erklärt 
hatte (vgl. AB 64), veranlasste die IVB eine psychiatrische Begutachtung 
(vgl. AB 85.1) und hielt mit neuerlichem Vorbescheid vom 21. August 2012 
(AB 86) und einem berechneten Invaliditätsgrad von 31 % an der angekün-
digten Rentenaufhebung fest. Der Versicherte erhob hiergegen wiederum 
Einwand (AB 87), worauf die IVB die Invalidenrente mit Verfügung vom 
2. Oktober 2012 (AB 89) auf Ende des der Zustellung der Verfügung fol-
genden Monats aufhob.

B.

Mit Eingabe vom 30. Oktober 2012 erhob der Versicherte, vertreten durch 
C.________ vom D.________, Beschwerde und beantragte sinngemäss 
die kostenfällige Aufhebung der angefochtenen Verfügung.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. November 2012 schloss die Be-
schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

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Am 3. Juni und 29. August 2013 legte der Beschwerdeführer weitere medi-
zinische Berichte (Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilagen 
[BB] 3 f.) ins Recht. 

Mit Schreiben vom 13. September 2013 und undatierter (am 24. Oktober 
2013 eingelangter) Eingabe notifizierte C.________ den Mandatswechsel 
vom D.________ zur der von ihm betriebenen Rechtsberatung ….

In der Folge reichte der Beschwerdeführer mit einer undatierten (am 
20. November 2013 eingelangten) Zuschrift einen weiteren medizinischen 
Bericht nach.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. Oktober 2012 
(AB 89). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und 
dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige Rente 
zulässigerweise nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden 
Monats – mithin per 30. November 2012 – aufhob.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 

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den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 
IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.2).

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3.

3.1 Die ursprüngliche halbe Invalidenrente wurde mit Verfügung vom 
14. Januar 2003 (AB 22) auf eine ganze Rente erhöht und dieser Renten-
anspruch am 19. Oktober 2007 formlos bestätigt (vgl. AB 33). Auch eine 
blosse Mitteilung eines solchen Revisionsergebnisses ist, wenn keine Ver-
fügung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 der Verordnung über die Invali-
denversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]), in Bezug auf 
den Vergleichszeitpunkt grundsätzlich einer rechtskräftigen Verfügung 
gleichzustellen (SVR 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1; BGer 8C_441/2012, 
E. 3.1.2). Ob in der Mitteilung vom 19. Oktober 2007 (AB 33) eine rechts-
konforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung zu 
erblicken ist, erscheint fraglich. Aufgrund des unveränderten Gesundheits-
zustandes ist jedoch unerheblich, ob dieser Verwaltungsakt als letztmalige 
materielle Überprüfung des Rentenanspruchs im Sinne der erwähnten 
Rechtsprechung (vgl. E. 2.3.3 hievor) verstanden werden kann (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 29. August 2013, 9C_903/2012, E. 2.1). Grundsätz-
lich ist somit der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten formell rechtskräfti-
gen Rentenverfügung vom 14. Januar 2003 (AB 22) mit jenem im Zeitpunkt 
der Revisionsverfügung vom 2. Oktober 2012 (AB 89) zu vergleichen.

3.2 Während die ursprüngliche Berentung aufgrund ophthalmologischer 
Beeinträchtigungen erfolgte (vgl. AB 1.6, 1.13, 1.16), basierte die letzte 
rechtskräftige Verfügung vom 14. Januar 2003 (AB 22) in medizinischer 
Hinsicht hauptsächlich auf psychischen Beschwerden. Im Arztbericht der 
Psychiatrischen Dienste des Spitals E.________ vom 8. Juli 2002 (AB 14) 
wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – nebst körper-
lichen Einschränkungen, Augenleiden und Rückenschmerzen – eine seit 
April 2000 bestehende generalisierte Angststörung bei Persönlichkeit mit 
akzentuiert neurotisch-histrionischen Zügen (ICD-10: F41.1) vermerkt (vgl. 
AB 14/5 lit. A Ziff. 1) und eine Restarbeitsfähigkeit von vier bis fünf Stunden 
täglich bei einer im Ausmass variablen und nicht näher bestimmten zusätz-
lichen Leistungseinschränkung attestiert (vgl. AB 14/8 lit. A Ziff. 2 f., 14/9 
lit. B Ziff. 2.1). 

3.3 Die vorliegend angefochtene Revisionsverfügung vom 2. Oktober 
2012 (AB 89) stützte sich in somatischer Hinsicht auf Berichte der behan-

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delnden Ärzte (AB 45 f., 75) sowie in psychiatrischer Hinsicht auf das Gut-
achten von Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie FMH, vom 13. August 2012 (AB 85.1).

3.3.1 Im ärztlichen Zwischenbericht vom 11. August 2011 (AB 45) führte 
Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, als Diagnose einen Status nach Hüft-TP-
Implantation rechts auf, beschrieb einen stationären Gesundheitszustand 
und bescheinigte eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit.

3.3.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Ophthalmologie FMH, diagnosti-
zierte im Bericht vom 28. August 2011 (AB 46) eine Amblyopie (Schwach-
sichtigkeit) rechts sowie einen Status nach Hornhautperforation links im 
Jahr 1988. Er erklärte, aufgrund der aktuellen augenärztlichen Untersu-
chung habe sich keine Veränderung ergeben, der Gesundheitszustand sei 
stationär und es bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. 

3.3.3 Dr. med. I.________, Facharzt für Gastroenterologie FHM sowie 
Allgemeine Innere Medizin FMH, vermerkte in diagnostischer Hinsicht im 
Zwischenbericht vom 12. März 2012 (AB 75) einen Status nach Hüft-TP-
Implantation im Februar 2010 rechts mit persistierenden inguinalen 
Schmerzen, anamnestisch eine generalisierte Angststörung, eine Ambly-
opie rechts bei Status nach Augenoperation rechts sowie ein rezidivieren-
des Lumbovertebralsyndrom. Auch er nahm einen stationären Gesund-
heitszustand an und führte aus, nach der Hüftoperation sei es zu einer Re-
gredienz der Schmerzen gekommen. Zwar habe eine bessere Gehfähigkeit 
erreicht werden können, jedoch persistierten inguinale Schmerzen. Nun 
seien auch lumbovertebrale Schmerzen wieder aufgetreten, weswegen er 
Physiotherapie verordnet habe. Leichte sitzende bis wechselbelastende 
Tätigkeiten seien im Umfang von mindestens 80 % zumutbar, wobei das 
Heben und Tragen von Lasten über zehn Kilogramm, Verrichtungen die 
eine langdauernde Zwangshaltung des Kopfes erfordern oder in kniender 
bzw. kauernder Körperstellungen sowie auf unebenem Gelände, Leitern 
oder Gerüsten vermieden werden sollten.

3.3.4 In der psychiatrischen Expertise vom 13. August 2012 (AB 85.1) 
diagnostizierte Dr. med. F.________ eine Persönlichkeitsstörung mit ängst-

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lich vermeidenden und histrionischen Anteilen (ICD-10: F60.4 und F 60.6) 
sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – einen Status nach ge-
neralisierter Angststörung (ICD-10: F41.1). Er attestierte sowohl für die 
angestammte als auch eine Verweisungstätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 
acht Stunden täglich bei einer um 30 % eingeschränkten Leistungsfähig-
keit.

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch 
eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. 
Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer entschei-
dungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen zu ent-
nehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision er-
stellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausrei-
chend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – 
bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren 
und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erst-
malige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, mangelt es 
daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die 
(von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend 
darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheits-
zustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es 
evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben 
(Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 6.1.2).

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Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Eine von anderen mit 
der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung ver-
mag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört viel-
mehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial 
auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf 
welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwal-
tungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswür-
digung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.5

3.5.1 Das monodisziplinäre Administrativgutachten vom 13. August 2012 
(AB 85.1) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert einer medizinischen Expertise gestellten Anforderungen (vgl. 
E. 3.4 hievor). Insbesondere erfolgte die fachärztliche Beurteilung anhand 
der vollständigen Anamnese und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse 
aus den klinischen Explorationsgesprächen vom 26. Juni bzw. 10. Juli 
2012. Zudem setzte sich Dr. med. F.________ mit der divergierenden Ein-
schätzung des behandelnden med. pract. J.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie FMH, welcher eine generalisierte Angststörung 
bei Persönlichkeit mit akzentuierter neurotisch-histrionischen Zügen (ICD-
10: F41.1) diagnostiziert und zuletzt eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % attes-
tiert hatte (vgl. AB 76), auseinander. Dessen Bericht vom 8. Juli 2002 
(AB 14) enthielt weder einen Psychostatus noch ein aussagekräftiges Zu-
mutbarkeitsprofil und die Leistungseinschränkung wurde nicht näher quan-
tifiziert. Da das in der praktischen medizinischen Behandlung massgeben-
de bio-psycho-soziale Krankheitsmodell weiter gefasst ist als der für die 
invaliditätsrechtliche Beurteilung heranzuziehende Begriff der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung (vgl. Entscheid BGer vom 11. Mai 2010, 
9C_246/2010, E. 2.2.1), wies der Gutachter gegenüber med. pract. 

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J.________ zutreffend darauf hin, dass die festgestellten psychosozialen 
Faktoren auszuklammern seien (vgl. AB 85.1/14 lit. F). Dabei nahm er nicht 
etwa eine unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel unerhebliche unter-
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sach-
verhaltes vor (vgl. BGE 112 V 371 E. 2b S. 372; SVR 2009 IV Nr. 57 S. 178 
E. 3.2.1), vielmehr liessen weder der vom Gutachter erhobene Psychosta-
tus (vgl. AB 85.1/12 lit. D) noch die vom Beschwerdeführer wiedergegebe-
nen Aktivitäten (vgl. AB 85.1/11 lit. B) weiterhin auf das Bestehen einer 
generalisierten Angststörung schliessen (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT 
[Hrsg.] Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel 
V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 198). Die von med. 
pract. J.________ im Arztbericht vom 8. Juli 2002 (AB 14) beschriebenen 
ausgeprägten allgemeinen Ängste und die Nervosität (vgl. AB 14/8 lit. A 
Ziff. 1) konnte der psychiatrische Gutachter nicht mehr feststellen. Dass der 
Beschwerdeführer auch nicht an einem invalidenversicherungsrechtlich 
relevanten depressiven Zustandsbild leidet, wird zudem durch die Wahr-
nehmung von Dr. med. I.________, auf welchen er keineswegs depressiv 
wirkte (vgl. AB 75/3 Ziff. 1), gestützt. Somit ist von einer relevanten Verbes-
serung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen und folglich 
das Vorliegen eines Revisionsgrundes zu bejahen. Soweit sich der psychi-
sche Gesundheitszustand nach Erlass des Vorbescheids vom 25. Oktober 
2011 (AB 56) verschlechtert haben könnte (vgl. AB 85.1/14 lit. F, BB 4), 
handelt es sich dabei nach der Aktenlage (vgl. AB 85.1/16 lit. G Ziff. 7) um 
ein reaktives und damit bloss vorübergehendes sowie praxisgemäss nicht 
invalidisierendes Geschehen, da es hauptsächlich durch die belastenden 
Lebensumstände (hier: Verlust der Invalidenrente und damit einhergehen-
de finanzielle Sorgen) geprägt ist (ULRICH MEYER; Bundesgesetz über die 
Invalidenversicherung, 2. Aufl. 2010, S. 31). 

3.5.2 Aus psychiatrischer Sicht liegt hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit (Prä-
senzzeit) keine Einschränkung vor (vgl. AB 85.1/16 lit. G Ziff. 13). Ob die 
von Dr. med. F.________ zufolge der Persönlichkeitsstörung mit ängstlich 
vermeidenden und histrionischen Anteilen (vgl. AB 85.1/13 lit. E) ange-
nommene Leistungsminderung von 30 % (vgl. AB 85.1/17 lit. G Ziff. 14) aus 
sozialversicherungsrechtlicher Sicht überhaupt massgebend ist, oder in 
den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Er-

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klärung findet (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299), braucht vorliegend auf-
grund der nachfolgenden Überlegungen (vgl. E. 4.3 f. hienach) nicht absch-
liessend geklärt zu werden. Immerhin ist in diesem Zusammenhang festzu-
stellen, dass die neurotisch-histrionischen Persönlichkeitszüge weder den 
Beschwerdeführer im früheren Erwerbsleben in seiner Arbeitsfähigkeit ein-
schränkten (vgl. AB 85.1/14 lit. F) noch in den letzten Jahren im Rahmen 
einer konsequent befolgten Psychotherapie (mit adäquater Behandlungs-
frequenz) angegangen wurden.

3.5.3 Auch die Einschätzung der somatischen Situation durch die behan-
delnden Dres. med. G.________, H.________ und I.________ in den Be-
richten vom 11. bzw. 28. August 2011 (AB 45 f.) und vom 12. März 2012 
(AB 75) überzeugt. Dr. med. I.________ erachtete ein Arbeitspensum von 
mindestens 80 % als zumutbar und begründete keine Einschränkung für 
eine leidensadaptierte Tätigkeit, sondern machte lediglich einen Vorbehalt 
bezüglich allfälliger psychischen Beeinträchtigungen (vgl. AB 75/3 f. Ziff. 
2 f.), womit von einer aus allgemeininternistischer Sicht uneingeschränkten 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen ist. Dies korreliert auch mit den 
Angaben des Orthopäden Dr. med. G.________, der unter Berücksichti-
gung der inguinalen Beschwerden eine volle Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit attestierte (vgl. AB 45/1 Ziff. 1 und 5). Dass Dr. med. 
H.________ im Jahr 2011 (vgl. AB 63/2 Ziff. 5) einen stationären Gesund-
heitszustand aber gleichzeitig rechts nur noch eine leichtgradige und links 
gar keine Gesichtsfeldeinschränkung beschrieb (vgl. Beschwerde S. 3 
Ziff. 2), ist nicht entscheidwesentlich. Aus ophthalmologischer Sicht wurden 
sämtliche subjektiven Visuseinschränkungen berücksichtigt und der RAD-
Arzt Dr. med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH 
und Anästhesiologie, postulierte in seiner Stellungnahme vom 19. Oktober 
2011 (AB 55) wegen der eingeschränkten Sehfähigkeit rechts und der da-
mit nachvollziehbar einhergehenden höheren Ermüdbarkeit eine Minderung 
der Leistungsfähigkeit von zirka 15 %. Zudem formulierte er gestützt auf die 
Berichte der Dres. med. G.________ und H.________ ein differenziertes 
Anforderungsprofil, wonach wechselbelastende, körperlich leichte bis mit-
telschwere Tätigkeiten, nicht aber Arbeiten auf hohen Gerüsten oder in 
grossen Höhen sowie generell mit Eigen- oder Fremdgefährdung und Ver-
richtungen an rotierenden Maschinen zumutbar seien. Dieses Profil ent-

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spricht sowohl der unveränderten ophthalmologischen Situation als auch 
den Verhältnissen nach korrekt erfolgter Implantation der Hüftprothese. Die 
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ins Recht gelegten Berichte 
(BB 3 f., 6) vermögen dieses Zumutbarkeitsprofil nicht in Zweifel zu ziehen. 
Dass das Tränenersatzmittel sowie die Tränenwegs-Stöpsel (Punctum 
Plugs) nur vorübergehend gegen die Sicca-Problematik genutzt haben sol-
len (vgl. BB 3) ist unerheblich, da sich die Befunde trotz der anfänglich sub-
jektiv geklagten Visusverschlechterung stabil präsentierten (vgl. BB 4) und 
insbesondere die Sehschärfe links im Rahmen dessen lag, was bereits im 
Jahr 1998 festgestellt wurde (vgl. AB 1.6/2 Ziff. 4.3). Die gesetzlichen Min-
destanforderungen zum Führen eines Motorfahrzeuges (Art. 7 Abs. 1 i.V.m. 
Anhang 1 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeu-
gen zum Strassenverkehr vom 27. Oktober 1976 [Verkehrszulassungsver-
ordnung, VZV; SR 741.51]) waren ebenfalls bereits damals nicht erfüllt (vgl. 
AB 1.6/3 Ziff. Ziff. 1; BB 6).

3.5.4 Was die von den Dres. med. F.________ und K.________ ge-
schätzten Einschränkungen anbelangt, ist zu beachten, dass beim Zu-
sammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen (zum Bei-
spiel aus psychischen und somatischen Gründen) sich deren erwerbliche 
Auswirkungen in der Regel überschneiden, sodass jedenfalls eine blosse 
Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und Beschwerde-
bilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade nicht zulässig ist (vgl. Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundes-
gericht] vom 30. Juni 2006, I 904/05, E. 3.4). Aufgrund der zwischen den 
beiden leistungseinschränkenden Faktoren anzunehmenden Wechselwir-
kung ist die vom RAD-Arzt auf 15 % bezifferte Einschränkung nicht kumula-
tiv zu der von Dr. med. F.________ geschätzten Leistungseinschränkung 
von 30 % zu berücksichtigen. Mithin geht die ophthalmologische in der 
psychischen Einschränkung auf, womit gesamthaft von einer uneinge-
schränkten Arbeitsfähigkeit mit einer höchstens 30%igen Leistungsminde-
rung auszugehen ist.

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser medizinischen 
Ausgangslage.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/12/1037, Seite 13

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsver-
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhe-
bungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 
2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/12/1037, Seite 14

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Ermittlung des Validenein-
kommens auf Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdefüh-
rers, wonach er im Jahr 1998 einen Bruttojahreslohn von Fr. 53‘195.-- er-
zielt hätte (vgl. AB 1.12/2 Ziff. 20). Aufindexiert auf das Jahr 2010 berech-
nete sie ein Valideneinkommen von Fr. 62‘428.-- (Fr. 53‘195.-- / 1‘832 x 
2‘150 [richtig: 2‘151; BFS, Tabelle T 39, Nominallohnindex Männer 1998 
bzw. 2010]). Wird nebst dem Geschlecht zusätzlich die branchenspezifi-
sche Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2012 berücksichtigt, ergibt sich 
ein Valideneinkommen von Fr. 63‘826.-- (Fr. 53‘195.-- / 104.6 x 115 [BFS, 
Tabelle T1.1.93, Nominallohnindex Männer, Wirtschaftsabschnitt G/H 
{Handel, Reparatur, Gastgewerbe}, Index 1998 bzw. 2005] / 100 x 107.1 
[BFS, Tabelle T.1.1.05, Nominallohnindex Männer, Wirtschaftsabschnitt 
G/H {Handel, Reparatur, Gastgewerbe}, Index-Basis 2005 bzw. Index 
2010] / 100 x 101.9 [Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex Männer, Wirt-
schaftsabschnitt G {Handel, Instandhaltung und Reparaturen von Motor-
fahrzeugen}, Index-Basis 2010 bzw. Index 2012]).

4.3.2 Da der Beschwerdeführer mit der ausgeübten Teilzeitbeschäftigung 
mit einem Wochenpensum von zehneinhalb Stunden (vgl. AB 54/3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/12/1037, Seite 15

Ziff. 2.9 f.) seine medizinisch-theoretische Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit 
nicht in zumutbarer Weise voll ausschöpft, zog die Beschwerdegegnerin für 
das Invalideneinkommen richtigerweise die Werte der LSE 2010 heran (vgl. 
E. 4.2.2 hievor). Unter Berücksichtigung der von Dr. med. K.________ ge-
schätzten Leistungsminderung von 15 % ergibt sich ein hypothetischer 
Bruttojahreslohn von Fr. 53‘001.-- (Fr. 4‘901.-- [BFS, LSE 2010, Tabelle 
TA1, Anforderungsniveau 4 {einfache und repetitive Tätigkeiten}, Männer, 
Total] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstun-
den [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit [BUA], Total 2012] / 100 x 101.7 
[BFS, Lohnentwicklung 2012, Tabelle T1.1.10, Nominallohnentwicklung 
Männer, Total, Index-Basis 2010 bzw. Index 2012] ./. 15 % Leistungsein-
schränkung). Weil eine allfällige altersbedingte Lohneinbusse sich teilweise 
auch mit der gesundheitlich bedingten geringeren Leistungsfähigkeit deckt, 
rechtfertigt sich ein leidensbedingter Abzug (vgl. E. 4.2.2 hievor) von 
höchstens 10 %, so dass ein Invalideneinkommen von Fr. 47‘701.-- resul-
tiert (Fr. 53‘001.-- ./. 10 %). Soweit die von Dr. med. F.________ zufolge 
der Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden und histrionischen 
Anteilen angenommene Leistungseinschränkung von 30 % unter invaliden-
versicherungsrechtlichen Gesichtspunkten massgebend ist (vgl. E. 3.5.2 
hievor), beträgt das Invalideneinkommen Fr. 39‘283.-- (Fr. 4‘901.-- [BFS, 
LSE 2010, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4 {einfache und repetitive 
Tätigkeiten}, Männer, Total] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 
Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit [BUA], Total 
2012] / 100 x 101.7 [BFS, Lohnentwicklung 2012, Tabelle T1.1.10, Nomi-
nallohnentwicklung Männer, Total, Index-Basis 2010 bzw. Index 2012] ./. 
30 % Leistungseinschränkung ./. 10 % leidensbedingter Abzug).

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt 
sich somit auch unter Berücksichtigung einer um 30 % reduzierten Leis-
tungsfähigkeit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von abgerundet 
(BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) maximal 38 % ([Fr. 63‘826.-- ./. 
Fr. 39‘283.--] / Fr. 63‘826.-- x 100).

4.5 Nach der Rechtsprechung gilt im Zweig der Invalidenversicherung 
ganz allgemein der Grundsatz, dass eine invalide Person, bevor sie Leis-
tungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/12/1037, Seite 16

ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern; deshalb besteht kein Rentenan-
spruch, wenn sie selbst ohne Eingliederungsmassnahmen zumutbarer-
weise in der Lage wäre, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen 
zu erzielen (vgl. BGE 138 I 205 E. 3.2 S. 209, 113 V 22 E. 4a S. 28; SVR 
2007 IV Nr. 1 S. 3 E. 5.1).

Der Beschwerdeführer steht in einem langjährigen Arbeitsverhältnis (vgl. 
AB 54/2 Ziff. 2.1) und hat damit den Bezug zu den Arbeitsanforderungen 
auf dem freien Arbeitsmarkt nie verloren. Ob er bei seiner Arbeitgeberin 
den Beschäftigungsgrad entsprechend seiner medizinisch-theoretischen 
Restarbeitsfähigkeit erhöhen könnte, wurde seitens der Beschwerdegegne-
rin nicht näher abgeklärt. Sollte der Beschwerdeführer zur Erzielung eines 
Invalideneinkommens entsprechend der dem Einkommensvergleich zu-
grunde gelegten Werten die Arbeitsstelle wechseln müssen, ist davon aus-
zugehen, er könnte dies – allenfalls unter Beanspruchung der Arbeitsver-
mittlung durch die Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 18 IVG) – im Rahmen der 
Selbsteingliederung bewerkstelligen.

4.6 Nach dem vorstehend Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass 
die Beschwerdegegnerin die laufende Invalidenrente mit der angefochte-
nen Verfügung vom 2. Oktober 2012 (AB 89) in Anwendung von Art. 88bis 
Abs. 2 lit. a IVV per 30. November 2012 aufhob. Die hiergegen erhobene 
Beschwerde vom 30. Oktober 2012 erweist sich folglich als unbegründet 
und ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/12/1037, Seite 17

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.