# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe85cd5f-efc4-5df0-bfd8-61727f50f1dc
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-30
**Language:** de
**Title:** Eine Verbesserung des Gesundheitszustands ist ausgewiesen, weshalb eine umfassende Neubeurteilung zulässig war. Gestützt auf das ABI-Gutachten war die Rentenaufhebung angezeigt. Den Anspruch auf berufliche Massnahmen hat die IV-Stelle mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit zu Recht verneint.
**Docket/Reference:** IV.2014.00704
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00704.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00704
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Widmer
Urteil
vom
30. Oktober 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Kreso
Glavas
Advokatur
Glavas
AG
Markusstrasse 10, 8006 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt
:
1.
1.1
X.___
,
geboren
1968,
ist gelernter Metzger
(
Urk. 6/
2) und arbei
tete zuletzt vom
1.
August 2001 bis Ende Februar 2005 als Lagerist
bei der
Y.___
(Urk. 6/
3/4,
Urk.
6/12/1). Hernach bezog er Leistungen der Arbeits
losenkasse
(Urk. 6/
3/5). Als Nebenbeschäftigung trug er seit dem
1.
April 1997 Zeitungen aus
(Urk. 6/
3/4)
.
A
m
6.
Mai 2005
meldete er sich
unter Hinweis auf
Diskusher
nien
für eine Umschulung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung an
(Urk. 6/
3).
Nach getätigten Abklärungen verneinte die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
mit dem die Verfügung vom 2
0.
Juli 2005
(Urk. 6/
14) bestätigenden
Einspracheentscheid
vom 1
3.
Januar 2006 den Anspruch des Versicherten auf eine Umschulung
(Urk. 6/
31).
1.2
Am 1
0.
November 2006 meldete sich der
Versicherte
erneut zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung, Arbeitsvermittlung) an, wobei er auf einen ver
schobenen Rückenwirbel mit Diskushernie hinwies und angab, von August bis Oktober 2005 als Servicemonteur bei der
Z.___
gearbeitet zu haben
(Urk. 6/
36).
Nach getätigten Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
0.
März 2007 den Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen
(Urk. 6/
48).
1.3
Am
3.
Februar 2009 meldete sich der Versicherte wieder für berufliche Ein
gliede
rungsmassnahmen an
(Urk. 6/
51-52).
Nach medizinischen sowie erwerbli
chen Abklärungen erteilte die IV-Stelle dem Versicherten am
1
6.
Novem
ber 2009 Kosten
gutsprache für die Umschulung zum
Prävensanalo
gen
bei der
A.___
und sprach ihm Taggelder zu
(
Urk.
6/81-82,
Urk. 6/
83
).
Zudem wurde am 1
6.
beziehungsweise 18. November 2009 eine
Zielverein
barung
abgeschlossen
(Urk. 6/
86).
Die Umschulung wurde jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen, was eine Aufhebung der Mitteilung vom 1
6.
November 2009 per Ende November 2009 sowie die Ein
stellung der Taggeldzahlungen auf diesen Zeitpunkt hin zur Folge hatte
(
Verfü
gung vom 2
6.
Januar 2010,
Urk.
6/102; vgl. auch
Urk. 6/
89
93).
Nach weiteren medizi
nischen (Urk. 6/104
, Urk. 6/109, Urk. 6/114, Urk. 6/116-118, Urk. 6/121,
Urk.
6/125/8) und erwerblichen
(Urk. 6/
122)
Abklärungen sprach die IV-Stelle dem Versicherten
mittels Verfügung vom 8. Juni 2012
mit Wirkung ab
1.
Dezember 2009
eine
ganze Rente der Invali
denversicherung
zu
(Urk.
6/143
; zur Begründung vgl.
Urk.
6/129
).
1.4
Anlässlich der im November 2012 eingeleiteten Rentenrevision
(Urk. 6/
156 ff.)
tätigte die IV-Stelle
weitere
medizinische und erwerbliche Abklärungen. Insbe
sondere liess sie das
polydisziplinäre
Gutachten
des
B.___
vom
1
6.
Dezember 2013
erstatten
(
Urk.
6/1
76)
.
Nach einer Rückfrage beim
B.___
(Urk. 6/
177-178), Rücksprachen mit dem
Regionalen Ärzt
lichen Dienst
(RAD
;
Urk.
6/186/4-5
)
sowie der Eingliederungsberatung
(Urk. 6/
184)
und Korrespondenz mit dem Versicherten
(Urk. 6/
180-182) schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung mit Mitteilung vom 1
9.
März 2014 ab
(Urk. 6/
183) und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 2
5.
März 2014 die Einstellung seiner Invalidenrente in Aussicht
(Urk. 6/
187).
Am
3.
April 2014 bat der
Versicherte
darum, die Arbeitsvermittlung noch nicht abzuschliessen
(Urk. 6/
191,
Urk.
6/193). Gleichentags erhob er Einwand gegen den Vorbescheid betreffend Renteneinstellung
(Urk. 6/
194-195),
wobei er seinen Einwand
am
26. Mai 2014
ergänzte
(Urk. 6/
204-205
).
Mit Verfügung vom
27. Mai 2014
hob
die
IV-Stelle
die
bisherige ganze Invalidenrente des Versicherten
per
Ende des d
er Zustellung der Verfügung fol
genden Monats auf
(Urk.
6/207 = Urk. 2)
.
Gleichzei
tig entzog sie einer Beschwerde gegen diese
Verfügung die auf
schiebende Wir
kung (
Urk.
2 S. 3
).
2.
Gegen die Verfügung vom
27. Mai 2014
erhob
der
Versicherte am
26. Juni 2014
Beschwerde und beantrag
te, diese sei aufzuheben und
es
sei
ihm
weiterhin
eine ganze Rente
auszurichten.
Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzu
heben und es seien ihm berufliche Massnahmen zu gewähren und während dieser Zeit sei die Rente weiterhin
-
mindestens während zwei Jahren
-
auszu
richten.
Des
Weiteren beantragte er in pro
zessualer Hinsicht die Wiederherstel
lung der aufschiebenden Wirkung
der Beschwerde
und die Anordnung eines zweiten
Schriften
wechsels
(Urk.
1 S. 2
).
In der
Beschwerdeantwort vom
25. August 2014 schloss die IV-Stelle auf Ab
weisung der Beschwerde (Urk.
5
).
Mit gerichtlicher Verfügung vom
1.
September 2014 wurde das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet
(Urk.
7).
Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien vollumfänglich an ihren Anträgen fest (Replik vom
8
.
Oktober
201
4
, Urk.
9
; Duplik vom
2
4.
November 201
4
, Urk.
14
).
Die Duplik sowie die zugleich eingereichte RAD-Stellungn
ahme vom 21.
November 2014
(Urk.
15) wurden dem Beschwerdeführer am 1
8.
Dezember 2014 zur Kenntnis gebracht
(Urk.
16).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009
,
E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003
,
E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010
,
E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt,
wie in der früheren RAD-Stellung
nahme vermerkt habe die Beur
teilung der langfristigen gesundheitlichen Ein
schränkungen eine
polydiszipli
näre
Begutachtung erfordert. Das MEDAS-Gutachten habe ergeben, dass der Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig sei und bei einem Invaliditätsgrad von 16
%
ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne
(Urk. 2
S. 2
)
.
Sein Gesundheitszustand habe sich von Seiten der Psyche massgebend verbessert. An beruflichen Massnahmen sei er nicht inte
ressiert (Urk. 2 S. 3).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, es sei keine
(nachhaltige)
Verbesse
rung
des medizinischen Zustands
eingetreten, sondern das
B.___
habe lediglich eine
andere Beurteilung
abgegeben
.
Aus somatischer Sicht sei gar von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands auszugehen, da der Knochen im Bereich C4/5 nachgebe und eine erneute Wirbelsäulenoperation angezeigt sei. Ebenso wenig liege im psychischen Bereich eine Verbesserung vor. Die Depres
sion habe sich
chronifiziert
. Deren Schweregrad sei bekanntlich Wertungssache. Das Vorliegen einer Verbesserung sei vom
B.___
nur pauschal ausgeführt worden. Zudem sei die
Rentenzusprache
in erster Linie wegen der Rückenbeschwerden erfolgt. Insgesamt sei eine revisionsweise Rentenaufhebung daher nicht zulässig
(Urk. 1 S. 2-6)
.
D
ie Beschwerdegegnerin
habe sich bei der Revision
nicht auf die Gesetzesno
velle betreffend PÄUSBONOG-Beschwerden (
lit
. a Abs. 1 der
Schlussbestim
mungen
zur Änderung des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] vom 18. März 2011) berufen
,
jedoch hätte er
in diesem Fall Anspruch auf Wiedereingliederungsmassnahmen und die Weiterausrichtung der Rente während zweier Jahre.
Die Voraussetzungen für eine Rentenaufhebung gestützt auf die Schlussbestimmungen seien
indessen
nicht gegeben, da er nicht an rein
syndromalen
Beschwerden ohne somatische Grundlage leide
(Urk. 1 S. 2-
3
).
Der Beschwerdeführer fügt
an, er sei weiterhin an beruflichen Massnahmen inte
ressiert
, wobei ein Koordinationsbedarf mit der bevorstehenden Operation und Rehabilitation bestehe
. Nach der langen Absenz vom realen Arbeitsmarkt sei ihm ein sofortiger Einstieg nicht zumutbar. Er habe Anspruch auf eine Umschulung
. Während dieser sei ihm die Invalidenrente vorerst weiter
auszu
richten
(Urk. 1 S. 6
-
8
).
In der Replik kritisiert
er am
B.___
-Gutachten mit näherer Begründung, das Aus
mass seiner Knie- und Rückenschäden sei verkannt
oder bagatellisiert
worden. Möglicherweise habe das
B.___
den Patienten verwechselt, wie dies auch schon geschehen sei (Urk. 9 S. 2 f.).
3.
3.1
3.1.1
Die Zusprechung
der ganzen Rente
mit Wirkung ab dem 1.
Dez
ember
200
9
(vgl.
Urk. 6/
143 und 6/129
)
erfolgte gestützt auf die Stellungnahme des RAD-Arztes
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Arbeitsmedizin
, vom 3
0.
Juni 201
1.
Er führte
damals
aus, zur Beurteilung des Rentenanspruchs sei eigentlich eine polydisziplinäre Abklärung erforderlich. Allerdings stehe dem Beschwerdeführer eine erneute Rückenoperation bevor und
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
argumentiere nachvollziehbar, dass eine Beurtei
lung der langfristigen Arbeitsfähigkeit erst anhand des Operationsergebnisses sinnvoll sei, frühestens ab einem Zeitpunkt circa sechs Monate nach der Opera
tion. Seit dem 3
0.
November 2009 bestehe rückfallbedingt auch in angepasster Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Zurzeit
liege
aus psychiatrischer Sicht auch in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit
vor
.
Ein dauer
hafter Gesundheitsschaden könne im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit nicht beurteilt werden, da noch ein weiterer Eingriff anstehe oder kürzlich durch
geführt worden sei. Eine besser
e Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit sei wahrscheinlich und frühestens Anfang 2012 abzuklären (Urk. 6/125/8).
3.1.2
Dem Bericht von
Dr.
D.___
vom
7.
April 2011
,
auf welchen
Dr.
C.___
Bezug nahm, ist zu
entnehmen,
Ende März
2011
sei entschieden worden, auch das Segment L3/4 zu operieren. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine endgültige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht möglich. Man könne jedoch davon ausgehen, dass er in körperlich belastenden Tätigkeiten in Zukunft 100
%
arbeitsunfähig sein werde und im besten Fall in einer ange
passten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Ein Belastungsprofil lasse sich jedoch
frühestens sechs Monate postoperativ, das heisse im Herbst 2011, festlegen
. Die Operation werde durch PD
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Neurochirurgie,
F.___
,
durchgeführt
(Urk. 6/116
/5
)
.
3.1.3
Zudem
verwies
Dr.
C.___
auf den Bericht der behandelnden Psychiaterin med.
pract
.
G.___
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 1
4.
April 201
1.
Darin wurden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidi
vierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode (ICD-10: F33), Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung
infolge erheblicher Gewalterfahrung in der Kindheit sowie ein Status nach
Diskusher
nie-Operation
im Januar 2010 und anhaltende starke Rückenschmerzen diag
nostiziert. Med.
pract
.
G.___
gab an, als Metzger sei
d
er
Beschwerdeführer
zu 100
%
arbeitsunfähig
(Urk. 6/117
/1-2
)
. Gegenüber Dr.
C.___
führte sie aus, eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
bestehe lediglich auf dem geschützten Arbeits
markt (Urk. 6/125/8).
3.1.4
Des Weiteren lag
der
Bericht
des Operateurs
PD
Dr.
E.___
vom
7.
April 2011 vor. Dieser ging davon aus, eine wechselbelastende Tätigkeit mit einer
G
e
wichtsli
mite
von fünf Kilogramm sei dem Beschwerdeführer aktuell halbtags bezie
hungsweise mit einer Leistung von 50
%
zumutbar (Urk. 6/118/2). Möglicher
weise werde die Fusionsoperation L3/L4 zu einer Beschwerdebesserung führen, dies könne jedoch nicht vorhergesagt werden (Urk. 6/118/3). Am 1
3.
April 2011 führte er aus, der Beschwerdeführer sei als Metzger sicher auch langfristig nicht mehr arbeitsfähig. Möglicherweise könne er in einer leichten
wechselbelasten
den
Tätigkeit wieder integriert werden (Urk. 6/118/4).
3.2
3.2.1
Im Rahmen des im
November 2012
eingeleiteten Revisionsverfahrens
(Urk. 6/
156
ff.), das zur angefochtenen Verfügung vom
2
7.
Mai 2014
(Urk. 2) führte, wurde
n Berichte der behandelnden Ärzte sowie das polydisziplinäre
B.___
-Gut
achten vom1
6.
Dezember 2013 (Urk. 6/176)
eingeholt.
Der Hausarzt
Dr.
med.
H.___
,
Facharzt
für Allgemeine Medizin, gab am
3.
Dezember 2012 an, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien der Status nach
Spondylodese
L3/L5 mit Restbeschwerden, Ischialgie beidseits bei
Nonunion
, persistierende Knieschmerzen beidseits bei
retropatellärem
Ödem und Knorpelschaden bei Status nach Kniegelenksarthroskopie beidseits sowie ein de
pressives Zustandsbild
(Urk. 6/
156/5). Da sich die Situation seit der letzten Beur
teilung durch die IV-Stelle nicht verändert habe, sei nach wie vor keine Tätigkeit möglich
(Urk. 6/
156/6).
3.2.2
Dem Bericht von
Dr.
D.___
vom 1
8.
Dezember 2012 lässt sich entnehmen, der Zustand des Beschwerdeführers habe sich durch die dauerhafte Physiothera
pie in einem Zustand stabilisieren können, der eine weitere operative Massnahme nicht dringlich mache. Dennoch bestünden nach wie vor
epifusionelle
Abnützun
gen oberhalb der
Spondylodese
L4-S1, die entsprechende
diskale
und auch
Insta
bilitätsbeschwerden
verursachen würden.
Hinzu komme eine beidseitige Gon
arthrose. Es sei eine intensivierte Physiotherapie notwendig
(Urk. 6/
164).
3.2.3
Laut dem Bericht des Spitals
I.___
vom 1
1.
Februar 2013 fand am 2
8.
Juni 2012 eine Kniegelenksarthroskopie beidseits mit
dorsomedialer
Teilmeniskektomie
und Infiltration statt. Nach wie vor bestünden hauptsächlich unter Belastung erhebli
che Kniebeschwerden beidseits. Beispielsweise würden Umzüge und längere Autofahrstrecken in gebeugter Knieposition Beschwerden verursachen. Die geklagten Beschwerden liessen sich auf die
femoropatelläre
Problematik beidseits (symptomatische
femoropatelläre
Knorpelschäden mit
retropatellärem
Ödem) zurückführen
(Urk. 6/
166/2).
3.2.
4
Die behandelnde Psychiaterin
med.
pract
.
G.___
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 7. März 2013 rezidivierende depressive Episoden, welche gegenwär
tig sicher mittelgradig, teilweise aber auch
schwergradig
seien (ICD-10: F33). Zudem nannte sie teilweise Symptome einer
posttraumatische
n
Belastungs
stö
rung
.
Med.
pract
.
G.___
führte aus, der Beschwerdeführer sei in der Funkti
onsfähigkeit im Alltag sehr eingeschränkt und es zeige sich ein andauern
d
er sozialer Rückzug aufgrund von anhaltendem Versiegen von Interessen und Lebensfreude bei insgesamt düsterem Blick auf die Zukunft und gedanklicher Beschäftigung mit den schwierigen Lebensereignissen. Die
Arbeitsunfähigkeit
betrage - unverändert im Vergleich zu ihrem Vorbericht vom April 2011 - 100
%
. Auch auf längere Sicht sei der Beschwerdeführer maximal zu 50
%
auf dem zweiten Arbeitsmarkt arbeitsfähig
(Urk. 6/
162/1-2).
3.2.5
Am 16. Dezember 2013 erstatteten die Ärzte des
B.___
ein polydisziplinäres Gutach
ten (Urk. 6/176). Das
B.___
-Gut
achten basierte auf einer
allgemeininter
nistischen
, einer psy
chiatrischen, einer or
thopädischen
und
einer neurologi
schen Untersuchung (Urk. 6/176/1 und Urk. 6/176/9 ff.). Die Gut
achter stützten sich auf die anlässlich der Untersuchungen erhobenen Befunde und Anamnese, die vorhan
denen Akten sowie auf die Angaben
des Beschwerdeführers
. Die Konklusion des Gutachtens ist im Rahmen eines multidiszipli
nären Konsensus erarbeitet worden. Dabei nannten die
B.___
Gutachter
folgende
Diagnosen mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/176/29):
-
ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende Symptomatik (ICD-10: M54.80
)
-
einen
Status nach dorsal instrumentierter
interkorporeller
Spondylo
dese
LWK4-SWK1 am 1
9.
Januar 2010 (ICD-10: Z98.1)
-
Deckplattenunregelmässigkeit an BWK3 im Sinne eines
Schmorl’schen
Körpers sowie
leichtgradige
degenerative Veränderungen der mittleren Brustwirbelsäule, klinisch und bildgebend ohne
Kompromittierung
neuraler Strukturen (ICD-10: M42.1/M51.2)
-
geringe degenerative Veränderungen der
Halswirbelsäule
, klinisch und bildgebend ohne
Kompromittierung
neuraler Strukturen (ICD-10: M50.2)
-
anamnestisch chronisch intermittierende Knieschmerzen beidseits (ICD
10: M25.56)
-
Status nach Arthroskopie mit partieller medialer
Meniskektomie
beid
seits am 2
8.
Juni 2012 (ICD-10: Z98.8)
-
aktuell klinisch weitgehend unauffälliger Befund
-
rezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig leichte Episode (ICD
10: F33.0)
.
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit massen sie
der chronischen
Schmerz
stö
rung
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41)
, der Adi
po
sitas
sowie der
Meralgia
paraesthetica
links (ICD-10: G57.1)
zu (Urk. 6/
176/30
). Aus
allgemeininternisti
scher
Sicht
sei die Arbeitsfähigkeit daher nicht eingeschränkt (Urk. 6/
1
76/11
).
Bei der psychiatrischen Untersuchung
seien die Klagen um die Beschwerden des Beschwerdeführers im Vordergrund gestanden. Die Stimmung sei herabgesetzt, aber nicht eigentlich depressiv gewesen. Der Beschwerdeführer fühle sich wegen seiner Schmerzen nicht mehr arbeitsfähig. Da das Ausmass der geklagten Beschwerden durch die somatischen Befunde nicht hinreichend objektiviert werden könne, müsse eine gewisse psychische Überlagerung angenommen wer
den. Massgeblich dazu beigetragen hätten die in den letzten Jahren erlittenen beruflichen Rückschläge.
Der Beschwerdeführer zeige eine gewisse Freudlosig
keit und einen
leichtgradigen
sozialen Rückzug, er habe kaum Zukunftsper
spektiven und hadere mit seinem Schicksal. Die Depressivität sei zurzeit
leicht
gradig
ausgeprägt. Der Beschwerdeführer befinde sich in psychiatrischer Behandlung, sei aber nicht bereit, Antidepressiva einzunehmen
. Aufgrund der rezidivierenden, objektiven,
leichtgradigen
Störung sei die Leistungsfähigkeit um 20
%
eingeschränkt. Der Beschwerdeführer sei psychisch leicht vermindert bel
astbar und fühle sich minderwertig
. Hinweise für eine mittelgradige oder schwere depressive Störung seien keine zu finden. Die chronische
Schmerzstö
rung
schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein
. Vielmehr könne es dem Beschwer
deführer aus psychiatrischer Sicht zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um ganztags mit leicht verminderte
r
Leistung
einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen
(Urk. 6/176/16
-17
).
Das depressive Bild habe sich in letzter Zeit deutlich gebessert, sodass aus psychiatrischer Sicht seit dem Datum der Untersuchung eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe
(Urk. 6/
176/17).
Der orthopädische Gutachter berichtete über
nur wenig
auffällige Befunde.
So sei die Be
weglichkeit der Wirbelsäule im
s
p
ondylodesierten
Segment LWK4-SWK1 naturgemäss aufgehoben, was jedoch durch eine gute Beweglichkeit in der proximalen Wirbelsäule ausgegliche
n werde. An Stamm und Extremitä
ten zeige sich ein sehr gut entwickelter Muskelstatus als Resultat des vom Beschwerdeführer regelmässig durchgeführten Trainingsprogramms. Bei ausge
prägter Schmerzproblematik wäre die Durchführung solcher Aktivitäten, die vom Beschwerdeführer gar als wohltuend und schmerzlindernd beschrieben worden seien, nach der Einschätzung des Gutachters kaum möglich. Entspre
chend dürfe de facto trotz der Vorgeschichte an Wirbelsäule und Kniegelenken nach wie vor von einer guten Belastungsfähigkeit des Bewegungsapparates aus
gegangen werden, was
seines Erachtens
auch die Wiederaufnahme von berufli
chen Aktivitäten ermöglichen würde (Urk. 6/176/23).
Aufgrund der strukturellen Alterationen an der unteren Wirbelsäule sei für die angestammte und andere körperlich zumindest intermittierend schwere bis sehr schwere Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit gelegentlichem Positionswechsel, wo eine Hebe- und
Trag
e
li
mite
von zehn Kilogramm nur ausnahmsweise und von fünfzehn Kilogramm nicht überschritten werde und keine Zwangshaltungen des Rumpfes oder der unteren Extremitäten vorkommen, bestehe eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Die festgelegte
Limite
sei in Anbetracht der vom Beschwerdeführer angegebenen regelmässigen Ausübung des Kraftsportes sehr konservativ und als Minimalgrenze anzusehen, die wahrscheinlich im der
zeitigen Alltagsleben wiederholt deutlich überschritten werde (Urk. 6/176/23).
Die gemachten Angaben könne er naturgemäss erst ab dem Zeitpunkt der aktu
ellen Untersuchung
definitiv
bestätigen. Aufgrund allgemeiner Erfahrung sei davon auszugehen, dass die genannte Arbeitsfähigkeit - mit Ausnahme von Phasen gänzlicher Arbeitsunfähigkeit nach Operationen - bereits seit ein paar Jahren bestehe (Urk. 6/176/23).
Der neurologische Gutachter hielt fest,
klinisch fehlten Hinweise auf eine
radi
k
u
läre
Reiz- oder Ausfallssympto
matik und die allseits lebhaft
auslösbaren
Muskel
eigenreflexe
würden eine relevante
Radikulopathie
ohnehin aus
schliessen. Auch seien sämtliche Nerven
dehnung
stests negativ
ausgefallen
.
Es liege ein chronisches
Lumbovertebral
-Syndrom bei Staus nach dorsaler
Spon
dylodese
L4-S1 vor, wobei die intermittierenden Ausstrahlungen in die Beine
pseudo
radikulärer
Natur seien. Der neurologische Status sei bis auf die
Gefühls
störung
an der Vorderaussenseite des linken Oberschenkels normal (Urk. 6/176/28).
Bei den im MRI nachgewiesenen degenerativen Veränderungen sei von einem anamnestisch rezidivierenden
Zervikalsyndrom
ohne
Radikulo
pathie
auszugehen
. Beim Fehlen einer relevanten neurologischen Pathologie bestehe aus neurologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Wegen der Rückenproblematik seien aber selbstverständlich körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten, wozu auch der erlernte Metzgerberuf gehöre, nicht mehr möglich. Abschliessend hielt der neurologische Gutachter fest, der Beschwerdeführer betreibe zweifellos ein ausgedehntes Krafttraining, ansonsten die Muskulatur nicht allseits so gut ausgebildet wäre. Diese Aktivität könne auch in einer Berufstätigkeit umgesetzt werden
. Zur Zeit vor der Begutachtung führte er aus, abgesehen von der postoperativen Phase Anfang 2010 könne den Akten keine neurologisch begründbare Arbeitsunfähigkeit entnommen werden
(Urk. 6/176/29).
Aus interdisziplinärer Sicht gelangten die
B.___
-Gutachter zum Schluss,
aus Sicht des Bewegungsapparates sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch das chronische panvertebrale Schmerzsyndrom und die chronisch inter
mit
tierenden Knieschmerzen beidseits beeinflusst. Vor allem aufgrund der struktu
rellen Alterationen an der unteren Wirbelsäule sei für die angestammten Tätig
keiten als Metzger und Lagermitarbeiter sowie für körperlich schwere Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. In einer angepassten Tätigkeit, deren Belastungsprofil sie entsprechend demjenigen im orthopädi
schen Teilgutachten formulierten,
hielten sie den Beschwerdeführer aus Sicht des Bewegungsapparates für nicht eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht sei die Leistungsfähigkeit aber wegen der rezidivierenden depressiven Störung um 20
%
eingeschränkt, wobei es ihm zumutbar sei, ganztags einer angepassten Tätigkeit nachzugehen
(Urk. 6/176/30-31)
.
Zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit hielten sie fest,
dass eine andauernde Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab dem
1.
Dezember 2009 angenommen werden könne. Die Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten zu einem früheren Zeitpunkt retrospektiv gesehen mit Sicherheit zu beurteilen sei bei den vorliegenden Unterlagen nur schwierig möglich. Somit gelte die genannte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt ihrer Untersuchung im November 201
3.
Nach der Rückenoperation vom Januar 2010 könne währen
d
etwa sechs Monaten eine volle Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten angenommen werden und durch die Arthroskopien beider Kniegelenke im Juni 2012 sei es zu einer vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit von höchstens drei Monaten
gekommen (Urk. 6/176/31). Die 80%ige Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht gelte ab dem Datum der Untersuchung (Urk. 6/176/17).
RAD-Arzt Dr. med.
J.___
, Facharzt für Orthopädische Chirur
gie,
erachtete das
B.___
-Gutachten als beweiskräftig (Stellungnahme vom
5
.
Februar
2014, Urk. 6/
186/5
).
4.
4.1
Aus den der Rentenzusprechung zugrundeliegenden Akten geht hervor, dass die Ärzte
seinerzeit
einhellig davon ausgingen, in der Zukunft sei eine
angepasste
Tätigkeit
zumutbar
(vgl. vorstehende E.
3.1.1
3.1.4). Sowohl
Dr.
C.___
als auch
Dr.
D.___
und PD
Dr.
E.___
äusserten sich dahingehend, dass die Frage
nach der Zumutbarkeit einer adaptierten Tätigkeit
aber
erst nach der
Rehabili
tationsphase
der Ende März 2011 beschlossenen Operation (vgl. Urk. 6/116/5)
endgültig beurteilt werden könne (E. 3.1.1 und 3.1.2).
F
ür die
Rentenzuspre
chung
massgebend
war
, dass dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit attestiert worden war (Urk. 6/125/8)
. Dem Einwand des Beschwerdeführers, die psychi
atrische Diagnose habe nur eine Nebenrolle gespielt und gestützt auf deren Ver
besserung könne die Rente nicht aufgehoben werden (Urk. 1 S. 3 und S. 6), ist daher nicht zu folgen.
4.2
Der Beschwerdeführer führt weiter an, sein psychischer Gesundheitszustand habe sich seit der Rentenzusprechung nicht verbessert, sondern das
B.___
habe ihn lediglich anders beurteilt (Urk. 1 S.
5 f.). Dem ist entgegenzuhalten, dass nicht nur das
B.___
von einer Verbesserung ausging (Urk. 6/176/17), sondern
dass
auch
med.
pract
.
G.___
die Depression
im Revisionsverfahren
nurmehr
für mittelgradig ausgeprägt hielt (Urk. 6/
162/1
) anstatt wie im Zeitpunkt der Rentenzusprechung für mittel- bis
schwergradig
(Urk. 6/
117/1
).
Aus einem Ve
r
gleich der Befunde ergibt sich
,
das
s
diese
im Jahr 2013 weniger auffällig
waren
. So wurden insbesondere keine Panikattacken, kein verminderter Antrieb und keine Sterbewünsche mehr beschrieben (Urk. 6/162/2 im Vergleich zu Urk. 6/117/2).
Anlässlich der Begutachtung durch
Dr.
med.
K.___
, Fach
arzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
B.___
,
war die Stimmung des Beschwer
deführers nicht mehr depressiv, sondern le
di
glich herabgesetzt. Antriebsstörun
gen fanden sich ebenfalls nicht und der Beschwerdeführer distanzierte sich von Suizidgedanken und -impulsen. Auch zeigte der Beschwerdeführer - entgegen dem Bericht von
med.
pract
.
G.___
aus dem Jahr 2011 (Urk. 6/117/2) - keine Anzeichen von Konzentrationsschwäche (Urk. 6/176/14-15).
Des Weiteren nahm der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begutachtung offenbar bereits längere
Zeit keine Antidepressiva mehr ein (Urk. 6/176/16),
währenddem
er im Jahr 2011 noch mit
Saroten
und
Seroquel
behandelt
worden war
(Urk. 6/117/2).
Bei diesen Gegebenheiten ist es nachvollziehbar, dass das
B.___
davon ausging, in psychiatrischer Hinsicht sei eine Verbesserung eingetreten (Urk. 6/176/17).
4.3
Hinzu kommt, dass auch in somatischer Hinsicht von einer Verbesserung auszuge
hen ist. Bei der Zusprechung der Rente war im Zusammenhang mit dem Wirbelsäulenleiden rückfallbedingt von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen worden (Urk. 6/12/8). Die
B.___
-Gutachter gelangten nunmehr zum Schluss, der Beschwerdeführer sei physisch wieder in der Lage, in einer ange
passten Tätigkeit ein volles Pensum zu leisten (Urk. 6/176/30
Ziff.
6.2).
I
st ein Revisionsgrund gegeben, ist der Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht. Es ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte Tatsa
che zu einer Neufestsetzung der Invalidenrente führt (Urteile des Bundesgerichts 9C_378/2014 vom 2
1.
Oktober 2014, E. 4.2 und 8C_848/2012 vom 1
4.
Februar 2013, E. 4).
Die umfassende Beurteilung durch das
B.___
war nach dem Gesagten zulässig.
4.4
Das
B.___
-Gutachten basiert auf den
Vorakten
und fachärztlichen Untersuchun
gen, wobei die Anamnese und die Befunde erhoben und die Schilderungen
des Beschwerdeführers
berücksichtigt wurden.
Von Seiten des Bewegungsapparates
ist
dem Beschwerdeführer
eine körperlich leichte
bis mittelschwere
Tätigkeit
mit gelegentlichen Positionswechseln, bei welcher eine Hebe- und
Tragelimite
von zehn Kilogramm nur ausnahmsweise und eine von fünfzehn Kilogramm gar nicht überschritten wird und keine Zwangshaltungen des Rumpfes oder der unteren Extremitäten vonnöten sind,
zu 100 %
und ohne
Leistungsein
schränkung
zumutbar (Urk. 6/176/30
).
Dass der Beschwerdeführer keine körper
lich schwere Tätigkeit mehr ausüben kann, eine leichte bis mittelschwere Tätig
keit mit gelegentlichen Positionswechseln jedoch uneingeschränkt, ist vor dem Hintergrund seiner teil
weise ein organisches Korrelat
aufweisenden Beschwer
den an Rücken und Knien nachvollziehbar.
Ebenfalls für eine gute Leistungsfä
higkeit in körperlich nicht allzu schweren
, leidensadaptierten
Tätigkeiten spricht
die auf erhebliche sportliche Aktivitäten hinweisende, auffallend ausgeprägte Mus
kulatur des Beschwerdeführers (Urk. 6/176/10, Urk. 6/176/
19, Urk. 6/176/22-25
, Urk. 6/176/27)
. Der Beschwerdeführer gab denn auch an, vier- bis fünfmal pro Woche schwimmen und mehrmals pro Woche ins Fitness
center zu gehen (Urk. 6/176/14
, Urk. 6/176/18
, Urk. 6/176/21, Urk. 6/176/26-27
)
, was ihm gar gegen die Schmerzen helfe (Urk. 6/176/21)
.
Auch angesichts dessen, dass er weitgehend auf die Einnahme von Schmerzmitteln verzichten
kann (Urk. 6/176/18-19
, Urk. 6/176/22
), ist die volle Zumutbarkeit einer nicht zu belastenden Tätigkeit plausibel.
4.5
Der Beschwerdeführer beanstandet
am orthopädischen Teilgutachten des
B.___
, dass darin von einem weitgehend unauffälligen Befund an den Knien gespro
chen werde, was im Widerspruch zu den Berichten des behandelnden Spitals
I.___
stehe, wo von einem Meniskusriss sowie einem
femoropatellären
Schmerzsyndrom mit
patellärem
Ödem bei
Chondromalazie
ersten bis zweiten Grades beidseits die Rede sei
(Urk. 9 S.
2
).
Im
B.___
-Gutachten wurden die geklagten Kniebeschwerden zur Kenntnis genommen, der Zeitpunkt der Arthro
skopie korrekt genannt, die MRT-Ergebnisse des Spitals
I.___
berück
sichtigt und auch bezüglich der sportlichen Aktivitäten sowie des Muskelstatus besteht Übereinstimmung mit den übrigen Gutachtensteilen (Urk. 6/176/19-24). Der Einwand der allfälligen Verwechslung
des Patienten
ist
daher
haltlos.
Die
B.___
-Gutachter haben sodann die vom Spital
I.___
erhobenen Befunde und genannten Diagnosen zur Kenntnis genommen
. Auf morphologischer Ebene konnten sie diese zwar nachvollziehen, kamen aber zum Schluss, der subjektive Leidensdruck sei in Anbetracht der vom Beschwerdeführer selbst angegebenen Aktivitäten im Alltag und angesichts der klinischen Befunde anlässlich der Begutachtung gering (Urk. 6/176/23). Eine Arbeitsunfähigkeit ist den Berichten des Spitals
I.___
zudem nicht zu entnehmen, insbesondere ergeben sich daraus keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer in einer
leidensange
passten
Tätigkeit eingeschränkt sei (vgl. Urk. 10/3). Bei diesen geringen Auswir
kungen der Knieproblematik erweckt der Einwand des Beschwerdeführers keine Zweifel an der überzeugenden Beurteilung des
B.___
, wonach der Beschwerde
führer in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist.
4.6
Weiter wendet der Beschwerdeführer ein,
die
vom Spital
I.___
wiederholt
- im Zusammenhang mit dem Status nach
Spondylodese
L3/5 mit Restbeschwerden und
ischialgiformen
Schmerzen beidseits -
genannte
Nonunion
sei im
B.___
-Gut
achten nicht einmal erwähnt (Urk. 9 S. 3).
Soweit ersichtlich wurden im Spital
I.___
nur die Knie-, nicht hingegen die Rückenbeschwerden behandelt. Die den Begriff „
Nonunion
“ enthaltende Diagnose wurde wohl aus einem anderen Bericht übernommen und in sämtlichen Berichten ohne Ausführungen dazu
wiederholt
(Urk. 10/3). Der für den Rücken „zuständige“
Dr.
D.___
erwähnte hingegen in seinem Bericht vom 2
7.
Dezember 2011 ebenfalls keine
Nonunion
(Urk. 6/165).
Zudem ergab die von de
r
L.___
am 18.
November 2013 vorgenommene Röntgenuntersuchung keine
Nonunion
(Urk. 6/176/20).
Nach dem Gesagten vermag dieser Einwand die Beweiskraft des
B.___
-Gutachtens nicht in Frage zu stellen.
4.
7
Bei den weitgehend unauffälligen psychischen Befunden ohne Antriebs
störungen, mit lebhafter Psychomotorik, ohne Konzentrationsschwäche, mit intak
ter Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung sowie bei einer erhaltenen Tagesstruktur, jedoch bei herabgesetzter Stimmung, einem gewissen
„
Lebens
verleider
“
sowie einer gedanklichen Einengung auf seine Schmerzen ist nach
vollziehbar, dass der Beschwerdeführer leicht vermindert belastbar beziehungs
weise um 20 % in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (Urk. 6/176/14-
16).
Dass seine Schmerzen
-
auch soweit sie auf eine psychische Überlagerung zurückzuführen sind (Urk. 6/176/
16
)
-
aus psychiatrischer Sicht als nicht invali
disierend beurteilt wurden, überzeugt beim aktiven Tagesablauf des Beschwer
deführers mit erheblichen sportlichen Aktivitäten und freiwilligen
Arbeitsein
sätzen
(vgl. Urk. 6/176/
16
). Ferner merkten die Gutachter in nachvollziehbarer Weise an, dass die Selbsteinschätzung auch durch
invalidenversicherungsrecht
lich
n
icht relevante Fa
ktoren wie den
schwierige
n
Arbeitsmarkt, die jahrelange Arbeitsabstinenz, die bestehende Berentungssituation und ein
en eventuell vor
handenen sekundären
Krankheitsgewinn
beeinflusst seien und sich die Diver
genz zu ihrer Beurteilung auch damit erklären lasse (Urk. 6/176/31).
Nach dem Gesagten ist gestützt auf die überzeugende Beurteilung im
B.___
-Gutachten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit vollschichtig mit einer Leistungsfähigkeit von 80
%
arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Die IV-Stelle stützte sich zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die
Tabelle TA
7
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 20
08 und dabei auf eine Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzende
(Anforderungsniveau 3)
Tätigkeit im Bereich „Transport von Personen, Waren und Nachrichten“ (Ziffer 31) ab (vgl. Urk. 6/185/1)
. Das Abstellen auf
die
Tabellenlöhne ist korrekt, da der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Anmel
dung bei der Invalidenversicherung
bezüglich Haupterwerb
bereits arbeitslos war (Urk. 6/3/5) und seine zuvor ausgeübte Anstellung bei der
Y.___
(Urk. 6/3/4) nicht aus gesundheitlichen Gründen verloren hatte (Urk. 6/9/1). Der entsprechende
standardisierte Monatslohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4
1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden)
aus der TA 7 der LSE 2010 beträgt Fr. 5‘585.--
.
Dieser Betrag ist auf die im Jahr 20
14
betriebsübliche wöchentliche Arbeits
zeit von 41,7 Stunden hochzurechnen (
Bundesamt für Sta
tistik [
BFS],
Betriebs
übliche
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
, im Internet abrufbar
) sowie an die Nominallohnentwicklung anzupassen (
BFS
, Schweizerischer Lohnindex nach Branche [20
10
= 100; im Internet abrufbar], Nominallohnindex Männer
[T1.1.
10
], Total; 20
10
:
100
; 20
14
:
103.2
). Daraus resultiert ein jährliches Brutto
einkommen von Fr.
72‘104.--
(
Fr.
5
‘
585
.-- x 12 : 40 x 41,7 :
100
x
103.2
).
5.2
Zur Festsetzung des Invalideneinkommens ist
- mit der Beschwerdegegnerin -
auf die Tabelle TA 1 der
LSE
20
10
abzustellen.
Die Beschwerdegegnerin ging von einem Hilfsarbeiterlohn aus, welcher Berufs- und Fachkenntnisse voraus
setzt (vgl. Urk. 6/185/2). Das Charakteristikum von Hilfsarbeiten ist aber gerade, dass dafür keine Berufs- und Fachkenntnisse erforderlich sin
d.
Da dem Beschwerdeführer sowohl die gelernte als auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist, ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern er seine Berufs- und Fachkenntnisse noch einbringen könnte,
weshalb das
Anforde
rungsniveau
4
massgebend
ist.
Der standardisierte Monatslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) für Männer betrug
im Jahr 2010
Fr. 4'
901
.--.
Angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit sowie an die
Nomi
nallohnentwicklung
ergibt sich fürs Jahr 2014 ein Einkommen von Fr.
63‘273.
50
(Fr. 4‘901.--
x 12 : 40 x 41,7 :
100
x
103.2
)
.
Bei einer Leistungs
fähigkeit von 80
%
resultiert ein Invalideneinkommen von
gerundet
Fr.
50‘619.-- (0,8 x Fr. 63‘273.50)
. Verglichen mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
72‘104.--
ergibt sich ein invaliditätsbedingter Minderverdienst von Fr. 2
1'485.--
und somit ein Invaliditätsgrad von aufgerundet
30
%.
Bei diesem Invaliditätsgrad hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Invaliden
rente (
vgl.
E. 1.
2
vorstehend).
5.3
Der Zustand, wie er von den
B.___
-Gutachtern erhoben wurde und auf dem das
B.___
-Gutachten basiert, lag spätestens seit dem Untersuchungszeitpunkt im November 2013 (Urk. 6/176/
1
) vor. Mithin
hatte er im Zeitpunkt der angefoch
tenen Verfügung vom 2
7.
Mai 2014 bereits mehr als drei Monate angedauert
(vgl.
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV)
, weshalb die Rentenaufhebung per Ende des der Zustellung der Verfügung fol
genden Monats zulässig war (
Art.
88
bis
Abs. 2
lit
. a IVV).
6.
6.1
Die beantragte
Durchführung von Wiedereingliederungsmassnahmen und die Weiterausrichtung der Invalidenrente während zweier Jahre
gestützt auf
lit
. a
Abs.
2 und 3 der
Schlussbestimmungen
zur Änderung des
IVG vom 18. März 2011 (
6.
IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; Urk. 1 S. 2 f.), fällt ausser Betracht. Die Leistung ist nicht aufgrund von
lit
. a
Abs.
1 der
Schlussbe
stimmungen
, sondern infolge einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit in Anwendung von
Art.
17
Abs.
1 ATSG zu revidieren.
6.2
Den Anspruch auf berufliche Massnahmen gestützt auf
Art.
8 und
Art.
15 ff. IVG, die der Beschwerdeführer ebenfalls beantragte (Urk. 1 S. 8 f.
Ziff.
13), hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung verneint. Sie ist der Auffassung, die Eingliederungsfähigkeit sei bereits gegeben (Urk. 2 S. 3). Bezüglich der in Frage kommenden Verweistätigkeiten ist dies auch der Fall. Es ist nicht ersichtlich, welche Massnahmen behinderungsbedingt nötig wären, um die Aufnahme einer solchen Tätigkeit sicherzustellen. Hinzu kommt, dass die Beschwerdegegnerin nach der Begutachtung durch das
B.___
ihre
Eingliederungs
bemühungen
wieder aufgenommen (Urk. 6/184) und dem Beschwerdeführer mehrmals aktiv eine Zusammenarbeit angeboten (vgl. Urk. 6/181/2 und Urk. 6/184/5), der Beschwerdeführer jedoch mitgeteilt hatte, eine regelmässige Arbeit erachte er als unmöglich, selbst die Ausübung einer Teilerwerbstätigkeit im Umfang wenigen Stunden täglich (Urk. 6/182/1). Bei dieser Sachlage waren berufliche Massnahmen nicht angezeigt. Eine spätere Wiederanmeldung bleibt dem Beschwerdeführer unbenommen.
Insgesamt ergibt sich, dass die Aufhebung der Leistung und der Verzicht auf die Durchführung von beruflichen Massnahmen nicht zu beanstanden und somit die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
8
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwer
deführer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Kreso
Glavas
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigWidmer