# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18e5e153-9ff3-59f1-ba99-c04c1ac2ed28
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.06.2014 200 2014 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-62_2014-06-10.pdf

## Full Text

200 14 62 UV
FUR/COC/SPT

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 10. Juni 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Collatz

Sanitas Grundversicherungen AG 
Jägergasse 3, 8004 Zürich
Zustelladresse: Sanitas, Rechtsdienst Departement Leistungen, Postfach 2010, 8021 
Zürich
Beschwerdeführerin

gegen

Helsana Unfall AG 
Recht, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdegegnerin

in Sachen
B.________

betreffend Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1993 geborene B.________ (Versicherte) ist über ihre Arbeitgeberin 
bei der Helsana Unfall AG (Helsana bzw. Beschwerdegegnerin) obligato-
risch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufs-
krankheiten versichert.

Gemäss Unfallmeldung vom 5. Oktober 2011 stürzte die Versicherte am 
2. Oktober 2011 beim Skifahren. Als Verletzung wurde eine Zerrung der 
linken Schulter angeführt (Akten der Helsana, Antwortbeilage [AB] K1). 
Daraufhin holte die Helsana, welche bezüglich dieses Ereignisses die ge-
setzlichen Leistungen ausrichtete (vgl. AB K5), medizinische Unterlagen 
ein und liess den Sachverhalt durch ihren beratenden Arzt Prof. Dr. med. 
C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, beurteilen (Bericht vom 16. Januar 2013; 
AB M10). Gestützt darauf stellte sie mit Verfügung vom 22. Januar 2013 
(AB K9) die gesetzlichen Leistungen per 30. Juni 2012 ein, da Behandlun-
gen nach diesem Datum nicht mehr mit dem Ereignis in Zusammenhang 
stünden. Hiergegen erhob die Sanitas Grundversicherungen AG (Sanitas 
bzw. Beschwerdeführerin) als Krankenversicherer der Versicherten Ein-
sprache (AB K12, K16). Diese wies die Helsana mit Einspracheentscheid 
vom 28. Mai 2013 ab (AB K20). 

Eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde der Sanitas (AB K21) 
hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 13. August 
2013, UV/2013/562 (VGE UV/2013/562; AB K26), in dem Sinne gut, als es 
den angefochtenen Entscheid aufhob und die Sache an die Helsana 
zurückwies, damit diese weitere Abklärungen vornehme und anschliessend 
über den Leistungsanspruch neu verfüge. Auf die hiergegen erhobene Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (AB K28) trat das Bun-
desgericht mit Entscheid vom 20. September 2013, 8C_650/2013 
(AB K31), nicht ein. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 3

B.

Daraufhin stellte die Helsana mit Verfügung vom 11. November 2013 
(AB K33) die gesetzlichen Leistungen per 1. November 2011 ein, da ab 
diesem Zeitpunkt der Endzustand erreicht sei. Ferner verneinte sie einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung. 
Die hiergegen von der Sanitas erhobene Einsprache (AB K36) wies die 
Helsana mit Entscheid vom 6. Dezember 2013 ab (AB K38).

C.

Hiergegen erhob die Sanitas am 22. Januar 2014 Beschwerde. Sie bean-
tragt die kostenfällige Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die 
Erbringung der gesetzlichen Leistungen über den 1. November 2011 hin-
aus.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2014 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Von der mit prozessleitender Verfügung vom 5. Februar 2014 eingeräum-
ten Möglichkeit zur Stellungnahme machte die Versicherte keinen Ge-
brauch.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 4

11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, als obligatorische Krankenpflegeversicherung 
der Versicherten durch den angefochtenen Entscheid berührt (vgl. aber 
E. 1.2 hiernach) und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 49 Abs. 4 i.V.m. Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2013 
(AB K38). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Versicherten auf Leis-
tungen der Unfallversicherung und dabei einzig derjenige auf Heilungskos-
ten. Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrem Rechtsbegehren zwar die 
Ausrichtung der gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen (Beschwerde 
S. 2 Ziff. II 2). Aus der Begründung ihres Antrages geht jedoch klar hervor, 
dass sich dieser einzig auf die Übernahme der Heilungskosten über den 
1. November 2011 hinaus bis mindestens zum 21. Juni 2012 richtet (vgl. 
Beschwerde S. 3 Ziff. IV 7 und 8). Die Verneinung des Anspruchs auf eine 
Rente und eine Integritätsentschädigung wurde von der Beschwerdeführe-
rin zu keinem Zeitpunkt beanstandet. Diesbezüglich ist der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2013 somit unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen. 

Selbst wenn die Beschwerdeführerin auch die Verneinung des Anspruchs 
der Versicherten auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung bean-
standen sollte, wäre auf die Beschwerde in dieser Hinsicht nicht einzutre-
ten. Denn diesbezüglich fehlte es der Beschwerdeführerin an einem 
Berührtsein im Sinne von Art. 49 Abs. 4 ATSG und somit an der erforderli-
chen (Dritt-)Beschwerdelegitimation (vgl. diesbezüglich UELI KIESER, Dritte 
als Partei im Sozialversicherungsverfahren, in: SCHAFFHAUSER/SCHLAURI 
[Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2006, S. 97 mit Hinweisen).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 5

1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der 
Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG; vgl. AB K35).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 6

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
138 V 248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S.  115). 
Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur 
prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen 
(SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.4 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 7

zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Versicherte am 
2. Oktober 2011 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 hier-
vor) und danach unfallkausale Beschwerden an der linken Schulter aufge-
treten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versi-
cherungsleistungen erbracht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 8

Umstritten und zu prüfen ist hingegen, ob die Beschwerdegegnerin mit der 
Begründung, der (unfallbedingte) medizinische Endzustand sei erreicht, die 
Übernahme von weiteren Heilungskosten ab dem 1. November 2011 zu 
Recht verneint hat. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen 
diesbezüglich das folgende Bild:

3.1.1 Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, diagnostizierte im Bericht vom 14. Oktober 2011 (AB M2) eine Prel-
lung der linken Schulter. Die Versicherte leide an starken Schmerzen über 
dem Humeruskopf, eine Aussen- und Innenrotation sei nicht möglich und 
es bestehe eine Hyposensibilität über dem Musculus deltoideus. Eine bild-
gebende Untersuchung vom 12. Oktober 2011 habe keine ossäre Läsion 
ergeben.

Im Bericht vom 21. Juni 2012 (AB M4) diagnostizierte die Ärztin einen Sta-
tus nach Schultertrauma links mit Traumatisierung der supraspinatus-
Sehne links und Kontusion des linken Humeruskopfes. Der Verlauf werde 
kompliziert durch nächtliche Schmerzen in Folge massiver Myogelosen im 
Bereich des Musculus supraspinatus. Als gegenwärtige Behandlung führte 
die Ärztin eine intensive Physiotherapie mit Massage, Ultraschall und Ak-
kupunktur sowie ein selbstständiges Gymnastikprogramm zu Hause an. 
Ferner attestierte sie eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 2. bis 31. Ok-
tober 2011 sowie eine volle Arbeitsaufnahme per 1. November 2011. 

In einem weiteren Arztbericht vom gleichen Datum führte die Ärztin ergän-
zend aus, die Behandlungsziele der durchgeführten Therapien seien die 
Verbesserung der nächtlichen Schlafqualität und die Erhaltung der vollen 
Arbeitsfähigkeit begründet. Die Beweglichkeit (der linken Schulter) sei wie-
der vollständig vorhanden. Die bestehenden Verhärtungen spielten noch 
eine Rolle durch Störung des nächtlichen Schlafes (AB M5 S. 1).

3.1.2 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. E.________, 
Praktischer Arzt FMH, bejahte im Bericht vom 19. Juli 2012 (AB M6) einen 
Zusammenhang zwischen den erhobenen Befunde und dem Ereignis vom 
2. Oktober 2011 (S. 1). Der primäre Heilungsverlauf sei unauffällig. Bei 
voller Beweglichkeit und nur geringen Beschwerden bestehe keine Be-
handlungsnotwendigkeit mehr. Eine namhafte Besserung sei durch weitere 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 9

Therapien nicht mehr zu erwarten (S. 2). Die medizinische Prognose sei 
eher als gut zu bezeichnen, wobei das in der bildgebenden Untersuchung 
beschriebene Impingement auf eine gewisse Zusatzverletzung der Rotato-
renmanschette hinweise. Eine solche Situation könne zu rezidivierenden 
Schulterschmerzen führen (S. 3).

3.1.3 Dr. med. D.________ diagnostizierte im Bericht vom 13. Dezember 
2012 (AB M9) einen Status nach Schulterprellung links am 2. Oktober 2011 
mit Impingement und möglicher Zusatzverletzung der Rotatorenmanschet-
te. Die Versicherte verspüre immer noch Schmerzen über dem AC-Gelenk 
und über der linken Clavicula sowie massive Myogelosen über dem linken 
Musculus supraspinatus. Als gegenwärtige Behandlung wurde die Einnah-
me von Sirdalud® (Muskelrelaxantium), Assan Spray® und selbstständiges 
Gymnastikprogramm angeführt. Die Behandlung könne aktuell bei persis-
tierender Schmerzsymptomatik noch nicht abgeschlossen werden.

3.1.4 Prof. Dr. med. C.________ führte im Bericht vom 16. Januar 2013 
(AB M10) aus, die bildgebende Untersuchung habe keine strukturellen Ver-
letzungsfolgen, hingegen eine Art entzündlicher Reizzustand der Supraspi-
natussehne und eine auffallende subacromiale Enge von 4 mm gezeigt. 
Aus einer eher bagatellären Situation habe sich in der Folge ein über ein 
Jahr andauernder Schmerzzustand im Bereich des Schultergürtels entwi-
ckelt. Ohne Vorliegen von strukturellen Verletzungsfolgen (Sehnenriss) 
ginge man von einer wenige Wochen dauernden Symptomatik bis zur 
schmerzlosen Ausheilung aus (S. 2). Die heute erhobenen Befunde (Myo-
gelosen supraspinatus, Schmerzen im Bereich des AC-Gelenks und der 
Clavicula) stünden nur möglicherweise und nicht überwiegend wahrschein-
lich in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 
2. Oktober 2011. Durch das Trauma sei eine vorübergehende Verschlim-
merung des bis anhin asymptomatischen Schulterproblems induziert wor-
den. Der status quo ante sei Ende Juni 2012 mit der normalen Beweglich-
keit der Schulter erreicht worden (S. 3).

3.1.5 Der beratende Arzt der Beschwerdeführerin Dr. med. F.________, 
Facharzt für Chirurgie und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates FMH, führte in seiner Beurteilung vom 22. Fe-
bruar 2013 mitsamt Nachtrag vom 27. März 2013 (Akten der Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 10

führerin, Beschwerdebeilage [BB] 6 S. 2) aus, die am 22. Oktober 2011 
durchgeführte bildgebende Untersuchung zeige vor allem posttraumatische 
Veränderungen auf. Es bestünden keine AP (wohl: Anhaltspunkte) in Rich-
tung vorbestehender Veränderungen. Mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit könnten die von der Versicherten noch angegebenen Restbeschwer-
den (an der linken Schulter) dem Unfallereignis vom 2. Oktober 2011 ange-
lastet werden (S. 2).

Mit Nachträgen vom 12. und 19. Juni 2013 (BB 6 S. 3 f.) führte der Arzt 
aus, die knappen Angaben von Dr. med. D.________ im Bericht vom 
21. Juni 2012 (AB M5) könnten nicht dem Befund einer normalen Beweg-
lichkeit der Schulter gleichgesetzt werden; hierzu sei vielmehr ein fundierter 
fachärztlicher Schulterstatus notwendig mit Angaben wie aktive und passi-
ve Schulterbeweglichkeit, nächtliche Schmerzen, Bewegungsschmerzen 
mit und ohne Belastung, Impingement-Zeichen, Belastungstest etc. Zu-
sammenfassend fehlten die Befunde einer verwertbaren Schulteruntersu-
chung.

3.2 Nach konstanter Rechtsprechung hat eine versicherte Person nur 
so lange Anspruch auf Heilbehandlung, als von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung eine namhafte Besserung seines Gesundheitszustandes 
erwartet werden kann. Die namhafte Verbesserung bezieht sich dabei in 
erster Linie auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 2.3 hiervor). Ist eine versicherte 
Person in der Lage, in ihrer angestammten Tätigkeit vollzeitlich erwerbs-
tätig zu sein, so wird der Fall in der Regel abzuschliessen sein, selbst wenn 
die Befindlichkeit der versicherten Person durch die Fortsetzung der medi-
zinischen Behandlung noch verbessert werden könnte (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 2. November 2009, 8C_432/2009, E. 5.1; 
ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 101 und S. 144). Dies ist hier ohne 
weiteres gegeben. Die Versicherte hat am 1. November 2011 ihre ange-
stammte Tätigkeit wieder zu 100% aufgenommen (AB M4). Seither sind 
unbestrittenermassen keine (unfallbedingten) Arbeitsunfähigkeiten mehr 
ausgewiesen.  

Damit der Fall dennoch nicht abgeschlossen werden darf, sind besondere 
Gründe notwendig (vgl. E. 2.3 hiervor). Solche sind hier jedoch nicht er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 11

sichtlich. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass der Endzu-
stand frühestens mit Erreichen der von Dr. med. D.________ (AB M5 S. 1) 
berichteten, vollständigen Schulterbeweglichkeit als gegeben erachtet wer-
den könne (Beschwerde S. 3 Ziff. IV 8), kann ihr nicht gefolgt werden. Die 
Behandlung der Versicherten nach der (vollständigen) Arbeitsaufnahme am 
1. November 2011 bestand aus Physiotherapie mit Massage, Ultraschall 
und Akkupunktur sowie aus einem selbstständigen Gymnastikprogramm 
(AB M4); dies für die Verbesserung der nächtlichen Schlafqualität und die 
Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit (AB M5 S. 1) resp. aufgrund einer per-
sistierenden Schmerzsymptomatik (AB M9). Die durchgeführten Therapien 
dienten somit primär dazu, die Schmerzen zu lindern und eine Stabilisie-
rung des Erreichten zu bewirken, worunter – wie die Beschwerdegegnerin 
zutreffenderweise ausgeführt hat (AB K38 S. 7 Ziff. 5) – gemäss höch-
strichterlicher Rechtsprechung keine namhafte Besserung des Gesund-
heitszustandes im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG zu verstehen ist (Ent-
scheid des BGer vom 23. April 2008, 8C_402/2007, E. 5.1.2.1). 

Nach dem Dargelegten ist somit nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin den Fall auf den Zeitpunkt der vollständigen Arbeitsauf-
nahme der Versicherten (1. November 2011) hin abgeschlossen hat und 
insbesondere die Übernahme der Heilungskosten ab diesem Zeitpunkt ver-
neint hat. Weitere Abklärungen sind diesbezüglich nicht notwendig. Daran 
ändert – entgegen der Auffassung in der Beschwerde – nichts, dass das 
angerufene Gericht den Sachverhalt im Urteil vom 13. August 2013 
(VGE UV/2013/562) als ungenügend abgeklärt erachtet hat. Denn in die-
sem Verfahren ging es hauptsächlich um die Frage, ob und inwieweit die 
aufgetretenen Verhärtungen resp. das Impingement an der linken Schulter 
einen Vorzustand oder eine Unfallfolge darstellen (AB K26 S. 16 f. E. 5), 
und somit um die Frage des Kausalzusammenhangs. Vorliegend hat die 
Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht jedoch einzig wegen Erreichens 
des Endzustandes eingestellt.

3.3 Folglich ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. Dezem-
ber 2013 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
unbegründet und – soweit darauf einzutreten ist – abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2014, UV/2014/62, Seite 12

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Sanitas Grundversicherungen AG 
- Helsana Unfall AG 
- B.________
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.