# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74206ca0-c790-528e-8f87-51b4dfe3c759
**Source:** Zürich (entscheidsuche) (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.11.2025 SB240560
**Docket/Reference:** SB240560
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240560_2025-11-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: SB240560-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Oberrichter lic. iur. S. Volken 

und Oberrichter lic. iur. B. Amacker sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw K. Lüscher

Urteil vom 10. November 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfache, teils versuchte räuberische Erpressung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 6. Abteilung, 
vom 9. Oktober 2024 (DG240064)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 5. April 2024 

(Urk. 23) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 55 S. 69 f.)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 der Erpressung i.S.v. Art. 156 Ziff. 1 StGB sowie

 der versuchten räuberischen Erpressung i.S.v. Art. 156 Ziff. 3 StGB i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis heute 323 Tage 

durch Haft erstanden sind.

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

4. Von der Anordnung einer Landesverweisung wird abgesehen. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 5'000.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'550.–   Gebühr für das Vorverfahren;

Fr. 17'747.85   amtliche Verteidigung.

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt.

7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Eine 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.

8. [Mitteilungen]

9. [Rechtsmittel]"

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Erwägungen:

I. Prozessuales

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

9. Oktober 2024 wurde der Beschuldigte A._____ weitgehend anklagegemäss 

schuldig gesprochen und mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten be-

straft (Urk. 55 S. 69). Gegen diesen Entscheid liess der Beschuldigte durch seine 

amtliche Verteidigung mit Eingabe vom 16. Oktober 2024 innert gesetzlicher Frist 

Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 50). Die Berufungserklärung der 

Verteidigung ging ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein 

(Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 58). Die Anklagebehörde hat mit Eingabe vom 

15. Januar 2025 innert Frist mitgeteilt, dass auf Anschlussberufung verzichtet wird 

(Urk. 63; Art. 400 Abs. 2f. StPO und Art. 401 StPO). Der Beschuldigte liess das 

vorinstanzliche Urteil durch seine amtliche Verteidigung abgesehen von Dispositiv-

Ziffer 5 (Kostenfestsetzung) vollumfänglich anfechten (Urk. 58; Art. 399 Abs. 4 

StPO). Die Anklagebehörde beantragt die Bestätigung des angefochtenen Ent-

scheides (Urk. 63). 

2. Das vorinstanzliche Urteil ist demnach betreffend Dispositiv-Ziffer 5 in Rechts-

kraft erwachsen, was vorab mit Beschluss festzustellen ist.

3. In der Berufungserklärung stellte die Verteidigung den Beweisantrag, B._____ 

sei als Zeuge einzuvernehmen (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 58 S. 2). Der Antrag 

wurde mit Präsidialverfügung vom 28. Januar 2025 begründet einstweilen abge-

wiesen (Urk. 65). Diesen Beweisantrag stellte die Verteidigung – im Übrigen mit 

wortwörtlich derselben Begründung wie in der Berufungserklärung – bereits mit 

schriftlicher Eingabe vor der Hauptverhandlung (Urk. 35). Der Antrag wurde durch 

die vorinstanzliche Verfahrensleitung ebenfalls noch vor der Hauptverhandlung ab-

gewiesen (Urk. 39). An der Hauptverhandlung wurde der Beweisantrag durch die 

Verteidigung zuhanden des Kollegialgerichts nicht wiederholt (Prot. I S. 8ff.; Urk. 45 

S. 10; Art. 331 Abs. 3 StPO). Konsequenterweise setzte sich die Vorinstanz im 

angefochtenen Urteil damit nicht – mehr – inhaltlich auseinander (Urk. 55 S. 8). 

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Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte die amtliche Verteidigung den vorge-

nannten Beweisantrag erneut (Urk. 84 S. 2; Prot. II S. 7). 

Gemäss Art. 389 StPO beruht das Rechtsmittelverfahren grundsätzlich auf den 

Beweisen, die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben 

wurden. Eine Beweisergänzung hat – nebst Weiterem – dann zu erfolgen, wenn 

die Beweiserhebungen durch Untersuchungsbehörde und Vorinstanz unvollständig 

waren (Abs. 2 lit. b). Das massgebliche Beweismittel war der Verteidigung längs-

tens bekannt, hat sie dessen Abnahme doch vor der Hauptverhandlung bereits 

beantragt. Auf eine erneute Stellung des Antrags an der Hauptverhandlung und 

damit eine Beurteilung des zuständigen Kollegialgerichts im Sinne von Art. 331 

Abs. 3 StPO hat die Verteidigung verzichtet. Der Vorinstanz kann somit nicht vor-

geworfen werden, ihre Beweiserhebungen seien unvollständig. Eine Beweisergän-

zung im Berufungsverfahren findet somit in Art. 389 Abs. 2 StPO keine gesetzliche 

Stütze.

Abgesehen davon handelt es sich bei B._____ unbestrittenermassen nicht um ei-

nen eigentlichen Tatzeugen, der Wahrnehmungen zu den inkriminierten Vorfällen 

machen kann. Vielmehr soll er gemäss der Verteidigung Angaben zum Hintergrund 

der Geldübergabe machen können. Dabei wird in keiner Weise substantiiert, inwie-

fern bzw. aufgrund welcher Umstände genau anzunehmen ist, dass B._____ den 

Beschuldigten entlasten könnte. In diesem Zusammenhang ist auf die Erwägungen 

in der Präsidialverfügung vom 28. Januar 2025 zu verweisen, wonach B._____ le-

diglich die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten im Allgemeinen erhö-

hen soll. Seine Aussagen stünden in keinem direkten Zusammenhang mit den kon-

kreten Tatvorwürfen und vermöchten folglich nicht mehr Licht in den Anklagesach-

verhalt zu bringen (vgl. Urk. 65). Von einer entsprechenden Einvernahme ist daher 

abzusehen.

Weitere Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt 

(vgl. Urk. 58 und 63).

4. Soweit die amtliche Verteidigung geltend macht, dass die Aussagen der 

Privatklägerin C._____ vom 22. [recte: 23.] November 2023 mangels gültigen 

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Verzichts auf das Teilnahme- und Fragerecht nicht zu Lasten des Beschuldigten 

verwertbar seien, kann dem nicht gefolgt werden (vgl. Urk. 84 S. 5ff.). Wie die 

Vorinstanz korrekt ausgeführt hat, scheiterte die Durchführung der auf den 

15. August 2023 in Anwesenheit des Beschuldigten anberaumten Zeugeneinver-

nahme am unentschuldigten Nichterscheinen der Privatklägerin C._____. Vor der 

Haftentlassung und Zuführung an das Migrationsamt erklärte der Beschuldigte im 

Beisein seines Verteidigers sodann ausdrücklich, sowohl auf eine Teilnahme an 

der neu anzusetzenden Zeugeneinvernahme als auch auf eine Teilnahme an einer 

allfälligen Hauptverhandlung zu verzichten (Urk. 55 S. 11 mit Hinweisen auf 

Urk. 16/5 F/A 8 sowie Urk. 10/3 S. 1). Der Umstand, dass der Beschuldigte bei 

einem Festhalten an der Teilnahme an der entsprechenden Zeugeneinvernahme 

weiterhin in Haft verblieben wäre, macht diesen Verzicht – entgegen der Ansicht 

der Verteidigung – nicht ungültig. Dies insbesondere angesichts der Tatsache, dass 

der Beschuldigte diesen Entscheid einerseits in Anwesenheit seines amtlichen 

Verteidigers fällte und Letzterer andererseits – nach entsprechender vorgängiger 

Instruktion vom Beschuldigten – an der nachgeholten Zeugeneinvernahme teil-

nehmen und der Zeugin Fragen stellen konnte. Damit wurde dem Anspruch des 

Beschuldigten auf rechtliches Gehör ausreichend Rechnung getragen. Die Aus-

sagen der Privatklägerin C._____ sind folglich uneingeschränkt verwertbar.

II. Schuldpunkt 

1.1. Gemäss Anklagevorwurf hat der Beschuldigte ab April 2015 den Privatkläger 

D._____ mittels Drohungen gegen ihn und seine Partnerin, die Privatklägerin 

C._____, veranlasst, zwecks Abgeltung einer behaupteten Schuld D._____s ge-

genüber einer Drittperson (E._____) dem Beschuldigten Fr. 9'000.– zu zahlen. 

Sodann habe der Beschuldigte am 7. Januar 2016 den Privatkläger D._____ mit 

Faustschlägen und Fusstritten traktiert, um ihn zur Zahlung weiterer behaupteter 

Schulden von Fr. 6'500.– zu veranlassen, was der Privatkläger jedoch nicht tat, 

weshalb es beim Versuch geblieben sei (Urk. 23 S. 2). 

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1.2. Zusammengefasst anerkennt der Beschuldigte respektive lässt anerkennen, 

dass er einmalig vom Privatkläger D._____ Fr. 500.– erhalten habe. Er habe im 

Auftrag von E._____, bei welcher der Privatkläger "noch höhere Schulden" gehabt 

habe, diesen um die Fr. 500.– für E._____ angegangen, jedoch ohne Drohungen 

auszusprechen (Urk. 45 S. 6).

1.3. Die Eröffnung des Strafverfahrens gegen den Beschuldigten betreffend 

räuberische Erpressung wurde durch die Aussagen des Privatklägers D._____ in 

dessen eigenen Strafverfahren initiiert (Urk. 55 S. 6 Ziff. 5 mit Verweisen). Die 

Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid sämtliche Aussagen des Privatklägers 

D._____ aus prozessualen Gründen als nicht zulasten des Beschuldigten verwert-

bar taxiert und sie bei der Beweiswürdigung ausser Acht gelassen (Urk. 55 S. 12f. 

mit Verweisen). 

1.4. Als zentrales belastendes Beweismittel sind daher die Aussagen der Privat-

klägerin C._____, der tatzeitaktuellen Partnerin des Privatklägers D._____, zu prü-

fen. 

1.5. Die Vorinstanz hat die Aussagen C._____s, wie sie diese in mehreren Einver-

nahmen in der Untersuchung über einen mehrjährigen Zeitraum deponiert hat, 

detailliert wiedergegeben (Urk. 55 S. 18 - 23). Darauf wird vorab verwiesen. 

Anschliessend hat die Vorinstanz eine sehr ausführliche und präzise Würdigung 

der Beweiskraft der Aussagen C._____s vorgenommen und sich dabei auch über-

zeugend mit den jeweiligen Einwendungen der Verteidigung auseinandergesetzt 

(Urk. 55 S. 23-30 mit Verweisen; vgl. Urk. 45). Zusammengefasst hat die Vorinstanz 

erwogen, vorab sei die Glaubwürdigkeit C._____s nicht aufgrund ihrer Parteistel-

lung per se in Frage zu stellen, vielmehr stehe die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen 

im Vordergrund.

Diesbezüglich seien ihre Aussagen trotz mehrjährigen Zeitablaufs – entgegen der 

Behauptung der Verteidigung – weitestgehend deckungsgleich ausgefallen. Sie 

habe die Geschehnisse in freier Erzählung flüssig und in den wesentlichen Punkten 

inhaltlich gleichbleibend, wenn auch in leicht anderen Worten, jedoch mit zahl-

reichen Details, wiedergegeben. Die Schilderung eher nebensächlicher Elemente 

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verleihe ihren Aussagen zusätzliche Tiefe. Sie habe ferner stets differenziert, ob 

sie etwas selbst miterlebt habe oder nur vom Hörensagen (namentlich von 

D._____) wisse. Sodann würden die Aussagen von C._____ durch objektive Be-

weismittel gestützt, namentlich durch die Bankbelege D._____s sowie den nach 

dem angeblichen Überfall des Beschuldigten ausgestellten Arztbericht vom 

27. März 2018. 

Tatsächlich vorhandene Widersprüche und Ungereimtheiten in den Aussagen 

C._____s hat die Vorinstanz erkannt und sich ausführlich damit auseinanderge-

setzt, um überzeugend zu schliessen, diese seien erklärbar respektive wiegten 

nicht derart schwer, dass dadurch ihre ansonsten überwiegend konstante und le-

bensnahe Sachdarstellung in Zweifel gezogen würde.

C._____ habe plastisch geschildert, wie der Beschuldigte den Privatkläger D._____ 

wochenlang immer wieder verbal bedroht und zur Zahlung einer Nichtschuld auf-

gefordert habe, wobei sich D._____ irgendwann dem Druck gebeugt und nach Er-

halt seiner Erbschaft dem Beschuldigten schliesslich die verlangte Summe ausge-

händigt habe. Dabei habe sie die Ausweglosigkeit von D._____, auch und gerade 

angesichts seines schlechten Gesundheitszustands, eindrücklich geschildert. Auch 

die nächtliche Attacke des Beschuldigten auf D._____ und deren gesundheitliche 

Folgen habe sie im Wesentlichen immer gleichbleibend beschrieben. 

Schliesslich sei auch ihre wohl falsche Behauptung, sie und der Privatkläger 

D._____ hätten bei E._____ keine Schulden gehabt, erklärbar und wecke keine 

Zweifel an ihren konkreten Belastungen des Beschuldigten hinsichtlich dessen 

Übergriffe. 

1.6. Die Würdigung der Aussagen C._____s durch die Vorinstanz ist ebenso 

detailliert wie überzeugend. C._____s Schilderungen des konkreten Vorgehens 

des Beschuldigten, wie es ihm aktuell vorgeworfen wird, wirken trotz gewisser – mit 

der Vorinstanz erklärbarer – Unstimmigkeiten in Details insgesamt erlebt und nicht 

konstruiert. Mit der Vorinstanz werden die Belastungen des Beschuldigten durch 

C._____ sodann durch weitere Beweismittel gestützt: 

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Das aktenkundige Arztzeugnis vom 27. März 2018 beweist zwar für sich allein noch 

keine Täterschaft des Beschuldigten (Beilage zu Urk. D1/1). Dieses belegt jedoch 

immerhin, dass der Privatkläger D._____ am 8. Januar 2016, am Tag nach dem 

inkriminierten Überfall, gewisse Verletzungen aufwies und gegenüber dem durch 

ihn aufgesuchten städtischen Ambulatorium schilderte, er sei am Vortag durch eine 

ihm bekannte Person tätlich angegangen worden. Die Argumentation der Verteidi-

gung, wonach dem Arztbericht nicht der geringste Beweiswert zukomme, verfängt 

nicht. So handelt es sich um reine Spekulationen, dass der Arzt dieses Schreiben 

lediglich gestützt auf sein – aus Sicht der Verteidigung wegen des "Massenge-

schäfts" unzuverlässiges – Erinnerungsvermögen verfasst bzw. dass er nur den 

durch die Polizei vorgegebenen Sachverhalt wiedergegeben habe (vgl. Urk. 84 

S. 12). Es ist gerichtsnotorisch, dass Ärzte für jeden Patienten eine Patienten-

dokumentation anlegen und diese laufend nachführen. Entsprechend ist davon 

auszugehen, dass der vorgenannte Bericht – rund zwei Jahre nach der erfolgten 

Konsultation – gestützt auf die damals erstellten Notizen verfasst wurde. Entgegen 

der Verteidigung ist anhand der Formulierung, wonach der Privatkläger D._____ 

angegeben habe, "von Mitpatienten am Vorabend zusammengeschlagen gewor-

den zu sein", sprachlich nicht eindeutig, dass es sich um mehrere Personen gehan-

delt hat. Aufgrund des Umstands, dass der Schwerpunkt bei der Erstellung des 

Berichts nicht auf der Grammatik gelegen zu haben scheint (teilweise falsche 

Gross-/Kleinschreibung, Fallfehler und fehlerhafte Satzstellung), ist durchaus mög-

lich, dass einfach der Artikel weggelassen wurde, weshalb eigentlich "von einem 

Mitpatienten" gemeint war. Dafür spricht auch der Umstand, dass im direkt darauf-

folgenden Satz betreffend die konkret ausgeführten Angriffshandlungen klar von 

"einem Mann" die Rede ist. Angesichts dessen vermag auch die Ungereimtheit, 

wonach im vorhergehenden Satz (losgelöst von der Anzahl) "Mitpatienten" ver-

merkt wurde – worum es sich beim Beschuldigten unbestrittenermassen nicht ge-

handelt hat – dem Arztbericht den Beweiswert nicht abzusprechen. Im Übrigen han-

delt es sich bei diesem nur um eines von mehreren Beweismitteln, welches sich in 

die Schilderungen der Privatkläger einfügt (siehe sogleich).

Die in der Untersuchung edierten Bankauszüge betreffend das Konto des Privat-

klägers D._____ belegen sodann wohl noch keine Übergabe von Fr. 9'000.– an den 

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Beschuldigten, hingegen – mit der Vorinstanz – immerhin, dass der Privatkläger 

D._____ zum mutmasslichen Tatzeitpunkt am 6. Mai 2015 über ein entsprechen-

des Guthaben verfügte und just an diesem Tag eine im Vergleich mit seinen übli-

chen Abhebungsbeträgen einmalig und aussergewöhnlich hohe Abhebung von 

Fr. 10'000.– tätigte (Urk. 55 S. 16f. mit Verweisen). Sodann deckt sich der Bezugs-

ort, die ZKB-Filiale in Zürich … [Ortschaft], mit den Schilderungen von C._____.

Die Verteidigung versuchte – auch anlässlich der Berufungsverhandlung – gar nicht 

erst, für eine bewusste Falschbelastung des Beschuldigten durch C._____s (oder 

den Privatkläger D._____) ein nachvollziehbares Motiv zu behaupten (Urk. 45, 

Urk. 84). Ein solches ist denn auch in keiner Weise nachvollziehbar. Der Beschul-

digte mutmasste dazu, der Privatkläger D._____ wolle allenfalls E._____ an-

schwärzen (Urk. 55 S. 38 Ziff. 1.4. mit Verweisen). Diese Behauptung entbehrte 

jeglicher Logik: Der Privatkläger D._____ hat zumindest anfänglich bestritten, von 

E._____ Drogen bezogen respektive bei dieser Schulden gehabt zu haben. Hätte 

er als bekennender Drogenkonsument E._____ belasten wollen, hätte er dies von 

Beginn an im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln getan und nicht eine sehr 

spezielle, geradezu ausgeklügelte Geschichte einer Anstiftung eines unbeteiligten 

Dritten (des Beschuldigten) durch E._____ zur Eintreibung einer Nicht-Schuld er-

funden. Die ausdrückliche Behauptung der Verteidigung, E._____ habe den Be-

schuldigten gebeten, beim Privatkläger D._____ Geld einzufordern (Urk. 45 S. 6), 

widerspricht sodann der eigenen, konstanten diesbezüglichen Bestreitung des Be-

schuldigten (Urk. 55 S. 41f. Ziff. 2.2. mit Verweisen). Im Übrigen machte die amtli-

che Verteidigung im Rahmen der Berufungsverhandlung im Wesentlichen lediglich 

sehr spekulative Ausführungen und aus dem Gesamtkontext losgelöste Interpreta-

tionen einzelner Aussagen. 

1.7. Auch die Aussagen des Beschuldigten, wie er sie in der Untersuchung 

gemacht hat, hat die Vorinstanz detailliert wiedergegeben (Urk. 55 S. 36-41 mit 

Verweisen). Diese hat sie anschliessend dahingehend gewürdigt, der Beschuldigte 

habe seine ursprüngliche Sachdarstellung mehrfach abgeändert und sie insbeson-

dere im Rahmen der Konfrontationseinvernahme mit E._____ laufend an deren 

Schilderungen angepasst. Augenfällig ziehe sich durch sämtliche Befragungen, 

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dass er einerseits sich selber nach Kräften in eine gutes Licht zu rücken und den 

Privatkläger D._____ schlecht zu machen suche, was seine Aussagen insgesamt 

unglaubhaft wirken lasse. Der Beschuldigte könne nicht einmal im Ansatz eine 

überzeugende Erklärung dafür liefern, weshalb er D._____ hätte konfrontieren oder 

von ihm Geld entgegennehmen sollen. Seine Darstellung vermöge insbesondere 

den glaubhaften Schilderungen von C._____ nichts entgegenzusetzen, wonach 

D._____ sich nach einigen Wochen des fortwährenden Drucks der Einschüchte-

rungsversuche des Beschuldigten gebeugt und diesem schliesslich Fr. 9'000.– 

übergeben habe. Der Beschuldigte habe sodann in seiner allerersten Einvernahme 

im vorliegenden Verfahren den mutmasslichen Deliktsbetrag von Fr. 9'000.– und 

die mutmasslich ausgesprochene Drohung einer Entführung der Freundin 

D._____s von sich aus erwähnt, bevor dies Thema der Einvernahme gewesen sei, 

was dafür spreche, dass er solches tatsächlich selbst so erlebt habe, zumal er die 

Namen von D._____, C._____ und E._____ erst auf Vorhalt der damaligen Adresse 

der Genannten konkreten Geschehnissen zuzuordnen vermochte (Urk. 55 S. 41-

46). 

1.8. Mit der Vorinstanz sind die Aussagen des Beschuldigten höchst unglaubhaft: 

Seine ursprüngliche Behauptung, er habe ohne jegliches Eigeninteresse und für 

einen ihm bekannten "F._____" dessen Schuldnerin E._____ aufgesucht, um dann 

deren Schuldner D._____ zu einer Zahlung an E._____ aufzufordern, mutet nicht 

realistisch, sondern vielmehr konstruiert an. Er habe sich sodann – eigentlich ritter-

lich – für die bedrängte E._____ eingesetzt. Auch dies erscheint frei erfunden, zu-

mal E._____ keinem F._____ etwas schulden wollte, mit Bezug auf den Privatklä-

ger D._____ nicht schutzbedürftig war und grundsätzlich die gesamte Darstellung 

des Beschuldigten in keiner Weise stützte. Der Beschuldigte konnte schliesslich 

auch den Umstand, dass C._____ zwei ihm zurechenbare Telefonnummern be-

sass, nicht überzeugend erklären, wollte er diese doch überhaupt nicht und den 

Privatkläger D._____ lediglich ein einziges Mal kontaktiert haben. Zusammenge-

fasst vermögen die unglaubhaften Sachverhalts-Darstellungen des Beschuldigten 

die Aussagen der Privatklägerin nicht zu entkräften, so dass nicht mehr darauf ab-

gestellt werden könnte. Im Gegenteil sind zusammengefasst mehrere Beweismittel 

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vorhanden, welche ein Gefüge ergeben, das den Aussagen des Beschuldigten klar 

entgegen steht.

Dieses Beweisergebnis wird überdies noch vervollständigt durch die Tatsache, 

dass der Beschuldigte betreffend Drohungen aus dem Jahre 2015 einschlägig 

vorbestraft ist (Urk. 56). Sodann hat er selber ausgesagt, er habe früher eine 

Verurteilung im Zusammenhang mit Geldeintreibungen erwirkt (Urk. 55 S. 64f. mit 

Verweisen). Das dem Beschuldigten aktuell vorgeworfene Verhalten war für ihn im 

mutmasslichen Tatzeitraum somit zumindest nicht wesensfremd.

1.9. Insgesamt ist mit der Vorinstanz der Anklagesachverhalt im Wesentlichen 

erstellt und es kann lediglich offen gelassen werden, ob der Beschuldigte durch 

E._____ zu seinen Übergriffen auf den Privatkläger D._____ motiviert worden ist 

(Urk. 55 S. 46f.). 

2.1. Die Vorinstanz hat – wiederum sehr ausführlich – die mittels Drohungen 

erzwungene Geldübergabe vom 6. Mai 2015 als Erpressung und die Attacke des 

Beschuldigten auf den Privatkläger D._____ zwecks Erzwingen einer weiteren 

Geldzahlung (die dann ausblieb) vom 7. Januar 2016 als versuchte räuberische 

Erpressung qualifiziert (Urk. 55 S. 48-58). 

2.2. Die Verteidigung hat zum Rechtlichen im Hauptverfahren plädiert, weder die 

objektiven noch die subjektiven Tatbestandselemente des inkriminierten 

Tatbestandes seien erfüllt (Urk. 45 S. 11). Dabei – sowie auch im Rahmen der 

Berufungsverhandlung (Urk. 84 S. 26) – ging sie jedoch von der behaupteten – wie 

gesehen – widerlegten Sachdarstellung des Beschuldigten und nicht vom – wie 

erwogen – in den wesentlichen Teilen erstellten Anklagesachverhalt aus. Insofern 

vermischt die Verteidigung ihre Ausführungen zum Rechtlichen mit solchen zum 

(erstellten) Sachverhalt.

2.3. Der Beschuldigte hat dem Privatkläger D._____ physische Gewalt gegen ihn 

sowie ernstliche Nachteile gegen dessen Partnerin C._____ angedroht, was 

D._____ dazu bewegte, zum Nachteil seines Vermögens dem Beschuldigten Fr. 

9'000.– zu geben. Ob der Beschuldigte dies tat, um sich selber unrechtmässig zu 

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bereichern, weil er allfällige Schulden E._____s bei deren – behaupteten – Schuld-

ner D._____ erhältlich machen wollte, oder aber um die Drittperson E._____ be-

treffend eine durch D._____ bestrittene Schuld unrechtmässig zu bereichern, kann 

offen gelassen werden. 

Sodann hat der Beschuldigte am 7. Januar 2016 den Privatkläger D._____ nieder-

geschlagen und getreten, also relevante Gewalt gegen ich ausgeübt, verbunden 

mit der Aufforderung, ihm Fr. 6'500.– auszuhändigen; dies tat er, um eine seitens 

des Privatklägers D._____ bestrittene Forderung einzutreiben, wobei D._____ trotz 

erlittener Gewalt die Zahlung verweigerte. Ob mit dieser Aktion der Beschuldigte 

selber oder eine Drittperson hätte unrechtmässig bereichert werden sollen, kann 

wiederum offen bleiben. Soweit die Verteidigung vorbringt, dass dem Beschuldig-

ten im Anklagesachverhalt keine mehrfachen Aufforderungen vorgeworfen würden, 

ist anzumerken, dass dem Beschuldigten keine mehrfache Tatbegehung zur Last 

gelegt wird. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Äusserungen gemacht zu haben, 

welche insgesamt als Erpressung gewürdigt werden (vgl. Urk. 84 S. 27). Der 

Verteidigung ist sodann zuzustimmen, dass beim Beschuldigten keine Vorstrafe 

wegen Geldeintreibens vorliegt. Dies ist jedoch auf den Umstand zurückzuführen, 

dass gar kein solcher Straftatbestand existiert. Die Aussage des Beschuldigten 

selbst, wonach er wegen "Geldeintreibersachen" vorbestraft sei, ist insofern nach-

vollziehbar, als er eine Vorstrafe wegen Drohung aufweist, welcher Tatbestand 

sehr wohl mit einer Tätigkeit als "Geldeintreiber" einhergehen kann (vgl. vorge-

hende Erw. II.1.8. und Urk. 84 S. 27). 

2.4. Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz erweist sich jedenfalls als korrekt 

und die angefochtene Verurteilung ist zu bestätigen. 

III. Sanktion

1.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit 32 Monaten Freiheitsstrafe bestraft 

(Urk. 55 S. 69).

1.2. Die Verteidigung hat sich zu einem allfälligen Strafmass im Hauptverfahren 

nicht geäussert (Urk. 45). 

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1.3. Im Berufungsverfahren (Urk. 84 S. 28) hat sich die Verteidigung nicht mit den 

Erwägungen des vorinstanzlichen Urteils auseinandergesetzt.

2.1. Die Vorinstanz hat vorab Erwägungen zum anwendbaren Recht, dem 

massgeblichen Strafrahmen sowie den Grundsätzen der Strafzumessung ange-

stellt, worauf verwiesen wird (Urk. 55 S. 58-61). 

2.2. Betreffend die räuberische Erpressung vom 7. Januar 2016 als schwer-

wiegendere der beiden zu sanktionierenden Taten hat die Vorinstanz ausgehend 

von einem noch leichten Verschulden für den Fall einer vollendeten Tat eine 

hypothetische Strafe von 20 Monaten bemessen und diese infolge des Versuchs 

um 2 Monate auf 18 Monate reduziert. Für die Erpressung vom 6. Mai 2015 – isoliert 

– hat die Vorinstanz ausgehend von einem nicht mehr leichten Verschulden eine 

Strafe von 12 Monaten bemessen. Die Einsatzstrafe der versuchten räuberischen 

Erpressung von 18 Monaten hat sie in Abgeltung der Erpressung asperierend um 

8 Monate auf 26 Monate erhöht. Diese nach der Beurteilung der Tatkomponente 

bemessene Einsatzstrafe von 26 Monaten hat die Vorinstanz schliesslich in Be-

rücksichtigung der Täterkomponente um 6 Monate auf letztlich 32 Monate erhöht, 

da die Vorstrafen erschwerend wiegten und der Beschuldigte kein strafminderndes 

positives Nachtatverhalten zeige (Urk. 55 S. 61-65). Die Strafzumessung der Vor-

instanz ist insoweit korrekt und nur in einem Punkt zu korrigieren. Zwar ist entgegen 

der amtlichen Verteidigung kein zwingender Strafmilderungsgrund im Sinne von 

Art. 48 lit. e StGB gegeben. Die versuchte räuberische Erpressung als schwereres 

Delikt hat sich im Januar 2016 ereignet. Damit sind seither technisch gesehen noch 

keine zehn Jahre (2/3 der Verfolgungsverjährungsfrist gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung) vergangen. Jedoch ist angesichts des Umstands, dass der Zeit-

ablauf seit Tatbegehung nur knapp nicht zehn Jahre beträgt – was der Beschuldigte 

zwar namentlich durch seinen Wegzug ins Ausland zu vertreten hat – unter diesem 

Titel eine gewisse Strafreduktion vorzunehmen. 

2.3. Anlässlich der Berufungsverhandlung wurden zu den Täterkomponenten bzw. 

zur Aktualisierung der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten durch die 

Verteidigung keinerlei Ausführungen gemacht (Urk. 84). Aus dem durch die 

Verteidigung im Anschluss an ihr Plädoyer verlesenen Brief des Beschuldigten ging 

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jedoch hervor, dass dieser zwischenzeitlich mit seiner Ehefrau ein 15 Monate altes 

Kind habe und mit dieser bald sein zweites Baby erwarte. Er trage Verantwortung 

für seine Familie (Urk. 85). Ausserdem scheint sich der Beschuldigte seit den Tat-

vorwürfen soweit bekannt wohlverhalten zu haben. 

2.4.  Im Ergebnis ist der Beschuldigte demnach mit einer Freiheitsstrafe von 

2 ¼ Jahren bzw. 27 Monaten zu bestrafen.

3. Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten mit zutreffenden Erwägungen und 

unter Verweis auf seine mehreren Vorstrafen eine günstige Legalprognose abge-

sprochen und die Gewährung des (teil-)bedingten Strafvollzugs verweigert (Urk. 55 

S. 65f.; Art. 42 und Art. 43 StGB). Die amtliche Verteidigung hat die Vollzugsfrage 

im Rahmen der Berufungsverhandlung nicht substantiiert begründet. Die Ver-

weigerung des (teil-)bedingten Strafvollzugs durch die Vorinstanz ist korrekt und zu 

bestätigen. 

4. Die erstandene Haft ist dem Beschuldigten ohne Weiteres auf die auszu-

fällende Strafe anzurechnen (Art. 51 StGB).

5. Die Verteidigung hat im Berufungs- wie bereits im Hauptverfahren namens 

des Beschuldigten eine Entschädigung [recte: Genugtuung] für zu Unrecht erlittene 

Haft beantragt (Urk. 45, Urk. 58 und Urk. 84.). Wie erwogen, hat der Beschuldigte 

entgegen der Verteidigung keine ungerechtfertigte Haft erlitten, weshalb ihm keine 

Genugtuung zusteht (Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO). 

6. Eine materielle Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Absehen von 

einer Landesverweisung entfällt schon aus prozessualen Gründen (Art. 391 Abs. 2 

StPO). Dies ist ohne Weiteres zu bestätigen. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kostenregelung zu bestätigen 

(Art. 426 StPO). 

- 15 -

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf 

Fr. 3'600.– festzusetzen.

3. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unter-

liegt mit seinen Anträgen im Berufungsverfahren praktisch vollumfänglich. Im 

Rahmen einer wohlwollenden Ermessensentscheidung erfolgte lediglich eine 

leichte Reduktion der Höhe der ausgesprochenen unbedingten Freiheitsstrafe. Mit 

Blick darauf, dass der Beschuldigte einen vollumfänglichen Freispruch sowie eine 

Entschädigung in der Höhe von Fr. 82'050.– beantragte, handelt es sich dabei 

lediglich um ein marginales Obsiegen, welches keine andere Kostenauflage recht-

fertigt. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, dem Beschuldigten die Kosten 

des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten seiner amtlichen Vertei-

digung, vollumfänglich aufzuerlegen (Art. 428 StPO).

4.1. Die amtliche Verteidigung macht für ihre Aufwendungen und Barauslagen im 

Berufungsverfahren Fr. 13'504.95 geltend (Urk. 83). Gemäss § 18 Abs. 1 Anw-

GebV reicht der anwendbare Tarifrahmen für das Verteidigerhonorar im Berufungs-

prozess bei Straffällen im kollegialgerichtlichen Zuständigkeitsbereich in der Regel 

von Fr. 1'000.– bis Fr. 28'000.–. Konkret erfolgt die Festsetzung der Entschädi-

gungssumme bei einer Honorarbemessung nach Pauschalgebühr so, dass alle 

prozessualen Bemühungen zusammen als einheitliches Ganzes abgefasst werden, 

wohingegen der tatsächlich geleistete Zeitaufwand nur sehr bedingt berücksichtigt 

wird. Entsprechend ist das Gericht bei der rein pauschalen Entschädigungsbe-

messung auch nicht gehalten, sich mit den in der Honorarnote der Verteidigung 

enthaltenen Aufwandspositionen im Einzelnen auseinanderzusetzen (BGE 143 

IV 453 E. 2.5). Nach Massgabe von § 2 Abs. 1 AnwGebV bemisst sich die Gebühr 

vielmehr vor allem nach der Bedeutung der Strafsache, der Verantwortung der 

Verteidigung und der Schwierigkeit des Falls.

4.2. Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass das Verfahren für den Beschuldigten 

zwar durchaus von Bedeutung war, da eine unbedingte Freiheitsstrafe bzw. eine 

Entschädigung betreffend die bereits erstandene Haft zur Beurteilung stand. Der 

Fall wies jedoch weder in rechtlicher noch in tatsächlicher Hinsicht komplexe 

- 16 -

Fragen auf, der Aktenumfang war überschaubar und im Berufungsverfahren haben 

sich für die bereits im vorinstanzlichen Verfahren involvierte Verteidigung keine 

wesentlichen Änderungen im Vergleich zur Vorinstanz ergeben. Vor diesem 

Hintergrund erweist sich eine pauschale Entschädigung von Fr. 7'000.– 

(inkl. MwSt.) als angemessen. 

4.3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse 

zu nehmen, unter Vorbehalt einer Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 6. Abteilung, 

vom 9. Oktober 2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

"Es wird erkannt:

1. […]

2. […]

3. […]

4. […]

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 5'000.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'550.–   Gebühr für das Vorverfahren;

Fr. 17'747.85   amtliche Verteidigung.

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

6. […]

7. […]

8. [Mitteilungen]

9. [Rechtsmittel]"

- 17 -

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 der Erpressung i.S.v. Art. 156 Ziff. 1 StGB sowie

 der versuchten räuberischen Erpressung i.S.v. Art. 156 Ziff. 3 StGB 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 27 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

323 Tage durch Haft erstanden sind.

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

4. Von der Anordnung einer Landesverweisung wird abgesehen. 

5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziff. 6 und 7) wird bestätigt.

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.  3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 7'000.–   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.).

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung  werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (versandt)

 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (versandt)
 die Privatklägerin C._____ (versandt)

(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 

- 18 -

zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste
 das Migrationsamt des Kantons Zürich
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials".

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

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Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 10. November 2025

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw K. Lüscher