# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a09b702b-ebea-58ba-8e6e-2a20b7ab0dd8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-03-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.03.2021 C-5770/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5770-2020_2021-03-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5770/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  M ä r z  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiberin Yvette Märki. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland),  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IV, Rentenhöhe;  

Verfügung der IVSTA vom 29. September 2020. 

 

 

 

C-5770/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend IVSTA oder Vo-

rinstanz) mit Verfügung vom 29. September 2020 A._______ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) eine Dreiviertelsrente ab 1. Februar 2020 zugespro-

chen hat, 

dass die Verfügung per eingeschriebener Postsendung direkt an 

B._______, Betreuer/Rechtsanwalt, (…), D-(…), zugestellt wurde, 

dass der Beschwerdeführer mit persönlicher Eingabe an die IVSTA vom 

12. Oktober 2020 sinngemäss sein Nichteinverständnis mit der Verfügung 

vom 29. September 2020 bekundete, indem er handschriftlich beantragte, 

der Betrag sei zu korrigieren, und er die Verfügung hinsichtlich der Berech-

nungsgrundlagen mit weiteren Hinweisen versah (Beschwerdeakten [B-

act.] 1), 

dass die Vorinstanz diese Eingabe am 18. November 2020 zuständigkeits-

halber an das Bundesverwaltungsgericht weiterleitete (B-act. 2), 

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG vorliegt, 

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und keine 

Ausnahme im Sinn von Art. 32 VGG vorliegt, weshalb das Bundesverwal-

tungsgericht für die Behandlung der Beschwerde zuständig ist, 

dass die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder Vertre-

ters zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist 

zur Verbesserung einräumt, falls die Rechtsbegehren, Begründung oder 

Unterschrift fehlen und diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach 

ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 52 

Abs. 2 und 3 VwVG), 

C-5770/2020 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 10. Dezember 

2020 aufgefordert wurde, innert fünf Tagen ab Erhalt der Zwischenverfü-

gung den Beschwerdewillen zu bekunden, Rechtsbegehren zu stellen und 

diese zu begründen (Art. 52 Abs. 2 VwVG), ansonsten auf das Rechtsmit-

tel nicht eingetreten werde (B-act. 4),  

dass der Beschwerdeführer mit gleicher Zwischenverfügung vom 10. De-

zember 2020 zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 25. Januar 

2021 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten 

werde (B-act. 4), 

dass die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. De-

zember 2020 betreffend Beschwerdeverbesserung und Leistung eines 

Kostenvorschusses von der deutschen Post mit dem Vermerk «Empfänger 

unter der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln» zurückgesandt wurde, 

dass gemäss Mailmitteilung von Herrn B._______, Betreuer und Anwalt, 

an die Vorinstanz vom 4. Januar 2021, die Betreuung für den Beschwerde-

führer vorerst bis zum 21. Juni 2027 verlängert wurde (B-act. 6),   

dass mit Schreiben vom 14. Januar 2021 der Betreuer aufgefordert wurde, 

die aktuelle Adresse des Beschwerdeführers und eine allfällige Mandatie-

rung mitzuteilen (B-act. 9), 

dass der Betreuer mit Schreiben vom 20. Januar 2021 mitteilte, er vertrete 

den Beschwerdeführer nicht in dieser Angelegenheit und der weitere 

Schriftverkehr sei direkt mit dem Beschwerdeführer selbst zu führen (B-

act. 12), 

dass der seinem Schreiben beigelegten Anmeldebestätigung der Stadtver-

waltung von (…) zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer seit dem 

30. November 2020 neu an der rubrizierten Adresse wohnhaft ist (B-

act. 12), 

dass mit Zwischenverfügung vom 3. Februar 2021 die Zwischenverfügung 

vom 10. Dezember 2020 mangels rechtsgültiger Eröffnung aufgehoben 

wurde (B-act. 13), 

dass der Beschwerdeführer mit der gleichen Zwischenverfügung aufgefor-

dert wurde, innert fünf Tagen ab deren Erhalt die Beschwerde zu verbes-

sern und einen Kostenvorschuss bis zum 4. März 2021 zu bezahlen (B-

act. 13),  

C-5770/2020 

Seite 4 

dass die Zwischenverfügung vom 3. Februar 2021 von der deutschen Post 

mit dem Vermerk «nicht abgeholt» an das Bundesverwaltungsgericht zu-

rückgesandt wurde (B-act. 14), 

dass eine empfangsbedürftige Sendung spätestens am siebenten Tag 

nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als zugestellt gilt (vgl. 

Art. 20 Abs. 2bis des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 

1968 [VwVG, SR 172.021] und Art. 38 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG, SR 830.1], Zustellfiktion),  

dass die Zustellfiktion nur gilt, wenn die Sendung den Umständen entspre-

chend von der betreffenden Person mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit 

erwartet werden musste (vgl. BGE 134 V 49 E. 4; BGE 127 I 31 E. 2a/aa; 

BGE 123 III 492 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 2C_128/2012 vom 29. Mai 

2012 E. 2.2), 

dass vorliegend der Beschwerdeführer nach seiner Eingabe vom 12. Ok-

tober 2020 mit weiteren Verfahrensschritten entsprechender Korrespon-

denz rechnen musste, 

dass damit die Zustellfiktion greift und die Zwischenverfügung vom 3. Feb-

ruar 2021 am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch vom 

5. Februar 2021 somit am 12. Februar 2021 als zugestellt gilt und dem Be-

schwerdeführer damit eröffnet wurde, 

dass sich der Beschwerdeführer innert der gesetzten Frist nicht geäussert 

und keine Beschwerdeverbesserung eingereicht hat,   

dass bis zum 4. März 2021 auch der Kostenvorschuss nicht geleistet wor-

den ist (B-act. 15), 

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als 

unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen 

(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), 

C-5770/2020 

Seite 5 

dass keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

  

C-5770/2020 

Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient-

schädigung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)  

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Yvette Märki 

 

  

C-5770/2020 

Seite 7 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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