# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 346341b0-8fc0-5c59-832e-42e2dfaba332
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-16
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 16.09.2025 BA 2025 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BA-2025-50_2025-09-16.pdf

## Full Text

20250902_144555_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

BA 2025 50

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 16. September 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt Zug, Gubelstrasse 22, Postfach 1258, 6301 Zug,

betreffend

Gültigkeit des Rechtsvorschlags

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Sachverhalt

1. Das Betreibungsamt Zug stellte am 13. Juni 2025 auf Begehren von A.________ (nachfol-
gend: Beschwerdeführer) in der Betreibung Nr. B.________ den Zahlungsbefehl über 
CHF 320'000.00 nebst 5 % Zins seit 1. November 2022 an die C.________ AG (nachfolgend: 
Schuldnerin) zu. Die Domiziladresse der Schuldnerin befindet sich an der D.________ 
[Strasse] in 6300 Zug. Die Zustellung erfolgte an E.________, den einzigen Gesellschafter 
und Geschäftsführer der F.________ GmbH mit Domiziladresse an der G.________ [Stras-
se], 6300 Zug, bzw. einzigen Gesellschafter und Geschäftsführer der H.________ GmbH mit 
Domiziladresse an der D.________, 6300 Zug. E.________ erhob gleichentags Rechtsvor-
schlag (act. 3/2). 

2. Mit Eingabe vom 25. Juni 2025 reichte der Beschwerdeführer bei der II. Beschwerdeabtei-
lung des Obergerichts des Kantons Zug als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und 
Konkurs Beschwerde ein und stellte folgende Anträge (act. 1):

1. Es sei in der Betreibung Nr. B.________ vom 11. November 2025 der Rechtsvorschlag der 
Schuldnerin, einer ungültigen Person, zufolge Nichtigkeit aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass gegen die Betreibung Nr. B.________ vom 11. Juni 2025 wegen fehlen-
dem Rechtsvorschlag die Fortsetzung innert Frist verlangt werden kann. 

3. Der Schuldnerin seien eine Busse von CHF 1'500.00 sowie sämtliche Gebühren und Auslagen 
aufzuerlegen. 

3. In der Beschwerdeantwort vom 2. Juli 2025 beantragte das Betreibungsamt Zug die Abwei-
sung der Beschwerde (act. 3). 

4. Die Schuldnerin stellte in ihrer Vernehmlassung vom 9. Juli 2025 Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde (act. 4). 

Erwägungen

1. Der Beschwerdeführer macht geltend, E.________ sei nicht berechtigt gewesen, für die 
Schuldnerin Rechtsvorschlag zu erheben. Denn er sei weder Angestellter der Schuldnerin 
noch verfüge er über eine Vollmacht. Die zur Vertretung einer Rechtseinheit befugten Perso-
nen hätten ihre Unterschrift beim Handelsregister in amtlich beglaubigter Form zu hinterle-
gen. E.________ sei nicht zur Vertretung der Schuldnerin befugt. Die Entgegennahme des 
Zahlungsbefehls sei daher nicht gültig. Zudem sei die Erhebung des Rechtsvorschlags durch 
eine Person, die dazu keine ausdrückliche Vollmacht habe, nicht rechtens. Ein ungültiger 
Rechtsvorschlag führe dazu, dass das Betreibungsverfahren fortgesetzt werden könne, ohne 
dass der Schuldner das Verfahren durch einen Rechtsvorschlag gestoppt habe (vgl. act. 1 
Rz 7 ff.). 

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2. Ist unter den Betreibungsparteien ein Vertretungsverhältnis bei der Erhebung des Rechtsvor-
schlags streitig, so ist die betreibungsrechtliche Beschwerde zu ergreifen, weil sich eine Fra-
ge stellt, die das betreibungsrechtliche Verfahren betrifft (vgl. Bessenich, Basler Kommentar, 
3. A. 2021, Art. 74 SchKG N 7). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten. 

3. Zur Erhebung des Rechtsvorschlages sind neben dem Schuldner selbst dessen gesetzliche 
oder vertragliche Vertreter ermächtigt, und ebenso jede Person, der nach Art. 64 SchKG und 
Art. 65 SchKG der Zahlungsbefehl im Sinne einer rechtsgültigen Zustellung übergeben wer-
den kann. Zudem kann auch ein Geschäftsführer ohne Auftrag den Rechtsvorschlag erhe-
ben. Jede Person, die einen Zahlungsbefehl entgegennehmen kann, ist auch zum Erheben 
des Rechtsvorschlages legitimiert, wobei dies im Fall fehlender Vollmacht vom Prinzipal zu 
genehmigen ist. Diese Grundsätze gelangen auch in den Fällen zur Anwendung, in denen 
der Rechtsvorschlag für juristische Personen durch Personen erhoben worden ist, die nicht 
zeichnungsberechtigt sind. In solchen Fällen kann der Betreibende verlangen, dass sich die 
betriebene juristische Person verbindlich äussert, ob der Betreibende auf den Rechtsweg 
verwiesen sein soll oder nicht (Bessenich, a.a.O, Art. 74 SchKG N 6 m.w.H.).

In Betreibungen gegen Aktiengesellschaften können Betreibungsurkunden rechtgültig jedem 
Mitglied der Verwaltung sowie jedem Direktor oder Prokuristen zugestellt werden (Art. 65 
Abs. 1 Ziff. 2 SchKG). Werden diese Personen im Geschäftslokal nicht angetroffen, so kann 
die Zustellung an einen anderen Angestellten erfolgen (Art. 65 Abs. 2 SchKG). Ist auch dies 
nicht möglich bzw. findet sich im Geschäftslokal weder ein im Handelsregister eingetragener 
Vertreter noch ein Angestellter der betriebenen Gesellschaft, so kann die Betreibungsurkun-
de an den Angestellten einer anderen, im gleichen Geschäftslokal tätigen Gesellschaft zuge-
stellt werden (Urteil der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug vom 11. Januar 
2008, in BlSchK 2010, 130; Angst/Rodriguez, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 65 SchKG 
N 10 m.w.H.).

4. E.________, der den Rechtsvorschlag erhoben hat, ist einziger Gesellschafter und Ge-
schäftsführer der F.________ GmbH. Die Schuldnerin erklärte mit E-Mail vom 1. Juli 2025 
gegenüber dem Betreibungsamt, E.________, F.________ GmbH, und seine Mitarbeitenden 
seien berechtigt, Rechtsvorschläge für die Schuldnerin zu erheben. Er und sein Team verfüg-
ten über alle notwendigen Vollmachten, Berechtigungen und Kompetenzen, um die Interes-
sen der Schuldnerin gegenüber dem Betreibungs- und Konkursamt Zug zu vertreten (vgl. 
act. 3/6). Nach dem Vorerwähnten konnte mithin mangels Anwesenheit eines Organs, Direk-
tors oder Angestellten der Schuldnerin die Zustellung des Zahlungsbefehls rechtsgültig durch 
Aushändigung an E.________ erfolgen. Folglich war E.________ auch berechtigt, für die 
Schuldnerin Rechtsvorschlag zu erheben. Der Einwand des Beschwerdeführers, es sei kein 
wirksamer Rechtsvorschlag erhoben worden, verfängt mithin schon aus diesem Grund nicht. 

5. Ferner ist E.________ einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der H.________ GmbH, 
welche ihre Domiziladresse wie die Schuldnerin an der D.________, 6300 Zug, hat. Die 
H.________ GmbH hat der Schuldnerin Büroräumlichkeiten an deren Domiziladresse unter-
vermietet (vgl. act. 3/4). Der Präsident des Verwaltungsrats der Schuldnerin mit Einzelunter-
schrift, I.________, erklärte am 9. Juli 2025, die H.________ GmbH habe den Auftrag und 
die Vollmacht, unter anderem bei Zahlungsbefehlen Rechtsvorschlag zu erheben und einge-
schriebene Briefpost in Empfang zu nehmen. Der Rechtsvorschlag sei somit korrekt erhoben 

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worden. Im Weiteren und eventualiter genehmige er als Verwaltungsrat der Schuldnerin die 
Erhebung des Rechtsvorschlags "durch die Vermieterin und Dienstleisterin" (vgl. act. 4). 
Auch aus diesem Grund ist der Rechtsvorschlag gültig. 

6. Anzumerken bleibt, dass der betreibungsrechtlichen Beschwerde grundsätzlich nur Mängel 
des Betreibungs- und Konkursverfahrens gerügt werden können (vgl. Art. 17 Abs. 1 SchKG). 
Organisationsmängel einer Gesellschaft – wie die angeblich falsche Domiziladresse (vgl. 
act. 1 Rz 11 ff.) – sind vor dem Handelsregister und dem erstinstanzlichen Gericht geltend zu 
machen. 

7. Die Beschwerde erweist sich mithin als unbegründet und ist abzuweisen. 

8. Damit ist auch dem Antrag des Beschwerdeführers, der Schuldnerin seien eine Busse von 
CHF 1'500.00 sowie sämtliche Gebühren und Auslagen aufzuerlegen, die Grundlage entzo-
gen. Vielmehr sind dem Grundsatz von Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 Satz 1 SchKG i.V.m. Art. 61 
Abs. 2 lit. a und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG entsprechend keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben und keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

3. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

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4. Mitteilung an:
- Beschwerdeführer 
- Betreibungsamt Zug 
- Schuldnerin 

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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