# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab7be47d-3457-58c4-8c7c-ae9d7a681396
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2008 B-6837/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6837-2007_2008-09-17.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-6837/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Ronald Flury (Vorsitz), 
Richterin Eva Schneeberger, 
Richter Stephan Breitenmoser; 
Gerichtsschreiber Kaspar Luginbühl.

W._______GmbH,
handelnd durch M._______,
Beschwerdeführerin,
M._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Bankenkommission (EBK), 
Vorinstanz,

unerlaubte Entgegennahme von 
Publikumseinlagen/Konkurseröffnung/Werbeverbot.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-6837/2007

Sachverhalt:

A.
Im Frühling des Jahres 2007 stellte die Eidgenössische Bankenkom-
mission  (EBK,  Vorinstanz)  fest,  dass  die  G._______AG,  die 
W._______AG  sowie  die  B._______AG  über  Internet  diverse 
Anleihensobligationen  anboten.  Mit  Schreiben  vom  13. März  2007 
stellte  die  Vorinstanz  den  Genannten  sowie  der  W._______GmbH 
(Beschwerdeführerin), der R._______GmbH, der I._______GmbH, der 
T._______AG und der C._______AG Fragebogen zu, um die Art  der 
Geschäfte  dieser  Gesellschaften  zu  ermitteln.  Die  Befragung  ergab, 
dass  D._______  alleiniger  Verwaltungsrat  bzw.  allein-
zeichnungsberechtigter  Geschäftsführer  aller  genannten  juristischen 
Personen war. Lediglich  bei  der  Beschwerdeführerin  war  M._______ 
(Beschwerdeführer)  als  alleinzeichnungsberechtigter  Geschäftsführer 
eingetragen.  Gestützt  auf  die  erhobenen  Informationen  setzte  die 
Vorinstanz  aufgrund  des  Verdachts  auf  unerlaubte  Entgegennahme 
von  Publikumseinlagen  mit  superprovisorischer  Verfügung  vom 
11. Juni  2007 die Rechtsanwälte H._______ und S._______ als  Un-
tersuchungsbeauftragte ein. Schliesslich wurden alle juristischen Per-
sonen eingeladen, bis am 29. Juni 2007 zu den vorsorglich verfügten 
Massnahmen Stellung zu nehmen.

B.
Am 11. Juni 2007 begaben sich die Untersuchungsbeauftragten in die 
Räumlichkeiten der juristischen Personen in Brunnen. Dort trafen sie 
auf den Beschwerdeführer, dem sie die superprovisorische Verfügung 
selben Datums eröffneten und übergaben. Ferner führten sie mit ihm 
ein Gespräch über die juristischen Personen und hielten seine Antwor-
ten in protokollarischer Form fest. Der Beschwerdeführer fügte einige 
handschriftliche Korrekturen an, weigerte sich anschliessend aber, das 
Protokoll  zu  unterzeichnen.  Am  9. Juli  2007  nahm  Rechtsanwalt 
Dr. Silvan Hürlimann namens sämtlicher von der superprovisorischen 
Verfügung betroffenen Gesellschaften Stellung. Er beantragte, die ver-
fügten  Massnahmen  seien  aufzuheben.  Der  Bericht  der  Untersu-
chungsbeauftragten  vom  17. Juli  2007  wurde  am  19. Juli  2007 
D._______  wie  auch  der  G._______AG,  der  B._______AG,  der 
W._______AG,  der  R._______GmbH,  der  I._______GmbH,  der 
T._______AG sowie  neu  der  C._______AG zugestellt.  Rechtsanwalt 
P._______ übergab den Untersuchungsbericht am 20. Juli 2007 ohne 
Beilagen  an  W._______,  "Betriebsleiter"  und  mutmasslicher 

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Alleinaktionär  der  B._______AG,  und  dem  Beschwerdeführer.  Mit 
Schreiben vom 26. Juli 2007 gab der Beschwerdeführer seinen Rück-
tritt  als  Geschäftsführer  der  Beschwerdeführerin  per  Ende  August 
2007 bekannt. Mit Schreiben vom selben Tag an die Vorinstanz nahm 
der  Beschwerdeführer  einige  Richtigstellungen  am  Un-
tersuchungsbericht,  der  Stellungnahme von Rechtsanwalt  P._______ 
vom 9. Juli  2007 sowie an dem von ihm zuvor nicht unterzeichneten 
Gesprächsprotokoll vom 11. Juni 2007 vor und informierte gleichzeitig, 
dass  er  erst  im  Nachgang  vom  Untersuchungsbericht  und  der 
Stellungnahme zur  superprovisorischen  Verfügung  Kenntnis  erhalten 
habe  und  Akteneinsicht  begehre.  Im  darauffolgenden  Mailwechsel 
zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  der  Vorinstanz  vom  29.  bzw. 
30. Juli 2007 führte der Beschwerdeführer aus, dass er Rechtsanwalt 
P._______  nicht  mit  der  Interessenwahrung  der  Beschwerdeführerin 
betraut habe, ohne jedoch konkrete Anträge zu stellen. Die Vorinstanz 
stellte  in  der  Folge  den  Bericht  mit  Beilagen  am  30. Juli  2007 
W._______  und  dem  Beschwerdeführer  zu.  Zusätzlich  setzte  sie 
sämtlichen Adressaten eine Frist zur Stellungnahme bis am 9. August 
2007 an. Dem Beschwerdeführer  wurde ebenfalls eine Frist  bis zum 
9. August 2007 zur Stellungnahme für seine eigene Person angesetzt.

C.
Mit Schreiben vom 9. August 2007 nahm der Beschwerdeführer Stel-
lung zum Untersuchungsbericht. Vorerst hielt er fest, dass er zwar in 
der  Zwischenzeit  in  den  Untersuchungsbericht  samt  Beilagen  habe 
Einsicht nehmen können, jedoch immer noch nicht in die Beilagen zur 
Stellungnahme von Rechtsanwalt Dr. Hürlimann vom 9. Juli 2007. Wei-
ter wies er darauf hin, dass ihn die Organe der anderen Gesellschaf-
ten von der Mitarbeit an der Untersuchung ausschlössen und auch die 
Beschwerdeführerin ohne seine Mithilfe vertreten wollten.

D.
Mit Verfügung vom 30. August 2007 schloss die Vorinstanz die Unter-
suchung ab und auferlegte darin u.a. dem Beschwerdeführer ein Wer-
beverbot  (Ziff. 11). Gestützt  darauf wurde ihm untersagt,  "unter  jegli-
cher Bezeichnung selbst oder über Dritte Publikumseinlagen gewerbs-
mässig entgegenzunehmen". Weiter wurde ihm verboten, "selbst oder 
über Dritte für die Entgegennahme von Publikumseinlagen in Insera-
ten, Prospekten, Rundschreiben, elektronischen oder anderen Medien 
Werbung  zu  betreiben". Verbunden  mit  dem Werbeverbot  wurde  der 
Beschwerdeführer  auf  die  Strafandrohung  gemäss  Art. 50  des  Bun-

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desgesetzes vom 8. November 1934 über die Banken und Sparkassen 
(BankG, SR 952.0) hingewiesen (Ziff. 12), sowie darauf, dass bei Wi-
derhandlung gegen das Verbot die Ziff. 11 und 12 der Verfügung auf 
Kosten des Beschwerdeführers u.a. im Schweizerischen Handelsamts-
blatt  veröffentlicht  werden könnten (Ziff. 13). Schliesslich  wurden die 
Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr. 40'000.– allen  Gesellschaften 
sowie D._______, W._______ und dem Beschwerdeführer solidarisch 
auferlegt (Ziff. 14).

E.
Gegen diese  Verfügung  erhoben der  Beschwerdeführer  und  die  Be-
schwerdeführerin  mit  Eingabe  vom 9. Oktober  2007  Beschwerde  an 
das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragen, die Ziff. 11, 12 und 13 
der angefochtenen Verfügung seien in Bezug auf die Person des Be-
schwerdeführers aufzuheben. Zudem sei Ziff. 14 der Verfügung bezüg-
lich der dem Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten aufzuhe-
ben  und  diesem  die  Verfahrenskosten  zu  erlassen.  Eventualiter  sei 
sein Kostenanteil unter Ausschluss der solidarischen Haftung zu redu-
zieren.  Zur  Begründung  bringt  er  vor,  dass  ihm  die  Vorinstanz  das 
rechtliche Gehör nicht umfassend gewährt habe. So sei er als damali-
ger Geschäftsführer der Beschwerdeführerin nicht in die Befragungen 
der Vorinstanz im Frühling 2007 einbezogen worden. Der Fragebogen 
der  Vorinstanz,  den  die  anderen Gesellschaften erhalten  hätten,  sei 
weder  ihm  noch  der  Beschwerdeführerin  zugestellt  worden.  Zudem 
habe er keine Einsicht in die Akten nehmen können, obwohl er die Vor-
instanz wiederholt darum ersucht habe. Des Weiteren sei das ihm auf-
erlegte Werbeverbot unverhältnismässig. Er habe zu keinem Zeitpunkt 
Geldanlagegeschäfte getätigt. Auch sei er bei keiner der Gesellschaf-
ten,  die  Einlagen  entgegengenommen  und  angelegt  haben,  Verant-
wortlicher oder wirtschaftlich beteiligt bzw. berechtigt gewesen. Ferner 
sei  das Werbeverbot nicht hinreichend bestimmt. So gelte es zeitlich 
unbefristet; ausserdem sei unklar, ob Werbung für Unternehmen, die 
dem Bankgesetz unterstünden, auch verboten sei. Weiter  gehe nicht 
aus dem Verbot hervor, ob die telefonische Werbung oder der Auftritt 
als Coach, Vertriebsberater oder Verkaufssupporter an Aus- und Wei-
terbildungsveranstaltungen  für  Publikumseinlagen  ebenfalls  verboten 
seien. Schliesslich sei die den Beschwerdeführer betreffende Kosten-
auflage zu beanstanden. Obwohl  der  Beschwerdeführer  die  von der 
angefochtenen Verfügung betroffenen Gesellschaften lediglich in tech-
nischer Hinsicht unterstützt habe, würden ihm dieselben Kosten aufer-
legt  wie  jenen  Gesellschaften  und  Personen,  die  die  unterstellungs-

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pflichtigen Anlagegeschäfte getätigt hätten, was gegen das Verhältnis-
mässigkeitsprinzip, das Verursacherprinzip und das Gebot der Gleich-
behandlung verstosse.

F.
In ihrer  Vernehmlassung vom 26. November 2007 beantragt  die Vor-
instanz  die  Abweisung  der  Beschwerde,  soweit  darauf  eingetreten 
werden  könne.  Zur  Begründung  macht  sie  geltend,  dass  der  Be-
schwerdeführer als ehemaliger Geschäftsführer der Beschwerdeführe-
rin für diese nicht mehr Beschwerde erheben könne. Zu den persönli-
chen Vorbringen des Beschwerdeführers könne festgehalten werden, 
dass der Beschwerdeführerin im Rahmen der Untersuchung zugestell-
te Fragebogen mit dem Vermerk "Empfänger konnte unter angegebe-
ner Adresse nicht  ermittelt  werden"  zurückgeschickt  worden sei. Zu-
dem habe der  Beschwerdeführer  in  keinem seiner  Schreiben an die 
Vorinstanz  Einsicht  in  die  Fragebögen  bzw. Akteneinsicht  in  die  ge-
samten Verfahrensakten verlangt. Der Beschwerdeführer sei ausführ-
lich zu der superprovisorischen Verfügung befragt worden. Er hätte au-
sserdem jederzeit in seinem eigenen Namen oder im Namen der Be-
schwerdeführerin mit  einer Vernehmlassung an die Vorinstanz gelan-
gen können. Bezüglich Werbeverbot könne festgehalten werden, dass 
die Gesellschaften von der Vorinstanz als Gruppe behandelt  worden 
seien.  Die  Beschwerdeführerin  sei  Bestandteil  dieser  Gruppe  und 
habe  dadurch  gegen  die  Bankengesetzgebung  verstossen,  weshalb 
ein Werbeverbot gerechtfertigt sei. Was die Beteiligung des Beschwer-
deführers  an  den  Gesellschaften  betreffe,  sei  darauf  hinzuweisen, 
dass er selbst gesagt habe, er sei daran beteiligt. Weiter habe er an-
gegeben,  für  seine  Arbeit  keine  Entschädigung  bezogen  zu  haben. 
Dies sei ein Indiz dafür, dass er – wenn nicht formell, so doch mindes-
tens  faktisch  –  Miteigentümer  der  Gesellschaften  gewesen  sei.  Für 
diese Annahme spreche auch, dass die dem Beschwerdeführer gehö-
rende  A._______GmbH  in  den  Prospekten  als  "Zahlstelle  Deutsch-
land"  und  als  Adressatin  der  von  den  Anlegern  ausgefüllten  Zeich-
nungsscheinen  aufgeführt  worden  sei.  Unter  diesen  Umständen  sei 
auch die solidarische Kostenauflage verhältnismässig.

G.
Am 28. Januar 2008 nahm der Beschwerdeführer für sich selbst und 
die Beschwerdeführerin am Sitz des Bundesverwaltungsgerichts Ein-
sicht in die gesamten Verfahrensakten und liess sich von gewissen Do-
kumenten Kopien anfertigen.

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H.
In seiner Replik vom 3. März 2008 hält der Beschwerdeführer weitge-
hend an seinen in der Beschwerde gemachten Ausführungen fest. Er 
bekräftigt,  dass er ausdrücklich auch im Namen der Beschwerdefüh-
rerin Beschwerde führe,  da es nicht  ihm zuzuschreiben sei,  dass er 
sein  Mandat  als  Geschäftsführer  habe  niederlegen  müssen.  Weiter 
macht  er  umfangreiche Ausführungen zu den  Beteiligungsverhältnis-
sen an den Gesellschaften der G._______Gruppe und hält fest, dass 
er  –  abgesehen von einer  einzigen  Aktie  –  zu  keinem Zeitpunkt  an 
irgendeiner der Gesellschaften beteiligt gewesen sei.

I.
In  ihrer  Duplik  vom  19. Juni  2008  beantragt  die  Vorinstanz  erneut, 
dass auf die Rechtsbegehren, welche im Namen der Beschwerdefüh-
rerin gestellt  worden seien, nicht einzutreten sei. Ansonsten hielt  sie 
fest, dass der Beschwerdeführer an der G._______Gruppe sowohl in 
organisatorischer  als  auch  in  finanzieller  bzw.  unternehmerischer 
Hinsicht beteiligt gewesen sei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der  angefochtene Entscheid  der  Vorinstanz  stellt  eine  Verfügung  im 
Sinn von Art. 5 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  dar.  Ge-
mäss Art. 31 i.V.m. Art. 33 Bst. f des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) unterliegen Verfügungen der Eidge-
nössischen  Bankenkommission  der  Beschwerde  an  das  Bundesver-
waltungsgericht.

1.1 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde an das Bundes-
verwaltungsgericht  legitimiert,  wer  vor  der  Vorinstanz  am  Verfahren 
teilgenommen  oder  keine  Möglichkeit  zur  Teilnahme  erhalten  hat, 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist  und  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat.

Der Beschwerdeführer war Partei im vorinstanzlichen Verfahren und ist 
Adressat  der  angefochtenen  Verfügung.  Vorliegend  fällt  jedoch  auf, 
dass der Beschwerdeführer in seinem eigenen wie auch im Namen der 
Beschwerdeführerin  Beschwerde führt. In  seiner  Replik  vom 3. März 
2008  hält  er  erneut  daran  fest,  auch  im  Namen  der 

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Beschwerdeführerin  Beschwerde  führen  zu  wollen.  Zur  Begründung 
führt  er  an,  er  sei  aufgrund interner Querelen zum Rücktritt  als  Ge-
schäftsführer gezwungen worden. 

Dem Beschwerdeführer  kann  in  diesem Punkt  nicht  gefolgt  werden: 
Was auch immer der  Grund für  seinen Rücktritt  als  Geschäftsführer 
der Beschwerdeführerin per Ende August 2007 gewesen sein mag, än-
dert nichts an der Tatsache, dass die Legitimation zur Beschwerdefüh-
rung  im Namen einer  Gesellschaft  nur  dann  besteht,  wenn  der  Be-
schwerdeführer zum Zeitpunkt der Beschwerde noch Organstellung in-
nehatte (BGE 132 II 382 E. 1.1 e contrario, BGE 131 II 306 E. 1.2.1, 
mit  Hinweisen).  Dies  war  vorliegend  unbestrittenermassen  nicht  der 
Fall, weshalb auf seine Beschwerde im Namen der Beschwerdeführe-
rin sowie auf allfällige Begehren, welche sich gegen Anordnungen der 
Verfügung betreffend die Beschwerdeführerin richten, nicht einzutreten 
ist und entsprechende Ausführungen unbeachtlich sind.

1.2 Der Beschwerdeführer ist unmittelbar Adressat der Ziff. 11 bis 14 
des Dispositivs  der angefochtenen Verfügung. Bei  den ihn betreffen-
den Anordnungen handelt es sich indessen weitgehend um Reflexwir-
kungen der unangefochten gebliebenen Massnahmen gegenüber der 
in  Konkurs gesetzten Beschwerdeführerin  selber bzw. um Wiederho-
lungen des generell geltenden Verbots, ohne Bewilligung der EBK ge-
werbsmässig Publikumseinlagen entgegen zu nehmen oder in Insera-
ten, Prospekten, Rundschreiben, elektronischen und anderen Medien 
dafür zu werben (Urteil des Bundesgerichts 2A.712/2006 vom 29. Juni 
2007 E. 2.1.2). Ob der Beschwerdeführer ausschliesslich in Bezug auf 
diese  Verbote  ein  schutzwürdiges  Interesse  hat,  erscheint  fraglich, 
kann aber offen gelassen werden. Gemäss Ziff. 12 und 13 des Dispo-
sitivs werden dem Beschwerdeführer im Falle einer Widerhandlung ge-
gen dessen Ziff. 11 eine Busse bis zu Fr. 5'000.– (Art. 50 BankG) so-
wie  die  sofortige  Veröffentlichung  von  Ziff. 11  des  Dispositivs  ange-
droht. Die angefochtene Androhung hat somit den Charakter einer Ver-
warnung,  die  dem  Beschwerdeführer  nahelegt,  in  Zukunft  ein  be-
stimmtes Verhalten zu unterlassen. Sie ist zudem mit zwingenden Fol-
gen bei einer erneuten Widerhandlung verknüpft und belastet den Be-
schwerdeführer damit stärker als das für ihn von Gesetzes wegen gel-
tende Verbot. Obwohl  die angedrohten Massnahmen noch keiner ei-
gentlichen Sanktion gleichkommen, bewirken sie aufgrund des vorste-
hend Ausgeführten gleichwohl einen Eingriff in die rechtlich geschütz-

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ten Interessen des Beschwerdeführers (vgl. BGE 103 Ia 426 E. 1b zur 
Verwarnung oder Ermahnung eines Rechtsanwalts). 

1.3 Die Eingabefrist  sowie die weiteren Anforderungen an Form und 
Inhalt  der  Beschwerdeschrift  sind  gewahrt  (Art. 50  sowie  52  Abs. 1 
VwVG), und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor.

Auf  die  Beschwerde ist  deshalb  –  soweit  sie  den Beschwerdeführer 
betrifft – einzutreten.

2.
Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss, sein Anspruch auf vorgängige 
Äusserung, seine Mitwirkungsrechte am Beweisverfahren und sein An-
spruch auf Akteneinsicht seien durch die Vorinstanz verletzt  worden. 
Er habe dadurch seinen Standpunkt nicht einbringen können und sei – 
obwohl  lediglich für  die Informatik und nicht  für  die Anlagegeschäfte 
verantwortlich  –  gleich  behandelt  worden  wie  D._______  und 
W._______. 

2.1 Der Anspruch der Parteien auf  rechtliches Gehör ist  in generali-
sierter Form in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101) niederge-
legt und wird in Bezug auf das Verwaltungsverfahren in Art. 26 bis 33b 
VwVG konkretisiert. Generell handelt es sich dabei um die Möglichkeit 
einer Verfahrenspartei,  in einem sie betreffenden Gerichts- oder Ver-
waltungsverfahren mitwirken zu können. Dieser Anspruch dient einer-
seits der Sachverhaltsaufklärung, ist andererseits aber auch als per-
sönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht  beim Erlass einer Verfügung 
bzw. eines  Entscheids  zu  verstehen  (GEROLD STEINMANN,  in: BERNHARD 
EHRENZELLER/PHILIPPE MASTRONARDI/RAINER J. SCHWEIZER/ KLAUS A. VALLENDER 
[Hrsg.],  Die  schweizerische  Bundesverfassung,  Kommentar,  2.  Aufl., 
Zürich 2008 et al.,  N. 23 ff. zu Art. 29). Der Anspruch auf rechtliches 
Gehör  setzt  sich  aus  mehreren  Teilgehalten  zusammen.  Gemäss 
Rechtsprechung  und  herrschender  Lehre  handelt  es  sich  dabei  um 
den Anspruch  auf  vorgängige Orientierung  und Äusserung,  den An-
spruch auf Akteneinsicht, den Anspruch auf Mitwirkung am Beweisver-
fahren sowie  den Anspruch auf  Prüfung und auf  einen begründeten 
Entscheid  (BGE 112 Ia 107 E. 2b;  JÖRG PAUL MÜLLER,  Grundrechte  in 
der Schweiz, Bern 1999, S. 520 ff.). Der Anspruch auf rechtliches Ge-
hör  ist  formeller  Natur;  eine  Verletzung  führt  unabhängig  davon  zur 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids, ob dieser in materiellrecht-
licher Hinsicht richtig gewesen wäre oder ob die Gewährung des recht-

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lichen Gehörs etwas am Ausgang des Verfahrens geändert hätte (Ent-
scheid des Bundesverwaltungsgerichts B-2782/2007 E. 3.2). Wog eine 
allfällige  Verletzung des Akteneinsichtsrechts  nicht  allzu  schwer  und 
wurde der Partei erst im Rechtsmittelverfahren umfassende Aktenein-
sicht gewährt, so gilt die begangene Verletzung als geheilt, sofern der 
urteilenden  Rechtsmittelbehörde  mindestens  dieselbe  Kognition  zu-
kommt wie der Vorinstanz (STEINMANN, a.a.O., N. 32 zu Art. 29).

2.2 Vorliegend moniert  der Beschwerdeführer, er habe den Fragebo-
gen der Vorinstanz über die Art der Geschäftstätigkeit der Beschwer-
deführerin bzw. deren Organe nicht erhalten.

Die Vorinstanz hat  rechtsgenüglich belegt,  dass sie den zur Debatte 
stehenden Fragebogen dem Beschwerdeführer eingeschrieben an die 
gemäss  Handelsregister  korrekte  Adresse  zugestellt  hat.  Der  Be-
schwerdeführer  hat  den  Fragebogen  jedoch  nicht  innerhalb  der  Ab-
holfrist  entgegen genommen. Eine eingeschriebene Sendung gilt  ge-
mäss Praxis und herrschender Lehre am letzten Tag der Abholfrist als 
zugestellt, sofern der Adressat mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit 
eine offizielle Sendung erwarten musste (BGE 134 V 49 E. 4, mit Hin-
weisen;  THOMAS MERKLI/ARTHUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG,  Kommentar 
zum  Gesetz  über  die  Verwaltungsrechtspflege  im  Kanton  Bern, 
Bern 1997, Art. 44 Rz. 5 und 11). Bei der Beschwerdeführerin handel-
te es sich um eine in das Handelsregister eingetragene Unternehmung 
mit  einer  festen  Adresse.  Eingeschriebene  Sendungen  und  Pakete 
usw. sind  in  diesem  Zusammenhang  nicht  aussergewöhnlich.  Unter 
diesen  Umständen  konnte  vom  Beschwerdeführer  erwartet  werden, 
dass er die nötigen Vorkehren zur Abholung von Postsendungen trifft, 
wenn er – wie er vorbringt – auslandabwesend war. 

Die diesbezügliche Rüge des Beschwerdeführers stösst demnach ins 
Leere. Insbesondere war die Vorinstanz nicht gehalten, die Zustellung 
zu wiederholen.

2.3 Eine  Analyse  des  von  der  Vorinstanz  an  die  Firmen  der 
W._______Gruppe  verschickten  Standardfragebogens  ergibt,  dass 
damit  die  Art  der  Geschäftstätigkeit  der  jeweiligen  Firma  ermittelt 
werden soll. Insbesondere werden Fragen bezüglich allfälliger Entge-
gennahmen von Publikumseinlagen  bzw. Emission von Anleihenspa-
pieren gestellt. Weiter werden die Angaben zum Sitz und den Beteilig-

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ten  der  Gesellschaft  verifiziert.  Dabei  ist  festzuhalten,  dass  es  sich 
beim Fragebogen um eine reine Selbstdeklaration handelt. 

2.3.1 Aus dem anlässlich der  Befragung des Beschwerdeführers er-
stellten Protokoll vom 11. Juni 2007 geht hervor, dass eben diese Fra-
gen über  die  Geschäftstätigkeit  der  Beschwerdeführerin  an den  Be-
schwerdeführer  gerichtet  wurden.  Ferner  ist  daraus  zu  entnehmen, 
dass  der  Beschwerdeführer  die  Beschwerdeführerin  als  rein  techni-
sche Supportfirma der G._______ AG, der W._______ AG und indirekt 
der  B._______AG bezeichnete. Der  Beschwerdeführer  äusserte  sich 
zu  den anderen Gesellschaften der  W._______Gruppe und gab u.a. 
Erklärungen  zu  den  von  diesen  Gesellschaften  emittierten  An-
leihensobligationen, der Anwerbung von Anlegern in Deutschland so-
wie der Anlage der eingenommenen Gelder und der wirtschaftlichen 
Situation  der  Gesellschaften  ab.  Weiter  machte  er  Angaben  zu  den 
Beteiligungsverhältnissen  an  den  Gesellschaften  der 
W._______Gruppe.  Der  Beschwerdeführer  kann  demnach  nicht 
geltend  machen,  er  habe  sich  zu  den  Tätigkeiten  der  Be-
schwerdeführerin  oder  zu  den  anderen  Gesellschaften  der 
W._______Gruppe  nicht  äussern  können.  Ebensowenig  kann  er  mit 
dem  Vorbringen  gehört  werden,  wonach  er  sich  nicht  genügend  zu 
seiner  Rolle  habe  äussern  können.  Die  Vorinstanz  hat  dem 
Beschwerdeführer  durch  die  Befragung  vielmehr  nochmals  die 
Möglichkeit  zur  Äusserung  gegeben,  welche  er  aufgrund  des  nicht 
abgeholten Fragebogens verpasst hatte.

Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer expli-
zit  zu  den  Aussagen  von D._______  und  W._______  hätte  Stellung 
beziehen  sollen:  Die  anlässlich  der  Befragung  vom  11. Juni  2007 
gemachten  Aussagen  des  Beschwerdeführers  deckten  sich  weit-
gehend mit jenen von D._______ und W.________. Ausserdem war die 
Aktenlage  in  Bezug  auf  die  Organstellung  der  Beteiligten  klar.  Der 
Beschwerdeführer  konnte  seine  späteren  Vorbringen  nicht  belegen, 
weshalb die Vorinstanz ohnehin auf Indizien abstellen musste. Wenn 
die Vorinstanz im konkreten Fall auf eine weitere Anhörung verzichtet 
hat,  ist  dies nachvollziehbar und hält  den Anforderungen von Art. 29 
Abs. 2 BV bzw. Art. 29 VwVG stand. 

2.3.2 Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör 
in Form einer vorgängigen Anhörung demnach umfassend gewährt. In-
dem  die  Vorinstanz  dem  Beschwerdeführer  die  superprovisorische 

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Verfügung persönlich eröffnet und mündlich erläutert hat, ist sie auch 
ihrer Orientierungspflicht zu diesem Zeitpunkt des Verfahrens nachge-
kommen.

2.4 Mit Bezug auf das Akteneinsichtsrecht führt der Beschwerdeführer 
aus, dass ihm die Vorinstanz nie Zugang zu den vollständigen Verfah-
rensakten  gewährt  habe,  obwohl  er  mehrfach  darum  nachgesucht 
habe.

Vorliegend fällt auf, dass der Beschwerdeführer nicht vorbringt, in wel-
che Verfahrensakten er keine Einsicht erhalten habe. Vielmehr beruft 
er  sich  generell  darauf,  er  habe die  Verfahrensakten nicht  gesehen, 
obwohl er die Vorinstanz darum gebeten habe. Die Ausführungen des 
Beschwerdeführers treffen in dieser Absolutheit nicht zu. So hat er von 
der  Vorinstanz  die  Beilagen zum Untersuchungsbericht  wie  auch zu 
den  Schreiben  der  Vorinstanz  erhalten. Gemäss  Schreiben  des  Be-
schwerdeführers vom 26. Juli  2007 an die Vorinstanz hat er lediglich 
die Beilagen zur Stellungnahme von Rechtsanwalt Dr. Hürlimann nicht 
erhalten. In diesem Schreiben rügt er zwar, dass er keine umfassende 
Akteneinsicht geniesse, ohne jedoch bei der Vorinstanz den Antrag zu 
stellen,  in  die Verfahrensakten Einsicht  nehmen zu können. Der  Be-
schwerdeführer hätte ein  Gesuch um Einsichtnahme stellen müssen, 
ansonsten die Vorinstanz nicht verpflichtet war, ihn von sich aus einzu-
laden  (STEINMANN,  a.a.O, N 28 zu Art. 29).  Die  Vorinstanz  musste  die 
Feststellung des Beschwerdeführers, wonach er vorläufig nicht umfas-
sende  Akteneinsicht  geniesse,  nicht  als  solchen  Antrag  verstehen. 
Vielmehr brachte er in erwähntem Schreiben vor, er werde Rechtsan-
walt Dr. Hürlimann um die Beilagen bitten. Die Vorinstanz hat demnach 
das Akteneinsichtsrecht des Beschwerdeführers nicht verletzt. 

Indem der  Beschwerdeführer  am 28. Januar 2008 am Sitz  des Bun-
desverwaltungsgerichts, welchem gemäss Art. 49 VwVG volle Kogniti-
on zukommt, in die gesamten Verfahrensakten Einsicht nehmen, von 
den  Akten  Kopien  anfertigen  und  sich  anschliessend  dazu  äussern 
konnte,  wäre zudem eine allfällige Verletzung seines Akteneinsichts-
rechts durch die Vorinstanz ohnehin geheilt (vgl. E. 2.1).

3.
Des Weiteren stellt  der  Beschwerdeführer  das  Rechtsbegehren,  das 
von der Vorinstanz gegen ihn ausgesprochene Verbot, Publikumseinla-

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gen gewerbsmässig entgegen zu nehmen bzw. zu solchen Zwecken zu 
werben, sei aufzuheben.

Das Verbot für Personen, welche nicht der Bankengesetzgebung un-
terstehen,  Publikumseinlagen  entgegenzunehmen,  ergibt  sich  aus 
Art. 1 Abs. 2 BankG. Gestützt darauf besteht mit Art. 3 Abs. 1 der Ban-
kenverordnung vom 17. Mai 1972 (BankV, SR 952.02) eine Norm, wel-
che das Werben für unerlaubte Publikumseinlagen verbietet.

3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass er für die Entgegennahme 
von Publikumseinlagen durch die Gesellschaften der W._______ Grup-
pe mitverantwortlich gewesen sei, da er lediglich Geschäftsführer der 
Beschwerdeführerin und in dieser Funktion ausschliesslich für die In-
formatik  und  andere  Administrativaufgaben  gewisser  Gesellschaften 
der  W._______ Gruppe verantwortlich  gewesen sei. Mit  den Anlage-
geschäften an sich habe er nichts zu tun gehabt und er sei auch nicht 
an den Gesellschaften der W._______ Gruppe beteiligt gewesen.

3.1.1 Soweit  der  Beschwerdeführer  vorbringt,  nicht  in  die Entgegen-
nahme von bzw. die Werbung für Publikumseinlagen involviert  gewe-
sen zu sein, verkennt er, dass er der W._______ Gruppe sein in Han-
nover  angesiedeltes  Unternehmen  A._______GmbH  als  "Zahlstelle 
Deutschland",  mithin  als  Annahmestelle  für  die  Einlagen  und  die 
Zeichnungsscheine,  zur  Verfügung stellte. Später  wurde offenbar  die 
W._______ Deutschland  GmbH  zu  diesem  Zweck  gegründet,  wobei 
sich aber auch diese Gesellschaft  vorerst in den Räumlichkeiten der 
A._______GmbH  einmietete  und  der  Beschwerdeführer  Vollmachten 
über  deren  Konten  hatte. Die  W._______ Deutschland  GmbH bezog 
erst dann neue Räumlichkeiten, als die anderen Verantwortlichen der 
W._______ Gruppe mit dem Beschwerdeführer im Streit lagen. Hinzu 
kommt, dass ein grosser Teil der Abrechnungen der W._______ Grup-
pe über die Server der A._______GmbH abgewickelt wurden. Die rest-
lichen  wurden  mit  Hilfe  der  Server  der  Beschwerdeführerin  getätigt. 
Sowohl für die Wartung der Server als auch für die Erstellung der Ab-
rechnungen war niemand anderes als der Beschwerdeführer zuständig 
(siehe  Aufgabenmatrix).  Es  kann  demnach  keine  Rede  davon  sein, 
dass  der  Beschwerdeführer  mit  der  Entgegennahme  von  Publi-
kumseinlagen nichts zu tun hatte. Vielmehr hat er – wenn auch nicht 
als Organ der emittierenden Gesellschaften, so doch als in organisato-
rischer und logistischer Hinsicht zentrale Person – aktiv an der Entge-
gennahme von Publikumseinlagen mitgewirkt,  und zu diesem Zweck 

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gar die A._______ GmbH bzw. deren Räume zur Verfügung gestellt. 
Schliesslich kann im konkreten Fall  dahingestellt  bleiben, ob der Be-
schwerdeführer finanziell an den Gesellschaften der W._______ Grup-
pe beteiligt gewesen ist oder nicht. Indem er an der Entgegennahme 
der Publikumseinlagen beteiligt war, hat er unabhängig von den Betei-
ligungsverhältnissen  an  den  emittierenden  Gesellschaften  gegen 
Art. 1 Abs. 2 BankG verstossen.

3.1.2 Klarerweise war der Beschwerdeführer auch an der Werbung für 
Publikumseinlagen  beteiligt.  So  hat  er  gemäss  Aufgabenmatrix  die 
Homepages der  Gesellschaften der  W._______ Gruppe inhaltlich  er-
stellt  sowie das Forum und den Blog betrieben (vgl. Aufgabenmatrix, 
Auszüge Internetauftritt). Er war sich demnach des Inhalts der Ange-
bote  durchaus bewusst. Zudem ergibt  sich  aus  der  Aufgabenmatrix, 
dass der Beschwerdeführer in der Schulung von Vermittlern und der 
Vertriebsaufbauplanung tätig oder zumindest für diese Aufgaben vor-
gesehen war. Dadurch war er aktiv an der Werbung für  die illegalen 
Publikumseinlagen beteiligt, womit er gegen das Werbeverbot gemäss 
Art. 3 Abs. 1 BankV verstossen hat.

3.2 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass die von der Vor-
instanz angeordneten Massnahmen unverhältnismässig und nicht hin-
reichend bestimmt seien.

Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt,  dass eine behördli-
che Massnahme für  das Erreichen eines im übergeordneten öffentli-
chen (oder  privaten)  Interesse liegenden Ziels  geeignet,  erforderlich 
und für den Betroffenen zumutbar ist. Zulässigkeitsvoraussetzung bil-
det mithin eine vernünftige Zweck-Mittel-Relation (Urteil  des Bundes-
gerichts 2P.274/2004 vom 13. April 2005 E. 4.1 ).

3.2.1 Das Verbot,  Publikumseinlagen entgegenzunehmen, sowie das 
Werbeverbot  sind an sich  verhältnismässig,  weil  sie  sich  auch ohne 
entsprechende Individualverfügung bereits aus dem Gesetz bzw. aus 
der  darauf  basierenden  Verordnung  ergeben. Die  Anforderungen  an 
den Anlass, der die verfügungsmässige Feststellung solcher  Verbote 
rechtfertigen kann, sind deshalb gering. Dass die W._______ Gruppe 
unerlaubterweise Publikumseinlagen entgegen genommen hat und der 
Beschwerdeführer massgeblich an der Logistik sowie der Werbung da-
für  beteiligt  war,  ist  in  sachverhaltlicher  Hinsicht  genügend,  um  ein 
Werbeverbot auszusprechen.

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3.2.2 Auch die Verknüpfung des Werbeverbots mit der Strafandrohung 
von Art. 50 BankG und Art. 46 Abs. 1 Bst. f BankG sowie die Andro-
hung der Veröffentlichung der Ziff. 11 und 12 des Dispositivs der ange-
fochtenen Verfügung im Falle einer Widerhandlung sind verhältnismä-
ssig. Der Beschwerdeführer hat sich für die Entgegennahme von Publi-
kumseinlagen  durch  die  W._______ Gruppe  durch  logistische 
Unterstützung  und  Werbung  mitverantwortlich  gemacht.  Auch  wenn 
noch nicht rechtskräftig festgestellt wurde, dass die A._______GmbH 
illegalerweise Publikumseinlagen entgegengenommen hat, so hat sich 
der  Beschwerdeführer  schon  dadurch  zumindest  in  einem  banken-
rechtlichen Grenzbereich  bewegt. Deshalb  besteht  eine  massgeblich 
gesteigerte Gefahr, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit in an-
derer Form und möglicherweise im Namen einer anderen Gesellschaft 
weiterführen könnte. Sodann hat das Werbeverbot lediglich eine Warn-
funktion,  die  Entgegennahme  von  Publikumseinlagen  bzw. die  Wer-
bung dafür künftig zu unterlassen; erst die erneute Widerhandlung hät-
te die angedrohten Massnahmen zur Folge.  Verstösst der Beschwer-
deführer nicht gegen die ihm auferlegten Verbote, hat er keine Konse-
quenzen zu befürchten. Weder  wird  der  Ruf  des Beschwerdeführers 
als  vertrauenswürdiger  Geschäftsmann  tangiert  oder  zerstört  noch 
wird ihm sein berufliches Fortkommen übermässig erschwert. Auch hat 
die Vorinstanz, soweit aus den Akten ersichtlich, bisher gegen den Be-
schwerdeführer  kein  Verwaltungsstrafverfahren  eröffnet.  Angesichts 
der gewichtigen Interessen am Anleger- und Gläubigerschutz erschei-
nen die angedrohten Massnahmen insgesamt als angemessen.

3.2.3 Soweit  der  Beschwerdeführer  die  gegen ihn  ausgesprochenen 
Verbote  inhaltlich  und zeitlich  konkretisiert  haben will,  kann auf  den 
Gesetzes-  und  Verordnungstext  verwiesen  werden,  da  die  Verbote 
nicht weiter gehen. Sollte der Beschwerdeführer bei einer bestimmten 
Tätigkeit Zweifel haben, ob sie vom jeweiligen Verbot umfasst ist oder 
nicht, kann er sich bei der Vorinstanz jederzeit um eine Bewilligung für 
die entsprechende Tätigkeit bemühen.

4.
Der Beschwerdeführer beantragt  schliesslich,  die ihm solidarisch mit 
den  liquidierten  Gesellschaften  sowie  D._______  und  W.________ 
auferlegten Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 40'000.– seien ihm 
zu  erlassen  bzw. zu  ermässigen  und  insbesondere  nicht  solidarisch 
aufzuerlegen.

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4.1 Verfahrenskosten  werden  bei  Erlass  einer  Verfügung  durch  die 
Vorinstanz gemäss Art. 11 i.V.m. Art. 12 Abs. 1 Bst. h der Verordnung 
vom 2. Dezember 1996 über die Erhebung von Abgaben und Gebüh-
ren  durch  die  Eidgenössische  Bankenkommission  (EBK-GebV, 
SR 611.014)  jenen Parteien  auferlegt,  gegen welche aufgrund eines 
Verfahrens  nach  der  Bankengesetzgebung  eine  Verfügung  erlassen 
wurde. Nach Art. 7 der Verordnung vom 10. September 1969 über Kos-
ten  und  Entschädigungen  im  Verwaltungsverfahren  (SR 172.041.0), 
welche laut Art. 11 EBK-GebV auch auf Verfahren nach der Bankenge-
setzgebung anwendbar ist, auferlegt die Behörde die Verfahrenskosten 
den verschiedenen Parteien in der Regel solidarisch. Eine Abweichung 
vom Prinzip der Solidarhaftung unter Ausübung des pflichtgemässen 
Ermessens kommt nur dann in Frage, wenn gewisse Parteien mass-
geblich mehr zum Verfahrens- und Parteiaufwand beigetragen haben 
als andere (THOMAS MERKLI/ARTHUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, a.a.O., N. 2 
zu Art. 106).

4.2 Soweit  der  Beschwerdeführer  vorbringt,  er  habe  die 
W._______ Gruppe  lediglich  in  technischer  Hinsicht  unterstützt  und 
sich nicht an den unterstellungspflichtigen Anlagegeschäften beteiligt, 
weshalb  die  Solidarhaftung  gegen  das  Verursacher-,  das 
Gleichbehandlungs-  und  das  Verhältnismässigkeitsprinzip  verstosse, 
kann  ihm  nicht  gefolgt  werden.  Wie  ausgeführt,  war  der 
Beschwerdeführer massgeblich am logistischen Aufbau des als illegal 
befundenen Geschäfts mit Publikumseinlagen beteiligt. Auch wenn er 
nicht  persönlich  Publikumseinlagen  entgegengenommen  bzw. 
angeworben hat, so hat er doch über die A._______GmbH direkt bzw. 
später indirekt daran mitgewirkt. Dasselbe gilt  für das Gewähren von 
Informatikdienstleistungen,  welche  allein  zum  Zweck  der 
Entgegennahme von  Publikumseinlagen  erbracht  wurden.  Durch  die 
Schulung von Verkaufspersonal und den Aufbau der Internetpräsenz 
war  er  zudem  auch  direkt  an  den  Werbebemühungen  der 
W._______ Gruppe  beteiligt.  Insofern  kann  der  Beschwerdeführer 
nicht  geltend  machen,  weniger  Verfahrensaufwand  verursacht  zu 
haben, als die anderen Beteiligten. Ebenso ist bei der Kostenauflage 
die  kooperative  Haltung  des  Beschwerdeführers  nicht  zu 
berücksichtigen. Vielmehr ist er von Gesetzes wegen verpflichtet, den 
Behörden bei der Sachverhaltsermittlung behilflich zu sein, andernfalls 
Sanktionen gegen ihn ausgesprochen werden könnten.

Insgesamt  hat  die  Vorinstanz  demnach  ihr  Ermessen  nicht  miss-

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braucht,  wenn  sie  den  Beschwerdeführer  solidarisch  für  die  Ver-
fahrenskosten  haften  lässt.  Weder  Verletzungen  des  Gleich-
behandlungsgebots  noch  des  Verhältnismässigkeitsprinzips  sind  er-
sichtlich,  waren  doch  die  Untersuchungen  (auch  der  Server  der 
W._______ Gruppe)  eher  umfangreich,  was  nicht  zuletzt  auf  die 
Tätigkeit des Beschwerdeführers zurückzuführen ist.

5.
Unter diesen Umständen sind die Beschwerden vollumfänglich abzu-
weisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.

Bei  diesem  Verfahrensausgang  hat  der  Beschwerdeführer  gemäss 
Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten zu tragen und es steht ihm 
im Rahmen von Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) keine Par-
teientschädigung zu. Die Verfahrenskosten werden auf  Fr. 1'000.- für 
die Beschwerdeführerin und Fr. 2'000.- für den Beschwerdeführer, so-
mit gesamthaft auf Fr. 3'000.-, festgelegt. Die Verfahrenskosten werden 
mit den am 23. Oktober 2007 eingezahlten Kostenvorschüssen für die 
Beschwerdeführerin sowie für den Beschwerdeführer in der Höhe von 
jeweils  Fr. 2'000.-  verrechnet.  Der  Beschwerdeführerin  werden 
Fr. 1'000.- von der  Gerichtskasse  zurückerstattet. Aufgrund  der  vom 
Beschwerdeführer am 28. Januar 2008 vorgenommenen Akteneinsicht 
am  Sitz  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  der  danach  durch  die 
Kanzlei  der  Abteilung II  erstellten  Kopien  von  Aktenstücken  werden 
ihm im Rahmen von Art. 2 und Art. 4 Abs. 1 Bst. a und i des Regle-
ments  vom  11. Dezember  2006  über  die  Verwaltungsgebühren  des 
Bundesverwaltungsgerichts  (GebR-BVGer,  SR 173.320.3)  Fr. 130.- 
Verwaltungsgebühren auferlegt, welche sich aus Fr. 100.- für die halb-
tägige Benutzung eines Sitzungszimmers (Art. 4 Abs. 1 Bst. i  GebR-
BVGer) und aus Fr. 30.- für die Erstellung von Kopien durch die Kanz-
lei (Art. 4 Abs. 1 Bst. a GebR-BVGer) zusammensetzen. Dieser Betrag 
wird den Verfahrenskosten des Beschwerdeführers zugeschlagen und 
ist nicht separat zu zahlen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden, soweit  auf  sie  eingetreten wird,  abgewie-
sen. 

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2.
Die  Verfahrenskosten von  gesamthaft  Fr. 3'000.- werden  den  Be-
schwerdeführern auferlegt, wovon die Beschwerdeführerin einen Anteil 
von Fr. 1'000.- und der Beschwerdeführer einen Anteil von Fr. 2'000.- 
zu tragen haben. Die Verwaltungsgebühren von Fr. 130.-  sind in den 
dem Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten eingeschlossen. 
Die Verfahrenskosten werden mit den am 23. Oktober 2007 geleisteten 
Kostenvorschüssen in der Höhe von je Fr. 2'000.- verrechnet. Der Be-
schwerdeführerin werden nach Eintritt  der Rechtskraft Fr. 1'000.- aus 
der Gerichtskasse zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs-
formular)

- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Ronald Flury Kaspar Luginbühl

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. 
Art. 42 BGG).

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Versand: 19. September 2008

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