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**Case Identifier:** 3a14c29c-d0c6-5cb3-8c58-b48b0010c7e0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.02.2021 725 2020 44 (725 20 205 / 44)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2020-44_2021-02-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Februar 2021 (725 20 205 / 44) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Rückweisung an die Vorinstanz zur Klärung des kausalen Zusammenhangs zwischen 

dem Unfallereignis und den somatischen Beschwerden. Aufgrund widersprüchlicher Ex-

pertenmeinungen kann nicht auf die kreisärztliche Beurteilung abgestellt werden. 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin i.V. Jeannine Gass 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jan Herrmann, Rechtsan-
walt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1989 geborene A.____ war seit dem 18. Juli 2005 bei der B.____ AG in X.____ an-
gestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses obligatorisch bei der Suva gegen die Folgen 
von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 10. August 2018 
knickte A.____ am 27. Juni 2018 beim Treppensteigen mit dem linken Fuss um. Bei der Behand-

 

 
 
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lung durch Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Medizin, am Folgetag wurde ein zweites Supinati-
onstrauma am linken oberen Sprunggelenk (nachdem bereits im Juli 2017 ein Supinationstrauma 
am selben oberen Sprunggelenk erfolgt sei), ein deutlich verdicktes Ligamentum fibulotalare an-
terius, passend zum Status nach Ruptur, und ein vorbeschriebenes grosses Os tibiale externum 
mit Ödem im Markraum und auf Höhe der Synchondrose zum Naviculare medial diagnostiziert. 
Nach Eingang der Unfallmeldung am 10. August 2018 erbrachte die Suva die gesetzlichen Leis-
tungen für die Folgen dieses Ereignisses. 
 
Mit Verfügung vom 22. November 2019 verneinte die Suva eine Leistungspflicht für eine vom 
behandelnden Arzt Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates, vorgesehene (und bereits am 11. Oktober 2019 erfolgte) Operation mit der 
Begründung, dass aufgrund der ärztlichen Beurteilung durch Kreisarzt Dr. med. E.____, FMH 
Radiologie, zwischen dem Ereignis vom 27. Juni 2018 und der geplanten Operation kein sicherer 
oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Infolge der Einsprache vom 11. Dezem-
ber 2019 und der Beurteilung durch Dr. D.____ vom 28. November 2019 holte die Suva eine 
kreisärztliche Stellungnahme bei Dr. med. F.____, Facharzt für Physikalische Medizin und Reha-
bilitation ein. Darauf gestützt hielt die Suva mit Einspracheentscheid vom 21. April 2020 an ihrer 
Verfügung vom 22. November 2019 fest. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Jan 
Herrmann, am 20. Mai 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Darin beantragte er sinngemäss, es seien ihm in Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Zwischenzeitlich seien ihm 
kurzfristige Leistungen in Form von Taggeldern und Heilbehandlung zuzusprechen. Weiter seien 
die Kosten für die verordneten Schuheinlagen zu übernehmen. Eventualiter sei der Einsprache-
entscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. April 2020 aufzuheben und es sei eine gerichtliche 
medizinische Expertise zur Klärung der Unfallkausalität der gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
des Beschwerdeführers einzuholen. Im Anschluss daran sei neu über den Anspruch des Be-
schwerdeführers zu entscheiden. Des Weiteren sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die 
Kosten für die vorprozessual eingeholte medizinische Expertise bei Dr. med. G.____, leitende 
Ärztin in der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallkli-
nik in Murnau, in Höhe von € 100.-- (Gegenwert in Schweizer Franken) zu übernehmen; unter 
o/e-Kostenfolge. 
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. August 2020 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 3. September 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Begehren und 
Argumenten fest und beantragte, es sei die zusätzliche, mit der Beschwerdeantwort eingereichte 
versicherungsinterne Beurteilung durch PD Dr. med. H.____, Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie, vom 6. August 2020 bei der Behandlung der vorliegenden Streitsache ausser Acht zu lassen. 
 
E.  Mit Duplik vom 11. September 2020 hielt die Suva an Ihrem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde fest. 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in Y.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 20. Mai 2020 ist demnach einzutre-
ten. 
 
2.1 In prozessualer Hinsicht wird vorab geltend gemacht, die erst im Beschwerdeverfahren 
eingeholte Suva-interne Beurteilung von Dr. H.____ sei unzulässig und daher aus dem Recht zu 
weisen.  
 
2.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Einholung einer weiteren medizini-
schen Beurteilung durch die Suva, nachdem der Versicherte zusammen mit seiner Beschwerde 
ein neues Beweismittel – im vorliegenden Fall den Bericht von Dr. G.____ vom 19. Mai 2020 – 
eingereicht hatte, praxisgemäss zulässig. Dazu berechtigt sie einerseits der Grundsatz des recht-
lichen Gehörs und andererseits die in Art. 53 Abs. 3 ATSG vorgesehene Möglichkeit der Wieder-
erwägung des Einspracheentscheides durch den Versicherungsträger bis zur Stellungnahme ge-
genüber der Beschwerdebehörde (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2019, 8C_18/2019 
E. 5.2, mit Verweis auf SVR 2017 UV Nr. 43 S. 150, 8C_67/2017 E. 5.6; SZS 2014 S. 375, 
8C_410/2013 E. 5; Urteil 8C_284/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 5.5). Der Bericht von 
Dr. H.____ vom 6. August 2020 ist daher in die Beweiswürdigung miteinzubeziehen. 
 
3. In materieller Hinsicht strittig und zu prüfen ist die Frage, ob die Suva zu Recht ihre Leis-
tungspflicht für die Operation vom 11. Oktober 2019 sowie für die verordneten Schuheinlagen 
abgelehnt hat. 
 
4. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 
UVG).  

 

 
 
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5.1 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in ei-
nem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(BGE 129 V 177 E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich orga-
nisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate mit 
der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2). 
 
5.2 Die Leistungspflicht setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem ein-
getretenen Schaden (z.B. gesundheitliche Beschwerden, Arbeitsunfähigkeit) ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-
rung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Be-
hörde im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 mit Hinweisen). 
 
5.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), 
erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 
1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der 
leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 
125 f. E. 9.5, mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich feh-
lender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine an-
spruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leis-
tungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten 
Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 S, 9 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 
S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls 
des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht 

 

 
 
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werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlan-
gen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nun bei voller 
Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 
29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). Allerdings tragen die Parteien im Sozialver-
sicherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der 
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, 
im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 
(BGE 138 V 216 E. 6). 
 
5.4.1 In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass nach der Rechtsprechung zu den im 
Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren 
Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. 
Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, 
wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl ein-
getreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadeneintritts conditio sine 
qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, 
welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 
manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenstän-
dige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, Urteile des Bundesgerichts vom 5. April 
2017, 8C_847/2016, E. 5.3.2, vom 7. Juli 2016, 8C_337/2016, E. 4.1.1 und vom 20. Oktober 
2011, 8C_380/2011, E. 4.2.1; ANDREAS TRAUB, Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Un-
fall und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der 
wesentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: 
SZS 2009 S. 479). 
 
5.4.2 Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilur-
sache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor 
nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und aus-
tauschbar erschiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Einwirkung – bei erstelltem Auslöse-
zusammenhang – einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- oder Zufallsursache, wenn sie auf 
einen derart labilen, prekären Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) 
Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadens-
anlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Wenn ein alltägli-
cher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung 
hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikantes Ereignis, sondern als 
austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversi-
cherers (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27; Urteil des Bundesgerichts vom 20. Oktober 2011, 
8C_380/2011, E. 4.2.2). 
 

 

 
 
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6.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozi-
alversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
6.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein 
Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Berichten 
kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-
rungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
7.1 Für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit sind folgende medizinische Unterla-
gen von Relevanz: 
 
7.1.1 Dr. C.____ diagnostizierte am 28. Juni 2018 ein Supinationstrauma (gewaltsame Über-
dehnung des aussenseitigen Halteapparats) am linken oberen Sprunggelenk (OSG) und eine 
Schwellung mit Druckdolenz aufgrund einer fibularen Bandruptur mit möglicherweise älterer Kno-
chenverletzung im Bereich des Sprungbeins. 
 
7.1.2 Dr. med. I.____, FMH Radiologie, diagnostizierte aufgrund der MRT vom 8. August 2018 
im Vergleich zur MRT vom 4. Oktober 2017 unter anderem ein vorbestehend grosses Os tibiale 
externum (häufige Variation am Kahnbein des Fusses [Os naviculare]), eine Schwellung an der 
Talusrolle medial im posterioren Abschnitt und angrenzend an den Rand des Innenknöchels des 
Schienbeins. Des Weiteren wurden eine diskrete Schwellung am Kuboid gegenüberliegend der 
Gelenkfläche zur Basis des vierten Mittelfussknochens (metatarsale 4), deutlich akzentuierte 

 

 
 
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Flüssigkeit im Bereich der Sehne des Musculus flexor halucis longus (langer Grosszehenbeuger) 
auf Höhe des Sprunggelenks sowie ein deutlich bandförmig verdicktes und signalangehobenes 
Ligamentum fibulotalare anterius (Teil des lateralen Bandapparats) passend zum Status nach 
Bandruptur festgestellt. 
 
7.1.3 Am 26. September 2018 stellte Dr. D.____ die Diagnose einer «aktuell am ehesten be-
schwerdeführenden» Verletzung des Os tibiale externum nach Traumaereignis am 27. Juni 2018. 
Im Weiteren bestehe ein Pes planovalgus (Knick-Senkfuss) bei Tibialis posterior Sehnen-Insuffi-
zienz. Er stellte eine leichte Schwellung vermehrt im Bereich des Os naviculare medialseitig mit 
mässiger Druckdolenz sowie eine mässige Druckdolenz im Bereich der Tibialis posterior Sehne 
fest. Anhand der Röntgenaufnahmen vom 25. September 2018 sei eine kleine Einkerbung im 
Bereich des medialen distalen Schienbeins aufgefallen. Auf der Saltzman-Aufnahme habe sich 
ein Rückfussvalgus von 9° gezeigt. Zudem sei in der Seitenaufnahme ein angedeuteter plantarer 
Fersensporn ersichtlich gewesen. 
 
7.1.4 Mit Bericht vom 16. November 2018 diagnostizierte Dr. D.____ ein traumatisiertes Os tibi-
ale externum links nach Supinationstrauma am 27. Juni 2018 sowie im Juli 2017 mit/bei Tibialis 
posterior Sehnen-Insuffizienz mit Pes planovalgus und angedeutetem Fersensporn. Im Bericht 
wurde die Suva um eine Wiedererwägung der Kostengutsprache für die Einlagen gebeten. Dies 
begründete Dr. D.____ damit, dass es durch das Trauma vom 27. Juni 2018 mindestens zu einer 
richtungsweisenden Verschlimmerung gekommen sei.  
 
7.1.5 Der Bericht von Dr. D.____ wurde mit Schreiben vom 28. Januar 2019 Dr. E.____ zur 
Stellungnahme unterbreitet. Daraufhin forderte Dr. E.____ die Suva auf, den Bericht der Erstkon-
sultation bei Dr. C.____ einzuholen, da das Arztzeugnis UVG unbrauchbar sei. Bezüglich der 
vorhandenen Unterlagen machte er darauf aufmerksam, dass an mehreren Stellen erwähnt 
werde, dass das Os tibiale externum vorbeschrieben sei. Allerdings seien die Krankenkassen in 
den letzten Jahren für keine Leistungen aufgekommen und ältere Aufnahmen lägen nicht vor. 
Das Os tibiale externum müsste vor der MRT bereits diagnostiziert worden sein. Dieser Sache 
sei nachzugehen. Zudem sei es interessant, wie man in der Schweiz immer wieder traumatisierte 
akzessorische Ossikel und traumatisch aktivierte Arthrosen finde, diese aber in der medizinischen 
Literatur kaum auftreten würden.  
 
Die entsprechenden Unterlagen, soweit vorhanden, wurden Dr. E.____ mit Schreiben vom 
29. März 2019 nachgereicht, woraufhin er in seinem Bericht vom 8. April 2019 ausführte, dass 
die behandelnde Ärztin, Dr. C.____, ein traumatisiertes Os tibiale externum als Ursache der 
Schmerzen angebe und den lateralen Bandapparat nicht als Schmerzursache bezeichne. Bereits 
im Oktober 2017 sei eine MRT angefertigt worden, auf welcher das Os tibiale externum (Typ 2) 
und deutliche ödemartige Knochenmarksveränderungen sowohl im Os tibiale externum als auch 
im angrenzenden Anteil des Os naviculare erkennbar seien. Diese Knochenmarksveränderungen 
seien aber auch in der MRT vom 8. August 2018 praktisch unverändert erkennbar, was indiziere, 
dass diese auf einen chronischen Reiz und nicht auf ein einzelnes Ereignis zurückzuführen seien. 
Bereits die MRT vom April 2017 zeige hochgradige degenerative Veränderungen, so dass prak-
tisch undenkbar sei, dass sie auf das Erstereignis vom 29. Juli 2017 zurückzuführen seien. Das 

 

 
 
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Ereignis vom 27. Juni 2018 habe lediglich zu einer schweren Zerrung und eventuell Partialruptur 
des bereits 2017 narbig verdickten Ligamentums fibulotalare anterius geführt. Dies scheine aber 
dem Versicherten keine Beschwerden zu verursachen. Zudem wären Schuheinlagen aufgrund 
dieser Verletzung nicht indiziert. 
 
7.1.6 Im Bericht über das Kernspintomogramm des linken OSG vom 17. Mai 2019 von 
Dr. J.____, FMH Radiologie, Zentrum für Bilddiagnostik, wurde eine kleine osteochondrale Läsion 
im posterioren Bereich der medialen Talusschulter als Residuum der bestehenden Knochen-
marksödeme im medialen OSG sowie ein Knochenmarksödem im Os tibiale externum und im 
hiermit wahrscheinlich fibrotisch verbundenen Os naviculare diagnostiziert. Diese Verletzungen 
seien im Rahmen einer Stressreaktion zu sehen. Die inserierende Sehne des Musculus tibialis 
posterior zeige eine unauffällige Struktur und Signalerhebung. Zudem sei eine sich vernarbende 
vorbestehende Läsion des Ligamentum fibulotalare anterius ersichtlich. 
 
7.1.7 In Bezug auf die Unfallkausalität der geplanten Operation führte Dr. E.____ mit Bericht 
vom 7. Oktober 2019 aus, dass die operative Behandlung des Os tibiale externum und des Rück-
fussvalguses bei Insuffizienz des Tendo musculi tibialis posterioris anstehe. Eine traumatisch be-
dingte Verletzung des Os tibiale externum liege aber mit praktisch absoluter Sicherheit nicht vor. 
Die ödemartigen Knochenmarksveränderungen seien über mehr als zweieinhalb Jahre in Aus-
dehnung und Ausprägung unverändert, was dafür spreche, dass sie auf einen chronischen Zu-
stand und nicht auf ein zeitlich begrenztes Ereignis zurückzuführen seien.  
 
7.1.8 Schliesslich bestätigte Dr. E.____ mit Bericht vom 19. November 2019 seine bisherigen 
Ausführungen und hielt zusammenfassend fest, dass es durch den Unfall vom 27. Juni 2018 zu 
einer Läsion des Ligamentum fibulotalare anterius und der dorsolateralen Talusschulter gekom-
men sei. Hinweise auf eine stattgehabte Verletzung des entwicklungsbedingten Os tibiale exter-
num gebe es dagegen keine. Aus diesem Grund könne keine der von Dr. D.____ gestellten Di-
agnosen, die eine Indikation zur vorgeschlagenen Operation darstellen sollen, als unfallbedingt 
betrachtet werden. Die vorgeschlagene Operation könne daher auch nicht als unfallkausal be-
trachtet werden. Zu diesen Ausführungen merkte er zudem an, dass sich bezüglich des Begriffs 
des traumatisierten Os tibiale externum sowieso die Frage stelle, wieso diese Diagnose in der 
Schweiz immer wieder auftreten würde, in der internationalen Literatur aber unbekannt sei. 
 
7.1.9 Dagegen wendete Dr. D.____ ein, dass der Unfall vom 27. Juni 2018 eine richtungswei-
sende Verschlimmerung bewirkt habe. Der Versicherte sei vor dem Unfallereignis völlig be-
schwerdefrei gewesen, auch wenn bereits das Grundleiden des Pes planovalgus mit einem Os 
tibiale externum vorhanden gewesen sei. Es handle sich nicht um eine post hoc ergo propter hoc-
Behauptung, da es durchaus plausibel und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erklärbar sei, 
dass der Zustand eines Os tibiale externum durch ein Supinationstrauma richtungsweisend ver-
schlechtert werden könne und es aufgrund der losen Verbindung zwischen der traumatisierten 
Tibialis posterior Sehne und dem Knochenverbund nicht zur Ausheilung komme. Das Unfaller-
eignis könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht für den weiteren Verlauf weggedacht 
werden. Der Kausalzusammenhang sei daher als gegeben zu betrachten. 
 

 

 
 
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7.1.10 Zu dieser Einschätzung führte der Kreisarzt Dr. F.____ in seiner Kurzbeurteilung vom 
5. Februar 2020 aus, dass de facto letztlich wieder eine post hoc ergo propter hoc-Argumentation 
vorliege. Auf die vorbestehenden degenerativen Veränderungen am Os tibiale externum, welche 
sich bildgebend nicht weiter verändert hätten, gehe Dr. D.____ nicht ein. Dies sei aber der ent-
scheidende Faktor um zu beurteilen, ob der Zustand des Os tibiale externum letztlich auf einen 
Unfall zurückzuführen oder degenerativ bedingt sei. Auf die Beurteilung von Dr. E.____ sei daher 
abzustellen. 
 
7.1.11 Die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vom Beschwerdeführer eingeholte und auf 
den Akten beruhende Einschätzung von Dr. G.____ vom 19. Mai 2020 hält fest, dass die Be-
schwerden bei Vorfüssen mit symptomatischem Os tibiale externum oft nicht einfach zu beurtei-
len seien. Dies gelte insbesondere für die Frage der Unfallkausalität von Beschwerden bei einem 
Vorzustand wie im vorliegenden Fall. Es sei bekannt, dass ein Os tibiale externum über viele 
Jahre hinweg völlig unauffällig und unproblematisch sein könne und erst mit zunehmendem Alter 
und zugleich vorhandener Plattfuss-Fehlstellung Probleme auftreten würden. Fakt sei, dass der 
Beschwerdeführer mit Jahrgang 1989 noch relativ jung sei und dass das bei ihm Beschwerden 
auslösende Unfallereignis als Pronationstrauma des Fusses dokumentiert sei. Damit sei das zu-
vor unauffällige Os tibiale externum symptomatisch geworden und habe fortgesetzt Beschwerden 
verursacht. Es sei naheliegend, dass durch den Unfall eine richtunggebende Verschlimmerung 
eingetreten sei, wodurch der operative Eingriff überhaupt notwendig geworden sei. Folglich sei 
eine unfallkausale Dekompensation eingetreten. Ob eine solche Dekompensation auch ohne das 
Unfallereignis zum gleichen Zeitpunkt mit gleicher Intensität eingetreten wäre, sei möglich, letzt-
lich aber höchst spekulativ. Nicht beweiskräftig für die Frage der Unfallkausalität sei der Vergleich 
der beiden MRT von 2017 und 2018. Die Dekompensation müsse nicht zwangsläufig mit einer 
vermehrten Ödembildung einhergehen.  
 
7.1.12 Auf diesen Bericht hin bat die Suva Dr. H.____ um Stellungnahme. In seinem Bericht vom 
6. August 2020 führte Dr. H.____ im Wesentlichen aus, dass beim Versicherten die typische, sich 
gegenseitig verstärkende Konstellation eines unfallunabhängig – kongenital – bestehenden 
symptomatischen akzessorischen Fussknochens mit einer unfallunabhängigen Tibialis posterior 
Sehnen-Insuffizienz respektive Dysfunktion und Pes planovalgus zu beschreiben sei. Dies bestä-
tige auch Dr. G.____, indem sie ausführe, dass ein solches Os tibiale externum über viele Jahre 
hinweg völlig unproblematisch sein könne. Das Auftreten einer Beschwerdesymptomatik hänge 
allerdings nicht vom Alter, sondern vielmehr vom Ausmass der Knicksenkfuss-Deformität ab. Zu-
sammenfassend bestehe beim Versicherten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits seit 
mindestens 2017 eine Affektion des linken Rückfusses, die in ihrer Beschwerdeentwicklung nur 
allenfalls mögliche Folge eines Geschehens vom 29. Juli 2017 sei. Dass der weitere Misstritt vom 
27. Juni 2018 zu einer Verschlimmerung geführt habe, sei möglich. Bildgebend finde sich für eine 
Verschlimmerung kein Beleg. Hinweise auf eine durch den Misstritt eingetretene strukturelle Ver-
letzung seien mit dem vorgelegten Dossier nicht dokumentiert. Die zeitnah am 28. Juni 2018 
erfolgte Vorstellung des Versicherten bei der Hausärztin, Dr. C.____, sei mit der Symptomatik am 
Aussenknöchel zu erklären. Die von Dr. D.____ angeführte Koinzidenz von Unfallgeschehen und 
Beginn der beklagten Beschwerden könne im Sinne von post hoc ergo propter hoc einen kausa-
len Zusammenhang rein temporal nicht überzeugend begründen. Das Postulat von Dr. G.____, 

 

 
 
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dass ein die aktuellen Beschwerden des Versicherten auslösendes Unfallereignis dokumentiert 
sei, sei zwar korrekt. Aufgrund der medizinischen Sachlage erscheine es hingegen wenig wahr-
scheinlich, dass das Unfallereignis tatsächlich verantwortlich sei für die Beschwerden. Irritierend 
sei insbesondere, dass Dr. G.____ das Geschehen als Pronationstrauma (Umknicken über den 
Innenknöchel, Überdehnung des Innenbands) beschreibe, was der Aktenlage widerspreche. 
Durchgängig werde in allen ärztlichen Berichten ein Supinationstrauma (Umknicken über den 
Aussenknöchel, Überdehnung der äusseren Bänder) angegeben. Mit diesen Begriffen würden 
gegenläufige Bewegungsrichtungen beschrieben. Da eine relevante Gewalteinwirkung auf den 
Aussenbandapparat durch eine Pronation unwahrscheinlich sei, ergebe sich zum einen eine Be-
stätigung, dass das schädigende Ereignis einer Supination entspreche. Zum anderen erkläre sich 
damit womöglich, dass es Dr. G.____ unterlasse, auf die weiteren, ihrer Diagnose widerspre-
chenden, fachradiologisch diskutierten kernspintomographischen Auffälligkeiten einzugehen. An 
der Beurteilung, wonach die Operation vom 11. Oktober 2019 nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 27. Juni 2018 zurückzuführen sei, könne festgehalten 
werden. 
 
7.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts und des Kausalzusammenhanges im Wesentlichen auf die kreisärztlichen Beurteilungen 
von Dr. E.____, Dr. F.____ und Dr. H.____. Der Beschwerdeführer moniert zunächst, dass der 
Operationsbericht vom 11. Oktober 2019 nicht berücksichtigt worden sei, so dass die kreisärztli-
chen Beurteilungen auf einer unvollständigen Aktenlage basieren würden. Dieser Einwand ist 
insofern nicht stichhaltig, als im letzten und ausführlichsten kreisärztlichen Bericht von Dr. H.____ 
vom 6. August 2020 der Operationsbericht auf Seite 4 zusammengefasst und damit offensichtlich 
in seine Beurteilung miteingeflossen ist. 
 
7.2.2 Gegen die kreisärztlichen Beurteilungen bringt der Beschwerdeführer sodann den for-
malen Einwand vor, dass deren Beweiswert bereits deshalb herabgesetzt sei, weil es sich um 
reine Aktengutachten handle. Zusätzlich würden die anderslautenden Berichte von Dr. D.____ 
und Dr. G.____ Zweifel an der Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Beurteilungen begründen.  
 
7.2.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein 
reines Aktengutachten nicht an sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten 
kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentli-
chen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu 
einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschieden 
bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider 
der verschiedenen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine be-
stimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 
8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). Eine solche Konstellation liegt hier vor. Dr. E.____, Dr. 
F.____, Dr. H.____ und auch Dr. G.____ hatten gestützt auf die vorhandenen medizinischen 
Akten hauptsächlich zu beurteilen, ob die Notwendigkeit der Schuheinlagen und der operative 
Eingriff, welcher von Dr. D.____ empfohlen und am 11. Oktober 2019 durchgeführte wurde, mit 

 

 
 
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überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens teilweise in einem kausalen Zusammenhang zum 
Unfallereignis vom 27. Juni 2018, eventualiter zum Unfallereignis vom 29. Juli 2017 stehen. Bei 
dieser Fragestellung kann eine ausschliesslich gestützt auf die Akten erstellte Beurteilung durch-
aus Klärung bringen. 
 
7.2.4 Wie in Erwägung 4.1 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens ent-
schieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen Feststellungen, sind rechtsprechungsgemäss ergänzende Abklä-
rungen vorzunehmen. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob eine richtunggebende Verschlimme-
rung des unbestrittenermassen bestehenden Vorzustandes zwingend auch bildgebend sichtbar 
sein muss. Dies wird von Dr. G.____ in Abrede gestellt, indem sie ausführt, dass die Dekompen-
sation nicht zwangsläufig mit einer vermehrten Ödembildung einhergehe. Dagegen bringt der 
Kreisarzt Dr. H.____ vor, dass dieses Postulat von Dr. G.____ durch publizierte Evidenz widerlegt 
werde. Damit wird zumindest implizit eine bildgebende Sichtbarkeit bei einer Verschlechterung 
verlangt. Vorliegend ist bildgebend keine Vergrösserung des Gesundheitsschadens nachgewie-
sen, so dass gemäss Dr. H.____ eigentlich eine kausale Verbindung zwischen den nach dem 
Unfall persistierenden Beschwerden und dem Unfall ausgeschlossen sein müsste. Diese 
Schlussfolgerung zieht er aber nicht, sondern er räumt vielmehr ein, dass ein die aktuellen Be-
schwerden auslösendes Unfallereignis dokumentiert sei und konzediert damit, dass ein Kausal-
zusammenhang zwischen den operativ angegangenen Beschwerden und dem Unfall nicht aus-
geschlossen sei. Auch wenn er dann relativiert, dass ein Kausalzusammenhang nur möglich, 
aber nicht überwiegend wahrscheinlich sei, setzt er sich doch bis zu einem gewissen Grad in 
Widerspruch zu sich selbst. Namentlich erklärt er nicht, warum trotz der zeitlichen Inzidenz von 
Unfall und erstmaligem Auftreten der Beschwerden der kausale Zusammenhang nur möglich und 
nicht überwiegend wahrscheinlich sei, während Dr. D.____ gerade in dieser Inzidenz die über-
wiegende Wahrscheinlichkeit für eine richtunggebende Verschlimmerung sieht.  
 
Soweit sich Dr. H.____ bei seinem Gutachten auf die Berichte und Stellungnahmen von 
Dr. E.____ und Dr. F.____ stützt, ist anzumerken, dass Unsicherheit bezüglich deren Zuverläs-
sigkeit besteht. So gab Dr. E.____ bereits in der Annotation vom 1. Februar 2019 seine Skepsis 
bezüglich der Existenz der gestellten Diagnose und deren Zusammenhang mit dem Unfallereignis 
bekannt (vgl. hiervor E. 7.1.5). Demnach sei es interessant, wie man in der Schweiz immer wieder 
traumatisierte akzessorische Ossikel und traumatisch aktivierte Arthrosen finde, diese aber in der 
medizinischen Literatur kaum auftreten würden. Diese Skepsis wiederholte er im Bericht vom 19. 
November 2019, in dem er festhielt, dass sich sowieso die Frage stellen würde, wieso diese 
Diagnose in der Schweiz immer wieder auftreten würde, in der internationalen Literatur allerdings 
unbekannt sei (vgl. hiervor E. 7.1.8). Dr. E.____ stellt somit nicht nur die im konkreten Fall vorlie-
gende Diagnose in Zusammenhang mit dem Unfallereignis, sondern die Möglichkeit der Diag-
nose eines traumatisierten Os tibiale externum an sich in Frage. Eine neutrale Beurteilung der 
Kausalität zwischen dem Os tibiale externum und dem Unfallereignis scheint im vorliegenden Fall 
unwahrscheinlich, wenn berücksichtigt wird, dass Dr. E.____ bereits vor der Zustellung der feh-
lenden Akten Zweifel an der Existenz der Diagnose eines traumatisierten Os tibiale externum 

 

 
 
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äusserte. Von Dr. F.____ wiederum liegt einzig eine Kurzstellungnahme vor, die sich im Wesent-
lichen auf die Feststellung beschränkt, es sei vollumfänglich auf die – wie soeben erwähnt mit 
Vorbehalten behaftete – Beurteilung von Dr. E.____ abzustellen, ohne weiter auf den Inhalt der 
Beurteilung einzugehen. 
 
Da bereits geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit von internen medizinischen Berichten genügen, 
um eine versicherungsexterne Abklärung auszulösen, ist eine solche vorliegend aufgrund der 
fachärztlichen Differenzen unumgänglich.  
 
8. Die Angelegenheit ist demnach an die Vorinstanz zurückzuweisen, um die Frage, ob die 
Veränderungen am Os tibiale externum und der Rückfussvalgus auf Abnützung zurückzuführen 
bzw. degenerativer Natur sind, oder das Ereignis vom 27. Juni 2018 zumindest teilursächlich für 
die Beschwerden ist, mittels externen Gutachtens nach dem Verfahren gemäss Art. 44 ATSG zu 
klären. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach der massgebenden, bis zum 31. Dezember 
2020 gültigen Fassung von Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erheben. Gemäss Ausgang des 
Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung. Der Rechtsvertre-
ter hat gemäss Honorarnote vom 25. September 2020 einen Aufwand von 15 Stunden ausgewie-
sen, was umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen zwar 
als hoch, aber noch als angemessen zu bezeichnen ist. Nicht zu beanstanden sind die in der 
Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 99.90. Ihm ist deshalb ein Honorar in 
der Höhe von Fr. 4'146.35 (15 Stunden à Fr. 250.--zuzüglich Spesen und Auslagen von Fr. 99.90 
sowie 7.7 % Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
10.1 Des Weiteren beantragt der Beschwerdeführer, es seien die Kosten für die vorprozessual 
eingeholte medizinische Expertise bei Dr. G.____ in Höhe von € 100.-- (Gegenwert in Schweizer 
Franken) von der Suva zu erstatten.  
 
10.2 Der Versicherungsträger hat die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Mas-
snahmen angeordnet hat (vgl. Art. 45 Abs. 1 ATSG). Erfolgte keine Anordnung von Massnahmen, 
so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des An-
spruchs unerlässlich waren (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, N 30 
zu Art. 45). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wäre das Kantonsgericht auch ohne die Ex-
pertise von Dr. G.____ zum gleichen Schluss gekommen, da die Widersprüchlichkeit der Beur-
teilung von Dr. H.____ in Verbindung mit dem Bericht von Dr. D.____ ausschlaggebend war. Mit 
anderen Worten war die ärztliche Beurteilung von Dr. G.____ für den Entscheid des Gerichts 
nicht unerlässlich, weshalb von einer Überbindung der Kosten an die Suva abzusehen ist.  
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 

 

 
 
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sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausgangsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E.4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Suva vom 21. April 2020 aufgehoben und die 
Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen 
wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Der Antrag des Versicherten, die Kosten für das Parteigutachten von Dr. 
K. G.____ vom 18. Mai 2020 in Höhe von Euro 100.-- seien der Suva 
aufzuerlegen, wird abgelehnt.  

 4. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in Höhe 
von Fr. 4'146.35 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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