# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc1c5c80-9e60-5c95-99a4-51dddca1d8f4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.03.2014 200 2011 270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2011-270_2014-03-17.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 5. Juni 2015 teilweise gutgeheissen (8C_345/2014).

200 11 270 IV
KNB/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. März 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. Februar 2011

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1950 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
arbeitete seit April 1992 zu 100% als … für die C.________ AG. Im Januar 
1997 reduzierte er sein Arbeitspensum auf drei Tage pro Woche und sechs 
Stunden pro Tag (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; 
act. II] 16). 

Mit Verfügung vom 21. April 1998 gewährte das Bundesamt für Militärversi-
cherung dem Versicherten eine Invalidenrente (Invalidität: 41%) ab dem 
1. Januar 1997 aufgrund einer im Jahr 1981 erlittenen Knieverletzung im 
Militärdienst (act. II 2, S. 16 ff.). 

Am 17. Februar 2000 meldete sich der Versicherte bei der IVB zum Bezug 
von Leistungen der Invalidenversicherung an, als Art der Behinderung gab 
er eine Gonarthrose Knie rechts, eine Coxarthrose Hüfte links und rechts, 
Rückenbeschwerden seit 1997 und ein beginnender Fersensporn rechts an 
(act. II 2, S. 1 - 6). In der Folge holte die IVB diverse medizinische und er-
werbliche Unterlagen ein (act. II 7 ff., 11, 15 f., 21, 24). Am 2. Juli 2001 erlitt 
der Versicherte einen Auffahrunfall. Es wurde eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit ab dem 2. Juli 2001 attestiert (vgl. act. II 26). Die IVB veranlasste 
ein Gutachten von Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie FMH, vom 
26. Oktober 2001 (act. II 36). Auf Aufforderung der IVB unterzog sich der 
Versicherte vom 7. bis 30. Januar 2002 einer stationären Rehabilitation mit 
Physiotherapie in der Klinik E.________ (act. II 30, 39). 

Im Zeitraum vom 30. März 2006 bis 16. März 2007 veranlasste die AXA-
Winterthur an verschiedenen Tagen eine Beweissicherung vor Ort (BvO) 
mittels Observierung und Videoaufzeichnungen des Versicherten 
(Akten der IVB [IIA] 104 ff.).

Nach einer gescheiterten Berufsberatung und Abklärung der Eingliede-
rungsmöglichkeiten (act. II 41, 44) holte die IVB unter anderem ein von der 
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft in Auftrag gegebenes polydiszi-
plinäres Gutachten der F.________ vom 17. April 2007 (act. II 66) ein.

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Mit Verfügung vom 20. September 2007 stellte die Allianz Suisse Versiche-
rungs-Gesellschaft ihre Leistungen per 1. Mai 2002 ein (act. IIA 74). Die 
dagegen erhobene Einsprache (act. IIA 77, S. 4 ff.) wurde mit Entscheid 
vom 8. April 2008 abgewiesen (act. IIA 84). Mit Urteil vom 9. März 2009 
wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft vom 
8. April 2008 ab (act. IIA 100; UV 69397, mit Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 29. Januar 2010, 8C_409/2009, bestätigt).

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. IIA 75; 77, S. 1 - 4) ver-
fügte die IVB am 6. Mai 2008 bei einem Invaliditätsgrad von 21% die Ab-
weisung des Rentenbegehrens (act. IIA 85). Die hiergegen erhobene Be-
schwerde (act. IIA 88, S. 3 ff.) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern mit Urteil vom 9. März 2009 gut, hob die angefochtene Verfügung auf 
und wies die Akten zurück an die IVB zur weiteren Abklärung. Es fehle an 
einer umfassenden und aktuellen Gesamtwürdigung des Gesundheitszu-
standes des Beschwerdeführers mit besonderer Berücksichtigung der un-
fallbedingten Knieinvalidität sowie der Hüftproblematik. Diese Gesamtwür-
digung sowie der Widerspruch betreffend die Arbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit zwischen dem Gutachten von Dr. med. G.________, 
Facharzt für Chirurgie FMH (59%), und der Auffassung der IVB (100%) 
müsse im Rahmen einer Nachbegutachtung gelöst werden, wobei vorerst 
die gesamten Akten der Militär- und Unfallversicherung zu edieren und die-
se den Ärzten vorzulegen seien. Weiter sei in dieser Abklärung auch zu 
den Einschränkungen und allfälliger, daraus entstehender Arbeitsunfähig-
keit im Zeitverlauf - mit Blick auf einen allfälligen Zuspruch einer befristeten 
Rente - Stellung zu nehmen (act. IIA 95, S. 13 f.; IV 69488).

B.

In der Folge veranlasste die IVB eine medizinische Abklärung im 
H.________ (MEDAS; polydisziplinäres Gutachten vom 29. April 2010, act. 
IIA 122). Aufgrund der nachgereichten Vorwürfe des Beschwerdeführers 
gegenüber Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie, betreffend die 
MEDAS-Untersuchung vom 18. März 2010 (act. IIA 119) reichte der neuro-

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logische Gutachter am 27. April 2010 eine Stellungnahme ein (act. IIA 121). 
Nach Einholung eines Berichts von Dr. med. J.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 
30. Juli 2010 (Akten der IVB [act. IIB] 127) stellte die IVB mit Vorbescheid 
vom 13. September 2010 die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht 
(act. IIB 130).

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 18. Oktober 2010 Einwand (AB 132). Daraufhin holte die 
IVB eine Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. J.________ vom 9. No-
vember 2010 (act. IIB 137) ein. Nach Eingang einer Eingabe des Be-
schwerdeführers vom 24. Dezember 2010 (act. IIB 144) holte die IVB eine 
weitere Stellungnahme des Dr. med. J.________ vom 9. Februar 2011 (act. 
IIB 145) ein. Mit Verfügung vom 11. Februar 2011 wies die IVB den An-
spruch auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 39% ab (act. 
IIB 146).

C.

Dagegen erhob der Beschwerdeführer, weiterhin vertreten durch Rechts-
anwalt B.________, mit Eingabe vom 16. März 2011 beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern Beschwerde und stellte folgendes Rechtsbegehren:

In Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 11. Februar 2011 sei dem 
Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Februar 1999 eine Viertelsrente und mit 
Wirkung ab 1. Oktober 2001 eine ganze Invalidenrente auszurichten.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Zur Begründung liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen vorbringen, 
der Bericht von Dr. med. G.________ vom 9. März 2006 sowie das Gutach-
ten der F.________ vom 17. April 2007, auf welche sich die Beschwerde-
gegnerin im angefochtenen Entscheid stütze, genügten den an ein Gutach-
ten gestellten Anforderungen hinsichtlich Vollständigkeit nicht. Ferner sei 
im MEDAS-Gutachten vom 29. April 2010 der rechtserhebliche medizini-
sche Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden. Weiter seien die Obser-
vationsaufnahmen und -bericht nicht geeignet, um die Leistungsfähigkeit 

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des Beschwerdeführers zu belegen. Schliesslich sei auch das Validenein-
kommen falsch berechnet worden.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. April 2011 beantragte die IVB die Abwei-
sung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 25. Mai 2011 reichte der Rechtsvertreter des Beschwer-
deführers das in Aussicht gestellte interdisziplinäre Gutachten der 
K.________ vom 10. Mai 2011 zu den Akten.

In der prozessleitenden Verfügung vom 2. Juli 2012 wurde festgehalten, 
dass die Unfallakten der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft glei-
chentags eingelangt seien und im vorliegenden IV-Verfahren zu den Akten 
erkannt würden.

In der Replik vom 3. September 2012 und der Duplik vom 22. Februar 2013 
hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. März 2013 wurde festgehalten, 
dass zur Akten-Vervollständigung die den Parteien bekannten Militärversi-
cherungs-Akten eingeholt worden seien.

Während der Beschwerdeführer am 7. Mai 2013 Schlussbemerkungen ein-
reichte, verzichtete die Beschwerdegegnerin darauf.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 11. Februar 2011 (act. 
IIB 146). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2. Der Beschwerdeführer macht vorab Verletzungen seiner Verfahrens-
rechte und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 
[BV; SR 101]) geltend. 

2.1 Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst, das MEDAS-
Gutachten erfülle die Anforderungen gemäss der neuen Rechtsprechung 
zur Frage der Unabhängigkeit der Medizinischen Abklärungsstellen des 
Bundesgerichts (BGE 137 V 210) nicht (vgl. Replik, S. 7 ff.). Diesbezüglich 
ist festzuhalten, dass das vom Beschwerdeführer erwähnte Grundsatzurteil 
vom 28. Juni 2011 und die damit verbundenen Änderungen der Vergabe 
polydisziplinärer Gutachten deutlich nach dem Erstellen des hier relevanten 
MEDAS-Gutachtens vom 29. April 2010 ergangen sind. Die nach altem 
Verfahrensstandard eingeholten Gutachten verlieren ihren Beweiswert 

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auch mit Rücksicht auf die in BGE 137 V 210 erläuterten Korrektive nicht. 
Ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen 
im angefochtenen Entscheid vor Bundesrecht standhält, ist im Rahmen 
einer gesamthaften - materiellen - Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezi-
fischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen zu entscheidend (BGE 
137 V 210 E. 6 S. 266; SVR 2012 IV Nr. 48 S. 175 E. 4.1.1; vgl. E. 4.3 
hiernach).

2.2 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, bei der Ermittlung des Vali-
deneinkommens seien aktenkundige Fakten nicht berücksichtigt worden 
(vgl. Replik, S. 11). Im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes stellt das 
Versicherungsgericht unter Mitwirkung der Parteien die für den Entscheid 
erheblichen Tatsachen fest; es erhebt die notwendigen Beweise und ist in 
der Beweiswürdigung frei (Art. 61 lit. c ATSG). Es liegt somit keine Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs vor, wenn die Verwaltung bzw. das Gericht im 
Rahmen der Beweiswürdigung zu einem anderen Schluss gelangt als die 
beschwerdeführende Partei.

2.3 Sodann stellt der Beschwerdeführer die Verwertbarkeit der BvO in 
Frage (vgl. Beschwerde, S. 6 f.). Die Observation erweist sich - wie dieses 
Gericht bereits im Urteil vom 9. März 2009 (UV 69397) festgehalten hat in 
formeller Hinsicht als ohne weiteres verwertbar (vgl. hierzu BGE 137 I 327). 
Der Beschwerdeführer scheint denn auch nicht zu bestreiten, dass die 
rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen für die Anordnung einer Be-
weissicherung vor Ort im vorliegenden Fall erfüllt sind. Welche Bedeutung 
den Ergebnissen dieser Abklärungen zukommt, wird im Rahmen der mate-
riellen Beurteilung zu prüfen sein.

Die Rügen der Verletzung der Verfahrensrechts und des rechtlichen 
Gehörs erweisen sich somit als unbegründet.

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3.

3.1 Bei der Prüfung eines allfälligen schon vor dem Inkrafttreten des 
ATSG auf den 1. Januar 2003 entstandenen Anspruchs auf eine IV-Rente 
sind die allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln heranzuziehen, 
gemäss welchen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, 
die bei Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts galten 
(BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220). Demzufolge ist der Rentenanspruch für 
die Zeit bis 31. Dezember 2002 auf Grund der damaligen und ab diesem 
Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (BGE 130 V 445). Für die 
Beurteilung der Anspruchsberechtigung ab 1. Januar 2004 sind sodann die 
Bestimmungen der auf diesen Zeitpunkt in Kraft getretenen 4. IV-Revision 
zu beachten (statt vieler: Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG; heute BGer]) vom 28. Dezember 2004, I 584/04, E. 1). Am 
1. Januar 2008 trat schliesslich die 5. IV-Revision in Kraft; ab diesem Zeit-
punkt ist der Rentenanspruch aufgrund dieser Normen zu prüfen. Zu 
erwähnen ist, dass das ATSG sowie die 4. und 5. IV-Revision hinsichtlich 
des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substanziellen Ände-
rungen gebracht haben (vgl. BGE 130 V 343; Entscheid des BGer vom 
28. August 2008, 8C_373/2008, E. 2.1). Die Änderungen der auf den 1. Ja-
nuar 2012 in Kraft getretenen 6. IV-Revision sind hier nicht von Bedeutung.

3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Der Invaliditätsbegriff in der Invalidenversicherung stimmt mit demjenigen 
in der obligatorischen Unfallversicherung und in der Militärversicherung 
grundsätzlich überein, weshalb die Schätzung der Invalidität, auch wenn 
sie für jeden Versicherungszweig grundsätzlich selbstständig vorzunehmen 
ist, mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden im Regelfall zum sel-
ben Ergebnis führen muss (BGE 129 V 222 E. 4.2 S. 223, 127 V 129 E. 4d 
S. 135). Die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs entbindet die verschie-

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denen Sozialversicherungsträger jedoch nicht davon, die Invaliditätsbe-
messung in jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen. Keinesfalls 
dürfen sie sich ohne weitere eigene Prüfung mit der blossen Übernahme 
des von einem anderen Versicherer festgelegten Invaliditätsgrades begnü-
gen (BGE 133 V 549 E. 6.1 S. 553).

3.3 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig ge-
wesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe 
Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte invalid ist. Bei einem Invaliditäts-
grad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente. In Här-
tefällen hat die versicherte Person nach aArt. 28 Abs. 1bis IVG (in der bis 
31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) bereits bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf eine halbe Rente. Gemäss 
aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 
gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 
2008 geltenden Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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4.

4.1 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

4.1.1 In der Zeit vom 30. März 2006 bis am 16. März 2007 wurde der Be-
schwerdeführer im Auftrag der Winterthur Versicherungen an mehreren 
Tagen observiert. Dem BvO-Bericht vom 29. März 2006 lässt sich entneh-
men, dass der Beschwerdeführer Berufstätigkeiten ausübe. Er konnte beim 
… beobachtet werden und befasste sich gemäss Auskunft der Firma 
L.________ AG mit dem …, …, … und … von … und … dieser Firma (act. 
IIA 104, S. 16). Der Beschwerdeführer sei in der Lage Einkäufe von Le-
bensmitteln und anderem zu tätigen. Dabei verhalte er sich so normal wie 
jede andere Person auch. Er sei ebenfalls in der Lage mit dem Handy Tele-
fongespräche zu führen, sogar im Auto mit einer Handy-
Freisprecheinrichtung, welche er jeweils am rechten Ohr befestige. Anläss-
lich der verschiedenen direkten Beobachtungen des Beschwerdeführers 
seien keine offensichtlichen Bewegungsbehinderungen oder körperlichen 
Einschränkungen festzustellen gewesen. Sogar das Ziehen und Anheben 
von Lasten sowie Tragen und Bücken scheine für ihn problemlos möglich 
zu sein. Es entstehe der Eindruck, als ob sich der Beschwerdeführer in 
gesundheitlich normalem Zustand befände und er immer ein Bisschen un-
ter Zeitdruck stehen würde (act. IIA 104, S. 16 f.).

4.1.2 Im Nachgang an das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 9. März 2009 (IV 69488; act. IIA 95) veranlasste die IVB ein po-
lydisziplinäres Gutachten durch die MEDAS vom 29. April 2010 (act. IIA 
122). 

Im entsprechenden Gutachten diagnostizierten die Fachärzte mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit eine Coxarthrose beidseits unter Betonung der lin-
ken Seite (ICD-10: M16.0), einen Status nach Kniedistorsion rechts am 
5. Mai 1981, ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10: 
M54.5), ein Zervikalsyndrom (ICD-10: M53.1) ohne radikuläre oder me-
dulläre Schädigung bei Zustand nach HWS-Distorsionstrauma 2001 (ICD-
10: S13.4) und diffuse chronische Fussbeschwerden beidseits (ICD-10: 
M79.67; act. IIA 122, S. 35).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 11

Aus polydisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass beim 
Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als … sowie für alle ande-
ren körperlich mittelschweren und schweren Tätigkeiten sowie für Tätigkei-
ten in Überkopfarbeit oder in Zwangshaltungen keine zumutbare Arbeits-
fähigkeit mehr bestehe. Für körperlich leichte, angepasste Tätigkeiten be-
stehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% (Ganztagespensum mit 
erhöhtem Pausenbedarf; act. IIA 122, S. 37).

4.1.3 Der RAD-Arzt Dr. med. J.________ verwies im Bericht vom 30. Juli 
2010 betreffend die Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
auf das MEDAS-Gutachten vom 12. Mai (richtig: 29. April) 2010. Der aktuell 
festgestellte Gesundheitsschaden habe sich gegenüber der Beurteilung der 
Vertrauensärzte der Militärversicherung nicht wesentlich verändert. Das 
heutige Zumutbarkeitsprofil treffe auch rückwirkend zu. Der RAD-Arzt ver-
wies dazu auf das MEDAS-Gutachten vom 12. Mai (richtig: 29. April) 2010 
(act. IIB 127, S. 10).

In der Stellungnahme vom 9. November 2010 führte Dr. med. J.________ 
aus, aus orthopädischer Sicht brauche es keine neuen bildgebenden Do-
kumente, um die degenerativen Veränderungen zu belegen. Weiter lägen 
keine objektivierbaren Befunde vor, welche im MEDAS-Gutachten nicht 
oder nicht genügend berücksichtigt worden seien (act. IIB 137, S. 4). Ein 
zusätzliches Gutachten sei obsolet (act. IIB 137, S. 5).

4.1.4 Im vom Beschwerdeführer in Auftrag gegebenen und im Beschwer-
deverfahren eingereichten Gutachten der K.________ vom 10. Mai 2011 
diagnostizierten die Fachärzte ein chronisches, invalidisierendes, cervico-
cephales Schmerzsyndrom, einen Status nach MTBI (leichte traumatische 
Hirnverletzung) bei Auffahrkollision am 2. Juli 2001, einen Status nach 
komplexer Knieverletzung rechts 1981 mit sekundärer Entwicklung einer 
Varusgonarthrose rechts und von beidseitigen Coxarthrosen mit entspre-
chendem Schmerzsyndrom, ein chronisches lumbovertebrales Schmerz-
syndrom bei isthmischer Spondylolisthese LWK 5/S1 Grad I nach Meier-
ding, Osteochondrose LWK 4/S1 sowie eine histrionische Persönlichkeitss-
törung (ICD-10: F60.4; Beschwerdebeilage [act. IA] 1, S. 55). Der Be-
schwerdeführer sei als … unfallbedingt nicht mehr arbeitsfähig. Für einfa-

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che körperlich und kognitiv sehr leichte Hilfstätigkeiten bestehe eine Resta-
rbeitsfähigkeit von maximal 20%-25% (act. IA 1, S. 57 f.).

4.1.5 Im Bericht vom 16. April 2013 führte Dr. med. M.________, Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates FMH, aus, der Beschwerdeführer leide unter immer wiederkehrenden 
Probleme wegen Gonarthrosen- und Coxarthrosen-Beschwerden. Seit ei-
ner linksseitigen Hüft-Totalprothese Ende 2011 leide er zudem an Restbe-
schwerden im Bereiche der Leiste. Zudem habe er Beschwerden im Be-
reich der tiefen LWS (Hüftgelenk) sowie im Bereich des Kopfes und Na-
ckens sowie des Schultergürtels. Weiter bestehe ein Zustand nach schwe-
rem Schleudertrauma sowie eine stationäre atlantodentalen Arthrose (Be-
schwerdebeilage [act. IC] 29, S. 1). Aufgrund dieser und auch weiterer Ver-
letzungsfolgen bzw. Schädigungen sei der Beschwerdeführer seit dem 
2. Juli 2001 zu 100% arbeitsunfähig (act. IC 29, S. 2).

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 13

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der vorliegend angefochtenen 
Verfügung (act. IIB 146) in medizinischer Hinsicht massgeblich auf das 
MEDAS-Gutachten vom 29. April 2010 (basierend auf einer allgemeininter-
nistischen, psychiatrischen, orthopädischen und neurologischen Untersu-
chung) gestützt. Dieses erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtspre-
chung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten An-
forderungen (E. 4.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen 
beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der (bildgebenden) 
Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getrof-
fen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum aktuellen Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden nach-
vollziehbar begründet. Auch stehen die Fachbeurteilungen in Übereinstim-
mung untereinander und flossen in die interdisziplinäre Beurteilung ein.

Die Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend den Beweiswert des 
Gutachtens bzw. die Voreingenommenheit der MEDAS-Gutachter (vgl. 
Beschwerde, S. 8) vermögen daran nichts zu ändern. Zum Vorwurf es sei-
en trotz festgestellten offensichtlich objektivierbarer Beeinträchtigungen 
keine weiteren Abklärungen vorgenommen worden, ist festzuhalten, dass 
der Gutachter Dr. med. N.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinem Teilgutachten 
nachvollziehbar dargelegt hat, dass aufgrund der sehr diffusen Schmerz-
symptomatik auf die Anfertigung neuer Bilddokumente verzichtet werde. 
Zwar erwähnte der orthopädische Gutachter die Zunahme der radiologi-
schen Befunde. Er führte jedoch schlüssig aus, dass sich die Schmerz-
symptomatik durch die objektivierbaren Befunde sowie die vorliegenden 
Bilddokumente keinesfalls vollständig begründen lassen (vgl. act. IIA 122, 
S. 29 sowie auch E. 4.3.1 hiernach). Was die Feststellung der fehlenden 
Kooperationsbereitschaft bzw. die Aggravation des Beschwerdeführers 
anbelangt, ist den Akten keine diesbezügliche Voreingenommenheit des 
Gutachters zu entnehmen. Vielmehr führte dieser aus, dass sich bei der 
Untersuchung weiterhin erhebliche Inkonsistenzen und sehr diffuse Anga-
ben bei der Anamnese und der klinischen Untersuchung gezeigt hätten 
(act. IIA 122, S. 30). Diese Feststellungen stehen letztlich auch nicht alleine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 14

da, hatte das Gericht doch bereits in dem vom Bundesgericht bestätigten 
Urteil vom 9. März 2009 (UV 69397, E. 4.5) auf bereits früher gezeigtes 
solches Verhalten hinzuweisen. Eine Prüfung des Zusammenhangs der 
vom Beschwerdeführer angegebenen Erinnerungslücken zu einer 
vestibulären Funktionsstörung war bei fehlender medizinischer Indikation 
- entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht angezeigt. Ob 
die Beobachtungen von Dr. med. N.________ nach der Untersuchung am 
16. März 2010, wonach sich der Beschwerdeführer vor dem Institut an sei-
nem Wagen lange vornübergebeugt habe, um während mehrerer Minuten 
ohne Abstützen mit den oberen Extremitäten an der Rückbank Verrichtun-
gen vorzunehmen und dabei mit seiner Begleitperson gesprochen zu habe 
(wobei er den Kopf nach links rotiert habe) und anschliessend praktisch 
hinkfrei in Richtung des etwa 300m entfernten …platzes gegangen sei (act. 
IIA 122, S. 26), tatsächlich richtig waren, braucht vorliegend nicht absch-
liessend geklärt zu werden, da diese Beobachtungen bei der Beurteilung 
des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers höchstens marginal 
miteinbezogen wurden. Immerhin ist, was die Darstellung des Beschwerde-
führers betrifft, die genannte Beobachtung sei gar nicht möglich gewesen, 
darauf hinzuweisen, dass der Geschehensablauf, insbesondere das Ent-
fernen in Richtung …platz nicht in Abrede gestellt, sondern gar bestätigt 
wurde.

Die Gutachter haben sich bei der Einschätzung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit (primär) auf ihre Untersuchungen gestützt. Ihre Befunde decken 
sich mit denjenigen der Gutachter der F.________, insbesondere den Be-
obachtungen, wonach der Beschwerdeführer seinen Kopf - ausserhalb der 
Untersuchungssituation - problemlos auf beide Seiten drehen konnte (act. II 
66, S. 25). Die Ergebnisse anlässlich der BvO passen ebenfalls ins Bild. 
Die Observierung in den Jahren 2006 und 2007 zeigt den Beschwerdefüh-
rer an verschiedenen Daten über längere Sequenzen, wie er ungehindert 
längere Strecken Auto fährt, Einkäufe tätigt, gewichtige Gegenstände 
transportiert und ein- und auslädt, und zwar trotz ärztlich attestierter 100%-
iger Arbeitsunfähigkeit. So hat der Beschwerdeführer am 1. Dezember 
2006, d.h. einen Tag nach der Untersuchung der Ärzte der F.________, 
Schränke transportiert, indem er diese auf seinen Anhänger verlud und 
einige 100 km weit nach … brachte und dort wiederum auslud. Eine Behin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 15

derung bzw. Blockierung der HWS- bzw. Kopfbeweglichkeit oder eine an-
dere augenfällige Behinderung ist nicht auszumachen. Aus Videosequen-
zen vom 9. Mai und 29. Juni 2006 muss zudem geschlossen werden, dass 
der Beschwerdeführer während attestierter 100%-iger Arbeitsunfähigkeit für 
seine Arbeitgeberin tätig war (vgl. act. IIA 104 ff. sowie act. IIA 100; Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, UV 69397). Ferner kann von 
vornherein ausgeschlossen werden, dass der orthopädische Gutachter nur 
knapp genügende Deutschkenntnisse gehabt habe. Ist Dr. med. 
N.________ doch Schweizer und hat sein Arztdiplom im Jahr 1993 in Ös-
terreich, einem deutschsprachigen Land, erworben. Das Diplom ist seit 
dem Jahr 2003 in der Schweiz anerkannt (vgl. www.medreg.admin.ch). Dr. 
med. N.________ hat vielmehr ausgeführt, dass die Unterredung in deut-
scher Sprache erfolgte und ohne Verständigungsprobleme möglich gewe-
sen sei, was unter den vorstehend dargelegten Umständen ohne weiteres 
glaubhaft und überzeugend ist. Im Übrigen wurde dieses Vorbringen erst-
mals anlässlich der Beschwerdeerhebung geäussert, wodurch es als nach-
geschoben erscheint. Schliesslich vermag auch der Umstand, dass die 
Gutachter eine ca. 8cm lange Narbe an der HWS nicht erwähnt haben (vgl. 
Replik, S. 4), keine Voreingenommenheit zu begründen, wurde doch die 
medizinische Vorgeschichte des Beschwerdeführers - wenn auch ohne 
Erwähnung der entsprechenden Narbe - dokumentiert bzw. berücksichtigt.

Nach dem Gesagten kann auf das MEDAS-Gutachten abgestellt werden.

4.3.1 In somatischer Hinsicht führte der orthopädische Gutachter - wie 
bereits erwähnt - schlüssig aus, dass sich die vom Beschwerdeführer an-
gegebenen, äusserst diffusen Beschwerden durch die objektivierbaren Be-
funde und vorliegenden Bilddokumente keinesfalls vollständig begründen 
lassen. Auch das ausgeprägte Schmerzgebaren, die massiven Inkonsis-
tenzen sowie das fehlende Ansprechen auf wiederholte, nach wie vor 
durchgeführte konservative Therapiemassnahmen, Infiltrationen und lang-
jährige Arbeitskarenz könnten als klarer Hinweis für eine erhebliche nicht-
organische Beschwerdekomponente angesehen werden (act. IIA 122, 
S. 29). Entsprechend den radiologischen Befunden lägen beim Beschwer-
deführer an der unteren Lendenwirbelsäule mittelgradige degenerative 
Veränderungen sowie eine erstgradige isthmische Spondylolisthese des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 16

lumbosakralen Überganges vor. An der unteren HWS bestünden ebenfalls 
deutliche degenerative Veränderungen. Eine atlanto-dentale Arthrose habe 
im Verlauf zugenommen und es hätten Veränderungen im Sinne einer Par-
tialruptur der Ligamenta alaria links gefunden werden können (act. IIA 122, 
S. 29). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwer-
de, S. 9 ff. Art. 7 f.) wurden diese Beeinträchtigungen sehr wohl in die Beur-
teilung einbezogen; die Arbeitsfähigkeit schränken diese Befunde jedoch 
gemäss der nachvollziehbaren und überzeugenden Beurteilung der Gut-
achter keineswegs in dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
(massiven) Umfang ein. Dies bestätigte auch Dr. med. J.________, wo-
nach dem radiologischen Befund von degenerativen Veränderungen bzw. 
deren Zunahme, primär kein Krankheitswert zukomme. Entsprechend 
müssten in erster Linie die klinischen Befunde bzw. die daraus resultieren-
den Einschränkungen beurteilt werden. Bei einer degenerativen Verände-
rung würden erst Schmerzen auftreten, wenn sich eine entzündliche Kom-
ponente dazugeselle. Eine solche Entzündung sei aber weder dem MRI 
vom 21. April 2007, noch dem MRI vom 17. Juli 2006 (vgl. act. II 61, S. 21 
ff.) zu entnehmen. Auch im MRI vom 9. Oktober 2009 ergaben sich keine 
entsprechenden Befunde (vgl. act. IIB 137, S. 3). Eine Schädigung der Li-
gamenta alaria konnte aufgrund der klinischen Befunde ebenfalls nicht 
durchgehend bestätigt werden (vgl. dazu act. IIA 122, S. 10 ff.). Bereits im 
Gutachten der F.________ vom 17. April 2007 wurde - unter anderem ge-
stützt auf den Bericht von Dr. med. O.________, Facharzt für Radiologie 
FMH, vom 2. März 2007 (inklusive Nachtrag vom 19. März 2007) - festge-
halten, dass mit Blick auf den MRI Befund vom September 2001 und den 
medizinisch dokumentierten Verlauf seit dem Unfall vom 2. Juli 2001 rele-
vante Verletzungen der HWS-Strukturen abgeheilt seien bzw. eine Läsion 
der Ligamenta alaria ausgeschlossen werden könne (vgl. act. II 66, S. 38, 
45, 56 f.). Insbesondere wurde hervorgehoben, dass beim Beschwerdefüh-
rer zu keinem Zeitpunkt Beschwerden einer Funktionsstörung im Kopfge-
lenksbereich dokumentiert worden seien, wie sie bei einer Ligamenta alaria 
zu erwarten wären (act. II 66, S. 38). Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers kann entsprechend dem Urteil des Verwaltungsgerichts 
vom 9. März 2009 bezüglich der unfallbedingten Kopf-, Schulter- und HWS-
Problematik auf das besagte Gutachten vom 17. April 2007 und damit auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 17

auf das MEDAS-Gutachten abgestellt werden (vgl. act. IIA 95, S. 12, IV 
69488, E. 6). 

Auch anlässlich der neurologischen Untersuchung konnten abgesehen von 
einer bekannten im Kindesalter erlittenen Visusminderung links und einer 
ASR-Minderung rechts keine Befunde objektiviert werden. Insbesondere 
ergab sich auch unter der Frenzelbrille kein Korrelat für die angegebenen 
Schwindelzustände und das Verhalten während der Untersuchung liess auf 
eine erhebliche Symptomausweitung bzw. Verdeutlichungstendenz 
schliessen. Das festgestellte Zervikalsyndrom wurde in der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit ebenfalls berücksichtigt (act. IIA 122, S. 34). Was den Ent-
zug des Führerausweises wegen neurologischen Ausfällen bzw. der de-
monstrierten gesundheitlichen Gesamtsituation (vgl. act. IIB 144, S. 4 ff.) 
anbelangt, ist mit Blick auf die Ausführungen von Dr. med. J.________ vom 
9. Februar 2011 (act. IIB 145, S. 2) festzustellen, dass auch in diesen Un-
tersuchungen Inkonsistenzen auffielen. Die Beurteilung basiert denn auch 
letztlich vielmehr auf den subjektiv geschilderten Einschränkungen als auf 
einem handfesten medizinischen Befund. Der entsprechende Bericht än-
dert damit nichts an der Massgeblichkeit des MEDAS-Gutachtens.

Hinweise für otoneurologische Beschwerden wurden im Übrigen keine ge-
funden (vgl. act. IIB 127, S. 10). Soweit der Beschwerdeführer eine Com-
motio cerebri infolge des Unfalles im Juli 2001 geltend macht, ist gestützt 
auf die erwähnten Ausführungen in den Entscheiden IV 69488 und UV 
69397 sowie des RAD-Arztes Dr. med. J.________ (act. IIB 137, S. 2 f.) zu 
wiederholen, dass vorliegend keine Diagnose einer Commotio cerebri ge-
stellt werden kann, fand doch bei dem Unfall kein Kopfanprall statt und es 
trat keine Bewusstlosigkeit ein.

Der Bericht von Dr. med. M.________ vom 16. April 2013 vermag daran 
nichts zu ändern. Zum einen ist der Bericht des Hausarztes betreffend die 
Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ungenau. 
So führte er aus, der Beschwerdeführer sei aufgrund der erwähnten Be-
schwerden sowie weiterer vielfacher Verletzungsfolgen bzw. Schädigun-
gen, welche nicht alle aufgezählt würden, gezwungen, regelmässig starke 
Schmerzmittel einzunehmen. Er sei seit dem 2. Juli 2001 zu 100% arbeits-
unfähig. Zum anderen äussert er sich nicht differenziert zur Arbeitsfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 18

in einer angepassten Tätigkeit (act. IC 29, S. 2). Diesbezüglich ist auch zu 
berücksichtigen, dass dieser Arzt - offenbar aufgrund der Angaben des 
Versicherten - irrtümlich von einem schweren Schleudertrauma im Juli 
2001 ausgeht, obwohl dieses als höchstens mittelschwer, eher gegen leicht 
zu werten ist und einzig zur vorübergehenden Verschlechterung der HWS-
Beschwerden führte (vgl. UV 69397; act. IIA 100).

4.3.2 In psychiatrischer Hinsicht wurden im MEDAS-Gutachten keine 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (act. IIA 122, 
S. 19). Der psychiatrische Gutachter verneinte schlüssig eine affektive 
Störung sowie eine psychoorganische Störung. Ferner bestünden keine 
Hinweise auf unbewusste Konflikte; ein primärer Krankheitsgewinn ist somit 
nicht erwiesen. Die komplexen Ich-Funktionen seien nicht deutlich gestört. 
Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung konnte ebenfalls nicht gestellt 
werden. Für diese Einschätzung spricht denn auch die Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer nicht in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behand-
lung steht und keine Psychopharmaka erhält (act. IIA 122, S. 20 f.). Die 
geklagten Beschwerden sind unspezifisch und lassen sich aufgrund der 
psychiatrischen Untersuchung der festgestellten Symptomausweitung bei 
zu Grunde liegenden akzentuierten histrionischen Persönlichkeitszügen 
zuordnen (act. IIA 122, S. 20 f.). Die depressiven Symptome waren anläss-
lich der Untersuchung nicht (mehr) genügend ausgeprägt für die zusätzli-
che Diagnose einer depressiven Störung (vgl. act. IIA 122, S. 22).

4.4 Das Gutachten der K.________ vom 10. Mai 2011 vermag an der 
Massgeblichkeit des MEDAS-Gutachtens nichts zu ändern (vgl. act. IA 1). 
Zwar ist der Beweiswert eines Parteigutachtens (BGE 115 V 62) nicht 
schon deshalb zweifelhaft, weil es von einer Partei ins Verfahren einge-
bracht wird (BGE 125 V 351 E. 3b dd S. 353, 122 V 157 E. 1c S. 161; 
RKUV 1993 U 167 S. 96 E. 5a; ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Es verpflichtet den 
Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Be-
weiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die 
Auffassung und Schlussfolgerungen der vom Gericht oder vom Unfallversi-
cherer förmlich bestellten Gutachter derart zu erschüttern vermag, dass 
davon abzuweichen ist (vgl. RKUV 1999 U 356 S. 573 E. 3c). Dieselbe 
Prüfungspflicht obliegt dem Richter, wenn mit einem Privatgutachten Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 19

wendungen gegen eine von einer IV-Stelle im Rahmen des Abklärungsver-
fahrens eingeholte Expertise erhoben werden, insbesondere gegen solche 
einer spezialisierten unabhängigen Abklärungsstelle (AHI 2001 S. 115 
E. 3c). 

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die K.________ vom Rechtsvertre-
ter des Beschwerdeführers betreffend die Begutachtung mit dem primären 
Auftrag der „Diskreditierung der MEDAS“ betraut wurde. So ist dem Auf-
tragsschreiben vom 29. Oktober 2010 folgendes zu entnehmen: „Wie sie 
dem MEDAS-Gutachten entnehmen werden, ist dieses für meinen Man-
danten sehr negativ ausgefallen. […] Bei der vorliegenden Begutachtung 
geht es daher in erster Linie darum, über ein Parteigutachten zu verfügen, 
mit dessen Hilfe das Gutachten der MEDAS entkräftet und dessen Mängel 
aufgezeigt werden können.“ (act. IIB 136, S. 2). Unter diesen Vorausset-
zungen erscheint der Beweiswert des K.________-Gutachtens bereits auf 
der formalen Ebene deutlich reduziert. Auf der materiellen Ebene ist das 
Gutachten zudem nicht geeignet den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens 
in Frage zu stellen. Vielmehr fällt auf, dass die K.________-Gutachter dem 
Auffahrunfall vom 2. Juli 2001 im Sinne einer richtunggebenden Ver-
schlimmerung (act. IA 1, S. 57, Ziff. 8.3) irrtümlich zu viel Gewicht beige-
messen haben. Die Einstellung der UV-Leistungen bereits ab Mai 2002 
(zehn Monate nach dem Unfall) wurde nämlich durch das Verwaltungsge-
richt und das Bundesgericht rechtskräftig gestützt (vgl. Sachverhalt lit. A 
am Schluss). Darüber hinaus, lässt sich die unterschiedliche Beurteilung 
des im Wesentlichen gleichen Gesundheitszustandes (wie bereits im ME-
DAS-Gutachten festgestellt) bzw. dessen Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit insbesondere dadurch erklären, dass die K.________-Gutachter 
zum Teil vollumfänglich auf die subjektiven Angaben des Beschwerdefüh-
rers abgestellt bzw. diese nicht (genug) kritisch hinterfragt haben. So wird 
im neurologischen Teilgutachten festgehalten, der Beschwerdeführer sei - 
aufgrund seiner eigenen Schilderungen wie auch aufgrund von Fremdana-
mnesen (Bericht der Firma der Ehefrau) - massiv in der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit eingeschränkt. Eine genaue Begründung für die Einschrän-
kung - auch mit Blick auf eine angepasste Tätigkeit - sowie eine konkrete 
prozentuale Angabe, kann dem neurologischen Teilgutachten nicht ent-
nommen werden (act. IA 1, S. 23 f.). Dem orthopädischen Teilgutachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 20

sind ebenfalls keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (act. IA 1, 
S. 38 ff.). Was die diagnostizierte Schädigung der Ligamenta alaria betrifft, 
geht der orthopädische Gutachter von einer Teilruptur aus. Eine solche ist 
gestützt auf die bildgebenden, im K.________-Gutachten aufgeführten, 
Befunde jedoch nicht klar ausgewiesen bzw. konnte nicht einheitlich fest-
gestellt werden (vgl. act. IA 1, S. 36). Soweit im psychiatrischen Teilgutach-
ten eine histrionische Persönlichkeitsstörung mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit diagnostiziert wird (act. IA 1, S. 54), handelt es sich dabei mit 
Blick auf das MEDAS-Gutachten, in welchem in psychiatrischer Hinsicht 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt wurde (vgl. E. 4.3.2 
hiervor), lediglich um eine andere Diagnosestellung bei weitgehend den-
selben Symptomen. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit vermag dabei insoweit nicht zu überzeugen, 
als dass der Beschwerdeführer bis zum Unfall im Jahr 2001 ohne grössere 
bzw. länger andauernde Einschränkungen seiner Arbeitstätigkeit nachzu-
gehen vermochte. So führte der psychiatrische Facharzt der MEDAS denn 
auch nachvollziehbar aus, dass eine normale berufliche Sozialisation mit 
mehrjähriger Arbeitsfähigkeit und deutlicher Verschlechterung infolge der 
Unfallereignisse gegen das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung spreche 
(vgl. act. IIA 122, S. 20 und auch E. 4.3.2 hiervor). Eine schwere Störung 
der charakterlichen Konstitution und des Verhaltens des Beschwerdefüh-
rers mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit legt der psychiatrische 
K.________-Gutachter nicht überzeugend dar (vgl. act. IA 1, S. 50 ff.). So 
widerspricht eine schwere Störung insbesondere den Ausführungen des 
psychiatrischen Teilgutachters, wonach in der aktuellen Situation keine 
Indikation für eine Psychotherapie bestehe. Der Beschwerdeführer habe 
sich bisher unter Mithilfe des familiären Umfeldes emotional ohne psycho-
therapeutische Hilfe genügend zurechtgefunden und werde sich wahr-
scheinlich nur in Krisensituationen - wie im Jahr 2007 (depressive Störung; 
vgl. act. II 66, S. 43) - in psychiatrische Behandlung begeben (act. IA 1, 
S. 53).

4.5 Soweit die Militärversicherung am 21. April 1998 von einer Invali-
dität von 41% (act. II 2) bzw. Dr. med. G.________ von einer Arbeitsfähig-
keit von 59% (act. II 61, S. 46) ausgeht, stellt dies keinen Widerspruch zum 
MEDAS-Gutachten dar, in welchem von einer Arbeits- und Leistungsfähig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 21

keit von 80% (Ganztagespensum mit erhöhtem Pausenbedarf) in einer an-
gepassten Tätigkeit ausgegangen wird. Wie Dr. med. J.________ zu Recht 
ausführte, bezieht sich die Invalidität von 41% auf die bisherige Tätigkeit 
als …. So führte Dr. med. G.________ in seinem Gutachten vom 9. März 
2006 aus, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste, rein administrati-
ve Tätigkeit am Schreibtisch oder am Computer ohne weiteres zumutbar 
sei. Da dem Beschwerdeführer die von der Militärversicherung zugespro-
chene Invalidität wegen einer Knieverletzung gewährt wurde, bestünden 
bezüglich einer sitzenden Tätigkeit keine Einschränkungen. Es sei ihm oh-
ne weiteres möglich, eine ganztägige Arbeit zu verrichten (act. II 61, S. 47). 
Kommt hinzu, dass die Militärversicherung eine andere Bemessungsgrund-
lage angewendet hat (vgl. E. 5.3.1 hiernach; act. IIB 127, S. 3).

Da sich daher aufgrund der vorliegenden Akten vor dem Unfall im Juli 2001 
keine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
ergibt (vgl. E. 3.2 hiervor), ist der Beginn der Arbeitsunfähigkeit von 20% 
entsprechend dem MEDAS-Gutachten (in einer angepassten Tätigkeit) auf 
Juli 2001 festzusetzen (vgl. act. IIA 122, S. 37 Ziff. 6.3; act. IIB 127, S. 6).

4.6 Damit ist der Sachverhalt entgegen der Auffassung des Beschwer-
deführers weder ungenügend abgeklärt noch willkürlich festgestellt worden. 
Die Beschwerdegegnerin hat dem Untersuchungsgrundsatz Rechnung 
getragen und die Akten der Militärversicherung wie auch der Unfallversi-
cherung eingeholt (vgl. act. IIB 123.1 - 123.84 bzw. act. IIA 123.85 - 
123.109 sowie prozessleitende Verfügungen vom 2. Juli 2012 und 21. März 
2013).

Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer gestützt auf das schlüssige und 
voll beweiskräftige MEDAS-Gutachten sowie der Erkenntnisse im Verfah-
ren UV 69397 in einer angepassten Tätigkeit jedenfalls seit Mai 2002 (der 
Beschwerdeführer war damals 52-jährig) zu 80% arbeits- und leistungs-
fähig ist.

Da der medizinische Sachverhalt - wie erwähnt - hinreichend abgeklärt ist, 
kann im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162) auf weitere Beweismassnahmen (vgl. Replik, S. 5) verzichtet wer-
den.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 22

5.

5.1

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur 
unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen-
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden 
(AHI 1999 S. 240 E. 3b; Entscheid des EVG vom 30. Oktober 2002, 
I 517/02, E. 1.2).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV 
Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2014, IV/11/270, Seite 23

nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

5.2 Der frühst mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
Anmeldung bei der IVB im Februar 2000 bzw. der (vorerst) attestierten Ar-
beitsunfähigkeit von 100% seit dem Unfall vom 2. Juli 2001 sowie des 
aArt. 28 Abs. 1 IVG im Juli 2002 (vgl. E. 3.3. hiervor).

5.3

5.3.1 Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer im Gesundheitsfall immer noch als … für die C.________ AG tätig 
wäre. Dem IK-Auszug ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in den 
Jahren 1992 bis 1996 (ab 1997 arbeitete er in einem reduzierten Pensum) 
jeweils ein sehr unregelmässiges Einkommen erzielte (vgl. act. II 7, S. 5). 
Die Angabe der Arbeitgeberin vom 9. Juli 2001, der Beschwerdeführer hät-
te im Gesundheitsfall im Jahr 2001 ein Jahreseinkommen von Fr. 156‘000.-
- erzielt (vgl. act. II 16, S. 2), erscheint mit Blick auf die vorliegenden Akten 
nicht nachvollziehbar. So ist nicht ersichtlich, dass sich der Aufgabenkata-
log des Beschwerdeführers geändert hätte oder er mehr Verantwortung 
hätte übernehme müssen. Im Arbeitgeberbericht vom 9. Juli 2001 (act. II 
16) gab die Arbeitgeberin an, der Beschwerdeführer sei bei ihr als … tätig. 
Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Tätigkeit als … ist aufgrund 
der Akten nicht rechtsgenüglich ausgewiesen. So lässt sich denn auch dem 
Handelsregisterauszug (www.zefix.ch) diesbezüglich nichts entnehmen. 
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass im Unternehmen seit Anbeginn 
als einziges zeichnungsberechtigtes Mitglied die Lebenspartnerin des Be-
schwerdeführers eingetragen ist, welche denn auch die Bestätigung vom 
9. Juli 2001 unterzeichnet hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerde-

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führers sind ferner auch die UV-Taggelder sowie die Invalidenrente der 
Militärversicherung nicht zu den jeweiligen Jahreseinkommen hinzuzurech-
nen. Diese Leistungen stellen ein versicherungstechnisch errechnetes Er-
satzeinkommen bei Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit dar, welche mit dem 
hier zu berechnenden hypothetischen Einkommen im Gesundheitsfall in 
keinem direkten Zusammenhang stehen. Im Übrigen ist darauf hinzuwei-
sen, dass die Invalidenversicherung nicht an die Berechnung bzw. an den 
Invaliditätsgrad der Militärversicherung gebunden ist (vgl. E. 3.2 hiervor). 
So hat die Militärversicherung beim Valideneinkommen auf das im Jahr 
1993 erzielte Einkommen abgestellt, unbesehen der Tatsache, dass dieses 
Einkommen - wie bereits erwähnt - über dem Durchschnitt liegt (vgl. act. II 
7, S. 5). Vielmehr ist zur Festlegung des Valideneinkommens auf die An-
gaben im Arbeitgeberbericht für das Jahr 2000 abzustellen, wurde doch 
dort ein monatlich regelmässiges Einkommen von Fr. 4‘500.-- bzw. ein Jah-
resverdienst von Fr. 58‘500.-- ausgewiesen (vgl. act. II 16, S. 2). Aufge-
rechnet auf das Jahr 2002 ergibt dies ein Valideneinkommen von 
Fr. 61‘257.90 (Fr. 58‘500.-- : 110.3 x 115.5 [Bundesamt für Statistik {BFS}, 
Schweizerischer Lohnindex, Tabelle T1.1.93: Nominallohnindex, Zeile J/K, 
Männer, 2000/2002]).

5.3.2 Weil der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwer-
tet, ist das Invalideneinkommen aufgrund der LSE festzusetzen (vgl. 
E. 5.1.2 hiervor). Da der Beschwerdeführer im Bereich der … zwar keine 
körperlich (schwereren) Tätigkeiten (…) mehr vornehmen kann, jedoch 
sehr wohl die sonstigen Tätigkeiten des … zu 80%, welche üblicherweise 
ohne körperlich belastende Anteile in Teil- oder Vollzeitstellen ausgeübt 
werden, ist für das Invalideneinkommen auf den Bereich … abzustellen. 
Somit ist auf die unter www.bfs.admin.ch einsehbare Tabelle TA1, „Monat-
licher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsni-
veau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten; zugunsten des Beschwerdefüh-
rers nur Niveau 4), Männer, Zeile 72, 74 (Informatikdienste; Dienstl. für 
Unternehmen), abzustellen, welche für das Jahr 2002 Fr. 4‘309.-- pro Mo-
nat beträgt. Dieses Einkommen ist an die betriebsübliche Wochenarbeits-
zeit von 41.8 Stunden („Die Volkswirtschaft“ 12-2011, S. 98, Tabelle B9.2, 
Zeile S: Erbringung von sonstigen Dienstleistungen) anzupassen, womit ein 
jährliches Einkommen von Fr. 54‘034.90 resultiert. Dies ergibt bei einer 

http://www.bfs.admin.ch/

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Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% ein Invalideneinkommen von 
Fr. 43‘227.90.

Da der Beschwerdeführer in der angepassten Tätigkeit nur noch körperlich 
leichte Tätigkeiten ausüben kann (vgl. act. IIA 122, S. 38), stellt sich die 
Frage eines leidensbedingten Abzuges. Ob ein entsprechender Abzug von 
maximal 10% als angemessen erscheint (vgl. E. 5.1.2 hiervor), ist jedoch 
nicht abschliessend zu beantworten, da selbst bei Bejahung der Frage kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 5.3.3 hiernach).

5.3.3 In der Folge resultiert bei einem Valideneinkommen von 
Fr. 61‘257.90 und einem Invalideneinkommen von Fr. 38‘905.10 
(Fr. 43‘227.90 - 10% Abzug) eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse von 
Fr. 22‘352.80, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von ma-
ximal rund 36% (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123 sowie E. 3.3 
hiervor) entspricht.

Selbst wenn im Übrigen zufolge der geltend gemachten angeblichen be-
reits vor Jahren begonnenen Krankheitsgeschichte das Valideneinkommen 
nicht gestützt auf die effektiven Zahlen festgelegt würde, und stattdessen 
aufgrund der LSE zu bestimmen wäre (vgl. E. 5.1.1 hiervor), käme es für 
den Beschwerdeführer zu keinem günstigeren Ergebnis. Massgebend wäre 
in diesem Fall - wie für die Berechnung des Invalideneinkommens (vgl. 
E. 5.3.2 hiervor) - die LSE 2002, TA1, Niveau 4, Männer, Zeile 72, 74 (In-
formatikdienste; Dienstl. für Unternehmen; zugunsten des Beschwerdefüh-
rers nur Niveau 4). Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom 
selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. 
Diesfalls entspräche der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit 
(hier 20%) unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Ent-
scheid des EVG vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Somit würde selbst bei 
Annahme eines Abzuges von maximal 10% wiederum kein rentenbegrün-
dender Invaliditätsgrad resultieren.

5.4 In Anbetracht des beruflichen Werdeganges des Beschwerdefüh-
rers, welcher bis zum Unfall im Zivilschutz im Jahr 1981 im Verkauf tätig 
war (Akten der IVB [IIC] 142), stellt sich allenfalls die Frage, ob er ohne 
Gesundheitsschaden tatsächlich in den Bereich der … gewechselt hätte. 

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Diese Frage kann jedoch offen bleiben, ergibt sich bei der entsprechende 
Berechnung gestützt auf die LSE 2002, TA1, Detailhandel und Reparatur, 
Männer - unter Berücksichtigung des Niveau 3 beim Valideneinkommen 
und des Niveau 4 beim Invalideneinkommen (auch hier zugunsten des Be-
schwerdeführers nur Niveau 4) sowie Aufrechnung auf die betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit von 41.9 Stunden („Die Volkswirtschaft“ 12-2011, S. 98, 
Tabelle B9.2, Zeile G: Handel, Instandhaltung und Rep. von Kraftfahrzeu-
gen) - ebenfalls ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 
maximal 37% (Valideneinkommen: Fr. 60‘549.70; Invalideneinkommen: 
Fr. 38‘319.40 [Fr. 53'221.40 x 0.8 - 10% Abzug]).

5.5 Beim hypothetischen Rentenbeginn (vgl. E. 5.2 hiervor) war der 
Beschwerdeführer 52 Jahre alt und eingliederbar. Zufolge der seit langem 
vorliegenden Unterlagen - insbesondere die vom Bundesgericht bestätigte 
Leistungseinstellung der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft per 
1. Mai 2002 (act. IIA 74, 84, 100) - musste dem Beschwerdeführer klar 
sein, dass er seit jeher und ohne Unterbruch zumindest eine teilzeitliche 
Tätigkeit hätte ausüben können. Entsprechend der BvO hat er dies auch 
getan (vgl. act. IIA 104, S. 8 f. und 15 ff.; 106). Damit ist davon auszuge-
hen, dass sich der Beschwerdeführer seines Potentials effektiv auch be-
wusst war. Der Umstand, dass er dieses Potential zufolge von Aggravation 
und Simulation angeblich nicht ausgeschöpft hat, hat nicht die Beschwer-
degegnerin zu vertreten. Ergänzend ist zudem darauf hinzuweisen, dass … 
auf dem Arbeitsmarkt gesucht sind und so auch ein eher älterer … durch-
aus eine Stelle finden kann, in dem die Erzielung des hier angenommenen 
(geringen Invalideneinkommens) möglich ist. Kommt hinzu, dass die 
C.________ AG letztlich durchgehend bestanden hat und ihm auch in die-
sem Unternehmen ein Einstieg zumutbare wäre.

5.6 Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
11. Februar 2011 im Ergebnis als rechtmässig und die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.

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6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘000.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht (Umkehr-
schluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1‘000.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.