# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e7f1823-5534-5f09-8d98-6a8a59a66bb9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.10.2022 PS220152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220152_2022-10-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS220152-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Strähl, Vorsitzende, Oberrichter Dr. E. Pahud 

und Ersatzrichter lic. iur. T. Engler sowie Gerichtsschreiber  

Dr. M. Tanner 

Urteil vom 18. Oktober 2022 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsteller und Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

Stiftung B._____,  
Gesuchs- und Beschwerdegegnerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____, 

 

betreffend Aufhebung einer Betreibung 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im summarischen 
Verfahren des Bezirksgerichtes Winterthur vom 25. August 2022 (EB220334) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Der Gesuchsteller und Beschwerdeführer (fortan Beschwerdeführer) wandte 

sich am 9. August 2022 mit folgendem sinngemässen Rechtsbegehren an das 

Bezirksgericht Winterthur (fortan Vorinstanz; act. 1 S. 5): 

1. Es sei die Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Winterthur-
Wülflingen (Zahlungsbefehl vom 29. Januar 2021) aufzuheben, die defi-
nitive Löschung derselben anzuordnen und der Eintrag aus dem Regis-
ter zu entfernen; 

2. unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. 5 % Zins und 7,7 % MwSt. 
nebst Teuerungsausgleich) zulasten der Gesuchsgegnerin. 

Mit Schreiben vom 4. Juli 2022 forderte das Bezirksgericht Winterthur den Be-

schwerdeführer im Parallelverfahren Geschäfts Nr. EB220302 über eine andere 

Betreibung derselben Gläubigerin (vor Obergericht angefochten unter der Ge-

schäftsnummer PS220153) auf, klarzustellen, ob er ein Verfahren nach Art. 85 

SchKG (richterliche Aufhebung oder Einstellung der Betreibung im summarischen 

Verfahren), ein solches nach Art. 85a SchKG (richterliche Aufhebung oder Ein-

stellung der Betreibung im ordentlichen Verfahren) oder eine Nichtigkeitsbe-

schwerde nach Art. 22 SchKG erheben wolle (EB220302-act. 3). Der Beschwer-

deführer berief sich am 12. Juli 2022 auf Art. 85 SchKG (EB220302-act. 4 S. 2 f.). 

Mit Verfügung vom 25. August 2022 trat die Vorinstanz auf das Gesuch nicht ein 

(act. 3 = act. 6 = act. 8). 

2. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 15. September 2022 (Übergabe-

datum) Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich, wobei er sinngemäss 

folgende Anträge stellte (act. 7 S. 26): 

1. Es seien die Verfügung EB220334 vom 25. August 2022 sowie die Be-
treibung Nr. ... des Betreibungsamtes Winterthur-Wülflingen (Zah-
lungsbefehl vom 29. Januar 2021) aufzuheben, die definitive Löschung 
derselben anzuordnen und der Eintrag aus dem Betreibungsregister zu 
entfernen; 

- 3 - 

2. unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 5 % Zins seit dem 
29. April 2021 und 7,7 % MwSt. nebst Teuerungsausgleich) zu Lasten 
des Nichthandlungsbevollmächtigten X._____. 

Im Sinne eines prozessualen Antrages ersuchte der Beschwerdeführer in seiner 

Beschwerde um Sistierung des Beschwerdeverfahrens, da er vollständig arbeits-

unfähig sei (act. 7 S. 15 f.). Diesen Antrag bekräftigte er mit Eingabe vom 

27. September 2022 (act. 11). Auf das Einholen einer Beschwerdeantwort bzw. 

einer Vernehmlassung kann verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Be-

schwerdeschrift ist der Beschwerdegegnerin mit dem vorliegenden Endentscheid 

zuzustellen. 

II. 

1.  

1.1. Die Vorinstanz trat auf das Begehren des Beschwerdeführers um Aufhe-

bung der Betreibung im Sinne von Art. 85 SchKG nicht ein. Über die Aufhebung 

der Betreibung nach Art. 85 SchKG wird im summarischen Verfahren entschieden 

(Art. 251 lit. c ZPO). Entsprechende Entscheide lassen sich vor Obergericht nur 

mit Beschwerde anfechten (Art. 309 lit. b Ziff. 4 ZPO). Richtet sich die Beschwer-

de gegen einen im summarischen Verfahren getroffenen Entscheid, so beträgt die 

Beschwerdefrist grundsätzlich zehn Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Die Vorinstanz 

stellte die angefochtene Verfügung dem Beschwerdeführer am 5. September 

2022 per Post zu (act. 4). Der Beschwerdeführer reichte sein Rechtsmittel am 

15. September 2022 und damit rechtzeitig beim Obergericht ein (act. 7 S. 1). 

1.2. Mit Beschwerde kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist begründet und mit Anträgen versehen bei der 

Rechtsmittelinstanz einzureichen. Die Beschwerde soll sich sachbezogen mit der 

Begründung des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen und darlegen, in-

wieweit der angefochtene Entscheid unrichtig sei (CHK-Sutter-Somm/Seiler, 

Art. 321 ZPO N 13 f.). Bei Laien genügt eine sinngemässe Auseinandersetzung 

mit dem angefochtenen Entscheid, aus der ersichtlich ist, was ihrer Auffassung 

- 4 - 

nach genau am vorinstanzlichen Urteil unrichtig sein soll und korrigiert werden 

soll. Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind 

ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Die Beschwerde enthält ein Rechtsbegehren und 

wurde begründet (act. 19). Damit entspricht sie den formellen Voraussetzungen 

von Art. 321 Abs. 1 ZPO. 

1.3. Der Beschwerdeführer ersucht um Sistierung des vorliegenden Beschwer-

deverfahrens (act. 7 S. 15 f.; act. 11). Zur Begründung führt er aus, er sei infolge 

der bestehenden Arbeitsunfähigkeit nicht in der Lage, seine laufenden Geschäfte 

wahrzunehmen und seine Rechte selbständig und ordnungsgemäss zu vertreten 

und auszuüben (act. 7 S. 15 f., act. 11). Er verweist auf ein Arztzeugnis, das ihm 

bis zum 25. Oktober 2022 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 

(act. 12). Das Gericht kann das Verfahren sistieren, wenn die Zweckmässigkeit 

dies verlangt (Art. 126 Abs. 1 ZPO). Der Beschwerdeführer ist bereits seit mehre-

ren Monaten unfallbedingt zu 100 % arbeitsunfähig (act. 12). Gleichwohl war er im 

Stande, zusammen mit C._____ eine detaillierte Beschwerdeschrift auszuarbei-

ten. Wer ein Verfahren mit Hilfe einer Drittperson zu führen vermag, ist nicht auf 

eine Sistierung angewiesen. Aufgrund der eingereichten Rechtsmitteleingabe be-

stehen auch keine Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage 

wäre, zusammen mit C._____ seinen Rechtsstandpunkt zu vertreten (vgl. Art. 69 

ZPO). Es besteht somit kein Anlass, ihm eine Vertretung nach Art. 69 ZPO beizu-

geben. Der Sistierungsantrag ist abzuweisen. 

2.  

2.1. Die Vorinstanz erwog Folgendes: Soweit der Beschwerdeführer eine Lö-

schung der Betreibung Nr. ... bezwecke, richte sich das Verfahren nach Art. 8a 

SchKG. Das Einzelgericht im summarischen Verfahren dürfe dem Betreibungsamt 

keine Weisungen erteilen, wem es aus seinem Register Auskünfte geben dürfe. 

Mangels Zuständigkeit sei daher auf diesen Teil des Begehrens nicht einzutreten 

(act. 6 E. 3.2). 

2.2. Weiter erwog die Vorinstanz, die Klage auf Einstellung oder Aufhebung der 

Betreibung (Art. 85 SchKG) setze eine hängige Betreibung voraus. Fehle eine 

- 5 - 

solche Betreibung, trete das Gericht auf die Klage mangels Rechtsschutzinteres-

ses nicht ein. Dies sei unter anderem dann der Fall, wenn der Gläubiger das Fort-

setzungsbegehren (Art. 88 Abs. 2 SchKG) nicht innert Jahresfrist ab Zustellung 

des Zahlungsbefehls einreiche. Vorliegend habe das Betreibungsamt Winterthur-

Wülflingen dem Beschwerdeführer den Zahlungsbefehl am 8. Februar 2021 zuge-

stellt. Die Jahresfrist für das Fortsetzungsbegehren habe daher am 8. Februar 

2022 geendet. Die Beschwerdegegnerin behaupte nicht, vor Ablauf dieses Da-

tums und damit rechtzeitig um Rechtsöffnung ersucht zu haben. Unter diesen 

Umständen verfüge der Beschwerdeführer über kein schützenswertes Interesse 

mehr an einem Verfahren nach Art. 85 SchKG. Folglich sei auf sein Gesuch um 

Aufhebung der Betreibung nicht einzutreten (act. 6 E. 4.3). 

3.  

3.1. Der Beschwerdeführer hält dem zusammengefasst zunächst entgegen, die 

Beschwerdegegnerin werde im vorliegenden Verfahren durch eine vollmachtlose 

Person vertreten. Entsprechend seien all ihre Rechtshandlungen nichtig. Rechts-

anwalt MLaw X._____ habe sich zu Unrecht in zahlreiche Betreibungs- und Ge-

richtsurkunden eintragen lassen, obwohl er die elementarsten Grundsätze einer 

vertretungsrechtlichen Tätigkeit offensichtlich nicht begriffen habe. Über das Ver-

halten von Rechtsanwalt X._____ habe sich denn auch bereits das Bezirksgericht 

Winterthur mehrfach geäussert. So habe dieses Gericht namentlich ausgeführt, 

für die Firma B'._____ existiere kein Handelsregistereintrag. Aus der eingereich-

ten Vollmacht gehe nicht genügend klar hervor, welches Rechtssubjekt Voll-

machtgeber sei. Im Ergebnis fehle es daher an einer rechtsgültigen Vollmacht für 

den Vertreter der Beschwerdegegnerin, weshalb die Betreibung von Rechts we-

gen gar nicht hätte eingeleitet werden dürfen. Zudem seien sämtliche gerichtli-

chen Eingaben der Beschwerdegegnerin unbeachtlich (act. 7 S. 8–11). 

3.2. Die Beschwerdegegnerin ist eine privatrechtliche Stiftung im Sinne von 

Art. 80 ff. ZGB. Sie bildet damit eine juristische Person entsprechend Art. 52 ff. 

ZGB. Ins Handelsregister werden die für die Stiftung zeichnungsberechtigten Per-

sonen eingetragen (Art. 95 Abs. 1 lit. j HRegV). Unter Zeichnungsberechtigung 

versteht man die Kompetenz, für eine bestimmte Rechtseinheit gültige Rechts-

- 6 - 

handlungen vornehmen zu können (Meier-Hayoz/Forstmoser, Schweizerisches 

Gesellschaftsrecht, 12. Aufl., Bern 2018, § 9 Rz. 8). Vorliegend stellten D._____ 

und E._____ namens der Beschwerdegegnerin am 27. Mai 2021 Rechtsanwalt 

X._____ eine Vollmacht "in Sachen A._____" aus (act. 2/1 S. 12). Sowohl 

D._____ als auch E._____ sind gemäss Handelsregisterauszug des Kantons Wal-

lis für die Beschwerdegegnerin zu zweit kollektivzeichnungsberechtigt (act. 13/1). 

Sie konnten somit gemeinsam im Namen der Beschwerdegegnerin Rechtsanwalt 

X._____ gültig mit der Interessenwahrung betrauen. Gemäss der ausgestellten 

Vollmacht durfte Rechtsanwalt X._____ sämtliche Rechtshandlungen vornehmen, 

die für die richtige Durchführung des übertragenen Geschäftes erforderlich sind 

(act. 2/1 S. 12). Dazu gehört neben dem Einleiten einer Betreibung auch die Teil-

nahme an gerichtlichen Verfahren. Die Vollmacht datiert vom 27. Mai 2021 

(act. 2/1 S. 12). Der Zahlungsbefehl datiert in der vorliegenden Betreibung vom 

29. Januar 2021 (act. 2/1 S. 2).  

3.3. Anders als im gerichtlichen Verfahren, wo beim Fehlen einer rechtsgenü-

genden Vollmacht nach Art. 132 Abs. 1 ZPO vorzugehen ist, ist das Betreibungs-

amt bei der Entgegennahme eines von einem Vertreter eingereichten Betrei-

bungsbegehrens nicht verpflichtet, sich über die Vollmacht des Vertreters zu ver-

gewissern. Bezweifelt der betriebene Schuldner die Vertretungsbefugnis, so kann 

(und muss) er das fristgerecht auf dem Beschwerdeweg geltend machen, sei es 

mit Beschwerde gegen den Zahlungsbefehl oder sei es gegen eine spätere im 

entsprechenden Betreibungsverfahren ergehende Verfügung. Die fehlende Ver-

tretungsbefugnis führt nicht zur Nichtigkeit des Zahlungsbefehls bzw. der Betrei-

bung nach Art. 22 SchKG (vgl. OGer ZH PS150008 vom 5. März 2015, E. II./3.2; 

vgl. auch BGE 130 III 231, E. 2.1, sowie BGE 84 III 72, E. 1). Da der Beschwerde-

führer den anfänglichen Mangel der Vertretungsbefugnis nicht fristgerecht mit Be-

schwerde rügte, kann darauf nicht mehr eingegangen werden.  

3.4. Ab dem 27. Mai 2021 handelte Rechtsanwalt X._____ sodann gestützt auf 

die erwähnte schriftliche Vollmacht. Die vom Beschwerdeführer angeführte Kritik 

des Bezirksgerichts Winterthur (bzw. des dortigen Einzelgerichts) an einer von 

Rechtsanwalt X._____ vorgelegten Vollmacht der Beschwerdegegnerin (vgl. 

- 7 - 

act. 21/ 10) trifft im Grundsatz auch auf die Vollmacht vom 27. Mai 2021 zu 

(act. 11): Auch diese Vollmacht lautet auf die "B'._____" und nicht auf die genaue 

Firmenbezeichnung der Beschwerdegegnerin "Stiftung B._____". Nach Treu und 

Glauben ist die Vollmacht indes ungeachtet dieser geringfügigen Abweichung als 

auf die Beschwerdegegnerin lautend zu verstehen. Dass an der in der Vollmacht 

angeführten Anschrift neben der Beschwerdegegnerin auch der "Verein F._____", 

domiziliert ist, ändert daran nichts. Ein allfälliger Mangel stellte im Übrigen auch in 

diesem Zusammenhang keinen Nichtigkeitsgrund nach Art. 22 SchKG dar.  

3.5.  Es trifft somit nicht zu, dass die bisherigen betreibungsrechtlichen und ge-

richtlichen Verfahrenshandlungen der Beschwerdegegnerin zufolge fehlender 

Vertretungsmacht von Rechtsanwalt X._____ ungültig wären. 

4.  

4.1. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, Art. 8a SchKG falle als Grundlage 

für die Löschung des Betreibungsregistereintrages infolge Verwirkung der Jahres-

frist ausser Betracht. Da Dritte den Eintrag weiterhin einsehen könnten, wirke sich 

dieser weiterhin nachteilig auf ihn aus. Folglich verfüge er über ein rechtlich ge-

schütztes Interesse, um ihn gestützt auf Art. 85 SchKG löschen zu lassen. Diese 

Bestimmung vermittle ihm einen Anspruch auf einen korrekt geführten Betrei-

bungsregisterauszug (act. 7 S. 4–6). 

4.2. Der Beschwerdeführer leitet seinen Anspruch auf Löschung des Betrei-

bungsregisterauszugs aus Art. 85 SchKG ab. Beweist der Betriebene durch Ur-

kunden, dass die Schuld samt Zinsen und Kosten getilgt oder gestundet ist, so 

kann er jederzeit beim Gericht des Betreibungsortes im ersten Fall die Aufhebung, 

im letzteren Fall die Einstellung der Betreibung verlangen (Art. 85 SchKG). Die 

Klage auf Einstellung oder Aufhebung der Betreibung setzt eine hängige Betrei-

bung voraus. Dieses Erfordernis ergibt sich aus dem Begriff des "Betriebenen". 

Besteht hingegen keine hängige Betreibung mehr, so ist auf die Klage mangels 

Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten. An einer hängigen Betreibung fehlt es 

immer dann, wenn die Betreibung nichtig (Art. 22 SchKG) oder erloschen ist, sei 

es, dass der Schuldner bereits vollständig Zahlung an das Betreibungsamt geleis-

- 8 - 

tet hat (Art. 12 Abs. 2 SchKG), oder sei es, dass der Gläubiger nicht fristgerecht 

das Fortsetzungsbegehren (Art. 88 Abs. 2 SchKG) stellt (BGer, 5A_216/2018 vom 

11. September 2018, E. 3.2; BSK SchKG I-Bangert, 3. Aufl., Art. 85 N 11). Das 

Fortsetzungsbegehren kann nur während eines Jahres nach Zustellung des Zah-

lungsbefehls gestellt werden (Art. 88 Abs. 2 SchKG).  

4.3. Das Betreibungsamt Winterthur-Wülflingen stellte dem Beschwerdeführer 

den Zahlungsbefehl Nr. ... am 8. Februar 2021 zu (fristauslösendes Datum; 

act. 2/1 p. 3). Damit begann die Einjahresfrist von Art. 88 Abs. 2 SchKG am 

9. Februar 2021 zu laufen und endete am 9. Februar 2022 (Art. 31 SchKG in Ver-

bindung mit Art. 142 Abs. 1 f. ZPO analog; eingehend ZR 2015 Nr. 13; BSK 

SchKG I-Nordmann/Oneyser, 3. Aufl., Art. 31 f. N 21; SK-Maisano/Milani/Schmid, 

4. Aufl., Art. 31 SchKG N 35). Entgegen der Vorinstanz lief die Einjahresfrist somit 

nicht bereits am 8., sondern erst am 9. Februar 2022 ab. Dies ändert indessen 

nichts an der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin in der Betreibung Nr. ... 

kein Rechtsöffnungsbegehren stellte (die Rechtsöffnungsentscheide act. 2/1 p. 8–

11 und p. 13–16 betreffen die Betreibung Nr. ..., Zahlungsbefehl vom 26. Januar 

2021). Da kein rechtzeitiges Fortsetzungsbegehren in der Betreibung Nr. ... vor-

liegt, ist diese Betreibung erloschen. Damit fehlt dem Beschwerdeführer das 

Rechtsschutzinteresse an einer Klage nach Art. 85 SchKG.  

4.4. Wie das Bundesgericht unmissverständlich zum Ausdruck gebracht hat, 

bildet Art. 85 SchKG kein Instrument, um losgelöst von der Einjahresfrist von 

Art. 88 Abs. 2 SchKG einen unerwünschten Betreibungsregistereintrag zu lö-

schen. Die gegenteilige Auffassung hat das Bundesgericht ausdrücklich als bun-

desrechtswidrig bezeichnet (BGer, 5A_216/2018 vom 11. September 2018, 

E. 3.2: "L'opinion contraire de la cour cantonale, qui ignore cette condition de re-

cevabilité au motif que l'action en annulation de l'art. 85 LP peut servir à obtenir 

un jugement ordonnant à l'Office des poursuites de ne pas communiquer les 

poursuites annulées, est contraire au droit fédéral."). Es besteht kein Anlass, die-

se Rechtsprechung in Frage zu stellen. 

- 9 - 

5.  

5.1. Schliesslich führt der Beschwerdeführer zusammengefasst aus, in materi-

eller Hinsicht gelte es zu berücksichtigen, dass er bereits Fr. 6'888.65 an die Be-

schwerdegegnerin bezahlt habe. Im Umfang von Fr. 3'888.65 sei die Beschwer-

degegnerin ungerechtfertigt bereichert. Auch schulde ihm die Beschwerdegegne-

rin weit mehr als Fr. 100'000.– Auslagenersatz (act. 7 S. 17–24). 

5.2. Wie oben dargelegt, ist die Einjahresfrist von Art. 88 Abs. 2 SchKG verstri-

chen, weshalb es an einer formellen Verfahrensvoraussetzung fehlt. Damit erüb-

rigt sich eine Auseinandersetzung mit den materiellen Argumenten des Be-

schwerdeführers. 

6.  

Zusammenfassend ist die Vorinstanz zu Recht auf das Begehren des Beschwer-

deführers nicht eingetreten. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 

III. 

1. Ausgangsgemäss sind die Prozesskosten dem Beschwerdeführer aufzuer-

legen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Da der Streitwert Fr. 3'500.– beträgt (act. 2/1 p. 2), 

ist die Entscheidgebühr auf Fr. 150.– festzusetzen (Art. 48 GebV SchKG). 

2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin ist durch das Rechtsmittelverfahren 

kein nennenswerter Aufwand entstanden, weshalb ihr keine Parteientschädigung 

zuzusprechen ist. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt und 

dem Beschwerdeführer auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

- 10 - 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels der Beschwerdeschrift (act. 7), sowie an das Be-

zirksgericht Winterthur, Einzelgericht im summarischen Verfahren, und an 

das Betreibungsamt Winterthur-Wülflingen, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 3'500.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. M. Tanner 
versandt am: 
20. Oktober 2022 

	Urteil vom 18. Oktober 2022
	Erwägungen:
	I.
	II.

	1.
	1.1. Die Vorinstanz trat auf das Begehren des Beschwerdeführers um Aufhebung der Betreibung im Sinne von Art. 85 SchKG nicht ein. Über die Aufhebung der Betreibung nach Art. 85 SchKG wird im summarischen Verfahren entschieden (Art. 251 lit. c ZPO). En...
	1.2. Mit Beschwerde kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Die Beschwerde ist begründet und mit Anträgen versehen bei der Rechtsmittelinstanz einzur...
	1.3. Der Beschwerdeführer ersucht um Sistierung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (act. 7 S. 15 f.; act. 11). Zur Begründung führt er aus, er sei infolge der bestehenden Arbeitsunfähigkeit nicht in der Lage, seine laufenden Geschäfte wahrzunehmen ...

	2.
	2.1. Die Vorinstanz erwog Folgendes: Soweit der Beschwerdeführer eine Löschung der Betreibung Nr. ... bezwecke, richte sich das Verfahren nach Art. 8a SchKG. Das Einzelgericht im summarischen Verfahren dürfe dem Betreibungsamt keine Weisungen erteilen...
	2.2. Weiter erwog die Vorinstanz, die Klage auf Einstellung oder Aufhebung der Betreibung (Art. 85 SchKG) setze eine hängige Betreibung voraus. Fehle eine solche Betreibung, trete das Gericht auf die Klage mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein. Die...

	3.
	3.1. Der Beschwerdeführer hält dem zusammengefasst zunächst entgegen, die Beschwerdegegnerin werde im vorliegenden Verfahren durch eine vollmachtlose Person vertreten. Entsprechend seien all ihre Rechtshandlungen nichtig. Rechtsanwalt MLaw X._____ hab...
	3.2. Die Beschwerdegegnerin ist eine privatrechtliche Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. ZGB. Sie bildet damit eine juristische Person entsprechend Art. 52 ff. ZGB. Ins Handelsregister werden die für die Stiftung zeichnungsberechtigten Personen eingetr...
	3.3. Anders als im gerichtlichen Verfahren, wo beim Fehlen einer rechtsgenügenden Vollmacht nach Art. 132 Abs. 1 ZPO vorzugehen ist, ist das Betreibungsamt bei der Entgegennahme eines von einem Vertreter eingereichten Betreibungsbegehrens nicht verpfl...
	3.4. Ab dem 27. Mai 2021 handelte Rechtsanwalt X._____ sodann gestützt auf die erwähnte schriftliche Vollmacht. Die vom Beschwerdeführer angeführte Kritik des Bezirksgerichts Winterthur (bzw. des dortigen Einzelgerichts) an einer von Rechtsanwalt X.__...
	3.5.  Es trifft somit nicht zu, dass die bisherigen betreibungsrechtlichen und gerichtlichen Verfahrenshandlungen der Beschwerdegegnerin zufolge fehlender Vertretungsmacht von Rechtsanwalt X._____ ungültig wären.
	4.
	4.1. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, Art. 8a SchKG falle als Grundlage für die Löschung des Betreibungsregistereintrages infolge Verwirkung der Jahresfrist ausser Betracht. Da Dritte den Eintrag weiterhin einsehen könnten, wirke sich dieser wei...
	4.2. Der Beschwerdeführer leitet seinen Anspruch auf Löschung des Betreibungsregisterauszugs aus Art. 85 SchKG ab. Beweist der Betriebene durch Urkunden, dass die Schuld samt Zinsen und Kosten getilgt oder gestundet ist, so kann er jederzeit beim Geri...
	4.3. Das Betreibungsamt Winterthur-Wülflingen stellte dem Beschwerdeführer den Zahlungsbefehl Nr. ... am 8. Februar 2021 zu (fristauslösendes Datum; act. 2/1 p. 3). Damit begann die Einjahresfrist von Art. 88 Abs. 2 SchKG am 9. Februar 2021 zu laufen ...
	4.4. Wie das Bundesgericht unmissverständlich zum Ausdruck gebracht hat, bildet Art. 85 SchKG kein Instrument, um losgelöst von der Einjahresfrist von Art. 88 Abs. 2 SchKG einen unerwünschten Betreibungsregistereintrag zu löschen. Die gegenteilige Auf...

	5.
	5.1. Schliesslich führt der Beschwerdeführer zusammengefasst aus, in materieller Hinsicht gelte es zu berücksichtigen, dass er bereits Fr. 6'888.65 an die Beschwerdegegnerin bezahlt habe. Im Umfang von Fr. 3'888.65 sei die Beschwerdegegnerin ungerecht...
	5.2. Wie oben dargelegt, ist die Einjahresfrist von Art. 88 Abs. 2 SchKG verstrichen, weshalb es an einer formellen Verfahrensvoraussetzung fehlt. Damit erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den materiellen Argumenten des Beschwerdeführers.

	6.
	Zusammenfassend ist die Vorinstanz zu Recht auf das Begehren des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
	III.
	1. Ausgangsgemäss sind die Prozesskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Da der Streitwert Fr. 3'500.– beträgt (act. 2/1 p. 2), ist die Entscheidgebühr auf Fr. 150.– festzusetzen (Art. 48 GebV SchKG).
	2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin ist durch das Rechtsmittelverfahren kein nennenswerter Aufwand entstanden, weshalb ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 150.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels der Beschwerdeschrift (act. 7), sowie an das Bezirksgericht Winterthur, Einzelgericht im summarischen Verfahren, und an das Betreibungsamt Winterthur-Wül...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...