# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e933cfaf-a712-56cb-9737-b39a0caa600e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2008 D-6355/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6355-2008_2008-10-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6355/2008
law/bah/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...), alias B._______, geboren (...), 
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 24. September 2008 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6355/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin, eine ethnische Agbo mit letztem Wohn-
sitz  in  A._______  (Delta  State),  ihr  Heimatland  eigenen  Angaben 
zufolge im April 2007 verliess und am 4. April 2007 in der Schweiz um 
Asyl nachsuchte,

dass  sie  am 9. Mai  2007  im  Empfangszentrum B._______  zu  ihren 
Personalien,  dem  Reiseweg  und  summarisch  zu  ihren  Asylgründen 
befragt wurde,

dass sie am 14. Mai 2007 ebendort zu ihrer angeblichen Minderjährig-
keit befragt wurde, wobei man ihr mitteilte, sie werde während des wei-
teren Verfahrens als volljährig betrachtet,

dass sie am 5. Juli 2007 von der zuständigen kantonalen Behörde zu 
ihren Asylgründen angehört wurde,

dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Anhörungen im Wesent-
lichen geltend machte, ihr Vater sei von seiner Familie dazu gedrängt 
worden, eine zweite Frau zu heiraten, da ihre Mutter ihm keinen Sohn 
geboren habe,

dass die zweite Frau ihres Vaters der „Ogbone secret society“ ange-
hört und diesen derart beeinflusst habe, dass er sich von seiner ersten 
Ehefrau und den gemeinsamen Kindern abgewandt habe,

dass die zweite Ehefrau ihre Mutter vergiftet habe,

dass  ihre  jüngere  Schwester  im Januar  2007 an Malaria  verstorben 
sei, weil sich niemand um sie gekümmert habe,

dass die zweite Frau ihres Vaters auch sie (die Beschwerdeführerin) 
habe töten wollen, indem sie ihr mehrfach Gift in das Essen gemischt 
habe,

dass sie indessen nie von den vergifteten Speisen gegessen habe,

dass sie die zweite Frau ihres Vaters im Februar 2007 auf deren Ge-
heiss in den Wald begleitet habe, wo sie von der „secret society“ hätte 
geopfert werden sollen,

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dass sich ein junger Mann ihrer erbarmt habe, indem er ihr zur Flucht 
verholfen und sie zu einem Pastor nach A._______ gebracht habe,

dass sie zusammen mit  dem Pastor bei der Polizei Anzeige erstattet 
habe, diese jedoch der Anzeige nicht  nachgegangen sei,  da es sich 
bei der „secret society“ um eine mächtige Geheimgesellschaft handle,

dass  die  zweite  Frau ihres  Vaters  von ihrem Aufenthaltsort  erfahren 
und den Pastor bedroht habe,

dass sie sich zur Ausreise aus Nigeria entschlossen habe,

dass die Beschwerdeführerin mit Urteil des Strafgerichts des Kantons 
Genf vom 3. März 2008 wegen Verstosses gegen das Betäubungsmit-
telgesetz vom 3. Oktober 1951 (BetmG, SR 812.121)  zu einer bedingt 
ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 24. September 2008 - eröffnet am 
30.  September  2008 -  in  Anwendung  von Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und de-
ren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Be-
schwerdeführerin habe zum Nachweis ihrer Identität ein „Sworn Affida-
vit of Age“ eingereicht,

dass es sich bei diesem Dokument nicht um ein Reise- oder Identitäts-
papier  im Sinne von Art. 1  Bstn. b und c  der Asylverordnung 1 vom 
11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) handle,

dass überdies Zweifel an der Authentizität des Dokuments bestünden, 
da die Beschwerdeführerin angegeben habe, der Pastor habe ihr die-
ses Dokument im März 2007 ausgehändigt, das Dokument jedoch vom 
6. April 2007 datiere,

dass sie des Weiteren gesagt habe, sie habe im Alter von 12 Jahren 
einen Reisepass erhalten, den sie bei der Ausreise dem Pastor ausge-
händigt habe, 

dass sie von der Schweiz aus mit niemandem Kontakt aufnehmen kön-
ne, da sie in Nigeria niemanden kenne,

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dass dies nicht geglaubt werden könne und es höchst unwahrschein-
lich sei, dass sie zum Erhalt des Reisepasses nur vier Passfotografien 
habe einreichen müssen,

dass sie bei der Erstbefragung gesagt habe, sie habe den Pass allein 
beantragt, während sie bei der Anhörung erklärt habe, sie sei von ei-
ner Freundin begleitet worden,

dass ihre Schilderung, sie sei ohne jegliche Reisepapiere unbegleitet 
und ohne je kontrolliert worden zu sein nach Europa gelangt, unglaub-
haft sei,

dass sie praktisch keine Angaben über ihre Reise habe machen kön-
nen  und  widersprüchliche  Aussagen  zum  Ausreisedatum  gemacht 
habe,

dass davon ausgegangen werde, sie habe für die Reise in die Schweiz 
echte  Reisepapiere  verwendet,  welche sie  den Schweizer  Behörden 
nicht ausgehändigt habe, weshalb keine entschuldbaren Gründe vorlä-
gen, die es ihr verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere ein-
zureichen, 

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  nicht  an  das  Jahr  habe  erinnern 
können, in dem ihre Mutter verstorben sei,

dass sie den Umstand, wonach sie im Wald hätte geopfert werden sol-
len, nicht habe glaubhaft machen können,

dass die Beschreibung des Vorfalls äusserst unsubstanziiert ausgefal-
len sei,

dass sie bei der Erstbefragung angegeben habe, nie eine Schule be-
sucht  zu  haben,  während  sie  bei  der  Anhörung  davon  gesprochen 
habe, drei Jahre die Primarschule besucht zu haben,

dass sie bei der Erstbefragung gesagt habe, ihre Schwester sei im Ja-
nuar  2007  verstorben,  bei  der  ergänzenden  Anhörung  vom 14.  Mai 
2007 sich weder an das Jahr noch an den Monat deren Todes habe er-
innern können,

dass ihr die entsprechenden Vorbringen nicht geglaubt werden könn-
ten, 

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dass  die  Beschwerdeführerin  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle 
und  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  derselben  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erfor-
derlich seien,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 6. Oktober 2008 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die-
ses sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten, es sei festzustel-
len, dass der Vollzug der Wegweisung unzumutbar sei und ihr die vor-
läufige Aufnahme zu gewähren, es sei  ihr die unentgeltliche Rechts-
pflege zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-

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schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  bei  den  vorinstanzlichen  Befragungen 
angab, minderjährig zu sein,

dass sie zum Beleg ihrer Identität und der behaupteten Minderjährig-
keit ein vom „Commissioner for oaths“ ausgestelltes „Sworn affidavit of 
age“ zu den Akten reichte,

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dass sie bei den Befragungen geltend machte, sie habe sich im Alter 
von 12 Jahren im Benin State einen Reisepass ausstellen lassen, den 
sie formlos gegen Einreichung von vier Fotografien erhalten habe,

dass sie aussagte, sie habe den Reisepass persönlich auf dem regulä-
ren Weg beantragt,

dass  sie  indessen den Reisepass nicht  wie  dargelegt  ohne  jegliche 
Formalitäten hätte erhalten können,

dass in Nigeria einer Zwölfjährigen ein Reisepass legal nur bei Vorlage 
eines Einwilligungsschreibens des Vaters ausgestellt würde,

dass eine Zwölfjährige, die angeblich des Lesens und Schreibens un-
kundig ist, auch kaum in der Lage wäre, sich einen Reisepass ausstel-
len zu lassen,

dass ihr dies auch mit Hilfe einer Freundin - diesbezüglich machte sie 
ohnehin widersprüchliche Angagen - nicht gelungen sein dürfte,

dass die Aussage der Beschwerdeführerin, sie sei im Besitz eines le-
gal  ausgestellten Reisepasses gewesen,  somit  auf  ihre Volljährigkeit 
hindeutet,

dass dem „Sworn affidavit of age“ zu entnehmen ist, die Beschwerde-
führerin  sei  in  Lagos  vor  dem „Commissioner  for  oaths“  erschienen 
und habe dort einen Eid abgelegt,

dass sie indessen geltend machte, das Dokument vom Pastor erhalten 
zu haben, der ihr dieses in der Kirche von A._______ übergeben habe,

dass sie zudem aussagte, sie habe das Dokument im März 2007 er-
halten, dieses indessen vom 6. April 2007 datiert,

dass mit dem Dokument aufgrund der gesamten Umstände weder die 
Identität noch die Minderjährigkeit der Beschwerdeführerin belegt wer-
den kann, zumal nicht davon auszugehen ist,  das Dokument sei  au-
thentisch,

dass das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss gelangt, die Vorins-
tanz habe sie bei Einreichung des Gesuchs zu Recht als volljährig er-
achtet,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass  aufgrund  der  gesamten  Umstände  (wahrheitswidrige  Angaben 
zur  Ausstellung  des  Reisepasses,  Einreichen  eines  nicht  authenti-
schen  Affidavits,  vage  und  substanzlose  Angaben  zur  Reise  in  die 
Schweiz) davon auszugehen ist, die Beschwerdeführerin sei mit ihrem 
Reisepass  nach  Europa  gelangt,  den  sie  in  der  Folge  pflichtwidrig 
nicht den schweizerischen Asylbehörden übergeben hat,

dass die Ausführungen in der Beschwerde (vgl. S. 3 f.) diese Schluss-
folgerung nicht zu relativieren vermögen, da die bereits bei den Befra-
gungen  gemachten  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  aufgrund  der 
gesamten Aktenlage nicht zu überzeugen vermögen,

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 5. Juli 2007 präsentierte, unter Verzicht 
auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im Rah-
men einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen werden 
konnte,  die  Beschwerdeführerin  erfülle  die Flüchtlingseigenschaft  of-
fenkundig  nicht,  und ebenso offenkundig  stünden einem Vollzug der 
Wegweisung keine Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

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dass die Beschwerdeführerin bei der Erstbefragung vom 9. Mai 2007 
vorbrachte,  ihre  jüngere  Schwester  sei  im  Januar  2007  verstorben, 
während sie bei der ergänzenden Befragung vom 14. Mai 2007 nicht in 
der Lage war, den Todeszeitpunkt zu nennen,

dass sie bei der Erstbefragung und der Anhörung vorerst sagte, ihre 
Schwester sei an Malaria erkrankt und sie hätten nicht das Geld ge-
habt, um sie in ein Spital zu bringen, während sie bei der Anhörung 
zudem behauptete, die zweite Frau ihres Vaters habe ihre Schwester 
getötet, weil sie ihren Vater dazu gebracht habe, sich nicht um sie zu 
kümmern,

dass die Beschwerdeführerin bei der ergänzenden Befragung zweimal 
aussagte,  sie  habe nie  die  Schule  besucht,  wohingegen sie  bei  der 
Anhörung schilderte, sie habe drei Jahre die Primarschule besucht,

dass sie behauptete, des Lesens und Schreibens unkundig zu sein, in-
dessen  das  Personalienblatt  (act.  A2/2)  selbständig  auszufüllen  im 
Stande war,

dass  die  Beschwerdeführerin  geltend  machte,  die  zweite  Frau  ihres 
Vaters habe mehrmals versucht, sie zu vergiften, indem sie ihrem Es-
sen gewisse Substanzen beigemengt habe,

dass sie indessen dank der Gnade Gottes nicht von diesen Speisen 
gegessen habe,

dass sie jedoch nicht in der Lage war darzulegen, wie sie zur Erkennt-
nis gelangte, die Stiefmutter habe dem Essen Gift beigemengt,

dass aufgrund dieser ungereimten Aussagen zu schliessen ist, die Be-
schwerdeführerin  mache  zu  ihren  familiären  Verhältnissen  und  den 
Ausreisegründen unglaubhafte Angaben,

dass der Umstand, wonach sie im Benin-State einen Reisepass bean-
tragt und erhalten habe, ebenso auf eine andere als die geltend ge-
machte Herkunft der Beschwerdeführerin hinweist,

dass aufgrund der Aktenlage offenkundig wird, dass die Beschwerde-
führerin die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt und keine weiteren Ab-
klärungen zum Bestehen derselben oder dem Vorliegen eines Wegwei-
sungsvollzugshindernisses notwendig sind,

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dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführe-
rin nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
solches in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-
gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 
besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung 
im Einklang mit  den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach 
vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich  sind,  die  der  Beschwerdeführerin  im  Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass angesichts der unglaubhaften Aussagen der Beschwerdeführerin 
entgegen ihrer Darstellung davon auszugehen ist, sie verfüge in Nige-
ria über ein familiäres Beziehungsnetz, und sie - allenfalls mit dessen 
Hilfe  -  in  der  Lage ist,  sich  nach ihrer  Rückkehr  in  die  Heimat  eine 
Existenz aufzubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass das BFM demnach den Vollzug der Wegweisung zu Recht ange-
ordnet hat,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten,  durch  den  direkten  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos wird,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG trotz ausgewiesener Fürsorgeabhängigkeit 
der Beschwerdeführerin (vgl. Bestätigung der kantonalen Behörde vom 
3. Oktober  2008)  abzuweisen  ist,  da  sich  die  Beschwerde  als  aus-
sichtslos darstellte,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- kantonale Behörde (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

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