# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4072083-125a-5b09-8fb3-a91919320450
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 31.07.2015 UV 2014/34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-34_2015-07-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/34

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 31.07.2015

Entscheiddatum: 31.07.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 31.07.2015
Art. 6 UVG: Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall mit 
zweifacher Unterkieferfraktur und nach einer langen Latenzzeit neu bzw. 
erneut aufgetretenen Ohr- bzw. Unterkieferbeschwerden verneint (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Juli 2015, UV 
2014/34).Entscheid vom 31. Juli 2015BesetzungVersicherungsrichterin 
Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, 
Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Vera 
Holenstein WerzGeschäftsnr.UV 
2014/34ParteienA.___,Beschwerdeführer,gegenSchweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

A.      

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Entwicklungsleiter bei der B.___ AG 

angestellt und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als ihm 

am __. April 2009 nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Jugendlichen von 

diesem ein Faustschlag ins Gesicht verpasst wurde, worauf er auf den Boden stürzte 

(Suva-act. 1: Schadenmeldung; Suva-act. 7/2-23: Polizeirapport bzw. 

Befragungsprotokolle der Kantonspolizei St. Gallen). Der Versicherte begab sich noch 

am Unfalltag ins Spital C.___, wo eine Mandibulafraktur links diagnostiziert und die 

sofortige Verlegung ins Universitätsspital Zürich (nachfolgend: USZ) veranlasst wurde 

(Suva-act. 4). Die CT-Untersuchung des Gesichtsschädels, die dort in der Klinik für 

Unfallchirurgie durchgeführt wurde, brachte eine zweifache Mandibulafraktur links 

(paramedian und Collumfraktur) zur Darstellung. Die bildgebende Untersuchung des 

Sacrums zeigte keine Fraktur, aber eine Spondylolyse und Spondylolisthesis L5/S1 

(Meyerding II; Suva-act. 7/24). Der Versicherte wurde darauf in die Klinik und Poliklinik 

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für Kiefer- und Gesichtschirurgie des USZ verlegt, wo am 27. März (richtig: April) 2009 

die doppelte Unterkieferfraktur reponiert und mittels Osteosynthese versorgt wurde 

(Suva-act. 7/24, 10). Am 16. Dezember 2009 erfolgte, ebenfalls im USZ, die Entfernung 

des Osteosynthesematerials (Suva-act. 14, 20). Infolge der operativen Eingriffe am 

Unterkiefer links war der Versicherte vom 27. April bis 10. Mai 2009 und vom 16. bis 

24. Dezember 2009 zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 7/26, 16).

A.b  Inzwischen hatte die Suva am 14. Oktober 2009 eine Rechnung für 

Physiotherapiebehandlungen vom 23. Juni bis 31. August 2009 inklusive 

Physiotherapieverordnung des Hausarztes des Versicherten, Dr. med. D.___, Facharzt 

FMH für Allgemeinmedizin, vom 19. Mai 2009 für posttraumatische Beschwerden der 

Spondylolisthesis nach Sturz auf das Gesäss mit der Begründung zurückgewiesen, 

eine Unfallmeldung mit Sturz auf das Gesäss sei nicht bekannt (Suva-act. 12, 19/2). 

Nach Fürsprache von Dr. D.___ (Suva-act. 19) wurden die Kosten der fraglichen 

Physiotherapiebehandlungen jedoch übernommen (Suva-act. 18). Eine weitere 

Rechnung für Physiotherapie im November 2009 vergütete die Suva am 20. Mai 2010 

(vgl. Suva-act. 86, B.). Ein Kostengutsprachegesuch für Physiotherapie vom 23. 

September 2011 wegen posttraumatischer Beschwerden der Spondylolisthesis mit 

entsprechender Physiotherapieverordnung von Dr. D.___ vom 16. September 2011 

lehnte die Suva hingegen nach Rücksprache mit ihrem kreisärztlichen Dienst mit 

Schreiben vom 3. Oktober 2011 ab. Bei den Beschwerden im Bereich der LWS handle 

es sich nicht mehr mindestens wahrscheinlich um Folgen des Unfalls vom 26. April 

2009 (Suva-act. 26 ff.).

A.c  Am 16. Januar 2013 wurde mit Physiotherapieverordnung von Dr. D.___ vom 

14. Dezember 2012 erneut um Kostengutsprache wegen posttraumatischer 

Beschwerden der Spondylolisthesis ersucht (Suva-act. 32). Zudem hatte der 

Beschwerdeführer der Suva am 11. Januar 2013 gemeldet, er habe seit dem Unfall 

vom 29. April 2009 immer wieder Beschwerden mit dem Kiefer und dem Ohr. Dennoch 

sei ihm die Rechnung für die Behandlung bei Dr. med. E.___, FMH 

Otorhinolaryngologie, zurückgeschickt worden (Suva-act. 29). Nach Einholung eines 

Berichts von Dr. E.___ vom 2. November 2012 (Suva-act. 30 f.) sowie nach 

Rücksprache mit ihrem Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie FMH, MAS 

Versicherungsmedizin (Suva-act. 34), lehnte die Suva mit Schreiben vom 29. Januar 

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2013 die Ausrichtung von Leistungen für die am 14. Dezember 2012 verordnete 

Physiotherapie sowie die Behandlung durch Dr. E.___ ab. Aufgrund der medizinischen 

Unterlagen bestehe kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang 

zwischen dem Ereignis vom 26. April 2009 und den aktuell behandelten Beschwerden 

(Suva-act. 35). Mit Verfügung vom 12. Februar 2013 hielt die Suva an ihrer 

Leistungsablehnung fest (Suva-act. 37). In einem zwischenzeitlich der Suva 

zugestellten Schreiben vom 11. Februar 2013 hatte Dr. D.___ um Berücksichtigung 

ersucht, dass beim Versicherten wohl eine Spondylolisthesis bestehe, die 

Beschwerden jedoch akut geworden seien, nachdem er durch einen Faustschlag zu 

Boden geworfen worden und auf sein Gesäss geprallt sei. In Folge dessen seien die 

alten Beschwerden wieder aufgetreten (Suva-act. 38).

B.      

B.a  Am 15. Februar 2013 erhob der Krankenversicherer des Versicherten gegen die 

Verfügung vom 12. Februar 2013 vorsorglich Einsprache (Suva-act. 40), zog diese 

jedoch nach Prüfung der Unterlagen mit Schreiben vom 14. März 2013 zurück (Suva-

act. 44).

B.b  Am 9. März 2013 hatte auch der Versicherte gegen die Verfügung vom 12. Februar 

2013 Einsprache erhoben (Suva-act. 43).

C.    

C.a  Anlässlich eines Gesprächs mit der Suva vom 29. Mai 2013 schilderte der 

Versicherte seine Beschwerdesituation seit dem Unfall vom 26. April 2009 hinsichtlich 

seines linken Ohrs, der linken Gesichtshälfte und des Rückens (Suva-act. 48).

C.b  Am 4. Juni 2013 reichte Dr. D.___ der Suva einen Auszug der Krankengeschichte 

des Versicherten vom 24. August 2007 bis 16. September 2011 ein (Suva-act. 51).

C.c  Auf Empfehlung des Kreisarztes Dr. F.___ vom 12. Juni 2013  (Suva-act. 52) 

beauftragte die Suva Dr. D.___ mit der Veranlassung einer Röntgenkontrolle der LWS, 

ersuchte ihn um Zustellung allfälliger vor dem Ereignis vom 26. April 2009 erstellter 

Aufnahmen der LWS (Suva-act. 54) und liess den Schadenfall aus ORL (Hals-Nasen-

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Ohren)-fachärztlicher Sicht durch Dr. med. G.___, Fachärztin für Oto-Rhino-

Laryngologie, Abteilung Arbeitsmedizin der Suva, beurteilen (Suva-act. 56). Auf Hinweis 

von Dr. G.___ folgte sodann am 19. September 2013 für eine zusätzliche Bewertung 

der Kausalität der Ohrenbeschwerden aus kieferchirurgischer Sicht zusätzlich eine 

Konsultation des Versicherten bei PD Dr. med. Dr. med. dent. H.___, Fachärztin für 

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Suva-act. 58, 65).

C.d  Nach Vorliegen aktueller Röntgenaufnahmen der LWS vom 23. August 2013 mit 

einer sich darstellenden Spondylolisthesis L5/S1 wies Dr. F.___ am 2. September 2013 

darauf hin, dass ohne Voraufnahmen kein Vergleich mit den neuen Röntgenaufnahmen 

möglich sei. Infolge des Beschwerdeverlaufs sei die Kausalität dennoch weiterhin 

höchstens möglicherweise zu bejahen. Eine richtungsweisende Verschlimmerung der 

Spondylolisthesis sei nicht überwiegend wahrscheinlich bestätigt (Suva-act. 62). Die 

Suva lehnte hierauf mit Verfügung vom 19. September 2013 eine Leistungspflicht 

bezüglich der gemeldeten Rückenbeschwerden mangels eines sicheren oder 

wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zum Ereignis vom 26. April 2009 ab (Suva-

act. 64).

D.      

D.a  Am 12. Oktober 2013 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 19. 

September 2013 Einsprache (Suva-act. 66).

D.b  Am 16. und 30. Oktober 2013 sowie am 13. Dezember 2013 hielt Dr. F.___ 

unverändert an seiner Beurteilung vom 2. September 2013 fest, wies auf das weitere 

Fehlen von Voraufnahmen für einen Vergleich mit den aktuellen Röntgenaufnahmen hin 

und ergänzte am 13. Dezember 2013, dass eine Distorsion bzw. Kontusion des 

Rückens innerhalb weniger Wochen vollumfänglich ausheile (Suva-act. 67, 69, 73). Zur 

Ergänzung der medizinischen Akten holte die Suva sodann mit Schreiben vom 12. 

Februar 2014 bei Dr. med. I.___, Orthopädische Chirurgie FMH/Wirbelsäulenchirurgie, 

Klinik J.___, einen Bericht ein (Suva-act. 79 f.). Die Klinik J.___ liess der Suva auch 

Röntgenbilder der LWS vom 12. März 1997 und 29. Dezember 2003 sowie einen MRI-

Untersuchungsbericht der LWS des Röntgeninstituts Jona vom 4. Februar 2004 

zukommen (Suva-act. 81, 84).

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D.c  Am 19. März 2014 erfolgte nochmals eine kreisärztliche Kausalitätsbeurteilung der 

Rückenschmerzen des Versicherten durch Dr. F.___ (Suva-act. 85).

D.d  Mit Entscheid vom 11. April 2014 wies die Suva die Einsprachen des Versicherten 

gegen die Verfügungen vom 12. Februar 2013 und 19. September 2013 ab (Suva-act. 

86).

E.      

E.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 11. 

Mai 2014 Beschwerde und beantragte aufgrund der gegebenen Kausalität der 

Beschwerden zum Ereignis vom 26. April 2009 die Übernahme sämtlicher Kosten im 

Zusammenhang mit den in der Eingabe erwähnten Beschwerden; Rückenschmerzen, 

Gefühlsstörungen und Schmerzen bei Belastung an der linken Backenseite, 

Ohrenschmerzen mit einem dumpfen Hörempfinden (act. G 1).

E.b  In der Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

E.c   Mit Replik vom 15. August 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinem 

Beschwerdeantrag fest (act. G 5).

E.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 7).

E.e   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

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bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 

3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Wird durch einen 

Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt manifest, entfällt die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante), oder derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status 

quo sine), erreicht ist. Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens muss ebenso wie der leistungsbegründende 

natürliche Kausalzusammenhang mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit 

Hinweisen).

1.2    Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der 

Feststellungen bei den medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder 

der Ärztin (BGE 122 V 159 E. 1b, 112 V 32 E. 1a; PVG 1984 Nr. 82, 174). Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder 

der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen 

Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

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oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den Berichten 

versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 465, 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen).

1.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen somit in der 

Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift jedoch erst Platz, wenn im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher (die blosse Möglichkeit genügt, 

wie gesagt, nicht) Sachverhalt ermittelt werden kann (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 

54 f., 79).

2.       

2.1   Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 11. April 2014 (Suva-act. 86). Diesem liegen die Verfügungen 

vom 12. Februar 2013 (Suva-act. 37) und vom 19. September 2013 (Suva-act. 64) zu 

Grunde. In beiden Verfügungen befasste sich die Beschwerdegegnerin zunächst mit 

Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers; in derjenigen vom 12. Februar 2013 

sinngemäss unter Abweisung einer Leistungspflicht hinsichtlich der am 14. Dezember 

2012 von Dr. D.___ verordneten Physiotherapie bei der Diagnose posttraumatischer 

Beschwerden der Spondylolisthesis (Suva-act. 32). Unbestritten ist offensichtlich unter 

den Parteien, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 26. April 2009 im Bereich 

des Rückens bzw. des Sacrums keine neue, bleibende Gesundheitsschädigung im 

Sinn einer strukturellen Veränderung, insbesondere keine Fraktur, erlitten hat. Auch aus 

den medizinischen Akten ergeben sich keine gegenteiligen Hinweise (vgl. dazu Suva-

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act. 7/24, 62). Röntgenaufnahmen der LWS vom 23. August 2013 sowie die anlässlich 

der Konsultation im USZ vom 26. April 2009 vorliegende Bildgebung des Sacrums 

zeigten zwar eine Spondylolisthesis L5/S1 bei Spondylolyse (Suva-act. 7/24, 62, 85/5) 

und damit eine strukturelle gesundheitliche Störung. Wie der von Dr. D.___ notierten 

Krankengeschichte zu entnehmen ist (vgl. Suva-act. 51), war jedoch die 

Spondylolisthesis L5/S1 bereits vorbestehend und stellt - wie im MRI-

Untersuchungsbericht der LWS des Röntgeninstituts K.___ vom 4. Februar 2004 

festgehalten - eine degenerative Problematik dar. Eine Spondylolyse 

(Wirbelbogendefekt) hat eine Spondylolisthesis (Abgleiten des betreffenden Wirbels) zur 

Folge, welche wiederum zu Bandscheibendegenerationen führt (vgl. dazu Suva-act. 84; 

vgl. dazu auch die medizinische Literatur: Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 843 ff.; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. 

München 2003, S. 1737; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 

2012, S. 1974). Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht 

medizinischerseits fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je 

wieder erreicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer 

"richtungsgebenden Verschlimmerung" (Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 54). Die lediglich vorübergehende, unfallbedingte Verschlimmerung 

eines Vorzustandes basiert auf dem Wissen, dass es im Unfallversicherungsrecht 

durchaus Fälle gibt, bei denen die Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer 

Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen Verlaufs nie wirklich 

sichtbar gemacht werden konnten. Dennoch wird nach einem geeigneten bzw. 

adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden Wirkung des Unfalls 

auf den Körper ausgegangen, die nach dem Unfall aufgetretenen bzw. ausgelösten 

Beschwerden werden jedoch nach einem bestimmten Zeitraum - trotz ihres möglichen 

Fortdauerns - aufgrund einer medizinischen Erfahrungstatsache nicht mehr dem Unfall 

angelastet. Als Beispiel dafür gilt die durch einen Unfall ausgelöste Diskushernie. Die 

Unfallversicherung übernimmt in diesen Fällen nur den durch das Unfallereignis 

ausgelösten Beschwerdeschub (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts [bis 31. 

Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgerichts, EVG] vom 9. Januar 2012, 

8C_601/2011, E. 3.2, und Urteil des EVG vom 20. September 2001, U 379/00, E. 6a).

2.2   Nachdem die Beschwerdegegnerin zunächst einen Unfall bezogen auf den 

Rücken bzw. einen Sturz auf das Gesäss verneint und entsprechende 

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Physiotherapieleistungen für posttraumatische Beschwerden der Spondylolisthesis am 

14. Oktober 2009 abgelehnt hatte (Suva-act. 12), kam sie am 18. Januar 2010 auf ihren 

Entscheid zurück und sicherte dem Beschwerdeführer Heilbehandlungsleistungen für 

Physiotherapie vom 23. Juni bis 31. August 2009 zu (Suva-act. 18). Sie wies aber nach 

wie vor darauf hin, dass weder im Notfallbericht des Spitals C.___ (Suva-act. 4) und 

den Berichten des USZ (Suva-act. 7, 10) noch in der Unfallmeldung vom 27. April 2009 

(Suva-act. 1) ein Sturz auf das Gesäss festgehalten sei (Suva-act. 18). Nachdem aber in 

der Anamnese des Berichts der Klinik für Unfallchirurgie des USZ vom 27. April 2009 

(Suva-act. 7/24) von einem Sturz auf das Steissbein die Rede und entsprechend eine 

bildgebende Untersuchung des Sacrums durchgeführt worden ist, insbesondere auch 

in den Polizeiakten von den in den Streit involvierten Personen übereinstimmend ein 

Sturz beschrieben wird und in der Krankengeschichte von Dr. D.___ betreffend die 

Konsultation vom 6. Mai 2009 ein Sturz zu Boden vermerkt ist (Suva-act. 51), besteht 

kein Anhalt, grundsätzlich an einer Unfallbeteiligung des Rückens bzw. des Gesässes 

des Beschwerdeführers zu zweifeln. Auch die Beschwerdegegnerin legt im 

angefochtenen Einspracheentscheid diesen Sachverhalt der Kausalitätsbeurteilung zu 

Grunde (vgl. Suva-act. 86, Ziff. 5). Wie von Dr. D.___ in seinem Schreiben vom 11. 

Februar 2013 geltend gemacht, ist damit von einem unfallbedingten akut Werden der 

Spondylolisthesis bzw. einer Verschlimmerung des Vorzustandes auszugehen. In der 

Verfügung vom 12. Februar 2013 wurde eine Leistungspflicht erst für die von Dr. D.___ 

am 14. Dezember 2012 verordnete Physiotherapie abgelehnt. Am 3. Oktober 2011 

wurde jedoch kreisärztlich festgehalten, nach sechs Monaten könne davon 

ausgegangen werden, dass die LWS-Beschwerden nicht mehr zumindest 

wahrscheinlich unfallkausal seien (Suva-act. 27). Gestützt darauf verneinte die 

Beschwerdegegnerin - wenn auch nur formlos mit Schreiben vom 3. Oktober 2011 - 

eine Leistungspflicht bereits für die am 16. September 2011 verordnete Physiotherapie 

(Suva-act. 26, 28). Nachdem dazu in der Verfügung vom 19. September 2013 allgemein 

die Ausrichtung von Leistungen für gemeldete Rückenbeschwerden abgelehnt wurde 

und schliesslich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. April 2014 (Suva-act. 

86, Ziff. 5.b) festgehalten wird, die Ärzte gingen übereinstimmend davon aus, dass der 

Unfall vom 26. April 2009 die Rückenbeschwerden verschlimmert habe, entsprechend 

habe sie die Kosten für die physiotherapeutische Behandlung der Rückenbeschwerden 

bis November 2009 übernommen, darf davon ausgegangen werden, dass die 

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Beschwerdegegnerin sinngemäss von einem Status quo sine vel ante per Ende 

Oktober 2009, d.h. spätestens sechs Monate nach dem Unfall, ausgeht.

2.3   Die Beschwerdegegnerin stützt sich dabei insbesondere auf die Beurteilung von 

Dr. F.___ vom 19. März 2014 (Suva-act. 85). Der Umstand, dass dieser seine 

Beurteilung ausschliesslich aufgrund der Akten abgegeben und den Beschwerdeführer 

nicht selbst untersucht hat, steht dem Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen 

(vgl. dazu RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b; Urteile des Bundesgerichts vom 1. 

Februar 2010, 8C_792/2009, E. 5, und vom 26. Januar 2010, 8C_833/2009, E. 5.1). Dr. 

F.___ legt die Anamnese ("Aktenmässiger Verlauf") bzw. die Ergebnisse der im 

konkreten Fall durchgeführten ärztlichen Untersuchungen - die 

Untersuchungsergebnisse der Klinik für Unfallchirurgie des USZ vom 26. April 2009 

bzw. den entsprechenden Bericht vom 27. April 2009 ausgenommen (Suva-act. 7/24; 

vgl. dazu aber nachfolgende Erwägung 2.4) - dar. Nicht in Frage zu stellen ist 

ausserdem die Fachkompetenz von Dr. F.___, der Facharzt für Chirurgie und 

Versicherungsmedizin ist. Jedoch sind auch die Beurteilungen der Ärztinnen und Ärzte 

der Suva nach den allgemeinen Grundsätzen der Schlüssigkeit, Nachvollziehbarkeit, 

Widerspruchsfreiheit sowie des Fehlens von Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit 

der spezialärztlichen Beurteilung sprechen, zu beurteilen (vgl. Erwägung 1.2).

2.4   Eine richtunggebende Verschlimmerung der vorbestandenen Spondylolisthesis 

des Beschwerdeführers durch seinen Sturz auf das Gesäss vom 26. April 2009, die 

eine Leistungseinstellung ausschliessen würde (vgl. Erwägung 2.1), ist - wie von Dr. 

F.___ festgestellt - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 

verneinen. Der Bericht der Klinik für Unfallchirurgie des USZ vom 27. April 2009 und 

damit die darin enthaltene Schilderung des Sturzes auf das Gesäss und festgehaltene 

Bedarfsanalgesie sowie der von den Ärzten der Klinik am 26. April 2009 erhobene 

Befund einer Klopfdolenz sacral (Suva-act. 7/24) wurden zwar von Dr. F.___ übersehen. 

Entscheidend ist jedoch, dass er in seiner Beurteilung vom 19. März 2014 davon 

ausgeht, dass am 26. April 2009 ein Sturz auf das Gesäss stattgefunden hat, und seine 

Ausführungen zur Frage der Kausalität der geklagten Beschwerden angesichts der 

gesamten Aktenlage schlüssig und überzeugend erscheinen (Suva-act. 85). Es 

erscheint naheliegend, dass sich eine richtunggebende Verschlimmerung gegenüber 

einer vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes in einer bestimmten 

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Weise abheben muss. Treten nach einem Unfall posttraumatische Lumbalgien und 

Lumboischialgien auf, so kann das Erreichen des Status quo sine nach drei bis vier 

Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung 

röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression 

abheben muss (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 56). Vorübergehende 

Verschlimmerungen von degenerativen Vorzuständen sind demgegenüber, wie bereits 

erwähnt, kaum je sichtbar (vgl. Erwägung 2.1). Angesichts des Gesagten überprüfte 

Dr. F.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 19. März 2014 nachvollziehbar die 

bildgebende bzw. radiologische Entwicklung der Spondylolisthesis L5/S1 des 

Beschwerdeführers. Eine Überprüfung derselben liess sich im konkreten Fall insofern 

besonders zuverlässig vornehmen, als beim Beschwerdeführer schon seit vielen Jahren 

eine Spondylolisthesis bestand. So liegt ein erstes Röntgenbild mit Darstellung einer 

solchen vom 12. März 1997 vor (Suva-act. 85), welches bereits deutliche degenerative 

Veränderungen bei ausgeprägter Spondylolisthesis L5/S1 zeigte. Das sechs Jahre 

später erstellte Röntgenbild vom 29. Dezember 2003 wies im Vergleich zur Bildgebung 

vom 12. März 1997 keine Veränderungen auf. Auch im MRI-Untersuchungsbericht vom 

4. Februar 2004 wurde eine fortgeschrittene Degeneration des Segments L5/S1 infolge 

Fehlstellung festgehalten (Suva-act. 84). Entscheidend war nun aber das nach dem 

Unfall vom 26. April 2009 erstellte Röntgenbild vom 23. August 2013, das laut Dr. F.___ 

weitgehend vergleichbar mit den konventionellen Voraufnahmen vom 12. März 1997 

und 29. Dezember 2003 ist. So stellte sich auch hier eine ausgeprägte 

Spondylolisthesis dar. Eine von Anfang an ausgeprägte Spondylolisthesis lässt 

selbstredend bereits für sich einer richtunggebenden Verschlimmerung wenig Raum. 

Der Schweregrad der Spondylolisthesis war sodann über viele Jahre auf sämtlichen vor 

und nach dem Unfall erstellten radiologischen Bildern einheitlich deutlich, ausgeprägt 

bzw. fortgeschritten. In Anbetracht der vorliegenden Sachlage erscheint die 

Schlussfolgerung von Dr. F.___ - angesichts der schon lange bekannten 

Spondylolisthesis ohne unisegmentale Zunahme der Degeneration sei nicht 

überwiegend wahrscheinlich von einer richtungsgebenden Verschlimmerung 

auszugehen - ohne Weiteres überzeugend. Auch die Darstellungen von Dr. I.___ in 

seinem Bericht vom 5. September 2011 (Suva-act. 79) lassen - wie von Dr. F.___ 

festgestellt - nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von 

einer richtungsgebenden Verschlimmerung ausgehen. Dr. I.___ beschreibt, dass der 

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Beschwerdeführer bereits im Jahr 2003 unter grossen Problemen im Sinne von 

Kreuzschmerzen gelitten habe. Mit einer seither jährlich durchgeführten Physiotherapie 

seien diese zum grössten Teil verschwunden. Im Jahr 2009 sei der Beschwerdeführer 

gestürzt und leide seitdem unter stärkeren Schmerzen, die sich nicht mehr so gut 

behandeln lassen würden. Die Schmerzen kämen schon nach kurzen Intervallen nach 

der Physiotherapie wieder zurück und blieben hartnäckig. Das vom Beschwerdeführer 

anlässlich der Konsultation von Dr. I.___ am 2. September 2011 beschriebene 

Beschwerdebild (Missempfindung im linken Bein, die beim Gehen verschwinde und 

kein Schmerz sei; Fehlen von nächtlichen Schmerzen; morgendliche Beschwerden, die 

jedoch bei weitem nicht so seien, wie es einmal gewesen sei; Schmerzgrad 5), die 

damals von Dr. I.___ erhobenen Befunde (in keiner Weise reduzierte oder schmerzhafte 

Beweglichkeit des Rumpfes, symmetrisches Gangbild, keine neurologischen 

Dysfunktionen oder Defizite, palpatorisch über der LWS wenig Dolenz) sowie die 

unwesentlich veränderten Therapievorschläge lassen hingegen keine richtungsgebende 

Verschlimmerung der bereits vorbestehenden Beschwerden erkennen. Vielmehr ist 

auch aufgrund der dargelegten Sachlage von einer gegenüber dem Vorzustand 

unveränderten Situation auszugehen. Eine richtungsgebende Verschlimmerung müsste 

im Übrigen medizinisch beurteilt werden, wird jedoch auch von Dr. I.___ in keiner Weise 

diskutiert.

2.5   Nachdem der Beschwerdeführer angesichts der dargelegten medizinischen 

Befunde mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anlässlich des 

Sturzes auf das Gesäss am 26. April 2009 keine richtungsgebende Verschlimmerung 

der vorbestandenen, unfallfremden Spondylolisthesis erlitten hat, kommt damit nur eine 

ausheilende Traumatisierung mit vorübergehenden kausalen Beschwerden in Frage. 

Angesichts des vom Beschwerdeführer beschriebenen Unfall- bzw. Sturzmechanismus 

ist - wie auch von Dr. F.___ angenommen - von einer Kontusion der LWS oder des 

Sacrums auszugehen. Dr. F.___ stellt sich in seinen Beurteilungen vom 12. Juni 2013 

(Suva-act. 52) und vom 19. März 2014 (Suva-act. 85) auf den Standpunkt, 

Rückenschmerzen seien unfallkausal, wenn die Symptomatik innerhalb von 72 Stunden 

auftrete. Angesichts dessen, dass beim Beschwerdeführer der Zeitpunkt der 

erstmaligen Manifestation der Rückenschmerzen unklar sei, könne höchstens von einer 

möglichen Unfallkausalität ausgegangen werden. Dr. I.___ und Dr. D.___ gehen davon 

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aus, dass die Spondylolisthesis des Beschwerdeführers durch den Sturz vom 26. April 

2009 traumatisiert worden sei, was in der Folge zu LWS-Beschwerden geführt habe.

2.6   Der echtzeitlichen Schwere einer Beschwerdesymptomatik bzw. ihr zeitliches Auf­

treten vermag für die Heilungsdauer und damit für die Annahme eines Status quo sine 

vel ante durchaus Bedeutung zukommen. So erscheint es nachvollziehbar, dass 

schwere Kontusionen im Regelfall unmittelbar nach dem Unfall zu bedeutenden 

Beschwerden führen und der Heilungsprozess einer schweren Kontusion länger dauert 

als derjenige einer leichten Kontusion. Wie bereits erwähnt, argumentiert Dr. F.___ in 

seiner Beurteilung vom 19. März 2014 (Suva-act. 85) ohne Kenntnis der 

Befunderhebung durch die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des USZ (Suva-act. 7/24) 

und geht damit vom nicht zutreffenden Sachverhalt aus, innerhalb von 72 Stunden seit 

dem Unfall seien in den echtzeitlichen ärztlichen Berichten kein Sturz auf das Gesäss 

und keine Rückenbeschwerden geschildert worden. Allerdings bestehen keine 

Hinweise dafür, dass es zu einer bedeutenden Kontusionsverletzung mit namhafter 

Schmerzhaftigkeit gekommen war. So äusserte sich der Beschwerdeführer gegenüber 

der Beschwerdegegnerin am 29. Mai 2013 vorderhand zur Kiefer- bzw. Ohrproblematik 

und hielt hinsichtlich der Rückenbeschwerden fest, dass er nicht mehr wisse, wann 

genau diese erstmals aufgetreten seien (Suva-act. 48). Die Argumentation des 

Beschwerdeführers, zu Beginn des Heilverlaufs hätten andere gesundheitliche 

Probleme im Vordergrund gestanden, erscheint zwar insofern nicht als abwegig, als er 

sich vom 26. bis 30. April 2009 für die operative Behandlung seiner doppelten 

Unterkieferfrakturen stationär im USZ aufhielt. Nachdem jedoch laut Bericht der Klinik 

für Unfallchirurgie des USZ vom 27. April 2009 noch am Unfalltag eine radiologische 

Untersuchung des Sacrums stattgefunden hat, als Befund jedoch einzig eine 

Klopfdolenz erhoben und als Procedere lediglich eine Bedarfsanalgesie vermerkt 

wurden, und in Übereinstimmung mit Dr. F.___ (vgl. Suva-act. 85) eine relevante 

Symptomatik lumbosacral von Kieferbeschwerden zu abstrahieren sein müsste, ist 

trotz allem nicht von einer massgeblichen Kontusionsverletzung auszugehen.

2.7   Es ist eine medizinische Erfahrungstatsache, dass ein leichtes Trauma mit einer 

fehlenden strukturellen Schädigung der Gelenke und/oder Knochen, wie beispielsweise 

eine Prellung, Verstauchung oder Zerrung, auch bei degenerativen Vorzuständen 

normalerweise innert kurzer Zeit abheilt. Dr. F.___ veranschlagt hierbei eine Zeitdauer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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von sechs Monaten, worauf die Beschwerdegegnerin von einem Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen bezüglich der 

Beschwerdesymptomatik im Zusammenhang mit der Spondylolisthesis per Ende 

Oktober 2009 ausging. Damit übereinstimmend weist die Krankengeschichte von Dr. 

D.___ betreffend die Konsultation vom 10. September 2009 auf eine erhebliche 

Regredienz der Beschwerden im Zusammenhang mit der Spondylolisthesis hin (Suva-

act. 51). Eine Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch 

muss sie sich eben als solche präsentieren. Im vorliegenden Fall liegen keine Hinweise 

für eine längere Heilungsdauer vor. Allein die Tatsache, dass bei einer versicherten 

Person vor dem geltend gemachten Unfall noch keinerlei Beschwerden im Bereich der 

LWS bzw. des Sacrums bestanden haben, reicht schliesslich nicht aus, um von einer 

fortdauernden Unfallkausalität auszugehen (vgl. dazu die beweisrechtlich untaugliche 

Formel "post hoc ergo propter hoc"; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 [U 290/06] E. 4.2 mit 

Hinweisen; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 

1989, S. 460 Fn 1205). Im konkreten Fall ist im Übrigen gerade nicht von einer solchen 

Konstellation auszugehen. Beim Beschwerdeführer ist seit mehreren Jahren eine 

Spondylolisthesis L5/S1 ausgewiesen, die immer wieder zu Schmerzen und anderen 

Beschwerden geführt hat (vgl. Suva-act. 51, 84).

2.8   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass gestützt auf die Beurteilungen von 

Dr. F.___ sowie angesichts der beschriebenen übrigen Aktenlage mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden muss, dass der 

Unfall vom 26. April 2009 für die Rückenbeschwerden im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung (Ende Oktober 2009) keine Teilursache mehr darstellte bzw. der 

Status quo sine vel ante erreicht war. Die Beschwerdegegnerin hat demzufolge ihre 

Leistungen bezüglich der Rückenbeschwerden zu Recht per Ende Oktober 2009 

eingestellt.

3.       

3.1   Der Beschwerdeführer erlitt sodann anlässlich des Unfalls vom 26. April 2009 

unbestrittenermassen eine zweifache Mandibulafraktur links, welche am 27. März 2009 

im USZ reponiert und mittels Osteosynthese versorgt wurde (Suva-act. 7/24, 10). Am 

16. Dezember 2009 wurde, ebenfalls im USZ, das Osteosynthesematerial entfernt 

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(Suva-act. 20). Infolge dieser operativen Eingriffe war der Beschwerdeführer vom 27. 

April bis 10. Mai 2009 und vom 16. bis 24. Dezember 2009 zu 100% arbeitsunfähig 

(Suva-act. 3, 16). Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit 

der erlittenen zweifachen Unterkieferfraktur, d.h. insbesondere für die genannten 

Operationen bis zur Heilung der Operationsfolgen, sowie ein Anspruch des 

Beschwerdeführers auf Taggeldleistungen für die diesbezüglichen Arbeitsunfähigkeiten 

sind unbestritten. Die entsprechenden Leistungen wurden von der 

Beschwerdegegnerin offensichtlich erbracht. Anlässlich eines Telefongesprächs vom 

11. Januar 2013 mit der Beschwerdegegnerin berichtete sodann der 

Beschwerdeführer, er habe seit seinem Unfall im Jahr 2009 immer wieder Probleme mit 

dem Kiefer und dem Ohr (Suva-act. 29). Laut der von Dr. E.___ dokumentierten 

Krankengeschichte hat sich der Beschwerdeführer zuvor am 2. November 2012 bei 

diesem in Behandlung begeben und über eine vermehrte Berührungsempfindlichkeit 

der linken Wange, ein Schwellungsgefühl im Bereich der Ohrspeicheldrüse, ein Druck- 

und Okklusionsgefühl im linken Ohr und Umgebung, eine Lärmempfindlichkeit und ein 

intermittierendes Ohrrauschen seit der Unterkieferfraktur im Frühjahr 2009 geklagt 

(Suv-act. 31). Mit Verfügung vom 12. Februar 2013 (Suva-act. 37) bzw. 

Einspracheentscheid vom 11. April 2014 (Suva-act. 86) verneinte die 

Beschwerdegegnerin einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 

vom 26. April 2009 und den vom Beschwerdeführer gegenüber Dr. E.___ geklagten 

Beschwerden.

3.2   Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund erhoben wird. Das linke Ohr 

liegt in unmittelbarer Nähe des linken Unterkiefers und laut Aussage des 

Beschwerdeführers wurden die damaligen Schläge auf die linke Wange, nur wenig vom 

linken Ohr entfernt, geführt. Sodann ist die Lokalisation von Schmerzen für den 

Betroffenen nicht immer einfach und ihre Fähigkeit zur Ausstrahlung ein bekanntes 

Phänomen. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin vor ihrer Leistungsablehnung 

sowohl den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bezüglich seines linken Ohrs 

als auch seines linken Unterkiefers fachärztlich beurteilen lassen. Unfallrestfolgen im 

Bereich des linken Unterkiefers könnten angesichts des Gesagten sowohl für die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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Ohrbeschwerden als auch für die Backen- bzw. Wangenbeschwerden verantwortlich 

sein.

3.3   Echtzeitlich ist in den Berichten des USZ unbestrittenermassen keine 

unfallbedingte strukturelle Ohrverletzung, sondern einzig die zweifache 

Mandibulafraktur links dokumentiert. Ohrbeschwerden sind in den Akten erstmals in 

der von Dr. D.___ notierten Krankengeschichte im Rahmen einer Konsultation vom 25. 

Juli 2011 festgehalten. Der Beschwerdeführer berichtete damals, dass sich das ganze 

linke Ohr ganz anders als das rechte anfühle; da sei jedoch nichts passiert. 

Ohrspezifische Befunde oder eine bezüglich der Ohren verordnete Therapie sind in der 

Krankengeschichte nicht vermerkt (Suva-act. 51). Eine fachärztlich dokumentierte 

Untersuchung der Ohren erfolgte erst durch Dr. E.___ am 2. November 2012. Eine 

Ohrmikroskopie zeigte beidseits wenig Hyperostosen, sonst reizlose Gehörgänge 

sowie differenzierte Trommelfelle. Der Weber- und der Rinne-Versuch fielen positiv aus. 

Das zudem durchgeführte Reintonaudiogramm ergab beidseits eine leichte 

Mitteltonhörminderung, ansonsten jedoch normale Schwellen für Luft- und 

Knochenleitung. Gestützt auf diese Untersuchungsergebnisse hielt Dr. E.___ fest, er 

könne für die geklagten Ohrbeschwerden (Hyperakusis/Tinnitus) des 

Beschwerdeführers keine spezifische Pathologie erfassen und interpretiere diese als 

reaktiv mit Projektion in die linke Kopfseite (Suva-act. 31). Dr. G.___ hält in ihrer 

ärztlichen Beurteilung vom 2. Juli 2013 aus ORL-fachärztlicher Sicht bezüglich der 

Ohren fest, dass vom zeitlichen Ablauf her nicht von solchen, auf das Unfallereignis 

zurückzuführenden Ohrbeschwerden ausgegangen werden könne. Die Latenzzeit 

zwischen Unfallereignis und Auftreten der subjektiven Ohrbeschwerden sei zu lang und 

nicht nachvollziehbar, ansonsten sie postoperativ bereits hätten dokumentiert sein 

müssen. Die geklagten Ohr- und Ohrspeicheldrüsenbeschwerden mit Hyperakusis, 

Tinnitus und Okklusionsgefühl im linken Ohr seien aus ORL-Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht unfallbedingt (Suva-act. 56). Diese Schlussfolgerung erscheint 

angesichts der dargelegten massgeblichen sachverhaltlichen Grundlagen ohne 

weiteres überzeugend und schlüssig. Nach der Rechtsprechung sind die 

Anforderungen an den Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs im Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit umso strenger, je grösser der zeitliche Abstand 

zwischen dem Unfall und dem erneuten Eintritt der Gesundheitsschädigung ist (RKUV 

1997 Nr. U 275 S. 188 E. 1c). Eine Latenzzeit von rund zwei Jahren bis zur erstmaligen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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Dokumentation von Ohrenbeschwerden lässt die präsentierte Symptomatik, wenn 

überhaupt, nur möglicherweise in einem kausalen Zusammenhang zum Unfall stehen 

(vgl. dazu Ausführungen in Erwägung 2.6). Ebenfalls in Frage gestellt ist eine 

Unfallkausalität dadurch, dass anlässlich der Konsultation bei Dr. D.___ am 25. Juli 

2001, wie gesagt, weder eine konkrete Befunderhebung noch eine Therapie erfolgte, es 

bis zur Konsultation von Dr. E.___ wegen Ohrbeschwerden wiederum mehr als ein Jahr 

dauerte und auch dieser die geklagten Ohrbeschwerden aus ORL-spezifischer Sicht 

keiner Pathologie zuzuordnen vermochte oder eine konkrete Therapie verordnete. 

Grundsätzlich können demzufolge konkrete Unfallfolgen im Bereich des linken Ohrs 

nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit angenommen 

werden.

3.4   Wie bereits erwähnt, klagte der Beschwerdeführer gegenüber Dr. E.___ am 2. 

November 2012 ausserdem über Probleme im Bereich des linken Kiefers, die im 

Auszug der Krankengeschichte als Berührungsempfindlichkeit der linken Wange (Suva-

act. 31) und in der Beschwerde als Gefühlsstörungen und Schmerzen bei Belastung an 

der linken Backenseite am linken Unterkiefer (act. G 1) beschrieben werden. Die 

Nachkontrollen in der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie vom 1. und 27. Mai 2009 

sowie vom 22. Juli 2009 waren laut Bericht der Klinik vom 4. August 2009 regelrecht. 

Anlässlich der letzten

3-Monatskontrolle berichtete der Beschwerdeführer, es gehe ihm soweit gut, worauf 

die Ärzte der Klinik in drei Monaten eine 6-Monatskontrolle planten (Suva-act. 10). Eine 

Dokumentation über deren Durchführung bzw. deren Ergebnisse liegt nicht bei den 

Akten. Vorliegend ist einzig ein Kostengutsprachegesuch vom 2. November 2009 

aktenkundig, worin ein regelrechter klinischer und radiologischer postoperativer Verlauf 

und die Planung der Entfernung des Osteosynthesematerials etwa 8 Monate 

postoperativ vermerkt wurden (Suva-act. 13). Dr. D.___ hatte den Beschwerdeführer 

ausserdem aufgefordert, Anfang August 2009 nochmals bei ihm zu erscheinen, was 

jedoch nicht geschah (Suva-act. 11). Im Austrittsbericht des USZ betreffend die 

Hospitalisation im Zusammenhang mit der Osteosynthesematerialentfernung ist notiert, 

der Beschwerdeführer habe am 17. Dezember 2009 in gutem Allgemeinzustand und in 

subjektivem Wohlbefinden in die ambulante Nachsorge entlassen werden können. Als 

extraorale Befunde wurden bei Austritt eine leichte Hypästhesie im Bereich des Nervus 

V3 links, eine erhaltene Fazialisfunktion, eine minimale Schwellung im Bereich der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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linken Wange, kein Hämatom und ein Kinnverband in situ erhoben (Suva-act. 20). Eine 

Dokumentation über die ursprünglich im Anschluss an die 

Osteosynthesematerialentfernung vereinbarte Nachkontrolle liegt ebenfalls nicht bei 

den Akten. Von Beschwerden im Bereich des Unterkiefers ist in den Akten nach der 

Osteosynthesematerialentfernung vom 17. Dezember 2009 erstmals wieder in der 

Krankengeschichte von Dr. D.___ in Bezug auf die Konsulation vom 25. Juli 2011 die 

Rede. Dies jedoch ohne konkrete Befunderhebung oder konkreten Therapievorschlag 

(Suva-act. 51). Bis zur nächsten Dokumentation von Wangenbeschwerden bzw. einer 

ärztlichen Konsultation von Dr. E.___ dauerte es sodann wiederum mehr als ein Jahr 

(Suva-act. 31). Dr. G.___ weist in ihrer ärztlichen Beurteilung vom 2. Juli 2013 auf den 

unauffälligen peri- und postoperativen Heilungsverlauf betreffend der zweifachen 

Unterkieferfraktur hin und stellt nachvollziehbar und überzeugend fest, dass bei 

postoperativen Beschwerden sicher weitere ärztliche Konsultationen durchgeführt, 

insbesondere die weiteren vereinbarten Nachkontrollen wahrgenommen worden wären 

(Suva-act. 56). Am 19. September 2013 erfolgte die von ihr angeregte ergänzende 

Beurteilung aus kieferorthopädischer Sicht durch Dr. H.___ (Suva-act. 65). Eine 

eigentliche Kausalitätsbeurteilung nahm diese nicht vor. Angesichts dessen, dass Dr. 

H.___ jedoch bezüglich des linken Unterkiefers offensichtlich keine auffälligen, 

wesentlich von der Norm abweichenden Befunde zu erheben vermochte, liegen damit 

keine massgeblichen, neuen kieferchirurgischen Erkenntnisse vor, welche dem von Dr. 

G.___ beschriebenen, komplikationslosen Heilungsverlauf widersprechen würden.

3.5   Zusammenfassend ist angesichts der in Erwägung 3.3 f. dargelegten Sachlage 

festzuhalten, dass mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit weder 

von Unfallrestfolgen im Bereich des linken Unterkiefers und demgemäss von sekundär 

durch eine Kieferproblematik verursachten Ohrbeschwerden, noch von Unfallrestfolgen 

einer beim Unfall vom 26. April 2009 erlittenen strukturellen Ohrverletzung links 

ausgegangen werden kann. Die Beschwerdegegnerin hat damit sowohl eine 

Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung hinsichtlich der 

Ohrbeschwerden links als auch bezüglich neuer Beschwerden im Bereich des linken 

Unterkiefers zu Recht verneint. Die Ausführungen des Beschwerdeführers anlässlich 

des Gesprächs mit der Beschwerdegegnerin vom 29. Mai 2013 betreffend 

Brückensymptome vermögen an dieser Beurteilung nichts zu ändern. 

Brückensymptome, die das Geschehen über die leistungsfreie Zeit hinweg als Einheit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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kennzeichnen, sind im konkreten Fall nicht mit der erforderlichen überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Der Beschwerdeführer beschrieb Schmerzen zu 

Beginn im Bereich der gesamten Gesichtshälfte, von der Wange bis hin zum Ohr. Die 

Ärzte des USZ hätten ihm gesagt, der Heilungsverlauf würde bis zu zwei Jahre dauern, 

weswegen er die Hoffnung gehabt habe, die Schmerzen würden mit zunehmender 

Dauer abnehmen. Im Verlauf der Jahre sei es dann auch zu einer leichten Besserung 

der Beschwerden an der linken Wange und am linken Ohr gekommen. Vollständig 

schmerzfrei sei er jedoch seit dem Unfallereignis vom 26. April 2009 nie mehr gewesen. 

Erst nach der Osteosynthesematerialentferung habe er den effektiven Schmerz 

genauer lokalisieren können. Er habe sowohl vor dem linken Ohr (beim Kiefergelenk) als 

auch im linken Ohr Schmerzen verspürt (Suva-act. 48). An sich könnte sich ein 

Heilungs- bzw. Beschwerdeverlauf wie vom Beschwerdeführer geschildert zutragen. 

So ist es denkbar, dass noch vorhandenes Osteosynthesematerial vom Patienten als 

störend bzw. ein Heilungsverlauf erst nach der Entfernung als abgeschlossen oder 

eben nicht abgeschlossen empfunden wird und in der Folge neue Erkenntnisse 

gezogen werden. Ausserdem können Brückensymptome naturgemäss auch relativ 

harmloser Natur sein und dürfen in der Regel nicht nur dann anerkannt werden, wenn 

sie auch durchgängig ärztlich behandelt wurden (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 6. Juni 2006, U 12/06, E. 4.3.2). Doch ist auch hier auf die 

Ausführungen in Erwägung 3.4 hinzuweisen. Der wiederholt festgehaltene regelrechte 

postoperative Verlauf, die nicht wahrgenommene Nachkontrolle des 

Beschwerdeführers bei Dr. D.___, die grosse Latenzzeit von rund zwei Jahren zwischen 

dem Unfall und den erstmals am 25. Juli 2011 von Dr. D.___ in den Akten registrierten 

Ohrbeschwerden, aber insbesondere die erneut lange Latenzzeit von eineinhalb Jahren 

zwischen der Osteosynthesematerialentfernung und den am 25. Juli 2011 

dokumentierten Ohr- sowie Unterkieferbeschwerden links lassen erhebliche Zweifel an 

der Schilderung des Beschwerdeführers aufkommen. Eine fachärztliche Untersuchung 

mit Erhebung konkreter Befunde erfolgte sodann nochmals über ein Jahr später, am 2. 

November 2012 bei Dr. E.___. Leidet eine versicherte Person unter massgeblichen 

Beschwerden, erscheint es eher unwahrscheinlich, dass diese über eine solch lange 

Zeit akzeptiert bzw. erduldet werden, ohne dass ein Arzt früher bzw. in kürzeren 

Abständen konsultiert wird.

4.     

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 11. April 2014 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.    

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 31.07.2015
	Art. 6 UVG: Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall mit zweifacher Unterkieferfraktur und nach einer langen Latenzzeit neu bzw. erneut aufgetretenen Ohr- bzw. Unterkieferbeschwerden verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Juli 2015, UV 2014/34).Entscheid vom 31. Juli 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein WerzGeschäftsnr.UV 2014/34ParteienA.___,Beschwerdeführer,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

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