# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a278c6e9-24a7-537d-b4dd-d9cadcd42bbc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.12.2025 200 2024 656
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-656_2025-12-10.pdf

## Full Text

ALV 200 2024 656 
FRC/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Dezember 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________ AG
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________ und/oder Rechtsanwältin 
C.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 28. August 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, ALV 200 2024 656

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Sachverhalt:

A.

Die A.________ AG (Beschwerdeführerin) mit Sitz ... bezweckt insbeson-
dere die Herstellung von und den Handel mit ... und anderen ...erzeugnis-
sen (vgl. <www.zefix.ch>). Am 16. März 2020 reichte sie eine Voranmel-
dung von Kurzarbeit für Heimarbeitnehmende für 35 Mitarbeitende ab dem 
16. März 2020 ein (Akten des Amtes für Arbeitslosenversicherung des Kan-
tons Bern [AVA bzw. Beschwerdegegner], Dossier Arbeitslosenkasse Bern 
[act. II] 841). In der Folge wurde für den Zeitraum vom 16. März bis 31. 
August 2020 (act. II 826, 821, 816, 812, 807, 802), vom 1. Januar bis 
30. Juni 2021 (act. II 793, 778, 773, 757, 748, 739) sowie vom 1. bis 
30. September 2021 (act. II 710) Kurzarbeitsentschädigung (KAE) im Um-
fang von insgesamt Fr. 193'614.30 ausgerichtet (vgl. die entsprechende 
Auflistung der ausbezahlten Beträge in act. II 326; vgl. auch act. II 330 - 
343). Nachdem im Rahmen der Anspruchsprüfung Unstimmigkeiten fest-
gestellt worden waren (vgl. u.a. act. II 618) und nach diverser Korrespon-
denz mit der Abteilungsleiterin Finanzen & Personal der A.________ AG, 
legte das AVA mit Verfügung vom 7. März 2024 (act. II 325) den Anspruch 
auf KAE für die Monate März bis August 2020, Januar bis Juni 2021 und 
September 2021 auf total Fr. 24'540.34 fest. Gleichzeitig forderte es diesen 
Betrag übersteigende und bereits ausbezahlte KAE in der Höhe von 
Fr. 169'073.96 zurück und entzog einer allfälligen Einsprache die aufschie-
bende Wirkung. Die hiergegen erhobene Einsprache (act. II 51) hiess das 
AVA mit Entscheid vom 28. August 2024 (act. II 1) teilweise gut und redu-
zierte die Rückforderung nach Verrechnung des Anspruchs auf KAE für die 
Monate Juli und August 2021 von Fr. 3'199.43 auf total Fr. 165'874.53. 
Ferner stellte es die aufschiebende Wirkung der Einsprache wieder her und 
wies die Einsprache soweit weitergehend ab.

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B.

Dagegen erhob die A.________ AG, vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr. B.________ und/oder Rechtsanwältin C.________, am 25. September 
2024 Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid des AVA vom 28. August 2024 sei auf-
zuheben. 

2. Der Antrag auf KAE der Beschwerdeführerin für den Monat Juli 
2021 im Betrag von Fr. 16'140.55 sei zu bewilligen und es sei das 
AVA zu verpflichten, der Beschwerdeführerin den Betrag von 
Fr. 16'140.55 auszuzahlen. 

3. Der Antrag auf KAE der Beschwerdeführerin für den Monat August 
2021 im Betrag von Fr. 13'861.85 sei zu bewilligen und es sei das 
AVA zu verpflichten, der Beschwerdeführerin den Betrag von 
Fr. 13'861.85 auszuzahlen. 

4. Verfahrensantrag: Die Vorakten (insbesondere die Einsprache der 
Beschwerdeführerin vom 19. April 2024 samt Beweismitteln) seien 
beim AVA zu edieren und beizuziehen. 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen - 

Mit Beschwerdeantwort vom 27. November 2024 schloss der Beschwerde-
gegner auf Abweisung der Beschwerde.

Am 13. Dezember 2024 ging eine Stellungnahme der Beschwerdeführerin 
beim Gericht ein, welche dem Beschwerdegegner mit prozessleitender 
Verfügung vom 17. Dezember 2024 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 28. August 
2024 (act. II 1). Streitig und zu prüfen ist die Rückforderung von für die Mo-
nate März bis August 2020 und Januar bis Juni sowie September 2021 
ausgerichteten KAE im Umfang von Fr. 165'874.53.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1

2.1.1 Nach Art. 31 Abs. 1 AVIG haben Arbeitnehmer, deren normale Ar-
beitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurz-
arbeitsentschädigung, wenn sie bestimmte, in lit. a bis d näher umschrie-
bene Voraussetzungen erfüllen. 

Der Bundesrat kann abweichende Bestimmungen erlassen über die Kurza-
rbeitsentschädigung für Heimarbeitnehmer (Art. 31 Abs. 2 lit. a).

2.1.2 Der Arbeitsausfall von Heimarbeitnehmern wird bei der Ermittlung 
des Arbeitsausfalls des Betriebs nicht mitgerechnet (Art. 48 Abs. 1 AVIV).

Der Arbeitsausfall eines Heimarbeitnehmers ist nur anrechenbar, soweit 
der Heimarbeitslohn einer Abrechnungsperiode 20 Prozent oder mehr unter 
dem Durchschnittslohn liegt, den der Heimarbeitnehmer vor der ersten Ab-
rechnungsperiode, höchstens aber in den letzten zwölf Monaten zuvor er-
zielt hat (Art. 48 Abs. 2 AVIV).

2.1.3 Die von Kurzarbeit betroffenen Heimarbeitnehmenden bilden eine 
eigene Betriebsabteilung, da ihr Ausfall nicht in zeitlicher, sondern in finan-
zieller Hinsicht erfasst wird. Der Arbeitsausfall einer heimarbeitnehmenden 
Person ist anrechenbar, soweit der Lohn einer Abrechnungsperiode 20 % 
oder mehr unter dem Lohn liegt, den sie im Durchschnitt vor der ersten 
Abrechnungsperiode aus maximal 12 Monaten erzielt hat. Folgen Monaten 
mit Kurzarbeit Monate, in denen der erzielte Lohn über dem durchschnittli-
chen Monatsverdienst liegt, wird der allenfalls über mehrere Monate kumu-
lierte Mehrverdienst bei den nächsten Abrechnungsperioden zuerst ausge-
glichen. Erst nach vollständigem Ausgleich der Mehrverdienste kann wie-
der ein anrechenbarer Arbeitsausfall anerkannt werden. Diese Regelung 
verlangt, dass innerhalb der 2-jährigen Rahmenfrist nicht nur die Monate 
mit Kurzarbeit, sondern auch alle Monate zwischen den Abrechnungsperi-
oden bescheinigt werden (Weisung des Staatssekretariats für Wirtschaft 
[SECO], AVIG KAE [AVIG-Praxis KAE] Rz. C46 - C48; abrufbar unter: 
<www.arbeit.swiss>; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen: BGE 150 

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V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 
224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2

2.2.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten 
(Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Zu Unrecht aus-
bezahlte Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigungen fordert die Kas-
se vom Arbeitgeber zurück. Hat der Arbeitgeber die unrechtmässige Aus-
zahlung zu verantworten, so ist für ihn jede Rückforderung gegenüber den 
Arbeitnehmern ausgeschlossen (Art. 95 Abs. 2 AVIG).

2.2.2 Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechts-
kräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rück-
forderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt wor-
den sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wieder-
erwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der 
Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision 
(wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 
ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 
S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV 
Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1). 

Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen 
Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der 
Würdigung des Sachverhalts (BGE 148 V 195 E. 5.3 S. 202).

2.2.3 Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Ver-
sicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf 
Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 95 Abs. 1 AVIG 
i.V.m. Art. 25 Abs. 2 ATSG).

2.3 Der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung 
[BV; SR 101]) umfasst einerseits den Anspruch auf Schutz berechtigten 
Vertrauens in Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen be-
gründendes Verhalten der Behörden, sofern sich dieses auf eine konkrete, 
den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Andererseits 
verbietet er sowohl den staatlichen Behörden wie auch den Privaten, sich 

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in ihren öffentlich-rechtlichen Rechtsbeziehungen widersprüchlich oder 
rechtsmissbräuchlich zu verhalten. Rechtsmissbrauch liegt insbesondere 
dann vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von In-
teressen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 
130 I 26 E. 8.1 S. 60, 127 II 49 E. 5a S. 56; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] H 157/04 vom 14. De-
zember 2004 E. 3.3.1).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist ausgewiesen und zu Recht auch unbestrit-
ten, dass die Anspruchsvoraussetzung für KAE vorliegend für die Monate 
März bis August 2020 und Januar bis Juni sowie September 2021 erfüllt 
sind. Der Beschwerdeführerin wurde denn auch für die Monate März bis 
August 2020, Januar bis Juni 2021 und September 2021 KAE im Betrag 
von total Fr. 193'614.30 ausgerichtet (act. II 2; vgl. auch act. II 330 - 343). 
Strittig ist jedoch die Höhe des Anspruchs auf KAE. Dabei ist streitig, ob 
der Beschwerdegegner zu Recht die bisher ausgerichtete KAE mit Verfü-
gung vom 7. März 2024 (act. II 325) resp. Einspracheentscheid vom 
28. August 2024 (act. II 1) in Wiedererwägung gezogen, den Anspruch auf 
KAE für diese Zeit – nunmehr unter Anwendung des ordentlichen Abrech-
nungsverfahrens für Heimarbeitnehmende – neu auf insgesamt 
Fr. 27'739.77 (Fr. 10'420.31 [act. II 7] + Fr. 17'319.46 [act. II 8]) festgelegt 
und den zu viel ausbezahlten Betrag von insgesamt Fr. 165'874.53 zurück-
gefordert hat (act. II 1).

3.2 Der Beschwerdegegner berechnete die ursprünglich ausgerichtete 
KAE gestützt auf die ausserordentliche Bemessungsmethode, d.h. es wur-
de der zeitliche Arbeitsausfall erfasst (vgl. act. II 326; vgl. auch Beschwerde 
S. 6 Rz. 17). Auf diese Berechnung kam er mit Verfügung vom 7. März 
2024 (act. II 325) zurück und berechnete die KAE neu nunmehr gestützt 
auf das ordentliche Abrechnungsverfahren, in welchem der Arbeitsausfall in 
finanzieller Hinsicht ermittelt wird (vgl. act. II 326). Dies ist – entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 16 f. Rz. 61 - 66) – 
korrekt. Denn die Heimarbeitnehmenden sind vom summarischen Verfah-

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ren ausgeschlossen. Rz. C46 AVIG KAE bestimmt klar und unmissver-
ständlich, dass der Arbeitsausfall von Heimarbeitnehmenden nicht in zeitli-
cher – also im ausserordentlichen Verfahren –, sondern in finanzieller Hin-
sicht – also im ordentlichen Verfahren – erfasst wird (vgl. E. 2.1.3 hiervor). 
Diese Regelung im Kreisschreiben ist richtig, da sie auf sachlichen Grün-
den beruht. Damit ist sie auch nicht verfassungswidrig (vgl. die Rüge der 
Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes in der Beschwerde, S. 21 f. 
Ziff. 95 bis 97).

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 16 
Rz. 62 - 65) ändert daran Art. 8i der Verordnung vom 20. März 2020 über 
Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang 
mit dem Coronavirus (COVID-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung; 
SR 837.033; Stand am 9. April 2020), wonach während der Gültigkeit die-
ser Verordnung der anrechenbare Verdienstausfall im summarischen Ver-
fahren berechnet worden sei, vorliegend nichts. In der COVID-19-
Verordnung Arbeitslosenversicherung in den Fassungen vom 17. März 
2020, 26. März 2020 und 9. April 2020 war das summarische Verfahren 
nicht vorgesehen. Dieses wurde in der Fassung vom 1. Juni 2020 in allge-
meiner Form eingeführt und erst in der Fassung vom 1. September 2020 
als Abweichung zu Art. 34 Abs. 2 und Art. 38 Abs. 3 lit. b AVIG beschrie-
ben. Dennoch ist die ausserordentliche Abrechnung für die Monate Juni bis 
August 2020 nicht zulässig, denn Art. 9 der COVID-19-Verordnung Arbeits-
losenversicherung sieht eine rückwirkende Geltung der Verordnung vor, 
was angesichts der damaligen Lage nicht zu beanstanden ist. So hat der 
Bundesrat angesichts der Vielzahl der Kurzarbeitsentschädigungsgesuche 
(vgl. SECO, Erläuterungen, Verordnung über Massnahmen im Bereich der 
Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus 
[COVID-19]: COVID-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung [undatiert], 
S. 13) und der Absicht, durch eine rasche Auszahlung volkswirtschaftlichen 
Schaden abzuwenden, bereits im Juni 2020 das ausserordentliche Verfah-
ren vorgesehen und kurze Zeit später bemerkt, dass dies für Heimarbeit-
nehmer gar nicht möglich ist und eine entsprechende Korrektur vorgenom-
men. Die Beschwerdeführerin kann somit aus der erwähnten Bestimmung 
nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

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3.3 Unter Berücksichtigung der ordentlichen Berechnungsmethode leg-
te der Beschwerdegegner die KAE für die Monate März bis August 2020 
auf Fr. 10'420.31 (act. II 7) und für die Monate Januar bis September 2021 
auf Fr. 17'319.64 (act. II 8) fest. Dies ergab einen Rückforderungsbetrag 
von Fr. 165'874.53 (Fr. 193'614.30 [ausbezahlte KAE] - Fr. 27'739.77 
[Fr. 10'420.31 + Fr. 17'319.64; Anspruch auf KAE]; act. II 9). 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass sich der Beschwerde-
gegner bei der Berechnung des anrechenbaren Arbeitsausfalls auf falsche 
Lohnabgaben gestützt resp. nicht den effektiven Verdienst berücksichtigt 
habe (Beschwerde S. 10 ff. Rz. 37 - 52), ist hervorzuheben, dass sich der 
Beschwerdegegner bei der Neuberechnung der KAE auf die von der Be-
schwerdeführerin eingereichten Angaben gestützt hat. Mit E-Mail vom 
1. März 2023 (act. II 632) wurde die Abteilungsleiterin Finanzen & Personal 
der Beschwerdeführerin darüber informiert, dass für die Neuberechnung 
der KAE für die Heimarbeitnehmenden nach den Grundsätzen des ordent-
lichen Verfahrens die Angaben über den effektiven Verdienst, d.h. derjeni-
ge Lohn, den die Mitarbeitenden effektiv erarbeitet hätten, notwendig seien. 
Gleichzeitig wurde die Frage gestellt, ob der effektive Verdienst in den bis-
lang erstellten Beilagen ersichtlich sei. Die Abteilungsleiterin Finanzen & 
Personal der Beschwerdeführerin beantwortet diese Frage mit E-Mail vom 
17. Mai 2023 (act. II 628) dahingehend, dass der effektive Verdienst "in der 
Spalte AHV pflichtige Lohnsumme" ersichtlich sei (act. II 630). Der Be-
schwerdegegner nahm in der Folge die Neuberechnung gestützt auf diese 
Angaben vor (vgl. zu den erfolgten Berechnungen die Ausführungen in der 
Beschwerdeantwort S. 4 Art. 3). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, 
zumal der Beschwerdegegner nach Rücksprache mit der Abteilungsleiterin 
Finanzen & Personal der Beschwerdeführerin, welche zudem auch Mitglied 
der Geschäftsleitung der Beschwerdeführerin ist (vgl. act. II 628), auf dieje-
nigen Beträge abgestellt hat, welche die Beschwerdeführerin selber ange-
geben hat. Wenn die Beschwerdeführerin nunmehr geltend macht, dass 
der effektive Verdienst nicht der Spalte "AHV pflichtige Lohnsumme", son-
dern derjenigen "Heimarbeit gemäss Rapport" des jeweiligen Monats ent-
spreche (Beschwerde S. 11 ff. Rz. 39 - 48), kann ihr nicht gefolgt werden. 
Dies widerspricht den klaren und unmissverständlichen Angaben der Abtei-
lungsleiterin Finanzen & Personal der Beschwerdeführerin in der E-Mail 

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vom 17. Mai 2023 (act. II 628). Dass die Abteilungsleiterin versehentlich die 
"falsche Spalte" genannt hat (Stellungnahme vom 13. Dezember 2024 S. 3 
Ziff. 2.3), ist nicht glaubwürdig, zumal die Abteilungsleiterin mit E-Mail vom 
1. März 2023 (act. II 632) über die Wichtigkeit der Angaben, d.h. dass die 
Angaben für die Neuberechnung der KAE benötigt werden, informiert wur-
de. Es kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die Abtei-
lungsleiterin Finanzen & Personal der Beschwerdeführerin, welche – wie 
bereits erwähnt – auch Mitglied der Geschäftsleitung der Beschwerdeführe-
rin ist, die entsprechende Auskunft nicht leichtfertig, sondern mit der erfor-
derlichen Sorgfalt erteilt hat. Auch nicht nachvollziehbar wäre, dass und 
gegebenenfalls wie die Tabellen falsch ausgefüllt worden wären. Im Übri-
gen gehen konkrete Beweise, dass die gestützt auf die Angaben der Be-
schwerdeführerin neu berechnete KAE fehlerhaft wäre, aus den Akten nicht 
hervor und wurden zudem solche auch im vorliegenden Beschwerdeverfah-
ren nicht eingereicht. 

Damit steht fest, dass die Auszahlung der Leistungen in der Höhe von 
Fr. 165'874.53 unrechtmässig erfolgte, weshalb ein Zurückkommen auf die 
erbrachte KAE im Rahmen der Wiedererwägung (vgl. E. 2.2.2 hiervor) 
zulässig war. Der Beschwerdegegner hat die KAE mit Verfügung vom 
7. März 2024 (act. II 325) zurückgefordert. Damit ist sowohl die relative wie 
auch die absolute Verwirkungsfrist (vgl. E. 2.2.3 hiervor) eingehalten und 
der Rückforderungsanspruch folglich nicht verwirkt.

3.4 Dass die Arbeitslosenkasse sämtliche Abrechnungen samt Anträ-
gen der Beschwerdeführerin akzeptiert und ausbezahlt hat, ändert vorlie-
gend im Übrigen nichts (Beschwerde S. 6 Rz. 17 und S. 17 - 20 Rz. 67 - 
86). Denn die wiederholte Zahlung von Leistungen löst keinen Vertrauens-
schutz (vgl. E. 2.3 hiervor) aus und steht einer Rückforderung von Leis-
tungsbetreffnissen nicht entgegen (vgl. Urteile des Bundesgerichts [BGer] 
8C_681/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.6 und 8C_469/2011 vom 29. De-
zember 2011 E. 6.2.1.2). Zudem ist vorliegend keine konkrete Auskunft 
erfolgt; es kann offen bleiben, ob diejenige in der E-Mail vom 3. Dezember 
2021 falsch oder unklar formuliert ist (act. II 702), denn sie erfolgte nach 
der hier zu beurteilenden Zeit. Im Übrigen wurde in den Verfügungen des 
Beschwerdegegners über die Bewilligung der Auszahlung der KAE jeweils 

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auf das ausserordentliche Abrechnungsverfahren hingewiesen (Verfügun-
gen vom 2. April 2020 [act. II 840] und 24. März 2021 [act. II 786]). Auch 
dass die Beschwerdeführerin kein Verschulden an den zu viel ausbezahl-
ten KAE trifft (Beschwerde S. 9 Rz. 30 und S. 17 Rz. 68; Stellungnahme 
vom 13. Dezember 2024 S. 2 Ziff. 2.1), ist für die Frage der Rechtmässig-
keit der Rückforderung nicht massgebend: Unrechtmässig bezogene Leis-
tungen sind unabhängig von einem eigenen Verschulden zurückzuerstatten 
(vgl. Entscheid des BGer 9C_478/2013 vom 24. Juli 2013 E. 3.1 unter Hin-
weis auf BGE 122 V 134). 

Letztlich bleibt darauf hinzuweisen, dass die Frage, ob die Beschwerdefüh-
rer die Leistungen in gutem Glauben erhalten hat, erst nach Eintritt der 
Rechtskraft der Rückforderungsverfügung in einem nachgelagerten (Er-
lass-)Verfahren zu prüfen sein wird (vgl. hierzu Art. 4 Abs. 2, 4 und 5 der 
Verordnung vom 11. September 2022 über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts [ATSV; SR 830.11]). 

3.5 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 28. August 2024 (act. II 1) nicht zu beanstanden und die dagegen er-
hobene Beschwerde ist abzuweisen. 

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ und/oder Rechtsanwältin C.________ 

z.H. der Beschwerdeführerin
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.