# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25eb0120-1883-5ce9-b88e-f05953f4a3d5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.09.2020 UV 2019/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-2020_2020-09-14.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/2020

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.05.2021

Entscheiddatum: 14.09.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 14.09.2020
Art. 43 ATSG: Rückweisung der Streitsache zu weiteren Abklärungen und 
neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 14. September 2020, UV 2019/20).

Entscheid vom 14. September 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2019/20

Parteien

A.___,  

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Markus Loher, MLaw, schadenanwaelte.ch AG, 

Alderstrasse 40, 8008 Zürich,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Leupi, grossenbacher rechtsanwälte ag, 

Zentralstrasse 44, 6003 Luzern,

Gegenstand

Invalidenrente / Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.

 

A.___ (nachfolgend: Versicherter), war als Produktionsmitarbeiter bei der B.___ AG, 

angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

unfallversichert, als er sich am 8. November 2012 anlässlich eines Berufsunfalls am 

linken Knie verletzte (Suva-act. I-1). Am 21. Dezember 2012 wurde er bei der Diagnose 

einer vorderen Kreuzbandruptur links erstmals am Knie operiert (Suva-act. I-23). Die 

Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, erbrachte Taggeldleistungen und kam für die 

Kosten der Heilbehandlung auf (Suva-act. I-27). Nach einer offenbar im Januar 2013 

erfolgten Rückkehr zum Arbeitsplatz mit vollem Arbeitspensum (vgl. Suva-act. I-30 und 

I-31) liess der Versicherte der Suva am 9. August 2013 einen Rückfall zum Ereignis vom 

8. November 2012 melden (Suva-act. I-32), für den diese ihre Leistungspflicht 

wiederum anerkannte (Suva-act. I-49). Aufgrund einer beim Versicherten 

diagnostizierten komplexen Kniegelenksinstabilität links wurden am 6. Mai 2014 eine 

diagnostische Kniearthroskopie links, eine proximale biplanare Tibiaosteotomie Open-

Wedge mit Proximalisation der Tuberositas und Fixation mittels Tomofixplatte, eine 

Refixation des medialen femoralen Seitenbandansatzes sowie eine laterale Larson-

Seitenbandrekonstruktion mittels Semitendinosussehne durchgeführt (Suva-act. I-107). 

Ein weiterer operativer Eingriff mit Osteosynthesematerialentferung, diagnostischer 

Arthroskopie, arthroskopisch assistierter Revisionsplastik des vorderen Kreuzbandes 

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und medialer Seitenbandplastik folgte am 16. April 2015 (Suva-act. I-179). Vom 16. bis 

24. September 2015 nahm der Versicherte an einer stationären Rehabilitation in der 

Klinik C.___ teil. Im Austrittsbericht vom 29. September 2015 hielten die behandelnden 

Ärzte fest, dass eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden sei, die 

teilweise auf eine psychische Störung zurückzuführen sei. Das Ausmass der 

demonstrierten Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen 

Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den 

Diagnosen nicht erklären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich daher primär 

auf medizinisch-theoretische Überlegungen unter Berücksichtigung der 

Beobachtungen im Behandlungsprogramm. Die bisherige Tätigkeit als Hilfsarbeiter im 

Lager sei dem Versicherten aufgrund zu hoher Anforderungen nicht mehr zumutbar. 

Eine leichte, optimal angepasste Tätigkeit sei ihm jedoch ganztags zumutbar. Von der 

Fortsetzung der Behandlung könne keine namhafte Besserung mehr erwartet werden 

(Suva-act. I-222). Anlässlich einer kreisärztlichen Untersuchung vom 15. Dezember 

2015 kam med. pract. D.___, Facharzt für Neurochirurgie, zum Schluss, dass ein 

stabiler Gesundheitszustand vorliege. Von weiteren medizinischen Massnahmen seien 

keine Verbesserungen mehr zu erwarten und dem Versicherten seien sehr leichte bis 

leichte optimal adaptierte Tätigkeiten zuzumuten. Für den Erhalt des erlangten 

Gesundheitszustandes seien pro Jahr zwei Serien Physiotherapie zuzugestehen (Suva-

act. I-242). Die Integritätsentschädigung setzte med. pract. D.___ auf 15 % fest (Suva-

act. I-243). Mit Schreiben vom 5. Januar 2016 stellte die Suva – mit Ausnahme zweier 

Serien Physiotherapie pro Jahr – die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. Januar 

2016 ein, da von der Fortsetzung der medizinischen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei (Suva-act. I-251). Mit 

Verfügung vom 15. Januar 2016 sprach die Suva dem Versicherten ab dem 1. Februar 

2016 bei einem Invaliditätsgrad von 16 % eine Invalidenrente in der Höhe von 

monatlich Fr. 786.10 und bei einer Integritätseinbusse von 15 % eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.-- zu (Suva-act. I-255).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung liess der anwaltlich vertretene Versicherte am 17. Februar 

2016 Einsprache erheben mit den Anträgen, die Verfügung vom 15. Januar 2016 sei 

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aufzuheben und es seien ihm eine höhere Invalidenrente sowie eine höhere 

Integritätsentschädigung zuzusprechen (Suva-act. I-260).

B.b Am 10. März 2016 teilte die damalige Rechtsvertreterin des Versicherten der Suva 

telefonisch mit, dass dieser einen neuen Unfall erlitten habe (Suva-act. I-268). Am 31. 

März 2016 liess der Versicherte der Suva durch die Arbeitslosenkasse ein neues 

Unfallereignis vom 22. Februar 2016 melden, bei dem er vorwärts gefallen und dabei 

seine Bänder am Fussgelenk gerissen habe (Suva-act. II-2). In einem 

Sprechstundenbericht der Klinik E.___ vom 4. April 2016 nannten die behandelnden 

Ärzte als Diagnose einen Zustand nach einem Distorsionstrauma des oberen 

Sprunggelenks rechts vom 22. Februar 2016 mit einer Ruptur des Ligamentum 

Fibulotalare anterior und Fibulocalcaneare, einer Teilruptur der vorderen Syndesmose 

sowie einer osteochondralen Läsion an der lateralen Talusschulter (Suva-act. II-9). Am 

15. April 2016 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht für die Folgen des 

Schadenfalls vom 22. Februar 2016 (Suva-act. II-18). Mit einem Schreiben vom 22. 

April 2016 machte die damalige Rechtsvertreterin einen Einfluss des Unfallereignisses 

vom 22. Februar 2016 auf die Arbeitsfähigkeit geltend (Suva-act. I-275). Anlässlich 

einer Sprechstunde vom 27. Juni 2016 erörterte ein behandelnder Arzt der Klinik E.___ 

dem Versicherten eine Operationsoption (vgl. Suva-act. II-30). In einem Telefonat vom 

29. Juli 2016 liess der Versicherte der Suva ausrichten, dass er sich nicht operieren 

lassen werde (Suva-act. II-36). In einer kreisärztlichen Aktenbeurteilung vom 3. August 

2016 hielt med. pract. D.___ fest, dass eine Physiotherapie zur Verbesserung der 

Stabilität und der normalen Gangfunktion sinnvoll erscheine, wofür eine 

Kostengutsprache für zwei Serien Physiotherapie zu erteilen sei. Weiter verneinte er 

einen aufgrund des Unfallereignisses vom 22. Februar 2016 resultierenden 

Anpassungsbedarf des von ihm anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 15. 

Dezember 2015 attestierten Zumutbarkeitsprofils. Eine Arbeitsfähigkeit sei im Rahmen 

der Rente voll gegeben. Schliesslich verneinte er den Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung aufgrund des Unfalls vom 22. Februar 2016 (Suva-act. II-38). 

In einer gleichentags erlassenen Mitteilung informierte die Suva den Versicherten 

darüber, dass sie den Anspruch auf Versicherungsleistungen neu zu überprüfen habe, 

da er die durch die Klinik vorgeschlagene Operation am oberen Sprunggelenk nicht 

durchführen lassen möchte. Weitere Behandlungsmassnahmen könnten gemäss dem 

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medizinischen Dienst nicht mehr zu einer namhaften Verbesserung des 

Gesundheitszustandes führen. Daher würden die Versicherungsleistungen per 31. 

August 2016 eingestellt. Im Rahmen der Rente werde per 1. September 2016 von einer 

vollen Erwerbsfähigkeit ausgegangen. Zumutbar seien Tätigkeiten gemäss der 

Verfügung vom 15. Januar 2016 (Suva-act. II-39). Am 10. Oktober 2016 erteilte die 

Suva Kostengutsprache, nachdem Dr. med. F.___, Facharzt allgemeine innere Medizin, 

am 29. September 2016 um Übernahme der Bandagen zur Langzeitbehandlung von 

Unfallfolgen nachgesucht hatte (Suva-act. II-42 und II-44). Am 6. Januar 2017 ersuchte 

die Tochter des Versicherten die Suva um Zustellung der Taggeldabrechnungen für die 

Zeit von September bis Dezember 2016, worauf die Suva erklärte, dass sie lediglich bis 

zum 31. August 2016 Taggeldleistungen erbracht habe. Daraufhin bat die Tochter des 

Versicherten die Suva darum, ihr eine entsprechende Abrechnung zukommen zu lassen 

(Suva-act. II-46). Noch gleichentags stellte die Suva dem Versicherten die Mitteilung 

vom 3. August 2016 erneut zu (Suva-act. II-47).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 25. Januar 2019 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten vom 17. Februar 2016 gegen die Verfügung vom 15. Januar 2016 ab 

(Suva-act. I-300 und II-48).

C.   

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt M. Loher, am 25. Februar 2019 

Beschwerde. Darin beantragte er, der angefochtene Einspracheentscheid sei 

aufzuheben, es sei ein medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben und alsdann sei 

neu über die Rente und den Integritätsschaden zu entscheiden; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1). 

In formeller Hinsicht stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor Versicherungsgericht (act. G 1, 8 und 13).

C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin, 

vertreten durch Rechtsanwalt C. Leupi, die Beschwerde vom 25. Februar 2019 sei 

vollumfänglich abzuweisen, der Einspracheentscheid vom 25. Januar 2019 sei zu 

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bestätigen und die Kosten seien bei Kostenlosigkeit des Verfahrens wettzuschlagen 

(act. G 11).

C.c  Am 16. Juli 2019 entsprach die verfahrensleitende Richterin dem Gesuch um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor 

Versicherungsgericht (act. G 14).

C.d Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G 15 

f.).

Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet der 

Einspracheentscheid vom 25. Januar 2019 (Suva-act. I-300). Dem 

Einspracheenetscheid liegt die Verfügung vom 15. Januar 2016 zu Grunde, mit welcher 

dem Beschwerdeführer für die Folgen des Unfallereignisses vom 8. November 2012 

eine Rente und eine Integritätsentschädigung zugesprochen worden sind (vgl. Suva-

act. I-262). Thema des Einspracheentscheides sind folgerichtig ebenfalls die 

Ansprüche auf Rente und Integritätsentschädigung gewesen (vgl. Suva-act. I-300). 

Während der Beschwerdeführer in der Begründung seiner Beschwerde verlangt, dass 

für die Festsetzung dieser Leistungen auch die Folgen des zweiten Unfallereignisses 

vom 22. Februar 2016 zu berücksichtigen seien (vgl. act. G 1 S. 5 f.), vertritt die 

Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort die Auffassung, das Unfallereignis 

vom 22. Februar 2016 sei nicht Thema des Beschwerdeverfahrens (vgl. act. G 11 S. 4). 

Auch wenn die Beschwerdegegnerin sich in den Erwägungen des angefochtenen 

Einspracheentscheides zur Hauptsache mit den Folgen des ersten Unfalls befasst hat, 

so hat sie in einer Erwägung gleichwohl auch Bezug auf das zweite Unfallereignis vom 

22. Februar 2016 genommen. Sie hat festgehalten, dass dieses lediglich zu einer 

vorübergehenden Verschlimmerung des Gesundheitszustandes geführt habe, weshalb 

seitens dieses Ereignisses keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mehr bestünden 

(vgl. Suva-act. I-300 S. 6). Daraus ist grundsätzlich zu schliessen, dass die 

Beschwerdegegnerin auch die Auswirkungen des Unfallereignisses vom 22. Februar 

2016 zum Gegenstand des Einspracheentscheids gemacht hat, mithin die Ansprüche 

auf Rente und Integritätsentschädigung unter Berücksichtigung der Folgen beider 

Unfälle beurteilt hat. Dafür spricht auch, dass auf dem Einspracheentscheid die 

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Schadennummern beider Unfälle aufgeführt sind (vgl. Suva-act. I-300 S. 1). Die 

Mitteilung vom 3. August 2016 (Suva-act. II-39) hat einer Gesamtbeurteilung der 

Ansprüche aus beiden Unfällen im Einspracheentscheid nicht entgegengestanden, da 

sie aufgrund der bestrittenen bzw. fehlerhaften Zustellung (vgl. act. G 1 S. 4 f.) gar nicht 

in Rechtskraft erwachsen sein kann, trägt doch die Beschwerdegegnerin die 

Beweislast für die korrekte Zustellung (BGE 103 V 65 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. März 2015, 9C_282/2014 E. 3.2 mit Hinweisen) und scheint 

doch die Mitteilung tatsächlich nicht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

adressiert worden zu sein (vgl. Suva-act. II-39). Unabhängig des Inhalts der Mitteilung 

kann somit nicht angenommen werden, die Beschwerdegegnerin habe über die 

Ansprüche auf Rente und Integritätsentschädigung aus dem zweiten Unfallereignis 

bereits rechtskräftig befunden. Trotz fehlerhafter Mitteilung ist die Einstellung der 

vorübergehenden Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung) hinsichtlich 

des Unfallereignisses vom 22. Februar 2016 im vorliegenden Fall jedoch als 

unbestritten anzunehmen, da sich der Beschwerdeführer weder gegen die faktische 

Einstellung der Taggelder gewehrt hat noch im Beschwerdeverfahren geltend macht, 

der Fallabschluss sei zu Unrecht vorgenommen worden (vgl. Suva-act. II-46; act. G 1). 

Demzufolge hatte die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Erlasses des 

angefochtenen Einspracheentscheides die vorübergehenden Versicherungsleistungen 

für das Unfallereignis vom 22. Februar 2016 bereits eingestellt, jedoch noch nicht über 

die Dauerleistungen (Rente und Integritätsentschädigung) befunden. Folglich hat sich 

im Einspracheentscheid eine Gesamtbeurteilung der aus beiden Unfallereignissen 

allfällig resultierenden Ansprüche auf Rentenleistungen und Integritätsentschädigung 

aufgedrängt, da gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich derjenige 

Sachverhalt zu berücksichtigen ist, wie er sich bis zum Erlass des 

Einspracheentscheides ereignet hat (BGE 142 V 341 E. 3.2.2). Nach dem Gesagten ist 

der angefochtene Einspracheentscheid derart aufzufassen, dass darin über die 

Ansprüche auf Integritätsentschädigung und Invalidenrente für die Folgen der Unfälle 

vom 8. November 2012 und 22. Februar 2016 gesamthaft befunden worden ist. 

Vorliegend zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdegegnerin diese Ansprüche korrekt 

festgesetzt hat.

2.  

Aufgrund der in den Akten liegenden medizinischen Berichte können die 

Unfallfolgen hinsichtlich des Ereignisses vom 22. Februar 2016 nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilt werden. Die kreisärztliche 

Beurteilung vom 3. August 2016 enthält keine Begründung, weshalb das Unfallereignis 

2.1. 

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3.  

vom 22. Februar 2016 keine dauerhaften Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit oder 

das Adaptionsprofil für mögliche Tätigkeiten zeitigt. Es wird aus der Beurteilung nicht 

einmal klar, welche strukturellen Restfolgen als unfallkausal anerkannt werden und 

welche Verbesserungen von einer allfälligen Operation des Fusses zu erwarten wären 

(Suva-act. II-38). Entsprechend den Sprechstundenberichten der Klinik E.___ sind 

strukturelle Unfallfolgen jedenfalls einst vorhanden gewesen, zumal auch eine 

Operation zur Diskussion gestanden hat (vgl. Suva-act. II-27 und II-30). Eine 

Begründung, warum aufgrund der Unfallfolgen des Ereignisses vom 22. Februar 2016 

kein Integritätsschaden entstanden ist, fehlt in der kreisärztlichen Beurteilung ebenfalls 

gänzlich (Suva-act. II-38). Gerade angesichts der strukturellen Verletzungen wäre hierzu 

eine Begründung notwendig. Vor diesem Hintergrund kann die kreisärztliche 

Beurteilung vom 3. August 2016 nicht als umfassend, vollständig und schlüssig 

betrachtet werden.

Schliesslich macht der Beschwerdeführer eine Veränderung der Situation am Knie 

seit der kreisärztlichen Beurteilung vom 15. Dezember 2015 geltend (vgl. act. G 1 S. 6 

N 21 f., S. 7 N 23 und 29). Zwar stellt der Zeitablauf den Beweiswert einer ärztlichen 

Abklärung nicht automatisch in Frage, solange keine Hinweise dafür bestehen, dass 

sich der Gesundheitszustand verändert hat. Angesichts der unter Hinweis auf Berichte 

der Klinik E.___ aufgestellten Behauptung des Beschwerdeführers wird die 

Beschwerdegegnerin jedoch abzuklären haben, ob bzw. inwiefern sich die Situation am 

Knie verändert hat.

2.2. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene Einspracheentscheid in 

Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ergangen ist (Art. 43 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Er ist 

daher im Sinne der Erwägungen aufzuheben und die Angelegenheit ist zur weiteren 

Abklärung sowie neuer Verfügung über die Ansprüche auf Rente und 

Integritätsentschädigung für die Folgen der Unfälle vom 8. November 2012 und 22. 

Februar 2016 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).3.2. 

Gemäss Art. 61 lit g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung 

der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 235 E. 6.2). 

Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

3.3. 

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Entscheid

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid 

aufgehoben und die Streitsache im Sinne der Erwägungen zu ergänzenden 

medizinischen Abklärungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Sie beträgt nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der 

Honorarordnung (HonO, sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Mit Blick 

auf den bloss einfachen Schriftenwechsel bei gleichzeitiger verfahrensrechtlicher 

Komplexität des Falles erscheint vorliegend eine Parteientschädigung von pauschal 

Fr. 4000.-- als angemessen.

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		2025-07-19T03:30:29+0200
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