# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9063c22c-bafb-531a-bfc6-0281e88c0a3e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.09.2003 ZF 2003 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2003-18_2003-09-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 02. September 2003 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 03 18

(Eine gegen diese Entscheidung erhobene Berufung wurde vom Bundesge-
richt mit Urteil vom 23. Juni 2004 (5C.36/2004) abgewiesen und auf die 
staatsrechtliche Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 08. 
Juni 2004 (5P.59/2004) nicht eingetreten.)

Urteil
Zivilkammer

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichterinnen und Kantonsrichter Heinz-Bommer, 
Lazzarini, Rehli und Sutter-Ambühl, Aktuar Engler.

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

des Z., Kläger und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Heinz 
Raschein, Obere Plessurstrasse 25, Postfach 536, 7001 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtes A lbu la  vom 28. November 2002, mitgeteilt am 
31. März 2003, in Sachen des Klägers und Berufungsklägers gegen die STWEG 
Y., Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Flurin 
von Planta, Vazerolgasse 2, Postfach 731, 7002 Chur,

betreffend Anfechtung eines Beschlusses
der Stockwerkeigentümerversammlung,

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hat sich ergeben:

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A. Z. ist Miteigentümer der an der X.-Strasse in W. gelegenen, zu 
Stockwerkeigentum aufgeteilten Parzelle Nr. 3330, Plan 39, des Grundbuches der 
Gemeinde V. mit Sonderrecht an den STWE-ANTEILEN Nr. 110 (Wohnung) und Nr. 
218 (Autoeinstellhalle, Benützungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. 40).

Laut der öffentlich beurkundeten Begründungserklärung vom 30. März 
1979 umfasst die Liegenschaft insgesamt sechs Trakte, nämlich

▪ Trakt I: Hotel U. (STWE-ANTEILE Nr. 1-49)

▪ Trakt II: Läden, Restaurations- und Hotelbetrieb (STWE-ANTEILE Nr. 50-59)

▪ Trakt III: Disponible Räumlichkeiten (STWE-ANTEILE Nr. 60-78)

▪ Trakt IV: Wohnungen (STWE-ANTEILE Nr. 79-216)

▪ Trakt V: Sportanlagen (STWE-ANTEIL Nr. 217) sowie

▪ Trakt VI: Autoeinstellhallen (STWE-ANTEILE Nr. 218-219)

B. Anlässlich ihrer 19. ordentlichen Miteigentümerversammlung vom 
30. Juni 2001, an welcher von 117 Miteigentümern 96 mit einem Wertquotenanteil 
von 876,6 Tausendsteln anwesend oder vertreten waren, ermächtigte die STWEG 
Y. unter Traktandum 15 mit 94 zu 2 Stimmen und 863.4 zu 13.2 Tausendsteln 
Wertquoten die Miteigentümerin T. AG (mit Sonderrecht am STWE-ANTEIL Nr. 217), 
das von ihr unterbreitete Projekt Ersatz der bestehenden Tennishalle durch einen Neu-
bau mit Wellnesslandschaft, Seminarräumen und Hotelzimmern auf eigene Kosten zu 
realisieren.

C. Am 24. Juli 2001 machte Z. beim Kreispräsidenten Alvaschein als 
Vermittler eine gegen diesen Versammlungsbeschluss gerichtete Anfechtungs-
klage anhängig. Laut dem Leitschein vom 24. September 2001 hatte der Kläger 
an der Sühneverhandlung vom 31. August 2001 die folgenden Anträge gestellt:

„Es sei festzustellen, dass der Beschluss der Versammlung der Stockwerk-
eigentümer anlässlich der 19. ordentlichen Eigentümer-Versammlung der 
STWEG Y. betreffend die Gutheissung des Antrages in Traktandum 15 
mangels formrichtigem Zustandekommen ungültig ist.

Eventualiter sei der Beschluss der Versammlung der Stockwerkeigentümer 
anlässlich der 19. ordentlichen Eigentümer-Versammlung der STWEG Y. 
betreffend die Gutheissung des Antrages in Traktandum 15 aufzuheben 
und verbindlich festzustellen, dass der Antrag in Traktandum 15 mit Be-

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schluss vom 30. Juni 2001 mangels notwendiger Zustimmung abgelehnt 
worden sei.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“

D. Mit Prozesseingabe vom 10. Oktober 2001 unterbreitete Z. die Streit-
sache dem Bezirksgericht Albula, wobei er an seinen Rechtsbegehren gemäss 
Leitschein festhielt.

In ihrer Prozessantwort vom 23. November 2001 liess die STWEG Y. dem-
gegenüber beantragen:

„1. Auf die Klage sei nicht einzutreten.

2. Eventualiter sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.“

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung formulierte der Kläger 
sein Rechtsbegehren wie folgt neu:

„Der angefochtene StWE-Beschluss sei unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten der Beklagten aufzuheben.“

E. Mit Urteil vom 28. November 2002, mitgeteilt am 31. März 2003, er-
kannte das Bezirksgericht Albula (Pr. Nr. 47/01):

„1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens in der Höhe von Fr. 18'000.– 
gehen zulasten von Z..

3. Z. hat die STWEG Y. aussergerichtlich mit Fr. 20‘299.80 zu entschä-
digen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. Mitteilung an: ...“

F. Hiergegen liess Z. am 11. April 2003 Berufung an die Zivilkammer 
des Kantonsgerichtes erklären mit dem Begehren:

„1. Das angefochtene Urteil sei vollumfänglich aufzuheben und die Klage 
gutzuheissen.

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2. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Ent-
schädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MWSt für beide Instanzen zulasten 
der Beklagten und Berufungsbeklagten.“

Diese Anträge wurden von Z. in seiner schriftlichen Berufungsbegründung 
vom 12. Juni 2003 ausdrücklich bestätigt.

G. In ihrer Berufungsantwort vom 8. Juli 2003 liess die STWEG Y. dem-
gegenüber beantragen:

„1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf sie eingetre-
ten werden kann.

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten des Klägers und Berufungsklägers.“

H. Auf die näheren Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie in den 
Eingaben der beiden Parteien an die Zivilkammer wird, soweit erforderlich, in den 
Erwägungen eingegangen.

I. Mit Urteil vom heutigen Tag hat der Kantonsgerichtsausschuss eine 
gegen die Kostenberechnung des Bezirksgerichts Albula gerichtete Beschwerde 
insoweit teilweise gutgeheissen, als die Gerichtsgebühr gemäss Ziffer 2 des vor-
instanzlichen Urteilsdispositivs auf Fr. 8000.– herabgesetzt wurde (ZB 03 12).

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

1. Die Beurteilung von Klagen, die sich gegen die Gemeinschaft der 
Stockwerkeigentümer und Stockwerkeigentümerinnen richtet, fällt nach Art. 19 
Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über den Gerichtsstand in Zivilsachen (Gerichts-
standsgesetz, GestG) – abweichende Parteivereinbarungen vorbehalten – (aus-
schliesslich) in die Zuständigkeit der Gerichte jenes Ortes, an dem das betreffende 
Grundstück im Grundbuch aufgenommen ist oder aufzunehmen wäre (vgl. Georg 
NAEGELI, Kommentar zum Gerichtsstandsgesetz [Hrsg.: Thomas MÜLLER und Markus 
WIRTH], Zürich 2001, Art. 19 N. 2 f.). Da die hier interessierende, zu Stockwerkei-
gentum aufgeteilte Parzelle in W. gelegen ist und damit vom Grundbuch der Ge-
meinde V. erfasst wird, die ihrerseits zum Bezirk Albula gehört, durfte die von Z. 
angerufene Vorinstanz ihre örtliche Zuständigkeit zu Recht bejahen. Dies blieb 
denn auch von Seiten der Parteien, die keinen anderen Gerichtsstand vorgesehen 
haben, völlig unbestritten.

Gegenstand des laufenden Prozesses ist eine Klage eines Stockwerkei-
gentümers auf Anfechtung eines Beschlusses einer Stockwerkeigentümerver-
sammlung. Ob solche Auseinandersetzungen, wie die Vorinstanz unter Hinweis 
auf BGE 108 II 77 und MEIER-HAYOZ/REY, Berner Kommentar, Band IV/1/5, Bern 
1988, Art. 712m ZGB N. 145 anzunehmen scheint, stets als vermögensrechtliche 
Streitigkeiten einzustufen sind, kann dahingestellt bleiben (vgl. hierzu immerhin 
die Differenzierungen bei Amedeo WERMELINGER, la propriété par étages, com-
mentaire des articles 712a à 712t du code civil suisse, Fribourg 2002, Art. 712m 
N. 233, mit weiteren Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Im 
vorliegenden Verfahren lässt sich jedenfalls an der vermögensrechtlichen Natur 
des Rechtsstreites nicht ernstlich zweifeln. Z. will mit seiner Klage einen Ver-
sammlungsbeschluss rückgängig machen, mit welchem einer Miteigentümerin 
(der T. AG als Betriebsgesellschaft des Hotels U. in W.) die Erlaubnis erteilt wurde, 
ihren STWE-ANTEIL Nr. 217 unter Einbezug gemeinschaftlicher Teile auf eigene 
Kosten in erheblichem Masse umzubauen. Bei einem solchen Beschluss – die 
bestehende Sporthalle soll zur gewinnbringenderen Nutzung des Hotelbetriebs 
durch einen Neubau mit Wellnesslandschaft, Seminarräumen und Hotelzimmern 
ersetzt werden – stehen nicht persönlichkeitsrechtliche, sondern wirtschaftliche 
Gesichtspunkte im Vordergrund (vgl. zum Ganzen nebst den bereits zitierten 
Fundstellen auch Jean-François POUDRET, Commentaire de la loi fédérale d’orga-

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nisation judiciaire II, Bern 1990, Art. 46 N. 1.2 S. 233 unten; FRANK/STRÄULI/MESS-
MER, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, § 
18 N. 11; René BÖSCH, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II [Hrsg.: Heinrich HON-
SELL, Nedim Peter VOGT und Thomas GEISER], 2. Aufl., Basel/Genf/München 2003, 
Art. 712m ZGB N. 10; LEUCH/MARBACH/KELLERHALS/STERCHI, Die Zivilprozessord-
nung für den Kanton Bern, Kommentar samt einem Anhang zugehöriger Erlasse, 
5. Aufl., Bern 2000, Art. 137 N. 1c). Angesichts des Umfanges des vom Kläger 
bekämpften Umbaus – es wird allein mit Projektierungskosten von mehreren hun-
derttausend Franken gerechnet – muss von einem Millionenprojekt gesprochen 
werden. Vermögensrechtliche Klagen mit einem Streitwert von mehr als Fr. 8000.– 
fallen nun aber gemäss Art. 19 Ziff. 1 ZPO in die sachliche Zuständigkeit des je-
weiligen Bezirksgerichts, hier also jenes von Albula, so dass auch insoweit einem 
Eintreten auf die Streitangelegenheit durch die Vorinstanz nichts entgegenstand.

Bezirksgerichtliche Urteile im Sinne von Art. 19 ZPO, seien sie in vermö-
gensrechtlichen (Ziff. 1) oder nicht vermögensrechtlichen Streitsachen (Ziff. 2) er-
gangen, können gemäss Art. 218 Abs. 1 ZPO mit Berufung bei der Zivilkammer 
des Kantonsgerichtes angefochten werden. Da dieses Rechtsmittel im vorliegen-
den Fall innert Frist ergriffen wurde (Art. 219 Abs. 1 Satz 1 ZPO) und da die Wei-
terzugserklärung überdies den gesetzlichen Formerfordernissen entspricht (Art. 
219 Abs. 1 Satz 2 ZPO), ist darauf grundsätzlich einzutreten.

2. Die Stockwerkeigentümergemeinschaft verfügt lediglich aber immer-
hin über eine beschränkte (sich auf den Bereich ihrer Verwaltungs- und Nutzungs-
tätigkeit erstreckende) passive Prozessfähigkeit (vgl. BGE 125 II 350). Zu den in 
einem solchen funktionellen Zusammenhang stehenden Ansprüchen, welche kla-
geweise gegenüber der Gemeinschaft geltend zu machen sind, gehören unter an-
deren jene auf Anfechtung von Beschlüssen der Stockwerkeigentümerversamm-
lung (vgl. NAEGELI, a. a. O., Art. 19 GestG N. 19; BÖSCH, a. a. O., Art. 712l ZGB N. 
16; MEIER-HAYOZ/REY, a. a. O., Art. 712l ZGB N. 98; WERMELINGER, a. a. O., Art. 
712l ZGB N. 201). Dies blieb im Verfahren denn auch unbestritten, und es wurde 
in diesem Punkt zu Recht kein Nichteintretensantrag wegen Fehlens einer Pro-
zessvoraussetzung gestellt.

Einen Nichteintretensentscheid erwirken wollte die Beklagte hingegen vor 
Bezirksgericht Albula mit der Einrede, es sei an der erstinstanzlichen Hauptver-

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handlung zu einer unerlaubten Klageänderung gekommen, indem abweichend 
von den Begehren anlässlich der Sühneverhandlung nicht mehr bloss die Fest-
stellung der Nichtigkeit des nicht genehmen Beschlusses der Stockwerkeigentü-
merversammlung vom 30. Juni 2001, sondern neu dessen Aufhebung verlangt 
worden sei. Entgegen den Andeutungen im angefochtenen Urteil lässt sich ein 
solcher Einwand nicht einfach mit dem Hinweis entkräften, dass es sich bei den 
späteren Anträgen lediglich um eine (zulässige) Einschränkung des ursprüngli-
chen Rechtsbegehrens handle, geht es doch nicht an, die innert einer bestimmten 
Frist anzuhebende Gestaltungsklage auf Anfechtung des genannten Beschlusses 
als in der nicht fristgebundenen Feststellungsklage mitenthalten zu betrachten 
(vgl. PKG 1992-3-17). Den Kläger muss dies freilich nicht kümmern, da die Be-
klagte mit ihrem Antrag auf Nichteintreten ohnehin nicht durchzudringen vermag. 
Sie verkennt, dass sich Z. an der Sühneverhandlung nicht auf die Einreichung 
reiner Feststellungsbegehren beschränkte, sondern dass er zusätzlich die Aufhe-
bung des angefochtenen Beschlusses forderte. Er liess dann, was ohne weiteres 
zulässig war, das Hauptbegehren auf Feststellen der Nichtigkeit wieder fallen, 
während er die im Eventualbegehren enthaltene Gestaltungsklage, ohne sie aus-
zudehnen, aufrechterhielt. Zumindest im Ergebnis ist also nicht zu beanstanden, 
dass die Vorinstanz die Einrede der unzulässigen Klageänderung verworfen hat. 
In seiner schriftlichen Berufungsantwort griff der Rechtsvertreter der Beklagten 
diesen Einwand denn auch nicht mehr auf.

Vor Bezirksgericht Albula stellte die STWEG Y. auch noch aus einem an-
deren Grund den Antrag, dass auf die Klage nicht eingetreten werden dürfe. Z. 
wolle seine Stockwerkeigentumswohnung veräussern und er bekämpfe das Um-
bauvorhaben der T. AG nur deshalb, um sie angesichts der dadurch drohenden 
Verzögerungen zu bewegen, das Kaufobjekt selber (zu einem übersetzen Preis) 
zu übernehmen; ein solches Vorgehen sei rechtsmissbräuchlich und verdiene kei-
nen Rechtsschutz. Mit der Vorinstanz ist dem entgegenzuhalten, dass der Kläger 
bereits an der Versammlung vom 30. Juni 2001 dargelegt hatte, weshalb seiner 
Meinung nach ohne seine Zustimmung der Antrag gemäss Traktandum 15 nicht 
gültig angenommen werden könne. Er muss sich also nicht vorwerfen lassen, er 
habe seine Bedenken treuwidrig spät geäussert. Hinzu kommt, dass er im laufen-
den Prozess die im Mehrheitsbeschluss enthaltene grundsätzliche Einwilligung 
zum Umbauprojekt der T. AG mit Argumenten bekämpft, die nicht von vornherein 
als haltlos beiseite geschoben und als unzulässige Druckmittel eingestuft werden 
dürfen. Auch insoweit lässt sich somit sein Festhalten an der Anfechtungsklage 

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nicht einfach als schlechthin nicht mehr tragbar bezeichnen. – Im Berufungsver-
fahren wurde zum Nichteintretensbegehren ergänzend vorgebracht, dass Z. in der 
Zwischenzeit seine Wohnung verkauft habe, was zur Folge habe, dass er an der 
Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und damit an der Behandlung seines 
Rechtsmittels kein rechtlich schützenswertes Interesse mehr besitze. Hiermit ver-
mag die Beklagte allerdings schon deshalb nicht durchzudringen, weil es sich 
beim Hinweis auf die angebliche Veräusserung um eine neue tatsächliche Be-
hauptung handelt, die im jetzigen Verfahrensstadium nicht mehr zugelassen wer-
den kann und die denn auch gänzlich unbewiesen blieb. Insoweit besteht also kein 
Anlass, auf die Berufung bzw. bei Anhandnahme des Rechtsmittels auf die Klage 
nicht einzutreten.

3. Angefochten wird im vorliegenden Verfahren ein Beschluss, der an-
lässlich der Eigentümerversammlung der STWEG Y. vom 30. Juni 2001 unter 
Traktandum 15 gefasst worden war. Kläger ist Z., einer der beiden Stockwerkei-
gentümer, die diesem Beschluss nicht zugestimmt hatten, während es sich bei der 
Beklagten um die betreffende Stockwerkeigentümergemeinschaft handelt. Aktiv- 
und Passivlegitimation der Parteien blieb bei dieser Sachlage zu Recht unbestrit-
ten (vgl. Heinz REY, Schweizerisches Stockwerkeigentum, 2. Aufl., Zürich 2001, 
Rz. 352). Nähere Ausführungen hierzu erübrigen sich.

Nicht weiter eingegangen zu werden braucht auch auf die von Amtes we-
gen zu klärende Frage der Rechtzeitigkeit der Anfechtung des nicht genehmen 
Versammlungsbeschlusses vom 30. Juni 2001 (vgl. REY, a. a. O., Rz. 355), wurde 
doch die einmonatige Klagefrist gemäss Art. 75 ZGB, auf den in Art. 712m Abs. 2 
ZGB indirekt verwiesen wird, mit der Anmeldung der Streitsache beim Vermittler 
am 24. Juli 2001 klarerweise eingehalten. Die Beklagte erhob denn auch in dieser 
Richtung während des ganzen Verfahrens nie irgendwelche Einwendungen.

Ebenfalls von Amtes wegen zu prüfen ist die Gültigkeit der Prozessvoll-
machten (Art. 107 ZPO; vgl. auch PKG 1984-26-82). – Klagen auf Anfechtung von 
Stockwerkeigentümerversammlungsbeschlüssen werden im ordentlichen Zivilver-
fahren behandelt. Gemäss Art. 712t Abs. 2 ZGB bedarf der Verwalter in solchen 
Fällen zur Prozessführung der vorgängigen Ermächtigung durch die Versammlung 
der Stockwerkeigentümer, und zwar unbesehen darum, ob die Gemeinschaft als 
Klägerin auftritt oder als Beklagte ins Recht gefasst wird (vgl. MEIER-HAYOZ/REY, 

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a. a. O., Art. 712t ZGB N. 44). In dringenden Fällen ist es ihm aber nach der glei-
chen Bestimmung erlaubt, einen solchen Prozess ohne Rücksicht auf das Vorlie-
gen einer Vollmacht anzuheben oder aufzunehmen; er muss dann aber nachträg-
lich den vom Gesetz geforderten Ermächtigungsbeschluss noch einholen. Die 
Voraussetzungen für ein selbständiges Vorgehen der Verwaltung waren hier klar 
gegeben. Die gegen die STWEG Y. gerichtete Klage wurde von Z. am 24. Juli 
2001 anhängig gemacht, worauf die Parteien bereits auf den 31. August 2001 zur 
Sühneverhandlung aufgeboten wurden. Es liegt nun auf der Hand, dass es der 
Beklagten in dieser kurzen Zeitspanne und angesichts der vielen im Ausland woh-
nenden Stockwerkeigentümer schlechthin unmöglich war, eine beschlussfähige 
Versammlung einzuberufen – hierfür muss gemäss Art. 712p Abs. 1 ZGB und Art. 
32 des Reglements die Hälfte aller Stockwerkeigentümer, die über die Hälfte der 
Anteile verfügt, anwesend oder vertreten sein –, weshalb die Verwaltung berech-
tigt war, von sich aus einen Anwalt zwecks Prozessführung beizuziehen (vgl. zum 
Ganzen PKG 1992-20-93 ff. Erw. 2a). Die nachträgliche Einwilligung durch die 
(beschlussfähige) Versammlung der Stockwerkeigentümer liegt ebenfalls vor (an-
wesend bzw. vertreten waren 87 der 118 Miteigentümer mit einem Wertquotenan-
teil von 796,5 Tausendsteln), fasste sie doch am 28. Dezember 2001 mit der er-
forderlichen Mehrheit der Anwesenden (vgl. MEIER-HAYOZ/REY, a. a. O., Art. 712t 
ZGB N. 44 in Verbindung mit Art. 712m ZGB N. 110 ff.), nämlich mit 85 zu 0 Stim-
men bei zwei Enthaltungen, einen entsprechenden Beschluss, wobei die bisheri-
gen Vorkehren der Verwaltung, unter ihnen die Einsetzung von Rechtsanwalt von 
Planta, genehmigt wurden. Überdies hielt die Versammlung fest, dass die Pro-
zessführungsbefugnis nicht allein für das erstinstanzliche Verfahren gelte, son-
dern auch für allfällige Weiterzüge. Dem Bezirksgericht Albula übermittelt wurde 
das betreffende Versammlungsprotokoll mit Begleitschreiben vom 4. März 2002, 
also lange vor der Hauptverhandlung und ohne dass sich der Bezirksgerichtsprä-
sident veranlasst sehen musste, der Beklagten gestützt auf Art. 26 Abs. 1 ZPO 
eine Frist zur Nachreichung anzusetzen. Der Ermächtigungsbeschluss ist bei die-
ser Sachlage als rechtzeitig eingegangen anzusehen. Damit liegt eine in jeder Hin-
sicht genügende Vollmacht des Rechtsvertreters der Beklagten vor. – Die Bevoll-
mächtigung des klägerischen Anwaltes schliesslich gibt zu keinen Bemerkungen 
Anlass.

Nach Eingang des erstinstanzlichen Aktenverzeichnisses wandte sich der 
Rechtsvertreter des Klägers am 13. Mai 2003 innert der zehntägigen Frist des Art. 
221 ZPO an den Bezirksgerichtspräsidenten Albula und ersuchte ihn, das an der 

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Hauptverhandlung vom 28. November 2002 zur Ansicht vorhanden gewesene Mo-
dell des Umbauvorhabens nunmehr der Berufungsinstanz zu übermitteln. Als sich 
der Rechtsvertreter der Beklagten dem mit Schreiben vom 30. Mai 2003 wider-
setzte, unterbreitete der Bezirksgerichtspräsident die Sache dem Kantonsge-
richtspräsidium. Laut einer Aktennotiz von Vizepräsident Schlenker vom 10. Juli 
2003 gab Rechtsanwalt von Planta in einem Telefongespräch vom gleichen Tag 
seinen Widerstand auf und erklärte sich ausdrücklich damit einverstanden, dass 
die Zivilkammer das Modell für das Weiterzugsverfahren beiziehe. Dies ist in der 
Folge denn auch geschehen.

4. Nach Meinung des Klägers hätte die T. AG zur Ausführung ihres ge-
meinschaftliche Teile erfassenden Bauvorhabens gültig nur ermächtigt werden 
können, wenn dem, was aber gerade nicht geschehen sei, sämtliche Stockwerk-
eigentümer beigepflichtet hätten. Hierzu beruft er sich unter anderem auf Art. 647e 
Abs. 1 ZGB. Bezogen auf das Stockwerkeigentum bedarf es nach der genannten 
Vorschrift zwar eines einstimmigen Beschlusses der Stockwerkeigentümerver-
sammlung (vgl. MEIER-HAYOZ/REY, a. a. O., Art. 712m ZGB N. 93 f.; REY, a. a. O., 
Rz. 315 und 318; WERMELINGER, a. a. O., Art. 712m ZGB N. 171), allerdings nicht 
für beliebige derartige Eingriffe, sondern nur für luxuriöse bauliche Massnahmen, 
für Vorkehren, die einzig der Verschönerung der Sache, der Bequemlichkeit im 
Gebrauch, dem Prunk oder dem Vergnügen dienen (vgl. Arthur MEIER-HAYOZ, Ber-
ner Kommentar, Band IV/1/1, 5. Aufl., Bern 1981, Art. 647e ZGB N. 1). Geht es 
demgegenüber um nützliche bauliche Massnahmen, um Vorkehren, mit denen ob-
jektiv betrachtet eine Wertsteigerung, eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit 
oder eine Verbesserung der Gebrauchstauglichkeit der Sache erreicht werden 
soll, ohne dass sie als geradezu notwendig erscheinen (vgl. MEIER-HAYOZ, a. a. 
O., Art. 647d ZGB N. 9 ff.), ist nach Art. 647d Abs. 1 ZGB nur noch das qualifizierte 
Mehr nach Köpfen und Anteilen erforderlich (vgl. MEIER-HAYOZ/REY, a. a. O., Art. 
712m ZGB N. 103 und 105; REY, a. a. O., Rz. 320 und 323; WERMELINGER, a. a. 
O., Art. 712m ZGB N. 168). In diesem Sinne gelten etwa als nützliche Massnah-
men der Wiederaufbau eines zerstörten Gebäudes, der Abbruch eines Gebäudes 
mit anschliessendem Neubau, wenn dieser dem gleichen Zweck dient, sowie die 
Aufstockung eines Gebäudes (vgl. MEIER-HAYOZ, a. a. O., Art. 647d ZGB N. 16 
und 18 sowie zur Aufstockung im Besonderen Rolf H. WEBER, Die Stockwerkei-
gentümergemeinschaft, Zürich 1979, S. 301). Aus den bei den Akten liegenden 
Projektunterlagen (act. III/9) ergibt sich in Verbindung mit dem in der Begrün-

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dungserklärung enthaltenen Liegenschaftsbeschrieb (act. III/8), dass die beste-
hende, über einer unterirdischen Einstellhalle errichtete dreistöckige Sporthalle bis 
auf den Betonboden des Erdgeschosses abgerissen und – offenbar bei gleichem 
Volumen und ungefähr identischen Aussenmassen (vgl. hierzu die ergänzenden 
Informationen zur Eigentümerversammlung vom 30. Juni 2001, act. III/10 S. 4 
oben) – durch einen viergeschossigen Neubau ersetzt werden soll, wobei anstelle 
der Tennis- und Squashplätze, der Kegelbahn, der Golftrainingsanlage und der 
Sportbars eine Wellnesslandschaft, ein Wellnessrestaurant sowie Seminarräume 
und Hotelzimmer vorgesehen sind. Ein solcher Umbau ist mit den eben angeführ-
ten Beispielen ohne weiteres vergleichbar und muss deshalb als nützlich bezeich-
net werden. Er dient dazu, den Hotelbetrieb den geänderten Kundenbedürfnissen 
anzupassen, um dadurch seine Ertragskraft zu erhöhen und so seinen Bestand 
längerfristig zu sichern, mit der Folge, dass hiervon neben der Betreibergesell-
schaft die übrigen Stockwerkeigentümer ebenfalls profitieren, sei es von der Ver-
besserung der ihnen zur Verfügung stehenden Infrastruktur, sei es von zusätzli-
chen Einnahmen gestützt auf die Bewirtschaftungsverträge und sei es schliesslich 
von der Wertsteigerung der ganzen Anlage. Das Projekt unterlag damit den bei 
nützlichen baulichen Massnahmen zu beachtenden Vorschriften über die Be-
schlussfassung in der Stockwerkeigentümerversammlung. Da am 30. Juni 2001 
von 117 Miteigentümern 96 mit einem Wertquotenanteil von 876,6 Tausendsteln 
anwesend oder vertreten waren und da in der Folge der Antrag der T. AG auf 
Genehmigung ihres Umbauprojektes und auf Erteilung der Ermächtigung zu des-
sen Ausführung mit 94 zu 2 Stimmen und 863.4 zu 13.2 Tausendsteln Wertquoten 
gutgeheissen wurde, ist offenkundig, dass die Versammlung beschlussfähig war 
(Art. 32 des Reglements) und dass bei der Zustimmung zum genannten Geschäft 
das nötige Quorum erreicht wurde (Art. 37 des Reglements). Insoweit besteht also 
wiederum kein Grund zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses.

Für den Fall, dass er mit seinem auf Art. 647e Abs. 1 ZGB abgestützten 
Einwand nicht durchdringen sollte, lässt der Kläger in diesem Zusammenhang un-
ter Hinweis auf Art. 26 des Reglements und Art. 647d Abs. 2 ZGB überdies noch 
einwenden, bei Realisierung des Bauvorhabens der T. AG werde er in seinen 
Möglichkeiten, seine eigene Stockwerkeinheit dem bisherigen Zweck entspre-
chend zu benützen, auf Dauer erheblich beeinträchtigt. Sein daraus erwachsen-
des Vetorecht, welches er an der Versammlung der Stockwerkeigentümer vom 
30. Juni 2001 durch Nichtzustimmung zum Antrag gemäss Traktandum 15 geltend 
gemacht habe, dürfe nicht einfach übergangen werden und müsse zur Gutheis-

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sung seiner Anfechtungsklage führen. Wie schon vor Bezirksgericht Albula beliess 
es Z. hierzu allerdings auch im Berufungsverfahren bei einigen wenigen pauscha-
len Behauptungen, ohne näher zu belegen, dass er tatsächlich Nachteile von ei-
nigem Gewicht, die erst noch nicht bloss vorübergehender Natur sein dürfen, zu 
gewärtigen habe. Da sich am Charakter der Liegenschaft, wie unten in Erw. 5 
näher darzulegen sein wird, nichts Entscheidendes ändert, wird ihm seine Stock-
werkeinheit auch in Zukunft im bisherigen Mass als Wohnung zur Verfügung ste-
hen. Desgleichen wird er weiterhin in den Genuss der aus der Anbindung an den 
Hotelbetrieb fliessenden Vorteile kommen. Insbesondere deutet nichts darauf hin, 
dass nach Beendigung des Umbaus für den Kläger und allenfalls weitere Stock-
werkeigentümer vom neu gestalteten Trakt V mit Schwerpunkt Wellnessbe-
reich/Seminarräume/Hotelzimmer merklich mehr Immissionen ausgehen als von 
der jetzigen, stärker auf sportliche Betätigungen ausgerichteten Halle. Zu Recht 
gar nicht erst geltend gemacht wird von Z. ausserdem, dass der künftige Gebrauch 
seiner Eigentumswohnung durch die baulichen Änderungen im Trakt V unwirt-
schaftlich werde, erwähnt er doch im Inserat, in welchem er sie zum Verkauf an-
bietet, unter den Vorzügen der Gesamtliegenschaft insbesondere das projektierte 
Wellnesszentrum. Hinzu kommt, dass die Umbaukosten ohnehin von der T. AG 
getragen werden; die übrigen Stockwerkeigentümer müssen sich daran nicht be-
teiligen.

5. Zumindest sinngemäss scheint Z. die von ihm vertretene Auffas-
sung, wonach das Umbauprojekt der T. AG von allen Stockwerkeigentümern hätte 
gebilligt werden müssen, überdies auf die miteigentumsrechtliche Vorschrift von 
Art. 648 Abs. 2 ZGB abstützen zu wollen, die für Veränderungen der Zweckbe-
stimmung der Sache Einstimmigkeit vorsieht und die damit im Bereich des Stock-
werkeigentums, in welchem sie ebenfalls anwendbar ist, jedem Stockwerkeigentü-
mer zur Abwehr solcher Änderungsbemühungen ein Vetorecht einräumt (vgl. BGE 
111 II 333; ZBGR 78 [1997] S. 54). Wie Art. 38 lit. a des Reglements entnommen 
werden kann, hat sich die STWEG Y. in diesem Bereich keine von der gesetzlichen 
Regelung abweichende Ordnung gegeben. – Wann eine solche Zweckänderung 
vorliegt, sagt das Gesetz nicht; der Entscheid hierüber hängt vielmehr von den 
konkreten Umständen ab (vgl. ZBGR 78 [1997] S. 54). Dabei bedarf es keiner völ-
ligen Abkehr von der ursprünglichen Zielsetzung; es genügt, dass sich der Cha-
rakter der Sache in einschneidender Weise ändert oder dass der bisherige Zweck 

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durch tatsächliche oder rechtliche Eingriffe in einen nebensächlichen umgestaltet 
wird (vgl. PKG 1990-5-31).

Gemäss Art. 712a Abs. 2 ZGB ist ein Stockwerkeigentümer in der Verwal-
tung, Benutzung und baulichen Ausgestaltung seiner eigenen Räume grundsätz-
lich frei; er darf jedoch anderen Stockwerkeigentümern die Ausübung des gleichen 
Rechts nicht erschweren; ebenso wenig ist es ihm erlaubt, die gemeinschaftlichen 
Bauteile, Anlagen und Einrichtungen in irgendeiner Weise zu beschädigen oder in 
ihrer Funktion und äusseren Erscheinung zu beeinträchtigen. Diese offene Zweck-
bestimmung nach Gesetz kann allerdings im Begründungsakt oder im Reglement 
im Sinne einer Einschränkung der Benutzungsmöglichkeiten enger umschrieben 
werden (vgl. MEIER-HAYOZ/REY, a. a. O., Art. 712d ZGB N. 78 und Art. 712g ZGB 
N. 98), und dies wird denn auch häufig so gehandhabt. Im hier interessierenden 
Fall beruft sich Z. in diesem Zusammenhang auf die unter II/3 der Begründungs-
erklärung vom 30. März 1979 enthaltene, mit Zweckbestimmung der Bauten über-
schriebene Regelung. Sie hat folgenden Wortlaut:

„Innerhalb der in Stockwerkeigentum aufgeteilten Liegenschaft soll das be-
reits bestehende Hotel U. mit Hallenbad, ein Restaurationsbetrieb mit Bar 
inklusive Läden sowie Sportanlagen betrieben werden. Die Wohnungen 
sollen zum Teil als Aparthotelzimmer durch eine Betriebsorganisation ho-
telmässig bewirtschaftet werden. Für alle Anlagen stehen unter- und ober-
irdische Parkplätze zur Verfügung, alles gemäss Plan.“

Daraus geht mit hinlänglicher Klarheit hervor, dass der Komplex S. zwei mit 
ausreichend Parkierungsmöglichkeiten versehene Hauptbereiche umfassen soll, 
auf der einen Seite den Hotelbetrieb, ergänzt um Einrichtungen, die der Steige-
rung der Attraktivität der Gesamtanlage dienen, und auf der anderen Seite die 
Wohnungen, wobei ein Teil von ihnen den Inhabern der jeweiligen STWE-ANTEILE 
nicht ausschliesslich zur Verfügung steht, sondern über Bewirtschaftungsverträge 
auch von der Hotelbetriebsgesellschaft benutzt werden können. Wenn nun, wie 
bereits oben in Erwägung 4 dargelegt wurde, nach dem vorliegenden Konzept der 
T. AG als Hotelbetreiberin und Inhaberin des STWE-ANTEILS Nr. 217 eine beste-
hende Sporthalle durch einen Neubau ersetzt werden soll, in welchem anstelle der 
Tennis- und Squashplätze, der Kegelbahn, der Golftrainingsanlage und der Sport-
bars eine Wellnesslandschaft, ein Wellnessrestaurant sowie Seminarräume und 
Hotelzimmer vorgesehen sind, lässt dies den Charakter der Liegenschaft als sol-
cher unberührt. Es handelt sich nach wie vor um ein gehobenen Ansprüchen ge-
recht werdendes Aparthotel. Soll ein solcher Betrieb über einen längeren Zeitraum 

15

erfolgreich geführt und damit in seinem Bestand erhalten werden, muss er sich 
zwingend dem wechselnden wirtschaftlichen Umfeld anpassen und er hat dabei 
insbesondere den sich ändernden Erwartungen der Gäste Rechnung zu tragen. 
Dann aber verbietet es sich nachgerade, sich bei der Beurteilung der Frage, ob 
Neuerungen noch bestimmungsgemäss sind oder bereits eine eigentliche 
Zweckänderung darstellen, starr an Formulierungen zu klammern, wie sie seiner-
zeit bei der Stockwerkeigentumsbegründung für die Beschreibung des Ist-Zustan-
des und der damaligen Ausrichtung der Anlage verwendet wurden. Andernfalls 
würde die mit der Schaffung von Stockwerkeigentum verfolgte Absicht, die 
Rechtsstellung des Erwerbers eines Miteigentumsanteils an einer Liegenschaft je-
ner des Alleineigentümers möglichst anzunähern (vgl. BGE 111 II 338 unten), un-
ter Umständen geradezu vereitelt. Wird all dies berücksichtigt, erscheint die Über-
führung von Sportanlagen, wie sie vor Jahren in Hotels der gehobeneren Klasse 
häufig anzutreffen waren, in heutigen Anforderungen genügende Wellnesseinrich-
tungen noch nicht als derart schwer wiegender Eingriff in die vorhandenen Struk-
turen, dass darin eine vom Veto der übrigen Miteigentümer bedrohte Änderung 
der Zweckbestimmung der Überbauung gesehen werden müsste. Gleiches gilt für 
die entsprechende Anpassung der Restaurationsbetriebe. Dass schliesslich die 
Erweiterung eines grösseren Hotelkomplexes um zwei Seminarräume die ur-
sprüngliche Zweckbestimmung der Gesamtanlage nicht entscheidend zu beein-
flussen vermag, liegt auf der Hand, und zu Recht gar nicht erst geltend gemacht 
wurde überdies, dass die zusätzlich vorgesehenen Hotelzimmer mit dem Charak-
ter der zu Stockwerkeigentum aufgeteilten Liegenschaft als Aparthotel schlechthin 
unvereinbar seien, werden doch die bisherigen Bewirtschaftungsverträge durch 
derartige bauliche Vorkehren nicht einfach ausser Kraft gesetzt.

Aus der Bestimmung von Art. 8 Ziff. 1 des Reglements, wonach die einzel-
nen Stockwerkeinheiten nur zu den im Begründungsakt und im Reglement um-
schriebenen Zwecken verwendet werden dürften, vermag Z. das ihm angeblich 
zustehende Vetorecht ebenso wenig abzuleiten. Umgebaut werden soll der STWE-
ANTEIL Nr. 217, der laut der Begründungserklärung den mit Sportanlagen betitelten 
Trakt V des Komplexes S. bildet und dessen Inhaberin die Hotelbetriebsgesell-
schaft selber ist. Die Zielsetzung ihrer Sonderrechtseinheit kann damit nicht inso-
weit Selbstzweck sein, als sie unbesehen darauf reduziert wird, die im Begrün-
dungsakt aufgelisteten Räumlichkeiten und Einrichtungen ungeachtet künftiger 
Entwicklungen auf Dauer unangetastet zu lassen. Vielmehr muss sie dem Erhalt 
eines konkurrenzfähigen Hotelbetriebes dienen. Wenn nun wie gesehen die in 

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Aussicht genommenen Anpassungen an sich wandelnde Gästebedürfnisse mit 
dem Charakter der Liegenschaft als solcher vereinbar sind, darf die Realisierung 
des Projekts nicht einfach dadurch verhindert werden, dass die Zweckbestimmung 
der umzubauenden Stockwerkeinheit unverrückbar mit ihrem ursprünglichen Zu-
stand gleichgesetzt wird. Hinzu kommt, dass nach dem bereits Gesagten die üb-
rigen Miteigentümer durch die Umgestaltung des betroffenen STWE-ANTEILS in der 
gleichmässigen Nutzung der gemeinschaftlichen Gebäudeteile und im Gebrauch 
ihrer eigenen Einheiten nicht beeinträchtigt werden und dass nach Abschluss der 
Arbeiten von ihm keine störenderen Immissionen zu erwarten sind, als sie von 
dem im heutigen Zustand belassenen Trakt V ausgehen. Bei dieser Sachlage darf 
der T. AG die von ihr vorgesehene, lediglich den Entwicklungen in der Hotellerie 
Rechnung tragende Umnutzung ihrer Stockwerkeinheit nicht verboten werden 
(vgl. BGE 111 II 341). Darauf aber liefe die Gutheissung von Berufung und Klage 
hinaus.

Von Z. nicht geltend gemacht werden kann ausserdem, eine von ihm nicht 
einfach hinzunehmende Zweckänderung liege auch darin, dass durch den Umbau 
die Sporteinrichtungen des STWE-ANTEILS Nr. 217, die mitzubenutzen er befugt 
sei, verschwinden würden. Im Gegensatz zu einzelnen Miteigentümern und ihnen 
nahe stehenden Personen im Altbau des Hotels U. (vgl. die Regelung unter II/4/i 
der Begründungserklärung) wurden ihm nämlich keine derartigen Rechte ein-
geräumt.

6. Schliesslich lässt Z. vor der Berufungsinstanz dem Anschein nach 
noch einen weiteren Einwand erneuern, den er bereits im erstinstanzlichen Ver-
fahren vorgebracht hatte. Ausgehend von der Behauptung, dass die Wertquoten, 
die im Begründungsakt den einzelnen Stockwerkeigentumseinheiten zugewiesen 
worden seien, bereits jetzt mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht mehr über-
einstimmen würden, was nach einer entsprechenden Anpassung rufe, macht der 
Kläger überdies geltend, dass die Realisierung des Umbauprojektes der T. AG 
das bisherige Berechnungsergebnis erst recht als nicht mehr haltbar erscheinen 
lasse; das Bauvorhaben müsste unter diesen Umständen seinerseits zu einer er-
heblichen Wertquotenänderung führen und hätte deshalb, da er hiervon selber 
betroffen sei, ohne seine Billigung nicht beschlossen werden dürfen. Hinzu 
komme, dass gemäss Art. 38 lit. a des Reglements über Wertquotenänderungen 
ohnehin nur einstimmig befunden werden dürfe, was ebenfalls die Aufhebung des 

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angefochtenen Beschlusses zur Folge haben müsse. Das Bezirksgericht Albula 
vermochte sich dem nicht anzuschliessen. Dies ist nicht zu beanstanden.

Nach Art. 712e Abs. 2 ZGB, der auch Eingang in Art. 3 des Reglements 
gefunden hat, bedürfen Änderungen der Wertquoten der Zustimmung aller unmit-
telbar Beteiligten und der Genehmigung durch die Versammlung der Stockwerk-
eigentümer (1. Teilsatz). Daneben besitzt der einzelne Stockwerkeigentümer ei-
nen Anspruch auf Berichtigung seiner Wertquote, wenn sie im Begründungsakt 
irrtümlich unrichtig festgelegt oder in der Zwischenzeit durch bauliche Verände-
rungen des Gebäudes oder dessen Umgebung unrichtig geworden ist (2. Teil-
satz). Um wegen letzterem in den Genuss dieses Individualanspruches zu gelan-
gen, muss es sich um Massnahmen handeln, die sich dauernd und einseitig auf 
die Wertquote eines bestimmten Stockwerkeigentümers auswirken. Korrekturen 
sind demgemäss nur bei Veränderungen von Umständen erforderlich, die für die 
ursprüngliche Berechnung der Wertquoten nachweisbar relevant waren. Zudem 
müssen die Veränderungen derart sein, dass ihre Nichtberücksichtigung bzw. die 
Nichtanpassung der Wertquoten zu einer stossenden Verschlechterung der 
Rechtsposition des betroffenen Stockwerkeigentümers im Vergleich zu den ande-
ren Beteiligten führen würde (vgl. BÖSCH, a. a. O., Art. 712e ZGB N. 6).

Im angefochtenen Versammlungsbeschluss vom 30. Juni 2001, der Gegen-
stand des vorliegenden Prozesses bildet, ging es ausschliesslich um die Ermäch-
tigung der T. AG zur Ausführung ihres Bauvorhabens. Ein Antrag auf Änderung 
der Wertquoten war damals nicht zu behandeln und es fehlt somit von vornherein 
an einem entsprechenden Anfechtungsobjekt. Desgleichen enthielt die dem Be-
zirksgericht Albula unterbreitete Klage nebst dem Aufhebungsantrag kein zusätz-
liches Begehren, das auf die Verwirklichung des Individualanspruchs auf Berichti-
gung der Wertquoten angelegt gewesen wäre. Dann aber muss nicht weiter inter-
essieren, ob zur Zeit die Voraussetzungen für eine Anpassung der Wertquoten 
wegen ursprünglicher Berechnungsfehler oder wegen in früheren Jahren erfolgter 
Umbauten erfüllt wären und ob es sich, falls dies bejaht würde, bei den Umstän-
den, welche einen Berichtigungsanspruch auszulösen vermöchten, überhaupt um 
solche handelt, welche Z. unmittelbar betreffen. Ebenso wenig ist im laufenden 
Verfahren darüber zu befinden, ob und allenfalls in welchem Masse die anstehen-
den baulichen Vorkehren eine Neubewertung aller oder einzelner Wertquoten er-
forderlich machen. Führt die von der Verwaltung und der Versammlung der Stock-
werkeigentümer in Aussicht genommene Überprüfung der Wertquoten (vgl. das 

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Protokoll vom 9. Juli 2002 unter act. III 20) zur Ausarbeitung und Unterbreitung 
eines Änderungsantrages, können die direkt beteiligten Stockwerkeigentümer, die 
damit nicht einverstanden sind, dessen Annahme durch Verweigerung der Zustim-
mung verhindern. Wird die Verwaltung auf der anderen Seite überhaupt nicht tätig 
oder führen ihre Abklärungen zum Ergebnis, dass kein Handlungsbedarf bestehe 
– nicht jeder Umbau vermag die Wertquoten massgeblich zu beeinflussen (vgl. 
hierzu etwa WERMELINGER, a. a. O., Art. 712e ZGB N. 98 ff. mit Hinweisen) – oder 
wird eine Vorlage auf Anpassung der Wertquoten abgelehnt, kann derjenige, der 
sich damit nicht abfinden will, weil die Wertquote seiner Stockwerkeinheit nicht 
mehr den geänderten Verhältnissen entspreche, immer noch mit einem Berichti-
gungsbegehren an den Richter gelangen. Entgegen dem, was Z. anzunehmen 
scheint, geben ihm hingegen weder die gesetzliche Ordnung zur Wertquotenän-
derung noch andere Bestimmungen eine Handhabe, einen an sich ordnungs-
gemäss gefassten Baubeschluss, dem er selber aber nicht zugestimmt hat, doch 
noch dadurch zu Fall zu bringen, dass er Befürchtungen äussert, die geplanten 
Massnahmen hätten Auswirkungen auf die Wertquote seiner Stockwerkeinheit. 
Bezeichnenderweise vermochte der Rechtsvertreter des Klägers denn auch keine 
Gerichtsentscheide und keine Lehrmeinungen anzuführen, die geeignet wären, 
den Bestand eines derart weitgehenden Vetorechtes zu bejahen. Aus dem Um-
stand, dass bei der Begründung von Stockwerkeigentum vor Errichtung des Ge-
bäudes ein Aufteilungsplan vorliegen und die Zuweisung der Wertquoten erfolgt 
sein muss, darf jedenfalls nicht einfach abgeleitet werden, dass auf die geschil-
derte Weise jeder Um- und Ausbau rechtmässig verhindert werden könne. Die 
differenzierte Regelung in den Art. 647c, d und e ZGB über die für die Vornahme 
bestimmter baulicher Massnahmen notwendigen Quoren, auf die in Art. 712g Abs. 
1 ZGB verwiesen wird, würde damit ebenso hinfällig wie die Bestimmung von Art. 
712e Abs. 2 ZGB, wonach allenfalls notwendig werdende Berichtigungen der 
Wertquoten bei Nichtzustandekommen einer einvernehmlichen Lösung nach 
Satzteil 1 vom einzelnen Stockwerkeigentümer nach Abschluss der Umbauarbei-
ten immer noch – aber eben erst dann – erreicht werden könnten.

Es ist also auch insoweit nicht zu beanstanden, dass Z. mit seiner Klage 
beim Bezirksgericht Albula nicht durchgedrungen ist. Dies muss wiederum zur Ab-
weisung seines Rechtsmittels führen.

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7. Wurde den Rechtsbegehren des Klägers nach dem Ergebnis des 
Berufungsverfahrens aus zureichenden Gründen nicht entsprochen, durften die 
(abwälzbaren) Kosten des Bezirksgerichtes Albula, die in der Zwischenzeit auf Be-
schwerde hin durch den Kantonsgerichtsausschuss auf Fr. 8000.– festgelegt wur-
den (vgl. ZB 03 12), vollumfänglich Z. überbunden werden. Ebenso wenig ist bei 
dieser Sachlage zu beanstanden, dass er zur Entrichtung einer Umtriebsentschä-
digung an die STWEG Y. verpflichtet wurde. Sie beträgt laut angefochtenem Urteil 
Fr. 20'299.80, was von Z. im Weiterzugsverfahren in keiner Weise in Frage gestellt 
wurde, – mit gutem Grund, liess er doch durch seinen Rechtsvertreter für den Fall 
des Obsiegens vorbringen, dass ihm vor erster Instanz ein doppelt so hoher Auf-
wand erwachsen sei.

Da Z. mit seiner Berufung keinen Erfolg zu erzielen vermochte, gehen die 
Kosten des Verfahrens vor der Zivilkammer, bestehend aus der auf Fr. 8000.– 
festzusetzenden Gerichtsgebühr sowie der Schreibgebühr von Fr. 285.–, total so-
mit Fr. 8285.–, ebenfalls zu seinen Lasten. Überdies hat er der Gegenpartei für 
deren Umtriebe im Berufungsverfahren eine angemessene aussergerichtliche 
Entschädigung zu bezahlen. Sie wird dem als notwendig erachteten mutmassli-
chen Aufwand entsprechend auf Fr. 2000.– festgelegt.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 8285.– (Gerichtsgebühr Fr. 
8000.–, Schreibgebühr Fr. 285.–) gehen zu Lasten von Z., welcher überdies 
verpflichtet wird, die Gegenpartei für deren Umtriebe im Verfahren vor der 
Zivilkammer aussergerichtlich mit Fr. 2000.– zu entschädigen.

3. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident Der Aktuar