# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 692c0596-404e-5696-9d04-41e95cad2c53
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.10.2016 200 2016 380
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-380_2016-10-05.pdf

## Full Text

200 16 380 IV
GRD/GET/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Fürsprecher und Notar B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. März 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) meldete sich im Mai 2012 unter Hinweis auf seit August 2011 be-
stehende diverse Beschwerden (Insomnie, schwere Erschöpfung, 
chronische Nacken- und Kopfschmerzen mit starken Ohren- und Schädel-
schmerzen, Unterarmschmerzen [„Golferarm-Entzündung“]) bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II], 2). 
Im Rahmen der erwerblichen und medizinischen Abklärungen holte die IVB 
die Akten des Krankentaggeld- und Unfallversicherers (Letztere mit Bezug 
auf eine im Jahr 2006 durchgemachte fragliche Borreliose [act. II 9.1 ff.; 
49.1 ff.; 26.1 ff.) sowie diverse Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) ein (act. II 17; 39, 56) und stellte der Versicherten jeweils 
im Juli 2012, im Januar 2014 und im August 2014 vorbescheidweise die 
Ablehnung des Leistungsbegehrens mit der Begründung in Aussicht, es 
liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor (act. II 19; 40; 57). 
Nachdem die Versicherte auch gegen den letztgenannten Vorbescheid 
Einwand erhoben hatte (act. II 61), veranlasste die IVB bei der MEDAS ein 
polydisziplinäres Gutachten (Expertise vom 8. Mai 2015 [act. II 79.1 ff.]) 
und stellte der Versicherten hernach mit Vorbescheid vom 12. Juni 2015 
(act. II 82) bei einem Invaliditätsgrad von 12% die Abweisung eines Ren-
tenanspruchs in Aussicht. Dagegen liess die Versicherte Einwand erheben 
(act. II 89), worauf die IVB bei Dr. med. C.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie FMH, RAD [act. II 94], sowie – im Rahmen inter-
ner Zuweisung – bei Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und für Rheumatologie, RAD, eine Stellungnahme einholte (act. II 
93). Mit Verfügung vom 8. März 2016 (act. II 96) entschied die IVB wie im 
Vorbescheid in Aussicht gestellt, wobei sie ergänzend festhielt, auf Einglie-
derungsmassnahmen bestehe kein Anspruch, da die Versicherte ihre bis-
herige Tätigkeit in einem fast vollen Arbeitspensum ausführen könne und 
sie bei der Stellensuche aus gesundheitlichen Gründen nicht beeinträchtigt 
sei. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 3

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher und Notar 
B.________, mit Eingabe vom 13. April 2016 Beschwerde erheben. Sie 
stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 8. März 2016 sei aufzuheben und 
die Akten seien zu einem neuen Entscheid in der Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen, verbunden mit der Anweisung, vor-
gängig den rechtserheblichen Sachverhalt im Rahmen einer 
medizinischen Begutachtung vollständig feststellen zu lassen.

2. Eventualiter: Es sei im verwaltungsgerichtlichen Verfahren eine medizini-
sche Begutachtung der Beschwerdeführerin anzuordnen.

3. Subeventualiter: Die Verfügung der IV-Stelle Kanton Bern vom 8. März 
2016 sei aufzuheben und es seien für die Beschwerdegegnerin geeignete 
berufliche Eingliederungsmassnahmen anzuordnen sowie bis Ende Sep-
tember 2015 eine volle IV-Rente und ab Oktober 2015 mindestens eine 
Dreiviertelsrente zuzusprechen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

In der Begründung kritisiert die Beschwerdeführerin das MEDAS-Gutachten 
vom 8. Mai 2015 in diversen Punkten als unvollständig und nicht nachvoll-
ziehbar (S. 6 ff.); zudem seien die Einschätzungen der Gutachter teilweise 
das Resultat von deren Voreingenommenheit (S. 4, Ziffer 4; S. 7 Ziffer 13; 
S. 9 Ziffer 21). Ferner genüge die Beurteilung der Leistungsfähigkeit durch 
die Beschwerdegegnerin den bundesgerichtlichen Anforderungen nicht und 
es fehlten die massgeblichen medizinischen Feststellungen, welche eine 
Prüfung der Standardindikatoren (nach Massgabe von BGE 141 V 281) 
erlaubten (S. 10, Ziffer 23). Namentlich sei es unzulässig, wenn der RAD 
basierend auf einem unvollständigen Gutachten eine eigene (ungenügen-
de) Aktenbeurteilung vornehme (S. 10, Ziffer 25 f.), weshalb eine Neubeur-
teilung durch eine andere Gutachterstelle zu erfolgen habe (S. 12, Ziffer 1). 
Im Weiteren sei sie – die Beschwerdeführerin – entgegen dem MEDAS-
Gutachten weder aktuell noch in der Vergangenheit (seit Juli 2011) in der 
Lage gewesen, auf dem primären Arbeitsmarkt in ihrer angestammten 
Tätigkeit im kaufmännischen Bereich zu 90% erwerbstätig zu sein (S. 4, 
Ziffer 3). Gemäss Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. E.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH vom 8. Juli 2015 (Akten der 
Beschwerdeführerin, [act. I], 3) sei aktuell höchstens eine 40%-Tätigkeit im 
angestammten kaufmännischen Beruf zumutbar (S. 5, Ziffer 9). Insgesamt 
stehe fest, dass sie bis Ende Juli 2015 mindestens zu 70%, danach min-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 4

destens zu 60% arbeitsunfähig gewesen sei (S. 6, Ziffer 11). Demnach 
habe sie bis Ende September Anspruch auf eine volle IV-Rente (S. 12, Zif-
fer 2). Zudem resultiere bei korrekter Vornahme des Einkommensver-
gleichs – unter Zugrundelegung einer 40%igen Arbeitsfähigkeit – ab 
Oktober 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 68% ein Anspruch auf eine 
Dreiviertelsrente (S. 11 f., Ziffer 1 ff.). Schliesslich habe die Beschwerde-
führerin bereits vor einigen Jahren eine ... begonnen und seit März 2015 
angesichts der eingetretenen Arbeitslosigkeit einen Kurs für ... absolviert. 
Entsprechend beantrage sie Unterstützung in der Eingliederung durch die 
Finanzierung der ...ausbildung (S. 5, Ziffer 9 f.). 

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Mai 2016 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin Abweisung der Beschwerde unter Auferlegung der Verfahrenskosten 
zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

Mit Eingabe vom 17. Juni 2016 liess die Beschwerdeführerin Schlussbe-
merkungen einreichen, wobei sie an ihren beschwerdeweise gestellten 
Rechtsbegehren sowie dargelegten Standpunkten festhält. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 20. Juni 2016 auf 
die Einreichung von Schlussbemerkungen, wobei sei an ihren mit Be-
schwerdeantwort vom 17. Mai 2016 gestellten Rechtsbegehren festhält.   

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 8. März 2016 (act. II 
96). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente sowie 
auf berufliche Eingliederungsmassnahmen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 6

nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.1.2 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Sodann kommt es invalidenversicherungsrecht-
lich nicht auf die Diagnose, sondern einzig darauf an, welche Auswirkungen 
eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist in erster Linie 
der lege artis erhobene psychopathologische Befund und der Schweregrad 
der Symptomatik (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 15. März 
2016, 9C_634/2015, E. 6.1; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entneh-
men: 

3.1.1 Vom 21. bis 28. November 2006 war die Beschwerdeführerin auf-
grund eines hochgradigen Verdachts auf eine Neuroborreliose im Spital 
N.________ hospitalisiert, wobei sich der Allgemeinzustand nach Beginn 
der antibiotischen Therapie deutlich besserte (act. II 26.10 S. 12). 

In seinem zuhanden des Unfallversicherers verfassten Gutachten vom 
6. Juni 2007 (act. II 26.10 S. 1-5) hielt Prof. Dr. med. F.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin sowie für Infektiologie, FMH, fest, es sei kor-
rekt gewesen, während der Krankheitsphase bis Februar 2007 eine Lyme-
Borreliose anzunehmen; erst die Untersuchung bei ihm habe nun die 
Diagnose als wenig wahrscheinlich erscheinen lassen. Aktuell ergäben sich 
keine Hinweise für eine chronische bakterielle Erkrankung, eine chronische 
Lyme-Borreliose oder eine chronische virale Erkrankung (S. 4). Bei dieser 
Beurteilung sei auch berücksichtigt worden, dass eine antibiotische Thera-
pie durchgeführt worden sei (act. II 26.7 S. 1). 

3.1.2 Der Psychosomatiker Dr. med. G.________, Facharzt für Innere 
Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 31. Oktober 2011 (act. II 3 
S. 8) eine schwere Erschöpfungsdepression mit Schlafstörung, wechseln-
den Schmerzen im Gesichtsbereich sowie eine komplexe psychosoziale 
Belastungssituation. 

3.1.3 Mit Bericht vom 16. Dezember 2011 (act. II 13 S. 9 f.) hielt Dr. 
med. H.________, Fachärztin für Neurologie FMH, fest, sie interpretiere die 
chronifizierten, von occipital ausstrahlenden Kopfschmerzen im Rahmen 
der nach wie vor ausgeprägten Burn-out-Symptomatik (S. 10). 

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Im Bericht vom 23. Januar 2012 (act. II 13 S. 6 f.) hielt sie nach Durch-
führung eines MRI’s des Schädels (act. II 13 S. 8) ergänzend fest, es zeig-
ten sich keinerlei Hinweise auf pathologische Veränderungen (S. 6).

3.1.4 Dr. med. I.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 15. Juni 2012 (act. II 15 S. 4-6) 
eine „Rekonvaleszenz bei mittelgradiger depressiver Episode (ängstlich-
depressiver Erschöpfungszustand/Burn-out) vor dem Hintergrund psycho-
sozialer Belastungssituation bei leistungsorientierter hochsensibler 
Persönlichkeit“ (ICD-10 F43.21/Z73.0 [S. 5]).

3.1.5 Mit Bericht vom 19. Juni 2012 (act. II 13 S. 1-5) hielt Dr. med. 
E.________ fest, die Beschwerdeführerin leide an Affektinkontinenz, star-
ker Erschöpfung sowie an sehr geringer psychischer Belastbarkeit; auch 
das Konzentrationsvermögen sei eingeschränkt (S. 3). Es bestünden objek-
tiv keine pathologischen Befunde. Die Arbeitsunfähigkeit betrage seit dem 
22. August 2011 100%, ab dem 2. April 2012 80% (S. 2). 

3.1.6 Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im Bericht vom 4. Dezember 2012 (act. II 49.3 S. 4 f.) 
eine Erschöpfungsdepression als Folge eines chronischen Schmerzsyn-
droms (S. 5). Im Zentrum des Denkens der Beschwerdeführerin stünden 
ihre Beschwerden, welche sie auf die Borreliose und die damalige medi-
kamentöse Behandlung zurückführe (S. 4). Die Prognose betreffend die 
Arbeitsfähigkeit sei infaust; es sei gelungen, die Arbeitsfähigkeit auf 30% zu 
steigern; die Beschwerdeführerin wolle gerne mehr arbeiten, schaffe dies 
aber kräftemässig noch nicht (S. 5).

3.1.7 Dr. med. K.________, Fachärztin für Rheumatologie und Allge-
meine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 22. Februar 
2013 (act. II 37 S. 1 f.) im Wesentlichen chronifizierte cervicocephale 
Schmerzen, ein chronisch rezidivierendes lumbospondylogenes sowie ein 
weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom. In der Beurteilung hielt sie fest, 
es fänden sich druckdolente Facettengelenke im Bereich der HWS und 
Tendomyosen der paravertebralen Nacken- und Schultergürtelmuskulatur 
mit Triggerpunkten. Weiter finde sie höchstens leichtgradige degenerative 
Veränderungen im Bereich der BWS und LWS mit weitgehend normalen 

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klinischen Untersuchungsbefunden (S. 1). Ebenso beständen keine Hin-
weise auf eine entzündliche rheumatische Erkrankung. Auffällig seien die 
deutliche Stressintoleranz und die Schmerzzunahme durch geringste Rei-
ze. Sie beurteile die Hauptbeschwerden im Rahmen einer zunehmenden 
Schmerzkrankheit bei veränderten Funktionen des Nervensystems (S. 2).

3.1.8 Die RAD-Ärztin Dr. med. L.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, hielt in ihrer Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 
(act. II 39) fest, die Beschwerdeführerin zeige anhaltende, sich verstärken-
de und ausweitende Schmerzen, wobei sie gemäss Aktenlage auf „ihre 
Krankheit" (Borreliose) fixiert sei, obschon diese mehrmals untersucht wor-
den und abgeheilt sei. Hinzu kämen psychosoziale Belastungsfaktoren, wie 
finanzielle Schwierigkeiten, die einen anhaltenden ungünstigen Einfluss auf 
das Schmerzgeschehen hätten. Aufgrund der Persönlichkeit, Schmerzent-
wicklung und Psychodynamik im Verlauf liege mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit eine hypochondrische Störung gemäss ICD-10 F45.2 vor, bei 
der die anhaltende Überzeugung, an einer körperlichen Krankheit zu leiden 
bei nicht ausreichender körperlicher Erklärung durch die medizinischen 
Befunde und die Weigerung, die Symptome keiner körperlichen Krankheit 
zuzuordnen, erfüllt seien. Zudem habe sie 2011 unter verschiedenen Be-
lastungen (Arbeit, finanzieller Druck) ein Erschöpfungssyndrom gemäss 
ICD-10 Z73 durchgemacht, das mehrfach beschrieben und objektiviert 
worden sei, ohne dass ausreichende Symptome für eine depressive Episo-
de nach ICD-10 vorgelegen hätten und aktuell objektiviert worden seien. 
Die anhaltende Müdigkeit und Kraftlosigkeit sei entweder der hypochondri-
schen Störung oder einer Neurasthenie (ICD-10 F48.0), nicht aber einem 
Fatigue-Syndrom zuzuordnen, da entsprechende somatisch objektivierte 
Befunde fehlten, die für diese Diagnose vorausgesetzt würden. Die oben 
genannten Störungen seien psychiatrische Störungen, die behandelbar und 
mit einem entsprechenden Training überwindbar seien (S. 4).

3.1.9 Mit Bericht vom 5. März 2014 (act. II 45 S. 2 ff.) hielt die seit Okto-
ber 2012 behandelnde Ärztin Dr. med. M.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, als Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen eine Angststörung (ICD-10 F41.0 und 
41.1) sowie eine seit 2011 bestehende Burn-out-Symptomatik und Er-

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schöpfungsdepression (ICD-10 Z73) bei seit Jahren vorliegenden akzentu-
ierten Persönlichkeitszügen (emotional instabil vom Borderlinetyp) sowie 
chronischem Schmerzsyndrom fest (S. 2). In der zusammenfassenden Be-
urteilung hielt sie fest, bei der psychisch vorbelasteten (Angststörung), aber 
dennoch arbeitsfähigen Beschwerdeführerin sei es durch externe Zusatz-
faktoren somatischer (Borreliose, Schmerzsyndrom) und psychosozialer 
Natur (jahrelange Überforderungssituation als Alleinerziehende) im Jahre 
2011 zur psychischen Dekompensation in Form einer Erschöpfungsde-
pression mit Aktivierung der latent vorhandenen Angststörung gekommen. 
Die anschliessend erfolgten psychotherapeutischen und medikamentösen 
Therapien hätten bisher zu einer bescheidenen Verbesserung des psychi-
schen Zustandes geführt, sodass eine tiefprozentige Arbeitsleistung (aktu-
ell 30%) wieder möglich geworden sei (S. 6). Von einer Erhöhung „auf 
vermutlich 50% oder mehr“ sei auszugehen, wenn es gelinge, die Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Umgebung schrittweise zu erhöhen (S. 7).

3.1.10 Im polydisziplinären – die Fachdisziplinen Psychiatrie, Rheumato-
logie, Innere Medizin und Neurologie umfassenden – MEDAS-Gutachten 
vom 8. Mai 2015 (act. II 79.1 ff.) wurden die folgenden gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen festgehalten (S. 16): 

1. Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte 
Tätigkeit)
1. Chronisches tendomyotisches zervikovertebrales Syndrom bei 

mässigen degenerativen Veränderungen der unteren Halswir-
belsäule

2. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte 
Tätigkeit)
2. Dysthymia F34.1

3. Zustand nach längerer depressiver Reaktion im Sinne einer An-
passungsstörung F43.21

4. Somatisierungsstörung F45.0

5. Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen und histrioni-
schen Anteilen 

6. Tendomyotisches lumbovertebrales Syndrom 

7. Beginnender Spreizfuss beidseits, zusätzlich rechts Mortonneural-
gie nicht ausgeschlossen

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8. Verdacht auf Laktoseintoleranz 

9. Zustand nach Appendektomie und Leistenhernienoperation 

In der Synthese aus allen untersuchten Fachgebieten hielten die Gutachter 
fest, aus rheumatologischer Sicht ergebe sich aufgrund der Befunde eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10%. Hinweise für Spätfolgen einer 
Neuroborreliose hätten sich nicht gezeigt. In der internistischen Untersu-
chung hätten keine Gesundheitsstörungen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit festgestellt werden können. Aufgrund der serologischen Befunde 
und der Diagnosekriterien habe bei der Versicherten nie eine Borreliose 
vorgelegen, womit ihre Beschwerden auch nicht auf ein sogenanntes „Post-
Treatment Lyme Disease Syndrome“ zurückgeführt werden könnten. In 
neurologischer Hinsicht seien die von der Beschwerdeführerin angegebe-
nen Schmerzen keinem organischen Substrat zuzuordnen und die Belast-
barkeit für Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei insoweit nicht 
eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht beständen bei der Beschwerde-
führerin akzentuierte Persönlichkeitszüge im histrionisch-narzisstischen 
Bereich, die auch während der ausführlichen Exploration deutlich zutage 
getreten seien. Zudem bestehe eine langjährige Dysthymia, die unter sozi-
alen Belastungen wie beruflicher Konfliktsituation und Hausbau im Sinne 
einer depressiven Anpassungsstörung vorgängig dekompensiert gewesen 
sei. Diese Anpassungsstörung sei mittlerweile remittiert. Die Dysthymia 
löse zwar immer wieder zwischenmenschliche Irritationen aus, beeinträch-
tige aber die Arbeitsfähigkeit nicht. Eine ebenfalls diagnostizierte Somati-
sierungsstörung sei bereits vorgängig diagnostiziert worden. Es liege hier 
kein entsprechender primärer Krankheitsgewinn vor, auch kein nachgewie-
sener sozialer Rückzug oder eine Beeinträchtigung der Alltagsfähigkeiten. 
Die erwähnten Diagnosen einer Dysthymie und akzentuierter Persönlich-
keitszüge erreichten das Stadium einer deutlichen Komorbidität nicht, so 
dass hier der Somatisierungsstörung kein unüberwindlicher Charakter zu-
gesprochen werden könne. Der Beschwerdeführerin sei aus psychiatri-
scher Sicht die Durchführung einer Arbeit zu 100% zumutbar. 

Aus interdisziplinärer Sicht stelle sich weder in psychiatrischer, internisti-
scher noch neurologischer Hinsicht eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähig-
keit dar. Entsprechende Funktionsstörungen hätten nicht validiert werden 

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können. Dies stehe in einem gewissen Gegensatz zur Auffassung der Be-
schwerdeführerin selbst, die sich nur als zu 30% einsetzbar betrachte. Ent-
sprechende leistungsmindernde Kriterien hätten hier jedoch nicht heraus-
gearbeitet werden können. Lediglich im rheumatologischen Bereich stelle 
sich aufgrund eines tendomyotischen, zervikovertebralen Syndroms eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10% dar (S. 17).

Mit Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil hielten die Gutachter fest, ein-
schränkend für die Problematik der Halswirbelsäule seien lange, einseitige 
statische Belastungen, Durchzug und Reklinationsbewegungen und -
haltungen. Mit einem ergonomisch gut eingerichteten Arbeitsplatz und an 
den Bildschirm angepasster Variluxbrille könne die Belastbarkeit sicher 
verbessert werden. Genügend Pausen und sogar eine wechselbelastende 
Tätigkeit seien von Vorteil.

In der bisherigen Tätigkeit als KV-Angestellte bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 90%, unter Beachtung des Zumutbarkeitsprofils bestehe eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit. Retrospektiv seien keine längerfristigen, höhergradigen 
Arbeitsunfähigkeiten festzustellen (S. 18). Eine verminderte Leistungs-
fähigkeit bestehe nicht (S. 19). 

3.1.11 Mit zu Handen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin ver-
fasstem Bericht vom 8. Juli 2015 (act. I 3) hielt Dr. med. E.________ fest, 
entgegen dem Gutachten könne aufgrund der Aktenlage der hochgradige 
Verdacht auf eine Frühmanifestation einer early disseminated lyme disease 
nicht von der Hand gewiesen werden. Weil die Diagnose einer akuten Bor-
reliose nicht verworfen werden könne, seien somit viele der Beschwerden, 
an denen die Beschwerdeführerin auch heute noch leide, mindestens teil-
weise als Manifestation einer Post-Lyme disease zu interpretieren (S. 2). 
Hinsichtlich der im MEDAS-Gutachten attestierten Arbeitsfähigkeit hielt Dr. 
med. E.________ fest, da bei der Beschwerdeführerin keine objektivierba-
ren internmedizinischen Krankheiten vorlägen, könne er diese Frage als 
Internist nicht beantworten. Bei Versuchen, das Arbeitspensum von 30% 
auf 40% zu steigern, sei es wiederholt zu Exazerbationen von Cephalea, 
nuchalen Beschwerden, generalisierten Verspannungen, Druck auf der 
Brust und einer ausgeprägten Fatigue gekommen. Somit liege eine klare 
Diskrepanz zwischen den von allen Begutachtern bezifferten Arbeitsfähig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 13

keit von 90 bis 100% und der effektiv leistbaren Arbeitsfähigkeit vor 
(S. 2 f.). 

3.1.12 In seiner Stellungnahme vom 13. Januar 2016 (act. II 93) hielt der 
RAD-Arzt Dr. med. D.________ fest, die im Schreiben von Dr. med. 
E.________ vom 8. Juli 2015 angeführten Sachverhalte hinsichtlich der 
Borreliose seien für das Jahr 2006 im Sinne einer akuten Borreliose nach-
vollziehbar. Damals sei eine adäquate Therapie erfolgt; unter Heranzie-
hung der weiteren rheumatologischen, infektiologischen und 
neurologischen Berichte fehlten Hinweise für eine chronifizierte Borreliose 
beziehungsweise Neuroborreliose (S. 14).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 
Spezialärzte, welche diesen Anforderungen entsprechen, kommt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 14

grundsätzlich (voller) Beweiswert zu, solange nicht konkrete Indizien gegen 
deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). 

3.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 8. Mai 2015 (act. II 
79.1 ff.) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen 
(vgl. E. 3.2.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 
E. 3b/bb S. 353). Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, dringt 
nicht durch: 

3.3.1 Soweit sie zunächst unter Hinweis auf angeblich herablassende 
Bemerkungen der neurologischen und psychiatrischen Gutachterinnen eine 
tendenziöse Haltung derselben geltend macht (Beschwerde, S. 7, Ziffer 13 
und S. 9 Ziffer 21; vgl. auch act. II 89 S. 40 f.), ist letztlich entscheidend, 
dass sich aus dem in allen Teilen sachlich und in angemessenem Tonfall 
abgefassten MEDAS-Gutachten vom 8. Mai 2015 nicht ansatzweise An-
haltspunkte für eine Voreingenommenheit der medizinischen Experten er-
geben. Etwas anderes lässt sich auch nicht aus der Feststellung der 
begutachtenden Psychiaterin ableiten, es bestehe im Kontaktverhalten eine 
„Ambivalenz mit aggressiver Neigung, auch Neigung zu Entwertung der 
Untersucherin“ (act. II 79.2 S. 5), zumal sie dies – entgegen der Beschwer-
deführerin – sehr wohl begründet (vgl. dazu S. 4, beruflicher Werdegang). 
Auch gehört es – mit Blick auf die unterschiedliche Natur des Behand-
lungsauftrags eines therapeutisch tätigen Facharztes einerseits und Begut-
achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten im 
invalidenversicherungsrechtlichen Kontext andererseits – gerade zu den 
wesentlichen Aufgaben des (psychiatrischen) Gutachters, den Befund um-
fassend und objektiv zu erheben, wozu insbesondere und naheliegender-
weise die Dokumentation des Verhaltens des Exploranden anlässlich der 
Begutachtung gehört. Wenn die psychiatrische Gutachterin aufgrund ihrer 
Untersuchungen und Beobachtungen deshalb akzentuierte Persönlich-
keitszüge mit narzisstischen und histrionischen Anteilen feststellte (S. 6), 
kann allein daraus keineswegs auf eine allfällige Voreingenommenheit re-
spektive Befangenheit der Expertin geschlossen werden, umso weniger, 
als auch die behandelnde Psychiaterin die Persönlichkeit der Beschwerde-
führerin als akzentuiert beschrieb (vgl. act. II 45 S. 2). 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 15

3.3.2 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, „die Fragen einer 
durchgemachten Borreliose und deren Auswirkungen“ seien weder im 
MEDAS-Gutachten noch vom RAD genügend abgeklärt worden 
(Beschwerde, S. 8, Ziffer 17). 

Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdeführerin selber ihre Beschwerden 
massgeblich auf die Folgen einer ihres Erachtens durchgemachten 
Borreliose zurückführt (vgl. act. II 49.3 S. 4). Eine solche Annahme findet 
indes in den medizinischen Akten keine hinreichende Stütze. Dabei ist 
namentlich zu berücksichtigen, dass bereits Prof. Dr. med. F.________ im 
zuhanden des Unfallversicherers erstellten Gutachten vom 6. Juni 2007 
gestützt auf eigene serologische Untersuchungen die Diagnose einer 
Lyme-Borreliose rückblickend stark anzweifelte respektive als „wenig 
wahrscheinlich“ taxierte (act. II 26.10 S. 4). Entsprechend hat der 
Unfallversicherer einen Anspruch auf Versicherungsleistungen aufgrund 
des gemeldeten, indes nie mit dem erforderlichen Beweisgrad erstellten 
Zeckenstichs (vgl. auch act. II 89 S. 12), abgelehnt (act. II 26.4 S. 5-7; 
26.3), wogegen die Beschwerdeführerin – soweit aus den Akten ersichtlich 
– kein Rechtsmittel ergriffen hat. Auch aus den in der Folgezeit verfassten 
medizinischen Berichten ergeben sich keine hinreichenden fachärztlichen 
Hinweise, welche eine zufolge einer durchgemachten Borreliose bedingte 
chronifizierte gesundheitliche Einschränkung belegen würden. Vielmehr 
wurden die Beschwerden psychischen Ursachen bei komplexer 
psychosozialer Belastungssituation zugeschrieben (vgl. act. II 13 S. 10 f; 45 
S. 6). Auch wenn der RAD-Arzt Dr. med. D.________ festhält, dass die im 
Bericht von Dr. med. E.________ vom 8. Juli 2015 angeführten 
Sachverhalte hinsichtlich der Borreliose für das Jahr 2006 im Sinne einer 
akuten Borreliose nachvollziehbar seien, ändert dies nichts an der 
Tatsache, dass der RAD und die Gutachter der MEDAS darin einig gehen, 
dass die seit Jahren geltend gemachte und auch heute geklagte 
Beschwerdeproblematik nicht mit einer chronifizierten Neuroborreliose zu 
erklären ist (vgl. act. II 93 S. 14; 79.1 S. 17). Soweit Dr. med. E.________ 
in seinem Bericht vom 8. Juli 2015 (act. I 3) – im Gegensatz zu den 
Gutachtern der MEDAS und dem RAD – deshalb mit Bezug auf die von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden von einer early disseminated 
lyme disease ausgeht respektive insoweit von einem „hochgradigen Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 16

dacht“ spricht (act. I 3 S. 2), erweist sich ein solcher Sachverhalt im Lichte 
der übrigen Aktenlage nicht als mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt, wobei offen bleiben kann, ob ein „hochgradiger 
Verdacht“ beweisrechtlich überhaupt mit dem nämlichen Beweisgrad 
gleichzusetzen wäre. Da sich im Fachgebiet der Inneren Medizin im Übri-
gen keine Erkrankungen fanden und Gegenteiliges auch nicht geltend ge-
macht wird, erweist sich die im internistischen Teilgutachten attestierte 
100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie in Verweistätigkeiten (act. 
II 79.4 S. 6) als nachvollziehbar und schlüssig. 

3.3.3 Die Beschwerdeführerin moniert im Weiteren, die psychiatrische 
Gutachterin habe auf tatsachenwidrige Feststellungen abgestellt, indem sie 
im Rahmen ihrer Beurteilung als letztes Behandlungsdatum bei Dr. med. 
M.________ den 3. März 2013 statt den 3. März 2014 zugrunde gelegt 
habe (Beschwerde, S. 8, Ziffer 18). Insoweit steht zunächst fest und ist 
auch unbestritten, dass dies nicht auf eine Nachlässigkeit der Gutachterin 
zurückzuführen ist, sondern Dr. med. M.________ selber im Bericht vom 
5. März 2014 (act. II 45 S. 2 ff.) als Datum der letzten Kontrolle den 3. März 
2013 angegeben hat (S. 2). Dass dies offensichtlich nicht den Tatsachen 
entspricht, ergibt sich ohne weiteres aus den von der Beschwerdeführerin 
ins Recht gelegten Rückforderungsbelegen (act. II 97 S. 46-60, insbeson-
dere S. 56). Indessen ist nicht ersichtlich, dass die begutachtende Psychia-
terin diesem Umstand bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit wesentliche 
Bedeutung beigemessen hätte, hat sie doch vielmehr und ausschlagge-
bend auf die sehr gering ausgeprägte Psychopathologie abgestellt (vgl. act. 
II 79.2 S. 7), wobei das Datum der letzten Behandlung bei Dr. med. 
M.________ – wenn überhaupt – offensichtlich eine untergeordnete Rolle 
spielte. Dass die Gutachterin sodann bei Dr. med. M.________ nicht weite-
re Verlaufsberichte eingeholt hat, schmälert den Beweiswert ihres Gutach-
tens ebenso wenig, verfügte sie doch bereits, wie dargelegt, über einen 
ausführlichen Bericht vom 5. März 2014. Davon abgesehen, ergaben sich 
im Rahmen der Begutachtung keine offenen oder strittigen Fragen, welche 
allenfalls eine Rücksprache mit der behandelnden Psychiaterin erforderlich 
gemacht hätten. Sodann liegen keine psychiatrischen Berichte im Recht, 
welche sich zum MEDAS-Gutachten respektive zum psychiatrischen Teil-
gutachten äussern, geschweige denn, dessen Ergebnisse in Zweifel zie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 17

hen, weshalb auch insoweit kein Anlass besteht, die darin getroffenen Ein-
schätzungen in Frage zu stellen. 

3.3.4 Ferner decken sich die Feststellungen im MEDAS-Gutachten in 
rheumatologischer Hinsicht weitgehend mit jenen von Dr. med. K.________ 
im Bericht vom 22. Februar 2013 (act. II 79.3 S. 6 und 37 S. 1 f.), indem 
keine Hinweise auf eine entzündliche rheumatische Erkrankung gefunden 
werden konnten. Die im Gutachten aufgrund eines chronischen tendomyo-
tischen zervikovertebralen Syndroms attestierte 10%ige Arbeitsunfähigkeit 
erweist sich demnach als schlüssig und wird auch nicht (substanziiert) in 
Frage gestellt. Schliesslich leuchtet auch die aus neurologischer Sicht für 
sämtliche Tätigkeiten attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. II 79.5 S. 6) 
ohne weiteres ein, hat doch schon eine früher durchgeführte neurologische 
und bildgebend unterstützte Untersuchung keine Hinweise auf einen patho-
logischen Befund ergeben (act. II 13 S. 6 ff.). 

3.3.5 Zusammenfassend werden weder konkrete Indizien geltend ge-
macht noch nennen die Berichte der behandelnden Ärzte Aspekte, welche 
gegen die Zuverlässigkeit des polydisziplinären Gutachtens vom 8. Mai 
2015 sprechen, weshalb darauf abgestellt werden kann. Der rechtserhebli-
che Sachverhalt erweist sich demnach als hinreichend abgeklärt, womit es 
der in der Beschwerde (eventualiter) beantragten Begutachtung nicht be-
darf. 

3.4 Gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 8. Mai 2015 besteht in 
somatischer Hinsicht eine Arbeitsfähigkeit von 90% in der bisherigen 
Tätigkeit als ... bzw. eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer den Leiden 
angepassten Tätigkeit mit einem ergonomisch gut eingerichteten 
Arbeitsplatz und an den Bildschirm angepasster Variluxbrille (act. II 79.1 S. 
18). Diese Einschätzung gilt – nachdem sich der Gesundheitszustand in 
somatischer Hinsicht seit der Anmeldung zum Leistungsbezug im Mai 2012 
nicht wesentlich verändert hat – für den gesamten Beurteilungszeitraum.

3.5 In psychischer Hinsicht besteht für sämtliche Tätigkeiten eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit (act. II 79.1 S. 17). In Anbetracht der Tatsache, 
dass die zu den psychosomatischen Leiden zählende 
Somatisierungsstörung unter den „Diagnosen ohne Auswirkung auf die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 18

Arbeitsfähigkeit“ aufgelistet wurde, erübrigt sich grundsätzlich eine Prüfung 
nach Massgabe von BGE 141 V 281. Indessen ändert sich – wie 
nachfolgend zu zeigen ist – am Ergebnis auch dann nichts, wenn die 
gutachterlich attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in Anwendung der 
gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f. im Regelfall beachtlichen 
Standardindikatoren rechtlich überprüft wird.

Die Beschwerdeführerin rügt in diesem Zusammenhang, die psychiatrische 
Gutachterin attestiere eine Somatisierungsstörung, erachte diese jedoch 
als überwindbar, wofür jegliche Begründung fehle. Insbesondere genüge 
dies „vor dem Hintergrund der neuesten bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung“ den Anforderungen an ein medizinisches Gutachten nicht (Be-
schwerde, S. 8 f., Ziffer 19). 

3.6

3.6.1 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer 
Willensanstrengung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist 
jedoch auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten 
Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten 
Person auszugehen ist (E. 3.7.2).

Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss erwähntem 
Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungsraster ersetzt. 
Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergebnisoffene 
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung 
leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach 
gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikatoren zu 
beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien „funktioneller 
Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). Der 
Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines 
rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 19

funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen 
Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der 
Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte 
Person zu tragen (E. 6). 

3.6.2 Intertemporalrechtlich gilt es zu beachten, dass gemäss altem 
Verfahrensstandard eingeholte Gutachten ihren Beweiswert nicht per se 
verlieren. Mit Blick auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten 
Anforderungen bei der Einschätzung des funktionellen 
Leistungsvermögens (vgl. E. 3.6.1 vorne) ist jedoch in jedem einzelnen Fall 
zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen 
Sachverständigengutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren 
fachärztlichen Berichten, eine schlüssige Beurteilung im Lichte der 
massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht (BGE 141 V 281 E. 8 S. 
309).

3.7 Zunächst steht zwar fest, dass das polydisziplinäre Gutachten vom 
8. Mai 2015 vor dem vom 3. Juni 2015 datierenden BGE 141 V 281 erging, 
weshalb die damit einhergehende Präzisierung und Änderung der Recht-
sprechung hinsichtlich psychosomatischer Beschwerden auch nicht 
berücksichtigt werden konnte. Entscheidend ist jedoch, dass die Schluss-
folgerung der begutachtenden Psychiaterin, wonach keine psychiatrische 
Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden könne, nicht 
in erster Linie gestützt auf die mit BGE 141 V 281 aufgegebenen Försterkri-
terien, sondern insbesondere basierend auf der sehr bescheidenen Be-
fundlage (act. II 79.2 S. 5 ff.) sowie in ausführlicher Diskussion der übrigen 
und teilweise zu anderen diagnostischen Ergebnissen gelangenden psych-
iatrischen Einschätzungen (act. II 79.2 S. 7 f.) erfolgte. Zudem berücksich-
tigte sie in Nachachtung der gesetzlichen Vorgaben (Art. 7 Abs. 2 erster 
Satz ATSG) ausschliesslich funktionelle Ausfälle, welche Folgen der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung darstellen (vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.2 S. 
307). Gestützt auf diese Feststellungen wurde die Somatisierungsstörung 
in der Synthese aus allen untersuchten Fachgebieten – in zusätzlicher 
Würdigung der im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung immer und für alle 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 20

Leiden zu berücksichtigenden übrigen Lebens- und Aktivitätsbereiche 
(BGE 140 V 290 E. 3.3.2 S. 297; vgl. act. II 79.1 S. 17) – als „überwindbar“ 
(Art. 7 Abs. 2 ATSG; vgl. E. 2.1.2 vorne) qualifiziert. 

3.8 Entgegen der Beschwerdeführerin wurden damit die mit BGE 141 
V 281 aufgestellten normativen Rahmenbedingungen erfüllt, weshalb die 
Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung im MEDAS-Gutachten auch einer rechtli-
chen Überprüfung unter Berücksichtigung der massgeblichen Indikatoren 
(vgl. E. 3.6.2) ohne weiteres standhält: 

In der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ sind zum Komplex 
„Gesundheitsschädigung“ im MEDAS-Gutachten – bei gering ausgeprägter 
Psychopathologie und bescheidener, lediglich eine die Arbeitsfähigkeit (in 
der angestammten Tätigkeit) im Umfang von 10% einschränkender 
somatischer Befundlage – insgesamt kaum relevante Beeinträchtigungen 
auszumachen und es besteht zur diesbezüglichen 
Invalidisierungsüberzeugung der Beschwerdeführerin eine erhebliche 
Diskrepanz (vgl. act. II 79.2 S. 7). Insbesondere ist eine chronifizierte 
Neuroborreliose nicht erstellt (vgl. E. 3.3.2 vorne). Auch liegt mit der 
Dysthymie keine schwere, persönliche Ressourcen raubende Komorbidität 
vor, zumal sie nicht in Verbund mit einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung 
auftritt, an welcher Rechtsprechung BGE 141 V 281 denn auch nichts 
geändert hat (vgl. Entscheid des BGer vom 19. Januar 2016, 9C_146/2015, 
E. 3.2). Gleiches gilt mit Bezug auf die übrigen aufgeführten Diagnosen. 
Sodann hat unter regelmässiger psychotherapeutischer Behandlung auch 
subjektiv eine gewisse Besserung des psychischen Gesundheitszustandes 
eingesetzt, was auch die Beschwerdeführerin einräumt (vgl. Beschwerde, 
S. 5, Ziffer 8), weshalb keine Behandlungsresistenz vorliegt. Dies trifft aus 
objektiver Sicht umso mehr zu, konnte doch anlässlich der Begutachtung 
eine eigentliche Depression nicht mehr festgestellt werden, womit nicht von 
einer schweren und therapeutisch nicht mehr angehbaren psychischen 
Störung ausgegangen werden kann. Sodann lassen auch die Komplexe 
„Persönlichkeit“ und „Sozialer Kontext“ keinen Schluss auf eine relevante 
Leistungsminderung zu: Die von der begutachtenden Psychiaterin 
festgestellten akzentuierten Persönlichkeitszüge mit narzisstischen und 
histrionischen Anteilen (act. II 79.1 S. 16) limitieren die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 21

nicht in einem invalidisierenden Ausmass, zumal – wie bereits dargelegt – 
eine eigentliche und krankhafte Persönlichkeitsstörung ausgeschlossen 
werden konnte (act. II 79.2 S. 7), was sich mit den Feststellungen der 
behandelnden Ärzte deckt. Auch anderweitig lassen sich keine Hinweise 
auf eine das Funktionspotential einschränkende bzw. erheblich 
ressourcenhemmende Persönlichkeit entnehmen (S. 5 f.); insbesondere 
erachtet die behandelnde Psychiaterin Dr. med. M.________ die 
Beschwerdeführerin auch als teamfähig (vgl. act. II 45 S. 7). Schliesslich 
lebt die Beschwerdeführerin in einer Partnerschaft, hat Kontakte mit 
Kolleginnen und Bekannten, pflegt ihre Hobbies, fährt Auto und erledigt die 
Einkäufe für die Familie (vgl. act. II 79.2 S. 3 f.), weshalb weder der soziale 
Bereich noch das Aktivitätenniveau Rückschlüsse auf (invalidisierende) 
Funktionseinbussen zulassen. Bei diesem Ergebnis braucht die von der 
Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage nach der Zulässigkeit der durch 
den RAD erfolgten Indikatorenprüfung (vgl. Beschwerde, S. 10, Ziffer 25) 
nicht beantwortet zu werden.

3.9 Mit Bezug auf den retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit 
wurde im MEDAS-Gutachten weiter festgehalten, dass längerfristige, 
höhergradige „Arbeitsunfähigkeitszeiten“ nicht festzustellen seien (act. II 
79.1 S. 18). Soweit die Frage nach dem Vorliegen einer allfälligen 
Invalidität (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG; vgl. E. 2.2 vorne) betreffend, ist dies 
nach der Aktenlage korrekt: Zwar hat Dr. med. E.________ ab August 2011 
eine 100%ige und ab April 2012 eine 80%ige bzw. bis auf weiteres eine 
70%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. act. II 13 S. 2; 49.3 S. 11 und 13; 
49.1 S. 6). Invalidenversicherungsrechtlich sind indes ausschliesslich 
funktionelle Ausfälle zu berücksichtigen, welche Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG; 
vgl. auch E. 3.7 vorne). Insoweit steht fest, dass die geklagten 
Beschwerden in der Vergangenheit massgeblich auf eine komplexe 
psychosoziale Belastungssituation zurückzuführen waren (act. II 13 S. 11; 
15 S. 5; 45 S. 6), welche zwar in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
einfloss, in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht jedoch unbeachtlich zu 
bleiben hat (BGE 130 V 352 E. 2.2.5 S. 355). Entsprechend sprach die 
RAD-Ärztin Dr. med. L.________ den geklagten Beschwerden in ihrer Stel-
lungnahme vom 12. Dezember 2013 (act. II 39) den invalidisierenden Cha-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 22

rakter ab (S. 4). Ebenso wenig stellt die weiter in den Akten dokumentierte 
Burn-out-Symptomatik (vgl. act. II 45 S. 2) eine Invalidität im Rechtssinne 
dar (Entscheid des BGer vom 3. Februar 2016, 9C_645/2015, E. 4.1). So-
dann hat die begutachtende Psychiaterin – in Übereinstimmung mit der 
Aktenlage (vgl. act. II 15 S. 5) – zwar festgehalten, dass die langjährige 
Dysthymie zwischenzeitlich auch zu einer längeren depressiven Reaktion 
dekompensiert habe (act. II 79.2 S. 7). Selbst wenn allein dadurch eine 
über ein Jahr dauernde Arbeitsunfähigkeit von über 40% zu begründen 
wäre – was dem Gesagten zufolge indes nicht der Fall ist – liesse sich in-
soweit keine Invalidität begründen, da nach geltender Rechtsprechung 
leicht- bis mittelgradige depressive Störungen einzig dann als invalidisie-
rende Krankheiten in Betracht fallen, wenn sie erwiesenermassen therapie-
resistent sind (Entscheid des BGer vom 24. August 2016, 8C_399/2016, 
E. 4.2), welche Voraussetzung vorliegend dem Dargelegten zufolge nicht 
gegeben ist (vgl. E. 3.8 vorne) respektive allfällige depressive Symptome 
anlässlich der Begutachtung nicht mehr nachweisbar waren (act. II 79.2 S. 
7). Demnach erweist sich auch die Feststellung im MEDAS-Gutachten, 
wonach auch rückblickend keine längerdauernde, sich zu einer Invalidität 
verdichtete Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hat, als beweiskräftig und eine 
(rentenbegründende) Invalidität ist auch für die Zeit vor der MEDAS-
Begutachtung nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt.

3.10 Zusammenfassend ist für den gesamten Beurteilungszeitraum in 
psychischer Hinsicht von einer für sämtliche Tätigkeiten uneingeschränkten 
Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. E. 3.8 f.); in somatischer Hinsicht besteht 
eine 90%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als ... respektive 
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer den Leiden angepassten 
Tätigkeit (vgl. E. 3.4 vorne). 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 
8. März 2016 (act. II 96) die Invalidität zu Recht nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) berechnet. Dabei ermittelte 
sie das Valideneinkommen auf der Grundlage des bei der O.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 23

zuletzt respektive im Jahr 2011 erzielten Verdienstes (act. II 18 S. 2), was 
korrekt ist (vgl. BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325). 
Entgegen der Beschwerdeführerin hat dabei keine Umrechnung auf die 
(statistisch) durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit zu erfolgen (vgl. 
Entscheid des BGer vom 23. Dezember 2015, 9C_422/2015, E. 3.3), zumal 
keine Hinweise dahingehend bestehen noch solche geltend gemacht 
werden, dass die Beschwerdeführerin wegen der Wochenarbeitszeit von 41 
Stunden ohne Behinderung einen wesentlich unter dem branchenüblichen 
Verdienst liegenden Lohn erzielt hätte. Sodann hat die 
Beschwerdegegnerin – nachdem die Beschwerdeführerin ihre 
Restarbeitsfähigkeit nicht ausschöpft respektive keiner Erwerbstätigkeit 
mehr nachgeht – bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf 
statistische Werte gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Jahres 2010 
abgestellt (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593), wobei sie der Berechnung 
Tabelle TA1, Ziffer 65, Frauen, Anforderungsniveau 3 zugrunde legte, was 
ebenso wenig zu beanstanden ist, sind der Beschwerdeführerin entgegen 
ihrer in der Beschwerde vertretenen Auffassung und gestützt auf das im 
MEDAS-Gutachten erstellte Zumutbarkeitsprofil (act. II 79.1 S. 19) doch 
weiterhin auch kaufmännische Tätigkeiten im …bereich möglich. 
Schliesslich ermittelte die Beschwerdegegnerin im Einkommensvergleich – 
unter Berücksichtigung einer 10%igen Arbeitsunfähigkeit – einen 
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 12%. 

An diesem Ergebnis änderte auch nichts, wenn die dem Gesagten zufolge 
korrekt zugrunde gelegten Vergleichseinkommen unter Berücksichtigung 
des potentiellen Rentenbeginns im Jahr 2012 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c i.V.m. 
Art. 29 Abs. 1 IVG) der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepasst würden, wobei auf den Nominallohnindex gemäss der 
entsprechenden Erhebung des BFS abzustellen wäre (vgl. Entscheid des 
BGer vom 10. Mai 2013, 8C_67/2013, E. 3.3.5): Diesfalls bezifferte sich 
das Valideneinkommen auf Fr. 80‘943.60 (Fr. 79‘920.-- / 101.5 x 102.8 [vgl. 
BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen 2011-2015, Abschnitt K]). Das 
Invalideneinkommen beliefe sich unter Berücksichtigung der 
betriebsüblichen Arbeitszeit (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 77) und einer 
Arbeitsunfähigkeit von 10% auf Fr. 70‘943.90 (Fr. 6‘159.-- x 12 / 40 x 41.5 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 24

[BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Ziffer 65] / 
100 x 102.8 [BFS, a.a.O] x 0.9), womit aus der Gegenüberstellung der 
Vergleichseinkommen eine Erwerbseinbusse von Fr. 9‘999.70 und damit 
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von unverändert 12% 
resultierte. 

4.2 Nach dem Dargelegten erweist sich die mit Verfügung vom 
8. März 2016 erfolgte Verneinung eines Rentenanspruchs als rechtens und 
die Beschwerde ist insoweit abzuweisen. 

5.

5.1 Zu prüfen ist schliesslich der Anspruch auf berufliche 
Massnahmen. Die Beschwerdeführerin spezifiziert ihr entsprechendes, 
subeventualiter gestelltes Rechtsbegehren hinsichtlich der konkret 
anbegehrten Eingliederungsmassnahme nicht näher. In der Beschwerde 
hält sie hierzu jedoch fest, die Beschwerdeführerin habe bereits vor einigen 
Jahren eine ... begonnen und angesichts der seit März 2015 eingetretenen 
Arbeitslosigkeit einen Kurs für ... absolviert. Entsprechend beantrage sie 
Unterstützung in der Eingliederung, beispielsweise durch die Finanzierung 
der ...ausbildung (S. 5 f., Ziffer 10). Die Beschwerdegegnerin hat mit der 
Begründung, die Beschwerdeführerin könne ihre bisherige Tätigkeit 
weiterhin in einem fast vollen Arbeitspensum ausführen, weshalb sie bei 
der Stellensuche aus gesundheitlichen Gründen nicht eingeschränkt sei, 
einen Anspruch auf berufliche Massnahmen global abgelehnt (act. II 96 S. 
3). 

5.2 Zu den im Lichte der beschwerdeweisen Vorbringen in Betracht 
fallenden Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art gehören die Umschu-
lung, die Arbeitsvermittlung und die Berufsberatung (Art. 8 Abs. 3 lit. b 
IVG). 

5.2.1 Gemäss Art. 17 IVG besteht Anspruch auf Umschulung auf eine 
neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig 
ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbes-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 25

sert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit 
ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2).

Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend eingegliedert 
ist, weil der Gesundheitsschaden eine Art und Schwere erreicht hat, welche 
die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise unzu-
mutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes erhebliches 
Mass erreicht haben; nach der Rechtsprechung ist dies der Fall, wenn die 
versicherte Person in den ohne zusätzliche berufliche Ausbildung noch 
zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde 
Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet, wobei es sich um einen blossen 
Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2 S. 490, 124 V 108 E. 2b S. 110; 
SVR 2010 IV Nr. 24 S. 74 E. 4).

5.2.2 Ferner haben arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungs-
fähig sind, Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigne-
ten Arbeitsplatzes und begleitende Beratung im Hinblick auf die 
Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (Art. 18 Abs. 1 IVG). Zwar genügt 
zur Begründung eines Anspruchs auf Arbeitsvermittlung der Eintritt einer 
Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG; sie muss sich nicht zur Er-
werbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) oder gar zur Invalidität (Art. 8 ATSG) ver-
dichtet haben (vgl. ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über 
die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 215, Rz. 3 und 6). Indes 
liegt eine zur Begründung des Anspruchs vorausgesetzte leistungsspezifi-
sche Invalidität im Sinne von Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG nur vor, wenn die 
Behinderung Probleme bei der Stellensuche verursacht (Entscheid des 
BGer vom 12. Januar 2016, 8C_641/2015, E. 2).

5.2.3 Sodann haben Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl 
oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch 
auf Berufsberatung (Art. 15 IVG). Die spezielle Invalidität im Sinne dieser 
Bestimmung liegt in der gesundheitlich bedingten Behinderung in der Be-
rufswahl oder in der Ausübung der bisherigen Tätigkeit der an sich zur Be-
rufswahl fähigen versicherten Person (BGE 114 V 29 E. 1a S. 29).

5.3 Zunächst besteht bei einem Invaliditätsgrad von 12% (vgl. E. 4.1 
vorne) kein Anspruch auf Umschulung (vgl. E. 5.2.1 vorne). Umstände, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 26

welche ein Abweichen vom Richtwert einer zumindest 20%igen Invalidität 
rechtfertigen würden, sind weder ersichtlich noch werden solche geltend 
gemacht. Insbesondere steht der Beschwerdeführerin – unter 
Berücksichtigung des einzig massgeblichen ausgeglichenen 
Arbeitsmarktes – ein genügend breites Spektrum an Tätigkeiten offen, die 
ihrem medizinischen Zumutbarkeitsprofil entsprechen. Mit Blick auf den 
weiter in Frage kommenden Anspruch auf Arbeitsvermittlung (vgl. E. 5.2.2 
vorne) ist sodann weder ersichtlich noch wird geltend gemacht, dass der 
Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen eine Stellenbewerbung 
verunmöglicht wäre oder einem potentiellen Arbeitgeber die besonderen 
Möglichkeiten und Grenzen der Beschwerdeführerin erläutert werden 
müssten, damit sie überhaupt eine Chance hat, den gewünschten 
Arbeitsplatz zu erhalten. Schliesslich ergeben sich aus den medizinischen 
Akten sowie gestützt auf die entsprechenden Ausführungen in der 
Beschwerde (vgl. S. 5 f., Ziffer 10) keine Hinweise, wonach die 
Beschwerdeführerin infolge ihres Gesundheitsschadens unfähig ist, sich 
beruflich neu zu orientieren (vgl. E. 5.2.3 vorne), weshalb auch der 
Anspruch auf Berufsberatung zu verneinen ist. 

5.4 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
8. März 2016 (act. II 96) auch insoweit als rechtens. Die Beschwerde ist 
abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Okt. 2016, IV/16/380, Seite 27

6.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 
allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher und Notar B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.