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**Case Identifier:** 5c9c1b6f-9536-5cf5-95cf-e51f098f5b30
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-01-08
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 08.01.2020 BB.2019.268
**Docket/Reference:** BB.2019.268
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2019-268_2020-01-08

## Full Text

Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).;;Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 8. Januar 2020 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Patrick Robert-Nicoud und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A.,  

 
Beschwerdeführer 

 
 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung 
(Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2019.268 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 
 

- A. mit Eingabe vom 14. Mai 2019 bei der Bundesanwaltschaft eine «Dienst-
aufsichtsbeschwerde/Anzeige» gegen die «Staatsanwaltschaft von Bern» 
einreichte wegen unterlassener Diensthandlung, Verschleppung sowie 
Verstössen gegen die Verfassung und die EMRK (siehe Akten BA 
SV.19.0584); 
 

- A. mit Eingabe vom 16. Mai 2019 bei der Bundesanwaltschaft eine Strafan-
zeige gegen die 1. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Bern einreich-
te wegen überhöhter Gebührenüberforderung, verweigertem Recht auf un-
entgeltliche Prozessführung, Verstoss gegen Treu und Glauben, Verstösse 
gegen die Verfassung und die EMRK etc. (siehe Akten BA SV.19.1248); 
 

- A. mit Eingabe vom 22. Mai 2019 bei der Bundesanwaltschaft einen Strafan-
trag gegen die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern einreichte wegen Ver-
stoss gegen die Willkür, Verstoss gegen Treu und Glauben in Form eines 
Prozessbetrugs, Strafvereitelung im Amte, Amtsmissbrauch, Verstösse ge-
gen den Gleichheitsgrundsatz, Diskriminierung, Verstösse gegen die Verfas-
sung und die EMRK etc. (siehe Akten BA SV.19.1249); 

 
- die Bundesanwaltschaft am 23. Oktober 2019 die erwähnten Eingaben be-

treffend drei Nichtanhandnahmeverfügungen erliess (act. 2.1, 2.2, 2.3); 
 

- A. darauf am 3. November 2019 bei der Bundesanwaltschaft eine «Dienst-
aufsichtsbeschwerde verbunden mit einer ordentlichen Beschwerde» ein-
reichte (act. 2); 
 

- die Bundesanwaltschaft diese Eingabe am 6. November 2019 an die Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts weiterleitete und diese um Prü-
fung bat, ob die Eingabe als Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmever-
fügungen zu behandeln sei (act. 2.0); 
 

- die Beschwerdekammer A. diesbezüglich ersuchte, ihr mitzuteilen, ob er mit 
seiner Eingabe ein gegen die Nichtanhandnahmeverfügungen gerichtetes 
Beschwerdeverfahren anheben möchte (act. 3);  
 

- die Beschwerdekammer A. für diesen Fall informierte, dass seine Eingabe 
den gesetzlichen Erfordernissen an eine Beschwerde gemäss Art. 385 
Abs. 1 StPO nicht genüge, und ihm, unter Androhung des Nichteintretens, 
eine Nachfrist zur Verbesserung seiner Eingabe ansetzte (act. 3); 
 

- 3 - 

 

 

- A. diesbezüglich mit Eingabe vom 12. November 2019 die Bearbeitung die-
ser Sache verlangte (act. 1), worauf die Bundesanwaltschaft durch die Be-
schwerdekammer zur Einreichung der Akten eingeladen wurde (act. 4 
und 5). 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die Be-
schwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist 
(Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG); 
 

- die Beschwerde zu begründen ist (Art. 396 Abs. 1 StPO), weshalb die Be-
schwerde führende Partei gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO genau anzugeben 
hat, welche Punkte des Entscheides sie anficht (lit. a), welche Gründe einen 
anderen Entscheid nahelegen (lit. b) und welche Beweismittel sie anruft 
(lit. c); 

 
- sich die Beschwerdebegründung im Sinne von Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO mit 

den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen hat 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_721/2018 vom 19. November 2018 E. 2.1 
m.w.H.) und dabei sinngemäss auch die eigene Beschwerdelegitimation dar-
zulegen ist (Urteile des Bundesgerichts 1B_339/2016 vom 17. Novem-
ber 2016 E. 2.1; 1B_242/2015 vom 22. Oktober 2015 E. 4.2); 

 
- die Beschwerdekammer eine Beschwerde, welche diesen Anforderungen 

nicht genügt, zur Verbesserung innerhalb einer kurzen Nachfrist zurück-
weist, wobei sie auf die Beschwerde nicht eintritt, wenn diese auch nach Ab-
lauf der Nachfrist den Anforderungen nicht genügt (Art. 385 Abs. 2 StPO); 

 
- die Beschwerdegegnerin in den angefochtenen Verfügungen jeweils zum 

Schluss kam, es liege keine Bundeszuständigkeit vor (Art. 23 f. StPO) und 
die Vorwürfe des Beschwerdeführers entbehrten jeglicher strafrechtlicher 
Relevanz (act. 2.1, 2.2, 2.3); 
 

- der Beschwerdeführer diesbezüglich weder in seiner Eingabe vom 3. No-
vember 2019 noch in derjenigen vom 12. November 2019 näher auf die ein-
gangs erwähnten Nichtanhandnahmeverfügungen einging und abschlies-
send festhielt, es sei nicht seine Aufgabe, die Arbeit der Beschwerdekammer 
zu machen (act. 1 und 2); 
 

- 4 - 

 

 

- sich den Eingaben des Beschwerdeführers auch nach entsprechender Auf-
forderung zur Verbesserung seiner Beschwerde keine Auseinandersetzung 
mit den Erwägungen in  der angefochtenen Verfügung entnehmen lässt und 
auch unklar bleibt, hinsichtlich welcher allfälliger Straftatbestände der Be-
schwerdeführer im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO in seinen Rechten unmit-
telbar verletzt worden wäre, was eine Grundvoraussetzung seiner Be-
schwerdelegitimation darstellt (vgl. hierzu u.a. BGE 141 IV 380 E. 2.2 
S. 382 f.); 
 

- auf die Beschwerde nach dem Gesagten androhungsgemäss und ohne wei-
teren Schriftenwechsel (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario) nicht einzutreten 
ist; 
 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO); 
 

- diese festzusetzen sind auf Fr. 200.– (vgl. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 
Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 
die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 
[BStKR; SR 173.713.162]); 
 

- 5 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 9. Januar 2020 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A.  
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.