# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ddce914a-d689-5aee-96a0-d02f329a5a07
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.07.2023 I 2023 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2023-14_2023-07-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2023 14

Entscheid vom 12. Juli 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. D.________

gegen

E.________ AG

Gegenstand Unfallversicherung (Unfallkausalität)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1975) ist seit 2016 bei der B.________ als Geschäftslei-
tungsassistentin angestellt und dadurch bei der E.________ obligatorisch unfall-
versichert. Am 17. Januar 2022 meldete die Arbeitgeberin der E.________ mit-
tels Bagatellunfall-Meldung (Vi-act. 41), A.________ sei am 14. Januar 2022 
beim Skifahren gestürzt und habe sich am Hals sowie der rechten Schulter ver-
letzt (Prellung); erstbehandelnde Ärztin sei Dr.med. F.________ (FMH Allgemei-
ne Medizin). Am 4. März 2022 bestätigte die E.________ gegenüber der Arbeit-
geberin den Eingang der Unfallmeldung und kündigte die Abklärung ihrer Leis-
tungspflicht an (Vi-act. 3). 

B. Bei anhaltenden Schulterbeschwerden veranlasste Dr.med. F.________ 
ein MRI der rechten Schulter (Vi-act. 29), welches am 23. Februar 2022 durchge-
führt wurde und eine "ausgedehnte, gelenkseitige Partialruptur der Supraspina-
tussehne mit filiformer Restkontinuität, Ausdehnung der Rissbildung bis in den 
oberen Ansatz der lnfraspinatussehne" zeigte (Vi-act. 11). Nach Zuweisung von 
A.________ an den Facharzt Dr.med. H.________ (Facharzt Orthopädie und Un-
fallchirurgie) stellte dieser die Indikation zur operativen Sanierung (Vi-act. 12), 
welche durch ihn am 22. März 2022 im Spital Lachen durchgeführt wurde (Vi-act. 
16). Derweil holte die E.________ bei ihrem beratenden Arzt Dr.med. I.________ 
(FMH Chirurgie, Vertrauensarzt SGV, SIM-Gutachter) ein Aktengutachten ein. Er 
gelangte am 2. April 2022 zur Beurteilung, das Unfallereignis vom 14. Januar 
2022 sei eine bloss mögliche Ursache/Teilursache der gesundheitlichen Störung 
und bei leichter Prellung der rechten Schulter sei der status quo sine spätestens 
am 23. Februar 2022 erreicht (Vi-act. 20), worauf E.________ A.________ am 
14. April 2022 über die Leistungseinstellung per 23. Februar 2022 informierte (Vi-
act. 21). Da sich A.________ hiermit nicht einverstanden zeigte, unterbreitete 
E.________ Dr.med. I.________ die neu eingegangenen medizinischen Berichte 
zwecks neuerlicher Einschätzung. Mit Aktenbeurteilung vom 18. Mai 2022 hielt er 
an seiner Beurteilung fest (Vi-act. 32). Nach weiteren Schriftenwechseln zwi-
schen A.________ und der Unfallversicherung verfügte E.________ am 27. Juli 
2022 die Leistungseinstellung per 23. Februar 2022 (Vi-act. 47). Eine von 
A.________ am 1. September 2022 dagegen erhobene Einsprache wies 
E.________ mit Einspracheentscheid vom 17. Januar 2023 ab (Vi-act. 53 und 
58).

C. Am 17. Februar 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Entscheid 0019.60917.22.3 vom 17. Januar 2023 sei aufzuheben.

3

2. Der Beschwerdeführerin seien auch nach dem 23. Februar 2022 sämtliche ge-
setzlichen Leistungen, wie Unfalltaggelder und Heilungskosten im Zusammen-
hang mit dem Unfall vom 17. Januar 2022 [recte 14.1.2022], zuzusprechen.

3. Eventualiter sei eine medizinische Begutachtung durchzuführen und die vorlie-
gende Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich MwSt.) zulasten der 
Vorinstanz.

D. Mit Vernehmlassung vom 16. März 2023 beantragt die Vorinstanz die Ab-
weisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Hierzu nimmt 
die Beschwerdeführerin am 30. März 2023 Stellung, wobei sie an den Beschwer-
deanträgen festhält.

E. Am 24. Mai 2023 ersuchte der verfahrensleitende Richter die Beschwerde-
führerin um Zustellung der echtzeitlichen Dokumentation der Hausärztin. Mit 
Schreiben vom 15. Juni 2023 und 19. Juni 2023 wurden dem Gericht Unterlagen 
zugestellt. Am 3. Juli 2023 verzichtet die Vorinstanz auf eine Stellungnahme.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Vorinstanz hat das Unfallereignis vom 14. Januar 2022 anerkannt und 
Versicherungsleistungen im Sinne von Heilkosten und Taggeldern erbracht, die-
se jedoch per 23. Februar 2022 eingestellt mit der Begründung, die Schulterbe-
schwerden seien spätestens ab dem 23. Februar 2022 nicht mehr auf das Unfal-
lereignis, sondern auf krankheitsbedingte Ursachen zurückzuführen. Auf die 
Rückforderung darüber hinaus bereits erbrachter Versicherungsleistungen ver-
zichtete die Vorinstanz (Vi-act. 47). Demgegenüber fordert die Beschwerdeführe-
rin Versicherungsleistungen über den 23. Februar 2022 hinaus, da namentlich 
der am 22. März 2022 operativ sanierte Gesundheitsschaden auf das Unfall-
ereignis vom 14. Januar 2022 zurückzuführen sei. Strittig und nachfolgend zu 
prüfen ist somit, ob die Vorinstanz die Versicherungsleistungen zu Recht per 
23. Februar 2022 eingestellt hat.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 
830.1) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 

4

die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den 
Tod zur Folge hat. 

Zudem erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei Knochenbrüchen, Ver-
renkungen von Gelenken, Meniskusrissen, Muskelrissen, Muskelzerrungen, 
Sehnenrissen, Bandläsionen sowie Trommelfellverletzungen, sofern diese nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 
UVG) und ausserdem für Schädigungen, die dem Verunfallten bei der Heilbe-
handlung zugefügt werden (Art. 6 Abs. 3 UVG).

2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 E. 2.1; BGE 129 V 177 E. 3.1 f.). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele (BGE 147 V 161 E. 3.2); m.a.W. wenn der Unfall 
überwiegend wahrscheinlich zumindest eine indirekte Teilursache der gesund-
heitlichen Beschwerden ist (BGE 142 V 435 E. 1; BGE 134 V 109 E. 2.1; Urteil 
BGer 8C_689/2019 vom 9.3.2020 E. 5.3 je mit Hinweisen). 

2.2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er-
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 
177 E. 3.2; BGE 125 V 461 E. 5a, je mit Hinweisen). Die Adäquanz als rechtliche 
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden 
Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch objektiv ausgewiesenen Un-
fallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate und natürliche Kausa-

5

lität weitgehend decken (BGE 134 V 109 E. 2; Urteil BGer 8C_582/2021 vom 
11.1.2022 E. 9.3).

2.3 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
BGE 146 V 51 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 

Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht aus ärztlicher Sicht 
fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht 
werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer richtunggebenden Ver-
schlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts 
zum UVG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 54; Bundesgerichtsurteil 
8C_212/2015 vom 10.7.2015 E. 2.2.1 m.H.). Bei einer bloss vorübergehenden 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes entfällt die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers bei Eintritt des Status quo sine vel ante (vgl. Urteile BGer 
8C_331/2015 vom 21.8.2015 E. 2.1.1; 8C_557/2015 vom 7.10.2015 E. 5.2 ff.; 
8C_320/2013 vom 5.9.2013 E. 3.1).

2.4 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 
eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üb-
lichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. 
Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen 
des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tat-
frage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1; Urteil 
BGer 8C_410/2022 vom 23.12.2022 E. 4.2). Der Beweis des Wegfalls des Kau-
salzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen er-
bracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negati-
ven Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die 
versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob un-
fallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verlo-
ren haben, also dahingefallen sind (Urteile BGer 8C_410/2022 vom 23.12.2022 

6

E. 4.2; 8C_608/2020 vom 15.12.2020 E. 5.2; 8C_855/2018 vom 14.3.2019 
E. 3.1).

2.5 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Art. 61 lit. c ATSG). Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in 
welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in 
welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage 
massgebenden Bereiche abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzu-
klären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Ge-
richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Ge-
setz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 146 V 51 E. 5.1). Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der 
Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 
würdigen (BGE 138 V 218 E. 6; BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2). Der 
Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder 
der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweis-
materials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Par-
teien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit 
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings 
erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs-
grundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der 
zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 
(BGE 144 V 427 E. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 E. 3.2.2). Auf ein 
beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Ver-
sicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflicht-
gemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine 
Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis ver-
möge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen antizipierten 
Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 
Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 144 V 361 E. 6.5).

7

2.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.6.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf 
es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen, weshalb die Verwaltung 
bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf zuverlässige Angaben 
ärztlicher Fachkräfte angewiesen sind (Urteil BGer 8C_270/2022 vom 
12.10.2022 E. 4.3). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet 
sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztli-
chen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 122 V 157 f. E. 1c mit Hin-
weisen; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterlichen Würdigung von medizi-
nischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199). 

2.6.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 
E. 3.2). Zu ergänzen ist, dass beratende Ärzte eines Versicherungsträgers, was 
den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärz-
ten gleichzusetzen sind (vgl. Urteil BGer 8C_774/2020 vom 19.2.2021 E. 2.2). Es 
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versi-
cherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 
E. 4.4 mit Hinweisen). 

8

2.6.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 E. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 E. 4.5; BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht nur 
für Hausärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5), sondern auch für spezialärztlich behan-
delnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 E. 4.3.3; 
8C_180/2017 vom 21.6.2017 E. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Be-
handlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht 
auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: 
Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 E. 2 mit Hinweisen). 

2.6.4 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (Urteil BGer 8C_582/2021 vom 
11.1.2022 E. 8.2 m.w.H.). Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert 
zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur 
um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhaltes geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die re-
levanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben 
worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammen-
hang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In die-
sen Fällen kann in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen 
Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimm-
te Beurteilung deutlich gemacht werden (BGE 125 V 352 E. 3b/ee; Urteile BGer 
8C_608/2020 vom 15.12.2020 E. 5.2; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 E. 5.2; 
8C_540/2007 vom 27.3.2008 E. 3.2 mit Hinweisen).

3. Was das Unfallereignis vom 14. Januar 2022 und den Gesundheitsverlauf 
anbelangt, so ergibt sich aus den Akten:

3.1.1 Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 17. Januar 2022 erlitt die Beschwer-
deführerin am 14. Januar 2022 um 11 Uhr einen Skiunfall (Vi-act. 41): 

Beim Übergang vom steilen Teil zum Flachen zum Laufenlassen hatte es einen 
kleinen Hügel. Frau A.________ wollte rechts an einer Person vorbeifahren, bevor 
sie es laufen liess. Diese Person fuhr jedoch praktisch an den Pistenrand, so dass 
Frau A.________ nicht an ihr vorbeikam und geriet in den Tiefschnee am Pisten-
rand und stürzte bergabwärts. Tempo war relativ schnell, sie hob auf dem Hügel 
leicht ab, landete im Tiefschnee und viel vorne hinaus und kam einige Meter unter-
halb zum Liegen. Skier und Stöcke sind verflogen. Nach Sturz Benommenheit, 
Schmerzen Nacken, Kopf, Arme, Schürfung Kinn. Danach Skitag beendet und für 

9

Kontrolle zum Arzt. Diagnose: Leichtes Schleudertrauma, Halswirbelsäule geröntgt 
i.O. 

Im Unfallfragebogen vom 8. März 2022 umschrieb die Beschwerdeführerin den 
Unfallhergang vergleichbar, jedoch mit der Ergänzung, sie habe im Tiefschnee 
noch alles zusammensammeln müssen mit hohem Krafteinsatz und Schmerzen 
im Nacken und der Schulter (Vi-act. 5). 

3.1.2  Noch am Unfalltag suchte die Beschwerdeführerin Dr.med. F.________ 
auf, welche den Dokumentationsbogen Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 
Beschleunigungstrauma ausfüllte (Vi-act. 29 S. 2-4). Darin wird die Schilderung 
des Unfallhergangs wie folgt beschrieben: "Beim Skifahren wurde die Pat. wegen 
Fahrt in den Tiefschnee akut abgebremst und stürzte auf ihre rechte Schulter und 
Nacken." Unter Differenzialdiagnose / zusätzliche Diagnose / weitere Abklärun-
gen (zu Schleudertrauma) hat Dr.med. F.________ 'Schulterdistorsion rechts' 
dokumentiert.

3.1.3  Dem Überweisungsschreiben vom 27. Februar 2022 von Dr.med. 
F.________ an den Schulterspezialisten ist folgender Unfallhergang zu entneh-
men (Vi-act. 29): "Am 14.1.22 um 11 Uhr bei Ausweichbewegung in den Tief-
schnee geraten und auf Kopf/Nacken gefallen."

3.1.4  In dem am 30. April 2022 ausgefertigten Arztzeugnis UVG beschrieb 
Dr.med. F.________ den Unfallhergang (Vi-act. 30): "Um 11 Uhr morgens infolge 
Ausweichbewegung in Tiefschnee gefallen und auf ihre rechte Schulter/Nacken 
gefallen."

3.2 Am Unfalltag suchte die Beschwerdeführerin die Hausärztin Dr.med. 
F.________ auf (Vi-act. 30). Zudem ergibt sich aus der TP-Rechnung von 
Dr.med. F.________, dass zusätzlich zum 14. Januar 2022 am 19. Januar 2022, 
4., 18., 23. und 25. Februar 2022 Konsultationen stattfanden (Vi-act. 31). Da sich 
hierüber keine Unterlagen in den vorinstanzlichen Akten fanden, wurden diese 
durch das Gericht eingeholt. 

Am 15. Juni 2023 reichte die Beschwerdeführerin die echtzeitlichen Verlaufsein-
träge ein. Diese führen als Diagnose an:

Schulterverletzung rechts mit ausgedehnter, gelenkseitiger Partialruptur der Supra-
spinatussehne mit filiformer Restkontinuität, Ausdehnung der Rissbildung bis in 
den oberen Ansatz der Infraspinatussehne.
St.n. HWS-Distorsion
V.a. Colitis/Divertikulitis
St.n. Hämatom des Fingers
Vd auf rez. Sinusitis

10

Zur Erstkonsultation vom 14. Januar 2022 dokumentiert Dr.med. F.________, die 
Beschwerdeführerin sei bei Ausweichbewegung mit Skiern in den Tiefschnee ge-
raten und auf Kopf/Nacken gefallen. In der Folge habe sie starken Druck im Na-
cken verspürt, anfänglich eher weniger, nach 3 Stunden eher vermehrt. Unter 
'objektiv' verweist sie auf das HWS-Protokoll. Diesem ist zu entnehmen, dass die 
Patientin über Kopf- und Nackenschmerzen (nach 2 - 3 h) klage. Zur Beweglich-
keitskontrolle der HWS werden Schmerzen dokumentiert und diese lokal rechts 
am Hals, Nacken und Schulter eingezeichnet. Es bestehe ein Ruheschmerz und 
Stauchungsschmerz ohne Ausstrahlung. Die neurologische Untersuchung ergab 
einen Normalbefund, keine Bewusstlosigkeit und keine Gedächtnislücke (aktuell 
GCS-Score 15). Das Röntgen war unauffällig, äussere Verletzungen wurden ver-
neint. Dr.med. F.________ stellte die Diagnose einer HWS-Distorsion QTF Grad 
II (Nackenbeschwerden und muskuloskelettale Befunde [verminderte Beweglich-
keit und punktuelle Druckschmerzhaftigkeit mit eingeschlossen]). Schliesslich 
fügte Dr.med. F.________ unter Differenzialdiagnose / zusätzliche Diagnose / 
weitere Abklärungen 'Schulterdistorsion rechts' an. Sie verschrieb der Beschwer-
deführerin NSAR systemisch und aktive Physiotherapie. 

Anlässlich der Sprechstunde vom 19. Januar 2022 klagte die Beschwerdeführe-
rin über einen Druck und ein Kräuseln im Hinterkopf sowie vermehrte Schmerzen 
über dem AC-Gelenk. Beim Hosen hochziehen vermehrte Schmerzen im Bereich 
der Schulter. Als objektiven Befund dokumentierte Dr.med. F.________ eine in-
takte HWS, über dem Trapezius ausgeprägte Druckschmerzen und muskuläre 
Verspannungen. Dr.med. F.________ attestierte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 
(bei einem 80%-Pensum) ab dem 24. Januar 2022.

Am 4. Februar 2022 notierte Dr.med. F.________, die Physiotherapie habe ge-
holfen. Nach dem Erwachen habe die Beschwerdeführerin regelmässig Schmer-
zen in der rechten Schulter. Kein Kribbeln, leicht eingeschlafenes Gefühl, die 
Drehbewegung des Armes löse vermehrte Schmerzen aus. Als Befund notierte 
sie eine Druckdolenz über dem AC-Gelenk; keine sichere Sensibilitätsstörung. 
Die Arbeitsunfähigkeit wurde ab dem 7. Februar 2022 auf 25% reduziert.

Nachdem die Beschwerdeführerin Dr.med. F.________ am 18. Februar 2022 te-
lefonisch über noch immer starke Schmerzen über der rechten Schulter infor-
mierte, meldete sie sie für ein Schulter-MRI an.

Am 23. Februar 2022 berichtete die Beschwerdeführerin, die Physiotherapeutin 
habe zeitweise mit Ultraschall und starker Massage den Arm behandelt; mit der 
Arbeit gehe es recht gut. Unter 'objektiv' ist Schmerzhaftigkeit bei Abduktion und 
Tragen von Gegenständen, keine Bewegungseinschränkung und gute Rotation 
notiert.

11

Der letzte Eintrag datiert vom 25. Februar 2022, als der MRI-Befund besprochen 
wurde.

3.3 Dr.med. F.________ veranlasste das erwähnte Arthro-MRI der rechten 
Schulter bei anhaltenden Beschwerden und Indikation 'Sturz beim Skifahren vor 
6 Wochen', das am 23. Februar 2022 durchgeführt wurde (Vi-act. 11). Dr.med. 
K.________ (FMH Radiologie) notierte als Befund und Beurteilung folgendes: 

Befund
[…]

Regelrechte glenohumerale Artikulation. Acromion Typ I nach Bigliani. ACG reiz-
los. Leicht vermehrt Flüssigkeit in der Bursa subacromialis. Gelenkseitige Partial-
ruptur der Supraspinatussehne im Ansatz mit deutlicher Ablösung des Footprints 
und erhaltener filiformer Kontinuität der kranialen Fasern. Rissausdehnung bis in 
den oberen Ansatz der Infraspinatussehne. SSP- und ISP-Muskelbäuche kräftig. 
Orthotope Lage der langen Bizepssehne im Rotatorenintervall. Unauffälliger Bi-
zepsanker. Kontrastmittel in der Subscapularissehne, dies wahrscheinlich iatrogen 
nach Arthrogramm. Normaler glenohumeraler Knorpel. Keine Labrumläsion.

Beurteilung
Ausgedehnte, gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne mit filiformer 
Restkontinuität. Ausdehnung der Rissbildung bis in den oberen Ansatz der Infra-
spinatussehne. 

3.4.1 Am 27. Februar 2022 wies Dr.med. F.________ die Beschwerdeführerin 
dem Facharzt Dr.med. L.________ zu zwecks Klärung des weiteren Vorgehens 
bei Schultersehnenruptur (Vi-act. 29). Unter 'Subjektiv' notierte sie zusätzlich zum 
Unfallhergang (vgl. oben E. 3.1.3), die Beschwerdeführerin habe erst im weiteren 
Verlauf auch rechtsseitige Schulter/Brustschmerzen bemerkt. Insbesondere das 
Hochziehen von Hosen führe zu vermehrten Beschwerden; ebenso sei die Eleva-
tion und Abduktion über die Horizontale schmerzhaft gewesen. Trotz Physiothe-
rapie liessen die Schulterschmerzen jetzt nach sechs Wochen kaum nach, wes-
halb ein MRI mit erwähntem Befund veranlasst worden sei.

3.4.2 Nach dem Untersuch vom 16. März 2022 berichtete Dr.med. L.________, 
die Beschwerdeführerin bestätige den Skisturz mit Verletzung der rechten Schul-
ter (Vi-act 12). Sie beschreibe aktuell vor allem die typischen zu erwartenden 
Nachtschmerzen und Beschwerden bei Tätigkeiten über Kopf. Seine klinische 
Untersuchung ergab:

Rein inspektorisch unauffällige Schultergelenkssilhouette. Keine eigentlichen Kon-
tusions- oder Prellmarken. Keine isolierten muskulären Atrophien. Seitengleiche 
Symmetrie über dem AC-Gelenk. Flexion aktiv 170°, jedoch endständig deutlich 
schmerzhaft. Abduktion aktiv 120°, Aussenrotation seitengleiche 45-50°. Moderat 
positive Supraspinatussehnen-Tests in Jobe-Position. Infraspinatussehnen-Tests 
mit ordentlicher Kraft, jedoch Schmerzprovokation. Innenrotation kräftig. Lift off-

12

Innenrotations-Test negativ. Impingement-Tests deutlich positiv, Bizepssehnen-
Tests positiv. AC-Gelenk ohne Druckschmerzhaftigkeit.

Mit Blick auf das Alter der Beschwerdeführerin (Jg. 75) und der gemäss seiner 
Beurteilung doch ausgeprägten Partialläsion von Supra- und Infraspinatussehne 
stellte er die Indikation zur operativen Sanierung; eine konservative Behandlung 
sei in dieser Situation nicht adäquat. 

3.4.3 Am 22. März 2022 erfolgte bei Diagnose 'Artikulärseitige Partialläsion Su-
pra-/Infraspinatussehne Ellmann Grad II mit dorsaler Instabilität der langen Bi-
zepssehne Schulter rechts' eine Schulterarthroskopie, arthroskopische Supra-
/Infraspinatussehnenrekonstruktion in PASTA-Technik, Bizepssehnentenodese 
periossär in Lasso loop Technik, Subacromiale Bursektomie, Softacromioplastik 
und knöcherne Acromioplastik der rechten Schulter. Zum technischen Vorgehen 
lässt sich dem Operationsbericht sodann entnehmen (Vi-act. 16): 

[…] Untersuchung in Narkose. Es zeigt sich eine freie Aussenrotation, freie Flexi-
on. Keine weiteren klinischen Auffälligkeiten. […] Intraartikulärer diagnostischer 
Rundgang. Es zeigen sich altersentsprechend vollständig blande glenohumerale 
Knorpelverhältnisse. Diskreteste kleine oberflächliche Auffaserungen der Subsca-
pularissehne jedoch ohne relevanten substanziellen Defekt. Hier genügt ein allei-
niges Débridement. Artikulärseitige Partialläsion von Supra- und Infraspinatusseh-
ne Ellman Grad II. Rupturierter instabiler Sehnenlappen ragt in das Gelenk. Hier-
durch ergibt sich eine dorsale Polley-Läsion des Bizeps. […] Ansonsten freier Re-
cessus axillaris. Wechseln nach subacromial, bei doch eindrücklicher Bursitis Bur-
sektomie, Softacromioplastik und bei kleineren Schleifspuren diskrete knöcherne 
anterolaterale Acromioplasitk. […] Setzen […] Anker direkt in den Footprint von 
Supra- und Infraspinatussehne und in PASTA-Technik Durchshutteln der Fäden 
nach subacromial […]

3.5 Dr.med. F.________ attestierte der Beschwerdeführerin mit Zeugnis vom 
25. Februar 2022 vom 24. Januar 2022 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, ab dem 
7. Februar 2022 eine 25%ige bis Ende März 2022. Nach der Operation bestätigte 
Dr.med. L.________ der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
vom 22. März 2022 bis 20. April 2022 (Vi-act. 1 und 17). 

3.6.1 Im Rahmen der Klärung ihrer Leistungspflicht ersuchte die Vorinstanz am 
31. März 2022 ihren beratenden Arzt Dr.med. I.________ um eine Aktenbeurtei-
lung (Vi-act. 18). 

In seiner Aktenbeurteilung vom 2. April 2022 (Vi-act. 20) wiederholt Dr.med. 
I.________ bezüglich Anamnese den Skisturz vom 14. Januar 2022 sowie die 
danach aufgetretenen Schmerzen im Nacken, am Kopf und den Armen; ein Un-
tersuchungsbericht zur Erstbehandlung liege leider nicht vor. Den klinischen Be-
fund vom 16. März 2022 (vgl. oben E. 3.4.2) beurteilt er als unauffällig und er 

13

wiederholt den MRI-Befund vom 23. Februar 2022 (vgl. oben E. 3.3). Die Frage 
nach Diagnosen beantwortet er:

Sturz beim Skifahren am 14.01.2022 mit/bei:
- Partialruptur der Supra- und lnfraspinatussehne rechts
- lnstabilität der langen Bicepssehne rechts
- Status nach Supra-/ lnfraspinatussehnenrekonstruktion, Bicepssehnentenode-

se, subacromialer Bursektomie, Softacromioplastik und knöcherner Acromio-
plastik

Laut Dr.med. I.________ sind die von der Beschwerdeführerin beklagten Be-
schwerden hinreichend objektiviert. Der Verlauf sei zeitgerecht und korrekt, die 
Prognose aufgrund der degenerativen Veränderungen im Bereich der Rotato-
renmanschette als eher schlecht zu beurteilen. 

Bezüglich des ursächlichen Zusammenhangs gelangt Dr.med. I.________ zum 
Schluss, das Unfallereignis vom 14. Januar 2022 sei eine bloss mögliche Ursa-
che/Teilursache der gesundheitlichen Störung. Im Untersuchungsbericht von 
Dr.med. L.________ würden weder Hämatome noch Prellmarken und/oder Haut-
schürfungen im Bereich der rechten Schulter erwähnt; die Schulter sei vom As-
pekt her völlig unauffällig gewesen. Es habe sich eine nahezu freie Beweglichkeit 
mit lediglich endgradigen Schmerzen gezeigt. Unter Verweis auf die Literatur sei 
dieser Verlauf bei einer traumatisch bedingten Rotatorenmanschettenruptur nicht 
nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin selber habe bloss eine Bagatellunfall-
meldung gemacht, es habe keine Arbeitsunfähigkeit über 3 Tage bestanden, was 
mit einer traumatischen Rotatorenmanschettenruptur nicht vereinbar sei. 

Gemäss Dr.med. I.________ kommt das Erreichen eines status quo ante wegen 
der progredient verlaufenden degenerativen Erkrankung im Bereich der Rotato-
renmanschette nicht in Frage. Auf die Frage des Zeitpunktes des status quo sine 
hält er fest, unter der Annahme einer leichten Prellung der rechten Schulter, 
wofür es allerdings weder klinisch noch bildgebend (fehlende Weichteilverlet-
zung, kein Knochenmarksignal in der MRT) einen Anhalt gebe, wäre der status 
quo sine spätestens am 23. Februar 2022 (MRT rechte Schulter) wieder erreicht, 
da es mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
auch ohne das Unfallereignis vom 14. Januar 2022 zu dieser durch dieses Unfal-
lereignis verursachten Verschlechterung des vorbestehenden Gesundheitszu-
standes (Degeneration der Rotatorenmanschette) im gegenwärtigen Umfang ge-
kommen wäre. Gemäss Dr.med. I.________ war die angenommene Prellung der 
rechten Schulter spätestens am 23. Februar 2022 abgeheilt. 

Gestützt auf diese Aktenbeurteilung informierte die Vorinstanz die Beschwerde-
führerin über die Leistungseinstellung per 23. Februar 2022 (vgl. Ingress Bst. B).

14

3.6.2 Nach Eingang des Arztzeugnisses UVG vom 30. April 2022 (vgl. oben 
E. 3.1.4) sowie des Überweisungsschreibens von Dr.med. F.________ (vgl. oben 
E. 3.1.3 und 3.4.1) ersuchte die Vorinstanz Dr.med. I.________ um Ergänzung 
seiner Aktenbeurteilung (Vi-act. 33), welche er mit Datum vom 18. Mai 2022 er-
stellte (Vi-act. 32). 

In Ergänzung seiner Erstbeurteilung hielt Dr.med. I.________ zur Anamnese 
fest, die Hausärztin vermerke bei der Erstuntersuchung, "erst im weiteren Verlauf 
bemerkte die Patientin auch rechtsseitige Schulter-/Brustschmerzen. Insbeson-
dere das Hochziehen von Hosen führte zu vermehrten Beschwerden. Ebenso 
waren die Elevation und Abduktion über die Horizontale schmerzhaft". Als Dia-
gnose nennt er neu: 

Sturz beim Skifahren am 14.01.2022 mit/bei:
- Partialruptur der Supra- und lnfraspinatussehne rechts
- Instabilität der langen Bizepssehne rechts
- Status nach Supra-/ lnfraspinatussehnenrekonstruktion, Bizepssehnentenode-

se, subacromialer Bursektomie, Softacromioplastik und knöcherner Acromio-
plastik

- HWS-Zerrung QTF ll
- Status nach physiotherapeutischer Behandlung

Auch in der Beurteilung des Kausalzusammenhangs hebt Dr.med. I.________ 
hervor, die genannten Beschwerden seien gemäss Hausärztin erst im weiteren 
Verlauf aufgetreten, was nach einer akuten traumatischen Rotatorenmanschet-
tenruptur nicht nachvollziehbar sei. Im Übrigen übernimmt Dr.med. I.________ 
seine frühere Beurteilung und kommt zum Schluss, seine Beurteilung vom 2. 
April 2022 habe weiterhin vollumfänglich Gültigkeit.

3.7 Nachdem die Vorinstanz die Beschwerdeführerin über die neue, gleichblei-
bende Beurteilung informiert hatte (Vi-act. 40), liess diese am 14. Juli 2022 eine 
Stellungnahme einreichen, in welcher darauf hingewiesen wird, dass eine scha-
densauslösende traumatische Einwirkung selbst dann leistungsbegründend wir-
ke, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher 
oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeit-
punkts des Schadenseintritts eine unerlässliche Bedingung ("conditio sine qua 
non") darstelle. Vorliegend habe auch Dr.med. I.________ die Auffassung geteilt, 
dass der Sturz eine Teilursache darstelle, weshalb die Vorinstanz leistungspflich-
tig sei. Es bestünden keinerlei Hinweise, dass die Beschwerdeführerin aufgrund 
einer - bestrittenen - degenerativen Veränderung jederzeit mit einer Partialruptur 
der Sehnen hätte rechnen müssen; eine Gelegenheits- oder Zufallsursache liege 
mithin nicht vor (Vi-act 46).

15

3.8 Am 27. Juli 2022 verfügte die Vorinstanz die Leistungseinstellung per 23. 
Februar 2022 (Vi-act. 47). Beim Ereignis vom 14. Januar 2022 handle es sich um 
ein Unfallereignis. Dieses habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung ei-
ner vorbestehenden Gesundheitsschädigung geführt; die Schulterbeschwerden 
seien spätestens ab 23. Februar 2022 nicht mehr auf das Unfallereignis zurück-
zuführen, sondern auf krankheitsbedingte Ursachen. Die Einwände vom 14. Juli 
2022 würden an dieser Einschätzung nichts ändern.

4.1 Einspracheweise machte die Beschwerdeführerin geltend, es lägen keiner-
lei Hinweise für einen schlechten Vorzustand vor; es sei nicht erwiesen, dass der 
Gesundheitsschaden auch ohne Unfallereignis eingetreten wäre und das Ereig-
nis bloss einen Zufallsanlass darstelle. Zudem weise das von ihr geführte 
Schmerzprotokoll genau einen Verlauf auf, der von Dr.med. I.________ gemäss 
Literatur für eine traumatische Ruptur spreche, welche nicht auf einen krankhaf-
ten Vorzustand getroffen sei. Dr.med. I.________ erkläre auch nicht, warum es 
auch ohne Unfall zu den Beschwerden gekommen wäre. Es werde überhaupt 
nicht rechtsgenüglich belegt, weshalb der status quo sine spätestens am 23. Fe-
bruar 2022 eingetroffen wäre (Vi-act 53). 

Mit Bf-act. 4 hat die Beschwerdeführerin das erwähnte 'Schmerzprotokoll' zu den 
Akten gelegt. Es ist betitelt mit 'Unfallprotokoll' und es handelt sich um mehrere 
Seiten handschriftlich festgehaltener Feststellungen zu einzelnen Tagen. Es be-
ginnt mit dem Unfallzeitpunkt (14.1.2022, 11 Uhr). Für den Folgetag ist starker 
Muskelkater am ganzen Körper, der Wade rechts, dem Oberschenkel, im Nacken 
und am Arm; vermerkt, starke Armschmerzen würden bis in die Handballen zie-
hen. Für den 16. Januar 2022 wurden die Schmerzen als weniger stark notiert. 
Aus den folgenden, teils täglichen Einträgen ergibt sich, dass konstant über 
Schmerzen im Arm berichtet wird, mal weniger, mal mehr, insbesondere nachts 
und in Ruhe, weniger beim Arbeiten oder in Bewegung. Vor allem nachts neh-
men die Schmerzen so zu, dass die Beschwerdeführerin mehrmals aufwache. 
Am Morgen notiert sie Schmerzen im Oberarm, Achselhöhle, Nacken. Für die 
Zeit nach dem MRI mit Kontrastmittelgabe werden die Schmerzen als stärker 
sowohl in der Nacht als auch am Tag beschrieben. Seit dem MRI bestehe ein 
Dauerschmerz in Schulter und Oberarm; Nacken und Oberarm verkrampften 
sich. Am 8. März 2022 notiert sie, beim seitlichen Strecken des Arms habe sie 
das Gefühl eines 'Knackens' in der Schulter gehabt, ganz rechts oben beim Kno-
chen, danach hätten Schmerzen bei der Achselhöhle, dem oberen Oberarm und 
dem oberen Bizeps bestanden. Am 18. Februar 2022, als sie Dr.med. 
F.________ telefonisch über anhaltende Schmerzen berichtet hatte, dokumen-
tierte die Beschwerdeführerin gesondert: Sie notierte krampfartige Muskel-
schmerzen im Bereich Oberarm / Bizeps, anhaltender Schmerz seit Beginn im 

16

Bereich Oberarm, Brust, Schulter. Anfänglich habe sie beim Schlafen krampfarti-
ge Muskelschmerzen, bewegen [allerdings schwer entzifferbar], dann nach kurz-
er Zeit besser. Seit anfangs Februar bestehe stechender Schmerz beim Schlafen 
mit A… [nicht entzifferbar] immer in Achsel, Schulteroberarm-Bereich. Tagsüber 
schmerze der Unterarm wie bei einer Sehnenscheidenentzündung, der Oberarm 
wie bei einer Verspannung und es bestehe ein Druckschmerz auch ohne Druck. 
Beim Anheben eines schweren Glases bestehe ein Schmerz im Oberarm Rich-
tung Achselhöhle. Die Schulter fühle sich brennend, warm an; die Bewegung 
fühle sich an, wie wenn etwas einrenken müsste. Auf einem weiteren Blatt notier-
te sie - ohne Datum als Auflistung - verschiedene Schmerzerlebnisse.

4.2 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 17. Januar 2023 verweist die 
Vorinstanz auf die Rechtsprechung, wonach der Beweis des Wegfalls der Kausa-
lität weder durch den Nachweis unfallfremder Ursachen, noch durch den negati-
ven Beweis, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege, erbracht werden 
müsse. Entscheidend sei allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheits-
schadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen seien 
(E. 3.3). Zudem sei die Beweisregel 'post hoc ergo propter hoc' medizinisch nicht 
haltbar und daher beweisrechtlich unzulässig (E. 3.4). Im Weitern zitiert die Vor-
instanz das Aktengutachten von Dr.med. I.________ (vgl. oben E. 3.6). Dieser 
gelange zum Schluss, der Beschwerdeverlauf sei mit dem Verlauf einer traumati-
schen Rotatorenmanschettenruptur nicht vereinbar; unter Annahme einer leich-
ten Prellung der rechten Schulter, wofür es allerdings weder klinisch noch bildge-
bend einen Anhalt gebe, sei der status quo sine spätestens am 23. Februar wie-
der erreicht. Was die Beschwerdeführerin vortrage, laufe auf einen unzulässigen 
post hoc ergo propter hoc-Schluss hinaus. Gemäss Dr.med. I.________ hätten 
wesentliche strukturelle Veränderungen, welche nach einer Schulter-Kontusion 
zu erwarten gewesen wären, im MRI nicht nachgewiesen werden können. Aus 
den echtzeitlichen medizinischen Akten habe sich kein typischer Verlauf für eine 
traumatische Verletzung ergeben. Aus diesen beiden Gründen könne gemäss 
Dr.med. I.________ die Sehnenverletzung nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit auf ein Unfallereignis zurückgeführt werden. Dem entgegenstehende me-
dizinische Stellungnahmen würden keine vorliegen; auf die Aktenbeurteilung 
Dr.med. I.________ könne abgestellt werden. Entsprechend hielt die Vorinstanz 
an der Leistungseinstellung per 23. Februar 2022 fest.

5.1 Vor Verwaltungsgericht trägt die Beschwerdeführerin vor, gemäss Art. 6 
Abs. 2 lit. f UVG erbringe der Unfallversicherer Leistungen bei Sehnenrissen, so-
fern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen seien. 
Die im Arztbericht festgehaltenen Begriffe wie Riss, Ruptur, Zerreissung würden 

17

per se Gewalt suggerieren; handle es sich um eine degenerative Veränderung 
der Sehnenstruktur, sei in der Regel von Defekt die Rede. Die Wortwahl lasse 
daher auf eine traumatische Schulterverletzung schliessen. Zudem sei der Un-
fallversicherer bei einem Unfall, der einen krankhaften Vorzustand verschlimmere 
oder erst aktiviere, solange leistungspflichtig, bis er nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstelle. Die Beweislast hierzu liege beim Unfallversicherer. 
Vorliegend habe das MRI vom 23. Februar 2022 eine gelenkseitige Partialruptur 
der Supraspinatussehne mit filiformer Restkontinuität gezeigt sowie eine Aus-
dehnung der Rissbildung bis in den oberen Ansatz der Infraspinatussehne. "Rup-
tur" spreche für ein Trauma. Die erfolgte Behandlung sowie das von der Be-
schwerdeführerin geführte Schmerzprotokoll gäben eindeutige Hinweise auf eine 
traumatische Verletzung der Schulter. Indem die Vorinstanz das Schmerzproto-
koll (vgl. oben E. 4.1) nicht würdige und keinen ergänzenden Arztbericht einhole, 
könne sie nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachweisen, dass der Kausalzusammenhang dahingefallen sei. 

Ziehe man die objektiv vorliegenden Beweismittel bei, so decke sich der Verlauf 
genau mit dem von Dr.med. I.________ aufgezeigten Beschwerdebild nach ei-
nem Trauma. Die in der akuten Phase zu erwartenden Beschwerden seien ein-
getreten: Sie habe unmittelbar nach dem Unfall die Hausärztin aufgesucht und 
den Unfall mit Sturz auf Schulter und Nacken geschildert. Im Dokumentationsbo-
gen sei als zusätzliche Diagnose eine Schulterdistorsion rechts festgehalten, also 
eine Schulterverletzung mit oder ohne Riss der Bänder. Das charakteristische 
Symptom einer Verstauchung sei ein scharfer, dumpfer und pochender Schmerz 
im Schulterbereich mit Ausstrahlung in benachbarte Körperregionen. Der 
Schmerz könne unmittelbar nach dem Trauma auftreten oder sich erst später 
entwickeln. Im Unfallprotokoll sei am Tag nach dem Unfall vermerkt, die Arm-
schmerzen seien so stark, dass sie bis in die Handballen gezogen hätten. Zudem 
habe sie Schmerzmittel eingenommen. Die zweite Phase (4 bis 14 Tage) sei 
durch unverändert schmerzhafte, kraftgeminderte Bewegungseinschränkung ein-
schliesslich Nachtschmerzen geprägt gewesen. Auch dies werde durch die Ein-
träge im Unfallprotokoll bestätigt. In der Postakutphase (14 Tage bis 6 Wochen) 
könne es zu einer Schmerzreduktion und Besserung der Schulterbeweglichkeit 
kommen. Sie sei in dieser Zeit weiterhin zur Physiotherapie gegangen, habe 
nach Bedarf Schmerzmittel genommen und sich geschont. Dennoch berichte sie 
im Protokoll von immer wieder auftretenden Schmerzen; die Arbeitsfähigkeit ha-
be von 50% auf 75% angehoben werden können, was für den Verlauf mit 
Schmerzreduktion spreche. Die Konklusion der Vorinstanz (kein Beschrieb eines 
traumatischen Verlaufs, bloss Bagatellunfall-Meldung, keine Arbeitsunfähigkeit 
über 3 Tage) sei nachgewiesenermassen falsch. Was sodann die Arbeitsun-

18

fähigkeit anbelange, sei zu berücksichtigen, dass sie einen körperlich leichten 
Bürojob ausübe. 

Weiter moniert die Beschwerdeführerin, die Leistungsablehnung bzw. -einstel-
lung basiere nicht auf einer Beurteilung sämtlicher geforderter Indizien. Arztbe-
richte würden nicht gewürdigt und nicht auf Anhaltspunkte für traumatische oder 
degenerativ bedingte Beschwerden überprüft. Die Vorgeschichte (Beschwerde-
freiheit), das Alter (46jährig), der Unfallhergang und der Unfallmechanismus, die 
Primärbefunde und der Verlauf würden nicht rechtsgenüglich gewürdigt. Die ver-
trauensärztliche Beurteilung sei daher nicht nachvollziehbar und nicht schlüssig. 
Es bestünden mehr als nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs-
sigkeit, da nicht sämtliche Prüfungskriterien miteinbezogen worden seien. Damit 
der Entlastungsbeweis gelinge, müsse die Vorinstanz nachweisen, dass die frag-
liche Listenverletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen sei. Dies gelinge der Vorinstanz nicht.

5.2 Die Vorinstanz betont vernehmlassend, es liege ein anerkannter Unfall vor, 
weshalb die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu Art. 6 Abs. 2 UVG uner-
heblich seien. Des Weitern wiederholt sie die Aktenbeurteilungen von Dr.med. 
I.________ (vgl. oben E. 3.6.1 und 3.6.2). Rechtsprechungsgemäss könnten Ak-
tenbeurteilungen voller Beweiswert zukommen. Dies sei vorliegend der Fall; 
Dr.med. I.________ hätten sämtliche medizinischen Unterlagen zur Verfügung 
gestanden. Auch habe er zu allen Berichten Stellung genommen. Dem undatier-
ten 'Unfallprotokoll' der Beschwerdeführerin komme lediglich narrativer Charakter 
zu. Aufgrund von fehlenden strukturellen Veränderungen sowie dem Fehlen ei-
nes für eine traumatische Rotatorenmanschettenruptur typischen Verlaufs könne 
die Sehnenläsion gemäss Dr.med. I.________ nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückgeführt werden. Es liege keine 
fachärztliche Beurteilung vor, welche diese Beurteilung entkräften würde; der Ak-
tenbeurteilung von Dr.med. I.________ entgegenstehende fachärztliche Stel-
lungnahmen lägen keine vor. Entsprechend sei die Beschwerde unbegründet 
und abzuweisen.

5.3 Mit Stellungnahme vom 30. März 2023 erklärt die Beschwerdeführerin, die 
Vorinstanz hebe abermals den Bericht der Hausärztin hervor, wonach sie die 
rechtsseitigen Schulter- /Brustschmerzen erst im weiteren Verlauf bemerkt hätte. 
Diese Aussage sei zugegebenermassen unglücklich verfasst und biete sich dem 
Unfallversicherer an. Die Aussage sei aber aktenwidrig. Dem HWS-Dokumenta-
tionsbogen sei zu entnehmen, dass sie unmittelbar nach dem Unfall Schmerzen 
in der rechten Schulter und im rechten Nackenbereich beklagt habe. So verwun-
dere auch nicht, dass die Ärztin als zusätzliche Diagnose eine Schulterdistorsion 

19

festgehalten und NSAR verschieben habe. Es könne nur spekuliert werden, war-
um die Ärztin entgegen der Aussagen bei der Erstuntersuchung notiert habe, sie 
habe die Beschwerden erst im Verlauf bemerkt. Korrekt sei, dass die Beschwer-
den unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten seien und nicht erst im Verlauf. Zu-
dem sei klar, dass der Arzt zwei Monate nach dem Unfall am 16. März 2022 kei-
ne Hämatome, Prellmarken oder Hautabschürfungen feststellen konnte; solcher-
lei sei dann ausgeheilt, weshalb klar sei, dass sich die Schulter unauffällig zeigte; 
dies könne nicht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin ausgelegt werden. Und 
selbst wenn Dr.med. I.________ sämtliche Unterlagen zur Verfügung gestanden 
seien, so bleibe es beim Vorwurf, dass er nicht alle unfallrelevanten Aspekte ge-
würdigt habe. Was das Fehlen abweichender ärztlicher Stellungnahmen anbe-
langt, hält die Beschwerdeführerin fest, solches zu erwarten käme einer Umkehr 
der Beweislast gleich, indem sie selbst kostenintensive fachärztliche Beurteilun-
gen in Auftrag geben müsste. Dies sei falsch. Es sei ausreichend, wenn sie Zwei-
fel am Inhalt der Aktenbeurteilung zu erzeugen vermöge, um eine umfassende 
medizinische Begutachtung zu erwirken.

6.1 Die Vorinstanz begründet die Einstellung ihrer Leistungen per 23. Februar 
2022 mit der medizinischen Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes Dr.med. 
I.________, wonach das Unfallereignis vom 14. Januar 2022 bloss eine mögliche 
Ursache/Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden war und unter Annah-
me, dass die rechte Schulter leicht geprellt wurde, der status quo sine mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit spätestens am 23. Februar 2022 (MRI rechte 
Schulter) wieder erreicht gewesen sei. Da rechtsprechungsgemäss beratende 
Ärzte eines Versicherungsträgers, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurtei-
lung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichgestellt sind (Urteil BGer 
8C_672/2020 vom 15.4.2021 E. 2.3), durfte die Vorinstanz nur auf die Feststel-
lungen von Dr.med. I.________ abstellen, wenn keine auch nur geringen Zweifel 
an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 142 V 58 E. 5.1 
m.w.H.; VGE I 2019 27 E. 6.1; vorstehend E. 2.6.2). 

6.2 Der Beweiswert der Beurteilungen von Dr.med. I.________ ist nicht da-
durch geschmälert, weil es sich um ein Aktengutachten handelt. Die Diagnosen 
und Befunde sind unbestritten, strittig ist lediglich die ärztliche Beurteilung der 
Kausalität. Im Übrigen war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Beurteilun-
gen bereits operiert, so dass ein persönlicher Untersuch ohnehin unterbleiben 
konnte. Bei diesen Umständen spricht nichts gegen eine Beurteilung gestützt auf 
die Akten (vgl. oben E. 2.6.4).

6.3 Soweit die Beschwerdeführerin Versicherungsleistungen für die Zeit nach 
dem 23. Februar 2022 beantragt, kann dem Begehren nicht stattgegeben wer-

20

den. Es liegt kein Arztbericht im Recht, der an den Aktenbeurteilungen von 
Dr.med. I.________ nicht nur Zweifel erwecken würde, sondern darüber hinaus 
auch zweifelsfrei und überzeugend den Nachweis zu erbringen vermöchte, dass 
die darüber hinaus geklagten Beschwerden, namentlich die Sehnenruptur, über-
wiegend wahrscheinlich durch den Skiunfall vom 14. Januar 2022 mindestens 
teilverursacht sind. Bestehen hingegen Zweifel an den Aktenbeurteilungen, so 
werden weitere medizinische Abklärungen notwendig sein.

6.4 Gemäss Vorinstanz sind Zweifel an den Aktenbeurteilungen von Dr.med. 
I.________ ausgeschlossen, weil keine diesen entgegenstehende fachärztliche 
Berichte vorliegen würden. Dem kann in dieser Absolutheit nicht gefolgt werden. 
Liegen bezüglich der entscheidwesentlichen medizinischen Tatsachen keine vom 
Bericht der versicherungsinternen oder beratenden Fachärzte abweichende Stel-
lungnahmen anderer medizinischer Fachpersonen vor, so sind Zweifel nur (aber 
immerhin) in aller Regel zu verneinen (vgl. Urteil BGer 8C_106/2020 vom 
17.3.2020 Erw. 4.1). Dies schliesst nicht aus, dass Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit anders als durch abweichende Arztberichte begründet sind. 
Die Beschwerdeführerin weist denn auch zu Recht darauf hin, dass für die Versi-
cherung der Untersuchungsgrundsatz gilt und es quasi einer Beweislastumkehr 
gleichkommen würde, wenn sie zu jeder versicherungsinternen Beurteilung sel-
ber einen Facharztbericht einholen müsste, weil nur Facharztberichte Zweifel zu 
erwecken vermöchten. Damit bleibt es dabei, dass zu prüfen ist, ob den Akten-
beurteilungen von Dr.med. I.________ keine auch nur geringen Zweifel entge-
genstehen. 

6.5 Die Aktenbeurteilung vom 18. Mai 2022 basiert auf den Akten, welche 
Dr.med. I.________ einleitend zusammenfasst, wobei es sich gemäss Vorinstanz 
um die umfassenden medizinischen Akten handeln soll. Er fasst die Anamnese 
zusammen und stellt eine Diagnose. Er äussert sich zur Objektivität der beklag-
ten Beschwerden, zum Behandlungsverlauf und den Prognosen und schliesslich 
nimmt er eine Beurteilung des ursächlichen Zusammenhangs vor. Insoweit liegt 
eine ausführliche Beurteilung vor, was zu keinen Weiterungen Anlass gibt.

6.6 Die Aktenbeurteilung vom 2. April 2022 basiert jedoch auf unvollständigen 
Daten (Vi-act. 20). Dr.med. I.________ selber führte darin aus, ein Untersu-
chungsbericht über die Erstbehandlung liege leider nicht vor. In der Folge doku-
mentierte die Vorinstanz Dr.med. I.________ mit weiteren Unterlagen, worauf er 
die Aktenbeurteilung vom 18. Mai 2022 abgab. Entsprechend basieren die nach-
folgenden Ausführungen allein auf dieser zweiten (die erste bestätigenden) Ak-
tenbeurteilung. Entgegen der Darstellung der Vorinstanz bestehen an deren Zu-

21

verlässigkeit und Schlüssigkeit durchaus berechtigte Zweifel, so dass ihr nicht 
volle Beweiskraft beigemessen werden kann.

6.6.1 Bei der medizinischen Aktenzusammenfassung erwähnt Dr.med. 
I.________ die Erstbehandlung durch Dr.med. F.________ vom 14. Januar 2022 
und er zitiert eine Druckdolenz über AC-Gelenk, Schmerzen beim Hochziehen 
der Hose (weiter nicht lesbar) mit der Diagnose Nacken-/Schulterdistorsion 
rechts. 

Es handelt sich hierbei keinesfalls um den Bericht zur Erstbehandlung vom 14. 
Januar 2022, sondern (wohl) um den Arztbericht UVG vom 30. April 2022 (Vi-act. 
30). Es hätte dies Dr.med. I.________ allein schon aufgrund der Erwähnung des 
Sehnenrisses auffallen müssen, welcher erst nach dem MRI vom 23. Februar 
2022 feststand. Was er sodann als unleserlich bezeichnet, wird im genannten 
Dokument unter 'objektiver Befund' dokumentiert und lässt sich lesen als "HWS 
[...] beweglich. Ausgeprägte Verspannungen im rechten Nackenbereich. Keine 
ossäre Läsion der HWS". Auch diese Diagnose gibt er falsch wieder, lautet diese 
doch "Nacken-/Schulterdistorsion re mit Riss der Supraspinatus- und Infraspina-
tussehne". Warum Dr.med. I.________ den Bericht (der nicht der Bericht zur 
Erstbehandlung ist) falsch zitiert, namentlich die Diagnose der Sehnenruptur 
nicht nennt, ist nicht nachvollziehbar.

Ein eigentlicher Bericht der Erstbehandlung lag Dr.med. I.________ gar nicht vor. 
In der echtzeitlichen Krankengeschichte, welche das Gericht eingeholt hat, ver-
weist Dr.med. F.________ unter dem Datum vom 14. Januar 2022 betreffend ob-
jektiver Befund auf den HWS-Dokumentationsbogen. Darin, d.h. am Unfalltag, 
notierte Dr.med. F.________ zum Unfallhergang "… stürzte auf ihre rechte 
Schulter und Nacken" (Vi-act. 29). Diesen Dokumentationsbogen für Erstkonsul-
tation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma erwähnt Dr.med. 
I.________ aber gar nicht, was nicht nachvollziehbar ist, handelt es sich doch um 
dasjenige Dokument, welches zeitlich am nächsten zum Unfallereignis durch ei-
ne Ärztin ausgefüllt wurde. 

6.6.2  Weiter zitiert Dr.med. I.________ aus der Bagatellunfall-Meldung UVG (Vi-
act. 41) und zwar wie folgt: "Die Versicherte stürzte beim Skifahren, danach Be-
nommenheit, Schmerzen im Nacken, Kopf, Arme und Schürfung am Knie". Dies 
wird so in der Unfallbeschreibung aufgeführt. Warum aber Dr.med. I.________ 
nicht auch die am 17. Januar 2022 gemeldeten Verletzungen wiedergibt, nämlich 
Hals (Prellung) und Schulter rechts (Prellung), ist nicht nachvollziehbar; vor al-
lem, weil vorliegend gerade Verletzungen an der Schulter rechts strittig sind. 
Auch dies weckt Zweifel an der Zuverlässigkeit der Aktenbeurteilung.

22

6.6.3  Dr.med. I.________ zitiert aus dem Arthro-MRI rechte Schulter vom 23. 
Februar 2022 die Beurteilung (vgl. oben E. 3.3) und gibt aus dem Operationsbe-
richt vom 22. März 2022 die Diagnose und die Operation wieder (vgl. oben E. 
3.4.3). Weder nennt er einen erhobenen Befund noch zitiert er intraoperativ er-
hobene Befunde aus dem technischen Vorgehen des Operationsberichtes. Wenn 
er dann unter "Prognose" ausführt, diese sei aufgrund der degenerativen Verän-
derungen im Bereich der Rotatorenmanschette als eher schlecht zu beurteilen, 
so fehlen hierzu jegliche Ausführungen. Es bleibt schlicht nicht nachvollziehbar, 
was er als degenerative Veränderungen betrachtet. Es müsste dies geradezu ein 
Kernelement einer fachärztlichen Beurteilung bilden, aufzuzeigen, welche kon-
kreten Indizien für/gegen eine degenerative Genese der Beschwerden sprechen 
respektive für/gegen ein Trauma. So aber stellt die Aussage, es lägen degenera-
tive Veränderungen vor, eine blosse Behauptung dar, welche durch nichts belegt 
wird. Dem Gericht ist es dabei verwehrt - selbst wenn es mit zwei Medizinern als 
Fachrichter besetzt ist - allfällige Befunde eigenständig medizinisch zu würdigen 
(vgl. Urteil BGer 8C_549/2021 vom 7.1.2022 Erw. 7.1). Vielmehr ist das Gericht 
auf schlüssige fachärztliche Beurteilungen angewiesen, welche nachvollziehbar 
und schlüssig hergeleitet sein müssen. 

6.6.4  Soweit Dr.med. I.________ den Bericht von Dr.med. L.________ vom 16. 
März 2022 zitiert und festhält, dieser habe eine operative Sanierung empfohlen 
und eine konservative Behandlung als nicht adäquat angesehen, so trifft dies zu. 
Warum er jedoch die von Dr.med. L.________ hierzu ebenfalls dokumentierte 
Begründung der Operationsindikation nicht erwähnt, dass nämlich das Alter der 
Patientin (Jg. 1975) sowie die doch ausgeprägte Partialläsion für die operative 
Sanierung sprechen, ist nicht nachvollziehbar. Sowohl das Alter wie auch die 
Rissform sind Indizien, welche es bei der Kausalitätsfrage einzubeziehen gilt. Die 
Begründung der Operationsindikation gar nicht zu erwähnen, weckt zumindest 
geringe Zweifel an der Aktenbeurteilung.

6.6.5 Unter Anamnese führt Dr.med. I.________ aus, die Beschwerdeführerin 
gebe an, am 14. Januar 2022 beim Skifahren gestürzt zu sein, danach seien 
Schmerzen im Nacken, am Kopf und an den Armen aufgetreten. Woher er dies 
hat, ist unklar. Im ältesten Dokument, dem Dokumentationsbogen Erstkonsultati-
on, werden Kopf- und Nackenschmerzen angekreuzt und Schmerzen rechts am 
Hals, Nacken und der Schulter eingezeichnet sowie Ruhe- und Stauchungs-
schmerz ohne Ausstrahlung vermerkt. Zudem wird eine Schulterdistorsion rechts 
als Dif-ferenzialdiagnose/zusätzliche Diagnose/weitere Abklärungen aufgeführt 
(Vi-act. 29). Im Unfallfragebogen (Vi-act. 5) nennt die Beschwerdeführerin 
Schmerzen in Nacken und Schulter. In der Unfallmeldung werden Schmerzen an 

23

Nacken, Kopf, Arme und eine Schürfung am Kinn erwähnt sowie Hals und Schul-
ter rechts als verletzte Körperteile aufgeführt (Vi-act. 41). Und in der echtzeitli-
chen Krankengeschichte notierte Dr.med. F.________ am 14. Januar 2022 unter 
subjektive Angaben, die Versicherte sei auf den Kopf/Nacken gefallen. In der 
Folge habe ein starker Druck im Nacken bestanden, anfänglich eher weniger, 
nach 3 Stunden eher vermehrt. Schmerzen hätten v.a. entlang dem Nacken be-
standen. 

Weiter vermerkt Dr.med. I.________ unter der Anamnese, in der Erstuntersu-
chung durch Dr.med. F.________ sei festgehalten, erst im weiteren Verlauf habe 
die Patientin auch rechtsseitige Schulter- / Brustschmerzen bemerkt, insbeson-
dere das Hochziehen von Hosen habe zu vermehrten Beschwerden geführt, 
ebenso seien die Elevation und Abduktion über die Horizontale schmerzhaft. 
Diesbezüglich wurde bereits ausgeführt, dass es sich nicht um die Erstuntersu-
chung handelt. Vielmehr handelt es sich um das, was Dr.med. F.________ unter 
'Subjektiv' im Überweisungsschreiben vom 27. Februar 2022 an Dr.med. 
L.________ ausführte (vgl. oben E. 3.4.1). 

Damit aber ist die zusammenfassende Wiedergabe der Anamnese durch Dr.med. 
I.________ zumindest äusserst ungenau, was Zweifel an der Zuverlässigkeit er-
weckt.

6.6.6 Auf die Frage der Ursächlichkeit der Beschwerden hält Dr.med. I.________ 
fest, das Unfallereignis vom 14. Januar 2022 sei eine bloss mögliche Ursache / 
Teilursache der gesundheitlichen Störung. Hierfür trägt er letztlich nur ein einzi-
ges Argument vor, nämlich, dass der Verlauf bei einer traumatisch bedingten Ro-
tatorenmanschettenruptur nicht nachvollziehbar sei.

Für die Kausalitätsbeurteilung - namentlich einer Rotatorenmanschettenläsion - 
sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die einzelnen für oder gegen 
eine traumatische Genese sprechenden Aspekte aus medizinischer Sicht zu dis-
kutieren und ein Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest überwiegend wahr-
scheinlich ist (Urteil BGer 8C_167/2021 vom 16.12.2021 E. 4.1). Es sind insbe-
sondere die Vorgeschichte, der Unfallhergang, der Primärbefund, die bildgeben-
den Befunde und der Verlauf zu berücksichtigen und in einem Gesamtbild medi-
zinisch zu bewerten (Urteil BGer 8C_59/2020 vom 14.4.2020 E. 5.3). 

Wie die Beschwerdeführerin zu Recht ausführt, mangelt es den beiden vorlie-
genden Aktenbeurteilungen an einer entsprechenden medizinischen Gesamt-
würdigung mehrerer Indizien. Eine Vorgeschichte findet keinerlei Erwähnung, der 
Unfallhergang wird nicht diskutiert (was angezeigt wäre, selbst wenn dem Un-
fallmechanismus keine übergeordnete Bedeutung mehr beigemessen wird, vgl. 
SVR 2021 Nr. 34 S. 154, 8C_67/2021 E. 4.5). Der Primärbefund wird - wie auf-

24

gezeigt wurde - falsch wiedergegeben. Von der Bildgebung wird die Beurteilung 
zitiert; eine Diskussion der Befunde unterbleibt. Das Nämliche gilt für die intra-
operativen Befunde; auf sie geht Dr.med. I.________ nicht ein. Seine Aussage, 
es lägen degenerative Veränderungen im Bereich der Rotatorenmanschette vor, 
wird durch nichts belegt, es fehlt jeglicher Hinweis auf einen Befund. 

Das einzige von Dr.med. I.________ erwähnte Indiz, welches gegen eine trau-
matische Läsion spreche, ist der Verlauf. Allerdings bezeichnet er auch hier ein 
Zitat aktenwidrig als Erstbefundung. Wenn er sodann begründet, Dr.med. 
L.________ habe vom Aspekt her eine völlig unauffällige Schulter dokumentiert, 
so gilt es mit der Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass diese Befunder-
hebung zwei Monate nach dem Unfallereignis erfolgt ist. Ob da noch Hämatome, 
Prellmarken und/oder Hautabschürfungen sichtbar wären, erscheint zumindest 
fraglich. Diesbezüglich ist allerdings zu erwähnen, dass auch im HWS-
Dokumentationsbogen Erstkonsultation vom 14. Januar 2022 vermerkt ist, dass 
keine äusseren Verletzungen bestanden und auch sonstige Feststellungen / Auf-
fälligkeiten mit 'nein' beantwortet wurde, also auch die Schürfung am Kinn nicht 
erwähnt wird. Im selben Bogen wird aber auch eine Schulterdistorsion rechts do-
kumentiert, was Dr.med. I.________ nicht erwähnt.

Ob die Würdigung des Verlaufs durch Dr.med. I.________ letztlich falsch ist oder 
nicht, kann nicht beurteilt werden. Allein die Unstimmigkeiten in seiner Aktenbe-
urteilung erwecken mindestens geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit. Kommt hinzu, dass nun die echtzeitliche Krankengeschichte von 
Dr.med. F.________ vorliegt, welche weitergehende Auskunft zum Verlauf gibt. 
Zusätzlich hatte die Beschwerdeführerin mit ihrer Einsprache ein als Unfallproto-
koll bezeichnetes Dokument eingereicht. Zu Unrecht hat die Vorinstanz dieses 
Actorum als rein narratives Dokument gänzlich unberücksichtigt gelassen. Es 
trifft wohl zu, dass es sich um ein undatiertes Dokument handelt. Anderseits wird 
darin tagebuchartig die Schmerzsituation festgehalten, was sehr wohl einen Ein-
druck eines Verlaufes gibt. Zudem können die Einträge mit den Einträgen von 
Dr.med. F.________ in der Krankengeschichte in Übereinstimmung gebracht 
werden, was für eine Berücksichtigung spricht. Auch ist die Beschwerdeführerin 
im Gesundheitswesen tätig und dürfte dadurch mit Schmerzprotokollen bewan-
dert sein. Selbstverständlich ändert dies nichts daran, dass es subjektive Auf-
zeichnungen sind, was es bei der Würdigung zu beachten gilt. Dieses Schmerz-
protokoll als Verlaufsdokument gänzlich ausser Acht zu lassen, wenn namentlich 
der Verlauf ein zentrales Indiz darstellt, erscheint indes als nicht gerechtfertigt.

6.6.7 Schliesslich werfen sowohl die Frage 5.3 des Aktengutachtens als auch die 
Antwort von Dr.med. I.________ Fragen auf.

25

Erfragt hatte die Vorinstanz, ob es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch 
ohne das Unfallereignis zu dieser durch das Unfallereignis verursachten Ver-
schlechterung des vorbestehenden Gesundheitszustandes im gegenwärtigen 
Umfang gekommen wäre (Vi-act. 18). Diese Fragestellung nimmt vorweg, dass 
das Unfallereignis eine Verschlechterung eines Vorzustandes verursacht hat. 
Unklar ist etwa auch, ob sich die Vorinstanz hier nach einer allfälligen Gelegen-
heits- / Zufallsursache erkundigt. Keine Klarheit bringt die Antwort, wonach der 
status quo sine spätestens am 23. Februar 2022 erreicht worden sei, da es […] 
auch ohne das Unfallereignis zu dieser durch dieses Unfallereignis verursachten 
Verschlechterung des vorbestehenden Gesundheitszustandes (Degeneration der 
Rotatorenmanschette) im gegenwärtigen Umfang gekommen wäre. Weder diese 
Frage noch die Antwort vermögen einen Beitrag zur Klärung der Leistungspflicht 
der Vorinstanz zu leisten.

6.7 Zusammenfassend bestehen damit an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der Aktenbeurteilungen von Dr.med. I.________ mehr als nur geringe Zwei-
fel. Es kann ihnen keine Beweiskraft beigemessen werden, weshalb die Vorin-
stanz ihren Entscheid zu Unrecht darauf abgestützt hat. Die Beschwerde erweist 
sich damit als begründet. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Janu-
ar 2023 ist aufzuheben und die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung und 
neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

7. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

8.1 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, unabhängig 
davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt, oder ob das entsprechende 
Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (vgl. BGE 137 V 210 
E. 7.1; VGE I 2019 75 vom 16.3.2020 E. 6.2, je mit Hinweisen).

8.2 Nachdem die beanwaltete Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren 
obsiegt, ist ihr zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen 
(Art. 61 lit. g ATSG / § 74 Abs. 1 VRP). Die Parteientschädigung ist in Beachtung 
des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) 
vom 27. Januar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsge-
richt in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Be-
achtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung 

26

des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen 
und MwSt) festzusetzen.

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 17. Ja-
nuar 2023 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur weite-
ren Sachverhaltsabklärung und neuem Entscheid an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 
Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R, unter Beilage der 

Eingabe der Vorinstanz vom 3.7.2023)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 12. Juli 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 13. Juli 2023