# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 778a3328-d11d-532d-b4fb-dbfb9323d09b
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-08-28
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2021 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2021 (2. Rechtsgang)
**Docket/Reference:** DB.2023.182
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2023.182--2-st.2023.249.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2023.182 
2 ST.2023.249 

Entscheid 

28. August 2024 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Marc Gerber und Gerichtsschreiber Sven Tschalèr 

A ,    

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt, Zürich Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerde-/ 
Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2021 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2021  
(2. Rechtsgang) 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 2 - 

hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  ist  seit  1. Januar  2019  (früh-)pensioniert.  In 

der Steuerperiode 2021 deklarierte er ein steuerbares Einkommen von Fr. 326'882.- (di-

rekte Bundessteuer) bzw. von Fr. 325'532.- (Staats- und Gemeindesteuern) sowie ein 

steuerbares  Vermögen  von  Fr. 3'727'874.-.  Unter  den  deklarierten  Einkünften  war  ge-

mäss Rentenbescheinigung 2021 der Pensionskasse der B AG  (nachfolgend Pensions-

kasse B AG) eine Sondereinmalzahlung über Fr. 49'422.30. Mit E-Mail vom 25. Mai 2022 

erkundigte der Pflichtige sich beim Steueramt hinsichtlich Besteuerung dieser Position. 

Mit Schreiben vom 31. Mai 2022 reichte er seine Anfrage auch auf dem Postweg ein. 

Darin  führte  er  ergänzend aus,  dass  die  Sondereinmalzahlung nach Rücksprache  mit 

dem Steuerberater der Bank nicht als Renteneinkommen, sondern als Kapitalleistung zu 

besteuern  sei.  Mangels  Zugangs  zur  online  erstellten  Steuererklärung  beantragte  er, 

dies bei der Veranlagung bzw. Einschätzung zu berücksichtigen.  

Die Deklaration wurde in der Folge ohne Berücksichtigung der vom Pflichtigen 

mit Schreiben vom 31. Mai 2022 nachträglich beantragten Korrektur unverändert ange-

nommen und basierend darauf am 29. August 2022 die Schlussrechnung versandt. 

B. Hiergegen erhob der Pflichtige am 5. September 2022 Einsprache mit dem 

Antrag, die Einmalzahlung als Kapitalleistung zu besteuern und ein steuerbares Einkom-

men von Fr. 277'460.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 276'110.- (Staats- und Gemein-

desteuern) festzusetzen.  

Am 21. September 2022 ergingen ein Veranlagungs- und ein Einschätzungs-

vorschlag, welche weiterhin die ordentliche Einkommensbesteuerung der Sondereinmal-

zahlung  vorsahen.  Mit  Schreiben  vom  4.  Oktober  2022  lehnte  der  Pflichtige  die  Vor-

schläge ab, woraufhin das kantonale Steueramt die Einsprache nach Vorankündigung 

per E-Mail am 8. Dezember 2022 mit Entscheid vom 19. Januar 2023 abwies 

.  

C. 1. Mit separaten Eingaben vom 30. Januar 2023 erhob der Pflichtige unter 

Erneuerung seiner Anträge im Einspracheverfahren Beschwerde und Rekurs gegen den 

2 DB.2023.182 
2 ST.2023.249 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 3 - 

Einspracheentscheid.  Das Steuerrekursgericht  hiess die  Rechtsmittel  in der  Folge  mit 

Entscheid vom 26. Mai 2023 teilweise gut und qualifizierte die streitige Nachverzinsung 

als gesondert steuerbare Kapitalleistung aus Vorsorge gemäss Art. 38 des Bundesge-

setzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990  (DBG)  bzw.  § 37  des 

Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG). 

2.  Die  hiergegen  am  21.  Juli  2023  erhobene  Beschwerde  hiess  das  Verwal-

tungsgericht mit Urteil vom 9. Oktober 2023 teilweise gut und wies die Sache zur weite-

ren  Sachverhaltsabklärung  bzw.  Neuberechnung  und  zum  Neuentscheid  im  Sinn  der 

Erwägungen an das Steuerrekursgericht zurück (SB.2023.00068 und SB.2023.00069).  

Nachdem der Pflichtige im Nachgang zum verwaltungsgerichtlichen Urteil un-

aufgefordert bereits diverse Unterlagen eingereicht hatte, wurde er mit Verfügung vom 

14. Juni 2024 im wieder aufgenommenen Beschwerde-/Rekursverfahren angehalten, di-

verse Belege einzureichen und Auskünfte zu erteilen. Dem kam der Pflichtige mit Ein-

gabe vom 21. Juni 2024 fristgerecht nach.  

Das kantonale Steueramt äusserte sich im vorliegenden Verfahren nicht mehr. 

Zu den Parteivorbringen wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden Er-

wägungen Stellung genommen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Das Steuerrekursgericht ist bei einer Rückweisung der Sache durch das Ver-

waltungsgericht an dessen Anweisungen gebunden, ansonsten es eine formelle Rechts-

verweigerung begeht, was ohne weiteres zur Aufhebung des neuerlich ergangenen Ent-

scheids  des  Steuerrekursgerichts 

führte 

(vgl.  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, 

Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. A., 2021, § 149 N 38 StG und § 153 N 53 ff. 

StG).  

2 DB.2023.182 
2 ST.2023.249 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 4 - 

2. a) Nach den verbindlichen Vorgaben des Verwaltungsgerichts stellt die vom 

Stiftungsrat der Pensionskasse B AG rückwirkend beschlossene Zusatzverzinsung der 

Altersguthaben des Pflichtigen keine Kapitalleistung aus Vorsorge mit gesonderter Be-

steuerung zum Vorsorgetarif nach Art. 38 DBG bzw. § 37 StG dar. Dies, weil die strittige 

Sondereinmalzahlung den Pensionsplan betreffe, wo der Pflichtige sich bei seiner Früh-

pensionierung für die Auszahlung einer Rente und nicht für eine Kapitalabfindung ent-

schieden habe. Damit habe die Sondereinmalzahlung der nachträglichen Verbesserung 

der Rentenleistung gedient und es wäre  – so das Verwaltungsgericht – nicht sachge-

recht,  Rentenleistungen,  die  nachträglich  aufgrund  einer  Zusatzverzinsung  des  Al-

tersguthabens verbessert wurden, zum privilegierten Vorsorgetarif zu besteuern.  

b) Unbestritten und belegt ist, dass die streitige Zusatzverzinsung in Höhe von 

Fr. 49'422.30 für die Jahre 2017 und 2018 unter dem Pensionsplan gewährt wurde. Be-

reits pensionierten Versicherten wurde diese Verzinsung im 1. Quartal 2021 als Einmal-

zahlung ausgerichtet. Ein Wahlrecht, die Verzinsung als Rente (d.h. als Rentenaufbes-

serung)  oder  in  Kapitalform  zu  beziehen,  bestand  gemäss  Sachdarstellung  des 

Pflichtigen nicht. Auf Rückfrage bei der Pensionskasse B AG wurde dem Pflichtigen be-

stätigt, dass die Auszahlung bei pensionierten Versicherten ausschliesslich in Kapital-

form erfolgte.  

Erstellt  ist  damit mittlerweile auch,  dass  in  der  strittigen Kapitalzahlung keine 

anderen Leistungen enthalten sind, welche nichts mit der reglementarisch vorgesehe-

nen, nachträglichen definitiven Verzinsung der Altersgutschriften zu tun haben. Insbe-

sondere ist damit auch nicht ersichtlich, dass die ausgerichtete Zahlung im Zusammen-

hang  mit  einem  Austritt  auf  Verlangen  der  Arbeitgeberin  stehen  würden,  was  der 

Pflichtige im Übrigen auch explizit verneint hat. 

c) Ungeachtet dessen, dass auch unter dem Pensionsplan die Möglichkeit des 

Bezugs des Altersguthabens in Kapitalform unter gewissen Voraussetzungen möglich 

ist (vgl. Art. 24 Ziff. 6 des Reglements 2020), ist die strittige Verzinsung nach dem Ge-

sagten gemäss Vorgabe des Verwaltungsgerichts als Kapitalabfindung für wiederkeh-

rende (Renten-)Leistungen zu behandeln und zum sog. Rentensatz zu besteuern. Die 

Besteuerung erfolgt diesfalls unter Berücksichtigung der übrigen Einkünfte zu dem Steu-

ersatz, der sich bei jährlichen Leistungen anstelle der einmaligen Leistung ergäbe (Art. 

37 DBG und § 36 StG). 

2 DB.2023.182 
2 ST.2023.249 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 5 - 

Das steuerbare Einkommen des Pflichtigen ist damit um die empfangene Son-

dereinmalzahlung  von  Fr. 49'422.30  zu  erhöhen  auf  (abgerundet)  Fr. 326'800.-  

(direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 325'500.- (Staats- und Gemeindesteuern). Für die Satz-

bestimmung  hat  das  Verwaltungsgericht  ein  Abstellen  auf  die  Lebenserwartung  des 

Pflichtigen  angeregt.  Konsequenter  ist  es  aus  Sicht  des  Steuerrekursgerichts,  auf  die 

Rentenberechnung der Pensionskasse B AG abzustellen, da die Besteuerung auf der 

Annahme einer Rentenaufbesserung basiert. Wäre die streitige Verzinsung nicht in Ka-

pitalform ausbezahlt und stattdessen die Rente erhöht worden, hätte sich folgende Be-

rechnung ergeben: 

Vorhandenes Altersguthaben per 31.12.2018 

3'100'069.85 

zzgl. Zusatzverzinsung 

49'422.30 

Altersguthaben inkl. Zusatzverzinsung 

3'149'492.15 

Fr. 

Umwandlungssatz  

Jahresrente rechnerisch 

Jahresrente effektiv 

5.08 

159'994.20 

157'488.00 

Jährliche Differenz ("Rentenaufbesserung") 

2'506.20 

Damit  sind  für  die  Zwecke  der  Satzbestimmung  nicht  Fr.  49'422.30,  sondern 

lediglich Fr. 2'506.20, zu berücksichtigen. Im Ergebnis resultiert ein satzbestimmendes 

Einkommen  von  Fr. 279'800.-  (direkte  Bundessteuer)  bzw.  Fr.  278'500.-  (Staats-  und 

Gemeindesteuern): 

DB 

StGSt 

Steuerbares Einkommen 

326'882.00 

325'532.00 

exkl. Sondereinmalzahlung 

-49'422.30 

-49'422.30 

277'377.70 

276'077.70 

zzgl. Rentenaufbesserung 

2'506.20 

2'506.20 

satzbestimmendes Einkommen 

279'883.90 

278'583.90 

gerundet 

279'800.00 

278'500.00 

3. Diese Erwägungen führen zur teilweisen Gutheissung der Rechtsmittel. Aus-

gangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den Parteien anteilsmässig aufzuerlegen 

(Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

2 DB.2023.182 
2 ST.2023.249 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 6 - 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Beschwerdeführer wird für die di-

rekte Bundessteuer, Steuerperiode 2021, mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 

326'800.-  (satzbestimmend  Fr.  279'800.-)  veranlagt  (Tarif  gemäss  Art.  36  Abs. 1 

DBG, Grundtarif). 

2.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Der Rekurrent wird für die Staats- und Ge-

meindesteuern,  Steuerperiode  2021,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 325'500.-  (satzbestimmend  Fr. 278'500.-)  und  einem  steuerbaren/satzbestim-

menden Vermögen von Fr. 3'727'000.- eingeschätzt (Tarif gemäss §§ 35 Abs. 1 und 

47 Abs. 1 StG, Grundtarif). 

[…] 

2 DB.2023.182 
2 ST.2023.249