# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45170b67-e1d1-576e-8fc9-5d555936231e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.07.2014 UV 2013/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-9_2014-07-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.07.2014

Entscheiddatum: 02.07.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2014
Art. 16 ATSG, Art. 9 UVG: Überprüfung von Validen- und Invalideneinkommen 
sowie des Invaliditätsgrads. Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist 
bei einer Berufskrankheit auf die erwerbliche Situation bei deren Ausbruch 
abzustellen; vorliegend bei der erstmaligen ärztlicher Behandlung und damit 
einige Zeit vor der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2014, UV 2013/9).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 2. Juli 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Cristina Schiavi, Ileri Spörri Schiavi,

Zollikerstrasse 20, Postfach 1568, 8032 Zürich,

gegen

Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft, Steinengraben 41, 

4003 Basel,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft, p.A. 

Rechtsdienst, Wuhrmattstrasse 21, 4103 Bottmingen,

betreffend

Invalidenrente

Sachverhalt:

A.       

A.a  A.___ war bei der B.___ AG als Küchenchef eines italienischen Restaurants mit 

eigener Pizza- und Teigwarenherstellung angestellt und dadurch bei der National 

Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend National) obligatorisch gegen Unfälle und 

Berufskrankheiten versichert (UV-act. 2/UM01). Am 1. Januar 2005 war der Versicherte 

auf der Autobahn in Italien mit dem Personenwagen ins Schleudern geraten und hatte 

bei mehreren Zusammenstössen mit den Leitplanken Prellungen an verschiedenen 

Körperteilen erlitten (UV-act. 2/K4; die Akten der National zum Verkehrsunfall vom 

1. Januar 2005 werden mit UV-act. 2/ und der jeweiligen Aktennummer bezeichnet). 

Dr. med. C.___, Facharzt FMH für physikalische Medizin, diagnostizierte im Bericht 

vom 24. Januar 2005 eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) bei Schleuderunfall mit 

dem Auto, Schultergürtel-Myotendinosen links betont, ein unfallfremdes, 

lumbovertebrales und -spondylogenes Schmerzsyndrom rechts sowie diverse Allergien 

(UV-act. 2/M2). Die unfallbedingte Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit konnte der 

Versicherte zunehmend reduzieren. Im Mai 2005 (und laut Einspracheentscheid vom 

4. Januar 2013 bereits am 20. Februar 2005) arbeitete er 25% (UV-act. 2/K4), ab 

29. August 2005 50% (UV-act. 2/M9; laut genanntem Einspracheentscheid bereits ab 

15. Juni 2005) und ab 9. Januar 2006 75% (UV-act. 2/M12).

A.b  Ab 10. April 2006 schrieb Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Dermatologie und 

Venerologie, speziell Allergologie und klinische Immunologie, den Versicherten, der seit 

Oktober 2004 von ihr behandelt wurde, wegen eines Mehlschnupfens mit 

beginnendem Bäcker-Asthma zu 100% arbeitsunfähig (UV-act. 1/M7; die 

unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit von 25% dauerte damals noch an [vgl. UV-act. 2/

M16 ff.]; die Akten der National zur Mehlallergie [Berufskrankheit] werden mit UV-act. 1/ 

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und der jeweiligen Aktennummer bezeichnet). Am 14. April 2006 meldete er sich wegen 

des Mehlschnupfens bei der Invalidenversicherung (IV) an und beantragte 

Berufsberatung und Umschulung auf eine neue Tätigkeit (UV-act. 1/IV9). Die 

Unfallversicherung klärte am 17. August 2006 und 28. November 2006 die Situation am 

Arbeitsplatz und vor allem die Mehlexposition des Versicherten ab (UV-act. 1/SI1 ff., 1/

SI11 ff.) und prüfte, ob bei ihm eine Berufskrankheit vorliege (UV-act. 1/K6 ff., 1/K11). 

Sie meldete ihn gemäss Art. 79 der Verordnung über die Verhütung von Unfällen und 

Berufskrankheiten (Verordnung über die Unfallverhütung, VUV; SR 832.30) bei der Suva 

an, damit diese prüfe, ob der Versicherte für gewisse Arbeiten beschränkt oder gar 

nicht geeignet sei (UV-act. 1/K13, 1/K34). Die Suva bestätigte am 3. Juli 2008 das 

Vorliegen einer Berufskrankheit (UV-act. 1/K35) und erliess am 10. Juli 2008 eine 

Nichteignungsverfügung, mit der der Versicherte seit 1. Oktober 2006 für nicht 

geeignet erklärt wurde, Arbeiten mit Exposition zu Weizen- und Roggenmehlstaub 

auszuführen (UV-act. 1/K36).

A.c  Zwischenzeitlich hatte die IV dem Versicherten Kostengutsprache für eine 

zweijährige Umschulung vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2009 zum 

Betriebsleiterassistenten bzw. Leiter Catering bei der bisherigen Arbeitgeberin erteilt 

(Mitteilung der IV vom 18. Oktober 2007, UV-act. 1/IV32). Für die Zeit der Umschulung 

richtete ihm die IV auch Taggelder aus (UV-act. 1/IV33 ff., 1/IV43 ff.). Die Umschulung 

wurde per 30. September 2009 ordentlich abgeschlossen (UV-act. 1/IV46 f., 1/IV50, 1/

IV55). Per 1. Januar 2010 erhielt der Versicherte von der bisherigen Arbeitgeberin einen 

neuen Arbeitsvertrag, mit welchem er als Cateringleiter Küche zu 50% 

weiterbeschäftigt wurde (UV-act. 1/K56 bzw. 1/IV52).

A.d  Beim Versicherten blieben nach dem Unfall vom 1. Januar 2005 ein Status nach 

HWS-Distorsion mit Cervicocephalsyndrom, Commotio cerebri mit Cephalea und 

kognitiven Störungen zurück. Neben der Pollen- und Mehlallergie wurden unfallfremd 

ein Lumbovertebralsyndrom, bei Belastung eine Lumboischialgie rechts, ohne 

radikuläre Ausfälle, eine seronegative Spondylarthropathie und ein Status nach Arthritis 

des Iliosakralgelenks (ISG) diagnostiziert (vgl. interdisziplinäres Parteigutachten der 

unabhängigen medizinischen Gutachtenstelle [UMEG] vom 22. Oktober 2009, UV-act. 

2/M38, S. 6). Mit rechtskräftig gewordener Verfügung vom 22. Juni 2011 lehnte die 

National weitere Versicherungsleistungen für den Unfall vom 1. Januar 2005 mangels 

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adäquater Kausalität rückwirkend ab 1. Oktober 2006 ab, verzichtete aber auf die 

Rückforderung der bis 27. Oktober 2008 bezahlten Therapiekosten (UV-act. 2/K65).

A.e  Am 9. Dezember 2011 kündigte die National der Rechtsvertreterin des 

Versicherten im Sinn des rechtlichen Gehörs an, dass nach erfolgter Eingliederung seit 

1. Oktober 2009 wegen der Berufskrankheit eine Erwerbseinbusse bestehen bleibe und 

ein Invaliditätsgrad von 27% errechnet worden sei (UV-act. 1/K69). Mit Stellungnahme 

vom 13. Januar 2012 liess der Versicherte bei der National eine Invalidenrente nach 

Massgabe eines Invaliditätsgrads von 57.25%, eventualiter von 52.5%, beantragen. 

Die Unfallversicherung entgegnete seinen Vorbringen und Einwänden und hielt mit 

Verfügung vom 8. Februar 2012 an der Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 

27% fest (UV-act. 1/K76).

B.       

Am 8. März 2012 liess der Versicherte gegen die Verfügung vom 8. Februar 2012 

Einsprache erheben und die Zusprechung einer Invalidenrente bei einem 

Invaliditätsgrad von 70%, eventualiter von 61.4% beantragen (UV-act. 1/K78). Die 

National wies die Einsprache mit Entscheid vom 4. Januar 2013 ab.

C.       

C.a  Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 5. Februar 2013 mit den Anträgen auf 

Aufhebung des Einspracheentscheids vom 4. Januar 2013, auf Ausrichtung einer 

unbefristeten Invalidenrente der Unfallversicherung nach Massgabe eines 

Invaliditätsgrads von 70%, eventualiter auf Ausrichtung einer unbefristeten 

Invalidenrente der Unfallversicherung nach Massgabe eines Invaliditätsgrads von 57%. 

Zur Begründung führte die Rechtsvertreterin insbesondere aus, es sei von einem 

höheren Valideneinkommen von Fr. 120'000.-- als Chefkoch auszugehen. Diesem sei 

der tatsächlich noch erzielte Verdienst von Fr. 36'000.-- als Invalideneinkommen 

gegenüberzustellen. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 70%.

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2013 beantragt die National die vollumfäng­

liche Abweisung der Beschwerde betreffend UVG-Invalidenrente, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Zur Begründung führte sie 

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Anhaltspunkte auf, aufgrund derer der Beschwerdeführer auch unabhängig von den 

Folgen der Berufskrankheit in seiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt sei und daher 

nicht von einer Tätigkeit als Chefkoch als Validentätigkeit ausgegangen werden könne. 

Ein leidensbedingter Abzug sei vorliegend nicht gerechtfertigt und die Erwerbseinbusse 

von 27% grosszügig ermittelt worden.

C.c  Mit Replik vom 18. April 2013 und Duplik vom 7. Mai 2013 hielten die Parteien an 

ihren Standpunkten fest.

D.       

Am 2. September 2013 verlangte die instruierende Gerichtsschreiberin bei der 

Beschwerdegegnerin fehlende Akten ein (act. G 9). Diese gingen am 4. September 

2013 beim Gericht ein (act. G 10; diese Akten zur Berufskrankheit werden ebenfalls mit 

UV-act. 1/ und der jeweiligen Aktennummer bezeichnet). Die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers nahm darin Einsicht und verzichtete auf eine einschlägige 

Stellungnahme (act. G 11 ff.).

E.       

Wegen Unklarheiten zog das Gericht die IV-Akten bei und forderte am 20. Februar 

2014 den Beschwerdeführer auf, nachzuweisen, dass er ab Mai 2004 tatsächlich 

monatliche Lohnzahlungen von Fr. 8'200.-- erhalten habe (act. G 17). Er reichte am 

6. März 2014 Auszüge seines Lohnkontos ein (act. G 18 mit 14 Beilagen). Am 12. Mai 

2014 nahm die Beschwerdegegnerin zu den weiteren Unterlagen Stellung (act. G 21).

F.       

Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

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1.1   Soweit der Beschwerdeführer zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 

4. Januar 2013 geltend machen lässt, sein Anspruch auf das rechtliche Gehör sei 

verletzt worden, indem sich die Beschwerdegegnerin darin kaum zu seinen 

Ausführungen zum Validen- und Invalideneinkommen sowie zu den umfangreichen 

Belegen betreffend Tabellenlöhne und Lohnentwicklung und zum 

Landesgesamtarbeitsvertrag geäussert habe, ist dazu vorab Stellung zu nehmen.

1.2   Ob ein (Einsprache-)Entscheid die Anforderungen an die Begründungsdichte und 

die Qualität der Begründung erfüllt, ist im Einzelfall zu entscheiden. Sind komplexe 

Sachverhalte zu beurteilen, betrifft der Entscheid ein andauerndes Verhältnis, wirkt er 

sich auf den Lebensalltag der betroffenen Person aus, hat er erhebliche finanzielle 

Auswirkungen und/oder ist seine Akzeptanz durch die betroffene Person fraglich, muss 

er ausführlicher begründet werden, als ein Entscheid mit geringen Auswirkungen, der 

mutmasslich durch die betroffene Person akzeptiert wird (vgl. René Wiederkehr, Die 

Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 der Schweizerischen Bundesverfassung [BV; 

SR 101] und die Heilung bei Verletzung, in: ZBl 2010 S. 484 f. mit weiteren Hinweisen).

1.3   Die Beschwerdegegnerin hat die Begründung des Einspracheentscheids knapp 

gehalten. Das Valideneinkommen hat sie trotz Offizialmaxime nicht durch eigene 

Abklärungen ermittelt und die Bestätigung eines solchen von Fr. 120'000.-- mit der 

Bemerkung abgetan, die Angaben der Arbeitgeberin seien widersprüchlich, weshalb 

nicht darauf abgestellt werden könne. Weiter hat sich die Beschwerdegegnerin, wie der 

Beschwerdeführer zutreffend rügt, nicht mit den Unterlagen auseinandergesetzt, die er 

mit der Einsprache vom 8. März 2012 (UV-act. 1/K78) und zur Begründung derselben 

einreichen liess. Durch dieses Vorgehen bzw. diese Unterlassungen hat sie die 

Begründungspflicht und damit den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches 

Gehör verletzt. Dabei handelt es sich jedoch um eine nicht besonders schwerwiegende 

Verletzung, die geheilt werden kann, da das Gericht im vorliegenden Verfahren 

Sachverhalt und Rechtslage frei überprüft und auch der Beschwerdeführer keine 

Rückweisung aus formellen Gründen beantragt (vgl. BGE 132 V 390 E. 5.1 und BGE 

126 V 132 E. 2b, je mit Hinweisen, sowie Wiederkehr, a.a.O., S. 499 ff.).

2.        

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2.1   Streitig und zu prüfen sind das Valideneinkommen und das Invalideneinkommen 

des Beschwerdeführers sowie der Umfang der durch den Vergleich der beiden 

Elemente zu bestimmenden Erwerbseinbusse, die als Folge seiner Berufskrankheit 

(Mehlschnupfen) entstanden ist.

2.2   Die übrigen Elemente der Rentenfestlegung, der Zeitpunkt des Rentenbeginns

sowie der versicherte Verdienst, blieben unbestritten. Den Rentenbeginn legte die

Beschwerdegegnerin unmittelbar nach der Beendigung der Umschulung (am 

30. September 2009), mithin auf den 1. Oktober 2009 fest (Verfügung vom 8. Februar 

2012, UV-act. 1/K76). Dies ist - vorbehältlich eines allfälligen Wegfalls einer 

rentenbegründenden Invalidität - nicht zu beanstanden.

3.        

3.1   Berufskrankheiten sind gemäss Art. 9 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall 

gleichgestellt, soweit nichts anderes bestimmt ist. Sie gelten als ausgebrochen, sobald 

der Betroffene erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig ist. Für den 

Beschwerdeführer hatte Dr. D.___ im Bericht vom 2. Mai 2006 an die IV-Stelle 

festgehalten, er sei seit 19. Oktober 2004 wegen eines Mehlschnupfens von ihr 

behandelt worden (UV-act. 1/IV15). Frühere Berichte liegen nicht vor. Unabhängig von 

der Nichteignungsverfügung vom 10. Juli 2008, die den Beschwerdeführer ab 

1. Oktober 2006 von Arbeiten mit Exposition zu Weizen- und Roggenmehlstaub 

ausschliesst (UV-act. 1/K36), ist damit der 19. Oktober 2004 das Datum, an welchem 

die Berufskrankheit des Beschwerdeführers ausgebrochen ist, wovon auch die 

Beschwerdegegnerin ausgeht (UV-act. 1/K68).

3.2   Wird ein Arbeitnehmer von einer Arbeit befristet oder dauernd ausgeschlossen, 

hat er gemäss Art. 83 ff. VUV während maximal vier Monaten Anspruch auf ein 

Übergangstaggeld der Unfallversicherung, und nachfolgend gemäss Art. 86 ff. VUV 

während maximal vier Jahren auf eine Übergangsentschädigung. Bleibt (danach) eine 

andauernde Erwerbseinbusse von mindestens 10% zurück, ist von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung seines Gesundheitszustands mehr 

zu erwarten und sind allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen, hat 

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er gemäss Art. 18 f. UVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung. 

Art. 7 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) umschreibt Erwerbsunfähigkeit mit dem ganzen oder teilweisen 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt, der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursacht wird und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibt. Den Begriff der Invalidität gemäss Art. 8 ATSG und deren Bemessung (Grad 

der Invalidität) gemäss Art. 16 ATSG hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid zutreffend dargelegt (Erwägung II.B.4). Darauf kann verwiesen 

werden.

3.3   Aufgrund der Mehlstauballergie und damit als Folge der vorliegend 

interessierenden Berufskrankheit wurde dem Beschwerdeführer ab Sommer 2008 

keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert. Dr. med. E.___, Facharzt FMH für 

Pneumologie, Allergologie und Immunologie sowie Innere Medizin hielt im Bericht vom 

17. Juni 2008 fest (UV-act. 1/M26), im Verlauf habe der Patient ohne 

Mehlstaubexposition anhaltend normale Lungenfunktionen und auch normale 

Lungenauskultation. Er sei beschwerdefrei und benötige keine Inhalationen. Ohne 

Mehlstaubexposition sei auch keine Rhinitissymptomatik mehr festzustellen. Dr. D.___ 

attestierte dem Beschwerdeführer im Bericht vom 18. August 2008 ebenfalls eine volle 

Arbeitsfähigkeit, soweit er den Mehlkontakt meide bzw. eine Staubmaske trage, sollte 

er mit Mehl arbeiten, zum Beispiel um eine Sauce zu binden (UV-act. 1/M27). Für die 

Gesundheitsbeeinträchtigungen, über die der Beschwerdeführer im Nachgang zum 

Unfall vom 1. Januar 2005 weiterhin klagte (Beschwerden im Nacken-, Kopf- und 

Schulterbereich sowie im unteren Rücken [Lumbovertebral-Syndrom]), verneinte die 

National mit Verfügung vom 22. Juni 2011 den adäquaten Kausalzusammenhang und 

ab 1. Oktober 2006 eine weitere Leistungspflicht (UV-act. 2/K65). Da somit als Folge 

der Berufskrankheit und des interkurrent verlaufenen Unfalls keine 

Gesundheitsbeeinträchtigungen ausgewiesen sind, für die die Beschwerdegegnerin 

einzustehen hat, ist von voller Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für Tätigkeiten 

im Gastgewerbe ohne Mehlstaubexposition auszugehen. Aufgrund seines Werdegangs 

als angelernter Koch (vgl. UV-act. 1/SI8, 1/SI13) kann er solche Tätigkeiten 

insbesondere als Koch und aufgrund der Umschulung im Bereich Catering ausüben 

(vgl. UV-act. 1/IV29, 1/IV48).

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3.4  

3.4.1         Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist gemäss ständiger 

Rechtsprechung entscheidend, was der Versicherte im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunder tatsächlich verdient hätte (vgl. BGE 134 V 325 f. E. 4.1 und BGE 129 V 224 

E. 4.3.1 mit Hinweisen). Zu berücksichtigen ist, dass die Bestimmung des 

Valideneinkommens ziffernmässig möglichst genau und so konkret wie möglich zu 

erfolgen hat. Sind (plausible) Angaben des ehemaligen Arbeitgebers über den 

hypothetischen Lohn zum Zeitpunkt des Rentenbeginns vorhanden und ist 

anzunehmen, die versicherte Person sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

weiterhin bei diesem Arbeitgeber tätig gewesen, wäre sie nicht invalid geworden, ist 

diesen Angaben gegenüber der Aufindexierung früherer Löhne in der Regel der Vorzug 

zu geben (vgl. RKUV 2005 Nr. U 538 112, U 66/02 E. 4.1.1). Sie sind genauer und 

besagen, was der Versicherte "tatsächlich" verdient hätte (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. April 2012, 8C_61/2012, E. 2.4). Klare individuelle Verhältnisse 

haben auch Priorität vor statistischen Angaben. Etwas anderes würde der individuell-

konkreten Schätzungsmethode widersprechen, wie sie in Art. 16 ATSG (bzw. bis zu 

dessen Inkrafttreten am 1. Januar 2003 [AS 2002 3393] in Art. 18 Abs. 2 UVG) 

festgeschrieben ist. Diese Schätzungsmethode rechtfertigt und erfordert 

Abweichungen von Durchschnittslöhnen nach oben oder unten (vgl. Peter Omlin, Die 

Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Freiburg 1995, S. 180 f.).

3.4.2         Der Beschwerdeführer macht (im Hauptantrag) geltend, es müsse auf die 

Angabe seiner Arbeitgeberin vom 21. Dezember 2011 abgestellt werden, die er bereits 

mit der Einsprache vom 8. März 2012 eingereicht habe und mit welcher jene ein 

Valideneinkommen von Fr. 120'000.-- bestätigt habe (UV-act. 1/78g). Demgegenüber 

beruft sich die Beschwerdegegnerin auf die Bestätigung, die die Arbeitgeberin der IV 

gegenüber per E-Mail am 26. August 2011 (UV-act. 1/IV59) machte und nennt den 

(nicht ganz zutreffenden) Betrag von Fr. 98'200.--, geht aber bei der Berechnung des 

Invaliditätsgrads von (zutreffenden) Fr. 98'400.-- (12 x Fr. 8'200.-- bzw. 13 x 

Fr. 7'570.--) aus.

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3.4.3         Die Berufskrankheit des Beschwerdeführers war am 19. Oktober 2004 

ausgebrochen (vgl. vorstehende Erwägung 3.1). Massgebend für die Festlegung des 

Valideneinkommens ist damit die Beschäftigungssituation im Oktober 2004 und 

unmittelbar davor. Arbeitgeberin des Versicherten war zu diesem Zeitpunkt die B.___ 

AG (vgl. Meldung Berufskrankheit vom 8. September 2006, UV-act. 1/UM01, sowie 

Arbeitsvertrag vom 23. April 2004, UV-act. 1/K1). Diese wurde laut Internet-Auszug aus 

dem Handelsregister des Kantons St. Gallen am 14. April 2004 gegründet bzw. 

eingetragen. Wie aus dem Auszug vom 26. April 2006 aus dem individuellen Konto des 

Versicherten (UV-act. 1/IV10) hervorgeht, war dieser seit April 1999 bei F.___, dem 

nachmaligen Verwaltungsratspräsidenten der B.___ AG angestellt. Beim Arbeitsvertrag 

vom 23. April 2004 (UV-act. 1/K1) handelt es sich somit nicht um eine Neuanstellung 

durch eine Arbeitgeberin, die den Versicherten neu kennenlernen musste, wie die 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort und besonders in der Duplik geltend 

macht. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Arbeitsvertrag des Versicherten auf 

die neue Rechtsform der Arbeitgeberin angepasst worden war, allerdings verbunden 

mit einer Lohnsteigerung bis Fr. 4'000.-- (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto des 

Versicherten [UV-act. 1/IV10]: durch die Einzelfirma F.___ 2001 bis April 2004 

abgerechnete Löhne) von zuletzt Fr. 4'200.-- auf Fr. 8'200.--, ohne dass aus dem 

Arbeitsvertrag eine Änderung der Stellung des Beschwerdeführers sichtbar würde.

3.4.4         Im massgebenden Zeitraum im Oktober 2004 war der Beschwerdeführer 

100% arbeitsfähig. Berufskrankheitsfremde Gesundheitsbeeinträchtigungen, wie die 

von der Beschwerdegegnerin angeführten Folgen der HWS-Distorsion, sowie die 

Iliosakralgelenk(ISG)-Arthritis und die Spondylarthropathie, die anlässlich des 

interdisziplinären Gutachtens der Unabhängigen medizinischen Gutachterstelle (UMEG) 

vom 22. Oktober 2009 (UV-act. 2/M38) erhoben worden waren, waren später 

verursacht (Unfall vom 1. Januar 2005) oder manifest geworden (UV-act. 2/M32, 2/

M35; Berichte von PD Dr. med. G.___, Uniklinik Balgrist, Zürich, vom 22. April 2008 und 

von Dr. med. H.___, Fachärztin FMH für Rheumatologie und Innere Medizin vom 8. Mai 

2008 über die ISG-Arthritis, deren Abklärung und Behandlung) und konnten sich daher 

im Oktober 2004 noch gar nicht auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

auswirken. Demnach kann auf die Angaben der B.___ AG abgestellt werden, wonach er 

ohne Berufskrankheit (und ohne Folgen des Unfalls vom 1. Januar 2005) weiterhin als 

Chefkoch bzw. Küchenchef tätig wäre (UV-act. 1/K73.2, 1/IV18; zur Höhe des 

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Verdienstes vgl. nachfolgende Erwägungen, besonders Erwägung 3.4.7 f.). Eine andere 

Validentätigkeit ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Für eine 

solche trägt die Beschwerdegegnerin die Beweislast, wie der Beschwerdeführer 

zutreffend ausführt. Dieser Beweis, dass der Beschwerdeführer ohne 

berufskrankheitsbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen eine andere Tätigkeit 

ausüben würde, als diejenige eines Chefkochs (bzw. Küchenchefs bei der 

angestammten Arbeitgeberin) ist der Beschwerdegegnerin nicht gelungen.

3.4.5         Der Beschwerdegegnerin ist insofern beizupflichten, als die Angaben der 

Arbeitgeberin zum Lohn des Beschwerdeführers widersprüchlich sind: Laut 

Arbeitsvertrag vom 23. April 2004 wurde ab 1. Mai 2004 ein Lohn von Fr. 7'570.-- 

zuzüglich Fr. 630.-- pro Monat Anteil am 13. Monatslohn, total Fr. 8'200.--, vereinbart 

(UV-act. 1/K1). In der Unfallmeldung vom Januar 2005 (zum Unfall vom 1. Januar 2005) 

gab sie als Lohn des Beschwerdeführers die Zahlen gemäss Arbeitsvertrag an, was die 

Beschwerdegegnerin einen Jahreslohn von Fr. 98'400.-- errechnen liess (UV-act. 2/

UM01). Der Betrag von Fr. 8'300.-- als Grundlohn ist auf der Unfallmeldung vom Januar 

2005  durchgestrichen. Die Schadenmeldung UVG vom 8. September 2006 betreffend 

Mehlallergie (mit Schadendatum Oktober 2004) enthält die Lohnangabe von 

Fr. 8'300.-- als Grundlohn pro Monat (UV-act. 1/UM01). In den Akten findet sich eine 

Bestätigung der Arbeitgeberin vom 28. März 2006, wonach dem Beschwerdeführer 

mündlich per 1. Januar 2005 eine Lohnerhöhung um Fr. 150.-- (auf Fr. 8'350.-- pro 

Monat) zugesagt worden war (UV-act. 1/K78g). Gegenüber der IV gab die Arbeitgeberin 

auf deren Fragebogen am 18. Mai 2006 einen monatlichen Verdienst von Fr. 8'350.-- 

pro Monat inklusive 13. Monatslohn an (UV-act. 1/IV18). Aus den beigelegten Auszügen 

des Lohnkontos ergeben sich Lohnzahlungen vom 1. Mai bis 31. Dezember 2004 von 

Fr. 7'570.-- zuzüglich Fr. 630.85 pro Monat und von Fr. 7'707.70 zuzüglich Fr. 642.30 

pro Monat seit Januar 2005, mithin Fr. 100'200.-- für die Kalenderjahre 2005 und 2006 

(für letzteres hochgerechnet aus den Zahlungen des ersten Trimesters; UV-act. 1/

IV5 ff.). Im E-Mail vom 26. August 2011 an die IV nannte die Arbeitgeberin den Betrag 

von Fr. 98'400.-- (12 x Fr. 8'200.--) für einen vollzeitlich tätigen Chefkoch (UV-act. 1/

IV59; ohne dass bekannt ist, wie deren Anfrage vom 4. August 2011 lautete, auf die 

sich der stellvertretende Geschäftsleiter im E-Mail bezog). Am 21. Dezember 2011 

bestätigte F.___, Verwaltungsrat der B.___ AG und Inhaber der Vorgängerfirma (vgl. 

Internet-Auszug aus dem Handelsregister des Kantons St. Gallen sowie Auszug aus 

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dem individuellen Konto des Versicherten, UV-act. 1/IV10f.), dem Beschwerdeführer, 

dass er dessen langjähriger Arbeitgeber sei und dass dieser aktuell als Chefkoch 

Fr. 120'000.-- verdienen würde. Er habe schon im Jahr 2004 Fr. 98'400.-- erzielt und 

verdientermassen regelmässig eine Lohnerhöhung erhalten (UV-act. 1/K73.2).

3.4.6         Aufgrund der angeführten Angaben der Arbeitgeberin und der eingereichten 

Bankauszüge (act. G 18.1 ff.) erscheint ein Jahreslohn 2005 und 2006 von 

Fr. 100'200.-- ausgewiesen (UV-act. 1/IV5 f.). Die Nominallöhne im Gastgewerbe 

stiegen zwischen 2006 und 2009, dem Jahr des frühestmöglichen Rentenbeginns, vom 

Indexwert 100,3 auf denjenigen von 105,8 (vgl. Lohnentwicklung 2009, hrsg. vom 

Bundesamt für Statistik, 2010, Tabelle T1.05 Nominallohnindex 2006-2009 [mit Index 

2005 = 100]). Für den Lohn des Beschwerdeführers von Fr. 100'200.-- macht dies eine 

Steigerung auf gerundet Fr. 105'695.-- aus (Fr. 100'200.-- : 100,3 x 105,8). Dieser 

Betrag entspricht dem Valideneinkommen des Beschwerdeführers.

3.4.7         Nicht abgestellt werden kann demgegenüber auf die Bestätigung der B.___ 

AG vom 21. Dezember 2011, wonach der Beschwerdeführer regelmässig 

Lohnerhöhungen erhalten hätte und ihm daher als Chefkoch aktuell ein 

Jahreseinkommen von Fr. 120'000.-- ausbezahlt würde (UV-act. 1/K73.2). Gegenüber 

dem Einkommen von Fr. 98'400.-- im Jahr 2004 würde das eine Steigerung innert 

sieben Jahren von mehr als 20% ausmachen, was auch für einen langjährigen 

Mitarbeiter im Gastgewerbe in dieser Zeit nicht plausibel ist angesichts der 

Nominallohnentwicklung von 115,6 Indexpunkten 2004 auf 124,9 Indexpunkte 2010 

und ohne Steigerung auf 2011 (vgl. Lohnentwicklung 2008 bzw. 2011, hrsg. vom 

Bundesamt für Statistik, 2009 bzw. 2012, Tabelle T1.93 Nominallohnindex 2004-2008 

bzw. 2006-2010 [mit Index 1993 = 100], sowie Tabelle T1.10 Nominal- und 

Reallohnindex 2011), zumal bereits der Lohn von Fr. 98'400.-- erheblich über dem 

Tabellenwert der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2004 (LSE; hrsg. vom 

Bundesamt für Statistik 2006) im Anforderungsniveau 1+2 in der Gastronomie von 

Fr. 64'464.-- (laut Tabelle TA1 Fr. 5'104.-- : 40 Wochenarbeitsstunden x 42.1 

Wochenarbeitsstunden [laut Statistik der betriebsüblichen, wöchentlichen Arbeitszeiten 

{BUA} des Bundesamts für Statistik in der Gastronomie 2004] x 12 Monate) liegt. Das 

Einkommen von Fr. 98'400.-- 2004 wäre aufgrund der Nominallohnentwicklung im 

Gastgewerbe bis 2011 auf gerundet Fr. 106'317.-- gestiegen. Die Angabe von 

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Fr. 120'000.-- kann demnach nicht plausibilisiert werden. Sie wurde zudem für das 

vorliegend nicht massgebende Kalenderjahr 2011 statt für 2009 gemacht.

3.4.8         Zusammenfassend ist von einem Valideneinkommen des 

Beschwerdeführers von Fr. 105'695.-- auszugehen.

3.5   Weiter ist das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers zu prüfen:

3.5.1         Nach Abschluss der Umschulung zum Leiter Catering per 30. September 

2009 stellte ihn die B.___ AG per 1. Januar 2010 als Cateringleiter Küche mit einem 

Pensum von 50% zu einem Bruttolohn von Fr. 3'000.-- inklusive Anteil am 

13. Monatslohn bzw. zu einem Jahreslohn von Fr. 36'000.-- an (UV-act. 1/K56, 

Arbeitsvertrag vom 28. Dezember 2009). Gegenüber der Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers bzw. gegenüber der IV führte F.___ am 13. Januar 2010 aus, mit 

Bedauern habe während der Umschulung festgestellt werden müssen, dass sich 

dessen Physis und Konzentrationsfähigkeit verschlechtert hätten (UV-act. 1/IV50; als 

Beilage zu 1/K49, Schreiben Rechtsanwältin Schiavi vom 18. Februar 2010, 

eingereicht). Da der Cateringaufwand schwer abzuschätzen sei und sein Einsatzgebiet 

als Allergiker stark eingeschränkt sei, hätten sie sich mit dem Beschwerdeführer auf ein 

Anstellungsverhältnis von maximal 50% geeinigt.

3.5.2         Die B.___ AG zahlte dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2010 den 

angeführten Lohn von Fr. 36'000.-- pro Jahr für eine 50%ige Tätigkeit als Cateringleiter 

Küche (UV-act. 1/K56). Beschwerdegegnerin und IV gingen bei der Festlegung seines 

Invalideneinkommens angesichts einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit vom 

doppelten Betrag, mithin von Fr. 72'000.-- pro Jahr aus (UV-act. 1/K68 f., 1/K76, 1/

IV61). Auf das tatsächlich erzielte Einkommen im Invaliditätsfall kann nach der 

Rechtsprechung dann abgestellt werden, wenn - kumulativ - besonders stabile 

Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch 

erübrigen, wenn der Versicherte eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass er 

die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und wenn 

das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn 

erscheint (vgl. BGE 117 V 118 E. 2c/aa, u.a. bestätigt in BGE 126 V 76 E. 3b/aa; vgl. 

auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, N 21 und N 23 zu Art. 16; 

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Omlin, a.a.O., S. 210 ff.). Dem Beschwerdeführer ist eine vollzeitliche Tätigkeit ohne 

Mehlstaubexposition in der Gastronomie zumutbar (vgl. vorstehende Erwägung 3.3). 

Mit der Anstellung im 50%-Pensum schöpft er seine verbliebene Erwerbsfähigkeit in 

zeitlicher Hinsicht nicht voll aus, weshalb sein Invalideneinkommen nicht aufgrund des 

tatsächlich erzielten Einkommens bestimmt werden kann (vgl. Omlin, a.a.O., S. 212). 

Aus seinen Ausführungen, sein Arbeitspensum betrage zeitlich mehr als 50%, was aus 

der Bestätigung seines Arbeitgebers vom 21. Dezember 2011 (UV-act. 1/K73 Beilage 2) 

hervorgehe, kann nichts abgeleitet werden. Die Verteilung eines 50%-Pensums auf fünf 

Arbeitstage weist nicht darauf hin, dass mehr als die Hälfte der betriebsüblichen 

Arbeitszeit gearbeitet wird. Die Argumentation des Beschwerdeführers, er leiste mehr 

Stunden als einem 50%-Pensum entsprechen würden, ist somit nicht stichhaltig.

3.5.3         Bei dieser Ausgangslage kann nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen 

abgestellt werden, sondern sind Tabellenlöhne heranzuziehen. Da der 

Einkommensvergleich zum Zeitpunkt des Rentenbeginns (per 1. September 2009) 

vorzunehmen ist, ist aufgrund der LSE 2008 (hrsg. vom Bundesamt für Statistik 2010, 

Tabelle TA1) der Monatslohn von Fr. 4'286.-- für Männer im Anforderungsniveau 3 im 

Gastgewerbe auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 42.0 Stunden (laut BUA-Statistik in 

der Gastronomie 2008 [und 2009]) hochzurechnen und der Nominallohn-Steigerung auf 

2009 von 103,3 Indexpunkten 2008 auf 105,8 2009 anzupassen. Das ergibt einen 

Jahreslohn von Fr. 55'311.-- (Fr. 4'286.-- : 40 x 42 x 12 : 103,3 x 105,8).

3.5.4         Der Beschwerdeführer macht geltend, sollte auf Tabellenlöhne abgestellt 

werden, sei von diesen aufgrund seiner Sprachkenntnisse, seiner Nationalität und 

seiner berufskrankheitsbedingten Einschränkung in der Gastronomie ein Abzug von 

15% vorzunehmen. Gemäss BGE 126 V 79 f. E. 5b/aa und der seither ergangenen 

Rechtsprechung hat ein solcher Abzug nicht automatisch, sondern dann zu erfolgen, 

wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte seine unfall- 

bzw. berufskrankheitsbedingt eingeschränkte Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten kann (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2010, 8C_536/2010, E. 2.1, und vom 

23. Januar 2009, 8C_686/2008, E. 6.2). Die fehlenden Sprachkenntnisse (in Deutsch 

nur sehr knappe Verständigung ohne die Fähigkeit, Deutsch zu lesen oder schreiben, 

auch nach einem Deutsch-Grundkurs, vgl. UV-act. 1/IV19 f., 1/IV25) reduzieren die 

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Möglichkeit des Beschwerdeführers, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Anstellung 

zu finden. Diesbezüglich ist ein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt. Aufgrund seiner 

italienischen Nationalität ist er im Rahmen der bilateralen Verträge mit der 

Europäischen Union jedoch nicht benachteiligt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 

6. März 2012, 8C_659/2011, E. 4.2 am Ende, und vom 23. Januar 2009, 8C_686/2008, 

E. 6.2). Gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2010, 8C_536/2010, 

E. 2.5, rechtfertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn nur, wenn der Versicherte auch im 

Rahmen einer von den Ärztinnen und Ärzte als geeignet erachteten Tätigkeit in der 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist und deshalb mit einem reduzierten Lohn zu 

rechnen hat (vgl. BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Bei einer Tätigkeit als Koch oder im Catering 

ohne Mehlstaubexposition ist der Beschwerdeführer nicht weiter eingeschränkt. Ausser 

Restaurants oder Cateringbetriebe mit Pizza-, Teigwaren- und/oder Brotherstellung aus 

Weizen- oder Roggenmehl eignen sich sämtliche Küchen als Arbeitsplatz für den 

Beschwerdeführer (vgl. auch Erwägung 3.3). Weitere Gründe für einen Abzug vom 

Tabellenlohn, ausser die von ihm geltend gemachten und vorstehend diskutierten, sind 

nicht ersichtlich. Aufgrund der konkreten Situation ist wegen der mangelhaften 

Sprachkenntnisse ein Abzug von 5% gerechtfertigt (vgl. zum Ganzen auch Philipp 

Geertsen, Der Tabellenlohnabzug - Die Bereinigung der LSE-Tabellenlöhne zur 

Ermittlung des Invalideneinkommens, in: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 

[JaSo] 2012, hrsg. von Ueli Kieser und Miriam Lendfers, Zürich/St. Gallen 2012).

3.5.5         Wird vom vorstehend ermittelten Tabellenlohn von Fr. 55'311.-- (Erwägung 

3.5.3) ein Abzug von 5% vorgenommen (Erwägung 3.5.4), beträgt das 

Invalideneinkommen des Beschwerdeführers Fr. 52'545.45.

3.6   Aus dem Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 105'695.-- mit dem 

Invalideneinkommen Fr. 52'545.45 resultiert eine Erwerbseinbusse und ein 

Invaliditätsgrad von gerundet 50% (vgl. zur Rundung BGE 130 V 121).

4.        

4.1   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 5. Februar 2013, 

unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 4. Januar 2013, dahingehend 

gutzuheissen, dass der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers 50% beträgt. Die 

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Angelegenheit wird an die Unfallversicherung zurückgewiesen, damit sie die neue 

Rente des Beschwerdeführers und den Differenzbetrag berechne sowie die 

entsprechenden Nachzahlungen vornehme.

4.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat der 

Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Diese ist gemäss Art. 19 und Art. 22 Abs. 1 

lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75), 

wie in vergleichbaren Verfahren, auf pauschal Fr. 4'000.-- festzulegen; inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass dem Beschwerdeführer 

eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 50% zugesprochen wird.

2.      Die Angelegenheit wird zur Berechnung der neuen Rente und des 

Differenzbetrages sowie zur Vornahme der entsprechenden Nachzahlungen an die 

Vorinstanz zurückgewiesen.

3.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2014
	Art. 16 ATSG, Art. 9 UVG: Überprüfung von Validen- und Invalideneinkommen sowie des Invaliditätsgrads. Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist bei einer Berufskrankheit auf die erwerbliche Situation bei deren Ausbruch abzustellen; vorliegend bei der erstmaligen ärztlicher Behandlung und damit einige Zeit vor der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2014, UV 2013/9).

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