# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b2ada8c1-073b-540b-a9e0-d1c71ce833df
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.01.2013 S 2012 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-97_2013-01-22.pdf

## Full Text

S 12 97
2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 22. Januar 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren 1949, arbeitet für die Schweizer Schneesportschule in … und ist 

über diese obligatorisch bei der … Kranken- und Unfallversicherungen AG 

unfallversichert. Mit Bagatellunfall-Meldung vom 17. April 2012 und 

Schadenmeldung vom 23. April 2012 teilte die Arbeitgeberin der Versicherung 

mit, dass … am 16. April 2012 während eines Tennisspiels mit einem Kollegen 

bei einem Schlag plötzlich Schmerzen im rechten Handgelenk verspürt habe. 

Die Schmerzen seien im Verlaufe des Spiels stärker bis zuletzt unerträglich 

geworden. Die Erstbehandlung von … nahm Dr. med. …, Allgemeine Medizin 

FMH, am 17. April 2012 in … vor. Im Arztzeugnis vom 15. Mai 2012 hielt Dr. 

med. … als Befund eine deutliche Bewegungseinschränkung und Schmerzen 

im Bereich des rechten Handgelenks, vor allem ulnar, fest und diagnostizierte 

eine Distorsion des rechten Handgelenks. Als Therapie ordnete er 

entzündungshemmende Massnahmen sowie eine Physiotherapie an und 

schrieb … auf unbestimmte Dauer zu 50% arbeitsunfähig. Im Fragebogen der 

Versicherung hielt … am 30. April 2012 fest, dass er beim Tennisspielen 

plötzlich einen starken Schmerz im Handgelenk rechts verspürt habe. 

Betreffend die Ursache des Ereignisses schrieb er: „Sport in der Freizeit. Der 

Vorhandschlag mit einem Tennisschläger“. Die Fragen, ob bei dem Ereignis 

etwas Ungewöhnliches geschehen sei und ob er schon früher Probleme mit 

dem Handgelenk gehabt habe, verneinte er.

2. Mit Schreiben vom 12. Juni 2012 wurde sowohl … als auch seiner 

Arbeitgeberin mitgeteilt, dass die … ihre Leistungspflicht ablehne. Im Schreiben 

an … führte die Versicherung weiter aus, dass es sich beim Ereignis vom 

16. April 2012 nicht um einen Unfall im Sinne des ATSG handle und auch keine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinne der UVV vorliege. Diese Auffassung 

bestätigte sie in der Folge in ihrer Verfügung vom 26. Juni 2012.

3. Am 3. Juli 2012 erhob … gegen die Verfügung der Versicherung Einsprache, 

wobei er seine Aussage im Fragebogen vom 30. April 2012 zum Hergang des 

Ereignisses in dem Sinne ergänzte, dass der starke, plötzliche Schmerz beim 

Tennisspielen durch einen harten Gegen-Tennisschlag des Gegenspielers 

ausgelöst worden sei. Ferner reichte er mit seiner Einsprache einen Bericht von 

Dr. med. …, Facharzt Radiologie FMH, vom MRI-Institut des Spitals …, 

datierend vom 22. Mai 2012 ein. In diesem radiologischen Bericht wurde unter 

anderem auf einen radialseitigen Riss des Discus articularis Palmer 1A 

hingewiesen. Nachdem die Versicherung hierzu eine Stellungnahme ihres 

vertrauensärztlichen Dienstes eingeholt hatte, wies sie mit Entscheid vom 25. 

Juli 2012 die Einsprache ab. Zur Begründung führte sie insbesondere an, dass 

der Vorhandschlag im Tennis Teil der sportlichen Übung sei und nicht genüge, 

um die Voraussetzungen der Ungewöhnlichkeit zu erfüllen. Ferner sei die Art 

der Verletzung von … nicht explizit in der Liste von Art. 9 Abs. 2 UVV 

aufgeführt.

4. Mit seiner Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

vom 11. September 2012 verlangte … den Einspracheentscheid der 

Versicherung (Beschwerdegegnerin) vom 25. Juli 2012 aufzuheben. Die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für das Unfallereignis vom 16. April 

2012 die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen. Im Wesentlichen 

brachte der Beschwerdeführer dabei vor, dass die Beschwerdegegnerin 

vorliegend zu Unrecht die Voraussetzungen verneint habe, unter welchen sie zu 

Versicherungsleistungen nach UVG verpflichtet sei; insbesondere das Kriterium 

des ungewöhnlichen äusseren Faktors sei vorliegend erfüllt, eventualiter liege 

beim Beschwerdeführer eine unfallähnliche Körperschädigung vor. Die 

Beschwerdegegnerin beantragte demgegenüber in ihrer Beschwerdeantwort 

vom 24. September 2012 die Abweisung der Beschwerde. Vorliegend sei auf 

die Aussagen der ersten Stunde des Beschwerdeführers abzustellen. Die 

Schilderung des Ereignisses vom 16. April 2012 lasse keinen ungewöhnlichen 

äusseren Faktor erkennen, weshalb ein Unfall zu verneinen sei. Auch liege 

keine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV vor.

5. Am 27. September 2012 verzichtete der Beschwerdeführer auf die Einreichung 

einer Replik. Dabei erwähnte er dennoch, dass er aufgrund der Angaben seines 

Arztes zur Verletzung von einem Unfallereignis ausgegangen sei. Als 

Rechtsunkundiger sei ihm nicht bewusst gewesen, dass die Versicherung 

derart detaillierte Angaben zum Unfallhergang benötige. Er halte an seinen 

Anträgen fest.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie im 

Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde bildet der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 25. Juli 2012. Der 

Beschwerdeführer hatte im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung Wohnsitz in …, 

womit zur Beurteilung seiner Beschwerde das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden − aufgrund von Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 57 

ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) − örtlich und sachlich zuständig 

ist. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten.

2. Streitig ist vorliegend die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die 

Folgen des Ereignisses vom 16. April 2012. Es gilt zu prüfen, ob der 

Beschwerdeführer während des Tennisspiels mit einem Kollegen am 16. April 

2012 einen Unfall im Rechtssinne, d.h. im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat 

oder eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 der 

Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vorliegt.

3. a) Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden − soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt − 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, 

die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen 

(Abs. 2). 

b) Ein Unfall wird in Art. 4 ATSG als eine plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper definiert, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf 

diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, 

dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 

sich zieht, womit ungewöhnliche Auswirkungen allein noch keine 

Ungewöhnlichkeit im Sinne von Art. 4 ATSG begründen (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 

mit Hinweis). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des 

im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. 

Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an 

Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Das Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors kann insbesondere in einer unkoordinierten 

Körperbewegung bestehen − beispielsweise in einem Ausgleiten, Stolpern oder 

reflexartigen Abwehren eines Sturzes (vgl. das Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 368 vom 16. November 1999 E. 2d [= RKUV 2000/2 

S. 99 ff.]; BGE 130 V 117 E.2.1; UELI KIESER/HARDY LANDOLT, Unfall − Haftung − 

Versicherung, Zürich 2012, N. 47). Bei Körperbewegungen gilt dabei der 

Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt 

ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf 

einer Körperbewegung gleichsam programmwidrig beeinflusst hat. Ohne 

besonderes Vorkommnis ist auch bei Sportverletzungen das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit − und damit das Vorliegen eines Unfalles im Rechtssinne − 

regelmässig zu verneinen (BGE 130 V 117 E.2.2; Urteil des Bundesgerichts U 

322/02 vom 7. Oktober 2003 E.4.3). Für einen Sportunfall im Rechtssinne ist 

das Vorliegen einer Programmwidrigkeit, die den normalen Bewegungsablauf 

bei der sportlichen Tätigkeit unterbricht oder stört, demnach gleichfalls (be-

griffs-)wesentlich (vgl. dazu KIESER/LANDOLT, a.a.O., N. 77 f. sowie das Urteil 

des Bundesgerichts U 322/02 vom 7. Oktober 2003 E.4.3 je mit Beispielen). 

Aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich, dass bei sportlichen 

Tätigkeiten ein Unfall jeweils dann angenommen werden kann, wenn die 

sportliche Übung anders verläuft als geplant. Wenn sich hingegen das in einer 

sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, liegt kein 

Unfallereignis im Rechtssinne vor. Ein solches ist auch dann zu verneinen, 

wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber noch 

in der Spannweite des für den Sport Üblichen bewegt (Urteil des 

Bundesgerichts U 322/02 vom 7. Oktober 2003 E.4.4).

4. Gemäss Bagatell-Unfallmeldung vom 17. April 2012 und Schadenmeldung vom 

23. April 2012 hat der Beschwerdeführer am 16. April 2012 

„mit Kollegen Tennis gespielt und bei einem Schlag plötzlich Schmerzen im 

rechten Handgelenk verspürt. [Die] Schmerzen wurden im Verlaufe des 

Spiels immer stärker bis zuletzt unerträglich.“

Ausgehend von der oben zitierten Rechtsprechung zeigt sich, dass die 

Beschwerdegegnerin in Bezug auf das Ereignis vom 16. April 2012 den 

Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG, insbesondere das Kriterium der 

Ungewöhnlichkeit, zu Recht verneint hat. Der geschilderte Hergang enthält 

keinen ungewöhnlichen äusseren Faktor, welchen den Rahmen des Üblichen 

überschreitet. Zu Recht führt die Beschwerdegegnerin an, das vorliegend das 

Ereignis vom 16. April 2012 in der Einsprache und der Beschwerde gegenüber 

den ersten Schilderungen in der Bagatell-Unfallmeldung und der 

Schadenmeldung sowie gegenüber den weiteren Schilderungen im Fragebogen 

der Beschwerdegegnerin vom 30. April 2012 dramatisiert wird. In solchen 

Fällen erkennt die Rechtsprechung an, dass die spontanen Aussagen der 

ersten Stunde in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als die 

späteren Darstellungen (Urteil des Bundesgerichts U 236/03 vom 19. Mai 2004 

E.3.3.4 mit Hinweis auf BGE 121 V 47 E.2a). Hier fällt auf, dass der 

Beschwerdeführer in seinen ersten Stellungnahmen, das heisst in der Bagatell-

Unfallmeldung vom 17. April 2012, der Schadenmeldung vom 23. April 2012 

wie auch im Fragebogen vom 30. April 2012, jeweils das Vorliegen von etwas 

Ungewöhnlichem verneint hat und unspezifisch den (Vorhand-)Schlag mit 

einem Tennisschläger als Ursache für das Ereignis vom 16. April 2012 

angegeben hat. Erst in seiner Einsprache vom 3. Juli 2012 (vgl. 

beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 11) und seiner Beschwerde vom 

11. September 2012 macht er geltend, dass der plötzliche Schmerz durch einen 

harten Gegen-Tennisschlag des Gegenspielers ausgelöst worden sei. In 

diesem Zusammenhang erachtet der Beschwerdeführer sodann in seiner 

Beschwerde, dass der Return eines stark vom Gegenspieler geschlagenen 

Balles vergleichbar mit einem Sturz auf das Handgelenk sei. Allerdings ist es 

nicht vorstellbar, dass im Amateurbereich beim Return eines stark 

geschlagenen Tennisballes dieselben Kräfte wie bei einem Sturz auf das 

Handgelenk wirken können, insbesondere da ein Tennisball sehr leicht wiegt 

(bei handelsüblichen Marken-Tennisbällen [Babolat, Dunlop, Head, Wilson etc.] 

liegt das Gewicht eines Balles zwischen 57 und 60 Gramm). Selbst bei 

Aufschlaggeschwindigkeit eines von einem Amateurspieler geschlagenen 

Balles ist nicht der gleiche Druck auf den retournierenden Schlägerkopf des 

Gegners zu erwarten, wie bei einem Sturz einer erwachsenen Person mit 

vollem Gewicht auf ihr eigenes Handgelenk. Dass die hohe Geschwindigkeit 

von gegnerischen Bällen gemäss einer vom Beschwerdeführer zitierten Studie 

im American Journal of Sports Medicine aus dem Jahr 2009 (ALBERTO STEFANO  

TAGLIAFICO et al., Wrist Injuries in Nonprofessional Tennis Players: 

Relationships with different Grips; beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 11) 

ursächlich für Handgelenksverletzungen von Profispielern sein soll, ergibt sich 

im Übrigen nicht aus der zitierten Studie. Auf Seite 765 des Papers ist einzig 

davon die Rede, dass Handgelenksverletzungen insbesondere bei 

professionellen Tennisspielern möglich sind, welche den Ball (selber) stark und 

mit viel top-spin schlagen. Aus den Aussagen des Beschwerdeführers kann 

sodann auch keine Programmwidrigkeit bei der Ausführung des erwähnten 

Vorhandschlages ersehen werden. Eine relevante Programmwidrigkeit läge 

etwa dann vor, wenn der Beschwerdeführer tatsächlich auf sein Handgelenk 

gestürzt wäre − etwa weil ihn ein hart oder trickreich geschlagener Ball des 

Gegenspielers überrascht und aus dem Gleichgewicht gebracht hätte oder er 

auf einer rutschigen Stelle des Platzes (beispielsweise wegen stellenweise zu 

viel Sand/Granulat oder feuchten und daher rutschigen Spielfeldmarkierungen) 

ausgeglitten wäre. Ein derartiges Vorkommnis wäre vergleichbar gewesen, 

etwa mit dem Verlust der Skiführung auf vereister Unterlage, welche im Falle 

eines Skifahrers zur Bejahung des Merkmals des ungewöhnlichen äusseren 

Faktors geführt hatte (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 322/02 vom 7. Oktober 

2003 E.4.3.2 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer macht ferner auch nicht 

geltend, dass der ungewöhnliche äussere Faktor dadurch erfüllt sein könnte, 

dass er den hart geschlagenen Ball des Gegners versehentlich mit dem 

Schlägerrahmen abgefangen hätte oder ihm während der Ausführung des 

Schlages eine Saite der Bespannung gerissen sei. Wäre Entsprechendes 

vorgefallen, darf angenommen werden, dass der Beschwerdeführer dies mit 

hoher Wahrscheinlichkeit auf der Unfallmeldung, der Schadenmeldung oder 

zumindest auf dem ergänzenden Fragebogen erwähnt hätte. Es ist vielmehr 

davon auszugehen, dass die sportliche Tätigkeit nicht anders als geplant 

verlaufen ist. Daran ändert auch nichts, dass die erlittene Verletzung eventuell 

untypisch ist, wie der Beschwerdeführer mit seinem Hinweis auf die bereits 

erwähnte Studie (Bf-act. 11) geltend macht. Zudem sind die vom 

Beschwerdeführer zitierten Urteile des Bundesgerichts nicht mit dem 

vorliegenden Fall vergleichbar. In zwei der zitierten Urteile beurteilte das 

Bundesgericht beispielsweise Ereignisse, bei denen Personen bei 

körperbetonten Sportarten durch eine äussere Einwirkung eines Gegenspielers 

programmwidrig im vorgesehenen Bewegungsablauf gestört wurden. Es 

handelte sich bei den Vorgängen um eigentliche Körperattacken von Gegner 

(Check gegen eine Bande im Eishockey, BGE 130 V 117 E.3; Grätsche in die 

Beine beim Fussball, vgl. BGE 130 V 117 E.2.2.2), wobei sich die attackierten 

Sportler sodann im weiteren Bewegungsablauf verletzten (Verdrehen des 

Knies; Aufprall auf Bande). Ferner ist auch das Urteil des Bundesgerichts 

U 43/92 vom 14. September 1992 (teilweise publiziert in RKUV 1992 Nr. U 156 

S. 258 ff.) nicht mit dem vorliegenden Fall vergleichbar, da es dort um eine 

schlechte Landung einer geübten Turnerin bei einem Hechtsprung ging, wobei 

die Existenz eines aussergewöhnlichen äusseren Faktors im schlechten 

Abschluss der Übung erblickt wurde. Wie bereits oben ausgeführt wurde, macht 

der Beschwerdeführer vorliegend gerade nicht geltend, dass er den 

Vorhandschlag nicht korrekt ausgeführt habe. Es ist deshalb auch hinsichtlich 

der vom Beschwerdeführer zitierten Rechtsprechung festzuhalten, dass das 

Unfallmerkmal der Ungewöhnlichkeit von der Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Entscheid zu Recht verneint worden ist.

5. a) Nachdem ein Unfall im Rechtsinne vorliegend zu verneinen ist, ist zu prüfen, ob 

beim Beschwerdeführer allenfalls eine unfallähnliche Körperschädigung 

vorliegt. Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, 

die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherungen einbeziehen. 

Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch 

gemacht und folgende, abschliessend aufgeführte Körperschädigungen, sofern 

sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen 

sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt:

a. Knochenbrüche,
b. Verrenkungen von Gelenken,
c. Meniskusrisse,
d. Muskelrisse,
e. Muskelzerrungen,
f. Sehnenrisse, 

g. Bandläsionen,
h. Trommelfellverletzungen.

Die Beschwerdegegnerin verneinte eine unfallähnliche Körperschädigung mit 

der Begründung, dass keine Listenverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. a - 

h UVV vorliege. Angesichts des abschliessenden Charakters der in Art. 9 

Abs. 2 UVV enthaltenen Aufzählung der unfallähnlichen Körperschädigungen 

sei eine Erweiterung der Liste durch Analogieschluss unzulässig. Art. 9 Abs. 2 

UVV könne deshalb nicht auf dem Weg der Lückenfüllung ergänzt werden, wie 

es der Beschwerdeführer verlange. 

b) Dem ist mit Blick auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zuzustimmen. 

Die Aufzählung der Gesundheitsschäden in Art. 9 Abs. 2 UVV ist abschliessend 

und darf weder vom Versicherer noch vom Gericht durch Analogieschlüsse 

erweitert werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_118/2011 vom 9. November 

2011 E.4.3.3). Die Gerichte sind lediglich befugt, durch Auslegung zu ermitteln, 

was unter den in der Liste aufgeführten Körperschädigungen zu verstehen ist, 

sofern diese nicht eindeutig umschrieben sind (BGE 116 V 136 E.4a; 116 V 147 

E.2b in fine). So hat das Bundesgericht beispielsweise in einem kürzlich 

ergangenen Entscheid das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung 

im Falle einer erlittenen Knieverletzung verneint, da gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. b 

UVV ausschliesslich Gelenksverrenkungen (Luxationen) erfasst seien, nicht 

aber unvollständige Verrenkungen (Subluxationen) oder Torsionen 

(Verdrehungen) oder Distorsionen (Verstauchungen) (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_909/2012 vom 4. Februar 2013 E.5.2). 

c) Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer einen radialseitigen Riss des 

Discus articularis Palmer 1A erlitten hat (vgl. den Befund im Bericht von Dr. 

med. … vom 22. Mai 2012; vgl. Bg-act. 11; Bf-act. 5), was aber offensichtlich 

nicht eine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV darstellt. Der 

Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang geltend, dass der Discus 

articularis die gleichen Funktionen, die gleiche Struktur und die gleiche 

Blutversorgung wie der Meniskus im Kniegelenk aufweise. Dies macht die 

Verletzung am rechten Handgelenk allerdings noch nicht zu einer 

Listenverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV. Die in dieser 

Bestimmung aufgeführten „Meniskusrisse“ beziehen sich nicht auf Risse des 

Diskus (am Handgelenk), sondern nur auf Risse des Meniskus am Knie (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_118/2011 vom 9. November 2011 E.4.3.3 mit 

Hinweisen; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 

1985, S. 204; so auch die vertrauensärztliche Stellungnahme von Dr. med. … 

vom 19. Juli 2012 [Bg-act. 12]). Dies erkennt letztlich auch der 

Beschwerdeführer an, wenn er eine Gesetzeslücke annimmt und ausdrücklich 

eine sinngemässe Ergänzung der Bestimmung durch das Gericht fordert, 

welche aber gerade nicht − wie oben ausgeführt − stattfinden kann, da das 

Tatbestandselement „Meniskusriss“ nicht auf dem Weg der Analogie auf andere 

Körperteile − welche allenfalls ähnlicher Natur sein oder ähnliche Aufgaben 

haben könnten − ausgedehnt werden kann (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ P. 

HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich 

2012, S. 83). Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer keine unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV erlitten hat und somit 

auch keine Versicherungsleistungen geschuldet sind. 

d) Auch wenn in casu eine Listenverletzung vorliegen würde, wäre es fraglich, ob 

beim Ereignis vom 16. April 2012 von einem unfallähnlichen Vorfall im Sinne 

von Art. 9 Abs. 2 UVV gesprochen werden könnte. So müssen nämlich zur 

Begründung der Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einer 

unfallähnlichen Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV die 

Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs (mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit) 

erfüllt sein. Besondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung des 

äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, 

objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 

466 E.2.2), wobei diesem Geschehen ein gewisses gesteigertes 

Gefährdungspotenzial inhärent sein muss. Die schädigende äussere 

Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 

E.4.1 mit Hinweisen). Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein 

äusserer schädigender Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser 

nicht gegeben ist, wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten 

von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 466 

E.4.2.1). Nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors 

auch, wenn das erstmalige Auftreten der Schmerzen mit einer blossen 

Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in 

der Lage ist. Gemäss Rechtsprechung ist für die Bejahung eines äusseren auf 

den menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors stets ein 

Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial 

innewohnt, wobei dies zu bejahen ist, wenn die zum einschiessenden Schmerz 

führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage 

vorgenommen wird, wie dies etwa bei vielen sportlichen Betätigungen zutreffen 

kann (BGE 129 V 466 E.4.2.2). Der äussere Faktor mit erheblichem 

Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende 

Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch 

beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, 

gleichkommt. Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome einer 

Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der 

Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hierzu ein 

davon unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim 

Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen usw. 

einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer 

Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das 

Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die physiologische 

Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt 

keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnliches, jedoch 

gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gesteigertes 

Gefährdungspotenzial innewohnen muss (BGE 129 V 466 E.4.2.2). Für die 

Bejahung eines äusseren Faktors braucht es zusammenfassend demzufolge 

ein gesteigertes Schädigungspotenzial, sei es zufolge einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrolliertheit 

der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 129 

V 466 E.4.3). Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der 

versicherten Person glaubhaft zu machen. 

c) Wie bereits in Erwägung 4 dargelegt wurde, verwirklichte sich beim 

Beschwerdeführer bei einem Vorhandschlag das dem Tennisspiel inhärente 

Risiko einer Verletzung an der schlägerführenden Hand. Der Beschwerdeführer 

führte hierzu aus, dass der Gegenschlag seines Kollegen dermassen hart 

geschlagen worden sei, dass auf das Handgelenk die gleichen Kräfte wie bei 

einem Sturz eingewirkt hätten. Da sich sein Unterarm beim Vorhandschlag in 

Pronation befand, sei der Discus articularis eingerissen. Dabei handle es sich 

um eine Verletzung die nicht degenerativ, sondern nur traumatisch entstehen 

könne. Es müsse von einem äusseren schädigenden Faktor ausgegangen 

werden, da man sich beim Tennisspielen in einer gesteigerten Gefahrenlage 

befinde. Unerwartete Aktionen des Gegenspielers und das Verhalten des 

geschlagenen Balles erforderten heftige und plötzliche Reaktionen. Zu dieser 

gesteigerten Gefahrenlage gehöre auch das Retournieren eines vom Gegner 

geschlagenen Balles mittels Vorhand. Dem Beschwerdeführer kann hier 

grundsätzlich nicht gefolgt werden. Der als Beleg für die eigene Rechtsposition 

angeführte Entscheid des Bundesgerichts U 398/06 vom 21. November 2006 

betraf eine beim „Serve-and-Volley-Spiel“ eines Tennisspielers zugezogene 

Achillessehnenverletzung, welche vom Bundesgericht aufgrund des 

gesteigerten Gefährdungspotenzials des spezifischen Spielzugs als 

unfallähnliches Ereignis angesehen wurde. Das Bundesgericht erkannte, dass 

gerade das Angreifen beim „Serve-and-Volley-Spiel“ − d.h. das unmittelbar auf 

den Aufschlag folgende, explosionsartige Vorrücken eines Spielers zum Netz, 

mit dem Ziel den retournierten Ball des Gegners aus möglichst kurzer Distanz 

und ohne dass der Ball in der eigenen Platzhälfte aufspringt, platziert ins 

gegnerische Feld zurückzuschlagen − ein erhöhtes Gefährdungspotential 

besitze. Das Bundesgericht spricht denn auch von einer „gleichermassen 

offensiven wie sportlichen Spielweise“ und sieht darin und in der während des 

Spielzuges ausgeführten Vielzahl von nicht alltäglichen, den gesamten Körper 

beanspruchenden Bewegungen ein spezifisch gesteigertes Gefahrenpotenzial 

des Tennissports. Demgegenüber kann das Retournieren des vom Gegner 

(hart oder weich) geschlagenen Balles mittels Vorhand nicht als gesteigerte 

Gefahrenlage angesehen werden, da dieser Schlag einerseits zum 

Standardrepertoire jedes Tennisspielers gehört und er andererseits auch keiner 

besonderen Ausführungstechnik bedarf. Es handelt sich dabei nicht um eine 

spezifisch offensive oder sportliche Spielweise. Die Pronation beim 

Vorhandschlag (insbesondere bei einer „top-spin“-Vorhand) zählt zudem im 

Tennissport seit Jahren zum Grundmuster dieses Schlages und stellt 

keineswegs eine gefahrensteigendere Besonderheit dar. Ferner erfordert der 

gewöhnliche Vorhandschlag auch keine spezifische Koordination von 

unüblichen und den gesamten Körper beanspruchenden Bewegungen, wie 

etwa bei einem eingesprungenen Schmetterball („Smash“ oder „Backhand-

Smash“), einem Erreichen eines vom Gegner nahe ans Netz gelegten Stopp-

Balles mittels eines Sprints oder dem bereits erwähnten „Serve-and-Volley-

Spiel“. Es verhält sich vielmehr so, dass der Vorhandschlag in die gewöhnliche 

Bandbreite der Bewegungsmuster des Tennissports fällt (vgl. hierzu auch das 

Urteil des Bundesgerichts 8C_909/2012 vom 4. Februar 2013 E.5.2 mit 

Hinweisen betreffend den Volleyball-Sport). Somit wäre vorliegend auch davon 

auszugehen, dass das Erfordernis des äusseren Faktors bei Änderung der 

Körperlage nicht erfüllt ist und das Ereignis vom 16. April 2013 keinen 

unfallähnlichen Vorfall im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV darstellte. 

6. a) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin 

zu Recht einen Unfall im Rechtsinne als auch das Vorliegen einer 

Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV verneint hat. Der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 25. Juli 2012 erweist sich somit als rechtens. Die 

dagegen geführte Beschwerde ist entsprechend abzuweisen.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen − ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung − kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden. 

Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.