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**Case Identifier:** 21873dbc-3b8f-50a5-aceb-9dfa00187429
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.06.2020 III 2020 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-79_2020-06-18.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 79

Entscheid vom 18. Juni 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

1. Volkswirtschaftsdepartement, Bahnhofstrasse 15, 
Postfach 1180, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Aufenthaltsbewilligung; Umwandlung F in B)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. __1984, kosovarischer Staatsangehöriger, geschieden 
[Vi-act. II-01 375]) reiste am 23. April 2003 zusammen mit seiner damaligen 
Partnerin/Ehefrau in die Schweiz ein und stellte am 28. April 2003 ein Asylge-
such (Vi-act. II-01 24, 34). Am 5. Mai 2003 wurden sie dem Kanton Schwyz zu-
gewiesen (Vi-act. II-01 32, 33).

B. Mit Asylentscheid vom 4. November 2005 hat das ehem. Bundesamt für 
Migration (BFM) das Asylgesuch der Eheleute abgelehnt. Sie wurden aus der 
Schweiz weggewiesen, die Wegweisung indes infolge Unzumutbarkeit nicht voll-
zogen, sondern - namentlich wegen dem Gesundheitszustand mit komplexem 
Krankheitsbild der Ehefrau - zu Gunsten einer vorläufigen Aufnahme aufgescho-
ben (Vi-act. II-01 77). Auf eine hiergegen von A.________ erhobene Beschwerde 
trat die damalige Schweizerische Asylrekurskommission mit Urteil vom 18. Janu-
ar 2006 nicht ein (Vi-act. II-01 70). Am 3. Mai 2013 bestätigte das BFM die vor-
läufige Aufnahme (Vi-act. II-01 283). Mit Beschluss (RRB) vom 3. September 
2013 (Vi-act. II-01 372) wies der Regierungsrat eine Beschwerde von 
A.________ und seiner damaligen Ehefrau ab, die sich gegen eine Verfügung 
des Volkswirtschaftsdepartements richtete, welches deren Gesuch um Erteilung 
einer Aufenthaltsbewilligung abgewiesen hatte. Am 21. Februar 2014 wurde die 
Ehe geschieden.

C. 2012 war der Beschwerdeführer erstmalig in der Psychiatrischen Klinik Zu-
gersee hospitalisiert, wo im August der Verdacht auf eine schizotype Störung 
diagnostiziert wurde. Im Mai 2013 wurde die Diagnose paranoide Schizophrenie 
(F20.0) gestellt (sowie Verdacht auf PTBS, F43.1). Im Juli 2013 folgte die IV-
Anmeldung. Nach persönlichem Untersuch stellte der RAD-Arzt am 21. März 
2014 die Diagnosen paranoide Schizophrenie (F20.0; bestehend seit 4/12; 
schwerer, progredienter Verlauf) sowie subsyndromale PTBS (F43.1) (Bf-act. 
11). Mit Verfügung vom 16. September 2014 sprach die IV A.________ mit Wir-
kung ab 1. März 2014 eine volle IV-Rente zu (Vi-act. II-01 474).

D. Am 6. Juni 2019 liess A.________ beim Amt für Migration (AFM) erneut ein 
Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, Umwandlung F in B, stellen 
(Vi-act. II-01 498). Mit Schreiben vom 20. November 2019 teilte der Vorsteher 
des Volkswirtschaftsdepartements mit, das Departement beabsichtige, das Ge-
such von A.________ um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung dem SEM nicht 
zur Zustimmung zu unterbreiten (Vi-act. II-01 531). Hierzu liess A.________ am 
3. Dezember 2019 Stellung nehmen und verlangen, das Gesuch um Erteilung ei-

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ner Aufenthaltsbewilligung dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten (Vi-act. II-
01 535).

E. Mit Verfügung Nr. 02/2020 vom 6. Februar 2020 lehnte der Vorsteher des 
Volkswirtschaftsdepartements das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilli-
gung von A.________ ab (Vi-act. II-01 540). Hiergegen liess A.________ am 
18. Februar 2020 Beschwerde beim Regierungsrat erheben (Vi-act. II-01 553). 

F. Mit RRB Nr. 264/2020 vom 7. April 2020 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde ab und erlegte die Verfahrenskosten von total Fr. 1'500.-- A.________ 
auf (Bf-act. 1). 

G. Gegen diesen RRB Nr. 264/2020 vom 7. April 2020 (Versand am 
14.4.2020) lässt A.________ mit Eingabe vom 1. Mai 2020 (Postaufgabe am sel-
ben Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 
erheben, mit den folgenden Anträgen:

1. Der Beschluss Nr. 264/2020 des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 
7. April 2020 sei aufzuheben. 

2. Dem Beschwerdeführer sei die nachgesuchte Aufenthaltsbewilligung zu ertei-
len. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

H. Mit Vernehmlassung vom 6. Mai 2020 beantragt das Sicherheitsdeparte-
ment die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Beschwer-
deführers. Am 12. Mai 2020 teilt der Departementsvorsteher den Verzicht des 
Volkswirtschaftsdepartements auf die Einreichung einer Vernehmlassung mit. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vorläufig aufgenommene Personen können jederzeit ein Gesuch um eine 
Aufenthaltsbewilligung stellen (Illes, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, Handkommen-
tar zum Ausländerrecht, Art. 84 N 24).

1.2.1 Nach Art. 84 Abs. 5 Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) 
vom 16. Dezember 2005 werden Gesuche von vorläufig aufgenommenen Aus-
länderinnen und Ausländern, die sich seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz 
aufhalten, unter Berücksichtigung der Integration, der familiären Verhältnisse und 
der Zumutbarkeit einer Rückkehr in den Herkunftsstaat vertieft geprüft. Diese Be-
stimmung ist im Zusammenhang mit der sog. Härtefallbewilligung zu sehen, wo-
nach von den Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 18-29 AIG abgewichen 

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werden kann, um schwerwiegenden persönlichen Härtefällen oder wichtigen öf-
fentlichen Interessen Rechnung zu tragen (Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG; vgl. Urteil 
BGer 2C_589/2019 vom 21.6.2019 Erw. 2.2). Bis auf die Pflicht zur vertieften 
Prüfung unterscheiden sich die Voraussetzungen eines Härtefalls nach Art. 84 
Abs. 5 AIG grundsätzlich nicht von denjenigen nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG 
i.V.m. Art. 31 Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
(VZAE; SR 142.201) vom 24. Oktober 2007, auch wenn Art. 84 Abs. 5 AIG ex-
plizit nur drei Beurteilungskriterien aufzählt (Urteile BVGer F-501/2018 vom 
13.12.2019 Erw. 5.2; F-4727/2017 vom 15.3.2019 Erw. 5.1 und 5.3; F-3956/2016 
vom 17.12.2018 Erw. 5.2; F-3332/2015 vom 13.2.2018 Erw. 4.1 f.; C-351/2010 
vom 2.11.2012 Erw. 6.2). 

1.2.2  Gemäss Art. 31 VZAE, dessen Marginalie ausdrücklich auf Art. 84 Abs. 5 
AIG verweist, sind bei der Beurteilung des schwerwiegenden persönlichen Härte-
falls insbesondere folgende Aspekte zu würdigen: die Integration anhand der In-
tegrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG (lit. a), die Familienverhältnisse, ins-
besondere der Zeitpunkt der Einschulung und die Dauer des Schulbesuchs der 
Kinder (lit. c), die finanziellen Verhältnisse (lit. d), die Dauer der Anwesenheit in 
der Schweiz (lit. e), der Gesundheitszustand (lit. f) sowie die Möglichkeit für eine 
Wiedereingliederung im Herkunftsstaat (lit. g; vgl. Urteil BVGer F-501/2018 vom 
13.12.2019 Erw. 5.2; C-351/2010 vom 2.11.2012 Erw. 6.2). Zudem muss die ge-
suchstellende Person ihre Identität offenlegen (Art. 31 Abs. 2 VZAE). Seit dem 
1. Januar 2019 findet sich, wie in Art. 31 Abs. 1 lit. a VZAE erwähnt, in Art. 58a 
Abs. 1 AIG ein (abschliessender [vgl. Spescha, OFK-Migrationsrecht, 5. Aufl., 
Zürich 2019, Art. 58a AIG N 1]) Katalog von vier Integrationskriterien: die Beach-
tung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (lit. a), die Respektierung der Werte 
der Bundesverfassung (lit. b), die Sprachkompetenzen (lit. c) und die Teilnahme 
am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung (lit. d). In Bezug auf die letzten 
beiden Kriterien präzisiert Art. 58a Abs. 2 AIG, dass der Situation von Personen, 
welche aufgrund einer Behinderung, Krankheit oder anderen gewichtigen persön-
lichen Umständen die Kriterien der Sprachkompetenz oder Teilnehme am Wirt-
schaftsleben/Erwerb von Bildung nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen 
erfüllen können, angemessen Rechnung zu tragen ist. 

Die Integrationskriterien gemäss Art. 58a Abs. 1 AIG werden mit Art. 77a ff. 
VZAE konkretisiert. Art. 77f VZAE hält fest, dass bei der Beurteilung der Integra-
tionskriterien die persönlichen Verhältnisse bei der Sprachkompetenz und der 
Teilnahme am Wirtschaftsleben angemessen zu berücksichtigen sind. Eine Ab-
weichung von diesen Integrationskriterien ist möglich, wenn sie wegen körperli-
cher, geistiger oder psychischer Behinderung (a), einer schweren oder lang an-

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dauernden Krankheit (b) oder aus anderen gewichtigen persönlichen Umständen 
(c) nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erfüllt werden können. Als ge-
wichtige persönliche Umstände (Art. 77f lit. c VZAE) zählen namentlich eine aus-
geprägte Lern-, Lese- oder Schreibschwäche (Ziff. 1), Erwerbsarmut (Ziff. 2) und 
die Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben (Ziff. 3).

1.3 Diese Anforderungskriterien stellen weder einen abschliessenden Katalog 
dar, noch müssen sie kumulativ erfüllt sein (vgl. Urteil BVGer F-3956/2016 vom 
17.12.2018 Erw. 6.1; Urteil BGer 2C_195/2010 vom 23.6.2010 Erw. 6.3). Hinge-
gen ergibt sich schon aufgrund der Stellung des Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG im Ge-
setz (unter dem Abschnitt "Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen") 
und der in Art. 31 Abs. 1 VZAE aufgeführten Kriterien, dass Art. 84 Abs. 5 AIG 
und Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG Ausnahmecharakter zukommt und dass die Voraus-
setzungen zur Anerkennung eines Härtefalls restriktiv zu handhaben sind (Urteil 
BVGer F-3332/2015 vom 13.2.2018 Erw. 4.3). Die betroffene Person muss sich 
in einer persönlichen Notlage befinden. Die Lebens- und Existenzberechtigung 
der gesuchstellenden Person muss, gemessen am durchschnittlichen Schicksal 
von ausländischen Personen, in gesteigertem Mass in Frage gestellt, bzw. die 
Verweigerung der Härtefallbewilligung muss mit schweren Nachteilen verbunden 
sein. Es sind sämtliche Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen. Die Aner-
kennung als Härtefall setzt nicht zwingend voraus, dass die Anwesenheit in der 
Schweiz das einzige Mittel zur Verhinderung einer persönlichen Notlage darstellt 
(Urteil BVGer F-3956/2016 vom 17.12.2018 Erw. 6.2). Auf der anderen Seite rei-
chen eine lang dauernde Anwesenheit und eine fortgeschrittene soziale und be-
rufliche Integration sowie klagloses Verhalten für sich alleine nicht aus, um einen 
schwerwiegenden persönlichen Härtefall zu begründen. Auch berufliche, freund-
schaftliche und nachbarschaftliche Beziehungen, welche die betroffene Person 
während ihres Aufenthaltes in der Schweiz knüpfen konnte, genügen normaler-
weise nicht für eine Abweichung von den Zulassungsvoraussetzungen (BGE 130 
II 39 Erw. 3). Vielmehr wird vorausgesetzt, dass die gesuchstellende Person so 
enge Beziehungen zur Schweiz unterhält, dass von ihr nicht verlangt werden 
kann, in einem anderen Land, insbesondere in ihrem Heimatstaat zu leben (Urteil 
BVGer C-2240/2010 vom 14.12.2012 Erw. 5.3 m.w.H.). Indes werden bei einer 
sehr langen Aufenthaltsdauer weniger hohe Anforderungen an das Vorliegen be-
sonderer Umstände, wie etwa eine überdurchschnittliche Integration oder andere 
Faktoren, gestellt, welche die Rückkehr ins Heimatland als ausgesprochen 
schwierig erscheinen lassen (vgl. BGE 124 II 110 Erw. 3; Urteil des BVGer C-
930/2009 vom 5.12.2012 Erw. 4.3 m.H.).

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1.4 Art. 84 Abs. 5 AIG verlangt für Gesuche von vorläufig aufgenommenen 
Personen, die sich seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz aufhalten, eine ver-
tiefte Prüfung. Das Verwaltungsgericht hat vor dem Hintergrund, dass dem 
Art. 84 Abs. 5 AIG ein Ausnahmecharakter zukommt, der eine restriktive Härte-
fallpraxis nach sich zieht, die von den Vorinstanzen herausgearbeitete, und sich 
an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts anlehnende Praxis als 
rechtens anerkannt, nämlich (VGE III 2019 28 vom 24.4.2019 Erw. 2.4; VGE III 
2016 129 vom 28.9.2016 Erw. 2 ff.; VGE III 2016 32 vom 21.4.2016 Erw. 5 ff.):

- Die verlangte vertiefte Prüfung schränkt nicht das Ermessen der Behörden 
ein.

- Die vertiefte Prüfung kommt einer Prüfungspflicht gleich. Ab einer fünfjährigen 
Aufenthaltsdauer ist in jedem einzelnen Fall im Rahmen einer Gesamtbetrach-
tung sorgfältig und genau zu prüfen, ob besondere Gründe vorliegen, die ei-
nen schwerwiegenden persönlichen Härtefall, bzw. eine persönliche Notlage 
begründen.

- Für sich allein betrachtet genügt weder der Status der vorläufigen Aufnahme 
noch eine langdauernde Anwesenheit, um einen Härtefall zu begründen. Nach 
einer langen Aufenthaltsdauer von zehn und mehr Jahren werden jedoch we-
niger hohe Anforderungen an die Anerkennung einer persönlichen Notlage 
gestellt. Es ist dann von einem schwerwiegenden persönlichen Härtefall aus-
zugehen, wenn die gesuchstellende Person finanziell unabhängig, sozial und 
beruflich gut integriert ist und sich bis dahin klaglos verhalten hat (BGE 124 II 
110; Urteile BVGer C-351/2010 vom 2.11.2012 Erw. 9.1; C-1884/2009 vom 
6.3.2012 Erw. 8.1). 

- Entscheidend ist die Gesamtsituation einer Person. Es ist in jedem Fall eine 
Gesamtwürdigung vorzunehmen, in die alle Kriterien gemäss Art. 31 Abs. 1 
VZAE einfliessen. Es bestehen dabei für die einzelnen Kriterien keine Mindes-
tanforderungen; es kann ein Kriterium nur knapp erfüllt sein, ein anderes je-
doch überragend. Daher hat die Beurteilung und Bewertung individuell und 
umfassend zu erfolgen. Die Gesamtumstände müssen eine Ausnahme von 
der ordentlichen Bewilligungserteilung rechtfertigen.

1.5 Für vorläufig Aufgenommene besteht kein Anspruch auf die Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung (Urteil BGer 2C_195/2010 vom 23.6.2010 Erw. 6.3). Den 
Vorinstanzen kommt bei der Gesuchsbeurteilung ein erheblicher Ermessens-
spielraum zu (Art. 96 Abs. 1 AIG; Schindler, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, a.a.O., 
Art. 96 N 3), der durch die Anforderung einer vertieften Prüfung selbst nicht ein-
geschränkt wird. Massgebend ist, ob die Vorinstanzen im Rahmen des ihnen zu-

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stehenden Ermessensspielraums rechtmässig gehandelt haben. Dabei gebietet 
der Ausnahmecharakter der Härtefallbewilligung eine restriktive Rechtsanwen-
dung (vgl. VGE III 2015 176 vom 22.12.2015 Erw. 3.1). Das Verwaltungsgericht 
kann vorliegend prüfen, ob der rechtserhebliche Sachverhalt richtig festgestellt 
und das Recht richtig angewendet wurde, einschliesslich die Frage, ob eine 
rechtsfehlerhafte Ermessensausübung (Ermessensüberschreitung, -missbrauch; 
qualifizierter Ermessensfehler) vorliegt (§ 55 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegege-
setz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). Diese Prüfung setzt eine rechts-
genügliche, nachvollziehbare Begründung voraus (Ehrenzeller/Schindler/Schwei-
zer/Vallender, Die Schweizerische Bundesverfassung, Art. 29 N 49), damit fest-
gestellt werden kann, ob allenfalls rechtswidrige Gründe (unsachliche Motive) zu 
einem unzulässigen negativen Ermessensentscheid geführt haben.

2.1 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen RRB vom 7. April 2020 u.a. 
sinngemäss, die Vorinstanz habe den Umstand, dass der Beschwerdeführer aus 
gesundheitlichen Gründen keiner Arbeit mehr nachgehen könne (2012 wurde 
erstmals die Diagnose Paranoide Schizophrenie gestellt; 2014 sprach die IV eine 
volle Rente), sehr wohl berücksichtigt. Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen In-
tegration habe sie folgerichtig lediglich auf die Zeit vor dem IV-Entscheid abge-
stellt. Sie habe daraus, dass es der Beschwerdeführer nie geschafft habe, im 
Erwerbsleben richtig Fuss zu fassen und er es versäumt habe, während mehr als 
zehn Jahren seit seiner Einreise eine Ausbildung zu absolvieren oder sich beruf-
lich zu etablieren, zu Recht geschlossen, dass der Beschwerdeführer auch unter 
Berücksichtigung seiner eingeschränkten Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt 
beruflich nicht über eine überdurchschnittliche Integration verfüge (Erw. 6.2). 
Zwar sei nachvollziehbar, dass die psychischen Probleme des Beschwerdefüh-
rers ihn bereits vor dem Jahr 2012, als erstmals die Diagnose Paranoide Schizo-
phrenie gestellt worden sei, beschäftige bzw. im Arbeitsalltag beeinträchtigt hät-
ten. Es würde aber zu kurz greifen, die nicht erkennbare positive berufliche Ent-
wicklung des Beschwerdeführers einzig auf seine wellenförmig auftretenden psy-
chischen Probleme zurückzuführen, zumal er seine Krisentage mit Medikamen-
ten zu überbrücken vermöge (Erw. 6.3). Dem Beschwerdeführer sei bis zum IV-
Entscheid die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung we-
gen seines Gesundheitszustandes nicht von vornherein unmöglich gewesen. 
Dass er sich nicht habe medikamentös behandeln lassen, habe er seinem eige-
nen Versäumnis zuzuschreiben. Zu Recht habe die Vorinstanz die berufliche In-
tegration vor dem IV-Entscheid als nicht gelungen beurteilt (Erw. 6.4). 

Nachdem sich der Beschwerdeführer seit mehr als 17 Jahren in der Schweiz 
aufhalte, könne sein erreichtes Sprachniveau B1 nicht als überdurchschnittliche 

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Integrationsleistung eingestuft werden (Erw. 7.1). Die Voraussetzung der Be-
achtung der schweizerischen Rechtsordnung sei erfüllt, was aber keine besonde-
re Integrationsleistung darstelle (Erw. 7.2). Besonders enge Beziehungen zur 
Schweiz bzw. eine überdurchschnittliche Verwurzelung in der Schweiz seien 
nicht gegeben (Erw. 7.3). Der Beschwerdeführer sei im Kosovo aufgewachsen 
und habe bis zu seinem 18. Lebensjahr dort gelebt, sei entsprechend sozialisiert 
und mit der kosovarischen Kultur und Sprache vertraut. Es sei davon auszuge-
hen, dass er über ein familiäres Beziehungsnetz verfüge. Eine Wiedereingliede-
rung im Heimatland erscheine perspektivisch nicht von vornherein als ausge-
schlossen, auch wenn eine Wegweisung aktuell wegen der vorläufigen Aufnah-
me nicht zur Diskussion stehe (Erw. 7.4). Zusammenfassend lasse sich keine 
überdurchschnittliche Integration des Beschwerdeführers ableiten, weshalb er die 
ihm nach dem Jahr 2012 nicht mehr mögliche berufliche Integration nicht zu 
kompensieren vermöge (Erw. 7.6). 

Der Beschwerdeführer erhalte eine volle IV-Rente, weise aber dennoch ein Ein-
kommensdefizit auf. Den zur Kompensation ausgerichteten Ergänzungsleistun-
gen komme der Charakter von Sozialhilfeleistungen zu. Von finanzieller Unab-
hängigkeit könne keine Rede sein (Erw. 8.2 ff.). 

Zusammenfassend hält der Regierungsrat fest (Erw. 9), das Volkswirtschaftsde-
partement habe die Voraussetzungen zur Erteilung der beantragten Aufenthalts-
bewilligung zu Recht als nicht erfüllt beurteilt. 

2.2 Vor Verwaltungsgericht lässt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde-
schrift im Wesentlichen sinngemäss vortragen, der angefochtene Entscheid be-
ruhe auf einem unzutreffend und unvollständig festgestellten Sachverhalt sowie 
auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung (S. 4 Ziff. 3b). Die Vorinstanz habe un-
berücksichtigt gelassen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz invalid ge-
worden sei, er keiner Arbeit mehr habe nachgehen können und seit dem 7. März 
2013 fortdauernd arbeitsunfähig sei. Vor der krankheitsbedingten Arbeitsunfähig-
keit sei er seit 2007 fast ununterbrochen einer Beschäftigung nachgegangen und 
habe zahlreiche Kurse besucht, um Deutsch- und Grundkenntnisse für das Arbei-
ten mit dem Computer sowie für den Antritt einer Arbeitsstelle erwerben zu kön-
nen. Er habe sich um seine berufliche Integration bemüht und entgegen der vor-
instanzlichen Auffassung den Willen zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum 
Erwerb von Bildung gezeigt (S. 6 Ziff. 8). 

Insbesondere vorläufig Aufgenommene würden praxisgemäss auf berufliche 
Aus- und Weiterbildung verzichten und stattdessen auf eine rasche, unqualifizier-
te Erwerbstätigkeit setzen. Rechtliche und tatsächliche Einschränkungen hätten 
Auswirkungen auf die berufliche Integration des Beschwerdeführers gehabt, weil 

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er bei der Arbeitssuche einen erheblichen Nachteil hatte gegenüber Konkurren-
ten mit geregeltem Aufenthaltsrecht. Gründe für die Arbeitsplatzwechsel des Be-
schwerdeführers seien der ausländerrechtliche Status sowie seine gesundheitli-
chen Probleme. Die fehlende Berufsbildung könne ihm aufgrund der Umstände 
nicht zum Nachteil gereichen (S. 7 f. Ziff. 9). 

Die Vorinstanz habe unberücksichtigt gelassen, dass der Beschwerdeführer we-
gen seinen eingeschränkten Möglichkeiten als Folge seines psychischen Ge-
sundheitszustands nicht in der Lage gewesen sei, sich besser in der Berufswelt 
zu integrieren. Es sei offenkundig, dass der Beschwerdeführer bereits bei seiner 
Einreise in die Schweiz und vor Eintritt der fortdauernden Arbeitsunfähigkeit am 
7. März 2013 gesundheitlich stark angeschlagen gewesen sei. In Anbetracht der 
fünf stationären Behandlungen in einer psychiatrischen Klinik während den Jah-
ren 2012 und 2013 erstaune es nicht, dass ihm keinerlei positive Entwicklungen 
"unterstellt" würden. Unberücksichtigt gelassen habe die Vorinstanz ferner, dass 
das psychische Beschwerdebild Fluktuationen unterliege (S. 8 f. Ziff. 10). Der 
Beschwerdeführer habe sich stets, selbst nach Beginn der psychiatrischen Be-
handlung, aktiv bemüht, in der Arbeitswelt Fuss zu fassen, womit er seine Bereit-
schaft zur Teilhabe am Wirtschaftsleben bezeugt habe. Mehr habe von ihm nicht 
verlangt werden können (S. 10 f. Ziff. 11 f.).

Die Beschäftigungsaussichten für die Zukunft seien auch massgebend, was die 
Vorinstanz verkenne. Da der Beschwerdeführer krankheitsbedingt arbeitsunfähig 
geworden sei, sei ihm die Möglichkeit, seine berufliche Integration voranzutrei-
ben, genommen worden. Einer solchen verunmöglichten bzw. erschwerten Inte-
gration sei Rechnung zu tragen (S. 11 Ziff. 13). Beim Beschwerdeführer genüge 
eine gute berufliche Integration, was offenkundig der Fall sei. Sodann liege eine 
gelungene und erfolgreiche soziale und sprachliche Integration vor (S. 12 Ziff. 
14). Die überdehnten Anforderungen zur beruflichen Integration des behinderten 
Beschwerdeführers verletze Bundesrecht, sei diskriminierend und sachlich unbe-
gründet (S. 12 f. Ziff. 15). 

Ungeachtet der Tatsache des Bezugs von Ergänzungsleistungen, die nicht zur 
Sozialhilfe gehörten, liege eine finanzielle Selbständigkeit vor. Sein Lebensunter-
haltsbedarf sei gedeckt. Der Ergänzungsleistungsbezug dürfe auch nicht mit ei-
ner Sozialhilfeabhängigkeit gleichgesetzt werden (S. 13 f. Ziff. 17 f.). 

Sodann könne sich der Beschwerdeführer "auch auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG" be-
rufen (S. 15 Ziff. 19a; S. 20 Ziff. 19h). Er habe weder Schulden noch sei Nachtei-
liges über ihn bekannt. Er sei angesichts der ausgezeichneten Sprachkenntnisse 
bestens assimiliert und habe enge Beziehungen zur Schweiz (S. 15 Ziff. 19c). 
Unzutreffend sei, dass eine Wegweisung ins Heimatland, wo er seit seiner Aus-

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reise nie mehr gewesen sei und die allgemeine Situation von Gewalt geprägt sei, 
nicht ausgeschlossen erscheine (S. 16 f. Ziff. 19d f.). Die schwere psychische Er-
krankung des Beschwerdeführers könne an seinem Heimatort nicht adäquat be-
handelt werden, wodurch er sich in einer medizinischen Notlage befinde (S. 18 f. 
Ziff. 19f). Sodann begründe die erfolgreiche Integration, die Dauer der Anwesen-
heit und die ausgeschlossene Wiedereingliederung im Herkunftsstaat eine per-
sönliche Notlage. 

3.1 Vorab festzuhalten ist, dass der Regierungsrat in Erwägung 3.2 zumindest 
teilweise auf nicht mehr geltende rechtliche Grundlagen hinweist, wenn er 
festhält, zu berücksichtigen seien namentlich Art. 31 Abs. 1 lit. b (alt)VZAE. Diese 
Bestimmung ("die Respektierung der Rechtsordnung durch die Gesuchstellerin 
oder den Gesuchsteller") wurde mit Wirkung seit 1. Januar 2019 aufgehoben. 
Dasselbe gilt für das vorinstanzlich zitierte (Teil-)Kriterium von Art. 31 Abs. 1 lit. d 
(alt)VZAE, "sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb 
von Bildung" (vgl. AS 2018 3173). Beide Bestimmungen haben (in angepasster 
Form) Eingang in die zu prüfenden Integrationskriterien (vgl. die per 1.1.2019 
ebenfalls geänderte Bestimmung Art. 31 Abs. 1 lit. a VZAE; vorstehend 
Erw. 1.2.2) gemäss Art. 58a Abs. 1 lit. a und lit. d AIG gefunden. Aus dieser vom 
Regierungsrat in Erw. 3.2 dargelegten überholten Rechtslage ist dem Beschwer-
deführer indes kein Nachteil erwachsen, zumal der Regierungsrat in der Folge 
seine "berufliche Integration" sowie die Beachtung der schweizerischen Rechts-
ordnung (unter explizitem Hinweis auf die aktuelle Bestimmung Art. 58a Abs. 1 
lit. a AIG) durch den Beschwerdeführer geprüft hat (vgl. angefocht. RRB Erw. 6 
sowie 7.2). Bleibt anzufügen, dass Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG gegenüber der ent-
sprechenden früheren Verordnungsbestimmung dergestalt abweichend formuliert 
ist, als dass nicht bloss der entsprechende Wille, sondern die tatsächliche Teil-
nahme am Wirtschaftsleben bzw. der Erwerb von Bildung gefordert wird (Spe-
scha, a.a.O., Art. 58a AIG N 7). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er 
habe seinen Willen stets gezeigt, bezieht auch er sich auf die frühere Norm und 
verkennt, dass in der aktuell geltenden Bestimmung die tatsächliche Teilnahme 
gefordert ist. 

3.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, er könne sich "auch auf Art. 30 Abs. 1 
lit. b AIG berufen" (Beschwerde S. 15 Ziff. 19a). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung sei bei einem Ausländer, der sich seit 10 Jahren in der Schweiz 
aufhalte, von einem schwerwiegenden persönlichen Härtefall auszugehen. 

3.2.1  Bereits erwähnt wurde, dass bis auf die Pflicht zur vertieften Prüfung sich 
die Voraussetzungen eines Härtefalls nach Art. 84 Abs. 5 AIG grundsätzlich nicht 
von denjenigen nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG i.V.m. Art. 31 VZAE unterscheiden 

11

(vgl. vorstehend Erw. 1.2.1). In der Lehre wird die Auffassung vertreten, Art. 84 
Abs. 5 AIG bilde keine eigenständige Rechtsgrundlage für die Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung, sondern verweise implizit auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG, die 
Grundlage für die sog. Härtefallbewilligung (Bolzli, OFK-Migrationsrecht, Art. 84 
AIG N 10; angefocht. RRB Erw. 3.2). Härtefallgesuche sind, unbesehen davon, 
ob sie von Asylsuchenden (Art. 14 AsylG), Sans-Papiers (Art. 30 Abs. 1 lit. b 
AIG) oder vorläufig Aufgenommenen (Art. 84 Abs. 5 AIG) gestellt werden, 
grundsätzlich nach denselben Kriterien gemäss Art. 31 Abs. 1 VZAE zu behan-
deln (Bolzli, a.a.O., Art. 84 AIG N 12). Damit erübrigt sich nach einer Härtefallprü-
fung im Zusammenhang mit vorläufig Aufgenommenen (Art. 84 Abs. 5 AIG) eine 
alternative bzw. zusätzliche Härtefallprüfung nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG. 

3.2.2  Zu Recht aber weist der Beschwerdeführer auf seine Einreise in die 
Schweiz im April 2003, damit auf eine über 10-jährige Anwesenheitsdauer in der 
Schweiz und die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung bezüglich 
Härtefall hin. Es ist somit von einem schwerwiegenden persönlichen Härtefall 
auszugehen, wenn der Beschwerdeführer finanziell unabhängig, sozial und be-
ruflich gut integriert ist und sich bis dahin klaglos verhalten hat. Wie erwähnt, 
genügen aber für sich allein betrachtet weder der Status der vorläufigen Aufnah-
me noch eine langdauernde Anwesenheit, um einen Härtefall zu begründen. 
Nach einer langen Aufenthaltsdauer von zehn und mehr Jahren werden jedoch 
weniger hohe Anforderungen an die Anerkennung einer persönlichen Notlage 
gestellt. 

4.1 Der Beschwerdeführer ist weder im Strafregister (Auszug vom 15.4.2019) 
verzeichnet noch bestehen in Bezug auf seine Person Betreibungen oder Ver-
lustscheine (Auszug vom 27.5.2019; vgl. Vi-act. II-01 484 f.). Das Kriterium der 
Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Art. 31 Abs. 1 lit. a VZAE 
i.V.m. Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG und Art. 77a VZAE) ist erfüllt. Indes ist mit dem 
Regierungsrat, der das Kriterium ebenfalls als erfüllt betrachtet, festzuhalten, 
dass dies von allen Personen, die sich in der Schweiz aufhalten, erwartet wird 
und daher allein gestützt auf dieses Kriterium keine besondere Integrationsleis-
tung angenommen werden kann (angefocht. RRB Erw. 7.2).

4.2 Nicht geprüft hat der Regierungsrat das Kriterium der Respektierung der 
Werte der Bundesverfassung gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. a VZAE i.V.m. Art. 58a 
Abs. 1 lit. b AIG und Art. 77c VZAE. Dass der Beschwerdeführer namentlich die 
rechtsstaatlichen Prinzipien sowie die freiheitlich-demokratische Grundordnung 
der Schweiz, die Grundrechte wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, 
das Recht auf Leben und persönliche Freiheit, die Glaubens- und Gewissensfrei-

12

heit sowie die Meinungsfreiheit oder die Pflicht zum Besuch der obligatorischen 
Schule (vgl. Art. 77c VZAE) nicht respektieren würde, ist nicht ersichtlich. Es be-
stehen hierzu keine Anhaltspunkte. Die Respektierung dieser Werte darf indes - 
wie die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (vgl. vorstehend 
Erw. 4.1) - ohne Weiteres erwartet werden, sodass auch allein gestützt hierauf 
nicht eine besondere Integrationsleistung anzuerkennen ist. 

4.3 Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer über mündli-
che Sprachkompetenzen auf dem Referenzniveau B1 verfügt (Vi-act. II-01 517). 
Der Regierungsrat erwog dabei, dass das Erreichen der Stufe B1 nicht als über-
durchschnittliche Integrationsleistung eingestuft werden könne und stützte in die-
sem Sinne die Auffassung des Volkswirtschaftsdepartements, wonach dieses 
Sprachniveau vom Beschwerdeführer nach seinem langjährigen Aufenthalt in der 
Schweiz durchaus erwartet werden dürfe (angefocht. RRB Erw. 7.1; vgl. Verfü-
gung des Volkswirtschaftsdepartements vom 6.2.2020 Erw. 8). Diese Begrün-
dung ist nicht zu beanstanden. Tatsächlich darf von einer im Alter von 18 Jahren 
in die Schweiz eingereisten Person nach 17 Jahren das ausgewiesene Sprachni-
veau B1, gemäss welchem er in einfachen zusammenhängenden Sätzen spre-
chen und ohne Vorbereitung an Gesprächen über Themen teilnehmen kann, die 
ihm vertraut sind oder sich auf Themen des Alltags beziehen (vgl. angefocht. 
RRB Erw. 7.1; Vi-act. II-01 517), erwartet werden. Eine besondere Integrations-
leistung in sprachlicher Hinsicht stellt dies keinesfalls dar. 

Anzufügen ist, dass sich der Beschwerdeführer offensichtlich auf einen im Januar 
2013 - und damit vor 7 Jahren - ausgestellten Sprachnachweis beruft (einge-
reicht mit dem damaligen Gesuch um Aufenthaltsbewilligung; Vi-act. II-01 312, 
468). Dass sich die Sprachkompetenzen zwischenzeitlich verbessert hätten, 
macht der Beschwerdeführer weder geltend noch ergibt es sich aus den Akten. 
Viel mehr ist angesichts des beschwerdeführerischen Verweises auf die 2013 
bescheinigte (mündliche) Sprachkompetenz von einem im besten Fall stagnier-
ten Niveau auszugehen, wäre doch - vor dem Hintergrund der bereits mit Schrei-
ben des AFM vom 13. Juni 2019 erwähnten Mitwirkungspflicht (Art. 90 AIG; § 19 
VRP; Vi-act. II-01 503) - bei einer Verbesserung ohne Weiteres anzunehmen, 
dass der Beschwerdeführer aktuellere Nachweise zu den Akten gereicht hätte. 
Erhärtet wird der Verdacht auf eine Stagnation der Sprachfähigkeit durch die 
Tatsache, dass die vom Beschwerdeführer eingereichten Empfehlungsschreiben 
allesamt von Personen mit Deutsch als Fremdsprache stammen (Vi-act. II-01 
518-524), was darauf hindeutet, dass der nicht berufstätige Beschwerdeführer 
vorwiegend nicht deutschsprachige Kontakte pflegt. 

13

4.4.1  Am 16. September 2014 sprach die IV-Stelle des Kantons Schwyz dem 
Beschwerdeführer ab 1. März 2014 eine ganze Invalidenrente zu (Vi-act. II-01 
476). Dies bei einem Invaliditätsgrad von 72%. Es sei ihm eine angepasste 
Tätigkeit im Rahmen von 50% mit zusätzlicher Leistungseinschränkung von 50% 
zumutbar. Aufgrund des massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommens 
und der anrechenbaren Beitragsdauer erkannte die IV-Stelle auf die anwendbare 
Rentenskala 35 bzw. auf eine monatliche Teilrente von Fr. 1'052.--. Dem Härte-
fallgesuch vom 6. Juni 2019 legte der Beschwerdeführer sodann eine Verfügung 
der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz vom 21. Dezember 2018 bei (Vi-act. 
II-01 471), gemäss welcher ihm nach Neuberechnung infolge geänderter Be-
rechnungsgrundlage ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen in der Höhe von 
Fr. 1'184.-- (Fr. 771.-- zzgl. Fr. 413.-- Prämienpauschale Krankenversicherung) 
ab dem 1. Januar 2019 zusteht (Berechnungsgrundlage u.a. IV-Rentenein-
nahmen von Fr. 12'780.--/Jahr bzw. monatlich - im Vergleich zur Verfügung der 
IV-Stelle vom 1.3.2014 leicht erhöht - Fr. 1'065.--, Vi-act. II-01 470). 

4.4.2  Gemäss den vorliegenden Akten, namentlich dem IK-Auszug vom 12. Au-
gust 2013 (Bf-act. 8) bzw. den Arbeitsverträgen, Einwilligungen und Bewilli-
gungskopien arbeitete der Beschwerdeführer vor seiner ab 1. März 2014 zuge-
sprochenen IV-Rente wie folgt: März - Oktober 2007 als Hausangestellter im Ho-
tel C.________ (Vi-act. II-01 92 f.); August - Oktober 2008 als Küchenhilfe im 
Gasthaus E.________ (Vi-act. II-01 95, 97, 105); Dezember 2008 - Dezember 
2009 als Küchenangestellter bei F.________ (Vi-act. II-01 107 ff.); Juli - Dezem-
ber 2009 als Küchenhilfe bei G.________ (Vi-act. II-01 112, 125 [= Kündigung 
Arbeitgeber, gemäss welcher der letzte Arbeitstag der der 31.10.2009 war]); Mai 
2010 - Januar 2012 als Hausangestellter bei H.________ GmbH (Vi-act. II-01 
127 ff.);  April - Juli 2012 als Officeangestellter bei der Stiftung I.________ (Bf-
act. 4; Vi-act. II-01 204 ff.); Oktober - November 2012 als Betriebsmitarbeiter 
J.________ AG (Arbeitsort Kloten; Vi-act. II-01 213 ff.); Oktober - Dezember 
2012 als Betriebsmitarbeiter bei K.________ (Personalrestaurant; Bf-act. 7; Vi-
act. II-01 218). In den Monaten Februar - Mai sowie August - September 2012 
bezog der Beschwerdeführer Arbeitslosenentschädigungen (Bf-act. 8). 

4.4.3  Zu Recht hat der Regierungsrat festgestellt, dass der Beschwerdeführer 
weder eine Aus- bzw. Berufsbildung (Lehre, EBA), eine anderweitige berufliche 
Qualifizierung, noch besondere Fach- oder Spezialkenntnisse vorweisen kann 
(angefocht. RRB Erw. 6.2). Dies hätte indes in den rund 10 Jahren zwischen Ein-
reise und Zusprechung der IV-Rente ohne Weiteres erwartet werden dürfen. 
Hieran ändern die vom Beschwerdeführer eingereichten Kursbestätigungen we-
nig (Vi-act. II-01 504 - 516). Sie stammen mit einer Ausnahme alle aus der Zeit 

14

vor Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und erfolgten im Rahmen der Caritas-Be-
treuung von Flüchtlingen/vorläufig Aufgenommenen zur Förderung derer Integra-
tion. Das Bewerbungstraining von 2012 erfolgte im Rahmen der Arbeitslosenver-
sicherung. Einen Hinweis auf besondere Eigeninitiative zur beruflichen Integrati-
on stellen sie nicht dar. Damit sollen die Kursteilnahmen keineswegs bagatelli-
siert werden. Namentlich etwa der bei der Caritas im Jahr 2007 absolvierte Gas-
tronomiekurs ist als löblich zu bezeichnen, vermittelte dieser Kurs doch Grund-
kenntnisse der Gastronomie und erleichterte sicherlich den Einstieg in eine Gas-
trotätigkeit. Besondere Fach- oder Spezialkenntnisse erwarb der Beschwerdefüh-
rer indes nicht. Mithin ist dem Beschwerdeführer wohl ein gewisses Bemühen 
zuzusprechen, sich - vor Eintritt der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit - be-
ruflich zu integrieren. Indes sind aber weder besondere Branchen- oder Spezial-
kenntnisse angeeignet worden noch lässt sich eine Ernsthaftigkeit erblicken, den 
Abschluss einer Berufsbildung absolvieren und sich verbesserte Chancen in der 
Berufswelt schaffen zu wollen (vgl. angefocht. RRB Erw. 6.3 in fine). 

4.4.4  Hinzuweisen ist, dass sich der Beschwerdeführer diesbezüglich bereits 
frühere Ausführungen bzw. den von ihm nicht angefochtenen und rechtskräftig 
gewordenen RRB vom 3. September 2013 entgegenhalten lassen muss (vgl. Vi-
act. II-01 372). Die dortige Beurteilung der beruflichen Integration bezieht sich - 
wie vorliegend zu beurteilen - grundsätzlich auf dieselbe Periode seit Einreise im 
Jahr 2003 und vor Erkrankung. Der Beschwerdeführer war bereits zum damali-
gen Zeitpunkt mehr als 10 Jahre landesanwesend und die Beurteilung erfolgte 
unter Beachtung der einschlägigen Rechtsprechung (vgl. vorstehend Erw. 1.4 
und 3.2.2; Vi-act. II-01 370 Erw. 3.1.1 f.). Die im vorliegend angefochtenen Ent-
scheid ergangene Beurteilung betreffend berufliche Integration fällt zu Recht 
nicht abweichend von der damaligen aus (vgl. Vi-act. II-01 368 Erw. 3.5.3 ff.). 
Auch für das Verwaltungsgericht besteht nach dem Gesagten kein Anlass, von 
den damaligen Erwägungen des in Rechtskraft erwachsenen Entscheids, wo-
nach der Beschwerdeführer nicht als beruflich integriert betrachtet werden könne 
bzw. dass keine beachtenswerte berufliche Entwicklung vorliege, abzuweichen. 

4.4.5  In Bezug auf die zwischenzeitlich geänderte Rechtslage (vgl. namentlich 
Art. 58a Abs. 2 AIG i.V.m. Art. 77f VZAE; Art. 31 Abs. 5 VZAE; vorstehend 
Erw. 1.2.2) bringt der Beschwerdeführer sinngemäss vor, er sei bereits bei der 
Einreise in die Schweiz gesundheitlich "stark angeschlagen" gewesen, habe psy-
chisch bedingt zu kämpfen gehabt und sei mithin aufgrund seiner psychischen 
Beschwerden "von Anfang an bei seiner beruflichen Integration stark beeinträch-
tigt" gewesen (Beschwerde S. 8 f. Ziff. 10). Entgegen seiner Auffassung hat die 
Vorinstanz dieses Vorbringen berücksichtigt (vgl. angefocht. RRB Erw. 6.3). Un-

15

geachtet der zwischenzeitlich geänderten Rechtslage, hätte der Beschwerdefüh-
rer diese geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen (die Diagnose 
wurde erstmals 2012 gestellt) bereits zusammen mit dem Umwandlungsgesuch 
im Jahr 2013 ohne Weiteres vortragen können/müssen, zumal damals - wie er-
wähnt - nur der Wille und nicht die tatsächliche Teilnahme am Wirtschaftsleben 
gefordert war. Indes liess der Beschwerdeführer in seiner Verwaltungsbeschwer-
de vom 25. April 2013 vorbringen, er erfreue sich "guter Gesundheit"; gesund-
heitlich beeinträchtigt sei einzig die Ehefrau, was sich im Übrigen deckt mit den 
Angaben in den Unterlagen des Asylverfahrens (vgl. Vi-act. II-01 355 Ziff. 18). 
Vor dem Hintergrund dieser diametral entgegengesetzten Aussagen, welche zeit-
lich dieselbe Periode betreffen, ist ein nicht zu schützendes rechtsmissbräuchli-
ches Verhalten nicht von vornherein von der Hand weisen. Jedenfalls verhält es 
sich so, dass die im Jahr 2012 erstmals diagnostizierten psychischen Krankhei-
ten keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die berufliche Integra-
tion des Beschwerdeführers hatten, wäre doch andernfalls anzunehmen, dass er 
dies bereits im Verfahren im Jahr 2013, als im Übrigen die Diagnosen bereits be-
kannt waren (vgl. Bf-act. 11), vorgetragen hätte - nicht aber, "sich guter Gesund-
heit zu erfreuen". 

Den vorliegenden medizinischen Unterlagen lässt sich denn auch nicht entneh-
men, dass der Beschwerdeführer vor der ersten Diagnosestellung und nament-
lich nicht bereits seit Einreise in die Schweiz im Jahr 2003 in berufsmässiger Hin-
sicht beeinträchtigt gewesen war. Zum Beschwerdeführer finden sich in den 
früheren Akten keine Hinweise für eine gesundheitliche Beeinträchtigung (abge-
sehen von Klagen über Herz- und Lungenbeschwerden, direkt bei der Einreise 
[Vi-act. II-01 25 und 52]), die vorläufige Aufnahme 2005 wurde mit einer Krank-
heit einzig der Ehefrau begründet (Vi-act. II-01 78). Sodann hat sich die paranoi-
de Schizophrenie des Beschwerdeführers "ab 4/12" (= ab April 2012) "langsam 
entwickelt" (vgl. Bf-act. 11 [= psychiatrisches Konsilium vom 21.3.2014 von 
Dr.med. D.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, RAD Zentral-
schweiz], 26-8/9 2. Abschnitt). Die "funktionellen Einschränkungen", d.h. das 
Ausmass der Beeinträchtigung von Fähigkeiten, die im Erwerbsleben generell 
oder an bestimmten Arbeitsplätzen bedeutsam sind, und daraus resultierend 
mögliche Einschränkungen der Leistungsfähigkeit für berufliche Tätigkeiten (Psy-
chrembel Online, https://www.pschyrembel.de/funktionelle Einschrän-
kung/S00P4, abgerufen am 25.5.2020), "bestehen auf der Schizophrenie" (Bf-
act. 11 26-9/9). Somit erhellt, dass die vor Gericht gemachten beschwerdeführe-
rischen Vorbringen, die im Zusammenhang mit der (beruflichen) Integration aus-
schliesslich auf der diagnostizierten subsyndromalen posttraumatischen Belas-
tungsstörung (PTBS) basieren, nicht verfangen können, zumal diese PTBS of-

16

fensichtlich keine (ins Gewicht fallenden) funktionellen Einschränkungen zei-
tigt(e) (Bf-act. 11 26-9/9; vgl. angefocht. RRB Erw. 6.4). Zudem spricht der Be-
richt vom 16. Mai 2019 von einem Verdacht auf eine PTBS, mithin nicht von einer 
erhärteten Diagnose (Vi-act. II-01 431). 

4.4.6  Nach dem Gesagten kann dem Regierungsrat im Ergebnis in jedem Falle 
keine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung vorgeworfen werden, wenn er eine 
gute berufliche Integration des Beschwerdeführers für die Zeit vor dem IV-
Entscheid verneinte (vgl. angefocht. RRB Erw. 6.4), zumal auch der Beschwer-
deführer nicht bestreitet, dass ihm "keinerlei positive Entwicklung" gelungen sei 
(vgl. Beschwerde S. 9). Soweit er die ausgebliebene positive Entwicklung auf 
seinen psychischen Gesundheitszustand zurückführen will, vermag er daraus - 
wie dargelegt - nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 

4.4.7  Was die Zeit seit der Zusprache einer IV-Rente anbelangt, so kann vom 
Beschwerdeführer anerkanntermassen keine berufliche Integration erwartet wer-
den wie von einer Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung. Dem ist zwei-
felsohne Rechnung zu tragen (vgl. Art. 58a Abs. 2 AIG). 

Die Diagnose der paranoiden Schizophrenie ist anerkannt und bildet Grundlage 
der IV-Rente (Bf-act. 11). Es handelt sich dabei wohl um eine volle IV-Rente. 
Konkret aber ist dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit im Rahmen 
von 50% mit zusätzlicher Leistungseinschränkung von 50% zumutbar, mithin wä-
re der Beschwerdeführer teil-arbeitsfähig während eines 50%-Pensums (Vi-act. 
II-01 476). Der Beschwerdeführer schloss denn per 16. März 2015 auch einen 
auf zwei Jahre befristeten Vertrag FlexWerk MotivA mit der BSZ Stiftung ab für 
einen geschützten Arbeitsplatz ohne festgelegte Arbeitszeit (laufende Vereinba-
rung der Arbeitszeit gemäss vereinbarten Zielsetzungen; Vi-act. II-01 387), wobei 
er rund 9Std./Woche tätig war (Vi-act. II-01 395). Per 1. Mai 2016 wurde ein neu-
er, unbefristeter Vertrag FlexWerk abgeschlossen (Vi-act. II-01 405). Im Januar 
2018 bestätigte die BSZ eine wöchentliche Arbeitszeit von 8.3h (Vi-act. II-01 
413). Per 28. Februar 2018 verliess der Beschwerdeführer diese Beschäftigung 
(Vi-act. II-01 420), da er sich überfordert fühlte. Seither geht der Beschwerdefüh-
rer keiner Erwerbstätigkeit mehr nach; auch macht er keine anderweitigen Be-
schäftigungen geltend. 

Triaplus bestätigte im Mai 2019, dass der Beschwerdeführer (nach der Renten-
zusprache) seit 2015 nie mehr stationär behandelt werden musste, dass er über 
Krankheitseinsicht verfüge und um das wellenartige Auftreten von 2-4 Krisenta-
gen ca. alle 3 bis 4 Wochen wisse und er diese medikamentös überbrücken kön-
ne (Vi-act. II-01 431). Auch die Caritas attestierte dem Beschwerdeführer im Mai 

17

2019, dass er nach einer schwierigen Zeit (mit Krankheitsausbruch und Tren-
nung von der Ehefrau) nun seit vielen Jahren selbständig sei und kaum Unter-
stützung benötige (Vi-act. II-01 467). In Anbetracht der attestierten Teil-Arbeits-
fähigkeit, der genannten Berichte sowie seines noch jungen Alters dürfte erwartet 
werden, dass der Beschwerdeführer eine seiner Krankheit angepassten Tätigkeit 
nachgehen würde. Auch wenn dies anerkanntermassen nicht einfach ist, so 
muss dennoch vermerkt werden, dass keinerlei Hinweise auf entsprechende 
Bemühungen sichtbar sind oder geltend gemacht werden. Auch dies gilt es in der 
Gesamtwürdigung zu beachten.

4.5.1  Nach den unbestrittenen Feststellungen des Regierungsrats (angefochte-
ner RRB Erw. 8.2, vgl. Vi-act. II-01 470) generiert der Beschwerdeführer aus  
seiner IV-Rente (Fr. 12'780.--/Jahr) sowie aus der BVG/Pensionskassenrente 
(Fr. 7'762.--/Jahr) (ab 1.1.2019) jährliche Einnahmen von total Fr. 20'542.--, was 
gegenüber dem jährlichen Ausgabenbedarf von Fr. 34'741.-- einem Einnahme-
defizit von Fr. 14'199.-- entspricht. Dieses Einnahmedefizit kompensiert der Be-
schwerdeführer durch den Bezug von Ergänzungsleistungen von monatlich 
Fr. 1'184.-- (Fr. 771.-- zzgl. Fr. 413.-- Prämienpauschale Krankenversicherung 
[Direktzahlung an Krankenkasse]). 

Wie der Regierungsart unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
zutreffend festhält, stellen Ergänzungsleistungen zwar keine Sozialhilfeleistungen 
dar. Sie belasten aber als beitragsunabhängige Sonderleistungen die öffentlichen 
Finanzen, gehen mithin zu Lasten der Öffentlichkeit (vgl. Urteile BGer 
2C_458/2019 vom 27.9.2019 Erw. 3.3; 2C_98/2018 vom 7.11.2018 Erw. 4.4; 
BGE 135 II 265 Erw. 3.7). Auch wenn der Bezug von Ergänzungsleistungen aus-
länderrechtlich keinen Widerrufsgrund bildet, darf er im Rahmen der Prüfung der 
Verhältnismässigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahmen berücksichtigt 
werden. Gleiches gilt auch bei der Härtefallprüfung im Rahmen der Prüfung der 
finanziellen Verhältnisse gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. d VZAE. Bezieht ein Gesuch-
steller Ergänzungsleistungen, so belastet er die öffentliche Hand in erheblichem 
Masse.

4.5.2  Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den ersten Arbeitsmarkt ist in 
naher Zukunft kaum realistisch, zumal selbst die Stelle im geschützten Rahmen 
bei der BSZ-Stiftung vom Beschwerdeführer, der gemäss Arbeitszeugnis (wel-
ches grundsätzlich wohlwollend formuliert werden soll [BGE 144 II 345 Erw. 
5.2.1]) durchschnittliche Leistungen erbrachte (vgl. Vi-act. II-01 477), infolge 
Überforderung aufgegeben worden war (vgl. Beschwerde S. 10 Ziff. 11). Auszu-
gehen ist derzeit viel mehr von einem fortgesetzt andauernden Bezug von Er-
gänzungsleistungen - die derzeit offensichtlich betragsmässig über der ausbe-

http://links.weblaw.ch/2C%2098/2018

18

zahlten IV-Rente liegen (vgl. Erw. 4.5.1 hiervor) - was die öffentliche Hand in er-
heblichem Umfang belastet. Diese finanzielle Abhängigkeit vom Gemeinwesen 
ist mitunter auf die nicht (gut) gelungene berufliche Integration des Beschwerde-
führers zurückzuführen: Aufgrund der zwar zahlreichen, indes kurzen Erwerbs-
tätigkeiten im Tieflohnsegment fällt die IV-Rente (Teilrente bei Anspruch auf eine 
ganze IV-Rente) gering aus (vgl. Verfügung des Volkswirtschaftsdepartements 
vom 6.2.2020 Erw. 11). Anderseits hängt der Bezug der Ergänzungsleistungen 
aber direkt auch mit seiner krankheitsbedingten Invalidität zusammen und ist 
dem entsprechend grundsätzlich unverschuldet, kann dem Beschwerdeführer 
mithin nicht angelastet werden. Wie jedoch bereits aufgezeigt, wäre dem Be-
schwerdeführer medizinisch aber eine Teilzeitbeschäftigung zumutbar, wodurch 
er mindestens zur Verringerung der notwendigen Ergänzungsleistungen und da-
mit Entlastung der öffentlichen Hand beitragen könnte. Bemühungen hierzu sind 
indes nicht erkennbar, was sich der Beschwerdeführer anrechnen lassen muss.

Es ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 18 
Ziff. 18) nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsrat einerseits festhält, dass 
der Beschwerdeführer ohne die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen nicht aus 
eigener Kraft dauerhaft für sich sorgen kann, und anderseits, dass den ihm aus-
gerichteten Ergänzungsleistungen der Charakter von Sozialhilfeleistungen zu-
komme (angefocht. RRB Erw. 8.4; vgl. auch Urteil Verwaltungsgericht Zürich 
VB.2019.00620 vom 11.12.2019 Erw. 2.2). Zumindest in der gegebenen Höhe ist 
dies sodann nicht gänzlich unverschuldet. Damit erweist sich die regierungsrätli-
che Beurteilung, dass die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers nicht 
für eine Härtefallbewilligung sprechen, im Ergebnis als zutreffend und stellt keine 
rechtsfehlerhafte Ermessensausübung dar (vgl. angefocht. RRB Erw. 8.4).

4.6 Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei "in der Schweiz bestens assimiliert" 
und weise ein soziales Beziehungsnetz auf (Beschwerde S. 15 unten, S. 16 [un-
ten] f.). Zwar möchte er mit den zu den Akten gereichten Referenzschreiben sei-
ne gesellschaftliche bzw. soziale Integration untermauern (Vi-act. II-01 518 ff.). 
Diesbezüglich hält der Regierungsrat fest, die eingereichten Referenzschreiben 
stammten alle von "Landsleuten", mithin Personen kosovarischer Herkunft, was 
der Beschwerdeführer vor Gericht nicht bestreitet. Vor diesem Hintergrund ist die 
vorinstanzliche Feststellung nicht zu beanstanden, dass das Umfeld des Be-
schwerdeführers - soweit ersichtlich - ausschliesslich, mindestens aber zum 
überwiegenden Teil, aus Familienangehörigen und Bekanntschaften aus dem ei-
genen Kulturkreis besteht (angefocht. RRB Erw. 7.3). Auch hiergegen opponiert 
der Beschwerdeführer vor Gericht nicht. Er macht im Übrigen auch keine ande-
ren Vorbringen, welche weder für eine besondere noch gute gesellschaftliche In-

19

tegration sprechen würden. Namentlich vermag der Beschwerdeführer weder ei-
ne Vereinstätigkeit noch ein sonstiges gesellschaftliches Engagement aufzuzei-
gen (vgl. angefocht. RRB Erw. 7.3; VGE III 2014 88 vom 25.6.2014 Erw. 3.5.). 
Eine gelungene bzw. gute soziale Integration wurde damit weder substantiiert 
behauptet oder belegt noch kann damit von einer solchen, schon gar nicht von 
einer besonderen, ausgegangen werden. 

4.7 Zusammenfassend erweist sich nach dem Gesagten die Integration (Art. 31 
Abs. 1 lit. a VZAE i.V.m. Art. 58a Abs. 1 AIG) des Beschwerdeführers als nicht 
über das ohnehin zu Erwartende hinausgehend. Angesichts der langen Anwe-
senheit in der Schweiz mit Einreise im Jahr 2003 ist viel mehr von einem gewis-
sen Integrationsdefizit auszugehen. Dem Umstand, dass ihm die sprachliche In-
tegration dergestalt geglückt ist, dass er mit seiner (mündlichen) Sprachkompe-
tenz in einfachen zusammenhängenden Sätzen sprechen und ohne Vorbereitung 
an Gesprächen über Themen teilnehmen kann, die ihm vertraut sind oder sich 
auf Themen des Alltags beziehen, stehen die als eher unterdurchschnittlich zu 
qualifizierende soziale, die nicht als gut bzw. gelungen zu bezeichnende berufli-
che Integration (für die Zeit vor dem IV-Entscheid) und die nicht zuletzt daraus 
resultierende und in der Höhe nicht unverschuldete wirtschaftliche Abhängigkeit 
von der öffentlichen Hand. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Vor-
instanz zu hohe Integrationsanforderungen gestellt hat (vgl. Beschwerde S. 12 f. 
Ziff. 14 f.): Auch die rechtsprechungsgemäss für einen länger als 10 Jahre lan-
desanwesenden Ausländer weniger strengen Kriterien (finanzielle Unabhängig-
keit, sozial und beruflich gute Integration, klagloses Verhalten) sind mit Ausnah-
me des klaglosen Verhaltens - das indes erwartet werden darf - nicht erfüllt. 

4.8 Das bislang Ausgeführte deutet nicht auf eine überdurchschnittliche Ver-
wurzelung in der Schweiz hin. Die Eltern des Beschwerdeführers wohnen 
gemäss den Feststellungen des Regierungsrats nach wie vor im Kosovo, was 
der Beschwerdeführer bestätigt (angefocht. RRB Erw. 7.4; Beschwerde S. 16 
Mitte). Seine Schwester (Ausweis C als anerkannter Flüchtling) und sein Bruder 
(Ausweis B im Rahmen des Familiennachzugs) wohnen in L.________ bzw. 
M.________ (vgl. Verfügung des Volkswirtschaftsdepartements vom 6.2.2020 
Erw. 10). Die am 2. Dezember 2006 in Schwyz geschlossene Ehe mit der koso-
varischen Ehefrau wurde am 21. Februar 2014 geschieden (Vi-act. II-01 375, 
377). Weder sind dieser Ehe gemeinsame Kinder entsprungen noch ergibt sich 
aus den Akten und der Beschwerdeschrift ein sonstiges Kindesverhältnis zu ei-
nem in der Schweiz lebenden Kind. Damit aber weist der heute 35-jährige Be-
schwerdeführer auch keine Familienverhältnisse auf, die einen Härtefall begrün-
den würden, wenn er die Schweiz verlassen müsste. Im Übrigen steht die vorläu-

20

fige Aufnahme nicht zur Debatte, so dass der Kontakt zu den hier ansässigen 
Verwandten auch bei Gesuchsablehnung im bisherigen Masse weitergepflegt 
werden kann. Weiterungen zum Kriterium Familienverhältnisse (Art. 31 Abs. 1 lit. 
c VZAE) erübrigen sich damit.

4.9.1  Ein Härtefall liegt auch nicht deshalb vor, weil der Beschwerdeführer die 
Heimat bereits im Alter von 18 Jahren verlassen hat und im Jahr 2003 in die 
Schweiz eingereist ist. Zu Recht hat die Vorinstanz festgestellt, dass der Be-
schwerdeführer dadurch, dass er die ersten 18 Jahre seines Lebens im Kosovo 
verbracht hat, entsprechend sozialisiert und mit der kosovarischen Kultur und 
Sprache vertraut ist. Zwar bestehe zu seinen Eltern im Kosovo angeblich nicht 
"ein regelmässiger Kontakt" (Beschwerde S. 16 Mitte), was indes nicht von vorn-
herein auf ein zerrüttetes Verhältnis hinweist, schon gar nicht auf eine unzumut-
bare Rückkehr. Zu beachten ist, dass die Rückkehr ins Heimatland wohl im Vor-
dergrund steht, letztlich aber die Unzumutbarkeit entscheidend ist, im Ausland 
bzw. in einem anderen Land zu leben (Urteile BVGer F-501/2018 vom 
13.12.2019 Erw. 6.6; F-3956/2016 vom 17.12.2018 Erw. 6.2).

4.9.2  Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, die Situation im Kosovo sei ange-
spannt und von Gewalt geprägt und die Menschenrechtslage habe sich ver-
schlechtert (Beschwerde S. 17 f.). 

Im Urteil D-1213/2011 vom 30. Januar 2015 hielt das Bundesverwaltungsgericht 
(in Bezug auf einen Asylwiderruf) fest, dass zu berücksichtigende Faktoren wie 
Demokratisierung, Rechtsstaatlichkeit, Beachtung der Menschenrechte sowie ei-
ne stabile und dauerhafte Lage für Zugehörige der im Kosovo lebenden albani-
schen Volksmehrheit (rund 90% der Bevölkerung), auch wenn bezüglich der öf-
fentlichen Verwaltung - so insbesondere beim Justizwesen und der Rechtsstaat-
lichkeit - noch Mängel bestünden, an deren Behebung jedoch gearbeitet werde, 
und trotz einer als schwach zu bezeichnenden allgemeinen wirtschaftlichen Lage 
des Landes, mittlerweile als erfüllt zu erachten seien. 

In Bezug auf die allgemeine Lage im Kosovo ist sodann festzustellen, dass der 
Bundesrat Kosovo mit Verordnung vom 25. Oktober 2017 als Staat bezeichnet 
hat, in welchen eine Rückkehr - insbesondere aufgrund des Fehlens einer Situa-
tion allgemeiner Gewalt und aufgrund vorhandener medizinischer Grundversor-
gung (vgl. zur Gesundheitsversorgung nachfolgend Erw. 4.9.3 ff.) - als in der Re-
gel zumutbar zu erachten ist (vgl. Urteil BVGer D-5122/2018 vom 3.10.2018 
Erw. 8.3.2). 

Im Übrigen stützte auch das Bundesgericht in jüngerer Vergangenheit regelmäs-
sig Wegweisungen aus der Schweiz von kosovarischen Staatsangehörigen (vgl. 

21

statt vieler Urteil BGer 2C_69/2019 vom 4.11.2019). Aus den Vorkommnissen 
der Jahre 2017 und 2018 (Beschwerde S. 17 f.) vermag der Beschwerdeführer 
vor diesem Hintergrund nichts für sich abzuleiten. 

4.9.3  Vor Verwaltungsgericht macht der Beschwerdeführer - soweit ersichtlich 
erstmals - geltend, eine Wegweisung sei sinngemäss wegen seiner schweren 
psychischen Erkrankung, welche an seinem Heimatort nicht adäquat behandelt 
werden könne, unzumutbar und würde unter Verletzung von Art. 25 Abs. 3 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 
18. April 1999, Art. 3 des Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, 
unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK; SR 0.105) vom 
10. Dezember 1984 sowie Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 4. November 1950 erfolgen. 

4.9.4  Gründe ausschliesslich medizinischer Natur lassen einen Wegweisungs-
vollzug im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen, es sei denn, die erfor-
derliche Behandlung sei wesentlich und im Heimatland nicht erhältlich. Entspre-
chen ferner die Behandlungsmöglichkeiten im Herkunftsland nicht dem medizini-
schen Standard in der Schweiz, so bewirkt dies allein noch nicht die Unzumut-
barkeit des Vollzugs. Von einer Unzumutbarkeit ist erst dann auszugehen, wenn 
die ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung eine drastische und lebens-
bedrohende Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach sich zieht (Urteil 
BVGer D-4316/2019 vom 2.10.2019 Erw. 8.3.3 m.H.a. BVGE 2011/50 Erw. 8.3 
und BVGE 2009/2 Erw. 9.3.2). 

4.9.5  Zwar weist das kosovarische Gesundheitssystem nicht denselben Stan-
dard wie in westeuropäischen Ländern auf. Hingegen müsste der Beschwerde-
führer bei einer Rückkehr in sein Heimatland angesichts der dort bestehenden 
medizinischen Strukturen keine drastische und lebensbedrohende Verschlechte-
rung seines Gesundheitszustandes befürchten. 

Die Gesundheitsversorgung im Kosovo ist gesichert. Es gibt ein mehrstufiges, 
nahezu flächendeckendes staatliches psychiatrisches Behandlungssystem und 
der Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten physischer und psychischer Erkran-
kungen ist - im Übrigen auch für Angehörige ethnischer Minderheiten - gewähr-
leistet (vgl. Urteil BVGer D-5122/2018 vom 3.10.2018 Erw. 8.3.2 mit weiteren 
Hinweisen). Grundsätzlich können in den verschiedenen staatlichen psychiatri-
schen Einrichtungen alle Krankheitsbilder, das heisst leichte bis schwere De-
pressionen, Psychosen oder paranoide Schizophrenie, behandelt werden. Eben-
so sind Strukturen, Ressourcen und Erfahrungen für die Behandlung eines PTBS 
im Kosovo vorhanden. Zumindest ist mit einer medikamentösen Behandlung eine 

22

Symptom-Reduktion erreichbar. Zudem ist in staatlichen Institutionen insbeson-
dere die Behandlung und Betreuung für Personen mit chronischen Psychosen 
wie Schizophrenie kostenlos (vgl. SEM, Focus Kosovo, Behandlungsangebote 
bei psychischen Erkrankungen, 25.10.2016).

Gemäss Bericht der Triaplus vom Mai 2019 (Vi-act. II-01 431) hatte der Be-
schwerdeführer seit 2015 keine stationäre Behandlung mehr nötig. Es besteht 
eine Krankheitseinsicht und er ist fähig, wellenartig auftretende Krisentage medi-
kamentös zu überbrücken. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerde-
führer die in der Schweiz aufgenommene Behandlung im Kosovo würde fortset-
zen können. Der Beschwerdeführer hätte auch die Möglichkeit, einen Medika-
mentenstock aus der Schweiz mitzunehmen, welcher zur Überbrückung in der 
Anfangszeit ausreichen sollte (vgl. Urteil BVGer D-5122/2018 vom 3.10.2018 
Erw. 8.3.2). 

4.9.6  Einmal abgesehen davon, dass Wiedereingliederungsmöglichkeiten bei 
einer Rückkehr des Beschwerdeführers in den Kosovo im vorliegenden Fall für 
die Beurteilung eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls nur beschränkt 
herangezogen werden können, da er vorläufig aufgenommen ist und mit einer 
Aufhebung der vorläufigen Aufnahme in absehbarer Zeit grundsätzlich nicht zu 
rechnen ist (vgl. Urteil BVGer F-3332/2015 vom 13.2.2018 Erw. 6.5), erwiese 
sich der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach dem Gesagten 
als zumutbar. Zu Recht hat die Vorinstanz festgestellt, dass eine Wiedereinglie-
derung im Kosovo nicht von vornherein ausgeschlossen ist (angefocht. RRB 
Erw. 7.4). Die gegenteilige Auffassung des Beschwerdeführers vermag nicht zu 
überzeugen. Namentlich auch als unbehilflich erweist sich im Übrigen das Argu-
ment, dass das wirtschaftliche Existenzminimum nicht gesichert sei (Beschwerde 
S. 17 oben), könnte doch der Beschwerdeführer mit einer Zahlung seiner IV-
Rente im vollem Umfange ins Ausland gemäss Art. 5 des Abkommens zwischen 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kosovo über soziale 
Sicherheit (SR 0.831.109.475.1) vom 8. Juni 2018 auch im Kosovo profitieren, 
wo das Preisniveau wesentlich tiefer ist als in der Schweiz (vgl. Urteil BGer 
9C_423/2017 vom 10.7.2017 Erw. 3.3). 

4.10 In Würdigung der Gesamtumstände des Einzelfalls ist zusammenfassend 
die Gesuchsabweisung durch die Vorinstanzen nicht zu beanstanden. Wohl kann 
dem Beschwerdeführer ein rechtskonformes Verhalten attestiert werden. Auch 
verfügt er über eine gute mündliche Sprachkompetenz auf dem Niveau B1. All 
dies geht indes nicht über das für einen 35-jährigen Ausländer mit rund 17-
jähriger Anwesenheit zu Erwartende hinaus und ist keineswegs bemerkenswert. 
Dies gilt selbst in Anerkennung, dass 2012 eine paranoide Schizophrenie dia-

23

gnostiziert wurde, welche eine Teil-Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Hinweise 
für eine vertiefte bzw. nur schon als gut zu bezeichnende gesellschaftliche Inte-
gration fehlen. Weder der Familien- noch ein Freundeskreis weist auf eine be-
sonders enge Beziehung zur Schweiz hin. Eine besondere Verankerung in der 
Schweiz besteht nicht. Gesundheitliche Gründe im Sinne einer medizinischen 
Notlage für eine Härtefallbewilligung bestehen keine und eine Wiedereingliede-
rung im Herkunftsstaat erscheint nicht unzumutbar. Entgegen der Darstellung 
des Beschwerdeführers entspricht diese Würdigung der Gesamtumstände keinen 
den für langjährig landesanwesende Ausländer geltenden weniger hohen Inte-
grationsanforderungen. In Berücksichtigung der restriktiven Handhabung der 
Härtefallbewilligung nach Art. 84 Abs. 5 AIG haben die Vorinstanzen mit der Ab-
lehnung des Gesuches um Aufenthaltsbewilligung (Umwandlung F in B) kein 
Bundesrecht verletzt. In Anbetracht der für die Zeit vor dem IV-Entscheid unge-
nügenden beruflichen und keineswegs über die Erwartungen hinausgehenden 
sozialen Integration besteht keine so enge Beziehungen zur Schweiz, dass von 
dem Beschwerdeführer nicht verlangt werden kann, in einem anderen Land zu 
leben. Die Voraussetzungen für die Annahme einer schweren Notlage und eines 
persönlichen Härtefalls im Sinne der zitierten Rechtsprechung (vgl. oben Erw. 1.2 
ff.) sind nicht erfüllt. Da mit der Gesuchsabweisung keine Wegweisung einher-
geht, das Aufenthaltsrecht des Beschwerdeführers bestehen bleibt und er wei-
terhin seine gesellschaftlichen Kontakte pflegen und die medizinische Betreuung 
beanspruchen kann, ist der vorinstanzliche Entscheid auch nicht unverhältnis-
mässig.

5. Damit erweist sich die Beschwerde, mit der der Beschwerdeführer die Auf-
hebung des angefochtenen RRB Nr. 264/2020 vom 7. April 2020 sowie die Ertei-
lung einer Aufenthaltsbewilligung anbegehrt, insgesamt als unbegründet, wes-
halb sie abzuweisen ist.

6. Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die auf Fr. 1'500.-- festzu-
setzenden Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 72 VRP). 
Parteientschädigung ist dem unterliegenden Beschwerdeführer keine zuzuspre-
chen (§ 74 VRP). 

24

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 1'500.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. 
Nachdem er einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe geleistet hat, ist die 
Rechnung ausgeglichen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völkerrecht 
einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere Art. 
83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- das Volkswirtschaftsdepartement
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz 
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 18. Juni 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 10. Juli 2020