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**Case Identifier:** 340a74f1-7596-51cf-8f41-9b079a8fc290
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.05.2017 UV 2015/84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-84_2017-05-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/84

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 11.05.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 11.05.2017
Art. 6 UVG: Verneinung der natürlichen Kausalität und damit der 
Leistungspflicht des Unfallversicherers in Bezug auf einen 
Bandscheibenvorfall bzw. dessen operative Behandlung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom11. Mai 2017, UV 2015/84).

Entscheid vom 11. Mai 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/84       

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ AG im Verkauf-Aussendienst 

tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als er am 15. August 2014 in eine Auffahrkollision 

verwickelt wurde (Suva-act. 1). Gemäss Polizeiprotokoll der Kantonspolizei 

Graubünden vom 2. September 2014 fuhren drei Unfallbeteiligte, an erster Position der 

Versicherte, mit ihren Personenwagen hintereinander von C.___ Richtung D.___, als ein 

unbekannter, vor dem Versicherten fahrender Personenwagenlenker abzubiegen 

beabsichtigte und seinen Personenwagen bis zum Stillstand abbremste. Der 

Versicherte sowie der Personenwagenlenker an zweiter Position bremsten ihre 

Personenwagen ebenfalls bis zum Stillstand ab. Der Personenwagenlenker an dritter 

Position versuchte ebenfalls abzubremsen, kollidierte jedoch mit dem Heck des 

Personenwagens an zweiter Position, worauf es diesen durch den Aufprall in das Heck 

des Personenwagens des Versicherten schob (Suva-act. 18/7; vgl. auch Suva-act. 

12/2). Der Versicherte liess sich noch am Unfalltag im Spital E.___ untersuchen, wo 

nach einer Röntgen- sowie klinisch-neurologischen Untersuchung der LWS und HWS 

die Diagnosen Kontusion im LWS-Bereich sowie craniocervicales 

Beschleunigungstrauma gestellt und ab dem 15. August 2014 voraussichtlich für eine 

Woche eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurden (UV-act. 13; vgl. auch Suva-

act. 11). Die Hausärztin des Versicherten, Dr. med. F.___, Allgemeine Medizin FMH, 

verordnete dem Versicherten am 30. August 2014 bei den vorgenannten Diagnosen 

eine Physiotherapieserie (Suva-act. 11). Am 15. September 2014 teilte die 

Arbeitgeberin des Versicherten der Suva telefonisch mit, dass sich der Versicherte 

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gleichentags krank gemeldet, bis dahin aber immer gearbeitet habe. Bereits die Woche 

davor habe er über Schmerzen im Nacken-/Rückenbereich geklagt (Suva-act. 9). Am 

22. September 2014 folgte die Information an die Suva, dass der Versicherte wieder zur 

Arbeit erschienen sei (Suv-act. 17). Für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit hatte Dr. F.___ 

ein Arztzeugnis ausgestellt (Suva-act. 10). In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 29. 

September 2014 hielt sie fest, dass sich die Rücken- und Kopfschmerzen des 

Versicherten nach chiropraktorischer Behandlung gebessert hätten. Die Chirotherapie 

werde voraussichtlich drei Monate weitergeführt. Ein bleibender Nachteil sei 

voraussichtlich nicht zu erwarten (Suva-act. 19). Am 10. Dezember 2014 teilte der 

Versicherte der Suva telefonisch mit, dass er noch regelmässig bei Dr. med. G.___, 

Chiropraktor, und Dr. F.___ in Behandlung sei (Suva-act. 22). Auch am 14. April und 9. 

Juni 2015 verneinte der Versicherte gegenüber der Suva einen Behandlungsabschluss 

und gab Dr. F.___ und Dr. G.___ als Arzt bzw. Therapeuten an (Suva-act. 28, 30).

A.b  Am 3. Juni 2015 war beim Versicherten wegen Schmerzen im Bereich der LWS 

und ins linke Bein ausstrahlend und bei einem positiven Lasègue auf Zuweisung von 

Dr. F.___ eine MRI-Untersuchung der LWS im Radiologiedepartement des Spitals 

H.___ erfolgt, welche einen ausgedehnten Bandscheibenvorfall LWK5/S1 linksbetont 

mit konsekutiver Nervenwurzelbedrängung L5 und S1 links und zusätzlich leichte 

neuroforaminale Engen LWK4/5 beidseits und LWK5/S1 rechts zur Darstellung 

gebracht hatte (Suva-act. 33). Infolge Ausschöpfung der nicht-chirurgischen Therapien 

inklusive Infiltration (Suva-act. 40) wurde beim Versicherten am 22. Juli 2015 in der 

Klinik für Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) eine 

Sequesterektomie L4/5 links durchgeführt, wofür er vom 21. bis 25. Juli 2015 

hospitalisiert war (Suva-act. 40). Dem Versicherten wurde vom 21. Juli bis 31. August 

2015 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 43).

A.c  Am 6. August 2015 liess die Suva durch ihre Kreisärztin med. pract. I.___, 

Fachärztin für Chirurgie, eine Kausalitätsbeurteilung der Rückenbeschwerden 

vornehmen. Die Kreisärtzin befand die aktuell beklagten Beschwerden inklusive 

Operation im KSSG nicht als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal und betrachtete 

die unfallbedingten Beschwerden längstens als abgeklungen (Suva-act. 41). 

Gleichentags verneinte die Suva gegenüber dem Versicherten ihre Leistungspflicht für 

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den Bandscheibenvorfall bzw. dessen Operation mangels Unfallkausalität (Suva-act. 

42).

A.d  Am 10. August 2015 teilte der Versicherte der Suva telefonisch mit, dass er mit der 

Leistungsablehnung nicht einverstanden sei (Suva-act. 44). Weiter wurden der Suva 

Schreiben von Dr. F.___ und Dr. med. J.___, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie 

FMH, vom 11. bzw. 12. August 2015 eingereicht (Suva-act. 45 f.), worin die beiden 

Ärzte mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen kausalen 

Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 15. August 2014 und dem 

Bandscheibenvorfall feststellten. Auch die Arbeitgeberin des Versicherten nahm mit 

Schreiben vom 18. August 2015 zur Leistungsablehnung der Suva Stellung (Suva-act. 

48).

A.e  Angesichts der neu eingereichten Akten ersuchte die Suva ihre Kreisärzte Dr. med. 

K.___, FMH für Chirurgie, spez. Allgemein- und Unfallchirurgie, und med. pract. I.___ 

erneut um eine Kausalitätsbeurteilung. Nachdem diese in ihren Beurteilungen vom 21. 

August bzw. 2. September 2015 eine fehlende Unfallkausalität der Diskushernie 

begründet hatten (Suva-act. 47, 49), hielt die Suva mit Verfügung vom 3. September 

2015 an ihrer Leistungsablehnung bezüglich des operativen Eingriffs vom 22. Juli 2015 

und dessen Nachbehandlung fest (Suva-act. 50). Für die unfallbedingten HWS-

Beschwerden und die Kopfschmerzen sicherte sie dem Versicherten weiterhin 

Versicherungsleistungen zu (Suva-act. 50).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung ging bei der Suva am 9. September 2015 eine Einsprache 

des Versicherten ein, worin dieser auf einen Bericht des Instituts L.___ verwies, 

welches die medizinische Tauglichkeit für die Ausbildung zum O.___ prüfe. Dieses habe 

ihn für den Lehrgang 2012 als sehr gesund und fit eingestuft (Suva-act. 54).

B.b  Mit E-Mail vom 18. September 2015 ersuchte die Suva Dr. med. M.___, Chef 

Flugmedizin, Eidgenössisches Departement N.___, um Einreichung der Unterlagen 

betreffend die beim Ver¬sicherten durchgeführten Abklärungen, insbesondere in Bezug 

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auf dessen Rücken (Suva-act. 57). Am 5. November 2015 legte Dr. M.___ einen beim 

Versicherten erhobenen Röntgenbefund vor (Suva-act. 66).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 17. November 2015 (Suva-act. 68) wies die Suva die 

vom Versicherten erhobene Einsprache (Suva-act. 54) ab.

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 26. November 2015 (act. G 1) Beschwerde und 

beantragte sinngemäss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm 

die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Bandscheibenoperation vom 

22. Juli 2015, inklusive deren Nachbehandlung und der nachfolgenden 

Arbeitsunfähigkeit, auszurichten.

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2016 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.c Mit Replik vom 23. Februar 2016 hielt der Beschwerdeführer sinngemäss an 

seinem Antrag fest (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung 

einer Duplik (act. G 7 f.).

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht in Bezug auf den beim 

Beschwerdeführer am 3. Juni 2015 mittels MRI erhobenen Bandscheibenvorfall LWK5/

S1 linksbetont mit konsekutiver Nervenwurzelbedrängung L5 und S1 (Suva-act. 33) 

bzw. dessen operative Behandlung vom 22. Juli 2015 mit Sequesterektomie L4/5 links 

mit nachfolgender Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 40) zu Recht verneint hat, weil 

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zwischen diesem Befund bzw. der entsprechenden Operation und dem Autounfall vom 

15. August 2014 kein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs 

sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung 

nicht oder nicht in gleicher Weise oder nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die 

Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall 

die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 

das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung 

verantwortlich ist, der Unfall mit anderen Worten als Teilursache nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene Folge entfiele. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit 

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eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 

(BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 337 f. E. 1 mit Hinweisen; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 E. 

1b; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 

4. Aufl. Bern 2014, § 70 Rz. 58 f.). Als adäquate Ursache eines Erfolgs hat ein Ereignis 

nach der Rechtsprechung zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu 

bewirken, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als begünstigt 

erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 V 461 E. 5a mit Hinweisen). Im Bereich klar 

ausgewiesener somatischer Unfallfolgen spielt jedoch die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher 

Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 

291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen).

3.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen (BGE 129 V 181 E. 3.1; PVG 

1984 Nr. 82, 174; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 55). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend 

für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen 

Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 E. 1b). Die 

Beschwerdegegnerin stützt ihre Leistungsablehnung insbesondere auf die 

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kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. K.___ und med. pract. I.___ vom 21. August bzw. 

1. September 2015 (Suva-act. 47, 49). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und 

Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, 

sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 

1991 Nr. U 133 S. 311 ff.). Der Umstand, dass Dr. K.___ sowie med. pract. I.___ ihre 

Beurteilungen aufgrund der Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst 

untersucht haben, steht ihrem Beweiswert nicht entgegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 370 

E. 5b).

4.   

4.1  Eine Diskushernie bzw. ein Bandscheibenvorfall ist im Regelfall eine degenerative 

Erkrankung der Wirbelsäule. Sie kann hingegen im Ausnahmefall auch Folge eines 

Traumas sein (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 878 ff.; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. 

Aufl. Berlin 2014, S. 232; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 182; 

LEITLINIE DER ORTHOPÄDIE, Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie 

und Orthopädische Chirurgie und dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. 

erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 5).

4.2  Ist es durch den Unfall zu einer Diskushernie und damit zu einem neuen 

strukturellen Gesundheitsschaden gekommen, ist die natürliche Kausalität gegeben. 

Hat der Unfall hingegen keine Diskushernie verursacht, kann diese nur im Rahmen 

eines degenerativen Prozesses entstanden sein. In diesem Fall können unfallkausale 

Verletzungsfolgen und damit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nur bejaht 

werden, wenn es durch den Unfall zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung einer 

vorbestehenden degenerativen Diskushernie gekommen ist. Denn im Falle einer (nur) 

vorübergehenden Verschlimmerung eines vorbestehenden Bandscheibenvorfalls ist 

eine Leistungspflicht für eine Bandscheibenoperation und die nachfolgende 

Arbeitsunfähigkeit unabhängig davon, ob die Beschwerden des durch den Unfall 

aktivierten Bandscheibenvorfalls im Zeitpunkt der Sequesterektomie noch andauerten, 

zu verneinen, weil der Eingriff der Behebung der Ursache selbst, d.h. des degenerativ 

bedingten Bandscheibenvorfalls dient (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

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Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 20. September 2001, U 379/00, E. 6c; Urteil des 

Versicherungsgerichts St. Gallen vom 30. Juni 2004, UV 2003/51, E. 4.b, abrufbar unter 

www.gerichte.sg.ch, Dienstleistungen, Rechtsprechung, Versicherungsgericht).

5.   

5.1  Eine traumatische Diskushernie gilt als objektiviert, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund erhoben wird (BGE 134 V 121 E. 

9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 

5.4 mit Hinweisen [U479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 

8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).

5.2  Die beim Beschwerdeführer noch am Unfalltag, d.h. am 15. August 2014, 

durchgeführte Röntgenuntersuchung der LWS hat, abgesehen von einer leichten 

Höhenminderung von BWK 12 ventral, normal hohe Wirbelkörper, eine normale Höhe 

der Zwischenwirbelkörper, ein regelrechtes dorsales Alignement und eine normale 

Knochenmineralisation ergeben. Es konnte zudem keine knöcherne Destruktion und 

keine frische Fraktur ausgemacht werden. Hingegen zeigte sich ein unfallfremder 

Vorzustand in Form einer leichten rechts-konvexen Skoliose der LWS (Suva-act. 13). 

Einem früheren Röntgenbefund von Dr. M.___, der offenbar zur Prüfung der 

medizinischen Tauglichkeit des Beschwerdeführers für die Ausbildung zum O.___ für 

den Lehrgang 2012 erhoben worden war, kann neben der Skoliose ein 

hyperlordotischer Flachrücken und ein fehlender Bogenschluss L5/S1 entnommen 

werden (Suva-act. 66; vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 776, 813, 817, 827 ff., 843 ff.; 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1974 f., S. 2000 "Spondylolyse", S. 2294 

"Wirbelsäulenspaltbildungen"). Erst die MRI-Untersuchung der LWS des 

Beschwerdeführers vom 3. Juni 2015 brachte einen ausgedehnten Bandscheibenvorfall 

LWK5/S1 linksbetont (median bis foraminär), mit konsekutiver 

Nervenwurzelbedrängung L5 und S1 links, sowie zusätzliche leichte neuroforaminale 

Engen LWK4/5 beidseits und LWK5/S1 rechts zur Darstellung (Suva-act. 33).

5.3  Aus dem Umstand, dass gemäss medizinischer Literatur Diskushernien auf 

normalen Röntgenbildern nicht direkt sichtbar sind und die Abnützung nur gelegentlich 

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als eine Verschmälerung des knöchernen Wirbelabstands indirekt nachweisbar ist (vgl. 

dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 881 f.; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 232; ROCHE 

LEXIKON, a.a.O., S. 182; http://www.hirslanden-bibliothek.ch/themen/artikel/article/

bandscheibenvorfall-ursachen-und -behandlung/, abgerufen am 13. April 2017), ist zu 

folgern, dass im vorliegenden Fall keine beweiskräftigen bildgebenden Unterlagen 

vorliegen, welche den genauen Zeitpunkt der tatsächlichen Entstehung des 

Bandscheibenvorfalls LWK5/S1 linksbetont beim Beschwerdeführer belegen würden. 

Nachdem der Bandscheibenvorfall am 22. Juli 2015 operativ therapiert wurde, wird 

auch nicht mehr zu beantworten sein, ob allenfalls bereits vor dem Unfall vom 15. 

August 2014 ein zunächst symptomloser Bandscheibenvorfall vorhanden war. 

Festzustellen ist immerhin, dass ein vorbestehender Bandscheibenvorfall in den

medizinischen Akten nicht explizit angesprochen bzw. in Erwägung gezogen worden 

ist.

5.4  Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, kann ein Kausalzusammenhang 

zwischen dem Bandscheibenvorfall bzw. dessen operativer Behandlung mit 

nachfolgender Arbeitsunfähigkeit und dem Autounfall vom 15. August 2014 trotz dieser 

Unsicherheit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint 

werden.

6.   

6.1  Nach der Rechtsprechung kann eine Diskushernie bzw. ein Bandscheibenvorfall 

nur dann als weitgehend unfallbedingt betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von 

besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe 

herbeizuführen. Vorausgesetzt wird weiter, dass die Symptome der Diskushernie 

(vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger 

Arbeitsunfähigkeit auftreten (RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190, Nr. U 379 S. 192; Urteil des 

EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, teilweise publiziert in AJP 2006 S. 877 ff.). Ein 

Unfall ist nur in Ausnahmefällen geeignet, eine Bandscheibenverletzung hervorzurufen, 

zumal eine gesunde Bandscheibe derart widerstandsfähig ist, dass unter 

Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe verletzt 

würde. Im medizinischen Versuch konnte die isolierte Verletzung einer Bandscheibe 

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durch einen Unfall lediglich bei rein axialer Belastung der Wirbelsäule, nicht aber bei 

Rotations-, Hyperextensions- oder Hyperflexionsbewegungen herbeigeführt werden 

(Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, mit Hinweis auf GÜNTER G. 

MOLLOWITZ [Hrsg.], Der Unfallmann, Berlin/Heidelberg 1993, S. 164 ff.). Angesichts 

des Gesagten kann also eine erst in zeitlichem Abstand zum Unfall diagnostizierte 

Diskushernie im Regelfall nicht die Folge des Unfalls sein, sondern stellt eine 

eigenständige, d.h. unfallunabhängige degenerative Gesundheitsschädigung dar.

6.2  Kreisärztin med. pract. I.___ nimmt in ihrer Beurteilung vom 2. September 2015 

(Suva-act. 49) zur Frage der Unfallkausalität des Bandscheibenvorfalls im Sinne einer 

beim Unfall erlittenen strukturellen Läsion Stellung und verneint eine Unfallkausalität. 

Der Beschwerdeführer sei der Fahrer eines Autos gewesen, auf welches zwei weitere 

Autos aufgeprallt/aufgefahren seien. Das Auto des Beschwerdeführers habe nur eine 

kleine Läsion mit einem Sachschaden in Höhe von Fr. 1'000.-- erlitten (vgl. dazu Suva-

act. 18/6, Suva-act. 20). Initial seien die Beschwerden des Beschwerdeführers als 

LWS-Kontusion beurteilt worden. Im Arztzeugnis UVG des Spitals E.___ vom 28. 

August 2014 (Suva-act. 13) sei ausserdem ein normaler Neurostatus vermerkt. Im 

konkreten Fall habe sodann weder ein Trauma mit einer hohen Gewalteinwirkung noch 

mit einer axialen Stauchung stattgefunden. Die lumbale Wirbelsäule habe durch die 

Abstützung und Polsterung durch die Sitzfläche einen guten Schutz erfahren (Suva-act. 

49). Med. pract. I.___ nimmt damit in ihrer Beurteilung auf den Unfallmechanismus, die 

Schwere des vom Beschwerdeführer erlittenen Autounfalls vom 15. August 2014 sowie 

die initiale medizinische Beurteilung der Unfallverletzung Bezug und setzt sich mit den 

rechtssprechungsgemäss massgebenden und auf medizinischen Erfahrungstatsachen 

basierenden Faktoren einer traumatischen Diskushernie auseinander (vgl. Erwägung 

6.1). Sie gibt die Fakten des konkreten Falles korrekt wieder und setzt sie in einen 

nachvollziehbaren und schlüssigen Zusammenhang. Vor diesem Hintergrund besteht 

kein Anlass daran zu zweifeln, dass der Unfall vom 15. August 2014 nicht geeignet war, 

beim Beschwerdeführer eine - im Sinn eines Ausnahmefalls mögliche (vgl. Erwägung 

6.1.1) - Diskushernie zu verursachen.

6.3  Gestützt wird die kreisärztliche Schlussfolgerung durch die beim 

Beschwerdeführer erst mit einer Latenzzeit von rund einem Monat tatsächlich 

eingetretene Arbeitsunfähigkeit. Der erstbehandelnde Arzt im Spital E.___ hatte dem 

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Beschwerdeführer zwar ab dem Unfalltag, einem Freitag, für voraussichtlich eine 

Woche eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 13). Von dieser machte er 

aber offensichtlich keinen Gebrauch und ging nach dem Wochenende, d.h. am 

Montag, wieder zur Arbeit (vgl. dazu Suva-act. 9, Suva-act. 18-27). Auf dem Unfallfoto 

ist ausserdem kein Sachschaden am Personenwagen des Beschwerdeführers 

erkennbar (Suva-act. 18/16), aus dem sich ein Autounfall von besonderer Schwere mit 

einer Krafteinwirkung auf die Wirbelsäule ableiten liesse, die geeignet gewesen wäre, 

eine Diskushernie zu verursachen. Der Umstand, dass initial und zumindest bis Ende 

Januar 2015 in den medizinischen Akten nicht von typischen radikulären Symptomen 

einer Diskushernie die Rede ist (vgl. Suva-act. 13, 19, 25), sondern solche erst 

anschliessend, spätestens etwas vor Mai 2015, aufgetreten sein dürften (vgl. Suva-act. 

33, 46), stützt die Beurteilung, die Diskushernie sei erst in zeitlichem Abstand zum 

Unfall aufgetreten, ebenfalls. Unfallnah wurde eine Diskushernie offenbar auch nicht in 

Erwägung gezogen. Die Unfalldiagnose lautete "Kontusion im LWS-Bereich" (Suva-act. 

11, 13) und der erstbehandelnde Arzt im Spital E.___ hatte es jedenfalls nicht als nötig 

erachtet, eine MRI-Untersuchung durchzuführen, mit welcher ein Verdacht auf eine 

Diskushernie hätte erhärtet werden können (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 881; 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 232; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 182).

6.4  Dr. K.___ zieht in seiner Beurteilung vom 21. August 2015 aus dem Umstand, dass 

eine Schmerzausstrahlung nicht im Anschluss an den Unfall, sondern erst viel später im 

Verlauf dokumentiert ist, den überzeugenden Schluss, es liege eine unfallunabhängige 

Bandscheibenproblematik vor (Suva-act. 47). Eine Degeneration ist im Gegensatz zu 

einem akuten Trauma ein fortschreitender Prozess. Sie beginnt unbedeutend und 

nimmt im Verlauf zu. Entsprechend kann sie zunächst ohne weiteres symptomlos oder 

unmerklich schleichend verlaufen, aber auch unvermittelt und schlagartig kompliziert 

werden (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 586, 878). Im konkreten Fall spricht die 

Beschwerdesymptomatik im zeitlichen Ablauf nicht für eine traumatisch verursachte 

Diskushernie, sondern - wie von Dr. K.___ angenommen - überwiegend wahrscheinlich 

für eine degenerative Bandscheibenproblematik, die im Juni 2015 akut geworden ist. 

Erfahrungsgemäss kann sich ein degenerativer Prozess wie hier beschrieben in der 

gegebenen Latenzzeit von beinahe einem Jahr bis zu den aktenmässig dokumentierten 

radikulären Symptomen ohne weiteres entwickeln. Zumindest drängt sich die Annahme 

einer unfallbedingten Kausalität nicht auf. Dies zumal belegt ist, dass die LWS des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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Beschwerdeführers vor dem Unfall Veränderungen (Skoliose, fehlender Bogenschluss 

L5/S1, Suva-act. 13, 66) aufwies, die eine entsprechende Entwicklung noch gefördert 

haben könnten.

6.5  Dr. J.___ und Dr. F.___ sprechen sich zwar für einen Zusammenhang zwischen 

dem Bandscheibenvorfall und dem Autounfall vom 15. August 2014 aus (Suva-act. 45 

f.), doch begründen sie ihre Schlussfolgerung mit dem zeitlichen Zusammenhang und 

der Beschwerdefreiheit des Beschwerdeführers vor dem Unfall (post hoc ergo propter 

hoc). Die blosse zeitliche Abfolge vermag jedoch juristisch gesehen nichts über eine 

allfällige Unfallkausalität auszusagen (vgl. dazu ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205; UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 69 zu Art. 4 ATSG; SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52, E. 7.2.4, sowie SVR 2008 UV Nr. 11 [U 290/06]; RKUV 1994 Nr. 

U 206 S. 329 E. 3b).

6.6  Damit steht mit dem im Sozialversicherungsrecht geforderten Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass beim Beschwerdeführer eine durch den 

Unfall vom 15. August 2014 verursachte neue, bleibende Gesundheitsschädigung im 

Sinn einer strukturellen Veränderung auszuschliessen ist.

7.   

7.1  Bezüglich der Frage, ob sich eine vorbestehende Diskushernie richtungsgebend, 

mithin dauernd, unfallbedingt verschlimmert hat, gelten dieselben Kriterien wie für eine 

unfallbedingte Diskushernie, was auch hier dazu führt, dass eine Unfallkausalität nur 

ausnahmsweise und insbesondere nur dann in Frage kommt, wenn der Unfall auch 

geeignet gewesen wäre, eine gesunde Bandscheibe zu verletzen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Februar 2012, 8C_902/2011, E. 2 mit Hinweisen; Urteil des 

EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, teilweise publiziert in AJP 2006 S. 877 ff., und 13. 

Juni 2005, U 441/04, E. 3.1). Eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung muss 

röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression 

abheben (Urteile des Bundesgerichts vom 22. Juli 2016, 8C_285/2016, E. 6.4.3, und 

25. April 2012, 8C_237/2012,

E. 4.2.4).

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7.2  Wie bereits erwähnt, liegen unfallnah keine aussagekräftigen radiologischen Bilder, 

wie ein MRI, vor, welche eine richtungsgebende Verschlimmerung ausweisen könnten. 

Im konkreten Fall bestehen aber auch keinerlei Anhaltspunkte für eine solche. Wie in 

Erwägung 6 dargelegt, ist weder von einem Unfall von besonderer Schwere 

auszugehen noch sind beim Beschwerdeführer unfallnahe Radikulopathien und eine 

sofortige Arbeitsun¬fähigkeit nachgewiesen.

8.   

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der angefochtene Einspracheentscheid, 

mit welchem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die Behandlung des am 

3. Juni 2015 mittels MRI erhobenen ausgedehnten Bandscheibenvorfalls LWK5/S1 

linksbetont bzw. dessen operative Behandlung und die nachfolgende 

Arbeitsunfähigkeit abgelehnt hat (Suva-act. 68), nicht zu beanstanden ist.

9.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 17. November 2015 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.05.2017
	Art. 6 UVG: Verneinung der natürlichen Kausalität und damit der Leistungspflicht des Unfallversicherers in Bezug auf einen Bandscheibenvorfall bzw. dessen operative Behandlung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom11. Mai 2017, UV 2015/84).

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