# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03c2825e-d78a-5792-a541-910e92509eb1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.05.2021 720 20 438/132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-438-132_2021-05-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Mai 2021 (720 20 438 / 132) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf berufliche Massnahmen 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christian Haidlauf, Advo-
kat, Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach BL 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Berufliche Massnahmen 

 
 
 
A.1 Der 1971 geborene A.____ absolvierte eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner und 
arbeitete zuletzt von März 2014 bis Mai 2016 in seinem angestammten Beruf bei der B.____ AG. 
Am 17. April 2014 erlitt A.____ einen Unfall, bei welchem er sich eine Knorpelverletzung am 
rechten Knie zuzog. Die C.____ AG als zuständige Unfallversicherung erbrachte die gesetzlichen 
Leistungen für dieses Ereignis. Am 24. Mai 2016 meldete der Versicherte – nach erfolgter Fusion 
– der D.____ einen Rückfall zum Unfall vom 17. April 2014. 
 

 

 
 
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A.2 Am 12. Oktober 2016 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die beim Unfall erlittenen 
Verletzungen am rechten Knie bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug 
von Leistungen an. Die IV-Stelle klärte den rechtserheblichen Sachverhalt ab und stellte fest, 
dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner zu mehr als 20 % in 
der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, weshalb sie ihn mit beruflichen Eingliederungsmassnah-
men zu unterstützen versuchte. Im Rahmen der Berufsberatung äusserte der Versicherte den 
Wunsch, sich zum Arbeitsagogen umschulen zu lassen. Da die Suche nach einer entsprechen-
den Praktikumsstelle erfolglos verlief, schlug die IV-Stelle dem Versicherten alternativ die Ausbil-
dung zum technischen Kaufmann vor. Am 9. April 2019 machte sie ihn jedoch auf eine Prakti-
kumsstelle als Arbeitsagoge aufmerksam. Nachdem eine Rückmeldung des Versicherten dazu 
ausgeblieben war, wies ihn die IV-Stelle am 25. April 2019 auf seine Mitwirkungs- und Schaden-
minderungspflicht hin. Mit Verfügung vom 20. Juni 2019 lehnte sie das Leistungsbegehren auf 
berufliche Massnahmen – nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren – rechtskräftig 
ab.  
 
A.3 A.____ meldete sich am 25. Mai 2020 erneut zum Leitungsbezug an und wies daraufhin, 
dass er weitere Knieoperationen gehabt habe und sich deshalb nicht auf einen beruflichen Neu-
start (Umschulung) habe einlassen können. Die IV-Stelle machte ihn in der Folge mit Schreiben 
vom 10. Juni 2020 darauf aufmerksam, dass auf ein neuerliches Gesuch nur eingetreten werden 
könne, wenn sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass des ursprünglichen Entscheids in 
erheblicher Weise verändert hätten. Der Versicherte reichte deshalb mit Schreiben vom 22. Juli 
2020 verschiedene medizinische Berichte ein. Gestützt auf diese Unterlagen untersuchte die IV-
Stelle erneut den rechtserheblichen Sachverhalt und lehnte das Gesuch – nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren – mit Verfügung vom 9. Oktober 2020 ab. Zur Begründung hielt sie im 
Wesentlichen fest, dass der vorgenommene Einkommensvergleich keine invaliditätsbedingte Er-
werbseinbusse ergeben habe.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Christian Haidlauf, am 12. November 
2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), 
und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien ihm die gesetzli-
chen Leistungen auszurichten; unter o/e-Kostenfolge. Zudem seien ihm die unentgeltliche Pro-
zessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Christian Haidlauf als Rechts-
vertreter zu gewähren. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass der Anspruch 
auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art (Umschulung) nicht einzig vom Ergebnis eines 
Einkommensvergleichs abhängig gemacht werden dürfe. Schliesslich sei auch unklar, auf wel-
chen medizinischen Unterlagen der Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin gründe.  
 
C. Das Kantonsgericht bewilligte dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. November 
2020 die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat 
Christian Haidlauf als Rechtsvertreter.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. E.____, 
FMH Orthopädie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 19. November 2020 bei.  

 

 
 
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E. Der Fall wurde am 18. Dezember 2020 dem Gericht zur Beurteilung überwiesen.  
 
F. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielt der Beschwerdeführer in seiner Replik 
vom 25. Februar 2021 an den in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren und im Wesentli-
chen auch an den bisherigen Ausführungen fest. Zudem reichte er zwei Arztberichte seiner be-
handelnden Ärzte ein. Entgegen der Auffassung der IV-Stelle hätte er ohne Gesundheitsschaden 
eine Einkommensentwicklung durchlaufen, die im Vergleich zu einer Hilfsarbeitertätigkeit zu einer 
20%igen Erwerbseinbusse geführt hätte. Zudem erfülle er auch die Voraussetzungen für andere 
berufliche Massnahmen und er sei auf die fachspezifischen Kenntnisse der IV-Stelle angewiesen. 
Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Duplik vom 12. März 2021 unter Beilage eines wei-
teren Berichts des RAD-Arztes Dr. E.____ vom 11. März 2021 weiterhin die Abweisung der Be-
schwerde.  
 
G. Nachdem der Fall am 17. März 2021 erneut dem Gericht zur Beurteilung überwiesen 
worden war, reichte der Beschwerdeführer am 22. März 2021 eine weitere Stellungnahme ein. 
Diese wurde der IV-Stelle am 23. März 2021 zur Kenntnisnahme zugestellt.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 12. November 2020 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur jene Rechts-
verhältnisse zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – 
in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be-
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech-
tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfü-
gung ergangen ist (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a mit Hinweisen). Vorliegend hat 
die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 9. Oktober 2020 einzig den Anspruch auf Um-
schulung thematisiert und abgelehnt. Aus der Verfügung selbst, welche mit "Kein Anspruch auf 
berufliche Massnahmen" betitelt ist, und aus dem Abklärungsergebnis, wonach sich aufgrund des 
Einkommensvergleichs kein Leistungsanspruch auf berufliche Massnahmen ergebe, ist davon 
auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin nicht nur einen Anspruch auf Umschulung, sondern 
auf sämtliche berufliche Massnahmen abgelehnt hat. Daraus muss auch unter Berücksichtigung 

 

 
 
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der Argumentation in der Vernehmlassung vom 4. Dezember 2020 (Ziffer 11) geschlossen wer-
den, wo die IV-Stelle selbst einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitsvermittlung thematisiert 
und abgelehnt hat. Strittig und zu prüfen ist demnach, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 
berufliche Massnahmen hat. 
 
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte 
Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet 
sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederher-
zustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch der 
einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen umfassen gemäss 
Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG Massnahmen beruflicher Art wie Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige 
berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG), Arbeitsvermittlung (Art. 18 Abs. 1 
IVG) und Kapitalhilfe (Art. 18d IVG). 
 
2.2 Ausgangspunkt jedes Anspruchs auf berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung 
ist das Vorhandensein eines (drohenden) invalidisierenden Gesundheitsschadens. Als Invalidität 
im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG gilt die voraussicht-
liche bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG).  
 
2.3.1 Eine versicherte Person hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, 
wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraus-
sichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG). Unter Umschulung ist dabei 
grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die 
notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver-
sicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. 
Dabei bezieht sich der Begriff der „annähernden Gleichwertigkeit“ nicht in erster Linie auf das 
Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Ver-
dienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungs-
zweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Um-
ständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit si-
cherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (vgl. BGE 130 V 488 E. 
4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 8. August 2008, 8C_163/2008, E. 2.2). 
 
2.3.2 Voraussetzung für die Übernahme der Umschulungskosten ist, dass der Invaliditätsgrad 
ein bestimmtes erhebliches Mass erreicht. Dies ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich bei 
einer Erwerbseinbusse von etwa 20 % im Vergleich zum vor Eintritt des Gesundheitsschadens 
erzielten Erwerbseinkommen der Fall. Kann die versicherte Person ihre angestammte Tätigkeit 

 

 
 
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nicht mehr ausüben, ist zuerst zu prüfen, ob sie ohne (zusätzliche) Ausbildung eine andere zu-
mutbare Tätigkeit ausüben kann. Die Erheblichkeitsschwelle von ca. 20 % – welche im Übrigen 
durch einen Einkommensvergleich im Sinne von Art. 16 ATSG ermittelt wird (vgl. ZAK 1984 S. 
91) – bezieht sich also sowohl auf die Erwerbsmöglichkeit im angestammten als auch in einem 
leidensangepassten Beruf. Bei der Erheblichkeitsschwelle von 20 % handelt es sich um einen 
von der Rechtsprechung entwickelten Richtwert. Hintergrund der Erheblichkeitsschwelle sind die 
relativ hohen Kosten einer Umschulung; so widerspricht es dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz, 
wenn die Kosten einer Umschulung jene der auszugleichenden Erwerbseinbusse erheblich über-
steigen. Dabei wird allerdings ausser Acht gelassen, dass unter den Umschulungsbegriff nicht 
nur (teure) Berufsausbildungen fallen, sondern auch weniger kostspielige Massnahmen, wie eine 
kurze oder berufsbegleitende Ausbildung. Immerhin stellt die Erheblichkeitsschwelle von 20 % 
keine starre Grenze dar: Insbesondere bei Berufen mit tiefen Anfangslöhnen berücksichtigt die 
Rechtsprechung neben den aktuellen Verdienstmöglichkeiten im Rahmen einer Prognose auch 
weitere Faktoren, wie Lohnentwicklung und Aktivitätsdauer. Regelmässig beachtet wird die zu 
erwartende zukünftige Einkommensentwicklung in der ursprünglich gelernten und einer allfälligen 
Hilfstätigkeit (vgl. BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 3; Urteil des Bundesgerichts vom 11. 
Januar 2018, 8C_808/2017, E. 3).  
 
3. Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist eine Neuanmeldung nach 
vorangegangener Ablehnung eines Leistungsgesuchs (um Rente, Hilflosenentschädigung oder 
Eingliederungsmassnahmen) nur zu prüfen, wenn eine leistungsrelevante Änderung der tatsäch-
lichen Verhältnisse glaubhaft gemacht worden ist. Diese Gerichtspraxis soll verhindern, dass sich 
die IV-Stellen immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Verän-
derung des Sachverhalts darlegenden Leistungsgesuchen befassen muss (Art. 87 Abs. 3 in Ver-
bindung mit Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961; 
vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2020, 9C_287/2020, E. 1.3.1 mit zahlreichen 
Hinweisen). Tritt die Verwaltung auf ein Revisionsgesuch oder eine Neuanmeldung ein, so hat 
sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person 
glaubhaft gemachte Veränderung des rechtserheblichen Sachverhalts auch tatsächlich eingetre-
ten ist (SVR 2011 IV Nr. 2 E. 3.2; vgl. BGE 117 V 198 E. 4b). Stellt sie fest, dass seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung eingetreten ist, weist sie das neue Gesuch 
ab. Andernfalls hat sie zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr einen 
Leistungsanspruch zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die glei-
che materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (SVR 2008 IV Nr. 35 E. 2.1; vgl. BGE 117 V 198 
E. 3a). Zeitliche Vergleichsbasis ist im vorliegenden Fall die leistungsablehnende rechtskräftige 
Verfügung der IV-Stelle vom 20. Juni 2019 und die vorliegend angefochtene Verfügung vom 9. 
Oktober 2020. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und in Bezug auf welche Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 

 

 
 
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in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 
nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch 
verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditäts-
schätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-
zialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
4.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das 
Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pati-
enten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauf-
trag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des dama-
ligen Eidgenössischen Versicherungs-gerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Ab-
teilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die 

 

 
 
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behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, 
in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – 
und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
4.4 Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des 
Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach 
Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person fest, eine zu-
mutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medi-
zinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis IVG). Die RAD können bei 
Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. Sie halten die Untersu-
chungsergebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 IVV). RAD-Berichte sind versicherungsinterne 
Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm 
vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung 
(vgl. BGE 135 V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, 
E. 4.2.1). 
 
4.5 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über 
die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist 
hinsichtlich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid aus-
schliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte ge-
hören –, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind 
bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellun-
gen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 
4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2, 
mit weiteren Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, 
E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Unter-
suchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch 
zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Falls sind im Wesentlichen nachfolgende Berichte 
zu berücksichtigen: 
 

 

 
 
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6.2.1 In Bezug auf die rechtskräftige Verfügung vom 19. Juni 2019 ist auf den Bericht von 
Dr. med. F.____, FMH Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparats, vom 20. April 2017 hinzuweisen. Dr. F.____ nannte (1) einen Status nach diag-
nostischer Arthroskopie, valgisierender medial-aufklappender proximaler Tibiaosteotomie und 
Knorpelrekonstruktion mittels Novocartmembran des medialen Femurkondylus am rechten Knie 
vom 8. Juni 2016 und (2) eine stoffwechselaktive Raumforderung der Poplitea links, differential-
diagnostisch (DD) eine Chondromatose bei Status nach Tumorresektion circa 2004. In der Zwi-
schenanamnese wurde erwähnt, dass der Patient weiterhin über Beschwerden im rechten Knie-
gelenk klage. Diese würden sich vor allem infrapatellar und nur geringgradig im Bereich der me-
dialen Osteotomie akzentuieren. Zum aktuellen Zeitpunkt zeige sich weiterhin ein Osteotomie-
spalt. Als ersten Schritt empfahl Dr. F._____ eine CT-Untersuchung, um anschliessend im Rah-
men einer konsolidierten Osteotomie die Metallentfernung durchführen zu können. Der Be-
schwerdeführer sei 100 % arbeitsunfähig als Gärtner. In einer leichten respektive einer sitzenden 
Tätigkeit bestünde eine volle Arbeitsfähigkeit. Der Versicherte sei grundsätzlich für eine Umschu-
lung und eine Reintegration in einen neuen beruflichen Alltag qualifiziert. Ein Wiedereinstieg als 
Gärtner sei eher unwahrscheinlich. 
 
6.2.2 In seiner RAD-Beurteilung diagnostizierte Dr. E.____ am 6. Juni 2017 mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine eingeschränkte Belastbarkeit des rechten Knies bei posttraumatisch 
progredientem Knorpelverschleiss nach Arbeitsunfall am 17. April 2014. Weiter hielt er fest, dass 
die medizinischen Angaben plausibel seien. Eine massgeblich eingeschränkte Kniefunktion für 
einseitige Kniegelenkbelastungen, wie sie in der bis anhin ausgeübten Tätigkeit nachvollziehbar 
vorgekommen seien, sei ausgewiesen. Er weise eine bleibende Einschränkung von mindestens 
20 % in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner auf. Dagegen könne dem Beschwer-
deführer in einer entsprechend angepassten Tätigkeit (schwerpunktmässig sitzend, spontane 
Wechselbelastung) eine unlimitierte Arbeitsfähigkeit zugemutet werden. Er könne keine einseitig 
gehende oder stehende Tätigkeit ausüben und er dürfe keine Schläge oder Vibrationen auf das 
betroffene Gelenk erleiden. Er sei auch uneingeschränkt massnahmefähig. 
 
6.3.1 Am 19. November 2020 nahm Dr. E.____ zu den Ausführungen in der Beschwerde vom 
12. November 2020 Stellung und hielt fest, dass sich medizinisch seit der letzten RAD-Beurteilung 
vom 6. Juni 2017 insofern eine Verschlechterung ergeben habe, als der Versicherte nun Prob-
leme an beiden Kniegelenken habe, die jeweils operativ behandelt worden seien. An der versi-
cherungsmedizinisch beurteilten Zumutbarkeit vom 6. Juni 2017 ändere sich dadurch jedoch 
nichts, denn das ursprünglich eingeschränkte Belastungsprofil für das rechte Kniegelenk 
schliesse bereits ein Schonprofil für das nunmehr auch symptomatische und zunehmend einge-
schränkt belastbare linke Kniegelenk mit ein. Am bisherigen Zumutbarkeitsprofil im Sinne einer 
100%igen Arbeitsfähigkeit in einer schwerpunktmässig sitzenden Tätigkeit, ohne einseitige Knie-
belastungen und ohne Schläge oder Vibrationen auf die betroffenen Gelenke könne unverändert 
festgehalten werden. 
 
6.3.2 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer 
zwei Arztberichte ein. Die G.____ hielt am 13. Januar 2021 betreffend einen Anspruch auf Um-
schulung fest, dass diese Frage im Rahmen einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

 

 
 
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(EFL) durch eine entsprechende Fachperson abgeklärt werden müsse. Im Bericht des Spitals 
H.____ vom 12. Februar 2021 nannte Dr. med. I.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparats, am rechten Knie eine beginnende mediale Gonarthrose, per-
sistierende Kniegelenksbeschwerden mit/bei Status nach Entfernung des Osteosynthesemateri-
als (OSME) rechts am 7. August 2017, nach Arthroskopie, mit valgisierender proximaler Tibiaos-
teotomie und Knorpelrekonstruktion mittels Novocartmembran am 8. September 2016, nach 
Kniearthroskopie, Débridement und Mikrofrakturierung im Mai 2014 und nach Distorsionstrauma 
am 17. April 2014. Am linken Knie bestünde ein Status nach Rezidiv-resektion einer synovialen 
Chondromatose am 24. September 2018 und ein Status nach Resektion im Jahr 2005. Es liege 
eine beginnende, aber progrediente mediale Gonarthrose nach mehrfachen operativen Interven-
tionen mit Knorpelprozedur vor. Zuletzt seien im Jahr 2016 eine Umstellungsosteotomie, eine 
zellfreie Knorpelreparatur und eine OSME vorgenommen worden. Aufgrund der MRT vom 18. 
Januar 2019 seien erhebliche Knorpelschäden im medialen Femurkondylus erkennbar. Auch pa-
tellofemoral bestünden erhebliche Knorpelverletzungen mit teilweiser Delamination von Knorpel-
stückchen. Somit sei eine schwere körperliche Arbeit, wie der Gärtnerberuf, nicht zu empfehlen. 
Insbesondere das Knien, Hocken und Tragen von schweren Gegenständen sei nicht mehr dau-
erhaft möglich. Daher sei eine überwiegend sitzende, noch besser eine wechselbelastende Tä-
tigkeit mit regelmässigen Pausen zu empfehlen. Da bei einer erheblichen patellofemoralen Knor-
peldegeneration durchaus auch längeres Sitzen Schmerzzustände verursachen könne, sei auch 
eine überwiegend sitzende Tätigkeit nur mit entsprechenden Pausen oder zumindest nicht zu 100 
% mit 8 Stunden pro Tag möglich.  
 
6.3.3 Dr. E.____ führte zu den vorstehenden Berichten am 11. März 2021 aus, dass eine EFL 
zur Beurteilung des zumutbaren ergonomischen Profils nicht unbedingt erforderlich sei, weil die 
objektiven Befunde eindeutig keine kniebelastenden Tätigkeiten mehr zulassen würden (keine 
schwere körperliche Arbeit, kein Knien oder Hocken etc.). Andererseits könne jedoch eine 
schwerpunktmässig sitzende Tätigkeit uneingeschränkt zugemutet werden. Die per se unstritti-
gen Knorpelschäden, schwerpunktmässig im Retropatellargelenk hinter der Kniescheibe, könn-
ten zwar bei längerem Sitzen in stark gebeugter Kniehaltung zu Schmerzen führen. Dem Versi-
cherten wäre es jedoch möglich und auch zumutbar, seine Knie im Sitzen zur Entlastung zeit-
weise auszustrecken und zu lockern. Die Kniestellung am Schreibtisch sei nämlich nicht zwin-
gend in extremer Kniebeugestellung erforderlich, sondern lasse unter dem Schreibtisch durchaus 
eine gewisse Entlastungshaltung in Streckstellung zu, so dass zusammen mit intermittierendem 
Aufstehen auch eine schwerpunktmässig sitzende Tätigkeit durchaus unlimitiert, nämlich in ei-
nem Vollzeitpensum 8 Stunden/Tag zumutbar sei. Es seien zudem auch betriebsübliche Pausen 
von jeweils 15 Minuten am Vormittag und am Nachmittag sowie eine halbstündige Mittagspause 
vorgesehen. Konkrete objektive Befunde mit Funktionseinschränkungen der betroffenen Kniege-
lenke, die auch in einer entsprechenden angepassten Tätigkeit eine massgebliche Limitierung 
der Arbeitsfähigkeit plausibel nahelegen oder gar begründen könnten, würden von Dr. I.____ 
nicht vorgebracht. In diesem Sinne postuliere dieser auch keine massgebliche Reduktion des 
Arbeitspensums, sondern formuliere eher allgemein, dass auch längeres Sitzen zu Schmerzzu-
ständen führen könne. Dies sei eine Feststellung, mit welcher aber nicht zwingend eine relevante 
Reduktion des Pensums einhergehen müsse. Zur Feststellung dieser Ausführungen sei anhand 
der aussagefähigen objektiven Befunde und unter ergonomischen Überlegungen nicht unbedingt 

 

 
 
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eine eigene Untersuchung von Nöten, wie dies in der Beschwerdeschrift moniert werde. Dr. 
E.____ kam aufgrund dieser Ausführungen zum Schluss, dass auch die nachgereichten medizi-
nischen Berichte die bisherige, medizinisch-theoretische RAD-Beurteilung einer zeitlich und leis-
tungsmässig uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer Knie angepassten Tätigkeit nicht zu wi-
derlegen vermögen. 
 
7.1 Die IV-Stelle stützte ihre Verfügung vom 9. Oktober 2020 bei der Beurteilung des An-
spruchs des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen auf die Ausführungen ihres RAD-
Arztes Dr. E.____ vom 6. Juni 2017 und ging davon aus, dass der Versicherte wegen seinen 
Kniebeschwerden in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner zu mindestens 20 % in 
der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Eine schwerpunktmässig sitzende Tätigkeit mit spontaner 
Wechselbelastung sei ihm aber zu 100 % zumutbar. Im Rahmen des vorliegenden Beschwerde-
verfahrens bestätigte Dr. E.____ am 19. November 2020 diese Einschätzung. Dieser vorinstanz-
lichen Beweiswürdigung kann nicht gefolgt werden. Wie oben ausgeführt, ist zwar nicht zu bean-
standen, dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die 
versicherungsintern eingeholt wurden. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an 
die Beweiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen Zweifeln an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 4.5 hiervor und die dortigen Hinweise auf die ent-
sprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung). Vorliegend ergeben sich insbesondere betref-
fend die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgebend erachteten versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, wie sich aus den nachstehenden Ausführungen ergibt. 
 
7.2 Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens hielt Dr. E.____ in seinem Bericht vom 19. No-
vember 2020 fest, dass sich medizinisch seit der letzten RAD-Beurteilung vom 6. Juni 2017 eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustands ergeben habe. Der Versicherte habe zwischenzeit-
lich Probleme mit beiden Kniegelenken, die jeweils operativ behandelt worden seien. Trotz dieser 
Feststellung hielt er an seiner ursprünglichen Zumutbarkeitsbeurteilung fest und erachtete den 
Beschwerdeführer in einer schwerpunktmässig sitzenden Tätigkeit als 100 % arbeitsfähig. Diese 
Einschätzung greift insbesondere unter Berücksichtigung des im Rahmen des vorliegenden Ver-
fahrens eingereichten Berichts von Dr. I.____ vom 12. Februar 2021 zu kurz. In diesem Zusam-
menhang ist zwar festzustellen, dass nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung das 
Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach 
dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war. Tatsachen, die 
jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ver-
waltungsverfügung sein. Ausnahmsweise kann das Gericht aus prozessökonomischen Gründen 
auch die Verhältnisse nach Erlass der Verfügung in die richterliche Beurteilung miteinbeziehen 
und zu deren Rechtswirkungen über den Verfügungszeitpunkt hinaus verbindlich Stellung bezie-
hen, mithin den das Prozessthema bildenden Streitgegenstand in zeitlicher Hinsicht ausdehnen. 
Eine solche Ausdehnung des richterlichen Beurteilungszeitraums ist jedoch – analog zu den Vo-
raussetzungen einer sachlichen Ausdehnung des Verfahrens auf eine ausserhalb des durch die 
Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage – nur zulässig, wenn der 
nach Erlass der Verfügung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der Streitsache 

 

 
 
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ab jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend genau abgeklärt ist, die betreffende Frage 
mit dem bisherigen Streitgegenstand so eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsge-
samtheit gesprochen werden kann, und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren 
Anspruch auf rechtliches Gehör, respektiert worden sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. 
Oktober 2015, 9C_540/2015, E. 3.1 mit Hinweisen; BGE 130 V 138 E. 2.1). Spätere Arztberichte 
sind in die Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Ab-
schlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 20. April 2017, 8C_71/2017, E. 8.3 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind vor-
liegend erfüllt. Zunächst steht fest, dass die Ausführungen von Dr. I.____ am 12. Februar 2021 
Rückschlüsse auf die Situation im Verfügungszeitpunkt zulassen, nahm er doch in seiner Beur-
teilung auch Bezug auf den Krankheitsverlauf und den Zustand vor Erlass des ablehnenden Ent-
scheids. Zudem konnten sich auch die Beschwerdegegnerin hinlänglich zum Gesundheitszu-
stand und zu dessen Entwicklung bis zum Zeitpunkt der Ausführungen von Dr. I.____ äussern 
(vgl. Bericht von Dr. E.____ vom 11. März 2021). Der Bericht von Dr. I.____ vom 12. Februar 
2021 ist daher im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen. Darin weist er in Bezug auf die 
Zumutbarkeit der Ausübung einer adaptierten Verweistätigkeit darauf hin, dass bei der bestehen-
den erheblichen patellofemoralen Knorpeldegeneration auch längeres Sitzen Schmerzzustände 
verursachen könne. Daraus schloss er, dass auch eine überwiegend sitzende Tätigkeit nur mit 
entsprechenden Pausen oder zumindest nicht zu 100 % mit 8 Stunden pro Tag möglich sei. Ob-
wohl auch Dr. I.____ Einschätzung vage ist, kann entgegen der Auffassung von Dr. E._____ in 
seinem Bericht vom 11. März 2021 dennoch nicht ohne weiteres auf eine unlimitierte Arbeitsfä-
higkeit in einer adaptierten, schwerpunktmässig sitzenden Verweistätigkeit geschlossen werden. 
Daran ändern auch seine Hinweise auf Entlastungsmöglichkeiten und Pausen nichts, denn ge-
mäss Dr. I.____ ist fraglich, ob eine vollständige Arbeitsfähigkeit auch unter Einhaltung dieser 
Vorgaben in einer angepassten Arbeitsstelle möglich ist. Dies führt dazu, dass Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Zumutbarkeitsbeurteilung des RAD-Arztes bestehen, wes-
halb auf seine Ausführungen nicht abgestellt werden kann (vgl. oben E. 4.5). 
 
7.3 Damit steht fest, dass die vorhandenen medizinischen Unterlagen keine abschliessende 
Beurteilung der Frage zulassen, ob der Beschwerdeführer die Voraussetzungen einer der vorlie-
gend im Raum stehenden beruflichen Massnahmen (Umschulung/Arbeitsvermittlung) erfüllt. Dies 
lässt sich auch aufgrund des Berichts von Dr. I.____ vom 12. Februar 2021 nicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit abschliessend beurteilen. Die Untersuchungsergebnisse aus dem Ver-
waltungsverfahren sind daher nicht ausreichend beweiskräftig, weshalb darauf nicht abgestellt 
werden kann. 
 
8.1 Rechtsprechungsgemäss können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei ent-
scheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die 
Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie 
einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich ab-
klärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt 
nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein 
in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn 

 

 
 
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lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erfor-
derlich ist (vgl. BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.).  
 
8.2 Im vorliegenden Fall unterliess es die IV-Stelle, die für die rechtsgenügen Beurteilung 
nötigen Abklärungen zu veranlassen. Da es – wie vorstehend ausgeführt – nicht Aufgabe des 
Kantonsgerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuho-
len, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz nichts entgegen (vgl. E. 6 hiervor). Die angefoch-
tene Verfügung vom 9. Oktober 2020 ist deshalb aufzuheben und die Angelegenheit ist zur wei-
teren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese hat den medizinischen Sachverhalt unter 
besonderer Beachtung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Verweistätig-
keit untersuchen zu lassen. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse wird die IV-Stelle anschlies-
send neu über den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen zu befinden 
haben. 
 
9.1 Aufgrund dieses Ergebnisses würde es sich grundsätzlich erübrigen, vorliegend auf die 
Berechnung der Erheblichkeitsschwelle der IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 9. Ok-
tober 2020 hinzuweisen. Allerdings ist festzustellen, dass die Berechnung der IV-Stelle fraglich 
ist, weshalb nachfolgend in aller Kürze darauf einzugehen ist. Dies umso mehr, als die IV-Stelle 
den Anspruch des Versicherten auf Umschulung in erster Linie mit der Argumentation ablehnte, 
dass er die Erheblichkeitsschwelle von 20 % nicht erreiche. 
 
9.2 Wie oben in Erwägung 2.2.3 angeführt, erfolgt auch die Berechnung der Erheblichkeits-
schwelle nach Massgabe von Art. 16 ATSG (Einkommensvergleich). Für das Invalideneinkom-
men von Fr. 66'453.-- zog die IV-Stelle die Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamts für 
Statistik (BFS) bei, was nicht zu beanstanden ist. Das Valideneinkommen in Höhe von 
Fr. 63'700.-- stützte sie auf die Angaben der letzten Arbeitgeberin. Dieses Vorgehen ist aber in-
sofern zweifelhaft, als gemäss den Ausführungen im Zwischenzeugnis vom 29. März 2016 (vgl. 
act. 20, Seite 23/26) das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers aus wirtschaftlichen Gründen 
gekündigt wurde. Unter diesen Umständen hätte die Beschwerdegegnerin wohl auch das Vali-
deneinkommen aufgrund der LSE ermitteln müssen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 25. 
August 2017, 8C_382/2017, E. 2.3.1 und vom 9. Juni 2015, 9C_212/2015, E. 5.4). Da dieser 
Aspekt Einfluss auf die Höhe der Erheblichkeitsschwelle haben könnte, wird die Beschwerdegeg-
nerin ihn im Rahmen ihrer weiteren Abklärungen zu berücksichtigen haben.  
 
10. Somit ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, 
als die angefochtene Verfügung vom 9. Oktober 2020 aufzuheben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-
Stelle zurückzuweisen ist. 
 
11.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 
11.2 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätz-
lich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen 
Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der 

 

 
 
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Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an den Versicherungsträger zurück, so gilt 
in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und der 
Versicherungsträger als unterliegende Partei (vgl. BGE 137 V 57 E. 2.1 f., 132 V 215 E. 6.2, je 
mit Hinweisen; SUSANNE BOLLIGER, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basler Kom-
mentar, Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger [Hrsg.), Basel 2019, Rz 79 zu 
Art. 61 ATSG). 
 
11.3 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfah-
renskosten ihr aufzuerlegen sind.  
 
11.4 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerde-
führer deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Dessen Rechtsvertreter 
hat in seiner Honorarnote vom 22. März 2021 einen Zeitaufwand von 10.75 Stunden sowie Aus-
lagen in der Höhe von Fr. 21.20 geltend gemacht. Dieser Aufwand ist nicht zu beanstanden. Dem 
Beschwerdeführer ist demnach für das vorliegenden Beschwerdeverfahren eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 2'917.25 (10.75 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 21.20 
zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
12.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). 
 
12.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

 

 
 
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Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen, die an-
gefochtene Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. Oktober 
2020 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung sowie 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück-
gewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'917.25 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
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