# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d26a97c3-79aa-50c0-bb7a-74476cb0c085
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.08.2023 200 2023 301
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-301_2023-08-18.pdf

## Full Text

200 23 301 IV
FUE/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. August 2023

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, Advokatin C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. März 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin), zuletzt (vom 1. August 2013 bis Ende Oktober 2020) als … beim 
D.________ im Umfang eines 75%-Pensums angestellt gewesen, meldete 
sich im Juni 2020 unter Hinweis auf diverse psychische Beeinträchtigungen 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
[act. II] 1; 32 S. 1 und 11; 39.3). Die IVB zog die Akten des zuständigen 
Krankentaggeldversicherers sowie Berichte behandelnder Ärzte bei, führte 
mit der Beschwerdeführerin ein Assessment durch (act. II 36) und gewährte 
Frühinterventionsmassnahmen in Form einer beruflichen Standortbestim-
mung (act. II 33), welche ergab, dass keine weiteren Eingliederungsmass-
nahmen angezeigt seien (act. II 42). In der Folge schritt die IVB zur 
Rentenprüfung und veranlasste nach Vorlage des Dossiers beim Regiona-
len Ärztlichen Dienst (RAD [act. II 46; 60]) bei den Dres. med. E.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie, und 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine bidisziplinä-
re Begutachtung. Nach Vorliegen der interdisziplinären Expertise (vom 
31. Januar 2022 [act. II 95.1]) stellte die IVB bei Dr. med. F.________ 
Rückfragen (act. II 97 f.) und liess durch ihren Abklärungsdienst einen Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb erstellen (act. II 101 S. 2 ff.). Mit Vorbe-
scheid vom 31. März 2022 (act. II 102) stellte die IVB bei einem nach 
Massgabe der gemischten Methode (Erwerb: 75%; Haushalt: 25%) ermit-
telten Invaliditätsgrad von 40% die rückwirkende Ausrichtung einer für die 
Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. März 2022 befristeten Viertelsrente in Aus-
sicht. Dagegen erhob die Versicherte Einwand und reichte diverse ärztliche 
Berichte ein (act. II 119), woraufhin die IVB bei den Dres. med. E.________ 
und F.________ sowie bei ihrem Abklärungsdienst je eine Stellungnahme 
einholte (act. II 124 f; 127). Nach erneuter Durchführung des Vorbescheid-
verfahrens (act. II 128; 135) entschied die IVB mit Verfügung vom 14. März 
2023 (act. II 139 S. 2 ff.) wie im Vorbescheid vom 31. März 2022 in Aus-
sicht gestellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 3

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch B.________, Advokatin 
C.________, mit Eingabe vom 27. April 2023 Beschwerde erheben. Sie 
stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

1. In Aufhebung der Verfügung vom 14. März 2023 seien der Beschwerde-
führerin unbefristete Rentenleistungen mit Wirkung ab 1. Dezember 2020 
zuzusprechen. 

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen 
Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2023 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 14. Juni 2023 ergänzte die Beschwerdeführerin die be-
schwerdeweisen Ausführungen und legte am 16. August 2023 einen medi-
zinischen Bericht ins Recht (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 4). 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 4

gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. März 2023 (act. II 
139 S. 2 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Mit der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten 
Invalidenrente wird ein Rechtsverhältnis im anfechtungs- und streitge-
genständlichen Sinne geregelt. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 
der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbe-
fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Be-
zugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben (BGE 125 V 413). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1

2.1.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 
Demnach ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage 
zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden 
ist. Trifft dies zu, so erfolgt ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 5

Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin oder des Rentenbezü-
gers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 16. Mai 
2023, 8C_608/2022, E. 3.1). Gemäss lit. b Abs. 1 bleibt für Rentenbezüge-
rinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Ände-
rung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 
55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, der bisherige Rentenanspruch 
solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
ändert. 

2.1.2 Die angefochtene Verfügung datiert vom 14. März 2023 (act. II 139 
S. 2 ff.), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 
2020 erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen 
Entstehung des Rentenanspruchs mit Blick auf die im Juni 2020 erfolgte 
Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 1) vor dem 1. Januar 2022 (Art. 28 
Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb insoweit die Bestimmungen 
des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die In-
validenversicherung (IVV, SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gülti-
gen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind. Mit dem Vorliegen eines 
Revisionsgrundes per 1. Januar 2022 (vgl. E. 3.5.1 und E. 6.7 hinten) ge-
langt ab diesem Zeitpunkt jedoch das seit 1. Januar 2022 geltende Recht 
(mit dem Wechsel ins stufenlose Rentensystem) zur Anwendung (vgl. auch 
Rz. 9102 und 9201 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversi-
cherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
[KSIR]); zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen, vgl. BGE 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82). 

2.2

2.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 6

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). 

2.2.2.1 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.2.2.2 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2022 gültigen 
Fassung) wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an 
einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69% 
entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), 
bei einem Invaliditätsgrad ab 70% besteht Anspruch auf eine ganze Rente 
(Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49% 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.3 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 7

die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; 
SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Bis zum Erlass der die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) angefochtenen Verfügung vom 
14. März 2023 (act. II 139 S. 2 ff.) präsentierte sich die medizinische Akten-
lage im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 Mit Bericht von lic. phil. G.________, eidg. anerkannte Psychothe-
rapeutin, vom 20. März 2020 (act. II 10.2 S. 3 ff.), mitunterzeichnet von der 
damals behandelnden Psychiaterin Dr. med. H.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, wurde eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), der Verdacht 
auf eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ 
(ICD-10 F60.31) sowie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 
F60.8) diagnostiziert. Aufgrund ihrer psychischen Verfassung könne die 
Beschwerdeführerin einen Funktionsalltag noch nicht meistern. Ihre Per-
sönlichkeitsstruktur betrachtend könne es zu wiederkehrenden interperso-
nellen Konflikten und Missverständnissen am Arbeitsplatz kommen, welche 
sich wiederum negativ auf ihr Befinden auswirkten; deshalb scheine eine 
deutliche Stabilisierung und Besserung ihrer psychischen Belastbarkeit vor 
Wiederaufnahme der Arbeit besonders wichtig. Es bestehe bis auf weiteres 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 5). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 8

3.1.2 Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
hielt im zu Handen des Krankentaggeldversicherers verfassten und als 
"Arbeitsprognostische Standortbestimmung" bezeichneten Bericht vom 12. 
August 2020 (act. II 39.2 S. 4 f.) fest, es sei bis September 2020 eine 
vollständige und ab Oktober 2020 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zu postu-
lieren (S. 4). 

3.1.3 Der behandelnde Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie, berichtete am 11. Februar 2021 (act. II 54.2 S. 5 
f.), die genaue Diagnose sei nach bisher lediglich acht Sitzungen und dem 
psychopathologisch eindrücklichen, wechselnden und schwierigen Bild 
nicht genau stellbar. "Vorläufiger Verdacht (Vd.a.) und Arbeitshypothese: 
Vd. a. auf F31.1 (manische Episode bei bipolarer affektiver Störung), Vd.a. 
F60.30 (impulsive Persönlichkeitsstörung), Vd. a. F43.1, F45.4, Tinnitus." 
Ab September 2020 bis vorläufig mindestens 28. Februar 2021 bestehe 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

3.1.4 Im Bericht der K.________ AG vom 28. April 2021 (act. II 55 S. 2 
f.) wurden im Wesentlichen Polyarthralgien DD periphere Spondylarthritis 
DD CPPD, ein subacromiales Impingement Schulter rechts sowie ein sub-
stituierter Vitamin D Mangel diagnostiziert und unter "Weitere Diagnosen" 
eine chronische Paradontitis 2019 (Knochenaufbau), Kolonpolypen sowie 
ein Status nach Daumendistorsion rechts 2018 mit posttraumatischer Seh-
nenverkürzung durch zu lange Ruhigstellung, festgehalten (S. 2). Erfreuli-
cherweise habe sich auf die intrabursale Steroidinfiltration ein sehr gutes 
Ansprechen mit nur noch leichten residuellen Schmerzen und minimer Be-
wegungseinschränkung der Innenrotation gezeigt. In der Zusammenschau 
der Befunde mit stattgehabter Handgelenks-Arthritis sowie promptem An-
sprechen auf die systemische Glukokortikoidtherapie erhärte sich somit der 
Verdacht auf eine entzündlich-rheumatische Grunderkrankung. Differenzi-
aldiagnostisch kämen am ehesten eine periphere Spondyloarthritis oder 
CPPD-Kristallarthropathie in Frage. Bei aktuell fehlenden Beschwerden sei 
vorerst keine immunmodulierende Therapie indiziert (S. 2 f.).

3.1.5 Dr. med. J.________ diagnostizierte im Bericht vom 12. Juli 2021 
(act. II 58 S. 3-9) einen Verdacht auf eine bipolare Störung (ICD-10 F31.1), 
"aktuell F31.3 (wieder depressiv)", sowie einen starken Verdacht auf eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 9

impulsive Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.30). Die Prognose sei eher 
schlecht (S. 5). Die Arbeitsunfähigkeit betrage bis 31. März 2021 100%, ab 
1. April 2021 bis auf weiteres 70% (S. 3). Eine den Leiden angepasste 
Tätigkeit sei vier Stunden täglich möglich (S. 7).

3.1.6 Im Bericht der K.________ AG vom 16. November 2021 (act. II 85 
S. 2 ff.) wurde festgehalten, die Polyarthralgien der Hände seien zwischen-
zeitlich wieder abgeklungen, sodass die Beschwerdeführerin diesbezüglich 
keine Analgetika mehr benötige. Auch die Schulterschmerzen hätten sich 
unter der laufenden Physiotherapie weiter gebessert. Ein leichtes suba-
cromiales Impingement sei klinisch rechts noch auslösbar, die Kraftübun-
gen und das Schwimmtraining könne die Beschwerdeführerin jedoch gut 
durchführen (S. 2). Aktuell im Vordergrund ständen die chronisch lumbosa-
kralen Rückenschmerzen, welche unter den Trainingsmassnahmen nur 
ungenügend gebessert hätten. Eine Röntgenaufnahme der LWS zeige 
kaudal betonte Facettengelenksarthrosen und passe zu den klinischen Be-
funden (S. 3).

3.1.7 Im rheumatologischen Teilgutachten vom 2. Dezember 2021 (act. 
II 91.1) stellte Dr. med. E.________ keine Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit (S. 39). Dr. med. F.________ hielt im psychiatrischen Teil-
gutachten vom 31. Januar 2022 (act. II 95.2) fest, die Beschwerdeführerin 
schätze sich auch wegen ihren Schmerzen kaum mehr als arbeitsfähig ein. 
Das Ausmass der geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheits-
überzeugung, aufgrund dieser Schmerzen kaum arbeiten zu können, könn-
ten durch die somatischen Befunde kaum objektiviert werden. Sie seien 
psychisch überlagert. Die Schwierigkeiten an den Arbeitsplätzen, die unsi-
chere berufliche und finanzielle Zukunft könnten zur psychischen Überlage-
rung beitragen (S. 23). Die Arbeitsfähigkeit betrage 70% (bisherige 
Tätigkeit) bzw. 80% (angepasste Tätigkeit [S. 25]).

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 31. Januar 2022 (act. II 
95.1) stellten die Dres. med. E.________ und F.________ die folgenden 
Diagnosen (S. 5 f.): 

- Bipolare Störung, ggw. remittiert (ICD-10 F31.7) 

- Impulsive Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.30) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 10

- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10 F45.41) 

- Polyarthralgien unklarer Ursache
o Labor 04/2021: Keine humorale Endzündungsaktivität, RF und CCP-AK 

negativ, HLA-B27 negativ 
o Röntgen Hände bds. 4. März 2021: Periartikuläre Osteopenie, keine Ero-

sionen. Leichte STT- und Rhizarthrosen 
o Arthrosonographie 30. März 2021: Handgelenks-Arthritis links. Keine Ar-

thritis oder Enthesitis am Ellbogen links 
o Therapie: 03/2021 Steroid-Stoss (15 mg Prednison täglich), NSAR bei 

Bedarf 
o Aktuell: Normaler altersentsprechender Rheumastatus ohne Hinweise auf 

Synovitiden mit leichten Druckdolenzen einzelner Gelenke

- Periarthropathia humeroscapularis rechts mit/bei 
o Tendinitis calcarea Supraspinatussehne und einzelnen Verkalkungen 
o lnfraspinatussehne ansatznah (Sonographie 30. März 2021) 
o 8. April 2021 Steroid-Infiltration Bursa subdeltoidea rechts mit 40 mg Tri-

amcort und 1% Lidocain 
o Aktuell: Leichte Einschränkung der passiven Abduktion, hinweisend auf 

whs. abgelaufene Frozen shoulder rechts (whs. Residualzustand)

- Lumbovertebralsyndrom mit/bei 
o leichter Fehlform (leichter Rundrücken) 
o altersentsprechend degenerativen Veränderungen der LWS (Röntgen 

LWS 16. November 2021) 

- Leichte Rhizarthrose und leichte STT-Arthrose (Röntgen Hände 4. März 2021) 

- St. n. Daumendistorsion rechts am 5. November 2018 mit posttraumatischer 
Sehnenverkürzung (Spatium interosseum I/II) durch zu lange Ruhigstellung, 
keine funktionelle Einschränkung 

- Hochtonstörung mit Tinnitus auris bds. (14. Januar 2021)

- St. n. Covid-lnfekt Ende 07/2021

Die Beschwerdeführerin leide unter Stimmungsschwankungen mit Phasen 
leichter Depressivität zum Teil auch leicht gehobener Stimmung und ver-
mehrtem Antrieb. Die Stimmungsschwankungen seien eher geringgradig 
ausgeprägt, beständen seit der Pubertät und hätten die Arbeitsfähigkeit 
während Jahren kaum eingeschränkt. Sie sei auch impulsiv, sei in ihren 
Äusserungen zum Teil sehr direkt, was wiederholt zu Auseinandersetzun-
gen geführt habe. Auf dem Hintergrund der psychosozialen Belastungen 
seien die geklagten Schmerzen geringfügig psychisch überlagert (S. 6).  

In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 70% (Ar-
beitsunfähigkeit 30%), in einer den Leiden angepassten Tätigkeit, die sie 
möglichst selbstbestimmt und ohne zahlreiche soziale Kontakte ausüben 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 11

könne, 80% (Arbeitsunfähigkeit 20% [S. 7 f.]). Dabei bestehe keine Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit (S. 7 f.).  

In der Stellungnahme vom 11. Februar 2022 (act. II 98) bestätigte und er-
läuterte Dr. med. F.________ seine Einschätzungen im psychiatrischen 
Teilgutachten. 

3.1.8 Im Bericht vom 31. Mai 2022 (act. II 119 S. 5 f.) hielt Dr. med. 
J.________ fest, nach der kürzlichen Begutachtung im Januar 2022 und 
insbesondere seit dem Vorbescheid Ende März über den im Wesentlichen 
abgelehnten Rentenbescheid habe sich der Zustand der Beschwerdeführe-
rin verschlechtert, was sich auf die zukünftige Arbeitsfähigkeit sehr ungüns-
tig auswirke. Auch schon vorgängig habe er – Dr. med. J.________ – die 
medizinische Situation als ungünstig beurteilt, indem eine Kombination aus 
einer komplexen Persönlichkeitsveränderung mit einer bipolaren Störung 
mit vorwiegend chronischen depressiven Beschwerden die Arbeitsfähigkeit 
nachhaltig hochgradig einschränkten (S. 5). Eine Auseinandersetzung mit 
dem Gutachten der IV sei ihm einerseits aus zeitlichen Gründen nicht mög-
lich, andererseits habe er zu wenig gutachterliche Qualifikationen und Er-
fahrungen, um eine Stellungnahme im Sinne eines Gegengutachtens zu 
erstellen. Die Arbeitsunfähigkeit betrage zwischen 70 und 100% in der an-
gestammten Arbeit. In einer angepassten respektive "geschützten" Tätig-
keit sei eine 20%ige zeitliche Belastung zu überprüfen (S. 6).

3.1.9 Die Dres. med. E.________ und F.________ hielten in ihren Stel-
lungnahmen vom 26. Juni 2022 (act. II 124) bzw. 28. Juli 2022 (act. II 125) 
jeweils fest, die zwischenzeitlich eingegangenen Berichte änderten an den 
Einschätzungen im rheumatologischen respektive psychiatrischen Teilgut-
achten nichts.

3.1.10 Dr. med. J.________ hielt im zu Handen der Rechtsvertreterin der 
Beschwerdeführerin verfassten Bericht vom 26. Oktober 2022 (act. II 135 
S. 5 f.) fest, seit seinem Bericht vom 31. Mai 2022 habe sich der Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin nicht wesentlich verändert. Die bipo-
lare Störung sei keineswegs remittiert, trotz aktueller Medikation (S. 5).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 12

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.3 Die fachspezifischen Teilgutachten vom 2. Dezember 2021 und 
31. Januar 2022 (act. II 91.1; 95.2) einschliesslich der interdisziplinären 
Gesamtbeurteilung vom 31. Januar 2022 (act. II 95.1) sowie der Stellung-
nahmen vom 11. Februar (act. II 98), 26. Juni (act. II 124) und 28. Juli 2022 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 13

(act. II 125) erfüllen die Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen 
(vgl. E. 3.2.2 vorne) und erbringen vollen Beweis. Die Beurteilungen sind in 
Bezug auf die befundmässige und diagnostische Einschätzung – Letztere 
stimmt mit jener der behandelnden Ärzte im Wesentlichen überein (vgl. 
E. 3.1 vorne) – überzeugend und es lassen sich gestützt darauf sämtliche 
vorliegend relevanten Tat- und Rechtsfragen beantworten. Danach liegen 
bei der Beschwerdeführerin diverse psychische und somatische Beein-
trächtigungen vor, wobei ausschliesslich die psychische Problematik die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 
als auch in einer den Leiden angepassten Tätigkeit medizinisch-theoretisch 
im Umfang von dauerhaft 30 bzw. 20% einschränkt.

3.4 Während sich die Beschwerdeführerin zur rheumatologischen Ein-
schätzung von Dr. med. E.________ nicht weiter äussert, erachtet sie die 
Schlussfolgerungen von Dr. med. F.________ – und in der Folge auch die 
interdisziplinäre Gesamtbeurteilung – als nicht beweiswertig. Ihre Kritik 
verfängt indes nicht: 

3.4.1 Zunächst bringt sie unter Hinweis auf die Berichte des behandeln-
den Psychiaters Dr. med. J.________ vom 31. Mai 2022 (act. II 119 S. 5 f.) 
und 26. Oktober 2022 (act. II 135 S. 5 f.) vor, der Gesundheitszustand habe 
sich entgegen Dr. med. F.________ im Beurteilungszeitraum nicht verbes-
sert. Richtig ist zwar, dass Dr. med. J.________ den (psychischen) Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin in beiden Berichten deutlich 
schlechter beschreibt als der Gutachter. Dabei stellt er jedoch allein und 
ohne jegliche Bezugnahme auf das respektive ohne Auseinandersetzung 
mit dem Gutachten von Dr. med. F.________ seine eigene Einschätzung 
jener des Administrativexperten gegenüber. Rechtsprechungsgemäss ver-
mögen abweichende Beurteilungen behandelnder Ärzte ein Administrativ-
gutachten jedoch nur dann in Frage zu stellen und Anlass zu weiteren 
Abklärungen zu geben, wenn sie wichtige – und nicht rein subjektiver ärztli-
cher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV 
Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3). Solche Aspekte benennt 
Dr. med. J.________ nicht. Im Gegenteil räumt er ausdrücklich ein, dass 
ihm die Auseinandersetzung mit dem Gutachten von Dr. med. F.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 14

einerseits aus zeitlichen Gründen und andererseits aufgrund mangelnder 
gutachterlicher Qualifikationen und Erfahrungen nicht möglich sei (act. II 
119 S. 6). Bereits vor diesem Hintergrund stellen die Berichte von Dr. med. 
J.________ den Beweiswert der psychiatrischen Einschätzung von Dr. 
med. F.________ nicht in Frage. 

3.4.2 Im Übrigen vermögen auch die von der Beschwerdeführerin kriti-
sierten inhaltlichen Aspekte (Beschwerde S. 6 f. Ziff. 7) des psychiatrischen 
Teilgutachtens dessen Beweiswert nicht massgeblich zu schmälern: So 
hielt Dr. med. F.________ fest, die Beschwerdeführerin kümmere sich um 
ihren eigenen Haushalt (act. II 95.2 S. 23 Ziff. 6.2) und lebe allein (S. 24 
Ziff. 7.2). Die Beschwerdeführerin hält die Aussage für nicht korrekt und 
verweist auf den Bericht von Dr. med. H.________ vom 20. März 2020 
(Beschwerde S. 7 Ziff. 7), wonach sie den "Funktionsalltag noch nicht meis-
tern" (act. II 21 S. 4 Ziff. 5) könne. Selbst wenn sich die Beschwerdeführe-
rin vorübergehend ausserstande gesehen haben sollte, den Haushalt zu 
führen, so dauerte dieser Zustand offensichtlich nur kurze Zeit, rapportierte 
Dr. med. H.________ doch bereits im Bericht vom 30. Juli 2020 (act. II 23), 
die Beschwerdeführerin wohne alleine und führe einen eigenen Haushalt; 
das Notwendigste könnte sie mittlerweile wieder gut erledigen, benötige 
jedoch mehr Zeit dafür als früher (S. 7 Ziff. 4.5). Sodann hielt Dr. med. 
J.________ im beschwerdeweise referierten Bericht vom 12. Juli 2021 (act. 
II 58 S. 3-9) lediglich fest, die Beschwerdeführerin sei bei der Führung des 
Haushalts "leicht eingeschränkt, Begleitung durch Spitex nötig" (S. 8 Ziff. 
4.5). Damit stehen die wiedergegebenen Aussagen zum einen nicht im 
(unauflösbaren) Widerspruch zur eingangs dargelegten Feststellung des 
Gutachters, gingen doch die Ärzte lediglich von einer leichten Einschrän-
kung im Haushalt aus bzw. dass die Beschwerdeführerin das Notwendigste 
erledigen könne, womit gerade nicht gesagt wird, es bestehe eine Unmög-
lichkeit, sich um den Haushalt zu kümmern. Zum andern lässt die (zeitwei-
lige) Installation der Spitex nicht per se auf einen (verschlechterten) 
Gesundheitszustand oder eine Arbeitsunfähigkeit schliessen (Entscheid 
des BGer vom 4. August 2022, 9C_561/2021, E. 4.3.2), zumal die entspre-
chende Unterstützung gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin ge-
genüber der Abklärungsfachperson der Beschwerdegegnerin lediglich 
einmal pro Monat erfolgte bzw. erfolgt (act. II 101 S. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 15

Ferner rügte die Beschwerdeführerin bereits im Verwaltungsverfahren, der 
Gutachter hätte zum Thema "einschneidende Erlebnisse" nachfragen müs-
sen bzw. die Abklärungstiefe sei ungenügend (vgl. act. II 135 S. 1). Hierzu 
ist einerseits festzuhalten, dass die entsprechende Feststellung im Gutach-
ten (act. II 95.2 S. 18 Ziff. 3.2.10) angesichts der vom Experten im Akten-
auszug erwähnten Vorgeschichte (vgl. S. 5) nicht zutrifft. Andererseits ist 
es aber im Rahmen der Mitwirkungspflicht (Art. 28 ATSG) Sache der versi-
cherten Person, bedeutsame biografische Umstände in der persönlichen 
Lebensgeschichte offen zu legen bzw. diese dem Gutachter mitzuteilen 
(Entscheid des BGer 8C_671/2014 vom 19. März 2015, E. 4.2.2), was na-
mentlich den von ihr einwandweise erwähnten miterlebten Suizid im Jahre 
1992 betrifft bzw. dass sie 1990 "beinahe einen Menschen umgebracht" 
hätte (act. II 119 S. 9, 13), was die Beschwerdeführerin im Rahmen der 
Begutachtung unterliess (act. II 125 S. 2). Ferner waren dem Gutachter 
gewisse einschneidende Erlebnisse bereits durch das Aktenstudium be-
kannt bzw. floss etwa der Konsum von (harten) Drogen während der Pu-
bertät sehr wohl in die Beurteilung ein (act. II 95.2 S. 16 Ziff. 3.2.3, S. 20 
Ziff. 6.1). Im Übrigen haben (auch) die behandelnden Fachärzte diesen 
Erlebnissen zunächst keine massgebende Bedeutung beigemessen; na-
mentlich haben sie keine Posttraumatische Belastungsstörung diagnosti-
ziert, bei welcher eine vertiefte Exploration von allfälligen erlittenen 
Traumata unabdingbar gewesen wäre, um eine Diagnose zu stellen bzw. 
auszuschliessen. Erst im Bericht vom 31. Mai 2022 (act. II 119 S. 5 f.) stell-
te Dr. med. J.________ die Differentialdiagnose einer andauernden Per-
sönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) in den Raum, 
was er im Bericht vom 26. Oktober 2022 (act. II 135 S. 5 f.) wiederholte. 
Abgesehen davon, dass es sich einzig um eine (anderweitig nicht bestätig-
te) Differentialdiagnose handelt, begründet Dr. med. J.________ diese 
nicht näher bzw. verweist pauschal auf diverse "Unfälle" und "Vorfälle", was 
beweismässig nicht genügt. 

Mit Blick auf den gerichtlichen Überprüfungshorizont (vgl. E. 3.1 vorne) 
vermag die Beschwerdeführerin sodann auch aus dem im Beschwerdever-
fahren aufgelegten Austrittsbericht der Klinik L.________ vom 24. Juli 2023 
(act. I 4) nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, beschlägt dieser doch eine 
erst nach der angefochtenen Verfügung erfolgte stationäre Behandlung und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 16

erlaubt überdies auch keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Ab-
schlusses des Verwaltungsverfahrens bestehende Situation (SVR 2008 IV 
Nr. 8 S. 25 E. 3.4).

Schliesslich verkennt die Beschwerdeführerin mit ihrem Hinweis, wonach 
sämtliche psychische Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren 
zu unterziehen seien (Beschwerde S. 7 Ziff. 7), dass aus einer Indikatoren-
prüfung keine höhere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte 
resultieren kann (vgl. Entscheid des BGer vom 1. Juni 2022, 8C_804/2021, 
E. 4.1.4). 

3.4.3 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, Dr. med. 
F.________ habe die Arbeits- und Leistungsfähigkeit aufgrund der Unter-
suchung gar nicht einschätzen können. Dabei beruft sie sich auf die Stel-
lungnahme des Gutachters vom 11. Februar 2022 (act. II 98), worin dieser 
ausführte, die Untersuchung sei in ruhiger, entspannter Atmosphäre erfolgt, 
es habe keine Drucksituation bestanden, die Beschwerdeführerin habe sich 
nicht infrage gestellt und nicht kritisiert gefühlt. Die Schwierigkeiten in der 
Impulskontrolle träten unter Belastung auf, vor allem auch dann, wenn sie 
psychisch unausgeglichen sei, was im Rahmen der Untersuchung nicht der 
Fall gewesen sei (S. 2). Soweit die Beschwerdeführerin daraus ableitet, vor 
diesem Hintergrund müsse bestritten werden, dass die gutachterliche Un-
tersuchung (einmalige Exploration von ca. 60 bis 75 Minuten) geeignet ge-
wesen sei, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit tatsächlich einschätzen zu 
können, zumal Arbeit und fremdbestimmte Tätigkeiten mit Druck verbunden 
seien (Beschwerde S. 6 Ziff. 6; Eingabe vom 14. Juni 2023), ist Folgendes 
festzuhalten: 

In grundsätzlicher Hinsicht liegt es im Wesen einer Begutachtung oder ge-
nerell einer ärztlichen Exploration, dass die daraus abgeleitete Folgeab-
schätzung – abgesehen von den Erkenntnissen basierend auf den Akten, 
allfälligen Drittaussagen und Observationen – allein gestützt auf die Unter-
suchungsergebnisse respektive basierend auf ausserhalb der durch die 
Arbeit konkret geschaffenen Belastungssituation erfolgt. Das trifft auch auf 
die Einschätzungen der behandelnden Ärzte zu, auf welche die Beschwer-
deführerin vorliegend abstellen will (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 5). So gesehen 
könnte einer medizinisch-theoretisch attestierten Arbeitsfähigkeit – gleich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 17

viel ob sie gutachterlich oder vom behandelnden Arzt attestiert wird – kaum 
je Beweiswert beigemessen werden. Davon abgesehen erfolgten die näm-
lichen Ausführungen des Gutachters nach entsprechender (und berechtig-
ter) Rückfrage seitens der Beschwerdegegnerin, warum bei unauffälligem 
psychiatrischem Befund (vgl. act. II 95.2 S. 19 f.) trotzdem eine Arbeitsun-
fähigkeit von (bleibend) 30 bzw. 20% resultiere. Dr. med. F.________ be-
gründete diese in seiner Stellungnahme vom 11. Februar 2022 dem 
Dargelegten zufolge mit anamnestisch geltend gemachten Beeinträchti-
gungen beim Umgang mit Arbeitsbelastungen und damit mit Faktoren, wel-
che nicht im Begutachtungsprozess erhoben wurden und in der rein 
medizinischen Begutachtung auch nicht erhoben werden konnten. An die-
sem Ergebnis hätte somit auch eine länger dauernde Untersuchung offen-
sichtlich nichts geändert, abgesehen davon, dass die Dauer der 
Begutachtung für den Beweiswert der Expertise ohnehin nicht massgebend 
ist, wenn diese – wie hier – vollständig und schlüssig ist (Entscheid des 
BGer vom 11. Januar 2023, 9C_290/2022, E. 4.1). Dass im Rahmen der 
Begutachtung keine zusätzliche "berufspraktische Erprobung" (Beschwerde 
S. 6 Ziff. 6) erfolgte, ist dabei nicht zu beanstanden: Zwar trifft es zu, dass 
der RAD im Bericht vom 18. Januar 2021 (act. II 46) einmalig eine entspre-
chende Abklärung "nach Absprache mit dem ambulanten Psychiater" an-
regte (S. 6). Nachdem die Beschwerdegegnerin jedoch weitere Berichte 
behandelnder Ärzte eingeholt hatte, befürwortete der RAD allein eine bidis-
ziplinäre Begutachtung (act. II 60 S. 4; Art. 49 Abs. 1 IVV). Es bestehen 
keine Anhaltspunkte in der Expertise, wonach sich die beteiligten Fachärzte 
und namentlich Dr. med. F.________ ausser Stande gesehen hätten, eine 
zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, 
und deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als 
zweckmässigste Massnahme ausdrücklich empfohlen hätten (Entscheid 
des BGer vom 23. Februar 2011, 8C_ 976/2010, E. 5.5). Auch Dr. med. 
J.________ hat keine entsprechende Abklärung angeregt bzw. signalisiert, 
dass ohnehin mit einer fortbestehenden Arbeitsunfähigkeit zu rechnen sei 
(vgl. act. II 54.2 S. 6 Ziff. 7), womit das Absehen von einer 
berufspraktischen Erprobung den Beweiswert des psychiatrischen 
Teilgutachtens von Dr. med. F.________ (und in der Folge der 
Gesamtexpertise) ebenso wenig schmälert. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 18

3.4.4 Was die konkrete Einschätzung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit anbetrifft, so ist es in Anbetracht einer blanden 
psychopathologischen Befundlage entgegen der Beschwerdeführerin 
(Beschwerde S. 6 Ziff. 6) schlüssig und nachvollziehbar, dass Dr. med. 
F.________ die bipolare Störung als remittiert beurteilte und ihr 
entsprechend lediglich eine geringgradige Arbeitsunfähigkeit zuschrieb 
(act. II 95.2 S. 23 Ziff. 6.2.3; 125 S. 2). Ebenso ist es im Lichte der 
Aktenlage ohne weiteres nachvollziehbar, wenn der Gutachter aufgrund der 
Persönlichkeitsstörung allein eine leichte Beeinträchtigung des 
funktionellen Leistungsvermögens bescheinigte (S. 23). Überzeugend weist 
er in diesem Zusammenhang in der Stellungnahme vom 28. Juli 2022 
darauf hin, dass die Beschwerdeführerin trotz der Persönlichkeitsstörung 
bis 2020 in der Lage war, in einem 70- bis 90%-Pensum zu arbeiten (act. II 
125 S. 3), mithin die Arbeits- und Leistungsfähigkeit allenfalls situativ, 
jedoch keineswegs grundsätzlich und anhaltend eingeschränkt war und 
auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Ausübung allein eines 
Teilzeitpensums wegen den psychischen Beeinträchtigungen erfolgt war 
(vgl. E. 5.5 hinten). Ebenso wenig lässt die Erwerbsbiographie respektive 
die Anzahl der in der Vergangenheit innegehabten Anstellungen darauf 
schliessen, dass sich die Persönlichkeitsstörung (oder anderweitige 
psychische Beeinträchtigungen) schwerwiegender auf die Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit auswirkten als von Dr. med. F.________ in Bezug auf 
die Vergangenheit angenommen, dauerten die (nicht auffällig zahlreichen) 
Beschäftigungsverhältnisse doch regelmässig mehrere Jahre (act. II 9; 20 
S. 2 f.), was auf eine grundsätzliche sozialpraktische Akzeptanz der 
Beschwerdeführerin schliessen lässt. Soweit Dr. med. J.________ 
schliesslich eine höhergradige als im Gutachten bescheinigte 
Arbeitsunfähigkeit postuliert, so führt er dies respektive die im Bericht vom 
31. Mai 2022 geltend gemachte Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes seit der Begutachtung im Wesentlichen auf den 
negativen Rentenentscheid zurück (vgl. act. II 119 S. 5), was 
invalidenversicherungsrechtlich jedoch unbeachtlich bleibt respektive 
keinen (versicherten) Gesundheitsschaden begründet. 

3.4.5 Dass Dr. med. F.________ deshalb keine höhere als eine 30 bzw. 
20%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte, ist im Lichte der Expertise sowie der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 19

übrigen Akten ohne weiteres schlüssig. Dasselbe trifft entgegen der 
Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 5 Ziff. 5) auch auf den gutachterlich 
postulierten Verlauf mit 50%iger Arbeitsfähigkeit ab Oktober 2020 zu (act. II 
95.2 S. 25 Ziff. 8.1.4 und 8.2.5): Dabei orientierte sich Dr. med. F.________ 
an der entsprechenden, zu Handen des Krankentaggeldversicherers 
ausgestellten Bescheinigung von Dr. med. I.________, wessen 
Einschätzung (auch) auf einer persönlichen Untersuchung beruhte (act. II 
39.2 S. 4). Wie Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 11. 
Februar 2022 überzeugend festhielt, stellte Dr. med. I.________ zwar keine 
Diagnose, jedoch sei die manisch-depressive Störung damals nicht 
remittiert gewesen (act. II 98 S. 2 Ziff. 3). Demgegenüber kann auf die von 
Dr. med. J.________ im Bericht vom 11. Februar 2021 rückwirkend ab 
September 2020, allein pauschal attestierte und im Wesentlichen auf den 
Angaben der Beschwerdeführerin beruhenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit 
(act. II 54.2 S. 5 Ziff. 5) nicht abgestellt werden, zumal nicht begründet wird, 
warum dies auch für eine den Leiden angepasste Tätigkeit hätte gelten 
sollen. Im weiteren Verlauf erachtete Dr. med. J.________ sodann 
ausdrücklich eine Verweistätigkeit im Umfang von vier Stunden täglich als 
zumutbar (act. II 58 S. 7 Ziff. 4.2), womit dessen echtzeitliche Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit ab Sommer 2021 nicht mehr wesentlich von jener des 
Gutachters abweicht. 

3.4.6 Demnach zeigt die Beschwerdeführerin keine Aspekte auf, welche 
den Beweiswert des bidisziplinären Gutachtens der Dres. med. 
E.________ und F.________ vom 31. Januar 2022 zu schmälern vermöch-
ten. Der medizinische Sachverhalt ist vollständig und rechtsgenüglich ab-
geklärt, womit es der eventualiter beantragten Rückweisung an die 
Beschwerdegegnerin zwecks weiterer Abklärung nicht bedarf.

3.5 Daraus ergibt sich Folgendes: 

3.5.1 Die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit betrug für die Zeit 
von Januar bis September 2020 0%, von Oktober 2020 bis Dezember 2021 
50% und seit Januar 2022 70% (bisherige Tätigkeit) bzw. 80% (für eine den 
Leiden angepasste Tätigkeit [act. II 95.1 S. 8]). Mit der per Januar 2022 
eingetretenen (weiteren) Verbesserung des Gesundheitszustandes und der 
gleichzeitig bescheinigten 70 bzw. 80%igen und damit um 20 respektive 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 20

30% gesteigerten Arbeitsfähigkeit ist ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 
17 Abs. 1 ATSG gegeben mit der Folge, dass der Rentenanspruch ab 
1. Januar 2022 umfassend zu prüfen ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 
198 E. 4b S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1; vgl. auch E. 2.3 vorne 
und E. 6.7 hinten).

3.5.2 Im Weiteren stellt sich auch die (in der angefochtenen Verfügung 
vom 14. März 2023 ungeprüft gebliebene) Frage nach der rechtlichen 
Massgeblichkeit der bezogen auf eine Verweistätigkeit gutachterlich attes-
tierten und ausschliesslich psychisch begründeten medizinisch-
theoretischen Arbeitsunfähigkeit von 20% ab Januar 2022: Ob unter den 
massgeblichen Blickwinkeln des funktionellen Schweregrades der Störung 
(BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298) und der Konsistenz (E. 4.4 S. 303) eine 
psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit rechtlich ausgewiesen ist, erscheint 
mit Blick auf das psychiatrische Teilgutachten, wonach keine psychopatho-
logischen Befunde haben erhoben werden können (act. II 95.2 S. 19 f. 
Ziff. 4.3) sowie angesichts gleichzeitig fehlender Hinweise auf ein krank-
heitsbedingt eingeschränktes Sozialleben ("habe eigentlich immer alleine 
gelebt" [S. 17 Ziff. 3.2.9]; sie habe drei langjährige Freundinnen und Freun-
de, die sie regelmässig treffe [S. 18 Ziff. 3.2.9]) bei sehr aktiver Alltagsge-
staltung (act. II 95.1 S. 5 Ziff. 4.2) zumindest fraglich. Wie es sich damit 
verhält, bedarf jedoch keiner abschliessenden Beurteilung, da, wie 
nachstehend zu zeigen ist, selbst dann kein Rentenanspruch ab April 2022 
besteht, wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin der Ermittlung des 
Invaliditätsgrades eine 20%ige Arbeits- und Leistungsunfähigkeit zugrunde 
gelegt wird. 

4.

Die Beschwerdegegnerin hat den frühestmöglichen Rentenbeginn auf den 
1. Januar 2021 festgelegt (act. II 139 S. 2). Demgegenüber macht die Be-
schwerdeführerin geltend, der Anspruch auf Rentenleistungen bestehe 
bereits ab 1. Dezember 2020 (Beschwerde S. 5 Ziff. 3).

Nach den Akten war die Beschwerdeführerin vom 9. bis 13. Dezember 
2019 und danach wiederum ab dem 13. Januar 2020 (100%) arbeitsun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 21

fähig (act. II 10.3 S. 4; 10.3 S. 12; 10.5). Damit liegt ein Unterbruch von 
genau 30 Tagen im Sinne von Art. 29ter IVV i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
vor. Demnach ist die Wartezeit im Januar 2021 abgelaufen und der von der 
Beschwerdegegnerin per 1. Januar 2021 festgelegte Rentenbeginn ist mit 
Blick auf die im Juni 2020 erfolgte Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 
1) korrekt. 

5.

Streitig ist der Status der Beschwerdeführerin.

5.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren 
Invaliditätsbemessungsmethode, welche sich aus dem Status ergibt (Art. 
16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG in den bis 31. Dezember 2021 
sowie den ab 1. Januar 2022 gültigen Fassungen).

5.2 In der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2023 (act. II 139 
S. 2 ff.) legte die Beschwerdegegnerin der Ermittlung des Invaliditätsgrades 
einen Status von 75% Erwerb und 25% Haushalt zugrunde (S. 5). Die Be-
schwerdeführerin macht demgegenüber geltend, sie würde ohne gesund-
heitliche Beeinträchtigung 90-95% arbeiten (Beschwerde S. 8 Ziff. 8).

5.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). Bei im Haushalt tätigen Versi-
cherten sind die gesamten persönlichen, familiären, sozialen und erwerbli-
chen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 22

aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und 
die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu 
berücksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der 
versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu 
würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b S. 195; SVR 2020 IV 
Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1). 

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Ge-
sundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialver-
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

Diese Grundsätze gelten auch nach Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 
19. Juni 2020 bzw. im Geltungsbereich von Art. 24septies IVV.

5.4 Zur sozialen Situation wurde im Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb vom 29. März 2022 (act. II 101 S. 2 ff.) festgehalten, die Be-
schwerdeführerin sei ledig und wohne alleine (S. 3). 

Hinsichtlich des Erwerbstatus wird im Abklärungsbericht auf das "Standort-
gespräch vom 13. 1. 2022" verwiesen (S. 4). Dem entsprechenden Bericht 
ist zu entnehmen, die Beschwerdeführerin würde auch bei guter Gesund-
heit nicht mehr als 70-75% arbeiten. Die restliche Zeit sei als Freizeit zu 
betrachten (act. II 93 S. 2). Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung 
bei Dr. med. F.________ gab die Beschwerdeführerin an, sie habe immer 
Zeit für sich benötigt, hätte sich nie vorstellen können, ganztags zu arbeiten 
(act. II 95.2 S. 17 Ziff. 3.2.7). 

5.5 Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben der Be-
schwerdeführerin bzw. die Aktenlage folgerte, die Beschwerdeführerin wür-
de im Gesundheitsfall höchstens im Rahmen eines Erwerbspensums von 
75% tätig sein, ist nicht zu beanstanden. Zu beachten ist in diesem Zu-
sammenhang, dass jener Tätigkeit ein starker Indizwert zukommt, welche 
bei Eintritt des Gesundheitsschadens tatsächlich – und unter Umständen 
seit längerer Zeit – ausgeübt wurde (Entscheid des BGer vom 15. März 
2022, 8C_669/2021, E. 5.3.2). Insoweit ist unbestritten, dass die letzte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 23

beim D.________ langjährig (von August 2013 bis Oktober 2020) ausgeüb-
te Tätigkeit einem 75%-Pensum entsprach (act. II 10.3 S. 4; 32 S. 1 f.). 
Dass die Ausübung eines Teilzeit- anstelle eines Vollzeitpensums der ge-
sundheitlichen Situation geschuldet war, lässt sich anhand der Akten nicht 
untermauern (vgl. E. 3.4.4 vorne), weder hinsichtlich der Tätigkeit beim 
D.________ noch der zuvor ausgeübten Beschäftigungsverhältnisse. Zwar 
ist nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangen-
heit auch höhere Arbeitspensen versah (act. II 119 S. 3). Jedoch ergeben 
sich aus den Akten – so etwa aus dem Auszug aus dem individuellen Kon-
to (vgl. act. II 9) – keine Hinweise dafür, dass dies über einen längeren 
Zeitraum der Fall gewesen wäre. Dergleichen wird denn auch beschwer-
deweise nicht substantiiert. Fest steht demgegenüber, dass die Beschwer-
deführerin vor Eintritt der Invalidität langjährig im Umfang von 75% 
beschäftigt war und die gesamten persönlichen, familiären und sozialen 
Verhältnisse keine Indizien dafür liefern, dass im Beurteilungszeitraum ein 
höheres Pensum ausgeübt worden wäre. 

Wie in E. 5.3 vorne dargelegt, ist für die hypothetische Annahme einer im 
Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im 
Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erforderlich. Danach ist ein bestimmter Sachverhalt 
nicht bereits dann bewiesen, wenn er bloss möglich ist. Hingegen genügt 
es, wenn das Gericht aufgrund der Würdigung aller relevanten 
Sachumstände, mithin nach objektiven Gesichtspunkten, zur Überzeugung 
gelangt, dass er der wahrscheinlichste aller in Betracht fallenden 
Geschehensabläufe – bei zwei möglichen Sachverhaltsvarianten: die 
wahrscheinlichere – ist und zudem begründeterweise angenommen 
werden darf, dass weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden 
Ergebnis nichts mehr ändern (Entscheid des BGer vom 7. Dezember 2011, 
9C_541/2011, E. 5.1). Werden – in Nachachtung dieser beweisrechtlichen 
Grundsätze – die beiden hier in Betracht fallenden Hypothesen des von der 
Beschwerdegegnerin festgelegten Status 75% Erwerb und 25% Haushalt 
einerseits und der von der Beschwerdeführerin postulierte Status 90-95% 
Erwerb andererseits einander gegenübergestellt und beweismässig 
gewichtet, so folgt daraus, dass in Würdigung des (hinreichend erstellten) 
Sachverhalts respektive der praxisgemäss zu berücksichtigenden Kriterien 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 24

ein Status 75% Erwerb und 25% Haushalt wahrscheinlicher ist als die 
Annahme einer im Gesundheitsfall (fast) vollzeitig ausgeübten 
Erwerbstätigkeit. Demnach ist der Status 75% Erwerb und 25% Haushalt 
auch überwiegend wahrscheinlich erstellt.

5.6 Zusammenfassend ist der Ermittlung des Invaliditätsgrades für den 
gesamten Beurteilungszeitraum ein Status von 75% Erwerb und 25% 
Haushalt zugrunde zu legen. 

6.

Die Rechtsgrundlagen für die Bestimmung des Invaliditätsgrades haben mit 
Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 geändert.

6.1 Für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 gilt was folgt: 

6.1.1 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

6.1.2 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 25

6.1.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Lässt sich aufgrund 
der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statisti-
sche Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen 
der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöh-
nung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen 
Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 
22 S. 71 E. 4.2).

6.1.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 
296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es kann sich 
rechtsprechungsgemäss jedoch rechtfertigen, auf die Tabelle TA7 resp. 
T17 (ab 2012) abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Inva-
lideneinkommens erlaubt und wenn der versicherten Person der öffentliche 
Sektor auch offensteht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 26

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist 
(BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3).

6.1.2.3 Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die im 
Zeitpunkt des angefochtenen Verwaltungsaktes bezogen auf den Zeitpunkt 
des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten statistischen Daten zu ver-
wenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; SVR 2022 IV Nr. 23 S. 76 E. 6.2.1 
und 6.2.2).

6.1.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und 
der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 
summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind 
Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen 
Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale 
Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrades, den 
die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 
27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf 
die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 27

ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 
27bis Abs. 4 IVV).

6.2 Für die Zeit ab 1. Januar 2022 präsentiert sich die Rechtslage wie 
folgt: 

6.2.1 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 16 
ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so 
wird der Invaliditätsgrad für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festge-
legt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltli-
chen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil 
der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in 
beiden Bereichen zu bemessen.

Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der im Haushalt tätigen Versi-
cherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Pflege und Betreu-
ung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 IVV).

6.2.2 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

6.2.2.1 Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand des zuletzt vor 
Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Unterlag 
das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte 
Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein 
angemessenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). 
Kann das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht 
hinreichend genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne 
Invalidität nach statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine 
Person bei gleicher Ausbildung und entsprechenden beruflichen 
Verhältnissen festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 28

6.2.2.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein 
Erwerbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 
16 ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle 
Leistungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit 
bestmöglich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares 
Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach 
statistischen Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Kann die 
versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50% oder 
weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10% für 
Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

6.2.2.3 Soweit für die Bestimmung der massgebenden 
Erwerbseinkommen statistische Werte herangezogen werden, sind die 
Zentralwerte der LSE des BFS massgebend. Andere statistische Werte 
können beigezogen werden, sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in 
der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). In der 
Regel sind die Werte der Tabelle TA1_tirage_skill_Level (Monatlicher 
Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
Privater Sektor) massgebend. In be-gründeten Fällen kann nach wie vor 
auch auf andere Tabellen der LSE abgestellt werden (vgl. 
Ausführungsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung [Weiterentwicklung der IV], Erläuternder Bericht des 
BSV [nach Vernehmlassung; nachfolgend Vernehmlassung BSV], S. 47; 
Rz. 3207 KSIR). Es ist immer die aktuellste zum Zeitpunkt des 
Verfügungserlasses verfügbare LSE-Tabelle beizuziehen (vgl. 
Vernehmlassung BSV, S. 48).

6.2.3 Gemäss Art. 27bis Abs. 1 IVV werden für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades von Teilerwerbstätigen die Invaliditätsgrade in Bezug auf 
die Erwerbstätigkeit (lit. a) und in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich (lit. b) zusammengezählt. Für die Berechnung des 
Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit wird gemäss Art. 27bis 
Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invalidität auf eine Erwerbstätigkeit, die 
einem Beschäftigungsgrad von 100% entspricht, hochgerechnet (lit. a), das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 29

Einkommen mit Invalidität auf der Basis einer Erwerbstätigkeit, die einem 
Beschäftigungsgrad von 100% entspricht, berechnet und entsprechend an 
die massgebliche funktionelle Leistungsfähigkeit angepasst (lit. b) und die 
prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, den die 
Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. c). Für 
die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich wird nach Art. 27bis Abs. 3 IVV der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, 
ermittelt (lit. a) und der Anteil nach lit. a anhand der Differenz zwischen 
dem Beschäftigungsgrad nach Abs. 2 lit. c und einer Vollerwerbstätigkeit 
gewichtet (Abs. 3 lit. b).

Damit bliebt die Bemessung des Invaliditätsgrades von Teilerwerbstätigen 
im vorliegend relevanten Kontext unverändert (vgl. Vernehmlassung BSV, 
S. 15). 

6.3

6.3.1 Hinsichtlich des Valideneinkommens steht fest, dass die 
Beschwerdeführerin als Gesunde auch weiterhin eine vergleichbare Arbeit 
wie zuletzt beim D.________ verrichten würde. Dabei war sie als … 
Mitarbeiterin (act. II 32 S. 2) bzw. als … (act. II 1 S. 6) tätig, wobei es sich 
gemäss ihren Angaben um einen "Traumjob" handelte (act. II 36 S. 2). Im 
Weiteren folgt aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin bei Auflösung 
dieses Arbeitsverhältnisses per 31. Oktober 2020 (act. II 32 S. 11) über 
gesundheitliche Probleme klagte (vgl. act. II 1 S. 7; 16 S. 1). Dem 
Kündigungsschreiben ist jedoch zu entnehmen, dass sie "das Vertrauen in 
die Leitung des D.________" verloren habe und nicht länger hinter der 
aktuellen Geschäftspolitik stehen könne (act. II 32 S. 11; 39.3). Daraus ist 
in Übereinstimmung mit den Angaben gegenüber der 
Abklärungsfachperson (act. II 101 S. 4 Ziff. 4.2) zu schliessen, dass die 
Beschwerdeführerin auch als Gesunde überwiegend wahrscheinlich nicht 
mehr beim D.________ arbeiten würde, weshalb die Beschwerdegegnerin 
dem Grundsatz nach zu Recht auf Tabellenlöhne gemäss LSE abgestellt 
hat (vgl. E. 6.1.2.1 und E. 6.2.2.1 vorne). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 30

6.3.2 Gemäss den Unterlagen fungierte die Beschwerdeführerin seit 
2017 als Stabsmitarbeiterin, "Fachspezialistin …, Protokoll …, …mitglied 
…, …, … inkl. Schulung … und … Fachbereich, …, …, …, …" (act. II 36 S. 
2). Die Beschwerdegegnerin legte der Berechnung des 
Valideneinkommens für den gesamten Beurteilungszeitraum Tabelle T17, 
Position 24, Total Frauen, der LSE 2018 zugrunde (act. II 101 S. 6 f.). 

Hierzu ist festzuhalten, dass die bisherige und im hypothetischen 
Gesundheitsfall auch weiterhin ausgeübte Tätigkeit in der üblicherweise 
angewendeten Tabelle TA1_tirage_skill_level nicht abgebildet wird, wes-
halb die Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu Recht – und für den gesam-
ten Beurteilungszeitraum – (vgl. E. 6.1.2.3 und E. 6.2.2.3 vorne) – Tabelle 
T17 berücksichtigte. Indessen wurde die Tabelle T17 der LSE 2020 am 23. 
August 2022 und damit vor Verfügungserlass (14. März 2023) publiziert, 
womit nicht Tabelle T17 der LSE 2018, sondern jene der LSE 2020 zur 
Anwendung gelangt (vgl. E. 6.1.2.3 und E. 6.2.2.3 vorne). Sodann ist – 
jedenfalls unter Herrschaft der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 
Rechtslage (vgl. nunmehr jedoch Art. 25 Abs. 3 Satz 3 IVV) – bei der Wahl 
des Tabellenlohnes nicht der Totalwert, sondern der spezifische Wert – 
unter Berücksichtigung des Alters – zu berücksichtigen (Entscheid des 
BGer vom 2. November 2022, 9C_385/2022, E. 4.5). 

Schliesslich ist das Abstellen auf Position 24 von Tabelle T17 
(Betriebswirte und vergleichbare Spezialisten/innen) nicht sachgerecht, 
was sich bereits daraus ergibt, dass sich der Jahreslohn diesfalls – unter 
Berücksichtigung des Alters der 1969 geborenen Beschwerdeführerin – auf 
über Fr. 110‘000.-- (Fr. 9‘236.-- x 12) bezifferte, welcher Wert deutlich über 
dem Gehalt liegt, welches die Beschwerdeführerin beim D.________ 
(Fr. 92‘264.-- [Fr. 69‘198.--/0.75]) zuletzt erzielte (act. II 32 S. 5). Zudem 
entspricht Position 24 dem Kompetenzniveau 4, wobei die 
Beschwerdeführerin über keine formalisierte Aus- bzw. Weiterbildung 
verfügt, die eine entsprechende Einstufung zuliesse (vgl. act. II 20 S. 3). 
Vielmehr ist die von der Beschwerdegegnerin beim Invalideneinkommen 
zugrunde gelegte Position 33 von Tabelle T17 (act. II 101 S. 6 f.) auch 
beim Valideneinkommen zu berücksichtigen, beinhaltet diese Position doch 
etwa die Löhne von betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 31

Fachkräften und Verwaltungsfachkräften, statistischen Fachkräften, aber 
auch Sekretariatsfachkräften in Verwaltung und Geschäftsleitung (vgl. 
Schweizer Berufsnomenklatur CH-ISCO-19, Position 33), womit diese 
Position das im Gesundheitsfall hypothetisch massgebliche Tätigkeitsprofil 
präziser repräsentiert. Der entsprechende altersspezifische Monatslohn 
beziffert sich für das Jahr 2020 auf 
Fr. 7‘690.-- bzw. jährlich Fr. 92‘280.--. 

6.4 Wie eben gezeigt, stellte die Beschwerdegegnerin auch in Bezug 
auf das Invalideneinkommen auf statistische Werte gemäss LSE ab, was in 
Anbetracht der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin keiner ihr an sich 
zumutbaren Erwerbstätigkeit nachgeht, im Einklang mit den rechtspre-
chungsgemässen (vgl. E. 6.1.2.2 vorne) bzw. den ab 1. Januar 2022 gülti-
gen normativen Vorgaben steht (vgl. E. 6.2.2.2 vorne). Die von der 
Beschwerdegegnerin zugrunde gelegte Position 33 von Tabelle T17 (act. II 
101 S. 6 f.) ist mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil ("Eine Tätigkeit, die sie 
möglichst selbstbestimmt und ohne zahlreiche soziale Kontakte ausüben 
kann, ist angepasst" [act. II 95.1 S. 8 Ziff. 4.7.1]) nicht zu beanstanden und 
wird auch von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Sie macht jedoch 
geltend, entgegen dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin sei vorliegend 
ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10% vom Tabellenlohn vorzu-
nehmen (Beschwerde S. 8 Ziff. 9). 

6.4.1 Für die Zeit bis 31. Dezember 2021 richtet sich die Frage nach 
einem allfälligen Abzug nach der damals geltenden Rechtsprechung (vgl. 
E. 6.1.2.2 vorne). Was zunächst die invaliditätsfremden Gesichtspunkte 
(Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) 
betrifft, wäre ein Abzug bei beiden auf statistischen Daten beruhenden 
Vergleichseinkommen vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 19. Januar 
2009, 8C_42/2008, E. 5), womit sich am Ergebnis nichts ändern würde. 
Was sodann die leidensbedingten Einschränkungen anbelangt, so wurden 
diese bei der gutachterlich attestierten Arbeits- und Leistungsfähigkeit be-
reits berücksichtigt (act. II 95.1 S. 8 Ziff. 4.7.3) und können folglich nicht 
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und 
so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE 
146 V 16 E. 4.1 S. 20). Doch selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 32

rerin ein Abzug von 10% gewährt würde, änderte sich am Ergebnis nichts, 
wie nachfolgend zu zeigen ist.

6.4.2 Für die Zeit ab 1. Januar 2022 fällt ein Abzug von vornherein aus-
ser Betracht, da die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin ab 1. Januar 2022 70 bzw. 80% beträgt (vgl. E. 3.5.1 vorne) und damit 
über der abzugsrelevanten Schwelle einer Mindestarbeitsunfähigkeit von 
50% im Sinne von Art. 26bis Abs. 3 IVV liegt (vgl. E. 6.2.2.2 vorne).

6.5 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Dies-
falls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (vgl. 
E. 3.5.1 vorne) unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabel-
lenlohn (Entscheid des BGer vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021 [zur Publi-
kation vorgesehen], E. 6.2). 

Demnach ergibt sich bezogen auf den erwerblichen Bereich ein Invali-
ditätsgrad von maximal 55% (100% - [50% x 0.9]) respektive gewichtet 
41.25% (55% x 0.75) für den Zeitraum von Oktober 2020 bis 31. Dezember 
2021. Für die Zeit ab 1. Januar 2022 beträgt der Invaliditätsgrad im erwerb-
lichen Bereich 20% bzw. gewichtet 15% (20% x 0.75).

6.6

6.6.1 Mit Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt liess die Beschwer-
degegnerin die häuslichen und erwerblichen Verhältnisse durch ihren spe-
zialisierten Abklärungsdienst vor Ort abklären (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Der 
entsprechende Bericht vom 29. März 2022 (zu den Voraussetzungen an 
den Beweiswert von Abklärungsberichten vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2) erfolgte in 
Kenntnis der medizinischen Situation (vgl. act. II 101 S. 5). Ferner stützt 
sich das Ergebnis auf die Angaben der Beschwerdeführerin zu den sozia-
len und erwerblichen Verhältnissen und zum Haushalt. In Bezug auf die im 
Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben legte 
der Abklärungsdienst Ziffer 3609 des seit 1. Januar 2022 gültigen KSIR 
zugrunde, welche im Vergleich zur (bis 31. Dezember 2021 in Kraft ge-
standenen) Ziffer 3087 des Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflo-
sigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) einen neuen Teilbereich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 33

"Garten- und Umgebungspflege und Haustierhaltung" aufführt und in Bezug 
auf den Teilbereich "Wohnungs- und Hauspflege" eine maximale absolute 
Gewichtung von 30% (KSIH: 40%) vorgibt. Weitere Unterschiede bestehen 
insoweit nicht. Wie in E. 2.1.2 vorne dargelegt, ist vorliegend einerseits das 
bis am 31. Dezember 2021 und für die Zeit ab 1. Januar 2022 das nach 
Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 massgebliche Recht 
anzuwenden. Ob vor diesem Hintergrund hinsichtlich der Abklärung der 
Invalidität im Haushalt für die Zeit bis 31. Dezember 2021 nicht richtiger-
weise die Regelung des KSIH zugrundezulegen gewesen wäre, bedarf 
indes keiner abschliessenden Klärung. Denn jedenfalls hält sich die Ge-
wichtung der einzelnen Aufgabenbereiche sowohl innerhalb der in Ziffer 
3087 KSIH als auch der in Ziffer 3609 KSIR angegebenen Bandbreiten und 
ist in Anbetracht der konkreten Umstände nicht zu beanstanden. Weil zu-
dem für den neu enthaltenen Teilbereich "Garten- und Umgebungspflege 
und Haustierhaltung" (Ziffer 3609 KSIR) keine Einschränkung besteht (act. 
II 101 S. 11), resultiert unabhängig vom angewendeten Kreisschreiben in 
Bezug auf den Haushalt keine Invalidität. Auf den Abklärungsbericht vom 
29. März 2022, welcher im Ergebnis auch im Einklang mit den Angaben der 
Beschwerdeführerin gegenüber Dr. med. F.________ stehen, wonach sie 
den Haushalt selbständig führe (act. II 95.2 S. 18 Ziff. 3.2.11), kann somit 
abgestellt werden. Soweit die Einschätzungen betreffend die Invalidität im 
Haushalt bzw. hinsichtlich der in Bezug auf die einzelnen Verrichtungen 
bestehenden Einschränkungen macht die Beschwerdeführerin denn auch 
nichts Gegenteiliges geltend.

6.6.2 Gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 29. März 
2022 beträgt die mittels Betätigungsvergleich ermittelte Einschränkung für 
den gesamten Beurteilungszeitraum ungewichtet bzw. gewichtet 0%. 

6.7 Bei einer gewichteten Einschränkung von 41.25% im erwerblichen 
Bereich und 0% im Aufgabenbereich besteht bei einem Gesamtinvaliditäts-
grad von gerundet (zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) 41% 
demnach bis und mit März 2022 Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. 
E. 2.2.2.1 vorne). Für die Zeit ab Januar 2022 beträgt die gewichtete Ein-
schränkung 15% im erwerblichen Bereich und weiterhin 0% im Aufgaben-
bereich, womit sich der Gesamtinvaliditätsgrad von 15% um mindestens 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 34

5% und damit revisionsrelevant änderte (Art. 17 Abs. 1 lit. a ATSG). Folg-
lich besteht ab April 2022 (Art. 88a Abs. 1 IVV) kein Rentenanspruch mehr 
(vgl. E. 2.2.2 und E. 2.2.2.2 vorne). 

7.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 14. März 2023 im 
Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen. 

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdeführerin zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvor-
schuss gleicher Höhe zu entnehmen. 

8.2 Nach Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG (Um-
kehrschluss) hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Partei-
entschädigung. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als 
Sozialversicherungsträgerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(vgl. dazu auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 35

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, Advokatin C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Eingaben der Beschwerdeführerin vom 14. Juni 

und 16. August 2023)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2023, IV/23/301, Seite 36

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.