# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78831280-bfbb-5028-8677-c637fbc48e47
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.02.2012 E-6651/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6651-2011_2012-02-01.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6651/2011

U r t e i l   v om     1 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richterin Muriel Beck Kadima (Vorsitz),
Richter Pietro Angeli­Busi, Richter Kurt Gysi,   
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

Parteien A._______, geboren am (…),
B._______, geboren am (…),
C._______, geboren am (…),
D._______, geboren am (…),
E._______, geboren am (…),
F._______, geboren am (…),
G._______, geboren am (…),
H._______, geboren am (…),
alle Syrien,  
alle vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, 
(…), 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin­
Verfahren); Verfügung des BFM vom 25. November 2011 / 
N (…).

E­6651/2011

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge ihr Heimatland 
am 1. September 2011 verlassen haben und am 14. September 2011 in 
die Schweiz gelangten, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten,

dass sie am 23. September 2011  im Empfangs­ und Verfahrenszentrum 
(EVZ) I._______ summarisch zu den Asylgründen befragt wurden, wobei 
sie  geltend  machten,  der  Beschwerdeführer  habe  an  Demonstrationen 
teilgenommen, weshalb die syrischen Behörden nach ihm gesucht hätten, 

dass  diese  Behörden,  weil  sie  den  Beschwerdeführer  nicht  angetroffen 
hätten, die Beschwerdeführerin belästigt hätten,

dass  die  Beschwerdeführenden  gemäss  EURODAC­Meldungen  am 
29. August 2011 in Catanzaro (IT) Asylgesuche eingereicht haben,

dass den Beschwerdeführenden am 23. September 2011 das  rechtliche 
Gehör  zu  diesem  Sachverhalt  sowie  zu  einer  allfälligen  Wegweisung 
nach Italien gewährt wurde,

dass  die  Beschwerdeführenden  dazu  geltend  machten,  es  sei  ihr  Ziel 
gewesen,  in  die  Schweiz  zu  kommen,  wo  ein  Bruder  des 
Beschwerdeführerin lebe, 

dass sie in Italien kein Asylgesuch eingereicht hätten,

dass  die  Beschwerdeführerin  anfügte,  ihre  Kinder  seien  dort  "fast 
gefoltert" worden, wobei es  ihrem  jüngsten Kind gesundheitlich schlecht 
gehe,

dass  die  Beschwerdeführenden  am  28.  September  2011  dem  Kanton 
J._______ zugewiesen wurden,

dass  der  Rechtsvertreter  am  2.  November  dem  BFM  seine 
Mandatsübernahme anzeigte, 

dass  das  BFM  am  4.  November  2011  ein  Übernahmeersuchen  an  die 
zuständigen  italienischen  Behörden  richteten,  welche  innerhalb  der 
festgelegten Frist keine Stellungnahme abgaben,

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  25.  November  2011  –  eröffnet  am 
2. Dezember  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche 
nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den  Vollzug 
anordnete,  wobei  es  festhielt,  einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  diese 
Verfügung komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass  die  Beschwerdeführenden  aufgefordert  wurden,  die  Schweiz  bis 
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,

dass den Beschwerdeführenden gleichzeitig die editionspflichtigen Akten 
gemäss  Aktenverzeichnis  ausgehändigt  wurden  und  der  Kanton 
J._______  mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragt wurde,

dass  für  die  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung  auf  die  Akten 
und,  soweit  für  den  Entscheid  relevant,  auf  die  nachfolgenden 
Erwägungen verwiesen wird,

dass die Beschwerdeführenden durch  ihren Rechtsvertreter mit Eingabe 
vom  9.  Dezember  2011  gegen  diese  Verfügung  beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und dabei  in materieller 
Hinsicht  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  und  die 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung und zum 
Eintreten auf die Asylgesuche, eventualiter die Aufhebung der Verfügung 
des  BFM  und  die  Feststellung  der  Undurchführbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs nach  Italien,  (sub)eventualiter die Einholung einer 
schriftlichen  Zusicherung  von  den  italienischen  Behörden  betreffend 
Berücksichtigung und Einhaltung der Völkerrechte, beantragten,

dass  sie  in  prozessualer  Hinsicht  beantragten,  der  Beschwerde  sei  die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen und es sei ihnen Einsicht in die Akten 
A12,  A13,  A14  und  A17  sowie  in  ein  allfälliges  Antwortschreiben  der 
italienischen  Behörden  zu  geben  und  das  rechtliche  Gehör  dazu  zu 
gewähren,  wobei  eine  angemessene  Frist  zur  Einreichung  einer 
Beschwerdeergänzung anzusetzen sei,

dass zudem der Vollzug der Wegweisung per sofort auszusetzen sei,

dass  dem  unterzeichnenden  Anwalt  überdies  vor  der  Gutheissung  der 
Beschwerde beziehungsweise vor einem anderen Entscheid in der Sache 
eine  angemessene  Frist  zum  Einreichen  einer  detaillierten  Kostennote 
zur Bestimmung der Parteientschädigung einzuräumen sei, 

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dass  gleichzeitig  betreffend  die  Tochter  K._______  eine  ärztliche 
Sprechstundenkarte  sowie  eine  ärztliche  Entbindungserklärung  von  der 
Schweigepflicht eingereicht wurden,

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit  für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass die  zuständige  Instruktionsrichterin mit Telefax  vom 12. Dezember 
2011 gestützt auf Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  den  Vollzug  der 
Wegweisung provisorisch aussetzte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  13.  Dezember  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  verfahrensleitender  Verfügung 
vom  15.  Dezember  2011  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde nach Art. 107a AsylG guthiess, 
den Beschwerdeführenden Einsicht  in  die Akte A13  erteilte  und  auf  die 
Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete,

dass  es  gleichzeitig  die  Beschwerdeführenden  aufforderte,  aktuelle 
ärztliche  Berichte  betreffend  die  Beschwerdeführerin  und  die  Tochter 
K._______  und  betreffend  die  Beschwerdeführerin  eine  ärztliche 
Entbindungserklärung von der Schweigepflicht sowie eine Stellungnahme 
einzureichen,

dass mit  Eingabe  vom  6.  Januar  2012  diverse  ärztliche  Berichte  sowie 
eine Entbindungserklärung der Beschwerdeführerin eingereicht wurden,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1, mit weiteren Hinweisen.),

dass auf Asylgesuche  in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu­
chende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig  ist  (vgl.  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG;  sogenanntes  Dublin­
Verfahren),

dass  das BFM  zur  Begründung  des Nichteintretensentscheids  anführte, 
der Abgleich der Fingerabdrücke mit der Zentraleinheit EURODAC weise 
nach,  dass  die  Beschwerdeführenden  am  29.  August  2011  in  Italien 
Asylgesuche eingereicht hätten,

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dass es gestützt darauf ein Dublin­Verfahren eingeleitet habe, wobei die 
italienischen  Behörden  innerhalb  der  festgelegten  Frist  zum 
Übernahmeersuchen des BFM keine Stellung genommen hätten,

dass somit gemäss dem Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der Schweiz gestellten Asylantrags (Dublin­Assoziierungsabkommen, SR 
0.142.392.689)  und  unter  Anwendung  von  Art.  20  Abs.  1  Bst.  c  der 
Verordnung  (EG)  Nr. 343/2003  des  Rates  vom  18. Februar  2003  zur 
Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  Asylantrags  zuständig  ist,  den 
ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat 
(Dublin­II­VO),  die  Zuständigkeit,  das  Asyl­  und Wegweisungsverfahren 
durchzuführen, am 19. November 2011 an Italien übergegangen sei,

dass  das  BFM  weiter  ausführte,  entgegen  der  Angaben  der 
Beschwerdeführenden, wonach sie  in Italien nie um Asyl ersucht hätten, 
habe  mittels  Fingerdruckabgleich  festgestellt  werden  können,  dass  die 
Beschwerdeführenden  in  Italien  bereits  ein  Asylgesuch  gestellt  hätten, 
weshalb es den zuständigen Behörden obliege, den Aufenthaltsstatus der 
Beschwerdeführenden  zu  regeln oder  gegebenenfalls  eine Wegweisung 
ins  Heimatland  anzuordnen,  wobei  eine  Überstellung  nach  Italien – 
vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung  oder  Verlängerung  –  bis 
spätestens am 19. Mai 2012 zu erfolgen habe,

dass vorab die in der Beschwerde erhobenen formellen Rügen zu prüfen 
sind, 

dass  gerügt  wird,  das  BFM  habe  eine  schwere  Verletzung  des 
Akteneinsichtsrechts  begangen,  mithin  das  rechtliche  Gehör  der 
Beschwerdeführenden  verletzt,  indem es  insbesondere  das Gesuch  um 
Rückübernahme  an  die  italienischen  Behörden  (BFM­Akte  A13)  nicht 
offen gelegt habe, 

dass  es  sich  bei  der  BFM­Akte  A13  –  in  welche  den 
Beschwerdeführenden  mit  Instruktionsverfügung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom 
15.  Dezember  2011  Einsicht  gegeben  wurde  –  um  ein 
Wiederaufnahmegesuch nach Art. 20 Abs. 1 Bst. a Dublin­II­VO handelt, 

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dass  übrigens  dem  Art.  2  der  EU­Verordnung  Nr.  1560/2003  vom  2. 
September  2003  mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Dublin­II­VO 
weder zu entnehmen ist, dass der ersuchende Staat den ersuchten Staat 
(in  casu  die  italienischen  Behörden)  mittels  dieses  Gesuchs  darauf 
hinzuweisen  habe,  wie  sich  die  Asylsuchenden  einer  EURODAC­
Meldung gegenüber geäussert hätten oder ob gesundheitlichen Probleme 
vorliegen  würden,  noch  dass  dieser  eine  Zusicherung  betreffend  die 
Prüfung des Asylgesuchs durch den ersuchten Staat  einzufordern habe 
(vgl. Rechtsmitteleingabe Art. 2 und 30),

dass  der  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  gemäss  Art.  29  Abs. 2  der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999 (BV, SR 101) nebst weiteren Verfahrensgarantien auch das Recht 
auf  Akteneinsicht  umfasst,  dessen  allgemeinen,  aus  der 
Bundesverfassung  abgeleiteten  Grundsätze  in  den  Art.  26  ­  28  VwVG 
Ausdruck gefunden (BGE 115 V 297 E. 2d) haben,

dass Art. 26 Abs. 1 VwVG den grundsätzlichen Anspruch der Partei oder 
ihres  Vertreters  auf  Einsicht  in  die  Verfahrensakten  beinhaltet  –  deren 
Verweigerung ist die Ausnahme –, worunter gemäss Buchstabe b dieser 
Bestimmung alle als Beweismittel dienenden Aktenstücke fallen, nämlich 
all diejenigen, die für die Entscheidfindung der Behörde entscheidrelevant 
sind oder sein könnten,

dass das Rückübernahmeersuchen eines Dublin­Mitgliedstaates an einen 
andern  Mitgliedstaat  im  Rahmen  des  sogenannten  Dublin­Verfahrens 
nicht der Entscheidfindung dient, 

dass  somit  das  BFM  entgegen  der  in  der  Beschwerde  vertretenen 
Auffassung  unter  dem  Aspekt  des  rechtlichen  Gehörs  nicht  verpflichtet 
gewesen wäre, diese Akte zu edieren, 

dass  indessen auch  kein Grund  zur Nichtoffenlegung  im Sinne  von Art. 
27 Abs. 1 Bst. a­c VwVG ersichtlich ist, 

dass sich der Entscheid, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig für die 
Durchführung des Asylantrags zuständig erachtet (vgl. Art. 5 ff. Dublin­II­
VO),  mithin  zur  Aufnahme  oder  Wiederaufnahme  des  Asylsuchenden 
(vgl.  Kapital  V  Dublin­II­VO)  angefragt  werden  soll,  vielmehr  auf 
Aussagen  der  Asylsuchenden  selbst  und/oder  auf  Meldungen  von 
EURODAC stützen,

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dass  vorliegend  die  Beschwerdeführenden  Akteneinsicht  in  die 
EURODAC­Meldungen (Akten A3 und A4) gewährt wurde,

dass  sich  folglich  keine  Verletzung  von  Art.  28  VwVG  durch  das  BFM 
feststellen lässt,

dass weiter gerügt wird, das BFM habe den Sachverhalt nicht vollständig 
festgestellt,  indem  es  insbesondere  die  gesundheitliche  Situation  der 
Beschwerdeführerin und des jüngsten Kindes nicht weiter abgeklärt habe, 
nachdem  Erstere  bei  der  Befragung  erwähnt  habe,  unter 
Nierenproblemen zu  leiden  (vgl. Rechtsmittelschrift Art.  8),  und dass es 
ihrem Kind  in  Italien  schlecht  gegangen  sei  (vgl. Rechtsmittelschrift  Art. 
19),

dass  das  BFM  im  Weiteren  den  Stand  des  Asylverfahrens  der 
Beschwerdeführenden  in  Italien  hätte  abklären  müssen,  zumal  die 
"Weigerung"  Italiens  das  Rückübernahmegesuch  zu  beantworten  "als 
faktische  Weigerung"  Italiens  zu  betrachten  sei,  deren  Asylgesuch  zu 
prüfen (vgl. Rechtsmittelschrift Art. 21 und 23),  

dass der Anspruch auf rechtliches Gehör als Teilaspekte einen Anspruch 
der  Parteien  auf  vorgängige  Anhörung  durch  die  Behörde  (Art. 30  und 
30a  VwVG),  auf  Anhörung  in  Bezug  auf  erhebliche  Vorbringen  einer 
Gegenpartei (Art. 31 VwVG), auf Prüfung eigener erheblicher Vorbringen 
durch die Behörde (Art. 32 VwVG) sowie auf Abnahme der angebotenen 
und tauglichen Beweise durch die Behörde (Art. 33 VwVG) umfasst,

dass  sie  dabei  die  für  das  Verfahren  erforderlichen 
Sachverhaltsunterlagen  beschaffen  und  die  rechtlich  relevanten 
Umstände abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis führen muss,

dass  gemäss Art. 8 AsylG die  asylsuchende Person  demgegenüber  die 
Pflicht  und  unter  dem Blickwinkel  des  rechtlichen Gehörs  im Sinne  von 
Art. 29  Abs. 2  BV  auch  das  Recht  hat,  an  der  Feststellung  des 
Sachverhalts mitzuwirken,

dass  die  Rüge,  die  Vorinstanz  habe  die  gesundheitlichen  Umstände  in 
der  angefochtenen  Verfügung  weder  erwähnt  noch  genauer  abgeklärt 
und  deshalb  den  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  sowie  die 
Begründungspflicht  verletzt,  nicht  stichhaltig  ist,  da  die 
Beschwerdeführerin  bei  der  Kurzbefragung  lediglich  angab,  sie  habe 
Nierenprobleme  und  wünsche  eine  entsprechende  Untersuchung  (vgl. 

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Akte A6 S. 8), und anlässlich des rechtlichen Gehörs vom 23. September 
2011 vorbrachte,  ihre Kinder seien von den  italienischen Behörden "fast 
gefoltert" worden, worauf das jüngste Kind K._______ beinahe gestorben 
sei,

dass  sie  indessen  ihr  eigenes  Leiden  im  Rahmen  des  ihr  gewährten 
rechtlichen  Gehörs  nicht  mehr  wiederholte  und  auch  nicht  als 
Hinderungsgrund einer allfälligen Wegweisung nach Italien anführte, 

dass sich deshalb das BFM nicht veranlasst fühlen musste, eine ärztliche 
Untersuchung  anzuordnen,  zumal  sich  die  Beschwerdeführerin  bereits 
seit  dem  4.  September  2011  in  der  Schweiz  aufhielt  und  bei  akuten 
Problemen einen Arzt hätte aufsuchen können,  

dass angesichts von Art.  20 Abs. 1 Bst.  c Dublin­II­VO die  italienischen 
Behörden  dadurch,  dass  sie  sich  innert  Frist  zu  einer  Übernahme  der 
Beschwerdeführenden  nicht  vernehmen  liessen,  keine  Verweigerung 
abzuleiten  ist,  sondern  vielmehr  davon  auszugehen  ist,  sie  hätten  dem 
Ersuchen  des  BFM  vom  4.  November  2011  im  Sinne  der  Dublin­II­VO 
(implizit) zugestimmt,

dass  sie  im  Übrigen  gehalten  sind,  die  Prüfung  des  Asylantrags 
abzuschliessen  bzw.  falls  dieser  bereits  abgelehnt  worden  ist,  den 
Asylsuchenden wiederaufzunehmen und die notwendigen Vorkehrungen 
tatsächlich umzusetzen (vgl. Art. 16 Dublin­II­VO), 

dass  somit  entgegen den Einwänden  in  der Beschwerdeschrift, wonach 
die  fehlende Antwort  Italiens als Verweigerung anzusehen sei, das BFM 
damals nicht verpflichtet war, weitere Abklärungen zu treffen,

dass  sich  das  Bundesamt  in  der  angefochtenen  Verfügung  überdies  in 
rechtsgenüglicher Weise mit  den  Vorbringen  der  Beschwerdeführenden 
auseinandergesetzt  hat  und  diese  begründet  hat,  weshalb  die 
diesbezüglichen Einwände nicht geeignet sind, die Zuständigkeit  Italiens 
für die Durchführung der Asylverfahren zu verneinen, 

dass im Übrigen, die konkrete Absprache mit den italienischen Behörden 
betreffend die Übergabe der Beschwerdeführenden an diese im Rahmen 
der  Wegweisungsmodalitäten  zu  tätigen  sein  wird,  weshalb  auch 
diesbezüglich  keine  Verletzung  der  Sachverhaltsabklärungspflicht  des 
BFM vorliegt (vgl. Beschwerdeeingabe Art. 13 und 15),  

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dass  sich  zusammenfassend  entgegen  den  diesbezüglichen 
Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  die  Rüge  der  Verletzung  des 
rechtlichen Gehörs als unbegründet erweist,

dass  sich  aus  den  vorliegenden  Akten  ergibt,  dass  die 
Beschwerdeführenden  am  29. August  2011  in  Italien  daktyloskopisch 
erfasst  wurden  und  dort  um  Asyl  nachgesucht  haben,  was  in  der 
Beschwerdeschrift auch bestätigt wurde (vgl. Rechtsmitteleingabe S. 6), 

dass  die  Beschwerdeführenden  somit  die  staatsvertraglich  vereinbarte 
Zuständigkeit  Italiens  zur  Durchführung  ihres  Asylverfahrens 
grundsätzlich nicht bestreiten, 

dass folglich Italien vorliegend für die Prüfung des Asylantrags zuständig 
ist (vgl. Art. 16 Abs. 1 Bst. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO),

dass  das  Bundesamt  somit  zu  Recht  von  der  Zuständigkeit  Italiens 
ausging,  weshalb  die  gesetzliche  Grundlage  für  einen 
Nichteintretensentscheid nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG erfüllt ist, wobei 
noch  zu  prüfen  bleibt,  ob  sie  dorthin  auch  ausreisen  können  oder 
Vollzugshindernisse für die Überstellung nach Italien bestehen, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG)  und  vorliegend 
keine  Ausnahme  von  diesem  Grundsatz  ersichtlich  ist  (vgl.  BVGE 
2008/34 E. 9.2), weshalb diese zu Recht angeordnet wurde,

dass  in  Verfahren  nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  nach 
Hindernissen  des  Wegweisungsvollzugs  regelmässig  bereits 
Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des 
Nichteintretensentscheides  ist  (vgl.  BVGE  E­2010/45  E.  10.2)  und 
allfällige völkerrechtliche und humanitäre Vollzugshindernisse im Rahmen 
der eventuellen Anwendung der sogenannten Souveränitätsklausel (Art. 3 
Abs.  2  Dublin­II­VO  i.V.m.  Art.  29a  Abs.  3  der  Asylverordnung  1  über 
Verfahrensfragen,  SR,  142.311  [AsylV  1])  zu  prüfen  sind,  weshalb  kein 
Raum für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2  i.V.m. Art. 83 
Abs. 1­4 AuG) besteht, 

dass  demnach die Schweiz  auch ein Asylgesuch materiell  prüfen  kann, 
wenn  nach  den  in  der  Verordnung  vorgesehenen  Kriterien  ein  anderer 
Staat zuständig ist (sog. Selbsteintrittsrecht), 

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dass  die  Anwendung  der  Souveränitätsklausel  nicht  unmittelbar 
anwendbar  ist,  sondern  nur  in Verbindung mit  einer  anderen Norm des 
nationalen  oder  internationalen  Rechts  angerufen  werden  kann  (vgl. 
BVGE 2010/45 E.5), 

dass ein einklagbarer Anspruch auf Ausübung eines Selbsteintrittsrechts 
besteht,  wenn  ein  Verstoss  gegen  übergeordnetes  Recht  droht  (vgl. 
BVGE 2010/45 E. 7.2), 

dass auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird, die Schweiz verletze 
das  völkerrechtliche  Non­Refoulement­Gebot  (Art.  33  FK)  und  das 
Rückschiebungsverbot  gemäss  Art.  3  EMRK,  weil  den 
Beschwerdeführenden mit  einem Wegweisungsvollzug  nach  Italien  eine 
Kettenabschiebung nach Syrien drohe, 

dass hierzu festzuhalten ist, dass Italien sowohl Signatarstaat der FK als 
auch  der  EMRK  oder  des  FoK  ist,  und  es  sich  zudem  an  die 
entsprechenden  Normen  der  EU  halten  muss  (insbesondere  Richtlinie 
2004/83/EG  des Rates  vom 29. April  2004  über  die Mindestnormen  für 
die  Anerkennung  und  den  Status  von  Drittstaatsangehörigen  oder 
Staatenlosen  als  Flüchtlinge  oder  als  Personen  die  anderweitig 
internationalen  Schutz  benötigen,  und  über  den  Inhalt  des  zu 
gewährenden Schutzes), 

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund seiner Rechtspraxis davon 
ausgeht,  dass  Italien  kraft  seiner Mitgliedschaft  seinen völkerrechtlichen 
Verpflichtungen nachkommt (vgl. dazu BVGE 2010/45 E. 7.4.2), 

dass  dabei  grundsätzlich  für  die  Mitgliedstaaten  des  Dublinsystems 
vermutet  werden  darf,  sie  würden  die  völkerrechtlichen 
Mindestanforderungen  an  ein  korrektes  Asylverfahren  einhalten, 
namentlich das Non­Refoulement­Gebot respektieren, 

dass  bei  einer  nicht  systematisch  vorliegenden  Verletzung  dieses 
Grundsatzes  durch  den  zuständigen  Mitgliedstaat  die 
Beschwerdeführenden  diese  Vermutung  umstossen  können,  indem  sie 
nachweisen, dass konkrete Gründe für eine reale Gefahr bestehen, dass 
ihnen  bei  einer  Rücküberstellung  in  den  zuständigen Mitgliedstaat  eine 
völkerrechtswidrige Ausschaffung in ihren Heimatstaat drohe (vgl. das zur 
Publikation vorgesehene Urteil BVGE D­2076/2010 E. 2.6 und 4.11), 

dass ein solcher Nachweis vorliegend nicht erbracht wurde,

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dass  in  der  Beschwerdeschrift  weiter  vorgebracht  wird,  bezüglich  der 
gesundheitlichen  Probleme  der  Beschwerdeführerin  seien  in  der 
Zwischenzeit  Untersuchungen  durchgeführt  worden  und  es  sei  eine 
Operation am 23. Dezember 2011 vorgesehen,

dass weiter  darauf  hingewiesen wurde,  das Kind K._______  leide unter 
akutem  Blutmangel  und  sei  anlässlich  eines  Arzttermins  vom  8. 
Dezember  2011  notfallmässig  ins  Spital  eingewiesen  worden,  wo  es 
voraussichtlich  während  mehreren  Tagen  bleiben  müsse  und  offenbar 
intravenös behandelt werde,

dass die Beschwerdeführenden ferner bei einer Rückkehr nach Italien in 
eine  lebensgefährdende Situation geraten würden, weil Asylsuchende  in 
Italien  keinen  ausreichenden  Zugang  zum  Asylverfahren  und  zur 
Unterkunft hätten,

dass  mit  Eingabe  vom  6.  Januar  2012  zwei  Arztberichte  von  Dr.  med. 
L._______, vom 17. Dezember 2011, und von Dr. med. M._______, vom 
23. Dezember  2011  betreffend  die  Beschwerdeführerin  sowie  zwei 
Arztberichte von Dr. med. N._______ vom 14. Dezember 2011 und vom 
5. Januar 2012 betreffend die Tochter K._______ eingereicht wurden,

dass  gemäss  den  Arztberichten  die  Beschwerdeführerin  an  einer 
Gastrooesophagealen  Refluxkrankheit  mit  leichter 
Speiseröhrenentzündung,  einer  chronischen  Helicobacter­Gastritis  und 
einer  Zöliakie  (Überempfindlichkeit  auf  Gluten)  leidet,  wobei  die 
Helicobacter­Infektion eine zehntägige Behandlung und die Zöliakie eine 
lebenslange glutenfreie Ernährung notwendig mache,

dass  aus  den  Arztberichten  von  Dr.  med.  N._______  hervorgeht,  dass 
K._______ an einer  schweren Eisenmangelanämie bei Fehlerernährung 
(alimentär  bedingt)  leidet,  wobei  eine  genetische  oder  chronische 
Erkrankung (Thalassämie, Coeliakie) als Ursache ausgeschlossen werde 
könne, 

dass  das  italienische  Fürsorgesystem  für  Asylsuchende  zwar  derzeit  in 
der Kritik steht (vgl. den in der Beschwerde vom 26. Juli 2011 erwähnten 
Bericht  der  SFH  vom  18.  Juli  2011  und  das  Urteil  des 
Verwaltungsgerichts  in Darmstadt  vom 20.  Januar 2011  [AL 1455/2010, 
DA,  A,  1]),  jedoch  in  den  Aufenthalts­  und  Verfahrensbedingungen  für 
Personen,  welche  sich  im  Rahmen  eines  Asylverfahrens  in  Italien 
aufhalten, insgesamt in der Regel kein Vollzugshindernis zu sehen ist,

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dass sich zudem aus den hievor erwähnten eingereichten Arztberichten 
ergibt,  dass  die  Beschwerdeführerin  zwar  auf  eine  lebenslängliche 
glutenfrei  Diät  angewiesen  ist,  dies  jedoch  mit  einer  entsprechenden 
Ernährungsumstellung/­anpassung durchführbar ist,

dass  die  übrigen  gesundheitlichen  Probleme  (Helicobacter­Gastritis) 
gemäss Arztzeugnis von Dr. med. M._______, vom 23. Dezember 2011 
medikamentös behandelt werden können,

dass  ferner  im  eingereichten  Arztbericht  von  Dr.  med.  N._______  vom 
5. Januar  2012  betreffend  K._______  festgestellt  wurde,  die  schwere 
Eisenmangelanämie  sei  alimentär  bedingt,  wobei  eine  genetische  oder 
chronische  Erkrankung  (Thalassämie,  Coeliakie)  als  Ursache 
ausgeschlossen werden konnte,

dass  die  behandelnde  Ärztin  zudem  darauf  hinwies,  die 
Beschwerdeführenden seien dazu angehalten worden, ihrer Tochter eine 
ausgewogene Ernährung zukommen zu  lassen, wobei  der Eisenmangel 
bis zur Normalisierung des Blutbildes mit Eisen substituiert (Maltofer 5 ml 
täglich) zu erfolgen habe,

dass das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich davon ausgeht, der für 
die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständige  Staat  –  vorliegend 
Italien  –  könne  die  nötigen  medizinischen  Versorgungsleistungen 
erbringen, da jeder Mitgliedstaat des Dublin­Systems (so auch Italien) die 
"Richtline 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2011 zur Festlegung von 
Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von  Asylbewerbern  in  den 
Mitgliedstaaten"  (Aufnahmerichtlinie),  welche  in  Art.  16  medizinische 
Versorgung garantiert, in Landesrecht umgesetzt hat,

dass  es  somit  feststellt,  dass  die  Beschwerdeführenden  in  Italien  bei 
Bedarf  eine  adäquate  medizinische  Betreuung  in  Anspruch  nehmen 
können,  zumal  Italien  über  entsprechende  Gesundheitsinstitutionen 
verfügt  und  bei  Bedarf  eine  Mitteilung  über  allfällige  gesundheitliche 
Befindlichkeiten  der  zu  übernehmenden  Personen  an  die  italienischen 
Behörden  erfolgen  kann  (vgl.  auch  BVGE  2010/45,  E.  7.6.3  und  7.6.4 
sowie  E.  8),  und  dass  die  angeführten  gesundheitlichen  Beschwerden 
derzeit nicht so gravierend sind, als dass sie gesamthaft betrachtet eine 
Wegweisung aus humanitärer Sicht problematisch erscheinen lassen und 
folglich  der  Selbsteintritt  der  Schweiz  aus  diesem  Blickwinkel  geboten 
wäre,

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dass  die  Beschwerdeführenden  im  Übrigen  bezüglich  der  geltend 
gemachten  drohenden  Übergriffe  durch  vier  syrische  Familien  in  Italien 
behördlichen  Schutz  beanspruchen  können,  weshalb  ihre 
diesbezüglichen  Befürchtungen  nicht  zu  einem Verbleib  in  der  Schweiz 
zu führen vermögen,

dass  zusammenfassend  zum  jetzigen  Zeitpunkt  weder  angesichts  der 
Verhältnisse  in  Italien  noch  der  individuellen  Situation  der 
Beschwerdeführenden  Anlass  zur  Ausübung  des  Selbsteintritts  der 
Schweiz im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO i.V.m. 29a Abs. 3 AsylV 
1 besteht,

dass somit zusammenfassend die Voraussetzungen für ein Nichteintreten 
auf  das  Asylgesuch  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG 
gegeben  sind,  weshalb  das  BFM  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  der 
Beschwerdeführenden  nicht  eingetreten  ist  und  die  Wegweisung  nach 
Italien sowie deren Vollzug angeordnet hat, 

dass  der  gesundheitlichen  Situation  der  Beschwerdeführerin  und  der 
jüngsten  Tochter  K._______  bei  der  Ausgestaltung  der 
Vollzugsmodalitäten  Rechnung  getragen  werden  soll;  es  ist  somit 
sicherzustellen, dass die italienischen Behörden über die Ankunft und die 
gesundheitliche Problematik und diesbezüglichen Schutzbedürfnisse der 
Beschwerdeführenden  präzise  und  umfassend  informiert  sind  und  sie 
auch  tatsächlich  den  Behörden  übergeben  werden,  welche  die 
Verantwortung für sie übernehmen können, 

dass  es  dem  BFM  und  der  kantonalen  Vollzugsbehörde  obliegt,  den 
geltend  gemachten  gesundheitlichen  Problemen  der 
Beschwerdeführenden  bei  der  Organisation  der  konkreten 
Überstellungsmodalitäten  im Sinne  der  obigen Ausführungen Rechnung 
zu tragen, 

dass  es  den  Beschwerdeführenden  insgesamt  nicht  gelungen  ist 
darzutun,  inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig 
festgestellt  habe oder  unangemessen  sei  (Art.  106 AsylG), weshalb  die 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.­  (Art. 
1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 

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173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 
sind,

dass angesichts dieser Sachlage der Antrag, dem Rechtsvertreter sei vor 
der  Gutheissung  der  Beschwerde  beziehungsweise  vor  einem  anderen 
Entscheid  in  der  Sache  eine  angemessene  Frist  zum  Einreichen  einer 
detaillierten  Kostennote  zur  Bestimmung  der  Parteientschädigung 
einzuräumen, hinfällig wird.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Das BFM wird angewiesen, die Überstellung der Beschwerdeführerenden 
nach  Italien  im  Sinne  der  Erwägungen  durchzuführen  und  die 
italienischen  Behörden  über  die  gesundheitliche  Situation  der 
Beschwerdeführenden vorgehend rechtzeitig zu informieren.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand:

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