# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eee655df-f17d-59fc-af39-9ab2f640965c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 25.08.2014 DB.2014.111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2014-111_2014-08-25.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2014.111 
2 ST.2014.134 
 
 
 

Entscheid 
 
 

25. August 2014 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Mäder und Gerichtsschreiberin Christina Hefti 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2011 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2011 
 
 
 

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2 DB.2014.111 
2 ST.2014.134 

 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (nachfolgend der Pflichtige) deklarierte in der Steuererklärung 2011 Ver-

mögensverwaltungskosten von insgesamt Fr. 22'034.-. Von diesem Betrag entfielen 

(Fr. 4'625.- + Fr. 758.- =) Fr. 5'383.- auf Anwaltskosten im Zusammenhang mit der Tei-

lung des Nachlasses seiner verstorbenen Ehegattin B sowie (Fr. 4'320.- + Fr. 1'242.- + 

Fr. 4'100.- =) Fr. 9'662.- auf Verwaltungsgebühren, Gerichts- und Anwaltskosten im 

Zusammenhang mit der von ihm angestrebten Revision einer Waldabstandslinie. Mit 

Veranlagungsverfügung und Einschätzungsentscheid vom 6. Januar 2014 anerkannte 

die Steuerkommissärin die beiden genannten Positionen nicht und liess somit nur 

Vermögensverwaltungskosten von Fr. 6'989.- zum Abzug zu. Dementsprechend wurde 

der Pflichtige mit einem Einkommen von Fr. 134'800.- (direkte Bundessteuer) bzw. 

Fr. 133'800.- (Staats- und Gemeindesteuern) veranlagt; das steuerbare Vermögen be-

lief sich auf Fr. 3'306'000.-. 

 

 

 B. Die vom Pflichtigen hiergegen erhobene Einsprache hiess das kantonale 

Steueramt am 23. April 2014 teilweise gut und ermässigte das steuerbare Einkommen 

auf Fr. 117'300.- (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 116'300.- (Staats- und Gemeinde-

steuern); das steuerbare Vermögen wurde auf Fr. 3'285'000.- herabgesetzt. Hinsicht-

lich der genannten, als Vermögensverwaltungskosten deklarierten Beträge von  

Fr. 5'383.- und Fr. 9'662.- blieben die Rechtsmittel erfolglos. 

 

 

 C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 23. Mai 2014 beantragte der Pflichtige 

dem Steuerrekursgericht: 

 

"1. Vermögensverwaltungskosten von Fr. 5'384.- (eventualiter Fr. 4'921.45) in Sa-
chen Nachlass B seien steuerlich zum Abzug zuzulassen. 

 
 2. Rechtskosten in Höhe von Fr. 13'514.- in Sachen Baurekurs seien steuerlich zum 

Abzug, sei es als Vermögensverwaltungskosten, sei es als Liegenschaftsunter-
halt zuzulassen." 

 
 
 In seiner Beschwerde-/Rekursantwort vom 12. Juni 2014 schloss das kanto-

nale Steueramt auf Abweisung der Rechtsmittel. 

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2 ST.2014.134 

 

 Auf die Erwägungen des Einspracheentscheids und die Parteivorbringen wird, 

soweit wesentlich, in den nachfolgenden Urteilsgründen zurückgekommen. 

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Bei beweglichem Privatvermögen können die Kosten der Verwaltung 

durch Dritte (vom Reineinkommen) abgezogen werden (Art. 32 Abs. 1 des Bundesge-

setzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 [DBG] sowie § 30 

Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). Nicht abzugsfähig sind Kosten 

und Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Ver-

mögensgegenständen (Art. 34 lit. d DBG und § 33 lit. d StG). 

 

 b) Der steuerrechtliche Begriff der Vermögensverwaltung ist enger als der 

Begriff des allgemeinen Sprachgebrauchs. Darunter fallen alle tatsächlichen oder 

rechtlichen Handlungen, die im Rahmen der Bewirtschaftung von Vermögensgegen-

ständen erforderlich sind und der Sicherung und Erhaltung des ertragsbringenden 

Vermögens dienen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 

2009, Art. 32 N 17 DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher 

Steuergesetz, 3. A., 2013, § 30 N 16 StG mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Ver-

waltungskosten sind nicht nur solche Aufwendungen, die unmittelbar mit den Vermö-

genserträgen zusammenhängen. Vielmehr fallen darunter auch Anwalts-, Gerichts- 

und Betreibungskosten, die mit der Sicherung oder Einforderung von Vermögenserträ-

gen zu tun haben oder die der Sicherung oder Einforderung des Ertrag bringenden 

beweglichen Vermögens an sich dienen. Zu den Verwaltungskosten gehören deshalb 

auch jene Aufwendungen, durch welche die Schmälerung des Vermögensertrags ab-

gewendet wird (BGer, 14. Oktober 2013, 2C_1278/2012, E. 4.1; Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Art. 32 N 20 DBG und § 30 N 19 StG). Nicht als Vermögensverwal-

tungskosten gelten dagegen Kosten, die dazu dienen, Vermögenswerte überhaupt erst 

zu erlangen. Hierbei handelt es sich um nicht abziehbare Kosten für die Anschaffung 

oder Herstellung von Vermögensgegenständen (BGer, a.a.O.). 

 

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 c) Vermögensverwaltungskosten sind als steuermindernde Umstände von den 

Steuerpflichtigen darzutun und nachzuweisen (RB 1975 Nr. 64, auch zum Folgenden 

sowie ASA 46, 512). Die Steuerpflichtigen haben mithin nicht bloss die Kosten als sol-

che, sondern auch deren Abzugsfähigkeit aufgrund der obgenannten Kriterien zu be-

weisen. Dazu haben sie spätestens im Rekursverfahren die Abzüge durch eine sub-

stanziierte Sachdarstellung zu behaupten und hierfür beweiskräftige Unterlagen 

einzureichen oder zumindest entsprechende Beweismittel anzubieten. 

 

 

 2. a) Das kantonale Steueramt erwog in den Einspracheentscheiden, dass es 

sich bei den strittigen Vermögensverwaltungskosten von Fr. 5'384.- um ein Honorar für 

anwaltliche Beratung im Zusammenhang mit dem Nachlass der verstorbenen Ehegat-

tin des Pflichtigen gehe. Nach den Akten handle es sich um Aufwendungen für die Ei-

gentumsübertragung eines Grundstücks und solche für die Erbteilung. Diese Kosten 

dienten nicht der Erhaltung und Sicherung des Vermögens des Pflichtigen, sondern 

dessen Vermehrung im Zug eines Erbanfalls und seien daher als nicht abzugsfähige 

Lebenshaltungskosten zu würdigen. Bei den Anwalts- und Gerichtskosten im Zusam-

menhang mit der Revision einer Waldabstandslinie handle es sich nicht um Vermö-

gensverwaltungs-, sondern um Unterhaltskosten einer Liegenschaft. Aus dem Ent-

scheid des Baurekursgerichts vom 9. Dezember 2011 gehe hervor, dass das 

Revisionsbegehren offensichtlich unbegründet gewesen sei; die Rechtskosten könnten 

aus diesem Grund nicht abgezogen werden. 

 

 b) Der Pflichtige bringt zur Begründung von Beschwerde und Rekurs vor, dass 

der anwaltliche Aufwand im Zusammenhang mit dem Nachlass der Ehefrau hauptsäch-

lich die güterrechtliche Auseinandersetzung betroffen habe, die der Erbteilung vor-

angegangen sei. Die Ausscheidung des Vermögens des Pflichtigen, das zum grössten 

Teil aus Geldanlagen bestehe, und die Sicherung eines Teils seiner Ansprüche seien 

als Vermögensverwaltungskosten zu würdigen. Das Baurekursgericht habe am 9. De-

zember 2011 entschieden, dass der Beschluss der Gemeindeversammlung C nicht 

gestützt auf § 86a lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 

1997 (VRG) angefochten werden könne. Dieser formaljuristische Entscheid sei verfas-

sungsrechtlich fragwürdig, weil dadurch fehlerhafte Entscheide einer Legislative dem 

Rechtsschutz entzogen blieben. Mithin lasse sich nicht sagen, dass Rekurs von vorn-

herein aussichtslos gewesen sei. 

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 c) Als Vermögensverwaltungskosten abziehbar sind nach dem Gesagten nur 

Kosten für die Bewahrung von Gütern, nicht aber solche für die Erlangung von Vermö-

genswerten. Die vom Pflichtigen deklarierten Kosten von insgesamt Fr. 6'989.-, welche 

ihm die D bzw. die E belastet haben und der Bewahrung der betreffenden Wertschrif-

ten dienen, sind von der Steuerkommissärin berücksichtigt worden. Demgegenüber 

haben die Bemühungen von Rechtsanwältin Dr. F nicht die Erhaltung oder Sicherung 

des Nachlasses von B betroffen, sondern die güterrechtliche Auseinandersetzung und 

nachfolgende Erbteilung. Dabei tut nichts zur Sache, ob der anwaltliche Aufwand pri-

mär auf den ersten oder den zweiten Vorgang ausgerichtet war. Denn so oder anders 

ging es nicht darum, Vermögenswerte der Erblasserin ungeschmälert zu erhalten, son-

dern um deren Aufteilung auf die Erben im Rahmen der Erbteilung. Aus der Sicht des 

Pflichtigen verhalf ihm die Anwältin, Alleineigentum an dem ihm zustehenden Anteil der 

Erbschaft zu erlangen. Wie das kantonale Steueramt im Einspracheentscheid zutref-

fend erwogen hat, handelt es sich hierbei nicht um Vermögensverwaltungs-, sondern 

um nicht abzugsfähige Lebenshaltungskosten. In diesem Sinn hat denn auch das Bun-

desgericht Gerichts- und Anwaltskosten gewürdigt, die ein Pflichtiger für eine Erbstrei-

tigkeit aufgewendet hat (BGer, 14. Oktober 2013, 2C_1278/2012, E. 4.2). 

 

 d) Bei den Aufwendungen, die der Pflichtige im Hinblick auf die Revision der 

Waldabstandslinie erbracht hat, handelt es sich nicht um Vermögensverwaltungskos-

ten im Sinn von Abs. 1 von Art. 32 DBG bzw. § 30 StG, sondern um Liegenschaftenun-

terhalt im Sinn von Abs. 2 der genannten Bestimmungen. 

 

 

 3. a) Nach der Rechtsprechung können unter gewissen Voraussetzungen 

auch Prozesskosten, d.h. Gerichts- und Anwaltskosten, die einem Pflichtigen im Zu-

sammenhang mit einem Grundstück erwachsen sind, als wertvermehrend oder werter-

haltend betrachtet werden (StRG, 10. Juli 2013, DB.2013.65 + ST.2013.67, 7. Febru-

ar 2013, DB.2012.253 + ST.2012.281, 29. März 2012, DB.2011.269 + ST.2011.353,  

E. 2c, mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Lehre; www.strgzh.ch). In jenen Ent-

scheiden hat das Gericht die Abzugsfähigkeit von solchen Aufwendungen dann ver-

neint, wenn sich ein Rechtsmittel als offensichtlich unbegründet herausstelle. Dies tref-

fe einerseits dann zu, wenn eine Beschwerde bzw. ein Rekurs aus formellen Gründen 

(z.B. Versäumen einer Rechtsmittelfrist, fehlende Anfechtungsbefugnis) oder materiel-

len Erwägungen, wie etwa eine klare Rechtsprechung, von vornherein aussichtslos sei. 

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 b) Der Pflichtige ist Eigentümer des mit einem Einfamilienhaus überbauten 

Grundstücks Kat.Nr. … an der … in C. Wie aus dem Entscheid des Baurekursgerichts 

vom 9. Dezember 2011 hervorgeht, wird das Gebäude von einer im Jahr 19.. festge-

setzten Waldabstandslinie angeschnitten. Am 28. Juni 2011 hat er dem Gemeinderat C 

beantragt, diese Linie in der Weise zu revidieren, dass sie das Wohnhaus und die Ga-

rage waldseitig umfahre. In der Folge trat der Gemeinderat am 22. August 2011 auf 

das Gesuch nicht ein und wies das Baurekursgericht den Rekurs des Pflichtigen 

rechtskräftig ab. 

 

 Entgegen der Auffassung des Pflichtigen waren sein an den Gemeinderat C 

gerichtetes Begehren wie auch die Anfechtung des Nichteintretensbeschlusses offen-

sichtlich aussichtslos. Wie das Baurekursgericht zutreffend festgehalten hat, fällt die 

Ziehung und damit auch die Revision einer Waldabstandslinie als Planungsakt in die 

Zuständigkeit der Legislative, in C also in jene der Gemeindeversammlung (vgl. dazu 

neuestens VGr, 10. Juli 2014, VB.2013.00320, www.vgrzh.ch). Ungeachtet der Frage, 

ob die Revision im Sinn von §§ 86a-d VRG gegen einen Akt der Legislative zulässig ist 

oder nicht, war jedenfalls die Exekutive hierfür sachlich unzuständig. Im Übrigen ist der 

Entscheid des Baurekursgerichts keineswegs "formaljuristisch", sondern stützt sich auf 

den klaren Wortlaut von § 86a Abs. 1 VRG, wonach nur Anordnungen von Verwal-

tungsbehörden, Rekurskommissionen und Verwaltungsgericht revidiert werden kön-

nen. Richtigerweise hätte der Pflichtige nicht eine Revision im Sinn von  

§ 86a-d VRG, sondern eine – planungsrechtliche – Revision der kommunalen Bau- und 

Zonenordnung durch die Gemeindeversammlung anstreben müssen. Im Rahmen einer 

Überprüfung der Nutzungsplanung hätte die Gemeinde auch die Frage beantworten 

müssen, ob die bestehenden Waldabstandslinien aufgrund gewandelter tatsächlicher 

oder rechtlicher Verhältnisse zu ändern seien oder nicht. 

 

 c) Selbst wenn die Bemühungen des Pflichtigen um eine Revision der Wald-

abstandslinie erfolgreich verlaufen wären, könnten sie nicht als abzugsfähiger Liegen-

schaftenunterhalt qualifiziert werden. Weil das Grundstück Kat.Nr. … überbaut ist, ge-

niesst das Wohnhaus nämlich die Bestandesgarantie im Sinn von § 357 Abs. 1 des 

Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975/1. September 1991. Dem Um-

stand, dass die Waldabstandslinie das Gebäude anschneidet, käme somit erst im Fall 

einer Neuüberbauung Bedeutung zu. Mit seinen Anstrengungen für einen günstigeren 

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Verlauf der Linie hat der Pflichtige demzufolge nicht eine Werterhaltung des Grund-

stücks, sondern vielmehr eine Wertvermehrung angestrebt. 

 

 Diese Erwägungen führen zur Abweisung von Beschwerde und Rekurs. 

 

 

 4. Bei diesem Prozessausgang sind die Verfahrenskosten dem Pflichtigen 

aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG). 

 

 

 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

[…]