# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f016ccf0-3b73-5769-81ee-6a74b7dcb4b3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.01.2023 SB210335
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210335_2023-01-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB210335-O/U/cwo 
 
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. B. Amacker und 

lic. iur. R. Faga sowie die Gerichtsschreiberin MLaw A. Donatsch  

Urteil vom 20. Januar 2023 

 
in Sachen 

 
Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. U. Pajarola,  

Anklägerin und I. Berufungsklägerin (Nichteintreten) sowie Anschluss- 

berufungsklägerin 

 
gegen 

 
1. A._____,  
2. B._____,  
Beschuldigte und II. Berufungskläger 

 
1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw Y._____,  

 
betreffend qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung,  
vom 5. Mai 2021 (DG200115) 
  

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Anklage: 

Die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 28. Mai 

2020 sind diesem Urteil beigeheftet (Urk. 1/18; Urk. 31/1/19).  

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 44 S. 89 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Die Prozess Nr. DG200116-L wird mit der vorliegenden Prozess Nr. DG200115-L 

vereinigt und unter der letztgenannten Prozess-Nr. weitergeführt. Die Prozess 

Nr. DG200116-L wird dadurch als erledigt abgeschrieben.  

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 

1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB (Ziff. 1-4), 

− der Anstiftung zu Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 24 StGB (Ziff. 20), 

− der Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 24 und Art. 26 StGB (Ziff. 18) sowie 

− der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Ziff. 5). 

3. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen 

− der Anstiftung zu qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB in Verbindung mit Art. 24 und Art. 26 

StGB (Ziff. 10 - 12), 

− der mehrfachen Anstiftung zu Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 24 StGB (Ziff. 13 + 19),  

− der Anstiftung zu Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbin-

dung mit Art. 24 StGB (Ziff. 14 - 15) sowie  

− der Anstiftung zur Erschleichung einer falschen Beurkundung im Sinne von 

Art. 253 StGB in Verbindung mit Art. 24 StGB (Ziff. 8). 

 

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4. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Ziff. 10) sowie 

− der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB (Ziff. 8). 

5. Der Beschuldigte B._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen  

− der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 

1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB (Ziff. 4 + 5), 

− der Erschleichung einer falschen Beurkundung im Sinne von Art. 253 StGB 

(Ziff. 2), 

− der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB (Ziff. 11 - 13) sowie  

− der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Ziff. 6 + 9). 

6. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 74 

Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen 

zu CHF 60. 

7. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe des Beschuldigten A._____ wird 

aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.  

8. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen 

zu CHF 100 (wovon 163 Tage durch Haft erstanden sind). 

9. Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.  

10. Von der Ausfällung einer Ersatzforderung gegenüber dem Beschuldigten A._____ 

wird abgesehen. 

11. Von der Ausfällung einer Ersatzforderung gegenüber dem Beschuldigten B._____ 

wird abgesehen.  

12. Die mit Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 8. Januar 2020 dem 

Beschuldigten A._____ auferlegte und bei der Kasse der Staatsanwaltschaft II des 

Kantons Zürich einbezahlte Sicherheitsleistung in der Höhe von CHF 40'000 wird 

freigegeben. 

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13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 12'000.00 ;die weiteren Auslagen betragen: 

CHF 10'000.00  Gebühr Vorverfahren (Beschuldigter B._____), 

CHF 10'000.00  Gebühr Vorverfahren (Beschuldigter A._____), 

CHF 1'170.00  Kosten Kantonspolizei Zürich (Beschuldigter B._____), 

CHF 436.70  Auslagen Untersuchung (Beschuldigter A._____), 

CHF 21'043.90  amtliche Verteidigung (Beschuldigter B._____), 

CHF 17'013.50  amtliche Verteidigung (Beschuldigter A._____), 

CHF 910.55  Vertreter der Geschädigten. 

14. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen 

Verteidigung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Geschädigten, werden 

dem Beschuldigten A._____ zu einem Viertel und dem Beschuldigten B._____ zu 

einem Viertel auferlegt sowie zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. 

15. Dem Beschuldigten A._____ werden die ihn betreffenden Kosten der Untersuchung 

zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen.  

16. Dem Beschuldigten B._____ werden die ihn betreffenden Kosten der Untersuchung 

zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen.  

17. Die Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten A._____ und des Be-

schuldigten B._____ werden zur Hälfte einstweilen und zur Hälfte definitiv auf die 

Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO in Bezug auf die Kosten der amtlichen Verteidigungen der jeweiligen 

Beschuldigten im Umfang der Hälfte. 

18. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Geschädigten werden auf die 

Gerichtskasse genommen.  

19. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als 

amtlicher Verteidiger des Beschuldigten A._____ mit CHF 17'013.50 (inkl. Mehr-

wertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

20. Rechtsanwalt MLaw Y._____ wird für seine Bemühungen und Barauslagen als amt-

licher Verteidiger des Beschuldigten B._____ mit CHF 21'043.90 (inkl. Mehrwert-

steuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

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21. (Mitteilungen) 

22. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 7 ff.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

 (Urk. 85 S. 1; Prot. II S. 21) 

Der Berufungskläger sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 

Eventualiter sei der Berufungskläger zu einer Geldstrafe von 180 Tages-

sätzen zu Fr. 60.– zu verurteilen. Die Strafe sei bedingt, bei einer Probezeit 

von 2 Jahren, auszusprechen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsbeklag-

ten. 

Dem Berufungskläger sei für die ungerechtfertigte Untersuchungshaft eine 

angemessene Entschädigung zu entrichten. Praxisgemäss seien ihm unter 

dem Titel Genugtuung Fr. 14'800.– zuzüglich 5% Zins ab 30. November 

2019 und unter dem Titel Entschädigung aus Arbeitsausfall Fr. 14'681.– zu-

züglich 5% Zins seit dem 30. November 2019 auszurichten. 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten B._____: 

 (Urk. 87 S. 1) 

1. Die Ziffern 4, 8, 14, 16 und 17 des angefochtenen Urteils vom 5. Mai 2021 

seien aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte B._____ sei von den Vorwürfen der ungetreuen 

Geschäftsbesorgung sowie der Urkundenfälschung freizusprechen. 

3. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft sei vollumfänglich abzu-

weisen, sofern darauf einzutreten ist. 

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4. Dem Beschuldigten sei eine Entschädigung in der Höhe von mindestens 

Fr. 31'611.50 zuzüglich Zins zu 5% seit 18. Juni 2019 aus der Staatskasse 

auszurichten. 

5. Dem Beschuldigten sei eine Genugtuung in Höhe von mindestens 

Fr. 32'600.– zuzüglich Zins zu 5% seit 18. Juni 2019 aus der Staatskasse 

auszurichten. 

6. Der Sprechende sei gemäss heute zu den Akten gereichter aktualisierter 

Honorarnote (zzgl. Auslagen und MwSt.) als amtlicher Verteidiger des 

Beschuldigten für das Berufungsverfahren zu entschädigen. 

7. Die Kosten sowohl der Untersuchung und des vorinstanzlichen Verfahrens 

als auch des Berufungsverfahrens inkl. derjenigen amtlichen Verteidigung 

seien vollumfänglich und definitiv auf die Staatskasse zu nehmen. 

c) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 89 S. 2 f.) 

1. (Dispositiv-Ziffer 1) Bestätigung 

2. (Dispositiv-Ziffer 2) Die im angefochtenen Urteil ergangenen Schuldsprüche 

gegen A._____ seien zu bestätigen 

3. (Dispositiv-Ziffer 4) Die im angefochtenen Urteil ergangenen Schuldsprüche 

gegen B._____ seien grundsätzlich zu bestätigen, mit folgenden Änder-

ungen: 

zweites Lemma: der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB 

4. (Dispositiv-Ziffern 3 und 5) Die im angefochtenen Urteil ergangenen Frei-

sprüche seien aufzuheben und stattdessen seien die Beschuldigten auch in 

Bezug auf folgende Anklagepunkte schuldig zu sprechen: 

 

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a) A._____ 

• Anklageziffern 10-12 

• Anklageziffern 13 + 19 

• Anklageziffern 14-15 

• Anklageziffer 8 

b) B._____ 

• Anklageziffern 4-5 

• Anklageziffer 2 

• Anklageziffern 11-13 

• Anklageziffer 6 + 9 

5. (Dispositiv-Ziffer 6) A._____ sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 30 

Monaten 

6. (Dispositiv-Ziffer 7) Vollzug von 6 Monaten Freiheitsstrafe und Gewährung 

des bedingten Vollzuges der restlichen 24 Monate Freiheitsstrafe, unter 

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren 

7. (Dispositiv-Ziffer 8) B._____ sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 24 

Monaten sowie einer Busse von Fr. 1'500.– 

8. (Dispositiv-Ziffer 9) Bestätigung 

9. (Dispositiv-Ziffer 10) A._____ sei zu einer Ersatzforderung von Fr. 302'352.– 

zu verpflichten 

10. (Dispositiv-Ziffer 11) B._____ sei zu einer Ersatzforderung von Fr. 50'000.– 

zu verpflichten 

11. (Dispositiv-Ziffer 12) in Rechtskraft 

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12. (Dispositiv-Ziffer 13) Bestätigung 

13. (Dispositiv-Ziffern 14-16) Die Kosten seien den beiden Beschuldigten voll-

umfänglich aufzuerlegen 

14. (Dispositiv-Ziffern 17-21) Bestätigung 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte, Berufungsumfang, Prozessuales 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Das vorstehend wiedergegebene Urteil vom 5. Mai 2021 wurde den Partei-

en am 7. und 10. Mai 2021 schriftlich im Dispositiv eröffnet (Urk. 32). Die Be-

schuldigten A._____ und B._____ sowie die Staatsanwaltschaft meldeten innert 

Frist Berufung an (Urk. 34; Urk. 35; Urk. 39).  

1.2. Nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 41; Urk. 43) reichten der 

Beschuldigte A._____ und der Beschuldigte B._____ am 6. Juli 2021 fristgerecht 

die Berufungserklärungen ein (Urk. 48; Urk. 50). Die Staatsanwaltschaft verzichte-

te auf eine Berufungserklärung (Urk. 47). Am 8. Juli 2021 trat das Gericht auf ihre 

Berufung nicht ein (Urk. 52). Gleichentags wurden die Berufungserklärungen der 

Beschuldigten A._____ und B._____ in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 und 

Art. 401 StPO den Verfahrensparteien zugestellt, um gegebenenfalls Anschluss-

berufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleich-

zeitig wurde den Beschuldigten A._____ und B._____ gestützt auf Art. 34 StGB 

Frist gesetzt, ihre finanzielle Leistungsfähigkeit zu belegen (Urk. 54). Die Staats-

anwaltschaft erhob mit Schreiben vom 16. Juli 2021 Anschlussberufung (Urk. 56). 

Mit Beschluss vom 28. September 2021 stellte das hiesige Gericht die Rechtskraft 

in Bezug auf die vorinstanzliche Dispositivziffer 12 (Sicherheitsleistung) fest 

(Urk. 66).  

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1.3. Am 26. April 2022 wurde auf den 30. Juni 2022 zur Berufungsverhandlung 

vorgeladen (Urk. 71). Aufgrund von Krankheit eines Parteivertreters musste der 

Termin der Berufungsverhandlung verschoben werden (Urk. 76 ff.). 

1.4. Am 19. Januar 2023 fand die Berufungsverhandlung statt. Es erschienen 

die Beschuldigten A._____ und B._____ in Begleitung ihrer amtlichen Verteidiger 

sowie der Staatsanwalt lic. iur. U. Pajarola als Vertreter der Anklagebehörde 

(Prot. II S. 7). Im Rahmen von Vorfragen wurde seitens der amtlichen Verteidi-

gung des Beschuldigten B._____ beantragt, es sei auf die Anschlussberufung der 

Staatsanwaltschaft nicht einzutreten (Prot. II S. 11; Urk. 82). Der Antrag wurde 

abgewiesen und es wurde auf die Anschlussberufung eingetreten (Prot. II S. 11). 

Abgesehen von der Befragung der Beschuldigten waren keine Beweise abzu-

nehmen (Prot. II S. 12). 

1.5. Nach den Parteivorträgen und dem Schlusswort der Beschuldigten verzich-

teten die Parteien auf eine mündliche Urteilseröffnung und -erläuterung (Art. 84 

Abs. 3 StPO; Prot. II S. 23). Die geheime Beratung fand gleichentags sowie am 

Folgetag statt, das Urteil wurde am 20. Januar 2023 gefällt (Prot. II S. 24 ff.; 

Urk. 90) und den Parteien schriftlich im Dispositiv eröffnet. 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Beschuldigte A._____ beantragt, er sei von Schuld und Strafe freizu-

sprechen (Dispositivziffern 2, 6 und 7). Zudem ficht der Beschuldigte A._____ die 

Kostenauflage an (Dispositivziffern 14, 15 und 17). Der Beschuldigte B._____ be-

antragt ebenfalls einen vollumfänglichen Freispruch (Dispositivziffern 4, 8 und 9) 

und wendet sich gegen die Kostenauflage (Dispositivziffern 14, 16 und 17). Die 

Staatsanwaltschaft wendet sich gegen die Freisprüche (Dispositivziffern 3 und 5), 

die ausgefällten Strafen (Dispositivziffern 6, 7 und 8) und den Verzicht auf die 

Ausfällung von Ersatzforderungen (Dispositivziffern 10 und 11). Unangefochten 

blieben die Prozessvereinigung (Dispositivziffer 1), die Freigabe einer Sicherheits-

leistung (Dispositivziffer 12, Rechtskraft bereits festgestellt), die erstinstanzliche 

Kostenfestsetzung (Dispositivziffer 13) und die Regelung der Entschädigungen 

der amtlichen Verteidigungen und des unentgeltlichen Rechtsbeistands der Ge-

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schädigten (Dispositivziffern 18, 19 und 20). In diesem Umfang ist der vorinstanz-

liche Entscheid in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschlusses vorzu-

merken ist (Art. 399 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 437 StPO).  

2.2. Im Übrigen steht der angefochtene Entscheid unter Berücksichtigung des 

Verschlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO zur Disposition. 

3. Prozessuales 

3.1. Vorfrage 

3.1.1. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten B._____ beantragte anlässlich 

der Berufungsverhandlung, es sei auf die Anschlussberufung der Staatsanwalt-

schaft nicht einzutreten (Urk. 82).  

3.1.2. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist dann von einer unzu-

lässigen Anschlussberufung zu sprechen, wenn der einzige und ausschliessliche 

Zweck darin besteht, Druck auf den Beschuldigten auszuüben (6B_1498/2020 

vom 29. November 2021 E. 4.4.3). Davon ist auszugehen, wenn, ohne dass sich 

die Ausgangslage im Berufungsverfahren verändert hat, im Rahmen der 

Anschlussberufung Anträge gestellt werden, welche deutlich und ohne entspre-

chende Begründung über die Anträge hinausgehen, welche im vorinstanzlichen 

Verfahren gestellt wurden. Hingegen verhält sich – entgegen der Verteidigung des 

Beschuldigten B._____ (Urk. 82 S. 1) – nicht treuwidrig, wer Berufung anmeldet, 

dann innert Frist keine Berufungserklärung einreicht bzw. ausdrücklich darauf 

verzichtet und schliesslich Anschlussberufung erhebt. Die Möglichkeit, eine An-

schlussberufung zu erheben, ist ein legitimes Mittel, welches der Gesetzgeber der 

Staatsanwaltschaft wie auch allen anderen Parteien zugesprochen hat. Es han-

delt sich hierbei um ein Instrument, das durchaus auch unter taktischen Aspekten 

eingesetzt werden kann, wobei es nicht rechtsmissbräuchlich erfolgen darf. Im 

vorliegenden Fall korrespondieren die Anträge der Staatsanwaltschaft im Beru-

fungsverfahren mit den vor Vorinstanz gestellten Anträgen und gehen nicht dar-

über hinaus. Unter diesem Gesichtspunkt ist für das Gericht nicht erkennbar, in-

wiefern rechtsmissbräuchlich Druck auf die Beschuldigten ausgeübt worden sein 

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soll. Entsprechend ist die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft korrekt er-

hoben worden und es ist auf sie einzutreten. 

3.2. Anklageprinzip 

3.2.1. Die Verteidigung des Beschuldigten B._____ machte im erstinstanzlichen 

Verfahren eine Verletzung des Anklageprinzips geltend. Die Rüge erhob sie aus-

drücklich im Sachverhaltskomplex "C._____ AG" in Bezug auf die Anklageziffer 6 

(Geldwäscherei) und im Sachverhaltskomplex "D._____ AG" in Bezug auf die An-

klageziffern 9 (Geldwäscherei) und 10 (Urkundenfälschung; Urk. 31/22 S. 11 f. 

und 14 ff.). Auch im Berufungsverfahren rügt die Verteidigung die Verletzung des 

Anklageprinzips. In Bezug auf die Anklageziffer 8 (ungetreue Geschäftsbesor-

gung) bringt die Verteidigung des Beschuldigten B._____ vor, das 

Tatbestandsmerkmal des Schadens sei nicht explizit umschrieben (Urk. 87 S. 2 

f.).  

3.2.2. Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand 

des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion; Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 

BV; Art. 9 und Art. 325 StPO; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK). Das 

Gericht ist an den in der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden 

(Immutabilitätsprinzip), nicht aber an dessen rechtliche Würdigung durch die An-

klagebehörde (vgl. Art. 350 StPO). Die Anklage hat die der beschuldigten Person 

zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass 

die Vorwürfe im objektiven und subjektiven Bereich genügend konkretisiert sind. 

Das Anklageprinzip bezweckt zugleich den Schutz der Verteidigungsrechte der 

beschuldigten Person und dient dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Informa-

tionsfunktion; BGE 143 IV 63 E. 2.2 S. 65 mit Hinweisen). 

3.2.3.  

3.2.3.1. In Bezug auf den Sachverhaltskomplex "D._____ AG" und die dort in 

Anklageziffer 10 umschriebene Urkundenfälschung macht der Beschuldigte 

B._____ geltend, in der Anklage werde seine Absicht, jemanden am Vermögen 

oder an anderen Rechten zu schädigen oder sich oder einem anderen einen 

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unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, nicht umschrieben (Urk. 31/22 S. 15 f.). 

Die Rüge ist unbegründet. Die Anklage umschreibt einleitend, der Beschuldigte 

B._____ habe in der Absicht gehandelt, sich oder einem andern einen unrecht-

mässigen Vorteil zu verschaffen (Urk. 31/1/19 S. 2). Mit diesem Vorwurf belässt 

es die Anklage aber nicht. Vielmehr hält sie fest, die Credit Suisse (CS) habe die 

D._____ AG am 20. März 2018 schriftlich aufgefordert, unter anderem Vertrags-

kopien und Rechnungen betreffend die Zahlungseingänge von der E._____ einzu-

reichen. Zur Begründung der Zahlungen, welche in Anklageziffer 7 aufgeführt 

werden, habe der Beschuldigte B._____ auf Anweisung des Beschuldigten 

A._____ der CS einen Vertrag (Advertising and Media Production Company Ag-

reement) mit einer falschen Unterschrift des aufgeführten Vertragspartners 

(F._____) eingereicht (Anklageziffer 10). Anklagevorwurf ist damit, in der Absicht 

gehandelt zu haben, gegenüber der CS (die in ihrem Schreiben vom 20. März 

2018 ausdrücklich die Abklärung der Zahlungen im Zusammenhang mit dem 

Geldwäschereigesetz thematisiert, Urk. 31/1/4/4/21) den Anschein rechtmässigen 

Geschäftsverhaltens zu wahren und eine mögliche Anzeige wegen des Verdachts 

der Geldwäscherei abzuwenden.  

Damit sind der Lebenssachverhalt und das den Beschuldigten zur Last gelegte 

Verhalten hinreichend konkretisiert. Der Beschuldigte B._____ wusste, welche mit 

der Urkundenfälschung verfolgte Absicht Gegenstand der Anklage bildet und er 

wurde von den Vorwürfen nicht überrascht. Dass und inwiefern ihm eine wirksa-

me Verteidigung nicht möglich gewesen sein sollte, ist weder aufgezeigt noch er-

sichtlich. Eine Verletzung des Anklageprinzips liegt nicht vor. 

Soweit die Verteidigung des Beschuldigten B._____ eine Verletzung des Anklage-

prinzips in Bezug auf Anklageziffer 8 rügt, kann auf die zutreffenden vorinstanz-

lichen Erwägungen verwiesen werden (Urk. 31/22 S. 13; Urk. 44 S. 48). Durch die 

Formulierung der Anklageschrift in Ziff. 8 "Danach betrug der Saldo des Firmen-

kontos der D._____ AG noch CHF 1'067.10" wird auch der entstandene Schaden 

hinreichend umschrieben (Urk. 31/1/19 S. 4). 

3.2.3.2. Zur Rüge betreffend den Anklagegrundsatz im Sachverhaltskomplex 

"C._____ AG" und dort in Bezug auf die Anklageziffer 6 (Geldwäscherei) bringt 

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der Beschuldigte B._____ vor, die Anklageschrift umschreibe nicht konkret, wel-

che Handlungen die Einziehung der Vermögenswerte erschwert haben sollen 

(Urk. 31/22 S. 11 f. und 14 f.).  

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist kein strikter Nachweis der Vortat 

erforderlich. Es ist mithin nicht notwendig, im Detail die Umstände der Vortat zu 

kennen. Der geforderte Zusammenhang zwischen dem Delikt, aus dem die Ver-

mögenswerte stammen, und der Geldwäscherei ist bewusst schwach. Das Erfor-

dernis einer Vortat verlangt lediglich den Nachweis, dass die Vermögenswerte 

aus einem Verbrechen herrühren (Urteil 6B_729/2010 vom 8. Dezember 2011 

E. 4.1.3. und 4.2.2.). Da der strikte Nachweis der Vortat nicht erforderlich ist, 

muss diese in der Anklageschrift nicht näher beschrieben werden. Auch die recht-

liche Einordnung der Vortat muss nicht zwingend ausdrücklich aus der Anklage-

schrift hervorgehen, sofern die beschuldigte Person aus der Beschreibung des 

Sachverhalts erkennen kann, dass die Vermögenswerte aus einer Straftat stamm-

ten, die ein Verbrechen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 StGB darstellte (Urteil 

6B_1185/2018 vom 14. Januar 2019 E. 2.4.). Hier sind die Vortaten – nämlich die 

Geldflüsse ab dem Aktienkapitalkonto der C._____ AG bei der ZKB – konkret um-

schrieben. Ob der Beschuldigte B._____ wie von ihm behauptet nach den Über-

weisungen keinen Zugriff auf die Gelder hatte, kann dahingestellt bleiben. Das 

Argument beschlägt nicht die Umschreibung des Anklagevorwurfs und geht des-

halb an der Sache vorbei. Hingegen trifft mit der Verteidigung zu, dass aus der 

Anklage das fragliche Anschlussdelikt nicht klar hervorgeht. Ob die Anklage den 

gesetzlichen Anforderungen gleichwohl genügt, braucht nicht näher geprüft zu 

werden. Wie noch zu zeigen sein wird, liegt eine Vortat nicht vor (E. II.2.3.2, 

E. II.2.3.3 und E. II.2.5.2 nachfolgend).  

3.2.3.3. Soweit die Rüge in Bezug auf den Sachverhaltskomplex "D._____ AG" 

und dort auf die Anklageziffer 9 (Geldwäscherei) erhoben wird, kann bereits fest-

gehalten werden, dass die Beschuldigten diesbezüglich mangels Anschlussdelikt 

freizusprechen sind (E. II.3.4 nachfolgend). 

3.2.3.4. Auf den Anklagegrundsatz wird nachfolgend noch weiter einzugehen 

sein. Unter anderem genügt die den Beschuldigten A._____ betreffende Anklage 

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in der Anklageziffer 12 nicht den gesetzlichen Anforderungen (E. II.2.3.3.1 und 

E. II.2.6.3.1 nachfolgend). 

II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Allgemeines 

1.1. Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundsätze der richterlichen Beweis-

würdigung dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO), 

ebenso auf die vorinstanzlichen Erwägungen zur Frage der Glaubwürdigkeit 

der Beschuldigten (Urk. 44 S. 16 ff. und 32). Das rechtliche Gehör nach Art. 29 

Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des von einem Entscheid in 

seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in seiner 

Entscheidfindung berücksichtigt. Nicht erforderlich ist, dass sie sich mit allen Par-

teistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen aus-

drücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen 

Punkte beschränken (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7 S. 308 mit Hinweisen). 

2. C._____ AG  

2.1. Gegenstand des Anklagevorwurfs im Zusammenhang mit der C._____ AG 

ist im Wesentlichen zusammengefasst Folgendes. Der Beschuldigte A._____ ha-

be mit dem Beschuldigten B._____, den er als Strohmann im Verwaltungsrat plat-

ziert habe, die C._____ AG gegründet. Dazu habe der Beschuldigte A._____ von 

seinem Konto bei der KT Bank Deutschland insgesamt Fr. 100'000.– (über ein ei-

genes Konto bei der Zürcher Kantonalbank und ein Konto seines Bruders 

G._____, ebenfalls bei der ZKB) auf ein Konto des Beschuldigten B._____ bei der 

PostFinance überwiesen respektive überweisen lassen. Vom PostFinance-Konto 

seien in der Folge vom Beschuldigten B._____ Fr. 100'000.– zwecks Gründung 

der C._____ AG auf das Aktienkapitalkonto bei der ZKB einbezahlt worden. 

Bei der Gründung der C._____ AG habe der Beschuldigte B._____ auf Anwei-

sung des Beschuldigten A._____ gegenüber dem Notar wahrheitswidrige Anga-

ben gemacht. Er habe angegeben, dass das Aktienkapital von Fr. 100'000.– der 

Gesellschaft zur freien Verfügung stünde, obwohl das Geld für die noch zu grün-

- 15 - 

dende H._____ GmbH verwendet würde. Zudem habe er als Domizil die I._____-

Strasse 1 in Zürich angegeben, obwohl dies nur ein Briefkastendomizil gewesen 

sei (Vorwurf der Erschleichung einer falschen Beurkundung und Anstiftung dazu).  

Nach der Gründung der C._____ AG habe der Beschuldigte B._____ auf Anwei-

sung des Beschuldigten A._____ Fr. 50'000.– als Mietkaution auf das Konto von 

Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG zugunsten der (zu gründenden) 

H._____ GmbH und Fr. 20'000.– auf das Gründungskonto der H._____ GmbH bei 

der ZKB einbezahlt. Vom Konto der C._____ AG habe der Beschuldigte B._____ 

auf Anweisung des Beschuldigten A._____ zudem Bargeldbezüge von insgesamt 

Fr. 60'000.– getätigt. In der Folge habe der Beschuldigte B._____ auf Anweisung 

des Beschuldigten A._____ die H._____ GmbH gegründet. Die Zahlungen von 

insgesamt Fr. 130'000.– seien nicht im Interesse der C._____ AG erfolgt (Vorwurf 

der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung und Anstiftung dazu).  

Der Beschuldigte A._____ habe trotz fehlender Geschäftstätigkeiten der C._____ 

AG veranlasst, dass das ganze Gesellschaftskapital an Dritte transferiert worden 

sei. Dies sei ohne Prüfung der Bonität und ohne eine Gegenleistung oder Sicher-

heitsleistung erfolgt. Der Beschuldigte B._____ habe auf Anweisung des Be-

schuldigten A._____ trotz begründeter Besorgnis einer Überschuldung unterlas-

sen, eine Zwischenbilanz zu erstellen und durch einen zugelassenen Revisor prü-

fen zu lassen. Über die C._____ AG sei in der Folge der Konkurs eröffnet worden 

(Vorwurf der Misswirtschaft und Anstiftung dazu). Dieser so in der Anklage gegen 

den Beschuldigten A._____ formulierte Vorwurf wird in der Anklage gegen den 

Beschuldigten B._____ nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen an-

ders umschrieben (vgl. Urk. 44 S. 44 f.). 

Die Beschuldigten hätten die Einziehung der durch ungetreue Geschäftsbesor-

gung zum Nachteil der C._____ AG erlangten Vermögenswerte im Umfang von 

Fr. 130'000.– (Beschuldigter A._____) respektive Fr. 70'000.– (Beschuldigter 

B._____) erschwert (Vorwurf der Geldwäscherei und Anstiftung dazu). 

Dieser zusammengefasste Sachverhaltskomplex "C._____ AG" mündet im Vor-

wurf der Erschleichung einer falschen Beurkundung (Art. 253 StGB), der mehrfa-

- 16 - 

chen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 

Abs. 3 StGB), der Misswirtschaft (Art. 165 Ziff. 1 StGB) und der Geldwäscherei 

(Art. 305bis Ziff. 1 StGB) sowie der Anstiftung dazu (vgl. im Einzelnen die Anklage-

schrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 28. Mai 2020 gegen den 

Beschuldigten B._____ [Urk. 31/1/19] Ziffern 1 - 6 und 11 - 13, sowie die Ankla-

geschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 28. Mai 2020 gegen 

den Beschuldigten A._____ [Urk. 1/18] Ziffern 6 - 15).  

2.2. Tatsächliche Feststellungen betreffend die C._____ AG 

Die Vorinstanz kommt zusammengefasst zum Schluss, es sei erstellt, dass der 

Beschuldigte B._____ am 6. März 2017 ab dem Konto der C._____ AG 

Fr. 50'000.– auf ein Mietkautionskonto bei der Lienhardt & Partner Privatbank und 

am 27. März 2017 Fr. 20'000.– auf das Gründungskonto der H._____ GmbH bei 

der ZKB einbezahlt habe (Anklageschrift B._____ Ziffern 4 und 5; Anklageschrift 

A._____ Ziffern 10 und 11). Nicht erstellt sei hingegen, dass die Zahlungen dem 

Firmenzweck der C._____ AG entgegengestanden hätten und ohne Gegenleis-

tung erfolgt seien. Auch betreffend Bargeldbezüge von Fr. 60'000.– fehle es am 

Nachweis einer Tatbegehung (Anklageschrift A._____ Ziffer 12). 

Erstellt sei weiter, dass der Beschuldigte B._____ jeweils auf Anweisung des Be-

schuldigten A._____ gehandelt habe.  

Die Vorinstanz hält weiter fest, verschiedene Anklagevorwürfe könnten offenge-

lassen werden: Die Erklärungen des Beschuldigten B._____ gegenüber dem 

Notar am 25. Oktober 2016 betreffend Aktienkapital und Domizil der C._____ AG 

(Anklageschrift B._____ Ziffer 2; Anklageschrift A._____ Ziffer 8), die Erschwe-

rung der Einziehung von Fr. 70'000.– respektive Fr. 130'000.– (Anklageschrift 

B._____ Ziffer 6; Anklageschrift A._____ Ziffer 13) sowie die Auszahlung von zwei 

Dritteln des Gesellschaftskapitals respektive des gesamten Geschäftskapitals an 

Dritte ohne Prüfung deren Bonität und ohne Gegenleistung oder Sicherheitsleis-

tung (Anklageschrift B._____ Ziffern 11 - 13; Anklageschrift A._____ Ziffern 14 

und 15).  

- 17 - 

2.2.1. Auf die vorinstanzliche Sachverhaltswürdigung kann verwiesen werden 

(Urk. 44 S. 23 ff. und 32 ff.). Am 21. Oktober 2016 erfolgte vom PostFinance-

Privatkonto des Beschuldigten B._____ eine Zahlung von Fr. 100'000.– auf das 

Aktienkapitalkonto der C._____ AG (Urk. 31/1/4/1/5; Urk. 31/1/4/1/6; 

Urk. 31/1/7/3/6). Richtig ist, dass die Überweisung vom 6. März 2017 ab dem 

Konto der C._____ AG von Fr. 50'000.– auf ein Mietkautionskonto bei der Lien-

hardt & Partner Privatbank belegt und vom Beschuldigten B._____ unbestritten 

blieb (Urk. 31/1/4/1/12; Urk. 31/1/5/6 S. 5 und 9 f.; Urk. 31/22 S. 6). Belegt und 

unbestritten ist auch die Überweisung vom 27. März 2017 ab dem Konto der 

C._____ AG von Fr. 20'000.– auf ein ZKB-Konto mit dem Vermerk "Gründungs-

kapital für: H._____ GmbH J._____-Strasse 2 … Zürich" (Urk. 31/1/4/2/1; 

Urk. 31/1/4/1/12; Urk. 31/1/7/3/5; Urk. 31/1/5/6 S. 6 und 10; Urk. 31/22 S. 9). Zu 

den Bargeldbezügen von Fr. 60'000.–, die Gegenstand der Anklage gegen den 

Beschuldigten A._____ (Urk. 1/18 Ziffer 12), nicht aber in der Anklage gegen den 

Beschuldigten B._____ erwähnt sind (vgl. Urk. 31/1/19 Ziffern 4-6), kann der Vo-

rinstanz mit abweichender Begründung im Ergebnis gefolgt werden. Der Um-

stand, dass die Bezüge von Fr. 60'000.–  in der Anklage gegen den Beschuldigten 

B._____ keine Entsprechung finden und der Beschuldigte B._____ dazu nicht be-

fragt wurde, beschlägt nicht die Beweiswürdigung (Urk. 44 S. 58), sondern das 

rechtliche Gehör des Beschuldigten B._____ und den Anklagegrundsatz. Eine 

versuchte Anstiftung zu ungetreuen Geschäftsbesorgung und zu Misswirtschaft 

fällt ausser Betracht (vgl. dazu E. II.2.3.3.1 und E. II.2.6.3.1). 

2.2.2. Aus den Untersuchungsakten geht hervor, dass die C._____ AG einzige 

Gesellschafterin der H._____ GmbH ist (Urk. 31/1/3 S. 6; Urk. 31/1/4/2/3). Statu-

tarischer Zweck der C._____ AG war unter anderem, Tochtergesellschaften im In- 

und Ausland zu errichten und sich an anderen Unternehmen im In- und Ausland 

zu beteiligen (Urk. 31/1/4/1/7). Laut Gründungsurkunde vom 3. April 2017 wurde 

die H._____ GmbH von der C._____ AG gegründet (Urk. 31/1/4/2/2). Durch die 

Stammanteile (200 Stammanteile zum Nennwert von je Fr. 100.–) war die 

C._____ AG als Gesellschafterin am Kapital der GmbH beteiligt (vgl. Art. 772 

Abs. 2 OR). Aus den Untersuchungsakten geht weiter hervor, dass der Mietver-

trag für die Geschäftsräumlichkeiten der H._____ GmbH zwischen der Lienhardt 

- 18 - 

& Partner Privatbank und der C._____ AG abgeschlossen wurde (Urk. 1/1 S. 8 f.). 

Auf diese Umstände verweist die Vorinstanz zu Recht (Urk. 44 S. 41 ff.). 

 

2.3. Ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB) 

2.3.1. Den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung nach Art. 158 Ziff. 1 

Abs. 1 StGB erfüllt, wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages 

oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen eines andern zu verwal-

ten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter 

Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen 

geschädigt wird. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstra-

fe bestraft. Handelt der Täter in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmäs-

sig zu bereichern, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren 

erkannt werden (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB).  

Der Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft ist im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 

Abs. 1 StGB damit betraut, das Vermögen der Gesellschaft zu verwalten bzw. die 

Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen (Urteil 6B_20/2015 vom 16. März 2015 

E. 1.1, nicht publ. in: BGE 141 IV 104). Die im Gesetz nicht näher umschriebene 

Tathandlung der ungetreuen Geschäftsbesorgung besteht in der Verletzung jener 

spezifischen Pflichten, die den Täter in seiner Stellung als Geschäftsführer gene-

rell, aber auch bezüglich spezieller Geschäfte zum Schutz des Auftraggebers 

bzw. des Geschäftsherrn treffen. Die entsprechenden Pflichten ergeben sich aus 

dem jeweiligen Grundverhältnis (BGE 142 IV 346 E. 3.2 S. 350 mit Hinweisen). 

Aus der gewinnstrebigen Grundstruktur einer Aktiengesellschaft folgt etwa die 

Verpflichtung aller Geschäftsführungsorgane zur Wahrung und Förderung der 

wirtschaftlichen Interessen der Gesellschaft. Das heisst, dass sie deren Vermö-

gen bestmöglich zu mehren und jede Konkurrenzierung und überhaupt jede Be-

günstigung eigener Interessen im Verhältnis zur Gesellschaft zu unterlassen ha-

ben (Urteil 6B_818/2017 vom 18. Januar 2018 E. 1.2.2 mit Hinweisen). Die Akti-

engesellschaft ist auch in der Form einer Einpersonen-AG selbständige Vermö-

gensträgerin, und ihr Vermögen ist nicht nur nach aussen, sondern auch im Ver-

- 19 - 

hältnis zu dem sie als einziger Verwaltungsrat beherrschenden Alleinaktionär 

fremdes Vermögen. Eine Vermögensdisposition des einzigen Verwaltungsrats 

bzw. Geschäftsführers und Alleinaktionärs zu Lasten der Einpersonen-AG, die im 

Widerspruch zu den aktienrechtlichen Kapitalschutznormen steht, ist pflichtwidrig 

und erfüllt den objektiven Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 StGB, soweit in das Reinvermögen der AG im Umfang des Ak-

tienkapitals und der gebundenen Reserven eingegriffen wird und die Einperso-

nen-AG am Vermögen geschädigt wird (Urteil 6B_300/2016 vom 7. November 

2016 E. 4.3.2 mit Hinweisen). 

Der Tatbestand erfordert einen Vermögensschaden. Ein solcher kann in einer 

tatsächlichen Schädigung durch Verminderung der Aktiven, Vermehrung der 

Passiven, Nicht-Verminderung der Passiven oder Nicht-Vermehrung der Aktiven 

liegen. Ein Schaden liegt auch vor, wenn das Vermögen in einem Masse gefähr-

det wird, dass es in seinem wirtschaftlichen Wert vermindert ist. Dies ist der Fall, 

wenn der Gefährdung im Rahmen einer sorgfältigen Bilanzierung durch Wertbe-

richtigung oder Rückstellung Rechnung getragen werden muss (BGE 142 IV 346 

E. 3.2 S. 350 mit Hinweisen).  

2.3.2. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten B._____ 

2.3.2.1. Die Vorinstanz verneint eine Pflichtverletzung des Beschuldigten 

B._____. Mit Blick auf den in den Statuten der C._____ AG festgehaltenen 

Zweck, Tochtergesellschaften zu gründen und sich an anderen Unternehmen zu 

beteiligen, könne in der Überweisung von Fr. 20'000.– auf das Gründungskonto 

der H._____ GmbH nicht leichthin eine Pflichtverletzung gesehen werden. Insbe-

sondere habe die C._____ AG entgegen der Anklage die Stammanteile der 

H._____ GmbH und damit eine Gegenleistung erhalten. Selbst wenn es sich im 

Nachhinein betrachtet nicht um eine gewinnbringende Investition gehandelt habe, 

sei eine Sorgfaltspflichtverletzung durch den Beschuldigten B._____ zu vernei-

nen. Dasselbe gelte betreffend die Überweisung von Fr. 50'000.– auf ein Mietkau-

tionskonto bei der Lienhardt & Partner Privatbank zugunsten der H._____ GmbH. 

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich dabei um eine Investition im 

Hinblick auf die Gründung der H._____ GmbH gehandelt habe. Zudem sei der 

- 20 - 

Mietvertrag für die Geschäftsräumlichkeiten der H._____ GmbH zwischen der Li-

enhardt & Partner Privatbank und der C._____ AG abgeschlossen worden. Es sei 

davon auszugehen, dass die geleistete Mietkaution nach Beendigung des Miet-

verhältnisses wieder an die C._____ AG gegangen wäre (Urk. 44 S. 41 ff.).  

Die vorinstanzlichen Erwägungen können übernommen werden. Der Vorwurf in 

der Anklage, Fr. 20'000.– ab dem Konto der C._____ AG auf das Gründungskon-

to der H._____ GmbH bei der ZKB geleistet und dafür keinerlei Gegenleistung er-

halten zu haben, trifft – entgegen der Staatsanwaltschaft (Urk. 89 S. 5) – nicht zu. 

Soweit die Staatsanwaltschaft überdies vorbringt, es habe keine reale gleichwer-

tige Gegenleistung gegeben (Urk. 89 S. 5), geht dies über den Anklagevorwurf 

hinaus. Durch die Stammanteile (200 Stammanteile zum Nennwert von je 

Fr. 100.–) war die C._____ AG als Gesellschafterin am Kapital der GmbH beteiligt 

(Urk. 31/1/4/2/2 und Urk. 31/1/4/2/3). Das Kapital (respektive Fr. 19'875.–) ging 

auf das Firmenkonto der H._____ GmbH bei der ZKB ein (Urk. 31/1/4/2/5 und 

Urk. 31/1/4/2/6). Dass und inwiefern die Gründung und Beteiligung an der 

H._____ GmbH den Interessen der C._____ AG entgegengestanden hätten, wird 

weder in der Anklage formuliert, noch geht dies aus den Untersuchungsakten 

hervor. Ebenso wenig wird dem Beschuldigten B._____ vorgeworfen, dass der 

C._____ AG durch die Beteiligung an der H._____ GmbH ein Vermögensschaden 

entstanden wäre. Ein entsprechender durch die Zahlung vom 27. März 2017 ver-

ursachter Schaden geht zudem aus den Untersuchungsakten nicht hervor.  

Eine Pflichtverletzung liegt auch nicht in der Überweisung vom 6. März 2017 ab 

dem Konto der C._____ AG von Fr. 50'000.– auf ein Mietkautionskonto bei der 

Lienhardt & Partner Privatbank vor (Urk. 31/1/4/1/12). Es trifft zu, dass laut Poli-

zeirapport Mieterin der Räumlichkeiten für das H'._____ Fitnesscenter die 

C._____ AG war (Urk. 1/1 S. 8). Am 1. Juli 2017 eröffnete die H._____ GmbH an 

der J._____-Strasse in Zürich das H'._____ Fitness (Urk. 1/1 S. 9). Die C._____ 

AG leistete mithin die Mietkaution im Zusammenhang mit einem mit der Lienhardt 

& Partner Privatbank abgeschlossenen Mietvertrag über Räumlichkeiten, welche 

die H._____ GmbH für ein Fitnesscenter nutzen würde. Diese Mietkaution wäre 

bei vertragsgemässer Erfüllung nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägun-

- 21 - 

gen an die C._____ AG zurückbezahlt worden. Zudem ist zu wiederholen, dass 

die C._____ AG am Kapital der H._____ GmbH beteiligt war. Tätigkeiten, die sich 

im Rahmen einer ordnungsgemässen Geschäftsführung halten, sind nicht tatbe-

standsmässig, selbst wenn die geschäftlichen Dispositionen zu einem Verlust füh-

ren. Strafbar ist einzig das Eingehen von Risiken, die ein umsichtiger Geschäfts-

führer in derselben Situation nicht eingehen würde (Urteil 6B_1216/2015 vom 21. 

September 2016 E. 6.2). Dass und inwiefern die fragliche Zahlung am 6. März 

2017 den wirtschaftlichen Interessen der C._____ AG entgegengestanden hätte, 

wird in der Anklage nicht umschrieben. Darüber hinaus ist eine entsprechende 

Pflichtverletzung auch nicht in den Untersuchungsakten belegt. Schliesslich wird 

dem Beschuldigten B._____ nicht vorgeworfen, dass der C._____ AG durch die 

Leistung der fraglichen Kaution ein Vermögensschaden entstanden wäre. Ein 

entsprechender Schaden geht zudem aus den Untersuchungsakten nicht hervor. 

2.3.2.2. Zusammenfassend ist der Beschuldigte B._____ vom Vorwurf der qualifi-

zierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 

Abs. 3 StGB freizusprechen (Anklageziffern 4 und 5). 

2.3.3. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten A._____ 

2.3.3.1. Eine qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung des Beschuldigten 

B._____ liegt wie ausgeführt nicht vor (weder als vollendete noch als versuchte 

Tat). Mithin bleibt einzig eine versuchte Anstiftung durch den Beschuldigten 

A._____ zu prüfen. Nach Art. 24 Abs. 2 StGB ist der Versuch einer Anstiftung zu 

einem Verbrechen strafbar. Der qualifizierte Tatbestand der ungetreuen Ge-

schäftsbesorgung setzt wie ausgeführt eine unrechtmässige Bereicherungsab-

sicht voraus (vgl. Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). Dass der Beschuldigte B._____ mit 

einer entsprechenden Absicht gehandelt hätte, wird in der Anklageschrift nicht 

umschrieben und ihm damit nicht zum Vorwurf gemacht (Anklageschrift B._____ 

Ziffern 4 und 5). Mithin werden die für ein entsprechendes Qualifikationsmerkmal 

relevanten Tatsachen in der Anklage nicht thematisiert (vgl. Urteil 6B_678/2021 

vom 11. März 2022 E. 3.4.1; HEIMGARTNER/NIGGLI, in: Basler Kommentar, 

Schweizerische Strafprozessordnung, Bd. II, 2. Aufl. 2014, N. 34 zu Art. 325 

StPO). Daran ändert selbstredend nichts, dass die Anklage unter dem Titel "1. 

- 22 - 

Sachverhalt" einleitend die entsprechenden Tatbestandsmerkmale rezitiert. Damit 

aber steht nicht im Raum, der Beschuldigte A._____ habe versucht, beim Be-

schuldigten B._____ den Tatentschluss für eine qualifizierte ungetreue Ge-

schäftsbesorgung respektive für ein Verbrechen hervorzurufen. Dies gilt in Bezug 

auf die Zahlungen von Fr. 50'000.– und Fr. 20'000.– wie auch in Bezug auf die 

Abhebungen von Fr. 60'000.–, welche zudem in der Anklageschrift B._____ un-

erwähnt bleiben. Zu diesen letztgenannten Zahlungen bleibt ergänzend festzuhal-

ten, dass sie in der Anklageschrift A._____ einzig mit "Bargeldbezüge von insge-

samt über CHF 60'000" umschrieben werden (Anklageziffer 12). Die Anklage ge-

nügt – selbst wenn es sich bei der dem Beschuldigten B._____ vorgeworfenen 

Haupttat um ein Verbrechen handeln würde – damit insbesondere der Informa-

tionsfunktion nicht.  

2.3.3.2. Zusammenfassend ist der Beschuldigte A._____ vom Vorwurf der Anstif-

tung zur qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB in Verbindung mit Art. 24 StGB freizusprechen 

(Anklageziffern 10 - 12). 

2.4. Erschleichen einer falschen Beurkundung (Art. 253 StGB) 

2.4.1. Den Tatbestand der Erschleichung einer falschen Beurkundung im Sinne 

von Art. 253 StGB erfüllt, wer durch Täuschung bewirkt, dass ein Beamter oder 

eine Person öffentlichen Glaubens eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig 

beurkundet, namentlich eine falsche Unterschrift oder eine unrichtige Abschrift 

beglaubigt (Abs. 1). Ebenfalls strafbar macht sich, wer eine so erschlichene Ur-

kunde gebraucht, um einen andern über die darin beurkundete Tatsache zu täu-

schen (Abs. 2). Die Vorinstanz hat in ihrer rechtlichen Würdigung theoretische 

Erwägungen zum objektiven Tatbestand der Erschleichung einer falschen Beur-

kundung gemacht (Urk. 44 S. 36 f.). Dies kann übernommen werden. Die Recht-

sprechung hat Art. 253 StGB unter anderem bejaht bei der im Rahmen der Errich-

tung einer Aktiengesellschaft und in diesem Zusammenhang dem beurkundenden 

Notar gegenüber gemachten wahrheitswidrigen Angabe, die Einlagen stünden zur 

freien Verfügung der Gesellschaft, und dem nachfolgenden Eintrag ins Handels-

- 23 - 

register (MARKUS BOOG, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 4. Aufl. 2019, 

N. 11 f. zu Art. 253 StGB mit zahlreichen Hinweisen).  

2.4.2. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten B._____ 

2.4.2.1. Qualifiziert die Vorinstanz die vom Beschuldigten B._____ bei der Grün-

dung der C._____ AG gegenüber dem Notar gemachten Angaben in Bezug auf 

das Gründungskapital nicht als falsche Angaben und nicht als 

Täuschungsversuch, ist dies zutreffend (Urk. 44 S. 36 f.). Ergänzend ist festzuhal-

ten, dass die öffentliche Gründungsurkunde vom 25. Oktober 2016 datiert. Vor-

gängig wurde der Betrag von Fr. 100'000.– zugunsten der C._____ AG bei der 

ZKB hinterlegt. In diesem Zeitpunkt stand das Kapital wie verurkundet zur freien 

Verfügung der Gesellschaft (Urk. 31/1/4/1/7). Die Zahlung ab dem Konto der 

C._____ AG von Fr. 50'000.– auf ein Mietkautionskonto bei der Lienhardt & Part-

ner Privatbank am 6. März 2017 und damit rund viereinhalb Monate nach der Er-

klärung gegenüber dem Notar respektive rund drei Monate nach der Rückzahlung 

des hinterlegten Kapitals durch die ZKB (Urk. 31/1/4/1/11) lässt – entgegen der 

Staatsanwaltschaft (Urk. 89 S. 3 f.) – den Schluss auf eine von Anfang an geplan-

te Scheinliberierung nicht zu. Dass es – wie die Staatsanwaltschaft vorbringt 

(Urk. 89 S. 4) – keine Geschäftstätigkeit gegeben habe, dringt sodann nicht 

durch, zumal die Firma in Gründung war. Dass der am 6. März 2017 dem Miet-

kautionskonto bei der Lienhardt & Partner Privatbank zugeführte Betrag von 

Fr. 50'000.– mithin bereits am 25. Oktober 2016 von den Beschuldigten für einen 

entsprechenden Zweck vorgesehen war und deshalb der C._____ AG wirtschaft-

lich von Beginn weg nicht zur Verfügung stand, steht in tatsächlicher Hinsicht 

nicht fest. Damit war mangels gegenteiliger Hinweise die von der Urkundsperson 

beurkundeten Erklärungen des Beschuldigten B._____ nicht unwahr. Offenblei-

ben kann deshalb auch, ob die Zahlung von Fr. 50'000.– wie behauptet ein Darle-

hen war.  

Eine Falschbeurkundung liegt zudem in Bezug auf das Domizil der C._____ AG 

nicht vor. Dem Beschuldigten B._____ wird in diesem Zusammenhang vorgewor-

fen, er habe gegenüber dem Notar als Domizil die I._____-Strasse 1 in … Zürich 

angegeben, obwohl dies nur ein Briefkastendomizil gewesen sei. Gestützt auf die 

- 24 - 

Angaben des Beschuldigten B._____ habe der Notar diese falschen Angaben be-

urkundet, welche in das Handelsregister eingetragen worden seien (Anklage 

B._____ Ziffer 2). Laut Art. 117 Abs. 1 der Handelsregisterverordnung (HRegV, 

SR 221.411) wird als Sitz der Name der politischen Gemeinde eingetragen. Als 

Rechtsdomizil eingetragen wird die Adresse, unter der die Rechtseinheit an ihrem 

Sitz erreicht werden kann, mit folgenden Angaben: Strasse, Hausnummer, Post-

leitzahl und Ortsname. Es kann die eigene Adresse der Rechtseinheit oder die ei-

nes anderen (c/o-Adresse) sein (Art. 117 Abs. 2 HRegV). Ein eigenes Rechtsdo-

mizil setzt ein Lokal voraus, über das die Rechtseinheit aufgrund eines Mietver-

hältnisses oder Eigentum tatsächlich verfügen kann, welches Mittelpunkt der ad-

ministrativen Tätigkeiten bildet und wo der Rechtseinheit Mitteilungen aller Art 

physisch zugestellt werden können (MEISTERHANS/GWELESSIANI, Praxiskommentar 

zur Handelsregisterverordnung, 4. Aufl. 2021, N. 496). Gemäss Gründungsurkun-

de vom 25. Oktober 2016 beurkundete der Notar "Zürich" als Sitz der C._____ AG 

(Urk. 31/1/4/1/7). Die Vorinstanz unterstreicht, dass genauere Adressangaben 

entgegen der Anklage aus der Gründungsurkunde nicht hervorgingen. Mithin ge-

he aus der Gründungsurkunde nicht hervor, dass der Beschuldigte B._____ ge-

genüber dem Notar bereits Angaben zum Rechtsdomizil der AG im Sinne von 

Art. 117 Abs. 2 HRegV gemacht habe (Urk. 44 S. 39 f.). Diese Erwägungen tref-

fen zu. Gleichermassen richtig ist, dass einzig zu beanstanden wäre, dass gege-

benenfalls das Domizil bei der Eintragung ins Handelsregister nicht als c/o-

Adresse deklariert wurde, was dem Beschuldigten B._____ aber nicht vorgewor-

fen wird. Selbst wenn also bei der Anmeldung der Gründung der AG dem 

Handelsregisteramt entgegen Art. 43 Abs. 1 lit. g HRegV die Erklärung eines 

Domizilhalters nicht eingereicht worden wäre, dass er der Gesellschaft ein 

Rechtsdomizil am Ort von deren Sitz gewährt, ist dies nicht Gegenstand der An-

klage. Es bleibt zu erwähnen, dass die Anklagebehörde nicht behauptet und aus 

den Unterlagen soweit erkennbar nicht hervorgeht, dass das Handelsregisteramt 

die C._____ AG aufgrund einer vermuteten c/o-Adresse aufgefordert hätte, die 

Erklärung nach Art. 117 Abs. 3 HRegV oder anderweitige Belege für eine eigene 

Adresse einzureichen (vgl. Art. 117 Abs. 4 HRegV).  

- 25 - 

2.4.2.2. Zusammenfassend ist der Beschuldigte B._____ vom Vorwurf der Er-

schleichung einer falschen Beurkundung im Sinne von Art. 253 StGB freizuspre-

chen (Anklageziffer 2). 

2.4.3. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten A._____ 

2.4.3.1. Eine durch den Beschuldigten B._____ erschlichene falsche Beurkun-

dung liegt wie ausgeführt nicht vor (weder als vollendete noch als versuchte Tat). 

Mithin bleibt einzig eine versuchte Anstiftung durch den Beschuldigten A._____ zu 

prüfen. Nach Art. 24 Abs. 2 StGB ist der Versuch einer Anstiftung zu einem Ver-

brechen strafbar. Die vom Beschuldigten B._____ gegenüber dem Notar abgege-

benen Erklärungen, wonach das Gründungskapital von Fr. 100'000.– zur aus-

schliesslichen Verfügung der C._____ AG stand, war nicht unwahr. Weiter geht 

aus der Gründungsurkunde nicht hervor, dass der Beschuldigte B._____ gegen-

über dem Notar Angaben zum Rechtsdomizil der AG im Sinne von Art. 117 Abs. 2 

HRegV gemacht hätte. Dass der Beschuldigte A._____ auf anderweitige Erklä-

rungen des Beschuldigten B._____ gegenüber dem Notar abgezielt hätte, legt 

ihm die Anklageschrift nicht zur Last.  

2.4.3.2. Zusammenfassend ist der Beschuldigte A._____ vom Vorwurf der Anstif-

tung zur Erschleichung einer falschen Beurkundung im Sinne von Art. 253 StGB 

in Verbindung mit Art. 24 StGB freizusprechen (Anklageziffer 8). 

2.5. Geldwäscherei (Art. 305bis StGB)  

2.5.1. Gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB macht sich der Geldwäscherei schuldig, wer 

eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auf-

findung oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss 

oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren.  

2.5.2. Die fraglichen Vermögenswerte von insgesamt Fr. 70'000.– (Beschuldigter 

B._____) respektive Fr. 130'000.– (Beschuldigter A._____) wurden nicht durch 

ungetreue Geschäftsbesorgung zum Nachteil der C._____ AG erlangt. Damit liegt 

eine (tatbestandsmässige und rechtswidrige) Vortat nicht vor. Überdies wäre der 

Tatbestand der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB auch dann nicht er-

- 26 - 

füllt, wenn ein entsprechender Schuldspruch betreffend ungetreue 

Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Al. 1 StGB erfolgt wäre, zumal es 

sich dabei um ein Vergehen handelt und entsprechend keine Vortat im Sinne von 

Art. 305bis StGB sein kann. 

Der Beschuldigte B._____ ist somit vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 1 StGB freizusprechen (Anklageziffer 6).  

Es handelt sich beim entsprechenden Straftatbestand um ein Vergehen. Der 

Beschuldigte A._____ ist entsprechend vom Vorwurf der Anstiftung dazu im Sinne 

von Art. 305bis Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 24 StGB freizusprechen (Ankla-

geziffer 13).  

2.6. Misswirtschaft (Art. 165 Ziff. 1 StGB) 

2.6.1. Gemäss Art. 165 Ziff. 1 StGB wird der Schuldner, der durch Misswirtschaft, 

namentlich durch arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung oder Vermögens-

verwaltung, seine Überschuldung herbeiführt oder verschlimmert, seine Zahlungs-

unfähigkeit herbeiführt oder im Bewusstsein seiner Zahlungsunfähigkeit seine 

Vermögenslage verschlimmert, mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe 

bestraft, sofern über ihn der Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlustschein 

ausgestellt worden ist. 

Eine nachlässige Berufsausübung liegt vor, wenn gesetzliche Bestimmungen der 

Unternehmensführung missachtet werden. Nach Art. 717 Abs. 1 OR müssen die 

Mitglieder des Verwaltungsrates sowie Dritte, die mit der Geschäftsführung be-

fasst sind, ihre Aufgaben mit aller Sorgfalt erfüllen und die Interessen der Gesell-

schaft in guten Treuen wahren. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 

stellt die Verletzung der Pflichten des Verwaltungsrats einer Aktiengesellschaft, 

insbesondere die Unterlassung der Überschuldungsanzeige gemäss Art. 725 

Abs. 2 OR, eine nachlässige Berufsausübung im Sinne von Art. 165 StGB dar 

(Urteile 6B_961/2016 vom 10. April 2017 E. 6.3; 6B_492/2009 vom 18. Januar 

2010 E. 2.2; 6S.1/2006 vom 21. März 2006 E. 8.1; Urteil Str. 52/1983 vom 26. Mai 

1983, in: SJ 1984 S. 169 ff.; zur Aufschiebung der Benachrichtigung des Richters 

- 27 - 

bei Aussicht auf eine kurzfristige Lösung des Problems: BGE 132 III 564 E. 5.1 

S. 573; 127 IV 110 E. 5a S. 113).  

2.6.2. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten B._____ 

2.6.2.1. Es wurde bereits festgehalten, dass der in der Anklage gegen den Be-

schuldigten B._____ formulierte Vorwurf in der Anklage gegen den Beschuldigten 

A._____ anders umschrieben wird (E. II.2.1; vgl. Anklageschrift B._____ Ziffern 

11 - 13; Anklageschrift A._____ Ziffern 14 und 15; Urk. 44 S. 44 f.). Wie zu zeigen 

sein wird, ist der Vorwurf der Misswirtschaft unbegründet, weshalb sich Weiterun-

gen dazu erübrigen: 

Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass die Zahlungen vom 6. März 2017 und 

27. März 2017 von Fr. 50'000.– und Fr. 20'000.– ab dem Konto der C._____ AG 

entgegen der Anklage nicht ohne Gegenleistung erfolgten (E. II.2.3.2 und II.2.3.3). 

Mithin trifft nicht zu, dass der Beschuldigte B._____ ab 6. März 2017 bis 27. März 

2017 über zwei Drittel des Gesellschaftskapitals – respektive auf Veranlassung 

des Beschuldigten A._____ ab 6. März 2017 bis 17. Januar 2018 das ganze Ge-

sellschaftskapital – an Dritte zahlte, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. 

Bestand laut Anklagen "spätestens nach diesen Überweisungen" begründete Be-

sorgnis einer Überschuldung, legen die Anklagen den Beschuldigten eine Unter-

lassung ab Ende März 2017 respektive Mitte Januar 2018 zur Last. Die 

Vorinstanz verweist deshalb zu Recht auf zwei Zahlungseingänge am 27. Oktober 

2017 und 29. November 2017 von Fr. 64'986.20 (richtig: Fr. 64'896.20) und 

Fr. 58'000.– (Urk. 31/1/4/4/15; Urk. 31/1/4/4/18; Urk. 31/1/7/3/5). Der Beschuldigte 

B._____ liess der C._____ AG im Herbst 2017 mithin mehr Geld zukommen, als 

er dieser gemäss dem Anklagevorwurf im März 2017 entzogen haben soll. Die vo-

rinstanzlichen Erwägungen können übernommen werden (Urk. 44 S. 44 ff.). 

Ergänzend ist Folgendes festzuhalten. Eine Überschuldung liegt vor, falls sich aus 

einer Zwischenbilanz ergibt, dass die Forderungen der Gesellschaftsgläubiger 

weder zu Fortführungswerten noch zu Veräusserungswerten gedeckt sind. Be-

gründete Besorgnis einer Überschuldung besteht, wenn die Jahresbilanz oder ei-

ne Zwischenbilanz zu Fortführungswerten eine Überschuldung ausweist. Begrün-

- 28 - 

dete Besorgnis einer Überschuldung besteht aber auch beispielsweise bei 

ausserordentlichen Ereignissen während des Geschäftsjahres, welche zu einem 

grösseren Abschreibungs- oder Rückstellungsbedarf führen, bei 

Liquiditätsschwierigkeiten oder bei Illiquidität (HANSPETER WÜSTINER, in: Basler 

Kommentar, OR II, 5. Aufl. 2016, N. 29 ff. zu Art. 725 OR). Laut Anklage bestand 

hier die begründete Besorgnis einer Überschuldung (und damit der Vorwurf, der 

Pflicht zur Erstellung einer Zwischenbilanz und Vorlegung an einem zugelassenen 

Revisor nicht nachgekommen zu sein) "namentlich angesichts laufender Kosten 

wie Miete oder Löhne". Dabei kann das Argument der Staatsanwaltschaft, es 

handle sich bei den Zahlungen – aus Sicht der D._____ AG – ebenfalls um unge-

treue Geschäftsbesorgungen, weil diese grundlos und ohne Gegenleistung erfolgt 

seien (Urk. 89 S. 6), offen gelassen werden, da Angestellte respektive Lohnzah-

lungspflichten der C._____ AG nicht belegt sind. Die Kosten für das Domizil an 

der I._____-Strasse 1 in … Zürich beliefen sich auf monatlich Fr. 249.– 

(Urk. 31/1/4/1-3). Anderweitige Mietkosten, welche die C._____ AG zu leisten hat-

te, gehen aus den Untersuchungsakten nicht hervor. Umstände, die Ende März 

2017 oder Mitte Januar 2018 begründete Besorgnis einer Überschuldung ge-

schaffen hätten, sind damit nicht belegt. 

2.6.2.2. Zusammenfassend ist der Beschuldigte B._____ vom Vorwurf der Miss-

wirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB freizusprechen (Anklageziffern 11 - 

13). 

2.6.3. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten A._____ 

2.6.3.1. Eine arge Nachlässigkeit des Beschuldigten B._____ als Verwaltungsrat 

der C._____ AG liegt nicht vor (weder als vollendete noch als versuchte Tat). Mit-

hin bleibt einzig eine versuchte Anstiftung durch den Beschuldigten A._____ zu 

prüfen. Nach Art. 24 Abs. 2 StGB ist der Versuch einer Anstiftung zu einem Ver-

brechen strafbar. Die Zahlungen vom 6. März 2017 und 27. März 2017 von 

Fr. 50'000.– und Fr. 20'000.– ab dem Konto der C._____ AG erfolgten nicht ohne 

Gegenleistung. Eine begründete Besorgnis einer Überschuldung bestand mit 

Blick auf die in der Anklage erwähnten laufenden Kosten "wie Miete oder Löhne" 

nicht und der Beschuldigte B._____ hat insoweit den Interessen der Gesellschaft 

- 29 - 

nicht zuwidergehandelt. Dass der Beschuldigte A._____ auf anderweitige Pflicht-

verletzungen des Beschuldigten B._____ abgezielt hätte, legt ihm die 

Anklageschrift nicht zur Last. Zu den Bargeldbezügen von insgesamt Fr. 60'000.– 

bleibt zu wiederholen, dass sie in der Anklageschrift A._____ einzig mit "Bargeld-

bezüge von insgesamt über CHF 60'000" umschrieben werden (Anklageziffer 12). 

Die Anklage genügt damit insbesondere der Informationsfunktion nicht. 

2.6.3.2. Zusammenfassend ist der Beschuldigte A._____ vom Vorwurf der Anstif-

tung zur Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 24 StGB freizusprechen (Anklageziffern 14 und 15). 

3. D._____ AG 

3.1. Gegenstand des Anklagevorwurfs im Zusammenhang mit der D._____ AG 

ist im Wesentlichen zusammengefasst Folgendes. Der Beschuldigte A._____ ha-

be von der E._____ in K._____ [Land in Asien] Zahlungen in der Höhe von 

Fr. 1'116.15 (EUR 1'000.–), Fr. 62'700.– (… [Währung] [K._____] 250'000.–) und 

Fr. 69'148.– (… 269'999.–) auf das Konto der D._____ AG bei der CS veranlasst. 

Von diesem Konto habe der Beschuldigte B._____, einziger Verwaltungsrat der 

D._____ AG, auf Veranlassung des Beschuldigten A._____ zwei Überweisungen 

in der Höhe von Fr. 64'986.20 und Fr. 58'000.– auf das Konto der C._____ AG 

getätigt. Diese Zahlungen von insgesamt Fr. 122'986.20 seien nicht im Interesse 

der D._____ AG erfolgt (Vorwurf der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesor-

gung und Anstiftung dazu). 

Die Beschuldigten hätten die Einziehung der durch ungetreue Geschäftsbesor-

gung zum Nachteil der D._____ AG erlangten Vermögenswerte von 

Fr. 122'986.20 erschwert (Vorwurf der Geldwäscherei und Anstiftung dazu). 

In Bezug auf die Zahlungseingänge von der E._____ sei die D._____ AG von der 

CS aufgefordert worden, Vertragskopien und Rechnungen einzureichen. Darauf 

habe der Beschuldigte B._____ auf Anweisung des Beschuldigten A._____ einen 

Vertrag eingereicht ("Advertising and Media Production Company Agreement"). 

Der Vertrag sei nicht von dem aufgeführten Vertragspartner unterzeichnet, son-

- 30 - 

dern mit einer falschen Unterschrift versehen gewesen (Vorwurf der Urkundenfäl-

schung und Anstiftung dazu).  

Dieser zusammengefasste Sachverhaltskomplex "D._____ AG" mündet im 

Vorwurf der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB), der Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) 

und der Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 1 StGB) sowie der Anstiftung dazu (vgl. im 

Einzelnen die Anklageschrift B._____ Ziffern 7 - 10 sowie die Anklageschrift 

A._____ Ziffern 16 - 20). 

3.2. Tatsächliche Feststellungen betreffend die D._____ AG 

Die Vorinstanz kommt zusammengefasst zum Schluss, es sei erstellt, dass der 

Beschuldigte B._____ am tt.mm.2017 als einziger Verwaltungsrat der 

D._____ AG im Handelsregister eingetragen worden sei. Erstellt sei weiter, dass 

der Beschuldigte B._____ auf Anweisung des Beschuldigten A._____ am 27. Ok-

tober 2017 Fr. 64'986.– und am 29. Oktober 2017 Fr. 58'000.– vom Konto der 

D._____ AG auf das Konto der C._____ AG bezahlt habe. Der Beschuldigte 

B._____ habe gewusst, dass diese Zahlungen nicht dem Geschäftszweck und In-

teressen der D._____ AG entsprochen hätten, da die D._____ AG dafür keine 

Gegenleistungen oder Sicherheiten erhalten habe (Anklageschrift B._____ Ziffern 

7 und 8; Anklageschrift A._____ Ziffern 17 und 18).  

Die Vorinstanz hält weiter fest, dass der Vorwurf der Geldwäscherei offengelas-

sen werden könne (Anklageschrift B._____ Ziffer 9; Anklageschrift A._____ Ziffer 

19). 

Erstellt sei schliesslich, dass der Beschuldigte B._____ auf Anweisung des Be-

schuldigten A._____ bei der CS einen Vertrag mit einer falschen Unterschrift ein-

gereicht habe (Anklageschrift B._____ Ziffer 10; Anklageschrift A._____ Ziffer 20).  

3.2.1. Auf die vorinstanzliche Sachverhaltswürdigung kann vorab verwiesen wer-

den (Urk. 44 S. 25 ff.). Richtig ist insbesondere, dass die zwei Zahlungen vom 

Konto der D._____ AG bei der CS auf das Konto der C._____ AG belegt sind 

(Urk. 31/1/4/4/15; Urk. 31/1/4/4/18; Urk. 31/1/7/3/5) und mit dem Geständnis des 

- 31 - 

Beschuldigten B._____ sowie mit dem in der Untersuchung deponierten (und vor 

Vorinstanz widerrufenen) Geständnis des Beschuldigten A._____ übereinstimmen 

(Urk. 31/1/5/6 S. 10; Urk. 1/3/4 S. 11 und 14). Der Beschuldigte B._____ hielt fest, 

er habe die Zahlungen getätigt. Sie hätten dies zusammen (er und der Beschul-

digte A._____) entschieden (Urk. 31/1/5/6 S. 8 und 10). Entsprechend führte auch 

der Beschuldigte A._____ aus, sie hätten die Entscheide zusammen getroffen 

(Urk. 31/1/5/5 S. 8 und 18). Auf Vorhalt, ob der Beschuldigte B._____ auf Anwei-

sung des Beschuldigten A._____ gehandelt habe, hielt der Beschuldigte A._____ 

fest, den Beschuldigten B._____ entsprechend angewiesen zu haben (Urk. 1/3/4 

S. 11 und 14). Darauf ist – entgegen der Verteidigung des Beschuldigten A._____ 

(Urk. 85 S. 2 f., 7 f.) – abzustellen. Zu korrigieren bleibt einzig, dass sich die 

Überweisung vom 27. Oktober 2017 auf Fr. 64'896.20 belief und die zweite Über-

weisung am 29. November 2017 erfolgte. 

Ergänzend kann festgehalten werden, dass die Zahlungen von der E._____ in 

K._____ in der Höhe von Fr. 1'116.15 (EUR 1'000.–), Fr. 62'700.– (… 250'000.–) 

und Fr. 68'148.– (… 269'999.–) auf das Konto der D._____ AG bei der CS eben-

falls belegt sind (Urk. 31/1/4/4/9; Urk. 31/1/4/4/15; Urk. 31/1/4/4/16; 

Urk. 31/1/4/4/17).  

3.2.2. Mit Schreiben vom 20. März 2018 forderte die CS die D._____ AG auf, Ver-

tragskopien und Rechnungen betreffend die auf dem Konto der D._____ AG er-

folgten Zahlungseingänge von der E._____ und die Zahlungsausgänge zugunsten 

der C._____ AG einzureichen (Urk. 31/1/4/4/21). In der Folge wurde ein in engli-

scher Sprache verfasstes " Advertising and Media Production Company Agree-

ment" vom 27. Juli 2017 zwischen der E._____ und der D._____ AG eingereicht. 

Der Vertrag wurde vom Beschuldigten B._____ für die D._____ AG und F._____ 

für die E._____ unterzeichnet. Vereinbart wurde, dass die D._____ AG zum Preis 

von Fr. 300'000.– unter anderem eine Kommunikations- und Verkaufsstrategie 

entwickelt (Urk. 31/1/4/4/22). Über die dafür benötigte Infrastruktur und das Per-

sonal verfügte die D._____ AG nicht. Dies lässt sich auch aus den Schilderungen 

des Beschuldigten A._____ schliessen. Selbst wenn er festhielt, die entsprechen-

den Dienstleistungen hätten durch Subunternehmer erbracht werden sollen, be-

- 32 - 

tonte er gleichzeitig, die D._____ AG habe keinerlei Geschäftstätigkeiten ausge-

übt (Urk. 1/3/4 S. 7 f.; Urk. 1/3/3 S. 7 f.). 

F._____ wurde am tt.mm.2016 im Handelsregister des Kantons Bern als Vizeprä-

sident und Kassier des Vereins L._____ eingetragen (Urk. 31/1/4/4/23). Der Ver-

ein konnte mit Zustimmung des Beschuldigten A._____ die c/o-Adresse der 

M._____ GmbH verwenden (Urk. 31/1/4/4/26). Die bei der Anmeldung des Ver-

eins L._____ beglaubigte Unterschrift von F._____ unterscheidet sich stark von 

der Unterschrift auf dem oben genannten "Advertising and Media Production 

Company Agreement" (Urk. 31/1/4/4/27; Urk. 31/1/4/4/22). Dazu liess der Be-

schuldigte B._____ vor Vorinstanz durch seine Verteidigung ausführen, es sei 

nicht geklärt, ob es sich tatsächlich um dieselbe Person handle und es sei nicht 

ausgeschlossen, dass sich die Unterschrift verändert haben könnte (Urk. 31/22 

S. 17). Selbstverständlich kann ausgeschlossen werden, dass die Beschuldigten 

mit zwei verschiedenen Personen namens F._____ Kontakt hatten. Gegenteiliges 

zu behaupten grenzt an Trölerei. Auszuschliessen ist weiter, dass sich eine Un-

terschrift innerhalb nicht einmal zweier Jahre derart stark verändert. Auf diese 

Umstände verweist die Vorinstanz zu Recht (Urk. 44 S. 27 f.). Gelangt sie zur 

Überzeugung, dass der Beschuldigte B._____ Kenntnis hatte vom Umstand, dass 

es nicht F._____ war, der den Vertrag mitunterzeichnet hatte, ist dies nicht zu be-

anstanden. Angesichts dieses Beweisergebnisses kann in antizipierter Beweis-

würdigung ohne weiteres darauf verzichtet werden, F._____ – wie von der Vertei-

digung des Beschuldigten A._____ vorgebracht (Urk. 85 S. 9) – als Zeugen zu be-

fragen. Selbst wenn dieser behaupten würde, es sei seine Unterschrift, vermöchte 

dies nicht zu überzeugen, mithin am Beweisergebnis nichts zu ändern, weil ent-

gegen der Verteidigungen (Urk. 85 S. 9; Urk. 87 S. 6 f.) erstellt ist, dass es sich 

bei der Unterschrift um eine Fälschung handelt. Gestützt auf die Aussagen der 

Beschuldigten steht zudem fest, dass der Beschuldigte B._____ den Vertrag auf 

Anweisung des Beschuldigten A._____ bei der CS einreichte. Zwar hielt der Be-

schuldigte A._____ anlässlich seiner Einvernahme vom 25. November 2019 fest, 

der Beschuldigte B._____ habe den Vertrag unterzeichnet und er (der Beschul-

digte A._____) habe ihn der CS geschickt (Urk. 31/1/5/5 S. 20). Wenig später 

führte er jedoch in der Einvernahme vom 2. Dezember 2019 aus, den Beschuldig-

- 33 - 

ten B._____ angewiesen zu haben, den Vertrag bei der CS einzureichen 

(Urk. 1/3/4 S. 11 und 14). Darauf ist abzustellen. Schliesslich ist anzumerken, 

dass der Vertrag vom 27. Juli 2017 datiert und der Beschuldigte B._____ erst am 

tt.mm.2017, mithin ca. 2.5 Monate später, als Mitglied des Verwaltungsrats der 

D._____ AG im Handelsregister eingetragen wurde (Urk. 31/1/4/4/7), was zusätz-

lich darauf hinweist, dass es sich bei der Unterschrift auf dem Vertrag um eine 

Fälschung handelt. 

3.3. Ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB) 

3.3.1. Zum Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung kann auf die vorste-

henden Erwägungen verwiesen werden (E. II.2.3). 

3.3.2. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten B._____ 

3.3.2.1. Der Beschuldigte B._____ liess am 27. Oktober 2017 Fr. 64'896.20 und 

am 29. November 2017 Fr. 58'000.– vom Konto der D._____ AG auf das Konto 

der C._____ AG überweisen. Eine Gegenleistung kam der D._____ AG dafür 

nicht zugute (Urk. 31/1/5/6 S. 10; Urk. 1/3/4 S. 14). Wiederholt die Verteidigung 

des Beschuldigten B._____, diese Zahlungen seien in der Bilanz als Darlehen 

verbucht worden (Urk. 31/22 S. 13; Urk. 87 S. 3 f.), dringt dieses Argument nicht 

durch. Zwar ist richtig, dass im Jahre 2017 in der Bilanz der D._____ AG eine 

entsprechende Forderung und in der Bilanz der C._____ AG ein entsprechendes 

Fremdkapital aufgeführt wird (vgl. in Urk. 31/1/8/3 die Dokumente "D._____ 

AG.pdf" S. 14 und "C._____ AG.pdf" S. 8). Ein entsprechendes Darlehen behaup-

ten jedoch nicht einmal die Beschuldigten. Es darf – entgegen der Verteidigung 

des Beschuldigten B._____ (Urk. 87 S. 3) – angenommen werden, dass ein Ver-

trag über eine insgesamt sechsstellige Summe schriftlich abgeschlossen worden 

wäre. In den Untersuchungsakten ist eine entsprechende schriftliche Vereinba-

rung zwischen der D._____ AG und der C._____ AG nicht vorhanden. Nicht ge-

prüft zu werden braucht zudem, inwiefern eine Forderung gegenüber der C._____ 

AG (hätte sie denn bestanden) als gefährdet und das Vermögen der D._____ AG 

damit in seinem wirtschaftlichen Wert vermindert zu qualifizieren gewesen wäre.  

- 34 - 

Als Verwaltungsrat war der Beschuldigte B._____ damit betraut, das Gesell-

schaftsvermögen der D._____ AG zu verwalten. Er war verpflichtet, deren wirt-

schaftlichen Interessen zu wahren und zu fördern. Mit den fraglichen Zahlungen 

verletzte er seine Pflicht mehrfach und schädigte die D._____ AG durch Vermin-

derung ihrer Aktiven. Der Saldo des Firmenkontos betrug nach den Überweisun-

gen wie angeklagt Fr. 1'067.10 (Urk. 31/1/4/4/15). Der Schaden der D._____ AG 

beläuft sich auf den Betrag im Umfang der Überweisungen. Wie bereits ausge-

führt, ist mit Verweis auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen der ent-

standene Schaden – entgegen der Verteidigung des Beschuldigten B._____ 

(Urk. 87 S. 3) – in der Anklage hinreichend umschrieben (Ziff. I 3.2.3.2; Urk. 31/22 

S. 13; Urk. 44 S. 48; Urk. 31/1/19 S. 4). Des Weiteren kann aus dem Umstand, 

dass die Geschädigte ihre Forderung nie geltend gemacht hat, – entgegen der 

Verteidigung des Beschuldigten B._____ (Urk. 87 S. 4) – nicht abgeleitet werden, 

dass kein Schaden entstanden sei. Darauf weist die Staatsanwaltschaft zu Recht 

hin (Prot. II S. 15 f.). Damit erfüllte der Beschuldigte B._____ den objektiven Tat-

bestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB. Betreffend die objektiven Tatbestandsmerkmale handelte er gestützt auf 

das Beweisergebnis mit Wissen und Willen und damit vorsätzlich. Insbesondere 

hat der Beschuldigte B._____ – entgegen seiner Verteidigung (Urk. 87 S. 5) – ge-

nau gewusst, dass die von ihm getätigten Transaktionen dem Gesellschaftszweck 

entgegenstehen. Eine darüber hinausgehende Bereicherungsabsicht umschreibt 

die Anklage nicht (Anklage B._____ Ziffer 8; vgl. auch E. II.2.3.3.1). Darauf ver-

weist die Vorinstanz zu Recht. Ebenso zutreffend ist ihre Eventualbegründung, 

wonach eine Bereicherungsabsicht zudem nicht erstellt ist (Urk. 44 S. 47). 

Die fraglichen Zahlungen tätigte der Beschuldigte B._____ am 27. Oktober 2017 

und (in Abweichung der Vorinstanz) am 29. November 2017 (Urk. 31/1/4/4/15). 

Entgegen der Vorinstanz (Urk. 44 S. 48) basieren die getätigten Transaktionen, 

welche im Abstand von einem Monat erfolgten, auf separaten Tatentschlüssen, 

und es liegt – trotz eines gewissen sachlichen und zeitlichen Zusammenhangs – 

mehrfache Tatbegehung vor. 

- 35 - 

3.3.2.2. Der Beschuldigte B._____ ist der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen (Ankla-

geziffer 8).  

3.3.3. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten A._____ 

Gestützt auf das Beweisergebnis wies der Beschuldigte A._____ den Beschuldig-

ten B._____ an, die verfahrensgegenständlichen Überweisungen vom Konto der 

D._____ AG an die C._____ AG zu tätigen. Dieses Verhalten ist als mehrfache 

Anstiftung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung zu qualifizieren (vgl. Urk. 44 S. 59 

f.).  

Der Beschuldigte A._____ ist entsprechend der mehrfachen Anstiftung zur 

ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 24 StGB schuldig zu sprechen (Anklageziffer 18). 

3.4. Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) 

3.4.1. Zum Tatbestand der Geldwäscherei kann vorab auf die vorstehenden Er-

wägungen verwiesen werden (E. II.2.5). Das strafbare Verhalten liegt in der Si-

cherung der durch die Vortat unrechtmässig erlangten Vermögenswerte. Es han-

delt sich um ein typisches Anschlussdelikt. Die Begehung eines Anschlussdelikts 

setzt voraus, dass die Vortat abgeschlossen ist. Aufgrund seiner Stellung im Ge-

setz schützt der Tatbestand in erster Linie die Strafrechtspflege in der Durchset-

zung des staatlichen Einziehungsanspruchs (BGE 129 IV 322 E. 2.2.4 S. 325 f. 

mit Hinweisen). Dem Tatbestand liegt wie den Einziehungsbestimmungen der 

Gedanke zugrunde, strafbares Verhalten solle sich nicht lohnen (BGE 129 IV 322 

E. 2.2.4 S. 327; Urteil 6B_295/2019 vom 8. August 2019 E. 1.4; je mit Hinweisen). 

Geldwäsche ist eine Verwertungs- oder Nachtat (MARK PIETH, in: Basler Kommen-

tar, Strafrecht, Bd. II, 4. Aufl. 2019, N. 24 zu Art. 305bis StGB).  

3.4.2. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, zwei Überweisungen vom Konto der 

D._____ AG an die C._____ AG getätigt respektive dazu angestiftet zu haben. 

Dieser Vorwurf mündet wie ausgeführt in den Tatbestand der ungetreuen Ge-

schäftsbesorgung zum Nachteil der D._____ AG. Weitere Handlungen respektive 

- 36 - 

Anschlussdelikte, die dieser Vortat – welche zudem kein Verbrechen darstellt – 

gefolgt und welche dazu gedient hätten, die so erlangten Vermögenswerte zu wa-

schen (Vereitelung von Einziehungs-, Auffindungs- und Herkunftsermittlungsinte-

ressen), werden den Beschuldigten nicht vorgeworfen. 

3.4.3. Der Beschuldigte B._____ ist vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 1 StGB freizusprechen (Anklageziffer 9). Der Beschuldigte A._____ 

ist vom Vorwurf der Anstiftung zur Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 24 StGB freizusprechen (Anklageziffer 19). 

3.5. Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) 

3.5.1. Den Tatbestand der Urkundenfälschung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB erfüllt, 

wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu schädi-

gen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen 

(Abs. 1), eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das 

echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt 

oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden 

lässt (Abs. 2) sowie wer eine Urkunde dieser Art zur Täuschung gebraucht 

(Abs. 3). Fälschen ist das Herstellen einer unechten Urkunde. Eine Urkunde ist 

unecht, wenn deren wirklicher Urheber nicht mit dem aus ihr ersichtlichen Ausstel-

ler übereinstimmt bzw. wenn sie den Anschein erweckt, sie rühre von einem an-

deren als ihrem tatsächlichen Urheber her. Wirklicher Aussteller einer Urkunde ist 

derjenige, dem sie im Rechtsverkehr als von ihm autorisierte Erklärung zugerech-

net wird. Dies ist gemäss der insoweit vorherrschenden sogenannten "Geistig-

keitstheorie" derjenige, auf dessen Willen die Urkunde nach Existenz und Inhalt 

zurückgeht (BGE 137 IV 167 E. 2.3.1 S. 169 mit Hinweisen). Die Urkunde ist mit-

hin unecht, wenn der Urheber bei seiner Erklärung einen falschen, ihm nicht zu-

stehenden Namen verwendet, sie etwa unterzeichnet, indem er eine fremde Un-

terschrift nachahmt (eingehend BOOG, a.a.O., N. 1 ff. zu Art. 251 StGB; vgl. zur 

Nachahmung einer Unterschrift BGE 118 IV 254 E. 4 S. 259).  

- 37 - 

3.5.2. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten B._____ 

Das "Advertising and Media Production Company Agreement" vom 27. Juli 2017 

zwischen der E._____ und der D._____ AG weist eine falsche Unterschrift auf 

und ist deshalb unecht. Wirklicher Aussteller war nicht F._____ respektive nicht 

die E._____ als Vertretene. Im Wissen, dass der Vertrag entgegen dem Anschein 

nicht von F._____ unterzeichnet war, reichte der Beschuldigte B._____ ihn bei der 

CS ein. Diese hatte in ihrem Schreiben vom 20. März 2018 ausdrücklich die Ab-

klärung der Zahlungen im Zusammenhang mit dem Geldwäschereigesetz thema-

tisiert (Urk. 31/1/4/4/21). Mit der Urkunde wollte der Beschuldigte B._____ mithin 

die auf dem Konto der D._____ AG erfolgten Zahlungseingänge wahrheitswidrig 

erklären. Er wollte den Anschein rechtmässigen Geschäftsverhaltens wahren, ei-

ne mögliche Anzeige wegen des Verdachts der Geldwäscherei abwenden und in-

sofern sich und dem Beschuldigten A._____ einen unrechtmässigen Vorteil ver-

schaffen. 

Zusammenfassend hat der Beschuldigte B._____ eine unechte Urkunde zur Täu-

schung gebraucht und den objektiven und subjektiven Tatbestand der Urkunden-

fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB erfüllt. Er ist entsprechend schuldig 

zu sprechen (Anklageziffer 10).  

3.5.3. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten A._____ 

Gestützt auf das Beweisergebnis wies der Beschuldigte A._____ den Beschuldig-

ten B._____ an, das "Advertising and Media Production Company Agreement" 

vom 27. Juli 2017 bei der CS einzureichen. Die Vorinstanz hat dies zutreffend als 

Anstiftung zur Urkundenfälschung qualifiziert (Urk. 44 S. 61).  

Der Beschuldigte A._____ ist der Anstiftung zur Urkundenfälschung im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 24 StGB schuldig zu sprechen (Ankla-

geziffer 20). 

- 38 - 

4. M._____ GmbH  

4.1. Gegenstand des Anklagevorwurfs im Zusammenhang mit der M._____ 

GmbH ist im Wesentlichen zusammengefasst Folgendes. Der Beschuldigte 

A._____ habe als Gesellschafter und Geschäftsführer der M._____ GmbH von 

deren Firmenkonto insgesamt Fr. 302'352.– für private Zwecke abgezweigt. Diese 

Gelder habe er seinem eigenen Konto bei der ZKB (teilweise über den Beschul-

digten B._____) sowie seinem Bruder G._____ zukommen lassen. In der Folge 

habe der Beschuldigte A._____ Fr. 125'935.10 (EUR 101'000.–) und 

Fr. 89'405.70 (EUR 72'000.–) auf ein Treuhandkonto bei der Volksbank R._____ 

(D) transferiert. Gleiches habe auf seine Anweisung G._____ im Betrag von 

Fr. 70'783.70 (EUR 57'000.–) gemacht. Mit dem Geld auf dem Treuhandkonto 

habe der Beschuldigte A._____ in R._____ (D) eine Liegenschaft für seine dama-

lige Ehefrau erworben. Dies sei nicht im Interesse der M._____ GmbH erfolgt 

(Vorwurf der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung). 

Der Beschuldigte A._____ habe die Einziehung der durch ungetreue Geschäfts-

besorgung zum Nachteil der M._____ GmbH erlangten Vermögenswerte im 

Umfang von Fr. 302'352.– erschwert (Vorwurf der Geldwäscherei). 

Dieser zusammengefasste, in der Anklage unter dem Titel "M._____ GmbH" auf-

geführte Sachverhaltskomplex richtet sich einzig gegen den Beschuldigten 

A._____ und mündet im Vorwurf der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesor-

gung und der Geldwäscherei (vgl. im Einzelnen die Anklageschrift A._____ Ziffern 

1 - 5). 

4.2. Die Vorinstanz sieht den Anklagesachverhalt als erstellt an. Der Beschul-

digte A._____ habe in der Konfrontationseinvernahme vom 25. November 2019 

ausführliche Angaben zu den verschiedenen Gesellschaften und den von ihm 

geplanten Geschäftstätigkeiten gemacht. Er habe damals zusammengefasst an-

gegeben, dass jede Gesellschaft einen Zweck gehabt habe, dies aber aus ge-

sundheitlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht habe umgesetzt werden kön-

nen. In der Schlusseinvernahme vom 2. Dezember 2019 habe der Beschuldigte 

A._____ ein vollumfängliches Geständnis abgelegt. Habe er dieses anlässlich der 

- 39 - 

Hauptverhandlung widerrufen, sei dies als Schutzbehauptung zu werten. Auf sein 

Geständnis sei der Beschuldigte A._____ zu behaften, zumal die in der Anklage-

schrift aufgeführten Banküberweisungen durch diverse Kontoauszüge belegt sei-

en (Urk. 44 S. 32 ff.). 

4.3. Soweit die Vorinstanz die anklagerelevanten Banküberweisungen als be-

legt bezeichnet, ist dies ergänzend im Detail aufzuzeigen (E. II.4.3.1). Ergänzend 

zu würdigen sind auch die Schilderungen des Beschuldigten A._____ zur Tätig-

keit der M._____ GmbH und zu den behaupteten Lohnzahlungen (E. II.4.3.2). 

4.3.1. Am 4. Juni 2013 erfolgte vom Firmenkonto der M._____ GmbH eine Über-

weisung von Fr. 60'000.– auf das Konto des Beschuldigten B._____ mit dem 

Vermerk "Lohn 2013". Bereits einen Tag vorher erhielt der Beschuldigte B._____ 

mit dem Vermerk "Lohn Mai 2013" Fr. 5'700.55 überwiesen (Urk. 31/1/7/4/4 S. 6; 

Urk. 31/1/7/4/6 S. 1; Urk. 31/1/7/3/12, "2 Kontoauszüge" S. 60). Ebenfalls am 

4. Juni 2013 wurde mit der Bezeichnung "1 Salär" der Betrag von Fr. 60'000.– auf 

das Konto von G._____ überwiesen (Urk. 31/1/7/3/12, "2 Kontoauszüge" S. 60; 

Urk. 1/5/4/5, "CH3" S. 31). Weitere Zahlungen vom genannten Firmenkonto auf 

ein Konto des Beschuldigten A._____ bei der ZKB erfolgten am 10. Juni 2013 im 

Betrag von Fr. 40'352.– (Urk. 31/1/7/3/12, "2 Kontoauszüge" S. 60; Urk. 1/5/4/5, 

"CH4" S. 16), 11. Juli 2013 im Betrag von Fr. 50'000.– (Urk. 31/1/7/3/12, "2 Kon-

toauszüge" S. 64; Urk. 1/5/4/5, "CH4" S. 17) und 19. September 2013 im Betrag 

von Fr. 92'000.– (Urk. 31/1/7/3/12, "2 Kontoauszüge" S. 72; Urk. 1/5/4/5, "CH4" 

S. 19). Die Zahlungsausgänge ab dem Firmenkonto der M._____ GmbH, wie sie 

in der Anklage umschrieben werden, sind damit belegt. Am 3. Juli 2013 überwies 

der Beschuldigte B._____ Fr. 60'000.– auf das Konto des Beschuldigten A._____ 

bei der ZKB (Urk. 31/1/7/4/4 S. 9; Urk. 31/1/7/4/6). Von diesem Konto bei der ZKB 

erfolgten zwei Zahlungen auf ein Treuhandkonto bei der Volksbank R._____: am 

18. September 2013 im Betrag von Fr. 125'935.10 (Euro 101'000.–) und am 20. 

September 2013 im Betrag von Fr. 89'405.70 (Euro 72'000.–). Die Überweisun-

gen trugen den Vermerk "Hauskauf zwischen Frau N._____ und Frau O._____" 

(Urk. 1/5/4/5, "5" S. 104; Urk. 1/5/4/5, "CH4" S. 19). Ebenfalls am 20. September 

2013 erfolgte mit dem Vermerk "Hauskauf zwischen Frau N._____ und Frau 

- 40 - 

O._____. Darlehen" schliesslich eine Überweisung von G._____ auf das besagte 

Treuhandkonto im Betrag von Fr. 70'783.70 (Euro 57'000; Urk. 1/5/4/5, "6" S. 155; 

Urk. 1/5/4/5, "CH3" S. 34). Neben den Zahlungsausgängen ab dem Firmenkonto 

der M._____ GmbH sind damit auch die Transaktionen belegt, die in der Folge 

auf das Treuhandkonto der Volksbank in R._____ eingingen.  

4.3.2. Während der Beschuldigte A._____ anlässlich der Einvernahme vom 

2. Dezember 2019 den angeklagten Sachverhalt und damit die entgegen den 

Interessen der M._____ GmbH erfolgten Zahlungen eingestand (Urk. 1/3/4 

S. 11 f.), stellte er sich vor Vorinstanz auf den Standpunkt, es habe sich um Lohn-

zahlungen der M._____ GmbH gehandelt (Prot. I S. 15; Urk. 26 S. 3 f.). 

Im Untersuchungsverfahren räumte der Beschuldigte A._____ ein, das Geld für 

den Kauf des Hauses in R._____ von der M._____ GmbH bezogen zu haben. Es 

habe sich dabei um Lohn und Boni gehandelt (Urk. 1/3/3 S. 19). Er erklärte, die 

M._____ GmbH sei gegründet worden, um "Brandschutzmassnahmen und 

Brandabschottungen" zu machen. Er arbeite "im Brandschutzbereich" (Urk. 1/3/3 

S. 13). Auf die Frage, wer bei der M._____ GmbH angestellt sei, hielt der Be-

schuldigte A._____ fest, er arbeite mit der P._____ GmbH. Sie hätten entschie-

den, "dass die Löhne über M._____ laufen". Der Beschuldigte B._____, Q._____ 

und er seien angestellt (Urk. 1/3/3 S. 14). Die Buchhaltung respektive der Ab-

schluss der M._____ GmbH sei 2013 nicht gemacht worden. Nach dem Tod eines 

Treuhänders "kam ich nicht mehr an die Unterlagen heran". Über schriftliche Be-

lege und Verträge mit Kunden verfüge er nicht, "bei mir lief alles mündlich, ich hat-

te keine schriftlichen Verträge". Die Lohnausweise seien als PDF "online" ver-

schickt worden, wobei er meistens auf dem Handy gearbeitet habe. Den Vorhalt, 

dass anlässlich der Hausdurchsuchung Post habe festgestellt werden können, die 

an ihn respektive an die M._____ GmbH adressiert gewesen sei, quittierte er mit 

"Kein Kommentar" (Urk. 1/3/4 S. 4 f.). Ebenfalls "kein Kommentar" folgte auf die 

Frage, ob bei der M._____ GmbH noch weitere Personen angestellt waren 

(Urk. 1/3/4 S. 6 f.). Es sei zutreffend, dass bei der M._____ GmbH Übersetzer an-

gestellt gewesen seien. Bei einem Brandschutzunternehmen müssten "Unterla-

gen, Richtlinien etc." übersetzt werden (Urk. 1/3/4 S. 7).  

- 41 - 

Äussert sich der Beschuldigte A._____ zur M._____ GmbH, sind die Erklärungen 

selbstverständlich einer Würdigung zugänglich. Insgesamt fielen die entspre-

chenden Aussagen unbestimmt, in weiten Teilen nicht nachvollziehbar und damit 

wenig überzeugend aus. Ins Auge sticht, dass der Beschuldigte A._____ als Ge-

schäftsführer und Gesellschafter der M._____ GmbH betreffend Tätigkeit und An-

gestellte der Gesellschaft ganz vage blieb oder keine Aussagen machen wollte. 

Über Unterlagen wie Verträge, Belege, Lohnausweise und Buchhaltung will er 

nicht (mehr) verfügen. Auch die Geschäftstätigkeit im Bereich Brandschutzmass-

nahmen und Brandabschottungen blieb unscharf umrissen und verlangt nicht oh-

ne Weiteres nach Übersetzungstätigkeiten. Werden die fraglichen Überweisungen 

als Lohnansprüche bezeichnet, ist dies deshalb nur schwer nachvollziehbar. Un-

durchsichtig bleiben auch die weiteren Umstände der Geldzahlungen. Unklar 

bleibt, weshalb die Löhne der P._____ GmbH "über die M._____" liefen. Unklar 

bleibt auch, weshalb der Beschuldigte B._____ – nachdem er bereits am 3. Juni 

2013 einen Lohn in der Höhe von Fr. 5'700.55 erhalten hatte (Urk. 31/1/7/4/4 S. 6; 

vgl. auch Urk. 31/1/7/3/12, "2 Kontoauszüge" S. 60) – nur einen Tag später einen 

weiteren Lohn von Fr. 60'000.– kassierte. Ebendiese Summe überwies der Be-

schuldigte B._____ rund einen Monat später an den Beschuldigten A._____. Un-

klar ist weiter, weshalb G._____ am 4. Juni 2013 Fr. 60'000.– mit der Bezeich-

nung "1 Salär" überwiesen erhielt (Urk. 1/5/4/5, "CH3" S. 31). Der Beschuldigte 

A._____ stellte sich in der Untersuchung und vor Vorinstanz nie auf den Stand-

punkt, sein Bruder G._____ sei bei der M._____ GmbH angestellt gewesen. An-

gestellt gewesen seien der Beschuldigte B._____, Q._____ und er selbst 

(Urk. 1/3/3 S. 14). Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb G._____ einen 

Lohnanspruch von Fr. 60'000.– gehabt haben sollte. Macht die Verteidigung gel-

tend, G._____ habe für die M._____ GmbH gearbeitet (Urk. 26 S. 3; Urk. 85 S. 4), 

steht dies im Widerspruch zu den Ausführungen des Beschuldigten A._____. 

Darüber hinaus leuchtet nicht ein, weshalb G._____ (wie bereits der Beschuldigte 

B._____) wenig später Zahlungen in der Höhe von rund Fr. 70'000.– auf das frag-

liche Treuhandkonto bei der Volksbank in R._____ tätigte. Nicht nachvollziehbar 

ist schliesslich, wie der Beschuldigte A._____ innerhalb von rund drei Monaten 

(10. Juni 2013 bis 19. September 2013) von der M._____ GmbH insgesamt über 

- 42 - 

Fr. 180'000.– als Lohn und Boni beziehen konnte. Erfolgreiche Geschäftstätig-

keiten der M._____ GmbH, die es erlaubt hätten, diese hohe Summe (zuzüglich 

Fr. 120'000.– an den Beschuldigten B._____ und an G._____) zu leisten, gehen 

aus den Schilderungen des Beschuldigten A._____ wie auch aus den Akten nicht 

im Ansatz hervor.  

4.3.3. Zusammenfassend ist der Widerruf des Geständnisses bzw. die Erklärung 

des Beschuldigten A._____, bei den Zahlungen ab dem Firmenkonto der M._____ 

GmbH habe es sich um Lohnzahlungen gehandelt, – entgegen seiner Verteidi-

gung (Urk. 85 S. 2 ff.) – nicht nachvollziehbar und nicht glaubhaft. Damit ist der 

Anklagesachverhalt, wie er umschrieben wird (Anklageschrift A._____ Ziffern 1 - 

5), erstellt. Erstellt ist insbesondere, dass der Beschuldigte A._____ die Überwei-

sungen ab dem Firmenkonto der M._____ GmbH für private Zwecke tätigte, da-

rauf keinen Anspruch hatte und das Vermögen in den Worten der Anklage "ab-

zweigte". Dies tätigte der Beschuldigte A._____, um eine Liegenschaft in R._____ 

zu erwerben. Der Beschuldigte A._____ ist damit auf sein Geständnis vom 2. De-

zember 2019 zu behaften. 

4.4. Ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB) 

4.4.1. Zum Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung kann auf die vorste-

henden Erwägungen verwiesen werden (E. II.2.3). 

4.4.2. Beurteilung Verhalten des Beschuldigten A._____ 

Der Beschuldigte A._____ tätigte als Gesellschafter und Geschäftsführer der 

M._____ GmbH von deren Firmenkonto Überweisungen an den Beschuldigten 

B._____ und seinen Bruder G._____ von je Fr. 60'000.– sowie auf sein Privatkon-

to bei der ZKB von Fr. 182'352.–. Diese Transaktionen von insgesamt 

Fr. 302'352.– erfolgten im Hinblick auf den Kauf eines Hauses in R._____ und 

damit zu privaten Zwecken. Sie entsprachen nicht dem Geschäftszweck und den 

Interessen der M._____ GmbH und erfolgten, ohne dass die M._____ GmbH eine 

Gegenleistung erhalten hätte. Als Gesellschafter und Geschäftsführer war der 

Beschuldigte A._____ damit betraut, das Gesellschaftsvermögen der M._____ 

- 43 - 

GmbH zu verwalten. Er war verpflichtet, deren wirtschaftlichen Interessen zu wah-

ren und zu fördern. Deshalb kann dem Beschuldigten auch nicht gefolgt werden, 

wenn er geltend macht, es habe sich nicht um fremdes Vermögen gehandelt 

(Urk. 85 S. 5; Baudenbacher/Göbel/Speitler, BSK OR II, 5. Aufl. 2016, N 5). Mit 

den fraglichen Zahlungen verletzte er seine Pflicht mehrfach und schädigte die 

M._____ GmbH durch Verminderung ihrer Aktiven. Der Schaden der M._____ 

GmbH beläuft sich im Umfang der Überweisungen. Damit erfüllte der Beschuldig-

te A._____ den objektiven Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB. Betreffend die objektiven Tatbestands-

merkmale handelte er gestützt auf das Beweisergebnis mit Wissen und Willen 

und damit vorsätzlich. Er tat dies für private Zwecke und erwarb mit dem fragli-

chen Geld eine Liegenschaft für seine damalige Frau. Damit handelte er mit Be-

reicherungsabsicht, was die Anklage hier ausreichend umschreibt (Anklage 

A._____ Ziffern 1 und 3).  

Die fraglichen fünf Überweisungen ab dem Firmenkonto der M._____ GmbH 

tätigte der Beschuldigte A._____ ab 4. Juni 2013 bis 19. September 2013. Soweit 

die Vorinstanz einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang bejaht und 

die Transaktionen als einfache (und nicht mehrfache) Tatbegehung qualifiziert 

(Urk. 44 S. 54), braucht dies in Nachachtung des Verschlechterungsverbots nicht 

näher geprüft zu werden und ist dies zu übernehmen. 

4.4.3. Der Beschuldigte A._____ ist der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB schuldig zu spre-

chen (Anklageziffern 1-4). 

4.5. Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) 

4.5.1. Zum Tatbestand der Geldwäscherei kann vorab auf die vorstehenden Er-

wägungen verwiesen werden (E. II.2.5 und E. II.3.4.1).  

4.5.2. Dem Beschuldigten A._____ wird vorgeworfen, die Einziehung der durch 

ungetreue Geschäftsbesorgung zum Nachteil der M._____ GmbH erlangten Ver-

mögenswerte erschwert zu haben, indem er diese an Dritte transferierte respekti-

- 44 - 

ve verbrauchte (Anklageschrift A._____ Ziffer 5). Entgegen der Verteidigung des 

Beschuldigten A._____ (Urk. 85 S. 6) umschreibt die Anklageschrift, wie der Be-

schuldigte A._____ die transferierten Gelder für den Erwerb der Liegenschaft 

verwendet und damit die Einziehung erschwert hat. Mit Blick auf die festgestellten 

Überweisungen (E. II.4.3.1) erfolgten vom Privatkonto des Beschuldigten A._____ 

zwei Zahlungen auf ein Treuhandkonto bei der Volksbank R._____, nämlich am 

18. September 2013 im Betrag von Fr. 125'935.10 (Euro 101'000.–) und am 

20. September 2013 im Betrag von Fr. 89'405.70 (Euro 72'000.–). Ebenfalls am 

20. September 2013 erfolgte eine Überweisung von G._____ auf das besagte 

Treuhandkonto im Betrag von Fr. 70'783.70. Nach der Rechtsprechung kann der 

Vortäter sein eigener Geldwäscher sein (BGE 128 IV 117 E. 7a S. 132; Urteil 

6S.59/2005 vom 2. Oktober 2006 E. 6.3.1, nicht publ. in BGE 132 IV 132; je mit 

Hinweisen). Dabei geht es entgegen der Verteidigung des Beschuldigten A._____ 

nicht um eine unzulässige Doppelbestrafung (Urk. 85 S. 6 f.). Bei Auslandstrans-

aktionen gilt die Überweisung als tatbestandsmässig (PIETH, a.a.O., N. 49 zu 

Art. 305bis StGB). Unter Hinweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 44 

S. 55 f.) hat der Beschuldigte A._____ mit den Überweisungen vom Privatkonto 

bei der ZKB auf ein Treuhandkonto bei der Volksbank R._____ im Gesamtbetrag 

von Fr. 215'340.80 den objektiven und subjektiven Tatbestand der Geldwäscherei 

erfüllt. Anders zu beurteilen ist die Überweisung vom 20. September 2013 von 

G._____ auf das besagte Treuhandkonto im Betrag von Fr. 70'783.70. Aus der 

Anklage muss hervorgehen, welches Verhalten wem zur Last gelegt wird und in 

welcher Teilnahmeform sich die Beschuldigten schuldig gemacht haben 

(HEIMGARTNER/NIGGLI, a.a.O., N. 22 zu Art. 325 StPO). Laut Anklage erschwerte 

der Beschuldigte A._____ die Einziehung der deliktisch erlangten Vermögenwerte 

im Umfang von Fr. 302'352.–, "indem er diese unter Vorspiegelung eines unwah-

ren wirtschaftlichen Zwecks an Dritte transferierte bzw. verbrauchte". Aus dem 

Betrag der Geldwäscherei von Fr. 302'352.– lässt sich interpretieren, dass die 

Anklage auch die von G._____ getätigte Transaktion mitumfasst. Dabei bleiben 

die Beteiligungsformen des Beschuldigten A._____ und dessen (im Verfahren 

nicht involvierten) Bruders in Bezug auf die Geldwäscherei als Anschlussdelikt 

unbestimmt. Laut Anklage erfolgte die Transaktion auf Anweisung des Beschul-

- 45 - 

digten A._____. Nicht umschrieben wird, ob der Beschuldigte A._____ als mittel-

barer Täter (und sein Bruder als Tatmittler), ob G._____ vom Beschuldigten 

A._____ zur Tat angestiftet wurde und dieser bei G._____ einen entsprechenden 

Tatentschluss hervorrief oder ob von einem Handeln in Mittäterschaft ausgegan-

gen wird. Die fragliche Transaktion ist deshalb im Rahmen des Anschlussdelikts 

auszuklammern. 

4.5.3. Der Beschuldigte A._____ ist der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen (Anklageziffer 5). Der Deliktsbetrag beläuft sich 

auf Fr. 215'340.80. 

III. Strafzumessung 

1. Anträge/Anwendbares Recht/Grundsätze 

1.1. Die Vorinstanz bestraft den Beschuldigten A._____ mit einer Freiheitsstrafe 

von 14 Monaten und einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 60.–. Den 

Beschuldigten B._____ bestraft sie mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 

Fr. 100.– (Urk. 44 S. 63 ff.). 

Die Verteidigung des Beschuldigten A._____ beantragt, der Beschuldigte A._____ 

sei von Schuld und Strafe freizusprechen, eventualiter sei der Beschuldigte 

A._____ mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 60.– zu bestrafen 

(Urk. 85 S. 1). 

Die Verteidigung des Beschuldigten B._____ beantragt, der Beschuldigte B._____ 

sei von Schuld und Strafe freizusprechen (Urk. 87 S. 1). 

Die Staatsanwaltschaft beantragt, der Beschuldigte A._____ sei mit einer Frei-

heitsstrafe von 30 Monaten und der Beschuldigte B._____ sei mit einer Freiheits-

strafe von 24 sowie einer Busse von Fr. 1'500.– zu bestrafen (Urk. 89 S. 2).  

1.2. Die Beschuldigten begingen die Delikte teilweise vor Inkrafttreten der seit 

1. Januar 2018 geltenden neuen Bestimmungen des Allgemeinen Teils des 

Strafgesetzbuches (Änderungen des Sanktionenrechts; AS 2016 1249). Stehen 

mehrere Taten zur Beurteilung an, sind sie je einzeln unter die beiden Rechte zu 

- 46 - 

subsumieren und ist in einem zweiten Schritt gegebenenfalls eine Gesamtstrafe 

zu bilden (BGE 134 IV 82 E. 6.2.3 S. 88 f.). In Bezug auf ein und dieselbe Tat 

kann nur entweder das alte oder das neue Recht zur Anwendung gelangen. Das 

Gericht hat aufgrund eines konkreten Vergleichs zu prüfen, welches Recht das 

mildere ist (Urteil 6B_287/2020 vom 17. August 2020 E. 1.5 mit Hinweisen). Alt-

rechtlich betrug die Geldstrafe in aller Regel höchstens 360 Tagessätze (Art. 34 

Abs. 1 aStGB). Neu beträgt die Geldstrafe mindestens drei und höchstens 180 

Tagessätze (Art. 34 Abs. 1 StGB). 

Wie noch zu zeigen sein wird, sind in Bezug auf den Beschuldigten B._____ für 

das Verbrechen und die Vergehen bei einzelner Betrachtung je Geldstrafen und 

damit eine Gesamtgeldstrafe auszufällen. In Bezug auf die Urkundenfälschung 

gelangt das neue Recht und in Bezug auf die mehrfache ungetreue Geschäftsbe-

sorgung das alte Recht zur Anwendung, was nach der getrennten Beurteilung zu 

einer neurechtlichen Gesamtgeldstrafe führt. 

In Bezug auf den Beschuldigten A._____ wird für die qualifizierte ungetreue 

Geschäftsbesorgung und die Geldwäscherei eine Gesamtfreiheitsstrafe auszu-

fällen sein. Das neue Sanktionenrecht ist insoweit für den Beschuldigten A._____ 

betreffend Strafmass und Vollzug nicht milder. Der Grundsatz der lex mitior (Art. 2 

Abs. 2 StGB) gelangt nicht zur Anwendung. In Bezug auf die Anstiftung zur Ur-

kundenfälschung gelangt das neue Recht und in Bezug auf die mehrfache Anstif-

tung zur ungetreuen Geschäftsbesorgung das alte Recht zur Anwendung, was 

nach der getrennten Beurteilung zu einer neurechtlichen Gesamtgeldstrafe führt.  

1.3. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB und die an sie gestellten Begründungsanforderungen wiederholt dargelegt 

(BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt für die 

Bildung der Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwen-

dung des Asperationsprinzips (BGE 144 IV 313 E. 1.1 S. 316 ff., 217 E. 2.2 und 

E. 3 S. 219 ff.; 141 IV 61 E. 6.1.2 S. 67 f.; je mit Hinweisen). Darauf sowie auf die 

zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 44 S. 63 ff.) kann verwiesen 

werden. 

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Die Bildung einer Gesamtstrafe ist nur bei gleichartigen Strafen möglich. 

Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen, da das Asperationsprinzip 

nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Mehrere 

gleichartige Strafen liegen vor, wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden 

einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällen würde. Dass die anzu-

wendenden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen androhen, genügt 

nicht (BGE 142 IV 265 E. 2.3.2 S. 267 f.; 138 IV 120 E. 5.2 S. 122 f.; je mit 

Hinweisen). Wie zu zeigen sein wird, sind in Bezug auf den Beschuldigten 

B._____ für die Urkundenfälschung und die mehrfache ungetreue Geschäfts-

besorgung jeweils Geldstrafen auszufällen. Damit sind die Voraussetzungen 

für die Bildung einer Gesamtgeldstrafe gegeben. Entsprechendes gilt in Bezug 

auf den Beschuldigten A._____ für die Anstiftungen zur Urkundenfälschung 

und zur ungetreuen Geschäftsbesorgung. Für die weiteren Straftaten des Be-

schuldigten A._____ (qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung und Geld-

wäscherei) sind jeweils Freiheitsstrafen auszufällen, was zu einer Gesamtfrei-

heitsstrafe führt.  

2. Strafzumessung Beschuldigter B._____ 

2.1. Wahl Sanktionsart/Strafrahmen 

2.1.1. Bei der Wahl der Sanktionsart ist als wichtiges Kriterium die Zweckmässig-

keit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein sozia-

les Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen (BGE 134 IV 97 

E. 4.2 S. 100 mit Hinweisen). Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll 

nach konstanter Rechtsprechung bei alternativ zur Verfügung stehenden und hin-

sichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige 

gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen ein-

greift (BGE 138 IV 120 E. 5.2 S. 123; Urteil 6B_125/2018 vom 14. Juni 2018 

E. 1.3.2; je mit Hinweis). 

Die Geldstrafe stellt die Hauptsanktion dar (BGE 134 IV 97 E. 4.2.2 S. 101). 

Sie wiegt als Vermögenssanktion prinzipiell weniger schwer als ein Eingriff in 

die persönliche Freiheit (BGE 138 IV 120 E. 5.2 S. 123; 134 IV 97 E. 4.2.2 

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S. 101, 82 E. 7.2.2 S. 90). Am Vorrang der Geldstrafe hat der Gesetzgeber im 

Rahmen der erneuten Revision des Sanktionenrechts entgegen der ursprüngli-

chen Stossrichtung festgehalten (BGE 144 IV 217 E. 3.6 S. 237 f. mit Hinwei-

sen). Art. 41 StGB statuiert diese Priorität. Eine kurze Freiheitsstrafe anstelle ei-

ner Gel