# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ebb592f5-b558-5f1e-98c9-4dab9bbfa60f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 11.10.2021 IV 2019/321
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-321_2021-10-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/321

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 18.05.2022

Entscheiddatum: 11.10.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 11.10.2021
Art. 17 ATSG; Art. 28 IVG: Die Beschwerdeführerin ersuchte um Erhöhung 
ihrer Rente. Eine Änderung des Gesundheitszustandes ist seit der die 
Referenzgrundlage bildenden Mitteilung gemäss beweiskräftigem 
Verlaufsgutachten nicht eingetreten. Die geltend gemachten 
Verschlechterungen des Gesundheitszustandes sind nicht objektivierbar. 
Die Beschwerdeführerin hat weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. 
Oktober 2021, IV 2019/321).

Entscheid vom 11. Oktober 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2019/321

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Walker, Dorfstrasse 7, 8722 Kaltbrunn,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rentenrevision (Erhöhung)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte), damals wohnhaft in B.___, meldete sich am 

6. September 1998 unter ihrem Ledigennamen C.___ erstmals bei der 

Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Grund war ein therapieresistentes 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung ins 

rechte Bein (IV-act. 1; Arztbericht des Inselspitals Bern, neurologisch-/chirurgische 

Poliklinik vom 28. Dezember 1998, IV-act. 9). Die Versicherte trat am 1. Juni 1999 eine 

Stelle beim Spitexverein D.___ an (Hauswirtschaft, Grundpflege und Betreuung, 

Arbeitszeugnis vom 14. März 2007, IV-act. 23, 58), worauf das Gesuch am 22. Februar 

2000 abgewiesen wurde, da sie ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne 

(IV-act. 15).

A.a. 

Am 8. August 2002 stellte die Versicherte ein weiteres Leistungsgesuch wegen 

einer doppelten Diskushernie (IV-act. 16). Nach medizinischen Abklärungen, 

insbesondere der Einholung eines Gutachtens bei Dr. med. E.___, Fachärztin für 

Neurochirurgie, welche bei der Versicherten ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom 

diagnostizierte und ihr eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

attestierte, sprach die IV-Stelle des Kantons F.___ der Versicherten mit Verfügung vom 

25. September 2003 mit Wirkung ab 1. Juni 2003 bei einem Invaliditätsgrad von 56 % 

eine halbe Rente zu (IV-act. 33).

A.b. 

Die Versicherte stellte am 10. August 2006 ein Erhöhungsgesuch, da eine weitere 

Diskushernie aufgetreten und sie am 17. Juli 2006 operiert worden sei (IV-act. 37). Mit 

Verfügung vom 3. August 2007 sprach die IV-Stelle des Kantons F.___ der Versicherten 

A.c. 

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mit Wirkung vom 1. September 2006 bis 31. Januar 2007 befristet eine ganze Rente 

und ab 1. Februar 2007 wiederum eine halbe Rente zu (IV-act. 62 f.).

Mit Eingabe vom 8. April 2009 machte die Versicherte bei der aufgrund eines 

Wohnortwechsels nun zuständigen IV-Stelle G.___ geltend, ihr Gesundheitszustand 

habe sich verschlechtert (IV-act. 95). Dieses Gesuch wurde am 4. Mai 2009 mit 

abweisender Verfügung abgeschlossen (IV-act. 97). Das Verwaltungsgericht des 

Kantons G.___ wies eine dagegen gerichtete Beschwerde am 9. September 2009 ab 

(IV-act. 101). Die Versicherte liess am 6. Dezember 2010 gegen den 

verwaltungsgerichtlichen Entscheid ein Revisionsgesuch stellen (IV-act. 110-2 ff.) und 

ersuchte am 9. Dezember 2010 bei der IV-Stelle um Revision/Wiedererwägung ihrer 

Verfügung (IV-act. 111). Sie machte geltend, ihr physischer und psychischer 

Gesundheitszustand habe sich spätestens seit der Verfügung vom 4. Mai 2009 bzw. in 

Folge eines Autounfalls im März 2009 verschlechtert (IV-act. 111; IV-act. 116-1 ff.). Das 

Verwaltungsgericht des Kantons G.___ trat auf das Revisionsgesuch mit Entscheid vom 

23. März 2011 nicht ein (IV-act. 131).

A.d. 

Die IV-Stelle des Kantons G.___ hingegen holte verschiedene medizinische Akten 

ein (u.a. Austrittsbericht des Spitals Einsiedeln vom 1. Oktober 2010, wo eine 

Kniearthroskopie rechts mit medialer und lateraler Teilmeniskektomie durchgeführt 

worden war, IV-act. 143-53 ff.; Arztbericht des Sozialpsychiatrischen Dienstes H.___ 

vom 26. Januar 2011 [Posteingang], IV-act. 120; Arztbericht von Dr. med. I.___, 

Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 10. Februar 2011, IV-

act. 124) und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung durch das Medizinische 

Zentrum U.___ (MZR; Gutachten vom 22. August 2011; med. pract. V.___, Fachärztin 

für Chirurgie; Dr. med. W.___, Facharzt für Rheumatologie; Dr. med. X.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie: IV-act. 143; Untersuchungen vom 31. Mai 2011; IV-

act. 143). Die Gutachter diagnostizierten im Wesentlichen als die Arbeitsfähigkeit 

beeinträchtigend ein lumbospondylogenes Syndrom rechts bei mehrsegmentalen 

degenerativen Veränderungen der unteren BWS und der LWS, eine mediale und 

femoropatelläre Gonarthrose beidseits (IV-act. 143-36) sowie eine Agoraphobie mit 

Panikstörung (ICD-10: F40.01; IV-act. 143-44). In ihrer angestammten Tätigkeit in der 

Spitex oder als Fabrikmitarbeiterin sei die Versicherte aus rheumatologischer Sicht zu 

100 % arbeitsunfähig. In einer optimal angepassten - körperlich leichten, 

A.e. 

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wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule - bestehe eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund der Agoraphobie 

und Depression für das Jahr 2009 eine vorübergehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

und seit Anfang 2010 bei Beachtung der Einschränkung durch die Agoraphobie keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr (IV-act. 143-50). Nach Vorbescheidverfahren 

mit Einwand (IV-act. 148, IV-act. 153) wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch mit 

Verfügung vom 6. März 2012 ab (IV-act. 155).

Mit Verfügung vom 17. Juni 2014 trat die IV-Stelle auf ein erneutes Renten­

erhöhungsgesuch vom 3. März 2014 nicht ein (IV-act. 181; IV-act. 190). Die dagegen 

erhobene Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons G.___ wurde als 

gegenstandslos abgeschrieben, nachdem die IV-Stelle die angefochtene Verfügung am 

7. Oktober 2014 widerrufen hatte (IV-act. 191-2; IV-act. 200 f.).

A.f. 

Nach Prüfung der eingeholten medizinischen Berichte (u.a. Arztbericht von 

Dr. I.___ vom 7. November 2014, IV-act. 204; Arztbericht des Sozialpsychiatrischen 

Dienstes (SPD) des Kantons G.___ vom 22. Dezember 2014 [Posteingang], IV-

act. 205-1 ff.; Attest von Dr. I.___ vom 12. November 2015, IV-act. 217), veranlasste sie 

ein Gutachten beim Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB; Gutachten vom 

7. Januar 2016; Dr. med. L.___, Facharzt für Allgemeine Medizin; Dr. med. K.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie; Dr. med. Q.___, Facharzt für Neurologie; 

Dr. med. N.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie; lic. phil. R.___, 

Fachpsychologe Neuropsychologie; Untersuchungen vom 2. bis 5. November 2015; IV-

act. 221). Die Experten diagnostizierten unter anderem (verkürzt wiedergegeben) ein 

chronisches lumbovertebrogenes Syndrom mit eingeschränkter Beweglichkeit und 

aktivierten Facettenarthrosen und interspinösen Nearthrosen, ein chronisches 

cervicovertebrogenes Syndrom, eine mediale und femoropatelläre Gonarthrose 

beidseits (IV-act. 221-39 f.), eine Agoraphobie (ICD-10: F40.01), akzentuierte 

Persönlichkeitszüge bei Verdacht auf Persönlichkeitsstörung (ICD-10: Z73.1) sowie 

eine Lese- und Rechtschreibstörung (ICD-10: F81.0; IV-act. 221-55). Aus 

orthopädischer Sicht könnten leichte Tätigkeiten ohne häufiges Bücken und 

regelmässiges Heben und Tragen von Lasten über 5 kg durchgeführt werden. Die 

leidensangepasste Restarbeitsfähigkeit betrage aus orthopädischer Sicht 50 %. Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Diese 

A.g. 

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Einschränkungen seien nicht zu kumulieren, es bestehe somit eine 

Gesamtarbeitsfähigkeit von 50 % (IV-act. 221-55). Daraufhin beschied die IV-Stelle des 

Kantons G.___ der Versicherten mit Mitteilung vom 29. Dezember 2016 eine 

unveränderte IV-Rente (IV-act. 238) und trat die Akten am 2. Juni 2017 an die aufgrund 

eines Wohnortwechsels der Versicherten zuständig gewordene IV-Stelle des Kantons 

St. Gallen ab (IV-act. 244).

Die Versicherte reichte am 7. Dezember 2017 bei der IV-Stelle St. Gallen ein 

Gesuch um Erhöhung ihrer Rente ein. Sie brachte vor, ihr Gesundheitszustand habe 

sich in den letzten Jahren zunehmend verschlechtert. Ihre Arthrose habe sich 

verschlimmert und zusätzlich sei eine Diskushernie aufgetreten (IV-act. 251; ärztliches 

Attest von Dr. I.___ vom 25. September 2017, IV-act. 252).

A.h. 

Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen holte verschiedene medizinische Berichte ein 

(u.a. des Psychiatrie-Zentrums J.___ vom 20. Juli 2017, IV-act. 263-13 ff., und vom 

15. Oktober 2018, IV-act. 271; Attest von Dr. I.___ vom 25. September 2017, IV-

act. 252; Bericht der funktionellen Untersuchung Schultern bds. vom 28. Februar 2018, 

IV-act. 253; Verlaufsbericht von Dr. I.___ vom 8. Juni 2018, IV-act. 266) und liess in der 

Folge durch die ZMB ein Verlaufsgutachten erstellen (Gutachten vom 11. Juli 2019, 

Dr. med. K.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie; Dr. L.___, Facharzt für 

Allgemeine Medizin; PD Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie; Dr. med. N.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie; Dipl. Psych. O.___, Fachpsychologin 

Neuropsychologie FSP/GNP, M. Sc. P.___, Psychologin für Neuropsychologie; 

Untersuchungen vom 13. bis 29. Mai 2019, IV-act. 286). Die Gutachter stellten unter 

anderem (verkürzt) folgende Diagnosen: chronisches lumbovertebrogenes Syndrom mit 

eingeschränkter Beweglichkeit und symptomatischen Facettenarthrosen und 

interspinösen Nearthrosen beziehungsweise perisakralen Ligamentopathien bei 

residualer sensomotorischer L4 - Ausfallsymptomatik ohne aktuelle radikuläre 

Reizsymptome, ein chronisches cervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit cephaler 

Komponente mit lokalen Tendomyosen, Gonarthrosen medial und femoropatellär 

beidseits, eine Agoraphobie mit/bei Persönlichkeitsstörung sowie einen Zustand nach 

verschiedenen bariatrischen Eingriffen (IV-act. 286-10 f.). Sie befanden, aus 

somatischer Sicht ergäben sich gegenüber der Aktenlage zur Zeit der Mitteilung vom 

29. Dezember 2016 keine wesentlichen Veränderungen des Gesundheitszustandes (IV-

A.i. 

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B.  

act. 286-14). Leichte Tätigkeiten überwiegend im Sitzen ohne Zwangshaltungen und 

häufiges Bücken, Knien und Kauern könnten zu 50 % durchgeführt werden (IV-

act. 286-13). Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-

act. 286-13). Im psychiatrischen Bereich werde aufgrund des Verlaufes und aufgrund 

des mässigen Erfolges der Therapie die Beurteilung verändert. Es werde nunmehr von 

einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen. Der Aspekt der Agoraphobie mit 

Panikstörung sei weniger gewichtet beziehungsweise werde unter der 

Persönlichkeitsstörung subsumiert (IV-act. 286-15). Die Einschätzung gelte ab 

Gutachtenszeitpunkt. Die Arbeitsunfähigkeiten addierten sich nicht, die Versicherte sei 

gesamthaft 50% arbeitsfähig (IV-act. 286-13).

Der RAD-Arzt Dr. med. S.___, Facharzt für Prävention und Gesundheitswesen, 

nahm am 17. Juli 2019 Stellung, das Gutachten zeige plausibel auf, dass sich der 

Gesundheitszustand der Versicherten gegenüber der medizinischen Aktenlage, die der 

massgeblichen Mitteilung vom 29. Dezember 2016 zugrunde gelegen habe, nicht 

dauerhaft und objektivierbar mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verändert habe (IV-

act. 289).

A.j. 

Mit Vorbescheid vom 29. August 2019 gewährte die IV-Stelle der Versicherten das 

rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Revisionsgesuchs (IV-act. 290) und 

wies mit Verfügung vom 8. November 2019 das Erhöhungsgesuch ab. Zur Begründung 

führte sie an, gemäss den erneuten Abklärungen bestehe in einer adaptierten Tätigkeit 

weiterhin eine verwertbare Arbeitsfähigkeit von 50 %. Den eingereichten Arztberichten 

könnten keine neuen relevanten Diagnosen entnommen werden, welche eine neue 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ermöglichen würden (IV-act. 295).

A.k. 

Mit Beschwerde vom 30. November 2019 lässt A.___ (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. R. Walker, gegen die 

Verfügung vom 8. November 2019 Beschwerde erheben. Sie beantragt, die 

angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und 

es sei ihr die halbe auf eine ganze Rente zu erhöhen. Weiter sei ihr die unentgeltliche 

Rechtsvertretung zu bewilligen. Zur Begründung wird ausgeführt, es sei schlicht nicht 

nachvollziehbar, weshalb sich die diagnostizierten Beschwerden in den ersten vier 

B.a. 

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Jahren (nach ihrem Auftreten) derart verschlimmert haben sollten, dass ihr eine halbe 

IV-Rente zugesprochen worden sei, während sich der Gesundheitszustand in den 

nachfolgenden 16 Jahren nicht mehr weiter verschlechtert haben solle. Sie leide unter 

massiven Rückenschmerzen. Ein geregelter Tagesablauf sei nur noch unter sehr 

grossen Einschränkungen möglich. Sie könne Aktivitäten wie Handarbeiten nur noch 

während einer halben Stunde ohne Unterbruch ausführen und habe im rechten Bein 

überhaupt kein Gefühl mehr, so dass sie grosse Angst habe, zu stürzen. Dr. I.___ 

bestätige gestützt auf bildgebende Befunde eine Zunahme der degenerativen LWS-

Veränderungen, eine Spinalkanalstenose, eine ausgeprägte ACG-Arthrose und 

insbesondere eine intensive Zunahme der Schmerzintensität in den letzten Jahren. Zu 

den rein körperlichen Beschwerden, welche im Jahr 2002 zur Zusprechung einer 

halben IV-Rente geführt hätten, seien in den vergangenen Jahren neue psychiatrische 

Diagnosen sowie ausgeprägte neuropsychologische Befunde im Bereich der 

Aufmerksamkeit und der Gedächtnisleistung hinzugekommen, welche die 

Arbeitsfähigkeit zusätzlich einschränkten. Zu Unrecht sei vom psychiatrischen 

Gutachter das Vorliegen einer depressiven Störung verneint bzw. nicht abgeklärt 

worden. Es werde bestritten, dass die neuropsychologischen Testergebnisse nicht 

validierbar seien und dass sie anlässlich der neuropsychologischen Begutachtung eine 

verminderte Motivations- und Leistungsbereitschaft gezeigt hätte. Die diesbezüglichen 

Ausführungen seien widersprüchlich und nicht substanziiert begründet. Mindestens 

wäre ihr das rechtliche Gehör zu dieser Einschätzung zu gewähren. Da sie keine 

Kenntnis davon habe, auf welche Antworten und Aussagen sich die Gutachterin 

beziehe, sei es ihr nicht möglich, Stellung zu nehmen. Nicht nachvollziehbar sei zudem, 

weshalb in der Konsensbeurteilung die von der Neuropsychologin erhobenen Befunde 

mit keinem Wort gewürdigt und überhaupt nicht in die Gesamtbeurteilung 

miteinbezogen worden seien. Es bestehe eine ausgesprochene Multimorbidität, 

weshalb die somatische und die psychiatrische / neuropsychologische 

Arbeitsunfähigkeit addiert werden müssten. Die Verfügung sei mit dem pauschalen 

Verweis auf das ZMB-Gutachten unzureichend begründet (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2020 beantragt die Beschwerdegegnerin, 

die Beschwerde sei abzuweisen. Zum Gutachten führt sie aus, es zeigten sich keine 

Hinweise, dass die Beschwerdeführerin nicht umfassend und kompetent untersucht 

B.b. 

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worden sei. Die medizinischen Vorakten hätten den Gutachtern zur Verfügung 

gestanden und diese hätten die Anamnese berücksichtigt. Eine detaillierte 

Auseinandersetzung mit sämtlichen Einschätzungen der behandelnden Ärzte sei nicht 

Voraussetzung für die Vollständigkeit eines Gutachtens. Die von der 

Beschwerdeführerin angegebenen Einschränkungen seien umfassend diskutiert 

worden. Das Vorliegen einer depressiven Störung sei bereits im Gutachten vom Januar 

2016 verneint worden. In somatischer Hinsicht habe eine entscheidende Veränderung 

des Gesundheitszustandes mit relevanter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nicht 

erkannt werden können. Es sei üblich, dass die einzelnen Tests im 

neuropsychologischen, nicht aber im psychiatrischen Gutachten aufgeführt würden. 

Gemäss einer Stellungnahme der RAD-Ärzte Dres. S.___ und T.___, Facharzt für 

Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Januar 2020 (act. G 3.3) habe der 

psychiatrische Gutachter wohlwollend darauf verzichtet, den in der 

Beschwerdevalidierung festgestellten Kooperationsmangel nachteilig für die 

Beschwerdeführerin zu diskutieren und die festgestellten Einschränkungen trotzdem für 

valide erachtet. Auch bei der orthopädischen und neurologischen Untersuchung habe 

es deutliche Hinweise auf Unstimmigkeiten gegeben. Dass die somatisch und die 

psychiatrisch begründeten Arbeitsfähigkeiten nicht zu addieren seien, entspreche der 

Rechtsprechung und dem Zweck interdisziplinärer Gutachten. Der RAD-Arzt Dr. S.___ 

halte sodann fest, dass das Gutachten des ZMB plausibel aufzeige, dass sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin gegenüber der der Mitteilung vom 

29. Dezember 2016 zugrundeliegenden Aktenlage nicht dauerhaft und objektivierbar 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verändert habe. Zudem räumten therapeutisch 

behandelnde Ärzte dem subjektiven Erleben des Patienten einen höheren Stellenwert 

ein. Die behandelnden Ärzte benennten keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte, 

welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet wären, zu 

einer von den Gutachtern abweichenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu führen. 

Der Verweis auf die neuen medizinischen Abklärungen genüge den Anforderungen der 

Rechtsprechung an die Begründungspflicht (act. G 3).

Die Präsidentin bewilligt der Beschwerdeführerin am 20. Januar 2020 die 

unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung; act. G 4).

B.c. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/24

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Mit Replik vom 17. März 2020 legt die Beschwerdeführerin ein Attest von Dr. I.___ 

vom 3. März 2020 (act. G 8.1) und einen Befundbericht MRI LWS/ISG vom 3. März 

2020 (act. G 8.2) ins Recht. Sie lässt vorbringen, gemäss dieser Berichte sei erwiesen, 

dass sie unter einer fortschreitenden Gelenkserkrankung leide, die sich im Verlauf von 

2016 bis 2019 in mehreren Bereichen massiv verschlechtert habe, wobei auch neue 

Arthrosen aufgetreten sein. Im Rahmen der Begutachtung sei keine aktuelle MRI-

Untersuchung durchgeführt worden, die einen Vergleich mit der MRI-Untersuchung 

vom 27. Oktober 2016 erlaube, was gegen das Untersuchungsprinzip verstosse. 

Nichtsdestoweniger hätten auch die erhobenen Röntgenbefunde einen progredienten 

Krankheitsverlauf und neu auftretende, beginnende Arthrosen dokumentiert, weshalb 

der gutachterliche Schluss, es ergebe sich im somatischen Bereich keine wesentliche 

Veränderung des Gesundheitszustandes, willkürlich sei. Der in der 

neuropsychologischen Beurteilung unterstellte Kooperationsmangel sei nicht 

nachvollziehbar. Sie leide zunehmend an Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen 

mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die Verhaltensbeobachtung 

belegten ihre Mühe, sich über einen längeren Zeitraum hinweg zu konzentrieren und 

hätten keine Hinweise auf bewusste Selbstlimitierung bzw. Symptomverdeutlichung 

ergeben. Die Ausführungen der Gutachterin, wonach eine definitive Simulation nicht 

vorhanden sei und dennoch eine Antwortverzerrung vorliege, seien widersprüchlich. 

Formulierungen der Gutachterin wie "am ehesten" und dergleichen liessen auf eine 

Voreingenommenheit schliessen. Die Gutachterin anerkenne zwar eine 

neuropsychologische Störung, die jedoch nicht quantifizierbar sei. Dennoch postuliere 

sie den Einsatz von Hilfsmitteln, die nur an geschützten Arbeitsplätzen angewandt 

würden. Das neuropsychologische Gutachten sei lückenhaft, widersprüchlich und die 

erhobenen Befunde würden nicht bezüglich ihrer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

ausgewertet. Dass sich die somatischer- und psychiatrischerseits attestierten 

Arbeitsunfähigkeiten nicht addierten, treffe nicht zu. Während sie bei guter psychischer 

Gesundheit wohl in der Lage wäre, trotz ihrer objektiv festgestellten somatischen 

Einschränkungen und der chronischen Schmerzen 50 % zu arbeiten, sei das aufgrund 

ihrer neuropsychologischen Einschränkungen und der Agoraphobie gerade nicht der 

Fall. Insgesamt zeige sich im neuropsychologischen Bereich eine massive 

Verschlechterung seit dem Gutachten vom 7. Januar 2016. Die neuropsychologische 

Gutachterin stelle auf "gewisse Aussagen" der Beschwerdeführerin ab, ohne diese zu 

B.d. 

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Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die 

Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen

1.  

substantiieren und ihr somit eine Stellungnahme zu ermöglichen. Das 

neuropsychologische Gutachten sei widersprüchlich und stelle nicht auf die objektiv 

erhobenen Befunde ab (act. 8).

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 10).B.e. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 141 V 289 E. 3.2). 

Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden objektiviert werden 

können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken (vgl. BGE 143 V 427 

E. 6). Für somatisch unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und 

gleichgestellte Diagnosen) und psychische Erkrankungen (wie namentlich 

Depressionen und Abhängigkeitserkrankungen) ist der Beweis nach dem strukturierten 

Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 145 V 226 E. 6; BGE 143 V 429 

E. 7.2; BGE 141 V 294 f., E. 3.5 f. und S. 298, E. 4.2). Der Beweis für eine lang 

andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als 

geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im 

Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer 

1.2. 

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Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer 

Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 V 427, E. 6 a. E.).

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; Urteil des 

Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

1.4. 

Die Rechtsanwender prüfen insbesondere, ob die Ärzte ausschliesslich funktionelle 

Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folge der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

sind (Art. 7 Abs. 1 erster Satz ATSG), sowie, ob die versicherungsmedizinische 

1.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/24

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2.  

Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektiver Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz 

ATSG). Recht und Medizin tragen je nach ihren fachlichen und funktionellen 

Zuständigkeiten zur Festlegung ein und derselben Arbeitsunfähigkeit bei. Es soll keine 

losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten 

Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft 

werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren 

widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung 

tragen (BGE 141 V 307, E. 5.2.2 f., BGE 144 V 54, E. 4.3). Berücksichtigen die Experten 

die in BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen überzeugend, hat ihre 

Arbeitsfähigkeitsschätzung auch aus Sicht des Rechtsanwenders Bestand. Andernfalls 

liegt ein triftiger Grund vor, der rechtlich ein Abweichen davon gebietet (BGE 145 V 

368 f., E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 Rz. 107).

1.6. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.7. 

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur 

Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die 

geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des 

Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich 

gebliebenen Gesundheitszustandes revidierbar. Dagegen stellt die unterschiedliche 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/24

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3.  

Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit allein keinen Revisionsgrund im Sinne 

von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 144 I 105 E. 2.1).

Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung 

des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der Rente wie 

auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte 

rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs 

mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des 

Bundesgerichts vom 8. Juli 2020, 9C_235/2020, E. 3.1). Eine Verschlechterung der 

Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist zu 

berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat 

(Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Bei 

gegebenem Revisionsgrund ist der Rentenanspruch gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung umfassend neu zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; Urteil vom 

5. Dezember 2012, 9C_427/2012, E. 3.4).

2.2. 

Die Beschwerdeführerin bemängelt eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs, 

indem die Beschwerdegegnerin insbesondere in Bezug auf das Verhältnis zwischen der 

somatisch und der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit lediglich auf das Gutachten 

verweise, und sie macht geltend, die neuropsychologische Gutachterin beziehe sich 

auf Aussagen, aus der sie eine ungenügende Kooperation ableite, ohne diese zu 

benennen und ihr damit Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben.

3.1. 

Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101), in Art. 42 sowie in Art. 49 Abs. 3 ATSG 

festgeschriebene Anspruch auf rechtliches Gehör bzw. auf eine diesem genügende 

Begründung der Verfügung ist gewahrt, wenn die Begründung eine sachgerechte 

Anfechtung ermöglicht. Nicht erforderlich ist, dass sich die Verwaltung vorgängig mit 

jedem einzelnen Parteivorbringen einlässlich befasst (vgl. BGE 136 I 188 E. 2.2.1; Urteil 

des Bundesgerichts vom 10. Februar 2017, 8C_785/2016, E. 5.2; Kieser, a.a.O., Art. 42 

Rz. 4 ff., Art. 49 Rz. 66).

3.2. 

In der angefochtenen Verfügung wird festgehalten, dass gemäss erneuten 

medizinischen Abklärungen in einer adaptierten Tätigkeit weiterhin eine verwertbare 

Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe. Dies entspricht dem gutachterlichen Konsens (IV-

act. 286-13) und bereits aus der Angabe der Höhe der gesamten Arbeitsunfähigkeit 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/24

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4.  

ergibt sich, dass die somatische und psychiatrische Arbeitsunfähigkeit von je 50 % 

nach der von der Beschwerdegegnerin übernommenen Meinung der Gutachter nicht 

addiert wurden. Ausdrücklich bestritten wurde diese Ansicht erst im 

Beschwerdeverfahren, weshalb die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung noch nicht gehalten war, näher auf diese Frage einzugehen. Diese betrifft 

somit die Nachvollziehbarkeit und Schlüssigkeit des gutachterlichen Konsenses und ist 

in diesem Zusammenhang näher zu erörtern. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

liegt diesbezüglich nicht vor. Zu den im Vorbescheidverfahren eingereichten Berichten 

äussert sich die angefochtene Verfügung dahingehend, dass diesen keine neuen 

Diagnosen entnommen werden könnten, welche eine neue Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit nahelegen würden. Diese Feststellung lässt eine sachgerechte 

Anfechtung zu. Ähnliches wie für die Addition der Arbeitsunfähigkeit gilt auch für das 

Vorbringen, die neuropsychologische Gutachterin habe nicht dargelegt, aus welchen 

Aussagen sie den Schluss auf mangelnde Kooperation und Motivation ziehe, so dass 

sie dazu nicht Stellung nehmen könne. Letztlich geht es hier um die 

Nachvollziehbarkeit der Argumentation des neuropsychologischen Gutachtens. Dies 

stellt allerdings eine Frage der korrekten Beweiswürdigung dar und keine Verletzung 

des rechtlichen Gehörs. Damit kam die Beschwerdegegnerin ihrer Begründungspflicht 

nach und der Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin wurde nicht verletzt. 

Aus den von der Beschwerdeführerin zitierten Formulierungen der 

neuropsychologischen Gutachterin (Duplik, S. 5) lässt sich sodann nicht auf eine 

Voreingenommenheit dieser schliessen; hierzu bedürfte es weiterer, die konkrete 

Begutachtung betreffende Umstände (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 

2020, 9C_25/2020, E. 5.1.2.2).

3.4. 

Vorab ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund vorliegt. Während die Beschwerde­

gegnerin davon ausgeht, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

nicht wesentlich verändert habe, bringt jene vor, ihr Gesundheitszustand habe sich in 

verschiedener Hinsicht bedeutend verschlechtert.

4.1. 

Gestützt auf das ZMB-Gutachten vom 7. Januar 2016 (IV-act. 221) erliess die IV-

Stelle des Kantons G.___ am 29. Dezember 2016 die Mitteilung, die 

Beschwerdeführerin habe unverändert Anspruch auf eine halbe IV-Rente (IV-act. 238). 

Diese Mitteilung beruhte auf einer vollständigen Sachverhaltsabklärung und bildet 

somit revisionsrechtlich den Referenzsachverhalt. Entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin ist damit nicht der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/24

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5.  

vor 16 Jahren massgebend. Am 7. Dezember 2017 teilte die Beschwerdeführerin der 

Beschwerdegegnerin mit, ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (IV-

act. 251). Diese erachtete die Eintretensvoraussetzungen gemäss Art. 87 Abs. 2 IVV als 

gegeben und gab zur Klärung dieser Frage das Verlaufsgutachten vom 11. Juli 2019 

(IV-act. 286) in Auftrag. Die Gutachter verneinten eine massgebliche Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes (vgl. IV-act. 286-14 f., sowie Sachverhalt A.i.). Somit ist im 

Folgenden zu prüfen, ob das Gutachten (diesbezüglich) beweistauglich ist.

Die Erhebung und Beurteilung der Beschwerden und Befunde erfolgte umfassend. 

Insoweit genügt das Gutachten den Anforderungen der Rechtsprechung grundsätzlich.

5.1. 

Im orthopädischen und neurologischen Gutachten wurden hinsichtlich der LWS im 

Verlaufsgutachten ein chronisches lumbovertebrogenes Syndrom mit eingeschränkter 

Beweglichkeit, symptomatischen Facettenarthrosen und interspinösen Nerarthrosen 

diagnostiziert bei u.a. Osteochondrosen und Spondylarthrosen höheren Grades 

mehrsegmental, neuroforaminalen Stenosen unterschiedlichen Grades zwischen L3 

und S1 bei Diskopathien und Spondylarthrosen speziell bei L5/S1 (IV-act. 286-38). 

Klinisch wurde bereits bei der Erstbegutachtung im 2016 eine ausgeprägte lumbale 

Hyperlordosierung festgestellt und ein Schober 10/13 cm sowie ein FBA von minimal 

ca. 30 cm bei endgradiger Schmerzäusserung und Druckschmerz über den lumbalen 

unteren Segmenten sowie eine Reklinationsschmerzangabe erhoben (IV-act. 221-38). 

Im Verlaufsbefund erhob der orthopädische Gutachter einen FBA von minimal ca. 40 

cm bei endgradigen Schmerzen und Druckschmerzen über den unteren beiden 

lumbalen Segmenten und Schmerzangabe bei Reklination, Torsion sowie Palpation. Im 

Langsitz betrage der Finger-Zehen-Abstand 15 cm (IV-act. 286-35). Bildgebend 

gelangten in der MRI-Untersuchung vom 1. September 2017 wie bereits in der 

Voruntersuchungen vom 22. Juli 2013 und vom 11. Oktober 2016 Osteochondrosen 

sowie Diskushernien bzw. -protrusionen in den Segmenten LWK 3 bis SWK 1 zur 

Darstellung, wobei aktuell eine Kompression der Wurzeln L3 rechts, S1 und L5 links 

sowie eine enge Lagebeziehung zur Wurzel L4 rechts vorlagen, während die 

Voruntersuchungen Kompressionen der Wurzeln L5 links und L4 rechts (IV-

act. 186-4 f.) und zusätzlich eine mögliche Reizung der L3-Wurzel rechts sowie leichte 

bzw. leicht aktivierte Facettengelenksarthrosen in den Segmenten L3 bis S1 (IV-

act. 234) aufgezeigt hatten. Elektromyographisch liessen sich geringe chronisch 

neurogene Veränderungen mit Schwerpunkt im Myotom L4 rechts erheben (IV-

act. 286-53, 54). Gemeinsam folgerten der orthopädische und der neurologische 

Gutachter, es bestehe ein fortgeschrittenes degeneratives Leiden der LWS mit 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/24

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eingeschränkter Beweglichkeit und mit residualen sensomotorischen 

Ausfallkomponenten L4 rechts, jedoch ohne Hinweise auf aktuelle radikuläre 

Reizerscheinungen (IV-act. 286-39 f.). Die beklagten belastungsabhängigen lumbalen 

Schmerzen seien mit den durch die Bildgebung dokumentierten degenerativen 

Veränderungen vereinbar. Hingegen ergäben sich nach dem Charakter und dem 

Verteilungsmuster keine radikulären Reizsymptome bzw. Hinweise auf ein radikuläres 

Schmerzsyndrom an den unteren Extremitäten (IV-act. 286-53). Die erwähnte L4-

Symptomatik war im Vorgutachten auf die Operation von 1988 zurückgeführt worden 

(vgl. IV-act. 221-48); sie bestand demnach schon im Referenzzeitpunkt. Der neu 

eingereichte MRI-Befund vom 3. März 2020 dokumentiert im Wesentlichen aktivierte 

Facettengelenksarthrosen LWK 2 bis LWK 4 sowie mögliche Reizungen bzw. Kompres­

sionen der Wurzeln L3, L4 und L5 rechts sowie L5 und S1 links (act. G 8.2). Weiter 

berichtet Dr. I.___ im Attest vom 3. März 2020 unter anderem von einer ISG-Arthrose 

links (act. G 8.1). Der MRI-Befund vom 3. März 2020 verzeichnet eine leicht 

progrediente Arthrose des linken ISG (vgl. act. G 8.2), während die ISG im der 

Verlaufsbegutachtung zugrundeliegenden MRI-Befund vom 1. September 2017 noch 

unauffällig waren (IV-act. 258-2). Insgesamt ist festzuhalten, dass die 

Facettengelenksarthrosen der LWS schon im Zeitpunkt der Verlaufsbegutachtung 

symptomatisch waren und sich aus dem Attest von Dr. I.___ vom 3. März 2020 nicht 

ergibt, dass zu diesem Zeitpunkt eine massgebliche ISG-Symptomatik bestanden 

hätte. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass grundsätzlich der 

Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses 

(hier am 8. November 2019) präsentiert hat. (vgl. BGE 131 V 243 E. 2.1; BGE 129 V 4 E. 

1.2 und Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1, mit 

Verweisen). Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach diesem Zeitpunkt 

wäre allenfalls Anlass für ein neues Revisionsgesuch. Vorliegend ist nachvollziehbar, 

dass sich mit Bezug auf die LWS der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im 

massgeblichen Zeitraum nicht beträchtlich verschlechtert hat.

Weiter diagnostizierten die Gutachter ein cervikovertebrogenes Syndrom ohne 

radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik bei u.a. symptomatischen Facettenarthrosen, 

oligosegmentaler Osteochondrose und Unkovertebralarthrose, linksmediolateraler 

Diskusprotrusion HWK 6/7 mit Einengung des linken Neuroforamens sowie eine 

Diskusprotrusion HWK 5/6 rechts (IV-act. 286-38, 52). Im der Verlaufsbegutachtung 

zugrunde gelegenen MRI vom 27. Oktober 2016 waren in den Segmenten C5 bis C7 

Osteochondrosen, eine initiale Spondylosis, Unkovertebralarthrosen und 

Diskusprotrusionen mit möglicher Irritation der Wurzeln C7 links und C6 rechts 

ersichtlich. Im Befundbericht wurde festgehalten, im Vergleich zur Voruntersuchung 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/24

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(vom 6. November 2014, IV-act. 204-6; vgl. auch IV-act. 221-40, 47) bestehe keine 

wesentliche Progredienz (IV-act. 259). Im klinischen Befund erhob der Gutachter keine 

Einschränkung der Beweglichkeit und Druckschmerzen an den cervikothorakalen 

Facetten und Dornfortsätzen (IV-act. 286-35). Er führte aus, die cervikale Symptomatik 

sei leichtgradig und wäre einer adäquaten Therapie zugänglich (IV-act. 286-40). Die 

degenerativen Veränderungen führten auch hier ausschliesslich zu einer qualitativen 

Einschränkung er Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 286-54). Im Zusammenhang mit den 

HWS-Befunden stehe auch die diffuse tendomyotische Schmerzhaftigkeit im 

Schulterbereich bei Verkürzung des Musculus pectoralis, Schulterprotraktion und ACG-

Irritation, die ihre Entsprechung finde in den funktionellen Ultraschall-Untersuchungen 

vom 28. Februar 2018. Diese hätten lediglich eine ACG-Arthrose beidseits ergeben. 

Somit sei der Schmerzkomplex im HWS-/Schulterbereich in erster Linie durch die 

muskuläre Dysbalance bei Haltungsinsuffizienz und Adipositas geprägt (IV-

act. 286-40). Im klinischen Befund des Referenzgutachtens wurden Druckschmerzen 

suboccipital an den Muskelansätzen, an den cervicothoracalen Facetten und den 

Dornfortsätzen erhoben (IV-act. 221-38). Ebenfalls schon im Referenzgutachten von 

2016 beschrieben wurden damals seit eineinhalb Jahren bestehende, für eine 

Haltungsinsuffizienz charakteristische Schulterbeschwerden mit entsprechenden 

Druckdolenzen und bei uneingeschränkter Funktion der Schultergelenke (IV-

act. 221-42). Es wurde festgehalten, radiologisch lasse sich eine radikuläre Irritation 

und sensible Symptomatik in C6 vermuten, nennenswerte radikuläre Ausfälle seien 

(jedoch) nicht objektivierbar (IV-act. 221-48 f.). Im Attest vom 3. März 2020 zitierte 

Dr. I.___ einen weiteren MRI-Befund vom 25. Februar 2020, wonach progrediente 

Veränderungen mit Kompression C6 rechts und C7 beidseits vorliegen würden 

(act. G 8.1). Dass sich die Kompression der Wurzel C7 neu auch rechts auf die 

Beschwerdesymptomatik und damit auf die Arbeitsfähigkeit in einer im 

Verlaufsgutachten nicht berücksichtigten Weise auswirken würde, wird nicht dargetan. 

Somit ist auch für den Bereich HWS/Schultern keine massgebliche Verschlechterung 

anzunehmen.

Die Beschwerdeführerin schilderte bei der Verlaufsbegutachtung Schmerzen an 

der Aussenseite beider Hüften, die sich nach der zweiten Bandscheibenoperation 

entwickelt und sich seither stetig verstärkt hätten (IV-act. 286-33). Es fand sich eine 

Trochanterdynie beidseits bei initialer Coxarthrose beidseits, ohne dass die 

Beweglichkeit der Hüfte relevant eingeschränkt war (IV-act. 286-38, 41). Bei der 

Vorbegutachtung wurde eine damals symptomfreie Coxarthrose rechts mit 

Osteophyten an Hüftkopf und -pfanne erhoben (IV-act. 221-41, 43). Bezüglich der 

Kniegelenke beklagte die Beschwerdeführerin Schmerzen nach Belastung. Im 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/24

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Röntgenbefund vom 15. Mai 2019 wurde eine Gonarthrose medial und femoropatellär 

festgestellt, jedoch wurden wie in der Vorbegutachtung lediglich geringe Symptome 

geschildert (IV-act. 286-33, 38, 41). Insoweit nachvollziehbar hielten die Gutachter fest, 

im somatischen Bereich ergebe sich im Vergleich zu der der Mitteilung vom 

29. Dezember 2016 zugrunde liegenden Aktenlage keine wesentlichen Veränderungen 

des Gesundheitszustandes. Es handle sich weitgehend um Verschleissprozesse, 

welche naturgemäss langsam progredient seien. Entscheidende Veränderungen mit 

relevanter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten jedoch nicht erkannt werden 

können (IV-act. 286-14 f.). Insgesamt lässt sich somit in somatischer Hinsicht seit 2016 

keine wesentliche Verschlechterung ausmachen (vgl. auch IV-act. 286-14, 41). Vielmehr 

stellten die Gutachter Inkonsistenzen fest: So liessen sich die angegebenen extrem 

starken Schmerzen bei den Untersuchungen nicht feststellen. Die Waddellzeichen 

fielen teilweise positiv aus (IV-act. 286-13). Aus neurologischer Sicht waren die 

geklagten Beschwerden nur teilweise objektivierbar (IV-act. 286-7).

Die psychiatrische Gutachterin diagnostizierte in der Verlaufsbegutachtung eine 

Agoraphobie mit/bei abhängiger Persönlichkeitsstörung sowie eine Lese- und 

Rechtsschreibestörung (IV-act. 286-66). Im Referenzgutachten hatte sie nebst der 

Lese- und Rechtschreibstörung eine Agoraphobie und akzentuierte 

Persönlichkeitszüge bei Verdacht auf Persönlichkeitsstörung (ICD-10: Z73.1) gesondert 

diagnostiziert (IV-act. 221-55) und festgehalten, es bestehe der Verdacht, dass die 

Beschwerdeführerin eine Persönlichkeitsstörung habe. Wegen fehlender 

entsprechender Vorberichte könne keine definitive Diagnose gestellt werden (IV-

act. 221-67). Im Verlaufsgutachten begründete sie die Änderung der Diagnose mit dem 

Verlauf und dem mässigen Therapieerfolg (IV-act. 286-15). Zusätzlich zu den 

Diagnosen der Gutachterin diagnostizierten die behandelnden Fachärzte eine 

rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter bis mittelgradiger 

(Arztbericht SPD vom 22. Dezember 2014 [Posteingang], IV-act. 205-2 f.) bzw. 

mittelgradiger Episode (Arztbericht des Psychiatrie-Zentrums J.___ vom 15. Oktober 

2018, IV-act. 271). Die Gutachterin hielt im Verlaufsgutachten fest, im Vergleich zur 

Vorbegutachtung habe sich der Befund verbessert (IV-act. 286-69). Während sie im 

Referenzgutachten noch eine abnehmende Konzentration feststellte, war dies in der 

Verlaufsbegutachtung - entgegen der neuropsycholgische Testergebnisse und der 

Schilderung der Beschwerdeführerin - nicht mehr der Fall; unverändert bestanden 

keine Hinweise auf Aufmerksamkeits- oder Merkfähigkeitsstörungen (IV-act. 286-66; 

IV-act. 224-54). Hinweise auf eine depressive Symptomatik oder eine 

Somatisierungsstörung fand die Gutachterin nicht (IV-act. 286-68). Sie hielt fest, die 

Stimmungslage sei ausgeglichen und lediglich bei belastenden Themen bedrückt, 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/24

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dazwischen könne die Beschwerdeführerin auch Freude zeigen. Ein affektiver Rapport 

sei herstellbar und unauffällig. Es würden Zukunftsängste und finanzielle Ängste 

angegeben. Ob ein sozialer Rückzug vorliege, sei unklar, da die Beschwerdeführerin 

immer mit ihrem Ehemann unterwegs sei (IV-act. 286-66). Das Psychiatrie-Zentrum 

berichtete im Befund vom 29. August 2018 über mittelgradige Konzentrations- und 

Merkfähigkeitsstörungen, das Gedächtnis sei intakt, das Denken leicht verlangsamt 

und stark eingeengt auf die aktuell belastende Situation und die körperlichen 

Beschwerden. Es bestünden starke existentielle Ängste und Angst, zu stürzen und sich 

dabei zu verletzen mit gekoppeltem Vermeidungsverhalten. Der affektive Rapport sei 

herstellbar, die Schwingungsfähigkeit sei leicht eingeschränkt, die Vitalgefühle seien 

gestört. Die Beschwerdeführerin sei mittelgradig deprimiert, ängstlich, dysphorisch, 

gereizt, innerlich unruhig und klagsam. Es finde sich eine leichte Affektlabilität und der 

Antrieb sei reduziert (IV-act. 271-3). In Anbetracht der im Verlaufsgutachten und durch 

die behandelnden Ärzte dokumentierten Befunde ist nachvollziehbar, dass die 

psychiatrische Gutachterin insgesamt von einem gebesserten psychischen Zustand 

ausgeht (IV-act. 286, 10, 64) und es ist davon auszugehen, dass sich im Zeitraum 

zwischen der Referenz- und der Verlaufsbegutachtung zwar vorübergehend eine 

leichte bis mittelgradige Depression einstellte, jedoch nicht mit andauernder 

wesentlicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und mit Remission bis zur 

Verlaufsbegutachtung. Soweit die Beschwerdeführerin die Schlüssigkeit des 

Verlaufsgutachtens mit dem Argument anzweifelt, die Dauer der Explorationsgespräche 

sei zu kurz gewesen, ist ihm entgegenzuhalten, dass es nicht auf die Dauer der 

Untersuchung ankommt; massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich 

vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 

2020, 8C_767/2019, E. 3.4, mit weiteren Hinweisen).

 5.6. 

Die neuropsychologische Gutachterin kam zum Ergebnis, gemessen an den 

objektivierbaren testpsychologischen Befunden liege eine mittel- bis schwergradige 

neuropsychologische Störung vor. In der Verhaltensbeobachtung hätten sich keine 

Hinweise auf eine bewusste Selbstlimitierung bzw. Symptomverdeutlichung ergeben. 

Im Symptomvalidierungsverfahren hätten sich jedoch Auffälligkeiten gezeigt, mit 

Testleistungen im Bereich einer Ratewahrscheinlichkeit. Diese belegten zwar keine 

definitive Simulation, gäben aber dennoch Hinweis auf eine Antwortverzerrung. 

Ausserdem scheine der Beschwerdeführerin nicht bewusst gewesen zu sein, dass sie 

durch bestimmte Aussagen bei der Untersucherin den Eindruck einer verminderten 

Leistungsbereitschaft hinterlassen habe. Unter Berücksichtigung der Auffälligkeiten im 

5.6.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/24

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Symptomvalidierungsverfahren mit einem Resultat im Bereich der 

Ratewahrscheinlichkeit und der massiven Inkonsistenzen zwischen der 2015 mit einem 

Gesamtintelligenzquotienten von 98 stattgefundenen und der aktuellen 

Intelligenztestung mit einem IQ von 65 sei die Validität der Befunde nicht gegeben und 

das tatsächliche kognitive Leistungsniveau somit nicht abschätzbar (IV-act. 286-80 f.).

Die Beschwerdeführerin bemängelt die fehlende Kohärenz dieser Aussagen und 

die nicht erfolgte Substantiierung der auf eine verminderte Leistungsbereitschaft 

hindeutenden Aussagen. Dies dürfte im Zusammenhang mit dem als teilweise 

willkürlichen Antwortverhalten gesehen werden, das die Gutachterin einleitend 

beschrieb (IV-act. 286-76). Insgesamt lassen sich die Aussagen der 

neuropsychologischen Gutachterin dahingehend verstehen, dass sie nicht den 

Eindruck hatte, die Beschwerdeführerin wolle Ergebnisse verfälschen, sondern dass 

diese die Aufgaben zu wenig ernst nahm beziehungsweise dazu motiviert werden 

musste. So betrachtet erscheint die Unterscheidung zwischen Simulation und 

Antwortverzerrung schlüssig. Nachvollziehbar ist auch, dass eine quantitative 

Einschätzung neurokognitiver Einschränkungen nicht möglich war, auch wenn die 

aufgezeigten Inkonsistenzen nicht bewusst oder absichtlich hervorgerufen wurden. 

Folglich konnte die geltend gemachte verstärkte neuropsychologische Einschränkung 

der Arbeitsunfähigkeit durch die psychiatrische Gutachterin nicht berücksichtigt 

werden.

5.6.2. 

 Die psychiatrische Gutachterin führte aus, die Beschwerdeführerin sei in der Lage, 

sich an alltägliche Regeln und Routine anzupassen. Manchmal reagiere sie impulsiv, 

dies vor allem wenn sie sich ungerecht behandelt fühle. Trotz der Schwierigkeiten beim 

Schreiben und Lesen sei sie in der Lage, die Administration zu erledigen und sich 

entsprechend Hilfe zu suchen. In Begleitung könne sie sich frei bewegen und alle Dinge 

des täglichen Bedarfs erledigen. Das soziale Leben sei auf den Partner zentriert. Die 

Beschwerdeführerin habe selbständig Portugiesisch gelernt und lebe in einer stabilen 

Partnerschaft. Wie aus den Akten hervorgehe, sei sie zuverlässig und pünktlich, zeige 

Einsatzbereitschaft und erfasse die Aufgaben schnell (IV-act. 286-69). Sie attestierte 

unverändert zum Vorgutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (IV-act. 286-69). Die 

behandelnde psychiatrische Fachärztin des SPD begründete ihre Einschätzung einer 

vollständigen Arbeitsunfähigkeit mit Einschränkungen der kognitiven Funktionen, 

verminderter Belastbarkeit, Müdigkeit, starken Schmerzen und Immobilität (IV-

act. 205-4 f.). Im Arztbericht des Psychiatrie-Zentrums J.___ vom 15. Oktober 2018 

wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin werde seit dem 12. Juli 2017 (aufgrund 

des Wohnortwechsels) in monatlichem Rhythmus mit bedarfsweise zusätzlichen 

5.7. 

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ärztlichen Konsultationen ambulant behandelt. Der chronische Verlauf, die körperlichen 

Beeinträchtigungen sowie das aktuelle klinische Bild und die Rückmeldungen der 

Verantwortlichen auf dem zweiten Arbeitsmarkt sprächen für Einschränkungen 

hinsichtlich der Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen, der Fähigkeit zur 

Planung und Strukturierung von Aufgaben, der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, 

der Durchhaltefähigkeit, der Selbstbehauptungsfähigkeit und der Kontaktfähigkeit zu 

Dritten. Aus diesen Gründen sei die Prognose für den ersten Arbeitsmarkt eher 

ungünstig. Eine Tätigkeit im geschützten Rahmen scheine eher möglich (IV-act. 271). 

Gegenüber dem Gutachten vom 7. Januar 2017 hatten sie sich insoweit kritisch 

geäussert, als die psychischen und körperlichen Defizite nicht kumuliert und die 

Persönlichkeitsstörung sowie die ca. zehnjährige Abhängigkeitserkrankung durch 

Alkohol zuwenig beachtet worden seien (Schlussbericht Behandlung vom 29.2017 

[richtig wohl: 29. Juni 2017], IV-act. 263-16 f.).

Zusammenfassend macht die Beschwerdeführerin eine Zunahme der 

Einschränkungen geltend, die sich jedoch nicht durch Befunde objektivieren lässt. 

Entgegen der Angaben der Beschwerdeführerin konnte die psychiatrische Gutachterin 

keine Aufmerksamkeits-, Konzentrations- oder Merkstörungen während der 

zweistündigen Untersuchung feststellen (siehe auch E. 5.4.1). Im Übrigen würde die 

von der Beschwerdeführerin angebotene Befragung an den von der Fachperson 

erhobenen Befunden nichts ändern. Die psychiatrische Gutachterin schildert 

verständlich die dysfunktionalen Auswirkungen des Verhaltens des Ehemannes, 

welcher die Selbstlimitierung und das Vermeidungsverhalten der Beschwerdeführerin 

unterstütze (IV-act. 286-67 f.). Der Vergleich der Angaben zum Tagesablauf im 

Vorgutachten (IV-act. 221-51 f.) und im Verlaufsgutachten (IV-act. 286-27, 61 f.) lassen 

ebenfalls nicht auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen. 

Sodann fällt auf, dass im Verlaufsgutachten im Gegensatz zum Vorgutachten mehr 

Inkonsistenzen aufgeführt wurden. Die neuropsychologische Testung vom 

2. November 2015 ergab eine durchschnittliche Intelligenz, eine deutliche 

Leseschwäche, Schreiben sei nicht möglich, die selektive Aufmerksamkeit und die 

Merkfähigkeit von Wörtern seien deutlich vermindert. Die Validitätsprüfung war 

dannzumal unauffällig (IV-act. 221-62). Die psychiatrische Gutachterin begründete die 

damalige Einschätzung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit mit der Agoraphobie und der 

Persönlichkeitsstruktur der Beschwerdeführerin (IV-act. 221-56), nicht aber mit 

kognitiven Einschränkungen. Nachdem die neuropsychologische Testung im Rahmen 

der Verlaufsbegutachtung nicht mehr valide war, ist diesbezüglich nicht von einer 

Änderung auszugehen. Allerdings wurden die im neuropsychologischen Gutachten 

festgestellten Beeinträchtigungen (Adaptionskriterien, IV-act. 286-83) in den Bereichen 

5.8. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/24

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Lesen und Rechtschreibung auch im psychiatrischen Gutachten erhoben und fanden 

Eingang in die Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Inkonsistenzen 

wurden auch in der orthopädischen und neurologischen Verlaufsbegutachtung 

festgestellt (vgl. E. 5.3). Sodann gab die Beschwerdeführerin an, dass sie aufgrund des 

niedrigen Lohnes nicht bereit wäre, im zweiten Arbeitsmarkt tätig zu sein (IV-act. 286-9, 

63), und die psychiatrische Gutachterin konstatierte keinen grossen Leidensdruck (IV-

act. 286-9).

 5.9. 

Im Konsens kamen die Gutachter überein, die somatisch und die psychiatrisch 

begründeten Arbeitsunfähigkeiten würden sich nicht addieren (IV-act. 286-13). Die 

Beschwerdeführerin lässt diesbezüglich vorbringen, die Arbeitsunfähigkeiten im 

somatischen und im neuropsychologisch/psychiatrischen Bereich seien zu addieren, 

weil die zunehmende Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit auch die 

Fähigkeit herabsetze, die aus somatischer Sicht vorhandene 50%ige Leistungsfähigkeit 

auszunutzen (act. G 8-8). Der abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von 

Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit kommt dann grosses Gewicht zu, wenn sie 

auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden 

Fachärzte erfolgt. Häufig besteht kein Anlass, unter verschiedenen medizinischen Titeln 

ausgewiesene Teilarbeitsunfähigkeiten zu kumulieren, da der Umfang der grössten 

Teileinschränkung auch die weiteren Entlastungserfordernisse abdeckt. Selbst wenn 

sich beispielsweise neben einer aus psychiatrischer Sicht eingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit zusätzlich noch eine somatisch begründbare "quantitative" 

Arbeitsunfähigkeit isoliert darstellen liesse, könnte daraus nicht ohne weiteres auf eine 

Erhöhung der insgesamt, aus sämtlichen Beschwerden resultierenden 

Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden. Ob sich die einzelnen aus mehreren 

Behinderungen resultierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem 

Masse, betrifft eine spezifisch medizinische Problematik und Einschätzung, von der 

das Gericht grundsätzlich nicht abrückt (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Oktober 

2020, 8C_483/2020, E. 4.1, mit weiteren Hinweisen).

5.9.1. 

Bereits im Referenzgutachten wurde festgehalten, die somatisch und die 

psychiatrisch begründeten Arbeitsunfähigkeiten seien nicht zu addieren (IV-

act. 221-68). Gegenüber diesem ist nach dem Gesagten keine massgebliche 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. Im Schlussbericht des SPD 

vom 29.2017 (richtig wohl: 29. Juni 2017, IV-act. 263-16 f.) wird zwar moniert, dass die 

Arbeitsunfähigkeiten nicht zusammengezählt worden seien; eine Begründung hierfür 

5.9.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/24

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6.  

lässt sich dem Bericht jedoch nicht entnehmen. In diesem Zusammenhang ist 

festzuhalten, dass im Revisionsverfahren nach Art. 17 ATSG nur seit dem 

Referenzzeitpunkt eingetretene Änderungen massgeblich sind. Dass sich seit der 

Referenzbegutachtung in objektiver Hinsicht neue Befunde ergeben hätten, welche 

nunmehr eine Kumulation der Arbeitsunfähigkeiten begründen würden, ist nach dem 

Gesagten weder den Berichten der behandelnden Ärzte noch dem Verlaufsgutachten 

zu entnehmen. Insgesamt ist daher mit den Gutachtern von einer nach wie vor 

50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Zusammenfassend lässt sich gegenüber 

2016 weder im somatischen noch im psychischen Gesundheitszustand eine relevante 

Veränderung erheben. Die Beschwerdeführerin hat unverändert Anspruch auf eine 

halbe Rente.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der 

unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten vollumfänglich 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu 

befreien.

6.2. 

bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung des Kantons St. 

Gallen (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin 

der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu 

beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4‘000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen 

(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 3‘200.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

6.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/24

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe 

von Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3. Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.10.2021
	Art. 17 ATSG; Art. 28 IVG: Die Beschwerdeführerin ersuchte um Erhöhung ihrer Rente. Eine Änderung des Gesundheitszustandes ist seit der die Referenzgrundlage bildenden Mitteilung gemäss beweiskräftigem Verlaufsgutachten nicht eingetreten. Die geltend gemachten Verschlechterungen des Gesundheitszustandes sind nicht objektivierbar. Die Beschwerdeführerin hat weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Oktober 2021, IV 2019/321).

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