# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b04b137-60c1-5ba3-8ddf-0da61280bbdd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.01.2015 C-3765/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3765-2014_2015-01-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C_______ 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richter David Weiss, 

Gerichtsschreiberin Sonja Andrea Fünfkirchen. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______, (wohnhaft in Deutschland), 

vertreten durch Noëlle Cerletti, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 5. Juni 2014. 

 

 

C_______ 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) am 5. Juni 2014 das 

Gesuch von A._______ um Ausrichtung einer Invalidenrente abwies (Be-

schwerdeakten [B-act.] 1 Beilage 2), 

dass A._______ (Beschwerdeführer) diese Verfügung mit Beschwerde 

vom 7. Juli 2014 anfocht und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben 

und ihm sei eine ganze Rente der Invalidenversicherung auszurichten, 

eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurtei-

lung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 

dass er zudem um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

unentgeltliche Verbeiständung durch Rechtsanwältin Noëlle Cerletti er-

suchte, 

dass die IVSTA mit Vernehmlassung vom 24. Oktober 2014 unter Bezug-

nahme auf die Stellungnahme der SVA B._______ vom 17. Oktober 2014 

und des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 6. Oktober 2014 beantragte, 

die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuhe-

ben und die Sache im Sinne der Stellungnahme der IV-Stelle des Kantons 

Zürich an die Verwaltung zurückzuweisen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 

69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 

19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Beschwerden gegen 

Verfügungen der IVSTA zuständig ist, und vorliegend keine Ausnahme im 

Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, 

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, 

dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht wurde (Art. 60 Abs. 

1 ATSG, Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]), 

dass der Arzt des RAD in seiner Stellungnahme vom 6. Oktober 2014 aus-

führte, dass urologischerseits durch Dr. C._______ am 26. Juni 2014 eine 

Tumorerkrankung der Blase bei multilokulärem Blasentumorrezidiv, ortho-

pädischerseits von Dr. D._______ am 24. März und 14. April 2014 eine 

Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäulen-Rotation auf 30 Grad 

C_______ 

Seite 3 

beidseits, eine Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule, eine Co-

xarthrose rechts mit völliger Aufhebung der Rotationsfähigkeit und eine mit-

telgradige Coxarthrose links berichtet werde. Es werde wiederholt eine Ver-

schlechterung des Gesundheitszustandes behauptet, wobei dies bei der 

wenig strukturierten Befundlage weder bestätigt noch ausgeschlossen 

werden könne. Daher werde ein Kontroll-Gutachten (bidisziplinär mit den 

Fächern Innere Medizin und Orthopädie) bei E._______ empfohlen (B-act. 

8 Beilage 2), 

dass die SVA B._______ in ihrer Stellungnahme vom 17. Oktober 2014 

unter Bezugnahme auf die RAD-Stellungnahme ergänzend ausführte, es 

könne vorliegend nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Gesund-

heitszustand seit der letzten Begutachtung im März / Juni 2013 bis zum 

Verfügungszeitpunkt vom 5. Juni 2014 verändert habe,  

dass sich die IVSTA in ihrer Stellungnahme vom 24. Oktober 2014 der Be-

urteilung des RAD und der SVA B._______ anschloss und damit sinnge-

mäss feststellte, dass die Verfügung vom 5. Juni 2014 auf einem mangel-

haft eruierten medizinischen Sachverhalt beruht und sich die Durchführung 

entsprechender medizinischer Abklärungen in der Schweiz als notwendig 

erweist, 

dass der Beschwerdeführer in der Replik um Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung und Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur Neube-

urteilung, um Auferlegung der Gerichtskosten an die Beschwerdegegnerin 

und um Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, dem Beschwerdeführer 

eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'166.20 zuzusprechen, ersucht 

und ausführt, er habe dem Antrag der IVSTA im Moment nicht mehr beizu-

fügen, weshalb in diesem Sinne zu entscheiden sei (B-act. 12), 

dass nach Einsicht in die Akten für das Bundesverwaltungsgericht keine 

Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem übereinstimmenden Antrag 

der Parteien auf Rückweisung der Sache zur Durchführung ergänzender 

medizinischer Abklärungen nicht entsprochen werden sollte, 

dass Art 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Weisun-

gen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann, 

C_______ 

Seite 4 

dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 

vom 5. Juni 2014 aufzuheben und die Sache zur Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhalts und zum Erlass einer neuen Verfügung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen ist, 

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh-

renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten aufzu-

erlegen sind (Art. 63 Absätze 1 und 2 VwVG),  

dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz oder 

teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine 

Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe 

Kosten zusprechen kann, 

dass dem vertretenen Beschwerdeführer – entsprechend der überarbeite-

ten Kostennote vom 9. Januar 2015 (exkl. Leistungen für den vorliegend 

nicht zu entschädigenden Aufwand für das Verfahren betreffend Kranken-

taggeldversicherung), jedoch unter praxisgemässer Reduktion des Stun-

denansatzes auf Fr. 250.- – eine Parteientschädigung von Fr. 2'216.10 (Fr. 

1'980 [Honorar] + Fr. 236.10 [Barauslagen], exkl. Mehrwertsteuer, die nicht 

geschuldet ist [vgl. Urteil C-822/2011 vom 12. Februar 2013 E. 8.2.4]) aus-

zurichten ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE), 

dass damit das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgelt-

liche Verbeiständung gegenstandslos wird. 

 

  

C_______ 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung vom  

5. Juni 2014 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen 

wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen über 

den Leistungsanspruch neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 2'216.10 (exkl. MWSt.) zugesprochen. 

4.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wird 

als gegenstandslos abgeschrieben 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben; Beilage im Doppel: Replik 

inkl. Beilage) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Sonja Andrea Fünfkirchen 

 

  

C_______ 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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