# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2b8194b-b975-5c86-97d8-c0a773a715cb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 03.04.2025 I/1-2024/74, 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2024-74--75_2025-04-03.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2024/74, 75

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 28.07.2025

Entscheiddatum: 03.04.2025

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 03.04.2025
Abzugsfähigkeit von Beiträgen in die berufliche Vorsorge einer 
ausländischen Einrichtung (Art. 45 Abs. 1 lit. d StG) Ein Vorsorgeplan gilt 
unter anderem dann als angemessen, wenn die reglementarischen 
Leistungen nicht 70 Prozent des letzten versicherbaren AHV-pflichtigen 
Lohns oder Einkommens vor der Pensionierung überschreiten (Art. 1 Abs. 2 
lit. a BVV 2) oder die gesamten reglementarischen Beiträge von Arbeitgeber 
und Arbeitnehmern, die der Finanzierung der Altersleistungen dienen, nicht 
mehr als 25 Prozent aller versicherbaren AHV-pflichtigen Löhne 
beziehungsweise die Beiträge der Selbständigerwerbenden nicht mehr als 
25 Prozent des versicherbaren AHV-pflichtigen Einkommens pro Jahr 
betragen (lit. b). Bestehen mehrere Vorsorgeverhältnisse, ist sicherzustellen, 
dass der Grundsatz der Angemessenheit sinngemäss für die Gesamtheit der 
Vorsorgeverhältnisse eingehalten wird, insbesondere auch wenn eine 
steuerpflichtige Person mit Bezug auf die Leistungen bei Alter, Invalidität 
und Tod neben der Unterstellung unter AHV und BVG im Ausland freiwillig 
weiterversichert ist (E. 4 a, cc). Im Gegensatz zu schweizerischen werden 
die Vorsorgepläne von ausländischen Vorsorgeeinrichtungen nicht auf ihre 
(quantitative) Angemessenheit überprüft. Daher ist eine Einzelfallprüfung der 
Angemessenheit vorzunehmen, wenn der Versicherte einer ausländischen 
Vorsorgeeinrichtung unterstellt ist. Unter Anwendung der steuerlichen 
Beweislastregel und gestützt auf die vorliegenden Akten sind die streitigen 
Beiträge wegen fehlender Angemessenheit nicht zum Abzug zuzulassen (E. 
4 b).

«Entscheid siehe PDF»

Kanton St. Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 

 

Verwaltungsrekurskommission 

Abteilung I - 1. Kammer 

 

 

 

 

 Entscheid vom 3. April 2025  

Besetzung  Präsident Titus Gunzenreiner, Richter Markus Frei und 

Richterin Isabelle Krüse, Gerichtsschreiber Philipp Lenz  

   

Geschäftsnr.   I/1-2024/74, 75 

   

Parteien 

 

 A.__ und B.__, 

Rekurrenten und 

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwälte Robert Desax und Nicolas Bopp, Walder 

Wyss AG, Seefeldstrasse 123, Postfach, 8034 Zürich,  

  gegen 

  Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

und 

 

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundes-

steuer, Eigerstrasse 65, 3003 Bern,  

Beschwerdebeteiligte,  

 

Gegenstand  Kantons- und Gemeindesteuern sowie  

direkte Bundessteuer 2017 - 2018 

 

I/1-2024/74, 75 

 

2/12 

Sachverhalt: 

A.- A.__ (geb. 1959) und B.__ (geb. 1960) sind verheiratet und deutsche Staatsangehörige. 

Das Ehepaar war früher in Berlin wohnhaft und zog im Jahr 2011 bzw. 2013 in die Schweiz. 

Am 9. Juni 2017 liess A.__ die N.__ GmbH ins Handelsregister des Kantons St. Gallen 

eintragen. In dieser Gesellschaft […] war er bis anfangs des Jahres 2023 alleiniger Gesell-

schafter und Geschäftsführer. Aufgrund seiner ärztlichen Tätigkeit in Berlin war A.__ der 

Vorsorgeeinrichtung "Berliner Ärzteversorgung, Einrichtung der Ärztekammer Berlin, Kör-

perschaft des öffentlichen Rechts" (nachfolgend: BÄV) angebunden. Nach seinem Umzug 

in die Schweiz leistete er im Rahmen einer freiwilligen Weiterversicherung – neben den 

obligatorischen Beiträgen in die schweizerische Vorsorgeeinrichtung der 2. Säule (PAT 

BVG) – weiterhin Beiträge an die BÄV.  

B.- Am 3. Dezember 2018 reichten A.__ und B.__ die Steuererklärung für das Jahr 2017 

ein. Sie gaben je eine unselbständige Erwerbstätigkeit bei der N.__ GmbH an und dekla-

rierten ein steuerbares Einkommen von Fr.__ und ein steuerbares Vermögen von Fr.__. 

Die Steuererklärung für die Steuerperiode 2018 ging am 27. Juli 2020 bei der Steuerbe-

hörde ein. A.__ und B.__ bezifferten das steuerbare Einkommen auf Fr..__ und das steu-

erbare Vermögen auf Fr.__. Unter den übrigen Abzügen (Pos. 16.5) machten sie Renten-

beiträge an die BÄV in der Höhe von € 41'068.80 bzw. Fr. 46'280.– geltend.  

C.- Mit Verfügungen vom 1. November 2022 veranlagte das Kantonale Steueramt A.__ und 

B.__ für die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2017 und 2018 

wie folgt (satzbestimmend): 

2017 2018

Kantons- u. Gde.-Steuern

   - steuerbares Einkommen Fr.__ Fr.__

   - steuerbares Vermögen Fr.__ Fr.__

direkte Bundessteuer Fr.__ Fr.__  

Die vom Kantonalen Steueramt vorgenommenen Korrekturen betrafen unter anderem Le-

bens- und Rentenversicherungen (Position 30.3), die im Jahr 2017 mit einem Steuerwert 

von Fr.__ beim Vermögen berücksichtigt wurden, sowie die im Jahr 2018 geltend gemach-

ten Rentenbeiträge an die BÄV in der Höhe von Fr. 46'280.–, welche die Veranlagungsbe-

hörde nicht zum Abzug zuliess, weil die kumulierten Beiträge an die PAT BVG und die BÄV 

zu hoch ausgefallen seien und damit gegen den Grundsatz der Angemessenheit verstossen 

worden sei. 

 

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3/12 

D.- A.__ und B.__ erhoben am 23. November 2022 Einsprache gegen die Veranlagungs-

verfügungen für die Steuerperioden 2017 und 2018 und beantragten, die Lebens- und Ren-

tenversicherungen seien in der Steuerperiode 2017 mit Fr.__ zu veranlagen. Bezüglich der 

Rentenbeiträge an die BÄV wurde nebst der Zahlung von € 41'068.– im Jahr 2018 neu auch 

eine solche von € 14'249.90 für das Jahr 2017 geltend gemacht. Mit Entscheiden vom 9. 

April 2024 wies das Kantonale Steueramt die Einsprachen gegen die Kantons- und Ge-

meindesteuern 2018 sowie die direkte Bundessteuer 2017 ab. Diejenige gegen die Kan-

tons- und Gemeindesteuern 2017 wurde hingegen teilweise gutgeheissen und der Steuer-

wert der Lebens- und Rentenversicherungen (Pos. 30.3) antragsgemäss mit Fr.__ veran-

lagt. 

E.- Mit Eingaben ihrer Rechtsvertreterin vom 8. Mai 2024 erhoben die Steuerpflichtigen bei 

der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) zwei Rekurse (Kantons- 

und Gemeindesteuern 2017 und 2018) und zwei Beschwerden (direkte Bundessteuer 2017 

und 2018). Sie beantragten, die Einspracheentscheide vom 9. April 2024 seien unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und die geleisteten Vorsorgebeiträge in die 

ausländische Vorsorgeeinrichtung seien in vollem Umfang zum Abzug zuzulassen. Even-

tualiter seien die geleisteten Vorsorgebeiträge im Umfang der ausserordentlichen, überob-

ligatorischen Beiträge zum Abzug zuzulassen. Subeventualiter sei die Sache an die Vor- 

instanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Das Kantonale Steueramt beantragte mit Ver-

nehmlassung vom 15. August 2024 die Abweisung der Rekurse und Beschwerden. Die 

Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) beantragte am 17. September 2024 die Abwei-

sung der Beschwerden.  

A.__ und B.__ äusserten sich mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 29. November 2024 

zu den Stellungnahmen des Kantonalen Steueramts und der ESTV. 

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, sofern erforderlich, in den Erwägun-

gen eingegangen.  

Erwägungen: 

1.- [Verfahrensvereinigung] 

2.- [Eintretensvoraussetzungen].  

 

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3.- Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren ist streitig, ob die Beiträge in die ausländische 

Vorsorgeeinrichtung steuerlich zum Abzug zuzulassen sind.  

a) aa) Die Vorinstanz erwog, Beiträge in die berufliche Vorsorge einer ausländischen Ein-

richtung seien steuerlich grundsätzlich abzugsfähig, sofern die freiwillige Versicherung im 

Ausland mit einer schweizerischen Vorsorgelösung vergleichbar sei bzw. als gleichwertig 

eingestuft werden könne. Die Vorsorgeeinrichtung BÄV erfülle diese Voraussetzung. Dar-

über hinaus müssten die Beiträge in die ausländische Vorsorgeeinrichtung auf ihre Ange-

messenheit überprüft werden. Eine Vorsorgelösung sei angemessen, wenn die kumulierten 

Beiträge 25 Prozent aller versicherbaren AHV-Löhne nicht übersteigen würden. Die Bei-

träge des Rekurrenten in die Vorsorgeeinrichtung BÄV würden 25 Prozent seiner AHV-

Löhne übersteigen, weshalb sie nicht zum Abzug zugelassen werden könnten. Diese 25-

Prozent-Schwelle gelte nicht nur für ordentliche Beiträge. Massgeblich für das maximal 

mögliche Kapital seien die im Reglement vorgesehenen Sparbeiträge. Der Grundsatz der 

Angemessenheit komme daher auch im Einkaufsfall zum Tragen. Die geltend gemachten 

Zahlungen seien jedoch nicht als Einkaufsleistungen zu qualifizieren. Vielmehr habe es sich 

um ordentliche bzw. periodische Beiträge gehandelt, deren Höhe der Rekurrent innerhalb 

einer gewissen Bandbreite steuern könne. Dies sei etwa vergleichbar mit einer schweizeri-

schen Vorsorgelösung, bei welcher die versicherte Person aus verschiedenen Plänen mit 

unterschiedlich hohen Sparbeiträgen wählen könne. Im Übrigen resultiere daraus auch 

keine Verletzung des Diskriminierungsverbots oder des Gleichbehandlungsgebots. Viel 

eher würde der Rekurrent gegenüber inländischen Arbeitnehmenden privilegiert werden, 

wenn er die Beiträge an die ausländische Vorsorgeeinrichtung steuerlich abziehen könnte. 

bb) Die Rekurrenten und Beschwerdeführer (nachfolgend: Rekurrenten) bringen vor, dass 

grundsätzlich sowohl periodische Zahlungen als auch einmalige Einkaufsbeiträge in die be-

rufliche Vorsorge steuerlich abzugsfähig seien. Anders als von der Vorinstanz dargestellt, 

sei der genannte Schwellenwert von 25 Prozent nur in Bezug auf periodische Zahlungen 

einschlägig und gelte nicht für Einkaufsbeiträge. Die Schwelle von 25 Prozent sei gemäss 

striktem Gesetzeswortlaut als Kriterium für die Angemessenheit des Vorsorgeplans einer 

Vorsorgeeinrichtung insgesamt und nicht mit Bezug auf einen einzelnen Beitragszahler zu 

verstehen. Die 25 Prozent seien folglich ein Durchschnittswert über sämtliche Beitragszah-

ler. Einkommenssteuerrechtlich dürfe der genannten Schwelle somit keine strikte Bedeu-

tung zukommen. Gemäss der Satzung der BÄV hätten freiwillige Mitglieder der Vorsorge-

einrichtung das 0,1-fache der Versorgungsabgabe zu entrichten. Darüber hinaus könne 

 

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auch eine erhöhte Versorgungsabgabe von bis zum 1,8-fachen der ordentlichen Versor-

gungsabgaben entrichtet werden, um zusätzliches Vorsorgekapital zu äufnen. Davon habe 

der Rekurrent Gebrauch gemacht und folgende Vorsorgebeiträge geleistet: 

2017 ordentliche BÄV-Beiträge Faktor 0,1 1'584.00Fr.     

2017 ausserordentliche BÄV-Beiträge Faktor 1,0 14'455.00Fr.   

Total 16'039.00Fr.   

2018 ordentliche BÄV-Beiträge Faktor 0,1 1'676.00Fr.     

2018 ausserordentliche BÄV-Beiträge Faktor 1,8 28'483.00Fr.   

Total 30'159.00Fr.   
 

In der Schweiz sei der Rekurrent der Personalvorsorgestiftung PAT BVG angeschlossen 

und habe die ordentlichen Beiträge entrichtet. Darüber hinaus habe er Einkäufe geleistet, 

um die Beitragslücke zu schliessen (2017: Fr.__, 2018: Fr.__). Trotz dieser Einkäufe habe 

weiterhin ein erhebliches Einkaufspotential bestanden (2017 Fr.__ und 2018 Fr.__). Anstatt 

diese Beitragslücke in der Schweiz zu schliessen, habe sich der Rekurrent für die freiwillige 

Weiterversicherung bei der BÄV und die genannte Erhöhung der Beiträge entschieden. Vor 

diesem Hintergrund seien diese Beiträge wie Einkaufsbeiträge an eine schweizerische Vor-

sorgeeinrichtung zu behandeln und steuerlich zum Abzug zuzulassen. Vorliegend sei si-

cherzustellen, dass ein Versicherter nicht indirekt benachteiligt werde, weil er Beiträge – bei 

bestehendem Einkaufspotential – an eine deutsche Vorsorgeeinrichtung gezahlt habe, statt 

dieselben Beträge an eine schweizerische Vorsorgeeinrichtung zu überweisen. Für die Zu-

lässigkeit des steuerlichen Abzugs sei die Einkaufslücke in der Schweiz relevant. Sofern 

eine Einkaufslücke bestehe, dürfe diese auch mit Einzahlungen an eine ausländische Ein-

richtung gefüllt werden. Der Umstand, dass die geleisteten Beiträge an die BÄV im Versi-

cherungsausweis der PAT BVG nicht aufgeführt würden, sei eine reine Formalität und dürfe 

für die Beurteilung der Abzugsfähigkeit keine Rolle spielen. Eine Ablehnung der Abzugsfä-

higkeit würde vorliegend das Diskriminierungsverbot sowie die Personenfreizügigkeit des 

Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europä-

ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit 

(SR 0.142.112.681, abgekürzt: FZA) verletzen. Ferner könnte diese einem Verstoss gegen 

das Gleichbehandlungsgebot im Sinne des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der 

Schweiz und Deutschland (SR 0.672.913.62, abgekürzt: DBA CH-DE) gleichkommen.  

cc) Die Beschwerdebeteiligte schloss sich der Einschätzung der Vorinstanz an und hielt 

namentlich fest, die Satzung der BÄV kenne gar keine Beitragslücken und sehe demnach 

auch keine Schliessung solcher Lücken vor. Angesichts dessen könne es sich nicht um 

 

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Einkaufsbeiträge handeln. Im Übrigen hätten die Rekurrenten den – ihnen obliegenden –

rechnerischen Nachweis, dass die Versicherung bei der BÄV in Kombination mit derjenigen 

bei der PAT BVG den Grundsatz der Angemessenheit erfülle, nicht erbracht. 

4.- Weder die Vorinstanz noch die Beschwerdebeteiligte bestreiten die Zulässigkeit des An-

schlusses an die BÄV. Entsprechend stellen sie die Beitragszahlungen zu Recht nicht 

grundsätzlich in Frage. Streitig ist vielmehr, ob nebst den Zahlungen an die PAT BVG auch 

Beiträge an die BÄV in der von den Rekurrenten deklarierten Höhe vom steuerbaren Ein-

kommen in Abzug gebracht werden dürfen. Der Rechtsstreit dreht sich demnach um die 

Frage, ob mit den Beitragszahlungen an die BÄV der Grundsatz der Angemessenheit der 

beruflichen Vorsorge (vgl. dazu MAUTE/STEINER/RUFENER/LANG, Steuern und Versicherun-

gen, 3. Aufl. 2011, S. 144 f.) verletzt wurde, was nachfolgend zu untersuchen ist. 

a) aa) Gemäss Art. 45 Abs. 1 lit. d StG werden die nach Gesetz, Statut oder Reglement 

geleisteten Einlagen, Prämien und Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-

versicherung und an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge von den Einkünften abgezo-

gen. Inhaltlich stimmt diese Vorschrift mit Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG und Art. 9 Abs. 2 lit. d 

des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Ge-

meinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) überein, weshalb auf die entsprechende Recht-

sprechung und Lehre zu den bundesrechtlichen Vorschriften verwiesen werden kann. Die 

Abzugsfähigkeit gilt für periodische Zahlungen wie grundsätzlich auch für einmalige Ein-

kaufsbeiträge und es spielt keine Rolle, ob die Vorsorge den obligatorischen oder überob-

ligatorischen Bereich betrifft (BGE 131 II 627 E. 4.2).  

bb) Die periodischen oder einmaligen Beiträge an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge 

werden im Rahmen des maximal versicherbaren Einkommens und unter Beachtung der 

speziellen Restriktionen für Einkaufsbeiträge grundsätzlich vollumfänglich und ohne be-

tragsmässige Begrenzung zum Abzug zugelassen, vorausgesetzt die Beiträge beruhen auf 

gesetzlicher, statutarischer oder reglementarischer Grundlage und erfolgen an eine vom 

Gesetz anerkannte Vorsorgeeinrichtung. Erforderlich ist zudem, dass die Beiträge dauernd 

und ausschliesslich der beruflichen Vorsorge dienen und die Vorsorgeeinrichtung den 

Grundsätzen der Kollektivität, der Planmässigkeit, der Angemessenheit sowie der Gleich-

behandlung der Vorsorgenehmer entspricht (HUNZIKER/MAYER-KNOBEL, in: Zweifel/Beusch 

[Hrsg.], 4. Aufl. 2022, Art. 33 DBG N 23). 

 

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cc) Der Grundsatz der Angemessenheit hat seine Grundlage in Art. 113 Abs. 2 lit. a BV (SR 

101), wonach die berufliche Vorsorge zusammen mit der Alters‑, Hinterlassenen- und Inva-

lidenversicherung die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise 

ermöglichen soll. Er wurde im Zweckartikel des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (SR 831.40, abgekürzt: BVG) analog umschrieben 

und in Art. 1 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvor-

sorge (SR 831.441.1, abgekürzt: BVV 2) konkretisiert. Danach gilt ein Vorsorgeplan unter 

anderem als angemessen, wenn die reglementarischen Leistungen nicht 70 Prozent des 

letzten versicherbaren AHV-pflichtigen Lohns oder Einkommens vor der Pensionierung 

überschreiten (Art. 1 Abs. 2 lit. a BVV 2) oder die gesamten reglementarischen Beiträge 

von Arbeitgeber und Arbeitnehmern, die der Finanzierung der Altersleistungen dienen, nicht 

mehr als 25 Prozent aller versicherbaren AHV-pflichtigen Löhne beziehungsweise die Bei-

träge der Selbständigerwerbenden nicht mehr als 25 Prozent des versicherbaren AHV-

pflichtigen Einkommens pro Jahr betragen (lit. b). Bestehen mehrere Vorsorgeverhältnisse, 

ist sicherzustellen, dass der Grundsatz der Angemessenheit sinngemäss für die Gesamt-

heit der Vorsorgeverhältnisse eingehalten wird, insbesondere auch wenn eine steuerpflich-

tige Person mit Bezug auf die Leistungen bei Alter, Invalidität und Tod neben der Unterstel-

lung unter AHV und BVG im Ausland freiwillig weiterversichert ist (HUNZIKER/MAYER-KNO-

BEL, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], 4. Aufl. 2022, Art. 33 DBG N 23d; BGer vom 28.6.2019, 

2C_461/2018, E. 5.3.2.1). 

dd) In der Schweiz müssen Vorsorgeeinrichtungen ihre reglementarischen versicherungs-

technischen Bestimmungen über die Leistungen und die Finanzierung periodisch durch ei-

nen anerkannten Experten für berufliche Vorsorge auf ihre Gesetzmässigkeit überprüfen 

lassen (vgl. Art. 52e Abs. 1bis BVG). Dabei prüft der Experte unter anderem, ob der Vorsor-

geplan im Sinne von Art. 1 BVV 2 als angemessen gilt. Anschliessend stellt der Experte 

eine Bescheinigung aus, worin er die Übereinstimmung des Reglements mit den gesetzli-

chen Vorschriften bestätigt. Die Steuerbehörden können sich auf diese Überprüfung des 

Reglements durch den Experten für berufliche Vorsorge bzw. die Aufsichtsbehörde stützen. 

Bei steuerlichen Abzügen infolge von Beiträgen oder des Einkaufs in die berufliche Vor-

sorge überprüfen die Steuerbehörden somit lediglich, ob die Abzüge dem Reglement ent-

sprechen, nicht die Folge verdeckter Gewinnausschüttungen sind und nicht missbräuchlich 

geschehen (vgl. SCHNEIDER/MERLINO/MANGE, in: Kommentar zum schweizerischen Sozial-

versicherungsrecht, BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, Art. 1 BVG N 59 ff.). Im Gegensatz dazu 

werden die Vorsorgepläne von ausländischen Vorsorgeeinrichtungen nicht auf ihre (quan-

titative) Angemessenheit überprüft. Daher ist eine Einzelfallprüfung der Angemessenheit 

 

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vorzunehmen, wenn der Versicherte einer ausländischen Vorsorgeeinrichtung unterstellt ist 

(vgl. BGer 2C_461/2018 vom 28. Juni 2019 E. 5.3.2.3).  

b) Im Recht liegen vier Versicherungsausweise der PAT BVG, datiert vom 27. Februar und 

30. November 2017 sowie vom 31. Januar und 5. Dezember 2018 (vi-act. 21 u. 22; 

act. 2/1.14 u. 2/2.13). Darin wurden die Sparbeiträge unabhängig vom versicherten Ein-

kommen jeweils mit genau 25 Prozent des versicherten Einkommens (im Auszug vom 

27. Februar 2017 betrug dieses Fr.__ und in den übrigen Auszügen Fr.__) bzw. Fr.__ und 

Fr.__ ausgewiesen. Die Vorinstanz hat diesen Sachverhalt rechnerisch korrekt dargestellt 

(act. 10: Vernehmlassung, S. 4). Die reglementarischen Beiträge entsprachen somit gerade 

noch den Vorgaben von Art. 1 Abs. 2 lit. b BVV 2. Es ist den Rekurrenten zwar zuzustim-

men, dass diese Norm die Angemessenheit lediglich des Berechnungsmodells und nicht 

der Berechnung im Einzelfall vorsieht und die Angemessenheit somit nicht unbedingt im 

individuellen Fall bei nachträglicher Prüfung einzuhalten ist (vgl. BGE 141 V 416 E. 6.2). 

Weder aus den eingereichten Akten noch aus den Vorbringen der Rekurrenten ergibt sich 

jedoch, dass das nach Art. 52e Abs. 1bis BVG geprüfte Berechnungsmodell der PAT BVG 

erhöhte Sparbeiträge vorsieht. Da es sich dabei um eine steuermindernde Tatsache han-

delt, wäre es nach der im Steuerrecht geltenden Beweislastregel an den Rekurrenten gele-

gen, den notwendigen Nachweis zu erbringen (BGE 140 II 248 E. 3.5). Gestützt auf die 

dem Gericht vorliegenden Akten ist somit davon auszugehen, dass die streitigen Beiträge 

über der 25-Prozentgrenze von Art. 1 Abs. 2 lit. b BVV 2 liegen und wegen fehlender An-

gemessenheit steuerlich nicht als reglementarische Beiträge zum Abzug zuzulassen sind. 

Zu prüfen ist nachfolgend, ob es sich bei den Vergütungen an die BÄV nicht um reglemen-

tarische Beiträge, sondern um Einkaufsbeiträge handelte, wie die Rekurrenten geltend ma-

chen. 

c) aa) Einkäufe in eine Vorsorgeeinrichtung dienen der Schliessung einer Beitragslücke in 

der Vorsorge. Die angeschlossene Person kann dadurch den Ausgleich schaffen zwischen 

dem effektiv vorhandenen Vorsorgekapital und dem maximalen Betrag, den sie hätte an-

sparen können, falls sie über ihre ganze berufliche Laufbahn hinweg (ab Alter 25, in man-

chen Fällen ab 18 Jahren) bei ihrer jetzigen Vorsorgeeinrichtung gemäss dem bestehenden 

Vorsorgeplan und aufgrund ihres jetzigen versicherten Lohns Beiträge einbezahlt hätte 

(HUNZIKER/MAYER-KNOBEL, in: Zweifel/Beusch (Hrsg.), 4. Aufl. 2022, Art. 33 DBG N 24). 

Gemäss dem Versicherungsausweis der PAT BVG vom 5. Dezember 2018 betrug die mög-

liche Einkaufssumme zu diesem Zeitpunkt Fr.__. Dagegen sieht die BÄV-Satzung, soweit 

ersichtlich, keine derartigen Einkaufsbeiträge vor, sondern lediglich "Zuzahlungen zur Vor-

ziehung des Rentenbeginnalters" (§ 31 Abs. 1 der Satzung der BÄV, Stand: 12. September 

 

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2020; nachfolgend: BÄV-Satzung). Eine solche Zahlung steht vorliegend jedoch nicht zur 

Diskussion.  

bb) Bei den streitigen Zahlungen handelt es sich vielmehr um Versorgungsabgaben, zu 

deren Zahlung sich der Rekurrent aufgrund der freiwilligen Fortsetzung der Mitgliedschaft 

bei der BÄV (§ 6 Abs. 6 lit. a BÄV-Satzung) verpflichtete. Nach § 27 Abs. 4 BÄV-Satzung 

haben freiwillige Mitglieder, die sich im Ausland aufhalten, monatlich mindestens die 0,1-

fache Versorgungsabgabe zu entrichten. Diese entspricht der Summe der höchsten monat-

lichen Pflichtbeiträge gemäss § 157 bis 159 des deutschen Sozialgesetzbuches VI (§ 30 

Abs. 1 BÄV-Satzung). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, wahlweise eine erhöhte Ver-

sorgungsabgabe des 1,1-, 1,3-, 1,5- oder 1,8-fachen zu entrichten (§ 25 Abs. 2 BÄV-Sat-

zung). Von dieser Option machte der Rekurrent Gebrauch und bezahlte im Jahr 2018 das 

1,8-fache der Versorgungsabgabe bzw. Fr. 26'114.40 ein. Die Wahlmöglichkeit nach § 25 

Abs. 2 BÄV-Satzung ist vergleichbar mit einem Sparplanmodell, das auch von schweizeri-

schen Pensionskassen angewendet wird. Die St. Galler Pensionskasse unterscheidet 

bspw. zwischen den Sparplänen "Standard", "Plus" und "Minus" mit unterschiedlichen Ein-

zahlungsbeiträgen, die jährlich angepasst werden können (vgl. www.sgpk.ch und dort unter 

Versicherte/Sparpläne, besucht am 17. Februar 2025), wie das Übrigens auch bei der BÄV 

der Fall ist. In der BÄV-Satzung-Renteninformation vom 1. Januar 2019 wurden die ent-

sprechenden Optionen mit den Auswirkungen auf die Monatsrenten aufgezeigt (act. 2/2.5). 

Das Vorbringen der Rekurrenten, die geleisteten Beiträge an die BÄV wiesen wesentliche 

Elemente von Einkaufsbeiträgen nach schweizerischem Modell auf, trifft daher nicht zu.  

cc) Somit ergibt sich, dass es sich bei den streitigen Zahlungen nicht um Einkaufsbeiträge, 

sondern um reglementarische bzw. periodische Beiträge an die BÄV handelte, die der 25-

Prozentgrenze von Art. 1 Abs. 2 lit. b BVV 2 unterliegen. Da diese Limite bereits durch die 

Beitragszahlungen an die PAT BVG ausgeschöpft wurde, besteht grundsätzlich kein Spiel-

raum für die steuerliche Berücksichtigung weiterer Jahresbeiträge. Zu prüfen ist nachfol-

gend, ob die Sache anders zu beurteilen ist, weil bei der PAT BVG eine Einkaufslücke 

bestand, wie die Rekurrenten geltend machen. Sie bringen unter Verweis auf BGer 

2C_461/2018 vor, eine freiwillige Beitragszahlung an eine grundsätzlich hinzunehmende 

europäische Vorsorgeeinrichtung könne nicht schädlich sein, solange Einkaufspotenzial in 

der Schweiz bestehe. 

d) aa) Das Bundesgericht hatte in dem von den Rekurrenten zitierten Urteil einen ähnlich 

gelagerten Fall zu beurteilen. Es kam zum Schluss, dass die ausländische Vorsorgeeinrich-

 

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tung, gleich wie die BÄV, kein Prüfungsverfahren hinsichtlich der Angemessenheit durch-

laufen habe und es damit auch unklar sei, ob die Leistungsziele gemäss Art. 1 Abs. 2 und 

3 BVV 2 für die Gesamtheit der Vorsorgeverhältnisse eingehalten würden. Dies spiele indes 

keine Rolle, weil die streitigen Beträge auch in Zukunft zusammen mit den projektierten 

Leistungen aus der schweizerischen Vorsorgeeinrichtung nicht zu einer Überschreitung der 

Leistungsziele führten. Die Steuerbehörde werde die Angemessenheit der Vorsorge jedoch 

zu prüfen haben, wenn in Zukunft erheblich höhere Beiträge an das ausländische Versor-

gungswerk geleistet würden (BGer 2C_461/2018 vom 28. Juni 2019 E. 5.3.2.3). Im vorlie-

genden Fall liegt der Sachverhalt insofern anders, als zum einen die Beitragsgrenze von 25 

Prozent bereits mit den Beiträgen an die PAT BVG erreicht wurde und, wie nachfolgend 

kurz zu zeigen sein wird, auch hinsichtlich der reglementarischen Leistungen nach Art. 1 

Abs. 2 lit. a BVV 2 kein wesentlicher Spielraum mehr bestand. Zum andern wurde seitens 

des Rekurrenten nicht geltend gemacht, der Vorsorgeplan der PAT BVG sehe in seinem 

Fall höhere Grenzwerte vor. 

bb) Gemäss dem Versicherungsausweis der PAT BVG per 2018 (act. 2/2.13) beträgt die 

reglementarische Altersleistung (Kapital) unter Berücksichtigung der noch vorhandenen 

freien Einkaufssumme (Fr.__) insgesamt Fr.__ (bei einer Verzinsung von 0 Prozent). Bei 

einem Umwandlungssatz von 5,4 Prozent ergibt sich eine Altersleistung von rund Fr.__ 

bzw. 66,6 Prozent des hypothetisch letzten versicherbaren Lohns von Fr.__. Die Jahres-

rente liegt demnach knapp innerhalb der Vorgabe von Art. 1 Abs. 2 lit. a BVV 2, wonach die 

reglementarischen Leistungen 70 Prozent des letzten versicherbaren AHV-pflichtigen 

Lohns oder Einkommens vor der Pensionierung nicht überschreiten dürfen. Unter Hinzu-

rechnung der monatlichen Altersrente der BÄV in der Höhe von maximal € 4'962.– bzw. 

rund Fr. 4'600.– ergibt sich aus den beiden Vorsorgeeinrichtungen ein jährliches Renten-

einkommen von Fr.__.  

cc) Dies zeigt, dass die projektierten Leistungen der BÄV in Ergänzung zu denjenigen der 

PAT BVG zu einer Überschreitung der Leistungsziele gemäss Art. 1 Abs. 2 BVV 2 und da-

mit in einer Gesamtbetrachtung zu einer Verletzung des in Art. 1 BVG verankerten Grund-

satzes der Angemessenheit führen. Damit fällt auch ein steuerlicher Abzug gemäss Art. 45 

Abs. 1 lit. d StG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG ausser Betracht (REICH/VON AH/BRAWAND, 

in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], 4. Aufl. 2022, Art. 9 StHG N 41). Die Sache wäre allenfalls an-

ders zu beurteilen, wenn das bei der PAT BVG bestehende Einkaufspotenzial in die BÄV 

"transferiert" werden könnte. Dafür besteht jedoch, wie die Beschwerdebeteiligte zutreffend 

feststellte, keine gesetzliche Grundlage. Unter den bestehenden Rahmenbedingungen ob-

 

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läge es daher der Vorinstanz, über die Höhe der bei der BÄV bzw. der PAT BVG bestehen-

den Beitragslücken Buch zu führen, um steuerbefreite Überzahlungen zu verhindern. Dies 

ist ihr indes nicht zumutbar. 

e) Vor diesem Hintergrund geht auch der von den Rekurrenten vorgebrachte Vorwurf der 

Verletzung des Diskriminierungsverbots sowie der Personenfreizügigkeit nach FZA oder 

des Gleichbehandlungsgebots nach DBA CH-DE fehl. Durch die Prüfung der Angemessen-

heit im Einzelfall werden Ausnahmefälle, in denen eine in der Schweiz tätige Person bei 

einer ausländischen Vorsorgeeinrichtung versichert ist, den Fällen gleichgestellt, in denen 

eine Person ausschliesslich bei Schweizer Vorsorgeeinrichtungen versichert ist. Dadurch 

wird eine Privilegierung der Personen verhindert, die zusätzlich bei einer ausländischen 

Vorsorgeeinrichtung versichert sind (vgl. BGer 2C_461/2018 vom 28. Juni 2019 E. 5.3.2.2).  

f) Soweit die Rekurrenten im Eventualstandpunkt beantragen, die Beiträge seien im Umfang 

der ausserordentlichen, überobligatorischen Beträge zum Abzug zuzulassen, ist darauf hin-

zuweisen, dass es sich bei den streitigen Beiträgen, wie dargelegt (vorne E. 4c/bb), um 

reglementarische Beiträge handelt, die sich nicht auf einen versicherten Lohn beziehen und 

daher auch keine überobligatorische Komponente im Sinn des BVG aufweisen, auch wenn 

sie in der Bestätigung der BÄV als "überobligatorische Versorgungsabgaben" bezeichnet 

werden (act. 21/4). Darin wird zudem bestätigt, dass der Rekurrent seit dem 1. Juli 2011 

ausschliesslich freiwillige Versorgungsabgaben an die BÄV gezahlt habe, was im Wider-

spruch zu § 27 Abs. 4 BÄV-Satzung steht, wonach freiwillige Mitglieder, die sich im Ausland 

aufhalten, monatlich mindestens die 0,1-fache Versorgungsabgabe (…) zu entrichten ha-

ben (act. 2/1.3). Freiwillig ist demnach die Mitgliedschaft – die das Mitglied gemäss § 7 

Abs. 4 BÄV-Satzung jedoch nicht kündigen kann – nicht aber der Beitrag, der wahlweise 

erhöht werden kann. 

g) Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beiträge des Rekurrenten in die Vorsorge-

einrichtungen 2017 und 2018 die Angemessenheit nach Art. 1 Abs. 2 lit. b BVV 2 verletzen. 

Angesichts dessen hat die Vorinstanz die geltend gemachten Beiträge an die ausländische 

Vorsorgeeinrichtung von Fr. 16'039.30 (2017) und Fr. 30'158.65 (2018) zu Recht nicht zum 

Abzug zugelassen. Dadurch wurden weder Bestimmungen des FZA noch des DBA CH-DE 

verletzt. Die Rekurse und die Beschwerden sind abzuweisen. 

6.- [Kostenspruch] 

 

 

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Entscheid: 

1. Die Rekurse betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2017 und 2018 (Verfahren 

I/1-2024/74) werden abgewiesen.  

2. Die Beschwerden betreffend die direkten Bundessteuern 2017 und 2018 (Verfahren 

I/1-2024/75) werden abgewiesen. 

3. Die Rekurrenten haben die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 2'000.– zu bezahlen, 

unter Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

4. Die Beschwerdeführer haben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 500.– zu 

bezahlen, unter Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

5. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 03.04.2025
	Abzugsfähigkeit von Beiträgen in die berufliche Vorsorge einer ausländischen Einrichtung (Art. 45 Abs. 1 lit. d StG) Ein Vorsorgeplan gilt unter anderem dann als angemessen, wenn die reglementarischen Leistungen nicht 70 Prozent des letzten versicherbaren AHV-pflichtigen Lohns oder Einkommens vor der Pensionierung überschreiten (Art. 1 Abs. 2 lit. a BVV 2) oder die gesamten reglementarischen Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmern, die der Finanzierung der Altersleistungen dienen, nicht mehr als 25 Prozent aller versicherbaren AHV-pflichtigen Löhne beziehungsweise die Beiträge der Selbständigerwerbenden nicht mehr als 25 Prozent des versicherbaren AHV-pflichtigen Einkommens pro Jahr betragen (lit. b). Bestehen mehrere Vorsorgeverhältnisse, ist sicherzustellen, dass der Grundsatz der Angemessenheit sinngemäss für die Gesamtheit der Vorsorgeverhältnisse eingehalten wird, insbesondere auch wenn eine steuerpflichtige Person mit Bezug auf die Leistungen bei Alter, Invalidität und Tod neben der Unterstellung unter AHV und BVG im Ausland freiwillig weiterversichert ist (E. 4 a, cc). Im Gegensatz zu schweizerischen werden die Vorsorgepläne von ausländischen Vorsorgeeinrichtungen nicht auf ihre (quantitative) Angemessenheit überprüft. Daher ist eine Einzelfallprüfung der Angemessenheit vorzunehmen, wenn der Versicherte einer ausländischen Vorsorgeeinrichtung unterstellt ist. Unter Anwendung der steuerlichen Beweislastregel und gestützt auf die vorliegenden Akten sind die streitigen Beiträge wegen fehlender Angemessenheit nicht zum Abzug zuzulassen (E. 4 b).

		2026-01-28T04:33:36+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen