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**Case Identifier:** 4806723f-6379-57ea-b626-183c77b4d9b1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2008 D-5892/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5892-2008_2008-09-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5892/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon Scuntaro, 
Gerichtsschreiberin Sara Steiner.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asyl und Wegweisung; Verfügung des 
BFM vom 9. September 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5892/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  am 
18. August 2008  verliess  und  per  Flugzeug  über  die  Türkei  am 
19. August 2008 in die Schweiz gelangte, wo er  am 21. August 2008 
um Asyl ersuchte,

dass  er  am  26. August 2008  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
Z._______ summarisch befragt wurde,

dass am 29. August 2008 eine einlässliche Befragung zu den Flucht-
gründen durchgeführt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Hauptsache  geltend  machte,  er  sei 
seit Anfangs 2004 Mitglied und seit November 2007 Koordinator beim 
Niger Delta Vigilante Movement,

dass er  Ende April  2008 als  Vertreter  dieser Organisation an einem 
offenen  Gespräch  zwischen  verschiedenen  Interessengruppen  und 
Regierungsvertretern teilgenommen habe, zu dessen Beginn sich alle 
Teilnehmer mit Name und Herkunftsort  in eine Liste haben eintragen 
müssen,

dass es im Anschluss zu Ausschreitungen mit  Verletzten gekommen 
sei und die Interessengruppen der Aufhetzung beschuldigt worden sei-
en,

dass ihm zwar die Flucht gelungen sei, er aber seine Arbeit in einer 
Tankstelle  Ende Mai  2008 habe aufgegeben müssen,  weil  Mitglieder 
anderer Gruppen, welche am offenen Gespräch teilgenommen hätten, 
an ihrem Arbeitsplatz verhaftet worden seien und seine Mitarbeiter ihm 
gedroht hätten,

dass im Juni ein Mitglied seiner Gruppe erschossen worden sei,

dass er eines Tages Mitte Juli aus Angst begonnen habe sich zu ver-
stecken und die Joint Task Force (JTF) ihn am nächsten Tag bei sich 
zu Hause gesucht und, da er nicht zu Hause gewesen sei und sein Va-
ter und seine Brüder weggerannt seien, seine Mutter verhaftet habe,

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dass er am nächsten Tag beziehungsweise im Juli noch einmal nach 
Hause gegangen sei, wo er sich nur kurz aufgehalten und seinen Vater 
und seine Brüder zum letzten Mal gesehen habe,

dass er am 25. Juli 2008 erneut in sein Elternhaus gegangen sei, wel-
ches  er  verwüstet  und  ohne  seine  Familienmitglieder,  deren  Aufent-
haltsort  er seither nicht mehr kenne, vorgefunden habe und Nachbarn 
ihm mitgeteilt hätten, dass dies das Werk der JTF gewesen sei, welche 
ihn am Tag zuvor erneut zu Hause gesucht hätte,

dass er zwei oder drei Tage später abgereist sei, wobei ein Gemeinde-
anführer  beziehungsweise  seine  Organisation  die  Reise  organisiert 
und finanziert habe,

dass seine Mutter in der Haft bedroht und misshandelt worden sei, da-
mit  sie  seinen  Aufenthaltsort  bekannt  gebe,  woraufhin  sie  am 
27. Juli 2008 gestorben sei,

dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere zu den Akten gab 
und  auf  diesbezügliche  Fragen  des  BFM  angab,  er  habe  nie  einen 
Pass oder  eine Identitätskarte besessen und sei  mit  einem fremden 
Pass gereist,  welcher  das Foto einer  anderen Person enthalten,  auf 
den Namen B._______ – den Vornamen wisse er nicht– gelautet habe 
und  ihm am Flughafen Y._______  von den  Leuten,  die  seine  Reise 
organisiert hätten, wieder weggenommen worden sei,

dass er  einzig einen Führerschein besessen habe, nach der Zerstö-
rung seines Hauses aber nicht wisse, wo dieser sich befinde,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. September 2008 – gleichentags 
eröffnet –  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein-
trat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordne-
te,

dass  es  dabei  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe innerhalb der eingeräumten Frist von 48 Stunden 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe die Grenzen mit 
einem fremden Foto im Pass passieren können, angesichts der stren-
gen Kontrollen in Afrika und Europa nicht geglaubt werden könne,

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dass  es  auch  realitätsfremd  sei,  wenn  sich  der  Beschwerdeführer 
nicht mehr an die Personalien im Pass erinnern wolle, wo er doch je-
derzeit danach hätte gefragt werden können,

dass des Weiteren davon ausgegangen werden könne, die Reise nach 
Lagos  und  die  anschliessende  Ausreise  wäre  nicht  ohne  weiteres 
möglich  gewesen,  wenn er  tatsächlich  von der  JTF gesucht  worden 
wäre,

dass der Beschwerdeführer zudem widersprüchliche Aussagen zu den 
Personen mache, welche seine Reise organisiert und finanziert haben 
sollen,

dass somit davon ausgegangen werden müsse, der Beschwerdeführer 
habe zur Verschleierung seines wahren Reiseweges beziehungsweise 
seiner wahren Identität keine Ausweis- oder Reisepapiere eingereicht 
und sei mit seinem eigenen, legalen Pass und einem gültigen Visum in 
Europa eingereist,

dass somit keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosigkeit vorlä-
gen,

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
nötig seien,

dass  es  bezüglich  der  Flüchtlingseigenschaft  erwog,  die  Vorbringen 
des Beschwerdeführers entsprächen nicht der allgemeinen Erfahrung 
und der Logik des Handelns und seien deshalb unglaubhaft,

dass er als Mitglied einer illegalen Organisation kaum in der Funktion 
eines Koordinators oder Vertreters dieser Organisation bei offenen Ge-
sprächen hätte teilnehmen können,

dass er diesen Anlass bei der ersten Befragung mit keinem Wort als 
Auslöser für die Suche nach ihm erwähnt habe,

dass des Weiteren unlogisch sei, dass er noch bis Ende Mai zur Arbeit 
gegangen sei,  sein Vater und seine Brüder nach der Verhaftung der 
Mutter  zuerst  weggerannt,  dann  aber  weiterhin  zu  Hause  geblieben 

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seien und er keine näheren Angaben zu der Verhaftung machen kön-
ne, obwohl er den Vater und die Brüder danach noch einmal gesehen 
habe,

dass sich der Beschwerdeführer widersprochen habe, indem er zuerst 
zu  Protokoll  gegeben  habe,  andere  Mitglieder  seiner  Gruppe  bezie-
hungsweise Leute der Gemeinde seien verhaftet worden, später aber 
gesagt habe, er wisse nicht, was mit den anderen Mitgliedern seiner 
Gruppe geschehen sei, aber Anfang Juni sei ein Mitglied seiner Grup-
pe erschossen worden,

dass er zudem widersprüchliche Angaben mache, betreffend den Zeit-
punkt, wann er selber noch einmal zu Hause seinen Vater und seine 
Brüder  angetroffen  habe,  beziehungsweise  seit  wann  seine  Familie 
zerstreut gewesen sei,

dass seine Erklärungen für  das Verlassen seines Arbeitsplatzes und 
bezüglich  der  geltend  gemachten  Drohungen  seiner  Mitarbeiter,  wie 
auch seine Erläuterungen, warum er sich am Tag der Verhaftung sei-
ner Mutter nicht zu Hause respektive wo er sich seither aufgehalten 
habe, vage und undifferenziert geblieben seien,

dass sich der Beschwerdeführer zudem, selbst wenn seine Ausführun-
gen geglaubt werden könnten – was wie oben ausgeführt nicht der Fall 
sei  –, irgendwo in Nigeria hätte niederlassen können, beispielsweise 
bei seinem Cousin, bei dem er schon während der Sekundarschulzeit 
gelebt habe,

dass im Weiteren der Wegweisungsvollzug aufgrund der Aktenlage als 
zulässig, zumutbar und möglich erscheine,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei die Aufhebung der Verfügung, die Rückweisung an die 
Vorinstanz zur  Prüfung des Asylgesuchs und das Eintreten auf  sein 
Asylgesuch beantragte,

dass  er  dabei  zur  Begründung  ausführte,  die  blosse,  unbelegte  Be-
hauptung des BFM, er sei mit eigenen Dokumenten gekommen, stim-
me nicht, vielmehr sei er mit einem gefälschten Pass hierher gekom-
men, den er aber dem Schlepper sofort wieder habe abgeben müssen,

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dass er in Nigeria nie eine Identitätskarte oder einen Pass sondern nur 
einen  Führerschein  gehabt  habe,  den er  aber  nicht  kommen lassen 
könne, da alle von zu Hause geflohen seien,

dass bezüglich seiner Flüchtlingseigenschaft weitere Abklärungen nö-
tig seien,

dass er zudem entgegen der Meinung des BFM nicht über eine inner-
staatliche  Fluchtalternative  verfüge,  da  er  nicht  bei  seinem  Cousin 
oder sonstwo in Nigeria leben könne, weil ihn verdeckte Ermittler je-
derzeit ausfindig machen könnten,

dass  schliesslich  der  Vollzug  der  Wegweisung  unzulässig,  aufgrund 
der Situation in Nigeria unzumutbar und aufgrund seiner Papierlosig-
keit auch unmöglich sei,

dass in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021)  und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses er-
sucht wurde, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  18. September 2008  beim  Bun-
desverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG – auf welchen sich die angefochtene 
Verfügung  stützt  –  das  offenkundige  Nichtbestehen  der  Flüchtlings-
eigenschaft  im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen 
von Wegweisungshindernissen zu beurteilen sind, soweit dies im Rah-
men einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. 
E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 

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Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass unter den Begriff  „Reise- und Identitätspapiere“ gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, wel-
che die Identität zweifelsfrei und fälschungssicher belegen, namentlich 
Reisepässe und Identitätskarten (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2007/7 
E. 4-6 S. 58ff.),

dass  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen  keine  Identitäts-
dokumente einreichte,

dass das BFM zutreffend zum Schluss gelangte, er könne dafür keine 
entschuldbaren Gründe glaubhaft machen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  bezüglich  seiner 
Identitätskarte  und  seines  Reisepasses  auf  Wiederholungen  von  im 
erstinstanzlichem Verfahren  bereits  vorgebrachten  Ausführungen  be-
schränkt  und  nichts  Neues  substanziiert  vorzubringen  vermag,  was 
geeignet wäre die zutreffenden Erwägungen des BFM zu widerlegen, 
weshalb diesbezüglich auf diese verwiesen werden kann,

dass der Eindruck der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe zur Ver-
schleierung seiner wahren Identität keine Ausweis- oder Reisepapiere 

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eingereicht,  insbesondere  auch  durch  die  Behauptung  des 
Beschwerdeführers  bestätigt  wird,  er  spreche  neben  Englisch  keine 
Stammessprache,  was  bei  einem  Angehörigen  eines  afrikanischen 
Landes schwer vorstellbar ist,

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass das BFM im Weiteren im Ergebnis zu Recht von der offenkundi-
gen Unglaubhaftigkeit der Gesuchsvorbringen ausging,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  bezüglich  der  Flücht-
lingseigenschaft keine substanziierten Gründe darlegen konnte, wes-
halb  zusätzliche  Abklärungen  nötig  sein  sollten  und  solche  nach 
Durchsicht der Akten auch nicht ersichtlich sind,

dass die Vorinstanz zu Recht davon ausging, es sei unwahrscheinlich, 
dass sich die Regierung mit einer illegalen Organisation zu einem offe-
nen  Gespräch  getroffen  hätte,  insbesondere  da  diese  Organisation 
nach Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts nicht so friedlich 
zu sein scheint, wie der Beschwerdeführer behauptet, sondern offen-
bar auch bereit ist zur Erreichung ihrer Ziele Gewalt anzuwenden,

dass zudem nicht geglaubt werden kann, dass Mitglieder einer illega-
len Organisation bereit gewesen wären, ihren Namen und ihren Her-
kunftsort  zu Beginn dieses offenen Gesprächs in eine Liste einzutra-
gen, hätten sie doch damit rechnen müssen, dass die Polizei sie spä-
ter anhand dieser Liste ausfindig machen könnte,

dass diese Zweifel an der Glaubhaftigkeit durch die vagen Auskünfte 
des  Beschwerdeführers  zu  zentralen  Fragen  im Zusammenhang  mit 
seinen Fluchtvorbringen bestätigt werden, vermochte er doch zum Bei-
spiel die Teilnehmenden, den Ablauf und die Themen dieses offenen 
Gespräches nur sehr allgemein wiederzugeben, so dass der Eindruck 
entsteht, er habe nicht selber daran teilgenommen, sodann war es ihm 
auch nicht möglich, die ungefähre Anzahl der Leute der JTF, die bei 
ihm zu Hause aufgetaucht seien, anzugeben,

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dass insbesondere auch die vom BFM zu Recht festgestellte Tatsache, 
dass der Beschwerdeführer das offene Gespräch bei der ersten Befra-
gung nicht als Grund für die Suche nach ihm angegeben hat, erstaunt, 
wurde er doch explizit gefragt, woher die JTF wusste, dass er Mitglied 
dieser Organisation sei, worauf er die Liste, welche an diesem Treffen 
erstellt worden sei, hätte erwähnen können, stattdessen aber zur Ant-
wort gab, die JTF hätte ihre Informanten,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen im Weiteren auf die Begrün-
dung  des  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen  werden 
kann,

dass zufolge offenkundiger Unglaubhaftigkeit  der  Gesuchsvorbringen 
auf  Erwägungen über deren allfällige Asylrelevanz verzichtet  werden 
kann,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Resultat  keinerlei  Gefährdungslage 
nachvollziehbar  machen  konnte,  weshalb  das  Nichtbestehen  der 
Flüchtlingseigenschaft einerseits und – wie sich auch aus den nachfol-
genden Erwägungen zum Vollzug der Wegweisung ergibt – das Fehlen 
von  Wegweisungsvollzugshindernissen  andererseits  gleichermassen 
offensichtlich und aufgrund der Akten keine weiteren Abklärungen nö-
tig sind (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass dadurch der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Einwand 
der fehlenden innerstaatlichen Fluchtalternative obsolet wird,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 

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oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass sich der Beschwerdeführer inbesondere entgegen seinen Ansich-
ten sehr wohl beim vom BFM erwähnten Cousin niederlassen könnte, 
da er in Nigeria – wie soeben dargelegt – keine Verfolgung zu befürch-
ten hat, 

dass deshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass insbesondere der Einwand des Beschwerdeführers, die Rückfüh-
rung sei ohne Papiere unmöglich, fehl geht, da diese mit seiner Mitwir-
kung bei der Nigerianischen Vertretung in der Schweiz beschafft wer-
den könnten, ohne dass er dadurch gefährdet würde, konnte er doch 
seine Flüchtlingseigenschaft – wie soeben dargelegt – nicht glaubhaft 
machen,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass der Antrag auf Verzicht auf das Erheben eines Kostenvorschus-
ses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darü-
ber nicht mehr zu befinden ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums  Z._______  (Einschreiben; Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Z._______ (per Tele-
fax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, mit  der Bitte  um Eröffnung 
des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der 
beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das  Bundesver-
waltungsgericht)

- _______

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner

Versand: 

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