# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92916562-b5b6-5d63-a8cf-a76376696a50
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.09.2025 IV 2024/139
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-139_2025-09-18.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/139

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.10.2025

Entscheiddatum: 18.09.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 18.09.2025
Art. 28 ff. IVG. Anspruch auf eine Invalidenrente. Das von der IV-Stelle 
eingeholte interdisziplinäre Gutachten ist voll beweiskräftig; es kann darauf 
abgestellt werden. Da die Versicherte in einer adaptierten Hilfsarbeit voll 
arbeitsfähig ist, resultiert kein rentenbegründender IV-Grad. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 18. September 2025, IV 2024/139)

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/17 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung II 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 18. September 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Tanja Petrik-Haltiner 
und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/139 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

2/17 

Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich im Juni 2018 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 1). Sie gab an, dass sie zuletzt zu 80 % als SRK-Pflegehelferin gearbeitet habe. 

Einen Beruf habe sie nicht erlernt. Seit ca. Ende März/Anfang April 2017 bis heute bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit. Sie leide an einer mittelgradigen Depression und einem Burnout sowie an 

Problemen mit dem Sehnenband an beiden Daumen. 

A.b Die B.___ AG berichtete der IV-Stelle am 24. Juli 2018 (IV-act. 12), dass sie die Versicherte vom 
16. Juli 2011 bis 31. Dezember 2017 als Pflegehelferin SRK beschäftigt habe. Seit dem 1. September 

2013 habe die Versicherte in einem Pensum von 80 % gearbeitet. Vom 5. März 2017 bis 31. Dezember 

2017 sei sie zwischen 30 bis 100 % arbeitsunfähig gewesen. Im Jahr 2015 habe der Lohn Fr. 52'454.35 

und im Jahr 2016 Fr. 51'426.90 betragen. Das Arbeitsverhältnis war durch die Arbeitgeberin aufgelöst 

worden (IV-act. 12-9). 

A.c Die Hausärztin Dr. med. C.___ berichtete der IV-Stelle am 21. September 2018 (IV-act. 15), dass 
die Versicherte seit dem 18. Dezember 2017 in der Tätigkeit als Pflegehilfe zu 100 % arbeitsunfähig 

sei. Die psychische Lage sei im Moment stabil und beide Handgelenke seien operiert worden. Eine dem 

Leiden angepasste Tätigkeit sei der Versicherten sechs Stunden pro Tag zumutbar. Die Psychiaterin 

Dr. med. Dipl. Psych. D.___ gab in ihrem Bericht vom 16. Oktober 2018 (IV-act. 22) als Diagnosen eine 

mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), ein Burnout und 

Gelenkschmerzen in beiden Händen an. Die behandelnde Psychiaterin erklärte, dass die Versicherte 

an Schmerzen in der rechten Hand (Arthrose) leide. Vor ein paar Wochen sei dort ein Ganglion entfernt 

worden und es sei versucht worden, die Arthrose im Bereich der Mittelhandknochen zu beheben. Bei 
der Operation habe es Komplikationen gegeben. Die A. Radialis und weitere Gefässe/Nerven seien 

verletzt worden. Zusätzlich bestünden Schlafstörungen und leichte Stimmungsschwankungen. In 

Pflegetätigkeiten habe vom 7. Mai 2017 bis zum 31. Dezember 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 30 bis 

100 % und ab 1. Januar 2018 eine solche von 100 % bestanden. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit 

sei der Versicherten ca. vier Stunden pro Tag zumutbar. Dr. med. E.___, Facharzt für Chirurgie, 

berichtete der IV-Stelle am 9. November 2018 (IV-act. 24), dass die Versicherte an einem dorsalen SL-

Ganglion und an einer Synovitis STT rechts leide. Er habe ihr für die Zeit vom 27. Juli 2018 bis heute 

für alle Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe bis Ende 

November 2018. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei der Versicherten acht Stunden pro Tag 

zumutbar. Am 15. Mai 2018 hatte sich die Versicherte wegen einer chronisch rezidivierenden 

Tenosynovitis im 1. Strecksehnenfach links einer 4 x Synovektomie mit einer Erweiterungsplastik 

Retinaculum unterzogen (IV-act. 24-12). Am 7. August 2018 waren wegen eines dorsalen SL-Ganglion 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

3/17 

rechts und einer Synovitis STT eine Arthroskopie, eine Abtragung des Ganglions und eine 

Synovektomie STT erfolgt (IV-act. 24-13). 

A.d RAD-Ärztin Dr. med. F.___ notierte am 26. November 2018 (IV-act. 25), dass in der 
angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin keine Arbeitsfähigkeit bestehe. In einer adaptierten, manuell 

leichten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % steigerbar. 

A.e Der Psychiater Dr. med. G.___ berichtete der IV-Stelle am 6. Mai 2019 (IV-act. 34), dass die 
Versicherte wegen der Schmerzen in den Händen und der daraus resultierenden Antriebslosigkeit nicht 

mehr aus dem Chaos der Verwahrlosung herauskomme. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe 

wegen der Schmerzen in den Händen und der Antriebslosigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die 

Versicherte sei sehr motiviert, in einer ideal adaptierten Tätigkeit 50 bis 80 % zu arbeiten. 

A.f Bereits am 28. Februar 2019 war die Versicherte wegen der chronischen 
Handgelenksbeschwerden beidseits, rechts ausgeprägter, in der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) untersucht worden (IV-act. 43). Bei 

einem Verdacht auf eine Früharthrose im Daumensattelgelenk hatte der Oberarzt unter BV-Kontrolle 

die Infiltration des Daumensattelgelenks durchgeführt und festgehalten, dass die Beschwerden kurz 

nach der Infiltration bereits deutlich rückläufig gewesen seien. Bei einer Verlaufskontrolle vom 10. April 

2019 (Bericht vom 26. April 2019, IV-act. 39) hatte die Versicherte angegeben, dass die Wirkung der 

Spritze für zwei Wochen angehalten habe. Die Beschwerden seien allerdings nie vollständig 
verschwunden gewesen. Mittlerweile habe sie wieder die gleichen Beschwerden. Im Bereich der 

Narben bestünden Schmerzen mit einer starken Berührungsempfindlichkeit. Der Oberarzt hatte erklärt, 

dass er einerseits von einer narbigen Verwachsung des Ramus superfizialis des Nervus radialis nach 

der Spaltung des 1. Strecksehnenfachs ausgehe. Diesbezüglich empfehle er eine intensive 

Narbenbehandlung. Eine erneute Infiltration des Daumensattelgelenks sei für die Versicherte nicht in 

Frage gekommen. Dr. G.___ berichtete der IV-Stelle am 3. Juli 2019 (Eingang), dass die Versicherte 

mittelgradig depressiv sei. Die prekäre finanzielle Lage und die soziale Isolation erweckten in ihr die 

Angst, "geistig zu verstummen". Ihr Wunsch nach Arbeit sei immens. Dr. G.___ empfahl einen 

Arbeitsversuch in einem 20 %-Pensum. 

A.g Vom 16. September 2019 bis zum 15. Dezember 2019 erfolgte eine berufliche Abklärung (IV-act. 
67). Der Coach Fachstelle H.___ hielt im Schlussbericht vom 16. Dezember 2019 fest (IV-act. 70), dass 

die Versicherte das Pensum innerhalb der drei Monate auf 60 % erhöhen und konstant habe halten 

können. Die Leistungsfähigkeit, referenziert auf eine ausgebildete Fachperson Betreuung, habe im 

Rahmen des 60 % Pensums bei 50 % gelegen. Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle notierte 
am 17. Januar 2020 (IV-act. 74), der Versicherten gehe es aktuell schlechter als während der 

Abklärung. Im Betreuungsbereich bestehe eine ca. 30 %ige Arbeitsfähigkeit. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

4/17 

A.h Dr. G.___ berichtete der IV-Stelle am 23. März 2020 (IV-act. 83), dass es im Sommer 2019 zu 
einer leichten Verbesserung der depressiven Symptome gekommen sei. Mitte Dezember sei die 

Versicherte durch die Eingliederungsmassnahme "ins seelische Elend katapultiert" worden. Seit 

September 2019 leide sie an einer rezidivierenden schweren depressiven Episode. Es sei ein 

Klinikaufenthalt geplant. Die neue Hausärztin der Versicherten, med. pract. I.___, berichtete der IV-
Stelle am 28. Mai 2020 (IV-act. 86), dass die Versicherte unter anderem an degenerativen 

Erkrankungen der Wirbelsäule, LWS/HWS mit Wurzelreizsyndromen L5/S1 und C6/7, leide. 

A.i Der Aufenthalt in der Klinik J.___ dauerte vom 28. Mai 2020 bis zum 3. Juli 2020 (IV-act. 88-2 ff.). 
Die Klinikärztinnen gaben im Austrittsbericht vom 10. Juli 2020 als Diagnosen u.a. eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, ein chronisches Schmerzsyndrom bei 

degenerativen WS-Veränderungen/Diskopathien (Diskusprolapse LWS L5/S1 mit Wurzelkontakt S1 

rechts und HWS mit Wurzelreizung C6/7 bds.), Verspannungen der Schultermuskulatur rechts, eine 

Adipositas I°, einen Nikotinabusus und einen Verdacht auf eine atopische Dermatitis, ED 06/2020, an. 

Aus ärztlich-somatischer Sicht sei der Aufenthalt komplikationslos verlaufen. Nach einem Wechsel von 

einem Einzel- in ein Doppelzimmer sei die Versicherte deutlich affektlabiler und angespannter gewesen. 

Sie habe sich schlechter gefühlt und angegeben, dass sie durch die Bewegungseinheiten wieder mehr 

Schmerzen in den Händen und im Rücken habe. Infolgedessen habe sich die Versicherte für einen 

frühzeitigen Austritt entschieden. Die Versicherte habe beim Austritt affektlabil und niedergestimmt, 
jedoch auslenkbar und schwingungsfähig imponiert. 

A.j Am 23. Juli 2020 war die Versicherte wegen einer Fraktur des Os pisiforme Hand links in der 
Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG untersucht worden 

(Untersuchungsbericht vom 3. August 2020, IV-act. 92). Die Versicherte hatte sich die Fraktur eine 

Woche zuvor bei einem Sturz auf das linke Handgelenk zugezogen. 

A.k Am 9. Dezember 2020 berichtete die psychotherapeutische Tagesklinik K.___ der IV-Stelle über 
eine teilstationäre Behandlung vom 5. Oktober 2020 bis zum 31. Dezember 2020 (IV-act. 95). Die 

behandelnden Ärztinnen Dr. med. L.___ und M.___ gaben als Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit 

somatischem Syndrom, an. Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten die Diagnosen sonstige 

näher bezeichnete Arthropathien (Handgelenkarthrose bds.) und ein Status nach 

Gallenblasenentfernung (April 2020). Die Ärztinnen erklärten, dass die Behandlung in der Tagesklinik 

bis zum 15. Januar 2021 geplant sei. Für die Zeit danach schätzten sie die Arbeitsfähigkeit auf 50 %. 

Med. pract. I.___ berichtete der IV-Stelle am 16. Januar 2021 (IV-act. 106), dass der Versicherten die 
bisherige Tätigkeit noch vier Stunden pro Tag zumutbar sei. Zusätzlich bestehe eine verminderte 

Leistungsfähigkeit, deren Ausmass sich nach der Wiederaufnahme der Arbeit zeigen werde. Auch 

andere Tätigkeiten seien der Versicherten halbtags zumutbar. Dem Austrittsbericht der Tagesklinik 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

5/17 

K.___ vom 18. Februar 2021 (IV-act. 110-3 ff.) über die tagesklinische Behandlung vom 5. Oktober 

2020 bis zum 22. Januar 2021 war neben der Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode, neu die Diagnose eines chronischen Schmerzsyndroms/Status 

nach Hand OP (Arthrose) bds., degenerative WS-Veränderungen/Diskopathien; Verspannungen der 

Schultermuskulatur rechts, zu entnehmen. Die behandelnden Ärztinnen erklärten, dass die Versicherte 
durch die belastenden Vorfälle im April und Juli 2020 (Gallenkoliken/Gallensteine/Gallen-Operation, 

Handfraktur) in ein Loch gefallen sei. Durch die integrierte psychiatrische Behandlung habe sich ihr 

Zustand wesentlich verbessert. 

A.l Am 16. März 2021 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für einen Arbeitsversuch im Betrieb 
N.___ vom 12. April 2021 bis zum 16. Juli 2021 (IV-act. 120). Der Arbeitsversuch wurde per 28. Mai 

2021 vorzeitig abgebrochen, da die Arbeit zu einer Verschlechterung der Beschwerden geführt hatte 

(IV-act. 123 ff.). Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle hielt im Schlussbericht vom 9. Juni 

2021 (IV-act. 128) fest, aufgrund der Zunahme der physischen Beschwerden (Arm- und 

Rückenbeschwerden) bestehe ein instabiler Gesundheitszustand. Nach dem neuerlichen und vorzeitig 

abgebrochenen Arbeitsversuch könne der Betreuungsbereich seitens der IV nicht mehr unterstützt 

werden. 

A.m Dr. med. M.___ berichtete der IV-Stelle am 8. Juli 2021 (IV-act. 130), dass sich die Versicherte 
seit dem Austritt aus der Tagesklinik in ihrer Behandlung befinde. In einer ideal adaptierten Tätigkeit 
schätze sie die Arbeitsfähigkeit auf ca. 50 %. 

A.n Am 5. November 2021 erteilte die IV-Stelle die Kostengutsprache für eine berufliche Abklärung 
vom 9. November 2021 bis zum 9. Februar 2022 in der O.___ (IV-act. 139). Am 7. Februar 2022 

verlängerte sie die berufliche Abklärung bis zum 10. Mai 2022 (IV-act. 148). Am 1. April 2022 teilte die 

IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie bei der Stellensuche von der P.___ in Form eines Coachings 

vom 30. März 2022 bis zum 30. September 2022 unterstützt werde (IV-act. 156). Dem Schlussbericht 

der O.___ vom 5. Mai 2022 war zu entnehmen (IV-act. 160), dass im 1. Arbeitsmarkt ein Pensum von 

maximal 50 % möglich sei. Am 30. September 2022 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für einen 

Arbeitsversuch vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 bei Q.___ (IV-act. 174). In 

Zusammenhang mit dem Arbeitsversuch erteilte sie am selben Tag Kostengutsprache für eine 

Coaching-Leistung durch die P.___ (IV-act. 175), die sie am 15. Dezember 2022 bis zum 28. Februar 

2023 verlängerte (IV-act. 186). Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle notierte am 8. März 

2023 (IV-act. 191-13 f.), dass die bekannte Zahnproblematik ab Dezember 2022 akuter geworden sei. 

Für eine Zahnsanierung fehlten der Versicherten die finanziellen Mittel und die Kostenprüfung durch 
das Sozialamt ziehe sich hin. Dies habe zu einer Destabilisierung des Gesundheitszustands geführt 

und die Stellensuche sei anfangs Jahr 2023 zunehmend in den Hintergrund gerückt. Gemäss den 

"gemachten Erkenntnissen" funktioniere maximal ein 50 %-Pensum im 1. Arbeitsmarkt. Am 8. März 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

6/17 

2023 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie keinen Anspruch (mehr) auf berufliche 

Eingliederungsmassnahmen habe, da weitere berufliche Massnahmen nicht angezeigt seien (IV-act. 

193). Die Rentenprüfung erfolge separat. 

A.o Dr. L.___ berichtete der IV-Stelle am 12. Juli 2023, dass sich die Versicherte seit Juli 2021 in ihrer 
ambulanten psychotherapeutischen Behandlung befinde. Die Termine fänden alle 6-8 Wochen statt. In 
einer angepassten Tätigkeit schätze sie die Arbeitsfähigkeit auf ca. 30 bis 50 %. Med. pract. I.___ 

berichtete der IV-Stelle am 17. Juli 2023 (IV-act. 204), dass die bisherige Tätigkeit der Versicherten 

nicht mehr zumutbar sei. Ob ihr andere Tätigkeiten zumutbar seien, sei unklar, jedenfalls weniger als 

vier Stunden pro Tag. Dipl. med. R.___, Center S.___, erklärte im Bericht vom 3. August 2023 (IV-act. 

206-3 ff.), dass sie die Versicherte im Rahmen des Operationsvorbereitungsprogramms mit dem Ziel 

einer bariatrischen Operation betreut habe (siehe auch IV-act. 206-11 ff.). Fragen zur Arbeitsfähigkeit 

konnte sie nicht beantworten. Eine kardiologische Abklärung vom 20. Juni 2023 hatte 

altersentsprechende, weitgehend regelrechte kardiale Befunde gezeigt (IV-act. 206-7 ff.). 

A.p RAD-Arzt Dr. med. T.___ notierte am 29. September 2023 (IV-act. 211), dass eine gutachterliche 
Beurteilung (Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Rheumatologie) 

dringend indiziert sei. Diese erfolgte im Dezember 2023 und Januar 2024 durch die SMAB AG (IV-act. 

225). Die Sachverständigen gaben im Gutachten vom 6. März 2024 die folgenden Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an (vollständige Diagnoseliste siehe IV-act. 225-7): 

- Läsion des N. radialis superficialis im distalen Endstück mit sensiblem Ausfall und schmerzhaftem 

Tinelphänomen; 

- degeneratives Handgelenksleiden beidseits, rechtsbetont; 

- degeneratives Panvertebralsyndrom mit Bandscheibenhernie L5/S1 mit Kontakt zur Nervenwurzel 

S1 rechtsseitig sowie Wurzelreizung C6/C7 beidseits und betonte Brustkyphose. 

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten die Sachverständigen unter 

anderem eine Adipositas WHO Grad II und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

remittiert (vollständige Diagnoseliste: IV-225-7). Die rheumatologische Sachverständige Dr. med. U.___ 

hielt fest, die angegebenen Beschwerden und das Verhalten während der Untersuchung seien 

konsistent und nachvollziehbar gewesen. Aufgrund der strukturell morphologischen Veränderungen in 

der Wirbelsäule und im Handbereich sei eine Tätigkeit in der Pflege nicht mehr möglich. 

Rheumatologisch nicht nachvollziehbar sei, dass sich die Versicherte selbst nur zu 50 % arbeitsfähig 

sehe. Die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Pflegehelferin bestehe seit der Operation 

am linken Daumen im Mai 2018. Leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne 
Wirbelsäulenzwangshaltungen seien möglich, ein Überkopfarbeiten sei nicht repetitiv möglich. Rein 

manuell ausgerichtete, feinmotorische Tätigkeiten seien ebenfalls nicht möglich. In einer adaptierten 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

7/17 

Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Die Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten sei 

nach der Daumenoperation links im Mai 2018 vorübergehend für maximal zwei Monate, nach der 

Ganglionexstirpation am 7. August 2018 für ca. sechs Wochen und wegen der Fraktur des Os pisiforme 

links im Juli 2020 für maximal acht Wochen aufgehoben gewesen. Dr. med. univ. V.___ führte im 

allgemein-internistischen Teilgutachten aus, dass die Versicherte aktuell nicht zu einer bariatrischen 
Operation bereit sei. Aus internistischer Sicht habe zu keiner Zeit eine längerfristige Beeinträchtigung 

der Arbeitsfähigkeit bestanden. Der psychiatrische Sachverständige Dr. med. W.___ erklärte, dass die 

Versicherte nicht ihre psychischen Beschwerden, sondern ihre körperlichen Einschränkungen und 

Handicaps im Alltag als wesentliches Hindernis für die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit sehe. Viele 

ihrer psychischen Beschwerden seien vor dem Hintergrund lebensbiografischer Erlebnisse und 

psychosozialer Belastungsfaktoren zu interpretieren. Sie stellten somit nicht medizinisch begründete 

Funktionsstörungen dar. Auch der psychopathologische Befund, der klinische Gesamteindruck und das 

berichtete Aktivitätsniveau im Alltag sprächen gegen eine aktive Diagnose aus dem depressiven 

Spektrum. Eine andere psychiatrische Diagnose komme nicht in Betracht. Abgesehen von den 

zwischenzeitlichen Spital- und tagesklinischen Aufenthalten (28. Mai 2020 bis zum 3. Juli 2020 und vom 

5. Oktober 2020 bis zum 22. Januar 2021) habe aus psychiatrischer Sicht nie eine länger anhaltende 

Arbeitsunfähigkeit bestanden. Zwar könne es in der Vergangenheit zu rezidivierenden Depressionen 

gekommen sein. Die Annahme einer solchen akuten Krankheitsphase über mehrere Jahre sei jedoch 
weder üblich noch fachgerecht. Dr. D.___ habe in ihrer Arbeitsfähigkeitsschätzung im Bericht vom 16. 

Oktober 2018 offenbar auch die somatischen Einschränkungen berücksichtigt. Dr. G.___ habe die 

attestierte Arbeitsfähigkeit von 0 % in seinem Bericht vom 6. Mai 2019 mit Schmerzen begründet, was 

fachfremd sei. Derselbe Arzt habe am 23. März 2020 von einer schweren depressiven Episode seit 

September 2019 berichtet, obwohl sich die Versicherte zu dieser Zeit bereits in 

Integrationsmassnahmen befunden habe, was mit dieser Diagnose nicht vereinbar sei. Dr. L.___ habe 

im Bericht vom 12. Juli 2023 die Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode angegeben. 

Abgesehen davon, dass irgendwann nicht mehr von "Phasen/Episoden" gesprochen werden könne 

(sondern von einer chronifizierten Depression), gebe es in der Eigenanamnese der Versicherten keine 

Hinweise für eine derartige depressive Dekompensation zu jenem Zeitpunkt. Der neurologische 

Sachverständige Dr. med. X.___ hielt fest, dass die Versicherte die neurologischen Beschwerden in 

ihrer Ausprägung etwas überschätze. Es bestehe eine leicht erhöhte Selbstbeobachtungstendenz, 

jedoch hätten sich während der neurologischen Untersuchung keine Zeichen einer Verdeutlichung oder 

Symptomausweitung gezeigt. Die Angabe der Versicherten bezüglich der Funktionseinschränkung und 
insbesondere auch der Kraftminderung im Bereich der rechten Hand sei nachvollziehbar und plausibel, 

jedoch stellten lediglich die einschiessenden elektrisierenden Schmerzen (Tinelphänomen) eine 

gewisse Beeinträchtigung dar. Was von der Versicherten als Kraftminderung empfunden werde, sei 

eine spontane reflektorische Schmerzschoninnervation (als Reaktion auf die einschiessenden 

Schmerzen). Diese einschiessenden Schmerzen würden lediglich bei wiederholtem oder starkem Druck 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

8/17 

auf die Operationsstelle proximal des Sattelgelenks oder gelegentlich bei Bewegungen, bei denen es 

zur Irritation des entsprechenden Nervenastes komme, hervorgerufen. Insgesamt ergebe sich daraus 

lediglich eine Funktionseinschränkung leichten Grades. In der heutigen Untersuchung hätten sich keine 

Hinweise auf eine zervikoradikuläre Ausfall- oder Reizsymptomatik gefunden. Auch für eine radikuläre 

Reiz- oder Ausfallsymptomatik im lumbosakralen Bereich hätten sich keine Hinweise gefunden. Die 
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sei bei der Versicherten nicht mehr gegeben, da es bei 

einschiessenden Schmerzen zu einem reflektorischen Kraftverlust kommen könne, sodass sie die 

Patienten nicht genügend halten oder sogar fallenlassen könnte. Retrospektiv lasse sich kein Zeitpunkt 

bestimmen, ab welchem die neurogenen Probleme zur Arbeitseinschränkung geführt hätten. 

Spätestens ab dem Zeitpunkt der neurologischen Untersuchung vom 18. Januar 2024 müsse eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit angenommen werden. Aus neurologischer 

Sicht bestehe lediglich für Arbeiten mit grossem Druck auf die Operationsnarbe oberhalb des 

Sattelgelenks rechts und für Arbeiten, welche unerwartete heftige Bewegungen im Bereich der rechten 

Hand initiierten, eine Einschränkung. Bei Arbeiten, bei denen die Versicherte die Hand kontrolliert 

einsetzen könne und bei der kein grosser Druck in der Narbengegend ausgeübt werde, bestehe keine 

Einschränkung. In interdisziplinärer Hinsicht hielten die Sachverständigen fest, dass die Arbeitsfähigkeit 

in der angestammten Tätigkeit aus neurologischer und rheumatologischer Sicht seit Mai 2018 

aufgehoben sei. In einer adaptierten Tätigkeit habe nie eine längerfristige Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit bestanden. Leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne 

Wirbelsäulenzwangshaltungen seien möglich, ein Überkopfarbeiten sei nicht repetitiv möglich. Rein 

manuell, feinmotorisch ausgerichtete Tätigkeiten seien nicht möglich. Nicht möglich seien auch Arbeiten 

mit grossem Druck auf die Operationsnarbe oberhalb des Sattelgelenks rechts und Arbeiten, welche 

unerwartete heftige Bewegungen im Bereich der rechten Hand initiierten. Die Arbeitsfähigkeit sei ab 

Mai 2018 für maximal zwei Monate (Daumenoperation links), ab dem 7. August 2018 für ca. 6 Wochen 

(Operation an der rechten Hand bei Ganglionexstirpation) und ab Juli 2020 für maximal 8 Wochen 

(Fraktur des Os pisiforme links) auch für adaptierte Tätigkeiten aufgehoben gewesen. Psychiatrisch 

bedingt sei die Arbeitsfähigkeit vorübergehend wegen eines stationären Aufenthalts vom 28. Mai 2020 

bis zum 3. Juli 2020 sowie vom 5. Oktober 2020 bis zum 22. Januar 2021 aufgehoben gewesen. RAD-

Arzt Dr. T.___ notierte am 12. März 2024 (IV-act. 227), dass das Gutachten der SMAB AG umfassend, 

schlüssig, nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei sei. 

A.q Mit Vorbescheid vom 21. März 2024 stellte die IV-Stelle der Versicherten bei einem IV-Grad von 
7 % die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 231). Zur Begründung hielt sie fest, dass 
die Versicherte bei guter Gesundheit heute zu 80 % erwerbstätig wäre. Die restlichen 20 % entfielen 

auf den Haushaltsbereich. Laut dem in Auftrag gegebenen Gutachten sei der Versicherten die bisherige 

Tätigkeit gesundheitsbedingt nicht mehr möglich. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sei 

hingegen nie längerfristig eingeschränkt gewesen. Das Einkommen ohne Invalidität entspreche dem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

9/17 

Jahreslohn in der angestammten Tätigkeit als Pflegehelferin SRK in einem Vollpensum, welches auf 

das Jahr 2018 hochgerechnet worden sei (Fr. 60'352.--). Beim Einkommen mit Invalidität stütze sie (die 

IV-Stelle) sich auf den Medianlohn gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik, 

TA1, Niveau 1, Frauen, ab (Fr. 54'681.--). Hieraus resultiere eine Erwerbseinbusse von 9 %. Zur 

Berechnung des IV-Grades sei die gemischte Methode angewendet worden. Da im Aufgabenbereich 
(Haushalt) keine Einschränkung bestehe, resultiere ein Teilinvaliditätsgrad von 7 % (80 % von 9 %). 

Aufgrund einer Verordnungsanpassung per 1. Januar 2024 sei vom Einkommen mit Invalidität neu ein 

Pauschalabzug von 10 % vorzunehmen. Der Einkommensvergleich werde deshalb unter 

Berücksichtigung dieses Abzugs und der Nominallohnentwicklung neu berechnet. Aus dem 

Einkommensvergleich ergebe sich ab 1. Januar 2024 neu (bei einem Valideneinkommen von Fr. 

63'370.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 49'604.--) ein Invaliditätsgrad von 22 % bzw. ein 

Teilinvaliditätsgrad von 18 % (80 % von 22 %). Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 10. 

Mai 2024 einen Einwand (IV-act. 241). Sie machte geltend, dass "während des polydisziplinären 

Gutachtens" nicht präzise auf ihre gesundheitlichen Beschwerden eingegangen worden sei. Die von ihr 

erwähnten gesundheitlich relevanten Aussagen seien im Gutachten der Ärzte "nicht erkennbar". Sie 

fühle sich in ihrer physischen und psychischen gesundheitlichen Lage "überhört, übersehen und 

übergangen". Die Krankenakten der vergangenen Jahre seien nicht genügend berücksichtigt worden. 

A.r Mit Verfügung vom 27. Mai 2024 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-act. 243). Zum 
Einwand hielt sie fest, dass mit diesem keine neuen medizinischen Erkenntnisse vorgebracht worden 

seien. 

B.  

B.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 27. Juni 
2024 Beschwerde (act. G 1). Sie machte geltend, dass das Gutachten unvollständig und nicht 

repräsentativ für ihre derzeitige gesundheitliche Situation sei. Die gutachterliche Beurteilung 

berücksichtige die Komplexität ihrer gesundheitlichen Beschwerden und die daraus resultierenden 

Auswirkungen auf ihre Arbeitsfähigkeit nicht in vollem Umfang. Es fehlten entscheidende Informationen 

zu ihrer Krankheitsgeschichte und den aktuellen Behandlungen. Insbesondere seien die 

Einschränkungen, die sich aus der Erschöpfungsdepression ergäben, unzureichend berücksichtigt 

worden. Dr. Y.___ habe ihr bei einem Termin vom 21. Juni 2024 ihre Situation dargelegt. Das 

Zusammenspiel zwischen körperlichen und seelischen Beschwerden habe dazu geführt, dass sie sich 

praktisch in völlige Isolation begeben habe. Ihre Gesundheit sei auch dadurch gefährdet, dass sie aus 

finanziellen Gründen keine Lösung zur Sanierung ihrer Zähne finde. Der Druck, weiterhin 100 % 
arbeiten zu müssen, sei für sie unerträglich und unzumutbar. Insbesondere das psychiatrische 

Gutachten habe sie sehr enttäuscht. Die Person, die dort beschrieben worden sei, könne unmöglich sie 

sein. Für sie sei es unverständlich, dass ihre Person und ihr Leben innerhalb von nur zwei Stunden 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

10/17 

durch den psychiatrischen Sachverständigen analysiert worden sei. Die Beschwerdeführerin bat um 

eine erneute gründliche Prüfung der medizinischen Akten und die Erstellung eines zweiten 

medizinischen Gutachtens. Der Beschwerdeschrift vom 26. Juni 2024 lagen Bilder des Zahnstatus der 

Beschwerdeführerin bei (act. G 1.1 und 1.2). 

B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 23. September 2024 die 
Abweisung der Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung führte sie aus, dass es rechtsprechungsgemäss 

nicht auf die Dauer der Untersuchung ankomme, sondern in erster Linie massgebend sei, ob die 

Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig sei. Der psychiatrische Sachverständige habe 

sich ausführlich mit den abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt 

und nachvollziehbar begründet, warum auf deren Einschätzungen nicht abgestellt werden könne. Er 

habe Ausführungen zu den Standardindikatoren gemacht und gute vorhandene Ressourcen und keine 

Einschränkung des Aktivitätenniveaus gefunden. Zusammenfassend sei nachvollziehbar, dass der 

Gutachter kein psychisches Leiden festgestellt habe. Die anstehende Zahnsanierung stelle keinen 

invalidisierenden Gesundheitsschaden dar. Auch der erwähnte, nicht weiter belegte Besuch bei einem 

Wirbelsäulenspezialisten sei nicht geeignet, konkrete Zweifel an der gutachterlichen Expertise zu 

wecken. Von weiteren Abklärungsmassnahmen seien keine neuen wesentlichen Erkenntnisse zu 

erwarten. 

B.c In ihrer Replik vom 31. März 2025 machte die Beschwerdeführerin ergänzend geltend (act. G 14), 
ihr Erscheinungsbild und ihre Art, sich zu artikulieren, hätten ein falsches Bild von ihr übermittelt. Als 

alleinerziehende Mutter sei sie gezwungen gewesen, ihre gesundheitlichen Beschwerden zu 

unterdrücken, was im Jahr 2017 zu einem Burnout sowie zu weiteren körperlichen Symptomen (z.B. 

offene Wunden, palmare Psoriasis) geführt habe. Die Psychopharmaka würden ihr helfen, draussen zu 

funktionieren. Sie scheitere jedoch immer wieder daran, ihr Zuhause in Ordnung zu bringen. Dr. med. 

Z.___, Fachärztin für Neurochirurgie, SPS Schmerzspezialistin, Zentrum für Neurochirurgie Klinik 

Ba.___, hatte im Bericht vom 4. März 2025 (act. G 14.1) unter anderem die Diagnose eines chronischen 

multilokulären Schmerzsyndroms mit Schmerzen nuchal, thorakolumbal und gluteal, krampfartigen 

Schmerzen in den Beinen dorsal betont, Chronifizierungsgrad III nach Gerbershagen, angegeben. Sie 

hatte der Beschwerdeführerin eine interdisziplinäre, multimodale stationäre Schmerztherapie 

empfohlen. Der Replik lagen Bilder eines Hautausschlages an den Händen und von verwahrlosten 

Wohnräumen bei. 

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 16). 

B.e Am 1. Juli 2025 sandte die Beschwerdeführerin dem Versicherungsgericht einen Austrittsbericht 
der stationären interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie des Kantonsspitals St. Gallen vom 10. 

Juni 2025 zu, laut dem sie sich vom 28. April 2025 bis zum 22. Mai 2025 in einer stationären Behandlung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

11/17 

befunden hatte (act. G 18). Die behandelnden Ärzte hatten festgehalten, die Beschwerdeführerin leide 

an einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Sie habe in 

sämtlichen Therapien motiviert, reflektiert und sehr wissbegierig mitgemacht. So habe sie gut von der 

multimodalen Schmerztherapie profitieren können. 

B.f Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 20). 

Erwägungen 
1.  

1.1 Am 1. Januar 2022 ist die Gesetzesrevision "Weiterentwicklung der IV" (WEIV) in Kraft getreten. 
Die angefochtene Verfügung vom 27. Mai 2024 ist nach Inkrafttreten der WEIV ergangen. Die 

Beschwerdeführerin hat sich im Juni 2018 zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Unter 

Berücksichtigung der sechsmonatigen Wartefrist nach Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20; keine Änderung des Art. 29 Abs. 1 IVG durch die WEIV) könnte 

ein allfälliger Rentenanspruch frühestens am 1. Dezember 2018 entstehen. Erfolgt die Verfügung über 

die erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet sie aber einen Rentenanspruch 

vor dem 1. Januar 2022, sind die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 massgebend 

(vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung, KSIR, Stand 

1. Januar 2022). Vorliegend sind somit die bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 

Bestimmungen anwendbar. 

1.2 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfügung vom 27. Mai 2024, mit 
der die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente verneint 

hat. 

1.3 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre 
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 

SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

12/17 

1.4 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich durch einen 
Einkommensvergleich zu ermitteln. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig 

sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die 

Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie 

unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; sog. Betätigungsvergleich). 
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 

ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 

Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der 

Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und ist der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 

(Art. 28a Abs. 3 IVG; sog. gemischte Methode; vgl. auch Art. 27bis IVV). 

1.5 Die Beschwerdeführerin ist vor Eintritt des geltend gemachten Gesundheitsschadens in einem 
Pensum von 80 % erwerbstätig gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin nie 

dazu befragt, weshalb sie nur in einem reduzierten Pensum gearbeitet habe. Familiäre Gründe können 

nicht Grund dafür gewesen sein, denn der Sohn der alleinstehenden Beschwerdeführerin ist längst 

erwachsen. Die Beschwerdeführerin hat anlässlich der neurologischen Begutachtung durch die SMAB 

AG angegeben, dass die Probleme mit den Händen zwischen 2010 und 2012 begonnen hätten. Die 

Rückenschmerzen bestünden seit ca. 15 Jahren (IV-act. 225-74). Aufgrund der fehlenden beruflichen 

Qualifikation bzw. des damit verbundenen bescheidenen Einkommenspotentials wäre es aus 
ökonomischer Sicht sinnvoll oder sogar notwendig gewesen, vollzeitlich erwerbstätig zu sein. Daher ist 

davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bis ins Jahr 2017 nicht aus freien Stücken in einem 

reduzierten Pensum (80 %) erwerbstätig gewesen ist, sondern dass die bereits früher bestehenden 

Schmerzen in den Händen und im Rücken der Grund für das reduzierte Pensum gewesen sind. Die 

Beschwerdeführerin wäre im fiktiven Gesundheitsfall also vollerwerbstätig gewesen. Der IV-Grad ist 

folglich anhand eines reinen Einkommensvergleichs zu ermitteln. 

2.  

2.1 Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Die Beschwerdegegnerin hat zur 

Klärung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ein Gutachten bei der SMAB AG St. Gallen in 

Auftrag gegeben. 

2.2 In somatischer Hinsicht haben die Sachverständigen der SMAB AG die angestammte Tätigkeit 
als Pflegehelferin aufgrund der strukturell morphologischen Veränderungen in der Wirbelsäule und im 

Handbereich seit Mai 2018 als nicht mehr möglich erachtet. Diese Einschätzung stimmt mit derjenigen 
der behandelnden Ärzte überein und überzeugt angesichts der Tatsache, dass es sich beim Beruf der 

Pflegehelferin um eine die Hände und den Rücken belastende Tätigkeit handelt. Leichte bis 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

13/17 

mittelschwere Tätigkeiten ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen haben die Sachverständigen aus 

somatischer Sicht als voll zumutbar erachtet; nicht möglich seien repetitive Überkopfarbeiten, rein 

manuell ausgerichtete, feinmotorische Tätigkeiten, Tätigkeiten mit grossem Druck auf die 

Operationsnarbe oberhalb des Sattelgelenks rechts und Arbeiten, die unerwartete heftige Bewegungen 

im Bereich der rechten Hand initiierten. Zwar hat der neurologische Sachverständige die 
Funktionseinschränkung und insbesondere auch die Kraftminderung im Bereich der rechten Hand als 

nachvollziehbar und plausibel erachtet. Als die Arbeitsfähigkeit leicht einschränkend hat er jedoch nur 

die einschiessenden elektrisierenden Schmerzen (Tinelphänomen) erachtet, die bei wiederholtem oder 

starkem Druck auf die Operationsstelle proximal des Sattelgelenks oder gelegentlich bei Bewegungen, 

bei denen es zur Irritation des entsprechenden Nervenastes komme, hervorgerufen würden. Hinweise 

auf eine radikuläre Ausfall- oder Reizsymptomatik im zervikalen und lumbosakralen Bereich hat der 

neurologische Sachverständige nicht gefunden. Auch hat keine Gelenkinstabilität bestanden. Die 

Schlussfolgerung der rheumatologischen Sachverständigen, dass sich das degenerative 

Panvertebralsyndrom nur in qualitativer Hinsicht, nicht jedoch in quantitativer Hinsicht auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirkt, überzeugt daher. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als Pflegehelferin seit Mai 2018 aus somatischer Sicht 

nicht mehr zumutbar ist. In einer optimal adaptierten Tätigkeit hat hingegen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nie eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die durch die Operationen 
(Daumenoperation links im Mai 2018 und Ganglionexstirpation im August 2018) und die Fraktur des Os 

pisiforme links (Juli 2020) bedingten Arbeitsunfähigkeiten auch in adaptierten Tätigkeiten haben jeweils 

nicht längere Zeit angehalten. Sie sind daher gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG bei der Invaliditätsbemessung 

nicht zu berücksichtigen. 

2.3 Der psychiatrische Sachverständige hat keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit erhoben und deshalb der Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsfähigkeit für jegliche 

Tätigkeiten attestiert. Er hat festgehalten, dass der psycho-pathologische Befund, der klinische 

Gesamteindruck und das berichtete Aktivitätsniveau im Alltag gegen eine aktive Diagnose aus dem 

depressiven Spektrum sprächen. Die Beschwerdeführerin selbst sehe nicht ihre psychischen 

Beschwerden, sondern vielmehr ihre körperlichen Einschränkungen als 

arbeitsfähigkeitseinschränkend. Zudem seien viele ihrer psychischen Beschwerden vor dem 

Hintergrund lebensbiografischer Erlebnisse und psychosozialer Belastungsfaktoren zu interpretieren 

und stellten somit keine medizinisch begründeten Funktionsstörungen dar. Die Schlussfolgerung des 

psychiatrischen Sachverständigen, dass die Beschwerdeführerin im Untersuchungszeitpunkt nicht an 
einer depressiven Störung gelitten hat, überzeugt, denn dem psychopathologischen Befund sind keine 

Symptome einer Depression zu entnehmen. Im Austrittsbericht der Tagesklinik K.___ vom 18. Februar 

2021 ist erstmals eine Diagnose aus dem Formenkreis der somatoformen Störungen, nämlich ein 

chronisches Schmerzsyndrom (F45.8), angegeben worden. Der psychiatrische Sachverständige hat 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

14/17 

festgehalten, im Vordergrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen stünden körperlich bedingte 

Probleme, die sich auch negativ auf die Psyche auswirkten. Die Diagnose einer somatoformen Störung 

hat er nicht in Betracht gezogen. Das überzeugt, da die geltend gemachten körperlichen Beschwerden 

organisch erklärbar sind. Zwar hat der neurologische Sachverständige darauf hingewiesen, dass die 

Beschwerdeführerin die neurologischen Beschwerden in ihrer Ausprägung etwas überschätze und dass 
eine leicht erhöhte Selbstbeobachtungstendenz bestehe. Zeichen einer Symptomausweitung hatten 

sich in der neurologischen Untersuchung jedoch nicht gezeigt. Betreffend den Untersuchungszeitpunkt 

(Januar 2024) kann somit auf das psychiatrische Teilgutachten abgestellt werden. 

2.4 Die behandelnden Ärzte haben der Beschwerdeführerin ab ca. Mai 2017 durchgehend 
mindestens eine mittelgradig ausgeprägte Depression diagnostiziert. Der psychiatrische 

Sachverständige der SMAB AG hat darauf hingewiesen, dass die Annahme einer solchen akuten 

Krankheitsphase über mehrere Jahre weder üblich noch fachgerecht sei. Er hat festgestellt, dass die 

behandelnden Psychiater Dr. D.___ und Dr. G.___ in ihre Arbeitsfähigkeitsschätzungen die 

fachfremden somatischen Einschränkungen miteinbezogen haben. Zudem hat er auf den Widerspruch 

hingewiesen, dass Dr. G.___ im Bericht vom 23. März 2020 von einer schweren depressiven Episode 

seit September 2019 berichtet habe, obwohl die Beschwerdeführerin zu dieser Zeit an beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen teilgenommen habe, also offensichtlich nicht schwer depressiv habe sein 

können. Nicht nachvollziehbar sei auch, dass Dr. L.___ im Bericht vom 12. Juli 2023 eine mittelgradige 
depressive Episode angegeben habe, während die Beschwerdeführerin selbst in der Eigenanamnese 

keine Hinweise für eine derartige depressive Dekompensation zu jenem Zeitpunkt gemacht habe. Der 

psychiatrische Sachverständige ist zum Schluss gekommen, dass es in der Vergangenheit zu 

rezidivierenden Depressionen gekommen sein könnte, aus psychiatrischer Sicht aber nie eine länger 

anhaltende Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Er hat der Beschwerdeführerin lediglich für die Zeit des 

Klinikaufenthalts (28. Mai 2020 bis 3. Juli 2020) und des tagesklinischen Aufenthalts (5. Oktober 2020 

bis 22. Januar 2021) eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Diagnose einer mittelgradigen Depression 

wie auch die Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte sind vom psychiatrischen 

Sachverständigen kritisch hinterfragt worden. Einerseits haben die behandelnden Ärzte die 

(fachfremden) somatischen Beschwerden in ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung miteinbezogen. 

Andererseits bleibt unklar, inwieweit sie bei ihrer Diagnosestellung und Arbeitsfähigkeitsschätzung die 

vom psychiatrischen Sachverständigen erwähnten Beschwerden, die auf psychosoziale 

Belastungsfaktoren und lebensbiografische Erlebnisse zurückzuführen sind und keine medizinisch 

begründeten Funktionsstörungen darstellen, berücksichtigt haben. Jedenfalls sind den Berichten der 
behandelnden Ärzte immer wieder Hinweise auf psychosoziale Belastungen zu entnehmen (Probleme 

in den zwischenmenschlichen Beziehungen durch schlechtes Arbeitsklima, mangelnde 

Zukunftsperspektive und Zukunftsängste, finanzielle Sorgen). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass 

nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

15/17 

Beschwerdeführerin in der Vergangenheit − ausser während ihrer Aufenthalte in der Klinik J.___ und in 

der Tagesklinik K.___ − aus psychiatrischer Sicht längerdauernd in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt 

gewesen wäre. Demnach kann auf das Gutachten der SMAB AG vom 6. März 2024 vollumfänglich 

abgestellt werden. 

2.5 Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle ist nach der Durchführung verschiedener 
beruflicher Eingliederungsmassnahmen zum Schluss gekommen, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt 

maximal ein Pensum von 50 % funktioniere. Diese Einschätzung des Eingliederungsverantwortlichen 

vermag jedoch keine Zweifel an der Beurteilung durch die medizinischen Sachverständigen zu wecken. 

Bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Invaliditätsbemessung geht es darum, 

festzustellen, ob bzw. in welchem Ausmass einer versicherten Person eine Erwerbstätigkeit objektiv 

betrachtet noch zumutbar ist. Die im Rahmen einer beruflichen Abklärung oder eines Arbeitsversuchs 

gezeigte Arbeitsleistung wird aber wesentlich durch subjektive Faktoren wie die von der versicherten 

Person empfundenen Schmerzen, ihre Motivation und ihre Willenskraft mitbestimmt. Aus diesem Grund 

kann nicht von der im Rahmen einer beruflichen Abklärung oder eines Arbeitsversuchs gezeigten 

Arbeitsleistung auf die medizinisch-theoretisch mögliche und zumutbare Arbeitsleistung geschlossen 

werden (siehe z.B. Entscheid des Versicherungsgerichts vom 29. Oktober 2019, IV 2017/248 E. 3.4 

und Entscheid vom 28. März 2024, IV 2023/77 E. 6.4). Arbeitsversuche und berufliche Abklärungen 

sind somit zum Vorherein nicht geeignet, die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person aus 
medizinisch-theoretischer Sicht zu ermitteln. 

2.6 Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Beschwerde darauf hingewiesen, dass ein weiterer wichtiger 
Punkt, der ihre Gesundheit gefährde, ihre Zähne seien. Eine Sanierung sei bisher aus finanziellen 

Gründen nicht möglich gewesen. Hierzu ist anzumerken, dass es sich bei der Zahnproblematik um eine 

vorübergehende Gesundheitsbeeinträchtigung und damit nicht um ein invalidisierendes Leiden handelt. 

Auch vermögen die mit der Replik eingereichten Bilder verwahrloster Wohnräume und der 

Hautausschläge an den Händen keine Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung zu wecken. Den 

Sachverständigen der SMAB AG ist der aktenkundige Verdacht auf eine atopische Dermatitis (ED Juni 

2020) bekannt gewesen. Bei der gutachterlichen Untersuchung sind lediglich schuppige 

Hautveränderungen am linken Ellenbogen festgestellt worden (IV-act. 225-46). Zudem sind den im 

Recht liegenden Akten keine Hinweise auf eine Verwahrlosung zu entnehmen. Es sind keine Hinweise 

dafür ersichtlich, dass die Sachverständigen der SMAB AG nicht über die vollständigen medizinischen 

Vorakten verfügt oder diese in ihrer Beurteilung nicht genügend berücksichtigt hätten. 

2.7 Die Beschwerdeführerin hat mit der Replik einen Bericht von Dr. Z.___ von der ambulanten 
Schmerzsprechstunde der Klinik Ba.___ vom 4. März 2025 eingereicht. Dr. Z.___ hat als neue Diagnose 

ein chronisches multilokuläres Schmerzsyndrom angegeben. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass 

dieser Bericht erst rund neun Monate nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung erstellt worden 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

16/17 

ist. Da im vorliegenden Verfahren lediglich der (medizinische) Sachverhalt bis und mit Verfügungserlass 

(27. Mai 2024) massgebend ist, kann der Bericht vom 4. März 2025 nur insoweit berücksichtigt werden, 

als er neue Erkenntnisse bezüglich des medizinischen Sachverhalts bis und mit Verfügungserlass 

beinhaltet. Die in der Diagnoseliste erwähnten krampfartige Schmerzen in den Beinen dorsal betont 

sind bei der Begutachtung im Dezember 2023/Januar 2024 noch kein Thema gewesen, weshalb sie im 
vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden können. Ansonsten hat Dr. Z.___ unter der 

Diagnose eines chronischen, multilokulären Schmerzsyndroms diejenigen Diagnosen wiedergegeben, 

die den Sachverständigen der SMAB AG bekannt gewesen sind. Dem Bericht von Dr. Z.___ vom 4. 

März 2025 sind somit keine neuen Erkenntnisse zum Gesundheitszustand im Zeitpunkt des Erlasses 

der angefochtenen Verfügung zu entnehmen, die Zweifel am Gutachten der SMAB AG zu wecken 

vermöchten. Dasselbe gilt sinngemäss auch bezüglich des nach dem Abschluss des Schriftenwechsels 

von der Beschwerdeführerin kommentarlos eingereichten Austrittsberichtes des Kantonsspitals St. 

Gallen vom 10. Juni 2025. Denn dieser enthält keinen Hinweis auf eine Gesundheitsbeeinträchtigung 

im hier massgebenden Zeitraum bis Ende Mai 2024, die von den Sachverständigen der SMAB AG nicht 

berücksichtigt worden wäre. 

3.  

3.1 Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich zu 
überprüfen. Die Beschwerdeführerin hat keinen in der Schweiz anerkannten Beruf erlernt. Als 
Validenkarriere ist daher die zuletzt über mehrere Jahre ausgeübte Tätigkeit als Pflegehelferin zu 

betrachten. Im Jahr 2016 hat sie ein Einkommen von Fr. 51'426.-- erzielt. Hochgerechnet auf ein 

Pensum von 100 % hat ihr Lohn somit Fr. 64'283.--. betragen (Fr. 51'426.-- / 80 x 100). Die Tätigkeit 

als Pflegehelferin ist der Beschwerdeführerin seit Mai 2018 nicht mehr zumutbar. Als Invalidenkarriere 

kommt nur eine Hilfsarbeit in Betracht. Der durchschnittliche Lohn einer Hilfsarbeiterin in der Schweiz 

hat im Jahr 2016, aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, Fr. 

54'581.-- betragen (siehe Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2022). 

Da davon auszugehen ist, dass sich die Löhne als Pflegehelferin und als Hilfsarbeiterin annähernd 

gleich entwickelt haben, kann eine Anpassung der Einkommen an die Nominallohnentwicklung bis 2018 

unterbleiben. Bei einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit besteht kein Grund für ein 

Tabellenlohnabzug. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 64'283.-- und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 54'581.-- beträgt der IV-Grad 15 %. Die Beschwerdeführerin hat somit keinen Anspruch auf eine 

IV-Rente. 

3.2 Per 1. Januar 2024 ist eine Verordnungsanpassung in Kraft getreten. Gemäss Art. 26bis Abs. 3 
IVV werden neu vom Invalideneinkommen, wenn es gestützt auf Tabellenlöhne bestimmt worden ist, 

10 % abgezogen. Auch unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10 % ab dem 1. Januar 

2024 würde ein rentenausschliessender IV-Grad von lediglich 24 % resultieren. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/139 
 

 

17/17 

3.3 Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. 

4.  

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 
angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihr geleisteten 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist durch den in 
gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 18.09.2025
	Art. 28 ff. IVG. Anspruch auf eine Invalidenrente. Das von der IV-Stelle eingeholte interdisziplinäre Gutachten ist voll beweiskräftig; es kann darauf abgestellt werden. Da die Versicherte in einer adaptierten Hilfsarbeit voll arbeitsfähig ist, resultiert kein rentenbegründender IV-Grad. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. September 2025, IV 2024/139)

		2026-01-28T04:08:20+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen