# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a72905aa-613d-55df-af1f-ab3993375393
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.03.2007 IV 2006/89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-89_2007-03-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/89

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 20.03.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 20.03.2007
Art. 8 ATSG, Art. 28 Abs. 2ter IVG, Art. 43f. ATSG. Würdigung von 
unterschiedlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen. Darlegung der Gründe, 
wieso auf die MEDAS-Beurteilung nicht abgestellt werden kann. 
Rückweisung zur weiteren medizinischen Abklärung. Gewichtspunkte bei 
der Aufteilung Erwerbsbereich/ Haushalt (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. März 2007, IV 
2006/89).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Marie

Löhrer; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 20. März 2007

In Sachen

K.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, Vadianstrasse 44, Post-

fach 262, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Die 1946 geborene K.___, die am 7. Juni 2000 Opfer eines Auffahrunfalles 

geworden war, meldete sich am 28. Februar 2002 zum Leistungsbezug bei der 

Invalidenversicherung an. Gemäss Bericht von Dr. med. B.___ leidet die Versicherte an 

einem posttraumatischen zervikozephalen Schmerzsyndrom mit leichten 

neuropsychologischen Funktionsstörungen bei Status nach HWS-Distorsion. In ihrer 

jetzigen Tätigkeit als Tennislehrerin bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 

2-6/7, 2-7/7). Mit Schreiben vom 11. November 2002 teilte Dr. B.___ mit, die 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten als Tennislehrerin habe sich weiter verschlechtert; seit 

dem 1. August 2002 sei sie zu 70% arbeitsunfähig. Wegen der psychoreaktiven 

Entwicklung habe er sie für eine Psychotherapie angemeldet (IV-act. 8). Am 27. Januar 

2004 nahm die IV-Stelle eine Abklärung vor Ort vor (IV-act. 23). Mit Schreiben vom 17. 

Mai 2004 nahm der Rechtsvertreter der Versicherten zum Abklärungsbericht Haushalt 

Stellung (IV-act. 36). Im Schreiben vom 20. August 2004 gab er der IV-Stelle bekannt, 

dass die wöchentliche Arbeitszeit der Versicherten einem Vollpensum entspreche. Ihr 

Pensum von 24 Unterrichtsstunden bedinge zusätzliche Arbeitszeit, unter anderem für 

Weiterbildung, Coaching und betriebswirtschaftliche Tätigkeiten. Für die gesamten 

Tätigkeiten müsse sie neben den 24 Unterrichtsstunden rund 17 Stunden pro Woche 

aufwenden (IV-act. 46). Nachdem eine MEDAS-Begutachtung durchgeführt worden 

war, eröffnete die IV-Stelle dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Verfügung vom 

14. November 2005, der Rentenanspruch werde abgewiesen. Für eine körperlich 

leichte bis mittelschwere Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60%. In der 

Tätigkeit als Hausfrau liege eine 80%ige Arbeitsfähigkeit vor. Da die Versicherte als 

Gesunde einer 50%-Erwerbstätigkeit nachgehen und zu 50% als Hausfrau tätig sein 

würde, bestehe keine rentenbegründende Invalidität (IV-act. 61). Die gegen diese 

Verfügung erhobene Einsprache (IV-act. 64) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid 

vom 27. März 2006 ab.

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B.- Gegen diesen Entscheid liess die Versicherte durch Rechtsanwalt Michael B. Graf, 

St. Gallen, mit Eingabe vom 12. Mai 2006 Beschwerde erheben mit den Anträgen, der 

Entscheid sei aufzuheben, und ihr sei ab 1. Juni 2001 eine ganze Invalidenrente 

auszurichten. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, seit dem 

Unfall am 7. Juni 2000 leide die Beschwerdeführerin an permanenten 

Nackenbeschwerden, starkem fluktuierendem Schwindel, "Rechtsdrall" bei Gehen, 

Blasendruckgefühl, Verschlechterung des Sehvermögens, Depression, 

Unkonzentriertheit, Gedächtnisstörungen, Brechreiz etc.. Aufgrund der Schmerzen und 

des Schwindels sei es ihr oft, und zum Teil völlig unerwartet, unmöglich, irgendwelche 

Tätigkeiten auszuführen. Die andauernden Beschwerden hätten zur vollständigen 

Einstellung der Tätigkeit als Tennislehrerin geführt. Bei der Ausscheidung der Anteile 

Erwerbstätigkeit/Haushalt sei von einem Verhältnis 80/20 auszugehen. Zudem betrage 

die Einschränkung in der Haushalttätigkeit entgegen der Annahme der 

Beschwerdegegnerin 30.5%. Sodann sei von einem Valideneinkommen von Fr. 

63'607.-- (Fr. 59'409.-- für 80%-Tennis-lehrerinnentätigkeit zuzüglich Entschädigung 

für Hauswartung von Fr. 4'200.-- pro Jahr) auszugehen. Bei der Berechnung des 

Invalideneinkommens könne nicht vom mangelhaften und unvollständigen MEDAS-

Gutachten ausgegangen werden. Das Gutachten habe den Befund des orthopädischen 

Konsiliargutachters verschwiegen. Die MEDAS habe sodann unter anderem keine 

neurologische Untersuchung durchgeführt, sondern die Begutachtung Fachärzten 

ungeeigneter Fachrichtungen überlassen. Im neuropsychologischen Konsiliargutachten 

sei zudem festgehalten worden, dass die praktisch verwertbare Arbeitsfähigkeit 

aufgrund der Einschränkung der psychischen, geistigen und körperlichen Belastbarkeit 

deutlich tiefer (als 65%) ausfallen dürfte. Im weiteren hätten die von der 

Beschwerdeführerin immer wieder geklagten heftigen Schwindelattacken keinen 

Eingang ins MEDAS-Gutachten gefunden, was dessen Mangelhaftigkeit zusätzlich 

belege. Diesbezüglich werde auf den neuen Bericht von Dr. med. C.___, Spezialarzt 

FMH für Otorhinolaryngologie, D.___, verwiesen. Richtigerweise betrage die 

medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit mindestens 60%. Unter Berücksichtigung 

eines Leidensabzuges von 20%, welchen die Beschwerdegegnerin zu Unrecht 

verweigert habe, resultiere daraus ein Invalideneinkommen von Fr. 14'976.-- (Fr. 

18'720.-- x 80%) und ein Teilinvaliditätsgrad von 76.4% bzw. ein 

Gesamtinvaliditätsgrad von 82.4%.

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C.- In der Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im 

angefochtenen Entscheid. Zusätzlich hielt sie fest, der Stundenansatz von Fr. 40.-- für 

die Tennislehrerinnentätigkeit sei von der Beschwerdeführerin mehrfach bestätigt 

worden. Gemäss ihren Angaben habe sie ein Pensum von durchschnittlich 24 

Tennisstunden pro Woche angestrebt. Anfangs habe sie diese Auslastung allenfalls 

nicht erreicht. Doch auch wenn davon ausgegangen werde, dass während Schulferien 

der Kinder- und Schülerunterricht nicht stattgefunden habe, werde der Stundenansatz 

von über Fr. 40.-- nicht erreicht. Daher sei aus rein rechnerischen Gründen beim 

Valideneinkommen vom Tabellenlohn Anforderungsniveau 4 auszugehen. Diese 

Einstufung sei lediglich aufgrund des tieferen Einkommens und unabhängig von der 

Qualifikation erfolgt. Der neu eingereichte Bericht von Dr. C.___ nehme keine Stellung 

zur Frage der Arbeitsfähigkeit. Daher sei an der Einschätzung gemäss dem MEDAS-

Gutachten festzuhalten.

D.- Mit Replik vom 31. Juli 2006 bestätigte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

seine Anträge und Ausführungen.

E.- Mit Eingabe vom 1. September 2006 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihren 

Standpunkt.

II.

1.- a) Streitig ist vorliegend, welcher Arbeitsfähigkeitsgrad der Rentenprüfung zugrunde 

zu legen ist. Zu prüfen ist im weiteren, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin als 

Gesunde erwerbstätig wäre. Beanstandet wird zudem die Höhe des Validen- und 

Invalideneinkommens. Die Beschwerdegegnerin legte die rechtlichen Grundlagen der 

Rentenbemessung im angefochtenen Entscheid (Erwägungen 2, 4) zutreffend dar; 

darauf ist zu verweisen. - Abzuklären ist vorweg die Frage der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit. Am 8. März 2004 berichtete Dr. B.___, der weitere Krankheitsverlauf 

sei sehr ungünstig. Die Tatsache der reduzierten Belastbarkeit und die Aufgabe ihres 

geliebten Sportes habe bei der Beschwerdeführerin eine ausgeprägte depressive 

Reaktion ausgelöst. Es bestehe seines Erachtens aktuell keine Arbeitsfähigkeit, auch 

nicht in leichten adaptierten Tätigkeiten (IV-act. 25). Dr. med. F.___, Fachärztin für 

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Psychiatrie und Psychotherapie FMH, E.___, stellte im Bericht vom 29. April 2004 die 

Diagnosen eines Status nach HWS-Distorsion mit posttraumatischem zervikozephalem 

Schmerzsyndrom sowie depressive Entwicklung (mittelgradige Episoden). Sie sei bei 

ihr vom 6. Dezember 2002 bis 16. Dezember 2003 in Behandlung gewesen. Es bestehe 

eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 29). Eine MEDAS-Abklärung mit 

psychiatrischen, neuropsychologischen und orthopädischen Konsiliarbegutachtungen 

ergab gemäss Bericht vom 12. September 2005 die Diagnosen eines Status nach 

HWS-Distorsionstrauma am 7. Juni 2000 mit/bei chronischem zerviko-zephalem 

Schmerzsyndrom, leichten bis mittelschweren kognitiven Defiziten, vegetativen 

Symptomen und myofaszialen Triggerpunkten und muskulärer Dysbalance sowie einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bei Anpassungsstörung mit Angst und 

Anspannung bei Persönlichkeit mit asthenischen Zügen (Hauptdiagnosen mit 

Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit). Als Nebendiagnosen wurden ein 

Zustand nach Knieverletzung links (symptomfrei) sowie eine atopische Rhinopathie mit 

obstruktiver Nasenatmung angeführt. Im Vordergrund der Beschwerden würden 

linksbetonte Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Hinterkopf stehen. Sie seien 

wechselnden Charakters und oftmals von einem leichten Drehschwindel begleitet. Bei 

starker Schmerzintensität verspüre die Beschwerdeführerin häufig auch Übelkeit. 

Zusätzlich bestünde Gangunsicherheit mit "Rechtsdrall" beim Gehen. Die geschilderten 

Beschwerden würden dem typischen Beschwerdebild nach HWS-Trauma entsprechen. 

Hiezu passe das Fehlen radiologisch nachweisbarer posttraumatischer Veränderungen, 

wie sich auch sonst keine strukturell fassbaren organischen Unfallfolgen zeigen 

würden. In der Tätigkeit als selbständige Tennislehrerin mit Einzel- oder 

Gruppenunterricht werde die Beschwerdeführerin ab 7. Juni 2000 als vollständig 

arbeitsunfähig eingeschätzt. In einer adaptierten, reinen Instruktionstätigkeit ergebe 

sich eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit. Körperlich schwere Arbeiten mit Heben von 

Gewichten über 15kg seien unzumutbar, ebenso Tätigkeiten, die mit längerer 

körperlicher Ausdauerleistung oder einem längeren zwangsweisen Verharren in einer 

starren Kopf- oder Körperposition einhergehen würden. Es seien ausserdem 

Tätigkeiten mit wiederholter körperlicher Erschütterung und axialer Belastung zu 

vermeiden. Daneben würden sich Einschränkungen für komplexe Tätigkeiten mit 

Anforderungen an die Daueraufmerksamkeit ergeben. Es ergebe sich eine 

Restarbeitsfähigkeit von 60% für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit gut variabler 

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Kopf- und Körperhaltung sowie Möglichkeit zum Einhalten von Pausen. Vorzuziehen 

seien kurze, geregelte Arbeitsabläufe. Für Haushalttätigkeiten sei von einer 20%igen 

Einschränkung auszugehen. Die Restarbeitsfähigkeit sei idealerweise vollzeitlich mit 

verminderter Leistung umzusetzen (IV-act. 54). Der RAD-Arzt stimmte dieser 

Beurteilung zu (IV-act. 55).

b) Dr. B.___ hielt im Schreiben an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vom 28. 

November 2005 unter anderem fest, die Beschwerdeführerin habe vor dem Unfall 20 

bis 26 Tennislektionen (pro Woche) erteilt; die Einzelstunde habe dabei 55 Minuten 

gedauert. Werde dies zu einer Arbeitszeit entsprechend einer 50%-Tätigkeit 

hochgerechnet, so sei dies falsch. Als Präsident einer Oberstufenschulgemeinde könne 

er bestätigen, dass eine Turnlehrkraft mit 20-26 Lektionen mit Sicherheit ein 75%-

Pensum innehabe. Die Arbeitstätigkeit vor dem Unfall sei klar höher als die im MEDAS-

Gutachten angegebenen 50%. Aufgrund der grossen Schwankungen bei den 

Beschwerden aufgrund der HWS-Distorsion mit psychomotorischen 

Funktionsbeeinträchtigungen lasse sich keine regelmässige Arbeitsfähigkeit berechnen. 

Die Beschwerdeführerin müsste öfters dem Arbeitsplatz fernbleiben. Der Psychiater 

schätze die Arbeitsfähigkeit mit 50% komplett falsch ein. Die von der 

Neuropsychologin beschriebene Einschränkung von 35% entspreche nicht der 

wirklichen Situation. Es müssten weltfremde Gutachter sein, die bei einem Alter der 

Patientin von knapp 60 Jahren von einem ausgeglichenen und offenstehenden 

Arbeitsmarkt sprechen würden. Dass die Schwindelsymptomatik im Gutachten 

nirgends aufgeführt werde, zeuge auch von der nicht zu hohen Qualität dieses 

Gutachtens. Seines Erachtens sei die Beschwerdeführerin zu 50% arbeitsunfähig (IV-

act. 65-12/14f).

c) Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Es liegen sich widersprechende Einschätzungen vor. Dr. 

F.___ ging im April 2004 von einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 30% aus (IV-act. 29). Der 

Hausarzt Dr. B.___ attestierte am 8. März 2004 vorerst eine volle Arbeitsunfähigkeit 

auch in adaptierter Tätigkeit (IV-act. 25), bestätigte jedoch am 28. November 2005 eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 65-12/14). Die Ärzte der MEDAS gaben die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit 

mit gut variabler Kopf- und Körperhaltung sowie Möglichkeit zum Einhalten von Pausen 

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mit 60% an und erachteten für Haushalttätigkeiten eine Einschränkung von 20% als 

gegeben. Daraus kann nicht ohne weiteres auf die Notwendigkeit weiterer 

Sachverhaltsabklärung geschlossen werden. Dies wäre nur dann der Fall, wenn keine 

der Schätzungen zu überzeugen vermöchte. Dabei ist zu beachten, dass bei 

Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen sich deren 

erwerbliche Auswirkungen in der Regel überschneiden, weshalb der Grad der 

Arbeitsunfähigkeit diesfalls aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden 

ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf 

einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten 

Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 3. März 2003 i/S E. [U 850/02] Erw. 6.4.1).

d) Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen von Hausärzten dürfen nicht generell unter Verweis 

auf eine mögliche Befangenheit als unbeachtlich beiseite geschoben werden. Für die 

Überzeugungskraft der Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Hausärzte wird regelmässig 

vorgebracht, die Hausärzte hätten sich lange und intensiv um die 

Gesundheitsbeeinträchtigungen ihrer Patienten gekümmert und könnten diese deshalb 

besser beurteilen als jene Ärzte, die sich nur ganz kurz gutachterlich mit den Patienten 

befasst hätten. Die lange Beschäftigung mit den Gebrechen der Patienten kann aber 

genauso gut gegen die Überzeugungskraft der Hausarztschätzungen ins Feld geführt 

werden. Die (pessimistische) subjektive Einschätzung eines Patienten schlägt sich 

nämlich in der Arbeitswelt sofort nieder. Dies wiederum erweckt den Anschein, dass 

die Selbsteinschätzung richtig sei, sie bestätigt sich sozusagen selbst. Bei den 

Hausärzten muss deshalb damit gerechnet werden, dass sie sich durch die "Macht des 

Faktischen" von der Einschätzung ihrer Patienten überzeugen lassen (vgl. Entscheid 

des Versicherungsgerichts vom 27. März 2003 i/S M. [IV 2002/10]). Im vorliegenden Fall 

fehlte Dr. B.___ bei der Beurteilung der Auswirkungen der psychischen 

Beeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin die 

arbeitsmedizinische und wohl auch die fachspezifische Erfahrung des Psychiaters der 

MEDAS. Bei psychisch bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit erscheint die 

arbeitsmedizinische Erfahrung als besonders wichtig. Ausserdem hatte der Hausarzt 

keine Möglichkeit der Auseinandersetzung mit den Spezialisten verschiedener 

Fachrichtungen. Wenn Frau Dr. F.___ im April 2004 eine 70%ige Einschränkung aus 

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psychischer Sicht bestätigte, so bezog sie das ausschliesslich auf den 

Behandlungszeitraum vom 6. Dezember 2002 bis 16. Dezember 2003 (IV-act. 29). Zum 

weiteren Einwand, dass die Arbeitsunfähigkeit allein aus neuropsychologischer Sicht 

35% betrage und die verwertbare Arbeitsfähigkeit dort noch tiefer angesetzt werde, ist 

festzuhalten, dass die Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer MEDAS-Begutachtung durch 

Konsensbildung der einzelnen beteiligten Spezialärzte erfolgt; insbesondere fällt wie 

erwähnt eine blosse Addition von einzelnen Arbeitsunfähigkeiten ausser Betracht.

e) Im audio-neurootologischen Bericht vom 19. April 2006 gelangte Dr. C.___ unter 

anderem zum Schluss, im Rahmen der MEDAS-Begutachtung seien keine neuro-

ophthalmologischen und keine audio-neuro-otometrischen und aequilibriometrischen 

Untersuchungen veranlasst worden, obwohl anhand der chronifiziertenden Schwindel- 

und visuellen Symptomatik diese hätten veranlasst werden müssen. Es sei bekannt, 

dass konventionelle Röntgenaufnahmen und die Kernspintomographie nicht in der 

Lage seien, Mikroläsionen der zervikalen Facettengelenke zu objektivieren, so dass die 

Äusserung im MEDAS-Gutachten (S. 16), wonach keine strukturellen/

posttraumatischen Veränderungen erkennbar seien, unkorrekt und falsch sei. Die 

subjektiven Beschwerden der Patientin seien anhand der neurootologischen und 

aequilibriometrischen Testbatterie nachvollziehbar und auch objektivierbar. Die 

nachweisbaren posttraumatischen Veränderungen würden nur dann fehlen, wenn die 

Methoden, mit welchen solche erfasst werden könnten, nicht eingesetzt würden. Es 

bestehe der dringende Verdacht auf multisegmentale Funktionsstörung der zervikalen 

Facettengelenke. Zur Abklärung des Verdachts sei die Durchführung eines 

diagnostisch-therapeutischen Verfahrens nach Nikolai Bogduk notwendig (act. G 1.15).

Gegenüber den MEDAS-Gutachtern hatte die Beschwerdeführerin unter anderem 

erklärt, bereits am Tag nach dem Unfall habe sie starke Übelkeit und Schwindel 

verspürt. Obwohl sie immer wieder gedacht habe, dass sich diese Beschwerden im 

Verlauf wohl zurückbilden würden, habe sie permanent unter Schwindel und Übelkeit 

sowie Nackenbeschwerden gelitten. Auch aktuell seien die Nackenschmerzen von 

einem permanenten leichten Schwindelgefühl begleitet, welches sie am ehesten als 

Drehschwindel einschätze. Zusätzlich bestehe eine Gangunsicherheit mit "Rechtsdrall" 

beim Gehen (IV-act. 54-4/45). Die MEDAS-Gutachter nahmen diese Angaben zwar zur 

Kenntnis und vermerkten sie in der zusammenfassenden Beurteilung (IV-act. 54-17/45, 

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54-19/45). Auch im neuropsychologischen Konsiliargutachten war festgehalten 

worden, dass es unter höheren Anforderungen zu vegetativer Symptomatik mit 

Schwindel- und Übelkeitsgefühlen komme (IV-act. 54-45/45). Eine entsprechende 

Abklärung in Zusammenarbeit mit einem Hals-, Nasen-Ohren-Spezialisten sowie eine 

anschliessende fachübergreifende Stellungnahme zu den Auswirkungen dieser 

Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit war jedoch nicht erfolgt. In diesem 

Zusammenhang ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der 

Haushalt-Abklärung angegeben hatte, sie leide unter Schwindelgefühlen (IV-act. 

23-1/11). Die MEDAS-Beurteilung erscheint unter den dargelegten Umständen für eine 

abschliessende Festlegung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht umfassend genug. 

Zur Beseitigung dieser sachverhaltsmässigen Unklarheiten drängt es sich auf, die von 

der Beschwerdeführerin und von Dr. C.___ beschriebene Schwindel- und 

Gleichgewichtsproblematik mit Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

näher abzuklären. Die Beschwerdegegnerin wird daher vorweg eine gutachterliche 

Stellungnahme bei einer spezialisierten Person oder Stelle - z.B. beim Universitätsspital 

Zürich (Poliklinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie), beim Inselspital 

Bern (Otoneurologie) oder der Abteilung für Audiologie und Neurootologie des 

Kantonsspitals Basel, Universitätsklinik - zum Vorliegen der Schwindel- und 

Gleichgewichtsproblematik und zu den entsprechenden Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit einzuholen haben. Diese Stellungnahme wird in der Folge den MEDAS-

Gutachtern zur ergänzenden Äusserung vorzulegen sein.

Bei dieser Gelegenheit wird auch zu klären sein, warum im MEDAS-Gutachten von 

einer freien HWS-Beweglichkeit gesprochen wurde (IV-act. 54-11/45), wohingegen die 

konsiliarisch zugezogene Orthopädin festgehalten hatte, die Trapeziusmuskulatur sei 

schmerzhaft verspannt, und die Beweglichkeit der HWS sei in alle Richtungen 

schmerzhaft eingeschränkt (IV-act. 54-38/45). Dabei handelt es sich um eine 

offensichtliche Unvereinbarkeit, die einer Stellungnahme der Gutachter bedarf.

2.- a) Gemäss Abklärungsbericht Haushalt vom 13. Februar 2004 gab die 

Beschwerdeführerin an, dass sie (als Gesunde) mit einem Pensum von 50% als 

Tennislehrerin arbeiten würde. Dementsprechend wurde für den Erwerbsbereich unter 

Zugrundelegung einer damals noch mit 70% veranschlagten Arbeitsunfähigkeit ein 

Behinderungsgrad von 35% ermittelt. Im Haushaltsbereich wurde eine Einschränkung 

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von 10.75% errechnet. Hierauf beantragte die Beschwerdeführerin hinsichtlich der 

Gewichtung in den einzelnen Bereichen und in den Einschränkungen die Vornahme von 

Änderungen bzw. Zugrundelegung einer Einschränkung im Haushalt von 30.5%. Der 

IV-Abklärer äusserte sich dazu und gestand schliesslich eine Einschränkung im 

Haushalt von 19.75% zu. Diese setzt sich zusammen aus den Teileinschränkungen in 

den Bereichen Ernährung (Anteil von 30%, Einschränkung von 10% = 3%), 

Wohnungspflege (Anteil von 20%, Einschränkung von 30% = 6%), Einkauf (Anteil von 

10%, Einschränkung von 10% = 1%), Wäsche (Anteil von 10%, Einschränkung von 

10% = 1%) sowie Verschiedenes (Anteil von 25%, Einschränkung von 35% = 8.75%). 

Er hielt fest, das "Hochfahren" unter der Rubrik "Verschiedenes" auf 35% (Anteil) sei 

unakzeptabel, da die Beschwerdeführerin nebst dem grossen Aufwand für den Garten 

kaum eine fassbare Tätigkeit (als Sorgentelefon tätig sein) habe angeben können. 

Gartenarbeiten seien saisonal anstrengend, jedoch umfasse bei niemandem der Garten 

(nur Umschwung, ohne Gemüse) einen Anteil von mehr als 10% des 

Gesamtaufwandes. Eine Einschränkung von gesamthaft 45% (Haushalt 20% von 50% 

= 10%; Erwerb 70% von 50% = 35%) mit Beginn am 7. Juni 2000 scheine ihm 

ausgewiesen zu sein (IV-act. 23).

b) Zu prüfen ist, welche Methode der Invaliditätsbemessung bzw. welche Aufteilung 

Erwerb/Haushalt vorliegend anzuwenden ist. Die Beschwerdeführerin lässt vorbringen, 

dass sie für die Tätigkeit als Tennislehrerin 35 Stunden pro Woche hätte aufwenden 

müssen. Im Rahmen des Einsprache-Verfahrens reichte ihr Rechtsvertreter eine 

Aufstellung ein, gemäss welcher zu den 24 Tennisstunden, welche sie vor dem Unfall 

erteilte, noch 17 Stunden - unter anderem für Kundenwerbung, Vorbereitung der 

Lektionen, Tennisturniere, Büroarbeiten und weitere Tätigkeiten - zu addieren seien (IV-

act. 65-5/14ff). Zudem besorge sie bei einem Zweifamilien-Haus die 

Hauswartsarbeiten; diese würden durch eine Mietzinsreduktion von Fr. 350.-- pro 

Monat entschädigt. Es sei somit von einem Erwerbs-Anteil von 80% und einem 

Haushalt-Anteil von 20% auszugehen (act. G 1 S. 6f; act. G 1.16 bis 1.18). Die 

Beschwerdegegnerin legte demgegenüber aufgrund der Angaben der 

Beschwerdeführerin im Rahmen der Haushaltabklärung im erwerblichen Bereich wie 

erwähnt einen hälftigen Anteil zugrunde.

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c) Die Frage, in welchem Umfang jemand ohne Vorliegen eines Gesundheitsschadens 

erwerbstätig gewesen wäre, wird nach den persönlichen, familiären, sozialen und 

erwerblichen Verhältnissen beurteilt. Abzustellen ist auf die Verhältnisse, wie sie sich 

bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids entwickelt haben (BGE 125 V 146 Erw. 

2c). Ob eine Person als ganz- oder teilerwerbstätig bzw. in welchem Ausmass sie als 

erwerbstätig zu betrachten ist, ergibt sich aus der Antwort auf die Frage, was sie - bei 

im übrigen unveränderten Umständen - täte, wenn keine gesundheitliche 

Beeinträchtigung bestünde. Eine revisionsrechtlich relevante neue Hypothese in Bezug 

auf diese sogenannte Validenkarriere kann nur bei überwiegend wahrscheinlichem 

Verlauf angenommen werden (BGE 117 V 194 Erw. 3b; SVR IV Nr. 76, Erw. 2c; vgl. 

GABRIELA RIEMER-KAFKA, Veränderungen der familiären Verhältnisse als 

Rentenrevisionsgrund in der IV, in: R. Schaffhauser/F. Schlauri [Hrsg.], Die Revision von 

Dauerleistungen in der Sozialversicherung, S. 111). Ein Methodenwechsel setzt eine 

Nachführung der hypothetischen Lebensentwicklung voraus. Dabei wird auf den realen 

Verlauf der persönlichen und familiären Verhältnisse abgestellt. Aus dieser Realität wird 

auf eine allfällige wesentliche Änderung im massgebenden hypothetischen Sachverhalt, 

in der Validenkarriere, geschlossen (BGE 117 V 198 Erw. 3b). Sowohl bei der 

erstmaligen Rentenzusprache als auch im Rentenrevisionsverfahren sind für die 

Festlegung des von einer versicherten Person im Gesundheitsfall mutmasslich 

ausgeübten Aufgabenbereiches ausser der finanziellen Notwendigkeit, eine 

Erwerbstätigkeit (wieder) aufzunehmen oder auszudehnen, auch allfällige Erziehungs- 

und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten, 

die Ausbildung und die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen 

(BGE 117 V 194 Erw. 3b). Dabei kommt bei der Beantwortung der Frage, ob im 

Gesundheitsfall eine Änderung der bisherigen Aufteilung vollzogen worden wäre, 

keinem dieser Kriterien zum vornherein vorrangige Bedeutung zu (AHI-Praxis 1997, 289 

Erw. 2b). Beim Beweis einer hypothetischen Lebensgestaltung ist zu beachten, dass 

schon die Gesundheitsfiktion als solche Mühe machen kann und auch in der 

Validenkarrierehypothese eine Freiheit zu spontanen Lebensveränderungen mitgedacht 

werden muss. Nicht zuletzt wandeln sich auch die Gepflogenheiten im sozialen Umfeld. 

Insgesamt ist bei der Festlegung von Quoten mit einem groben Raster zu messen. Die 

Aufnahme einer Berufstätigkeit darf in dem Umfange vermutet werden, in welchem sie 

nach den Umständen zumutbar wäre und objektiv üblichen Gepflogenheiten entspricht.

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d) Mit Bezug auf die erwerbliche und familiäre Situation der Beschwerdeführerin ergibt 

sich aus den Akten, dass sie nach ihrer Heirat mit 20 Jahren über 18 Jahre als 

Hausfrau und Mutter tätig war. Nachdem sie zwischenzeitlich im Sozialbereich sowie in 

einem Sportgeschäft an zwei Tagen pro Woche gearbeitet hatte, war sie ab ca. 1996 

bis zum Unfall im Jahr 2000 als selbständige Tennislehrerin tätig. Ihre Ehe wurde 1994 

geschieden. Bis zur Pensionierung ihres geschiedenen Mannes erhält die 

Beschwerdeführerin Fr. 3'000.-- Alimente pro Monat (act. G 1.3, 1.4; IV-act. 17-1/3, 

17-2-/3, 54-2/45, 54-3/45). Bei Erlass des angefochtenen Entscheids war sie 60jährig 

und lebte allein in einer 5-Zimmer-Wohnung eines Zweifamilienhauses. Die Annahme, 

dass sie ohne Vorliegen eines Gesundheitsschadens einer ausserhäuslichen 

Erwerbstätigkeit mit einem grösseren Pensum als 50% nachginge, erscheint 

angesichts dieser Verhältnisse gerechtfertigt. Dass es sich um ein Pensum von 80% 

handeln würde, wie die Beschwerdeführerin vorbringen lässt, erscheint unter den 

erwähnten Umständen gegenüber einer 50%-Erwerbstätigkeit als plausibler, zumal ihr 

die Bedeutung der entsprechenden Frage im Verwaltungsverfahren offenbar nicht 

vollständig klar geworden war und der von ihr geltend gemachte Zusatzaufwand für die 

Tätigkeit als Tennislehrerin ohne weiteres als ausgewiesen zu erachten ist. Bei diesem 

Sachverhalt ist von der Annahme auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als 

Gesunde eine 80%-Teilzeittätigkeit angestrebt und die verbleibende Zeit für den 

Haushalt verwendet hätte. Wenn die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang 

im angefochtenen Entscheid darlegte, dass die Beschwerdeführerin für die 

zusätzlichen Arbeiten im Rahmen der Tennislehrerinnentätigkeit kein zusätzliches 

Entgelt bekommen habe (angefochtener Entscheid S. 8 unten), ist mit dem 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 8) festzuhalten, dass für die 

prozentuale Ausscheidung eines Arbeitspensums die aufgewendete Zeit, und nicht das 

bezogene Entgelt, massgebend ist. Die Invaliditätsbemessung hat daher - im 

Nachgang zu der noch vorzunehmenden medizinischen Abklärung - auf der erwähnten 

Basis zu erfolgen.

Bei der Festlegung der Einschränkung im Haushalt werden im übrigen auch die 

Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Gewichtung der einzelnen Bereiche 

unzutreffend vorgenommen worden sei, sie bei der Wohnungspflege erheblich 

eingeschränkt sei, eine Drittperson während rund dreieinhalb Stunden alle drei Wochen 

die anstrengendsten Arbeiten verrichten müsse, sie im weiteren weder Wäsche 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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aufhängen noch bügeln oder Betten beziehen könne und es im Garten kaum leichte 

Tätigkeiten für sie gebe (act G 1 S. 8f), zu berücksichtigen sein.

e) Hinsichtlich der Bemessung des Valideneinkommens stellt sich die 

Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dieses betrage Fr. 63'607.--. Entgegen der 

Annahme der Beschwerdegegnerin habe die Beschwerdeführerin nicht einen 

Bruttostundensatz von Fr. 40.--, sondern einen solchen von Fr. 75.-- bis Fr. 80.-- 

gehabt. Dies stelle bei Tennislehrern einen üblichen Ansatz dar, wie auch die 

Beschwerdegegnerin anerkenne (angefochtener Entscheid, S. 10). Von diesem Betrag 

würden dann die Auslagen, insbesondere die Kosten für die Platzmiete von rund 25.-- 

Franken pro Stunde, abgezogen. Andernfalls wären nach Abzug der Platzmiete 

lediglich noch Fr. 15.-- pro Tennisstunde übrig geblieben, was nicht sein könne. Bei 

den Fr. 40.-- handle es sich um den nach Abzug der Platzmiete und der weiteren 

Auslagen übrig bleibenden Nettostundenansatz (act. G 1 S. 6, 9). Auf die Zahlen der 

Erfolgsrechnung könne nicht abgestellt werden, weil sie die Anfangsphase der 

selbständigen Tätigkeit betreffen würden und deshalb nicht aussagekräftig seien. Ein 

Neueinsteiger starte zu Beginn seiner selbständigen Tätigkeit tendenziell eher mit 

einem tieferen Stundenansatz, um sich einen Kundenstamm aufbauen zu können. 

Sodann hätten gewisse Tennisstunden nicht Eingang in die Erfolgsrechnung gefunden. 

Der Umsatz sei höher ausgefallen, als er aus der Erfolgsrechnung ersichtlich sei. 

Schliesslich habe sich der invalidisierende Unfall bereits im Jahr 2000 ereignet, kurz 

nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit. Im übrigen lasse sich der Stundenansatz 

aus den Erfolgsrechnungen nicht herauslesen. Die Beschwerdeführerin habe pro 

Tennisstunde je nach Saison Fr. 70.-- bis Fr. 78.-- verlangt. Falls die Tennisschüler die 

Platzmiete direkt bezahlt hätten, habe sie ein Honorar von Fr. 47.-- bis Fr. 49.-- 

verlangt (act. G 7 S. 2; act. G 6.1.2).

Die Beschwerdegegnerin ging demgegenüber beim Valideneinkommen von einem 

Betrag von Fr. 24'864.-- aus. Sie stellte dabei auf Tabelle TA1 der 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik ab, weil die Einkommenszahlen 

als Tennislehrerin nicht aussagekräftig seien (angefochtener Entscheid S. 10). Dies 

erscheint mit Blick auf die geschilderten Verhältnisse sachgerecht. Hingegen legte die 

Beschwerdegegnerin das Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) 

zugrunde (angefochtener Entscheid S. 11), obschon für die Tätigkeit als Tennislehrerin 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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eine Prüfung abzulegen war und damit Berufs- und Fachkenntnisse sowie überdies die 

Fähigkeit der selbständigen Arbeitseinteilung und -erledigung vorausgesetzt waren. 

Wenn konkret die Tabellenlöhne nach LSE als Basis des 

Valideneinkommensbemessung dienen sollen, so ist konsequenterweise auch die 

Klassifizierung dieses Tabellenwerks (Unterteilung in vier Anforderungsniveaus) zur 

Anwendung zu bringen. Es erscheint somit nicht gerechtfertigt, vom Ansatz für 

angeordnete, repetitive Routinearbeit auszugehen. Vielmehr entsprach die 

Validenkarriere der Beschwerdeführerin jedenfalls dem Anforderungsniveau 3. Als 

Grundlage für die Bemessung des Valideneinkommens ist daher der Bruttolohn 

gemäss LSE 2000 TA1, Wirtschaftszweig 92 (Unterhaltung, Kultur, Sport) von Fr. 

4'773.-- heranzuziehen. Für das hier massgebende Jahr 2001 ergibt sich nach 

Berücksichtigung der inflationsbedingten Bereinigung (Entwicklung von 107.5 auf 

108.9%) und nach Aufrechnung auf 41.7 Wochenstunden ein Betrag von Fr. 5'040.--. 

Bei einem Arbeits-Pensum von 80% resultiert ein solcher von Fr. 4'032.-- bzw. von Fr. 

48'384.-- pro Jahr. Hinzu kommt unbestrittenermassen (vgl. angefochtener Entscheid 

S. 11) die Entschädigung für Hauswartungsarbeiten von Fr. 4'200.-- pro Jahr (Fr. 350.-- 

x 12), woraus sich ein Valideneinkommen von Fr. 52'584.-- (2001) errechnet.

3.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einsprache-Entscheids vom 27. März 2006 teilweise gutzuheissen und die Sache zur 

Durchführung der dargelegten medizinischen Abklärungen und zu neuer Verfügung an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 

61 lit. a ATSG). Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin bei diesem 

Verfahrensausgang zu entschädigen (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, die 

Entschädigung auf pauschal Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzusetzen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einsprache-Entscheid vom 27. 

März 2006 aufgehoben und die Angelegenheit zur Durchführung von medizinischen 

Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin mit Fr. 3'000.--.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.03.2007
	Art. 8 ATSG, Art. 28 Abs. 2ter IVG, Art. 43f. ATSG. Würdigung von unterschiedlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen. Darlegung der Gründe, wieso auf die MEDAS-Beurteilung nicht abgestellt werden kann. Rückweisung zur weiteren medizinischen Abklärung. Gewichtspunkte bei der Aufteilung Erwerbsbereich/ Haushalt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. März 2007, IV 2006/89).

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