# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9b28632-0d80-531b-86d8-34fb8cbc6cca
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.06.2020 200 2019 703
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-703_2020-06-12.pdf

## Full Text

200 19 703 IV
KOJ/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Juni 2020

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. August 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im April 2017 unter Hinweis auf eine seit 2013 bestehende 
und ab Herbst 2016 akzentuierte Depression bei der IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Ant-
wortbeilage [AB] 3). Im Rahmen erwerblicher und medizinischer Abklärun-
gen holte die IVB Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; AB 43, 80, 102) ein und gewährte parallel dazu Frühinterventions-
massnahmen (Laufbahnberatung; AB 75, 94). Mit Vorbescheid vom 1. Fe-
bruar 2019 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens mangels 
eines invalidisierenden Gesundheitsschadens in Aussicht (AB 104). Auf 
Einwand des Versicherten, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, hin 
(AB 106, 109) und nach Konsultation des RAD (AB 113) verfügte die IVB 
am 6. August 2019 wie in Aussicht gestellt (AB 114).

B.

Hiergegen liess der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 13. September 2019 Beschwerde erheben 
und beantragen, unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung und nach 
Initiierung einer externen psychiatrischen Begutachtung seien ihm einer-
seits berufliche Massnahmen zu gewähren und andererseits eine Invaliden-
rente nach Massgabe eines noch zu beziffernden Invaliditätsgrades auszu-
richten, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Nach Einholung einer RAD-ärztlichen Stellungnahme vom 4. Oktober 2019 
(in den Verfahrensakten) schloss die Beschwerdegegnerin mit Beschwer-
deantwort vom 15. Oktober 2019 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 25. November 2019 bzw. Duplik vom 9. Januar 2020 (unter 
Beilage einer Stellungnahme des RAD vom selben Datum; in den Verfah-
rensakten) sowie mit Stellungnahmen vom 16. Januar 2020, 4. Februar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 3

2020, 13. Mai 2020 und 20. Mai 2019 hielten die Parteien an ihren Anträ-
gen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechts-pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. August 2019 
(AB 114). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Leistungen der Invalidenversicherung (IV) und in diesem Zusammen-
hang die Vollständigkeit der Sachverhaltsabklärung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 4

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 215 E. 
5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 
gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-
scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 5

objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-
gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 
E. 4.4 S. 110). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern 
es der versicherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, 
die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehen-
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesell-
schaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.3 Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrach-
tungsweise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person 
auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295). Die Sachverständigen 
sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nach-
vollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich einge-
halten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). 
Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein 
psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu 
bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prü-
fungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies 
gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.3.1 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 6

derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärzt-
licher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig über-
wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar 
überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine ver-
selbständigte, krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299) zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschä-
digung ausser Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst 
wenn die klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben 
sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden 
Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits-
schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswir-
kungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

2.3.2 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardin-
dikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien 
"funktioneller Schweregrad" (E. 4.3 S. 298) und "Konsistenz" einteilen las-
sen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). 
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur 
zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell-
ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Stan-
dardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 7

gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Fol-
gen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person 
zu tragen (E. 6 S. 308).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

2.5.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 8

2.5.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354). Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrau-
ensärzte haben in beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen 
Stellenwert wie die verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der 
UVG-Versicherer (RKUV 2001 KV 189 S. 492 E. 5b).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2018 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.2, 
2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die 
von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärz-
tinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststel-
lungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollzieh-
baren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt 
der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 
351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird 
das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 9

2.5.3 Solange keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich sind, welche die 
Glaubwürdigkeit der Atteste eines Hausarztes oder einer Hausärztin zu 
erschüttern vermöchten, ist es unzulässig, deren Angaben bei der Beweis-
würdigung unter Hinweis auf ihre Stellung und unter Berufung auf die fach-
liche Kompetenz der Ärzte und Ärztinnen einer Universitätsklinik ausser 
Acht zu lassen (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Juli 2011, 
8C_278/2011, E. 5.3). In Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll 
jedoch das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel-
lung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 
351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht 
nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den 
behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch 
tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfor-
dernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren 
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: 
BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

3.

Abgesehen von somatischen Beschwerden (insbesondere der diagnosti-
zierten hypertensiven Herzkrankheit [AB 33/16 f. = 84/2 f., 85/2; vgl. auch 
AB 90] und einem leichten obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom mit Domi-
nanz in Rückenlage [AB 33/6 f., 98/4] bzw. einer Anstrengungsdyspnoe 
[AB 89]), die sich allesamt nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (AB 33/1 
Ziff. 1.1, 60/2 Ziff. 1.1, 102/4) – anderes macht der Beschwerdeführer auch 
nicht geltend – ist den Akten in medizinisch-psychiatrischer Hinsicht im 
Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
untersuchte den Beschwerdeführer am 16. Januar 2017 aus versiche-
rungspsychiatrischer Sicht. Gemäss dieser Untersuchung sei der Be-
schwerdeführer aufgrund einer Erkrankung seit Dezember 2016 (Beginn 
der psychiatrischen Behandlung) sowohl in der bisherigen als auch in ver-
gleichbaren Tätigkeiten zu 50 % als arbeitsunfähig zu beurteilen; ein höhe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 10

rer Grad der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne rein aus versiche-
rungspsychiatrischer Sicht nicht bestätigt werden (Arztzeugnis vom 13. Fe-
bruar 2017; AB 7/3). 

3.2 Der Beschwerdeführer war vom 1. März bis 28. April 2017 in statio-
närer Behandlung in der Klinik D.________. Im Austrittsbericht vom 3. Mai 
2017 wurde insbesondere eine rezidivierende depressive Störung, gegen-
wärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), diagnostiziert (AB 22/1 ≈ 33/8 
≈ 41/5). Der Beschwerdeführer sei mit einer depressiven Symptomatik mit 
agitiert-ängstlicher Komponente vor dem Hintergrund einer mehrfachen 
psychosozialen Belastungssituation im privaten sowie im beruflichen Kon-
text zur stationären Aufnahme gekommen. Klinisch habe ein depressiver 
Symptomenkomplex vorgelegen bei labilem Affekt mit Stimmungstiefs, 
ausgeprägter Verunsicherung, niedrigem Selbstwert, innerer Anspannung, 
Interessenverlust, Konzentrationsminderleistung, sozialem Rückzug, An-
triebsminderung, Appetenz- und Libidominderung, Schlafstörungen sowie 
ausgeprägten Existenz- und Zukunftsängsten (AB 22/5 ≈ 33/12 ≈ 41/9). Der 
Beschwerdeführer sei in einem deutlich gebesserten, stimmungsstabileren 
und zuversichtlicheren Zustand nach Hause entlassen worden. Anfänglich 
hätten akzentuierte paranoide Persönlichkeitszüge imponiert, die aber ge-
gebenenfalls auch aus der schwierigen und belastenden Situation am Ar-
beitsplatz resultierten. Ambulant sollte diesbezüglich eine weitere klinische 
Verlaufsbeobachtung erfolgen (AB 22/6 ≈ 33/13 ≈ 41/10). Es wurde eine 
volle Arbeitsunfähigkeit vom 1. März bis 14. Mai 2017 attestiert mit ansch-
liessender Neuevaluation durch den Nachbehandler (AB 22/7 ≈ 33/14 ≈ 
41/11). 

3.3 Der den Beschwerdeführer (ambulant) psychiatrisch behandelnde 
Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, dia-
gnostizierte in den Berichten vom 25. August 2017 (AB 41; vgl. auch 
AB 53/5 f.) und 4. Dezember 2017 (AB 57) mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, aktuell längerdauernde 
mindestens mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; AB 41/2 Ziff. 3, 57/2 
Ziff. 3) und sensible-sensitive Persönlichkeitsanteile (AB 57/2 Ziff. 3). Als 
Symptome nannte er eine wechselhafte Befindlichkeit mit teilweise erhebli-
chen Stimmungstiefs bzw. depressiver Stimmungslage, eingeengtem (dre-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 11

hendem) Denken, Konzentrationsstörungen, Mühe mit Entscheidungen, 
Existenz- und Zukunftssorgen, Versagensängsten, Selbstzweifeln, Verun-
sicherung, Blockierung, Rückzug und (gelegentlichen) Schlafstörungen 
(AB 41/2 Ziff. 4, 57/2 Ziff. 4). Es bestünden psychische Einschränkungen 
im Sinne von Leistungsinsuffizienz, rascher Überforderung, Selbstunsi-
cherheit/Verunsicherung, Ambivalenz/Entscheidungsunfähigkeit und Mühe 
unter Menschen (AB 41/3 Ziff. 3, 57/3 Ziff. 12). Bei (vorerst) stagnierendem 
Verlauf attestierte Dr. med. E.________ eine volle Arbeitsunfähigkeit seit 
22. Dezember 2016 bis (vorerst) auf weiteres (AB 41/3 Ziff. 9 und 11, 57/3 
Ziff. 11).

3.4 Die RAD-Ärztin med. pract. F.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie, ging im Bericht vom 11. September 2017 (AB 43/4) 
aufgrund der vorliegenden Arztberichte davon aus, dass der Beschwerde-
führer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit an einer rezidivierenden de-
pressiven Störung (Erstdiagnose 2013) leide, wobei deren Ausprägungs-
grad seit etwa Dezember 2016 als mittelgradig anzusehen sei (ICD-10 
F33.1). Als Auslöser würden die Trennungsproblematik von der Ehefrau 
sowie Probleme am Arbeitsplatz und daraus resultierende Schwierigkeiten 
genannt. Aufgrund der Schilderungen der Lebensumstände fänden sich 
Hinweise auf akzentuierte Persönlichkeitszüge (ängstlich-vermeidend, ab-
hängig, narzisstisch), welche sich negativ auf die vorhandene depressive 
Symptomatik auswirkten. Der geschilderte Symptomenkomplex (vgl. E. 3.2 
hiervor) mindere die Leistungsfähigkeit nachvollziehbar. Es sei denkbar, 
dass eine Arbeit im sozialen Bereich mit durchaus auch schwierigen Klien-
ten und zusätzlich auch noch Verantwortungsübernahme im Rahmen einer 
Führungsposition bei vorbestehender psychischer Vulnerabilität als Auslö-
ser einer Krise gelten könne.

3.5 In den Berichten des Spitals G.________ vom 9. und 30. November 
(AB 53, 64/4 f.) sowie vom 6. bzw. 14. Dezember 2017 (AB 60, 62) wurde 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
aufgrund multipler psychosozialer Belastungen und bei akzentuierten Per-
sönlichkeitszügen (ICD-10 F33.10, Z56.0, Z63.0, Z73.1), diagnostiziert 
(AB 53/2 Ziff. 4, 60/2 Ziff. 1.1 ≈ 62/1 Ziff. 1.1, 64/4 oben). In der beruflichen 
Laufbahn des Beschwerdeführers zeigten sich Wiederholungen dahinge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 12

hend, dass er bei Mitarbeitern und Vorgesetzen angeeckt sei. Auffällig sei-
en die Wiederholungen. Er scheine immer wieder in zwischenmenschliche 
Konflikte zu geraten, was ihn zunehmend verunsichere und auf Dauer zu 
einem veränderten Beziehungsverhalten geführt habe, verbunden mit wie-
derkehrenden negativen Erfahrungen. Folge davon seien depressive Pha-
sen (AB 53/2 Ziff. 1, 60/3 Ziff. 1.4 ≈ 62/2 Ziff. 1.4). Entsprechend habe sich 
die depressive Episode seit Juli 2016 nach der Kündigung beim letzten 
Arbeitgeber akzentuiert (AB 60/2 Ziff. 1.1 ≈ 62/1 Ziff. 1.1).

3.6 Die RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Neurologie 
sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in der Stellungnahme vom 
20. Juli 2018 (AB 80/7 f.) aus, die Kontextfaktoren (Kündigung durch Ar-
beitgeber mit Freistellung, Konflikte am Arbeitsplatz, Trennung von der 
Ehefrau) der Krankschreibung ab 23. Dezember 2016 bzw. die gezielte 
Inanspruchnahme medizinischer Versorgungsstrukturen und insbesondere 
der normale Psychostatus bei Eintritt in die Klinik D.________ (AB 22/3 ≈ 
33/10 ≈ 41/7; vgl. E. 3.2 hiervor) sprächen gegen das Vorliegen einer 
primär psychiatrischen Erkrankung bzw. einer leistungsrelevanten affekti-
ven Störung, sondern für eine Reaktion (Selbstunsicherheit, Misstrauen, 
Einschlafstörungen, Druckgefühl) auf eine interpersonelle und intrapsychi-
sche Konfliktsituation. Eine Krankschreibung über den Zeitpunkt der Hospi-
talisation hinaus sei deshalb aus psychiatrischer Sicht nicht medizinisch 
begründet (gewesen). Das vorliegende Überwiegen psychosozialer Fakto-
ren habe keine IV-Relevanz.

3.7 Der Beschwerdeführer war vom 15. Oktober bis 22. November 2018 
in stationärer Behandlung in der Klinik I.________. Im Austrittsbericht vom 
19. November 2018 (AB 98) wurden aus psychiatrischer Sicht eine rezidi-
vierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 
F33.1), sowie eine nichtorganische Insomnie (ICD-10 F51.0) diagnostiziert 
(AB 98/2 unten). Phänomenologisch zeige der Beschwerdeführer Nieder-
gestimmtheit, Antriebslosigkeit, starke Verunsicherung, Entscheidungs-
schwierigkeiten, eine hohe Anspannung und berichte über Gedankendre-
hen, soziales Rückzugsverhalten, eine stark ausgeprägte Müdigkeit und 
Erschöpfung sowie Existenz- und Zukunftsängste und eine Selbstwertpro-
blematik. Diagnostisch handle es sich aufgrund des klinischen Befundes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 13

und der psychiatrischen Anamnese (bekannte depressive Episoden, Vulne-
rabilität durch Depressionen innerhalb der Familie, Hospitalisation 2017) 
und der sozialen Begleitumstände (Verlust der Arbeitsstelle mit rechtlichem 
Procedere, Trennung von Ehefrau und anstehende Scheidung, Krankheit 
der Mutter) am ehesten um eine rezidivierende depressive Störung, ge-
genwärtig mittelgradige bis schwere depressive Episode, sowie eine nicht-
organische Insomnie (und nicht-psychiatrisch ein Restless-Legs-Syndrom 
und eine Schlafapnoe). Seit Dezember 2016 habe bereits eine volle Ar-
beitsunfähigkeit bestanden. Der stationäre integriert-psychiatrische Be-
handlungsansatz habe eine Remission der aktuellen depressiven Episode 
im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung gebracht; eine all-
mähliche Wiederaufnahme der Arbeit sei besprochen worden (AB 98/4 
unten). Die volle Arbeitsunfähigkeit sei bis 9. Dezember 2018 attestiert 
worden und die weiterführende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit obliege 
dem Nachbehandler (AB 98/5 Mitte).

3.8 In Wiederholung und Ergänzung des bereits in der Stellungnahme 
vom 20. Juli 2018 (AB 80/7 f.; vgl. E. 3.6 hiervor) Ausgeführten verneinte 
die RAD-Ärztin Dr. med. H.________ mit Stellungnahme vom 10. Januar 
2019 (AB 102/4 f.) infolge Fehlens inhaltlicher Denkstörungen/von Zwän-
gen/von suizidalen oder fremdaggressiven Verhaltens anlässlich der Hospi-
talisation in der Klinik I.________ (AB 98/3 unten; vgl. E. 3.7 hiervor) als 
auch des Fehlens von Zeichen einer akuten/chronischen Stress-Reaktion 
(normales Blutdruckverhalten, normales Pulsverhalten, normale Atmung; 
AB 98/4 oben) das Vorliegen einer leistungsrelevanten psychiatrischen 
Erkrankung. Bereits zum Zeitpunkt des Eingangs der IV-Anmeldung (AB 3) 
am 19. April 2017 habe eine Vermittelbarkeit des Beschwerdeführers auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Arbeiten unterschiedlicher körperlicher 
Schwere (einschliesslich gelegentlich körperlich schwerer Arbeiten) ent-
sprechend seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten in Früh- und Spätschicht 
(ohne regelmässige Nachtschicht) mit betriebsüblichen Pausen bis zu ei-
nem vollen Pensum bestanden, so auch in der zuletzt ausgeübten Tätig-
keit.

3.9 Dr. med. E.________ stellte im Bericht vom 24. März 2019 
(AB 109/12 f.) nach dem Austritt aus der Klinik I.________ (vgl. E. 3.7 hier-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 14

vor) eine vorerst gebesserte psychische Befindlichkeit, die sich in der Folge 
dann aber wieder deutlich verschlechtert habe, fest. Er diagnostizierte wei-
terhin eine rezidivierende depressive Störung, aktuell längerdauernde mit-
tel- bis schwergradige Episode (ICD-10 F33.1). Die RAD-ärztliche Beurtei-
lung vom 10. Januar 2019 (AB 102/4 f.; vgl. E. 3.8 hiervor) sei insofern 
fachmedizinisch nachvollziehbar, als sie auf die Befindlichkeit zum Zeit-
punkt des Austritts aus der Klinik I.________ abstütze, wobei psychosozia-
le Faktoren sehr hervorgehoben würden. Bei aktuell wiederum feststellba-
rer Verschlechterung des psychischen Befindens, bei nun bereits länger-
dauernder Krankheitsanamnese sowie bei schwer beurteilbarer Arbeits-
fähigkeit könnten eine Begutachtung oder Integrationsbemühungen bzw. 
eine Arbeitsabklärung sinnvoll sein.

3.10 Mit Stellungnahme vom 31. Juli 2019 (AB 113/2 f.) verneinte die 
RAD-Ärztin Dr. med. H.________ neue medizinische Gesichtspunkte und 
stellte weiterhin auf ihre Leistungsbeurteilung im Bericht vom 10. Januar 
2019 (AB 102/4 f.; vgl. E. 3.8 hiervor) ab.

3.11 Gemäss einem Bericht des Spitals G.________ vom 6. August 2019 
(Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 4) wurde der Be-
schwerdeführer gleichentags vom Sozialdienst … wegen psychischer Auf-
fälligkeit mit Verfolgungsideen und Überforderung notfallmässig zugewie-
sen. Der Beschwerdeführer habe berichtet, gegen ihn liefen seit Jahren 
besonders bei der Arbeit Machenschaften mit Intrigen und Mobbing. Auch 
habe er Kontakt zum Jenseits und sehe Zeichen bzw. habe Vorahnungen. 
Während der Hospitalisation in der Klinik I.________ (vgl. E. 3.7 hiervor) 
sei er sogar fremdgesteuert gewesen und man habe ihn mittels GPS-Signal 
überwacht und sein Handy gehackt. Die untersuchenden Ärzte des Spitals 
G.________ erwogen eine wahnhafte Symptomatik mit Wahnstimmung, 
Wahnwahrnehmung und Beziehungsideen, wobei keine Sinnestäuschun-
gen wie Stimmenhören vorhanden seien. Sie äusserten den Verdacht auf 
eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0), wobei das Alter für eine 
Erstmanifestation atypisch sei. Die beschriebene Symptomatik bedürfe 
dringend einer stationären Abklärung. 

In einem weiteren Bericht vom 4. September 2019 (BB 3) wurde auf Fragen 
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers ausgeführt, beim Beschwer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 15

deführer habe in der Notfallkonsultation eine wahnhafte Symptomatik im 
Vordergrund gestanden. Eine depressive Symptomatik sei wegen dem 
Wahn nur schwer explorierbar gewesen, doch habe der Beschwerdeführer 
eine gedrückte Stimmung und Ein- und Durchschlafstörungen gezeigt. Zu-
sammen mit der Aktenanamnese sei von einer rezidivierenden depressiven 
Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen 
(ICD-10 F33.3), auszugehen. Differentialdiagnostisch müsse eine paranoi-
de Schizophrenie (ICD-10 F20.0) in Betracht gezogen werden, wobei das 
Alter für eine Erstmanifestation atypisch sei. Für die Genese beider Erkran-
kungen seien sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse ver-
antwortlich. Psychosoziale Faktoren seien ein möglicher Umwelteinfluss. 
Im vorliegenden Fall gebe es jedoch keine Hinweise, dass die psychosozia-
len Faktoren in überwiegendem Ausmass für die Entstehung der Erkran-
kung verantwortlich seien. Es gebe keine Hinweise für eine Aggravation 
oder einen sekundären Krankheitsgewinn. 

3.12 Anlässlich einer stationären Behandlung in der Klinik D.________ 
vom 6. bis 21. August 2019 wurde beim Eintritt der Verdacht auf eine 
wahnhafte Störung und differentialdiagnostisch eine paranoide Schizo-
phrenie bzw. eine depressive Störung mit psychotischen Symptomen dia-
gnostiziert (Eintrittsbericht vom 6. August 2019 [BB 5]). Während des Auf-
enthalts habe der Beschwerdeführer über viele Ereignisse aus seinem Le-
ben berichtet, die zunächst leicht wahnhaft angemutet hätten. Ausserdem 
habe er insbesondere formalgedankliche Auffälligkeiten gezeigt. Ein hirnor-
ganisches Geschehen habe aufgrund eines zerebralen MRI ausgeschlos-
sen werden können. Der Beschwerdeführer habe sich auch zu jeder Zeit 
wieder davon distanzieren können und es habe keine floride psychotische 
Symptomatik bestanden, sodass die Symptome am ehesten im Rahmen 
einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen bei 
bekannter rezidivierender depressiver Störung (ICD-10 F33.3) zu deuten 
seien. Diagnostiziert wurde zudem eine wahnhafte Störung (ICD-10 F22.0; 
Austrittsbericht vom 3. September 2019 [BB 6]).

3.13 Mit Stellungnahme vom 4. Oktober 2019 (in den Verfahrensakten) 
bemängelte die RAD-Ärztin Dr. med. H.________ zunächst die Erhebung 
von blossen Verdachtsdiagnosen (Arbeitshypothesen). Bereits die in den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 16

medizinischen Berichten (vgl. E. 3.11 f. hervor) dokumentierten klinischen 
Normalbefunde (wach, bewusstseinsklar, in allen Qualitäten orientiert, 
freundlich-kooperativ im Kontakt, schwingungsfähiger Affekt, Konzentrati-
on, Aufmerksamkeit, Auffassung und Gedächtnis unauffällig, keine Ich-
Störungen, keine Halluzinationen, keine Zwänge oder Phobien, keine moto-
rische Hemmung, keine Eigen- und Fremdgefährdung) schlössen sowohl 
das Vorliegen einer mittelgradigen bzw. einer schweren depressiven 
Störung als auch das Vorliegen einer wahnhaften Störung oder einer para-
noiden Schizophrenie nach ICD-10 zweifelsfrei aus. Hierfür sprächen vor 
allem die erhaltene Steuerungsfähigkeit, die Einsichtfähigkeit, die rational 
gesteuerte Anpassungsfähigkeit und die zielgerichtete Inanspruchnahme 
sozialer/medizinischer/professioneller Unterstützung. Das am 6. August 
2019 dokumentierte ziel- und zweckgerichtete Verhalten, der Erhalt seiner 
Autonomie, Mobilität, Entscheidungsfähigkeit, Absprachefähigkeit, Mitwir-
kungs- und Kooperationsfähigkeit sprächen zweifelsfrei gegen das Vorlie-
gen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens im psychiatrischen 
Fachgebiet und für Zweckverhalten/Tendenzverhalten (Manipulation/Simu-
lation). 

Mit weiterer Stellungnahme vom 9. Januar 2020 (in den Verfahrensakten) 
wies die RAD-Ärztin Dr. med. H.________ zudem darauf hin, dass bereits 
im Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 3. Mai 2017 (AB 22/3 ≈ 
33/10 ≈ 41/7; vgl. E. 3.2 hiervor) eine Diskrepanz zwischen der attestierten 
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung gegenwärtig mittel-
gradig einerseits und den hierzu inkonsistenten objektivierbaren psychi-
schen und somatischen Normalbefunden andererseits bestanden habe. 
Auch die im Austrittsbericht derselben Institution vom 3. September 2019 
(BB 6/2 f.; vgl. E. 3.12 hiervor) erhobenen psychischen und somatischen 
Normalbefunde sprächen gegen die Diagnosen einer rezidivierenden de-
pressiven Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode mit psychotischen 
Symptomen, und einer wahnhaften Störung; diese beiden Diagnosen 
schlössen sich zudem formal nach ICD-10 gegenseitig aus.

3.14 Anlässlich einer stationären Behandlung in der Psychiatrie des Spi-
tals G.________ vom 9. bis 24. April 2020 wurden eine wahnhafte Störung 
(ICD-10 F22.0) und fremdanamnestisch eine rezidivierende depressive 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 17

Störung, schwere Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F33.3), 
wobei während des Klinikaufenthalts keine Symptome einer affektiven 
Störung vorgelegen hätten, diagnostiziert (Erstbeurteilungsbericht vom 9. 
April 2020 [BB 9] und Kurzaustrittsbericht vom 24. April 2020 [BB 8]; vgl. 
auch Überweisungsschreiben des Spitals G.________ vom 7. März 2020 
[BB 10]).

4.

4.1 In psychischer Hinsicht hat die Beschwerdegegnerin ausschliesslich 
auf die Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. H.________ in deren Berich-
ten vom 20. Juli 2018 (AB 80/7 f.; vgl. E. 3.6 hiervor), 10. Januar 2019 
(AB 102/4 f.; vgl. E. 3.8 hiervor), 31. Juli 2019 (AB 113/2 f.; vgl. E. 3.10 
hiervor) abgestellt. Deren Meinung nach divergierten die von den behan-
delnden Ärzten erhobenen Diagnosen insbesondere einer rezidivierenden 
depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; 
vgl. E. 3.2 f., 3.5, 3.7, 3.9, 3.12 hiervor), mit den objektivierbaren psychi-
schen und somatischen Normalbefunden anlässlich der Hospitalisationen 
in der Klinik D.________ in den Jahren 2017 (vgl. E. 3.2 hiervor) und 2019 
(vgl. E. 3.11 hiervor). Nach Einschätzung von Dr. med. H.________ und 
der Beschwerdegegnerin liegt demnach kein invalidisierender Gesund-
heitsschaden vor (AB 102/4).

4.2 Hierzu ist festzuhalten, dass die behandelnden Ärzte und Kliniken 
ihrerseits aufgrund eben dieser Befunde übereinstimmend eine rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwärtig mittel- bis sogar schwergradige 
Episode (ICD-10 F33.1; vgl. E. 3.2 f., 3.5, 3.7, 3.9, 3.12 hiervor), diagnosti-
ziert haben. Selbst die RAD-Ärztin med. pract. F.________ bezeichnete im 
Bericht vom 11. September 2017 (AB 43/4; vgl. E. 3.4 hiervor) aufgrund der 
damals vorgelegenen Arztberichte (insbesondere auch des Austrittsbe-
richts der Klinik D.________ vom 3. Mai 2017; vgl. E. 3.2 hiervor) die Dia-
gnose einer rezidivierenden depressiven Störung als überwiegend wahr-
scheinlich und gestützt darauf eine Minderung der Leistungsfähigkeit als 
nachvollziehbar. Zudem attestierte schon der Psychiater Dr. med. 
C.________ im Bericht vom 13. Februar 2017 (AB 7/3; vgl. E. 3.1 hiervor) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 18

im Nachgang zu einer ca. zweistündigen Untersuchung gestützt auf eine 
nicht näher bezeichnete (psychische) Erkrankung aus versicherungspsych-
iatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %.

4.3 Diese Berichte (vgl. E. 4.2 hiervor) begründen an der (allein gestützt 
auf die Akten erfolgten) Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. H.________ 
hinreichende Zweifel (vgl. E. 2.5.2 hiervor): Soweit Dr. med. H.________ in 
der Stellungnahme vom 4. Oktober 2019 (S. 5) die Auffassung vertritt, 
gemäss den Berichten vom 6. August 2019 (vgl. E. 3.11 f. hiervor) lägen 
einzig Verdachtsdiagnosen vor, ist festzuhalten, dass die Klinik 
D.________, der behandelnde Dr. med. E.________, die RAD-Ärztin med. 
pract. F.________, die Klinik I.________ und das Spitals G.________ alle-
samt eine klare psychiatrische Diagnose gestellt haben, nämlich eine rezi-
divierende depressive Störung (ICD-10 F33.1) mit jeweils mittel- bis 
schwergradigen Episoden (vgl. E. 4.2 hiervor). Auch wenn im Psychostatus 
jeweils von einem wachen, bewusstseinsklaren, in allen Qualitäten voll ori-
entierten, formal-geordneten Patienten ohne Phobien, Zwangsgedanken, 
inhaltlichen Denkstörungen, Störungen des Ich-Erlebens, Halluzinationen 
und Suizidalität (vgl. RAD-Stellungnahme vom 9. Januar 2020, S. 7 [in den 
Verfahrensakten]) ausgegangen worden ist, wurden dennoch eine Er-
schöpfungssymptomatik und depressive Symptomatik (AB 22/2 ≈ 33/9 ≈ 
41/6, 64/4), Konzentrationsminderleistungen, Vorausahnungen dergestalt, 
dass sich Träume real erfüllen würden, Stimmenhören, ein Ohnmachtsge-
fühl, Bedrücktheit, Freudverlust, Interessenverlust, Antriebsminderung, so-
zialer Rückzug, geminderter Appetit, geminderte Libido, Einschlafstörungen 
(AB 22/3 ≈ 33/10 ≈ 41/6), wechselhafte Befindlichkeit mit teilweise erhebli-
chen Stimmungstiefs, eingeengtes (drehendes) Denken, Mühe mit Ent-
scheidungen, Existenz- und Zukunftssorgen, Versagensängste, Selbstzwei-
fel, Verunsicherung, Blockierung (AB 41/2 Ziff. 4, 57/2 Ziff. 4), Gefühllosig-
keit, Störung der Vitalgefühle, Hoffnungslosigkeit, Affektlabilität, starke Ver-
unsicherung, Perspektivenlosigkeit (AB 98/3 unten), Wahnstimmung, 
Wahnwahrnehmung und Beziehungsideen (BB 3 ff.) festgestellt; zuletzt 
konnten denn auch Ich-Störungen nicht (mehr) ausgeschlossen werden 
(der Beschwerdeführer spüre die Gedanken und Gefühle anderer Men-
schen [BB 5/2 unten]; vgl. aber auch BB 6/4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 19

4.4 Nach dem Dargelegten ist der Sachverhalt in psychiatrischer Hin-
sicht im Lichte des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) un-
genügend abgeklärt. Folglich ist eine psychiatrische Begutachtung des Be-
schwerdeführers durchzuführen; dabei ist auch den des Spitals 
G.________ und der Klinik D.________ gestellten Verdachtsdiagnosen 
(vgl. E. 3.11 f. hiervor) nachzugehen, zumal die Klinik D.________ schon 
im Mai 2017 von paranoiden Persönlichkeitszügen berichtet hat (AB 22/6 ≈ 
33/13 ≈ 41/10; vgl. E. 3.2 hiervor).

Zu diesem Zweck ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, welche anschliessend unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen 
Vorgaben zum strukturierten Beweisverfahren über die streitigen Leistun-
gen neu zu befinden hat. Dieses Vorgehen entspricht dem Antrag des Be-
schwerdeführers, welcher vorab die Rückweisung der Sache an die Be-
schwerdegegnerin und nur eventualiter die Erstellung eines Gerichtsgut-
achtens verlangt (vgl. Beschwerde, S. 14 letzter Absatz).

4.5 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 6. Au-
gust 2019 (AB 114) in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach Vor-
nahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 20

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Entsprechend der angesichts des doppelten Schriftenwechsels und der 
zusätzlichen Stellungnahme angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 19. Februar 2020 wird die Parteientschädigung festge-
setzt auf Fr. 5'433.05 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 6. August 2019 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 5'433.05 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2020, IV/19/703, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt Stel-

lungnahme der Beschwerdegegnerin vom 20. Mai 2020)
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.