# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5dafde31-38bf-5cbc-a600-713cd6bba3e4
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-23
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 23.03.2022 S 2021 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-101_2022-03-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 23. März 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2021 101

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Urteil S 2021 101

A. Die 1974 geborene A.________ war als Unterhaltsreinigerin bei der B.________ 
in D.________ angestellt und in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Suva gegen die 
Folgen von Unfällen versichert, als ihr am 5. Dezember 2016 etwas Reinigungsmittel ins 
rechte Auge spritzte (Suva-act. 1). Der gleichentags aufgesuchte Augenarzt 
diagnostizierte eine Verätzung und verordnete Augentropfen. Weitere Behandlungen 
fanden vorerst nicht statt (Suva-act. 11). Erst am 6. Juli 2017 und dann wiederholt begab 
sich die Versicherte wegen rezidivierenden Entzündungsreaktionen rechts mit 
Fremdkörpergefühl in augenärztliche Behandlungen (Suva-act. 10). Die Suva erbrachte für 
die Folgen dieses Ereignisses die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Suva-act. 14). 
Mit Verfügung vom 17. Dezember 2020 stellte sie die bisherigen Versicherungsleistungen 
ein und begründete dies damit, dass es sich bei den aktuellen augenärztlichen 
Behandlungen nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um Folgen des 
Unfalles vom 5. Dezember 2016, sondern um die Therapie einer beidseitigen Krankheit 
mit Destabilisierung des Tränenfilms handle (Suva-act. 55). Die dagegen erhobene 
Einsprache (Suva-act. 61 und 67) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 11. Juni 
2021 ab (Suva-act. 72). 

B. Mit als "Einsprache" betiteltem und an die Suva gerichtetem Schreiben vom 9. Juli 
2021 (Poststempel 12. Juli 2021), welches zuständigkeitshalber an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug überwiesen wurde (act. 2), beantragte A.________ 
sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids und die Anerkennung der 
Unfallkausalität. Begründend wies sie darauf hin, dass sie bis zum Unfallereignis vom 
5. Dezember 2016 mit ihren Augen keinerlei Beschwerden oder Beeinträchtigungen 
gehabt habe und kein Arztbesuch notwendig gewesen sei. Leider habe sich dies mit ihrem 
Augenunfall total verändert. Seither seien unzählige Konsultationen bei der Augenklinik 
C.________ und im E.________ vonnöten gewesen. Als Beeinträchtigungen nannte sie 
die Augenentzündung, geplatzte Adern sowie die Empfindlichkeit auf Sonne, Licht und 
Wind und damit zusammenhängende erhebliche Schmerzen. Für sie sei der 
Zusammenhang zum Unfallereignis somit eindeutig bestätigt (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 6. September 2021 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, keine der involvierten 
Fachpersonen teile die Meinung der Beschwerdeführerin, dass die vorliegenden 
Beschwerden unfallbedingt seien. Die Augenklinik C.________ gehe sogar explizit von 
einer rezidivierenden Entzündung eines Chalazions und einer beidseitigen 
Keratokonjunktivitis aus (act. 4). 

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Urteil S 2021 101

D. Im Rahmen des weiteren Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen 
und Begründungen fest (act. 6, 8 und 10). Auf den Inhalt der Eingaben ist – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 
ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin wohnt in der Gemeinde 
F.________, ZG. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in Anwendung von 
§ 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die 
Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerdegegnerin 
erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am Freitag, 11. Juni 2021; 
dieser ging frühestens am Montag, 14. Juni 2021, beim damaligen Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin ein. Die Beschwerdeschrift wurde am 12. Juli 2021 der Post 
übergeben und ging tags darauf bei der Suva ein, welche die Eingabe mit Schreiben vom 
15. Juli 2021 an das zuständige Verwaltungsgericht weiterleitete. Unter Berücksichtigung 
von Art. 39 Abs. 2 ATSG gilt die Beschwerde damit als reichzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 
ATSG eingereicht. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den wenigen formellen 
Anforderungen an eine Laienbeschwerde und die Beschwerdeführerin ist als von der 
Verfügung des Unfallversicherers direkt Betroffene zur Beschwerde legitimiert. Somit ist 
die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 11. Juni 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 146 V 364 E. 7.1).

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Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Novem-
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 
ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, 
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten 
Übergangsbestimmungen). Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 5. Dezember 2016 
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

3.
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt nebst dem 
Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 ATSG) oder einer körperähnlichen Schädigung (Art. 6 
Abs. 2 UVG) zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 
zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht 
werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 
eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1).

3.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt 
erst manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

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nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers 
erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits-
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden 
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, 
wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige 
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 
Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), 
erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 139 V 176 E. 5.3) 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 
Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des 
natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder 
Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den 
negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die 
versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob 
unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 
haben, also dahingefallen sind (BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit 
Hinweisen).

3.3 Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallen ist in 
erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Dabei ist zu 
beachten, dass ärztliche Auskünfte, die allein auf der Argumentation beruhen, die 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten, 
beweisrechtlich nicht zu verwerten sind (BGer 8C_331/2015 vom 21. August 2015 
E. 2.2.3.1; vgl. zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc": 
BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

3.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

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Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2).

3.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Nach der 
Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). 

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerdeführerin am 
5. Dezember 2016 einen Unfall im Rechtssinne erlitt und sich dabei eine Verätzung am 
rechten Auge zuzog. Als erstellt gilt sodann, dass es im Sommer 2017 zu einem Rückfall 
kam, für dessen Folgen die Suva ebenfalls aufkam. Mit Verfügung vom 17. Dezember 
2020 stellte sie die bisherigen Versicherungsleistungen hingegen ein mit der Begründung, 
es handle sich bei den aktuellen Behandlungen nicht mindestens mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit um Folgen des Unfalles vom 5. Dezember 2016. Es stellt sich somit 
die Frage nach dem Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 5. Dezember 2016 
und den noch bestehenden Beschwerden. Hierzu ergibt sich aus den medizinischen 
Unterlagen im Wesentlichen folgendes:

4.1 Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 5. Dezember 2016 wurde der Suva 
gemeldet, dass der Versicherten gleichentags bei der Arbeit als Unterhaltsreinigerin etwas 
Reinigungsmittel ins rechte Auge gespritzt sei (Suva-act. 1). Der gleichentags durch 
Dr. med. G.________, Augenarzt FMH, erhobene klinische Befund zeigte eine Injektion 
und Hyperämie der Bindehaut sowie eine unverletzte Hornhaut mit intaktem 
Randschlingennetz und unverletztem Lidrand am rechten Auge. Doktor G.________ 
diagnostizierte eine Augenverätzung und verordnete Augentropfen. Weitere 
Behandlungen fanden vorerst nicht statt (Suva-act. 11).

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4.2 Im Sommer 2017 kam es zu einem Rückfall, im Rahmen dessen sich die 
Versicherte am 6. Juli 2017 und dann wiederholt wegen rezidivierenden 
Entzündungsreaktionen rechts mit Fremdkörpergefühl in augenärztliche Behandlungen 
begab. Doktor G.________ diagnostizierte ein Sicca Syndrom und eine Reizkonjunktivitis 
rechts und überwies die Versicherte auf ihren eigenen Wunsch an die Augenklinik 
C.________ (Suva-act. 10). 

4.3 Im Rahmen der ambulanten Sprechstunde vom 21. Juli 2017 diagnostizierten die 
Ärzte der Augenklinik C.________ im Hinblick auf das rechte Auge ein Chalazion sowie 
einen Status nach Verätzung am 5. Dezember 2016 mit Entkalker. Zudem gingen sie von 
einer beidseitigen qualitativen Keratokonjunktivitis Sicca aus. Beurteilend wurde darauf 
hingewiesen, dass die aktuell rezidivierenden Beschwerden (Augenrötung und 
Fremdkörpergefühl rechts) am ehesten durch eine rezidivierende Entzündung des 
Chalazions zu interpretieren seien. Zur Behandlung wurden eine konsequente Lid-
randhygiene und Augentropfen verordnet (Suva-act. 16). 

4.4 Im weiteren Verlauf erfolgten mehrere Untersuchungen in der Augenklinik 
C.________. Klinisch fand sich beidseits ein unkorrigierter Visus von 0.8. 
Biomikroskopisch liess sich insbesondere am rechten Auge eine qualitative 
Keratokonjunktivitis sicca mit reduzierter Tränenfilmaufreisszeit bei normalem Schirmetest 
nachweisen, weshalb anlässlich der Konsultation vom 9. Februar 2018 eine intensive 
befeuchtende Oberflächen-Therapie installiert wurde. Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 
2. März 2018 berichtete die Versicherte bereits über eine leichte Befundsbesserung, 
weshalb die Therapie durch die Einlage von Punctum Plugs intensiviert wurde. Ergänzend 
wurde die Versicherte in der Durchführung einer konsequenten und dauerhaften 
Lidrandhygiene zur Nacht instruiert (Suva-act. 27). Im Rahmen der nächsten Kontrolle 
vom 11. Juni 2019 berichtete die Versicherte, an starken Schmerzen im rechten Auge zu 
leiden. Es brenne, kratze und jucke, sodass sie manchmal das Haus nicht verlassen 
könne. Aktuell nehme sie verschiedene Augentropfen ein. Die Lidrandhygiene mache sie 
selten. Gleichzeitig berichtete die Versicherte, dass die Punctum Plugs die Beschwerden 
deutlich linderten, diese jedoch nach ca. sieben Monaten herausgefallen sei. Bei der 
klinischen Untersuchung zeigte sich eine beidseitige verminderte Tränenaufrisszeit und 
eine Meibomstase an beiden Augen. Am rechten Auge war die Hornhaut gestippt. Der 
Patientin wurde eine befeuchtende Therapie stündlich verordnet und erklärt, dass die 
Lidrandhygiene zweimal täglich durchgeführt werden sollte, um einen Effekt zu erzielen. 
Weiter wurde ihr am rechten Auge ein Punctum Plug eingelegt. Als weitere 

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Therapieoptionen bei Beschwerdepersistenz wurden der Einsatz eines Similisan Sprays 
und die Eigenblutserumtherapie genannt (Suva-act. 36). Im weiteren Verlauf wurden die 
subjektiven Beschwerden nicht besser, sondern waren relativ stark schwankend. Die 
Untersuchung der vorderen und hinteren Augenabschnitten zeigte ausser einer leichten 
Meibomstase beider Augen keine krankhaften Veränderungen (Suva-act. 41). 

4.5 In der Folge legte die Suva die Angelegenheit Dr. med. H.________, Fachärztin 
für Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie, zur Beurteilung vor, ob die aktuellen 
Behandlungen weiterhin aufgrund der Unfallfolgen indiziert seien (Suva-act. 46). Mit 
Stellungnahme vom 25. November 2020 hielt sie fest, fünf Jahre nach dem Ereignis seien 
keine unfallkausalen Augenkontrollen oder Behandlungen mehr notwendig. Es handle sich 
in diesem Fall um die Beschwerden und Therapie einer beidseitigen Krankheit mit 
Destabilisierung des Tränenfilms (Suva-act. 47). 

4.6 Nachdem die Versicherte gegen die Verfügung vom 17. Dezember 2020 
Einsprache erhoben hatte, legte die Suva die Angelegenheit erneut Dr. H.________ zur 
Beurteilung vor (Suva-act. 68). Mit Beurteilung vom 27. April 2021 hielt Dr. H.________ an 
ihrer bisherigen Beurteilung vom 25. November 2020 fest. Begründend wies sie darauf 
hin, dass die Unfallfolgen sehr mild und innerhalb eines Monats vollständig abgeheilt 
gewesen seien. Die Versicherte habe nur in das rechte Auge und nur sehr wenig 
Reinigungsmittel bekommen. Klinisch hätten sich am selben Tag bloss eine Injektion und 
Hyperämie der Bindehaut sowie eine unverletzte Hornhaut mit intaktem 
Randschlingennetz und ein unverletzter Lidrand gezeigt. Die klinischen Befunde seien 
unter lokaler Therapie schnell regredient gewesen, sodass Dr. G.________ die 
Behandlung innerhalb eines Monats abgeschlossen und keine weiteren Augenkontrollen 
mehr vereinbart habe. Aufgrund objektiver Befunde der Augenklinik C.________ seien seit 
dem 6. Juli 2017 keine Unfallfolgen, sondern eine Augenkrankheit beider Augen behandelt 
worden, was nicht auf das einseitige Unfallereignis vom 5. Dezember 2016 zurückgeführt 
werden könne. Nach einer milden Augenverätzung würden jährliche Augenkontrollen für 
fünf Jahre als unfallkausal zur Übernahme empfohlen. Da im vorliegenden Fall fünf Jahre 
nach dem Ereignis keine Unfallfolgen mehr auffindbar seien, werde ein 
Schadenfallabschluss empfohlen. Es bestehe kein unfallkausaler ophthalmologischer 
Integritätsschaden (Suva-act. 69). 

5. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung im 
Wesentlichen auf die versicherungsinternen Beurteilungen von Dr. H.________ vom 

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25. November 2020 (Suva-act. 47) und 27. April 2021 (Suva-act. 69). In den genannten 
Berichten hat Dr. H.________ umfassend Stellung zur Unfallkausalität der weiterhin 
beklagten Augenbeschwerden genommen und die vorhandenen medizinischen 
Unterlagen berücksichtigt. Sie begründete ihre Schlussfolgerung, wonach eine 
Behandlung der Augenbeschwerden unfallbedingt nicht mehr notwendig sei, eingehend 
und nachvollziehbar. Zu Recht wies sie darauf hin, dass die Unfallfolgen sehr mild 
gewesen seien – die Beschwerdeführerin hat nur sehr wenig Reinigungsmittel in ihr Auge 
bekommen und es zeigte sich am gleichen Tag bloss eine Injektion und Hyperämie der 
Bindehaut sowie eine unverletzte klare Hornhaut mit intaktem Randschlingennetz und ein 
unverletzter Lidrand – und die Behandlung durch Dr. G.________ innerhalb eines Monats 
habe abgeschlossen werden können. Mit der versicherungsinternen Ärztin ist somit einig 
zu gehen, dass es sich um eine milde Augenverätzung gehandelt hat. Doktor H.________ 
stellte sodann zutreffend fest, dass die Augenklinik C.________ von einer rezidivierenden 
Entzündung eines Chalazions und einer beidseitigen Keratokonjunktivitis ausgeht (vgl. 
Suva-act. 16). Kommt die versicherungsinterne Ärztin aufgrund dieses objektiven 
Befundes in der Folge zum Schluss, dass diese beidseitige Augenkrankheit und deren 
Behandlung nicht auf das nur das eine Auge betreffende Unfallereignis vom 5. Dezember 
2016 zurückgeführt werden könne, erscheint dies nachvollziehbar und schlüssig. Damit 
erfüllen ihre Beurteilungen die Anforderungen an beweiskräftige Arztberichte (vgl. E. 3.5 
hiervor). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es sich bei der Beurteilung von 
Dr. H.________ um ein reines Aktenkonsil handelt und eine persönliche Untersuchung der 
Beschwerdeführerin nicht stattgefunden hat. Indem sich die versicherungsinterne Ärztin 
auf die vorhandenen Dokumente abstützen konnte und ihre Stellungnahmen offensichtlich 
in Kenntnis sämtlicher vorliegender medizinischer Berichte abgegeben hat, erscheint eine 
persönliche Untersuchung durch sie als unnötig, zumal es vorliegend nur um die 
Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts ging (BGer 
9C_25/2015 vom 1. Mai 2015 E. 4.1). Vorliegend bestehen für das Gericht keine auch nur 
geringen Zweifel an den versicherungsinternen Beurteilungen. Insbesondere ist 
festzustellen, dass keinerlei ärztliche Berichte bzw. Stellungnahmen vorliegen, die sich mit 
der versicherungsinternen Einschätzung auseinandersetzen bzw. aufzeigen würden, 
weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Dementsprechend besteht kein Anlass, an 
der Beurteilung von Dr. H.________ zu zweifeln. Dies gilt insbesondere auch deshalb, weil 
– wie von der Beschwerdegegnerin zutreffend festgestellt – keine ärztlichen Beurteilungen 
vorliegen, welche in Abweichung zu Dr. H.________ mindestens mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 
5. Dezember 2016 und den noch bestehenden Augenbeschwerden postulieren würden. 

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Soweit die Beschwerdeführerin der Beurteilung von Dr. H.________ entgegnet, sie sei bis 
zum Unfallereignis vom 5. Dezember 2016 von Seiten der Augen beschwerdefrei 
gewesen, kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, würde es doch einem im 
Sozialversicherungsrecht unzulässigen "post hoc ergo propter hoc"-Schluss entsprechen, 
wenn allein aufgrund der Tatsache, dass die Augenbeschwerden nach dem Unfall 
aufgetreten sind, darauf geschlossen würde, dass diese durch den Unfall verursacht 
worden sind. Abschliessend ist mit der Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass 
Dr. H.________ und mit ihr auch die Suva das Bestehen der Augenbeschwerden nicht in 
Zweifel zieht. Relevant ist vorliegend aber nicht die Frage, ob die Beschwerdeführerin an 
einer Augenproblematik leidet und sie in augenärztlicher Behandlung deswegen steht, 
sondern vielmehr die Tatsache, dass die weiterhin bestehenden Beschwerden nicht mehr 
auf das Unfallereignis vom 5. Dezember 2016 zurückgeführt werden können, die 
Unfallkausalität gestützt auf die Beurteilung von Dr. H.________ mithin verneint werden 
muss. Dementsprechend kann die Beschwerdeführerin auch aus den eingereichten 
Bildern ihres entzündeten Auges nichts zu ihren Gunsten ableiten. Das Gleiche hat 
schliesslich auch betreffend die eingereichten medizinischen Unterlagen zu gelten, zumal 
die meisten dieser ärztlichen Berichte bereits aktenkundig sind und sich ein Teil der neu 
aufgelegten Berichte (Repetierrezept des E.________ vom 27. Mai 2021, Aufgebot vom 
27. Oktober 2020 und Bericht über die funktionelle Ultraschalluntersuchung vom 
9. September 2020) gar nicht zur Augenproblematik, sondern vielmehr zu Rücken- und 
Schulterschmerzen äussert. Im Übrigen geht auch aus dem Bericht des E.________ vom 
6. April 2021 nichts Neues hervor. Zu einer Unfallkausalität äussern sich die Ärzte 
jedenfalls nicht.

6. Zusammenfassend vermögen die Einwände der Beschwerdeführerin und die neu 
aufgelegten medizinischen Unterlagen keine auch nur geringen Zweifel an der 
Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der versicherungsinternen Beurteilung von 
Dr. H.________ zu begründen. Den versicherungsinternen Berichten kommt daher voller 
Beweiswert zu. Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden, dass die Suva gestützt auf 
die Beurteilung von Dr. H.________ den Kausalzusammenhang zwischen den noch 
bestehenden Beschwerden und dem Unfallereignis vom 5. Dezember 2016 verneint und 
die bisherigen Versicherungsleistungen eingestellt hat. Damit erweist sich der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 11. Juni 2021 als rechtens, weshalb die dagegen 
erhobene Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 

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7. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im UVG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG) und eine Parteient-
schädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. g 
ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG 
– welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine Entschädigung 
vorsieht – ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 23. März 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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versandt am