# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c5bd5d6-dd64-5a48-8a9c-c86f094248de
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-02
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.05.2022 S 2020 142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-142_2022-05-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 2. Mai 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 142

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Urteil S 2020 142

A. Im Rahmen einer Anmeldung zum Bezug von Leistungen der 
Invalidenversicherung im Jahr 2008 gewährte die IV-Stelle Zug der 1968 geborenen und 
an einer Gonarthrose leidenden A.________ berufliche Eingliederungsmassnahmen. 
Unter anderem übernahm sie die Kosten für einen Informatik-Kurs (IV-act. 14). Der 
Anspruch auf eine Invalidenrente wurde allerdings mit Verfügung vom 6. Juli 2010 
mangels eines rentenrelevanten Invaliditätsgrades verneint (IV-act. 18).

Am 16. März 2017 meldete sich die ab Oktober 2016 arbeitsunfähige A.________ unter 
Hinweis auf eine Arthrose erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an 
(IV-act. 19). Daraufhin tätigte die IV-Stelle Zug Abklärungen in medizinischer und 
erwerblicher Hinsicht. Es folgten berufliche Eingliederungsmassnahmen in Form eines 
Arbeitstrainings (IV-act. 59), einer beruflichen Abklärung (IV-act. 75) und schliesslich eines 
Arbeitsversuchs bei einer Arbeitslosenkasse (IV-act. 84). Eine Anschlussstelle fand die 
Versicherte nicht, weshalb sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
anmeldete. Die IV-Stelle Zug schritt zur Rentenprüfung und verneinte nach Durchführung 
des Vorbescheidverfahrens den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente 
mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades (IV-act. 118).

B. Gegen die rentenablehnende Verfügung vom 22. September 2020 erhob 
A.________ am 20. Oktober 2020 (Poststempel 21. Oktober 2020) Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zu weiteren Abklärungen 
(act. 1 S. 2). Im Wesentlichen rügt sie die Unvollständigkeit der Sachverhaltsabklärungen. 
Insbesondere fehlten Berichte zur psychischen Situation und eine Prüfung der 
Auswirkungen der somatischen Beschwerden (act. 1 S. 2 und 7). 

C. Am 27. Oktober 2020 bezahlte die Beschwerdeführerin den ihr auferlegten 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– innert Frist (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 24. November 2020 schloss die IV-Stelle Zug auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 5 S. 2). Sie verneint das Vorliegen von Hinweisen auf 
psychische Probleme (act. 5 S. 2) und verweist auf das im Rahmen der 
Eingliederungsmassnahmen erreichte Arbeitspensum von 70 % (act. 5 S. 4 f.).

E. Darüber wurde die Beschwerdeführerin am 27. November 2020 orientiert (act. 6). 
In der Folge gingen keine weiteren Eingaben der Parteien ein.

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Urteil S 2020 142

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Am 1. Januar 2022 ist 
weiter das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung in Kraft getreten (IVG; 
SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 2020). Das 
Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis 
zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab; in 
zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). Die hier angefochtene Verfügung erging am 
22. September 2020 (BF-act. 1); die zu beurteilende Beschwerde wurde am 21. Oktober 
2020 der Post übergeben. Anwendbar sind demnach die bis zum 31. Dezember 2020 
gültigen Normen des ATSG, des IVG sowie der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201). Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus 
Art. 82a ATSG (Übergangsbestimmung zur Änderung vom 21. Juni 2019), der ebenfalls 
vorsieht, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherungen (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 
Abs. 1 lit. a IVG gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 22. September 2020. 
Mit der am 21. Oktober 2020 der Schweizerischen Post übergebenen Beschwerdeschrift 
ist die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist 
als Verfügungsadressatin direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung, womit auch den formellen 
Anforderungen Genüge getan ist (Art. 61 lit. b ATSG; § 44 VRG). Auf die Beschwerde ist 

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Urteil S 2020 142

einzutreten. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % bestand bis 31. Dezember 2021 
Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine 
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (aArt. 28 Abs. 2 
IVG).

3.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert oder 
aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im neuen 
Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

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Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären 
und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte 
Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 
117 V 198 E. 3a; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu 
bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle 
Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a; 109 V 108 E. 2b).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 133 E. 2 mit Hinweisen).

3.5 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der 
medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die 
für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle 
Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im 
Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall 
unabhängig (aArt. 59 Abs. 2bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die 
medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden 
können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen 
fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die Funktion interner RAD-
Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die 
medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den 
Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt 
zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei 
widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob 
auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung 

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vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht 
(BGer 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).

3.6 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte – wozu 
auch das RAD zählt – kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als 
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und 
keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf 
BGE 125 V 351 E. 3). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom 
Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 
135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; BGer 8C_348/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4). 

3.7 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen 
von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Die 
behördliche und richterliche Abklärungspflicht umfasst indessen nicht unbesehen alles, 
was von einer Partei behauptet wird. Vielmehr bezieht sie sich auf den im Rahmen des 
streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. 
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 
Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets 
vorzunehmen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 
ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 48 E. 4a).

3.8 Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des 
Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt 
massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben 
war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall 
Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit 
Hinweis).

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4. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchsrelevanten Veränderung 
der gesundheitlichen Verhältnisse im Rahmen der Neuanmeldung bildet die 
leistungsablehnende Verfügung vom 6. Juli 2010 (IV-act. 18). Darin wurde gestützt auf die 
Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 30. Juni 2008 festgestellt, dass die 
Beschwerdeführerin in einer wechselbelastenden Tätigkeit mit einem Sitzanteil von 
mindestens einem Drittel voll arbeitsfähig wäre (IV-act. 10). Ausgeschlossen seien 
kauernde oder kniend zu verrichtende Tätigkeiten, häufiges Treppensteigen und benutzen 
von Leitern. Es lagen damals eine zunehmende mediale Arthrose am linken Knie und eine 
beginnende Arthrose am rechten Knie vor. Eine operative Behandlung war aufgrund einer 
Adipositas per magna nicht indiziert (Bericht von Dr. med. C.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie, vom 27. November 2007; IV-act. 5/8–9).

5.
5.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass bei der 
Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht folgende Diagnosen vorliegen (vgl. u.a. die 
Berichte von Dr. med. D.________, Leiter Fuss-Team E.________ im Fusszentrum der 
Klinik F.________, vom 1. Juni 2017 [IV-act. 32/1] und 25. Januar 2019 [IV-act. 78/2]; des 
Hausarztes Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Arbeitsmedizin, vom 8. Juni 2017 [IV-act. 33/1–7] und 4. September 2017 [IV-act. 38/1–2]; 
von Prof. Dr. med. H.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 24. April 2018 [IV-act. 47] und 19. Juni 
2020 [IV-act. 122]):

- Kleine Partialruptur Peroneus brevis

- Beginnende Arthrose OSG links bei möglicherweise chronischer Instabilität

- Status nach Arthrodese Naviculocuneiforme intermedius und Naviculocuneiforme 
laterale links am 30. November 2016

- Status nach Implantation einer Oberflächenersatz-Prothese Kniegelenk rechts am 
1. Oktober 2014

- Status nach Narkosemobilisation Kniegelenk links am 1. Oktober 2014 bei 
Beugedefizit bei Status nach Knie-Totalprothese im November 2013

- Adipositas per magna

- Beginnende Coxarthrose beidseits bei ausgeprägter Offset-Störung/Bump-Bildung

- Asthma bronchiale

5.2 Damit ist eine seit der Rentenablehnung im Jahr 2010 (vgl. E. 4) eingetretene 
Verschlimmerung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin dargetan, weshalb 

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die für die Prüfung der Neuanmeldung erforderliche Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin seit der ersten rentenablehnenden 
Verfügung ausgewiesen ist (vgl. E. 3.3). Liegt somit ein Rückkommenstitel vor, ist der 
Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, 
wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3).

5.3 Hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsleistung geht die Beschwerdegegnerin in der 
angefochtenen Verfügung davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einer 
leidensangepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei (IV-act. 118). Dabei stützt sie sich 
auf die von Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, im Namen des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes Zentralschweiz (RAD) verfassten Stellungnahme vom 
13. Juni 2017 und insbesondere 2. April 2020 (IV-act. 35 und 102). 

5.3.1 Der RAD-Arzt Dr. I.________ führt in der Stellungnahme vom 13. Juni 2017 (IV-
act. 35) aus, es bestünden degenerative Veränderungen im Bereich der unteren 
Extremitäten. Diese stünden im Zusammenhang mit der Adipositas und hätten seit der 
letzten Verfügung vom 6. Juli 2010 wiederholte orthopädisch-chirurgische Eingriffe im 
Bereich beider Kniegelenke und des linken Fusses bedingt. Damit bestehe eine 
dauerhafte Minderbelastbarkeit der unteren Extremitäten, weshalb der 
Beschwerdeführerin nur noch körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit hohem 
Sitzanteil zumutbar seien. In einer solchen Tätigkeit wäre aus allgemein-internistischer 
Sicht spätestens ab dem Zeitpunkt der erfolgten fachärztlichen chirurgisch-orthopädischen 
Kontrolluntersuchung vom 30. Mai 2017 (vgl. Bericht von Dr. D.________ vom 1. Juni 
2017; IV-act. 32/1) eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit zu erwarten gewesen, wobei de 
facto aktuelle Informationen zum klinischen Befundstatus fehlten.

5.3.2 In der Stellungnahme vom 2. April 2020 (IV-act. 102) kam Dr. I.________ zum 
Schluss, den neueren Akten könne entnommen werden, dass der Beschwerdeführerin von 
den behandelnden Ärzten andauernd eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit in der 
Grössenordnung von 30 % und zuletzt 40 % attestiert werde. Dies werde mit 
belastungsabhängigen Rückfuss-Schmerzen begründet. Klinisch liessen sich den 
Berichten keine über eine lokale Druckdolenz hinausgehenden, nicht bereits bekannten 
Befunde entnehmen. Bildgebend hätten sich Hinweise auf eine kleine Teilruptur des 
Peroneus brevis gefunden. Über eine Analgetika-Einnahme hinausgehende 
Behandlungsmassnahmen liessen sich dem Dossier in jüngster Zeit nicht mehr 
entnehmen. Dies berücksichtigend sei die von den behandelnden Ärzten attestierte 

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Arbeitsunfähigkeit bezogen auf eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit 
überwiegendem Sitzanteil, ohne Zwangshaltungen, ohne Arbeiten auf unebenem 
Untergrund, ohne Besteigen von Leitern oder Gerüsten und ohne Schläge oder 
Vibrationen auf die Gelenke nicht nachvollziehbar bzw. es müsse angenommen werden, 
dass dabei überwiegend auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestützt 
werde. Bezogen auf ein 100 %-Pensum bestehe aus 
allgemeininternistisch/versicherungsmedizinischer Sicht eine mindestens 80%ige 
Arbeitsfähigkeit. Die Leistungsreduktion von 20 % liesse sich mit einem schmerzbedingt 
vermehrten Pausenbedarf erklären.

6.
6.1 Gegen die Beweiskraft der beiden RAD-Stellungnahmen (E. 5.3.1 und 5.3.2) rügt 
die Beschwerdeführerin zunächst die fehlende Abklärung der psychisch begründeten 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. 1 S. 2 und 4).

Vorliegend gab die Beschwerdeführerin als Grund für die Wiederanmeldung lediglich eine 
Arthrose an. Psychische Beschwerden erwähnte sie nicht (IV-act. 19). Auch die daraufhin 
von ihr selbst eingereichten oder von der Beschwerdegegnerin eingeholten ärztlichen 
Stellungnahmen liefern kaum Hinweise auf psychische Beschwerden. Bei einer 
psychiatrischen Untersuchung im Rahmen der Abklärung einer bariatrischen Operation 
gab die Beschwerdeführerin sogar an, früher aufgrund von Mobbing-Situationen am 
Arbeitsplatz an einer Depression gelitten zu haben, aktuell aber psychisch sehr stabil zu 
sein (Bericht des Kantonsspitals J.________ vom 17. August 2017; IV-act. 38/3–6). 

Einzig in den Berichten der orthopädischen Chirurgin Dr. H.________ vom 24. April und 
15. Mai 2018 (IV-act. 47–48) wurde neben den massgebenden orthopädisch-chirurgischen 
Diagnosen unter anderem ein beginnendes Burnout-Syndrom aufgelistet. Weder beim 
Befund noch im Rahmen der Beurteilung wurde allerdings weiter darauf eingegangen. In 
der Folge attestierte Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 15. Juni bis 31. Oktober 
2018 und anschliessend eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in geschütztem Rahmen (IV-
act. 52–54 und 57). Diesen unbegründeten Arbeitsunfähigkeits-Zeugnissen lässt sich der 
Grund für die Krankschreibung nicht erschliessen. Die von Dr. H.________ angegebene 
Burnout-Symptomatik lässt an einen Zusammenhang mit der am 26. April 2018 von der 
Arbeitgeberin trotz laufender Arbeitsplatzerhalt-Bemühungen ausgesprochenen 
Kündigung denken (vgl. dazu IV-act. 56 und 96/6–7). Die allein mit der seit Oktober 2016 

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bestehenden Arbeitsunfähigkeit begründete Kündigung machte eine gesundheitsbedingte 
berufliche Umorientierung der Beschwerdeführerin unabwendbar, was möglicherweise 
eine reaktive psychische Dekompensation hätte hervorrufen können. 

Allerdings ist zu bezweifeln, dass die Beschwerdeführerin im Sommer/Herbst 2018 unter 
invalidisierenden psychischen Beschwerden gelitten hatte, denn den echtzeitlichen 
Einträgen der Eingliederungsberaterin im Verlaufsprotokoll Eingliederung lassen sich 
keinerlei Hinweise auf eine psychische Minderbelastbarkeit erkennen. Vielmehr berichtete 
die Beschwerdeführerin, dass es ihr den Umständen entsprechend gut gehe und von den 
neuen Schuheinlagen eine Verbesserung spüre, was eher auf somatische Beschwerden 
hinweist (IV-act. 96/7–8). Dies lässt darauf schliessen, dass die von Dr. K.________ 
attestierte Arbeitsunfähigkeit zu einem gewichtigen Anteil somatisch begründet war. 
Allfällige psychische Beschwerden waren offensichtlich nur vorübergehend; denn mit dem 
Beginn des Arbeitstrainings im L.________ per 1. Oktober 2018 finden sich weder im 
Verlaufsprotokoll Eingliederung noch in den medizinischen Berichten oder in den 
Berichten über den Verlauf der Eingliederungsmassnahme Anhaltspunkte für ein 
psychisches Leiden. Die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit wurden ausschliesslich 
mit den somatischen Beschwerden begründet (IV-act. 59, 69–70). Vor diesem Hintergrund 
erlaubt das unbegründete Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis des Psychiaters Dr. K.________ 
nicht die Annahme einer psychisch begründeten Einschränkung (30%ige 
Arbeitsunfähigkeit vom 22. Dezember 2018 bis 15. März 2019; IV-act. 71). 
Dementsprechend wurde das nächste ärztliche Zeugnis vom orthopädischen Chirurgen 
Dr. D.________ ausgestellt, bei welchen die Beschwerdeführerin wegen der 
Fussproblematik in Behandlung ist (40%ige Arbeitsunfähigkeit vom 4. März bis 31. Mai 
2019; IV-act. 73).

Unter diesen Umständen erscheinen weitere Abklärungen mit Bezug auf allfällige 
psychische Beschwerden als nicht angezeigt, weshalb sich die Beschwerdegegnerin zu 
Recht nicht dazu veranlasst sah (vgl. E. 3.7).

6.2 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, dass die Beschwerdegegnerin ihren 
Entscheid auf veraltete Berichte abgestellt habe (act. 1 S. 2 und 4 f.). 

6.2.1 Mit Bezug auf die bekannten Fuss- und Kniebeschwerden erweist sich diese Rüge 
als unbehilflich. Die Verlaufskontrolle der Knieprothesen bei der orthopädischen Chirurgin 
Dr. H.________ ergab gemäss Bericht vom 19. Juni 2020 (IV-act. 122), dass die 

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Beschwerdeführerin mit den 2013 und 2014 implantierten Knieprothesen sehr zufrieden 
sei und die Kniegelenke uneingeschränkt belasten könne. Einschränkungen gab sie 
lediglich in Bezug auf den linken Fuss an, wo eine Partialruptur der Peroneus brevis-
Sehne bei Zustand nach Arthrodese diagnostiziert wurde. Die Hüftproblematik beschrieb 
die Beschwerdeführerin als momentan ruhig. Sie erklärte sich mit ihrem Zustand als 
zufrieden und gab an, ihrer damaligen Arbeit ohne starke körperliche Belastung mit einem 
Pensum von 60 % nachgehen zu können. 

Bereits 2018 empfahl Dr. H.________ der Beschwerdeführerin eine sitzende Tätigkeit 
auszuüben, bei der sie nur gelegentlich aufstehen müsse. Aus diesem Grund schätzte sie 
die Arbeitsfähigkeit in der damals noch ausgeübten Tätigkeit als Kundenservice-
Mitarbeiterin der M.________ AG auf lediglich 50–60 % (vgl. Berichte vom 24. April und 
15. Mai 2018; IV-act. 47 und 48). Diese Tätigkeit bestand gemäss der Umschreibung im 
Arbeitgeberfragebogen vom 30. Mai 2017 hauptsächlich in der Zustellung der internen 
Post. Daneben musste die Beschwerdeführerin die Post ein- und ausladen, frankieren und 
sortieren (IV-act. 30). Aufgrund des hohen Anteils an gehend und stehend auszuübenden 
Tätigkeiten, war diese Arbeit aus medizinischer Sicht offensichtlich nicht mehr 
leidensangepasst. Diese Beurteilung deckt sich mit derjenigen des RAD in der 
Stellungnahme vom 2. April 2020 (E. 5.3.2). Die vom RAD auf 80 % geschätzte 
Arbeitsfähigkeit für eine den damaligen körperlichen Einschränkungen angepasste, 
überwiegend sitzende und körperlich leichte Tätigkeit ist somit grundsätzlich 
nachvollziehbar. Mit der zumutbaren Arbeitsleistung in einer den Beschwerden am 
Bewegungsapparat besser angepassten Tätigkeit setzte sich Dr. H.________ nicht 
auseinander, weshalb keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der Feststellungen des RAD besteht (vgl. E. 3.6).

6.2.2 Den von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren ins Recht gelegten, 
neueren ärztlichen Stellungnahmen lässt sich jedoch entnehmen, dass sie im Juli 2020 
gestolpert war und mit dem rechten Handgelenk auf einem Tisch aufgeschlagen hatte. 
Dabei zog sie sich eine Läsion des triangulären fibrokartilaginären Komplexes zu (TFCC; 
Radiologiebefund des Radiologiezentrums Zug vom 3. August 2020 [BF-act. 3]). 

Gemäss den Sprechstundenberichten von Dr. med. N.________, Facharzt für 
Handchirurgie sowie Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, vom 
12. August und 25. September 2020 war nach einem erfolglosen konservativen 
Behandlungsversuch eine operative Rekonstruktion des TFCC indiziert. Der Chirurg 

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Urteil S 2020 142

attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 10. August 2020 
bis zum Tag der geplanten Operation am 30. Oktober 2020 (BF-act. 4–5). Über den 
weiteren Verlauf der Arbeitsfähigkeit ist nichts bekannt. Es ist allerdings anzunehmen, 
dass nach dem Eingriff eine mehrwöchige Ruhigstellung und anschliessend 
Physiotherapie zum Belastungsaufbau notwendig sein dürften, was zu einer 
längerdauernden Arbeitsunfähigkeit – allenfalls sogar einer Anpassung des vom RAD in 
der Stellungnahme vom 2. April 2020 (E. 5.3.2) beschriebenen Anforderungsprofils einer 
angepassten Tätigkeit – führen könnte. Ohne den weiteren Verlauf dieser Verletzung zu 
kennen, lässt sich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf (allenfalls befristete) 
Leistungen der Invalidenversicherung nicht abschliessend prüfen.

Obwohl von der Beschwerdeführerin erstmals im Beschwerdeverfahren angegeben, stellt 
die im Juli 2020 erlittene Handverletzung eine Tatsache dar, die vor Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 22. September 2020 (IV-act. 118) eingetreten ist, weshalb 
sie zum vorliegend massgebenden Sachverhalt gehört (vgl. dazu E. 3.8). Um 
diesbezüglich weitere Abklärungen zu treffen, wird die Sache daher an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sein.

7. In Würdigung der gesamten Aktenlage steht jedenfalls mit dem im 
Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (vgl. etwa BGE 138 V 218 E. 6) fest, dass die zuletzt ausgeübte, 
interne Post- und Kurierdienste beinhaltende Tätigkeit aufgrund der Beschwerden am 
Bewegungsapparat nicht mehr optimal leidensangepasst ist. Demgegenüber war der 
Beschwerdeführerin bis zur Handverletzung im Juli 2020 eine körperlich leichte und 
überwiegend sitzende Tätigkeit zu einem Pensum von 80 % zumutbar (E. 6.2.1). 

Zur Abklärung des weiteren Verlaufs der Arbeitsfähigkeit nach der Handverletzung ab Juli 
2020 ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (E. 6.2.2). Hernach wird 
sie über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung 
erneut entscheiden müssen.

8. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.– festzulegen. Ausgangsgemäss 
wären sie von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Allerdings ist zu 
berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin durch die unterlassene Mitteilung ihrer 
Handverletzung und der darauffolgenden, längeren Arbeitsunfähigkeit ihrer 
Mitteilungspflicht gemäss aArt. 28 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist und dadurch eine 

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korrekte Sachverhaltsermittlung durch die Beschwerdegegnerin verunmöglicht hat. Durch 
ihr leichtsinniges vorprozessuales Verhalten verursachte die Beschwerdeführerin 
vorliegendes Gerichtsverfahren, denn eine Meldung ihrer Handverletzung bereits im 
Rahmen des Vorbescheidverfahrens hätte es der Beschwerdegegnerin ermöglicht, vor 
Verfügungserlass die notwendigen Abklärungen zu tätigen. Die vorliegende Rückweisung 
hätte damit vermieden werden können. In Anwendung von aArt. 61 lit. a ATSG rechtfertigt 
sich daher, die Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 
Dementsprechend ist ihr auch keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
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1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
22. September 2020 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle Zug 
zurückgewiesen, damit sie nach Ergänzung der Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfügt.

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 2. Mai 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am