# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 95a5f757-f6d1-5f86-b5f8-8cec01c31f47
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-03-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.03.2004 B 2003/217
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2003-217_2004-03-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2003/217

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 16.03.2004

Entscheiddatum: 16.03.2004

Entscheid Verwaltungsgericht, 16.03.2004
Ausländerrecht. . Art. 4 und Art. 17 Abs. 2 ANAG (SR 142.20), Art. 8 EMRK 
(SR 0.101). Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung einer 1944 
geborenen Staatsangehörigen aus der ehemaligen Bundesrepublik 
Jugoslawien, die 1999 im Rahmen des Familiennachzugs erstmals in die 
Schweiz einreiste und deren Ehemann im Jahr 2002 verstarb, ist 
rechtmässig. Die Beziehung zu erwachsenen Kindern verschafft keinen 
Rechtsanspruch auf Aufenthalt in der Schweiz (Verwaltungsgericht, B 
2003/217).

Ausländerrecht. Art. 4 und Art. 17 Abs. 2 ANAG (SR 142.20), Art. 8 EMRK (SR 

0.101). Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung einer 1944 geborenen 

Staatsangehörigen aus der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien, die 1999 im 

Rahmen des Familiennachzugs erstmals in die Schweiz einreiste und deren 

Ehemann im Jahr 2002 verstarb, ist rechtmässig. Die Beziehung zu erwachsenen 

Kindern verschafft keinen Rechtsanspruch auf Aufenthalt in der Schweiz

(Verwaltungsgericht, B 2003/217).

 

Urteil vom 16. März 2004

 

Anwesend: Präsident Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, lic. 

iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

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In Sachen

M.G.,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Andreas Fäh,

Brühlgasse 39, Postfach, 9004 St. Gallen,

gegen

Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ M.G., geboren 19. Januar 1944, stammt aus der ehemaligen Bundesrepublik 

Jugoslawien (Kosovo). Sie reiste am 26. Juli 1999 mit ihrem Sohn A., geboren 1984, im 

Rahmen des Familiennachzugs zu ihrem in St. Gallen niedergelassenen Ehemann L. G., 

geboren 6. Oktober 1944. M.G. wurde in der Folge eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, 

welche bis 5. Dezember 2002 verlängert wurde. A. G. ist im Besitz einer 

Niederlassungsbewilligung, ebenso ihr seit 1994 in St. Gallen wohnhafter Sohn E.G., 

geboren 1968. Ihre Tochter L. P.-G., geboren 1973, und ihr Sohn B.G., geboren 1978, 

sind im Besitz von Aufenthaltsbewilligungen. Drei weitere Kinder von M.G. leben im 

Heimatland, ebenso ihre Mutter.

L. G. verstarb am 16. Juni 2002. In der Folge wies das Ausländeramt das Gesuch von 

M.G. um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mit Verfügung vom 11. Juli 2003 ab. 

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Zur Begründung wurde ausgeführt, die Gesuchstellerin lebe erst seit vier Jahren in der 

Schweiz. Vier ihrer Kinder lebten in der Schweiz und drei weitere im Heimatland. Die 

Beziehungen, die sie zu ihren im Kosovo lebenden Nachkommen aufgebaut habe, 

seien somit intensiver als jene zu den in der Schweiz lebenden Verwandten.

B./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 25. Juli und 27. August 2003 erhob M.G. 

Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 4. November 2003 

abgewiesen wurde.

C./ Mit Eingaben vom 20. November 2003 und 8. Januar 2004 erhob M.G. durch ihren 

Rechtsvertreter Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der 

Rekursentscheid vom 4. November 2003 und die Verfügung des Ausländeramts vom 

11. Juli 2003 seien vollumfänglich aufzuheben und das Ausländeramt sei anzuweisen, 

ihr die Aufenthaltsbewilligung ordentlicherweise zu verlängern, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Die zur Begründung vorgebrachten Ausführungen werden, 

soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 2004 unter Hinweis 

auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides auf Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die 

Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 20. November 2003 

und 8. Januar 2004 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 

VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2./ Nach Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der 

Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat der Ehegatte eines Ausländers, der im 

Besitz der Niederlassungsbewilligung ist, Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung, so lange die Ehegatten zusammen wohnen. Nach einem 

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ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat der Ehegatte 

nach Satz 2 dieser Vorschrift ebenfalls Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung.

a) Nach Ziff. 654 der Weisungen des Bundesamts für Zuwanderung, Integration und 

Auswanderung vom Februar 2003 kann die Aufenthaltsbewilligung eines Ehegatten 

eines Ausländers nach Auflösung der ehelichen Gemeinschaft verlängert werden, 

namentlich um Härtefälle zu vermeiden. Massgebend sind die Dauer der Anwesenheit, 

persönliche Beziehungen zur Schweiz, insbesondere wenn Kinder vorhanden sind, die 

berufliche Situation, die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, das persönliche Verhalten 

und der Integrationsgrad. Zu berücksichtigen sind sodann die Umstände, die zur 

Auflösung der ehelichen Gemeinschaft geführt haben.

b) Die Beschwerdeführerin reiste am 26. Juli 1999 im Rahmen des Familiennachzugs in 

die Schweiz ein. Ihr Ehemann verstarb am 16. Juni 2002. Somit liegt kein 

ununterbrochener Aufenthalt von fünf Jahren im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ANAG vor. 

Die Beschwerdeführerin hat daher gestützt auf diese Bestimmung keinen 

Rechtsanspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

Die Beschwerdeführerin beruft sich auf Art. 8 der Europäischen 

Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK). Auf diese Bestimmung kann 

sich ein Ausländer berufen, der nahe Verwandte mit einem gefestigten 

Anwesenheitsrecht (Schweizer Bürgerrecht oder Niederlassungsbewilligung) in der 

Schweiz hat. Wird ihm selbst die Anwesenheit in der Schweiz untersagt, kann dies Art. 

8 EMRK verletzen. Auch bei der gestützt auf Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG erworbenen 

Niederlassungsbewilligung eines Kindes handelt es sich um ein gefestigtes 

Anwesenheitsrecht, welches an sich geeignet ist, einem Elternteil gestützt auf Art. 8 

EMRK einen bedingten Bewilligungsanspruch zu verschaffen (vgl. dazu BGE 127 II 66). 

Soweit eine familiäre Beziehung im beschriebenen Sinn tatsächlich gelebt wird und 

intakt ist, wird das der zuständigen Behörde durch Art. 4 ANAG grundsätzlich 

eingeräumte freie Ermessen deshalb eingeschränkt. Das Bundesgericht hat als 

familiäre Beziehung, welche gestützt auf Art. 8 EMRK einen Anspruch auf eine 

ausländerrechtliche Bewilligung verschaffen kann, vor allem die Beziehung zwischen 

Ehegatten sowie zwischen Eltern und ihren minderjährigen Kindern anerkannt, welche 

im gemeinsamen Haushalt leben. Zwar ist der Schutzbereich von Art. 8 EMRK nicht auf 

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die Kernfamilie beschränkt. Das heisst indessen nicht, dass Angehörige immer einen 

Rechtsanspruch auf Einreise und Aufenthalt in der Schweiz haben (vgl. dazu BGE 120 

Ib 259 f.). Geht es um Personen, die nicht der eigentlichen Kernfamilie zuzurechnen 

sind, setzt eine schützenswerte familiäre Beziehung voraus, dass der um die 

fremdenpolizeiliche Bewilligung ersuchende Ausländer vom hier 

Anwesenheitsberechtigten abhängig ist, wobei eine finanzielle Abhängigkeit nicht 

genügt. Eine solche Abhängigkeit ist beispielsweise bei behinderten erwachsenen 

Kindern gegeben. Allein das Fehlen von Verwandten in der Heimat oder der Wunsch 

nach familiären Beziehungen vermögen eine besondere Abhängigkeit nicht zu 

begründen (vgl. VerwGE vom 6. Mai 2003 i.S. A.B. und vom 19. März 2002 i.S. H.M.; 

vgl. auch BGE 120 Ib 262 mit Hinweis auf ein unveröffentlichtes Urteil vom 31. Mai 

1991 i.S. O.).

Nach der Rechtsprechung genügen somit das Alter oder die Mittellosigkeit sowie das 

Fehlen von Verwandten in der Heimat oder der Wunsch nach Pflege familiärer 

Beziehungen nicht, um eine besondere Abhängigkeit im Sinne der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zu begründen (vgl. VerwGE vom 19. März 2002 i.S. H.M. und vom 6. 

Mai 2002 i.S. N.I.). Im vorliegenden Fall ist eine Abhängigkeit im Sinne der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht gegeben. Die Beschwerdeführerin ist rund 

60 Jahre alt und lebte bis 1999 in ihrem Heimatland. Den Akten sind keine 

Anhaltspunkte zu entnehmen, und es wird in der Beschwerde auch nicht behauptet, 

dass die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen auf eine intensive 

Betreuung oder Pflege durch ihre in der Schweiz lebenden Familienangehörigen 

angewiesen oder anderweitig pflegebedürftig oder gesundheitlich schwerwiegend 

beeinträchtigt ist. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin nach dem Tod ihres 

Ehemannes mit ihren beiden Söhnen A. und E. im selben Haushalt lebt, begründet 

jedenfalls keine besondere Abhängigkeit im Sinne der dargelegten Rechtsprechung. 

Auch aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2003 ihre Mutter 

und ihre drei anderen Kinder in Kosovo besuchte und dabei von ihrer Schwiegertochter 

begleitet wurde, lässt nicht auf eine besondere Abhängigkeit schliessen.

Aufgrund der vorstehenden Ausführungen hat die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 

8 EMRK keinen Rechtsanspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

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c) Der Entscheid über die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung liegt nach dem 

Gesagten im pflichtgemässen Ermessen der Verwaltung. Dem Verwaltungsgericht ist 

es verwehrt, Entscheide der Verwaltungsbehörden im Bereich der Ermessensausübung 

zu überprüfen. Es kann nur prüfen, ob die Vorinstanz ihr Ermessen über- bzw. 

unterschritten oder missbraucht hat, als sie die Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung verweigerte. Im Streitfall bedeutet dies, dass das 

Verwaltungsgericht den Entscheidungsspielraum der Verwaltung zu respektieren hat, 

wenn diese bei ihrem Entscheid von sachlichen und vernünftigen Ueberlegungen 

ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes stehen. Es kann nur 

überprüfen, ob ein Entscheid oder eine Verfügung auf einer Ueberschreitung bzw. 

einem Missbrauch des Ermessens beruht (vgl. GVP 1998 Nr. 22 und 1996 Nr. 9 mit 

Hinweisen).

Wie erwähnt, gelangte die Beschwerdeführerin im Jahr 1999 im Alter von rund 55 

Jahren erstmals in die Schweiz. Sie verbrachte somit den weitaus überwiegenden Teil 

ihres Lebens im Heimatstaat. Die eheliche Gemeinschaft in der Schweiz dauerte 

weniger als drei Jahre. Die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft 

führen, sind bei der Ermessensausübung zu berücksichtigen. Allein der Umstand des 

Todes des Ehegatten begründet aber keinen Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung 

der Aufenthaltsbewilligung nach kurzem Aufenthalt bzw. kurzer Dauer der ehelichen 

Gemeinschaft (GVP 1998 Nr. 22). Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass zwar vier 

Kinder der Beschwerdeführerin in der Schweiz leben. Drei weitere Kinder leben 

allerdings im Heimatstaat. Zudem lebt auch die Mutter der Beschwerdeführerin dort.

Eine weitgehende Integration der Beschwerdeführerin erfolgte aufgrund des relativ 

kurzen Aufenthalts in der Schweiz noch nicht. Hinzu kommt, dass auch im Hinblick auf 

die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage keine Gründe bestehen, welche eine 

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nahelegen.

Die Beschwerdeführerin lebt seit dem Tod ihres Ehemannes zusammen mit ihren 

Söhnen A. und E. im selben Haushalt. Im selben Haus wohnt auch ihr Sohn B. Es ist 

glaubhaft, dass sie seit dem Tod ihres Ehegatten enge Beziehungen zu ihren Söhnen 

unterhält und diese die nächsten Bezugspersonen der Beschwerdeführerin sind. 

Zweifelsohne würde es der Beschwerdeführerin in subjektiver Hinsicht schwer fallen, 

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ihre Angehörigen, mit denen sie nach dem Tod ihres Ehemannes zusammenwohnt, zu 

verlassen und in ihren Herkunftsstaat zurückzukehren. Hinzu kommt, dass aufgrund 

des gemeinsamen Haushalts die Beschwerdeführerin ihren Lebensunterhalt mit ihrer 

Rente von rund Fr. 1'200.-- sowie einer Unterstützung durch ihre Söhne selbständig 

bestreiten kann. Unter diesen Umständen ist eine Rückkehr in den Herkunftsstaat 

fraglos als einschneidende Massnahme zu qualifizieren, doch kann nicht von einem 

aussergewöhnlichen Härtefall gesprochen werden, der bereits nach einer Dauer der 

ehelichen Gemeinschaft bzw. einem Aufenthalt in der Schweiz von weniger als fünf 

Jahren eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt.

Nicht stichhaltig ist insbesondere das Argument der Beschwerdeführerin, es verbinde 

sie vor allem zu ihrem Sohn A. eine langjährige lebensprägende und sehr intensive 

Beziehung. Ihr Sohn war bei der Einreise in die Schweiz rund fünfzehn Jahre alt. Als 

sein Vater starb, war er bereits volljährig. Während seiner Jugendzeit hat er sich von 

den Eltern, wie dies üblich ist, bis zu einem gewissen Grade gelöst. Dies relativiert die 

enge Beziehung in gewisser Hinsicht. Naheliegend ist allerdings, dass er als jüngster 

Sohn nach dem Tod des Ehemannes eine wichtige Bezugsperson für die 

Beschwerdeführerin geworden ist.

Wie erwähnt, leben drei weitere Kinder der Beschwerdeführerin im Heimatstaat. Ihr 

Einwand, ihre beiden in Kosovo lebenden Töchter wohnten zusammen mit ihren 

Ehegatten und ihren drei bzw. zwei Kindern bei den jeweiligen Schwiegereltern, 

weshalb es ausgeschlossen sei, dass sie zu ihren Töchtern ziehen könnte, erscheint 

insoweit nachvollziehbar, dass ein Umzug bzw. eine Aufnahme in die Familie der 

Schwiegersöhne nicht ohne weiteres bewerkstelligt werden kann. Allerdings lebt auch 

ein Sohn der Beschwerdeführerin in Kosovo, nämlich M. Ihr Einwand, zu diesem könne 

sie sich nicht begeben, da er mit Frau und Kind zusammen in einer äusserst kleinen 

Wohnung in Plancewo lebe, erscheint nicht überzeugend. Die Beschwerdeführerin 

verfügt nach eigenen Angaben über eine monatliche Rente von rund Fr. 1'200.--. Damit 

wäre es ihr grundsätzlich möglich, im Heimatstaat zusammen mit ihrem Sohn und 

dessen Familie eine grössere Wohnung zu mieten. Hinzu kommt, dass auch die Mutter 

der Beschwerdeführerin in Kosovo lebt. In der Beschwerde hält sie fest, sie habe ihre 

Mutter im Sommer 2003 besucht. Ueber die konkreten Lebensverhältnisse der Mutter 

macht sie keine näheren Angaben. Es ist daher auch als Alternative in Betracht zu 

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ziehen, zusammen mit der Mutter zu wohnen. Schliesslich ist nicht ohne weiteres 

ersichtlich, weshalb es der Beschwerdeführerin nicht auch möglich sein sollte, im 

Herkunftsstaat allein zu wohnen, zumal sie erst rund 60 Jahre alt und wie erwähnt 

gesundheitlich nicht beeinträchtigt ist.

Unbegründet ist weiter der Einwand, gemäss kantonaler Praxis sei bis ins Jahr 2000 

der überlebenden Ehefrau eines Niedergelassenen bereits nach drei Jahren 

Zusammenlebens die Aufenthaltsbewilligung regelmässig verlängert worden, und diese 

Praxisänderung habe vor allem das Ziel gehabt, Ausländerrechtsehen bzw. einem 

Rechtsmissbrauch entgegenzuwirken. Im vorliegenden Fall dauerte nämlich die 

eheliche Gemeinschaft der Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann in der Schweiz 

weniger als drei Jahre, weshalb auch aus der früheren Praxis des Ausländeramts nichts 

zu Gunsten der Beschwerdeführerin abgeleitet werden könnte.

Beim Entscheid über die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sind die 

Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft geführt haben, zu 

berücksichtigen. Dies bedeutet aber nicht, dass beim Tod eines Ehegatten eine 

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung generell zu gewähren ist (GVP 1998 Nr. 22; 

VerwGE vom 19. Februar 2004 i.S. E.K.). Der genannte Grundsatz kommt im 

wesentlichen dann zur Anwendung, wenn ein Ehegatte gegen den andern Gewalt 

ausübt und die eheliche Gemeinschaft aus diesem Grund beendet wird.

Es besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse, dass Ausländer, bei denen nach 

kurzem Aufenthalt in der Schweiz die familienrechtlichen Voraussetzungen für die 

Erteilung der Aufenthaltsbewilligung wegfallen, die Schweiz wieder verlassen (VerwGE 

vom 22. Januar 2002 i.S. N.O. und vom 20. August 2002 i.S. D.S.). Bei der 

Ermessensausübung ist dem Grundsatz Rechnung zu tragen, dass ein ausgewogenes 

Verhältnis zwischen dem Bestand der schweizerischen und dem der ausländischen 

Wohnbevölkerung angestrebt werden soll (vgl. Art. 1 lit. a der Verordnung über die 

Begrenzung der Zahl der Ausländer, SR 823.21). Aufgrund des nach wie vor 

festzustellenden Anstiegs des Bestands der ausländischen Wohnbevölkerung ist es 

daher geboten, bei der Erteilung von Bewilligungen an Personen ohne Rechtsanspruch 

auf Aufenthalt eine restriktive Praxis anzuwenden. Selbst wenn in einem Einzelfall das 

Verhältnis der schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung nicht 

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entscheidend beeinflusst wird, ist deshalb dem öffentlichen Interesse an einer 

zurückhaltenden Bewilligungserteilung bei der Abwägung gegen die privaten 

Interessen der Betroffenen am Verbleib in der Schweiz Rechnung zu tragen.

d) Im vorliegenden Fall erweist sich aufgrund der kurzen Dauer der ehelichen 

Gemeinschaft in der Schweiz bzw. des kurzen Aufenthalts in der Schweiz sowie des 

Umstands, dass drei der sieben Kinder sowie die Mutter der Beschwerdeführerin im 

Herkunftsstaat leben, die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 

nicht als Missbrauch oder Ueberschreitung des Ermessens. Folglich ist die 

Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

von Fr. 2'000.-- unter Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zustellung dieses Entscheides an:

 

die Beschwerdeführerin (durch Rechtsanwalt–

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lic. iur. Andreas Fäh, 9004 St. Gallen)

am:

Rechtsmittelbelehrung

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht bzw. eines Rechtsanspruchs auf Erteilung 

einer Bewilligung geltend gemacht wird (Art. 100 lit. b Ziff. 3 und Art. 104 lit. a und b 

OG), kann gegen diesen Entscheid innert dreissig Tagen seit der Eröffnung 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 

14, eingereicht werden.

die Vorinstanz–

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 16.03.2004
	Ausländerrecht. . Art. 4 und Art. 17 Abs. 2 ANAG (SR 142.20), Art. 8 EMRK (SR 0.101). Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung einer 1944 geborenen Staatsangehörigen aus der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien, die 1999 im Rahmen des Familiennachzugs erstmals in die Schweiz einreiste und deren Ehemann im Jahr 2002 verstarb, ist rechtmässig. Die Beziehung zu erwachsenen Kindern verschafft keinen Rechtsanspruch auf Aufenthalt in der Schweiz (Verwaltungsgericht, B 2003/217).

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		2025-07-19T17:21:47+0200
	"9001 St.Gallen"
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