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**Case Identifier:** 17c95c51-00d6-5aad-9b24-8f43a4fe9de1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.09.2014 200 2014 88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-88_2014-09-02.pdf

## Full Text

200 14 88 UV
LOU/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. September 2014

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sept. 2014, UV/14/88, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1947 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) war als Arbeitslose bei der SUVA obligatorisch unfallversichert, als sie 
– nach einem SUVA-versicherten Vorereignis vom 13. Februar 2009 betref-
fend die rechte Schulter – am 30. Januar 2010 ausglitt und sich dabei eine 
Verletzung der linken Schulter zuzog (vgl. Akten der SUVA, Antwortbeila-
gen [AB] 9, 39, 43, 51). Die SUVA erbrachte im Zusammenhang mit die-
sem Unfallereignis die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehand-
lung und Taggeld (AB 14/2 Ziff. 5.1).

Nach einem formlosen Fallabschluss vom 30. Juli 2010 (vgl. AB 29) ge-
währte die SUVA gestützt auf eine Rückfallmeldung (AB 39) zunächst er-
neut Heilbehandlung. Am 9. März 2011 erliess sie eine Verfügung (AB 58), 
wonach keine weiteren Versicherungsleistungen mehr erbracht würden und 
weder die Voraussetzungen für eine Invalidenrente erfüllt seien noch An-
spruch auf eine Integritätsentschädigung bestehe. Auf eine hiergegen er-
hobene Einsprache vom 30. März 2011 (AB 61) hin hob sie ihre Verfügung 
vom 9. März 2011 (AB 58) am 20. Dezember 2011 formlos wieder auf und 
erteilte Kostengutsprache für die weitere Heilbehandlung.

B.

Gestützt auf eine kreisärztliche Untersuchung vom 28. August 2013 (vgl. 
AB 100) verfügte die SUVA am 22. Oktober 2013 die Einstellung der vorü-
bergehenden Leistungen und verneinte einen Anspruch auf eine Invaliden-
rente und eine Integritätsentschädigung (vgl. AB 106). Eine dagegen erho-
bene Einsprache vom 25. November 2013 (AB 109), mit welcher die Versi-
cherte hauptsächlich eine Integritätsentschädigung beantragte, wies die 
SUVA mit Entscheid vom 20. Dezember 2013 (AB 112) ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sept. 2014, UV/14/88, Seite 3

C.

Mit Eingabe vom 29. Januar 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Fürsprecher B.________, Beschwerde und beantragte, der angefochtene 
Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und ihr sei eine Inte-
gritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von mindes-
tens 10 % zuzusprechen.

In ihrer Beschwerdeantwort schloss die SUVA (fortan Beschwerdegegne-
rin), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abweisung der Be-
schwerde.

Mit Replik vom 10. April 2014 bzw. Duplik vom 28. Mai 2014 bestätigten die 
Parteien ihre gestellten Anträge. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 

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1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. Dezem-
ber 2013 (AB 112). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Inte-
gritätsentschädigung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 30. Januar 
2010 betreffend die linke Schulter. Ausserhalb des Anfechtungs- und 
Streitgegenstandes liegen dagegen Versicherungsansprüche aus dem 
Vorereignis vom 13. Februar 2009 betreffend die rechte Schulter.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur in-
soweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem 
adäquaten Kausalzusammenhang zu einem versicherten Ereignis steht.

2.2 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 

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ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes «namhaft» durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 
Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur 
prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen 
(SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.3 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG). Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung 
über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV; SR 832.202) 
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritäts-
schaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen 
Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die 
körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Er-
werbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 
gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des 
Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, 
nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden 

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prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht 
aufgeführte Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der 
Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 
116 V 156 E. 3a S. 157). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs 
wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und bei teilweiser 
Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, 
wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden 
weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe 
(Ziff. 2). In diesem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der 
bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer 
Form (sog. Feinraster; abrufbar unter <www.suva.ch>) erarbeitet. Diese 
Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem 
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32).

Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der Schwere 
des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Be-
fund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsschaden für alle 
Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen (BGE 124 V 29 
E. 3c S. 35). Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unter-
scheidet sich daher von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der 
immaterielle Nachteil individuell unter Würdigung der besonderen Umstän-
de bemessen wird. Es lassen sich im Gegensatz zur Bemessung der Ge-
nugtuungssumme im Zivilrecht ähnliche Unfallfolgen miteinander verglei-
chen und auf medizinischer Grundlage allgemeingültige Regeln zur Be-
messung des Integritätsschadens aufstellen; spezielle Behinderungen der 
betroffenen Personen durch den Integritätsschaden bleiben dabei un-
berücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht 
von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr 
nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-
theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geisti-
gen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 
115 V 147 E. 1 S. 147, 113 V 218 E. 4b S. 221; RKUV 1997 U 278 S. 208 
E. 2a).

http://www.suva.ch/

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Die am 1. Februar 2010 erstkonsultierte Hausärztin Dr. med. 
D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizier-
te aufgrund einer bildgebenden Untersuchung im Bericht vom 23. Februar 
2010 (AB 3) eine 4-Part-Schulterfraktur links, verordnete ein Ortho-Gilet 
sowie Physiotherapie und attestierte bis auf weiteres eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit.

3.1.2 Im orthopädischen Konsiliarbericht des Spitalzentrums E.________ 
vom 12. April 2010 (AB 11) über die Sprechstunde vom 8. April 2010 wurde 
als Diagnose eine wenig dislozierte Fraktur des Tuberculum minus an der 
Schulter links mit partieller Ruptur der Subscapularissehne sowie Ruptur 
der Supraspinatussehne im vorderen Ansatz aufgeführt. Es wurde über 
einen guten klinischen Verlauf berichtet und keine Indikation zu einem ope-
rativen Vorgehen gestellt. 

Anlässlich einer weiteren Kontrolluntersuchung im Spitalzentrum 
E.________ vom 3. Juni 2010 gab die Beschwerdeführerin an, insbesonde-
re beim Heben über 90º und bei Aussenrotation Schmerzen in der linken 
Schulter zu verspüren. Es wurde ein vorderes Impingement-Syndrom bei 
konsolidierter Fraktur festgestellt (vgl. AB 26).

3.1.3 Der SUVA-Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. F.________, Facharzt 
für Chirurgie FMH, erklärte gestützt auf eine klinische Untersuchung der 
Beschwerdeführerin im Bericht vom 29. Juli 2010 (AB 31), es zeige sich 
objektiv eine normale Beweglichkeit der rechten (richtig wohl: linken) Schul-
ter mit geringgradiger Schmerzangabe in den Bewegungsendphasen und 
ohne wesentliche Kraftminderung. Klinisch bestünden keine signifikanten 
Impingement-Zeichen. Die Beschwerdeführerin gebe nur noch wenige Be-
schwerden an und verspüre keine Nachtschmerzen. Medikamente würden 
keine mehr eingenommen und die ärztliche Behandlung sei abgeschlos-
sen. Der aktuelle Befund entspreche einer geringgradigen Periarthrosis 
humeroscapularis links, eine Integritätsentschädigung sei somit nicht ge-

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schuldet. Ab 2. August 2010 bestehe wieder eine uneingeschränkte Ar-
beitsfähigkeit.

3.1.4 Gegenüber der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) bescheinigte 
der Stellvertreter von Dr. med. D.________ vom 2. bis 20. September 2010 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für körperliche Arbeit (vgl. AB 35). Er gab 
gegenüber der Beschwerdegegnerin telefonisch jedoch an, dass sich der 
Gesundheitszustand seit der kreisärztlichen Untersuchung «nicht viel» ver-
ändert habe, keine plötzliche Beschwerdezunahme aufgetreten sei und in 
einer leidensangepassten Tätigkeit nach wie vor eine uneingeschränkte 
Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. AB 40). 

3.1.5 Am 26. November 2010 formulierte Dr. med. F.________ ein Zu-
mutbarkeitsprofil, wonach das Heben und Tragen von Lasten von mehr als 
zwei Kilogramm mit der linken Oberextremität nicht zumutbar sei, bis auf 
Höhe der Gürtellinie jedoch Gewichte bis fünf Kilogramm tragbar seien. 
Nicht zumutbar seien anhaltendes Arbeiten über der Horizontalen oder 
Verrichtungen, die mit schockartiger bzw. starker Vibrationseinwirkung auf 
die linke Schulter einhergingen. Auch andauerndes Arbeiten über Kopf soll-
te vermieden werden (vgl. AB 46).

3.1.6 Auf Anfrage orientierte die Hausärztin die Beschwerdegegnerin am 
9. Februar 2011, dass die Behandlung abgeschlossen sei und ein letzter 
Kontakt am 18. November 2010 stattgefunden habe (vgl. AB 56).

3.1.7 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, äusserte sich am 7. März 2011 dahingehend, dass 
aufgrund der klinischen Befunde keine bewegungsmässigen Einschrän-
kungen vorlägen, welche eine Integritätsentschädigung erforderten, die 
geringe Restschmerzhaftigkeit entspreche den Befunden einer leichten 
Periarthrosis humeroscapularis, welche ebenfalls keine Integritätsentschä-
digung begründe (vgl. AB 57).

3.1.8 Mit Schreiben vom 17. März 2011 (AB 61/4) erklärte Dr. med. 
D.________, die Beschwerdeführerin habe sie am 8. März 2011 erneut 
konsultiert, nachdem die linksseitigen Schulterbeschwerden seit Dezember 
2010 wieder zugenommen hätten. Insbesondere bestünden auch nächtli-
che Schmerzen sowie tagsüber Bewegungseinschränkungen beim Arbei-

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ten auf Augenhöhe oder über Kopf. Die Abduktion sei lediglich bis 90º, eine 
Elevation überhaupt nicht möglich. Der Schürzengriff sei mit Schmerzen 
knapp möglich, der Nackengriff sei ebenfalls mit Mühe und Schmerzen 
verbunden. Es liege gemäss der einschlägigen SUVA-Tabelle ein Inte-
gritätsschaden von 15 % vor. Sie habe aufgrund der Schmerzexazerbation 
erneut Physiotherapie verordnet. 

Am 10. Juni 2011 bezeichnete die Hausärztin die voraussichtliche Behand-
lungsdauer als noch unklar und erachtete es für möglich, dass als bleiben-
der Nachteil chronische Schmerzen und eine Bewegungseinschränkung 
der linken Schulter zurückblieben (vgl. AB 69). 

Am 30. Oktober 2011 gab sie an, die Beschwerdeführerin beklagte weiter-
hin vor allem nächtliche linksseitige Schulterschmerzen sowie eine einge-
schränkte schmerzhafte Beweglichkeit. Klinisch sei die Elevation linksseitig 
deutlich eingeschränkt und der Schürzengriff nicht möglich (vgl. AB 74).

In einem weiteren Zwischenbericht vom 17. Oktober 2012 (AB 84) führte 
Dr. med. D.________ aus, anlässlich der letzten Kontrolle am 15. Februar 
2012 sei es der Beschwerdeführerin bezüglich Schulterschmerzen sehr gut 
gegangen, die Prognose sei gut und mit einem Behandlungsabschluss sei 
ungefähr per Ende 2012 zu rechnen. Als ein bleibender Nachteil seien 
chronische Schmerzen bzw. ein Rezidiv möglich.

3.1.9 Am 28. August 2013 führte Dr. med. H.________, Facharzt für 
Chirurgie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH, nach vorgängiger 
bildgebender Abklärung im Spital I.________ (vgl. AB 98) die kreisärztliche 
Abschlussuntersuchung durch. Dem entsprechenden Bericht (AB 100) vom 
selben Datum ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin eine weitge-
hende Beschwerdefreiheit im Alltag beschrieb und belastende Über-
kopftätigkeiten eingeschränkt möglich seien. Eine vorübergehende Schul-
tersteife links sei unter konsequenter Physiotherapie wieder weitgehend 
regredient; Schmerzmittel würden keine mehr benötigt. Die klinische Unter-
suchung habe eine nahezu symmetrische Schulterbeweglichkeit mit einer 
Flexion bis 140º beidseits und einer Abduktion bis 130º rechts bzw. 140º 
links gezeigt. Nackengriffe seien beidseits problemlos möglich, beim 
Schürzengriff erreiche der Daumen beidseits den Dornfortsatz des Brust-

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wirbelkörpers Th8. Im Röntgenbild bestünden keine nennenswerten Zei-
chen einer Arthrose, die medizinische Therapie sei abgeschlossen. Ange-
sichts der guten Beweglichkeit sei «gemäss Tabelle 2» keine Integritäts-
entschädigung geschuldet. Die Beschwerden entsprächen einer leichten 
Form einer Periarthrosis humeroscapularis und erreichten somit nicht ein 
entschädigungspflichtiges Ausmass. Unfallbedingt seien leichte bis mittel-
schwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis Hüfthöhe von 
15 Kilogramm zumutbar. Nicht zumutbar seien dagegen belastende Tätig-
keiten über der Horizontalen.

3.1.10 Dr. med. D.________ berichtete am 13. November 2013 über eine 
Konsultation vom 8. November 2013. Sie bestätigte, dass die Schulterbe-
weglichkeit anlässlich der Voruntersuchung vom März 2011 deutlich einge-
schränkter gewesen sei als aktuell, die Beschwerden hätten in den letzten 
zweieinhalb Jahren somit abgenommen. Die Beschwerdeführerin erwache 
nachts zwei- bis dreimal wegen Schmerzen, wenn sie auf der linken Schul-
ter liege. Bei Überkopfarbeiten spüre sie in der linken Schulter Schmerzen 
und das Bewegungsausmass sei eingeschränkt. Die Abduktion betrage 
links bis 120º. Die Sensibilität sei erhalten, die Kraft der Abduktion aber 
leicht eingeschränkt (M5-). Insgesamt bestehe gemäss SUVA-Tabelle für 
beide Schultern ein Integritätsschaden von 10 %, da die Schultern «bis 
30% über Horizontale beweglich» seien (vgl. AB 109/4).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

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sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines ex-
ternen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicher-
ten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versi-
cherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht 
eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale 
Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc 
S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht 
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versi-
cherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 
S. 469).

3.3 Es ist aktenkundig und zwischen den Parteien unbestritten, dass 
der medizinische Endzustand (vgl. E. 2.2 hievor) spätestens im Zeitpunkt 
der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 28. August 2013 (vgl. 
AB 100) eingetreten war, zumal eine uneingeschränkte Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit bestand und lediglich noch (delegierte) Physiotherapie be-
ansprucht wurde (vgl. AB 99). Dass die Beschwerdegegnerin noch am 
11. Oktober 2013 eine weitere Kostengutsprache erteilte (vgl. AB 103), 
vermag daran nichts zu ändern, war diese über den Fallabschluss hinaus 
gewährte Heilbehandlung zufolge der Bezeichnung als «Erhaltungsthera-
pie» (vgl. AB 103) doch gerade nicht auf eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG ausgerichtet. 

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Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur Prü-
fung der Integritätsentschädigung überging (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 20. Dezember 2012 (AB 112) in medizinischer Hinsicht 
auf die kreisärztliche Beurteilung vom 28. August 2013 (AB 100). Die ent-
sprechende fachärztliche Einschätzung erfüllt die von der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hievor). Vorab handelt es sich bei der 
beschwerdeweise monierten (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. III Ziff. 4; Duplik 
S. 3 Ziff. III Ziff. 3.1) Erwähnung der «Tabelle 2» offensichtlich um eine 
Missschreibung, betrifft die SUVA-Tabelle 2 doch die unteren Extremitäten, 
welche anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung gar nicht eingehend 
untersucht wurden (vgl. AB 100/5 Ziff. 4 in fine). Ebenso wie für den 
SUVA-Kreisarzt ohne weiteres anzunehmen ist, er habe sich auf die SUVA-
Tabelle 1 bezogen, ist davon auszugehen, dass Dr. med. D.________ im 
Bericht vom 13. November 2013 (109/4) nicht eine Beweglichkeit bis 
«30%», sondern 30º über der Horizontalen gemäss SUVA-Tabelle 1 meinte 
bzw. am 17. Oktober 2012 über die linke und nicht die rechte Schulter be-
richtete (vgl. AB 84; die Fragen bezogen sich eindeutig auf das Ereignis 
vom 30. Januar 2010 bzw. den Rückfall vom September 2010 [AB 83]). 
Des Weiteren hatte Dr. med. H.________ – entgegen der sinngemässen 
Argumentation der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. III 
Ziff. 1) – vollständige Kenntnis der massgebenden medizinischen Vorakten. 
Der Befund der Röntgenaufnahme vom 8. April 2010 ist im Bericht des Spi-
talzentrums E.________ vom 12. April 2010 (AB 11) enthalten und wurde 
vom SUVA-Kreisarzt wiedergegeben (vgl. AB 100/1 Ziff. 2). Auch das MRI 
der Klinik J.________ wurde im besagten Bericht erwähnt und im Verlaufs-
bericht des Spitalzentrums E.________ vom 2. Juli 2010 (AB 26) interpre-
tiert. Ob Dr. med. H.________ auch die dazugehörigen Aufnahmen vorla-
gen, ist dabei im vorliegenden Fall nicht entscheidend, zumal hier nicht 
Kausalitätsfragen im Vordergrund standen, sondern die Beurteilung des 
Integritätsschadens im Zeitpunkt des Fallabschlusses – mithin nicht der 
medizinische Verlauf, sondern der aktuelle Gesundheitszustand zu berück-
sichtigen war. Der SUVA-Kreisarzt konnte sich somit auf die seitens der 
Beschwerdegegnerin veranlasste und am 9. August 2013 im Spital 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Sept. 2014, UV/14/88, Seite 13

I.________ durchgeführte bildgebende Untersuchung stützen und das von 
Dr. med. K.________, Fachärztin für Radiologie, im Befundbericht (AB 98) 
festgestellte Residuum berücksichtigen. Eine Indikation zur Anfertigung 
eines MRI mit besserem Weichteilkontrast bestand offenbar nicht, da der 
Weichteilschatten in der konventionellen Röntgenaufnahme normal darge-
stellt wurde (vgl. AB 98) und zur Beurteilung der Funktionsstörung der lin-
ken Schulter zusätzlich eine klinische Exploration stattfand. Dr. med. 
H.________ konnte anlässlich der Untersuchung hinsichtlich der Schulter-
beweglichkeit anhand der sog. Neutral-Null-Methode Werte dokumentieren, 
welche mit jenen im Bericht der Hausärztin vom 13. November 2013 
(AB 109/4) kontrastieren. Insbesondere stellte Dr. med. D.________ eine 
Abduktion links bis 120º fest, was einer Schulterbeweglichkeit bis 30º über 
der Horizontalen (= 90º) gemäss SUVA-Tabelle 1 entspricht (120º ./. 90º), 
während Dr. med. H.________ eine Abduktion von 140º, also einer Beweg-
lichkeit über 30º über die Horizontale, festhielt (vgl. AB 100/5 Ziff. 4). Allein 
diese Divergenz vermag die schlüssige kreisärztliche Beurteilung jedoch 
nicht zu erschüttern.

Die Beschwerdeführerin macht zutreffend geltend, dass die Einschätzung 
der Hausärztin – anders als im angefochtenen Einspracheentscheid 
(AB 112/4 E. 3) dargestellt – sehr wohl auf einer eigenen Untersuchung 
beruht. Auch kann keine der beiden abweichenden Abduktions-Werte von 
vornherein als falsch qualifiziert werden. Da die Untersuchungsergebnisse 
nicht von den Angaben der Patientin unabhängig sind, sondern die aktive 
und passive Beweglichkeit beispielsweise durch bewusste oder unbewuss-
te Selbstlimitierung beeinflusst werden könnte, sind die gemessenen Re-
sultate nur beschränkt reproduzierbar und stellen keine rein objektiven Be-
funde dar (vgl. BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251). Anders als bei der medizi-
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit handelt es sich bei der Messung der 
Abduktion aber nicht um eine Schätzung, die naturgemäss auch einen Er-
messenspielraum umfasst und bei gegenüberstehenden Beurteilungen im 
Einzelfall das Heranziehen des arithmetischen Mittelwertes rechtfertigt (vgl. 
Entscheid des BGer vom 30. Dezember 2013, 8C_511/2013, E. 4.1.3). 
Wenngleich die am 8. November 2013 seitens der Hausärztin gemessene 
Abduktion der linken Schulter geringer ausgefallen ist als am 28. August 
2013, ist ihr Bericht (AB 109/4) dennoch nicht geeignet, Zweifel an der 

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schlüssigen und überzeugenden Beurteilung des SUVA-Kreisarztes zu 
begründen. Denn es wird nicht bestritten, dass die Beschwerdeführerin 
wenigstens anlässlich der kreisärztlichen Exploration tatsächlich im Stande 
war, die linke Schulter im dokumentierten Ausmass zu abduzieren und es 
wird weder geltend gemacht noch ist aktenkundig, dass zwischen den bei-
den Untersuchungen vom 28. August und 8. November 2013 diesbezüglich 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist. Damit ist 
nach dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass die linke Schulter 
grundsätzlich mehr als 30º über die Horizontale beweglich ist, selbst wenn 
sich dies bei der nachfolgenden Messung durch die Hausärztin nicht mehr 
mit gleicher Deutlichkeit zeigte. Damit ist der betreffende Tatbestand 
gemäss SUVA-Tabelle 1 nicht erfüllt, womit sich allein daraus kein 10%iger 
Integritätsschaden begründen lässt. Es erscheint im Übrigen auch nicht 
nachvollziehbar, dass Dr. med. D.________ unter der Annahme, die Ab-
duktion der linken Schulter sei lediglich bis 30º über der Horizontalen mög-
lich, für beide Schulterbeschwerden zusammen einen Integritätsschaden 
von 10 % postulierte, gleichzeitig für die rechte Schulter jedoch keine Be-
wegungseinschränkung im erforderlichen Ausmass befundete und auch 
nicht zwischen der linken und der (hier nicht zu beurteilenden) rechten 
Schulter differenzierte, obwohl die Funktionsstörungen klar voneinander 
abgrenzbar wären (vgl. dazu: SVR 2008 UV Nr. 10 S. 33 E. 6). Auch zog 
sie eine positive Gesamtbilanz und erklärte, die Beschwerdeführerin könne 
ihren Alltag mit guter Lebensqualität selbständig meistern und sei aufgrund 
der Beschwerden eher wenig gestört (vgl. AB 109/4), was dafür spricht, 
dass die körperliche Integrität nicht augenscheinlich oder stark beeinträch-
tigt wird bzw. die Erheblichkeitsschwelle von 5 % nicht erreicht wird (vgl. 
E. 2.3 hievor).

Dr. med. H.________ gelangte zum Schluss, dass die Beschwerden einer 
gemäss SUVA-Tabelle 1 nicht entschädigungspflichtigen leichten Form 
einer Periarthrosis humeroscapularis (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wör-
terbuch, 262. Aufl. 2011, S. 1579 f.) entspreche (vgl. AB 100/6 f. Ziff. 5), 
was mit der Beurteilung der Dres. med. F.________ (vgl. AB 31/2 Ziff. 5) 
und G.________ (vgl. AB 57) übereinstimmt und auch von Dr. med. 
D.________ nicht in Abrede gestellt wird. Dabei ging es offensichtlich um 

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eine vergleichende Zuordnung der geklagten Symptomatologie, weshalb 
offen bleiben kann, ob die diagnostischen Kriterien erfüllt wären (vgl. Be-
schwerde S. 3 Ziff. III Ziff. 3; Replik S. 3 Ziff. III Ziff. 3.2). Bei dieser Aus-
gangslage ist letztlich auch unerheblich, ob die durch Dr. med. D.________ 
festgestellte eingeschränkte Kraft der Abduktion eine Erhöhung der Inte-
gritätsentschädigung (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. III Ziff. 3) rechtfertigen 
würde oder bereits als Bestandteil der Periarthrosis humeroscapularis mit-
berücksichtigt ist (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. V Ziff. 15). Immerhin 
liegt der Wert von M5- gemäss MRC-Skala (Medical Research Council) 
annähernd im Normalbereich (vgl. WIRTH/ZICHNER [Hrsg.], Orthopädie und 
Orthopädische Chirurgie, 2003, S. 227; VLADIMÍR JANDA, Manuelle Muskel-
funktionsdiagnostik, 4. Aufl. 2000, S. 4). 

3.5 Nach dem vorstehend Dargelegten verneinte die Beschwerdegeg-
nerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2013 
(AB 112) gestützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung vom 
28. August 2013 (vgl. AB 100) den Anspruch auf eine Integritätsentschädi-
gung im Ergebnis zu Recht, womit sich die hiergegen erhobene Beschwer-
de vom 29. Januar 2014 als unbegründet erweist und abzuweisen ist.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.