# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10ff555c-72fc-5865-b6c0-0fd44f0cba5e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.02.2024 S 2023 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2023-52_2024-02-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 23 52

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Righetti und Pedretti

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 27. Februar 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fabian Meyer,

Beschwerdeführer

gegen

B._____ AG, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 2001, war [...] bei der C._____ AG tätig und damit bei 

der B._____ AG obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert, als er am 6. August 2020 [...] beim Ski-

Training im Snowpark in D._____ stürzte. Gemäss Unfallmeldung vom 

24. August 2020 verletzte er sich dabei rechtsseitig an Schulter, Oberarm 

und Thorax. Die B._____ AG erbrachte die gesetzlichen Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld).

2. Nach vorgängiger radiologischer Kontrolle wurde am Unfalltag im Spital 

E._____ die anterior-inferior luxierte Schulter rechts reponiert. In der Folge 

wurde ein CT der rechten Schulter durchgeführt, wobei Dr. med. F._____, 

Fachärztin für Radiologie, was folgt befundete: "Tuberculum majus-

Mehrfragmentfraktur mit leichten Dislokationszeichen. Keine relevante 

Dislokation erkennbar. [...] Partiell abgebildete Fraktur der Rippe rechts 

dorsal, mutmasslich die 2. Rippe. [...] Weiterhin hochgradiger Verdacht auf 

AC-Gelenks-Luxation zumindest Tossy 2."

3. Tags darauf, am 7. August 2020, wurde A._____ in der Orthopädischen 

Klinik G._____ an der rechten Schulter operiert (ACG-Stabilisation rechts 

horizontal mit FiberTape 2 mm in 8er Tour um das AC-Gelenk und vertikal 

durch eine 3.5 mm 4-Loch-Hakenplatte [18 mm Haken] rechts). Der 

Operateur Dr. med. H._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte folgende Diagnosen: 

Antero-inferiore Schulterluxation rechts mit Tuberculum majus Fraktur, 

ACG-Luxation Rockwood V rechts mit horizontaler und vertikaler 

Instabilität, Fraktur der 2. Rippe rechts, leichtes Schädel-/Hirntrauma. Im 

Austrittsbericht vom 12. August 2020 wurde A._____ eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 6. August 2020 bis am 17. September 

2020 attestiert und die Weiterführung von Physiotherapie verordnet. 

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4. Im Verlaufsbericht vom 17. September 2020 stellte Dr. med. H._____ fest, 

es bestehe noch eine deutlich eingeschränkte Schulterbeweglichkeit 

rechts aufgrund der Tuberculum majus Fraktur. Er attestierte A._____ eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis am 15. Oktober 2020 und verordnete die 

Weiterführung von Physiotherapie. 

5. Mit Verlaufsbericht vom 14. Oktober 2020 berichtete Dr. med. H._____, 

dass die Schulterbeweglichkeit noch deutlich eingeschränkt sei, einerseits 

durch die Hakenplatte nach ACG-Stabilisation, jedoch vor allem auch noch 

aufgrund der konservativ therapierten Tuberculum majus Fraktur, welche 

noch nicht ganz verheilt sei. Er plane nun die Metallentfernung und vor 

allem die Re-Stabilisation des rechten AC-Gelenkes mit FiberTape. 

Sodann attestierte er A._____ eine weitere Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

bis am 2. November 2020.

6. Am 2. November 2020 wurde die Hakenplatte rechts operativ entfernt 

(Entfernung der 3.5 mm Hakenplatte rechts und Re-Stabilisation zur 

Vermeidung eines Korrekturverlustes vor allem horizontal mit 

Rahmennaht mit 2 mm FiberTape in 8er Tour transossär sowie zusätzlich 

mit 2 Fäden Orthocord rechts). Im Austrittsbericht vom 4. November 2020 

verlängerte Dr. med. H._____ die 100%ige Arbeitsunfähigkeit von 

A._____ bis am 17. November 2020 und verordnete die Weiterführung von 

Physiotherapie.

7. Im Verlaufsbericht vom 17. November 2020 hielt Dr. med. H._____ fest, 

aufgrund der gleichzeitig bestehenden unfallbedingten und konservativ 

behandelten Tuberculum majus Fraktur bestehe sicher noch eine deutlich 

verzögerte Schulterbeweglichkeit rechts. Er empfahl die Weiterführung der 

physiotherapeutischen Massnahmen und attestierte A._____ eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis am 17. Dezember 2020. 

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8. Mit Verlaufsbericht vom 17. Dezember 2020 berichtete Dr. med. H._____ 

von erfreulichen Fortschritten betreffend Schulterbeweglichkeit rechts mit 

vor allem deutlich verbesserter Aussenrotation und Innenrotation. Er 
verordnete weiterhin Physiotherapie und erachtete A._____ bis am 

31. Januar 2021 nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig. 

9. Im Verlaufsbericht vom 28. Januar 2021 hielt Dr. med. H._____ fest, von 

Seiten der rechten Schulter seien nun doch deutliche Fortschritte 

betreffend Beweglichkeit und Kraft zu verzeichnen. Er empfahl die 

Weiterführung von Physiotherapie und attestierte A._____ neu eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % vom 1. Februar 2021 bis am 14. Februar 

2021, wobei ab Mitte Februar 2021 eine volle Arbeitsfähigkeit möglich sein 

sollte.  

10. Der Versicherungsmediziner Dr. med. I._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

gelangte in seiner Beurteilung vom 14. März 2021 unter anderem zum 

Schluss, dass die erhobenen Befunde/Diagnosen (Status nach 

horizontaler und vertikaler AC-Gelenksstabilisation rechts wegen AC-

Luxation nach Rockwood V rechts und Status nach geschlossener 

Reposition einer antero-inferioren Schulterluxation rechts mit Tuberculum 

majus Fraktur und Fraktur der 2. Rippe rechts) überwiegend 

wahrscheinlich in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis 

vom 6. August 2020 stünden. Darüber hinaus hielt er fest, dass in 

Anbetracht der noch vorliegenden ausgeprägten unfallbedingten, 

funktionellen Defizite des rechten Schultergelenkes die 4. Serie 

Physiotherapie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis 

vom 6. August 2020 zurückzuführen sei.  

11. Im Verlaufsbericht vom 30. März 2021 berichtete Dr. med. H._____, dass 

der Verlauf knapp fünf Monate nach der Metallentfernung bei guter 

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Stabilität des AC-Gelenkes und guter Bewegungsfunktion der rechten 

Schulter mit nur noch ganz minim verminderter Kraft sehr erfreulich sei. 

A._____ habe die Physiotherapie mittlerweile abgeschlossen. Er dürfe alle 

Sportarten wieder durchführen mit Belastung nach Massgabe der 

Beschwerden bis zur erlaubten Vollbelastung. Von der Schulter her wäre 

eine volle Arbeitsfähigkeit gewährleistet, aus psychischen Gründen 

bestehe jedoch eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Krankheit).

12. Am 12. Oktober 2022 fand zufolge Selbstzuweisung eine weitere 

Verlaufskontrolle in der Orthopädischen Klinik G._____ bei Dr. med. 

H._____ statt. Letzterer stellte dabei unter anderem folgende Diagnosen: 

Restbeschwerden rechtes AC-Gelenk mit etwas vermehrter Distanz 

zwischen Acromion und Clavicula lateral bei partieller Osteolyse der 

Clavicula lateral, häufige Kopfschmerzen (Migräne). Unter dem Titel 

Beurteilung und Procedere hielt Dr. med. H._____ fest, von Seiten der 

rechten Clavicula und dem AC-Gelenk bestehe klinisch eine etwas 

vermehrte Beweglichkeit. Lokal bestehe eine gewisse Druckdolenz im 

Sinne einer möglichen Periostitis. Ganz grundsätzlich wäre sicher eine 

Physiotherapie mit teilweise auch Muskellockerungen und Kraftaufbau 

sinnvoll. Betreffend die Schmerzproblematik wäre unter Umständen auch 

noch zu prüfen, ob eine Vorstellung bei Dr. med. J._____ sinnvoll wäre, 

der hier sicher die Behandlung optimieren könnte. Eine operative 

Intervention sei zum aktuellen Zeitpunkt sicher im Bereiche der Schulter 

nicht notwendig. 

13. Der Versicherungsmediziner Dr. med. I._____ gelangte in seiner 

Beurteilung vom 14. Oktober 2022 zum Schluss, der medizinische 

Endzustand sei per 12. Oktober 2022 erreicht. Die an der rechten Schulter 

beklagten Restbeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

auf die Folgen der AC-Verletzung zurückzuführen. Die Ursachen der 

aktuellen Beschwerden gingen mit Sicherheit auf die Hypermobilität des 

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AC-Gelenkes rechts zurück. Sie seien jedoch diskret ausgeprägt und auf 

vermehrte Belastungen des AC-Gelenkes zurückzuführen. Die 

funktionellen Einschränkungen seien gemäss den vorliegenden 

medizinischen Berichten ebenfalls gering ausgeprägt. Eine 

Physiotherapie erscheine momentan nicht erforderlich. Den Kraftaufbau 

könne A._____ eigenverantwortlich in einem Fitness-Center fortführen. 

Die Schmerzen im Nacken sowie an den anderen Gelenken, insbesondere 

die Kopfschmerzen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf 

das Ereignis vom 6. August 2020 zurückzuführen.

14. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2022 stellte die B._____ AG den Anspruch 

von A._____ auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung 

per 12. Oktober 2022 ein; der medizinische Endzustand sei per 

12. Oktober 2022 erreicht.

15. Hiergegen erhob A._____ am 17. November 2022 Einsprache, wobei er 

zwei Berichte der Klinik K._____ vom 9. und 15. November 2022 

einreichte. Mit Datum vom 6. Dezember 2022 erhob auch die 

Krankenversicherung von A._____ Einsprache gegen die Verfügung der 

B._____ AG. Begründend hielt sie fest, aus dem Bericht der Klinik K._____ 

vom 15. November 2022 gehe hervor, dass nach wie vor eine 

eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter sowie der Verdacht auf eine 

unfallkausale Plexus-Läsion oder Axillaris-Läsion bestehe, die weiter 

abgeklärt werden müsse. Somit sei der Endzustand noch nicht erreicht. 

16. Mit Einspracheentscheid vom 3. März 2023 wies die B._____ AG die 

Einsprachen ab. 

17. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 14. April 

2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er 

stellte folgende Rechtsbegehren:

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1. Der Einspracheentscheid der B._____ AG vom 3. März 2023 sei 
aufzuheben und es seien ihm auch über den 12. Oktober 2022 hinaus die 
gesetzlichen Leistungen nach UVG zu gewähren.  

2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid der B._____ AG vom 3. März 
2023 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung 
sowie zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens (Orthopädie, 
Neurologie, Rheumatologie) an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Subeventualiter sei ihm eine angemessene Invalidenrente von mindestens 
50 % und eine angemessene Integritätsentschädigung von mindestens 
15 % zuzusprechen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der 
B._____ AG.

Begründend hielt er im Wesentlichen fest, die Aktenbeurteilung des 

Versicherungsmediziners Dr. med. I._____ gebe den Sachverhalt 

überhaupt nicht korrekt wieder und werde der Tragweite des Falles nicht 

gerecht. Tatsächlich leide er an enormen Schmerzen an der Schulter, 

wobei die Kausalität zwischen Unfall und Schulterbeschwerden selbst 

gemäss Dr. med. I._____ unbestritten sei. Weiter leide er an einer 

ausgeprägten Einschränkung der Funktion und Beweglichkeit der 

lädierten Schulter, sowie an einem ausgeprägten Schmerzsyndrom. 

Nachdem weder regelmässige Physiotherapie noch starke Medikation 

eine dauerhafte Beschwerdelinderung gebracht hätten und der 

begründete Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung bei 

chronifizierten Schmerzen bestehe, könne mit einer stationären 

Rehabilitation eine namhafte Besserung des Zustands erreicht werden. 

Die B._____ AG könne den Beweis nicht erbringen, dass der Endzustand 

erreicht sei. Sie bleibe damit weiterhin leistungspflichtig. Seiner 

Beschwerde legte er unter anderem einen Sprechstundenbericht der Klinik 

K._____ vom 24. März 2023 bei. 

18. Die B._____ AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 28. April 2023 die Abweisung der Beschwerde. 

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Betreffend Sachverhalt und rechtliche Erwägungen verwies sie auf den 

Einspracheentscheid vom 3. März 2023. 

19. Am 11. Mai 2023 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen 

bisherigen Rechtsbegehren fest. Er reichte einen weiteren Bericht der 

Klinik K._____ vom 4. Mai 2023 ein. Daraus erhelle, dass die 

Einschätzung von Dr. med. I._____ an der Sache vorbeigehe, indem er 

die geklagten und im Vordergrund stehenden Schulterbeschwerden 

ausser Acht lasse bzw. grundlos verharmlose. 

20. Mit Duplik vom 22. Mai 2023 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 

bisherigen Antrag fest. In ihrer Begründung wies sie der Vollständigkeit 

halber darauf hin, dem Arztbericht der Klinik K._____ vom 4. Mai 2023 sei 

zu entnehmen, dass gestützt auf die radiologischen Befunde keine 

strukturellen Schäden hätten festgestellt werden können und auch in der 

neurologischen Untersuchung kein struktureller Schaden der Plexus habe 

nachgewiesen werden können. Somit sei bereits ein 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis fraglich.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 

Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 3. März 2023. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung 

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Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben 

werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der 

Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt 

im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist er davon überdies berührt und er weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. Art. 59 ATSG). 

Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

somit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG). 

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den 

Fall zufolge Erreichens des medizinischen Endzustands zu Recht per 

12. Oktober 2022 abgeschlossen und die gesetzlichen Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung eingestellt bzw. verneint hat. 

3.1. Soweit das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 

nichts anderes bestimmt, hat der Unfallversicherer bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten Versicherungsleistungen zu 

gewähren (Art. 6 Abs. 1 UVG). Die versicherte Person hat dabei unter 

anderem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 

(Heilbehandlung; Art. 10 Abs. 1 UVG) sowie auf ein Taggeld, sofern sie 

infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig ist (Art. 16 Abs. 1 

UVG). Vorausgesetzt ist, dass zwischen dem versicherten Ereignis und 

dem eingetretenen Gesundheitsschaden ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGE 147 V 161 E.3.1).

3.2.1.1. Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht ein Rentenanspruch, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

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Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind (Satz 1). Mit dem Rentenbeginn fallen die 

Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Satz 2). Nach 

konstanter Rechtsprechung heisst dies, der Versicherer hat – sofern 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind – die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange 

zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung der 

unfallbedingten Beschwerden noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden kann, mithin der medizinisch-

therapeutische Endzustand noch nicht erreicht ist. Trifft dies nicht mehr 

zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit 

gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine 

Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. BGE 140 V 130 E.2.2, 134 

V 109 E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_371/2020 vom 7. September 

2020 E.2.2, 8C_834/2018 vom 19. März 2019 E.3.4, 8C_786/2016 vom 

4. April 2017 E.2.2). 

3.2.1.2. Nahtlos an diese Regelung schliesst sich Art. 21 Abs. 1 UVG an. Danach 

soll Heilbehandlung – wie die übrigen Pflegeleistungen und die 

Kostenvergütungen – nach Festsetzung der Rente durch den 

Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt 

werden, so bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur 

wesentlichen Besserung oder Bewahrung vor wesentlicher 

Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur Erhaltung der 

verbleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung 

oder zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung des 

Gesundheitszustandes im Falle der Erwerbsunfähigkeit (lit. d). Im 

dazwischenliegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im 

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Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann und anderseits 

die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der 

Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine 

Stelle tritt der obligatorische Krankenpflegeversicherer (vgl. BGE 140 V 

130 E.2.2, 134 V 109 E.4.2; vgl. aber auch Art. 11 der Verordnung über 

die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202], falls keine Invalidenrente 

zugesprochen wurde).

3.2.2. Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes des 

Versicherten zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 

Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach 

auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 

nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei 
verdeutlicht die Verwendung des Begriffes «namhaft» durch den 

Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende 

Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen 

genügen nicht (vgl. BGE 134 V 109 E.4.3).

3.2.3. Nach der Rechtsprechung ist die Frage der namhaften Besserung des 

Gesundheitszustands prospektiv bezogen auf den Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_651/2016 

vom 15. Dezember 2016 E.4.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 

8C_604/2021 vom 25. Januar 2022 E.7.1). Welchen Erfolg weitere 

medizinische Massnahmen versprechen (bzw. prospektiv versprachen), 

ist eine Tatfrage, welche gestützt auf ärztliche Stellungnahmen zu 

beantworten ist. Ob dieser zu erwartende Erfolg als namhafte Besserung 

im Rechtssinne zu gelten hat, ist demgegenüber eine Rechtsfrage 
(FLÜCKIGER, in: FRÉSARD-FELLAY/LEUZINGER/PÄRLI [Hrsg.], Basler 

Kommentar zum UVG, Basel 2019, Art. 19 Rz. 13 m.H.a. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_651/2016 vom 15. Dezember 2016 E.4.1). 

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4.1. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat 

den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener 

Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der 

Parteien abzuklären und festzustellen. Aus der Untersuchungsmaxime 

folgt auch das Prinzip der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an 

keine förmlichen Beweisregeln gebunden ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das 

gesamte Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf dessen 

Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 

Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 

Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet 

(BGE 144 V 427 E.3.2, 138 V 218 E.6; Urteile des Bundesgerichts 

8C_745/2020 vom 29. März 2021 E.1.3, 9C_439/2020 vom 18. August 

2020 E.1.3).

4.2.1. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a; vgl. 

auch Urteile des Bundesgerichts 9C_529/2021 vom 26. Juli 2022 

E.3.2.1, 9C_528/2021 vom 11. Februar 2022 E.4.1).

- 13 -

4.2.2. Gemäss Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität 

und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer 

Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 

objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 

Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht 

zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 

Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall 

ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E.8.5, 142 V 58 E.5.1, 139 V 

225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 und E.4.6 f., 125 V 351 E.3b/ee; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_740/2020 vom 7. April 2021 E.2.2).

4.2.3. Auch ein reines Aktengutachten ist gemäss Rechtsprechung 

beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der 

Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_397/2019 vom 6. August 2019 E.4.3 m.w.H.). Dabei 

geht es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an 

sich feststehenden medizinischen Sachverhalts, mithin rückt die direkte 

ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund (vgl. 

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Urteile des Bundesgerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2, 

8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3, 8C_780/2016 vom 24. März 2017 

E.6.1, je m.w.H.).

4.2.4. In Bezug auf behandelnde Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Hausärzte, 

ist schliesslich zu beachten, dass sie in einem auftragsrechtlichen 

Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sie sich zudem in erster 

Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren 

Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die 

Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des 

Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen 

Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.3a. Aus 

diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass behandelnde 

Ärztinnen und Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig 

gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je 

in Frage kommen. Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen 

nicht von seiner Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch 

die von der versicherten Person aufgelegten Berichte 

mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (vgl. 

BGE 135 V 465 E.4.5 f.; Urteile des Bundesgerichts 8C_301/2021 vom 

23. Juni 2021 E.5.2.2, 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.1.2, 

8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3, 8C_907/2009 vom 12. Februar 

2010 E.1.1).

5. Vorliegend gelangte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung 

des Versicherungsmediziners Dr. med. I._____, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

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vom 14. Oktober 2022 (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 46) 

zum Schluss, dass der medizinische Endzustand per 12. Oktober 2022 

erreicht gewesen sei (vgl. Bg-act. 49 und 55). Nachfolgend gilt es somit zu 

prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Beurteilung von Dr. 

med. I._____ abgestellt hat oder ob zumindest geringe Zweifel an deren 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen. Denn was den Beweiswert 

ärztlicher Beurteilungen beratender Ärzte eines Versicherungsträgers 

angeht, sind diese Ärzte versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E.2.4, 

8C_608/2015 vom 17. Dezember 2015 E.3.3.3, 8C_557/2015 vom 

7. Oktober 2015 E.5.2 m.w.H.). Vorab gilt es sodann festzuhalten, dass 

bei der Frage nach dem Fallabschluss eine prospektive 

Betrachtungsweise gestützt auf die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

Fallabschlusses (vorliegend per 12. Oktober 2022) Platz zu greifen hat 

(vgl. dazu auch vorstehende Erwägung 3.2.3), weshalb die Berichte der 

Klinik K._____, d.h. jene von dipl. med. L._____ und Dr. med. M._____, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vom 9. November 2022, 15. November 2022 und 

4. Mai 2023 sowie der Bericht der Dres. med. N._____ und O._____, 

Oberärztinnen Neurologie, vom 24. März 2023, nicht rechtsrelevant sind 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_299/2022 vom 5. September 2022 

E.5.1, 8C_682/2021 vom 13. April 2022 E.5.3.2, 8C_604/2021 vom 

25. Januar 2022 E.7.1).

5.1. In seiner Beurteilung vom 14. Oktober 2022 gelangte Dr. med. I._____ 

zum Schluss, der medizinische Endzustand sei per 12. Oktober 2022 

erreicht (vgl. Bg-act. 46 S. 2). Dabei berücksichtigte er sämtliche bis zu 

jenem Zeitpunkt vorliegenden Akten, darunter auch den Verlaufsbericht 

von Dr. med. H._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

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Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 12. Oktober 2022 (vgl. Bg-

act. 46 S. 1 f.). 

5.1.1. Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Verlaufskontrolle bei Dr. med. 

H._____ vom 12. Oktober 2022 zufolge Selbstzuweisung stattgefunden 

hatte (vgl. Bg-act. 45 S. 1). Dr. med. H._____ hielt in seinem Bericht vom 

12. Oktober 2022 fest, der Beschwerdeführer beschreibe 

Restbeschwerden in der rechten Schulter, wobei er grundsätzlich an 

mehreren Orten im Bereiche der Gelenke Beschwerden habe und auch 

Nackenschmerzen und vor allem Kopfschmerzen (migräneartig; vgl. Bg-

act. 45 S. 1). Er befundete was folgt (vgl. Bg-act. 45 S. 2): "Inspektorisch 

reizlose Narbe über dem rechten AC-Gelenk. Die Clavicula lateral ist 

etwas prominenter und es besteht eine etwas vermehrte Translation 

horizontal und vertikal mit ansonsten aber recht guter Stabilität. Die 

Beweglichkeit ist über der Horizontalen etwas eingeschränkt, jedoch vor 

allem aktiv. Passiv sind sämtliche Bewegungen durchführbar. Bei den 

resistiven Tests besteht eine sehr gute Kraft für alle Muskeln der 

Rotatorenmanschette und die periphere DMS ist intakt, wobei immer noch 

eine diskrete Hypästhesie im Versorgungsgebiet des Nervus axillaris 

besteht mit allerdings aber guter motorischer Funktion des Musculus 

deltoideus." Sodann hielt er fest, radiologisch zeige sich hinsichtlich der 

Clavicula und der rechten Schulter am 12. Oktober 2022 insgesamt eine 

gute gleno-humerale Zentrierung. Die Tuberculum majus Fraktur sei 

vollständig ossär konsolidiert mit guter Position. Betreffend das rechte AC-

Gelenk zeige sich im Vergleich zu den Voraufnahmen eine gewisse 

Osteolyse im Bereich der Clavicula lateral und dadurch eine erhöhte 

Distanz zwischen Acromion und Clavicula bei nur minimem Höherstand 

(vgl. Bg-act. 45 S. 2). Unter dem Titel Beurteilung und Procedere hielt er 

sodann fest, von Seiten der rechten Clavicula und des AC-Gelenks 

bestehe klinisch eine etwas vermehrte Beweglichkeit. Lokal bestehe eine 

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gewisse Druckdolenz im Sinne einer möglichen Periostitis. Für den Sport 

könnte Taping versucht werden. Ganz grundsätzlich wäre sicher eine 

Physiotherapie mit teilweise auch Muskellockerungen und Kraftaufbau 

sinnvoll, allenfalls unter Begleitung eines Personal Trainings oder MTT. 

Betreffend Schmerzproblematik wäre unter Umständen auch noch zu 

prüfen, ob allenfalls auch noch eine Vorstellung bei Dr. med. J._____ 

sinnvoll wäre, der hier sicher die Behandlung optimieren könnte. 

Ansonsten sei die IV-Abklärung am Laufen bei den auch sonst 

bestehenden Nebendiagnosen. Eine operative Intervention sei zum 

aktuellen Zeitpunkt sicher im Bereich der Schulter nicht notwendig (vgl. 

Bg-act. 45 S. 2).

5.1.2. Hinsichtlich Heilverlauf und medizinischem Endzustand hielt Dr. med. 

I._____ in seiner Beurteilung vom 14. Oktober 2022 fest, die an der 

rechten Schulter beklagten Restbeschwerden seien mit der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf die Folgen der AC-Verletzung 

zurückzuführen. Die Ursachen der aktuellen Beschwerden gingen mit 

Sicherheit auf die Hypermobilität des AC-Gelenkes rechts zurück. Sie 

seien jedoch diskret ausgeprägt und auf vermehrte Belastungen des AC-

Gelenkes zurückzuführen. Die funktionellen Einschränkungen seien 

gemäss den vorliegenden medizinischen Berichten ebenfalls gering 

ausgeprägt. Eine Physiotherapie erscheine momentan nicht erforderlich. 

Den Kraftaufbau könne der Versicherte eigenverantwortlich in einem 

Fitness-Center fortführen. Die Schmerzen im Nacken sowie an den 

anderen Gelenken, insbesondere die Kopfschmerzen, seien mit der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 6. August 

2020 zurückzuführen (vgl. Bg-act. 46 S. 3). 

5.2.1. Soweit Dr. med. I._____ in seiner Beurteilung vom 14. Oktober 2022 

festhält, die an der rechten Schulter beklagten Restbeschwerden seien mit 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf die Folgen der AC-Verletzung 

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bzw. das Ereignis vom 6. August 2020 zurückzuführen, ist der Sachverhalt 

unbestritten (vgl. Bg-act. 46 S. 3; vgl. auch Bg-act. 32 S. 3 und S. 11 f. des 

angefochtenen Einspracheentscheids). Nicht nachvollziehbar ist indessen 

seine blosse Feststellung, wonach die aktuellen Beschwerden mit 

Sicherheit auf die Hypermobilität des AC-Gelenkes rechts bzw. auf 

vermehrte Belastungen desselben zurückzuführen seien. Auch erschliesst 

sich nicht, worin die vermehrten Belastungen des AC-Gelenks bestanden 

haben sollen. Sodann ist nicht nachvollziehbar, wenn Dr. med. I._____ 

festhält, die Beschwerden seien diskret und die funktionellen 

Einschränkungen seien gemäss den vorliegenden medizinischen 

Berichten gering ausgeprägt, hielt Dr. med. H._____ im Verlaufsbericht 

vom 12. Oktober 2022 doch immerhin fest, das Hauptproblem für den 

Beschwerdeführer seien die Beschwerden, welche bewegungsabhängig 

aufträten und auch nachts vorhanden seien; die Schmerzen projiziere er 

einerseits in den Deltaansatz und andererseits auch auf das rechte AC-

Gelenk (vgl. Bg-act. 45 S. 1). Abgesehen davon liess Dr. med. I._____ die 

im Verlaufsbericht von Dr. med. H._____ vom 12. Oktober 2022 erwähnte 

Druckdolenz im Sinne einer möglichen Periostitis gänzlich unerwähnt und 

er setzte sich auch nicht mit der von Dr. med. H._____ erwähnten 

verbesserungsfähigen Schmerzbehandlung auseinander. 

5.2.2. Es bestehen somit zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der Beurteilung von Dr. med. I._____, weshalb auf dessen 

Einschätzung, wonach weitere Behandlungen oder Therapien keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands versprächen (vgl. Bg-

act. 46 S. 3) bzw. der medizinische Endzustand per 12. Oktober 2022 

erreicht sei (vgl. Bg-act. 46 S. 2), nicht abgestellt werden kann.

6. Soweit die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid 

gestützt auf den Bericht der Orthopädischen Klinik G._____ vom 30. März 

2021 festhält, beim Beschwerdeführer sei seit dem 30. März 2021 keine 

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(unfallbedingte) Arbeitsunfähigkeit mehr ausgewiesen, sodass der 

medizinische Endzustand rechtsprechungsgemäss bereits seit Ende März 

2021 erreicht sei (vgl. S. 11 f. des angefochtenen Einspracheentscheids), 

ist ihr entgegenzuhalten, dass sich die für den Anspruch auf weitere 

Heilbehandlung erforderliche Besserung des Gesundheitszustands zwar 

namentlich nach der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeitsfähigkeit bestimmt (vgl. dazu auch vorstehende 

Erwägung 3.2.2). Indessen handelt es sich dabei nicht um ein exklusives 

Beurteilungskriterium. Selbst eine ärztlich bescheinigte vollständige 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit vermag einen Anspruch 

auf Fortsetzung der ärztlichen Behandlung nicht auszuschliessen (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_620/2020 vom 3. Februar 2021 E.2.4 m.w.H.; vgl. 

auch Urteile des Bundesgerichts 8C_614/2019 vom 29. Januar 2020 

E.5.3). So trifft es vorliegend zwar zu, dass der behandelnde Orthopäde 

Dr. med. H._____ dem Beschwerdeführer ab Ende März 2021 aus 

orthopädischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 100 % attestierte (vgl. Bg-

act. 37; vgl. auch Bg-act. 27 S. 2). Wegen Restbeschwerden in der 

rechten Schulter stellte er sich am 12. Oktober 2022 jedoch erneut bei Dr. 

med. H._____ und am 4. November 2022 und 11. November 2022 bei dipl. 

med. L._____ und Dr. med. M._____ der Klinik K._____ vor, welche ihn 

zur neurologischen Abklärung an die Dres. med. N._____ und O._____ 

weiterverwiesen (vgl. Bg-act. 45, 52 und 50, beschwerdeführerische Akten 

[Bf-act.] 7; vgl. auch Bf-act. 9). Dabei stellten die behandelnden Ärzte u.a. 

fest, es bestünden (ausgeprägte) Restbeschwerden im AC-Gelenk bzw. 

Schmerzen in der rechten Schulter sowie eine (stark) eingeschränkte 

Schulterfunktion bzw. -beweglichkeit aktiv und sie empfahlen letztlich die 

Durchführung einer stationären Schmerzrehabilitation (vgl. Bg-act. 45, 52 

und 50, Bf-act. 7 und 9). 

- 20 -

7.1. Im Ergebnis erweist sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt, 

weshalb es zusätzlicher medizinischer Abklärungen – insbesondere auch 

hinsichtlich einer allfälligen unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers – und hernach eines neuen Entscheids über die 

versicherungsrechtlichen Ansprüche des Beschwerdeführers gemäss 

UVG bedarf. Dabei ist was folgt zu beachten: In vorstehender Erwägung 5 

wurde festgehalten, dass die nach dem 12. Oktober 2022 datierenden 

Berichte der Klinik K._____, d.h. jene von dipl. med. L._____ und Dr. med. 

M._____ sowie der Dres. med. N._____ und O._____, im Zusammenhang 

mit dem vorliegend umstrittenen Fallabschluss nicht rechtsrelevant sind. 

Angesichts dessen, dass Dr. med. H._____ in seinem Bericht vom 

12. Oktober 2022 unter dem Titel Beurteilung und Procedere die Prüfung 

einer allfälligen Vorstellung bei Dr. med. J._____ erwähnte und die 

Schmerzbehandlung als sicher verbesserungsfähig erachtete (vgl. Bg-

act. 45 S. 2) und sich der Beschwerdeführer kurz darauf in der Klinik 

K._____ bei den Orthopäden dipl. med. L._____ und Dr. med. M._____ 

sowie den Neurologinnen Dres. med. N._____ und O._____ vorstellte, 

welche letztlich die Durchführung einer stationären Schmerzrehabilitation 

empfahlen (vgl. dazu vorstehende Erwägung 6), überzeugt diese 

Feststellung jedoch nicht. Vielmehr drängt es sich auf, diesen Berichten 

bei der Vornahme zusätzlicher medizinischer Abklärungen Rechnung zu 

tragen, da sie Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers im Zeitpunkt des umstrittenen Fallabschlusses per 

12. Oktober 2022 zulassen. 

7.2. Die Beschwerde ist somit im Eventualbegehren gutzuheissen, der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 3. März 2023 ist aufzuheben und 

die Angelegenheit ist zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens 

zumindest in den Disziplinen Orthopädie, Radiologie und Neurologie und 

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zu neuem Entscheid über die versicherungsrechtlichen Ansprüche 

gemäss UVG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

8.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, 

wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die 

Sonderbestimmungen zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen 

keine generelle Kostenpflicht vor. Damit sind 

unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in 

der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in 

casu nicht vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens 

(Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren sind daher keine Kosten zu erheben.

8.2. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als vollständiges Obsiegen der 

beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 141 V 281 E.11.1, 137 V 210 

E.7.1, 132 V 215 E.6.2). Gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG hat der 

Beschwerdeführer somit Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu Lasten 

der Beschwerdegegnerin. Die Bemessung der Entschädigung erfolgt ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses, wobei der zeitliche Aufwand der 

Rechtsvertretung regelmässig durch die Schwierigkeit des Prozesses 

mitbestimmt wird. Im Übrigen wird die Bemessung der 

Parteientschädigung gemäss Art. 61 Ingress ATSG nach dem kantonalen 

Recht bestimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_714/2018 vom 

18. Dezember 2018 E.9.2, 9C_321/2018 vom 16. Oktober 2018 E.6.1, 

9C_688/2009 vom 19. November 2009 E.3.1.1 f.). Gemäss Art. 78 VRG 

i.V.m. Art. 2 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; 

BR 310.250) wird die Parteientschädigung nach Ermessen des Gerichts 

festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in der Honorarnote geltend 

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gemachten (und als angemessen zu betrachtenden) Aufwand sowie 

(üblichen) Stundenansatz ausgeht. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers reichte dem Gericht am 11. Mai 2023 eine 

Honorarnote über CHF 3'594.15 (10.80 Stunden à CHF 300.-- 

[CHF 3'240.--] zzgl. 3 % Kleinspesenpauschale [CHF 97.20] und 7.7 % 

MWST [CHF 256.96]) ein. Da keine Honorarvereinbarung im Recht liegt, 

ist der Stundenansatz praxisgemäss auf CHF 240.-- zu reduzieren (vgl. 

statt vieler Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 17 

86 vom 17. April 2018 E.5.2). Insgesamt ist somit eine Entschädigung von 

CHF 2'875.40 (10.80 Stunden à CHF 240.-- [CHF 2'592.--] zzgl. 3 % 

Kleinspesenpauschale [CHF 77.80] und 7.7 MWST [CHF 205.60]) 

angemessen.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 3. März 2023 wird aufgehoben und es wird die 

Angelegenheit an die B._____ AG zur Einholung eines polydisziplinären 

Gutachtens zumindest in den Disziplinen Orthopädie, Radiologie und 

Neurologie und neuem Entscheid über die versicherungsrechtlichen 

Ansprüche gemäss UVG zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die B._____ AG hat A._____ aussergerichtlich mit CHF 2'875.40 (inkl. 

Barauslagen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]