# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b63edd0f-ef75-55ac-96e8-3d3a2306252e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 28.08.2017 ST.2015.208
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2015-208_2017-08-28.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2015.208 
 
 
 

Entscheid 
 
 

 28. August 2017 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter Marcus Thalmann und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
1. A,   

 
2. B,   

 
 Rekurrenten,  
vertreten durch C & Partner, Treuhand-, 
Revisions- und Steuerberatungs-Gesellschaft, 

 
 
 

gegen 
 
 
 
Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2013 
 
 

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2 ST.2015.208 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A und B (nachfolgend die Pflichtigen) deklarierten im Wertschriften- und 

Guthabenverzeichnis 2013 ihre 100%-Beteiligung an der D GmbH, Gemeinde E, 

(Stammkapital Fr. 20'000.-) mit einem Steuerwert per 31.12.2013 in Höhe von 

Fr. 3'450'000.-. Diese Gesellschaft hielt zu diesem Zeitpunkt ihrerseits u.a. eine Beteili-

gung von 50% (16,66% davon treuhänderisch) an der F Holding GmbH (Stammkapital 

Fr. 20'000.-, aufgeteilt in 200 Stammanteile à Fr. 100.-; bis zur Zweckände-

rung/Umbenennung am 20.09.2013 F GmbH). Im Einschätzungsvorschlag vom 

17. April 2015 errechnete das kantonale Steueramt einen Vermögenssteuerwert der 

Beteiligung der Pflichtigen an der D GmbH in Höhe von Fr. 6'303'800.-. Die Bewertung 

dieser Gesellschaft beruhte im Wesentlichen auf deren nicht treuhänderisch gehalte-

nen eigenen Beteiligung von 33,33% (Nennwert 6'666 von 20'000) an der F Holding 

GmbH mit einem Steuerwert per 31.12.2012 in Höhe von Fr. 4'927'240.55 (= 

Fr. 14'783'200.- x 0,3333). Mit Schreiben 8. Mai 2015 beantragten die Pflichtigen einen 

Unternehmenssteuerwert der F Holding GmbH in Höhe von Fr. 5'490'000.-, wovon ein 

Drittel (Fr. 1'830'000.-) für die Bewertung der Stammanteile der D GmbH per 

31.12.2012 zu verwenden sei. Dabei machten sie geltend, gemäss Verkaufsvertrag 

vom März 2015 seien alle 200 Stammanteile der F Holding GmbH per 31.12.2014 zu 

einem für Steuerzwecke massgeblichen Preis von Fr. 9'000'000.- verkauft worden. Bei 

der Steuerveranlagung 2013 gehe es aber um die Steuerbewertung per 31.12.2012. 

Die Ertragskraft und die Stärke der F Gruppe sei in den Jahren 2013 und 2014 stetig 

gestiegen. Deshalb gelte es vom Wert per 31.12.2014 eine Rückwärtsrechnung vorzu-

nehmen. Auszugehen sei vom Unternehmenssteuerwert per 31.12.2012 gemäss Ein-

schätzungsvorschlag in Höhe von Fr. 14'738'000.- (richtig vermutlich Fr. 14'783'200.-). 

Der Anteil der Fr. 9'000'000.- an diesem Betrag belaufe sich auf 61%. Somit sei der 

steuerlich massgebliche Wert der F Holding GmbH per 31.12.2012 auf 61% von 

Fr. 9'000'000.- resp. Fr. 5'490'000.- festzusetzen.  

 

 Das kantonale Steueramt schätzte die Pflichtigen am 8. Juni 2015 für die 

Steuerperiode 2013 mit einem (unbestrittenen) steuerbaren Einkommen von 

Fr. 265'400.- (satzbestimmend Fr. 274'200.-) und einem steuerbaren Vermögen von 

Fr. 9'434'000.- (satzbestimmend Fr. 9'793'000.-) ein, wobei es den Vermögenssteuer-

wert der Beteiligung an der D GmbH gemäss Einschätzungsvorschlag auf 

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Fr. 6'303'800.- festsetzte. Zur Begründung führte es an, dass auf den Verkaufspreis 

der Stammanteile nicht abgestellt werden könne, da die Handänderung vom 

März 2015 mehr als 7 Monate nach dem für die Vermögenssteuer massgebenden 

Stichtag des 31.12.2013 stattgefunden habe.  

 

 

 B. Am 2. Juli 2015 erhoben die Pflichtigen Einsprache gegen diesen Einschät-

zungsentscheid und beantragten, unter Verweisung auf ihre Eingabe vom 8. Mai 2015, 

einen Vermögenssteuerwert der Beteiligung an der D GmbH in Höhe von 

Fr. 5'540'000.- (recte: Fr. 3'206'621.-). Das kantonale Steueramt wies die Einsprache 

am 9. Juli 2015 ab.  

 

 

 C. Am 6. August 2015 erhoben die Pflichtigen Rekurs gegen diesen  

Einspracheentscheid und verfochten wiederum einen Vermögenssteuerwert der D 

GmbH in Höhe von Fr. 3'206'621.-. Zur Begründung machten sie geltend, die vom kan-

tonalen Steueramt genannte Frist von 7 Monaten sei nicht absolut zu verstehen. Von 

Bedeutung sei gemäss Rechtsprechung, dass sich der Wert der Unternehmung im 

Zeitraum zwischen dem Bewertungsstichtag und dem Verkaufsdatum nicht wesentlich 

verändert habe. Bei der F Holding GmbH habe sich die wirtschaftliche Lage im mass-

gebenden Zeitraum nicht wesentlich verändert. Der Verkauf der Gesellschaft sei zwar 

im März 2015 vollzogen worden. Die Verkaufsverhandlungen seien jedoch bereits im 

Frühjahr 2014 aufgenommen worden. Deshalb sei der im März 2015 erzielte Verkaufs-

preis als zeitnah zu betrachten. Der vom kantonalen Steueramt ermittelte Unterneh-

menswert von Fr. 14'783'213.- weiche erheblich vom massgeblichen Erlös von 

Fr. 9'000'000.- ab, was zu einer fiktiven Besteuerung führe. Die Jahresergebnisse 2013 

und 2014 seien zwar aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unterneh-

mens besser ausgefallen als in den Vorjahren; dies jedoch bei gleichbleibender wirt-

schaftlicher Grundlage der Unternehmenstätigkeit.  

 

 In der Rekursantwort vom 18. August 2015 beantragte das kantonale Steuer-

amt die Abweisung des Rekurses und verwies zur Begründung auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid.  

 

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Auf Verfügung des Einzelrichters vom 7. März 2016 hin reichten die Pflichtigen 

weitere Unterlagen ein. Das kantonale Steueramt verzichtete auf eine Stellungnahme 

hierzu.  

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Das steuerbare Vermögen bemisst sich nach dem Stand am Ende der 

Steuerperiode (§ 51 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]). Es wird zum 

Verkehrswert bewertet (§ 39 Abs. 1 StG).  

 

 Der Verkehrswert nichtkotierter Wertpapiere ist gemäss Ziff. B.I.2. der Wei-

sung der Finanzdirektion über die Bewertung von Wertpapieren und Guthaben für die 

Vermögenssteuer vom 12. November 2010 (ZStB Nr. 22/201) nach der Wegleitung der 

Schweizerischen Steuerkonferenz zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für 

die Vermögenssteuer (Kreisschreiben Nr. 28 vom 28. August 2008; www.steuer-

konferenz.ch, nachfolgend Wegleitung) zu ermitteln. Stammanteile einer Gesellschaft 

mit beschränkter Haftung werden wie nicht kotierte Wertpapiere bewertet (Richner/Frei/ 

Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 39 N 27; 

Wegleitung, Ziff. 49).  

 

 b) Die Wegleitung ist weder Bundesrecht noch interkantonales Recht, sondern 

eine reine Verwaltungsverordnung, welche bloss verwaltungsinterne Regeln für das 

Verhalten der Steuerbeamten enthält und keine Rechte und Pflichten begründet (BGr, 

12. Juni 2009, 2C_800/2008, E. 5.1 = StR 2009, 910; vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann,  

Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. A., 2016, Rz 81 ff., mit Hinweisen).  

 

 Generell ist das Steuerrekursgericht als Gericht bei der Auslegung des Geset-

zes nicht an eine Verwaltungsverordnung gebunden, sondern prüft allein, ob der ange-

fochtene Einspracheentscheid mit dem Steuergesetz übereinstimmt. Es berücksichtigt 

eine Verwaltungsverordnung bei seiner Entscheidung allerdings, soweit diese eine 

dem Einzelfall gerecht werdende Auslegung der massgeblichen Bestimmung zulässt, 

weil es nicht ohne triftigen Grund von einer einheitlichen Praxis der Verwaltungsbehör-

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den abweichen will (BGE 122 V 19, E. 5b/bb, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 132 V 200, 

E. 5.1.2). 

 

 Von der Wegleitung ist nach der Rechtsprechung nur dann abzuweichen, 

wenn eine bessere Erkenntnis des Verkehrswerts dies gebietet (VGr, 17. Juni 1998, 

StE 1999 B 52.41 Nr. 2; im Ergebnis ebenso BGr, 8. Oktober 1996, StE 1997 B 22.2 

Nr. 13). 

 

 c) Bei nicht kotierten Papieren, für die keine Kursnotierungen bekannt sind, 

entspricht der Verkehrswert dem inneren Wert, welcher sich nach den Bewertungsre-

geln der Wegleitung richtet (Wegleitung, Ziff. 2 Abs. 4). Er wird nach den Bewertungs-

regeln der Wegleitung in der Regel als Fortführungswert berechnet. Für Handels-, In-

dustrie- und Dienstleistungsgesellschaften ergibt sich der Unternehmenswert aus der 

zweimaligen Gewichtung des Ertragswerts und der einmaligen Berücksichtigung des 

Substanzwerts zu Fortführungswerten (Wegleitung, Ziff. 34 und 49). Da zum Zeitpunkt 

der Veranlagung der Titelinhaber die Jahresrechnung der zu bewertenden Gesellschaft 

meistens noch ausstehend ist, wird in der Regel der Vorjahresabschluss der Gesell-

schaft zur Bestimmung herangezogen, sofern die Gesellschaft im Geschäftsjahr der 

Veranlagungsperiode keine wesentlichen Veränderungen erfahren hat (Wegleitung, 

Ziff. 4). Der Ertragswert basiert entweder auf der doppelten Gewichtung der Jahres-

rechnung "n" und der einfachen Gewichtung der Jahresrechnung "n-1" (Modell 1) oder 

der je einfachen Gewichtung der Jahresrechnungen "n", "n-1" und "n-2" (Modell 2; 

Wegleitung, Ziff. 7 und 8).  

 

 d) Hat für nichtkotierte Titel ohne Kursnotierung eine massgebliche Handän-

derung unter unabhängigen Dritten stattgefunden, dann gilt als Verkehrswert der ent-

sprechende Kaufpreis. Dieser Wert wird solange berücksichtigt, als sich die wirtschaft-

liche Lage der Gesellschaft nicht wesentlich verändert hat. Gleiches gilt für Preise, 

welche von Investoren anlässlich von Finanzierungsrunden bzw. Kapitalerhöhungen 

bezahlt wurden (Wegleitung, Ziff. 2 Abs. 5). Die Wegleitung will damit in den Fällen, in 

welchen ein Verkehrswert der nicht kotierten und nicht gehandelten Wertpapiere zu 

bilden ist, auf diesen am freien Markt erzielten Preis abstellen. Voraussetzung für die 

Berücksichtigung dieser Preisbildung ist allerdings, dass tatsächlich ein Marktpreis 

gebildet wird und nicht andere, im Verhältnis zwischen den Parteien des Kaufgeschäfts 

liegende Umstände die freie Preisbildung beeinflussen oder verzerren. Nur unter die-

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sen Voraussetzungen liegt eine im Sinn der Wegleitung beachtliche Handänderung 

unter unabhängigen Dritten vor (VGr, 14. Mai 2008, SB.2007.00097, E. 2.4). 

 

 Massgebliche Indizien für die Beurteilung einer Veränderung der wirtschaftli-

chen Lage einer Unternehmung bilden gemäss dem von der Schweizerischen Steuer-

konferenz zur Wegleitung verfassten Kommentar [Ausgabe 2016; www.steuer-

konferenz.ch, nachfolgend Kommentar) insbesondere die Faktoren Gewinn, Umsatz 

Eigenkapital und Beteiligungsverhältnisse. Als wesentlich gilt in der Regel eine Um-

satzveränderung von 20%, eine nicht aus dem ordentlichen Gewinn stammende Kapi-

talveränderung von 10% bzw. eine Veränderung der Beteiligungsverhältnisse im Um-

fang von 10%. Ist eines dieser Kriterien erfüllt, ist die Bewertung im Sinn von Ziff. 5 der 

Wegleitung neu zu bestimmen (Kommentar, S. 4). Eine Umsatzsteigerung von 8% bei 

gleichzeitiger Steigerung des Reingewinns um 107% bedeutet eine wesentliche Ver-

änderung (Kommentar, S. 6 unter Verweisung auf VGr GR [A 12 28] vom 23.10.2012). 

 

 Das Bundesgericht hat erkannt, dass ein rund sieben Monate nach dem Stich-

tag unterbreitetes Übernahmeangebot für die Bestimmung des Verkehrswerts heran-

gezogen werden darf. Voraussetzung bilde lediglich, dass sich der Wert der Unter-

nehmung im Zeitraum zwischen dem Bewertungsstichtag und der Unterbreitung 

des Übernahmeangebots nicht massgeblich verändert habe (BGr, 22. Mai 2003, 

2A.590/2002, E. 3.1). In einem jüngeren Entscheid erachtete es sodann einen fünf  

Monate nach dem Stichtag erzielten Verkaufspreis als massgebend, um den Vermö-

genssteuerwert verlässlich wiederzugeben (BGr, 15. April 2010, 2C_504/2009). 

 

 e) Die Wegleitung schreibt für die Berücksichtigung einer massgeblichen 

Handänderung keine Höchstfrist vor, welche zwischen dem Bewertungsstichtag und 

dem Verkaufsdatum liegen darf. Ziff. 2 Abs. 5 der Wegleitung spricht nur von einer 

nicht veränderten wirtschaftlichen Lage, welche zur Berücksichtigung der Handände-

rung vorausgesetzt wird. Über den Zeitpunkt der Handänderung schweigt sich die 

Wegleitung aus. Auch das Bundesgericht statuierte in den erwähnten Entscheiden kei-

ne Höchstfrist. Das diesbezügliche Argument der Pflichtigen erweist sich grundsätzlich 

als zutreffend. Indessen darf daraus nicht der Schluss gezogen werden, dass diese 

Frist beliebig lang sein dürfe. Denn bei einer längeren Zeitdauer kann angenommen 

werden, dass sich die wirtschaftliche Lage einer Unternehmung und das wirtschaftliche 

Umfeld in der Regel sehr wohl massgeblich ändern. Im Allgemeinen erweist sich nur 

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eine zeitnahe Handänderung als aussagekräftig im Hinblick auf die Schätzung eines 

Verkehrswerts einer Beteiligung. Es kann von den Steuerbehörden nicht erwartet wer-

den, dass sie eine Untersuchung über eine geänderte wirtschaftliche Lage der Unter-

nehmung führen, wenn eine beliebig lange Zeitdauer zwischen dem Bewertungsstich-

tag und dem Verkaufsdatum liegt. Da die Wegleitung keine Höchstfrist definiert, liegt 

eine Regelungslücke vor.  

 

 f) Ergibt die Auslegung einer gesetzlichen Regelung, dass diese für eine be-

stimmte Frage keine Antwort enthält, so liegt eine Lücke vor (Häfelin/Müller/Uhlmann, 

Rz 201 ff.). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss der Richter die Ge-

setzeslücke schliessen, wenn die gesetzliche Regelung nach den dem Gesetz zugrun-

deliegenden Wertungen und Zielsetzungen als unvollständig und daher ergänzungs-

bedürftig erscheint (Häfelin/Müller/Uhlmann, Rz 216, mit Hinweisen). 

 

 g) Es stellt sich demgemäss die Frage, auf welche Weise die Lücke zu 

schliessen ist:  

 

 Die Steuerbehörden dürfen aus Gründen der Praktikabilität schematische Re-

gelungen aufstellen und aufgrund von Durchschnittserfahrungen oder Wahrscheinlich-

keitsmassstäben vereinfachen, sofern die dadurch bewirkte Erleichterung in der 

Rechtsanwendung nicht die durch die Rechtsgleichheit gebotenen Differenzierungen 

allzu sehr strapaziert (Peter Locher, Praktikabilität im Steuerrecht [unter besonderer 

Berücksichtigung des materiellen Rechts der direkten Steuern], in: Beiträge zur Metho-

dik und zum System des schweizerischen Steuerrechts, 2014, S. 233 f.). Nicht zuletzt 

bei der Vermögenssteuer, wo die Belastung ohnehin nicht sehr stark ins Gewicht fällt, 

drängt sich eine schematisierte Lösung auf, welche den Bedürfnissen einer effizienten 

Verwaltung gerecht wird (Locher, S. 249).  

 

 Je länger die Handänderung an einer Unternehmensbeteiligung und der für 

die Vermögenssteuer massgebliche Stichtag auseinanderliegen, desto mehr vermin-

dert sich die Bedeutung der Vergleichshandänderung für die Wertbestimmung. Liegt 

eine lange Zeitdauer zwischen der Handänderung und dem massgeblichen Stichtag, 

darf der bei der Handänderung erzielte Preis nur dann berücksichtigt werden, wenn der 

Preis tatsächlich den Wert repräsentiert und wenn sich während dieser Zeitdauer der 

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Wert nicht änderte. Dies festzustellen, ist ohne umfangreiche Untersuchungen nicht 

möglich.  

 

 h) Im Sinn einer schematischen Lösung erscheint es daher angebracht, eine 

Höchstfrist zu statuieren und Wertpapierverkäufe, welche ausserhalb der Frist erfolg-

ten, generell und ohne Untersuchung des Sachverhalts unberücksichtigt zu lassen.  

 

 Im schnelllebigen Wirtschaftsleben sind die Unternehmenswerte grossen 

Schwankungen unterworfen. Angemessen erscheint eine Frist von einem Jahr, welche 

zwischen der Handänderung an der Unternehmensbeteiligung und dem Stichtag für die 

Vermögenssteuer liegen darf. Handänderungen, welche ausserhalb der Frist liegen, 

sind generell und ohne Prüfung des Einzelfalls von der Berücksichtigung auszuschlies-

sen. Eine solche schematisierte Lösung rechtfertigt sich nicht zuletzt bei der Vermö-

genssteuer, wo die Belastung ohnehin nicht sehr stark ins Gewicht fällt (vgl. E. 1g).  

 

 Vorliegend datiert der von den Pflichtigen geltend gemachte Unternehmens-

kaufvertrag vom 25. März 2015. Es liegen somit knapp 15 Monate zwischen der Hand-

änderung und dem für die Vermögenssteuer massgebenden Stichtag des 31.12.2013, 

womit die Frist von einem Jahr überschritten ist. Massgebend ist allein das Datum der 

Handänderung (März 2015). Denn die Parteien schlossen den Vertrag auf der Grund-

lage der Kenntnisse, über welche sie an diesem Tag verfügten. Auf dieser Grundlage 

wurde auch der Kaufpreis festgesetzt. Aus diesem Grund sind der Zeitpunkt des Über-

gangs von Nutzen und Gefahr (Unternehmenskaufvertrag, S. 12) und die Dauer der 

Vertragsverhandlungen unerheblich. 

 

 Auf den im Unternehmenskaufvertrag vom März 2015 festgelegten Verkaufs-

preis der Beteiligung kann daher nicht abgestellt werden.  

 

i) Die Berücksichtigung einer vor bzw. nach dem massgeblichen Stichtag erfolg-

ten Handänderung setzt sodann wie erwähnt voraus, dass sich die wirtschaftliche Lage 

der Gesellschaft in der Zwischenzeit nicht wesentlich verändert hat (vgl. E. 1d).  

 

Im September 2013 erfolgte bei der F GmbH (Schweiz), welche in Ausland 

noch über eine Tochtergesellschaft F GmbH (Ausland) verfügte, eine Umstrukturie-

rung. Dabei wurde die F GmbH (Schweiz) in F Holding GmbH umbenannt. Zugleich 

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wurden zwei Tochtergesellschaften in der Schweiz gegründet (F A GmbH, F B GmbH), 

in die zwei Teilgeschäftsbereiche sukzessive ausgegliedert wurden. Im Weiteren wurde 

in einem anderen ausländischen Staat eine Tochtergesellschaft für den dortigen loka-

len Markt gegründet (F C  S.A.S.). Die Muttergesellschaft F Holding GmbH übte bis 

Ende 2013 eine operative Tätigkeit aus und wurde (erst) ab dem Geschäftsjahr 2014 

als Holdinggesellschaft geführt. Per 1.1.2014 übertrug sie ihre Beteiligung an der F 

GmbH (Ausland) an die F Schweiz GmbH. Zudem wurde ein spezieller Geschäftsbe-

reich, der in der Jahresrechnung 2013 noch bei der Muttergesellschaft, in der Jahres-

rechnung 2014 dann bei der Tochtergesellschaft F Schweiz GmbH ausgewiesen war, 

vor der Unterzeichnung des Unternehmenskaufvertrages an eine Drittgesellschaft (G 

GmbH) übertragen und war infolgedessen nicht mehr Teil des Kaufpreises für die F 

Holding GmbH (Unternehmenskaufvertrag, S. 5)  

 

 Die Entwicklung von wichtigen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zwischen 

Ende 2013 und 2014 lässt sich mit Blick auf die gesamte F Gruppe wie folgt beschrei-

ben (konsolidierte Konzernrechnung): Der Umsatz stieg von 28'422'300.- um 7,13% 

auf 30'448'200.-. Das Betriebsergebnis EBIT erhöhte sich von Fr. 2'639'000.- um 

12,70% auf Fr. 2'974'200.- und der Gewinn kletterte von Fr. 1'994'700 um 6,13% auf 

Fr. 2'117'000.-. Was die Bilanzkennzahlen betrifft, so stieg die Bilanzsumme von 

Fr. 9'102'900.- um 4,38% auf Fr. 9'501'200.- und das Eigenkapital von Fr. 3'076'800.- 

um 4,55% auf Fr. 3'216'700.-. Unter Ausklammerung des speziellen Geschäftsbereichs 

(konsolidierte Konzernrechnung ohne spezieller Geschäftsbereich) stieg der Umsatz 

von 26'322'900.- um 8,82% auf 28'643'300.-. Das Betriebsergebnis EBIT erhöhte sich 

von Fr. 2'514'100.- um 18,33% auf Fr. 2'975'000.- und der Gewinn kletterte von 

Fr. 1'895'100.- um 11,75% auf Fr. 2'117'800.-. Bei den Bilanzkennzahlen stieg die  

Bilanzsumme von Fr. 9'102'900.- um 4,38% auf Fr. 9'501'200.- und das Eigenkapital 

von Fr. 2'977'300.- um 8,04% auf Fr. 3'216'700.-.  

 

 Diese Veränderungen sind zwar deutlich, überschreiten jedoch einzeln  

betrachtet die im Kommentar zur Wegleitung genannten Schwellenwerte (vgl. E. 1d) 

nicht. Ungeachtet der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ist jedoch zu beachten, dass 

sich die wirtschaftliche Lage der F Holding GmbH durch die Neugründung/ 

Übertragung von Tochtergesellschaften und den Wechsel von der Betriebstätigkeit zur 

Holdingtätigkeit sowie der vor Unterzeichnung des Unternehmenskaufvertrages erfolg-

ten Übertragung des speziellen Geschäftsbereichs an eine Drittgesellschaft grundle-

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gend veränderte. Auch aus diesem Grund kann nicht auf den Verkaufspreis der Betei-

ligung gemäss dem Unternehmenskaufvertrag vom März 2015 abgestellt werden.  

 

 j) Würde man entgegen dem vorstehend Ausgeführten den Unternehmens-

kaufvertrag vom März 2015 im Grundsatz als massgeblich erklären, müsste im Weite-

ren noch der exakte Verkaufspreis der Stammanteile untersucht werden. Denn sämtli-

che im Unternehmenskaufvertrag genannten Leistungen der Erwerberin bilden den 

Kaufpreis. Auch ohne Kenntnis des exakten Kaufpreises erscheint dieser als sehr tief 

angesichts der Tatsache, dass ab einem konsolidierten und normalisierten EBIT 2017 

von Fr. 3'300'000.- ein zusätzlicher Kaufpreis von Fr. 1'500'000.- fällig wird  

(Unternehmenskaufvertrag, S. 7). Offenbar hielten die Parteien ein zukünftiges jährli-

ches Betriebsergebnis von ca. Fr. 3'000'000.- nicht für unrealistisch. Ein solches Be-

triebsergebnis würde bei Anwendung eines Kapitalisierungszinssatzes gemäss Ziff. 10 

der Wegleitung einen sehr viel höheren Kaufpreis vermuten lassen.  

 

 

 2. Diese Erwägungen führen zur Abweisung des Rekurses. Ausgangsgemäss 

sind die Verfahrenskosten den Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG).  

 

 

 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen.  

 

[…]