# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3357ede-ee25-585d-9bb8-be826e1e8619
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-05-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.05.2011 SK.2010.33
**Docket/Reference:** SK.2010.33
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2010-33_2011-05-05

## Full Text

Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-5 und Ziff. 2 lit. b und c BetmG).;;Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-5 und Ziff. 2 lit. b und c BetmG).;;Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-5 und Ziff. 2 lit. b und c BetmG).;;Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-5 und Ziff. 2 lit. b und c BetmG).

Urteil vom 5. Mai 2011 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Walter Wüthrich, Vorsitz,  
Giuseppe Muschietti  und  Nathalie Zufferey, 
Gerichtsschreiber Hanspeter Lukács  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, Zweigstelle Zürich,  
vertreten durch Lucienne Fauquex, Staatsanwältin 
des Bundes, 
 

 gegen 

 
 A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Viktor Kletz-

händler, 
 

Gegenstand 
 

Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SK.2010.33 
 

 

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Anträge der Bundesanwaltschaft: 

1. A. sei schuldig zu sprechen der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 1, Abs. 2, Abs. 3, Abs. 4, Abs. 5 i.V.m. Art. 19 Ziff. 2 lit. b und c BetmG. 

2. A. sei zu bestrafen mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, unter Anrechnung der erstande-
nen Haft von 15 Tagen. 

3. A. sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren, unter Ansetzung einer Probezeit von 
3 Jahren. 

4. Es sei zu Lasten von A. eine Ersatzforderung des Staates im Betrag von mindes-
tens Fr. 51'540.– festzusetzen. 

5. Das bei A. sichergestellte und beschlagnahmte Cannabis (0,5 Gramm) sei einzuzie-
hen und der Vernichtung zuzuführen. 

6. Die beschlagnahmten Fr. 39'975.05 sowie das Motorrad Harley-Davidson FLSTF 
Fat Boy, VIN-Nr. 2, bzw. der aus der Verwertung des Motorrads erzielte Erlös seien 
zur Deckung der Ersatzforderung heranzuziehen. 

7. Ein allenfalls verbleibender Betrag aus der Verwertung des Motorrads sei zur De-
ckung der Verfahrenskosten heranzuziehen. 

8. A. seien die gesamten Verfahrenskosten aufzuerlegen, zuzüglich der Gerichtskos-
ten und der noch festzulegenden Kosten der amtlichen Verteidigung. 

Anträge der Verteidigung: 

1. A. sei freizusprechen. 

2. Eventualiter sei A. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 
BetmG schuldig zu sprechen und mit einer bedingten Geldstrafe von höchstens 
90 Tagessätzen zu bestrafen. 

3. Subeventualiter sei A. der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 sowie Ziff. 2 
BetmG schuldig zu sprechen und mit einer bedingten Geldstrafe von höchstens 
180 Tagessätzen zu bestrafen.  

4. Das am 18. Juni 2004 beschlagnahmte Motorrad Harley-Davidson FLSTF Fat Boy, 
VIN-Nr. 2, sei A. herauszugeben; sofern A. Verfahrenskosten auferlegt werden, sei 
das genannte Motorrad zum Zeitwert am 18. Juni 2004 veranschlagt soweit erfor-
derlich zur Deckung dieser Kosten zu verwenden; ein allfälliger Überschuss sei A. 
herauszugeben. 

5. Das am 18. Juni 2004 beschlagnahmte Bargeld von Fr. 39'975.05 sei angemessen 
verzinst A. herauszugeben; sofern ungedeckte Verfahrenskosten verbleiben, die A. 
auferlegt worden sind, sei der verzinste Barbetrag soweit erforderlich zur Deckung 
dieser Kosten zu verwenden; ein allfälliger Überschuss sei an A. herauszugeben. 

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Sachverhalt: 

A. Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 29. Januar 2003 ein gerichtspolizeiliches 
Ermittlungsverfahren gegen diverse Mitglieder der Hells Angels, darunter A., we-
gen Beteiligung an bzw. Unterstützung einer kriminellen Organisation gemäss 
Art. 260ter StGB (cl. 78 pag. 28 f.). In der Folge dehnte sie das Verfahren auf wei-
tere Personen und hinsichtlich weiterer Tatbestände aus. Mit Verfügung vom 
28. April 2004 dehnte sie es gegen A. auf den Vorwurf der versuchten Entführung, 
evtl. der versuchten Freiheitsberaubung, aus (cl. 78 pag. 40 ff.). 

B. Im Rahmen dieser Ermittlungen überwachten die Strafverfolgungsorgane ab dem 
4. Februar 2003 Telefone und Mailverkehr (cl. 87 pag. 2233 ff., 2248). Ab dem 
21. März 2003 wurde die Überwachung mit richterlicher Genehmigung auf den Te-
lefonanschluss 1 des Beschuldigten A. ausgedehnt (cl. 90 pag. 3435 ff., 3445). 
Als Begründung wurde zusammengefasst angeführt, dass „...die illegalen Tätig-
keiten der hier interessierenden Gruppierung ganz offensichtlich einer hierarchi-
schen Ordnung unterliegen, wobei ... dem Vize-Präsidenten A. eigentliche 
Schlüsselfunktionen zukommen“ (cl. 90 pag. 3442). Im Antrag an die Bundesan-
waltschaft vom 27. Mai 2003 auf Weiterführung der Überwachungsmassnahmen 
führte die Bundeskriminalpolizei (nachfolgend: BKP) hinsichtlich aller damals Be-
schuldigten „illegale Machenschaften wie .... Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz usw.“ an (cl. 90 pag. 3458). In der Folge genehmigte der Präsi-
dent der Anklagekammer des Bundesgerichts mit Verfügung vom 12. Juni bzw. 
5. September 2003 die Gesuche der Bundesanwaltschaft um Verlängerung der 
Überwachung (cl. 90 pag. 3462, 3478). Die Überwachung des vorgenannten An-
schlusses wurde per 15. Oktober 2003 aufgehoben (cl. 90 pag. 3483; vgl. Mittei-
lungsverfügung an den Verteidiger vom 2. September 2008 [cl. 29 
pag. 9.2.390 ff.]). Aus Telefongesprächen von A. vom 6. und 15. August 2003 er-
gaben sich erstmals konkrete Anzeichen, dass dieser an einer grösseren Canna-
bis-Produktionsstätte beteiligt sein könnte (cl. 90 pag. 3472). 

Die Bundesanwaltschaft ordnete ab 15. August 2003 – u.a. wegen des Verdachts 
auf Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (cl. 93 pag. 4497) – in 
Anwendung von Art. 66 Abs. 2 BStP i.V.m. Art. 7 Abs. 5 BÜPF mit richterlicher 
Genehmigung eine Video-/Audioüberwachung der „Kommandozentrale“ der Hells 
Angels in U. an (cl. 93 pag. 4527 f., 4534). In den Verlängerungsanträgen an die 
Bundesanwaltschaft vom 10. September und 27. Oktober 2003 bezog sich die 
BKP konkret auf eine Indoor-Hanfplantage von A. und dessen Bruder B. in V. 
(cl. 93 pag. 4544, 4571); die späteren Anträge sind hier nicht von Belang. Per 
28. April 2004 wurde diese Überwachung aufgehoben (cl. 93 pag. 4691 f.). Der 
Präsident der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts stimmte mit Ent-
scheid vom 23. März 2009 der Verwendung von Zufallsfunden aus dieser Über-

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wachung gegen den Beschuldigten im Sinne von Art. 9 Abs. 2 BÜPF zu (cl. 29 
pag. 9.2.442 ff.), was dessen Verteidiger am 16. April 2009 mitgeteilt wurde (cl. 29 
pag. 9.2.451 ff.).  

C. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen stellte am 29. August 2003 beim Präsidenten 
der Anklagekammer St. Gallen wegen Verdachts gegen unbekannte Täterschaft 
auf qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz Antrag auf 
Bewilligung einer technischen Überwachung von Lagerräumen in V. (Video-
Überwachung ohne Ton von Zugang und Vorplatz). Zur Begründung wurde aus-
geführt, es bestehe aufgrund einer anonymen Information der Verdacht, dass in 
der dortigen Lagerhalle im 1. Stock in einer Indoor-Anlage Cannabis produziert 
werde. Der Hinweis auf die Hells Angels erscheine plausibel, weil diese im Ne-
bengebäude eine Disco betreiben und sich daher im Areal auskennen würden und 
auch Kontakte zu den übrigen Grundeigentümern hätten; zudem seien einzelne 
Hells Angels-Mitglieder wegen Haschischhandel vorbestraft (cl. 103 pag. 7994 f.; 
vgl. auch Amtsberichte der Kantonspolizei St. Gallen vom 30. September 2003 
[cl. 103 pag. 7762 und 7763]). Der Antrag wurde mit Entscheid vom 1. September 
2003 genehmigt (cl. 103 pag. 7991).  

D. Am 7. Mai 2004 ersuchte die Staatsanwaltschaft St. Gallen um Vereinigung ihres 
gegen B. und Mitbeschuldigte geführten Verfahrens wegen qualifizierter Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz mit dem bei der Bundesanwaltschaft 
geführten Verfahren (cl. 103 pag. 7757 = cl. 78 pag. 58). Mit Verfügung vom 
24. Mai 2004 vereinigte die Bundesanwaltschaft gestützt auf Art. 18 Abs. 2 BStP 
das kantonale Verfahren mit dem gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren ge-
gen diverse Mitglieder der Hells Angels, darunter A., wegen Verdachts der Beteili-
gung an bzw. Unterstützung einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB) und 
weiterer Delikte in der Hand der Bundesbehörden (cl. 78 pag. 59). 

E. A. befand sich vom 28. April 2004 bis zum 12. Mai 2004, mithin 15 Tage, in Unter-
suchungshaft (cl. 80 pag. 313 f., 316, 349 ff., 354, 357). 

F. Das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt eröffnete am 18. April 2005 eine 
Voruntersuchung gegen diverse Mitglieder der Hells Angels, darunter A., und zwar 
gegen diesen „wegen Beteiligung an bzw. Unterstützung einer kriminellen Organi-
sation und Freiheitsberaubung (strafbare Vorbereitungshandlungen)“ (cl. 1 
pag. 1.0.20-23). Mit Verfügung vom 15. September 2008 dehnte es die Vorunter-
suchung gegen A. auf den Verdacht der qualifizierten Widerhandlungen gegen 
das Betäubungsmittelgesetz aus (cl. 27 pag. 1.0.663 f.). 

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G. Das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt schloss die Voruntersuchung mit 
Verfügung vom 6. Mai 2010 (cl. 38 pag. 24.0.1 ff.) und erstattete seinen Schluss-
bericht vom 7. Mai 2010 an die Bundesanwaltschaft (cl. 38 pag. 24.0.5 ff.).  

H. Mit Verfügung vom 29. Dezember 2010 stellte die Bundesanwaltschaft das Ver-
fahren gegen A. bezüglich der Vorwürfe der Beteiligung an bzw. Unterstützung ei-
ner kriminellen Organisation und der versuchten Freiheitsberaubung, evtl. der 
strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Freiheitsberaubung, ein (cl. 133 
pag. 3.3.5.0 ff., 3.3.5.30; cl. 146 pag. 146.140.1 ff.). Die beschlagnahmten Waffen 
einschliesslich Zubehör, Bestandteile und Munition übergab sie dem Statthalte-
ramt des Bezirks U. zur weiteren Entscheidung (cl. 133 pag. 3.3.5.30; cl. 146 
pag. 146.510.8). Die Beschlagnahme über folgende bei A. sichergestellte Ge-
genstände und Vermögenswerte (vgl. cl. 134 pag. 8.3.1) wurde fortgeführt: 
1 Motorrad Harley-Davidson FLSTF Fat Boy, VIN-Nr. 2; Bargeld im Betrag von 
Fr. 39'975.05; 1 Minigrip-Beutel mit Cannabis, Gewicht ca. 0,5 Gramm (cl. 146 
pag. 146.510.7 f.). Die Kosten des eingestellten Verfahrensteils – einschliesslich 
die Entschädigung des amtlichen Verteidigers – wurden von der Bundesanwalt-
schaft mit Verfügungen vom 24. Februar 2011 geregelt (cl. 146 
pag. 146.710.16 ff., 146.721.2 ff.). Diese Verfügungen blieben unangefochten.  

I. Die Bundesanwaltschaft erhob am 24. Dezember 2010 beim Bundesstrafgericht 
Anklage gegen A. wegen mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das Be-
täubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-5 BetmG i.V.m. Art. 19 Ziff. 2 
lit. b und c BetmG (cl. 146 pag 146.100.1 ff.).  

J. In der Anklageschrift wird implizit eine Tatbeteiligung von B. und C. umschrieben. 
B. verstarb nach Abschluss des Vorverfahrens am 20. Juli 2010 (cl. 133 
pag. 3.1.0). Das gegen ihn geführte Verfahren wurde abgetrennt und mittels Ein-
stellungsverfügung erledigt (vgl. cl. 133 pag. 3.1.2). C. wurde vom Kreisgericht 
Werdenberg-Sargans am 28. September 2004 der qualifizierten und privilegierten 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und mit 
einer bedingt vollziehbaren Strafe von 13 Monaten Gefängnis bestraft (cl. 44 
pag. 5 ff.  = cl. 104 pag. 8532 ff.). 

K. Die Hauptverhandlung fand am 4. und 5. Mai 2011 in Anwesenheit der Parteien 
vor der Strafkammer des Bundesstrafgerichts am Sitz des Gerichts statt (cl. 146 
pag. 146.920.1 ff.). 

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Die Strafkammer erwägt: 

1. Vorfragen 

1.1 Zuständigkeit 

1.1.1 Die sachliche Zuständigkeit richtete sich bis zum 31. Dezember 2010 nach dem 
StGB; seit dem 1. Januar 2011 richtet sie sich nach der eidgenössischen StPO. 
Im Falle von Hängigkeit, aber noch nicht eröffneter Hauptverhandlung hat das 
bisher zuständige Gericht die Anklage gegebenenfalls an das neu zuständige 
Gericht zu überweisen (LIEBER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommen-
tar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 450 
N. 3). Zu prüfen ist also primär die sachliche Zuständigkeit nach neuem Recht. 

1.1.2 Das Bundesstrafgericht ist insbesondere sachlich zuständig, Straftaten nach 
Art. 260ter StGB zu beurteilen, welche von einer kriminellen Organisation im Sin-
ne von Art. 260ter StGB ausgehen, sofern die Handlungen zu einem wesentlichen 
Teil im Ausland oder kantonsübergreifend im Inland, und zwar ohne eindeutigen 
Schwerpunkt in einem Kanton, verübt werden (Art. 24 Abs. 1 StPO). Hat die 
Bundesanwaltschaft in einer Strafsache, in der sowohl Bundesgerichtsbarkeit als 
auch kantonale Gerichtsbarkeit gegeben ist, die Vereinigung der Verfahren in der 
Hand der Bundesbehörden angeordnet, bleibt die Bundeszuständigkeit beste-
hen, auch wenn der die Zuständigkeit begründende Teil des Verfahrens einge-
stellt wird (Art. 26 Abs. 1 und 2 StPO). 

1.1.3 Vorliegend hat die Bundesanwaltschaft, wie erwähnt (Sachverhalt lit. A), das Ver-
fahren wegen Verdachts der Beteiligung an bzw. Unterstützung einer kriminel-
len Organisation gemäss Art. 260ter StGB eröffnet. Danach hat sie bzw. das 
Eidgenössische Untersuchungsrichteramt durch die Ausdehnungen auf weitere 
Straftatbestände, welche kantonaler Gerichtsbarkeit unterliegen, eine Vereini-
gung in der Hand der Bundesbehörden angeordnet. Demnach ist das Bundes-
strafgericht für die Beurteilung der vorliegenden Anklage zuständig, auch wenn 
das Verfahren mit Bezug auf den die Bundeszuständigkeit begründenden Tatbe-
stand des Art. 260ter StGB eingestellt wurde. Nicht zu hinterfragen ist im heuti-
gen Zeitpunkt, ob das Erfordernis „ohne eindeutigen Schwerpunkt in einem Kan-
ton“, das auch nach Art. 337 aStGB (in der bis zum 31. Dezember 2010 gelten-
den Fassung) bestand, erfüllt war. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 
zum alten Recht darf die Strafkammer des Bundesstrafgerichts die Bundesstraf-
gerichtsbarkeit nach Anklageerhebung nur noch aus besonders triftigen Gründen 
verneinen (BGE 133 IV 235 E. 7.1). Von dieser Rechtsprechung ist auch unter 
neuem Recht auszugehen. Besonders triftige Gründe, die gegen die Bundes-
strafgerichtsbarkeit sprechen würden, sind in casu nicht ersichtlich. 

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1.2 Anwendbares Prozessrecht 

1.2.1 Das Vorverfahren bis zur Anklageerhebung wurde unter altem Prozessrecht 
(BStP) durchgeführt. Die entsprechenden Verfahrenshandlungen behalten ge-
mäss Art. 448 Abs. 2 der seit 1. Januar 2011 in Kraft stehenden Schweizerischen 
Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO; SR 312.0) ihre Gültigkeit. 

1.2.2 Die Hauptverhandlung untersteht neuem Verfahrensrecht (Art. 450 StPO). Ent-
sprechend dem Grundsatz der sofortigen Anwendbarkeit neuen Rechts (FIN-
GERHUTH, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 448 N. 2) und um den 
logischen Aufbau der Hauptverhandlung zu gewährleisten, wurde diese in Anleh-
nung an das neue Recht vorbereitet. 

1.3 Anwendbares materielles Recht 

1.3.1 Die dem Beschuldigten vorgeworfenen strafbaren Handlungen wurden vor dem 
1. Januar 2007, mithin vor Inkrafttreten des revidierten Allgemeinen Teils des 
Strafgesetzbuches, begangen. Somit würde unter Berücksichtigung des straf-
rechtlichen Rückwirkungsverbots grundsätzlich das alte Recht gelten. Art. 2 
Abs. 2 StGB sieht jedoch vor, dass das neue Recht anwendbar ist, wenn es für 
den Täter das mildere ist als das zum Zeitpunkt der Tat geltende (sog. lex mitior). 
Welches Recht das mildere ist, ergibt sich aus dem Zusammenspiel der ver-
schiedenen Vorschriften des Besonderen Teils (beziehungsweise des Neben-
strafrechts) und des Allgemeinen Teils des Strafbesetzbuches. 

1.3.2 Der zur Zeit der vorgeworfenen strafbaren Handlungen massgebliche Art. 19 
aBetmG stellte dieselben Handlungen unter Strafe wie der am 1. Januar 2007 in 
Kraft getretene neue Art. 19 BetmG (vgl. AS 2006 3537). Bei der Revision des 
Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches wurden lediglich die Strafandrohungen 
dieser Norm an das neue Sanktionensystem angepasst; die Tatbestandsmerk-
male blieben demgegenüber unverändert. Die Frage des anwendbaren Rechts 
stellt sich daher erst im Rahmen der Strafzumessung (hinten E. 4). 

1.4 Anklagegrundsatz 

1.4.1 Gemäss Art. 126 Abs. 1 Ziff. 2 BStP bezeichnet die Anklageschrift das strafbare 
Verhalten, dessen der Angeklagte beschuldigt wird, nach seinen tatsächlichen 
und gesetzlichen Merkmalen. Das Gericht hat nur die Tat zu beurteilen, auf die 
sich die Anklage bezieht (Art. 169 Abs. 1 BStP). Der Anklagegrundsatz bestimmt, 
dass die Anklageschrift die dem Angeklagten zur Last gelegten strafbaren Hand-
lungen in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben hat, dass die Vorwürfe 

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im objektiven und subjektiven Bereich genügend konkretisiert sind (BGE 126 I 19 
E. 2a; 120 IV 348 E. 2b); aus ihr muss sich erhellen, welcher Lebensvorgang 
Gegenstand der Beurteilung bilden soll und welcher strafrechtliche Tatbestand 
darin zu finden ist (BGE 120 IV 348 E. 3c). Konkretisiert wird der Anklagegrund-
satz im Wesentlichen durch die formellen Anforderungen, welche das anwendba-
re Verfahrensrecht an die Anklageschrift stellt (Urteil des Bundesgerichts 
6B_8/2008 vom 28. August 2008, E. 3.1). Diese dient demnach einerseits der 
Bestimmung des Prozessgegenstandes (Umgrenzungsfunktion) und vermittelt 
andererseits dem Angeklagten die für die Durchführung des Verfahrens und die 
Verteidigung notwendigen Informationen (Informationsfunktion) und fixiert somit 
das Verfahrens- und Urteilsthema (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizeri-
sches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel/Genf/München 2005, § 50 N. 6, 8). Ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Strafkammer des Bundes-
strafgerichts im Falle einer mangelhaften Anklageschrift diese zur Verbesserung 
zurückzuweisen oder den Angeklagten freizusprechen (BGE 133 IV 93 E. 2.2.2).  
 
Nach neuem Prozessrecht (E. 1.2.2) kann eine Straftat nur gerichtlich beurteilt 
werden, wenn die Staatsanwaltschaft gegen eine bestimmte Person wegen eines 
genau umschriebenen Sachverhalts beim zuständigen Gericht Anklage erhoben 
hat (Art. 9 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 325 Abs. 1 StPO sind in der Anklageschrift 
die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, 
Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung möglichst kurz, aber genau zu 
bezeichnen (lit f.) und die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft erfüllten Straf-
tatbestände unter Angabe der anwendbaren Bestimmungen anzuführen (lit. g).  

1.4.2 Mit Beschluss vom 12. Januar 2011 wurde die Anklageschrift vom 24. Dezember 
2010 zur allfälligen Ergänzung hinsichtlich des Vorwurfs der Gewerbsmässigkeit 
im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG zurückgewiesen (cl. 146 pag. 146.110.1). 
Die Bundesanwaltschaft präzisierte mit Eingabe vom 14. Januar 2011 die Ankla-
ge dahingehend, dass sich die Gewerbsmässigkeit nur auf einen grossen Um-
satz und nicht auf einen erheblichen Gewinn bezieht (cl. 146 pag. 146.110.2). 

1.4.3 In der Hauptverhandlung reichte die Bundesanwaltschaft ein als „Änderung / Er-
gänzung der Anklageschrift“ bezeichnetes Dokument ein (cl. 146 
pag. 146.920.9 ff.). Sie erklärte, die Anklageschrift sei darin namentlich bezüglich 
der Daten und Mengen präzisiert worden, was farblich sichtbar gemacht worden 
sei (cl. 146 pag. 146.920.3). Der Verteidiger opponierte diesem Vorgehen mit der 
Begründung, es handle sich um wesentliche Änderungen der Anklage; die Vor-
würfe seien im Sachverhalt geändert worden (cl. 146 pag. 146.920.3).   
 
Nach Rechtshängigkeit des Verfahrens beim Gericht bestimmt sich das Schicksal 
der Anklageschrift nach Art. 328 ff. StPO. Gemäss Art. 329 Abs. 1 StPO prüft zu-

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nächst die Verfahrensleitung die Anklage hinsichtlich formeller Gesichtspunkte; 
nach Abs. 2 dieser Bestimmung kann das Gericht u.a. die Anklage, falls erforder-
lich, zur Ergänzung oder Berichtigung an die Staatsanwaltschaft zurückweisen. 
Eine Änderung der Anklage ist gemäss Art. 333 StPO möglich, wenn nach Auf-
fassung des Gericht der in der Anklageschrift umschriebene Sachverhalt einen 
anderen Straftatbestand erfüllen könnte, die Anklageschrift aber den gesetzlichen 
Anforderungen nicht entspricht (Abs. 1), während eine Erweiterung der Anklage 
grundsätzlich gestattet werden kann, wenn während des Hauptverfahrens neue 
Straftaten der beschuldigten Person bekannt werden (Abs. 2). Gemäss Art. 340 
Abs. 1 lit. b StPO kann die Anklage nach Behandlung der Vorfragen nicht mehr 
zurückgezogen und – unter Vorbehalt von Art. 333 StPO – geändert werden.  
 
Der Bundesanwaltschaft wurde vor der Hauptverhandlung Gelegenheit zur Präzi-
sierung der Anklageschrift gegeben, wovon Gebrauch gemacht wurde (E. 1.4.2). 
Die neuen Präzisierungen betreffen den Anklagesachverhalt in zeitlicher und 
mengenmässiger Hinsicht; es wird nicht geltend gemacht, dass neue Tatsachen 
oder Straftaten bekannt geworden seien. Ein Anwendungsfall von Art. 333 StPO 
liegt nicht vor. Dem Urteil ist somit die bisherige Anklageschrift vom 24. Dezem-
ber 2010 zusammen mit der bereits erwähnten Präzisierung zu Grunde zu legen.  

1.5 Die Parteien erhoben in der Hauptverhandlung keine weiteren Vorfragen oder 
Einwendungen (Art. 339 StPO). 

2. Beweislage und -würdigung 

2.1 Die Bundesanwaltschaft geht bei dem zur Anklage gebrachten Sachverhalt (zu-
sammengefasst) davon aus, dass sich der Beschuldigte im Verlaufe des Jahres 
2003 (Frühjahr bis 29. September) mit seinem inzwischen verstorbenen Bruder 
B. und dem vom Kreisgericht Werdenberg-Sargans am 28. September 2004 
deswegen und für weitere Handlungen der qualifizierten und privilegierten Wider-
handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochenen C. (cl. 44 
pag. 5 ff.) zusammenfand, um in gemeinsamer Entschliessung, Planung und 
Ausführung arbeitsteilig und erfolgswirksam in grossem Stil in V. – in einer eigens 
für diesen Zweck gemieteten und eingerichteten Lagerhalle – Hanfpflanzen an-
zupflanzen, aufzuziehen, zu ernten, daraus Betäubungsmittel herzustellen und 
diese zu verkaufen. 

2.2 Der Beschuldigte bestritt im Vorverfahren vorerst längere Zeit, mit der Indoor-
Anlage in V. und mit Hanfsachen allgemein etwas zu tun zu haben. C. kenne er 
seit seiner Kindheit. Zu Fragen, ob er (der Beschuldigte) mit C. im Zusammen-
hang mit der Indoor-Anlage etwas zu tun habe, wie auch zu weiteren Fragen be-

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züglich Hanf verweigerte der Beschuldigte – auch unter Vorhalt von Erkenntnis-
sen aus den Überwachungsmassnahmen – weitgehend die Aussage (cl. 97 
pag. 5993 f.; cl. 12 pag. 13.2.7, 13.2.13 ff., 13.2.57 f.). Auf konkrete Vorhalte von 
Telefon- und Raumüberwachungsprotokollen durch das Eidgenössische Unter-
suchungsrichteramt räumte er am 26. November 2008 ein, von der Halle in V. 
Kenntnis gehabt und sich zwei- bis dreimal dort aufgehalten zu haben. Er habe 
die Halle aber weder gemietet noch darin Geld investiert. Die Halle habe zu 
100% seinem Bruder B. gehört. Er habe einmal in dessen Auftrag jemandem 
Geld übergeben, jedoch ohne zu wissen wofür. Mit der Hanfplantage habe er ab-
solut nichts zu tun gehabt. Soviel er wisse, sei C. der Gärtner gewesen. Mit dem 
Auffliegen der Anlage habe er keine finanziellen Verluste erlitten (cl. 31 
pag. 13.2.83 ff.).   
 
In der Hauptverhandlung bestätigte der Beschuldigte, dass er Kenntnis davon 
hatte, dass sein Bruder in V. eine Indoor-Hanfanlage betrieb. B. sei der „Chef“ 
der Anlage gewesen: er habe alles geplant und aufgebaut, sich darum geküm-
mert, mit C. Kontakt aufgenommen, diesen nach dem Bau der Anlage als Gärtner 
eingestellt und die Direktiven gegeben. Andere Personen seien darin nicht invol-
viert gewesen (cl. 146 pag. 146.930.7). Nach Hinweis auf abgehörte Telefonge-
spräche zwischen ihm und C. vom 26. Juni, 17. Juli, 18. Juli und 6. August 2003 
(cl. 60 pag. 9.2.176, 9.2.177, 9.2.179, 9.2.181 ff.; vgl. hinten E. 2.5.1, 2.5.2, 2.5.5) 
bestätigte der Beschuldigte, dass er sich „aus Distanz“ um operative Belange, 
nämlich um das Wässern der Hanfpflanzen sowie das Funktionieren und den 
richtigen Einsatz der technischen Einrichtungen der Indoor-Anlage gekümmert 
hatte bzw. von C. deswegen um Rat gefragt worden war (cl. 146 
pag. 146.930.4 f., 146.930.9 f.). Des weitern anerkannte er, dass er sich gemäss 
polizeilicher Beobachtung (cl. 17 pag. 14.3.6.11) am 2. September 2003 in die 
Anlage begeben, sich dort mehr als zwei Stunden aufgehalten und die Halle mit 
C. verlassen hatte und danach mit diesem zusammen weggefahren war (cl. 146 
pag. 146.930.4 f.). Auf Vorhalt abgehörter Äusserungen von B. vom 3. und 
15. Oktober 2003 (vgl. hinten E. 2.7.6 und 2.7.14) bestätigte er, dass er einmal in 
V., als er sich wegen einer Party dorthin begeben hatte, im Auftrag von B. 
Fr. 6'000.– für den Zins der Hanfanlage an ein Mitglied der Hells Angels Riversi-
de übergeben hatte. Dieses Geld hatte ihm sein Bruder mitgegeben (cl. 146 
pag. 146.930.6). Auf Vorhalt abgehörter Gespräche zwischen B. und D. vom 
14. und 15. Oktober 2003 (vgl. hinten E. 2.7.13 und 2.7.14), wonach B. „100 Mille 
dort oben investiert“ hatte und das Bedürfnis hatte, Schulden von „50“ an A. zu-
rückzuzahlen, erklärte der Beschuldigte, dass er seinem Bruder einmal 
Fr. 40'000.– gegeben hatte. Sein Bruder habe damals wohl befürchtet, dass er 
ihm (dem Beschuldigten) diesen Betrag nicht mehr zurückgeben könne und dass 
ihm dieses Geld nun fehlen würde; weshalb sein Bruder von „50“ spreche, könne 
er sich nicht erklären (cl. 146. pag. 146.930.6). Der Beschuldigte erklärte, dass er 

- 11 - 

keinerlei Kenntnis über Verkäufe von Hanf aus der Produktion in der Anlage in V. 
gehabt hatte (cl. 146 pag. 146.930.7 f.). 

2.3 Am 29. September 2003 wurden B., C. und drei weitere Personen im Zusam-
menhang mit einer Indoor-Hanfanlage in. V. festgenommen (cl. 44 pag. 137 ff.). 
Bei einer anschliessenden Hausdurchsuchung in der Wohnung von B. in U. 
konnten 1'865 Gramm Haschisch, 20 Gramm Marihuana, 3 Papiertragtaschen, 
enthaltend 944 abgepackte Joints, sowie Verpackungsmaterial für Joints sicher-
gestellt werden (cl. 103 pag. 7945). In der durch E. von der Firma F. AG ab 
1. Mai 2003 für eine unbefristete Dauer gemieteten Halle von 585 m2 Bruttoflä-
che, welche sich im ersten Obergeschoss in V. befindet (vgl. Mietvertrag: cl. 103 
pag. 8045 f.; Fotodokumentation: cl. 103 pag. 7773 ff.), stellte die Polizei am 
29. September 2003 (und nicht am 14. Oktober 2003, wie aus cl. 103 
pag. 7957 ff. irrtümlich abgeleitet werden könnte) insgesamt 3'260 Stück geernte-
te und 6'360 Stück sich in Aufzucht befindende Hanfpflanzen sowie unter ande-
rem Petrolöfen, Dünger, eine Schlagbohrmaschine und verschiedene Ventilato-
ren sicher (cl. 103 pag. 7927 ff.). Laut Mietvertrag vom 8./17. April 2003 betrug 
der monatliche Nettomietzins Fr. 3'500.–, die Kaution Fr. 3’500.–; separate Kos-
ten waren für Strom, Heizung und Wasser zu bezahlen. Als vertraglicher Ver-
wendungszweck wurden „Lagerraum“ und „Betrieb von zwei Induktionsöfen für 
Keramikversuche“ genannt (cl. 103 pag. 8045 f.). 

2.4 Von den in V. sichergestellten Hanfstauden wurden ca. 56 Stück durch den Kri-
minaltechnischen Dienst der Kantonspolizei St. Gallen analysiert. Dabei ergab 
sich, dass 12 Hanfstauden einen THC-Gehalt von 5%, 14 Hanfstauden einen 
THC-Gehalt von 3% und ca. 30 Hanfstauden einen THC-Gehalt von 9% aufwie-
sen (Bericht des Kriminaltechnischen Dienstes vom 10. Oktober 2003; cl. 103 
pag. 7794 f.). In der Richtlinie „Probenahme und -aufarbeitung von Hanfpflanzen, 
Marihuana und Haschisch" der Gruppe forensische Chemie der SGRM vom 
27. Februar 2001 wird Marihuana mit einem THC-Gehalt von über 3% als sol-
ches von hohem Wirkstoffgehalt bezeichnet (cl. 103 pag. 7795). Ob es sich bei 
den analysierten Asservaten um solche ab Outdoor- oder Indoorpflanzen handel-
te, kann den Akten nicht entnommen werden, ist aber vorliegend nicht relevant 
(vgl. E. 2.9). Allgemein bekannt ist, dass Indoor-Hanf den höheren THC-Wert hat 
(vgl. http://www.suchtmittel.de/info/cannabis/000339.php [Kapitel „THC-Gehalte 
in gängigen Schwarzmarktprodukten“]). Gemäss Auskunft des Instituts für 
Rechtsmedizin Bern vom 12. März 2010 beträgt das Gewicht einer Hanfstaude 
bei Indoor-Pflanzen ca. 100 Gramm (getrocknete Hanfstaude); davon sind ca. 
50% zum Rauchen brauchbar (cl. 31 pag. 14.3.5.1). 

2.5 Die im Sachverhalt (vorne lit. B, erster Absatz) erwähnte Telefonüberwachung 
ergibt in Bezug auf den Beschuldigten A. im Wesentlichen folgendes: 

http://www.suchtmittel.de/info/cannabis/000339.php

- 12 - 

2.5.1 Am 26. Juni 2003, 17:34 Uhr, ruft A. C. an und fragt ihn, ob jemand bei ihm sei, 
was dieser bejaht. C. ist etwas am Montieren. Er sagt auch, dass ein Timer Prob-
leme mache. [...] Der Timer habe auch gestern nicht angesprochen (cl. 60 
pag. 9.2.0176). 

2.5.2 Am 17. Juli 2003, 17:08 Uhr, ruft C. A. an: „[...] ich habe eine Gewissensfrage [...] 
Wie soll ich wohl... äh... dahinten den Kühen nur noch über die Teller geben, weil 
sie ja am Sonntag dann sowieso auf die Alp gehen? [...] Meinst du, das wäre gut 
so?“ A.: „Ich glaube es schon, ja. [...] Ziemlich füllen den Teller.“ C.: „Ja, ich war 
etwas im Clinch, dann muss ich halt manchmal etwas fragen am Schluss [...]“ 
(cl. 60 pag. 9.2.0177). 

2.5.3 Am 18. Juli 2003, 11:24 Uhr, ruft A. B. an: „[...] Du, siehst du den T. heute noch?“ 
B. bejaht. A.: „Sagst du ihm, er solle für das Konzert die Scheinwerfer nicht mehr 
ganz hoch tun.“ B.: „Was [...] wer soll [...] ja, alles klar. [...] Ja ja“ (cl. 60 
pag. 9.2.0179).  

2.5.4 Gleichentags um 11:41 Uhr ruft B. A. an: „Ja, er hat sie schon gestern raufge-
bracht. [...] Er hat gesagt, feinausrichten müsste man sie dann am Sonntag. [...] 
Er hat sie schon gestern rauf getan [...]“. A. antwortete zwischendurch und am 
Ende mit „alles klar“ (cl. 60 pag. 9.2.0180). 

2.5.5 Anruf vom 6. August 2003, 17:10 Uhr, von A. an C.: [...] C.: „Hör mal … der Tag 
von Dominik ... wird da am Morgen gearbeitet?“ A.: „Ja, ich bin einfach am ... ich 
fahre ca. um halb neun ab.“ C.: „Weil äh ... zwischen elf und zwölf kommt etwas 
...“ A.: „Ja ja, das ist gut.“ C.: „... und eh ... ich mache jetzt eigentlich nichts mehr, 
ausser ein bisschen Netzli schauen…“. A.: „Ja…“. [...] C.: „... und eh ... sonst eh 
... gestern noch den Tank gefüllt und sonst heute ist jetzt einfach nichts. Ich bin 
jetzt einfach da in einer Stunde, oder...“. A.: „Alles klar…“. C.: „Hinten ist gut, hin-
ten ist alles fertig.“ A.: „Alles klar, ich bin von zehn Uhr an dort“. [...] C.: „Gell … 
sieht eigentlich gut aus.“ A.: „Doch ist gut. Äh … meinst du noch ein bisschen 
Wasser geben heute ... ein bisschen Baden unten ...“. C.: „Ja, ich habe ja ges-
tern“. A.: „Hast du reichlich gegeben?“ C.: „Ich kann morgen die Wanne noch mal 
machen, damit sie in der Nacht noch etwas haben ...“. A.: „Ja ja ... weil es ist 
doch happig jetzt...“. C.: „Ja, es geht hier drin [...] “ [Anmerkung der Bundesan-
waltschaft bzw. Ausführungen im Plädoyer: Im Sommer 2003 herrschten in der 
Schweiz während Tagen Rekordtemperaturen]. A.: „Ja gut ... dann sehen wir uns 
am Montag wieder“ (cl. 60 pag. 9.2.0181 f. = cl. 89 pag. 3346 f.). 

2.6 Am 2. September 2003 wurde die Liegenschaft in V. und deren unmittelbare Um-
gebung polizeilich observiert. Dabei stellte die Polizei fest, dass der Beschuldigte 
die Indoor-Anlage um 17:17 Uhr allein betrat und sie um 19:31 Uhr zusammen 

- 13 - 

mit C. verliess. Die beiden fuhren zusammen im Personenwagen des Beschul-
digten weg (cl. 17 pag. 14.3.6.010 f.). 

2.7 Die Aufnahmen der Raumüberwachung im Büro der Hells Angels (Sachverhalt 
lit. B, zweiter Absatz) erbrachten – soweit hier von Belang – folgende Ergebnisse: 

2.7.1 Am 15. August 2003 ab 15:55 Uhr – im Anschluss an zwei Telefongespräche mit 
einem unbekannten „LL.“ – unterhält sich B. mit D. über technische Einzelheiten 
und finanzielle Belange der Indoor-Anlage: Die Anlage sei im zweiten Stock unter 
dem Dach und nicht ebenerdig. Sie hätten Ausgaben von 100'000 gehabt, alles 
isolieren und abdecken müssen, Lüftung machen lassen usw. Jeden zweiten 
Monat werfe diese Anlage 160'000 ab. Die Stecklinge kosten Fr. 40'000.–. Äus-
serung von B.: 40-mal 5'000 wären dann 200'000 jeden zweiten Monat. [...] Sie 
bräuchten 15 Kilo um die Miete, den Gärtner und die neuen Stecklinge zu bezah-
len, das gäbe 54'000 an Aufwendungen. B. rechnet nach und korrigiert: Die ers-
ten 9 Kilo hätten sie für 6'000 pro Kilo rausgelassen und 6 Kilo für 5'000 pro Kilo. 
80'000 hätten sie eingenommen. Davon müsse man den Strom, den Gärtner für 
7'500 und für die Miete 6'000 berechnen. Man könne 200'000 brutto in zwei Mo-
naten rechnen. Davon müsse man 50'000 abzählen für Unkosten. Dann würden 
150'000 netto bleiben (cl. 53 pag. 9.19.6).  

2.7.2 Am 30. September 2003 – dem Tag nach der Polizeiaktion in V. – sagt D. um 
01:53 Uhr zu A., dass G. bei der Plantage am Beladen sei. Der Rest werde auf-
geladen. A. vermutet, dass etwas beim „Nachlaufen" passiert sei. A. glaubt, dass 
die Polizei sie aufgespürt hat – er kann sich dies aber nicht erklären, denn man 
war in V. immer sehr vorsichtig. Er meint, dass die Polizei wissen wollte, wo es 
hingebracht wird. Weiter erwähnt er, dass er nie über V. gesprochen habe – er 
kann sich dies nicht erklären. Er meint, „N." habe gemerkt, dass es nicht leicht ist 
– deshalb hat er diese Leute machen lassen. D. äussert sich über die politischen 
Aspekte der Hanfangelegenheit und über ein bereits abgeschlossenes Hanfge-
schäft von B.. Dort ging es um eine Menge von 20 bis 50 Kilogramm. Und auch 
jetzt habe er drei Viertel mit dem Clubbus transportiert. A. zeigt sich erstaunt und 
fragt D., wo denn das Geld von B. sei. D. spricht weiter über die Hanfernte. Sie 
hätten drei bis vier Tonnen geerntet. A. versteht nicht, weshalb die Polizei einge-
fahren ist. Er war auch mit dem Vorgehen von B. nicht einverstanden, die Ware 
im Trocknungsraum bei sich zu trocknen. Es sei einfach nicht gut (cl. 53 
pag. 9.19.166). 

2.7.3 Am 30. September 2003, 20:36 Uhr, klärt D. H. anfänglich über den Vorfall in V. 
(Verhaftung) auf, wobei Letzterer nicht begreifen kann, warum B. bzw. D. den 
Clubbus für den Transport der Hanfpflanzen eingesetzt haben ... dies sei sträflich 
[...]. I. prahlt, dass er zu Hause über 3 kg Haschisch aus Marokko habe, das Bes-

- 14 - 

te vom Besten. Er würde D. das Kilogramm für Fr. 8'000.– verkaufen ... Jener hat 
kein Interesse, aber vielleicht A. oder J.. I. meint darauf, dass er ihnen das Ha-
schisch für Fr. 8'500.– geben würde, dann hätte er Fr. 1'500.– verdient ... (cl. 53 
pag 9.19.170 f.). 

2.7.4 Am 2. Oktober 2003, 23:51 Uhr, dreht sich die Diskussion um die polizeiliche 
Räumung der Plantage in V.. A. verdächtigt den Hauswart. Man ist sich sicher, 
dass dort oben etwas falsch gelaufen sei. D. sagt zu einem unbekannten Hells 
Angels-Mitglied, dass „E." einfach sagen müsse, dass er die Halle für „B." ange-
mietet habe und er, E., habe gedacht, dass B. etwas mit Keramikbrennerei zu tun 
habe. Es wird erwähnt, dass B. alles auf sich nehmen werde. [...] A. befürchtet, 
dass die Polizei von der Mietdauer Rückschlüsse auf die Ernte zuvor ziehen 
könnte. D. sagt, dass B. sagen werde, dass er den Hanf von jemandem zum 
Trocknen erhalten habe. Aber von wem er den Hanf erhalten habe, werde er 
nicht sagen. A. sagt, dass die Einrichtung dort oben gut und teuer gewesen sei. 
Er sucht Erklärungen, wie sich B. diese Anlage habe leisten können. Er habe 
noch Vermögen im Ausland gehabt und erben können (so wolle man dies erklä-
ren). A. meint, dass der „T." (phonetisch) dicht halten würde. Er (T.) sei einer von 
der alten Garde; er werde sagen, dass er (T.) drogengeschädigt sei und nichts 
sagen könne (cl. 53 pag. 9.19.173). 

2.7.5 Am 3. Oktober 2003, 00:41 Uhr, diskutieren D. und K. die Hanfgeschichte. D. 
sagt, dass es noch ein paar hundert Kilo gebe und dies noch in Geld umgemünzt 
werden müsse (cl. 53 pag. 9.19.173). 

2.7.6 Am 3. Oktober 2003, 23:01 Uhr, erzählt B. über seine Verhaftung, so wie er sie 
erlebt hat... [...]. Dann erzählt er, dass die Brüder aus V. die Halle angemietet 
hätten. Der Zweck sei mit einer Keramikbrennerei angegeben worden. „AA." und 
„E." hätten den Mietvertrag unterzeichnet... Der Vertrag habe einen Zins und eine 
Kaution beinhaltet... A. habe den Zins übergeben... B. erklärt D., dass er die gan-
ze Verantwortung auf sich genommen und die anderen entlastet habe. Dem Di-
rektor der F. AG in V. habe man pro Jahr Fr. 10'000.– versprochen, dies per 
Handschlag... D. erklärt den Ablauf der Geschehnisse aus seiner Sicht, diese 
stimmt mit den Vermutungen von B. überein... Beim Gespräch mit dem Direktor 
der F. AG seien er, „AA.", „BB." und B. dabei gewesen... Das Geschäft sei per 
Handschlag erfolgt, der Direktor sei über die wahre Nutzung informiert gewesen, 
habe dafür Fr. 10'000.– pro Jahr kassiert... B. ist sauer auf das Verhalten seiner 
Brüder aus V.. [...]. Er erklärt D., warum er sauer ist auf die von Riverside... (An-
merkung: Riverside ist das Hells Angels Chapter in V. [vgl. cl. 38 pag. 24.0.71]). 
Die Halle kostete nicht Fr. 6'000.–, sondern nur Fr. 4'000.–. Der Zins betrug 
Fr. 3'000.– und die Kaution nochmals Fr. 3'000.–. B. und A. hatten für 6 Monate 
im Voraus den Zins bezahlt, d. h. Fr. 18'000.–. Dem Direktor hätte man per 

- 15 - 

Handschlag pro Jahr weitere Fr. 10'000.– zugesichert. B. vermutet, dass er von 
„BB." und „AA." beschissen worden ist... [...] (cl. 53 pag. 9.19.175 f.). 

2.7.7 Am 4. Oktober 2003 ab 16:53 Uhr unterhalten sich B. und D.. D. erzählt, dass er 
mit „N." Kontakt aufgenommen habe, denn dieser brauche Hilfe bei der Hanfern-
te... B. erkundigt sich bei D., ob denn noch nicht geschnitten und das Material 
noch nicht aufgeladen worden sei... D. bestätigt dies, dass man von 07:00 bis 
08:00 Uhr das Zeug geladen habe und man auch schon gefahren sei... D. meint, 
dass man erst ein Fahrzeug beladen habe... B. will auch mitgehen... und erzählt, 
dass er einen Tipp erhalten habe über die Aktion Pulverfass. Dabei müsse es 
sich um eine interkantonale Polizeiaktion gegen den Drogenhandel handeln. B. 
hat dies heute Morgen erfahren. B. mahnt, dass man jetzt einfach aufpassen 
müsse, dies habe er auch N. gesagt [...].  

(Themenwechsel) B. sagt, dass er die Hälfte von 150 kg an N. geben müsse [...]. 
B. will nur die Königsköpfe nehmen, die wiegen getrocknet über 30 Gramm. Die 
bearbeiteten Blütenköpfe will B. im Bunker lagern... D. will sich nochmals mit G. 
kurz schliessen betreffend die Bearbeitung [...]. B. erklärt D., dass er sofort einen 
Raum mit einer Lüftungsanlage braucht... Für die Bearbeitung muss man unbe-
dingt mit den Leuten von N. zusammenarbeiten [...]. B. sagt, dass „A." (A.) auch 
noch geeignete Räumlichkeiten sucht [...]. Sobald B. sein Telefon wieder hat, 
werde er einem „L.“ anrufen, denn dieser habe solche Räumlichkeiten [...]. Weiter 
meint er, dass der „CC." [...] auch noch einen Raum hat, um das Zeug zu trock-
nen bzw. zu bearbeiten... B. will dies am Montag an die Hand nehmen [...]. Er 
meint weiter, dass er für die Bearbeitung bzw. die Reinigung der Blüten schon 
pro Tag 3 bis 4 kg gemacht habe... normalerweise mache einer nur 2 kg, dann 
benötige dieser aber fast einen Monat... Die Bearbeitung mit der Konusmaschine 
sei zwar schneller, aber wichtige Blütenbestandteile würden dabei verloren ge-
hen [...]. B. sagt, dass in ein bis zwei Wochen das Geld fliessen werde (cl. 53 
pag. 9.19.177 f.; cl. 55 pag. 9.19.705 ff. und 9.19.797 ff.). 

2.7.8 Am 4. Oktober 2003, 17:12 Uhr, reden B. und D. belanglos über Hanf, Geld und 
„N.". B. mahnt D. nochmals, dass man jetzt einfach aufpassen müsse... In die-
sem Zusammenhang erwähnt B., dass der „DD." auch ein guter Mann sei... die-
ser mache auch Import- und Exportgeschäfte [...]. B. sagt, dass sie jetzt Geld 
machen müssten... Er klagt, dass er mit „A." (A.) über Fr. 800'000.– verloren ha-
be wegen den Brüdern von Riverside: Die haben mir den Zins und die Kaution 
von Fr. 18'000.– geklaut... Die müssten nun vorgeladen werden. B. ist der Mei-
nung, dass „AA." für dies verantwortlich sei... A. meint aber, dass es „AA." und 
„EE." gewesen seien, so B.... B. ist da nicht der gleichen Meinung wie A., denn 
für ihn kämen nur „AA." und „BB." in Frage... [...] (cl. 53 pag. 9.19.178 f.; cl. 73 
pag. 14 114). 

- 16 - 

2.7.9 Am 10. Oktober 2003, 22:27 Uhr, sprechen D. und ein unbekanntes Hells An-
gels-Mitglied namens „FF." über den Hanf-Fall in Riverside. D. erwähnt, dass von 
U. „B." (B.) und „A." (A.) dort oben gewesen seien. „FF." sagt, dass diese Planta-
ge ein offenes Geheimnis dort oben gewesen sei. Weiter sagt „FF.", dass von 
den Riversidern der „BB.", der „EE.", der „AA.", der „GG." involviert gewesen sei-
en (cl. 53 pag. 9.19.202). 

2.7.10 Am 11. Oktober 2003, 14:48 Uhr, diskutieren D. und B. über den Fall V.. B. habe 
gestern mit „A." (A.) gesprochen. Dieser sei der Meinung, dass dies nicht gratis 
für die Riversider ausgehen werde. Sie seien benutzt worden. Dies gebe noch 
Probleme. A. habe gesagt, man müsse dort einmal einen richtigen Einlauf ma-
chen – eine Lektion, die sie nie vergessen würden (cl. 53 pag. 9.19.204). 

2.7.11 Am 11. Oktober 2003, 15:16 Uhr, kritisiert D. die Aussagen von B., welche dieser 
in der Einvernahme beim Untersuchungsrichter machte. Es geht unter anderem 
um die Aussage, dass A. einmal das Geld für die Miete nach Riverside gebracht 
habe (cl. 53 pag. 9.19.204). 

2.7.12 Am 14. Oktober 2003, 19:40 Uhr, in Anwesenheit von D., liest A. die Einvernah-
men vom Vorfall V.. Sie sind sich sicher, dass die Polizei schon seit längerem 
gewusst haben muss, dass in V. eine Plantage betrieben wird. D. erklärt, das sei 
ein offenes Geheimnis gewesen. A. und D. diskutieren darüber, wie sie die Ge-
spräche in Riverside abhalten sollen. Man will „AA." auffordern, er soll den Miet-
vertrag vorlegen. Man will die Situation klären. Man sei beschissen worden. Wei-
ter reden sie über Hanfgeschäfte. A. will wissen, wie es mit der anderen Sache 
weiter laufe. D. informiert über das Vorgehen, den Transport vom Mittwoch, das 
Trocknen usw.. D. sagt, dass man am Donnerstag noch einmal holen müsse, ha-
be der „G.“ gesagt. A. meint, dass man von den zwei- oder dreihundert Kilos vor-
läufig nichts raus lasse. D. meint, dass das Zeug noch nicht richtig trocken sei. A. 
sagt, dass er dies „G.“ von Anfang an gesagt habe. Wenn dies eine Scheune sei, 
wo noch Feuchtigkeit rein komme, müsse geheizt werden. D. sagt, es seien zwei- 
oder dreihundert Kilo – die Hälfte sei für „N.". Die Menge sei schwer zu schätzen. 
A. sagt, dies sei schon gut. Das, was sie jetzt bringen würden, sei nicht geputzt. 
D.: Dieses Geld haben wir, wenn wir es erst umgesetzt haben. A.: Das Umset-
zen, wenn es geputzt ist, werden wir den Verkauf schon hinbringen. D.: Man 
muss die einen trocknen und die anderen zuerst putzen [...]. Das ist dies, was wir 
morgen besprechen müssen. Es dem „N." geben, will ich nicht! A.: Nein, dies 
möchte ich auch nicht [...]. Dann gehen wir eben drei oder vier Tage runter und 
putzen. Dies macht mir nichts aus! D.: Mir auch nicht. Aber dies müssen wir mor-
gen besprechen. Weiter: Er habe jetzt extra ein Telefon... so ein Natel Easy 
Dings... A.: Also, dann gehen wir morgen hoch. [...]. A. rechnet vor, was man von 
Riverside noch haben muss: Fr. 18'000.– Zins; Fr. 12'000.– Elektriker; den „T." 

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kann man nicht im Stich lassen. Dort müsse man solidarisch einen 6’000er ge-
ben. Dreissig Mille müsse man haben – da sei aber noch keine Busse dabei und 
nichts! D. meint, dass im Minimum die Hälfte von den Unkosten, wie Anwälte 
usw., von Riverside übernommen werden müsse. A. vertritt die Ansicht, dass die 
sichergestellte Ware, welche anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestellt 
worden sei, auch nicht hätte sein müssen. Und die tausend „Gugen" (Anmer-
kung: Joints) (cl. 53 pag. 9.19.216 ff.; cl. 55 pag. 9.19.714 f. und 9.19.809 f.). 

2.7.13 Am 14. Oktober 2003, 21:48 Uhr, regt sich B. im Gespräch mit D. auf, weil „A." 
(A.) sauer sei. B. sagt, dass es nun so aussehe, als ob er schuld sei, dass „A." 
(A.) auch stier laufe (Anmerkung: kein Geld mehr habe). Er habe hundert Mille 
dort oben investiert. D. sagt, dass es morgen über die Bühne gehe. Später wolle 
man nichts mehr mit „Habli" (Anmerkung: Marihuana) zu tun haben. B. sagt, dass 
er jemand hätte, der das machen würde. Der habe dreissig Leute. Die würden 
200 Kilo schneiden in vier Tagen. Der sei eingerichtet (cl. 53 pag. 9.19.218). 

2.7.14 Am 15. Oktober 2003, 16:14 Uhr, sprechen D. und B. über die Aussagen, welche 
in Bezug auf die Razzia in V. gemacht wurden. B. habe ausgesagt, dass er den 
Zins jeweils „AA.“ gegeben habe. Ein „E." von Riverside habe ausgesagt, dass er 
den Zins von B. erhalten habe, als Übergabeort wird der Rastplatz X. genannt. 
Jetzt bestehen diesbezüglich Ungereimtheiten. B. verteidigt sich und sagt, dass 
er von der Version von E. keine Kenntnis gehabt habe. Diesbezüglich habe ein 
schlechter Informationsfluss stattgefunden. Das Geld für den Zins sei doch je-
weils vor dem Clubhaus an „AA." übergeben worden. Er habe das ja nur einmal 
selber gemacht, ansonsten habe „A." (A.) das Geld übergeben. Der E. habe ja 
gar nie Geld bekommen. B. ist deprimiert und hat keine Ahnung, wie es finanziell 
weitergehen soll. B.: achtzig Mille... achtzig Mille sind achtzig Mille. Ich muss ein-
fach noch den Hunderter haben vom „N.". 100 Kilo, die muss ich haben, die 
muss ich haben... dann kann ich „A." (A.) die Schulden zahlen, die Hälfte der In-
door-Anlage wenigstens, dort oben, dass er den Schaden gedeckt hat von den 
hundert Mille. Dann kann ich ihm den 50 hinüber geben und mal meine Schulden 
bezahlen. Dann bleiben mir höchstens noch dreissig bis vierzig Mille [...]. B. muss 
unbedingt an die 100 Kilo von N. kommen. D. erzählt B., dass nach seinen Abklä-
rungen die Anlage in V. ein offenes Geheimnis gewesen und deshalb die Sache 
aufgeflogen sei [...]. Es folgt eine längere Diskussion über Aussagen, die sich wi-
dersprechen. Interessant ist, dass zwischen A., B. und E. in einer früheren Phase 
abgemacht wurde, dass beim Auffliegen der Anlage E. alles auf seine Schulter 
nehmen würde. Diese Abmachung könne „A." (A.) bestätigen. E. habe sich nicht 
an die Abmachung gehalten, sondern im Gegenteil B. belastet (es folgen Wie-
derholungen). B. regt sich auf, dass man die Sachen an der W-Strasse gefunden 
hat. Normalerweise wäre diese Ware schon verkauft gewesen. Er ist froh, dass 

- 18 - 

das wenigstens mit Y. geklappt hat und man dort richtig reagiert hat. Dies sei vor 
allem dank „A." (A.) gut verlaufen [...] (cl. 53 pag. 9.19.220 ff.). 

2.7.15 Am 31. Oktober 2003, 00:15 Uhr, unterhalten sich M. und D. über die Verkaufs-
modalitäten des Hanfs [...]. Dann reden sie über die Problematik des Hanfan-
baus. M. habe mit „HH." besprochen, dass man eine Indoor-Anlage für zwei oder 
drei Ernten brauchen könne – nachher müsse man verschieben, sonst fliege es 
auf (cl. 53 pag. 9.19.253; cl. 55 pag. 9.19.777 f.). 

2.7.16 Am 1. November 2003 ab 01:07 Uhr unterhalten sich A., B. und D. eine Stunde 
lang. A. äussert sich: [...] Rechtsanwalt JJ. [Anmerkung: amtlicher Verteidiger von 
B.] habe den Polizeibeamten gefragt, was er von diesem Fall wisse, wo dies und 
das gewesen sei. Jener habe geantwortet, die Polizei wisse alles über den Fall, 
wer dabei gewesen sei: „Der B., ich [der Beschuldigte], Riverside – dass halbe-
halbe gemacht worden ist, dass das der B. gebaut hat, einfach alles!“ [...] Der Po-
lizeibeamte habe Rechtsanwalt JJ. gesagt, dass das einer von Riverside, welcher 
in einem Verfahren sei, preis gegeben habe. B. wiederholt dies und sagt dann: 
„Das müssen wir ganz geheim halten“. Die Anwesenden unterhalten sich in der 
Folge, wer der Verräter sein könnte. A. meint, dass es von der Führung, den 
Hardlinern, keiner gewesen sei. Es sei ein Sicherheitsproblem vorhanden, wel-
ches an die Substanz gehen könne (cl. 73 pag. 14 173 ff.). 

2.7.17 Am 5. November 2003 ab 17:45 Uhr spricht B. mit D.. B.: „[...] Was meinst du, 
gibt es zwanzig Kilo?“ D. bejaht dies. B.: „Ich bin um jeden Franken froh. Wenn 
ich nur diesen Lappenzwanzig vom ‚N.’ habe, dann bin ich ruhiger“. D.: „Los... 
120 Kilo!“ B.: „120 Kilo! Das sind siebzig Mille für ihn. Wenn ich ihm eben die 120 
Kilo...“. D.: „[Bei einem] Lappenzwanzig sind ja dies 240 Mille!“ B.: „Ja, dann 
rechne ich ihm eben nichts ab. Dann kann ich meine Schulden bezahlen und ha-
be noch etwas Reserve. Und dem ‚A.’ (A.) kann ich auch etwas durchgeben – an 
den Schaden heran. Dann kann ich dem ‚A.’ (A.) fünfzig Mille...“. D.: „Hast du 
den, den 120er, der [...]?“ B.: „Ja, sicher habe ich den“. D.: „Hast du das Geld?“ 
B.: „Kein Problem [...]“ (cl. 53 pag. 9.19.266 f.; cl. 55 pag. 9.19.733, 9.19.780, 
9.19.812). 

2.7.18 Am 3. Dezember 2003, 16:42 Uhr, ermahnt B. D., dass er das Geld aus dem 
Hanf nicht in die eigene Tasche stecken könne. Die anderen hätten auch einen 
Anspruch. D. wird mit den anderen (Anmerkung: offenbar G., A. und B.) reden. B. 
sagt, D. habe mit 40 Kilo ca. vierzig Mille gemacht – die könne er nicht für sich 
nehmen. B. sagt, dass diesen Monat Auto, Töff etc. fällig seien, er müsse diesen 
Monat noch dreizehn oder vierzehn Mille haben. D. sagt, dass er diesen Monat 
noch ca. vierzig Mille heranklopfen müsse. B. entgegnet: „Ich bin leer, hundert-
zehn Franken habe ich noch! Nun, ‚D.’ [D.], ich riskiere alles, mich interessiert es 

- 19 - 

nicht mehr. Ich mache alles oder nichts dieses Mal. [...] Entweder bin ich am Ma-
len oder es ist gut! Ich kann diesen Zustand nicht mehr haben. Ich drehe durch“ 
(cl. 53 pag. 9.19.335; cl. 55 pag. 9.19.740 ff.; cl. 73 pag. 14 221 f.). 

2.7.19 Am 24. Januar 2004 ab 17.50 Uhr bzw. 18:11 Uhr erwähnt B. gegenüber D., 
dass „A." (A.) gesagt habe: „Hör mal, wenn es um die ‚24 Stückli’ (phon.) geht 
und ‚N.’ 12 zugute hat, dann zahle ich ihm diese aus, aber dann muss er die 120 
kg bringen!" D. meint: „Nein, das ist nicht gut!“ B. entgegnet: „Dann muss er den 
‚Lappen 20’ bringen. Von dem ‚Lappen 20’ rechne ich ihm sowieso nichts ab [...]“. 
B. weiter: „Ja, aber wir hätten 120 kg und das wären 240 Mille. Diese rechnen wir 
ihm nicht mehr ab, verstehst du! Da kann er uns am Arsch lecken." [...] B. weiter: 
„Weisst du, er ist mir 120 kg schuldig, ‚D.’ [D.]! Wenn ich diese verkaufe, diese 
120 kg, [und] normal würde abrechnen, dann sind das ‚70 Mille’ für mich, die ich 
verdienen würde. Verstehst du, und das ist ein Loch, das mir fehlt“. [...] D. er-
wähnt, dass der „Dicke" (N.) vom „Bauer" nichts mehr erhalte, bevor er mit die-
sem nicht abgerechnet habe. Zudem müsse zuerst mit ihm (D.) abgerechnet 
werden, sonst könne er (N.) mit B. nicht vorwärts machen [...]. D. will nun hinüber 
(zu N.) und offenbar eine Schrotflinte mitnehmen. B. meint, das bringe nichts, 
wenn er (D.) ihm (N.) die Schrotflinte unter die Nase halte, gehe dieser zur Poli-
zei. D. tobt: „Dann kann er verreisen!“ Im weitern wird über den „10er von River-
side" gesprochen. B. sagt: „Für mich ist er (N.) ein Vogel. Er versucht einfach 
wieder, einen Dreh zu machen mit den ‚120 Stückli’, die er mir geben müsste. Er 
hat mir 200 kg versprochen... für die bezahlt... Wenn ich den Verdienstausfall 
rechne, fehlen mir jetzt ‚70 Mille’. 120 kg, die ich verdienen würde, wenn ich es 
normal verkaufe. Das ist ‚ein 70er’. [...] Die ersten ‚70 Stückli’ habe ich korrekt 
abgerechnet...“. B. erwähnt, dass er Druck machen will und vor ca. drei Wochen 
in Y. eine Garage eingerichtet habe. Er habe mit „II." gesprochen, welche noch 
zwei bis drei Kolleginnen gehabt habe. Die Frauen hätten dann in der Garage 
„geputzt" (Anmerkung: die Hanfpflanzen). Als er „N.“ (N.) darauf angesprochen 
habe, habe dieser gesagt, er (N.) habe mit dem „Bauer" Theater. Zudem müsse 
er zuerst mit D. klarkommen. Danach wird über die fragliche Menge gesprochen, 
wobei total „24 Stückli" erwähnt werden, wovon offenbar D. und B. je „12 Stückli" 
zustünden. Es wird ausgerechnet, dass sie noch „sächzäniacht" (Anmerkung: 
16'800) erhalten würden, wenn er (N.) 120 kg bringe. [...] B. erwähnt nochmals, 
dass er von N. 200 kg ausstehend habe. [...]. Alle drei sind der Meinung, dass N. 
nichts mehr (d.h. keinen Hanf mehr) habe und sich darum dauernd „hinausrede" 
[...] (cl. 54 pag. 9.19.428 ff.; cl. 55 pag. 9.19.745 ff., 9.19.787 ff. und 9.19.814 ff.; 
cl. 73 pag. 14 222 ff.). 

2.7.20 Am 2. Februar 2004 ab 16:05 Uhr spricht B. von seinen Problemen mit den Hells 
Angels Chapter Riverside. Er erwähnt gegenüber M. und D., dass diese der Mei-
nung seien, das Leck sei bei den Hells Angels Chapter U. und nicht bei ihnen 

- 20 - 

[...]. B. meint, dass von U. niemand etwas gewusst habe [...]. Die Lüftungsanlage 
von V. liegt ihm am Herzen, aber er hat kein Geld, um diese zurückzukaufen. 
Jetzt wird sie entsorgt bzw. durch die Staatsanwaltschaft verkauft [...]. B. erklärt 
D., dass er „über 100'000“ (Franken) Material Investitionskosten gehabt habe. 
Jetzt wäre der Zeitpunkt, dass er für die Lampen und Lüftung Fr. 50'000.– bezah-
len würde. Er müsse nur einen Käufer haben (cl. 54 pag. 9.19.456 f.; cl. 73 
pag. 14 166 f.). 

2.8 Aussagen: 

2.8.1 Der vor Anklageerhebung verstorbene B., Bruder des Beschuldigten, war im Vor-
verfahren Mitbeschuldigter. Als Beschuldigter wurde er zuerst am 3. Oktober 
2003 vom kantonalen Untersuchungsrichter in St. Gallen zur Finanzierung, zur 
Einrichtung sowie zum Betrieb der Hanf-lndoorplantage in V. befragt (cl. 44 
pag. 125 ff. = cl. 103 pag. 8012 ff.). B. erklärte, dass er die Halle ab Mai 2003 für 
Fr. 6'000.– pro Monat gemietet habe und für deren Einrichtung und Bepflanzung 
ca. Fr. 250'000.– Kapital (er sprach dabei von „meine[r] Investition“) aufgewendet 
habe. Für die zwei Ladungen Setzlinge habe er Fr. 60'000.– (Stückpreis Fr. 5.–) 
bezahlt; die Anlage habe alles zusammen Fr. 180'000.– gekostet (cl. 103 
pag. 8012, 8015 f.). Die Halle habe er mit Hilfe der Hells Angels-Prospects M. 
und O. und dem Hells Angels-Mitglied P. für die Produktion von zu Betäubungs-
mittelzwecken (Rauchen) geeignetem und bestimmtem Hanf eingerichtet, wobei 
ihm C. regelmässig als Gärtner geholfen und die Halle für ihn betrieben habe. Er 
habe ca. 12'000 Hanfsetzlinge gesteckt und gepflegt; Mitte bis Ende Oktober 
2003 hätte eine erste Ernte von ca. 30-50 kg getrockneten Hanfs resultiert, den 
er für ca. Fr. 4'000.– pro Kilo hätte verkaufen können. Dazu sei es nicht mehr ge-
kommen, weil er am 29. September 2003 verhaftet worden sei. Bereits im Juni 
2003 habe er erstmals gepflanzt; die Pflanzen seien aber kaputtgegangen und er 
habe alles entsorgen und desinfizieren müssen. Um den 15. August 2003 herum 
habe er wieder angepflanzt. Er habe sich davon leiten lassen, dass damals im 
Parlament die Legalisierung von Hanf im Gespräch gewesen sei, und er dafür ei-
ne Lizenz habe beantragen wollen (cl. 103 pag. 8012 ff.). Zum Verwendungs-
zweck erklärte er, dass er den Hanfshops nachgegangen wäre und es dort ange-
boten hätte. Verhandlungen habe er noch keine geführt, doch wäre es kein Prob-
lem gewesen, die Ware loszuwerden. Mit dem Trocknen wäre es Ende Oktober 
2003 geworden, danach hätte er sich auf die Suche gemacht. Ein Kilo hätte sei-
nes Erachtens Fr. 4'000.– gebracht, dies bei einem Ertrag von zwischen 30 und 
50 Kilogramm. B.: „Es wäre Rauchhanf gewesen. Ich hätte doch meine Investiti-
on von Fr. 250'000.– wieder reinholen müssen.“ Man rechne im Schnitt zwischen 
5 und 8 Gramm pro Pflanze. Das Hanfkraut wäre in der Halle verarbeitet worden 
(cl. 103 pag. 8015 f.). Bezüglich des bei der Hausdurchsuchung in der Halle in V. 
sichergestellten geernteten Hanfs (3'260 Pflanzen) gab er an, er habe die Pflan-

- 21 - 

zen von einem Kollegen, aus einem Outdoorfeld stammend, zum Trocknen in der 
Halle gehabt und hätte sie jenem wieder zurückgegeben (cl. 103 pag. 8018 f.). 
Zur Herkunft der bei der Hausdurchsuchung in seiner Wohnung gefundenen Be-
täubungsmittel erklärte er, das Haschisch kaufe er vielleicht einmal im Jahr ein. 
Er mache Joints, die er an Parties den Gästen gebe (cl. 103 pag. 8019). Zur Her-
kunft des Geldes für die Investition machte er geltend, dass er habe erben kön-
nen (cl. 103 pag. 8013). Das wird durch ein Schreiben von Notar Q. vom 10. Sep-
tember 2001 bestätigt (cl. 103 pag. 8075). Seinen Bruder A. erwähnte B. als Ü-
berbringer von Geld für die Miete (cl. 103 pag. 8014). 

In gleichem Sinne äusserte sich B. gegenüber der Bundesanwaltschaft: Er 
sprach von „meinem Projekt“ und bestätigte, dass die Anlage in V. ihm gehöre 
(cl. 89 pag. 6089-6091 [insb. Z. 12-13] und 6129 f.). Beim Eidgenössischen Un-
tersuchungsrichter bestätigte er seine früheren Aussagen wiederholt als richtig, 
wobei er hinsichtlich der 12'000 Hanfsetzlinge präzisierte, dass er zweimal 6'000 
Setzlinge angepflanzt habe. Ausserdem bestätigte er die Rolle von C. als Gärt-
ner (cl. 13 pag. 13.3.13 und 13.3.110 f.).  

Zu einer Tatbeteiligung des Beschuldigten A. wurde B. nie ausdrücklich befragt; 
auch hat keine Konfrontation zwischen ihm und dem Beschuldigten stattgefun-
den. Seine Äusserungen über erzielte Verkaufserlöse im abgehörten Gespräch 
vom 15. August 2003 (vorne E. 2.7.1) wurden ihm nie zur Stellungnahme vor-
gehalten (vgl. insbesondere auch cl. 13 pag. 13.3.129-13.3.170). 

2.8.2 Im Zusammenhang mit dem hier zu beurteilenden Sachverhalt äusserte sich C. 
vor dem Untersuchungsrichter des Kantons St. Gallen am 30. September 2003 
als Beschuldigter mit keinem Wort zu einer Beteiligung von A.. Seine Arbeit, wel-
che er Anfang August 2003 in der Halle in V. aufgenommen habe, sei die eines 
beauftragten Gärtners, nämlich die Pflege der Pflanzen, gewesen. Die Ernte hät-
te ca. am 18. Oktober 2003 stattfinden sollen. Er habe aus seiner Tätigkeit kei-
nen finanziellen Vorteil erzielt, auch nicht für andere (cl. 44 pag. 93 ff., 108 ff.). Im 
Zeitpunkt jener Befragung war eine Beteiligung von A. allerdings noch kein Un-
tersuchungsthema. In einer zweiten untersuchungsrichterlichen Einvernahme in 
St. Gallen gab C. zu, dass es zwei Serien waren; die erste sei wegen Hitze und 
Milben kaputt gegangen, ob ganz oder teilweise, könne er nicht sagen (cl. 44 
pag. 110 ff.).  

In der Hauptverhandlung bestätigte C. als Zeuge, dass er bei der Indoor-
Hanfanlage in V. als Gärtner für die Aufzucht der Pflanzen zuständig war. Er ha-
be die Anlage zusammen mit B. betrieben, wobei Letzterer der Chef und allein 
daran beteiligt gewesen sei. B. habe von Anfang an gesagt, dass das sein Ge-
schäft sei, um wieder auf die Beine zu kommen. Er selber (der Zeuge) hätte für 

- 22 - 

seine Arbeit einen Naturallohn in Form von etwa 2 kg verarbeitetem Hanf erhal-
ten sollen, wenn er mit der Bepflanzung Erfolg gehabt hätte; letztlich habe er 
nichts verdient. Damals habe man 1 kg Indoor-Hanf guter Qualität sicher für 
Fr. 6'000.– verkaufen können. Als er von B. beigezogen worden sei, sei die gan-
ze Anlage von diesem unter Mithilfe von Bauhandwerkern bereits erstellt gewe-
sen. B. sei der Handwerker gewesen und habe von der Hanfaufzucht keine 
grosse Ahnung gehabt. Er (der Zeuge) habe aufgrund seines Fachwissens im 
Hanfanbau die Auswahl der Stecklinge (Sorten) vorgenommen. Darauf habe B. 
die Pflanzen bestellt und sie hätten sie zusammen gesetzt. Aufgrund der Grösse 
der Anlage bzw. der Lieferungen sei die Halle in zwei Abteilen („Gärten“) im Ab-
stand von zehn Tagen bepflanzt worden. Die ganze Halle sei in der Zeit von An-
fang April 2003 (Mietbeginn) bis 29. September 2003 zweimal bepflanzt worden, 
d.h. beide Abteile je zweimal. Die erste Serie sei wegen Hitze und Milben bis auf 
einen kleinen Teil kaputt gegangen. Er habe nicht gewusst, ob damit noch etwas 
gemacht werden könne, die Qualität habe nicht gestimmt. Er sei dagegen gewe-
sen, dass B. damit noch etwas anfange. Die zweite Ernte sei von der Staatsan-
waltschaft beschlagnahmt worden. Der Zeuge erklärte, er habe täglich sechs bis 
sieben Stunden in der Halle mit der Pflanzenpflege verbracht; mit der Verarbei-
tung des geernteten Hanfs habe er nichts zu tun gehabt (cl. 14 
pag. 146.930.11 ff.). Der Zeuge bestätigte, dass die handschriftlichen Einträge 
auf einem in der Halle sichergestellten Kartonkalender 2003 (cl. 103 
pag. 7968 f.) und in zwei Agenden 2003 (cl. 103 pag. 8083 Nr. 14) von ihm 
stammten; diese Einträge beträfen seine Planung bezüglich Setzen der Stecklin-
ge, Einsatz von Dünge- und Schutzmitteln, Zeitpunkt der Pflanzenblüte und der 
Ernte (cl. 14 pag. 146.930.16 ff.). 

Zur Rolle von A. erklärte der Zeuge in der Hauptverhandlung zunächst, dass er 
mit diesem im Zusammenhang mit der Indoor-Hanfanlage in keiner Art und Wei-
se etwas zu tun gehabt hätte. Als es Probleme wegen Hitze und Milbenbefall ge-
geben habe und sie mit Milbenschutzmitteln versucht hätten, die Pflanzen zu ret-
ten, sei A. zwar einmal in der Halle gewesen, um sich mit seinem Bruder über 
die Anlage zu informieren und etwas mit diesem zu besprechen; er habe aber 
keine Arbeiten im Garten verrichtet und ihm (dem Zeugen) weder Direktiven 
noch Ratschläge bezüglich der Pflege der Pflanzen gegeben. Aus seiner Sicht 
sei A. damals nur aus Neugier gekommen, um zu sehen, was sein Bruder mache 
(cl. 146 pag. 146.930.13-15). Auf Vorhalt von Erkenntnissen aus abgehörten Te-
lefongesprächen mit A. (vgl. z.B. cl. 60 pag. 9.2.181 f.) räumte der Zeuge ein, 
dass er A. wegen Ratschlägen zum Bewässern angerufen habe, dies aber nur, 
weil er B. nicht habe erreichen können; richtige fachliche Gespräche seien das 
nicht gewesen (cl. 146 pag. 146.930.15). Der Zeuge erklärte, beim Gespräch 
vom 26. Juni 2003 (cl. 60 pag. 9.2.176) habe er A. wegen eines Problems mit 
der Zeitschaltuhr (Timer) angerufen und ihn gebeten, dies B. mitzuteilen (cl. 146 

- 23 - 

pag. 146.930.18). Seine Frage an A. im Gespräch vom 17. Juli 2003, ob er „den 
Kühen nur noch über die Teller geben“ solle (cl. 60 pag. 9.2.177; Anruf von C.), 
vermochte er nicht zu erläutern; vielleicht sei er im Kopf nicht ganz klar gewesen 
(cl. 146 pag. 146.930.18). Auf Vorhalt eines Anrufs von A. vom 6. August 2003 
(cl. 60 pag. 9.2.181) sagte er, dass es bei den „Netzli“ um Probleme wegen den 
Spinnmilben gegangen sei; er habe nichts mehr dagegen machen können aus-
ser zu versuchen, die Spinnengewebe mit einem Wedel zu beseitigen, doch hät-
ten sich diese über Nacht wieder neu gebildet. Es habe sich dabei um ein wei-
tergeleitetes Telefonat gehandelt (cl. 146 pag. 146.930.18). Zum Ergebnis der 
polizeilichen Überwachung vom 2. September 2003 (cl. 17 pag. 14.3.6.11), wo-
nach sich A. mehr als zwei Stunden in der Anlage in V. befunden habe, bevor er 
das Gebäude zusammen mit dem Zeugen verlassen habe, wobei B. offenbar 
nicht anwesend gewesen sei, erklärte der Zeuge, A. sei gekommen, um die An-
lage zu begutachten, nicht um Arbeiten zu verrichten. Er habe wahrscheinlich die 
Anlage für ihn geöffnet, da A. keinen Schlüssel gehabt habe. A. sei nicht spezi-
fisch wegen der Anlage dort gewesen, sondern wegen Riverside (cl. 146 
pag. 146.930.18).  

2.8.3 Auch die Auskunftsperson R. hat C., der ihr nur unter dem Namen „T.“ bekannt 
war, als den für das Anpflanzen der Hanfstauden der Hells Angels – auch bei der 
Anlage in V. – verantwortlichen Gärtner bezeichnet (cl. 77 pag. 14.6.340 f.). 
C. bestätigte vor Gericht, dass sein Spitzname im Jahr 2003 „T.“ war (cl. 146 
pag. 146.930.16). 

2.8.4 D. wurde im Vorverfahren als Mitbeschuldigter befragt. Bei der Bundesanwalt-
schaft wie auch beim Eidg. Untersuchungsrichter gab er zum Vorwurf schwung-
hafter Hanfgeschäfte (Anbau, Beförderung, Lagerung, Verkauf von Betäubungs-
mitteln) keine Antwort (cl. 97 pag. 5845; cl. 12 pag. 13.1.94). Das Verfahren ge-
gen ihn wurde abgetrennt. D. wurde im Zusammenhang mit dem A. betreffenden 
Anklagesachverhalt nicht angeklagt; er ist jedoch Beschuldigter in einem separa-
ten Verfahren vor der Strafkammer (SK.2010.31).  

2.8.5 Im Rahmen des Strafverfahrens im Kanton St. Gallen wurden auch M., P. und O. 
im Zusammenhang mit dem Einlagern von Hanf in die genannte Halle in V. als 
Beschuldigte befragt. Dabei kam die Rede nie auf den Beschuldigten A. (cl. 104 
pag. 8139 ff.; 8192 ff.; 8348 ff.; 8501 ff.). 

2.9  
2.9.1 Die gesamte Beweislage ergibt zweifelsfrei, dass B. bei der Indoor-Anlage in V., 

d.h. bei deren Anmietung, der Anpflanzung und Aufzucht von Hanfpflanzen, de-
ren Ernte, Verarbeitung zu rauchbarem Marihuana sowie dem Verkauf desselben 
im Zeitraum vom April 2003 bis zum 29. September 2003 eine operativ führende 

- 24 - 

Stellung einnahm. C. übernahm die Rolle des ausführenden Gärtners, hatte also 
eine untergeordnete Funktion inne.  

2.9.2 Es ist erwiesen, dass die Betreiber der Indoor-Anlage die 6'360 Hanfpflanzen, 
welche am 29. September 2003 beschlagnahmt worden sind (vorne E. 2.3), an-
gebaut und aufgezogen haben. Aus einer am 2. Oktober 2003 abgehörten vom 
Beschuldigten geäusserten Befürchtung, wonach die Polizei von der Mietdauer 
her Rückschlüsse auf die Ernte zuvor ziehen könnte (vorne E. 2.7.4), ist zudem 
zu folgern: Es gab auch eine „Ernte zuvor“ und der Beschuldigte wusste sowohl 
davon als auch von der beschlagnahmten Tranche. D. antwortete auf die ge-
nannte Äusserung des Beschuldigten, B. werde der Polizei sagen, dass er den 
Hanf von jemandem zum Trocknen erhalten habe. Die Aussage von B. bei der 
Polizei vom 3. Oktober 2003 (vorne E. 2.8.1), wonach die anlässlich der Haus-
durchsuchung vom 29. September 2003 in der Halle in V. sichergestellten bereits 
geernteten 3'260 Pflanzen (vgl. vorne E. 2.3) aus einem Outdoorfeld zugeführt 
worden seien, decken sich mit der erwähnten „Aussageprognose“ von D., woraus 
sich ein Indiz ergibt, dass sie nicht der Wahrheit entsprach. Auch die weiteren 
Hanfmengen in der Halle stammten aus der Indoor-Anlage selbst (vorne E. 2.3). 
Dass es eine frühere Ernte gab, welche zudem mindestens teilweise verarbeitet 
und in Verkauf gebracht worden war, ergibt sich ausserdem aus den abgehörten 
Äusserungen von B. vom 15. August 2003 im Lokal der Hells Angels (vorne 
E. 2.7.1). Das wird überdies durch die Aussagen des Zeugen C. bekräftigt (vorne 
E. 2.8.2). 

2.9.3 Der Beschuldigte anerkannte in der Hauptverhandlung grundsätzlich eine Beteili-
gung am Anklagesachverhalt (vorne E. 2.2). Erstellt ist, dass der Beschuldigte im 
Zusammenhang mit der Indoor-Hanfanlage in V., und zwar in deren Betriebspha-
se, mehrmals Telefongespräche mit dem Gärtner C. führte und auf dessen Fra-
gen Auskunft und Anweisungen erteilte. Er befasste sich durch Nachfragen und 
Erteilen von Anweisungen an den Gärtner aktiv mit der Hanfaufzucht in der In-
door-Anlage. Es fällt dabei auf, dass die Hitze und die daraus entstandenen 
Probleme bei den ersten Gesprächen noch kein Thema waren. Da im Rahmen 
der Telefonüberwachung weder vergebliche Anrufversuche des Gärtners an B. 
noch Rückrufe von B. registriert wurden, erscheint die Aussage von C., er habe 
den Beschuldigten jeweils angerufen, wenn er B. nicht habe erreichen können, 
als nicht glaubhaft. Zudem fragte er den Beschuldigten nicht zunächst, wo und 
wie er B. erreichen könne. Dass der Beschuldigte in der Lage war, fachliche Hin-
weise zum Hanfanbau und zur Pflanzenaufzucht zu geben, ergibt sich aus seinen 
Äusserungen vor Gericht, wonach er aus einem grossem Interesse für die Hanf-
aufzucht sein Fachwissen bei Auslandaufenthalten in Asien und durch das Studi-
um von Literatur erwarb. Er bestätigte, dass es ihm im Jahr 2003 möglich war, 
Auskunft über die in V. gezüchteten Hanfpflanzen zu geben. Die Hanfanlage sei 

- 25 - 

eine komplett eingerichtete Anlage zur Aufzucht von Hanfpflanzen gewesen 
(cl. 146 pag. 146.930.8 f.). Damit erscheint auch die Aussage des Zeugen C., 
wonach es bei den Telefongesprächen mit dem Beschuldigten nicht zu richtigen 
fachlichen Gesprächen gekommen sei, als wenig glaubhaft. Der Beschuldigte 
bestätigte überdies, dass es bei zahlreichen, wenn auch nicht bei allen abgehör-
ten Gesprächen um die Hanfanlage ging (cl. 146 pag. 146.930.9 f.). Er kümmerte 
sich mithin einerseits aus der Distanz um operative Belange, nämlich um das 
Wässern der Hanfpflanzen sowie das Funktionieren und den richtigen Einsatz 
der technischen Einrichtungen der Indoor-Anlage. Andererseits begab er sich 
auch selber mehrere Male in die Indoor-Anlage: Am 2. September 2003 hielt er 
sich mehr als zwei Stunden lang zusammen mit dem Gärtner C. darin auf und 
fuhr nachher mit ihm weg (vorne E. 2.6), was sowohl vom Zeugen C. (E. 2.8.2) 
als auch vom Beschuldigten selbst (vorne E. 2.2) bestätigt worden ist. Der Be-
schuldigte räumte darüber hinaus ein, dass er zwei-, dreimal in der Anlage war, 
gemäss seiner Erinnerung jedoch nie mit B. (vorne E. 2.2; cl. 146 
pag. 146.930.7). Es ist nach dem Gesagten erstellt, dass sich der Beschuldigte 
beim Betrieb der Indoor-Anlage in V. in verschiedener Hinsicht aktiv mit der 
Hanfaufzucht befasste und dabei eine wichtige Stellung einnahm. 

2.9.4 Nachdem die Polizei die Anlage in V. am 29. September 2003 beschlagnahmt 
hatte, liess der Beschuldigte dem Hells Angels-Präsidenten D. gegenüber am 
Folgetag verlauten, man sei doch in V. immer sehr vorsichtig gewesen; er selber 
habe nie darüber gesprochen. Er zeigte sich erstaunt, dass B. schon ein Ge-
schäft über 20 bis 50 Kilogramm abgeschlossen haben soll und fragte, wo denn 
das Geld sei. Im Übrigen wies er darauf hin, dass er mit seinem Bruder nicht ein-
verstanden gewesen sei, die Ware im Trocknungsraum bei sich zu trocknen 
(vorne E. 2.7.2). Diese Äusserungen lassen einen Bezug des Beschuldigten zur 
Anlage und eine Erwartung, am Erlös beteiligt zu werden, erkennen. Sie weisen 
aber gleichzeitig darauf hin, dass der Beschuldigte über wesentliche Hanfge-
schäfte seines Bruders B. wohl nicht detailliert im Bild war. 

Im abgehörten Gespräch vom 2. Oktober 2003 sucht der Beschuldigte nach einer 
Erklärung dafür, wie sich B. eine solch gute und teure (Indoor-)Anlage soll geleis-
tet haben können. Im konkreten Zeitpunkt und Zusammenhang gesehen kann 
dies nur bedeuten, dass sich der Beschuldigte die Frage stellte, was sein Bruder 
B. diesbezüglich wohl der Polizei sagen könnte. Seine eigene Antwort: B. habe 
noch Vermögen im Ausland gehabt und er habe erben können. B. sagte dann 
tatsächlich am folgenden Tag bei der Polizei aus, er habe die Anlage mit Geld 
aus einer Erbschaft finanziert (vorne E. 2.7.4). Die Vermutung, dass diese Aus-
sage, wonach das Geld (nur) aus seiner Erbschaft (jener von B.) stamme, nicht 
der Wahrheit entspricht, wird durch seine am 4. Oktober 2003, 17:12 Uhr, abge-
hörte Äusserung erhärtet, wo er sagt, dass er mit A. (dem Beschuldigten) über 

- 26 - 

Fr. 800'000.– verloren habe wegen der Brüder von Riverside (vorne E. 2.7.8). 
Bestätigt wird ein Mit-Engagement des Beschuldigten bei der Indoor-Anlage in 
einer abgehörten Äusserung von B. vom 14. Oktober 2003, wonach es nun so 
aussehe, als ob er schuld sei, dass der Beschuldigte „auch stier laufe“; er habe 
100 Mille dort oben investiert (vorne E. 2.7.13). Ein finanzielles Engagement des 
Beschuldigten ergibt sich auch aus einer abgehörten Aussage von B. gegenüber 
D. vom 15. Oktober 2003, wonach er (B.) noch Geld haben müsse, „... dann kann 
ich A. die Schulden zahlen, die Hälfte der Indoor-Anlage wenigstens, dort oben, 
dass er den Schaden gedeckt hat von den 100 Mille. Dann kann ich ihm den 50 
hinüber geben und mal meine Schulden bezahlen“ (vorne E. 2.7.14). Im gleichen 
Sinne ist auch die abgehörte Äusserung von B. gegenüber D. vom 5. November 
2003 zu werten (vorne E. 2.7.17). Der Beschuldigte räumte in diesem Zusam-
menhang ein, dass er seinem Bruder Fr. 40'000.– gegeben hatte, welchen Be-
trag dieser dann offenbar habe zurückzahlen wollen (vorne E. 2.2). Der Beschul-
digte trat allerdings nicht als blosser Darlehensgeber in Erscheinung, sondern als 
eigentlicher „Investor“, der an einem positiven Ergebnis interessiert ist. Das zeigt 
sich gerade in seiner Besorgnis am Tag nach der Hausdurchsuchung in V. (vgl. 
Gespräche vom 30. September 2003, vorne E. 2.7.2). Auch die Äusserungen von 
B., dass er seinem Bruder die Schulden zahlen wolle, wenigstens die Hälfte der 
Indoor-Anlage (vorne E. 2.7.14), bzw. ihm etwas an den Schaden zahlen wolle, 
50 Mille (vorne E. 2.7.17), lassen auf eine Beteiligung und ein Interesse des Be-
schuldigten an der Hanfanlage schliessen, die über eine blosse Darlehensge-
währung hinausgehen. Ein weiterer Hinweis auf ein eigenes finanzielles Interes-
se des Beschuldigten an der Hanfproduktion ergibt sich aus einer Äusserung von 
B. gegenüber D. im Rahmen eines Gesprächs über verschiedene Möglichkeiten 
für die Hanfbearbeitung, wonach sein Bruder auch noch geeignete Räumlichkei-
ten suche (vorne E. 2.7.7). Auch wenn der Beschuldigte bei der Übergabe des 
Darlehens an seinen Bruder noch keine genaue Kenntnis über dessen Verwen-
dungszweck gehabt haben sollte, so erfuhr er dies spätestens während der Be-
triebsphase der Indoor-Anlage, und es musste ihm deshalb klar sein, dass eine 
Rückzahlung nur bei einer erfolgreichen Produktion und entsprechendem Ver-
kauf des Endprodukts möglich war. Er sagte denn auch vor Gericht aus, er sei 
damals nicht „stier“ gewesen, aber Fr. 40'000.– seien auch für ihn ein hoher Be-
trag (cl. 146 pag. 146.930.6). Daraus ist auf sein eigenes Interesse an einer luk-
rativen Hanfproduktion zu schliessen. 

Aus einer abgehörten Äusserung von B. vom 3. Oktober 2003, 23:01 Uhr, ergibt 
sich, dass B. und der Beschuldigte einen Betrag von Fr. 18'000.– als Zins für die 
Halle für sechs Monate im Voraus bezahlt hatten (vorne E. 2.7.6). In einem ab-
gehörten Gespräch mit D. vom 15. Oktober 2003 äusserte sich B. dahingehend, 
dass er selber nur einmal und ansonsten A. das Geld für den Zins übergeben 
habe (vorne E. 2.7.14). Vor Gericht anerkannte der Beschuldigte auf diese Vor-

- 27 - 

halte hin, dass er einmal in V. den Zins für die Halle übergeben habe, wobei er 
dies im Auftrag seines Bruders gemacht habe und es sich um einen Betrag von 
Fr. 6'000.– gehandelt habe (vorne E. 2.2). Bestätigt wird dieser Umstand im We-
sentlichen durch eine Aussage von B. im gegen ihn geführten Verfahren (vorne 
E. 2.8.1). Im vorerwähnten Gespräch vom 3. Oktober 2003 sagte B., er habe an-
lässlich der Verhaftung die ganze Verantwortung auf sich allein genommen und 
die anderen entlastet (vorne E. 2.7.6). In einem weiteren abgehörten Gespräch 
vom 4. Oktober 2003, 16:53 Uhr, sagte B. zu D., der Beschuldigte suche noch 
geeignete Räumlichkeiten (mit Lüftungsanlage) für das Trocknen von Hanf (vorne 
E. 2.7.7). Der Zeuge C. erklärte vor Gericht, er habe keine Kenntnis über die 
Stellung des Beschuldigten zu B. in Bezug auf die Indoor-Hanfanlage. Dass der 
Zeuge B. als „Chef“ der Anlage und als daran Alleinbeteiligten bezeichnete ist 
nachvollziehbar, da er von ihm als Gärtner angeheuert worden war, die notwen-
digen Instruktionen bei der Bepflanzung erhielt und auch mit ihm zusammen die 
Anlage betrieb (cl. 146 pag. 146.930.13 f.). 

Die Überwachungsergebnisse werden teilweise durch die Eingeständnisse des 
Beschuldigten und die Aussagen von B. im gegen ihn geführten Strafverfahren 
bestätigt. Gesamthaft gesehen bilden sie einen hinreichenden Beweis für ein seit 
Anbeginn bestehendes finanzielles Engagement des Beschuldigten an der In-
door-Hanfanlage in V., und zwar in einem wesentlichem Umfang von ungefähr 
der Hälfte. Mithin ergibt sich eine Beteiligung des Beschuldigten an der Hanfan-
lage als solcher und eine damit verbundene Gewinnanteilserwartung im Zusam-
menhang mit der Hanfproduktion und des Verkaufs des Endprodukts. Seine in 
dieser Hinsicht bestreitenden Aussagen (vorne E. 2.2) sind insoweit nicht glaub-
haft. Dass Wert darauf gelegt wurde, die Strafverfolgungsbehörden eine Beteili-
gung des Beschuldigten an der Indoor-Anlage nicht wissen zu lassen, geht im 
Übrigen auch aus einem abgehörten Gespräch zwischen dem Beschuldigten, B. 
und D. vom 1. November 2003 hervor, bei welchem der Beschuldigte sagte, 
Rechtsanwalt JJ. (amtlicher Verteidiger von B.) habe den Polizeibeamten gefragt, 
was er von diesem Fall wisse, und jener geantwortet habe, dass die Polizei alles 
wisse über den Fall, auch wer dabei gewesen sei: „Der B., ich [der Beschuldigte], 
Riverside“ – dass halbe-halbe gemacht worden sei, dass das der B. gebaut habe, 
einfach alles!“ B. äusserte daraufhin: „Das müssen wir ganz geheim halten“ (vor-
ne E. 2.7.16). 

2.9.5 Weitere Indizien, wonach der Beschuldigte an der Hanfproduktion in V. wesent-
lich beteiligt war, können im Folgenden gesehen werden: Es wurde eine Äusse-
rung von D. gegenüber einem unbekannten Hells Angels-Mitglied („FF.“) vom 
10. Oktober 2003, 22:27 Uhr, abgehört, wonach B. und A. „dort oben“ (Indoor-
Plantage in Riverside) gewesen seien (vorne E. 2.7.9). In einem Gespräch vom 
11. Oktober 2003, 14:48 Uhr, sagt B. zu D., der Beschuldigte sei der Meinung, 

- 28 - 

dass dies nicht gratis für die Riversider ausgehen werde [...]. Man müsse dort 
einmal einen richtigen Einlauf machen – eine Lektion, die sie nie vergessen wer-
den (vorne E. 2.7.10). Über die „Klärung der Situation“ mit den Riversidern spre-
chen der Beschuldigte und D. auch in einem abgehörten Gespräch vom 14. Ok-
tober 2003 ab 19:40 Uhr. Dabei lässt sich der Beschuldigte von D. über das ak-
tuelle Vorgehen bei weiteren Hanfgeschäften (anderen als die hier angeklagten) 
orientieren. Der Beschuldigte sagt, dass man von den zwei- oder dreihundert Ki-
los vorläufig nichts rauslasse. D. entgegnet, dass „das Zeugs“ noch nicht richtig 
trocken sei. Der Beschuldigte kümmert sich um die Feuchtigkeit in der Scheune, 
dass dort geheizt werden müsse etc.. Die beiden reden auch über das Geld, den 
Verkauf der Ware (Beschuldigter: „... werden wir den Verkauf schon hinbringen. 
[...] Dann gehen wir eben drei oder vier Tage runter und putzen“) (vorne 
E. 2.7.12). 

2.9.6 Zusammenfassend ergibt sich aus der weisungsgebenden und beratenden Tä-
tigkeit des Beschuldigten gegenüber dem Gärtner, seiner aktiven Rolle bei der 
Mietzinszahlung, seiner Sorge um das Aussageverhalten seines Bruders B., sei-
ner Frage, wo denn das Geld aus einem früheren Hanfgeschäft von B. sei und 
seiner wesentlichen finanziellen Beteiligung an der Halle der genügende Beweis 
für seine seit Anbeginn massgebliche aktive Rolle am Geschäft mit der Indoor-
Hanfanlage in V. (Mitfinanzierung der Investitionen, Aufzucht und Verarbeitung 
von Hanfpflanzen). Die Halle diente keinem andern Zweck, was dem Beschuldig-
ten bekannt war (cl. 146 pag. 146.930.8). Gemäss seiner Aussage ging es nicht 
um eine Produktion für den Kollegenkreis, sondern um grössere, zum Verkauf 
bestimmte Mengen (cl. 146 pag. 146.930.9). Der Zeuge C. bestätigte, dass mit 
der Anlage eine grössere, lukrative Hanfproduktion beabsichtigt war; unerheblich 
ist insoweit, dass der Zeuge selber davon ausging, dass nur B. finanziell daran 
interessiert sei (cl. 146 pag. 146.930.16). 

2.9.7 Bezüglich Zusammenwirken mit andern Personen bei den vorgeworfenen Betäu-
bungsmitteldelikten erwähnt die Anklageschrift nur B. und C.. Aus dem Gesagten 
lässt sich ableiten, dass der Beschuldigte und sein Bruder B. beim Aufbau und 
Betreiben der Indoor-Anlage gleichwertige Partner waren. C. spielte als Gärtner 
eine untergeordnete Rolle.  

2.9.8 Aufgrund abgehörter Äusserungen von B. vom 15. August 2003 (vorne E. 2.7.1) 
ist erwiesen, dass B. von der ersten Tranche im Juni oder Juli 2003 (aus beiden 
Teilen der Halle) trotz rund 70% verdorbener Ware ca. 9 Kilo à Fr. 6'000.– und 
ca. 6 Kilo à Fr. 5'000.– verkaufen konnte und dabei mindestens Fr. 80'000.– brut-
to einnahm. Der damalige Marktwert wird vom Zeugen C. mit Fr. 6'000.– pro Kilo 
Hanf guter Qualität bezeichnet (cl. 146 pag. 146.930.16), womit die von B. er-
wähnten Verkaufspreise als realistisch erscheinen. Gemäss den damaligen Äus-

- 29 - 

serungen von B. beliefen sich die Gesamtaufwendungen (an laufenden Kosten) 
für die Produktion auf Fr. 54'000.–, wobei er präzisierte, dass für den Strom, den 
Gärtner und die Miete Fr. 13'500.– aufzubringen seien und die Stecklinge 
Fr. 40'000.– gekostet hätten (vorne E. 2.7.1). Demnach lässt sich der Nettoerlös 
(Gewinn) aus der ersten Tranche trotz eines eher geringen verwertbaren Ernteer-
trags mit mindestens Fr. 26'000.– beziffern. 

Ein weiterer Verkauf aus dem in V. aufgezogenen Hanf ist nicht bewiesen; was 
noch eingelagert bzw. am Wachsen war, ist beschlagnahmt worden. Dem abge-
hörten Gespräch zwischen dem Beschuldigten und D. vom 14. Oktober 2003 
(vorne E. 2.7.12) ist zwar zu entnehmen, dass noch 200 oder 300 Kilo vorläufig 
„nicht raus gelassen“ werden, weil das Zeugs nicht richtig trocken sei. Dabei (wie 
auch bei anderen Hanfquantitäten, von denen in den überwachten Gesprächen 
die Rede war) dürfte es sich aber um „Ware“ aus anderweitiger Produktion han-
deln, welche von der Anklage nicht erfasst ist. Zudem ist aus dem Gespräch zu 
schliessen, dass bis dahin ein Verkauf noch nicht stattgefunden hat; für einen all-
fälligen späteren Verkauf liegt kein Beweis vor. Der Beschuldigte bestritt an der 
Hauptverhandlung, mit anderen Hanfsachen als jenen in V. zu tun gehabt zu ha-
ben (cl. 146 pag. 146.930.7). Weitere Verkaufserlöse aus der Produktion in V. 
sind auch deshalb nicht nahe liegend, weil B. seit der Beschlagnahme in V. stets 
darauf hingewiesen hat, dass ihm das dringend benötigte Geld fehle (vgl. vorne 
E. 2.7.14, 2.7.17, 2.7.18).  

Nach dem Gesagten ist nur ein Verkauf von total 15 Kilo Hanf und mindestens 
ein finanzieller Erlös von brutto Fr. 80'000.– (Umsatz) bzw. netto Fr. 26'000.– 
(Gewinn) aus dem in der Halle in V. produzierten Hanf erwiesen. 

3. Rechtliches 

3.1  
3.1.1 Gemäss Anklageschrift wird dem Beschuldigten unbefugter Anbau von Hanfkraut 

sowie unbefugtes Herstellen, Verarbeiten, Lagern, Verkaufen, In-Verkehr-
Bringen, Besitzen, Aufbewahren, Kaufen und Sonstwie-Erlangen von Betäu-
bungsmitteln vorgeworfen.  

Der Grundtatbestand von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-6 BetmG umfasst beinahe alle 
denkbaren Formen einer Beteiligung am illegalen Drogenverkehr, vom Stadium 
der Herstellung bis hin zur Abgabe des Stoffes an den Konsumenten; sogar der 
Versuch (im Sinne von Art. 22 f. StGB) sowie gewisse qualifizierte Vorberei-
tungshandlungen hinsichtlich der in Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-5 BetmG genannten 
Handlungen werden erfasst und zu selbstständigen Delikten mit derselben Straf-

- 30 - 

drohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen aufgewertet (BGE 130 IV 
131 E. 2.1; 121 IV 198 E. 2a; ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäu-
bungsmittelgesetzes [Art. 19-28 BetmG], 2. Aufl., Bern 2007, Art. 19 BetmG 
N. 41 mit Hinweisen). Bei den einzelnen Tathandlungen von Art. 19 Ziff. 1 
BetmG handelt es sich um verschiedene Entwicklungsstufen derselben delikti-
schen Tätigkeit (TPF 2006 221 E. 2.1.1; ALBRECHT, a.a.O., Art. 19 BetmG 
N. 185). Für einen Schuldspruch genügt es deshalb, wenn von mehreren tatbe-
standsmässigen Handlungen, die sich jeweils auf die gleiche individualisierte 
Drogenart und -menge beziehen, eine Handlung tatsächlich erwiesen ist (TPF 
2006 221 E. 2.2.2; vgl. zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts 6S.99/2007 
vom 28. Juni 2007, E. 5.2.1 f. mit Hinweisen).  

Jede der in Art. 19 Ziff. 1 BetmG aufgeführten Handlungen hat die Bedeutung ei-
nes selbstständigen Straftatbestandes, so dass Täter derjenige ist, der in eigener 
Person einen der gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt 
(BGE 133 IV 187 E. 3.2). 

3.1.2 Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts 
vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so 
dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Das ist der Fall, wenn sein Tatbeitrag nach 
den Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des 
Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt (BGE 133 IV 76 E. 2.7 
mit Hinweisen; zum Mittäterschaftsbegriff vgl. TRECHSEL/JEAN-RICHARD, Schwei-
zerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, vor 
Art. 24 StGB N. 12; FORSTER, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2007, 
vor Art. 24 StGB N. 7 ff.). Bei Betäubungsmitteldelikten ist Mittäterschaft anzu-
nehmen, wenn der Beschuldigte eine der gesetzlichen Tatformen in direktem Zu-
sammenwirken mit einem anderen verübt oder wenn er die Tatausführung ande-
rer durch Planung respektive Schaffung von Rahmenbedingungen wesentlich 
prägt (vgl. zum Ganzen: Entscheide des Bundesstrafgerichts SK.2006.14 vom 
5. April 2007, E. II.1.5 und SK.2007.15 vom 26. September 2007, E. II.1.4).  

3.1.3 Der Beschuldigte hat sich durch sein Handeln an der Aufzucht zweier Tranchen 
mit 6'360 und mindestens 3'260 Hanfpflanzen (ohne die angeblich verdorbenen 
Pflanzen) beteiligt. Er hat die Indoor-Hanfanlage in V. zwar nicht eigenhändig be-
trieben und den Akten lässt sich – auch wenn seine mehrmalige Anwesenheit in 
der Anlage bewiesen ist – nicht entnehmen, dass er sich persönlich mit den 
Hanfpflanzen beschäftigt hat. In objektiver Hinsicht hat er jedoch im Wissen um 
den alleinigen Zweck der Halle die Investitionen wesentlich mitfinanziert, sich zu 
Fragen der Strategie beim operativen Verantwortlichen und Mitbesitzer der Anla-
ge (B.) eingebracht und dem Gärtner C. auf Anfrage hin Anweisungen erteilt und 
ihn beraten. Dies alles machte er in der Erwartung, aus dem in der Halle aufge-

- 31 - 

zogenen Hanf einen Ertrag zu erwirtschaften, der auch ihm – über die finanzielle 
Beteiligung hinaus – zugute kommen sollte. Erwiesen ist überdies, dass zumin-
dest ein Teil der Ernte aus der ersten Tranche durch B. verkauft werden konnte. 
Mithin hat der Beschuldigte im Rahmen des Tatplans das Schaffen anderer beim 
Anbau und Verkauf von betäubungsmittelfähigem Hanf zielgerichtet gefördert 
und unterstützt und die finanziellen Rahmenbedingungen dafür geschaffen. Er 
handelte somit als Mittäter objektiv tatbestandsmässig und verstiess mehrfach 
gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1 und 4 BetmG. 

3.2 Widerhandlungen nach Art. 19 BetmG sind nur bei Vorsatz strafbar, wobei Even-
tualvorsatz genügt (ALBRECHT, a.a.O., Art. 19 BetmG N. 230 mit Hinweisen). Bei 
Mittäterschaft ist darüber hinaus ein gemeinsamer Tatentschluss aller Beteiligten 
erforderlich (TRECHSEL/JEAN-RICHARD, a.a.O., vor Art. 24 N. 13 mit Hinweisen). 

Ein Vorsatz ist nach dem Ausgeführten beim Beschuldigten unzweifelhaft. Der 
Beschuldigte erklärte in der Hauptverhandlung, dass ihm die Strafbarkeit seines 
Tuns – nämlich die Aufzucht von Hanf – bewusst war (cl. 146 pag. 146.930.9). 
Das gemeinsame Investieren in eine gewinnorientierte Produktionslage für Can-
nabis ist dabei ausreichender Beweis für einen gemeinsamen Tatentschluss mit 
B.. Der Beschuldigte erklärte dazu, dass er seinem Bruder auch geholfen hätte, 
wenn er das Geld nicht von ihm erhalten hätte (cl. 146 pag. 146.930.9).  

3.3 Drogendelikte sind in ihrer Grundform (Art. 19 Ziff. 1 BetmG) allesamt mit Frei-
heitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht. Bei dieser Strafdrohung 
verjährt die Strafverfolgung sieben Jahre nachdem der Täter die letzte strafbare 
Tätigkeit ausführt (Art. 97 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 98 StGB). Da in concreto keine 
Sachverhalte aus der Zeit nach 2003 angeklagt sind, kann es nur noch dann zu 
einer Verurteilung kommen, wenn auf eine qualifizierte Tatbegehung im Sinne 
von Art. 19 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 BetmG zu erkennen ist. In diesem Fall beträgt der 
Strafrahmen ein bis zu zwanzig Jahre Freiheitsstrafe und die Strafverfolgungs-
verjährung tritt erst 15 Jahre nach der Tat ein (Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB). 

3.4 Die Bundesanwaltschaft legt dem Beschuldigten in zweifacher Hinsicht eine qua-
lifizierte Tatbegehung zur Last, einerseits wegen bandenmässiger Tatbegehung 
im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. b BetmG und andererseits wegen Erzielens eines 
grossen Umsatzes durch gewerbsmässigen Handel im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 
lit. c BetmG (cl. 146 pag. 146.100.2 und 146.100.6, pag. 146.110.2 f.).  

3.5  
3.5.1 Nach Art. 19 Ziff. 2 lit. b BetmG liegt ein schwerer Fall vor, wenn der Täter als 

Mitglied einer Bande handelt, die sich zur Ausübung des unerlaubten Betäu-
bungsmittelverkehrs zusammengefunden hat.  

- 32 - 

 
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist Bandenmässigkeit gegeben, 
wenn zwei oder mehrere Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent ge-
äusserten Willen zusammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer (d.h. mehr 
als zwei [Urteil des Bundesgerichts 6B_1047/2008 vom 20. März 2009, E. 4.1]) 
selbstständiger, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straftaten zu-
sammenzuwirken. Es macht hierbei keinen Unterschied, ob zwei oder mehr Täter 
vorhanden sind; entscheidend ist einzig der ausdrücklich oder konkludent mani-
festierte Wille, inskünftig zur Verübung mehrerer selbstständiger, im Einzelnen 
noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwirken, und dieser Zusammenschluss 
(auch nur zweier Personen) ist es, der den Einzelnen psychisch und physisch 
stärkt, ihn deshalb besonders gefährlich macht und die Begehung von weiteren 
solchen Straftaten voraussehen lässt. In einem nicht publizierten Entscheid vom 
25. April 1997 (6S.734/1996) hat sich das Bundesgericht gefragt, ob für den Be-
griff der Bande weniger auf die Zahl der Beteiligten und stattdessen mehr auf den 
Organisationsgrad und die Intensität der Zusammenarbeit der Täter abgestellt 
werden sollte. Bei dieser Betrachtungsweise würde der Umstand, dass sich "nur" 
zwei Personen zur fortgesetzten Begehung von Straftaten zusammengefunden 
haben, eine bandenmässige Tatbegehung nicht ausschliessen, wenn nur gewis-
se Mindestansätze einer Organisation (etwa einer Rollen- oder Arbeitsteilung) 
und die Intensität des Zusammenwirkens ein derartiges Ausmass erreichten, 
dass von einem bis zu einem gewissen Grade fest verbundenen und stabilen 
Team gesprochen werden kann, auch wenn dieses allenfalls nur kurzlebig war. 
Ist demgegenüber schon die Zusammenarbeit derart locker, dass von Anfang an 
nur ein sehr loser und damit völlig unbeständiger Zusammenhalt besteht, läge 
keine Bande vor (BGE 124 IV 284, E. 2 a; BGE 132 IV 132, E. 5.2). 
 
In BGE 135 IV 158 hat sich das Bundesgericht in grundsätzlicher Auseinander-
setzung mit der Materie dafür ausgesprochen, an der Mindestzahl von zwei Mittä-
tern für eine Bande festzuhalten. Dem Entscheid lag eine Anklage wegen ban-
denmässigen Diebstahls zugrunde. Das Bundesgericht vertrat die Auffassung, 
dass der Gruppendruck und die gegenseitige psychische Stärkung in der Regel 
bei mehr als zwei Tätern höher sein werde. Umgekehrt werde es aber auch im-
mer wieder vorkommen, dass dieser Druck und die psychische Stärkung bei zwei 
Tätern, die sich beispielsweise freundschaftlich oder familiär besonders verbun-
den seien, grösser sein werde als bei einem Trio ohne besonderen Zusammen-
halt. Einzuräumen sei, dass es im Einzelfall schwierig sein könne, solche gradu-
elle Unterschiede festzustellen. Das Anheben der Mindestzahl auf drei Täter wä-
re aber insoweit bloss eine Scheinlösung, als bei drei und mehr Tätern dieselben 
Schwierigkeiten auftreten könnten. Auch hier werde nicht immer klar sein, ob sich 
die Täter zusammenfanden, um künftig eine Mehrzahl von Delikten zu begehen. 
Dass sich Organisation und Absprachen bei zwei Tatbeteiligten in der Regel ein-

- 33 - 

facher gestalten als bei einer Vielzahl von Tätern, sei unbestritten. Doch sei dies 
nicht der entscheidende Punkt. Von Bedeutung sei vielmehr, dass auch bei nur 
zwei Tätern von einem fest verbundenen und stabilen Team gesprochen werden 
könne, was über die Mittäterschaft hinausgehe. Dass es im Einzelfall schwierig 
sei, derartige Feststellungen zu treffen, liege auf der Hand. Doch lieferten gerade 
Absprachen und auch gewisse Mindestansätze einer Organisation (z.B. einer 
Rollen- oder Arbeitsteilung) Hinweise dazu.  
 
Die Übertragung einer Definition aus dem klassischen Vermögensstrafrecht auf 
die Tatbestände der Betäubungsmitteldelinquenz ist in der Literatur als höchst 
problematisch bezeichnet worden. So schreibt ALBRECHT (a.a.O., Art. 19 N. 242) 
unter Bezugnahme auf andere Lehrmeinungen, der unbefugte Drogenhandel 
werde regelmässig und typischerweise durch mehrere Personen gemeinsam be-
trieben, weshalb im wiederholten Zusammenwirken keine erhöhte Strafwürdigkeit 
liege. In diesem Zusammenhang sei auf die sehr wesentliche Strafdifferenz zwi-
schen Art. 19 Ziff. 1 und Art. 19 Ziff. 2 BetmG hinzuweisen. Infolgedessen ver-
langt er für die Drogenhändlerbande mindestens vier bis fünf Mitglieder. Ausser-
dem bedürfe der Zusammenschluss dieser Personen Organisationsstrukturen, 
die auf ein länger dauerndes Zusammenwirken und auf eine gewisse Intensität 
einer finanziell motivierten Handelstätigkeit hindeuten. SABRINA KRONENBERG 
bemerkt dazu, dass anstelle eines vom gemeinen Strafrecht abweichenden Ban-
denbegriffs vielmehr der Strafrahmen von Art. 19 Ziff. 2 BetmG dem geltenden 
Bandenbegriff anzupassen wäre (SABRINA KRONENBERG, Der Bandenbegriff im 
schweizerischen Strafrecht, in: forumpoenale 1/2011 S. 50 ff., 54 FN 48). 

3.5.2 Gerade im vorliegenden Fall (Investition in eine Indoor-Anlage, Anbau und Auf-
zucht von Hanf für Betäubungsmittel) bedarf es – im Gegensatz zum Handel – 
nicht typischerweise mehrerer Personen; auch eine Alleintäterschaft ist denkbar. 
Das Zusammenwirken zweier Personen kann mithin im Hinblick auf eine erhöhte 
Strafwürdigkeit die selbe zusätzliche Qualität erreichen wie ein Zusammenwirken 
von vier oder fünf Mitgliedern; insofern kann hier ohne Weiteres auf BGE 135 IV 
158 abgestellt werden. Bei den Gebrüdern A. und B. kann durchaus von einem 
fest verbundenen und stabilen Team gesprochen werden, in welchem Abspra-
chen (gemeinsame Investitionen, die durch mehrfache Aufzucht von drogenfähi-
gem Hanf zu amortisieren sind; unbefristeter Mietvertrag für eine Halle) und An-
zeichen einer Organisation (Rollen- und Arbeitsteilung) vorhanden sind. Gerade 
der Einsatz des Gärtners, dem eine eher untergeordnete Rolle zufiel, erscheint 
hierfür typisch: während dieser von B. angestellt wurde und die Gärtnerarbeit in 
der Hanfanlage – teilweise zusammen mit B. – erledigte, trat der Beschuldigte – 
soweit der Gärtner keine hinreichenden Kenntnisse hatte oder unsicher war – als 
primäre Ansprechperson für Fachfragen und in Problemsituationen in Erschei-
nung. Für eine erhöhte Stabilität des Duos sprechen darüber hinaus die familiä-

- 34 - 

ren Bande, welche der Beschuldigte ausdrücklich als Grund für seine Beteiligung 
bezeichnete (cl. 146 pag. 146.930.7), und die Zugehörigkeit beider zum streng 
organisierten Verein der Hells Angels, in dessen Clublokal mehrmals Angelegen-
heiten betreffend der Anlage besprochen wurden.  
 
Der Zusammenschluss hatte den Zweck, auch künftig weitere Drogendelikte der 
selben Art zu begehen. Dies ergibt sich in objektiver Hinsicht zunächst daraus, 
dass der Beschuldigte und sein Bruder B. trotz vereinbarter monatlicher Miet-
zinszahlung (vgl. Ziff. 4.3 des Mietvertrags; cl. 103 pag. 8046) mittels Vorauszah-
lung den Mietzins für die Halle für sechs Monate beglichen (vorne E. 2.7.6; vgl. 
E. 2.7.12) und mindestens Fr. 100'000.– (vorne E. 2.7.1, 2.7.13, 2.7.20), eventu-
ell rund Fr. 200'000.– (vorne E. 2.8.1) investiert hatten, um sie für die Produktion 
von Hanf einzurichten. B. sagte vor dem kantonalen Untersuchungsrichter aus, 
da er davon ausgegangen sei, dass Cannabis in der Schweiz demnächst legali-
siert werde, habe er für die Einrichtung der Hanfanlage nur die besten Materialien 
verwendet und für die elektrischen Anlagen einen Fachmann beauftragt, damit 
sie baulich konform seien (cl. 44 pag. 125). Gemäss seiner Kalkulation hätte die 
Anlage jeden zweiten Monat brutto Fr. 160'000.– bis Fr. 200'000.– abwerfen sol-
len (vorne E. 2.7.1), aufgrund seiner Aussagen im Strafverfahren mindestens 
Fr. 120'000.– bis Fr. 200’000.– (30-50 kg Hanf à Fr. 4'000.–; vorne E. 2.8.1). An 
laufendem Aufwand für Stecklinge, Strom, Gärtner und Miete rechnete er mit 
Fr. 54'000.– pro Tranche bzw. Produktionszyklus. Demnach war ein Nettoertrag 
von maximal Fr. 146'000.– und minimal Fr. 66'000.– pro Aufzucht erzielbar. Da-
mit wäre die Investition im Idealfall mit zwei Tranchen amortisierbar gewesen. Da 
mit der ersten Tranche nur ca. Fr. 80'000.– brutto gelöst worden waren, wäre ei-
ne ausgeglichene Rechnung erst mit der dritten Aufzucht zu erreichen gewesen. 
Aufgrund der abgehörten Äusserungen von B. ist erwiesen, dass die Beteiligten 
kein Verlustgeschäft machen und auch nicht bloss ihre Unkosten gedeckt haben 
wollten. Der Beschuldigte bestätigte in der Hauptverhandlung, dass die Absicht 
bestand, grössere Mengen Hanf für Verkaufszwecke zu produzieren (cl. 146 
pag. 146.930.8). Dass die Beteiligten einen „Businessplan“ hatten, ergibt sich 
auch aus der abgehörten Äusserung von B., wonach diese Anlage jeden zweiten 
Monat (und nicht bloss zweimal) Fr. 160'000.– abwerfe (E. 2.7.1). Im gleichen 
Sinne äusserte er sich am 3. Oktober 2003 beim St. Galler Untersuchungsrichter, 
als er aussagte, dass von Mitte bis Ende Oktober 2003 „eine erste Ernte“ resul-
tiert hätte (cl. 103 pag. 8012 ff.). Auch aus der im Zusammenhang mit der Haus-
durchsuchung in V. gemachten abgehörten Äusserung von B. vom 15. Oktober 
2003, wonach er nicht wisse, wie es nun finanziell weitergehen solle (vorne 
E. 2.7.14), ist zu schliessen, dass die Anlage für mehrere Produktionszyklen ge-
baut worden war. Dem Vermieter der Halle war ein jährliches Handgeld von 
Fr. 10'000.– versprochen worden (E. 2.7.6), was eine Langfristigkeit der Investiti-
onen in die Halle für die Produktion von Hanf untermauert.  

- 35 - 

3.5.3 Auch die Bandenmässigkeit beim Handeln bedarf des Vorsatzes. Dazu ist we-
sentlich, ob der Täter die Tatsachen kannte und wollte, aus denen das Gericht 
den rechtlichen Schluss auf bandenmässige Tatbegehung zieht. Bandenmässig-
keit ist erst anzunehmen, wenn der Wille der Täter auf die gemeinsame Verübung 
einer Mehrzahl von Delikten gerichtet ist (BGE 124 IV 86 E. 2b mit Hinweisen).  

Der Beschuldigte handelte im Rahmen einer längerfristigen Investition, welche er 
zusammen mit seinem Bruder B. getätigt hatte und von der beide längerfristig ei-
nen Gewinn mittels unbefugter Betäubungsmittelproduktion erwarteten. Ein sol-
cher war nur erzielbar durch einen wiederholten Anbau von Hanf und dessen 
Verkauf; auf kurze Sicht wäre der Betrieb der Anlage unrentabel gewesen. Die 
hohen Investitionen zur Einrichtung der Halle wären daher kaum getätigt worden 
ohne die Aussicht auf einen längerfristig erzielbaren Gewinn. Aus diesem Ge-
winnstreben ist zu schliessen, dass nicht bloss eine oder zwei, sondern möglichst 
viele Tranchen an Hanfpflanzen aufgezogen und verarbeitet werden sollten, um 
das Endprodukt zu verkaufen. Gemäss einer abgehörten Äusserung des Be-
schuldigten vom 2. Oktober 2003 handelte es sich in V. um eine gute und teure 
Einrichtung (vorne E. 2.7.4). Vor Gericht bestätigte der Beschuldigte, dass er 
wusste, dass in der Halle eine komplett eingerichtete Hanfanlage installiert war, 
und dass vorgesehen war, grössere Mengen an Hanf zu produzieren und zu ver-
kaufen (cl. 146 pag. 146.930.8). Er erklärte zudem, dass sein Bruder B. immer 
gesagt habe, Hanf werde in nächster Zeit legalisiert, und er wolle einer der Ers-
ten sein, der eine solche Anlage betreibe (cl. 146 pag. 146.930.8). Er wusste 
demnach, dass der Betrieb der Anlage auf lange Sicht erfolgen sollte. Nach dem 
Gesagten ist erwiesen, dass der Beschuldigte sich mit seinem Bruder B. zusam-
menschloss, um eine Mehrheit von Delikten der selben Art zu verüben und bis 
zur Hausdurchsuchung in V. Ende September 2003 bereits verübt hatte. Er han-
delte demnach vorsätzlich als Mitglied einer Bande. 

An diesem Ergebnis ändert nichts, dass der Mitbeteiligte C. separat beurteilt und 
mit Urteil des Kreisgerichts Werdenberg-Sargans vom 28. September 2004 (vgl. 
vorne Sachverhalt lit. J) der gewerbsmässigen, nicht aber der bandenmässigen 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen wurde 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1047/2008 vom 20. März 2009, E. 4.2). Die-
ser Schuldspruch erging (unter Hinweis auf den Sachverhalt in der Anklage-
schrift) mit der Begründung, C. habe nicht als Teil einer Bande, sondern lediglich 
im Auftrag von B. gehandelt, d. h. dass die Kriterien der Bandenmässi