# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13268aeb-27f6-52ca-bf8d-9cb07de717ea
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.08.2017 UE170083
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE170083_2017-08-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE170083-O/U/TSA 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. F. Schorta, Präsidentin i. V., die Ersatzoberrich-

ter Dr. iur. T. Graf und lic. iur. A. Schärer sowie Gerichtsschreiber 

lic. iur. S. Betschmann 

 
 

Beschluss vom 4. August 2017 

 
 

in Sachen 

 
A._____, lic. iur.,  

Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
1. B._____,  

2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

Beschwerdegegner 

 

betreffend Nichtanhandnahme 
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft Zürich - Limmat vom 21. März 2017, B-2/2017/10009445 

 

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Erwägungen: 

1. Mit Schreiben vom 15. Februar 2017 an die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
erstattete A._____ (Beschwerdeführer) Strafantrag bzw. Strafanzeige gegen den 

Journalist B._____ (Beschwerdegegner) "betreffend Verstoss gegen Art. 3 Abs. 1 

lit. a UWG sowie aus allen sonstigen Rechtsgründen". Die erwähnte UWG-

Verletzung sah der Beschwerdeführer in zwei Artikeln, welche am tt. April sowie 

am tt. September 2016 in der Zeitschrift "C._____" erschienen sind (Urk. 18/1). 

Mit Verfügung vom 21. März 2017 nahm die Staatsanwaltschaft eine Strafunter-

suchung nicht an Hand, da kein gültiger Strafantrag vorliege; die Antragsfrist von 

drei Monaten gemäss Art. 31 StGB sei nicht eingehalten worden. Im Artikel vom 

tt. April 2016 werde eine Stellungnahme des Beschwerdeführers zu seiner Rolle 

als Vermittler von "…" zitiert; mindestens für diesen Artikel stehe zweifelsfrei fest, 

dass er den Täter und den geplanten Artikel seit April 2016 gekannt habe. Auch 

für den Artikel vom tt. September 2016 sei davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer bereits im Jahr 2016 davon Kenntnis erhalten habe. Andernfalls 

hätte der rechtskundige Beschwerdeführer mit Sicherheit erläutert, warum er erst 

so spät eine Anzeige erstattet habe (Urk. 5 = Urk. 18/7). 

2. Gegen die dem Beschwerdeführer am 24. März 2017 zugegangene Nichtan-

handnahmeverfügung (vgl. Urk. 18/8) erhob er mit Eingabe vom 3. April 2017 

rechtzeitig Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung (Urk. 2). Die dem Beschwerdeführer auferlegte Sicherheitsleistung von 

Fr. 2'000 leistete dieser innert zweifach erstreckter Frist (Urk. 6-14). 

Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Vernehmlassung und reichte die Un-

tersuchungsakten ein (Urk. 17 f.). Der Beschwerdegegner liess sich nicht ver-

nehmen (vgl. Urk. 19). 

3. Aufgrund von Ferienabwesenheiten ergeht der vorliegende Beschluss teilweise 

in anderer als den Parteien angekündigter Besetzung. 

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4.1. Der Beschwerdeführer sieht durch die zwei beanzeigten Artikel des 

"C._____" seine Geschäftsehre "in nicht hinzunehmender Weise herabgesetzt" im 

Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG (Urk. 18/1 Ziff. II.B.5). 

In der Beschwerdeschrift führt er zur Rechtzeitigkeit der Strafanträge aus, bei den 

beanzeigten Delikten handle es sich um Dauerdelikte, da beide Artikel nicht nur in 

der Zeitschrift "C._____" publiziert worden seien, sondern auch im Internet, wo sie 

ausserdem mit sog. "Tags" auf den Namen A._____ und/oder Rechtsanwalt 

A._____ verknüpft worden seien (Urk. 2 Ziff. II.2). Ein Dauerdelikt liege nach der 

geltenden Rechtsprechung vor, wenn die Begründung des rechtswidrigen Zu-

standes mit den Handlungen, die zu seiner Aufrechterhaltung vorgenommen wer-

den beziehungsweise mit der Unterlassung seiner Aufhebung eine Einheit bilde 

und das auf Perpetuierung des deliktischen Erfolges gerichtete Verhalten vom be-

treffenden Straftatbestand ausdrücklich oder sinngemäss mitumfasst werde. Der 

rechtswidrige Zustand sei durch die jederzeit öffentlich zugängliche Publikation 

der beiden Artikel im Internet, verbunden mit einer Verknüpfung seines Namens 

mit Schlagworten aus den beiden Artikeln, perpetuiert worden (a. a. O., Ziff. II.3 f.). 

4.2. Wie die Staatsanwaltschaft in der Nichtanhandnahmeverfügung zu Recht 
ausgeführt hatte, handelt es sich beim beanzeigten UWG-Tatbestand um ein An-

tragsdelikt (Art. 3 Abs. 1 lit. a i. V. m. Art. 23 Abs. 1 UWG). Gemäss (Art. 333 

Abs. 1 i. V. m.) Art. 31 StGB erlischt das Antragsrecht nach Ablauf von drei Mona-

ten. Die Frist beginnt, sobald dem Berechtigten Täter und Tat, d. h. deren Tatbe-

standselemente, bekannt sind; erforderlich ist dabei eine sichere, zuverlässige 

Kenntnis, die ein Vorgehen gegen den Täter als aussichtsreich erscheinen lässt 

(BGE 126 IV 131 E. 2a; BGE 121 IV 272 E. 2a). 

Bei Dauerdelikten beginnt die Antragsfrist erst mit der Beendigung des Delikts, 

d. h. mit Beseitigung des rechtswidrigen Zustands bzw. dem Abbruch des delikti-

schen Verhaltens (BGE 132 IV 49 E. 3.1.2.3; RIEDO, in: Niggli/Wiprächtiger 

[Hrsg.], BSK StGB I, 3. Aufl., Basel 2013, Art. 31 N 22; STRATENWERTH/WOHLERS, 

Handkommentar StGB, 3. Aufl., Bern 2013, Art. 31 N 1). Ein Dauerdelikt liegt vor, 

wenn die zeitliche Fortdauer eines rechtswidrigen Zustandes oder Verhaltens 

noch tatbestandsmässiges Unrecht bildet (BGE 132 IV 49 E. 3.1.2.2; BGE 131 IV 

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83 E. 2.1.2; RIEDO, BSK StGB I, a. a. O., Art. 31 N 21; STRATENWERTH/WOHLERS, 

Handkommentar StGB, a. a. O., Art. 98 N 3). Allein der Umstand, dass der delikti-

sche Erfolg über eine gewisse Dauer anhält, genügt dagegen nicht für die An-

nahme eines Dauerdelikts (Urteil des Bundesgerichts 6B_67/2007 vom 2. Juni 

2007 E. 4.2 m. w. H.). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers handelt 

es sich bei unlauterem Wettbewerb nicht um Dauerdelikte. Das tatbestandsmäs-

sige Verhalten des Täters erschöpft sich in der herabsetzenden Äusserung. Er-

folgt die Äusserung durch Veröffentlichung in einem Medium, wie beispielsweise 

einer Zeitschrift oder auf einer Homepage im Internet, kann sie unter Umständen 

noch während langer Zeit von Dritten zur Kenntnis genommen werden, ohne dass 

der Täter hierzu etwas beitragen müsste. Mit der Veröffentlichung der Äusserung 

(bzw. deren Kenntnisnahme) sind diese Delikte vollendet. Das strafrechtlich rele-

vante Unrecht liegt allein in der Herbeiführung des rechtswidrigen Zustandes. Das 

Handeln des Täters ist zeitlich beschränkt, lediglich der unrechtmässige Zustand 

dauert noch fort. Dementsprechend handelt es sich bei unlauterem Wettbewerb 

um ein sog. Zustandsdelikt, für welches die normale Regelung von Art. 31 StGB 

gilt, wonach die Antragsfrist beginnt, sobald dem Berechtigten Tat und Täter be-

kannt sind (Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich UE140292-O vom 

22. Mai 2015 E. II./6.1 m. w. H.). 

4.3. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, die Strafanträge innert der für 
Zustandsdelikte geltenden Frist von Art. 31 StGB gestellt zu haben und wider-

spricht der Darstellung der Staatsanwaltschaft nicht, wonach er von beiden Arti-

keln bereits im Jahr 2016 Kenntnis gehabt habe. Etwas Gegenteiliges ergibt sich 

auch nicht aus den Untersuchungsakten. Damit ist davon auszugehen, dass die 

Strafantragsfristen ungenutzt abliefen, und die Strafanzeige vom 15. Februar 

2017 verspätet erfolgte. Die Beschwerde erweist sich deshalb als unbegründet. 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten zu 
tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und keinen Anspruch auf Entschädigung. Die Ge-

richtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 500.– festzusetzen (§ 17 

Abs. 1 und § 2 Abs. 1 GebV OG), dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit 

der bezogenen Kaution zu verrechnen (Art. 383 Abs. 1 StPO). Dem Beschwerde-

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gegner ist mangels Umtrieben – er liess sich im Beschwerdeverfahren nicht ver-

nehmen – keine Entschädigung zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 500.– festge-

setzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und mit der geleisteten Sicherheits-

leistung verrechnet. 

3. Dem Beschwerdegegner wird keine Entschädigung ausgerichtet. 

4. Die vom Beschwerdeführer geleistete Sicherheitsleistung wird diesem nach 

Abzug der ihm gemäss Ziff. 2 auferlegten Kosten zurückerstattet, vorbehält-

lich allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ad B-2/2017/10009445 (gegen 
Empfangsbestätigung) 

− den Beschwerdegegner (per Gerichtsurkunde) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ad B-2/2017/10009445 unter 
Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 18; gegen Empfangsbe-
stätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte. 

6. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

- 6 - 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Zürich, 4. August 2017 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer 

 
Die Präsidentin i. V.: 

 
 
 

lic. iur. F. Schorta  

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. S. Betschmann 
 

	Beschluss vom 4. August 2017
	
	Erwägungen:
	1. Mit Schreiben vom 15. Februar 2017 an die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat erstattete A._____ (Beschwerdeführer) Strafantrag bzw. Strafanzeige gegen den Journalist B._____ (Beschwerdegegner) "betreffend Verstoss gegen Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG sowie...
	Mit Verfügung vom 21. März 2017 nahm die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung nicht an Hand, da kein gültiger Strafantrag vorliege; die Antragsfrist von drei Monaten gemäss Art. 31 StGB sei nicht eingehalten worden. Im Artikel vom tt. April 2016 ...
	2. Gegen die dem Beschwerdeführer am 24. März 2017 zugegangene Nichtanhandnahmeverfügung (vgl. Urk. 18/​8) erhob er mit Eingabe vom 3. April 2017 rechtzeitig Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung (Urk. 2). Die dem Beschwe...
	Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Vernehmlassung und reichte die Untersuchungsakten ein (Urk. 17 f.). Der Beschwerdegegner liess sich nicht vernehmen (vgl. Urk. 19).
	3. Aufgrund von Ferienabwesenheiten ergeht der vorliegende Beschluss teilweise in anderer als den Parteien angekündigter Besetzung.
	4.
	4.1. Der Beschwerdeführer sieht durch die zwei beanzeigten Artikel des "C._____" seine Geschäftsehre "in nicht hinzunehmender Weise herabgesetzt" im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG (Urk. 18/​1 Ziff. II.B.5).
	In der Beschwerdeschrift führt er zur Rechtzeitigkeit der Strafanträge aus, bei den beanzeigten Delikten handle es sich um Dauerdelikte, da beide Artikel nicht nur in der Zeitschrift "C._____" publiziert worden seien, sondern auch im Internet, wo sie ...
	4.2. Wie die Staatsanwaltschaft in der Nichtanhandnahmeverfügung zu Recht ausgeführt hatte, handelt es sich beim beanzeigten UWG-Tatbestand um ein Antragsdelikt (Art. 3 Abs. 1 lit. a i. V. m. Art. 23 Abs. 1 UWG). Gemäss (Art. 333 Abs. 1 i. V. m.) Art....
	Bei Dauerdelikten beginnt die Antragsfrist erst mit der Beendigung des Delikts, d. h. mit Beseitigung des rechtswidrigen Zustands bzw. dem Abbruch des deliktischen Verhaltens (BGE 132 IV 49 E. 3.1.2.3; Riedo, in: Niggli/​Wiprächtiger [Hrsg.], BSK StGB...
	4.3. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, die Strafanträge innert der für Zustandsdelikte geltenden Frist von Art. 31 StGB gestellt zu haben und widerspricht der Darstellung der Staatsanwaltschaft nicht, wonach er von beiden Artikeln bereits im J...
	5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und keinen Anspruch auf Entschädigung. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 500.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 ...

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 500.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer auferlegt und mit der geleisteten Sicherheitsleistung verrechnet.
	3. Dem Beschwerdegegner wird keine Entschädigung ausgerichtet.
	4. Die vom Beschwerdeführer geleistete Sicherheitsleistung wird diesem nach Abzug der ihm gemäss Ziff. 2 auferlegten Kosten zurückerstattet, vorbehältlich allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ad B-2/2017/10009445 (gegen Empfangsbestätigung)
	 den Beschwerdegegner (per Gerichtsurkunde)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ad B-2/2017/10009445 unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 18; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte.

	6. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgeset...