# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35167fe4-849c-5136-a160-49b3abab7257
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.01.2023 F-609/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-609-2021_2023-01-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-609/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,  

Richter Gregor Chatton,    

Gerichtsschreiber Mathias Lanz. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______,  

2. B._______,  

Beschwerdeführerinnen,  

beide vertreten durch David Hürlimann und Jens Lehmann, 

Rechtsanwälte, CMS von Erlach Partners AG,   
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,    

Vorinstanz.   
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-FR). 

 

 

 

F-609/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Am 11. Mai 2016 richtete die französische Steuerbehörde, die Direc-

tion Générale des Finances Publiques (DGFP; nachfolgend auch: ersu-

chende Behörde), gestützt auf Art. 28 des Abkommens vom 9. September 

1966 zwischen der Schweiz und Frankreich zur Vermeidung der Doppel-

besteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Ver-

mögen und zur Vermeidung von Steuerbetrug und Steuerflucht 

(SR 0.672.934.91, DBA CH-FR) ein Amtshilfeersuchen an die Eidgenössi-

sche Steuerverwaltung (ESTV; nachfolgend auch: Vorinstanz). 

Als vom Ersuchen betroffene Personen nannte die DGFP mutmasslich in 

Frankreich steuerpflichtige Personen, die anhand einer dem Ersuchen bei-

gelegten Liste identifizierbar seien. Als Informationsinhaberin in der 

Schweiz wurde die UBS AG (heute: UBS Switzerland AG; nachfolgend: 

UBS) genannt. Die Informationen würden für die Erhebung der französi-

schen Einkommenssteuer («impôt sur le revenu») für die Steuerjahre 2010 

bis 2014 und die Solidaritätssteuer auf Vermögen («impôt de solidarité sur 

la fortune») für die Steuerjahre 2010 bis 2015 benötigt. 

A.b Grundlage des Ersuchens bildeten drei Listen, die aus einer in 

Deutschland gegen die UBS geführten Strafuntersuchung stammen und 

Angaben zu über 45'000 UBS-Konten enthalten. Anhand der in den Listen 

erfassten Domizilcodes vermutete die DGFP, dass die ihr mehrheitlich na-

mentlich nicht bekannten Kontoinhaber beziehungsweise wirtschaftlich Be-

rechtigten einer Steuerpflicht in Frankreich unterliegen. Aufgrund zahlrei-

cher Hinweise, wonach französische Steuerpflichtige ihren Steuerpflichten 

nicht nachgekommen waren und mit Blick darauf, dass gegen die UBS in 

Frankreich ein Strafverfahren wegen des Aufbaus eines umfassenden 

Steuerfluchtsystems eingeleitet worden war, nahm die DGFP an, dass die 

in den Listen aufgeführten Kontodaten beziehungsweise die damit verbun-

denen Vermögenswerte in Frankreich pflicht- und rechtswidrig weder de-

klariert noch versteuert worden waren. Die DGFP schätzte die dadurch für 

den französischen Fiskus entstandenen Mindereinnahmen auf bis zu meh-

reren Milliarden Euro. 

A.c Konkret ersuchte die DGFP die ESTV für jedes in der Beilage des Er-

suchens aufgeführte Konto um die Übermittlung der folgenden Informatio-

nen für den Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2015:  

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a) Name(n)/Vorname(n), Geburtsdaten und letzte bekannte Adresse ge-

mäss den Bankunterlagen  

(i) des/der Kontoinhaber(s)  

(ii) der wirtschaftlich berechtigten Person(en) gemäss Formular A  

(iii) jeder anderen Person, die in die Rechte und Pflichten der bei-

den letztgenannten Personen tritt  

b) die Kontostände jeweils per 1. Januar der Jahre 2010 bis 2015.  

B.  

B.a Mit Editionsverfügung vom 10. Juni 2016 forderte die Vorinstanz die 

UBS auf, die ersuchten Informationen einzureichen. Zudem bat sie diese, 

die betroffenen Personen mit noch aktiven Geschäftsbeziehungen über 

das Amtshilfeverfahren zu informieren. 

B.b Darüber hinaus informierte die ESTV die betroffenen Personen mittels 

Publikation im Bundesblatt vom 26. Juli 2016 über das laufende Amtshilfe-

verfahren und den wesentlichen Inhalt des Amtshilfeersuchens. 

C.  

Die UBS erteilte der ESTV die ersuchten Informationen mit Teillieferungen 

im Zeitraum vom 24. Juni 2016 bis 28. Juli 2017. 

D.  

Die ESTV und die DGFP einigten sich im Briefwechsel vom 11. Juli 2017 

auf eine Verständigungslösung betreffend Einhaltung des Spezialitätsprin-

zips. Zudem teilte die DGFP der ESTV am 11. Juli 2017 mit, allfällige von 

den schweizerischen Behörden im Zusammenhang mit UBS-Konten erhal-

tene Informationen würden im Strafverfahren gegen die Bank nicht verwen-

det werden.  

E.  

E.a Am 9. Februar 2018 erliess die ESTV acht Schlussverfügungen gegen 

gewisse betroffene Personen – darunter die UBS, die mit Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts A-4974/2016 vom 25. Oktober 2016 als Partei an-

erkannt worden war –, in denen sie das Amtshilfeersuchen Frankreichs als 

zulässig qualifizierte und die Amtshilfe im von der DGFP beantragten Um-

fang gewährte.  

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Seite 4 

E.b Am 9. März 2018 erhob die UBS beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde. Sie beantragte, die Schlussverfügungen vom 9. Februar 2018 

sowie die Editionsverfügung vom 10. Juni 2016 (vgl. Bst. B.a.) seien auf-

zuheben. Mit Urteil A-1488/2018 vom 30. Juli 2018 hiess das Bundesver-

waltungsgericht die Beschwerde gut, soweit es darauf eintrat, und hob die 

Schlussverfügungen vom 9. Februar 2018 und die Editionsverfügung vom 

10. Juni 2016 auf. 

E.c Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde der ESTV hiess das 

Bundesgericht mit Urteil 2C_653/2018 vom 26. Juli 2019, publiziert als 

BGE 146 II 150, gut und bestätigte die Editionsverfügung der ESTV vom 

10. Juni 2016 und die Schlussverfügungen vom 9. Februar 2018. Das Ge-

richt qualifizierte das Listenersuchen Frankreichs vom 11. Mai 2016 als zu-

lässig und die verlangten Informationen als voraussichtlich erheblich. Wei-

ter erkannte es keine konkreten Anhaltspunkte für eine Verletzung des 

Spezialitätsprinzips oder der Geheimhaltungspflicht durch Frankreich. 

F.  

Im Anschluss an das höchstrichterliche Urteil vom 26. Juli 2019 und die 

erst später öffentlich zugänglich gewordene schriftliche Urteilsbegründung 

nahm die ESTV die Bearbeitung der sistierten Verfahren, deren Ausgang 

von der Beurteilung des Ersuchens der DGFP vom 11. Mai 2016 abhängig 

war, wieder auf. Die ESTV gewährte den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 

das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Datenübermittlung an Frankreich. 

Am 31. August 2020 reichte die Beschwerdeführerin 1 eine Stellungnahme 

ein. 

G.  

Mit Schlussverfügung vom 4. Januar 2021 ordnete die ESTV die Leistung 

der Amtshilfe in Bezug auf die von der DGFP erfragten Bankinformationen 

betreffend die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 an. 

H.  

Am 8. Februar 2021 erhoben die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragten unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zulasten des Bundes, die Schlussverfügung der 

ESTV vom 4. Januar 2021 sei aufzuheben. Eventualiter seien die gemäss 

Dispositiv-Ziffer 2 der Schlussverfügung vom 4. Januar 2021 zu liefernden 

in der XML-out (Beilage) befindlichen Informationen zu schwärzen, soweit 

sie sich auf die Beschwerdeführerin 2 beziehen würden. In verfahrens-

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Seite 5 

rechtlicher Hinsicht ersuchten die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 um Ano-

nymisierung sämtlicher Namen, Adressangaben, Kontoinformationen und 

sämtlicher weiteren mit den Parteien und betroffenen Personen zusam-

menhängender Informationen, insbesondere auch in jeglichen Veröffentli-

chungen des Entscheids über die Beschwerde. 

I.  

Am 3. Juni 2021 reichte die Vorinstanz eine Vernehmlassung ein. Sie be-

antragte, die Beschwerde vom 8. Februar 2021 kostenpflichtig abzuwei-

sen.  

J.  

Mit Stellungnahme vom 16. Juni 2021 zur Vernehmlassung hielten die Be-

schwerdeführerinnen 1 und 2 an Begehren und Begründung fest. 

K.  

Am 26. August 2021 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien mit, 

dass nunmehr die Abteilung VI für die Bearbeitung des Verfahrens                       

A-609/2021 zuständig sei und dieses neu unter der Verfahrensnummer              

F-609/2021 geführt werde. Zudem wurden am 26. August 2021 sowie am 

26. April 2022 die Zusammensetzung des Spruchkörpers sowie der einge-

setzte Gerichtsschreiber bekannt gegeben und Frist zur Einreichung eines 

allfälligen Ausstandsbegehrens angesetzt. Die Beschwerdeführerinnen 1 

und 2 liessen sich innert Frist nicht dazu vernehmen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden 

gegen Schlussverfügungen der ESTV im Bereich der internationalen Amts-

hilfe in Steuersachen zuständig (Art. 19 Abs. 1 und 5 des Bundesgesetzes 

vom 28. September 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersachen 

[StAhiG, SR 651.1] i.V.m. Art. 31 ff. VGG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG).  

1.3 Die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 sind zur Erhebung der Be-

schwerde legitimiert (Art. 19 Abs. 2 StAhiG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 

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frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 

Abs. 1 VwVG; Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

2.  

2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 

VwVG).  

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren das 

Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG 

nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheis-

sen oder abweisen. 

2.3 Die streitige Schlussverfügung bezieht sich auf das Listenersuchen der 

DGFP, welches durch das Bundesgericht mit Leitentscheid vom 26. Juli 

2019 – gefällt in öffentlicher Beratung und auszugsweise amtlich publiziert 

in BGE 146 II 150 – als zulässig qualifiziert wurde mit der Folge, dass die 

entsprechende Amtshilfe zu gewähren war. Das Bundesverwaltungsge-

richt ist an dieses Präjudiz gebunden; es darf in Bezug auf Fragen, welche 

das Bundesgericht in diesem Zusammenhang beantwortet hat, nicht von 

dessen Erwägungen abweichen. Ein Beurteilungsspielraum verbleibt ihm 

lediglich in Bezug auf Fragen, welche das Bundesgericht offengelassen hat 

(vgl. Urteile des BVGer A-3045/2020, A-3047/2020 und A-3048/2020, je-

weils vom 29. März 2021 E. 1.4.3). 

3.  

3.1 Landesrechtlich ist die internationale Amtshilfe in Steuersachen im 

Steueramtshilfegesetz geregelt, welches am 1. Februar 2013 in Kraft ge-

treten ist. Abweichende Bestimmungen des im Einzelfall anwendbaren Ab-

kommens bleiben vorbehalten (Art. 1 Abs. 2 StAhiG). 

3.2 Das Amtshilfeersuchen der DGFP stützt sich auf Art. 28 DBA CH-FR 

(in der hier anwendbaren Fassung gemäss Art. 7 des Zusatzabkommens 

vom 27. August 2009 [AS 2010 5683; nachfolgend: Zusatzabkommen 

2009]) und auf Ziff. XI des im DBA CH-FR integrierten Zusatzprotokolls 

(SR 0.672.934.91) in der Fassung gemäss Art. 1 der Vereinbarung vom 

25. Juni 2014 über die Änderung des Zusatzprotokolls zum revidierten Ab-

kommen zwischen der Schweiz und Frankreich vom 9. September 1966 

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zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom 

Einkommen und vom Vermögen und zur Vermeidung von Steuerbetrug 

und Steuerflucht (AS 2016 1195; nachfolgend: Vereinbarung 2014).  

3.3  

3.3.1 Gemäss Art. 11 Abs. 3 des Zusatzabkommens 2009 findet das Zu-

satzabkommen auf Informationsbegehren betreffend Kalender- oder Ge-

schäftsjahre Anwendung, die ab dem 1. Januar nach der Unterzeichnung 

dieses Zusatzabkommens beginnen. Die zitierte Fassung von Art. 28 DBA 

CH-FR ist somit anwendbar auf Amtshilfeersuchen, welche die Kalender- 

oder Geschäftsjahre ab 1. Januar 2010 betreffen.  

3.3.2 In den Übergangsbestimmungen sieht die Vereinbarung 2014 ihre 

Anwendung auf Informationsbegehren betreffend Kalender- oder Ge-

schäftsjahre vor, die ab dem 1. Januar 2010 beginnen (Art. 2 Abs. 2 der 

Vereinbarung 2014). Im Sinne einer Ausnahme findet Art. 1 Abs. 1 der Ver-

einbarung 2014 Anwendung auf Informationsbegehren über Sachverhalte, 

welche Zeiträume ab dem 1. Februar 2013 betreffen (Art. 2 Abs. 3 der Ver-

einbarung 2014). Gemäss dem Leiturteil des Bundesgerichts beschränkt 

Art. 2 Abs. 3 der Vereinbarung 2014 jedoch die Anwendung von Ziff. XI 

Abs. 3 Bst. a des Zusatzprotokolls nur für Gruppenersuchen auf Informati-

onen betreffend Zeiträume ab dem 1. Februar 2013. Demgegenüber kann 

die Amtshilfe für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2010 gewährt werden, 

wenn es sich – wie im vorliegenden Fall – um ein Listenersuchen handelt, 

bei welchem die betroffenen Personen nicht namentlich genannt werden, 

sondern anhand bekannter Banknummern identifiziert werden (BGE 146 II 

150 E. 5.6).  

4.  

4.1 Gemäss Ziff. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls muss das Amtshilfege-

such folgende Informationen enthalten: die Identität der in eine Prüfung  

oder Untersuchung einbezogenen Person, wobei diese Information mittels 

Angabe des Namens der betreffenden Person oder weiterer Informationen, 

welche ihre Identifikation ermöglichen, geliefert werden kann (Bst. a), die 

Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden (Bst. b), die Be-

schreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hinsichtlich der 

Form, in der der ersuchende Staat diese Informationen vom ersuchten 

Staat zu erhalten wünscht (Bst. c), den Steuerzweck, für den die Informa-

tionen verlangt werden (Bst. d) und soweit bekannt, den Namen und die 

Adresse des mutmasslichen Inhabers der verlangten Informationen 

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Seite 8 

(Bst. e). Die Buchstaben a) – e) sind so auszulegen, dass sie einen wirk-

samen Informationsaustausch für die Anwendung von Artikel 28 DBA CH-

FR nicht behindern. 

4.2 Das Bundesgericht hat in BGE 146 II 150 das Amtshilfeersuchen 

Frankreichs vom 11. Mai 2016 für zulässig erklärt, womit es implizit auch 

die Voraussetzungen von Ziff. XI Abs. 3 des Zusatzprotokolls als erfüllt er-

achtete. Dies wird von den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 nicht bestritten. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 erster Satz DBA CH-FR tauschen die zuständi-

gen Behörden der Vertragsstaaten die Informationen aus, die zur Durch-

führung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des 

innerstaatlichen Rechts betreffend Steuern jeder Art und Bezeichnung, die 

für Rechnung der Vertragsstaaten oder ihrer politischen Unterabteilungen 

oder lokalen Körperschaften erhoben werden, voraussichtlich erheblich 

sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Ab-

kommen widerspricht. 

5.2 Der Verweis auf «voraussichtlich erhebliche» Informationen in Art. 28 

Abs. 1 DBA CH-FR soll einen möglichst breiten Informationsaustausch in 

Steuersachen gewährleisten, ohne dass die Vertragsstaaten eine «fishing 

expedition» durchführen oder Informationen verlangen können, deren Er-

heblichkeit für die Aufklärung der Steuerangelegenheiten bestimmter Steu-

erpflichtiger wenig wahrscheinlich ist (Ziff. XI 2. Abs. des Zusatzprotokolls). 

Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit der beantragten In-

formationen gilt als erfüllt, wenn zum Zeitpunkt der Einreichung des Amts-

hilfegesuchs bei vernünftiger Betrachtung die Möglichkeit besteht, dass 

sich die Informationen als erheblich erweisen. Keine Rolle spielt, ob sich 

die Informationen nach ihrer Übermittelung als unerheblich herausstellen. 

Die Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit obliegt in erster Linie 

dem ersuchenden Staat. Der ersuchte Staat beschränkt sich auf die Prü-

fung, ob die verlangten Informationen mit dem im Ersuchen dargelegten 

Sachverhalt zusammenhängen und sich möglicherweise für die Verwen-

dung im ausländischen Verfahren eignen (sog. Plausibilitätsprüfung); er 

kann die Übermittlung von Informationen nur verweigern, wenn er sicher 

ist, dass sie für den ersuchenden Staat nicht sachdienlich sind (BGE 147 

II 116 E. 5.4.1; 144 II 206 E. 4.3; 142 II 161 E. 2.1.1). Einem Amtshilfeer-

suchen fehlt es demnach an der voraussichtlichen Erheblichkeit, wenn es 

zur Beschaffung von Beweismitteln aufs Geratewohl und ohne konkreten 

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Zusammenhang zum laufenden Steuerverfahren gestellt wird («fishing ex-

pedition»; BGE 146 II 150 E. 6.1.2). Das Verbot der «fishing expedition» 

entspricht dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV), der 

zwingend einzuhalten ist (Urteil des BVGer A-1562/2018 vom 3. August 

2020 E. 2.4.2). 

5.3 Der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 26 des Wiener Übereinkom-

mens vom 23. Mai 1969 über das Recht der Verträge [VRK, SR 0.111]) 

führt im Rahmen der Amtshilfe in Steuersachen dazu, dass der ersuchte 

Staat grundsätzlich an die Angaben des ersuchenden Staates gebunden 

ist, soweit diese nicht aufgrund von Fehlern, Lücken oder offensichtlichen 

Widersprüchen sofort entkräftet werden können (BGE 144 II 206 E. 4.4; 

142 II 218 E. 3.3; Urteil des BVGer A-1562/2018 vom 3. August 2020 

E. 2.5). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das ganze Amtshilfeverfah-

ren (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer A-4192/2020, A-4194/2020, 

A-4196/2020 vom 25. März 2021 E. 2.5.1). 

6.  

6.1 Unbestritten ist vorliegend, dass die Beschwerdeführerin 2, eine Stif-

tung mit Sitz in Liechtenstein, Inhaberin eines vom französischen Informa-

tionsersuchen betroffenen Kontos ist und die Beschwerdeführerin 1 an die-

sem Konto beziehungsweise an der Beschwerdeführerin 2 wirtschaftlich 

berechtigt ist. Uneins sind sich die Parteien im Wesentlichen darüber, ob 

die zu übermittelnden Informationen für die Durchsetzung des innerstaatli-

chen Rechts in Frankreich voraussichtlich erheblich sind.  

6.2 Die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 monieren, eine Verknüpfung des 

Kontos mit dem Domizilcode für Frankreich sei nicht statthaft. Die UBS 

habe in Verletzung ihrer bankenrechtlichen Sorgfaltspflicht über Jahre hin-

weg bankintern eine falsche Adresse der Beschwerdeführerin 1 dokumen-

tiert. Letztere habe ihren Wohnsitz seit dem 2. November 2005 im Kanton 

(…) und sei dort unbeschränkt steuerpflichtig. Weder im Zeitpunkt der Er-

stellung der Listen B und C im Jahre 2006 oder 2008, noch während der 

hier relevanten Steuerperioden 2010 bis 2015 habe eine französische Ad-

resse oder ein anderer Konnex bestanden, die eine mutmassliche franzö-

sische Steuerpflicht hätten begründen können.  

6.3 Die (…) Behörden bestätigten am 12. Juli 2017 schriftlich, die Be-

schwerdeführerin 1 sei seit ihrer Ankunft im Kanton (…) am 2. November 

2005 gemäss den Bestimmungen der kommunalen, kantonalen und eidge-

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Seite 10 

nössischen Steuergesetzgebung für die Zwecke der kantonalen, kommu-

nalen und eidgenössischen Steuern unbeschränkt steuerpflichtig. Weiter 

erklärten sie, die Beschwerdeführerin 1 werde nicht auf einer pauschalen 

Grundlage besteuert, die nach dem Mietwert der Wohnstätte bemessen 

werde. Demnach gelte die Beschwerdeführerin 1 als in der Schweiz ansäs-

sig im Sinne von Art. 4 DBA CH-FR (vgl. Akten des Bundesverwaltungsge-

richts [BVGer-act.] 1, Beilage 54). Bereits am 27. April 2006 hatten die (…) 

Behörden in einem Bestätigungsschreiben festgehalten, dass die Be-

schwerdeführerin 1 für die Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuern ver-

anlagt werde (vgl. BVGer-act. 1, Beilage 53). 

6.4 Vorliegend bildet der durch die Informationsinhaberin zugewiesene Do-

mizilcode ein hinreichendes Anknüpfungskriterium für die Herausgabe von 

Informationen. Die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 sind wirtschaftlich Be-

rechtigte respektive Inhaberinnen eines Kontos, das sich unbestritten und 

in Verbindung mit dem Domizilcode für Frankreich auf einer sichergestell-

ten UBS-Liste befand. Damit ist der für die Leistung von Amtshilfe notwen-

dige Bezug zu Frankreich gegeben (vgl. BGE 146 II 150 E. 6; Urteile des 

BVGer F-278/2021 vom 24. Juni 2022 E. 8.3.2; F-6442/2020 vom 10. Juni 

2022 E. 6.2; A-1562/2018 vom 3. August 2020 E. 4.2).  

6.4.1 Die Bestimmung des Steuerwohnsitzes der Beschwerdeführerin 1 im 

Besteuerungszeitraum von 2010 bis 2015 stellt im internationalen Kontext 

eine Frage dar, die nicht im Rahmen eines Amtshilfeverfahrens zu klären 

ist, sondern in die Zuständigkeit der Behörden des ersuchenden Staates 

fällt. Erforderlichenfalls ist dies daher in einem innerstaatlichen, französi-

schen Steuerverfahren zu prüfen (BGE 145 II 112 E. 2.2.2 und E. 3.2; 

142 II 218 E. 3.6 f.; 142 II 161 E. 2.2.2; Urteil des BVGer A-1562/2018 

E. 4.2). Demzufolge sind die Bestätigungen und Einschätzungen der (…) 

Behörden vom 27. April 2006 und vom 12. Juli 2017 nicht geeignet, das 

Ergebnis eines allfälligen Ansässigkeitskonfliktes in Frankreich vorweg zu 

nehmen. Eine unbeschränkte Steuerpflicht der Beschwerdeführerin 1 in 

der Schweiz, wie sie ihr vorliegend vom Kanton (…) schriftlich attestiert 

wurde, steht der Leistung von Amtshilfe somit nicht entgegen 

(BGE 145 II 112 E. 2.2.2; 142 II 161 E. 2.2; Urteil des BGer 2C_805/2018 

vom 23. August 2019 E. 4.5; Urteil des BVGer F-1809/2021 vom 28. Sep-

tember 2022 E. 2.9).  

6.4.2 Ohne Belang ist vorliegend ausserdem, dass die UBS der C._______ 

in (…) – letztere betreut die Beschwerdeführerin 2 seit Ende 2011 – im 

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Seite 11 

Schreiben vom 12. September 2013 mitteilte, anlässlich einer Aktualisie-

rung der Basisdokumente sei festgestellt worden, dass die Domiziladresse 

der Beschwerdeführerin 1 seit ihrem Umzug in die Schweiz im Jahre 2005 

nicht angepasst worden sei. Es obliegt nicht der Informationsinhaberin, den 

Steuerwohnsitz der Beschwerdeführerin 1 mittels einer bankinternen 

Adressdokumentation festzulegen. Inwiefern die UBS die Adresse der Be-

schwerdeführerin 1 und mithin den Domizilcode für Frankreich bis zur 

Übermittlung des Formulars A mit Schreiben vom 29. Oktober 2013 irrtüm-

lich sowie unter Verletzung der Vereinbarung über die Standesregeln zur 

Sorgfaltspflicht der Banken nicht angepasst hat, kann deshalb offenblei-

ben. Die Beschwerdeführerin 1 stellt die ihr attestierte wirtschaftliche Be-

rechtigung nicht in Abrede. Ein Zusammenhang zwischen den verlangten 

Angaben und der im ersuchenden Staat durchzuführenden Untersuchung 

erscheint deshalb nicht als unwahrscheinlich (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.2; 

oben E. 5.2). Im Gegenteil spricht die fortwährende Beibehaltung von Ad-

resse und Domizilcode durchaus für einen steuerrelevanten Konnex zu 

Frankreich. Dies gilt umso mehr, falls die UBS, wie von den Beschwerde-

führerinnen 1 und 2 behauptet, vom Umzug der Beschwerdeführerin 1 in 

die Schweiz Kenntnis hatte.  

6.5 Somit ist von der voraussichtlichen Erheblichkeit der zur Übermittlung 

vorgesehenen Informationen auszugehen. Eine Aussonderung der Infor-

mationen gestützt auf Art. 17 Abs. 2 StAhiG fällt daher ausser Betracht, 

sowohl betreffend die Beschwerdeführerin 1, als auch hinsichtlich der Be-

schwerdeführerin 2. Als vom Ersuchen (formell und materiell) betroffene 

Person kann sich letztere nicht auf Art. 4 Abs. 3 StAhiG berufen (vgl. 

BGE 144 II 29 E. 4.2.3; 143 II 185 E. 3.2; 141 II 436 E. 4.5 f.; Urteil des 

BVGer A-6306/2015 vom 15. Mai 2015 E. 6.4.2), womit das Eventualbe-

gehren auf Schwärzung der sie betreffenden Informationen abzuweisen ist 

(vgl. Urteil des BVGer F-627/2021 vom 15. Dezember 2022 E. 10).  

6.6 Ins Leere zielt sodann die Rüge der Beschwerdeführerinnen 1 und 2, 

die Informationsinhaberin sei ihrer Pflicht zur Vergewisserung über die 

Richtigkeit der Personendaten gemäss Art. 5 Abs. 1 DSG (SR 235.1) nicht 

nachgekommen. Zum einen gehen nämlich die Spezialbestimmung von 

Art. 28 DBA CH-FR sowie das StAhiG den datenschutzrechtlichen Bestim-

mungen vor (vgl. dazu Urteile des BVGer F-5708/2020 vom 7. Juni 2022 

E. 12.3; A-3358/2021 vom 16. März 2022 E. 3.4.3; je m.w.H.), und zum 

anderen sind nach dem Gesagten vorliegend keine Hinweise dafür erkenn-

bar, dass die Vorinstanz ihrer Vergewisserungspflicht gemäss Art. 5 Abs. 1 

DSG nicht hinreichend nachgekommen wäre (vgl. oben E. 6.4). 

F-609/2021 

Seite 12 

6.7 Schliesslich beanstanden die Beschwerdeführerinnen 1 und 2 die an-

gefochtene Verfügung als textbausteinmässige Wiedergabe von Recht-

sprechung und Praxis. Soweit sie damit eine Verletzung der Begründungs-

pflicht rügen, kann eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 

jedoch nicht ausgemacht werden. Die Fragen des Steuerwohnsitzes sowie 

einer unbeschränkten Steuerpflicht einer betroffenen Person in der 

Schweiz behandelte die Vorinstanz eingehend. Die Beschwerdeführerin-

nen 1 und 2 waren denn auch ohne Weiteres in der Lage, die vorinstanzli-

che Verfügung sachgerecht und präzise anzufechten (vgl. BGE 142 II 49 

E. 9.2; 136 I 184 E. 2.2.1; statt vieler: Urteile des BVGer F-811/2021 vom 

20. Mai 2022 E. 1.5.4; F-5677/2020 vom 2. Mai 2022 E. 3.4). 

7.  

Die Voraussetzungen für die in der Schlussverfügung vom 4. Januar 2021 

vorgesehene Amtshilfeleistung sind demnach erfüllt. Die Beschwerde ist 

abzuweisen.  

8.  

Die von den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 in verfahrensrechtlicher Hin-

sicht beantragte Anonymisierung (vgl. oben Bst. H) entspricht der Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts im Bereich der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen (vgl. Art. 29 Abs. 2 VGG; Art. 8 Abs. 1 des Informationsreg-

lements für das Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 

[SR 173.320.4]). Dem entsprechenden Antrag ist pro forma stattzugeben 

und im Übrigen dahingehend Rechnung zu tragen, als auch die öffentliche 

Auflage des vorliegenden Urteils in anonymisierter Form zu erfolgen hat 

(Art. 4 Abs. 1 und 2 Informationsreglement; vgl. Urteile des BVGer  

A-1275/2018 vom 23. Mai 2019 E. 7.4; A-197/2018 vom 2. Mai 2018 E. 7 

m.w.H.).  

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführerin-

nen 1 und 2 die auf Fr. 5'000.– festzusetzenden Verfahrenskosten zu tra-

gen (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe ein-

bezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-

wenden. 

F-609/2021 

Seite 13 

9.2 Den unterliegenden Beschwerdeführerinnen 1 und 2 ist keine Partei-

entschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 

Abs. 1 VGKE e contrario).  

10.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann innerhalb von 10 Tagen nur dann mit Beschwerde in öffent-

lich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen 

werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt 

oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen besonders bedeuten-

den Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt (Art. 83 Bst. h, Art. 84a 

und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet das Bun-

desgericht.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

F-609/2021 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 5'000.– werden den Beschwerdeführerinnen 

1 und 2 auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird für 

die Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Das vorliegende Urteil wird in anonymisierter Version veröffentlicht und auf-

gelegt. Es wird Dritten nur in anonymisierter Form abgegeben. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Mathias Lanz 

 

 

  

F-609/2021 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der 

Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt 

ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

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