# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 527ee134-8e59-55d5-a3c4-e5728155c2e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.12.2008 D-7328/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7328-2008_2008-12-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7328/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
vertreten durch Barbara Frei-Koller,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. November 2008 / 
N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7328/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer - ein srilankischer Staatsangehöriger tami-
lischer Ethnie - eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 21. Juni 
2008 in Richtung B._______ und C._______ verliess,

dass er am 23. Juni 2008 illegal in die Schweiz einreiste, wo er glei-
chentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum D._______  vom 24. Juni  2008  sowie  der  Anhörung zu  den 
Asylgründen durch das BFM vom 1. Juli 2008 zur Begründung seines 
Asylgesuchs  insbesondere  geltend  machte,  er  habe  seit  dem  Jahr 
2002 ein Communications-Center betrieben und habe zudem mit sei-
nem  Van  Personentransporte  auf  der  Strecke  E._______-F._______ 
durchgeführt,

dass er im Zusammenhang mit beiden Unternehmungen sowohl Prob-
leme mit Kriminellen wie auch mit der Liberation Tigers of Tamil Eelam 
(LTTE)  gehabt  habe,  obwohl  er  letztere  freiwillig  mit  verschiedenen 
Dienstleistungen unterstützt habe,

dass er aufgrund dieser Probleme im Jahr 2004 sein Communications-
Center aufgegeben habe und ab dem Jahr 2006 unter Zwang als Infor-
mant für die LTTE habe arbeiten müssen,

dass der Beschwerdeführer im Juni 2008 in  G._______ Besuch von 
seinem Freund K. aus dem H._______-Gebiet erhalten habe, welcher 
unter  anderem  für  die  Tamil-Rehabilitationsorganisation  (TRO) 
gearbeitet habe,

dass die Polizei am 10. Juni 2008 in seinem Haus eine Razzia durch-
geführt habe, währenddem er in der Kirche gewesen sei,

dass sie dabei eine „Selbstmordweste“ seines Freundes K. gefunden 
habe und ihm deshalb habe ausrichten lassen, er solle sich bei ihnen 
melden,

dass  er  dieser  Aufforderung  aus  Angst  vor  einer  Festnahme jedoch 
nicht Folge geleistet habe und sofort untergetaucht sei,

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dass Abklärungen des BFM ergeben haben, dass der Beschwerdefüh-
rer  am 19. September 2006 in  I._______ ein Asylgesuch einreichte, 
welches am 30. März 2007 abgelehnt wurde,

dass der „Cour nationale du droit d'asile“ diesen Entscheid der Vorin-
stanz mit Urteil vom 29. Januar 2008 bestätigte,

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Oktober 
2008 zu diesen Abklärungsergebnissen das rechtliche Gehör gewähr-
te,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 10. Oktober 2008 dazu 
Stellung nahm, und die Einreichung verschiedener Originaldokumente 
in Aussicht stellte,

dass er mit  Schreiben vom 30. Oktober 2008 jedoch verlauten liess, 
die Nachreichung der in Aussicht gestellten Dokumente sei nicht mehr 
möglich,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. November 2008 - eröffnet am 12. 
November 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f des Asylge-
setzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug 
anordnete,

dass das BFM dabei geltend machte, der Beschwerdeführer habe im 
Rahmen der Asylbegründung behauptet, während den Jahren 2002 bis 
2008 in G._______/Sri Lanka gelebt zu haben und als Transportunter-
nehmer und Besitzer eines Communications-Centers tätig gewesen zu 
sein,

dass er als eigentlichen Fluchtgrund die Angst vor der Polizei angege-
ben  habe,  welche  ihn  aufgrund  der  bei  der  Hausdurchsuchung  ent-
deckten „Selbstmordweste“ seines Freundes selbst verdächtige,

dass die  Vorinstanz  hierzu feststellte,  ihre  Abklärungen hätten  erge-
ben,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  vor  seiner  Einreise  in  die 
Schweiz  während  den  Jahren  2006  bis  2008  als  Asylsuchender  in 
I._______ aufgehalten habe,

dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer den Schweizer Asylbe-
hörden diesen I._______-Aufenthalt  und die damit  verbundene Asyl-

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gesuchseinreichung  unter  Verletzung  seiner  Mitwirkungs-  und  Wahr-
heitspflicht verschwiegen habe, seine persönliche Glaubwürdigkeit wie 
auch die Glaubhaftigkeit seiner Asylvorbringen bereits erheblich redu-
ziere,

dass  sich  aufgrund dieser  Abklärungsergebnisse  auch  die  zentralen 
Asylvorbringen des Beschwerdeführers wie der angebliche Fund einer 
„Selbstmordweste“ in seiner Wohnung im Juni 2008 und seine angeb-
lich seit dem Jahr 2006 bestehende Informantentätigkeit für die LTTE 
als offensichtlich tatsachenwidrig herausgestellt hätten,

dass  die  Behauptungen  des  Beschwerdeführers  in  seiner  Stellung-
nahme vom 10. Oktober 2008, er habe den Schweizer Asylbehörden 
seinen I._______-Aufenthalt aus Angst vor einer Abschiebung nach Sri 
Lanka verheimlicht, und seine Asylvorbringen würden nach wie vor der 
Wahrheit  entsprechen,  jedoch  als  unbehelfliche  und  wenig  über-
zeugende Anpassungsversuche des Sachverhaltes an die Vorhaltun-
gen im Rahmen des rechtlichen Gehörs gewertet werden müssten,

dass insgesamt festzuhalten sei, die Asylvorbringen des Beschwerde-
führers seien tatsachenwidrig und unglaubhaft,

dass davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer habe sich seit dem 
Jahr  2006  nicht  mehr  in  Sri  Lanka  aufgehalten,  sondern  sei  von 
I._______ direkt in die Schweiz eingereist,

dass der Beschwerdeführer somit in I._______ einen negativen Asyl-
entscheid  erhalten  habe,  und  gleichzeitig  keine  Hinweise  vorliegen 
würden für das zwischenzeitliche Eintreten von Ereignissen, die geeig-
net  seien,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die 
Gewährung  vorübergehenden Schutzes  relevant  sein  würden,  mithin 
auf das Asylgesuch in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG nicht 
einzutreten sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei beantragte, die Ziffern 2 bis 4 der angefochtenen Verfü-
gung seien aufzuheben und es sei ihm die vorläufige Aufnahme zu ge-
währen, es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen, eventua-
liter sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten,

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dass im Weiteren die Vollzugsbehörden mittels vorsorglicher Massnah-
men anzuhalten seien, von allfälligen Vollzugshandlungen abzusehen,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  im  Wesentlichen  vor-
brachte, der Schluss der Vorinstanz auf seine Unglaubwürdigkeit kön-
ne nicht akzeptiert werden,

dass angesichts der geschilderten Vorkommnisse davon auszugehen 
sei, er müsse im Falle einer Rückkehr tatsächlich mit einer Verfolgung 
durch die srilankischen Sicherheitskräfte und damit auch mit einer ver-
botenen Strafe beziehungsweise Behandlung rechnen,

dass er darüber hinaus über keinerlei Beziehungsnetz im Südwesten 
Sri Lankas verfüge, und angesichts der gegenwärtigen Situation sowie 
der aktuellen Praxis der Sicherheitskräfte keineswegs von guten Vor-
aussetzungen für eine Reintegration in Sri Lanka gesprochen werden 
könne,

dass infolgedessen eine Rückschaffung des Beschwerdeführers zum 
jetzigen Zeitpunkt weder zulässig noch zumutbar sei, mithin die vorläu-
fige Aufnahme anzuordnen sei,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz  - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche  Beschwerde  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
einem  Staat  der  Europäischen  Union  (EU)  oder  des  Europäischen 
Wirtschaftsraums  (EWR)  einen  ablehnenden  Asylentscheid  erhalten 
haben, ausser die Anhörung ergebe Hinweise, dass in der Zwischen-
zeit  Ereignisse eingetreten sind,  die geeignet sind,  die Flüchtlingsei-
genschaft  zu begründen,  oder die für  die Gewährung vorübergehen-
den Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. f AsylG),

dass die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Art. 32 Abs. 2 Bst. f 
AsylG vorliegend in Bestätigung der vorinstanzlichen Erkenntnisse er-
füllt sind,

dass nämlich aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer in I._______ 
einen  ablehnenden  Asylentscheid  erhalten  hat  (vgl.  Schreiben  des 

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„Office J._______ de Protection des Réfugiés et  Apatrides“ vom 16. 
Juli 2008; A12/1),

dass es nicht möglich ist, zeitgleich in Sri Lanka verfolgt zu sein und 
gleichzeitig in I._______ ein Asylverfahren zu durchlaufen, weshalb die 
Ausführungen  des  Beschwerdeführers  in  Übereinstimmung  mit  der 
Vorinstanz als tatsachenwidrig zu bewerten sind (vgl. Zwischenverfü-
gung vom 21. November 2008),

dass das Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, der Beschwerdefüh-
rer habe sich für die Verheimlichung des in I._______ durchlaufenen 
Asylverfahrens  entschuldigt  und  sei  sich  heute  seines  Fehlers  be-
wusst, nicht gehört  werden kann, zumal er die Schweizer Asylbehör-
den  durch  seine  Falschangabe  zur  Aufenthaltsdauer  in  G._______ 
während  den  Jahren  2002  und  2008  sowie  den  dortigen 
Vorkommnissen über den wirklichen Sachverhalt getäuscht hat,

dass dem Beschwerdeführer aufgrund seines Verhaltens die geltend 
gemachte Verfolgungssituation in Sri Lanka während den Jahren 2006 
und 2008 nicht geglaubt werden kann, da sein Aufenthalt in I._______ 
während dieser Zeitspanne nachweislich feststeht,

dass das BFM in der Verfügungsbegründung zu Recht ausführte, die 
Asylvorbringen des Beschwerdeführers seien tatsachenwidrig und un-
glaubhaft,

dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass angesichts dieser Sachlage keine Hinweise im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. f AsylG ersichtlich sind, dass in der Zwischenzeit Ereignis-
se eingetreten wären, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu 
begründen, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes re-
levant sind,

dass die Vorinstanz demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 

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der Kanton dem Beschwerdeführer keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 
hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang 
mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom 
Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  gemäss  Art.  25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des 
Übereinkommens vom 10. Dezember  1984 gegen Folter  und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3  der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und  Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) niemand der Folter oder unmenschlicher oder er-
niedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements in casu keine Anwendung findet und keine Anhalts-

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punkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind, 
die dem Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat droht,

dass sich  sodann weder  aus  den Aussagen des Beschwerdeführers 
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür ergeben, dass er für den Fall 
einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre,

dass gemäss Praxis  des Europäischen Gerichtshofes für  Menschen-
rechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  der  Be-
schwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder 
glaubhaft machen müsste, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Fol-
ter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 
Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Gross-
britannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 
2001-I, S. 327 ff.),

dass auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri  Lanka den 
Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als un-
zulässig erscheinen lässt,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Si-
tuationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass das Bundesverwaltungsgericht im Urteil BVGE 2008/2 zur Frage 
der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  abgewiesener  srilanki-
scher Asylsuchender tamilischer Ethnie eine aktuelle Lageanalyse vor-
nahm,

dass gemäss der diesbezüglich neu festgelegten Praxis die Anerken-
nung einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Süden des Lan-
des  und  damit  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in  den 
Grossraum  E._______  für  srilankische  Asylsuchende  tamilischer 
Ethnie, welche aus der Nord- oder Ostprovinz stammen, das Vorliegen 
besonders  begünstigender  Faktoren  wie  die  Existenz  eines 
tragfähigen  familiären  oder  sozialen  Beziehungsnetzes  sowie  die 
Aussicht  auf  eine  gesicherte  Einkommens-  und  Wohnsituation 
voraussetzt (a.a.O., E. 7.6.2),

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dass der Beschwerdeführer in K._______ auf der Halbinsel F._______ 
geboren wurde und deshalb im Sinne der zitierten Rechtsprechung als 
Tamile, der aus der Nord- oder Ostprovinz stammt, anzusehen ist,

dass, sofern der Beschwerdeführer also auf ein tragfähiges familiäres 
oder soziales Beziehungsnetz zurückgreifen kann sowie die Aussicht 
auf eine gesicherte Einkommens- und Wohnsituation besteht, der Sü-
den des Landes, mithin der Grossraum E._______, als innerstaatliche 
Aufenthaltsalternative  in  Frage  kommt  und  der  Vollzug  der  Wegwei-
sung in seine Heimat für ihn zumutbar ist,

dass sich der Beschwerdeführer am 3. Juli 2001 in E._______ eine sri-
lankische Identitätskarte ausstellen liess,

dass demnach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge-
hen ist, dass er sich ab Juli 2001 entgegen seinen Aussagen nicht in 
G._______, sondern in E._______ aufgehalten hat,

dass in Anbetracht dieser Sachlage auch davon ausgegangen werden 
kann, dass der Beschwerdeführer in E._______ aufgrund seines mehr-
jährigen Aufenthalts in E._______ über ein ausreichendes soziales Be-
ziehungsnetz verfügt, welches ihm bei der Wiedereingliederung behilf-
lich sein kann,

dass  der  junge  und  soweit  aktenkundig  gesunde  Beschwerdeführer 
angesichts seiner Schulbildung (Primar- und Sekundarschule), seiner 
Sprachkenntnisse (Singhalesisch und Englisch) und seiner Arbeitser-
fahrung in verschiedenen Bereichen (vgl. Befragungsprotokoll vom 24. 
Juni 2008; A1/14, S. 3) zudem gute Aussicht darauf hat, in E._______ 
auch selbst wirtschaftlich wieder Fuss fassen zu können,

dass die Rückkehrhilfe der Schweiz ihm den Wiedereinstieg in seiner 
Heimat ebenfalls wird erleichtern können (Art. 74 AsylV 2),

dass die  Untersuchungspflicht  der  Asylbehörden hinsichtlich  der  Zu-
mutbarkeit des Vollzugs nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der 
Mitwirkungspflicht  der  Beschwerde  führenden  Person  findet  (Art. 8 
AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziierungslast  trägt  (Art. 7 
AsylG),

dass es nicht Aufgabe der Asylbehörden ist, bei fehlenden Hinweisen 
seitens des Beschwerdeführers näher nach allfälligen Wegweisungs-

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vollzugshindernissen in dessen Heimatland zu forschen, falls dieser  -
 wie  in  casu  durch  lügenhafte  Aussagen  zur  Aufenthaltsdauer  in 
G._______  und  das  damit  verbundene  Verschweigen  seines 
I._______-Aufenthalts  - seiner  Mitwirkungspflicht  bei  der 
Sachverhaltsermittlung nicht nachgekommen ist,

dass nach dem Gesagten davon auszugehen ist, der Beschwerdefüh-
rer  habe das Bestehen einer Unterkunft  in  E._______ verheimlichen 
wollen,

dass  darüber  hinaus keine  weiteren persönlichen  Gründe  ersichtlich 
sind,  aufgrund  derer  unter  Umständen  geschlossen  werden  könnte, 
der Beschwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in eine existenz-
bedrohende Situation, weshalb der Vollzug der Wegweisung -in Über-
einstimmung mit der Vorinstanz - auch diesbezüglich als zumutbar zu 
bezeichnen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich auch als möglich zu beurteilen ist, da keine Voll-
zugshindernisse  bestehen  (Art.  83  Abs.  2  AuG),  und  es  dem  Be-
schwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mit-
zuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten die vom Bundesamt verfügte Wegweisung 
zu bestätigen ist,

dass die Vorinstanz deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und 
möglich erachtet hat, mithin eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme 
ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), auf insgesamt Fr. 600.-- 
festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 27. 

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November  2008  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier, in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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