# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83087b5b-5837-5bd8-a2de-f177042c0a24
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.07.2008 C-6128/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6128-2007_2008-07-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6128/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richter Bernard Vaudan, Richter Antonio Imoberdorf, 
Gerichtsschreiber Philipp Mäder.

G._______ und R._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Verweigerung einer Einreisebewilligung für
P._______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6128/2007

Sachverhalt:

A.
Der 1981 geborene srilankische Staatsangehörige P._______ (nach-
folgend: Gesuchsteller) beantragte am 14. Mai 2007 bei der Schweize-
rischen Botschaft in Colombo ein Visum für einen zweimonatigen Be-
suchsaufenthalt bei seiner Tante R._______ und ihrer Familie (nachfol-
gend: Gastgeber bzw. Beschwerdeführer) in Dietikon (ZH). Nach form-
loser Verweigerung leitete die Schweizerische Vertretung das Gesuch 
an die Vorinstanz zur Prüfung und zum formellen Entscheid weiter.

B.
Nachdem das Migrationsamt des Kantons Zürich bei den Gastgebern 
weitere Abklärungen getroffen hatte, wies die Vorinstanz das Gesuch 
um Bewilligung der Einreise mit  Verfügung vom 15. August  2007 ab. 
Dies mit der Begründung, es bestehe nicht genügend Gewähr für eine 
anstandslose und fristgerechte Wiederausreise nach einem Besuchs-
aufenthalt.

C.
Mit Beschwerde vom 12. September 2007 gelangten die Gastgeber an 
das  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragten,  die  vorinstanzliche 
Verfügung sei aufzuheben und das Visum für einen zweimonatigen Be-
suchsaufenthalt sei zu erteilen. Zur Begründung rügen sie implizit, die 
Vorinstanz  sei  zu  Unrecht  davon  ausgegangen,  die  Wiederausreise 
nach  einem  Besuchsaufenthalt  wäre  nicht  gewährleistet.  Beim  Ge-
suchsteller handle es sich um einen Neffen der Beschwerdeführerin, 
zu dem sie eine enge Beziehung pflegten. Deshalb möchte er  seine 
Ferien bei ihnen in der Schweiz verbringen, aber auch um verschiede-
ne  berühmte  Orte  zu  besuchen. In  Sri  Lanka  sei  der  Gesuchsteller 
Lehrer. Daneben bilde er sich zur Zeit zum Schulleiter weiter. Er habe 
nicht die Absicht, Sri Lanka auf Dauer zu verlassen, vielmehr wolle er 
seine  Arbeitsstelle  behalten  und  die  begonnene  Weiterbildung  ab-
schliessen. Der Beschwerde lag die Fax-Kopie einer Bestätigung vom 
16.  April  2007  bei,  wonach  er  am „K/AL  Manar  Central  College“  in 
Galhinna als Lehrer tätig sei.

D.
Die  Vorinstanz  schliesst  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  1. November 
2007 auf Abweisung der Beschwerde. 

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C-6128/2007

E.
Die Beschwerdeführer verzichteten auf eine Replik. 

F.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit  rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Am 1. Januar  2008  traten  das  neue  Bundesgesetz  vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20)  sowie  die  dazugehörigen  Ausführungsverordnungen  in  Kraft 
(u.a. die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Vi-
sumverfahren  [VEV,  SR  142.204]).  Gemäss  den  Übergangsbestim-
mungen richtet  sich das Verfahren nach dem neuen Recht  (Art. 126 
Abs. 2 AuG), womit nach Art. 112 Abs. 1 AuG die allgemeinen Bestim-
mungen der Bundesrechtspflege anwendbar sind. 

1.2 Verfügungen der Vorinstanz betreffend Verweigerung der Einreise-
bewilligung unterliegen demnach der Beschwerde an das Bundesver-
waltungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art. 33 Bst. d des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32]).  Gemäss 
Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungsge-
richtsgesetz  nichts  anderes bestimmt. Das Urteil  des Bundesverwal-
tungsgerichts  ist  endgültig  (Art. 1  Abs. 2  VGG  i.V.m.  Art. 83  Bst. c 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]).

1.3 Die  Beschwerdeführer  sind  zur  Beschwerde  legitimiert;  auf  die 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  einzutreten 
(Art. 48 ff. VwVG).

2.
2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verlet-
zung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 
des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhaltes sowie, wenn nicht eine kantonale Be-
hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit ge-

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rügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren das  Bundesrecht  von Amtes wegen an. Es  ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den gel-
tend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist 
grundsätzlich die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides  (vgl.  E. 1.2  des  in  BGE  129  II  215  teilweise  publ.  Urteils 
2A.451/2002 vom 28. März 2003). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt 
auf  Gesuche,  die  vor  dem Inkraftreten des  AuG eingereicht  worden 
sind, aber das bisherige (materielle) Recht anwendbar. 

2.2 Da das der Beschwerde zugrunde liegende Gesuch um Einreise 
am 14. Mai 2007 eingereicht wurde, erfolgt die Beurteilung noch nach 
altem  Recht.  Einschlägig  sind  demnach  das  Bundesgesetz  vom 
26. März  1931  über  Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer 
(aANAG, BS 1 121, zum vollständigen Quellennachweis vgl. Ziff. I des 
Anhangs  zum AuG) sowie  die  gestützt  darauf  erlassenen  Durchfüh-
rungsvorschriften; insbesondere die Verordnung vom 14. Januar 1998 
über die Einreise und Anmeldung von Ausländerinnen und Ausländern 
(aVEA, AS 1998 194, zum vollständigen Quellennachweis vgl. Art. 39 
VEV). 

3.
3.1 Die Schweizerische Rechtsordnung gewährt grundsätzlich keinen 
Anspruch auf Bewilligung der Einreise. Der Entscheid darüber ist - vor-
behältlich nachfolgend zu erörternder Hinderungsgründe - von der Be-
willigungsbehörde  in  pflichtgemässer  Ausübung  ihres  Ermessens  zu 
fällen  (Art. 4  und  Art. 16  Abs. 1  aANAG,  Art. 9  Abs. 1  aVEA;  PETER 
UEBERSAX, Einreise und Anwesenheit, in: Peter Uebersax/Peter Münch/ 
Thomas Geiser/Martin Arnold (Hrsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen 
und Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht, Steuerrecht und So-
zialrecht  der  Schweiz,  Basel/Genf/München  2002,  S. 143;  URS BOLZ, 
Rechtsschutz im Ausländer- und Asylrecht,  Basel und Frankfurt  a.M. 
1990, S. 29 mit weiteren Hinweisen;  PHILIP GRANT,  La protection de la 
vie  familiale  et  de  la  vie  privée  en  droit  des  étrangers,  Basel/Genf/ 
München 2000, S. 24).

3.2 Ausländerinnen  und  Ausländer  benötigen  zur  Einreise  in  die 
Schweiz einen Pass und ein Visum, sofern sie nicht aufgrund beson-
derer Regelung von diesem Erfordernis ausgenommen sind (vgl. Art. 1 
bis 5 aVEA). Der Gesuchsteller  kann sich auf  keine Ausnahmerege-

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lung berufen; er ist aufgrund seiner Staatsangehörigkeit visumspflich-
tig.

3.3 Um ein Visum zu erhalten, müssen Ausländerinnen und Ausländer 
die in Art. 1 Abs. 2 aVEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 2 Bst. c aVEA haben sie unter anderem Gewähr für 
eine fristgerechte Wiederausreise zu bieten. Die Vorinstanz verweiger-
te dem Gesuchsteller die Erteilung eines solchen Visums mit der Be-
gründung, seine fristgerechte Wiederausreise erscheine nicht als hin-
reichend gesichert. 

3.4
3.4.1 Wenn  es  zu  beurteilen  gilt,  ob  das  Kriterium  der  gesicherten 
Wiederausreise  erfüllt  ist,  muss  ein  zukünftiges  Verhalten  beurteilt 
werden. Dazu lassen sich in der Regel keine Feststellungen, sondern 
lediglich Prognosen treffen. Dabei rechtfertigt es sich durchaus, Einrei-
segesuchen von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten oder Regionen 
mit politisch respektive wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen Ver-
hältnissen zum vornherein mit Zurückhaltung zu begegnen, da die per-
sönliche  Interessenlage  in  solchen  Fällen  häufig  nicht  mit  dem Ziel 
und  Zweck  einer  zeitlich  befristeten  Einreisebewilligung  in  Einklang 
steht. 

3.4.2 Die  Wirtschaft  Sri  Lankas  ist  2007  real  um 7,4% gewachsen. 
Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 1350 US-Dollar (USD), das Bruttoin-
landprodukt (BIP) 27 Mrd. USD. Für 2008 wird erneut ein hohes Wirt-
schaftswachstum von über  6% erwartet. Ein Problem für  die weitere 
wirtschaftliche Entwicklung ist  zunehmend die Inflation,  die 2007 mit 
einer Jahresrate von deutlich über 15% nicht unter Kontrolle gebracht 
werden konnte. Die wirtschaftliche Entwicklung Sri Lankas weist aller-
dings grosse regionale Unterschiede auf. Wirtschaftliches Zentrum ist 
die Region rund um Colombo, die fast die Hälfte der gesamten Wirt-
schaftsleistung erbringt. Demgegenüber bleiben breite  Bevölkerungs-
schichten vor allem im Norden und Osten des Landes von vergleichs-
weise  schwierigen  ökonomischen  und  sozialen  Lebensbedingungen 
betroffen. 

Tritt hinzu, dass sich die Sicherheitslage im ganzen Land seit Anfang 
2006  wieder  verschlechtert  hat,  nachdem  erneut  Kämpfe  zwischen 
dem Militär und der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) ausgebro-
chen sind. Davon besonders betroffen sind der Osten und Norden Sri 
Lankas, Anschläge kommen jedoch auch in der Hauptstadt Colombo 

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vor. Seit  die  Regierung  am 3. Januar  2008  das  Waffenstillstandsab-
kommen mit der LTTE offiziell per 16. Januar 2008 gekündigt hat, ha-
ben die Gefechte im Norden des Landes noch zugenommen; das poli-
tische Klima ist sehr gespannt (Quellen: Länder- und Reiseinformatio-
nen auf  der  Webseite  des  Auswärtigen Amtes Deutschlands <http:// 
www.auswaertiges-amt.de>, Stand: Januar 2008, besucht am 29. Mai 
2008; Reisehinweise auf der Webseite des Eidgenössischen Departe-
ments für Auswärtige Angelegenheiten [EDA] <http://www.eda.admin. 
ch>, Stand: 7. Februar 2008, besucht am 29. Mai 2008; vgl. auch Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  E-2775/2007  vom  14. Februar  2008 
E. 7.2-7.5). 

3.5
3.5.1 Bei  der  Risikoanalyse  sind  aber  nicht  nur  solche  allgemeinen 
Umstände und Erfahrungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte 
des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt einem Gesuch-
steller  bzw. einer Gesuchstellerin  im Heimat-  oder ständigen Aufent-
haltsstaat beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche 
oder  familiäre  Verantwortung,  kann  dieser  Umstand  durchaus  die 
Prognose für  eine anstandslose Wiederausreise begünstigen. Umge-
kehrt muss bei Gesuchstellern und Gesuchstellerinnen, die keine der 
erwähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer möglichen Emigra-
tion abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das Risi-
ko eines fremdenpolizeilich nicht vorschriftsgemässen Verhaltens nach 
bewilligter  Einreise  zu  einem  Besuchsaufenthalt  hoch  eingeschätzt 
werden.

3.5.2 Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen 27-jährigen, unver-
heirateten Mann. Gemäss seinen Angaben im Gesuchsformular hat er 
seinen  ständigen  Wohnsitz  im äussersten und  politisch  umkämpften 
Norden Sri Lankas, im Distrikt Jaffna. Obwohl die Vorinstanz in der an-
gefochtenen Verfügung ausdrücklich auf  die Bedeutung der persönli-
chen Verhältnisse und daraus allenfalls abzuleitender Verpflichtungen 
aufmerksam  gemacht  hat,  wurde  dazu  in  der  Beschwerde  nichts 
erläutert. Demnach ist davon auszugehen, dass der Gesuchsteller im 
persönlichen und familiären Bereich nichts spezielles geltend machen 
kann, was ihn ernsthaft von einer Emigration abzuhalten vermöchte. 

3.5.3 In gleicher Weise kann auch nicht auf wirtschaftliche Verhältnis-
se geschlossen werden, die besondere Gewähr für eine Rückkehr ins 
Heimatland bieten würden. Anlässlich der Antragsstellung hat der Ge-

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suchsteller unter der Formular-Rubrik „Beruf“ vermerkt, er sei Lehrer. 
Als Arbeitgeber nannte er das „K/AL Manar Central College“ in Galhin-
na im Kandy-District  im Zentrum Sri  Lankas. Einer  Bestätigung vom 
13. Oktober  2006 zufolge arbeitet  der Gesuchsteller  seit  dem 7. Mai 
2006 als Lehrer im College, befindet sich in einer Festanstellung und 
erhält als Lohn 138'180 Sri Lanka Rupien (Rs) jährlich, was umgerech-
net  ca. 1'300 USD entspricht  (Stand Währungsumrechnung: 30. Mai 
2008) und damit nach dem bereits Gesagten im Bereiche des landes-
weiten Durchschnittseinkommens liegt. Diese Bestätigung wurde vom 
College aus Anlass eines vom Gesuchsteller geplanten, fünfwöchigen 
Besuchsaufenthalts  (November/Dezember  2006)  bei  seinem  Onkel 
ausgestellt. Einer weiteren,  vom 16. April  2007 datierten Bestätigung 
des Colleges - es handelt sich dabei um diejenige, die auch der Be-
schwerde beigelegt war - lässt sich entnehmen, dass dieses nun mit 
einem achtwöchigen  Besuchsaufenthalt  (Anfang  Mai  bis  Anfang  Juli 
2007) des Beschwerdeführers bei seiner Tante in der Schweiz einver-
standen ist. Im Anhang zur Bestätigung (dieser wurde der Beschwerde 
nicht  beigelegt,  fand  sich  allerdings  in  den  vorinstanzlichen  Akten) 
wurde festgehalten, dass sich der jährliche Verdienst des Gesuchstel-
lers auf 169'080 Rs (umgerechnet ca. 1'590 USD; Stand Währungsum-
rechnung: 30. Mai  2008)  belaufe. Ohne besondere Erklärungen aber 
dazu, weshalb der Arbeitgeber des Gesuchstellers regelmässig in ein 
längeres Fernbleiben seines Arbeitnehmers einwilligt bzw. wie in die-
ser Zeit der Schulbetrieb aufrecht erhalten wird, wie diese Abwesen-
heiten abgegolten werden und wie es dazu kam, dass der Verdienst 
des Gesuchstellers  innert  kurzer Zeit  um fast  ein Viertel  angehoben 
wurde, kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass die Bestäti-
gungen zumindest teilweise Gefälligkeitscharakter haben. Den Bestäti-
gungen lässt sich denn auch nicht entnehmen, ob der Gesuchsteller 
für die geplante Auslandreise beurlaubt wird, bzw. ob das Arbeitsver-
hältnis auch im Falle einer solchen Abwesenheit weiter garantiert wird. 
Immerhin fällt auf, dass die Bestätigungen in der Vergangenheitsform 
formuliert sind. Wie es sich damit genau verhält, kann aber offen blei-
ben. Denn selbst wenn davon auszugehen wäre, dass der Gesuchstel-
ler in einer unbefristeten Festanstellung tätig ist,  zeigt die Erfahrung 
ganz allgemein, dass aufgrund der teilweise prekären Sicherheitslage 
und des grossen Gefälles bezüglich Löhnen und sozialen Leistungen 
zwischen der Schweiz und Sri Lanka selbst ein für einheimische Ver-
hältnisse gutes Salär nicht nachhaltig davon abhalten kann, das Hei-
matland dauerhaft zu verlassen. Jedenfalls kann aufgrund der konkre-
ten Umstände nicht  davon ausgegangen werden, ein solchermassen 

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bestehendes Arbeitsverhältnis könne für sich allein verlässlich von ei-
ner Emigration abhalten. 

An  dieser  Beurteilung  vermag auch  der  Umstand  nichts  zu  ändern, 
dass der Gesuchsteller sich zum Schulleiter weiterbilden soll. 

3.6 Die Beschwerdeführer haben sich dazu bereit erklärt, für die Le-
bensunterhaltskosten  des  Gesuchstellers  während  seines  geplanten 
Besuchsaufenthaltes  aufzukommen.  Weiter  wollen  sie  für  seine  an-
standslose und fristgerechte Rückkehr ins Heimatland garantieren. Die 
Integrität  der  Beschwerdeführer  in  ihrer  Eigenschaft  als  Gastgeber 
wird in keiner Art und Weise in Zweifel gezogen. Indessen sind bei der 
Abwägung des Risikos einer nicht fristgerechten Wiederausreise nicht 
so sehr die Einstellung und Absichten eines Gastgebers, sondern in 
erster Linie das mögliche Verhalten des Gastes selbst von Bedeutung. 
Nur Letzterer ist in der Lage, hinreichend Gewähr für eine fristgerechte 
und anstandslose Wiederausreise zu bieten. Ein Gastgeber kann zwar 
für gewisse finanzielle Risiken Garantie leisten, nicht aber - mangels 
rechtlicher und faktischer Durchsetzbarkeit - für ein bestimmtes Verhal-
ten des Gastes. 

3.7 Gemäss den vorstehenden Erwägungen durfte die Vorinstanz da-
von ausgehen, die fristgerechte Wiederausreise sei nicht gewährleistet 
(vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 Bst. c aVEA). Daraus folgt, dass 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt. Der rechtser-
hebliche Sachverhalt wurde richtig und vollständig festgestellt und die 
Vorinstanz hat das ihr zustehende Ermessen pflichtgemäss und zutref-
fend ausgeübt (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

4.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerde-
führer  die  Kosten  zu  tragen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Diese  sind  auf 
Fr. 600.-  festzusetzen  (Art. 1,  2  und  3  Bst. b  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

(Dispositiv S. 9)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  den  Beschwerdeführern 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.- verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten 2 295 616 retour)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Philipp Mäder

Versand: 

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