# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 29dfb70e-23ec-5eab-ac97-1fb9c333a79a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.01.2015 720 2014 296 (720 14 296)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2014-296_2015-01-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. Januar 2015 (720 14 296) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Versicherte bezieht aufgrund psychischer Beeinträchtigungen seit 2002 eine hal-

be Invalidenrente. Seither hat sich die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der 

angestammten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte verschlechtert; die Ar-

beitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit bleibt dagegen unverändert. Die durch die 

IV-Stelle vorgenommene revisionsweise Erhöhung der bisher ausgerichteten hal-

ben Invalidenrente auf eine Dreiviertelsrente wird bestätigt. 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Adrian Schmid, Advo-
kat, Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
 

 
 
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A. Die 1972 geborene A.____ arbeitete zuletzt auf dem freien Arbeitsmarkt vom 2. Mai 
2000 bis 31. März 2001 temporär als kaufmännische Angestellte bei der B.____ in X.____. Seit 
4. April 2010 ist sie nach einer dreimonatigen Einarbeitungszeit in der C.____ an einem ge-
schützten Arbeitsplatz im Rahmen von 50 % beschäftigt.  
 
B. Am 23. Mai 2002 meldete sich A.____ unter Hinweis auf depressive Beschwerden 
erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. 
Nachdem die IV-Stelle Basel-Landschaft die erwerblichen und die gesundheitlichen Verhältnis-
se abgeklärt hatte, sprach sie der Versicherten gestützt auf das psychiatrische Gutachten von 
Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 8. Februar 2006 mit Verfügung 
vom 9. März 2006 mit Wirkung ab 1. März 2002 eine halbe Invalidenrente zu. In den Jahren 
2007 und 2008 führte die IV-Stelle Rentenrevisionsverfahren durch, in denen sie jeweils unver-
änderte Verhältnisse feststellte. Aufgrund des Rentenerhöhungsgesuchs des behandelnden 
Psychiaters der Versicherten, Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, F.____, 
vom 17. September 2009 liess die IV-Stelle den Gesundheitszustand der Versicherten medizi-
nisch neu beurteilen. Gestützt auf die Verlaufsgutachten von Dr. D.____ vom 4. Januar 2010 
und 18. Februar 2012 sowie die diversen Stellungnahmen von Dr. med. G.____, Regionaler 
ärztlicher Dienst (RAD), ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 63 %. In der Folge 
erhöhte sie die bisher ausgerichtete halbe Invalidenrente mit Verfügung vom 28. August 2014 
rückwirkend ab 1. Oktober 2011 auf eine Dreiviertelsrente.  
 
C. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Adrian Schmid, am 29. 
September 2014 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Darin beantragte sie, es sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die IV-
Stelle zu verpflichten, ihr ab 1. September 2009 eine ganze Invalidenrente auszurichten; alles 
unter o/e-Kostenfolge. In der Begründung wurde im Wesentlichen die von Dr. D.____ vorge-
nommene Beurteilung der medizinisch theoretischen Arbeitsfähigkeit beanstandet. Entgegen 
seiner Ansicht könne sie in der freien Wirtschaft keiner Arbeitstätigkeit mehr nachgehen. Auf-
grund der medizinischen Unterlagen sei es ihr lediglich möglich, im geschützten Rahmen eine 
Arbeitsleistung zu erbringen. Ausserdem sei die Invalidenrente anstatt per 1. Oktober 2011 be-
reits per 1. September 2009 zu erhöhen. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Oktober 2014 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 

 
 
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Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 29. September 2014 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2).  
 
2.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG).  
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1). 
 
2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-

 
 
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leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So weicht 
das Gericht bei Gerichtsgutachten "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des 
medizinischen Experten ab. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Der Beweiswert von RAD-Berichten 
nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 
ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den 
praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen und die Arztperson über 
die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 137 V 210 
E. 1.2.1 S. 219). Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann jedoch 
nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. und E. 4.7 S. 471; Ur-
teile des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2014, 8C_197/2014, E. 4.2 und vom 16. September 
2014, 8C_385/2014, E. 4.2.2). 
 

 
 
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4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich 
die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen).  
 
4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf ei-
ner anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von 
revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfol-
gerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv 
nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 
zurückzuführen (vgl. dazu BGE 137 V 253 E. 3.4.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 
2011, 9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3.1 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 
Invaliditätsgrades bildet dabei die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Ver-
fügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach-
verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei An-
haltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) 
beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4, 130 V 75 ff. E. 3.2.3).  
 
4.3.2 Vorliegend sprach die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf das Gutachten von 
Dr. D.____ vom 8. Februar 2006 mit Verfügung vom 9. März 2006 rückwirkend ab 1. März 2002 
eine halbe Invalidenrente zu. In der Folge überprüfte die IV-Stelle in den Jahren 2008 und 2009 
den Rentenanspruch der Versicherten von Amtes wegen. Dabei stellte sie unveränderte Ver-
hältnisse fest (Mitteilungen vom 28. Mai 2008 und 23. März 2009). Eine einlässliche materielle 
Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklärung des medizinischen Sachverhalts 
erfolgte im September 2009, als der behandelnde Psychiater Dr. E.____ wegen Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes der Versicherten ein Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente 
stellte (vgl. Bericht vom 17. September 2009). Zur Abklärung des gesundheitlichen Zustandes 
holte die IV-Stelle bei Dr. D.____ ein Verlaufsgutachten ein. Gestützt auf die Ergebnisse, zu 
denen Dr. D.____ in seinem Gutachten vom 4. Januar 2010 gelangte, lehnte die IV-Stelle mit 
Vorbescheid vom 28. Juni 2010 die Erhöhung der bisher ausgerichteten halben Invalidenrente 
ab. Infolge der von der Versicherten erhobenen Einwände beauftragte die IV-Stelle Dr. D.____ 
erneut mit einem Verlaufsgutachten. Dr. D.____ stellte in seinem Gutachten vom 18. Februar 
2012 insofern eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes der Versicherten fest, als 
sich die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als kaufmännische 
Angestellte von 50 % auf 60 % erhöht habe. In einer Verweistätigkeit bestehe jedoch nur noch 
eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit. Gestützt auf die Stellungnahme von Dr. G.____, RAD, vom 
7. März 2012 und auf den aufgrund des vorgenommenen Einkommensvergleichs ermittelten 

 
 
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Invaliditätsgrad von 63 % sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 28. August 
2014 anstelle der bisherigen halben Invalidenrente eine Dreiviertelsrente zu. Zeitliche Ver-
gleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 28. August 2014 allenfalls eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
eingetreten ist, die eine revisionsweise Erhöhung der bis anhin ausgerichteten halben Invaliden-
rente auf eine Dreiviertelsrente bzw. ganzen Invalidenrente rechtfertigt, bildet demnach die Si-
tuation, wie sie im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 9. März 2006 bestand.  
 
5.1 Zum Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzusprechung vom 9. März 2006 lagen die Be-
richte der H.____, der I.____ und von Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
vor. Gemäss Austrittsbericht vom 9. Juli 2001 war die Versicherte vom 28. März 2001 bis 
6. April 2001 und vom 12. April 2001 bis 18. Mai 2001 in der H.____ hospitalisiert. Als Austritts-
diagnose wurde eine depressive Krise auf dem Boden einer Borderline-Persönlichkeitsstörung 
festgehalten. Vom 3. bis 6. August 2001 befand sich die Versicherte in der Kriseninterventions-
station des damaligen K.____. Danach hielt sie sich vom 14. August 2001 bis 30. Januar 2002 
wegen einer rezidivierenden depressiven Störung, eines Verdachts auf eine selbstunsichere 
Persönlichkeitsstörung sowie einer atypischen Bulimie in der I.____ stationär auf (vgl. Bericht 
vom 27. März 2002). Vom 31. Januar 2002 bis 15. März 2002 war sie Tagespatientin in der Ab-
teilung Rehabilitation der I.____. Dem Bericht von Dr. J.____ vom 14. Oktober 2005 zufolge 
erlebte die Versicherte im Frühsommer 2005 eine weitere schwere depressive Phase. In der 
Folge liess sie sich in der F.____ Ende 2005/Anfang 2006 für zwei Monate stationär behandeln 
(vgl. Bericht der F.____ vom 11. November 2009). 
 
5.2 Im Auftrag der IV-Stelle erstellte Dr. D.____ das psychiatrische Gutachten vom 8. Feb-
ruar 2006. Darin diagnostizierte er mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare affek-
tive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome, und eine 
emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus. Während der ganzen Unter-
suchung habe er den Eindruck gehabt, dass es sich bei der Versicherten um eine noch sehr 
jugendliche, nicht altersentsprechende Person handle, welcher man eher mit Fürsorge und An-
leitung begegnen wolle, als mit ihr erwachsene Positionen und Absichten auszuhandeln. Bei 
ihrem Versuch, eine erwachsene Haltung einzunehmen, habe sie unecht gewirkt, wie wenn ein 
Kind eine erwachsene Person spielen möchte, diese Rolle aber nicht ganz einnehmen könne. 
Indem sie meistens über Umstände gesprochen habe, die sie bestimmen würden, sei sie wenig 
spürbar gewesen. Ihr eigenes Erleben sei nicht zum Vorschein gekommen. Er führte das Ver-
halten der Versicherten darauf zurück, dass sie als Nachzüglerin von drei Geschwistern zuerst 
im Zentrum des Familieninteresses gestanden habe. Als sie drei Jahre alt gewesen sei, sei ihr 
ältester Bruder schwer verunfallt. Infolge dessen bleibender Behinderung habe eine Verschie-
bung des Familienfokus stattgefunden, mit welcher sie sich schwer getan und welche ihre Per-
sönlichkeitsentwicklung massgeblich beeinflusst habe. Noch heute möchte sie das Interesse 
anderer Menschen auf sich ziehen. Ihre schulische und berufliche Ausbildung seien ihr nicht 
leicht gefallen. Im Berufsleben falle auf, dass sie häufig die Arbeitsstellen gewechselt habe. Als 
sie im Jahr 2001 an einer manifesten Depression erkrankt sei, habe sie mehrmals stationär be-
handelt werden müssen. Es sei zudem oft zu Therapeutenwechseln gekommen. In den letzten 
Jahren habe das Krankheitsbild einen bipolaren Verlauf eingenommen. Die Versicherte leide 

 
 
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einerseits an schweren und länger andauernden depressiven Episoden andererseits aber auch 
an leichten hypomanischen Phasen. In den relativ ruhigen, symptomarmen Phasen mache sich 
im Hintergrund eine Persönlichkeitsstörung bemerkbar, welche durch eine inkonstante Lebens-
führung, häufige Beziehungsabbrüche und wahrscheinlich eine noch nicht abgeschlossene 
Identitätssuche gekennzeichnet sei. Die Versicherte habe gerade einen mehr als 2 Monate 
dauernden stationären Aufenthalt in der F.____ zwecks Behandlung einer schweren depressi-
ven Episode hinter sich und wirke noch wenig stabil und belastbar. Es zeichne sich deshalb 
keine Beruhigung des Krankheitsgeschehens ab. Sowohl die affektive Störung als auch die 
Persönlichkeitsstörung führten zur emotionalen Instabilität und beruflichen Inkonstanz. Aufgrund 
dieser Instabilität könne sie sich nicht für längere Zeit an einer Arbeitsstelle halten. Sie könne 
sich schlecht bei der Arbeit konzentrieren, sei leicht ablenkbar und verwickle Mitarbeiter in emo-
tionale Auseinandersetzungen. Sowohl in ihrer angestammten Tätigkeit als kaufmännische An-
gestellte als auch in einer Verweistätigkeit sei sie seit 2002 zu 50 % arbeitsunfähig.  
 
5.3 Nach der Rentenzusprechung im März 2006 berichtete Dr. med. L.____, FMH Allge-
meine Medizin, am 20. Dezember 2007, dass aufgrund des bisherigen Verlaufs mit Stabilisie-
rung in den letzten Monaten mittelfristig Besserungsaussichten beständen. Die Arbeitsfähigkeit 
werde jedoch in den nächsten Jahren nicht mehr als 50 % betragen. Es müsse zudem jederzeit 
mit schweren Rückfällen gerechnet werden. Die Versicherte sei emotional instabil, klagsam mit 
intermittierend leicht affektivem unmotiviertem Kichern und kindlichen psychischen Reaktions-
weisen.  
 
5.4 In seinem Bericht vom 14. Januar 2009 führte Dr. E.____ als Diagnosen mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig remittiert, eine 
emotional instabile Persönlichkeitsstörung sowie eine chronisch rezidivierende Migräne auf. Der 
Gesundheitszustand sei besserungsfähig. Die Versicherte sei bewusstseinsklar und voll orien-
tiert. Im Kontakt sei sie freundlich und zugewandt. Die Konzentration sei etwas beeinträchtigt. 
Die Stimmung sei bei recht gut schwingungsfähigem Affekt mittelgradig depressiv. Es bestän-
den Lust- und Energielosigkeit, ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus, Perspektivenlosigkeit, eine 
deutliche Antriebsminderung, aber keine Suizidalität. Die Versicherte sei zu 50 % arbeitsfähig. 
Am 17. September 2009 berichtete Dr. E.____, dass die Versicherte seit Anfang Juni 2009 wie-
der an einer schweren depressiven Episode leide. Sie sei deshalb vom 2. Juli 2009 bis 
14. August 2009 in der M.____ hospitalisiert gewesen. Seit 18. August 2009 werde sie auf ihren 
Wunsch in der F.____ stationär behandelt. Aktuell werde versucht, für die Versicherte einen 
geeigneten geschützten Arbeitsplatz mit einem Pensum von 50 % zu finden. Längerfristig sei 
eine Rückkehr in den freien Arbeitsmarkt in einem Teilzeitpensum von 50 % geplant. Eine Ar-
beitsfähigkeit sei zurzeit nicht gegeben. Er beantrage deshalb die Erhöhung der bisherigen hal-
ben Invalidenrente auf eine ganze.  
 
5.5 Die behandelnden Ärzte der M.____ hielten in ihrem Bericht vom 2. Oktober 2009 als 
Diagnosen eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwergradige depressive Episode 
ohne psychotische Symptome, akzentuierte emotional instabile Persönlichkeitszüge sowie als 
Differentialdiagnose eine Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus fest. Die gleichen Diag-
nosen stellte Dr. E.____ in seinem Austrittsbericht vom 11. November 2009. Diesem ist weiter 

 
 
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zu entnehmen, dass sich die Versicherte bis 26. September 2009 in der F.____ stationär auf-
hielt. Zu Beginn sei die Versicherte müde, erschöpft und deprimiert gewesen. Im Verlauf habe 
sich gezeigt, dass es ihr schwer falle, sich in Strukturen einzufügen. Immer wieder werde ihre 
emotionale Instabilität sichtbar.  
 
5.6 In seinem Verlaufsgutachten vom 4. Januar 2010 stellte Dr. D.____ grundsätzlich die 
gleichen Diagnosen wie in seinem Gutachten vom 8. Februar 2006. Nur der Schweregrad der 
depressiven Episode änderte sich für die Zeit von Mai bis August 2009 von schwer- zu mittel-
gradig. Anlässlich der Untersuchung habe er keine Anzeichen einer depressiven Verstimmung 
mehr beobachten können. Die Versicherte habe sich im Anschluss an die stationären Behand-
lungen in der M.____ und in der F.____ recht gut erholt. Durch die Etablierung eines Phasen-
prophylaktikums in Verbindung mit einer guten Compliance bestehe hinsichtlich der bipolaren 
affektiven Störung Aussicht auf eine längerfristige Stabilisierung. Die emotional instabilen Per-
sönlichkeitszüge seien durch eine generelle Unreife der Persönlichkeit mit Beziehungsinstabili-
tät, Selbstzentriertheit und mangelnder Übernahme von Verantwortung gekennzeichnet. Die 
sozialen Interaktionen würden selten reif verlaufen, was z.B. in der Arbeitswelt zu erheblichen 
Friktionen wie Mobbing-Vorwürfe führe. Die Versicherte habe wenig Selbstvertrauen. Die emo-
tionale Unreife und die labilen Beziehungsstrukturen wirkten sich ungünstig auf die bipolare 
affektive Störung aus. Es sei jedoch darauf hinzuweisen, dass sich die Symptome der Persön-
lichkeitsstörung inzwischen abgeschwächt hätten. Aktuell handle es sich eher um akzentuierte 
Persönlichkeitszüge. Beide psychischen Störungen seien miteinander verwoben und führten zu 
einer verminderten psychischen Belastbarkeit. Der Verlauf der Störung während der letzten drei 
Jahre lasse keine eindeutige Richtungsänderung erkennen. Der Gesundheitszustand habe sich 
deshalb weder verbessert noch verschlechtert. Sie sei deshalb sowohl bei der Ausübung ihres 
Berufs als auch bei einer Verweistätigkeit nach wie vor zu 50 % in ihrer Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt.  
 
5.7 Aus dem Bericht von Dr. E.____ vom 14. Juli 2010 geht hervor, dass die Versicherte 
nach den stationären Behandlungen in der M.____ und in der F.____ weiterhin ambulant psy-
chiatrisch-psychotherapeutisch in der F.____ betreut worden sei. Seit Januar 2010 arbeite sie in 
der C.____. Der Einstieg sei ihr nicht leicht gefallen, da sie Mühe gehabt habe, sich an einen 
regelmässigen Tagesablauf zu gewöhnen. Dies bereite ihr heute noch Schwierigkeiten. Sie sei 
aber motiviert, kooperativ und möchte eine massgebliche Veränderung ihrer Lebenssituation 
erreichen. Insofern habe sie einen Fortschritt erreicht. Die psychische Stabilität sei jedoch noch 
nicht für eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft ausreichend. Er ersuche deshalb weiterhin um 
Erhöhung der bisherigen halben Invalidenrente auf eine ganze.  
 
5.8 Gemäss Bericht vom 25. Juli 2011 untersuchte PD Dr. med. N.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, I.____, die Versicherte am 22. November 2010 erstmals. Er hielt als Diag-
nosen eine Bipolar-II-Störung mit einer gegenwärtig teilremittierten, chronischen depressiven 
Episode mittelschweren Grades ohne somatische Symptome fest. Trotz polypharmazeutischer 
Behandlung bestehe eine persistierende depressive Symptomatik, welche die Versicherte für 
eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft zu 100 % einschränke. Es sei ihr dagegen möglich, ihre 
bisherige Arbeit im geschützten Rahmen zu 50 % weiterzuführen.  

 
 
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5.9 Auf Zuweisung von PD Dr. N.____ hin hielt sich die Versicherte vom 4. August 2011 
bis 4. Oktober 2011 stationär in der O.____ auf. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine 
bipolare affektive Störung bei gegenwärtig mittelschwerer depressiver Episode. Die Versicherte 
habe bei Eintritt depressiv und affektarm gewirkt. Sie berichte über eine innere Leere und Ge-
fühllosigkeit, eine Störung der Vitalgefühle sowie eine Freud- und Interessenlosigkeit. Im An-
trieb sei sie gehemmt. Zudem habe sie ein erhöhtes Schlafbedürfnis und es bestehe ein ausge-
prägter sozialer Rückzug. Im Verlauf habe sich ihre Stimmung aufgehellt und die Antriebshem-
mung habe abgenommen. Zur Stabilisierung der Symptomatik sei die Versicherte auf eine am-
bulante Psychotherapie angewiesen. Hinsichtlich ihrer depressiven Symptomatik sei sie in ei-
nem deutlich gebesserten Zustand ausgetreten. Ab 11. Oktober 2011 bestehe im Rahmen des 
geschützten Arbeitsumfeldes zunächst eine 30%ige Arbeitsfähigkeit.  
 
5.10 Dr. D.____ erstattete am 18. Februar 2012 ein weiteres Verlaufsgutachten. Er hielt als 
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare affektive Störung II und eine ge-
genwärtig mittelgradige oder leichte depressive Episode ohne somatische Symptome fest. Die 
emotional instabilen Persönlichkeitszüge vom Borderline-Typus wirkten sich nicht mehr auf die 
Arbeitsfähigkeit aus. Während der Untersuchung habe er psychomotorisch eine leichte Ge-
hemmtheit beobachten können. Der Affekt imponiere als verarmt und devitalisiert. Die affektive 
Schwingungsfähigkeit sei leicht reduziert gewesen. Es lasse sich somit eine Verschlechterung 
der psychischen Situation in Form einer antriebsarmen, chronifizierten depressiven Episode 
feststellen. Neben der Antriebsschwäche beständen auch Motivationsschwierigkeiten mit 
Affektarmut, Passivität und eine leichte psychomotorische Hemmung. Diese Befunde wiesen 
auf eine dekompensierte depressive Störung im Rahmen der bekannten bipolaren affektiven 
Störung hin. Der Zustand sei als mittel- oder leichtgradige depressive Episode zu klassifizieren. 
Gegen eine schwere depressive Episode spreche das Fehlen von psychotischen Elementen. 
Die Libido sei nicht beeinträchtigt und es beständen keine Anzeichen für Suizidgedanken. Ein 
massiver sozialer Rückzug sei nicht erkennbar. Die chronische Minderung des Antriebs wirke 
sich auf Wachsamkeit, Konzentration und Ausdauer aus. Die Arbeitsfähigkeit als kaufmänni-
sche Angestellte sei durch die neuerliche depressive Episode im Vergleich zur Begutachtung im 
Jahre 2010 um 10 % zusätzlich reduziert. In einer Verweistätigkeit falle die Antriebsminderung 
weniger ins Gewicht, soweit diese nicht auf Effizienz und Schnelligkeit ausgelegt sei und der 
Versicherten einen gewissen Spielraum für die Bestimmung ihres Arbeitstempos eingeräumt 
werde. Die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit habe sich unter diesen Voraussetzungen 
von 50 % auf 70 % ab aktueller psychiatrischer Untersuchung erhöht. Die Verbesserung der 
Arbeitsfähigkeit sei auch darauf zurückzuführen, dass die Versicherte in den letzten beiden Jah-
ren keinen massiven Einbruch erfahren habe. Sie sei in der Lage gewesen, zukunftsorientierte 
Schritte wie z.B. die Heirat zu unternehmen. Zudem zeige sie eine konstante Arbeitspräsenz in 
der C.____ und besorge den Haushalt daheim.  
 
5.11 Vom 28. Februar 2012 bis 21. März 2012 war die Versicherte in der O.____ zwecks 
psychophysischer Stabilisierung und medikamentöser Einstellung hospitalisiert. Bei Eintritt sei 
der Antrieb deutlich gehemmt und die Psychomotorik verlangsamt gewesen. Die Mimik sei rela-

 
 
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tiv starr gewesen. Trotz guten Schlafes hätten eine Tagesmüdigkeit und eine deutliche soziale 
Zurückgezogenheit bestanden (vgl. Bericht vom 10. April 2012).  
 
5.12 Dr. G.____ nahm am 7. März 2012 Stellung zum Gutachten von Dr. D.____ vom 
18. Februar 2012. Er stellte sich auf den Standpunkt, dass dieses Gutachten auf einem umfas-
sendem Aktenstudium und eigenen fachärztlichen Untersuchungen beruhe. Die Diagnosen und 
die Arbeitsfähigkeit seien plausibel begründet. Der Gutachter habe auch zu den Einschätzun-
gen anderer Ärzte ausführlich Stellung genommen. Es sei deshalb grundsätzlich auf dieses 
Gutachten abzustellen. Es könne jedoch nicht - wie von Dr. D.____ angenommen - von einer 
höheren Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit als 50 % ausgegangen werden, da sich der 
Gesundheitszustand nicht verbessert habe. Dagegen habe der Gutachter eine Verschlechte-
rung in der angestammten Tätigkeit nachgewiesen, weshalb die Versicherte bei der Ausübung 
des kaufmännischen Berufes nun zu 60 % arbeitsunfähig sei. Der Beginn dieser Verschlechte-
rung sei ab Hospitalisation in der O.____ im August 2011 festzusetzen. Im Bericht vom 25. Juli 
2012 führte Dr. G.____ sodann aus, dass anhand der Austrittsberichte der O.____ und der gut-
achterlichen Abklärung durch Dr. D.____ davon auszugehen sei, dass die Versicherte durchge-
hend an einer bipolaren affektiven Störung mittelgradiger depressiver Ausprägung leide. Da der 
Grund für die erneute Hospitalisation im 2012 die Medikamenteneinstellung gewesen sei, sei 
eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit Begutachtung durch 
Dr. D.____ im Februar 2012 nicht ersichtlich; die Beschwerden und die Befunde seien seither 
im Wesentlichen gleich geblieben. Aufgrund der Einwände des Rechtsvertreters der Versicher-
ten nahm Dr. G.____ am 24. September 2012 erneut Stellung zu den vorliegenden ärztlichen 
Beurteilungen. Er wies darauf hin, dass aufgrund der psychopathologischen Befunde keine er-
hebliche Veränderung der Arbeitsfähigkeit festgestellt werden könne. Die bipolare affektive Stö-
rung zeichne sich durch Schwankungen aus. Da die Versicherte über einen Zeitraum von 
6 Jahren mehrfach begutachtet worden sei, seien diese Schwankungen in der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden (vgl. auch Stellungnahme vom 19. Dezember 2013).  Ein 
weiterer Bericht von Dr. G.____ erfolgte am 23. Mai 2014. Darin wies er darauf hin, dass die 
Befunde von Dr. D.____ mit denjenigen der behandelnden Ärzte der O.____ übereinstimmten. 
Es sei zu erwarten, dass die psychischen Schwankungen zukünftig ähnlich verlaufen würden. 
Aufgrund der etablierten Lithiumtherapie könne günstigenfalls sogar ein stabiler Zustand eintre-
ten.  
 
6.1.1 In Würdigung der vorliegenden fachärztlichen Beurteilungen ist festzustellen, dass die 
Diagnosen der psychiatrischen Fachpersonen im Wesentlichen übereinstimmen. Im Zeitpunkt 
der Rentenzusprechung im Jahr 2006 ging Dr. D.____ davon aus, dass die Versicherte an einer 
bipolaren affektiven Störung mit depressiver Ausprägung und an einer emotional instabilen Per-
sönlichkeitsstörung leide, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Die gleichen Diagno-
sen stellten auch die behandelnden Ärzte der Q.____ in ihrem Bericht vom 1. März 2006, 
Dr. E.____ im Januar und November 2009 und die behandelnden Ärzte der M.____ im Oktober 
2009. Der Schweregrad der depressiven Episoden schwankte dabei je nach aktuellem Ge-
sundheitszustand der Versicherten zwischen schwer und mittelschwer. In diesem Zusammen-
hang weist die Versicherte richtig darauf hin, dass Dr. D.____ in seinem Bericht vom 4. Januar 
2010 eine mittelgradige depressive Episode von Mai bis August 2009 aufführte, während 

 
 
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Dr. E.____ und die behandelnden Ärzte der M.____ für diese Zeit von einer schweren Episode 
ausgingen (vgl. Berichte von Dr. E.____ vom 11. November 2009 und der M.____ vom 2. Okto-
ber 2009). Aufgrund der medizinischen Beurteilung von Dr. D.____ ist jedoch davon auszuge-
hen, dass es sich dabei um einen Verschrieb seitens von Dr. D.____ handelt, stellte er doch 
nirgends die von Dr. E.____ und der Ärzteschaft der M.____ aufgeführte Diagnose einer 
schwergradigen depressiven Episode von Mai bis August 2009 in Frage. Die Versicherte kann 
unter diesen Umständen aus der Diagnosestellung von Dr. D.____ nichts zu ihren Gunsten ab-
leiten.  
 
6.1.2 Im Sommer 2011 führte PD Dr. N.____ erstmals die emotionale instabile Persönlich-
keitsstörung nicht mehr als Diagnose auf. Zudem stellte er fest, dass die depressive Symptoma-
tik inzwischen chronischer Natur sei (vgl. Bericht vom 25. Juli 2011). Zur gleichen Diagnosestel-
lung gelangten auch die behandelnden Ärzte der O.____ am 28. Oktober 2011 und 10. April 
2012 und schliesslich auch Dr. D.____ in seinem Gutachten vom 8. Februar 2012. Dr. D.____ 
erklärte dazu überzeugend, dass zu Beginn die auf verschiedenen Ebenen vorliegende Bezie-
hungsinstabilität Anlass für die Diagnose einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung ge-
bildet habe. Seit die Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehe, stehe sie weniger un-
ter emotionalem Stress. Dadurch hätten sich die sozialen Reibungsflächen verringert. Inzwi-
schen sei die Beziehungsinstabilität in den Hintergrund getreten und beeinflusse die Arbeitsfä-
higkeit der Versicherten nicht mehr in massgebender Weise. Diese Entwicklung deutete 
Dr. D.____ im Übrigen bereits in seinem Vorgutachten vom 4. Januar 2010 an (vgl. Erwägung 
5.6). Es ist deshalb aufgrund der übereinstimmenden Diagnosen davon auszugehen, dass die 
Versicherte zum hier massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (= 28. August 2014) 
noch an einer bipolaren affektiven Störung mit chronischen depressiven Episoden leidet.  
 
6.2 Während die Entwicklung des Gesundheitszustandes der Versicherten seit Rentenzu-
sprechung hinsichtlich der Diagnosestellung einheitlich beurteilt wird, liegen unterschiedliche 
Auffassungen in Bezug auf den Grad der Arbeitsfähigkeit vor. Dr. D.____ ging im Februar 2006 
von einer 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in 
einer Verweistätigkeit aus. Zur Begründung führte er an, dass die Versicherte ein bipolares 
Krankheitsbild aufweise, bei welchem sie schwankend an schweren bis leichten depressiven 
Episoden leide. In einer leichten, symptomarmen Phase mache sich eine Persönlichkeitsstö-
rung bemerkbar, welche durch ein inkonstantes und unreifes Verhalten gekennzeichnet sei. 
Diese beiden psychiatrischen Erkrankungen führten zu einer emotionalen Instabilität und beruf-
lichen Inkonstanz sowie zu Einschränkungen in der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfä-
higkeit. Die Versicherte äussert gewisse Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser gutachterlichen 
Beurteilung, räumt aber diese wieder aus dem Weg, indem sie auf die Berichte des Hausarztes 
Dr. L.____ vom 20. Dezember 2007 und von Dr. E.____ vom 14. Januar 2009 hinweist, welche 
den Umfang der Arbeitsunfähigkeit gleich einschätzten wie Dr. D.____. Ebenso wenig vermag 
die Kritik der Versicherten, wonach bei der Beurteilung des Rentenanspruchs im Jahr 2006 der 
Abschlussbericht der beruflichen Massnahmen vom 19. April 2005 unberücksichtigt geblieben 
sei, die ausschlaggebende Beweiskraft des Gutachtens von Dr. D.____ vom 8. Februar 2006 zu 
schmälern. Denn gemäss Rechtsprechung kommt den Berichten von Eingliederungsfachleuten 
kein massgebender Beweiswert bei der Beurteilung medizinischer Sachverhalte zu (vgl. Urteil 

 
 
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des damaligen EVG [heute: Bundesgericht] vom 4. Dezember 2006, I 928/05, E. 3). Gestützt 
auf die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ vom 8. Februar 2006 ist somit davon auszu-
gehen, dass die Versicherte zum Zeitpunkt der Rentenzusprechung für jegliche Tätigkeiten zu 
50 % arbeitsfähig war.  
 
6.3 Als die Versicherte Anfang Juni 2009 wieder an einer schweren depressiven Episode 
litt, erachtete Dr. E.____ die Versicherte als arbeitsunfähig, sah aber längerfristig eine 50%ige 
Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt als möglich an (vgl. Bericht vom 17. September 
2009). Gleichermassen stellte Dr. D.____ im Rahmen seiner Zweitbegutachtung Mitte Dezem-
ber 2009 fest, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten im Frühling/Sommer 2009 
verschlechtert habe, dieser sich aber nach den Hospitalisationen in der M.____ und in der 
F.____ mit gleichzeitiger Etablierung eines Phasenprohylaktikums bei guter Compliance wieder 
verbessert habe. Zum Untersuchungszeitpunkt habe er keine relevanten Anzeichen einer de-
pressiven Verstimmung mehr beobachtet. Er gehe deshalb davon aus, dass die bipolare affek-
tive Störung remittiert sei. Die Symptome der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung hätten 
sich abgeschwächt, da die Versicherte auf der beruflichen Ebene weniger Stresssituationen 
ausgesetzt sei. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit meinte Dr. D.____, dass im Gesamten keine 
Änderungen gegenüber seiner Erstbegutachtung eingetreten seien. Aufgrund dieser Entwick-
lung des Gesundheitszustandes und den guten prognostischen Aussichten wäre zu erwarten 
gewesen, dass sich die Arbeitsfähigkeit erhöhen würde. Dr. D.____ weist jedoch mit aller Deut-
lichkeit auf die Schwankungen seit Krankheitsausbruch im Jahr 2001 hin. Er kam deshalb zum 
Schluss, dass aufgrund dieses wechselhaften Krankheitsbildes weder eine relevante Verbesse-
rung noch eine relevante Verschlechterung festzustellen sei. Da zum Zeitpunkt des Gutachtens 
keine widersprechenden ärztlichen Beurteilungen vorliegen, bestehen keine Gründe, von der 
Beurteilung von Dr. D.____ vom 4. Januar 2010 abzuweichen. Die Ansicht der Versicherten, 
wonach Dr. D.____ im Grunde genommen annehme, dass sie nicht mehr in der freien Wirt-
schaft einsetzbar sei und er nur deshalb eine Arbeitsfähigkeit attestiere, weil er eine Invalidisie-
rung vermeiden möchte, findet in den Akten keine Stütze. Eine Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes kann deshalb bis zum Gutachtenszeitpunkt im Dezember 2009 nicht begründet 
werden.  
 
6.4 Wie die Versicherte richtig feststellt, erfolgte die erste abweichende Zumutbarkeitsbe-
urteilung durch Dr. E.____ im Sommer 2010. In seinem Bericht vom 14. Juli 2010 stellte sich 
Dr. E.____ auf den Standpunkt, dass die Versicherte aufgrund ihrer psychischen Instabilität auf 
dem freien Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig sei. In seinem Bericht verwies er im Wesentli-
chen auf den Umstand, dass die Versicherte seit Januar 2010 in einem geschützten Rahmen in 
der C.____ arbeite. Seiner Beurteilung ist jedoch keine Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes zu entnehmen, welche den Verlust der bisherigen teilweisen Arbeitsfähigkeit auf dem 
freien Arbeitsmarkt erklären könnte. Es ist deshalb anzunehmen, dass Dr. E.____ aus der Tä-
tigkeit der Versicherten in einem geschützten Arbeitsumfeld ableitete, dass die Versicherte nicht 
mehr in der freien Wirtschaft arbeitsfähig sei. In diesem Zusammenhang ist jedoch darauf hin-
zuweisen, dass bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und für die Bestimmung des Invaliden-
einkommens der ausgeglichene Arbeitsmarkt massgebend ist (Art. 16 ATSG). Der ausgegli-
chene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot 

 
 
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und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf 
(BGE 110 V 273 E. 4b S. 276 und seitherige Entscheide). Das gilt sowohl bezüglich der dafür 
verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperli-
chen Einsatzes. Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeits-
angebote, bei welchen behinderte Personen mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten 
des Arbeitgebers rechnen können (statt vieler: Urteile des Bundesgerichts vom 30. März 2012, 
9C_910/2011, E. 3.1 und vom 29. August 2007, 9C_95/2007, E. 4.3 mit Hinweisen). Aufgrund 
der Ausführungen von Dr. E.____ und der übrigen medizinischen Berichte kann nicht davon 
ausgegangen werden, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt keine passenden Stellen für die 
Versicherte bereithält und sie deshalb ihre Restarbeitsfähigkeit nur an einem geschützten Ar-
beitsplatz verwerten kann. Es ist vielmehr anzunehmen, dass Dr. E.____ bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit vom aktuellen und nicht vom hier massgeblichen ausgeglichenen Arbeits-
markt ausging.  
 
6.5.1 Wegen einer erneuten schweren depressiven Episode hielt sich die Versicherte von 
August 2011 bis Anfang Oktober 2011 in der O.____ auf. Die behandelnde Ärzteschaft stellte in 
ihrem Bericht vom 28. Oktober 2011 bei Eintritt eine mittelschwere depressive Episode fest. Als 
Befunde hielten sie einen verarmten Affekt, eine Devitalisierung, einen gehemmten Antrieb und 
einen ausgeprägten sozialen Rückzug fest. Sie attestierte der Versicherten für die Zeit nach 
Austritt eine vorläufige 30%ige Arbeitsfähigkeit im geschützten Arbeitsumfeld. Eine längerfristi-
ge Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nahm sie nicht vor, weshalb auf ihre Zumutbarkeitsbeurtei-
lung nicht abgestellt werden kann. 3 ½ Monate später begutachtete Dr. D.____ die Versicherte 
erneut. Aus seinem Gutachten vom 18. Februar 2012 geht hervor, dass sie wieder zu 50 % in 
der C.____ arbeite. Seine Befunde (leichte Gehemmtheit, Antriebsschwäche, Motivations-
schwierigkeiten, leicht eingeschränkte affektive Schwingungsfähigkeit, Affektarmut) stimmen bis 
auf den sozialen Rückzug im Wesentlichen mit denjenigen der behandelnden Ärzte der O.____ 
überein. Dass er den sozialen Rückzug nicht als sehr auffällig bezeichnete, ist mit dem Hinweis 
auf die Heirat im Mai 2011 und den Angaben der Versicherten, dass sie die Lebensgemein-
schaft mit ihrem Ehemann aufrecht erhalten und in der C.____ arbeiten könne, einleuchtend. 
Selbst wenn im Zeitpunkt des Klinikeintritts ein sozialer Rückzug in ausgeprägter Form vorlag, 
ist davon auszugehen, dass dieser sich im Laufe des Aufenthalts abschwächte, stellte doch die 
Ärzteschaft der O.____ beim Klinikaustritt in Bezug auf die depressive Symptomatik eine deutli-
che Verbesserung fest. Daraus ergibt sich, dass die Beurteilung von Dr. D.____ dem Bericht 
der O.____ vom 28. Oktober 2011 nicht widerspricht, weshalb dieser nicht geeignet ist, an der 
Zuverlässigkeit der gutachterlichen Ausführungen zu zweifeln.  
 
6.5.2 Dr. D.____ geht im Weiteren mit PD Dr. N.____ einig, dass die depressive Symptoma-
tik mittlerweile chronifiziert und dekompensiert sei. Während es sich bei der Beurteilung von 
PD Dr. N.____, wonach die Versicherte in der freien Wirtschaft nicht und in einem geschützten 
Umfeld lediglich zu 50 % arbeitsfähig sei, um eine vage Einschätzung handelt und zudem nicht 
begründet ist, führte Dr. D.____ aus, dass die Versicherte durch die Chronifizierung des psychi-
schen Leidens an einer Antriebsschwäche, einer Affektarmut, einer Passivität und einer leichten 
psychomotorischen Hemmung leide, was sich auf Wachsamkeit, Konzentration und Ausdauer 
auswirke. Bei qualifizierten und anspruchsvollen Tätigkeiten wie im Beruf einer kaufmännischen 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Angestellten erhöhe sich dadurch die bisher attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % auf 60 %. 
Da keine konkreten Indizien vorliegen, welche gegen die Zuverlässigkeit dieser Beurteilung 
sprechen, ist der Beurteilung von Dr. D.____ voller Beweiswert zuzuerkennen. Selbst wenn die 
von der Versicherten geltend gemachten geringen Zweifel bestehen würden, reichen diese bei 
verwaltungsexternen Fachgutachten nicht aus, um die Beweiskraft des Gutachtens von 
Dr. D.____ zu schmälern (vgl. Erwägung 3.3). Hingegen kann seinen Ausführungen hinsichtlich 
der erhöhten Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit nicht gefolgt werden. Darauf wird in Er-
wägung 6.7 näher eingegangen.  
 
6.6 Nach der Begutachtung der Versicherten durch Dr. D.____ hielt sich die Versicherte 
vom 28. Februar 2012 bis 21. März 2012 erneut in der O.____ auf. Dem Austrittsbericht vom 
10. April 2012 ist zu entnehmen, dass Zweck dieses stationären Aufenthalts eine psychophysi-
sche Stabilisierung und eine Medikationseinstellung war. Eine Änderung des Gesundheitszu-
standes wurde jedoch nicht festgestellt, weshalb die Beurteilung von Dr. D.____ vom 18. Feb-
ruar 2012 hinsichtlich der angestammten Tätigkeit weiterhin Gültigkeit hat.  
 
6.7 Dr. G.____ wies in seiner Stellungnahme vom 7. März 2012 zu Recht darauf hin, dass 
der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____, wonach sich die Arbeitsfähigkeit in einer Ver-
weistätigkeit von 50 % auf 70 % erhöht habe, aus revisionsrechtlichen Gründen nicht gefolgt 
werden kann. Dass die Antriebsminderung in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht sehr ins 
Gewicht falle und die Versicherte in den letzten beiden Jahren keine längere schwergradige 
depressive Episode erlitten habe, lässt nicht auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes 
schliessen. Die bloss unterschiedliche medizinische Einschätzung eines im Wesentlichen un-
verändert gebliebenen Sachverhalts führt nicht zu einer materiellen Revision. Aus diesem 
Grund ist an der bisher festgestellten 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer Ver-
weistätigkeit festzuhalten. 
 
6.8 Aufgrund dieser Ausführungen ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand der Ver-
sicherten hinsichtlich einer leidensangepassten Tätigkeit seit Rentenzusprechung im Jahr 2006 
nicht geändert hat. Hingegen ist eine entsprechende Verschlechterung in der angestammten 
Tätigkeit als kaufmännische Angestellte eingetreten.  
 
7. Den Beginn der Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
setzte Dr. D.____ in seinem Gutachten vom 18. Februar 2012 ab Untersuchungszeitpunkt, d.h. 
9. Februar 2012, fest. Dr. G.____ meinte dagegen, dass die Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes mit der Hospitalisation in der O.____ bereits im August 2011 begonnen habe 
(vgl. Stellungnahme vom 7. März 2012). Die IV-Stelle sieht die Untersuchung in den I.____ im 
Juli 2011 als massgebenden Zeitpunkt an. Dieser Auffassung ist zu folgen. Denn 
PD Dr. N.____ stellte in seinem Bericht vom 25. Juli 2011 erstmals eine Chronifizierung und 
Dekompensation der depressiven Symptomatik fest. Diese Entwicklung war auch der Grund für 
Dr. D.____ anzunehmen, dass sich die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einem kaufmänni-
schen Beruf verschlechtert habe. Der Ansicht der Versicherten, wonach sich ihr Gesundheits-
zustand bereits im Juni 2009 verändert habe, findet in den Akten dagegen keine Stütze. Es ist 

 
 
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somit festzustellen, dass die Verschlechterung des Gesundheitszustandes per Juli 2011 einge-
treten ist.  
 
8. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen. In der erstmaligen Rentenverfügung vom 9. März 2006 berechnete die IV-Stelle sowohl 
das Validen- als auch das Invalideneinkommen gestützt auf die Salärempfehlungen 2005 des 
Schweizerischen kaufmännischen Verbandes. Aufgrund der Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes in der angestammten Tätigkeit musste die IV-Stelle in der angefochtenen Verfü-
gung vom 28. August 2014 das Invalideneinkommen für eine Verweistätigkeit ermitteln. Das 
von der IV-Stelle gestützt auf den lohnstatistischen Angaben der vom Bundesamt herausgege-
benen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten Valideneinkommen von Fr. 73'056.-- sowie das 
ebenfalls anhand lohnstatistischer Angaben der LSE und unter Berücksichtigung des zumutba-
ren Arbeitspensums von 50 % festgestellte Invalideneinkommen von 26'692.-- wurden von der 
Versicherten zu Recht nicht beanstandet. Nachdem sich aus den Akten keine weiteren Hinwei-
se ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine 
andere Einschätzung vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit 
den von der IV-Stelle ermittelten Vergleichseinkommen. Setzt man im Einkommensvergleich 
das Invalideneinkommen von Fr. 26'692.-- dem Valideneinkommen von Fr. 73'056.-- gegen-
über, so ergibt dies eine Einkommenseinbusse von Fr. 46'364.--. Daraus resultiert ein Invalidi-
tätsgrad von rund 63 % und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. In Berücksichtigung 
von Art. 88a Abs. 2 IVV hat die IV-Stelle somit die bisherige halbe Invalidenrente mit Verfügung 
vom 28. August 2014 korrekt ab 1. Oktober 2011 auf eine Dreiviertelsrente erhöht. Die Be-
schwerde erweist sich somit als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 600.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Versicherte unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihr zu überbinden sind. Die ausserordentlichen Kosten sind dem 
Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen.   
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 600.-- verrechnet. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.