# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e421297-48de-5363-ab3d-a9de8d39e2ed
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 13.07.2021 400 21 88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_400-21-88_2021-07-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, 

 

vom 13. Juli 2021 (400 21 88) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Obligationenrecht 

 

Beginn der Verjährungsfrist ab Kenntnis des Schadens. Die geschädigte Person muss 

ihren Anspruch nur dem Grundsatz und Umfang nach kennen und muss ihn nicht exakt 

beziffern. Die Verjährungsfrist beginnt in dem Moment zu laufen, in dem die geschädigte 

Person ihren gesamten Schaden im Grossen und Ganzen abschätzen und alle wesentli-

chen Komponenten überblicken kann (E. 3.1 und 5.1 f.) 

 
 

Besetzung  Präsident Roland Hofmann,  

Richterin Barbara Jermann Richterich (Ref.),  

Richter Philippe Spitz;  

Gerichtsschreiberin Nicole Schneider 

  
 

Parteien  A.____,  

vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Wagner, schadenanwaelte AG, 

Totentanz 5, Postfach 2039, 4001 Basel,  

Kläger und Berufungskläger 

  gegen 

  B.____,  

c/o Gribi Bewirtschaftung AG, Gräubernstrasse 12a, 4410 Liestal,  

vertreten durch Advokat Dr. Matthias Schnyder, Augustinergasse 5, 

Postfach 1112, 4001 Basel,  

Beklagte 

   

Gegenstand  Forderung  

Berufung gegen das Urteil des Zivilkreisgerichtspräsidenten  

Basel-Landschaft Ost vom 7. Dezember 2020 
  

 
 
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A. Mit Klage vom 2. Juli 2019 beantragte A.____ beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost, 
die Verurteilung der Stockwerkeigentümergemeinschaft Parzelle XXX, F.____, zur Bezahlung ei-
ner Genugtuungssumme von CHF 30'000.00 nebst Zins zu 5% seit dem 9. August 2014. Weitere 
Forderungen aus dem erlittenen Unfall vom 9. August 2014 seien explizit vorbehalten. Die be-
klagte Stockwerkeigentümergemeinschaft beantragte mit Eingabe vom 12. September 2019 die 
vollumfängliche Abweisung dieser Teilklage und ersuchte um Beschränkung des Verfahrens auf 
die Frage nach der Verjährung der eingeklagten Genugtuungssumme. Der Kläger erklärte mit 
Eingabe vom 23. Oktober 2019 sein explizites Einverständnis zu dieser Verfahrensbeschränkung 
und bestritt gleichzeitig, dass die einjährige Verjährung eingetreten sei.  
Das Verfahren wurde vom Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost in der Folge mit Verfügung vom 
22. November 2019 in Anwendung von Art. 125 lit. a ZPO auf die Frage nach der Verjährung 
beschränkt. Anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung vom 17. November 2020 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen fest.  

B. Mit schriftlich eröffnetem Urteil vom 7. Dezember 2020 wies der Präsident des Zivilkreisge-
richts Basel-Landschaft Ost die Klage von A.____ ab (Ziff. 1). Die Gerichtsgebühr von CHF 
1'500.00 pauschal auferlegte er dem Kläger und verpflichtete ihn, der Beklagten eine Parteient-
schädigung von CHF 9'691.30 inklusive Spesen und CHF 692.90 MWSt zu bezahlen (Ziff. 2). 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege zu Gunsten des Klägers ordnete der Zivil-
kreisgerichtspräsident an, dass die Gerichtskosten gemäss Ziff. 2 und das Anwaltshonorar seines 
Vertreters Patrick Wagner im Betrag von CHF 10'826.85 inklusive Spesen und CHF 774.05 
MWST vom Staat übernommen werden, dies unter Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung.  

C. Gegen dieses Urteil erhob der Kläger mit Eingabe vom 26. April 2021 beim Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren:  

«1. Es sei das Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 7. Dezember 2020 im Ver-
fahren 150 19 1286 II aufzuheben, festzustellen, dass die Verjährung aus dem Unfall vom 
9. August 2014 noch nicht eingetreten ist und die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Fort-
setzung des Verfahrens in der Hauptsache zurückzuweisen. 

  2. Eventuell sei das Urteil des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 7. Dezember 2020 im 
Verfahren 150 19 1286 II aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. 

  3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zulasten der Berufungsbe-
klagten.» 

Der Kläger beantragte zudem, es sei ihm für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechts-
pflege mit dem Unterzeichnenden als gerichtlich bestelltem Rechtsbeistand zu gewähren. 

D. Die Beklagte reichte mit Eingabe vom 27. Mai 2021 ihre Berufungsantwort mit folgenden 
Anträgen ein:  

«1. Die Berufung vom 26. April 2021 sei vollumfänglich abzuweisen. 

  2. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten des Berufungsklägers.» 

Des Weiteren beantragte die Beklagte die Abweisung des klägerischen Gesuchs um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege. 

 
 
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E. Mit Verfügung vom 28. Mai 2021 wurde der Schriftenwechsel geschlossen. Die Parteien 
wurden darauf hingewiesen, dass der Entscheid der Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Zivilrecht, aufgrund der Akten erfolge und dass über das Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege mit der Hauptsache entschieden werde.  

Erwägungen 

1.1 Gegen erstinstanzliche Endentscheide kann laut Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO Berufung erho-
ben werden. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung indessen nur zulässig, 
wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 
beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Frist zur Einreichung der Berufung bei der Rechtsmittelinstanz 
beträgt 30 Tage seit der Zustellung des begründeten Entscheids bzw. seit der nachträglichen 
Zustellung der Entscheidbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO).  
Gemäss § 6 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit § 5 EG ZPO ist die Dreierkammer der Abteilung Zivil-
recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft für die Beurteilung von Berufungen gegen Ent-
scheide der Präsidien der Zivilkreisgerichte, die nicht in die Zuständigkeit des Präsidiums fallen, 
sachlich zuständig. 

1.2 Der Kläger hat gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichtspräsidenten Basel-Landschaft 
Ost vom 7. Dezember 2020 Berufung erklärt. Es handelt sich dabei um einen erstinstanzlichen 
Endentscheid, der gestützt auf Art. 243 Abs. 1 ZPO und angesichts des streitigen Betrags von 
CHF 30'000.00 im vereinfachten Verfahren ergangen ist und damit gestützt auf § 6 Abs. 1 lit. c in 
Verbindung mit § 5 EG ZPO in die Zuständigkeit der Dreierkammer der zivilrechtlichen Abteilung 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft fällt. Der erforderliche Streitwert ist offensichtlich gege-
ben.  

 

Der schriftlich begründete Entscheid der Vorinstanz ist dem Kläger am 11. März 2021 zugestellt 
worden. Er hat seine Berufung vom 26. April 2021 am gleichen Tag bei der Post zum Versand 
aufgegeben und diese mithin unter Berücksichtigung des Stillstands der 30-tägigen Berufungsfrist 
vom 29. März 2021 bis und mit 12. April 2021 (Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO) sowie gestützt auf Art. 
142 Abs. 3 ZPO rechtzeitig innert der verlängerten Rechtsmittelfrist eingereicht.  

1.3 Der Kläger macht zum einen die Verletzung von Art. 60 aOR geltend. Die Vorinstanz habe 
fälschlicherweise für die Kenntnis des Schadens auf die Untersuchung der Kreisärztin vom 
11.22.2017 abgestellt und den Beginn der Verjährungsfrist für allfällige Ansprüche aus dem Unfall 
vom 9. August 2014 damit viel zu früh angesetzt. Zum anderen beanstandet der Kläger hinsicht-
lich der strafrechtlichen Verjährungsfrist, dass die Vorinstanz sich nicht mit den Tatbestandsmerk-
malen der fahrlässigen Körperverletzung auseinandergesetzt habe und dadurch das rechtliche 
Gehör verletzt worden sei. Der Kläger macht damit zulässige Berufungsgründe im Sinne von Art. 
310 ZPO geltend. Damit sind sämtliche Prozessvoraussetzung (Art. 59 f. ZPO) erfüllt, so dass 
auf die klägerische Berufung eingetreten werden kann.  

2.1 Im vorliegenden Fall geht es um die Frage, ob die vom Kläger aufgrund des Unfalls vom 9. 
August 2014 gegen die Beklagte geltend gemachte Genugtuungsforderung im Betrag von CHF 
30'000.00 verjährt ist oder nicht. Gemäss den Angaben des Klägers sei er beim erwähnten Unfall 
von einem im Eigentum der Beklagten stehenden Gartensitzplatz auf der Parzelle XXX an der 

 
 
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E.____strasse 16 in F.____ gestürzt und dabei rund 2,5 m in die Tiefe gefallen. Der Kläger ver-
langt von der Beklagten eine Genugtuung wegen der Verletzungen, die er sich bei diesem Unfall 
mutmasslich zugezogen hat. 

2.2 Die Vorinstanz wies in ihrem Urteil vorab daraufhin, dass es um eine Forderung aus  
Werkeigentümerhaftung nach Art. 58 OR gehe und im fraglichen Fall die alten Bestimmungen zur 
Verjährung gelten würden, also die frühere Fassung von Art. 60 Abs. 1 und 2 OR zur Anwendung 
komme, weil der Unfall am 9. August 2014 und damit vor der am 1. Januar 2020 in Kraft getrete-
nen Revision des Verjährungsrechts passiert sei. Die Vorinstanz ging sodann davon aus, dass 
der Kläger bereits unmittelbar nach seinem Sturz vom 9. August 2014 gewusst habe, von wel-
chem Garten- resp. Terrassensitzplatz aus er in die Tiefe gestürzt sei. Der Kläger hätte daher die 
seiner Ansicht nach ersatzpflichtige Person gleich nach dem Unfall ausfindig machen können. Es 
gehe jedenfalls nicht an, den Beginn der einjährigen Verjährungsfrist gemäss Art. 60 Abs. 1 aOR 
durch entsprechend späte Abklärungen hinsichtlich der schadenersatzpflichtigen Partei beliebig 
hinauszuzögern. Es habe daher als erstellt zu gelten, dass der Kläger die Identität der schaden-
ersatzpflichtigen Partei zum Zeitpunkt seines ersten Schlichtungsgesuchs an das Friedensrich-
teramt F.____ vom 20. August 2018 bereits seit mehr als einem Jahr gekannt habe (vgl. erstin-
stanzliches Urteil S. 6 f.). 
 

Mit Bezug auf die Kenntnis des Schadens erachtete die Vorinstanz den Bericht der Kreisärztin 
C.____ vom 11.22.2017 über die gleichentags durchgeführte kreisärztliche Untersuchung des 
Klägers als massgeblich. Daraus ergebe sich mit hinreichender Klarheit, dass zum damaligen 
Zeitpunkt ein stationärer Gesundheitszustand hinsichtlich der vom Kläger am 9. August 2014 er-
littenen Unfallfolgen vorgelegen habe und der auf diesen Sturz zurückzuführende Verletzungs-
verlauf am 11.22.2017 zumindest in grundsätzlicher Hinsicht bereits abgeschlossen gewesen sei. 
Dies ergebe sich auch aus dem polydisziplinären Gutachten der Abteilung Versicherungsmedizin 
(asim) des Universitätsspitals I.___ vom 3. August 2020. Darin werde nämlich explizit festgehal-
ten, dass die beim Kläger seit der letzten Beurteilung eingetretene Verschlechterung seines Ge-
sundheitszustandes in erster Linie auf psychiatrische Ursachen sowie auf eine weitere Verletzung 
am linken Knie zurückzuführen sei. Dies lasse darauf schliessen, dass seit der kreisärztlichen 
Untersuchung vom 11.22.2017 aufgrund des erlittenen Sturzes keine weiteren Veränderungen 
im Verletzungsverlauf eingetreten seien. Die Vorinstanz wies ebenfalls darauf hin, dass der Klä-
ger noch am 11.22.2017 von der Kreisärztin über das Ergebnis der damaligen kreisärztlichen 
Untersuchung aufgeklärt worden sei. Dies lasse sich aus dem Schreiben der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 3. März 2017 entnehmen sowie aus dem Umstand, dass 
sich der Kläger mit der Zustellung des kreisärztlichen Berichts an seinen Hausarzt ausdrücklich 
einverstanden erklärt habe. Diese Einwilligung zur Weiterleitung des Berichts könne der Kläger 
nur nach Aufklärung über das Resultat der Untersuchung erteilt haben. Es sei daher davon aus-
zugehen, dass der Kläger zum Zeitpunkt seines ersten Schlichtungsgesuchs vom 20. August 
2018 seit mehr als einem Jahr auch über den bei ihm eingetretenen Schaden hinreichend Be-
scheid gewusst habe und die einjährige Verjährungsfrist gemäss Art. 60 Abs. 1 OR bereits abge-
laufen gewesen sei (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 7 ff.).  
 

Die Vorinstanz hielt schliesslich zur Frage der längeren strafrechtlichen Verjährungsfrist nach Art. 
60 Abs. 2 aOR fest, dass nicht ersichtlich sei, inwieweit die beklagte B.____ und deren Organe 
für den Tatbestand einer fahrlässigen schweren Körperverletzung verantwortlich sein sollen. Aus 

 
 
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den im Recht liegenden Fotografien lasse sich jedenfalls mit hinreichender Deutlichkeit entneh-
men, dass offenkundig kein öffentlicher Weg zum Garten- resp. Terrassensitzplatz führe, von 
dem der Kläger am 9. August 2014 in die Tiefe gestürzt sei, und es sich beim entsprechenden 
Sitzplatz somit nicht um ein öffentlich zugängliches und für die Allgemeinheit bestimmtes Grund-
stück handle. Der Kläger habe den besagten Garten- resp. Terrassensitzplatz ungeachtet dessen 
gleichwohl ausschliesslich auf eigene Verantwortung betreten und könne daher die beklagte 
B.____ resp. deren Organe hierfür nicht strafrechtlich zur Rechenschaft ziehen. Zu guter Letzt 
stellte die Vorinstanz fest, dass auch nicht von einem Verstoss gegen das strafrechtliche Bau-
kundenregelverletzungsverbot gemäss Art. 229 StGB auszugehen sei, da sich diese Norm aus-
schliesslich gegen Personen richte, die ein Bauwerk leiten oder ein solches ausführen würden. 
Im fraglichen Fall sei nicht ersichtlich, inwieweit die beklagte B.____ und deren Organe bei der 
Errichtung der Liegenschaft an der E.____strasse 16 in F.____ als Leitungs- oder Ausführungs-
organe involviert gewesen seien. Bei der besagten Norm handle es sich sodann nicht um ein 
abstraktes, sondern um ein konkretes Gefährdungsdelikt. Den Organen der beklagten B.____ 
hätte somit eine bewusste konkrete Gefährdung oder zumindest eine fahrlässige konkrete Ge-
fährdung des Klägers nachgewiesen werden müssen (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 9 f.). 

2.3 Der Kläger stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass der Umfang des Schadens 
im Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung vom 11.22.2017 noch nicht bekannt und daher 
auch nicht einklagbar gewesen sei. Er habe damals noch nicht gewusst, wie sich sein gesund-
heitlicher Zustand weiter entwickeln werde. Wer Schadenersatz beanspruche, müsse den Scha-
den gemäss Art. 42 Abs. 1 OR beweisen. Als Kläger sei er verpflichtet, den Schaden ziffernmäs-
sig genau zu belegen. Dafür müsse er jeden Schadenposten detailliert beschreiben und die ent-
sprechenden Grundlagen so präzise benennen, dass die Gegenseite dazu Stellung nehmen 
könne. Da es im Schadenersatzprozess um eine Geldleistung gehe, müsse der Geschädigte 
nicht bloss die gesundheitlichen, sondern auch die finanziellen Konsequenzen der schädigenden 
Handlung kennen. Nebst den vergangenen und zukünftigen Heilungskosten müsse bei der Ein-
reichung der Klage insbesondere die unfallbedingte Erwerbseinbusse, allfälliger Pflege- und 
Haushaltschaden und der Anspruch auf eine Genugtuung bereits bekannt sein. Im vorliegenden 
Fall habe die SUVA dem Kläger mit Verfügung vom 9. Januar 2018 eine Integritätsentschädigung 
basierend auf einem Integritätsschaden von 7.5% zugesprochen. Der Beginn der relativen Ver-
jährungsfrist hinsichtlich des Genugtuungsanspruchs dürfe daher frühestens auf den 9. Januar 
2018 festgesetzt werden. Der kreisärztliche Bericht vom 11.22.2017 äussere sich sodann nur zu 
den somatischen Unfallfolgen, ohne die psychischen Folgen zu thematisieren und insbesondere 
auf die neue Diagnose der chronischen Schmerzstörung einzugehen. Seit dem letzten Entscheid 
der Invalidenversicherung (IV) vom 17. April 2018 habe sich seine gesundheitliche Situation er-
heblich verschlechtert. Der definitive Endheilzustand sei – so der Kläger weiter – auch heute noch 
nicht erreicht und daher der gesamthafte durch den Unfall entstandene Schaden immer noch 
nicht hinreichend bekannt. Aus all diesen Gründen habe die Verjährungsfrist noch gar nicht zu 
laufen begonnen.  
 

Mit Bezug auf die strafrechtliche Verjährungsfrist gemäss Art. 60 Abs. 2 aOR rügt der Kläger im 
Wesentlichen, dass die Vorinstanz zur Frage, ob der Gartensitzplatz der Beklagten durch einen 
öffentlichen Weg zugänglich gewesen sei, keinen Augenschein durchgeführt habe. Damit sei 
nicht nur das ihm zustehende rechtliche Gehör verletzt worden. Es erweise sich überdies als 
tatsachenwidrig und willkürlich, wenn die Vorinstanz einfach aufgrund von Fotos davon ausgehe, 

 
 
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dass kein öffentlicher Weg zum Gartensitzplatz führe. Die weiteren Tatbestandsmerkmale ge-
mäss Art. 125 StGB seien allesamt erfüllt, weshalb wegen der Höchststrafe für fahrlässige Kör-
perverletzung von 3 Jahren die Strafverfolgungsfrist gestützt auf Art. 97 Abs. 1 lit. c StGB 10 
Jahre betrage, so dass für die Genugtuungsforderung eine entsprechende zivilrechtliche Verjäh-
rungsfrist gelte.  

2.4 Die Beklagte ist mit der Vorinstanz der Meinung, dass der Kläger bereits aufgrund des Be-
richts über die kreisärztliche Untersuchung vom 11.22.2017 hinreichende Kenntnis von seinem 
Schaden gehabt habe, da schon zum damaligen Zeitpunkt von einem stationären Gesundheits-
zustand ausgegangen worden sei. Hinsichtlich der strafrechtlichen Verjährungsfrist macht die 
Beklagte geltend, es sei nicht ersichtlich, inwieweit sie oder ihre Organe für eine Straftat verant-
wortlich sein sollten. Ein allfälliger Genugtuungsanspruch sei bei der Einreichung des Schlich-
tungsgesuchs beim Friedensrichteramt F.____ am 20. August 2012 daher bereits verjährt gewe-
sen.  

3.1 Unbestritten ist vorliegend zunächst, dass es bei der vom Kläger geltend gemachten Ge-
nugtuungssumme um eine Forderung aus Werkeigentümerhaftung nach Art. 58 Abs. 1 OR geht 
und dass für die hier zur Diskussion stehende Frage der Verjährung Art. 60 aOR, also in der bis 
zum 31. Dezember 2019 geltenden Fassung zur Anwendung kommt.  
Art. 60 Abs. 1 und 2 aOR lautet wie folgt: 

«1Der Anspruch auf Schadenersatz oder Genugtuung verjährt in einem Jahre von dem Tage hin-
weg, wo der Geschädigte die Kenntnis vom Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen 
erlangt hat, jedenfalls aber mit dem Ablaufe von zehn Jahren, vom Tage der schädigenden Hand-
lung an gerechnet. 
 2Wird jedoch die Klage aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für die das Strafrecht eine 
längere Verjährung vorschreibt, so gilt diese auch für den Zivilanspruch.» 

Damit steht also fest, dass von einer Verjährungsfrist von einem Jahr – und nicht etwa von drei 
Jahren wie nach neuem Recht massgeblich wäre – ab Kenntnis der schadenersatzpflichtigen 
Person sowie des Schadens auszugehen ist. Die relative Frist beginnt an dem Tag zu laufen, an 
welchem die geschädigte Person tatsächlich Kenntnis des Schadens und der dafür haftpflichtigen 
Person erlangt. «Kenntnis vom Schaden» umfasst seine Existenz, Beschaffenheit und wesentli-
chen Merkmale (vgl. BGE 126 III 163 E. 3). Voraussetzung ist, dass die geschädigte Person ihren 
Anspruch dem Grundsatz und Umfang nach kennt, so dass sie ihn mit Erfolg geltend machen 
kann. Angesichts der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeit der unbezifferten Forderungsklage 
(Art. 42 Abs. 2 OR) darf die geschädigte Person ein Tätigwerden indes nicht solange aufschieben, 
bis sie den Schaden genauestens beziffern kann (vgl. BGer 2C_192/2015 vom 1. August 2015 E. 
3.6). Wie hoch der Schaden ziffernmässig exakt ist, braucht sie nicht zu wissen. In Anbetracht 
der Kürze der Frist soll aber auch nicht ein allzu strenger Massstab angesetzt werden und die 
geschädigte Person soll je nach den Umständen des Einzelfalles eine gewisse Zeit verstreichen 
lassen dürfen, um das endgültige Ausmass des Schadens abschätzen zu können (vgl. BGer 
4C.150/2003 vom 1. Oktober 2003 E. 2.1 und BGE 111 II 55 E. 3a). Wenn noch mit einer mar-
kanten Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes gerechnet werden 
muss, steht der ganze Umfang des Schadens noch nicht fest. Dies bedeutet aber nicht, dass die 
Verjährung erst dann zu laufen beginnt, wenn klar ist, welcher Anteil des Schadens von den So-
zialversicherungen übernommen wird (vgl. BGer 4A_647/2010 vom 4. April 2010 E. 3 und BGer 

 
 
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2C.1/1999 vom 12. September 2000 E. 3c). Die einjährige Verjährungsfrist beginnt vielmehr be-
reits in dem Moment, in welchem die geschädigte Person ihren gesamten Schaden im Grossen 
und Ganzen abschätzen und alle wesentlichen Komponenten überblicken kann. Dann hat sie 
hinreichende «Kenntnis» im Sinne von Art. 60 Abs. 1 aOR (vgl. zum Ganzen ROBERT K. DÄPPEN, 
BSK OR I, 6. Aufl. 2015, Art. 60 N 6 f.). 

3.2 In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass die Beklagte Eigentümerin der Parzelle XXX an der 
E.____strasse 16 in F.____ ist, von welcher der Kläger am 9. August 2014 gestürzt sein soll. 
Unstreitig ist im Weiteren, dass der Kläger am 20. August 2018 ein erstes Schlichtungsgesuch 
beim Friedensrichteramt F.____ eingereicht hat – die daraufhin ausgestellte Klagebewilligung 
verfolgte er nicht weiter – und dass die einjährige Verjährungsfrist mit dieser Eingabe in Anwen-
dung von Art. 135 Ziff. 2 OR unterbrochen worden ist. Das weitere Schicksal des Schlichtungs-
gesuchs hat keinen Einfluss auf dessen Unterbrechungswirkung (vgl. ROBERT K. DÄPPEN, BSK 
OR I, 7. Aufl. 2020, Art. 135 N 6c). Es ist daher unerheblich, dass der Kläger die erste Klagebe-
willigung nicht beim Gericht eingereicht hat. Damit steht fest, dass die einjährige Verjährungsfrist 
– soweit sie dann nicht schon abgelaufen ist – mit der Einreichung des Schlichtungsgesuchs beim 
Friedensrichteramt F.____ am 20. August 2018 unterbrochen worden ist. Der 20. August 2018 
ist mithin das relevante Datum für die Berechnung der einjährigen Verjährungsfrist ab Kenntnis 
des Schadens und der schadenersatzpflichtigen Partei.  
 

Nicht mehr bestritten sind schliesslich im Berufungsverfahren die Erwägungen der Vorinstanz mit 
Bezug auf die Kenntnis der schadenersatzpflichtigen Person. Es ist somit davon auszugehen, 
dass der Kläger die Identität der seiner Meinung nach schadenersatzpflichtigen Partei bereits 
kurz nach dem Vorfall vom 9. August 2014 und damit seit mehr als einem Jahr vor der Einreichung 
seines ersten Schlichtungsgesuchs vom 20. August 2018 gekannt hat.  
 

Streitig ist zwischen den Parteien nach wie vor, ab welchem Zeitpunkt der Kläger den Schaden 
gekannt hat und ob nicht doch die längere Verjährungsfrist gemäss Art. 60 Abs. 2 aOR anwend-
bar ist. Damit stellt sich zum einen die Frage, ab wann im vorliegenden Fall «Kenntnis vom Scha-
den» vorgelegen hat und zum anderen, ob sich die Genugtuungsforderung des Klägers auf eine 
Straftat der Beklagten abstützen lässt. Da bei Bejahung dieser Frage die längere strafrechtliche 
Verjährungsfrist auch für den zivilrechtlichen Anspruch zur Anwendung kommt und der genaue 
Zeitpunkt der Schadenskenntnis vorliegend mithin an Bedeutung verliert, ist zunächst auf diesen 
Punkt einzugehen.  

4.1 Die Anwendbarkeit dieser ausserordentlichen Verjährungsfrist setzt voraus, dass eine For-
derung aus Tatsachen abgeleitet wird, welche die objektiven und subjektiven Merkmale eines 
Straftatbestandes erfüllen, sowie dass die anwendbare strafrechtliche Verjährungsfrist länger als 
die zivilrechtliche ist. Die längere strafrechtliche Verjährungsfrist gilt auch für juristische Personen 
bezüglich der Haftung für ihre Organe. Der Täter braucht nicht wegen der Tat bestraft worden zu 
sein. Ist kein Strafverfahren durchgeführt worden, so hat das Zivilgericht zu prüfen, ob der haft-
pflichtigen Partei eine strafbare Handlung zur Last gelegt werden kann, für die das Strafrecht eine 
längere Verjährungsfrist vorsieht (vgl. ROBERT K. DÄPPEN, BSK OR I, 6. Aufl. 2015, Art. 60 N 11 
ff.). 
 

 
 
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Der Kläger vertritt in casu die Ansicht, dass sich die Beklagte der fahrlässigen Körperverletzung 
nach Art. 125 StGB schuldig gemacht habe – der Tatbestand von Art. 229 StGB, also eine Ge-
fährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde, wird vom Kläger nicht mehr geltend ge-
macht und steht daher im Berufungsverfahren nicht mehr zur Diskussion – und die Verjährungs-
frist daher gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. c StGB 10 Jahre betrage.  

4.2 Gemäss Art. 125 StGB macht sich strafbar, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder 
an der Gesundheit schädigt. Fahrlässig handelt, wer die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwid-
riger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Eine Sorgfaltspflichtver-
letzung ist dann anzunehmen, wenn der Täter eine Gefährdung der Rechtsgüter von Dritten hätte 
voraussehen können und müssen. Für die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Adä-
quanz (vgl. BGE 135 IV 56 E. 2.1). Die fahrlässige Körperverletzung kann auch durch Unterlassen 
begangen werden und zwar dann, wenn die Herbeiführung des Erfolgs durch Tun im Gesetz 
ausdrücklich mit Strafe bedroht wird, der Täter die Schädigung durch sein Tun tatsächlich hätte 
abwenden können und aufgrund seiner Garantenstellung dazu verpflichtet gewesen wäre (vgl. 
BGE 134 IV 255 E. 4.2.1). Erforderlich ist sodann ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang. Dieser liegt vor, wenn das Verhalten geeignet war, nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder 
mindestens zu begünstigen (vgl. BGE 138 IV 57 E. 4.1.3 und BGE 133 IV 158 E. 6.1). Steht eine 
Sorgfaltspflichtverletzung durch Unterlassen zur Diskussion, ist anhand eines hypothetischen 
Kausalzusammenhanges zu prüfen, ob bei Vornahme der gebotenen Handlung der Erfolg nach 
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens mit einem hohen Grad an 
Wahrscheinlichkeit ausgeblieben wäre. Der Kausalzusammenhang wird indessen unterbrochen, 
wenn ganz aussergewöhnliche Umstände, wie das Mitverschulden des Opfers bzw. eines Dritten 
oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht 
gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und un-
mittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren – 
namentlich das Verhalten der beschuldigten Person resp. ihr pflichtwidriges Untätigbleiben – in 
den Hintergrund drängen (vgl. BGE 135 IV 56 E. 2.1; vgl. zur Kasuistik auch ANDREAS 
ROTH/TORNIKE KESHELAVA, BSK StGB/JStG, 4. Aufl. 2019, Art. 125 N 21).  

4.3 Vorliegend geht es um den Unfall vom 9. August 2014, bei dem der Kläger von einem Gar-
tensitzplatz auf der Parzelle XXX an der E.____strasse 16 in F.____ gestürzt und in die Tiefe 
gefallen sei. Über den Unfallhergang ist wenig bekannt. Aus dem Bericht der Polizei Basel-Land-
schaft vom 22. November 2017 (vgl. Beilage 2 zur Klage vom 2. Juli 2019) ergibt sich zunächst, 
dass am Samstag, 9. August 2014, um 22:48 Uhr, eine Meldung von K.____ bei der Polizei ein-
ging, der mitteilte, dass ein Mann in einem Hof um Hilfe rufe. Gemäss dem Meldeerstatter gebe 
der Mann an, dass er von einer ca. 2 m hohen Mauer heruntergestürzt sei und sich am Rücken 
verletzt habe. Seine Freundin befinde sich beim Polizeihauptposten F.____. In einem weiteren 
Eintrag wird sodann ausgeführt, dass A.____ am Sonntag, 10. August 2014, um 01:08 Uhr, im 
Garten der Liegenschaft an der G.____strasse 19 in F.____, von der Polizei angetroffen worden 
sei. Er habe sich in Seitenlage befunden und über Schmerzen im Rückenbereich geklagt. Nach 
eigenen Angaben sei er von einer 2.5 m – 3 m hohen Mauer gestürzt als er auf dem Heimweg 
gewesen sei. Er habe den Garten betreten, um seine vermisste Kollegin zu suchen. A.____ sei 
in der Folge von der Sanität ins Kantonsspital Liestal gebracht worden. In der Unfallmeldung an 
die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 2. September 2014 (vgl. Beilage 1 

 
 
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zur Eingabe der Beklagten vom 10. Dezember 2019) wird zum Sachverhalt festgehalten, dass 
A.____ auf der Suche nach seiner Kollegin in der Dunkelheit ins Leere gestürzt sei. Dies ergibt 
sich auch aus dem SUVA-Bericht vom 11.22.2017 über die kreisärztliche Untersuchung des Klä-
gers (vgl. Beilage 3 zur Eingabe der Beklagten vom 12. September 2019), wo bei der chronolo-
gischen Zusammenstellung der Ereignisse zum Sachverhalt ebenfalls erwähnt wird, dass dieser 
auf der Suche nach seiner Kollegin in der Dunkelheit ins Leere gestürzt sei. Aus dem Situations-
plan vom 1. Dezember 2017 (vgl. Beilage 4 zur Klage vom 2. Juli 2019) geht sodann hervor, wie 
der Kläger zum fraglichen Sitzplatz auf der Parzelle XXX gekommen sein soll. Schliesslich befin-
den sich mehrere Fotografien (vgl. Beilagen 6 und 7 zur Klage vom 2. Juli 2019 und Beilagen 6 
– 8 zur Eingabe der Beklagten vom 12. September 2019) bei den Akten, die Aufschluss über die 
Situation vor Ort geben sollen.  

4.4 Der konkrete Unfallhergang lässt sich nur anhand der Angaben des Klägers rekonstruieren. 
Seine verschiedenen Aussagen dazu sind sehr rudimentär und zudem auch nicht deckungs-
gleich, was erstaunt, da die bekannten klägerischen Depositionen an und für sich sehr simpel 
sind. So sagte der Kläger offenbar dem Meldeerstatter gegenüber, dass er von einer 2 m hohen 
Mauer gestürzt sei. Ausserdem erwähnte er seine Freundin, die sich beim Polizeihauptposten 
F.____ befinde. Der Polizei gegenüber gab er demgegenüber etwa zwei Stunden später an, er 
sei von einer 2.5 m – 3 m hohen Mauer gestürzt. Bei dieser Schilderung der Ereignisse erwähnte 
der Kläger, dass er auf dem Heimweg gewesen sei. Gleich anschliessend erklärte er dann aber, 
dass er den Garten betreten habe, um seine vermisste Kollegin zu suchen. Diese Begründung 
taucht in der Unfallmeldung erneut auf, wobei selbst dort ansonsten keine weiteren Erklärungen 
zum genauen Unfallgeschehen abgegeben werden. Aus dem Situationsplan resp. der darin ein-
gezeichneten Wegskizzierung – diese wird vom Kläger selber stammen oder zumindest auf sei-
nen Angaben beruhen – ergibt sich, dass er um die Liegenschaft auf der Parzelle XXX herum 
zum dahinterliegenden Sitzplatz gelaufen war. Von woher der Kläger genau gekommen war – vor 
der Parzelle XXX verläuft die E.____strasse – und ob es sich dabei tatsächlich um seinen Heim-
weg handelte, ist nicht bekannt. Die von den Parteien ins Recht gelegten Fotografien helfen auch 
nicht weiter, da darauf komplett unterschiedliche Ansichten der örtlichen Gegebenheiten abgebil-
det werden und überhaupt nicht bekannt ist, wann die Aufnahmen gemacht wurden. Sie taugen 
daher nicht als Beweis für einen Vorfall, der sich vor bald sieben Jahren ereignet hat. Gänzlich 
unklar bleiben schliesslich die Umstände des Sturzes sowie die Frage, wie der Kläger vom Sitz-
platz auf der Parzelle XXX in den Garten an der G.____strasse 19 gelangt ist, wo er gemäss 
Polizeibericht aufgefunden wurde. Gemäss Situationsplan grenzt die G.____strasse 19, die der 
Parzelle YYY entspricht, nämlich nicht an die Parzelle XXX, sondern liegt etwa 1.75 m entfernt 
von dieser. Direkt neben der Parzelle XXX befindet sich die Parzelle ZZZ resp. die G.____strasse 
13. Bei einem Sturz vom Sitzplatz auf der erstgenannten Parzelle hätte der Kläger nach physika-
lischen Gesetzen eigentlich auf der G.____strasse 13 landen sollen. Die klägerische Darstellung 
der Ereignisse ist daher nicht schlüssig.  
 

Angesichts der erwähnten Unklarheiten und aufgezeigten Widersprüche lässt sich in casu kein 
strafrechtlich relevanter Sachverhalt konstruieren. Dafür sind die vorhandenen Angaben und Be-
lege schlichtweg zu vage und zu wenig substanziiert, um darüber Beweis abzunehmen. Der Ver-
zicht der Vorinstanz auf die Besichtigung der Örtlichkeiten ist daher nicht zu beanstanden, zumal 
– wie bereits erwähnt – seit dem Unfall fast sieben Jahre vergangen sind und deshalb davon 

 
 
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auszugehen ist, dass sich die örtlichen Gegebenheiten in der Zwischenzeit massgeblich verän-
dert haben. In casu scheitert die Anwendbarkeit von Art. 60 Abs. 2 aOR mithin bereits daran, 
dass der angerufene Straftatbestand gar nicht substanziiert ist. Es kann mithin offenbleiben, ob 
der Zugang zum Sitzplatz im Zeitpunkt des Unfalls öffentlich war oder nicht – eine Frage, die sich 
nach sieben Jahren wohl auch nicht mehr zweifelsfrei feststellen lässt – resp. ob dem Kläger ein 
allfälliges Mitverschulden anzulasten wäre, welches die beanstandete fehlende Sicherung des 
Sitzplatzes mit einem Geländer in den Hintergrund gedrängt hätte. Die längere strafrechtliche 
Verjährungsfrist kommt vorliegend nicht zur Anwendung.  
 

Damit stellt sich nun die Frage, ab welchem Zeitpunkt der Kläger den Schaden gekannt hat.  

5.1 Gemäss Polizeibericht vom 22. November 2017 wurde der Kläger nach dem Sturz vom 9. 
August 2014 ins Kantonsspital Liestal gebracht. Die Hospitalisation dauerte bis 19. August 2014. 
Laut Austrittsbericht – die nachfolgenden Ausführungen ergeben sich aus dem Bericht der SUVA 
vom 11.22.2017 über die kreisärztliche Untersuchung des Klägers (vgl. Beilage 3 zur Eingabe 
der Beklagten vom 12. September 2019) – wurden folgende Diagnosen gestellt: Polyblessé-Sturz 
aus 2.5 m Höhe mit Verdacht auf Commotio cerebri; instabile LWK 1-Fraktur mit Keilwirbelbil-
dung; Radiusfraktur rechts, nicht disloziert. Die Verletzungen wurden wie folgt behandelt: «Wir-
belsäule: Spondylodese BWK 12-LWK 2 am 12.08.2014. Handgelenk rechts: Konservative The-
rapie mit zirkulärem Unterarmgips». Es wurde ein regelrechter postoperativer Verlauf festgestellt 
und eine Verlaufskontrolle nach sechs Wochen in der Wirbelsäulen-orthopädischen Sprech-
stunde geplant. Gemäss Sprechstundenbericht des Kantonsspitals Baselland (KSBL) wurde am 
16. Oktober 2014 erneut ein regelrechter Verlauf festgestellt, ein Arbeitsversuch ab dem 19. Ok-
tober 2014 empfohlen und eine weitere Verlaufskontrolle im Dezember 2014 vereinbart. Am 28. 
Oktober 2014 erfolgte eine CT-Kontrolle mit folgendem Befund: «Keine fokal neurologischen De-
fizite. In der Computertomographie zeigt sich regelrecht eingebrachtes Implantatmaterial ohne 
Hinweise auf Dislokation oder Fraktur. Das Alignement ist unverändert zu den bekannten kon-
ventionellen Voraufnahmen im S(t)ehen. Eine gewisse Kyphosierung ist in diesem Bereich ein-
getreten mit einem Winkel von 15°». Anlässlich einer weiteren Verlaufskontrolle vom 9. Dezember 
2014 wurde im entsprechenden Bericht des KSBL festgehalten: «Klinisch-neurologisch keine Auf-
fälligkeiten. Druckschmerzen über den Schraubenköpfchen rechts betont. Muskelhartspann beid-
seits. Ganzwirbelsäulenübersichtsaufnahme in 2 Ebenen im Stehen zeigt sich eine ausgegli-
chene Balance über die 3 Wirbelsäulenabschnitte hinweg. Das Material liegt ungebrochen und 
fest ein. Empfehlen Fortführen der Physiotherapie … Verlaufskontrolle Mai 2015». Als sich bei 
weiteren Untersuchungen des Klägers im April 2015 und Juni 2015 eine starke Druckdolenz im 
Bereich der Spondylodese zeigte und der Patient von einer Metallentfernung eine Schmerzlinde-
rung und vermehrte Belastungsmöglichkeit erhoffte, wurde dieser Eingriff am 20. Juli 2015 durch-
geführt. Im Bericht des KSBL über die Verlaufskontrolle vom 3. September 2015, 6 Wochen nach 
der Metallentfernung, wurde folgender Befund vermerkt: «Subjektives Wohlbefinden. Keine Be-
schwerden. Kein fokal neurologisches Defizit. In der Röntgenuntersuchung im Stehen zeigt sich 
ein Cobbwinkel von etwa 13° sechs Wochen nach Metallentfernung. Der Patient befand sich im 
Zeitraum nach der Vorstellung in unserer Wirbelsäulensprechstunde vom 09.12.2014 bis Wieder-
vorstellung am 07.04.2015 intermittierend in unserer Behandlung. Seit dem 15.12.2014 bestand 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit andauernd bis zum heutigen Tag. Ab dem 02.09.2015 ist und 
fühlt sich der Patient zu 100% arbeitsfähig und wird sich um die Fortsetzung seiner Lehre bemü-
hen».  
 

 
 
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Anlässlich der klinischen Untersuchung vom 11.22.2017, die von der SUVA zur Standortbestim-
mung initiiert und von der Kreisärztin, C.____, durchgeführt worden war, gab der Kläger mit Be-
zug auf seine berufliche Situation an, dass er nach dem Unfallereignis die damals begonnene 
Lehre abgebrochen habe. Als er dann die Arbeit wiederaufgenommen habe, sei es zu Kommuni-
kationsproblemen gekommen. Man habe ihm immer mehr Arbeit aufgegeben, deren Bewältigung 
nicht möglich gewesen sei. Aus diesem Grund habe er sich dann zum Abbruch der Lehre ent-
schieden. Mit Bezug auf seine gesundheitliche Verfassung erklärte der Kläger, dass es ihm kör-
perlich nicht gut gehe, dass er immer noch Schmerzen habe und deswegen schlecht schlafe. Er 
habe vor allem ausstrahlende Schmerzen. Einer gehe in den Bauch, in den Magen und schnüre 
ihm die Luft ab. Ein anderer Schmerz, auch vom Rücken ausgehend, strahle in die Beine und in 
den Nacken und führe zu starken Verspannungen. Mittlerwelle habe er jeden Tag Schmerzen 
und könne diese auch nicht mehr so unterdrücken wie früher. Es staue sich an, da ihm auch die 
Kraft für Sport fehle. Er sei sehr unruhig, sehr schweissig, könne nicht schlafen und sich nicht 
konzentrieren. Die Schmerzen würden mittlerweile alles beeinflussen, so dass er auch im Haus-
halt die Hilfe von Kolleginnen brauche. Medikamente nehme er keine, weil er die Schmerzmittel 
nicht vertrage und die Physiotherapie sei seit langem abgeschlossen (vgl. SUVA-Bericht vom 
11.22.2017, S. 4 f.).  
 

Nach Durchsicht und Wiedergabe der Vorakten sowie erfolgter Befragung des Klägers resp. Dar-
legung seiner Angaben stellte die Kreisärztin in ihrer Beurteilung zunächst als Diagnosen «Chro-
nische Lumbalgien bei Status nach LWK 1-Fraktur bei Status nach Spondylodese BWK 12/LWK 
2 am 12.08.2014 und Metallentfernung am 20.07.2015» sowie «Erhöhte psychische Vulnerabili-
tät» fest und wies darauf hin, dass sowohl die nach dem Sturz vom 9. August 2014 durchgeführte 
«Spondylodese BWK 12 bis LWK 2» wie auch die anschliessende Metallentfernung vom 20. Juli 
2015 unauffällig und komplikationslos verlaufen seien. Nach der Rehabilitation in der Rehaklinik 
Rheinfelden vom 17. – 29. August 2015 habe es dann bis Mai 2016 keine weitere medizinische 
Betreuung gegeben. Die Kreisärztin führte weiter aus, dass der Kläger während der Untersu-
chung insgesamt sehr fahrig, zum Teil abwesend und zum Teil aggressiv gewesen sei, dass er 
nur einen Teil der geforderten Übungen vorgeführt habe und dass seinen Beschwerdeschilde-
rungen die Authentizität etwas fehle. Das gesamte geklagte subjektive Ausmass der Beschwer-
den sei klinisch nicht wirklich nachvollziehbar. Grobneurologisch liege kein pathologischer Befund 
vor. Dies ergebe sich auch aus der vorliegenden bildgebenden Diagnostik, da keine weitere Zu-
sammensinterung der LWK 1-Fraktur ersichtlich sei. Bildmorphologisch zeige sich im durchge-
führten MRI der Lendenwirbelsäule vom 25. Mai 2016 «eine konsolidierte LWK 1-Fraktur ohne 
Signalalterationen bzw. ohne assoziiertes Ödem, ohne Nachweis einer spinalen, recessalen oder 
neuroforaminalen Stenose». Das klinische Bild klaffe mit dem subjektiven Empfinden weit ausei-
nander. Gewisse Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule seien nach einer LWK1-
Fraktur zwar nachvollziehbar und unfallkausal, jedoch nicht im beklagten und demonstrierten 
Ausmass. Die weiteren gesundheitlichen Probleme, wie namentlich die neu aufgetretenen Kopf-
schmerzen, die Schmerzen im Bereich des rechten Fusses sowie die Kniegelenksbeschwerden, 
seien nicht mit der geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 9. 
August 2014 zurückzuführen. Die Frage, ob es noch Behandlungsmöglichkeiten gebe, die zu 
einer namhaften Verbesserung im Bereich der Lendenwirbelsäule führen könnten, verneinte die 
Kreisärztin und stellte vielmehr fest, dass nunmehr 18 Monate nach der Metallentfernung ein 
stationärer Gesundheitszustand vorliege (vgl. SUVA-Bericht vom 11.22.2017, S. 6 ff.). 

 
 
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5.2 Aus den vorstehenden Darlegungen ergibt sich zunächst, dass im SUVA-Bericht vom 
11.22.2017 sehr wohl von chronischen Schmerzstörungen die Rede ist und – entgegen der Dar-
stellung des Klägers – auch darauf eingegangen wird. Die Kreisärztin nahm die geschilderten 
anhaltenden Schmerzen durchaus zur Kenntnis – als erste Diagnose wurde explizit «Chronische 
Lumbalgien» genannt – und gab die klägerischen Ausführungen in ihrem Bericht auch wieder. 
Aufgrund der medizinischen Vorakten, insbesondere der bildgebenden Diagnostik, sowie ihrer 
eigenen, unmittelbaren Feststellung anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung kam die Ärztin 
aber zum Schluss, dass die Beschwerden vom beschriebenen Ausmass her nicht nachvollzieh-
bar seien. Die psychischen Auswirkungen des Sturzes wurden im Bericht ebenfalls thematisiert. 
So lautete die zweite Diagnose auf «Erhöhte psychische Vulnerabilität». Ausserdem wurde dem 
Kläger bereits anlässlich der Rehabilitation in der Rehaklinik Rheinfelden vom 17. – 29. August 
2015 begleitende psychologische Gespräche als Therapie nahegelegt, was er damals indessen 
ablehnte (vgl. SUVA-Bericht vom 11.22.2017, S. 3). Damit steht fest, dass alle Aspekte und Aus-
wirkungen des Sturzes vom 9. August 2014 im Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung vom 
11.22.2017 bereits bekannt waren.  
 

Aus dem SUVA-Bericht geht sodann klar hervor, dass bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 
11.22.2017 der Gesundheitszustand des Klägers als stationär eingestuft wurde. Da die Kreisärz-
tin eine weitere namhafte Verbesserung im Bereich der Lendenwirbelsäule explizit verneinte, ging 
sie offensichtlich davon aus, dass der Endheilzustand eingetreten war. Aufgrund der medizini-
schen Akten ist diese Schlussfolgerung denn auch ohne Weiteres plausibel, da sowohl der nach 
dem Sturz am 12. August 2014 durchgeführte operative Eingriff als auch die am 20. Juli 2015 
erfolgte Metallentfernung unauffällig und komplikationslos verliefen (vgl. SUVA-Bericht vom 
11.22.2017, S. 7) und sich auch – wie zuvor unter Ziff. 5.1 dargelegt – bei den diversen Kontroll-
untersuchungen ein regelrechter Heilungsverlauf zeigte und zudem anlässlich der Untersuchung 
vom 3. September 2015, 6 Wochen nach der Metallentfernung, festgestellt wurde, dass der Klä-
ger beschwerdefrei war und dieser sich selber als voll arbeitsfähig einstufte. Dass er seine Lehre 
trotzdem nicht weiterführte, hatte – wie der Kläger der Kreisärztin gegenüber erläuterte – nichts 
mit dem Unfall resp. allfälligen gesundheitlichen Auswirkungen desselben zu tun. An dieser Stelle 
ist auch darauf hinzuweisen, dass nach der im Anschluss an die Metallentfernung ebenfalls un-
auffällig durchlaufenen Rehabilitation vom 17. – 29. August 2015 resp. nach der erwähnten Ver-
laufskontrolle vom 3. September 2015 – wie sich zumindest aus der chronologischen Zusammen-
stellung der medizinischen Akten im SUVA-Bericht vom 11.22.2017 ergibt – während 8 Monaten 
keine ärztliche Untersuchung des Klägers mehr erfolgte. Eine neue Abklärung – diesmal beim 
Universitätsspital Basel – fand erst am 3. Mai 2016 statt, wobei sich auch bei dieser Konsultation 
und den anschliessend durchgeführten MRI der Lenden- sowie der Brustwirbelsäule keine neuen 
Erkenntnisse ergaben. Im Bericht des Universitätsspitals Basel vom 7. Juni 2016 wurde vielmehr 
festgestellt, dass die Bilddiagnostik erfreuliche Befunde «im Sinne von konsolidierten knöchernen 
Wirbelkörperfrakturen …» gezeigt habe und es keinen Hinweis auf «eine höhergradige Kompres-
sion neuronaler Strukturen …» gebe (vgl. Beilage 9 zur Klage vom 2. Juli 2019). Die erwähnte 
achtmonatige, offensichtlich beschwerdefreie Behandlungspause spricht ebenso für das Vorlie-
gen eines stationären Gesundheitszustandes.  
Wie bereits im erstinstanzlichen Urteil ausgeführt wurde, kann sodann zweifellos davon ausge-
gangen werden, dass der Kläger über das Ergebnis der besagten Untersuchung aufgeklärt 
wurde, zumal er – wie ganz am Schluss des Berichts vom 11.22.2017 erwähnt – die ausdrückliche 

 
 
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Einwilligung zur Weiterleitung dieses Berichts an seinen damaligen Arzt, Dr. med. H.____, erteilt 
hatte.  
 

In casu steht also fest, dass die gesundheitlichen Folgen des Sturzes vom 9. August 2014 an-
lässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 11.22.2017 als stationär resp. – mangels namhaf-
ter Verbesserungsmöglichkeiten – als unveränderlich betrachtet wurden. Damit war der konkrete 
unfallbedingte Schaden sowohl dem Grundsatz, als auch seinem Umfang nach umrissen. Eine 
exakte Bezifferung des Schadens ist – wie oben unter Ziff. 3.1 erwähnt – nicht erforderlich. Im 
Weiteren steht fest, dass der Kläger im Anschluss an die kreisärztliche Untersuchung über die 
Ergebnisse derselben informiert wurde. Er hatte somit ab diesem Zeitpunkt hinreichende Kennt-
nis des Schadens, der durch den Sturz vom 9. August 2014 entstanden war. Der Kläger konnte 
seinen Schaden ab der kreisärztlichen Untersuchung vom 11.22.2017 im Grossen und Ganzen 
abschätzen und alle wesentlichen Komponenten überblicken und wäre demnach durchaus in der 
Lage gewesen, seine Ansprüche in den groben Zügen beziffern. Auf jeden Fall hätte er die hier 
in Frage stehende Genugtuungsforderung geltend machen können, zumal im SUVA-Bericht ge-
wisse Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule aufgrund der LWK1-Fraktur explizit als 
nachvollziehbar bezeichnet wurden. Damit stand bereits im Februar 2017 fest, dass von einer 
bleibenden Beeinträchtigung des Klägers auszugehen war. Es gab – entgegen der klägerischen 
Ansicht – auch keinen Grund, einen diesbezüglichen Entscheid der Versicherung abzuwarten. 
Wie zuvor unter Ziff. 3.1 erwähnt, beginnt die Verjährungsfrist nämlich nicht erst dann zu laufen, 
wenn klar ist, welcher Anteil des Schadens von der Versicherung übernommen wird. Im vorlie-
genden Fall teilte die SUVA dem Kläger resp. seinem Rechtsvertreter mit Verfügung vom 9. Ja-
nuar 2018 (vgl. Beilage 15 zur Eingabe des Klägers vom 23. Oktober 2019) mit, dass gemäss 
ärztlicher Beurteilung als Folge des Unfalls vom 9. August 2014 eine Integritätseinbusse von 7.5% 
resultiere und ihm daher eine Integritätsentschädigung von CHF 9'450.00 ausgerichtet werde. In 
dieser Verfügung wurde explizit darauf hingewiesen, dass der medizinische Befund bei Behand-
lungsabschluss die Beurteilungsgrundlage für die Integritätseinbusse gebildet habe. Die Verfü-
gung vom 9. Januar 2018 ist in Rechtskraft erwachsen und die Einschätzung der Integritätsein-
busse vom Kläger mithin nicht beanstandet worden. Damit hat er aber auch die kreisärztliche 
Beurteilung vom 11.22.2017, die – wie sich aus dem Schreiben der SUVA vom 27. November 
2017 (vgl. Beilage 11 zur Klage vom 2. Juli 2019) eindeutig ergibt – der erwähnten Verfügung 
zugrunde liegt, als behandlungsabschliessenden Bericht akzeptiert.  
 

Der Kläger hätte somit ab der kreisärztlichen Untersuchung vom 11.22.2017 seine Ansprüche 
aus dem Sturz vom 9. August 2014 geltend machen müssen und nicht etwa erst ab der SUVA-
Verfügung betreffend Integritätsentschädigung vom 9. Januar 2018, in der lediglich die Ergeb-
nisse des kreisärztlichen Berichts umgesetzt worden sind. Die einjährige Verjährungsfrist, die 
demzufolge ab dem 11.22.2017 begonnen hat, ist bei der Einreichung des ersten Schlichtungs-
gesuchs beim Friedensrichteramt F.____ am 20. August 2018 bereits abgelaufen gewesen. Die 
Genugtuungsforderung ist von der Vorinstanz also zu Recht wegen Verjährung abgewiesen wor-
den.  

6.1 Abschliessend ist über die Verteilung der Prozesskosten des Berufungsverfahrens, beste-
hend aus den Gerichtskosten sowie der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), zu befinden. 
Massgebend für die Regelung der Kostenfolgen sind die Bestimmungen der Art. 104 ff. ZPO, die 
auch im Berufungsverfahren gelten, da im Gesetz für das Rechtsmittelverfahren keine speziellen 
Kostenvorschriften enthalten sind (vgl. BENEDIKT SEILER, Die Berufung nach der Schweizerischen 

 
 
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Zivilprozessordnung, 2011, Rz 1560). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten 
der unterliegenden Partei auferlegt.  
 

Im vorliegenden Fall ist der Kläger mit seiner Berufung vollkommen unterlegen. Er hat damit die 
Gerichtskosten zu tragen. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren wird gestützt auf  
§ 9 Abs. 1 i.V. mit § 8 Abs. 1 lit. f Ziff. 2 des Gebührentarifs (SGS 170.31) auf pauschal  
CHF 1‘500.00 festgesetzt. Da der Kläger von der Sozialhilfe unterstützt wird, ist von seiner Mit-
tellosigkeit auszugehen und ihm mithin die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Die Ent-
scheidgebühr geht daher zu Lasten des Staates, wobei der Kläger gleichzeitig auf die Pflicht zur 
Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen wird.  

6.2 Der Kläger hat der obsiegenden Beklagten im Weiteren eine Parteientschädigung zu be-
zahlen. Diese richtet sich gemäss § 2 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte 
(TO; SGS 178.112) nach dem Streitwert der eingeklagten Forderung, in casu also CHF 30'000.00. 
Die Parteientschädigung ist in Anwendung von § 7 Abs. 1 lit. e TO auf CHF 4'300.00 festzusetzen. 
Mehrwertsteuer und Auslagen werden bei der Festlegung der Entschädigung nur berücksichtigt, 
wenn dies ausdrücklich beantragt wird und diese Positionen in der Honorarnote separat ausge-
wiesen sind (vgl. KGE BL 400 19 196, E. 10.2). Der Kläger hat der Beklagten demnach für das 
Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von pauschal CHF 4'300.00 (inklusive Auslagen, 
ohne Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  

6.3 Schliesslich ist dem Rechtsvertreter des Klägers zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Verbeiständung und unter Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung des Klägers ein Honorar aus 
des Staatskasse auszurichten. Mangels Einreichung einer Kostennote ist die Entschädigung für 
den Klagvertreter durch das Gericht festzusetzen (§ 18 Abs. 1 und 2 TO). Die Berechnung des 
Honorars für die unentgeltliche Verbeiständung erfolgt nach Zeitaufwand, der vorliegend auf 20 
Stunden geschätzt wird, zu einem Ansatz von CHF 200.00 pro Stunde (§ 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 
2 TO). Dem klägerischen Rechtsvertreter, Advokat Patrick Wagner, ist somit für das Berufungs-
verfahren ein Honorar von CHF 4’000.00 (inklusive Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse zu bezahlen. 

  

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Berufung wird abgewiesen.  

 2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren wird auf CHF 1'500.00 fest-
gesetzt und dem Kläger auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege an den Kläger geht die 
Entscheidgebühr zu Lasten des Staates.  
 
Der Kläger ist zur Nachzahlung der Entscheidgebühr verpflichtet, so-

bald er dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).  

Der Nachzahlungsanspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Ab-

schluss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). 

 3. Der Kläger hat der Beklagten für das Berufungsverfahren eine Parteient-
schädigung von pauschal CHF 4'300.00 (inklusive Auslagen, ohne Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen.  

 4. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung an den Kläger wird 
seinem Rechtsvertreter, Advokat Patrick Wagner, für das Berufungsverfah-
ren ein Honorar von CHF 4’000.00 (inklusive Auslagen, ohne Mehrwert-
steuer) aus der Gerichtskasse bezahlt.  
 
Der Kläger ist zur Nachzahlung dieses Honorars von CHF 4'000.00 

an den Kanton Basel-Landschaft verpflichtet, sobald er dazu in der 

Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).  

Der Nachzahlungsanspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Ab-

schluss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO). 

 
 

Präsident 
 
 
Roland Hofmann 

Gerichtsschreiberin 
 
 
Nicole Schneider 

 
 
Weiterzug 
Gegen diesen Entscheid wurde beim Schweizerischen Bundesgericht eine zivilrechtliche Be-
schwerde erhoben (Verfahren Nr. 4A_615/2021).