# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5de331a4-d736-5089-864d-671768cb6541
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.01.2024 810 23 266 (810 23 265)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-266_2024-01-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 24. Januar 2024 (810 23 265 / 810 23 266) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts / Fremdplatzierung / Verhältnismässigkeit 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Hans Furer, 

Markus Clausen, Christof Enderle, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschrei-
ber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Simon Berger, Advokat 
 
B.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Katharina Bossert, 
Advokatin 
 
 
gegen 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 
1. D.____, Beigeladene 
 
2. E.____, Beigeladener 
 
3. F.____, Beigeladener 
 
alle vertreten durch Barbara Pauen, Advokatin 
 
 

Betreff Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzierung im Heim 
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
29. September 2023) 

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A. B.____ (geb. 1991) und A.____ (geb. 1988) sind die miteinander verheirateten Eltern 
von E.____ (geb. XX.XX.2015), D.____ (geb. XX.XX.2017) und F.____ (geb. XX.XX.2023). Die 
Familie zog per 1. April 2023 von G.____ (ZH) nach H.____. Am 1. Juni 2023 erstattete die 
Schulleitung der Primarstufe H.____ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ 
(KESB) eine Gefährdungsmeldung betreffend D.____. Darin berichtete sie von einem auffälli-
gen Sozialverhalten des Kindes und von konkreten Hinweisen, dass es vom Vater geschlagen 
werde. 
 
B. Mit superprovisorischem Entscheid vom 19. Juni 2023 entzog die KESB den Kindseltern 
das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____ und E.____ und platzierte die Kinder im Kinder-
heim I.____ in J.____. Weiter errichtete die KESB für die Kinder und den Nasciturus - A.____ 
erwartete zu diesem Zeitpunkt ein weiteres Kind - eine Erziehungsbeistandschaft. Zusätzlich 
ordnete die Behörde eine Kindesvertretung an. Die superprovisorische Fremdplatzierung wurde 
im Wesentlichen mit den körperlich sichtbaren Anzeichen von Gewalt bei D.____, den massiven 
Verhaltensauffälligkeiten der Kinder, der Notwendigkeit zur genaueren Abklärung der Situation 
(insbesondere der körperlichen und geistigen Entwicklung) und dem Umstand begründet, dass 
sich die Lage der Kinder nach bisherigen behördlichen Interventionen verschlechtert habe. 
 
C. Diese superprovisorischen Anordnungen bestätigte die KESB mit Entscheid vom 
29. September 2023. Den Kindseltern wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____ 
und E.____ definitiv entzogen und die Kinder blieben in der Institution I.____ platziert. Für den 
persönlichen Verkehr mit dem Vater wurde für die auf den Entscheid nachfolgenden vier Mona-
te ein begleitetes Besuchsrecht von jeweils zwei Stunden pro Woche verfügt. Die Erziehungs-
beistandschaft für D.____, E.____ und den am XX.XX.2023 zur Welt gekommenen F.____ 
wurde ebenfalls definitiv errichtet und K.____ zur Beiständin ernannt. Ihr wurde unter anderem 
aufgetragen, in Absprache mit dem Kinderheim den persönlichen Verkehr zwischen den Kinds-
eltern sowie D.____ und E.____ zu regeln und im Falle von Uneinigkeit die behördliche Ge-
nehmigung zu beantragen. Barbara Pauen, Advokatin, wurde sodann definitiv als Kindesvertre-
terin eingesetzt. Zusammengefasst erwog die KESB, es sei nach wie vor von einer massiven 
Kindeswohlgefährdung auszugehen. Sowohl am ehemaligen als auch aktuellen Wohnort seien 
bei der Kindesschutzbehörde Gefährdungsmeldungen der Schulen über vom Kindsvater an 
beiden Kindern ausgeübte häusliche Gewalt eingegangen. Hinzu kämen auf Seiten von D.____ 
und E.____ generell drastische Auffälligkeiten, welche sich sowohl im sozialen und allenfalls 
auch im kognitiven Bereich niederschlagen würden. Ein sehr hoher Betreuungsbedarf sei aus-
gewiesen, die Kinder benötigten sogar Hilfe in elementaren Belangen wie dem Essen oder der 
Körperpflege. Es sei von einem äusserst hohen Schutzbedarf auszugehen. Dieser erfordere 
klare Strukturen, Leitlinien und eine engmaschige Begleitung, damit die Kinder stabilisiert und 
die Kindseltern in ihrer Erziehungskompetenz gefördert werden könnten. Bei Letzteren bestehe 
offensichtlich keine genügende Einsicht betreffend die Problematik. Fakt sei, dass auf der elter-
lichen Ebene unabhängig von einer allfälligen Erhärtung der Vorwürfe betreffend häusliche Ge-
walt eine beidseitige Überforderung in der Erziehung zu konstatieren sei, wobei es den Eltern 
nach der Geburt von F.____ noch schwerer fallen dürfte, sich auf die erhöhten Betreuungsbe-
dürfnisse von D.____ und E.____ zu fokussieren. Anders als früher schienen Hilfestellungen 
von Fachpersonen aktuell angenommen zu werden, auch wenn seitens des Kindsvaters ein 

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tiefes Misstrauen gegenüber Behörden fortbestehe. Die Fortführung der angeordneten Kindes-
schutzmassnahmen erweise sich als notwendig und angemessen, um der Kindeswohlgefähr-
dung zu begegnen und dem Unterstützungsbedarf innerhalb des Familiensystems gerecht zu 
werden. 
 
D. Mit zwei separaten, inhaltlich jedoch gleichlautenden Eingaben vom 30. Oktober 2023 
haben B.____, vertreten durch Simon Berger, Advokat (Verfahren Nr. 810 23 265), und A.____, 
vertreten durch Katharina Bossert, Advokatin (Verfahren Nr. 810 23 266), gegen den Entscheid 
der KESB vom 29. September 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), erhoben. Sie beantragen übereinstimmend, der Entzug 
des Aufenthaltsbestimmungsrechts sei unter o/e-Kostenfolge per sofort aufzuheben. Eventuali-
ter sei stattdessen eine sozialpädagogische Familienbegleitung anzuordnen. Subeventualiter 
sei der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf die Dauer von maximal drei Monaten zu 
beschränken und die angeordnete Begleitung der Besuche des Beschwerdeführers aufzuhe-
ben. Weiter sei den Beschwerdeführern die unentgeltliche Rechtspflege mit den Unterzeich-
nenden zu bewilligen. Die Beschwerdeführer rügen im Wesentlichen einen Verstoss gegen den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Die Vorwürfe der häuslichen Gewalt hätten sich im Straf-
verfahren nicht erhärtet. Ebenfalls habe sich der Verdacht allfälliger sexueller Übergriffe nicht 
bestätigt. Es gebe im Gegenteil Hinweise, dass die von den Kindern geäusserten Anschuldi-
gungen nicht der Wahrheit entsprechen würden. Unter den gegebenen Umständen seien die 
Vorwürfe gegenüber dem Vater nicht mehr ausreichend für den Entzug des Aufenthaltsbestim-
mungsrechts. Bezüglich der mangelhaften sozialen und kognitiven Fähigkeiten der Kinder stün-
den mildere Massnahmen als der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts zur Verfügung. 
Die Eltern würden sich etwa nicht gegen begleitende und unterstützende Massnahmen sträu-
ben. Eine Rückkehr der Kinder zu ihren Eltern entspreche im Übrigen auch dem Kindeswillen. 
 
E. Die beiden Verfahren Nr. 810 23 265 und Nr. 810 23 266 wurden mit Präsidialverfügung 
vom 1. November 2023 vereinigt. 
 
F. Am 15. November 2023 reichten die Beschwerdeführer aufforderungsgemäss das aus-
gefüllte Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" und zusätzliche Unterlagen zum 
Nachweis ihrer Bedürftigkeit ein. 
 
G. In einer selber verfassten, nicht unterzeichneten und in den Briefkasten des Zivilkreisge-
richts Basel-Landschaft Ost in Sissach eingeworfenen Eingabe vom 27. November 2023 be-
kunden die Beschwerdeführer ihre Besorgnis über die Situation der Kinder und bitten darum, 
persönlich vor Gericht erscheinen zu dürfen. 
 
H. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ schliesst in ihrer Vernehmlassung 
vom 6. Dezember 2023 auf kostenfällige Abweisung der Beschwerden, soweit darauf eingetre-
ten werden könne. Die KESB pflichtet den Beschwerdeführern bei, dass die Kontakte zwischen 
den Eltern und Kindern zu fördern seien. Die in den Beschwerden dargelegten Umstände und 
rechtlichen Schlussfolgerungen zeigten jedoch nur ein unvollständiges Bild der komplexen 
Sachlage, was bei der Einschätzung der Gefährdungssituation sowie der Notwendigkeit der 

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daraus resultierenden Massnahmen beginne. In den Gefährdungsmeldungen der Schulen 
H.____ und G.____ sei von sehr auffälligem Verhalten, der Notwendigkeit einer eins-zu-eins-
Begleitung, Vorwürfen von häuslicher Gewalt, grossen Ängsten, aggressivem Verhalten, 
Krankheit, Übermüdung, Beschwerden psychischer Natur sowie Anzeichen von Not berichtet 
worden. Der Schulpsychologische Dienst habe die Verhaltensauffälligkeiten genauso bestätigt 
wie die Erziehungsbeiständin und das Kinderheim. Die Situation der ganzen Familie sei ange-
spannt, prekär und unklar. Die Kooperation der Kindseltern habe sich ambivalent präsentiert. 
Eine frühere sozialpädagogische Familienbegleitung im Kanton Zürich sei am Verhalten der 
Eltern gescheitert. Die dem beanstandeten Entscheid zugrundeliegende Aktenlage spreche für 
eine erhebliche Gefährdungssituation der Kinder, welche über die weiterhin bestehenden Ge-
waltvorwürfe hinausgehe und sich auf einer wesentlich vielschichtigeren Ebene manifestiere. 
Gesamthaft erweise sich der verfügte Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts zum jetzigen 
Zeitpunkt somit als verhältnismässig und weder eine generelle Aufhebung der Massnahme 
noch ein Ersatz durch eine sozialpädagogische Familienbegleitung würden dem vorhandenen 
Schutzbedarf gerecht werden. Selbstverständlich würde die Fremdplatzierung nur so lange auf-
rechterhalten, als sich die Massnahme als nötig erweise. 
 
I. Die Kindesvertreterin beantragt in der Vernehmlassung vom 6. Dezember 2023 die Ab-
weisung der Beschwerden. Nach ihrem Eindruck sei das Verhalten der Kinder schwierig einzu-
ordnen. Es sei aber offensichtlich, dass sie teilweise in Not seien. Sie wirkten teilweise auffällig 
und nicht altersgerecht entwickelt. E.____s Therapie stehe noch in der Abklärungsphase und es 
sei noch nicht klar, wodurch seine Auffälligkeiten zu erklären seien. D.____ werde erst im Janu-
ar 2024 eine Therapie beginnen und abgeklärt werden. Anders als noch zu Beginn der Platzie-
rung hätten D.____ und E.____ in letzter Zeit durchwegs den Wunsch geäussert, so rasch als 
möglich zu den Eltern heimzukehren. Dieses Anliegen sei verständlich und altersadäquat. Die 
Kindesvertreterin zeigt sich allerdings unsicher, inwiefern der nun geäusserte Wunsch den ei-
genen individuellen Bestrebungen der beiden Kinder entspricht. Sie gehe aufgrund der Wort-
wahl der Kinder - sie würden nicht mehr geschlagen, der Vater habe sich entschuldigt - davon 
aus, dass die Kinder damit in erster Linie den ihnen von den Eltern vermittelten Wünschen zu 
entsprechen versuchten. Ihre Sehnsucht nach Heimkehr sei zwar beachtlich, im Lichte der vor-
liegenden Umstände sei aber auf das Wohl der beiden besonders achtzugeben. Dieses sei in 
verschiedener Hinsicht gefährdet respektive allenfalls bereits beeinträchtigt. Beide Kinder er-
schienen speziell vulnerabel. Es gebe insbesondere mehrere ernst zu nehmende Hinweise auf 
häusliche Gewalt. So seien die Kinder etwa bei den Treffen mit ihr jedes Mal - und zwar stets 
von sich aus - auf erlittene Schläge und Gewalt zu sprechen gekommen. Die Kindesvertreterin 
geht mit Blick auf die gesamten Umstände davon aus, dass das Wohl von D.____ und E.____ 
gefährdet werde, wenn sie ohne weitere Vorkehrungen in die Obhut der Eltern zurückkehren 
würden. Angesichts der aktuellen Situation sehe sie derzeit noch keine mildere Massnahme 
oder Massnahmenkombination aus dem Kindesschutz, mit welchen der dargelegten Gefähr-
dung der Kinder angemessen begegnet werden könne. Die in den Beschwerden im Eventual-
begehren erwähnte sozialpädagogische Familienbegleitung würde nach ihrer Einschätzung 
dazu nicht ausreichen. 
 

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J. Das Kantonsgericht hat die Akten des von der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ge-
gen den Beschwerdeführer geführten Strafverfahrens beigezogen und von der Beiständin und 
vom Kinderheim aktuelle Berichte zur Situation von D.____ und E.____ eingeholt. Die Kinder 
wurden zusätzlich am 12. Januar 2024 von der Abteilungspräsidentin angehört. 
 
K. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung befragt das Gericht die Beschwerdeführer mit 
Hilfe eines Dolmetschers. Die Beiständin beantwortet anschliessend als Auskunftsperson Fra-
gen des Gerichts. Im Rahmen des Plädoyers reicht die Beschwerdeführerin weitere Unterlagen 
zu den Akten und verlangt neu zusätzlich, es seien ein interventionsorientiertes Gutachten ein-
zuholen und Elternbesuche ausserhalb des Heims zu arrangieren. Die übrigen Verfahrensbetei-
ligten halten an den schriftlich gestellten Anträgen zur Sache fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezem-
ber 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbehörde Be-
schwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung 
von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis Art. 450e 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Die Beschwerdeführer sind als direkt Verfahrensbeteiligte nach Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvorausset-
zungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, 
kann auf die Beschwerden eingetreten werden. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerden somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinstanz den Beschwerdeführern zu Recht 
das Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihre Kinder E.____ und D.____ entzogen und diese 
fremdplatziert hat. 
 
3.1 Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe 
oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB 
die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Die Bestimmung enthält die Aufforde-
rung, die im Einzelfall geeigneten, vom Gesetz vorgesehenen Massnahmen (Art. 307 Abs. 3 bis 
Art. 312 ZGB) zu treffen (KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, Rz. 13 zu Art. 307 ZGB). Das 
Kindeswohl ist ein Leitsatz für die Ausübung der elterlichen Sorge wie auch für das Handeln 

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staatlicher Organe gegenüber dem Kind und gilt als oberste Maxime des Kindesrechts (DANIEL 
ROSCH/ANDREA HAURI, in: Rosch/Fountoulakis/Heck [Hrsg.], Handbuch Kindes- und Erwachse-
nenschutz, 2. Aufl., Bern 2018, Rz. 1008; BGE 146 III 313 E. 6.2.2; BGE 142 III 612 E. 4.2). Im 
Sinne einer positiven und nicht abschliessenden Beschreibung gehören zum Kindeswohl der 
Schutz der physischen und psychischen Unversehrtheit, die Förderung und Entwicklung in geis-
tiger, körperlicher und seelischer Hinsicht, ein Umfeld von Kontinuität und Stabilität, die Mög-
lichkeit einer inneren Bindung des Kindes an die Beziehungspersonen sowie die Achtung des 
Willens des Kindes und seines Selbstbestimmungsrechts (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; AFFOLTER-
FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Rz. 150 zu Vorbem. Art. 307-327c ZGB; ROSCH/HAURI, a.a.O., 
Rz. 1009). Entsprechend ist das Wohl eines Kindes gefährdet, sobald nach den Umständen die 
ernstliche Möglichkeit einer Beeinträchtigung des körperlichen, seelischen oder geistigen Wohls 
des Kindes vorauszusehen ist (CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 
1999, Rz. 26.04a ff. und 27.09). Die Gefährdung kann dabei nur in jedem einzelnen Fall unter 
Berücksichtigung der Gesamtheit aller Umstände bestimmt werden. Die objektiv fassbare Ge-
fahr einer Beeinträchtigung muss einigermassen konkret sein, auch wenn regelmässig prognos-
tische Elemente miteinzubeziehen sind (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; YVO BIDERBOST, in: Arnet/
Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 4. Aufl., Zürich 2023, 
Rz. 9 zu Art. 307 ZGB). 
 
3.2 Das Gesetz enthält eine Stufenfolge der Kindesschutzmassnahmen mit ansteigender 
Eingriffsintensität, angefangen bei der Ermahnung (Art. 307 Abs. 3 ZGB) bis hin zum Entzug 
der elterlichen Sorge (Art. 311 ZGB) als schärfste mögliche Massnahme. Alle Kindesschutz-
massnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist immer die mildeste, einen Er-
folg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese soll elterliche Bemühun-
gen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; vgl. BGE 136 III 353 E. 3.3; Urteil des 
BGer 5A_988/2022 vom 20. April 2023 E. 2.1). Die anvisierte Massnahme muss damit - soweit 
prognostizierbar - geeignet, also tauglich zur Behebung oder Eindämmung der zugrundeliegen-
den Kindeswohlgefährdung, und zumutbar sein, also dem Grad der Bedrohung für das Kindes-
wohl entsprechen sowie erstrebten Nutzen und möglichen Nachteile vernünftig abwägen. Es ist 
die sachlich richtige Massnahme nicht aufgrund bloss juristischer Klassifikation, sondern unter 
Würdigung der im Einzelfall bestimmenden sozialen, medizinischen und erziehungswissen-
schaftlichen Gesichtspunkten anzuordnen (Urteil des BGer 5A_840/2010 vom 31. Mai 2011 
E. 3.1.2 m.w.H.). Eine zu milde Intervention widerspricht dabei dem Prinzip der Verhältnismäs-
sigkeit ebenso wie eine zu radikale; der erzielbare Nutzen einer Massnahme muss eine allfälli-
ge Belastung überwiegen. Die anzuordnende Massnahme soll auch möglichst Hilfe zur Selbst-
hilfe beinhalten (BIDERBOST, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 307 ZGB). 
 
3.3 Die elterliche Sorge schliesst das Recht ein, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestim-
men (Art. 301a Abs. 1 ZGB). Kann der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, 
so hat die Kindesschutzbehörde es den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise un-
terzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zu-
rückzuführen ist: Sie können in der Anlage oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern 
oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschul-
den an der Gefährdung trifft (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., 

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Rz. 17 zu Art. 307 ZGB). Massgebend ist, dass die Vorkehr das richtige Mittel zur Verwirkli-
chung des Ziels ist; d.h. die Unterbringung (z.B. in einem Heim) muss besser als jene beim bis-
herigen Obhutsinhaber Gewähr dafür bieten, dass das Kind in seiner Entfaltung geschützt und 
gefördert wird (Urteil des BGer 5A_310/2023 vom 6. Juli 2023 E. 6.2.2; Urteil des BGer 
5A_322/2014 vom 14. Juli 2014 E. 2; HEGNAUER, a.a.O., Rz. 27.36). Der Entzug des Aufent-
haltsbestimmungsrechts kann unter anderem bei Defiziten in der erzieherischen Kompetenz 
angezeigt sein, etwa bei einer Unfähigkeit der Eltern, sich adäquat um das Kind zu kümmern, 
weil sie durch persönliche Probleme übermässig absorbiert oder weil sie allgemein überfordert 
sind (vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutz, 3. Aufl., Bern 
2021, Rz. 1095). 
 
4. Die gerichtliche Beweisaufnahme hat folgendes Bild ergeben: 
 
4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass D.____ und E.____ in Deutschland geboren wurden, wo 
die ursprünglich aus dem Kosovo stammenden Eltern damals nach einem Zuzug aus Italien 
lebten. Die in Italien aufgewachsene Beschwerdeführerin versteht und spricht auch heute noch 
kein Deutsch, der Beschwerdeführer kann sich auf Deutsch verständigen. Im Juli 2019 zogen 
die Beschwerdeführer mit den Kindern in die Schweiz nach G.____. Der Beschwerdeführer ist 
ausgebildeter Elektrotechniker und arbeitete Vollzeit als Maler und als technischer Isolationsin-
stallateur, die Beschwerdeführerin verfügt über eine Ausbildung in der Gastronomie und war als 
Reinigungskraft in der Nachtschicht mit einem Pensum von 40-60 % tätig. Die Betreuung der 
Kinder teilten sie sich auf, wobei die Grosseltern mütterlicherseits offenbar aushalfen. Die an-
geblich paritätische Arbeitsteilung bei Kinderbetreuung und Haushalt soll aber nicht darüber 
hinwegtäuschen, dass der Beschwerdeführer nach allen Anzeichen die dominierende Rolle im 
Familiensystem wahrnimmt. Nach eigenen Angaben entwickelte dieser gegen Ende des Jahres 
2020 - "seit die Schule von E.____ Druck gemacht hat" - Panik- und Angststörungen sowie De-
pressionen. Er befindet sich in psychiatrischer Behandlung. Im Nachgang zur behördlichen 
Fremdplatzierung der Kinder, in deren Rahmen die Polizei gegenüber dem Beschwerdeführer 
eine Wegweisung und ein zweiwöchiges Kontaktverbot aussprach, trennten sich die Eltern. Die 
Beschwerdeführerin kam im Frauenhaus in Basel unter, der Beschwerdeführer übernachtete in 
verschiedenen Hotels. Zwar wurde ein Eheschutzverfahren eingeleitet, es war aber für Aussen-
stehende von Anfang an unklar, ob es sich nicht bloss um eine vordergründige Trennung mit 
dem strategischen Ziel der Rückerlangung der Kinder handelte (vgl. die Aussagen der Be-
schwerdeführerin in der polizeilichen Einvernahme vom 6. Juli 2023; Stellungnahme der Kin-
desvertreterin gegenüber der KESB vom 23. August 2023, S. 7; Beschwerdeeingabe vom 
30. Oktober 2023, Rz. 11). Auf jeden Fall wohnte das Ehepaar spätestens im September 2023 
wieder mit dem neugeborenen F.____ in der gemeinsamen Wohnung in H.____. Zum Zeitpunkt 
des angefochtenen Entscheids war der Beschwerdeführer krankgeschrieben und bezog Kran-
kentaggelder. Gegenüber der Besuchsbegleiterin gab er später an, er verfüge seit Anfang No-
vember über eine neue Arbeitsstelle (Aktennotiz der KESB vom 10. November 2023). Wie es 
sich damit verhält, bleibt unklar. Gemäss seinen Ausführungen an der heutigen Parteiverhand-
lung wird er am 1. Februar 2024 eine neue Stelle als Isolateur mit einem Arbeitspensum von 
100 % antreten. Die Beschwerdeführerin bezog nach F.____s Geburt Taggelder der Mutter-
schaftsversicherung. Anlässlich der Parteiverhandlung gab sie zu Protokoll, dass sie inskünftig 

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nach Möglichkeit weiterhin erwerbstätig sein wolle, das Arbeitsverhältnis (im Stundenlohn) be-
stehe grundsätzlich nach wie vor. 
 
4.2 E.____ trat im Jahr 2020 in die Kindergartenstufe der Schule G.____ ein. Dort fiel er 
schnell durch sein ungehemmtes Streben nach unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung und eine 
damit einhergehende Frustrationsintoleranz auf. Er offenbarte zudem eine mit Aggressionsbe-
reitschaft gepaarte Impulsivität. Dies führte zu ständigen Konflikten mit den Lehrpersonen und 
anderen Kindern, die er verbal und körperlich austrug. Seine Deutschkenntnisse waren äus-
serst mangelhaft, wobei die Betreuungspersonen einen sexualisierten, gewaltgeprägten und 
vulgarisierten Sprachgebrauch vermerkten. Erwachsenen habe er in den Intimbereich gegriffen 
und versucht, anderen Kindern die Hosen herunterzuziehen. Gleichzeitig wurde E.____ als von 
Ängsten geplagt wahrgenommen (z.B. Angst vor dem Toilettengang, vor Monstern, Albträume). 
Nach umfangreichen Abklärungen wurde E.____ im Rahmen der integrativen Förderung heil- 
und sonderpädagogisch unterstützt und eins-zu-eins von einer Klassenassistenz betreut, so 
dass er - mangels verfügbarem Platz an einer externen Sonderschule - ab August 2022 in ei-
nem Sondersetting Einzelunterricht erhielt. Zusätzlich war eine Familienbegleitung installiert 
worden. In der Gefährdungsmeldung der Schule vom 8. Februar 2023 wird zusammengefasst 
ausgeführt, dass E.____ kaum mehr fähig sei, sich auf schulisches Lernen einzulassen, seit die 
Familienbegleitung mit der Familie arbeite. Er zeige vermehrt grosse Ängste, aggressives Ver-
halten, eine sexualisierte Sprache und eine grosse Aversion gegen die Beschulung. Die familiä-
re Situation werde seitens der Schule als höchst angespannt erlebt. Ein hoher, unkontrollierter 
Medienkonsum scheine an der Tagesordnung zu sein. Sozialkontakte ausserhalb der Ver-
wandtschaft würden laut Aussagen der Eltern nicht gepflegt. E.____ habe keine gleichaltrigen 
Freunde. lm Mai 2022 habe E.____ im Kindergarten erstmals von häuslicher Gewalt erzählt. 
Spontan sei er in den vergangenen Wochen vermehrt wieder auf das gegenseitige "Boxen" zu 
Hause zu sprechen gekommen. Dieses spiele sich zwischen dem Vater und dessen Schwie-
germutter oder zwischen dem Vater und seiner Schwester ab. E.____ habe berichtet, dass der 
Vater ihn angeschrien und geschlagen habe. Auch die Situation von E.____s jüngerer Schwes-
ter D.____ spitze sich im 2. Kindergartenjahr zunehmend zu. Ihre Verhaltensauffälligkeiten wür-
den immer herausfordernder. Beide Kinder würden sehr oft unpünktlich zur Schule gebracht, 
entweder viel zu früh oder zu spät. Auch häuften sich die kurzfristigen Abmeldungen vom Unter-
richt, vor allem bei D.____, während E.____ oftmals auch krank oder übermüdet zum Unterricht 
geschickt werde. Die Zusammenarbeit mit den Eltern sei immer sehr harzig verlaufen. Die Ein-
sicht in die Problematik werde als ein ständiges Auf und Ab erlebt. Die Kindsmutter habe sich 
kooperativ und dankbar gezeigt, der Kindsvater sei hingegen als sehr vorwurfsvoll gegenüber 
der Schule erlebt worden. Diese Einschätzung wird von der sozialpädagogischen Familienbe-
gleiterin geteilt (vgl. dazu den undatierten [Datumstempel vom 20. Januar 2023] Abschlussbe-
richt der L.____ GmbH). Die Familie habe sich auf ihre Besuche nur mit vielen Vorbehalten und 
abwehrend eingelassen. Es hätten zwei Besuche stattgefunden, drei Termine seien abgesagt 
oder verschoben worden. Beim ersten Besuch seien die Mutter und der Grossvater mütterli-
cherseits anwesend gewesen, beim zweiten Besuch auch der Vater. Die Mutter sei offen auf die 
Gespräche rund um die Erziehung eingegangen, während der Vater eher skeptisch reagiert 
habe und anderen Schuld und Verantwortung zugewiesen habe. Wegen "negativer Einflüsse im 
Wohnquartier" würden die Eltern die Kinder nicht draussen spielen lassen. In der Schule oder 

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im Wohnquartier sei eine friedliche Interaktion E.____s mit anderen Kindern aber auch gar nicht 
möglich. Mit Ausnahme seiner Schwester sei seine Spielfähigkeit mit anderen Kindern noch 
nicht entwickelt. Seine Stimmung wechsle sprunghaft. Er könne grosse Freude zeigen und 
strahlen, dann wiederum werde er aggressiv oder scheine in einer anderen Welt zu leben, wo-
bei ihm die Rückkehr ins Hier und Jetzt nur schwer gelinge. E.____ verbringe seine freie Zeit oft 
allein vor dem Fernseher oder mit dem Handy, das ihm auch in der Nacht zur Verfügung stehe. 
Er habe eine unbeschränkte Medienzeit. Der Medienkonsum stelle eine sehr grosse Gefahren-
quelle für seine Entwicklung dar. Er äussere verschiedentlich grosse Ängste. Zeichnerisch stelle 
er meist gruselige Figuren mit Blut dar. Damit beide Kinder weitere Entwicklungsschritte ma-
chen könnten, sei eine weiterführende Familienbegleitung zu empfehlen, dazu fehle es jedoch 
am "Commitment" der Eltern. Wie Letztere unabhängig voneinander bestätigt haben, waren 
denn auch die von der Schule veranlassten und als unberechtigt empfundenen Interventionen 
der Hauptgrund für den Wegzug aus dem Kanton Zürich (vgl. das Anhörungsprotokoll der 
KESB M.____ vom 1. März 2023; vgl. auch die Einvernahmeprotokolle der Polizei Basel-
Landschaft vom 6. Juli 2023, S. 2, resp. vom 7. Juli 2023, S. 3). 
 
4.3 Nach dem Zuzug in H.____ wurde E.____ zunächst in der 2. Einführungsklasse einge-
schult. Angesichts der benötigten eins-zu-eins-Begleitung wurde aber bald der Wechsel an eine 
Sonderschule im neuen Schuljahr aufgegleist. Derweil fiel D.____s Kindergärtnerinnen deren 
Unkonzentriertheit und fehlende Impulskontrolle auf. D.____ habe ein sehr auffälliges Verhalten 
gegenüber Erwachsenen und Kindern. Sie könne aggressiv in verschiedenen Situationen im 
Kindergarten reagieren. Angesichts ihrer vielen Unterrichtsstörungen sei der Unterricht ohne 
Assistenz kaum möglich. Ab dem 20. April 2023 war jeden Morgen eine Klassenassistenz vor 
Ort. Mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert, habe D.____ von sich aus vorgeschlagen, dass die 
Lehrperson sie als Konsequenz bei einem weiteren Verstoss gegen Regeln oder Abmachungen 
schlagen dürfe. D.____s Verhalten wurde weiter als distanzlos beschrieben. Sie umarme direkt, 
fasse immer wieder anderen ins Gesicht und kuschele sich an. Sie kämpfe um Zuwendung und 
wolle die Lehrperson immer wieder für sich alleine beanspruchen. Sie gerate auch in viele ver-
bale und körperliche Konflikte mit den anderen Kindern, wobei sie sich einer kruden Gestik und 
der Vulgärsprache bediene. Gemäss den Notizen der Kindergärtnerin erzählte D.____ ihr am 
15. Mai 2023, dass sie von ihrem Vater mit der Hand am Kiefer geschlagen worden sei und 
nicht nach Hause wolle. Für den darauffolgenden Tag wurde sie von den Eltern krankgemeldet. 
Beim Umziehen fürs Turnen am 17. Mai 2023 stachen einer Betreuungsperson blaue Flecken 
am rechten Oberarm ins Auge. Darauf angesprochen gab D.____ an, dass sie von ihrem Vater 
dort geschlagen worden sei (vgl. Gefährdungsmeldung der Schulleitung der Primarstufe H.____ 
vom 1. Juni 2023). 
 
4.4 Im Zuge der Fremdplatzierung offenbarten sich im Heim bei den Kindern neben den be-
kannten Verhaltensauffälligkeiten mit der deswegen erforderlichen eins-zu-eins-Betreuung wei-
tere Entwicklungsrückstände. So zeigten beide Kinder keine altersadäquate Frustrationstole-
ranz und reagierten mit kleinkindlichem Verhalten (lautes Schreien oder Weinen) auf für sie 
schwierige Alltagssituationen. Auch assen die Kinder mit den Händen und wussten offenbar 
nicht, wie zu Tisch mit Gabel und Messer umgegangen wird. Bei den Portionen schienen sie 
kein Mass zu kennen und mussten teilweise beim Essen gestoppt werden. Sie konnten nicht 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

selbständig duschen oder auf die Toilette gehen, E.____ schien sogar panische Angst davor zu 
haben. Sie benötigten Unterstützung bei der Haarwäsche, beim Zähneputzen und im Umgang 
mit Kleidern. Die Fachpersonen im Heim gewannen generell den Eindruck, dass die Kinder in 
Bezug auf die Körperhygiene wenig Erfahrung hatten sammeln können (vgl. Zwischenbericht 
der I.____ vom 18. August 2023; Aktennotizen der KESB vom 13. Juli 2023 und vom 9. August 
2023). Seit der Unterbringung im Heim besucht E.____ als externer Tagessonderschüler das 
Schulheim N.____ in O.____, wo er in der Einführungsklasse 2 in einer Kleingruppe unterrichtet 
wird, wobei oft eine Einzelbetreuung nötig ist. D.____ wurde ursprünglich in der Primarschule 
J.____ eingeschult. Da in der 1. Klasse schnell eine permanente Überforderung erkennbar wur-
de, weil ihre kognitiven, sozialen und sprachlichen Kompetenzen nicht altersgemäss entwickelt 
sind, wurde sie von der Primarschule in den Kindergarten zurückversetzt (vgl. Bericht des 
Fachkonvents der Primarstufe J.____, Verfügung der Schulleitung vom 20. September 2023). 
 
4.5 Gemäss den vom Kantonsgericht eingeholten Berichten zeigen D.____ und E.____ wei-
terhin deutliche Verhaltensauffälligkeiten. Dies betrifft namentlich das Sozialverhalten. Gegen-
über den Gefühlen und Bedürfnissen anderer verhalten sich die beiden Kinder nach wie vor 
unsensibel. In der Interaktion mit anderen Kindern müssen sie an einen adäquaten Umgang 
herangeführt werden. Ihre Differenzen zu anderen Kindern regelten die beiden zu Beginn der 
Platzierung durch Schlagen oder verbale Drohungen. Dieses Verhalten hat sich inzwischen 
verbessert, wobei E.____ nach wie vor grosse Mühe hat, seinen Anteil in Konflikten zu erken-
nen oder einzugestehen. In der Schule spielt E.____ zwar am gleichen Ort wie seine Mitschü-
ler, er kann sich aber kaum an den Gesprächen bzw. Spielhandlungen beteiligen und braucht 
auch im Freispiel eine ständige Begleitung. D.____ fällt die Kontaktaufnahme mit anderen Kin-
dern ebenfalls noch schwer, da sie keinen adäquaten Umgang mit Nähe und Distanz hat und 
die Grenzen der Anderen nicht wahrt, was zu Konflikten führt. In der Freizeit können sich die 
beiden mittlerweile gut alleine in ihren Zimmern beschäftigen. Offenkundig hatten die Kinder zu 
Hause keine Regeln gekannt. Im Heim müssen die Kinder den Umgang mit Strukturen und Re-
geln erst erlernen. Die Umgewöhnung fällt ihnen sichtlich schwer und sie haben Schwierigkei-
ten, sich an Abmachungen oder Anweisungen zu halten. Sie scheinen wenige Erfahrungen mit 
Grenzen gemacht zu haben und haben keine Vorstellung von adäquaten Konsequenzen für 
Fehlverhalten. Die geringe Frustrationstoleranz stellt dabei nach wie vor ein Problemfeld dar. In 
der Körperhygiene sind bei beiden Kindern dagegen bedeutende Fortschritte erkennbar. Den-
noch braucht D.____ bei alltäglichen Situationen wie z.B. beim Zähneputzen, beim Bürsten der 
Haare oder beim Anziehen wettergerechter Kleider nach wie vor eine enge Begleitung. Alle In-
volvierten sind sich nicht sicher, wie viel die Kinder verstehen (Sprachverständnis). Es fällt auf, 
dass die Kinder die deutsche Sprache schlecht beherrschen. Ihr Wortschatz ist äusserst be-
scheiden. Insbesondere bei E.____ ist nicht klar, wieviel er wirklich begreift. Unterdessen sind 
sprachliche Fortschritte bei beiden Kindern deutlich erkennbar. Nach Auskunft der Bezugsper-
son im Heim hätten die Kinder anfänglich kein Schweizerdeutsch verstanden. Heute verstehen 
sie es und sie können sich auch ausdrücken (vgl. Protokoll und Gesprächsnotiz zur gerichtli-
chen Kindesanhörung vom 12. Januar 2024). Da E.____ aber weiterhin gravierende Verständ-
nisschwierigkeiten aufweist und besonders in der Schule oftmals verwirrt wirkt, befindet er sich 
zusätzlich bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland (KJPD) zur vertieften Abklärung in 
einer wöchentlichen Therapie. Bei D.____, wo ähnliche Beobachtungen zur Auffassungsgabe 

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gemacht werden, sind die entsprechenden Untersuchungen erst am Anfang, wobei der Schul-
psychologische Dienst im Sommer 2023 zumindest keine Indikation für eine Sonderbeschulung 
gestellt hat. D.____ erhält aber heute schon von der Schule Unterstützung im Deutsch und in 
allgemeinen Lernstrategien (vgl. zum Ganzen Bericht der Beiständin vom 18. Dezember 2023; 
Berichte der I.____ vom 18. Dezember 2023). 
 
4.6 Im Rahmen der Fremdplatzierung verfügen die Eltern über ein Kontakt- und Besuchs-
recht. Dasjenige des Vaters wurde im Herbst mit dem angefochtenen Entscheid förmlich einge-
räumt, auf zwei Stunden begrenzt und begleitet ausgestaltet. Die Besuche sind zurzeit noch auf 
das Areal des Heims beschränkt und finden getrennt statt. Mehrfach versuchten die Eltern, die 
Kinder ausserhalb der Besuchszeiten oder gemeinsam zu besuchen, so dass sie vom Heim 
zurückgewiesen werden mussten. Die Beschwerdeführerin besucht ihre Kinder jeweils sonn-
tags - und seit Kurzem auch freitags - für zwei Stunden und darf dreimal in der Woche mit ihnen 
telefonieren, wovon sie ausgiebig Gebrauch macht. Die Beziehung wird als herzlich und warm 
beschrieben. Die Regeln zu den Telefonzeiten müssen ihr konstant aufs Neue erläutert werden, 
damit diese eingehalten werden. Die väterlichen Besuche finden begleitet am Donnerstag-
nachmittag statt, wobei er zwei Termine im November kurzfristig ausfallen liess. Der Besuchs-
begleiterin fiel in diesem Rahmen auf, dass der Vater offenbar noch nie mit seinen Kindern ein 
Gesellschaftsspiel gespielt hatte (vgl. Aktennotiz der KESB vom 27. Oktober 2023). Es wird von 
einem liebevollen, wenn auch unsicheren Umgang mit den Kindern berichtet. Im Laufe der Zeit 
zeigte er sich immer weniger absprachefähig. Trotz entsprechendem Recht besteht zwischen 
ihm und den Kindern kein telefonischer Kontakt. Die Kinder möchten von sich aus nicht telefo-
nieren und der Kindsvater meldet sich nicht aktiv. Nach den Besuchen mit dem Vater zeigt sich 
E.____ massiv auffälliger. Er droht anderen Kindern und Jugendlichen mit Gewalt oder mit Aus-
sagen wie "mein Vater haut dich" oder "ich sage es meinem Vater und dann kommen die Er-
wachsenen ins Gefängnis." Er kann sich dann nur schwer an Abmachungen halten und braucht 
eine gewisse Zeit, um wieder in der Gruppe anzukommen (vgl. zum Ganzen Bericht der Bei-
ständin vom 18. Dezember 2023; Berichte der I.____ vom 18. Dezember 2023). 
 
5.1 Die Beschwerdeführer stellen in ihren Beschwerden eine Kindeswohlgefährdung nicht 
grundsätzlich in Abrede. Sie vertreten aber die Auffassung, die Gewaltvorwürfe hätten sich im 
Laufe des Verfahrens nicht erhärtet. Eine Fremdplatzierung könne somit nicht mit den weitge-
hend entkräfteten Gewaltvorwürfen begründet werden. 
 
5.2 Hierzu ist vorweg festzuhalten, dass die Strafuntersuchung gegen den Beschwerdefüh-
rer noch im Gang ist und die im Raum stehenden Vorwürfe nicht aus der Welt geräumt sind. Die 
Frage der Kindeswohlgefährdung ist sodann nicht aus dem Blickwinkel der strafrechtlichen Un-
schuldsvermutung zu beantworten. Der gesetzliche Kindesschutz ist vielmehr eine Präventiv-
massnahme und hat sich vom Grundsatz "in dubio pro infante" leiten zu lassen (BIDERBOST, 
a.a.O., Rz. 9 zu Art. 307 ZGB). 
 
5.3 Im vorliegenden Fall finden sich diverse ernst zu nehmende Hinweise auf häusliche Ge-
walt im Familiensystem. So haben die Kinder erst in G.____, dann in H.____ und später im 
Heim gegenüber verschiedenen Bezugspersonen von Handgreiflichkeiten des Vaters berichtet. 

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Ihr eigenes Verhalten deutet darauf hin, dass sie nach ihrer bisherigen Lebenserfahrung körper-
liche Gewalt als selbstverständliches Element der sozialen Interaktion begreifen. Tief blicken 
lässt in diesem Zusammenhang die Frage der Kinder beim Eintritt ins Kinderheim, ob sie dort 
geschlagen würden (vgl. Aktennotiz der KESB vom 17. Juli 2023 zur Besprechung im I.____). 
Bezüglich D.____ liegen zudem Fotos der Schule H.____ in den Akten, auf denen sie mit blau-
en Flecken am rechten Oberarm sowie einer Schwellung und Kratzern im Bereich der Unterlip-
pe zu sehen ist. Die Kindesvertreterin berichtet in der Vernehmlassung, dass die Kinder bei den 
Treffen mit ihr jedes Mal - und zwar stets von sich aus - auf erlittene Schläge und Gewalt zu 
reden gekommen seien. In ihren späteren Äusserungen, wonach sie nun rasch wieder nach 
Hause wollten, würden die Kinder jeweils (von selbst) angeben, dass sie nun nicht mehr ge-
schlagen würden und sich der Vater entschuldigt habe. Die Beiständin machte in ihren Gesprä-
chen mit den Kindern dieselben Erfahrungen und ergänzt in ihrem Bericht an das Kantonsge-
richt, dass die Kinder ihr erzählt hätten, sie dürften nicht über das zu Hause Vorgefallene spre-
chen, weil sie ansonsten nicht mehr nach Hause gehen dürften (vgl. Bericht der Beiständin vom 
18. Dezember 2023). Selbst wenn nicht jede Schilderung der Kinder unhinterfragt für bare Mün-
ze genommen werden darf, so liegen doch im Kern über einen längeren Zeitraum konsistente 
Aussagen vor. Ohnehin offenbarte auch die Beschwerdeführerin bei der Opferansprache, dass 
sie seit Jahren unter vom Ehemann ausgehender häuslicher Gewalt in psychischer und physi-
scher Form leide (vgl. Mitteilung der Interventionsstelle Häusliche Gewalt vom 19. Juni 2023). 
Anlässlich der polizeilichen Einvernahme schilderte sie Tätlichkeiten des Beschwerdeführers ihr 
gegenüber (Ohrfeigen, Schläge gegen Gesicht und Rücken, mit der flachen Hand und der 
Faust) sowie gegenüber den Kindern ("manchmal ein Klaps auf den Hintern", Packen an den 
Handgelenken, an den Haaren ziehen) sowie Beschimpfungen (vgl. Einvernahmeprotokoll der 
Polizei Basel-Landschaft vom 6. Juli 2023, S. 8). Die Kinder hätten Angst vor ihrem Vater 
(a.a.O., S. 3). Der Beschwerdeführer bestritt seinerseits, dass er körperliche Gewalt ausgeübt 
habe. Er habe seinen Kindern nie Schmerzen zugefügt. Gleichzeitig räumte er ein, dass sich 
die Eltern im Laufe von Streitigkeiten immer wieder gegenseitig beschimpft hätten (vgl. Einver-
nahmeprotokoll der Polizei Basel-Landschaft vom 7. Juli 2023, S. 1 f.). 
 
5.4 Angesichts der zahlreichen Indizien ist für das Kindesschutzverfahren mit hinreichender 
Sicherheit erstellt, dass die Kinder wiederholt Zeugen von gegen ihre Mutter gerichteter häusli-
cher Gewalt wurden und selber körperliche Misshandlungen durch den Vater erfuhren. Der ge-
gen den Beschwerdeführer gerichtete Gewaltvorwurf ist insofern etwas zu relativieren, als dass 
die Häufigkeit und die Schwere der Gewaltausübung nicht über gelegentliche Tätlichkeiten und 
Verbalinjurien hinausgehen dürften und keine Hinweise auf ein eigentliches Gewaltregime in-
nerhalb der Familie vorliegen. Es entsteht eher das Bild eines von häufigem Streit geprägten 
Elternhauses, in welcher raue körperliche und verbale Umgangsformen an der Tagesordnung 
waren. So schloss auch die involvierte Fachstelle Bedrohungsmanagement nicht auf eine sys-
tematische und zielgerichtete Gewaltausübung, sondern in erster Linie auf eine komplette Über-
forderung mit der Erziehung (vgl. tel. Mitteilung gemäss Aktennotiz der KESB vom 14. Juli 
2023). Trotzdem ist die Thematik nicht zu beschönigen und schon gar nicht zu verharmlosen, 
denn jede Form von Gewalt im Elternhaus schadet den Kindern und ihrer Entwicklung. 
 

Seite 13 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.5 Die Beschwerdeführer übersehen in der vorliegenden Gewaltdiskussion aber einen wei-
teren gewichtigen Aspekt: Beide Kinder üben selber Gewalt aus und werden zum Opfer der 
Gewalt des anderen Geschwisterteils. Dass die Kinder Aggression als probate Problemlö-
sungsstrategie kennengelernt haben und Konflikte durch physische Konfrontation oder verbale 
Drohungen zu regeln versuchen, ist durch die Akten mannigfach belegt. Wie beide Beschwer-
deführer zugestanden, stritten und prügelten sich E.____ und D.____ regelmässig, etwa wenn 
sie nach der Schule nach Hause kamen oder wenn die Familie im Auto unterwegs war. Die El-
tern waren nicht fähig, dieses Verhalten zu unterbinden (vgl. Einvernahmeprotokoll der Polizei 
Basel-Landschaft vom 7. Juli 2023, S. 5; Einvernahmeprotokoll der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft vom 11. Dezember 2023, S. 3). Wenn ein Kind regelmässig Gewalt ausübt und die 
Eltern diesem Verhalten nicht Einhalt gebieten, ist darin ebenso eine Kindeswohlgefährdung zu 
erkennen wie bei direkter körperlicher Gewalt gegen das Kind selbst. Der kindliche Anspruch 
auf elterlichen Schutz der physischen Unversehrtheit gilt im Übrigen auch dann, wenn die Ge-
walt von einem Geschwister ausgeht. 
 
5.6 Mit dem auf das Thema Gewalt eingeengten Fokus werden die Beschwerdeführer der 
vielschichtigen Problematik im vorliegenden Fall aber sowieso in keiner Weise gerecht, wie die 
Vorinstanz zutreffend einwirft. Gestützt auf die obigen Tatsachenfeststellungen (E. 4) sticht ent-
gegen der Auffassung der Beschwerdeführer eine massive Beeinträchtigung des Kindeswohls 
sowohl bei E.____ als auch D.____ ins Auge. Die bereits eingetretene Kindeswohlgefährdung 
zeigt sich insbesondere im hochauffälligen Sozialverhalten und in den eklatanten Defiziten bei 
der Selbstregulation und Impulskontrolle. Die kognitiven, emotionalen, sozialen und sprachli-
chen Kompetenzen sind nicht altersgemäss entwickelt. Den Kindern fehlen auch Erfahrungen 
mit Grenzen und Strukturen, die elterliche Unterweisung in elementaren lebenspraktischen Dis-
positionen und die erzieherische Vermittlung von Normen und Werten. Die Beschwerdeführer 
waren offenkundig nicht in der Lage, die essentiellen Bedürfnisse ihrer Kinder - namentlich in 
den Bereichen psychische und physische Unversehrtheit, Körperhygiene, kindgerechte Förde-
rung sowie strukturierte und konsequente Anleitung - zu erkennen, geschweige denn zu erfül-
len. Die Vorinstanz war dementsprechend gehalten, an deren Stelle die geeigneten Massnah-
men zum Schutz der Kinder zu ergreifen. 
 
6.1 Die Beschwerdeführer wehren sich nicht prinzipiell gegen Kindesschutzmassnahmen, 
sie rügen allerdings bezüglich der Fremdplatzierung eine Verletzung des Verhältnismässig-
keitsprinzips. Zur Abwehr der Gefährdung der Kinder stünden mildere Massnahmen als der 
Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts zur Verfügung. Jüngst seien die Grosseltern väterli-
cherseits aus dem Kosovo angereist. Sie könnten die Eltern unterstützen und sich um die Kin-
der kümmern. Die Eltern würden sich auch nicht gegen begleitende und unterstützende Mass-
nahmen sträuben. So könne sowohl die Beistandschaft beibehalten als auch eine Familienbe-
gleitung aufgegleist werden. 
 
6.2 In der Tat muss sich das Hauptaugenmerk der behördlichen Bemühungen im vorliegen-
den Verfahren auf die Befähigung der Beschwerdeführer zur kindsgerechten Erziehung richten. 
Voraussetzung für das Gelingen dieser Anstrengungen ist jedoch, dass die Beschwerdeführer 
in einem ersten Schritt ein genuines Problembewusstsein entwickeln. Schon daran mangelt es 

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zurzeit immer noch. Erziehungsprobleme und Überforderung werden zwar vordergründig aner-
kannt. Diese scheinen aber als schicksalsgegeben hingenommen zu werden. So gaben die 
Eltern in den polizeilichen Einvernahmen freimütig zu Protokoll, dass die Kinder zu Hause kei-
nerlei Regeln befolgen würden und sich unkontrolliert im Internet bewegen würden (vgl. 
"[D.____ ist] immer im Internet und schaut Dinge, also alles mögliche, sie schaut Horror-Dinge 
usw. … heutzutage sind die Kinder süchtig", Einvernahmeprotokoll der Polizei Basel-Landschaft 
vom 7. Juli 2023, S. 6). Die Kinder würden einfach nicht gehorchen (vgl. Einvernahmeprotokoll 
der Polizei Basel-Landschaft vom 6. Juli 2023, S. 7; vgl. auch S. 10: "Es kommt mir vor als wäre 
mein Sohn mit 6 [sic] Jahren ein Gangster"). Beide Elternteile scheinen dennoch nicht wirklich 
verstanden zu haben, aus welchen Gründen die Kinder fremdplatziert wurden (vgl. Bericht der 
Beiständin vom 18. Dezember 2023). Sie sind nicht sensibilisiert für die Bedürfnisse ihrer Kin-
der und weisen nur eine eingeschränkte Vorstellung davon auf, worin ihre elterliche Aufgabe 
und Verantwortung in der Erziehung eigentlich besteht. Bezeichnend dafür sind die an der Par-
teiverhandlung im äusserst Vagen verbleibenden Antworten auf die Frage, was ihnen in der 
Kindererziehung wichtig erscheine. Der Beschwerdeführer erachtet es etwa als seine Haupt-
aufgabe als Vater, genug Geld zu verdienen, um den Kindern alle materiellen Wünsche erfüllen 
zu können. Die Beschwerdeführerin äusserte sich in ähnlicher Weise, dass sie für die Erfüllung 
sämtlicher Wünsche ihrer Kinder besorgt sein werde. Darin zeigt sich plastisch, dass die Be-
schwerdeführer nicht einmal in Erwägung ziehen, dass Kinder unabhängig von ihrem Alter den 
subjektiven Bedarf haben, Grenzen und Strukturen zu erfahren (ROSCH/HAURI, a.a.O., 
Rz. 1009), und dass verlässliche Unterstützung nicht bedeutet, sie masslos zu verwöhnen und 
im Sinne des Laisser-faire in ihrem Tun alleine zu lassen. Angesprochen darauf, dass ihre 
Tochter im Kinderheim offenbar mit ihr in einer Babysprache kommuniziere, vermochte die Be-
schwerdeführer darin nichts Auffälliges und keinen Anlass zur Sorge zu erkennen. Die bei den 
Kindern offen zu Tage getretenen Auffälligkeiten und Entwicklungsdefizite werden weiterhin 
bagatellisiert und die Verantwortung dafür externalisiert, indem den Behörden in verschwöreri-
scher Manier die Schuld zugeschoben wird. Die nachfolgenden aktenkundigen Aussagen der 
Beschwerdeführerin bringen diese Einstellung auf den Punkt: "Ihre Wahrnehmung von Gewalt 
ist eine andere als unsere Wahrnehmung. Das ist eine Montage der Schule, damit die Kinder 
weggenommen werden (…) Vielleicht hat sie jemand manipuliert oder instruiert" (Einvernahme-
protokoll der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 11. Dezember 2023, S. 4 und S. 6). Die 
Kinder würden sodann von der Schule diskriminiert und "gemobbt" (Einvernahmeprotokoll der 
Polizei Basel-Landschaft vom 6. Juli 2023, S. 2). Aus der verqueren Sicht der Eltern ist es of-
fenbar Aufgabe der Schule, den Kindern grundlegende Kulturtechniken und Lebenskompeten-
zen beizubringen. Dementsprechend werfen die Beschwerdeführer gleichförmig den jeweiligen 
Schulen und staatlichen Institutionen Versagen und mangelhafte Professionalität vor (vgl. unda-
tierter [Datumstempel vom 20. Januar 2023] Abschlussbericht der mit der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung betrauten L.____ GmbH; Einvernahmeprotokoll der Polizei Basel-
Landschaft vom 7. Juli 2023, S. 9). Die Beschwerdeführer, namentlich der Kindsvater, verhar-
ren in einer Abwehrhaltung im Glauben, von den Behörden ungerecht behandelt zu werden 
(vgl. die persönlich verfasste E-Mail des Beschwerdeführers an die KESB vom 18. September 
2023: "Denn die Schuld liegt bei jemand anderem, nicht bei der jeweiligen Familie. Ich (Vater) 
wurden [sic] ohne jede Grundlage und Argumente beschämend beschuldigt"). Damit besteht 

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vorliegend eine denkbar schlechte Ausgangsbasis, um die Erziehungskompetenzen der Eltern 
kurzfristig zu stärken. 
 
6.3 In dieses Bild passt, dass die Beschwerdeführer nach wie vor jegliche Eigenmotivation 
zur längerfristigen Verbesserung der Situation der Kinder vermissen lassen. Sie zeigen sich 
zwar um das Wohlergehen ihrer Kinder durchaus besorgt und beteuern glaubhaft, ihren Kindern 
gute Zukunftschancen bieten zu wollen. Wenn es dann aber um ihren eigenen tatkräftigen Bei-
trag zur Umsetzung geht, nämlich die Entwicklung der elterlichen Kompetenzen, manifestieren 
sie - einhergehend mit einer scheinbaren Gleichgültigkeit - eine irritierende Passivität. So ver-
mochten die Beschwerdeführer an der Parteiverhandlung keine konkreten diesbezüglichen An-
strengungen in den vergangenen Monaten darzulegen. Der Beschwerdeführer überlegt sich 
noch den Besuch eines Lernprogramms zu häuslicher Gewalt, die Beschwerdeführerin 
hat - trotz anderweitiger Absprache mit der Beiständin - bei der Mütter- und Väterberatungsstel-
le H.____ bisher noch keine Hilfe in Anspruch genommen. Gegenüber der Polizei hatte sie im 
Sommer erklärt, sie warte erst ab, was das Gericht entscheide (Einvernahmeprotokoll der Poli-
zei Basel-Landschaft vom 6. Juli 2023, S. 4). Auch der Beiständin fiel auf, dass eine Verände-
rungsbereitschaft der Eltern noch nicht deutlich spürbar sei (vgl. Bericht der Beiständin vom 
18. Dezember 2023). In der polizeilichen Einvernahme im Juli 2023 versprach die Beschwerde-
führerin, langsam Deutsch lernen zu wollen (a.a.O., S. 7). Nunmehr verneinte sie an der Partei-
verhandlung, einen Deutschkurs besuchen oder überhaupt anderweitige Lernbemühungen un-
ternehmen zu wollen. Sie erachte das nicht für nötig, schliesslich könne sie Italienisch. Tatsa-
che ist, dass sie seit mittlerweile neun Jahren im deutschsprachigen Raum lebt und noch immer 
kein Wort Deutsch spricht, weshalb für den Kontakt mit der Schule und Fachpersonen, so auch 
der Beiständin, stets eine Übersetzung nötig ist. Ihr ist augenscheinlich nicht genügend be-
wusst, dass ihre mangelnden Deutschkenntnisse ein nicht unwesentliches Hindernis beim Auf-
bau eines tragfähigen Unterstützungsnetzwerks für ihre Kinder darstellen. Da überrascht es 
nicht weiter, dass der Beschwerdeführerin auch das Verständnis bezüglich der Notwendigkeit 
der Deutsch-Förderung für E.____ fehlte (vgl. Rückmeldung der Beiständin, Aktennotiz der 
KESB vom 25. August 2023). 
 
6.4 Die Beschwerdeführer versichern in den Beschwerden zwar, sie würden sich nicht ge-
gen begleitende und unterstützende Massnahmen sträuben. Ihr bisheriges ambivalentes Ver-
halten gegenüber behördlichen Hilfestellungen lässt allerdings Zweifel an der Verlässlichkeit 
dieser Kooperationszusicherung entstehen. Bei der von der Schule G.____ organisierten sozi-
alpädagogischen Familienbegleitung liessen die Eltern den Willen zur konstruktiven Zusam-
menarbeit jedenfalls vermissen. So konnten nur gerade zwei Besuche in der Familie stattfinden, 
wovon der Beschwerdeführer (aus gesundheitlichen Gründen) einen verpasste. Drei Termine 
wurden kurzfristig abgesagt oder verschoben. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit, so die be-
richterstattende Familienbegleiterin, sei nicht möglich gewesen (vgl. undatierter [Datumstempel 
vom 20. Januar 2023] Abschlussbericht der L.____ GmbH). Weiteren behördlichen Massnah-
men haben sich die Beschwerdeführer bewusst entzogen, indem sie weggezogen sind (Einver-
nahmeprotokolle der Polizei Basel-Landschaft vom 6. Juli 2023, S. 2, resp. vom 7. Juli 2023, 
S. 3). Laut ihrem Vorbringen in der Beschwerdebegründung ist ihnen in der Zwischenzeit be-
wusstgeworden, dass sie Unterstützung benötigen, und sie würden diese mittlerweile auch ak-

Seite 16 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zeptieren. Ihr bisheriges Verhalten im vorliegenden Verfahren weckt aber kein Vertrauen, dass 
es sich dabei um mehr als blosse Lippenbekenntnisse handelt. Tatsache ist, dass Ratschläge 
der Beiständin ignoriert werden (vgl. z.B. oben E. 6.3). Wie die Kindesvertreterin im heutigen 
Plädoyer ausführt, ist es ihr nicht gelungen, mit den Eltern die Probleme der Überforderung, der 
häuslichen Gewalt sowie der Erkrankung des Vaters zu besprechen. Gemäss der in den Akten 
festgehaltenen Mitteilung der Beiständin erschienen die Eltern sodann nicht zum vereinbarten 
Gespräch mit der Psychologin der KJPD. Eine vorgelegte Schweigepflichtentbindung haben sie 
nicht unterschrieben (Aktennotiz der KESB vom 17. November 2023). Obwohl sich E.____ sehr 
auf den Besuch der Eltern gefreut hatte, nahm der Beschwerdeführer am 23. Oktober 2023 oh-
ne Erklärung nicht am extra für die Familie organisierten Besuchstag im Schulheim teil. Im No-
vember sagte er zudem kurzfristig zwei begleitete Besuchstermine ab (vgl. Bericht der Beistän-
din vom 18. Dezember 2023). Nach der Rückmeldung der Besuchsbegleiterin ist das massive 
Misstrauen des Beschwerdeführers gegenüber Behörden und Fachpersonen nach anfänglicher 
Kooperation zunehmend wahrnehmbar (Aktennotizen der KESB vom 27. Oktober 2023 und 
vom 24. November 2023). Er zeigt sich mittlerweile kaum mehr absprachefähig und wird oft als 
frustriert und konfrontativ erlebt (Bericht der Beiständin vom 18. Dezember 2023). Seine Impul-
sivität und Ambivalenz tritt regelmässig zu Tage, wenn er das Heimpersonal laut schimpfend 
wissen lässt, dass die Familie eine Rückkehr nach Italien plane (div. Journaleinträge der I.____, 
z.B. Journalauszug vom 2. September 2023; vgl. auch die von ihm selber angefertigten und am 
4. September 2023 bei der KESB eingereichten Videoaufnahmen). Am 10. Oktober 2023 er-
schienen die Beschwerdeführer gemeinsam unangemeldet bei der KESB und erklärten, dass 
sich die Familie nach Italien oder in den Kosovo abmelden wolle. Erst nachdem sie darüber 
informiert worden waren, dass ein Umzug an der Platzierung der Kinder nichts ändern würde, 
liessen sie vom Vorhaben ab (Aktennotiz der KESB vom 10. Oktober 2023). Die soeben be-
schriebenen Vorkommnisse zeugen von einer anhaltenden ambivalenten Haltung und lassen 
erwarten, dass keine zuverlässige und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Eltern und ei-
nem Helfernetz von Fachpersonen installiert werden könnte. Es bleibt der Eindruck, dass die 
Beschwerdeführer ambulante Kindesschutzmassnahmen - auch wenn sie sich nicht förmlich 
dagegen wehren - zu unterlaufen versuchen würden. Die Erfolgsprognose für eine nachhaltig 
wirksame Stärkung der Erziehungskompetenzen und positive Einwirkung auf das Familiensys-
tem fällt damit äusserst durchzogen aus. 
 
6.5 Angesichts der schwachen elterlichen Ressourcen würde die Errichtung einer sozialpä-
dagogischen Familienbegleitung (oder eine Kombination ambulanter Massnahmen) anstelle der 
Fremdplatzierung der festgestellten massiven und vielschichtigen Kindeswohlgefährdung nicht 
adäquat begegnen können. Um genügend effektiv zu sein, müsste praktisch an sieben Tagen 
rund um die Uhr eine Fachperson vor Ort sein (so auch die Beiständin auf Frage anlässlich der 
Parteiverhandlung). Derartig ausgestaltete ambulante Massnahmen sind impraktikabel und 
auch nicht zielführend. Schon gar nicht kann den Beschwerdeführern gefolgt werden, wenn sie 
die Anwesenheit der Grosseltern väterlicherseits (als Touristen) als genügende Unterstützung 
der Eltern taxieren. Für den erforderlichen Schutz der Kinder steht demnach momentan noch 
kein genügend wirksames milderes Mittel als der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts 
und die behördliche Fremdplatzierung der Kinder zur Verfügung. Dies bedeutet jedoch nicht, 
dass eine sozialpädagogische Familienbegleitung nicht von Nutzen wäre. Der Vorinstanz ist 

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darin beizupflichten, dass ihre Anstrengungen auf die Stärkung der Erziehungskompetenzen 
und auf die schrittweise Wiedereinsetzung der Eltern in ihre Befugnisse gerichtet sein müssen. 
In diesem Sinne ist es zu begrüssen, dass die Behörde an der Parteiverhandlung angekündigt 
hat, zeitnah den persönlichen Verkehr ausweiten und eine sozialpädagogische Familienbeglei-
tung installieren zu wollen, die unter anderem längere (beaufsichtigte) Wochenendbesuche zu 
Hause zulassen würde. 
 
7. Die subeventualiter beantragte Befristung der Fremdplatzierung für die Dauer von ma-
ximal drei Monaten wäre nicht gesetzeskonform. Eine Kindesschutzmassnahme ist so lange 
aufrecht zu erhalten, wie die gesetzlichen Tatbestandsvoraussetzungen dafür erfüllt sind 
(Art. 307 Abs. 1 ZGB). Sie hat so lange zu dauern, wie sie nötig ist, weder länger noch kürzer. 
Die Massnahme kann nicht zum Voraus befristet werden, weil sich Lebensvorgänge nicht mit 
Bestimmtheit voraussagen lassen und sich kaum je konkret prognostizieren lässt, wann die 
massnahmenbegründende Gefährdung behoben sein wird oder wann die Erkenntnis vorliegt, 
dass eine angeordnete Massnahme nicht zum erhofften Ziel führt oder gar schadet und deshalb 
aufzuheben ist (AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., Rz. 7 zu Art. 313 ZGB). Nach Massgabe 
von Art. 313 Abs. 1 ZGB überprüft die Kindesschutzbehörde die Massnahme von Amtes wegen 
regelmässig und passt sie gegebenenfalls den neuen Verhältnissen an. Es liegt in erster Linie 
an den Beschwerdeführern, das vorliegende Kindesschutzverfahren in Richtung Aufhebung der 
Fremdplatzierung zu steuern, indem sie ihre Verunsicherung und Enttäuschung überwinden, die 
vorhandenen Problemfelder und ihren Anteil daran ernsthaft reflektieren, die angebotene fachli-
che Hilfestellung annehmen und an ihren Erziehungskompetenzen arbeiten. 
 
8. Die Berücksichtigung des Kindeswillens führt entgegen dem Dafürhalten der Beschwer-
deführer zu keiner anderen Gesamtbeurteilung. Der Kindeswille ist zwar untrennbarer Bestand-
teil des Kindeswohls und dem Wunsch des Kindes ist Beachtung zu schenken, selbst wenn es 
noch nicht urteilsfähig ist (BGE 142 III 612 E. 4.3). Die Umsetzung des Kindeswillens kann dem 
Kindeswohl aber auch schaden. Es gilt deshalb das Prinzip: Soviel Akzeptierung des Kindeswil-
lens wie möglich, soviel staatlicher Eingriff wie nötig, um das Kindeswohl zu sichern (HÄFELI, 
a.a.O., Rz. 1060). Anders als noch zu Beginn der Platzierung haben D.____ und E.____ ge-
mäss der Kindesvertreterin zumindest ab dem Herbst 2023 verstärkt den Wunsch geäussert, so 
rasch als möglich zu den Eltern heimzukehren. Dieses Anliegen ist verständlich und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu erwarten. Das Kinderheim bestätigt, dass praktisch alle Heim-
kinder in diesem Alter bei spezifischer Nachfrage angeben, ihre Eltern zu vermissen und zu 
diesen zurückkehren zu wollen (vgl. Gesprächsnotiz zur gerichtlichen Kindesanhörung vom 
12. Januar 2024). Gleichzeitig ist im Auge zu behalten, dass die Eltern in dieser Frage massiv 
auf die Kinder einwirken und ihnen Versprechungen machen (vgl. Vernehmlassung der Kindes-
vertreterin vom 6. Dezember 2023, S. 6; Bericht der Beiständin vom 18. Dezember 2023; Pro-
tokoll zur gerichtlichen Kindesanhörung vom 12. Januar 2024). Mit der Kindesvertreterin ist zu 
vermuten, dass die Kinder in erster Linie den ihnen von den Eltern vermittelten Wünschen zu 
entsprechen versuchen. Vom in den Beschwerden geltend gemachten Leidensdruck ist jeden-
falls wenig zu spüren. Wenn sich das Gespräch nicht gerade um das Thema Besuchsrecht 
dreht, werden die Kinder als entspannt, aufgeweckt und fröhlich beschrieben (vgl. Bericht der 
Beiständin vom 18. Dezember 2023; Vernehmlassung der Kindesvertreterin vom 6. Dezember 

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2023, S. 4, sowie deren mündlicher Parteivortrag). Die Berichte des Heims enthalten ebenfalls 
keine Hinweise auf eine dahingehende Dauerbelastung. Die Sehnsucht nach Heimkehr ist zwar 
beachtlich. Das Kindeswohl ist aber weniger an den kurzfristigen Wünschen der Kinder, son-
dern an deren Schutzbedürfnis und langfristigen Entwicklungschancen zu messen. Wie die vor-
stehenden Ausführungen belegen, kann aus dieser Perspektive eine Rückkehr (noch) nicht in 
Betracht gezogen werden. Nur die Unterbringung im Heim bietet gegenwärtig Gewähr dafür, 
dass die Kinder langfristig in ihrer Entfaltung geschützt und gefördert werden. Immerhin dürfte 
deren an der gerichtlichen Anhörung geäusserter vordringlicher Wunsch, am Wochenende heim 
ins Elternhaus zu gehen, in absehbarer Zeit zumindest teilweise in Erfüllung gehen (vgl. oben 
E. 6.5 in fine). 
 
9. Die Beschwerdeführer wenden sich schliesslich noch gegen das begleitet angeordnete 
Besuchsrecht für den Vater. Diese Begleitung habe im Endeffekt vor allem zu einer Entfrem-
dung zwischen den Kindern und ihrem Vater geführt, was sicherlich nicht Sinn und Zweck die-
ser Anordnung sein dürfe. Vorauszuschicken ist, dass die Massnahme auf vier Monate ab Ent-
scheiddatum befristet war und dass gemäss den Ausführungen der Vorinstanz an der heutigen 
Parteiverhandlung danach unbegleitete Besuche im Heim vorgesehen sind. Der Beschwerde-
antrag betrifft also nur noch den Besuch am morgigen Donnerstag, den 25. Januar 2024. Im 
Vorfeld des angefochtenen Entscheids hatte der Beschwerdeführer bei Besuchen im Heim trotz 
gegenteiliger Aufforderungen Themen in nicht kindsgerechter Art und Weise besprochen und 
Videoaufnahmen gemacht, bei welchen sich die Kinder augenscheinlich nicht wohlfühlten und 
bei denen er ihnen suggerierte, sie würden im Heim missbraucht (Suggestivfragen, wer die Kin-
der anschreie, wer ihnen weh mache, wer sie verletze, ob sie in der Schule geschlagen werden 
etc.). In Anbetracht dieses an den Tag gelegten Verhaltens schloss die Vorinstanz zu Recht auf 
konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls durch die Ausübung des väterli-
chen Besuchsrechts. Die befristete Aufsicht der Besuchskontakte durch eine Begleitperson 
stellt im vorliegenden Fall eine nach Art. 274 Abs. 2 ZGB zulässige und verhältnismässige 
Massnahme dar, um dieser Gefahr zu begegnen. 
 
10. Nicht weiter einzugehen ist auf die von der Beschwerdeführerin erstmals im Plädoyer 
vorgetragenen Vorwürfe an die Vorinstanz bezüglich Vorgänge, die sich nach dem angefochte-
nen Entscheid zugetragen haben, wie die angeblich ausgebliebene Reaktion auf Anträge zur 
Ausweitung des Besuchsrechts auf Besuche ausserhalb des Heims. Auch liegt bezüglich dieser 
Ausweitung kein formgültiger schriftlicher (vgl. Art. 450 Abs. 3 ZGB) Beschwerdeantrag vor, der 
vorliegend behandelt werden könnte. Der ebenfalls erst im Rahmen des mündlichen Parteivor-
trags gestellte Beweisantrag auf Einholung eines interventionsorientierten Gutachtens ist des 
Weiteren verspätet (vgl. § 6 Abs. 2 VPO). Ohnehin ist diese Methode der Sachverhaltsabklä-
rung für das gerichtliche Beschwerdeverfahren denkbar ungeeignet: Typisch für interventionso-
rientierte Abklärungen ist nämlich, dass nach der Phase der Diagnose hilfreiche Lösungen ("In-
terventionen") gesucht und ausprobiert werden, die zwischen Prognose, Einschätzung des Hil-
febedarfs und Prüfung von freiwilligen Massnahmen pendeln (ANDREA HAURI/ANDREAS JUD/
DAVID LÄTSCH/DANIEL ROSCH, Abklärungen im Kindesschutz, Bern 2021, S. 37). Aufgabe der 
Rechtsmittelinstanz ist die zeitnahe Überprüfung eines konkreten Entscheids der Kindesschutz-

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behörde, nicht die möglicherweise langwierige iterative Suche nach tauglichen Lösungen für die 
Familie. Eine solche bleibt Sache der Kindesschutzbehörde als Fachbehörde. 
 
11. Zusammenfassend hat die Vorinstanz zutreffend auf eine gravierende Kindeswohlge-
fährdung erkannt, welche massgeblich aus einer elterlichen Überforderung resultiert. Zumal es 
sich um vielgestaltige Defizite in der erzieherischen Kompetenz handelt und frühere behördliche 
Interventionen nicht gefruchtet hatten, war eine Fremdplatzierung unumgänglich. Diese Mass-
nahme ist geeignet zum Schutz und zur Förderung der Kinder. Sodann konnte nur mit dem Ent-
zug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und einer Fremdplatzierung der akuten Kindeswohlge-
fährdung effektiv begegnet werden. Unter den gegebenen Umständen waren mildere Mass-
nahmen nicht angezeigt und unter dem Gesichtspunkt des Untermassverbots auch nicht ver-
hältnismässig. Daran hat sich bis zum heutigen Entscheidzeitpunkt nichts geändert. Dass die 
Vorinstanz den Kindeswillen berücksichtigte, die Kindeswohlgefährdung durch eine Rückkehr 
zu den Eltern indessen grösser einschätzte als eine solche durch einen dem Kindeswillen zuwi-
derlaufenden Entscheid, ist nicht zu beanstanden. Der angefochtene Entzug des Aufenthalts-
bestimmungsrechts mit Heimplatzierung ist nach dem Gesagten zu bestätigen. Die Beschwer-
den erweisen sich somit als unbegründet. Dies führt zu deren Abweisung. 
 
12. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 
 
12.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsge-
richt kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweis-
kosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- aus-
gangsgemäss den unterliegenden Beschwerdeführern aufzuerlegen. Als Verfahrenskosten 
ebenfalls zu berücksichtigen wären grundsätzlich die Kosten der Kindesvertretung (Urteil des 
Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 23. Juli 2014 
[810 14 202] E. 8.1; Urteil des BGer 5A_840/2011 vom 13. Januar 2012 E. 6). Diesbezüglich ist 
darauf hinzuweisen, dass Advokatin Barbara Pauen von der KESB als Kindesvertreterin ge-
mäss Art. 314a

bis
 ZGB eingesetzt wurde, weshalb sie ihre Mandatsentschädigung, welche auch 

die Bemühungen im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens mitumfasst, praxisge-
mäss bei der Vorinstanz wird geltend machen können (vgl. KGE VV vom 17. Januar 2023 [810 
22 272] E. 6; KGE VV vom 12. Mai 2021 [810 21 1] E. 8.1; KGE VV vom 7. August 2020 [810 
20 111] E. 7.1). Die Parteikosten sind beim vorliegenden Verfahrensausgang wettzuschlagen 
(§ 21 VPO). 
 
12.2 Die Beschwerdeführer beantragen die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. 
 
12.2.1 Gemäss § 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Ver-
fahrenskosten und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, wenn ihr die nötigen Mittel feh-
len und ihr Begehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Vorausset-
zungen wird einer Partei der kostenlose Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin gewährt, 
soweit dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (Art. 22 Abs. 2 VPO). Die Voraus-
setzungen der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss § 22 VPO stimmen nach konstanter kan-

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tonsgerichtlicher Rechtsprechung mit denjenigen der Minimalgarantie von Art. 29 Abs. 3 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 überein 
(KGE VV vom 6. April 2022 [810 21 336] E. 6.2; KGE VV vom 15. November 2017 [810 17 281] 
E. 6.1). 
 
12.2.2 Als mittellos im Sinne des in Art. 29 Abs. 3 BV garantierten Anspruchs auf unentgeltliche 
Rechtspflege gilt eine Person dann, wenn sie die Kosten eines Prozesses nicht aufzubringen 
vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eigenen notwendigen Lebensun-
terhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind. Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt 
sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation des Rechtsuchenden. Dazu gehören einer-
seits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, andererseits die Einkommens- und Vermögensver-
hältnisse (BGE 141 III 369 E. 4.1; BGE 135 I 221 E. 5.1, jeweils mit Hinweisen). Für die Ermitt-
lung des Grundbedarfs ist vom betreibungsrechtlichen Existenzminimum und den für seine Be-
rechnung massgebenden Richtlinien auszugehen (KGE VV vom 26. April 2023 [810 22 212] 
E. 10.2; DANIEL WUFFLI/DAVID FUHRER, Handbuch unentgeltliche Rechtspflege im Zivilprozess, 
Zürich 2019, Rz. 123; ALFRED BÜHLER, Die Prozessarmut, in: Schöbi [Hrsg.], Gerichtskosten, 
Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 156). Es darf dabei 
aber nicht schematisch auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum abgestellt werden. 
Vielmehr ist den gesamten individuellen Umständen Rechnung zu tragen (BGE 141 III 369 
E. 4.1; BGE 124 I 1 E. 2a; BGE 108 Ia 108 E. 5b). Massgebend sind nach dem Effektivitäts-
grundsatz die tatsächlichen Einkünfte und Aufwendungen zum massgeblichen Zeitpunkt. Dies 
bedeutet, dass nur das effektiv erzielte Einkommen berücksichtigt werden darf, umgekehrt wer-
den auf der Ausgabenseite Zuschläge zum Grundbetrag nur insoweit berücksichtigt, als eine 
entsprechende Zahlungspflicht besteht und Zahlungen bisher auch tatsächlich geleistet wurden 
(BÜHLER, a.a.O., S. 162; STEFAN MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege 
[Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 79 und 93). Dem so ermittelten persönlichen Bedarf sind die 
effektiv vorhandenen finanziellen Mittel gegenüberzustellen. Unter Berücksichtigung der Höhe 
der mutmasslichen Prozesskosten ist zu prüfen, ob die gesuchstellende Person in der Lage ist, 
die Prozesskosten bei weniger aufwändigen Prozessen binnen eines Jahres, bei anderen bin-
nen zweier Jahre aus ihrem Vermögen oder dem monatlichen Einkommensüberschuss zu til-
gen (KGE VV vom 28. Dezember 2021 [810 21 278] E. 4.3; KGE VV vom 14. November 2018 
[810 18 237] E. 5.2; BGE 141 III 369 E. 4.1; BGE 135 I 221 E. 5.1). 
 
12.2.3 Für die Darlegung der Mittellosigkeit gilt die Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO) 
vom 19. Dezember 2008 (§ 22 Abs. 1 Satz 2 VPO). Gemäss Art. 119 Abs. 2 ZPO hat eine Per-
son, die ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellt, ihre Einkommens- und Vermögens-
verhältnisse darzulegen und sich zur Sache sowie über ihre Beweismittel zu äussern. Als Ob-
liegenheit kann die Darlegung der finanziellen Situation nicht erzwungen werden; die gesuch-
stellende Person hat jedoch die Folgen zu tragen, wenn sie ihr Gesuch ungenügend substanti-
iert. Insoweit trifft den Gesuchsteller eine umfassende Mitwirkungsobliegenheit. Im Verfahren 
betreffend unentgeltliche Rechtspflege gilt somit ein durch die umfassende Mitwirkungsoblie-
genheit eingeschränkter Untersuchungsgrundsatz (KGE VV vom 11. Januar 2023 [810 22 150] 
E. 6.3; Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 28. Juni 2006, BBl 2006, 
S. 7303; WUFFLI/FUHRER, a.a.O., Rz. 788 ff.). Wird die nötige und zumutbare Mitwirkung bei der 

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Beschaffung der für die Beurteilung der aktuellen Gesamtsituation erforderlichen Angaben oder 
Belege verweigert, kann das Gesuch trotz Geltung der Untersuchungsmaxime abgewiesen 
werden (KGE VV vom 10. Februar 2021 [810 21 15] E. 7.2; Urteil des BGer 1C_408/2015 vom 
14. Oktober 2015 E. 2.2; BGE 125 IV 161 E. 4a; MEICHSSNER, a.a.O., S. 77 f.). 
 
12.3 Für die Bedarfsberechnung ist gemäss den Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- 
und Konkursbeamten der Schweiz zur Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzmini-
mums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG vom 1. Juli 2009 (Richtlinien) für das Ehepaar ein 
Grundbetrag von Fr. 1'700.-- einzusetzen. Der Grundbetrag für F.____ beträgt Fr. 400.--. Für 
die auswärts lebenden und vollumfänglich fremdbetreuten Kinder D.____ und E.____ werden 
den Eltern keine Kosten in Rechnung gestellt, so dass sich für die beiden ein Kindergrundbe-
trag nicht rechtfertigt. Da der zivilprozessuale Notbedarf über dem betreibungsrechtlichen Exis-
tenzminimum liegt und der gesuchstellenden Person ein zwar bescheidenes, aber normales 
Leben ermöglichen soll, ist der betreibungsrechtliche Grundbetrag praxisgemäss um 15 % zu 
erhöhen. Diese Erweiterung beträgt im vorliegenden Fall Fr. 315.--. Im Grundbetrag sind die im 
Gesuchsformular aufgeführten Kommunikationskosten bereits enthalten (WUFFLI/FUHRER, 
a.a.O., Rz. 272). Zum Grundbetrag kommt ein Zuschlag für die Miete von Fr. 1'440.-- (inkl. Ne-
benkosten). Bei den Krankenkassenprämien wird sodann nur der Prämienaufwand für obligato-
rische Versicherungen berücksichtigt (vgl. auch BGE 134 III 323 E. 3). Es können hier somit nur 
die ausgewiesenen Prämien für die obligatorische Krankenkasse von total Fr. 1'047.-- ange-
rechnet werden. Da die Beschwerdeführer nicht berufstätig sind, können keine Berufsauslagen 
geltend gemacht werden. Im Gesuchsformular werden schliesslich eine Reihe von Zahlungen 
für die Schuldentilgung aufgeführt. Bestehende, laufende und ausgewiesene Schulden sind zu 
berücksichtigen, wenn deren regelmässige Bezahlung in Vergangenheit und Zukunft als über-
wiegend wahrscheinlich erscheint. Massgebend ist, ob der Gesuchsteller zur Schuldentilgung 
rechtlich verpflichtet ist und ob er dieser Pflicht auch regelmässig nachkommt (WUFFLI/FUHRER, 
a.a.O., Rz. 339). Wie sich die Schuldensituation der Beschwerdeführer als Ganzes präsentiert 
und wie sich die behaupteten Abzahlungen vorliegend im Detail zusammensetzen, wird nicht im 
Detail nachvollziehbar ausgeführt. Entscheidend kommt aber hinzu, dass die Beschwerdeführer 
keine Zahlungsbelege vorzuweisen vermögen und regelmässige monatliche Zahlungen damit 
nicht nachgewiesen sind. Die zum Beleg der Schulden eingereichten Mahnschreiben deuten 
eher daraufhin, dass Rechnungen gerade nicht regelmässig und zuverlässig beglichen werden. 
Die Abzahlung von Schulden kann im prozessualen Zwangsbedarf damit nicht berücksichtigt 
werden. Die laufenden Steuern fliessen durch die Nettobetrachtung auf der Einnahmeseite 
(Quellensteuerabzug) in die Bedarfsberechnung ein. Es resultiert ein Grundbedarf von insge-
samt Fr. 4'902.--. 
 
12.4 Auf der Aktivseite sind sowohl Einkommen wie auch Vermögen zu berücksichtigen. 
Vermögen ist keines vorhanden. Der Beschwerdeführer bezieht Taggelder der Krankentaggeld-
versicherung. Dieses sozialversicherungsrechtliche Ersatzeinkommen ist auf der Aktivseite wie 
gewöhnliches Erwerbseinkommen zu berücksichtigen (BÜHLER, a.a.O., S. 139 f.). Massgebend 
ist dabei das Nettoeinkommen, wobei vom Krankentaggeld aber ohnehin keine Sozialversiche-
rungsbeiträge abgezogen werden. Das durchschnittliche Nettoeinkommen des Beschwerdefüh-
rers beläuft sich so auf Fr. 4'964.--. Das Nettoeinkommen der Beschwerdeführerin, bestehend 

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aus Krankentaggeld und der Mutterschaftsentschädigung nach dem Erwerbsersatzgesetz, be-
trägt Fr. 1'389.--. Dazu kommen Kinderzulagen von Fr. 600.--. So kommt das Ehepaar auf mo-
natliche Nettoeinnahmen von Fr. 6'953.--. 
 
12.5 Wird das Einkommen dem Grundbedarf gegenübergestellt, ergibt sich ein Überschuss 
von Fr. 2'051.--. Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführer vermutet wird, dass die Miet-
zinsrückstände angesichts der aktenkundigen Kündigungsandrohung wohl in den vereinbaren 
Raten von Fr. 800.-- tatsächlich abbezahlt werden, erlaubt es der Saldo immer noch, die Ge-
richts- und Anwaltskosten des vorliegenden Verfahrens binnen eines Jahres abzubezahlen, so 
dass die Mittellosigkeit gemäss ständiger Praxis des Kantonsgerichts auf dieser Zahlenbasis zu 
verneinen ist. Allerdings ergab sich im Laufe des Verfahrens eine wesentliche Änderung, indem 
der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Mutterschaftsentschädigung im Dezember 2023 aus-
lief. Ohne dieses Einkommen schrumpft der Einkommensüberschuss auf eine Höhe, die es in 
Anbetracht des auch auf Seiten des Beschwerdeführers absehbar sinkenden Einkom-
mens - das Nettoeinkommen mit dem Stellenantritt ab dem 1. Februar 2024 dürfte nach allen 
Abzügen tiefer ausfallen als die Krankentaggelder, wobei auf der Passivseite neu Berufsunkos-
ten zu berücksichtigen wären - nicht mehr erlaubt, innerhalb der nachfolgenden zwölf Monate 
die gesamten Prozesskosten zu tragen. Es liegt somit eine partielle Bedürftigkeit vor. Die Be-
schwerdegehren sind in Anbetracht der für die Beschwerdeführer auf dem Spiel stehenden Inte-
ressen (knapp) nicht als aussichtslos zu werten und die Notwendigkeit der Verbeiständung ist 
zu bejahen, was zu einer teilweisen Gutheissung der Rechtspflegegesuche führt. Im Umfang 
des nicht selbst finanzierbaren Betrags ist die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Aus 
Praktikabilitätsgründen bietet es sich vorliegend an, die Beschwerdeführer im Rahmen der Ei-
genfinanzierung die Gerichtskosten tragen zu lassen und dementsprechend die Gesuche um 
unentgeltliche Prozessführung abzuweisen. Demgegenüber ist den Beschwerdeführern die un-
entgeltliche Verbeiständung mit ihren jeweiligen Rechtsvertretern zu gewähren. 
 
12.6 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. Im Rahmen der unentgelt-
lichen Verbeiständung wird nur der für das amtliche Mandat notwendige Aufwand vergütet, der 
für die Wahrung der rechtlichen Interessen im konkreten Verfahren geeignet, kausal und ver-
hältnismässig ist (KGE VV vom 19. September 2023 [810 23 63] E. 5.2; KGE VV vom 
17. Oktober 2018 [840 18 272] E. 12.2; WUFFLI/FUHRER, a.a.O., Rz. 556). Die Honorarnote vom 
3. Januar 2024 weist inklusive Vorbereitung der Parteiverhandlung für den Zeitraum bis zum 
31. Dezember 2023 einen Aufwand von 12.75 Stunden à Fr. 200.-- aus. Zu streichen ist daraus 
der umfangmässig jegliche Verhältnismässigkeit sprengende Zeitaufwand für Besprechungen 
mit der Beschwerdeführerin und deren Anwältin. Es steht einem Ehepaar zwar frei, je eigene 
Rechtsvertreter mit der Wahrung (gleichlaufender) Interessen zu beauftragen. Der dadurch ent-
stehende Koordinationsbedarf erscheint aber - jedenfalls in der vorliegenden Grössenord-
nung - nicht als Teil des zu entschädigenden notwendigen Aufwands. Die aufgeführten Ausla-
gen von total Fr. 126.90 sind dagegen nicht zu beanstanden. Für das Jahr 2023 ist das Honorar 
ermessensweise auf pauschal Fr. 2'100.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) festzusetzen. Für 
die Bemühungen rund um die Parteiverhandlung kommen für das Jahr 2024 noch pauschal 

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Fr. 820.-- mit dem neuen Mehrwertsteuersatz von 8.1 % dazu. Das auszubezahlende Gesamt-
honorar beträgt dementsprechend Fr. 2'920.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % resp. 8.1 % MWST). 
 
12.7 Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist ebenfalls ein Honorar aus der Ge-
richtskasse auszurichten. Ihre Honorarnote vom 3. Januar 2024 weist für das Jahr 2023 einen 
Aufwand von 25 ⅔ Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von insgesamt Fr. 134.10 aus. Ge-
mäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 
beträgt der Stundenansatz bei unentgeltlicher Verbeiständung für eine Anwältin oder einen An-
walt Fr. 200.--. Wie oben ist auch hier der umfangmässig jede Verhältnismässigkeit sprengende 
Zeitaufwand für Besprechungen und Absprachen mit dem Beschwerdeführer und dessen An-
walt zu streichen. Bei einer Durchsicht der einzelnen Posten auf der Deservitenkarte fällt zu-
sätzlich auf, dass zahlreiche aufgeführte Bemühungen nicht direkt mit dem vorliegenden Ver-
fahren zusammenhängen. Die verschiedenen anwaltlichen Interventionen bei der KESB und 
der Beiständin, namentlich betreffend medizinische Behandlungen oder die Regelung des Be-
suchsrechts während der Festtage, stehen in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der 
Rechtswahrung im vorliegenden Beschwerdeverfahren und sind vorliegend nicht zu entschädi-
gen. Für das Jahr 2023 ist das Honorar ermessensweise auf pauschal Fr. 3'000.-- (inkl. Ausla-
gen und 7.7 % MWST) festzusetzen. Für die Bemühungen rund um die Parteiverhandlung 
kommen für das Jahr 2024 noch pauschal Fr. 820.-- mit dem neuen Mehrwertsteuersatz von 
8.1 % dazu. Der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist somit ein Honorar von 
Fr. 3'820.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % resp. 8.1 % MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
12.8 Die Beschwerdeführer werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in der Lage sind (§ 53a Abs. 1 des 
Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 
22. Februar 2001). 
  

Seite 24 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerden werden abgewiesen. 
   
 2. In teilweiser Gutheissung der Gesuche um Bewilligung der unentgeltli-

chen Rechtspflege wird den Beschwerdeführern für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Verbeiständung bewilligt. Die Gesuche um 
unentgeltliche Prozessführung werden abgewiesen. 

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt. 
   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'920.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % 
resp. 8.1 % MWST) und der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 
ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'820.-- (inkl. Auslagen und 7.7 % resp. 
8.1 % MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber