# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f86ac71-cf5b-5ccb-a078-8516b4efad38
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 09.06.2020 110 2020 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-24_2020-06-09.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3011 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/24

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 9. Juni 2020

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin

und

A.________
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Stadt Thun, Bauinspektorat, Industriestrasse 2, Postfach 145, 
3602 Thun

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Stadt Thun vom 30. Januar 2020 
(Gemeinde Nr. 942/2019-0395; Antennentausch bei bestehender Mobilfunkanlage)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 13. Juni 2019 bei der Stadt Thun ein Baugesuch ein 
für den Umbau der bestehenden Mobilfunkanlage auf Parzelle Thun Strättligen Grundbuchblatt 
Nr. G.________. Die Parzelle liegt in der Zone für Wohnen/Arbeiten (W/A3+). Das Vorhaben 
umfasst gemäss den technischen Angaben den Ersatz der bestehenden drei Antennenkörper 
durch sechs neue Antennenkörper.1 Mit dem Antennentausch soll der neue Funkdienst 5G (New 
Radio) betrieben werden. Auch ist der Einsatz von adaptiven Antennen geplant. Gegen das 
Bauvorhaben erhob unter anderen die Beschwerdeführerin Einsprache.

Mit Gesamtentscheid vom 30. Januar 2020 erteilte die Stadt Thun die Baubewilligung.

2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 27. Februar 2020 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragt die Aufhebung des Gesamt-
entscheids vom 30. Januar 2020 und eventualiter die Sistierung des Verfahrens bis "die offenen 

1 Vgl. Standortdatenblatt (SDB) vom 2. Mai 2019, Revision 3.0; Vorakten 2019-0395, pag. 166 ff., insbes. pag. 174

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Punkte definitiv geklärt" seien. Sie macht insbesondere geltend, dass kein "allgemein 
anerkanntes und geprüftes Messverfahren" für adaptive Antennen vorliege. Die 
Messempfehlung des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) bzw. dessen Bericht sei 
nicht überprüfbar. Das "angebliche QS-System" basiere auf vergleichenden Angaben in den 
Standortblättern der Betreiberin mit denjenigen des BAFU: Letzteres verfüge nicht über die 
notwendigen Kapazitäten für "echte Messungen". Im Übrigen macht sie gesundheitliche 
Bedenken geltend. Auch die Haftpflichtfrage sei nach wie vor ungelöst.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Neben den Verfahrensbeteiligten gab das 
Rechtsamt dem Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, Gelegenheit 
zur Stellungnahme. Die Stadt Thun verweist in ihrer Stellungnahme vom 30. März 2020 auf die 
Vorakten und insbesondere auf ihren Entscheid und verzichtet auf eine weitergehende 
Stellungnahme. Über die Sistierung habe die BVD zu entscheiden. Das AUE führt in seiner 
Stellungnahme vom 30. März 2020 aus, dass die Beurteilung des geplanten Ausbaus ergeben 
habe, dass die Anlage die Bestimmungen der NISV3 vollständig erfülle und damit 
bewilligungsfähig sei. Zusammenfassend ergäben sich für den Bereich des Schutzes vor 
nichtionisierender Strahlung keine neuen Erkenntnisse, die eine andere Beurteilung der 
Sachlage nach dem Fachbericht vom 9. Juli 2019 erfordern würden. Die Beschwerdegegnerin 
beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 3. April 2020, dass die Beschwerde vollumfänglich 
abzuweisen und das Beschwerdeverfahren nicht zu sistieren sei. In ihren Schlussbemerkungen 
vom 6. Mai 2020 weist die Beschwerdeführerin unter anderem darauf hin, dass mit dem 
Baugesuch der Funkdienst 5G gegen den Willen der Bevölkerung aufgezwängt werde. Die im 
Standortdatenblatt (SDB) angegebenen Sendeleistungen seien falsch deklariert bzw. den 
Berechnungen der Beschwerdegegnerin lägen falsche Antennendiagramme zu Grunde. Mit den 
ihrer Auffassung nach richtigen Sendeleistungen würden sich völlig andere Grenzwerte ergeben. 
Zudem seien Abnahmemessungen unmöglich. Im Übrigen hält sie an ihren Rügen gemäss der 
Beschwerde fest. Die übrigen Verfahrensbeteiligten liessen sich dazu nicht vernehmen.

4. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG4. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er – 
unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall 
das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 
BauG5 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die 
BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig.

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
3 Verordnung des Bundesrats vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 
814.710)
4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführerin, deren Einsprache abgewiesen wurde und deren 
Wohnort innerhalb des Einspracheperimeters von 913 m6 liegt, ist durch den vorinstanzlichen 
Gesamtentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Streitgegenstand

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich 
nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. 
Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das 
Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige 
Beendigung gelten somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die 
Parteien können den Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur 
einschränken.7

b) Mit dem angefochtenen Gesamtentscheid wurde der Umbau der Antennen der 
Beschwerdegegnerin bewilligt. Soweit die Beschwerdeführerin in ihren Schlussbemerkungen 
Vorbehalte gegen die Antennen der weiteren Netzbetreiberin der Mobilfunk-Basisstation 
(B.________) anbringt, liegen diese ausserhalb des Streitgegenstands, weshalb darauf nicht 
eingetreten werden kann.

3. Messverfahren für adaptive Antennen fehlt / Sendeleistungen

a) Nach Auffassung der Beschwerdeführerin fehlt es an einem anerkannten und geprüften 
Messverfahren für adaptive Antennen.8 In ihren Schlussbemerkungen weist sie zudem darauf 
hin, dass die Sendeleistungen, insbesondere diejenigen der adaptiven Antennen (Laufnummern 
7 bis 9) des Typs D.________, nicht korrekt seien. Zudem lege die Beschwerdegegnerin ihren 
Berechnungen falsche Antennendiagramme zugrunde. Insgesamt ergäben sich völlig andere 
Werte, welche den Anlagegrenzwert von 5 V/m erheblich überschritten.9

b) Die Beschwerdegegnerin beruft sich in ihrer Stellungnahme auf die Information des 
Bundesamtes für Umwelt (BAFU) an die kantonalen und städtischen NIS-Fachstellen mit 
Vollzugsempfehlungen zur Bewilligung und Messung von adaptiven Antennen und 5G. Zudem 
verweist sie auf den technischen Bericht des METAS vom 18. Februar 2020 zur Bestimmung 
von New Radio-5G-Sendeanlagen.

c) Der Schutz der Umwelt vor nichtionisierender Strahlung wird im USG10 und in der NISV 
geregelt. Die NISV regelt die Begrenzung von nieder- und hochfrequenten Strahlenemissionen, 
die beim Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt werden (Art. 2 Abs. 1 Bst. a NISV). In der NISV sind 
Immissionsgrenzwerte (IGW) bzw. Anlagegrenzwerte (AGW) festgelegt, wobei diese 
technologieunabhängig gelten.11 Mit Blick auf den Ausbau der 5G-Netze hat der Bundesrat am 

6 Vorakten, pag. 171. Die Distanz liegt bei etwa 750 m Luftlinie
7 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8. Markus Müller, Bernische 
Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., 2011, S. 148 ff.
8 Beschwerdeschrift, Bst. a
9 Vgl. Schlussbemerkungen vom 6. Mai 2020, Bst. C und D
10 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)
11 Vgl. Benjamin Wittwer, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, 2. Aufl. Zürich 2008, S. 55

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17. April 2019 eine Änderung der NISV beschlossen. Diese ist am 1. Juni 2019 in Kraft getreten. 
Mit der Änderung wurde unter anderem bestimmt, dass die besondere Abstrahlcharakteristik von 
adaptiven Antennen berücksichtigt werden soll. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten 
Mobilfunksendeantennen können adaptive Antennen oder Antennensysteme ihre Senderichtung 
und/oder ihr Antennendiagramm automatisch in kurzen zeitlichen Abständen ohne Veränderung 
der Montagerichtung anpassen (sog. «beam forming»). Dadurch wird die Information bevorzugt 
in jene Richtungen übertragen, wo sie durch die Endgeräte angefordert wird. Dies hat eine 
höhere Übertragungskapazität zur Folge. Auch die Exposition ist nutzungsabhängig. 
Richtungen, in denen sich keine Endgeräte befinden, werden tendenziell weniger bestrahlt. Neu 
ist im Anhang 1 Ziffer 63 NISV festgehalten, dass bei der Definition des massgebenden 
Betriebszustands, bei dem der Anlagegrenzwert eingehalten werden muss, der Variabilität der 
Senderichtungen und der Antennendiagramme der adaptiven Antennen Rechnung zu tragen ist. 
Die konkrete Berechnungsweise bzw. Gewichtung der Abstrahlcharakteristik von adaptiven 
Antennen soll auf Stufe Vollzugshilfe geregelt werden.12 Das BAFU ist zurzeit daran, in einer 
Vollzugshilfe zur neuen Verordnungsbestimmung die technischen Einzelheiten auszuarbeiten. 
Bis zur Publikation einer Vollzugshilfe für adaptive Antennen empfiehlt das BAFU den Kantonen 
im Schreiben vom 31. Januar 2020, adaptive Antennen weiterhin gleich zu behandeln wie 
konventionelle Antennen.13 

Das METAS hat zudem zwischenzeitlich einen technischen Bericht zur Messung der Strahlung 
von 5G-Basisstationen und adaptiven Antennen herausgegeben.14 Dem Bericht des METAS 
vom 18. Februar 2020 zufolge ist die Strahlung von 5G-Basisstationen und adaptiven Antennen 
messbar. Messfirmen können sich für die Abnahmemessung somit auf diesen Bericht stützen.

d) Gemäss der Stellungnahme der Abteilung Immissionsschutz des AUE vom 30. März 2020 
beruht eine Baubewilligung für eine Mobilfunk-Basisstation auf den berechneten Angaben im 
Standortdatenblatt (SDB). Für eine Zustimmung müsse an allen Orten mit empfindlicher Nutzung 
(OMEN) der AGW eingehalten sein. Eine Abnahmemessung sei zu diesem Zeitpunkt gar nicht 
möglich. Das Ziel einer Abnahmemessung nach der Inbetriebnahme einer Mobilfunkanlage sei 
die Verifikation der berechneten Immissionsprognose. Diese Messung werde für den 
Netzbetreiber als Auflage in der Baubewilligung festgehalten. Die entsprechenden Arbeiten zur 
Definition einer verbindlichen Messempfehlung für 5G seien am Laufen. Für die anwendbare 
Messmethode verweist die Abteilung Immissionsschutz als kantonale NIS-Fachstelle auf den 
erwähnten Bericht des METAS vom 18. Februar 2020, der seit April 2020 in sämtlichen 
Amtssprachen des Bundes vorliegt.

e) Aus dem Standortdatenblatt (SDB)15 bzw. den Antennendiagrammen geht vorliegend 
hervor, dass die adaptiven Antennen, das heisst die Antennen mit den Laufnummern 7 bis 9, in 
einem Worst-Case-Szenario behandelt wurden.16 Inwiefern die Original-Antennendiagramme der 
Firma D.________ hier beizubringen wären, wie die Beschwerdeführerin in ihren 
Schlussbemerkungen beantragt, ist nicht nachvollziehbar, insbesondere da auch nach 
Auffassung der kantonalen NIS-Fachstelle gemäss ihrem Amtsbericht die 
Beurteilungsgrundlagen korrekt sind.17 Die Strahlung wird wie bei konventionellen Antennen 

12 Vgl. zum Ganzen: Erläuterungen zur Änderung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung 
(NISV) vom 17. April 2019, Ziffer 4.3 f., abrufbar unter: 
<https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/56549.pdf>
13 Abrufbar unter <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html>
14 Abrufbar unter <https://www.metas.ch/metas/de/home/dok/publikationen/medienmitteilungen/2020-02-18.html>
15 Vgl. Vorakten, pag. 166 ff. 
16 Vgl. SDB, S. 34/35, Vorakten, pag. 200/201
17 Vgl. Amtsbericht vom 9. Juli 2019, Vorakten, pag. 147 f.

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-elektrosmog/mobilfunk--vollzugshilfen-zur-nisv.html
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nach dem maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und 
basierend auf Antennendiagrammen beurteilt, die für jede Senderichtung den maximal 
möglichen Antennengewinn berücksichtigen (vgl. Anhang 1 Ziffer 63 1. Halbsatz NISV). Für die 
adaptiven Antennen im Frequenzband 3600 MHz der Beschwerdegegnerin wurde vorliegend 
eine maximale Sendeleistung von 740, 1000 und 1000 Watt (ERP) beantragt. Die fraglichen 
Antennen haben bei eingestellter bzw. bewilligter Sendeleistung die Grenzwerte auch bei 
maximalem Gesprächs- und Datenverkehr einzuhalten. Daraus erhellt, dass im vorliegenden Fall 
der besonderen Abstrahlcharakteristik von adaptiven Antennen bei der Beurteilung der NIS-
Belastung mit anderen Worten nicht Rechnung getragen wurde. Die tatsächliche Strahlung der 
adaptiven Antennen wird damit überschätzt und die Beurteilung ist auf der sicheren Seite.18 
Dieses Vorgehen entspricht den Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft der 
Lufthygiene-Fachleute (Cercl'Air)19 und des BAFU.20 Mit diesem Vorgehen wird die Einhaltung 
der Grenzwerte sichergestellt und es liegt kein Widerspruch zu den Anliegen der 
Umweltschutzgesetzgebung vor.

f) Die Beschwerdeführerin rügt in ihren Schlussbemerkungen, die Sendeleistungen, 
insbesondere diejenigen der 5G-Antennen, seien falsch deklariert. Die Beschwerdegegnerin ist 
gemäss der Baubewilligung verpflichtet, die ausgewiesenen Parameter im Standortdatenblatt, 
namentlich die Sendeleistung und Winkelbereiche der Senderichtung, einzuhalten. Wie aus der 
nachfolgenden Erwägung hervorgeht, ist das QS-System ein taugliches Instrument, um den 
bewilligungs- und NISV-konformen Betrieb der Anlage sicherzustellen. Dies gilt auch dann, 
wenn die Anlage im neuen Mobilfunkstandard 5G betrieben wird. Falls die Beschwerdegegnerin 
die Sendeleistung erhöhen oder die Senderichtung über den bewilligten Winkelbereich hinaus 
verändern will und dies zu einer nennenswerten Erhöhung der elektrischen Feldstärke an den 
OMEN führt, muss die Umweltverträglichkeit der Anlage in einem Baubewilligungsverfahren neu 
geprüft werden. Soweit die Beschwerdeführerin sinngemäss eine spätere unbemerkte Erhöhung 
der Sendeleistung oder Veränderung der Senderichtung der Strahlenkegel über den bewilligten 
Winkelbereich hinaus befürchtet, so bestehen dazu keine Anhaltspunkte. 

g) In ihren Schlussbemerkungen macht die Beschwerdeführerin zudem geltend, dass sich mit 
der angegebenen Sendeleistung von "740 Watt ERP" der Beschwerdegegnerin kein 5G Netz 
betreiben lasse. Eine geringere Sendeleistung hat zwar zur Folge, dass sich der 
Versorgungsradius des Gebiets, d.h. die Funkzelle, verkleinert und es für eine qualitativ gute 
5G-Versorgung mehr Antennenstandorte braucht. Dies bedeutet aber nicht, dass sich der 
Betrieb von 5G in kleineren Funkzellen nicht umsetzen lässt. Hinzu kommt, dass die 5G-
Technologie in allen Mobilfunkfrequenzen einsetzbar ist.21 Schliesslich liegt es in der 
Verantwortung der Beschwerdegegnerin, sich Leistungen bewilligen zu lassen, mit denen sie 
ihre Versorgung betreiben kann.

h) Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz und die Abteilung 
Immissionsschutz des AUE bei der NIS-Beurteilung auf die Parameter im Standortdatenblatt 

18 Vgl. Information des BAFU vom 17. April 2019, Mobilfunk und Strahlung: Aufbau der 5G-Netze in der Schweiz, 
Ziffer 4.2, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen.html>
19 Vgl. die Empfehlung Nr. 33 des Cercl'Air vom 16. April 2018, Beurteilung von Standortdatenblättern für Mobilfunk- 
und WLL-Basisstationen mit neuen Frequenzbändern sowie das Informationsblatt 5G «Zukunft des Mobilfunks: 
Auswirkung auf Behörden» (Stand Juni 2018), beide abrufbar unter: <https://cerclair.ch/empfehlungen>
20 Vgl. Bericht der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung, FAQs zum Thema, Ziffer 12, abrufbar unter: 
< https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-arbeitsgruppe-mobilfunk-und-
strahlung.html >
21 Vgl. Bericht "Mobilfunk und Strahlung" der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung vom 18. November 2019, Ziff. 
3.2.1 abrufbar unter <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-arbeitsgruppe-
mobilfunk-und-strahlung.html>

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-arbeitsgruppe-mobilfunk-und-strahlung.html
https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-arbeitsgruppe-mobilfunk-und-strahlung.html

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stützten. Die Kritik der Beschwerdeführerin ist nicht stichhaltig. Die Beschwerde ist sowohl 
hinsichtlich Abnahmemessung als auch bezüglich der Sendeleistungen unbegründet.

4. QS-System

a) Weiter kritisiert die Beschwerdeführerin sinngemäss, es bestünde kein QS-System, bzw. 
dieses sei nicht auf adaptive Antennen ausgelegt.22 Auch in ihren Schlussbemerkungen greift sie 
diese Rüge erneut auf und bezeichnet das bestehende QS-System als nutzlos.23

b) Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin trifft die Aussage, wonach das QS-System 
mangelhaft sei, auch im Lichte des jüngsten Bundesgerichtsentscheids vom 3. September 2019 
nicht zu. Zudem beträfen die aufgeworfenen Punkte (Messempfehlung/QS-System) nicht die 
Baubewilligung, sondern den Vollzug.24 

c) Die QS-Systeme, die von den Mobilfunkbetreiberinnen gestützt auf das Rundschreiben 
des BAFU vom 16. Januar 200625 eingesetzt werden, vergleichen die effektiv eingestellten 
Sendeleistungen und -richtungen sämtlicher Antennen einer Mobilfunkanlage mit den jeweils 
bewilligten Werten bzw. Winkelbereichen. Die dabei festgestellten Überschreitungen eines 
bewilligten Wertes sind, sofern dies durch Fernsteuerung möglich ist, innerhalb von 24 Stunden 
und andernfalls innerhalb einer Arbeitswoche zu beheben. Die QS-Systeme haben bei 
festgestellten Überschreitungen zudem automatisch Fehlerprotokolle zu erzeugen, die den 
Vollzugsbehörden alle zwei Monate unaufgefordert zuzustellen sind. Die kantonale NIS-
Fachstelle nimmt zusätzlich Stichprobenkontrollen vor. An diesem Überwachungsprinzip der QS-
Systeme ändert sich nichts. Werden adaptive Antennen gleich behandelt wie konventionelle 
Antennen, kann ihr Betrieb in den bestehenden QS-Systemen der Mobilfunkbetreiberinnen 
sowie der Datenbank des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) korrekt abgebildet 
werden.26 Dass die QS-Systeme grundsätzlich funktionieren, wurde vom Bundesgericht zudem 
mehrfach bestätigt.27 Daran ändert auch das von der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde 
erwähnte Urteil des Bundesgerichts 1C_97/2018 vom 3. September 2019 nichts. Darin forderte 
das Bundesgericht das BAFU zwar auf, erneut eine schweizweite Kontrolle des 
ordnungsgemässen Funktionierens der QS-Systeme durchführen zu lassen oder zu 
koordinieren, da im Kanton Schwyz bei einer Überprüfung von 14 Mobilfunkanlagen bei acht 
Anlagen Abweichungen von der Baubewilligung bezüglich der Höhe und Ausrichtung der 
Antennen festgestellt worden sind. Gleichzeitig hielt das Bundesgericht jedoch fest, dass 
aufgrund der im Kanton Schwyz festgestellten Abweichungen nicht auf ein generelles Versagen 
der QS-Systeme geschlossen werden könne. So seien weder das Ausmass der Abweichungen 
noch deren Auswirkungen auf die Strahlenbelastung an OMEN bekannt. Zudem würden 
entsprechende Feststellungen bezüglich anderer Kantone fehlen. Das Bundesgericht hat im 
betreffenden Fall die Baubewilligung für die Mobilfunkanlage denn auch bestätigt.28

d) Da die adaptiven Antennen wie in Erwägung 3 ausgeführt vorliegend wie konventionelle 
Antennen behandelt werden, sind der bewilligungskonforme Betrieb der Anlage und die 
Einhaltung des Anlagegrenzwerts gewährleistet. Konkrete Anhaltspunkte, die auf ein Versagen 

22 Beschwerdeschrift, Bst. a
23 Schlussbemerkungen vom 6. Mai 2020, Bst. E
24 Vgl. Beschwerdeantwort vom 3. April 2020, Rz. 7 und 8
25 Abrufbar unter: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/massnahmen-
elektrosmog/qualitaetssicherung-zur-einhaltung-der-grenzwerte-der-nisv-bei-m.html#-1918671055
26 Vgl. Publikation des BAFU "Informationen zu adaptiven Antennen und 5G (Bewilligung und Messung)" vom 
31. Januar 2020, Ziff. 1c
27 Vgl. statt vieler: BGer 1C_323/2017 vom 15.1.2018, E. 3.3 mit Hinweisen
28 BGer 1C_97/2018 vom 3.9.2019, E. 8.3

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des QS-Systems der Beschwerdegegnerin schliessen lassen, sind nicht ersichtlich und werden 
von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Entgegen den Ausführungen der 
Beschwerdeführerin ist somit von einem bestehenden QS-System auszugehen. Soweit die 
adaptiven Antennen wie konventionelle Antennen behandelt werden, ist das QS-System 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch auf diese anwendbar. Die Beschwerde 
ist daher auch in diesem Punkt unbegründet.

5. Gesundheit

a) Die Beschwerdeführerin rügt, wie sich die neue Technologie auf die Gesundheit von 
Menschen auswirken würde, sei bisher noch nicht untersucht worden. Die geplante Anlage sei 
nicht gesundheitsverträglich.29 In ihren Schlussbemerkungen beruft sich die Beschwerdeführerin 
auf die Informationen der Bundesbehörden, namentlich des UVEK bzw. des BAFU vom 17. April 
2019 und den Bericht "Mobilfunkstrahlung und Gesundheit" (recte: "Mobilfunk und Strahlung") 
vom 18. November 2019.30 

b) Die Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass gemäss dem Bericht "Mobilfunk und 
Strahlung" vom 18. November 2019 und der dort enthaltenen Zusammenfassung keine 
konsistenten Gesundheitsauswirkungen "unterhalb der ICNIRP31-Richtwerte (bzw. der 
Immissionsgrenzwerte der NISV) und mit den heute verwendeten Mobilfunkfrequenzen" 
nachgewiesen worden seien. Bei dieser Ausgangslage sei die Baubewilligung zu bestätigen.32

c) Die Wirkung nichtionisierender Strahlung auf den Menschen hängt von deren Intensität 
und Frequenz ab. Die Vorschriften des USG33 und der NISV gelten für die Strahlung insgesamt 
und unterscheiden nicht zwischen den verschiedenen Technologien von Mobilfunk (2G, 3G, 4G 
und 5G). Bezüglich der Funktechnik und der Strahlung der Antennen ist 5G zudem mit den 
heute verfügbaren 4G-Frequenzen vergleichbar.34 Der Schutz der Gesundheit wird demzufolge 
durch die in der NISV für Mobilfunkanlagen festgelegten Grenzwerte gewährleistet. Diese 
Grenzwerte sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gemäss dem aktuellen 
wissenschaftlichen Kenntnisstand verfassungs- und gesetzeskonform.35 

Die Beschwerdegegnerin plant, die 5G-Antennen im Frequenzband 3600 MHz (Laufnummern 7 
bis 9) einzusetzen. Daneben sollen neue Multibandantennen (Laufnummern 1 bis 6) in den 
Frequenzbändern 700 bis 900 MHz und 1400 bis 2600 MHz betrieben werden.36 Die Anlage 
sendet gemäss den Angaben im Standortdatenblatt (SDB) weder ausschliesslich im 
Frequenzbereich um 900 MHz noch ausschliesslich im Frequenzbereich um 1800 MHz oder in 
höheren Frequenzbereichen. Die strittige Anlage fällt somit unter den Tatbestand "andere 
Anlagen" im Sinne von Anhang 1 Ziffer 64 Bst. c NISV. Für solche Anlagen gilt ein 
Anlagegrenzwert von 5 V/m, wie auch aus dem Standortdatenblatt folgt. Diesen Grenzwert hält 
die geplante Anlage nach der schlüssigen Beurteilung der kantonalen Fachstelle für 
Immissionsschutz an den OMEN ein. Sind die NISV-Grenzwerte eingehalten, ist der hier 

29 Beschwerdeschrift, Bst. b
30 Schlussbemerkungen vom 6. Mai 2020, Bst. G. Vgl. Information des BAFU an die Kantone vom 17. April 2019, 
Ziff. 4.2 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog > Fachinformationen)
31 International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP)
32 Beschwerdeantwort, Rz. 9/10
33 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)
34 Vgl. Bericht Mobilfunk und Strahlung der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung vom 18. November 2019, 
Ziffer 3.2.1, abrufbar unter: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/dossiers/bericht-
arbeitsgruppe-mobilfunk-und-strahlung.html
35 BGer 1C_323/2017 vom 15.1.2018, E. 2.5 mit Hinweis auf BGer 1C_576/2016 vom 27.10.2017, E. 3.5.2
36 Vgl. SDB, Vorakten, pag. 173 ff.

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umstrittene Ersatz der bestehenden Antennenkörper mit den 5G-Antennen im Frequenzband 
3600 MHz zu bewilligen. 

d) Es ist Sache des Bundes, die Forschung über gesundheitliche Auswirkungen 
nichtionisierender Strahlung zu verfolgen, die Ergebnisse zu bewerten und die Öffentlichkeit 
über den Stand der Wissenschaft und der Erfahrung zu informieren. Zur fachlichen 
Unterstützung hat das BAFU im Jahr 2014 die Beratende Expertengruppe NIS (BERENIS) 
einberufen. Diese sichtet die neu publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema und wählt 
diejenigen zur detaillierten Bewertung aus, die aus ihrer Sicht für den Schutz des Menschen von 
Bedeutung sind oder sein könnten. Die Bewertung der Ergebnisse wissenschaftlicher Studien 
dient auch der Früherkennung potenzieller Risiken. Es soll möglichst kein Hinweis auf 
Schädlichkeit, der ein Handeln erfordern würde, übersehen werden. Die Bewertung muss 
Aussagen darüber machen, wie stichhaltig biologische Effekte nachgewiesen sind, ob sie für die 
Gesundheit relevant sind, und wie viele Menschen gegebenenfalls betroffen sind. Das BAFU 
würde dem Bundesrat eine Anpassung der Grenzwerte empfehlen, wenn dies neue gesicherte 
Erkenntnisse aus der Forschung oder aufgrund von Alltagserfahrungen erforderten.37 Die Rüge 
betreffend Gesundheitsgefährdung ist demnach unbegründet.

6. Fehlende Haftung / Haftpflichtversicherung

a) Die Beschwerdeführerin rügt, die Beschwerdegegnerin habe keinen Nachweis einer 
Haftpflichtversicherung für die durch die Strahlenbelastung verursachten Schäden erbracht. Dies 
stehe im Gegensatz zum Obligatorium für alle übrigen Emissionen verursachenden 
Anlagebesitzer, wie zum Beispiel Atomkraftwerke.38

b) Gemäss Art. 59b Bst. a USG kann der Bundesrat den Inhabern bestimmter Betriebe und 
Anlagen vorschreiben, dass sie ihre Haftpflicht durch Versicherung oder in anderer Form 
sicherstellen. Eine solche Verpflichtung ist jedoch für Mobilfunkanlagen nicht eingeführt worden. 
Die kantonalen Baubehörden können daher die Erteilung der Baubewilligung für eine solche 
Anlage mangels gesetzlicher Grundlage nicht vom Nachweis einer Haftpflichtversicherung 
abhängig machen.39 Diese Rüge erweist sich folglich als unbegründet.

7. Stromverbrauch

a) In ihren Schlussbemerkungen macht die Beschwerdeführerin geltend, dass der 
Stromverbrauch durch den Einsatz von 5G-Antennen auf ein Vielfaches (exponentielle Zunahme 
um 20 - 50 %) zunehmen werde.

b) Die erst mit den Schlussbemerkungen eingereichte Rüge erfolgte verspätet. Daher ist 
fraglich, ob darauf einzutreten ist. Selbst wenn darauf einzutreten wäre, ist die entsprechende 
Rüge abzuweisen, da weder die Energiegesetzgebung des Bundes (EnG40 und EnEV41) noch 

37 Vgl. zum Ganzen: Informationen zur BERENIS, abrufbar unter: <https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/
elektrosmog/newsletter/beratende-expertengruppe-nis-berenis.html>
38 Beschwerdeschrift, Bst. c
39 BGer 1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 8.1
40 Energiegesetz vom 30. September 2016 (EnG; SR 730.0)
41 Verordnung vom 1. November 2017 über die Anforderungen an die Energieeffizienz serienmässig hergestellter 
Anlagen, Fahrzeuge und Geräte (Energieeffizienzverordnung, EnEV; SR 730.02)

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jene des Kantons (KEnG42) konkrete Energieeffizienzvorschriften für Mobilfunk-Basisstationen 
enthalten, die vorliegend im konkreten Fall oder generell einzuhalten wären.

8. Sistierung des Verfahrens

a) Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde eventualiter eine Sistierung des 
Baugesuchs. Der Hauptantrag in der Beschwerde lautet auf Abweisung des Baugesuchs. Aus 
den obenstehenden Ausführungen ergibt sich, dass die Beschwerde in der Hauptsache 
unbegründet ist und daher dem Hauptantrag auf Erteilung des Bauabschlags nicht entsprochen 
werden kann. Somit ist die eventualiter beantragte Sistierung zu prüfen.

b) Die instruierende Behörde kann von Amtes wegen oder auf Antrag das Verfahren 
einstellen, wenn dessen Ausgang vom Entscheid eines andern Verfahrens abhängt oder 
wesentlich beeinflusst wird oder wenn im andern Verfahren über die gleiche Rechtsfrage zu 
befinden ist (Art. 38 VRPG43). Die Beschwerdeführerin begründet ihren Sistierungsantrag primär 
mit "offenen Punkten" einerseits hinsichtlich eines "anerkannten und geprüften Messverfahrens" 
und QS-Systems und andererseits betreffend die gesundheitlichen Bedenken gegenüber dem 
5G-Funkdienst und die fehlende Haftungsgrundlage. 

c) Aus den obenstehenden Erwägungen geht hervor, dass die geltend gemachten Gründe 
keinen Einfluss auf die Bewilligungsfähigkeit der geplanten Mobilfunkanlage haben. Die 
Beschwerdegegnerin hat die Beurteilung, ob die Anlage den Anlagegrenzwert an den OMEN 
einhält, nach der Bestimmung für konventionelle Antennen behandelt. Es wird damit nach einer 
Worst-Case-Berechnung geprüft, ob die geplante Anlage inklusive der adaptiven Antennen die 
massgebenden Grenzwerte der NISV einhält. Es besteht daher die Möglichkeit, die 
Sendeleistung adaptiver Antennen zu messen. Auch ist das QS-System ein taugliches 
Instrument, um den bewilligungs- und NISV-konformen Betrieb der Anlage sicherzustellen. Das 
gilt auch dann, wenn die Anlage im neuen Mobilfunkstandard 5G betrieben wird. Auch die 
weiteren Bedenken bezüglich Gesundheit und Haftung stellen keine Gründe für eine Sistierung 
des Verfahrens dar. Der entsprechende Verfahrensantrag ist folglich abzuweisen.

9. Kosten

a) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen, 
soweit darauf eingetreten wird. Auch der Verfahrensantrag auf Sistierung des Verfahrens ist 
abzuweisen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdeführerin. Sie hat die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'800.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV44).

c) Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin zudem die Parteikosten zu ersetzen 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters beträgt Fr. 1'717.25 (Honorar 
Fr. 1'548.–, Auslagen Fr. 46.45 sowie Mehrwertsteuer Fr. 122.80).

42 Kantonales Energiegesetz vom 15. Mai 2011 (KEnG; BSG 741.1) 
43 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
44 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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Die Beschwerdegegnerin ist mehrwertsteuerpflichtig45 und kann somit die von ihrem 
Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer eigenen Mehrwertsteuerabrechnung 
als Vorsteuer abziehen. Ihr fällt daher betreffend Mehrwertsteuer kein Aufwand an und eine 
Abgeltung der Mehrwertsteuer käme einer mit Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG 
unvereinbaren Überentschädigung gleich. Die in der Kostennote des Rechtsvertreters der 
Beschwerdegegnerin aufgeführte Mehrwertsteuer ist daher bei der Bestimmung des 
Parteikostenersatzes nicht zu berücksichtigen.46 Im Übrigen gibt die Kostennote zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdeführerin hat somit der Beschwerdegegnerin die 
Parteikosten von Fr. 1'594.45 (inkl. Auslagen) zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Der Sistierungsantrag der Beschwerdeführerin wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 
Gesamtentscheid der Stadt Thun vom 30. Januar 2020 wird bestätigt.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'800.– werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist. 

4. Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin die Parteikosten im Betrag von 
Fr. 1'594.45 (inkl. Auslagen, exkl. MwSt) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- Frau C.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Stadt Thun, Bauinspektorat, eingeschrieben
- Amt für Umwelt und Energie (AUE), Immissionsschutz, zur Kenntnis / per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

45 Siehe Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar unter: <https://www.uid.admin.ch>
46 BVR 2014 S. 484 E. 6

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.