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**Case Identifier:** a6281300-3c1c-5fa7-9f54-decec91cb888
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 06.03.2024 B 2023/165, B 2023/166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-165--B-2023-1_2024-03-06.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/15

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/165, B 2023/166

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 07.05.2024

Entscheiddatum: 06.03.2024

Entscheid Verwaltungsgericht, 06.03.2024
Steuerrecht, Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, Zeitpunkt der 
Einkommensrealisation, Art. 18 DBG und Art. 31 StG. Die Domizilierung von 
juristischen Personen in der Privatliegenschaft des Steuerpflichtigen und die 
Erbringung von Verwaltungstätigkeiten für diese gegen Entgelt stellt eine 
selbständige Erwerbstätigkeit dar. Indem die juristischen Personen die 
geschuldeten, aber noch nicht bezahlten Domizilgebühren als Kreditoren 
zugunsten des Steuerpflichtigen verbuchten, war der Erwerbsvorgang der 
Forderungen abgeschlossen und diese nach dem Soll-Prinzip im 
steuerrechtlichen Sinn als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit 
realisiert. Eine Uneinbringlichkeit der Forderungen lag im fraglichen 
Steuerjahr (noch) nicht vor (E. 4.3.2). Ein rechtlich geschütztes Interesse an 
der Fortführung einer nicht rechtmässigen Besteuerung (vorliegend einer 
Besteuerung nach der Ist-Methode in den Vorjahren) besteht nicht (E. 4.3.3; 
Verwaltungsgericht, B 2023/165, B 2023/166). Die gegen dieses Urteil 
erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 20. 
Dezember 2024 abgewiesen (Verfahren 9C_218/2024)

 

 

Entscheid vom 6. März 2024

Besetzung

Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiberin Schmid Etter

Verfahrensbeteiligte

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A.__ und B.__,

Beschwerdeführende,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Visar Keraj, Adreno AG, Wiggenweg 3, 

9404 Rorschacherberg,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,

Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern 2014 sowie direkte

Bundesteuer 2014

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

A.__ und B.__ wohnen in Z.__. A.__ war im Jahr 2014 an diversen Aktiengesellschaften 

beteiligt und als (meist einziges) Verwaltungsratsmitglied derselben tätig, darunter die 

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C.__ AG, D.__ AG, E.__ AG, F.__ SA, G.__ AG, H.__ AG, I.__ AG, J.__ AG, K.__ AG, L.__ 

AG und M.__ AG, alle mit Sitz in Z.__. B.__ war einziges Verwaltungsratsmitglied der 

N.__ AG SA mit Sitz in Z.__.

B.

In der Steuererklärung des Jahres 2014 deklarierten A.__ und B.__ nebst den 

Einkünften aus der AHV-Rente, beweglichem Vermögen und Liegenschaften Einkünfte 

aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes von CHF 6'000. Das deklarierte 

steuerbare Einkommen des Ehepaares A.__ und B.__ betrug CHF 39'255, das 

steuerbare Vermögen CHF Null. Das Kantonale Steueramt rechnete A.__ Einkünfte aus 

unselbständigem Erwerb von CHF 4'800 auf, setzte seine Einkünfte aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit unter Hinzurechnung von Domizilgebühren mehrerer bei ihm 

domizilierter Aktiengesellschaften auf CHF 117'080 fest und rechnete geldwerte 

Leistungen mehrerer Gesellschaften von CHF 68'400 auf. A.__ und B.__ wurden für die 

Kantons- und Gemeindesteuern 2014 mit einem satzbestimmenden steuerbaren 

Einkommen von CHF 230'600 und ohne steuerbares Vermögen und für die direkte 

Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 204'000 veranlagt.

C.

Die dagegen von den Steuerpflichtigen erhobenen Einsprachen wurden teilweise 

gutgeheissen. Die Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit wurden auf 

CHF 107'400 und die geldwerten Leistungen auf CHF 23'600 herabgesetzt. Das 

satzbestimmende steuerbare Einkommen für die Kantons- und Gemeindesteuern 2014 

wurde neu auf CHF 175'100, ohne steuerbares Vermögen, und das steuerbare 

Einkommen für die direkte Bundessteuer 2014 auf CHF 167'400 festgesetzt. Die 

dagegen erhobenen Rechtsmittel (Rekurs: Kantons- und Gemeindesteuern; 

Beschwerde: direkte Bundessteuer) wurden von der Verwaltungsrekurskommission des 

Kantons St. Gallen auf Antrag des Kantonalen Steueramtes mit Entscheid vom 3. Juli 

2023 teilweise gutgeheissen, indem die Einkünfte aus unselbständigem Erwerb von 

CHF 4'800 fallengelassen und jene aus selbständigem Erwerb auf CHF 77'040 

reduziert wurden. Die Angelegenheit wurde zu neuer Verfügung im Sinn der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.

D.

Gegen dieses Urteil erhoben A.__ und B.__ (Beschwerdeführende) mit Eingabe vom 14. 

August 2023 beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde mit dem 

Antrag, der angefochtene Entscheid vom 3. Juli 2023 der 

Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) sei aufzuheben und die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei auf die 

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vorgenommenen Aufrechnungen zu verzichten und sie seien gemäss eingereichter 

Steuererklärung zu veranlagen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.      

Mit Schreiben vom 20. September 2023 verzichtete die Vorinstanz auf eine 

Vernehmlassung. Das Kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) verzichtete am 10. 

Oktober 2023 unter Beantragung der Abweisung der Beschwerde auf eine 

Vernehmlassung. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (Beschwerdebeteiligte) 

verzichtete stillschweigend auf eine Stellungnahme. Am 18. Dezember 2023 und 26. 

Januar 2024 reichten die Beschwerdeführenden weitere Stellungnahmen ein. Auf die 

Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung 

der Einkommens- und Vermögensbesteuerung natürlicher Personen vereinheitlicht 

sind, durfte die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 

2014 einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2014 

anderseits im gleichen Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern erledigen. Unter 

diesen Umständen durfte auch der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer 

gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, 

dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet 

(vgl. BGer 2C_440/2014 und 2C_441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).

2.

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 145 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 641.11, DBG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1, Vo DBG). Die 

Beschwerdeführenden sind zur Erhebung der Beschwerden befugt (Art. 196 Abs. 1 StG 

und Art. 50 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern 

der Kantone und Gemeinden, SR 642.14, StHG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit 

Art. 141 Abs. 1 DBG sowie Art. 1 Abs. 1 Vo DBG). Die Beschwerden gegen den am 4. 

April 2023 versandten Entscheid der Vorinstanz wurden mit Eingabe vom 12. Mai 2023 

rechtzeitig erhoben (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 140 

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Abs. 1 DBG) und erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 161 StG und Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 

Abs. 2 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Die Vorinstanz hat kassatorisch 

entschieden und die Sache zur neuen Beurteilung an die Veranlagungsbehörde 

zurückgewiesen. Solche Entscheide sind grundsätzlich als Vor- 

bzw. Zwischenentscheide zu qualifizieren (BGE 145 II 168 E. 2, 144 III 253 E. 1.3), die 

(auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren) nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (SR 173.110, BGG) angefochten werden 

können (vgl. VerwGE B 2018/227 vom 19. August 2019 E. 1.4 und 1.5). Da die 

Rückweisung aber vorliegend einzig noch der (rechnerischen und formellen) 

Umsetzung des durch die Vorinstanz Angeordneten dient und dem Kantonalen 

Steueramt daher keinerlei Entscheidungsspielraum verbleibt, liegt gemäss Praxis des 

Bundesgerichts ein anfechtbarer (Quasi-) Endentscheid vor (BGE 145 III 42 E. 2.1, 144 

V 280 E. 1.2). Auf die Beschwerden ist einzutreten.

3.  

Art. 16 DBG und Art. 29 StG bringen im Bereich der Besteuerung des Einkommens 

natürlicher Personen das Konzept der Reinvermögenszugangstheorie zum Ausdruck. 

Danach unterliegen aufgrund der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 DBG bzw. Art. 29 

Abs. 1 StG und des nicht abschliessenden Positivkatalogs (Art. 17-23 DBG, Art. 30-36 

StG) alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer. 

Vorbehalten bleiben die Kapitalgewinne aus der Veräusserung von Privatvermögen (Art. 

16 Abs. 3 DBG, Art. 29 Abs. 3 StG) und die im Negativkatalog von Art. 24 DBG und Art. 

37 StG abschliessend aufgezählten Fälle (BGE 139 II 363 E. 2.1). Nach Art. 18 Abs. 1 

DBG und Art. 31 Abs. 1 StG sind alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, 

Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder 

anderen selbständigen Erwerbstätigkeit steuerbar. Unter den Begriff der selbständigen 

Erwerbstätigkeit fällt allgemein jede Tätigkeit, bei der ein Unternehmer auf eigenes 

Risiko, unter Einsatz von Arbeit und Kapital, in einer frei gewählten Organisation und 

mit der Absicht der Gewinnerzielung am Wirtschaftsverkehr teilnimmt. Eine solche 

Tätigkeit kann haupt- oder nebenberuflich, dauernd oder temporär ausgeübt werden 

(vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 6 zu 

Art. 18 DBG).

3.1. 

Die Einkommensrealisation ist ein wichtiger Begriff im Steuerrecht. Sie bestimmt den 

Zeitpunkt, in dem ein wirtschaftlicher Vorteil beim Steuerpflichtigen eintritt. Man spricht 

3.2. 

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von Realisation, wenn das Einkommen bzw. der Erlös der steuerpflichtigen Person 

definitiv zugeflossen ist und somit steuerbar wird. Dies ist in jenem Zeitpunkt der Fall, 

in welchem der Steuerpflichtige eine Leistung vereinnahmt oder einen festen 

Rechtsanspruch darauf erworben hat, über welchen er tatsächlich verfügen kann 

("Soll-Methode"; BGer 9C_682/2022 und 9C_683/2022 vom 23. Juni 2023 E. 4.3). 

Voraussetzung der Einkommensrealisation ist demnach laut Bundesgericht ein 

abgeschlossener Rechtserwerb, der Forderungs- oder Eigentumserwerb sein kann 

(BGer 2C_1035/2020 vom 12. November 2021 E. 5.1, 2C_710/2017 vom 29. Oktober 

2018 E. 5.3). Auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Erfüllung des Anspruchs kommt es 

grundsätzlich nicht an (BGE 144 II 427 E. 7.2.1). Auch blosse Gutschriften, die der 

Auszahlung der Leistung vorangehen oder als Alternative zu dieser bestehen, fallen 

unter die echten (und nicht bloss fiktiven) Erträge. Sie gelten als Vermögenszufluss, 

selbst wenn sie begrifflich von keinen Liquiditätsfolgen begleitet sind. Gutschrift und 

Auszahlung stellen nur unterschiedliche Modalitäten des Bezugs dar 

(BGer 2C_886/2020 vom 23. November 2020 E. 3.2.3 mit Hinweisen). Von der "Soll-

Methode" wird in der Steuerpraxis nur abgewichen, soweit die Erfüllung der Forderung 

als unsicher erscheint. Dann wird mit der Besteuerung bis zur Erfüllung zugewartet 

("Ist-Methode"; vgl. BGE 144 II 427 E. 7.2.2; BGer 9C_682/2022 vom 23. Juni 

2023 E. 4.4).

Die handelsrechtskonforme Jahresrechnung bindet neben der Veranlagungsbehörde 

auch die steuerpflichtige Person; diese muss sich darauf behaften lassen (BGE 143 II 

674 E. 4.2). Buchführungspflichtige bzw. freiwillig Buchführende unterliegen der 

strengen Soll-Methode, welche für den Einkommenszufluss grundsätzlich auf den 

Forderungs- oder Eigentumserwerb abstellt. Der nicht buchführungspflichtige 

Selbständigerwerbende kann entweder nach der Ist-Methode oder nach der Soll-

Methode abrechnen. Bei der Ist-Methode sind die Einnahmen im Zeitpunkt des 

Zahlungseingangs der Rechnung gutzuschreiben (Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter, 

a.a.O., N 143 f. zu Art. 18 DBG). Die einmal gewählte Abrechnungsmethode ist 

grundsätzlich beizubehalten. Ein Wechsel der Abrechnungsmethode ist nur zulässig, 

wenn sichergestellt ist, dass keine Einkünfte der Besteuerung entzogen werden 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 150 zu Art. 18 DBG).

Nach Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG (in der im Jahr 2014 

gültigen Fassung nGS 33–116) sind Erträge aus beweglichem Vermögen steuerbar, 

insbesondere Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte 

Vorteile aus Beteiligungen aller Art. Geldwerte Vorteile aus Aktien sind bei der direkten 

Bundessteuer im Umfang von 60 Prozent steuerbar, wenn die Beteiligung mindestens 

3.3. 

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10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft darstellt (Art. 20 Abs. 1  DBG in der im 

Jahr 2014 gültigen Fassung AS 2008 2893). Als geldwerte Vorteile aus Beteiligungen 

gelten alle durch Zahlung, Überweisung, Gutschrift, Verrechnung oder auf andere 

Weise bewirkten in Geld messbaren Leistungen, die der Inhaber gesellschaftlicher 

Beteiligungsrechte unter irgendeinem Titel aufgrund dieser Beteiligung von der 

Gesellschaft erhält und welche keine Rückzahlung der bestehenden Kapitalanteile 

darstellen. Der Grundtatbestand der geldwerten Leistung charakterisiert sich dadurch, 

dass die leistende Kapitalgesellschaft für ihre Leistung keine oder keine gleichwertige 

Gegenleistung erhält, der Beteiligungsinhaber der Kapitalgesellschaft direkt oder 

indirekt (z. B. über eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil 

erlangt, die Kapitalgesellschaft diesen Vorteil einer nicht nahestehenden, also 

fernstehenden Person unter gleichen Bedingungen nicht zugestanden hätte, weshalb 

die Leistung insofern ungewöhnlich ist (Kriterium des Drittvergleichs), und der 

Charakter dieser Leistung für die Organe der Kapitalgesellschaft erkennbar war.     

Was die Gesellschaft betrifft, hat die Veranlagungsbehörde im dortigen Verfahren 

hauptsächlich nachzuweisen, dass eine Leistung erbracht wurde, der keine 

angemessene oder gar keine Gegenleistung gegenübersteht, weshalb sie dem 

Drittvergleich nicht standhält. Ist ein solches Missverhältnis nachgewiesen, begründet 

dies steuerrechtlich die natürliche Vermutung, es liege eine geldwerte Leistung an den 

Beteiligungsinhaber oder eine diesem nahestehende Person vor. Was auf Stufe der 

Gesellschaft als eine verdeckte Gewinnausschüttung behandelt wird, bildet bei den 

Beteiligungsinhabern grundsätzlich einen geldwerten Vorteil gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. c 

DBG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. c StG. Ausgangspunkt bildet damit ein zweidimensionaler 

Sachverhalt, der sich aus der Kapitalgesellschaft und dem Anteilsinhaber 

zusammensetzt. Haben die Steuerbehörden im Rahmen der gewinnsteuerlichen 

Veranlagung der Gesellschaft festgestellt, dass die Gesellschaft eine verdeckte 

Gewinnausschüttung an einen Beteiligungsinhaber vorgenommen hat, so dürfen sie im 

Rahmen der einkommenssteuerlichen Veranlagung des Beteiligungsinhabers vermuten, 

dass diese geldwerte Leistung diesem oder einer ihm nahestehenden Person 

zugeflossen ist und deshalb der Einkommenssteuer untersteht (Zweifel/Hunziker, in: 

Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, DBG, 4. Aufl. 

2022, N 26 zu Art. 130 DBG). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht 

indessen kein eigentlicher Aufrechnungsautomatismus. Die von der Gesellschaft 

vorgenommene verdeckte Gewinnausschüttung begründet zwar ein gewichtiges Indiz, 

das bei der Beurteilung der geldwerten Leistung im Rahmen der Veranlagung des 

Beteiligungsinhabers zu berücksichtigen ist. Der Automatismus scheitert aber daran, 

dass zwar das Dispositiv einer Veranlagung (Steuerfaktoren) von der Rechtskraft 

bis

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4.  

E.__ AG AG                                                    CHF 13'680

F.__ AG                                                           CHF 13'680

G.__ AG                                                          CHF 13'680

H.__ AG                                                          CHF 13'680

erfasst wird, nicht jedoch die Sachverhaltsfeststellungen oder die Erwägungen zur 

Rechtslage. Eine erneute rechtliche Beurteilung auf der Ebene der Gesellschafter ist 

unerlässlich, da es sich bei Gesellschaft und Beteiligungsinhaber – trotz 

gesellschaftsrechtlicher Verbundenheit – um zwei voneinander unabhängige Rechts- 

und Steuersubjekte handelt (BGer 2C_1071/2020 vom 19. Februar 2021 E. 3.2.2). 

Bestand, Qualifikation und Höhe einer Aufrechnung folgen auf Ebene der Gesellschaft 

einerseits und auf jener des Anteilsinhabers andrerseits einer jeweils eigenen Logik. 

Entsprechend genügt der blosse Hinweis, zulasten der Gesellschaft sei es rechtskräftig 

zu einer Aufrechnung gekommen, nicht, sondern es herrscht die übliche 

Beweislastverteilung (Normentheorie). Auszugehen ist in jedem Fall von der Ebene der 

Gesellschaft. Zu verlangen ist, dass die Veranlagungsbehörde nach erfolgter 

Beweiswürdigung und aufgrund objektiver Gesichtspunkte mit "an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit" davon überzeugt ist, dass die Kapitalgesellschaft dem 

Anteilsinhaber eine geldwerte Leistung erbracht hat. Die erforderliche Überzeugung 

kann dabei auf Indizien beruhen und bedingt keinen direkten Beweis (zum Ganzen 

BGer 2C_647/2018 vom 29. November 2018 E. 3.2). In Abweichung von den üblichen 

Regeln über die Beweislast hat dabei ein Anteilsinhaber, der gleichzeitig Organ der 

Gesellschaft ist, Bestand und Höhe einer von der Veranlagungsbehörde auf der 

einkommenssteuerlichen Ebene aufgerechneten geldwerten Leistung detailliert zu 

bestreiten. Denkbar ist, dass er Argumente vorträgt, die erst und nur für die 

Veranlagung des Beteiligungsinhabers von Belang sind. Unterlässt er dies oder 

beschränkt er sich auf pauschale Ausführungen, darf die Veranlagungsbehörde 

grundsätzlich annehmen, die auf Gesellschaftsebene gewinnsteuerrechtlich 

rechtskräftig veranlagte Aufrechnung sei dem Anteilsinhaber gegenüber ebenso 

berechtigt (mitwirkungsorientierte Beweislast; BGer 2C_312/2019 vom 23. April 2019 

E. 2.3.4 f.; 2C_736/2018 vom 15. Februar 2019, E. 2.2.2).

Umstritten ist einerseits, ob der Beschwerdeführer im Jahr 2014 mit Domizilgebühren 

der folgenden Gesellschaften Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielt hat:

4.1. 

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J.__ AG                                                           CHF 13'680

K.__ AG                                                           CHF 13'680

L.__ AG                                                           CHF 14'160

Total                                                                 CHF 96'240

Abzüglich Lohnkosten O.__                         ./. CHF 19'200

Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit  CHF 77'040

4.2.

Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen vor, er sei nie einer 

selbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Ab und zu sei es vorgekommen, dass 

ein früherer Kunde, der noch Geld geschuldet habe, ihm in späteren Jahren privat Geld 

überwiesen habe. Solche Beträge habe er jeweils im Jahr des Eingangs versteuert. So 

seien auch im Jahr 2014 eingegangene Nachzahlungen von früheren Rechnungen mit 

einer runden Summe deklariert worden. Eine selbständige Erwerbstätigkeit sei nicht 

nötig gewesen, da ja genügend Gesellschaften vorhanden gewesen seien. Es sei weiter 

nicht nachvollziehbar, weshalb die "Soll-Methode" zur Anwendung gelange. In den 

Vorjahren sei dies nie so gehandhabt worden. Debitorenguthaben seien bisher nie 

steuerlich erfasst worden. Die Praxisänderung hätte angekündigt werden müssen. Die 

bei den Gesellschaften bilanzierten Aufwendungen und Einnahmen beim 

Beschwerdeführer seien stets mit Unsicherheiten behaftet gewesen. Mangels Liquidität 

der Gesellschaften habe er diese Beträge nie erhalten und werde sie wohl auch nie 

erhalten. Die Bilanzierung angefangener Arbeiten führe nicht automatisch zu 

Einnahmen. Diese seien jeweils erst entschädigt worden, nachdem ein Projekt 

erfolgreich habe abgeschlossen werden können. Diese Projekte seien heute nicht mehr 

aktuell. Auch die Wertschriften von CHF 4'800'000 in der Bilanz der H.__ AG hätten 

keine Aussagekraft. Die L.__ AG sei zu einem symbolischen Verkaufserlös an eine 

Drittperson abgegeben worden, wobei er auf sein Guthaben verzichtet habe. Das 

Vorgehen der Steuerbehörde führe zu einer erheblichen wirtschaftlich sowie rechtlich 

nicht gerechtfertigten Steuerbelastung und letztlich zu einer massiven Überschuldung.

4.3.

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4.3.1.

Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, jenen Gesellschaften, bei denen die eingangs 

erwähnten Domizilgebühren als Aufwand verbucht wurden, die entsprechenden 

Leistungen, die gemäss seinen eigenen Angaben Miet-, Heizkosten, 

Verwaltungsratstätigkeit sowie Buchhaltung etc. umfassten (vgl. act. 1, S. 5), erbracht 

zu haben. Die Domizilierung der Gesellschaften in der im Privateigentum des 

Beschwerdeführers stehenden Liegenschaft und die Erbringung der 

Verwaltungstätigkeiten für die Gesellschaften durch den Beschwerdeführer bzw. seine 

Angestellte stellt zweifellos eine selbständige Erwerbstätigkeit dar. Dazu kann im 

Wesentlichen auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. 

2, E. 4b). Der Beschwerdeführer deklarierte in gewissen Jahren (z.B. 2011 und 2012) 

und insbesondere auch in der Steuererklärung 2014 selber Einkünfte aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit (vi-act. 9/3.1 und 3.35) und er rechnete mit der Ausgleichkasse in den 

Jahren 1997 bis 2020 entsprechend ab (vi-act. 9/3.33). Zudem waren auch in den 

Vorjahren (ausser 2010 und 2011) stets Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit 

besteuert worden (vi-act. 9/3.35). In einer Besprechung vom 16. Mai 2019 mit dem 

Beschwerdegegner teilte der Beschwerdeführer sodann mit, seine Einzelunternehmung 

sei weiter aktiv (vi-act. 9/3.19).

4.3.2.

Zu prüfen bleibt, ob die Einkünfte in der Höhe von CHF 96'240, die den von der 

Vorinstanz als massgeblich betrachteten Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit 

zugrunde liegen, im Jahr 2014 auch tatsächlich realisiert wurden. Die 

Beschwerdeführenden machen geltend, die Gesellschaften seien nicht in der Lage 

gewesen und würden auch nie in der Lage sein, diese Leistungen zu bezahlen. Die 

Vorinstanz führte aus, nach kaufmännischen Grundsätzen und allgemeiner 

Verkehrsauffassung sei der Erwerbsvorgang mit den Gutschriften auf dem Konto 

abgeschlossen gewesen. Der feste Rechtsanspruch auf die Gegenleistung sei mit der 

Erbringung der Domizilleistung und der Rechnungsstellung entstanden. Die 

Uneinbringlichkeit der Forderungen erscheine etwa angesichts der Bilanzierung von 

angefangenen Arbeiten, Aktionärsdarlehen und Debitoren in erheblichem Umfang 

sowie der Darstellung des Beschwerdeführers, dass gute 

Chancen bestünden, mehrere Gesellschaften zu reaktivieren, nicht dargetan.   

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Der Beschwerdeführer führte nicht Buch über seine selbständige Erwerbstätigkeit. 

Auch wenn er aufgrund des geringen Umsatzes nicht buchführungspflichtig war, wäre 

er verpflichtet gewesen, eine Aufstellung über Aktiven und Passiven, Einnahmen und 

Ausgaben sowie Privatentnahmen und Privateinlagen einzureichen, was er trotz 

entsprechender Aufforderung des Beschwerdegegners nicht tat. Fest steht, dass die 

Domizilleistungen von den Gesellschaften als "Aufwand Domizil + Verwaltung" 

erfolgsmindernd verbucht wurden und dem Beschwerdeführer somit geschuldet waren. 

Die Forderungen wurden von den Gesellschaften nicht mittels Zahlung beglichen, 

sondern jeweils auf dem Passivkonto 220101 mit der Bezeichnung "Kreditor …." 

zugunsten des Beschwerdeführers (Zunahme der Schuld der Gesellschaft gegenüber 

dem Beschwerdeführer im entsprechenden Umfang) verbucht. Damit war der 

Erwerbsvorgang der Forderungen abgeschlossen. Die Gesellschaften wurden gemäss 

den eingereichten Jahresrechnungen und somit mit den um die Domizilgebühren 

verminderten Gewinnen veranlagt. Dass der Beschwerdeführer auf die Forderungen 

verzichtet hätte, wird von ihm nicht behauptet und geht aus den Akten nicht hervor. 

Der Beschwerdeführer besass folglich Ende 2014 einen festen Anspruch auf Zahlung 

der von ihm erbrachten Dienstleistungen im Betrag von zusammen CHF 96'240. In 

seiner Steuererklärung deklarierte er im Wertschriftenverzeichnis unter "Debitoren 

Domizilgesellschaften (faktisch uneinbringlich)" ein Guthaben von CHF 720'000 (vi-act. 

9/3.2). Entgegen seinen Ausführungen ist er damit – obschon nicht 

buchführungspflichtig – nach dem "Soll-Prinzip" verfahren.   

Es stellt sich somit noch die Frage, ob die Forderungen bereits damals (Ende 2014) 

uneinbringlich waren. Bei den drei Gesellschaften E.__ AG, H.__ AG und L.__ AG waren 

im Jahr 2014 bei den Aktiven Aktionärsdarlehen zwischen CHF 48'784.65 und 

CHF 140'218.40 bilanziert (vi-act. 9/3.42, 3.45 und 3.46). Die Forderungen des 

Beschwerdeführers für die Domizildienstleistungen der drei Gesellschaften von 

insgesamt CHF 41'520 (2 x CHF 13'680, 1 x CHF 14'160) hätten damit ohne Weiteres 

mit den Aktionärsdarlehen verrechnet und so beglichen werden können, was gegen 

deren Uneinbringlichkeit spricht. Bei den übrigen Firmen waren angefangene Arbeiten 

bzw. Projekte in der Höhe von CHF 238'000 (F.__ AG), CHF 396'117.70 (G.__ AG), 

CHF 190'000 (J.__ AG) und CHF 230'000 (K.__ AG) bilanziert. Bei der G.__ AG, der J.__ 

AG und der K.__ AG nahmen deren Bilanzwerte im Jahr 2014 sogar noch zu. Gemäss 

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eigenen Angaben des Beschwerdeführers wurde damals von einer Liquidation 

abgesehen in der Hoffnung, gewisse Aktiven noch einbringen zu können und/oder 

diese mit einer neuen Geschäftstätigkeit aktivieren zu können (act. 17, S. 5). Dass die 

im Jahr 2014 entstandenen Forderungen von Beginn weg nicht einbringlich waren, trifft 

somit nicht zu. Ferner gab es damals und in den Folgejahren gemäss eigenen Angaben 

des Beschwerdeführers Bemühungen, die Gesellschaften wiederzubeleben oder zu 

verkaufen. Ende 2014 / Anfang 2015 stand somit noch nicht fest, dass die offenen 

Forderungen aus Domizilgebühren definitiv uneinbringlich und somit sofort vollständig 

abzuschreiben waren. Der Beschwerdeführer hat diese Guthaben in seiner 

Steuererklärung denn auch deklariert. Die fraglichen Gesellschaften wurden nicht 

liquidiert, sondern bestanden in den Folgejahren und teilweise bis heute fort, was 

ebenfalls gegen eine bereits damals feststehende Uneinbringlichkeit spricht. Wie es um 

die Einbringlichkeit der Forderungen bzw. Darlehensguthaben zu einem späteren 

Zeitpunkt bzw. heute steht und ob entsprechende, in Bezug auf die selbständige 

Erwerbstätigkeit erfolgswirksame Wertberichtigungen in Folgejahren gerechtfertigt 

sind, ist für die Veranlagung des Jahres 2014 nicht massgebend. Es ist daher auch 

nicht nötig, die Steuererklärungen der streitgegenständlichen Gesellschaften der 

Folgejahre bis heute sowie Unterlagen zu offenen Steuerschulden derselben 

einzuholen. Auf die Anordnung entsprechender Beweismassnahmen ist in antizipierter 

Beweiswürdigung zu verzichten.

4.3.3.

Soweit aus den Akten ersichtlich, scheint die Darstellung des Beschwerdeführers 

zuzutreffen, dass er die Domizilgebühren vor dem Jahr 2014 entsprechend dem Ist-

Prinzip nicht als Einkünfte versteuert hatte. In den Jahren 2010 und 2011 wurden keine 

Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit besteuert, in den Jahren 2012 und 2013 je 

CHF 6'000 wie deklariert (vi-act. 8 und 9/3.35). Aus dem Vorjahresvergleich in den 

Erfolgsrechnungen geht hervor, dass die fraglichen Gesellschaften im Jahr 2013 

dieselben Domizilgebühren gewinnmindernd als Aufwand verbuchten (vi-act. 9/3.40 – 

3.46). Eine Besteuerung beim Beschwerdeführer erfolgte indessen nicht, was darauf 

hindeutet, dass er nach der Ist-Methode verfuhr und dies vom Beschwerdegegner 

akzeptiert wurde.           

Auch wenn die Vorinstanz in früheren Steuerperioden die Domizilgebühren (zu Unrecht) 

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nicht als steuerbare Einkünfte beim Beschwerdeführer erfasst haben mag, besteht kein 

rechtlich geschütztes Interesse auf Fortführung einer nicht rechtmässigen Besteuerung. 

Eine solche unrechtmässige Besteuerung kann auch keine Vertrauensgrundlage bilden. 

Es ist zudem nicht ersichtlich, inwiefern die steuerliche Planungssicherheit mit der 

Besteuerung der Einkünfte im Jahr 2014 beeinträchtigt sein soll. Der jährlich für die 

Buchhaltung, Steuererklärungen, diverse Deklarationen, Auskünfte und Informationen 

angefallene Aufwand bei den Gesellschaften war gemäss eigenen Angaben des 

Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Verfahren erforderlich und entstand somit 

unabhängig von einer allfälligen Steuerbarkeit der Leistungen beim Beauftragten. Auf 

der anderen Seite war der Beschwerdeführer offenbar trotz angespannter finanzieller 

Lage der Gesellschaften nicht bereit, diese Leistungen kostenlos zu erbringen. Letztlich 

ändert auch eine aufgrund der Steuerbelastung angeblich drohende Überschuldung 

der Beschwerdeführenden nichts an der Steuerbarkeit der Einkünfte. Eine solche wäre 

allenfalls im Rahmen eines Verfahrens betreffend Steuererlass zu berücksichtigen.

4.4.

In Übereinstimmung mit der Vorinstanz steht somit fest, dass der Beschwerdeführer im 

Jahr 2014 Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit von den sieben eingangs 

genannten Gesellschaften in der Höhe von CHF 96'240 erzielte. Abzüglich des Gehalts 

für die Angestellte C. Jetzer in der Höhe von 19'200 resultieren steuerbare Einkünfte 

von CHF 77'040.

5.

5.1.

Umstritten ist andrerseits, ob der Beschwerdeführer im Jahr 2014 in den Genuss 

folgender geldwerter Leistungen gekommen ist:

D.__ AG                 Gehälter oder Honorare                                  CHF   4'800

C.__ AG                 Honorare und Dienstleistungen                       CHF   6'000

                              übersetzter Mietaufwand Betriebsräume         CHF   4'200

I.__ AG                  Honorar/Dienstleistungen                                CHF   2'000

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                              übersetzter Mietaufwand Betriebsräum           CHF   4'200

M.__ AG                Honorar und Dienstleistungen                         CHF   2'400

Total                                                                                               CHF 23'600

5.2.

Die Beschwerdeführenden beantragen in der Beschwerde das Fallenlassen der 

Aufrechnung dieser geldwerten Leistungen, begründen jedoch den Antrag nur 

pauschal mit dem Hinweis, dass der Beschwerdeführer diese Leistungen nicht 

bezogen habe. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, stützen sich die Aufrechnungen 

auf rechtskräftige Veranlagungen der beteiligten juristischen Personen (vgl. vi-act. 24), 

deren Anteilsinhaber der Beschwerdeführer im Jahr 2014 war. Die fraglichen Aufwände 

wurden bei den juristischen Personen ohne Beleg verbucht, was nicht zulässig ist. 

Aufgrund des zweidimensionalen Sachverhalts besteht die natürliche Vermutung, dass 

dem Beschwerdeführer diese Leistungen auch zugeflossen sind (vgl. vorstehend unter 

E. 3.3). Es wäre daher an ihm gewesen, die Aufrechnungen detailliert und unter Vorlage 

entsprechender Beweismittel zu bestreiten, was er weder im vorinstanzlichen Verfahren 

noch in diesem tat. Der Gegenbeweis wurde somit nicht erbracht, weshalb die 

Aufrechnungen diverser geldwerter Leistungen in der Höhe von CHF 23'600 zum 

Einkommen des Beschwerdeführers zu bestätigen sind. Für die direkte Bundessteuer 

hat die Vorinstanz die aufzurechnenden geldwerten Leistungen zu Recht auf 

CHF 14'160 festgelegt (60% von CHF 23'600). Weitere Abweichungen bestehen bei 

der direkten Bundessteuer nicht.

6.

Die Beschwerden sind nach dem Gesagten unter Bestätigung des vorinstanzlichen 

Entscheids vom 3. Juli 2023 abzuweisen. Diesem Verfahrensausgang entsprechend 

sind die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren den Beschwerdeführenden 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 2'500 (B 2023/165: CHF 2'000; B 2023/166: CHF 500) 

erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12; Art. 

145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG). Die geleisteten Kostenvorschüsse in 

gleicher Höhe sind anzurechnen.   

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/15

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Bei diesem Verfahrensausgang besteht zufolge Unterliegens kein Anspruch der 

Beschwerdeführenden auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerdeverfahren B 2023/165 und B 2023/166 werden vereinigt.

2.

Die Beschwerde B 2023/165 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2014 wird 

abgewiesen.

3.

Die Beschwerde B 2023/166 betreffend direkte Bundessteuer 2014 wird abgewiesen.

4.

Die Beschwerdeführenden bezahlen die amtlichen Kosten von CHF 2'500 (B 2023/165: 

CHF 2'000; B 2023/166: CHF 500). Sie sind durch die von ihnen in der gleichen Höhe 

geleisteten Kostenvorschüsse gedeckt.

5.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 06.03.2024
	Steuerrecht, Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, Zeitpunkt der Einkommensrealisation, Art. 18 DBG und Art. 31 StG. Die Domizilierung von juristischen Personen in der Privatliegenschaft des Steuerpflichtigen und die Erbringung von Verwaltungstätigkeiten für diese gegen Entgelt stellt eine selbständige Erwerbstätigkeit dar. Indem die juristischen Personen die geschuldeten, aber noch nicht bezahlten Domizilgebühren als Kreditoren zugunsten des Steuerpflichtigen verbuchten, war der Erwerbsvorgang der Forderungen abgeschlossen und diese nach dem Soll-Prinzip im steuerrechtlichen Sinn als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit realisiert. Eine Uneinbringlichkeit der Forderungen lag im fraglichen Steuerjahr (noch) nicht vor (E. 4.3.2). Ein rechtlich geschütztes Interesse an der Fortführung einer nicht rechtmässigen Besteuerung (vorliegend einer Besteuerung nach der Ist-Methode in den Vorjahren) besteht nicht (E. 4.3.3; Verwaltungsgericht, B 2023/165, B 2023/166). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 20. Dezember 2024 abgewiesen (Verfahren 9C_218/2024)

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