# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36e5a1ce-0d77-52a0-b093-b8f4eafbbe4e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.06.2018 810 18 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-15_2018-06-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Juni 2018 (810 18 15)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Steuern und Kausalabgaben 

 

 

Staatssteuer 2016 / Fahrkostenabzug 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Helena Hess, Gerichts-
schreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch suro GmbH  
 
 

 gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Steuergericht), Beschwerdegegner 
 
Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegeg-
nerin 
 

  
  
Betreff Staatssteuer 2016  

(Entscheid der Abteilung Steuergericht vom 17. November 2017) 
 

 

 

 

A. A.____ und B.____ haben ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in C.____, wo sie am 
X.____ weg 19 wohnen. Am 20. Februar 2017 reichten sie ihre Steuererklärung für das Jahr 

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2016 ein. Die Veranlagung 2016 beruht auf einem Einkommen aus unselbständiger Erwerbstä-
tigkeit für den Ehemann von Fr. 149'761.-- und für die Ehefrau von Fr. 31'934.--. In ihrer Steuer-
erklärung machten sie betreffend die Ehefrau einen Fahrkostenabzug für das private Motorfahr-
zeug in der Höhe von Fr. 3'116.-- und betreffend den Ehemann einen Abzug für das U-Abo 
(Fr. 912.--) sowie für das Fahrrad (Fr. 700.--) in der Höhe von Fr. 1'612.-- geltend. B.____ ist 
unselbständig erwerbend in einem Pensum von 30 % und legt den Berufsweg an den Arbeits-
platz in D.____ gemäss ihren eigenen Angaben mit dem Privatfahrzeug zurück. 
 
B. Mit Veranlagungsverfügungen vom 24. April 2017 betreffend die Staatssteuer (und die 
direkte Bundessteuer) 2016 wurden zum einen die von B.____ deklarierten Fahrkosten in der 
Höhe von Fr. 3'116.-- auf Fr. 912.-- reduziert mit der Begründung, es sei zumutbar, die öffentli-
chen Verkehrsmittel nach D.____ zu benützen, da der Zeitaufwand weniger als 2 ½ Stunden 
betrage. Zum andern wurden die von A.____ deklarierten Kosten für das Fahrrad in der Höhe 
von Fr. 700.-- gestrichen mit der Begründung, die Entfernung zur Bushaltestelle betrage weni-
ger als 1.5 Kilometer, weshalb die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zumutbar sei. 
 
C. Gegen die Veranlagungsverfügungen erhoben A.____ und B.____ mit Eingabe vom 
18. April 2017 Einsprache bei der Steuerverwaltung. 
 
D. Mit Einsprache-Entscheid vom 6. Juli 2017 betreffend Staatssteuer (und die direkte 
Bundessteuer) wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab. 
 
E. Die mit Eingaben vom 7. und 16. August 2017 dagegen erhobenen Rechtsmittel hiess 
das Steuer- und Enteignungsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Steuergericht (Steuergericht), 
mit Entscheid vom 17. November 2017 teilweise gut. In Bezug auf die Fahrradpauschale von 
A.____ wies das Steuergericht die Steuerverwaltung an, den Fahrkostenabzug in der Höhe von 
Fr. 700.-- neben den Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel (U-Abo) zum Abzug zuzulassen. 
Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen. 
 
F. Gegen den Entscheid des Steuergerichts vom 17. November 2017 erhoben A.____ 
und B.____, vertreten durch die suro GmbH, mit Eingabe vom 13. Januar 2018 Beschwerde 
beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit den 
Rechtsbegehren: Es sei der Abzug für die Fahrkosten von B.____ in der Höhe von Fr. 3'116.-- 
zuzulassen; es seien die Verfahrenskosten für das vorinstanzliche Verfahren sowie für das vor-
liegende Beschwerdeverfahren zurückzuerstatten und ihnen eine Parteientschädigung für beide 
Verfahren zuzusprechen.  
 
G. Mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2018 schliesst das Steuergericht unter Verweis 
auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid auf Abweisung der Beschwerde. 
 
H. Mit Stellungnahme vom 12. Februar 2018 beantragt die Steuerverwaltung die Abwei-
sung der Beschwerde.  

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I. Mit Verfügung vom 14. März 2018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-
wiesen und angeordnet, dass die Beschwerdeverfahren Nr. 810 18 15 und Nr. 810 18 16 (be-
treffend die direkte Bundessteuer) zusammen behandelt werden. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1  Gemäss § 131 Abs. 1 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (StG) vom 
7. Februar 1974 können Entscheide des Steuergerichts mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
beim Kantonsgericht als letzter kantonaler Instanz angefochten werden. Da sämtliche formellen 
Voraussetzungen gemäss § 131 StG und den §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, ist auf die vorlie-
gende Beschwerde einzutreten. 
 
1.2 Mit der Beschwerde in Steuersachen können alle Mängel des angefochtenen Ent-
scheids und des vorangegangenen Verfahrens gerügt werden (§ 45 Abs. 2 VPO). 
 
2. Streitgegenstand bildet vorliegend einzig die Frage, ob in der umstrittenen Steuerperi-
ode 2016 die Kosten für die Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte von B.____ für das pri-
vate Motorfahrzeug im Umfang von Fr. 3'116.-- zugelassen werden können. Massgebend für 
die Beurteilung sind die in der genannten Periode geltenden materiellen steuerrechtlichen Be-
stimmungen des StG sowie der Verordnung zum Steuergesetz (VO StG) vom 13. Dezem-
ber 2005 (Fassung in Kraft bis 31. Dezember 2017). 
 
3.1 Die Beschwerdeführenden sind der Auffassung, dass die Bestimmung von § 3 Abs. 1 
lit. a Ziff. 3 VO StG, wonach die Auslagen für ein Privatfahrzeug namentlich bei einem täglichen 
Zeitaufwand von mehr als 2 ½ Stunden als Erwerbsunkosten abgezogen werden könnten, 
überholt sei. Mit einer derart weitgehenden Einschränkung der Gewinnungskosten verunmögli-
che der Verordnungsgeber die vom Gesetzgeber grundsätzlich vorgesehene Abzugsmöglich-
keit für die Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, und somit überschreite die 
Verordnungsbestimmung die in § 29 Abs. 1 StG eingeräumten Befugnisse und sei nicht mit 
Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern des Bundes 
und der Kantone (StHG) vom 14. Dezember 1990 vereinbar. Konkret machen sie geltend, dass 
der Arbeitsweg der Ehefrau von C.____ nach D.____ mit den öffentlichen Verkehrsmitteln – im 
Gegensatz zur Benützung des Privatfahrzeugs – ein zeitlich anspruchsvolles Vorhaben darstel-
le. Sie sei insbesondere aufgrund der regelmässig am Abend stattfindenden Sitzungen und De-
legiertenversammlungen sowie der Revision auf die Benützung des Privatfahrzeugs angewie-
sen.  
 
3.2 Die Beschwerdegegner stellen sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass die Zu-
rückhaltung der Steuerbehörden bei der Gewährung der Fahrkostenabzüge vor allem auf der 
Überlegung beruhe, dass der Verzicht auf die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel in der 
Regel nicht auf eine arbeitsbedingte Notwendigkeit zurückzuführen sei, sondern überwiegend 
dazu diene, die private Lebenshaltung bequemer und die Freizeit sinnvoller zu gestalten. Aus 

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diesem Grund hätten die Autokosten in den überwiegenden Fällen den Charakter von Lebens-
haltungskosten, für die ein Steuerabzug nicht gerechtfertigt sei. Bei der umstrittenen Regelung 
von § 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 VO StG handle es sich um eine gesetzesvertretende Verordnungsbe-
stimmung, welche die Mehrkosten auftragsgemäss substantiiere und die Abzugshöhe festlege. 
Damit überschreite die Verordnungsbestimmung weder die in § 29 Abs. 1 lit. a Satz 2 StG ein-
geräumte Regelungsbefugnis noch missachte sie die vom Bundesgesetzgeber in harmonisie-
rungsrechtlicher Hinsicht gemachte Vorgabe, wonach die zur Erzielung eines Erwerbseinkom-
mens notwendigen Aufwendungen von den steuerbaren Einkünften abgerechnet werden könne. 
In Bezug auf die Auslegung des Begriffs der Unzumutbarkeit seien die Kantone autonom. Ein 
täglicher Reiseaufwand von mehr als 2 ½ Stunden stelle ein sinnvolles und geeignetes Abgren-
zungskriterium zwischen abzugsfähigen notwendigen Ausgaben und einer steuerlich nicht zu 
berücksichtigenden bequemeren Gestaltung der privaten Lebenshaltung dar. Bei der Praxis des 
Kantons Basel-Landschaft handle es sich um eine objektive, klare Regelung, welche sich an 
einer leicht festzustellenden Fahrzeit orientiere und dadurch Gewähr dafür biete, dass alle 
Steuerpflichtigen gleich behandelt würden. Der Zeitaufwand vom Wohn- zum Arbeitsort und 
zurück betrage vorliegend maximal 2 Stunden und 5 Minuten und folglich sei die Benützung des 
Privatautos zur Erzielung des Erwerbseinkommens nicht unbedingt erforderlich, sondern diene 
der effizienten Gestaltung des Privatlebens.  
 
4.1 Art. 9 Abs. 1 StHG regelt abschliessend die zulässigen Abzüge vom Einkommen, und 
die Kantone sind verpflichtet, diese Abzüge ohne Abweichung oder Einschränkung auf kantona-
ler Ebene zu übernehmen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_343/2011 vom 25. Oktober 2011 
E. 2.1; 2A.224/2004 vom 26. Oktober 2004 E. 6.1; MATTHIAS SCHWEIGHAUSER in: Nefzger/
Simonek/Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 
2004, N 3 zu § 29 StG, mit Hinweisen). Dies gilt namentlich für die zur Erzielung der Einkünfte 
notwendigen Aufwendungen, die nach Art. 9 Abs. 1 StHG generell abziehbar sind. Was unter 
notwendigen Aufwendungen zu verstehen ist, ist durch Auslegung zu ermitteln. Namentlich un-
ter dem Aspekt der Harmonisierung hat die Auslegung des kantonalen Rechts im Sinn des 
Bundesgesetzes zu erfolgen (Urteile des Bundesgerichts 2C_343/2011 vom 25. Oktober 2011 
E. 2.1; 2A.224/2004 vom 26. Oktober 2004 E. 6.1; Botschaft vom 25. Mai 1983 zu den Bundes-
gesetzen über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden sowie 
über die direkte Bundessteuer, Bundesblatt [BBl] 1983 III S. 1 ff., S. 93). Das Bundesgericht 
verlangt nicht, dass der Pflichtige das Erwerbseinkommen ohne die streitige Auslage überhaupt 
nicht hätte erzielen können. Als Gewinnungskosten gelten vielmehr jene Aufwendungen, die für 
die Erzielung des Einkommens nützlich sind und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des 
Üblichen liegen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_745/2017 vom 21. September 2017 
E. 2.2.2 f.; 2P.254/2002 vom 12. Mai 2003 E. 3.2; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 29. Juli 2009 [810 09 67] E. 3; SCHWEIGHAUSER, 
a.a.O., N 4 zu § 29 StG; MARKUS REICH/JULIA VON AH/STEPHANIE A. BRAWAND, in: Zweifel/
Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmo-
nisierung der direkten Steuern und der Kantone und Gemeinden, 3. Auflage, Basel 2017, N 8 ff. 
zu Art. 9 StHG). Den Gewinnungskosten in diesem Sinne entsprechen grundsätzlich die Be-
rufskosten im Sinne von Art. 26 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) vom 
14. Dezember 1990.  

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4.2 Die abzugsfähigen Gewinnungskosten sind in erster Linie von den nicht abzugsfähigen 
Kosten der Lebenshaltung abzugrenzen. Lebenshaltungskosten sind alle jene Ausgaben, wel-
che nicht ausschliesslich zum Zweck der Einkommenserzielung getätigt werden. Sie dienen der 
Befriedigung der allgemeinen Lebensbedürfnisse des Menschen (Essen, Wohnen, Kleidung, 
Bildung, Erholung usw.) und bilden bei den meisten Personen den Anlass zur Einkommenser-
zielung. Sie entstehen somit nicht deshalb, weil eine Person Einkommen erzielt; vielmehr erzielt 
die Person Einkommen, weil sie finanzielle Mittel benötigt, um ihre allgemeinen Lebensbedürf-
nisse zu befriedigen. Die Lebenshaltungskosten stellen daher Einkommensverwertung dar. 
Wenn auch die Befriedigung der elementaren Bedürfnisse (Essen, Wohnen, Kleidung) eine un-
erlässliche Voraussetzung einer Erwerbstätigkeit ist, so handelt es sich bei den betreffenden 
Ausgaben dennoch nicht um Gewinnungskosten für das Erwerbseinkommen, weil diese Aus-
gaben nicht speziell nur zum Zwecke der Einkommenserzielung aufgewendet werden. Die Ab-
grenzung zwischen Gewinnungskosten und Lebenshaltungskosten kann in einzelnen Fällen 
Schwierigkeiten bereiten. Dabei ist zu beachten, dass Gewinnungskosten nur jene Aufwendun-
gen sind, welche eindeutig durch die Einkommenserzielung bedingt und ziffernmässig feststell-
bar sind. Alle anderen Auslagen sind Lebenshaltungskosten: im Zweifel gehören dazu auch 
solche, die einen gewissen Zusammenhang mit der Einkommenserzielung aufweisen, jedoch 
ziffernmässig nicht eindeutig von den Lebenshaltungskosten abgegrenzt werden können 
(vgl. ERNST HÖHN/ROBERT WALDBURGER, Steuerrecht, Band I, Bern, 2001, N 113 f. zu § 14).  
 
4.3 Die Kantone können – in Ergänzung zum Grundsatz von Art. 9 Abs. 1 StHG – eine 
Art. 26 DBG entsprechende Bestimmung mit der Aufzählung verschiedener Gewinnungskosten 
in ihre Steuergesetze aufnehmen (vgl. Archiv für schweizerisches Abgaberecht [ASA] 75, 
S. 253 ff., S. 257). Demnach gelten als Gewinnungskosten diejenigen Auslagen, deren Vermei-
dung dem Steuerpflichtigen nicht zumutbar ist und die wesentlich durch die Erzielung von Ein-
kommen verursacht bzw. veranlasst sind (sog. kausaler Gewinnungskostenbegriff; vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 2C_343/2011 vom 25. Oktober 2011 E. 2; ASA 75, S. 253 ff.). Der Wortlaut 
der kantonalen Bestimmung von § 29 Abs. 1 lit. a StG stimmt praktisch wörtlich mit der bundes-
rechtlichen Regelung von Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG überein. Danach können von den Einkünften 
aus unselbständiger Erwerbstätigkeit unter anderem die Kosten für Fahrten zwischen Wohn- 
und Arbeitsstätte als Gewinnungskosten abgezogen werden (sogenannte Fahrkosten; vgl. auch 
SCHWEIGHAUSER, a.a.O., N 8 zu § 29 StG; ASA 75, S. 253 ff., S. 257 mit Hinweisen), wobei der 
Umfang dieser Erwerbsunkosten sowohl im Recht der direkten Bundessteuer ist auch im basel-
landschaftlichen Steuerrecht in der entsprechenden Verordnung geregelt ist.  
 
4.4 Gemäss § 3 Abs. 1 lit. a VO StG können die unselbständig Erwerbenden für die Fahrt 
zwischen Wohn- und Arbeitsstätte als Erwerbsunkosten bei Benützung eines öffentlichen Ver-
kehrsmittels (Bahn, Tram, Autobus usw.) die tatsächlichen Kosten (Ziff. 1), bei Benützung eines 
Fahrrades, eines Motorfahrrades oder eines Motorrades mit gelbem Kontrollschild – vorbehält-
lich des Nachweises höherer Kosten – bis zu Fr. 700.-- pro Jahr (Ziff. 2) oder bei Benützung 
eines Motorrades oder eines Privatautos die Auslagen, die bei Benützung eines öffentlichen 
Verkehrsmittels entstehen würden, abziehen. Steht kein solches zur Verfügung oder kann des-
sen Benützung dem Steuerpflichtigen nicht zugemutet werden (z.B. bei Gebrechlichkeit, bei 
mehr als 1.5 km Entfernung von der nächsten Haltestelle, bei einem täglichen Zeitaufwand von 

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mehr als 2 ½ Stunden), so ist pro Fahrkilometer ein Abzug bis zu Fr. 0.40 für Motorräder mit 
weissem Kontrollschild und bis zu Fr. 0.70 für Autos zulässig. Der Nachweis höherer Kosten 
bleibt vorbehalten (Ziff. 3). Nach Art. 5 Abs. 1 der Verordnung des Eidgenössischen Finanzde-
partements (EFD) über den Abzug von Berufskosten der unselbständigen Erwerbstätigkeit bei 
der direkten Bundessteuer (Berufskostenverordnung; BKV) vom 10. Februar 1993 können als 
notwendige Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte bei Benützung der öffentli-
chen Verkehrsmittel die tatsächlich entstehenden Auslagen abgezogen werden. Nach dessen 
Abs. 2 sind bei Benützung privater Fahrzeuge als notwendige Kosten die Auslagen abziehbar, 
die bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel anfallen würden. Steht kein öffentliches Ver-
kehrsmittel zur Verfügung oder ist dessen Benützung objektiv nicht zumutbar, so können die 
Pauschalen von Art. 3 BKV als Kosten des privaten Fahrzeugs abgezogen werden (Art. 5 
Abs. 3 der BKV). Die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels ist nach der Rechtspre-
chung insbesondere dann nicht zumutbar, wenn der Steuerpflichtige gebrechlich oder kränklich 
ist, die nächste Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels weit von der Wohn- oder Arbeits-
stätte entfernt ist, Arbeitsbeginn und Arbeitsschluss zu nicht fahrplanmässigen Zeiten erfolgen 
oder die steuerpflichtige Person für ihre Berufsausübung auf ein Motorfahrzeug angewiesen ist 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.254/2002 vom 12. Mai 2003 E. 3.3). Die Kosten für die Be-
nützung privater Fahrzeuge sind also nur dann berufsnotwendig, wenn es der steuerpflichtigen 
Person nicht zumutbar ist, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benützen (vgl. Entscheid des 
Steuergerichts vom 19. Mai 2017 [B 22.3 Nr. 118] E. 4.d). Die kantonalrechtliche Bestimmung 
stimmt fast wörtlich mit der bundesrechtlichen Regelung überein, wobei der kantonale Gesetz-
geber die Unzumutbarkeit mit einer beispielhaften Aufzählung weiter präzisiert hat.  
 
5.1 Zu prüfen ist zunächst, ob der Regierungsrat mit dem Erlass dieser Verordnungsbe-
stimmung seine ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Kompetenzen überschritten hat. Gemäss 
Art. 127 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 
18. April 1999 ist die Ausgestaltung der Steuern, namentlich der Kreis der Steuerpflichtigen, der 
Gegenstand der Steuer und deren Bemessung in den Grundzügen im Gesetz selbst zu regeln. 
Das Erfordernis der Gesetzesform erfüllen vorab die einem obligatorischen oder fakultativen 
Referendum unterworfenen kantonalen Erlasse. Delegiert der Gesetzgeber die Kompetenz zur 
Festlegung der Steuer an den Verordnungsgeber, so hat er zumindest den Kreis der Abgabe-
pflichtigen, den Gegenstand sowie die Bemessungsgrundlagen der Abgabe selber festzulegen 
(vgl. KGE VV vom 29. Juli 2009 [810 09 67] E. 4.2; KLAUS A. VALLENDER/RENÉ WIEDERKEHR in: 
Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2014, N 5 ff. 
zu Art. 127 BV; vgl. zu den Voraussetzungen der Zulässigkeit der Gesetzesdelegation an die 
Exekutive auch ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungs-
recht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016, N 368 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Mit dem Beschwerdegegner kann festgehalten werden, dass es sich bei § 3 Abs. 1 
lit. a Ziff. 3 VO StG um eine gesetzesvertretende Verordnung handelt (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/
UHLMANN, a.a.O, N 96 f.), welche eine den vorstehenden Anforderungen genügende Kompe-
tenzdelegation voraussetzt. Diesbezüglich kann vorab festgehalten werden, dass die kantonale 
Verfassung dem Erlass der fraglichen Bestimmung nicht entgegensteht (vgl. § 135 der Verfas-
sung des Kantons Basel-Landschaft [KV] vom 17. Mai 1984) und die entsprechende Delega-

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tionsnorm im Steuergesetz, mithin in einem Gesetz im formellen Sinn, enthalten ist. In § 29 
Abs. 1 lit. a StG werden zudem der Kreis der Abgabepflichtigen (die unselbständig erwerbstäti-
gen Steuerpflichtigen), der Gegenstand der Abgabe (das steuerbare Einkommen) sowie die 
Bemessungsgrundlage (das um die Erwerbsunkosten reduzierte steuerbare Einkommen) sta-
tuiert (vgl. zum Ganzen KGE VV vom 18. Juli 2007 [810 07 104], publiziert in: Basellandschaftli-
che Steuerpraxis [BlStPr], Band XVIII, S. 609 ff. E. 4 ff.; KGE VV vom 29. Juli 2009 [810 09 67] 
E. 4.2). In Satz 2 der genannten Bestimmung wird der Regierungsrat schliesslich beauftragt, 
den Umfang dieser Erwerbsunkosten näher zu regeln. 
 
5.3 Der Verordnungsgeber präzisiert die Abzugsfähigkeit der Erwerbsunkosten für Fahrten 
zwischen Wohn- und Arbeitsstätte insoweit, als er grundsätzlich bestimmt, dass bei Benützung 
privater Fahrzeuge als notwendige Kosten die Auslagen abziehbar sind, welche bei der Benüt-
zung der öffentlichen Verkehrsmittel anfallen würden. Des Weiteren legt er fest, dass die Kos-
ten des privaten Fahrzeugs gemäss den durch das EFD festgelegten Pauschalen abgezogen 
werden können, sofern kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht oder dessen Benüt-
zung objektiv nicht zumutbar ist. Das massgebende Kriterium für die Feststellung, ob die Be-
nützung des öffentlichen Verkehrsmittels zumutbar ist, ist die Fahrtdauer (vgl. SCHWEIGHAUSER, 
a.a.O., N 12 zu § 29 StG). Damit hat der Verordnungsgeber die Kosten für Fahrten zwischen 
Wohn- und Arbeitsstätte auftragsgemäss substantiiert und die Abzugshöhe festgelegt. Die im 
Gesetz vorgesehenen Vorgaben betreffend den Kreis der Steuerpflichtigen, den Gegenstand 
der Steuer und deren Bemessung verändert der Verordnungsgeber dadurch nicht. Demzufolge 
überschreitet er die ihm mit § 29 Abs. 1 lit. a StG eingeräumte Regelungsbefugnis nicht, und er 
respektiert auch die vom Bundesgesetzgeber in harmonisierungsrechtlicher Hinsicht gemachte 
Vorgabe, wonach die Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte zum Abzug zuge-
lassen werden müssen (vgl. E. 4.1 hiervor). Demzufolge stützt sich die streitgegenständliche 
Verordnungsbestimmung auf eine ausreichende gesetzliche Grundlage und stimmt mit den 
harmonisierungsrechtlichen Vorgaben überein. Zu prüfen bleibt, ob die Rechtsanwendung im 
konkreten Fall zu beanstanden ist.  
 
5.4 Die Beschwerdeführerin ist am X.____ weg 19 in C.____ wohnhaft und arbeitet im 
Sekretariat der Musikschule D.____, Y.____ weg 55, in D.____. Vorliegend sind gute Bus- und 
Zugverbindungen zwischen dem Wohn- und Arbeitsort der Beschwerdeführerin mit Fahrzeiten 
zwischen 38 und 50 Minuten vorhanden. Der Zeitaufwand verlängert sich bei einer Tür-zu-Tür-
Berechnung um 10 Minuten; die öffentlichen Verkehrsmittel verkehren auf dem Weg zur Arbeit 
im Halbstundentakt; auf dem Weg von der Arbeit nach Hause finden sich drei bis vier Verbin-
dungen pro Stunde (vgl. www.sbb.ch). Die Beschwerdeführerin ist im Sekretariat der Musik-
schule mit Öffnungszeiten von 8.30 Uhr bis 11.45 Uhr sowie von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr ange-
stellt. Ihr Vorbringen, wonach sie aufgrund von abendlichen Sitzungen und Delegiertenver-
sammlungen auf die Benützung eines Privatfahrzeugs angewiesen sei, blieb unbelegt und wür-
de auch nichts zu ihren Gunsten ändern, zumal bis um zirka 23.00 Uhr Verbindungen entspre-
chend den vorstehenden Ausführungen bestehen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Ent-
scheid festgestellt, dass der Zeitaufwand vom Wohn- zum Arbeitsort der Beschwerdeführerin 
(Hin- und Rückfahrt) maximal 2 Stunden und 5 Minuten betrage, was die Beschwerdeführenden 
nicht bestreiten. Die Beschwerdeführerin hat demzufolge einen täglichen Zeitaufwand von we-

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niger als 2 ½ Stunden zu erbringen und daraus erhellt, dass keine objektiven Unzumutbarkeits-
gründe vorliegen und solche auch nicht geltend gemacht oder belegt worden sind. Massgebend 
ist, wie dargelegt, der benötigte Zeitaufwand, welcher vom Wohn- zum Arbeitsort aufgewendet 
werden muss, und nicht die durch die Benützung eines Privatfahrzeugs mögliche Zeitersparnis 
im Vergleich zur Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Somit ist nicht entscheidend, dass der Ar-
beitsweg der Beschwerdeführerin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln länger dauert als mit 
dem privaten Fahrzeug. Selbst wenn die mögliche Zeitersparnis berücksichtigt würde, würde 
dies zu keinem anderen Ergebnis führen: Der Weg von C.____ nach D.____ und zurück bean-
sprucht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bei der schnellsten Verbindung 95 Minuten. Dem-
gegenüber beträgt der Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Hin- und Rückweg) mit dem privaten 
Fahrzeug gemäss TCS-Routenplaner ohne Stau 42 Minuten, sofern keine Verkehrsstörungen 
auftreten. Von einem verkehrsstörungsfreien Arbeitsweg kann vorliegend jedoch nicht ohne 
weiteres ausgegangen werden, weil die Beschwerdeführerin gemäss den Öffnungszeiten der 
Musikschule mehrheitlich zu den Stosszeiten unterwegs sein dürfte. Die Zeitersparnis pro Tag 
beim Gebrauch des privaten Fahrzeugs beträgt im Idealfall folglich 53 Minuten. Eine Zeiter-
sparnis in diesem Umfang macht die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nicht unzumutbar. 
Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin lediglich in einem Pensum von 30 % arbeitstä-
tig ist. Wie sich dieses Arbeitspensum aufteilt, hat sie nicht dargelegt. Es kann aber davon aus-
gegangen werden, dass sie an zwei bzw. maximal drei Tagen pro Woche arbeitet, und es ist ihr 
somit objektiv betrachtet zuzumuten, an ihren Arbeitstagen die öffentlichen Verkehrsmittel zu 
benutzen. Die im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens vorgebrachte Argumentation, dass 
die Beschwerdeführerin mit dem privaten Fahrzeug schneller zu Hause sei, um die schulpflich-
tige Tochter betreuen zu können, vermag ebenfalls keine Unzumutbarkeit zu begründen. Soweit 
die Beschwerdeführerin durch die Benützung des Privatfahrzeugs Flexibilität im Hinblick auf die 
Freizeitgestaltung gewinnen will, kann sie daraus nichts für die Erforderlichkeit der Berufskosten 
ableiten, denn es fehlt der notwendige Bezug zur Erwerbstätigkeit (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 2P.254/2002 vom 12. Mai 2003 E. 4.3). In Berücksichtigung der geschilderten Umstände 
ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln 
im vorliegenden Fall als zumutbar erachtet haben. Demzufolge erweist sich der zugestandene 
Abzug in der Höhe, wie er bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel entstehen würde, als 
rechtmässig. Die Beschwerdeführenden bestreiten die Höhe dieses Abzugs denn auch nicht. 
Nach dem Gesagten kann zusammenfassend festgehalten werden, dass die von der Steuer-
verwaltung Basel-Landschaft festgelegte Praxis, wonach ein täglicher Arbeitsweg von bis zu 
2 ½ Stunden als zumutbar angesehen wird, und die darauf basierende Reduktion der abzugs-
fähigen Fahrkosten auf Fr. 912.-- im vorliegenden Fall nicht zu beanstanden sind.   
 
6. Des Weiteren rügen die Beschwerdeführenden eine Ungleichbehandlung, welche auf 
die Anwendung von § 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 3 VO StG zurückzuführen sei. Sie machen geltend, 
dass die unterschiedlichen kantonalen Praxen zu stossenden Ergebnissen führen würden. Da-
bei kann ihnen nicht gefolgt werden, und die Berufung auf eine andere kantonale Praxis hilft 
ihnen nicht. Die kantonale Steuerverwaltung ist autonom hinsichtlich der Konkretisierung der 
Unzumutbarkeit und sie kann deshalb Kriterien zur Frage der Unzumutbarkeit aufstellen, soweit 
sie dies – was vorliegend der Fall ist – im Rahmen der zulässigen Regelungsbefugnis tut 

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(vgl. E. 5.1 - 5.3 hiervor). Die von den Beschwerdeführenden erhobene Rüge der Verletzung 
des Rechtsgleichheitsgrundsatzes geht somit ins Leere.  
 
7. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen erweist sich die Beschwerde somit als un-
begründet und ist abzuweisen.  
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- den unterlegenen Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Ausgangsgemäss sind die Parteikos-
ten wettzuschlagen (§ 21 Abs. 3 VPO). 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin