# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d557e33-ddb1-515e-9709-310686011b1d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.08.2019 725 19 54/186
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-54-186_2019-08-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. August 2019 (725 19 54 / 186) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Beim Vorliegen einer Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG sind strenge An-

forderungen an den medizinischen Gegenbeweis zu stellen, wonach die Listenverletzung 

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Es sind in formeller 

Hinsicht Beurteilungen von unabhängigen Experten notwendig, die in materieller Hin-

sicht nachvollziehbar und schlüssig sind und den von der Praxis entwickelten Anforde-

rungen an ein Gutachten genügen.  
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch seinen Vater B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Direktion 
Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. A.____ arbeitet seit dem 1. September 2014 in einem 20%igen Pensum als Angestell-
ter der Geschäftsleitung bei der C.____GmbH und ist aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei 
der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) unfallversichert. Gemäss 
Unfallmeldung vom 17. September 2018 habe sich der Versicherte am 14. September 2017 auf 
dem Tennisplatz in D.____ am rechten Knie verletzt, indem er dieses verdreht bzw. verstaucht 

 

 
 
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habe. Die in der Folge durchgeführten medizinischen Abklärungen ergaben, dass A.____ am 
14. September 2018 eine Kniedistorsion und eine komplexe Läsion des medialen Meniskushin-
terhorns erlitten habe. Am 2. November 2018 unterzog sich der Versicherte einer Kniearthro-
skopie mit Teilmeniskektomie und retropatellarer Knorpelglättung. Mit Schreiben vom 23. No-
vember 2018 teilte ihm die Mobiliar mit, dass mangels eines ungewöhnlichen Ereignisses kein 
eigentlicher Unfall im Rechtssinne vorliege. Zwar wäre eine Listenverletzung im Sinne von 
Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 zu 
diagnostizieren, welche aber überwiegend wahrscheinlich auf krankheitsbedingte und degene-
rative Veränderungen zurückzuführen sei. Damit scheide eine unfallähnliche Körperschädigung 
aus und der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung müsse abgelehnt werden. Diese 
Auffassung bestätigte die Mobiliar in ihrer Verfügung vom 7. Dezember 2018 und wies das Leis-
tungsbegehren von A.____ ab. Hiergegen erhob der Versicherte Einsprache und beantragte die 
Übernahme der mit dem Ereignis vom 14. September 2018 im Zusammenhang stehenden ge-
setzlichen Leistungen. Im Einspracheentscheid vom 30. Januar 2019 bejahte die Mobiliar das 
Vorliegen eines Unfalls im Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrecht (ATSG) vom 6. Dezember 2000 und anerkannte ihre Leistungspflicht. 
Sie hielt fest, dass der Versicherte an vorübergehenden unfallbedingten Beschwerden gelitten 
habe, welche aber bis zum 18. September 2018 wieder abgeheilt gewesen seien, weshalb nach 
diesem Zeitpunkt kein Anspruch auf Leistungen mehr bestehe.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch seinen Vater B.____ mit Schreiben vom 
15. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und es 
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Even-
tualiter sei eine gerichtliche medizinische Expertise zur Klärung der Unfallkausalität der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung einzuholen und neu über den Anspruch zu entscheiden. Weiter 
sei ihm eine Parteientschädigung auszurichten. 
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 8. April 2019 beantragte die Mobiliar die Abweisung 
der Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 2. Mai 2019 widersprach der Beschwerdeführer den Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort und hielt an seinen Anträgen fest. In ihrer Dup-
lik vom 15. Mai 2019 wiederholte die Mobiliar ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-

 

 
 
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tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in E.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 15. Februar 2019 ist demnach 
einzutreten.  
 
2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht per 18. Septem-
ber 2018 eingestellt hat. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des vorlie-
gend angefochtenen Einspracheentscheids vom 30. Januar 2019 entwickelt hat. Dieser Zeit-
punkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefug-
nis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis).  
 
3. Zunächst ist zu klären, ob einer allfälligen Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ein 
Unfall gemäss Art. 4 ATSG oder eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 
2 UVG zugrunde lag.  
 
4.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). 
 
4.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnli-
chen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 
 
4.3 Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereig-
nisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache 
(BGE 134 V 76 E. 4.1.1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im 
jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen. Definitions-
gemäss bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 
äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst (BGE 134 V 76 E. 4.1, 129 V 404 E. 2.1, 122 V 
233 E. 1, je mit Hinweisen). Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der 
äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Aus-
schlaggebend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf 
den menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 80 E. 4.3.1). Bei Schädigungen, die sich auf das 
Körperinnere beschränken (wie etwa bei Muskel- und Gelenkschmerzen, einer Lumbago oder 
Hernien), unterliegt der Nachweis der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors besonders 
strengen Anforderungen. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen unter 

 

 
 
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besonders sinnfälligen Umständen gesetzt werden. Regelmässig bedarf es – neben den übli-
chen, dem täglichen Leben zuzuschreibenden, auf den Körper einwirkenden Kräften – eines 
schadensspezifischen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann. Hinter-
grund bildet der Umstand, dass ein Unfallereignis sich in der Regel in einer äusserlich wahr-
nehmbaren Schädigung manifestiert, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlich-
keit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (vgl. BGE 134 V 80 E. 4.3.2.1, 99 V 138 E. 1; 
Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2011, 8C_693/2010, E. 5.2). 
 
4.4 Gemäss Lehre und Rechtsprechung kann der ungewöhnliche Faktor in einer unkoordi-
nierten Bewegung oder in einer ausserordentlichen körperlichen Anstrengung bestehen 
(BGE 130 V 117 E. 2.1, 116 V 136 E. 3b m.w.H.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG] vom 13. Februar 2006, U 144/06, E. 1, Urteil des EVG vom 13. Dezember 2002, 
U 65/02, E. 1.2; vgl. UELI KIESER/HARDY LANDOLT, Unfall-Haftung-Versicherung, Zürich/St. Gal-
len 2012, N 17 ff.). Bei unkoordinierten Bewegungen ist die Ungewöhnlichkeit zu bejahen, wenn 
der normale Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges unterbrochen oder gestört wird, 
was beispielsweise dann zutrifft, wenn der Versicherte stolpert, ausgleitet oder an einem Ge-
genstand anstösst, oder wenn er, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhal-
tung ausführt oder auszuführen versucht (Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99, E. 
3c; Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1999 
Nr. U 345 S. 420 E. 2b m.w.H.). Die Ungewöhnlichkeit einer körperlichen Anstrengung wird be-
jaht, wenn ein ganz aussergewöhnlicher Kraftaufwand erfolgte. Die Aussergewöhnlichkeit der 
Anstrengung ist jeweils im Hinblick auf die Konstitution sowie die berufliche oder ausserberufli-
che Gewöhnung der betreffenden Person zu beurteilen. Bei berufsüblichen Tätigkeiten wird 
ausserdem darauf abgestellt, ob der berufsübliche Ablauf durch ein besonderes Element ge-
stört wurde (BGE 116 V 139 E. 3b; KIESER/LANDOLT, a.a.O., N 49; ALEXANDRA RUMO-
JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage, Zü-
rich/Basel/Genf 2012, S. 41 m.w.H.). 
 
5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht. Das Gericht hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener 
Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien abzuklären und 
festzustellen (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b). Aus der Untersuchungsmaxime folgt auch das Prinzip 
der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an keine förmlichen Beweisregeln gebunden 
ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf 
dessen Stichhaltigkeit zu prüfen (vgl. THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungs-
rechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70 N 3). 
 
5.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. 
MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozialver-
sicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge-
richt hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-

 

 
 
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hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 1986 S. 189 f. 
E. 2c). 
 
5.3 Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall ge-
meldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung müssen über das konkrete 
Geschehen genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund 
derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu 
machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. BGE 114 V 305 E. 5b; Urteile des 
EVG vom 25. November 2004, U 209/04, E. 1.2 und vom 15. September 2004, U 234/04). Un-
vollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Geschehensablauf können die 
Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Folge haben. Im Streitfall hat das 
Sozialversicherungsgericht zu beurteilen, ob die einzelnen Merkmale des Unfallbegriffs, insbe-
sondere die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, gegeben sind. Dabei kommt ihm ein nicht 
unerheblicher Beurteilungsspielraum zu (vgl. BGE 112 V 202 E. 1; RKUV 2003 U 485 S. 259; 
ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 168). 
 
5.4 Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person ist gemäss Rechtspre-
chung den Angaben, die von der versicherten Person kurz nach dem Unfall gemacht wurden, 
meist grösseres Gewicht beizumessen als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des 
Versicherers. Der Grundsatz, wonach die spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Re-
gel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Schilderungen, die bewusst oder unbe-
wusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst 
sein können, stellt eine im Rahmen freier Beweiswürdigung zu berücksichtigende Entschei-
dungshilfe dar. Sie kann jedoch nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Abklä-
rungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des EVG vom 23. November 2006, 
U 258/04, E. 3.1 m.w.H.; vgl. auch: Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008, 
8C_827/2007, E. 5.2). 
 
5.5 Hervorzuheben ist auch, dass sich der mangelhafte Nachweis eines die Merkmale des 
Unfalles erfüllenden Ereignisses nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen lässt. 
Es kommt ihnen im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfall-
mässigen Geschehens in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu. Auch deckt sich der 
Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG (BGE 134 V 72 
E. 4.3.2.2) 
 
6.1 In der Schadenmeldung UVG vom 17. September 2018 wurde der Sachverhalt wie 
folgt geschildert: Beim Tennisspielen habe sich der Beschwerdeführer das rechte Knie verdreht, 
worauf er sofort einen Schmerz verspürt habe. In der Folge seien auch Schmerzen bei Belas-
tung aufgetreten.  
 
6.2 Im Arztzeugnis UVG der Klinik F.____ vom 1. Oktober 2018, wohin sich der Beschwer-
deführer am 17. September 2018 wegen zunehmenden Schmerzen begeben hatte, wurde fest-
gestellt, dass sich dieser am 14. September 2018 eine Kniedistorsion rechts zugezogen habe. 
Weiter wurde der Verdacht auf eine IM-Läsion am rechten Kniegelenk genannt. Im gleichentags 

 

 
 
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erstellen Behandlungsbericht wurde ergänzend ausgeführt, dass der Beschwerdeführer berich-
tet habe, beim Tennisspielen das Knie verdreht zu haben. 
 
6.3 In seiner Einsprache vom 20. Dezember 2018 brachte der Beschwerdeführer unter 
anderem vor, dass eine kleine Ansammlung von Granulat dazu geführt habe, dass er beim 
Tennisspiel in einer Halle gestolpert und eingeknickt sei. Zudem sei das Knie durch einen 
schnellen Reflex verdreht worden. Das Resultat sei ein Meniskusriss gewesen. Damit sei aber 
das Erfordernis der äusseren Einwirkung erfüllt, weil ein in der Aussenwelt begründeter Um-
stand den natürlichen Ablauf die Körperbewegung programmwidrig beeinflusst habe. 
 
6.4 Ob – wie dies die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid bestätigte – ins-
besondere gestützt auf die Ausführungen in der Einsprache von einem Unfall im Sinne von 
Art. 4 ATSG auszugehen ist, ist nicht ohne weiteres zu bejahen. Dabei fällt einerseits ins Ge-
wicht, dass beim Tennisspielen (auch auf Granulatboden) Stolper-, Einknick- und Drehbewe-
gungen nicht aussergewöhnlich sind und diese Sportart die Knie besonders strapaziert (vgl. 
auch Urteil des Bundesgerichts vom 25. September 2018, 8C_333/2018., E. 5.4). Andererseits 
ist festzustellen, dass die Angaben in der Einsprache den ursprünglichen Ausführungen nicht 
widersprechen, wonach sich der Beschwerdeführer beim Tennisspielen das Knie verdreht habe. 
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren von 
der Beschwerdegegnerin ausser in der Unfallmeldung nicht aufgefordert wurde, den Unfallher-
gang genau zu beschreiben. Es kann daher nicht von einer der Aussage der ersten Stunde wi-
dersprechenden Sachverhaltsdarstellung gesprochen werden. Trotzdem ist aus einer Gesamt-
sicht heraus ungewiss, ob der Unfallbegriff tatsächlich erfüllt ist. Diese Frage kann letztlich aber 
– wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird - offenbleiben. 
 
7.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 
20. Dezember 1982 in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich - wie im vor-
liegenden Fall - nach dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen ereignet haben, und 
für Berufskrankheiten, die nach diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach neuem 
Recht gewährt (vgl. Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG e contrario). Gemäss den 
neuen Bestimmungen in Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei fol-
genden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zu-
rückzuführen sind: lit. a Knochenbrüche; lit. b Verrenkung von Gelenken; lit. c Meniskusrisse; lit. 
d Muskelrisse; lit. e Muskelzerrungen; lit. f. Sehnenrisse; lit. g. Bandläsion; lit. h Trommelfellver-
letzungen. Die Tatsache, dass eine in der Auflistung von Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körper-
schädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körper-
schädigung handelt, die von der Unfallversicherung übernommen werden muss. Diese kann 
sich aus der Leistungspflicht befreien, wenn sie den Nachweis erbringt, dass die Körperschädi-
gung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; 
Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014, BBI 2014 7922 und 
7934 f.). Zwar ist der Zusatzbotschaft keine Definition des Begriffs "vorwiegend" zu entnehmen. 
Zu berücksichtigen ist aber, dass er bereits in Art. 9 Abs. 1 UVG (Berufskrankheiten) verwendet 

 

 
 
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wird. Nach dieser Bestimmung ist eine vorwiegende Verursachung von Krankheit durch schädi-
genden Stoffe oder bestimmte Arbeiten nur dann gegeben, wenn diese mehr wiegen als allen 
anderen mitbeteiligten Ursachen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % aus-
machen (vgl. BGE 119 V 200 E. 2. 2a). Es ist davon auszugehen, dass der Begriff "vorwiegend" 
im Zusammenhang mit Art. 6 Abs. 2 UVG analog zu verstehen ist (vgl. ANDRÉ NABOLD, in: 
Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallver-
sicherung [UVG; Hürzeler/Kieser, Hrsg.], 2018, N. 44 zu Art. 6 UVG). Damit hat die Unfallversi-
cherung nachzuweisen, dass die Listenverletzung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 
mehr als 50 % durch Krankheit oder Abnützung verursacht worden ist.  
 
7.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen 
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicher-
te Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage 
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemu-
tet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
7.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 
44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutach-
ten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versi-
cherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 

 

 
 
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auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 
4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
8.1 Im vorliegenden Verfahren sind im Wesentlichen nachfolgende Berichte zu berücksich-
tigen: 
 
8.2 Gemäss Angaben der Arztpraxis G.____ vom 14. September 2018, wohin sich der 
Beschwerdeführer wegen Beschwerden in den unteren Extremitäten (TARMED R5) begab, 
wurden ihm Schmerzmittel und eine Genutrain-Aktivbandage verschrieben.  
 
8.3 Am 17. September 2018 liess sich der Beschwerdeführer wegen zunehmender 
Schmerzen in der Klinik F.____ untersuchen. Im Bericht vom 1. Oktober 2018 wurde festgehal-
ten, dass er am 14. September 2018 eine Kniedistorsion erlitten habe. Er habe über einen 
Druckschmerz im Kniegelenk rechts geklagt und es sei eine leichte Weichteilschwellung fest-
stellbar gewesen. Zudem hätten Meniskuszeichen vorgelegen und der Steinman-Test sei posi-
tiven ausgefallen. Hingegen habe der Kapselband-Apparat stabil gewirkt und anhand der Rönt-
genbefunde hätten eine Fraktur und eine Arthrose ausgeschlossen werden können.  
 
8.4 Am 18. September 2018 wurde bei einem Status nach Kniedistorsion vor 3 Tagen und 
positiven Meniskuszeichen medial eine Magnetresonanztomographie (MRT) des rechten Knies 
in der Klinik F.____ durchgeführt. Dr. med. H.____, Facharzt Radiologie, nannte als Befund 
eine pathologische Signalerhöhung des Hinterhorns des medialen Meniskus mit komplexer 
Rissführung, welche vom vaskularisierten bis zum nicht vaskularisierten Drittel reiche. Weiter 
erwähnte er die Ausbildung von Meniskuszysten nach peripher zentral und medial sowie das 
Vorliegen eines intakten medialen Vorderhorns sowie ein regelrechtes laterales Vorder- und 
Hinterhorn. Der hyaline Knorpel habe eine normale Breite sowie eine homogene Signalgebung 
des medialen und lateralen Gelenkkompartiments. Hingegen lägen ausgedehnte Defekte Grad 
III an der zentralen bis medialen Patellarückfläche, aber ein regelrechtes femorales Gleitlager 
vor. Die ossären Strukturen würden keine manifeste Gonarthrose oder traumatische Knochen-
marködeme aufweisen. Das vordere und das hintere Kreuzband seien intakt, der Quadrizeps 
und die Patellasehne regelrecht sowie das mediale und laterale Kollateralband unauffällig. Es 
bestünden ein mässiger Gelenkerguss, eine intakte Gelenkkapsel, ein regelrechtes mediales 
und laterales Retinaculum der Patella sowie ein verkalktes Synovialchondrom im posterioren 
Gelenkrecessus. In seiner Beurteilung hielt Dr. H.____ fest, dass beim Beschwerdeführer ein 
langstreckiger komplexer Einriss des medialen Meniskushinterhorns vom vaskularisierten bis 
nicht vaskularisierten Drittel reichend und Meniskusganglien nach peripher medial und zentral, 
ein verkalktes Synovialchondrom im posterioren Gelenkrecessus, eine Chondropathie Grad III 
der Patellarückfläche und ein mässiger Gelenkerguss vorlägen. 
 
8.5 Am 1. November 2018 äusserte sich der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin 
Dr. med. I.____ zu den medizinischen Unterlagen und diagnostizierte eine Kniedistorsion 
rechts, eine komplexe Läsion des medialen Meniskushinterhorns, Meniskusganglien und eine 
retropatellare Chondropathie. Er kam zum Schluss, dass es sich beim Meniskusriss, den Me-

 

 
 
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niskusganglien und der fortgeschrittenen retropatellaren Chondropathie mangels frischer Ver-
änderungen um Vorzustände handle. Das Ereignis habe vorübergehende Beschwerden nach 
sich gezogen, aber keine richtungsgebende oder dauerhafte Verschlimmerung des Vorzustands 
verursacht. Spätestens am 18. September 2018 sei aufgrund der bildgebenden Untersuchun-
gen der Status quo sine erreicht gewesen. Bei den im MRT ersichtlichen Befunden habe es sich 
um eindeutig degenerativ bedingte Veränderungen gehandelt, welche mangels entsprechender 
Begleitverletzungen wie zum Beispiel einem Knochenmarksödem, wie es bei einem erheblichen 
Kontusionstrauma oder einer Bandläsion, welche bei erheblichen Distorsionstrauma zu erwar-
ten wäre, nicht traumatisch bedingt seien.  
 
8.6 Am 2. November 2018 unterzog sich der Beschwerdeführer einer Arthroskopie des 
rechten Knies. In seinem Bericht vom 5. November 2018 diagnostizierte Dr. med. J.____, FMH 
Orthopädie, eine mediale Meniskushinterhornläsion und eine retropatellare Chondromalizie am 
rechten Knie und nahm eine transarthroskopische mediale Teilmeniskektomie und eine retropa-
tellare Knorpelglättung vor. Im medialen Kompartiment hätten sich gute Knorpelverhältnisse an 
der Femurkondylenrolle, eine oberflächliche Chondromalazie am Tibiaplateau und eine lappen-
förmige Läsion des medialen Meniskushinterhorn gezeigt, wobei der Lappen nach ventromedial 
eingeschlagen sei. Weiter läge ein unauffälliger Ansatz des hinteren Kreuzbands vor und das 
vordere Kreuzband verlaufe regelrecht und sei suffizient. Im lateralen Kompartiment lägen 
schöne Knorpelverhältnisse an der Femurkondylenrolle und am Tibiaplateau vor. Der laterale 
Meniskus sei intakt und der Hiatus popliteus und Popliteussehne seien unauffällig. Operativ sei 
der eingeschlagene Meniskuslappen reponiert und an der Basis abgetrennt worden. Anschlies-
send sei mit dem Shaver und dem Arthrocare eine Knorpelglättung an der Patellarückfläche 
durchgeführt worden.  
 
8.7 In seiner Stellungnahme vom 3. Dezember 2018 führte Dr. J.____ aus, dass es sich 
beim Beschwerdeführer um einen 38-jährigen Versicherten handle, der sich beim Tennisspielen 
das rechte Knie verdreht habe. Er habe nachweislich im medialen und lateralen Kompartiment 
keinerlei Knorpelschäden und damit auch keine degenerativen Veränderungen aufgewiesen. 
Die lappenförmige Läsion sei Ausdruck eines stattgehabten unfallbedingten Meniskusrisses und 
die oberflächlichen, degenerativen Veränderungen an der Kniescheibenhinterseite seien im 
vorliegenden Fall irrelevant, da der Unfall das mediale Kompartiment betroffen habe, die arthro-
skopisch erhobenen Befunde hinter der Kniescheibe klinisch stumm seien und der Beschwerde-
führer diesbezüglich keine Beschwerden gehabt habe. 
 
9.1 Aufgrund der vorstehenden Ausführungen steht fest, dass beim Beschwerdeführer ein 
medialer Meniskusriss diagnostiziert wurde und er ab dem 14. September 2018 an Beschwer-
den litt, nachdem er sich beim Tennisspielen eine Kniedistorsion zugezogen hatte. Damit liegt 
eine Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit c UVG vor. Die Beschwerdegegnerin hat 
dafür die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, ausser sie weist nach, dass der Meniskusriss 
vorwiegend krankheits- oder abnützungsbedingt ist (vgl. oben E. 7.1). 
 
9.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der Verfügung vom 7. Dezember 2018 und im 
angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. Januar 2019 vollumfänglich auf die Stellungnah-

 

 
 
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me von Dr. I.____ vom 1. November 2018. Dabei ist zu beachten, dass an die Beweiswürdi-
gung strenge Anforderungen zu stellen sind, wenn ein Versicherungsfall gestützt auf versiche-
rungsinterne Berichte entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-
verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (vgl. E. 7.4). Solche Zweifel liegen hier vor. Dr. I.____ be-
gründete seine Beurteilung einzig gestützt auf den strukturellen Befund der MRT-Bilder der Kli-
nik F.____ vom 18. September 2018. Er ging davon aus, dass die geltend gemachten gesund-
heitlichen Beschwerden im Sinne einer vorübergehenden Verschlechterung des Vorzustands 
zwar überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 14. September 2018 zurückzuführen 
seien, der Status quo sine aber gestützt auf die MRT-Bilder aber bereits am 18. September 
2018 wieder erreicht gewesen sei. Die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden seien 
nur noch degenerativ, weil der Meniskusriss vorbestehend und die Symptome nur vorüberge-
hend unfallbedingt gewesen seien. Für die Annahme einer traumatischen Verursachung hätten 
zudem entsprechende Begleitverletzungen wie ein Knochenmarksödem oder eine Bandläsion 
gefehlt. Demgegenüber bestätigte Dr. I.____, der am 2. November 2018 eine Arthroskopie 
durchführte und sich intraoperativ ein Bild des Zustands des Knies machen konnte, in seinem 
Bericht vom 3. Dezember 2019, dass der Beschwerdeführer nachweislich im medialen den Un-
fall betreffenden Bereich und im lateralen Kompartiment keinerlei Knorpelschäden und damit 
auch keine degenerativen Veränderungen aufgewiesen habe. Diese Ausführungen des behan-
delnden Orthopäden führen dazu, dass eine der Beurteilung von Dr. I.____ widersprechende 
ärztliche Auffassung vorliegt, welche geeignet ist, Zweifel an der Zuverlässigkeit der versiche-
rungsinternen Aktenbeurteilung hervorzurufen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass beim Vorlie-
gen von Listenverletzungen strenge Anforderungen an den medizinischen Gegenbeweis zu 
stellen sind, wonach diese vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. 
Deshalb können schematische, auf allgemeinen Erfahrungstatsachen beruhende Prüfungs-
schemata für den Gegenbeweis nicht genügen. Es sind in formeller Hinsicht Beurteilungen von 
unabhängigen Experten notwendig, die in materieller Hinsicht nachvollziehbar und schlüssig 
sind und den von der Praxis entwickelten Anforderungen an ein Gutachten genügen. Solche 
Beurteilungen sind nur bei von den Unfallversicherern unabhängigen externen Gutachtern zu 
erhalten (vgl. KASPAR GEHRING, in: Kieser/Gehring/Bollinger [Hrsg.], KVG UVG Kommentar, 
2018, N. 12 zu Art. 6 UVG). Diesen strengen Anforderungen vermögen die Ausführungen von 
Dr. I.____ nicht zu genügen. Seine Ausführungen sind oberflächlich und berücksichtigen nicht 
sämtliche medizinische Berichte. Insbesondere kann aus seinen Ausführungen nicht geschlos-
sen werden, die vom Beschwerdeführer über den 18. September 2018 hinaus geklagten Be-
schwerden seien vorwiegend degenerativ. Unter diesen Umständen ist der angefochtene Ein-
spracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, welche den medizinischen Sachverhalt durch eine unabhängige externe Gutachterstelle 
abklären zu lassen hat. Diese hat nachvollziehbar und schlüssig die Frage zu beantworten, ob 
die vom Beschwerdeführer über den 18. September 2018 hinaus geklagten Beschwerden vor-
wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Die Beschwerde ist unter diesen 
Umständen gutzuheissen.  
 
10. Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Gestützt auf Art. 61 lit. a ATSG ist 
das vorliegende Verfahren kostenlos. Der obsiegenden Partei ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG in 

 

 
 
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Verbindung mit § 21 Abs. 1 VPO für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine ange-
messene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zuzusprechen. Nachdem der Versi-
cherte durch seinen Vater vertreten ist, der ihn gemäss Angaben im Schreiben vom 11. März 
2019 auf Gefälligkeitsbasis und ohne jegliches Entgelt in vorliegender Beschwerdeangelegen-
heit vertritt, hat er keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.  
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
11.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die  Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 30. Januar 2019 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zu-
rückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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