# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0c4a7c6-4859-550d-8434-19dfec20a991
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.06.2009 E-3888/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3888-2009_2009-06-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3888/2009/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren angeblich (...),
Nigeria,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3888/2009

Das Bundesverwaltungsgericht 

in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), 

der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen 
(AsylV 1, SR 142.311) 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101), 

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), 

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32), 

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), 

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110), 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  Mitte  Januar  2009  verliess  und  am  18.  Februar  2009  in  der 
Schweiz um Asyl ersuchte,

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dass  er  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  A._______  am  27. 
Februar  2009  summarisch  befragt  und  am  28.  Mai  2009  gemäss 
Art. 29 Abs. 1 AsylG vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wur-
de,

dass  aufgrund  des  unbestimmten  Alters  dem  Beschwerdeführer  in 
Anwendung von Art. 7 Abs. 2 AsylV 1 für die Dauer des Asylverfahrens 
eine Vertrauensperson beigeordnet wurde, 

dass er zur Begründung seines Asylgesuches vorbrachte, er stamme 
aus B._______ beziehungsweise C._______, (...), D._______ State,

dass  Ende  Dezember  2008  oder  Anfang  Januar  2009  in  seinem 
Heimatdorf Öl gefunden worden sei und die Firma E._______, welcher 
eine Konzession zur Förderung dieses Öls verliehen worden sei, der 
Dorfgemeinschaft  eine  Summe Geld  für  die  Entwicklung  des Dorfes 
bezahlt habe,

dass  das  Geld  zwischen  dem  Dorfoberhaupt  und  den  Dorfältesten 
einerseits sowie einem Anführer der Dorfjugend andererseits aufgeteilt 
worden sei,

dass  ein  anderer  Anführer  der  Jugend  von den  Dorfältesten  getötet 
worden sei, weil er mit der Verteilung des Geldes nicht einverstanden 
gewesen sei,

dass es deswegen zu gewaltsamen Übergriffen einer Gruppe militanter 
Jugendlicher gekommen sei, 

dass dabei sein Vater, welcher zu den Dorfältesten gehört habe, sowie 
sein ältester Bruder umgebracht und seine Mutter sowie seine übrigen 
Geschwister beim Brand ihres Hauses umgekommen seien,

dass er, der Beschwerdeführer, im Zeitpunkt der Übergriffe in der Kir-
che gewesen und deshalb verschont worden sei,

dass  die  militanten  Jugendlichen  die  Absicht  bekundet  hätten,  alle 
Dorfältesten und deren Familien umzubringen,

dass  ihn  deswegen  der  Priester  seines  Dorfes  nach  F._______ 
gebracht  und  ihm  Adresse  und  Telefonnummer  eines  Priesters 

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G._______ in H._______ gegeben habe, bei dem er sich in der Folge 
aufgehalten habe,

dass  jedoch  Leute  aus  seinem  Heimatdorf  von  Priester  G._______ 
verlangt hätten, ihn auszuliefern, ansonsten sie ihn umbringen und sei-
ne Kirche zerstören würden,

dass  ihn  Priester  G._______  deswegen  auf  ein  grosses  Schiff 
gebracht habe, in welchem er an einen ihm unbekannten Ort in Europa 
gereist sei, von wo er in einem LKW in die Schweiz gebracht worden 
sei,

dass er im Übrigen in seiner Heimat nie irgendwelche Identitätspapiere 
besessen habe, ohne Reisepapiere gereist  sei  und auf  seiner Reise 
nirgends kontrolliert worden sei,

dass das BFM mit  Verfügung vom 10. Juni  2009 in  Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-
zug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Schilde-
rungen  des  Beschwerdeführers  zu  seinen  Identitätspapieren  sowie 
den Umständen seiner Ausreise seien unsubstanziiert,  realitätsfremd 
und stereotyp und damit unglaubhaft, weshalb davon auszugehen sei, 
er verheimliche seinen wahren Reiseweg und den Verbleib seiner Rei-
sepapiere, 

dass  im  Weiteren  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zur 
Begründung seines Asylgesuchs vage und unsubstanziiert  und nicht 
von subjektiven Eindrücken geprägt seien,

dass  er  zudem  widersprüchliche  Angaben  zu  wesentlichen  Punkten 
seiner  Vorbringen  (Ablauf  der  Auseinandersetzungen in  seinem Hei-
matdorf,  Umstände des Todes seiner  Familienangehörigen)  gemacht 
habe, 

dass seine Vorbringen somit die Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 
gemäss Art. 7 AsylG nicht erfüllen würden und zusätzliche Abklärun-
gen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegwei-
sungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien,

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dass es schliesslich nach konstanter Rechtsprechung dem Beschwer-
deführer  obliege,  die  behauptete  Minderjährigkeit  glaubhaft  zu 
machen, 

dass  aufgrund  einer  Würdigung  der  Gesamtumstände,  namentlich 
angesichts seines äusseren Erscheinungsbildes und Auftretens sowie 
der nicht mit  seinem angeblichen Alter  zu vereinbarenden Aussagen 
zum  Zeitpunkt  seiner  Einschulung  und  seinem  damaligen  Alter,  die 
Minderjährigkeit des Beschwerdeführers nicht glaubhaft erscheine,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  gewährten  rechtli-
chen  Gehörs  diese  Ungereimtheiten  nicht  überzeugend  zu  erklären 
vermocht habe, 

dass demzufolge von seiner Volljährigkeit auszugehen sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juni 2009 gegen die-
sen  Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben 
hat  und  dabei  unter  anderem beantragt,  dieser  sei  aufzuheben  und 
ihm das Asyl, eventualiter die vorläufige Aufnahme wegen Unzulässig-
keit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs zu 
gewähren,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und Verbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 
sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht, 

dass  er  zudem  beantragt,  es  sei  jegliche  Datenweitergabe  an  die 
Behörden  seines  Heimatstaates  zu  unterlassen,  und  er  sei  in  einer 
separaten  Verfügung über  eine  allenfalls  bereits  erfolgte  Weitergabe 
von Daten in Kenntnis zu setzen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 31-34 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss der  Praxis  der Asylbehörden die asylsuchende Person 
die Beweislast für die geltend gemachte Minderjährigkeit und die Fol-
gen  der  Beweislosigkeit  trägt  (vgl.  EMARK  2001  Nr.  22  und  2001 
Nr. 23) und die Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Minderjährig-
keit  vorfrageweise geprüft  wird,  wenn Zweifel  an  den Altersangaben 
bestehen (EMARK 2004 Nr. 30), 

dass bei der Beurteilung der Frage, ob das angegebene Alter glaub-
haft  erscheint,  im  Rahmen  einer  Gesamtwürdigung  eine  Abwägung 
sämtlicher  Anhaltspunkte,  welche für  oder  gegen die  Richtigkeit  der 
betreffenden Altersangaben sprechen, vorzunehmen ist  (vgl. EMARK 
2004  Nr.  30  E.  5.3.4.  S.  210)  und  dabei  der  Grundsatz  der  freien 
Beweiswürdigung gilt,

dass  indessen  in  Anbetracht  der  fehlenden  Identitätspapiere,  des 
äusseren  Erscheinungsbildes  und  der  widersprüchlichen  Altersanga-
ben des Beschwerdeführers sowie des Umstandes dass sich - wie im 
Folgenden zu zeigen sein wird -  sowohl  seine Ausführungen zu den 
Umständen  seiner  Ausreise  als  auch  seine  Asylvorbringen  als  sub-
stanzlos erweisen, die Einschätzung der Vorinstanz, er vermöge seine 
behauptete Minderjährigkeit nicht glaubhaft zu machen, zu teilen ist,

dass demzufolge von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers auszu-
gehen ist, 

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 

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Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätz-
licher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den und das BFM in der  angefochtenen Verfügung in  rechtsgenügli-
cher Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass  aufgrund der  äusserst  vagen und  realitätsfremden Schilderung 
des Reiseweges und der unplausiblen Ausführungen des Beschwerde-
führers,  er habe nie irgendwelche Ausweispapiere besessen und sei 
auf der Ausreise nirgends kontrolliert  worden, davon auszugehen ist, 
er habe für seine Reise authentische Reise- und Identitätspapiere ver-
wendet,  welche  er  jedoch  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht  (vgl.  Art. 8  Abs. 1  Bst. b  AsylG)  den  schweizerischen 
Asylbehörden vorenthält, 

dass somit die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zwei-
felsfrei feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit 
in Frage gestellt ist, 

dass  im  Weiteren  aufgrund  der  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  und  den Akten  in  Beachtung  der  im Urteil  BVGE 2007/8 
festgelegten Richtlinien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe 
weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses noch 

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zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32  Abs. 3 
Bstn. b und c AsylG), 

dass die Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
zur  fehlenden  Glaubhaftigkeit  seiner  Vorbringen  vollumfänglich  zu 
bestätigen sind, 

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe im Wesentli-
chen die Vorbringen anlässlich der Anhörungen im Rahmen des erst-
instanzlichen Verfahrens wiederholt, ohne in überzeugender Weise auf 
die Erwägungen der Vorinstanz im Einzelnen einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu wer-
den (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 

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ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Anbetracht der überwiegenden Zweifel an der geltend gemach-
ten Minderjährigkeit  des Beschwerdeführers die Vorinstanz zu Recht 
auf eine vertiefte Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
unter dem Aspekt des Kindeswohls verzichtet hat,

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass insbesondere  angesichts  der  unglaubhaften Schilderungen des 
Beschwerdeführers  betreffend  den  Tod  seiner  Familienangehörigen 
davon auszugehen ist, dass er entgegnen seinen Angaben in seinem 
Heimatland über ein Beziehungsnetz verfügt,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

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dass das  Gesuch  um vorsorgliche  Massnahmen im Zusammenhang 
mit einer Datenweitergabe an den Heimatstaat durch den direkten Ent-
scheid in der Hauptsache gegenstandslos wird, 

dass aus den Akten nicht hervorgeht, es wären bereits Daten an den 
Heimatstaat übermittelt worden, weshalb auch das Begehren um ent-
sprechende Offenlegung gegenstandslos ist,

dass  mit  vorliegendem  Direktentscheid  ohne  vorgängige  Instruktion 
auch das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses gegenstandslos geworden ist, 

dass  schliesslich  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und Verbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG 
ungeachtet der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen sind, 
da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu 
bezeichnen sind,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- (Art. 
1-3 VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Gesuche  um  unentgeltliche  Rechtspflege  und  Verbeiständung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG werden abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (...). 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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