# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 456bbbb6-d0b9-5c3a-80d9-37ded42eb2c7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.02.2014 C-3537/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3537-2011_2014-02-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-3537/2011 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  F e b r u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Beat Weber,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiber Milan Lazic. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Verfügungen vom 27. Mai 2011. 

 

 

C-3537/2011 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am 1. Juni 1958 geborene und in ihrer Heimat wohnhafte deutsche 

Staatsangehörige A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführerin) arbei-

tete als Grenzgängerin in der Schweiz und war gemäss dem Auszug aus 

dem Individuellen Konto (IK) – mit gewissen Unterbrüchen – in den Jah-

ren 1999 bis 2009 der obligatorischen schweizerischen Alters-, Hinterlas-

senen- und Invalidenversicherung unterstellt (AHV/IV; vgl. vorinstanzliche 

Akten [im Folgenden: Dok.] 3, 25). Zuletzt war die Beschwerdeführerin als 

Hilfsschreinerin bei der Z._______ AG tätig (vgl. Dok. 2 S. 1, 13 S. 5, 21 

S.1-14 sowie 25). 

B.  

Da die Beschwerdeführerin seit dem 21. Juli 2008 wegen Rückenbe-

schwerden arbeitsunfähig war, meldete die damalige Arbeitgeberin diese 

am 15. Oktober 2008 zwecks Früherfassung bei der für die Abklärungen 

zuständigen IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons 

X._______ (im Folgenden: IVST X._______) an. Da die Rückenbe-

schwerden noch nicht austherapiert waren und einen weiteren operativen 

Eingriff erforderten, wurden berufliche Massnahmen von der IVST 

X._______ mit Mitteilung vom 26. Mai 2009 abgelehnt und die Angele-

genheit an das zuständige Rententeam weitergeleitet (vgl. Dok. 2, 4-13 

sowie 16-19). 

C.  

C.a Mit Schreiben vom 11. Mai 2010 informierte die IVST X._______ die 

zum Erlass der Verfügung zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(IVSTA; im Folgenden auch: Vorinstanz) über die Anmeldung der Be-

schwerdeführerin und teilte ihr mit, dass das zwischenstaatliche Verfah-

ren durch ihr Wohnsitzland eingeleitet werde (vgl. Dok. 30). Das Gesuch 

der Beschwerdeführerin vom 20. Juli 2010 ging schliesslich samt Beila-

gen am 13. August 2010 bei der Vorinstanz ein, die die erhaltenen Unter-

lagen aufgrund der Zuständigkeit für die Abklärungen an die IVST 

X._______ weiterleitete (vgl. Dok. 42).  

C.b Nachdem die IVST X._______ weitere Abklärungen durchgeführt hat-

te, gab sie schliesslich ein rheumatologisches Gutachten samt einer Eva-

luation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) beim Y._______ (im 

Folgenden: Y._______) in Auftrag (vgl. Dok. 20-22, 24-29, 31 f., 34-55), 

zu dem sich im Anschluss der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) 

X._______ mit Stellungnahme vom 25. Februar 2011 (Dok. 56) verneh-

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men liess. Gestützt auf dessen Stellungnahme sprach die Vorinstanz mit 

den Vorbescheid vom 18. März 2011 (Dok. 59) im Wesentlichen stützen-

den Verfügungen vom 27. Mai 2011 der Beschwerdeführerin für den Zeit-

raum vom 1. Juli 2009 bis zum 30. September 2009 eine befristete ganze 

und für den Zeitraum vom 1. Oktober 2009 bis zum 28. Februar 2011 eine 

befristete halbe Invalidenrente zu. Ab dem 1. März 2011 verneinte die 

Vorinstanz einen Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund eines auf ei-

ner Verbesserung des Gesundheitszustandes beruhenden rentenaus-

schliessenden Invaliditätsgrades (vgl. Dok. 68). 

D.  

Gegen die Verfügungen der IVSTA vom 27. Mai 2011 erhob die Be-

schwerdeführerin am 22. Juni 2011 unter Beilage mehrerer medizinischer 

Berichte aus dem Zeitraum vom 30. Januar 2008 bis zum 10. Mai 2011 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Nachdem ihr das Bundes-

verwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 28. Juni 2011 eine kurze 

Nachfrist gesetzt hatte, reichte sie mit Eingabe vom 5. Juli 2011 eine Be-

schwerdeverbesserung ein. Sie beantragte sinngemäss die Aufhebung 

der Verfügungen vom 27. Mai 2011 und die Gewährung einer unbefriste-

ten Invalidenrente. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, ihr 

Gesundheitszustand habe sich in keiner Weise verbessert, sondern eher 

verschlechtert. Nebst den physischen Beschwerden hätten sich zusätz-

lich Depressionen eingestellt. 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 22. August 2011 beantragte die IVSTA die 

Abweisung der Beschwerde vom 22. Juni 2011 und verwies zur Begrün-

dung auf die Stellungnahme der IVST X._______ vom 18. Juni 2011, die 

zur Begründung wiederum auf die Begründung der Verfügungen vom 27. 

Mai 2011 und auf die Akten verwies. 

F.  

Am 22. September 2011 leistete die Beschwerdeführerin den mit Verfü-

gung vom 31. August 2011 einverlangten Verfahrenskostenvorschuss von 

Fr. 400.-. 

G.  

G.a In ihrer Replik vom 22. September 2011 bestätigte die Beschwerde-

führerin die beschwerdeweise geltend gemachten Anträge und deren Be-

gründungen. Unter Beilage eines Schreibens des Landratsamtes 

W._______ vom 4. August 2011 führte sie ergänzend aus, sie sei durch 

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den deutschen Sozialversicherungsträger am 15. September 2011 amts-

ärztlich untersucht worden. Der deutsche Amtsarzt habe ihr anschlies-

send mündlich eröffnet, dass sie zu 100% arbeitsunfähig sei. 

G.b Mit Eingabe vom 7. Oktober 2011 reichte die Beschwerdeführerin das 

von ihr in der Replik vom 22. September 2011 erwähnte Gutachten vom 

16. September 2011 nach. 

H.  

Nachdem die Vorinstanz mit Eingabe vom 18. November 2011 auf eine 

Duplik verzichtet hatte, wurde mit Verfügung vom 24. November 2011 der 

Schriftenwechsel geschlossen. 

I.  

Nachdem die Vorinstanz mit Eingabe vom 28. August 2012 eine Kopie 

des Schreibens des deutschen Sozialversicherungsträgers vom 16. Au-

gust 2012 samt Beilagen dem Bundesverwaltungsgericht zur Kenntnis-

nahme übermittelt hatte, wurde der Schriftenwechsel am 18. September 

2012 wieder eröffnet und die Vorinstanz zur Abgabe einer Stellungnahme 

eingeladen. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2012 verzichtete die Vorin-

stanz auf eine ergänzende Stellungnahme, weshalb der Schriftenwechsel 

mit Verfügung vom 26. Oktober 2012 wieder geschlossen wurde. Mit sel-

biger Verfügung wurde der Beschwerdeführerin die Stellungnahme der 

Vorinstanz zur Kenntnis gebracht. 

J.  

Mit Eingabe vom 25. Oktober 2012 reichte die Beschwerdeführerin nebst 

dem bereits mit Eingabe vom 7. Oktober 2011 eingereichten Gutachten 

vom 16. September 2011 sieben weitere ärztliche Berichte aus dem Zeit-

raum vom 17. Januar 2012 bis zum 15. Oktober 2012 ein. Mit prozesslei-

tender Verfügung vom 8. Januar 2013 wurden diese Unterlagen – ohne 

den Schriftenwechsel wieder zu öffnen – der Vorinstanz zur Kenntnis  

gebracht. 

K.  

Mit Eingabe vom 25. September 2013 reichte die Beschwerdeführerin 

den Bescheid des deutschen Sozialversicherungsträgers vom 25. Juli 

2013 nach und beantragte, den Anspruch auf eine Invaliditätsrente auf-

grund ihres verschlechterten Gesundheitszustandes noch einmal zu über-

prüfen. 

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Seite 5 

L.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten und die Rechtsschriften der Parteien ist  

– soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-

sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 

über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-verfahren (VwVG, 

SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 6. 

Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d
bis 

VwVG]). Dabei finden nach den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrensregeln 

Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in Kraft 

stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern – wie vorlie-

gend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vorinstanzen 

gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört auch 

die IVSTA, die mit Verfügungen über IV-Leistungsgesuche befindet (vgl. 

Art. 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. 

Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bun-

desverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. 

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-

verwaltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung be-

rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Än-

derung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeführerin hat 

am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teilgenommen. Als Adressatin ist 

sie durch die angefochtenen Verfügungen besonders berührt und hat an 

deren Änderung oder Aufhebung ein schutzwürdiges Interesse.  

1.4 Der mit Zwischenverfügung vom 31. August 2011 einverlangte Verfah-

renskostenvorschuss wurde von der Beschwerdeführerin am 22. Sep-

tember 2011 fristgerecht geleistet, weshalb auf die im Übrigen formge-

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recht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (vgl. Art. 52 Abs. 1 VwVG 

und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner 

Kognition kann es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 

gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im 

Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz 

abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, 

Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 

2.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 

von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivil-

prozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungs-

recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach-

verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die 

Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste wür-

digen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). 

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-

tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über-

zeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich 

zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem fest-

stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer 

Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. UELI KIESER, 

Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 

212, Rz. 450; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 

2013, Rz. 153 und 537; GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 E. 

4a, BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen). 

2.3 Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-

schränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten 

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der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hin-

weisen); zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklä-

rungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder 

verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des strei-

tigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sach-

verhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es ab-

hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist 

(vgl. FRITZ GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Ver-

waltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklä-

rungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund 

der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An-

haltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit 

Hinweis; Urteil des EVG I 520/99 vom 20. Juli 2000). 

2.4 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren 

gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versiche-

rungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-

gen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prü-

fen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (vgl. 

auch E. 4.4.1 hiernach). 

3.  

Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige, weshalb das am 

1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 

Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügig-

keit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 

Anhang II des FZA betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen 

Sicherheit wurde per 1. April 2012 geändert (Beschluss Nr. 1/2012 des 

Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012; AS 2012 2345). Vor-

liegend ist angesichts des Verfügungszeitpunktes auf die bis Ende März 

2012 gültige Fassung (vgl. namentlich AS 2002 1527, AS 2006 979 und 

995, AS 2006 5851, AS 2009 2411 und 2421) abzustellen, wonach die 

Vertragsparteien untereinander insbesondere folgende Rechtsakte (oder 

gleichwertige Vorschriften) anwenden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Abschnitt A An-

hang II des FZA): die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 

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14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf 

Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die 

innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (AS 2004 121 [vgl. auch 

AS 2008 4219, AS 2009 4831]; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71) 

sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 

über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die An-

wendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und 

Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Ge-

meinschaft zu- und abwandern (AS 2005 3909 [vgl. auch AS 2009 621, 

AS 2009 4845]; nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72). Im Rahmen des 

FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordi-

nierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 

Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines 

Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antragstellers 

für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann verbindlich, 

wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatbe-

standsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verordnung als über-

einstimmend anerkannt sind – was für die schweizerischen bzw. deut-

schen Rechtsvorschriften nicht zutrifft. Demnach bestimmt sich die Frage 

ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der schweizeri-

schen Invalidenversicherung besteht, allein aufgrund der schweizerischen 

Rechtsvorschriften und es besteht für die rechtsanwendenden Behörden 

in der Schweiz – entgegen der von der Auffassung Beschwerdeführerin – 

keine Bindung an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versiche-

rungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditäts-

grad und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, 

S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen die aus 

dem Ausland stammenden Beweismittel der freien Beweiswürdigung 

durch das Gericht (vgl. E. 2.3.2 hiervor; Urteil des EVG vom 11. Dezem-

ber 1981 i.S. D.; BGE 125 V 351 E. 3a). 

4.  

4.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt 

werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess-

lich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf 

einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

4.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei 

der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 

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des Erlasses des streitigen Entscheides eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seit-

her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ver-

waltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter sind in zeitlicher 

Hinsicht grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend, 

die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Gel-

tung hatten (BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die 

Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem 

Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 

130 V 445). 

4.2.1 Damit finden grundsätzlich jene materiellen Rechtsvorschriften An-

wendung, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. Mai 2011 

in Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeit-

punkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung 

des streitigen Sachverhalts im vorliegend massgebenden Zeitraum von 

Belang sind (für das IVG: ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. 

Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 17. 

Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in den 

entsprechenden Fassungen). Noch keine Anwendung findet vorliegend 

das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpaket der 

6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 

4.2.2 Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 

2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, 

SR 830.11) anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar-

beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) 

sowie der Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 

17) entsprechen den von der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung 

entwickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 

und 3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG 

und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und ATSV vom 28. 

September 2007 (5. IV-Revision) nichts geändert, weshalb im Folgenden 

auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 

4.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In-

validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, 

Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ver-

ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-

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Seite 10 

bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist 

die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisheri-

gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer 

Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder 

Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

4.3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden 

Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% An-

spruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen 

von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. 

4.3.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-

sung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Er-

werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er-

halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines 

Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu 

mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 Abs. 1 

ATSG) sind (Bst. b und c). Der Invaliditätsgrad von Versicherten mit 

Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt ausserhalb der Schweiz muss – 

abgesehen von der vorliegend zutreffenden Ausnahme – der Invaliditäts-

grad nach Ablauf der Wartezeit 50% betragen (vgl. Art. 29 Abs. 4 erster 

Satz IVG in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-

chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver-

sicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistun-

gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 

V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

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Seite 11 

Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grund-

satzes der Schadenminderungspflicht ist sodann ein dauernd in seiner 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkter Versicherter gehalten, innert nützlicher 

Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- oder Erwerbs-

zweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie noch möglich und zumut-

bar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 111 V 235 E. 2a). Deshalb ist es 

am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt der IV-Stelle aus medizi-

nischer Sicht zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine 

verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem 

Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt einsetzen kann. Diese Ar-

beitsmöglichkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidens-

angepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheb-

lich ist, ob er seine Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 

4.4.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-

verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, 

d.h. ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich we-

der die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Berichte (vgl. dazu das Urteil des 

EVG I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 

351 E. 3.a). 

4.4.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Ex-

perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-

sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeich-

nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-

richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil BGer I 268/2005 vom 26. 

Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). 

Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in 

Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten auf-

zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil 

C-3537/2011 

Seite 12 

des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen 

des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, 

welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-

wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 

der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-

gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 

3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte 

schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung 

zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies 

gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behan-

delnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 

mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 

E. 2.3.2). 

4.4.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-

weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-

det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-

verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in ei-

nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Un-

parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 

4.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva-

lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-

fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invaliden-

einkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-

zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Validen-

einkommen; Art. 16 ATSG). Dieser Einkommensvergleich hat in der Regel 

so zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif-

fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt 

werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 

bestimmen lässt. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls 

der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver-

dienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bis-

herige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus-

C-3537/2011 

Seite 13 

nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 

129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen). 

5.  

Im Folgenden ist in Würdigung der relevanten Unterlagen in erster Linie 

zu beurteilen, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt voll-

ständig erhoben und korrekt gewürdigt und der Beschwerdeführerin zu 

Recht lediglich befristete IV-Renten zugesprochen hat. 

5.1 Die Vorinstanz hat gestützt auf die abschliessende Stellungnahme 

des RAD X._______ (Dr. med. K._______, Facharzt für allgemeine innere 

Medizin) vom 25. Februar 2011 eine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerde-

führerin in ihrem angestammten Beruf ab dem 21. Juli 2008 von 100% 

festgestellt. Aufgrund einer im Juni 2009 erfolgten Operation und der an-

schliessenden Rehabilitationsphase sei es der Beschwerdeführerin des 

Weiteren bis Ende September 2009 auch nicht zumutbar gewesen, einer 

leidensangepassten Verweisungstätigkeit nachzugehen, so dass unter 

Berücksichtigung der gesetzlich vorgesehenen einjährigen Wartefrist im 

Zeitraum Juli 2009 bis September 2009 ein Invaliditätsgrad von 100% re-

sultiere. Dieser begründe einen Anspruch auf eine ganze Rente. Ab Ok-

tober 2009 sei ihr aufgrund einer Verbesserung ihres Gesundheitszu-

standes eine körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit ohne 

Heben und Tragen von 5 kg sowie ohne Zwangspositionen wieder zu 4 

Stunden pro Tag (= 49% Pensum) zumutbar. Aufgrund der daraus resul-

tierenden Erwerbsminderung von 55% habe sie ab diesem Zeitpunkt An-

recht auf eine halbe Rente. Spätestens ab Februar 2011 jedoch habe sich 

ihr Gesundheitszustand soweit gebessert, dass ein tägliches Arbeitspen-

sum von sechs Stunden pro Tag (= 73% Pensum) in einer leichten, lei-

densangepassten Verweisungstätigkeit zumutbar sei, was schliesslich zu 

einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 33% führe. 

5.1.1 Der ausführlichen medizinischen Dokumentation in den vorinstanz-

lichen Akten kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin sich 

seit Jahren in ärztlicher Behandlung befindet und sich aufgrund ihrer Rü-

ckenbeschwerden mehreren operativen Eingriffen hat unterziehen müs-

sen. So wurden bei der Beschwerdeführerin im Laufe der Zeit folgende 

Diagnosen gestellt (vgl. Dok. 7 S. 3-8, 9, 10 S. 7 f., 16, 20 S. 2-14, 21 S. 

15-18, 24, 26, 29, 36, 47.2, 50 sowie 55): 

– ein chronisches lumbovertebrales und lumbospondylogenes Schmerzsyn-

drom rechts bei: 

C-3537/2011 

Seite 14 

– Status nach dreimaliger Wirbelsäulenoperationen, 

– erweiterter Fenestrierung L4/L5 rechts, Sequestrektomie, Nukleoto-

mie in mikrochirurgischer Technik bei Bandscheibenvorfall L4/L5 

rechts, 

– Status nach zweimaliger Infiltrationen SIG rechts, 

– Revisionseingriff bei Bandscheibenfrührezidiv und Residualstenose 

L4/L5, 

– dorsoventraler Korrekturspondylodese minimalinvasiv in TLIF-

Technik von links bei Postdiskektomiesyndrom L4/L5 und L5/S1 mit 

persistierenden Lumbalgien, 

– ein chronisches cervicovertebrales und cervicospondylogenes Schmerzsyn-

drom beidseits bei degenerativen Veränderungen der HWS-Segmente C4-

C7 mit Bandscheibendegenerationen, Osteochondrose und Spondylarthrose, 

– Impingementsyndrom links bei sonographisch diskreter Bursitis subacromia-

lis links, intakter Rotatorenmanschetten beidseits, 

– Migräne und chronische Spannungskopfschmerzen, 

– Status nach Lipomentfernung an der linken Schulter, 

– Status nach transitorischer Faszialisparese, 

– Status nach CTS-Operation rechts, 

– Status nach Hysterektomie und einseitige Ovarektomie. 

5.1.2 Dass die Beschwerdeführerin aufgrund des umfangreichen, körper-

lichen Beschwerdebildes ihren angestammten, körperlich anspruchsvol-

len Beruf als Hilfsschreinerin nicht mehr ausüben kann, ist zweifelsfrei 

erwiesen, wird doch diese Auffassung einhellig von sämtlichen Ärzten 

vertreten. Zudem gibt die Feststellung, wonach die Beschwerdeführerin 

auch in sämtlichen Verweisungstätigkeiten bis Ende September 2009 

nicht arbeitsfähig war, keinen Anlass zu Beanstandungen, da im Juni 

2009 erneut ein operativer Eingriff erfolgte, der wiederum eine Rehabilita-

tionsphase bis zu jenem Zeitpunkt erforderlich machte (vgl. Dok. 16-19, 

26 S. 7 f. und 16-22, 47.2 S. 25-28 und 55-62 sowie 50 S. 55-66).  

5.2 Die Beschwerdeführerin macht allerdings sinngemäss geltend, dass 

sie auch nach diesem Zeitpunkt keiner leichten, ihren Leiden angepass-

ten Verweisungstätigkeit habe nachgehen können. Soweit sie sich jedoch 

dabei auf medizinische Unterlagen stützt, die nach dem Verfügungszeit-

punkt (hier: 27. Mai 2011) ergangen sind, ist darauf hinzuweisen, dass 

diese für das vorliegende Verfahren unbeachtlich sind, sondern höchs-

tens Anlass zum Erlass einer neuen Verfügung geben könnten (vgl. die 

Ausführungen in E. 4.2 ff. hiervor).  

C-3537/2011 

Seite 15 

5.2.1 Dr. med. K._______ erachtete gestützt auf zahlreiche medizinische 

Unterlagen aus dem Zeitraum vom 25. Juli 2008 bis zum 17. Januar 2011 

(vgl. Dok. 7 S. 3-8, 9, 10 S. 7 f., 16, 20 S. 2-14, 21 S. 15-18, 24, 26, 29, 

36, 47.2, 50 sowie 55) leichte leidensangepasste Verweisungstätigkeiten 

ab September 2009 zu einem Pensum von vier Stunden und ab Februar 

2011 zu einem Pensum von acht Stunden als zumutbar, wobei bei letzte-

rem wiederholt ca. 30 minütige Pausen von insgesamt zwei Stunden ein-

zulegen seien. Dem zumutbaren Profil entsprächen leichte Arbeiten in 

Wechselpositionen ohne Heben und Tragen von 5kg und ohne Zwangs-

haltungen (vgl. Dok. 56). 

5.2.2 Die Einschätzung des RAD-Arztes folgt für die Zeit nach Abschluss 

der Reha-Phase (Mitte September 2009) bis zum Januar 2011 der Beur-

teilung des vom deutschen Sozialversicherungsträger beauftragten Or-

thopäden Dr. med. F._______ vom 23. September 2010. Sowohl die 

Feststellungen hinsichtlich der zumutbaren adaptierten Verweisungstätig-

keiten als auch die Arbeitsfähigkeitseinschätzungen der beiden Ärzte 

stimmen im Wesentlichen überein (vgl. Dok. 47.2 S. 44-54, 50 S. 14-24 

sowie 56). Die Arbeitsfähigkeitseinschätzung des deutschen Gutachters 

weicht zwar von anderen ärztlichen Beurteilungen ab, doch weist Dr. 

med. K._______ in seiner Stellungnahme vom 25. Februar 2011 zu Recht 

darauf hin, dass Dr. med. F._______ Gutachten – im Gegensatz zu den 

anderen ärztlichen Berichten im betreffenden Zeitraum – den an ein me-

dizinisches Gutachten gestellten Anforderungen entspricht (vgl. E. 4.4.2 

hiervor; Dok. 26 S. 1-9, 26 S. 16-22, 47.2 S. 27-31, 47.2 S. 33-35, 47.2 S. 

38-40, 47.2 S 42, 47.2 S. 44-54, 47.2 S. 55-62, 50 S. 1-3, 50 S. 11-24, 50 

S. 30-38 sowie 50 S. 57-66). Daher hat sich der RAD-Arzt betreffend je-

nen Zeitraum zu Recht auf Dr. med. F._______ Gutachten gestützt. 

5.2.3 Für die Zeit ab Februar 2011 schliesslich stützte sich Dr. med. 

K._______ auf das von der IVST X._______ bei der Y._______ in Auftrag 

gegebene rheumatologische Gutachten von Dr. med. J._______, Fach-

ärztin für Innere Medizin sowie für Physikalische Medizin und Rehabilita-

tion, vom 20. Januar 2011 (Dok. 55). Hinsichtlich des zumutbaren Profils 

führte die Gutachterin aus, medizinisch-theoretisch sei eine körperlich 

leichte Verweisungstätigkeit mit wechselnden Körperbelastungen im Ste-

hen, Gehen und Sitzen, ohne Heben und Tragen von Lasten über 5 kg 

und über Kopf sowie ohne Arbeiten in gebückter Haltung zumutbar, was 

im Wesentlichen den Feststellungen von Dr. med. F._______ vom 23. 

September 2010 entspricht (vgl. Dok. 50 S. 22 und 55 S. 34).  

C-3537/2011 

Seite 16 

5.2.4 Allerdings stellte Dr. med. J._______ eine Verbesserung der Leis-

tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin fest, indem sie diese auf sechs 

Stunden pro Tag schätzte. Die Gutachterin geht unter Punkt 8.5 auf die 

abweichenden Einschätzungen ein und begründet einlässlich, dass der 

Beschwerdeführerin aufgrund der Untersuchungsbefunde und der durch-

geführten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit eine Steigerung 

des Pensums auf sechs Stunden pro Tag zugemutet werden könne (vgl. 

Dok. 55 S. 35 f.). Das auf allseitigen Untersuchungen beruhende und in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegebene Gutachten erweist sich 

daher ebenfalls für die streitigen Belange umfassend sowie in der Beur-

teilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situa-

tion schlüssig und nachvollziehbar (vgl. E. 4.4.2).  

5.2.5 Demnach ist nicht zu beanstanden, dass Dr. med. K._______ dieser 

Beurteilung im Wesentlichen gefolgt ist. Er führte zwar in seiner Stellung-

nahme vom 25. Februar 2011 zunächst aus, es sei ein Pensum von 

8 Stunden zumutbar. Allerdings ergänzte er, dass ein zusätzlicher Pau-

senbedarf von wiederholt 30 Minuten und insgesamt von zwei Stunden zu 

beachten sei. Dies entspricht letztlich der Beurteilung der Gutachterin, 

begründete sie doch die reduzierte Leistungsfähigkeit von sechs Stunden 

mit dem Erfordernis von zusätzlichen Pausen (vgl. Dok. 55 S. 33 f.). Da-

her ist festzuhalten, dass an der Stellungnahme von Dr. med. K._______ 

aus orthopädischer Sicht nichts zu beanstanden ist. 

5.3 Allerdings werden von der Beschwerdeführerin nebst den körperli-

chen auch psychische Beschwerden geltend gemacht. Mit ihrer Be-

schwerde vom 22. Juni 2011 reichte sie einen Bericht des Psychiaters 

Dr. med. H._______ vom 29. März 2011 ein. Dieser attestierte ihr eine  

depressive Störung (gegenwärtig mittelgradige Episode) ohne anhaltende 

somatoforme Schmerzstörungen (ICD-10: 45.4). Demnach stellt sich die 

Frage, ob die Vorinstanz ihrer Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 

ATSG in genügender Weise nachgekommen ist. 

5.3.1 Dr. med. K._______ empfahl in seiner Stellungnahme vom 29. Juli 

2010 lediglich, ein monodisziplinäres Gutachten (Rheumatologie) in Auf-

trag zu geben (vgl. Dok. 36 S. 2). Seine damalige Empfehlung erfolgte, 

nachdem er sich bereits in seinen Stellungnahmen vom 11. Februar 2010 

sowie vom 10. Mai 2010 danach erkundigt hatte, ob sich die Beschwerde-

führerin in psychiatrischer Behandlung befinde. Auf Nachfrage der Vorin-

stanz teilten damals sowohl die Hausärztin als auch die Beschwerdefüh-

rerin mit, dass keine psychiatrische Behandlung erfolge. Zwar war eine 

C-3537/2011 

Seite 17 

Einweisung in die Schmerzklinik G._______ samt psychologischer 

Betreuung vorgesehen, diese scheiterte allerdings in der Folge aus versi-

cherungstechnischen Gründen (vgl. Dok. 24, 28 f. sowie 31 f.). Da zudem 

bis zu jenem Zeitpunkt psychische Beschwerden weder diagnostiziert 

noch von der Beschwerdeführerin geltend gemacht wurden, sah der 

RAD-Arzt damals zu Recht davon ab, ein bidisziplinäres Gutachten ein-

zuholen. 

5.3.2 Allerdings erkundigte sich die Gutachterin Dr. med. J._______ am 

11. Februar 2011 bei der Vorinstanz, ob sie die Beschwerdeführerin 

nochmals konsiliarisch aufbieten solle zwecks Aufgleisung eines psychiat-

rischen Teils, da mittlerweile im S._______ in _______ eine psychiatri-

sche Untersuchung stattgefunden habe. Nach Rücksprache wurde ver-

einbart, dass die Ärztin ihr Gutachten ohne psychiatrische Untersuchung 

abschliessen solle und die Vorinstanz über die Notwendigkeit einer psy-

chiatrischen Befunderhebung nach Eingang entscheiden werde (vgl. Dok. 

53 f.). Obwohl die Ärztin im Gutachten den Umstand erwähnt hat, dass 

der Psychiater Dr. med. H._______ eine Depression festgestellt habe, 

nahm der RAD-Arzt ohne weitere Abklärungen eine abschliessende Beur-

teilung der Leistungsfähigkeit vor.  

5.4 Indes ist vorliegend von einer Rückweisung zwecks ergänzender 

Sachverhaltsabklärung aus nachfolgenden Erwägungen abzusehen. So 

hat die Beschwerdeführerin bereits im Rahmen des Vorbescheidverfah-

rens einen Bericht des Schmerzzentrums B._______ vom 30. August 

2010 eingereicht, in welchem von einem algogenem Psychosyndrom im 

Sinne einer reaktiven Depression die Rede war (vgl. Dok. 62 sowie 69.3 

S. 9-10). Zudem hat die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfah-

ren ein an das Landratsamt W._______ gerichtetes Schreiben von Dr. 

med. R._______ vom 15. März 2011 eingereicht, in welchem die Ärztin 

von einer reaktiven depressiven Stimmungslage aufgrund der Grunder-

krankung berichtete (vgl. Dok. 63 S. 3 f.). Des Weiteren attestiert Dr. med. 

H._______ der Beschwerdeführerin eine (gegenwärtig mittelgradige) de-

pressive Episode ohne anhaltende somatoforme Schmerzstörung (vgl. 

Dok. 69.3 S. 11 f.). Ein solches psychisches Leiden könnte rechtspre-

chungsgemäss indes nur invalidisierend sein, wenn namentlich eine Ko-

morbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vorläge, was 

auf reaktive depressive Episoden bzw. reaktive Depressionen rechtspre-

chungsgemäss in der Regel nicht zutrifft (vgl. zum Ganzen BGE 131 V 49 

E. 1.2. und 127 V 294 E. 4b/aa, je mit Hinweisen). Daher ist der Ansicht 

der Vorinstanz, die den Bericht von Dr. med. H._______ im Rahmen ihrer 

C-3537/2011 

Seite 18 

Vernehmlassung vom 22. August 2011 gewürdigt hat, zu folgen, wonach 

aufgrund der von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichte keine 

neuen entscheidrelevanten Unterlagen vorliegen. In den Akten bestehen 

für den massgebenden Zeitraum (vgl. E. 4.2 ff. hiervor) keine Anhalts-

punkte, die ausnahmsweise auf die Unzumutbarkeit einer willentlichen 

Überwindung der Folgen der Depression schliessen lassen. Im Gegenteil 

zeigte die Beschwerdeführerin bei der Evaluation der funktionellen Leis-

tungsfähigkeit vom 20. respektive 21. Januar 2011 bei der Verhaltensbe-

obachtung betreffend den Umgang mit Schmerz eine erhebliche Sym-

ptomausweitung sowie Selbstlimitierung. Bei gutem Effort könnte sie eine 

bessere Leistung erbringen, als dies im Rahmen der Leistungstests der 

Fall war (vgl. Dok. 55 S. 39). 

6.  

Angesichts der vorstehenden Erwägungen erweist sich daher Dr. med. 

K._______ abschliessende Stellungnahme vom 25. Februar 2011 im  

Ergebnis als zutreffend. 

7.  

Vor diesem Hintergrund sind die erwerblichen Auswirkungen der festge-

stellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu prüfen, wobei für die Be-

stimmung des Invaliditätsgrades ein Einkommensvergleich zu erfolgen 

hat (vgl. E. 4.5 hiervor).  

7.1 Die Beschwerdeführerin war gemäss medizinischer Beurteilung von 

Juli 2009 bis September 2009 überhaupt nicht im Stande, irgendeiner 

Erwerbstätigkeit nachzugehen (vgl. Dok. 56 sowie E. 5.1.2 hiervor), wes-

halb ihr für diesen Zeitraum zu Recht eine ganze Rente zugesprochen 

worden ist. Demnach sind im Folgenden die Auswirkungen insofern zu 

prüfen, als sie die Periode Oktober 2009 bis Februar 2011 sowie die Zeit 

ab März 2011 beschlagen. 

7.2 Des Weiteren ist die vorinstanzliche Feststellung, wonach die zuletzt 

als Hilfsschreinerin tätige Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden 

im Jahre 2009 (Beginn Rentenanspruch nach Ablauf des obligaten Warte-

jahres) ein jährliches Einkommen von Fr. 58'890.- erzielt hätte, nicht zu 

beanstanden, ergibt sich dies ohne Weiteres aus den Angaben ihrer frü-

heren Arbeitgeberin im entsprechenden Fragebogen (vgl. Dok. 2 und 21 

S. 2-14).  

C-3537/2011 

Seite 19 

7.3 Zur Bestimmung des Invalideneinkommens stellte die Vorinstanz auf 

den Totaldurchschnittswert der Frauen im Niveau 4 der Tabelle TA1 der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 

aus dem Jahre 2008 ab, was ebenfalls nicht zu bemängeln ist, da die Be-

schwerdeführerin seit der erfolgten Kündigung durch die Arbeitgeberin 

keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht und sich mangels besonderer 

Qualifikationen keine höhere Einstufung aufdrängt. 

7.3.1 Dennoch ist das von der Vorinstanz ermittelte hypothetische Invali-

deneinkommen zu korrigieren. Da der Rentenanspruch frühestens nach 

Ablauf des obligaten Wartejahres ab 1. Juli 2009 auszurichten war, ist 

vorliegend auf die Tabellenlöhne des Jahres 2008 abzustellen und das 

Jahresgehalt von Fr. 49'392.- (Tabelle TA1, Niveau 4, Total Frauen, 

Fr. 4'116 x 12) der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2009 anzupas-

sen. Dies führt - abweichend von der vorinstanzlichen Feststellung – zu 

einem Jahressalär von Fr. 50'439.53 (Nominallohnindex, Frauen, 1939 = 

100, 2008 = 2499 sowie 2009 = 2552 [49'392 x 2552] : 2499 = 

50'439.53). Da die statistischen Tabellenlöhne einer Wochenarbeitszeit 

von 40 Stunden entsprechen, ist dieser Betrag in einem nächsten Schritt 

an die im Jahre 2009 geltende durchschnittliche Wochenarbeitszeit anzu-

passen. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz, die von einer durchschnitt-

lichen Arbeitszeit von 41 Stunden pro Woche ausging, entsprach die 

durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Jahre 2009 41.6 Stunden (vgl. Die 

Volkswirtschaft, Tabelle B 9.2). Im Ergebnis resultiert ein Jahressalär von 

gerundet Fr. 52'457.- ([50'439.53 x 41.6] : 40 = 52'457.11). 

7.3.2 Da aufgrund einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden 

pro Woche auch die von der Vorinstanz festgestellten Arbeitspensen zu 

korrigieren sind, entsprechen vier Stunden pro Tag einem Pensum von 

48,08% ([20 x 100] : 41.6 = 48,08). Für den Zeitraum Oktober 2009 bis 

Januar 2011 ergibt sich daher ein hypothetisches Invalideneinkommen 

von Fr. 25'221.33 ([52'457 x 48.08] : 100). Bei einem ab Februar 2011 

zumutbaren Pensum von sechs Stunden pro Tag (= 72.12%; [30 x 100] : 

41.6 = 72,12]) resultiert demgegenüber ein hypothetisches Invalidenein-

kommen von Fr. 37'831.99 ([52'457 x 72.12] : 100). 

7.4 Da das Invalideneinkommen aufgrund von statistischen Durch-

schnittswerten ermittelt wurde, stellt sich vorliegend die Frage, ob dieser 

Wert allenfalls durch einen leidensbedingten Abzug zu kürzen ist. Ob und 

in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämt-

lichen persönlichen und beruflichen Umständen – auch von invaliditäts-

C-3537/2011 

Seite 20 

fremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab (BGE 129 V 481 E. 

4.2.3, mit Hinweisen). Mit dem Abzug soll der Tatsache Rechnung getra-

gen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und 

Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben können und dadurch versicherte Personen deswegen 

ihre Restarbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur 

mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage 

sind. Die statistischen Löhne können nach der Rechtsprechung um ma-

ximal 25% gekürzt werden (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).  

7.4.1 Die Vorinstanz hat keinen leidensbedingten Abzug vorgenommen. 

Ob sie diesen überhaupt geprüft hat oder bewusst verwehrt hat, ist aus 

der Begründung der Verfügungen vom 27. Mai 2011 nicht ersichtlich. Un-

geachtet dessen hätte die Vorinstanz sowohl für die Dauer von Oktober 

2009 bis Januar 2011 als auch für die Zeit ab Februar 2011 einen lei-

densbedingten Abzug vornehmen müssen.  

7.4.2 Bereits der Umstand, dass die Beschwerdeführerin in ihrer letzten 

Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichtet hat und sie nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur noch beschränkt 

einsatzfähig ist, ist ein von der Rechtsprechung anerkannter Herabset-

zungsgrund (vgl. BGE 126 V 75 E. 5a/aa mit Hinweis auf die nicht publi-

zierte E. 4 des BGE 114 V 310). Zudem ist zu beachten, dass die Be-

schwerdeführerin über keinerlei Berufsbildung verfügt. 

7.4.3 Ein Teilzeitabzug hingegen fällt bei Frauen rechtsprechungsgemäss 

ausser Betracht (vgl. die Urteile des BGer 9C_315/2012 vom 18. Sep-

tember 2012 E. 3.2.3 sowie 8C_379/2011 vom 26. August 2011 E. 4.2.2). 

Schliesslich ist zu beachten, dass die Vorinstanz in Bezug auf das ab 

Februar 2011 zumutbare Pensum ausgeführt hat, dass in den sechs 

Stunden pro Tag bereits ein erhöhter Pausenbedarf von zwei Stunden 

täglich mitberücksichtigt sei. Demnach wurde hier der ärztlich nachgewie-

senen Verminderung der Leistungsfähigkeit bereits beim zumutbaren 

Pensum Rechnung getragen. Dieser Umstand darf nicht zusätzlich in die 

Bemessung des leidensbedingten Abzuges einfliessen, ansonsten er 

doppelt berücksichtigt würde (vgl. dazu das Urteil des BGer 8C_75/2008 

vom 14. November 2008 E. 4.3). 

C-3537/2011 

Seite 21 

7.4.4 Nach dem Gesagten rechtfertigt sich vorliegend aufgrund sämtlicher 

persönlicher sowie beruflicher Umstände ein Abzug vom hypothetischen 

Invalideneinkommen in der Höhe von 15%. 

7.5 Das im Zeitraum Oktober 2009 bis Februar 2011 hypothetisch erziel-

bare jährliche Invalideneinkommen reduziert sich demnach von 

Fr. 25'221.33 um Fr. 3'783.20 ([25'179.36 x 15] : 100 = 3'783.20) auf 

Fr. 21'438.13. Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen Valide-

neinkommens von jährlich Fr. 58'890.- und eines hypothetischen Invali-

deneinkommens von Fr. 21'438.13 pro Jahr resultiert bei einer Er-

werbseinbusse von Fr. 37'451.87 ein Invaliditätsgrad von gerundet 64% 

([37'451.87 x 100] : 58'890 = 63.59), was entgegen der vorinstanzlichen 

Feststellung einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente begründet. 

7.6 Das ab März 2011 hypothetisch erzielbare jährliche Invalideneinkom-

men reduziert sich von Fr. 37'831.99 um Fr. 5'674.80 ([37'831.99 x 15] : 

100 = 5'674.80) auf Fr. 32'157.19. Bei einer Erwerbseinbusse von 

Fr. 26'732.81 führt der Einkommensvergleich zu einem Invaliditätsgrad 

von gerundet 45% ([26'732.81 x 100] : 58'890 = 45.39), so dass die Be-

schwerdeführerin entgegen der Ansicht der Vorinstanz weiterhin An-

spruch auf eine Invalidenrente hat, wobei sich diese von einer Dreivier-

tels- auf eine Viertelsrente reduziert. 

8.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung 

vom 27. Mai 2011 betreffend die Zusprache einer ganzen Invalidenrente 

vom 1. Juli 2009 bis 30. September 2009 zu bestätigen und die Be-

schwerde in diesem Punkt abzuweisen. Die Beschwerde ist hingegen in-

soweit gutzuheissen und die Verfügung vom 27. Mai 2011 betreffend die 

Zusprache einer halben Invalidenrente vom 1. Oktober 2009 bis 

28. Februar 2011 aufzuheben und dahingehend durch neue Verfügungen 

zu ersetzen, als dass die Beschwerdeführerin vom 1. Oktober 2009 bis 

28. Februar 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente sowie ab dem 

1. März 2011 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung 

hat. Die Akten gehen zurück an die Vorinstanz. Diese ist anzuweisen, 

entsprechende Verfügungen zu erlassen, die entsprechenden Renten-

betreffnisse neu zu berechnen und unter Berücksichtigung von Art. 26 

ATSG rückwirkend auszurichten. Dabei hat die Vorinstanz weitere Abklä-

rungen hinsichtlich der Beitragsdauer der Beschwerdeführerin vorzuneh-

men, besteht doch diesbezüglich eine Diskrepanz zwischen dem IK-

C-3537/2011 

Seite 22 

Auszug vom 15. Februar 2010 und den Verfügungen vom 27. Mai 2011 

(vgl. Dok. 25 und 68). 

9.  

Soweit die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eine Ver-

schlechterung ihres Gesundheitszustandes aufgrund von Unterlagen gel-

tend macht, die den medizinischen Sachverhalt nach Verfügungserlass 

vom 27. Mai 2011 betreffen, ist sie darauf hinzuweisen, dass sie nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils ein Revisionsgesuch bei 

der Vorinstanz stellen kann. 

10.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

10.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Der 

unterliegenden Vorinstanz können allerdings keine Verfahrenskosten auf-

erlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der teilweise obsiegenden Be-

schwerdeführerin sind reduzierte Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 200.- aufzuerlegen und mit dem bereits geleisteten Verfahrenskosten-

vorschuss von Fr. 400.- zu verrechnen. Die Differenz von Fr. 200.- wird 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

10.2 Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin sind keine un-

verhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihr – soweit sie ob-

siegt – keine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Als Bundesbehörde 

hat die Vorinstanz ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädi-

gung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfügung vom 27. Mai 2011 betreffend die Zusprache einer ganzen 

Invalidenrente vom 1. Juli 2009 bis 30. September 2009 wird bestätigt 

und die Beschwerde in diesem Punkt abgewiesen. 

C-3537/2011 

Seite 23 

2.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung betreffend 

die Zusprache einer halben Invalidenrente vom 1. Oktober 2009 bis 

28. Februar 2011 aufgehoben und dahingehend geändert, als dass die 

Beschwerdeführerin vom 1. Oktober 2009 bis 28. Februar 2011 Anspruch 

auf eine Dreiviertelsrente sowie ab dem 1. März 2011 Anspruch auf eine 

Viertelsrente der Invalidenversicherung hat. 

3.  

Die Vorinstanz wird angewiesen, im Sinne der Erwägung 8 zu verfahren 

und neu zu verfügen. 

4.  

Eine Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 25. September 

2013 samt Beilage in Kopie gehen zur Kenntnisnahme an die Vorinstanz.  

5.  

Der Beschwerdeführerin werden reduzierte Verfahrenskosten von 

Fr. 200.- auferlegt und mit dem bereits geleisteten Verfahrenskostenvor-

schuss von Fr. 400.- verrechnet. Die Differenz von Fr. 200.- wird nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

6.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

7.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben; Beilagen: Vorinstanzli-

che Akten sowie Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 

25. September 2013 samt Beilage in Kopie) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

C-3537/2011 

Seite 24 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Milan Lazic 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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