# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a435c459-d73c-5230-b65a-f37daef1e387
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.06.2015 200 2013 1100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1100_2015-06-12.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 25. November 2015 abgewiesen (9C_552/2015).

200 13 1100 IV
KNB/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Juni 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 8. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 26. März 1999 erstmals bei der Invali-
denversicherung unter Hinweis auf eine Fehlhaltung der Wirbelsäule und 
therapieresistente Schmerzen zum Leistungsbezug (Umschulung) an (Ak-
ten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Ant-
wortbeilage [AB] 10 [Akten vor 1999]). Nach Vornahme erwerblicher und 
medizinischer Abklärungen, insbesondere einer Begutachtung durch das 
Spital C.________, wies die IVB das Gesuch mit Verfügung vom 21. Sep-
tember 1999 ab (AB 4, 6). 

Nachdem der Versicherte am 9. November 2000 einen Herzinfarkt erlitten 
hatte und bei der IVB eine Neuanmeldung eingegangen war, wurde dem 
Versicherten mit Verfügung vom 16. November 2001 Berufsberatung und 
Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten gewährt (AB 7, 14). 
Ein Hilfsmittelgesuch bezüglich eines Wasserbetts wurde hingegen am 30. 
April 2002 abgewiesen (AB 20). Nach Durchführung einer beruflichen Ab-
klärung in der Abklärungsstelle D.________ vom 30. September bis 18. 
Oktober 2002 (AB 28) und Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens 
durch die MEDAS E.________ (Expertise vom 28. Oktober 2003 [AB 37]) 
verneinte die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 35.2 % den Anspruch auf 
eine Invalidenrente (Verfügung vom 17. Februar 2004 [AB 40]). Mit Ent-
scheid vom 15. Juni 2004 erfolgte die Abweisung der dagegen erhobenen 
Einsprache (42, 46, 49).

Am 8. September 2004 wies die IVB ein Hilfsmittelgesuch des Versicherten 
für ein ergonomisches Fahrrad ab (AB 54, 56) und am 10. März 2005 ver-
neinte sie den Anspruch auf Berufsberatung und Umschulung (AB 60). 

Am 7. März 2006 meldete sich der Versicherte bei der IVB erneut zum 
Leistungsbezug an und beantragte eine Umschulung sowie eine Rente (AB 
63). Nachdem die IVB den Versicherten durch Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Neurochirurgie FMH, hatte begutachten lassen (Expertise 
vom 7. November 2006 [AB 80]), verneinte sie bei einem Invaliditätsgrad 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 4

von 27 % den Anspruch auf eine Rente (Verfügung vom 13. Februar 2007 
[AB 89]). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, mit Urteil vom 
15. August 2007 (IV 67880) ab (AB 90/3 ff., 94).

Am 5. Oktober 2011 erfolgte wiederum eine Anmeldung zum Leistungsbe-
zug (Umschulung) unter Hinweis auf einen Unfall vom 1. April 2011 und 
eine Schulterkontusion mit Läsion der Rotatorenmanschette rechts (AB 98). 
Die IVB nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und zog die 
Akten der für das Ereignis vom 1. April 2011 zuständigen Unfallversiche-
rung, der G.________, bei (AB 100, 104.1 – 104.9, 105, 107 – 109, 110.1 – 
110.4, 113, 114.1 – 114.3, 115 f.). Nach Einholung einer Stellungnahme 
ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) und Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens verneinte die IVB mit Verfügung vom 16. Mai 2012 bei 
einem Invaliditätsgrad von 10 % einen Rentenanspruch (AB 117 f., 120).

B.

Am 6. Juni 2013 ging bei der IVB eine weitere Anmeldung des Versicherten 
(berufliche Integration/Rente) ein, in welcher angegeben wurde, es bestehe 
ein Zustand nach zweimaliger Operation der Rotatorenmanschette des 
rechten Schultergelenks, ein Zustand nach Schulterkontusion links mit Im-
pingement, eine koronare Herzkrankheit und eine Wirbelsäulenverkrüm-
mung (AB 124). 

Mit Schreiben vom 20. Juni 2013 (AB 130) stellte die G.________ der IVB 
ein von ihr im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1. April 2011 bei 
Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie FMH, in Auftrag gegebenes 
Gutachten zu (Expertise vom 12. Juni 2013 [AB 131]), gemäss welchem 
dem Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Ganztagsprä-
senz am Arbeitsplatz zumutbar sei. Mit Verfügung vom 8. August 2013 (AB 
138) sprach die G.________ dem Versicherten im Zusammenhang mit dem 
Unfall vom 1. April 2011 ab dem 1. Juni 2013 eine UVG-Invalidenrente mit 
einem Invaliditätsgrad von 26 % und eine Integritätsentschädigung von 
Fr. 8‘400.-- bei einem Integritätsschaden von 6.66 % zu. Diese Leistungs-
zusprache änderte die G.________ wiedererwägungsweise mit Verfügung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 5

vom 5. Dezember 2013 (AB 150) insoweit ab, als dem Versicherten ab dem 
1. Juni 2013 eine UVG-Invalidenrente mit einem Invaliditätsgrad von 34 % 
zugesprochen wurde. 

Am 9. August 2013 (AB 140, 142) machte der Hausarzt des Versicherten, 
Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, ge-
genüber der IVB geltend, der Versicherte sei zu mindestens 50 % arbeits-
unfähig (zeitliche und körperliche Leistungseinbusse). Nachdem die IVB 
beim RAD eine Stellungnahme eingeholt hatte (AB 139), stellte sie dem 
Versicherten mit Vorbescheid vom 15. August 2013 bei einem Invaliditäts-
grad von 34 % die Verneinung des Rentenanspruchs in Aussicht (AB 141). 
Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 8. Oktober 2013 Einwände (AB 146). Nach Einholung einer weiteren 
RAD-ärztlichen Stellungnahme verfügte die IVB am 8. November 2013 wie 
vorbescheidweise angekündigt die Verneinung des Rentenanspruchs (AB 
148 f.).

C.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 10. Dezember 2013 Beschwerde. Er beantragt, unter Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung sei die Beschwerdegegnerin zu ver-
urteilen, weitere Abklärungen, insbesondere medizinischer Art, zu treffen, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer macht im 
Wesentlichen geltend, es liege nicht nur eine unfallkausale Schulterpro-
blematik rechts vor, sondern zusätzlich verschiedene andere Beschwerden, 
welche bereits vor dem Unfall zur Einschränkung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit geführt hätten. Weiter habe Dr. med. H.________ in seinem 
Gutachten allein die Auswirkungen der Unfallfolgen auf die Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit beurteilt und auf die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes 
könne nicht abgestellt werden, da an deren Schlüssigkeit Zweifel bestün-
den.

In der Folge verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine ausführliche Stel-
lungnahme im Rahmen einer Beschwerdeantwort und beantragt die Abwei-
sung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 6

Am 28. April 2015 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss Art. 56 
Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 
81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde 
einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 8. November 2013 (AB 149). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 7

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem-
nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 8

ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der 
Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach 
zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prü-
fungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV 
Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 9

dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom Juni 2013 (AB 124) eingetreten ist. Folglich ist die 
Eintretensfrage vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Die letzte Ablehnung des Rentenanspruchs erfolgte mit Verfügung 
vom 16. Mai 2012 (AB 120), welche insbesondere auf der RAD-
Stellungnahme vom 27. Februar 2012 (AB 117; vgl. E. 3.2.1 hiernach) ba-
sierte. Im diesbezüglichen Verwaltungsverfahren hat der Beschwerdeführer 
auf die unfallbedingten Schulterbeschwerden rechts hingewiesen (vgl. AB 
98/5); bezüglich der anderen gesundheitlichen Probleme wie Rückenbe-
schwerden und Herzkrankheit (vgl. AB 80/10) hat er damals keine Verän-
derungen geltend gemacht. In den Jahren 2007 bis 2010 hat er als … für 
… – folglich mit körperlich teilweise belastenden Tätigkeiten – Jahresein-
kommen zwischen Fr. 71‘475.-- und Fr. 81‘656.-- erzielt (AB 108 – 110.4). 
Mit Blick auf diese Gegebenheiten ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin damals keine weiteren Abklärungen hinsichtlich der be-
reits bekannten gesundheitlichen Beschwerden vorgenommen und die Ver-
fügung vom 16. Mai 2012 (AB 120) insbesondere gestützt auf die RAD-
Stellungnahme vom 27. Februar 2012 (AB 117) erlassen hat. Es erfolgte 
damals eine die wesentlichen Faktoren betreffende materielle Prüfung des 
Rentenanspruchs. Demnach ist zu prüfen, ob zwischen der rentenabwei-
senden Verfügung vom 16. Mai 2012 (AB 120) und der hier angefochtenen 
Verfügung vom 8. November 2013 (AB 149) eine anspruchsbegründende 
Veränderung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 2.3 hiervor).

3.2

3.2.1 Wie bereits erwähnt, lag der Verfügung vom 16. Mai 2012 (AB 120) 
insbesondere die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. J.________, Fach-
arzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 27. Februar 2012 (AB 117) 
zu Grunde. Der RAD-Arzt hielt fest, eine Partialruptur (ein Teil-Einriss) der 
Supraspinatussehne (hier rechts) nach einem Sturz sei nicht ein seltenes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 10

Ereignis. Nach einer operativen Intervention stelle sich meistens der voran-
gegangene Zustand ein. Der Heilungsprozess nach dem Eingriff sei beim 
Beschwerdeführer zwar etwas verzögert verlaufen. Mittlerweile liege aber 
ein recht günstiger Zustand vor. Von Rückenbeschwerden sei (im Gegen-
satz zu früheren Zeiten) heute nicht die Rede, bei einer kardiologischen 
Kontrolle hätten sich erfreuliche Gegebenheiten ergeben. Der Beschwerde-
führer sei überdurchschnittlich leistungsfähig. Allfällige (und dann sicher 
milde) Restbeschwerden von Seiten der rechten Schulter schränkten die 
Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich ein. Es sei ja bereits bisher davon ausge-
gangen worden, dass der Beschwerdeführer keiner Schwerarbeit nachge-
hen könne. 

3.2.2 Unter Berücksichtigung dieser RAD-ärztlichen Ausführungen wurde 
in der Verfügung vom 16. Mai 2012 (AB 120/2) festgehalten, die Verwal-
tung sei im Jahr 2007 (Verfügung vom 13. Februar 2007 [AB 89] bzw. Urteil 
des Verwaltungsgerichts vom 15. August 2007 [IV 67880; AB 94]) davon 
ausgegangen, dass dem Beschwerdeführer eine vorwiegend leichte Tätig-
keit (Heben und Tragen von 12 bis maximal 15kg) während 6.5 bis 7 Stun-
den zumutbar sei. Letztlich habe sich die Arbeitsfähigkeit bezogen auf eine 
der Behinderung angepasste Tätigkeit seit der Verfügung vom 13. Februar 
2007 nicht massgebend verändert. 

3.3 In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 8. November 2013 
(AB 149) hat die Beschwerdegegnerin festgehalten, wenn ausschliesslich 
Unfallfolgen vorlägen, wie dies beim Beschwerdeführer zutreffe, so dürfe 
die Invalidenversicherung für den gleichen Gesundheitsschaden grundsätz-
lich keinen anderen Invaliditätsgrad annehmen als die Unfallversicherung. 
In medizinischer Hinsicht hat sie insbesondere auf das hinsichtlich der Un-
fallfolgen erstellte Gutachten von Dr. med. H.________ vom 12. Juni 2013 
(AB 131) sowie auf die RAD-ärztlichen Stellungnahmen vom 12. August 
2013 (AB 139) und 1. November 2013 (AB 148) Bezug genommen. Der 
Beschwerdeführer seinerseits erwähnt insbesondere einen Bericht des 
Hausarztes Dr. med. I.________ vom 9. August 2013 (AB 142). Diesen 
medizinischen Unterlagen ist im Wesentlichen das Folgende zu entneh-
men:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 11

3.3.1 Im Gutachten vom 12. Juni 2013 (AB 131) führte Dr. med. 
H.________ die folgenden Diagnosen auf (AB 131/25 f.):

Periarthrosis humeroscapularis rechts bei Status nach zweimaligem Schultertrau-
ma rechts.

Status nach Supraspinatussehnennaht, Acromioplastik sowie Osteophytenabtra-
gung am 1. September 2011 und am 16. August 2012 mit/bei:
 traumatischer Ruptur der degenerativ veränderten Supraspinatussehne
 subacromialem Impingement bei lateral abfallendem Acromion Typ 2 und AC
 AC-Gelenksarthrose mit Kapselhypertrophie
 gelenksseitiger Partialruptur der Subscapularissehne. Tendinosen der Mm. 

Supraspinatus, Infraspinatus uns subscapularis.

Periarthrosis humeroskapularis links ohne signifikante Traumatisierung des Schul-
tergelenks mit:
 bildgebend nachgewiesenen degenerativen Veränderungen wie Tendinopathie 

am Übergang zur Supraspinatussehne mit Bursitis subacromialis/subdeltoidea, 
ventraler Ansatzverkalkung der Supraspinatussehe. AC-Gelenksarthrose bei 
Acromion Typ II und leichter Einengung des Subacromialraumes.

Beschwerden im Bereich der HWS und oberen BWS bei:
 cervicaler Hyperlordose bei thorakaler Hyperkyphose ohne bildgebenden 

Nachweis einer Spinalkanalstenose, Neurokompression oder Myelopathie.
 geringgradigen Chondrosen der cervicalen Bandscheiben ohne neurokom-

pressiven Effekt.
 Unkonvertebral- und Spondylarthrose im mittleren HWS-Drittel.
 Status nach M. Scheuermann.

Zur Frage, ob die zur Zeit noch vorhandenen gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen auf den Unfall vom 1. April 2011 als alleinige oder als Teilursache 
zurückzuführen seien, hielt Dr. med. H.________ fest (AB 131/27), die 
Schulterbeschwerden rechts mit Bewegungseinschränkung, Schmerz und 
Kraftminderung seien auf den Unfall vom 1. April 2011 als Teilursache 
zurückzuführen. Ein Status quo sine oder Status quo ante könne aufgrund 
der zwei durchgeführten operativen Eingriffen nicht mehr erreicht werden. 
Zu den nicht unfallbedingten Beschwerden hielt der Gutachter fest (AB 
131/24), die Impingementsymptomatik im Bereich der linken Schulter sei 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht als Unfallfolge, sondern als 
Schmerzsyndrom im Rahmen der oben beschriebenen degenerativen Ver-
änderungen zu werten. Auch die Beschwerden im Bereich der Halswir-
belsäule seien nicht unfallbedingt. Hier seien MR-tomografisch ebenfalls 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 12

degenerative Veränderungen im Sinne von geringen Chondrosen der cer-
vicalen Bandscheiben ohne neurokompressiven Effekt und Unkovertebral- 
und Spondylarthrose im mittleren HWS-Drittel objektiviert worden. Ferner 
könne die zervikale Hyperlordose bei thorakaler Hyperkyphose mit Antepo-
sition des Kopfes zu Überlastungsbeschwerden in diesem Wirbelsäulen-
segmenten führen. Traumatisch bedingte Strukturläsionen an der HWS 
seien nicht nachgewiesen worden. Am rechten Ellenbogen sei keine Epi-
kondylitis-Symptomatik mehr festgestellt worden. Hingegen habe sich diese 
am linken Ellenbogen gefunden. Sie sei erst im Februar 2013 aufgetreten. 
Eine Unfallkausalität derselben sei daher nicht zu postulieren. Zur Arbeits-
unfähigkeit im Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. April 2011 führte Dr. 
med. H.________ aus (AB 131/28), eine Arbeitsaufnahme als … sei nicht 
mehr möglich. Der Beschwerdeführer sei aufgrund der unfallkausalen Ein-
schränkungen für eine mittelschwere und schwere manuelle Tätigkeit nicht 
mehr einsetzbar. Er sei nicht fähig, Arbeiten über Brusthöhe auszuführen, 
Gewicht über 10kg zu heben oder zu tragen, den rechten Arm in gestreck-
ter Position und mit schnellen repetitiven Bewegungen zu belasten. Eine 
schockartige Krafteinwirkung und starke Vibrationen auf den rechten Arm 
seien zu vermeiden. Günstig wäre eine Kontrolltätigkeit wie das Überwa-
chen von Maschinen oder Apparaten oder eine leichte manuelle Tätigkeit in 
der Qualitäts- oder Stückkontrolle bzw. Kleinmontage, wo eventuell Ein-
spannmöglichkeiten zur Verfügung stünden. Unter Einhaltung dieser Zu-
mutbarkeitskriterien könne von einer Ganztagspräsenz am Arbeitsplatz 
ausgegangen werden. 

3.3.2 Im Bericht vom 12. August 2013 (AB 139) hielt der RAD-Arzt Dr. 
med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, für Physi-
kalische Medizin und Rehabilitation FMH sowie für Tropen und Reisemedi-
zin FMH, fest, nach der zweiten Operation (der Rotatorenmanschette) sei 
ein befriedigender Endzustand der rechten Schulter eingetreten. Die 
Schlussfolgerungen des Gutachters (Dr. med. H.________) könnten über-
nommen werden. Aufgrund der Impingement-Symptomatik der linken 
Schulter müssten im Zumutbarkeitsprofil keine zusätzlichen Einschränkun-
gen gemacht werden, da eine angepasste Tätigkeit die Schultern nicht be-
lasten solle. Bei Zunahme der Beschwerden könnte eine arthroskopische 
subakromiale Dekompression durchgeführt werden, so dass anschliessend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 13

mit grosser Wahrscheinlichkeit mit einer deutlichen Besserung der Be-
schwerden gerechnet werden könnte. Die Beschwerden seien aber aktuell 
nicht derart, dass eine Operation erfolgen sollte. Weiter seien keine Belege 
dafür vorhanden, dass sich an der kardialen Situation seit der Verfügung 
vom 16. Mai 2012 eine wesentliche Veränderung ergeben hätte. Bezüglich 
Wirbelsäulenverkrümmung führte der RAD-Arzt aus, eine zusätzliche Ein-
schränkung könne bei den HWS-Beschwerden nicht abgeleitet werden, da 
sie vorwiegend muskulo-tendinöser Natur seien und durch die Fehlhaltung 
ausgelöst würden. Die Beschwerden könnten in aller Regel gut behandelt 
werden. Da eine körperlich schwere Tätigkeit im Zumutbarkeitsprofil der 
UVG-Versicherung sowieso ausgeschlossen werde, müsse keine zusätzli-
che Einschränkung gemacht werden. Sodann sei keine zusätzliche Ein-
schränkung durch die Ellbogenbeschwerden (Epicondylopathia humeri ra-
dialis beidseits) objektiv fassbar. Weiter seien die Rückenbeschwerden 
gemäss Aussagen des Beschwerdeführers seit 2001 vorhanden, es seien 
aber keine neuen Gesichtspunkte dazugekommen, diese Beschwerden 
seien vom Gutachter in der Diagnoseliste nicht erwähnt worden. Auch hin-
sichtlich der Hüftbeschwerden rechts seien keine Einschränkungen nach-
weisbar. Somit könne keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
gegenüber dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. H.________ im Gutach-
ten vom 12. Juni 2013 nachgewiesen werden. 

3.3.3 Der Hausarzt Dr. med. I.________ diagnostizierte im Bericht vom 9. 
August 2013 (AB 142) Folgendes:

 Schulterkontusion rechts am 14. April 2010
Weichteilkontusion, Impingementsyndrom, Abschluss am 13. Oktober 2010

 Schulterkontusion/Distorsion rechts am 1. April 2011
Läsion der Supraspinatussehne, subacromiales Impingement, 1. September 
2011 OP durch Dr. med. L.________, Partialruptur Supraspinatussehne 
rechts. 16. August 2012 Re-OP Dr. med. L.________, Rezidivruptur Supraspi-
natussehhne rechts. Protrahierter Heilungsverlauf, Impingement, Belastungs-
dolenz

 Schulterbeschwerden links, 29. November 2012 Dr. med. L.________, suba-
cromiales Impingement links, Bewegung allseitig dolent und unvollständig. 
Eindeutige Überlastung bei Schonung des rechten Schultergelenks.

Dr. med. I.________ führte aus, ein Status quo sine/ante könne heute nicht 
mehr erreicht werden, was jedoch bleibe seien beidseits missliche Raum-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 14

verhältnisse (Impingement), Bewegungseinschränkungen und vor allem 
beim Belasten sofortiger Anstieg der Schmerzstärke. Die beiden lädierten 
Schultergelenke und die KHK des Herzens führten zur mindestens 50 %-
igen Arbeitsunfähigkeit (zeitliche und körperliche Leistungseinbusse). 

3.3.4 Der RAD-Arzt Dr. med. K.________ führte am 1. November 2013 
(AB 148) mit Blick auf den Bericht von Dr. med. I.________ vom 9. August 
2013 aus, der Hausarzt erwähne keine neuen Diagnosen. Die von ihm er-
wähnten Einschränkungen seien im Gutachten von Dr. med. H.________ 
vom 12. Juni 2013 beurteilt worden, dies nach Würdigung der vorhandenen 
Arztberichte und der eigenen ausführlichen klinischen Untersuchung. Auch 
der behandelnde Orthopäde Dr. med. L.________ habe nach der zweiten 
Schulteroperation rechts vom 16. August 2012 festgestellt, dass die Be-
weglichkeit der rechten Schulter wieder voll sei, und dass der Beschwerde-
führer kaum Schmerzen habe. Auf der linken Seite sei festgestellt worden, 
dass die Beweglichkeit besser sei als rechts und die Rotatorenmanschette 
sei im MRI vom 22. Oktober 2012 intakt gewesen. Dr. med. I.________ 
gebe keine objektiv durch Befunde abgestützte Angaben, warum eine an-
gepasste Tätigkeit nicht möglich sein sollte. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit 
als … sei klar eine massive Einschränkung gegeben. Hier sei der Beurtei-
lung des Hausarztes beizupflichten. Bezüglich der koronaren Herzkrankheit 
könne auf den RAD-Bericht vom 8. (richtig: 12.) August 2013 verwiesen 
werden. Eine polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, da genü-
gend ausführliche Berichte von Fachärzten vorlägen und bereits ein Gut-
achten der Unfallversicherung vorhanden sei, auf welches abgestützt wer-
den könne. 

3.4 Seit der Verfügung vom 16. Mai 2012 (AB 120) musste sich der Be-
schwerdeführer am 16. August 2012 einer zweiten Schulteroperation rechts 
unterziehen (vgl. AB 131/5 und 7), dies nachdem bereits am 1. September 
2011 an der gleichen Schulter ein operativer Eingriff stattgefunden hatte 
(vgl. AB 104.3/1). Auch nach der zweiten Schulteroperation rechts hat Dr. 
med. H.________ im einleuchtend sowie schlüssig begründeten Gutachten 
vom 12. Juni 2013 in einer leidensangepassten Tätigkeit ein vollschichtiges 
Pensum für möglich bzw. zumutbar erklärt (AB 131/28). Dies wird auch 
durch den RAD-Arzt Dr. med. K.________ unter Bezugnahme auf den Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 15

richt des Hausarztes Dr. med. I.________ vom 9. August 2013 (AB 142), in 
welchem eine mindestens 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, 
bestätigt, indem er im Bericht vom 1. November 2013 (AB 148) festhielt, 
der Hausarzt mache keine objektiv durch Befunde abgestützte Angaben, 
warum eine angepasste Tätigkeit nicht möglich sein sollte. Folglich ist im 
Vergleich zum Zustand im Zeitpunkt der Verfügung vom 16. Mai 2012 auf-
grund der Schulterproblematik rechts keine zusätzliche Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit eingetreten. Gleiches gilt mit Blick auf die schlüssigen und 
überzeugenden Darlegungen des RAD-Arztes Dr. med. K.________ vom 
12. August 2013 (AB 139) auch für die nicht unfallbedingten Beschwerden 
der linken Schulter, die Herzkrankheit, die Wirbelsäulenverkrümmung bzw. 
die Rückenbeschwerden, die Ellenbogenprobleme beidseits sowie die 
Hüftbeschwerden rechts, da sich gemäss Dr. med. K.________ aus den 
nicht unfallbedingten Beschwerden keine zusätzliche Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit gegenüber dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. 
H.________ im Gutachten vom 12. Juni 2013 ergibt.

Damit ist basierend auf den voll beweiskräftigen (vgl. E. 2.5 hiervor) Ein-
schätzungen des Dr. med. H.________ (Gutachten vom 12. Juni 2013 [AB 
131]) und des RAD-Arztes Dr. med. K.________ (Berichte vom 12. August 
und 1. November 2013 [AB 139, 148]) erstellt, dass im relevanten Ver-
gleichszeitraum (vgl. E. 3.1 hiervor) keine wesentliche Änderung in den für 
den Invaliditätsgrad relevanten Verhältnissen – insbesondere in dem be-
reits früher als eingeschränkt festgestellten Zumutbarkeitsprofil – eingetre-
ten ist, so dass keine freie und umfassende Prüfung des Invaliditätsgrades 
vorzunehmen ist (Umkehrschluss aus BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 
2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.5 Damit ist die Verneinung des Rentenanspruchs mit Verfügung vom 
8. November 2013 im Ergebnis nicht zu beanstanden, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist.

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 16

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens 
hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden 
dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2015, IV/13/1100, Seite 17

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.