# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27e37739-4dc4-5c63-abe4-49ffc2d2cccd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2009 D-6104/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6104-2008_2009-08-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6104/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richterin Gabriela Freihofer, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Äthiopien,
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Anerkennung als Flüchtling und Vollzug der Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 22. August 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6104/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, ein aus B._______ stammender äthiopi-
scher Staatsangehöriger amharischer Volkszugehörigkeit,  am 12. Juli 
2000 in der Schweiz ein erstes Asylgesuch einreichte, das mit Verfü-
gung des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF) vom 27. August 2001 ab-
gelehnt wurde,

dass die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) die dagegen er-
hobene Beschwerde mit Urteil vom 23. November 2001 abwies,

dass der Beschwerdeführer am 15. Juli 2003 beim BFF ein Wiederer-
wägungsgesuch  betreffend den mit  Verfügung  vom 27. August  2001 
angeordneten Vollzug der Wegweisung einreichte, welches mit  Verfü-
gung des BFF vom 13. August  2003 abgewiesen und die Verfügung 
vom 27. August 2001 als rechtskräftig und vollstreckbar erklärt wurde,

dass die dagegen erhobene Beschwerde vom 12. September 2003 mit 
Urteil der ARK vom 22. September 2003 abgewiesen wurde,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. April 2008 (Eingang 
BFM: 28. April  2008) - ohne in der Zwischenzeit in seine Heimat zu-
rückgekehrt zu sein - über seinen Rechtsvertreter ein zweites Asylge-
such einreichte,

dass  der  Beschwerdeführer  im zweiten  Asylgesuch im Wesentlichen 
geltend machte, er übe in der Schweiz seit dem Jahre Y._______ für 
die  C._______  sowie  als  Mitglied  der  D._______  exilpolitische 
Tätigkeiten aus (Darlegung der exilpolitischen Tätigkeiten),

dass er aufgrund dieses exilpolitischen Engagements bei einer Rück-
kehr Verfolgung durch die äthiopischen Behörden befürchte,

dass die Vorinstanz - nach der Anhörung des Beschwerdeführers am 
18. August 2008 - mit  Verfügung vom 22. August 2008 - eröffnet am 
26. August 2008 - das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers ab-
lehnte, die Wegweisung sowie deren Vollzug anordnete und eine Ge-
bühr von Fr. 600.-- erhob,

dass die Vorinstanz zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides 
anführte, die vom Beschwerdeführer im Rahmen seines ersten Asyl-

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verfahrens  geltend  gemachte  Furcht  vor  einer  Verfolgung  aus  politi-
schen Gründen sei als nicht glaubhaft erachtet worden, weshalb kein 
Anlass zur Annahme bestehe, dass er vor dem Verlassen seines Hei-
matstaates als regimefeindliche Person ins Blickfeld der äthiopischen 
Behörden geraten oder registriert worden sei,

dass demzufolge auch nicht davon auszugehen sei, dass er nach sei-
ner Ankunft in der Schweiz unter spezieller Beobachtung seitens der 
äthiopischen Behörden gestanden sei,

dass weiter die Feststellung der Identität eines Asylgesuchstellers eine 
unabdingbare und zentrale Voraussetzung für die Abklärung von Asyl-
vorbringen  sei,  der  Beschwerdeführer  den  Asylbehörden  jedoch  bis 
zum heutigen  Tag weder  eine  Identitätskarte  noch  einen  Reisepass 
übergeben habe, so dass seine Identität nicht feststehe und bezeich-
nenderweise auch keine Hinweise vorliegen würden, dass er sich um 
die Beschaffung von Ausweisdokumenten bemüht habe,

dass  die  Äusserungen  des  Beschwerdeführers  zudem  in  keiner  Art 
und  Weise  darauf  schliessen  lassen  würden,  dass  er  sich  in  der 
Schweiz in qualifizierter Weise politisch engagiert habe,

dass aus den Akten und der Anhörung des Beschwerdeführers keine 
Hinweise ersichtlich seien, wonach die äthiopischen Behörden von der 
Mitgliedschaft  des  Beschwerdeführers  bei  der  C._______  oder  der 
D._______  Kenntnis  erhalten  und  deswegen  irgendwelche 
Massnahmen gegen ihn eingeleitet hätten, zumal seine Identität nicht 
feststehe,

dass allein in der Schweiz sehr viele exilpolitische Anlässe stattfänden, 
von  denen  anschliessend  oftmals  gestellte  Gruppenaufnahmen  von 
nicht selten Hunderten von Teilnehmern in einschlägigen Medien publi-
ziert würden,

dass es vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich erscheine, die äthio-
pischen Behörden könnten all diesen Gesichtern konkrete Namen zu-
ordnen,

dass die diesbezüglichen Äusserungen des Beschwerdeführers zu sei-
nen Aktivitäten denn auch oberflächlich und pauschal geblieben seien 
und er mehrmals auf sein erstes Asylgesuch verwiesen habe,

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dass, selbst wenn diese Behörden über die politischen Aktivitäten ihrer 
Staatsangehörigen  informiert  wären,  sie  angesichts  der  hohen  Zahl 
der im Ausland lebenden Bürger nicht  jede Person überwachen und 
identifizieren  könnten  und  ihnen  überdies  bekannt  sein  dürfte,  dass 
viele  Emigranten  vorwiegend  aus  wirtschaftlichen  Gründen  versuch-
ten, sich in Europa vor oder nach Abschluss ihres Asylverfahrens ein 
dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu erwirken,

dass die äthiopischen Behörden nur dann ein Interesse an der Identifi-
zierung einer Person hätten, wenn deren Aktivitäten als konkrete Be-
drohung für das politische System wahrgenommen würden,

dass vorliegend keine Anhaltspunkte für die Annahme bestünden, der 
Beschwerdeführer habe sich in dieser besonderen Art und Weise betä-
tigt und exponiert, und er mit Sicherheit nicht zur Zielgruppe des „har-
ten Kerns“ von aktiven oppositionellen Äthiopiern im Ausland gehöre, 
für die sich die äthiopischen Behörden interessierten,

dass die vorgebrachten subjektiven Nachfluchtgründe den Anforderun-
gen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhal-
ten würden und der Beschwerdeführer daher nicht als Flüchtling aner-
kannt werden könne,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und beantragte, es sei die Verfügung der Vorinstanz vollumfäng-
lich aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen, even-
tualiter sei die Unzulässigkeit oder zumindest die Unzumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzu-
ordnen, sowie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
ersuchte,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom 
20.  Oktober  2008  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses wegen Aussichtslosigkeit  der 
Begehren  abwies  und  den  Beschwerdeführer  aufforderte,  bis  zum 

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4. November  2008  einen  Kostenvorschuss  einzuzahlen,  andernfalls 
auf die Beschwerde nicht eingetreten werde,

dass der Kostenvorschuss am 31. Oktober 2008 einbezahlt wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM entscheidet  (Art. 105  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998  [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die Verweigerung von Asyl und die Anordnung der Wegweisung 
nicht angefochten wurden, weshalb die Ziffern 2 und 3 des Dispositivs 
der angefochtenen Verfügung in Rechtskraft erwachsen sind und nach-
folgend über  die Anerkennung des Beschwerdeführers als  Flüchtling 
aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe sowie über den Wegweisungs-
vollzug zu befinden ist,

dass die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts in der Regel in 
der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen  entscheiden 
(Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG) und das Bundesverwaltungs-
gericht  auch  in  solchen  Fällen  auf  die  Durchführung  des  Schriften-
wechsels verzichten kann (Art. 111a Abs. 1 AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 

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zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass  Flüchtlingen  kein  Asyl  gewährt  wird,  wenn  sie  erst  durch  ihre 
Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Ver-
haltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Artikel 3 wurden 
(Art. 54 AsylG),

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentli-
chen anführt, ihm sei im ordentlichen Verfahren zwar die Glaubhaftma-
chung einer asylrelevanten Verfolgung durch die äthiopischen Behör-
den misslungen, was aber nicht bedeute, er sei ihnen nicht bereits vor 
seiner Ausreise als politische und unbequeme Person bekannt gewor-
den, zumal der Asylsuchende erst durch die Flucht oder die Aktivität 
im Ausland ein  ausreichendes politisches Profil  erhalte,  welches mit 
Gewissheit zu einer Verfolgung im Heimatland führe,

dass in diesem Zusammenhang zu beachten sei, dass er ein sehr akti-
ves  Mitglied  der  C._______  sowie  der  D._______  sei  und  sich  als 
Organisator  von  (...)  in  E._______  in  besonderem  Masse  exponiert 
habe,  so  dass  er  aus  der  breiten  Masse  von  exilpolitisch  aktiven 
Äthiopiern hervortrete,

dass es ihm als Asylsuchendem - bezüglich des vorinstanzlichen Vor-
wurfs  der  nicht  feststehenden Identität  -  nicht  zuzumuten sei,  einen 
Reisepass von der äthiopischen Vertretung zu beschaffen respektive 
sich unter den Schutz der heimatlichen Behörden zu stellen und da-
durch auf die Möglichkeit zu verzichten, in der Schweiz als Flüchtling 
anerkannt zu werden,

dass die äthiopische Regierung sämtliche exilpolitischen Aktiväten in 
der Diaspora äusserst genau überwache und die politische Exilaktivität 
unabhängig von der Motivation immer eine Schädigung des Ansehens 
der äthiopischen Regierung im Ausland oder zumindest im Zufluchts-
staat zur Folge habe,

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dass  gemäss  aktueller  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht 
nur hochrangige politische Aktivisten, sondern auch einfache Mitglie-
der und sogar blosse Sympathisanten von exilpolitischen Organisatio-
nen im Falle einer Rückkehr nach Äthiopien gefährdet seien,

dass die Auffassung der Vorinstanz, wonach bloss politisch stark expo-
nierte  Personen bei  einer Rückkehr nach Äthiopien gefährdet  seien, 
umso mehr befremde, als Fälle des BFM bekannt seien, in denen die 
Vorinstanz Äthiopiern, deren exilpolitisches Engagement ein ähnliches 
oder gar geringeres Ausmass als sein eigenes aufgewiesen habe, die 
Flüchtlingseigenschaft wegen subjektiver Nachfluchtgründe zugespro-
chen habe,

dass in der Beschwerdeschrift  keine Argumente vorgebracht werden, 
welche an den im angefochtenen Entscheid getroffenen vorinstanzli-
chen Schlussfolgerungen Zweifel aufkommen lassen,

dass  nach  der  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  exilpolitische 
Aktivitäten nur dann zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft auf-
grund  von  subjektiven  Nachfluchtgründen  führen,  wenn  zumindest 
glaubhaft gemacht wird, dass im Falle einer Rückkehr in den Heimat- 
bzw. Herkunftsstaat infolge dieser Aktivitäten mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit mit politischer Verfolgung zu rechnen ist (vgl. Urteile des 
Bundesverwaltungsgerichts  D-7379/2007  vom  6.  März  2008, 
E-113/2008 vom 26. Mai 2008),

dass auch das Bundesverwaltungsgericht - in Berücksichtigung seiner 
in  der  Rechtsmitteleingabe  zitierten  Rechtsprechung  (vgl. 
D-5060/2007 vom 30. November 2007) - davon ausgeht, dass die Akti-
vitäten äthiopischer Exilorganisationen von regimetreuen Bürgern oder 
im Ausland lebenden Behördenvertretern überwacht werden,

dass  dieser  Umstand  indessen für  sich  allein  genommen nicht  aus-
reicht, um eine begründete Verfolgungsfurcht glaubhaft zu machen, 

dass vielmehr zusätzliche, konkrete Anhaltspunkte - nicht lediglich die 
abstrakte oder rein theoretische Möglichkeit - dafür vorliegen müssen, 
dass  ein  exilpolitisch  aktiver  Äthiopier  tatsächlich  das  Interesse  der 
äthiopischen  Behörden  auf  sich  gezogen  hat  respektive  als  regime-
feindliche Person namentlich identifiziert und registriert wurde,

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dass  derartige  konkrete  Hinweise  vorliegend  nicht  bestehen,  zumal 
sich der Beschwerdeführer bei den Kundgebungen, an denen er teil-
nahm und was teilweise durch Fotomaterial belegt wurde, sich nicht in 
signifikanter Weise von den übrigen Kundgebungsteilnehmern abgeho-
ben hat,

dass keine gesicherten Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass er von al-
lenfalls  an  (...)  anwesenden  Spitzeln  des  äthiopischen  Regimes 
identifiziert und in der Folge registriert worden ist, zumal die effektive 
Identität  des  Beschwerdeführers  in  Ermangelung  des  Vorliegens 
geeigneter Identitätsdokumente bis heute nicht als gesichert erscheint,

dass des Weiteren entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen 
Ansicht  auch  in  Berücksichtigung  der  ins  Recht  gelegten  Schreiben 
der C._______ vom W._______ sowie der D._______ vom Z._______ 
nicht  davon ausgegangen werden kann,  dass  der  Beschwerdeführer 
über ein Profil  verfügt,  das ihn als  besonders wichtiges Mitglied der 
C._______ ausweist,

dass die Aktivitäten des Beschwerdeführers - sollten die äthiopischen 
Behörden davon überhaupt Kenntnis erlangen - daher nicht geeignet 
sind, ihn als Person mit klar definierten oppositionspolitischen Vorstel-
lungen  und  persönlichem  Agitationspotenzial  erscheinen  zu  lassen, 
welche zu einer Gefahr für das Regime in Äthiopien werden könnte,

dass  es  daher  insgesamt  -  ungeachtet  der  Überwachungsaktivitäten 
der äthiopischen Behörden - nicht als überwiegend wahrscheinlich er-
scheint, dass diese von der exilpolitischen Tätigkeit des Beschwerde-
führers Kenntnis erlangt und ihn namentlich identifiziert und registriert 
hätten,

dass denn auch jegliche Hinweise dafür  fehlen und im Übrigen vom 
Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird, dass gegen ihn in 
Äthiopien  ein  Strafverfahren  oder  andere  behördliche  Massnahmen 
eingeleitet worden wären, zumal die Vorbringen im ersten Asylverfah-
ren als nicht glaubhaft erachtet wurden,

dass überdies der Hinweis auf Fälle, in welchen das BFM Äthiopiern, 
deren exilpolitisches Engagement  ein  ähnliches  oder  gar  geringeres 
Ausmass  als  jenes  des  Beschwerdeführers  aufgewiesen  habe,  die 
Flüchtlingseigenschaft wegen subjektiver Nachfluchtgründe zugespro-
chen habe (etwa ...), vorliegend nicht zu einer anderen Einschätzung 

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zu führen vermag,  zumal den erwähnten Vergleichsfällen - entgegen 
der  in  der  Beschwerdeschrift  geäusserten  Ansicht  -  ein  anderer 
Sachverhalt zugrunde lag,

dass auch der  Beschwerdeführer in  seiner Rechtsmitteleingabe (vgl. 
S. 4 Mitte) selber nicht bestreitet, dass eine breite Masse von äthiopi-
schen Exilaktivisten mit untergeordnetem Engagement existiert,

dass die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Nachfluchtgründe so-
mit  die  Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art.  3 
AsylG nicht zu erfüllen vermögen und es sich daher erübrigt, auf die 
weiteren Vorbringen in der Beschwerde einzugehen, da sie an obiger 
Erkenntnis nichts zu ändern vermögen,

dass die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 
somit zu Recht verneint hat,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 
hinwies,  dass  der  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  nur  Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  und,  da  es  dem  Be-
schwerdeführer nicht gelang, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung 
nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen, das in Art. 5 AsylG veran-
kerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-refoulements im vorliegen-
den Verfahren keine Anwendung findet,

dass  sich  zudem weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers 
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür ergeben, diesem drohe für 
den Fall  einer Ausschaffung in  seinen Heimatstaat dort  mit  beachtli-
cher  Wahrscheinlichkeit  eine  nach  Art. 3  der  Konvention  vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezem-
ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbotene Strafe 
oder  Behandlung,  weshalb  der  Wegweisungsvollzug  als  zulässig  zu 
erachten ist,

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dass vorliegend der Vollzug auch als zumutbar erachtet werden kann, 
weil  keine Hinweise dafür  bestehen,  dass der  Beschwerdeführer bei 
einer  Rückkehr  nach  Äthiopien  einer  konkreten  Gefährdung  ausge-
setzt wäre,

dass der Beschwerdeführer in seiner Heimat, so insbesondere in sei-
ner  Herkunftsstadt  B._______,  über  ein  bestehendes  familiäres  Be-
ziehungsnetz, eine 12-jährige Schulbildung und über Berufserfahrun-
gen  im  (...)  besitzt  (vgl.  kant.  Protokoll,  S.  6;  ARK-Urteil  vom  23. 
November 2001, S. 9),

dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt,  sich bei der zu-
ständigen Vertretung seines Heimatstaates die für eine Rückkehr not-
wendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art. 8  Abs. 4  AsylG)  und 
vorliegend auch weiterhin keine Grundlage für die Annahme besteht, 
ein Wegweisungsvollzug erweise sich als unmöglich (vgl. diesbezüg-
lich ARK-Urteil vom 22. September 2003, S. 5 f.), weshalb der Vollzug 
der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist.

dass die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zuläs-
sig, zumutbar und möglich erachtet hat, weshalb eine Anordnung der 
vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG) und mit dem am 31. Oktober 2008 in gleicher Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 

(per Kurier; in Kopie)
- F._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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