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**Case Identifier:** d33c44d7-620e-5e42-bd50-67a571e0fcaa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.02.2012 UV 2011/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-16_2012-02-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.08.2019

Entscheiddatum: 16.02.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 16.02.2012
Art. 6 UVG: Leistungseinstellung rund zwei Jahre nach einem Unfall u.a. mit 
der Diagnose einer Commotio cerebri. Abklärung der natürlichen und 
adäquaten Unfallkausalität. Verneinung der Anwendung der 
Schleudertraumapraxis bzw. Anwendung der sog. "Psycho-Praxis" im 
Rahmen der Adäquanzbeurteilung (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 16. Februar 2012, UV 2011/16).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 16. Februar 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,

3074 Muri b. Bern,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a A.___ war als Baupolier bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als am 6. November 2008 bei Arbeiten an einem Bahnübergang die 

von ihm geführte Strassenwalze von einem Zug erfasst und er von der Strassenwalze 

geschleudert wurde (UV-act. 1, 14, 26, act. G1.1/3). Gemäss Austrittsbericht des 

Spitals C.___ vom 7. November 2008 erlitt der Versicherte dabei eine Commotio 

cerebri, eine BWS-Kontusion, eine Kniekontusion beidseits sowie eine Distorsion des 

Daumengrundgelenks links mit ossärem Ausriss des radialen Seitenbands und der 

palmaren Platte (UV-act. 5). Daraus resultierte eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (UV-

act. 4). Anlässlich einer Nachkontrolle im Spital C.___ vom 17. Dezember 2008 zeigte 

eine MRI-Abklärung der LWS ausserdem eine undislozierte stabile 

Deckplattenimpressionsfraktur BWK 12 und beschrieb der Versicherte neu eine seit 

dem Unfall bestehende Visusstörung sowie einen persistierenden Tinnitus (UV-act. 6, 

16). Die Suva erbrachte für den Unfall vom 6. November 2008 die gesetzlichen 

Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen).

A.b Am 2. Februar 2009 nahm der Versicherte die Arbeit wieder zu 50%, am 14. April 

2009 zu 75% und am 24. August 2009 zu 90% auf. Die restlichen 10% dienten ihm 

offenbar bis Ende November 2009 dazu, während der Arbeitszeit eine Physiotherapie 

wahrzunehmen (UV-act. 17, 18, 28, 29, 39). Während die Knie- und Daumenläsion 

abgeheilt waren, persistierten Rückenschmerzen im Bereich der BWS, der Tinnitus 

sowie die Visusstörung. Ausserdem klagte der Versicherte über Kopfschmerzen (UV-

act. 14, 15, 28). Die Suva nahm deshalb verschiedene medizinische Abklärungen - eine 

kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Chirurgie (UV-act. 

35, 43), MRI-Untersuchungen des Schädels, der Halswirbelsäule (HWS) und der 

Brustwirbelsäule (BWS) in der Radiologie des Kantonsspitals E.___ (UV-act. 41), eine 

neurologische Untersuchung durch Dr. med. F.___, leitender Arzt der Klinik für 

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Neurologie des Spitals G.___ (UV-act. 56), eine otoneurolgische Untersuchung durch 

Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Abteilung 

Arbeitsmedizin der SUVA (UV-act. 58), sowie eine neuropsychologische Untersuchung 

durch Dr. phil. I.___, Fachpsychologin für Neuropsychologie und Psychotherapie FSP 

(UV-act. 62) - vor und unterbreitete deren Ergebnisse nochmals Dr. D.___ zur 

Beantwortung der Frage, ob strukturelle Unfallfolgen nachweisbar seien (UV-act. 64). 

Gestützt auf dessen Beurteilung vom 8. September 2010 (UV-act. 64) eröffnete die 

Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 25. Oktober 2010, dass die bestehenden 

Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur 

seien. Der Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall vom 6. November 2008 

bestanden habe (Status quo ante), sei gemäss medizinischer Beurteilung spätestens 

am 31. Oktober 2010 wieder erreicht gewesen. Die Versicherungsleistungen würden 

daher per diesem Datum eingestellt. Die Voraussetzungen zur Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung seien nicht gegeben (UV-act. 66).

B.

Die gegen diese Verfügung vom Versicherten, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 

Marco Bivetti, St. Gallen, erhobene Einsprache (UV-act. 71) wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 18. Januar 2011 ab (UV-act. 75). Eine vom 

Krankenversicherer vorsorglich erhobene Einsprache war wieder zurückgezogen 

worden (UV-act. 69, 74).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Januar 2011 richtet sich die von 

Rechtsanwalt Bivetti für den Versicherten eingereichte Beschwerde vom 18. Februar 

2011 mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Versicherungsleistungen über den 31. 

Oktober 2010 hinaus zu erbringen. Dabei sei die Beschwerdegegnerin insbesondere zu 

verpflichten, die Ausrichtung weiterer Versicherungsleistungen (Heilbehandlung/Rente) 

sowie die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung zu prüfen. Eventuell sei die 

Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen, insbesondere zur Durchführung 

eines polydisziplinären Gutachtens, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, alles 

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unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G1). Zusammen mit der Beschwerde 

reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers den vertraulichen 

Untersuchungsbericht der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe (UUS) der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom Mai 2010 über die Kollision vom 

6. November 2008 ein (act. G 1.1/3).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 27. April 2011 beantragte Rechtsanwältin Dr. iur.

Marianne Sonder, Muri, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. 

G5).

C.c Mit Replik vom 23. Mai 2011 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

unverändert an seinen Anträgen fest (act. G8). Mit Schreiben vom 30. Mai 2011 teilte 

die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin den Verzicht auf eine Duplik mit (act. 

G10).

C.d Am 5. Juli 2011 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein aktuelles 

Arztzeugnis des Hausarztes, Dr. med. J.___, vom 21. Juni 2011 ein, gemäss dem der 

Beschwerdeführer nach wie vor Beschwerden im Bereich der unteren BWS habe, bei 

denen es sich um Unfallfolgen handle (act. G 12).

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1. 

Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich des 

Unfalls vom 6. November 2008 und erbrachte auch entsprechende Versicherungs­

leistungen. Streitig ist, ob sie auch für die nach dem 31. Oktober 2010 (Leistungsein­

stellung) geltend gemachten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers 

Leistungen schuldet.

2.   

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2.1 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) bzw. die 

diesbezügliche Voraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfallereignis und den in Frage stehenden Gesundheitsstörungen 

zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf den massgebenden Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Darauf ist zu verweisen. Die Beurteilung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der Feststellungen bei den 

medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder der Ärztin. 

Demgegenüber obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 V 30; PVG 1984 

Nr. 82, 174).

2.2 Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren 

strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung 

der adäquaten Kausalität. In diesen Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung 

durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, 

ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht 

der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. 

Ergeben die Abklärungen indessen, das eine versicherte Person eine 

Schleuderverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen 

Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar 

teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten bzw. den mit BGE 134 V 109 modifizierten 

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Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang 

bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus 

dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die 

ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild 

ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327 E. 3b).

3. 

3.1 Der Beschwerdeführer leidet seit dem Unfall vom 6. November 2011 unter be­

lastungsabhängigen Rückenschmerzen. Unbestrittenermassen erlitt er damals eine 

BWS-Kontusion sowie eine undislozierte stabile Deckplattenimpressionsfraktur 

BWK 12 (UV-act. 5, 6). Eine Fraktur stellt zwar eine strukturelle Läsion dar, doch ist im 

Regelfall hinsichtlich beider vorgenannten Verletzungen von einer Heilung und 

gänzlichen Zurückbildung der damit verbundenen Beschwerden auszugehen (vgl. dazu 

Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., Bern 2005, 

S. 90 ff.; Erich Bär, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Ein Update. 

in: Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 79 [2008] S. 100ff. mit zahlreichen 

Hinweisen auf ältere Publikationen; vgl. auch UV-act. 6). Dr. D.___ erhob jedoch 

anlässlich seiner klinischen Untersuchung vom 16. November 2009 eine thorakale 

Schmerzhaftigkeit im Bereich der mittleren und distalen BWS vor allem betont über den 

Processi spinosi BWK 7/8 und BWK 11/12, weshalb er den Beschwerdeführer für eine 

MRI-Untersuchung der BWS anmeldete (UV-act. 35). In der Radiologie des 

Kantonsspitals E.___ vom 1. Dezember 2009 ergab diese allerdings ein normales 

Gefüge der BWS ohne Signalwirkung im Bereich der Wirbelkörper als Hinweis auf einen 

posttraumatischen Status. Die einzelnen Wirbelkörper wiesen eine normale Form auf 

und das Myelon zeigte eine regelrechte Darstellung. Es ergaben sich mithin keine 

Hinweise, dass die obgenannte Erfahrungstatsache im konkreten Fall keine Geltung 

haben könnte und Dr. D.___ bezeichnete dementsprechend in seiner Beurteilung vom 

8. September 2010 die Veränderung im Bereich des BWK 12 als folgenlos abgeheilt 

(UV-act. 64). Im Bereich der HWS ergab die MRI-Untersuchung dasselbe Ergebnis. 

Hingegen wies diese im Segment C6/7 eine beginnende Osteochondrose bei flacher 

mediolateraler Diskushernie rechts auf (UV-act. 41). In Bezug auf dieses zweifelsohne 

klare organische Substrat wurde nach Auffassung des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers medizinisch bislang nicht ausgeschlossen, dass die Diskushernie 

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im Zusammenhang mit dem fraglichen Unfallereignis stehe. Wie das Eidgenössische 

Versicherungsgericht (EVG, seit 1.  Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts) in seiner Rechtsprechung festhielt, entspricht es jedoch einer 

medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass 

Diskushernien in aller Regel degenerative Erkrankungen darstellen. Eine Diskushernie 

kann dann als weitgehend unfallbedingt betrachtet werden, wenn das Unfallereignis 

von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe 

herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 

Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sind (RKUV 

2000 Nr. U 379 S. 192, E. 2a mit Hinweisen; Urteile des EVG vom 3. Oktober 2005, 

U 163/05, E. 3.1, zusammengefasst und kommentiert durch David Weiss in AJP 2006, 

S. 877, und vom 18. Februar 2002, U 459/00, E. 3b). Die Voraussetzungen für eine 

unfallbedingte Verursachung der Diskushernie sind vorliegend überwiegend 

wahrscheinlich nicht erfüllt; eine ausserordentliche Krafteinwirkung auf die HWS ist in 

den Akten nicht ausgewiesen. Selbst ein Symptomatisch-Werden der (wahrscheinlich 

vorbestandenen) Diskushernie C6/7 beim Unfall vom 6. November 2008 ist nicht 

belegt, denn die dadurch ausgelösten Beschwerden hätten innert weniger Stunden 

auftreten müssen, um als natürlich kausale Folgen des fraglichen Ereignisses gelten zu 

können (vgl. Urteil des EVG vom 3. März 2005, U 218/04, E. 6.1), was beim 

Beschwerdeführer indessen nicht dokumentiert wurde. Die Diskushernie C6/7 war 

anlässlich der von Kreisarzt Dr. D.___ veranlassten radiologischen Untersuchung vom 

1. Dezember 2009, also mehr als ein Jahr nach dem Unfall, (zufällig) entdeckt worden 

und hatte keine Beschwerden, besonders keine Wurzelkompression, verursacht (vgl. 

UV-act. 35 f., 41). Bei der zusätzlich vorhandenen Osteochondrose handelt es sich 

ebenfalls um eine häufige, im Rahmen eines Degenerationsvorgangs auftretende, 

mithin nicht traumatisch bedingte, Veränderung an der Wirbelsäule, die ein Vorstadium 

oder eine Begleiterscheinung einer Diskushernie bilden kann (vgl. dazu Debrunner, 

a.a.O., S. 852 ff.). Insofern bilden die beiden Gesundheitsschäden zusammen das Bild 

einer degenerativen Problematik im Bereich der HWS, welche eine beim Unfallereignis 

vom 6. November 2008 im Bereich der HWS erlittene neue, bleibende 

Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausschliessen lässt. Entsprechend wurde auch 

im Bericht der Radiologie des Kantonsspitals E.___ von einer beginnenden 

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Degeneration gesprochen und eine allfällige Unfallkausalität von Dr. D.___ in keiner 

Weise zum Thema erhoben (vgl. UV-act. 64). Auch die neurologische Untersuchung der 

BWS und HWS im Spital G.___ vom 27. April 2010 zeigte einen durchwegs normalen 

Status (UV-act. 56). Zusammenfassend können damit den medizinischen Akten keine 

Anhaltspunkte entnommen werden, wonach die vom Beschwerdeführer über den 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus geklagten Rückenbeschwerden mit klar 

ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer unfallkausaler 

struktureller Veränderungen erklärbar wären. Der Standpunkt von Hausarzt Dr. J.___ 

(UV-act. 45, 67; vgl. auch Zeugnis vom 21. Juni 2011 [act. G 12.1]), dass er die 

Schlussfolgerung, wonach der Status vor dem Unfall wieder erreicht sei, nicht teilen 

könne, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Die Tatsache, dass es für die 

von ihm angeführten körperlichen Einschränkungen an einer objektiv ausgewiesenen 

Unfallrestfolge mangelt, bleibt bestehen. Der verbliebene Schaden wird von ihm denn 

auch nicht anhand medizinischer Befunde, sondern lediglich mit den Einschränkungen 

in der Arbeit auf dem Bau und im Alltag definiert.

3.2 Eine unfallkausale Augenproblematik bzw. Visusstörung wird vom Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers angesichts der von Dr. med. K.___, Augenarzt FMH, im 

Februar 2009 erhobenen Befunde einer geringen Vertikalphorie sowie einer neu 

beginnenden Presbyopie zu Recht nicht geltend gemacht. Es handelt sich dabei um 

unfallfremde Pathologien, denen durch eine Lesebrille gut begegnet werden kann. 

Hingegen weist er auf den durch Dr. H.___ am 24. Juni 2010 eruierten Tinnitus und die 

geringfügige Gleichgewichtsproblematik hin. Laut Dr. H.___ (UV-act. 58) hat die 

otoneurologische Untersuchung gut eineinhalb Jahre nach dem Arbeitsunfall 

weitgehend normale Befunde ergeben. Die Hörschärfe sei an beiden Ohren normal. Der 

vom Beschwerdeführer beklagte Tinnitus sei nicht erheblich. Er habe einen geringen 

Stör- und Persönlichkeitswert. Die Gleichgewichtsfunktion sei insgesamt gut. Die 

beiden peripheren Vestibularorgane seien normal erregbar. Der vereinzelt durch heftige 

Lagerungsmanöver sehr kleinamplitudige und kurz dauernde, passagere 

Rechtsnystagmus sei möglicherweise eine Folge einer MTBI (Mild Traumatic Brain 

Injury = Commotio cerebri). Im Alltag komme diesem Befund keine Bedeutung zu, er 

sei nicht erheblich. Insgesamt stünden hier weder eine Störung des Gehörs noch der 

Gleichgewichtsfunktion im Vordergrund (UV-act. 58). Die von Dr. H.___ erhobenen 

Befunde stellen sich mithin im Ganzen als normal, unauffällig oder lediglich als 

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unerheblich, ohne Bedeutung dar. Insofern kommt auch dem Hinweis auf eine 

Unfallkausalität zwischen Rechtsnystagmus und MTBI keine Bedeutung zu, zumal eine 

solche nur als möglich bezeichnet wurde und damit den im Sozialversicherungsrecht 

zur Anwendung gelangenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

ohnehin nicht erfüllen würde (BGE 120 V 37 E. 3c; Thomas Locher, Grundriss des 

Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.). Ergänzend ist darauf 

hinzuweisen, dass beim Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall, d.h. 1995, 

Schwindelgefühle aufgetreten sind (UV-act. 13).

3.3  

3.3.1 Der Beschwerdeführer leidet schliesslich unter Kopfschmerzen, Vergesslichkeit, 

vermehrter Ermüdbarkeit sowie verringerter Belastbarkeit. Gemäss Austrittsbericht des 

Spitals C.___ erlitt er anlässlich des Unfalls vom 6. November 2008 eine 

Gehirnerschütterung (Commotio cerebri, UV-act. 5) Die MRI-Untersuchung in der 

Radiologie des Kantonsspitals E.___ vom 1. Dezember 2009 ergab jedoch eine 

unauffällige Darstellung der Grosshirnhemisphären ohne Hinweis auf strukturelle 

Veränderungen. Im Bereich der miterfassten Mittelgesichtsstrukturen sowie der 

Nebenhöhlen fand sich kein relevanter entzündlicher Fokus und die Innenohrstrukturen 

waren normal abgrenzbar. Zusammenfassend wurde ein unauffälliger cerebraler Status 

erhoben (UV-act. 41). Entsprechend äusserte Dr. D.___ im Nachtrag vom 9. Dezember 

2009 zur kreisärztlichen Beurteilung vom 16. November 2009, dass sich in der 

durchgeführten radiologischen Abklärung des Schädels keine strukturellen Unfallfolgen 

hätten nachweisen lassen (UV-act. 43).

3.3.2 Der Neurologe Dr. F.___ hielt in seinem Bericht vom 4. Mai 2010 zunächst be­

stätigend fest, dass es aus neurologischer Sicht zu einer MTBI im Sinn einer Commotio 

cerebri gekommen sei, das im Dezember 2009 durchgeführte Schädel-MRI aber einen 

unauffälligen cerebralen Befund ohne Hinweise auf allfällige residuelle strukturelle 

cerebrale Pathologien gezeigt habe. Die detaillierte klinisch-neurologische 

Untersuchung habe ebenfalls einen regelrechten Befund ohne Anhaltspunkte für fokale 

neurologische Defizite ergeben. Die vom Beschwerdeführer berichteten 

intermittierenden Kopfschmerzen, vom Nacken her gegen die Stirn ausstrahlend, 

würden einem Kopfweh vom Spannungstyp entsprechen. Anamnestisch trete jeweils 

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bei Ruhe eine rasche Besserung ein. Betreffend die vom Beschwerdeführer beklagten 

Gedächtnisstörungen seien während der Anamneseerhebung und während der 

klinischen Untersuchung keine relevanten Defizite offensichtlich gewesen (UV-act. 56). 

Auch mit dem neurologischen Untersuchungsergebnis können somit die geklagten 

Beschwerden, insbesondere die Kopfschmerzen, nicht als organisch begründet und 

unfallkausal eingeschätzt werden. Überhaupt können Spannungskopfschmerzen 

grundsätzlich mit vielfältigen unfallunabhängigen Einflüssen erklärt werden (vgl. dazu 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262. Aufl. Berlin 2010, S. 1938). 

Dementsprechend wies auch Dr. F.___ nicht konkret auf eine traumatische Ursache 

hin. Schliesslich ist zu erwähnen, dass beim Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall 

Dauer-Kopfschmerzen aufgetreten sind (vgl. UV-act. 13).

3.3.3 Eine organische, traumatisch bedingte Genese lässt sich auch aufgrund der 

neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse von Dr. I.___ (UV-act. 62) nicht 

annehmen. Wohl gibt es Fälle, bei denen bei sonst unauffälligen 

Untersuchungsbefunden neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen 

aufzeigen können und der neuropsychologische Befund der einzig verlässliche 

Parameter ist (BGE 117 V 378 E. 3d). Bei einem eindeutigen, nicht diffusen Befund 

kann der neuropsychologischen Diagnostik - im Rahmen einer neurologischen 

Gesamtwürdigung - nach der Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung 

durchaus ein Aussagewert zukommen (BGE 119 V 343 E. 3c). Hingegen vermag es die 

Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand nicht, selbständig die Beurteilung 

der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 3, Urteil des 

EVG vom 22. Oktober 2002, U 351/01, E. 2.3.2). Nach Radanov (Bogdan P. Radanov, 

Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-

Distorsion, SZS 1996, S. 471 ff.) sind psychologische Probleme (und die 

eingenommenen Medikamente) geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu 

beeinflussen (S. 477). Psychologische Probleme bzw. die Interrelation psychologischer 

und kognitiver Funktionen könnten die reduzierte Leistungsfähigkeit mit erklären 

(S. 475). Dr. I.___ beurteilte in ihrem Bericht vom 6. September 2010 die von ihr 

erhobene kognitive Störung mit Schwerpunkt bei den Aufmerksamkeitsfunktionen und 

in diesem Zusammenhang leichten mnestischen Schwierigkeiten bei der Verarbeitung 

komplexer Informationen als leicht. Aus neuropsychologischer Sicht seien die 

Schwierigkeiten am wahrscheinlichsten mit der erhöhten Stressanfälligkeit, den 

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Schmerzen und der erhöhten Ermüdbarkeit des Beschwerdeführers zu erklären. Ein 

primär traumatisch somatisch-organischer Zusammenhang zwischen den kognitiven 

Schwierigkeiten und der durchgemachten MTBI sei nicht anzunehmen (UV-act. 62). 

Damit können neuropsychologische Unfallrestfolgen im Sinn eines selbständigen, klar 

abgrenzbaren Befunds nicht als nachgewiesen gelten. Für die von Dr. I.___ genannten 

Schmerzen, die erhöhte Stressanfälligkeit und Ermüdbarkeit lässt sich den 

medizinischen Akten keine organisch-strukturelle Ursache entnehmen, womit auch eine 

indirekte Unfallrestfolge ausser Betracht fällt. Vom Beschwerdeführer selbst wurden die 

Probleme ausserdem als Symptome einer psychischen Belastung beschrieben (vgl. 

dazu E. 5).

3.3.4 Die ärztlichen Beurteilungen entsprechen letztlich auch der medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass der typische posttraumatische Verlauf nach einem leichten 

Schädel-Hirntrauma einer Erholung innert sechs bis zwölf Wochen entspricht. 

Ungewöhnlich lang dauernde und schwere Verläufe nach einem leichten Schädel-

Hirntrauma rufen bei Fehlen der klinischen Kriterien einer traumatischen 

Hirnschädigung nach einer Interpretation ausserhalb einer hirnorganischen Schädigung 

(Gerhard Jenzer, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder 

Beschleunigungsmechanismus; Grenzbereich zum leichten Schädel-Hirn-Trauma, in: 

SZS 1996 S. 462 ff.; vgl. auch Radanov, a.a.O., S. 471 ff. und S. 475). Für die 

Kausalitätsbeurteilung ist im Übrigen von Bedeutung, dass eine gesundheitliche 

Schädigung nicht schon dann als durch den Unfall verursacht gelten kann, wenn sie 

zeitlich nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb).

3.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die medizinischen Abklärungen keine 

durch den Unfall bedingten organisch-strukturellen Befunde ergeben haben.

4.   

4.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist jedoch bekannt, dass bei 

Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen der 

HWS sowie Schädelhirntraumen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 243/03; 

RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 3; BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare 

pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle 

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verschiedenster Art auftreten können. Dabei ist nicht entscheidend, ob die im 

Anschluss an solche Verletzungen geklagten Beschwerden medizinisch eher als 

organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden, zumal diese 

Differenzierung angesichts des komplexen Beschwerdebildes gelegentlich grosse 

Schwierigkeiten bereitet. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine 

schleudertraumaähnliche Verletzung typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, diesbezügliche Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 

117 V 363 f. E. 5d/aa).

4.2 Sind die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus geklagten 

Beschwerden nicht mit einer organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge zu erklären, 

ist wie dargelegt (vgl. E. 2.2) eine eigenständige Adäquanzprüfung - entweder nach der 

bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen massgebenden 

Schleudertrauma-Praxis gemäss BGE 134 V 109 oder den bei psychischen 

Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen der Psycho-Praxis gemäss BGE 

115 V 133 – durchzuführen.

4.3 Das Vorliegen eines Schädelhirntraumas, worunter sämtliche 

Hirnfunktionsstörungen mit oder ohne morphologisch fassbare Schädigung des 

Gehirns und seiner Hüllen, einschliesslich Gehirnschädel und Kopfscharte, subsumiert 

werden, rechtfertigt die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis, wenn die 

erlittene Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen einer Commotio und 

einer Contusio cerebri liegt. Leichte Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht 

aus (Urteil des EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03). Die Schwere eines Schädel-Hirntraumas 

wird üblicherweise nach dem Punktwert in der Glasgow-Coma-Skala (GCS) eingeteilt. 

In dieser Skala erhält der Patient für bestimmte Reaktionen (wie Augenöffnung, 

Reaktion auf Schmerzreize und sprachliche Äusserungen) eine Anzahl von Punkten, 

welche zum Schluss addiert werden. Der schlechteste Wert beträgt 3, der beste 15. 

Von einem leichten Schädel-Hirntrauma spricht man bei einem GCS-Wert von 13 bis 

15 (mittelschwer: 9 bis 13, schwer: 3 bis 8; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 

262. Auflage Berlin 2010, S. 260 zu "Bewusstseinsstörung", S. 1839 zu 

"Schädelhirntrauma"; Urteil des EVG vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1 f., mit 

Hinweisen auch auf einschlägige medizinische Literatur).

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4.4 Das Spital C.___ stellte im Austrittsbericht vom 7. November 2008 die Diagnose 

einer Commotio cerebri mit einem GCS-Wert von 15. Die Diagnose basiert auf einer 

stationären neurologischen GCS-Überwachung für 24 Stunden, die stets unauffällig 

war (rascher Kostaufbau, keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit und kein Erbrechen; 

UV-act. 5). Die erlittene Hirnerschütterung ist damit als leicht anzusehen. Das Vorliegen 

eines Schädelhirntraumas, welches Langzeitbeschwerden zur Folge hätte und die 

Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigte, ist auszuschliessen. Das 

neurologische Untersuchungsergebnis von Dr. F.___, der die für ein Schädel-

Hirntrauma an sich typischen Kopfschmerzen als Spannungskopfschmerzen taxierte, 

welche im Regelfall nicht traumatisch bedingt sind, stimmt mit diesem Ergebnis überein 

(vgl. E. 3.3.2).

5. 

Kopf- und Rückenschmerzen, aber auch neuropsychologische Einschränkungen 

können jedoch ohne Weiteres auch Teil einer psychischen Problematik sein. Dafür 

enthalten die medizinischen Akten vorliegend auch entsprechende Hinweise. Im 

Gespräch mit dem Beschwerdeführer kam laut Dr. I.___ klar zum Ausdruck, dass dieser 

immer noch stark unter dem Eindruck des Unfallgeschehens leide. Das Wissen, dass er 

nur mit viel Glück dem Tod entronnen sei, habe ihn geprägt und seine Einstellung zum 

Leben verändert. Er sei dünnhäutiger und ängstlicher geworden und traue sich nicht 

mehr so viel zu wie vor dem Unfall. Er gerate schneller unter Anspannung und 

befürchte, in den Teufelskreis des Stresses zu geraten und seine Leistungsfähigkeit 

noch mehr einzuschränken, wenn er dem Anforderungsdruck gänzlich nachgebe (UV-

act. 62). Als promovierte Psychologin (Dr. phil.) sowie Fachpsychologin für 

Psychotherapie und Neuropsychologie FSP kann Dr. I.___ als ausgewiesen für 

psychiatrische Diagnosen bezeichnet werden. Ihre Diagnose einer leichten 

neuropsychologischen Störung mit Schwerpunkt bei den Aufmerksamkeitsfunktionen 

und in diesem Zusammenhang leichten mnestischen Schwierigkeiten bei der 

Verarbeitung komplexer Informationen, am ehesten erklärbar durch die sehr 

wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Unfall stehende erhöhte Stressanfälligkeit 

und Ermüdbarkeit des Beschwerdeführers, lässt nicht ausschliessen, dass das 

versicherte Unfallereignis eine natürlich-kausale (Teil-)Ursache der auch nach dem 

31. Oktober 2010 noch fortbestehenden Beschwerden bildet. Hingegen wäre 

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angesichts dessen, dass Dr. I.___ nicht von einer psychopathologischen Störung mit 

Krankheitswert ausgeht, eine rechtlich bedeutsame, psychische Fehlentwicklung 

grundsätzlich auszuschliessen und die Prüfung der Adäquanz würde sich erübrigen. 

Letztlich können diese Fragen jedoch offen bleiben, da - wie sich aus den 

nachstehenden Erwägungen ergibt - die Adäquanz des Kausalzusammenhangs 

ohnehin verneint werden muss (vgl. BGE 135 V 472 E. 5.1 mit Hinweisen). 

Entsprechend erübrigt sich auch eine weitere Abklärung des medizinischen 

Sachverhalts (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 20. März 2008, 8C_217/2008, 

E. 7.3). Insbesondere kann von einer interdisziplinären Begutachtung im Sinn einer 

Gesamtschau (vgl. dazu BGE 134 V 128 E. 10.2.4) abgesehen werden. Der vorliegende 

Fall war im Einstellungszeitpunkt medizinisch absolut entscheidungsreif. Der 

Beschwerdeführer wurde durch Fachspezialistinnen und Fachspezialisten der 

Neurologie, Neuropsychologie, Chirurgie, Radiologie, Otorhinolaryngologie und 

Ophthalmologie, bei denen es sich um solche mit den vom Beschwerdeführer 

erlittenen Verletzungen vertraute Ärzte bzw. Fachleute handelt, umfassend abgeklärt. 

Die einzelnen medizinischen Berichte ergeben ein abgerundetes Bild und stehen nicht 

in Widerspruch zueinander. Auch für die Klärung von Problemen, die bei der Prüfung 

einzelner Adäquanzkriterien zuweilen auftauchen, bedarf es sodann nicht zwingend 

eines poly-/interdisziplinären Gutachtens, wenn - wie hier - Berichte von Ärztinnen und 

Ärzten verschiedener in Betracht fallender Fachrichtungen vorliegen, welche eine 

schlüssige Gesamtbeurteilung zulassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

27. November 2008, 8C_527/2008, E. 3.2.2). Eine psychiatrische Abklärung würde 

lediglich der zusätzlichen Erhellung des natürlichen Kausalzusammenhangs oder 

Ausprägung der psychischen Pathologie dienen. Da diese Fragen vorliegend aber 

ausdrücklich offen gelassen werden und die Adäquanzkriterien bei psychischen 

Fehlentwicklungen nach Unfall gerade unter Ausschluss der psychischen Aspekte 

geprüft werden müssen (BGE 117 V 366 f. E. 6a, 115 V 140 E. 6c/aa; vgl. auch BGE 

134 V 111 f. E. 2.1), kann aber auch auf eine zusätzliche psychiatrische Abklärung 

verzichtet werden.

6. 

6.1 Zu prüfen bleibt somit die Adäquanz der jetzt (noch) vorliegenden 

Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers zum Unfallereignis vom 

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6. November 2008. Wie vorstehend dargelegt (E. 4), hat diese Prüfung nach der 

Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133 zu erfolgen. Die Beschwerdegegnerin ist 

bezüglich der dabei vorzunehmenden Katalogisierung des Unfallereignisses von einem 

mittelschweren Ereignis ausgegangen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

bezweifelt diese Qualifikation und zieht einen schweren Unfall in Betracht. Die Schwere 

des Unfalls bestimmt sich rechtsprechungsgemäss nach dem augenfälligen 

Geschehensablauf. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise, 

ob der Unfall eher als leicht, mittelschwer oder schwer erscheint, wobei im mittleren 

Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten 

oder den schweren Unfällen erfolgt. Massgebend sind der augenfällige 

Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch die Folgen 

des Unfalls oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet 

werden können. Derartigen, dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuordnenden 

Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt 

etwa für die - ein eigenes Kriterium bildenden - Verletzungen, welche sich die 

versicherte Person zuzieht, aber auch für - unter dem Gesichtspunkt der besonders 

dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu 

prüfende - äussere Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder 

Verletzungs- oder allenfalls gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Personen nach 

sich zieht (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26). Immerhin können die erlittenen Verletzungen aber 

Rückschlüsse auf die Kräfte gestatten, die sich beim Unfall entwickelt haben (SVR 

2011 UV Nr. 10 S. 35; SVR 2009 UV Nr. 57 S. 203).

6.2 Gemäss dem vertraulichem Untersuchungsbericht der UUS vom Mai 2010 (act. 

G1.1/3) führte der Beschwerdeführer am 6. November 2008 vor einem Bahnübergang 

des Bahnhofs Strassenbauarbeiten aus bzw. planierte mit einer Strassenwalze den 

frisch eingebrachten Schotterkies. Dazu musste er zeitweise auch auf den 

Bahnübergang fahren. Ein Dienstzug ohne darin befindliche Reisende, der im Bahnhof 

keinen Halt vorgesehen hatte und demnach durchfahren konnte, befuhr den Bahnhof 

mit einer Geschwindigkeit von rund 60 km/h. Es herrschte dichter Nebel. Am Ende der 

Perronkante erkannte der Lokomotivführer die im Lichtraumprofil stehende 

Strassenwalze und löste unverzüglich eine Schnellbremsung aus. Der 

Beschwerdeführer vermochte die Walze nicht rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich zu 

bringen, worauf es zur Kollision zwischen dem Zug und der Walze kam. Der 

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Beschwerdeführer wurde dabei von der Walze geschleudert. Er vermochte selber 

wieder vom Boden aufzustehen, wurde aber anschliessend zur Kontrolle mit der 

Ambulanz ins Spital C.___ überführt. - Im Lichte der Kasuistik (vgl. dazu RKUV 2005 

Nr. U 555 S. 322 E. 3.4.1, 1995 Nr. U 215 S. 90; SVR 2011 UV Nr. 10 S. 35) ist der 

Klassifizierung der Beschwerdegegnerin zuzustimmen und von einem mittelschweren 

Unfall - und auch hier nicht von einem Grenzfall zu den schweren Unfällen - 

auszugehen. Wie vorstehend erwähnt, ist für die Beurteilung des Schweregrads 

insbesondere die auf den Beschwerdeführer wirkende Kraft massgebend. 

Diesbezüglich ist im konkreten Fall - im Unterschied zu denjenigen vom Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers angeführten, vom EVG als schwer beurteilten Sachverhalten 

(vgl. act. G8, S. 5) - zu beachten, dass nicht der Beschwerdeführer selbst, sondern die 

Strassenwalze vom Zug getroffen wurde. Die Krafteinwirkung durch den Zug wirkte 

damit nur indirekt auf den Beschwerdeführer, womit ein ausserordentlich schweres, 

lebensbedrohliches Geschehen ausser Betracht fällt. Der Beschwerdeführer sagte zwar 

gegenüber der Beschwerdegegnerin aus, er sei von der Strassenwalze "geschleudert" 

worden (UV-act. 14). Doch müssen die Geschwindigkeit, mit der er von der 

Strassenwalze geworfen wurde bzw. die auf ihn durch den Sturz auf den Boden direkt 

einwirkenden, verletzenden Kräfte relativiert werden. Der Beschwerdeführer vermochte 

denn auch nach dem Unfall selber wieder aufzustehen. Bei einer Strassenwalze handelt 

es sich um ein ausserordentlich schweres Gefährt, welches massenmässig zu einem 

Zug nicht derart in einem Missverhältnis steht wie beispielsweise ein Personenwagen 

oder ein Fahrrad. Weder dem Bericht der Kantonspolizei noch deren 

Fotodokumentation (UV-act. 26) ist zu entnehmen, dass die Strassenwalze durch die 

Kollision mit dem Zug erheblich und mit grosser Geschwindigkeit von der 

Kollisionsstelle verschoben worden wäre. Im Polizeibericht wurde lediglich 

festgehalten, die Strassenwalze sei beiseitegeschoben und der Beschwerdeführer vom 

Gerät geworfen worden.

6.3 Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist bei mittelschweren Unfällen zu 

bejahen, wenn ein einzelnes der für die Beurteilung massgebenden Kriterien nach BGE 

115 V 140 E. 6c/aa (besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, 

insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche 

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Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) in besonders ausgeprägter Weise 

erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise 

gegeben sind. Bei einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich sind dabei drei 

erfüllte Kriterien notwendig (Urteile des Bundesgerichts vom 11. Juni 2010, 8C_9/2010, 

E. 3.3 und 3.6, und vom 29. März 2010, 8C_935/2009, E. 4.1.3).

6.3.1 Dem Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls liegt der Gedanke zugrunde, dass solche Umstände 

geeignet sind, bei der betroffenen Person während des Unfallgeschehens oder nachher 

psychische Abläufe in Bewegung zu setzen, die an den nachfolgenden psychischen 

Fehlentwicklungen mitbeteiligt sein können. Dabei sind objektive Massstäbe 

anzuwenden. Nicht was im einzelnen Betroffenen beim Unfall psychisch vorgeht - 

sofern sich dies überhaupt zuverlässig feststellen liesse -, soll entscheidend sein, 

sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei Betroffenen psychische 

Vorgänge der genannten Art auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc). Zu 

beachten ist zudem, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse 

Eindrücklichkeit eigen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 15. November 2010, 

8C_655/2010, E. 4.2.2). - Besonders dramatische Begleitumstände oder eine 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls liegen hier entgegen der Auffassung des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers jedenfalls nicht in ausgeprägter Form vor. 

Einzuräumen ist wohl, dass eine Kollision mit einem Zug im Regelfall für jedes 

Gegenüber eindrücklich ist, doch erweist sich das vorliegend zu beurteilende 

Unfallgeschehen bei objektiver Betrachtung nicht als derart gravierend, dass dieses 

Einzelkriterium rechtfertigte, die aufgetretene psychogene Fehlentwicklung zu 

entschädigen. Der optischen Wahrnehmung des Unfallgeschehens als besonders 

dramatischem Begleitumstand (vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc) kommt 

im konkreten Fall keine massgebliche Bedeutung zu. Der Beschwerdeführer kehrte 

dem herannahenden Zug den Rücken zu und sah damit die Gefahr nicht unmittelbar 

auf sich zukommen. Nach dem Unfall konnte er von sich aus aufstehen und gab 

gegenüber der Beschwerdegegnerin an, ab dem Zeitpunkt des Sturzes von der 

Strassenwalze nichts mehr zu wissen. Hinweise auf eine subjektiv empfundene 

Dramatik sind seinen Schilderungen nicht zu entnehmen. Von einem bedeutsamen 

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akustisch wahrnehmbaren Geschehen als besonders dramatischem Begleitumstand 

kann sodann insoweit nicht ausgegangen werden, als der Beschwerdeführer im 

Zeitpunkt des Unfalls einen Gehörschutz trug (vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 

E. 3b/cc).

6.3.2 Nicht erfüllt sind auch die weiteren Adäquanzkriterien. Der Beschwerdeführer hat 

beim Unfall vom 6. November 2008 unbestrittenermassen keine schweren 

Verletzungen erlitten und insbesondere keine solchen, die erfahrungsgemäss geeignet 

sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Er war nach dem Unfall insbesondere 

zur GCS-Überwachung während zwei Tagen im Spital C.___ hospitalisiert und konnte 

danach - wegen der Fingerverletzung für insgesamt knapp fünf Wochen mit einem 

Moritz-Gips versorgt - in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden (UV-

act. 5 f.). In der Folge beschränkten sich die medizinischen Massnahmen 

weitestgehend auf die Durchführung von ambulanter Physiotherapie (UV-act. 9) und 

von Shiatsu-Sitzungen (UV-act. 9, 10), auf Abklärungsmassnahmen sowie 

medizinischen Verlaufskontrollen und Medikamentenabgabe. Das Kriterium der 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist unter diesen Umständen 

nicht erfüllt (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2007, U 37/06, E. 7.3; 

Urteile des EVG vom 21. Juni 2006, U 265/05, E. 3.2.2, und vom 11. Mai 2004, 

U 101/03, E. 4.3.5). Die in den Akten liegenden Verlaufsberichte von Dr. J.___ sowie der 

kreisärztliche Untersuchungsbericht von Dr. D.___ beschreiben sodann weder 

erhebliche Komplikationen noch einen schwierigen Heilungsverlauf (UV-act. 17, 28, 35, 

45). Der Beschwerdeführer klagte zwar fortdauernd über Rückenschmerzen, 

Konzentrations- und allgemeine Belastungsschwierigkeiten, doch konnte für diese 

nach dem Unfall kein strukturelles organisches Substrat mehr ermittelt werden (vgl. 

dazu auch die medizinische Erfahrungstatsache betreffend den posttraumatischen 

Heilungsverlauf nach einem leichten Schädel-Hirntrauma). Insofern gilt es auch das 

Adäquanzkriterium der körperlichen Dauerschmerzen zu verneinen. Im Übrigen zeigten 

sich die Beschwerden insbesondere bei beruflicher Belastung, womit ohnehin nicht von 

Dauerschmerzen gesprochen werden könnte. Nachdem der Beschwerdeführer die 

Arbeit am 2. Februar 2009 wieder zu 50%, am 14. April 2009 zu 75% und am 

24. August 2009 zu 90% aufnahm und die 10%-ige Arbeitsunfähigkeit dazu diente, 

während der Arbeitszeit eine Physiotherapie wahrzunehmen, ist auch das 

Adäquanzkriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 

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nicht gegeben. Schliesslich fehlen jegliche Anhaltspunkte für eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen verschlimmert hätte.

6.4 Da somit keines der massgebenden Adäquanzkriterien als erfüllt betrachtet gelten 

kann, kommt dem streitigen Unfall keine adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung 

für die über den 31. Oktober 2010 hinaus andauernden Beschwerden zu. Die 

Einstellung der Leistungen auf den 31. Oktober 2010 erscheint demgemäss 

ausgewiesen.

7. 

Eine Prüfung der Voraussetzungen der einzelnen Versicherungsleistungen, unter 

anderem auch der Integritätsentschädigung, hat nur solange und insoweit zu erfolgen, 

als zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden sowohl die natürliche als 

auch die adäquate Kausalität zu bejahen ist. Andernfalls entfällt zum Vornherein ein 

Anspruch auf Versicherungsleistungen der Unfallversicherung, konkret auf die 

beantragte Integritätsentschädigung für die psychischen Folgen des streitigen Unfalls.

8. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.02.2012
	Art. 6 UVG: Leistungseinstellung rund zwei Jahre nach einem Unfall u.a. mit der Diagnose einer Commotio cerebri. Abklärung der natürlichen und adäquaten Unfallkausalität. Verneinung der Anwendung der Schleudertraumapraxis bzw. Anwendung der sog. "Psycho-Praxis" im Rahmen der Adäquanzbeurteilung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Februar 2012, UV 2011/16).

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