# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 912bdff2-f989-58ad-bf4e-98dc04e105a5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.01.2013 UV 2012/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-52_2013-01-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/52

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2019

Entscheiddatum: 24.01.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2013
Art. 9 Abs. 1 und 2 UVG. Frage des Vorliegens einer Berufskrankheit in 
Bezug auf Schulterbeschwerden und psychische Probleme (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Januar 2013, UV 
2012/52).

Vizepräsident Joachim Huber, a.o. Versicherungsrichterin Gertrud Condamin-Voney, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 24. Januar 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch B.___,

gegen

Visana Versicherungen AG, Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Visana Services AG, Weltpoststrasse 19, 3000 Bern 15,

betreffend

Versicherungsleistungen (Berufskrankheit)

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Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war im C.___ vollzeitlich als Pflegehelferin tätig 

und dadurch bei der Visana AG unfallversichert, als sie sich am 19. Februar 2010 

anlässlich einer internen Weiterbildung das rechte Knie verdrehte (UV-act. 1). Am 30. 

April 2010 bestätigte Dr. med. D.___, FMH Chirurgie, einen Status nach Ruptur/

Teilruptur des medialen Knieseitenbands am rechten Knie. Vom 19. Februar bis 7. April 

2010 bestand gemäss diesem Bericht sowie gemäss Arztzeugnis von Dr. med. E.___, 

Fachärztin für Allgemeinmedizin, vom 4. Mai 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Danach 

nahm die Versicherte ihre Tätigkeit wieder auf (UV-act. 5, 9).

A.b Den am 23. Juli 2010 im Rahmen einer Änderungskündigung vom Arbeitgeber 

vorgelegten angepassten Arbeitsvertrag nahm die Versicherte nicht an (UV-act. 10, 11). 

Dr. E.___ bescheinigte in der Folge ab 28. Juli 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit wegen 

einer Exazerbation eines Asthma bronchiale und Schlafstörungen (UV-act. 12f). Dr. 

med. F.___, FMH Psychiatrie/Psychotherapie, erstattete gestützt auf eine 

Untersuchung der Versicherten am 27. September 2010 einen Arztbericht (UV-act. 14). 

Mit Schreiben vom 3. November 2010 stellte die Visana die Leistungen aus der 

Kollektiv-Krankentaggeldversicherung auf den 28. Februar 2011 ein und hielt fest, der 

Versicherten sei eine andere berufliche Tätigkeit zumutbar und es könne eine volle 

Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Im Sinn einer Übergangsfrist würden bei 

entsprechend ärztlich bescheinigter Arbeitsfähigkeit Taggeldleistungen längstens bis 

zu diesem Datum erbracht (UV-act. 15). Der bisherige Arbeitgeber bot ab 1. März 2011 

eine Tätigkeit als Pflegehelferin an (UV-act. 17). Diese nahm die Versicherte mit Hinweis 

auf eine bestehende Arbeitsunfähigkeit nicht an, worauf das Arbeitsverhältnis von 

Seiten des Arbeitgebers auf Ende April 2011 beendet wurde (UV-act. 18f).

A.c Nach Durchführung von weiteren ärztlichen Abklärungen (UV-act. 22, 23, 35, 37-39) 

und nachdem die Versicherte ein Dokument "Gesundheitliche Schädigung durch den 

Arbeitgeber" vom 15. Juni 2011 eingereicht bzw. auf das Bestehen einer 

Berufskrankheit hingewiesen hatte (UV-act. 41, 43), stellte die Visana die 

Unfallversicherungsleistungen mit Verfügung vom 29. Juli 2011 auf den 30. April 2010 

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ein. Eine Leistungspflicht für erneute Behandlungen ab dem 5. April 2011 verneinte sie. 

Die Meniskusproblematik und die geplante Arthroskopie seien unfallfremd. Es handle 

sich um degenerative Veränderungen des rechten Knies; der Vorzustand sei im April 

2010 erreicht gewesen. Die Schulter- resp. Rückenbeschwerden seien gemäss Bericht 

von Dr. D.___ vom 5. April 2010 krankheitsbedingt (UV-act. 45). Mit Verfügung vom 5. 

August 2011 eröffnete die Visana der Versicherten, hinsichtlich der von ihr 

angegebenen psychischen Beschwerden sowie der Rücken- und Schulterschmerzen 

werde eine Berufskrankheit verneint. Es würden keine Versicherungsleistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung ausgerichtet (UV-act. 48). Der Krankenversicherer 

(Swica) erhob gegen die Verfügungen vom 29. Juli und 5. August 2011 Einsprache, zog 

diejenige gegen die Verfügung vom 5. August 2011 jedoch wieder zurück (UV-act. 52f, 

64). Die von der Versicherten erhobenen Einsprachen gegen die Verfügungen vom 29. 

Juli und 5. August 2011 (UV-act. 54) sowie die Einsprache der Swica wies die Visana - 

nach Einholung eines Überwachungs-Berichts und eines medizinischen Gutachtens 

von Dr. med. G.___, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats FMH, sowie anschliessendem Briefwechsel (vgl. UV-act. 59, 68, 

77-85) - mit Einspracheentscheid vom 30. April 2012 ab (UV-act. 89). Am 3. April 2012 

hatte die Versicherte Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Visana wegen 

diverser Tatbestände erstattet. Mit Verfügung vom 3. Mai 2012 nahm das zuständige 

Untersuchungsamt die Strafanzeige nicht Anhand. Auf die dagegen erhobene 

Beschwerde trat die Anklagekammer mit Entscheid vom 19. Juni 2012 nicht ein (UV-

act. 86, 88). 

B.   

B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 30. April 2012 erhob B.___ für die Versicherte 

mit Eingabe vom 30. Mai 2012 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, die psychische 

Krankheit von Ende Juli 2010 bis Ende Mai 2011 sowie das chronische Schulter-

Impingement-Syndrom von Anfang 2011 bis Mitte April 2012 zu 100%, von Mitte April 

2012 bis Ende Mai 2012 zu 50% und von Anfang Juni 2012 bis vorläufig Ende Juni 

2012 zu 25%, seien als Berufskrankheiten zu anerkennen; es sei ein entsprechendes 

Unfalltaggeld zu entrichten. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten 

der medizinischen Behandlung einschliesslich Fahrspesen zu übernehmen und für die 

verspätete Auszahlung Verzugszinsen zu entrichten. Es sei allenfalls zu prüfen, ob die 

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Beschwerdegegnerin ein strafbares Vergehen begangen habe, indem die 

Krankentaggeldversicherung, welche zur gleichen Versicherungsgesellschaft gehöre 

wie die Beschwerdegegnerin, ab Februar 2011 trotz attestierter Arbeitsunfähigkeit kein 

Taggeld an die Beschwerdeführerin entrichtet und sie damit in eine Verschuldung 

getrieben habe. Zur Begründung liess die Beschwerdeführerin ausführen, ab 2008 

habe sie sporadisch unter Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden und seit 

Frühling 2010 an persistierenden Rücken-, Nacken- und Schulterbeschwerden gelitten. 

Die psychisch belastenden Umstände am Arbeitsort hätten sich, insbesondere 

nachdem im Jahr 2008 eine neue Pflegedienstleiterin ihre Arbeit im Heim 

aufgenommen habe, negativ auf ihre Gesundheit ausgewirkt. Am 28. Juli 2010 habe 

man sie durch die Vorlage eines neuen Arbeitsvertrags mit Änderungskündigung und 

sehr negativen Folgen (nicht mehr ausschliesslich Nachtarbeit, sondern nach Belieben 

auch Tagesarbeit; variables Pensum von 80-100%; Arbeitseinsatz nach Belieben in 

einem anderen Pflegeheim) unter Druck gesetzt. Die Beschwerdeführerin habe nicht 

unterschrieben und daraufhin einen körperlichen und seelischen Zusammenbruch 

erlitten. Das Zurückkehren an ihren alten Arbeitsplatz sei ihr nicht mehr zumutbar 

gewesen, was auch die beteiligten Ärzte bescheinigt hätten. Da sie ein ausgeglichenes 

Privatleben ohne jegliche psychische Belastung führe, seien die Ursachen ihrer 

psychischen Krankheit stark überwiegend mit dem unzumutbar gewordenen Arbeitsort 

zu begründen und würden somit der Verursachung von mindestens 75% genügen. Für 

den Zeitraum von Ende Juli 2010 bis Ende Mai 2011 würden Arztzeugnisse vorliegen, 

welche der Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsunfähigkeit attestieren würden. Die 

chronische Schleimbeutelentzündung der rechten Schulter, unter der sie seit Frühling 

2010 leide, sei als eine arbeitsbedingte Erkrankung gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG und 

Anhang 1 UVV zu betrachten. Ausschlaggebend - nicht nur für die physische, sondern 

auch für die psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin - sei das Nichteinhalten 

der im Arbeitsgesetz vorgeschriebenen Schutzmassnahmen zur Erhaltung der 

Gesundheit der Mitarbeiter sowie das fragwürdige Verhalten des Arbeitgebers, welches 

im Dokument "Gesundheitliche Schädigung durch den Arbeitgeber" dokumentiert sei. 

Insbesondere aufgrund der zahlreichen Zusatzarbeiten, welche die Beschwerdeführerin 

als Nachtwache erledigen musste, bestehe ein Zusammenhang zwischen der 

Nichteinhaltung von Schutzmassnahmen und den gesundheitlichen Beschwerden in 

Form der chronischen Schleimbeutelentzündung. In ihrem Privatleben führe die 

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Beschwerdeführerin keine körperlich schweren Arbeiten oder schulterbelastende 

Sportarten aus. Der von der Arbeit verursachte Anteil, der zu den Schulterbeschwerden 

geführt habe, müsse auf über 90% beziffert werden. Ferner könne das Resultat der 

Videoüberwachung die Behauptung nicht bestätigen, dass die Beschwerdeführerin 

versuche, unberechtigt Leistungen zu erhalten.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 3. Juli 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung legte sie 

unter anderem dar, die Qualifikation eines psychischen Leidens als Berufskrankheit 

würde voraussetzen, dass eine Arbeit als solche typischerweise geeignet sei, die 

Psyche zu schädigen, was kaum je mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden könne. Dieser Nachweis sei auch konkret 

nicht erbracht. Die ärztliche Beurteilung von Dr. G.___ entspreche den von der 

Rechtsprechung aufgestellten Beweisanforderungen. Aufgrund der allgemeinen 

Verbreitung des Impingement-Syndroms ab dem 40. Altersjahr könne ein 

überwiegender, 75%iger Anteil beruflicher Verursachung nicht als medizinisch 

ausgewiesen betrachtet werden. Ca. 10% der Bevölkerung würden an einem 

Impingement-Syndrom leiden. Auch wenn davon ausgegangen würde, dass die Arbeit 

als Pflegerin die Beschwerden ausgelöst bzw. begünstigt habe, genüge dies nicht, um 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit belegen zu können, dass die berufliche Arbeit 

Ursache des Gesundheitsschadens sei. Die Schmerzen in der rechten Schulter könnten 

nicht in eine direkte Verbindung mit der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin 

gebracht werden.

B.c Mit Replik vom 23. August 2012 (act. G 5) und Duplik vom 6. September 2012 (act. 

G 7) bestätigten die Parteien ihre Standpunkte.

Erwägungen:

1

Streitig ist vorliegend, ob die im Herbst 2010 erneut aufgetretenen Kniebeschwerden 

rechts und die diesbezügliche Behandlungsbedürftigkeit ab Frühjahr 2011 einen 

Rückfall im Sinn von Art. 11 UVV und die psychischen Probleme sowie die Schmerzen 

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der Beschwerdeführerin an der rechten Schulter eine Berufskrankheit im Sinn des UVG 

darstellen und somit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auslösen. Nicht in 

den sachlichen Zuständigkeitsbereich des Versicherungsgerichts fällt die Beurteilung 

des von der Beschwerdeführerin angemeldeten strafbaren Vergehens der 

Krankentaggeldversicherung; in diesem Umfang ist auf die Beschwerde 

zuständigkeitshalber nicht einzutreten. Soweit sich die Vorwürfe der 

Beschwerdeführerin gegen die Krankentaggeldversicherung richten, kann dazu mit 

Blick auf den Anfechtungsgegenstand inhaltlich nicht Stellung genommen werden, 

zumal der direkte Bezug zur konkret streitigen Frage fehlt. - Als Berufskrankheiten 

gelten Krankheiten (Art. 3 ATSG, SR 830.1), die bei der beruflichen Tätigkeit 

ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten 

verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt eine Liste dieser Stoffe und Arbeiten 

sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG). Nach der 

Rechtsprechung müssen der schädigende Listenstoff oder die krankmachende Arbeit 

im gesamten Ursachenspektrum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einen Anteil 

von mehr als 50% ausmachen (BGE 119 V 200 E. 2a). Als Berufskrankheiten gelten 

auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder 

stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 

UVG). Dies ist praxisgemäss der Fall, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % 

durch die berufliche Tätigkeit verursacht wurde (BGE 119 V 201 E. 2b). Diese 

Voraussetzung ist nach der Rechtsprechung erfüllt, wenn nachgewiesen ist, dass die 

Häufigkeit des Auftretens der Krankheit in einer bestimmten Berufsgruppe mindestens 

viermal höher ist als in der Bevölkerung im allgemeinen (BGE 116 V 136 E. 5c; RKUV 

1999, Nr. U 326 S. 109 E. 2, 1997, Nr. U 273 S. 178 E. 3). Bei unklarem 

Beschwerdebild lässt sich die Frage des Nachweises einer stark überwiegenden 

berufsbedingten Verursachung in aller Regel nicht positiv beantworten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] 

vom 12. April 2002, U 2/00, E. 2b/bb).

2.  

2.1  Am 2. April 2007 wurde bei der Beschwerdeführerin eine laterale 

Meniskusteilresektion am rechten Knie (bei Riss des Aussenmeniskus) vorgenommen. 

In der Folge ergab sich eine beschwerdefreie Ausheilung (UV-act. 2). Nach dem 

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Ereignis vom 19. Februar 2010 bestand gemäss Arztberichten von Dr. E.___ und von 

Dr. D.___ bis 7. April 2010 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Danach nahm die 

Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit wieder auf. Dr. D.___ schloss die Behandlung bei 

wiederhergestellter medialer Stabilität im rechten Knie Ende April 2010 ab (UV-act. 5, 

9). Nachdem in der Folge die Hausärztin Dr. E.___ ab 28. Juli 2010 mit Hinweis auf ein 

Asthma bronchiale und Schlafstörungen eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte 

(UV-act. 12f), diagnostizierte der Psychiater Dr. F.___ am 27. September 2010 eine 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und eine undifferenzierte 

Somatisierungsstörung. Bei weiterlaufender medikamentöser und 

psychotherapeutischer Behandlung, geeignetem Arbeitsplatz und ohne Druck des alten 

Arbeitgebers sei eine rasche Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten (UV-act. 14).

2.2  Im Bericht vom 30. März 2011 hielt Dr. med. H.___, Spezialärztin für Psychiatrie/

Psychotherapie, fest, dass sich die Beschwerdeführerin seit dem 9. August 2010 bei ihr 

in Behandlung befinde und sie seither zu 100% arbeitsunfähig sei (UV-act. 22). Im 

Bericht vom 5. April 2011 bestätigte Dr. D.___ einen Status nach Ruptur/Teilruptur des 

medialen Knieseitenbandes rechts und ein chronisches Impingement-Syndrom der 

rechten Schulter. Bezüglich des rechten Knies habe er die Behandlung am 30. April 

2010 abgeschlossen. Die Beschwerdeführerin sei damals bei normaler Belastung 

beschwerdefrei gewesen. Mit zunehmender Kniebelastung, vor allem beim Wandern im 

Herbst, hätten sich persistierende Knieschmerzen rechts ergeben. Zusätzlich habe die 

Patientin seit einigen Monaten Schulterschmerzen rechts (typische 

Impingementschmerzen), ohne dass sich ein Unfall ereignet habe. Vierzehn Monate 

nach dem Knieunfall bestünden weiterhin belastungsabhängige Knieschmerzen seit 

Sommer 2010. Die Schmerzen seien hinweisend auf eine mediale Meniskusläsion 

rechts (UV-act. 23). Gegenüber der Arbeitslosenversicherung bestätigte die 

Beschwerdeführerin für Mai 2011 eine krankheitsbedingte und für Juli 2011 eine 

sowohl krankheits- als auch unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 28, 32). Am 6. 

Mai 2011 hatte Dr. H.___ einen unveränderten Befund bzw. das Nichtvorliegen neuer 

medizinischer Erkenntnisse bestätigt (UV-act. 33). In der Stellungnahme vom 23. Mai 

2011 hielt Dr. D.___ unter anderem fest, bei Schmerzpersistenz habe er eine 

Kniegelenksarthroskopie empfohlen. Aufgrund des Verlaufs beurteile er die aktuellen 

medialseitigen Knieschmerzen rechts als Folge des Unfallereignisses vom 19. Februar 

2010, im Sinn einer belastungsanhängigen Brückensymptomatik (UV-act. 35). Dr. H.___ 

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berichtete am 31. Mai 2011, die Beschwerdeführerin sei, seit sie bei ihn in Behandlung 

stehe (9. August 2010), zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Das Arbeitsverhältnis habe 

aus gesundheitlichen Gründen aufgelöst werden müssen. Ab dem 1. Juni 2011 sei die 

Beschwerdeführerin arbeitsfähig und vermittelbar (UV-act. 37). Der beratende Arzt Dr. 

med. I.___ hielt am 22. Juni 2011 fest, hinsichtlich der (unfallfremden/degenerativen) 

Meniskusproblematik sei der Status quo sine im April 2010 erreicht gewesen (UV-act. 

38). Dr. D.___ bescheinigte am 28. Juni 2011 eine volle Arbeitsunfähigkeit (offenbar 

schulterbedingt; vgl. UV-act. 41) seit April 2011 (UV-act. 39). Im Bericht vom 25. August 

2011 diagnostizierte der Arzt ein chronisches rezidivierendes Impingement-Syndrom 

der rechten Schulter. Seit Anfang April 2011 bestehe keine Arbeitsfähigkeit (UV-act. 

55). Die Beschwerdegegnerin liess die Beschwerdeführerin in der Folge überwachen. 

Im Ermittlungsbericht vom 22. September 2011 wurde als Ergebnis von 

Beobachtungen an drei Tagen (20. bis 22. September 2011) unter anderem 

festgehalten, die Beschwerdeführerin sei eine aktive Person, welche sich mit ihrem 

Lebenspartner treffe, Einkaufen gehe und Haushaltarbeiten selber erledige. Sie lenke 

ihr Gefährt ohne Probleme. Sie bewege sich spontan und ohne Beeinträchtigungen 

(UV-act. 59). Dr. med. J.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, hielt im Bericht 

vom 6. Oktober 2011 unter anderem fest, die muskuläre Dysbalance zerviko-thorako-

lumbal habe bisher nicht zu einer Arbeitsleistungseinschränkung geführt. Hingegen 

habe die auswärts behandelte Schulterproblematik zu Leistungseinbussen geführt. 

Ebenso habe im Rahmen der Fussoperation vom 29. November 2010 eine 

Arbeitsunfähigkeit bestanden. Bezüglich der Wirbelsäule bestehe eine unveränderte 

Arbeitsfähigkeit (UV-act. 65).

2.3  Die orthopädische Chirurgin und Bewegungsapparat-Traumato-login Dr. G.___ 

kam im Gutachten vom 2. November 2011 unter anderem zum Schluss, bei der 

Beschwerdeführerin bestünden rezidivierende Beschwerden der rechten Schulter bei 

radiologisch unauffälligem Befund im Sinn einer Impingement-Symptomatik, 

rezidivierende Wirbelsäulenbeschwerden und ein Status nach Arthroskopie des rechten 

Kniegelenks bzw. ein Status nach konservativer Therapie einer Verletzung des 

Innenbands des rechten Kniegelenks mit jetzt freien Funktionen, festem Bandhalt und 

ohne Anhalt auf eine akute Meniskopathie. Die Distorsion am rechten Kniegelenk vom 

19. Februar 2010 dürfe spätestens Anfang Mai 2010 als folgenfrei verheilt betrachtet 

werden. Für die Beschwerdeführerin stünden die schmerzhaften 

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Funktionseinschränkungen der rechten Schulter im Vordergrund sowie Befürchtungen, 

dass das rechte Kniegelenk erneut operiert werden müsse, ohne dass jetzt konkrete 

Beschwerden bestehen würden. Für leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten 

ergebe sich ein vollschichtiges Arbeitsvermögen. Tätigkeiten aus wechselnder 

Ausgangslage seien geeigneter als ausschliesslich sitzende, gehende oder stehende 

Arbeiten. Es bestehe kein überwiegend wahrscheinlicher natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen den als Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden und 

dem Unfall vom 19. Februar 2010. Keine der geltend gemachten Beschwerden würden 

als arbeitsbedingte Erkrankungen (im Sinn von Art. 9 UVV) gelten. Eine ausschliesslich 

oder vorwiegend (mehr als 50%ige bzw. mindestens 75%ige) arbeitsbedingte 

Verursachung der Krankheiten liege nicht vor (UV-act. 68). Am 18. Januar 2012 

berichtete Dr. D.___ über eine leichte Verbesserung der Schulterfunktion in allen 

Richtungen. Es bestehe zum Teil eine Impingementsymptomatik, die aber auch durch 

die Nackenschmerzen mit verursacht und überlagert sei. Bei bisher gutem Ansprechen 

auf die Therapien rate er von einer Schulter-Operation ab. Als Krankenpflegerin sei die 

Beschwerdeführerin seit April 2011 nicht arbeitsfähig (UV-act. 75). 

3.  

Nachdem Dr. D.___ im Bericht vom 5. April 2011 bezogen auf das rechte Knie und die 

Schulter weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit bescheinigt hatte (UV-act. 23), vermerkte 

er im Bericht vom 23. Mai 2011 die Knieschmerzen rechts als Folge des 

Unfallereignisses vom 19. Februar 2010 im Sinn einer belastungsabhängigen 

Brückensymptomatik (UV-act. 35) und bescheinigte am 25. August 2011 

schulterbedingt eine volle Arbeitsunfähigkeit rückwirkend ab April 2011 mit dem 

Hinweis, dass die Arbeitsfähigkeitsbescheinigung vom 5. April 2011 nicht zutreffend 

gewesen sei (UV-act. 55; vgl. auch UV-act. 75). Diese rückwirkende Festlegung einer 

vollen (schulterbedingten) Arbeitsunfähigkeit nach vorgängiger Bestätigung einer 

Arbeitsfähigkeit erscheint - auch wenn Dr. J.___ später ebenfalls von einer 

schulterbedingten Einschränkung ausging (Bericht vom 6. Oktober 2011; UV-act. 65) - 

nicht ohne Weiteres einsichtig, zumal die Beschwerdeführerin sich gegenüber der 

Arbeitslosenversicherung noch im Juni 2011 als nicht arbeitsunfähig bezeichnet hatte 

(UV-act. 30). Eine kniebedingte Arbeitsunfähigkeit ergab sich nach Lage der Akten im 

vorerwähnten Zeitraum nicht. Dr. G.___ gelangte in ihrem Gutachten zum Schluss, dass 

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durch den Unfall vom 19. Februar 2010 der Vorzustand im Knie nicht richtunggebend 

verschlimmert worden sei. Es habe ein Status nach Arthroskopie und 

Teilmeniskektomie in 2007 vorgelegen; allerdings habe eine MRI-Untersuchung von 

2010 keine manifesten degenerativen Veränderungen ergeben. Bei einer Teilruptur des 

Innenbands sei von einer restitutio ad integrum auszugehen. Dies bestätige auch der 

aktuelle Befund. Drei Monate nach dem 19. Februar 2010 sei der Vorzustand erreicht 

gewesen. Zwischen dem erstmaligen Behandlungsabschluss im Mai 2010 und der 

Rückfallmeldung vom April 2011 seien keine Brückensymptome ausgewiesen (UV-act. 

68). Aufgrund dieser Darlegungen ist als belegt zu erachten, dass kein überwiegend 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den als Rückfall gemeldeten 

Kniebeschwerden rechts und dem Ereignis vom 19. Februar 2010 besteht. Etwas 

anderes wird in diesem Verfahren von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend 

gemacht.

4.  

4.1  Was die bei der Beschwerdeführerin vorliegenden gesundheitlichen Probleme an 

der rechten Schulter und die in diesem Zusammenhang gestellten Diagnosen von 

rezidivierenden Beschwerden bei radiologisch unauffälligem Befund im Sinn einer 

Impingement-Symptomatik (vgl. UV-act. 68 S. 7 und S. 11 unten) bzw. eines chronisch 

rezidivierenden Impingement-Syndroms bei geringgradiger AC-Gelenksarthrose rechts 

(UV-act. 75) betrifft, ist festzuhalten, dass diese nicht unter eine Listenkrankheit im Sinn 

von Art. 9 Abs. 1 UVG und des entsprechenden Anhangs 1 zur UVV (Art. 14 UVV) 

subsumiert werden können. Was die von der Beschwerdeführerin angeführten 

chronischen Erkrankungen der Schleimbeutel durch ständigen Druck betrifft (act. G 1 

S. 8 mit Hinweis Ziff. 2 des Anhangs 2 zur UVV), ist festzuhalten, dass sich den Akten 

keine solche Diagnose entnehmen lässt und auch der für diese arbeitsbedingte 

Erkrankung vorausgesetzte ständige Druck auf den betroffenen Körperteil (Schulter) 

anlässlich der Arbeit weder behauptet noch aktenkundig ist. Solches ist insbesondere 

auch aus dem Dokument "Gesundheitliche Schädigung durch den 

Arbeitgeber" (Beilage zu UV-act. 54, vgl. unter anderem S. 3-6) nicht ersichtlich. 

Ebenfalls nicht belegt ist eine ausschliessliche oder vorwiegende Verursachung der 

Schulterbeschwerden durch bestimmte Arbeiten im Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVG. Bei 

unbestrittenermassen vorliegenden degenerativen Veränderungen im Bereich der 

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Schulter vermöchten weitere diesbezügliche Abklärungen aller Voraussicht nach keine 

zusätzlichen Erkenntnisse bezüglich der beruflichen Verursachung zu liefern. Auch die 

gestellten psychiatrischen Diagnosen lassen sich unbestrittenermassen nicht unter eine 

Listenkrankheit gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG einordnen.

4.2  Abzuklären bleibt, ob die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin 

bezüglich Schulter und Psyche unter Art. 9 Abs. 2 UVG einzuordnen sind. Gemäss 

BGE 117 V 354 E. 4c findet bei Art. 9 Abs. 2 UVG keine Beschränkung der 

gefährdenden Stoffe oder Krankheiten statt. Grundsätzlich ist jede Einwirkung am 

Arbeitsplatz als Ursache für eine Berufskrankheit anerkannt, unter der Bedingung, dass 

der ursächliche Zusammenhang zwischen der beruflichen Tätigkeit und der Krankheit 

"stark überwiegend" ist, d.h. wenn der Verursachungsanteil der Berufsarbeit an einer 

Krankheit - wie bereits erwähnt (vorne E. 1) - mindestens 75% beträgt, und dies mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (BGE 114 V 109; 116 V 142 E. 5a; 

119 V 200 E. 2b). Nach der Rechtsprechung stellt die Anerkennung einer 

Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG primär eine Beweisfrage im Einzelfall dar. 

Wenn aber auf Grund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür 

besteht, dass eine berufsbedingte Genese eines bestimmten Leidens von seiner Natur 

her nicht nachgewiesen werden kann, schliesst dies den Beweis auf qualifizierte 

Ursächlichkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG im Einzelfallaus (BGE 126 V 183 E. 4c). 

Sofern mit anderen Worten der Nachweis eines qualifizierten (Anteil von mindestens 

75%) Kausalzusammenhangs nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet 

werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Bevölkerung, 

welche es ausschliesst, dass eine versicherte Person zumindest viermal häufiger von 

einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Durchschnitt), scheidet die 

Anerkennung im Einzelfall aus (vgl. RKUV 1999, S. 106 E. 3 am Schluss). Sind 

anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen 

Erfordernis einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine 

bestimmte berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklärungen zwecks 

Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzelfall (vgl. BGE 126 V 183 

E. 4c mit Hinweisen).

4.3. Die Beschwerdeführerin nahm ihre Tätigkeit als Pflegerin nach dem 28. Juli 2010 

nicht mehr auf (vgl. UV-act. 12f). Gegenüber Dr. D.___ erklärte sie am 5. April 2011, 

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dass sie "seit einigen Monaten" Schulterschmerzen rechts bzw. 

Impingementschmerzen habe (UV-act. 23). Dr. J.___ vermerkte im Bericht vom 6. 

Oktober 2011, dass die Schulterproblematik zu einer Leistungseinbusse geführt habe 

(UV-act. 65). Die Aufnahmen der rechten Schulter vom 27. Juni 2011 ergaben 

regelrechte Verhältnisse ohne Anhalt auf weichteilige Verkalkungen. Ein Arthro-MRI der 

rechten Schulter vom 2. September 2011 zeigte keine pathologischen Befunde der 

Rotatorenmanschette. Am 14. Oktober 2011 erstellte Aufnahmen der HWS ergaben 

degenerative Veränderungen (vgl. UV-act. 68 S. 6). Die Gutachterin Dr. G.___ führte 

aus, eine ausschliesslich oder vorwiegend (mehr als 50%ige bzw. mindestens 75%ige) 

arbeitsbedingte Verursachung der orthopädischen Beschwerden liege nicht vor. Diese 

seien ausschliesslich im Rahmen der muskulären Dysbalancen und der 

altersentsprechenden Degeneration zu sehen. Die Geh- und Stehbelastung, wie auch 

die Notwendigkeit des Bückens im Beruf einer Pflegerin, hätten keinen Einfluss auf die 

2007 und nach dem Unfall von 2010 bestehende Kniegelenksproblematik rechts 

genommen. Bei den Schulterbeschwerden rechts, die erst nach einer längerdauernden 

Arbeitsunfähigkeit bei Diagnosen auf dem psychiatrischen Fachgebiet ohne spezifische 

Belastungen unmittelbar vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit aufgetreten seien, handle es 

sich um ein atypisches Impingement bei weitgehend erhaltenen Funktionen. Das 

Filmmaterial der Überwachung zeige an zwei aufeinanderfolgenden Tagen eine gute 

Alltagsbelastbarkeit mit Gehen/Stehen, freiem Treppensteigen, Autofahren, Einkaufen, 

Tragen von Taschen, Überkopftätigkeiten (Postfach ganz oben) und erhaltener grober 

Kraft der oberen Extremitäten. Auf einer der Aufnahmen ergebe sich der Hinweis auf 

die in der Untersuchung festgestellte Einschränkung der Aussenrotation, da sich die 

Beschwerdeführerin beim Öffnen der Eingangstüre mit der rechten Hand in den 

Eingang drehe. Bei Bestehen einer Kniegelenksaffektion (Degeneration, Entzündung, 

Rissbildung der Minisci, Instabilität) wäre die gezeigte lange Zwangshaltung (Sitzen in 

der tiefen Hocke für längere Zeit, um eine Katze zu streicheln) mit maximaler 

Beugebelastung nicht durchführbar (UV-act. 68 S. 12f). Die Beschwerdeführerin lässt 

das Gutachten von Dr. G.___ dahingehend beanstanden, dass darin aktenwidrig 

behauptet werde, die Schulterbeschwerden hätten erst im Juni 2011 einen 

Behandlungsbedarf nach sich gezogen, obschon sie bereits seit Anfang April 2011 

deswegen bei Dr. D.___ in Behandlung gewesen sei (act. G 5 S. 3). Wie es sich damit 

verhält, kann offenbleiben, nachdem jedenfalls Ende April 2010 (Zeitpunkt der 

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Einstellung der Unfallversicherungsleistungen) kein schulterbedingter 

Behandlungsbedarf aus den Akten ersichtlich ist (vgl. UV-act. 23) und auch nicht 

geltend gemacht wird. Mit den begründeten Schlussfolgerungen der Gutachterin ist 

eine stark überwiegende berufliche Verursachung der ab dem Jahr 2011 behandelten 

Schulterbeschwerden ausserhalb der Wahrscheinlichkeit, wobei dem 

Überwachungsbericht für die Begründung des Begutachtungsergebnisses mit Bezug 

auf die hier streitige Frage keine eigentlich beweisbildende, sondern höchstens 

bestätigende Funktion zukam. Unter diesen Umständen braucht auch auf die von der 

Beschwerdeführerin im Rahmen eines Strafverfahrens aufgeworfene Frage der 

Rechtmässigkeit der Überwachung (vgl. act. G 5.1) in diesem Verfahren nicht näher 

eingegangen zu werden. Auch unter Ausklammerung der Ergebnisse des 

Überwachungsberichts vermag die blosse (theoretische) Eignung einer Tätigkeit, 

Beschwerden zu verursachen, eine stark überwiegende berufliche Verursachung nicht 

darzutun. Hinsichtlich des seit dem Jahr 2000 bestehenden Arbeitsverhältnisses als 

Pflegehelferin (UV-act. 1) kann von einer erheblichen beruflichen Expositionsdauer 

bezüglich Schulter und Knie nicht überwiegend wahrscheinlich ausgegangen werden, 

zumal die Tätigkeit als Pflegehelferin ein relativ breites Spektrum von Arbeiten mit 

Wechselbelastung umfasste, welche nur teilweise eine erhebliche körperliche 

Belastung beinhalteten (vgl. dazu Liste der Aufgaben im Dokument "Gesundheitliche 

Schädigung durch den Arbeitgeber"; UV-act. 54 Beilage S. 6f). So lag beispielsweise 

dem Urteil des Bundesgerichts vom 17. September 2004, U 341/03 (= SVR 2005 UV 

Nr. 6, 17) ein Sachverhalt zugrunde, gemäss welchem eine Dentalhygienikerin dem 

Unfallversicherer nach 26jähriger Berufstätigkeit (1975-2001) eine Epicondylitis als 

Berufskrankheit melden liess. Die Angelegenheit wurde vom Gericht - nicht zuletzt mit 

Hinweis auf die wesentliche Expositionsdauer mit Dauerbelastung (vgl. Urteil, a.a.O., E. 

3.3) - zur Durchführung einer arbeitsmedizinischen Abklärung an den Unfallversicherer 

zurückgewiesen. Angesichts der konkreten erwerblichen und medizinischen 

Gegebenheiten vermöchte im Fall der Schulterbeschwerden der Beschwerdeführerin 

eine arbeitsmedizinische Abklärung überwiegend wahrscheinlich zu keinem 

veränderten Ergebnis zu führen. Dies umso weniger, als Impingement-Syndrome der 

Schulter (wie auch Kniebeschwerden) im mittleren Alter in der Bevölkerung stark 

verbreitet sind. Im Übrigen ist festzuhalten, dass eine blosse Auslösung von 

vorübergehenden Kniebeschwerden - soweit diese hier überhaupt zur Diskussion 

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stehen - durch einen Unfall eine Berufskrankheit bzw. eine stark überwiegende 

berufliche Verursachung offensichtlich nicht darzutun vermag. Anhaltspunkte für eine 

Unrichtigkeit der Feststellung von Dr. G.___ hinsichtlich des Vorliegens einer 

Berufskrankheit werden weder geltend gemacht noch ergeben sich solche aus den 

Berichten von Dr. J.___ (UV-act. 65) und Dr. D.___ (UV-act. 23, 35, 55, 75).

4.4  Nachdem die Beschwerdeführerin den von ihrem damaligen Arbeitgeber am 23. 

Juli 2010 im Rahmen einer Änderungskündigung vorgelegten Arbeitsvertrag nicht 

akzeptiert hatte (UV-act. 10, 11), ergab sich bei ihr eine volle Arbeitsunfähigkeit, welche 

Dr. E.___ im Rahmen eines Asthma bronchiale und von Schlafstörungen interpretierte 

(UV-act. 12f) und ab 9. August 2010 zu einer psychiatrischen Behandlung bei Dr. H.___ 

führte (UV-act. 22). Der Psychiater Dr. F.___ vermerkte diesbezüglich am 

27. September 2010 eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und 

eine undifferenzierte Somatisierungsstörung und erachtete das bisherige 

Arbeitsverhältnis als gesundheitlich (psychisch) nicht zumutbar (UV-act. 14). Die 

Rechtsprechung zur Adäquanz von psychischen Fehlentwicklungen nach Unfällen 

(BGE 115 V 133) ist bei psychischen Störungen im Zusammenhang mit 

Berufskrankheiten nicht analog anwendbar. Die Adäquanz ist danach zu beurteilen, ob 

die Berufskrankheit oder Geschehnisse in deren Zusammenhang nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet 

sind, psychische Störungen der aufgetretenen Art zu verursachen (BGE 125 V 456). Mit 

der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass eine Eignung der von der 

Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeit als Pflegehelferin, die Psyche zu schädigen, 

nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen gelten 

kann (act. G 3 S. 13). Psychisch belastenden Umstände am Arbeitsort, wie sie von der 

Beschwerdeführerin aus ihrer Sicht geschildert wurden (vgl. auch UV-act. 54 Beilage), 

genügen hierfür nicht. Insbesondere kann aus der Tatsache, dass der Psychiater Dr. 

F.___ gestützt auf Schilderungen der Beschwerdeführerin das bisherige 

Arbeitsverhältnis als unzumutbar erachtete, nicht eine stark überwiegende berufliche 

Verursachung von psychischen Beschwerden abgeleitet werden. Auf die von den 

Parteien diskutierte Frage der Rechtmässigkeit der Änderungskündigung (act. G 5 und 

7) braucht nicht näher eingegangen zu werden, da sich hieraus für die vorliegend 

streitige Frage überwiegend wahrscheinlich keine neuen Erkenntnisse ergeben würden: 

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Selbst wenn die Änderungskündigung nicht rechtmässig erfolgt wäre, könnte daraus 

kein Nachweis einer Berufskrankheit abgeleitet werden.

4.5  Unter diesen Umständen lässt sich nicht beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin eine (stark) überwiegende berufliche Verursachung der 

Schulterbeschwerden und psychischen Probleme verneinte. Dabei ist darauf 

hinzuweisen, dass mit diesem Ergebnis weder die ausgewiesenen gesundheitlichen 

Probleme der Beschwerdeführerin in Frage gestellt noch die Möglichkeit einer 

Beeinflussung der Beschwerden durch die bis Mitte 2007 ausgeübte berufliche 

Tätigkeit in Abrede gestellt werden. Dies allein genügt jedoch - wie dargelegt - nicht für 

eine Bejahung der Voraussetzungen nach Art. 9 UVG.

5.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 30. April 2012 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2013
	Art. 9 Abs. 1 und 2 UVG. Frage des Vorliegens einer Berufskrankheit in Bezug auf Schulterbeschwerden und psychische Probleme (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Januar 2013, UV 2012/52).

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