# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 319fb92c-847e-52ae-97cc-9bb0be07643e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.11.2011 D-4814/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4814-2011_2011-11-09.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4814/2011

U r t e i l   v om   9 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Contessina Theis (Vorsitz),
Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Richter Daniele Cattaneo;   
Gerichtsschreiberin Nina Hadorn.

Parteien A._______, geboren (…), und
B._______, geboren (…),
und deren Kind
C._______, geboren (…),
Eritrea, 
D._______,  
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin);
Verfügung des BFM vom 26. August 2011 / N _______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  Eritrea  eigenen  Angaben  zufolge  im 
September 2005 verliess und über E._______ nach Libyen gelangte, wo 
er  seine  Partnerin  –  die  Beschwerdeführerin  –  kennenlernte,  welche 
Eritrea  gemäss  ihren  eigenen  Ausführungen  im  März  2009  verlassen 
hatte,

dass  sie  in  Tripolis  zu  Handen  der  Schweizer  Botschaft  jeweils 
Asylgesuche  eingereicht  hätten,  welche  infolge  der  Umstände  nicht 
bearbeitet worden seien,

dass  sie  darum  im  März  oder  April  2011  gemeinsam  nach  Italien 
weitergereist  seien  und  am  29.  April  2011  illegal  in  die  Schweiz 
gelangten, wo sie am selben Tag  im Empfangs­ und Verfahrenszentrum 
(EVZ) F._______ um Asyl nachsuchten,

dass  ein  Abgleich  der  Fingerabdrücke  der  Beschwerdeführerin  mit  der 
Eurodac­Datenbank ergab, dass diese am 31. März 2011  in G._______ 
anlässlich  der  Einreichung  eines  Asylgesuchs  von  den  italienischen 
Behörden daktyloskopisch erfasst worden war,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  EVZ 
F._______  vom  25.  Mai  2011  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  von  1998  bis  2005  im  Militärdienst 
gewesen zu sein,

dass  er  von  2002  –  2003  infolge  Untertauchens  in  Haft  genommen 
worden  sei  und  er  aufgrund  der  unendlichen  Dauer  des Militärdienstes 
erneut desertiert sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  zur  Hauptsache  vorbrachte,  ihr  damaliger 
Konkubinatspartner  sei  im  Jahre  2008  aus  dem  Militärdienst  geflohen, 
weshalb sie seither von den eritreischen Behörden behelligt worden sei,

dass  sie  diesbezüglich  unter  anderem  während  zwei  Tagen  in  Haft 
genommen  worden  sei  und  daher  beschlossen  habe,  das  Land  zu 
verlassen,

dass  den  Beschwerdeführenden  anlässlich  der  Befragungen  im  EVZ 
F._______  das  rechtliche Gehör  zum Umstand  gewährt wurde, wonach 
gestützt  auf  ihre  Aussagen  und  den  Eurodac­Treffer  der 
Beschwerdeführerin  mutmasslich  Italien  für  die  Durchführung  des  Asyl­ 

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und Wegweisungsverfahrens zuständig sei, weshalb gegebenenfalls auf 
ihre Asylgesuche nicht eingetreten werde,

dass  der  Beschwerdeführer  dazu  vorbrachte,  er  werde  eine  solche 
Entscheidung  nicht  akzeptieren,  da  die  Verhältnisse  in  Italien  sehr 
schlecht seien und er sein Kind nicht auf der Strasse grossziehen wolle,

dass  die  Beschwerdeführerin  ergänzend  ausführte,  die  Schweiz  sei 
immer  ihr  Ziel  gewesen,  weshalb  sie  bereits  in  Libyen  bei  der 
schweizerischen  Botschaft  ein  Asylgesuch  eingereicht  hätten,  welches 
aber aufgrund der Umstände nicht bearbeitet worden sei, 

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Entscheid  des  BFM  vom  31.  Mai 
2011  für  den weiteren  Aufenthalt  während  des  Verfahrens  dem Kanton 
H._______ zugewiesen wurden,

dass  das  BFM  Italien  am  15.  Juni  2011  um  Übernahme  der 
Beschwerdeführenden ersuchte,

dass Italien diesem Gesuch am 18. August 2011 zustimmte,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom  26.  August  2011  –  eröffnet  am  29. 
August 2011 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat, 
die Wegweisung nach Italien sowie den Vollzug spätestens am Tag nach 
Ablauf der Beschwerdefrist anordnete,

dass  es  gleichzeitig  feststellte,  einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  den 
Entscheid  komme  keine  aufschiebende  Wirkung  zu,  und  die 
Aushändigung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an 
die Beschwerdeführenden verfügte,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  1.  September  2011 
gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erhoben und beantragten, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, es sei 
die Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen und das BFM 
sei anzuweisen, auf ihre Asylgesuche einzutreten,

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um die aufschiebende Wirkung 
im Sinne einer vorsorglichen Massnahme, um Verzicht auf die Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  und  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 

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20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
ersuchten,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Telefax vom 7. September 2011 
den  Vollzug  der  Wegweisung  gestützt  auf  Art.  56  VwVG  vorsorglich 
aussetzte, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 12. September 
2011  festhielt,  der  Wegweisungsvollzug  bleibe  vorsorglich  ausgesetzt, 
das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  guthiess  und  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses verzichtete,

dass das BFM  im Rahmen seiner Vernehmlassung vom 22. September 
2011 die Ablehnung der Beschwerde beantragte,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Replik  vom  11.  Oktober  2011  an 
ihren Anträgen und Ausführungen in der Beschwerde festhielten,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 
105  AsylG  i.V.m.  Art.  31  –  33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32];  Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder  unvollständige Feststellung  des  rechtserhebliche Sachverhalts  und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  bei  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32  –  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbstständigen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.)

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüfte,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese  Fragen – 
namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von 
Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den 
zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  der 
Nichteintretensentscheides stellen,

dass  auf  Asylgesuche  nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in 
einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durchführung des Asyl­ 
und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 
2 Bst. d AsylG),

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung 
anführte,  den  daktyloskopischen  Abklärungen  und  Aussagen  der 
Beschwerdeführenden sei zu entnehmen, dass diese am 30. März 2011 
illegal nach Italien und somit ins Hoheitsgebiet der Dublin­Mitgliedstaaten 
eingereist seien,

dass  die  italienischen  Behörden  dem  Gesuch  um  Aufnahme  der 
Beschwerdeführenden  am  18.  August  2011  gestützt  auf  Art.  10  Abs.  1 
der Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur 
Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats, der  für die Prüfung eines Asylantrages zuständig  ist, den 
ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat 
(Dublin­II­Verordnung) zugestimmt hätten,

dass  Italien  somit  gestützt  auf  das  Abkommen  vom  26. Oktober  2004 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 

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Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin­Assoziierungsabkommen 
[DAA],  SR  0.142.392.689)  und  auf  das  Übereinkommen  vom  17. 
Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der 
Republik  Island  und  dem  Königreich  Norwegen  über  die  Umsetzung, 
Anwendung und Entwicklung des Schengen­Besitzstandes und über die 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die 
Prüfung  eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten 
Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, SR 0.362.32) für 
die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass  der  Einwand  der  Beschwerdeführerin  im  Rahmen  des  rechtlichen 
Gehörs, wonach  Italien  nur  als  Transitland  gedient  habe  und  sie  schon 
bei der schweizerischen Vertretung in Libyen ein Asylgesuch eingereicht 
hätten, nichts an der Zuständigkeit Italiens zu ändern vermöge, zumal die 
Einreichung  eines  Asylgesuchs  bei  einer  Schweizer  Botschaft  keine 
Zuständigkeit  der  Schweiz  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens 
begründen könne,

dass  die  Schweiz  nur  dann  verantwortlich  zeichnen  würde,  wenn  die 
Einreise in die Schweiz bewilligt worden sei, was vorliegend nicht der Fall 
sei,

dass die Einreichung eines Asylgesuchs gestützt auf Art. 3 Abs. 1 Dublin­
II­Verordnung nur dann zur Zuständigkeit  führen könne, wenn dieses an 
der  Grenze  oder  im  Hoheitsgebiet  eines  Mitgliedstaates  eingereicht 
wurde,  weshalb  die  bei  der  schweizerischen  Botschaft  in  Libyen 
eingereichten  Asylgesuche  die  Zuständigkeit  der  Schweiz  nicht  zu 
begründen vermöchten,

dass auf ihre Asylgesuche daher nicht einzutreten sei,

dass  der  Vorbehalt  der  Beschwerdeführenden  gegen  einen 
Wegweisungsvollzug  nach  Italien  im  Rahmen  des  rechtlichen  Gehörs, 
wonach  ihre  Lebenssituation  in  Italien  sehr  schwierig  sei,  nichts  an  der 
Zuständigkeit  Italiens zu verändern vermöge, zumal  Italien die Richtlinie 
2003/9/EG  des  Rates  vom  27.  Januar  2003  (sog.  Aufnahmerichtlinie) 
umsetze  und  die  Beschwerdeführenden  sich  daher  an  die  zuständige 
Behörden wenden könnten,

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dass  Dublin­Rückkehrende  und  insbesondere  verletzliche  Familien  von 
den  italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt  würden,  weshalb  die 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu bejahen sei,

dass  ferner  auch  die  Zulässigkeit  und  die  Möglichkeit  des  Vollzugs  zu 
bejahen seien,

dass  die  Beschwerdeführenden  zur  Begründung  ihrer 
Rechtsmitteleingabe  im  Wesentlichen  geltend  machten,  die  Dublin­II­
Verordnung  sei  zwar  nicht  für  Situationen  wie  die  Vorliegende 
vorgesehen, da die Schweiz – welche als einziges Land die Möglichkeit 
der  Einreichung  eines  Asylgesuchs  bei  einer  Botschaft  kenne  –  erst 
nachträglich an das Abkommen assoziiert worden sei,

dass  daraus  jedoch  nicht  folge,  ein  bei  einer  Auslandvertretung 
eingereichtes  Gesuch  könne  keine  Zuständigkeit  der  Schweiz  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens begründen,

dass  vielmehr  der  Grundgedanke  des  Botschaftsverfahrens  –  die 
Möglichkeit,  in der Schweiz um Asyl nachzusuchen, gerade ohne sich in 
deren  Hoheitsgebiet  zu  befinden  –  für  die  Zuständigkeit  der  Schweiz 
spreche,

dass die Schweiz sich ferner auch gestützt auf Art. 3 Abs. 2 der Dublin­II­
Verordnung selbst als zuständig erklären könne, was vorliegend mit Blick 
auf den Grundgedanken des Botschaftsverfahrens angezeigt sei,

dass  die  Schweiz  ausserdem  andern  Eritreern,  die  in  Tripolis  bei  der 
Schweizer  Botschaft  ein  Asylgesuch  eingereicht  hätten,  eine 
Einreisebewilligung  erteilt  habe  und  es  stossend  sei,  dass  die 
Nichtbehandlung ihrer Asylgesuche nun zu ihrem Nachteil führe,

dass  das  BFM  im  Rahmen  seiner  Vernehmlassung  im  Wesentlichen 
ausführte, die Beschwerde beinhalte keine neuen erheblichen Tatsachen 
oder  Beweismittel,  zumal  das  Bundesverwaltungsgericht  das  BFM  in 
seiner  Einschätzung,  wonach Botschaftsgesuche  in Drittstaaten  nicht  in 
den  sachlichen  Anwendungsbereich  der  Dublin­II­Verordnung  falle,  in 
mehreren  Urteilen  (Urteile  D­3683/2011  vom  26.  Juli  2011  und  E­
1121/2011 vom 9. März 2011) bestätige,

dass  ferner  die  Voraussetzungen  für  einen  Selbsteintritt  gemäss  Art.  3 
Abs. 2 der Dublin­II­Verordnung vorliegend nicht erfüllt seien, 

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dass  die  Beschwerdeführenden  in  ihrer  Replik  unter  anderem  geltend 
machten,  dem  vom BFM  zitierten Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts 
E­1121/2011  liege  ein  anderer  Sachverhalt  zugrunde,  da  der 
Beschwerdeführer dort über ein Schengen­Visum verfügt habe und daher 
Art.  9  Abs.  2  Dublin­II­Verordnung  die  Zuständigkeit  Frankreichs  zur 
Durchführung des Verfahrens begründet habe,

dass  –  sollte  das  Gericht  zum  Schluss  kommen,  Italien  sei  für  die 
Behandlung der Asylgesuche zuständig – die Schweiz sich in Anbetracht 
der gesamten Umstände aus humanitären Gründen (Art. 29a Abs. 3 der 
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR  142.311])  für  zuständig  erklären  solle,  da  sich  die  Situation  für 
Asylsuchende und Flüchtlinge in Italien prekär gestalte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  einem  kürzlich  ergangenen,  zur 
Publikation  vorgesehenen  Urteil  festhielt,  dass  eine  Vertretung  im 
Ausland  aufgrund  völkerrechtlichen  Prinzipien  zum  Hoheitsgebiet  des 
jeweiligen Empfangsstaates gehört (vgl. BVGE D­3683/2011 vom 26. Juli 
2011 E. 4),

dass  ein  Asylantrag  eine  Zuständigkeit  aufgrund  der  Dublin­II­VO  nur 
dann  auslöst,  wenn  dieser  an  der  Grenze  oder  auf  dem  Hoheitsgebiet 
eines Mitgliedstaates gestellt wird (Art. 3 Abs. 1 Dublin­II­VO),

dass  die  Dublin­II­Verordnung  demnach  in  Fällen,  in  denen  ein 
Asylgesuch bei einer schweizerischen Vertretung im Ausland eingereicht 
wurde  –  anders  als  in  Flughafenverfahren  –  nicht  anwendbar  ist 
(vgl. BVGE D­3683/2011 E. 4 mit Nachweisen),

dass  daher  die  allfälligen  bei  der  Schweizer  Botschaft  in  Libyen 
eingereichten Asylgesuche der Beschwerdeführenden gemäss Praxis des 
Bundesverwaltungsgerichts  im  Rahmen  des  Dublin­Systems  nicht  zu 
einer Zuständigkeit der Schweiz führen,

dass  dabei  –  auch  wenn  dies  in  gewissen  Fallkonstellationen  als 
stossend empfunden werden mag – unbeachtlich  ist, ob ein Asylgesuch 
von  der  Schweizer  Vertretung  bearbeitet  wurde,  zumal  für  die 
Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates einzig die  in der Dublin­II­
Verordnung aufgeführten Kriterien massgebend sind,

dass  ferner  unerheblich  ist,  welches  Kriterium  die  Zuständigkeit 
begründet  und  vorliegend  –  wie  nachfolgend  aufgezeigt  –  die 

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Voraussetzungen  von  Art.  10  Abs.  1  Dublin­II­Verordnung  erfüllt  sind, 
weshalb die Ausgangslage  im vom BFM zitierten Urteil E­1121/2011 mit 
der  Situation  der  Beschwerdeführenden  –  entgegen  den  Ausführungen 
der Beschwerdeführenden in ihrer Replik – vergleichbar ist,

dass  der  vorgängige  illegale  Aufenthalt  der  Beschwerdeführenden  in 
Italien feststeht und sie diesen auch nicht bestreiten,

dass  die  italienischen  Behörden  dem Ersuchen  des  BFM  vom  15.  Juni 
2011  um  Übernahme  der  Beschwerdeführenden  am  18.  August  2011 
zustimmten,

dass somit Italien für die Prüfung ihres am 29. April 2011 in der Schweiz 
eingereichten  Asylantrags  zuständig  ist  (vgl.  DAA,  Dublin­II­Verordnung 
sowie  die  Verordnung  [EG]  Nr.  1560/2003  der  Kommission  vom  2. 
September  2003  mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Dublin­II­
Verordnung [DVO Dublin]),

dass  gemäss  Art.  3  Abs.  2  erster  Satz  Dublin­II­VO  jeder  Mitgliedstaat 
einen von einem Drittstaatsangehörigen eingereichten Asylantrag prüfen 
kann, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien 
für die Prüfung nicht zuständig ist,

dass  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts  (BVGE 
2010/45  S.  630  ff.)  auf  eine Überstellung  an  den  zuständigen  Staat  zu 
verzichten  ist,  wenn  sich  diese  nicht  mit  den  internationalen 
Verpflichtungen  der  Schweiz  vereinbaren  lässt  oder  aus  humanitären 
Gründen       (Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) nicht angezeigt erscheint,

dass  die  Beschwerdeführenden  im  Rahmen  des  rechtlichen  Gehörs 
geltend machten,  Italien habe  ihnen nur als Transitland gedient und sie 
fürchteten, ihr Kind dort ohne Obdach grossziehen zu müssen,

dass  sie  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe  und  in  ihrer  Replik  ausführten,  in 
Anbetracht  des  Grundgedankens  des  Botschaftverfahrens  sowie  dem 
Umstand,  dass  andern  Eritreern,  derer  Asylgesuch  von  der  Schweizer 
Botschaft  in  Libyen  bearbeitet  worden  sei,  die  Einreise  in  die  Schweiz 
bewilligt und damit die Zuständigkeit der Schweiz zur Durchführung des 
Asylfahrens  begründet  worden  sei,  sei  ein  Selbsteintritt  der  Schweiz 
gestützt auf Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­Verordnung angezeigt,

dass  sie  ferner  ausführten,  gemäss  einem  aktuellen  Bericht  der 
Schweizerischen  Flüchtlingshilfe  (SFH;  Juss­Buss,  SFH,  Asylum 

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Procedure and Reception Conditions in Italy, Mai 2011) sei die Situation 
in  Italien  für  Asylsuchende  und  anerkannte  Flüchtlinge  teilweise 
katastrophal, zumal viele – darunter auch Familien mit Kindern – auf der 
Strasse  leben  würden,  weshalb  Überstellungen  nach  Italien 
problematisch seien,

dass  auch mehrere  Verwaltungsgerichte  in  verschiedenen  Ländern  von 
Abschiebungen  nach  Italien  mit  der  Begründung,  Italien  erfülle  die 
Mindestnormen für Flüchtlinge weitgehend nicht, absehen würden,

dass  Italien  unter  anderem Signatarstaat  des Abkommens  vom 28.  Juli 
1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der 
Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und Grundfreiheiten  (EMRK, SR  0.101)  und  des Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass  anders  als  bei  Griechenland  (vgl.  Urteil  des  EGMR  M.S.S.  vs. 
Belgium  and  Greece,  Nr.  30696/09,  21.  Januar  2011,  Urteil  R.U.  vs. 
Greece,  Nr.  2237/08,  7.  Juni  2011)  hinsichtlich  Italien  aufgrund  der 
wiederholten  und  übereinstimmenden  Stellungnahmen  des  Amtes  des 
Hohen  Flüchtlingskommissars  der  Vereinten  Nationen  (UNHCR),  des 
Kommissars  für  Menschenrechte  des  Europarates  und  von 
internationalen  Nichtregierungsorganisationen  (NGOs)  weder  davon 
ausgegangen werden kann, die italienische Gesetzgebung zum Asylrecht 
werde  nicht  angewendet,  noch  sei  das  Asylverfahrensrecht  in  diesem 
Land in einer Art und Weise von strukturellen Unzulänglichkeiten geprägt, 
dass  asylsuchende  Personen  kaum  Chancen  auf  eine  seriöse  Prüfung 
ihrer  Asylgesuche  und  ihrer  Beschwerden  beim  EGMR  durch  die 
italienischen  Behörden  haben,  oder  dass  sie  dort  mangels  wirksamer 
Beschwerdemöglichkeit keinen Schutz vor willkürlicher Rückschiebung in 
ihr Heimatland geniessen,

dass  somit  keine  ernsthaften  Zweifel  daran  bestehen,  dass  Italien  die 
Richtlinie  2005/85/EG  des  Rates  vom  1.  Dezember  2005  über 
Mindestnormen  für  Verfahren  in  den  Mitgliedstaaten  zur  Zuerkennung 
und  Aberkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  (sog. Verfahrensrichtlinie) 
respektiert, und an dieser Einschätzung auch die vorstehend erwähnten – 
nicht  näher  konkretisierten  –  Beschlüsse  verschiedener 
Verwaltungsgerichte  nichts  zu  ändern  vermögen,  zumal  diese  für  die 
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ohne Belang sind,

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dass  hinsichtlich  des  genannten  Berichts  zu  den  Aufnahme­  und 
Lebensbedingungen  für  asylsuchende  respektive  bereits  als  Flüchtlinge 
anerkannte  Personen  in  Italien  festzustellen  ist,  dass  die  italienischen 
Behörden seit geraumer Zeit mit einer grossen Anzahl von Einwanderern 
aus  nordafrikanischen  Staaten  konfrontiert  sind,  was  immer  wieder  zu 
Kapazitätsengpässen bei den Aufnahmezentren führt,

dass  indessen  das  Gericht  auch  in  Berücksichtigung  der  mit  den 
Kapazitätsengpässen  im  Zusammenhang  stehenden  schwierigen 
Aufenthalts­  und  Lebensbedingungen  –  eine  Betreuung  durch  die 
italienischen Behörden oder durch die privaten karitativen Organisationen 
ist nicht  in  jedem Fall gewährleistet – nicht zum Schluss gelangt,  Italien 
verletze  erwiesenermassen  in  systematischer  Weise  die 
Aufnahmerichtlinie,

dass  angesichts  dieser  Sachlage  keine  Veranlassung  besteht,  die 
Regelvermutung  in  Frage  zu  stellen,  wonach  sich  Italien  an  die 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der  EMRK  und 
der FoK, hält (BVGE 2010/45 E. 7.5 und 7.7), 

dass  diese  Regelvermutung  umgestossen  werden  kann,  wenn  im 
konkreten  Einzelfall  ernsthafte  Indizien  dafür  vorliegen,  dass  die 
Behörden des betreffenden Signatarstaates Völkerrecht verletzen (BVGE 
2010/45 a.a.O.),

dass  vorliegend  keine  konkreten  Anhaltpunkte  dafür  vorliegen,  die 
Beschwerdeführenden würden bei  einer Rückkehr nach  Italien aufgrund 
einer  besonderen  Verletzlichkeit  riskieren,  Lebensbedingungen 
ausgesetzt zu sein, welche eine Überstellung der Beschwerdeführenden 
nach  Italien  als  Verletzung  einer  völkerrechtlichen  Verpflichtung  der 
Schweiz erscheinen lassen würde,

dass  die  Beschwerdeführenden  nämlich  keinerlei  konkrete  Vorbehalte 
gegen eine Rückkehr nach Italien geltend machten, sondern sich auf die 
Erläuterung  der  allgemeine  Situation  von  Asylsuchenden  in  Italien 
beschränkten,  obwohl  sie  sich  zuvor  bereits  während  ungefähr  einem 
Monat in Italien aufgehalten hatten,

dass  für  den  Fall,  dass  die  Beschwerdeführenden  aufgrund  der 
Aufenthaltsbedingungen  tatsächlich  nicht  in  der  Lage  sein  sollten,  mit 
ihrem Kind in Italien ein menschenwürdiges Leben zu führen, es an ihnen 

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liegen wird,  ihre Rechte bei den  italienischen Behörden  respektive beim 
Europäischen Gerichtshof (EuGH) oder beim Europäische Gerichtshof für 
Menschenrechte (EGMR) geltend zu machen (BVGE 2010/45 E. 7.6.4),

dass nach Kenntnis des Bundesverwaltungsgerichts Dublin­Rückkehren­
de  und  verletzliche  Personen  bezüglich  Unterbringung  von  den 
italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt  werden  und  sich  –  neben 
den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private Hilfsorganisationen 
der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen,

dass  im  Falle  der  Beschwerdeführenden  –  entgegen  ihren 
anderslautenden  Beschwerdevorbringen  –  jedenfalls  keine  konkreten 
Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  sie  würden  im  Falle  einer  Rückführung 
nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass  sich  angesichts  dieser  Sachlage  der  Vollzug  der Wegweisung  als 
zulässig erweist (Art. 83 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  des  Weiteren  die  Beschwerdeführenden  darüber  hinaus  nichts 
vorbringen,  was  das  BFM  hätte  veranlassen  können,  aus  humanitären 
Gründen (Art. 29a Abs. 3 AsylV 1) auf ihr Asylgesuch einzutreten,

dass  die  Beschwerdeführenden  und  ihr  Kind  –  soweit  aktenkundig – 
gesund sind,

dass des Weiteren  im Rahmen einer Gesamtabwägung aller  relevanten 
Umstände  im  konkreten  Einzelfall  auch  sonst  keine  Gründe  ersichtlich 
sind,  die  bei  pflichtgemässem  Ermessen  eine  Wegweisung  aus 
humanitärer  Sicht  problematisch  erscheinen  lassen  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts E­7221/2009 vom 10. Mai 2011),

dass  insbesondere  die  durch  die  Beschwerdeführenden  als  stossend 
empfundene Situation infolge der Nichtbehandlung ihrer allfälligen bei der 
Schweizer  Botschaft  in  Libyen  eingereichten  Asylgesuche  nichts  an 
dieser Einschätzung zu ändern vermag,

dass sich angesichts dieser Sachlage eine Auseinandersetzung mit den 
weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerde  erübrigt,  weil  diese  nicht 
geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu gelangen, 

dass  das  vorliegende  Urteil  in  Übereinstimmung  mit  der  Praxis  des 
Bundesverwaltungsgerichts zum Wegweisungsvollzug nach Italien ergeht 

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(vgl. BVGE 2010/45, Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E­3223/2011 
vom 14. Juni 2011 und D­2908/2011 vom 25. Mai 2011),

dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  einer  Rücküberstellung 
der  Beschwerdeführenden  und  ihres  Kindes  weder  völkerrechtliche 
Verpflichtungen  der  Schweiz  noch  humanitäre Gründe  entgegenstehen, 
weshalb  die  Souveränitätsklausel  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO)  nicht  zur 
Anwendung  gelangt  und  folglich  das BFM  zu Recht  in  Anwendung  von 
Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf Erteilung einer solchen besteht (BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass  in  Verfahren  nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  der 
Durchführbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  –  wie  erwähnt  –  bereits 
Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des 
Nichteintretensentscheides  ist  (BVGE  2010/45  E. 10.2  und  vorgehende 
Erwägungen),

dass  deshalb  allfällige  völkerrechtliche  und  humanitäre 
Vollzugshindernisse vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Anwendung der sogenannten Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 Dublin­
II­VO)  oder  gegebenenfalls  bei  der  Ausübung  der  Humanitären  Klausel 
(Art. 15  Dublin­II­VO)  zu  prüfen  sind,  weshalb  kein  Raum  für 
Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von  Art. 44  Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83 
Abs. 1 ­ 4 AuG besteht,

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Weg­
weisung zu bestätigen ist,

dass  die  Beschwerdeführenden  demnach  nicht  darzutun  vermögen, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

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dass  das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege mit 
Zwischenverfügung  vom  12.  September  2011  gutgeheissen  wurde, 
weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Contessina Theis Nina Hadorn

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