# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3412ee1-cf7e-5193-91be-cee62972239d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.06.2009 D-4323/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4323-2008_2009-06-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4323/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A,_______, geboren ...,
B._______, geboren ...,
C._______, geboren ..., 
Sri Lanka,
alle vertreten durch Advokat Guido Ehrler, 
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung (Wiedererwägungsentscheid); 
Verfügung des BFM vom 2. Juni 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4323/2008

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführenden reichten am 22. Juli 2005 erstmals ein Asyl-
gesuch in der Schweiz ein. Das Gesuch wurde vom BFM mit  Verfü-
gung vom 18. Mai 2007 abgelehnt, verbunden mit der Anordnung der 
Wegweisung aus der Schweiz und des Wegweisungsvollzuges. Gegen 
diesen Entscheid reichten die Beschwerdeführenden am 18. Juni 2007 
– handelnd durch ihre damalige Rechtsvertretung – beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde ein. Die Beschwerde wurde vom Bundes-
verwaltungsgericht mit Urteil vom 29. Februar 2008 abgewiesen. 

B.
Am  28.  März  2008  reichten  die  Beschwerdeführenden  –  handelnd 
durch ihre  damalige Rechtsvertretung und beschränkt  auf  die Frage 
des Wegweisungsvollzuges – beim BFM ein Wiedererwägungsgesuch 
ein.  Dabei  wurde  im  Sinne  einer  nachträglichen  Veränderung  des 
Sachverhalts  gesundheitliche  Probleme  der  Beschwerdeführerin  re-
spektive eine erhebliche Verschlechterung ihres psychischen Gesund-
heitszustandes geltend gemacht. Diesbezüglich wurden im Verlauf des 
Wiedererwägungsverfahrens diverse Beweismittel nachgereicht. 

C.
Mit Verfügung vom 2. Juni 2008 (eröffnet am folgenden Tag) lehnte das 
BFM  das  Wiedererwägungsgesuch  ab,  wobei  es  gleichzeitig  die 
Rechtskraft  und Vollstreckbarkeit des negativen Asylentscheides vom 
18. Mai 2007 feststellte und erklärte, einer allfälligen Beschwerde kom-
me keine aufschiebende Wirkung zu. Den Beschwerdeführenden wur-
den im Weiteren Kosten für das Wiedererwägungsverfahren auferlegt. 

D.
Während  laufender  Rechtsmittelfrist  –  mit  Eingabe  vom  19.  Juni 
2008 –  wandte  sich  der  neu  mandatierte  Rechtsvertreter  der  Be-
schwerdeführenden an das BFM, wobei er um eine sofortige Ausset-
zung des Wegweisungsvollzuges sowie um eine wiedererwägungswei-
se Aufhebung der Verfügung vom 2. Juni 2008 ersuchte. Die Anträge 
wurden zum einen mit einer deutlichen Verschlechterung des psychi-
schen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin begründet, wo-
bei  auf  einen spezialärztlichen Bericht  vom 16. Juni  2009 verwiesen 
wurde. Zum andern wurde das Vorliegen eines neuen Sachverhaltsmo-
ments  geltend gemacht,  namentlich  die  Publikation  eines  Pressebe-

Seite 2

D-4323/2008

richts  am 9.  April  2008,  welches  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Be-
schwerdeführenden  beziehungsweise  eine  neue  Verfolgungssituation 
offenbar  werden  lasse. In  diesem Zusammenhang  wurde  angeführt, 
dem Beschwerdeführer drohe im Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka 
eine sofortige Verhaftung und in der Folge eine menschenrechtswidri-
ge Behandlung. 

Zur gleichen Zeit ging dem BFM – durch Vermittlung der Schweizeri-
schen Botschaft in Colombo – eine an die Schweizer Botschafterin ad-
ressierte Telefaxeingabe vom 19. Juni 2009 zu, verfasst von ... [einer 
hochgestellten Persönlichkeit] in Sri Lanka, worin Ausführungen über 
eine mögliche Gefährdung des Beschwerdeführers gemacht werden. 

E.
Eine Woche später – mit Schreiben vom 27. Juni 2008 – überwies das 
BFM sowohl die Eingabe der Beschwerdeführenden als auch die Ein-
gabe  aus Sri  Lanka  an das  Bundesverwaltungsgericht,  zwecks  Prü-
fung, ob es sich dabei um ein Revisionsgesuch betreffend das Urteil 
des  Bundesverwaltungsgericht  vom 29. Februar  2008  und/oder  eine 
Beschwerde gegen die Verfügung des BFM vom 2. Juni 2008 handle. 

F.
Nachdem das Bundesverwaltungsgericht  am 30. Juni  2008 vollzugs-
hemmende Massnahmen angeordnet hatte, nahm es mit Zwischenver-
fügung vom 2. Juli 2008 die Eingabe vom 19. Juni 2008 als Beschwer-
de gegen die Verfügung des BFM vom 2. Juni 2008 entgegen. Eine An-
handnahme der  Sache  als  Revisionsgesuch  wurde  dabei  unter  Ver-
weis auf die einschlägigen Bestimmungen ausgeschlossen. Gleichzei-
tig wurde das Beschwerdeverfahren sistiert  und die Akten dem BFM 
zur Prüfung als zweites Asylgesuch überwiesen. Diesbezüglich wurde 
ausgeführt,  die  Überweisung  erfolge  sowohl  unter  Berücksichtigung 
der Ausführungen der Beschwerdeführenden betreffend eine aktuelle 
Gefährdung aufgrund neuer Sachverhaltsmomente als auch unter Be-
rücksichtigung der Eingabe ... [einer hochgestellten Persönlichkeit] an 
die  Schweizer  Botschafterin  in  Sri  Lanka.  Zur  Sistierung  des  Be-
schwerdeverfahrens wurde festgehalten, diese erfolge, da die Behand-
lung  der  Sache  als  zweites  Asylgesuch  (als  ordentliches  Verfahren) 
dem vorliegenden Beschwerdeverfahren betreffend die Abweisung ei-
nes  Wiedererwägungsgesuchs (als  ausserordentliches  Verfahren be-
treffend den Wegweisungsvollzug) grundsätzlich vorzugehen habe, zu-

Seite 3

D-4323/2008

mal das vorliegende Beschwerdeverfahren vom Ausgang des zweiten 
Asylverfahrens wesentlich beeinflusst werden könne. 

G.
Am 2. Juli  2008  –  also  zeitgleich  mit  dem Erlass  der  vorgenannten 
Zwischenverfügung  –  liessen  die  Beschwerdeführenden  durch  ihren 
Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde ge-
gen die Verfügung des BFM vom 2. Juni 2008 und beim BFM ein förm-
liches zweites Asylgesuch einreichen. 

H.
Mit Zwischenverfügung vom 8. Mai 2009 lud das Bundesverwaltungs-
gericht die Vorinstanz ein, innert Frist zum Stand der Behandlung des 
zweiten Asylverfahrens Stellung zu nehmen. 

I.
Das BFM hielt in der Folge mit Schreiben vom 14. Mai 2009 fest, im 
zweiten Asylverfahren seien weitere Abklärungen im Sinne von Art. 41 
Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31]) not-
wendig, welche noch nicht durchgeführt worden seien, da der Fall vom 
BFM nicht in erster Priorität behandelt werde. 

J.
Die  Stellungnahme  des  BFM  wurde  den  Beschwerdeführenden  am 
15. Mai 2009 zur Kenntnis gebracht. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM auf dem Gebiet 
des  Asyls  entscheidet  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig 
(Art. 105  AsylG  i.V.m. Art.  31  -  34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 173.110]). Zwar geht 
daraus  die  Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  für  Be-
schwerden gegen Verfügungen des BFM betreffend Wiedererwägungs-
gesuche nicht explizit hervor, sie ergibt sich aber aus dem Umstand, 
wonach gegen negative Entscheide der Vorinstanz über Wiedererwä-
gungsgesuche grundsätzlich diejenigen Rechtsmittel ergriffen werden 

Seite 4

D-4323/2008

können, welche gemäss Rechtsmittelordnung gegen die mit dem Wie-
dererwägungsgesuch angefochtene Verfügung offenstehen (vgl. dazu 
Entscheidungen  des  Schweizerischen  Bundesgerichts  (BGE) 
100 Ib 372;  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 7 E. 2 a.aa S. 43). 

1.2 Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  können  die 
Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessen-
heit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

1.3 Die von der Vorinstanz ans Bundesverwaltungsgericht überwiese-
ne Eingabe vom 19. Juni 2008 wurde am 2. Juli  2008 als form- und 
fristgerechte Beschwerde gegen die Verfügung des BFM vom 2. Juni 
2008 entgegen genommen (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG 
und Art. 108 Abs. 1 AsylG). Vor diesem Hintergrund ist die Eingabe der 
Beschwerdeführenden vom 2. Juli 2008 als Beschwerdeergänzung zu 
erkennen. Die Beschwerdeführenden sind durch die angefochtene Ver-
fügung berührt und sie haben – im Sinne der nachfolgenden Erwägun-
gen – auch weiterhin ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Bei dieser Sachlage ist 
auf die Beschwerde einzutreten. 

1.4 Über  offensichtlich  begründete  oder  unbegründete  Beschwerden 
wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden 
(Art. 111 Bst. e AsylG). Vorliegende Beschwerdesache ist – wie nach-
folgend aufgezeigt – als offensichtlich begründet zu erkennen, weshalb 
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG). Gleichzeitig ist auf einen Schriftenwechsel zu verzich-
ten (Art. 111a Abs. 1 AsylG). 

2.

2.1 In  seiner Stellungnahme vom 14. Mai  2009 hat  das BFM aufge-
zeigt,  dass es die Vorbringen der Beschwerdeführenden im Rahmen 
eines zweites Asylgesuch prüfen will,  wozu es namentlich ausführte, 
es seien noch weitere Abklärungen notwendig. Das BFM will sich dem-
nach mit der Sache materiell und insbesondere im Rahmen eines or-
dentlichen Verfahrens auseinandersetzen, wobei der Abschluss dieses 
Verfahrens noch offen ist. 

Seite 5

D-4323/2008

2.2 Eine materielle Prüfung der vorliegenden Beschwerdesache – also 
die Behandlung eines ausserordentlichen Rechtsmittels betreffend ei-
nen bloss begrenzten Gegenstand (einzig betreffend den Vollzug der 
Wegweisung) – ist vor dem Hintergrund der derzeitigen Hängigkeit des 
zweiten Asylgesuches nicht möglich. Das hängige zweite Asylgesuch 
geht als ordentliches Verfahren dem vorliegenden ausserordentlichen 
Verfahren betreffend Wiedererwägung vor. Der Entscheid, ob die ange-
ordnete Wegweisung zu bestätigen und allenfalls eine Ersatzmassnah-
me anzuordnen ist  beziehungsweise ob der Vollzug der Wegweisung 
zulässig und zumutbar ist, kann in Anbetracht der im zweiten Asylge-
such hängigen Fragen über Bestehen der Flüchtlingseigenschaft und 
Anordnung von Asyl nicht gefällt werden. 

2.3 Seit  dem  angefochtenen  Wiedererwägungsentscheid  ist  inzwi-
schen ein Jahr vergangen und der Stellungnahme des BFM ist zu ent-
nehmen, dass mit dem Entscheid im zweiten Asylverfahren nicht dem-
nächst zu rechnen ist. Aus diesem Grund rechtfertigt sich eine weiter-
hin  anhaltende  Sistierung  des  vorliegenden  Beschwerdeentscheides 
nicht. Dies insbesondere deshalb, weil das ordentliche zweite Asylver-
fahren nicht nur die Frage der Flüchtlingseigenschaft und Asylgewäh-
rung beschlägt, sondern vom BFM gegebenenfalls – im Falle einer Ab-
weisung  des  zweiten  Asylgesuches  –  auch  die  Frage  des  Wegwei-
sungsvollzuges neu zu prüfen sein wird. Die Vorinstanz wird sich dem-
nach erneut mit der  gesundheitlichen Situation aller Familienmitglie-
der befassen müssen, zumindest insofern, als sich die Sachverhaltsla-
ge  verändert  hat.  Dies  hätte  jedoch  zur  Folge,  dass  der  zum  Ent-
scheidzeitpunkt  vorliegende  Sachverhalt  nicht  umfassend  beurteilt 
werden kann, da die Vorinstanz an die Erwägungen im angefochtenen 
Wiedererwägungsentscheid gebunden wäre und nur auf die seither er-
gangenen Veränderungen eingehen könnte. Eine solche Spaltung der 
Beurteilungsgrundlage wird umso stossender, je  mehr Zeit  zwischen 
den beiden Entscheidungen liegt, zumal der Gesamtheit der Sachver-
haltsumstände  nur  ungenügend  Rechnung  getragen  werden  kann. 
Auch ist  zu bemerken,  dass die geltend gemachten neuen Sachum-
stände  im  Zusammenhang  mit  der  Flüchtlingseigenschaft  ihrerseits 
Einfluss auf die Beurteilung des Vollzugs der Wegweisung beziehungs-
weise auf die Beurteilung der psychischen Probleme der Beschwerde-
führenden haben können. Damit dannzumal also eine umfassende Be-
urteilung der gesamten Aktenlage durch die Vorinstanz und gegebe-
nenfalls  eine  entsprechende  Prüfung  auf  Beschwerdeebene  möglich 

Seite 6

D-4323/2008

sein  wird,  drängt  sich  deshalb  im  Sinne  der  Prozessökonomie  die 
Kassation des angefochtenen Entscheides auf.

2.4 Demgemäss ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen gutzu-
heissen, die Verfügung des BFM vom 2. Juni 2008 aufzuheben und die 
Sache zur Fortsetzung des ordentlichen zweiten Asylverfahrens, des-
sen Ausgang die Gesuchsteller in der Schweiz abwarten dürfen, und 
zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die gemäss Zif-
fer 3 des angefochtenen und nunmehr aufgehobenen Entscheides auf-
erlegten  Verfahrenskosten  sind,  sollten  sie  bereits  bezahlt  worden 
sein,  zurückzuerstatten  oder  können  gegebenenfalls  als  Kostenvor-
schuss für das hängige zweite Asylverfahren zurückbehalten werden.

3.

3.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerle-
gen (Art. 63 Abs. 1 - 3 VwVG). 

3.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) kann die Beschwer-
deinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes we-
gen oder  auf  Begehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene not-
wendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen. Seitens der 
mandatierten  Rechtsvertretung  wurde  keine  Kostennote  eingereicht. 
Auf die Nachforderung einer solchen kann indes verzichtet werden, da 
im vorliegenden Verfahren der Aufwand für das Beschwerdeverfahren 
zuverlässig abgeschätzt werden kann (Art. 14 Abs. 2 in fine VGKE). In 
diesem Zusammenhang ist darauf zu verweisen, dass die Beschwerde 
gegen den negativen Wiedererwägungsentscheid mit Hinweis auf das 
anhängig  gemachte  zweite Asylverfahren nur summarisch begründet 
wurde.  In  Anwendung  der  genannten  Bestimmungen  und  unter  Be-
rücksichtigung der massgeblichen Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. 
VGKE) ist das BFM anzuweisen, den Beschwerdeführenden eine Par-
teientschädigung in der Höhe von pauschal Fr. 400.– (inkl. Auslagen 
und allfälliger MWSt) auszurichten. 

3.3 Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 und 2 VwVG wird damit gegenstandslos.

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 7

D-4323/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen und die 
Verfügung des BFM vom 2. Juni 2008 aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur Fortsetzung des hängigen zweiten Asylverfahrens 
und zur Neubeurteilung an das BFM zurückgewiesen.

3.
Die Beschwerdeführenden können den Ausgang des Asylverfahrens in 
der Schweiz abwarten. 

4.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5.
Das BFM wird angewiesen, den Beschwerdeführenden eine Parteient-
schädigung von Fr. 400.– auszurichten.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- das BFM, zu den vorinstanzlichen Akten Ref.-Nr. N _______ und 

mit  den  Beschwerdeakten  D-4323/2008  sowie  D-4168/2007  (per 
Kurier; in Kopie)

- (...)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand:  

Seite 8