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**Case Identifier:** a9b7f7fb-1980-510b-964f-6df8d6fc98d2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.06.2015 200 2014 1040
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1040_2015-06-15.pdf

## Full Text

200 14 1040 IV
SCI/SAW/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Juni 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Winiger

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. September 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juni 2015, IV/14/1040, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 4. Dezember 2012 unter Hinweis auf eine Depression bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV [act. II] 2). In der Folge führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) medizinische sowie erwerbliche Erhebungen durch 
und holte dabei auch die Akten des Krankentaggeldversicherers, beinhal-
tend u.a. einen Arztbericht von Dr. med. C.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie FMH (act. II 7.4), ein. Im Weiteren gewährte die 
IVB mit Mitteilung vom 31. Mai 2013 (act. II 27) Beratung und Unterstüt-
zung für berufliche Massnahmen und am 16. August 2013 (act. II 39) 
Frühinterventionsmassnahmen in Form der Eingliederungsberatung. Ferner 
veranlasste sie bei der MEDAS D.________ (nachfolgend: MEDAS 
D.________), ein polydisziplinäres Gutachten (vgl. Expertise vom 16. Juni 
2014, act. II 56.1).

Mit Mitteilung vom 18. Juli 2014 (act. II 62) schloss die IVB die beruflichen 
Massnahmen aufgrund mangelnder subjektiver Eingliederungsfähigkeit des 
Versicherten ab. Mit Verfügung vom 29. September 2014 (act. II 71) lehnte 
sie zudem – wie im Vorbescheid vom 28. Juli 2014 (act. II 65) angekündigt 
– das Begehren um Leistungen der IV umfassend ab. Zur Begründung gab 
sie an, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor; in einer 
körperlich leichten bis schweren Tätigkeit bestehe unter Voraussetzung 
einer fehlenden Selbst- und Fremdgefährdung eine Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von 100%. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit stehe im Zusammen-
hang mit psychosozialen Faktoren und sei invalidenversicherungsrechtlich 
nicht relevant.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juni 2015, IV/14/1040, Seite 3

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 29. Oktober 2014 Beschwerde mit 
folgenden Rechtsbegehren:

1. Die IV-Verfügung der IV-Stelle Bern vom 29. September 2014 sei 
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei aufzufordern, die 
Abklärung und Berechnung des Invaliditätsgrades erneut durch-
zuführen.

2. Die IV-Stelle Bern sei aufzufordern, beim Festlegen der zeitlichen 
Präsenz einer Erwerbsarbeit die Ergebnisse der praktischen Er-
probung sowie die Einschätzung von Dr. med. C.________ er-
gänzend zum MEDAS-Gutachten zu berücksichtigen.

Mit Schreiben vom 12. November 2014 ersuchte der Beschwerdeführer um 
Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Eingabe vom 24. November 
2014 ergänzte er das Gesuch (vgl. prozessleitende Verfügung vom 13. No-
vember 2014; Akten des Beschwerdeführers [act. IA] 1 ff.) 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 15. Dezem-
ber 2014 auf Abweisung der Beschwerde.

Am 9. Januar 2015 wurde der Beschwerdeführer durch den Instruktions-
richter darauf hingewiesen, dass er gemäss den eingereichten Unterlagen 
bei seiner Krankenversicherung über eine kostenlose Gesundheitsrechts-
schutzversicherung verfüge und damit die Voraussetzungen für die Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt sein dürften, womit 
das Gesuch abzuweisen wäre. Nachdem sich der Beschwerdeführer dies-
bezüglich in der Folge nicht mehr vernehmen liess, wies der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Verfügung vom 
28. Januar 2015 ab. Der gleichzeitig einverlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 700.-- wurde daraufhin fristgerecht geleistet.

Mit Schreiben vom 12. Februar 2015 teilte Fürsprecher B.________ mit, 
dass er mit der Wahrung der Interessen des Beschwerdeführers beauftragt 
worden sei. Er nahm Einsicht in die Akten.

Mit prozessleitender Verfügung vom 4. März 2015 wurden Schriftenwech-
sel und Beweisverfahren geschlossen.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 29. September 2014 (act. II 71), 
mit welcher das Leistungsbegehren abgewiesen wurde. Der Beschwerde-
führer beantragt deren Aufhebung und die Rückweisung zur Neuberech-
nung des Invaliditätsgrades. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). 

2.2.1 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-
mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.2.2 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
selber klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisie-
renden) Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsun-
fähigkeit unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, wel-
che durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belas-
tung wieder verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann 
einer fachgerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisie-

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rende Charakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psy-
chosoziale Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psy-
chosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund 
treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss 
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor-
handen sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 
E. 3.2). Nur wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren 
einen derart verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten 
oder seine – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehen-
den – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegrün-
dend auswirken (BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 
E. 5.2). 

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 6. November 2012 (act. II 7.4) diagnostizierte 
Dr. med. C.________ eine schwere depressive Episode (ICD-10 F32.2) 
ohne psychotische Symptome, eine Klaustrophobie (ICD-10 F40.2) und 
eine narzisstische Persönlichkeit (ICD-10 F60.8). In ihrer ambulanten Be-
handlung seien bisher zwei Themenkreise stark im Vordergrund gestan-
den: Zum einen der chronische Paarkonflikt mit der Ehefrau mit einer tief-
greifenden Kommunikationsstörung in der Paarbeziehung sowie einer 
durch Kränkungen auf der Seite des Patienten blockierten Problemlösung. 
Zum anderen die Probleme, die sich seit Mitte 2011 am Arbeitsplatz des 
Patienten eingestellt hätten. Am 14. Juni 2012 sei aufgrund der sich immer 
stärker ausbildenden Symptomatik mit Konzentrationsstörung, Ängsten, 
Schlafstörungen und depressiver Konfliktverarbeitung eine weitere Arbeits-
fähigkeit nicht mehr gegeben gewesen. Derzeit verunmöglichten eine kom-
plette Überforderung mit den vorgenannten Problemen sowie die depressi-
ve Symptomatik mit Antriebsstörungen, Konzentrations- und Denkstörun-
gen die Problembewältigung und eine Wiederaufnahme der Arbeit. 

Im Verlaufsbericht vom 10. April 2013 (act. II 20 S. 4 f.) gab Dr. med. 
C.________ an, hinsichtlich der depressiven Symptomatik habe sich unter 
der Psychopharmakotherapie eine gewisse Besserung eingestellt. Die An-
triebsminderung und die Konzentrationsstörung seien deutlich weniger 
ausgeprägt; weiterhin bestehe eine spürbare Einschränkung der Grund-
stimmung sowie ein reduziertes Freudeempfinden und eine gewisse Inter-
essenlosigkeit. Die Hartnäckigkeit dieser Symptomatik sei u.a. auch auf die 
schwerwiegende psychosoziale Belastung des Patienten zurückzuführen. 
Mittlerweile habe sich die Ehefrau zur Trennung entschieden und werde mit 
den drei gemeinsamen Kindern nach … auswandern. Durch den Arbeits-
platzverlust und die Trennung fühle sich der Patient stark gekränkt. Um 
einer Chronifizierung und Dekonditionierung vorzubeugen, sei es an der 
Zeit, den Patienten einer Eingliederungsmassnahme zuzuführen. Dabei 
schlug Dr. med. C.________ ein Arbeitstraining mit dem Ziel, eine 50%-ige 

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Arbeitstätigkeit und danach eine weitere Steigerung nach Möglichkeiten zu 
erreichen, vor. Im Bericht vom 7. Mai 2013 (act. II 23) attestierte sie ab dem 
13. Dezember 2011 bis auf weiteres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit und 
bestätigte im Übrigen die bisherigen Angaben.

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
führte im Bericht vom 9. Juni 2013 (act. II 28 S. 7) aus, seit Behandlungs-
beginn im Jahr 2001 bei ihm seien insbesondere initial wiederholte urologi-
sche Konsilien und spezialärztliche Beurteilungen und Behandlungen im-
mer aufgrund einer seit Jahren bestehenden Prostata-Urethritis mit Pollaki-
surie und Dyspareunie aufgefallen. Dabei sei eine relevante psychosomati-
sche Komponente besonders hinsichtlich der Dyspareunie mehrmals dia-
gnostiziert worden (S. 7 Ziff. 1.1.1). Der Patient sei deshalb bei mehreren 
Psychiatern in Behandlung gewesen. Arbeitslimitierend sei die psychiatri-
sche Diagnose von Dr. med. C.________. Die übrigen Diagnosen und Be-
handlungen, so u.a. das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom schweren Gra-
des, die Adipositas II, die atopische Diathese mit Birkenpollenallergie und 
oralem Allergiesyndrom auf Äpfel, Birnen, Aprikosen und Nektarinen, die 
unklare Sehstörung rechts vom 29. September 2008 sowie das chronische 
Cervikobrachialsyndrom rechts, seien summarisch nicht zur Arbeitsun-
fähigkeit führend. Die bisherige Tätigkeit sei aufgrund der psychischen, 
psychosozial-psychosomatischen Belastungen sistiert worden und nicht 
wegen der somatischen Befunde (S. 8).

3.1.3 Das MEDAS-Gutachten vom 16. Juni 2014 (act. II 56.1) basiert auf 
einer allgemeininternistischen Untersuchung sowie auf den Fachgutachten 
in den Bereichen Psychiatrie, Orthopädie, Neurologie, Ophthalmologie, 
Otorhinolaryngologie, Pneumologie und Urologie. Unter Berücksichtigung 
aller Fachgebiete stellten die Gutachter folgende Diagnosen (S. 35 f. 
Ziff. 5):

Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
- Chronische Nacken-, Schulter-, Ellbogen- und Handbeschwerden 

rechts (ICD-10 M54.2/M79.60/Z98.8)
- Schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10 G47.3)

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Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 
- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 

F33.0)
- Narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8)
- Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)
- Ejaculatio praecox (ICD-10 F52.4)
- Status nach Revision und Schraubenarthrodese des Interphalangealge-

lenkes der rechten Grosszehe am 22. Januar 2003 (ICD-10 Z98.8)
- Anamnestisch Status nach zweimaligem Knieeingriff links bei Seiten-

band- und Meniskusläsion vor etwa sechs Jahren (ICD-10 Z98.8)
- Chronisch intermittierender Knieschmerz rechts (ICD-10 M79.66)
- Sehstörung beidseits (ICD-10 H53.0)
- Anamnestisch Birkenpollenallergie und orales Allergiesyndrom auf Äpfel, 

Birnen, Aprikosen und Nektarinen
- Status nach Nikotinabusus ca. 25 py (ICD-10 F17.7)
- Chronifizierte Schmerzen im Bereich der Harnröhre und bei der Ejakula-

tion mit/bei chronischer Prostatitis, differenzialdiagnostisch (DD) Becken-
bodenschmerzsyndrom (ICD-10 N41.1)

Aus allgemeininternistischer Sicht konnten keine Diagnosen mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Als medizinische Mass-
nahme wurde dem Explorand jedoch eine substanzielle Gewichtsreduktion 
nahegelegt (S. 10 Ziff. 3.4, 3.7). Auch in neurologischer Hinsicht konnte 
aufgrund der erhobenen Befunde und gestellten Diagnosen keine Arbeits-
unfähigkeit attestiert werden (S. 24 f. Ziff. 4.3.2 ff.).

Auf orthopädischer Ebene seien insbesondere diffuse rechtsseitige Druck-
dolenzen im Bereich des Nackens, der Schulter und der gesamten oberen 
Extremität aufgefallen. Radiologische Bilddokumente lägen keine vor, wo-
bei in Anbetracht des klinisch objektiv weitgehend blanden Befundes auch 
weiterhin auf solche verzichtet werde. Die gesamte anamnestische und 
klinische Präsentation lasse eher an eine klar im Vordergrund stehende 
nicht organische Beschwerdekomponente denken (S. 21 Ziff. 4.2.4). Für 
körperlich leichte bis schwere Verrichtungen existiere aufgrund der heuti-
gen Untersuchung eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Ar-
beitsfähigkeit (S. 22 Ziff. 4.2.5).

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Die ophthalmologische Untersuchung ergab an beiden Augen eine chroni-
sche Benetzungsstörung, die eine geringe Sehschärfeminderung und die 
Symptome „Fremdkörpergefühl in den Augen“ verursache. Eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit existiere jedoch nicht (S. 27 Ziff. 4.4.4 f.).

In Anbetracht des nicht therapierten obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms 
bestehe aus otorhinolaryngologischer und pneumologischer Sicht qualitativ 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Das berufsmässige … sei für den 
Exploranden nicht geeignet. Unter Berücksichtigung dieser qualitativen 
Einschränkung bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine 100%-ige Ar-
beitsfähigkeit (S. 30 Ziff. 4.5.6; S. 32 Ziff. 4.6.5).

Im Rahmen der urologischen Beurteilung wurde ausgeführt, es liege keine 
Arbeitsunfähigkeit vor. Aufgrund der langjährigen urologischen Diagnosen 
des Exploranden müsse jedoch berücksichtigt werden, dass wenn es wie-
der zu einer Verschlechterung der Symptome komme, eine Arbeitsunfähig-
keit partiell vertretbar sei (S. 34 Ziff. 4.7.5).

Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
führte aus, der Explorand habe in der Kindheit und Jugendzeit zu wenig 
Unterstützung und Geborgenheit erhalten, um ein stabiles Selbstwertgefühl 
ausbilden zu können. Der Explorand fühle sich minderwertig, traue sich 
wenig zu und verfüge über ein geringes Selbstwertgefühl. Die geklagten 
somatischen Beschwerden seien durch die somatischen Befunde nicht 
hinreichend objektivierbar, so dass eine psychische Überlagerung ange-
nommen werden müsse. Die Beschwerden seien auf dem Hintergrund der 
jahrelangen sexuellen und auch ehelichen Schwierigkeiten zu sehen. Die 
Belastungen am Arbeitsplatz und die ehelichen Schwierigkeiten hätten zu 
einer depressiven Entwicklung geführt. Der Explorand leide trotz hochdo-
sierter Neuroleptika-Therapie unter Schlafstörungen (S. 15 f. Ziff. 4.1.4). Im 
Weiteren legte Dr. med. F.________ dar, aufgrund der rezidivierenden de-
pressiven Störung bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die 
Stimmung sei leichtgradig herabgesetzt; der Explorand sei enttäuscht über 
das Scheitern seiner Ehe und leide unter der Trennung von seinen Kindern. 
Eine mittelgradige oder schwere depressive Störung liege aber nicht vor. 
Der Explorand versorge seinen Haushalt nach wie vor selbstständig, unter-
nehme täglich ausgedehnte Spaziergänge und suche täglich Lokale auf, 

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wo er sich mit den Landsleuten treffe. Auch die Somatisierungsstörung und 
die narzisstische Neurose begründeten keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit. Trotz der narzisstischen Persönlichkeitsstruktur sei der Explorand 
während Jahren in der Lage gewesen, regelmässig einer beruflichen Tätig-
keit nachzugehen. Eine ausgeprägte psychiatrische Komorbidität liege 
nicht vor. Zudem bestehe weder eine schwere, chronische körperliche Be-
gleiterkrankung, noch ein sozialer Rückzug. Dass alle therapeutischen 
Bemühungen gescheitert seien, hänge wesentlich mit der subjektiven 
Krankheitsüberzeugung des Exploranden zusammen. Hinweise auf einen 
unbewussten Konflikt resp. auf einen primären Krankheitsgewinn seien 
ebenfalls nicht vorhanden. Daher könne dem Exploranden zugemutet wer-
den, die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um ganztags einer beruf-
lichen Tätigkeit nachzugehen (S. 16 f. Ziff. 4.1.5). 

Die Gutachter hielten nach durchgeführter Konsensbesprechung fest, für 
körperlich leichte bis schwere Tätigkeiten bestehe unter der Voraussetzung 
fehlender selbst- und fremdgefährdender Arbeiten eine Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 100%. Retrospektiv habe für die Zeit von Juni 2012 bis 
April 2013 aufgrund der psychiatrischen Problematik eine volle Arbeitsun-
fähigkeit und von April 2013 bis zur aktuellen Untersuchung (Dezember 
2013) eine Arbeitsunfähigkeit von 50% vorgelegen (S. 37 Ziff. 6.2 f). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

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tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 29. September 2014 (act. II 71) massgeblich auf das MEDAS-
Gutachten vom 16. Juni 2014 (act. II 56.1) gestützt. Dieses erfüllt die an 
den Beweiswert einer medizinischen Expertise gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 
V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen sind für die 
streitigen Belange umfassend und in Kenntnis der Vorakten sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind zu-
dem einleuchtend und überzeugen. Insbesondere haben die Gutachter 
ausführlich und schlüssig dargelegt, dass für körperlich leichte bis schwere 
Tätigkeiten unter Voraussetzung fehlender selbst- und fremdgefährdender 
Arbeiten eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100% vorliegt. Im Weite-
ren steht das MEDAS-Gutachten im Einklang mit der Beurteilung von 
Dr. med. E.________ vom 9. Juni 2013 (act. II 28 S. 7) und wird grundsätz-
lich durch die Berichte der behandelnden Ärzte gestützt (act. II 28 S. 10 ff.). 
Divergierende medizinische Berichte, die geeignet wären, die schlüssigen 
und überzeugenden Ausführungen im MEDAS-Gutachten zu erschüttern, 
liegen nicht vor, zumal die Gutachter zu allfälligen Diskrepanzen ausführ-
lich und überzeugend Stellung genommen haben (act. II 56.1 S. 17 Ziff. 
4.1.8; S. 22 Ziff. 4.2.8; S. 25 Ziff. 4.3.4). Auf das MEDAS-Gutachten ist 
demzufolge ohne weiteres abzustellen.

3.3.2 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, ergänzend zum MEDAS-
Gutachten sei die Einschätzung von Dr. med. C.________ zu berücksichti-
gen (Beschwerde S. 1, Antrag Ziff. 2), kann ihm nicht gefolgt werden. Denn 
Dr. med. F.________ legte im psychiatrischen Fachgutachten einleuchtend 
und schlüssig dar, dass sich das depressive Zustandsbild wesentlich ge-

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bessert hat und spätestens seit der MEDAS-Untersuchung keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit mehr attestiert werden könne. Zudem 
schränke die narzisstische Persönlichkeitsstörung die Arbeitsfähigkeit nicht 
ein und eine eigenständige Klaustrophobie sei nicht zu diagnostizieren. 
Letzteres begründete er damit, dass die Angst vor engen Räumen sehr 
geringgradig ausgeprägt sei und den Exploranden nicht daran hindere, 
täglich Lokale aufzusuchen und sich während Stunden darin aufzuhalten 
(act. 56.1 S. 17 f. Ziff. 4.1.8). Ferner ist festzustellen, dass Dr. med. 
C.________ mit Schreiben vom 25. August 2014 (act. II 68) um Zustellung 
des MEDAS-Gutachtens ersucht hatte und daraufhin die gesamten Akten 
ausgehändigt bekam (act. II 69), in der Folge jedoch keine Stellungnahme 
mehr einreichte. 

3.3.3 Gestützt auf das Dargelegte steht fest, dass aus rein medizinischer 
Sicht spätestens ab der MEDAS-Begutachtung keine massgebliche Ein-
schränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer …, wie sie der Be-
schwerdeführer früher ausgeübt hat (act. II 56.1 S. 8 f. Ziff. 3.1.2), mehr 
besteht. 

Die Beschwerdegegnerin hat zudem in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht 
darauf hingewiesen, dass der über das Wartejahr (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG) hinausgehend attestierten Arbeitsunfähigkeit (ab 14. Juni 2012 bis 
April 2013 100% [act. II 7.4 f.] und ab April 2013 bis zur MEDAS-
Untersuchung im Dezember 2013 50% [act. II 20 S. 4]) invalidenversiche-
rungsrechtlich keine Bedeutung zukommt und damit auch kein Anspruch 
auf eine befristete Rente besteht. Denn gemäss der Beurteilung von 
Dr. med. F.________ (act. II 56.1 S. 16), die mit den Berichten von Dr. 
med. C.________ vom 6. November 2012 (act. II 7.4) und vom 10. April 
2013 (act. II 20 S. 4) im Einklang steht, war die depressive Symptomatik 
reaktiv, d.h. Folge der psychosozialen Belastungsfaktoren (Arbeitsplatzpro-
bleme, Scheitern der Ehe und Trennung von den Kindern). Da psychische 
Störungen, die durch soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall 
der Belastung wieder verschwinden, keine psychiatrisch eigenständige 
Ätiologie haben, bleiben sie invalidenversicherungsrechtlich unerheblich 
(vgl. E. 2.2.2 hiervor). In diesem Sinne ist denn auch nachvollziehbar, dass 
Dr. med. C.________ (vgl. Bericht vom 10. April 2013, act. II 20 S. 4) die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juni 2015, IV/14/1040, Seite 14

Aufnahme einer Tätigkeit gar als Therapieoption bezeichnete. Mit der Ar-
beitsaufnahme kann einer Chronifizierung und Dekonditionierung vorge-
beugt und die Selbstwertproblematik positiv beeinflusst werden. Dass es 
dem Beschwerdeführer, der gemäss seinen Aussagen morgens und nach-
mittags längere Spaziergänge macht, das alltägliche Leben ohne weiteres 
meistert und sich jeweils stundenlang in geselligem Rahmen aufhalten 
kann (act. II 56.1 S. 13 f.), aus gesundheitlichen Gründen unmöglich sein 
sollte einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ist damit widerlegt (vgl. dazu 
auch E. 3.3.1 f. hiervor).

3.3.4 Nichts daran ändert, dass der Beschwerdeführer geltend macht, die 
Beschwerdegegnerin berücksichtige nur die Arbeitsfähigkeit aus medizi-
nisch-theoretischer Sicht und könne sich auf keine praktischen Abklärun-
gen abstützen (Beschwerde S. 2). Diesbezüglich ist zunächst festzuhalten, 
dass es Sache des (begutachtenden) Mediziners ist, die Befunde zu 
erheben, den Gesundheitszustand zu beurteilen und gestützt darauf die 
Diagnosen zu nennen. Im Weiteren nehmen die Ärzte zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie geben eine Schätzung ab, welche sie 
aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründen. Nötigenfalls sind, in 
Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich 
nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen 
Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 
195 f.). 

Wenn wie im vorliegenden Fall eine invalidenversicherungsrechtlich mass-
gebliche Invalidität bereits nach Klärung der medizinischen Sachlage 
ausgeschlossen ist, bedarf es keiner weitergehenden praktischen 
Abklärungen. Zumal solche Abklärungen wesentlich von der subjektiven 
Leistungsbereitschaft abhängen, die hier gerade nicht gegeben ist. Die 
Beschwerdegegnerin hatte berufliche Massnahmen gewährt (act. II 27), der 
Beschwerdeführer fühlte sich jedoch entgegen der medizinisch erstellten 
Sachlage nicht bereit für den beruflichen Wiedereinstieg bzw. erklärte sich 
subjektiv ausser Stande, aktiv an einer Massnahme teilzunehmen (act. II 
30 S. 1 f.). Diese Auffassung bestätigte er auch während der MEDAS-
Begutachtung (act. II 56.1 S. 9 Ziff. 3.1.4; S. 38 Ziff. 6.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juni 2015, IV/14/1040, Seite 15

3.3.5 Die Beschwerdegegnerin hat unter diesen Umständen zu Recht auf 
einen fehlenden invalidisierenden Gesundheitsschaden geschlossen und 
den Anspruch auf eine IV-Rente verneint.

3.4 Nachdem der Beschwerdeführer konstant zum Ausdruck gebracht 
hat, sich keine Erwerbstätigkeit vorstellen zu können (act. II 26 S. 1; 30 
S. 2; 56.1 S. 9 Ziff. 3.1.4, S. 17 Ziff. 4.1.7) und Bemühungen der Be-
schwerdegegnerin in dieser Richtung (act. II 27, 39) an der subjektiven 
Überzeugung der Leistungsunfähigkeit des Beschwerdeführers gescheitert 
sind, ist nicht zu beanstanden, dass die beruflichen Massnahmen mit Mit-
teilung vom 18. Juli 2014 (act. II 62) abgeschlossen wurden und die Be-
schwerdegegnerin nach Vorbescheid vom 28. Juli 2014 (act. II 65) mit Ver-
fügung vom 29. September 2014 (act. II 71) die Leistungen der IV umfas-
send abgelehnt hat.

3.5 Nach dem Ausgeführten ist die angefochtene Verfügung vom 
29. September 2014 (act. II 71) nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juni 2015, IV/14/1040, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.