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**Case Identifier:** 0c4eaef6-51f0-51b9-a421-c6206b09b7ce
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 13.02.2013 BO.2012.44/ZV.2013.6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_BO-2012-44-ZV-2013-6_2013-02-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BO.2012.44/ZV.2013.6

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 13.02.2013

Entscheiddatum: 13.02.2013

Entscheid Kantonsgericht, 13.02.2013
Art. 99 und Art. 243 Abs. 1 und 2 ZPO (SR 272). Die Kautionspflicht gilt auch 
in arbeitsrechtlichen Verfahren bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.00. 
Wird der Antrag auf Sicherheitsleistung mit der Berufungsantwort gestellt, 
ist der Aufwand für deren Ausarbeitung mit zu berücksichtigen 
(Kantonsgericht St. Gallen, III. Zivilkammer, verfahrensleitende Richterin, 13. 
Februar 2013, BO.2012.44/ZV.2013.6).

Aus den Erwägungen

 

2. c) Art. 99 ZPO spezifiziert nicht, in welchem Zeitpunkt die (berufungs-)beklagte 

Partei einen Antrag auf Sicherheitsleistung für ihre Parteientschädigung einzureichen 

hat; die ZPO kennt auch keine Verwirkungsfolgen bei nicht rechtzeitiger Antragstellung 

(BK-Sterchi, N 5 zu Art. 99 ZPO; CPC-Tappy, N 14 zu Art. 99 ZPO; Kuster, Stämpflis 

Handkommentar, N 6 zu Art. 99 ZPO). Ein entsprechender Antrag kann demnach, wie 

im hier zu beurteilenden Fall, in der Berufungsantwort erfolgen.

d) Grundsätzlich kann die Sicherheit nur für die Zukunft verfügt werden und bereits 

angefallener Aufwand wird in der Regel nicht von der Kaution gedeckt (Leuenberger/

Uffer-Tobler, Schweizerisches Zivilprozessrecht, N 10.24; Suter/von Holzen, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, N 12 zu Art. 99 ZPO; Kuster, a.a.O., N 6 zu Art. 99 ZPO). 

Allerdings sind im Berufungsverfahren die bei der Ausarbeitung der Berufungsantwort 

angefallenen Kosten mit zu berücksichtigen, wenn -  wie hier - der Kautionsantrag mit 

der Berufungsantwort gestellt wird (vgl. Suter/von Holzen, a.a.O., N 9 zu Art. 100 ZPO; 

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Staehelin/Staehelin/Grolimund, § 16 N 28; noch weitergehend BK-Sterchi, N 9 zu Art. 

99 ZPO).

(…)

3. b) Die Lehre ist sich darüber einig, dass arbeitsrechtliche Streitigkeiten nicht von 

Art. 243 Abs. 2 ZPO erfasst werden, sondern bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.00 

in ihrer Eigenschaft als vermögensrechtliche Streitigkeit gemäss Art. 243 Abs. 1 ZPO 

dem vereinfachten Verfahren unterstehen (BSK-Mazan, N 9 zu Art. 243 ZPO; Giger, 

Stämpflis Handkommentar, N 3 zu Art. 243 ZPO; Hauck, in: Sutter-Somm/

Hasenböhler/ Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, N 6 

zu Art. 243 ZPO). Art. 99 Abs. 3 lit. a ZPO schliesst vermögensrechtliche Streitigkeiten 

nach Art. 243 Abs. 1 ZPO von der für das vereinfachte Verfahren aufgestellten 

Ausnahmeregelung explizit aus, womit die Kautionspflicht gemäss Art. 99 ZPO auch in 

arbeitsrechtlichen Verfahren bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.00 gilt (Streiff/von 

Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag, S. 65).

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	Entscheid Kantonsgericht, 13.02.2013
	Art. 99 und Art. 243 Abs. 1 und 2 ZPO (SR 272). Die Kautionspflicht gilt auch in arbeitsrechtlichen Verfahren bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.00. Wird der Antrag auf Sicherheitsleistung mit der Berufungsantwort gestellt, ist der Aufwand für deren Ausarbeitung mit zu berücksichtigen (Kantonsgericht St. Gallen, III. Zivilkammer, verfahrensleitende Richterin, 13. Februar 2013, BO.2012.44/ZV.2013.6).

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		2025-07-19T11:00:06+0200
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