# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3bb427fc-7916-5675-83e2-2d2fc28a1ed1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-07
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 07.07.2020 F 2020 26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2020-26_2020-07-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER
DIE EINZELRICHTERIN

U R T E I L  vom 7. Juli 2020  [rechtskräftig]
gemäss § 20 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdeführerin

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2020 26

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Urteil F 2020 26

A. A.________, geb. 1955, wurde am 13. Juni 2020 von Dr. med. B.________, 
Psychiatrie FMH, mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Triaplus AG Klinik 
Zugersee eingewiesen. 

B Mit Eingabe vom 3. Juli 2020 beschwerte sich A.________ beim Verwaltungs-
gericht gegen diese ärztliche fürsorgerische Unterbringung und ersuchte um umgehende 
Entlassung aus der Klinik.

Die Einzelrichterin erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person das Gericht anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Zuständiges 
Gericht für die Beurteilung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss 
der per 1. Januar 2013 geltenden Fassung von § 58 Abs. 1 lit. b des Einführungsgesetzes 
zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig ist das Verwal-
tungsgericht, wenn die betroffene Person Wohnsitz im Kanton Zug hat oder wenn die 
Massnahme von einer Arztperson oder Einrichtung im Kanton Zug angeordnet wurde und 
die betroffene Person sich im Kanton Zug aufhält (§ 58 Abs. 2 EG ZGB). Die 
Beschwerdeführerin wohnt in C.________/ZG, weshalb die örtliche und sachliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist.

1.1 Nach Art. 439 Abs. 2 ZGB beträgt die Frist zur Anrufung des Gerichts zehn Tage 
seit der Mitteilung des Entscheids. Die Beschwerdeführerin wurde am 13. Juni 2020 von 
Dr. B.________ mittels ärztlicher Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung in die 
Triaplus AG Klinik Zugersee eingewiesen, sodass der 13. Juni 2020 als Mitteilungsdatum 
gilt. Die zehntägige Beschwerdefrist gegen die ärztlich angeordnete fürsorgerische Unter-
bringung hat damit am Sonntag, dem 14. Juni 2020, zu laufen begonnen (§ 10 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes, VRG; BGS 162.1) und am Dienstag, dem 23. Juni 
2020, geendet (Art. 439 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 10 Abs. 3 VRG). Die vorliegende 
Beschwerde datiert vom 3. Juli 2020 und wurde gleichentags der Post übergeben, sodass 
sie nicht fristgerecht und demzufolge verspätet eingereicht worden ist. Auf die Beschwerde 
kann daher zufolge Verspätung nicht eingetreten werden. Da die Voraussetzungen für ein 
Nichteintreten auf die Beschwerde offensichtlich erfüllt sind, kann die Beurteilung gemäss 

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Urteil F 2020 26

§ 20 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11) durch 
die Einzelrichterin erfolgen.

1.2 Nachdem auf die verspätet eingereichte Beschwerde nicht eingetreten werden 
kann, ist die Eingabe der Beschwerdeführerin als Entlassungsgesuch im Sinne von 
Art. 426 Abs. 4 ZGB an die Triaplus AG Klinik Zugersee zu überweisen. Nach einer 
allfälligen Abweisung des Entlassungsgesuchs könnte wiederum das Verwaltungsgericht 
angerufen werden (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB).

2. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine 
Gerichtskosten zu erheben sind. Eine Parteientschädigung ist der ohnehin nicht anwaltlich 
vertretenen Beschwerdeführerin bei diesem Verfahrensausgang nicht zuzusprechen. 

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Urteil F 2020 26

Demnach erkennt die Einzelrichterin:
_____________________________ 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Eingabe der Beschwerdeführerin 
wird als Entlassungsgesuch an die Triaplus AG Klinik Zugersee überwiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) 
und an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee (unter Beilage des 
Originals der Beschwerdeschrift).

Zug, 7. Juli 2020

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Einzelrichterin

lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth

Die Gerichtsschreiberin

lic. iur. Claudia Meier-Wiesner

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