# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71f6e48e-329f-5b82-b02b-00dad310eecc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.08.2017 UV 2015/74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-74_2017-08-15.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/74

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 15.08.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 15.08.2017
Art. 19 Abs. 1 UVG: Bejahung des Endzustandes bzw. Verneinung einer 
verfrühten Rentenprüfung.Art. 18 Abs. 1 UVG: Verneinung eines 
Rentenanspruchs wegen nicht Erreichen des Mindestinvaliditätsgrades von 
10 Prozent (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 15. August 2017, UV 2015/74).

Entscheid vom 15. August 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp 

Geertsen             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/74             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5,

Postfach, 9620 Lichtensteig,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 24. September 2012 bei B.___ als 

Bauarbeiter angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 11. Januar 2013 beim 

Skifahren auf die linke Schulter stürzte (Suva-act. 1). Die Erstbehandlung fand am 19. 

April 2013 bei Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, statt, der gestützt 

auf einen gleichentags im linken Schultergelenk erhobenen MRI-Befund des 

Röntgeninstituts D.___ (Suva-act. 11), eine posttraumatische PHS (Periarthritis 

humeroscapularis) mit Rotatorenmanschettenruptur links diagnostizierte, dem 

Versicherten eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit ab 15. April 2013 attestierte und ein 

Konsilium bei med. pract. E.___, Oberarzt m.b.F. Orthopädie, veranlasste (Suva-act. 

10; vgl. auch Suva-act. 9). Dieses fand am 24. April 2013 statt. Dipl. E.___ 

diagnostizierte im Untersuchungsbericht vom 26. April 2013 - basierend auf dem MRI-

Befund vom 19. April 2013 sowie auf dem Ergebnis einer zusätzlich am 24. April 2013 

im Spital F.___ durchgeführten Röntgenuntersuchung (Suva-act. 15) - eine antero-

kraniale komplexe retrahierte Läsion der Rotatorenmanschette mit bereits 

zweitgradiger Degeneration der Subscapularissehnenmuskulatur, eine AC-

Gelenksarthrose, eine postero-kraniale Tendinitis calcarea Schulter links (dominant) bei 

Status nach Schulterdistorsionsereignis beim Skifahren vom 11. Januar 2013 und 

empfahl eine arthroskopische Revision mit dem Versuch, die bereits fortgeschritten 

retrahierte und beginnend degenerierende Subscapularissehne wieder zu refixieren 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(Suva-act. 12). Am 14. Mai 2013 wurde der Versicherte durch med. pract. E.___ im 

Spital G.___ arthroskopisch operiert (Suva-act. 24; vgl. auch Suva-act. 28). Dr. C.___ 

hatte ihm am 13. Mai 2013 ein ärztliches Zeugnis über eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit ab 15. April 2013 ausgestellt und vermerkt, dass postoperativ mit 

einer fünfmonatigen Arbeitsunfähigkeit zu rechnen sei (Suva-act. 25). Die Suva 

anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen 

(Heilkosten- und Taggeldleistungen, Suva-act. 19, 22 f.).

A.b  Anlässlich einer Untersuchung vom 20. August 2013 diagnostizierte med. pract. 

E.___ beim Versicherten eine regrediente postoperative Kapsulitis. Von der Tätigkeit als 

Bauarbeiter sei noch abzusehen. Ab 1. Oktober 2013 könne die Tätigkeit wieder zu 

50% mit Einschränkungen aufgenommen werden (Suva-act. 60, vgl. auch Suva-act. 

70). Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 29. August 2013 bestätigte Dipl. E.___ sowohl 

die Diagnose der Kapsulitis als auch seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 

55). Nachdem sowohl der Versicherte als auch sein Arbeitgeber Bedenken zur 

vorgenannten Arbeitsfähigkeit geäussert hatten (Suva-act. 64), ersuchte Dr. C.___ die 

Suva um eine medizinische Beurteilung und Klärung der versicherungsmedizinischen 

Aspekte (Suva-act. 66).

A.c  Am 12. November 2013 wurde der Versicherte durch Kreisarzt Dr. med. H.___, 

Facharzt für Chirurgie FMH, untersucht (Suva-act. 71). Im gleichentags erstellten 

Untersuchungsbericht bestätigte dieser einen Zustand nach arthroskopischer 

transossärer Rekonstruktion der Rotatorenmanschette (Subscapularis, Supraspinatus, 

AC-Gelenksresektion und subacromiale Dekompression) am 15. Mai 2013 sowie als 

postoperative Komplikation eine Kapsulitis und nahm eine Arbeitsfähigkeitsschätzung 

vor bzw. umschrieb das Zumutbarkeitsprofil einer schulteradaptierten Tätigkeit. Im 

Weiteren empfahl er dem Versicherten die Einholung einer ärztlichen Zweitbeurteilung 

(Suva-act. 71). Am 22. November 2013 beurteilte Kreisarzt Dr. H.___ den 

Integritätsschaden und schätzte diesen auf 16% (Suva-act. 78).

A.d  Mit Verfügung vom 11. Februar 2014 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 20'160.-- basierend auf einer Integritätseinbusse von 

16% zu (Suva-act. 94).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.e  Anlässlich einer Besprechung vom 2. Juli 2014 mit dem Versicherten und dessen 

Arbeitgeber teilte die Suva den Fallabschluss bzw. die Einstellung ihrer 

Versicherungsleistungen (Heilkostenleistungen und Taggeldleistungen auf der Basis 

einer Arbeitsunfähigkeit von 100%) per 31. Juli 2014 mit. Weiter erklärte sie, dass es 

dem Versicherten möglich sei, einer Tätigkeit nachzugehen, bei der er eine 

unerhebliche Erwerbseinbusse erleiden würde, d.h. dass der mögliche Lohn mit 

Unfallfolgen praktisch gleich hoch sei wie der Lohn ohne Unfallfolgen. Die Einbusse 

liege eindeutig unter der Erheblichkeitsgrenze von 10%, demzufolge kein Anspruch auf 

eine Teilrente der Unfallversicherung entstehe (Suva-act. 123).

A.f  Am 14. Juli 2014 verneinte die Suva verfügungsweise einen Rentenanspruch des 

Versicherten (Suva-act. 127).

A.g  Inzwischen hatte der Arbeitgeber des Versicherten mit Schreiben vom 3. Juli 2014 

das Arbeitsverhältnis auf den 31. August 2014 gekündigt (Suva-act. 125).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 14. Juli 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Lichtensteig, am 13. August 2014 Einsprache 

(Suva-act. 135).

B.b  Mit Schreiben vom 10. September 2014 teilte der Rechtsvertreter des Versicherten 

der Suva mit, dass nun die Einholung der von Dr. H.___ vorgeschlagenen ärztlichen 

Zweitbeurteilung gewünscht werde (Suva-act. 138). Diese erfolgte am 20. Januar 2015 

durch Prof. Dr. med. I.___, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: 

KSSG), wobei Prof. Dr. I.___ eine nochmalige Beurteilung der rekonstruierten 

Rotatorenmanschette an der linken Schulter des Versicherten durch ein MRI 

ankündigte (Bericht vom 22. Januar 2015, Suva-act. 151). Die radiologische 

Untersuchung fand am 27. Januar 2015 in der Radiologie J.___ statt. An selbigem Tag 

erfolgte eine Nachkontrolle mit MRI-Befundbesprechung durch Prof. Dr. I.___ (Bericht 

vom 31. Januar 2015, Suva-act. 155; vgl. auch Bericht von Dr. med. K.___, Oberarzt 

der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG, vom 23. April 2015, Suva-act. 160).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.c  Am 7. Juli 2015 reichte der Rechtsvertreter des Versicherten die 

Einsprachebegründung, zusammen mit einem Parteigutachten von Dr. med. L.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

zertifizierter Gutachter SIM, vom 20. Mai 2015, nach. Es wurde beantragt, die 

Verfügung der Suva vom 14. Juli 2014 sei aufzuheben und es sei zu Gunsten des 

Versicherten eine Suva-Rente von 62.2% auszusprechen (Suva-act. 161).

B.d  Mit Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2015 wies die Suva die Einsprache vom 

13. August 2014 gegen die Verfügung vom 14. Juli 2014 ab (Suva-act. 167).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch Rechtsanwalt Roos am 18. November 2015 Beschwerde 

erheben und beantragen, der angefochtene Einspracheentscheid der Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei vollumfänglich aufzuheben und es sei zu 

Gunsten des Beschwerdeführers eine Invalidenrente von 62.2% auszusprechen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 

13. Oktober 2015 (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 13. April 2016 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 

Beschwerdeantrag fest (act. G 9) und reichte einen Bericht der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vom 3. März 2016 

ein, worin die Ärzte die Diagnose eines zunehmenden anterioren Schulterschmerzes 

links gestellt hatten (act. G 9.1).

C.d Mit Duplik vom 11. Mai 2016 erneuerte auch die Beschwerdegegnerin ihren Antrag 

auf Beschwerdeabweisung (act. G 11).

C.e Nach Abschluss des Schriftenwechsels am 13. Mai 2016 (act. G 12) teilte der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem Versicherungsgericht mit Schreiben vom 

14. März 2017 mit, dass der Beschwerdeführer nochmals operiert werden müsse. Der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

orthopädische Eingriff könne zur Folge haben, dass sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers verbessere oder verschlechtere, weshalb um Sistierung des 

Verfahrens ersucht werde, bis ein Ergebnis des KSSG vorliege (act. G 13). Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers legte ein Schreiben des KSSG vom 9. März 

2017 betreffend einen stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers für einen 

operativen Eingriff bei (act. G 13.1).

C.f  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 13. Oktober 2015 (Suva-act. 167), dem die Verfügung vom 14. Juli 2014 (Suva-

act. 127) zu Grunde liegt. In der Verfügung nahm die Beschwerdegegnerin zunächst 

Bezug auf die Besprechung vom 2. Juli 2014, anlässlich welcher sie dem 

Beschwerdeführer die Einstellung der bisher erbrachten Versicherungsleistungen bzw. 

die Annahme des Erreichens des medizinischen Endzustandes per 31. Juli 2014 

mitgeteilt und die Verneinung eines Rentenanspruchs bereits angekündigt hatte (Suva-

act. 123-2). Anschliessend bestätigte sie die Verneinung einer erheblichen 

unfallbedingten Beeinträchtigung der Erwerbsunfähigkeit und damit einen 

Rentenanspruch. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragte 

demgegenüber in der Beschwerde vom 18. November 2015 (act. G 1) sowie in der 

Replik vom 13. April 2016 (act. G 9) eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 62.2%, machte in der Replik aber auch geltend, beim 

Beschwerdeführer habe sich ein Rückfall ereignet, der aufzeige, dass sich sein 

Gesundheitszustand noch nicht stabilisiert habe und der Rentenentscheid der 

Beschwerdegegnerin als verfrüht angesehen werden müsse. Er wendet sich damit 

gegen den Fallabschluss per 31. Juli 2014. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist 

mithin streitig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin im vorgenannten Zeitpunkt 

unter Einstellung der vorübergehenden Versicherungsleistungen den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente prüfen durfte und falls ja, ob sie 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

richtigerweise einen Rentenanspruch verneint hat. Die von der Beschwerdegegnerin 

mit Verfügung vom 11. Februar 2014 zugesprochene Integritätsentschädigung 

basierend auf einer Integritätseinbusse von 16% (Suva-act. 94) erwuchs 

unangefochten in Rechtkraft, so dass diese nicht Gegenstand des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens bildet.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die 

versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).

3.2 

3.2.1      Angesichts der in Erwägung 3.1 angeführten gesetzlichen Bestimmungen 

bildet die Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur 

für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; 

ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Bei physischen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweis; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

3.2.2      Anlässlich des Unfallereignisses vom 11. Januar 2013 erlitt der 

Beschwerdeführer in der linken Schulter unbestrittenermassen eine Läsion der 

Supraspinatussehne sowie der Subscapularissehne (Suva-act. 8, 11), worauf am 14. 

Mai 2013 eine arthroskopische Rekonstruktion der Rotatorenmanschette erfolgte 

(Suva-act. 24, 28). Als postoperative Komplikation trat eine Kapsulitis auf (Suva-act. 55, 

61, 71), in deren Folge der Beschwerdeführer unstreitig unter voraussichtlich 

bleibenden (indirekten) Unfallrestfolgen in Form einer schmerzhaften Funktions- bzw. 

Bewegungseinschränkung des linken Schultergelenks leidet (Suva-act. 71, 151, 161). 

Dementsprechend sprach ihm die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 11. Februar 

2014 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 16% zu 

(vgl. Art. 24 Abs. 1 UVG, Suva-act. 94).

4.   

4.1  Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die 

vorübergehenden Leistungen - Heilbehandlung und Taggeldleistungen - dahin (Art. 19 

Abs. 1 UVG). Das Erreichen des medizinischen Endzustands bildet demgemäss die 

Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage. Für die Bejahung des medizinischen 

Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (Art. 19 Abs. 1 

UVG; BGE 134 V 112 ff. E. 3 und 4; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 143, 145). 

Ebenfalls nicht verlangt wird, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich 

ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2). Es 

genügt jedoch für eine weiterdauernde Übernahme der Behandlungskosten nicht, dass 

eine Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine 

namhafte Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (ALFRED MAURER, 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274). Ob von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erwartet werden kann, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu 

erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 115 E. 

4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/2009, E. 4.1.1 mit Hinweisen). 

Angesichts des Gesagten kann also ein Endzustand auch in einem 

Gesundheitszustand mit unfallkausalen Restbeschwerden bestehen, der sich jedoch 

zumindest im Zeitpunkt des Fallabschlusses und damit der Rentenprüfung als stabil 

bzw. beständig darstellen muss.

4.2  Entgegen dem Einwand des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (vgl. act. G 

9, Ziff. 6) hat die Beschwerdegegnerin den sogenannten Fallabschluss per 31. Juli 2014 

nicht zu früh vorgenommen bzw. im vorgenannten Zeitpunkt die Prüfung des 

Anspruchs auf eine Invalidenrente vornehmen dürfen.

4.2.1      Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen 

Einspracheentscheids (hier: 13. Oktober 2015) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 

V 358 E. 1 mit Hinweisen). Werden Berichte eingereicht, welche - wie derjenige der 

Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des KSSG vom 9. März 2017 

(act. G 13.1) - auf mögliche nachträgliche Veränderungen, insbesondere als Folge einer 

Operation, hinweisen könnten, sind sie nicht relevant. Nach dem Einspracheentscheid 

eingetretene Sachverhaltsänderungen mit Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad 

können indessen im Rahmen einer Rückfall- oder Spätfolgenmeldung vorgebracht 

werden und allenfalls Anlass zu einer Neubeurteilung geben.

4.2.2      Im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids gingen 

offensichtlich beide Verfahrensparteien aufgrund der damals vorliegenden 

medizinischen Akten zu Recht davon aus, dass per 31. Juli 2014 der Fallabschluss 

bzw. die Rentenprüfung vorzunehmen war. Dr. H.___ hatte in seiner kreisärztlichen 

Stellungnahme vom 12. November 2013 die Einholung einer Zweitmeinung zwecks 

Beurteilung und Therapievorschlag angeregt (Suva-act. 71), womit gegebenenfalls sich 

aufdrängende Therapiemassnahmen hätten abgewartet werden müssen (vgl. Suva-act. 

86). Der Beschwerdeführer lehnte jedoch ein solches Vorgehen zunächst ab (Suva-act. 

84). Anlässlich von Besprechungen mit der Beschwerdegegnerin vom 5. Februar und 2. 

Juli 2014 teilte der Beschwerdeführer mit, dass der Gesundheitszustand der linken 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schulter seit der kreisärztlichen Untersuchung vom 12. November 2013 unverändert 

sei, die bekannten Beschwerden bestünden und keine Therapiebehandlungen mehr 

laufen würden bzw. keine weiteren ärztlichen Termine mehr vorgesehen seien (Suva-

act. 93, 123). Im Einspracheverfahren wurde dann doch eine Zweitmeinung bei Dr. I.___ 

eingeholt, dessen Berichte vom 22. und 31. Januar 2015 jedoch keine Vorschläge für 

weitere ärztliche Behandlungsmassnahmen enthielten (Suva-act. 151, 155). 

Schliesslich stellte auch Dr. L.___ in seinem Gutachten vom 20. Mai 2015 unter der 

Rubrik "Medizinische Massnahmen" fest, solche seien nur unsicher geeignet, eine 

namhafte Besserung des bestehenden Zustands zu erreichen. Nur bei entsprechendem 

Leidensdruck mit dem Wunsch nach weiterführenden therapeutischen Massnahmen 

mit unsicherem Erfolg wäre zur weiteren Klärung der Schmerzproblematik die 

diagnostische Infiltration des Subacromialraums und der Nearthrose des AC-Gelenks 

durchzuführen und bei entsprechendem Infiltrationseffekt die erneute arthroskopische 

Intervention mit Nachresektion am Acromion und an der lateralen Clavicula zu 

diskutieren. Diese Massnahme wäre allenfalls geeignet, eine Verbesserung der 

bestehenden Schmerzen, nicht aber der Schulterfunktion zu erreichen. Als 

Begleitbehandlung bei entsprechender Schmerzproblematik seien die 

bedarfsorientierte analgetische Behandlung mit den, aufgrund der bestehenden 

Hypertonie engmaschigeren (dreimonatlichen) ärztlichen Kontrollen sowie 

physiotherapeutische Massnahmen über maximal 18 Sitzungen jährlich sinnvoll (Suva-

act. 161-30). Diese Begleitbehandlungen sollten also nicht einer Verbesserung des 

Gesundheitszustands dienen, sondern nur dazu, die sich aus einem stationär 

bleibenden Gesundheitszustand ergebenden Beschwerden zu mildern oder zumindest 

stationär zu halten (vgl. dazu Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 

seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 20. Mai 

2005, U 244/04, E. 3.1; RUMO-JUNGO/ HOLZER, a.a.O., S. 145). Im Übrigen erachtete 

offenbar auch Dr. L.___ nur bei entsprechendem Leidensdruck des Beschwerdeführers 

eine weitere Therapie als erforderlich. Zu wiederholen ist, dass der Fallabschluss nicht 

bedeutet, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist. Dessen Zeitpunkt 

bestimmt sich vielmehr danach, ob weitere ärztliche Behandlungen eine namhafte 

Besserung erwarten lassen (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, 

E. 4.2.2). Die medizinischen Akten geben verlässlich darüber Aufschluss, dass dies im 

Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht mehr der Fall gewesen war.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.2.3      Im Sinne des Gesagten kann festgehalten werden, dass keine Gründe 

bestehen, die eine Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen des Ergebnisses der 

weiteren am 27. April 2017 am KSSG durchgeführten Operation (vgl. dazu act. G 13, 

13.1) erforderlich erscheinen lassen. Eine allfällige, durch einen operativen Eingriff 

bedingte Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands wäre im 

Rahmen eines Revisionsverfahrens zu beurteilen. Das Sistierungsgesuch ist damit 

abzuweisen.

4.2.4      Nachdem im vorliegenden Fall auch keine IV-Eingliederungsmassnahmen zu 

berücksichtigen waren (vgl. dazu Suva-act. 110, 164), erwies sich damit der 

Fallabschluss per 31. Juli 2014 als rechtens.

5.   

5.1  Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen der 

Unfallrestfolgen an der linken Schulter Anspruch auf eine Invalidenrente im Sinn von 

Art. 18 ff. UVG hat. Hierbei ist der Invaliditätsgrad nach Art. 16 ATSG durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Verglichen werden das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen) und das Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nachdem der gesundheitliche 

Endzustand spätestens per 31. Juli 2014 erreicht war (vgl. Erwägung 4), würde ein 

allfälliger Rentenanspruch am 1. August 2014 entstehen. Die Vergleichseinkommen - 

Validen- und Invalideneinkommen - sind bezogen auf diesen Zeitpunkt zu ermitteln.

5.2  Für die Festlegung des Valideneinkommens bezogen auf das Jahr 2014 von Fr. 

58'500.-- ging die Beschwerdegegnerin von den Angaben des früheren Arbeitgebers 

des Beschwerdeführers aus (vgl. Suva-act. 93, 112; 13 x Fr. 4'500.--). Dieser 

unbestritten gebliebene Betrag ist nachstehend dem Valideneinkommen zugrunde zu 

legen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3  Grundlage der Bemessung des Invalideneinkommens bilden sodann die 

Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die Umschreibung der trotz der 

Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Um das 

Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

5.3.1      Die Parteien sind sich darüber einig, dass dem Beschwerdeführer wegen der 

verbleibenden Unfallfolgen im Bereich der linken Schulter die angestammte, körperlich 

anspruchsvolle Tätigkeit als Bauarbeiter mit regelmässigem Tragen und Heben von 

Materialien von 10-20 kg, aber auch von 30 kg oder mehr, sowie mit Vibrationen und 

Schlägen, denen der Schulterbereich ausgesetzt ist (vgl. Suva-act. 32), nicht mehr 

zugemutet werden kann. Hingegen erachtet die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 

Beurteilung von Dr. H.___ vom 12. November 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 100% in 

einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit als zumutbar. Diesbezüglich sind aber 

spezielle schulterbezogene Einschränkungen zu berücksichtigen: Das Gewicht von zu 

hebenden Lasten ist bis Taillenhöhe auf 15 kg, bis Brusthöhe auf 5 kg limitiert. Zu 

vermeiden sind ausserdem repetitiv weit ausreichende Tätigkeiten mit der linken 

oberen Extremität, ebenso Tätigkeiten, welche mit Impulswirkung verbunden sind, wie 

Arbeiten mit stossenden oder vibrierenden Geräten (Suva-act. 71). Dr. I.___ bestätigte 

in seinem Bericht vom 31. Januar 2015 die Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. das 

Zumutbarkeitsprofil der schulteradaptierten Tätigkeit des Kreisarztes uneingeschränkt 

(Suva-act. 155). Dies erscheint auch ohne weiteres als schlüssig und überzeugend. Die 

Einwirkung auf das linke Schultergelenk durch Belastung, d.h. durch direkte (Heben 

und Tragen von Gewichten, weit ausreichende Tätigkeiten mit der linken oberen 

Extremität) und indirekte (Stösse und Vibrationen) Bewegung, wird weitgehend 

reduziert. Mit dem definierten Zumutbarkeitsprofil mit eingeschränkter Einsetzbarkeit 

der linken Schulter wird offensichtlich der Schultergelenksproblematik mit einer 

schmerzhaften Kapsulitis mit verminderter Beweglichkeit der linken Schulter 

umfassend Rechnung getragen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3.2      Das von Dr. L.___ in seinem Gutachten vom 20. Mai 2015 formulierte 

Zumutbarkeitsprofil stimmt in den wesentlichen Eckpunkten mit demjenigen von Dr. 

H.___ überein. Während Dr. H.___ bezüglich Gewichtsbelastung eine Unterscheidung 

zwischen Taillenhöhe und Brusthöhe trifft, spricht Dr. L.___ anstelle von Taillenhöhe 

von Tischhöhe. Das Zumutbarkeitsprofil von Dr. H.___ ist zwar weniger differenziert als 

dasjenige von Dr. L.___, der in Bezug auf das Heben und Tragen von Gewichten 

weitere Unterscheidungen hinsichtlich Gewicht (5, 10, 15 kg), Körperhaltung 

("abgestützt" oder "nicht abgestützt") und insbesondere bezüglich der jeweils konkret 

zumutbaren Häufigkeit der Ausübung (nicht mehr als 5 Minuten, nicht mehr als 

manchmal, nicht mehr als selten, ununterbrochen nicht mehr als 1 Minute, in voller 

zeitlicher Präsenz) trifft. Prinzipiell werden jedoch dem Beschwerdeführer auch bei 

Berücksichtigung der von Dr. H.___ formulierten Einschränkungen keine Tätigkeiten 

abverlangt, die Dr. L.___ als unzumutbar bezeichnet. Auch das Zumutbarkeitsprofil von 

Dr. H.___ sagt nicht zwingend aus, dass bei den einzelnen Gewichtsbelastungen bzw. 

der dabei einzuhaltenden Trag- bzw. Hebehöhe keine weiteren Einschränkungen 

bezüglich Häufigkeit der Ausübung einer Tätigkeit bestehen bzw. eine konkrete 

Tätigkeit während eines ganzen Arbeitstags ausgeübt werden kann. Es entspricht im 

Übrigen durchaus der arbeitsmarktlichen Realität, dass zahlreiche Arbeitsplätze 

verschiedene Arbeitsschritte umfassen, welche in Intervallen vorgenommen werden 

und nicht nur die ununterbrochene Ausführung eines einzelnen Arbeitsschrittes fordern. 

Die Einschränkungen von Dr. L.___ bezüglich Häufigkeit der Ausübung einer 

bestimmten Tätigkeit werden zudem in den von der Beschwerdegegnerin bei der 

Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogenen DAP-Arbeitsplätzen weitgehend 

berücksichtigt (Suva-act. 111). Das Heben und Tragen von Gewichten über 15 kg bis 

Lendenhöhe wird "nie" und bis 10 kg bis Lendenhöhe - wie von Dr. L.___ 

vorgeschrieben - höchstens "manchmal" verlangt. Zwar beinhalten drei DAP-

Arbeitsplätze mehr als "selten" das Heben und Tragen von Gewichten bis 5 kg (vgl. 

DAP-Arbeitsplatz Nr. 7148: "manchmal ["Suva-act. 111-12], DAP-Arbeitsplatz Nr. 7468: 

"sehr oft" [Suva-act. 111-20], DAP-Arbeitsplatz Nr. 9835: "oft" [Suva-act. 111-24]), dies 

jedoch nur bis Lendenhöhe und nicht bis Brusthöhe, wofür Dr. L.___ eine Limitierung 

vorsieht. Das Heben von Gegenständen über Brusthöhe (über 5 kg und sogar bis 5 kg) 

wird schliesslich - entsprechend der Limitierung von Dr. L.___ und Dr. H.___ - nie 

verlangt. Die medizinischen Akten enthalten keine Anhaltspunkte dafür, dass der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Häufigkeit der auszuübenden Tätigkeiten zusätzlich Rechnung getragen werden 

müsste. Zumindest erachteten es Dr. H.___ und Dr. I.___ offensichtlich nicht als 

notwendig, diesbezüglich weitere Aussagen zu machen. Auch med. pract. E.___ hatte 

schliesslich in seinem Bericht vom 26. August 2013 ohne Weiterungen sowie in 

Übereinstimmung mit Dr. H.___ und Dr. I.___ festgehalten, dass Tätigkeiten oberhalb 

der Brustlinie zu vermeiden seien, körpernahe Belastung bis maximal 15 kg und 

körperferne Belastung bis 5 kg zu empfehlen sei (Suva-act. 60). Selbst der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers äussert sich nicht explizit zur Frage der 

Häufigkeit der Ausübung der verschiedenen gewichtsbelasteten Tätigkeiten.

5.3.3      Dr. H.___ und Dr. I.___ sehen sodann die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers nur in qualitativer Hinsicht eingeschränkt. Unter den erwähnten 

limitierenden Bedingungen ist denn auch eine volle Arbeitsfähigkeit als gegeben zu 

erachten. Die Funktionseinschränkung an sich ist ein Umstand, dem mit der 

Bestimmung des Bewegungsumfangs der linken Schulter (keine weitausreichenden 

Tätigkeiten mit der linken oberen Extremität) vollumfänglich Rechnung getragen 

werden kann. Auch die Schmerzhaftigkeit der Kapsulitis, welche in einem wesentlichen 

Zusammenhang mit der Belastung und Bewegung der linken Schulter steht, wird durch 

eine Anpassung des Bewegungsumfangs, aber auch durch eine entsprechende 

Verminderung der Belastung gemildert. Bezüglich des rechten Schultergelenks ist 

mithin im Folgenden von dem von Dr. H.___ beschriebenen Zumutbarkeitsprofil 

auszugehen.

5.3.4      Aus dem Gutachten von Dr. L.___ ergibt sich nicht für sämtliche Tätigkeiten 

eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. Suva-act. 161-30 f.). Die 

Beschwerdegegnerin weist in der Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2016 (act. G 3) 

zutreffend darauf hin, dass Dr. L.___ einzig bei Tätigkeiten mit Gewichten bis 15 kg und 

5 kg, beidhändig bis Tisch- bzw. Brusthöhe, von einer Leistungseinbusse von 33% 

ausgehe, diese Arbeiten jedoch lediglich Teilaspekte einer von ihm als zumutbar 

eingeschätzten Gesamttätigkeit darstellten und als solche die volle Arbeitsfähigkeit 

zumindest nicht im Umfang von 33% einschränkten. Indem die vorgenannten 

Tätigkeiten gemäss Dr. L.___ "nicht mehr als selten" zumutbar sind, ist ausserdem 

nicht nachvollziehbar, wie die beinahe vollständige Ausklammerung derselben zu 

einem (gesamthaften) Arbeitsunfähigkeitsgrad von 33% führen könnte. Bereits 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

angesichts des Gesagten erscheint mithin ein solcher in keiner Weise als überzeugend 

und schlüssig. Dr. L.___ bezieht sich sodann im Rahmen seiner 

Arbeitsfähigkeitsschätzung auf HERMANN FREDENHAGEN (Das ärztliche Gutachten, 

Leitfaden für die Begutachtung im Rahmen der sozialen und privaten Unfall-, Kranken- 

und Rentenversicherung, 3. Aufl. Bern 1994), wonach - neben der Ankylose oder 

Instabilität - der Schmerzproblematik mit 50% ein wesentlicher Anteil in der Bewertung 

der Invalidität von Schädigungen der Schulter beizumessen sei (vgl. FREDENHAGEN, 

a.a.O., S. 176). Diese "Gliederung der Invalidität" bzw. Darstellung der "Elemente" einer 

Invalidität (vgl. dazu FREDENHAGEN, a.a.O., S. 164, 8. Regionale Beurteilung von 

Dauerschäden in der Unfallversicherung, vgl. insbesondere Ziff. 4. und 5.) soll nicht in 

Frage gestellt werden. So wurde die Schmerzproblematik - wie von der 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2016 (act. G 3) richtig 

dargelegt - auch von Dr. H.___ und Dr. I.___ im Rahmen ihrer Zumutbarkeitsbeurteilung 

berücksichtigt. Dr. H.___ hielt in seinem Untersuchungsbericht vom 12. November 

2013 fest, dass beim Beschwerdeführer ein halbes Jahr nach dem operativen Eingriff 

ein Ruheschmerz bestehe, der sich bei Bewegung und Belastung intensiviere (Suva-

act. 71-3) und Dr. I.___ stellte in seinen Berichten vom 22. und 31. Januar 2015 die 

Diagnose "persistierende Schulterschmerzen links" (Suva-act. 151, 155). Die 

Bedeutung von Schmerz im Rahmen der Invalidität beantwortet jedoch nicht die Frage 

der hier massgebenden und in Art. 6 ATSG definierten Arbeitsunfähigkeit. Die Kriterien 

für die Bemessung der Arbeitsunfähigkeit bilden die Gesundheit bzw. deren 

Beeinträchtigung sowie die Zumutbarkeit der noch zu leistenden Arbeit im bisherigen 

Beruf oder bei langer Dauer in einem anderen Beruf (vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 7 ff. zu Art. 6). Die "Gliederung der 

Invalidität" von FREDENHAGEN (a.a.O., S. 176), wonach der Schmerz als "Element" 

bei der Begründung einer Invalidität wegen einer Schultergelenksproblematik 50% 

ausmacht, kann nicht dem Begriff der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 6 ATSG 

gleichgesetzt werden, welcher nicht das Ursachenspektrum einer Invalidität regelt, 

sondern definiert, wie das Mass der Arbeitsunfähigkeit bestimmt wird. Auch wenn eine 

Schmerzproblematik im Rahmen der obgenannten Kriterien Berücksichtigung finden 

kann, verdeutlicht bereits die Unterscheidung in Art. 6 ATSG - Arbeitsunfähigkeit im 

bisherigen oder in einem anderen dem Leiden angepassten Beruf -, dass der Schmerz 

nicht schematisch gewichtet werden kann. Die von Dr. L.___ konkret angenommene 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

33%-ige Leistungseinbusse bzw. Arbeitsunfähigkeit ist offensichtlich in Anlehnung an 

die von FREDENHAGEN für Gesundheitsschäden im Schultergelenk angegebenen 

Richtwerte bzw. "Invaliditätsansätze" erfolgt (vgl. a.a.O., S. 176, 8.4.6 

Invaliditätsansätze, Medizinische Invalidität, Riss Rotatorenmanschette, schwer). Weil 

sich diese - wie dargelegt - nicht nach dem Arbeitsunfähigkeitsbegriff von Art. 6 ATSG 

ausrichten und insbesondere nicht zwischen der Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten und einer schulteradaptierten Tätigkeit unterscheiden, kann auch der 

konkreten Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. L.___ kein Beweiswert zukommen.

5.4  Im Folgenden gilt es basierend auf der Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers von 100% in einer adaptierten Tätigkeit das zumutbare 

Invalideneinkommen zu ermitteln

5.4.1      Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf DAP-

Zahlen, d.h. die Arbeitsplätze Nr. 2861, 7148, 8483, 7468 und 9835 (Suva-act. 111), auf 

Fr. 57'882.-- (DAP-Löhne) fest. Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der 

DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin 

nach der Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, 

Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in 

Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn 

sowie über den Durchschnittslohn, der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen 

Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, 

gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-

Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil 

des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E. 4.2.2). Konkret liegen die von der 

Rechtsprechung geforderten Angaben vor. Ausserdem sind die von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten fünf DAP-Arbeitsplätze den von Dr. H.___ mit Blick 

auf die Unfallrestfolgen im Bereich der linken Schulter angeführten 

behinderungsbedingten Einschränkungen angepasst. Eingehalten sind einerseits die 

festgelegten Gewichtslimiten (bis Taillenhöhe bzw. Lendenhöhe maximal 15 kg, bis 

Brusthöhe maximal 5 kg; vgl. dazu Erwägung 5.3.1 f.); ausserdem beinhalten die 

verwendeten DAP-Profile weder repetitiv weit ausreichende Bewegungen mit der linken 

oberen Extremität noch Arbeiten mit Impulswirkung an vibrierenden oder stossenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gegenständen. Abzüge, wie sie bei der Bemessung des Invalideneinkommens mit 

LSE-Löhnen zur Anwendung kommen, sind bei der Bemessung anhand von DAP-

Löhnen nicht statthaft (BGE 129 V 472). Aus dem Einkommensvergleich, d.h. der 

Gegenüberstellung des Invalideneinkommens von Fr. 57'882.-- mit dem 

Valideneinkommen von Fr. 58'500.--, vermag offensichtlich kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von mindestens 10% (Art. 18 Abs. 1 UVG) zu resultieren.

5.4.2      Selbst wenn auf die DAP-Löhne nicht abgestellt werden könnte, würde dies 

am Ergebnis, wie sich nachstehend zeigen wird, nichts ändern. Die Bemessung anhand 

statistischer Löhne würde zu einem vergleichbaren, tendenziell eher höheren 

Invalideneinkommen führen. Aus der LSE 2012, TA 1, privater Sektor, Total, Männer 

Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) ist ein 

durchschnittliches Monatssalär von Fr. 5'210.-- ersichtlich. Das hieraus errechnete 

Jahressalär von Fr. 62'520.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die 

betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2014, d.h. auf 41.7 Stunden, 

aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 65'177.-- ergibt. Nominallohnindexiert bis 

2014 (Index Männer: 2013: 0.8%; 2014: 0.7%) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 

66'158.--. Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 

Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu 

kürzen. Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen 

gerechtfertigt, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine versicherte 

Person, die gesundheitsbedingt selbst im Rahmen körperlich leichter 

Hilfsarbeitertätigkeiten in ihrer Leistungsfähigkeit behindert ist, im Vergleich zu voll 

leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitskräften lohnmässig 

benachteiligt ist und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen muss. 

Sodann wird mit dem Tabellenlohnabzug dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer Person Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben können. Als letztere kommen Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, 

Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad in Betracht (BGE 126 

V 75 E. 5a mit Hinweisen). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 

Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 

wobei der Abzug auf höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 481, E. 4.3.2, BGE 

126 V 78 ff.). Während die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 6. 

Januar 2016 (act. G 3) höchstens einen Tabellenlohnabzug von 10% zubilligt, fordert 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Beschwerde vom 18. November 

2015 (act. G 1) und der Replik vom 13. April 2016 (act. G 9) die Berücksichtigung des 

höchstzulässigen Abzugs von 25%. Diesen begründet er mit dem Alter des 

Beschwerdeführers sowie den geringen Dienstjahren (3 1/2 Monate im Zeitpunkt des 

Unfalls). Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des allfälligen Rentenanspruchs am 1. 

August 2014 58 Jahre alt, womit altersbedingte Schwierigkeiten, eine passende Arbeit 

zu finden, bestehen könnten (vgl. dazu PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, 

in: UELI KIESER/MIRIAM LENDFERS [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 

2012, S. 143 f. sowie die im Beitrag GEERTSEN angeführten Urteile des EVG bzw. 

Bundes¬gerichts, a.a.O., S. 144 Fn. 28). Hinsichtlich Gewährung eines Abzugs gilt es 

weiter zu berücksichtigen, dass der Durchschnittslohn der Männer seit der LSE 2012 

im Kompetenzniveau 1 im Verhältnis zur Nominallohnentwicklung spürbar höher ist als 

derjenige der Männer in der LSE 2010 im Anforderungsniveau 4. Dies ist offenbar mit 

einer erhöhten Gewichtung von Schwerarbeiterlöhnen über alle Sektoren zu begründen 

(vgl. in TA 1 2012 die Legende zur Definition von Tätigkeiten des Kompetenzniveaus 1 

"Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art"). Nachdem der 

Beschwerdeführer gerade keine schweren Tätigkeiten mehr ausüben kann, ist dem 

vorgenannten Umstand ebenfalls mit einem Abzug Rechnung zu tragen. Dagegen 

entfällt ein Abzug für den geltend gemachten Sachverhalt der Anzahl Dienstjahre. Tritt 

der Beschwerdeführer nach 3 1/2 Monaten eine neue Stelle an, ist nicht davon 

auszugehen, dass er einen bisher allenfalls aufgrund der Dienstjahre erlangten 

lohnrelevanten Vorteil verliert. Ausserdem ist zu beachten, dass die Bedeutung der 

Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist (BGE 

126 V 79 E. 5a/cc; Urteil des Bundesgerichts vom 2. November 2007, 8C_223/2007, E. 

6.2.2). Die Gewährung eines Leidensabzugs von 10% würde die beiden Aspekte des 

fortgeschrittenen Alters sowie der erhöhten Gewichtung von Schwerarbeiterlöhnen in 

TA1 2012 hinreichend abgelten, womit ein Invalideneinkommen von Fr. 59'542.-- 

resultierte. Auch bei Beizug der Tabellenlöhne ergäbe sich folglich kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad.

6.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 13. Oktober 2015 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Der Sistierungsantrag wird abgewiesen.

2.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.

3.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 15.08.2017
	Art. 19 Abs. 1 UVG: Bejahung des Endzustandes bzw. Verneinung einer verfrühten Rentenprüfung.Art. 18 Abs. 1 UVG: Verneinung eines Rentenanspruchs wegen nicht Erreichen des Mindestinvaliditätsgrades von 10 Prozent (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. August 2017, UV 2015/74).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T07:05:16+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen