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**Case Identifier:** c53a9339-5dfe-511b-8d55-8187a91e9624
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.11.2018 200 2018 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-48_2018-11-20.pdf

## Full Text

200 18 48 UV
KOJ/SCM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. November 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG 
Leistungszentrum UVG, Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 27. November 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, UV/18/48, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war am 6. April 2016 über ihre damalige Arbeitgeberin bei der Visana Ver-
sicherungen AG (Visana bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen 
die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie sich bei 
einem Sturz an beiden Unterarmen bzw. Handgelenken verletzte (Akten 
der Visana [act. II] 1). Die Visana erbrachte die gesetzlichen Leistungen 
(vgl. act. II 63) und holte medizinische Unterlagen, insbesondere zwei Be-
richte ihres beratenden Arztes vom 31. Januar 2017 (act. II 55 - 56) und 
4. April 2017 (act. II 90) ein. Gestützt hierauf stellte sie die Versicherungs-
leistungen mit Verfügung vom 20. April 2017 (AB 67 - 70) per 6. Oktober 
2016 ein. Die dagegen von der Versicherten erhobene Einsprache (act. II 
81 - 82) wies die Visana nach Prüfung der zwischenzeitlich eingegangen 
Arztberichte samt hierzu erfolgter neuerlicher Stellungnahme ihres bera-
tenden Arztes (act. II 97) mit Entscheid vom 27. November 2017 (act. II 
103 - 113) ab.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 15. Januar 2018 Beschwerde. Sinn-
gemäss beantragt sie die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 
die Weiterausrichtung der bisher erbrachten Leistungen über den 6. Okto-
ber 2016 hinaus, daneben in formeller Hinsicht die Zulassung therapeuti-
scher und medizinischer Einschätzungen, die Neubeurteilung des Falls 
nach Vornahme der Abklärungen im Zentrum B.________ sowie die Wie-
derherstellung der aufschiebenden Wirkung.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. März 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde. Eventualiter sei das Verfahren bis 
zum Vorliegen der medizinischen Beurteilung des Zentrums B.________ zu 
sistieren.

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Mit prozessleitender Verfügung vom 20. März 2018 edierte der Instruktions-
richter die IV-Akten der Beschwerdeführerin. Mit Verfügung vom 28. März 
2018 wies er das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-
kung ab und setzte gleichzeitig Frist zur Einreichung der in Aussicht gestell-
ten medizinischen Unterlagen, von welcher Möglichkeit die Beschwerdefüh-
rerin mit Eingabe vom 30. Mai 2018 Gebrauch machte. 

Mit Eingabe vom 19. Juni 2018 liess die Beschwerdegegnerin dem Gericht 
eine weitere Beurteilung ihres beratenden Arztes zukommen und bestätigte 
den in der Beschwerdeantwort gestellten Antrag.

Am 24. Juli 2018 reichte die Beschwerdeführerin eine neuerliche Stellung-
nahme mit Beilagen zu den Akten. Diese wurde der Beschwerdegegnerin 
am 30. Juli 2018 zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. Novem-
ber 2017 (act. II 103 - 113). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
über den 6. Oktober 2016 hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des  
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 
832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Die Be-
schwerdeführerin erlitt den hier fraglichen Unfall am 6. April 2016 (act. II 1), 
womit das bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Recht zur Anwendung 
gelangt.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie 
eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem 
Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 
3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

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2.3

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.3 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweis-
last – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

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unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass das Ereignis 
vom 6. April 2016 (act. II 1) die kumulativen Anspruchsvoraussetzungen 
des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition erfüllt (vgl. Art. 4 ATSG und 
E. 2.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende 
Versicherungsleistungen erbracht (vgl. act. II 63). Umstritten ist hingegen, 
ob die Beschwerdeführerin – basierend auf dem besagten Unfall – über die 
von der Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 6. Oktober 
2016 (act. II 63, 104) hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen der obliga-
torischen Unfallversicherung hat. Dabei liegt die Beweislast für das Dahin-
fallen des Kausalzusammenhangs bei der Beschwerdegegnerin (vgl. 
E. 2.3.3 hiervor).

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten hauptsächlich das Folgende 
zu entnehmen:

3.2.1 Im Bericht vom 3. Juni 2016 (act. II 87 - 89) stellte Dr. med. 
C.________, Praktischer Arzt und Facharzt für Anästhesiologie, Spital 
D.________, die folgenden Diagnosen:

• Hochgradiger Verdacht auf beginnendes CRPS I (Complex Regional Pain Syndro-
me) des rechten Handgelenks mit / bei:
- Status nach intraartikulärer, nicht dislozierter Radiusfraktur rechts vom 6.4.2016

• Spontan regredienter nozizeptiver Schmerz des linken Handgelenks mit / bei:
- Status nach distaler, nicht dislozierter Fraktur Processus styloideus radii links

• Status nach Drogenabusus vor 26 Jahren

Seines Erachtens handle es sich um eine beginnende Algodystrophie, wel-
che durchaus in ein voll ausgeprägtes CRPS I münden könne. Linksseitig 

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erfolge die Heilung erwartungsgemäss und die Beschwerden seien spontan 
regredient, die Funktion der linken Hand unterliege einer zu erwartenden 
spontanen Besserung. Wegen der Gefahr der Ausbildung eines CRPS des 
rechten Handgelenks habe er eine aggressive Analgesie empfohlen, ge-
paart mit abschwellenden und physikalischen Massnahmen.

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, Spital D.________, 
diagnostizierte im Bericht vom 1. Juli 2016 (act. II 20 - 21) Nachstehendes:

• Intraartikuläre, nicht dislozierte distale Radiusfraktur rechts
• Distale, nicht dislozierte Fraktur des Processus styloideus radii links 
• Initiales CRPS-Syndroms beider Hände 

Unter kombinierter Ergo- und Physiotherapie habe die Beschwerdeführerin 
im Verlauf über eine erhebliche Zunahme der Schmerzen im Bereich beider 
Handgelenke mit annähernder Einsteifung beider Handgelenke geklagt. Bei 
konservativ erfolgter Behandlung sei es unter normaler Analgetikaabgabe 
zu keiner beeinflussbaren Besserung gekommen. Unter der begleitenden 
schmerztherapeutischen Behandlung habe die Beschwerdeführerin über 
eine langsam einsetzende Schmerzminderung im Bereich des rechten 
Handgelenks mit vornehmlich über der Streckseite elektrifizierenden nach 
distal ausstrahlenden Schmerzen berichtet. Bei einer links weitgehend pro-
blemfreien Hand, bleibe die Genese der Schmerzen im Bereich des rech-
ten Handgelenks noch unklar.

3.2.3 Anlässlich der von Dr. med. E.________ veranlassten neurologi-
schen Untersuchung (vgl. act. II 20) hielt Dr. med. F.________, Facharzt 
für Neurologie, im Bericht vom 1. Juli 2016 (act. II 24 - 27) folgende Dia-
gnosen fest: 

• Status nach Radiusfraktur rechts am 6.4.2016
- rechts anamnestisch CRPS
- elektrophysiologisch Medianus- und Ulnarisneuropathie ausgeschlossen 

(ENMG vom 30.6.2016)

• Status nach Radiusfraktur links am 6.4.2016
- elektrophysiologisch Karpaltunnelsyndrom ausgeschlossen (ENMG vom 

30.6.2016)

An der rechten Seite bestehe bei Zustand nach distaler Radiusfraktur eine 
persistierende Schmerzsymptomatik. Die durchgeführten neurographischen 
Untersuchungen zeigten sowohl distal am Karpaltunnel als auch im Bereich 
des N. ulnaris und Sulcusbereich normale Befunde. Eine assoziierte neu-

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rogene Schädigung liege elektrophysiologisch nicht vor. Bei Zustand nach 
Fraktur linksseitig bestehe ebenfalls keine assoziierte neurogene Schädi-
gung.

3.2.4 Im Bericht vom 13. September 2016 (act. II 32 - 33) führte Dr. med. 
E.________ aus, aus Sicht der Physio- und Ergotherapie wie auch der be-
gleitenden Schmerztherapie sei die Beschwerdeführerin am Limit, es stelle 
sich nun erfreulicherweise eine Reduktion der Schmerzsymptomatik ein, so 
dass er, Dr. med. E.________, zur stufenweisen Wiedereingliederung in 
den Beruf ein Arztzeugnis von 70 % ausgestellt habe.

3.2.5 In einem weiteren Bericht vom 27. Dezember 2016 (act. II 45 - 46) 
hielt Dr. med. E.________ sodann fest, vorliegend handle es sich sicherlich 
um ein CRPS Stadium 2 (siehe auch Bericht vom 28. Dezember 2016 
[act. II 47]), wofür der chronifizierte Verlauf hinweisgebend sei. Es bestehe 
weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.

3.2.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Anästhesiologie, Spital 
D.________, führte im Bericht vom 25. Januar 2017 (act. II 53 - 54) aus, 
bei aktuell fehlenden trophischen Zeichen müsse von einem in Abheilung 
befindlichen CRPS ausgegangen werden. Der Verlauf sei zwar insgesamt 
stark protrahiert, aber günstig. Aufgrund der Schwellungen, des guten An-
sprechens auf einen Steroidstoss im September 2016, der im Tagesverlauf 
fluktuierenden Beschwerden und der Wetterfühligkeit empfehle er, eine 
Erkrankung aus dem rheumatologischen Formenkreis ebenfalls in die Liste 
der Differentialdiagnosen aufzunehmen.

3.2.7 Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Bericht vom 31. Januar 
2017 (act. II 55 - 56) fest, für ihn sei nicht ersichtlich worauf die im Bericht 
von Dr. med. E.________ vom 1. Juli 2016 (act. II 20 - 21 bzw. E. 3.2.2 
hiervor) gestellte Diagnose eines initialen CRPS-Syndroms beider Hände 
basiere, da die entsprechende Klinik nicht vorgelegen habe. Der weitere 
Verlauf sei schleppend gewesen und es sei anhaltend eine volle Arbeitsun-
fähigkeit attestiert worden, was vor allem mit dem Vorliegen eines CRPS 
begründet worden sei, für welches aber weiterhin keine klinischen Befunde 
dokumentiert worden seien. Zusammenfassend habe die Beschwerdefüh-

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rerin Frakturen am distalen Radius beidseits erlitten, wobei es links zu einer 
zeitgerechten Abheilung gekommen sei. Auch rechts habe sich die ossäre 
Situation unauffällig entwickelt, wobei für die weiterhin geklagten anhalten-
den Schmerzen keine eindeutige objektive organische Grundlage habe 
gefunden werden können. Bei dieser Ausgangslage sei immer auch an das 
Vorliegen von nichtorganischen Faktoren zu denken, wozu aber keine An-
gaben zu finden seien. Rein aufgrund der vorliegenden Akten dürfe davon 
ausgegangen werden, dass nach höchstens vier Monaten ein auf organi-
scher Ebene objektivierbarer medizinischer Zustand vorgelegen habe, der 
einerseits keine weiteren unfallkausalen externen Behandlungen mehr 
notwendig gemacht habe und andererseits die Wiederaufnahme der kör-
perlich wahrscheinlich leichten Arbeit in der … des Spitals D.________ im 
angestammten Pensum von 50 % wieder zugelassen hätte. Ein gewisses 
Restmass an Beschwerden und die Notwendigkeit zur (selbständigen) 
Fortsetzung eines Übungsprogramms mit dem Ziel einer Verbesserung der 
Beweglichkeit seien bis zum Ablauf von sechs Monaten nach der erlittenen 
distalen Radiusfraktur auch bei objektiv unauffälligem Verlauf durchaus 
noch plausibel. Ebenso könnten in dieser Zeit auch noch Einschränkungen 
der Belastungsfähigkeit bestehen, die manuell anspruchsvolle Aktivitäten 
noch nicht zuliessen.

3.2.8 In einem weiteren Bericht vom 4. April 2017 (act. II 90) führte Dr. 
med. H.________ nach Eingang neuer Akten insbesondere zum Bericht 
von Dr. med. C.________ vom 3. Juni 2016 (act. II 87 - 89 bzw. E. 3.2.1 
hiervor) aus, klare klinische Anhaltspunkte, wie der Behandler zur Diagno-
se eines hochgradigen Verdachts auf ein beginnendes CRPS I des rechten 
Handgelenks (act. II 89) komme, fänden sich nicht. Warum Dr. med. 
C.________ ein CRPS I diagnostiziert habe, erschliesse sich für ihn nicht, 
indem seines Erachtens die meisten der geforderten Kriterien fehlten. Da 
die Situation an der linken Hand nahezu als unauffällig beschrieben werde 
(vgl. act. II 88), sei nicht nachvollziehbar, warum im Bericht von Dr. med. 
E.________ vom 1. Juli 2016 ein initiales CRPS beider Hände (act. II 21) 
postuliert werde. Zusammenfassend werde zwar im Bericht vom 3. Juni 
2016 bereits innerhalb der bundesgerichtlich geforderten Frist von zwei 
Monaten nach dem Trauma von einem CRPS berichtet, doch würden keine 
weiteren objektivierbaren Befunde vorliegen, um diese Diagnose zu be-

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gründen. Diese Einschätzung werde durch die ebenfalls neu eingetroffenen 
Berichte von Dr. med. G.________ vom 17. und 25. Januar (act. II 51 - 54) 
sowie 1. März 2017 (act. II 61 - 62) bestätigt. Insgesamt entstehe der Ein-
druck, dass bislang keine somatisch gut abgestützte Begründung für die 
von der Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden habe gefunden 
werden können, namentlich auch nicht in kausalem Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 6. April 2016. Vielmehr hätten die objektivierbaren un-
fallkausalen Folgen die Wiederaufnahme der angestammten beruflichen 
Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich bereits ab Anfang August (2016) 
wieder zugelassen. 

3.2.9 In der weiteren Einschätzung vom 17. Oktober 2017 (act. II 97) hielt 
Dr. med. H.________ abermals bezogen auf den Bericht von Dr. med. 
C.________ vom 3. Juni 2016 (act. II 87 - 89 bzw. E. 3.2.1 hiervor) an sei-
nen Ausführungen vom 4. April 2017 (act. II 90 bzw. E. 3.2.8 hiervor) fest. 
Zu den drei Bildaufnahmen der beiden Hände der Beschwerdeführerin 
(act. II 94 - 96) führte der beratende Arzt aus, einzig die Aufnahme vom 
18. Juni 2016 (act. II 96) wirke bedingt durch eine leicht vermehrte Rötung 
und Schwellung leicht auffällig. Aus seiner Erfahrung sei ein rasch wech-
selndes Zustandsbild bei einem CRPS allerdings untypisch und es sei da-
von auszugehen, dass die vermehrte Schwellung durch eine entsprechen-
de Ruhigstellung der Hand entstanden sei, allenfalls in Kombination mit 
einem angewinkelten Ellenbogen. Der unterschiedliche Rotton könnte ohne 
weiteres auch aufnahmebedingt sein und sage per se nichts über eine all-
fällige Pathologie aus. Auch mit diesen Fotos lasse sich somit die Diagnose 
eines CRPS nicht erhärten, unter Berücksichtigung der beiden vom Aspekt 
her normalen Aufnahmen vom 17. und 18. Juni 2016 (act. II 94 - 95) sogar 
weitgehend ausschliessen.

3.2.10 Die I.________ (MEDAS) erstellte am 24. Oktober 2017 zuhanden 
der IV-Stelle Bern ein orthopädisch-neurologisches Gutachten (act. II 129 -
 147). Darin wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit erhoben. Den chronischen Beschwerden an Vorderarm und Hand der 
dominanten rechten und der adominanten linken Seite (ICD-10 T92.2) so-
wie der konstitutionell vermehrten Laxizität (ICD-10 M35.7) wurde kein Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen (act. II 131). Im bidisziplinären 

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Konsens gelangten die Gutachter zum Schluss, dass sich die geklagten 
Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde aus or-
thopädischer Sicht keinesfalls begründen liessen und erhebliche Hinweise 
für eine nicht-organische Beschwerdekomponente beständen; aus neuro-
logischer Sicht handle es sich um eine Residualsymptomatik bei Status 
nach beidseitiger Fraktur im Bereich der Handgelenke. Spätestens sechs 
Monate nach den am 6. April 2016 erlittenen Handgelenksverletzungen 
bestehe für körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätig-
keiten ebenso wie für die angestammte Tätigkeit als … eine Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit von 100 % (act. II 130 f.). 

3.2.11 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens liess die Beschwerdegeg-
nerin eine weitere Beurteilung ihres beratenden Arztes einholen. Im Bericht 
vom 12. Juni 2018 (act. II 148 - 149) nahm Dr. med. H.________ zu den 
seit der letzten Berichterstattung vom 17. Oktober 2017 (act. II 97 bzw. 
E. 3.2.9 hiervor) eingegangenen Arztberichten wie folgt Stellung: Zwi-
schenzeitlich sei ein MEDAS-Gutachten erstellt worden (act. II 129 - 147 
bzw. E. 3.2.10 hiervor), worin für die von der Beschwerdeführerin angege-
benen Beschwerden kein eindeutiges organisches Korrelat gefunden wor-
den sei, so dass unter Berücksichtigung organischer Faktoren auch keine 
Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. In einer inter-
disziplinären Beurteilung des Zentrums B.________ vom 23. Januar 2018 
(Beschwerdebeilage [act. I] 8) sei diese Einschätzung bestätigt worden, 
zudem sei aus psychologischer Sicht die Diagnose einer Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren gestellt worden. In einer weite-
ren Beurteilung des Zentrums B.________ vom 1. Mai 2018 (act. I 7) sei 
zwar die Diagnose eines residualen CRPS Typ I gestellt worden, ohne 
dass dafür aber eindeutig objektivierbare Kriterien vorgelegen hätten. Ent-
sprechend seien auch von den Untersuchern selbst gewisse Vorbehalte 
geäussert und die Diagnose letztlich vor allem mit dem Umstand begründet 
worden, dass keine andere Diagnose den von der Beschwerdeführerin an-
gegebenen Schmerz ausreichend erklären könne. Dabei scheine ihnen 
aber die von Kollegen ihrer eigenen Institution gestellte psychiatrische Dia-
gnose entgangen zu sein, welche die Beschwerden auf eine nichtorgani-
sche Grundlege stelle und damit sehr wohl erklärbar mache.

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3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

3.4 Bei Erlass des angefochtenen Entscheids vom 27. November 2017 
(act. II 103 - 113) hat sich die Beschwerdegegnerin massgeblich auf die 
Berichte von Dr. med. H.________ vom 31. Januar (act. II 55 - 56), 4. April 
(act. II 90) und 17. Oktober 2017 (act. II 97) gestützt, welche die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen erfüllen (vgl. E. 3.3 hiervor). Der 
beratende Arzt hat sich in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig 
mit den gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin aus-
einandergesetzt. Zudem sind die Ausführungen in der Beurteilung der me-

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dizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die gezogenen Schlussfol-
gerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Dass es 
sich hierbei um Aktenberichte handelt und keine eigene Untersuchung 
durchgeführt wurde, mindert deren Beweiskraft nicht, denn Dr. med. 
H.________ konnte sich aufgrund der vorliegenden Akten ein gesamthaft 
lückenloses und abschliessendes Bild über Anamnese, Verlauf und ge-
genwärtige Situation machen (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 
S. 371 E. 5b). Ausführlich diskutiert hat er dabei die von den behandelnden 
Ärzten gestellte Diagnose eines CRPS (vgl. act. II 21, 27, 33, 38, 41, 46, 
89).

3.4.1 Mit den Begriffen CRPS, komplexes beziehungsweise chronisches 
regionales Schmerzsyndrom, Algodystrophie oder Morbus Sudeck wird in 
der Medizin ein posttraumatisches Krankheitsbild beschrieben, das sich, 
von einem blanden Trauma ausgelöst, schnell zu heftigen Schmerzen von 
brennendem und invalidisierendem Charakter wandelt, dem sich motori-
sche, trophische und sensomotorische Funktionseinschränkungen zugesel-
len; typisch ist, dass eine ganze Extremität oder eine grosse Körperregion 
betroffen ist. Auslösende Ursachen können unter anderem Gelenksdistor-
sionen aber auch beispielsweise ein Herzinfarkt sein. Die Diskrepanz zwi-
schen dem eigentlichen, als Bagatelle anzusehenden auslösenden Trauma 
und den sich daran anschliessenden Folgen ist als dramatisch zu bezeich-
nen. Ätiologie und Pathogenese des CRPS sind unklar. Für die Annahme 
eines unfallbedingten CRPS ist praxisgemäss erforderlich, dass anhand 
echtzeitlich erhobener medizinischer Befunde der Schluss gezogen werden 
kann, die betroffene Person habe innerhalb der Latenzzeit von sechs bis 
acht Wochen nach dem Unfall zumindest teilweise an den für ein CRPS 
typischen Symptomen gelitten (vgl. Entscheide des Bundesgerichts [BGer] 
vom 27. März 2018, 8C_673/2017, E. 5, vom 9. Oktober 2013, 
8C_233/2013, E. 6.2, sowie vom 5. Januar 2010, 8C_384/2009, E. 4.2.1 
[SVR 2010 UV Nr. 18 S. 69]; siehe auch PSCHYREMBEL, Klinisches Wörter-
buch, 266. Aufl. 2014, S. 1914).

3.4.2 Massgeblich bei der Diagnose des CRPS ist die klinische Untersu-
chung, wobei die sogenannten Budapest-Kriterien gültig sind, in welchen 
zwischen Zeichen und Symptomen differenziert wird. Symptome werden 

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vom Patienten anamnestisch geschildert, Zeichen sind zum Zeitpunkt der 
Untersuchung durch den Arzt manifest. Für die Diagnose eines CRPS 
muss mindestens ein Symptom aus mindestens drei der vier Kategorien 
anamnestisch vorliegen oder vorgelegen haben, des Weiteren muss min-
destens ein klinisches Zeichen aus mindestens zwei der vier Kategorien 
zum Zeitpunkt der Untersuchung vorliegen (vgl. KRÖNER-HERWIG / FRETT-
LÖH / KLINGER / NILGES [Hrsg.], Schmerzpsychotherapie, Grundlagen - Dia-
gnostik - Krankheitsbilder - Behandlung, 8. Aufl. 2017, S. 570, GÖBEL / SA-
BATOWSKI [Hrsg.], Weiterbildung Schmerzmedizin, CME-Beiträge aus: Der 
Schmerz 2013 - 2014, S. 68, KOMMISSION LEITLINIEN DER DEUTSCHEN GE-
SELLSCHAFT FÜR NEUROLOGIE [Hrsg.], Diagnostik und Therapie komplexer 
regionaler Schmerzsyndrome [CRPS], publiziert bei: AWMF online - Das 
Portal der wissenschaftlichen Medizin, S. 12). Die massgeblichen Kriterien 
gliedern sich wie folgt:

1. Anhaltender Schmerz, inadäquat zum vorangegangenen Trauma

2. Anamnestisch erhobene Symptomatik (Patient benennt mindestens 1 Symptom 
aus mindestens 3 der 4 Kategorien)

- Sensibilität: Hyperästhesie
- Motorik/Trophik: Einschränkung des Bewegungsumfangs und/oder moto-

rische Dysfunktion (Schwäche, Tremor, Dystonie) und/oder trophische 
Veränderungen (Haut, Haare, Nägel)

- Sudomotorik/Ödem: Ödem und/oder Asymmetrie/Veränderung des 
Schwitzens

- Vasomotorik: Temperaturveränderung und/oder Asymmetrie der Hautfar-
be

3. Medizinische Befunde (Nachweis von mindestens einem klinischen Zeichen in 
mehr als 2 Kategorien)

- Sensibilität: Hyperalgesie bei Nadelreizen und/oder Allodynie bei leichter 
Berührung

- Motorik/Trophik: eingeschränkter Bewegungsumfang und/oder motori-
sche Dysfunktion (Schwäche, Tremor, Dystonie), und/oder trophische 
Veränderungen (Haut, Haare, Nägel)

- Sudomotorik/Ödem: Ödem und/oder Asymmetrie/Veränderung des 
Schwitzens

- Vasomotorik: Temperaturveränderung und/oder Asymmetrie der Hautfar-
be

4. Es darf keine andere Erkrankung vorliegen, welche die Symptome und klini-
schen Zeichen hinreichend erklären würde

3.4.3 Vorliegend ereignete sich der Unfall am 6. April 2016 (act. II 1). Ein 
CRPS wurde erstmals im Bericht von Dr. med. C.________ vom 3. Juni 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, UV/18/48, Seite 15

2016 (act. II 87 - 89) erwähnt, wobei er diagnostisch einen hochgradigen 
Verdacht auf ein beginnendes CRPS I des rechten Handgelenks aufführte 
(act. II 89). Dieser Bericht wurde knapp nach Ablauf der bundesgerichtlich 
geforderten Latenzzeit bezüglich Auftreten der CRPS-typischen Symptome 
(vgl. E. 3.4.1 hiervor) erstellt. Weder diesem Bericht noch den anderen 
echtzeitlichen Akten ist nun zu entnehmen, dass entsprechende Sympto-
me, auch ohne Nennung des Terminus „CRPS“, bereits innert der fragli-
chen Frist vorgelegen hätten (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Hierzu legte Dr. med. 
H.________ überzeugend und schlüssig dar, dass er die Diagnose eines 
CRPS nicht nachvollziehen könne, weil klare klinische Anhaltspunkte fehl-
ten (act. II 56, 90). Im Bericht vom 3. Juni 2016 wurden anamnestisch allein 
Schmerzen und Schwellungen in der rechten Hand erhoben, wogegen die 
Beschwerden in der linken Hand spontan regredient und als gut erträglich 
beschrieben wurden. Der Befund ergab an der linken Hand denn auch eine 
problemlose Aussen- und Innenrotation (act. II 88 - 89). Insbesondere ent-
sprechen die von Dr. med. C.________ erhobenen Befunde nicht den in-
ternational anerkannten Budapest-Kriterien (vgl. E. 3.4.2 hiervor), be-
schreibt der Arzt doch ein im Seitenvergleich identisches Hautkolorit, keine 
Temperaturdifferenzen, keine trophischen Störungen, keine Dysästhesie, 
keine Allodynie sowie auch keine Berührungsempfindlichkeit über beiden 
Händen und Handgelenken (act. II 88). Ebenso berichtete die Beschwerde-
führerin gegenüber Dr. med. E.________ anlässlich der Untersuchung vom 
24. Juni 2016 von einer weitgehend problemfreien linken Hand, wobei sich 
die Schmerzsymptomatik vornehmlich auf das rechte Handgelenk beziehe 
(act. II 21). Dass der Arzt unter diesen Umständen ein initiales CRPS-
Syndrom beider Hände diagnostizierte, überzeugt nicht, sondern ist viel-
mehr widersprüchlich zu seiner Anamnese- und Befunderhebung. Überdies 
werden die typischen CRPS-Symptome auch in diesem Bericht nicht be-
schrieben. Mittels der von Dr. med. E.________ veranlassten zusätzlichen 
neurologischen Untersuchung bei Dr. med. F.________ wurde eine assozi-
ierte neurogene Schädigung am 30. Juni 2016 beidseits ausgeschlossen 
(act. II 26 - 27). Eine weitere Untersuchung im Spital D.________ vom 
5. August 2016 ergab rechts äusserlich eine reizfreie Weichteilsituation, 
keine Weichteilschwellung, keine Rötung oder Überwärmung sowie keinen 
wesentlichen Druckschmerz. Im Bereich des linken Handgelenks lag kli-
nisch mit einem frei beweglichen Gelenk, einer kompletten Langfingerbe-

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wegung und einem vollständigen Faustschluss ein weitgehend unauffälliger 
Befund vor (act. II 33). Dass unter diesen Umständen im Bericht vom 
27. Dezember 2016 (act. II 45 - 46) ausgeführt wurde, es bestehe „sicher-
lich“ ein CRPS, wofür der chronifizierte Verlauf hinweisgebend sei, vermag 
nicht zu überzeugen. Da die trophischen Zeichen bei der Untersuchung 
vom 25. Januar 2017 bei Dr. med. G.________ (wiederum) fehlten, wurde 
von einem in Abheilung befindlichen CRPS ausgegangen (act. II 54). 
Gleichzeitig empfahl der Arzt, eine Erkrankung aus dem rheumatologischen 
Formenkreis in die Liste der Differentialdiagnosen aufzunehmen (act. II 53; 
vgl. Diagnosen gemäss act. II 62). Dass auch die drei Bildaufnahmen der 
beiden Hände der Beschwerdeführerin (act. II 94 - 96) nichts an der (feh-
lenden) Diagnose eines CRPS ändern, legte Dr. med. H.________ ebenso 
überzeugend dar (act. II 97).

3.4.4 Neben dem beratenden Arzt der Beschwerdegegnerin haben sich 
im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren in der Expertise vom 
24. Oktober 2017 auch die MEDAS-Gutachter einlässlich mit der Diagnose 
eines CRPS auseinandergesetzt (act. II 132 - 134, 142 - 143). Dabei haben 
sie die initiale Diagnose mit plausibler Begründung in Frage gestellt und 
schlüssig erläutert, weshalb jedenfalls im Zeitpunkt der Begutachtung kein 
CRPS vorlag und erhebliche Hinweise für eine nicht-organische Beschwer-
dekomponente bestanden (vgl. act. II 130 - 131). Auch hierauf ist abzustel-
len. Ebenfalls nichts an diesem Ergebnis zu ändern vermögen die Berichte 
des Zentrums B.________ vom 23. Januar 2018 (act. I 8) und 1. Mai 2018 
(act. I 7). Im ersten Bericht wurden diagnostisch beidseitige Hand-, Hand-
gelenk- und Fingerschmerzen sowie eine chronische Schmerzstörung ge-
nannt, wobei in der zusammenfassenden Beurteilung festgehalten wurde, 
es habe keine klare Ursache für die Schmerzen festgestellt werden kön-
nen. Insbesondere seien keine Einschränkung der Mobilität, trophische 
Veränderungen, Allodynie / Hyperästhesie und keine Temperaturasymme-
trie gefunden worden, womit die Diagnosekriterien für ein CRPS aktuell 
nicht erfüllt seien (act. I 8/1). Im weiteren Bericht vom 1. Mai 2018 wurde 
nunmehr die Diagnose eines residualen CRPS Typ I der Hände beidseits 
gestellt, wobei bei einem severity score mit 8/17 Punkten ein grenzwertiger 
Befund vorliege (act. I 7/1). Auch hierzu führte Dr. med. H.________ am 
12. Juni 2018 schlüssig aus, dass die objektiven Befunde spärlich waren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, UV/18/48, Seite 17

und die Diagnosestellung massgeblich auf den Beschwerdeangaben der 
Beschwerdeführerin basierte (vgl. act. II 148 - 149). Fraglich erscheint oh-
nehin die Bejahung des vierten Kriteriums, nachdem im April und Juni 2017 
auch die Verdachtsdiagnose einer Polyarthritis gestellt wurde (vgl. Akten 
der IV im Verfahren IV/2018/233 [act. II] 49/5-6, 49/8), womit nicht von 
vornherein gesagt werden kann, es gebe keine andere Diagnose, welche 
die Schmerzen erklären könne (vgl. E. 3.4.2 hiervor). Explizit zum vierten 
Kriterium halten die Ärzte des Zentrums B.________ fest, anhand der 
Anamnese habe „wahrscheinlich 4/2016“ unter dem Tragen eines Gipsver-
bandes an beiden Händen ein CRPS bestanden (act. I 7/4). Damit werden 
die überzeugenden Schlussfolgerungen des beratenden Dr. med. 
H.________ sowie der MEDAS-Gutachter insgesamt nicht in Frage gestellt.

3.4.5 Auch der Bericht von Dr. med. G.________ vom 23. Mai 2018 (act. I 
6), ändert nichts, mangelt es diesem mit der darin mehrfach geäusserten 
Kritik an der Fachkompetenz der MEDAS-Gutachter doch nicht nur an Ob-
jektivität, vielmehr mutet die Einschätzung über die enge ärztliche Tätigkeit 
hinausgehend advokatorisch an. Weiter ist der behandelnde Arzt – wie 
bereits Dr. med. C.________ – im Spital D.________ angestellt (vgl. im 
Verfahren IV/2018/233 u.a. act. II 49/23-24, 49/26-33), womit er gleichsam 
Arbeitskollege der Beschwerdeführerin war (vgl. act. II 88 sowie im Verfah-
ren IV/2018/233 act. II 3/6 Ziff. 5.4, 15/2 Ziff. 1, 28/2). Die Beschwerdefüh-
rerin ist denn überdies auch „per Du“ mit dem Behandler (vgl. im Verfahren 
IV/2018/233 act. II 30/1, 33/1-2), womit seinen Angaben im Lichte der hier-
vor erwähnten mangelnden Objektivität von vornherein nur ein reduzierter 
Beweiswert zukommen kann, zumal bei der Beweiswürdigung seiner Be-
richte ohnehin der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass 
Hausärzte wie auch die behandelnden Spezialärzte und schmerztherapeu-
tisch tätigen Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau-
ensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3, Ent-
scheid des EVG [Eidgenössisches Versicherungsgericht, heute BGer] vom 
20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

3.5 Da die Ausführungen von Dr. med. H.________ auch hinsichtlich 
des Zeitpunktes der Leistungseinstellung in Übereinstimmung stehen mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, UV/18/48, Seite 18

der Beurteilung des ABI (vgl. im Verfahren IV/2018/233 act. II 53.1/18) und 
überzeugen (vgl. act. II 55 bzw. E. 3.2.7 hiervor), besteht nach dem Darge-
legten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Ereignis vom 6. April 2016 und den über den 
6. Oktober 2016 hinaus geklagten Beschwerden. Die Beschwerdegegnerin 
hat die Leistungen damit zu Recht per 6. Oktober 2016 eingestellt bzw. 
einen Anspruch auf weitere Leistungen verneint, womit der Einspracheent-
scheid vom 27. November 2017 (act. II 103 - 113) nicht zu beanstanden 
und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

4.

4.1 Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG 
i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Visana Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

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Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Nov. 2018, UV/18/48, Seite 20

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.