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**Case Identifier:** 71740787-326f-59cc-91e7-e58cad2f2d1c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.09.2014 725 14 190 / 231 (725 2014 190 / 231)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-190---231_2014-09-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 18. September 2014 (725 14 190 / 231) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Leistungseinstellung / Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Gü-
terstrasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1968 geborene A.____ war seit 1. Dezember 2003 als Schlosser bei der 
B.____ AG angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versi-
chert. Mit “Bagatellunfall-Meldung UVG“ vom 19. September 2012 und mit Unfallmeldung vom 
29. Oktober 2012 liess A.____ der SUVA durch seine Arbeitgeberin einen Unfall melden. Laut 
den Angaben in den genannten Formularen habe sich der Versicherte am 22. August 2012 
„während der Arbeit an einem Stahlträger gestossen (Rippen-Gegend)“. Wegen anhaltender 

 

 
 
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Schmerzen suchte A.____ am 1. Oktober 2012 seinen Hausarzt Dr. med. C.____, Innere Medi-
zin und Rheumatologie FMH, auf, der gemäss seinen Angaben im “Arztzeugnis UVG“ vom 
6. November 2012 einen „Status nach Kontusion Rippenbogen rechts basal ventro-lateral, be-
lastungsabhängige lokale Schmerzen und Exazerbation bei Husten bei pulmonalem Infekt“ di-
agnostizierte. Nachdem die SUVA dem Versicherten die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten, 
Taggelder) für die Folgen dieses Unfalls erbracht hatte, schloss sie mit Verfügung vom 4. März 
2014 den Fall per 1. Mai 2014 ab und stellte die Versicherungsleistungen ein. Zur Begründung 
machte sie im Wesentlichen geltend, laut kreisärztlicher Beurteilung seien die aktuell bestehen-
den Thoraxbeschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur. 
Daran hielt die SUVA auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 4. Juni 
2014 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 23. Juni 2014 Beschwerde beim 
Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es 
sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben, es sei der erfolgte Fallabschluss rück-
gängig zu machen und es sei die SUVA zur „vollen Kostenübernahme der allfällig folgenden 
Untersuchungen und Behandlungen bis zur vollständigen Heilung“ zu verpflichten. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 28. Juli 2014 beantragte die SUVA, vertreten durch Ad-
vokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Eingabe vom 5. September 2014 nahm der Beschwerdeführer unaufgefordert zur 
Vernehmlassung der SUVA Stellung. Diese wiederum äusserte sich am 15. September 2014 
zur genannten Eingabe des Beschwerdeführers. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 23. Juni 2014 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versiche-
rungsleistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 22. August 2012 zu Recht per 1. Mai 
2014 eingestellt hat.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt - unter anderem - vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des fortbestehenden Gesundheitsschadens darstellt, 
wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft 
dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar 
vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach 
dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder 
später eingestellt hätte (Status quo sine). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 

 

 
 
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Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicher-
ten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser muss jedoch nicht den Beweis für unfall-
fremde Ursachen erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist uner-
heblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht es darum, 
vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden 
mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Sozialversiche-
rungsrecht - Rechtsprechung [SVR] 2008 UV Nr. 11 S. 35 E. 3.3 mit Hinweisen). Beizufügen ist, 
dass die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweis-
last für das Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalität trägt, erst Platz greift, wenn es sich als 
unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweiswürdigung ei-
nen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, 
der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-
salzusammenhänge im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie 
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-

 

 
 
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gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4.1 Laut den Angaben im “Arztzeugnis UVG“ vom 6. November 2012 diagnostizierte 
Dr. C.____ beim Versicherten anlässlich der Erstbehandlung nach dem Unfallereignis einen 
„Status nach Kontusion Rippenbogen rechts basal ventro-lateral, belastungsabhängige lokale 
Schmerzen und Exazerbation bei Husten bei pulmonalem Infekt.“ Auf Grund anhaltender, vor 
allem belastungsabhängiger lokaler Schmerzen im Bereich des Rippenbogens rechts suchte 
der Versicherte Dr. med. E.____, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin, auf, der in seinem 
Bericht vom 4. Februar 2014 als Diagnosen eine Thoraxkontusion rechts und einen „Verdacht 
auf posttraumatische Blockierung costovertebral 12,11“ festhielt. In der Folge unterbreitete die 
Beschwerdegegnerin die medizinischen Akten ihrem Kreisarzt Dr. med. F.____, Facharzt für 
Chirurgie, und ersuchte ihn, zur Frage der Unfallkausalität der vom Versicherten geklagten Be-
schwerden Stellung zu nehmen. In seiner Kurzbeurteilung vom 28. Februar 2014 verneinte der 
Kreisarzt die Frage, ob der Unfall zu strukturellen, bildgebend nachweisbaren Läsionen am 
Thorax bzw. an den Rippen geführt habe. Die weitere Frage, ob davon ausgegangen werden 
könne, dass die Unfallfolgen heute mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr im 
Beschwerdebild des Versicherten spielen würden, bejahte er, wobei er zur Begründung fest-
hielt, dass eineinhalb Jahre nach einer Prellung Beschwerden nicht mehr unfallkausal seien und 
der status quo sine oder ante längst erreicht sei.  
 
4.2 Mitte März 2014 ging bei der SUVA ein Bericht von Dr. med. G.____ Physikalische 
Medizin und Rehabilitation FMH, ein. Dieser hatte beim Versicherten anlässlich einer ersten 
Untersuchung vom 27. Februar 2014 ein posttraumatisches thoraco-vertebro-costales 
Schmerzsyndrom rechtsbetont bei Status nach Kontusion mit schwerem Stahlträger am 
22.08.2012, eine Bewegungskontrolldysfunktion und - im manuell-medizinischen Status - eine 
„hypomobile untere Thoraxapparatur R sowie Funktionsstörung des thorako-lumbalen Über-
ganges“ diagnostiziert. Anlässlich der nachfolgenden Untersuchung vom 14. März 2014 hielt 
Dr. G.____ in der Krankenakte des Versicherten fest, auf Grund fehlender vorbestehender Be-
schwerdesymptomatik und der Patientenaussagen sei davon auszugehen, dass überwiegend 
wahrscheinlich eine „zusammenhängende Konstellation“ zwischen dem Unfallereignis und den 
Beschwerden des Patienten bestehe.  
 
4.3 Da Dr. G.____ in seinem Bericht über die Untersuchungen vom 27. Februar 2014 und 
14. März 2014 einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den 
vom Versicherten geklagten Thoraxbeschwerden bejahte, bat die Beschwerdegegnerin den 
Kreisarzt Dr. F.____ um eine nochmalige und ausführlicher begründete Kausalitätsbeurteilung. 
Diesem Ersuchen kam der Kreisarzt mit Bericht vom 26. März 2014 nach. Darin hielt er fest, bei 
der von Dr. F.____ gestellten Diagnose eines posttraumatischen thoraco-vertebro-costalen 
Schmerzsyndroms handle es sich im Prinzip nur um eine Umschreibung, dass der Patient 
Schmerzen in den Bereichen Brustkorb, Wirbelsäule und Rippen habe, die Diagnose erkläre 

 

 
 
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jedoch nicht die Ursache der Beschwerden. Soweit Dr. G.____ überdies einen “Status nach 
Kontusion am 22.08.2012“ festhalte, sei darauf hinzuweisen, dass Kontusionen (Prellungen) 
nach allgemeiner ärztlicher Erfahrung nach sechs, spätestens acht Monaten abgeheilt seien, 
vor allem, wenn man wie im vorliegenden Fall davon ausgehen könne, dass durch das Unfall-
ereignis keine zusätzlichen strukturellen Läsionen verursacht worden seien. Im Weiteren be-
schreibe Dr. G.____ im manuell-medizinischen Status noch eine hypermobile untere Thora-
xapertur rechts sowie Funktionsstörungen des thoracolumbalen Übergangs. Beide Befunde 
seien jedoch nicht bzw. nur möglicherweise als Unfallfolgen anzusehen. Sodann gehe aus dem 
Dossier hervor, dass die Beschwerden auch sehr wechselhaft gewesen seien, manchmal habe 
auch völlige Beschwerdefreiheit bestanden. Limitierende Beschwerden seien beim Ausdauer-
sport (Ruderergometer, Fahrrad) aufgetreten. Insgesamt sei nicht klar, wie diese Symptomatik 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch eine eineinhalb Jahre zurückliegende Kontusion 
verursacht werden sollte. In Würdigung aller vorliegenden Informationen komme er zum 
Schluss, dass eine Kausalität der im Februar 2014 vorhandenen Beschwerden zum Ereignis 
vom 22. August 2012 bestenfalls möglich, nicht jedoch überwiegend wahrscheinlich sei.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-
haltes vollumfänglich auf die Ausführungen des Kreisarztes Dr. F.____ vom 28. Februar 2014 
und insbesondere vom 26. März 2014. Sie ging demzufolge davon aus, dass beim Versicherten 
im Zeitpunkt, auf den sie die strittige Leistungseinstellung anordnete (1. Mai 2014), keine Unfall-
folgen mehr vorlagen, die mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit auf das Unfallereignis vom 22. August 2012 zurückgeführt werden konnten. Diese vor-
instanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kommt zwar 
dem Bericht eines versicherungsinternen Arztes nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im 
Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie ei-
nem Gerichtsgutachten, ein solcher Bericht ist aber, wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.2 hiervor), 
soweit zu berücksichtigen, als keine - auch nur geringe - Zweifel an der Richtigkeit seiner 
Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an 
der Richtigkeit der Feststellungen von Dr. F.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass 
sich dessen Berichte hinreichend mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen 
auseinandersetzen und eine schlüssige Kausalitätsbeurteilung vornehmen.  
 
5.2 Was der Versicherte in seiner Beschwerde vorbringt, führt zu keiner anderen Beurtei-
lung der strittigen Kausalitätsfrage. Der Beschwerdeführer beruft sich im Wesentlichen auf die 
Einschätzung seines behandelnden Arztes Dr. G.____, welcher im Anschluss an die Untersu-
chung vom 14. März 2014 in der Krankenakte festgehalten hatte, überwiegend wahrscheinlich 
bestehe eine „zusammenhängende Konstellation“ zwischen dem Unfallereignis und den Be-
schwerden des Versicherten (vgl. E. 4.2 hiervor). Zur Begründung dieser Auffassung verwies 
Dr. G.____ hauptsächlich auf die Aussagen seines Patienten und auf eine fehlende vorbeste-
hende Beschwerdesymptomatik. Diese Kausalitätsbeurteilung vermag nun aber nicht zu über-
zeugen, läuft sie doch auf die Schlussfolgerung hinaus, dass eine gesundheitliche Schädigung 
durch den Unfall verursacht gilt, weil sie sich nach dem Unfallereignis manifestiert hat. Die be-
treffende Argumentation beruht im Ergebnis auf der Beweisformel "post hoc, ergo propter hoc", 
nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung bereits deshalb als durch den Unfall 

 

 
 
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verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). Eine solche 
Beweiswürdigung erweist sich im unfallversicherungsrechtlichen Bereich aber als unzureichend 
(vgl. Urteil N. des EVG vom 29. November 2006, U 207/06, E. 2.3). 
 
Im Weiteren zieht der Beschwerdeführer den Beweiswert des Berichts von Dr. F.____ mit dem 
Hinweis in Zweifel, dass dessen Einschätzung lediglich auf einer Beurteilung der Akten und 
nicht auf einer persönlichen Untersuchung beruhe. Mit diesem Einwand kann der Beschwerde-
führer jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
ist eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten nicht an sich als unzuverlässig 
zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an 
sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht. Aktengutachten sind insbesondere dann 
von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch be-
reits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammen-
hang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann 
sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen 
und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht 
werden (Urteil G. des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). 
Eine solche Konstellation liegt hier vor. Der Kreisarzt hatte gestützt auf die vorhandenen medi-
zinischen Akten hauptsächlich eine Kausalitätsbeurteilung vorzunehmen, d.h. darüber zu befin-
den, ob die vom Versicherten geklagten Thoraxbeschwerden noch auf das Unfallereignis vom 
22. August 2012 zurückzuführen waren oder ob diese auf unfallfremden Ursachen beruhten. 
Bei dieser Fragestellung konnte eine ausschliesslich gestützt auf die Akten erstellte Beurteilung 
durchaus Klärung bringen.  
 
6. Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre 
Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 22. August 2012 per 1. Mai 
2014 eingestellt hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 4. Juni 2014 erho-
bene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegeg-
nerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Partei-
entschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
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