# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 323dda02-c79a-53bf-b529-8c30b4c05d04
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2018 UV 2016/37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-37_2018-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/37

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.06.2018

Entscheiddatum: 20.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2018
A.AArt. 19 Abs. 1 UVG. Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts 
verneint. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2018, UV 2016/37).

Entscheid vom 20. Juni 2018

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/37      

Parteien 

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Anwälte AG, Hauptstrasse 

11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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CSS Versicherung AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der Stiftung B.___ (nachfolgend: Arbeitgeberin) als Sortiererin von 

Waren für Z.___ angestellt und dadurch bei der CSS Versicherung AG (nachfolgend: 

CSS) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, 

als sie am 4. Februar 2012 auf eisigem Boden ausrutschte, stürzte und sich mit der 

rechten Hand abstützte (Vorakten betreffend Unfall vom 4. Februar 2012 [nachfolgend: 

UV-act. II/x] act. 1). Der erstbehandelnde Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH, 

diagnostizierte am 6. Februar 2012 eine posttraumatische Mallet-Läsion des distalen 

Interphalangealgelenks (DIP) des Ringfingers (Dig. IV) rechts und attestierte ihr bis 11. 

April 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 40% (UV-act. II/2, II/5, II/10). Die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend Suva) übernahm für die CSS die 

Schadensabwicklung (UV-act. I/196).

A.b  Aufgrund eines Streckdefizits DIP Dig. IV rechts bei Status nach nicht ossärer 

Mallet-Läsion vom 4. Februar 2012, eines Carpaltunnelsyndroms rechts und eines 

beginnenden Morbus Dupuytren in der mittleren Hohlhand rechts führte Dr. med. 

D.___, FMH Handchirurgie, Spital Y.___, am 19. Juni 2012 eine Dekompression des 

Nervus medianus rechts, eine Fasziektomie der mittleren Hohlhand rechts, eine 

temporäre DIP-Arthrodese mit 1-0 Kirschnerdraht und eine Z-förmige 

Sehnenverkürzung Extensor digitorum communis-Sehne IV rechts durch (UV-act. II/13). 

Dr. D.___ attestierte der Versicherten vom 19. Juni bis 12. August 2012 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% (UV-act. II/12, II/20). Med. pract. E.___, Kreisarzt der 

Suva, hatte am 19. Juli 2012 festgehalten, die Operation sei nur bezüglich der Mallet-

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Läsion unfallbedingt indiziert gewesen (UV-act. II/14). Gestützt auf eine weitere 

Beurteilung von med. pract. E.___ vom 8. Oktober 2012 (vgl. UV-act. II/26) stellte die 

Suva mit Schreiben vom 15. November 2012 die Leistungen bezüglich des Unfalles 

vom 4. Februar 2012 per 19. August 2012 ein (UV-act. II/28 f.).

A.c  Aufgrund eines Status nach SLAP-Repair im Jahr 2007, der Entfernung einer 

grossen Diskushernie C6/7 rechts am 24. März 2010 (vgl. UV-act. III/46-115 f.) und 

zunehmenden Schmerzen im Bereich des Armes bzw. der Schulter rechts veranlasste 

Dr. C.___ im Dezember 2012 bzw. anfangs 2013 weitere Abklärungen (UV-act. II/50-3). 

Dr. med. F.___, Chefarzt Neurochirurgie/Wirbelsäulenchirurgie der Schulthess Klinik, 

Zürich, berichtete am 29. Januar 2013, die aktuelle Symptomatik, welche diffus den 

rechten Arm betreffe, sei nicht auf eine Radikulopathie zurückzuführen. Eine weitere 

therapeutische Massnahme bezüglich des Nackens sei nicht indiziert (UV-act. II/78-1 

f.). Dr. med. G.___, Radiologe FMH, Radiologie AR, führte am 4. März 2013 ein MRI 

durch und stellte eine Läsion der Subskapularissehne mit komplett durchgehender 

Ruptur kranial und mittel- bis höhergradiger interstitiell-bursaseitiger Partialruptur 

kaudal fest. Es bestünden eine moderate Insertionstendinopathie der 

Supraspinatussehne, eine Ruptur der langen Bizepssehne, ein enger Subakromialraum 

mit möglichem Impingement, Zeichen einer diskreten Bursitis subacromialis/

subdeltoidea sowie eine Auffransung der Labrumbasis apikal und kurzstreckig fehlende 

eindeutige Labrumabgrenzbarkeit superoventral (Differentialdiagnose: ältere 

posttraumatische Labrumverletzung, anlagebedingt hypoplastisches Labrum) (UV-act. 

II/38). Dr. med. H.___, Kreisarzt der Suva, befand am 15. April 2013, die geltend 

gemachten Schulterbeschwerden rechts seien nicht mindestens wahrscheinlich auf 

das Ereignis vom 4. Februar 2012 zurückzuführen (UV-act. II/41). Die CSS lehnte die 

Kostengutsprache für eine anstehende Operation der rechten Rotatorenmanschette ab 

(vgl. UV-act. II/34 ff.). Trotz Intervention der Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-

Gesellschaft AG (nachfolgend: Fortuna), Rechtsschutzversicherung der Versicherten, 

hielt die CSS am 29. April 2013 an ihrem Standpunkt fest (UV-act. II/42 f.).

A.d  Dr. med. I.___, FMH Chirurgie, SportClinic Zürich, diagnostizierte mit Bericht vom 

14. Mai 2013 eine Subscapularisruptur rechts und einen Status nach Ruptur der langen 

Bicepssehne rechts. Erstere Verletzung sei überwiegend wahrscheinlich auf das 

Unfallereignis vom 4. Februar 2012 zurückzuführen, und mit der vorgesehenen 

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Operation würden ausschliesslich Unfallfolgen behandelt. Zum Unfallereignis aus dem 

Jahr 2006 und der aufgrund dieses Ereignisses im Januar 2007 durchgeführten 

Operation der rechten Schulter (vgl. UV-act. II/72) bestehe kein Zusammenhang (UV-

act. II/48). Die Fortuna führte am 23. Mai 2013 aus, es sei aktenkundig, dass die 

Versicherte bereits seit 2012 Schulterprobleme gehabt und sie Dr. C.___ um weitere 

Abklärungen gebeten habe. Es könne ihr nicht vorgeworfen werden, dass die Schulter 

von den Ärzten erst so spät untersucht worden sei (UV-act. II/49). Nach einer weiteren 

Stellungnahme von Dr. H.___ (vgl. UV-act. II/53) hielt die CSS an ihrer Stellungnahme 

vom 29. April 2013 fest (UV-act. II/54).

A.e  Während ihrer Tätigkeit bei der Arbeitgeberin hatte die Versicherte am 26. April 

2013 erneut einen bei der CSS versicherten Unfall erlitten, als sie versucht hatte, eine 

zu Boden fallende Schüssel mit einer Reflexbewegung der linken Hand aufzufangen 

(Vorakten betreffend Unfall vom 26. April 2013 [nachfolgend: UV-act. III/x] act. 1, 3). Dr. 

C.___ attestierte ihr unfallbedingt ab 26. April 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

(UV-act. III/4-3, vgl. III/22). Dr. G.___ erstellte am 6. Mai 2013 ein MRI der linken 

Schulter und stellte unter anderem eine erhebliche Insertionstendinopathie der 

Supraspinatussehne mit hochgradiger humeralseitiger Partialruptur und eine Läsion der 

Subskapularissehne mit knapp 2 cm langer mittelgradiger interstitieller Partialruptur im 

kranialen bis mittleren Drittel sowie höhergradiger humeralseitiger Partialruptur kaudal 

ansatznah fest (UV-act. III/5-2 f.). Dr. H.___ beurteilte am 24. Mai 2013, der erhobene 

Befund entspreche der Diagnose einer unfallähnlichen Körperschädigung (UV-act. III/

6).

A.f  Die Krankentaggeldversicherung der Versicherten hatte seit Februar 2013 

Taggelder auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50% ausgerichtet. Die CSS 

leistete vom 29. April bis 11. Juli 2013 Taggelder infolge Unfalls basierend auf einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50%. Am 12. Juli 2013 unterzog sich die Versicherte einer 

Schultergelenksspiegelung rechts mit Acromioplastik, Bicepstenodese am Oberrand 

des Pectoralis sowie Supraspinatus- und Subscapularis-repair, worauf sie 

Krankentaggelder gestützt auf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit erhielt (UV-act. III/18, 

III/20, III/121-13).

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A.g  Dr. I.___ berichtete am 30. Oktober 2013, beim Unfallereignis vom 4. Dezember 

(richtig: Februar) 2012 habe sich die Versicherte Verletzungen der rechten Hand 

zugezogen, welche chirurgisch angegangen worden seien. Erst sekundär hätten sich 

die Beschwerden im Bereich des Schultergelenkes rechts manifestiert. Es handle sich 

dabei um eine sogenannte PASTA-Läsion, welche eindeutig eine Unfallfolge sei (UV-

act. II/58). Dr. H.___ hielt am 20. November 2013 fest, eine PASTA-Läsion sei nicht 

eindeutig unfallbedingt; man sehe solche Läsionen immer wieder bei älteren Patienten. 

Vorliegend sei sie eindeutig degenerativ (UV-act. II/62).

A.h  Dr. I.___ führte am 6. Februar 2014 aus, das gleichentags durchgeführte MRI der 

Schulter links (vgl. UV-act. III/60) zeige eine PASTA-Läsion, ein nicht sauberes Poulie 

und wahrscheinlich eine Läsion am Oberrand des Subskapularis (UV-act. III/59). Am 

11. März 2014 führte Dr. I.___ eine Schultergelenksspiegelung links, eine 

Bizepstenodese und PASTA-Refixation durch (UV-act. III/73). Die Versicherte beklagte 

unmittelbar postoperativ eine hochtonbetonte linksseitige leichtgradige sensorineurale 

Innenohrstörung mit permanentem hochfrequentem Tinnitus links. Der behandelnde 

Arzt sowie Dr. med. J.___, Fachärztin FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, 

Mitarbeiterin Suva Arbeitsmedizin, verneinten die Kausalität des Ohrenleidens als Folge 

der Schulteroperation (UV-act. III/141, III/148), worauf die CSS ihre diesbezügliche 

Leistungspflicht verneinte (UV-act. III/149). Die Arbeitgeberin kündigte das 

Arbeitsverhältnis der Versicherten per 31. August 2014 (UV-act. III/91).

A.i   Die Versicherte hatte bei einem Unfall am 12. Januar 2010 eine Luxation des 

proximalen Interphalangealgelenks (PIP) des Mittelfingers an der rechten Hand erlitten, 

welche jedoch keinen bleibenden Charakter aufgewiesen hatte (UV-act. I/95, III/

46-123). Am 18. Februar 1976 hatte sie sich bei einem bei der Suva versicherten 

Skiunfall ein Distorsionstrauma des linken Knies zugezogen (Vorakten betreffend Unfall 

vom 18. Februar 1976 [nachfolgend: UV-act. I/x] act. 1, 7). Aufgrund der festgestellten 

Korbhenkelläsion im Bereich des Hinterhornes medial war am 16. November 1977 eine 

mediale Meniskektomie und eine laterale Retinaculaspaltung Knie links durchgeführt 

worden (UV-act. I/9). Im Jahr 2001 war es zu einem Rückfall gekommen (UV-act. I/20). 

Dr. med. K.___, Röntgeninstitut Klinik Hirslanden, Zürich, hatte nach einem MRI am 1. 

Februar 2001 fortgeschrittene Knorpelschäden femorotibial medial in der 

Hauptbelastungszone bei Status nach Meniskektomie und nur noch kleinen 

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bindegewebigen Resten, ein vollständig fehlendes vorderes Kreuzband (alte Ruptur) 

sowie eine mässige Chondropathia Patellae bei Dysplasie festgestellt, welche in der 

Folge operativ behandelt worden waren (UV-act. I/21.2, 24.2, 28.2). Nach einem 

weiteren Unfall im September 2008 mit Reruptur des vorderen Kreuzbandes (UV-act. I/

38, 41.1), welcher die Suva als Rückfall zum Unfall vom 18. Februar 1976 anerkannt 

hatte (UV-act. I/52, 54.1), war am 17. Juni 2009 eine Knie-Totalprothese links 

implantiert und am 22. Juli 2009 eine geschlossene Kniemobilisation links durchgeführt 

worden (UV-act. I/62, 65 f., 69). Gestützt auf einen mit der Versicherten geschlossenen 

Vergleich (vgl. UV-act. I/155) hatte ihr die Suva mit Verfügung vom 30. Juni 2010 per 1. 

März 2010 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 10% sowie 

eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 26.5% 

zugesprochen (UV-act. I/162).

A.j   Kreisärztin med. pract. L.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, untersuchte die 

Versicherte am 16. Dezember 2014 und hielt am Tag darauf bezüglich des Ring- und 

Mittelfingers rechts im Wesentlichen eine Restitutio ad integrum, bezüglich der linken 

Schulter eine ordentliche Beweglichkeit mit belastungsabhängigen Restbeschwerden 

und gewisser Kraftminderung sowie bezüglich des Knies links einen ordentlichen 

postopera¬tiven Zustand mit gelegentlicher Schwellneigung fest. Es bestünden 

bezüglich der linken Schulter Einschränkungen der Zumutbarkeit hinsichtlich Arbeiten 

über Brusthöhe, Tragen von Lasten sowie Besteigen von Gerüsten und Leitern. 

Betreffend des linken Knies verwies sie auf die Abschlussuntersuchung von Suva-

Kreisarzt Dr. med. M.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, welcher am 19. 

Januar 2010 einen ganztägigen Arbeitseinsatz mit den üblichen Einschränkungen für 

eine Knie-Totalendoprothese für zumutbar gehalten hatte. Zur abschliessenden 

Beurteilung müssten noch Verlaufsberichte eingeholt werden (UV-act. III/117, vgl. UV-

act. III/45-195 ff.).

A.k  Die Krankentaggeldversicherung stellte aufgrund Erreichens der maximalen 

Leistungsdauer die Taggeldleistungen per 4. Februar 2015 ein (UV-act. III/105-2). Am 

14. Januar 2015 machte die Versicherte gegenüber der CSS erneut geltend, die 

Schulterbeschwerden rechts seien unfallkausal (UV-act. II/69). Dr. H.___ verneinte die 

Unfallkausalität mit Stellungnahmen vom 19. und 25. März 2015 (UV-act. II/73 f.). Dr. 

I.___ hatte der Versicherten am 23. März 2015 bezüglich rechter und linker Schulter 

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nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert und eine Physiotherapiepause 

für indiziert erachtet (UV-act. II/75). Am 22. Juni 2015 beurteilte Dr. I.___, bezüglich der 

beiden Schulterleiden bestehe sicherlich eine Arbeitsfähigkeit von 20% oder mehr in 

einer leidensangepassten Tätigkeit (UV-act. III/167, III/170).

A.l   Nach der Abschlussuntersuchung vom 3. Juli 2015 befand med. pract. L.___, es 

sei gesamthaft davon auszugehen, dass durch weitergehende Therapie und 

Behandlung keine namhafte Verbesserung der unfallbedingten Beschwerden zu 

erzielen sei, weshalb sie den Fallabschluss empfehle (UV-act. III/168). Nach Einholen 

weiterer Berichte, Bildgebung und Neuanfertigung eines Schulterröntgenbilds beurteilte 

med. pract. L.___ am 28. Juli 2015, der Versicherten sei eine leicht bis selten 

mittelschwere Arbeit ganztägig zumutbar (UV-act. I/233, III/173). Med. pract. L.___ 

schätzte die Integritätseinbusse am 28. Juli 2015 auf 5% bezüglich der linken Schulter. 

Da diese aufgrund der bereits gewährten Integritätsentschädigung von 35% für das 

linke Knie vom Körperrestwert zu berechnen sei, ergebe sich ein Wert von 3.25% (UV-

act. III/174).

A.m Am 7. Juli 2015 hatte die IV-Stelle das Leistungsbegehren um berufliche 

Massnahmen abgewiesen (UV-act. III/169, vgl. auch vorherige Abweisungen; UV-act. 

III/46-97, III/46-189). Mit Verfügung vom 30. September 2015 sprach die CSS der 

Versicherten ab 1. Juli 2015 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad 

von 16% sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse 

von 3.25% zu. Die Beschwerden der rechten Schulter stünden nicht in ursächlichem 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 4. Februar 2012 (UV-act. I/238, II/85, III/184).

B.   

B.a  Dagegen erhob die Versicherte am 2. November 2015 Einsprache und 

beanstandete die Höhe der Integritätsentschädigung, die Leistungslücke zwischen 

dem 4. Februar und 30. Juni 2015 sowie die Verneinung der Unfallkausalität der 

Schulterbeschwerden rechts (UV-act. III/191).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 3. Mai 2016 hiess die CSS die Einsprache insofern 

gut, als sie der Versicherten betreffend der linken Schulter eine 

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Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5% zusprach. Im 

Übrigen wies sie die Einsprache ab und begründete, es fehle an substantiierten 

Vorbringen gegen die kreisärztliche Beurteilungen von Dr. H.___. Bis zum Beginn des 

Rentenanspruchs per 1. Juli 2015 habe trotz Ablauf der Krankentaggelder weiterhin 

eine Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit bestanden. Dadurch könne kein 

Taggeldanspruch bei der CSS ausgelöst werden (act. G3.3).

C.  

C.a In der vorliegenden Beschwerde vom 3. Juni 2016 beantragt die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin), es sei der Einspracheentscheid vom 3. Mai 2016 

betreffend die Ablehnung der Schulterbeschwerden rechts aufzuheben und die Sache 

zur weiteren medizinischen Abklärung an die CSS (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

zurückzuweisen. Weiter seien der Einspracheentscheid betreffend die Ablehnung der 

Versicherungsleistungen für die Zeitspanne vom 5. Februar bis 30. Juni 2015 

aufzuheben und die ihr zustehenden Leistungen auszurichten; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Sie macht geltend, sie habe die Schulterbeschwerden rechts 

gegenüber Dr. C.___ mehrfach erwähnt, was dieser in der Krankengeschichte nur 

ungenügend aufgeführt habe. Gemäss Dr. I.___ sei das Beschwerdebild eindeutig eine 

Unfallfolge. Die kreisärztlichen Aktenbeurteilungen überzeugten hingegen nicht. Nach 

Ablauf der Krankentaggelder am 4. Februar 2015 habe nicht nur eine Arbeitsunfähigkeit 

wegen Krankheit, sondern auch eine solche wegen der unfallbedingten Beschwerden 

bestanden. Es stünden ihr damit bis zum Rentenbeginn am 1. Juli 2015 

Versicherungsleistungen zu (act. G1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin 

sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, Dr. H.___ habe detailliert 

begründet, weshalb die PASTA-Läsion entgegen der Einschätzung von Dr. I.___ 

degenerativ sei. Mangels neuer Vorbringen in der Beschwerde verweise sie im Übrigen 

vollumfänglich auf die Ausführungen im Einspracheentscheid (act. G3).

C.c In ihrer Replik vom 6. September 2016 hält die Versicherte an ihren Anträgen fest 

(act. G6). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf das Einreichen einer Duplik (act. 

G8).

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Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem Ereignisse aus den Jahren 2012 und 2013 zur Debatte stehen, die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

Streitig und zu prüfen sind vorliegend die Ansprüche der Beschwerdeführerin auf eine 

Rente und eine Integritätsentschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin. Einzig 

umstritten ist dabei die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts. Der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Mai 2016 und die diesem zugrundeliegende 

Verfügung vom 30. September 2015 bezeichnen zwar den 26. April 2013 als 

massgebenden Zeitpunkt und führen das damalige Ereignis als Betreff auf, beziehen 

sich aber offensichtlich auch auf die Unfälle, die bereits früher stattgefunden haben. 

Dies ergibt sich im Übrigen auch aus den Eingaben der Parteien (vgl. act. G1, G3, G6). 

Nicht Streitgegenstand bilden kann der Anspruch auf die von der Beschwerdeführerin 

beantragten Taggeldleistungen im Zeitraum vom 5. Februar bis 30. Juni 2015. Die 

Verfügung vom 30. September 2015 befasste sich damit nur insofern, als sie den 

Rentenbeginn auf einen Zeitpunkt nach Ende der Krankentaggeldleistungen festlegte 

(UV-act. I/238). In ihrer Einsprache beanstandete die Beschwerdeführerin die Lücke 

zwischen Einstellung der Krankentaggelder und Rentenbeginn (UV-act. III/191). Im 

angefochtenen Einspracheentscheid hielt die Beschwerdegegnerin sodann fest, der 

Fallabschluss sei am 1. Juli 2015 gewesen. Bei der Beschwerdeführerin habe trotz 

Ablaufs der Krankentaggelder bis zum Beginn der Rente weiterhin eine 

Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit bestanden. Dadurch könne kein Taggeldanspruch 

bei der Unfallversicherung ausgelöst werden, weshalb die Einsprache in diesem Punkt 

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abzuweisen sei (act. G3.3, Ziff. 2.7). Dies belegt jedoch keine Ausdehnung des 

Streitgegenstandes im Einspracheverfahren, zumal die Abweisung des 

Taggeldanspruchs keinen Eingang in das Dispositiv des Einspracheentscheids fand 

und sich die Beschwerdegegnerin nicht mit der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit vor 

Juli 2015 auseinandersetzte. Bezüglich der Taggeldfrage ist der Sachverhalt damit 

ohnehin nicht spruchreif. Da ein Entscheid über den Taggeldanspruch nach dem 

Gesagten bis anhin fehlt, die Beschwerdeführerin aber deutlich gemacht hat, einen 

solchen Entscheid zu wünschen, wird die Beschwerdegegnerin diesbezüglich noch 

tätig werden müssen. Dabei wird sie die rechtlichen Grundlagen der Koordination mit 

dem Krankentaggeld prüfen müssen. Hierzu ist ihr die Sache zu überweisen.

2.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat 

zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). 

Wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind, entsteht 

der Rentenanspruch. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 

Taggeld-leistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).

2.2  Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche 

Versicherungsleistungen der Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen. Ursachen im 

Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht oder nicht in gleicher Weise 

oder nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung verantwortlich ist, der 

Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Bei organischen Unfallfolgen ist die Adäquanz gemäss Rechtsprechung nicht 

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gesondert zu prüfen, sondern sie ist in der Regel ohne weiteres anzunehmen, wenn die 

natürliche Kausalität feststeht (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; BGE 118 V 291 f. E. 

3a, 117 V 365 E. 5d/bb; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).

2.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung 

ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen 

gestützt auf die versicherungsinterne ärztliche Beurteilung zu entscheiden. In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu 

stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Ein 

Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung besteht gemäss 

Rechtsprechung nicht (BGE 135 V 465).

3.   

Vorab ist zu klären, ob die geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts als 

unfallkausal (Unfall vom 4. Februar 2012) zu betrachten und damit für die 

Leistungsprüfung relevant sind. Die Beschwerdegegnerin verneint die Unfallkausalität 

gestützt auf die Einschätzungen von Dr. H.___. Die Beschwerdeführerin hält diesen die 

abweichenden Beurteilungen von Dr. I.___ entgegen. Unbestritten und aktenmässig 

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ausgewiesen unfallkausal sind hingegen die Restbeschwerden des Knies links, der 

Schulter links sowie des Mittel- und Ringfingers rechts (vgl. UV-act. III/117, III/168).

3.1  Der vorliegend interessierende Unfall vom 4. Februar 2012, bei dem die 

Beschwerdeführerin auf eisigem Boden ausrutschte, stürzte und sich dabei mit der 

rechten Hand abstützte (UV-act. II/1, II/78-4), wäre unbestritten grundsätzlich geeignet, 

um Schulterbeschwerden rechts auszulösen. Dr. I.___ hielt am 30. Oktober 2013 mit 

Verweis auf gängige Literatur fest, eine PASTA-Läsion sei eindeutig eine Unfallfolge. 

Demzufolge denke er, dass das Unfallereignis vom Februar 2012 für die rechtsseitige 

Schulterproblematik verantwortlich sei (UV-act. II/58). Dr. H.___ führte am 20. 

November 2013 davon abweichend aus, eine PASTA-Läsion sei überhaupt nicht 

eindeutig unfallbedingt. Man sehe solche Läsionen immer wieder bei älteren Patienten, 

vor allem über 50-Jährigen. Ab 50 Jahren (wahrscheinlich schon früher) degenerierten 

die Rotatorenmanschetten und es komme so “peu à peu“ zur Schädigung (UV-act. II/

62). Die Einschätzung von Dr. H.___ stimmt mit der Literatur überein, wonach 

Rotatorenmanschettenrupturen zu den normalen Alterserscheinungen gehören, vor 

allem durch degenerative Veränderungen entstehen und nur gelegentlich traumatisch 

bedingt sind (vgl. ALFRED. M. DEBRUNNER, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 

2005, S. 725 f., PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 

1870). Hinweise darauf, dass eine PASTA-Läsion als besondere Form einer 

Rotatorenmanschettenruptur – wie von Dr. I.___ ohne weitere Begründung festgestellt – 

stets eine Unfallfolge ist, bestehen nicht. Im Gegenteil lässt sich der Rechtsprechung 

entnehmen, dass die Unfallkausalität einer PASTA-Läsion nicht ohne weiteres zu 

bejahen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2013, 8C_325/2013, E. 4 f., 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2015, UV 

2014/31, E. 4, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch, Dienstleistungen, Rechtsprechung, 

Versicherungsgericht).

3.2  Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe gegenüber Dr. C.___ nach dem 

Unfall auch die Schulterbeschwerden erwähnt, welche dieser allerdings nicht notiert 

habe. Erst auf wiederholtes Drängen hin habe er Wochen oder Monate später 

Beschwerden in der Schulter in Form eines krampfartigen Ziehens vermerkt (act. G1). 

In den aktenkundigen Behandlungsnotizen hat Dr. C.___ erstmals am 2. Mai 2012, 

mithin rund drei Monate nach dem Unfallereignis, krampfartige Beschwerden im 

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rechten Arm erwähnt, welche nicht auf Medikamentengabe (MG) ansprächen. Die 

Beschwerdeführerin wolle aufgrund von “gelegentlichem Einschlafen der linken Hand 

nachts“ und Kopfschmerzen die Halswirbelsäule untersuchen lassen. Bei den 

vorherigen fünf Konsultationen nach dem Unfall vermerkte Dr. C.___ als Verletzung 

jeweils lediglich eine Extensor Dig. IV rechts Läsion (UV-act. II/50). Trotz regelmässiger 

Konsultationen notierte er erst am 21. November 2012 wieder krampfartige Schmerzen 

bzw. Krämpfe im rechten Arm mit zunehmender Tendenz. Seit einigen Monaten träten 

diese auch im Dig. V auf, im Oberarm (OA) hätten diese auch schon vor der Operation 

bestanden. Die Schulter (keine Seitenangabe) sei massiv schmerzhaft, es sei ein MRT 

der HWS und allenfalls eine Infiltration angezeigt (UV-act. II/50). In den folgenden 

Einträgen findet sich zwar jeweils der Vermerk Schulterbeschwerden rechts seit 2012. 

Daraus lässt sich jedoch nicht folgern, dass Dr. C.___ von einer Unfallkausalität 

ausgegangen wäre. Im Gegenteil notierte er am 4. Februar 2013, die Ruptur der kurzen 

Bicepssehne rechts sei neu, aber nicht dramatisch. Am 25. Februar 2013 hielt Dr. C.___ 

sodann fest, “Procedere: [...] AUF ausdrucken. Ich brauche Grund für die AUF, das 

heisst, Schulter muss neu sein [...]“ (UV-act. II/50). Den Berichten von Dr. D.___, welche 

primär die Verletzung an der rechten Hand behandelte, sind entgegen den Vorbringen 

der Beschwerdeführerin (vgl. act. G1) keine Hinweise auf Schulterbeschwerden rechts 

bzw. ein geplantes MRI zu entnehmen (vgl. UV-act. II/9, II/11, II/78-6 f.). Im Gegenteil 

berichtete Dr. D.___ am 19. April 2012 über einen beidseits negativen Phalen-Test (vgl. 

UV-act. II/9), für welchen gemäss Dr. H.___ ein gut funktionierender 

Subscapularismuskel wichtig ist (vgl. UV-act. II/53-3). Dr. F.___ hatte am 29. Januar 

2013 über einen Status nach zervikaler Diskushernienoperation C6/7 und unklare 

Schulter-/Armschmerzen rechts berichtet. Er befand, die Symptomatik sei nicht auf 

eine Radikulopathie zurückzuführen (UV-act. II/78-1 f.). Erst am 4. März 2013, also über 

ein Jahr nach dem Unfall, erstellte Dr. G.___ ein MRI der rechten Schulter und stellte 

Verletzungen fest (UV-act. II/38). Am 11. März 2013 konsultierte die 

Beschwerdeführerin erstmals aufgrund der rechtsseitigen Schulterproblematik Dr. I.___. 

Dieser hielt zwar fest, die Beschwerdeführerin sei nach dem SLAP-Repair 2007 bis zum 

Unfallereignis vom 4. Februar 2012 beschwerdefrei gewesen und habe nun 

zunehmende Schmerzen im Bereich der rechtsdominanten Schulter, bezog sich dabei 

aber offensichtlich nur auf die Angaben von Dr. C.___ und der Beschwerdeführerin. Er 

befand, es bestehe wahrscheinlich ein Status nach einer Bicepssehnenruptur rechts, 

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die proximale Bicepssehne lasse sich im MRI aber nicht mehr sauber darstellen. Sicher 

bestehe eine craniale Ruptur der Subscapularissehne (UV-act. III/121-11 f.). Diesen 

Ausführungen anlässlich der ersten Konsultation von Dr. I.___ lassen sich keine 

Hinweise auf eine Unfallkausalität entnehmen. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, 

wonach der behandelnde Physiotherapeut anlässlich seiner Behandlung ab August 

2012 sofort festgestellt habe, dass auch mit der rechten Schulter etwas nicht in 

Ordnung sei (vgl. act. G1), lässt sich anhand der Akten nicht nachvollziehen. Eine 

solche Feststellung ein halbes Jahr nach dem Unfall würde zudem auch nicht zur 

Klärung der Frage der Unfallkausalität beitragen. Die medizinischen Akten, 

insbesondere die Behandlungsnotizen von Dr. C.___, mit erstmaligem Erwähnen von 

Schulterbeschwerden rechts drei Monate nach dem Unfall sprechen zusammengefasst 

gegen die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts, sie vermögen eine solche 

jedenfalls nicht zu belegen. Die sich zwischen Mai und November 2012 offenbar 

verschlimmernden Beschwerden weisen auf eine degenerative Entstehung hin.

3.3  Es ist zwar denkbar, dass – wie die Fortuna und Dr. I.___ vorbrachten (vgl. UV-act. 

II/49, II/58) – sich die Untersuchungen und Behandlungen kurz nach dem Unfall auf die 

Handproblematik fokussierten und die Schulterbeschwerden lediglich im Hintergrund 

standen. Wäre beim Unfall eine Verletzung der rechten Schulter aufgetreten, welche zur 

Einschränkung des Armes und starken Schmerzen hätte führen müssen (vgl. UV-act. II/

53-3), ist es jedoch nicht nachzuvollziehen, wenn es erst Ende 2012/Anfang 2013 zu 

diesbezüglichen Abklärungen gekommen wäre. Wie Dr. H.___ zu Recht ausführte (vgl. 

UV-act. II/74), sind die Aussagen der ersten Stunde im Sinne der von Dr. C.___ kurz 

nach dem Unfall festgehaltenen Behandlungsnotizen und die Angaben auf der 

Unfallmeldung (Verletzung an der rechten Hand, Ringfinger; vgl. UV-act. II/1) 

erfahrungsgemäss unbefangener und zuverlässiger als spätere Angaben, wie sie 

vorliegend im Rahmen des Verwaltungs- und Gerichtsverfahrens von der 

Beschwerdeführerin geäussert wurden (vgl. UV-act. II/42, II/50, II/56, II/78-3, II/84, act. 

G1). Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin schon vor dem Unfall 

vom 4. Februar 2012 bereits wiederholt über Schulterbeschwerden rechts klagte. Nach 

einem Unfall im Oktober 2006 war im Januar 2007 eine Labrum- und 

Bicepssehnenankerrefixation rechts durchgeführt worden (UV-act. II/72). Aufgrund 

einer radikulären Symptomatik mit Schulterschmerzen und krampfartiger Ausstrahlung 

in den Arm rechts war im März 2010 eine grosse Diskushernie C6/7 rechts entfernt 

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worden (vgl. UV-act. III/46-38 ff., III/46-115 f.). Am 23. November 2010 hatte Dr. med. 

N.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, über unklare polymyalgieforme 

Ganzkörperschmerzen vor allem im Schultergürtel-, Arm- und Handbereich berichtet 

(UV-act. II/78-14 f.). Zudem hatte sich die Beschwerdeführerin am 23. Februar 2011 an 

der rechten Schulter verletzt und war daher vorübergehend arbeitsunfähig gewesen 

(vgl. UV-act. III/46-169 f., III/46-182).

3.4  Dr. H.___ verneinte die Unfallkausalität in mehreren ausführlichen Stellungnahmen 

überzeugend. So hielt er am 4. Februar 2012 fest, Unfälle würden die 

Hauptbeschwerden sofort, allerhöchstens innert Tagen auslösen. Bei einer 

Rotatorenmanschettenruptur, insbesondere des Subskapularis, käme es zur 

Einschränkung des Armes und starken Schmerzen. Bei degenerativen Läsionen 

komme es hingegen “peu à peu“ zu einer immer stärkeren Läsion, was der Körper gut 

kompensieren könne, ohne dass es zu Einschränkungen komme. Erst wenn der Riss so 

gross sei, dass er zu einer Schwächung führe, könnten langsam Probleme auftreten. 

Vorliegend finde sich ein Mehrfachbefall der Schulter rechts, der Subskapularis sei 

betroffen, es bestehe eine Tendinose des Supraspinatus und zudem würden auch 

deutliche Anzeichen eines Impingements bestehen. Letzteres sei oft vergesellschaftet 

mit degenerativen Läsionen der Rotatorenmanschette (UV-act. II/53). Am 20. 

November 2013 führte Dr. H.___ aus, bei degenerativ bedingten PASTA-Läsionen 

komme es unter anderem zu einem engen Subakromialraum mit Impingement, was 

hinderlich sei bezüglich der Durchblutung der Rotatorenmanschette. Dies führe mit der 

Zeit zur Schädigung der Manschette. Bei einer Degeneration der Rotatorenmanschette 

käme es langsam zu Läsionen ohne wesentliche Muskelatrophie und Verfettung. 

Solche seien im vorliegenden MRI (vgl. UV-act. II/38) auch nicht beschrieben worden. 

Komme es zu einer akuten Ruptur, erfolge relativ rasch eine eingeschränkte Funktion 

mit Atrophie und Fetteinlagerungen. Da dies bei der Beschwerdeführerin nicht der Fall 

gewesen sei, sei die Läsion als eindeutig degenerativ zu bezeichnen (UV-act. II/62). 

Dies ist auch vor dem Hintergrund überzeugend, dass im Gegensatz zur PASTA-Läsion 

rechts bei der unbestritten als unfallähnlichen Körperschädigung vom 26. April 2013 

anerkannten PASTA-Läsion links (vgl. UV-act. III/6) beim MRI vom 6. Februar 2014 eine 

leichte Atrophie und fettige Degenerationen festgestellt wurden (UV-act. III/60). Am 25. 

März 2015 beurteilte Dr. H.___ schliesslich, die Aussagekraft des MRI vom 4. März 

2013 (vgl. UV-act. II/38) sei aufgrund mangelnder Bildqualität infolge einer kaum 

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beeinflussbaren Bewegungsunruhe der Beschwerdeführerin eingeschränkt. Hätte ein 

20-jähriger Patient die Läsionen gehabt, wie sie im MRI der Schulter rechts vom 4. 

März 2013 beschrieben worden seien, so hätte er unweigerlich sofort einen Arzt 

aufgesucht, weil er die Schulter nicht mehr richtig hätte bewegen können. Dies sei bei 

der Beschwerdeführerin, welche beim Unfallereignis bereits 56 Jahre alt gewesen sei, 

nicht der Fall gewesen. Die nicht sofort aufgetretenen Beschwerden und die fehlende 

Atrophie der Muskulatur mit Fetteinlagerung bestätigten vorliegend die 

Alterungsvorgänge (UV-act. II/74).

3.5  Dr. I.___ hielt am 14. Mai 2013 ohne Begründung fest, die PASTA-Läsion sei 

überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 4. Februar 2012 

zurückzuführen (UV-act. II/48). Am 30. Oktober 2013 merkte er sodann an, in 

Übereinstimmung mit der gängigen Literatur sei die Situation eigentlich ziemlich klar, 

nämlich dass eine PASTA-Läsion eindeutig eine Unfallfolge sei. Demzufolge denke er 

nach wie vor, dass das Unfallereignis vom Februar 2012 für die rechtsseitige 

Schulterproblematik nach jahrelanger beschwerdefreier Phase verantwortlich sei (UV-

act. II/58). Wie bereits ausgeführt, überzeugt diese Argumentation nicht, zumal 

Rotatorenmanschettenrupturen bei zunehmendem Alter überwiegend degenerativ 

bedingt sind und die Beschwerdeführerin zudem auch nicht jahrelang beschwerdefrei 

war (vgl. E. 3.1, 3.3). Schliesslich könnte auch aus einer vor dem Unfall bestehenden 

Beschwerdefreiheit nicht ohne Weiteres geschlossen werden, dass die Beschwerden 

kausal durch den Unfall verursacht worden wären, da die Formel "post hoc ergo 

propter hoc", nach ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht ergiebig ist (vgl. SVR 

2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 

E. 2b/bb).

3.6  Die Beurteilungen von Dr. I.___ und die Vorbringen der Beschwerdeführerin sind 

nicht geeignet, die nachvollziehbaren Einschätzungen von Dr. H.___ zu entkräften. Die 

PASTA-Läsion ist damit nicht überwiegend wahrscheinlich beim Unfall vom 4. Februar 

2012 entstanden und die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts zu 

verneinen. Es ist damit nicht  zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin diese 

Beschwerden bei der Berechnung der Ansprüche auf eine Rente und eine 

Integritätsentschädigung nicht berücksichtigte. Weitere medizinische Abklärungen 

erübrigen sich.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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4.   

Die Beschwerdeführerin beanstandet sinngemäss den Rentenbeginn per 1. Juli 2015 

(UV-act. III/191, act. G1). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des 

Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (“Fallabschluss“; Art. 19 Abs. 1 UVG). 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Festlegung des Rentenbeginns 

vorwiegend auf die Einschätzung von med. pract. L.___ vom 3. Juli 2015. Diese hatte 

ausgeführt, es sei gesamthaft davon auszugehen, dass durch weitergehende Therapie 

und Behandlung keine namhafte Verbesserung der unfallbedingten Beschwerden zu 

erzielen sei, weshalb sie den Fallabschluss empfehle. Sie hatte bezüglich des Ring- 

und Mittelfingers rechts im Wesentlichen eine Restitutio ad integrum, bezüglich der 

Schulter links eine ordentliche Beweglichkeit mit belastungsabhängigen 

Restbeschwerden und gewisser Kraftminderung sowie betreffend das Knie links einen 

ordentlichen postoperativen Zustand mit gelegentlicher Schwellneigung und 

anamnestischen Beschwerden festgehalten. Die Beschwerdeführerin hatte gegenüber 

med. pract. L.___ angegeben, die bis vor ca. zwei Monaten durchgeführte 

Physiotherapie habe keinen wirklichen Benefit mehr gebracht. Scherzmedikamente 

nehme sie keine mehr ein (Suva-act. III/168). Dr. I.___ hatte am 23. März 2015 

festgehalten, die Beschwerdeführerin mache seit einem Monat keine Physiotherapie 

mehr und fühle sich dabei eigentlich besser. Er denke, eine Physiotherapiepause sei 

nun sicherlich indiziert (Suva-act. II/75). Danach fanden aktenkundig keine weiteren 

Therapien mehr statt. Nach einer Kontrolle am 16. Juni 2015 befand Dr. I.___, bezüglich 

beider Schulterleiden bestehe sicherlich eine Arbeitsfähigkeit von 20% oder mehr in 

einer leidensangepassten Tätigkeit (Suva-act. III/167, III/170). Daraus lässt sich 

schliessen, dass auch Dr. I.___ von einem stabilen Gesundheitszustand ausging und 

keine weiteren ärztlichen Behandlungen für indiziert hielt. Für einen Fallabschluss per 

30. Juni 2015 spricht schliesslich auch die von Dr. O.___ bis zum 16. Juni 2015 

attestierte Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. III/140-1). Am 7. Juli 2015 wies die IV-Stelle 

das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab (UV-act. III/169). Die Festlegung 

des

Rentenbeginns auf 1. Juli 2015 ist damit nicht zu beanstanden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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5.   

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

5.3  Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2018
	A.AArt. 19 Abs. 1 UVG. Unfallkausalität der Schulterbeschwerden rechts verneint. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2018, UV 2016/37).

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		2025-07-19T06:07:40+0200
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