# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19a84e12-4cd6-5a9b-9ef5-b1f377c35978
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 29.10.2025 SR2 2025 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR2-2025-53_2025-10-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Beschluss vom 29. Oktober 2025
mitgeteilt am 31. Oktober 2025

Referenz SR2 25 53

Instanz Zweite strafrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Audétat und Righetti
Coray-Mosele, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty

B._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty

Gegenstand Durchsuchung und Anordnung Vergleichsfahrt

Anfechtungsobj. Verfügung Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23. Juli 2025, 
mitgeteilt am 24. Juli 2025 (Proz. Nr. VV.2025.2092)

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Sachverhalt

A. Nach Meldung durch Dritte und Konfrontation sowie Befragung durch die 
Kantonspolizei eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen A._____ am 
10. Juni 2025 eine Strafuntersuchung wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand.

B. Gleichentags veranlasste die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung von 
A._____ (Blut- und Urinprobe) und erliess einen Durchsuchungsbefehl hinsichtlich 
dessen Mobiltelefons. Die Kantonspolizei meldete dem zuständigen Staatsanwalt, 
im Rahmen der Auswertung sei ein Video gefunden worden, auf welchem zu sehen 
sei, wie A._____ vom Kreisel C._____ in Richtung D._____ fahre und dabei auch 
den Tacho filme, wobei Geschwindigkeiten von 120 km/h im Bereich 
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h und 50 km/h sowie 110/100 km/h im Bereich 
Höchstgeschwindigkeit 30 km/h haben erkannt werden können. Mit Verfügung vom 
22. Juli 2025 wurde die Strafuntersuchung auf den Vorwurf qualifizierter grober 
Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG ausgedehnt. Am 
23. Juli 2025 erliess die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbefehl betreffend 
das mutmassliche Tatfahrzeug und die Anordnung einer Vergleichsfahrt.

C. Dagegen erhoben sowohl A._____ (fortan Beschwerdeführer) wie auch 
dessen Mutter, B._____ (fortan Beschwerdeführerin), mit Eingabe vom 31. Juli 
2025 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden und beantragten, 
die Verfügung vom 24. Juli 2025 der Staatsanwaltschaft Graubünden sei kosten- 
und entschädigungspflichtig "abzuweisen".

D. Mit Stellungnahme vom 13. August 2025 ergänzte die Staatsanwaltschaft 
ihren Standpunkt.

E. Die Akten der Staatsanwaltschaft wurden beigezogen. Das Verfahren erweist 
sich als spruchreif.

Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

1.1. Anfechtungsobjekt bildet der Durchsuchungsbefehl und die Anordnung 
Vergleichsfahrt vom 23. Juli 2025 (act. B.1), womit die Durchsuchung gemäss 
Art. 249 StPO des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin sowie eine Vergleichsfahrt 
angeordnet wurde, um festzustellen, ob die vom Tacho angezeigte Geschwindigkeit 
der Realität entspreche bzw. wie gross die Abweichung sei (vgl. act. A.2 Rz. 3). Der 
Ausführung der Beschwerdeführer, von der Beschaffung eines Beweises sei bei 
näherem Hinsehen nicht die Rede (act. A.1 Rz. 4), kann nicht gefolgt werden. Bei 

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einer Durchsuchung handelt es sich um eine Beweissicherung (vgl. KELLER, in: 
Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 
Zürich 2020, Art. 249 N. 11), während die Vergleichsfahrt der Beweiserhebung 
dient.

1.2. Das vorliegende Anfechtungsobjekt ist als eine Verfügung und 
Verfahrenshandlung der Staatsanwaltschaft zu qualifizieren, wogegen gemäss 
Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO Beschwerde geführt werden kann. Die Berufung steht, 
zumal es sich weder um ein Urteil eines erstinstanzlichen Gerichts, mit dem das 
Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist, noch um einen 
selbstständigen nachträglichen Entscheid des Gerichts oder selbstständigen 
Einziehungsentscheid handelt, nicht offen (vgl. Art. 398 Abs. 1 StPO).

1.3. Mit schriftlicher Eingabe vom 31. Juli 2025 wurde die Beschwerde innert der 
zehntägigen Frist gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO schriftlich eingereicht.

1.4. Die Beurteilung der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit der Zweiten 
strafrechtlichen Kammer des Obergerichts (Art. 22 EGzStPO; Art. 13 Abs. 1 der 
Verordnung über die Organisation und Geschäftsführung des Obergerichts [OGV; 
BR 173.010]).

1.5. Die Beschwerde ist zu begründen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Anforderungen 
an die Begründung richten sich nach Art. 385 Abs. 1 lit. a bis c StPO, wonach genau 
anzugeben ist, welche Punkte des Entscheids angefochten werden, welche Gründe 
einen anderen Entscheid nahelegen und welche Beweismittel angerufen werden. 
Die Beschwerdebegründung hat sich in minimaler Form mit der angefochtenen 
hoheitlichen Verfahrenshandlung auseinanderzusetzen (Verfügung des 
Kantonsgerichts von Graubünden SK2 2020 50 vom 7. Januar 2021 E. 2 m.H.a. 
GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 
Zürich 2011, Rz. 392).

Die Gründe, welche einen anderen Entscheid nahelegen, müssen sich 
grundsätzlich aus der Beschwerdeschrift selbst ergeben (Urteile des 
Bundesgerichts 6B_510/2020 vom 15. September 2020 E. 2.2 und 6B_120/2016 
vom 20. Juni  2016 E. 3.1 ["entièrement contenue dans l’acte de recours lui-même"]; 
Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden SK2 2021 11 vom 27. Mai 2021 
E. 2.1; GUIDON, a.a.O., N. 394 m. H.), können nicht nachträglich ergänzt werden und 
müssen vom Beschwerdeführer in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht begründet 
werden (Urteile des Bundesgerichts 7B_11/2024 vom 27. Juni 2025 E. 3.2, 
6B_1447/2022 vom 14. März 2023 E. 1.1, 1B_318/2021 vom 25. Januar 2022 

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E. 4.1, 6B_510/2020 vom 15. September 2020 E. 2.2, 1B_472/2019 vom 
29. Oktober 2019 E. 3.1, 6B_120/2016 vom 20. Juni 2016 E. 3.1).

Gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO weist die Rechtsmittelinstanz die Beschwerde 
zurück, wenn sie diesen Anforderungen nicht entspricht, und fordert die 
Beschwerdeführer auf, sie innerhalb einer kurzen Frist zu ergänzen. Entspricht die 
Beschwerde nach Ablauf dieser zusätzlichen Frist immer noch nicht den 
Anforderungen, so tritt die Rechtsmittelinstanz nicht auf sie ein. Diese Bestimmung 
ermöglicht es jedoch nicht, einen Begründungsmangel in der betreffenden 
Beschwerde zu beheben (Urteile des Bundesgerichts 7B_51/2024 vom 25. April 
2024 E. 2.2.2, 6B_1447/2022 vom 14. März 2023 E. 1.1). Da sie das Verbot des 
überspitzten Formalismus konkretisiert, gilt sie nicht für Eingaben von einer Partei, 
die die Formvorschriften kennt – insbesondere von einer Partei, die von einem 
Rechtsanwalt vertreten wird – und diese dennoch nicht einhält, da sonst die Regel 
umgangen werden könnte, dass die gesetzlich festgelegten Fristen nicht verlängert 
werden können (Urteile des Bundesgerichts 7B_11/2024 vom 27. Juni 2025 E. 3.2, 
7B_51/2024 vom 25. April 2024 E. 2.2.2, 6B_1447/2022 vom 14. März 2023 E. 1.1, 
1B_318/2021 vom 25. Januar 2022 E. 4.1).

Die Beschwerde vom 31. Juli 2025 enthält eine Begründung. Ob diese den 
dargelegten Substantiierungsanforderungen entspricht, kann dahingestellt bleiben, 
zumal die Beschwerde – wie aufzuzeigen sein wird – abzuweisen ist.

1.6. Ausgeschlossen ist die Beschwerde gegen die Ablehnung von 
Beweisanträgen durch die Staatsanwaltschaft, wenn der Antrag ohne 
Rechtsnachteil vor dem erstinstanzlichen Gericht wiederholt werden kann (Art. 394 
lit. b StPO). Diese Bestimmung ist zugeschnitten auf Beweisanträge des 
Beschuldigten, gilt aber sinngemäss auch für Beweisanordnungen der 
Staatsanwaltschaft. Der Beschwerdeausschluss ist namentlich bei Verfügungen 
über die Einholung von Gutachten anwendbar. Dabei gilt in Anwendung von Art. 382 
Abs. 1 StPO sowie in Analogie zu Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG eine Ausnahme, wenn 
der betroffenen Person bzw. dem Beschuldigten ein nicht wieder gutzumachender 
Nachteil aufgrund eines Eingriffs in rechtlich geschützte Interessen droht. Der 
Beschuldigte hat kein rechtlich geschütztes Interesse daran, der 
Untersuchungsleitung vorzuschreiben, wie sie vorzugehen hat (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1B_409/2018 vom 18. Februar 2019 E. 5.3). Mit Blick auf die 
Einholung von Gutachten wird dementsprechend grundsätzlich einzig von der 
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Anordnung eines psychiatrischen 
Gutachtens ausgegangen, nicht aber, ausser bei Dringlichkeit wegen der Gefahr 
des Beweisverlusts, von anderen Expertisen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

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1B_265/2020 vom 31. August 2020 E. 3.1, 1B_129/2019 vom 6. August 2019 
E. 3.1, 1B_151/2019 vom 10. April 2019 E. 3, 1B_242/2018 vom 6. September 
2018 E. 2.4 sowie 1B_520/2017 vom 4. Juli 2018 E. 1.2; BGE 141 IV 284). 
Vorliegend geht es u.a. um die Beweiserhebung in Form der Vergleichsfahrt und 
damit um eine Beweisanordnung der Staatsanwaltschaft, gegen welche das Gesetz 
die Beschwerde explizit ausschliesst (anders als bei einer Beschwerde gegen die 
Nichtentfernung von Akten, wogegen gemäss BGE 143 IV 475 die Beschwerde 
zulässig ist). Inwiefern dem Beschwerdeführern dadurch ein nicht wieder 
gutzumachender Nachteil droht, wurde in der Beschwerde nicht dargelegt. Eine 
allfällige Nachfrist gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO erübrigt sich, zumal die 
Beschwerdeführer anwaltlich vertreten sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
7B_11/2024 vom 27. Juni 2025 E. 3.2). Ein Nachteil ist indes auch nicht ersichtlich. 
Durch die Vergleichsfahrt sind beide Beschwerdeführer nicht in ihren 
fundamentalen Rechten beeinträchtigt. Ihr Anliegen, eine mögliche Strafverfolgung 
sofort zu vermeiden, ist zwar nachvollziehbar, verschafft ihnen aber nicht das 
erforderliche rechtlich geschützte Interesse an einer sofortigen Anfechtbarkeit der 
Beweisanordnung der Staatsanwaltschaft in Form der Vergleichsfahrt und damit 
verbunden einer vorweggenommenen Überprüfung der Berechtigung einer 
Strafuntersuchung durch die Beschwerdeinstanz. Hinzuzufügen bleibt, dass die 
Staatsanwaltschaft nicht eine Beweiserhebung mit verbotenen Methoden gemäss 
Art. 140 StPO beabsichtigt und ein Beweisverwertungsverbot gemäss Art. 141 
Abs. 2 StPO angesichts der Schwere der vorgeworfenen 
Verkehrsregelverletzungen nicht auf der Hand liegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_68/2023 vom 9. Oktober 2023 E. 2.3 m.w.H.). Ob die Beweiserhebung der 
Staatsanwaltschaft vorliegend rechtmässig ist, sodass die damit gewonnenen 
Beweise verwertbar sind, ist insofern durch das Sachgericht zu prüfen. Dem 
Beschwerdeführer steht es offen, die Verwertbarkeit der erhobenen Beweise zu 
bemängeln. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Beschwerde gegen 
die Beweiserhebung, welche die Staatsanwaltschaft mit der Vergleichsfahrt 
anordnet, nicht zulässig ist. Diesbezüglich ist auf die Beschwerde nichteinzutreten.

1.7. Zur Beschwerde berechtigt ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Die Beschwerdebefugnis verlangt demnach eine direkte persönliche 
Betroffenheit der rechtsuchenden Person in den eigenen rechtlich geschützten 
Interessen (BGE 143 IV 475 E. 2.9). Vorausgesetzt wird ein aktuelles und 
praktisches Interesse an der Behandlung der Beschwerde. Dieses Erfordernis stellt 
sicher, dass das Gericht konkrete und nicht bloss theoretische Fragen entscheidet. 
Das Vorliegen eines rein faktischen Interesses oder die blosse Aussicht auf ein 

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künftiges rechtlich geschütztes Interesse genügt nicht. Eine Partei, die durch den 
Entscheid nicht direkt betroffen ist, ist daher nicht beschwerdelegitimiert und auf ihre 
Beschwerde kann nicht eingetreten werden (BGE 144 IV 81 E. 2.3.1 m.H.). Die 
beschwerdeführende Person hat im Rahmen der gemäss Art. 396 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO geforderten Begründung der Beschwerde insbesondere 
auch ihr rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 382 StPO darzulegen, 
sofern dieses nicht offensichtlich gegeben ist (Urteile des Bundesgerichts 
7B_112/2022 vom 22. November 2023 E. 2.1, 1B_55/2021 vom 25. August 2021 
E. 4.1, 1B_339/2016 vom 17. November 2016 E. 2.1, 1B_242/2015 vom 
22. Oktober 2015 E. 4.2, je m.w.H.).

In der Beschwerde wird ausgeführt, das Rechtsmittel werde von der Halterin des 
Fahrzeugs und deren Sohn eingereicht (act. A.1 Rz. 2).

Als Halterin des Fahrzeugs (vgl. Fahrzeugausweis act. B.2) ist die 
Beschwerdeführerin dadurch, dass ihr Fahrzeug durchsucht werden soll, in ihrer 
Verfügungs- bzw. Nutzungsfreiheit beschränkt und damit in ihrem Besitzesanspruch 
tangiert. Insofern ist sie in ihren rechtlich geschützten Interessen unmittelbar 
betroffen und daher zur Beschwerdeerhebung legitimiert.

Inwiefern der Beschwerdeführer durch den Durchsuchungsbefehl vom 23. Juli 2025 
in seinen rechtlich geschützten Interessen tangiert ist bzw. was sein aktuelles 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung ist, wird in der Beschwerde trotz 
anwaltlicher Vertretung nicht dargelegt. Damit wäre auf seine Beschwerde nur 
einzutreten, wenn seine Rechtsmittelbefugnis zur Ergreifung der Beschwerde als 
offensichtlich einzustufen wäre. Ob dies vorliegend zutrifft, kann aufgrund der 
Abweisung der Beschwerde offengelassen werden.

2. Rügen der Beschwerdeführer gegen die Zwangsmassnahme

2.1. Verfahrenshandlungen der Strafbehörden, die dazu dienen, Beweise zu 
sichern, und mit denen in die Grundrechte der Betroffenen eingegriffen wird, sind 
als strafprozessuale Zwangsmassnahmen zu qualifizieren (Art. 196 lit. a StPO). Sie 
können nur ergriffen werden, wenn sie gesetzlich vorgesehen sind (Art. 197 Abs. 1 
lit. a StPO). Zwangsmassnahmen setzen zudem voraus, dass ein hinreichender 
Tatverdacht einer Straftat vorliegt (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) und der damit 
verbundene Eingriff verhältnismässig erscheint (Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 
StPO).

2.2. Die Beschwerdeführer bemängeln, die Staatsanwaltschaft meine, ein 
Raserdelikt zu verfolgen. Um diese Meinung zu stützen, behaupte sie, auf einer im 

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Handy des Beschwerdeführers entdeckten Videoaufnahme den Tacho des 
Fahrzeugs zu erkennen. Von der behaupteten Aufnahme wisse der 
Beschwerdeführer nichts (act. A.1 Rz. 8). Zudem führen die Beschwerdeführer mit 
Hinweis auf eine beigebrachte Aktennotiz sowie Aufforderung zur schriftlichen 
Stellungnahme des Strassenverkehrsamts Graubünden (act. B.4 u. B.5) aus, damit 
könne das Obergericht nachvollziehen, wie die Raserfahrt in der 30er-Zone in 
D._____ zustande gekommen sei (act. A.1 Rz. 11 ff.).

Inwiefern die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer damit Gründe darlegen, die 
einen anderen Entscheid nahelegen, liegt nicht auf der Hand. Die Kritik wird 
dahingehend verstanden, dass kein hinreichender Tatverdacht vorliege.

Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das für die Beurteilung von 
Zwangsmassnahmen im Vorverfahren zuständige Gericht bei der Überprüfung des 
hinreichenden Tatverdachts (Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO) keine erschöpfende 
Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse 
vorzunehmen. Bestreitet die beschuldigte (oder eine von Zwangsmassnahmen 
betroffene andere) Person den Tatverdacht, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der 
bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine 
Straftat und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen, die 
Strafbehörden somit das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts mit 
vertretbaren Gründen bejahen durften. Hinweise auf eine strafbare Handlung 
müssen erheblich und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tatverdacht 
zu begründen (BGE 141 IV 87 E. 1.3.1, 137 IV 122 E. 3.2). Auch über die 
gerichtliche Verwertbarkeit von Beweismitteln ist in der Regel noch nicht im 
Untersuchungsverfahren abschliessend zu entscheiden (BGE 143 IV 387 E. 4.4, 
141 IV 289 E. 1; je m.H.; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 6B_1004/2019 
vom 11. März 2020 E. 3.1.3).

Für die Anordnung der Zwangsmassnahme stützt sich die Staatsanwaltschaft 
vorliegend auf den Tatverdacht einer besonders krassen Missachtung der 
zulässigen Höchstgeschwindigkeit und nicht, wie die Beschwerdeführer 
anzunehmen scheinen (act. A.1 Rz. 7), auf jene betreffend Fahren in nicht 
fahrfähigem Zustand und ohne die erforderliche Bewilligung. Betreffend den 
Tatverdacht ist grundsätzlich auf die Untersuchungsakten zu verweisen, aus denen 
hervorgeht, dass bei der Durchsuchung des Mobiltelefons des Beschwerdeführers 
ein Video ausgewertet wurde, auf welchem zu sehen sei, wie mutmasslich der 
Beschwerdeführer vom Kreisel C._____ in Richtung D._____ fahre und dabei auch 
den Tacho filme, wobei Geschwindigkeiten von 120 km/h im Bereich 
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h und 50 km/h sowie 110/100 km/h im Bereich 

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Höchstgeschwindigkeit 30 km/h haben erkannt werden können (StA-act. 7). 
Entgegen den Beschwerdeführern (act. A.1 Rz. 5) ist damit sowohl die Umgebung 
als auch der Tacho zu erkennen. Der von der Staatsanwaltschaft geltend gemachte 
hinreichende Tatverdacht für Delikte gemäss Art. 90 Abs. 2, 3 und 4 SVG (vgl. StA-
act. 9 S. 1 f., act. A.2 S. 1 f.) ist entsprechend zu bejahen. Ein solcher wird von den 
Beschwerdeführern weder substantiiert bestritten noch vermögen sie diesen 
angesichts des Videos mit ihrer Kritik zu entkräften. Soweit die Beschwerdeführer 
weiter vorbringen, die Durchsuchung des Mobiltelefons des Beschwerdeführers sei 
"einfach so" erfolgt (act. A.1 Rz. 8), ist ihnen entgegen zu halten, dass diese 
Anordnung nicht Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet 
und weder ein Rechtsmittel gegen diesen Durchsuchungsbefehl ergriffen noch eine 
Siegelung des Mobiltelefons verlangt worden ist. Der definitive Entscheid über 
gesetzliche Beweisverwertungsverbote obliegt – wie ausgeführt – dem 
erkennenden Sachrichter.

2.3. Die Beschwerdeführer monieren sodann, um den Tatverdacht zu erhärten, 
müsste die Probefahrt in demselben Abschnitt stattfinden. Vergleichsweise 
Strecken stünden nicht zur Verfügung. Damit nehme das Unternehmen "Probefahrt" 
Dimensionen an, die völlig unverhältnismässig seien (act. A.1 Rz. 1). Weiter führen 
sie aus, die 30er-Zone müsste für die "Probefahrt" gesperrt werden, was sich als 
unverhältnismässig erweise (act. A.1 Rz. 6). Mit diesen Ausführungen kritisieren die 
Beschwerdeführer die Beweiserhebung, welche im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren nicht Anfechtungsobjekt sein kann (vgl. E. 1.6). Kritik an der 
(Verhältnismässigkeit der) Zwangsmassnahme wird damit hingegen nicht 
geäussert. Anzumerken bleibt, dass die Staatsanwaltschaft in der Stellungnahme 
ausführte, die Vergleichsfahrt erfolge nicht in D._____ im Innerortsbereich. Somit 
bestehe keine Gefahr für die übrigen Verkehrsteilnehmer und Absperrungen seien 
nicht notwendig (act. A.2 Rz. 3).

Im Übrigen erscheint die Verhältnismässigkeit der Zwangsmassnahme angesichts 
dessen, dass es sich bei den vorgeworfenen Überschreitungen der zulässigen 
Höchstgeschwindigkeit innerorts um 70 km/h, wo die Höchstgeschwindigkeit 50 
bzw. 30 km/h beträgt, um besonders krasse Missachtungen handelt und die 
Beschwerdeführerin nur kurzfristig und in Absprache auf ihr Fahrzeug verzichten 
muss, als gewahrt. Es ist denn auch weder dargetan noch ersichtlich, welche 
mildere Massnahme die Überprüfung der Tachogenauigkeit ermöglichen würde.

2.4. Weiter wird geltend gemacht, als Mutter des Beschwerdeführers habe die 
Beschwerdeführerin ein absolutes Zeugnisverweigerungsrecht (act. A.1 Rz. 3). Als 
Mutter wolle sie ihr Fahrzeug nicht zur Verfügung stellen. Ihr Interesse, dem Sohn 

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nicht zu schaden, gehe dem Interesse der Staatsanwaltschaft vor (act. A.1 Rz. 2). 
Dem ist entgegenzuhalten, dass die persönliche Beziehung des Dritten zum 
Beschuldigten einer Durchsuchung nicht entgegen steht, da sie kein aktives Tun 
von der Betroffenen fordert (KELLER, a.a.O., Art. 241 N. 13). Selbst einer 
Beschlagnahme steht ein Zeugnisverweigerungsrecht nur insofern entgegen, als 
keine Herausgabepflicht besteht (vgl. Art. 265 Abs. 2 lit. b StPO), was aber keinem 
Beschlagnahmeverbot entspricht, sondern lediglich dazu führt, dass der 
"Zwischenschritt" der Aufforderung zur Herausgabe entfällt und die angeordnete 
Beschlagnahme vollstreckt werden kann (RIEDO/FIOLKA/NIGGLI, Strafprozessrecht 
sowie Rechtshilfe in Strafsachen, Basel 2011, Rz. 1956).

2.5. Soweit bemängelt wird, der Beschwerdeführer habe bislang keine 
Gelegenheit erhalten, die behaupteten Videoaufnahmen zu sehen, geschweige 
denn Stellung dazu zu nehmen (act. A.1 Rz. 4), steht dies der angefochtene 
Verfahrenshandlung der Staatsanwaltschaft nicht entgegen. Das Gesetz sieht seine 
Stellungnahme nicht als Voraussetzung zur Anordnung vor.

2.6. Inwiefern die von den Beschwerdeführern ins Feld geführten Argumente, es 
sei keine zeitliche Dringlichkeit und kein Überraschungseffekt auszumachen 
(act. A.1 Rz. 12), einen anderen Entscheid nahelegen, erschliesst sich nicht. Dass 
ein dringender Fall vorliegt, ist lediglich für die mündliche Anordnung einer 
Zwangsmassnahme Voraussetzung (vgl. Art. 241 Abs. 1 oder Art. 263 Abs. 2 
StPO), hier liegt jedoch eine schriftliche Anordnung vor.

2.7. Im Ergebnis vermögen die Beschwerdeführer keine Gründe aufzuzeigen, die 
einen anderen Entscheid nahe legen. Die Beschwerde ist – soweit darauf 
eingetreten werden kann – abzuweisen.

3. Kosten

Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens 
zu Lasten der Beschwerdeführer (Art. 428 Abs. 1 StPO). Sie haften hierfür 
solidarisch (Art. 418 Abs. 2 StPO). Gemäss Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über die 
Gerichtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.210) beträgt der 
Gebührenrahmen in Beschwerdeverfahren CHF 1'000.00 bis CHF 5'000.00. Für 
das vorliegende Verfahren erscheint aufgrund der sich stellenden Sach- und 
Rechtsfragen eine Gerichtsgebühr von CHF 1'000.00 als angemessen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 gehen unter 
solidarischer Haftbarkeit zu Lasten von A._____ und B._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]