# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1eedbb81-d91d-5e19-af90-4d35fb19db0e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.10.2018 720 18 127/292
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-127-292_2018-10-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Oktober 2018 (720 18 127 / 292) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

Beweiswert von RAD-Berichten 

 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Martin Kaiser, Ad-
vokat, Bordeaux-Strasse 5, 4053 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1971 geborene A.____ arbeitete bis 2011 in einem 80%-Pensum als Pflegehelferin. 
Danach betrieb sie ein Restaurant, mit welchem sie allerdings am 27. August 2013 Konkurs 
anmelden musste. Mit Gesuch vom 16. Dezember 2014 meldete sie sich infolge einer depressi-
ven Erkrankung bei der IV-Stelle Basel-Landschaft zum Leistungsbezug an. Im Rahmen berufli-
cher Massnahmen absolvierte A.____ vom 14. September 2015 bis 13. Dezember 2015 ein 

 
 
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Belastbarkeitstraining und vom 14. Dezember 2015 bis 13. März 2016 ein Aufbautraining. Da 
das Arbeitspensum nicht über 50 % gesteigert werden konnte, wurden die beruflichen Mass-
nahmen beendet und die Rentenprüfung vorgenommen. Nach Abklärung der erwerblichen und 
medizinischen Verhältnisse, namentlich nach Einholung eines bidisziplinären Gutachtens bei 
Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie, und Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychothe-
rapie, verneinte die IV-Stelle mit  Verfügung vom 6. März 2018 trotz attestierter Arbeitsunfähig-
keit von 50 % einen Rentenanspruch mit der Begründung, dass die therapeutischen Möglichkei-
ten noch nicht ausgeschöpft seien. Somit könne nicht von einer Therapieresistenz gesprochen 
werden, welche gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung Bedingung für die Annahme einer 
Invalidität sei. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Martin Kaiser, mit Eingabe vom 
19. April 2018 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er bean-
tragte für seine Mandantin die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung 
der gesetzlichen Leistungen. Mit BGE 143 V 409 sei die Rechtsprechung, wonach depressive 
Störungen leicht- oder mittelgradiger Natur einzig dann als invalidisierende Krankheit in Be-
tracht fallen könnten, wenn diese erwiesenermassen therapieresistent seien, aufgegeben wor-
den. Jeder Einzelfall müsse nun unter Würdigung der massgebenden Indikatoren beurteilt wer-
den. Die Ablehnung eines Rentenanspruchs allein mit der Begründung der fehlenden Therapie-
resistenz sei folglich unzulässig. Ferner sei die Aussage falsch, dass die Versicherte seit Jahren 
nicht mehr in fach-psychiatrischer Therapie stehe, sondern lediglich beim Hausarzt in delegier-
ter Psychotherapie und keine Antidepressiva einnehme. Beim Medikament Deanxit handle es 
sich um eine Arznei zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen. Im Weite-
ren habe Dr. C.____ festgehalten, dass die Versicherte ab Dezember 2013 bei Dr. med. 
D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in ambulanter psychiatrischer Behandlung ge-
wesen sei und in der Folge zu E.____ und in die Praxis von Dr. med. F.____, FMH Allgemeine 
Medizin, gewechselt habe. Mit Schreiben vom 27. März 2018 bestätige F.____, Fachpsycholo-
gin für Psychotherapie FSP, dass die Versicherte von Januar 2017 bis Februar 2018 bei ihr in 
Behandlung gewesen sei. Ferner habe Dr. C.____ festgehalten, dass die bisherigen Therapie-
massnahmen lege artis seien und die Versicherte diese konsequent besuche. Seit anfangs 
März 2018 werde die Versicherte nun von Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, betreut. Dr. C.____ erachte die Versicherte aufgrund der depressiven Störung mittelgradi-
gen Ausmasses für 50 % arbeitsunfähig. In Bezug auf die IV-interne Prüfung des Gutachtens 
vom 9. August 2017/23. November 2017 sei festzustellen, dass diese durch RAD-Ärztin Dr. 
med. H.____, FMH Anästhesie, vorgenommen worden sei, obwohl ihr die fachärztliche Qualifi-
kation dafür fehle. Ihre Einschätzung, dass es sich vorliegend höchstens um eine geringfügige 
Depression handle, habe folglich kein Gewicht. Auch die kurzen Aktennotizen von RAD-Arzt Dr. 
med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und RAD-Arzt pract. med. J.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. November 2017 vermöchten das Gutachten von Dr. 
C.____ nicht in Frage zu stellen. 
 

 
 
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C. Mit Vernehmlassung vom 26. Juni 2018 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be-
schwerde. Die von Dr. C.____ gestellte Diagnose der mittelgradigen Depression sowie die in 
diesem Zusammenhang attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % könnten aus Sicht der beiden 
RAD Psychiater Dr. I.____ und Dr. J.____ nicht nachvollzogen werden. Gemäss Dr. I.____ sei 
anhand der beschriebenen Symptome und Befunde höchstens eine leichtgradige Depression 
zu diagnostizieren. Dies erkläre auch Dr. J.____, welcher lediglich von einer reaktiven depressi-
ven Verstimmung ohne Krankheitswert ausgehe. Da die depressive Episode eher als leichtgra-
dig zu qualifizieren sei und diese seit Jahren unzureichend behandelt werde, könne aus versi-
cherungsmedizinischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. 
 
D. Advokat Kaiser reichte replikweise mit Eingabe vom 25. Juli 2018 zur Ergänzung der 
Beschwerde die Hospitalisationsbestätigung der Klinik für K.____ sowie den entsprechenden 
Austrittsbericht vom 15. Juni 2018 ein, in welchem die Diagnose einer depressiven Störung be-
scheinigt wurde, wobei gegenwärtig sogar eine schwere Episode vorliege. 
 
E. Mit Stellungnahme vom 30. August 2018 wies die IV-Stelle darauf hin, dass die geltend 
gemachte Verschlechterung nach der angefochtenen Verfügung vom 6. März 2018 aufgetreten 
und somit nicht Gegenstand des laufenden Verfahrens sei.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene 
Beschwerde des Versicherten vom 19. April 2018 ist demnach einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine IV-Rente hat. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 

 
 
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2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c). Um festzustel-
len, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen auf Arbeitsunfähigkeit schliessen 
lassen, sind sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach 
BGE 141 V 281 zu unterziehen. 
 
2.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 

 
 
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3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Den Berichten und Gut-
achten versicherungsinterner Fachpersonen kommt hingegen nicht derselbe Beweiswert wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 

 
 
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wie einem Gerichtsgutachten zu. Auf sie kann nicht abgestellt werden, sobald bereits geringe 
Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4.1 Mit rheumatologischem Teilgutachten vom 7. August 2017 konnte Dr. B.____ keine Di-
agnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellen. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
nannte er ein Ganzkörperschmerzsyndrom ohne organische Ursache, eine Chondrose C5/6 mit 
me-diolateral links gelegener Diskushernie (MRT HWS 9.5.2016) ohne entsprechende Klinik, 
ein Asthma bronchiale, eine Adipositas WHO Grad I (BMI 32,4 kg/m2), eine retikuläre Varicosis 
(Krampfadern) an beiden Unterschenkeln, eine substituierte Hypothyreose (Schilddrüsenunter-
funktion) sowie ein Lichen simplex chronicus Vidal perianal und inguinal (knötchenartige Hau-
terkrankung). Es bestehe eine diffuse Druckdolenz an den oberen und unteren Extremitäten, an 
den Armen betont, im Schulternackengürtelbereich, im Supraspinatus und im HWS-Bereich mit 
leichten Verspannungen. Diese Befunde entsprächen myofascialen Beschwerden. Bei sämtli-
chen Testungen des Körpers manifestiere die Versicherte ihre Schmerzen und zeige ein 
schmerzverzerrtes Gesicht. Zusammenfassend bestehe ein Ganzkörperschmerzsyndrom, wo-
bei beinahe ubiquitär Schmerzen angegeben würden. Die heute erhobenen Befunde entsprä-
chen keinem entzündlich rheumatologischen Leiden, sondern einem weichteilrheumatischen 
Schmerzsyndrom, wobei die Kriterien einer Fibromyalgie nicht erfüllt seien, da die Versicherte 
überall schmerzempfindlich sei und nicht nur an den Fibromyalgie definierten Punkten. Rein 
formal seien aber das Ganzkörperschmerzsyndrom und die Fibromyalgie in Bezug auf die Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einander gleichgestellt. Es zeigten sich deutliche Diskrepanzen zwi-
schen den subjektiven Angaben und den objektiv erhebbaren Befunden. Die Versicherte sei 
aus rheumatologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig, vorausgesetzt es handle sich nicht um eine 
körperliche Schwerarbeit. Eine solche wäre bei einer Schmerzschwellenstörung wie dem Ganz-
körperschmerzsyndrom nicht sinnvoll. 
 
4.2 Mit psychiatrischem Teilgutachten vom 26. April 2017 diagnostizierte Dr. C.____ mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Störung mittelgradigen Ausmasses, im Ver-
lauf schwankend (ICD-10 F32.1). Die Versicherte leide seit etwa 2013 unter einer eher reakti-
ven depressiven Störung, die im Zusammenhang mit verschiedenen Belastungen (Todesfälle in 
der Familie, Arbeitssituation) zu erklären sei. Sie habe ein Restaurant geführt, ohne entspre-
chende Kenntnisse aufzuweisen, und kurze Zeit später Konkurs anmelden müssen. Dies deute 
auf eine starke Überschätzungstendenz hin. Ansonsten habe sich die Versicherte in der Ver-
gangenheit gut selbst behauptet, einige Jahre im Pflegebereich gearbeitet, diese Tätigkeit auf-
grund zunehmender körperlicher Beschwerden jedoch aufgegeben. Es falle auf, dass sie keine 
dauerhaft tragenden Beziehungen habe, im sozialen Bereich ziehe sie sich zurück. Sie verhalte 
sich passiv und fühle sich deprimiert. Die Stimmung sei dauerhaft gedrückt mit Interessenrück-
gang, innerer Anspannung, Freudlosigkeit und vermindertem Antrieb. Sie habe kognitive Ein-
schränkungen, das Selbstwertgefühl sei vermindert und die Haltung negativ. Die Depression 
habe sich verschlechtert, als ihre Mutter im Jahr 2016 gestorben sei. Grundsätzlich sei die Ver-
sicherte in der Lage, ihren Alltag selbst zu gestalten. Sie brauche wegen der körperlichen Be-

 
 
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schwerden teilweise Hilfe. Sie könne sich wohl an Termine halten, habe aber Mühe, sich in Ab-
läufe einzufügen oder Aufgaben zu planen und zu strukturieren. Sie sei in der Umstellfähigkeit 
und Flexibilität eingeschränkt, auch die fachlichen Kompetenzen seien mittelgradig beeinträch-
tigt. Sie pflege noch wenige Kontakte zu anderen Personen, die Gruppenfähigkeit sei einge-
schränkt und sie gehe nur selten Aktivitäten nach. Es sei daher von einer mittelgradigen Beein-
trächtigung im Alltag auszugehen. In den Unterlagen werde auf eine Agoraphobie (Platzangst) 
mit Panikstörung hingewiesen, die anlässlich der heutigen Angaben in der Untersuchung nicht 
bestätigt werden könne. Die Versicherte sei sicher vermindert belastbar, doch könne nicht eine 
volle Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit begründet werden. Es sollte ihr zumindest in Teilzeit 
möglich sein, eine einfach strukturierte Arbeit ohne Übernahme von Verantwortung durchzufüh-
ren. In den Unterlagen werde auf eine gemischte Beeinträchtigung aufgrund der körperlichen 
und psychischen Beschwerden hingewiesen. Bezüglich der rein körperlichen Beschwerden 
könne aus psychiatrischer Sicht keine Aussage gemacht werden, doch sei anzunehmen, dass 
sich der psychische Zustand ungünstig auf die körperlichen Beschwerden auswirke. Auch müs-
se eine gewisse Somatisierungstendenz im Rahmen der Depression angenommen werden. 
Hinweise auf eine Aggravation fänden sich nicht. Einfluss auf das Beschwerdebild dürften die 
längerdauernde Arbeitslosigkeit und der Konkurs des eigenen Restaurants haben mit dem Ge-
fühl, versagt zu haben. Sie habe auch grosse Mühe, den Tod von Familienangehörigen adäquat 
zu verarbeiten, es bestehe eine prolongierte Trauerreaktion. Aufgrund des psychischen Zustan-
des sei sie teilweise nicht in der Lage, die Ressourcen genügend auszunützen. Die bisherigen 
Therapiemassnahmen seien lege artis und die Versicherte habe diese konsequent besucht. Sie 
sei aufgrund des depressiven Zustandes oft nicht fähig, genügend von den Therapiemassnah-
men zu profitieren, weshalb allenfalls eine Änderung der Massnahmen in Betracht gezogen 
werden sollte. In Bezug auf die Konsistenz deckten sich Angaben und Befunde, weshalb keine 
Inkonsistenzen beständen. 
 
4.3 In der Konsensbeurteilung vom 19. Juli 2017 hielten die Gutachter fest, dass aus rheu-
matologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege. Aus psychiatrischer 
Sicht bestehe in der bisherigen wie auch in einer Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % seit 2012/2013. Gesamthaft gelte somit die psychiatrische Beurteilung als Gesamtbeurtei-
lung für die Disziplinen Rheumatologie und Psychiatrie. 
 
4.4 Am 9. August 2017 wurde das bidisziplinäre Gutachten der RAD-Fachärztin für Anäs-
thesie, Dr. H.____, zur Prüfung vorgelegt. Mit Notiz vom 20. September 2017 bat sie um Ergän-
zungen seitens Dr. C.____. Namentlich sei auf die ICD-Kriterien der mittelgradigen depressiven 
Störung detailliert einzugehen und begründet Stellung zu den noch vorhandenen Therapieopti-
onen bzw. zur Kooperation bei den Therapien sowie dem Vorliegen einer allfälligen Therapiere-
sistenz zu nehmen. 
 
4.5 Mit ergänzendem Bericht vom 8. November 2017 wiederholte Dr. C.____ seine gut-
achterlichen Ausführungen und bestätigte dass die Kardinalsymptome einer mittelgradigen de-

 
 
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pressiven Störung erfüllt seien. Trotz konsequenter Therapie sei es zu keiner Verbesserung 
gekommen. Unter Umständen sei eine Hospitalisation in Betracht zu ziehen, allenfalls auch 
eine Behandlung in einer Tagesklinik. Von einer Chronifizierung der Beschwerden könne zum 
jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesprochen werden, da noch nicht alle Therapiemassnahmen 
ausgeschöpft seien. In diesem Sinne liege noch keine Therapieresistenz vor. 
 
4.6 RAD-Arzt und Psychiater Dr. I.____ kam in knapper Aktennotiz vom 15. November 2017 
zum ergänzenden Bericht von Dr. C.____ vom 8. November 2017 zum Schluss, dass aus fach-
psychiatrischer Sicht eine Depression mittleren Grades "nicht gesichert" nachvollzogen werden 
könne. Naheliegender sei, dass die Affektstörung höchstens leichtgradig sei, allenfalls liege 
auch nur eine Dysthymia (ICD-10 F34.1) vor. Schliesslich spreche die Tatsache, dass bislang 
keine tagesklinische oder stationäre psychiatrische Behandlung zustande gekommen sei, nicht 
für einen hohen Leidensdruck. Folglich könne lediglich eine zeitweise 0-20%ige Arbeitsunfähig-
keit attestiert werden. Im Weiteren sei auf die Beurteilung von Dr. H.____ abzustellen 
(vgl. Bericht vom 9. August 2017). RAD-Arzt pract. med. J.____ schloss sich mit Notiz vom 
15. November 2017 der Meinung von Dr. I.____ an. Dr. H.____ führte in ihrem Abschlussbericht 
vom 23. November 2017 schliesslich an, dass – wie von Dr. I.____ herausgearbeitet - eher von 
einer leichtgradigen Depression auszugehen sei. Bezüglich Therapie sei anzumerken, dass die 
Versicherte seit Jahren nicht in fach-psychiatrischer Therapie stehe, sondern lediglich beim 
Hausarzt in delegierter Psychotherapie und keine Antidepressiva (Deanxit sei kein wirksames 
Antidepressivum) einnehme. Zusammenfassend sei folglich von einer 80–100%igen Arbeitsfä-
higkeit seit 2012/2013 für jegliche Tätigkeit auszugehen. 
 
4.7 E.____, bei welcher die Versicherte vom 11. Januar 2017 bis 13. Februar 2018 in psy-
chologischer Behandlung war, stellte mit Bericht vom 16. März 2017 eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom fest (ICD-10 
F33.11), eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) sowie eine anhaltende Trauerstö-
rung. Sie leide unter Stimmungsschwankungen, innerlicher Unruhe und Spannungen. Sie wer-
de schnell nervös und sei ängstlich, lärmempfindlich und verliere rasch die Geduld. In Men-
schenmengen fühle sie sich unwohl, sie ziehe sich zurück und verbringe die Zeit zuhause. 
Durch den Tod ihrer Schwester, ihres Neffen und ihrer Mutter habe sich ihr Gesundheitszustand 
sehr verschlechtert. Sie sei kraft-, antriebs-, motivations- und freudlos und habe Mühe, sich zu 
konzentrieren. Sie sei verzweifelt und durch die körperlichen und psychischen Beschwerden 
erheblich beeinträchtigt. 
 
4.8 Mit Bericht vom 16. April 2018 äusserte sich Dr. G.____ als behandelnder Arzt zu den 
bisherigen psychiatrischen Ausführungen. Eine reaktive Depression dürfe gemäss ICD-10 
höchstens zwei Jahre dauern (ICD-10 F43.21), was mit dem von Dr. C.____ datierten Beginn 
von 2013 nicht mehr kompatibel sei. Auch seien reaktive Depressionen definitionsgemäss im-
mer leichtgradig. Damit sei die Diagnose eines reaktiven depressiven Geschehens, das mittel-
schwer sein soll, nicht mehr ICD-10-konform. Daher verstehe er die Reaktion der RAD-Ärzte, 

 
 
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das Geschehen als leicht zu bezeichnen, ansonsten könnte es gar nicht als reaktiv interpretiert 
werden. Die langdauernde Behandlung impliziere aber schon mehr als ein reaktives Gesche-
hen. Die Versicherte leide unter einer relevanten chronischen Schmerzkrankheit, die bisher we-
nig zentral behandelt worden sei. Deshalb sei eine Überweisung in die Klinik für Schmerzthera-
pie erfolgt, wo sowohl die somatischen als auch die psychischen Beschwerden angegangen 
würden. In Bezug auf die delegierte Psychotherapie sei zu erwähnen, dass diese eine erlaubte 
und wichtige Form der Psychotherapie und eine Reaktion auf die rückläufige Zahl an Psychiate-
rinnen und Psychiatern mit entsprechenden Therapieplätzen sei. 
 
4.9 Gemäss Überweisungsbericht von Dr. G.____ vom 26. März 2018 an die Klinik für 
Schmerztherapie leide die Versicherte unter anderem an einer chronischen Schmerzkrankheit 
in Zusammenhang mit alten Traumata und einer chronischen Depression mit kognitiver Ein-
schränkung. 
 

5.1 Die IV-Stelle lehnte mit Verfügung vom 6. März 2018 einen Anspruch auf eine Rente ab 
gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts, dass eine leichte bis mittelgradige de-
pressive Störung nicht invalidisierend sei, wenn keine Behandlungsresistenz vorliege (vgl. BGE 
141 V 281 E. 4.3.1.2; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2017, 8C_222/2017, E. 5.2). Aus 
der geänderten Rechtsprechung gemäss BGE 143 V 409 ergibt sich nun allerdings, dass eine 
invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheitsschädigung nicht allein mit 
dem Argument der fehlenden Therapieresistenz ausgeschlossen werden darf. Denn die Behan-
delbarkeit eines Leidens steht dem Eintritt einer rentenbegründenden Invalidität nicht absolut 
entgegen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 127 V 294 E. 4c). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
bei leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen sind deshalb nun ebenfalls systematisier-
te Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belas-
tungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, 
das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 
und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige 
Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2). Obwohl diese neue Rechtspre-
chung seit November 2017 gilt, hat die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 6. März 2018 die Ren-
tenablehnung mit der alten Rechtsprechung begründet, was einen Mangel darstellt. Erst auf 
Beschwerde hin in der Vernehmlassung wird die Leistungsverweigerung nicht mehr aus-
schliesslich mit der fehlenden Therapieresistenz begründet, sondern hauptsächlich damit, dass 
die Diagnose einer mittelgradigen Depression nicht rechtsgenüglich ausgewiesen sei. Nach 
eigener Prüfung der Kardinalkriterien sei höchstens von einer leichten Depression bzw. einer 
Dysthymia auszugehen. Die Prüfung der Standartindikatoren ergebe schliesslich eine Ein-
schränkung in der Arbeitsfähigkeit von 0 %-20 %. 
 
5.2 Gemäss altem Verfahrensstand eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Be-
weiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezi-
fischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Ab-

 
 
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stellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesgericht standhält (BGE 141 V 281 
E. 8, 137 V 210 E. 6). Mithin ist in jedem Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen 
und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren 
fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren 
erlauben oder nicht. Je nach Abklärungsreife und –dichte kann zudem unter Umständen eine 
punktuelle Ergänzung genügen. 
 
5.3 Vorweg ist festzuhalten, dass das rheumatologische Teilgutachten von Dr. B.____ so-
wohl in formeller Hinsicht als auch inhaltlich die bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweis-
taugliches Gutachten erfüllt. Dies ist denn auch unbestritten. Die RAD-Ärztin Dr. H.____ wich 
dagegen in ihrem Bericht vom 23. November 2017 sowohl in der Diagnosestellung wie auch der 
Einschätzung des Leistungsvermögens vom psychiatrischen Teilgutachten von Dr. C.____ ab. 
Sie kam zum Schluss, dass die Diagnose einer mittelgradigen Depression sowie die in diesem 
Zusammenhang attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht nachvollziehbar seien. Aus Sicht 
des RAD liege, wie Dr. I.____ in seiner Aktennotiz vom 15. November 2017 herausgearbeitet 
habe, eher eine leichtgradige Depression vor. Eine verselbständigte Depression, die sich klar 
von psychosozialen Gründen abgrenzen lassen würde, sei jedenfalls nicht gegeben. Denn die 
depressive Symptomatik habe mit dem Konkurs des Restaurants begonnen und nach wie vor 
seien finanzielle Probleme vorhanden. Bezüglich der Therapie sei anzumerken, dass die Versi-
cherte seit Jahren nicht in fachpsychiatrischer Therapie stehe und keine Antidepressiva ein-
nehme. Insofern könne nicht von einer ausreichenden Behandlung gesprochen werden, insbe-
sondere beständen noch Therapieoptionen. Die Mitwirkung der Versicherten sei zwar nicht zu 
beanstanden, die Behandlung sei aber unzureichend. Somit könne eine Arbeitsunfähigkeit aus 
versicherungsmedizinischer Sicht nicht bestätigt werden, auch wenn die Standardindikatoren 
geprüft und die somatisch / psychiatrisch gutachterlich erhobenen Krankheiten hinsichtlich ihrer 
Symptomatologie, des Krankheitsverlaufs und ihren Auswirkungen auf den Alltag anhand der 
fachärztlich erhobenen ausgeprägten Befunde nachvollziehbar festgestellt und bewertet worden 
seien. Die IV-Stelle stellte auf die Stellungnahme des RAD vom 23. November 2017 ab und 
verneinte einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine IV-Rente. 
 
6.1 Der Rechtsvertreter bringt dagegen vor, dass Dr. H.____ als Fachärztin der Anästhesie 
die Fachkompetenz fehle, um den vorliegenden medizinischen Sachverhalt richtig zu beurteilen. 
Des Weiteren treffe nicht zu, dass die Therapiemassnahmen unzureichend gewesen und keine 
Antidepressiva eingenommen worden seien. Folglich sei die Stellungnahme des RAD vom 
23. November 2017 keine beweistaugliche Grundlage für die Ablehnung des Rentenanspruchs. 
Dem ist beizustimmen. 
 
6.2 Den von versicherungsinternen Ärzten erstellten Berichten und Gutachten kann voller 
Beweiswert zukommen, wenn sie die dazu erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Sie müs-
sen als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sein 
und es dürfen keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Im Hinblick auf die erhebliche 

 
 
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Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpar-
teilichkeit der Arztperson allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 
3b/ee). Die RAD-Ärzte und Ärztinnen müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönli-
chen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2010, 
9C_904/2009, E. 2.2 mit Hinweisen). Denn die fachliche Qualifikation eines Arztes und einer 
Ärztin spielt für die Würdigung medizinischer Berichte eine erhebliche Rolle. Verwaltung und 
Sozialversicherungsgericht müssen sich auf die Fachkenntnisse des Verfassers bzw. der Ver-
fasserin eines medizinischen Berichts, auf welchen sie abstellen wollen, verlassen können (Ur-
teile des Bundesgerichts vom 26. Januar 2010, 9C_736/2009, E. 2.1 und vom 20. November 
2007, I 142/07, E. 3.2.3). 
 
6.3 Wie der Rechtsvertreter zu Recht angeführt hat, verfügt Dr. H.____ als Anästhesistin 
nicht über die fachliche Qualifikation, um eine zuverlässige Beurteilung der psychiatrischen Si-
tuation der Versicherten abgeben zu können. Insofern kann bereits aus diesem Grund der RAD-
Stellungnahme vom 23. November 2017 kein voller Beweiswert zukommen, selbst wenn die 
Psychiater Dr. I.____ und pract. med. J.____ sich zum Beschwerdebild äusserten. Denn dabei 
handelt es sich lediglich um kurze Aktennotizen, welchen die wesentlichen, erforderlichen 
Merkmale eines Arztberichtes fehlen. Aber auch inhaltlich überzeugen sie nicht. Die ICD-10 trifft 
für depressive Störungen eine Schweregradunterscheidung von leichten (F32.0), mittelgradigen 
(F32.1) und schweren (F32.2) depressiven Episoden. Der Schweregrad richtet sich nach der 
Anzahl der erfüllten Haupt- und Zusatzsymptome. Zu den Hauptsymptomen depressiver Episo-
den gehören: gedrückte Stimmung (1), Interessenverlust und Freudlosigkeit (2), Verminderung 
des Antriebs mit erhöhter Ermüdbarkeit und Aktivitätseinschränkung (3). Häufige Zusatzsymp-
tome sind: verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit (1), vermindertes Selbstwertgefühl 
und Selbstvertrauen (2), Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit (3), negative und pessi-
mistische Zukunftsperspektiven (4), Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder Suizid-
handlungen (5), Schlafstörungen (6) sowie verminderter Appetit (7). Für die Diagnose einer 
leichten depressiven Episode sollten mindestens zwei der drei Hauptsymptome und mindestens 
zwei der sieben Zusatzsymptome gegeben sein. Für eine mittelgradige depressive Episode sind 
mindestens zwei der drei Hauptsymptome zu nennen und mindestens drei der Zusatzsympto-
me. Dr. I.____ kommt in seiner Aktennotiz vom 15. November 2017 zum Schluss, dass "aus 
fachpsychiatrischer Sicht eine Depression mittleren Grades nicht gesichert nachvollzogen wer-
den könne". Die Prüfung der ICD-Kriterien ergebe höchstens eine leichtgradige Affektstörung. 
Dem kann nicht gefolgt werden. Einerseits trifft es nicht zu, dass beim ersten Hauptkriterium 
eine depressive Stimmung in deutlich ungewöhnlichem Ausmass vorliegen muss. Verlangt wird 
eine gedrückte, depressive Stimmung. Eine gedrückte Stimmung wird von Patienten ganz un-
terschiedlich charakterisiert. Manche sprechen von Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, 
Verzweiflung, andere betonen stärker das Gefühl der Gefühllosigkeit. 70 % - 80 % der Patien-
ten berichten zusätzlich über Angstgefühle, meist ohne konkreten Angstgegenstand, sondern 
als Ausdruck einer starken Unsicherheit und einer Zukunftsangst (vgl. S3-Leitlinie/Nationale 
VersorgungsLeitlinie, Unipolare Depression, 2. Auflage, 2015, Version 5). Soweit Dr. C.____ 

 
 
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eine depressiv wirkende Versicherte mit dauerhaft gedrückter Stimmung, fehlender affektiver 
Aufhellung, abgeflachter Sprachmodulation und Einschränkung der affektiven Modulation und 
vorhandenen Ängsten beschreibt, ist das Hauptkriterium 1 als gegeben zu betrachten. Weiter 
berichtet Dr. C.____ von einem Interessenrückgang, innerer Anspannung, Freudlosigkeit und 
vermindertem Antrieb. Die Versicherte habe Mühe, ihren Alltag zu bewältigen, sich an Abläufe 
zu halten oder Aufgaben zu planen und zu strukturieren. Die Flexibilität, die Umstellfähigkeit, 
die Entscheidfähigkeit sowie die Durchhaltefähigkeit seien eingeschränkt. Sie pflege nur noch 
eine Handvoll Kontakte und gehe nur wenigen Aktivitäten nach. Es fehle ihr die Kraft und Ener-
gie, sie empfinde keine Freude mehr. Dr. C.____ beschreibt damit die Hauptkriterien 2 und 3. 
Dr. I.____ wendet diesbezüglich einzig ein, dass ein Interessen- oder Freudeverlust verlangt 
werde und nicht bloss ein Interessenrückgang bzw. ein eingeschränktes Freudeempfinden. Mit 
dieser Argumentation legt Dr. I.____ sein Hauptmerkmal auf einzelne Formulierungen, ohne 
eine inhaltliche Gesamtwürdigung vorzunehmen, was nicht Sinn der Sache sein kann. Nur im 
Kontext kann beurteilt werden, ob die einzelnen Hauptkriterien erfüllt sind und nicht, ob der Be-
griff buchstabengetreu wiedergegen worden ist. Vorliegend ist unerheblich, dass Dr. C.____ 
Interessenrückgang geschrieben hat und nicht Interessenverlust. Im Übrigen wird im ICD-10 
nicht von Freudeverlust, sondern von Freudlosigkeit gesprochen. In diesem Zusammenhang 
beharrt Dr. I.____ auch darauf, dass als Zusatzkriterium einzig ein Verlust des Selbstvertrauens 
oder des Selbstwertgefühls in Frage käme und verschärft damit die Voraussetzungen. Denn er 
hat nicht beachtet, dass ein vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen ausreicht, was 
im gegebenen Fall von Dr. C.____ auch klar beschrieben wurde. Soweit Dr. I.____ weiter gel-
tend macht, dass Ängste und psychosomatische Beschwerden sowie eine soziale Kontaktmin-
derung keine ICD-Kriterien für eine Depression seien, ist zu entgegnen, dass Ängste Teil des 
Hauptkriteriums 1 sein können und eine soziale Kontaktminderung unter das Hauptkriterium 2 
zu subsumieren ist. In Bezug auf die Ängste führte Dr. C.____ explizit an, dass die generalisier-
te Ängstlichkeit nicht im Rahmen einer Agoraphobie mit Panikstörung, sondern im Rahmen der 
depressiven Störung zu interpretieren sei. Zudem hat Dr. I.____ unerwähnt gelassen, dass für 
die Erfüllung einer Depression mittleren Grades zwei Hauptkriterien sowie drei Zusatzkriterien 
vorliegen müssen. Zum Hauptkriterium 2 Verminderung des Antriebs und erhöhte Ermüdbarkeit 
sowie zu den weiteren 6 Zusatzkriterien fehlen Ausführungen seinerseits, obwohl Dr. C.____ 
sowohl im Gutachten als auch im Ergänzungsschreiben ausführlich dazu Stellung genommen 
hat. So führt Dr. C.____ neben einem verminderten Selbstwertgefühl als weitere Zusatzkriterien 
an, dass die Versicherte an Schlafstörungen leide und eine negative Haltung einnehme. Weiter 
berichte sie über kognitive Schwierigkeiten. Im Ergebnis erweist sich, dass die Kritik von Dr. 
I.____ an der Diagnosestellung von Dr. C.____ nicht fundiert und seine Schlussfolgerung, dass 
höchstens eine leichtgradige Depression bzw. eine Dysthymia vorliege, nicht nachvollziehbar 
und daher nicht beweiskräftig ist. 
 
6.4 Nicht nur die Ausführungen zur Diagnose, sondern auch die Ausführungen zur Therapie 
überzeugen nicht. Insbesondere entspricht die Feststellung, dass die Therapiemassnahmen 
jahrelang unzureichend gewesen seien, weil die Versicherte nicht fachpsychiatrisch behandelt 

 
 
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worden sei und keine Antidepressiva einnehme, nicht der Aktenlage. Die Versicherte war von 
2013 bis 2016 bei Dr. D.____ in psychiatrischer Behandlung und wechselte aus einer Enttäu-
schung heraus und aus sprachlichen Gründen in die Praxis von Dr. med. F.____ in die Einzel- 
und Gruppentherapie. Die Versicherte war dort vom 11. Januar 2017 bis 13. Februar 2018 bei 
E.____ in Behandlung. Dabei handelte es sich um eine von Dr. F.____ delegierte Psychothera-
pie. Schliesslich wurde die Versicherte von Dr. F.____ an Dr. G.____ überwiesen, bei welchem 
sie seit dem 5. März 2018 in Behandlung steht. Die delegierte Psychotherapie dauerte somit ein 
Jahr. Davor war sie über Jahre hinweg von einer psychiatrischen Fachperson betreut worden 
und wiederum ab März 2018. Somit kann bereits aus diesem Grund nicht von einer jahrelangen 
"unzureichenden fachlichen" Behandlung gesprochen werden. Abgesehen davon, bedeutet 
eine delegierte Psychotherapie, welche von einer Fachpsychologin durchgeführt wird, nicht eine 
minderwertige Therapie. Psychiatrie und Psychologie sind im Kern ähnlich, die Themengebiete 
überschneiden sich zu einem Grossteil. Zudem hat die Persönlichkeit und die Erfahrung eines 
Therapeuten mehr Einfluss auf den Erfolg einer Psychotherapie als der Ausbildungstitel. 
Hauptunterschiede bestehen denn auch weniger in der Therapieform als in Befugnissen und 
Kostenverteilung. So können rezeptpflichtige Medikamente lediglich von einer Arztperson und 
nicht von einer Psychologin oder einem Psychologen verschrieben werden. Ferner sind die 
Kosten der Psychotherapie bei einem Psychologen oder einer Psychologin von der versicherten 
Person selbst zu tragen. Inhaltlich wird es jedoch in den wenigsten Fällen markante Unter-
schiede in den Therapien geben, weshalb es letztlich nicht massgebend sein kann, ob die be-
handelnde Person Facharzt oder Fachärztin für Psychiatrie oder ein abgeschlossenes Studium 
in Psychologie mit Weiterbildung in der Psychotherapie hat und in delegierter Psychotherapie 
tätig ist. Schliesslich ist auch auf die Ausführungen von Dr. G.____ zu verweisen, wonach es 
nicht einfach ist, einen Therapieplatz bei einer Psychiaterin oder einem Psychiater zu finden, da 
diese oft auf längere Zeit hinaus ausgebucht sind. Es darf deshalb der Versicherten auch aus 
diesem Grund nicht zum Nachteil gereichen, dass sie eine Psychologin als Therapeutin hatte. 
Nicht zuletzt ist auch auf die Aussage von Dr. C.____ hinzuweisen, dass die bisherigen Thera-
pien lege artis gewesen seien und die Versicherte die Therapien konsequent besucht habe. 
Sofern der RAD einwendet, dass die therapeutischen Massnahmen nicht ausgeschöpft seien, 
kann ebenfalls auf Dr. C.____ verwiesen werden, wonach die Versicherte aufgrund des depres-
siven Zustandes nicht in der Lage gewesen sei, genügend von den Therapiemassnahmen zu 
profitieren, weshalb eine Änderung der Massnahmen in Betracht gezogen werden müsse. 
Diesbezüglich ist einerseits zu bemerken, dass die Versicherte die Therapeutin gewechselt hat, 
als das Vertrauen nicht mehr vorhanden war und dass Dr. F.____ der Versicherten schliesslich 
Dr. G.____ als Therapeuten empfohlen hat. Somit sind Veränderungen vorgenommen worden. 
Andererseits wäre es falsch, die Verantwortung zur Wahl der geeigneten Therapie allein der 
versicherten Person zu überbinden, vor allem, wenn sie bereits in fachspezifischer Behandlung 
ist. Der Impuls für eine neue Massnahme sollte von der behandelnden Fachperson kommen. In 
diesem Sinn wurde die Versicherte von Dr. G.____ wegen ihrer Grundängstlichkeit und der 
chronifizierten Schmerzkrankheit am 26. März 2018 in die Klinik für Schmerztherapie überwie-
sen und stationär vom 4. Juni 2018 bis 29. Juni 2018 behandelt. 

 
 
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6.5 In Bezug auf die Medikation ist festzuhalten, dass es in der Verantwortung des Arztes 
liegt, die geeigneten Medikamente zu verschreiben. Die Wirksamkeit des Medikaments Deanxit 
wird weder vom behandelnden Arzt noch vom Gutachter in Frage gestellt. Es enthält die Wirk-
stoffe Flupentixol und Melitracen und wirkt stimmungsaufhellend und angstlösend. Es eignet 
sich zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen, welche durch Angst, Ver-
lust der Fähigkeit, sich zu freuen, Versagensangst und Schuldgefühle gekennzeichnet sind. 
Flupentixol ist ein antipsychotischer Wirkstoff aus der Gruppe der Neuroleptika zur Behandlung 
von Schizophrenien und Psychosen. Melitracen ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der trizykli-
schen Antidepressiva. Der Aussage von RAD-Arzt pract. med. J.____, dass Deanxit kein wirk-
sames Antidepressiva sei, kann deshalb nicht gefolgt werden. 
 
6.6 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die RAD-Stellungnahme von 
Dr. H.____ vom 23. November 2017 mit den Aktennotizen von Dr. I.____ und pract. med. 
J.____ die beweisrechtlichen Anforderungen an einen Arztbericht nicht erfüllt, weshalb sie als 
Grundlage für die Ablehnung der IV-Rente untauglich ist. 
 
6.7 Dies bedeutet indessen noch nicht, dass auf das Gutachten von Dr. C.____ abgestellt 
werden kann, auch wenn es über weite Strecken überzeugt. Denn hinsichtlich der Diagnose 
einer depressiven Störung mittelgradigen Ausmasses (ICD-10 F32.1) und der Feststellung, 
dass es sich um eine einzige depressive Störung zeitlebens handle, die allerdings im Verlauf 
schwanke und stark von äusseren Umständen abhänge, besteht noch Erläuterungsbedarf. Ins-
besondere aufgrund des Zusatzes, dass die Versicherte bisher eine einzige reaktive depressive 
Phase erlitten habe, die bisher nicht genügend remittiert sei und sich seit dem Tod der Mutter 
2016 wieder eher verschlechtert habe. Unklar ist insbesondere das Verhältnis der reaktiven 
depressiven Phasen zur langjährigen mittelgradigen Depression. Diesbezüglich bemerkte auch 
Dr. G.____ in seinem Bericht vom 16. April 2018, dass eine reaktive Depression gemäss ICD-
10 F43.21 leichtgradigen Ausmasses sei und höchstens zwei Jahre dauere, was mit dem im 
Gutachten datierten Beginn von 2013 nicht vereinbar sei. Die langdauernde Behandlung impli-
ziere aber vorliegend mehr als ein reaktives Geschehen, weshalb es sich bei der Diagnosebe-
schreibung durchaus um ein Missverständnis handeln könnte. Dr. G.____ geht seinerseits von 
einer chronischen Schmerzkrankheit in Zusammenhang mit alten Traumata und einer chroni-
schen Depression mit kognitiver Einschränkung aus. Es besteht folglich noch Klärungsbedarf 
hinsichtlich der genauen Diagnose und deren Folgen. Von Interesse ist dabei auch das Verhält-
nis der psychiatrischen Diagnose zum Ganzkörperschmerzsyndrom, welches seitens Dr. 
B.____ diagnostiziert wurde. Dazu führte Dr. C.____ aus, dass anzunehmen sei, dass sich der 
psychische Zustand ungünstig auf die Verarbeitung der körperlichen Beschwerden auswirke 
und auch eine gewisse Somatisierungstendenz im Rahmen der Depression angenommen wer-
den müsse. Zu verweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf den Austrittsbericht der Klinik 
K.____ vom 15. Juni 2018, wonach ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegen-

 
 
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wärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F33.3) diagnostiziert wurden. 
Wie es sich mit den Diagnosen und Wechselwirkungen genau verhält, wird im Rahmen einer 
erneuten psychiatrischen Abklärung zu klären sein. Um eine unvoreingenommene Beurteilung 
zu garantieren, rechtfertigt es sich, diese bei einem nicht vorbefassten psychiatrischen Gutach-
ter bzw. einer nicht vorbefassten psychiatrischen Gutachterin in Auftrag zu geben. In diesem 
Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die Angelegenheit wird zur Einholung eines neuen 
psychiatrischen Gutachtens an die Vorinstanz zurückgewiesen. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu beurteilen. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Be-
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO 
werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte 
deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In 
diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vo-
rinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrens-
kosten auferlegt werden. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Versicherten macht in sei-
nen Kostennoten vom 19. April 2018 und 25. Juli 2018 einen Aufwand von 9 Stunden und 45 
Minuten sowie Auslagen von Fr. 15.-- geltend, was angemessen ist. Der Versicherten ist des-
halb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'327.50 (9 Stunden und 45 Minuten x 
Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzuspre-
chen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 

 
 
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8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
8.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil K. des 
Bundesgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil K. des Bundesge-
richts vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 6. März 2018 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die IV-Stelle hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 2'327.50 (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 

 
 
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