# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4904fac0-edfc-5951-a7d4-a39c804efe25
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.12.2017 810 17 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-75_2017-12-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 13. Dezember 2017 (810 17 75) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Übriges Verwaltungsrecht 
 
 
Jagdpachtvergabe / Verletzung des rechtlichen Gehörs 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Stefan 

Schulthess, Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Beat Walther,  
Gerichtsschreiber Marius Wehren 
 
 

Beteiligte Jagdverein A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Dieter 
Völlmin, Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
Einwohnergemeinde B.____, Beschwerdegegnerin 1 
 
Jagdgesellschaft C.____, Beschwerdegegnerin 2 
 

  
  
Betreff Jagdpachtvergabe 2016-2024 (RRB Nr. 0333 vom 14. März 2017) 
 
 
 

 

 

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A. Im Rahmen der Neuvergabe der Jagdpacht für das Revier B.____ für die Periode 
2016-2024 bewarben sich der bisherige Pächter, der Jagdverein A.____, sowie die Jagdgesell-
schaft C.____. Eine erste mit Verfügung der Einwohnergemeinde B.____ (nachfolgend: Ge-
meinde) vom 21. Januar 2016 erfolgte Vergabe der Jagdpacht an die Jagdgesellschaft C.____ 
wurde aufgrund formeller Mängel widerrufen. In der Folge verfügte die Gemeinde am 28. Sep-
tember 2016 erneut, dass die Jagdpacht für das Revier  vom 1. April 2016 bis 31. März 2024 an 
die Jagdgesellschaft C.____ vergeben werde.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob der Jagdverein A.____, vertreten durch Dr. Dieter Völl-
min, Advokat, mit Eingabe vom 10. Oktober 2016 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft mit dem Rechtsbegehren, die Verfügung vom 28. September 2016 sei aufzu-
heben und die Jagdpacht sei an den Jagdverein A.____ zu vergeben.  
 
C. Mit Entscheid des Regierungsrats vom 14. März 2017 wurde die Beschwerde des 
Jagdvereins A.____ abgewiesen.  
 
D. Gegen diesen Entscheid erhob der Jagdverein A.____, vertreten durch Dr. Dieter 
Völlmin, Advokat, mit Eingabe vom 24. März 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Er stellt das Rechtsbegehren, es seien die vorinstanzli-
chen Entscheide aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei die Pacht für die Jagd vom 1. Ap-
ril 2016 bis 31. März 2024 zu erteilen. Eventualiter sei die Angelegenheit in Gutheissung der 
Beschwerde an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.  
 
E. Mit Verfügung vom 27. April 2017 wurden die Verfahrensanträge der Gemeinde und 
des Beschwerdeführers auf Entzug der aufschiebenden Wirkung bzw. Anordnung einer vor-
sorglichen Massnahme abgewiesen.  
 
F. Am 23. Mai 2017 reichte der Beschwerdeführer die Beschwerdebegründung ein, in 
welcher an den wesentlichen formellen und materiellen Rügen festgehalten wird.  
 
G. Anstatt eine Vernehmlassung einzureichen, verfügte der Regierungsrat mit Beschluss 
Nr. 0858 vom 20. Juni 2017, dass der Regierungsratsbeschluss Nr. 0333 vom 14. März 2017 
und der im Parallelverfahren 810 17 70/73 ergangene Regierungsratsbeschluss Nr. 0332 vom 
14. März 2017 aufgehoben werden. Zur Begründung führte der Regierungsrat im Wesentlichen 
aus, dass das Kantonsgericht im vorliegenden Verfahren sowie im Parallelverfahren 810 17 
70/73 betreffend die Einwohnergemeinde D.____ im Sinne seines Urteils vom 10. Mai 2017 in 
Sachen Jagdpachtvergabe E.____, in welchem es eine Verletzung des rechtlichen Gehörs fest-
gestellt habe, entscheiden könnte und die Beschwerden – ohne eine materielle Beurteilung ab-
zugeben – gutheissen könnte. Aus prozessökonomischer Sicht mache dies wenig Sinn, wes-
halb die beiden Regierungsratsbeschlüsse aufzuheben und die Verfahren unter Berücksichti-
gung des kantonsgerichtlichen Urteils erneut durchzuführen seien.   
 

 

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H. Mit Verfügung vom 6. Juli 2017 wurde festgestellt, dass der Beschluss des Regie-
rungsrats Nr. 0858 vom 20. Juni 2017 nicht zur Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Verfah-
rens führe, welches deshalb fortzusetzen sei. 
 
I. Am 22. August 2017 reichte der Regierungsrat seine Vernehmlassung ein mit dem 
Rechtsbegehren, die Beschwerde sei zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben. Für den 
Fall, dass das Gericht die regierungsrätliche Auffassung bezüglich der Gegenstandslosigkeit 
des Verfahrens nicht teile, werde auf eine (materielle) Vernehmlassung verzichtet und es wür-
den die in der Sache ergangenen Akten eingereicht.  
 
J. In ihrer Vernehmlassung vom 24. August 2017 stellt die Gemeinde das Rechtsbegeh-
ren, es sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.  
 
K. Die Beschwerdegegnerin 2 beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 24. August 2017 
ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. 
 
L. In seiner Replik vom 2. Oktober 2017 hält der Beschwerdeführer am Hauptbegehren 
der Beschwerde vom 24. März 2017 fest. Eventualiter wird beantragt, die Angelegenheit sei in 
Gutheissung der Beschwerde an den Gemeinderat zur Neubeurteilung zurückzuweisen.  
 
M. Mit Dupliken vom 23. und 24. Oktober 2017 halten die Beschwerdegegnerin 2 und die 
Gemeinde an den gestellten Rechtsbegehren fest.   
 
N. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht, zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben.      
 
1.2 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
der Änderung oder Aufhebung hat. Der Beschwerdeführer als beim Vergabeentscheid nicht 
berücksichtigter Jagdverein ist durch den angefochtenen Entscheid im Sinne dieser Bestim-
mung in schutzwürdigen Interessen betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert (vgl. BLVGE 
2001 S. 82 E. 1a mit Hinweisen).  
 

 

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1.3.1 Der Regierungsrat beantragt, es sei das Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit ab-
zuschreiben. Zur Begründung seines Antrags führt der Regierungsrat aus, er habe mit Be-
schluss Nr. 0858 vom 20. Juni 2017 unter Bezugnahme auf § 10 VPO entschieden, dass der 
angefochtene Entscheid aufgehoben werde.  
 
1.3.2 Gemäss § 10 Abs. 3 VPO kann die verfügende Behörde, statt eine Beschwerdever-
nehmlassung einzureichen, zugunsten der Beschwerde führenden Partei ganz oder teilweise 
neu verfügen oder die angefochtene Verfügung aufheben. Vorliegend hat der Regierungsrat mit 
seinem Beschluss vom 20. Juni 2017 den angefochtenen Entscheid in Wiedererwägung gezo-
gen, ohne in der Sache neu zu entscheiden. Der Beschluss des Regierungsrats ist vielmehr auf 
eine weitere Instruktion bzw. eine erneute Durchführung des Verfahrens gerichtet. Soweit da-
von ausgegangen wird, dass auch die verwaltungsinterne Rechtsmittelbehörde die Kompetenz 
gemäss § 10 Abs. 3 VPO beanspruchen kann, erscheint fraglich, ob das Vorgehen des Regie-
rungsrats dem Sinn und Zweck dieser Bestimmung entspricht. Gestützt auf § 10 Abs. 3 VPO 
soll die Behörde sogleich neu verfügen bzw. entscheiden oder einen (belastenden) Verwal-
tungsakt aufheben können, wenn dies möglich ist. Demgegenüber ist es der Behörde grund-
sätzlich verwehrt, erneut ein Beweisverfahren durchzuführen oder andere verfahrensleitende 
Anordnungen zu treffen, um selber neu zu entscheiden. Die Wiedererwägung während des 
hängigen Beschwerdeverfahrens ("lite pendente") führt zudem – falls zulässig – nur dann zur 
Gegenstandslosigkeit, wenn damit den gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen 
wurde (vgl. in Bezug auf die gleichlautende Regelung im Kanton Bern THOMAS MERKLI/ARTHUR 
AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im 
Kanton Bern, Bern 1997, N 1 zu Art. 71; Urteil des Bundesgerichts 2C_267/2011 vom 18. Juli 
2011 E. 2.2 mit Hinweisen).  
 
1.3.3 Der Beschwerdeführer beantragt im Hauptstandpunkt, es sei ihm die Pacht für die 
Jagdperiode 2016-2024 zu erteilen. Mit dem Beschluss des Regierungsrats vom 20. Juni 2017 
wurde diesem Begehren nicht bzw. nicht vollumfänglich entsprochen. Der fragliche Beschluss 
führt somit nicht zur Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Verfahrens.  
 
1.3.4 Da sämtliche weiteren formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde 
einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
3.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs. Er macht geltend, dass er nicht mit den konkreten Beanstandungen aus der Land- und 
Forstwirtschaft, auf welche sich die Gemeinde in ihrer Verfügung vom 28. September 2016 ge-
stützt habe, konfrontiert worden sei. Somit habe er auch keine Gelegenheit gehabt, sich dazu 
zu äussern. Aus der Begründung der Verfügung vom 28. September 2016 gehe hervor, dass 

 

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die von der Gemeinde eingeholten Stellungnahmen nicht nur entscheidrelevant, sondern gera-
dezu ausschlaggebend für den Vergabeentscheid gewesen seien. Diese bereits im vorinstanzli-
chen Verfahren gerügte Gehörsverletzung sei durch den Regierungsrat in keiner Art und Weise 
geheilt, sondern im Gegenteil verstärkt worden. So habe die Gemeinde die Stellungnahmen der 
von ihr über das jagdliche und sonstige Verhalten des Beschwerdeführers angefragten Perso-
nen mit ihrer Vernehmlassung vom 15. Dezember 2016 der instruierenden Volkswirtschafts- 
und Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft (VGD) eingereicht. Diese Vernehm-
lassung sei dem Beschwerdeführer indes nie zugestellt worden und er habe somit auch nie da-
zu Stellung nehmen können. Eine Heilung der Gehörsverletzung im vorliegenden Verfahren 
falle angesichts der eingeschränkten Kognition des Kantonsgerichts ausser Betracht. Da auch 
die Kognition des Regierungsrats gemäss § 32 Abs. 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes Ba-
sel-Landschaft (VwvG BL) vom 13. Juni 1988 im vorliegenden Fall eingeschränkt sei, erscheine 
eine Rückweisung an die Gemeinde als sachgerecht.  
 
3.2.1 Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 dient einerseits der Sachaufklärung, ande-
rerseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides 
dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht 
des Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche 
Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört 
zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumin-
dest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. 
Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die 
einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Gel-
tung bringen kann (vgl. BGE 143 V 71 E. 4.1; BGE 135 I 279 E. 2.3; BGE 135 II 286 E. 5.1; 
BGE 132 V 368 E. 3.1).  
 
3.2.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Dessen Verletzung führt nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmit-
tels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides (vgl. 
BGE 137 I 195 E. 2.2; BGE 135 I 279 E. 2.6.1; jeweils mit Hinweisen). Eine nicht besonders 
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann jedoch ausnahmsweise als geheilt 
gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter die-
ser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer 
schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der 
Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhö-
rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der 
Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2; 
BGE 133 I 201 E. 2.2; BGE 132 V 387 E. 5.1).  
 
3.3.1 Die Gemeinde begründete ihre Verfügung vom 28. September 2016 unter anderem 
damit, dass die Art der Jagdausübung des Beschwerdeführers mehrfach bemängelt worden sei. 

 

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Der Gemeinde lägen Beanstandungen aus der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft vor, wel-
che die Zusammenarbeit mit dem Jagdverein als schwierig bis unmöglich beschreiben würden. 
Die von der Gemeinde eingeholten Stellungnahmen bzw. Referenzen über den Beschwerdefüh-
rer waren somit entscheidrelevant, was von der Gemeinde auch nicht bestritten wird. Die Ge-
meinde stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass im vorliegenden Fall keine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs vorliege, zumal sie den Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom  
14. September 2016 darauf hingewiesen habe, dass Referenzen eingeholt worden seien und 
dem Beschwerdeführer in diesem Rahmen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werde. 
Der Beschwerdeführer habe somit von den Stellungnahmen bzw. Referenzauskünften gewusst, 
jedoch kein Gesuch um Einsichtnahme gestellt. Die Vertreter des Beschwerdeführers seien 
zudem im Gesprächsverlauf mündlich mit den Kritikpunkten aus den Referenzauskünften kon-
frontiert worden, wie auch aus ihren im Protokoll der Anhörung festgehaltenen Äusserungen 
hervorgehe.  
 
3.3.2 Aus dem Recht auf Anhörung folgt wie bereits ausgeführt (E. 3.2.1 hiervor) ein grund-
sätzlicher Anspruch auf Stellungnahme zur Tatbestandsaufnahme, zu den Beweismitteln und 
zum Beweisergebnis. Die Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs setzt mithin voraus, dass die 
Parteien rechtzeitig über die entscheidwesentlichen Vorgänge und Grundlagen informiert wer-
den (vgl. BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, in: Waldmann/Weissenber-ger [Hrsg.], Praxis-
kommentar Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG), Zürich 2016, Art. 29 N 71 ff.; BGE 132 V 
387 E. 6.2 mit Hinweisen). Namentlich sind die Parteien über das Ergebnis von Beweiserhe-
bungen zu orientieren. Der Sachverhalt muss dabei im Mindesten derart detailliert unterbreitet 
werden, dass die Partei hierzu konkret ihre Einwände erheben kann (vgl. PATRICK SUTTER, in: 
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG), Zürich 2008).  
 
3.3.3 Den Akten zufolge forderte die Gemeinde mit Schreiben vom 19. August 2016 diverse 
Einzelpersonen und Behörden zur Stellungnahme auf mit der Bitte, der Gemeinde ihren Ein-
druck des bisherigen Pächters kurz zu schildern. Bis Ende August 2016 gingen insgesamt fünf 
schriftliche Stellungnahmen ein, welche teilweise detailliert vorgetragene Beanstandungen über 
den Beschwerdeführer enthalten. Unbestritten ist, dass die fraglichen – zu den Akten genom-
menen und im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten – Stellungnahmen dem Beschwerde-
führer vorgängig der Verfügung vom 28. September 2016 nicht zugestellt wurden. Die Gemein-
de macht geltend, dem Beschwerdeführer sei anlässlich der Anhörung vom 14. September 
2016 das rechtliche Gehör in Bezug auf die eingeholten Stellungnahmen gewährt worden. Ge-
mäss dem Protokoll dieser Anhörung – welches dem Beschwerdeführer vor Erlass der Verfü-
gung vom 28. September 2016 jedoch nicht zugestellt wurde – führte die Gemeinde aus, es 
seien Referenzen eingeholt worden und dem Beschwerdeführer werde in diesem Rahmen Ge-
legenheit zur Stellungnahme gegeben (Ziff. 2). Dem Protokoll kann sodann entnommen wer-
den, dass seitens der Gemeinde diverse Fragen gestellt wurden, unter anderem zur Kommuni-
kation mit externen Stellen (Forst- und Landwirtschaft, Behörden) und danach, ob und wie diese 
verbessert werden könne (insb. Ziff. 8, 11, 14, 15, 20). Auch wurde der Beschwerdeführer ge-
mäss dem Protokoll auf das "Schwarzwild-Problem" angesprochen, verbunden mit der Frage, 
ob das Jagdrevier innerhalb des Vereins aufgeteilt werde (Ziff. 23). Aus dem Protokoll geht in-

 

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des nicht hervor, dass der Beschwerdeführer über den Inhalt der eingeholten schriftlichen Stel-
lungnahmen im Einzelnen orientiert bzw. mit den darin enthaltenen Beanstandungen konfron-
tiert worden wäre. Wie bereits ausgeführt (E. 3.3.1 hiervor), stellte die Gemeinde in der Verfü-
gung vom 28. September 2016 fest, dass die Art der Jagdausübung mehrfach bemängelt wor-
den sei und Beanstandungen aus der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft vorlägen, welche 
die Zusammenarbeit mit dem Jagdverein als schwierig bis unmöglich beschreiben würden. Vor 
diesem Hintergrund wäre die Gemeinde gehalten gewesen, dem Beschwerdeführer vor Erlass 
der Verfügung diese Beanstandungen zu unterbreiten bzw. auf deren Tragweite hinzuweisen. 
Inwiefern sich der Beschwerdeführer gestützt auf die Ausführungen der Gemeinde anlässlich 
der Anhörung vom 14. September 2016 nach Treu und Glauben hätte veranlasst sehen müs-
sen, ein Gesuch um Akteneinsicht zu stellen, ist jedoch nicht ersichtlich. Aufgrund des Um-
stands, dass die von der Gemeinde eingeholten schriftlichen Stellungnahmen im Vergabeent-
scheid massgebend zu Ungunsten des Beschwerdeführers berücksichtigt wurden, genügte das 
Vorgehen der Gemeinde im vorliegenden Fall nicht zur Wahrung des rechtlichen Gehörs. 
 
3.3.4 Nach dem Gesagten ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdefüh-
rers zu bejahen. Dieser Mangel kann aufgrund der eingeschränkten Kognition des Kantonsge-
richts nicht geheilt werden. Der Regierungsrat ist im angefochtenen Entscheid weder auf die 
vom Beschwerdeführer gerügte Gehörsverletzung eingegangen noch hat er dem Beschwerde-
führer die Vernehmlassung der Gemeinde einschliesslich der Vorakten zugestellt. Mit diesem 
Vorgehen hat er seinerseits das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt. Eine Heilung 
der Gehörsverletzung wäre im vorinstanzlichen Verfahren zudem nicht in Betracht gekommen. 
Die Gemeinde verfügt bei der Vergabe der Jagdpacht im Rahmen von § 5 des Gesetzes über 
die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JagdG) vom 7. Juni 2007 über 
eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit und damit über Autonomie (vgl. Urteil des Kan-
tonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 10. Mai 2017 [810 
16 318] E. 2.2). Entsprechend kam dem Regierungsrat im vorliegenden Fall ebenfalls nur eine 
eingeschränkte Kognition zu (§ 32 Abs. 3 VwVG BL).  
 
3.3.5 Demnach ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben 
und die Angelegenheit ist an die Gemeinde zurückzuweisen, damit diese dem Beschwerdefüh-
rer hinsichtlich der eingeholten Stellungnahmen das rechtliche Gehör gewährt und anschlies-
send einen neuen Entscheid über die Vergabe der Jagdpacht trifft. Von Beweismassnahmen ist 
bei diesem Ausgang abzusehen und die entsprechenden Beweisanträge des Beschwerdefüh-
rers werden abgewiesen.  
 
4.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Den 
Vorinstanzen können im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten auferlegt werden (§ 20  
Abs. 3 und 4 VPO). Von einer Kostenauferlegung zulasten der ebenfalls unterliegenden Be-
schwerdegegnerin 2 ist im vorliegenden Fall abzusehen.   
 

 

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4.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Verfahrensausgang ist dem Beschwer-
deführer eine Parteientschädigung zuzusprechen. Der in der Honorarnote vom 2. November 
2017 geltend gemachte Aufwand von 25 Stunden für das Verfahren vor Kantonsgericht erweist 
sich als angemessen. Die Parteientschädigung ist demzufolge auf Fr. 7'153.70 (inkl. Auslagen 
und 8% MWST) festzusetzen und jeweils zur Hälfte, d.h. im Umfang von je Fr. 3'576.85, dem 
Regierungsrat und der Gemeinde aufzuerlegen.  
 
4.3 Bezüglich der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens ist die Sache zu neuem Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
 
 
  

 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrats 

vom 14. März 2017 aufgehoben und die Angelegenheit wird zur Neube-
urteilung im Sinne der Erwägungen an die Einwohnergemeinde B.____ 
zurückgewiesen. 

   
 2. Zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens wird die 

Angelegenheit an den Regierungsrat zurückgewiesen. 
   
 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 4. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 7'153.70 (inkl. 8% MWST) zugesprochen, welche jeweils zur Hälfte, 
d.h. im Umfang von jeweils Fr. 3'576.85, dem Regierungsrat und der 
Einwohnergemeinde B.____ auferlegt wird. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber