# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6998e4b0-d914-5d3d-b718-8968d26e013b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.09.2021 PS210153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS210153_2021-09-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS210153-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzrichterin lic. iur. 

N. Jeker sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Beschluss vom 29. September 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 
betreffend Pfändungsurkunde 

(Beschwerde über das Betreibungsamt Andelfingen) 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 19. Juli 2021 
(CB210002) 
 

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Erwägungen: 

1. 

1.1. A._____ (fortan Beschwerdeführerin) wandte sich mit Schreiben vom 

23. April 2021 an das Betreibungsamt Andelfingen (fortan Betreibungsamt). Als 

Betreff führte sie "Pfändungsvollzug-Pfändungsurkunde Beschwerde / Einschrei-

ben vom 24. Januar 2021" auf (act. 2). Das Betreibungsamt übersandte das 

Schreiben zuständigkeitshalber an das Bezirksgericht Andelfingen als untere kan-

tonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen (fortan Vor-

instanz; act. 1). Die Vorinstanz erkundigte sich beim Betreibungsamt danach, 

wann der Beschwerdeführerin die Pfändungsurkunde zugestellt worden war 

(act. 4-5). Mit Verfügung vom 5. Mai 2021 setzte die Vorinstanz der Beschwerde-

führerin Frist an, um schriftliche Anträge zu stellen, diese zu begründen und dar-

zulegen, wogegen sich die Beschwerde im Einzelnen richten solle (act. 6). Die 

Beschwerdeführerin reagierte darauf innert Frist mit Eingabe vom 20. Mai 2021 

samt Beilagen (act. 8-9/1-11). Die Vorinstanz verzichtete auf weitere Verfahrens-

schritte. Mit Urteil vom 19. Juli 2021 wies sie die Beschwerde der Beschwerdefüh-

rerin ab, soweit sie auf diese eintrat (act. 10 = act. 17 S. 5).  

1.2. Das von der Beschwerdeführerin in der Folge innert Rechtsmittelfrist an die 

Vorinstanz gerichtete, mit "Einsprache Geschäfts-Nr CB210002-B/U01/Ma" be-

zeichnete Schreiben vom 11. August 2021 inklusive Beilagen überwies diese mit 

Verfügung vom 13. August 2021 zwecks Prüfung, ob es sich dabei um eine Be-

schwerde gegen das vorinstanzliche Urteil vom 19. Juli 2021 handle, an das 

Obergericht des Kantons Zürich als obere kantonale Aufsichtsbehörde über 

Schuldbetreibung und Konkurs (act. 11/1; act. 13 = act. 19; act. 15 = act. 18).  

2. 

Das vorliegende Beschwerdeverfahren wurde angelegt. Die vorinstanzlichen Ak-

ten wurden beigezogen (act. 1-15). Von der Einholung einer Vernehmlassung 

kann abgesehen werden (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. Art. 324 ZPO bzw. § 83 

Abs. 2 GOG). Das Verfahren ist spruchreif. 

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3. 

Für das Beschwerdeverfahren nach Art. 18 SchKG sind die Regelungen von 

Art. 319 ff. ZPO anwendbar (Art. 20a Abs. 3 SchKG i.V.m. § 18 EG SchKG i.V.m 

§ 84 GOG). Mit der Beschwerde können (a) die unrichtige Rechtsanwendung und 

(b) die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht 

werden (Art. 320 ZPO). Dabei sind konkrete Beschwerdeanträge zu stellen und 

zu begründen. Die Beschwerde führende Partei hat sich hierbei mit der Begrün-

dung des vorinstanzlichen Entscheides im Einzelnen auseinander zu setzen und 

anzugeben, an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach 

leidet (Art. 321 ZPO; vgl. im Einzelnen auch BK ZPO-Sterchi, Bd. II, Bern 2012, 

Art. 321 N 15 ff.). Bei Parteien ohne anwaltliche Vertretung wird an diese Erfor-

dernisse ein weniger strenger Massstab angelegt. Bei fehlender Auseinanderset-

zung bzw. Begründung ist jedoch ohne Weiteres auf die Beschwerde nicht einzu-

treten (ZR 110 Nr. 80; OGer ZH PS110192 vom 21. Februar 2012, Erw. 5.1). 

Neue Anträge, neue Tatsachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdever-

fahren ausgeschlossen (Art. 326 ZPO). Das gilt auch im zweitinstanzlichen be-

treibungsrechtlichen Beschwerdeverfahren (vgl. OGer ZH PS110019 vom 

21. Februar 2011, E. 3.4). 

4. 

4.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, weder aus der Beschwerde der Be-

schwerdeführerin vom 23. April 2021 noch aus ihrer Eingabe vom 20. Mai 2021 

gehe ein konkreter Antrag hervor, inwiefern eine bestimmte Anordnung des Be-

treibungsamtes Andelfingen abgeändert werden solle. Auch fehle es an einer hin-

reichenden Beschwerdebegründung. Die Beschwerdeführerin verweise zwar auf 

zwei Krankmeldungen vom 5. sowie 24. Januar 2021 und sie berufe sich auf die 

Unpfändbarkeit. Dies jedoch ohne konkret darzutun, welche Handlungen des Be-

treibungsamtes an welchen Mängeln leiden würden. Es sei keine Gesetzesverlet-

zung dargetan und auch keine solche ersichtlich. Die Pfändung sei folglich nicht 

zu beanstanden. Einen gegenteiligen Schluss zulassende Unterlagen seien von 

der Beschwerdeführerin nicht eingereicht worden. Die Ausführungen und Unterla-

gen der Beschwerdeführerin bezüglich der von ihr behaupteten fehlenden Legiti-

mation aller Ämter und Behörden zur Vornahme hoheitlicher Handlungen seien 

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als querulatorisch im Sinne von Art. 132 Abs. 3 ZPO einzustufen (act. 17 S. 3 f.). 

Gleichwohl ging die Vorinstanz der Vollständigkeit halber auf die Legitimation des 

Betreibungsamtes Andelfingen zur Vornahme hoheitlicher Amtshandlungen im 

Zusammenhang mit dem Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren ein, als deren 

Grundlage sie die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 

Art. 1 bis 3 SchKG sowie § 7 Abs. 2 EG SchKG aufführte. Für die Legitimation 

des Bezirksgerichtes Andelfingen, um über die Beschwerde zu entscheiden, ver-

wies die Vorinstanz auf § 17 EG SchKG i.V.m. § 81 Abs. 1 lit. c GOG ZH (act. 17 

S. 4 f.).  

4.2. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Eingabe vom 11. August 2021 Aus-

führungen zur Strafbarkeit nach Art. 164 Abs. 1 und 2 des Schweizerischen Straf-

gesetzbuches, zum (abgeschafften) Beamtengesetz resp. Beamtenstatus, zu 

Menschenrechten, zu einer angeblich vom Vorderrichter abgegebenen Loyalitäts-

erklärung, zur Souveränität resp. Staatshoheit und sie äussert weiter, das Betrei-

bungsamt Andelfingen sei als Firma eingetragen und dürfe keine staatlichen 

Handlungen als solches betreiben. Ferner wirft die Beschwerdeführerin drei an 

die Vorinstanz gerichtete Fragen auf, welche sie beantwortet wissen will (act. 19). 

Den Ausführungen der Beschwerdeführerin fehlt es an einem nachvollziehbaren 

(zusammenhängenden) Sinngehalt und einem erkennbaren Bezug zum Betrei-

bungsverfahren resp. einer Verfügung des Betreibungsamtes und zu den vor- 

instanzlichen Erwägungen. Die Beschwerdeführerin versäumt es, sich in einer 

auch von einem Laien zu erwartenden Art und Weise mit den vorinstanzlichen 

Erwägungen im Urteil vom 19. Juli 2021 auseinander zu setzen. Sie genügt den 

Anforderungen an die Beschwerdebegründung nicht (vgl. oben Erw. 3.), was zum 

Nichteintreten auf die Beschwerde führt. 

5. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und Art. 61 

Abs. 2 GebV SchKG). Parteientschädigungen dürfen in diesem Verfahren nicht 

zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt An-

delfingen, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
versandt am: 
1. Oktober 2021 
 
 

	Beschluss vom 29. September 2021
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Andelfingen, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...