# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3a1b784-74d8-5ac0-9aea-11946130ed48
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 02.10.2018 SB180297
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180297_2018-10-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180297-O/U/ad-cw 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, und lic. iur. Ruggli, Ober-

richterin lic. iur. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin MLaw Höchli 

 

Urteil vom 2. Oktober 2018 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

sowie 

 

B._____,  
Privatklägerin 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern etc. und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom 
13. Juni 2018 (DG170279) 
 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 11. Oktober 

2017 (Urk. 23A) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie 

- des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. b SVG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 17 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 288 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt er-

standen sind. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 

StGB (Behandlung psychischer Störungen und Suchtbehandlung) angeord-

net. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.  

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg – Aarau vom 

28. November 2013 ausgefällte bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen  

zu Fr. 80.– wird widerrufen. 

6. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg – Aarau vom 

30. Januar 2014 ausgefällte bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen  

zu Fr. 80.– wird widerrufen, unter Anrechnung der erstandenen Haft von 

31 Tagen. 

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7. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen. 

8. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssys-

tem wird angeordnet. 

9. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte der Privatklägerin B._____ eine 

Entschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.– bezahlt hat und die Privatkläge-

rin B._____ auf die Geltendmachung von darüber hinausgehenden Scha-

denersatz- und Genugtuungsansprüchen verzichtet hat. 

10. Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher 

Verteidiger mit pauschal Fr. 18'200.– (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteu-

er) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

11. Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltli-

che Rechtsbeiständin der Privatklägerin mit pauschal Fr. 2'500.– (inkl. Bar-

auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

12. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 5'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:  

Fr. 3'000.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 297.00   Auslagen Untersuchung  

Fr.  13'874.70   Gutachten  

Fr. 779.10   Entschädigung vormalige amtliche Verteidigung    (RA X2._____)  

Fr. 18'200.00   Entschädigung amtliche Verteidigung (RA Dr.   X1._____) 

Fr.  2'500.00   Entschädigung unentgeltliche Vertreterin    der Privatklägerin  

13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Ver-

tretung der Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

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14. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung 

der Privatklägerschaft werden unter Vorbehalt der Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO und Art. 138 Abs. 1 StPO auf die Gerichtskasse 

genommen.  

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 252 S. 1 f.) 

 1. Ziffer 1 Spiegelstrich 1 des vorinstanzlichen Urteils sei aufzuheben und 

der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen wegen 

  - einer sexuellen Handlung mit einem Kind i.S.v. Art. 187 Ziff. 1 

StGB sowie  

  - einer versuchten sexuellen Handlung mit einem Kind i.S.v. 

Art. 187 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB. 

 2. Ziff. 2 und 3 des vorinstanzlichen Urteils seien aufzuheben und der Be-

schuldigte sei mit einer als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsan-

waltschaft Lenzburg-Aarau vom 17. April 2018 auszusprechenden teil-

bedingten Geldstrafe in der Höhe von 240 Tagessätzen zu Fr. 30.– zu 

bestrafen. 

  Davon seien 120 Tagessätze zu vollziehen, 120 Tagessätze seien un-

ter Anordnung einer Probezeit von 5 Jahren auszusprechen, unter An-

rechnung der erstandenen Tage Haft und Strafvollzug. 

 3. Ziff. 5 und 6 des vorinstanzlichen Urteils seien aufzuheben und es sei 

vom Widerruf der Strafen gemäss den Strafbefehlen der Staatsanwalt-

schaft Lenzburg-Aarau vom 28. November 2013 sowie 30. Januar 

2014 abzusehen. 

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 4. Ziff. 7 und 8 des vorinstanzlichen Urteils seien aufzuheben und von der 

Landesverweisung und entsprechenden SIS II-Ausschreibung sei ab-

zusehen. 

 5. Unter ausgangsgemässer Regelung der Verfahrenskosten, Entschädi-

gung für das vor- wie auch das zweitinstanzliche Verfahren. 

b) Der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich: 

(Urk. 253) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

__________________________________ 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

 1. Mit Urteil vom 13. Juni 2018 sprach das Bezirksgericht Zürich, 7. Abtei-

lung, den Beschuldigten schuldig der mehrfachen sexuellen Handlungen mit ei-

nem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie des mehrfachen Fahrens ohne 

Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG und bestrafte ihn mit einer 

unbedingten Freiheitsstrafe von 17 Monaten. Weiter wurde für den Beschuldigten 

eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB (Behandlung psychischer 

Störungen und Suchtbehandlung) angeordnet, wobei der Vollzug der Freiheits-

strafe zu diesem Zwecke nicht aufgeschoben wurde. Zusätzlich wurde der jeweils 

für die mit Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 28. Novem-

ber 2013 und vom 30. Januar 2014 ausgesprochenen Geldstrafen gewährte be-

dingte Vollzug widerrufen. Die Vorinstanz verwies den Beschuldigten sodann für 

5 Jahre des Landes und ordnete die entsprechende Ausschreibung im Schenge-

ner Informationssystem an. Schliesslich wurde davon Vormerk genommen, dass 

der Beschuldigte der Privatklägerin eine Entschädigung in der Höhe von 

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Fr. 1'000.– bezahlt und letztere auf die Geltendmachung von darüber hinausge-

henden Schadenersatz- und Genugtuungsansprüchen verzichtet hat. Und es 

wurde über die Kosten- und Entschädigungsfolgen entschieden (Urk. 218). 

 2. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte am 20. Juni 2018 rechtzeitig 

Berufung anmelden (Urk. 214). Am 31. Juli 2018 ging seine innert Frist erstattete 

Berufungserklärung ein (Urk. 217/2; Urk. 229). 

 3. Mit Präsidialverfügung vom 7. August 2018 wurde der Privatklägerin so-

wie der Staatsanwaltschaft eine Kopie der Berufungserklärung zugestellt und Frist 

zur Erklärung der Anschlussberufung angesetzt (Urk. 233). Sowohl die Staatsan-

waltschaft als auch die Privatklägerin erklärten in der Folge, auf eine Anschluss-

berufung zu verzichten (Urk. 237; Urk. 238). Beweisanträge wurden keine gestellt. 

II. Prozessuales 

 1.1 Die Berufung des Beschuldigten richtet sich zunächst dagegen, dass er 

hinsichtlich der ihm unter der Anklageziffer I.1.2 vorgeworfenen Tat wegen vollen-

deter sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB schul-

dig gesprochen wurde, und mithin gegen die rechtliche Würdigung dieser Tat. In 

Abänderung des erstinstanzlichen Urteils beantragt er, lediglich der versuchten 

Tatbegehung schuldig gesprochen zu werden. Weiter verlangt er eine Bestrafung 

mit einer teilbedingten Geldstrafe in der Höhe von 240 Tagessätzen zu Fr. 30.– 

als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 

17. April 2018, wobei 120 Tagessätze unter Anrechnung der erstandenen Tage 

Haft und Strafvollzug zu vollziehen und der Vollzug von 120 Tagessätzen unter 

Anordnung einer Probezeit von 5 Jahren aufzuschieben seien. Schliesslich bean-

tragt er ein Absehen sowohl vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Straf-

befehlen der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 28. November 2013 sowie 

vom 30. Januar 2014 ausgesprochenen Geldstrafen als auch von einer Landes-

verweisung und der entsprechenden SIS-Ausschreibung (Urk. 252 S. 1 f.). 

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 1.2 Entsprechend der gemäss Art. 399 Abs. 3 lit. a StPO bestehenden Mög-

lichkeit, ein Urteil nur in Teilen anzufechten, opponiert der Beschuldigte vorlie-

gend nicht gegen die erstinstanzlich angeordnete ambulante Massnahme im Sin-

ne von Art. 63 StGB (Urk. 229 S. 1 f.). Da sich die Anordnung einer entsprechen-

den Massnahme auch mit den durch ihn im Berufungsverfahren gestellten Anträ-

gen in Einklang bringen lässt, ist eine Ausdehnung der Überprüfung hinsichtlich 

dieser Anordnung nicht erforderlich. 

 2. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechts-

kraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Nachdem 

die Urteilsdispositivziffern 1 teilweise (Schuldsprüche der sexuellen Handlungen 

mit Kindern zum Nachteil der Privatklägerin B._____ gemäss Anklageziffer I.1.1 

sowie des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung), 4 (Anordnung einer voll-

zugsbegleitenden ambulanten Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB [Behand-

lung psychischer Störungen und Suchtbehandlung]), 9 (Zivilforderungen) und 10 - 

14 (Kosten- und Entschädigungsdispositiv) unangefochten blieben, ist mittels Be-

schluss festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil in diesem Umfang in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

III. Schuldpunkt 

 1. Was den in Anklageziffer I.1.2 umschriebenen Sachverhalt hinsichtlich der 

zum Nachteil von C._____ begangenen Tat betrifft, ist der Beschuldigte nach wie 

vor geständig. Auch anlässlich der Berufungsverhandlung räumte er wie bereits 

im Vorverfahren und vor Vorinstanz ein, die zum Tatzeitpunkt 11-jährige C._____ 

an deren linken Hand gehalten zu haben, um diese anschliessend an seinen Pe-

nis, welchen er durch Öffnen des Hosenschlitzes entblösst habe, zu führen, wobei 

es jedoch nicht zu einem Kontakt mit seinem Penis gekommen sei, da sich die 

Geschädigte C._____ habe losreissen und wegrennen können (Urk. 8/3 S. 1 ff.; 

Urk. 8/4 S. 1 ff.; Urk. 8/5 S. 1 ff.; Prot. I S. 33 f.; Prot. II S. 18). Was diesen Vorfall 

betrifft, macht er jedoch geltend, dass es sich entsprechend der rechtlichen Wür-

digung der Staatsanwaltschaft und entgegen derjenigen der Vorinstanz nicht um 

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eine vollendete (Urk. 35 S. 7), sondern um eine versuchte sexuelle Handlung mit 

einem Kind gehandelt habe (Urk. 229 S. 1; Urk. 252 S. 3). So sei es gerade nicht 

zu einem Kontakt sexueller Art gekommen, da sich die Geschädigte C._____ 

noch habe losreissen können (Urk. 176 S. 4). Beim blossen Zeigen seines Glieds 

habe es sich sodann noch nicht um eine sexuelle Handlung im Sinne von Art. 187 

StGB gehandelt, in welche die Geschädigte C._____ hätte miteinbezogen werden 

können (Urk. 252 S. 3). 

 2. Der sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB 

macht sich strafbar, wer mit einem Kind unter 16 Jahren eine sexuelle Handlung 

vornimmt, es zu einer solchen verleitet oder es in eine sexuelle Handlung einbe-

zieht. Wie die Verteidigung zurecht vorbringt, stellt das Zeigen des Penis alleine 

noch keine sexuelle Handlung im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 Abs. 3 StGB dar, in 

welche die Geschädigte C._____ hätte miteinbezogen werden können. Voraus-

setzung für das Vorliegen dieser Tatvariante wäre, dass jemand allein oder zu-

sammen mit anderen eine geschlechtliche Handlung mit Wissen und Willen vor 

einem Kind vollzieht, ohne dass es zu einer körperlichen Berührung zwischen Tä-

ter und Opfer kommt (WEDER, in: Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder [Hrsg.], 

Kommentar zum StGB, 20. Auflage 2018, Art. 187 N 15). Da für alle Tatvarianten 

von Art. 187 Ziff. 1 StGB dieselben Strafandrohungen gelten, erfordert auch der 

Tatbestand des Einbeziehens eine Verhaltensweise von einiger Erheblichkeit, 

mithin eine ähnlich intensive Beteiligung des Kindes wie bei den anderen beiden 

Tatvarianten der Vornahme oder der Verleitung (TRECHSEL/BERTOSSA, in: 

Trechsel/Pieth [Hrsg.], Praxiskommentar StGB, 3. Auflage 2018, Art. 187 N 9). 

Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern ist jedenfalls dann nicht er-

füllt, wenn sich die Wahrnehmungen der Kinder lediglich auf die Begleitumstände 

der sexuellen Handlung beschränken (BGE 129 IV 168 E. 3.2). Da die Geschä-

digte C._____ vorliegend zwar den entblössten Penis des Beschuldigten gesehen 

hat, nicht jedoch wie dieser daran manipuliert hätte, liegt noch keine Wahrneh-

mung einer sexuellen Handlung im Sinne des Gesetzes vor. Demgegenüber hätte 

das Führen der Hand der Geschädigten C._____ an den entblössten Penis des 

Beschuldigten ohne Weiteres die Tatbestandsvariante des Vornehmens einer se-

xuellen Handlung mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt. Da 

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sich die Geschädigte C._____ jedoch noch losreissen konnte, bevor es zu einem 

Kontakt kam, liegt entsprechend eine versuchte Tatbegehung vor. 

 3. Zusätzlich zu den nicht angefochtenen Schuldsprüchen wegen der sexu-

ellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB zum Nachteil der 

Privatklägerin B._____ sowie des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im 

Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG ist der Beschuldigte demnach der versuchten 

sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbin-

dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von C._____ schuldig zu sprechen. 

IV. Strafzumessung 

 1. Der Beschuldigte hat die zu beurteilenden Straftaten vor Inkrafttreten der 

seit 1. Januar 2018 geltenden neuen Bestimmungen des Allgemeinen Teils des 

Strafgesetzbuches (Änderung des Sanktionenrechts; AS 2016 1249) begangen. 

Das geltende (neue) Recht ist auf diese nur anzuwenden, sofern es für den Be-

schuldigten im konkreten Fall zu einem günstigeren Ergebnis führt (Art. 2 Abs. 2 

StGB; DONATSCH, in: Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder [Hrsg.], Kommentar 

zum StGB, 20. Auflage 2018, Art. 2 N 10). Wie zu zeigen sein wird, ist für den Be-

schuldigten eine Freiheitsstrafe auszusprechen. Bereits die Vorinstanz erwog zu-

recht, dass für den Beschuldigten bei dieser Ausgangslage – wegen der Un-

gleichheit der Strafen – weder nach altem noch nach neuem Recht eine Gesamt-

strafenbildung gemäss Art. 46 Abs. 1 aStGB bzw. Art. 46 Abs. 1 StGB in Frage 

kommt, welche für ihn zu einem günstigeren Ergebnis führen würde (Urk. 35 

S. 8). Da das geltende (neue) Sanktionenrecht grundsätzlich keine mildere Be-

strafung vorsieht, gelangt dieses somit nicht zur Anwendung. 

 2.1 Der Beschuldigte beging die heute zu beurteilenden Delikte, bevor er mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 17. April 2018 wegen 

mehrfachem Diebstahl, geringfügigem Diebstahl sowie wegen mehrfacher Über-

tretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen 

zu Fr. 30.– sowie einer Busse von Fr. 200.– verurteilt wurde (Urk. 220). Es ist da-

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her zu prüfen, ob für die vorliegenden Delikte eine Zusatzstrafe zu diesem Straf-

befehl auszufällen ist. 

 2.2 Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, be-

vor er wegen einer anderen Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatz-

strafe in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die 

strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). 

Somit soll das Asperationsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gewährleis-

tet werden. Der Täter soll durch die getrennte Beurteilung von Straftaten, über die 

zeitlich zusammen hätte befunden werden können, nicht benachteiligt und soweit 

als möglich auch nicht besser gestellt werden. Die Zusatzstrafe gleicht dement-

sprechend die Differenz zwischen der ersten Einsatz- oder Grundstrafe und der 

hypothetischen Gesamtstrafe aus, die nach Auffassung des Richters bei Kenntnis 

der später beurteilten Straftat ausgefällt worden wäre (BGE 132 IV 102, E. 8.1 ff.; 

BGE 142 IV 265 E. 2.3.1 ff.). Massgeblich für die Anwendung des Asperations-

prinzips im Berufungsverfahren ist dabei, ob die zweite Tat bzw. die weiteren Ta-

ten vor der ersten Verurteilung im ersten Verfahren verübt wurden (BGE 138 IV 

113 E 3.4.3). Das ist vorliegend der Fall; der Beschuldigte beging die Delikte, die 

dem erwähnten Strafbefehl zugrunde liegen, zwischen dem 8. Februar 2018 und 

dem 16. März 2018 (Urk. 220). 

 2.3 Bedingung für die Ausfällung einer Zusatzstrafe ist aber, dass die 

Voraussetzungen der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB erfüllt sind. Danach 

sind ungleichartige Strafen kumulativ zu verhängen, weil das Asperationsprinzip 

nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Die Bildung 

einer Gesamtstrafe ist bei ungleichartigen Strafen nicht möglich. Die Bildung einer 

Gesamtstrafe – und mithin einer Zusatzstrafe – ist also nur möglich, wenn mehre-

re Geldstrafen, mehrfache gemeinnützige Arbeit, mehrere Freiheitsstrafen oder 

mehrere Bussen ausgesprochen werden (BGE 137 IV 57, E. 4.3.1.; BGE 142 IV 

265, E. 2.3.2). Im Hinblick auf die Frage, ob Art. 49 Abs. 1 und 2 StGB überhaupt 

zur Anwendung gelangt, ist demnach für jedes einzelne Delikt eine Strafzumes-

sung vorzunehmen, die auf der Hypothese beruht, dass es sich dabei um das 

einzige Delikt handelt. 

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 2.4 Da für die heute zu beurteilenden Taten aus noch darzulegenden Grün-

den eine Freiheitsstrafe auszufällen sein wird (vgl. E. III.3.2) und somit keine 

gleichartigen Strafen vorliegen, sind die Voraussetzungen zur Ausfällung einer 

Zusatzstrafe nicht gegeben. 

 3.1 Die allgemeinen Grundsätze der Strafzumessung hat die Vorinstanz 

richtig wiedergegeben und den in diesem Fall massgeblichen Strafrahmen von ei-

nem Tagessatz Geldstrafe bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 187 Ziff. 1 StGB) 

korrekt abgesteckt, sodass vorweg darauf verwiesen werden kann (Urk. 218 

S. 9 ff.). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass bei der Wahl der Sanktionsart 

die Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkung auf den Täter 

und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen sind 

(BGE 134 IV 97 E. 4.2). Ist eine Gesamtstrafe auszufällen, sind die Vorausset-

zungen für eine kurze unbedingte Freiheitsstrafe gemäss Art. 41 aStGB unbe-

achtlich, solange die Gesamtstrafe mindestens sechs Monate beträgt (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_808/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 2.1.2 f.). 

 3.2 Was die Wahl der Strafart im vorliegenden Fall betrifft, ist vorwegzu-

nehmen dass der Beschuldigte bereits vor der Begehung der heute zu beurteilen-

den Delikte mehrfach zu Geldstrafen verurteilt wurde (Urk. 220). In Anbetracht 

dessen, dass ihn diese Strafen jedoch offenkundig nicht von weiterer Delinquenz 

abzuhalten vermochten, erweist es sich weder in Bezug auf die Sexualdelikte 

noch hinsichtlich des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung als zweckmässig, 

ihn erneut mit einer Geldstrafe zu bestrafen. Es erscheint daher angezeigt, für 

sämtliche zu beurteilenden Delikte eine Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe auszufäl-

len. 

 4.1 Die Vorinstanz hat sodann die zum Nachteil der Privatklägerin begange-

ne sexuelle Handlung mit einem Kind zu Recht als die gravierendste der heute zu 

beurteilenden Taten angesehen und dafür vorweg eine Einsatzstrafe festgesetzt, 

wenngleich die Strafandrohung für die zweite sexuelle Handlung mit einem Kind, 

welche er zum Nachteil der Geschädigten C._____ beging, die gleiche ist. Hin-

sichtlich des objektiven Tatverschuldens dieser zeitlich ersten sexuellen Handlung 

mit einem Kind hielt die Vorinstanz zurecht fest, dass dabei ein vorpubertäres 

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Mädchen geschädigt wurde, welches zum Tatzeitpunkt erst 7 Jahre alt war. Wei-

ter wirkt sich erschwerend aus, dass der Beschuldigte zur Begehung seiner Tat 

eine Situation ausnutzte, in welcher das Mädchen keine Möglichkeit hatte, ihm zu 

entkommen oder um Hilfe zu rufen, und er somit in Kauf nahm, dass sich die Pri-

vatklägerin umso mehr verängstigt fühlte. Demgegenüber wirkt sich relativierend 

aus, dass der Beschuldigte bereits beim Betreten des Fahrstuhls im Erdgeschoss 

den 1. Stock als nächsten Halt auswählte, was auch die Privatklägerin mitbekam 

(Urk. 9/2 S. 2). Abgesehen davon, dass die Tat nach der Ankunft im 1. Stock en-

dete und mithin nur wenige Augenblicke dauerte, liegen somit auch keine Anzei-

chen dafür vor, dass der Beschuldigte weiter delinquiert hätte, wenn es die Situa-

tion zugelassen hätte. Wenn auch die Tathandlungen des Beschuldigten, das An-

fassen der damals 7jährigen Privatklägerin über ihrer Hose an ihrer Scheide so-

wie das Zeigen seines Penis, keineswegs zu bagatellisieren sind, so ist dennoch 

zu berücksichtigen, dass diese gemessen an allen unter diesen Tatbestand fal-

lenden Verhaltensweisen zu den objektiv leichteren zu zählen sind. Insbesondere 

ist auch zu berücksichtigen, dass mit den Taten keine psychische Manipulation 

einherging, mit welcher der Beschuldigte versucht hätte, seine Handlungen ge-

genüber der Privatklägerin als etwas Selbstverständliches und Normales darzu-

stellen. Das Tatverschulden wiegt daher in objektiver Hinsicht noch leicht. 

 Was das subjektive Tatverschulden betrifft, fällt entsprechend den vor-

instanzlichen Erwägungen ins Gewicht, dass er die Tat alleine aus egoistischen 

Motiven beging. Zudem handelte er mit direktem Vorsatz. Der Beschuldigte er-

klärte im Laufe der Untersuchung, er habe vor der Begehung der Tat am 16. Juni 

2017 Kokain und Cannabis konsumiert und sei entsprechend während der Tatbe-

gehung unter Drogen gestanden (Urk. 8/3 S. 2 ff.). In diesem Zusammenhang 

machte er denn auch geltend, dass insbesondere der Kokainkonsum dafür ver-

antwortlich gewesen sei, dass er die Kontrolle verloren habe (Prot. I S. 34). Wie 

bereits vor Vorinstanz bringt die Verteidigung nun auch im Berufungsverfahren 

vor, dass dieser Drogeneinfluss bei der Beurteilung des Verschuldens zu berück-

sichtigen sei (Urk. 176 S. 6; Urk. 252 S. 5). Aus der fokalen Risikobeurteilung des 

Beschuldigten vom 25. Januar 2018 geht hervor, dass er sich durch den zuletzt 

massiven Konsum von Cannabis und Kokain der Fähigkeit zur Steuerung und 

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Kontrolle des eigenen Handelns entscheidend beraubt habe. Aus forensischer 

Sicht bedeute dies jedoch nicht, dass entsprechende (pädosexuelle) deliktische 

Handlungen nur deshalb auftreten würden, weil sich der Beschuldigte unter dem 

Einfluss von Drogen befinde. Die pädosexuelle Affinität existiere vielmehr als 

zentrale Risikoeigenschaft unabhängig vom Einfluss konsumierter psychotroper 

Substanzen. Hingegen könne sich sein Konsum solcher Substanzen insofern auf 

seine Delinquenz auswirken, als die daraus resultierende senkende Wirkung auf 

die Hemmschwelle bezüglich der pädosexuellen Affinität eine höhere Auftretens-

wahrscheinlichkeit entsprechender deliktischer Impulse fördern würde (Urk. 83 

S. 44). Dass ihn die konsumierten Drogen in seinem deliktischen Handeln – ent-

sprechend seinem Vorbringen – nicht gänzlich unbeeinflusst liessen, bestätigt 

sich somit aufgrund dieser gutachterlichen Erkenntnisse, weshalb ihm eine leichte 

Verminderung der Schuldfähigkeit zu attestieren ist. Diese ist entsprechend ver-

schuldensmindernd zu berücksichtigen. Gegen die Annahme einer stärkeren 

Verminderung der Schuldfähigkeit spricht hingen, dass es sich um ein abgestuftes 

Tatgeschehen handelte. Der Beschuldigte entschied sich nicht spontan, die Pri-

vatklägerin anzufassen und ihr seinen Penis zu zeigen, weil er sich gerade zufäl-

ligerweise mit ihr alleine im Lift befand und er die Möglichkeit dazu hatte. Vielmehr 

fasste er den Vorsatz, etwas Verbotenes zu tun, bereits bevor er der Privatkläge-

rin zunächst ins Gebäude und dann in den Lift folgte. In der Folge war er in der 

Lage, gezielt nach diesem Vorsatz zu handeln. Überdies gab der Beschuldigte 

von sich aus an, dass er unter Drogeneinfluss zur Arbeit gegangen und auch in 

jenem Zustand in der Lage gewesen sei, seine Arbeitstätigkeit auszuüben 

(Urk. 8/3 S. 2), was ebenfalls gegen eine weitergehende Einschränkung seiner 

Einsichts- und Steuerungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt spricht. Angesichts dieser 

leicht verminderten Schuldfähigkeit erfährt das objektive Tatverschulden aufgrund 

der subjektiven Tatkomponente eine entsprechende Relativierung. Das Tatver-

schulden wiegt daher insgesamt leicht. Innerhalb des weit gefassten Strafrah-

mens von Geldstrafe bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe erscheint daher eine Einsatz-

strafe in der Höhe von 6 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen. 

 4.2 In Übereinstimmung mit den vorinstanzlichen Erwägungen ist im Hinblick 

auf das objektive Tatverschulden der versuchten sexuellen Handlung mit Kindern 

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zu berücksichtigen, dass es sich auch bei der damals 11 Jahre alten Geschädig-

ten C._____ um ein Mädchen im noch vorpubertären Alter handelte, obschon sie 

zum Tatzeitpunkt älter war als die Privatklägerin. Weiter fällt ins Gewicht, dass der 

Beschuldigte in Anbetracht dessen, dass er sie an ihrem Handgelenk festhielt, 

nicht davor zurückschreckte, ihr gegenüber gewisse Gewalt anzuwenden. Wie 

aber auch schon die Vorinstanz zurecht bemerkte, ist hingegen zu beachten, dass 

dieser Übergriff nicht in einem geschlossenen Raum ohne Fluchtmöglichkeit, 

sondern in einem Treppenhaus stattfand und die Geschädigte C._____ so die 

Möglichkeit ergreifen konnte, sich vom Beschuldigten loszureissen. Weiter ist 

auch zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte ihr nach ihrer Flucht nicht folgte 

und er somit seine begonnene Handlung nicht um jeden Preis fortzusetzen ver-

suchte. Obschon auch dieses Vorgehen nicht zu bagatellisieren ist, sind das Er-

greifen der Hand der Geschädigten C._____, um diese an seinen entblössten Pe-

nis zu führen, sowie das gleichzeitige Zeigen seines Penis Handlungen, welche 

am untersten Rand der unter diesen Tatbestand fallenden Vorgehensweisen an-

zusiedeln sind. Das objektive Tatverschulden auch dieses Delikts wiegt demnach 

noch leicht. 

 Bezüglich der subjektiven Tatkomponente kann zunächst auf die entspre-

chenden Erwägungen zur zum Nachteil der Privatklägerin begangenen Tat ver-

wiesen werden (vgl. E. III. 4.1). Auch diese Tat beging der Beschuldigte lediglich 

aus egoistischen Motiven und mit direktem Vorsatz. Zudem ist auch hinsichtlich 

dieser Tatbegehung aufgrund des vorgängigen Drogenkonsums eine leichte Ver-

minderung der Schuldfähigkeit zu berücksichtigen. Weiter ist grundsätzlich ver-

schuldensmindernd zu berücksichtigen, dass es bei dieser zweiten Tat bei einer 

versuchten Tatbegehung blieb. In Anbetracht dessen, dass dieser Umstand je-

doch nicht dem Willen des Beschuldigten, von der Tat abzusehen, sondern dem 

erfolgreichen Widerstand der Geschädigten C._____ zuzuschreiben ist, wirkt sich 

die versuchte Tatbegehung lediglich marginal verschuldensmindernd aus. Auf-

grund des Versuchs und insbesondere aufgrund der leichten Verminderung der 

Schuldfähigkeit vermag das subjektive Tatverschulden das objektive leicht zu re-

lativieren. Insgesamt wiegt das Tatverschulden daher leicht. Isoliert betrachtet 

würde es sich rechtfertigen, für diese Tat eine Einsatzstrafe von 4 Monaten Frei-

- 15 - 

heitsstrafe festzusetzen. Da ein sowohl sachlich als auch zeitlich enger Zusam-

menhang zur vorstehend beurteilten Tat besteht, erscheint es angemessen, die 

Einsatzstrafe des ersten Delikts in Anwendung des Asperationsprinzips für die 

zum Nachteil der Geschädigten C._____ begangene Tat um 2 Monate Freiheits-

strafe zu erhöhen. 

 4.3 Betreffend die beiden Autofahrten des Beschuldigten vom 5. Juli 2017 

und vom 12. Juli 2017, welche er trotz annulliertem Führerausweis unternahm, 

rechtfertigt sich angesichts der identischen Tatbegehung eine gemeinsame Beur-

teilung. In objektiver Hinsicht fällt dabei ins Gewicht, dass für den Beschuldigten 

bei beiden Fahrten vorgängig keine Notwendigkeit bestand, innert Frist an einen 

gewissen Ort zu gelangen. Dass er ohne Not dennoch Auto fuhr, zeugt von einer 

gewissen Unverfrorenheit. Relativierend ist zwar der Vorinstanz entsprechend zu 

berücksichtigen, dass es sich jeweils nur um kurze Strecken handelte. Wiederum 

verschuldenserhöhend wirkt sich dagegen aus, dass er mehrfach in dieser Weise 

delinquierte. Das objektive Tatverschulden wiegt insgesamt dennoch noch leicht. 

 Bezüglich des subjektiven Tatverschuldens ist zu berücksichtigen, dass der 

Beschuldigte mit direktem Vorsatz handelte. Eine Relativierung des objektiven 

Tatverschuldens aufgrund der subjektiven Tatkomponente fällt daher ausser Be-

tracht. Für das mehrfache Fahren ohne Berechtigung wäre daher isoliert betrach-

tet angesichts des Strafrahmens von Geldstrafe bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe 

eine Einsatzstrafe von 3 Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen. Vor diesem Hin-

tergrund erscheint es angemessen, die für die beiden Sexualdelikte ermittelte hy-

pothetische Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips um 2 Monate 

Freiheitsstrafe auf neu 10 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen. 

 5.1 Weiter ist der Auffassung der Vorinstanz zu folgen, wonach die persönli-

chen Verhältnisse des Beschuldigten als neutral zu werten sind. In Ergänzung zur 

bereits im vorinstanzlichen Urteil ausführlich dargelegten persönlichen Situation 

des Beschuldigten (vgl. Urk. 218 S. 16) erklärte er anlässlich der Berufungsver-

handlung, dass er mittlerweile von D._____ geschieden sei und ihnen gemäss 

dem Scheidungsurteil des Bezirksgerichtes Aarau vom 13. Juli 2018 das gemein-

same Sorgerecht für den Sohn E._____ zukomme. Die Obhut für E._____ liege 

- 16 - 

bei seiner Ex-Frau. Zudem sei vereinbart worden, dass er bei einem Einkommen 

von bis zu Fr. 4'000.– Unterhaltsbeiträge für ihn in der Höhe von Fr. 300.– pro 

Monat bezahlen werde. Sollte er mehr verdienen, würde sich der Betrag entspre-

chend auf Fr. 500.– erhöhen. Ausserdem gab er an, dass er nach wie vor mit 

F._____ liiert sei und er inzwischen die beiden gemeinsamen Söhne, G._____ 

und H._____, anerkannt habe (Prot. II S. 13 ff.; Urk. 249; Urk. 250; Urk. 251). 

 5.2.1 Der Beschuldigte erwirkte zwischen dem 16. April 2009 und der Bege-

hung der diesem Strafverfahren zugrundeliegenden Delikte die nachfolgenden 

vier Vorstrafen (Urk. 220): 

- Strafbefehl des Bezirksamts Aarau vom 16. April 2009: bedingte Geldstrafe 

von 30 Tagessätzen zu Fr. 60.–, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jah-

ren, sowie Busse von Fr. 200.– wegen grober Verletzung der Verkehrsre-

geln; 

- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 8. Februar 2011: 

unbedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 70.– sowie Busse von 

Fr. 600.– wegen der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes sowie Fah-

ren in fahrunfähigem Zustand; 

- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 28. November 

2013: bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 80.–, unter Ansetzung 

einer Probezeit von 4 Jahren, sowie Busse von Fr. 600.– wegen einer sexu-

ellen Handlung mit einem Kind; 

- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 30. Januar 2014: 

bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 80.–, unter Ansetzung einer 

Probezeit von 4 Jahren, sowie Busse von Fr. 1'200.– wegen mehrfachem 

Exhibitionismus, mehrfacher sexueller Belästigung, mehrfachem Vergehen 

gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie mehrfacher Übertretung des Be-

täubungsmittelgesetzes. 

 5.2.2 Sowohl die Anzahl der bisher erfolgten Bestrafungen als auch der Um-

stand, dass er bereits in der Vergangenheit sowohl wegen Strassenverkehrsdelik-

ten als auch wegen Delikten gegen die sexuelle Integrität verurteilt wurde, weisen 

- 17 - 

auf eine gewisse Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit des Beschuldigten gegen-

über der geltenden Rechtsordnung hin. Hingegen ist zu beachten, dass der Be-

strafung vom 30. Januar 2014 wegen mehrfachem Exhibitionismus und mehrfa-

cher sexueller Nötigung ausschliesslich Taten zum Nachteil von erwachsenen 

Frauen (Beizugsakten der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau ST.2013.1737) 

und der Verurteilung wegen einer sexuellen Handlung mit einem Kind vom 

28. November 2013 ein Delikt zum Nachteil eines 15jährigen Mädchens zugrunde 

lagen (Beizugsakten der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau ST.2011.7250). Vor-

liegend handelt es sich somit um die erste Bestrafung des Beschuldigten wegen 

Delikten, die sich gegen die sexuelle Integrität von vorpubertären Mädchen richte-

ten. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte vor der Begehung 

der heute zu beurteilenden Delikte nie zu einer Strafe von mehr als 40 Tagessät-

zen Geldstrafe verurteil wurde, und es sich bei sämtlichen Vorstrafen somit, an 

deren Strafhöhe gemessen, um eher geringfügige Delikte handelte. Dennoch sind 

diese Vorstrafen sowie die Delinquenz des Beschuldigten während der in Bezug 

auf die Strafbefehle der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 28. November 

2013 und vom 30. Januar 2014 laufenden Probezeiten merklich straferhöhend zu 

berücksichtigen. 

 5.2.3 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz bleibt hingegen kein Raum, 

die für die heute zu beurteilenden Delikte auszufällende Strafe aufgrund allfälliger 

früherer Delinquenz des Beschuldigten während laufender Probezeit oder auf-

grund der Delinquenz nach der Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug am 

8. Februar 2018 zu erhöhen (Urk. 218 S. 18 f.). Während diese Faktoren in die-

sem Strafverfahren, was die Frage der Legalprognose im Zusammenhang mit 

dem Vollzug der Strafe betrifft, zwar ohne Weiteres zu berücksichtigen sind, fällt 

deren Einbezug in die Bemessung der Höhe der heute auszufällenden Strafe 

ausser Betracht. Da die frühere Delinquenz des Beschuldigten während laufender 

Probezeit bereits bei der Bemessung der wegen ebendieser Delinquenz neu aus-

zufällenden Strafen zu berücksichtigen war und die Delinquenz nach der Entlas-

sung aus dem vorzeitigen Strafvollzug am 8. Februar 2018 im Rahmen der Be-

messung der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 

17. April 2018 als Delinquenz während eines laufenden Strafverfahrens bereits 

- 18 - 

straferhöhend bewertet werden musste, würde eine erneute Berücksichtigung in 

dieser Strafzumessung zu einer Doppelbestrafung führen. 

 5.3 Strafmindernd ist sodann das vollumfängliche Geständnis des Beschul-

digten zu veranschlagen. Während der Beschuldigte noch in den ersten beiden 

Befragungen nach seiner Verhaftung am 17. Juli 2017 von seinem Aussagever-

weigerungsrecht Gebrauch machte, anerkannte er fortan sämtliche ihm gemach-

ten Vorwürfe (Urk. 8/1 S. 1 ff.; Urk. 8/2 S. 2 ff.; Urk. 8/3 S. 1 ff.). Zwar blieb ihm in 

Anbetracht dessen, dass ihn die Geschädigte C._____ bei einer Wahlbildkonfron-

tation wiedererkannte und angesichts seiner DNA-Spuren auf der Hose der Pri-

vatklägerin kaum Raum für Bestreitungen (Urk. 10/2 S. 2; Urk. D2/6/4). Allerdings 

blieb beiden Mädchen durch sein frühes Geständnis eine weitere Einvernahme 

erspart. Was den Vorwurf betreffend das mehrfache Fahren ohne Führerausweis 

betrifft, gab er gar von sich aus an, im Deliktszeitraum um den 5. Juli 2017 teil-

weise auch mit dem Auto gefahren zu sein, obwohl er dies nicht durfte, noch be-

vor ihm ein entsprechender Vorhalt gemacht wurde (Urk. 8/4 S. 2 ff.). Ausserdem 

ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte von sich aus aussergerichtlich be-

reits eine Genugtuungszahlung in der Höhe von Fr. 1'000.– an die Privatklägerin 

leistete (Urk. 153). Sein vollumfängliches Geständnis und die Leistung der aus-

sergerichtlichen Genugtuungszahlung wirken sich daher merklich strafmindernd 

aus. 

 5.4 Da keine der durch den Beschuldigten erwirkten Vorstrafen eine Höhe 

von 40 Tagessätzen Geldstrafe überstieg, vermag die strafmindernde Wirkung 

des Geständnisses und der aussergerichtlichen Genugtuungszahlung vorliegend 

die straferhöhende Wirkung der teilweise einschlägigen Vorstrafen und der Delin-

quenz während laufender Probezeit aufzuheben. Entsprechend wirkt sich die Tä-

terkomponente neutral auf die hypothetische Gesamtstrafe aus. Diese bleibt somit 

unverändert bei 10 Monaten Freiheitsstrafe. 

 6. Der Beschuldigte ist folglich mit einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten zu 

bestrafen. An die Freiheitsstrafe ist die vom 17. Juli 2017 bis am 8. Februar 2018 

sowie die vom 23. März 2018 bis und mit heute bereits erstandene Haft von 

400 Tagen (Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitiger Strafvollzug) 

- 19 - 

anzurechnen (Urk. 15/2; Urk. 101; Urk. 132; Urk. 138 ; Art. 51 StGB). Über eine 

Entschädigung der nach der Anrechnung an die Strafe verbleibenden 100 Tage 

erstandener Haft bzw. über deren Anrechnung an die allfällig zu widerrufenden 

Geldstrafen ist nachfolgend zu entscheiden. 

V. Vollzug 

 1. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, können für den Beschuldigten die 

subjektiven Voraussetzungen zur Gewährung des bedingten Vollzugs im Sinne 

von Art. 42 Abs. 1 StGB insbesondere angesichts des Umstands, dass er bereits 

mehrfach zu bedingten sowie einmal zu einer unbedingten Geldstrafe verurteilt 

wurde, diese ihn jedoch nicht von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten 

vermochten und er gar mehrmals während laufender Probezeit delinquierte, nicht 

mehr bejaht werden (Urk. 218 S. 21 f.). 

 2. Erscheint die Prognose wie vorliegend zu ungünstig, um einen vollstän-

digen Aufschub der Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 42 StGB zu gewähren, so gilt 

dies aber nicht notwendigerweise auch im Hinblick auf einen teilweisen Aufschub. 

Die Beurteilung nach Art. 43 StGB muss auf einer eigenständigen legalprognosti-

schen Grundlage erfolgen. Bei einer Freiheitsstrafe, die teilweise vollzogen und 

teilweise aufgeschoben wird, kann die Einschätzung der Wiederholungsgefahr in 

zweifacher Hinsicht günstiger ausfallen als bei einer vollständig bedingten resp. 

vollständig unbedingten Freiheitsstrafe. So erhöht sich bei teilweisem Vollzug die 

Warnwirkung der Strafe gegenüber dem vollständigen Aufschub. Komplementär 

dazu bildet der zum anderen Teil ausgesetzte Vollzug einen Anreiz, nicht rückfäl-

lig zu werden (Urteil des Bundesgerichts 6B_1005/2017 vom 9. Mai 2018 

E. 4.2.4). In Anbetracht dessen, dass der Beschuldigte nach seiner zwischenzeit-

lichen Entlassung nach knapp 7 Monaten erstandener Haft im Februar 2018 trotz 

gleichzeitig angeordneter Ersatzmassnahmen erneut delinquierte (Urk. 161), zeig-

te sich bereits, dass die Warnwirkung des Vollzugs lediglich eines Teils der heute 

auszufällenden Freiheitsstrafe von 10 Monaten den Beschuldigten nicht von der 

Begehung weiterer – wenn auch nicht einschlägiger – Straftaten abzuhalten ver-

- 20 - 

mochte. Da somit auch ein teilbedingter Vollzug der Freiheitsstrafe nicht in Frage 

kommt, ist die Freiheitsstrafe von 10 Monaten zu vollziehen. 

VI. Widerruf 

 1. Mit zutreffender Begründung gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass 

dem Beschuldigten auch hinsichtlich der Beurteilung des Widerrufs keine günstige 

Legalprognose ausgestellt werden kann, da ihn die bis anhin bedingt ausgespro-

chenen Geldstrafen nicht von weiterer Delinquenz abzuhalten vermochten 

(Urk. 218 S. 23). Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehlen der Staatsanwalt-

schaft Lenzburg - Aarau vom 28. November 2013 sowie vom 30. Januar 2014 je-

weils ausgesprochenen Geldstrafen von 40 Tagessätzen zu je Fr. 80.– ist daher 

zu widerrufen. 

 2. An diese zu widerrufenden Geldstrafen sind die im Zusammenhang mit 

dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 30. Januar 2014 

erstandenen 31 Tage Untersuchungshaft (Urk. 220) sowie 49 der in diesem Straf-

verfahren nach der Anrechnung an die auszufällende Freiheitsstrafe verbleiben-

den 100 Tage erstandene Haft anzurechnen. 

 3. Was die übrigen nach der Anrechnung an die neu auszufällende sowie an 

die zu widerrufenden Strafen verbleibenden 51 Tage erstandene Haft betrifft, ist 

darauf hinzuweisen, dass die Verteidigung im Rahmen der Berufungsverhandlung 

erklärte, dass der Beschuldigte auf jegliche Entschädigung für allfällige unrecht-

mässig erstandene Haft bzw. für Überhaft verzichte (Prot. II S. 20). Von diesem 

Verzicht ist Vormerk zu nehmen. 

VII. Landesverweisung 

 1. Der am 1. Oktober 2016 in Kraft getretene Art. 66a StGB sieht vor, dass 

Ausländer, die eine Katalogtat gemäss Abs. 1 dieser Bestimmung begangen ha-

ben, vom Gericht unabhängig von der Höhe der Strafe für 5 bis 15 Jahre aus der 

Schweiz verwiesen werden. Da es sich bei der sexuellen Handlung mit einem 

- 21 - 

Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB, derer vollendeten sowie versuchten Be-

gehung der Beschuldigte zu verurteilen ist, um eine Katalogtat handelt, ist die 

Landesverweisung grundsätzlich anzuordnen. 

 2.1 Ein Verzicht auf eine Landesverweisung im Sinne von Art. 66a StGB ist 

nur ausnahmsweise möglich, wenn diese für den Ausländer einen schweren per-

sönlichen Härtefall bewirken würde und die öffentlichen Interessen an einer Lan-

desverweisung gegenüber den privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in 

der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a Abs. 2 StGB). 

 2.2 Die Vorinstanz hat sich einlässlich und zutreffend mit den Voraussetzun-

gen eines schweren persönlichen Härtefalls gemäss Abs. 2 von Art. 66a StGB 

auseinandergesetzt. Der Beschuldigte kam im Alter von 7 Jahren mit seiner Mut-

ter und zwei Geschwistern in die Schweiz, wo sein Vater bereits gelebt und gear-

beitet hatte. In der Schweiz ging er in der Folge auch zur Schule. Eine Lehre ab-

solvierte er nicht, da ihm sein Vater zunächst davon abgeraten habe, sondern er 

begann direkt nach der Schule zu arbeiten (Urk. 8/3 S. 8; Urk. 83 S. 20). Abgese-

hen von zwischenzeitlichen Phasen der Arbeitslosigkeit arbeitete er bis zu seiner 

Verhaftung als Logistiker oder als Maurer (Urk. 83 S. 20). Er hat geheiratet und 

wurde am tt.mm.2007 erstmals Vater eines Sohnes, E._____ (Urk. 8/3 S. 8; 

Urk. 83 S. 22). Nachdem er F._____ kennen gelernt hatte und sich in sie verlieb-

te, trennte er sich von seiner Ehefrau und ging mit F._____ eine neue Beziehung 

ein (Urk. 8/3 S. 8). Gemeinsam wurden sie am tt.mm.2014 und am tt.mm.2016 El-

tern von zwei Söhnen, G._____ und H._____ (Urk. 8/3 S. 8; Urk. 83 S. 22). Mit 

ihnen lebte er bis zu seiner Verhaftung zusammen (Urk. 8/4 S. 10). Seine Ehe mit 

D._____ ist inzwischen geschieden. Sie teilen sich das gemeinsame Sorgerecht 

für den Sohn E._____. Während dieser unter die Obhut von D._____ gestellt wur-

de, kommt dem Beschuldigten gemäss dem Scheidungsurteil ein Besuchsrecht 

für jedes zweite Wochenende sowie für vier Wochen Ferien pro Jahr zuteil 

(Urk. 249; Prot. II S. 12 f.). Zu E._____ pflegt der Beschuldigte sodann auch re-

gelmässigen Kontakt. Tagsüber wird er durch die Mutter des Beschuldigten be-

treut (Urk. 8/4 S. 10; Urk. 8/5 S. 4). In den Kosovo pflegt der Beschuldigte keine 

- 22 - 

Beziehungen. Er hielt sich jedoch alle paar Jahre ferienhalber dort auf (Urk. 8/5 

S. 4; Prot. II S. 12). 

Dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund zum Schluss gelangte, beim Be-

schuldigten könne vom Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls im Sin-

ne von Art. 66a Abs. 2 StGB ausgegangen werden, ist nicht zu beanstanden 

(Urk. 218 S. 31). Ausserdem ist festzuhalten, dass der Verteidigung insofern zu-

zustimmen ist, als eine Verweisung des Beschuldigten des Landes den Schutzbe-

reich von Art. 8 EMRK tangieren würde (Urk. 176 S. 12), da die Ausweisung einer 

Person aus einem Land, in welchem seine nahen Verwandten wohnen, einen 

entsprechenden Eingriff in das durch Art. 8 EMRK gewährte Recht auf Achtung 

des Familienlebens darstellen kann (Urteil des Bundesgerichts 6B_506/2017 vom 

14. Februar 2018 E. 2.2; Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrech-

te Hasanbasic gegen die Schweiz vom 11. Juni 2013 [requête no 52166/09] § 46). 

Der Anspruch (auf Aufenthalt) gilt im Übrigen nicht absolut: Liegt eine aufent-

haltsbeendende Massnahme im Schutz- und Anwendungsbereich von Art. 8 

EMRK, erweist sich diese als zulässig, falls sie gesetzlich vorgesehen ist, einem 

legitimen Zweck im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK entspricht und zu dessen Reali-

sierung in einer demokratischen Gesellschaft "notwendig" erscheint (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_659/2018 vom 20. September 2018). 

 3. Der durch die Vorinstanz ebenfalls sorgfältigen Interessenabwägung, wo-

nach im Ergebnis die öffentlichen Interessen an seinem zeitweiligen Verlassen 

der Schweiz die privaten Interessen des Beschuldigten am Verbleib im Land 

überwiegen würden (Urk. 218 S. 31 ff.), ist zu folgen. So hat die Vorinstanz die 

beiden Interessenlagen detailliert dargelegt und ihre gegenseitige Abwägung 

nachvollziehbar vorgenommen. Ihr ist insbesondere beizupflichten, dass das öf-

fentliche Interesse an einer Landesverweisung als hoch einzustufen ist (Urk. 218 

S. 31 f.), da sich der Beschuldigte bereits mehrfach Sexualdelikte ausserhalb des 

Bagatellbereichs zu Schulden kommen liess und ihm durch die Gutachter nicht 

nur ein hohes Rückfallrisiko für erneute Hands-off-Sexualdelikte (im Sinne der in 

der Vergangenheit gezeigten exhibitionistischen Handlungen), sondern auch ein 

ebenso hohes Rückfallrisiko in Bezug auf erneute sexuelle Handlungen an Kin-

- 23 - 

dern in der Qualität, die er bislang präsentierte, attestiert wurde (Urk. 83 S. 46). 

Dass auch die Verbüssung einer längeren Freiheitsstrafe den Beschuldigten nicht 

davon abzuhalten vermochte, erneut zu delinquieren, zeigte sich daran, dass der 

Beschuldigte umgehend nach seiner Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug 

nach insgesamt rund 7 Monaten erstandener Haft mehrere Diebstähle beging 

(Urk. 161). Dieses Verhalten lässt auf eine ausgesprochen schlechte Legalprog-

nose schliessen. Das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung des Be-

schuldigten kann auch durch die Verbüssung einer längeren Freiheitsstrafe nicht 

wesentlich geschmälert werden. 

Zwar stehen diesem hohen öffentlichen Interesse die ebenfalls nicht unerhebli-

chen privaten Interessen des Beschuldigten am Verbleib in der Schweiz entge-

gen. In Anbetracht dessen, dass seine Lebenspartnerin aber Bereitschaft zeigte, 

ihm in den Kosovo zu folgen (Urk. 83 S. 22), und sein ältester Sohn bald ein Alter 

erreicht haben wird, in welchem er auch in der Lage sein wird, den Beschuldigten 

alleine zu besuchen, würde es die Anordnung einer Landesverweisung dem Be-

schuldigten nicht gänzlich verunmöglichen, den Kontakt zu seiner Kernfamilie hal-

ten zu können. Entsprechend hätte eine Anordnung der Landesverweisung auch 

keine Verletzung von Art. 8 EMRK zur Folge. Obwohl der Beschuldigte vor seiner 

Verhaftung stets erwerbstätig war, würde eine Landesverweisung in Anbetracht 

dessen, dass es sich vorwiegend um befristete Arbeitsverhältnisse handelte, nicht 

zum Verlust einer langjährigen Arbeitsstelle führen. Zweifellos wäre ein Verlassen 

der Schweiz und ein Neuanfang im Kosovo oder in einem Drittstaat (z.B. in 

Deutschland, nachdem seine Lebenspartnerin aus Deutschland stammt) für den 

Beschuldigten mit erheblichen persönlichen Einschränkungen verbunden. Diesen 

Einschränkungen steht jedoch das starke öffentliche Interesse entgegen, dass der 

Beschuldigte in der Schweiz keine weiteren Delikte mehr begehen wird, und die-

ses überwiegt seine persönlichen Interessen. Die Anordnung der Landesverwei-

sung im Sinne von Art. 66a StGB ist daher zu bestätigen. Deren Dauer ist eben-

falls in Bestätigung des angefochtenen Urteils auf das gesetzliche Minimum von 

fünf Jahren festzusetzen; eine Erhöhung der Dauer würde dem Verschlechte-

rungsverbot widersprechen. 

- 24 - 

 4.1 Die Vorinstanz ordnete gleichzeitig mit der Landesverweisung auch die 

Ausschreibung derselben im Schengener Informationssystem (SIS) an (Urk. 218 

S. 33 f.). Auch gegen diese Anordnung richtet sich die Berufung des Beschuldig-

ten (Urk. 252 S. 2). 

 4.2 Landesverweisungen gegenüber Ausländern aus Staaten, die nicht zum 

Schengenraum gehören, werden im Schengen-Informationssystem ausgeschrie-

ben, wenn davon auszugehen ist, dass die Anwesenheit der betreffenden Person 

im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates die öffentliche Sicherheit und Ordnung ge-

fährdet. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Drittstaatsangehörige wegen ei-

ner Straftat verurteilt worden ist, die mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe 

bedroht ist (Art. 24 Abs. 2 SIS-II-VO, vgl. Art. 96 Abs. 2 lit. a SDÜ), es sei denn, 

ein anderer Schengen-Vertragsstaat hätte dieser Person aus humanitären oder 

anderen gewichtigen Gründen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt oder zugesichert 

(Art. 25 SDÜ; vgl. zum Ganzen BVGer. C-4656/2012, Erw. 5). Das Schengener 

Durchführungsabkommen ist in diesem Punkt unklar formuliert. Auch ein Blick auf 

den englischen, französischen oder italienischen Text des Abkommens [im Inter-

net abrufbar unter http://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/ALL/?uri=celex: 

42000A0922(02)] verschafft keine Klarheit, ob eine Höchststrafe von mindestens 

einem Jahr oder eine Mindeststrafe von einem Jahr gemeint ist. Ersteres kann in-

dessen nicht die richtige Auslegung des Abkommens sein, denn so würden von 

der Ausschreibung im Schengen-Informationssystem nicht nur schwere Straftaten 

erfasst, sondern auch eine Vielzahl eher geringfügiger Delikte. Mit der Ausweitung 

einer ausländerrechtlichen Fernhaltemassnahme auf den gesamten Schengen-

raum wird deren Sanktionswirkung sehr stark erhöht. Dies rechtfertigt sich nur bei 

gravierenden Taten, die – soweit nicht Strafmilderungsgründe gegeben sind – mit 

mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden müssen. Zwar trifft es 

zu, dass im durch die Vorinstanz zitierten Entscheid der vorliegend entscheiden-

den Kammer vom 6. Dezember 2017 die Frage aufgeworfen wurde, ob in Bezug 

auf das Schweizerische Strafrecht bei der Beurteilung, ob eine Ausschreibung im 

SIS angezeigt erscheine, nicht die Höhe der Strafe der konkreten Verurteilung 

entscheidender sein sollte als das wenig taugliche Abgrenzungskriteriums des 

abstrakten Strafrahmens (Urk. 218 S. 34; Urteil des Obergerichts des Kantons Zü-

- 25 - 

rich SB170246 vom 6. Dezember 2017, E. III.3 S. 23). Jedoch geht auch aus je-

nem Urteil hervor, dass der Passus "Verurteilung wegen einer Straftat, welche mit 

einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bedroht ist" so gelesen werden 

müsse, dass die Verurteilung wegen einer Straftat erfolge, deren abstrakter Straf-

rahmen eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe aufweise (Urteil des 

Obergerichts des Kantons Zürich SB170246 vom 6. Dezember 2017, E. III.3 

S. 22). 

 4.3 Vorliegend ist der Beschuldigte wegen der vollendeten sowie der ver-

suchten sexuellen Handlungen mit einem Kind (Art. 187 Ziff. 1 StGB) sowie we-

gen mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung (Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG), bei wel-

chen die Mindeststrafe je einen Tagessatz Geldstrafe beträgt, zu 10 Monaten 

Freiheitsstrafe zu verurteilen. Die vorstehend dargelegten Voraussetzungen für 

eine Ausweitung der Landesverweisung auf den gesamten Schengenraum sind 

damit nicht erfüllt, weshalb von dieser Massnahme abzusehen ist. 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 1.1 Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massga-

be ihres Obsiegens oder Unterliegens. Der Beschuldigte obsiegt mit seiner Beru-

fung einzig hinsichtlich der im Vergleich zum angefochtenen Urteil tieferen Bestra-

fung sowie des Absehens von der Ausschreibung der Landesverweisung im 

Schengener Informationssystem. Die Verfahrenskosten sind dem Beschuldigten 

daher zu drei Vierteln aufzuerlegen und im Übrigen auf die Staatskasse zu neh-

men. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Privatklä-

gervertretung im Berufungsverfahren sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO in der Höhe von drei Vierteln der 

Kosten der amtlichen Verteidigung ist vorzubehalten. 

 1.2 Für ihre Bemühungen im Berufungsverfahren sind der amtliche Verteidi-

ger sodann mit Fr. 4'800.– und die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklä-

gerin mit Fr. 467.10 (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 

- 26 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abtei-

lung, vom 13. Juni 2018 bezüglich der Urteilsdispositivziffern 1 teilweise 

(Schuldsprüche der sexuellen Handlungen mit Kindern zum Nachteil der Pri-

vatklägerin B._____ sowie des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung), 4 

(Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten Massnahme im Sinne 

von Art. 63 StGB [Behandlung psychischer Störungen und Suchtbehand-

lung]), 9 (Zivilforderungen), 10 - 14 (Kosten- und Entschädigungsdispositiv) 

in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig der versuchten sexuellen 

Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von C._____. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe, welche durch 

die bis und mit heute insgesamt 400 Tage, welche der Beschuldigte in Un-

tersuchungs- und Sicherheitshaft sowie im vorzeitigen Strafvollzug verbracht 

hat, vollumfänglich erstanden ist. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Die mit Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 

28. November 2013 und vom 30. Januar 2014 ausgefällten Geldstrafen von 

je 40 Tagessätzen zu Fr. 80.– werden für vollziehbar erklärt. Diese Strafen 

hat der Beschuldigte erstanden (31 Tage Untersuchungshaft gemäss Straf-

befehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 30. Januar 2014 sowie 

49 Tage im vorliegenden Verfahren). 

- 27 - 

Vom Verzicht des Beschuldigten auf eine Entschädigung der Überhaft wird 

Vormerk genommen. 

5. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen. 

6. Auf eine Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informati-

onssystem wird verzichtet. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'800.–   amtliche Verteidigung 

Fr. 467.10   unentgeltliche Vertretung Privatklägerschaft 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der 

Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt und 

im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung sowie der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft wer-

den auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Be-

schuldigten hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigung bleibt im Um-

fang von drei Vierteln vorbehalten. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin im Doppel für 

sich und zuhanden der Privatklägerin (versandt, vorab per Fax) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste (versandt, vorab per Fax) 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt, vorab per Fax) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten 

- 28 - 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin im Doppel für 

sich und zuhanden der Privatklägerin 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau betr. Unt.Nr. ST.2011.7250 
und ST.2013.1737; 

− das Statthalteramt Zürich betr. Unt.Nr. ST.2017.9292 zusammen mit 
den Akten (Urk. 72); 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B. 

10. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

- 29 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 2. Oktober 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Höchli 
 

 

	Urteil vom 2. Oktober 2018
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie
	- des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 17 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 288 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Behandlung psychischer Störungen und Suchtbehandlung) angeordnet. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg – Aarau vom 28. November 2013 ausgefällte bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen  zu Fr. 80.– wird widerrufen.
	6. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg – Aarau vom 30. Januar 2014 ausgefällte bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen  zu Fr. 80.– wird widerrufen, unter Anrechnung der erstandenen Haft von 31 Tagen.
	7. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen.
	8. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird angeordnet.
	9. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte der Privatklägerin B._____ eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.– bezahlt hat und die Privatklägerin B._____ auf die Geltendmachung von darüber hinausgehenden Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche...
	10. Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger mit pauschal Fr. 18'200.– (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	11. Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Privatklägerin mit pauschal Fr. 2'500.– (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	12. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	14. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft werden unter Vorbehalt der Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO und Art. 138 Abs. 1 StPO auf die Gerichtskasse genommen.
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	II. Prozessuales
	III. Schuldpunkt
	IV. Strafzumessung
	V. Vollzug
	VI. Widerruf
	VII. Landesverweisung
	VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom 13. Juni 2018 bezüglich der Urteilsdispositivziffern 1 teilweise (Schuldsprüche der sexuellen Handlungen mit Kindern zum Nachteil der Privatklägerin B._____ sowie ...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig der versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von C._____.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe, welche durch die bis und mit heute insgesamt 400 Tage, welche der Beschuldigte in Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie im vorzeitigen Strafvollzug verbracht hat, vollumfänglich erst...
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Die mit Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Lenzburg - Aarau vom 28. November 2013 und vom 30. Januar 2014 ausgefällten Geldstrafen von je 40 Tagessätzen zu Fr. 80.– werden für vollziehbar erklärt. Diese Strafen hat der Beschuldigte erstanden (31 ...
	Vom Verzicht des Beschuldigten auf eine Entschädigung der Überhaft wird Vormerk genommen.
	5. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen.
	6. Auf eine Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird verzichtet.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt und im Übrigen auf die Gerichtskasse genommen. Die...
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin (versandt, vorab per Fax)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (versandt, vorab per Fax)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt, vorab per Fax)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau betr. Unt.Nr. ST.2011.7250 und ST.2013.1737;
	 das Statthalteramt Zürich betr. Unt.Nr. ST.2017.9292 zusammen mit den Akten (Urk. 72);
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B.

	10. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.