# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39f1ef31-9353-5d91-8cd5-c2f9dd719421
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-27
**Language:** de
**Title:** Anforderungen an Gebäude und Räume. Dachräume. Raumhöhe. Ausnützungsziffer.
**Docket/Reference:** BRKE III Nr. 0167/2010
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRKE_III_0167_2010_126.pdf

## Full Text

BRKE III Nr. 0167/2010 vom 27. Oktober 2010 in BEZ 2011 Nr. 15 

In  casu  war  zu  beurteilen,  ob  in  den  Plänen  als  «Estrich»  bezeichnete 
Räume  im  Dachgeschoss  unter  anderem  auf  Grund  der  Raumhöhe  zum 
Wohnen geeignet waren. 

Aus den Erwägungen: 

(ABV) 

7.5 Etwas andere Verhältnisse sind beim Estrich des Hausteils A gegeben. 
In dessen nordwestlichem Teil ist die nach § 304 Abs. 3 PBG notwendige lichte 
Mindesthöhe  nicht  vorhanden.  Dies  selbst  dann,  wenn  davon  ausgegangen 
wird, dass als Bodenfläche im Sinne dieser Norm lediglich diejenige Fläche zu 
betrachten ist, bei welcher eine Raumhöhe von mindestens 1,2 m gegeben ist. 
Das  letztgenannte  Mass  erklärt  sich  mit  der  anlässlich  der  Revision  der 
formell 
Allgemeinen  Bauverordnung  vom  25.  September  1991 
aufgehobenen  Regelung  von  §  10  Abs.  2  altABV,  wonach  Räume  und 
Raumteile in Dachgeschossen mit einer Höhe von 1,2 m oder weniger nicht an 
die  Ausnützungsziffer  anrechenbar  sind  (welche  Regelung  unbesehen  ihrer 
formellen Aufhebung mit Bezug auf Dachgeschossflächen, die nach § 255 Abs. 
2 PBG nicht ausnützungsprivilegiert sind, weiter gilt). Es wäre widersprüchlich, 
solche  Dachgeschossflächen  bei  der  Ausnützungsziffer  auszuklammern,  aber 
der  Bodenfläche 
im  Sinne  von  §  304  Abs.  3  PBG  zuzurechnen. 
Konsequenterweise  muss  dann  allerdings  auch  bei  der  Beantwortung  der 
Frage, ob die nach § 303 Abs. 1 PBG notwendige Raum-Mindestfläche von 10 
m2 erreicht sei, in gleicher Weise vorgegangen werden und dürfen Raumteile in 
Dachgeschossen  mit  einer  Höhe  von  weniger  als  1,2  m  nicht  berücksichtigt 
werden.  Die  vorgenannte  Lösung  drängt  sich  nicht  zuletzt  deswegen  auf,  weil 
sie  mit  den  nicht  selten  anzutreffenden  baulichen  Gegebenheiten 
in 
Dachgeschossen korrespondiert. Häufig werden Raumteile mit einer Höhe von 
1,2  m  und  weniger  durch  Wände  abgetrennt  (etwa  zugunsten  von  Stauraum), 
wodurch  die  Raum-Mindestfläche  im  Sinne  von  §  303  Abs.  1  PBG  und  die 
Bodenfläche im Sinne von § 304 Abs. 3 PBG auch baulich identisch sind.