# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 172b6768-8544-5293-901f-7030ce175123
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-11
**Language:** de
**Title:** Bisherige Tätigkeit sowie angepasste Tätigkeit nach wie vor möglich. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2014.00534
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00534.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00534
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
11. August 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1973
,
Hausfrau und zuletzt vom 1
5.
August 2012 bis 1
5.
August 2013 als
Babysitterin
in einem Pensum
von
4 Stunden pro Woche
tätig (
Urk.
6/5
Ziff.
5.4-5
,
Urk.
6/12
)
, meldete sich am 2
8.
September 2012 unter Hinweis auf eine Bandscheiben-Verletzung, einen starken Morbus
Schlatter in beiden Knien und chronisches Asthma, Bronchitis und Allergien
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/5
Ziff.
6.
2-3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizini
sc
he und erwerbliche Situation ab
und verneinte nach
durchgeführtem
Vorbe
scheid
verfahren
(
Urk.
6/30;
Urk.
6/33
,
Urk.
6/35-36)
mit Verfügung vom
7.
April 2014
einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
(
Urk.
6/38
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am 1
9.
Mai 2014
Beschwerde gegen die Verfügung vom
7.
April 2014
(
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss
,
diese sei aufzuheben und es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 1 ff.
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2.
Juli 2014
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde der Beschwerdeführerin am 2
4.
Juli 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über
die Invalidenversicherung; IVG
).
1.
3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre leistungsanspruchsverneinende Verfü
gung (
Urk.
2) damit,
die Beschwerdeführerin sei in ihrer bisherigen Tätigkeit und in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Sie sei ohne berufli
che Ausbildung und habe bisher vormals verschiedene Hilfsarbeiten im
Teilzeit
pensum
ausgeübt. Es
liege
in diesem Zusammenhang keine wesentliche gesund
heitliche Einschränkung vor
,
und es sei ihr zumutbar, auf dem Arbeitsmarkt ein genügendes Einkommen im bisherigen Ausmass zu erzielen. Da die Beschwer
deführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei, seien auch keine Einschränkungen im Aufgabenbere
ich anzunehmen
(S. 2).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer
Beschwerde (
Urk.
1) geltend, sie
habe aufgrund beruflicher und sportlicher Überlastung einen schweren, inoperablen
Bandscheibenvorfall
mit mehreren Rückfällen und zeitweise
n
Aus
fallerscheinungen erlitten. Zusätzlich leide sie an einem falsch behandelten Morbus Schlatter
mit fortgeschrittener Arthrose
. Weiter sei sie asthma
bedingt kurzatmig und durch ein
Lungenemphysem
eingeschränkt. Sie müsse daher
mehrere Medikamente einnehmen, welche ihre Leistungsfähigkeit zusätzlich einschränkt
en (S. 1).
Es sei
unzutreffend, dass sie verschiedene Hilfsarbeiten im Teilzeitpensum ausgeübt haben solle
,
genauso die Behauptung, dass dabei keine gesundheitlichen Einschränkungen vorgelegen hätten. Zutreffend sei, dass sie sich bei einem 50%igen Einsatzprogramm der Sozialen Dienste als Näherin bei
nahe den Rücken gebrochen habe und wochenlang ausgefallen sei (S. 2
Ziff.
3). Sie sei zudem nicht als Haushaltshilfe
,
s
ondern als
Kindersitterin
tätig
und sie sei ursprünglich im Gastgewerbe heimisch gewesen (S. 3
Ziff.
4, S. 3 f.
Ziff.
6).
Fälschlicherweise seien die Berichte der Hausärztin unberücksichtigt geblieben (S. 3
Ziff.
5
lit
. a). Auf den orthopädischen Bericht könne nicht abgestellt wer
den, da aufgrund der sich verschlechternden
Arthrose
in den Kniegelenken weitere Termine anstünden (S. 3
Ziff.
5
lit
. b).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch der Beschwerdeführerin
auf Leistungen der Invalidenversicherung verneint hat.
3.
3.
1
Dr.
med. Y.___
, Fachärztin für Allgemeine Medizin, führte in ihrem Arbeits
unfähigkeits
zeugnis vom 1
4.
September 2012 (
Urk.
6/4/4) aus, die Beschwer
deführerin könne wegen ihres Rückenleide
ns keine schweren Lasten tragen
. Sie leide überdies an einer chronischen Bronchitis und
an
Asthma bron
chiale sowie an degenerativen Knieveränderungen.
Es werde darum gebeten
, die Patientin maximal zu 40
%
zu beschäftigen und ihr nur Arbeiten zu übertragen, die weder den Rücken noch die Lunge überanstrengten.
3.
2
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für
orthopädische Chirurgie,
stellte in seinem
Bericht vom
3.
Dezember 2012 (
Urk.
6/13)
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
Sakrodynie
bei
-
Segmentdegeneration L5/S1
-
Röntgen vom
5.
September 2006
Retrolisthesis
L5
-
Höhenminderung L5/S1
-
Femoropatellarsyndrom
und Jumpers
Knee
bei
-
Status
nach Morbus
Osgood
Schlatter
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er ein
Zer
vikal
syndrom
bei statischer S
törung mit Streckhaltung der Halswirbelsäule
und ein
Impingementsyndrom
der linken Schulter (
Ziff.
1.1).
Dr.
Z.___
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem
5.
September 2006 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 2
7.
Juli 2012 erfolgt
(
Ziff.
1.2).
Bereits vor der ersten Konsultation vom
5.
September 2006 s
e
i die Patientin wegen lumbalen Rückenschmerzen sowie einer hartnäckigen
Sak
rodynie
behandelt worden. Die Knieschmerzen seien seit der Adoleszenz bekannt und könnten heute als Folge eines Morbus
Osgood
Schlatter radiolo
gisch interpretiert werden. Die Patientin sei im Kunstturnen
sehr aktiv
gewesen, was wahrscheinlich die Ursache der Bandscheibendegeneration L5/S1 und der Knieprobleme gewesen sei.
Dr.
Z.___
führte aus, es fänden sich
keine neurologischen Ausfälle
. Die
Retrolisthesis
L5 sei auf den mitgebrachten Röntgenbildern vom 1
4.
November 2006 deutlich zu sehen und der Bandscheibenraum L5/S1 sei auch dorsal ver
schmälert, klap
pe aber ventral stark auf, bei L
4/L5 sei nur 1 bis 2 mm Retro
listhesis vorhanden und der Bandscheibenraum noch kaum verschmälert. Die Lordose sei relativ ordentlich ausgeprägt. Das Röntgen der beiden Knie vom 3
1.
August 2006 zeige keine degenerativen Veränderungen, insbesondere keine
Osteophyten
an Patella,
Femur
oder Tibia. Der Gelenkspalt sei medial und
late
ral schön erhalten. Es lieg
e keine Patella
baja
vor. Die
Trochlea
sei ordentlich ausgebildet.
Dr.
Z.___
führte aus, aufgrund der bisherigen Erfahrungen könne die Pati
entin die frühere
Tätigkeit mit Zuschneiden
nicht mehr ausüben.
Wegen des Rückenleidens sollten auch keine Lasten über 10 kg körpernah oder 5 kg
kör
perfern
getragen werden. Bei
vornübergeneigter
Körperhaltung im Stehen oder schlechter Sitzposition sei auch mit einer Beschwerdezunahme zu rechnen. Auf
grund des
Femoropatellarsyndroms
infolge
des abgelaufenen Morbus
Osgood
Schlatter sollten Kniebelastungen wie häufiges Treppengehen oder kniende Arbeiten vermieden werden (
Ziff.
1.4).
Dr.
Z.___
führte aus, berufliche Tätigkeiten, welche
die
genannten
Limi
ten
respektierten
,
seien aus orthopädischer Sicht ganztags zumutbar (
Ziff.
1.6). Die früher ausgeübte Tätigkeit als Zuschneiderin sei wegen der Belastung durch die
vornübergeneigte
Haltung und dem Bewegen von Gewichten über den genannten
Limiten
nicht mehr zumutbar.
Die zur Zeit ausgeübte Tätigkeit mit Kinderhüten überschreite die genannten
Limiten
nicht
. Eine
behinderungsange
passte
Tätigkeit sei ganztags zumutbar (
Ziff.
1.7). Mit medizinischen Mass
nahmen könnten die Beschwerden nur gelindert werden, eine höhere Belastbar
keit könne nicht erzielt werden (
Ziff.
1.8)
.
3.
3
Dr.
Y.___
führte in ihrem
ä
rztlichen Zeugnis
vom 1
3.
Febru
ar 2013
(
Urk.
6/23/2
=
Urk.
3/1
)
aus, sie bestätige, dass die Beschwerdeführerin aus gesund
heitlichen Gründen eingeschränkt sei. Sie sei deshalb für eine 60
%
R
ente bei der Invalidenversicherung angemeldet.
3.
4
Dr.
med.
A.___
, Fachärztin für Pneumologie und Innere Medizin,
Lungen
zentrum
B.___
, stellte in ihrem Bericht
vo
m 2
7.
August 2013 (
Urk.
6/27/1-2
)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
Asthma bronchiale seit Kindheit
-
Sensibilisierung auf Gräser- und Baumpollen
-
Rhinokonjunktivitis
chronica
und
allergica
-
gastroösophageale
Refluxerkrankung
-
w
eitere Diagnosen:
-
rezidivierende Lumbalgien/Diskushernie
-
rezidivierender Eisenmangel
-
Status nach Appendektomie
-
Status nach Fuss-Operation Februar 2013
-
Nikotinabusus
Dr.
A.___
führte aus, sie habe die Patientin am 2
7.
Juni und am 2
3.
August 2013 ambulant am Lungenzentrum gesehen. Sie leide seit der Kindheit an Asthma sowie rezidivierenden Bronchitiden und die Atmungsprobleme seien in der Pollensaison
verstärkt
. Es bestehe ein
Nikotinabusus
mit 5 Zigaretten pro Tag. Die Beschwerdeführerin arbeite als Kindermädchen. Es fänden keine wei
teren beruflichen oder privaten Expositionen gegenüber lungenschädigenden Substanzen statt. Sie habe einen ausgeprägten Reflux. In den letzten Monaten sei es zu Problemen mit Sinusitis und chronischer Rhinitis gekommen. Der Husten störe beim Einschlafen. Zudem leide sie gelegentlich unter nä
chtlicher Atemnot (S. 1).
Dr.
A.___
führte aus die Patientin
sei
im März 2012 für eine
pneumologische
Standortbestimmung zugewiesen
worden
. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen habe die Erstkonsultation leider erst im Juni 2013 stattgefunden. Die Anamnese weise auf ein ungenügend kontrolliertes Asthma bronchiale hin. Unter
medikamentöser
The
r
apie
umstellung habe sich anlässlich der Nachkontrolle eine deutliche Besserung der Symptomatik gezeigt
,
und die Patientin habe im letzten Monat den Nikotinkonsum weiter reduzieren können (S. 2).
3.
5
Med.
pract
.
C.___
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in ihrer Stellungnahme von
1.
November
2013 (
Urk.
6/29/4-5) aus, dem Bericht des Orthopäden
Dr.
Z.___
vom Dezember 2012 seien keine wesentlichen Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule zu entnehmen und ebenso seien beide Kniegelenke frei beweglich. Aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe bei Schädigung der LWS eine verminderte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten über Kopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und Gerüsten, für
ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken und Knien sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen. Eine leichte angepasste Tätigkeit in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Transpor
tieren von Lasten von weniger als 10 kg, ohne Verharren in Zwangshaltungen, ohne dauerhafte Armvorhaltebelastungen und Überkopfarbeiten sei der Versi
cherten medizinisch-theoretisch weiterhin zu 100
%
zumutbar. Eine Arbeitsun
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hausangestellte sei wahrscheinlich nicht ausgewiesen
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Einschätzung von med.
pract
.
C.___
, RAD, vom November 2013 (vorstehend E. 3
.5
) sowie vo
n
Dr.
Z.___
vom Dezember 2012
(vorstehend E. 3.2
) davon aus, dass der Beschwerdeführerin sowohl ihre bisherige Tätigkeit als Hausangestellt
e
als auch eine entsprechende angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar ist.
Bei der Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit als Hausangestellte verzichtete die Beschwerdegegnerin auf weitere Abklärungen im Aufgabenbereich (
vgl.
vorste
hend E. 2.1,
Urk.
6/29/5).
4.2
Den
Einschätzung
en
von
Dr.
Z.___
und med.
pract
.
C.___
kann gefolgt werden.
Dr.
Z.___
sprach im
Dezember 2012
auch nicht
,
wie beschwerdeweise vorgebracht
, von einem
schweren Bandscheibenvo
rfall
,
son
dern
von einer Segmentdegeneration L5/S1 und einer Höhenminderung an dieser Stelle.
Ebenso wenig bestätigte er die beschwerdeweise geltend gemach
ten Ausfallerscheinungen und die fortgeschrittene Arthrose. D
ie Röntgenauf
nahmen der Knie
erachtete
er
als unauffällig
und ohne degenerative Verände
rungen
, bezog aber aufgrund des Status nach Morbus
Osgood
Schlatter eine verminderte Belastbarkeit der Knie in sein erste
lltes Belastungsprofil mit ein.
Ausdrücklich
erklärte
er die Beschwerdeführerin in einer angepassten sowie in der derzeitigen Tätigkeit mit Kinderhüten für nicht eingeschränkt.
Weitergehende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit lassen sich den vorl
iegen
den Akten, insbesondere den
Zeugnis
sen
der Hausär
z
t
in
Dr.
Y.___
vom
Sep
tember 2012 und vom
Februar 2013 (vorstehend E. 3.
1 und E. 3.3
) nicht ent
nehmen. Trotz mehrfacher Aufforderung seitens der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
6/14
-15
,
Urk.
6/18,
Urk.
6/28,
Urk.
6/29/3)
ging kein fundierter
Bericht
von
Dr.
Y.___
ein. Dass die Beschwerdeführerin
a
ufgrund ihres
Rücken
leid
ens
keine schweren Lasten mehr t
ragen sollte
,
ist nachvollziehbar
. Jedoch reicht
die Aus
sage
von
Dr.
Y.___
, dass die Beschwerdeführerin
für eine Rente bei der Inva
li
denversicherung angemeldet ist
,
nicht a
us, um
eine relevante Arbeitsunfähigkeit
glaubhaft
darzulegen.
A
uch dem Bericht der
Pneumologin
Dr.
A.___
vom August 2013 (vorstehend E.
3
.4
) lässt sich keine Arbeitsunfähigkeit e
ntnehmen. So verzeichnete
Dr.
A.___
unte
r
geänderter medikamentöser Therapie des seit der Kindheit bestehenden
Asthmas
bro
n
chiale in Verbindung mit der Reduktion des Nikotinkonsums eine deutliche Verbesserung der Symptomatik
. Ein bestehendes -
wie
beschwerde
weise
vorgebracht - Lu
ngenemphysem w
urde im Übrigen weder im Bericht von
Dr.
A.___
erwähnt
noch
lässt sich dieses
anderweitig in den medizinischen Akten
bestätigen
.
4.3
Aufgrund des Gesagten ist gestützt auf die Einschätzung von
Dr.
Z.___
und med.
pract
.
C.___
, RAD, davon auszugehen, dass die Beschwerdeführe
rin weder in der
angestammten
Tätigkeit als Haushaltshilfe und als
Kindersitte
rin
noch in jeder dem Rü
cken- und Knieleiden angepassten
Tätigkeit einge
schränkt ist.
Auch
im Aufgabenbereich ist keine Einschr
änkung ausgewiesen, weshalb die Beschwerdegegnerin
diesbezüglich
zu Recht auf weitere Abklärun
gen verzichtet hat
.
5.
5.1
Die
Beschwerdeführerin
machte
unter Verweis auf die Ausführungen des Amts für Zusatzleistungen zur AHV/IV (vgl.
Urk.
6/36
Ziff.
6)
sinngemäss
geltend, sie wäre
ohne Gesundheitsschaden
zu 100
%
im Gastgewerbe tätig
,
und die ange
stammte Tätigkeit
sei
falsch bezeichnet worden
(vorstehend E. 2.2, vgl.
Urk.
6/33
Ziff.
4,
Urk.
6/35-36)
.
5.2
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht
dürfe
n
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög
lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E.
5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
5.3
Die
Beschwerdeführerin
gab
in
ihrer am 2
8.
September 2012 unterzeichnete
n
Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung unter dem Titel „Aktuelle Haupt-, Teil- od
er Nebenbeschäftigung“ an
, sie sei in einem Pensum von 20
%
als Hausangestellte tätig und i
m Ü
brigen
seit 2004 Hausfrau
. Ein
erlernte
r
Beruf oder eine Berufsausbildung wurde
n
nicht angegeben (vgl.
Urk.
6/5
Ziff.
5.4-5).
Dem eingereichten Arbeitsvertrag betreffend das Babysittig
ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin lediglic
h während vier
Stunden pro Woche als
Kindersitterin
angestellt war (vgl.
Urk.
6/12).
Auf
entsprechende Aufforderung der Beschwerdegegnerin hin
(vgl.
Urk.
6/34)
reichte die Beschwerdeführerin
keine Berufsunterlagen
und Fähigkeitszeugnisse
zu ihrer Tätigkeit im Gastgewerbe ein.
Aus dem Umstand, dass sie vor über zehn Jahren
i
m Gastgewerbe tätig gewesen ist
(vgl. Auszug aus dem individuellen Konto; IK-Auszug,
Urk.
6/1
0
)
,
kann
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
darauf geschlossen werden,
es handle sich dabei um die angestammte Tätigkeit
.
Genauso wenig
wurde glaubhaft vor
gebracht
,
oder
lässt ihre
Erwerbsbiographie
(vgl. IK-Auszug;
Urk.
6/10)
darauf schliessen, sie wäre heute im Gesundh
eitsfall zu 100
%
erwerbstätig, insbeson
dere auch in Anbetracht dessen, dass sie die
nach Lage der Akten als ange
stammt zu betrachtende
Tätigkeit als
Kindersitterin
lediglich im Umfang
von vier
Stunden pro Woche ausübte (vgl.
Urk.
6/12).
5.4
Bei voller Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit besteht ohne weiteres kein Rentenanspruch; dieser Grundsatz gilt für alle versicherten Personen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2013 vom 14. Januar
20
14 E. 4.2).
Die angefochtene Verfügung erweist sich daher als rechtens, was
zur Abwei
sung der Beschwerde
führt
.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
6
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchucan