# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d220ef3-8480-56f2-bbe6-137ce6df8dde
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2008 E-7206/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7206-2008_2008-11-24.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7206/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher;
Gerichtsschreiberin Esther Karpathakis.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. November 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7206/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, ein Angehöriger der Ethnie der Igbo aus 
B._______,  eigenen  Angaben  zufolge Nigeria  von Lagos aus  am 9. 
September 2008 auf dem Luftweg verliess und am Tag darauf in die 
Schweiz einreiste, wo er am 12. September 2008 im Empfangszentrum 
(EVZ) Chiasso um Asyl nachsuchte,

dass am 22. September 2008 im EVZ Chiasso die Kurzbefragung zum 
Reiseweg und den Ausreisegründen (A1) und am 17. Oktober 2008 die 
Anhörung zu den Asylgründen stattfanden (A9),

dass der Beschwerdeführer zu seinen Identitätspapieren im Wesentli-
chen angab, er habe nie über einen Pass verfügt, da er nie die Absicht 
gehabt habe zu reisen, und eine Identitätskarte habe man ihm sowohl 
im Alter von 14 Jahren als auch mit 18 Jahren verweigert, 

dass er zwar allenfalls einen Sekundarschulausweis beibringen könn-
te, jedoch nicht die Möglichkeit habe, in Nigeria jemanden zu kontak-
tieren, 

dass er in Nigeria die Primar- und Sekundarschule bis zum 17. Alters-
jahr  besucht  habe,  die Schule jedoch habe abbrechen müssen,  weil 
sein Vater im Jahre 2003 verstorben und seine Mutter erkrankt sei,

dass er im Jahre 2005 manchmal als Kondukteur in den Citybussen 
habe arbeiten und Geld verdienen können,

dass ihm der Anwalt seines Vaters, N.U., im Jahre 2006 versprochen 
habe, er werde ihm eine weitere Ausbildung ermöglichen, und er bei 
ihm gelebt habe,

dass  N.U.  ihn  angehalten  habe,  seiner  Brüderschaft,  welcher  auch 
Ärzte, Politiker und Doktoren angehört hätten, beizutreten, was er im 
Januar 2007 getan habe,

dass er herausgefunden habe, dass diese Brüderschaft seinen Vater 
umgebracht habe, weil dieser sich geweigert habe, die Mutter als Men-
schenopfer darzubringen,

dass die Brüderschaft Jugendliche zur Ausübung von Missetaten be-
nutze,

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dass er beispielsweise mit anderen Jugendlichen während der Wahlen 
habe Ölleitungen beschädigen und Wahlurnen stehlen müssen,

dass er am 29. und 30. Juli 2008, ebenfalls von dieser Brüderschaft, 
nach  C._______  geschickt  worden  sei,  wo  zwei  Warlords 
gegeneinander gekämpft  und sie den einen mit  Macheten in seinem 
Kampf unterstützt hätten, und dass Menschen getötet worden seien, 

dass er bereits früher versucht habe, der Brüderschaft abzuschwören, 
ihm dies aber nicht gelungen sei, weil die Brüderschaft über spirituelle 
Kräfte verfüge und andere, die sie verlassen hätten, umgebracht wor-
den seien, und dass die Brüderschaft insbesondere Träume benutze, 
um abtrünnige Jugendliche umzubringen,

dass er auch zur Polizei gegangen sei, um sich helfen zu lassen und 
dort einen Termin erhalten habe, welchen er aber verpasst habe, und 
dass ein anderer Polizist ihm gesagt habe, er solle fliehen und um sein 
Leben rennen,

dass er den endgültigen Entschluss zur Flucht gefasst habe, bevor er 
nach C._______ gegangen sei, weil man ihm angekündigt habe, dass 
er seine Schwester als Opfer werde darbringen müssen, 

dass er am 2. August 2008 nach Lagos gegangen sei und dort unter 
der Brücke geschlafen habe, er aber auch dort in seinen Träumen an-
gegriffen und sein Leben dadurch elend geworden sei,

dass er sich weniger fürchte, mittels Waffen, sondern vielmehr durch 
spirituelle Mächte umgebracht zu werden, 

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 5. November 2008 - eröffnet am 8. November 2008 - in An-
wendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31] nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug am Tag nach Eintritt der Rechtskraft anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  eingeräumten 
Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, 
und es lägen dafür keine entschuldbaren Gründe vor,

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dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle, 
weil er sich widersprüchlich und wenig detailliert geäussert habe, und 
dass sein Verhalten nicht nachvollziehbar sei, 

dass  zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich 
seien,

dass  sich  ein  Vollzug  der  Wegweisung  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erweise,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. November 2008 an 
das BFM gelangte und sinngemäss um erneute Prüfung seines Asyl-
gesuches nachsuchte,

dass er zur Begründung im Wesentlichen ausführte, in seinem Heimat-
land sei es verdächtig, wenn man sich eine Identitätskarte oder einen 
Pass  ausstellen  lassen  würde,  weshalb  er  als  von  einer  okkulten 
Macht Verfolgter es vorgezogen habe, mit einem falschen Pass zu rei-
sen,

dass  er  mit  niemandem  im  Heimatland  Kontakt  aufnehmen  könne, 
selbst wenn er über Beziehungen dorthin verfüge, da dies den betref-
fenden Personen Probleme bereiten würde,

dass die Polizei in seinem Heimatland machtlos gegen die spirituellen 
Mächte sei und ihm nicht habe helfen können,

dass die Eingabe innerhalb der Rechtsmittelfrist erfolgte, und das BFM 
die Eingabe zuständigkeitshalber  dem Bundesverwaltungsgericht  zur 
Behandlung als Beschwerde überwies,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass  der  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist, soweit die Anträge nicht über den Verfahrensgegenstand 
hinausgehen (Ar. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide,  welche das 
BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG getroffen 
hat, die Beurteilungskompetenz des Bundesverwaltungsgerichts nicht 
auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch zu Recht nicht eingetreten ist, sondern dass auch die Flücht-
lingseigenschaft  Prozessgegenstand bildet,  wobei  über  deren Beste-
hen  bzw. Nichtbestehen  abschliessend  materiell  zu  entscheiden  ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 E. 2.1 und 5.6.5 m. H.),

dass die Asylgewährung demgegenüber nicht Gegenstand des vorlie-
genden  Verfahrens  bildet,  weshalb  auf  den  entsprechenden  sinnge-
mässen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvoll-
zugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

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dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht  in  der Lage, oder  wenn aufgrund der Anhörung sowie ge-
stützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt 
wird, oder sich aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. a-c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. dazu BVGE 2007/7) abgegeben hat,

dass das BFM zu Recht und mit überzeugender und ausführlicher Be-
gründung zum Schluss gekommen ist, es lägen dafür keine entschuld-
baren Gründe vor, der Beschwerdeführer dieser Begründung mit  sei-
nen Hinweisen auf die ihm und seinen Angehörigen drohende schwar-
ze Magie offensichtlich nichts Entscheidendes entgegenhält, und dass 
zur Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,

dass  das  BFM auch  hinsichtlich  der  geltend  gemachten  Asylgründe 
sorgfältig erwogen hat, weshalb sie den Anforderungen an die Glaub-
haftigkeit im Sinne von Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermögen, wes-
halb umfassend auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen wer-
den kann,

dass letztlich nicht  schlüssig erhellt,  inwiefern sich der Beschwerde-
führer Schutz seitens der schweizerischen Behörden verspricht, zumal 
er  sich laut  seinen eigenen Angaben nicht  davor fürchtet,  mit  physi-
schen Mittel umgebracht zu werden, sondern mittels spiritueller Macht 
(vgl. A2/S. 11), 

dass davon auszugehen ist, zum Schutz vor allfälligen konkreten Über-
griffen seitens Vertretern der Brüderschaft könne der Beschwerdefüh-
rer sich an die nigerianischen Sicherheitsbehörden wenden, zumal er 
angegeben hatte, der Grund, dass er dort nichts habe ausrichten kön-
nen,  habe darin  gelegen,  dass er  die Termine nicht  wahrgenommen 
habe,

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dass allfälligen Sanktionen im Zusammenhang mit den vom Beschwer-
deführer angeblich verübten Missetaten flüchtlingsrechtlich schon des-
wegen keine Relevanz zukommen würde, weil sie nicht auf einem ent-
sprechenden Motiv beruhen würden,

dass  sich  eine  weitere  Auseinandersetzung  mit  den  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers erübrigt und am zutreffenden Schluss des BFM, er 
erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  nichts  zu  ändern  vermögen, 
wobei  diese  Feststellung  bereits  aufgrund  einer  summarischen  Prü-
fung der Vorbringen des Beschwerdeführers getroffen werden konnte,

dass sich aus den nachfolgenden Erwägungen zur Frage des Wegwei-
sungsvollzugs ergeben wird,  dass offensichtlich keine Wegweisungs-
vollzugshindernisse  vorliegen  und  entsprechend  diesbezüglich  keine 
zusätzlichen Abklärungen nötig waren,

dass das BFM mithin zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 

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einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend unter dem Aspekt dieser 
Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelun-
gen ist, die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG bzw. Art. 1 A 
Ziff. 2 FK glaubhaft darzutun, weshalb das in Art. 5 AsylG bzw. Art. 33 
Ziff.  1  FK verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoule-
ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass  gemäss  Art.  25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(Fok, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950 
(EMRK, SR 0.101) niemand der Folter oder unmenschlicher oder er-
niedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,

dass ein Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Nige-
ria sich unter dem Blickwinkel dieser Bestimmungen nur dann als un-
zulässig erweisen würde, wenn er dort  mit  beachtlicher Wahrschein-
lichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre,  wobei  der  Beschwerdeführer  gemäss 
Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) 
sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  eine  konkrete  Gefahr 
("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen müsste (vgl. EMARK 
2001  Nr. 16  S. 22,  mit  weiteren  Hinweisen;  EGMR,  Bensaid  gegen 
Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et dé-
cisions 2001-I, S. 327 ff.),

dass  die  Präsidentschaftswahlen  in  Nigeria  im  Sommer  des  Jahres 
2007, aus welchen Umaru Musa Yara'Adua als Sieger hervorging von 
massiven Manipulationen und Gewaltakten begleitet  waren, und sich 
eine Lösung im bewaffneten Konflikt im Nigerdelta noch nicht abzeich-
net, wenn auch der neue Präsident eine solche zur vorrangigen Priori-
tät erklärt hat,

dass die allgemeine Menschenrechtslage in Nigeria auch in anderen 
Bereichen Defizite aufweist, der Beschwerdeführer aber nicht darzutun 

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vermag, inwiefern ihm ernsthafte Gefahr vor einer menschenrechtswid-
rigen Behandlung droht, zumal er seine Vorbringen nicht glaubhaft ge-
macht hat und sich auch keine entsprechenden Hinweise aus den Ak-
ten ergeben,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug  der  Wegweisung  vorliegend  zumutbar  ist,  wobei  erneut  auf  die 
entsprechende Erwägung des BFM verwiesen werden kann und weite-
re Ausführungen sich erübrigen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens die Kosten von 
Fr. 600.--  (Art. 1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- die kantonale Migrationsbehörde (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Stöckli Esther Karpathakis

Versand: 

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