# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82feb90b-b3c0-52bd-8d46-6d89d129b947
**Source:** TA (TA)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-07
**Language:** de
**Title:** Schiedsgerichte Schweizer Sportgericht 07.04.2025 SSG 2024/E/45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/TA_SST/TA_SST_001_SSG-2024-E-45_2025-04-07.pdf

## Full Text

1 

 
 

SSG 2025/E/45 - A.________ v. SSI 
 
 

 
 
 
 

Entscheid 
 

des 
 

SCHWEIZER SPORTGERICHTS 
 

in folgender Besetzung: 
 

Einzelrichterin:   Johanna Hug, Rechtsanwältin, Zürich 
 
 

 
In der Sache  

 
 

zwischen 
 

 
 

A.________ 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne, Peyer Partner Rechtsanwälte, Zürich 
 

- Einsprecher - 
 

 
und 

 
 

Stiftung Swiss Sport Integrity (SSI), Eigerstrasse 60, 3007 Bern 

vertreten durch Rechtsanwalt Nicola Schaller, Rechtsdienst 
 

- Einsprachegegnerin - 
 

 

  

 

 2 

I. Die Parteien 

1. A.________ ("Einsprecher"), geb. 1999, ist bzw. war unter anderem Trainer beim Verein 

D.________ sowie beim Schweizerischen Handballverband. Der Verein D.________ ist 

Mitglied des Schweizerischen Handballverbandes (Art. 3.1 der Statuten von D.________ 

vom [...]) und somit eine Sportorganisation im Sinne von Art. 1.1 Abs. 2 lit. c des Swiss 

Olympic Ethik-Statuts des Schweizer Sports vom 1. Januar 2022 ("Ethik-Statut 2022") bzw. 

von Art. 1.1 Abs. 2 lit. c des Swiss Olympic Ethik-Statuts des Schweizer Sports vom 1. Januar 

2025 ("Ethik-Statut 2025"). Als Betreuer ist der Einsprecher im Sinne von Art. 1.1 Abs. 3 lit. 

f Ethik-Statut 2022 bzw. Art. 1.1 Abs. 3 Ethik-Statut 2025 dem Ethik-Statut unterstellt. 

 

2. Die Stiftung Swiss Sport Integrity ("SSI" oder "Einsprachegegnerin") ist eine Stiftung nach 

schweizerischem Recht mit Sitz in Bern (Schweiz). Seit dem 1. Januar 2022 ist SSI sowohl als 

Nationale Agentur zur Bekämpfung von Doping (Art. 19 Abs. 2 SpoFöG1 und Art. 73 SpoFöV2) 

als auch als Nationale Meldestelle für Ethikverstösse und Missbrauchsfälle im Schweizer 

Sport (Art. 72f SpoFöV) zuständig. 
 

3. Der Einsprecher und die Einsprachegegnerin werden im Folgenden gemeinsam als 

"Parteien" bezeichnet.  

II. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

A. Grundsätzliches 

4. Das vorliegende Verfahren betrifft eine Einsprache gegen eine Entscheidung von SSI über 

die Anpassung einer vorläufigen Massnahme im Rahmen eines Verfahrens aufgrund eines 

potenziellen Verstosses gegen das Ethik-Statut. 

 

5. Nachfolgend ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Elemente des Sachverhalts gemäss 

den Akten und den Schilderungen der Parteien in deren schriftlichen Eingaben 

wiedergegeben. Für weiterführende Details wird auf die Verfahrensakten verwiesen 

respektive im nachfolgenden Entscheid dort auf sie eingegangen, wo dies für die Beurteilung 

der betreffenden Fragen relevant ist. 

B. Verfahren vor Swiss Sport Integrity 

6. Am 12. August 2024 kontaktierte C.________ (Geschäftsführer D.________) die SSI 

telefonisch und reichte eine Meldung ein. Laut der Meldung sei der Verein von 

Nachwuchsspielern darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass der Einsprecher diese privat 

über WhatsApp und Snapchat kontaktiert und dabei Grenzen überschritten habe (SSI-

Meldung Nr. 939/2024). 

 

7. In der Folge fand weiterer schriftlicher und mündlicher Austausch zwischen dem Verein 

D.________ und SSI statt, unter anderem betreffend das weitere Vorgehen sowie in Bezug 

auf Informationen zu den betroffenen potenziellen Opfern und deren Eltern. 

 

8. Ab dem 19. August 2024 führte SSI unter anderem Gespräche mit den betroffenen 

potenziellen Opfern (und teilweise auch deren Eltern) sowie Personen von ehemaligen 

 
1  Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung vom 17. Juni 2011, SR 415.0 

(Sportförderungsgesetz, SpoFöG). 
2  Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung vom 23. Mai 2012, SR 415.01 

(Sportförderungsverordnung, SpoFöV). 

 

 3 

Vereinen des Einsprechers (E.________ und F.________) und dem Schweizerischen 

Handballverband. 

 

9. Am 27. August 2024 fand ein Gespräch zwischen SSI und dem Einsprecher in Anwesenheit 

von Personen des Vereins D.________ statt, anlässlich welchem SSI den Einsprecher unter 

anderem über die Meldung, die Untersuchung gegen ihn sowie über superprovisorische 

Massnahmen und den weiteren Verlauf informierte. Ausserdem übergab SSI dem 

Einsprecher persönlich eine schriftliche Verfügung datierend vom 27. August 2024 

betreffend die Eröffnung eines Untersuchungsverfahrens im Zusammenhang mit möglichen 

Ethikverstössen im Sinne von Art. 2 Ethik-Statut (insbesondere Ethikverstösse im Sinne von 

Art. 2.1.4 des Ethik-Statuts betreffend die Verletzung der sexuellen Integrität) und die 

Anordnung folgender vorläufiger Massnahmen: 

"a) Es ist Ihnen per sofort untersagt, als Trainer im Verein D.________ sowie beim 

Schweizerischen Handballverband oder einem anderen Club/Verband in der Schweiz 

tätig zu sein. 

 b) Weiter ist Ihnen jegliche Tätigkeit als Angestellter auf der Geschäftsstelle von 

D.________ und beim Schweizerischen Handballverband ab sofort untersagt.  

 c) Darüber hinaus ist es Ihnen während dieser Zeit untersagt, mit aktuellen und 

ehemaligen Spielern des Vereins D.________ , E.________ und F.________ mündlich 

oder schriftlich Kontakt aufzunehmen, sowohl persönlich wie auch digital.  

 d) Zuletzt ist es Ihnen per sofort untersagt, jeglichen Sportaktivitäten im Handballsport 

beizuwohnen (z.B. Training, Trainingslager, Wettkämpfe oder sonstigen Vereins- und 

Verbandsaktivitäten) oder an Aktivitäten in anderen Sportarten tätig zu sein." 

10. Gleichentags, am 27. August 2024, informierte SSI den Verein D.________, den 

Schweizerischen Handballverband sowie die zuständigen Personen beim Bundesamt für 

Sport (BASPO) und Swiss Olympic über die Untersuchungseröffnung und die Anordnung der 

vorläufigen Massnahmen. Ausserdem teilte SSI die Eröffnung der Untersuchung den 

Familien der potenziellen Opfer mit. 

 

11. In der Folge fand unter anderem weiterer schriftlicher und mündlicher Austausch zwischen 

SSI und den Eltern der betroffenen potenziellen Opfer sowie dem Verein D.________ statt. 

 

12. Mit Schreiben vom 3. September 2024 informierte Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne SSI 

unter anderem über die Mandatierung des Einsprechers und stellte folgende Anträge: 

"1. Ihre Verfügung vom 27. August 2024 sei unverzüglich aufzuheben; 

 2. Ihre Vorwürfe seien bezüglich meldender Personen sowie bezüglich Ort, Zeit und 

genauem Inhalt (Wortlaut der Chatverläufe) ausreichend zu konkretisieren; 

 3. Meinem Klienten sei unverzüglich vollumfängliche Akteneinsicht zu gewähren; 

 4. Nach erfolgter Konkretisierung der Vorwürfe und nach erfolgter Akteneinsicht sei 

meinem Klienten eine neue Frist zur Stellungnahme anzusetzen." 

13. Am 5. September 2024 antwortete SSI auf das Schreiben von Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-

Etienne vom 3. September 2024, wobei sie unter anderem darauf hinwies, dass der 

Einsprecher mit Schreiben vom 27. August 2024 aufgefordert worden sei, zu den im 

Schreiben erwähnten Punkten und insbesondere zu den vorläufigen Massnahmen Stellung 

zu nehmen und dass die 14-tägige Frist zur Stellungnahme noch nicht abgelaufen sei. 

 

 

 4 

14. Mit Schreiben vom 6. September 2024 reichte Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne eine 

Stellungnahme bei SSI ein. 

 

15. Am 12. September 2024 informierte SSI den Einsprecher bzw. seine Rechtsvertretung 

Dr. Ueli Vogel-Etienne unter anderem über die Aufrechterhaltung der vorläufigen 

Massnahmen sowie darüber, dass SSI eine Anpassung in Bezug auf die Tätigkeit des 

Einsprechers auf der Geschäftsstelle von D.________ als verhältnismässig erachte und 

entsprechend Folgendes verfüge: 

"a) Es ist Ihrem Mandanten nach wie vor untersagt, als Trainer im Verein D.________ sowie 

beim Schweizerischen Handballverband oder einem anderen Club/Verband in der 

Schweiz tätig zu sein. 

 b) Darüber hinaus ist es Ihrem Mandanten weiterhin untersagt, mit aktuellen und 

ehemaligen Spielern des Vereins D.________, E.________ und F.________ mündlich 

oder schriftlich Kontakt aufzunehmen, sowohl persönlich wie auch digital. 

 c) Zuletzt ist es Ihrem Mandanten weiterhin untersagt, jeglichen Sportaktivitäten im 

Handballsport beizuwohnen (z.B. Training, Trainingslager, Wettkämpfe oder sonstigen 

Vereins- und Verbandsaktivitäten) oder an Aktivitäten in anderen Sportarten tätig zu 

sein." 

16. Gleichentags, am 12. September 2024, informierte SSI den Verein D.________ , den 

Schweizerischen Handballverband sowie die zuständigen Personen beim BASPO und Swiss 

Olympic über die Aufrechterhaltung und Anpassung der vorläufigen Massnahmen. 

 

17. In der Folge fand unter anderem weiterer schriftlicher und mündlicher Austausch zwischen 

SSI und den Eltern der betroffenen potenziellen Opfer sowie dem Verein D.________ statt. 

 

18. Am 4. Oktober 2024 reichte Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne ein Schreiben bei SSI ein, 

in welchem er unter anderem um eine zeitnahe Befragung des Einsprechers sowie um 

Akteneinsicht ersuchte. 

 

19. Mit E-Mail vom 7. Oktober 2024 informierte der Verein D.________ die SSI, dass sie in der 

Zwischenzeit das Arbeitsverhältnis mit dem Einsprecher beendet hätten. 

 

20. Am 26. September und 2. Oktober 2024 befragte SSI die betroffenen potenziellen Opfer, 

wobei von allen Befragungen schriftliche Protokolle in anonymisierter Form erstellt wurden. 

 

21. Am 18. November 2024 fand die Befragung des Einsprechers durch SSI in Anwesenheit von 

Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne und Rechtsanwältin Seraina Gebhardt (im Auftrag von 

SSI) statt. 

 

22. Mit E-Mail vom 4. Dezember und Schreiben vom 10. Dezember 2024 kontaktierte 

Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne SSI im Zusammenhang mit dem Protokoll der Befragung 

des Einsprechers vom 18. November 2024. 

 

23. Am 16. Dezember 2024 ersuchte Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne SSI um Zustellung der 

Akten. 

 

24. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2024 entsprach SSI dem Akteneinsichtsgesuch von 

Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne und informierte ihn unter anderem darüber, dass ihm 

das freiwillig wahrzunehmende Recht zustehe, bis am 17. Januar 2025 begründete Anträge 

zu stellen und/oder sich zur Untersuchungsangelegenheit zu äussern. 

 

 5 

25. Am 9. Januar 2025 reichte Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne bei SSI eine Stellungnahme 

mit folgenden Anträgen ein: 

"1. Meinem Klienten seien sämtliche Akten ungeschwärzt zur Verfügung zu stellen; 

 2. Die 'Opfer' seien in Anwesenheit meines Klienten zu befragen; 

 3. Meinem Klienten sei Gelegenheit zu geben, den 'Opfern' Ergänzungsfragen zu stellen; 

 4. Das vorsorgliche Kontaktverbot gegenüber Dritten (ehemaligen Spielern des Vereins 

D.________ sowie aktuellen und ehemaligen Spielern der Vereine E.________  und 

F.________ gemäss Ihrer Verfügung vom 27. August 2024) sei unverzüglich 

aufzuheben." 

26. Mit Schreiben vom 23. Januar 2025 antwortete SSI auf die Stellungnahme vom 9. Januar 

2025 von Rechtsanwalt Dr. Ueli Vogel-Etienne, wobei SSI unter anderem darauf hinwies, 

dass sie aufgrund der Erkenntnisse aus der bisherigen Untersuchung eine Anpassung der 

vorläufigen Massnahmen in Bezug auf den Kontakt mit aktuellen und ehemaligen Spielern 

als verhältnismässig erachte und die Massnahmen a) und c) "wie bis anhin bestehen" 

bleiben würden. In Bezug auf die Massnahme b) verfügte SSI was folgt: 

"Ihrem Mandaten [sic] ist es ab sofort erlaubt, mit aktuellen und ehemaligen Spielern des  

 Vereins D.________ , E.________ und F.________ mündlich oder schriftlich Kontakt  

 aufzunehmen, sofern er bei diesen Spielern keine Trainerfunktion ausübte in der  

 Vergangenheit." 

27. Am gleichen Tag, am 23. Januar 2025, informierte SSI den Verein D.________, den 

Schweizerischen Handballverband sowie die zuständigen Personen beim BASPO und Swiss 

Olympic über die Aufrechterhaltung und Anpassung der vorläufigen Massnahmen. 

III. Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht 

28. Am 3. Februar 2025 reichte der Einsprecher bzw. seine Rechtsvertretung Dr. Ueli Vogel-

Etienne beim Schweizer Sportgericht eine Einsprache gegen die "Anordnungen 

(Aufrechterhaltung und Anpassung der vorläufigen Massnahmen vom 27. August 2024)" mit 

dem folgenden Antrag ein: 

"Das vorsorgliche Kontaktverbot gegenüber Dritten (ehemaligen Spielern des Vereins 

D.________ sowie aktuellen und ehemaligen Spielern der Vereine E.________ und 

F.________ gemäss Verfügung der SSI vom 27. August 2024) sei unverzüglich und 

vollumfänglich  

 aufzuheben." 

29. Mit Eröffnungsschreiben vom 18. Februar 2025 informierte der Direktor der Stiftung 

Schweizer Sportgericht die Parteien über die Einsprache vom 3. Februar 2025 sowie unter 

anderem darüber, dass sämtliche Kompetenzen der Disziplinarkammer des Schweizer Sports 

an die Stiftung Schweizer Sportgericht übergegangen seien und dass das beschleunigte 

Verfahren Anwendung finden würde. Ausserdem wurde den Parteien die Bestellung des 

Gerichts, die zuständige Kammer sowie die Sprache des vorliegenden Verfahrens mitgeteilt. 

Darüber hinaus wurden die Parteien über die Kommunikationsmittel mit dem Schweizer 

Sportgericht sowie die Möglichkeit eines Beistands und diejenige der unentgeltlichen 

Rechtspflege informiert. Des Weiteren wurde die Einsprachegegnerin darauf hingewiesen, 

dass sie das Recht habe, bis zum 11. März 2025 Stellung zu nehmen sowie Anträge zu stellen 

und darum ersucht, innert derselben Frist die Akten des Falles Nr. 939/2024 einzureichen. 

 

 6 

Schliesslich wurden die Parteien unter Hinweis auf Art. 20 VerfRegl3 und die Möglichkeit 

eines Zirkularentscheids eingeladen, ihre Zustimmung zu einem entsprechenden Verfahren 

bis zum 11. März 2025 an das Sekretariat des Schweizer Sportgerichts zu richten.  

 

30. Am 5. März 2025 teilte der Einsprecher mit, dass er auf die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung verzichte und mit einem Zirkularentscheid einverstanden sei. 

 

31. Mit E-Mail vom 11. März 2025 erklärte sich die Einsprachegegnerin mit einem 

Zirkularentscheid einverstanden und reichte eine Stellungnahme mit folgenden 

Rechtsbegehren ein, wobei sie darauf hinwies, dass die Verfahrensakten aufgrund der 

Datengrösse auf einem USB-Stick postalisch verschickt worden seien: 

"1. Auf die Einsprache sei nicht einzutreten. 

  Eventualiter: Die Einsprache sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten 

ist. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Einsprechers." 

32. Mit Verfügung vom 18. März 2025 informierte der Direktor der Stiftung Schweizer 

Sportgericht die Parteien unter anderem darüber, dass der Einzelrichterin die Leitung des 

Verfahrens übertragen werde. Mit gleicher Verfügung erliess der Direktor im Namen der 

Einzelrichterin eine Verfahrensverfügung unter anderem in Bezug auf die Gerichtsbarkeit 

und Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts, wobei die Parteien gebeten wurden, die 

Verfügung bis zum 21. März 2025 zu unterzeichnen. Ausserdem wurde der Erhalt der 

Eingaben der Parteien bestätigt sowie darauf hingewiesen, dass der Entscheid nach 

Massgabe des VerfRegl unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen 

auf der Website des Schweizer Sportgerichts publiziert werde. Des Weiteren wurde dem 

Einsprecher Frist bis zum 21. März 2025 gesetzt, um sich unter Berücksichtigung der 

Nummerierungen und Wortlaute betreffend die vorläufigen Massnahmen gemäss den 

Verfügungen von SSI vom 27. August 2024, vom 12. September 2024 sowie vom 23. Januar 

2025 zu seinem mit Einsprache vom 3. Februar 2025 gestellten Antrag zu äussern, wobei er 

darauf hingewiesen wurde, dass eine Änderung des Rechtsbegehrens ausgeschlossen sei. 

Schliesslich wurden die Parteien unter Hinweis darauf, dass das Gericht in Ethikverfahren 

mit Einverständnis aller Parteien einen summarisch begründeten Entscheid erlassen könne 

(Art. 14 Abs. 5 i.V.m. Art. 19 Abs. 4 VerfRegl), ersucht, bis zum 21. März 2025 ihre 

Zustimmung zu einer summarisch begründeten Entscheidung zu geben. 

 

33. Am 19. März 2025 reichte der Einsprecher die unterzeichnete Verfahrensverfügung vom 

18. März 2025 ein. Gleichentags, am 19. März 2025, unterzeichnete die Einsprachegegnerin 

die Verfahrensverfügung vom 18. März 2025 elektronisch. 

 

34. Mit E-Mail vom 20. März 2025 reichte der Einsprecher eine "Stellungnahme zum Antrag vom 

3. Februar 2025" sowie eine "Kurze Stellungnahme zur Eingabe der Einsprachegegnerin vom 

11. März 2025" ein. 

 

35. Beide Parteien erklärten sich per E-Mail am 21. März 2025 mit einer summarischen 

Begründung des Entscheides einverstanden. 

 

36. In der Folge erliess der Direktor am 24. März 2025 im Namen der Einzelrichterin eine 

Verfahrensverfügung, in welcher die Parteien unter anderem über den Erhalt der Eingaben 

und die Akteneinsicht informiert wurden. Mit gleicher Verfügung wurde den Parteien Frist 

 
3  Reglement betreffend das Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht vom 1. Juli 2024 (VerfRegl). 

 

 7 

bis zum 31. März 2025 gesetzt, um kurz begründete Ergänzungsbegehren zu stellen und 

Beweismittel nachzureichen, die noch nicht in den Verfahrensakten sind. Ausserdem 

wurden die Parteien darüber informiert, dass die Einzelrichterin nach Ablauf der 

vorgenannten Frist innert fünf Arbeitstagen einen summarisch begründeten Entscheid 

erlassen werde. 

 

37. Mit E-Mail vom 28. März 2025 erklärte der Einsprecher, dass er auf Ergänzungsbegehren 

verzichten könne. 

 

38. Am 31. März 2025 reichte die Einsprachegegnerin eine Eingabe ein, in welcher sie unter 

anderem erklärte, dass sie auf das Stellen von Ergänzungsbegehren verzichte. 

 

39. Mit Verfahrensverfügung vom 1. April 2025 betreffend Eingaben der Parteien und 

Akteneinsicht bestätigte der Direktor der Stiftung Schweizer Sportgericht im Namen der 

Einzelrichterin den Erhalt der Eingaben der Parteien vom 28. bzw. 31. März 2025.  

IV. Zuständigkeit 

40. Das Schweizer Sportgericht ist eine Stiftung, die von Swiss Olympic per 1. Juli 2024 

gegründet wurde und den Zweck hat, ein unabhängiges Gericht zu betreiben, das bei 

Streitigkeiten im Sport oder möglichen Regelverstössen entscheidet. Als unabhängige 

Disziplinarstelle im Sinne von Art. 72g Abs. 1 lit. a Ziff. 2 SpoFöV ist das Schweizer 

Sportgericht unter anderem zuständig für die Beurteilung der ihr von der Meldestelle 

überwiesenen Fälle von mutmasslichem Fehlverhalten oder mutmasslichen Missständen. 

 

41. Gemäss Art. 11 Abs. 1 VerfRegl entscheidet das Schweizer Sportgericht selbst über seine 

Zuständigkeit. Art. 5.6 Abs. 4 Ethik-Statut 2025 sieht vor, dass gegen den Erlass einer 

vorläufigen Massnahme innert zehn Tagen Einsprache beim Schweizer Sportgericht erhoben 

werden kann. Ausserdem kann nach Art. 12 Abs. 3 VR-SSI 20254 "[d]ie (Nicht-)Verfügung 

einer vorläufigen Massnahme […] durch die Verfahrensbeteiligten innert zehn Tagen vor 

dem Schweizer Sportgericht mittels begründeter Einsprache angefochten werden […]", 

mithin das Schweizer Sportgericht auch für Einsprachen gegen eine Anpassung von 

vorläufigen Massnahmen zuständig ist.  

 

42. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass das Schweizer Sportgericht zur 

Beurteilung der Einsprache vom 3. Februar 2025 zuständig ist. Im Übrigen haben beide 

Parteien die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts mit Unterzeichnung der 

Verfahrensverfügung vorbehaltslos anerkannt und nicht bestritten. 

V. Zulässigkeit 

43. Basierend auf den Eingaben der Parteien ist die Zulässigkeit des Antrags des Einsprechers 

vom 3. Februar 2025 umstritten. Nach Ansicht der Einsprachegegnerin sei auf die Einsprache 

nicht einzutreten, da sich der Antrag des Einsprechers vom 3. Februar 2025 auf die 

Verfügung vom 27. August 2024 beziehe und die 14-tägige Einsprachefrist demnach nicht 

eingehalten worden sei. Demgegenüber bringt der Einsprecher vor, dass sich seine 

Einsprache vom 3. Februar 2025 gegen die Anpassung der vorsorglichen Massnahmen vom 

23. Januar 2025 richte und die Einsprachefrist von zehn Tagen daher gewahrt worden sei. 

 
4  Verfahrensreglement der Stiftung Swiss Sport Integrity betreffend Ethikverstösse und Missstände vom 

31. Dezember 2024 mit Inkrafttreten per 1. Januar 2025 (VR-SSI 2025). 

 

 

 8 

44. Die Einzelrichterin teilt zwar die Ansicht der Einsprachegegnerin, dass die vorsorglichen 

Massnahmen mit der Anpassung vom 23. Januar 2025 zugunsten des Einsprechers 

angepasst worden sind. Indem dem Einsprecher ab dem 23. Januar 2025 die 

Kontaktaufnahme mit aktuellen und ehemaligen Spielern der Vereine D.________, 

E.________ und F.________erlaubt wurde, "sofern er bei diesen Spielern keine 

Trainerfunktion ausübte in der Vergangenheit", wurde das Kontaktverbot jedoch nicht 

vollständig aufgehoben. Ausserdem ist der Einsprache vom 3. Februar 2025 zu entnehmen, 

dass sich diese gegen die Verfügung vom 23. Januar 2025 der Einsprachegegnerin richtet. 

Entsprechend ist zu prüfen, ob die Einsprache vom 3. Februar 2025 fristgerecht erfolgt ist. 

 

45. Gemäss Art. 20 Abs. 2 VR-SSI 2025 werden ab dem 1. Januar 2025 "alle zu diesem Zeitpunkt 

bereits eingegangenen und noch offenen Meldungen sowie laufende 

Untersuchungsverfahren vor der Meldestelle nach der vorliegenden, revidierten Fassung 

dieses Reglements bearbeitet beziehungsweise weitergeführt. […]". Die Verfügung vom 

23. Januar 2025 erging demnach in Anwendung des VR-SSI 2025, welches in Art. 12 Abs. 3 

eine Frist von zehn Tagen zur Anfechtung einer (Nicht-)Verfügung betreffend vorläufige 

Massnahmen vorsieht. Diese Ansicht scheint auch SSI zu teilen, zumal sie in der Verfügung 

vom 23. Januar 2025 auf den entsprechenden Artikel hinwies. 

 

46. Die Verfügung von SSI vom 23. Januar 2025 ist laut unbestrittener Angabe des Einsprechers 

am 27. Januar 2025 bei ihm (bzw. seiner Rechtsvertretung) eingegangen. Die Einsprache 

vom 3. Februar 2025 erfolgte somit innert der Frist von zehn Tagen gemäss Art. 12 Abs. 3 

VR-SSI 2025. Des Weiteren sind keine Anhaltspunkte vorhanden, welche gegen die 

Zulässigkeit der Einsprache sprechen würden. Entsprechend stellt das Schweizer 

Sportgericht fest, dass die Einsprache fristgerecht erfolgt ist und der vom Einsprecher 

gestellte Antrag zulässig ist, weshalb auf die Einsprache einzutreten ist. 

VI. Prozessuales 

47. Erklären sich bei klaren Verhältnissen sämtliche Parteien damit einverstanden, kann das 

Schweizer Sportgericht gemäss Art. 20 VerfRegl insbesondere aus prozessökonomischen 

Gründen einen Zirkularentscheid fällen und auf die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung verzichten.  

 

48. In casu haben sich beide Parteien mit einem Zirkularentscheid einverstanden erklärt. 

Basierend auf den von den Parteien eingereichten Akten und ihren Vorbringen ist aus Sicht 

des Schweizer Sportgerichts ausserdem von klaren Verhältnissen im Sinne von Art. 20 

VerfRegl auszugehen. Entsprechend wurde auf die Durchführung einer mündlichen 

Verhandlung verzichtet und der vorliegende Entscheid ergeht im Sinne eines 

Zirkularentscheids nach Art. 20 VerfRegl ohne mündliche Verhandlung. 

 

49. Schliesslich findet in casu das beschleunigte Verfahren Anwendung, da sich die Einsprache 

gegen eine Entscheidung von SSI betreffend vorläufige Massnahmen richtet (Art. 13 Abs. 2 

VerfRegl). 

VII. Anwendbares Recht 

50. Rechtsgrundlage zur Definition, Untersuchung, Beurteilung und Sanktionierung von 

Ethikverstössen sowie des dazugehörigen Verfahrens bildet das Ethik-Statut. Seit 

Inkrafttreten des Ethik-Statuts am 1. Januar 2022 wurde dieses bereits einige Male 

angepasst (siehe dazu die Schlussbestimmungen in Art. 11 des Ethik-Statuts 2025). Die 

aktuelle Version datiert vom 22. November 2024 mit Inkrafttreten per 1. Januar 2025. 

 

 9 

51. Das vorliegende Verfahren betrifft eine Einsprache gegen die Anpassung von vorläufigen 

Massnahmen. Die Bestimmungen zu vorläufigen Massnahmen finden sich in Art. 5.9 des 

Ethik-Statuts 2022 bzw. Art. 5.6 des Ethik-Statuts 2025. Das Ethik-Statut enthält keine 

entsprechenden (Übergangs-)bestimmungen, die regeln, welche Fassung des Ethik-Statuts 

betreffend vorläufige Massnahmen zur Anwendung gelangen soll.5 Im Allgemeinen und 

ohne gegenteilige Regelungen gilt in Bezug auf prozessrechtliche Vorschriften grundsätzlich, 

dass die jeweils (im Zeitpunkt des fraglichen Verfahrens) geltende Fassung der 

prozessrechtlichen Vorschriften Anwendung findet.6 In Bezug auf materiellrechtliche 

Bestimmungen gilt indes grundsätzlich7 (und ohne gegenteilige Regelung), dass jeweils die 

im Ereigniszeitpunkt geltende Fassung einer Bestimmung anwendbar ist. 

 

52. In casu bildet ausschliesslich die Anpassung der vorläufigen Massnahmen vom 23. Januar 

2025 Verfahrensgegenstand. Es geht mithin nicht um die materiellrechtliche Beurteilung von 

Tatbeständen oder Handlungen, die potenziell einen Tatbestand des Ethik-Statuts erfüllen. 

SSI hat in ihrer Verfügung vom 23. Januar 2025 Bezug zum Ethik-Statut 2022 (in der Fassung 

vom 26. November 2022) genommen. Die Einzelrichterin ist jedoch der Ansicht, dass in casu 

der Zeitpunkt des Erlasses der betreffenden Entscheidung zu den vorläufigen Massnahmen 

und damit die Fassung des Ethik-Statuts zum Zeitpunkt des 23. Januar 2025 zu beachten ist. 

Auch wenn durch die Anpassung der Vorschriften betreffend vorsorgliche Massnahmen in 

Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 keine inhaltliche Änderung, sondern nur eine Klarstellung 

vorgenommen sein sollte8, ist die Einzelrichterin daher der Auffassung, dass vorliegend 

Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 (und nicht Art. 5.9 Abs. 1 des Ethik-Statuts 2022) zu 

berücksichtigen ist. 

 

53. Anwendbar auf das vorliegende Verfahren ist ausserdem das VR-SSI in der revidierten 

Fassung mit Inkrafttreten per 1. Januar 2025.9 Die anwendbaren Verfahrensvorschriften 

finden sich im VerfRegl (vgl. Art. 10.1 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 sowie Art. 29 Abs. 1 VerfRegl). 

Gemäss Art. 29 Abs. 1 VerfRegl findet dies auf alle Verfahren Anwendung, die im Zeitpunkt 

seines Inkrafttretens eröffnet sind oder danach eröffnet werden. Keine Anwendung findet 

in casu die Schiedsordnung des Schweizer Sportgerichts ("SO"), da das vorliegende 

Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht am 18. Februar 2025 und somit vor Inkrafttreten 

der Schiedsordnung per 1. März 2025 eröffnet wurde (siehe Art. 50 SO). Schliesslich gilt 

sinngemäss die ZPO10, soweit das VerfRegl keine Bestimmungen enthält (Art. 26 VerfRegl). 

VIII. Mögliche Verfahrensmängel 

54. Der Einsprecher bringt zusammengefasst vor, dass ihm insbesondere aufgrund der 

anonymen Meldungen und anonymisierten Aussagen der potenziellen Opfer im Verfahren 

vor SSI verschiedene Garantien verwehrt werden würden, wie der Anspruch auf 

uneingeschränkte Akteneinsicht oder auf Konfrontation mit Belastungszeug:innen. 

 
5  Unter anderem betreffen die Übergangsbestimmungen in Art. 10.3.1 ff. Ethik-Statut 2025 nicht 

vorläufige Massnahmen, sondern Tatbestände und Handlungen, die mutmasslich einen Tatbestand 
des Ethik-Statuts erfüllen, die sich vor dem 1. Januar 2022 ereignet haben ("frühere Ethikverstösse"). 

6  Vgl. dazu unter anderem CAS 2021/ADD/42, Ziff. 81 sowie CAS 2019/A/6669, Ziff. 123. 
7  Abweichungen bleiben unter anderem aufgrund von Grundsätzen wie dem Prinzip des milderen 

Rechts (lex mitior) vorbehalten (siehe dazu unter anderem CAS 2019/A/6669, Ziff. 123). 
8  Vgl. dazu das Beiblatt zur Revision des Ethik-Statuts von Swiss Olympic vom 15. Oktober 2024, S. 4. 
9  Siehe dazu Art. 20 Abs. 2 VR-SSI, wonach ab dem 1. Januar 2025 "alle zu diesem Zeitpunkt bereits 

eingegangenen und noch offenen Meldungen sowie laufende Untersuchungsverfahren vor der 
Meldestelle nach der vorliegenden, revidierten Fassung dieses Reglements bearbeitet 
beziehungsweise weitergeführt" werden. 

10  Schweizerische Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008, SR 272 (ZPO). 

 

 10 

Ausserdem sei ihm der Anspruch auf Begründung einer Massnahme sowie auf 

verhältnismässige vorsorgliche Massnahmen verwehrt worden. Diesbezüglich gilt es 

Folgendes zu beachten: 

 

55. Als nationale Meldestelle hat SSI nach Art. 72f Abs. 1 lit. a Ziff. 3 SpoFöV auch anonyme 

Meldungen entgegenzunehmen und dafür zu sorgen, "dass auf Wunsch die Identität einer 

meldenden oder der durch ein mutmassliches Fehlverhalten beeinträchtigten Person 

gegenüber Dritten, insbesondere gegenüber den durch eine Meldung belasteten Personen 

und Sportorganisationen und gegenüber der Disziplinarstelle, nicht offengelegt wird". Diese 

Regelung trat mit den Änderungen der SpoFöV per 1. März 2023 in Kraft und wurde auch 

bei der letzten Änderung der SpoFöV per 1. August 2024 beibehalten. Ausserdem sieht 

sowohl das Ethik-Statut 2022 wie auch dasjenige von 2025 zum Schutz von meldenden 

Personen, Zeug:innen und Auskunftspersonen die Möglichkeit von anonymen Meldungen 

vor (Art. 5.10.1 Ethik-Statut 2022 bzw. Art. 6.1 Ethik-Statut 2025). Gleiches gilt für das VR-

SSI 2025, welches unter anderem in Art. 4 Abs. 4 vorsieht, dass "Aussagen von Opfern des 

möglichen Ethikverstosses, Zeugen und Auskunftspersonen […] anonymisiert in die Akten 

eingebracht [werden], soweit dies zu deren Schutz erforderlich ist und ihre Identität der 

Meldestelle bekannt ist." Ausserdem sah bereits Art. 4 Abs. 4 VR-SSI 202311 vor, dass 

"Aussagen von Verfahrensbeteiligten, Zeugen und Auskunftspersonen […] anonymisiert in 

die Akten eingebracht [werden], soweit dies zu deren Schutz erforderlich ist und/oder sie 

dies wünschen und ihre Identität der Meldestelle bekannt ist." Des Weiteren können nach 

Art. 4 Abs. 5 VR-SSI 2023 sowie 2025 anonyme Meldungen und anonymisierte Aussagen 

während des gesamten, durch die Meldestelle geführten Verfahrens verwendet werden. Zu 

beachten ist ferner, dass nach Art. 6.5 lit. e Ethik-Statut 2025 die "Missachtung des 

Wunsches der meldenden Person nach Anonymität gemäss Art. 6.1 Abs. 1 ff." eine 

Verletzung der Bestimmungen zum Schutz des Verfahrens gemäss dem Ethik-Statut 2025 

darstellt und sanktioniert werden kann. 

 

56. Basierend auf den der Einzelrichterin vorliegenden Unterlagen haben in casu die durch das 

mutmassliche Fehlverhalten beeinträchtigten Personen bzw. deren gesetzliche Vertretung 

gewünscht, dass ihre Identität nicht offengelegt wird. Ausserdem ist auf der Grundlage der 

verfügbaren Informationen davon auszugehen, dass es aufgrund des Schutzes der 

potenziellen Opfer bzw. Zeug:innen erforderlich ist, dass ihre Aussagen anonymisiert in die 

Akten eingebracht werden. Die Vorgehensweise der Einsprachegegnerin erfolgte damit 

grundsätzlich im Rahmen der oben erwähnten anwendbaren Rechtsgrundlagen. 

Anzumerken bleibt jedoch, dass – falls umsetzbar und unter Beachtung des Schutzes der 

betroffenen Personen möglich – grundsätzlich eine Anonymisierung zu bevorzugen wäre, 

welche die Zuordnung von Aussagen und Fakten auf die einzelnen Personen in anonymer 

Weise ermöglicht. Falls die Umstände es zulassen, wäre daher etwa eine Anonymisierung 

unter Verwendung von Abkürzungen vorzuziehen (wie beispielsweise "Eltern von X" oder 

"Person A", wie dies von SSI im Beilagenverzeichnis zumindest teilweise vorgenommen 

wurde), anstatt einer vollständigen Schwärzung. 

 

57. Die Einzelrichterin teilt die Auffassung des Einsprechers zwar insofern, als die Zulassung von 

anonymen Aussagen von Zeug:innen potenziell gegen das Recht auf rechtliches Gehör und 

dasjenige auf ein faires Verfahren verstossen kann.12 Indes stellt nicht jede Beeinträchtigung 

des Anspruchs auf rechtliches Gehör und des Rechts auf ein faires Verfahren einen Verstoss 

gegen diese Grundsätze dar. So hat etwa auch das Bundesgericht mit Leitentscheid vom 

 
11  Verfahrensreglement der Stiftung Swiss Sport Integrity betreffend Ethikverstösse und Missstände vom 

13. Februar 2023 mit Inkrafttreten per 15. Februar 2023 (VR-SSI 2023). 

 
12  Siehe dazu unter anderem CAS 2019/A/6669, Ziff. 151. 

 

 11 

2. November 2006 (im Rahmen eines Strafverfahrens) entschieden, dass die Zulassung 

anonymer Aussagen von Zeug:innen nicht notwendigerweise das Recht auf ein faires 

Verfahren nach Artikel 6 EMRK13 verletze.14 Auch in zivilrechtlichen Verfahren, 

einschliesslich sportrechtlichen Disziplinarverfahren, sind Einschränkungen der genannten 

Ansprüche unter Umständen gerechtfertigt (siehe dazu insbesondere Art. 53 Abs. 2 und 

Art. 156 ZPO sowie die Abwägung in CAS 2019/A/6669, Ziff. 149 ff.).15  

 

58. Dem Einsprecher wurde in casu Einsicht in die (teilweise) anonymisierten Akten gewährt. 

Eine direkte Gegenüberstellung und Befragung der mutmasslichen Opfer wurde von SSI 

verwehrt. SSI hat dem Einsprecher gegenüber jedoch kundgetan, dass er allfällige 

Ergänzungsfragen direkt an SSI schriftlich zukommen lassen könne und SSI die Weiterleitung 

der Fragen an die mutmasslichen Opfer prüfe, sollten die Ergänzungsfragen für 

Sachverhalts- und/oder Rechtsfragen von Bedeutung sein (siehe dazu Verfügung von SSI 

vom 23. Januar 2025). Dem Einsprecher wurde damit die Akteneinsicht nicht gänzlich 

verwehrt, sondern unter Anordnung von Schutzmassnahmen gewährt. Ferner ist zu 

berücksichtigen, dass es sich bei den mutmasslichen Opfern bzw. Zeug:innen in casu um 

minderjährige Personen handelt.16 Basierend auf einer Abwägung zwischen dem 

Schutzinteresse der potenziellen Opfer und dem Interesse des Einsprechers an der 

Teilnahme und Einsicht ist daher davon auszugehen, dass die von SSI angeordneten 

Schutzmassnahmen in casu als verhältnismässig einzustufen sind.17 Dabei gilt auch zu 

beachten, dass vorliegend ausschliesslich die Frage der vorläufigen Massnahmen bzw. deren 

Änderung Gegenstand des Verfahrens bilden. Es geht mithin weder um die mögliche 

Sanktionierung aufgrund potenzieller Ethikverstösse basierend auf einer Untersuchung von 

SSI noch um die Frage, ob die Verteidigungsrechte einer angeschuldigten Person trotz der 

Verwendung von anonymisierten Aussagen insofern als ausreichend gewährleistet 

qualifiziert werden können, als dass sich basierend darauf ein rechtsgenüglicher Beweis für 

ein vorgeworfenes Fehlverhalten erbringen lässt.18 

 

59. Im Sinne eines Zwischenfazits ist damit festzuhalten, dass unter Berücksichtigung der 

anwendbaren Rechtsgrundlagen und der relevanten Umständen des vorliegenden 

Verfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen, insbesondere der schutzwürdigen 

Interessen der minderjährigen potenziellen Opfer, die von SSI vorgenommenen 

Schutzmassnahmen (wie die Anonymisierung der Akten) keinen Verstoss gegen das Recht 

auf rechtliches Gehör und dasjenige auf ein faires Verfahren darstellen. 

 

60. Der Einsprecher hat ferner vorgebracht, dass ihm der Anspruch auf Begründung einer 

Massnahme sowie auf verhältnismässige vorsorgliche Massnahmen verwehrt worden sei. 

Auf die Frage der Verhältnismässigkeit wird weiter unten (unter Rz. 68 ff.) eingegangen, 

weshalb sich an vorliegender Stelle Ausführungen dazu erübrigen. In Bezug auf den 

Anspruch auf Begründung ist zu beachten, dass im Allgemeinen eine Begründung so 

abgefasst sein muss, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des angefochtenen 

 
13  Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950, SR 0.101 

(Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK). 
14  BGE 133 I 33 E. 3 f. Siehe dazu auch CAS 2019/A/6669, Ziff. 152. 
15  Vgl. auch CAS 2009/A/1920 und CAS 2019/A/6388 sowie den kürzlich ergangenen BGer 4A_28/2025 

vom 3. März 2025 E. 5 ff. 
16  Vgl. dazu KUKO ZPO-OBERHAMMER/WEBER, 3. Aufl., Basel 2021, Art. 53 N 11a betreffend das Kindeswohl 

(unter Verweis auf BGE 122 I 153 E. 6). 
17  Vgl. dazu ausführlich BSK ZPO-GUYAN, 4. Aufl., Basel 2024, Art. 156 N 1 ff. 
18  Siehe dazu auch "Änderungen der Sportförderungsverordnung: Erläuterungen" des Bundesamtes für 

Sport BASPO vom Januar 2023, S. 16, abrufbar unter https://www.admin.ch/gov/de/start 
/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-92635.html (zuletzt besucht am 2. April 2025).  

 

 12 

Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 

weiterziehen kann.19 Der Einsprecher hat in casu ausschliesslich die angepasste vorläufige 

Massnahme b) angefochten. Hier gilt zu beachten, dass die Einsprachegegnerin mit der 

Anpassung vom 23. Januar 2025 im Vergleich zu der bisherigen Anordnung zu Gunsten des 

Einsprechers entschieden hat, auch wenn sie die Massnahme nicht vollständig aufgehoben 

hat. Da es sich bei der Anordnung vom 23. Januar 2025 um eine Abänderung der 

ursprünglich verfügten vorsorglichen Massnahmen handelt, ist diese im Kontext der 

bisherigen vorsorglichen Massnahmen zu verstehen. Die erstmalige Anordnung der 

vorsorglichen Massnahmen wurden dem Einsprecher gegenüber mit Verfügung vom 

27. August 2024 begründet. Unter anderem wird in besagter Verfügung ausgeführt, dass 

nach Einschätzung von SSI eine hohe Gefahr bestehe, dass der Einsprecher versuchen 

könnte, auf Betroffene hinsichtlich deren Aussageverhalten einzuwirken. Ausserdem hat SSI 

in der Verfügung vom 23. Januar 2025 darauf hingewiesen, dass sie "[a]ufgrund der 

Erkenntnisse aus der bisherigen Untersuchung […] eine Anpassung der vorläufigen 

Massnahmen in Bezug auf den Kontakt" des Einsprechers mit aktuellen und ehemaligen 

Spielern als verhältnismässig erachte. Die Einschränkung betreffend die "Trainerfunktion" 

hat SSI zwar nicht explizit begründet. Im Kontext der vorangehenden Begründung vom 

27. August 2024 und vom 23. Januar 2025 kann jedoch nicht die Rede davon sein, dass es 

für den Einsprecher aufgrund eines solch fehlenden expliziten Hinweises nicht möglich 

gewesen sei, den Entscheid und dessen Tragweite zu verstehen, zu akzeptieren oder ihn 

gegebenenfalls an die höhere Instanz zu ziehen.20 Dies gilt umso mehr, als dass der 

Einsprecher zum Zeitpunkt der Verfügung vom 23. Januar 2025 bereits anwaltlich vertreten 

war.21 Folglich wurde der Anspruch auf Begründung in casu nicht verletzt, mithin das 

rechtliche Gehör auch in dieser Hinsicht gewahrt wurde. 

IX. Überprüfung der Anpassung der vorsorglichen Massnahme 

61. Einleitend sei darauf hinzuweisen, dass die Aufgabe der Einzelrichterin darauf beschränkt 

ist, über die Einsprache gegen die Entscheidung von SSI betreffend die Änderung der 

vorsorglichen Massnahme b) vom 23. Januar 2025 zu befinden. Die vorliegende 

Entscheidung äussert sich nicht zur Begründetheit der gegen den Einsprecher erhobenen 

Vorwürfe und ergeht ohne Präjudiz für das laufende Untersuchungsverfahren sowie ein 

allfälliges zukünftiges Verfahren in der Sache vor dem Schweizer Sportgericht. 

 

62. Die mit Verfügung vom 23. Januar 2025 vorgenommene Anpassung der Massnahme b) 

lautet wie folgt: 

"Ihrem Mandaten [sic] ist es ab sofort erlaubt, mit aktuellen und ehemaligen Spielern des  

 Vereins D.________, E.________ und F.________ mündlich oder schriftlich Kontakt  

 aufzunehmen, sofern er bei diesen Spielern keine Trainerfunktion ausübte in der  

 Vergangenheit." 

63. Der Einsprecher hat in einer seiner Einsprache vom 3. Februar 2025 diesbezüglich folgenden 

Antrag gestellt: 

 
19  BGE 145 III 324 E. 6.1 sowie BGE 134 I 83 E. 4.1. 
20  St. Galler Kommentar BV-STEINMANN/SCHINDLER/WYSS, 4. Aufl., Zürich 2023, Art. 29 N 65; vgl. dazu auch 

BGE 143 IV 40 E. 3.4.3 sowie BGE 139 IV 179 E. 2.2. 
21  Vgl. hierzu auch St. Galler Kommentar BV-STEINMANN/SCHINDLER/WYSS, Art. 29 N 26 sowie BGE 147 IV 

340 E. 4.11.4, wonach ein Begründungsmangel geheilt werden kann, wenn die anwaltschaftlich 
vertretene Person trotzdem in der Lage war, den Entscheid sachgerecht anzufechten. 

 

 13 

"Das vorsorgliche Kontaktverbot gegenüber Dritten (ehemaligen Spielern des 

Vereins  D.________ sowie aktuellen und ehemaligen Spielern der Vereine E.________ und 

F.________ gemäss Verfügung der SSI vom 27. August 2024) sei unverzüglich und 

vollumfänglich  

 aufzuheben." 

64. Laut Vorbringen des Einsprechers akzeptiere er die Einschränkung "sofern er bei diesen 

Spielern keine Trainerfunktion ausübte in der Vergangenheit" nicht. Zu beachten gilt indes, 

dass der Einsprecher sein Antrag betreffend Spieler des Vereins D.________ ausschliesslich 

in Bezug auf "ehemalige" Spieler gestellt hat. Die angepasste Massnahme b) inkl. der 

Einschränkung betreffend die Trainerfunktion gilt vom Einsprecher damit in Bezug auf 

aktuelle Spieler des Vereins D.________ als akzeptiert. Zwischen den Parteien ist damit 

einzig die Anpassung der Massnahme b) streitig, soweit sie ehemalige Spieler des Vereins 

D.________ sowie aktuelle und ehemalige Spieler der Vereine E.________ und F.________ 

betrifft, bei denen der Einsprecher einer Trainerfunktion ausübte. 

 

65. Das Ethik-Statut 2025 sieht betreffend vorsorgliche Massnahmen in Art. 5.6 Abs. 1 Folgendes 

vor: 

"SSI kann auf Antrag einer Partei hin oder von Amtes wegen alle vorläufigen Massnahmen  

 für die Dauer des Untersuchungs- und Beurteilungsverfahrens treffen, die sie für notwendig  

 und angemessen erachtet, einschliesslich der vorläufigen Suspendierung einer Person von  

 ihren sportbezogenen Funktionen." 

66. Ausserdem sieht Art. 12 Abs. 1 VR-SSI 2025 vor, dass "in Übereinstimmung mit Art. 5.6 Ethik-

Statut" die Leiterin oder der Leiter Meldestelle ab dem Zeitpunkt der Entgegennahme einer 

Meldung auf schriftlich begründeten Antrag einer Verfahrensbeteiligten oder von Amtes 

wegen für die Dauer des Untersuchungs- und Beurteilungsverfahrens eine vorläufige 

Massnahme verfügen kann. Auch wenn zwar weder Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut noch Art. 12 

Abs. 1 VR-SSI 2025 wörtlich die Änderung einer vorläufigen Massnahme vorsieht, ist 

basierend auf dem Sinn und Zweck der Vorschriften zu den vorläufigen Massnahmen davon 

auszugehen, dass eine Anpassung der vorläufigen Massnahmen basierend auf Art. 5.6 

Abs. 1 Ethik-Statut und Art. 12 Abs. 1 VR-SSI 2025 möglich ist. Vorsorgliche Massnahmen 

sind materielle Anordnungen, mit denen vor oder während des ordentlichen Prozesses 

vorläufiger Rechtsschutz gewährt wird.22 Da vorläufige Massnahmen indessen nur eine 

vorläufige Ordnung bringen und sich die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse ändern 

können, können vorläufige Massnahmen grundsätzlich von der zuständigen Instanz den 

veränderten Verhältnissen angepasst bzw. je nach Entwicklung der Sachlage geändert oder 

aufgehoben werden.23 

 

67. Ob die Einsprachegegnerin die Anpassung vom 23. Januar 2025 auf Antrag hin oder von 

Amtes wegen vorgenommen hat, geht aus den Akten und Ausführungen der Parteien nicht 

eindeutig hervor. Nachdem SSI das Akteneinsichtsgesuch am 20. Dezember 2024 guthiess 

und den Einsprecher unter anderem darüber informierte, dass ihm das freiwillig 

wahrzunehmende Recht zustehe, bis am 17. Januar 2025 begründete Anträge zu stellen 

und/oder sich zur Untersuchungsangelegenheit zu äussern, hat dieser am 9. Januar 2025 

eine Stellungnahme eingereicht, in welcher er unter anderem die Aufhebung des 

Kontaktverbots beantragte. Mit "Antwort" auf die Stellungnahme vom 9. Januar 2025 

"sowie Aufrechterhaltung und Anpassung der vorläufigen Massnahmen" hat SSI in der Folge 

am 23. Januar 2025 unter anderem die Anpassung der Massnahme b) verfügt (siehe dazu 

 
22  Vgl. dazu unter anderem BSK ZPO-SPRECHER, Vor Art. 261-269 N 1. 
23  Vgl. dazu unter anderem BSK ZPO-SPRECHER, Art. 268 N 1. 

 

 14 

oben unter Rz. 24 - 26). Da eine Anpassung sowohl gemäss Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 

und Art. 12 Abs. 1 VR-SSI 2025 auf Antrag einer Partei hin oder von Amtes möglich ist, kann 

in casu offen gelassen werden, ob die Einsprachegegenerin die Anpassung vom 23. Januar 

2025 nun von Amtes wegen oder auf Antrag hin verfügt hat. Im Übrigen hat sich keine der 

Parteien dazu geäussert, mithin die Frage als unstrittig anzusehen ist. 

 

68. In inhaltlicher Hinsicht knüpft Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 in Bezug auf den Erlass von 

vorsorglichen Massnahmen im Allgemeinen an die Bedingung der Notwendigkeit und 

diejenige der Angemessenheit und somit an Aspekte der Verhältnismässigkeit an. 

Demgegenüber äussert sich Art. 12 Abs. 1 SSI-VR 2025 nicht zur Frage der Notwendigkeit 

oder der Angemessenheit. Auch sieht das SSI-VR 2025 keinen entsprechenden Verweis auf 

die ZPO mehr vor wie dasjenige von 2023.24 Ferner regelt das VerfRegl grundsätzlich nur die 

vorsorglichen Massnahmen, welche durch das Schweizer Sportgericht erlassen werden 

(Art. 9 VerfRegl). Angesichts dessen und der Regelung in Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 ist 

die in casu in Frage stehende Anpassung der Massnahme b) vom 23. Januar 2025 im 

Folgenden daher auf ihre Notwendigkeit und Angemessenheit hin zu prüfen. 

A. Notwendigkeit 

69. Basierend auf den der Einzelrichterin vorliegenden Akten betrifft das 

Untersuchungsverfahren betreffend potenzielle Ethikverstösse im Sinne von Art. 2 Ethik-

Statut 2022 (insbesondere potenzielle Ethikverstösse nach Art. 2.1.4 Ethik-Statut) mehrere 

potenzielle minderjährige Opfer. Nachdem SSI unter anderem Befragungen mit den 

potenziellen Opfern sowie dem Einsprecher durchgeführt und letzterem Akteneinsicht mit 

der Möglichkeit zur Stellungnahme gewährt hat, hat sie die Massnahme b) per 23. Januar 

2025 angepasst. Gemäss mündlichen Aussagen eines potenziellen Opfers habe der 

Einsprecher diesem gegenüber unter anderem gedroht, dass es die Chats mit ihm löschen 

solle und geschrieben, "wir wollen ja nicht, dass jemand sieht, was ich dir da geschickt 

habe." Auch wenn der Einsprecher bestreiten mag, solche Nachrichten geschickt zu haben, 

so erscheint die von SSI angepasste Massnahme b) inkl. der Einschränkung betreffend die 

Trainerfunktion innerhalb des Ermessens von SSI, welches ihr als Untersuchungsinstanz 

gemäss Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 zukommt25, grundsätzlich als notwendig bzw. 

erforderlich. Wie aus den Akten hervorgeht, haben sich die potenziellen Opfer nicht bereits 

bei den ersten (mutmasslich vom Einsprecher) gesendeten Nachrichten bzw. Chatverläufe 

anderen Personen anvertraut. Entsprechend führen auch die Aussagen der zwei zuständigen 

Personen der ehemaligen Vereine des Einsprechers, E.________ und F.________, dass es 

"nie Anzeichen gegeben [habe], dass etwas nicht stimmte" bzw. dass es "keinerlei negative 

Vorkommnisse" betreffend den Einsprecher gegeben habe, nicht dazu, dass die Abänderung 

vom 23. Januar 2025 als nicht erforderlich gelten würde. Solche Aussagen sind innerhalb 

einer Untersuchung zu berücksichtigen und können wichtige Hinweise liefern, sie vermögen 

in einer laufenden Untersuchung jedoch nicht ohne Weiteres bzw. gänzlich auszuschliessen, 

dass potenzielle Grenzüberschreitungen gegenüber minderjährigen Personen stattgefunden 

haben.  

 

70. Insbesondere aufgrund der Vorbildfunktion als ehemaliger Spieler und als Trainer sowie des 

Altersunterschieds zu den potenziellen Opfern kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine 

mögliche Kontaktaufnahme zu Spielern, bei welchen der Einsprecher in der Vergangenheit 

 
24  Siehe dazu Art. 17 Abs. 1 VR-SSI 2023, welcher Folgendes vorsieht: "Enthält dieses Reglement eine 

echte Lücke, sind die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung analog anwendbar". 
25  Vgl. dazu unter anderem der Wortlaut von Art. 5.6 Ethik-Statut 2025, wonach SSI alle vorläufigen 

Massnahmen für die Dauer des Untersuchungs- und Beurteilungsverfahrens treffen kann, die sie für 
notwendig und angemessen erachtet. 

 

 15 

eine Trainerfunktion ausübte, die laufende Untersuchung von SSI gefährden würde. Auch 

wenn der Einsprecher mit einer allfälligen Kontaktaufnahme nicht beabsichtigen würde, 

Spieler zu beeinflussen, so kann eine solche trotzdem zu einem Loyalitätskonflikt bei 

Spielern führen, insbesondere wenn der Einsprecher bei diesen in der Vergangenheit eine 

Trainerfunktion ausübte. Hier gilt auch in Erinnerung zu rufen, dass der Zweck von 

vorsorglichen Massnahmen nicht darin besteht, den Einsprecher zu bestrafen, sondern die 

laufende Untersuchung sicherzustellen und potenzielle Opfer zu schützen. 

 

71. Wie aus dem Befragungsprotokoll mit dem Einsprecher vom 10. Dezember 2024 hervorgeht, 

hat der Einsprecher in Bezug auf das ursprünglich angeordnete Kontaktverbot ausgeführt, 

dass dies bedeute, dass er mit all seinen "Teamkollegen von früher keinen Kontakt haben 

darf." Weiter führte er Folgendes aus: "Mit meinem Trainerkollegen, der 40 Jahre alt ist, der 

vor 20 Jahren auch bei F.________ aktiver Spieler war, darf ich keinen Kontakt haben. [...] 

Ich kann verstehen, dass man mit diesen Vorwürfen, die nach Ihren Angaben Minderjährige 

gemacht haben, sagt, dass mit minderjährigen Spielern, die ich mal trainiert habe, ein 

Kontaktverbot herrscht. Aber warum alle?". Die Einsprachegegnerin scheint diese Aussagen 

des Einsprechers und deren Hintergründe in vollem Umfang berücksichtigt bzw. weitere 

Abklärungen diesbezüglich vorgenommen zu haben, zumal mit der Änderung der 

Massnahme b) vom 23. Januar 2025 eine Kontaktaufnahme zu den vom Einsprecher 

angesprochenen ehemaligen Team- und Trainerkollegen (unter der Annahme, dass er diese 

in der Vergangenheit nicht trainierte) nun möglich ist. Indem die Einsprachegegnerin die 

Massnahme b) nicht vollumfänglich aufgehoben hat, sondern gegenüber Spielern 

beschränkt hat, bei welchen der Einsprecher in der Vergangenheit eine Trainerfunktion 

ausübte, hat sie unter Berücksichtigung der Umstände des vorliegenden Falles im Rahmen 

ihres Ermessens in diesem Sinne eine mildere, aber gleichwohl geeignete Massnahme bzw. 

Anpassung gewählt. Im Rahmen des Aspekts der Notwendigkeit kann damit davon 

ausgegangen werden, dass in casu eine Änderung gewählt wurde, die in ihren 

Eingriffswirkungen milder ist, mithin der Voraussetzung der Notwendigkeit entsprechend 

auf die schwerer wiegende Massnahme verzichtet wurde. 

B. Angemessenheit 

72. Mit der Änderung vom 23. Januar 2025 wurde es dem Einsprecher erlaubt, mit aktuellen 

und ehemaligen Spielern der Vereine D.________, E.________ und F.________ mündlich 

oder schriftlich Kontakt aufzunehmen, sofern er bei diesen Spielern keine Trainerfunktion in 

der Vergangenheit ausübte. Auch wenn das Kontaktverbot nicht vollumfänglich aufgehoben 

wurde, so handelt es sich verglichen mit der vorhergehenden Anordnung b) bei der 

Änderung vom 23. Januar 2025 um eine Anpassung zugunsten des Einsprechers. In diesem 

Zusammenhang fällt auf, dass die Aussagen des Einsprechers zu einem gewissen Grad 

unklar, wenn nicht sogar widersprüchlich erscheinen. So wurde in der Einsprache vom 3. 

Februar 2025 mit keinem Wort auf die Einschränkung der geänderten Massnahme b) 

betreffend die ehemalige Trainerfunktion eingegangen. Ausserdem wurde auf lit. c der 

Massnahmen verwiesen, obschon sich die Einsprache in inhaltlicher Hinsicht gegen die 

geänderte Massnahme b) richtete. Ferner wurde in der Einsprache vorgebracht, dass es dem 

Einsprecher nach vielen Monaten verboten bleibe, selbst mit aktuellen und ehemaligen 

Spielern der Vereine E.________ und F.________ mündlich oder schriftlich Kontakt 

aufzunehmen und dass dies unverhältnismässig sei. In der Eingabe vom 20. März 2025 hat 

sich der Einsprecher dann zwar ausdrücklich zur Einschränkung betreffend die 

Trainerfunktion geäussert (nachdem ihm vom Schweizer Sportgericht mit Verfügung vom 

18. März 2025 Frist gesetzt wurde, sich zu seinem mit Einsprache vom 3. Februar 2025 

gestellten Antrag zu äussern, siehe dazu oben unter Rz. 32) und unter anderem erklärt, dass 

er diese Einschränkung nicht akzeptiere. Gleichzeitig hat er jedoch ausgeführt, dass er "die 

 

 16 

vollständige Aufhebung des Kontaktverbots gegenüber Dritten, wie es ursprünglich mit 

Verfügung vom 27. August 2024 angeordnet wurde" verlangen würde. Der vom Einsprecher 

gestellte Antrag bezieht sich jedoch nicht auf den Kontakt mit aktuellen Spielern des Vereins 

D.________ (siehe dazu bereits oben unter Rz. 64), mithin er gerade keine vollständige 

Aufhebung des Kontaktverbots beantragt hat. Aufgrund dieser Unklarheiten kann unter 

anderem aus der Ausführung des Einsprechers, dass es ihm nach vielen Monaten verboten 

bleiben würde, selbst mit aktuellen und ehemaligen Spielern der Vereine E.________ und 

F.________ Kontakt aufzunehmen, kein Rückschluss auf die von ihm in diesem 

Zusammenhang vorgebrachte Unverhältnismässigkeit gezogen werden. Vielmehr ist 

basierend auf der Einsprache vom 3. Februar 2025 davon auszugehen, dass der Einsprecher 

den Hinweis zur Unverhältnismässigkeit gemacht hat, ohne die Aufhebung des 

Kontaktverbots vorbehältlich der Einschränkung betreffend die Trainerfunktion 

berücksichtigt zu haben. Zu beachten gilt hier auch, dass der Einsprecher zum Zeitpunkt der 

Einsprache vom 3. Februar 2025 bereits über längere Zeit anwaltlich vertreten war und die 

Einsprache von der Rechtsvertretung eingereicht wurde. 

 

73. Die Massnahme b) wurde mit der Änderung vom 23. Januar 2025 zwar aufgrund der 

Einschränkung betreffend die Trainerfunktion nicht vollumfänglich aufgehoben, mithin in 

diesem Ausmass weiterhin eine Eingriffswirkung zulasten des Einsprechers besteht. Indem 

mit der Änderung eine Kontaktaufnahme zu den vom Einsprecher anlässlich seiner 

Befragung durch SSI angesprochenen ehemaligen Team- und Trainerkollegen (unter der 

Annahme, dass er diese in der Vergangenheit nicht trainierte) seit dem 23. Januar 2025 

wieder möglich ist (siehe dazu oben unter Rz. 71), ist angesichts des mit der Massnahme 

angestrebten Zwecks nicht von einer übermässigen oder unzumutbaren Einschränkung 

auszugehen. Die von der Einsprachegegnerin vorgenommene Änderung erscheint damit 

nicht ausser Verhältnis zur Schwere des Eingriffs zu stehen, welche der Einsprecher aufgrund 

der geänderten Massnahme b) erfährt. Zu berücksichtigen gilt hier auch, dass basierend auf 

den Akten von vier und somit mehreren potenziellen Opfern auszugehen ist. Es handelt sich 

damit nicht um einen (potenziellen) Einzelfall. Insbesondere da potenzielle 

Grenzüberschreitungen gegenüber mehreren Personen in Frage stehen, ist aus Sicht der 

Einzelrichterin nachvollziehbar, dass SSI innerhalb ihrer Untersuchung und ihres 

Ermessensspielraums eine Massnahme wählt, die sich auf einen grösseren Kreis von 

potenziellen Opfern bezieht bzw. eine dahingehende Einschränkung betreffend die 

ehemalige Trainerfunktion verfügt hat. Unter Berücksichtigung der Umstände des 

vorliegenden Verfahrens sowie der Abwägung zwischen dem Zweck der geänderten 

Massnahme b) – wie insbesondere der Sicherstellung der laufenden Untersuchung sowie 

dem Schutz potenzieller Opfer – kommt die Einzelrichterin daher zum Schluss, dass die von 

SSI vorgenommene Änderung innerhalb des ihr zustehenden Ermessens als angemessen zu 

werten ist. 

C. Fazit 

74. Basierend auf den obigen Ausführungen gelangt die Einzelrichterin zum Ergebnis, dass die 

von der Einsprachegegnerin per 23. Januar 2025 verfügte Änderung der Massnahme b) im 

Sinne von Art. 5.6 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 als notwendig und angemessen zu erachten ist. 

Anzumerken bleibt einzig, dass die von der Einsprachegegnerin vorgenommene Änderung 

in sprachlicher Hinsicht einige Besonderheiten aufweist – so ist sie an die Rechtsvertretung 

anstatt an den Einsprecher selbst gerichtet und als Erlaubnis mit einer Einschränkung 

formuliert. Eine Aufhebung oder Anpassung rechtfertigt sich aus diesem Grunde jedoch 

nicht. Insbesondere ist die angepasste Massnahme b) weder unklar, widersprüchlich oder 

unvollständig formuliert. 

 

 

 17 

75. Die Einsprache vom 3. Februar 2025 ist demnach abzuweisen und die Anpassung der 

vorläufigen Massnahme b) vom 23. Januar 2025 zu bestätigen. 

X. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

A. Kosten des Verfahrens vor dem Schweizer Sportgericht 

1. Höhe der Verfahrenskosten 

76. Nach Art. 25 Abs. 1 VerfRegl befindet das Schweizer Sportgericht in seinem Entscheid auch 

über die Kosten des Verfahrens. 

 

77. Unter Berücksichtigung der Umstände des vorliegenden Verfahrens und des Erlasses 

vorliegenden Entscheids als Zirkularentscheid ohne mündliche Verhandlung werden die 

Kosten des Verfahrens vor dem Schweizer Sportgericht auf CHF 500 festgelegt. Dabei ist 

festzuhalten, dass dieser Betrag bei Weitem nicht kostendeckend ist.  

2. Verteilung der Verfahrenskosten 

78. Im Falle einer Verurteilung werden die Kosten gemäss Art. 25 Abs. 2 VerfRegl in der Regel 

der angeschuldigten Person auferlegt. Kommt es nicht zu einer Verurteilung, so werden die 

Kosten dem betreffenden Sportverband oder SSI auferlegt. Das Schweizer Sportgericht kann 

auch von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Kosten nach Ermessen verteilen, 

wenn die Umstände es rechtfertigen. Die Art. 107 und 108 der ZPO gelten sinngemäss 

(Art. 25 Abs. 2 VerfRegl). 

 

79. Die Einsprache des Einsprechers wird mit vorliegendem Entscheid abgewiesen, weshalb er 

als unterliegend gilt und die Prozesskosten zu tragen hat. Gründe zur Abweichung von dieser 

Kostenverteilung sind keine ersichtlich. Insbesondere handelt es sich bei den vorliegenden 

Kosten entgegen dem Vorbringen des Einsprechers nicht um unnötige von der 

Einsprachegegnerin verursachte Prozesskosten im Sinne von Art. 108 ZPO. Die Kosten des 

vorliegenden Verfahrens im Umfang von CHF 500 sind demnach dem Einsprecher 

aufzuerlegen. 

B. Parteikostenersatz 

80. Während der Einsprecher keinen Parteikostenersatz beantragt hat, hat die 

Einsprachegegnerin eine pauschale Parteientschädigung von CHF 500 beantragt.  

 

81. Gemäss Art. 25 Abs. 4 VerfRegl kann SSI ganzer oder teilweiser Ersatz der Parteikosten 

zugesprochen werden. Indes stellt die Einzelrichterin fest, dass SSI im vorliegenden Fall ihren 

gesetzlichen Auftrag im Sinne der SpoFöV (insbesondere Art. 72f Abs. 1 lit. b Ziff. 1 und Ziff. 2 

SpoFöV) erfüllte. Zur Erfüllung dieses gesetzlichen Auftrages schliesst Swiss Olympic mit SSI 

eine Leistungsvereinbarung ab und SSI wird vom BASPO wie auch von Swiss Olympic mit 

Finanzhilfen zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben unterstützt. In casu hat SSI nicht 

substantiiert, inwiefern das Verfahren bei SSI über den gesetzlichen Auftrag hinausgehende 

Kosten verursacht haben soll. Der Antrag von SSI auf Parteikostenersatz wird 

dementsprechend abgewiesen. 

 

 

 18 

Aus diesen Gründen 
 

entscheidet das Schweizer Sportgericht: 
 
 
1. Die Einsprache vom 3. Februar 2025 wird abgewiesen und die Anpassung der vorläufigen 

Massnahme b) von Swiss Sport Integrity vom 23. Januar 2025 wird bestätigt. 
 
2. Die Kosten für das Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht werden auf CHF 500 festgesetzt 

und dem Einsprecher auferlegt. 
 
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
 
4. Die weiteren Anträge werden abgewiesen, soweit auf diese einzutreten ist. 
 
 
 
Bern, Schweiz 
Datum: 7. April 2025 
 
 
 

SCHWEIZER SPORTGERICHT 
 
 
 
 

  
 

Johanna Hug 

Einzelrichterin