# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f15de127-3b65-5ac9-8f99-80fafb5df39a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-04-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.04.2016 BP.2016.24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BP-2016-24_2016-04-19.pdf

## Full Text

Verfügung vom 19. April 2016 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Referent, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A. SA, vertreten durch die Rechtsanwälte Pascal 

Maurer und Pedro da Silva Neves, 

 

Gesuchstellerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

Gesuchsgegnerin 

 

 

Gegenstand  Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BP.2016.24 

(Hauptverfahren: BB.2016.84)  

 

 

 

 

 

Der Referent hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft unter der Verfahrensnummer SV.15.0775 u. a. ge-

gen die A. SA eine Strafuntersuchung führt, welche mit Verfügung vom  

25. Januar 2016 auf B. ausgedehnt wurde; 

 

- die Bundesanwaltschaft die Strafuntersuchung gegen B. nach dessen Ver-

haftung abtrennte und nunmehr unter der Verfahrensnummer SV.16.0373 

weiterführt (vgl. hierzu BB.2016.84, act. 1.2, S. 2); 

 

- sie für den 28. April 2016 im Rahmen der Untersuchung SV.15.0775 eine 

Einvernahme von B. als Auskunftsperson ansetzte (vgl. BB.2016.84,  

act. 1.1; act. 1.2, S. 2); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 8. April 2016 den Parteien teil-

weise Akteneinsicht gewährte, weitergehende Akteneinsichtsgesuche je-

doch abwies (BB.2016.84, act. 1.2); 

 

- die A. SA gegen die erfolgte Abtrennung der Strafuntersuchung sowie gegen 

die teilweise verweigerte Akteneinsicht am 14. April 2016 bei der Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhob (act. 1); 

 

- sie hierbei im folgenden Rahmen ersucht, der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung zu erteilen: «dire et prononcer que le MPC ne pro-

cédera pas à l'audition de Monsieur B. ou d'autres personnes poursuivies 

dans la procédure SV.16.0373 dans le cadre de la SV.15.0775» (act. 1). 

 

 

 

Der Referent zieht in Erwägung, dass: 

 

- der Beschwerde, abweichende Bestimmungen der StPO oder Anordnungen 

der Verfahrensleitung der Beschwerdekammer vorbehalten, keine aufschie-

bende Wirkung zukommt (Art. 387 StPO); 

 

- der Verfahrensleitung bei ihrem Entscheid ein weiter Ermessensspielraum 

zusteht, sie dabei aber sicherzustellen hat, dass ihr Entscheid das Be-

schwerderecht nicht seines Inhalts beraubt und insbesondere den Rechts-

streit nicht gegenstandslos werden lässt (Urteil des Bundesgerichts 

1B_271/2013 vom 3. Oktober 2013, E. 2.1); 

 

 

 

- die Gesuchstellerin zur Begründung ihres Gesuchs darlegen muss, dass sie 

ohne Gewährung der aufschiebenden Wirkung einen nicht wieder gutzuma-

chenden bzw. zumindest einen nur schwer wieder gutzumachenden Nachteil 

zu erleiden droht (vgl. u. a. die Verfügung des Bundesstrafgerichts 

BP.2014.56 vom 15. Oktober 2014 m.w.H.); 

 

- die Gesuchstellerin vorliegend ausführt, im Falle einer Gutheissung der Be-

schwerde sei die angesetzte Einvernahme von B. als Auskunftsperson als 

Einvernahme von B. als beschuldigte Person zu wiederholen; 

 

- sie damit gleich selber festhält, dass ein fehlender Aufschub der Einver-

nahme keinen nicht oder nur schwer wieder gutzumachenden Nachteil zu 

bewirken vermag; 

 

- es der Gesuchstellerin weiter frei steht, nach vollständiger Akteneinsicht ge-

gebenenfalls eine ergänzende Einvernahme von B. zu beantragen, weshalb 

sich auch hieraus kein nicht oder nur schwer wieder gutzumachender Nach-

teil ergibt;  

 

- die Durchführung der angesetzten Einvernahme den eigentlichen Gegen-

stand des Beschwerdeverfahrens nicht dahinfallen lässt; 

 

- im Übrigen auch das Bundesgericht in seiner Praxis zu Art. 93 Abs. 1 lit. a 

BGG bereits festgehalten hat, dass eine Verfahrenstrennung grundsätzlich 

keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt (Urteile des Bundes-

gerichts 1B_226/2015 vom 20. Januar 2016, E. 1.2.1; 1B_239/2014 vom 

4. Juli 2014, E. 3.2); 

 

- das Gesuch nach dem Gesagten abzuweisen ist; 

 

- die Kosten dieser Verfügung bei der Hauptsache verbleiben; 

 

 

 

und verfügt: 

 

1. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen. 

 

2. Die Kosten der vorliegenden Verfügung verbleiben bei der Hauptsache. 

 

 

Bellinzona, 19. April 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Referent: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Pascal Maurer und Pedro da Silva Neves 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diese Verfügung ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.