# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 188f6eef-611b-542b-9b91-8206cd6336e7
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-30
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 30.05.2018 101 2018 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2018-18_2018-05-30.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2018 18

Urteil vom 30. Mai 2018

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Hubert Bugnon, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Parteien A.________, Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Armin Sahli

gegen

B.________, Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwältin 
Erna Haueter

Gegenstand Berufung gegen vorsorgliche Massnahmen (Art. 308 Abs. 1 lit. b 
ZPO); Erweiterung der Beistandschaft; Wechsel der Mandatsträgerin

Berufung vom 5. Februar 2018 gegen den Entscheid des 
Präsidenten des Zivilgerichts des Saanebezirks vom 30. November 
2017

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1980, und B.________, geb. 1978, heirateten 2009 und sind die Eltern 
des Sohnes C.________, geb. im Jahr 2008. 

Die Parteien leben seit dem 1. Januar 2013 getrennt. Am 24. Juni 2013 erliess der 
Gerichtspräsident des Saanebezirks (hiernach: der Gerichtspräsident) Eheschutzmassnahmen. 

B. Seit dem 17. August 2015 ist ein Scheidungsverfahren hängig. Hinsichtlich der 
Kinderbelange wurde mit Ausnahme des Unterhalts eine Einigung erzielt. Mit Entscheid vom 
23. November 2015 wurde davon Kenntnis genommen. 

Am 20. Mai 2016 beantragte das Jugendamt folgendes: 

- Um C.________ kennenlernen zu können, sollte unser Mandat auf Art. 308 Abs. 1 und 2 
ZGB ergänzt werden, damit wir z.B. mit der Schule Kontakt aufnehmen dürfen. Wichtig 
wäre da z.B. zu erfragen, wie die Lehrerschaft C.________ am Montagmorgen nach den 
Besuchen beim Vater erlebt.

- C.________ soll psychologisch abgeklärt werden und anschliessend (je nach Ergebnis) 
eine psychologische Betreuung als Unterstützung zur Seite gestellt bekommen, damit er 
mit seiner schwierigen Lebenssituation besser zurechtkommt.

- A.________ sollte in ihrer Mutterrolle unterstützt und begleitet werden. Sie muss lernen 
C.________ selbständig werden zu lassen. Deshalb beantragen wir für sie die 
Unterstützung durch die sozialpädagogische Familienbegleitung. 

Die Mutter schloss am 24. Juni 2016 auf Abweisung dieser Anträge und verlangte ihrerseits 
namentlich einen Wechsel der Beistandsperson. 

Am 27. Juni 2016 beantragte der Vater, die Anträge des Jugendamtes vollumfänglich 
gutzuheissen und stellte ebenfalls weitere Anträge. 

Während des Verfahrens gingen beim Gerichtspräsidenten zahlreiche Mails der Parteien ein. Am 
27. Juni 2016 nahm der Vater unaufgefordert Stellung dazu, die Mutter am 29. Juli 2016 und das 
Jugendamt am 8. Februar 2017. 

Nachdem am 6. Oktober und 17. November 2017 die Parteien angehört und die Beiständin 
einvernommen wurden, entschied der Gerichtspräsident am 30. November 2017 folgendes: 

1. Die Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB gemäss Entscheid des Friedensgerichts 
des Saanebezirks vom 8. Mai 2014 bzw. gemäss Vereinbarung der Eltern vom 
20. November 2015 wird bestätigt und auf eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 
und 2 ZGB erweitert. 

Die Beistandsperson hat die Eltern mit Rat und Tat in ihrer Sorge um C.________ zu 
unterstützen. 

Der Beistandsperson wird die Kompetenz erteilt, bei Drittpersonen (beispielsweise 
Lehrerschaft) Informationen über C.________ einzuholen. 

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2. Die Beiständin wird beauftragt bis am 31. März 2018 abzuklären, inwiefern C.________ 
auf eine psychologische Betreuung angewiesen sein könnte und dem Gericht ein 
entsprechendes Konzept insbesondere auch mit den geeigneten Fachpersonen bzw. 
Institutionen, vorzulegen. 

3. Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen 
Elternteil beeinträchtigt oder die Aufgabe der erziehenden Person erschwert (Art. 297 
Abs. 1 ZGB). 

4. Im Übrigen werden die Anträge abgewiesen.

5. Die Kosten werden vorbehalten. 

C. Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 5. Februar 2018 Berufung erhoben. Sie 
verlangt in Gutheissung der Berufung, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, die Anträge der 
Beiständin vom 20. Mai 2016 und 8. Februar 2017 abzuweisen, ihren eigenen Antrag auf 
Absetzung der Beiständin gutzuheissen, die Vorinstanz anzuweisen, einen neuen Beistand zu 
ernennen und die Kosten B.________ aufzuerlegen. 

In seiner Berufungsantwort vom 5. März 2018 schliesst B.________ unter Kostenfolge auf 
Abweisung der Berufung. Am 6. März 2018 ergänzte er seine Berufungsantwort. Die 
Berufungsklägerin nahm am 16. März 2018 dazu Stellung. Die Parteien gelangten mit Eingaben 
vom 23. März, 3. bzw. 11. April 2018 noch einmal an den hiesigen Gerichtshof. 

D. Die Berufungsklägerin verlangte die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Der 
Berufungsbeklagte schloss in seiner Stellungnahme vom 23. Februar 2018 auf Abweisung. Am 
27. Februar 2018 wies der Präsident des hiesigen Hofes das Gesuch ab.  

Erwägungen

1.

1.1. Mit Berufung sind erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche 
Entscheide über vorsorgliche Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten 
ist die Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
mindestens CHF 10‘000.- beträgt (Art. 308 ZPO). 

Vorliegende Angelegenheit ist nicht vermögensrechtlicher Natur, so dass die Berufung gegeben 
ist. 

1.2. Mit Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung sowie eine unrichtige Feststellung des 
Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

1.3. Gegen ein wie vorliegend im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid beträgt die 
Frist zur Einreichung der Berufung 10 Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO). 

Der angefochtene Entscheid wurde der Berufungsklägerin am 24. Januar 2018 (act. 225a) 
zugestellt. Die am Montag, 5. Februar 2018 der Post übergebene Berufung erfolgte fristgerecht. 

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1.4. Die Rechtsmittelinstanz kann aufgrund der Akten entscheiden (Art. 316 Abs. 1 ZPO).

1.5. Neue Tatsachen und Beweismittel werden nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 
vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 
werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

2.

2.1. Die Berufungsklägerin beanstandet, dass C.________ nicht angehört wurde. Der 
angefochtene Entscheid müsse alleine deswegen aufgehoben werden. Auf eine Rückweisung an 
das Gericht, um diese Anhörung nachzuholen, könne jedoch verzichtet werden, zumal die 
Voraussetzungen für den Erlass neuer Kindesschutzmassnahmen ohnehin nicht gegeben seien. 

2.2. Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Dessen Verletzung führt ungeachtet der 
materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung 
des angefochtenen Entscheides. Diese Rüge ist deshalb vorweg zu behandeln (BGE 137 I 195 
E. 2.2).

Gemäss Art. 298 ZPO ist das Kind durch das Gericht oder durch eine beauftragte Drittperson in 
geeigneter Weise persönlich anzuhören, sofern sein Alter oder andere wichtige Gründe nicht 
dagegen sprechen. 

Die Anhörung des Kindes ist zum einen Ausfluss seiner Persönlichkeit und dient zum anderen der 
Sachverhaltsfeststellung. In seinem Leitentscheid zur Kindesanhörung ist das Bundesgericht 
davon ausgegangen, dass diese im Sinn einer Richtlinie ab dem vollendeten sechsten Altersjahr 
möglich ist, wobei es nicht ausgeschlossen ist, je nach den konkreten Umständen auch ein etwas 
jüngeres Kind anzuhören, etwa wenn bei Geschwistern das jüngere kurz vor dem genannten 
Schwellenalter steht (BGE 131 III 553 E. 1.2.3 S. 557). Während bei älteren Kindern der 
persönlichkeitsrechtliche Aspekt im Vordergrund steht und das Kind ein eigenes Mitwirkungsrecht 
hat, ist die Anhörung bei kleineren Kindern im Sinn eines Beweismittels zu verlangen. Soweit aber 
entsprechende Anträge vorhanden sind, besteht unter Vorbehalt der vom Gesetz genannten 
wichtigen Gründe eine Verpflichtung zur Durchführung der Anhörung. Unter Vorbehalt des vom 
Gesetz genannten "Ausschlusses durch Kindesalter", womit das rechtsprechungsgemäss auf 
sechs Jahre festgelegte Schwellenalter gemeint ist, oder der "anderen wichtigen Gründe" (dazu 
untenstehend) besteht eine Verpflichtung zur Durchführung der Anhörung. Das schliesst nach 
konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus, dass ein gestellter Antrag auf Anhörung des 
Kindes aufgrund einer antizipierten Beweiswürdigung abgewiesen werden darf (Urteil BGer 
5A_2/2016 vom 28. April 2016 E. 2.3).

Dieses Urteil erging im Rahmen eines Streits um die Zuteilung der elterlichen Sorge. Das 
Bundesgericht führte weiter aus, dass andere wichtige Gründe, die ein Absehen von einer 
Kindesanhörung rechtfertigen, gegeben sein können bei Aussageverweigerung des Kindes, 
befürchteten Repressalien, dauernden Auslandaufenthalt oder befürchteter Gesundheits-
schädigung. Demgegenüber darf die Anhörung des Kindes nicht mit dem Vorwand eines nicht 
weiter belegten Loyalitätskonfliktes oder einer möglichen Belastung des Kindes abgelehnt werden, 
weil gerade bei kleineren Kindern zu erwarten ist, dass sie sich zu beiden Elternteilen hingezogen 
fühlen, oft in einem Loyalitätskonflikt stehen und in aller Regel zu beiden Elternteilen Kontakt 
pflegen möchten, so dass mit dem Verweis auf einen Loyalitätskonflikt oder eine Belastung die 
Anhörung des Kindes fast durchwegs ausgehebelt werden könnte. Freilich ist zu beachten, dass 

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sich die emotionale und kognitive Reife zu überdauernder eigener Meinungsbildung sowie die 
Differenzierungs- und Abstraktionsfähigkeit und damit die Möglichkeit zu formal-logischen 
Denkoperationen erst ab etwa elf bis zwölf Jahren ausbildet. Je abstrakter die Fragestellung ist, 
desto weniger kann eine Urteilsfähigkeit angenommen werden. Die Tragweite der elterlichen 
Sorge ist auch für ein älteres Kind schwerlich überblickbar. Deshalb geht es bei jüngeren Kindern 
nicht um eine konkrete Befragung über Zuteilungswünsche, sondern in erster Linie darum, dass 
sich das urteilende Gericht ein persönliches - mithin aktuelles und unmittelbar eigenes - Bild vom 
Kind machen kann und über ein zusätzliches Element bei der Sachverhaltsfeststellung und 
Entscheidfindung verfügt (vgl. zitiertes Urteil BGer E. 2.3).

2.3. C.________ ist heute 9 Jahre alt und hat damit das für die Anhörung relevante 
Schwellenalter zwar überschritten. Allerdings ist er noch zu jung, um ein eigenes Mitwirkungsrecht 
zu haben, so dass seine Anhörung im Sinn eines Beweismittels beantragt werden kann. Den Akten 
kann nicht entnommen werden, dass vor erster Instanz ein entsprechender Antrag gestellt wurde. 
Die Berufungsklägerin macht dies denn auch nicht geltend. Auch in Anbetracht der im 
vorliegenden Verfahren geltenden Untersuchungsmaxime ist der Entscheid der Vorinstanz, 
C.________ nicht anzuhören, nicht zu beanstanden, selbst wenn die letzte Anhörung bereits zwei 
Jahre zurück lag. Zum einen ist festzustellen, dass C.________ durch den angefochtenen 
Entscheid zwar in seinen Rechten berührt wird. Allerdings handelt es sich bei der Ausweitung der 
bereits bestehenden Beistandschaft zur Überwachung des persönlichen Verkehrs auf eine 
Erziehungsbeistandschaft nicht um eine Massnahme, durch die C.________ in seinen Kernrechten 
berührt wird. Es wird weder die Zuteilung der elterlichen Sorge, noch die Obhut oder das 
Kontaktrecht zu einem Elternteil oder gar sein Aufenthaltsort geregelt. Vielmehr sollen seine Eltern 
mit Rat und Tat in ihrer Sorge um ihn unterstützt werden. Davon wird dieser mittelbar profitieren 
können. Gleich verhält es sich mit dem Auftrag an die Beiständin, abzuklären, inwiefern 
C.________ auf psychologische Hilfe angewiesen sein könnte. Mit dieser Massnahme kann sich 
die Beiständin endlich ein Bild davon machen, wie es C.________ geht und ob die ihr 
insbesondere vom Vater zugetragenen Besorgnisse um C.________‘s Gesundheit begründet sind. 
Weitere Konsequenzen wird dieser Bericht für sich allein nicht haben. Zum anderen ist bereits jetzt 
absehbar, dass C.________ im Rahmen dieses Scheidungsverfahrens noch anzuhören sein wird, 
sei es weil die Beiständin im Nachgang an ihren Bericht einen Antrag auf psychologische 
Betreuung stellt, sei es weil das Verfahren spruchreif ist und über die Kinderbelange der 
Scheidung entschieden werden wird. Es kann nicht sein, dass in einem laufenden (so 
konfliktbeladenen) Verfahren das Kind bei jeder Massnahme um jeden Preis angehört werden 
muss. Im vorliegenden Fall rechtfertigen jedenfalls der Entscheidgegenstand sowie die bereits 
vorhersehbare(n) weitere(n) Anhörung(en) auf eine zusätzliche Anhörung zu verzichten. 

Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann nicht festgestellt werden. Die Berufung erweist sich 
in diesem Punkt als unbegründet und ist abzuweisen. 

3.

3.1. Mit Hinweis auf BGE 140 III 241 wirft die Berufungsklägerin dem Gerichtspräsidenten vor, zu 
Unrecht eine zusätzliche Erziehungsbeistandschaft angeordnet zu haben. Die Eltern hätten 
Kommunikationsschwierigkeiten und dies führe zu Problemen bei der Ausübung des Besuchs-
rechts. Nicht mehr und nicht weniger. In der Vergangenheit habe sich die Problematik beruhigt, 
was der Richter auch ausdrücklich festhalte. Der Antrag der Beiständin habe dann erneut zu einer 
Verhärtung der Positionen geführt und erweise sich für die Bewältigung der Konfliktsituation der 

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Eltern als kontraproduktiv. Die Ausweitung der Beistandschaft sei daher nicht nur völlig 
unbegründet, sondern gefährde vielmehr das Kindeswohl. Zudem lasse sich die Ausweitung der 
Beistandschaft nicht mit zeitnahen Ereignissen rechtfertigen. Der Antrag des Vaters sei mehrfach 
abgelehnt worden und veränderte Verhältnisse würden nicht vorliegen. 

3.2. Der Gerichtspräsident hielt insbesondere fest (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4.3, S. 8 in 
fine), dass eine Gefährdung des Kindeswohls ausreiche, um eine Kindesschutzmassnahme 
anzuordnen, wobei selbstverständlich nicht jede unbestimmte Gefährdung genüge. Gemäss dem 
Grundsatz der Prävention sei aber nicht der „Katastrophenfall“ abzuwarten. Vorliegend liege 
entgegen der Meinung der Mutter eine Kindeswohlgefährdung aufgrund erzieherischer Probleme 
vor, da beispielsweise der Vater in seiner Rolle stark verunsichert sei. Ansonsten sei nicht zu 
erklären, dass er C.________ alleine auf dessen Verlangen und dem Vorliegen von Ohren- und 
Bauchschmerzen mitten in der Nacht zurück zur Mutter gebracht habe. Die Mutter habe 
ausgeführt, sie sei erschrocken, als C.________ in der Nacht angerufen habe, was nachvoll-
ziehbar sei. Ähnliche Beispiele habe die Mutter auch in ihrer Stellungnahme erwähnt. Es zeige 
zusätzlich, dass der Vater, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sei, auf Probleme 
mit C.________ adäquat zu reagieren und seine elterliche Autorität gegenüber C.________ 
durchzusetzen. Hätte die Kommunikation zwischen den Eltern funktioniert, hätte es möglich sein 
müssen, C.________ klar zu machen, dass er mitten in der Nacht nicht zur Mutter gefahren werde. 
An diesem Beispiel werde ersichtlich, dass der Vater Unterstützung in der Erziehung von 
C.________ benötige. Die Beiständin habe dann auch erklärt, dass der Vater in solchen 
Situationen nicht mehr wisse, was er dürfe oder könne. Das Verhalten der Mutter sei in 
erzieherischer Hinsicht ebenfalls problematisch. So habe nicht erst die aktuelle Beiständin erklärt, 
dass die Mutter C.________ zu sehr an sich binden würde. Bereits in einem Entscheid des 
Friedensgerichts vom 30. Januar 2015 habe die damalige Beiständin erklärt, C.________ werde 
von der Mutter übervorsorglich behandelt. Aus den Eingaben, wie beispielsweise der Stellung-
nahme der Mutter, gehe nicht hervor, dass sie ihr eigenes Verhalten selbstkritisch reflektiere. […] 
Alle bis anhin involvierten Fachpersonen vom Jugendamt oder vom point rencontre hätten sich 
besorgt gezeigt hinsichtlich des Verhaltens von C.________. […] Bereits [2014, als C.________ 
noch in den Kindergarten ging], sei eine Schulpsychologin beigezogen worden. […] C.________ 
habe 2015 bereits einen Erwachsenen getreten, was dafür spreche, dass er nicht mehr wisse, wie 
er sich wo zu verhalten habe. Der Vater würde sich nicht mehr bei der Schule informieren, die 
Mutter habe dies zu tun und ihm die Informationen weiterzuleiten. Es wäre selbstverständlich 
wünschenswert und eigentlich zwingend, wenn der Vater von sich aus Informationen einholen 
würde, wozu er als Vater das Recht habe. Nur mit solchen Informationen sei er in der Lage, seine 
Erziehungsaufgabe wahrzunehmen. Die geschilderten Ereignisse zeigen, dass bis heute keine 
Besserung eingetroffen sei und bei beiden Elternteilen Defizite bestehen. […] 

Schliesslich stellt der Gerichtspräsident fest, dass die hochgradig konflikthafte Situation zwischen 
den Parteien eine Gefährdung für C.________ darstelle. Beide Parteien würden sich über die 
mangelnde Kommunikation beklagen. Aus diesen Gründen sei C.________ darauf angewiesen, 
dass die Eltern in ihrer Rolle als Erzieher sicher auftreten würden, um ihm den nötigen Halt zu 
geben. Um die Situation für C.________ zu erleichtern und zu verhindern, dass C.________ 
aufgrund dieser Zerrissenheit psychischen Schaden nehme, sei es unerlässlich, dass die Eltern 
zumindest diesbezüglich nach all der Zeit ihre Kommunikation verbessern und vielleicht 
zusammen mit einer Erziehungsbeistandschaft zumindest ein Regelsystem betreffend die 
Erziehung beschliessen, welches C.________ erlaube, sich ohne Sorgen bei jedem Elternteil 

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aufzuhalten. Zudem könne eine Beistandschaft dazu dienen, die Eltern im Zulassen und der 
Förderung einer Bindung zum jeweiligen anderen Elternteil zu unterstützen. Es sei unabdingbar, 
dass die Eltern beginnen, zumindest in Fragen der Erziehung zusammenzuarbeiten, weshalb eine 
Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB nicht gegen die obgenannten Prinzipien 
(im vorliegenden Urteil nicht wiedergegeben) des Kindeswohls verstosse, sondern im Gegenteil 
eine Massnahme darstelle, um einer konkreten Gefährdung zu begegnen, da sich diese 
Problematik, wie bereits ausgeführt worden sei, nicht nur auf das Besuchsrecht beschränke, aber 
sicher auch diese Problematik mit einschliesse. Es bestehe bereits eine Besuchsrechts-
beistandschaft zur Überwachung und Organisation des Besuchsrechts, welche jedoch, wie die 
Vergangenheit gezeigt habe, nicht genüge. Da die Eltern bis zum Zeitpunkt [des Entscheids] 
selber nicht reagiert hätten und insbesondere auch die Mutter eine freiwillige Zusammenarbeit mit 
der Beiständin verweigere, seien auch keine anderen Massnahmen möglich. Die Erweiterung 
stelle keine Sanktion dar. Es sei eine Tatsache, dass das Kindeswohl in der jetzigen Situation 
gefährdet sei. Deshalb sei der Einwand der Mutter, sie sei eine gute Mutter und sie wolle sich 
keine staatlichen Eingriffe gefallen lassen, vorliegend nicht relevant, da wie bereits ausgeführt, 
eine Kindeswohlgefährdung vorliege. 

3.3. Das Bundesgericht hat in BGE 140 III 241 festgehalten, dass eine auf die Überwachung des 
persönlichen Verkehrs begrenzte Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB anzuordnen ist und 
keine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB, wenn die Gefährdung des 
Kindeswohls sich auf Schwierigkeiten bei der Ausübung des Besuchsrechts beschränkt. 

3.4. Vorliegend hat der Gerichtspräsident aufgezeigt, dass sich die Gefährdung des Kindeswohls 
nicht ausschliesslich auf die Ausübung des Besuchsrechts beschränkt. Vielmehr ist er zum 
Schluss gekommen, dass sowohl der Vater wie auch die Mutter Unterstützung in der Erziehung 
ihres Sohnes brauchen. 

Die Berufungsklägerin wirft dem Gerichtspräsidenten vor, unter dem Deckmantel, dass der Vater 
auf Unterstützung in der Erziehung angewiesen sei, die Beistandschaft zu erweitern, obwohl diese 
einen Frontalangriff gegen die Mutter darstelle. Diesem Argument kann nicht gefolgt werden. 
Abgesehen von der Tatsache, dass eine Kindesschutzmassnahme zu Gunsten des Kindes 
angeordnet wird und nie gegen einen Elternteil, hat der Gerichtspräsident ausdrücklich 
festgehalten, dass auch das Verhalten der Mutter in erzieherischer Hinsicht problematisch sei. 
Auch dies bestreitet die Berufungsklägerin. Der Gerichtspräsident beziehe sich auf eine Zeit, als 
das Friedensgericht die Kontaktrechte des Vaters aufgrund des Verdachts auf sexuelle 
Handlungen mit dem Kind C.________ eingeschränkt habe. Dies sei sowohl für den Vater wie 
auch für die Mutter oder den Sohn sehr einschneidend gewesen. Dass sie in dieser Situation ihren 
Sohn allenfalls „überfürsorglich“ behandelt habe, könne ihr nicht vorgeworfen werden, sei dies 
doch vielmehr eine absolut normale Reaktion einer fürsorglichen Mutter. Auch hier kann der 
Berufungsklägerin nicht zugestimmt werden. Auch wenn die Akten den Eindruck vermitteln, dass 
die Probleme in letzter Zeit weniger häufig vorgekommen sind, zeigen doch einzelne Beispiele, 
dass sich das Verhalten der Mutter kaum verändert hat. Ein paar deren seien hier erwähnt: 

- Als C.________ von seinen Ferien mit seinem Vater aus Dänemark im Sommer 2017 zurückkam 
und sich herausstellte, dass sich der Koffer aufgrund eines wohl in der Zwischenzeit geänderten 
Zahlencodes nicht mehr öffnen liess, kam es während der Übergabe zu einer 
Auseinandersetzung und die Berufungsklägerin entschloss sich mit C.________ zusammen zur 
Polizei zu gehen. In ihrer Stellungnahme vom 16. März 2018 erklärt sie, weder der Berufungs-

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beklagte habe auf ihre Nachrichten geantwortet, noch die Beiständen oder D.________ vom 
Jugendamt seien erreichbar gewesen. Es sei daher nachvollziehbar, dass sie sich mit dem Koffer 
auf den Polizeiposten begab, um den Umstand bestätigen zu lassen, dass sich der Koffer 
tatsächlich nicht öffnen liesse. Hier kann der Berufungsklägerin klar nicht gefolgt werden. Auch 
muss festgestellt werden, dass dieses Verhalten alles andere als fürsorglich gegenüber 
C.________ ist;

- Ebenfalls im Jahr 2017 beschwerte sich der Berufungsbeklagte bei der Beiständin, dass die 
Berufungsklägerin während den Besuchswochenenden C.________ mehrere Male per 
Telefon/SMS kontaktiert (vgl. act. 174; 206/3) und dass die Berufungsklägerin sich neben 
C.________ aufhält, während dieser mit ihm telefoniert. Dies stresse C.________ (vgl. Stellung-
nahme vom 5. März 2018/Beilage 4a);

- Schliesslich wirft auch das Verhalten der Berufungsklägerin nach dem Erhalt des angefochtenen 
Entscheids, als sie das Umfeld des Berufungsbeklagten und dasjenige von C.________ 
umgehend informierte, dass der Berufungsbeklagte denkt, dass er ein schlechter Vater sei und 
dass diese Auffassung auch das Gericht teile (vgl. Berufungsantwort vom 5. März 2018, Beilage 
4b: „And of course it is important that my son’s and your surrounding knows that you think you 
are a bad father and the court think so too“) Fragen auf. 

Diese wenigen Beispiele zeigen deutlich auf, dass das Verhalten der Berufungsklägerin nach wie 
vor problematisch ist. Gerade letztes Beispiel zeigt, dass sie weiterhin versucht, den Berufungs-
beklagten zu diskreditieren, wie sie es bereits in der Vergangenheit tat, als sie C.________ zum 
Beispiel Esswaren für die Besuchswochenende mitgab (vgl. act. 208). Dieses Verhalten ist 
geeignet, C.________ in einen ausgeprägten Loyalitätskonflikt zu bringen und rechtfertigt es, im 
vorliegenden Fall eine Erziehungsbeistandschaft zu errichten. Dass im Jahr 2017, in welchem der 
entsprechende Antrag der Beiständin instruiert wurde, nur von sehr wenigen Vorfällen berichtet 
wurde, ist unter diesen Umständen nicht ausschlaggebend. 

Im Übrigen ist auch aufgrund der abweisenden Haltung der Berufungsklägerin der Beiständin 
gegenüber und ihrer Aussage, dass es keinen Sinn mache, dass die Beiständin Kontakt zu 
C.________ habe, da sie dessen Aussagen in ihrem Sinne auslegen würde und auch eine 
Kontaktaufnahme der Beiständin mit Lehrpersonen ablehnt (vgl. z.B. act. 214/6) nicht zu 
beanstanden, wenn der Gerichtspräsident letzterer die Befugnisse erteilt hat, bei Drittpersonen 
Auskünfte über C.________ einzuholen. Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als 
unbegründet und ist abzuweisen. 

4.

4.1. Weiter beanstandet die Berufungsbeklagte den Auftrag an die Beiständin, abzuklären, 
inwiefern C.________ auf eine psychologische Betreuung angewiesen sein könnte und dem 
Gericht ein entsprechendes Konzept vorzulegen. Es gäbe keine Hinweise, wonach C.________ 
psychologische Probleme haben könnte. Es gäbe daher auch keine Veranlassung, bereits in diese 
Richtung Anordnungen zu treffen. 

4.2. Der Gerichtspräsident hielt fest (angefochtener Entscheid, E. 5), dass ohne weiteres denkbar 
sei, dass bei C.________ nicht nur psychische Probleme drohen, sondern solche bereits 
eingetreten seien. Alle bis anhin involvierten Fachpersonen vom Jugendamt oder vom „point 
rencontre“ hätten sich besorgt hinsichtlich des Verhaltens von C.________ gezeigt. 2014 hätten 

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die Kindergärtnerinnen von C.________ dem Friedensgericht ihre Besorgnis über das Verhalten 
von C.________ mitgeteilt und eine Schulpsychologin sei zugezogen worden. Es könne zwar 
keine Aussage darüber gemacht werden, wie gross die Probleme von C.________ waren, sie 
schienen den Kindergärtnerinnen gegenüber dem Friedensgericht jedoch erwähnenswert gewesen 
zu sein. Ausserdem habe C.________ 2015 bereits einen Erwachsenen getreten, was dafür 
spreche, dass er nicht mehr wisse, wie er sich wo zu verhalten habe (angefochtener Entscheid, 
E. 4.3, S. 9). 

4.3. Der Berufungsklägerin kann nicht beigepflichtet werden, wenn sie die Ansicht vertritt, es 
gäbe keinerlei Hinweise auf psychologische Probleme von C.________. Tatsächlich liegen die von 
der Vorinstanz zitierten Beispiele bereits mehrere Jahre zurück. Allerdings ist auch hervorzuheben, 
dass zum Beispiel die Beiständin überhaupt keinen Kontakt zu C.________ hatte und somit 
konkrete Probleme nicht feststellen konnte. Nichts desto trotz kann den Akten entnommen werden, 
dass sich C.________ in Schwierigkeiten befindet. So hat der Berufungsbeklagte erklärt, 
C.________ wisse nicht, welchen Regeln er folgen solle, wenn er bei ihm sei. Er befinde sich somit 
in einer Zwickmühle. C.________ werde zum Beispiel gleich schlecht, wenn er Bauchschmerzen 
habe, da er nicht mehr wisse, wie er sich zu verhalten habe (vgl. act. 214/2 ff.). Auch sei 
C.________ um die Besuchswochenende öfters krank und überhaupt sei er seit Anfang Jahr oft 
krank gewesen, musste in der Schule deswegen fehlen und habe auch nicht zu seinem Vater 
gehen können (vgl. act. 206/3; Berufungsantwort, Beilagen 2, 3 und 4a). 

Werden all diese Hinweise zusammen mit dem äusserst konfliktreichen Umfeld, in dem 
C.________ lebt, betrachtet, ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen, dass C.________ auf 
psychologische Hilfe angewiesen sein könnte. Der Auftrag an die Beiständin, genau dies 
abzuklären, ist unter den gegebenen Umständen jedenfalls nicht zu beanstanden. Die Berufung ist 
auch in diesem Punkt abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestätigen.

5. Die Berufungsklägerin wendet sich weiter gegen die Anordnung des Gerichtspräsidenten, 
wonach die Eltern alles zu unterlassen haben, was das Verhältnis des Kindes zum anderen 
Elternteil beeinträchtigt oder die Aufgabe der erziehenden Person erschwert. Diese Anordnung, die 
sich angesichts der Begründung des Entscheides und der Anträge der Beiständin nur gegen die 
Mutter richten könne, habe keine Berechtigung, da sie (die Berufungsklägerin) das Verhältnis von 
C.________ zu seinem Vater nie beeinträchtigt habe. 

Die Berufungsklägerin verkennt, dass nicht nur das Verhindern des Kontaktes von einem Elternteil 
zum anderen das Verhältnis Eltern-Kind beeinträchtigen kann, sondern dass auch andere 
Verhaltensweisen, wie zum Beispiel die nonverbale oder indirekte Kommunikation, das Kind in 
einen Loyalitätskonflikt bringen und das Verhältnis zum anderen Elternteil beeinträchtigen können. 
In Anbetracht der aktuellen Situation (vgl. E. 3.4 und 4.3 hiervor) erscheint diese Anordnung des 
Gerichtspräsidenten durchaus angebracht. Auch sie ist zu bestätigen. 

6.

6.1. Schliesslich verlangt die Berufungsklägerin, in Abänderung des angefochtenen Entscheides 
sei ihr Antrag auf Absetzung der Beiständin gutzuheissen und die Vorinstanz sei anzuweisen, 
einen neuen Beistand zu ernennen. Die Beiständin habe mehrfach durch ihre Aussagen gezeigt, 
dass sie nicht in der Lage sei, das Amt objektiv und unbefangen auszuüben. Sie habe anlässlich 
ihrer Anhörung behauptet, die Berufungsklägerin habe das Strafverfahren gegen den Berufungs-
beklagten wegen sexuellen Missbrauchs des Sohnes inszeniert. Dieser Vorwurf sei in höchstem 

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Masse ehrenrührig. Sie habe deshalb gegen die Beiständin Strafanzeige wegen übler Nachrede 
erstattet. Diese sehr belastende Aussage liege in keinem Fall im Interesse des Kindes. Der Konflikt 
zwischen den Eltern und damit auch zwischen dem Kind und den Eltern werde dadurch nur 
geschürt. Die Begründung des Gerichtspräsidenten, es sei nicht ersichtlich, inwiefern sie damit 
entgegen der Interessen des Kindes gehandelt habe, sei nicht nachvollziehbar. Es liege auf der 
Hand, dass das Kind kein Interesse an einem solchen Vorwurf habe. Dies umso mehr, als dass es 
damit auch als Lügner bezeichnet worden sei und darüber hinaus zu seinen Lasten 
einschneidende Kindesschutzmassnahmen angeordnet worden seien. Aufgrund dieser Aussage 
drohe das Verhältnis zwischen der Beiständin und ihr geradezu zu eskalieren. 

Mit Schreiben vom 3. April 2018 informierte die Berufungsklägerin, die Beiständin habe sich an der 
Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft von der Aussage ausdrücklich distanziert. Mithin habe die 
Beiständin eingestanden, dass der Vorwurf zu Unrecht erhoben worden sei. Vor diesem 
Hintergrund habe sie (die Berufungsklägerin) die Strafanzeige zurückgezogen. Es stehe somit fest, 
dass der Vorwurf zu Unrecht erhoben worden sei. Das Vertrauensverhältnis zwischen der 
Beiständin und der Berufungsklägerin sei vollständig zerstört, weshalb es dem Kindeswohl 
abträglich wäre, die Beistandschaft mit der bisherigen Beiständin weiterzuführen. 

Schliesslich sei auch die Aussage in einem älteren E-Mail, die Berufungsklägerin führe gegen alle 
Krieg, für eine Beiständin nicht haltbar. Allein die Verwendung des Begriffs „Krieg“ sei absolut 
deplatziert und zeige die Befangenheit auf. 

6.2. Der Gerichtspräsident hat sich mit den Vorwürfen der Berufungsklägerin auf rund vier Seiten 
(vgl. angefochtener Entscheid, E. 6.3 f.) auseinandergesetzt und erklärt, weshalb unter anderem 
diese beiden Äusserungen nicht zur Absetzung der Beiständin führen. Aus dem Dossier ergebe 
sich zu keinem Zeitpunkt, dass die Beiständin nicht im Interesse des Sohnes gehandelt habe. Die 
Einwände der Berufungsklägerin vermögen diese Feststellung nicht zu entkräften. Insbesondere 
zeige die Berufungsklägerin keine Handlung der Beiständin auf, die nicht im Interesse des Kindes 
erfolgt wäre. 

6.3. Auch in ihrer Berufungsschrift zeigt die Berufungsklägerin keine konkrete Handlung der 
Beiständin auf, die dem Kindeswohl von C.________ abträglich ist. Dass das Vertrauensverhältnis 
nachdem sich die Beiständin von ihrer Aussage distanziert hat, endgültig zerrüttet ist, ist 
unverständlich, zumal sie in dieser Angelegenheit eine wohl für beide Parteien zufriedenstellende 
Einigung gefunden haben, ansonsten die Berufungsklägerin ihren Strafantrag wohl kaum 
zurückgezogen hätte. Wie dem auch sei, kann vorliegend auch das zerrüttete Vertrauen nicht zur 
Absetzung der Beiständin führen. 

Das Jugendamt hielt zum Beispiel in seinem Brief vom 1. Dezember 2014 an die 
Berufungsklägerin (vgl. act. 80/21-505) namentlich folgendes fest: „Seit Beginn der Intervention 
stellen Sie die Arbeit des Jugendamts ganz allgemein und die Arbeit von E.________, die mit der 
Umsetzung der besagten Beistandschaft betraut wurde, besonders in Frage. Wir wurden 
überschwemmt von E-Mails, Anfragen, Kritiken und falschen Interpretationen. E.________ hat sich 
bemüht, Ihnen schnellstmöglich zu antworten. Diese Antworten haben aber Ihre Wut nur geschürt. 
Wir möchten daher präzisieren, dass E.________ ihre Aufgabe gemäss den Regeln unseres 
Amtes erfüllt und sich dabei auf das von der Behörde zugewiesene Mandat stützt, und nicht auf 
den Willen der Eltern oder ihre Ratschläge […]. Daher haben wir unsere Mitarbeiterin gebeten, 
nicht mehr auf Ihre E-Mails zu antworten […].“ In seinem Antrag vom 20. Mai 2016 (vgl. act. 98) 

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erklärte das Jugendamt: „Mit Entscheid des Friedensgerichtes des Saanebezirks vom 30. Januar 
2015 wurde F.________ zur neuen Beiständin von C.________ ernannt. Bis zu diesem Zeitpunkt 
führte dieses Mandat E.________, ebenfalls Sozialarbeiterin des Jugendamtes. Der Wechsel der 
Mandatsführung erfolgte nicht zuletzt aufgrund massiver Vorwürfe von [der Berufungsklägerin] 
gegen E.________. [Die Berufungsklägerin] beklagte u.a., dass die Beiständin der deutschen 
Sprache nicht mächtig sei und dass sie einseitig Partei für [den Berufungsbeklagten] ergreife. 
Heute scheinen wir wieder am Ausgangspunkt zu sein. [Die Berufungsklägerin] wirft F.________ 
vor, in englischer Sprache mit dem Vater des gemeinsamen Sohnes zu kommunizieren […]. Des 
Weiteren wirft [die Berufungsklägerin] uns vor, nur auf Äusserungen [des Berufungsbeklagten] zu 
reagieren, verweigert (aus nichtigen Gründen) jedes persönliche Gespräch mit uns. Die 
Zusammenarbeit mit dem Vater ist gut (wenn man vom Sprachproblem absieht), hingegen kann 
von einer Zusammenarbeit mit der Mutter kaum gesprochen werden. Dabei schreckt sie auch nicht 
zurück, im Privatleben der Beiständin zu stochern und negative Bemerkungen privater Natur zu 
erheben. Dass sie dieses Vorgehen nicht nur uns gegenüber macht, sondern auch alle anderen 
betroffenen Fachpersonen disqualifiziert, sei nur am Rande bemerkt (verschiedene Kopien [z.B. 
Schreiben der Berufungsklägerin an G.________ der „École enfantine de H.________“ vom 
19. Mai 2014 im Nachgang an eine Einladung zu einem Gespräch um Klärung der Situation: „J’ai 
pris connaissance de votre lettre susmentionnée dont la teneur ne contient malheureusement 
aucune réponse à ma demande […]. Dois-je en déduire que vous ne souhaitez pas répondre à 
une question embarrassante ? Les raisons d’une telle dérobade sans justification m’autorise à 
imaginer toutes les hypothèses possibles d’autant plus qu’elle provient d’une responsable 
d’établissement scolaire. Cela me laisse songeuse… Au vu de ce qui précède, j’ai le regret de 
vous informer que je ne participerai pas à la rencontre prévue […]. Ce n’est qu’après réception des 
éléments demandés et qui me sont prioritaires que j’accepterai d’assister à une rencontre […]“; E-
Mail der Berufungsklägerin an den „point rencontre“ vom 5. August 2015: „Wie Sie sich vermutlich 
erinnern können, mündete das Gespräch […] nämlich in einer grösstenteils tatsachenwidrigen, 
teils beleidigenden E-Mail von I.________ an das Jugendamt und das Friedensgericht, worin sie 
sich am Ende erfrechte zu schreiben, das Team habe Bedenken, was C.________‘ Umfeld 
angehe. Im Gegensatz dazu haben mein Bruder und ich uns anlässlich des Gespräch[s] […] – wie 
der Anstand es gebietet – zurückgehalten, I.________ auf ihr ungepflegtes Erscheinungsbild und 
ihren Körpergeruch aufmerksam zu machen… […] Im Übrigen scheint Ihnen ja klar zu sein, dass 
Sie Pflichten verletzt haben, ansonsten Sie keinen derartigen Eiertanz wie hier vollführen würden 
[…])“. Nicht ganz ein Jahr später, am 16. März 2017 schrieb der Gerichtspräsident dem Vertreter 
der Berufungsklägerin: „In der Beilage erhalten Sie eine Kopie des Schreibens (inkl. Beilage) des 
Jugendamtes vom 6. März 2017. Ich muss Sie bitten, Ihre Klientin darauf hinzuweisen, dass es 
nicht angeht, sich in das Privatleben der Beiständin einzumischen und dazu Äusserungen zu 
machen, die in keinem Zusammenhang mit dem Mandat der Beiständin stehen“ (act. 182). In den 
Beilagen befindet sich insbesondere eine E-Mail der Berufungsklägerin an die Beiständin, mit 
Kopie v.a. an ihren Vorgesetzten und an die Friedensrichterin vom 24. Februar 2017 (act. 178): 
„Mir wurde berichtet, dass Ihre Tochter eine Teenager-Schwangerschaft hatte und ihre Kinder in 
ihrer Jugend Kannabis geraucht haben. Sind diese Behauptungen richtig oder handelt es sich 
hierbei lediglich um Gerüchte […]? Weiss Ihr Arbeitgeber allenfalls bereits davon? Es wäre ja 
kaum möglich, dass Sie als sogenannte „Fachperson Kinderschutz“ öffentlich Wasser predigen 
und heimlich Wein trinken… Zudem sind Sie und D.________ mir noch eine Antwort schuldig, ob 
sie bez. Ihren Bericht vom 8. Februar 2017 an das Gericht […] lediglich aus lauter Unfähigkeit 
falsche Angaben getätigt haben oder ob Sie und D.________ Lügner sind. Ich habe die Schule 
darüber informiert, dass Sie und ihr Vorgesetzter D.________ der Meinung sind, dass ich für 

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C.________ schädlich sei, weil Sie denken, dass C.________ ein kränkliches Kind sei oder weil 
ich unter anderem an Wochenenden mit meinem Sohn Schulprüfungen übe oder C.________ an 
Kindergeburtstage teilnehmen lasse. C.________‘ Schule ist ebenfalls darüber informiert, dass das 
Jugendamt gemeinsam mit meinem Ehemann und seiner Rechtsanwältin […] C.________‘ und 
mein Leben ruiniert haben. Besten Dank im Voraus für Ihr rasches Feedback! Ich möchte nicht 
willentlich falsche Gerüchte in die Welt setzen… […]“.

Diese Ausführungen lassen erkennen, dass die Berufungsklägerin nicht nur mit der 
Mandatsführung der ersten Beiständin nicht einverstanden war, sondern sich auch am Jugendamt 
als Institution wie auch der aktuellen Beiständin stört. Zudem erhellen diese Ausführungen, dass 
die Berufungsklägerin ein Vertrauensverhältnis zur Beiständin gar nicht erst hat entstehen lassen 
wollen und sie seit Beginn des Mandates Kritik und Vorwürfe gegen diese erhebt, die bis heute 
nicht nachgelassen haben. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass ein erneuter 
Mandatsträgerwechsel entgegen ihren Ausführungen nichts zur Beruhigung der Sache bringen 
wird. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass die Berufungsklägerin auch bei jeder neuen 
Beistandsperson gleich reagieren wird. Aus all diesen Gründen und in Anbetracht der Tatsache, 
dass das Kindeswohl durch Kontinuität regelmässig besser gewahrt wird, als durch einen durch die 
bisherige Amtsführung nicht gebotenen Wechsel, ist der angefochtene Entscheid auch in diesem 
Punkt zu bestätigen. 

Insgesamt erweisen sich die Rügen der Berufungsklägerin als unbegründet, so dass die Berufung 
abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestätigen ist.

7. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig 
obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 ZPO). 

Die Berufung ist abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestätigen. Die Prozesskosten 
sind daher der Berufungsklägerin aufzuerlegen. Die Gerichtskosten werden pauschal auf 
CHF 1‘250.- festgesetzt und werden mit den von der Berufungsklägerin geleisteten Kosten-
vorschuss von CHF 1‘000.- verrechnet (Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

Die dem Berufungsbeklagten geschuldete Parteientschädigung wird unter Berücksichtigung der 
Art, der Schwierigkeit und des Umfangs des Verfahrens sowie der notwendigen Arbeit von 
Rechtsanwältin Erna Haueter, des Interesses und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien 
auf CHF 1‘500.-, zzgl. 7.7% MwSt. von CHF 115.50 festgesetzt.

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen.

Der Entscheid des Gerichtspräsidenten des Saanebezirks vom 30. November 2017 wird 
bestätigt.

II. Die global auf CHF 1‘250.- festgesetzten Gerichtskosten werden A.________ auferlegt. 

Der von A.________ geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 1‘000.- wird davon in 
Abzug gebracht. 

III. A.________ schuldet B.________ eine Parteientschädigung von CHF 1‘500.-, zzgl. 7.7% 
MwSt. von CHF 115.50.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 30. Mai 2018/cth

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: