# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8fe7fcf4-6855-5df4-a228-da8990d681b1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.10.2010 C-8168/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8168-2008_2010-10-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8168/2008/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), Richter Beat Weber, 
Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidität (Verfügung vom 21. November 2008).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8168/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1959  geborene  (schweizerische  Staatsangehörige)  A._______ 
war  seit  dem  1. April  1993  bei  B._______  als  Produktionstechniker 
(Tontechniker)  angestellt,  wobei  er  ab April  2003 ein  Teilzeitpensum 
von 60 % ausübte (IV-Akt. 18). Per 30. September 2006 löste er sein 
Arbeitsverhältnis  auf,  um  seinen  Wohnsitz  nach  Österreich  zu 
verlegen, wo seine Ehefrau wohnte (IV-Akt. 17). In der Folge ging er 
keiner  Erwerbstätigkeit  mehr  nach  (IV-Akt. 5).  Mit  Datum  vom 
31. Dezember 2007 bzw. 12. Januar 2008 (Eingang 21. Januar 2008) 
meldete  er  sich  bei  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  (IV) 
zum Leistungsbezug an (IV-Akt. 1 und 2). Zur Begründung führte er im 
Wesentlichen  aus,  seit  einem  Schlaganfall  am  3. Oktober  2007  sei 
seine  linke Körperhälfte  beeinträchtigt.  Zudem leide  er  zeitweise  an 
Angina Pectoris und den Folgen von drei Herzinfarkten (S. 5). 

A.a Die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (IVSTA)  holte  zur 
Abklärung  der  Verhältnisse  insbesondere  die  medizinischen  Unter-
lagen  (IV-Akt. 22  ff.),  den  Fragebogen für  den  Versicherten  (EU [IV-
Akt. 17]), den Fragebogen für Arbeitgebende (IV-Akt. 18), den Frage-
bogen für die im Haushalt tätigen Versicherten (IV-Akt. 21) sowie einen 
Auszug  aus  dem individuellen  Konto  (IV-Akt. 95)  ein  und  legte  das 
Dossier ihrem medizinischen Dienst zur Beurteilung vor. 

A.b In  seiner  Stellungnahme  vom  12. September  2008  (IV-Akt. 34) 
führte  der  IV-Stellenarzt  Dr. med. C.______,  Facharzt  für  allgemeine 
Medizin,  als  Hauptdiagnosen  „Koronare  Dreigefässerkrankung  mit 
Status  nach  Myokardinfarkt  und  PTCA  im  Jahre  2002;  Status  nach 
cerebrovaskulärem Ereignis (Arteria cerebri dx) mit vorübergehendem 
Hemisyndrom links, weitgehende Remission“ auf und attestierte dem 
Versicherten in seiner bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 
13 % seit  dem 3. Oktober  2007,  wobei  er  davon  ausging,  dass  die 
Tätigkeit  im  Haushalt  als  bisherige  Tätigkeit  zu  qualifizieren  sei.  In 
einer  leidensangepassten  Erwerbstätigkeit  bestehe  eine  Einschrän-
kung von 15 %.

A.c Mit Vorbescheid vom 17. September 2008 stellte die IVSTA dem 
Versicherten  die  Abweisung  seines  Leistungsbegehrens  in  Aussicht 
(IV-Akt. 35). Mit mehreren E-Mails teilte A._______ der IVSTA mit, er 
sei  mit  dem  Vorbescheid  nicht  einverstanden  (IV-Akt. 36  ff.)  und 

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beantragte am 1. Oktober 2008 eine Fristverlängerung zur Erhebung 
von Einwänden und um weitere Beweismittel beizubringen (IV-Akt.  41). 
Dem  Versicherten  wurde  daraufhin  eine  Fristverlängerung  bis  zum 
30. November  2008  gewährt  (vgl.  IV-Akt. 43-45).  Mit  Datum  vom 
15. Oktober 2008 reichte A._______ „Rekurs“ gegen den Vorbescheid 
ein  und  machte  unter  anderem geltend,  er  könne  seinen  Beruf  als 
Tontechniker  aufgrund  seiner  Hörbehinderung  nicht  mehr  ausüben. 
Zudem leide er seit längerer Zeit an einer Depression. Weiter reichte 
er  zwei  medizinische  Atteste  (ärztlicher  Befundbericht  von  Dr. med. 
D._______, Facharzt für HNO-Krankheiten, vom 9. Oktober 2008 [IV-
Akt. 50],  fachärztlicher Befund von Dr. med. E._______, Facharzt  für 
Neurologie und Psychiatrie, vom 13. Oktober 2008 [IV-Akt. 51]) ein (IV-
Akt. 52).  Der  IV-Stellenarzt  Dr. C._______  hielt  in  seiner 
Stellungnahme  vom 17. November  2008  an  seiner  Beurteilung  vom 
12. September  2008  fest  (IV-Akt. 54).  Mit  Verfügung  vom 
21. November  2008  wies  die  IVSTA  das  Leistungsbegehren  von 
A._______ ab,  weil  keine rentenbegründende Invalidität  vorliege (IV-
Akt. 55).

A.d Mit  E-Mail  vom  2. Dezember  2008  wies  A._______  die  IVSTA 
darauf hin, dass er am 27. November 2008 eine Ergänzung zu seinem 
„Rekurs“ vom 15. Oktober 2008 mit weiteren Beweismitteln eingereicht 
habe und die Verfügung erlassen worden sei, bevor die ihm gewährte 
Frist zur Erhebung von Einwänden abgelaufen sei. Er gehe davon aus,  
dass die abweisende Verfügung ungültig sei, dennoch werde er beim 
Gericht Beschwerde erheben (IV-Akt. 57, vgl. auch IV-Akt. 58 ff.). Mit 
Brief  vom 4. Dezember  2008  teilte  die  IVSTA dem Versicherten mit, 
dass er gemäss Rechtsmittelbelehrung vorzugehen habe, sofern er die 
Verfügung vom 21. November  2008 anfechten wolle  (IV-Akt. 65). Am 
11. Dezember 2008 ging bei der IVSTA die schriftliche Eingabe vom 
26. November  2008  betreffend  „Ergänzung  zu  Rekurs“  mit  Beilagen 
(Ärztliche Bestätigung von Dr. F._______,  Arzt  für  Allgemeinmedizin, 
vom  20. November  2008,  Entlassungsbericht  G._______ 
Krankenhaus,  Chirurgische  Abteilung,  vom  30. November  2007 
betreffend Behandlung vom 19./20. September 2007 [IV-Akt. 68] sowie 
Entlassungsbericht G._______ Krankenhaus, Medizinische Abteilung, 
vom 11. Juli  2007 betreffend stationärem Aufenthalt  vom 5. -  12. Juli 
2007  [IV-Akt. 67])  ein  (IV-Akt. 69).  Mit  Schreiben  vom 18. Dezember 
2008  forderte  die  IVSTA  A._______  auf,  den  Fragebogen  zur 
Bestimmung  des  Status  des  Versicherten  auszufüllen,  da  er 
angegeben habe, sich ab Mai  2007 um eine Stelle  als  Tontechniker 

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bemüht  zu  haben.  Weiter  teilte  ihm  die  Verwaltung  mit,  dass  ihre 
Verfügung vom 21. November 2008 „als null und nichtig zu betrachten“ 
sei (IV-Akt. 70).

B.
Mit Datum vom 15. Dezember 2008 (Poststempel vom 17. Dezember 
2008) erhob A._______ gegen die Verfügung vom 21. November 2008 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  und  beantragte 
sinngemäss die Zusprechung einer IV-Rente (Akt. 1).

C.
Mit  Eingabe  vom  16. März  (Eingang  am  8. April)  2009  teilte  der 
Beschwerdeführer  dem  Gericht  mit,  die  IVSTA  habe  ihn  darüber 
informiert,  dass ihr Entscheid betreffend sein IV-Gesuch hinfällig sei. 
Er gehe deshalb davon aus, dass sich sein Rekurs erübrige (Akt. 5). 

D.
In ihrer Vernehmlassung vom 8. April 2009 beantragte die Vorinstanz, 
die  Beschwerde  sei  teilweise  gutzuheissen  und  dem  Beschwerde-
führer  sei  mit  Wirkung  ab  1. Februar  2008  eine  Viertelsrente  zuzu-
sprechen (Akt. 6). In formeller Hinsicht führte sie aus, die von ihr am 
18. Dezember  2008  erklärte  Rücknahme  der  Verfügung  vom 
21. November  2008 sei  nicht  rechtswirksam, weil  der  Versicherte  zu 
diesem  Zeitpunkt  bereits  Beschwerde  erhoben  habe.  Auf  die 
Beschwerde sei deshalb einzutreten.

Ihren Antrag auf  Zusprechung einer  Viertelsrente  begründete  sie  im 
Wesentlichen  damit,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  Erlass  der 
Verfügung  nachgewiesen  habe,  dass  er  sich  –  bevor  er  den 
Schlaganfall erlitten habe – intensiv um eine Tätigkeit als Tontechniker 
bemüht  habe.  Daher  sei  die  Invaliditätsbemessung  nach  der 
allgemeinen  Methode  des  Einkommensvergleichs  vorzunehmen. 
Gemäss der Beurteilung ihres medizinischen Dienstes vom 23. März 
2009 sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als 
Tontechniker seit Februar 2002 zu 20 % und seit dem 19. September 
2007  zu  70 % arbeitsunfähig.  In  einer  leidensangepassten  Tätigkeit 
betrage  die  Arbeitsfähigkeit  seit  dem 6. Dezember  2007  (nach  dem 
Rehabilitationsaufenthalt) 85 %. Die gesundheitlich bedingte Erwerbs-
einbusse betrage 49 %, weshalb Anspruch auf eine Viertelsrente (ab 
1. Februar 2008) bestehe.

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E.
Der mit  Zwischenverfügung vom 24. April  2009 (Akt. 7)  auf  Fr. 400.- 
festgesetzte Kostenvorschuss ging am 5. Mai 2009 bei der Gerichts-
kasse ein (Akt. 11).

F.
Mit  Replik  vom 23. Mai  2009  hielt  der  Beschwerdeführer  an  seiner 
Beschwerde  fest  und  reichte  eine  weitere  Stellungnahme  von 
Dr. E._______  (vom 19. Mai  2009)  ein  (Akt. 12).  Er  machte  geltend, 
sein  Invaliditätsgrad  betrage  mindestens  60 %.  Die  Vorinstanz  habe 
seine krankheitsbedingten Einschränkungen sowohl in somatischer als 
auch  in  psychiatrischer  Hinsicht  unzureichend  berücksichtigt.  Dem 
Einkommensvergleich  sei  zudem ein  zu  geringes Valideneinkommen 
zugrunde  gelegt  worden. Nach  den  erlittenen  Herzinfarkten  habe  er 
nicht nur sein Pensum reduzieren, sondern auch die leitende Funktion 
abgeben müssen. 

G.
In  ihrer  Duplik  vom  16. Juli  2009  beantragte  die  Vorinstanz,  dem 
Beschwerdeführer  sei  in  teilweiser  Gutheissung  der  Beschwerde  ab 
dem 1. September 2007 eine Viertelsrente und ab dem 1. Dezember 
2007  eine  halbe  Rente  zuzusprechen  (Akt. 14).  Zur  Begründung 
verwies  sie  auf  die  neuen  Stellungnahmen  ihres  medizinischen 
Dienstes vom 21. Juni und 12. Juli  2009 (IV-Akt. 92 und 94), wonach 
dem  Beschwerdeführer  im  bisherigen  Beruf  ab  Februar  2002  eine 
Arbeitsunfähigkeit von 40 % und in einer Verweistätigkeit ab Dezember 
2007 eine Arbeitsfähigkeit von 20 % (statt 15 %) attestiert werde. Das 
dem  Einkommensvergleich  zugrunde  gelegte  Valideneinkommen  sei 
hingegen korrekt. 

H.
Der Beschwerdeführer hielt  mit  Eingabe vom 10. November 2009 an 
seiner Beschwerde fest (Akt. 17).

I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021), 
sofern  keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als  Vorinstanzen 
gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Die eidgenössische IV-
Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) ist eine Vorinstanz im Sinne 
von  Art. 33  Bst. d  VGG.  Die  Zuständigkeit  des  Bundesverwal-
tungsgerichts  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
dieser IV-Stelle ist zudem in Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni  1959 über  die  Invalidenversicherung (IVG,  SR 831.20) 
ausdrücklich vorgesehen.

Angefochten ist eine Verfügung der IVSTA. Das Bundesverwaltungsge-
richt ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG).  Vorbehalten  bleiben 
gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG, SR 830.1).

2.1 Als  Adressat  der  angefochtenen  Verfügung  ist  der  Beschwerde-
führer davon berührt und er hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). 

2.2 Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der IVSTA vom 21. November 
2008,  mit  welcher  das  Leistungsbegehren  des  Beschwerdeführers 
abgewiesen  wurde.  In  ihrem  Schreiben  vom  18. Dezember  2008 
forderte  die  Vorinstanz  den  Beschwerdeführer  auf,  den  Fragebogen 
zur  Bestimmung  des  Status  des  Versicherten  auszufüllen  und  teilte 
ihm  mit,  die  Verfügung  vom  21. November  2008  sei  „als  null  und 
nichtig zu betrachten“ (IV-Akt. 70).

2.2.1 Nach  Art. 53  Abs. 2  ATSG  kann  der  Versicherungsträger  auf 
formell  rechtskräftige  Verfügungen  oder  Einspracheentscheide 
zurückkommen,  wenn  diese  zweifellos  unrichtig  sind  und  wenn ihre 

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Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Interventionen vor Ablauf 
der Rechtsmittelfrist sind hingegen nicht denselben (strengen) Voraus-
setzungen unterworfen, wie sie für den Widerruf formell rechtskräftiger 
Verfügungen gelten. Massgebend hierfür ist die Überlegung, dass das 
Gebot  der  Rechtssicherheit  und  der  Vertrauensgrundsatz  bis  zum 
Eintritt  der  formellen  Rechtskraft  der  Verfügung  nicht  die  gleiche 
Bedeutung  haben  können  wie  nach  diesem Zeitpunkt.  In  der  Regel 
darf die Behörde daher, ohne dass besondere Voraussetzungen erfüllt 
sein  müssen,  auf  eine  unangefochtene  Verfügung  zurückkommen, 
solange die Rechtsmittelfrist  nicht abgelaufen ist (vgl. in BGE 135 III 
656 [Urteil  4A_447/2009]  nicht  publizierte  E. 2.1  mit  Hinweisen,  vgl. 
auch BGE 134 V 257 E. 2.2, BGE 129 V 110 E. 1.2.1). 

2.2.2 Mit der Einreichung der Beschwerde geht die Zuständigkeit zum 
Entscheid  über  eine  angefochtene  Verfügung  grundsätzlich  an  die 
Beschwerdeinstanz  über  (Devolutivwirkung;  Art. 54  VwVG).  Der  Ver-
waltung  wird  damit  die  Herrschaft  über  den  Streitgegenstand, 
insbesondere  auch  in  Bezug  auf  die  tatsächlichen  Verfügungs-  und 
Entscheidungsgrundlagen,  grundsätzlich  entzogen  (BGE  130  V  138 
E. 4.2). Vorbehalten bleibt Art. 53 Abs. 3 ATSG, wonach der Versiche-
rungsträger die angefochtene Verfügung so lange in Wiedererwägung 
ziehen  kann,  bis  er  gegenüber  der  Beschwerdebehörde  Stellung 
nimmt (vgl. auch Art. 58 Abs. 1 VwVG). 

2.2.3 Der Beschwerdeführer hat seine Beschwerde am 17. Dezember 
2008 eingereicht bzw. der Post übergeben (vgl. Akt. 1). Da damit die 
Zuständigkeit  zur  Beurteilung der  Streitsache an das Bundesverwal-
tungsgericht übergegangen ist, kann offen bleiben, ob die Vorinstanz 
mit  ihrem  Schreiben  vom  18. Dezember  2008  die  Verfügung  vom 
21. November 2008 rechtsgültig zurückgenommen hat (vgl. BGE 134 V 
257  E. 2.2;  ANNETTE GUCKELBERGER,  Der  Widerruf  von  Verfügungen  im 
schweizerischen  Verwaltungsrecht,  Schweizerisches  Zentralblatt  für 
Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 6/2007 S. 293 ff., S. 307 f.). In ihrer 
Vernehmlassung  vom  8. April  2009  hat  die  Vorinstanz  zudem 
ausgeführt,  sie  sehe  von  einer  Wiedererwägung  der  angefochtenen 
Verfügung  ab,  weil  aufgrund  der  Beschwerdevorbringen  nicht  ohne 
Weiteres  davon  ausgegangen  werden  könne,  dass  die  von  ihr 
vorgenommene Neubeurteilung den Begehren des Beschwerdeführers 
voll entspreche (vgl. Art. 58 Abs. 3 VwVG).

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2.3 Auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  (vgl. 
Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG) ist, nachdem auch der Kostenvorschuss 
rechtzeitig bezahlt wurde, einzutreten.

3.
Zunächst sind die für die Beurteilung des Anspruchs massgebenden 
gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickel-
ten Grundsätze dazulegen.

3.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  der  streitigen  Verwaltungsverfügung (hier: 
21. November  2008)  eingetretenen  Sachverhalt  ab  (BGE  129  V  1 
E. 1.2 mit Hinweis). 

3.2 Am  1. Januar  2008  sind  im  Rahmen  der  5. IV-Revision  Ände-
rungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. 
Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrecht-
licher  Regelungen – grundsätzlich  diejenigen Rechtssätze massgeb-
lich  sind,  die  bei  der  Erfüllung  des  rechtlich  zu  ordnenden  oder  zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 
E. 3.1.1,  Urteil  des  Bundesgerichts  [BGer]  8C_419/2009  vom 
3. November  2009),  ist  der  Leistungsanspruch  für  die  Zeit  bis  zum 
31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt 
nach den neuen Normen zu prüfen (BGE 130 V 445).

Die  5. IV-Revision  brachte  für  die  Invaliditätsbemessung  keine  sub-
stanziellen  Änderungen  gegenüber  der  bis  zum 31. Dezember  2007 
gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Regelung 
ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil BGer 
8C_373/2008  vom  28. August  2008  Erw. 2.1).  Neu  normiert  wurde 
dagegen  der  Zeitpunkt  des  Rentenbeginns,  der  –  sofern  die 
entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind – gemäss 
Art. 29  Abs. 1  IVG  (in  der  Fassung  der  5. IV-Revision)  frühestens 
sechs  Monate  nach  Geltendmachung  des  Leistungsanspruchs  nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Trat der Versicherungsfall allerdings vor 
dem 1. Januar 2008 ein und wurde die Anmeldung bis spätestens am 
31. Dezember 2008 eingereicht, so gilt das alte Recht (vgl. Urteil BGer 
8C_419/2009  vom  3. November  2009  E. 3.2  f.,  Urteil  BGer 
8C_312/2009 vom 1. Dezember 2009 E. 5; Rundschreiben Nr. 253 des 
Bundesamtes  für  Sozialversicherungen  vom  12. Dezember  2007 

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[5. IV-Revision und Intertemporalrecht]).

Im  vorliegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene  Vor-
schriften  Anwendung,  die  bei  Eintritt  des  (allfälligen)  Versicherungs-
falles, spätestens jedoch bei Erlass der Verfügung vom 21. November 
2008  in  Kraft  standen; weiter  aber  auch  solche  Vorschriften,  die  zu 
jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die 
Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von 
Belang  sind  (das  IVG ab  dem 1. Januar  2004  in  der  Fassung  vom 
21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 
2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revi-
sion]; die IVV in den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revi-
sion [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Hinsichtlich des Zeitpunkts des 
Rentenbeginns  gilt  das  alte  Recht,  da  vorliegend  der  (allfällige) 
Versicherungsfall vor dem 1. Januar 2008 eingetreten ist und sich der 
Beschwerdeführer vor dem 31. Dezember 2008 angemeldet hat.

3.3 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 8  Abs. 1 
ATSG).  Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit 
oder Unfall  sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen 
Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbs-
möglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund-
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig-
keit  liegt  zudem nur  vor,  wenn  sie  aus  objektiver  Sicht  nicht  über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getre-
tene Abs. 2 hat  den Begriff  der  Erwerbsunfähigkeit  nicht  modifiziert, 
BGE 135 V 215 E. 7.3).

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich 
zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

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3.4 Nach der bis Ende Dezember 2007 in Kraft gestandenen Fassung 
des Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem 
Zeitpunkt, in dem die versicherte Person mindestens zu 40 % bleibend 
erwerbsunfähig  (Art. 7  ATSG)  geworden  ist  (Bst. a)  oder  während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Bst. b). Der 
im Regelfall anwendbare Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (vgl. BGE 119 V 98 
E. 4a mit Hinweisen) setzt voraus, dass sowohl eine Arbeitsunfähigkeit 
als  auch  eine  Erwerbsunfähigkeit  in  anspruchserheblichem  Umfang 
vorliegen (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/cc).

3.5 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch 
auf eine Viertelrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei 
mindestens 60 % auf  eine Dreiviertelrente und bei  mindestens 70 % 
auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der seit 1. Januar 2008 
gültigen  Fassung],  Art. 28  Abs. 1  IVG [in  der  ab  1. Januar  2004 bis 
31. Dezember 2007 gültigen Fassung]).

Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entspre-
chenden  Renten  nur  an  Versicherte  ausbezahlt,  die  ihren  Wohnsitz 
und  ihren  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art. 13  ATSG)  in  der  Schweiz 
haben  (Art. 29  Abs. 4  IVG [in  der  seit  1. Januar  2008  gültigen  Fas-
sung],  Art. 28  Abs. 1ter IVG [in  der  bis  31. Dezember  2007  gültigen 
Fassung]). Diese Einschränkung gilt  jedoch nicht für die Staatsange-
hörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft und der 
Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemein-
schaft Wohnsitz haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).

3.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte  Person 
arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte  eine 
wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche  Arbeits-
leistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden  können 
(BGE 125 V 256 E. 4,  BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis  2002 S. 62 
E. 4b/cc).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

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der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf  allseitigen 
Untersuchungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 
in  der  Darlegung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Expertin  oder  des  Experten  begründet  sind 
(BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c).

3.7 Die  IV-Stelle  prüft  die  Begehren,  nimmt  die  notwendigen  Abklä-
rungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein 
(Art. 43  Abs. 1  ATSG,  Art. 57  Abs. 3  IVG).  Zur  Beurteilung  der 
medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs stehen den 
IV-Stellen  regionale  ärztliche  Dienste  (RAD)  zur  Verfügung  (Art. 59 
Abs. 2bis Satz 1 IVG). Die RAD setzen die für die Invalidenversicherung 
nach  Art. 6  ATSG  massgebende  funktionelle  Leistungsfähigkeit  der 
Versicherten  fest,  eine  zumutbare  Erwerbstätigkeit  oder  Tätigkeit  im 
Aufgabenbereich  auszuüben. Sie  sind in  ihrem medizinischen Sach-
entscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis Satz 2 und 3 IVG). 
In den interdisziplinär zusammengesetzten RAD sind insbesondere die 
Fachdisziplinen Innere oder Allgemeine Medizin, Orthopädie, Rheuma-
tologie, Pädiatrie und Psychiatrie vertreten (Art. 48 IVV).

4.
Streitig und im vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist  zunächst die 
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers.

4.1 Den medizinischen Akten lässt sich Folgendes entnehmen:

4.1.1 Der  Beschwerdeführer  erlitt  am  13. Februar  2002  einen 
Herzinfarkt  und  wurde  in  der  Folge  im  Kantonsspital  H._______ 
behandelt  (insbes.  PCTA  [Erweiterung  der  Herzkranzgefässe],  IV-
Akt. 22 f.). Nach einem weiteren Herzinfarkt am 28. Juli  2002 war er 
bis  am  5. August  2002  im  Kantonsspital  H._______  hospitalisiert 
(Austrittsbericht vom 8. August 2002, IV-Akt. 23). Diagnostiziert wurde 
u.a.  eine  hypertensive  und  koronare  3-Gefässerkrankung.  Am 
12. Dezember  2002  wurde  eine  ICD-Implantation  (Implantierbarer 
Cardioverter-Defibrillator) vorgenommen (IV-Akt. 24). Der Patient habe 
am 17. Dezember 2002 in einem guten Allgemeinzustand nach Hause 
entlassen  werden  können  (Austrittsbericht  Kantonsspital  H._______ 
vom 17. Dezember 2002, IV-Akt. 25). Bei den Kontrolluntersuchungen 
im  August  und  September  2005  wurde  u.a.  die  Diagnose  einer 
koronaren  Dreigefässerkrankung  bestätigt  und  eine  mittelschwer 

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eingeschränkte  Pumpfunktion  festgestellt  (IV-Akt. 26  f.).  Bei 
Maximalbelastung trete die typische Angina pectoris auf (IV-Akt. 27).

4.1.2 Vom  8. bis  22. Juni  2007  stand  der  Beschwerdeführer  bei 
seinem Hausarzt (in Österreich) wegen eines Erysipels in Behandlung 
(Bestätigung von Dr. F._______ vom 20. November 2008, Akt. 69).

4.1.3 Gemäss  Entlassungsbericht  der  medizinischen  Abteilung  des 
G._______ Krankenhauses vom 11. Juli  2007 betreffend stationärem 
Aufenthalt  vom  5. bis  12. Juli  2007  wurde  beim  Patienten  ein 
Generatorwechsel und eine Sondenrevision – als geplanter Eingriff – 
vorgenommen  (IV-Akt. 67).  Zusätzlich  zu  den  cardiologischen 
Diagnosen  wurde  u.a.  eine  Adipositas  und  Verdacht  auf  depressive 
Verstimmung  diagnostiziert.  Die  Compliance  des  Patienten  scheine 
deutlich eingeschränkt zu sein. Dem Patienten sei dringend empfohlen 
worden, regelmässige Kontrollen in der Spezialambulanz durchführen 
zu lassen. 

Am  19. September  2007  wurde  in  der  chirurgischen  Abteilung  des 
G._______  Krankenhauses  eine  Varizenoperation  durchgeführt 
(Entlassungsbericht  vom 30. November  2007  betreffend  Behandlung 
vom 19. bis 20. September 2007; IV-Akt. 68).

4.1.4 Nach einem ischämischen Insult (ICD-10 I63.3: Hirninfarkt durch 
Thrombose  zerebraler  Arterien)  am  3. Oktober  2007  erfolgte  ein 
stationärer  Aufenthalt  zur  Neurorehabilitation  im  I._______  vom 
9. November bis 6. Dezember 2007 (Bericht vom 5. Dezember 2007; 
IV-Akt. 30). Der neurologische Status beim Eintritt  ergab weitgehend 
unauffällige  Befunde.  Eingeschränkt  waren  insbesondere  die 
Oberflächen-  und  die  Tiefensensibilität  links  (obere  und  untere 
Extremitäten).  Konzentration  und  Aufmerksamkeit  seien  etwas 
herabgesetzt, die Merkfähigkeit diskret eingeschränkt. Im psychischen 
Bereich  wurden  keine  Beeinträchtigungen  festgestellt.  Der  Epikrise 
lässt sich entnehmen, dass der Patient aufgrund der guten Ergebnisse 
bei  den  neuropsychologischen  Untersuchungen  nur  einmalig  am 
kognitiven  Training  teilgenommen  habe.  Ziel  des  multidisziplinären 
Therapieprogramms  sei  die  Wiedererlangung  der  Berufsfähigkeit 
gewesen,  insbesondere  die  Verbesserung  der  Funktion  der  linken 
oberen  Extremität,  der  Hemihypästhesie  und  der  Ausdauer.  Beim 
Austritt seien Fingerfunktionen und Koordination verbessert gewesen. 
Bei  verringertem  Arbeitstempo  sei  das  Bedienen  einer  Computer-

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tastatur  wieder möglich. Das Tragen von kleinen Lasten sei möglich, 
ein geringes Kraftdefizit bestehe noch. Die Defizite in der Oberflächen- 
und Tiefensensibilität  bestünden nach wie vor. Das Arbeitstempo sei 
noch deutlich verringert. Es sei  empfohlen worden,  die Therapien in 
der  Tagesklinik  fortzusetzen,  bis  die  Berufsfähigkeit  wiedererlangt 
worden sei. 

4.1.5 Dr. D._______  diagnostizierte  in  seinem  Kurzbericht  vom 
9. Oktober  2008  an  Dr. F._______  (IV-Akt. 50)  eine 
Innenohrschwerhörigkeit  links.  Subjektiv  bestehe  eine 
Hörverschlechterung seit dem Insult im Jahr 2007.

4.1.6 Dr. E._______ führte  im Kurzbericht  vom 13. Oktober  2008 an 
Dr. F._______  aus,  neben  dem  neurologischen  Defizit  (nach  dem 
medialen  Insult)  seien  die  Risikofaktoren  relativ  stabilisiert.  Seines 
Erachtens bestehe jedoch ein deutlich depressives Syndrom, welches 
das organische Psychosyndrom im Rahmen der Grunderkrankung ver-
stärke (IV-Akt. 51). 

Gemäss  dem  im  Beschwerdeverfahren  eingereichten  Bericht  vom 
19. Mai  2009  steht  der  Beschwerdeführer  seit  Oktober  2008  in 
Behandlung  bei  Dr. F._______  (Akt. 12).  Diagnostisch  bestehe  ein 
Zustand  nach  Myokardinfarkt  im  Jahr  2002  bzw. ein  Zustand  nach 
cerebralem Insult mit  deutlichem sensomotorischem Residualzustand 
(Hemisymptomatik  rechts)  sowie  Störung  der  Feinmotorik  und 
ausgeprägter  Hypästhesie.  Weiter  wird  ein  Chronisches  Fatigue 
Syndrom,  bei  bestehendem  organischem  Psychosyndrom,  mit 
Einschränkung der Merkfähigkeit, Konzentration und der psychischen 
Dauerbelastbarkeit  diagnostiziert.  Ferner  bestehe  eine  „typische 
Begleitdepression“,  welche  einer  antidepressiven  Langzeitmedikation 
bedürfe. Die Arbeitsfähigkeit sei „weit über 50 %“ eingeschränkt. Eine 
Wiedererlangung  der  Arbeitsfähigkeit  in  seinem  „angestandenen“ 
Beruf sei aus nervenärztlicher Sicht nicht mehr zu erwarten.

4.1.7 Die IVSTA legte das Dossier im Verlaufe des Verfahrens mehr-
mals  ihrem  medizinischen  Dienst  zur  Beurteilung  vor.  Nach  Ein-
schätzung  von  Dr. C._______  wäre  dem  Beschwerdeführer  die 
Ausübung  der  Tätigkeit  als  Tontechniker  weiterhin  möglich  und 
zumutbar. In seiner Stellungnahme vom 27. Februar 2009 (IV-Akt. 85) 
hielt er deshalb an seinen früheren Beurteilungen (vom 17. November 
2008  [IV-Akt. 54]  und  vom  12. September  2008  [IV-Akt. 34])  fest, 

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wonach seit dem 3. September 2007 eine Arbeitsunfähigkeit von 15 % 
bestehe.  Die  Remission  nach  dem  cerebrovaskulären  Ereignis  vom 
3. Oktober 2007 sei gut gewesen. Es bestünden noch eine Störung der 
Tiefensensibilität  und  leichte  neurologische  Defizite  (IV-Akt. 34).  Die 
Innenohrschwerhörigkeit  und  die  –  angesichts  der  Medikation  wohl 
leichte – Depression hätten keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit (IV-Akt. 54).

4.1.8 Dr. med. J._______, ebenfalls vom medizinischen Dienst der IV-
Stelle,  erachtete  den  Beschwerdeführer  –  im  Unterschied  zu 
Dr. C._______ – aufgrund der kardialen Vorgeschichte, der nach wie 
vor  bestehenden  verminderten  Belastbarkeit  und  der  Gehörsein-
schränkung  in  der  bisherigen  Tätigkeit  als  Tontechniker  seit 
19. September  2007  als  nicht  mehr  arbeitsfähig.  In  seiner  ersten 
Stellungnahme vom 23. März  2009  (IV-Akt. 87)  führte  Dr. J._______ 
zudem aus, es sei nachvollziehbar, dass die Arbeitsfähigkeit bereits ab 
2002 in einem gewissen Masse eingeschränkt gewesen sei. Diese Ein-
schränkung  (aus  kardialen  Gründen)  habe  aber  höchstens  20 % 
betragen.  In  seiner  zweiten  Stellungnahme  vom  21. Juni  2009  (IV-
Akt. 92) hielt  er  ergänzend fest,  leider fehlten regelmässige Kontroll-
berichte  bezüglich  der  kardialen  Problematik.  Aufgrund  der  Spital-
berichte  aus  den  Jahren  2002  und  2005  sei  es  jedoch  durchaus 
nachvollziehbar, wenn der Versicherte seine Tätigkeit als Tontechniker 
aus gesundheitlichen Gründen auf 60 % reduziert habe. Daher könne 
eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % (als Tontechniker) seit  2002 akzep-
tiert  werden.  In  einer  leidensangepassten  Tätigkeit  (ohne  Stress, 
körperlich  leichte  Arbeiten)  habe  jedoch  keine  Einschränkung 
bestanden. Vom 19. September 2007 (Varizenoperation und anschlies-
sender Schlaganfall  am 3. Oktober) bis am 6. Dezember 2007 (Ende 
des  Rehabilitationsaufenthaltes)  sei  der  Versicherte  auch  in  einer 
angepassten Tätigkeit  zu  70 % arbeitsunfähig  gewesen. Für  die  Zeit 
nach dem Rehabilitationsaufenthalt  stimme er  der  Einschätzung von 
Dr. C._______  zu,  wonach  in  einer  angepassten  Tätigkeit  eine  Ein-
schränkung  von  15 %  vorliege  (IV-Akt. 87).  Zum  Bericht  von 
Dr. E._______  (vom 19. Mai  2009)  führte  Dr. J._______  am 21. Juni 
2009  sinngemäss  aus,  der  behandelnde  Arzt  habe  lediglich  eine 
Beurteilung  der  Arbeitsunfähigkeit  im  bisherigen  Beruf  als 
Tontechniker  vorgenommen,  weshalb  kein  Widerspruch  bestehe. 
Anhaltspunkte  für  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  über  20 %  in  einer 
angepassten  Tätigkeit  seien  nicht  ersichtlich.  Auf  entsprechende 
Nachfrage der Verwaltung präzisierte Dr. E._______ am 12. Juli 2009, 

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hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ab Dezember 2007 in 
einer angepassten Tätigkeit bestehe keine Differenz zur Einschätzung 
von Dr. C._______. Er habe lediglich festgehalten, dass die Arbeitsun-
fähigkeit höchstens 20 % betrage (IV-Akt. 94). 

4.2 Nach  der  Rechtsprechung  kann  auf  Stellungnahmen  der  RAD 
abgestellt  werden,  wenn  sie  den  allgemeinen  beweisrechtlichen 
Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (vgl. dazu E. 3.6 
hiervor).  Die  Stellungnahmen  müssen  insbesondere  in  Kenntnis  der 
Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden  sein  und  in  der  Beschrei-
bung der  medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchten; 
die Schlussfolgerungen sind zu begründen. Die  Ärzte und Ärztinnen 
des RAD müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen 
und fachlichen Qualifikationen verfügen. Bezüglich dieser materiellen 
und  formellen  Anforderungen  sind  sie  im  Beschwerdefall  gerichtlich 
überprüfbar (zum Ganzen: Urteil BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 
[publiziert in SVR 2009 IV Nr. 56] E. 4.3.1 mit Hinweisen, Urteil BGer 
9C_1059/2009 vom 4. August 2010 E. 1.2). Geht es im Wesentlichen 
um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts, 
kann der RAD auf die Vornahme eigener Untersuchungen (vgl. Art. 49 
Abs. 2 IVV) verzichten (soeben zitiertes Urteil 9C_323/2009 E. 4.3.1). 

4.2.1 Ob  die  Berichte  des  medizinischen  Dienstes  der  IV-Stelle  in 
beweisrechtlicher  Hinsicht  den  RAD-Berichten  gleichzustellen  sind, 
kann vorliegend offen bleiben. Denn auf einen Aktenbericht kann nur 
abgestellt  werden,  wenn  die  Akten  ein  vollständiges  Bild  über 
Anamnese,  Verlauf  und  gegenwärtigen  Status  ergeben  und  diese 
Daten  unbestritten  sind  (vgl.  Urteil  BGer  8C_653/2009  vom 
28. Oktober  2009  E. 5.2,  Urteil  BGer  I 1094/06  vom  14. November 
2007  E. 3.1.1).  Wie  sich  auch  aus  der  Stellungnahme  von 
Dr. J._______  ergibt,  sind  diese  Voraussetzungen  vorliegend  nicht 
erfüllt. Insbesondere fehlen medizinische Unterlagen zum Verlauf der 
kardialen  Störung,  weshalb  eine  zuverlässige  (rückwirkende)  Beur-
teilung  der  Arbeitsfähigkeit  kaum  möglich  erscheint.  Es  ist  nicht 
auszuschliessen, dass die divergierenden Einschätzungen der beiden 
IV-Stellenärzte (hinsichtlich Beginn und Umfang der Beeinträchtigung 
in der bisherigen Tätigkeit als Tontechniker) vorwiegend aufgrund einer 
Interpretation von unvollständigen Vorakten entstanden sind. 

4.2.2 Die Untersuchungspflicht der Verwaltung bezieht sich auch auf 
den Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit und dauert so lange, 

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bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen  hinreichende  Klarheit  besteht  (Urteil  BGer  8C_831/2008 
vom 29. Mai 2009 E. 2.2 mit Hinweisen). 

Soweit  ersichtlich  hat  die  IVSTA lediglich  diejenigen  medizinischen 
Unterlagen eingeholt,  welche sich  im Besitz  des  Beschwerdeführers 
befanden  (vgl.  IV-Akt. 16  ff.).  Bei  den  behandelnden  Ärzten  (in 
Österreich  und  der  Schweiz)  wurden  jedoch  keine  Verlaufsberichte 
und allfällige weitere Unterlagen angefordert. Daher hätte sich der IV-
Stellenarzt  nicht  auf  die Feststellung beschränken dürfen,  es fehlten 
leider  regelmässige  Kontrollberichte  bezüglich  der  kardialen  Proble-
matik.  Vielmehr  hätte  er  die  Verwaltung  darauf  hinweisen  müssen, 
dass  die  medizinischen  Akten  unvollständig  und  daher  zu  ergänzen 
sind. 

4.2.3 Unvollständig dokumentiert ist aber auch der Verlauf nach dem 
erlittenen Insult,  weshalb unklar ist,  ob sich der Gesundheitszustand 
des  Beschwerdeführers  seit  dem  Rehabilitationsaufenthalt  im 
I._______  verschlechtert  hat,  oder  ob  es  sich  um  unterschiedliche 
Beurteilungen  verschiedener  medizinischer  Fachpersonen  handelt 
(z.B. war gemäss Bericht des I._______ das Gehör im November 2007 
beidseits intakt [IV-Akt. 30 S. 2], bei der IV-Anmeldung im Januar 2008 
machte der Beschwerdeführer aber bereits eine Beeinträchtigung des 
Gehörs  geltend  [IV-Akt. 2]  und  im  Oktober  2008  wurde  eine 
Innenohrschwerhörigkeit links diagnostiziert [IV-Akt. 50]).

4.2.4 Was die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Beeinträch-
tigung  aus  psychiatrischer  Sicht  betrifft,  erlauben  die  vorliegenden 
medizinischen  Berichte  keine  rechtskonforme  Beurteilung  der 
Arbeitsfähigkeit. Entgegen den Ausführungen von Dr. J._______ kann 
dem Bericht  von Dr. E._______ nicht  entnommen werden, dass sich 
seine Arbeitsunfähigkeitsschätzung lediglich auf die bisherige Tätigkeit 
bezieht.  Der  Bericht  von  Dr. E._______  vom  19. Mai  2009  genügt 
indessen den Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise nicht. 

Die  Annahme  eines  invalidisierenden  psychischen  Gesundheits-
schadens  setzt  zunächst  eine  fachärztlich  (psychiatrisch)  gestellte 
Diagnose  nach  einem  wissenschaftlich  anerkannten  Klassifikations-
system  voraus.  Eine  fachärztlich  festgestellte  psychische  Krankheit 
kann  indessen  nicht  ohne  weiteres  einer  Invalidität  gleichgesetzt 
werden.  Entscheidend  ist  die  nach  einem weitgehend  objektivierten 

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Massstab  erfolgte  Beurteilung,  ob  und  inwiefern  der  versicherten 
Person  trotz  ihres  Leidens  die  Verwertung  ihrer  Restarbeitsfähigkeit 
auf  dem ihr  nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft 
tragbar ist (BGE 127 V 294 E. 4c). Nicht als Folgen eines psychischen 
Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht 
als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die 
versicherte  Person  bei  Aufbietung  allen  guten  Willens,  die  verblei-
bende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (BGE 131 V 
49  E. 1.2).  Bei  pathogenetisch  (ätiologisch)  unklaren  syndromalen 
Beschwerdebildern  ohne nachweisbare  organische Grundlage (wozu 
auch das Chronic Fatigue Syndrom gehört) geht die Rechtsprechung 
zudem von der Vermutung aus, dass trotz des Leidens eine Erwerbs-
tätigkeit  ausgeübt  werden  könne  (siehe  BGE  9C_510/2009  vom 
30. August 2010 E. 3.2.1 mit Hinweisen).

Dr. E._______  diagnostiziert  –  ohne  auf  ein  anerkanntes  Klassifi-
kationssystem Bezug zu nehmen – ein „chronisches Fatigue Syndrom, 
bei  bestehenden  organischen  Psychosyndrom“  und  eine  „typische 
Begleitdepression,“  die  einer  antidepressiven  Langzeitmedikation 
bedürfe. Inwiefern sich die psychischen Störungen in qualitativer und 
quantitativer  Hinsicht  auf  die  Arbeitsfähigkeit  auswirken,  wird  nicht 
nachvollziehbar dargelegt. Da bereits  im Juli  2007 – mithin vor dem 
Hirninfarkt  –  im  Entlassungsbericht  des  G._______  Krankenhauses 
der Verdacht auf eine depressive Verstimmung geäussert wurde (vgl. 
IV-Akt. 67), kommt auch der Anforderung, eine medizinische Expertise 
müsse in Kenntnis  der Vorakten erstellt  werden, wesentliche Bedeu-
tung zu. 

4.3 Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  der  Sachverhalt  in  medizi-
nischer Hinsicht ungenügend abgeklärt ist. Die Sache ist daher an die 
Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese zunächst bei den behandeln-
den Ärzten einen Verlaufsbericht  einhole  und anschliessend  –  unter 
Beizug des RAD – entscheide, ob und gegebenenfalls welche medizi -
nische  Begutachtung  erforderlich  ist  (vgl.  Art. 57  Abs. 3  IVG,  siehe 
auch Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung 
[KSVI] Rz. 2036  ff.  und  Rz. 2075  ff.).  Dabei  wird  sie  zu  beachten 
haben, dass (Verlaufs-)Berichte der behandelnden (Spezial-)Ärztinnen 
und  Ärzte  –  im  Hinblick  auf  die  Verschiedenheit  von  Behandlungs-/ 
Therapieauftrag  einerseits  und  Begutachtungsauftrag  andererseits  – 
nicht  als  medizinische  Administrativgutachten  gelten  können.  Dies 

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heisst  nicht,  dass  die  IV-Stelle  in  jedem  Fall  ein  internes  versiche-
rungsärztliches  oder  ein  externes  Administrativgutachten  einzuholen 
hätte. Der Verzicht auf Beweisweiterungen und das alleinige Abstellen 
auf  die  Berichte  der  behandelnden  Ärztinnen  und  Ärzte  (der  unter-
schiedlichen Fachrichtungen) sind jedoch nur zulässig, wenn diese ein 
stimmiges und vollständiges Bild des Gesundheitszustandes abgeben 
(Urteil BGer I 828/06 vom 5. September 2007 E. 4.3 mit Hinweisen).

4.4 Ergänzend ist  schliesslich festzuhalten, dass der Fragebogen für 
Arbeitgebende  (IV-Akt. 18)  nur  unvollständig  ausgefüllt  wurde. 
Insbesondere fehlen darin Angaben zu der vor April 2003 ausgeübten 
Tätigkeit  bzw.  zu  den  Gründen,  weshalb  der  Beschwerdeführer  ab 
1. April 2003 nur in einem Teilzeitpensum von 60 % beschäftigt war. Es 
lässt  sich  daher  nicht  überprüfen,  ob  die  replikweise  vorgebrachte 
Behauptung zutrifft,  dass er aufgrund der Herzinfarkte nicht nur sein 
Pensum  reduzieren,  sondern  auch  die  leitende  Funktion  aufgeben 
musste. Da sich dies auf die Höhe des Valideneinkommens auswirken 
kann, muss der Sachverhalt auch diesbezüglich ergänzt werden. 

4.5 Die  Beschwerde ist  somit  in  dem Sinne  gutzuheissen,  dass  die 
angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist, damit diese nach erfolgten Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.

5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Laut  Art. 63  Abs. 1  VwVG sind  die  Verfahrenskosten  der  unter-
liegenden Partei  aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss 
zu berücksichtigen ist. Dem obsiegenden Beschwerdeführer wird der 
geleistete  Kostenvorschuss  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorlie-
genden Urteils zurückerstattet. Der unterlegenen Vorinstanz werden in 
Anwendung von Art. 63 Abs. 2 VwVG gemäss der  bisherigen Praxis 
des Bundesverwaltungsgerichts keine Kosten auferlegt. 

5.2 Dem obsiegenden, nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer 
sind  keine  verhältnismässig  hohen  Kosten  entstanden,  weshalb  von 
der  Zusprechung  einer  Parteientschädigung  abzusehen  ist  (Art. 64 
Abs. 1  VwVG sowie  Art. 7  Abs. 4  des  Reglements  vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht ([VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene  Verfügung  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 400.-  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref.-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdefüh-
rende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 20