# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3614cd5-3067-51b7-8a5a-9e58506fd5c7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-25
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 25.11.2022 III 2022 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-104_2022-11-25.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 104

Entscheid vom 25. November 2022 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________ GmbH,
2. B.________ GmbH,
3. C.________,

Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,

gegen

1. Gemeinderat Ingenbohl, Parkstrasse 1, Postfach 253, 
6440 Brunnen,

2. Amt für Umwelt und Energie, Kollegiumstrasse 28, 
Postfach 2162, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. E.________,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. F.________,

5. G.________,
Verfahrensbeteiligter,

Gegenstand Umweltschutzrecht (Schadstoffmessung)

2

Sachverhalt:

A. Mit Beschluss (GRB) Nr. 479 vom 23. April 2019 erteilte der Gemeinderat 
Ingenbohl G.________ als Gesuchsteller unter gleichzeitiger Eröffnung des Ge-
samtentscheides des kantonalen Amtes für Raumentwicklung (ARE) vom 4. April 
2019 die Baubewilligung für eine Nutzungsänderung des auf dem Grundstück 
KTN __01 (H.________-strasse __02; 473 m2; im Eigentum der StWE 
H.________-strasse __02, G.________) bestehenden Ladenlokals mit Einbau 
eines Restaurants/Take-Away inklusive Reklameersatz. G.________ hat die 
Räumlichkeiten des Ladenlokals/Restaurant an I.________ vermietet, dessen 
Sohn C.________ das J.________ betreibt. Gemäss Vereinbarung zwischen 
G.________ und I.________ vom 6. Mai 2019 übernimmt der Mieter als Bauaus-
führender die gesamte Bauherrenverantwortung. 

B. Bei der Baukontrolle vom 19. November 2019 stellte der kommunale Bau-
kontrolleur fest, dass der Abluftkamin ("Abzug Küche") des neuen Restaurants 
abweichend von der Baubewilligung nicht um die Traufe herum und dem Dach 
entlang zum First gezogen worden war. 

Mit Beschluss vom 26. November 2019 erwog die kommunale Hochbaukommis-
sion, dass der Abluftkamin in der bewilligten Ausführung und in Kupfer ausge-
führt weniger stark in Erscheinung getreten wäre. Weiter rage der Kamin im Be-
reich der Dachtraufe auf das Nachbargrundstück, da die Ausführung ohne Dach-
durchdringung erfolgt sei. Die Abweichung wurde jedoch unter der Bedingung 
akzeptiert, dass das Einverständnis des vom Abluftkamin tangierten Grundei-
gentümers (KTN __03 [H.________-strasse __04; östlich ans Baugrundstück 
KTN __01 anschliessend]) innert Monatsfrist eingeholt und dies dem Bauamt 
bestätigt wird. 

Am 13. Februar 2020 erklärte die Eigentümerin von KTN __03 ihr Einverständnis, 
dass die Leitungsabführungen des Abluftkamins im realisierten Ausbaustand be-
lassen werden können. Für die Nutzung des Grundstückes KTN __03 zur Lei-
tungsführung des Abluftkamins schlossen die Eigentümerin von KTN __03 und 
G.________ am 2. Februar 2020 einen Mietvertrag ab. 

C. Im Januar 2020 und mit Schreiben vom 7. Februar 2020 beklagte sich 
E.________, welche auf dem südlich des Baugrundstücks liegenden und von 
diesem nur durch die K.________-gasse getrennten Grundstück KTN __05 
wohnt, erfolglos über Geruchsimmissionen aus dem Betrieb des J.________ so-
wie des Take-Away-Lokals der B.________ GmbH, welches sich im gleichen 
Gebäude, jedoch auf KTN __06 (südwestlicher Teil des Gebäudes), befindet. Ei-
ne Kontrolle des Amtes für Umweltschutz (AFU) ergab Gerüche von Imbissen in 

3

der ganzen Umgebung, ohne dass diese angesichts verschiedener Restaurants 
und Imbisse eindeutig zugeordnet werden konnten. 

D. Mit Schreiben vom 21. Oktober 2020 ans AFU liess die nunmehr beanwal-
tete E.________ erneut die Bau- und Umweltschutzrechtswidrigkeit des Kamins 
geltend machen und um Einsicht in die Bauakten ersuchen. Hierzu äusserte sich 
das Amt für Umwelt und Energie (AUE) mit Schreiben vom 28. Oktober 2020. 
Unter Verweis auf eine Betriebskontrolle vom 2. September 2020 hielt es an der 
Rechtskonformität des Kamins fest und stellte weitergehende Schritte nur in 
Aussicht, falls mehr als 25% der Anwohner die Abluft aus dem Kamin als über-
mässige Immission taxierten. 

E. Mit Eingabe vom 5. März 2021 an den Gemeinderat Ingenbohl stellte 
E.________ folgende Anträge:

1. Die A.________ GmbH (J.________) und die B.________ GmbH (Take-
Away) als Verhaltensstörer seien im Rahmen der Baukontrolle seitens der 
Gemeinde Ingenbohl (als primäre Bewilligungsbehörde) innert 40 Tagen zu 
verpflichten, Kamin und Fortluftanlagen fachgerecht zu sanieren bzw. 
sanieren zu lassen, damit die umweltrechtlichen Vorgaben erfüllt sind und 
störende Geruchsimmissionen verhindert werden. 

2. Sollte eine Sanierung nicht innert Frist möglich sein, sei der A.________ 
GmbH (J.________) und der B.________ GmbH der Betrieb des Grills bzw. 
des Kamins zu verbieten. 

3. Eine allfällige Koordination mit dem Amt für Umwelt und Energie als weitere 
Bewilligungsbehörde sei unter Federführung der Gemeinde Ingenbohl 
vorzunehmen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlich 
geschuldeter Mehrwertsteuer zu Lasten des Staates und/oder der 
A.________ GmbH und/oder der B.________ GmbH. 

Sollte die Gemeinde Ingenbohl wider Erwarten keine Sanierungsverfügung 
erlassen wollen, ist eine anfechtbare Verfügung zu erlassen, die es meiner Klientin 
ermöglicht, die Sache von der oberen Instanz beurteilen zu lassen. 

F. Gestützt auf eine Stellungnahme des AUE vom 22. April 2021 wies der 
Gemeinderat das Gesuch um Erlass einer Sanierungsverfügung mit GRB Nr. 547 
vom 17. Mai 2021 ab (Disp.-Ziff. 1) und auferlegte die Kosten für den Beschluss 
von Fr. 500.-- der Gesuchstellerin (Disp.-Ziff. 2). 

G. Gegen diesen GRB Nr. 547 vom 17. Mai 2021 erhob E.________ mit Ein-
gabe vom 10. Juni 2021 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz 
mit den folgenden Anträgen:

1. Der Beschluss des Gemeinderates Ingenbohl vom 17. Mai 2021 betreffend 
Gesuch um Erlass einer Sanierungsverfügung (Baudossier 2019-03) 

4

bezüglich A.________ GmbH (J.________) und B.________ GmbH (Take-
Away) sei vollumfänglich aufzuheben. Die A.________ GmbH (J.________) 
und die B.________ GmbH (Take-Away) seien innert 40 Tagen zu 
verpflichten, Kamin und Fortluftanlagen fachgerecht zu sanieren bzw. 
sanieren zu lassen, damit bau- und umweltrechtliche Vorgaben erfüllt sind und 
störende Geruchsimmissionen verhindert werden. Sollte eine Sanierung nicht 
innert 40 Tagen möglich sein, sei der A.________ GmbH (J.________) und 
der B.________ GmbH der Betrieb des Grills bzw. des Kamins bis zur 
fachgerechten Sanierung der Anlagen zu verbieten. 

2. Eventualiter sei der Beschluss des Gemeinderates Ingenbohl vom 17. Mai 
2021 betreffend Gesuch um Erlass einer Sanierungsverfügung (Baudossier 
2019-03) bezüglich A.________ GmbH (J.________) und B.________ GmbH 
(Take-Away) vollumfänglich aufzuheben und es sei die Sache - im Sinne der 
Erwägungen - zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Es sei ein Augenschein durchzuführen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlich 
geschuldeter Mehrwertsteuer zu Lasten der Vorinstanz und/oder der 
A.________ GmbH (J.________) und/oder der B.________ GmbH (Take-
Away). 

H. Mit Beschluss (RRB) Nr. 470/2022 vom 8. Juni 2022 hiess der 
Regierungsrat die Beschwerde wie folgt gut: 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschluss Nr. 547 der Vorinstanz 1 
vom 17. Mai 2021 wird aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen 
zur vertieften Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an die Vor-
instanzen zurückgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden je zu einem Drittel (je Fr. 500.--) der Gemeinde Ingenbohl und den 
Beschwerdegegnern [d.h. G.________ und C.________] (je Fr. 250.--) 
auferlegt. (...). Ein Drittel (Fr. 500.--) wird auf die Staatskasse genommen. 

3. Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von insgesamt 
Fr. 1200.-- zugesprochen, welche je zu einem Drittel (je Fr. 400.--) von der 
Gemeinde Ingenbohl, von den Beschwerdegegnern (je Fr. 200.--) und von der 
Staatskasse zu tragen ist.

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

I. Gegen diesen RRB Nr. 470/2022 (Versand am 9.6.2022) erheben die 
A.________ GmbH, die B.________ GmbH sowie C.________ mit Eingabe vom 
28. Juni 2022 (Postaufgabe am gleichen Tag) fristgerecht Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen: 

1. Der Beschluss Nr. 470/2022 des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 
8. Juni 2022 sei aufzuheben und der Beschluss des Gemeinderates Ingenbohl 
vom 17. Mai 2021 sei zu bestätigen. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. 

5

J. Das Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 6. Juli 
2022 die Beschwerde sei abzuweisen unter Kostenfolgen zulasten der Be-
schwerdeführer. Der Gemeinderat Ingenbohl beantragt am 21. Juli 2022 die Be-
schwerde sei gutzuheissen unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdegegne-
rin. Das AUE teilt mit Schreiben vom 14. Juli 2022 seinen Verzicht auf eine Ver-
nehmlassung mit. Die Beschwerdegegnerin beantragt am 12. August 2022, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlich geschuldeter Mehrwertsteuer zu Las-
ten der Beschwerdeführer und/oder des Gemeinderates Ingenbohl/AUE. 

K. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 23. August 2022 äussert sich das AUE 
zu den Vernehmlassungen des Sicherheitsdepartements sowie der Beschwerde-
gegnerin. 

L. Mit je getrennten Eingaben vom 26. September 2022 replizieren die Be-
schwerdeführer zu den Vernehmlassungen des Sicherheitsdepartements sowie 
der Beschwerdegegnerin und teilen betreffend die Eingabe des AUE sowie des 
Gemeinderates, welche ihren Standpunkt stützen, ihren Verzicht auf eine Stel-
lungnahme mit. 

Die Beschwerdegegnerin dupliziert am 3. November 2022. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde unter 
dem Vorbehalt des Eintretens. Argumente, welche für ein Nichteintreten spre-
chen, werden von ihr jedoch nicht konkret bezeichnet; sie macht nur geltend, die 
Eintretensvoraussetzungen seien von Amtes wegen zu prüfen (Vernehmlassung 
vom 12.8.2022 S. 4 zu Rz. 1 bis 6). Indes kann nicht bezweifelt werden, dass die 
Beschwerdeführerinnen Ziff. 1 und Ziff. 2 als direkt betroffene Betreiber der bei-
den Gastronomiebetriebe sowie der Beschwerdeführer Ziff. 3 als Mieter der be-
treffenden Räumlichkeiten vom Vorwurf übermässiger Immissionen und somit 
vom angefochtenen RRB direkt und in ihren schutzwürdigen Interessen betroffen 
sind. Ihre Rechtsmittelbefugnis ist somit zu bejahen (§ 27 Abs. 1 lit. d des Ver-
waltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974 i.V.m. § 37 
Abs. 1 VRP). Ebenso sind die weiteren Entscheidungsvoraussetzungen gemäss 
§ 27 Abs. 1 VRP, namentlich auch frist- und formgerechte Geltendmachung des 
Anspruches (lit. f), fraglos gegeben. 

1.2 Allenfalls liesse sich fragen, ob der angefochtene Rückweisungsentscheid 
des Regierungsrates als Zwischenbescheid zu qualifizieren ist, der nur mit der 

6

Hauptsache und ansonsten nicht bzw. nur unter der Voraussetzung anfechtbar 
ist, dass die mit der Rückweisung getroffenen Anordnungen für eine Partei einen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken (§ 36 Abs. 1 lit. b Ziff. 6 VRP). 
Hierbei ist zum einen zu beachten, dass es auf kantonaler Ebene zulässig ist, 
den Begriff des anfechtbaren Zwischenentscheides weiter zu fassen als das 
Bundesrecht (Bundesgesetz über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005). Zum andern setzt das kantonale Recht nicht 
voraus, dass der nicht wiedergutzumachende Nachteil rechtlicher Natur sein 
muss. Auch ein tatsächlicher Nachteil kann genügen. Das schutzwürdige Inter-
esse kann namentlich wirtschaftlich begründet sein oder in der Prozessökonomie 
oder der Rechtssicherheit gründen. Auch kann es unter dem Gesichtspunkt des 
verfassungsrechtlichen Gebotes (und Anspruchs) auf ein Verfahren, das 
innert angemessener Frist einen wirksamen Rechtsschutz zu gewähren hat 
(Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK), ausnahmsweise geboten sein, bereits 
auf einen Zwischenentscheid einzutreten (vgl. VGE III 2020 17 + 20 vom 
18.6.2020 Erw. 1.2.1 ff. mit zahlreichen Hinweisen auf Lehre und Rechtspre-
chung). 

Vorliegend hat der Regierungsrat neben einem Augenschein namentlich Ab-
klärungen betreffend die Bauausführung der Kaminsysteme und Messungen bei 
den Kaminen sowie die Prüfung adäquater emissionsbegrenzender Massnah-
men sowie im Sinne des Vorsorgeprinzips allenfalls erforderliche weitergehende 
Vorkehrungen verlangt. Sollte dem Standpunkt der Beschwerdeführer, der von 
der Gemeinde gestützt wird, zu folgen sein, steht das mithin vorliegend nicht nur 
im Zeichen der Prozessökonomie, sondern können insbesondere auch seitens 
der Beschwerdeführer wie auch der Verwaltung anderweitig einsetzbare Res-
sourcen geschont und unnötige Aufwendungen verhindert werden. 

2.1 Der Regierungsrat stellte im angefochtenen RRB vorerst fest, dass die 
Gemeinde weder die Grundeigentümerin von KTN __06 noch die dort eingemie-
tete B.________ bzw. den Geschäftsführer ins Verfahren beigeladen habe, 
ebenso wenig die A.________ GmbH und die StWEG H.________-strasse __02 
als Grundeigentümerin von KTN __01 bzw. G.________; dies wäre jedoch zwin-
gend erforderlich gewesen (Erw. 2.1). Der Regierungsrat sei jedoch nicht ver-
pflichtet, die Verfahrensfehler des Gemeinderates im Rechtsmittelverfahren zu 
heilen. Angesichts des Verfahrensausganges (Gutheissung der Beschwerde und 
Rückweisung) erübrige sich eine Beiladung. Der Gemeinderat habe jedoch im 
Rahmen der erneuten Beurteilung die Eigentümer und Mieter/Betreiber der Gas-
trobetriebe ins Verfahren beizuziehen und ihnen das rechtliche Gehör zu ge-
währen (Erw. 2.2). Vom beantragten Augenschein könne abgesehen werden, da 

7

sich die entscheidrelevanten Grundlagen aus den vorinstanzlichen Akten ergä-
ben und Rechtsfragen zu beurteilen seien (Erw. 3). 

Das AUE sei grundsätzlich die zuständige Vollzugsbehörde der Luftreinhalte-
Verordnung (LRV; SR 814.318.142.1) vom 16. Dezember 1985. Dieses Amt sei 
auch verpflichtet zu kontrollieren, ob die Abluft des J.________ und des Take-
Aways gesetzeskonform abgeleitet und allfällige Schadstoffgrenzwerte nicht 
überschritten würden. Vorliegend hätten jedoch weder die Baubewilligungs-
behörde noch das AUE Schadstoffmessungen oder anderweitige Emissions-
Kontrollen durchgeführt. Indessen seien sie - insbesondere das AUE - verpflich-
tet, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, wobei den Betriebsinhaber 
selbstverständlich eine Mitwirkungspflicht treffe. Die entsprechenden Beteiligten 
seien jedoch nicht ins Verfahren beigeladen worden. Das AUE habe sich bei sei-
nen zwei Betriebskontrollen zudem ausschliesslich auf die vom Betriebsleiter  
oder Küchenchef gemachten Angaben abgestützt, was offensichtlich nicht aus-
reichend sei (Erw. 5.6). 

Die Vorinstanzen hätten nicht hinreichend abgeklärt, ob die Kamine des Take-
Aways und des J.________ korrekt erstellt worden seien. Ausserdem sei unklar, 
wie die Abluft zusammengesetzt sei und ob allfällige Grenzwerte überschritten 
würden. Jedenfalls fänden sich hierzu keinerlei Anhaltspunkte in den Verfah-
rensakten. Ausserdem hätten sich die Vorinstanzen mit keinem Wort zum von 
der Beschwerdeführerin erstellten Gutachten geäussert. Damit hätten sie zusätz-
lich ihre Begründungspflicht und somit auch den Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf rechtliches Gehör verletzt (Erw. 5.7).

Weiter machte der Regierungsrat folgende Vorgaben für das weitere Vorgehen:

6. In einem ersten Schritt werden die Vorinstanzen resp. die Vorinstanz 2 als 
zuständige Vollzugsbehörde vor Ort einen Augenschein durchführen müssen. 
Dabei haben sie einerseits abzuklären, ob die Kaminsysteme den Regeln der 
Baukunde bzw. den Kamin-Empfehlungen (Mindesthöhe von Kaminen über Dach, 
Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern 2019) und auch den erteilten 
Baubewilligungen entsprechen. Zudem sind vor Ort eventuell (soweit technisch 
möglich) Messungen bei den Kaminen (nahe an der Quelle) vorzunehmen. Soweit 
die Vorinstanz 2 zum Schluss gelangen sollte, dass derartige Messungen 
technisch oder praktisch nicht möglich sein sollten, hat sie dies ausführlich und 
nachvollziehbar zu begründen. Die Stellungnahmen bzw. E-Mails des 
Sachbearbeiters des BAFU vom 22. April 2020 und vom 6. November 2020, auf 
welche sich die Vorinstanz 2 in ihrer Vernehmlassung beruft, vermögen einen 
Augenschein vor Ort ebenfalls nicht zu ersetzen. Diesen Standpunkt vertritt 
sinngemäss der erwähnte Sachbearbeiter des BAFU in seiner E-Mail vom 6. 
November 2020 übrigens ebenfalls. 

6.1 Anhand allfälliger Messresultate und der Ergebnisse des Augenscheins haben 
die Vorinstanzen bzw. die Vorinstanz 2 anschliessend zu beurteilen, ob im Sinne 
des Vorsorgeprinzips weitergehende Emissionsbeschränkungen an der Quelle 

8

möglich bzw. erforderlich sind. Ganz unabhängig davon, ob die beanstandeten 
Geruchsimmissionen «übermässig» im Sinne des Gesetzes sind, sind vorsorgliche 
Emissionsbeschränkungen zu treffen. Dabei ist zu beachten, dass vorsorgliche 
Emissionsbeschränkungen technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich 
tragbar sein müssen. Der Betrieb des J.________ verfügt offenbar über einen 
Aktivkohlefilter. Aus den Verfahrensakten geht jedoch nicht hervor, dass die 
Vorinstanzen allfällige weitergehende Massnahmen in Betracht gezogen hätten, 
welche die Emissionen vorsorglich begrenzen könnten. Eine fundierte Überprüfung 
wäre auch gar nicht möglich gewesen, weil die betreffenden Betriebe am 
Verfahren gar nicht teilgenommen haben. Der Hinweis der Vorinstanz 2, wonach 
eine Aktivkohlefilterung erfahrungsgemäss ausreiche, vermag dem 
Vorsorgeprinzip jedenfalls nicht zu genügen. Erst in einem zweiten Schritt, falls die 
ermittelten Emissionen trotz der vorsorglichen bzw. weitergehenden 
Emissionsbeschränkungen übermässig sind (vgl. vorne, E. 5.3), haben die 
Vorinstanzen die Sanierung der betreffenden Betriebe der B.________ GmbH und 
der A.________ GmbH anzuordnen und durchzuführen. 

Bei sämtlichen Verfahrensschritten sei besonderes Augenmerk auf die Partei-
rechte zu legen. Nach dem Störerprinzip hätten die Vorinstanzen die verantwort-
lichen bzw. potenziell haftungspflichtigen Störer (resp. Verursacher) zu ermitteln. 
Prima vista seien primär die Grundeigentümer der Grundstücke KTN __01 und 
__06 sowie die darin eingemieteten B.________ GmbH und die A.________ 
GmbH resp. die verantwortlichen Betriebsinhaber ins Verfahren miteinzubezie-
hen (Erw. 6.2 f.). 

2.2 Die Beschwerdeführer rügen eine unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie die unrichtige Rechtsanwen-
dung, einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens 
(Beschwerde S. 3 Ziff. 5). Der Gemeinderat habe richtigerweise eine Überprü-
fung der als übermässig geltend gemachten Immissionen im Sinne von Art. 2 
Abs. 5 lit. b LRV von einem Anteil von 25% der Anwohner, die sich durch die 
Immission gestört fühlten, abhängig gemacht. Der Beschwerdegegnerin sei es 
nicht gelungen, weitere Anwohner für ihre Sache zu gewinnen. Sie habe auch 
nicht beweisen können, dass die Grenzwerte nach Anhang 7 LRV überschritten 
worden seien. Der Gemeinderat hätte daher gar nicht auf das Gesuch der Be-
schwerdeführerin eintreten dürfen. Der angefochtene RRB sei daher aufzuheben 
(Beschwerde S. 4 f. lit. B.1 f.; vgl. S. 6 Ziff. 4). Entsprechend sei der Schluss des 
Regierungsrates, das AUE hätte die Gesetzeskonformität der Abluft prüfen müs-
sen, falsch, zumal die beiden Gastrobetriebe je über eine rechtskräftige Baube-
willigung verfügten. Die Beschwerdeführer seien in ihrem Vertrauen auf die Bau-
bewilligungen zu schützen. Die Betriebe entsprächen den bewilligten Objekten 
(Beschwerde S. 5 Ziff. 2). Mit der Aktennotiz der L.________ vom 3. März 2021 
habe eine Überschreitung der Schadstoffgrenzwerte nicht nachgewiesen werden 
können. Es sei daher falsch, wenn der Regierungsrat in Erw. 5.7 gestützt auf 

9

diese Aktennotiz von einer Verpflichtung der Vorinstanzen zu weiteren Abklärun-
gen ausgegangen sei. Weder die Begründungspflicht noch das rechtliche Gehör 
der Beschwerdegegnerin sei in diesem Zusammenhang verletzt worden (Be-
schwerde S. 5 f. Ziff. 3). Angesichts der rechtskräftigen Baubewilligung sei die 
Anordnung zur Prüfung der baurechtskonformen Ausführung der Kaminsysteme 
schlichtweg rechtswidrig. Zudem seien die Kaminempfehlungen, auf welche sich 
der Regierungsrat stütze, nur Empfehlungen und ihre Anwendung freiwillig (Be-
schwerde S. 6 Ziff. 4). Rechtswidrig sei auch die Auflage gemäss RRB Erw. 6.1. 
Es könne nicht sein, dass vorsorgliche Emissionsbegrenzungen zu treffen seien 
unabhängig davon, ob überhaupt ein Grenzwert überschritten sei und weil sich 
eine einzige Person störe. Das Vorsorgeprinzip stünde zudem im Widerspruch 
zum Verhältnismässigkeitsprinzip. Massgebend müsse ein vernünftiges Verhält-
nis zwischen den Mitteln und den damit vermiedenen Risiken sein. Der Regie-
rungsrat habe überdies den Produktebeschrieb des eingebauten Abluftreini-
gungsgeräts nicht berücksichtigt; es weise nicht nur einen Aktivkohlefilter auf 
(Beschwerde S. 6 f. Ziff. 5). Sollte bei einer allfälligen Erhebung nach Art. 2 
Abs. 5 lit. b LRV überhaupt ein Handlungsbedarf bestehen, dann wäre der Radi-
us von potenziell haftungspflichtigen Störern über die beiden Gastrobetriebe hin-
aus weiter zu fassen, da sich im Umkreis von 50 m (Radius) neun weitere Re-
staurants befänden - unter Gewährung des rechtlichen Gehörs derselben. Eine 
Beschränkung auf das J.________ und den Take-Away sei willkürlich (Be-
schwerde S. 7 f. Ziff. 6). 

3.1.1  Der Bund erlässt Vorschriften über den Schutz der Menschen und seiner 
natürlichen Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen (Art. 74 Abs. 1 
BV). Für den Vollzug der Vorschriften sind die Kantone zuständig, soweit das 
Gesetz ihn nicht dem Bund vorbehält (Art. 74 Abs. 3 BV). 

Gemäss Art. 11 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG; 
SR 814.01) vom 7. Oktober 1983 werden Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütte-
rungen und Strahlen durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Emissions-
begrenzungen). Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emis-
sionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und 
betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG; sog. Vor-
sorgeprinzip). Art. 12 USG normiert die Emissionsbegrenzungen; Begrenzungen 
werden durch Verordnungen oder, soweit diese nichts vorsehen, durch unmittel-
bar auf das USG abgestützte Verfügungen vorgeschrieben (Abs. 2). Für die Be-
urteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkung legt der Bundesrat durch Ver-
ordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Art. 14 USG normiert 
die Vorgaben zur Festlegung der Immissionsgrenzwerte für Luftverunreinigun-

10

gen. Der Bundesrat erlässt die Ausführungsvorschriften (Art. 39 Abs. 1 USG). 
Der Vollzug des USG obliegt unter Vorbehalt der in Art. 41 USG geregelten Voll-
zugskompetenzen des Bundes den Kantonen (Art. 36 USG). Der Bund hat die 
Aufsicht über den Vollzug des Gesetzes und koordiniert die Vollzugsmassnah-
men der Kantone (vgl. Art. 38 Abs. 1 f. USG). 

Emissionsbegrenzungen nach Art. 12 Abs. 2 USG sind nicht nur zum Schutz  
gegen schädliche oder lästige Emissionen geboten, sondern - gestützt auf das 
Vorsorgeprinzip - auch zur Vermeidung unnötiger Emissionen (Urteil BGer 
1C_250/2013 vom 12.12.2013 Erw. 4.1; BGE 126 II 366 Erw. 2b mit Hinweisen). 
Lehre und Rechtsprechung anerkennen allerdings einen sogenannten 
Bagatellbereich. Es müssen nicht sämtliche im strengen Sinne unnötigen 
Emissionen untersagt werden; so gibt es beispielsweise keinen Anspruch auf 
völlige Ruhe oder darauf, dass eine Anlage völlig geruchsfrei funktionieren 
müsste (BGE 133 II 169 Erw. 3.2 mit Hinweisen). Die Grenze zwischen dem 
Bagatell- und dem reinen Vorsorgebereich hängt von den Umständen des 
Einzelfalls ab und ist im Zweifelsfall eher tief anzusetzen. Ein 
umweltschutzrechtlicher Bagatellfall ist somit bei Immissionsquellen gegeben, die 
im Vergleich zu den ohnehin vorhandenen Immissionen nur äusserst 
unbedeutende Immissionen produzieren (Urteil BGer 1C_216/2010 vom 
28.9.2010 Erw. 5; vgl. Urteil BGer 1C_250/2013 vom 12.12.2013 Erw. 3.2). Auch 
bei geringfügigen Emissionen ist zu prüfen, ob sich diese mit verhältnismässigen 
Massnahmen vermindern lassen (Urteil BGer 1C_250/2013 vom 12.12.2013 
Erw. 3.2; BGE 133 II 169 Erw. 3.2). 

3.1.2  Das Einführungsgesetz zum Umweltschutzgesetz (EGzUSG; SRSZ 
711.110) vom 24. Mai 2000 stellt den Vollzug des Bundesrechts über den Schutz 
der Umwelt sicher (§ 1 Abs. 1 EGzUSG). §§ 3 bis 7 EGzUSG normieren Zustän-
digkeiten und Vollzug. Die Gemeinden erbringen die ihnen nach dem EGzUSG 
oder den Ausführungserlassen obliegenden Leistungen und arbeiten bei der 
Durchführung von Umweltschutzmassnahmen mit den übrigen zuständigen Stel-
len zusammen (§ 6 Abs. 1 EGzUSG). Der dritte Abschnitt des EGzUSG (§§ 16 ff. 
EGzUSG) betrifft unter anderem die Luftreinhaltung. Der Regierungsrat bezeich-
net diejenigen Departemente und Amtsstellen, die die Vorschriften über die Luft-
reinhaltung bei Betrieben anwenden, die dem Arbeitsgesetz unterstehen, oder 
bei Anlagen, deren Kontrolle nicht der Gemeinde übertragen wird (§ 17 Abs. 1 
EGzUSG). 

Die Vollzugsverordnung zum Einführungsgesetz zum Umweltschutzgesetz (VV-
zUSG; SRSZ 711.111) vom 3. Juli 2001 schafft die organisatorischen Vor-
aussetzungen für den Vollzug der Umweltvorschriften durch kantonale und 

11

kommunale Behörden und Amtsstellen (§ 1 Abs. 1 VVzUSG). Der Regierungsrat 
übt die Oberaufsicht über den Vollzug der Umweltschutzvorschriften aus (§ 2 
Abs. 1 VVzUSG). Das Umweltdepartement ist zuständig für die Koordination des 
Vollzugs in den zuständigen Departementen und Amtsstellen, unter anderem 
insbesondere der LRV (§ 3 Abs. 1 lit. a VVzUSG). Das Amt für Umweltschutz 
(bzw. seit 1.7.2020 Amt für Umwelt und Energie, vgl. § 16 lit. b der 
Vollzugsverordnung über die Aufgaben und die Gliederung der Departemente 
und der Staatskanzlei [VVAG; SRSZ 143.111] vom 11.9.2007) vollzieht die LRV 
unter anderem bei Bauten und Anlagen, die dem Arbeitsgesetz unterstehen (§ 12 
Abs. 1 lit. a VVzUSG). 

3.1.3  Die LRV unterscheidet zwischen der Emissionsbegrenzung bei 
bestehenden stationären (vgl. Art. 7 ff. LRV) und neuen stationären Anlagen 
(Art. 3 ff. LRV). Neue stationäre Anlagen müssen - im Sinne der vorsorglichen 
Emissionsbegrenzung - so ausgerüstet und betrieben werden, dass sie die im 
Anhang 1 festgelegten Emissionsbegrenzungen einhalten (Art. 3 Abs. 1 LRV). 
Emissionen, für die die LRV keine Emissionsbegrenzung festlegt oder eine 
bestimmte Begrenzung als nicht anwendbar erklärt, sind von der Behörde 
vorsorglich so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und 
wirtschaftlich tragbar ist (Art. 4 Abs. 1 LRV). Ist zu erwarten, dass eine einzelne 
geplante Anlage übermässige Immissionen verursachen wird, obwohl die 
vorsorglichen Emissionsbegrenzungen eingehalten sind, so verfügt die Behörde 
für diese Anlage ergänzende oder verschärfte Emissionsbegrenzungen (Art. 5 
Abs. 1 LRV).

Gemäss Art. 6 Abs. 1 LRV sind Emissionen möglichst nahe am Ort ihrer 
Entstehung möglichst vollständig zu erfassen und so abzuleiten, dass keine 
übermässigen Immissionen entstehen. Übermässig sind Immissionen, die einen 
oder mehrere Immissionsgrenzwerte nach Anhang 7 überschreiten. Bestehen für 
einen Schadstoff keine Immissionsgrenzwerte, so gelten die Immissionen unter 
anderem als übermässig, wenn aufgrund einer Erhebung feststeht, dass sie 
einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören 
(Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV). 

Emissionen müssen in der Regel durch Kamine oder Abluftkanäle über Dach 
ausgestossen werden (Art. 6 Abs. 2 LRV). 

3.1.4  Zu ergänzen ist, dass dem Vorsorgeprinzip im kantonalen Planungs- und 
Baurecht ebenfalls Rechnung getragen wird, wenn § 55 Abs. 1 des Planungs- 
und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 verlangt, dass 
Bauten und Anlagen so auszuführen, anzupassen und zu unterhalten sind, dass 

12

sie so wenig Lärm, Rauch, Dünste, Gerüche, Erschütterungen und andere 
Emissionen erzeugen, wie dies technisch und betrieblich möglich und 
wirtschaftlich tragbar ist.

3.2.1  Das BAFU als Aufsichtsbehörde hat gestützt auf Art. 36 Abs. 3 lit. c LRV 
die Empfehlungen über die Mindesthöhe von Kaminen über Dach vom Dezember 
2018 ("Kamin-Empfehlungen") erlassen. Diese Empfehlungen verstehen sich als 
Vollzugshilfe und richten sich primär an die Vollzugsbehörden. Sie konkretisieren 
die bundesumweltrechtlichen Vorgaben und sollen eine einheitliche 
Vollzugspraxis fördern (vgl. Kamin-Empfehlungen S. 2). Die Vollzugshilfe zeigt 
auf, welche Minimalanforderungen die Luftreinhalte-Verordnung an die Ableitung 
schadstoffbelasteter Abluft stellt. Die Ableitung von Abgasen über Dach dient 
dabei der vorsorglichen Verdünnung der Schadstoffe, so dass die Belastung in 
unmittelbarer Umgebung nicht zu Beeinträchtigungen führt (S. 5). Die 
Empfehlungen sind behördenverbindlich (S. 5 und 7). Laut dem Vorwort (S. 7) 
beschränkt die LRV die Luftschadstoff-Emissionen von lufthygienisch relevanten 
Anlagen mittels Grenzwerten. Bei der Festlegung der Emissionsbegrenzungen 
werden der Stand der Technik und die wirtschaftliche Tragbarkeit berücksichtigt. 
Mit Massnahmen an der Quelle werden also die Emissionen soweit als möglich 
vermindert. Die Vorschrift zur Mindesthöhe von Kaminen dient der Ableitung aus 
dem Gebäudebereich und der vorsorglichen Verdünnung der Restemissionen.

3.2.2  Bei den Kamin-Empfehlungen handelt es sich um Verwaltungsweisungen. 
Als solche richten sie sich an die Durchführungsstellen und sind für das Gericht 
nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, 
sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der 
anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also 
nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird 
dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche  
Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 132 V 121 
Erw. 4.4; vgl. Urteil BGer 2C_264/2014 vom 17.8.2015 Erw. 2.4.1 mit zahlreichen 
Hinweisen, u.a. auf BGE 139 V 122 Erw. 3.3.4; BGE 137 II 284 Erw. 5.2.2; 
BGE 136 II 415 Erw. 1.1). Das Bundesgericht hat mit Urteil 1C_97/2007 vom 
10. September 2007 das Abstellen auf die Kamin-Empfehlungen als rechtmässig 
beurteilt (Erw. 2.4 f.). Unter Bezugnahme auf dieses Urteil hat das Bundesgericht 
im Urteil 1C_506/2016 vom 6. Juni 2017 bestätigt (Erw. 6.3.1), dass die Richt-
linien zwar keinen Gesetzescharakter haben, aber Ausdruck des Wissens und 
der Erfahrung bewährter Fachstellen und in diesem Sinne beachtlich sind. 

13

3.2.3  Ziff. 2 bzw. Ziff. 2.1 ff. Kamin-Empfehlungen enthalten Allgemeine 
Bestimmungen, so unter anderem zum Abgasaustritt aus der Mündung, dem 
Kaminquerschnitt und der Anordnung der Kamine (Ziff. 2.1 bis Ziff. 2.3). Gemäss 
Ziff. 2.3 Kamin-Empfehlungen sind Kamine auf Satteldächern möglichst am First 
oder in unmittelbarer Nähe des Firstes, auf Flachdächern im Bereich der 
Gebäudeschmalseite und bei abgestuften Gebäuden am höheren Gebäudeteil 
anzuordnen. 

Bei den in Ziff. 3 geregelten kleinen Feuerungsanlagen (gas- und 
heizölbetriebene Anlagen mit Feuerungswärmeleistung bis 350 kW und mit 
Holzbrennstoffen und Kohle betriebenen Anlagen bis 70 kW) muss die 
Kaminmündung den höchsten Gebäudeteil um mindestens 0.5 m, Flachdächer 
um mindestens 1.5 m und bei begehbaren Flachdächern um mindestens 2 m ab 
Dachfläche überragen (Ziff. 3.2 Abs. 1 lit. a-c Kamin-Empfehlungen). Ziff. 4 
macht Vorgaben zu Kaminhöhen für grössere Feuerungsanlagen 
(Feuerwärmeleistungen über 350 kW bzw. 70 kW), Ziff. 5 zu Kaminhöhen für 
industrielle und gewerbliche Betriebe. 

4. Den Akten lassen sich im Wesentlichen folgende Angaben zum 
Sachverhalt und Verfahrensablauf (Abklärungen u.ä.) entnehmen:

4.1.1  Das B.________ (Take-Away) besteht schon seit 15 Jahren (vgl. ange-
fochtener RRB Erw. 1.4). Dessen Abluftanlage war nicht Gegenstand der Bau-
bewilligung vom 23. April 2019. 

4.1.2  Mit Schreiben vom 21. Februar 2019 bemängelte das ARE im Baubewilli-
gungsverfahren gestützt auf eine Beurteilung des Amtes für Militär, Feuer- und 
Zivilschutz (AMFZ) das Fehlen der für den Holzkohlengrill und den Holzofen für 
Pizzas erforderlichen Abgasanlagen und deren Führung über Dach. Es verlangte 
für den Grill, den Holzofen und die Abgasanlagen die Einreichung des Formulars 
"Gesuch für die Erstellung/Änderung von Feuerungsanlagen". Dies wurde damit 
begründet, dass der Holzkohlengrill und der Holzofen für Pizzas gemäss VKF 
[Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen]-Brandschutzvorschriften als Feu-
erungsaggregate gelten und an eine Abgasanlage anzuschliessen sind. 

Dieser Aufforderung leistete die Bauherrschaft im März 2019 Folge. Als Fabrikat 
der Abgasanlage wurde "Raab Schornstein DW Alkon 600°" (VKF-Nr. Z-11106) 
genannt unter Beilage der "Leistungserklärung nach Verordnung (EU) 
Nr. 305/2011 für Bauprodukte"; als Brennstoff wurde "Holzkohle" genannt. Anga-
ben zur Feuerungsanlage konnten noch nicht gemacht werden, weil diese "noch 
nicht ausgesucht" war. 

14

Mit dem Gesamtentscheid des ARE vom 4. April 2019 beantragte das AMFZ die 
Erteilung der Baubewilligung mit Auflagen. Diese bestand im Einbau einer "ge-
eigneten Abgasanlage mit Russbrandbeständigkeit". Bei der im Feuerungsge-
such ausgewiesenen Abgasanlage mit der VKF-Nr. Z-11106 sei die Zulassung 
Ende 2016 abgelaufen. Zudem handle es sich um ein Produkt ohne Russbrand-
beständigkeit. Des Weiteren wurde die Meldung der Fertigstellung des Bauobjek-
tes ans AMFZ verlangt. 

4.2.1  Auf die Klage der Beschwerdegegnerin im Januar 2020 hin bestätigte der 
Sachbearbeiter Luftreinhaltung des AFU dem kommunalen Sachbearbeiter der 
Baugesuche mit E-Mail vom 27. Januar 2020 (gestützt auf dessen Ausführun-
gen), dass das Take-Away den Anforderungen von Art. 11 USG sowie von Art. 6 
Abs. 1 und 2 LRV entspreche. Zu prüfen wäre, ob ein Einbau eines Aktivkohle-
Filters Abhilfe schaffen würde. Die Übermässigkeit der Emissionen müsste sich 
in der Belästigung eines wesentlichen Teils der im Einflussbereich liegenden Be-
völkerung, also von rund 25%, manifestieren. 

4.2.2  Eine von der Beschwerdegegnerin veranlasste Analyse einer Luftprobe 
durch das Laboratorium der Urkantone vom 5. Februar 2020 mittels einer Gas-
chromatographie wies die Anwesenheit von Phenanthren und Fluoranthren (die 
zur Familie der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe [PAK] gehören) 
nach. Eine exakte Quantifizierung war mangels genügendem Material nicht mög-
lich. 

4.2.3  Mit Schreiben vom 12. Februar 2020 teilte das AFU der Beschwerde-
gegnerin (mit Kopie an die Gemeinde) mit, gemäss dem (mit ihr abgesproche-
nen) Augenschein vom 5. Februar 2020 seien die installierten Abluftanlagen über 
dem Grill und der weiteren Kochstelle in sauberem, rückstandslosem Zustand 
und funktionierten einwandfrei. Gemäss den Angaben des Betreibers und dem 
bewilligten Baugesuch seien die Lüftungsanlagen neu und mit Filter ausgerüstet. 
Die Abluft werde über Dach an die Umgebung abgegeben, was den gesetzlichen 
Anforderungen entspreche. Die in der Analyse des Laboratoriums der Urkantone 
festgestellten PAK deuteten auf Rückstände hin, welche bei jeder Art von unvoll-
ständiger Verbrennung entstünden, also nicht nur bei Holzkohle. Die Rückstände 
stammten vorwiegend aus Feuerungen (Holz und Heizöl) und dem Strassenver-
kehr. Sowohl Phenanthren wie auch Fluoranthren würden gemäss Bundesamt 
für Gesundheit (BAG) nicht als kanzerogen eingestuft. Im Nachgang des Augen-
scheines und trotz der Analyseresultate gäbe es keine eindeutigen Hinweise, 
dass das J.________ für die Geruchsbelästigung verantwortlich sei. Falls sich 

15

ein wesentlicher Teil der Anwohner (d.h. rund 25%) weiterhin belästigt fühle, 
werde das AFU die Angelegenheit wieder aufgreifen. 

4.3 Laut einem E-Mail von M.________, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim 
Bundesamt für Umwelt (BAFU), vom 22. April 2020 an die Beschwerdegegnerin 
(Beilage 11 zur Verwaltungsbeschwerde vom 10.6.2021) habe sich nach Ab-
klärung der Situation mit der kantonalen Fachstelle gezeigt, dass der Kamin nicht 
den Empfehlungen entspreche und verlängert werden müsse, um eine ungestör-
te Ableitung der Rauchgase zu ermöglichen. 

4.4 Unter Bezugnahme auf eine Betriebskontrolle vom 2. September 2020 führ-
te der Abteilungsleiter AUE mit Schreiben vom 28. Oktober 2020 zuhanden des 
Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin (mit Kopie an die Gemeinde) aus, 
nach telefonischer Rücksprache mit dem BAFU sei das AUE der Auffassung, 
dass Abluft, die über einen Aktivkohlefilter geleitet werde, so stark von Geruchs- 
und Schadstoffen befreit sei, dass eine Ableitung via Kamin über Dach nicht 
mehr notwendig sei. Diese Abluft dürfe via Fassade ausgestossen werden. 
Natürlich sei eine Ableitung über einen Kamin besser. Im J.________ werde die 
Abluft des Kohlegrills seit August 2020 dreistufig gereinigt. Die erste Stufe sei ein 
Vorfilter; dieser werde täglich im Geschirrspüler gereinigt. Als zweite Stufe folge 
ein 2-stufiger Nachfilter mit Filterlamellen; dieser werde wöchentlich im Geschirr-
spüler gereinigt. Als dritte und letzte Stufe folge ein Aktivkohlefilter; die Aktivkoh-
lepatronen würden nach Anweisung des Lieferanten periodisch ausgewechselt. 
Beim Take-Away werde die gesamte Abluft über einen Stofffilter geleitet und 
über Dach geführt. Der Stofffilter werde periodisch ausgewechselt. Die Abluftsi-
tuation werde in beiden Fällen als LRV-konform erachtet; es seien keine weiteren 
Massnahmen notwendig. Die beiden Betriebe seien vom AFU angewiesen wor-
den, auf ein einwandfreies Funktionieren der Filter zu achten. Weitere Geruchs-
klagen aus der Nachbarschaft seien nicht bekannt. Weitergehende Schritte wür-
den erst geprüft, wenn aufgrund einer Erhebung feststehe, dass ein wesentlicher 
Teil der Bevölkerung (mehr als 25% der betroffenen Anwohner) in der Umgebung 
der beiden Betriebe die Abluft als übermässige Immissionen taxierten und sich in 
ihrem Wohlbefinden erheblich gestört fühlten. 

Im Wesentlichen wurde diese Beurteilung vom Abteilungsleiter AUE der Ge-
meinde mit Schreiben vom 22. April 2021 bestätigt. 

4.5 Die L.________ GmbH erstellte am 3. März 2021 gestützt auf eine Augen-
scheinnahme vom 2. Dezember 2020 auftrags der Beschwerdegegnerin eine 
"Aktennotiz 001 Baucontrolling Kamininstallation" (nachstehend: Privatgutach-

16

ten). Einleitend wird festgehalten, die Fortluftanlagen seien "weder korrekt erstellt 
noch werden diese ordnungsgemäss betrieben". 

Konkret kommt das Privatgutachten zu folgenden drei übereinstimmenden Er-
gebnissen (im Verhältnis Fortluftfassung B.________ - K.________-gasse __07, 
J.________ - K.________-gasse __08 sowie B.________ - H.________-strasse 
__02):

- (a) die Vorgaben betreffend den Abgasaustritt an der Kaminmündung seien 
eingehalten (S. 5 Ziff. 2.1 i.V.m. S. 7 bzw. S. 10 Ziff. 2.4 [recte Ziff. 2.1] i.V.m. 
S.12 bzw. S. 15 Ziff. 2.7 [recte Ziff. 2.1] i.V.m. S. 17);

- (b) nötig sei hingegen eine Messung des Kaminquerschnittes, der den Re-
geln der Technik entsprechend und nicht zu gross gewählt werden dürfe und 
eine Austrittsgeschwindigkeit der Abluft von mindestens 6 m/s betragen müs-
se (S. 5 Ziff. 2.2 i.V.m. S. 7 bzw. S. 10 Ziff. 2.5 [recte Ziff. 2.2] i.V.m. S.12 
bzw. S. 15 Ziff. 2.8 [recte Ziff. 2.2] i.V.m. S. 17); 

- (c) nicht eingehalten seien die Anordnung der Fortluftfassung sowie die Min-
desthöhe (im Sinne der Kamin-Empfehlungen) (S. 5 Ziff. 2.3 i.V.m. S. 7 bzw. 
S. 10 Ziff. 2.6 [recte Ziff. 2.3] i.V.m. S.12 bzw. S. 15 Ziff. 2.9 [recte Ziff. 2.3] 
i.V.m. S. 17); 

- (d) nicht eingehalten sei die Mindestkaminhöhe für industrielle und gewerbli-
che Anlagen, die Schadstoffe wie Holzkohle oder ähnliches emittierten (S. 6 
Ziff. 5.2 i.V.m. S. 7 bzw. S. 11 Ziff. 5.2 i.V.m. S.12 bzw. S. 16 Ziff. 5.2 i.V.m. 
S. 17);

- (e) notwendig sei eine Prüfung der "Mindesthöhe bei grösseren Anlagen" bei 
Kaminmündungen, "die Abgase oder Abluft emittieren, bei denen die Grösse 
Q/S nach Anhang 6 LRV [betreffend "Mindesthöhe von Hochkaminen"] den 
Wert von 1.0 überschreiten" (Anhang 6 Ziff. 1: Q = Massenstrom des emittier-
ten luftverunreinigenden Stoffes in Gramm je Stunde; S = Rechenwert nach 
Anhang Ziffer 9) (S. 6 Ziff. 5.3 i.V.m. S. 7 bzw. S. 11 Ziff. 5.5 [recte Ziff. 5.3] 
i.V.m. S. 12 bzw. S. 16 Ziff. 5.7 [recte Ziff. 5.3] i.V.m. S. 17), und 

- (f) notwendig sei eine Messung der Abluftbelastung gemäss den in Anhang 6 
Ziff. 9 definierten S-Werten [Belastung mit Schadstoffen in µg/m3), zwecks 
Prüfung von (e) (S. 6 Ziff. 5.4 i.V.m. S. 7 bzw. S. 11 Ziff. 5.6 [recte Ziff. 5.4] 
i.V.m. S. 12 bzw. S. 16 Ziff. 5.8 [recte Ziff. 5.4] i.V.m. S. 17). 

Es werden folgende "Empfehlungen und Massnahmen" vorgeschlagen:

Aufgrund der festgestellten Unregelmässigkeiten bei der Ausführung der Kamin-
installation muss entgegen der behördlichen Abschlusskontrolle vom 15.11.2019 
die Situation neu bewertet werden. Die Kamininstallationen sind unter Beachtung 
der Kaminführung über den höchsten Teil vom Gebäude sowie dem Immissions-
niveau gegenüber den Nachbargebäuden neu zu bewerten.

17

(…).

In Abb. 3 [Kamin-Empfehlungen] gemäss Anforderungen an die Kamininstallation 
gemäss LRV Art. 6 Abs. 1 und 2 LRV ist der Abstand von Nachbargebäuden in 
Bezug auf die Kaminhöhen geregelt. Zum einen fehlt die Kaminmindesthöhe über 
den eigenen Dachfirst und zum andern fehlt die Betrachtung der Kaminmindest-
höhe in Abhängigkeit der Gebäudeabstände untereinander. Diese beiden Faktoren 
ergeben die tatsächliche Gesamtkaminhöhe, welche für die beiden 
Fortluftfassungen schlussendlich anzuwenden ist. 

(…)

Massnahmen, welche eine Überwachung von Unterhaltsarbeiten darstellen, sind 
für die Behebung der Schadstoff- und Geschmacksursache nicht zielführend. 
Diverse Filterstufen können die Situation punktuell verbessern, sind aber nicht auf 
Dauer wirksam. Das Risiko, die Unterhaltszyklen nicht einzuhalten, verbessert die 
Gesamtsituation auf keine Weise. Aus diesem Grunde werden besondere 
Filtermassnahmen als Ursachenverschiebung und nicht als Lösung betrachtet. 

4.6.1  Mit Stellungnahme vom 1. Juli 2021 im Verwaltungsbeschwerdeverfahren 
reichte der Vorsteher des AUE ein E-Mail von M.________ (BAFU) vom 6. No-
vember 2020 an den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin zu den Akten. In 
Präzisierung seines Mails vom 22. April 2020 hielt der wissenschaftliche Mitarbei-
ter des BAFU fest, dass auch andere als in den Kamin-Empfehlungen vorgese-
hene Lösungen zulässig seien, sofern diese rechtskonform seien. In Gesprächen 
mit der Beschwerdegegnerin und mit den kantonalen Behörden habe sich ge-
zeigt, dass eine Verlängerung des Kamins aufgrund der örtlichen Begebenheiten 
möglicherweise nicht zielführend sein könnte, da die Wohnung der Beschwerde-
gegnerin noch höher liege als ein gemäss den Kamin-Empfehlungen verlängerter 
Kamin. Der vom Kanton gemachte Vorschlag, in einem ersten Schritt die Emissi-
onen an der Quelle durch mehrstufige Filtration inkl. Reduktion der Geruchsstoffe 
mittels Aktivkohle zu reduzieren, werde als sinnvolle Massnahme an der Quelle 
erachtet. Inwiefern darüber eine Verlängerung des Kamins unter Berücksichti-
gung des Verhältnismässigkeitsprinzips angezeigt sein könne, könne nicht be-
antwortet werden. Dies obliege der mit der Situation vertrauten Vollzugsbehörde, 
welcher die LRV dabei einen gewissen Spielraum einräume. 

Der Vorsteher des AUE selber wies darauf hin, dass der Einbau der Filteranlage 
Ende August 2020 fertiggestellt und am 2. September 2020 vom AFU abgenom-
men worden sei. Bei korrektem Betrieb der Filteranlage sei eine schadstoffbelas-
tete Emission von Rauch und Flüssigkeitströpfchen nicht möglich. Auf den von 
der Beschwerdegegnerin eingereichten Videoaufnahmen handle es sich deshalb 
hauptsächlich um Wasserdampf.  

4.6.2  Mit Stellungnahme vom 23. August 2022 knüpfte das AUE an seine voran-
gegangenen Beurteilungen an. Die dreistufige Reinigung der Abluft (Vorfilter, 2-

18

stufiger Nachfilter und Aktivkohlefilter) entspreche dem aktuell besten Stand der 
Technik. Damit sei die Abluft praktisch geruchs- und schadstofffrei. Die Kamin-
Empfehlungen gäben in Ziff. 5.2 die Mindesthöhe von Kaminen von industriellen 
und gewerblichen Anlagen für Kaminmündungen vor, die schadstoff- oder ge-
ruchsbelastete Abgase emittierten. Abgase nach einem Aktivkohlefilter seien we-
der schadstoff- noch geruchsbelastet und fielen daher nicht in den Geltungsbe-
reich der Kamin-Empfehlungen. Das Privatgutachten sei fachlich falsch, da es 
den Sachverhalt der Abluft nicht korrekt berücksichtige. Die Beschwerdeführerin 
Ziff. 1 hätte es sich einfacher machen können, indem der bestehende Abluft-
kamin so verlängert worden wäre, dass es den Kamin-Empfehlungen ent-
spräche. Sie habe jedoch den teureren und luftreinhaltetechnisch besseren Weg 
mit dem Einbau eines Aktivkohlefilters gewählt, was eindeutig dem umwelt-
schutzrechtlichen Vorsorgeprinzip entspräche. 

5.1 Mit der Vernehmlassung vom 30. Juni 2021 im Verwaltungsbeschwerde-
verfahren hat der Gemeinderat bestätigt, dass die Kamine/Abluftanlagen korrekt 
und den Baubewilligungen entsprechend ausgeführt worden seien (S. 2 zu 
Rz. 14-18). Es besteht kein Anlass, hieran zu zweifeln. Namentlich lassen sich 
hinsichtlich des B.________ (Take-Away) den Akten keinerlei konkrete Anhalts-
punkte entnehmen, die für das Gegenteil sprechen. 

Mit Bezug auf die Kaminanlage der A.________ GmbH führte der Gemeinderat 
aus, die Baukontrolle (vgl. § 88 PBG; Art. 86 des bis 30.6.2021 geltenden alten 
Baureglements [altBauR] der Gemeinde Ingenbohl vom 22.8.2002) habe lediglich 
festgestellt, dass der Abzug der Küchen nicht dem Dach entlang zum First gezo-
gen worden sei. Diese geringfügige Abweichung sei seitens der Gemeinde nach 
Vorliegen des Einverständnisses der Grundeigentümerin von KTN __03 bewilligt 
worden (S. 2 zu Rz. 31). 

Dies lässt sich anhand der Akten bestätigen (vgl. Ingress lit. B). Abgesehen da-
von, dass die Kaminanlage unbestrittenermassen nicht die Höhe gemäss den 
Vorgaben der Kamin-Empfehlungen erfüllt, bestehen keine Anhaltspunkte dafür, 
dass die variierte Kaminführung nicht nach den Regeln der Baukunde im Sinne 
des PBG und des kommunalen BauR erstellt wurde. Nicht ersichtlich ist auch, 
dass bzw. weshalb hierfür eine Ausnahmebewilligung (§ 73 PBG; Art. 83 alt-
BauR) erforderlich gewesen wäre (vgl. Verwaltungsbeschwerde vom 10.6.2021 
Rz. 31). Gegen das Bauvorhaben wurde keine Einsprache erhoben (vgl. Baube-
willigung vom 23.4.2019 S. 2 lit. C). Es ist auch nicht anzunehmen, dass Ein-
sprache erhoben worden wäre, wenn die bei der Baurealisierung modifizierte 
Führung des Kamins initial in den Bauplänen vorgesehen gewesen wäre. Dies 
lässt sich auch aus der Tatsache erschliessen, dass keine nachträgliche Ein-

19

sprache erhoben wurde (§ 80 Abs. 2 PBG). Die Baubewilligungsbehörde hat die 
Bewilligungsfähigkeit im Übrigen auch kritisch im Lichte des Einordnungsgebots 
geprüft (vgl. § 56 Abs. 1 PBG; Art. 13 und Art. 44 Abs. 3 altBauR). 

Bei dieser Sachlage besteht kein überzeugender Grund, die Baubewilligungs-
behörde(n) zu verpflichten, die Kaminsysteme (noch einmal) auf ihre Konformität 
mit den erteilten Baubewilligungen zu überprüfen. 

5.2 Nach dem umweltschutzrechtlichen Vorsorgeprinzip (Art. 11 Abs. 1 USG) 
sind die Emissionen unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung zu be-
grenzen.

Bevor in einem Geruchsfall Abklärungen über das mögliche Ausmass der Ge-
ruchsimmissionen vorgenommen werden, muss daher in einem ersten Schritt 
geprüft werden, ob die vorsorglichen Emissionsbegrenzungen gemäss LRV er-
füllt sind. Die konkreten Vorgaben (z.B. Mindestabstände von Tierhaltungsanla-
gen, Grenzwerte für organische Verbindungen, Kaminhöhen) und die allgemei-
nen Grundsätze (Stand der Technik nach Art. 4 LRV) sind gleichermassen zu 
berücksichtigen. 

In einem zweiten Schritt muss abgeklärt werden, ob beispielsweise aufgrund der 
besonderen Standortsituation trotz Einhaltung der Vorsorge übermässige Ge-
ruchsimmissionen feststehen oder zu erwarten sind (Art. 5 und 9 LRV). Immissi-
onen sind übermässig, falls auf Grund einer Erhebung feststeht, dass diese ei-
nen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören. 
Gegebenenfalls müssen verschärfte Emissionsbegrenzungen (z.B. strengere 
olfaktometrische Emissionsgrenzwerte, verbesserte Erfassung oder Ableitung der 
Emissionen, ergänzende betriebliche Massnahmen) verfügt werden (Empfehlung 
zur Beurteilung von Gerüchen [Geruchsempfehlung] des BAFU; Bern 2015 [Ent-
wurf], S. 9 Ziff. 4).

5.3.1  Das ursprünglich für das J.________ vorgesehene Fabrikat der Abgasan-
lage wurde infolge einer abgelaufenen Zulassung nicht bewilligt (vgl. vorstehend 
Erw. 4.1). Realisiert wurde daher ein Modell DGRH-K-2_3500 (vgl. Beilage 4 zur 
Beschwerdeantwort der Beschwerdegegner im Verwaltungsbeschwerdeverfah-
ren vom 29.7.2021 S. 8 f. lit. D.2 [RR-act. IV/02/Beilage 4]). Diese Anlage mit 
mehrstufiger Reinigung der Abluft (vgl. vorstehend Erw. 4.4; Beschwerdeantwort 
der Beschwerdegegner im Verwaltungsbeschwerdeverfahren vom 29.7.2021 
S. 8 f. lit. D.2) und insbesondere einem Aktivkohlefilter wurde im August 2020 
eingebaut und anfangs September 2020 vom AFU abgenommen (vgl. vorste-
hend Erw. 4.6.1 f.). Damit wurde der Empfehlung des Sachbearbeiters Luftrein-
haltung des AFU vom Januar 2020 Nachachtung verschaffen. 

20

5.3.2  Die Reduktion der Emissionen an der Quelle unter Einschluss eines Aktiv-
kohlefilters wurde auch vom BAFU, das über Informationen von behördlicher Sei-
te wie seitens der Beschwerdegegnerin verfügte, situativ als sinnvolle Lösung er-
achtet, welche auch ein Abweichen von den Kamin-Empfehlungen rechtfertigen 
kann (vgl. vorstehend Erw. 4.6.1). Eine solche Situation ist vorliegend angesichts 
der unterschiedlichen Gebäudehöhen auch gegeben. Es wäre daher fraglich, ob 
eine Erhöhung des Kamins mit Blick auf die umliegenden, teils höheren Gebäu-
den, zu einer besseren Lösung führen würde. Hinzu kommt die Lage des Ge-
bäudes in der Kernzone (1), womit der guten Einfügung ins Orts- und Strassen-
bild ein erhöhtes Gewicht beizumessen ist (vgl. Art. 44 Abs. 3 altBauR; Art. 36 
Abs. 3 f. des neuen Baureglements vom 9.2.2020 und 13.6.2021). Diesem As-
pekt hat der Gemeinderat auch bei der Beurteilung der von der Baubewilligung 
abweichenden Kaminführung Rechnung getragen (vgl. Ingress lit. B). Eine 
rechtsgenügliche Einordnung muss mithin eine Abweichung von den Vorgaben 
der Kamin-Empfehlungen rechtfertigen, soweit damit nicht erhöhte Immissionen 
für die Umgebung verbunden sind. 

5.3.3  Festzuhalten ist im Weiteren, dass der Einbau eines Aktivkohlefilters als 
Massnahme im Rahmen der umweltschutzrechtlichen Vorsorge gilt (vgl. AGVE 
2014 S. 417 ff. Nr. 85 Erw. 1.1.1 und Erw. 1.1.5; vgl. Urteil BGer 1C_14/2013 
vom 14.10.2013 Erw. 3.1 f.). Vorliegend wird die gewählte Abgasanlage samt 
Kamin entsprechend dem Vorsorgeprinzip gerecht. 

5.3.4  Zu ergänzen ist, dass das AUE die Abluftfilterung des bereits seit Länge-
rem betriebenen B.________ (Take-Away) mittels periodisch ausgewechselten 
Stoff-filtern als LRV-konform erachtet hat. Abgesehen davon, dass diese Abluftfil-
terung soweit ersichtlich nicht Anlass von Beanstandungen aus der Umgebung 
war - so auch im vorliegenden Fall nicht -, besteht kein Grund, diese Beurteilung 
des AUE/AFU als Behörde, die über besonderes und spezifisches Fachwissen 
verfügt (vgl. VGE III 2018 66 vom 11.9.2018 Erw. 3.3.2; VGE III 2016 210 vom 
25.4.2017 Erw. 3.2; VGE III 2014 29 vom 18.7.2014 Erw. 3.1; Urteil BGer 
1C_254/2017 vom 25.1.2018 Erw. 6.2), in Zweifel zu ziehen. 

5.3.5  Es ist somit gestützt auf die Akten und insbesondere die Ausführungen der 
kantonalen Fachbehörden (sowie des BAFU) zusammenfassend festzuhalten, 
dass die beanstandeten Kaminanlagen dem umweltschutzrechtlichen Vorsorge-
prinzip durchaus gerecht werden. 

5.4 Die Anordnung verschärfter Emissionsbegrenzungen setzt übermässige 
Geruchsimmissionen voraus, was wiederum erfordert, dass diese einen wesentli-
chen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören.

21

Als wesentlicher Teil der Bevölkerung wird definiert, wenn sich mehr als 25% der 
Bevölkerung eines Beurteilungsgebietes erheblich gestört fühlen (FAT [For-
schungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik] Nr. 476 betreffend Min-
destabstände von Tierhaltungsanlagen, 1995, S. 6 Ziff. 3, mit Verweis auf Grund-
lagenbericht des BUWAL [Schriftenreihe Umweltschutz Nr. 115]; vgl. auch Ge-
ruchsempfehlung, S. 22 lit. A2.3). 

Soweit ersichtlich hat sich ein einziger Anwohner der Klage der Beschwerdegeg-
nerin über Geruchsimmissionen angeschlossen (E-Mail vom 16.8.2021 an den 
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin [RR-act. I/03/Beilage 1]). Angesichts 
des mehrjährigen Bestehens des B.________ und des nunmehr ebenfalls bereits 
über zweijährigen Betriebs des Kamins/Abluftanlage der J.________ ist hieraus 
zu schliessen, dass sich die Anstösser in der eng besiedelten Kernzone nicht, je-
denfalls nicht erheblich, von Geruchsimmissionen, welche überdies klar der 
A.________ und dem B.________ zugeordnet werden können müssten, beein-
trächtigt fühlen. 

6.1 Der Regierungsrat ist im angefochtenen Entscheid (Erw. 1.4) unter Verweis 
auf das Bundesgerichtsurteil 1C_63/2019 vom 29. Januar 2020 ([i.Sa. U. vs. GR 
Wollerau] = URP 2020 S. 566ff., URP 2022 S. 72f.) grundsätzlich zu Recht davon 
ausgegangen, dass die Belastungsgrenzwerte für Immissionen nicht nur zum 
Bewilligungszeitpunkt, sondern grundsätzlich während der gesamten Betriebs-
dauer einer Anlage eingehalten werden müssen. 

Besteht gemäss diesem Bundesgerichtsurteil (betreffend Lärmimmissionen) 
Grund zur Annahme, dass die massgeblichen Grenzwerte überschritten sind, 
muss die Vollzugsbehörde die Aussenlärmimmissionen ermitteln und die nötigen 
Massnahmen treffen; dies gilt jedenfalls, wenn die (Lärm-)Immissionen der Anla-
ge auf Dauer wesentlich von den im Entscheid (Baubewilligung) festgehaltenen 
Immissionen abweichen (Art. 37a Abs. 2 LSV). Die Behörde treffe insofern eine 
Kontrollpflicht. Eine Bewilligung für lärmige Anlagen ergehe somit unter dem 
(ausdrücklichen oder impliziten) Vorbehalt einer späteren Ergänzung der Mass-
nahmen zur Emissionsbegrenzung, sofern sich die angeordneten Massnahmen 
als ungenügend erweisen sollten. Diese Grundsätze gelten unabhängig davon, 
ob die ursprüngliche Verfügung rechtmässig oder rechtswidrig gewesen sei. Die 
Prüfungspflicht der Gemeinde könne auch nicht von dieser Unterscheidung ab-
hängen, da der Grund für die Überschreitung der zulässigen Immissionen in der 
Regel erst nach Vornahme zusätzlicher Abklärungen festgestellt werden könne. 
Die Rechtskraft eines Urteils, mit der die Baubewilligung bestätigt worden sei, 
stehe einer Anpassung für die Zukunft, aufgrund veränderter Verhältnisse 
tatsächlicher oder rechtlicher Art, nicht entgegen.

22

Weiter prüfte das Bundesgericht (Erw. 6 f.), ob die in jenem Verfahren von den 
Beschwerdeführern eingeholten Lärmmessungen Anlass zu weiteren Abklärun-
gen gegeben hätten, d.h. eine wesentliche Änderung der Verhältnisse bzw. we-
sentlich neue Erkenntnisse darstellten. Dies wurde für das von den Beschwerde-
führern eingereichte Lärmgutachten bejaht. 

6.2 Prüfgegenstand der von der Beschwerdegegnerin beim Laboratorium der 
Urkantone anfangs Februar 2020 eingeholten Analyse einer Luftprobe war "Stoff 
mit Verschmutzung (Verdacht auf Holzkohle-Russ), als Entnahmestelle wird 
"Dachfenster" genannt. Die Herkunft dieses Stoffes ist ungeklärt. Laut dem La-
borbericht können sich PAK zwar bei der Verbrennung von Fett oder von in die 
Glut tropfender Fleischmarinade bilden, aber auch bei der (unvollständigen) Ver-
brennung von organischem Material wie z.B. Kohle, Heizöl, Kraftstoff, Holz, Ta-
bak. Das AFU wies entsprechend berechtigterweise am 12. Februar 2020 darauf 
hin, dass auch Feuerungen (Holz und Heizöl) wie auch der Strassenverkehr als 
Ursprung dieser Rückstände in Frage kommen (vgl. vorstehend Erw. 4.2.3). Des 
Weiteren reichte das gelieferte Material für eine exakte Quantifizierung nicht aus. 

Unter diesen Umständen konnte dieser Laborbericht keinen Anlass zu weiterge-
henden Abklärungen im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geben. 
Dies gilt erst recht in Berücksichtigung der Tatsachen, dass sich einerseits in der 
näheren Umgebung verschiedene andere Restaurants, aber auch Gebäude und 
die Bahnhofstrasse befinden und allfällige Geruchsbelästigungen auch abhängig 
vom Wind unterschiedlicher Herkunft sind, anderseits dass die Abgasreinigungs-
anlage bzw. der Einbau der Filteranlage erst nach der Laboruntersuchung erfolg-
te (vgl. vorstehend Erw. 4.6.1). 

6.3.1  Im angefochtenen RRB wird ausgeführt (Erw. 5.5), dass sich weder der 
Gemeinderat noch das AUE im Rahmen des GRB Nr. 547 vom 17. Mai 2021 mit 
dem Privatgutachten auseinandergesetzt hätten. Dieser Auffassung kann nur mit 
Vorbehalt gefolgt werden. 

Im angefochtenen RRB wird die Stellungnahme des AUE vom 22. April 2021 zu-
sammengefasst und des Weiteren explizit festgehalten, dass der Gemeinderat in 
seinem Beschluss die Begründung des AUE grundsätzlich übernommen hat. In 
seiner Stellungnahme vom 22. April 2021 ist das AUE auch (kurz) auf das Privat-
gutachten eingegangen mit der Feststellung, dass das Privatgutachten davon 
ausgehe, dass die Abluft des J.________ schadstoff- und geruchsbelastet sei. 
Dies sei angesichts der dreistufigen Abluftreinigung jedoch nicht der Fall. Ent-
sprechend sei weder eine Schadstoff- noch eine Geruchsmessung angezeigt. 
Damit wird implizit Bezug auf die Ergebnisse des Privatgutachtens genommen 

23

(vgl. vorstehend Erw. 4.5, Ergebnisse lit. e und f). Diese Beurteilung hat der Ge-
meinderat in seinen GRB Nr. 547 aufgenommen (Erw. 3), der das Privatgutach-
ten zudem beim Sachverhalt auch anführt (Sachverhalt lit. E). Insoweit kann dem 
Gemeinderat und dem AUE mithin keine Verletzung der Begründungspflicht (Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs, Unterlassung der Beweisabnahme) vorgeworfen 
werden. 

Mit der Eingabe vom 23. August 2022 im vorliegenden Verfahren hält das AUE 
unter inhaltlicher Bezugnahme auf seine frühere Beurteilung kurz fest, dass das 
Privatgutachten "fachlich falsch" sei, da es den Sachverhalt der Abluft nicht kor-
rekt berücksichtige. 

6.3.2  Der Beurteilung des AFU - und des Gemeinderates - ist zu folgen. 

Die - im Zeitpunkt des Privatgutachtens - schon installierte und abgenommene 
Abgasanlage wird im Privatgutachten ausgeblendet. Die Berücksichtigung der 
Abgasanlage ist indes wesentliches, wenn nicht entscheidendes Sachverhalts-
element für die allfällige Beweiskraft einer (gutachterlichen) Beurteilung der 
Rechtsgenüglichkeit der Kamin-/Abgasanlage. Der Fokus des Privatgutachtens 
ist indes einzig auf die Höhe des Kamins gerichtet unter der Prämisse, dass nur 
durch eine den Kamin-Wegleitungen entsprechende Kamin-(Mindest-)Höhe eine 
LRV-konforme Emission der Fortluft gewährleisten kann, was sich auch in den 
vorgeschlagenen "Empfehlungen und Massnahmen" manifestiert (vgl. vorste-
hend Erw. 4.5). 

Auch im Weiteren hält das Privatgutachten einer näheren Betrachtung - aus der 
Laiensphäre - nicht stand. So wird beispielsweise mit Tabelle 4 die in den Kamin-
Empfehlungen (S. 14 Ziff. 5.4) abgedruckte Schadstoffliste betreffend die S-Wer-
te aus LRV Anhang 6 Ziff. 9 ins Gutachten kopiert (jeweils S. 6, S. 11 und S. 16). 
Jedoch finden sich in dieser Tabelle weder die vom Labor der Urkantone erho-
benen PAK, noch lässt sich dem Privatgutachten (wie dem übrigen Aktendossier) 
entnehmen, ob konkret überhaupt bzw. wenigstens mit welcher Wahrscheinlich-
keit entsprechende Schadstoffe in der Nähe des massgebenden S-Wertes fest-
stellbar sein könnten/müssten. Die vom Laboratorium der Urkantone erhobenen 
geringfügigen Spuren von PAK sind in der erwähnten Tabelle 4 nicht aufgeführt. 
Überdies bleiben sie im Privatgutachten unbeachtet, womit geschlossen werden 
könnte, dass das Privatgutachten ihnen keine Bedeutung beimisst und/oder sie 
vernachlässigt werden können. Die Festsetzung eines Höchstwertes für PAK fin-
det sich (einzig) in Anhang 5 Ziff. 6 LRV im Zusammenhang mit Dieselöl, das vor-
liegend keine Rolle spielt. Abgesehen davon betrifft die Tabelle 4 "stark geruchs-
belastete Abluft", wovon vorliegend nicht ausgegangen werden kann (vgl. vorste-
hend Erw. 5.4).

24

Schliesslich kann dem Privatgutachten auch in seiner Schlussfolgerung - soweit 
diese sprachlich überhaupt verständlich ist - nicht beigepflichtet werden, wonach 
diverse Filterstufen die Situation zwar punktuell verbessern, aber nicht auf Dauer 
wirksam sein sollten (vgl. vorstehend Erw. 4.5). Emissionsbegrenzungen sind be-
reits bei der Quelle zu ergreifen (Art. 11 Abs. 1 USG). Mit geeigneten Filteranla-
gen kann der Austritt allenfalls schädlicher Abgase unverkennbar unmittel-
bar/direkt an der Quelle verhindert oder eingeschränkt werden. Die dauerhafte 
Wirksamkeit der Filteranlagen wird durch den entsprechenden Unterhalt sicher-
gestellt, wie er auch vorliegend gewährleistet ist (vgl. vorstehend Erw. 4.4). Sollte 
sich die Wirksamkeit dennoch im Laufe der Zeit vermindern, werden im Sinne der 
zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. vorstehend Erw. 6.1) bei ge-
gebenen Voraussetzungen die entsprechenden Abklärungen in die Wege zu lei-
ten und allfällige ergänzende Massnahmen zu ergreifen sein. 

7. Soweit im angefochtenen Entscheid eine Beiladung verschiedener Perso-
nen ins Verfahren als zwingend erachtet wurde, drängen sich folgende Anmer-
kungen auf:

7.1 Werden durch eine Verfügung oder einen Entscheid voraussichtlich schüt-
zenswerte Interessen eines Dritten betroffen, so kann ihn die Behörde auf sein 
Gesuch hin oder auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen als Nebenpartei 
in das Verfahren einbeziehen. Der Beigeladene kann im Verfahren Parteirechte 
ausüben; er kann Anträge nur zu Gunsten oder zu Lasten der Hauptparteien stel-
len. Die Verfügung oder der Entscheid wird auch gegenüber dem Beigeladenen 
rechtswirksam (§ 14 VRP).

Die Beiladung dient einerseits dazu, die Rechtskraft eines Entscheids auch auf 
die Beigeladenen zu erstrecken und mit diesem Schritt zu verhindern, dass in der 
gleichen Sache widersprüchliche Entscheide ergehen. Anderseits kann sie auch 
auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs abzielen, indem mittels Beiladung die 
Verletzung von Gehörs- und Parteirechten im Verwaltungsverfahren geheilt wer-
den kann. Weitergehende Wirkungen kommen der Beiladung nicht zu. Insbeson-
dere können die Beigeladenen im Endentscheid grundsätzlich zu nichts verpflich-
tet werden. Eine zwingende Beiladung Dritter lässt sich weder dem Gesetz noch 
der Rechtsprechung entnehmen. Sollten sich im Rahmen einer Vollstreckung 
mangels Beiladung und somit mangels Rechtswirksamkeit eines Entscheides 
gegenüber der nicht beigeladenen Person Vollstreckungsprobleme ergeben, ist 
dem allenfalls mit einer Duldungsverfügung zu begegnen. 

7.2 Die Beschwerdegegner im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren bean-
tragten mit der Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2021 (S. 3 lit. A.3) den Einbezug 

25

der Eigentümerin der Liegenschaft K.________-gasse __08 (N.________ GmbH) 
ins Beschwerdeverfahren). Als Beschwerdegegner bezeichnet wurden neben 
C.________ und G.________ auch die A.________ und die B.________ GmbH. 
Insofern lagen explizite wie implizite Beiladungsgesuche vor. Mit Blick auf den 
Verfahrensausgang wurde indessen von einer Beiladung abgesehen, was im 
Sinne der vorstehenden Erwägung so oder anders grundsätzlich nicht zu bean-
standen ist. Ebenso bestand auch im vorliegenden Verfahren kein Anlass, weite-
re Personen, namentlich die Eigentümerin von KTN __06, ins Verfahren beizula-
den. 

8. Zusammenfassend erweist sich, dass die im Vordergrund der Nachbarbe-
schwerden stehende Kamin-/Abgasanlage der A.________ GmbH wie auch - die 
im Hintergrund stehende - der B.________ GmbH dem umweltschutzrechtlichen 
Vorsorgeprinzip zu genügen vermögen. Für das Gegenteil sprechen keine hinrei-
chend gesicherten Anhaltspunkte. Insbesondere fehlt es an einer hinreichend 
gesicherten Zuordnung allfällig bestehender Geruchsimmissionen zum 
J.________ und B.________, dass sich weitergehende Abklärungen bezüglich 
dieser beiden Betriebe rechtfertigen könnten. Für über das Vorsorgeprinzip hin-
ausgehende Massnahmen fehlt es am erforderlichen Quorum von Personen in 
der Gegend, welche sich in ihrem olfaktorischen Wohlbefinden erheblich gestört 
fühlen, wobei auch in diesem Falle die Quelle allfälliger Geruchsimmissionen um-
fassend zu prüfen wäre. 

Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und der angefochtene RRB ist in Bestäti-
gung des GRB vom 17. Mai 2021 aufzuheben. 

9. Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten und Parteien-
tschädigungen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu verlegen und diejeni-
gen des regierungsrätlichen Verfahrens neu zu regeln. 

9.1.1  Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von Fr. 1'500.-- gehen neu 
vollumfänglich zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeführerin im regie-
rungsrätlichen Verfahren).

9.1.2  Die Beschwerdegegnerin (Beschwerdeführerin im regierungsrätlichen Ver-
fahren) hat dem im regierungsrätlichen Verfahren beanwalteten Beschwerdefüh-
rer Ziff. 3 (Beschwerdegegner Ziff. 2 im regierungsrätlichen Verfahren) eine Par-
teientschädigung von insgesamt Fr. 1'200.-- zu entrichten. 

9.2.1  Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von insgesamt 
Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden dem Ver-
fahrensausgang entsprechend je zur Hälfte (je Fr. 1'250.--) der Beschwerdegeg-

26

nerin sowie dem Kanton auferlegt. Der Gemeinderat hat Gutheissung der Be-
schwerde beantragt und gilt somit als obsiegende Partei. 

9.2.2  Die beanwalteten Beschwerdeführer haben Anspruch auf eine Partei-
entschädigung. Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (GebTRa; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentli-
cherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 ei-
nen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungs-
kriterien erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insge-
samt Fr. 2'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt. Hiervon entfallen je 
Fr. 1'250.-- auf die Beschwerdegegnerin und den Kanton. Der Gemeinderat wie 
auch der Verfahrensbeteiligte Ziff. 5 sind nicht beanwaltet, womit kein Entschädi-
gungsanspruch besteht. 

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene RRB Nr. 470/2022 
vom 8. Juni 2022 aufgehoben und der Beschluss Nr. 547 des Gemeindera-
tes Ingenbohl vom 17. Mai 2021 bestätigt. 

2.1 Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von Fr. 1'500.-- werden neu 
der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeführerin im regierungsrätlichen Ver-
fahren) auferlegt.

2.2 Die Beschwerdegegnerin (Beschwerdeführerin im regierungsrätlichen Ver-
fahren) hat dem Beschwerdeführer Ziff. 3 (Beschwerdegegner Ziff. 2 im re-
gierungsrätlichen Verfahren) für das regierungsrätliche Verfahren neu eine 
Parteientschädigung von insgesamt Fr. 1'200.-- zu entrichten. 

3. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von insgesamt 
Fr. 2'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden dem 
Verfahrensausgang entsprechend je zur Hälfte (je Fr. 1'250.--) der Be-
schwerdegegnerin sowie dem Kanton auferlegt. 

Die Beschwerdeführer haben am 5. Juli 2022 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- bezahlt, der ihnen aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten ist.

Die Beschwerdegegnerin hat ihren Betrag von Fr. 1'250.-- innert 30 Tagen 
seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 
6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 

4. Die Beschwerdegegnerin und der Kanton haben den beanwalteten Be-
schwerdeführern eine Parteientschädigung von je Fr. 1'250.-- (insgesamt 
also Fr. 2'500.--; inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

28

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)
- den Verfahrensbeteiligten Ziff. 5 (R)
- den Gemeinderat Ingenbohl (R)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- das Amt für Umwelt und Energie (EB)
- das Amt für Raumentwicklung
- und das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 25. November 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. November 2022