# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd071228-5eb9-500d-903f-f44ef01eec25
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.03.2015 E-245/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-245-2014_2015-03-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-245/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;   

Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser. 

   

Parteien 

 
A._______, 

Côte d'Ivoire,   

vertreten durch lic. iur. Monique Bremi,  

Beratungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM;  

zuvor Bundesamt für Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 12. Dezember 2013 / N (…). 

 

 

 

E-245/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 31. März 2011 

sein Heimatland auf dem Luftweg mit eigenem Pass verliess und mit einer 

ihm unbekannten Fluggesellschaft über ihm unbekannte Flughäfen glei-

chentags in die Schweiz einreiste, wo er am 4. April 2011 ohne Einreichung 

von Identitätsdokumenten im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 

B._______ um Asyl nachsuchte, 

dass er geltend machte, am 4. Juli 1993 geboren worden, mithin minder-

jährig zu sein, und eine Kopie seines Schulabschlusszeugnisses, ausge-

stellt am 15. Juli 2010, sowie eine Kopie des Zivilregisterauszuges, ausge-

stellt am 10. September 2008, einreichte,  

dass am 7. April 2011 beim Beschwerdeführer eine Knochenaltersanalyse 

vorgenommen wurde, welche ein Alter von mindestens 19 Jahren ergab,  

dass am 14. April 2011 eine Befragung zur Person (BzP) im EVZ 

B._______ und gleichentags eine Nachbefragung zur Minderjährigkeit so-

wie zur Anamnese stattfanden,  

dass das BFM in der Folge die Minderjährigkeit des Beschwerdeführers als 

glaubhaft erachtete und eine entsprechende Meldung der zuständigen 

kantonalen Behörde zukommen liess, 

dass der zwischenzeitlich volljährig gewordene Beschwerdeführer am 

19. November 2013 durch das BFM angehört wurde,  

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er habe seit seinem fünften Lebensjahr mit seiner Familie im 

(…)/Abidjan gelebt, habe dort "(…)" und "(…)" besucht und einen Ab-

schluss mit "Baccalauréat" gemacht,   

dass sich die Lage nach der zweiten Runde der Wahlen in Côte d'Ivoire 

verschlechtert habe, da sich die Anhänger von Laurent Gbagbo und dieje-

nigen von Alassane Ouattara bekämpft hätten,  

dass seine Familie auf der Seite von Gbagbo's Partei, der Front Populaire 

Ivorien (FPI), gestanden und bei den Meetings der Partei, die in einem Hof 

vor ihrem Haus stattgefunden hätten, den Strom zur Verfügung gestellt 

habe,  

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dass am Abend des 24. Februar 2011 seine Eltern und seine sieben Ge-

schwister vor dem Haus gesessen seien, als ein Auto vorgefahren sei und 

ihm fünf bewaffnete Männer entstiegen seien,    

dass diese wahllos in die Menge und seine Familie zu schiessen begonnen 

hätten, wobei seine Schwester und sein Bruder verletzt worden seien, 

dass er zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung gewesen sei und alles aus 

dem Fenster beobachtet habe,  

dass einer der Angreifer beschlossen habe, das Haus zu durchsuchen, und 

ihn gesehen habe,  

dass es ihm gelungen sei, durch die Hintertür zu fliehen, ohne dass er von 

dem auf ihn schiessenden Mann getroffen worden sei,   

dass er in das in der Nähe seines Quartiers gelegene Dorf C._______ ge-

flüchtet sei, sich dort bis zwei Uhr nachts versteckt und danach wieder nach 

Hause begeben habe,  

dass er zu Hause nur seine Mutter auf dem Boden vorgefunden habe, die 

von den Männern verprügelt worden sei,  

dass sie ihm geraten habe zu flüchten, da die Täter, die alle Familienmit-

glieder mitgenommen hätten, wiederkommen würden,  

dass er zwar bei seiner Mutter habe bleiben wollen, aber dennoch wegge-

gangen sei,  

dass sie ihm die Adresse eines Onkels gegeben habe, der ihm in der Folge 

zur Flucht verholfen habe,    

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

12. Dezember 2013 – eröffnet am 16. Dezember 2013 – ablehnte und die 

Wegweisung aus der Schweiz anordnete, 

dass es festhielt, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den An-

forderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG [SR 142.31] nicht 

standhalten, so dass deren Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse,  

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dass beim Vergleich der Aussagen in der BzP und der Anhörung fast alle 

Sequenzen des Hauptereignisses unterschiedlich beziehungsweise wider-

sprüchlich ausgefallen seien, 

dass er einmal ausgesagt habe, fünf Männer mit unbedecktem Gesicht 

seien in sein Haus gekommen und alle ausser einem seien in Zivil gewe-

sen, in der Anhörung jedoch geschildert habe, dass alle ausser einem Mi-

litärkleidung getragen hätten und auch maskiert gewesen seien, 

dass weitere Widersprüche die Verletzung der Schwester und  des Bru-

ders, die Dauer des Vorfalls, das Verhalten der Söldner während des Vor-

falls und die Erklärungen des Beschwerdeführers, weshalb es zu diesem 

Vorfall gekommen sei, betreffen würden, 

dass er sodann zuerst ausgesagt habe, nichts mit Politik zu tun gehabt zu 

haben, weil er zu jung gewesen sei, in der Anhörung hingegen erklärt habe, 

Sympathisant der FPI von Gbagbo gewesen zu sein, und dass der Vorfall 

genau darauf zurückzuführen sei,  

dass dies als nachgeschobene politische Tätigkeit gewertet werden 

müsse, 

dass die Aussage, er wisse nichts über den Verbleib seiner grossen Fami-

lie, aufgrund zahlreicher Widersprüche auch nicht geglaubt werden könne,  

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch an-

dere Gründe gegen die Zumutbarkeit der Rückführung in den Heimatstaat 

sprächen, zumal sich die Sicherheitslage, insbesondere in Abidjan, merk-

lich verbessert habe, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Januar 2014 gegen diese 

Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

deren Aufhebung beantragte,  

dass er dabei unter anderem um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass er weiter um eine siebentägige Frist zur Verbesserung der Be-

schwerde gemäss Art. 110 Abs. 1 AsylG ersuchte, die Einräumung einer 

Nachfrist zur Beschwerdebegründung beantragte, weil er bei der Schwei-

zerischen Flüchtlingshilfe (SFH) um Erstellung einer Länderauskunft zur 

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Frage der Gefährdung von ehemaligen oder vermeintlichen Anhängern des 

früheren Präsidenten Gbagbo ersucht habe, und dieser Bericht noch nicht 

eingetroffen sei, 

dass das Gericht mit Zwischenverfügung vom 22. Januar 2014 das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Rechtpflege wegen Aussichtslosigkeit 

der Rechtsbegehren abwies, und den Beschwerdeführer unter Androhung 

des Nichteintretens im Unterlassungsfall aufforderte, einen Kostenvor-

schuss zu leisten,   

dass das Begehren um Ansetzung einer Frist von sieben Tagen zur Be-

schwerdeverbesserung beziehungsweise Beschwerdebegründung abge-

wiesen wurde,  

dass der verlangte Kostenvorschuss am 5. Februar 2014 fristgerecht ge-

leistet wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

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unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, 

um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summa-

risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift geltend macht, er 

habe aus Angst vor der Wegweisung nicht die Wahrheit über den Verbleib 

seiner Familie gesagt, wofür er sich entschuldige,  

dass alle Familienmitglieder inzwischen freigelassen worden seien und 

wieder im ehemaligen Wohnhaus in Abidjan leben würden, 

dass jedoch die Eltern aus gesundheitlichen Gründen nach D._______, in 

den Heimatort der Mutter, in der Nähe von E._______, zurückgekehrt 

seien, 

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dass sich die unterschiedlichen Aussagen zwischen der BzP und der erst 

zweieinhalb Jahre später erfolgten Bundesanhörung erklären liessen, 

dass aufgrund zahlreicher Berichte und Quellen über Côte d'Ivoire auf den 

Strassen Leute eingeschüchtert und Anhänger von Gbagbo umgebracht 

würden, weshalb der Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr ernsthafte 

Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten habe,  

dass die Situation der Familie schwierig sei, da niemand einer geregelten 

Arbeit nachgehe und im Haus noch zwei weitere Cousins des Beschwer-

deführers wohnen würden, weshalb der Wegweisungsvollzug unzumutbar 

sei,   

dass das BFM zu Recht festgestellt hat, dass die Vorbringen des Be-

schwerdeführers nicht glaubhaft sind, 

dass – von den widersprüchlich geschilderten Aussagen zum Hauptereig-

nis vom 24. Februar 2011 abgesehen – seine Flucht aus dem Fenster be-

ziehungsweise der Hintertür mit dem hinter ihm schiessenden, ihn aber 

nicht treffenden Verfolger zu übertrieben erscheint, als dass sie geglaubt 

werden könnte,  

dass zudem nicht ersichtlich wäre, weshalb die Männer gerade ihn, der 

sich politisch nicht betätigte und auch sonst nie auffiel, gezielt hätten jagen 

und ihn erschiessen wollen, wo sich ja alle anderen Familienmitglieder an-

geblich vor dem Haus befunden haben und somit einfachere Zielobjekte 

gewesen wären,  

dass er zudem angab, die Söldner hätten vor allen in die Luft geschossen, 

womit die angebliche Verletzung der Schwester rein zufällig passiert wäre,  

dass das auf Beschwerdeebene nachgereichte Foto der Schwester, das 

den Streifschuss nachweisen soll, nicht geeignet ist, den geschilderten 

Vorfall zu belegen, da auf dem Foto einerseits fast nichts zu erkennen ist, 

eine Verletzung andererseits auch andere Ursachen hätte haben können,    

dass sich der Beschwerdeführer weiter bei der Dauer der beobachteten 

Schiesserei erheblich widersprochen hat, indem er einmal angab, diese 

habe 15-20 Minuten gedauert (vgl. A10/11 S 6), während er bei der Anhö-

rung ausführte, alles habe 5-10 Minuten gedauert (A33/13 Antwort 39),    

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dass in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehbar wäre, wie er am 

Fenster hätte stehen und längere Zeit der Schiesserei zuschauen können, 

ohne etwas zu unternehmen und sich selbst schnell in Sicherheit zu brin-

gen,  

dass seine Rückkehr ins Haus um ein oder zwei Uhr nachts, ohne vorher 

irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben, angesichts der 

beschriebenen Sachlage äusserst riskant gewesen wäre, er sich mithin si-

cher nicht so verhalten hätte,   

dass demnach feststeht, dass sich der beschriebene Vorfall vom 24. Feb-

ruar 2011 nicht so ereignete,   

dass in der Beschwerde keine Gründe vorgebracht werden, die etwas an 

der vorinstanzlichen Verfügung ändern könnten, da darin vorwiegend der 

als unglaubhaft gewürdigte Sachverhalt nochmals wiederholt wird,  

dass dem eingereichten Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 

10. Februar 2014 nichts entnommen werden kann, was auf eine konkrete 

Verfolgungsgefahr des Beschwerdeführers hindeuten würde,  

dass sich die politischen Unruhen im Zusammenhang mit den Wahlen vom 

Ende November 2010 wieder gelegt haben und nachdem Laurent Gbagbo 

am 11. April 2011 festgenommen und dem internationalen Strafgerichtshof 

überstellt worden ist, die Regierung bemüht ist, zur Befriedung und Ent-

wicklung des Landes die private Wirtschaft zu fördern und ein stabiles so-

ziales Fundament zu schaffen,   

dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten nicht gelingt, die 

Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu ma-

chen, weshalb das BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom BFM zu Recht angeordnet wurde, 

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dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-

zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebli-

che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung o-

der Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

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dass in Bezug auf die gegenwärtige Menschenrechtslage in Côte d'Ivoire 

vorweg auf die vom Bundesverwaltungsgericht vorgenommene Lageein-

schätzung im publizierten Urteil BVGE 2009/41 zu verweisen ist,  

dass das Gericht darin festhält, dass im Rahmen des Abkommens von 

Ouagadougou vom März 2007 die politische Lage deutlich habe stabilisiert 

werden können und eine positive Entwicklung der allgemeinen Sicherheits- 

und Menschenrechtslage festzustellen sei (vgl. BVGE 2009/41 E. 7.3.2 ff.), 

dass im erwähnten Entscheid weiter festgehalten wurde, dass eine Rück-

kehr von Personen in den Norden und in den Westen des Landes aufgrund 

der dort zurzeit herrschenden ungenügenden Sicherheitslage nicht zumut-

bar sei, bei Personen, die aus dem Westen oder dem Norden des Landes 

stammten, könne jedoch grundsätzlich eine interne Aufenthaltsalternative 

im Süden und Osten des Landes, insbesondere in den grossen Städten, 

bejaht werden, wobei jedoch eine individuelle Prüfung ihrer Situation (Ge-

sundheitszustand, Berufsausbildung, Beziehungsnetz, Möglichkeit der 

Reintegration) zu erfolgen habe (vgl. a.a.O. E. 7.10 f.), 

dass diese Einschätzung grundsätzlich nach wie vor zutrifft, obwohl es im 

Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen vom November 2010 zu 

gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des ehe-

maligen Präsidenten Laurent Gbagbo und dessen Herausforderers 

Alassane Ouattara gekommen ist, welche zu einer humanitären Krise ge-

führt haben, 

dass dabei insbesondere auch in Abidjan sexuelle Übergriffe auf Frauen 

zu verzeichnen und weiterhin Racheakte an Getreuen und Sympathisanten 

des Ex-Präsidenten festzustellen sind, 

dass sich die Situation inzwischen wieder etwas beruhigt hat, 

dass seit der Präsidentschaft von Ouattara (Mai 2011) auch die ivorische 

Wirtschaft wieder Tritt gefasst und sich die Versorgungslage normalisiert 

hat und die Behörden sichtlich bemüht sind, die Infrastruktur wieder auf- 

beziehungsweise auszubauen,  

dass sich die Sicherheitslage, insbesondere in Abidjan, merklich gebessert 

hat und die meisten aus den Städten vertriebenen Personen zurückgekehrt 

sind, 

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dass der Vollzug der Wegweisung des jungen, ledigen und über eine gute 

Schulbildung sowie in der Schweiz erlernten (...) verfügenden Beschwer-

deführers, welcher im Heimatstaat soziale Beziehungen aufweist und keine 

medizinische Notlage geltend macht, sich somit als zumutbar erweist (Art. 

83 Abs. 4 AuG), 

dass er über eine gesicherte Wohnmöglichkeit in Abidjan verfügt, wo seine 

Familienangehörigen wohnen,  

dass, sollten seine Eltern tatsächlich an ihren ursprünglichen Ort, wo auch 

er bis zu seinem fünften Lebensjahr gelebt hat, zurückgekehrt sein, er sich 

auch dorthin begeben und bei ihnen Unterschlupf finden könnte, 

dass somit weder die allgemeine Lage in Côte d'Ivoire noch individuelle 

Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen 

lassen,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 

Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der vom Beschwerdeführer am 5. Februar 2014 geleistete Kostenvor-

schuss in Höhe von Fr. 600.– zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-

wenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser 

 

 

Versand: 

  

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Seite 14