# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d5896a0-2bbb-5df9-8a70-4d6691e0496f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.11.2025 SH250022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SH250022_2025-11-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: SH250022-O/U/cwo

Präsidialverfügung vom 4. November 2025

in Sachen

A._____, 
Berufungsklägerin

gegen

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 
Berufungsbeklagte

betreffend Entschädigung Rechtsvertretung

Berufung gegen Dispositivziffer 12 des Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, 
II. Abteilung, vom 19. Februar 2025 (DG240012)

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Erwägungen:

1. Rechtsanwältin MLaw A._____ meldete mit Eingabe vom 28. Februar 2025 

namens der Privatklägerin B._____ innert gesetzlicher Frist Berufung gegen das 

Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 19. Februar 2025 an, mit der Bemerkung, 

dass sich die Berufung vorwiegend gegen die Prozessentschädigung (Ziffer 12 des 

vorinstanzlichen Urteils) richte (Urk. 75). Das begründete Urteil der Vorinstanz 

wurde ihr in der Folge am 1. Oktober 2025 zugestellt (Urk. 77). Die 

20-tägige Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung lief entsprechend bis zum 

21. Oktober 2025 (Art. 399 Abs. 3 StPO). Innert dieser Frist ging keine Eingabe der 

Privatklägervertreterin ein.

2. Die Berufungsanmeldung von Rechtsanwältin Herzig erfolgte im Namen ihrer 

Mandantin B._____, welche sie im Verfahren DG240012-D vor Vorinstanz als 

unentgeltliche Rechtsbeiständin vertrat. Gemäss Art. 138 Abs. 1 StPO i.V.m. 

Art. 135 Abs. 3 StPO kann die unentgeltliche Rechtsvertretung der Privatkläger-

schaft ihre Honorarentschädigung nur in eigenem Namen, nicht aber im Namen 

ihrer Klientschaft anfechten. Vorliegend fehlt es an einer Berufungsanmeldung von 

Rechtsanwältin A._____ in eigenem Namen. Mangels gültiger 

Berufungsanmeldung ist daher auf die Berufung in Anwendung von Art. 403 Abs. 1 

und Abs. 3 StPO durch die Verfahrensleitung (Art. 388 Abs. 2 StPO) nicht 

einzutreten (vgl. dazu BGer 6B_806/2024, 6B_867/2024 vom 7. Oktober 2025 

E. 2.3 ff.). Des Weiteren erfolgte innert Frist auch keine Berufungserklärung, 

weshalb auch aus diesem Grund auf die Berufung nicht einzutreten wäre. 

3. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel kommt 

einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Da der Entschädigungsentscheid 

nur durch die unentgeltliche Rechtsbeiständin angefochten werden kann, ist 

vorliegend Rechtsanwältin A._____ als unterliegend zu betrachten. Rechtsanwältin 

MLaw A._____ sind somit die Kosten für dieses Berufungsverfahren aufzuerlegen. 

Die Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 500.– festzusetzen.

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Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz)

1. Auf die Berufung der Berufungsklägerin vom 28. Februar 2025 wird nicht 

eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Berufungsklägerin 

auferlegt.

4. Schriftliche Mitteilung an

 die Berufungsklägerin
 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland

sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

 die Vorinstanz. 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes 

vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes.

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Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 4. November 2025

Der Präsident:

lic. iur. Ch. Prinz

Der Gerichtsschreiber:

MLaw F. Herren