# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33969a3c-c893-5ed8-abd2-46e994ac896d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 28.09.2021 S 2020 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2020-102_2021-09-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 102

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Audétat und Pedretti

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 28. September 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Rechtsabteilung, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1960, wohnhaft in B._____, war für die C._____ AG 

tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert, als er 

am 13. November 2018 mit dem Fahrrad stürzte. Er verletzte sich dabei 

am linken Knie, an der Lendenwirbelsäule (LWS), an der rechten Hüfte 

und erlitt oberflächliche Hautschürfungen. Die SUVA anerkannte ihre 

Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen 

(Taggeld und Heilbehandlung). Die Versicherungsleistungen für das linke 

Knie und die LWS wurden am 15. August 2019 durch die SUVA 

unbeanstandet per 30. April 2019 bzw. 13. Mai 2019 eingestellt.

2. Mit Verfügung vom 8. Juni 2020 stellte die SUVA die 

Versicherungsleistungen für die rechte Hüfte rückwirkend per 

25. Dezember 2018 ein, ohne aber die über diesen Zeitpunkt hinaus 

bereits erbrachten Versicherungsleistungen zurückzufordern.

3. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ am 23. Juni 2020 Einsprache, die 

mit Einspracheentscheid vom 6. August 2020 abgewiesen wurde.

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 

11. September 2020 (Poststempel) beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden Beschwerde. Er beantragte sinngemäss die Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids und die Ausrichtung der 

gesetzlichen Versicherungsleistungen über den verfügten Zeitpunkt 

hinaus. Der Beschwerdeführer monierte im Wesentlichen die 

rückwirkende Leistungseinstellung und die Aussage, dass seine hohen 

sportlichen Ambitionen schuld an seinen Beschwerden sein sollen, treibe 

er doch keinen Spitzensport, sondern einfach gern und gelenksschonend 

Sport, seine defekte Hüfte mit Arthrose habe ihn denn auch bis zum Unfall 

nie beeinträchtigt.

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5. In der Beschwerdeantwort vom 23. September 2020 schloss die SUVA 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf den 

Einspracheentscheid vom 6. August 2020 auf Abweisung der 

Beschwerde. Sie führte ergänzend an, dass der Beschwerdeführer selbst 

die kreisärztliche Beurteilung, wonach der Status quo sine spätestens 

nach sechs Wochen erreicht gewesen sei, nicht in Abrede stelle, sondern 

vielmehr bestätige, dass auch die ärztliche Zweitmeinung zum selben 

Ergebnis geführt habe. Der Beschwerdegegnerin obliege die Pflicht zur 

Leistungsüberprüfung. Sie habe mehrere Monate über die verfügte 

Leistungsterminierung hinaus Versicherungsleistungen erbracht, welche 

nun nicht zurückgefordert würden. Da keine Rückforderung der 

Versicherungsleistungen erfolge, sei die rückwirkende Terminierung 

rechtsprechungsgemäss nicht zu beanstanden. Der Kreisarzt habe die 

festgestellte Bursitis trochanterica lediglich "eher" den hohen sportlichen 

Aktivitäten des Versicherten zugeschrieben, ohne dies abschliessend zu 

beurteilen. Der Beschwerdeführer könne im Weiteren aus dem Umstand, 

dass ihn die Arthrose bis zum Unfall nicht beeinträchtigt habe, nichts zu 

seinen Gunsten ableiten. Diese Behauptung reiche beweisrechtlich nicht 

aus, um eine Unfallkausalität medizinisch-objektiv nachweisen zu können.

Auf die weiteren Ausführungen in den Beschwerdeschriften, den 

angefochtenen Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 6. August 2020. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann 

gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung 

Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben 

werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der 

Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt 

im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 

lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 

Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher 

Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und 61 ATSG).

2. Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin die aufgrund des Unfalls vom 

13. November 2018 erbrachten Leistungen betreffend die 

Hüftbeschwerden rechts am 8. Juni 2020 zu Recht rückwirkend per 

25. Dezember 2018 eingestellt hat.

3.1. Die Unfallversicherung erbringt gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG grundsätzlich 

Leistungen für Berufsunfälle, Nichtberufsunfälle und Berufskrankheiten. 

Sie erbringt Leistungen auch bei Körperschädigungen, sofern sie nicht 

vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Art. 6 

Abs. 2 UVG). Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 

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Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist der 

Versicherte infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat er 

Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 6 ATSG).

3.2. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen 

Schädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 

deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 

nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

gedacht werden kann. Entsprechend ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige 

oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 

dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der 

Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 

die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der freien Beweiswürdigung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 142 V 435 E.1, 129 V 177 E.3; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_269/2017 vom 13. September 2017 E.4.1).

3.3. Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate 

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Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 

und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 

wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitsschaden, wie er unmittelbar 

vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 

krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 

hätte (Status quo sine), erreicht ist. Mit dem Erreichen des Status quo sine 

vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden 

Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht 

wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 

UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die 

Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_781/2017 vom 21. September 2018 E.5.1, 

8C_715/2016 vom 6. März 2017 E.4.2 f. m.H.). Der vom Unfallversicherer 

zu beweisende Wegfall des Kausalzusammenhanges muss ebenfalls mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Status quo sine vel ante; 

vgl. BGE 146 V 51 E.5.1 und E.8.5; Urteile des Bundesgerichts 

8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3, 8C_689/2019 vom 9. März 2020 E.5.3, 

8C_421/2018 vom 28. August 2018 E.3.2 [dazu SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26], 

8C_17/2017 vom 4. April 2017 E.2.2, SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 

8C_331/2015 vom 21. August 2015 E.2.1.1, RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 

E.2). Dabei hat der Unfallversicherer indes nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Ursachen (Krankheit, 

Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen) ein nach wie vor 

geklagtes Leiden hat, ist an sich unerheblich. Entscheidend ist allein, ob 

die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_58/2017 vom 9. Juni 2017 E.6.3 m.w.H.; RKUV 1994 

Nr. U 206 S. 329 E.3b). Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den 

negativen Beweis erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr 

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vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_68/2020 vom 11. März 2020 E.3.2, 

8C_840/2019 vom 14. Februar 2020 E.3.2 m.H.; SVR 2008 UV Nr. 11 

S. 34 E.3.3 [U 290/06]; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_548/2019 

vom 10. Januar 2020 E.3.2, 8C_570/2014 vom 9. März 2015 E.6.2 und 

8C_17/2007 vom 4. April 2017 E.2.2).

3.4. Vorliegendenfalls kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 

ableiten mit dem Argument, er habe noch nie irgendwelche Probleme oder 

Beeinträchtigungen mit der rechten Hüfte gehabt. Dies kommt der 

unzulässigen Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" gleich, nach 

deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch 

den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 

119 V 335 E.2b/bb; Urteile des Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 

15. April 2021 E.4.2, 8C_331/2015 vom 21. August 2015 E.2.2.3.1). Es ist 

vorliegend überwiegend wahrscheinlich – und vom Beschwerdeführer 

unbestritten geblieben –, dass ein "stummer" (schmerzfreier) 

degenerativer Vorzustand vorgelegen hat, welcher durch den Unfall 

vorübergehend aktiviert wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_257/2017 vom 11. Mai 2017 E.3.1 und 3.2.3, 8C_1029/2012 vom 22. 

Mai 2013 E.3.2.2).

4. Gemäss Art. 61 lit. c ATSG stellt das kantonale Versicherungsgericht unter 

Mitwirkung der Parteien die für den Entscheid erheblichen Tatsachen fest; 

es erhebt die notwendigen Beweise und ist in der Beweiswürdigung frei. 

Der damit statuierte Untersuchungsgrundsatz zählt zu den wesentlichen 

Verfahrensvorschriften. Das Gericht hat dabei das gesamte 

Beweismaterial objektiv zu würdigen und bei sich widersprechenden 

medizinischen Berichten die Gründe anzugeben, warum es auf die eine 

oder andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E.2.2.2, 125 

V 351 E.3a). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. 

von dessen Wegfall ist in erster Linie mit den Angaben medizinischer 

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Fachpersonen zu führen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_80/2021 

vom 7. Juli 2021 E.2.2, 8C_331/2015 vom 21. August 2015 E.2.2.3.1). 

Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung 

(vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Nachfolgend sind deshalb die einzelnen im Recht 

liegenden medizinischen Berichte durch das Gericht zu würdigen.

5. Nach den Akten der Beschwerdegegnerin hat sich der Beschwerde- und 

Behandlungsverlauf wie folgt zugetragen:

5.1. Am 13. November 2018 erlitt der Beschwerdeführer einen 

Nichtberufsunfall, indem er in B._____ mit dem Fahrrad stürzte. Dabei 

erlitt er insbesondere an der rechten Hüfte eine Kontusion mit 

oberflächlicher Exkoriation (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1 

und 6).

5.2. Am 19. November 2018 stellte Dr. med. D._____, Radiologin am Spital 

E._____, bezüglich Becken/rechter Hüfte folgenden Befund fest: „Kein 

Nachweis einer ossären Läsion. Coxa vara bds. Offset-Störung bds., 

rechts mit anteriorem Bump. Bilaterale deutliche, annehmbar sekundäre, 

Coxarthrose mit verstärkter Sklerosierung acetabulär, exzentrische zentral 

betonte Gelenkspaltverschmälerung bds. und subchondrale 

Geröllzystenbildung femurseitig. Bds. Verkalkungen im Bereich des 

Labrums. Enthesitiden im Bereich beider Schambeinästeˮ (vgl. Bg-act. 7; 

siehe dazu auch Röntgenbild Dr. med. Niedermaier vom 23. Mai 2014 von 

Femur ap/seitl rechts mit Befund nach Fahrrad-Sturz auf Mallorca: "Keine 

frische ossäre Läsion. Anzunehmend beginnende 

Gelenksspaltverschmälerung in der Hüfte medial, whs. auf dem Boden 

einer Dysplasie, osteophytäre Anlagerungen am Pfannendach 

dorsolateral und Femurkopf medial. Im mittleren Femurbereich 

polyzyklische Verkalkung [vgl. Bg-act. 43 und 46]).

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5.3. Im Kurzbericht ambulant Chirurgie/Orthopädie vom 20. November 2018 

befundete Dr. med. F._____, Co-Chefarzt Chirurgie/Orthopädie, Spital 

E._____, an der rechten Hüfte eine ca. 2 x 2 cm messende Exkoriation mit 

beginnender Wundgranulation, ein grosses Hämatom über die gesamte 

Seite des äusseren Oberschenkels, isolierte Druckdolenz über Trochanter 

major, sowie Wirbelsäule und Becken indolent (vgl. Bg-act. 6).

5.4. Am 16. Januar 2019 stellte Dr. med. F._____ anamnestisch fest, in der 

rechten Hüfte bestünden keine Beschwerden mehr; er befundete keine 

Druckdolenzen und in der passiven Testung der Bewegungsumfänge 

sowie bei axialer Kompression keine Schmerzauslösung (vgl. Bg-act. 11).

5.5. Am 26. März 2019 stellte Dr. med. F._____ folgenden Befund: 

„Inspektorisch unauffällige Hüfte rechts bei bekannten 

Hautveränderungen nach Exkoriationen vom vergangenen August (recte: 

November). Keine Druckdolenz über dem Trochanter major, Druckdolenz 

unmittelbar dorsal davon sowie über der Glutealmuskulatur. Keine 

Druckdolenz entlang des Tractus iliotibialis. Das Gangbild ist hinkfreiˮ. Er 

plante ein MRI der Hüfte rechts zum Ausschluss einer Bursitis 

trochanterica rechts, welche eine Infiltration zur Diskussion stellen würde 

(vgl. Bg-act. 15).

5.6. Am 2. April 2019 schloss Dr. med. F._____ nach einem MRI der Hüfte 

rechts eine Bursitis trochanterica aus, ebenso eine Ansatztendinose der 

Glutealmuskulatur. Nachweisbar waren jedoch eine Bone bruise im 

Pfannendach sowie eine degenerative Labrum-Läsion hier sowie eine 

Offset-Störung rechts und eine Osteitis pubis links. Bei der 

Hüftgelenksuntersuchung liess sich ein femoroacetabuläres Impingement 

nicht auslösen. Es persistierte eine Druckdolenz dorsal des Trochanter 

major sowie im Seitenvergleich ein deutlicher positiver Lasègue-Test, 

hingegen keine Druckdolenz über der Symphyse (vgl. Bg-act. 16 und v.a. 

auch MRI-Bericht von Dr. med. D._____ vom 2. April 2019, wonach u.a. 

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eine ausgeprägte CAM-Deformierung rechts [Offset-Störung] mit 

sekundärer aktivierter Coxarthrose vorliegt [Bg-act. 21]).

5.7. Am 2. Juli 2019 untersuchte Dr. med. F._____ den Beschwerdeführer 

erneut, wobei der Befund praktisch identisch mit dem Vorbefund war und 

das Gangbild hinkfrei (vgl. Bg-act. 29). Da der Beschwerdeführer sich 

aufgrund der anhaltenden Schmerzen im Alltag erheblich eingeschränkt 

fühlte, führte Dr. med. F._____ am 4. Juli 2019 eine Infiltration über dem 

Trochanter major rechts durch (vgl. Bg-act. 30).

5.8. Der Kreisarzt med. pract. G._____, Facharzt für Chirurgie, stellte am 

31. Juli 2019 fest, dass die Hüfte rechts mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit schon vor dem Unfall in stummer oder manifester 

Weise durch ein angeborenes CAM-Impingement beeinträchtigt gewesen 

sei, und der Unfall nur vorübergehende Traumatisierungen o.g. 

Vorzustände i.S. vorübergehender Verschlimmerungen verursacht habe. 

Strukturelle Läsionen seien klinisch-radiologisch ausgeschlossen worden 

(vgl. Bg-act. 32).

5.9. Am 6. August 2019 befundete Dr. med. F._____ beim Beschwerdeführer 

erneut, was beschwerdegegnerischerseits mit "schwere Coxarthrosen 

beidseits bei angeb. CAM-Impingement beidseits" kommentiert wurde. 

Gleichentags erfolgte eine erneute Infiltration der Hüfte rechts durch Dr. 

med. H._____, Oberarzt Orthopädie E._____ (vgl. Bg-act. 33 und 34).

5.10. Am 19. August 2019 stellte der Kreisarzt med. pract. G._____ fest, der 

behandelnde Arzt Dr. med. F._____ beschreibe eine rechtsseitige 

Coxarthrose, die beim Unfall vorübergehend traumatisiert worden sei. 

Nach drei Monaten sei der Status quo sine erreicht worden und die 

Beschwerden seien Teil der symptomatischen Coxarthrose (vgl. Bg-act. 

41 S. 2).

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5.11. Der Kreisarzt Dr. med. I._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, beurteilte die Beschwerden des 

Beschwerdeführers am Hüftgelenk am 29. August 2019 bzw. 

4. September 2019 aufgrund der Aktenvorlage wie folgt: Der 

Beschwerdeführer habe sich beim Fahrradsturz im November 2018 eine 

Prellung des rechten Hüftgelenkes mit oberflächlicher Hautverletzung 

zugezogen. Die Hautverletzung sei unter konservativer Therapie 

abgeheilt. Es seien Beschwerden im Bereich des rechten Hüftgelenkes 

verblieben. Radiologisch sei eine geringe Bursitis trochanterica festgestellt 

worden, anfänglich mit einer Hämatombildung. Zudem habe man ein 

CAM-Impingement am rechten Hüftgelenk mit bereits deutlicher 

Coxarthrose und degenerativen Veränderungen des Labrums identifiziert. 

Die Folgen der Hüftprellung seien zweifelsfrei als unfallkausal einzustufen. 

[…] Die später festgestellte Bursitis trochanterica könne ab der vierten bis 

sechsten Woche nach dem Ereignis nicht mehr als unfallkausal betrachtet 

werden, sondern sei eher den hohen sportlichen Aktivitäten des 

Versicherten zuzuschreiben. Die mittels MRI festgestellten 

Veränderungen am Hüftgelenk seien eindeutig als Degeneration 

einzustufen. Neben coxarthrotischen Veränderungen des Hüftgelenkes 

selber bestehe auch eine Veränderung des Pfannenrandes mit 

Osteophytenbildung, CAM-Impingement und Labrumdegeneration. Die 

Gesundheit des Versicherten an der rechten Hüfte sei überwiegend 

wahrscheinlich schon vor dem Unfall in stummer oder manifester Weise 

beeinträchtigt gewesen aufgrund der Coxarthrose rechts mit Labrum-

Degeneration und CAM-Impingement. Richtunggebende strukturelle 

Unfallfolgen seien am rechten Hüftgelenk nicht festgestellt worden. 

Unfallursächlich sei eine Kontusion des rechten Hüftgelenkes 

möglicherweise mit temporärer Bursitis trochanterica gewesen. Die 

Hüftgelenkkontusion sei als vorübergehende Traumatisierung zu werten 

und der Vorzustand sei innerhalb von 4–6 Wochen nach dem Ereignis 

erreicht gewesen (vgl. Bg-act. 48 S. 2).

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5.12. Die Verlaufskontrolle vom 24. September 2019 durch Dr. med. H._____ 

zeigte einen identischen Befund zum Vorbefund (vgl. Bg-act. 52).

5.13. Mit formlosem Schreiben vom 19. September 2019 stellte die 

Beschwerdegegnerin die Leistungen bezüglich der rechten Hüfte 

rückwirkend per 25. Dezember 2018 ein und hielt mit Verfügung vom 

8. Juni 2020 daran fest (vgl. Bg-act. 53 und 59). Mit Einspracheentscheid 

vom 6. August 2020 wies sie schliesslich die dagegen erhobene 

Einsprache ab (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.]1, Bg-act. 65).

6.1. Aus den Akten erweist sich der medizinische und therapeutische 

Sachverhalt im Zeitraum von November 2018 bis September 2019 als 

orthopädisch und radiologisch genügend abgeklärt, so dass es keiner 

weiteren Abklärungen bedarf. Die orthopädischen und radiologischen 

Berichte der behandelnden Ärztin und Ärzte im Zeitraum von November 

2018 bis September 2019 äussern sich nicht zur Unfallkausalität. Der 

Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. I._____, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 29. August 

2019 resp. 4. September 2019, wonach die Gesundheit des Versicherten 

an der rechten Hüfte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit schon vor dem 

Unfall in stummer oder manifester Weise aufgrund der Coxarthrose rechts 

mit Labrum-Degeneration und CAM-Impingement beeinträchtigt war und 

keine richtunggebenden strukturellen Unfallfolgen am rechten Hüftgelenk 

festgestellt wurden, kann gefolgt werden (vgl. Bg-act. 48). Unfallursächlich 

war somit eine Kontusion des rechten Hüftgelenkes möglicherweise mit 

temporärer Bursitis trochanterica des rechten Hüftgelenks mit 

oberflächlicher Hautverletzung, welche aber als vorübergehende 

Traumatisierung nach vier bis sechs Wochen abgeklungen war, so dass 

der Vorzustand innerhalb von vier bis sechs Wochen nach dem Ereignis 

erreicht war. Die im MRI festgestellten Veränderungen am Hüftgelenk sind 

damit eindeutig als Degeneration einzustufen (vgl. Bg-act. 48 S. 2). Der 

kreisärztlichen Beurteilung kommt voller Beweiswert zu, weil sie aufgrund 

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der gesamten Aktenlage als schlüssig erscheint, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei ist und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b/ee m.H.). Bestünden 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ihrer 

Feststellung, so wären weitere Abklärungen notwendig, was verneint 

werden kann (vgl. BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_131/2021 vom 2. August 2021 E.3.2 m.w.H.). Auf 

Aktenberichte – wie diejenigen der Kreisärzte med. pract. G._____ und Dr. 

med. I._____ – kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund 

vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an 

sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_646/2019 vom 6. März 2020 E.4.3), mithin die direkte 

ärztliche Befassung mit dem Versicherten in den Hintergrund rückt (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3), was 

vorliegend unbestrittenermassen der Fall ist.

6.2. Es liegen keine anderslautenden ärztlichen Einschätzungen bei den 

Akten. Der Beschwerdeführer selbst stellt die Einschätzung des 

beschwerdegegnerischen Arztes explizit nicht in Frage, wonach die 

unfallbedingten Beschwerden nach maximal zwei Monaten so gut wie 

abgeklungen gewesen seien (siehe Beschwerde vom 11. September 

2020, S. 1). Insbesondere habe auch eine Zweitmeinung, die er eingeholt 

habe, die Beurteilung des Kreisarztes bestätigt. Für den 

Beschwerdeführer "mögen die schriftlichen Beurteilungen des SUVA-

Arztes medizinisch stimmen", er weist hingegen die Aussage, wonach 

seine hohen sportlichen Ambitionen daran schuld sein sollten, 

entschieden zurück. Hierzu ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, 

dass der Kreisarzt die Bursitis trochanterica "eher" den hohen sportlichen 

Aktivitäten des Beschwerdeführers zuschrieb, ohne dies aber 

abschliessend zu beurteilen. Dies ist nicht zu beanstanden, ist doch die 

Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet, unfallfremde Ursachen zu 

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beweisen bzw. nach den Ursachen (Krankheit, Geburtsgebrechen oder 

degenerative Veränderungen) eines nach wie vor geklagten Leidens zu 

suchen. Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis 

erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die 

versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, 

ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale 

Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. In casu ist davon 

auszugehen, dass keine unfallbedingte strukturelle Schädigung der 

rechten Hüfte vorliegt. So anerkennt der Beschwerdeführer nicht nur 

selbst die medizinische Stichhaltigkeit der kreisärztlichen Beurteilung und 

damit den Wegfall der unfallbedingten Ursachen seiner Hüftbeschwerden, 

sondern es sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, die daran zweifeln 

liessen.

6.3. Gegen die rückwirkende Leistungseinstellung von Taggeldern und 

Heilbehandlung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung – 

entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – nichts einzuwenden, kann 

der Versicherungsträger die vorübergehenden Leistungen – und dazu 

gehören Taggelder und Heilbehandlung – doch ohne Berufung auf einen 

Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund "ex nunc et pro futuro" einstellen, 

etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes 

Ereignis vor (vgl. BGE 130 V 380 E.2.3.1), oder der 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem 

leistungsbegründenden Gesundheitsschaden sei dahingefallen. Eine 

solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der 

Unfallversicherer keine Leistungen zurückfordern will (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_270/2020 vom 1. September 2020 E.3.1, 8C_22/2019 

vom 24. September 2019 E.3, nicht publ. in BGE 146 V 51; 8C_487/2017 

vom 9. November 2017 E.3.3.1 mit Verweis auf BGE 133 V 57 E.6.8).

6.4. Es ist somit rechtskonform, dass die Beschwerdegegnerin am 8. Juni 2020 

die Einstellung der Versicherungsleistungen betreffend die 

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Hüftbeschwerden des Beschwerdeführers per 25. Dezember 2018 

verfügte und dies mit Einspracheentscheid vom 6. August 2020 bestätigte. 

Der Einspracheentscheid ist somit nicht zu beanstanden, was zur 

Abweisung der Beschwerde vom 11. September 2020 führt.

7. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 82a ATSG ist das Verfahren – 

vorbehältlich der mutwilligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für 

die Parteien kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden. 

Ein Parteikostenersatz wird der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht 

zugesprochen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]