# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba1b1924-497b-5141-b613-4dbb83af300f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.06.2010 D-85/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-85-2008_2010-06-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-85/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  J u n i  2 0 1 0  

Richter Fulvio Haefeli, 
Richterin Muriel Beck Kadima, 
Richterin Claudia Cotting-Schalch
Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy.

A._______, geboren _______, Türkei,
vertreten durch Edith Hofmann, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 30. 
November 2007 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-85/2008

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer stellte am 18. Juli  2006 im Flughafen (...)  ein 
Asylgesuch. Am 20. Juli  2006  wurde  der  Beschwerdeführer  von der 
Flughafenpolizei  (...)  zu  seinen  Personalien  und  dem  Reiseweg 
befragt. Eine Anhörung zu den Asylgründen erfolgte am 24. Juli 2006 
durch  das  BFM.  Am  26.  Juli  2006  bewilligte  das  BFM  dem 
Beschwerdeführer  die  Einreise  in  die  Schweiz  zur  Prüfung  seines 
Asylgesuchs. Am 4. August  2006  fand in  B._______ die  Empfangs-
zentrumsbefragung  statt,  und  am  28.  September  2006  erfolgte  die 
Anhörung  zu  den  Asylgründen  durch  [die  zuständige  kantonale 
Behörde]. 

Anlässlich der Anhörungen machte der Beschwerdeführer im Wesent-
lichen  geltend,  er  sei  Alevite  und  habe  sich  wiederholt  im  Kultur-
zentrum YCKM im Stadtteil C._______ von D._______ aufgehalten. Als 
er  Mitte  Mai  2005  das  Zentrum  verlassen  habe,  sei  er  von  Zivil-
beamten in  einem Auto mitgenommen worden. Sie hätten ihm seine 
Augen verbunden und ihn zu einem unbekannten Ort  gebracht. Dort 
sei  er  misshandelt  und  gefragt  worden,  warum  er  das  betreffende 
Zentrum besuche. Am folgenden Tag sei er  nach D._______ zurück-
gefahren und dort wieder freigelassen worden. Am Abend des 18. Juni 
2005 sei er auf dieselbe Weise erneut entführt,  misshandelt  und am 
folgenden Morgen wieder freigelassen worden. Im Februar 2006 sei er 
zu Hause von der Polizei gesucht worden. Daher sei er in der Folge 
ausgereist. Auch nach seiner Ausreise sei er zuhause mehrmals von 
der Polizei gesucht worden, wie er telefonisch von seiner Frau erfahren 
habe. 

Der  Beschwerdeführer  reichte  zum Beleg seiner  geltend  gemachten 
Verfolgung  die  Kopie  einer  Anklageschrift  des  Gerichts  für  schwere 
Strafsachen D._______ zu den Akten, wonach er und E._______, ein 
Bekannter  von  ihm, Angehöriger  einer  Terrororganisation  sei  und 
Publikationen  verteilt  habe,  weshalb  er  landesweit  gesucht  werde. 
Dieses Dokument wurde vom BFM einer Echtheitsanalyse unterzogen, 
wobei  das  BFM  zum  Schluss  kam,  es  handle  sich  bei  dem  ein-
gereichten Dokument um eine Fälschung und dies ergebe sich unter 
anderem aufgrund von Unstimmigkeiten bezüglich  der  ausstellenden 
Behörde,  der  unterzeichnenden  Personen,  der  Stempeleinträge,  der 
Verfahrensnummer und der Datierung. Am 14. November 2007 wurde 

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dem  Beschwerdeführer  zum  Analyseergebnis  das  rechtliche  Gehör 
gewährt. Eine Stellungnahme erfolgte mit Eingabe vom 24. November 
2007,  wobei  der  Beschwerdeführer wiederholte,  das  Dokument  über 
seinen  Cousin  erhalten  zu  haben,  welcher  es  vom  Vater  von 
E._______, bekommen  haben  wolle,  der  es  vermutlich  vom 
Familienanwalt  in  Empfang  genommen habe. Der  Beschwerdeführer 
wisse nicht, ob das Dokument echt oder falsch sei. Jedenfalls habe er 
nicht  wissentlich  ein  falsches  Dokument  eingereicht.  Falls  das 
Dokument falsch sein sollte, entschuldige er sich dafür. Ausdrücklich 
halte er daran fest, dass er nichts für das Dokument bezahlt habe.

B.
Mit  Verfügung  vom 30.  November  2007  –  eröffnet  am 4. Dezember 
2007 -  stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  nicht,  und  lehnte  das  Asylgesuch  ab.  Gleichzeitig 
verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug.

C.
Mit  Beschwerde  vom  3.  Januar  2008  liess  der  Beschwerdeführer 
folgendes beantragen:

"1.  Wir  ersuchen  um  Begründung  der  Ablehnung  als  Flüchtling  im 
Sinne  von  Art.  33  EMRK,  Art.  3  AsylG.  und  ANAG  Art.  17.  (Non 
refoulement) durch die Vorinstanz

2.  Der  Entscheid  sei  allenfalls  zur  Begründung  der  Ablehnung  der 
Flüchtlingseigenschaft an die Vorinstanz zurückzuweisen

3. Der Entscheid vom BFF betreffend Asyl vom 30. November 2007 sei  
aufzuheben  und  dem Beschwerdeführer  sei  Asyl  in  der  Schweiz  zu 
gewähren.

4.  Im  Falle  der  Bestätigung  des  negativen  Asylentscheids,  sei  der 
Entscheid des BFF betreffen die Wegweisung zu überprüfen. Es sei 
festzustellen,  dass jetzt  und in  naher  Zukunft  eine Wegweisung des 
Gesuchstellers weder zulässig noch zumutbar ist (Art. 5 Abs. 1 AsylG. 
Art.  14a  Abs. 1  ANAG),  und  gegen  Art.  2  und  3  EMRK verstossen 
würde, weshalb die Wegweisung zu sistieren ist.
Dem Beschwerdeführer sei im Falle einer neuerlichen Abweisung des 
Asylgesuchs, die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

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5. Dem Beschwerdeführer,  der  noch keine Arbeit  gefunden hat,  und 
dessen Beschwerde nicht zum vornherein aussichtslos ist, sei die Be-
zahlung  des  Kostenvorschusses  sowie  der  Verfahrenskosten  zu  er-
lassen."

D.
Mit  Zwischenverfügung  vom  9.  Januar  2008  wies  der  zuständige 
Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  die  Gesuche  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021)  sowie um Verzicht  auf  die Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  ab  und  setzte  Frist  zur  Leistung  eines 
Kostenvorschusses  von  Fr.  600.--.  Dieser  wurde  vom  Beschwerde-
führer am 22. Januar 2008 einbezahlt.

E.
Mit  Vernehmlassung  vom  7.  März  2008  hielt  das  BFM  an  der  Ab-
weisung der Beschwerde fest. Diese wurde dem Beschwerdeführer zur 
Kenntnis ohne Replikrecht zugestellt.

F.
Mit  Eingabe  vom 8.  Mai  2008  liess  der  Beschwerdeführer ein  Arzt-
zeugnis  vom  28.  April  2008,  ein  ärztliches  Überweisungsschreiben 
vom  1.  Februar  2008  sowie  ein  Urteil  [eines  deutschen 
Verwaltungsgerichts],  einen  Cousin  des  Beschwerdeführers 
betreffend, einreichen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM 
gehört  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG und  ist  daher  eine  Vor-
instanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  Ausnahme,  was  das 
Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesver-
waltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der  vor-

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liegenden  Beschwerde und  entscheidet  in  diesem Bereich  endgültig 
(Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]). Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrens-
recht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG). 

1.2 Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  un-
richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

2.
Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht;  der  Be-
schwerdeführer  ist  legitimiert  (Art. 6  AsylG i.V.m.  Art. 48,  50 und 52 
VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.

3.

3.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt 
wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu 
einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer  politischen An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

4.

4.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab, da 
seine  Vorbringen  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss 

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Art.  7  AsylG  nicht  zu  genügen  vermöchten.  Bei  der  in  Kopie  ein-
gereichten  Anklageschrift  des  Gerichts  für  schwere  Strafsachen 
D._______,  wonach der  Beschwerdeführer  Angehöriger  einer  Terror-
organisation sei und Publikationen verteilt habe, weshalb er landesweit 
gesucht werde, handle es sich um eine Fälschung. Zudem seien die 
Vorbringen mit Unstimmigkeiten behaftet. Schliesslich sei nicht nach-
vollziehbar,  weshalb  er  wegen  des  Engagements  im  Kulturverein, 
welcher  gemäss  Angabe  des  Beschwerdeführers  legal  sei,  verfolgt 
werden solle.

4.2 In  der  Rechtsmitteleingabe  wird  vorweg  gerügt,  das  BFM  habe 
den  Sachverhalt  unrichtig  und  unvollständig  festgestellt.  Allein  auf-
grund  der  Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer ein  gefälschtes 
Dokument  eingereicht  habe,  was  zudem  von  der  Rechtsvertreterin 
richtig  gestellt  worden  sei,  sei  die  Vorinstanz  nicht  befugt,  ohne 
Prüfung  der  Foltervorwürfe  gemäss  Art.  3  AsylG  die  Vorbringen  als 
unglaubwürdig  gemäss  Art.  7  AsylG  zu  beurteilen  und  abzulehnen. 
Ausserdem habe die Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers keine 
Einladung  zur  Teilnahme  an  der  kantonalen  Anhörung  des  Be-
schwerdeführers  erhalten.  Bei  der  Abfassung  des  Protokolls  dieser 
Anhörung,  bei  der  auch  kein  Hilfswerkvertreter  anwesend  gewesen 
sei, sei es zu Unsorgfältigkeiten gekommen. So liege die Kopie eines 
niederländischen  und  nicht  eines  dänischen  Reisepasses  der 
Schwester  des  Beschwerdeführers  vor  und  die  abgegebenen  Fotos 
der  Folterspuren  seien  auf  Seite  2  des  beanstandeten  Protokolles, 
nicht  aber  im Verzeichnis  der  Beilagen am Ende der  Anhörung auf -
geführt. Diese Unsorgfältigkeiten hätte ein Hilfswerkvertreter oder eine 
Rechtsvertretung wahrscheinlich korrigieren können.

4.3

4.3.1 Gemäss Aktenlage wurde die entsprechende Vollmacht für  die 
Rechtsvertreterin  am 17. Juli  2006 ausgestellt.  Mit  Fax vom 18. Juli 
2006 wurde sie zur  Anhörung durch die Flughafenpolizei vom 20. Juli 
2006 eingeladen. Am 24. Juli 2006 fand die Anhörung durch das BFM 
statt,  bei  der  die  Rechtsvertreterin  ebenfalls  anwesend  war  (vgl. 
A13/29, A14/10 sowie A20/54). Zur Befragung vom 4. August 2006 im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum B._______ wurde  sie  mit  Telefax 
vom 3. August 2006 eingeladen. Sie verzichtete jedoch auf eine Teil-
nahme, mit der Begründung, sie sei bereits am Flughafen bei den Be-
fragungen anwesend gewesen (vgl. A23/1). 

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4.3.2 Gemäss  Art.  11  Abs.  3  VwVG  macht  die  Behörde  ihre  Mit-
teilungen  an  den  Vertreter,  solange  die  Partei  die  Vollmacht  nicht 
widerruft. Dies bedeutet, dass der Verkehr zwischen der Behörde und 
der  Partei  grundsätzlich  über  deren  Vertreter  stattfindet.  Die  Be-
stimmung  dient  im  Interesse  der  Rechtssicherheit  dazu,  allfällige 
Zweifel darüber zum vornherein zu beseitigen, ob die Mitteilungen an 
die Partei selber oder an ihren Vertreter zu erfolgen haben, sowie um 
klarzustellen,  welches  die  für  einen  Fristenlauf  massgebenden  Mit-
teilungen sein sollen (vgl. BGE 99 V 177 S. 182). Laut Art. 38 VwVG 
darf  einer Partei  aus einer mangelhaften Eröffnung kein Nachteil  er-
wachsen. Andere Folgen sind an die mangelhafte Eröffnung nicht ge-
knüpft. So lässt  insbesondere die Zustellung einer Verfügung an die 
Partei selber statt an ihren Vertreter die Verfügung nicht nichtig werden 
(vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.35.2000  vom 10.  Februar  2000). 
Auch  gemäss  Praxis  der  ehemaligen  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission  [ARK],  die  vom Bundesverwaltungsgericht  weitergeführt 
wird, berührt eine mangelhafte Eröffnung die Gültigkeit der Verfügung 
nicht,  macht  sie  aber  anfechtbar  (vgl.  Entscheidungen  und  Mit-
teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 
Nr. 3 E.4). 

4.3.3 Die  Rechtsvertreterin  war  bei  der  kantonalen  Anhörung  nicht 
anwesend. In  diesem Zusammenhang fällt  jedoch auf,  dass  der  Be-
schwerdeführer  es  unterliess,  zu  Beginn  der  Anhörung  auf  das  be-
stehende Vertretungsverhältnis hinzuweisen, und auf entsprechenden 
Vorhalt hin sogar erklärte, nicht vertreten zu sein (vgl. A39/ S. 6). Im 
Weiteren  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Rechtsvertreterin  nicht 
bereits  in  ihrer  Stellungnahme  vom  24.  November  2007  eine  ent -
sprechende Rüge erhoben,  sondern  lediglich  erklärt  hat,  sie  sei  bei 
der  kantonalen  Anhörung  nicht  anwesend  gewesen,  weil  sie  sich 
vermutlich in den Ferien befunden habe (vgl. A45/S. 2). Somit haben 
weder  der  Beschwerdeführer  noch  die  Rechtsvertreterin  der  An-
wesenheit  eines  Rechtsbeistandes bei  der  kantonalen Anhörung ein 
besonderes  Gewicht  beigemessen,  weshalb  davon  auszugehen  ist, 
dass dem Beschwerdeführer aus dem festgestellten Eröffnungsmangel 
kein rechtlich relevanter Nachteil entstanden ist. 

4.3.4 Mit  ihrem  Grundsatzurteil  EMARK  1996 Nr.  13  hat  die  ARK 
festgehalten, dass die Anwesenheit  eines Hilfswerkvertreters bei  der 
Anhörung keine aus dem Anspruch auf  rechtliches Gehör fliessende 
Regel  darstelle  und deren Verletzung nicht  zwingend die  Aufhebung 

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der angefochtenen Verfügung zur Folge habe. Es müsse dabei von der 
Beschwerdeinstanz aufgrund der gesamten Umstände des konkreten 
Falles  beurteilt  werden,  ob  der  Verfahrensmangel  von  wesentlicher 
Bedeutung gewesen sei (vgl. EMARK 1996 Nr. 13 E. 4.c f.). Seit dem 
Inkrafttreten des Asylgesetzes vom 28. Juni 1998 haben die Behörden 
gemäss Art. 30 Abs. 3 AsylG den Hilfswerken die Anhörungstermine 
rechtzeitig mitzuteilen (vgl. Art. 30 Abs. 3 erster Satz AsylG). Leistet  
die Vertretung der Hilfswerke der Einladung keine Folge, so entfalten 
die  Anhörungen  gleichwohl  volle  Rechtswirkung  (vgl.  Art  30  Abs.  3 
zweiter  Satz  AsylG).  Zu  Beginn  der  kantonalen  Anhörung  vom  28. 
September  2006  erklärte  sich  der  Beschwerdeführer  ausdrücklich 
damit einverstanden, dass die Anhörung ohne den Hilfswerkvertreter 
(...)  durchgeführt  werde  (vgl.  A39/  S.  1).  Dies  nachdem  [der 
Hilfswerkvertreter],  trotz  entsprechendem  Aufgebot  der  kantonalen 
Behörde,  nicht,  wie  vereinbart,  für  die  um  9.00  Uhr  anberaumte 
Anhörung erschienen war (vgl. ebd.). Auch ist dem Anhörungsprotokoll 
des Kantons, ausser den beiden vom  Beschwerdeführer angeführten 
Unsorgfältigkeiten (vgl. E.4.2), nichts zu entnehmen, das auf eine mit 
Mängeln behaftete oder nicht objektive Befragung hindeuten würde.

4.3.5 Sodann wird gerügt, das BFM habe die Begründungspflicht ver-
letzt, indem es seinen negativen Entscheid im Wesentlichen lediglich 
auf  ein  gefälschtes  Dokument  abgestützt,  sich  aber  nicht  mit  den 
Foltervorwürfen auseinandergesetzt habe. Die Begründungspflicht folgt 
unmittelbar  aus  Art.  29  Abs.  2  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
und Art. 35 Abs. 1 VwVG (vgl. EMARK 2004 Nr. 38 E. 6.3. S. 264). Die 
verfügende Behörde hat die Überlegungen zu nennen, von denen sie 
sich  leiten  liess  und  auf  die  sich  der  Entscheid  stützt.  Die  Be-
gründungspflicht  ist  ein  Element  rationaler  und  transparenter  Ent-
scheidfindung und dient nicht zuletzt auch der Selbstkontrolle der Be-
hörden.  Entsprechend  bildet  eine  hinreichende  Begründung  die 
Grundlage für eine sachgerechte Anfechtung der Verfügung durch die 
Betroffenen  und  stellt  gleichzeitig  eine  unabdingbare  Voraussetzung 
für die Beurteilung ihrer Rechtmässigkeit durch die Beschwerdeinstanz 
dar  (vgl.  EMARK 1995  Nr. 12  E. 12c  S. 114  f.;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des 
Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 119, Rz. 325 und S. 128, Rz. 354 f.).  
In casu gibt aber die Begründung in der angefochtenen Verfügung in 
rechtsgenüglicher  Weise  Aufschluss  darüber,  aus  welchen  Gründen 
das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers abgelehnt hat, was 

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sich  nicht  zuletzt  auch  daraus  ersehen  lässt,  dass  der 
Beschwerdeführer  die  Verfügung  sachgerecht  anfechten  konnte.  Die 
Frage,  ob  sich  das  BFM  damit  begnügen  durfte,  die  Verfügung  im 
Wesentlichen auf  die  Verwendung einer  Falschurkunde abzustützen, 
ohne sich  zu den eingereichten  zwei  Fotografien  zu äussern,  ist  zu 
bejahen.  Einerseits  ist  die  Begründung  in  der  angefochtenen 
Verfügung nachvollzieh- und damit sachgerecht anfechtbar  - was noch 
nichts über die Stimmigkeit der Begründung aussagt - anderseits sind 
auf den eingereichten Fotografien nur zwei Beine erkennbar, die aber 
weder  zwingend  dem Beschwerdeführer  zugeordnet  werden  können 
noch  für  sich  allein  eindeutig  auf  Folterspuren  hinweisen.  Kommt 
hinzu,  dass  im  Rahmen  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  kein 
ärztlicher  Bericht  zum  Beleg  der  Folter  eingereicht  wurde.  Folglich 
konnte das BFM in der angefochtenen Verfügung davon absehen, sich 
dazu zu  äussern. Die  erhobene Rüge ist  daher  als  unbegründet  zu 
bezeichnen.  Es  besteht  daher  keine  Veranlassung,  die  Sache  zur 
neuen Begründung an das BFM zurückzuweisen.

5.

5.1 Aus der  Rechtsmitteleingabe  ergibt  sich  des  Weiteren  als  Rüge 
die  Verletzung  von  Bundesrecht,  indem  zu  Unrecht  auf  Unglaub-
haftigkeit der Vorbringen geschlossen worden sei. 

Bei der Beurteilung, ob die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht 
ist, geht es um eine Gesamtwürdigung aller Sachverhaltselemente, die 
für oder gegen die asylsuchende Person sprechen (vgl. EMARK 1996 
Nr.  28  E. 3a  S.  270).  Für  die  Glaubhaftigkeit  der  Fluchtvorbringen 
sprechen  insbesondere:  Übereinstimmung  zwischen  den  ver-
schiedenen Befragungen mit den Beweismitteln und Indizien sowie mit  
der  allgemeinen  Lage  im  Heimatgebiet,  (Vereinbarkeit  mit  dem 
dortigen  Verfolgungsmuster  etc.),  Kohärenz,  Substanziiertheit, 
Plausibilität,  Schlüssigkeit,  Korrektheit  und  Originalität  der  Angaben, 
persönliche Glaubwürdigkeit  und Offenheit  (vgl.  WALTER STÖCKLI, Asyl, 
in:  PETER UEBERSAX/PETER.  MÜNCH/THOMAS GEISER/MARTIN ARNOLD {Hrsg.}, 
Ausländerrecht,  Handbücher  für  die  Anwaltspraxis,  Band  VIII,  Basel 
u.a.  2002,  S.  365,  Rz.  8.126).  Glaubhaft  ist  eine  Sachverhaltsdar-
stellung  dann,  wenn  die  positiven  Elemente  überwiegen.  Für  die 
Glaubhaftmachung reicht  es  deshalb  nicht  aus,  wenn der  Inhalt  der 
Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspekte 
wesentliche  und  überwiegende  Umstände  gegen  die  vorgebrachte 

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Sachverhaltsdarstellung sprechen (vgl. EMARK 1996 Nr. 28 E. 3a S. 
270). 

5.2 Das BFM hält in der angefochtenen Verfügung unter anderem fest, 
der  Beschwerdeführer  habe  als  Beweismittel  eine  undatierte  An-
klageschrift des Gerichts für schwere Strafsachen D._______ in Kopie 
eingereicht.  Demnach  werde  er  landesweit  gesucht,  weil  er  An-
gehöriger einer Terrororganisation sei und Publikationen verteilt habe. 
Das  BFM  habe  diese  Anklageschrift  einer  amtsinternen  Prüfung 
unterzogen  und  als  Fälschung  anerkannt.  Die  Rechtsvertreterin  des 
Beschwerdeführers  habe  in  dem  ihr  gewährten  rechtlichen  Gehör 
(A45)  im  Wesentlichen  die  Vorbringen  ihres  Mandanten  wiederholt, 
womit  sie  die  bestehenden  Unstimmigkeiten  nicht  habe  auflösen 
können. Vor diesem Hintergrund sei nur kurz darauf hinzuweisen, dass 
die  im  Verlauf  des  Asylverfahrens  abgegeben  Darstellung  des  Be-
schwerdeführers mit Unstimmigkeiten einhergehe. Die Vorbringen des 
Beschwerdeführers seien nicht hinreichend begründet und vermittelten 
den Eindruck, er habe das Geschilderte nicht selbst erlebt. So habe er 
im Verlauf des Asylverfahrens zuerst zu Protokoll gegeben, er sei von 
etwa vier oder fünf Personen entführt worden (A 14/ S. 10), um dann 
im  weiteren  Verlauf  des  Verfahrens  von  vier  Männern  zu  sprechen 
(A39/  S.  20).  Der  Beschwerdeführer  habe  ausserdem  erklärt,  der 
Kulturverein für  den er sich engagiert  habe, sei  legal  gewesen (vgl.  
A39/ S. 11). Vor diesem Hintergrund sei nicht nachvollziehbar,  wes-
halb er deswegen verfolgt worden sein wolle. 

5.3 Entgegen  den  anderslautenden  Ausführungen  des  BFM  in  der 
angefochtenen Verfügung, erachtet das Bundesverwaltungsgericht die 
Vorbringen des Beschwerdeführers anlässlich der Befragung vom 24. 
Juli  2006 im Flughafen (...)  sowie der kantonalen Anhörung vom 28. 
September  2006  nicht  als  unglaubhaft.  Der  Beschwerdeführer  hat 
vielmehr  ohne Übertreibung und mit  der  Präzision eines  Menschen, 
der  die  geltend  gemachten  Behelligungen  selbst  erlebt  hat,  sehr 
überzeugend  dargelegt,  unter  welchen  Umständen,  aus  welchen 
Gründen und in welcher Art und Weise er von den Sicherheitskräften 
in Zivil festgenommen worden ist, und wie er anschliessend an einen 
ihm unbekannten Ort in den Keller eines Gebäudes gebracht hat, wo 
man ihn misshandelt  hat. Die auf Beschwerdeebene medizinisch be-
legte  posttraumatische Belastungsstörung  bildet nach dem Gesagten 
in  casu  ein  Indiz,  welche  die  Glaubhaftigkeit  der  oben  erwähnten 
Misshandlungen erhärtet. Als weiteres Glaubhaftigkeitslement ist auch 

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das  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  werten,  wonach  er  das 
Kulturzentrum  des  YCKM nicht  aus  politischen  Gründen  aufgesucht 
habe, sondern um dort einen Musikkurs zu besuchen (vgl. A39/ S. 7). 
Gerade der Verzicht des Beschwerdeführers auf das Geltendmachen 
einer politischen Motivation lässt in diesem Punkt seine Aussage als 
individuell  gefärbt  und  damit  als  glaubhaft  erscheinen:  Der  Be-
schwerdeführer spielt gemäss eigenen Aussagen das Musikinstrument 
Saz und wollte seine diesbezüglichen Kenntnisse in einem Kurs ver-
tiefen.  Die  Beziehung  des  Beschwerdeführers  zur  TKP  (ML)-TIKKO 
beschränkte  sich  somit  darauf,  diese  als  Sympathisant  zu  unter-
stützen.  Es  ist  bekannt,  dass  Kulturzentren  in  der  Türkei  oft  dazu 
dienen,  illegale  politische  Aktivitäten  zu  verdecken.  Vor  diesem 
Hintergrund  ist  es  nicht  als  unglaubhaft  einzustufen,  dass  die 
türkischen Behörden eine Person, von der sie wissen, dass sie häufig 
das Kulturzentrum aufsucht, nach dem Zufallsprinzip festnehmen, um 
diese einzuschüchtern und um allenfalls von ihr gewisse Informationen 
über die wirklichen Aktivitäten des YCKM zu erpressen. Demzufolge ist  
nicht  auszuschliessen,  dass  die  türkischen  Behörden  den  Be-
schwerdeführer zu Unrecht verdächtigt haben, er betreibe als häufiger 
Besucher des Kulturzentrums subversive und dem türkischen Regime 
gegenüber feindliche Aktivitäten. Auch die Intensität der bei der Ent -
führung  zugefügten  Misshandlungen  deuten  auf  ein  damaliges Ver-
folgungsinteresse  der  türkischen  Behörden  hin.  Unter  diesen  Um-
ständen ist  es durchaus glaubhaft,  dass der Beschwerdeführer Mitte 
Mai/Juni  2005  von  türkischen  Sicherheitskräften  entführt  und  miss-
handelt worden ist. 

5.4 Eine derartige - im Moment der Ausreise bereits abgeschlossene, 
d.h. nicht mehr andauernde - Verfolgung (so genannte Vorverfolgung) 
kann dann zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von 
Art.  3  AsylG  führen,  wenn  eine  darauf  zurückgehende  begründete 
Furcht vor künftiger Verfolgung im Zeitpunkt der Ausreise vorliegt und 
auch bei Erlass des Asylentscheides noch Bestand hat (EMARK 2005 
Nr. 21  E. 7.2.;  zur  hier  nicht  aktuellen  Möglichkeit  der  Flüchtlings-
anerkennung  trotz  fehlender  Verfolgungsgefahr  im  Beurteilungszeit-
punkt vgl. EMARK 1999 Nr. 7 E. 4d.aa S. 46 f. mit weiteren Hinweisen). 
Der Beschwerdeführer  hat  indes ausdrücklich erklärt,  nach den Ent-
führungen habe er D._______ im Oktober 2005 verlassen; zwischen 
seiner Freilassung und seiner Abreise aus D._______ sei es jedoch zu 
keinen weiteren Ereignissen mehr gekommen (vgl. A39/  S. 15.)  Den 
Akten  ist  zudem zu  entnehmen,  dass  sich  die  glaubhaft  dargelegte 

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Verfolgung des Beschwerdeführers auf D._______ beschränkt hat. In 
seinem Heimatdorf konnte hingegen nicht nur er, sondern auch seine 
Ehefrau und seine übrige Familie  unbehelligt  leben.  Seinen eigenen 
Aussagen  zufolge  hat  der  Beschwerdeführer keine  politischen 
Aktivitäten  zugunsten  der  TKP-(ML)-TIKKO ausgeführt,  sondern  war 
lediglich Sympathisant. Im Zeitpunkt der Ausreise lag somit auch nach 
Aussagen  des  Beschwerdeführers  keine  asylrechtlich  relevante 
Verfolgung vor. Folglich bestehen erhebliche Zweifel, dass er im Visier  
der  türkischen  Behörden  steht.  Kommt  hinzu,  dass  der 
Beschwerdeführer versucht hat, eine aktuelle staatliche Verfolgung mit 
Hilfe  eine  gefälschten  Beweismittels  vorzutäuschen,  was  die 
Glaubwürdigkeit des  Beschwerdeführer hinsichtlich einer im Zeitpunkt 
der  Ausreise  aktuellen  oder  zukünftigen  asylrechtlich  relevanten 
Verfolgung erschüttert. Folglich ist es unglaubhaft, dass er immer noch 
unter  der  Überwachung  und  der  Kontrolle  der  türkischen  Behörden 
stehen  soll.  Solche  Massnahmen  seitens  der  türkischen  Behörden 
erscheinen  auch  deshalb  als  unwahrscheinlich,  weil  der 
Beschwerdeführer  über  kein  entsprechendes  Profil  als  politischer 
Aktivist verfügt.

5.5 Bezüglich der vom  Beschwerdeführer  geltend gemachten Reflex-
verfolgung ist  folgendes  festzuhalten: Das  Bundesverwaltungsgericht 
geht  -  in  Anlehnung  an  die  bisherige  Praxis  der  ARK (vgl.  EMARK 
2005 Nr. 21) - davon aus, dass in der Türkei staatliche Repressalien 
gegen  Familienangehörige  von  politischen  Aktivisten  angewandt 
werden, die als  so genannte Reflexverfolgung flüchtlingsrechtlich er-
heblich im Sinne von Art. 3 AsylG sein können. Die Wahrscheinlichkeit, 
Opfer einer Reflexverfolgung zu werden, ist gemäss Praxis vor allem 
dann gegeben, wenn nach einem flüchtigen Familienmitglied gefahn-
det wird und die Behörde Anlass zur Vermutung hat, dass jemand mit  
der gesuchten Person in engem Kontakt steht. Diese Wahrscheinlich-
keit  erhöht  sich,  wenn  ein  nicht  unbedeutendes  politisches 
Engagement  der  reflexverfolgten  Person  für  illegale  politische 
Organisationen  hinzukommt  beziehungsweise  ihr seitens  der  Be-
hörden unterstellt wird (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 E. 10.1 S. 195). 

5.6 Der  Cousin  des  Beschwerdeführers,  dem  in Deutschland  die 
Flüchtlingseigenschaft zuerkannt worden ist, hat die Türkei lange vor 
dem  Beschwerdeführer verlassen  und  aus  Gründen,  die  nicht  in 
direkten  Zusammenhang  mit  denjenigen  des  Beschwerdeführers 
stehen.  Folglich  besteht  kein  Grund  für  die  Annahme,  der  Be-

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schwerdeführer könnte aufgrund der familiären Beziehung zu seinem 
Cousin  und  des  gleichlautenden  Familiennamens  verfolgt  werden. 
Zudem leben die übrigen Familienangehörigen (inklusive Ehefrau), die 
ebenfalls  denselben  Namen  tragen,  noch  immer  in  der  Türkei  und 
sahen sich nicht zur Ausreise veranlasst, was gegen das Risiko einer  
Reflexverfolgung spricht.

5.7 Das  Bundesverwaltungsgericht  verkennt  nicht,  dass  der  Be-
schwerdeführer bei einer Rückkehr in die Türkei mit einer einlässlichen 
Befragung durch die Sicherheitsbehörden konfrontiert werden könnte. 
Anhand der Akten besteht jedoch kein Grund für die Annahme, dem 
Beschwerdeführer drohten dabei Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG. 

5.8 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die 
weiteren Ausführungen in der Beschwerde einzugehen, weil sie am Er -
gebnis nichts ändern können. Die Anträge auf Durchführung einer Bot -
schaftsanfrage  sowie  auf  Rückweisung  der  Sache  an  das  BFM zur 
vollständigen und richtigen Abklärung des rechtserheblichen Sachver-
halts sind deshalb abzuweisen. Zusammenfassend ist  demnach fest-
zustellen, dass der Beschwerdeführer keine Verfolgung im Sinne von 
Art. 3 AsylG glaubhaft machen und nicht als Flüchtling anerkannt wer-
de kann. Mangels erfüllter Flüchtlingseigenschaft ist ihm zu Recht das 
nachgesuchte Asyl nicht gewährt worden.

6.

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; dabei ist der Grundsatz der Einheit der Familie 
zu  berücksichtigen  (Art. 44  Abs. 1  AsylG).  Ist  der  Vollzug  der  Weg-
weisung nicht  möglich,  nicht  zulässig oder nicht  zumutbar, so regelt 
das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetzlichen 
Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 
Abs. 2 AsylG;  Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]).

6.2 Der Vollzug ist  nicht  möglich,  wenn der  Ausländer  weder in  den 
Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht 
werden  kann.  Er  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Ver-
pflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in seinen 
Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen. Der Vollzug 

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kann insbesondere  nicht  zumutbar  sein,  wenn  er  für  den  Ausländer 
eine konkrete Gefährdung darstellt (Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG).

6.3 Niemand darf  in  irgendeiner  Form zur  Ausreise  in  ein  Land ge-
zwungen werden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die 
Gefahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezwungen 
wird (Art. 5 Abs. 1 AsylG).

6.4 Gemäss  Art. 25  Abs. 3  BV,  Art. 3  des  Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984  gegen  Folter  und  andere  grausame,  unmensch-
liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und 
der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten vom 4. November  1950 (EMRK, SR 0.101)  darf 
niemand der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe 
oder Behandlung unterworfen werden.

6.5 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  fremdenpolizei-
liche Aufenthaltsbewilligung noch einen Anspruch auf Erteilung einer 
solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht  angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

6.6 Die Vorinstanz wies in  ihrer  angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen.  Da  es  dem  Be-
schwerdeführer  nicht  gelungen ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche Ge-
fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 
AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-refoulements 
im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr 
des Beschwerdeführers in seinen Heimatstaat ist demnach unter dem 
Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

6.7 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-
führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall 
einer Ausschaffung in seinen Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte sowie jener des UN-
Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete 
Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft  machen, dass ihm im 
Fall  einer  Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung 
drohen  würde  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 16,  S. 122,  mit  weiteren 

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Hinweisen). Die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  seinem 
Heimatstaat  lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt 
klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. 

Was  die  mit  Arztzeugnis  vom  28.  April  2008  diagnostizierten  psy-
chischen  Probleme  des  Beschwerdeführers  anbelangt,  ist  festzu-
halten,  dass  gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofes  für 
Menschenrechte (EGMR) die  Erkrankung  gravierend  sein  muss,  um 
dem Vollzug  einer  Wegweisung  entgegen  zu  stehen  und  auch  eine 
nachgewiesene  Suizidalität  per  se  kein  Wegweisungshindernis  dar-
stellt.

So ist nach dem EGMR der wegweisende Staat nicht verpflichtet, vom 
Vollzug der Ausweisung Abstand zu nehmen, falls Ausländer für den 
Fall  des  Vollzuges  des  Wegweisungsentscheides  mit  Suizid  drohen; 
solange  er  Massnahmen  ergreift,  um  die  Umsetzung  der  Suizid-
drohung zu verhindern,  vermag die Ausschaffung nicht  gegen Art. 3 
EMRK zu  verstossen (vgl.  den  Unzulässigkeitsentscheid  des  EGMR 
vom 7. Oktober 2004 i.S. Dragan und andere gegen Deutschland, Nr. 
33743/03,  angeführt  in  EMARK  2005  Nr.  23  E.  5.1  S.  212).  Der 
Suizidalität des Beschwerdeführers ist deshalb durch Heranziehen von 
medizinischem  Fachpersonal  bei  der  Ausschaffung  Rechnung  zu 
tragen. Die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers stellen 
im Weiteren auch dann unter dem Blickwinkel von Art. 3 EMRK kein 
völkerrechtliches  Vollzugshindernis  dar,  falls  in  der  Türkei  der 
medizinische Standard schlechter als in der Schweiz wäre (vgl. Urteil  
des  EGMR  vom 27.  Mai  2008  i.S.  N.  gegen  Vereinigtes  Königreich 
[Grossbritannien],  Ziffn.  34,  42,  43,  44,  Beschwerde  Nr.  26565/05; 
EMARK 2004 Nr. 6 E. 7 S. 40 ff., 2004 Nr. 7 E. 5 S. 47 ff.).

Vielmehr steht fest, dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatland 
auf die dort bestehenden und nach Kenntnis des Bundesverwaltungs-
gerichts  als  ausreichend  zu  bezeichnenden  psychiatrischen  Be-
handlungsinstitutionen zurückgreifen kann (vgl. EMARK 1999 Nr. 5 E. 
7.c S. 33). Vor diesem Hintergrund ist der Vollzug der Wegweisung des 
Beschwerdeführers  in  Beachtung  der  massgeblichen  völker-  und 
landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig zu bezeichnen. Überdies 
lässt sich die Frage der Reisefähigkeit  - welche in den eingereichten 
ärztlichen Berichten offengelassen wurde - im vorliegenden Verfahren 
letztendlich  nur  im  Rahmen  des  tatsächlichen  Vollzugs  konkret 
überprüfen.  Eine  amtsärztlich  bescheinigte  Reiseunfähigkeit  des 

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Beschwerdeführers  liegt  jedenfalls  bis  heute  nicht  vor.  Nach  dem 
Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- 
als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.8 Aus  humanitären  Gründen,  nicht  in  Erfüllung  völkerrechtlicher 
Pflichten  der  Schweiz,  wird  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung  auch 
verzichtet, wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für den Betroffenen 
eine konkrete Gefährdung darstellt. Eine solche Gefährdung kann an-
gesichts  der  im  Heimatland  herrschenden  allgemeinen  politischen 
Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation all -
gemeiner  Gewalt  kennzeichnet,  oder  aufgrund  anderer  Gefahren-
momente,  wie  beispielsweise  einer  notwendigen  medizinischen  Be-
handlung, angenommen werden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss 
über das Asylverfahren vom 22. Juni 1990, BBl 1990 II 668).

6.9 Eine  Situation,  welche  den  Beschwerdeführer  als  „Gewalt-  oder 
de-facto-Flüchtling“  qualifizieren  würde,  lässt  sich  aufgrund  der 
heutigen Situation in der Türkei nicht in genereller Form bejahen. Im 
Jahr  2004  beurteilte  die  ARK  die  Situation  in  den  südöstlichen 
Provinzen der Türkei neu (vgl. EMARK 2004 Nr. 8). Die ARK kam zum 
Schluss, dass unter Berücksichtigung der neu gewürdigten Umstände 
nicht mehr von einer generellen Unzumutbarkeit  der Rückkehr in die 
südöstlichen Provinzen der Türkei ausgegangen werden muss. Diese 
Beurteilung hat auch für das Bundesverwaltungsgericht Gültigkeit. 

6.10 Es sind aus den Akten auch keine individuellen Gründe gegen 
die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  des  Beschwerdeführers 
ersichtlich, welcher in der Türkei über eine familiäres Beziehungsnetz 
verfügt. Der Beschwerdeführer hat zudem die Möglichkeit, auf seinem 
erlernten Beruf  als  Automechaniker  (vgl.  A25/  S.  2;  A39/  S.  5)  zu 
arbeiten oder mithilfe seiner in der Türkei zuletzt ausgeübten Tätigkeit, 
bei der er unter anderen Sicherheitssysteme montierte (vgl. A39/ S. 5),  
einen  Lebensunterhalt  zu  verdienen. Zu berücksichtigen  bleiben  die 
gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers.

6.10.1 Aus  dem eingereichten  Arztzeugnis  vom 28.  April  2008  geht 
hervor, dass  der Beschwerdeführer an einer Traumatisierungsstörung 
leide, er habe keinerlei Freude am Leben und könne nichts geniessen. 
Mit  seiner  Familie  in  der  Türkei  könne  er  nur  telefonisch 
kommunizieren.  Er  vermisse  seine  Familie,  das  mache  ihn  traurig. 
Psychopathologisch  stehe  eine  Anpassungsstörung  mit  depressiver 
Reaktion und Angst im Vordergrund, weiterhin zeige sich eine soziale 

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Kontaktstörung  (akzentuiert  durch  mangelnde  Deutschkenntnisse) 
möglicherweise auf dem Boden einer posttraumatischen Stressstörung 
möglicherweise auch akzentuiert  unter der sozialen Isolation, die der 
Patient  derzeit  erlebt. Er  erlebt  belastende Träume beziehungsweise 
Albträume,  halluzinatorische  Phänomene  in  der  Einschlafphase  be-
ziehungsweise aus dem Schlaf  heraus, weiterhin Flashbacks. Er be-
richte  von  mitunter  auftretenden  suizidalen  Gedanken. Im  Beck-De-
pressionsinventar  erziele  der  Patient  34  von  63  Score-Punkten,  ein 
Hinweis auf subjektiv schwergradig depressives Erlebtes. Im SCL-90-
R,  einer  Messung  psychischer  Symptombildung  in  unterschiedlich 
psychischen Bereichen zeigten sich stark erhöhte Skalenwerte bezüg-
lich  Somatisierung,  Zwanghaftigkeit,  Unsicherheit  im Sozialkontakt, 
Depressivität, Ängstlichkeit, phobische Angst, paranoides Denken und 
Psychotizismus. Der Skalenwert  zeige sich deutlich erhöht. Es zeige 
sich eine deutlich erhöhte Anzahl von Belastungssymptomen bei einer 
sehr stark erhöhten psychischen Belastung insgesamt. 

6.10.2 Nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts ist  dem Be-
schwerdeführer die Rückkehr  in  die  Türkei  trotz  der  ihm attestierten 
PTBS sowie  der  latenten  Suizidalität  zuzumuten. Zweifellos  befindet 
sich  der  Beschwerdeführer  aufgrund  seiner  gesundheitlichen  Be-
schwerden  in  einer  schwierigen  Lage.  Es  ist  auch  ohne  weiteres 
nachvollziehbar, dass er sich über fehlende Lebensqualität beklagt. Er 
kann  jedoch  –  wie  erwähnt  –  auf  die  in  der  Türkei  bestehende 
medizinische  Infrastruktur  zurückgreifen.  Sollten  sich  beim  Be-
schwerdeführer heute noch vorhandene suizidale Tendenzen im Falle 
eines  allfälligen  zwangsweisen  Vollzugs  der  Wegweisung  dennoch 
akzentuieren,  wäre  dem  mit  geeigneten  Massnahmen  (medizinisch 
begleitete  Ausschaffung)  entgegen  zu  wirken,  so  dass  für  ihn  eine 
konkrete  Gefahr  ernster gesundheitlicher  Schäden  auszuschliessen 
wäre. Im Weiteren kann davon ausgegangen werden, dass die Rück-
kehr  des  Beschwerdeführers  in  seinen  angestammten  Sprach-  und 
Kulturkreis in mancherlei Hinsicht allgemein positive Folgen auf seine 
Lebenssituation  und  damit  auch  seine  Gesundheit  haben  dürfte. 
Insbesondere seine soziale Kontaktstörung, welche durch mangelnde 
Deutschkenntnisse akzentuiert ist, dürfte in seiner Heimat dahinfallen. 
Ausserdem sind ausser  den dargelegten gesundheitlichen  Probleme 
keine  weiteren  gesundheitlichen  Probleme  des  Beschwerdeführers 
aktenkundig,  welche  gegen  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs sprechen könnten. 

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6.11 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit auch 
als zumutbar zu bezeichnen.

6.12 Schliesslich obliegt  es dem Beschwerdeführer,  sich bei  der zu-
ständigen  Vertretung  seines  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art. 8  Abs. 4  AsylG), 
weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen 
ist.

6.13 Insgesamt ist  die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu 
bestätigen. Die  Vorinstanz  hat  deren  Vollzug  zu  Recht  als  zulässig, 
zumutbar  und  möglich  erachtet.  Nach  dem  Gesagten  fällt  eine  An-
ordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs. 1-
4 AuG).

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem  Be-
schwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG),  auf  insgesamt 
Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m.  Art. 2 und 3 
des  Reglements  vom 11. Dezember 2006  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE;  SR 
173.320.2]) und mit dem am 22. Januar 2008 geleisteten Kostenvor-
schuss in derselben Höhe zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem in derselben Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an:

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (eingeschrieben; Bei-
lagen: Steuerbescheinigungen, CD, Mietbescheinigung, zwei Ausbil-
dungsbescheinigungen)

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit 
den Akten (Ref.-Nr. N _______; per Kurier; in Kopie)

- ( die zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Ulrike Raemy

Versand: 

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