# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45d4f92d-596c-56ca-9b20-74db4f556cdd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.07.2019 IV 2018/179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-179_2019-07-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/179

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.09.2019

Entscheiddatum: 15.07.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2019
Art. 23 Abs. 1 IVG, Art. 21 Abs. 3 IVV. Taggeld. Der Beschwerdeführer ist 
zuletzt im Jahr 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als Führungskraft 
ohne gesundheitliche Einschränkungen tätig gewesen. Seitdem ausgeübte, 
jedoch weit weniger anspruchsvolle Tätigkeiten vermögen daran nichts zu 
ändern (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
15. Juli 2019, IV 2018/179).

Entscheid vom 15. Juli 2019

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Annemarie Haase

Geschäftsnr.

IV 2018/179

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Thalhammer,

Schmiedgasse 28, Postfach 546, 9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Taggeld

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich erstmals am 30. Mai 2012 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Im Anmeldeformular gab er an, eine Lehre als 

kaufmännischer Angestellter (vgl. auch act. G 5.2/45-5) sowie eine Ausbildung als 

Verkaufskoordinator bzw. Verkaufsleiter absolviert zu haben. Aktuell sei er in einem 

Vollzeitpensum als Business Unit Manager bei der B.___ AG tätig und verdiene 

monatlich Fr. 14'400.-- (act. G 5.2/1). Gemäss dem IK-Ausweis hatte der Versicherte im 

Jahr 2008 Fr. 215'332.--, im Jahr 2009 Fr. 223'677.--, im Jahr 2010 Fr. 225'577.-- und 

im Jahr 2011 Fr. 236'500.-- verdient (act. G 5.2/10). Sein Arbeitgeber, die B.___ AG, 

gab am 20. Juni 2012 an, das Arbeitsverhältnis habe am 1. August 2001 begonnen. Der 

Versicherte verdiene seit dem 1. Januar 2009 fix Fr. 13'600.-- monatlich und erhalte 

eine Erfolgsbeteiligung von max. 12% des Jahreslohnes (act. G 5.2/13). Seit dem 12. 

Dezember 2011 war der Versicherte durch Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, zu 100%, ab dem 1. Februar 2012 zu 50% krankgeschrieben (vgl. 

Fremdakten 1-4 f.). Dem Bericht des Care Managements der SWICA vom 2. März 2012 

war zu entnehmen, dass der Versicherte am 12. Dezember 2011 in der Firma 

zusammengebrochen sei, nachdem er sich von seiner Ehefrau und später dann von 

einer nachfolgenden Partnerin getrennt hatte. Im Februar 2012 habe er wieder 

begonnen, zu einem Pensum von 50% bei der B.___ AG zu arbeiten. Allerdings führe er 

nicht seine ursprüngliche Tätigkeit als Business Unit Manager Bau aus, sondern 

erledige kleinere Arbeiten für den Vorgesetzten. In Gesprächen mit Dr. C.___ habe der 

Versicherte beschlossen, in die Klinik D.___ einzutreten (Fremdakten 1-22 f.). In der 

Klinik D.___, Fachklinik für kardiale und psychosomatische Rehabilitation, war der 

Versicherte vom 20. März bis 16. April 2012 in stationärer, psychosomatischer 

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Rehabilitation (Fremdakten 1-6 f.). Vom 23. April bis 27. Juli 2012 wurde der 

Versicherte in der Psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene E.___ wegen einer 

Anpassungsstörung, einer längeren depressiven Reaktion (ICD-10 F43.21) und einer 

kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionischen Zügen (ICD-10 

F61.0) behandelt. Dr. F.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hielt fest, dass der 

Versicherte in der Lage sei, im beruflichen Bereich schwierige Entscheidungen zu 

übernehmen, und dass er sich schäme, weil ihm dies im privaten Bereich nur 

ansatzweise gelinge. Sein Arbeitgeber wolle ihn unbedingt wieder am bisherigen 

Arbeitsplatz in entsprechender Führungsposition einsetzen (act. G 5.2/24). Dem 

Eingliederungs-Verlaufsprotokoll des Versicherten war zu entnehmen, dass dieser im 

Gespräch mit der Eingliederungsverantwortlichen vom 4. Juli 2012 angegeben hatte, 

dass sein direkter Vorgesetzter ein Workaholic sei und immer sehr viel Druck gemacht 

habe. Er habe in der Vergangenheit viel gearbeitet und dabei auch viel Verantwortung 

getragen. So seien ihm 26 Mitarbeiter unterstellt gewesen; sechs davon habe er direkt 

geführt. Sein Chef wolle, dass er einen Sprachaufenthalt in G.___ sowie einen 

Managerlehrgang absolviere. Er fühle sich jedoch nicht dazu in der Lage. Im 

Verlaufsprotokoll notierte die Eingliederungsverantwortliche, dass der Versicherte seine 

Arbeit am 13. August 2012 wieder aufgenommen habe und flexibel ca. 50% arbeite. 

Dabei nehme er, ohne direkt eine Aufgabe oder gar eine Führungsaufgabe zu 

übernehmen, an Sitzungen teil und gehe mit in den Aussendienst. Es sei geplant, dass 

er ab Januar 2013 wieder seine Abteilung übernehme. Er absolviere einen Englisch-

Intensivkurs; ein Sprachaufenthalt von drei bis vier Wochen könne noch ein Thema 

werden. Im November werde er eine sechsmonatige Ausbildung im 

Managementbereich starten (8x3 Tage). Noch im August 2012 hatte die 

Eingliederungsverantwortliche Befürchtungen geäussert, dass der Versicherte 

möglicherweise wieder in eine Überforderung geraten könnte. Im Oktober und 

November 2012 berichtete der Versicherte, er arbeite offiziell 50%, sei effektiv jedoch 

8-8,5 Stunden am Tag tätig. Der Vorgesetzte des Versicherten gab an, dass das 

Pensum des Versicherten ab Dezember 2012 wieder 80% betragen habe. Ab Januar 

2013 habe er wieder seine alte Abteilung übernommen und zu 100% gearbeitet. 

Allerdings arbeite er nun – anders als früher – nicht mehr operativ, sondern vielmehr 

strategisch. Der Vorgesetzte des Versicherten informierte die 

Eingliederungsverantwortliche unter vier Augen, dass der Versicherte leistungsmässig 

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noch nicht wieder "der Alte" sei und dass deshalb noch aufgabenmässige 

Anpassungen erfolgen müssten. Weil er die Gefahr, dass der Versicherte bei Stress in 

alte Muster zurückfalle, als gross einschätze, wolle er dem Versicherten Zeit geben, 

sich in der neuen Arbeitssituation zurechtzufinden (act. G 5.2/28, vgl. auch Fremdakten 

2-2).

A.b Am 17. Mai 2013 setzte die B.___ AG die IV-Stelle darüber in Kenntnis, dass der 

Versicherte den Führungsanforderungen als Business Unit Manager zu wenig 

gewachsen gewesen sei und sich teilweise den Vorgaben der Vorgesetzten widersetzt 

habe. Die ihm daraufhin angebotene Stelle im Verkauf habe der Versicherte abgelehnt, 

weshalb er die B.___ AG verlassen werde (EL-act. 5.2/34). Ergänzend teilte der 

Vorgesetzte des Versicherten der Eingliederungsverantwortlichen mit, der Versicherte 

habe nicht die notwendige Management-Fähigkeit für die weitere Führung des stark 

gewachsenen Geschäftsbereichs aufgewiesen. Es hätte die Gefahr einer erneuten 

Überforderung bestanden. Man habe dem Versicherten eine ihm aus früheren Zeiten 

bekannte Aufgabe angeboten. Der Versicherte habe sich darauf jedoch nicht einlassen 

können, weil sein Stolz dies nicht zugelassen habe. Sein Status sei ihm sehr wichtig. In 

der Vergangenheit habe er sich mit Fleiss hochgearbeitet. Seine Grenzen seien dabei 

weder von ihm noch vom Arbeitgeber wahrgenommen worden. Auf Wunsch des 

Versicherten sei die Kündigung arbeitgeberseitig per 31. August 2013 ausgesprochen 

worden. Der Versicherte teilte telefonisch mit, er sei hinsichtlich seiner psychischen 

Befindlichkeit "über den Berg", habe sich beim RAV gemeldet und derzeit zwei 

Stellenangebote vorliegen. Die Eingliederungsverantwortliche gab zu bedenken, dass 

sie den Eindruck habe, der Versicherte stelle sich seinen Problemen nicht, sondern 

weiche ihnen aus. Seine Fähigkeit zur Eigenreflektion erscheine als eingeschränkt. Sie 

habe den Eindruck, der Versicherte habe sich – auch wenn er es selbst nicht 

zugegeben habe – von der B.___ AG unter Druck gesetzt gefühlt, indem während der 

Rekonvaleszenz ein Intensiv-Englischkurs sowie eine Management-Weiterbildung 

gefordert worden seien (act. G 5.2/35).

A.c  Mit einem Vorbescheid vom 4. Juli 2013 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, 

dass keine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit bestehe. Zwar sei er ab Dezember 

2011 vorübergehend in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen, doch bestehe 

seit Anfang 2013 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Als Validen- und auch als 

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Invalideneinkommen berücksichtigte sie einen Jahreslohn von jeweils Fr. 219'359.--, 

sodass sich ein IV-Grad von 0% ergab (act. G 5.2/41). Per 1. September 2013 trat der 

Versicherte eine Stelle als Leiter Marketing und Verkauf bei der H.___ AG für einen 

Jahreslohn von Fr. 120'000.-- (inkl. 13. Monatslohn zuzüglich einem flexiblem 

Lohnanteil) an. Am 9. September 2013 kündigte ihm sein neuer Arbeitgeber jedoch 

fristlos aufgrund von Vorkommnissen auf einer Messe und weil die Persönlichkeit und 

Fähigkeiten des Versicherten für die Stelle als Marketingleiter nicht ausreichten (act. G 

9.3/193, 198, 204 f.) Am 30. September 2013 verfügte die IV-Stelle gemäss ihrem 

Vorbescheid (act. G 5.2/42). Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

A.d Aus den Akten der Arbeitslosenkasse ergibt sich, dass der Versicherte ab 

September 2013 auf der Suche nach einer Tätigkeit als Abteilungschef bzw. in einer 

Kaderfunktion war (act. G 9.3/215). Von November 2013 bis Juni 2014 arbeitete er bei 

der I.___ AG als Hilfsarbeiter im Stundenlohn, von September bis Dezember 2014 bei 

der J.___ AG für Fr. 1'500.-- im Monat und von Januar bis Mai 2015 bei der K.___ AG 

für maximal Fr. 1'000.-- monatlich (vgl. act. G 9.3/10, 54, 65, 92, 177, 186 f.). Ab Juni 

2015 war er bei der K.___ AG als Aussendienstmitarbeiter Bauprodukte für Fr. 4'500.-- 

im Monat angestellt (act. G 9.3/34). Daraufhin erhielt der Versicherte keine 

Arbeitslosentaggelder mehr (act. G 9.3/11). Gemäss einem Arbeitsvertrag vom 16. 

Dezember 2015 wechselte der Versicherte per 1. Januar 2016 zu der L.___ AG und war 

dort als Chief Financial Officer (CFO), Verantwortlicher für das Business Development 

und Mitglied der Geschäftsleitung tätig. Das monatliche Nettogehalt betrug bei 13 

Monatslöhnen Fr. 9'000.-- (act. G 9.2/220 f., 239 f.). Gemäss einem neuen 

Arbeitsvertrag mit der L.___ AG arbeitete der Versicherte ab dem 9. März 2016 als 

Verkäufer. Während der ersten drei Monate war ein Fixlohn ohne Provision von Fr. 

5'000.-- netto monatlich und ab dem vierten Monat ein Grundlohn von Fr. 1'100.-- 

monatlich zuzüglich einer Provision von 21% des monatlichen Bruttogewinns vor 

Steuern sowie eines von der Höhe des monatlichen Bruttogewinns abhängigen Bonus 

vorgesehen (act. G 9.2/230). Am 14. März 2016 attestierte Dr. med. M.___, 

Allgemeinmedizin FMH, dem Versicherten bis zum 20. März 2016 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (act. G 9.2/217). Am 15. März 2016 sprach die L.___ AG die 

ordentliche Kündigung auf den 25. März 2016 aus (act. G 9.2/218). Gemäss einer 

Lohnabrechnung vom 1. April 2016 hatte der Versicherte im März 2016 einen 

Bruttolohn von Fr. 8'149.95 gehabt (act. G 9.2/238).

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A.e  In einer erneuten Anmeldung bei der Arbeitslosenkasse vom 30. März 2016 gab 

der Versicherte an, die Kündigung durch die L.___ AG sei aufgrund einer falschen 

Erwartungshaltung und Kommunikation seitens des Arbeitgebers erfolgt. Man habe ihn 

mit dem Hintergedanken, ihn als Verkaufsberater zu gewinnen, zunächst als CFO 

eingestellt (act. G 9.2/242, vgl. auch act. G 9.3/216 f.). Die L.___ AG bestätigte auf 

Nachfrage der Arbeitslosenkasse die vom Versicherten angegebenen 

Kündigungsgründe (act. G 9.2/163). Ab April 2016 war der Versicherte auf der Suche 

nach einer Arbeitsstelle als Geschäftsführer, Abteilungschef oder Verkaufsleiter (act. G 

9.2/212 f.). Ab April 2016 war er bei der N.___ AG als Hilfsarbeiter im Stundenlohn tätig 

(act. G 9.2/161). Dr. med. O.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 

Psychiatrisches Zentrum E.___, erklärte den Versicherten ab dem 13. Juni 2016 als zu 

100% arbeitsunfähig (act. G 9.2/142 f., 146). Ab dem 28. Juni 2016 befand sich der 

Versicherte zur stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik P.___ und ab dem 

2. November teilstationär in der Tagesklinik E.___ (act. G 9.2/114, 117 f., 131). Gemäss 

Dr. O.___ bestand im Dezember 2016 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 

9.2/108 f.). Mit einer Verfügung vom 7. Dezember 2016 stellte das RAV fest, dass der 

Versicherte seit dem 13. Juni 2016 (vorübergehend) nicht vermittlungsfähig sei (act. G 

9.2/102).

B.   

B.a  Der Versicherte meldete sich am 8. Dezember 2016 erneut für Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Er gab an, an einer psychischen Erkrankung bzw. einer 

Depression zu leiden. Er erklärte, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung seit März/

April 2016 bestehe und führte dazu die Klinikaufenthalte im Jahr 2012 auf (act. G 

5.2/45).

B.b Am 6. Dezember 2016 hatte die AXA Winterthur der IV-Stelle Arztberichte, die 

Krankmeldung sowie eine Taggeldübersicht/-abrechnung eingereicht (Fremdakten 3-1). 

Demgemäss hatte med. pract. Q.___, Oberarzt Psychiatrische Klinik P.___, am 29. 

August 2016 erklärt, der Versicherte sei am 28. Juni 2016 auf Zuweisung durch das 

Ambulatorium E.___ mit Verdacht auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung/-

akzentuierung vor dem Hintergrund einer schwierigen sozialen Situation mit hohen 

Schulden und Arbeitsplatzverlust in die Psychiatrische Klinik P.___ eingetreten. Er habe 

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in der Vergangenheit immer wieder – beruflich wie privat – Kränkungserlebnisse wie 

Scheidung, Konflikte mit Vorgesetzten und Degradierung durch Positionsverlust im 

Beruf erlebt. Seine letzte Anstellung habe er verloren, obwohl ihm eine gute Position als 

Finanzleiter der Firma angeboten worden sei, da er sich gegen die Verkaufsstrategie 

des Vorgesetzten gewehrt habe (Fremdakten 3-3 f.). Gemäss einem Bericht von Dr. 

O.___ vom 22. September 2016 litt der Versicherte an einer rezidivierenden 

depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome 

(Fremdakten 3-6). Aus der Krankmeldung bei der AXA Winterthur ging u.a. hervor, dass 

die Arbeitsunfähigkeit infolge einer psychischen Erkrankung (ohne Burnout) am 14. 

März 2016 begonnen hatte und dass das Arbeitsverhältnis per 25. März 2016 beendet 

worden war (Fremdakten 3-2). Der Berechnung des Krankentaggeldes wurde ein Lohn 

von Fr. 60'000.-- zugrunde gelegt (Fremdakten 3-9). Dr. med. R.___, Fachärztin für 

Psychotherapie und Psychiatrie, vom RAD hielt am 9. Januar 2017 fest, die 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten habe sich seit der Referenzsituation, der Verfügung 

vom 30. September 2016 (recte: 30. September 2013, act. G5.2/42) verändert. Die 

medizinisch begründete Veränderung bestehe mindestens seit dem 10. Juni 2016. 

Aktuell bestehe kein Eingliederungspotenzial (act. G 5.2/53). Am 2. Februar 2017 teilte 

das RAV dem Versicherten mit, dass es ihn aufgrund seiner fehlenden 

Vermittlungsfähigkeit per 31. Januar 2017 von der Arbeitsvermittlung abgemeldet habe 

(act. G 9.2/100).

B.c  Die L.___ AG, bei der der Versicherte vom 1. Januar 2016 bis zum 25. März 2016 

tätig gewesen war, gab im Fragebogen für Arbeitgeber am 12. Juni 2017 an, der 

Versicherte habe vor und nach Eintritt des Gesundheitsschadens als CFO/Verkäufer 

8,5 Stunden pro Woche gearbeitet. Seine Hauptaufgabe habe im Telefonieren 

bestanden. Sein Jahreslohn habe – entsprechend seiner Arbeitsleistung – Fr. 

108'000.-- betragen. Im Januar und Februar 2016 habe er Fr. 9'000.-- und im März Fr. 

7'396.-- verdient. Ohne Gesundheitsschaden würde er heute in seiner ursprünglichen 

Tätigkeit monatlich Fr. 5'000.-- verdienen (act. G 5.2/59). Med. pract. S.___, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 7. Juli 2017 fest, der Versicherte sei vom 

20. Oktober 2016 bis 19. Mai 2017 in der Psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene 

E.___ behandelt worden. Trotz weiterhin bestehender Stimmungsschwankungen habe 

sich die Handlungsfähigkeit des Versicherten verbessert. Die Blockaden, die 

Ambivalenz bzgl. Entscheidungen und die Schwierigkeiten auf der Handlungsebene 

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hätten im Wesentlichen überwunden werden können. Der Versicherte sei aktiv auf der 

Suche nach einer Arbeit. Eine Nachbehandlung erfolge durch Dr. med. O.___ (act. G 

5.2/61). Am 16. Juni 2017 hatte der Versicherte Ausbildungsnachweise sowie 

Arbeitszeugnisse einreichen lassen. Demnach hatte er sich u.a. von 1986 bis 1996 bei 

der T.___ als tüchtiger, zuverlässiger "kaufmännischer Allrounder mit 

Führungsqualitäten" gezeigt. Die U.___ AG, bei der er von Mai 1996 bis Juli 2001 

gearbeitet hatte, bezeichnete ihn als aufgeschlossenen, pflichtbewussten und 

teamfähigen Mitarbeiter, der sich gegenüber jedermann stets sehr korrekt und 

angenehm verhalten habe und die B.___ AG hob seine Führungsqualitäten und seine 

Einsatzbereitschaft hervor (act. G 5.2/60). Dr. R.___ vom RAD erklärte in einer 

Stellungnahme vom 19. Juli 2017, dass anhand des positiven Verlaufs und der 

deutlichen Stabilisierung davon ausgegangen werden könne, dass aktuell maximal eine 

leicht- bis mittelgradige depressive Symptomatik vorliege, welche 

versicherungsmedizinisch eine berufliche Eingliederungs- bzw. Arbeitsfähigkeit von ca. 

50% beinhalte. Tätigkeiten, die eine hohe Kommunikations- und Sozialkompetenz 

sowie eine hohe Frustrationstoleranz und emotionale Belastbarkeit erforderten und/

oder eine geringe Strukturierung des Arbeitsumfelds aufwiesen, seien nicht geeignet 

(act. G 5.2/63). 

B.d Im Strategie-Protokoll hielt ein Mitarbeiter der IV-Stelle am 19. September 2017 

fest, der Versicherte habe ein grosses Taggeld auf einer Basis von Fr. 108'000.-- 

zugute (act. G 5.2/67). Im Assessmentgespräch vom 16. August 2017 berichtete der 

Versicherte, er sei nach seiner Freistellung durch die Firma B.___ AG bis Juni 2014 

arbeitslos gewesen. Im Juli 2014 habe er bei der Firma K.___ eine Anstellung als 

Projektleiter erhalten und sei bis Dezember 2015 für den gesamten Geschäftsaufbau in 

der Schweiz zuständig gewesen. Danach habe er per 1. Januar 2016 bei der Firma 

L.___ AG eine neue Stelle als Financer angetreten. Mit der Zeit habe sich allerdings 

herausgestellt, dass die L.___ AG gar keinen Financer gebraucht habe, sondern mit 

seiner Hilfe an die Kundendaten der B.___ AG habe kommen wollen. Ausserdem habe 

seine neue Arbeitgeberin – entgegen der Absprache – vermehrt Aussendiensteinsätze 

und Verkaufszahlen von ihm gefordert und es sei zu einem kriminellen Vorfall seitens 

der Arbeitgeberin gekommen. All dies habe ihn sehr belastet, sodass er die Streichung 

aus dem Handelsregister sowie eine Umplatzierung verlangt habe. Deshalb sei er per 9. 

März 2017 vom CFO zum Verkäufer herabgesetzt worden. Der auf ihm lastende 

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Verkaufsdruck sei dadurch immer mehr angestiegen, bis er völlig überlastet gewesen 

sei. Sein Hausarzt habe ihn daraufhin für eine Woche krankgeschrieben, woraufhin die 

L.___ AG ihm gekündigt habe. Aktuell sei er zwar seit Juni 2016 zu 100% 

arbeitsunfähig, doch gehe es ihm wieder deutlich besser. Ein Freund, der über seine 

gesamte Situation im Bilde sei, habe ihm per 1. September 2017 eine Stelle angeboten. 

Es gehe um die Mitwirkung in der Geschäftsleitung in einer neu zu gründenden Firma 

(act. G 5.2/69).

B.e  Am 14. November 2017 unterzeichnete der Versicherte den Eingliederungsplan 

Frühinterventionsmassnahme Coaching mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den 

ersten Arbeitsmarkt (act. G 5.2/73). Am 23. November 2017 hielt ein Mitarbeiter der IV-

Stelle fest, der Versicherte benötige Unterstützung bei der Stellensuche, da er sich oft 

selbst überschätze bzw. ein Bild von sich zeichne, das nicht mit dem, was er 

tatsächlich könne, kompatibel sei (act. G 5.2/78). Aus dem Beratungsbericht vom 1. 

Februar 2018 ging hervor, dass bei der Firma V.___ (W.___ AG) eine Einsatzmöglichkeit 

als Verkäufer bestehe. Dabei halte die behandelnde Psychiaterin Dr. O.___ eine 

Unterstützung durch die IV im Sinne eines Taggeldes für sinnvoll, damit der Versicherte 

nicht gezwungen sei, direkt wieder Vollzeit zu arbeiten (act. G 5.2/80). Gemäss dem 

Eingliederungsplan für den Arbeitsversuch wurde als Ziel des Arbeitsversuchs die 

stabile Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt/in eine neue Tätigkeit festgelegt. 

Ausserdem sei es das Ziel, dass der Versicherte wieder ein 100% Pensum erreiche 

(act. G 5.2/81). Mit einer Verfügung vom 29. März 2018 setzte die IV-Stelle den 

Arbeitsversuch als Verkaufsberater im Innen- und Aussendienst bei der W.___ AG vom 

20. Februar 2018 bis 17. August 2018 an (act. G 5.2/82, 88).

B.f Gemäss einer Telefonnotiz der IV-Stelle vom 29. März 2018 hatte eine Mitarbeiterin 

in Bezug auf die Diskrepanz zwischen den Lohnangaben im Arbeitgeberfragebogen 

und der Berechnungsgrundlage der AXA Versicherung angegeben, der Versicherte 

habe als Verkäufer gearbeitet und in den ersten drei Monaten Fr. 5'000.-- monatlich 

verdient. Nach drei Monaten Probezeit wäre eine Provision hinzugekommen (act. G 

5.2/85). Daraufhin ging die IV-Stelle davon aus, dass der Versicherte einen Anspruch 

auf das grosse Taggeld mit einer Taggeldbasis Fr. 60'000.-- habe (act. G 5.2/86).

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B.g Am 29. März 2018 erfolgte die Zusprache eines Arbeitsversuchs bei der W.___ AG 

(act. G 5.2/88). Die Taggeldverfügung erging am 24. April 2018. Basierend auf einem 

durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 60'000.-- ergab sich eine 

Grundentschädigung von Fr. 132.-- bzw. durch die Erhöhung aufgrund der 

Besitzstandsgarantie von Fr. 167.20 pro Tag (act. G 5.2/92).

B.h Der Versicherte wandte sich am 25. April 2018 an die Ausgleichskasse Zug und 

zeigte sich über die Höhe des versicherten Nettoverdienstes erstaunt. Vom 1. Januar 

bis 25. März 2016 habe er insgesamt Fr. 25'396.55 erhalten. Dazu reichte er die 

Lohnabrechnungen der L.___ AG von Januar bis März 2016 ein. Die Ausgleichskasse 

Zug erklärte, dass das Valideneinkommen verwendet worden sei, das die IV-Stelle 

gemeldet habe (act. G 5.2/93, 95 f.).

B.i Die berufliche Massnahme in Form eines Arbeitsversuchs bei der W.___ AG wurde 

mit einer Verfügung vom 1. Juni 2018 per 31. Mai 2018 abgebrochen, da der 

Versicherte schlecht mit Freiheiten umgehen könne, Geschäftliches nicht von Privatem 

trenne, unpünktlich sei, sich seinen Vorgesetzten widersetze und ausserdem der 

Verdacht bestehe, dass eine Suchtproblematik vorliege (act. G 5.2/103, 106, 108).

C.   

C.a  Am 24. Mai 2018 liess der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer) gegen die 

Verfügung vom 24. April 2018 Beschwerde erheben. Darin liess er sinngemäss 

beantragen, dass das IV-Taggeld auf das gesetzliche Maximum festzusetzen sei. 

Eventualiter sei die Sache zur Durchführung weiterer Sachverhaltsabklärungen und zur 

Neufestsetzung des Taggelds an die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) 

zurückzuweisen. Zur Begründung liess er ausführen, dass die aktuelle Krankheit bereits 

in den Jahren 2011 und 2012 begonnen habe, so dass deshalb auf das Einkommen 

abzustellen sei, das er bei der B.___ AG erzielt habe. Es sei irrelevant, dass er 

zwischenzeitlich seitens der Arbeitslosenkasse als vermittlungsfähig betrachtet worden 

sei, und auch der Zeitraum, in dem er erwerbstätig gewesen sei, sei nicht zu 

berücksichtigen. Sollte stattdessen tatsächlich vom letzten Lohn als Verkäufer bei der 

L.___ AG ausgegangen werden, so müsse die langfristige Einkommensentwicklung 

inkl. Provision als Berechnungsgrundlage dienen. Es sei davon auszugehen, dass ein 

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Verkäufer bei der L.___ AG ohne Weiteres einen Bruttogewinn von Fr. 20'000.-- erzielen 

könne. Andere Verkäufer der Firma würden in den ersten sechs Monaten je einen 

Umsatz von Fr. 50'000.-- machen, was einen Monatslohn von Fr. 13'500.--, bestehend 

aus einem Grundlohn von Fr. 1'100.--, einer Provision von Fr. 10'500.-- und einem 

Bonus von Fr. 1'500.--, zur Folge hätte. Dieser Lohn wäre mit der Zeit noch weiter 

angestiegen. Von einem regelmässigen Einkommen dürfte jedoch eigentlich gar nicht 

ausgegangen werden, da beide Arbeitsverhältnisse bei der L.___ AG zwar auf 

unbefristete Zeit abgeschlossen gewesen seien, jedoch nur 69 bzw. 17 Tage gedauert 

und ein stark schwankendes Einkommen zur Folge gehabt hätten. Zunächst habe er 

nämlich Fr. 9'000.--, anschliessend Fr. 5'000.-- verdient und ab dem vierten Monat 

seiner Anstellung hätte sein Gehalt zum grössten Teil aus Provisionen bestanden. 

Deshalb müsste für die Ermittlung des massgebenden Einkommens auf das während 

der letzten drei Monate ohne gesundheitliche Einschränkung erzielte 

Erwerbseinkommen in Höhe von Fr. 30'946.- abgestellt werden (act. G 1). Dazu liess er 

u.a. Lohnabrechnungen der K.___ AG (act. G 1.1.10), den Arbeitsvertrag betreffend 

seine Anstellung als CFO sowie Verantwortlicher für das Business Development im 

Rang eines Direktors bei der L.___ AG (act. G 1.1.11) und den Arbeitsvertrag betreffend 

seine Anstellung als Verkäufer bei der L.___ AG (act. G 1.1.13) einreichen. Letzterem 

war zu entnehmen, dass er während der ersten drei Monate einen Fixlohn ohne 

Provision in Höhe von Fr. 5'000.-- netto monatlich und ab dem vierten Monat einen 

monatlichen Grundlohn von Fr. 1'100.-- erhalte. Zudem sollte ab dem vierten Monat 

eine Provision von 21% des monatlichen Deckungsbetrags 1 (= Bruttogewinn vor 

Steuern) auf alle Geschäfte, die mit Kunden des zugewiesenen Verkaufsgebietes oder 

Kundenkreises abgeschlossen würden, entrichtet werden. Nebst dem Salär sei je nach 

dem erreichten monatlichen Deckungsbetrag ein monatlicher Brutto-Bonus zwischen 

Fr. 300.-- (Deckungsbetrag von Fr. 20'000.--) bis Fr. 16'000.-- (Deckungsbetrag von Fr. 

200'000.--) geschuldet.

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. 

September 2018 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

der Beschwerde beigelegten Stellungnahme der Ausgleichskasse Zug und führte 

ergänzend aus, dass der Versicherte gemäss der rechtskräftigen Verfügung vom 30. 

September 2013 in seiner angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen sei, 

weshalb der letzte Lohn bei der B.___ AG aus dem Jahr 2012 nicht berücksichtigt 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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werden könne. Die für die Taggeldberechnung massgebliche Arbeitsunfähigkeit sei am 

14. März 2016 eingetreten. Weil der Lohn des Versicherten bei der L.___ AG vom 

Umsatz abhängig gewesen sei, zähle er als Versicherter mit Provisionseinkommen. Drei 

Monate vor der gesundheitlichen Einschränkung (Mitte Dezember 2015 bis Mitte März 

2016) habe er durchschnittlich Fr. 8'679.-- monatlich (Fr. 4'500.-- : 31 Tage x 17 Tage + 

Fr. 9'673.40 + Fr. 9'673.40 + Fr. 9'349.95 : 31 Tage x 14 Tage) verdient. Verglichen mit 

seinem Einkommen vom 9. März 2016 bis 14. März 2016 als Verkäufer von Fr. 5'000.-- 

monatlich und seinem Einkommen bei der K.___ AG von Januar bis Dezember 2015 in 

Höhe von insgesamt Fr. 35'800.-- (monatlich Fr. 2'983.--) handle es sich dabei jedoch 

nicht um einen angemessenen Durchschnittslohn. Deshalb wäre der Durchschnittslohn 

der letzten 12 Monate vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, also vom 15. März 2015 bis 

14. März 2016 in Höhe von Fr. 4'801.50 zu berücksichtigen gewesen. Unter diesem 

Gesichtspunkt sei das im Rahmen der Taggeldverfügung berücksichtigte monatliche 

Einkommen von Fr. 5'000.-- grosszügig berechnet worden (act. G 5). In der erwähnten 

Vernehmlassung der Ausgleichskasse Zug vom 11. September 2018 beantragte diese 

ebenfalls die Abweisung der Beschwerde und erklärte, der Beschwerdeführer sei nicht 

von Dezember 2011 bis heute durchgehend krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen, 

da zumindest von Januar 2013 bis Juni 2016 eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden 

habe. So weise der IK-Auszug für das Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 35'800.-- 

sowie eine Arbeitslosenentschädigung von Fr. 37'935.-- auf. Dem IK-Auszug für das 

Jahr 2016 sei das von Januar bis zum 9. März 2016 als CFO erzielte Einkommen bei 

der L.___ AG zu entnehmen. In der IV-Anmeldung habe der Versicherten 

demgegenüber seinen ab dem 10. März 2016 geltenden Verkäuferlohn von Fr. 5'000.-- 

monatlich angegeben. Auf den Lohn als CFO könne nicht abgestellt werden, da es sich 

dabei um einen Lohn gehandelt habe, der während zweier Monate in der Probezeit 

bezahlt worden sei. Ausserdem habe der Versicherte seit Januar 2013 trotz seiner 

wiedererlangten vollen Arbeitsfähigkeit nie mehr über einen längeren Zeitraum mehr als 

Fr. 60'000.-- verdient. Der künftige Lohn des Beschwerdeführers als Verkäufer bei der 

L.___ AG könne ebenfalls nicht als Grundlage für die Taggeldberechnung dienen, da 

dieser Lohn rein spekulativ sei. Ebenso wenig könne der Lohn der letzten drei Monate 

herangezogen werden, weil der Arbeitsvertrag betreffend den CFO-Posten nicht einmal 

drei Monate Bestand gehabt habe. Stattdessen müsste wohl eher auf das Einkommen 

bei der K.___ AG von monatlich Fr. 4'500.--, welches der Beschwerdeführer während 

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immerhin 7 Monaten verdient habe, abgestellt werden, womit er jedoch schlechter 

gestellt wäre (act. G 5.1).

Erwägungen

1.  

1.1 Gemäss Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) haben die Parteien eines 

Sozialversicherungsverfahrens Anspruch auf rechtliches Gehör. Vor dem Erlass von 

Verfügungen, die mit einer Einsprache anfechtbar sind, müssen sie nicht angehört 

werden. Verfügungen der IV-Stellen unterliegen nicht dem Einspracheverfahren, 

sondern sind direkt vor dem Versicherungsgericht anfechtbar (Art. 69 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] i.V.m. Art. 52 ATSG). 

Die Parteien müssen daher vor dem Erlass einer IV-Verfügung angehört werden. 

Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Person den 

vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die 

Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheid mit. Die 

Vorbescheidspflicht gilt also ausnahmslos. Der Verordnungsgeber hat sie 

ungeachtetdessen in Art. 73  Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung 

(IVV, SR 831.201) auf die Fragen, die in den Aufgabenbereich der IV-Stellen (Art. 57 

Abs. 1 lit. c-f IVG) fallen, beschränkt. In diesen Aufgabenbereich fallen weder die 

betragsmässige Festsetzung der Invalidenrenten noch die Festlegung von Taggeldern; 

diese Aufgaben übernehmen die Ausgleichskassen. Das Bundesgericht hat Art. 73

Abs. 1 IVV trotzdem für gesetzmässig erklärt (BGE 134 V 97 E. 2). Der Anspruch auf 

das rechtliche Gehör ist aber auch dann zu gewähren, wenn kein Vorbescheidverfahren 

durchgeführt werden muss (BGE 134 V 97 E. 2.8.2; siehe auch Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. September 2014, IV 2013/271 

E. 1.1 f.). Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer vor dem Erlass der 

angefochtenen Taggeldverfügungen keine Möglichkeit gegeben, sich zum Inhalt der 

Verfügungen, namentlich zur Höhe des Taggeldes, zu äussern. Dadurch hat sie das 

rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt.

bis

bis 

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1.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des Anspruchs 

auf das rechtliche Gehör führt grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der 

Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (vgl. 

BGE 124 V 389 E. 1; vgl. BGE 126 V 130 E. 2b). Gemäss der Rechtsprechung des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen ist das Ignorieren ("Heilen") dieses 

Verfahrensmangels allerdings möglich, wenn die beschwerdeführende versicherte 

Person nicht ausdrücklich erklärt, sie verlange nur die rein verfahrensrechtliche 

Beurteilung und damit die Aufhebung der Verfügung und die Rückweisung zum Erlass 

einer neuen Verfügung (vgl. Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 12. Dezember 2007, IV 2007/94 und IV 2007/217 E. 2.1 sowie Entscheid 

vom 13. Juli 2017, IV 2014/196 E. 1). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat 

am 24. Mai 2018 ausschliesslich die materielle Behandlung der Angelegenheit 

beantragt. Im vorliegenden Fall ist daher nicht davon auszugehen, dass es im Interesse 

des Beschwerdeführers liegen würde, zunächst die Gewährung des rechtlichen Gehörs 

nachzuholen und damit die materielle Behandlung der Angelegenheit aufzuschieben, 

weshalb die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach dem Willen des 

Beschwerdeführers bei der Beurteilung der Rechtmässigkeit der angefochtenen 

Verfügung ignoriert werden muss. Die angefochtene Verfügung ist somit rein 

materiellrechtlich zu beurteilen.

2.  

2.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 24. April 2018 hat die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer für die Dauer der beruflichen Abklärungen vom 20. Februar 

2018 bis 17. August 2018 ein Taggeld (Grundentschädigung) von Fr. 132.-- pro Tag 

zugesprochen. Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Taggeldanspruchs.

2.2 Eine versicherte Person hat gemäss dem Art. 22 Abs. 1 IVG während der 

Durchführung einer Eingliederungsmassnahme im Sinne des Art. 8 Abs. 3 IVG einen 

Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an wenigstens drei aufeinanderfolgenden Tagen 

wegen dieser Massnahme verhindert ist, einer Arbeit nachzugehen, oder wenn sie in 

ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50% arbeitsunfähig ist. Die 

Grundentschädigung des Taggeldes beträgt 80% des letzten ohne eine 

gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens (Art. 23 Abs. 1 IVG). Bei 

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der vom 20. Februar bis 17. August 2018 geplanten Massnahme hat es sich um eine 

berufliche Eingliederungsmassnahme gehandelt, die aufgrund ihrer Dauer gemäss Art. 

17 IVV zu einem Taggeldanspruch geführt hat. Die Beschwerdegegnerin hat demnach 

den grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggelder für die Zeit der 

Durchführung der beruflichen Massnahme zu Recht bejaht (vgl. act. G 5.2/92). Das 

Bestehen des Taggeldanspruches an sich ist denn auch nicht umstritten. Vielmehr hat 

der Beschwerdeführer die Höhe des Taggeldes beanstandet und primär geltend 

gemacht, es sei auf sein letztes Einkommen als Business Unit Manager bei der B.___ 

AG im Jahr 2011 abzustellen, da er zu diesem Zeitpunkt zuletzt ohne gesundheitliche 

Einschränkung gearbeitet habe (act. G 1). Die Beschwerdegegnerin ist demgegenüber 

der Ansicht gewesen, dass der Beschwerdeführer von Januar 2013 bis Juni 2016 voll 

arbeitsfähig gewesen sei und hat diesbezüglich auf die rechtskräftige IV-

Rentenverfügung vom 30. September 2013 verwiesen. Der für die Taggeldberechnung 

massgebende Eintritt der Arbeitsunfähigkeit sei deshalb der 14. März 2016 (act. G 5). 

Bevor die Höhe eines Taggeldes bestimmt werden kann, ist darauf hinzuweisen, dass 

einem IV-Taggeld genau wie beispielsweise einer IV-Rente ein spezifisches 

Versicherungsverhältnis zugrunde liegt, welchem eine eigene Definition des 

versicherten Gutes innewohnt. Im Falle des IV-Taggeldes ist das versicherte Gut 

gemäss Art. 23 Abs. 1 IVG nicht wie etwa bei der Invalidenrente (Art. 28 IVG) die 

Erwerbsfähigkeit der versicherten Person, sondern das Erwerbseinkommen, welches 

die versicherte Person ohne die gesundheitliche Einschränkung (bzw. ohne die 

Verhinderung durch die berufliche Eingliederungsmassnahme) erzielen könnte. Der 

versicherungsspezifische Schaden ist dabei der aus der beruflichen Abklärung selbst 

oder der aus der Arbeitsunfähigkeit während der Abklärung resultierende 

Einkommensverlust in Bezug auf die letzte ohne gesundheitliche Einschränkung 

ausgeübte Tätigkeit, also die angestammte Tätigkeit der versicherten Person. Erst 

wenn dieser Schaden eintritt, ist die vorgesehene Versicherungsleistung - nämlich das 

IV-Taggeld - geschuldet.

2.3 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, welche vom Beschwerdeführer ausgeübte 

Tätigkeit als angestammte Tätigkeit zu betrachten ist, anhand derer seine 

Arbeitsfähigkeit zu beurteilen ist. Erst anschliessend kann nämlich bestimmt werden, 

wann der Beschwerdeführer zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkungen (also mit 

voller Arbeitsfähigkeit) erwerbstätig gewesen ist und welches der verschiedenen 

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bekannten Erwerbseinkommen als versichertes Gut gemäss Art. 23 Abs. 1 IVG zu 

qualifizieren ist.

2.3.1 Mit Blick auf den IK-Auszug wird deutlich, dass der Beschwerdeführer seit dem 

Jahr 1985 durchgehend erwerbstätig gewesen ist. Ab 2008 hat er jährlich über Fr. 

200'000.-- verdient und somit ein überdurchschnittlich hohes Erwerbseinkommen 

erzielt (act. G 5.2/10). Weiter ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer 

bereits in den 90er Jahren Führungsaufgaben übernommen hatte (vgl. act. G 5.2/60-5). 

Ab August 2001 hat er bei der B.___ AG als Business Unit Manager Bau eine Tätigkeit 

ausgeführt, die sehr hohe Anforderungen an ihn gestellt hat. Gemäss den Aussagen 

des Beschwerdeführers hat seine Arbeit "unter der Woche (…) an erster Stelle" 

gestanden. Er habe sie als "Herausforderung/Challenge" betrachtet (act. G 5.2/28-2). 

Den vorliegenden Arbeitszeugnissen ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer von 

seinen Arbeitgebern stets als sehr engagiert, selbstständig, pflichtbewusst und 

zuverlässig wahrgenommen worden ist (vgl. act. G 5.2/60). Insbesondere hat der 

Beschwerdeführer in der Vergangenheit auch die hohen Anforderungen für eine Stelle 

als Marketingleiter bei der B.___ AG erfüllt, was durch die Bemühungen der B.___ AG in 

Bezug auf die Wiedereingliederung des Beschwerdeführers am ursprünglichen 

Arbeitsplatz bestätigt wird. Es ist nämlich nicht davon auszugehen, dass die B.___ AG 

als offensichtlich rein wirtschaftlich denkende Arbeitgeberin diesen finanziellen sowie 

personellen Aufwand betrieben hätte, wenn sie nicht der Überzeugung gewesen wäre, 

dadurch einen wertvollen Mitarbeiter behalten zu können. In der Vergangenheit hat der 

Beschwerdeführer trotz der vorhandenen kombinierten Persönlichkeitsstörung mit 

narzisstischen und histrionischen Zügen also sowohl die erforderliche Persönlichkeit 

als auch die notwendigen Fähigkeiten für eine anspruchsvolle Führungstätigkeit 

gehabt. Aufgrund des Gesagten ist also mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich bei der Tätigkeit 

als Business Unit Manager Bau bei der B.___ AG um die "angestammte Tätigkeit" und 

damit die Referenztätigkeit des Beschwerdeführers zur Bestimmung dessen 

Arbeitsfähigkeit handelt.

2.3.2 Somit stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer nach seinem 

Zusammenbruch im Dezember 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als 

Führungskraft wieder voll arbeitsfähig gewesen ist. Nach den durch die B.___ AG 

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durchgeführten Wiedereingliederungsversuchen ist die B.___ AG im Mai 2013 zu dem 

Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer nicht (wohl eher: nicht mehr) die 

notwendigen Management-Fähigkeiten für die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als 

Business Unit Manager Bau aufweise und dass in dieser Tätigkeit die Gefahr einer 

erneuten Überforderung bestehe (act. G 5.2/35). Eine per 1. September 2013 

angetretene Anstellung als Leiter Marketing und Verkauf bei der H.___ AG ist 

arbeitgeberseitig bereits am 8. September 2013 gekündigt worden (vgl. act. G 9.3/193, 

197 f., 204 f.). Die von Oktober 2013 bis Mai 2015 andauernde Suche des 

Beschwerdeführers nach einer Tätigkeit mit einer Kaderfunktion (vgl. act. G 9.3/215) ist 

erfolglos geblieben. In diesem Zeitraum ist der Beschwerdeführer nämlich 

ausschliesslich als Hilfsarbeiter für monatlich maximal Fr. 1'500.-- und somit weit 

ausserhalb seines ursprünglichen Stellenprofils tätig gewesen (vgl. act. G 9.3/54, 92, 

97, 177, 186 f.). Auch die Stelle bei der K.___ AG ab Juni 2015 als 

Aussendienstmitarbeiter für Bauprodukte mit einem Jahreslohn von Fr. 54'000.-- ist 

weder bezogen auf den Lohn noch bezogen auf die Anforderungen mit der 

angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers als Marketingleiter vergleichbar 

gewesen (act. G 9.3/34). Im Januar 2016 hat der Beschwerdeführer jedoch eine Stelle 

als CFO bei der L.___ AG antreten können, die ähnliche Anforderungen mit sich 

gebracht hat wie die zuletzt bei der B.___ AG ausgeübte Tätigkeit als Business Unit 

Manager Bau. Allerdings hat auch bei der L.___ AG nach kurzer Zeit eine 

Umplatzierung stattgefunden (vgl. act. G 9.2/230 f.). Als Verkaufsleiter hat der 

Beschwerdeführer unter dem grossen Verkaufsdruck gelitten und sich schliesslich von 

seinem Hausarzt krankschreiben lassen (act. G 9.2/67). Gesamthaft kann somit nicht 

von einer gänzlich wiedererlangten Arbeitsfähigkeit die Rede sein. So ist beispielsweise 

ein erfolgreicher Balletttänzer, der regelmässig Soloparts übernommen hat, nach einem 

Beinbruch auch nicht wieder zu 100% in seiner angestammten Tätigkeit als 

arbeitsfähig zu betrachten, wenn er wegen der Spätfolgen des Beinbruchs seine 

Tanzkarriere beenden muss und stattdessen nur noch Ballettunterricht geben oder gar 

nur noch den Bühnenboden putzen kann. Wird dem ehemaligen Star-Balletttänzer 

irgendwann trotzdem nochmals die Möglichkeit geboten, als Solist aufzutreten und 

muss er die Vorstellung aufgrund der Spätfolgen des Beinbruchs vorzeitig abbrechen, 

so ist er ganz offensichtlich nach wie vor nicht dazu in der Lage, seine ehemalige 

Tätigkeit wieder wie früher auszuüben. Ebenso wenig ist der Beschwerdeführer, der vor 

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seinem Zusammenbruch im Jahr 2011 jahrelang bei der B.___ AG im operativen 

Geschäft tätig gewesen ist, wieder voll arbeitsfähig gewesen, als er mit einem 100% 

Pensum bei der B.___ AG nur noch strategisch hat tätig sein dürfen, als ihm 

anschliessend durch die B.___ AG und die H.___ AG gar die für die jahrelang 

ausgeübte Führungsfunktion erforderlichen Fähigkeiten abgesprochen worden sind, als 

er nur noch Hilfsarbeiten ausgeführt hat und als er bei der L.___ AG bei seiner 

Rückkehr in eine anspruchsvolle Tätigkeit gescheitert ist. Der Beschwerdeführer hat 

kurz nach seinem Austritt aus der psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene E.___ im 

Jahr 2012 neben seiner 50%igen Erwerbstätigkeit trotz einer nur 50%igen 

Arbeitsfähigkeit und obwohl er noch kurz zuvor angegeben hatte, sich dazu nicht 

imstande zu sehen, ab August 2013 einen Intensiv-Englischkurs sowie im November 

2013 eine Managementausbildung absolviert und ist somit recht bald weit intensiver 

gefordert gewesen, als dies seitens der Eingliederungsverantwortlichen und der Ärztin 

des Psychiatrischen Zentrums E.___ vorgesehen gewesen ist (vgl. act. G 5.2/28-6 f.). 

Ausserdem hat sich gemäss dem Bericht von S.___ zu Beginn der Behandlung des 

Beschwerdeführers in der Psychiatrischen Tagesklinik E.___ im Oktober 2016 gezeigt, 

dass der Beschwerdeführer beruflich wie privat immer wieder Kränkungserlebnisse 

gehabt hat. Er hat die alltäglichen Anforderungen nicht erfüllen können und er ist 

seinen administrativen persönlichen Angelegenheiten nicht gewachsen gewesen (act. 

G 5.2/61-3). Aufgrund der medizinischen Einschätzung und des gesamten 

Sachverhaltsverlaufs erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass der 

Beschwerdeführer sich von den ihn sehr stark belastenden, durch den 

Zusammenbruch seines persönlichen Lebensbereichs erfahrenen Verlusten nicht 

genügend hat erholen können, so dass er ab seinem Zusammenbruch Ende 2011 bis 

Anfang 2016 in Bezug auf seine angestammte Tätigkeit stets (teil-)arbeitsunfähig 

gewesen ist. Die Rentenverfügung vom 30. September 2013 kann somit nicht korrekt 

gewesen sein; sie darf deshalb für die Beantwortung der Frage, wann der 

Beschwerdeführer zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkungen tätig gewesen ist, 

nicht herangezogen werden.

2.3.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer – unabhängig 

von dem der Verfügung vom 30. September 2013 zugrunde gelegten IV-Grad – zuletzt 

im Jahr 2011 eine Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkungen ausgeübt 

hat. Deshalb ist gemäss Art. 21 Abs. 3 IVV auf das Erwerbseinkommen abzustellen, 

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welches er im massgebenden Zeitraum bis zum Abbruch der beruflichen Massnahme 

in einer Tätigkeit wie jener als Business Unit Manager Bau bei der B.___ AG erzielt 

hätte. Als Grundlage für die Bemessung des Taggeldanspruchs des 

Beschwerdeführers muss also sein Lohn als Business Unit Manager in Höhe von 

jährlich Fr. 236'500.-- herangezogen werden. Weil dieser Lohn den seit dem 1. Januar 

2016 geltenden Höchstbetrag des versicherten Verdienstes von Fr. 148'200.-- 

übersteigt und somit maximal ein Taggeld von Fr. 407.-- ausgerichtet werden kann, ist 

auf eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung bis 2018 zu verzichten. Die 

Verfügung vom 24. April 2018 ist somit aufzuheben und dem Beschwerdeführer ist 

gestützt auf Art. 23 Abs. 1 IVG für die Zeit vom 20. Februar 2018 bis 31. Mai 2018 ein 

Taggeld von Fr. 407.-- pro Tag zuzusprechen.

3.  

3.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

3.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei einen 

Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'500.-- 

bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Kostennote 

eingereicht. Der Vertretungsaufwand ist angesichts des einfachen Schriftenwechsels, 

des schlanken IV-Aktendossiers (eine Einsicht in die Akten der Arbeitslosenkasse ist 

nicht erfolgt) sowie der Tatsache, dass sich das Verfahren auf eine einzige Rechtsfrage 

beschränkt hat, als unterdurchschnittlich zu qualifizieren. Unter diesen Umständen hat 

die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer praxisgemäss mit Fr. 2'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

3.3 Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, ist dieses Urteil von einer mitwirkenden 

Versicherungsrichterin mitunterzeichnet (Art. 39  Abs. 2 VRP, sGS 951.1)

bis 

ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 24. April 2018 aufgehoben; 

dem Beschwerdeführer wird für die Zeit vom 20. Februar 2018 bis 31. Mai 2018 ein 

Taggeld von Fr. 407.-- pro Tag zugesprochen.

2.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; dem 

Beschwerdeführer wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'500.-- zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 15.07.2019
	Art. 23 Abs. 1 IVG, Art. 21 Abs. 3 IVV. Taggeld. Der Beschwerdeführer ist zuletzt im Jahr 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als Führungskraft ohne gesundheitliche Einschränkungen tätig gewesen. Seitdem ausgeübte, jedoch weit weniger anspruchsvolle Tätigkeiten vermögen daran nichts zu ändern (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Juli 2019, IV 2018/179).

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