# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9a5bc36-9e7d-5b52-a462-706377bb7d66
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-03-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 29.03.2006 SKG 2006 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2006-2_2006-03-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 29. März 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 06 2

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Vital und Möhr 
Aktuarin ad hoc Zanetti

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In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

d e r  C .  G m b H , Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Für-
sprecher Mark Ineichen, Postfach 5576, Bollwerk 15, 3001 Bern,

gegen

den Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Maloja vom 12. Ja-
nuar 2006, mitgeteilt am 25. Januar 2006, in Sachen der D., Gesuchstellerin und 
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Zinsli, Werkstrasse 
2, 7000 Chur, gegen die Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, 

betreffend provisorische Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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A. Mit Vertrag vom 2. Oktober 2000 verkaufte D., als alleinige Gesell-
schafterin der L. AG, alle ihre Aktien dieser Gesellschaft an die C. GmbH per 1. 
November 2000. Der vereinbarte Kaufpreis betrug Fr. 1'000'000.-, wobei Fr. 
600'000.- anlässlich der Übergabe der Aktien mittels Bankcheck beglichen wurden, 
während für die bleibenden Fr. 400'000.- die Gewährung eines Darlehens für die 
maximale Dauer von fünf Jahren zuzüglich Zins von 8% p.a. vereinbart wurde. In 
einer „Ergänzenden Vereinbarung zum Aktienkaufvertrag“ vom 25. Oktober 2000 
wurde bezüglich der Darlehenszinsen ausgeführt, sie seien halbjährlich fällig per 
30. April und 31. Oktober. Die Darlehenszinsen wurden bis 31. Dezember 2003 be-
zahlt. Die Zinsen vom 1. Januar 2004 bis 30. April 2004 sowie jene vom 1. Mai 2004 
bis 31. Oktober 2004 sind Gegenstand hängiger Aberkennungsklagen der Be-
schwerdeführerin. Die Zinsen für die Zeit vom 1. November 2004 bis 25. Oktober 
2005 sind vorliegend eingeklagt worden. 
Weiter enthält die „Ergänzende Vereinbarung zum Aktienkaufvertrag“ vom 25. Ok-
tober 2000 zwischen D. und der C. GmbH folgenden Passus (Ziff. 4 Abs. 5):

„4. Liquide Mittel

(Abs. 1-4)

Per 31. Oktober 2000 wird ein provisorischer Betrag, von Fr. 300'000.-, zwi-
schen den Parteien festgelegt und auf dieses Datum hin an Frau D. ausbe-
zahlt. Diese Auszahlung wird buchhalterisch in der Gesellschaft als Darlehen 
an Frau D. aufgeführt. Dieses Darlehen wird durch Verrechnung mit Forde-
rungen von Frau D. aus Leistungen für die Gesellschaft in den nächsten fünf 
Jahren getilgt.“

B. Mit Darlehensvertrag datiert vom 20. Oktober 2000 vereinbarte die L. 
AG mit D. ein Darlehen in Höhe von Fr. 300’000.- zuzüglich Zinsen von 4% (vgl. S. 
2):

„III. Zinsen/Rückzahlungspflicht

1. Das Darlehen wird mit 4 % p.a. verzinst. Der Zins wird jeweils auf den 
30. Juni und den 30. Dezember fällig, erstmals am 30. Juni 2001. Der 
Zins wird auf Darlehen aufgerechnet.

2. Das Darlehen ist voraussichtlich innert 8 Jahren zurückzubezahlen.

IV. Vertragsdauer/Kündigungsrecht

1. (…)

2. Der vorliegende Darlehensvertrag ist gegenseitig frühestens per 31. De-
zember 2008 unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten 
kündbar.“

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In einem „Anhang zum Darlehensvertrag“ zwischen der L. AG und D. vom 
19. November 2000, heisst es betreffend die Rückzahlungspflicht: 

„2. Rückzahlungspflicht

Die Rückzahlung erfolgt durch Verrechnung von Arbeitsleistungen der Darlehens-
nehmerin für Beratungstätigkeiten, Management-Unterstützung und den Arbeiten, 
welche in Zusammenhang mit dem neuen Ferienwohnungsangebot in Canada ste-
hen“.

C. Mit Brief vom 11. Oktober 2005 machte der Rechtsvertreter von D. die 
C. GmbH darauf aufmerksam, dass das Darlehen von Fr. 400'000.- am 25. Oktober 
2005 fällig werde und forderte sie zur Überweisung des Betrages auf. Innert Frist 
ging keine Zahlung ein.

D. Gegen den am 9. November 2005 zugestellten Zahlungsbefehl Nr. 
2052887 des Betreibungsamtes Oberengadin in Hohe von Fr. 432'000.- nebst Zins 
zu 8% auf Fr. 16'000.- seit 1. Mai 2005 sowie auf 416'000.- seit 1. November 2005, 
erhob die C. GmbH Rechtsvorschlag, worauf am 15. Dezember 2005 das Rechtsöff-
nungsbegehren gestellt wurde.

E. Mit schriftlichem Vertrag vom 21. Dezember 2005 trat die L. AG die 
Forderung gegen D. in der Höhe von Fr. 300'000.- zuzüglich Zinsen von 8% (Fr. 
120'000.-) an die C. GmbH ab. An der Rechtsöffnungsverhandlung vom 12. Januar 
2006 machte die Betriebene C. GmbH die Verrechnungseinrede gegenüber D. gel-
tend. 

F. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 12. Januar 2006, mitgeteilt am 25. 
Januar 2006, erkannte das Bezirksgerichtspräsidium Maloja wie folgt:

„1. Der Gläubigerin wird in der Betreibung Nr. 2052887 des Betreibungs-
amtes Oberengadin die provisorische Rechtsöffnung für den Betrag von 
Fr. 432'000.- nebst Zins zu 8% auf Fr. 16'000.- seit 1. Mai 2005 sowie 
auf den gesamten Betrag seit 1. November 2005 erteilt.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von Fr. 750.- ge-
hen zu Lasten der Schuldnerin. Sie werden bei der Gläubigerin unter Re-
gresserteilung auf die Schuldnerin erhoben und sind innert 30 Tagen auf 
das PC-Konto 70-5978-5 des Bezirksgerichts Maloja zu überweisen.

3. Ausseramtlich hat die Schuldnerin die Gläubigerin für ihre Umtriebe mit 
Fr. 1'000.- zu entschädigen.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilungen).“

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Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der Aktienkaufver-
trag vom 2. Oktober 2000 sowie dessen Ergänzungsvertrag vom 25. Oktober 2000 
provisorische Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 82 SchKG darstellen. Zudem 
sei bei der Einwendung der Verrechnung die Gleichartigkeit der zu verrechnenden 
Forderungen nicht gegeben. Die Rückzahlung des Darlehens von D. an die L. AG 
habe durch Erbringung von Arbeitsleistungen zu erfolgen, indessen sei die Verrech-
nung bei Verträgen über Dienstleistungen generell ausgeschlossen. Somit sei die 
provisorische Rechtsöffnung für Fr. 432'000.- nebst Zins zu 8% auf Fr. 16'000.- seit 
1. Mai 2005 sowie auf Fr. 416'000.- seit 1. November 2005 zu gewähren.

G. Gegen diesen Entscheid erhob die C. GmbH am 6. Februar 2006 
Rechtsöffnungsbeschwerde an den Ausschuss des Kantonsgerichts Graubünden 
mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die Rechtsöff-
nung nicht zu gewähren. Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, 
dass die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die Rückzahlung des Darlehens 
von Fr. 300'000.- auschliesslich durch Arbeits- bzw. Dienstleistungen zu geschehen 
habe, nicht haltbar sei, weil man damit unterstellen würde, die L. AG hätte sich ver-
pflichtet, D. ein bestimmtes Auftragsvolumen zu erteilten. Eine solche Verpflichtung 
sei gemäss der Beschwerdeführerin widerrechtlich. 

H. Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 
14. März 2006 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge.

Auf die Begründung der Anträge sowie die vorinstanzlichen Erwägungen 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Ausführungen eingegan-
gen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1.a) Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten in Rechtsöffnungssachen 
(Art. 15 Abs. 1 Ziff. 2 GVV zum SchKG) können gemäss Art. 236 Abs. 1 ZPO in 
Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 GVV zum SchKG innert zehn Tagen seit der 
schriftlichen Mitteilung an den Kantonsgerichtsausschuss weiter gezogen werden. 
Nach Art. 236 Abs. 3 ZPO in Verbindung mit Art. 233 Abs. 1 und 2 ZPO ist in der 
Beschwerdeschrift mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Ent-
scheides angefochten und welche Änderungen beantragt werden. Der Rechtsöff-
nungsentscheid wurde von der Beschwerdeführerin am 26. Januar 2006 in Empfang 
genommen. Mit Eingabe der vom 6. Februar 2006 (Montag) datierten Beschwerde 

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ist die Frist gewahrt. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist da-
her einzutreten.

b) Die Beschwerdeinstanz prüft im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob 
der angefochtene Entscheid oder das vorausgehende Verfahren Gesetzesbestim-
mungen verletzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich sind (Art. 235 
Abs. 1 ZPO). Abgestellt wird dabei auf die Entscheidgrundlagen, wie sie bereits dem 
vorinstanzlichen Richter zur Verfügung standen (Art. 235 Abs. 2 ZPO). 

2.a) Die Wirkungen des Rechtsvorschlags sind richterlich zu beseitigen 
und provisorische Rechtsöffnung ist zu erteilen, falls die Betreibungsforderung auf 
einer durch öffentliche Urkunde festgestellten oder durch Unterschrift des Schuld-
ners bekräftigten Schuldanerkennung beruht (vgl. Art. 82 Abs. 1 SchKG), und der 
betriebene Schuldner nicht sofort Einwendungen glaubhaft macht, welche die 
Schuldanerkennung entkräften (vgl. Art. 82 Abs. 2 SchKG). Im Rechtsöffnungsver-
fahren ist ausschliesslich die Frage zu prüfen, ob für den in Betreibung gesetzten 
Betrag ein Rechtstitel besteht, der die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages 
zu beseitigen vermag und somit die Betreibung fortgesetzt werden kann. Das 
Rechtsöffnungsverfahren hat rein betreibungsrechtlichen Charakter. Über den ma-
teriellen Bestand der Forderung hat der Rechtsöffnungsrichter hingegen nicht zu 
befinden (vgl. Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und 
Konkursrechts, 7. Auflage, Bern 2003, § 19 N 22; PKG 1996 Nr. 24; PKG 1995 Nr. 
25). Es ist deshalb zu prüfen, ob mit dem Aktienkaufvertrag vom 2. Oktober 2000 
sowie dessen Ergänzungsvertrag vom 25. Oktober 2000 eine Schuldanerkennung 
im Sinne des Gesetzes vorliegt und ob diese durch sofortige Einwendungen glaub-
haft entkräftet wurde.

b) Die Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG ist eine 
Willenserklärung, durch welche sich der Schuldner vorbehaltlos zur Bezahlung ei-
nes bestimmten oder bestimmbaren Geldbetrages zu bestimmter Zeit verpflichtet. 
In der Schuldanerkennung muss die Person des Verpflichteten sowie die des Be-
rechtigten genau bezeichnet sein und identisch mit dem Betriebenen resp. Betrei-
benden sein. Aus der Urkunde muss der Zeitpunkt der Fälligkeit bestimmt oder be-
stimmbar sein; die Forderung muss im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbe-
fehls fällig gewesen sein(vgl. Spühler/Pfister, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht 
I, 2. Aufl., Zürich 1999, S. 87). Der Gläubiger muss die Schuldanerkennung als 
Rechtsöffnungstitel urkundlich beweisen. Die Schuldanerkennung kann sich aus 
mehreren Schriftstücken zusammensetzen, vorausgesetzt die Urkunden stehen in 

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offensichtlichem Zusammenhang. Als Schuldanerkennung gelten auch zweiseitige 
Verträge, wobei gemäss der Basler Rechtsöffnungspraxis im Synallagma nur der-
jenige Erfüllung verlangen kann, der selbst erfüllt hat oder hierzu bereit ist (Jä-
ger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. 
I, 4. Aufl., Zürich 1997, N 10 zu Art. 82 SchKG). 

Im vorliegenden Fall schlossen die Beschwerdeführerin und die Beschwer-
degegnerin am 2. Oktober 2000 einen Aktienkaufvertrag, zu welchem noch eine 
„Ergänzende Vereinbarung zum Aktienkaufvertrag“ vom 25. Oktober 2000 kam. 
Diese zwei Urkunden hängen offensichtlich zusammen. Unter Ziff. 2 im Aktienkauf-
vertrag wurde die Gewährung eines Darlehens in Höhe von Fr. 400'000.- zwischen 
der Verkäuferin (D.) und der Käuferin (C. GmbH) für eine maximale Dauer von fünf 
Jahren abgemacht. Dies wird in der „Ergänzenden Vereinbarung“ unter Ziff. 5 noch-
mals wiederholt; zudem werden die Parteien hier mit Namen genannt, die Dauer 
des Darlehens wird aber auf exakt fünf Jahre festgelegt. Aus diesen zwei Urkunden 
geht hervor, dass sich die C. GmbH  vorbehaltlos gegenüber D. verpflichtet hat, ihr 
eine bestimmte Geldsumme zurückzugeben. Dieser Betrag ist nach fünf Jahren fäl-
lig, wie aus der jüngeren Abmachung hervorgeht. Es ist unbestritten, dass D. die 
Aktien gemäss Kaufvertrag vom 2. Oktober 2000 auf die C. GmbH übertragen hat 
und folglich ihre vertragliche Pflicht erfüllt hat. Sie kann ihrerseits von der Schuld-
nerin die Erfüllung im Synallagma verlangen. Demzufolge ist der Aktienkaufvertrag 
vom 2. Oktober 2000 zusammen mit dem Ergänzungsvertrag vom 25. Oktober 2000 
unzweifelhaft als Schuldanerkennung von Seiten der Beschwerdeführerin und somit 
als ein gültiger provisorischer Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 82 Abs. 1 
SchKG zu qualifizieren.

3. Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin Einwendungen sofort 
glaubhaft macht, welche die im vorliegenden Fall gegebene Schuldanerkennung 
gemäss Art. 82 Abs. 2 SchKG entkräften. Glaubhaft sind Einwendungen bereits 
dann, wenn der Richter überwiegend geneigt ist, an ihre Wahrheit zu glauben (PKG 
1990 Nr. 31; PKG 1993 Nr. 21).Glaubhaftmachen bedeutet somit mehr als behaup-
ten und weniger als beweisen. Dabei kann der Richter in grosser Freiheit und in 
Würdigung der persönlichen Verhältnisse die Einwendungen der Schuldnerin prü-
fen. Erkennt er, dass es sich um ernsthaft vertretbare Gründe handelt, wird er die 
Rechtsöffnung verweigern (PKG 1993 Nr. 21; PKG 1989 Nr. 31). Der Gläubiger wird 
jedoch dadurch nicht rechtlos, sondern auf den ordentlichen Prozessweg verwie-
sen, wo er mittels Anerkennungsklage gemäss Art. 79 SchKG seinen Anspruch gel-

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tend machen kann (Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und 
Konkursrechts, 7. Auflage, Bern 2003, § 19 N 85).

Zu den entkräftenden Einwendungen oder Einreden gehören z.B. der Nicht-
bestand oder das Erlöschen einer Forderung, deren Tilgung oder Stundung. Die 
Tilgung einer Forderung kann durch Verrechnung (Art. 120 OR ff.) erfolgen. Ein-
wendungen und Einreden sind auch zu beachten, wenn sie erst nach Einleitung der 
Betreibung entstanden sind und erstmals im Rechtsöffnungsverfahren vorgebracht 
wurden. Die Einrede der Verrechung kann somit auch erhoben werden, wenn der 
Schuldner die Verrechnungsforderung erst im Rechtsöffnungsverfahren durch Ab-
tretung erwirbt (vgl. Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum Bun-
desgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Band I, Basel 1998, N 85 und 93 
zu Art. 82 SchKG). Insoweit ist die Forderungsabtretung gemäss Vertrag vom 21. 
Dezember 2005 zwischen der L. AG und der C. GmbH nicht zu beanstanden. Von 
dieser Abtretung konnte D., welche anwaltlich vertreten war, spätestens an der 
Rechtsöffnungsverhandlung vom 12. Januar 2006 Kenntnis nehmen. Die abgetre-
tene Forderung könnte somit grundsätzlich zur Verrechnung taugen. Allerdings 
müssen dazu verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Der Verrechnende ver-
rechnet eine Eigenforderung mit der Hauptforderung des Verrechnungsgegners. 
Die Verrechnung ist an verschiedene Voraussetzungen geknüpft: Existenz der For-
derungen, Gegenseitigkeit, Gleichartigkeit, Erfüllbarkeit der Hauptforderung, Fällig-
keit und Klagbarkeit der Verrechnungsforderung sowie eine Verrechnungserklärung 
(Gauch/Schluep/Schmid/Rey, Schweizerisches Obligationenrecht Allgemeiner Teil, 
8. Aufl. Zürich 2003, N 3395 ff; Aepli, Zürcher Kommentar zum OR, Zürich 1991, zu 
Art. 120-126 N 35ff). Die Verrechnungsforderung muss im Zeitpunkt, wo sie ver-
rechnet wird, fällig und klagbar, also durchsetzbar sein. Für die Hauptforderung hin-
gegen genügt Erfüllbarkeit (Gauch, a.a.O., N 3414-20; Aepli, ZH Komm, N 80 ff zu 
Art. 120, v.Tuhr/Escher, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, 
2. Band, 3. Aufl., Zürich 1994). Gemäss dem Darlehensvertrag zwischen der L. AG 
und D. vom 20. Oktober 2000 (III Ziff. 2) ist das Darlehen „voraussichtlich innert 8 
Jahren zurückzubezahlen“. Weiter heisst es dort (IV Ziff. 2.): „Der vorliegende Dar-
lehensvertrag ist gegenseitig frühestens per 31. Dezember 2008 … kündbar“. In-
dessen heisst es im Ergänzungsvertrag zum Aktienkauf zwischen D. und der C. 
GmbH vom 25. Oktober 2000 (Ziffer 4 Abs. 5): „Dieses Darlehen wird durch Ver-
rechnung mit Forderungen von Frau D. aus Leistungen für die Gesellschaft in den 
nächsten fünf Jahren getilgt“. Wie aus der Gegenüberstellung dieser Textpassagen 
hervorgeht, bestehen zwischen den verschiedenen Abmachungen Ungereimthei-
ten. Es ist nicht klar, ob die Verrechnungsforderung bereits fällig ist. Zwischen den 

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direkt involvierten Parteien, d.h. zwischen der L. AG und D. wurde vereinbart, dass 
der Darlehensvertrag von Fr. 300'000.- frühestens auf den 31. Dezember 2008 fällig 
gestellt werden könne. Weiter ist zu bemerken, dass der Ergänzungsvertrag zum 
Aktienkauf zwischen D. und der C. GmbH geschlossen wurde, also aus der Sicht 
der Fälligkeit der in Frage stehenden Verrechnungsforderung von den falschen Par-
teien. Kommt hinzu, dass die Feststellung in diesem Ergänzungsvertrag, wonach 
das Darlehen durch Verrechnung in den nächsten fünf Jahren getilgt werde, nicht 
bedeuten muss, das damit die Fälligkeitsklausel im Vertrag zwischen den direkt in-
volvierten Parteien ausser Kraft gesetzt wurde. Wie bereits eingangs erläutert, muss 
der Betriebene im Rechtsöffnungsverfahren Einwendungen und Einreden, die er 
gegen die Rechtsöffnung vorbringt, glaubhaft machen (vgl. Art. 82 Abs. 2 SchKG). 
Das bezieht sich auch auf die Fälligkeit (vgl. Art. 120 Abs. 1 OR). Es ist vorliegend 
nicht rechtsgenüglich glaubhaft gemacht worden, dass die Verrechnungsforderung 
fällig ist. Es bestehen vielmehr gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass sie frühestens 
per 31. Dezember 2008 fällig werden kann. Anzumerken bleibt noch, dass es nun 
aber nicht Aufgabe des im summarischen Verfahren entscheidenden Rechtsöff-
nungsrichters sein kann, bezüglich des Willens der Parteien im Zusammenhang mit 
der Fälligkeit eine materiell-rechtliche Entscheidung zu treffen. Da die Fälligkeit der 
Verrechnungsforderung nicht glaubhaft dargetan ist, ist die Einrede der Verrech-
nung entsprechen zu verwerfen.

4. Die Vorinstanz beurteilte die Voraussetzung der Gleichartigkeit der 
Hauptforderung und der Verrechnungsforderung (Art. 120 Abs. 1 OR). Sie verneinte 
die Gleichartigkeit und liess die Verrechnung aus diesem Grund nicht zu. Gleichar-
tigkeit wird allgemein angenommen, wenn sich die Forderungen inhaltlich auf 
gleichartige Leistungen richten. Das Erfordernis der Gleichartigkeit betrifft ausch-
liesslich die Leistungsgegenstände der Obligationen und muss für jede gesondert 
geprüft werden. Massgebend ist, was auf Grund der Obligation zu leisten wäre; in 
einem konkreten Fall ergibt sich dies aus Vereinbarung oder Gesetz. 

Vorliegend ist die Hauptforderung, die D. gegen die C. GmbH hat, eine Geld-
summe in der Höhe von Fr. 400'000.- zuzüglich Zinsen, wie sie aus dem Aktien-
kaufvertrag vom 2. Oktober 2000 respektive der Ergänzung dazu vom 25. Oktober 
2000 hervorgeht. Auf der anderen Seite steht die Forderung aus Darlehensvertrag 
vom 20. Oktober 2000 der L. AG gegen D. in Höhe von Fr. 300'000.-, die später an 
die C. GmbH abgetreten wurde. Nach Massgabe des Darlehensvertraganhangs 
vom 19. November 2000 sollte die Rückzahlung „durch Verrechnung von Arbeits-
leistungen der Darlehensnehmerin für Beratungstätigkeiten, Management-Unter-

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stützung und den Arbeiten, welche in Zusammenhang mit dem neuen Ferienwoh-
nungsangebot in Canada stehen“ (Ziff. 2) erfolgen. Die Frage der Gleichartigkeit 
kann hier offen gelassen werden, da die Voraussetzung der Fälligkeit der Verrech-
nungsforderung durch die Beschwerdeführerin nicht genügend glaubhaft gemacht 
wurde.

Ebenso kann die Frage offen gelassen werden, ob die Darlehensforderung 
in Höhe von Fr. 300'000.- tatsächlich untergegangen sei, wie der Rechtsvertreter 
der Beschwerdegegnerin zu glauben scheint.

5. Die Vorinstanz hat somit im Ergebnis zu Recht provisorische 
Rechtsöffnung erteilt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. Der Beschwerde-
führerin bleibt es unbenommen, die widersprüchlichen und ungenauen Regelungen 
betreffend Fälligkeit sowie weitere Fragen mit allen ihr zur Verfügung stehenden 
Beweismitteln allenfalls auf dem Wege der Aberkennungsklage gemäss Art. 83 Abs. 
2 SchKG klären zu lassen.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwer-
deverfahrens zu Lasten der Beschwerdeführerin. Sie werden gestützt auf Art. 48 in 
Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs bei Fr. 1000.- festgelegt. Ausseramtlich hat die Be-
schwerdeführerin die Beschwerdegegnerin ausserdem mit Fr. 500.- (inkl. MWSt) zu 
entschädigen.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1000.- gehen zu Lasten der 
Beschwerdeführerin, welche die Beschwerdegegnerin mit Fr. 500.- (inkl. 
MWSt) ausseramtlich zu entschädigen hat

3. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: