# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2903c8d2-755e-5af6-8418-23c39d6251c2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.02.2022 I 2021 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-73_2022-02-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 73

Entscheid vom 11. Februar 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. __.__.1959 in _______) hat eine Ausbildung als Maurer 
absolviert und nach dem Militärdienst zwei Jahre in _________ gearbeitet. Ab 
1981 lebt er in der Schweiz. Er war jahrelang als Gipser angestellt; von 2007 bis 
2013 führte er ein eigenes Gipsergeschäft; von 2014 bis 2015 war er wieder als 
Gipser angestellt und in der Folge arbeitslos (vgl. IV-act. 124-43/96 und 70-2/2 
i.V.m. Suva-act. 3-47/84). Am 20. Oktober 2017 unterzeichnete er 
eine IV-Anmeldung, welche am 17. November 2017 bei der IV-Stelle Schwyz 
einging. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen umschrieb er wie folgt: "Dopo 
una caduta, sono stato operato alla spalla sinistra" (IV-act. 1). Den Suva-Akten 
ist zu entnehmen, dass A.________ am 28. März 2017 von einer Leiter auf die 
linke Schulter stürzte (Suva-act. 3-13/84). Am 22. Juni 2017 wurde er im Spital 
C.________ operiert (Suva-act. 3-21/84). Die Suva anerkannte ihre Leistungs-
pflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Anlässlich der kreisärztlichen 
Untersuchung vom 19. Februar 2018 wurde die Arbeitsunfähigkeit weiterhin auf 
100% veranschlagt (Suva-act. 6-64ff./103). Vom 26. April 2018 bis 24. Mai 2018 
hielt sich A.________ zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik 
D.________ auf (IV-act. 8-27ff./47). Mit Verfügung vom 6. August 2018 sprach 
die Suva A.________ ausgehend von einer unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit 
von 27% eine monatliche UVG-Invalidenrente von Fr. 1'378.50 zu; zudem wurde 
noch eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 
12.5% gewährt (Suva-act. 10). Eine dagegen erhobene Einsprache wurde von 
der Suva mit Entscheid vom 23. Oktober 2018 abgewiesen (Suva-act. 12). 

B. In der Zwischenzeit hatte die IV-Stelle am 30. Januar 2018 mitgeteilt, dass 
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche gewährt werde (IV-act. 17, 
analog auch am 26.3.2019 = IV-act. 64). Nach Stellungnahmen der RAD-Ärztin 
E.________ (Allg. Innere Medizin FMH) vom 15. November 2018 (IV-act. 39-6/6), 
vom 7. Februar 2019 (IV-act. 49-7/7) und vom 12. März 2019 (IV-act. 62) wurden 
zusätzliche Abklärungen getroffen und Unterlagen eingeholt. Nach einer Würdi-
gung der medizinischen Aktenlage empfahl die gleiche RAD-Ärztin am 13. Fe-
bruar 2020 die Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung in den Diszi-
plinen Innere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie sowie Neuropsychologie mit Be-
schwerdenvalidierung (IV-act. 93-10/11). Die Vornahme einer solchen Begutach-
tung wurde dem Rechtsvertreter am 20. Februar 2020 mitgeteilt (IV-act. 98). Der 
Begutachtungsauftrag wurde der MEDAS F.________ zugelost (IV-act. 100). Die 
ursprünglich angekündigten Untersuchungstermine wurden aufgrund der Corona-
Situation am 23. März 2020 abgesagt (IV-act. 102) und im Juli 2020 (IV-act. 113) 
und August 2020 (IV-act. 115-2/3) nachgeholt. 

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C. Das von der MEDAS F.________ am 18. Februar 2021 fertiggestellte Gut-
achten ging am 22. Februar 2021 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 124). Die RAD-
Ärztin E.________ beurteilte am 2. März 2021 das Gutachten als schlüssig, wes-
halb darauf abgestellt werden könne (IV-act. 126). Mit Vorbescheid vom 10. März 
2021 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 128). 
Mit Eingaben vom 14. April 2021 (IV-act. 132) und vom 13. Mai 2021 (IV-act. 
135) liess A.________ Einwände erheben. Der RAD-Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie G.________ empfahl am 7. Juli 2021, die den psychischen 
Gesundheitszustand betreffenden Einwände dem psychiatrischen Gutachter zu 
unterbreiten (IV-act. 139). Die entsprechende Stellungnahme der MEDAS 
F.________ ging am 13. Oktober 2021 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 149). Dazu 
äusserte sich die RAD-Ärztin E.________ am 19. Oktober 2021 (IV-act. 151). Am 
21. Oktober 2021 verfügte die IV-Stelle, dass das Leistungsbegehren abgewie-
sen werde (IV-act. 154).

D. Gegen diese Verfügung reichte A.________ fristgerecht am 25. Oktober 
2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein mit den folgenden Rechtsbegeh-
ren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 21. Oktober 2021 sei vollumfänglich 
aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab Mai 2018 fortdauernd und ununter-
brochen eine ganze Invalidenrente auszurichten.

3. Eventuell sei dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab Mai 2018 fortdauernd und 
ununterbrochen eine Dreiviertelsrente auszurichten.

4. Dem Beschwerdeführer sei im Verfahren vor Verwaltungsgericht die unentgelt-
liche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu bewilligen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

E. Mit Vernehmlassung vom 17. Dezember 2021 beantragte die IV-Stelle, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
vom 19. Juni 1959 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den All-
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 
2000 gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheits-
schaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die 
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen 

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der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähig-
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG:

- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.1.2  Anzufügen ist, dass der Gesetzgeber mit der Gesetzesrevision "Weite-
rentwicklung der IV" (WE IV) bzw. den Änderungen des IVG vom 19. Juni 2020, 
welche per 1. Januar 2022 in Kraft getreten sind, u.a. ein neues, stufenloses 
Rentensystem eingeführt hat. Mit diesem Wechsel wird die Höhe des Anspruchs 
auf eine Invalidenrente neu in prozentualen Anteilen einer ganzen Rente festge-
legt und nicht mehr wie bisher nach Viertelsrentenstufen (vgl. Erw. 1.1.1 in fine). 

Allerdings gilt das stufenlose Rentensystem erst für Rentenansprüche ab 1. Ja-
nuar 2022. Rentenansprüche, die vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind, wer-
den noch nach altem Recht zugesprochen (vgl. die Übergangsbestimmungen zur 
IVG-Änderung vom 19.6.2020; vgl. auch Anne-Sylvie Dupont, Weiterentwicklung 
der IV, in SZS 1/2022, S. 7; siehe auch Mélanie Sauvain, Sozialversicherungen: 
Was ändert sich 2022, in: SZS 1/2022, S. 41; Kreisschreiben über die Überg-
angsbestimmungen zum Rentensystem im Rahmen der WE IV, Rz. 1008).

1.1.3  Im konkreten Fall sind sich die Parteien einig, dass - falls von einem Ren-
tanspruch auszugehen wäre - der Beginn dieses Anspruchs per 1. Mai 2018 
festzulegen wäre (vgl. zit. Rechtsbegehren Ziff. 2 und 3 in der Beschwerde i.V.m. 
der Vernehmlassung der Vorinstanz, S. 5, Ziff. 17). Bei dieser Sachlage ist der 
(streitige) Rentenanspruch nach dem bisherigen Recht (und nicht nach dem 
neuen, seit dem 1.1.2022 geltenden Recht) zu prüfen.

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 

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stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). 

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

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Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 
105 V 156 Erw. 1 begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte 
Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.5.5  Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Un-
tersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweis-
würdigung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb; Urteil BGer 
9C_278/2016 vom 22.7.2016 Erw. 3.2.2). 

1.6.1  Für die Festsetzung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Leiden definiert 
das strukturierte Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 systematisierte Indi-
katoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs-
faktoren einerseits und allfälliger Kompensationspotentiale (Ressourcen) ander-
seits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen 
(Urteil des Bundesgerichts 8C_213/2020 vom 19.5.2020 Erw. 4.1 mit Verweis auf 

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BGE 141 V 281 Erw. 2 S. 285 ff., Erw. 3.4-3.6 und 4.1 S. 291 ff.). Bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen 
als auch die Organe der Rechtsanwendung in ihrer Einschätzung des Leistungs-
vermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Ideal-
fall gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 Erw. 
5.2 S. 306 f.).  

1.6.2  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht 
ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher 
praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu 
respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Hinweisen).

1.7 Gelangt der Rechtsanwender nach der Beweiswürdigung zum Schluss, ein 
Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungsmedi-
zinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisanforderungen 
(Erw. 1.4ff.), ist es beweiskräftig und die darin formulierten Stellungnahmen zur 
Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische Parallelü-
berprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens soll nicht statt-
finden (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.3; Urteil BGer 8C_260/2017 vom 1.12.2017).

1.8  Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Was die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Versicherten sowie die 
Auswirkungen auf das verbliebene (zumutbare) Leistungsvermögen anbelangt, 
sind den Akten u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

2.1 Nach dem Unfall vom 28. März 2017 und den anschliessenden 
medizinischen Behandlungen wurde der Beschwerdeführer am 26. September 
2017 durch den Suva-Kreisarzt H.________ (Facharzt für Chirurgie) untersucht, 
welcher eine Supra-/Infraspinatussehnenruptur der Schulter links diagnostizierte 
sowie einen Status nach arthroskopischer Rekonstruktion der Supra- und 
Infraspinatussehne, Bizepssehnentenodese periossör sowie eine subacromiale 

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Dekompression der Schulter links (am 22.6.2017). Dieser Kreisarzt attestierte für 
den Untersuchungszeitpunkt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit als Gipser, aber auch aktuell auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt (vgl. Suva-act. 3-56/84).

2.2.1  Vom 26. April 2018 bis zum 24. Mai 2018 hielt sich der Beschwerdeführer 
in der Suva-Rehaklinik D.________ auf. Im Austrittsbericht vom 29. Mai 2018 
wurde nebst den Unfalldiagnosen (Supra-/Infraspinatussehnenruptur Schulter 
links mit detaillierten Angaben zum Behandlungsverlauf) eine Adipositas Grad I 
und eine Angst- und depressive Störung (gemischt, ICD-10: F41.20) (DD 
Angststörung mit komorbider mittelgradiger depressiver Episode) diagnostiziert 
(Suva-act.8-27/48). Die berufliche Tätigkeit als Gipser sei nicht mehr zumutbar. 
Zur Einschätzung des Grades der Arbeitsfähigkeit (für andere, leichte bis 
mittelschwere Arbeiten) bedürfe es einer akkuraten Aufarbeitung und einer 
regelmässigen Re-Evaluation. Aktuell ergäben sich Einschränkungen im Bereich 
der Stress-/ Frustrationstoleranz, durch die herabgesetzte Schwelle der 
Frustrationstoleranz komme es schnell zu Angstsymptomen und in der Folge zu 
Blockaden (Suva-act. 8-28/48). 

2.2.2  Im psychosomatischen Konsilium vom 4. Juni 2018 ergänzte Dr.med. 
I.________ (Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Rehaklinik 
D.________), dass die festgestellte psychische Störung zusätzlich zu den 
muskuloskelettal bedingten Einschränkungen aktuell eine arbeitsrelevante 
Leistungsminderung begründe. Die Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie 
bei seit 2005/2006 anhaltender Angstsymptomatik sei aus psychiatrisch-
psychologischer Sicht dringend notwendig. Dem Versicherten seien dafür 
Adressen von italienischsprachigen Psychiatern in der Wohnregion abgegeben 
worden. Er möchte dies auch noch mit seinem Hausarzt besprechen, mit dem er 
bisher (wegen Scham, Stigmatisierungsangst) noch nie über diese Symptomatik 
gesprochen habe (Suva-act. 8-41/47 unten = IV-act. 41-2/4 unten).

2.3.1  Der Psychiater Dr.med. J.________ (Praxis Dr.med. K.________), welcher 
den Versicherten seit dem 29. Juni 2018 behandelte, wiederholte in seinem 
Bericht vom 2. November 2018 an die IV-Stelle die bereits erwähnten 
psychiatrischen Diagnosen. Zudem wies er u.a. darauf hin, dass der Versicherte 
"nun schon seit einigen Jahren nicht mehr aktiv im Arbeitsleben" sei, weshalb die 
Arbeitsfähigkeit langsam wiederaufgebaut werden müsse. Ein direkter 
Wiedereinstieg in die freie Wirtschaft sei fraglich ("skeptisch"); es werde ein 
Belastbarkeits-/Arbeitstraining empfohlen (IV-act. 37-3/5 Ziff. 2.7).

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2.3.2  In einem Verlaufsbericht vom 25. Juni 2019 wies Dr.med. L.________ 
(delegierender Psychiater, gleiche Praxis K.________) darauf hin, dass der 
Versicherte stark unter dem frustranen Verlauf leide, dass er durch die 
unterschiedlichen Angaben (von der medizinischen Seite her) verunsichert sei 
und eine gewisse Verbitterung zeige. Dies habe zu einer Verschlechterung des 
psychischen Zustandes geführt. Neben der psychiatrischen Symptomatik werde 
der Versicherte durch die anhaltenden Schmerzen in der Schulter, durch 
Tinnitus, eine Augenproblematik und Kopfschmerzen belastet (ziehend von der 
Schulter über den Nacken bis hin zur Stirn). Aktuell werde der Versicherte durch 
die dargelegte Kombination der beschriebenen Beschwerden weiterhin als 100% 
arbeitsunfähig beurteilt (IV-act. 78-2f./3).

2.4 Dr.med. M.________ (Ophthalmologie/Ophthalmochirurgie FMH, _______) 
stellte in seinem Bericht vom 23. September 2019 an den Hausarzt Dr.med. 
N.________ die Diagnose einer unklaren, vielschichtigen Symptomatik mit 
kreisenden Lichtbewegungen vor beiden Augen, Druck und Zuggefühl linke 
Gesichtshälfte (IV-act. 87/1/29).

2.5 Dr.med. O.________ (Facharzt FMH für Rheumatologie) wies in seinem 
Bericht vom 18. Dezember 2019 an den Rechtsvertreter des Versicherten auf 
folgende Diagnosen hin (IV-act. 89-1/2):

1. Chronische PHS links mit/bei
- Sturz von der Leiter (28.03.2017) mit resultierender Supra-/Infra-

spinatussehnenruptur links
- Status nach Arthroskopie, Rekonstruktion der Supra- und 

Infraspinatussehne, Bizepssehnentenodese periossär, subakromiale 
Dekompression Schulter links am 22.06.2017 (…)

- Arthro-MRI Schulter links 2/2019: partielle Re-Ruptur der 
Supraspinatussehne, zusätzlich liegt bedingt durch AC-Arthrose eine 
grenzwertige Weite des Subacromialraumes mit Impingement-
Konstellation vor (…)

- Aktuell klinisch dominierend abduktionszentrierte Schmerzen und 
Bewegungseinschränkung (…)

2. Chronisches cervicospondylogenes Syndrom linksbetont mit/bei
- MRI HWS: mehrsegmentäre degenerative Veränderungen, betont 

midcervikal mit bilateralen neuroforaminalen Stenosen C5/C6 und C6/C7 
und rein bildgebend möglichen Nervenwurzelbeeinträchtigungen

- Klinisch vorwiegend myofasziale Schmerzen, Vd. auf 
dermatomunspezifische funktionelle Sensibilitätsstörungen

- Elektrophysiologisch Normalbefund M. biceps und M. triceps (C6, C7) (…)

3. Vd.a. Neuropathie nervus cutanus femoris lateralis liniks

4. St.n. LWK2-Impression nach Sturz auf das Gesäss 10/2019

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5. Angststörung mit mittelgradiger depressiver Episoden m/b
- Multiple komplexe funktionelle Störungen wie Tinnitus, Schwindel, 

Sehstörungen ohne fachärztlich strukturelles Korrelat

Abschliessend führte Dr.med. O.________ aus, es bestehe eine komplexe or-
thopädisch-rheumatologisch-psychiatrische Problematik, durch welche der Versi-
cherte 60% arbeitsunfähig bleibe. Im Übrigen empfahl er eine interdisziplinäre 
Begutachtung (IV-act. 89-2/2 in fine).

2.6.1  Die RAD-Fachärztin (Allg. Innere Medizin FMH) E.________ schloss sich 
in ihrer Beurteilung vom 13. Februar 2020 der Auffassung an, wonach eine ME-
DAS-Begutachtung geboten sei (IV-act. 93-10/11). Der Begutachtungsauftrag 
wurde der MEDAS F.________ zugelost (IV-act. 100). Die ursprünglich an-
gekündigten Untersuchungstermine wurden aufgrund der Corona-Situation am 
23. März 2020 abgesagt (IV-act. 102) und im Juli 2020 (IV-act. 113) und August 
2020 (IV-act. 115-2/3) nachgeholt. 

2.6.2  Das (am 18.2.2021 fertiggestellte) Gutachten ging am 22. Februar 2021 
bei der IV-Stelle ein (IV-act. 124). Es wirkten folgende Sachverständige am Gut-
achten mit (IV-act. 124-10/96):

- Dr.med. Q.________ (Psychiatrie u. Psychotherapie FMH/ zertif. med. Gutach-
ter SIM/ zertif. Arbeitsfähigkeitsassessor SIM)

- Dr.med. R.________ (Fachärztin für Allg. Innere Medizin u. Rheumatologie/ 
zertif. med. Gutachterin SIM)

- Dr.med. S.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie u. Traumatologie 
des Bewegungsapparates FMH/ zertif. med. Gutachter SIM)

- M SC. T.________ (Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP/ zertif. neuro-
psychologische Gutachterin SIM)

2.6.3  Die Gutachter stellten im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurtei-
lung (Konsensbeurteilung) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit (IV-act. 124-6/96 oben):

- Maximal leichte neuropsychologische Störung in Aufmerksamkeit, Gedächtnis 
Exekutivfunktionen und Visuokonstruktion

- Persistierendes Schmerzsyndrom der linken Schulter
o bei Status nach arthroskopischer Rekonstruktion der Supra- und Infraspi-

natussehne
o sowie subacromiale Dekompression der linken Schulter am 22.06.2017
o partielle Re-Ruptur der Rotatorenmanschette gemäss MRI 02/2019

- Cervikaarthrose C5/6 und C6/7 

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden Probleme hin-
sichtlich Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung Z73 (leichte Akzentuierung 
von Persönlichkeitszügen, früher mangelnde Entspannung und Freizeit, psychi-

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sche Belastungen durch soziale Umstände), Adipositas Grad I, eine chronische 
Bronchitis im Rahmen des langjährigen Nikotinabusus sowie ein Zustand nach 
ventrikulärer Extrasystolie aufgeführt.

2.6.4  Was die Arbeitsfähigkeit anbelangt, wurde im MEDAS-Gutachten ausge-
führt, dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Gipser aus or-
thopädischer Sicht als arbeitsunfähig beurteilt werde (IV-act. 124-6/96 unten und 
124-8/96 Ziff. 4.7). Hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit (wechselbelastende 
Arbeiten mit jeweils kurzen Pausen, keine Überkopfarbeiten mit dem linken Arm, 
welcher noch als Zudienhand eingesetzt werden kann, mit dem rechten Arm Las-
ten heben bis ca. 10/15 kg möglich, etc. siehe IV-act. 124-//96 oben) wurde eine 
Arbeitsfähigkeit von 100% veranschlagt (IV-act. 124-8/96 Ziff. 4.8).

In der Herleitung dieser Arbeitsfähigkeitsbeurteilung bzw. im Rahmen der Beur-
teilung der funktionellen Auswirkungen der Befunde/ Diagnosen führten die Gut-
achter u.a. was folgt aus (IV-act. 124-6f./96):

Aus psychiatrischer Sicht ergibt sich in Bezug auf die Indikatorenprüfung folgendes 
Bild: Das geschilderte Zustandsbild weist keinen klassifikatorisch vorausgesetzten 
relevanten Schweregrad aus. Es bestehen auf psychiatrischem Gebiet keine funk-
tionserheblichen Diagnosen oder Befunde, welche die subjektiven Beschwerden 
und funktionellen Beeinträchtigungen erklären würden; diese können gegenwärtig 
weder objektiviert noch in der Untersuchung reproduziert werden.
Es liegt aus psychiatrischer Sicht kein konsistenter Nachweis einer gestörten Akti-
vität und Partizipation im Hinblick auf die Anforderungen des Arbeitslebens vor. 
(…)
Der Versicherte entfaltet in Bezug auf die von ihm und seinen Ärzten beschriebe-
nen Schmerzen und Ängste sowie Depressionen nur eine geringe therapeutische 
Aktivität; es liegt eine Diskrepanz zwischen geschilderten Beschwerden und dem 
gezeigten Verhalten im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung vor; das psy-
cho-soziale Umfeld ist intakt; die Beschwerdeschilderung erscheint zum Teil ver-
deutlichend.
Es bestehen keine relevanten Auffälligkeiten der Persönlichkeit, der persönlichen 
Ressourcen und im sozialen Kontext.
Einschränkungen des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen 
können nicht nachgewiesen werden.
Auf psychiatrischem Gebiet kann kein erheblicher behandlungs- und eingliede-
rungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck objektiviert werden.

Aufgrund der invaliden Ergebnisse wird neuropsychologisch ein positives 
Funktionsprofil erstellt, welche aufzeigt, welche Leistungen mindestens möglich 
sein sollten: Herr … kann einfache Aufgaben in einem unauffälligen Tempo und 
sorgfältig bearbeiten. An Aufgaben geht er grundsätzlich strukturiert heran, der 
Wechsel von einer einfachen, ihm bekannten Aufgabe zur nächsten gelingt ihm 
ausreichend schnell. Kurzfristig merkt er sich eine altersgerechte Menge an neuen 
Informationen. An eine zuvor gezeichnete Figur kann er sich nach einer Weile 
noch ausreichend erinnern. Er versteht Instruktionen gut und kann sich verständ-

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lich ausdrücken. Für mindestens 4 Stunden ist er ausreichend belastbar, ermüdet 
nicht sichtlich, seine Aufmerksamkeit bleibt stabil, er ist nicht erhöht ablenkbar. (…)

Des Weiteren führten die Gutachter aus, dass beim Versicherten keine Störun-
gen der Sinneswahrnehmung (Selbstreflexion, Selbstbild, Identität und Affektdif-
ferenzierung) erkennbar seien. Er verfüge über eine gute Fähigkeit zur Selbst-
steuerung und über hinreichende schützende Abwehrmechanismen. Es bestehe 
bei ihm eine gute Befähigung zur Objektwahrnehmung, zur Kommunikation und 
Zuwendung. Es lägen keine Ich-Komplex-Defizite vor. Indes bestehe eine leichte 
narzisstische Prägung der Persönlichkeit mit Neigung zur Vermeidung (IV-act. 
124-7/96 Ziff. 4.4). Hinsichtlich Ressourcen wurde ein sehr guter Rückhalt in sei-
ner Familie vermerkt (IV-act. 124-7/96 Ziff. 4.5). Was die Konsistenzprüfung an-
belangt, wurden Hinweise auf Inkonsistenzen bei der Beschwerdeschilderung 
sowie bei bestimmten Angaben (u.a. zur Therapie und Medikamenteneinnahme) 
vermerkt. Auch wurden Unterschiede im Aktivitätsniveau bezüglich Arbeitswelt 
und häuslichem Bereich registriert. Bei der neuropsychologischen Untersuchung 
war die Validität der gezeigten Leistungen eingeschränkt (mit Hinweisen einer 
Leistungsverzerrung sowie überhöhter Beschwerdeschilderung IV-act. 124-7/96 
Ziff. 4.6). 

3. Dass die Vorinstanz auf die Ergebnisse dieses MEDAS-Gutachtens abge-
stellt hat, gibt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keinen Anlass 
zur Beanstandung. Mit der Vorinstanz ist hier festzuhalten, dass dieses Gutach-
ten die von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen an ein beweiskräfti-
ges Gutachten erfüllt (siehe oben Erw. 1.5.3ff.). Die Vorbringen des Beschwerde-
führers vor Gericht sind nicht als ausreichende Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise zu beurteilen. Namentlich ist zu beachten, dass sich die Gutachter 
auch mit den Angaben und Erkenntnissen der bislang involvierten Ärzte und 
Fachpersonen im Einzelnen auseinandergesetzt haben (vgl. IV-act. 124-11ff./96). 
Soweit in der Beschwerde (Ziff. 10) sinngemäss argumentiert wird, dass Dr.med. 
P.________ in seinem Bericht vom 19. Februar 2019 von einer seit März 2017 
bestehenden Arbeitsunfähigkeit spreche, wird übersehen, dass dieser Arzt dies-
bezüglich die Angaben des Versicherten wiederholt (vgl. IV-act. 80-9/18 unten: 
"Eine Arbeitsfähigkeit sei so seit März 2017 auf keinen Fall mehr möglich"), in-
dessen selber in diesem Bericht keine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vornimmt. 
Abgesehen davon ist zu beachten, dass der gleiche Rheumatologe im späteren 
Bericht vom 18. Dezember 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 60% postuliert (was 
auch in der Beschwerde, S. 14 oben, nicht übersehen wurde), welche er nament-
lich mit einem Konnex mit der psychiatrischen Problematik begründet. Die Beur-
teilung einer psychiatrischen Thematik (Symptomatik) fällt indessen nicht in sein 

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Fachgebiet, weshalb es keiner zusätzlichen Begründung bedarf, dass der Ein-
schätzung des psychischen Gesundheitszustands durch den psychiatrischen 
Gutachter Vorrang zukommt. Dies gilt erst recht, wenn der begutachtende Psych-
iater lege artis vorgegangen ist, was nach der Aktenlage zutrifft. Schliesslich 
kann der Beschwerdeführer auch aus seinen weiteren Ausführungen, welche das 
Gutachten kritisieren, hier nichts zu seinen Gunsten ableiten. Namentlich ist die 
Kritik nicht zu hören, dass Dr.med. U.________ (Facharzt für Neurologie FMH) in 
seiner Stellungnahme vom 8. April 2021 aufgrund der Schulterproblematik links 
auch für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eine um ca. 30% bis 50% reduzier-
te Arbeitsfähigkeit postuliere (vgl. Beschwerde, S. 14 i.V.m. IV-act. 136-//10). 
Dieser Argumentation ist entgegenzuhalten, dass im MEDAS-Gutachten hinsicht-
lich der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten der linke Arm aufgrund 
des persistierenden Schmerzsyndroms im linken Schulterbereich nur in einge-
schränkter Form bzw. als "Zudienhand" mitberücksichtigt wurde (vgl. IV-act. 124-
/96 oben). Dass der rechte Arm nur eingeschränkt einsetzbar sei bzw. für Arbei-
ten ebenfalls geschont werden müsse, wurde vom betreffenden Neurologen 
(nachvollziehbar) nicht vorgebracht. Im Übrigen ist auf die Ausführungen der   
Vorinstanz in der Vernehmlassung (Ziff. 8) zu verweisen, welchen beizupflichten 
ist.

Unbehelflich ist auch die Kritik des behandelnden Psychiaters Dr.med. 
V.________ in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2021 (= IV-act. 136). Diesbe-
züglich fällt die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch 
tätigen Fachperson einerseits und der Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten andererseits massgeblich ins Gewicht, welche 
es nicht zulässt, ein MEDAS-Gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 
weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Fachpersonen zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen (BGE 124 I 170 Erw. 4 S. 175). Abge-
sehen davon hat sich der behandelnde Psychiater in seiner Stellungnahme nicht 
in substantiierter Form mit den Aspekten der vom Bundesgericht formulierten In-
dikatorenrechtsprechung sowie namentlich nicht mit der im Gutachten enthalte-
nen Konsistenzprüfung hinreichend auseinandergesetzt. Sodann hat die Vorin-
stanz in Ziffer 7 der Vernehmlassung nachvollziehbar ausgeführt, weshalb die 
Schlussfolgerungen des psychiatrischen Teilgutachters überzeugen und hier zu 
berücksichtigen sind. Es kann darauf verwiesen werden.

Zusammenfassend bleibt es dabei, dass das von der Vorinstanz eingeholte 
MEDAS-Gutachten beweiskräftig und uneingeschränkt zu berücksichtigen ist.

4. In der Folge ist zu prüfen, ob die im MEDAS-Gutachten für leidensange-
passte Tätigkeiten veranschlagte Arbeitsfähigkeit (von grundsätzlich 100%) vom 

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Versicherten (mit Jahrgang 1959) auf dem ersten Arbeitsmarkt noch zumutbare-
rweise verwertet werden kann.

4.1.1  Die Rechtsprechung hat für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
älterer Menschen relativ hohe Hürden aufgestellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_797/2019 vom 6.1.2020 Erw. 5 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2016 IV Nr. 58 
S. 190, 8C_910/2015 Erw. 4.3.4; Urteile 9C_574/2019 vom 16.10.2019 Erw. 2.5 
und 9C_864/2018 vom 22.7.2019; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bun-
desgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N. 13 f. zu Art. 28; Marco Weiss, Verwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit aufgrund vorgerückten Alters - Rechtsprechungs-
tendenzen, SZS 2018 S. 635ff. und 639f.).

4.1.2  Im Urteil 8C_535/2021 vom 25. November 2021 hat das Bundesgericht 
seine Rechtsprechung hinsichtlich der Kriterien für die Beurteilung der Verwert-
barkeit der Restarbeitsfähigkeit wie folgt zusammengefasst (zit. Urteil Erw. 5.3ff.):

5.3.1. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene 
Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich 
nicht nach einer allgemeinen Regel oder starren Altersgrenze bemessen, sondern 
hängt von den Umständen des Einzelfalls ab (vgl. SVR 2021 IV Nr. 26 S. 80, 
8C_416/2020 E. 4).  

5.3.2. Das fortgeschrittene Alter stellt einen invaliditätsfremden Faktor dar. Den-
noch kann es rechtsprechungsgemäss zusammen mit weiteren persönlichen und 
beruflichen Gegebenheiten dazu führen, dass die einer versicherten Person ver-
bliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischer-
weise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt 
auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist (vgl. BGE 145 V 2 E. 
5.3.1; 138 V 457 E. 3.1 f.). Massgebend können dabei die Art und Beschaffenheit 
des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und 
Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruk-
tur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang 
oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein 
(BGE 145 V 2 E. 5.3.1 mit Hinweis).  

5.3.3. Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die 
zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der aus-
geglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 
3.1) praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen 
eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer ent-
sprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erscheint (SVR 
2021 IV Nr. 26 S. 80, 8C_416/2020 E. 4). Fehlt es an einer wirtschaftlich verwert-
baren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die 
einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (BGE 138 V 457 E. 3.1; 
SVR 2019 IV Nr. 7 S. 21, 8C_892/2017 E. 3.2).  

4.1.3  Der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der 
(Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, richtet sich nach 
dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit. Als 
ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, so-

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bald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhalts-
feststellung erlauben (vgl. zit. Urteil 8C_535/2021 vom 25.11.2021 Erw. 4.1 mit 
Hinweisen, u.a. auf BGE 143 V 431 Erw. 4.5.1 und BGE 146 V 16 Erw. 7.1). 

4.2 Im konkreten Fall fällt der massgebende Zeitpunkt, in welchem die medizi-
nische Zumutbarkeit einer leidensangepassten Tätigkeit feststand, mit der Erstat-
tung des am 18. Februar 2021 fertiggestellten MEDAS-Gutachtens zusammen. 
In diesem Zeitpunkt verblieben dem Versicherten (geb. __.4.1959) noch drei Jah-
re und fast zwei Monate bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters. 

4.3.1  Im angeführten Urteil 8C_535/2021 vom 25. November 2021 ging es um 
einen im Mai 1958 geborenen, gelernten Schreiner (mit Erfahrungen als Fertig-
hausmonteur, Vorarbeiter und Polier, auch im Ausland und als Selbständiger-
werbender), welcher bis zum Unfall im Juni 2018 ("Sturz in eine Baugrube") "voll-
zeitlich als Trockenbauer im Bereich Innenausbau" erwerbstätig gewesen war. 
Per September 2019 (im Alter von 61 Jahren und vier Monaten) war aus medizi-
nischer Sicht geklärt, dass der Versicherte "in einer angepassten, körperlich 
leichten Tätigkeit (d.h. maximale Belastung von 2 kg für den linken, respektive 
fünf bis 6 kg für den rechten Arm, ohne häufige Arbeiten körperfern, in Schulter-
höhe oder über Kopf) im Umfang von 75% arbeitsfähig beurteilt wurde (vgl. zit. 
Urteil, Ingress A i.V.m. Erw. 3 und Erw. 4.2). Das Bundesgericht erwog im zitier-
ten Urteil (Erw. 5.4.1), dass dem Versicherten zum Zeitpunkt des Feststehens 
der medizinischen Zumutbarkeit noch drei Jahre und acht Monate bis zum Errei-
chen des ordentlichen Pensionsalters verblieben. Eine solche Aktivitätsdauer 
reichte aus höchstrichterlicher Sicht (im betreffenden Fall) aus, sich einzuarbeiten 
und die Arbeit auszuüben, beispielsweise die vom kantonalen Gericht angeführ-
ten (einfachen) Kontroll-, Überwachungs- und Prüftätigkeiten, bei welchen meist 
nicht von einer langen Einarbeitungszeit auszugehen sei. Abschliessend betonte 
das Bundesgericht im genannten Fall, dass der Versicherte zuletzt bis Ende Juni 
2018 in einem Vollzeitpensum von 41 Wochenstunden erwerbstätig gewesen sei. 
Bei dieser Sachlage liege eine rechtlich relevante berufliche Desintegration nicht 
vor (vgl. zit. Urteil, Erw. 5.4.4)

4.3.2  Mit anderen Worten erachtete das Bundesgericht im erwähnten Präjudiz 
eine Zeitspanne von rund 15 Monaten zwischen der unfallbedingten Beendigung 
des Vollzeitpensums ("bis Ende Juni 2018 Vollzeit im Innenausbau") einerseits 
und der Klärung der medizinischen Zumutbarkeit ("ab September 2019 für lei-
densangepasste Tätigkeit 75% arbeitsfähig") andererseits als nicht derart ausge-
prägt, dass von einer relevanten beruflichen Desintegration auszugehen sei, wel-

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che das Finden einer entsprechenden Stelle zum Vornherein als ausgeschlossen 
erscheinen lasse.

4.4.1  Vergleicht man den vorliegenden Fall mit dem Präjudiz, resultieren etliche 
Elemente, welche vergleichbar sind oder ähnlich ins Gewicht fallen, namentlich:

Präjudiz 8C_535/2021 vom 25.11.2021: In casu:

Gelernter Schreiner mit umfangreichen
Erfahrungen im Bau, auch im Ausland,
auch als Selbständigerwerbender;

Gipser, zeitweise auch selbständig-
erwerbend;

Massgebende Aktivitätsdauer bis zur or-
dentlichen Pensionierung (ab Klärung der 
medizinischen Zumutbarkeit;
Drei Jahre und 8 Monate; Drei Jahre und beinahe 2 Monate;

Leidensangepasste Arbeitsfähigkeit von 
75% (linker Arm maximal 2 kg Belastung, 
rechts 5-6 kg, ohne häufige Arbeiten körper-
fern, in Schulterhöhe und über Kopf).

Leidensangepasste Arbeitsfähigkeit 100% 
(dafür aber linker Arm nur als Zudienhand 
einsetzbar, rechter Arm bis 10/15 kg be-
lastbar, zusätzlicher Pausenbedarf).

4.4.2  Diese vorgenannten Elemente würden für sich allein betrachtet dafür spre-
chen, die Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auch im konkreten Fall 
grundsätzlich zu bejahen. Indessen fällt hier ein weiterer Aspekt massgeblich ins 
Gewicht, welcher zu einem anderen Ergebnis führt. 

Im erwähnten Präjudiz beträgt die Zeitspanne zwischen der (unfallbedingten) 
Beendigung des Vollzeitpensums ("bis Ende Juni 2018 Vollzeit im Innenausbau") 
und der Klärung der medizinischen Zumutbarkeit ("Arbeitsfähigkeit ab September 
2019 attestiert") rund 15 Monate (siehe oben Erw. 4.3.2). Im konkreten Fall ist 
den Akten zu entnehmen, dass der Versicherte zuletzt bis November 2015 für die 
Firma W.________ AG in ________ (__) gearbeitet und in 11 Monaten einen 
Jahresverdienst von Fr. 77'321.-- erzielt hatte (vgl. Suva-act. 3-47/84; anzufügen 
ist, dass im Januar 2016 ein kurzer Zwischenverdienst aktenkundig ist, bei wel-
chem der Versicherte lediglich Fr. 1'996.-- verdiente). Seither war der Versicherte 
nicht mehr erwerbstätig. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass der 
behandelnde Psychiater Dr.med. J.________ in seinem Bericht vom 2. Novem-
ber 2018 ausführte, dass der Versicherte "schon seit einigen Jahren nicht mehr 
aktiv im Arbeitsleben" tätig war (vgl. IV-act. 37-3/5 Ziff. 2.7). Damit resultiert zwi-
schen der letzten ordentlichen Erwerbstätigkeit (bis Nov. 2015) und dem mass-
gebenden Zeitpunkt ("Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit" im Februar 
2021) eine Zeitdauer von über fünf Jahren, womit hier (anders als im erwähnten 

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Präjudiz mit einer Zeitdauer von einem Jahr und 3 Monaten) von einer relevanten 
beruflichen Desintegration auszugehen ist. Mit anderen Worten liegt beim Versi-
cherten eine langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt (von über 5 Jahren) vor, wel-
che der Annahme der Vorinstanz entgegensteht, dass für die verbliebene Akti-
vitätsdauer von drei Jahren und zwei Monaten noch realistische Anstellungs-
chancen bestünden. Bei dieser konkreten Sachlage ist die verbliebene Arbeits-
fähigkeit zusammenfassend auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als nicht 
mehr verwertbar zu beurteilen, d.h. das Finden einer entsprechenden Stelle er-
scheint zum vornherein als ausgeschlossen. 

4.5 Damit liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, welche zu einem An-
spruch auf eine ganze IV-Rente führt (vgl. Urteil 9C_644/2019 vom 20.1.2020 
Erw. 5, publ. in SVR-Rechtsprechung 8-9/2020 IV Nr. 44).

5. Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde festzuhalten, dass 
der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Mai 2018 Anspruch auf eine ganze IV-
Rente hat (vgl. zum Rentenbeginn auch Vernehmlassung, Ziff. 17, i.V.m. dem 
Rechtsbegehren Ziff. 2 der Beschwerde).

6. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten der IV-Stelle 
auferlegt. 

Zudem wird dem obsiegenden Beschwerdeführer zu Lasten der IV-Stelle eine 
Parteientschädigung zugesprochen. Das Honorar wird in Beachtung des Ge-
bührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, 
welcher nach § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, sowie 
unter Beachtung der nach § 2 anwendbaren Kriterien (Wichtigkeit der Streitsa-
che, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem 
notwendigen Zeitaufwand), und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens 
auf insgesamt Fr. 2'600.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird festgehalten, dass der Beschwerde-
führer mit Wirkung ab 1. Mai 2018 Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. 
Die Nachzahlung der entsprechenden Rentenleistungen ist Sache der 
Verwaltung.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz auferlegt. Die IV-Stelle 
hat diesen Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das 
Postkonto des Gerichts (60-22238-6) zu bezahlen.

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung von Fr. 2'600.-- (inkl. MwSt und Spesen) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 11. Februar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 17. Februar 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I