# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8eb260f6-df05-587d-b0f9-f0c8adf20e3e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.12.2014 200 2014 425
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-425_2014-12-09.pdf

## Full Text

200 14 425 ALV
SCI/ABE/WOL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. Dezember 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse Unia
Kompetenzzentrum D-CH West, Monbijoustrasse 61, Postfach 1174, 
3000 Bern 23
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 25. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1989 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin), gelernte … (Antwortbeilage [AB] 103), war ab August 2010 bei 
der B.________ angestellt (AB 105). Am 14. September 2013 kündigte die 
Versicherte das Arbeitsverhältnis per Ende Oktober 2013 (AB 102). Am 
8. November 2013 stellte sie einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung 
(AB 109) und meldete sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
(RAV) zur Arbeitsvermittlung an (AB 103). In den Anmeldeformularen gab 
sie an, dass sie seit dem 1. November 2013 bei der C.________ angestellt 
sei, jedoch „sehr wenig Arbeit“ habe (AB 122) und eine Vollzeitbeschäfti-
gung suche (AB 104, 110, 113).

Mit Verfügung vom 6. März 2014 verneinte die Arbeitslosenkasse Unia 
(nachfolgend Unia bzw. Beschwerdegegnerin) einen Anspruch auf Arbeits-
losenentschädigung, weil aufgrund der Arbeit auf Abruf kein anrechenbarer 
Arbeits- und Lohnausfall vorliege (AB 34). Die dagegen erhobene Einspra-
che (AB 33) wies die Unia mit Einspracheentscheid vom 25. März 2014 ab 
(AB 23). 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 23. April 2014 Beschwerde. Sie bean-
tragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentschei-
des und die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Fest-
legung des Arbeitsausfalls aufgrund des früheren Arbeitspensums und zur 
Prüfung der übrigen Anspruchsvoraussetzungen. Weiter wird beantragt, 
dass die aktuelle Tätigkeit als Zwischenverdienst anzurechnen sei.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2014 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Am 9. Dezember 2014 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 3

Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
vom 25. Juni 1982 [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 
Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung vom 31. August 1983 [AVIV; SR 837.02]). 
Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 
lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid vom 25. März 2014 
(AB 23). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 
die Anspruchsberechtigung der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenent-
schädigung ab dem 8. November 2013 mangels anrechenbarem Arbeits- 
und Verdienstausfall abgelehnt hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wer ganz oder teil-
weise arbeitslos ist, einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat, in der 
Schweiz wohnt, die obligatorische Schulzeit zurückgelegt und weder das 
Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht, 
die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist, 
vermittlungsfähig ist und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 8 Abs. 1 AVIG).

2.2 Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn 
er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinander 
folgende volle Arbeitstage dauert. Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall, 
für den der arbeitslosen Person Lohnansprüche oder wegen vorzeitiger 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses Entschädigungsansprüche zustehen 
(Abs. 3). Als voller Arbeitstag gilt der fünfte Teil der wöchentlichen Arbeits-
zeit, die die versicherte Person normalerweise während ihres letzten Ar-
beitsverhältnisses geleistet hat (Art. 4 Abs. 1 AVIV). Der Arbeitsausfall von 
teilweise Arbeitslosen ist anrechenbar, wenn er innerhalb von zwei Wochen 
mindestens zwei volle Arbeitstage ausmacht (Art. 5 AVIV).

2.3 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG müssen Versicherte, die Versicherungs-
leistungen beanspruchen wollen, mit Unterstützung des zuständigen Ar-
beitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermei-
den oder zu verkürzen. Insbesondere sind sie verpflichtet, Arbeit zu su-
chen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufs.

2.4 Nach der Rechtsprechung ist der Ausfall an normaler Arbeitszeit in 
der Regel auf Grund der im Beruf oder Erwerbszweig der versicherten Per-
son allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln. Besteht hingegen eine be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 5

sondere Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, bemisst 
sich die normale Arbeitszeit nach der persönlichen Arbeitszeit der versi-
cherten Person. Wird die Arbeit vereinbarungsgemäss jeweils nur auf Auf-
forderung des Arbeitgebers aufgenommen, gilt im Allgemeinen die auf die-
ser besonderen Vereinbarung beruhende Arbeitszeit als normal, sodass die 
versicherte Person während der Zeit, da sie nicht zur Arbeit aufgefordert 
wird, keinen anrechenbaren Verdienstausfall erleidet. Von diesem Grund-
satz kann jedoch abgewichen werden, wenn der auf Abruf erfolgte Einsatz 
während längerer Zeit im Wesentlichen mehr oder weniger konstant war. In 
diesem Fall ist die effektiv absolvierte Arbeitszeit als normal zu betrachten. 
Der Beobachtungszeitraum kann dabei umso kürzer sein, je weniger die 
Arbeitseinsätze in den einzelnen Monaten schwanken, und er muss länger 
sein, wenn die Arbeitseinsätze sehr unregelmässig anfallen oder wenn die 
Arbeitsdauer während der einzelnen Einsätze starken Schwankungen un-
terworfen ist (BGE 139 V 259 E. 5.3.1 S. 262, 107 V 59 E. 1 S. 61; SVR 
2006 ALV Nr. 29 S. 99 E. 1.2 f.).

2.4.1 Für die Ermittlung der Normalarbeitszeit ist grundsätzlich auf einen 
Beobachtungszeitraum der letzten 12 Monate des Arbeitsverhältnisses 
abzustellen. Damit von einer Normalarbeitszeit ausgegangen werden kann, 
dürfen die Beschäftigungsschwankungen in den einzelnen Monaten im 
Verhältnis zu den im Monatsdurchschnitt geleisteten Arbeitsstunden höchs-
tens 20% nach unten oder nach oben ausmachen (ARV 2011 S. 149 ff.).

2.4.2 Die Annahme eines Arbeitsverhältnisses auf Abruf nach Verlust 
einer Vollzeitstelle ist als Überbrückungstätigkeit zu werten und nicht 
anstelle der letzten Vollzeittätigkeit als massgebendes letztes 
Arbeitsverhältnis im Sinne von Art. 4 Abs. 1 AVIV. Je länger dieses 
Arbeitsverhältnis auf Abruf jedoch dauert, desto mehr ist davon 
auszugehen, dass die neue Arbeitssituation für die versicherte Person zur 
Normalität wird und desto mehr geht der Gedanke der Schadenminderung 
verloren; die versicherte Person kann sich folglich nicht mehr darauf 
berufen, das Arbeitsverhältnis überbrückungsweise eingegangen zu sein 
(BGE 139 V 259 E. 5.1 S. 261). Ist das Einkommen aus dem 
Arbeitsverhältnis nicht mehr im Rahmen der Schadenminderungspflicht als 
Zwischenverdienst anzurechnen, erleidet die versicherte Person dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 6

Grundsatz nach keinen anrechenbaren Verdienstausfall (BGE 139 V 259 E. 
5.3.1 S. 262).

3.

3.1. Die Beschwerdeführerin war vom 20. August 2010 bis zum 
31. Oktober 2013 bei der B.________ angestellt (AB 102, 105).

3.1.1 Gemäss arbeitsvertraglicher Vereinbarung für das Personal im 
Stundenlohn (AB 105) erfolgte die Zuordnung der Dienste in die 
verschiedenen Bereiche durch die Geschäftsführung. Ein Lohnanspruch 
bestand nur für die geleistete Dienstzeit und es war explizit mit saisonalen 
Ex-tremschwankungen zu rechnen (weniger Einsätze während den 
Wintermonaten [AB 106]). Eine fixe Stundenzahl war somit weder 
vertraglich garantiert noch in der Praxis feststellbar (vgl. hierzu auch 
E. 3.1.2 nachfolgend). Die Tätigkeit bei der B.________ ist deshalb als 
Arbeit auf Abruf zu qualifizieren (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.1.2 In den Akten sind für die Zeit von Januar 2012 bis Oktober 2013 
folgende Arbeitseinsätze der Beschwerdeführerin bei der B.________ 
belegt (in Stunden):

2012

1/12 2/12 3/12 4/12 5/12 6/12 7/12 8/12 9/12 10/12 11/12 12/12
61.75 59.25 109.25 112.5 89.5 - - - - - 140 116.75

2013

1/13 2/13 3/13 4/13 5/13 6/13 7/13 8/13 9/13 10/13 11/13 12/13
52.5 79.75 110.5 161 205.5 159 160.25 78 118.5 42.25 - -

3.1.3 Bei den monatlich geleisteten Einsatzzeiten sind erhebliche 
Schwankungen feststellbar, welche offensichtlich weit mehr als die gemäss 
der Rechtsprechung zur Annahme einer Normalarbeitszeit gerade noch 
zulässigen 20% betragen (vgl. E. 2.4.1). Die auf Abruf erfolgten Einsätze 
waren nicht konstant, weshalb sich die „normale Arbeitszeit“ hier nach der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 7

persönlichen Arbeitszeit der versicherten Person bemisst. Die Zeit, für 
welche die Beschwerdeführerin von der B.________ nicht zur Arbeit 
aufgefordert wurde, stellt demnach kein anrechenbarer Verdienstausfall 
dar, welcher beim Vorliegen der weiteren Voraussetzungen gemäss Art. 8 
Abs. 1 AVIG zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung berechtigt hätte 
(vgl. E. 2.4 hiervor). Einen solchen Anspruch hat die Beschwerdeführerin 
für die Zeit ihrer Anstellung bei der B.________ denn auch nie geltend 
gemacht.

3.2 Seit November 2013 ist die Beschwerdeführerin übergangslos und 
nach eigener Kündigung bei der C.________ angestellt (AB 113).

3.2.1 Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, von der B.________ 
nicht mehr (in gleichem Ausmass) eingesetzt worden zu sein und deshalb 
die Stelle gekündigt zu haben. Als Kündigungsgrund gab sie vielmehr an, 
eine abwechslungsreichere Arbeit gesucht zu haben (AB 93, 103, 110). 
Damit verzichtete sie selbst auf den minimalsten Einsatz, unabhängig 
davon, in welchem Mass die B.________ sie noch hätte einsetzen wollen 
und können. Gestützt auf die Unterlagen bestehen zudem weder 
Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin bei der B.________ in 
Zukunft (unter Berücksichtigung der bisherigen Schwankungen) zu weniger 
Arbeitseinsätzen als früher gekommen wäre noch dass die Schwankungen 
ausschlaggebend für die Kündigung gewesen wären. 

3.2.2 Bei der C.________ ist die Beschwerdeführerin als „… im 
Stundenlohn auf Abruf“ angestellt (AB 113). Eine vertraglich vereinbarte 
Mindestarbeitszeit besteht auch hier nicht. Den Akten lässt sich 
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im November 2013 zwölf 
Stunden (AB 69) und im Dezember 2013 drei Stunden (AB 68) gearbeitet 
hat.

Die Beschwerdeführerin hätte bereits beim alten Arbeitgeber für 
Schwankungen in der Beschäftigung keinen Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung gehabt (vgl. E. 3.1.3 hiervor). Eine 
Normalarbeitszeit kann basierend auf der früheren Anstellung nicht 
angenommen werden. Dasselbe gilt für die neu aufgenommene Tätigkeit, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 8

und zwar selbst dann, wenn sie beim neuen Arbeitgeber weniger 
aufgeboten wird als in der letzten Anstellung.

3.3 Wenn die Beschwerdeführerin beschwerdeweise (erstmals) geltend 
macht, das Arbeitsverhältnis mit der C.________ bloss als 
Überbrückungshilfe im Sinne eines Zwischenverdienstes eingegangen und 
damit ihrer Schadenminderungspflicht nachgekommen zu sein, so verfängt 
diese Argumentation nicht. Die Beschwerdeführerin hat die letzte 
Anstellung selbst gekündigt, ohne dass äussere Umstände eine Kündigung 
erforderlich gemacht hätten bzw. ihr der Verbleib unzumutbar gewesen 
wäre. Vielmehr machte sie geltend, eine abwechslungsreichere Tätigkeit 
ausüben zu wollen. Sie konnte denn auch übergangslos die neue Stelle 
antreten, wobei sich aus den Akten nicht zweifelsfrei ergibt, ob die neue 
Stelle im Zeitpunkt der Kündigung bereits zugesichert war. Wie es sich 
damit verhält, braucht aber nicht abschliessend geklärt zu werden. 
Nachdem es sich bereits bei der vorherigen Anstellung nicht um eine 
solche mit berücksichtigbarer Normalarbeitszeit gehandelt hat, sondern wie 
dargelegt um eine Arbeit auf Abruf, bei der die Beschwerdeführerin 
während der Zeit, in der sie nicht zur Arbeit aufgefordert wurde, keinen 
anrechenbaren Verdienstausfall erlitten hat (vgl. E. 2.4 und 3.1.1 hiervor), 
lässt sich ein massgeblicher Ausfall von Arbeitszeit auch bei der neuen 
Stelle nicht anrechnen.

Die neue Tätigkeit kann damit nicht als ein im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht (vgl. E. 2.3 hiervor) aufgenommener 
Zwischenverdienst betrachtet werden. Eine Situation, welche die Aufnahme 
der Arbeit auf Abruf als schadenmindernde Massnahme erscheinen lässt 
und damit zur Qualifizierung als Zwischenverdienst berechtigen würde (vgl. 
Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 24. April 2014, 8C_46/2014, 
E. 3, und vom 23. Januar 2014, 8C_625/2013, E. 2 f.), liegt hier nicht vor.

Unter diesen Umständen kann aus dem Umstand, dass die in der neu 
angetretenen Stelle zugeteilten Einsätze unter den Erwartungen der 
Beschwerdeführerin geblieben sind, kein Arbeitsausfall abgeleitet werden. 
Bei quantitativ ungenügendem Einsatz hat die Beschwerdeführerin deshalb 
auch ab November 2013 keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 9

3.4 Aufgrund des Dargelegten liegt ab 1. November 2013 kein 
anrechenbarer Arbeits- und Verdienstausfall vor. Die Beschwerdegegnerin 
hat den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung deshalb zu Recht 
verneint. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 25. März 2014 (AB 
23) ist damit nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Arbeitslosenkasse Unia 
- beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung
- Staatssekretariat für Wirtschaft - seco

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Dez. 2014, ALV/14/425, Seite 10

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.