# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 376eff96-f3b3-5eb0-90fa-e672eb24f36a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.03.2007 UV 2006/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-52_2007-03-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/52

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 14.03.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2007
Art. 6, 10 und 19 UVG. HWS-Distorsion nach Auffahrunfall. Typisches 
Beschwerdebild für schleudertraumaähnliche Verletzungen verneint. 
Leistungseinstellung nach rund einem halben Jahr im Nachgang zum Unfall 
bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
14. März 2007, UV 2006/52). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_232/2007.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 14. März 2007

In Sachen

D.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kaspar Noser, Dorfstrasse 7, Postfach 160, 8722 

Kaltbrunn,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Eugen Mätzler, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,

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betreffend

Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- D.___, geb. 1961, war bei der Politischen Gemeinde A.___ tätig und dadurch bei der 

"Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: "Zürich") unfallversichert, als am 8. 

Mai 2003 ein Personenwagen auf das von ihr gelenkte Auto auffuhr (act. G 7.3 / Z1). Dr. 

med. B.___ bestätigte am 9. Mai 2003 eine Distor¬sion der HWS (act. G 7.2 / ZM1). Dr. 

med. C.___, prakt. Ärztin bescheinigte am 26. Mai 2003 die Erstbehandlung der 

Beschwerdeführerin am Unfalltag sowie die Diagnose eines kraniozervikalen 

Beschleunigungstraumas (act. G 7.2 / ZM2). Die "Zürich" anerkannte ihre 

Leistungspflicht. Nach Durchführung von ärztlichen Behandlungen und Abklärungen 

eröffnete sie der Versicherten mit Verfügung vom 26. Februar 2004, der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den noch bestehenden Beschwerden 

sei nicht mehr gegeben. Die Leistungen würden daher rückwirkend auf den 31. 

Oktober 2003 eingestellt (act. G 7.3 / Z37). Die vom Rechtsvertreter der Versicherten 

gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (act. G 7.3 / Z44, Z48) wies die "Zürich", 

nachdem sie weitere Abklärungen vorgenommen hatte (act. G 7.3 / Z57, Z60, Z61, Z87, 

Z91), mit Entscheid vom 7. März 2006 ab.

B.- Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. Kaspar Noser, Kaltbrunn, für 

die Versicherte am 8. Juni 2006 Beschwerde. Er beantragte Aufhebung des Entscheids 

und Rückweisung der Sache zu neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin. Zur 

Begründung legte er unter anderem dar, die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, 

ihm zur Kenntnis zu bringen, wie die Aussage, dass am unfallverursachenden Fahrzeug 

kein Schaden und keine Reparatur vorgenommen worden sei, erhoben und in welcher 

Form sie zu den Akten genommen worden sei. Im weiteren sei die am 9. März 2004 

erklärte und am 6. April 2004 begründete Einsprache monatelang liegen geblieben und 

schleppend behandelt worden. Dies könne nur zum Teil auf Begutachtungen 

zurückgeführt werden. Möglicherweise sei die schleppende Behandlung auf eine 

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personelle Unterdotierung zurückzuführen. Dieser Organisationsfehler dürfe nicht der 

Beschwerdeführerin entgegengehalten werden, sondern müsste der 

Beschwerdegegnerin vorgeworfen werden. Seine Eingaben im Verwaltungs- und 

Einspracheverfahren vom 6. April und 17. Dezember 2004, vom 7. November 2005 und 

vom 13. Januar 2006 seien als integrierender Bestandteil der vorliegenden Beschwerde 

zu betrachten. Die als Folge des Unfalls aufgetretenen Schmerzen (im Nacken) seien 

nach wie vor vorhanden, wenn auch mit wechselnder Intensität, und hätten 

therapeutisch nicht behoben werden können. Das unfalltechnische Gutachten sei nicht 

von einem unabhängigen Gutachter, sondern von einem Mitarbeiter der 

Beschwerdegegnerin erstellt worden. Ihm (dem Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin) sei zudem keine Gelegenheit gegeben worden, sich zum 

Gutachter und zu den Gutachterfragen zu äussern. Das unfalltechnische Gutachten sei 

kein Gutachten im Sinn von Art. 44 ATSG. Sein Beweiswert sei mindestens stark 

eingeschränkt. Inhaltlich sei es ohnehin fragwürdig. Es enthalte Mutmassungen und 

Feststellungen, die nicht zutreffen würden. Dies gelte vor allem für die Ausführungen zu 

den Beschädigungen an den beiden Unfallfahrzeugen, aber auch für die Schätzung der 

Geschwindigkeitsänderung bei der Kollision. Es werde deshalb erneut ein 

biomechanisches Gutachten beantragt. Die Unfallanalyse könne das biomechanische 

Gutachten nicht ersetzen. Das im Einspracheverfahren eingeholte neurologische und 

rheumatologische Gutachten spreche für die Beschwerdeführerin. Der natürliche 

Kausalzusammenhang werde von Seiten der Beschwerdegegnerin nicht mehr 

bestritten. Der adäquate Kausalzusammenhang werde im angefochtenen Entscheid 

augrund eines unvollständig festgestellten Sachverhalts und einer willkürlichen 

Beweiswürdigung verneint. Das Fahrzeug der Beschwerdeführerin (Mercedes) - und 

nicht das unfallverursachende Fahrzeug (Peugeot) - sei nicht repariert und in 

beschädigtem Zustand nach Bulgarien verkauft worden. Wie es sich mit der Reparatur 

bzw. Nichtreparatur des Peugeot verhalte, sei näher abzuklären. Die Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit den Unfallschäden würden zur 

Feststellung führen, der Unfall sei als leichter Unfall einzustufen. Diese Auffassung 

werde nicht akzeptiert. Die Tatsache, dass Dauerbeschwerden vorlägen, sei 

gutachterlich wiederholt festgestellt worden. Erheblich seien auch Grad und Dauer der 

Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall. Hinsichtlich Dauer der ärztlichen Behandlung gelte 

es zu beachten, dass gemäss den ärztlichen Gutachten nicht damit gerechnet werden 

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könne, dass die Beschwerdeführerin in relativ kurzer Zeit beschwerdefrei oder fast 

beschwerdefrei sein werde.

C.- In der Beschwerdeantwort vom 23. August 2006 beantragt Rechtsanwalt

Dr. E. Mätzler, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung erklärt er die Erwägungen des angefochtenen Entscheids zum Bestandteil 

der Beschwerdeantwort. Zusätzlich legte er unter anderem dar, eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs sowie eine ungerechtfertigte Verfahrensverzögerung liege 

offensichtlich nicht vor. Die Erwägungen der Unfallanalyse seien nachvollziehbar und 

plausibel. Der Gutachter habe insbesondere die Berechnung und die ihr zugrunde 

liegenden Annahmen offen gelegt. Insofern komme der Unfallanalyse volle Beweiskraft 

zu. Das Einholen eines biomechanischen Gutachtens erübrige sich auch deshalb, weil 

die natürliche Kausalität durch die Beschwerdegegnerin anerkannt werde. Eine 

Ergänzung des neurologischen Gutachtens erübrige sich daher ebenfalls. Die 

Adäquanzkriterien seien weder gehäuft noch einzelne davon in ausgeprägter Art und 

Weise gegeben. Die Adäquanz sei daher zu Recht verneint worden.

D.- Mit Replik vom 16. Oktober 2006 bestätigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin seine Anträge und Ausführungen. In der Duplik vom 27. Oktober 

2006 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin an seinem Standpunkt fest.

E.- Auf die Ausführungen der Parteien an der mündlichen Verhandlung vom 14. März 

2007 wird, soweit sie von den schriftlichen Eingaben abweichen oder diese ergänzen 

und entscheidwesentlich sind, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II.

1.- a) Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht vorerst eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs geltend, weil er erstmals mit dem Einspracheentscheid von der 

entscheidwesentlichen Tatsache, dass am Fahrzeug des Unfallverursachers kein 

Schaden entstanden und keine Reparatur vorgenommen worden sei, Kenntnis erhalten 

habe (act. G 1 S. 3). Sodann sei ihm das Schreiben der "Winterthur" vom 26. Januar 

2005 an die Beschwerdegegnerin erst mit der Beschwerdeantwort zur Einsicht 

geschickt worden (act. G 11 S. 2). Schliesslich sei ihm keine Gelegenheit gegeben 

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worden, sich zum unfalltechnischen Gutachter und zu den Gutachterfragen zu äussern 

(act. G 1). Dazu ist festzuhalten, dass die erwähnte Feststellung betreffend Schaden 

am unfallverursachenden Fahrzeug in der Unfallanalyse vom 4. Mai 2005 (act. G 7.1), 

welche dem Rechtsvertreter am 20. Dezember 2005 zugesandt wurde (act. G 7.3 / 

Z88), auf S. 3 aufgeführt worden war. Von einer Gehörsverletzung kann in diesem 

Zusammenhang nicht gesprochen werden. Im weiteren war die Beschwerdegegnerin 

berechtigt, die Unfallanalyse bei einem versicherungsinternen Experten in Auftrag zu 

geben, ohne die Regeln für die Einholung von (medizinischen) Gutachten einhalten zu 

müssen (vgl. zur diesbezüglichen Beweiswürdigung nachstehende Erwägung 3e). 

Soweit der Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör im Zusammenhang 

mit dem Schreiben der "Winterthur" vom 26. Januar 2005 (act. G 7.3 / Z67) verletzt 

anzusehen wäre (vgl. für viele BGE 125 V 401; SVR-IV 1999 Nr. 29, 87), ist festzuhalten, 

dass nach der Rechtsprechung eine Verletzung der nach Art. 55 Abs. 1 ATSG in 

Verbindung mit Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 57, 58 und 60 BZP für den Beizug 

von Sachverständigen geltenden Verfahrensregeln als geheilt gelten kann, wenn das 

Gericht den angefochtenen Entscheid in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei 

überprüfen kann (BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit 

Hinweisen). Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (vgl. 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Oktober 2004 [I 783/02 E. 

3.3]). Soweit ein (leichter) Verfahrensmangel vorliegend überhaupt zu bejahen sein 

sollte, wäre er jedenfalls mit dem Beschwerdeverfahren, in welchem das Gericht mit 

voller Kognition ausgestattet ist, als geheilt anzusehen.

b) Der Einspracheentscheid ist innert angemessener Frist zu erlassen (Art. 52 Abs. 2 

ATSG [SR 830.1]). Das Gesetz nennt keine dafür zulässige Zeitspanne, weshalb die von 

der Rechtsprechung im Zusammenhang mit ungerechtfertigten 

Verfahrensverzögerungen entwickelten Grundsätze massgebend sind (vgl. BGE 125 V 

191). Es ist auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalles abzustellen, wobei die 

Schwierigkeit und der Umfang der abzuklärenden Fragen sowie das Verhalten der 

versicherten Person ins Gewicht fallen. Massgebend ist auch, ob erst im 

Einspracheverfahren das rechtliche Gehör gewährt wird (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 

Rz 20 zu Art. 52 ATSG). Vorliegend gab die Beschwerdegegnerin im Nachgang zur 

Einspracheerhebung vom März/April 2004 zwei medizinische Gutachten in Auftrag. Die 

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Vorbereitung des Auftrags, die Gut¬achtenerstattung und die Nachbearbeitung 

(Gewährung des rechtlichen Gehörs) nahmen rund eineinhalb Jahre in Anspruch (vgl. 

(act. G 7.3 / Z57, Z60, Z61, Z87; act. G 7.2 /ZM18, 19). Dass der Einsprache-Entscheid 

in der Folge am 7. März 2006 erlassen wurde, mithin rund zwei Jahre nach 

Einspracheerhebung, lässt sich angesichts der dargelegten Umstände nicht als 

ungerechtfertigte Verfahrensverzögerung interpretieren.

2.- Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die bei der 

Beschwerdeführerin bestehenden gesundheitlichen Probleme auch für die Zeit ab dem 

1. November 2003 (vgl. act. G 7.3 /Z37) adäquat kausal auf den Unfall vom 8. Mai 2003 

zurückzuführen sind bzw. ob die auf den 1. November 2003 hin vorgenommene 

Leistungseinstellung zu Recht erfolgte. Dabei ist von Bedeutung, dass das Dahinfallen 

jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Da es sich hiebei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, trägt - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - der 

Unfallversicherer insofern eine Beweislast, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid 

zu seinen Ungunsten ausfällt (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2, 1994 Nr. U 206 S. 

329 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b). Erachtet das Sozialversicherungsgericht 

die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere 

ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 122 V 162 Erw. 1d, RKUV 1999 Nr. U 332 

S. 194 Erw. 2a/bb, 1997 Nr. U 281 S. 282 Erw. 1a; vgl. auch BGE 125 V 353 Erw. 3b/

cc).

3.- a) Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid die rechtlichen 

Voraussetzungen für das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

den in Frage stehenden Gesundheitsschädigungen und dem versicherten Unfall im 

angefochtenen Entscheid (Erwägungen 1, 2, 4) zutreffend dar; darauf ist zu verweisen. 

Der natürliche (medizinische) Kausalzusammenhang ist - auch nach der an der 

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mündlichen Verhandlung vom 14. März 2007 bestätigten Auffassung der 

Beschwerdegegnerin - aufgrund der Akten als gegeben zu erachten.

b) Nach Lage der medizinischen Akten (vgl. act. G 7.3/Z7, Z10; act. 7.2 / ZM3, ZM4, 

ZM6, ZM18) ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass die 

von der Beschwerdeführerin aktuell angegebenen Beschwerden sich nicht auf eine 

objektivierbare organische Schädigung bzw. strukturelle Veränderung an der HWS 

zurückführen lassen, die mit dem Unfall vom 8. Mai 2003 in Zusammenhang gebracht 

werden kann. Hingegen ist ärztlich bestätigt, dass die Beschwerdeführerin bei diesem 

Unfall eine HWS-Distorsion erlitten hat (act. G 7.2 / ZM1, ZM18). Gemäss eigenen 

Angaben der Beschwerdeführerin vom 4. September 2003 traten nach dem 

Unfallereignis Kopf- und Nackenschmerzen auf, welche in die Hand strahlten (act. G 

7.3 /Z14). Am 9. Mai 2003 schilderte Dr. B.___ die Heckkollision vom 8. Mai 2003 im 

Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kraniozervikalem 

Beschleunigungstrauma im Wesentlichen dahingehend, dass die Beschwerdeführerin 

nicht auf die Kollision gefasst gewesen sei und den Fuss auf der Bremse gehabt habe. 

Es habe eine Schreckreaktion stattgefunden. Eine Bewusstlosigkeit, eine 

Gedächtnislücke oder eine andere Bewusstseinsstörung habe nicht vorgelegen. Die 

Patientin sei sehr nervös gewesen. Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den 

Hinterkopf seien sofort aufgetreten. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen 

oder andere Symptome wurden demgegenüber verneint. Äussere Verletzungen oder 

Anhaltspunkte für posttraumatische ossäre Läsionen hätten sich nicht ergeben. Die 

Patientin habe den Kopf an der Kopfstütze angeschlagen (act. G 7.2 /ZM1). Eine durch 

E.___, Dipl. Ing. FH, erstellte Unfallanalyse ergab gemäss Bericht vom 4. Mai 2005 eine 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung von 4 - 9 km/h (unterer und oberer 

Grenzwert). Die Kollisionskräfte hätten von hinten nach vorne auf den Personenwagen 

der Versicherten gewirkt. Die Bewegungsrichtung der Versicherten sei, relativ zum 

Fahrzeug, annähernd gerade nach hinten gewesen (act. G 7.1).

c) Von einem für HWS-Verletzungen typischen Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.) kann nach Lage der Akten im 

Nachgang zum Unfall und auch später nicht gesprochen werden. Nach der 

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Rechtsprechung müssen bei einem HWS-Trauma die entsprechenden Beschwerden 

nach vorherrschender medizinischer Lehrmeinung grundsätzlich innert einer Latenzzeit 

von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten, damit sie diesem 

zugerechnet werden können (RKUV 2000 Nr. U 359, S. 29, und Nr. U 391 S. 307). 

Insbesondere mit Blick auf die erwähnten Angaben im Dokumentationsbogen (act. G 

7.2 / ZM1) sowie den Bericht der erstbehandelnden Ärztin Dr. C.___ (act. G 7.2 / ZM2), 

welche als Befund ausschliesslich "Schmerzen HWS" vermerkte, kann eine Häufung 

von Beschwerden im Nachgang zum Unfall nicht als ausgewiesen gelten. Das im 

Bericht von Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für Neurologie vom 16. September 2003 

angeführte "Krüseln im Daumen" und "Verschlafen in den radialen Fingern", welches 

nach Schütteln der Hand zurückging und als mögliche Folge eines 

(krankheitsbedingten) Carpaltunnelsyndroms gedeutet wurde (act. G 7.2 / ZM3, ZM9), 

dürfte nicht zum typischen Beschwerdebild gehören (vgl. dazu Liste in SCHMIDT H., 

SENN J. hrsg., Schleudertrauma - neuster Stand: Medizin, Biomechanik, Recht und 

Case Management, 1. A., Zürich 2004, S. 14f). Wenn Dr. B.___ im Bericht vom 31. 

August 2004 ein Unwohlsein in Räumen mit mehreren Schallquellen erwähnte (act. G 

7.2 / ZM10) und die Beschwerdeführerin gegenüber den Gutachtern des 

Kantonsspitals G.___ am 9. März 2005 eine abnehmende Konzentrationsfähigkeit 

anführte (act. G 7.2 /ZM18 S. 3), so können diese Beschwerden schon wegen der 

grossen Latenzzeit nicht als kausale Unfallfolge angesehen werden. Bei einem 

krankheitsbedingten Vorzustand im HWS-Bereich (vgl. act. G 7.2 /ZM4) wurden zwar 

im neurologischen und rheumatologischen Gutachten die klinischen Befunde 

(muskulärer Hartspann im Nacken-Schultergürtel-Bereich und eingeschränkte 

Beweglichkeit insbesondere der oberen HWS-Segmente) mit dem 

Beschleunigungstrauma in Verbindung gebracht und als überwiegend wahrscheinlich 

unfallkausal bezeichnet (vgl. act. G 7.2 / ZM18, 19). An der wegen fehlendem 

typischem Beschwerdebild bzw. fehlender Beschwerdehäufung nicht gegebenen 

Unfallkausalität im Sinn der Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05]) vermag dies jedoch 

nichts zu ändern.

d) Weitere medizinische Abklärungen wären mit Blick auf die dargelegten Umstände 

nicht geeignet, zu einem anderen Ergebnis zu führen, zumal das Bestehen der 

natürlichen (medizinischen) Unfallkausalität als solche wie erwähnt auch von Seiten der 

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Beschwerdegegnerin unbestritten ist. Medizinische Abklärungen könnten insbesondere 

eine Beschwerdehäufung im Nachhinein nicht belegen. In Anbetracht der 

medizinischen Aktenlage kann sodann - entgegen der an der mündlichen Verhandlung 

von der Beschwerdegegnerin vertretenen Auffassung - nicht gesagt werden, dass 

psychische Probleme im Vergleich zur physischen Problematik gesamthaft gesehen im 

Vordergrund standen bzw. weiterhin stehen. Dementsprechend käme grundsätzlich die 

Rechtsprechung, wonach bei der Prüfung der adäquaten Kausalität nicht zwischen 

verschiedenen Beschwerdeursachen unterschieden wird (vgl. BGE 117 V 360 Erw. 4b; 

RKUV 1999, 407 Erw. 3b), zur Anwendung. Nachdem es jedoch in jedem Zeitpunkt 

nach dem Unfall an einem HWS-Trauma-typischen Beschwerdebild fehlte und auch 

eine rein somatisch begründete Gesundheitsbeeinträchtigung wie erwähnt nicht 

vorliegt, rechtfertigt es sich, die Adäquanz analog nach der Rechtsprechung zu den 

psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen, auch wenn solche 

aktenmässig nicht ausgewiesen sind. Wie nachstehend zu zeigen sein wird, müsste die 

Adäquanz indessen, auch wenn zwischen den verschiedenen Beschwerdeursachen 

nicht unterschieden würde, verneint werden.

e) Hinsichtlich der Einwände der Beschwerdeführerin betreffend der von der 

Beschwerdegegnerin erstellten Unfallanalyse (act. G 7.1) ist festzuhalten, dass die 

Tatsache des Beizugs eines versicherungsinternen Experten allein - gleich wie bei einer 

medizinischen Begutachtung durch versicherungsinterne Ärzte - den Beweiswert der 

Beurteilung nicht zu mindern vermag. Auch den Berichten versicherungsinterner 

Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 

V 353 f. Erw. 3b/ee mit Hinweis). Angesichts der Schadenkalkulation des 

Haftpflichtversicherers und der Unfallfotos des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin (vgl. 

act. G 7.3 /Z67) erscheinen die Ausführungen in der Unfallanalyse zum Schaden und 

zur kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung durchwegs nachvollziehbar. Der am 

unfallverursachenden Auto (Peugeot) entstandene Schaden braucht insofern nicht im 

Detail abgeklärt zu werden, als sich aus dem Polizeibericht ergibt, dass Stossstange, 

Lichteinheit und Kotflügel eingedrückt waren und der Schaden auf Fr. 4'000.-- 

geschätzt wurde (act. G 7.1 /Za5; vgl. auch Unfallfotos in act. G 11.1). Aus der beim 

unfallverursachenden Fahrzeug gemessenen Bremsblockierspur von immerhin rund 13 

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(rechts) bzw. 12 Metern (links) wird zudem ersichtlich, dass der Unfallverursacher vor 

dem Aufprall relativ viel Geschwindigkeit - das Ausgangs-Tempo vor Einleitung der 

Bremsung wurde im Polizeibericht gestützt auf Angaben des Lenkers mit 60 km/h 

angegeben - "heruntergebremst" haben musste. Auf dieser Basis erscheint auch die 

Kollisionsgeschwindigkeit von 9.5 - 18 km/h (Unfallanalyse S. 4) erklärbar. Jedenfalls 

fehlt es an einem konkreten Anhaltspunkt für fehlerhafte Annahmen in der 

Unfallanalyse. Solche Anhaltspunkte vermögen insbesondere auch die nachträglich 

eingereichten Unfallfotos (act. G 11.1) nicht zu liefern. Zur polizeilichen 

Schadenschätzung ist im übrigen festzuhalten, dass sich diese als nicht zutreffend 

herausstellte (vgl. Unfallanalyse S. 4 oben; act. G 7.1). Den vorhandenen 

Unwägbarkeiten hinsichtlich der Höhe des Sachschadens und der 

Ausgangsgeschwindigkeit des Unfallverursachers trug die Unfallanalyse mit der 

Ermittlung eines Minimal- und eines Maximalwertes zureichend Rechnung.

f) Die Erstellung eines ausführlichen biomechanischen Gutachtens kann unter den 

dargelegten Umständen insofern unterbleiben, als ein solches nicht geeignet wäre, eine 

von der Unfallanalyse erheblich abweichende Beurteilung der Unfallschwere zu 

veranlassen sowie die Adäquanz der gesundheitlichen Beschwerden zu belegen. Denn 

selbst wenn von einer höheren kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung - in der 

Unfallanalyse wurde ein Wert von zwischen 4 und 9 km/h (act. G 7.1) festgestellt - 

auszugehen wäre, läge immer noch ein mittelschwerer Unfall (im Grenzbereich zu den 

leichten Ereignissen) vor. Unter Zugrundelegung eines mittelschweren Unfalls (im 

Grenzbereich zu den leichten Ereignissen) müsste die Adäquanz aus den nachstehend 

darzulegenden Gründen verneint werden:

Die Unfallumstände vermögen eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische 

Begleitumstände offensichtlich nicht zu belegen, zumal das objektive Unfallgeschehen 

und nicht das subjektive Erleben des Ereignisses massgebend ist (vgl. die Kasuistik zu 

diesem Kriterium in RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, 

sowie Urteile des EVG vom 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. 

März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). Bei der erlittenen Verletzung handelt es sich 

nicht um eine solche, die durch ihre Schwere oder besondere Art charakterisiert wäre 

(vgl. Urteil des EVG vom 9. August 2004 i/S J. [U 116/04]).

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Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 

UVG) der Unfallfolgen für so lange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Die 

Beschwerdeführerin stand nach Lage der Akten seit dem Unfall vom 8. Mai 2003 in 

mehr oder weniger regelmässiger ärztlicher bzw. therapeutischer Behandlung. Diese 

dauerte soweit ersichtlich im streitigen Einstellungszeitpunkt und auch bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids an. Vor dem geschilderten Hintergrund war im 

Einstellungszeitpunkt eine Stellungnahme zur Frage, ob eine ungewöhnlich lange Dauer 

der ärztlichen Behandlung vorliegen wird, nicht möglich, wobei allerdings in Anbetracht 

des krankheitsbedingten Vorzustandes (vgl. act. G 7.2 / ZM4) nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist, inwiefern die Behandlung in erheblichem Mass 

unfallbedingte Gegebenheiten zur Grundlage hat. Sodann lassen sich für das Vorliegen 

eines schwierigen Heilverlaufs und von erheblichen Komplikationen den Akten keine 

Anhaltspunkte entnehmen. Auch von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann nicht 

ausgegangen werden. Für die Zeit ab 8. Mai 2003 ist - bezogen auf das vor dem Unfall 

ausgeübte Pensum von 80% - eine volle Arbeitsunfähigkeit, ab 26. Mai 2003 eine 

solche von 75% und ab 10. Juni 2003 von 50% ärztlich bestätigt (act. G 7.3 / Z16, Z24, 

Z28). Hinsichtlich des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist festzuhalten, 

dass die im Einstellungszeitpunkt andauernde, ärztlich bestätigte Arbeitsunfähigkeit 

von 50% eine abschliessende Stellungnahme zur (langen) Dauer derselben nicht 

zulässt. Dabei ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Arbeitsunfähigkeit 

angesichts des krankheitsbedingten Vorzustands nur teilweise auf den Unfall 

zurückführen lässt. Die Gutachter der RehaClinic H.___ gingen im weiteren davon aus, 

dass bei konsequenter Durchführung der Therapiemassnahmen im Verlauf von drei bis 

vier Monaten eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 75% zu erwarten sei (act. G 7.2 /

ZM19). Die Beschwerdeführerin bestätigte sodann gegenüber den Gutachtern des 

Kantonsspitals G.___ und der RehaClinic H.___ beschwerdefreie Phasen sowie 

Belastungsabhängigkeit der Beschwerden (act. G 7.2 /ZM18 S. 2 und ZM19 S. 7), so 

dass nicht von Dauerschmerzen ausgegangen werden kann. Mit Blick auf diese 

Gegebenheiten ist festzuhalten, dass bei dem streitigen mittelschweren Unfall, selbst 

wenn ein typisches Beschwerdebild zu bejahen wäre, höchstens zwei Kriterien in 

geringem Ausmass als erfüllt betrachtet werden könnten. Die Voraussetzung des 

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gehäuften Auftretens der Kriterien bzw. ein Auftreten in auffallender Weise ist nicht 

erfüllt.

Bei diesen Gegebenheiten lässt sich die Leistungseinstellung auf den 31. Oktober 2003 

nicht beanstanden. Dies würde erst recht gelten, wenn beim Ereignis vom 8. Mai 2003 

- in Abweichung zu dem hier vertretenen Standpunkt - im Sinn der neueren 

Rechtsprechung von einem leichten Unfall ausgegangen würde, da diesfalls die 

Adäquanz ohne weiteres zu verneinen wäre (vgl. Urteil des EVG vom 17. Juli 2006 [U 

206/06], Erw. 2.1, wo bei einer Geschwindigkeitsänderung von 10-15 km/h ein leichtes 

Ereignis als gegeben erachtet wurde).

4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einsprache-Entscheids vom 7. März 2006 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2007
	Art. 6, 10 und 19 UVG. HWS-Distorsion nach Auffahrunfall. Typisches Beschwerdebild für schleudertraumaähnliche Verletzungen verneint. Leistungseinstellung nach rund einem halben Jahr im Nachgang zum Unfall bestätigt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. März 2007, UV 2006/52). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_232/2007.

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		2025-07-19T16:37:35+0200
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