# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b2e95af-835c-5440-9c39-3b2f285b310b
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-24
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 24.06.2010 SST.2010.127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2010-127_2010-06-24.pdf

## Full Text

46 Obergericht 2010 

des Kantons Aargau vom 10. November 2004 (SST.2004.736) E. 5 
und Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 23. März 2006 
(SST.2006.8) E. 3.2.1, beide mit Bezug auf aArt. 65 StGB). 

8 Art. 33 StGB. 
Eine strafrechtlich relevante Drohung oder Täuschung, durch die der 
Rückzug des Strafantrags bewirkt wurde, hindert die Wirksamkeit der 
Erklärung des Rückzugs. Die nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung fehlende (analoge) Anwendbarkeit von Art. 23 ff. OR kann nicht 
zur Folge haben, dass das StGB ein Verhalten belohnt, dass es selbst an-
derweitig pönalisiert.  

Aus dem Entscheid des Obergerichts, 1. Strafkammer, vom 19. August 
2010, i.S. M.A. gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau (SST.2010.82) 

9 Art. 97 Abs. 3 StGB. 
Liegt ein erstinstanzliches Erkenntnis vor, tritt gemäss Art. 97 Abs. 3 
StGB die Verfolgungsverjährung nicht mehr ein. Das gilt auch, wenn das 
verurteilende erstinstanzliche Urteil durch das Obergericht aufgehoben 
und die Sache zu neuer Entscheidung an die erste Instanz zurückgewie-
sen wird. 

Aus dem Entscheid des Obergerichts, 1. Strafkammer, vom 24. Juni 2010, 
i.S. A.G. gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau (SST.2010.127) 

10 Art. 139 StGB. 
Das Stellen einer Diebesfalle (Präparierung einer Geldnote und Platzie-
rung in Portemonnaie) ist keine Einwilligung zum Gewahrsamsbruch 
und schliesst die Wegnahme im Sinn von Art. 139 StGB nicht aus.  

Auszug aus dem Entscheid des Obergerichts, 2. Strafkammer, vom 20. Ja-
nuar 2010, i.S. StA gegen L.A.K. (SST.2009.190)