# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 860593f8-8477-5d44-978e-507537a66b3d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.02.2022 I 2021 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-67_2022-02-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 67

Entscheid vom 11. Februar 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. __.__.1964, Vater von 3 zwischenzeitlich erwachsenen 
Kindern) hat von 1981 bis 1983 eine Ausbildung als Gipser (mit Fähigkeitszeug-
nis) absolviert und in der Folge in dieser Branche gearbeitet. Seit 2006 war er als 
selbständig erwerbender Tätowierer erwerbstätig. Am 7. August 2018 unter-
zeichnete er eine IV-Anmeldung; die gesundheitlichen Beeinträchtigungen um-
schrieb er wie folgt: "Zittern der rechten Hand - Arm" (vgl. IV-act. 1 i.V.m. 4). 

B. Nach diversen Abklärungen und einer Beurteilung der medizinischen Ak-
tenlage durch die RAD-Ärztin C.________ (Allg. Innere Medizin FMH) vom 
27. August 2019 (IV-act. 25) teilte die IV-Stelle am 2. September 2019 mit, dass 
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche gewährt werde (IV-act. 28). Am 
30. September 2019 unterzeichnete A.________ zusammen mit der IV-
Fachperson für berufliche Integration sowie dem Vertreter der Firma ________ in 
Unterägeri eine Eingliederungsvereinbarung, welche einen Arbeitsversuch in der 
erwähnten Firma vom 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 betraf (IV-act. 35). Im 
Gefolge dieser Vereinbarung bzw. dieses Arbeitsversuchs erbrachte die IV-Stelle 
diverse Leistungen (Taggelder, Reisekosten, IV-act. 35-3/4, IV-act. 36ff.). 

C. Am 1. Juli 2020 erteilte die IV-Stelle für ein Job-Coaching nach Art. 18 IVG 
für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 30. September 2020 Kostengutsprache, 
durchgeführt von der D.________ GmbH in Schwyz (monatlich Fr. 1'450.--, IV-
act. 51). Am 30. September 2020 verlängerte die IV-Stelle diese Kostengutspra-
che für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 31. Dezember 2020 (IV-act. 57). 
Nach Einholung weiterer medizinischer Berichte sowie einer Stellungnahme der 
RAD-Fachärztin C.________ vom 11. März 2021 (IV-act. 63) kündigte die IV-
Stelle mit Vorbescheid vom 12. März 2021 an, das Leistungsbegehren abzuwei-
sen (IV-act. 65).

D. Gegen diesen Vorbescheid liess A.________ mit Eingaben vom 
6. April 2021 bzw. 6. Juli 2021 Einwände erheben (IV-act. 70, 78, mit Unterlagen, 
IV-act. 78-20ff./30). Nach einer Stellungnahme der RAD-Fachärztin C.________ 
vom 30. August 2021 verfügte die IV-Stelle am 8. September 2021, dass das 
Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 84). 

E. Gegen diese am 13. September 2021 eingegangene Verfügung liess 
A.________ fristgerecht am 11. Oktober 2021 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung der IV vom 8.9.2021 betreffend Verweigerung der Zuerkennung 
einer Invalidenrente sei aufzuheben.

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2. Dem Beschwerdeführer sei bei einer noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit von 
maximal 40% eine ganze Invalidenrente, zumindest aber eine Dreiviertelsrente 
zuzusprechen.
Es sei A.________ angesichts seines gesundheitlichen Gesamtzustandes von 
einer fehlenden Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auszugehen.

3. a) Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, einerseits zur 
weiteren medizinischen Abklärung insbesondere zur Feststellung der ihm noch 
möglichen Arbeitstätigkeiten bzw. eben zur Anordnung einer polydisziplinären 
Begutachtung.
b) Dem Beschwerdeführer sei die Rechtswohltat der unentgeltlichen Prozess-
führung zu gewähren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

F. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2021 ergänzte der Beschwerdeführer seine 
Beschwerde (mit zwischenzeitlich eingegangenen Unterlagen).

Mit Vernehmlassung vom 2. November 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. In 
einer weiteren Eingabe vom 5. November 2021 äusserte sich die IV-Stelle zur 
Ergänzung der Beschwerde vom 28. Oktober 2021.

Mit Replik vom 24. Dezember 2021 verwies der Beschwerdeführer auf seine in 
der Beschwerde enthaltenen Anträge. Die Duplik der IV-Stelle folgte am 28. De-
zember 2021. Dazu nahm der Beschwerdeführer am 10. Januar 2022 Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch einen kör-
perlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich blei-
bende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 
Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Er-
werbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG:
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

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1.1.2  Anzufügen ist, dass der Gesetzgeber mit der Gesetzesrevision "Weite-
rentwicklung der IV" (WE IV) bzw. den Änderungen des IVG vom 19. Juni 2020, 
welche per 1. Januar 2022 in Kraft getreten sind, u.a. ein neues, stufenloses 
Rentensystem eingeführt hat. Mit diesem Wechsel wird die Höhe des Anspruchs 
auf eine Invalidenrente neu in prozentualen Anteilen einer ganzen Rente festge-
legt und nicht mehr wie bisher nach Viertelsrentenstufen (vgl. Erw. 1.1.1 in fine). 
Allerdings gilt das stufenlose Rentensystem für Rentenansprüche ab dem 1. Ja-
nuar 2022. Rentenansprüche, die vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind, wer-
den noch nach altem Recht zugesprochen (vgl. die Übergangsbestimmungen zur 
IVG-Änderung vom 19.6.2020; vgl. auch Anne-Sylvie Dupont, Weiterentwicklung 
der IV, in SZS 1/2022, S. 7; siehe auch Mélanie Sauvain, Sozialversicherungen: 
Was ändert sich 2022, in: SZS 1/2022, S. 41; Kreisschreiben über die Überg-
angsbestimmungen zum Rentensystem im Rahmen der WE IV, Rz. 1008).

1.1.3  Im konkreten Fall geht es u.a. hauptsächlich darum, ob die IV-Anmeldung 
vom 16. August 2018 zu einem Rentenanspruch führt (was vom Beschwerdefüh-
rer konkludent bejaht und von der IV-Stelle verneint wird). Bei dieser Sachlage ist 
der (streitige) Rentenanspruch nach dem bisherigem Recht zu prüfen.

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

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1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). 

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 

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Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 
105 V 156 Erw. 1 begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte 
Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.6.1  Zutreffend sind sodann die Ausführungen in der Beschwerde (Ziff. 2.3), 
wonach die IV-Stelle (bzw. im Beschwerdeverfahren das Sozialversicherungsge-
richt) sich auf Berichte versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen (vom 
Regionalen Ärztlichen Dienst, RAD, der IV-Stellen) abstützen und mithin auch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens einen Versicherungsfall nach Mass-
gabe der eingeholten medizinischen Berichte entscheiden darf. Allerdings sind in 
solchen Fällen an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, indem 
bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-
sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen grundsätzlich ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen sind, wie der Beschwerdeführer zu Recht unter Hinweis 
auf BGE 135 V 465 (Erw. 4.4 S. 469f.) betont hat (siehe dazu auch Urteil des 
Bundesgerichts 9C_647/2020 vom 26.8.2021 Erw. 2.2 und 4.2; BGE 142 V 58 
Erw. 5.1f. mit Hinweisen, S. 64ff.).

1.6.2  In diesem Zusammenhang drängen sich folgende ergänzenden Bemer-
kungen zur vorstehenden, in Erwägung 1.6.1 aufgeführten Rechtsprechung auf. 
Handelt es sich in einem Beschwerdeverfahren um einen Versicherten in einem 
vorgerückten Alter, welcher nicht mehr eine lange Aktivitätsdauer bis zur ordent-
lichen Pensionierung aufweist, vermag die Annahme, wonach bei gewissen 
Zweifeln an Teilen eines RAD-Berichts zwingend ein externes Gutachten einzu-
holen sei, nicht zu überzeugen. Denn in einem solchen Fall würde die Rückwei-
sung zur Vornahme einer externen Begutachtung in jedem Fall eine zusätzliche 
zeitliche Verzögerung bewirken, mit der Folge, dass bis zum Vorliegen und der 
Würdigung dieses externen Gutachtens die verbleibende Aktivitätsdauer weiter 
massgeblich verkürzt würde (erfahrungsgemäss kann die Einholung eines inter-
disziplinären MEDAS-Gutachtens sowie die Stellungnahme, mit Rückfragen an 

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die Gutachter, ohne weiteres einen Zeitablauf von einem Jahr oder sogar noch 
mehr in Anspruch nehmen). In einer solchen Konstellation lässt es sich - falls die 
gesundheitliche Situation des Versicherten von verschiedenen (Fach)Ärzten weit-
gehend umfassend untersucht worden ist und letztlich (wie im konkreten Fall) nur 
der Arbeitsfähigkeitsgrad für angepasste Tätigkeiten strittig ist - grundsätzlich 
rechtfertigen, anstelle einer zwingenden Rückweisung zur externen Begutach-
tung eine Einschätzung der für den Leistungsanspruch relevanten Arbeitsfähig-
keit nach Massgabe der vorhandenen medizinischen Akten vorzunehmen. Dafür 
spricht nicht zuletzt, dass die ärztlichen Angaben nur (aber immerhin) eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage sind, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (siehe oben, Erw. 
1.5.4 in fine). Die vorstehend skizzierte Relativierung einer zwingend gebotenen 
externen Begutachtung bei Zweifeln an Teilbereichen einer Einschätzung durch 
den IV-internen RAD ist namentlich dann in Betracht zu ziehen, wenn der 
betroffene Versicherte im vorgerückten Alter einen von der IV finanzierten 
Arbeitsversuch absolviert hat und diesbezüglich zusätzliche Erkenntnisse 
vorliegen.

1.7 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

1.8 Anzufügen ist, dass sich der gerichtliche Überprüfungszeitraum grundsätz-
lich auf den Sachverhalt beschränkt, wie er sich bis zum Erlass der angefochte-
nen Verfügung (bzw. des Einspracheentscheids) verwirklicht hat (BGE 143 V 409 
Erw. 2.1). Das kantonale Gericht hat aber nach der höchstrichterlichen Recht-
sprechung spätere Berichte und Dokumente in die Beurteilung miteinzubeziehen, 
sowie sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungs-
verfahrens gegebene Situation erlauben (vgl. Urteil BGer 8C_503/2021 vom 
18.11.2021 Erw. 4.1 mit weiteren Hinweisen).

2. Was die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Versicherten sowie die 
Auswirkungen auf das verbliebene (zumutbare) Leistungsvermögen anbelangt, 
sind den Akten u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben zu entnehmen.

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2.1.1  Vom 18. bis 19. Juli 2017 war der Versicherte in der Herzklinik 
E.________ in F.________ hospitalisiert. Dem Austrittsbericht vom 19. Juli 2017 
an den damaligen Hausarzt (Dr.med. G.________, Allg. Medizin FMH, mit Praxis 
in __________) sind folgende Angaben zu den Diagnosen zu entnehmen (IV-act. 
11-5/12):

Schwere Aorteninsuffizienz
Status nach minimal invasivem Aortenklappenersatz (AKE) bio am 13.6.2017
Linker Ventrikel schwer dilatiert (…)
Indirekt Hinweise auf pulmonale Drucksteigerung
Erweiterung der Aortensinusportion (…)
Ausschluss einer Koronaren Herzerkrankung (Herz CT 1.6.2017)

2.1.2  Am 11. Dezember 2017 wurde der Versicherte von Dr.med. H.________ 
(Facharzt FMH für Neurologie) in der E.________ Klinik I.________ in 
__________ untersucht. Dieser Neurologe stellt im Bericht vom 19. Dezember 
2017 an die Nachfolgerin von Dr.med. G.________ (Fachärztin J.________, Allg. 
Innere Medizin FMH, __________) die Diagnose eines tremordominanten Par-
kinson-Syndroms, wobei das erstmalige Auftreten von Tremor am rechten Arm 
per 2014 erwähnt wurde (damals Fraktur des Tuberculum majus rechts); in der 
Folge sei der Versicherte (nach 2014) in der Lage gewesen, als Tätowierer wei-
terzuarbeiten (IV-act. 11-11/12).

2.1.3  Am 19. Juni 2018 erfolgte eine kardiologische Verlaufskontrolle im Spital 
K.________. Im gleichentags verfassten Bericht an die Hausarztpraxis in 
__________ führte Dr.med. L.________ (Leitender Arzt Kardiologie) u.a. aus, 
dass ein Jahr nach dem minimal invasiven Aortenklappenersatz "ein eigentlich 
gutes kardiales Resultat" bestehe. Der vor dem Eingriff volumenbelastete linke 
Ventrikel habe sich bereits nach kurzer Zeit erholt; die linksventrikulären Dimen-
sionen und Funktionen seien "heute normal". Der störende, idiopathische Inten-
sionstremor am rechten Arm (abgeklärt am Universitätsspital F.________) und 
die hyperdyname Herzfunktion mit einem Herzfrequenzanstieg bis auf 180/min 
bei Belastung hätten ihn (Dr. L.________) veranlasst, einen Therapieversuch mit 
dem 1. Generation-Betablocker Propranolol zu unternehmen. Er habe dem Ver-
sicherten einen Blister Tabletten ausgehändigt mit der Anweisung, 3x 20 mg pro 
Tag einzunehmen. Sollte damit der Tremor besser sein, wäre diese Therapie 
auch für die erweiterte Aortenwurzel und die Tendenz zu hypertonen Blutdruck-
werten günstig. Eine routinemässige kardiologische Kontrolle empfehle er in ei-
nem Jahr (IV-act. 5-8/18; siehe in diesem Zusammenhang die Feststellung im 
späteren M.________-Bericht vom 18.6.2019, wonach ein probatorischer Ver-
such mit einem Betablocker bei Auftreten von Nebenwirkungen mit Schwindelge-

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fühl und Müdigkeit zu keiner Verbesserung der Tremorsymptomatik geführt habe, 
vgl. IV-act. 22-7/17 Mitte).

2.1.4  Dr.med. N.________ (Fachärztin für Neurologie, __________, Praxis 
Dr.med. O.________) nahm am 9. Juli 2018 eine Verlaufskontrolle vor. In ihrem 
Bericht an die neue Hausärztin des Versicherten (Dr.med. univ. P.________, 
Fachärztin für Allg. Innere Medizin FMH, __________) fasste die Neurologin ihre 
Beurteilung u.a. wie folgt zusammen (IV-act. 5-11/18):

Die aktuelle klinische Untersuchung erbringt weiterhin keine wegweisenden Befun-
de. Insbesondere ergibt sich nicht der Verdacht für ein beginnendes Parkinson-
Syndrom. Die Beschwerden sind ebenfalls nicht typisch für einen essentiellen 
Tremor. Auffällig ist die starke Fluktuation der Beschwerden und das parallele Auf-
treten eines Ruhe- wie auch Halte- bzw. Intentionstremors, der bei Ablenkung 
nachlässt. Eine Progredienz seit der letzten Konsultation ist nicht ersichtlich. Ins-
gesamt erscheint eine deutliche funktionelle Überlagerung wahrscheinlich. Die Be-
schwerden können nicht auf eine neurologische Störung zurückgeführt werden. 
(…)

2.2.1  Nach Eingang der IV-Anmeldung am 16. August 2018 fasste Dr.med. univ. 
P.________ als damalige Hausärztin die medizinischen Befunde in ihrem Bericht 
vom 28. August 2018 an die IV-Stelle wie folgt zusammen (IV-act. 5-2/18 Ziff. 
2.4):

Rechtsseitiger Tremor, vor allem Haltetremor mit ausgeprägtem Aktionstremor 
rechts, stark fluktuierend im Ausmass und der Frequenz,
keine sensomotorischen Ausfälle, keine nachweisbaren Läsionen

Im Ergebnis stellte die damalige Hausärztin die Diagnose eines nicht klassifizier-
baren Tremors am rechten Arm (IV-act. 5-2/18 Ziff. 2.5). Aufgrund des chroni-
schen Tremors sei die aktuelle Tätigkeit als Tätowierer nicht mehr durchführbar. 
Eine Weiterbildung bzw. eine Reintegration in einer anderen Berufssparte "ist gut 
möglich" (vgl. IV-act. 5-3/18 Ziff. 3.4 und 3.5). Sämtliche Aufgaben, die eine ge-
wisse Präzision voraussetzen, seien nicht möglich. Neurologische oder motori-
sche Ausfälle seien jedoch nicht vorhanden (IV-act. 5-5/18 Ziff. 4.5).

2.2.2  In einem Bericht vom 20. September 2018 an die IV-Stelle bestätigte 
Dr.med. N.________, dass aus neurologischer Sicht keine Diagnose gestellt 
wurde bzw. zu stellen sei, analog auch aus neurologischer Sicht keine Arbeitsun-
fähigkeit bescheinigt wurde. Nach ihrer Einschätzung sei von einem funktionellen 
Tremor an der rechten Hand auszugehen, weshalb sie eine psychiatrische An-
bindung als sinnvoll erachte. Ein DaTSCAN könnte ergänzend durchgeführt wer-
den (vgl. IV-act. 10).

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2.3 In der Folge wurden die medizinischen Unterlagen der RAD-Fachärztin 
C.________ (Allg. Innere Medizin FMH) zur Stellungnahme unterbreitet, welche 
am 7. Mai 2019 festhielt, dass sie das Dossier der Neurologin und RAD-
Teamleiterin Dr.med. Q.________ unterbreiten möchte (IV-act. 15-4/4). Nach der 
Besprechung mit dieser Kollegin fasste die RAD-Fachärztin das Ergebnis am 20. 
Mai 2019 wie folgt zusammen (IV-act. 17):

Primär sei eine MRI-Schädel Diagnostik zu veranlassen über das neurologische 
Ambulatorium des M.________ mit Frage nach kleinem Apoplex im Stammgangli-
enbereich nach erfolgter Aortenklappenoperation 06/2017.
Sollte diese Untersuchung bereits ohne richtungsweisende Befunde erfolgt sein, 
sollte ein DaTSCAN oder ein FTG-PET erfolgen. Das DaTSCAN wurde bereits 
auch seitens Dr. Kliesch in 7/2018 empfohlen und ist nach vorliegenden AB bisher 
nicht erfolgt.

Daraufhin teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 3. Juni 2019 mit, dass eine 
MRI-Schädeldiagnostik nötig sei (am M.________, Klinik für Neurologie, vgl. IV-
act. 18).  

2.4 Am 16. Juli 2019 berichtete Dr.med. Denise Becker (Assistenzärztin 
M.________, Klinik für Neurologie) der IV-Stelle, dass der Versicherte in dieser 
Klinik in Behandlung sei, dass am 18. Juni 2019 eine Verlaufskontrolle stattge-
funden habe, indes aufgrund der kurzfristigen Anfrage es nicht möglich gewesen 
sei, gleichentags am M.________ ein cMRI zu organisieren. Stattdessen sei ein 
MRI-Abklärung des Schädels in der Nähe des Wohnorts des Versicherten orga-
nisiert worden, welche am 3. Juli 2019 im Röntgeninstitut K.________ durchge-
führt wurde (IV-act. 21). Die Beurteilung der Ergebnisse dieser MRI-Abklärung 
wurde wie folgt zusammengefasst (IV-act. 21-2/2):

Kleine Ischämie hochfrontal rechts Gyrus präcentralis
Keine Raumforderung oder Blutung. Normales Hirnvolumen. Normale Gefässver-
hältnisse.

Dr.med. Denise Becker (M.________) führte in ihrem Bericht vom 22. Juli 2019 
an die IV-Stelle u.a. aus, dass ein Dopaminerger Therapieversuch vom Patienten 
nicht gewünscht werde; zur Diagnosesicherung werde hier als 2. Schritt "DaTS-
CAN" vorgeschlagen (vgl. IV-act. 22-2/17 unten; siehe auch IV-act. 22-6/17 
oben). Die bisherige Tätigkeit als Tätowierer sei nicht mehr zumutbar; die Pro-
gnose für eine Eingliederung sei "gut, für angepasste Tätigkeit" (IV-act. 22-4/17). 

2.5.1  Am 8. bzw. 12. August 2019 erhielt die IV-Stelle Kenntnis davon, dass 
künftig die neurologische Behandlung durch Dr.med. O.________ erfolgen werde 
(IV-act. 24) und dass der Versicherte "einen Job in einem Sportgeschäft für Ski-
service in Aussicht" habe, weshalb um Prüfung von Unterstützungsmöglichkeiten 
ersucht wurde (IV-act. 23). 

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2.5.2  Am 27. August 2019 nahm die RAD-Fachärztin C.________ zu verschie-
denen Fragen der IV-Sachbearbeiterin u.a. wie folgt Stellung (IV-act. 25):

Ist das tremordominante Parkinsonsyndrom ausgewiesen?

(…) bisher liegt eine Verdachtsdiagnose vor. Die Durchführung eines DaTSCANs 
würde diagnostische Sicherheit erbringen, aber mit einem höheren Wahrschein-
lichkeitsgrad ist die Diagnosesicherung ohne massgeblichen Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit.

Sind weitere Abklärungen notwendig? Einholungen zu tätigen? Begutachtung 
durchzuführen?

Zur Diagnosesicherung wäre eine DaTSCAN Untersuchung erforderlich.

Ist ein IV-relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen und wie ist dann die AF in 
angestammter Tätigkeit (Tätowierer) zu beurteilen? 100% AUF seit 06.06.2017?

Ja, der bisherige AUF-Verlauf ist plausibel.

Wie ist die AF in angepasster Tätigkeit zu beurteilen? Beginn? Umfang? Ergono-
misches Profil:

Keine Tätigkeiten mit Anforderungen an die Feinmotorik. Keine Tätigkeit an lau-
fenden Maschinen, Gerüsten, Anforderungen an das Gleichgewicht.
Da ein Parkinsonsyndrom nicht ausgeschlossen ist, sind Tätigkeiten mit hohen An-
forderungen an Reaktionsvermögen, Vigilanz und wechselnde Aufmerksamkeit als 
wahrscheinlich eher ungeeignet anzusehen. 

2.6 Nachdem am 19. August 2019 eine weitere neurologische Untersuchung 
stattgefunden hatte, führte Dr.med. N.________ in einem bei der IV-Stelle am 25. 
September 2019 eingegangenen Bericht u.a. folgende Ergebnisse aus (IV-act. 
33-2/7):

Im Rahmen der Tremorabklärung am M.________ erfolgte im 07/2019 eine erneu-
te MRI-Untersuchung des Schädels, welche als Zufallsbefund eine kleine Ischämie 
rechts hochfrontal erbrachte. Diesbezüglich finden sich in der klinischen Untersu-
chung keine Auffälligkeiten. Der Tremor besteht unverändert, eine Ätiologie fand 
sich hierfür nicht.
Die US-Untersuchung der hirnversorgenden Gefässe ist unauffällig. (…)

2.7.1  Am 23. September 2019 erkundigte sich die für den Versicherten zustän-
dige Mitarbeiterin der IV-Stelle bei der neuen Hausärztin R.________ (Praktische 
Ärztin FMH, K.________), ob dem Versicherten die für einen Arbeitsversuch in 
Aussicht stehende Stelle bei einem Sportgeschäft in Anbetracht der gesundheitli-
chen Situation zumutbar sei. Die Antwort wurde stichwortartig wie folgt zusam-
mengefasst (IV-act. 59-3/12 unten):

Blutgerinnsel in Aorta sei geheilt und keine Folgen
Keine Muskelschwäche, Feinmotorikschwäche sei vorhanden
Skiwachsmaschine könne er bedienen und dieser Tätigkeit stehe nichts im Wege
AF 50% sei sicher möglich. Aus ihrer Sicht müsse die AF aufgebaut werden. Es sei 
allenfalls eine 50% bis 75% AF möglich. 100% AF denke sie nicht.

12

2.7.2  Am 30. September 2019 unterzeichnete der Versicherte eine Eingliede-
rungsvereinbarung mit Arbeitsversuch in einem Sportgeschäft. Das vereinbarte 
Pensum wurde für Oktober 2019 auf 30%, für November 2019 auf 40%, für De-
zember 2019 bis Januar 2020 auf 50% sowie für den Februar/ März 2020 auf 
60% veranschlagt. Die Arbeiten wurden mit Ski- und Snowboardservice an einer 
Maschine, Bindungseinstellungen an einer Maschine, Lagerbewirtschaftung, Ein-
sätze im Verkauf, bei Entsorgungen/ Aufräumen umschrieben (IV-act. 35-2/4). 

2.8 Am 3. Dezember 2019 wurde der Versicherte an der Klinik für Gefäss-
chirurgie des S.________ untersucht. Dr.med. T.________ (Chefarzt) führte in 
seinem Bericht vom 11. Dezember 2019 an die Hausärztin u.a. aus, dass hin-
sichtlich der Aortenpathologien insgesamt eine weitgehend stabile Situation und 
aktuell kein Handlungsbedarf bestehe. Die nächste Kontrolle sei in einem halben 
Jahr geplant (IV-act. 43-8/14).

2.9.1  Am 26. Februar 2020 fand am Ort des Arbeitsversuchs ein Standortge-
spräch statt. Dabei führte der Versicherte u.a. aus, dass er seit Februar zu 60% 
arbeite und ein Brennen im Rückenbereich spüre; das Zittern der rechten Hand 
sei nach wie vor permanent und stark vorhanden (IV-act. 59-5/12 unten). Der Ar-
beitgeber erklärte, dass der Versicherte gesundheitlich angeschlagen sei; seine 
Arbeit sei gut gewesen, jedoch mit einem erhöhten Pausenbedarf; die Leistungs-
fähigkeit erreiche 50% bis 60%. Eine Festanstellung sei wahrscheinlich höchs-
tens mit 50% möglich aufgrund der betriebswirtschaftlichen Situation, wonach ein 
schlechter Winter und ein Umsatzrückgang zu verzeichnen sei. Hinsichtlich des 
weiteren Vorgehens wurde eine Verlängerung des Arbeitsversuchs um vier    
Monate, eine Steigerung des Pensums auf 80% sowie der Einsatz eines Job-
Coachs erörtert. Ein weiteres Standortgespräch wurde für den 17. März 2020 
geplant (IV-act. 59-6/12 oben). 

2.9.2  Am 17. März 2020 wurde im IV-Dossier vermerkt, das Ziel sei gewesen, 
ein Pensum von 60% zu erreichen, was gelungen sei. Allerdings schliesse das 
Sportgeschäft per sofort (vgl. die damals gültigen Corona-Massnahmen des 
Bundes). Mithin standen nach den konkreten Umständen zu diesem Zeitpunkt IV-
fremde Gründe einer geplanten Verlängerung des Arbeitsversuchs im Wege (IV-
act. 59-6/12).

2.10 Dr.med. L.________ hatte zuvor im Verlaufsbericht vom 2. März 2020 an 
die IV-Stelle u.a. ausgeführt, dass der Gesundheitszustand stationär sei. Der 
Versicherte leide hauptsächlich an einem Tremor der Hand, was seine Arbeits-
fähigkeit als Tätowierer einschränke bzw. verunmögliche. Aus kardialer Sicht sei 
der Versicherte voll arbeitsfähig (IV-act. 40-3/3).

13

2.11 Auch die neue Hausärztin R.________ berichtete der IV-Stelle am 7. April 
2020 (= Eingangsdatum) von einem stationären Gesundheitszustand. Über den 
genauen Verlauf des Arbeitsversuchs bzw. des aktuellen Arbeitsfähigkeitsgrades 
sei sie nicht informiert (IV-act. 43-1/14).

2.12.1  Am 3. Juni 2020 wurde die IV-Stelle informiert, dass ein weiteres Arbeits-
training im betreffenden Sportgeschäft nicht mehr möglich sei, weil dieser Betrieb 
zu wenig Arbeit habe und Kurzarbeit habe einführen müssen (IV-act. 59-7/12). 

2.12.2  Am 18. Juni 2020 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass er nun 
doch stundenweise im erwähnten Sportgeschäft arbeiten könne (IV-act. 59-7/12 
unten).

2.12.3  Nachdem die IV-Stelle am 1. Juli 2020 Kostengutsprache für ein Job-
Coaching gemäss Art. 18 IVG erteilt hatte (IV-act. 51), wurden verschiedene Ein-
satzmöglichkeiten bei der Reismühle in _________, beim Touristikbetrieb 
______________ sowie bei der U.________ Schwyz evaluiert, welche erfolglos 
blieben (IV-act. 59-9f./12). 

Die Verantwortlichen der U.________ sagten am 30. Oktober 2020 (nach einem 
Vorstellungsgespräch am Vortag) dem Versicherten deshalb ab, weil die Reini-
gungsarbeiten (in den für den öffentlichen Verkehr eingesetzten Bussen) sowie 
die vorgesehenen Arbeiten im Gebäudeunterhalt als für den Versicherten zu an-
strengende Tätigkeiten eingeschätzt wurden, welche mit dem Gesundheitszu-
stand des Versicherten nicht vereinbar seien (IV-act. 78-27/30).

2.12.4  Beim Standortgespräch vom 9. Dezember 2020 bei der IV-Stelle führte 
der Versicherte u.a. aus, er ermüde sehr rasch, er könne nichts mehr heben, da 
er rasch Rückenschmerzen habe und er sei (fein-)motorisch total eingeschränkt 
(IV-act. 59-11/12 unten). 

2.12.5  Dem Schlussbericht zu den IV-Eingliederungsbemühungen vom 23. De-
zember 2020 sind u.a. die folgenden Angaben zu entnehmen (IV-act. 59-12/12):

• vP wünscht die IV-Rentenprüfung
• vP fühle sich nicht mehr arbeitsfähig. Die rechte Hand zittere viel zu stark und 

seine Belastbarkeit sei nicht mehr vorhanden. Dazu komme die Angst vor 
einem erneuten Aorta Riss, bei körperlicher Überlastung

• Nach den 6 Monaten Job Coaching Stellensuche ohne Erfolg habe er den 
Glauben verloren, dass es mit seiner gesundheitlichen Situation einen Ni-
schenarbeitsplatz gebe.

Massnahmen durchgeführt
• Arbeitsversuch 01.10.2019 bis 31.03.2020 im Bereich Ski Service bei einem 

Sportgeschäft. Es konnte eine 60% AF erreicht werden.

14

o Rückmeldung Arbeitgeber → vP sei gesundheitlich angeschlagen und 
nicht voll leistungsfähig, die Arbeit sei gut gewesen, jedoch mit erhöhtem 
Pausenbedarf, vP sei zuverlässig und motiviert gewesen, die LF sei 50% 
bis 60% bei 60% Pensum

• 6 Monate Job Coaching Stellensuche bei D.________ ohne Erfolg auf erneu-
ten Arbeitsversuch

2.13  Bereits am 3. Dezember 2020 war der Versicherte erneut in der 
M.________-Klinik für Neurologie untersucht worden. Im gleichentags verfassten 
Bericht, welcher am 30. Dezember 2020 bei der IV-Stelle eintraf, wurden die be-
reits bekannten Diagnosen aufgelistet (IV-act. 61-5/10). In der Beurteilung wurde 
u.a. ausgeführt (IV-act. 61-8/10):

In der klinisch-neurologischen Untersuchung zeigte sich ein Halte- und Aktionstre-
mor, bei deutlich überwiegendem Ruhetremor mit Re-emerging Phänomen. Wei-
terhin zeigte sich eine Hypomimie, ein rechts- und armbetonter Rigor mit Zahnrad-
phänomen, sowie eine Bradykinesie rechts und ein Dekrement beim Fingertapping 
rechts, einem MDS-UPDRS-III von 27 Punkten entsprechend. Im Whiget-Tremor 
Rating Scale von 22 Punkten entsprechend (rechts 17, links 5) und somit deutlich 
progredient zu den Vorbefunden vom letzten Jahr (Whiget-Tremor-Scale: 8 Punkte 
am 18.06.2019; MDS-UPDRS-III: 10 Punkte). Hinweise auf eine zerebelläre Aus-
fallssymptomatik, positive Pyramidenbahnzeichen oder sonstige red flags ergaben 
sich nicht.

In Zusammenschau der Befunde gehen wir bei aktuell progredientem Befund mit 
Verschlechterung der Feinmotorik und Zunahme des Tremors sowohl in Ruhe, als 
auch in Akten und Halten von einem overlap eines Parkinsonsyndroms vom Tre-
mordominanztyp mit einem essentiellen Tremor aus. (…)

Aufgrund der aktuellen Progredienz im Rahmen einer wahrscheinlichen neurode-
generativen Erkrankung mit erwartbaren fortschreitenden Einschränkungen im All-
tag haben wir mit Herrn … einen Therapieversuch mit Madopar besprochen (…). 
Zur Sicherung der Diagnose empfehlen wir die Ergänzung eines DaTSCANs zur 
Objektivierung des Dopaminmangels der Substantia nigra. (…)

2.14  Am 30. Dezember 2020 ging bei der IV-Stelle der von lic.phil. V.________ 
(Psychotherapeutin) und vom Leitenden Arzt W.________ unterzeichnete Erst-
bericht vom 22. Dezember 2020 der Ambulanten Psychiatrie (X.________, 
________, Y.________ AG) ein, in welchem im Wesentlichen Probleme mit Be-
zug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, sonstige Probleme mit Be-
zug auf Lebensbewältigung aufgrund eines starken Tremors (ICD-10: Z73.8) dia-
gnostiziert wurden. 

In der Beurteilung wurde u.a. ausgeführt, dass nach zwei Gesprächen weder 
klinisch noch fremdanamnestisch psychiatrische Auffälligkeiten festgestellt wer-
den konnten. Der Vorschlag, für eine fundiertere psychiatrische Abklärung weite-
re zwei bis drei Termine wahrzunehmen, sei vom Versicherten abgelehnt worden 

15

Aus psychiatrischer Sicht sei "eine Behandlung aktuell nicht indiziert" (IV-act. 61-
3/10).

2.15  Am 11. März 2021 nahm die RAD-Fachärztin C.________ eine Würdigung 
der medizinischen Aktenlage vor und beantwortete die von der zuständigen IV-
Sachbearbeiterin aufgeworfenen Fragen wie folgt (IV-act. 63):

1. Welche AF-relevanten Diagnosen/ Gesundheitsschäden liegen vor und welche 
Einschränkungen verursachen diese?

- Vd.a. Overlap-Syndrom aus essentiellem Tremor und Parkinson Syn-
drom vom Tremordominanztyp rechtsbetont, EM: 2017

- Hoehn & Yahr: 1
Einschränkungen: rechte dominante obere Extremität; funktio-
nelle Einarmigkeit. Tremor.

- Stabiles, sackiformes Aneurysma der Aorta descendes, aktuell 3.8 cm 
Durchmesser, stabil

- Erweiterung der Aortensinusportion/Aorta Ascendens 48mm (stabil seit 
06./2018

Einschränkungen: kein Heben und Tragen schwerer Lasten
2. Wie hoch ist die medizinisch zumutbare AF in angestammter Tätigkeit?

0%, bisheriger AUF-Verlauf plausibel.

3. Wie wird die medizinisch zumutbare AF in angepasster Tätigkeit beurteilt? (AF 
in Std. pro Tag und Woche, plus Prozentangabe der Leistungsfähigkeit 
während der definierten Arbeitszeit ganztägig oder reduziert verwertbar)

AF 100% seit Beginn AF in einer angepassten Tätigkeit.

4. Was ist in der angepassten Tätigkeit aus medizinisch theoretischer Sicht zu 
berücksichtigen?

Es liegt eine funktionelle Einarmigkeit vor. 
Ergonomisches Profil: Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne besonde-
re Beanspruchung der rechten Hand hinsichtlich Kraft, Feinmotorik und 
Sensibilität
Keine Tätigkeiten mit Anforderungen an die Feinmotorik. Keine Tätigkeit an 
laufenden Maschinen, Gerüsten, Anforderungen an das Gleichgewicht.
Da ein Parkinsonsyndrom nicht ausgeschlossen ist, sind Tätigkeiten mit 
hohen Anforderungen an Reaktionsvermögen, Vigilanz und wechselnde 
Aufmerksamkeit als wahrscheinlich eher ungeeignet anzusehen.
Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkei-
ten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-)automatischen 
Maschinen oder Produktionseinheiten, die nicht den Einsatzbeider Arme 
und beider Hände voraussetzen.

5. Kann die AF durch zumutbare medizinische Massnahmen beeinflusst werden?
Neurologische Anbindung. Umsetzen der Behandlungsempfehlungen.

6. Gibt es Hinweise auf suboptimales Leistungsverhalten bzw. auf relevante In-
konsistenzen?

Nein.

16

2.16  Am 4. Mai 2021 wurde der Versicherte von Prof. Dr.med. Z.________ (Lei-
tender Arzt der E.________ Klinik für Neurologie, Zürich) untersucht. Im glei-
chentags verfassten Bericht an die Hausärztin wurde zusätzlich zu den bereits 
bekannten Diagnosen eine Colitis ulcerosa aufgeführt (IV-act. 78-20/30). In der 
Beurteilung wurde darauf hingewiesen, dass ein ausgeprägtes Tremor Syndrom 
vorliege, welches ätiologisch zurzeit unklar bleibe. Dieser Arzt führte Möglichkei-
ten (hochdosierter Therapieversuch mit Levodopa/ DaTSCAN) an, wie hinsicht-
lich der Diagnostik weitere Erkenntnisse gewonnen werden könnten, worauf "in 
Abhängigkeit von der Diagnose" "anschliessend eine gezielte Therapie diskutiert 
werden" könnte. Aufgrund der erheblichen Behinderung des Versicherten im All-
tag sei er in seinem angestammten Beruf als Tätowierer nicht mehr berufsfähig: 
"Auch hiervon abgesehen ist von einer relevanten Beeinträchtigung der Arbeits-
fähigkeit bei anderen Tätigkeiten auszugehen" (IV-act. 78-21/30).

2.17  Am 27. Mai 2021 untersuchte Prof. Dr.rer.nat. et med.habil. AA.________ 
(Leiter der E.________ Klinik für Neurologie/ Zentrum für Gedächtnisstörungen 
und Alzheimer) den Versicherten. In seinem Bericht wiederholte dieser Facharzt 
die bereits bekannten Diagnosen (IV-act. 78-22/30). Zudem stellte er in seiner 
Beurteilung fest, aus der verhaltensneurologischen Untersuchung sowie aus der 
neuropsychologischen Testung würden sich klinische Hinweise auf eine leichte 
kognitive Beeinträchtigung ergeben. Darüber hinaus sei der klinisch apparente, 
rechtsseitige Tremor der oberen Extremität, welcher sich unter Leistungsdruck 
verstärke und unter Provokation auch das gleichseitige Bein einschliesse, deut-
lich alltagsbehindernd. Tatsächlich habe der Versicherte seine Erwerbstätigkeit 
sistieren müssen. Zur weiteren ätiologischen Abklärung des Tremors empfahl er 
eine nuklearmedizinische Untersuchung (DaTSCAN, IV-act. 78-25/30 unten).

2.18  In einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 12. Juli 2021 attestierte die 
Hausärztin R.________ (abgesehen von einer fehlenden Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit als Tätowierer) auch bei anderen Tätigkeiten "eine rele-
vante Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit", allerdings ohne das Ausmass zu 
quantifizieren (IV-act. 80).

2.19  Am 30. August 2021 nahm die RAD-Fachärztin C.________ zu den Ein-
wänden des Versicherten und den von ihm eingereichten medizinischen Unterla-
gen folgendermassen Stellung (IV-act. 82-1/2):

Nach einem DEM-TEC Test zeigte sich eine leichte kognitive Einschränkung. Die-
ser Test ist nicht gleichzusetzen mit einer umfangreichen neuropsychologischen 
Testung inclusive Validierung. Auch lässt das DEM-TEC Testergebnis insbesonde-
re nicht auf höhergradige Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit schliessen.

17

Der neurologische Untersuchungsbefund aus der E.________ vom 04.05.21 er-
brachte keine neuen abweichenden Befunde zu den Vorberichten des M.________ 
etc.

Bezüglich der kardiologischen Diagnose werden keine neuen medizinischen Akten 
vorgebracht. Die seitens des Juristen vorgebrachte Aussage, dass der Zustand 
nach Aortenklappenoperation eine erhebliche Rücksichtnahme erfordere, wird 
nicht weiter medizinisch untermauert. Es werden psychische gesundheitliche Be-
einträchtigungen erwähnt, aber auch hierzu finden sich keine Facharztbefunde in 
den Akten. Gemäss Y.________ war nach AB vom 22.12.20 eine fundiertere 
psychiatrische Abklärung seitens der vP abgelehnt worden und aus psychiatrischer 
Sicht eine Behandlung als derzeit nicht indiziert gesehen worden.

Es stellt sich auch die Frage, aus welchem Grunde die vP bisher keine therapeuti-
schen Optionen in Anspruch nahm hinsichtlich der Tremorsymptomatik. Es wurde 
zwar ein Betablocker ausprobiert, jedoch nicht eine Behandlung mit Levodopa, 
welches als Testmedikament gemäss AB des USB Neurologie vom 03.12.20 zu 
einer Verbesserung der Symptomatik geführt hatte.

Anhand der Einwände des Rechtsanwaltes kann keine namhafte Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes, bzw. eine andere Beurteilung des Gesundheitszu-
standes im Vergleich zu den Vorbeurteilungen des RAD nachvollzogen werden.

2.20  Am 16. September 2021 (und mithin nach dem Erlass der angefochtenen 
Verfügung vom 8.9.2021) wurde im Röntgeninstitut K.________ eine MR-
Abklärung der BWS vorgenommen; dabei nahm Dr.med. AB.________ (Fachärz-
tin FMH Radiologie und Neuroradiologie) folgende Beurteilung vor (vgl. Bf-act. 5):

Diskrete aktivierte Osteochondrose auf Höhe BWK 9/10 links anterolateral
Keine Myelopathie
Keine Spinalkanalstenose
Ansonsten kein pathologisches Enhancement im Scanvolumen.

2.21  In einem Bericht vom 5. Januar 2022, welcher die am 4. Januar 2022 er-
folgte Konsultation betrifft, erwähnte die Hausärztin den Aufbau einer Inderal-
Medikation (mit dem Wirkstoff Propranolol) "bei Angst, zur Migräneprophylaxe 
und bei essentiellem Tremor". Zudem verwies sie auf einen weiteren Termin in 
Zürich bei Prof. Dr. AA.________ (Klinik für Neurologie) "zur re-Evaluierung, Be-
sprechung weitere diagnostische Abklärung und weitere medikamentöse Optio-
nen" (vgl. Bf-act. 11).

3. Eine gerichtliche Würdigung der dargelegten medizinischen Unterlagen 
sowie der Ausführungen der Parteien zeitigt die nachfolgend dargelegten Ergeb-
nisse. 

3.1 Einig sind sich die Parteien, dass dem Versicherten die angestammte, seit 
rund 2006 ausgeübte Tätigkeit als Tätowierer nicht mehr zumutbar ist. Diese 
Ausgangslage ist unbestritten; weitere Ausführungen dazu erübrigen sich.

18

3.2 Uneinig sind sich die Parteien, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit für an-
gepasste Tätigkeiten verhält. 

3.2.1  Nach der vorinstanzlichen Argumentation beträgt die verbliebene, zumut-
bare Arbeitsfähigkeit des Versicherten für angepasste Arbeiten 100%, wobei 
(sinngemäss) folgende Einschränkungen zu beachten seien (siehe oben, 
Erw. 2.5.2 i.V.m. Erw. 2.15):

- Ergonomisches Profil: Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne beson-
dere Beanspruchung der rechten (dominanten) Hand hinsichtlich Kraft, 
Feinmotorik und Sensibilität;

- Keine Tätigkeiten mit Anforderungen an die Feinmotorik; 

- keine Tätigkeiten an einer laufenden Maschine, die den Einsatz beider 
Arme bzw. Hände voraussetzen;

- keine Tätigkeiten an Gerüsten;

- keine Tätigkeiten mit Anforderungen an das Gleichgewicht;

- keine Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an Reaktionsvermögen, Vigi-
lanz und wechselnde Aufmerksamkeit;

- keine Tätigkeiten mit Heben/Tragen schwerer Lasten;

- dass von einer funktionellen Einarmigkeit auszugehen sei (da sinngemäss 
die rechte dominante Hand aufgrund des Tremors kaum einsetzbar sei);

- und mithin an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten so-
wie Apparatebedienungsarbeiten zu denken sei, welche ohne Einsatz 
beider Arme bzw. Hände möglich seien. 

3.2.2  Demgegenüber wird in der Beschwerde im Hauptstandpunkt geltend ge-
macht, dass die verbliebene Arbeitsfähigkeit für angepasste Arbeiten maximal 
40% betrage. Dazu wird eingewendet, dass angesichts des gesundheitlichen 
Gesamtzustandes von einer fehlenden Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
auszugehen sei (vgl. Rechtsbegehren Ziffer 2).

3.3.1  Für die Annahme, wonach der Versicherte im gerichtlichen Überprüfungs-
zeitraum seit der IV-Anmeldung (16.8.2018) bis zum Erlass der angefochtenen 
Verfügung (8.9.2021) eine grundsätzlich verwertbare Restarbeitsfähigkeit auf-
wies, sprechen insbesondere die nachfolgend aufgeführten Aspekte:

- dass die ursprüngliche Hausärztin in ihrem Bericht vom 28. August 2018 
eine Wiedereingliederung in eine andere Berufssparte (als das Tätowie-
ren) "als gut möglich einschätzte" (IV-act. 5-3/18 und 5-5/18);

- dass in der M.________-Klinik für Neurologie die Prognose für eine Ein-
gliederung in eine angepasste Tätigkeit als "gut" beurteilt wurde (IV-act. 
22-4/17, Ziff. 4.3);

- dass der Versicherte eine Arbeit suchte und am 12. August 2019 der IV-
Stelle mitteilen liess, er habe "einen Job in einem Sportgeschäft für Ski-
service in Aussicht" (IV-act. 23);

19

- dass die Hausärztin diese in Aussicht stehende Arbeit im Umfange von 
50% bis 75% als zumutbar beurteilte (IV-act. 59-3/12 unten);

- dass er eine solche befristete Stelle in einem Sportgeschäft auch tatsäch-
lich erhalten hat und diese Arbeit während der ganzen Dauer bis zur Co-
rona-bedingten Schliessung des Sportgeschäfts im März 2020 ausüben 
konnte, wobei der Arbeitgeber die Anforderungen für diese Stelle u.a. mit 
Teamfähigkeit, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein 
umschrieb sowie mit der Fähigkeit, oft zu stehen sowie Lasten bis 10/15 
kg zu heben/tragen (vgl. IV-act. 34);

- dass es dem Versicherten gelang, ab Oktober 2019 (30%) bis Februar 
2020 das Pensum auf 60% zu steigern (IV-act. 59-5/12 unten);

-  dass der mit der Verlaufskontrolle betraute Kardiologe am 2. März 2020 
aus fachlicher Sicht den Versicherten als "voll arbeitsfähig" beurteilte (IV-
act. 40-3/3);

- und dass der Versicherte am 21. Oktober 2021 erneut einen Arbeitsver-
trag für ein Teilzeitpensum (ca. 20%) beim gleichen Sportgeschäft für die 
Wintersaison (2021/2022) abschliessen konnte, was den Rückschluss er-
laubt, dass bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. Septem-
ber 2021 eine verwertbare Teilarbeitsfähigkeit beim Versicherten vorhan-
den war.

3.3.2  Gegen die vorinstanzliche Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für 
angepasste Tätigkeiten spricht dagegen insbesondere, dass der Arbeitgeber des 
betreffenden Sportgeschäftes dem Versicherten attestierte, gute Arbeit geleistet 
zu haben, gleichzeitig aber betonte, dass der Versicherte gesundheitlich ange-
schlagen sei und einen erhöhten Pausenbedarf aufweise (IV-act. 59-6/12 oben). 
Ein solch erhöhter Pausenbedarf erweist sich nach der Aktenlage ohne weiteres 
als nachvollziehbar. Im Einklang damit steht auch die aktenkundige Feststellung, 
wonach der Versicherte sehr rasch ermüde (IV-act. 59-11/12 unten). Solche As-
pekte wie erhöhter Pausenbedarf bzw. rasche Ermüdung des (bald 58-jährigen) 
Versicherten führen offenkundig zu einer Leistungseinschränkung, welche die 
RAD-Fachärztin in ihrer Arbeitsfähigkeitsbeurteilung auch nicht ansatzweise 
thematisiert hat. Anzufügen ist, dass im Schlussbericht zu den Eingliederungs-
bemühungen festgehalten wurde, dass der Versicherte zuverlässig und motiviert 
gewesen sei und die Leistungsfähigkeit beim (zuletzt erreichten) 60%-Pensum 
"50% bis 60%" betragen habe (vgl. IV-act. 59-12/12 unten).

Sodann ist aus der Einschätzung der früheren Hausärztin, wonach "sämtliche 
Aufgaben, die eine gewisse Präzision voraussetzen, nicht mehr möglich seien" 
(IV-act. 5-5/18 Ziff. 4.5) grundsätzlich abzuleiten, dass der Versicherte für eine 
sorgfältige Arbeitsausführung i.d.R. mehr Zeit als andere (ohne solche Ein-
schränkungen) benötigt, zumal der zuletzt untersuchende Prof. Dr.rer.nat. et 
med.habil. AA.________ beim Versicherten klinische Hinweise auf leichte kogni-
tive Beeinträchtigungen feststellte (IV-act. 78-25/30 unten). 

20

Im Übrigen ist aktenkundig, dass das gleiche Sportgeschäft den Versicherten 
nochmals im Oktober 2021 für ein Teilpensum ab November 2021 anstellte und 
am 6. Dezember 2021 festhielt, dass (sinngemäss) der Versicherte gesundheit-
lich nicht mehr in der Lage sei, die im letzten Winter (2020/2021) gezeigte Leis-
tung zu erbringen. Auch wenn diese Angaben nach dem gerichtlichen Überprü-
fungszeitraum eingetreten sind, erlauben sie letztlich den Rückschluss, dass die 
beim Erlass der angefochtenen Verfügung von der Vorinstanz angenommene 
Arbeitsfähigkeit von 100% eindeutig zu hoch ausgefallen ist.

3.4.1  Im Lichte all dieser dargelegten Aspekte (mit Einbezug der Überlegungen 
in Erwägung 1.6.2 sowie namentlich auch der Ergebnisse des Arbeitsversuches) 
und gestützt auf die Rechtsprechung, wonach es um die juristische Beurteilung 
der Fragestellung geht, welche Arbeitsleistungen dem Beschwerdeführer noch 
zugemutet werden können, rechtfertigt es sich in diesem konkreten Einzelfall, in 
Anlehnung an die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Hausärztin (IV-act. 59-3/12 un-
ten) sowie ex aequo et bono die massgebende Arbeitsfähigkeit für angepasste 
Tätigkeiten auf 60% zu veranschlagen. Soweit dieser Arbeitsfähigkeitsgrad im 
Rahmen der ab November 2021 aufgenommenen Teilerwerbstätigkeit nicht mehr 
erreicht werden kann, indem in der Replik vom 24. Dezember 2021 (S. 2) eine 
gesundheitliche Verschlechterung (mit massiven Rückenproblemen) geltend ge-
macht wird, handelt es sich dabei um neue Aspekte, welche gegebenenfalls im 
Rahmen einer neuen IV-Anmeldung zu prüfen sein werden.

3.4.2  An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen der Vorinstanz 
nichts zu ändern. Auch wenn der Beschwerdeführer die aktenkundigen Empfeh-
lungen für weitere diagnostische Abklärungen (d.h. eine nuklearmedizinische Un-
tersuchung im Sinne eines DaTSCAN etc.) bislang (noch) nicht umgesetzt hat, 
kann daraus - entgegen der (sinngemässen) vorinstanzlichen Argumentation - 
keine Arbeitsfähigkeit von 100% für adaptierte Tätigkeiten hergeleitet werden. 
Diesbezüglich fällt massgeblich ins Gewicht, dass die gleiche RAD-Fachärztin in 
ihrer Würdigung der medizinischen Aktenlage vom 27. August 2019 ausdrücklich 
festhielt, dass die Durchführung eines DaTSCANs diagnostische Sicherheit brin-
gen würde, "aber mit einem höheren Wahrscheinlichkeitsgrad ist die Diagnose-
sicherung ohne massgeblichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit" (IV-act. 25).

4.1 Aus all diesen Gründen ist die von der Vorinstanz per 8. September 2021 
vorgenommene Leistungsprüfung auf der Basis einer massgebenden Arbeits-
fähigkeit von 60% für leidensangepasste Tätigkeiten vorzunehmen. Hinsichtlich 
des Einkommensvergleichs legte die Vorinstanz in ihrer Eingabe vom 5. Novem-
ber 2021 unter Hinweis auf die mit der Ausgleichskasse abgerechneten Einkünfte 

21

(vgl. der Eingabe beigelegten IK-Auszug) aus der selbständigen Erwerbstätigkeit 
der Jahre 2011 (Fr. 69'900.--) bis 2015 (Fr. 61'900.--) bzw. 2016 (Fr. 52'400.--) 
nachvollziehbar und überzeugend dar, dass das Durchschnittseinkommen dieser 
Jahre auf Fr. 66'816.-- zu veranschlagen ist. Nicht zu hören ist in diesem Kontext 
der Einwand des Beschwerdeführers in seiner Eingabe vom 28. Oktober 2021 
(S. 2), wonach seine Einkünfte aus dem Tattoo-Studio wesentlich tiefer gewesen 
seien, zumal sich dies letztlich (im Rahmen des Vergleichs mit dem hypotheti-
schen Invalideneinkommen) zu Ungunsten des Versicherten auswirken würde.

4.2.1  Was das Invalideneinkommen anbelangt, berücksichtigte die IV-Stelle in 
der angefochtenen Verfügung, ausgehend von der Lohnstrukturerhebung des 
Bundesamtes für Statistik 2018 (Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenzniveau 1, 
indexiert auf das Jahr 2019), einen Betrag von Fr. 68'336.--, wovon sie für den 
Umstand, wonach die rechte Hand nur noch eingeschränkt als Zudienhand ein-
gesetzt werden könne, einen leidensbedingten Abzug von 15% vornahm. Zu-
sammenfassend veranschlagte die IV-Stelle ein Invalideneinkommen von insge-
samt Fr. 58'085.60 (68'336 x 0.85). 

4.2.2  Ein solcher Tabellenlohn von Fr. 68'336.-- gibt als Ausgangswert für die 
Ermittlung des Invalideneinkommens noch keinen Anlass zur Beanstandung. 
Dieser Ausgangswert (von Fr. 68'336.-- zur Ermittlung des zumutbaren Einkom-
mens als gesundheitlich beeinträchtigter Versicherter) ist um Fr. 1'520.-- (bzw. 
2.22%) höher als das oben hergeleitete Valideneinkommen (Fr. 66'816.--), wes-
halb die Rechtsprechung zur Parallelisierung der Vergleichseinkommen hier nicht 
zur Anwendung kommt, weil die Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkom-
mens den von der Rechtsprechung geforderten Schwellenwert von 5% (für eine 
Parallelisierung) nicht übersteigt (vgl. dazu publizierte Urteile in BGE 141 V 1; 
140 V 41; 139 V 592, 135 V 297, 134 V 322).

4.2.3  Nachdem der massgebende Arbeitsfähigkeitsgrad aus den dargelegten 
Gründen auf 60% zu veranschlagen ist, reduziert sich der von der Vorinstanz als 
Ausgangswert ermittelte Tabellenlohn von Fr. 68'336.-- auf Fr. 41'001.60 (68'336 
x 0.60). Unter Berücksichtigung des von der Vorinstanz gewährten leidensbe-
dingten Abzuges von 15% (für den Umstand, wonach die rechte dominante Hand 
nur noch als Zudienhand eingesetzt werden kann, vgl. angefochtene Verfü-
gung), resultiert ein hier massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 34'851.-- 
(41'001.60 x 0.85 = 34'851.36). 

4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'816.-- (Erw. 4.1) und einem Inva-
lideneinkommen von Fr. 34'851.-- (Erw. 4.2.3) resultiert ein IV-Grad von aufge-
rundet 48% (66'816 minus 34'851 = 31'965; 31'965 : 66'816 x 100 = 47.84). Da-

22

mit steht dem Beschwerdeführer ein Anspruch auf eine Viertelsrente zu (Erw. 
1.1.2).

Ob nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung (vom 8.9.2021) als Stichtag 
für den gerichtlichen Überprüfungszeitraum eine massgebliche gesundheitliche 
Verschlechterung eingetreten ist, welche letztlich Auswirkungen auf den Renten-
anspruch hätte, bildet wie erwähnt nicht Gegenstand des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens.

5. Zusammenfassend ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, inso-
fern teilweise gutzuheissen, als der massgebende IV-Grad auf 48% festgelegt 
wird und mithin der Beschwerdeführer ab dem von der IV-Stelle noch festzule-
genden Rentenbeginn Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen.

6.1 Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten den Parteien 
je zur Hälfte auferlegt. Auf ein Inkasso des den Beschwerdeführer treffenden An-
teils wird unter Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Rechtsbegehren 
Ziffer 3 lit. b) verzichtet.

6.2 Für das Teilobsiegen wird dem beanwalteten Beschwerdeführer zu Lasten 
der Vorinstanz eine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen. Das Honorar 
wird in Beachtung des Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411), welcher nach § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor-
sieht, sowie unter Beachtung der nach § 2 anwendbaren Kriterien (Wichtigkeit 
der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung 
sowie dem notwendigen Zeitaufwand), und in Ausübung des pflichtgemässen 
Ermessens auf insgesamt Fr. 2'000.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt. So-
weit er unterliegt ist zu beachten, dass er keinen Antrag auf unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung gestellt hat.

23

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde ist, soweit darauf einzutreten ist, insoweit im Sinne der Er-
wägungen teilweise gutzuheissen, als der massgebende IV-Grad auf 48% 
festgelegt wird. Der Beschwerdeführer hat ab dem von der IV-Stelle noch 
festzulegenden Rentenbeginn Anspruch auf eine Viertelsrente. Im Übrigen 
wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und den Parteien zur 
Hälfte (je Fr. 250.--) auferlegt. Die Vorinstanz hat ihren Anteil innert 30 Tagen 
seit Zustellung dieses Entscheids auf das PC-Konto 60-22238-6 des Gerichts 
zu bezahlen. Auf das Inkasso des den Beschwerdeführer treffenden Anteils 
wird unter Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung verzichtet.

3. Dem Beschwerdeführer wird für sein Teilobsiegen zu Lasten der IV-Stelle 
eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizerhof-
quai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes 
über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. Februar 2022