# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efe13061-d31e-5f9e-a39b-2b75a6bd849a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2017 200 2017 246
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-246_2017-06-19.pdf

## Full Text

200 17 246 UV
SCI/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 19. Juni 2017

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführer

gegen

HDI Global SE, Hannover, Niederlassung Zürich/Schweiz 
Postfach, 8034 Zürich
vertreten durch B.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 9. Februar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2017, UV/17/246, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der HDI Global SE, Hannover, Niederlassung 
Zürich/Schweiz (HDI Global SE bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
unfallversichert, als ihm gemäss Bagatellunfall-Meldung am 23. Mai 2016 
eine halbierte Tablette beim Runterschlucken im Hals stecken blieb (Akten 
der HDI Global SE [act. IIA] K1). Eine am 28. Juli 2016 formlos erfolgte 
Ablehnung ihrer Leistungspflicht (act. IIA K13) bestätigte die HDI Global SE 
mit Verfügung vom 23. September 2016 (act. IIA K28) mit der Begründung, 
dass kein Unfall im Rechtssinne vorliege. Daran hielt sie auf Einsprache hin 
(act. IIA K31) mit Entscheid vom 9. Februar 2017 (act. IIA K40) fest.

B.

Mit Eingabe vom 5. März 2017 erhob der Versicherte Beschwerde und be-
antragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuhe-
ben und ihm seien die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen zuzu-
sprechen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Juni 2017 schloss die Beschwerdegeg-
nerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, auf Abweisung der Be-
schwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2017, UV/17/246, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 9. Februar 
2017 (act. IIA K40). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzli-
chen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 23. Mai 2016.

1.3 Die Kosten für die abgeschlossene Heilbehandlung beliefen sich 
auf Fr. 6‘020.20 (act. IIA K10, 11/2), wobei die C.________ AG als damali-
ge Trägerin der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gegen die Ver-
fügung vom 23. September 2016 (act. IIA K28) kein Rechtsmittel ergriff und 
ihre Leistungspflicht damit akzeptierte (act. IIA K36). Folglich ist der Be-
schwerdeführer in Bezug auf die Heilbehandlung höchstens von einer Kos-
tenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) betroffen. Unter Berücksichti-
gung der allein vom 23. bis 26. Mai 2016 attestierten Arbeitsunfähigkeit 
(act. IIA M2/2) sowie der Karenzfrist von Art. 16 Abs. 2 des Bundesgeset-
zes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) liegt 

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der Streitwert auch unter Einbezug eines allfälligen Taggeldanspruchs je-
denfalls unter Fr. 20‘000.--, weshalb die Beurteilung der Streitigkeit in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 
des UVG und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Der Leistungsanspruch im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 23. Mai 2016 ist nach bisherigem Recht zu prüfen (vgl. Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG). Dieser intertemporalrechtliche Aspekt ist indes vorliegend insoweit 
nicht entscheidend, als keine unfallähnliche Körperschädigung (vgl. aArt. 6 
Abs. 2 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung; 
aArt. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen 
Fassung) zur Diskussion steht.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven 
Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen 
Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhnlichen 
macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkungen, die 
aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als Ur-
sache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im Innern 

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des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslösung 
des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall setzt 
vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhnlich 
ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (BGE 134 V 72 
E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich-
keit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur 
auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 
insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete 
Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere 
Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen 
Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Un-
gewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79).

Ein gesteigertes Abgrenzungsbedürfnis besteht dort, wo der Gesundheits-
schaden seiner Natur nach auch andere Ursachen als eine plötzliche schä-
digende Einwirkung haben kann, also keine gesicherte Zuordnung zum 
exogenen Faktor erlaubt. Dies gilt nach der Rechtsprechung insbesondere 
dann, wenn die Gesundheitsschädigung erfahrungsgemäss auch als allei-
nige Folge von Krankheit, insbesondere von vorbestandenen degenerati-
ven Veränderungen eines Körperteils, innerhalb eines durchaus normalen 
Geschehensablaufs auftreten kann. In solchen Fällen muss die unmittelba-
re Ursache der Schädigung unter besonders «sinnfälligen» Umständen 
gesetzt worden sein. Somit wird eine Einwirkung ohne offensichtliche 
Schadensneigung erst durch das Hinzukommen eines zusätzlichen Ereig-
nisses zum ungewöhnlichen äusseren Faktor. Es bedarf – neben den übli-
chen auf den Körper einwirkenden Kräften – eines schadensspezifischen 
Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann (BGE 134 
V 72 E. 4.3.2 und 4.3.2.1 S. 80).

3.

3.1 Gemäss der vom Beschwerdeführer selbst formulierten (act. IIA K4, 
K8/2) initialen Hergangsschilderung in der Schadenmeldung (act. IIA K1 
Ziff. 6) blieb ihm beim Frühstück eine halbierte Tablette Losartan beim Run-
terschlucken im Hals stecken. Trotzdem sei er danach arbeiten gegangen. 

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Als er aber beim Mittagessen kleine Stücke von Karotten gegessen habe, 
habe er diese nicht runterschlucken können, sondern diese seien teilweise 
ebenfalls im Hals stecken geblieben, worauf er Panik bekommen und sich 
sofort in die Notfallaufnahme des Spitals D.________ begeben habe. 

Im Schreiben vom 11. September 2016 (act. IIA K23) erklärte der Be-
schwerdeführer, er habe das Formular der Bagatell-Unfallmeldung nur sehr 
rudimentär respektive ungenau ausgefüllt. Er hielt ergänzend das Folgende 
fest: «somit unterliess ich es, in meinem Unfallbericht zu erwähnen, dass 
ich, um den Zug zur Arbeit nicht zu verpassen […] vom Treppenhaus 
zurück in die Küche rannte, die Tablette hastig aus der Büchse nahm, sie 
mit einem scharfen Messer eilig halbierte und die halbierte Tablette wegen 
Stress und Eile ‹programmwidrig› und damit in einer unkoordinierten Be-
wegung ruckartig in den Rachen geworfen und ohne Wasser schlucken 
wollte, statt sie auf die Zunge[n] gelegt und Wasser genommen hatte». 

Im Telefonat vom 19. September 2016 (act. IIA K26), mit Einsprache vom 
23. Oktober 2016 (act. IIA K31) sowie in der Beschwerde (S. 1 f.) bestätigte 
der Beschwerdeführer den im Schreiben vom 11. September 2016 (act. IIA 
K23) dargelegten Sachverhalt. 

3.2 Der vom Beschwerdeführer im Nachgang zur Bagatellunfall-
Meldung (act. IIA K1) umschriebene Ablauf stellt – entgegen seiner An-
nahme – keine Präzisierung der ursprünglichen Unfallbeschreibung dar, 
sondern ein teilweise damit im Widerspruch stehender alternativer Sach-
verhalt. Insbesondere hat der Beschwerdeführer nach der ersten Version 
die Tablette beim Frühstück eingenommen, was mit der erst nach der form-
losen Leistungsablehnung (act. IIA K13) vorgetragenen dramatischeren 
Version unvereinbar ist. Es ist in keiner Weise einsichtig, weshalb er diese 
zweite Version nicht bereits in der Bagatellunfall-Meldung vorbrachte oder 
wenigstens nachreichte, nachdem er aufgefordert worden war, detaillierte 
Angaben zum Unfallhergang im entsprechenden Formular zu machen 
(act. IIA K3). Entgegen der sinngemäss vertretenen Ansicht des Beschwer-
deführers (act. IIA K23/2) finden sich auch in den Berichten der behandeln-
den Ärzte (act. IIA M1 f.) keine Hinweise auf den nunmehr geltend gemach-
ten Ereignisablauf. Inkonsistenzen liegen schliesslich auch insoweit vor, als 
er offenbar gegenüber den behandelnden Ärzten angab, er habe schon 

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vermehrt Probleme bei der Medikamenteneinnahme gehabt, was hingegen 
in der Beschwerde (S. 1) ausdrücklich in Abrede gestellt wird (act. IIA M1, 
M2/1). Mit Blick auf die Beweismaxime, wonach die sogenannten sponta-
nen «Aussagen der ersten Stunde» in der Regel unbefangener und zuver-
lässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c S. 
143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2), ist allein auf die ursprüngliche 
Schilderung abzustellen. Mithin ist nicht davon auszugehen, dass der Be-
schwerdeführer die geteilte Filmtablette wegen Stress und Eile versehent-
lich ruckartig direkt in den Rachen statt in die Mundhöhle einwarf.

3.3 Das in der Bagatellunfall-Meldung (act. IIA K1) angegebene Ereig-
nis vom 23. Mai 2016 ist nicht als Unfall im Sinne der Legaldefinition von 
Art. 4 ATSG zu qualifizieren. 

3.3.1 Vorab fehlt es am Tatbestandsmerkmal des ungewöhnlichen äusse-
ren Faktors. Nach der höchstrichterlichen Kasuistik ist die Ungewöhnlich-
keit beim Steckenbleiben eines Fleischstückes in der Speiseröhre zu ver-
neinen (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversiche-
rung, 4. Aufl. 2012, S. 38 mit Hinweis auf RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 
E. 2d; act. IIA K37). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (act. IIA 
K30/2) ist der diesem Entscheid zu Grunde liegende Sachverhalt durchaus 
mit dem gemeldeten Vorfall vergleichbar. Dass nicht ein Nahrungsmittel, 
sondern eine Filmtablette in der Speiseröhre stecken blieb, ist dabei un-
massgebend. Denn einerseits ist die Darreichungsform des Heilmittels zur 
oralen Einnahme bestimmt und andererseits ist notorisch, dass Tabletten 
auch ohne Wasser geschluckt werden, auch wenn sie dadurch häufiger 
stecken bleiben (vgl. RICHTER/ZUCCARO, Tabletteninduzierte Ösophagus-
verletzungen, in CLASSEN/TYTGAT/LIGHTDALE [Hrsg.], Gastroenterologische 
Endoskopie, 2004, S. 449). Das Teilen von Tabletten ist zudem üblich, so-
weit sie nicht in der nötigen Dosierung verfügbar sind (hierfür werden im 
Handel denn auch entsprechende Geräte angeboten und viele Tabletten 
sind überdies mit Bruchrillen versehen [vgl. ANDREAS HUMMEL, Arzneimittel-
lehre, 2004, S. 246; SITTLER/PIWEK, Arzneimittelverabreichung bei alten 
Menschen, 1. Aufl. 2012, S. 5 und 12]). Des Weiteren ist nicht ersichtlich, 

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inwiefern der zur Einnahme der Tablette erforderliche biomechanische Ab-
lauf durch einen in der Aussenwelt begründeten Umstand gleichsam «pro-
grammwidrig» beeinflusst worden und dementsprechend unkoordiniert 
ausgefallen sein sollte (vgl. BGE 130 V 117 E. 2.1 S. 118; SVR 2011 UV 
Nr. 11 S. 40 E. 5.2), zumal die geteilte Filmtablette nach der hier massge-
benden Sachverhaltsversion (vgl. E. 3.2 hiervor) wie geplant in der Mund-
höhle des Beschwerdeführers landete und von diesem bewusst verschluckt 
wurde. Damit unterscheidet sich dieser Fall auch von jenem des Schrei-
ners, dessen Hammerschlag nicht auf dem Nagelkopf, sondern – eben 
unkoordiniert – auf seinem Daumen endet (act. IIA K23/1, K30/2, K31, K34)

3.3.2 Hinzu kommt, dass auch das Kriterium der schädigenden Einwir-
kung (Art. 4 ATSG) zu verneinen ist. Beim Steckenbleiben einer Tablette 
kommt es häufig zu Verletzungen durch die hohe Konzentration aktiver 
Bestandteile, die bereits in der Speiseröhre freigesetzt werden (vgl. RICH-
TER/ZUCCARO, a.a.O.). Wohl ist (rein theoretisch) denkbar, dass eine hal-
bierte verschluckte Tablette mit ihren scharfen Kanten womöglich eine di-
rekte Verletzung der Speiseröhre hervorrufen könnte, vorliegend ist indes 
gerade keine Beeinträchtigung der körperlichen Gesundheit ausgewiesen. 
Anlässlich der zeitnah am 24. Mai 2016 im Spital D.________ durchgeführ-
ten Rachen-, Speiseröhre- und Kehlkopfspiegelung wurde kein impaktierter 
Fremdkörper gefunden und intraoperativ zeigten sich auch keine Schleim-
hautläsionen oder andere Auffälligkeiten, so dass der Beschwerdeführer in 
gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden konnte (act. IIA 
M1 f.). Es kann damit auch nicht etwa von einer ärztlich erhobenen Verlet-
zung auf ein Unfallgeschehen zurückgeschlossen werden.

3.4 Nach dem vorstehend Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin 
das Ereignis vom 23. Mai 2016 zu Recht nicht als Unfall im Rechtssinne 
qualifiziert. Bei dieser Ausgangslage ist nicht näher zu klären, ob die Ein-
nahme von halbierten Tabletten – wie gegenüber den Ärzten des Spitals 
D.________ dargestellt (act. IIA M1, M2/1) – schon früher wiederholt Be-
schwerden auslöste oder der Beschwerdeführer – wie in der Beschwerde 
(S. 1) behauptet – bis zum 23. Mai 2016 nie Probleme gehabt hat. Die Be-
schwerde ist abzuweisen.

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4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.