# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aef66247-d47d-5c41-aed3-1c62163de556
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.12.2018 RT180181
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT180181_2018-12-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT180181-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. P. Kunz Bucheli 

Beschluss vom 21. Dezember 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Unia Arbeitslosenkasse,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Winterthur vom 9. Oktober 2018 (EB180266-K) 

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Erwägungen: 

1. Mit Urteil vom 9. Oktober 2018 erteilte die Vorinstanz der Gesuchstelle-

rin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) in der Betreibung Nr. 1 des 

Betreibungsamtes Winterthur-Stadt (Zahlungsbefehl vom 25. Juni 2018) definitive 

Rechtsöffnung für Fr. 10'014.30 und Fr. 103.30 Zahlungsbefehlskosten sowie 

Kosten und Entschädigung gemäss Ziffern 2 bis 4 des Urteils (Urk. 13 S. 6f., Dis-

positiv-Ziffer 1). 

2. Gegen diesen Entscheid erhob der Gesuchsgegner und Beschwerde-

führer (fortan Gesuchsgegner) mit Eingabe vom 17. Oktober 2018, zur Post ge-

geben am 19. Oktober 2018, innert Frist (vgl. Urk. 11) Beschwerde (Urk. 12). 

3.a) Die Beschwerde ist bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und begrün-

det einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Aus der Pflicht zur Begründung der Be-

schwerde folgt, dass genau bestimmte Beschwerdeanträge zu stellen sind, denn 

eine Begründung setzt entsprechende Anträge voraus (vgl. ZK ZPO-

Reetz/Theiler, Art. 311 N 34 zur Berufung). Der Beschwerdeentscheid ist grund-

sätzlich kassatorisch, kann jedoch auch reformatorisch sein. Insbesondere für 

diesen Fall ist ein Antrag in der Sache, der bei Gutheissung der Beschwerde zum 

Entscheid erhoben werden kann, unabdingbar (Hungerbühler/Bucher, DIKE-

Komm-ZPO, Art. 321 N 19). Dies bedeutet, dass ein Antrag auf Geldzahlung be-

ziffert werden muss bzw. sich dessen Höhe zumindest aus der Beschwerdebe-

gründung ergeben muss. 

b) Der nicht anwaltlich vertretene Gesuchsgegner stellt keinen bestimm-

ten Antrag. Er erklärt stattdessen, er sei mit der im Urteil erwähnten Rechtsöff-

nung nicht einverstanden (Urk. 12). Damit beantragt er sinngemäss, dass das an-

gefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und das Rechtsöffnungsbegehren 

der Gesuchstellerin abzuweisen sei.  

4. Wie schon vor Vorinstanz bringt der Gesuchsgegner zur Begründung 

seiner Beschwerde sinngemäss vor, dass er am 7. November 2017 Einsprache 

an das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich erhoben habe, auf sei-

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nen Brief jedoch nicht eingegangen worden sei. Er gehe heute, gut ein Jahr spä-

ter, wieder einer Teilzeitstelle nach, welche er selber gefunden habe, ohne dass 

ihn die Gesuchstellerin irgendwie unterstützt habe. Er habe die ganzen Jahre in 

aller Aufrichtigkeit seine Beiträge geleistet und sei nun in eine missliche Lage ge-

kommen, dass er Ansprüche erhebe. Nun solle er aufgrund eines angeblich falsch 

berechneten Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung Fr. 10'014.– zurückzahlen 

(Urk. 12). 

5. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (ZK ZPO-Frei-

burghaus/Afheldt, Art. 321 N 15), das heisst die Beschwerde führende Partei hat 

im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid 

ihrer Ansicht nach leidet. Werden keine oder ungenügende Rügen erhoben, stellt 

dies einen nicht behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO). Auf eine solche Be-

schwerde ist daher infolge Fehlens einer Zulässigkeitsvoraussetzung nicht einzu-

treten (BGer 5A_205/2015 vom 22. Oktober 2015, E. 5.2. mit Hinweisen). 

b) Die Vorinstanz hat ausführlich erwogen, aufgrund der Stellungnahme des 

Gesuchsgegners sei zwar erstellt, dass er fristgemäss Einsprache gegen die Ver-

fügung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich vom 11. Oktober 

2017 erhoben habe. Die Verfügung der Gesuchstellerin vom 17. Oktober 2017, 

gestützt auf welche die Rechtsöffnung verlangt werde, sei aber unangefochten in 

Rechtskraft erwachsen. Gründe, welche diese Verfügung als nichtig erscheinen 

liessen, seien nicht ersichtlich. Soweit sich der Gesuchsgegner auf den Stand-

punkt stelle, die Verfügung der Gesuchstellerin vom 17. Oktober 2017 sei inhalt-

lich unrichtig, hätte er dies mit einer Einsprache gegen jenen Entscheid geltend 

machen müssen (Urk. 13 S. 5). 

c) Mit diesen zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der Ge-

suchsgegner in seiner Beschwerdeschrift nicht auseinander. Vielmehr reicht er 

auch im Beschwerdeverfahren erneut seine Einsprache vom 7. November 2017 

gegen die Verfügung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich vom 

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11. Oktober 2017 ein (Urk. 15/2 = Urk. 6) und ersucht darum, auf seine Vorbrin-

gen in jener Eingabe einzugehen (Urk. 12). Da indessen das Rechtsöffnungsge-

richt - wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat (Urk. 13 S. 4 und 5) - die inhaltli-

che Richtigkeit einer zu vollstreckenden Verfügung nicht überprüfen darf, kann 

auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren gegen den erstinstanzlichen Rechts-

öffnungsentscheid nicht auf die Vorbringen des Gesuchsgegners in seiner Ein-

sprache vom 7. November 2017 eingegangen werden. Die Prüfung jener Einwen-

dungen bleibt der Einspracheinstanz vorbehalten. Im Übrigen ist noch einmal da-

rauf hinzuweisen, dass die Verfügung des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des 

Kantons Zürich vom 11. Oktober 2017 gar nicht Grundlage des vorliegenden 

Rechtsöffnungsverfahrens bildet. Vielmehr hat die Gesuchstellerin gestützt auf je-

ne Verfügung ihre Verfügung vom 17. Oktober 2017 erlassen, und damit den nun 

(abzüglich einer Teilzahlung von Fr. 300.–) in Betreibung gesetzten Betrag von 

Fr. 10'314.30 zurückgefordert (Urk. 2/1 S. 1). 

Weitere Ausführungen macht der Gesuchsgegner in seiner Beschwerde-

schrift nicht. Er macht insbesondere nicht geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht 

von der Rechtskraft der zu vollstreckenden Verfügung vom 17. Oktober 2017 

ausgegangen sei oder dass und weshalb dieser Entscheid nichtig sei. Damit 

kommt der Gesuchsgegner seiner Rüge- und Begründungspflicht nicht nach. 

6. Zusammengefasst erweist sich die vorliegende Beschwerde als offen-

sichtlich unzulässig, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Auf das Einholen einer 

Beschwerdeantwort der Gesuchstellerin kann unter diesen Umständen verzichtet 

werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

7. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist, 

ausgehend von einem Streitwert von Fr. 10'014.30, in Anwendung von Art. 48 und 

Art. 61 Abs. 1 GebVO SchKG auf Fr. 500.– festzusetzen. 

8. Ausgangsgemäss wird der Gesuchsgegner im Beschwerdeverfahren 

kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für das Beschwerdeverfahren sind sodann 

keine Parteientschädigungen zuzusprechen, dem Gesuchsgegner infolge seines 

Unterliegens, der Gesuchstellerin mangels erheblicher Umtriebe. 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

eines Doppels von Urk. 12 und je einer Kopie von Urk. 15/1-2, sowie an die 

Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 10'014.30. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

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Zürich, 21. Dezember 2018 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. P. Kunz Bucheli 
 
versandt am: 
am 

	Beschluss vom 21. Dezember 2018
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 12 und je einer Kopie von Urk. 15/1-2, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...