# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d401e45-8f6a-5819-b098-ee8d16fbd1bb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.04.2007 C-2515/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2515-2006_2007-04-05.pdf

## Full Text

Abtei lung III
C-2515/2006
{T 0/2}

Urteil vom 5. April 2007

Mitwirkung: Richterin Franziska Schneider (Vorsitz); 
Richter Johannes Frölicher und Francesco Parrino; 
Gerichtsschreiberin Martin.

S._______,  ES-,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Advokat Stephan Müller c/o PROCAP 
Schweizerischer Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz,

betreffend Revision einer Invalidenrente (Rentenaufhebung)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 18. November 1996 hatte die IV-Stelle Aarau der am 9. 
Januar  1969  geborenen,  geschiedenen  Schweizer  Bürgerin  S._______ 
eine ganze einfache Invalidenrente ab 1. August 1996 zugesprochen (act. 
23). Die kantonale IV-Stelle stützte sich dabei auf ihren Beschluss vom 28. 
August  1996,  worin  der  Invaliditätsgrad  bei  langdauernder  Krankheit  auf 
100% festgelegt worden und eine Revision bereits auf den 31. Dezember 
1996  vorgesehen  war  (act.  21).  Die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades 
beruhte  auf  der  Prüfung  der  wirtschaftlichen  und  medizinischen  Un-
terlagen, welchen zu entnehmen war, dass die Versicherte aufgrund eines 
Lumbovertebralsyndroms  mit  pseudoradikulärer  Ausstrahlung,  Ileosakral-
gelenksyndrom und Diskopathie L4/L5 in ihrem angelernten Beruf als Ver-
käuferin bzw. in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkaufsfahrerin mit 
einem Kleinlastwagen von den jeweiligen Hausärzten ab 28. August 1995 
zu 100%,  ab  10.  Oktober  1995  zu 50% und  ab  Januar  1996  erneut  zu 
100% arbeitsunfähig geschrieben war. Auch die Ärzte des Schweizer Pa-
raplegiker-Zentrums  hielten  in  ihrem  Behandlungsbericht  vom  20.  Juni 
1996  die  Versicherte  wegen  der  ausgeprägten  Schmerzsymptomatik 
weiterhin für 100% arbeitsunfähig, erwähnten jedoch die vom behandeln-
den  Arzt  Dr.  H._______  früher  genannten  Differentialdiagnosen  einer 
Neuritis bzw. multiplen Sklerose nicht mehr (act. 16). Laut Bericht vom 26. 
März  1996  der  Abteilung  "Berufliche  Eingliederung"  der  kantonalen  IV-
Stelle war die Versicherte zu dieser Zeit nicht eingliederbar.  Zur Prüfung 
der Frage, ob sie wieder als Verkäuferin arbeiten könne oder ob eine Um-
schulung notwendig sei,  solle nach erfolgter  Behandlung und Wiederher-
stellung  der  (Teil)Arbeitsfähigkeit  ein  aktueller  Arztbericht  eingeholt  wer-
den (act. 14). Nach Abschluss der geplanten Rentenrevision teilte die IV-
Stelle  Aarau  der  Rentenbezügerin  gestützt  auf  ihren  Beschluss  vom  9. 
April 1998 mit Schreiben vom 14. April 1998 mit, dass weiterhin Anspruch 
auf Invalidenrente aufgrund des bisherigen Invaliditätsgrades bestehe (act. 
38).  Die Auszahlung der Rentenleistungen war bereits mit Wirkung ab 1. 
Oktober  1997  infolge  Wegzugs  der  Versicherten  nach  Spanien  von  der 
Schweizerischen Ausgleichskasse übernommen worden (act. 32, 36). 

B. Im Rahmen eines weiteren,  im April  2000 von der aufgrund des auslän-
dischen Wohnsitzes nun zuständigen IV-Stelle für Versicherte im Ausland 
(im Folgenden: IV-Stelle) eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens (act. 44) 
erklärte die Versicherte selbst in einem am 22. August 2000 ausgefüllten 
Fragebogen für die Rentenrevision, seit ihrer Ausreise keine Erwerbstätig-
keit, weder selbständig noch unselbständig, ausgeübt zu haben (act. 49). 
Der von Dr.  med. G._______,  Hospital,  am 18.  August  2000 ausgefüllte 
Arztfragebogen  erwähnte  als  Diagnose  ein  chronisches 
Pseudoischiadicus-Syndrom rechts und wiederholte die von den früheren 
Hausärzten  bescheinigten  Arbeitsunfähigkeiten  (act.  50).  Der  ärztliche 

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Dienst  der  IV-Stelle  (Dr.  med.  M._______)  hielt  die  Durchführung  einer 
medizinischen  Abklärung  in  der  Schweiz  (MEDAS)  insbesondere 
angesichts  des  jungen  Alters  der  Versicherten  sowie  der  Diskrepanz 
zwischen  den  subjektiven  Beschwerden  und  den  relativ  bescheidenen 
objektiven  Befunden  für  notwendig  (act.  52).  In  der  Folge  machte  die 
Versicherte  zunächst  anhand  eines  am  25.  April  2001  ausgestellten 
ärztlichen Zeugnisses geltend, aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht 
in  der  Lage  zu  sein,  eine  Reise  zu  unternehmen  bzw.  länger  als  eine 
Stunde unterwegs zu sein (act. 59-61). Daraufhin veranlasste die IV-Stelle 
Abklärungen auf neurologischem und orthopädischem Gebiet im Hospital 
welche  am  23.  Oktober  2001  durchgeführt  wurden  (act.  79-81).  Nach 
Einsichtnahme in diese Unterlagen erachtete die IV-Stellen-Ärztin Frau Dr. 
med.  E._______  dass  Reisefähigkeit  gegeben  und  die  MEDAS-
Untersuchung in der Schweiz durchzuführen sei (act. 82). 

Per Fax vom 10. Juni 2003 übermittelte die Versicherte einen am 5. Febru-
ar  2003  erstellten  EMG-Befundbericht  (Dr.  med.  R._______)  samt 
ärztlicher Beurteilung seit 28. Januar 2003 sowie den Bericht einer am 19. 
Februar  2003  durchgeführten  Computertomographie  (CT)  der 
Lendenwirbelsäule (act. 90).

Das im Rahmen des Aufenthaltes in der MEDAS vom 15. bis 17. Juli 2003 
erstellte  polydisziplinäre  Gutachten,  einschliesslich  rheumatologischem 
und  psychiatrischem  Konsilium  sowie  Laborbefunden,  erwähnt  als 
Diagnosen  ein  chronisches  therapierefraktäres  lumbospondylogenes 
Syndrom  rechts  mit  fraglicher  radikulärer  Reizsymptomatik  bei 
Segmentdegenerationen  L4/L5  und  L5/S1,  medianer  Diskusprotrusion 
L4/L5,  medio-linkslateraler  Diskushernie  L5/S1  und  mässiggradiger 
linkskonvexer  Skoliose  mit  leichter  Torsionskomponente  sowie  eine 
Schmerzverarbeitungsstörung bei Verdacht  auf Dyslexithymie und Status 
nach depressiver Verstimmung nach schwerer Ehesituation 1996 bei ver-
minderter  Stress-  und  Frustrationstoleranz.  Eine  körperlich  leichte,  vor-
zugsweise eher etwas mehr sitzende als stehend-gehende Tätigkeit, z.B. 
in der seriellen Fertigung oder Kleinmontage oder auch in einer kaufmän-
nisch-administrativen Tätigkeit, sei zu 80% zumutbar (act. 122). 

In  seinem Bericht  vom 9.  Oktober  2003 gelangte  der  IV-Stellen-Arzt  Dr. 
med. S._______ aufgrund der vorhandenen Unterlagen zum Schluss, dass 
das chronische lumbospondylogene Syndrom ähnlich ausgeprägt  sei wie 
im  Jahr  1996  und  die  Versicherte  in  angepassten  leichteren  Erwerbs-
tätigkeiten nur wenig beeinträchtige. Dagegen sei der früher als wesentlich 
angesehene  geistige  Gesundheitsschaden  sehr  stark  gebessert  und  es 
verbleibe lediglich eine wenig krankheitswertige Schmerzverarbeitungsstö-
rung, welche in gewissen Tätigkeiten maximal eine Minderung der Arbeits-
fähigkeit  von 20% bewirke (act.  124).  Der gestützt  auf diese Beurteilung 
von der Verwaltung durchgeführte Einkommensvergleich ergab bei Ausü-
bung  einer  zumutbaren  leichten  Verweisungstätigkeit  zu  80%  eine  Er-
werbseinbusse von 29,45%. Zur Ermittlung dieses Ergebnisses stellte die 
IV-Stelle sowohl für die Bestimmung des Validen- als auch des Invaliden-
lohns auf die in der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohn-

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strukturerhebung 2002 veröffentlichten Tabellen ab. Dabei berücksichtigte 
sie die Vorbildung sowie den früheren beruflichen Werdegang der Versi-
cherten und setzte den monatlichen Validenlohn bei speziellen beruflichen 
Kenntnissen  mit  Fr. 3'893.--  fest.  Bezüglich  des  Invalidenlohns  ging  die 
Verwaltung  von  einfachen  repetitiven  Arbeiten  in  leichten,  leidensange-
passten Büro-, Verkaufs- oder Ateliertätigkeiten aus und nahm trotz des ju-
gendlichen Alters der Versicherten einen leidensbedingten Abzug von 10% 
vom Invalidenlohn vor, was bei einer zu 80% ausgeübten Verweistätigkeit 
einen Invalidenlohn von Fr. 2'746.-- ergab (act. 125). Mit Vorbescheid vom 
17. Dezember 2003 teilte die IV-Stelle der Versicherten gestützt auf ihren 
gleichentags gefassten Beschluss mit, dass bei einem Invaliditätsgrad von 
29% zukünftig  kein Anspruch mehr  auf  eine Invalidenrente  bestehe.  Zur 
Begründung führte  die Verwaltung aus,  dass zwar  die  Tätigkeit  als  Ver-
kaufsfahrerin oder eine schwere, belastende Tätigkeit nicht zumutbar und 
die Tätigkeit als angelernte Herrenkonfektionsverkäuferin nur noch zu 50% 
möglich  sei,  in  leichteren,  Wechselhaltungen ermöglichenden Erwerbstä-
tigkeiten,  wie  sie  zum Teil  schon  früher  ausgeübt  wurden,  z.B.  im Büro 
oder im kaufmännischen Bereich, EDV/Computer,  Telefondienst,  industri-
elle Kleinmontage, serielle Fertigung, aber eine 80%ige Tätigkeit zumutbar 
sei (act. 126 ff.). 

Am 26. März 2004 übermittelte die Versicherte einen Arztbericht betreffend 
eine Erstuntersuchung in der Wirbelsäulensprechstunde des Hospital San 
Jaime am 17. März 2004 und teilte in der Folge telefonisch mit, die Akten 
einsehen zu wollen (act.  130,  131).  Der beigezogene IV-Stellen-Arzt  Dr. 
med.  M._______  hielt  in  seinem  Bericht  vom  1.  Juni  2004  dafür,  dass 
keine objektive neue medizinische Tatsache geltend gemacht worden sei, 
und kein  Grund bestehe,  vom Vorbescheid  abzuweichen (act.  133).  Per 
Fax  vom  18.  Juni  2004  teilte  die  IV-Stelle  der  Versicherten  mit,  keine 
Originalakten ins Ausland versenden zu können, und forderte sie auf, ihr 
Begehren um Akteneinsicht  zu bestätigen (act.  135).  Mit  Verfügung vom 
22.  Juni  2004  teilte  die  IV-Stelle  der  Versicherten  mit,  dass  sie  ab  1. 
September 2004 keinen Anspruch mehr auf Invalidenrente habe (act. 137).

C. Die Versicherte verlangte mit Fax vom 8. September 2004 den Arztbericht 
von  Genf  zur  Einsicht  und  erklärte  mit  Einsprache  vom  17.  September 
2004 sinngemäss,  mit  der leistungsaufhebenden Verfügung nicht  einver-
standen  zu  sein,  da  sich  an  ihrem  Gesundheitszustand  nichts  geändert 
habe und sie auch keine leichte Arbeit verrichten könne. Ein am 21. Sep-
tember 2004 ausgestelltes ärztliches Zeugnis, wonach sie weder anstren-
gende Arbeit leisten, noch Lasten heben oder Haltungen einnehmen kön-
ne, welche das Krankheitsbild verschlimmern könnten, wurde nachgereicht 
(act. 138-140). In einer Einspracheergänzung vom 3. Dezember 2004 liess 
die nun anwaltlich vertretene Versicherte die Aufhebung der streitigen Ver-
fügung und die Weiterausrichtung der ganzen Invalidenrente  beantragen 
mit der sinngemässen Begründung, der Gesundheitszustand sei seit Ren-
tengewährung  stationär  bis  sich  verschlechternd.  Die  ursprüngliche  Zu-
sprechung  der  Rente  sei  aufgrund  der  rheumatologischen  Beschwerden 

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erfolgt,  eine  relevante  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  aus 
psychiatrischer Sicht sei nicht bestätigt worden. Bei der Feststellung einer 
vollen  Arbeitsfähigkeit  für  leichte  Tätigkeiten  handle  es  sich  um  eine 
unterschiedliche  Beurteilung  eines  im  Wesentlichen  gleich  gebliebenen 
Sachverhalts,  aufgrund  derer  eine  revisionsweise  Aufhebung  der  Rente 
nicht zulässig sei (act. 147).

Die  IV-Stelle  unterbreitete  die  Akten  ihrem  Vertrauensarzt  Dr.  med. 
M._______, der in einer ausführlichen Stellungnahme vom 3. Januar 2005 
darlegte, dass gemäss Bericht des Paraplegikerzentrums Nottwil vom 20. 
Juni  1996  für  die  festgehaltene  Problematik  einer  komplexen 
Schmerzsymptomatik  weder  im  neurologischen  noch  im  orthopädischen 
Gebiet  eine  Ursache  gefunden  werden  konnte.  Im  Zeitpunkt  der 
Rentenzusprache  habe  gemäss  psychiatrischer  Beurteilung  eine 
Depression  mit  entsprechender  Auswirkung  auf  die  Schmerzproblematik 
bestanden.  Mit  der  im  MEDAS-Gutachten  dokumentierten  wesentlichen 
psychischen  Besserung,  nämlich  dem  Verschwinden  einer  1996 
festgestellten  Depression,  sei  demnach  zwingend  eine  Besserung  der 
Schmerzproblematik  und  somit  eine  Verbesserung  der  Arbeitsfähigkeit 
verbunden. Die Schlussfolgerung im MEDAS-Gutachten, es bestehe eine 
hochgradige  Restarbeitsfähigkeit,  sei  somit  nachvollziehbar  und  die 
Streichung  der  bisher  ausgerichteten  Rente  aus  medizinischen  Gründen 
gerechtfertigt  (act.  149).  Gestützt  auf  die  Ausführungen  ihres  ärztlichen 
Dienstes  wies die IV-Stelle  die gegen die Verfügung vom 22.  Juni  2004 
gerichtete Einsprache mit Entscheid vom 10. Januar 2005 ab (act. 150).

D. Gegen diesen Entscheid liess die Versicherte durch ihren Vertreter bei der 
Eidgenössischen  AHV/IV-Rekurskommission  für  die  im  Ausland  woh-
nenden  Personen  (im Folgenden:  Rekurskommission)  Beschwerde  erhe-
ben und darin - unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be-
schwerdegegnerin - die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie 
die Weiterausrichtung der ganzen Invalidenrente beantragen. Zur Begrün-
dung liess sie im Wesentlichen geltend machen, es sei seit der rechtskräf-
tigen  Zusprechung  einer  ganzen  Invalidenrente  keine  Verbesserung  im 
Gesundheitszustand  und  somit  auch  keine  Änderung  des  Invaliditäts-
grades eingetreten. Die vorliegende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf-
grund des MEDAS-Gutachtens sei lediglich eine andere Beurteilung eines 
im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts und deshalb unbeacht-
lich. In den nachstehenden Erwägungen wird im Einzelnen auf die Begrün-
dung einzugehen sein.

E. In ihrer Vernehmlassung vom 23. März 2005 beantragte die IV-Stelle die 
Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen Ein-
spracheentscheids.  Die  Verwaltung  erachtete,  dass  es  sich  bei  der  Be-
schwerde lediglich um eine Wiederholung der bereits in der Einspracheer-
gänzung  vorgetragenen  Argumentation  handle,  weshalb  sie  sich  darauf 
beschränke, auf die sorgfältige Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes im 
Einspracheverfahren sowie auf die vorangegangenen ärztlichen Stellung-

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nahmen, auf den Erwerbsvergleich und ihren Einspracheentscheid zu ver-
weisen. 

F. Replicando liess die Beschwerdeführerin am ergriffenen Rechtsmittel voll-
umfänglich  festhalten  und  nach  wie  vor  den  Standpunkt  vertreten,  dass 
kein Revisionsgrund gegeben sei.

In seiner Eingabe vom 13. Februar 2006 erachtete der Vertreter der Versi-
cherten den Schriftenwechsel für abgeschlossen und reichte eine Honorar-
note  einschliesslich  Auslagen  und  Mehrwertsteuer  von  insgesamt 
Fr. 3'026.55 ein.

G. Mit Verfügung vom 13. Februar 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht 
der Beschwerdeführerin  mit,  das hängige Verfahren übernommen zu ha-
ben  und  gab  gleichzeitig  den  Spruchkörper  in  dieser  Angelegenheit  be-
kannt.

Die IV-Stelle ihrerseits verblieb in ihrer Duplik vom 28. Februar 2007 bei 
den in der Vernehmlassung gestellten Anträgen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesge-
setzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) 
beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 
nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 
32 VGG vorliegt.  Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG ge-
nannten Behörden. Bei der IV-Stelle handelt es sich um eine Behörde im 
Sinne von Art. 33 Bst. d VGG.

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die Be-
urteilung  der  am 1. Januar  2007 bei  den Eidgenössischen Rekurs-  oder 
Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der  Departe-
mente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist  anwendbar 
(vgl.  Art.  53 VGG).  Die Zuständigkeit  des Bundesverwaltungsgerichts  ist 
vorliegend gegeben.

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen 
(Art. 48 Abs. 1 Bst. a VwVG), ist durch den angefochtenen Entscheid be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Anfechtung (Art. 48 
Abs. 1 Bst. b und c VwVG). Sie ist daher zur Beschwerde legitimiert.

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen form- und fristgerecht eingereicht  wurde, 
ist auf die Beschwerde einzutreten.

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2. Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig (vgl. BGE 125 V 414 Erw. 1b) 
und daher im Folgenden zu prüfen ist, ob die Verwaltung im Revisionsver-
fahren zu Recht  einen Anspruch der Beschwerdeführerin  auf  Weiteraus-
richtung einer ganzen Invalidenrente ab 1. September 2004 verneint hat. 
Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) sowie 
die  entsprechende  Verordnung  vom  11.  September  2002  (ATSV,  SR 
830.11) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejeni-
gen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfol-
gen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 329),  und weil 
ferner  das  Bundesverwaltungsgericht  bei  der  Beurteilung  eines  Falles 
grundsätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Ver-
waltungsaktes  (vorliegend:  10.  Januar  2005)  eingetretenen  Sachverhalt 
abstellt  (BGE  129  V  4  Erw.  1.2  mit  Hinweisen),  sind  hier  die  Bestim-
mungen des ATSG und der ATSV, mit welchen unter anderem auch ver-
schiedene materiellrechtliche Bestimmungen geändert worden sind, in Ver-
bindung  mit  dem Bundesgesetz  über  die  Invalidenversicherung  vom 19. 
Juni  1959  (IVG,  SR 831.20),  in  seiner  Fassung  vom 31.  März  2003 (4. 
IVG-Revision, in Kraft seit 1. Januar 2004) anwendbar.

3.

3.1 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 
1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsunfähigkeit 
(Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung 
des Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der Invalidenrente und 
anderer  Dauerleistungen  (Art.17)  hat  das  Schweizerische  Bundesgericht 
(vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es sich bei 
den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine 
formellgesetzliche  Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu 
den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und 
sich inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen und  weitergeführt  werden  kann  (vgl.  BGE 
130 V 343 Erw. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG 
führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditäts-
bemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin  nach  der 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 
28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fas-
sung]: BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 f. Erw. 2a und b). In Erw. 3.5 des 
BGE 130 V 343 ff wurde ferner festgestellt, dass der Gesetzgeber das In-
stitut der Revision von Invalidenrenten gemäss Art. 41 IVG (in der bis 31. 
Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung) mit Art. 17 Abs. 1 ATSG 
ebenfalls  in  Fortführung  der  entsprechenden  bisherigen  Gerichtspraxis 
(BGE 125 V 369 Erw. 2, 117 V 198 Erw. 3a, je mit Hinweisen; AHI 2000 S. 
309 Erw. 1b mit Hinweisen) beibehalten hat.

3.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG (frü-
her:  Art.  41 IVG) von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

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entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Nach der Rechtspre-
chung des Schweizerischen Bundesgerichts ist die Invalidenrente nicht nur 
bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des  Gesundheitszustands,  sondern 
auch dann revidierbar,  wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an 
sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben. 
Dagegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unver-
ändert  gebliebenen  Sachverhalts  kein  Revisionsgrund;  unterschiedliche 
Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich,  wenn sie Aus-
druck  von  Änderungen  der  tatsächlichen  Verhältnisse  sind  (BGE 117  V 
199 Erw. 3b, 112 V 390 Erw. 1b, 372 Erw. 2b; ZAK 1987 S. 36 ff.). Ob eine 
anspruchsbegründende  Änderung  in  den  für  den  Invaliditätsgrad  erheb-
lichen  Tatsachen  eingetreten  ist,  beurteilt  sich  grundsätzlich  durch  den 
Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ersten in Rechtskraft 
erwachsenen Verfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit des strei-
tigen Entscheids;  soweit  die bisherige  Rechtsprechung (BGE 109 V 265 
Erw. 4a) dahin verstanden wurde, dass die ursprüngliche Verfügung bestä-
tigende Verfügungen auch dann für den revisionsrechtlich erheblichen Ver-
gleichszeitraum unbeachtlich bleiben, wenn ihnen eine eigentliche, materi-
elle  Anspruchsprüfung  voranging,  kann  daran  nach  der  neueren  Recht-
sprechung nicht festgehalten werden. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prü-
fung einer anspruchserheblichen Änderung bildet in diesem Fall die letzte, 
der versicherten Person eröffnete, rechtskräftige Verfügung, welche auf ei-
ner materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach-
verhaltsabklärung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkom-
mensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen 
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 130 V 71 ff.). Nach 
Art.  88a Abs.  1 IVV ist  die anspruchsbeeinflussende Änderung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit  dauern wird. Sie ist  in jedem Fall  zu be-
rücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate ge-
dauert  hat  und voraussichtlich  weiterhin  andauern  wird  (Art.  88a Abs.  1 
Satz  2  IVV).  Im  vorliegenden  Verfahren  hat  die  kantonale  IV-Stelle  der 
Versicherten nach Abschluss der ersten Rentenrevision zwar am 14. April 
1998  mitgeteilt,  dass  sie  weiterhin  Anspruch  auf  die  bisherige  Leistung 
habe, eine Verfügung indessen nicht erlassen. Die Verwaltung hatte zuvor 
beim behandelnden Arzt sowie beim Paraplegiker-Zentrum Nottwil je einen 
Kurzbericht  einholen  lassen,  jedoch  bei  der  bereits  im September  1997 
ausgewanderten Versicherten weder eine medizinische Abklärung noch ei-
nen  Erwerbsvergleich  durchführen  lassen.  Unter  diesen  Umständen  hat 
das Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob und gegebenenfalls ab wann 
sich  der  gesundheitliche  Zustand  der  Beschwerdeführerin  bzw.  dessen 
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit seit der Zusprechung der ganzen 
IV-Rente am 18.  November 1996 und bis  zum Erlass des hier  streitigen 
Einspracheentscheids vom 10. Januar 2005 in rentenrelevantem Ausmass 
geändert hat oder nicht.

3.3 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in 
der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung, wenn die ver-

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sicherte Person mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Ren-
te,  wenn sie mindestens zur Hälfte  und derjenige auf eine Viertelsrente, 
wenn sie mindestens zu 40% invalid  ist.  Gemäss Abs.  1ter dieser  Norm 
werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% entspre-
chen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und ge-
wöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Eine Ausnah-
me von diesem Prinzip gilt ab 1. Juni 2002 für Schweizer Bürgerinnen und 
Bürger  sowie  Staatsangehörige  der  Europäischen  Gemeinschaft,  welche 
Anspruch  auf  Viertelsrenten  haben,  wenn sie  in  einem Mitgliedstaat  der 
Europäischen  Gemeinschaft  Wohnsitz  haben.  Nach  dem  seit  1.  Januar 
2004 in Kraft stehenden Art. 28 Abs. 1 IVG hat ein Versicherter Anspruch 
auf Rente, wenn er zu mindestens 40% invalid ist. Diese wird nach dem 
Grad  der  Invalidität  abgestuft  in  eine  Viertelsrente  bei  einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40%, eine halbe Rente bei einem solchen 
von mindestens 50%, eine Dreiviertelsrente bei mindestens 60% und eine 
ganze Rente bei mindestens 70%.

3.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung allfälliger  Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tä-
tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

3.5 In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass der Begriff der In-
validität nach dem ATSG und dem IVG die durch einen Gesundheitsscha-
den  verursachte  dauernde  oder  langdauernde  Beeinträchtigung  der  Er-
werbsmöglichkeiten  auf  dem  für  den  Versicherten  in  Betracht  fallenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt bedeutet (BGE 116 V 249 Erw. 1b mit Hin-
weisen). Invalidität wird somit nach wirtschaftlichen und nicht nach medizi-
nischen Kriterien definiert, und stimmt daher nicht unbedingt mit dem vom 
Arzt festgesetzten Grad an funktioneller Einschränkung überein. Dennoch 
ist die Verwaltung und im Beschwerdefall  der Richter auf Unterlagen von 
ärztlichen  und  allfälligen  weiteren  Sachverständigen  über  den  Gesund-
heitszustand  und  über  die  Tätigkeiten  angewiesen,  zu  denen  der  Versi-
cherte noch fähig ist. Aufgabe des Arztes ist es hierbei, den Gesundheits-
zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 
und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im 
Übrigen sind ärztliche Auskünfte  schliesslich auch wichtig  für  die Beant-
wortung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zuge-
mutet  werden  können.  Im Streitfall  entscheidet  der  Richter  (BGE 115 V 
134 Erw. 2., 114 V 314 Erw. 3c, 110 V 275 Erw. 4a., 105 V 158 Erw. 1; 
ZAK 1991 S. 319 Erw. 1c).

3.6 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversicherungs-
recht geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein in seinem 
bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehal-
ten  ist,  innert  nützlicher  Frist,  Arbeit  in  einem anderen  Berufs-  oder  Er-
werbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar 
erscheint (BGE 113 V 28 Erw. 4a, 111 V 239 Erw. 2a).  Der Versicherte, 

10

der von seiner (Rest-)Arbeitsfähigkeit  keinen Gebrauch macht,  obwohl er 
hierzu nach seinen persönlichen Verhältnissen und gegebenenfalls  nach 
einer gewissen Anpassungszeit in der Lage wäre, ist nach der Tätigkeit zu 
beurteilen, die er bei gutem Willen ausüben könnte (vgl. auch ZAK 1989 S. 
220 Erw. 5b). Aus den ärztlichen Stellungnahmen ergibt sich, in welchem 
Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutba-
rer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen  Arbeits-
markt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich der 
Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; 
ZAK 1986 S. 204), wobei es unerheblich ist, ob er seine Restarbeitsfähig-
keit tatsächlich verwertet oder nicht.

4.

4.1 Die  ganze  Invalidenrente  war  der  Beschwerdeführerin  gewährt  worden, 
nachdem  sie  aufgrund  einer  komplexen  Schmerzsymptomatik  bei  chro-
nischem  Lumbovertebralsyndrom  mit  pseudoradikulärer  Symptomatik  im 
rechten Bein entsprechend L3/4 ohne sicheres morphologisches Korrelat 
ihre zuletzt seit 26. Juni 1995 ausgeübte Tätigkeit als Aushilfe auf Abruf im 
Aussendienst  bei  der  Zweifel  Pomy-Chips  AG,  Zürich-Höngg,  nach  dem 
31. Juli  1995 nicht wieder aufgenommen hatte. Aufgrund des therapiere-
fraktären Syndroms war der Fall der Versicherten im Rahmen einer inter-
disziplinären Besprechung im Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil be-
handelt worden, wobei weder neurologisch noch orthopädisch ein wesent-
licher  pathologischer  Befund  erhoben  werden  konnte.  Erwähnt  wurde  in 
der Sozialanamnese, dass die Versicherte eine gewaltsame Ehe durchlebt 
und sich  anschliessend in  psychiatrisch/psychologischer  Behandlung be-
funden hatte. Die Versicherte lehnte aber eine invasive Schmerztherapie 
aus Angst vor Spritzen und später wegen Therapiemüdigkeit ab und gab 
auch der  Empfehlung  eines  Rehabilitationsaufenthaltes  keine Folge.  Sie 
wollte vorrangig einen Versuch mit Muskelaufbautraining durchführen und 
sich erst wieder melden, wenn dadurch keine Besserung der Symptomatik 
eintreten sollte. Gemäss Bericht des Paraplegiker-Zentrums vom 20. Juni 
1996  wurde  ihr  aufgrund  der  ausgeprägten  Schmerzsymptomatik  eine 
100%ige  Arbeitsunfähigkeit  zuerkannt.  Zuvor  hatten  die  Ärzte  des  Kan-
tonsspitals Aarau bereits in ihrem Bericht vom 10. Oktober 1995 eine ver-
gangene Psychotherapie bei Scheidungsproblematik mit konsekutiver Ta-
blettensucht  erwähnt.  Inwieweit  eine tiefe  Schmerzschwelle  oder  zusätz-
liche psychosoziale  Faktoren  mit  Somatisierungstendenz  bei  diesen  Rü-
ckenschmerzen eine Rolle  spielten,  habe anlässlich der kurzen Untersu-
chung  in  der  neurologischen  Klinik  des  Kantonsspitals  nicht  festgestellt 
werden  können.  Schon  der  behandelnde  Arzt  Dr.  H._______  hatte  das 
Beschwerdebild nicht eindeutig segmental zuordnen können und war sich 
nicht sicher, ob neben einer mehr oder weniger banalen Rückenproblema-
tik nicht auch noch etwas anderes vorliege, wobei er an eine Neuritis oder 
einen ersten Schub multipler Sklerose dachte, ein Verdacht, der sich in der 
Folge nicht bestätigte. Objektiviert werden konnte in der Magnetresonanz-
Untersuchung vom 13.  September 1995 lediglich eine Discopathie  L4/L5 

11

mit mehrzirkulär geformter mittelgradiger Discusprotrusion, ohne konklusi-
ven  Hinweis  auf  eine  eigentliche  Discushernie  bei  unauffälligen  übrigen 
Bandscheibenetagen,  einschliesslich  des  Conus  medullaris  des  Rücken-
marks. Auch die Skelettszintigraphie vom 2. Oktober 1995 ergab gemäss 
Bericht vom 3. Oktober 1995 keine nachweisbare umschriebene oder dif-
fuse Mehrspeicherung im Bereich des rechten Hüftgelenks als Hinweis auf 
eine beginnende Femurkopfnekrose rechts  oder  eine andere  ossäre  Pa-
thologie. Einzig bestand eine leichte Mehrspeicherung im Akromioklaviku-
largelenk, möglicherweise im Sinne einer Überlastungsreaktion. Der Haus-
arzt bescheinigte am 15. Januar 1996 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 
28. August  1995 und eine solche von 50% ab 10. Oktober 1995 bis auf 
weiteres, wahrscheinlich bis Frühling 1996. Der ärztliche Dienst der kanto-
nalen IV-Stelle gelangte denn auch aufgrund dieser Diagnosen am 2. Fe-
bruar 1996 zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit erhalten und wenn nö-
tig, eine Neueingliederung vorzunehmen sei (vgl. act. 10). Dem Bericht der 
Abteilung Berufliche Eingliederung der kantonalen IV-Stelle vom 26. März 
1996 war zu entnehmen, dass die Versicherte derzeit  nicht eingliederbar 
war, aber nach erfolgter Behandlung und Wiederherstellung der Arbeitsfä-
higkeit ein aktueller Arztbericht dazu Stellung nehmen sollte, ob sie wieder 
als  Verkäuferin  arbeiten  könne  oder  ob eine  Umschulung  aus  ärztlicher 
Sicht  notwendig  sei.  Gemäss  Verlaufsprotokoll  der  kantonalen  IV-Stelle 
vom 26. März 1996 bestanden jedoch Bedenken hinsichtlich der von der 
Versicherten geäusserten Berufswünsche. Sie wirkte zwar sehr betriebsam 
und zielstrebig,  habe aber wohl kaum Durchhaltevermögen, sei  allenfalls 
verwöhnt und stelle hohe Anforderungen an den Arbeitgeber. Eine beruf-
liche Eingliederung könne derzeit  nicht  angegangen werden,  die weitere 
medizinische Abklärung und Behandlung müsse abgewartet  werden.  So-
bald die Versicherte wieder arbeitsfähig sei, könne eine Abklärung im Ate-
lier  Kanal  15  erfolgen.  Ihr  Ausbildungsziel  (Supporter)  schien  indessen 
sehr hoch gegriffen. Im Moment sei die Versicherte medizinisch nicht gut 
rehabilitiert,  und der Arzt solle entscheiden, ob die Ausübung des (ange-
lernten) Verkäuferinnenberufs wirklich nicht mehr zugemutet werden kön-
ne. Derzeit sei sie aber doch eher an Geldleistungen interessiert. Im Rah-
men der ersten Rentenrevision bescheinigte der neue Hausarzt Dr. med. 
X._______ am 18. November 1997, entgegen der Beurteilung des früheren 
Hausarztes,  eine  ununterbrochene  100%ige  Arbeitsunfähigkeit  seit  dem 
28. August 1995, und hielt eine ergänzende medizinische Abklärung nicht 
für  angezeigt.  Die  Ärzte  des  Paraplegiker-Zentrums  erwähnten  in  ihrem 
Bericht vom 10. Februar 1997 zwei Magnetresonanz-Untersuchungen vom 
16.  Januar  1996  (recte:  1997?)  und  22.  Januar  1997,  worin  sich  eine 
kleine  mediane  Discushernie  L4/5  und  L5/S1  bei  normal  weitem 
Spinalkanal,  ohne  Kompression,  sowie  eine  kleine  linksparamediane 
Discushernie  Th7/8  ohne  Rückenmarkskompression  und  ohne  Anhalts-
punkte für eine Myelopathie zeigten, und nahmen ihrerseits infolge einer 
Exacerbation ab 12. Januar 1997 wieder eine Verschlechterung bzw. eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit an, betonten jedoch, die Versicherte seit Aus-
tritt am 22. Januar 1997 nicht mehr gesehen zu haben und somit über den 
weiteren Verlauf keine Auskunft geben zu können. Gemäss Austrittsbericht 

12

vom 10. Februar 1997 wurde die Therapie auf Wunsch der Versicherten 
und ihres Freundes vorzeitig abgebrochen. Die IV-Stelle Aargau bestätigte 
indessen am 14.  April  1998 einen weiteren  Anspruch auf  eine IV-Rente 
aufgrund des bisherigen Invaliditätsgrades.

4.2 Bezüglich der Frage des Verlaufs der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
seit Gewährung der ganzen Rente ist u.a. ein von der Versicherten einge-
reichtes  Zeugnis  der  Ärztin  Dr.  med.  D._______  vom 25.  April  2001  zu 
erwähnen,  wonach  aufgrund  der  chronischen  Rückenproblematik  keine 
Kraftanstrengungen erbracht werden dürfen und Reisen von mehr als einer 
Stunde Dauer nicht  indiziert  seien.  In einem späteren ärztlichen Zeugnis 
der gleichen Ärztin vom 16.  Juni 2003 wird diese Beurteilung wiederholt 
und ergänzend ausgeführt,  dass eine Reise in die Schweiz nur mit einer 
Begleitperson  möglich  sei.  Des  weiteren  liegt  ein  Bericht  des  Hospitals 
vom  Januar/Februar  2003  mit  Computertomographie  der 
Lendenwirbelsäule  sowie  Elektromyographie  und  -neurographie  der 
rechten unteren Extremität vor, woraus auf eine chronische Radikulopathie 
L5 rechts mässigen Grades ohne aktive Denervierung und ohne segmen-
täre Instabilität geschlossen wurde. 

Schliesslich konnte nach langen Verzögerungen die im Rahmen der Ren-
tenrevision  angeordnete  polydisziplinäre  Abklärung  in  der  MEDAS 
durchgeführt  werden. Dem Abklärungsbericht vom 8. September 2003 ist 
zu  entnehmen,  dass  die  Versicherte  an  einem  chronischen  thera-
pierefraktären lumbospondylogenen Syndrom rechts mit fraglicher radiku-
lärer  Reizsymptomatik  bei  Segmentdegenerationen  L4/5  und  L5/S1  mit 
medianer  Discusprotrusion  L4/5  und  medio-  linkslateraler  Discushernie 
L5/S1, mässiggradiger linkskonvexer Skoliose mit leichter Torsionskompo-
nente,  Schmerzverarbeitungsstörung  in  engem Zusammenhang  mit  ihrer 
reduzierten Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen und zu äussern (Dyslexithy-
mie),  Status  nach depressiver  Verstimmung nach  schwerer  Ehesituation 
1996 und verminderter Stress- und Frustrationstoleranz sowie an Unterge-
wicht bei gut trainierter Oberkörpermuskulatur, Nikotinabusus mit Verdacht 
auf beginnende chronisch-asthmoide Bronchitis und Penicillin- und Jod-All-
ergie leidet. Aus rheumatologischer Sicht wurde sie für jegliche körperliche 
Schwerarbeit  als zu 100% und bezüglich einer körperlich mittelschweren 
Arbeit (z.B. Herrenkonfektionsverkäuferin) zu 50% arbeitsunfähig erachtet, 
während für eine körperlich leichte, wechselbelastende Arbeit ohne Tätig-
keiten mit vorgeneigtem oder rotierendem Oberkörper 100%ige Arbeitsfä-
higkeit bestehe. Allein durch die psychiatrischen Befunde sei die Arbeitsfä-
higkeit nicht stärker als zu etwa 20% vermindert. Ausdrücklich Bezug ge-
nommen  haben  die  Gutachter  auf  einen  von  Dr.  med.  Z._______,  FMH 
Psychiatrie, am 18. Januar 1996 erstellten Bericht, wonach die Versicherte 
an  reaktiver  Depression  bei  erdrückenden  sozialen  Belastungen  mit 
existentieller  Bedrohung  gelitten  hatte  und  Verdacht  auf  eine  emotional 
instabile Persönlichkeitsstörung bestanden habe. Der damalig beurteilende 
Psychiater sei aber von deutlich erheblicheren organischen Befunden aus-
gegangen, als effektiv vorlagen. Auch habe die Versicherte damals noch 
unter  dem Schock ihrer  unglücklich  verlaufenen,  kurzen Ehe gestanden. 

13

Heute sei die Versicherte nicht mehr depressiv und es bestehe auch keine 
emotionale Instabilität,  wobei zu betonen ist, dass sich diese Beurteilung 
auch  mit  den  eigenen  Angaben  der  Versicherten  deckt.  In  der  Tat  gab 
diese  während  der  Abklärung  an,  in  Spanien  aufgrund  des  günstigeren 
Klimas weniger Rückenschmerzen als in der Schweiz zu haben und bis zu 
einer  Stunde  spazieren  gehen  zu  können,  wobei  es  allerdings  zu 
einschiessenden Gefühlsstörungen im rechten Bein käme. Auch mache sie 
täglich Gymnastik und trainiere viel den Oberkörper (u.a. mit Hanteln). Sie 
achte  darauf,  im  Schultergürtelbereich  kräftig  und  fit  zu  bleiben,  habe 
keine  Schmerzen  im  linken  Bein,  selten  Kopfweh  und  keine 
Brustwirbelsäulenbeschwerden.  Sie  habe  Hobbys  wie  Ölbilder  malen, 
Stricken  und  Glasgravuren.  Früher  habe  sie  sich  schon  in 
Fussreflexzonenmassage - der ursprüngliche Berufswunsch sei der einer 
medizinischen  Masseurin  gewesen  -  ausgebildet,  verfolge  noch 
entsprechende Literatur und bilde sich im Naturheilbereich weiter. Kürzlich 
habe sie Gelegenheit  gehabt,  im Studio eines Therapeuten jemanden zu 
behandeln.  Keinesfalls  sei  sie  depressiv,  frühere  Probleme  habe  sie 
abgeschlossen und fühle sich psychisch im Gleichgewicht,  brauche also 
sicher  keinen  Psychiater.  Auch  sei  sie  nicht  mehr  explosiv  wie  früher 
aufgrund der misslichen ehelichen Situation und der Scheidung.

Wenn auch aus unerfindlichen Gründen ein Teil der Sozial- und Berufsa-
namnese gedeckt gehalten worden sei, war eine psychische Störung ge-
mäss Beurteilung der Ärzte nicht ersichtlich. Insbesondere fand der beige-
zogene Psychiater Dr. med. B._______ keine Anhaltspunkte mehr für eine 
depressive oder andere psychische Störung. So bestand keine emotionale 
Instabilität mehr; Antrieb, Psychomotorik, Bewusstsein, Orientierung, Auf-
merksamkeit  und Gedächtnis erschienen unauffällig.  Der Untersuchungs-
befund sei insgesamt vereinbar mit der Feststellung einer leicht verminder-
ten Stress- und Frustrationstoleranz. Im Übrigen zeigte die Versicherte ein 
gesundes Aussehen und wirkte im Sitzen vor allem bezüglich Oberkörper 
direkt sportlich, wobei auffallend war, dass sie sich bei der Erhebung des 
Allgemeinstatus beim Aufstehen abstützte und bei der rheumatologischen 
Untersuchung  ein  ausgeprägtes  Schon-  und  Entlastungshinken  rechts 
zeigte,  während  anlässlich  der  psychiatrischen  Abklärung  nur  mehr  ein 
leichtes Hinken bemerkbar war.  Die Versicherte selbst äusserte sich ge-
genüber  dem  untersuchenden  Psychiater  dahingehend,  dass  sie  unter 
psychosozialem  Druck  zu  depressiven  Symptomen  neige  und  eine  Ver-
schlimmerung der Schmerzen befürchte, wenn sie eine leichte Teilzeitar-
beit verrichten müsste. In ihrer abschliessenden Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit  hielten die Ärzte der MEDAS dafür,  dass in  der zuletzt  1995 nur 
kurze Zeit ausgeübten Tätigkeit als Chauffeuse eines 3,5 Tonnen-Lastwa-
gens mit Zulieferdienst keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe, in der mittel-
schweren  Tätigkeit  als  angelernte  Herrenkonfektions-Verkäuferin  die  Ar-
beitsfähigkeit  noch  50% ausmache  und  die  Tätigkeit  im  eigenen  1-Per-
sonen-Haushalt  sowie  eine  körperlich  leichte,  vorzugsweise  etwas  mehr 
sitzende  als  stehend-gehende  Tätigkeit  zu  80% zumutbar  sei.  In  Frage 
käme z.B. eine Tätigkeit in der seriellen Fertigung oder Kleinmontage wie 

14

auch eine Tätigkeit im kaufmännisch-administrativen Bereich.

4.3 Der  IV-Stellenarzt  Dr.  med.  S._______  hielt  in  seinem  Bericht  vom  9. 
Oktober 2003 fest, dass eine eindeutige Besserung des geistigen Gesund-
heitszustandes gegenüber 1996 (reaktive Depression bzw. depressive Ent-
wicklung bei Scheidungsproblematik und instabiler Persönlichkeitsstruktur) 
eingetreten sei, und körperlich leichtere, Wechselhaltungen ermöglichende 
Erwerbstätigkeiten,  wie sie zum Teil  schon früher ausgeübt wurden,  kör-
perlich voll zumutbar seien, wobei eine Einschränkung von 20% aufgrund 
des leichten geistigen Gesundheitsschadens anzunehmen sei.  Die ange-
führten  Erwerbstätigkeiten  könnten  sowohl  in  Spanien  als  auch  in  der 
Schweiz  ohne  Eingliederungsmassnahmen  ausgeübt  werden.  Zu  einem 
Untersuchungsbefund vom 17.  März 2004 im Hospital  Stellung nehmend 
erkannte  IV-Stellenarzt  Dr.  med.  M._______,  diesem  sei  kein  objektiver 
neuer  Befund  zu  entnehmen,  welcher  nicht  bereits  im  Vorbescheid 
berücksichtigt worden wäre. In einem weiteren Zeugnis der behandelnden 
Ärztin vom 21. September 2004 wird auf die bekannten kleinen Bandschei-
benvorfälle  hingewiesen  und  ausgeführt,  dass  Kraftanstrengungen,  La-
stenheben und Zwangshaltungen zu vermeiden seien, um das Beschwer-
debild nicht zu verschlimmern. Der schlussendlich im Einspracheverfahren 
beigezogene  Dr.  med.  M._______  betonte  in  seiner  sehr  ausführlichen 
Stellungnahme vom 3.  Januar  2005  unter  anderem,  dass  entgegen  der 
Auffassung  des Rechtsvertreters  die  1996  zuerkannte  Arbeitsunfähigkeit 
eindeutig in der komplexen Schmerzsymptomatik lag, für welche weder auf 
orthopädischem noch auf neurologischem Gebiet eine Ursache gefunden 
wurde, damit aber auch klar sei, dass die psychische Komponente bei der 
Schmerzsymptomatik von ausschlagender Bedeutung gewesen ist. Gera-
de zu diesem Zeitpunkt sei denn auch von psychiatrischer Seite eine de-
pressive  Verstimmung  diagnostiziert  worden,  was  die  damals  von  den 
Ärzten  des  Paraplegiker-Zentrums  angenommene  Arbeitsunfähigkeit  von 
100% erkläre,  obwohl  diese keine körperlichen Befunde erhoben hatten, 
welche die Arbeitsunfähigkeit  hinreichend hätten begründen können.  Die 
im MEDAS-Gutachten dokumentierte  wesentliche psychische Besserung, 
nämlich das Verschwinden der 1996 vom Psychiater Dr. med. Z._______ 
festgestellten  Depression  stelle  demnach  zwingend  eine  Besserung  der 
Schmerzproblematik dar, womit auch eine Verbesserung der Arbeitsfähig-
keit im beschriebenen Mass verbunden sei. 

4.4 In diesem Zusammenhang sei  darauf  hingewiesen,  dass hinsichtlich des 
Beweiswerts  eines  Arztberichts  entscheidend ist,  ob  er  für  die  streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamne-
se) abgegeben worden ist,  in der Beurteilung der medizinischen Zusam-
menhänge  und  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  und  nachvollziehbar  sind 
(BGE 125 V 352 Erw. 3a).  Das MEDAS-Gutachten entspricht  vorliegend 
voll den von der Rechtsprechung vorgegebenen Kriterien, beruht es doch 
auf allseitigen klinischen Untersuchungen auf allgemeinmedizinisch/interni-
stischem, rheumatologischem und psychiatrischem Gebiet,  umfasst  auch 

15

Laboranalysen,  berücksichtigt  die  geklagten  Beschwerden  und  ist  in 
Kenntnis der Vorakten, einschliesslich der im Wohnsitzland der Versicher-
ten erstellten  Befunde,  abgegeben worden,  weshalb  der  ärztliche Dienst 
der IV-Stelle zu Recht darauf abgestellt hat. 

4.5 Für das Bundesverwaltungsgericht besteht vorliegend kein Grund, von der 
fachkundigen  Auswertung  und  Würdigung  der  objektiven  Befunde  durch 
den ärztlichen Dienst der IV-Stelle abzuweichen, konnte dieser sich doch 
seine Meinung aufgrund der Akten sowie des im Rahmen des Revisions-
verfahrens durchgeführten ausführlichen MEDAS-Gutachtens bilden.  Die-
sem ist  zu entnehmen,  dass die festgestellte  Arbeitsfähigkeit  spätestens 
ab  dem  30.  Juli  2003,  dem Tag  der  Schlussbesprechung,  anzunehmen 
und  bei  der  in  den  letzten  Jahren  stattgefundenen  Besserung  des  psy-
chischen Zustandes prognostisch damit zu rechnen ist, dass die beschrie-
bene Arbeitsfähigkeit lange Zeit stabil auf diesem Niveau bleiben kann.

Zusammenfassend  ist  somit  im  Einklang  sowohl  mit  den  Ärzten  der 
MEDAS als auch dem ärztlichen Dienst der IV-Stelle festzuhalten, dass die 
der  Rentengewährung  zugrunde  gelegte  komplexe  Schmerzsymptomatik 
die von Dr.  med.  Z._______ im Januar  1996 diagnostizierte,  inzwischen 
abgeklungene Depression beinhaltete. Diese hat sich im Laufe der Jahre 
nach  der  Übersiedlung  nach  Spanien  wesentlich  gebessert,  so  dass 
anlässlich  der Untersuchung und Beurteilung durch Dr.  med.  B._______ 
am 17. Juli 2003 keine Anhaltspunkte für eine depressive oder eine andere 
psychische  Störung  mehr  eruierbar  waren.  Auch  den  im  Rahmen  des 
Einspracheverfahrens  eingereichten  ärztlichen  Berichten  ist  weder  ein 
Wiederaufleben  einer  psychischen  Problematik  noch  eine  objektive 
Verschlechterung des Rückenleidens zu entnehmen. Die von den MEDAS-
Gutachtern angenommene hochgradige Restarbeitsfähigkeit in geeigneten 
Verweisungsberufen ist demnach zu bestätigen. Die IV-Stelle hat folglich 
zu  Recht  den  Invaliditätsgrad  gestützt  auf  die  Schweizerische 
Lohnstrukturerhebung  und  die  vom  Bundesamt  für  Statistik 
herausgegebenen Tabellen ermittelt und bei einer medizinisch zumutbaren 
Teilarbeitsfähigkeit von 80% in angepassten Tätigkeiten sogar noch einen 
behinderungsbedingten  Abzug  von  10%  vom  Invalideneinkommen 
vorgenommen. Ein höherer Abzug ist angesichts des jugendlichen Alters 
der  im  Übrigen  gesunden  Beschwerdeführerin  und  der  für  die 
beschriebenen  Verweisungstätigkeiten  erhaltenen  Arbeitsfähigkeit  nicht 
gerechtfertigt. Die aufgrund dieser Parameter errechnete Erwerbseinbusse 
von  29.45%,  welche  im  Übrigen  auch  vom  Rechtsvertreter  nicht 
beanstandet  wurde,  gibt  keinen  Anspruch  mehr  auf  eine  Invalidenrente. 
Gemäss Art.  88a Abs.  1 der  Verordnung  über  die Invalidenversicherung 
vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201), wonach bei einer Verbesserung 
jeweils  eine  Frist  von  drei  Monaten  abzuwarten  ist,  ehe  die  Rente 
herabgesetzt bzw. aufgehoben werden kann (BGE 104 V 146, ZAK 1984 
S.  134),  ist  die  Aufhebung  der  ganzen  Invalidenrente  ab  1.  September 
2004 nicht zu beanstanden (Art. 88bis Abs. 2 Bst. a IVV).

5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Frage der Bewilligung oder Ver-

16

weigerung  von  Versicherungsleistungen  geht,  sind  gemäss  den  bis  zum 
30. Juni 2006 geltenden Bestimmungen grundsätzlich keine Verfahrensko-
sten zu erheben (Art. 69 IVG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 des Bun-
desgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. De-
zember 1946 [AHVG; SR 831.10] und Art. 63 Abs. 5 VwVG in Verbindung 
mit Art. 4b der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwal-
tungsverfahren  vom  10.  September  1969  [Kostenverordnung;  SR 
172.041.0] sowie in Verbindung mit den Übergangsbestimmungen zur Än-
derung des IVG vom 16. Dezember 2005 [AS 2006 2004]).  Ausgangsge-
mäss ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 e contra-
rio VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die  Beschwerde  gegen  den  Einspracheentscheid  der  IV-Stelle  für 
Versicherte im Ausland vom 10. Januar 2005 wird abgewiesen.

2. Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  wird  keine 
Parteientschädigung ausgerichtet.

3. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- dem Vertreter der Beschwerdeführerin (mit Gerichtsurkunde)

- der Vorinstanz (Ref-Nr. .................., mit Gerichtsurkunde)

- dem Bundesamt für Sozialversicherungen (mit Gerichtsurkunde)

Die Instruktionsrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Margit Martin

Rechtsmittelbelehrung

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen ab Zustellung beim Schweizerischen Bundesgericht, 
Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, angefoch-
ten werden (vgl. Art. 42, 48, 100 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG], SR 173.110).

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