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**Case Identifier:** 8f58ae1b-a1c6-5051-b3a8-022c3dfeb1b3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.02.2024 200 2023 627
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-627_2024-02-05.pdf

## Full Text

200 23 627 IV
JAP/GET/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Februar 2024

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Juli 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin), gelernte … und in diesem Bereich seit mehreren Jahren erwerbs-
tätig, meldete sich im April 2010 unter Hinweis auf Rückenbeschwerden 
sowie chronisches Asthma bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II] 2; 20.1 S. 29; Akten der IVB [act. IIA] 
193.2]). Nachdem die IVB medizinische und erwerbliche Abklärungen 
durchgeführt hatte, verneinte sie mit (unangefochten gebliebener) Verfü-
gung vom 18. Mai 2011 (act. II 19) einen Anspruch auf berufliche Mass-
nahmen. 

A.b.

Im Juli 2019 meldete sich die Versicherte, welche seit 1. Juli 2014 in einem 
80 %- bzw. ab Februar 2019 in einem 40 %-Pensum als … bei der 
D.________ (nachfolgend D.________ [act. II 20.3 S. 1; 37 S. 3; 87.1 S. 
29]) angestellt war, unter Hinweis auf ʺstarke Müdigkeit, Konzentrations-
schwierigkeiten, bei der Konzentration, wie ‘Blitzschläge’ im Kopf, schnell 
überfordert/Stress, Durchfallʺ erneut zum Leistungsbezug an (act. II 20.1 
S. 21-28). Die IVB tätigte erwerbliche Abklärungen, zog Berichte behan-
delnder Ärzte bei und holte die Akten des Krankentaggeldversicherers, 
beinhaltend ein interdisziplinäres Gutachten der Begutachtungsstelle 
E.________ (Expertise vom 16. Oktober 2019 [act. II 61.2]), ein. Darin wur-
de eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten und eine 70%ige 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit attestiert (S. 24 f.). Die IVB 
gewährte der Versicherten Frühinterventionsmassnahmen in Form von 
Coaching und Massnahmen zum Arbeitsplatzerhalt (act. II 69; 73) sowie – 
nachdem die bisherige Anstellung bei der D.________ per Ende Mai 2020 
gekündigt worden war (act. II 80 S. 1; Protokolleintrag vom 30. März 2020) 

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– Unterstützung bei der Stellensuche (act. II 96). Weil sich die Versicherte, 
welche am 19. April 2021 eine Anstellung bei der F.________ AG im Um-
fang eines 40 %-Pensums angetreten hatte (act. IIA 144 S. 2 f.), bloss im 
Umfang von 40 % arbeitsfähig erachtete (Protokolleintrag vom 9. Juli 
2020), veranlasste die IVB bei Dipl.-Psych. G.________, Fachpsychologin 
für Neuropsychologie FSP und Dr. med. H.________, Facharzt für Neuro-
logie mit privatrechtlicher Weiterbildung in Schlafmedizin (SGSSC), eine 
bidisziplinäre Begutachtung (neuropsychologisches Gutachten vom 2. Mai 
2021 [act. IIA 133.1], interdisziplinäre Gesamtbeurteilung vom 18. Mai 2021 
[act. IIA 131.2] und neurologisches Gutachten vom 28. Mai 2021 [act. IIA 
131.1]). Nach zweimaliger Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit 
Einholung einer Stellungnahme von Dr. med. H.________ (act. IIA 150) 
verneinte die IVB mit Verfügung vom 12. Januar 2022 (act. IIA 156) bei 
einem nach der gemischten Methode (Erwerb 80 %, Haushalt 20 %) ermit-
telten Invaliditätsgrad von 16 % einen Rentenanspruch. Die dagegen erho-
bene Beschwerde (act. IIA 160) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern mit Urteil vom 11. Mai 2022 (VGE IV/2022/103 [act. IIA 166]) insoweit 
teilweise gut, als es die Sache zwecks Durchführung einer psychiatrischen 
Begutachtung und anschliessend neuem Entscheid über den Rentenan-
spruch an die IVB zurückwies. 

In der Folge veranlasste die IVB (auf Vorschlag der Versicherten [act. IIA 
175 S. 1]) bei Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, eine Begutachtung, legte dessen Expertise vom 5. November 
2022 (act. IIA 193.1) dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor (act. IIA 
198 f.) und richtete anschliessend Rückfragen an den Experten (act. IIA 
200; 202 S. 2). Mit Vorbescheid vom 16. Januar 2023 (act. IIA 204) stellte 
die IVB der Versicherten, welche sich per 14. November 2022 zu einem 
20 %-Pensum als … in einer … anstellen liess und ihr bisheriges Pensum 
als … bei der F.________ AG per 1. Dezember 2022 auf 20 % reduzierte 
(act. IIA 196 S. 2 f.), bei einem nach der gemischten Methode (Erwerb 
80 %, Haushalt 20 %) ermittelten Invaliditätsgrad von 16 % wiederum die 
Abweisung eines Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen liess die Versi-
cherte Einwand erheben und Berichte behandelnder Ärzte einreichen (act. 
IIA 213), woraufhin die IVB Stellungnahmen von Dr. med. J.________, 
Fachärztin für Neurologie, und von Dr. phil. K.________, Fachpsychologe 

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für Neuropsychologie FSP, beide RAD, einholte (act. IIA 216 f.). Mit Verfü-
gung vom 10. Juli 2023 (act. IIA 218) entschied die IVB wie im Vorbescheid 
in Aussicht gestellt. 

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch den B.________, Rechts-
anwältin C.________, mit Eingabe vom 11. September 2023 Beschwerde 
erheben. Sie stellt die folgenden Anträge: 

1. Die Verfügung vom 10. Juli 2023 sei aufzuheben und es sei eine Invali-
denrente zuzusprechen.

2. Eventualiter: Es sei das Verfahren zu sistieren, bevor die aktuelle neuro-
psychologische Testung der Klinik L.________ vorliegt.

3. Subeventualiter: Es sei der medizinische Sachverhalt angemessen abzu-
klären und auf dessen Grundlage der Rentenanspruch neu zu prüfen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Oktober 2023 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Mit prozessleitender Verfügung vom 9. Oktober 2023 wies der Instruktions-
richter das Sistierungsgesuch ab.

Mit Schreiben vom 22. November 2023 liess die Versicherte einen neuro-
psychologischen Bericht von Dr. phil. M.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP, Klinik L.________, vom 21. November 2023 (Akten 
der Beschwerdeführerin [act. I] 12) zu den Akten reichen, welchen der In-
struktionsrichter mit Verfügung vom 27. November 2023 der Beschwerde-
gegnerin zur Kenntnisnahme zustellte.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. Juli 2023 (act. IIA 
218). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente der IV. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-

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sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 
Zwar datiert die vorliegend angefochtene Verfügung vom 10. Juli 2023 
(act. IIA 218), womit sie nach dem 1. Januar 2022 erging. Indessen erfolgte 
die Wiederanmeldung im Juli 2019 (act. II 20.1 S. 21), womit der potentiell 
frühestmögliche Rentenbeginn noch vor dem 1. Januar 2022 liegt (Art. 29 
Abs. 1 IVG; vgl. E. 4 hinten). Zudem ist für die Zeit nach dem 1. Januar 
2022 kein Revisionsgrund mit Neufestsetzung des Rentenanspruchs gege-
ben, womit das bis 31. Dezember 2021 geltende Recht (fortan aArt.) zur 
Anwendung gelangt (vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamtes 
für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invaliden-
versicherung [KSIR]) sowie Rz. 2004 des Kreisschreibens des BSV zu den 
Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems [KS 
ÜB WE IV]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 

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Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Mit Verfügung vom 18. Mai 2011 (act. II 19) verneinte die Be-
schwerdegegnerin einen Anspruch auf berufliche Massnahmen mit der 
Begründung, nebst dem Asthma bronchiale liege kein IV-relevanter Ge-
sundheitsschaden vor. Es kann offen bleiben, ob mit dieser Verfügung im-
plizit auch der Rentenanspruch rechtskräftig abgelehnt wurde (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 6. September 2018, 
9C_682/2017, E. 4.1) oder die Beschwerdegegnerin richtigerweise über 
den Rentenanspruch hätte befinden müssen (vgl. Rz. 1007, 1009 und 3002 
des Kreisschreibens des BSV über das Verfahren in der Invalidenversiche-
rung [KSVI]), und ob es sich vor diesem Hintergrund in formeller Hinsicht 
beim Gesuch vom Juli 2019 (act. II 20.1 S. 21-28) um eine Neu- oder Erst-
anmeldung handelt. Denn selbst im Falle einer Qualifikation als Neuanmel-
dung ist die Verwaltung darauf eingetreten, womit das Eintreten nicht bzw. 

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der Rentenanspruch allseitig zu prüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114; 
vgl. bereits VGE IV/2022/103, E. 3.1 [act. IIA 166 S. 6]). 

3.2 Im Urteil vom 11. Mai 2022 (VGE IV/2022/103) mass das Verwal-
tungsgericht dem interdisziplinären neurologisch-neuropsychiatrischen 
Gutachten von Dr. med. H.________ und Dipl.-Psych. G.________ vom 
2. und 28. bzw. 18. Mai 2021 (interdisziplinäre Gesamtbeurteilung [act. IIA 
131.2]) sowie der Stellungnahme vom 5. November 2021 von Dr. med. 
H.________ (act. IIA 150) hinsichtlich der neuropsychologisch-
neurologischen bzw. schlafmedizinischen Beurteilung vollen Beweiswert zu 
(E. 3.4 [act. IIA 166 S. 11]). 

3.2.1 In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung vom 18. Mai 2021 
(act. IIA 131.2) stellten Dr. med. H.________ und Dipl.-Psych. G.________ 
die folgenden Diagnosen (S. 2):

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

1. Nichtorganische Hypersomnie (ICD-10 F51.1)

2. Partielle Rhombencephalosynapsis mit hypoplastischer hinterer Schädel-
grube und Windungsanomalien (Stenogyrie) der Gyri temporales trans-
versi rechts

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

Keine

In der Gesamtbeurteilung hielten die Experten fest, im Vordergrund stehe 
eine vermehrte Tagesmüdigkeit mit einem vermehrten Bedürfnis zu schla-
fen. Zudem beklage sich die Beschwerdeführerin über Gedächtnis- und 
Konzentrationsprobleme. 

Sie habe ihre obligatorische Schulzeit regelrecht abschliessen und ansch-
liessend eine Berufsausbildung als … machen können, die sie regelrecht 
abgeschlossen habe. Sie sei in diesem Bereich über mehrere Jahre tätig 
gewesen. Im weiteren Verlauf habe sie verschiedene Weiterbildungen ge-
macht. Zuletzt sei sie als … bei der D.________ tätig gewesen. Im Laufe 
der letzten drei bis vier Jahre habe sich ihr Zustand verschlechtert, so dass 
sie das Arbeitspensum sukzessive reduziert habe. Es seien ausführliche 

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Abklärungen im schlafmedizinischen Bereich am Spital N.________ sowie 
an der Klinik O.________ erfolgt. Aus neurologischer und schlafmedizini-
scher Sicht habe keine konkrete Erklärung für die Beschwerden gefunden 
werden können. Bei der Beschwerdeführerin bestehe eine Gehirnmissbil-
dung mit EEG-Auffälligkeiten (EEG = Elektroenzephalographie), wobei ein 
Anfallsleiden nicht sicher habe nachgewiesen werden können. In den funk-
tionellen Tests zur Beurteilung der Vigilanz und der entsprechenden Kom-
pensationsmechanismen habe die Beschwerdeführerin normale bis 
grenzwertig pathologische Befunde erreicht. Die neurologische und schlaf-
medizinische Begutachtung komme zum Schluss, dass eine organische 
Ursache der Hypersomnie nicht festgestellt werden könne. Vorausgehende 
psychiatrische Abklärungen hätten ebenfalls keine wesentlichen Beein-
trächtigungen ergeben. In der aktuell gleichzeitig durchgeführten neuropsy-
chologischen Untersuchung hätten sich grosse Auffälligkeiten im Bereich 
der Symptomvalidierung gezeigt, so dass eine abschliessende Beurteilung 
der Funktionseinschränkungen aus neuropsychologischer Sicht nicht mög-
lich gewesen sei. Somit seien aktuell die Funktionseinschränkungen aus 
neurologischer, schlafmedizinischer und neuropsychologischer Sicht 
schwierig einschätzbar. Grundsätzlich könne davon ausgegangen werden, 
dass aufgrund der Gehirnmissbildung (partielle Rhombencephalosynapsis 
mit hypoplastischer hinterer Schädelgrube und Windungsanomalien [Ste-
nogyrie] der Gyri temporales transversi rechts) eine leichte Einschränkung 
der neuropsychologischen Leistungsfähigkeit vorliege, welche zu einer ra-
scheren Ermüdbarkeit führe, als dies bei "Normalpersonen" erwartet wer-
den könne. Es handle sich dabei um eine grobe Einschätzung, welche 
durch objektivierbare Befunde nicht untermauert werden könne (S. 1 f.). In 
der bisherigen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (S. 2). Aus 
neurologischer und neuropsychologischer Sicht könne keine besser ange-
passte Tätigkeit definiert werden (S. 3).

Dipl.-Psych. G.________ führte zur neuropsychologischen Untersuchung 
vom 12. August 2019 in der Klinik P.________, welche im Sinne einer mit-
telschweren neuropsychologischen Störung beurteilt worden war und ge-
stützt worauf hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit eine deutliche 
Belastbarkeitsminderung attestiert wurde (act. II 45 S. 4), aus, die Kultur-
techniken seien nicht überprüft worden. Auch seien keine Performanz- und 

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Beschwerdevalidierungsverfahren eingesetzt worden, so dass auch hier die 
Möglichkeit bestehe, dass die mittelgradige neuropsychologische Störung 
nicht dem tatsächlichen Leistungsvermögen entsprochen habe (act. IIA 
133.1 S. 9).

3.2.2 In der Stellungnahme vom 5. November 2021 (act. IIA 150) hielt 
Dr. med. H.________ an den in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 
vom 18. Mai 2021 erfolgten Einschätzungen fest. 

3.3 Im Urteil vom 11. Mai 2022 erwog das Verwaltungsgericht zum 
bidisziplinären Gutachten von Dr. med. H.________ und Dipl.-Psych. 
G.________ weiter, insoweit sich keine organische Ursache für das ver-
mehrte Schlafbedürfnis finde, könne der Diagnose einer nichtorganischen 
Hypersomnie gefolgt werden. Jedoch handle es sich dabei – weil als F-
Diagnose codiert – um eine fachfremde (psychiatrische) Diagnose, wozu 
der Neurologe nicht befähigt sei. Ob auch aus fachpsychiatrischer Sicht 
diese (oder eine andere) Diagnose gestellt und daraus allenfalls auf eine 
Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden könne, lasse sich aufgrund der Ak-
ten nicht beantworten, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin 
zwecks Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung zurückzuweisen 
sei (E. 3.4.5 [act. IIA 166 S. 16 f.]). 

Den im Nachgang zu VGE IV/2022/103 von der Beschwerdegegnerin ein-
geholten und von der Beschwerdeführerin eingereichten medizinischen 
Berichten lässt sich im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

3.3.1 Dr. med. Q.________, Fachärztin für Neurologie, Zentrum 
R.________ des Spitals N.________, diagnostizierte im Bericht vom 
22. August 2022 (act. IIA 213 S. 13 f.) im Wesentlichen eine idiopathische 
Hypersomnie, eine reduzierte kognitive Belastbarkeit sowie eine partielle 
Rhombencephalosynapsis sowie Windungsanomalie Gyri temporales 
transversi. Die Fahreignung sei gegeben (S. 13). Die Arbeitsfähigkeit be-
trage 40 %. Tagesschläfrigkeit und Fatigue seien unverändert (S. 14). 

3.3.2 Im psychiatrischen Gutachten vom 5. November 2022 (act. IIA 
193.1) diagnostizierte Dr. med. I.________ eine abhängige Persönlich-
keitsstörung (ICD-10 F60.7) mit/bei Neurasthenie (ICD-10 F48.0 [S. 48]). 
Im Einzelnen hielt der Gutachter hierzu fest, unter der Annahme, dass von 

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einer nicht organischen Hypersomnie im Sinne der gutachterlichen Aus-
führungen von Dr. med. H.________ ausgegangen werde, verorte er 
psychiatrisch die von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden, 
anhaltend seit spätestens der Adoleszenz, wie insbesondere eine anhal-
tende Ermüdbarkeit, die Tagesmüdigkeit, dann aber auch die Schlafpro-
blematik, im Verbund mit körperlichen Beschwerden, wie Druck auf der 
Brust, Schwindelgefühle, im Sinne einer Neurasthenie (S. 46). Ferner sei 
im Kontext einer seit der Kinder- und Jugendzeit bis dato anhaltenden Ab-
hängigkeit von Seiten der Eltern im Verbund mit der Befundlage diagnos-
tisch von einer abhängigen Persönlichkeitsstörung auszugehen (S. 47). 

Von Seiten der Neurasthenie beständen Einschränkungen quantitativer Art 
von rund 20 %, qualitative Einschränkungen dürften aufgrund der Befund-
lage mit keinen relevanten Einschränkungen der kognitiven Funktionen 
nicht erwachsen (S. 50 f.). Die Einschränkungen von Seiten der dependen-
ten Persönlichkeitsstörung dürften kaum relevanter Natur sein, wenn fol-
gendes Zumutbarkeitsprofil eingehalten werden könne: Klare Aufträge, 
klares Stellenprofil, wenig eigene Entscheidungen, verbindliche Abma-
chungen, usw. Zusammenfassend betrage die Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit unter Einhaltung des Zumutbarkeitsprofils im Kontext der 
Neurasthenie im Verbund mit der Persönlichkeitspathologie maximal 30 %. 
Idealerweise sollte weiter das Arbeitspensum von 70 % infolge der vorzeiti-
gen Erschöpfung über fünf Tage die Woche geleistet werden (S. 51).

3.3.3 Der RAD-Arzt Dr. med. S.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, hielt in seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2022 
(act. IIA 199) fest, am bisherigen Zumutbarkeitsprofil könne festgehalten 
werden. Aufgrund der neu diagnostizierten dependenten Persönlichkeitss-
törung seien zusätzlich die beschriebenen Anpassungen an die Tätigkeit zu 
beachten (S. 4).

3.3.4 Dr. med. I.________ bestätigte in seiner Stellungnahme vom 
9. Januar 2023 (act. IIA 202 S. 2) die im Gutachten vom 5. November 2022 
attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 30 %.

3.3.5 Dr. med. T.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt im Bericht vom 16. Februar 2023 (act. IIA 213 S. 17) fest, die Be-

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schwerdeführerin habe ihr ihre Probleme mit Tagesmüdigkeit und kogniti-
ven Einschränkungen immer glaubhaft geschildert und es seien diverse 
Abklärungen eingeleitet worden, welche eine zentrale Hypersomnie und 
alltagsrelevante kognitive Defizite ergeben hätten. Die Beschwerdeführerin 
sei mit einem Arbeitspensum von 40 % maximal ausgelastet und eine Er-
höhung verschlechtere ihre gesundheitliche Situation und der Alltag werde 
zu einem nicht mehr bewältigbaren Problem für sie. Eine Vermittlung auf 
dem ersten Arbeitsmarkt scheine schwierig; wenn, dann sollten es keine 
Tätigkeiten sein, welche eine erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit 
verlangten. Wichtig wären regelmässige Arbeitszeiten. Gegebenenfalls 
sollten Pausen ermöglicht werden.

3.3.6 Dr. med. Q.________ führte in ihrer "Stellungnahme zum Verwal-
tungsgerichtsurteil vom 11.5.2022" vom 24. Februar 2023 (act. IIA 213 S. 8 
f.) auf Anfrage der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin aus, hinsicht-
lich der kognitiven Leistungsfähigkeit sei erneut auf die detaillierte neuro-
psychologische Testung von 2019 in der Klinik P.________ zu verweisen 
(S. 8). Die Hirnmissbildung mit daraus resultierender kognitiver Einschrän-
kung, eine erhöhte Ermüdbarkeit und Tagesmüdigkeit im Sinne einer se-
kundären Hypersomnie und daraus resultierend eine akquirierte 
Persönlichkeitsakzentuierung mit ängstlichen und selbstunsicheren Zügen 
führten zu einer Arbeitsfähigkeit von 40 %. Es werde eine weitere neuro-
psychologische Testung empfohlen (S. 9).

3.3.7 PD Dr. med. U.________, Facharzt für Neurologie, hielt im Bericht 
vom 7. März 2023 (act. IIA 213 S. 10-12) fest, die Beschwerdeführerin sei 
besorgt über die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, welche eine Ar-
beitsunfähigkeit von 20 % festgestellt habe, was im Widerspruch zu ihren 
persönlichen Erfahrungen und der Einschätzung verschiedener Ärzte ste-
he. Die aktuelle neurologische Untersuchung ergebe keine neuen klini-
schen Aspekte, insbesondere keinen Hinweis auf eine Epilepsie, die in den 
letzten drei Jahren aufgetreten sei oder sich entwickelt habe. Das heutige 
EEG zeige langsame temporo-okzipitale Signale mit einem epileptiformen 
Signal links temporal. Die Ergebnisse seien somit stabil im Vergleich zu 
den früheren Untersuchungen. Im Hinblick auf die Beurteilung der Arbeits-

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fähigkeit empfehle er eine weitere neuropsychologische Beurteilung 
(S. 11).

3.3.8 Dr. phil. K.________ hielt am 8. Juni 2023 fest, das neuropsycho-
logische Gutachten von Dipl.-Psych. G.________ vom 2. Mai 2021 (act. IIA 
133.1) sei methodisch korrekt und insbesondere mit einer differenzierten 
Beschwerde- und Performanzvalidierung durchgeführt worden. Das Gut-
achten sei inhaltlich umfassend und in den Schlussfolgerungen fachlich 
fundiert und nachvollziehbar. Seine Stellungnahme vom 16. Juni 2020 
(act. II 93) zum neuropsychologischen Bericht der Klinik P.________ vom 
12. August 2019 (act. II 45 S. 1-6) sei in Anbetracht der eindeutig auffälli-
gen Performanzvalidierung im Gutachten vom 2. Mai 2021 zu revidieren 
und retrospektiv müsse auch die Validität der damals erhobenen Befunde 
in Frage gestellt werden. Die frühere Untersuchung verliere dadurch ihre 
Aussagekraft und es sei auf die Ergebnisse und Schlussfolgerungen des 
neuropsychologischen Gutachtens vom 2. Mai 2021 abzustellen. Es beste-
he kein Anlass für eine erneute neuropsychologische Untersuchung bzw. 
Begutachtung (act. IIA 217). 

3.3.9 Im neuropsychologischen Bericht von Dr. phil. M.________ vom 
21. November 2023 (act. I 12), welcher auf einer Untersuchung vom 2. No-
vember 2023 basiert (S. 1), wurde festgehalten, es lasse sich ein kognitiver 
Leistungsabfall nach einem Zeitintervall von 120 Minuten auf Testebene 
objektivieren. Dieser Leistungsabfall sei umso deutlicher, je konzentrations-
intensiver eine Aufgabe sei. Die Befunde widerspiegelten gut die anamnes-
tischen Angaben der Beschwerdeführerin. Bei insgesamt unauffälliger 
kognitiver und psychologischer Beschwerdevalidierung sei von einem vali-
den kognitiven Leistungsprofil in der heutigen Untersuchung auszugehen. 
Insgesamt seien die Befunde als mittelschwere neuropsychologische 
Störung einzustufen. Ätiologisch sei diese – gestützt auf die anamnesti-
schen und fremdanamnestischen Angaben sowie den rapportierten Ent-
wicklungsverlauf – im Rahmen der kongenitalen Rhombencephalosynapsis 
zu sehen (S. 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 14

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.4.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.4.4 Ein Rückweisungsentscheid – wie jener des Verwaltungsgerichts 
vom 11. Mai 2022 (act. IIA 166) – ist für das den Entscheid ausfällende 
Gericht, selbst bei erneuter Befassung mit der Sache, verbindlich. Dies gilt 
auch für die Erwägungen, auf die im Dispositiv verwiesen wird. Diese Bin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 15

dungswirkung steht aber unter dem Vorbehalt, dass sich aus dem Rück-
weisungsverfahren nicht neue Tatsachen oder Beweismittel im Sinne der 
prozessualen Revision ergeben, welche die damalige sachverhaltliche 
Grundlage erschüttern (vgl. Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 61 lit. i ATSG; Ent-
scheide des BGer vom 4. April 2012, 9C_204/2012, E. 2.3.3 und vom 
10. Januar 2019, 9C_554/2018, E. 1.4). 

3.5 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. I.________ vom 
5. November 2022 (act. IIA 193.1) samt Stellungnahme vom 9. Januar 
2023 (act. IIA 202 S. 2) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an 
medizinische Berichte bzw. Expertisen (vgl. E. 3.4.2 f. vorne) und erbringt 
vollen Beweis. Das Gutachten ist in Bezug auf die befundmässige und dia-
gnostische Einschätzung überzeugend und orientiert sich bei der Frage der 
funktionellen Auswirkungen der festgestellten psychischen Störung an den 
normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281. Damit lassen sich gestützt 
darauf bzw. im Verbund mit der vom Verwaltungsgericht als beweiswertig 
beurteilten neurologisch-neuropsychologischen bzw. schlafmedizinischen 
Beurteilung von Dr. med. H.________ und Dipl.-Psych. G.________ vom 
18. Mai 2021 (vgl. E. 3.2 vorne) sämtliche vorliegend relevanten Tat- und 
Rechtsfragen beantworten. Danach liegt bei der Beschwerdeführerin als 
massgebende Funktionseinschränkung im Wesentlichen eine anhaltende 
Ermüdbarkeit (mit Tagesmüdigkeit und einer Schlafproblematik) vor, wel-
che überwiegend wahrscheinlich keine organische Ursache aufweist (act. 
IIA 131.2 S. 2; VGE IV/2022/103, E. 3.4.5 [act. IIA 166 S. 16]), von den 
Gutachtern im Rahmen einer nichtorganischen Hypersomnie (ICD-10 
F51.1) bzw. einer Neurasthenie (ICD-10 F48.0) beurteilt wurde und welche 
die Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Umfang von 20 % einschränkt (Ar-
beitsfähigkeit 80 %). Zusätzlich besteht in psychiatrischer Hinsicht eine 
10%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer abhängigen Persönlichkeitss-
törung (ICD-10 F60.7; vgl. act. IIA 131.2 S. 2 f.; act. IIA 193.1 S. 46 f., 51; 
202 S. 2]).

3.6 Während die Beschwerdeführerin das psychiatrische Gutachten 
von Dr. med. I.________ – zu Recht (vgl. E. 3.5 hiervor) – beschwerdewei-
se nicht in Frage stellt, beanstandet sie wie schon im ersten Beschwerde-
verfahren IV/2022/103 ausschliesslich den Beweiswert der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 16

neuropsychologischen Begutachtung von Dipl.-Psych. G.________ vom 
2. Mai 2021 (act. IIA 133.1; 160 S. 13 Ziff. 35). Soweit sie vorbringt, mit 
dem Dispositiv des Urteils vom 11. Mai 2022 sowie der psychiatrischen 
Begutachtung sei sie einverstanden gewesen, nicht hingegen mit der Be-
gründung, wonach zur Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auf 
die neuropsychologische Testung vom 2. Mai 2021 von Dipl.-Psych. 
G.________ abgestellt werden könne (Beschwerde S. 5 Ziff. 20), verkennt 
sie, dass das Verwaltungsgericht an seine Erwägungen in VGE 
IV/2022/103 (act. IIA 166) vorbehältlich neuer Tatsachen oder Beweismittel 
im Sinne von Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 61 lit. i ATSG gebunden ist (vgl. E. 
3.4.4 vorne), nachdem im Dispositiv (Ziff. 1) ausdrücklich auf die Erwägun-
gen verwiesen wurde (act. IIA 166 S. 18). Dabei ist der Begriff "neue Tat-
sachen oder Beweismittel" gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG gleich auszulegen 
wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheids gemäss Art. 61 
lit. i ATSG (BGE 144 V 245 E. 5.1 S. 248). Ausschlaggebend ist, dass das 
Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachver-
haltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, 
welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen 
lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Demnach müssen die neuen Tatsa-
chen erheblich bzw. geeignet sein, die tatbestandliche Grundlage des Ent-
scheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer 
anderen Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E. 2.3 S. 107). Neue 
medizinische Expertisen, die im Verfahren, das zum früheren Entscheid 
geführt hat, keine gravierende und unvertretbare Fehldiagnose feststellen, 
erfüllen das Kriterium der Erheblichkeit nicht (BGE 144 V 245 E. 5.4 S. 
249). 

3.7 Im Lichte dieser Vorgaben besteht kein Grund für ein Rückkom-
men auf das Urteil vom 11. Mai 2022, in welchem nebst dem neurologi-
schen Gutachten von Dr. med. H.________ auch dem 
neuropsychologischen Gutachten von Dipl.-Psych. G.________ vom 2. Mai 
2021 (act. IIA 133.1) voller Beweiswert zuerkannt wurde (E. 3.4 und 3.4.2 
[act. IIA 166 S. 11, 13 f.): 

3.7.1 Soweit die Beschwerdeführerin für die Begründung ihres Stand-
punkts (vgl. E. 3.6 vorne) auf die Ergebnisse der neuropsychologischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 17

Untersuchung in der Klinik P.________ vom 12. August 2019 (act. II 45 S. 
1-6) referenziert, welche im Sinne einer deutlichen Belastbarkeitsminde-
rung interpretiert wurden und gestützt worauf eine allein 40%ige Arbeits-
fähigkeit attestiert wurde (S. 4), ist auf die Quintessenz von E. 3.4.2 von 
VGE IV/2022/103 (act. IIA 166 S. 13 f.) zu verweisen, wonach dieser Be-
richt nicht geeignet ist, Zweifel am Beweiswert des neuropsychologischen 
Gutachtens vom 2. Mai 2021 zu wecken. Dabei stützte sich das Gericht auf 
die Einschätzungen von Dipl.-Psych. G.________, welche sich ihrerseits 
eingehend mit den neuropsychologischen Untersuchungsergebnissen der 
Klinik P.________ auseinandersetzte und namentlich auf die fehlenden 
Performanz- und Beschwerdevalidierungsverfahren hinwies (act. IIA 133.1 
S. 9). Dabei lässt die (dem Gutachten entnommene) Wortwahl des Ge-
richts, es bestehe auch hier die Möglichkeit, dass die mittelgradige neuro-
psychologische Störung nicht dem tatsächlichen Leistungsvermögen der 
Beschwerdeführerin entsprochen habe, entgegen der Beschwerdeführerin 
nicht darauf schliessen, dass "keine verwertbaren Resultate einer neuro-
psychologischen Testung" vorlägen (Beschwerde S. 5 Ziff. 22) und das 
Gericht insoweit von einem weiteren Abklärungsbedarf ausgegangen wäre. 
Denn mit dem Gutachten von Dipl.-Psych. G.________ liegt gemäss dem 
genannten Urteil eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage vor, was das 
Gericht in E. 3.4.2 dem Dargelegten zufolge ausdrücklich festhielt und was 
auch Dr. phil. K.________ am 8. Juni 2023 (für das vorliegende Verfahren) 
abermals bestätigte, indem er die neuropsychologische Expertise vom 
2. Mai 2021 als methodisch korrekt, inhaltlich umfassend und in den 
Schlussfolgerungen fachlich fundiert und nachvollziehbar qualifizierte 
(act. IIA 217). Soweit die Beschwerdeführerin nunmehr geltend macht, sie 
sei anlässlich der Testung bei Dipl.-Psych. G.________ unter dem "Einfluss 
starker Medikamente" gestanden (Beschwerde S. 6 Ziff. 25), ist dem ent-
gegen zu halten, dass sie diesen Einwand im ersten Beschwerdeverfahren 
nicht vorbrachte (act. IIA 160 S. 3-15) und im vorliegenden Verfahren kei-
nen Bericht ins Recht legt, der diese Behauptung stützt und woraus allen-
falls auf invalide Testergebnisse geschlossen werden könnte. Die 
echtzeitlichen Beobachtungen zum damaligen Verhalten der Beschwerde-
führerin stehen denn auch im Gegensatz zu den beschwerdeweisen Vor-
bringen, indem Dipl.-Psych. G.________ die Beschwerdeführerin als aktiv 
und energievoll beschrieb und die Belastbarkeit für die mehrstündige Un-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 18

tersuchung bei Fehlen einer augenscheinlichen Ermüdung als gegeben 
erachtete (act. IIA 133.1 S. 7). 

3.7.2 Ferner kann die Beschwerdeführerin auch aus den im Nachgang 
zum VGE IV/2022/103 ins Recht gelegten medizinischen Berichten nichts 
zu ihren Gunsten ableiten: 

Im Bericht vom 22. August 2022 (act. IIA 213 S. 13 f.) ging Dr. med. 
Q.________ von einer idiopathischen Hypersomnie aus (S. 13), welche 
Diagnose auch im Gutachten der Begutachtungsstelle E.________ vom 
16. Oktober 2019 gestellt (act. II 61.2 S. 23), von Dr. med. H.________ im 
neurologischen Gutachten vom 28. Mai 2021 jedoch mit überzeugender 
Begründung verworfen und stattdessen auf eine nichtorganische Hyper-
somnie geschlossen wurde (act. IIA 131.1 S. 9, 11). Das Bestehen einer 
idiopathischen Hypersomnie wurde in der Folge auch im Urteil vom 11. Mai 
2022 als in keiner Weise überzeugend beurteilt (E. 3.4.5 [act. IIA 166 S. 16 
f.]). Damit hat es sein Bewenden, nachdem dem Bericht vom 22. August 
2022 keinerlei Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass die damalige 
Beurteilung von Dr. med. H.________ falsch war (vgl. E. 3.6 vorne). Insbe-
sondere bildete der beigelegte Bericht des Zentrums R.________ vom 
18. Juni 2021 (act. IIA 213 S. 15 f.) bereits Beurteilungsgegenstand des 
Urteils vom 22. Mai 2022 (E. 3.2.6 [act. IIA 166 S. 9]) und der Stellungnah-
me von Dr. med. H.________ vom 5. November 2021 (act. IIA 150), in wel-
cher er an seinen Einschätzungen im Gutachten vom 28. Mai 2021 festhielt 
und welcher im nämlichen Urteil ebenfalls voller Beweiswert zuerkannt 
wurde (E. 3.4 [act. IIA 166 S. 11]). Damit ist der Bericht von Dr. med. 
Q.________ vom 22. August 2022 weder für sich genommen noch im Ver-
bund mit der Stellungnahme des Zentrums R.________ geeignet, die me-
dizinischen Entscheidgrundlagen im Urteil vom 11. Mai 2022 bzw. die 
Ergebnisse im neuropsychologischen Gutachten vom 2. Mai 2021 im Sinne 
von Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 61 lit. i ATSG zu erschüttern.

Dasselbe trifft auf den Bericht von Dr. med. T.________ vom 16. Februar 
2023 (act. IIA 213 S. 17) zu, stellt dieser doch einzig eine andere Folgeab-
schätzung (Arbeitsfähigkeit) dar, welcher namentlich keine eigenen, die 
gutachtlichen Untersuchungsergebnisse allenfalls in Frage stellenden Ab-
klärungen zugrunde liegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 19

Ferner basiert der Bericht von Dr. med. Q.________ vom 24. Februar 2023 
(act. IIA 213 S. 8 f.) auf keinen neuen medizinischen Erkenntnissen, son-
dern auf der Stellungnahme vom 10. Dezember 2021 (act. IIA 154 S. 3 f.), 
welche ihrerseits bereits Gegenstand des Urteils vom 11. Mai 2022 bildete 
(E. 3.2.8 [act. IIA 166 S. 10]) und worauf insoweit nicht mehr weiter einzu-
gehen ist. Indem sich Dr. med. Q.________ darüber hinaus nicht zum neu-
ropsychologischen Gutachten vom 2. Mai 2021 äusserte, stattdessen 
erneut und ausschliesslich auf die Ergebnisse der Untersuchung in der 
Klinik P.________ vom 12. August 2019 (act. II 45 S. 1-6) verwies und mit 
der bescheinigten 40%igen Arbeitsfähigkeit namentlich dem aus Sicht der 
Beschwerdeführerin subjektiv Möglichen Rechnung trug, ergeben sich auch 
aus dieser Stellungnahme keine im Sinne von Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 61 
lit. i ATSG relevanten Gesichtspunkte (vgl. E. 3.7.1 vorne). 

Im Weiteren stellte der Neurologe PD Dr. med. U.________ im Bericht vom 
7. März 2023 (act. IIA 213 S. 10-12) hinsichtlich der am 28. Februar 2023 
durchgeführten neurologischen Untersuchung keine neuen gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen fest. Zwar erachtete er eine weitere neuropsycho-
logische Testung als sinnvoll. Diese Empfehlung beruht jedoch nicht auf 
einer Beurteilung des neuropsychologischen Gutachtens vom 2. Mai 2021, 
geschweige denn, dass PD Dr. med. U.________ dieses als unzulänglich 
bezeichnet hätte, sondern allein auf den Angaben der Beschwerdeführerin, 
welche überdies insofern unzutreffend sind, als ihr die Massgeblichkeit der 
Validität der zu erbringenden Leistungen anlässlich der Untersuchung vom 
10. Februar 2021 entgegen ihrer Darstellung (act. IIA 213 S. 11) sehr wohl 
erläutert wurden. Denn gemäss dem Gutachten vom 2. Mai 2021 wurde die 
Beschwerdeführerin von Dipl.-Psych. G.________ ausdrücklich angehal-
ten, ihre bestmögliche Leistung zu zeigen und sie wurde auch darüber ins 
Bild gesetzt, dass Verfahren eingesetzt werden, welche eine "Schlechter-
stellung der Leistungsfähigkeit" aufdecken können (act. IIA 133.1 S. 7).

Dass sich sodann die Einschätzungen der Beschwerdeführerin, deren El-
tern sowie im Bericht AMM Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit, 
V.________, vom 10. Dezember 2020 (act. IIA 116 S. 3 ff.), hinsichtlich 
einer allein 40%igen Arbeitsfähigkeit decken (Beschwerde S. 6 Ziff. 24), ist 
nicht relevant: Einerseits handelt es sich dabei einzig um eine rechtlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 20

nicht ausschlaggebende (Selbst-)Einschätzung aus nicht medizinischer 
Sicht. Andererseits hat sich das Verwaltungsgericht im Urteil vom 11. Mai 
2022 zu den berufspraktischen Abklärungen bereits geäussert und deren 
Relevanz bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit verneint (E. 3.4.4 [act. IIA 
166 S. 15 f.]). Darauf kann verwiesen werden.

3.7.3 Schliesslich reichte die Beschwerdeführerin einen neuropsycholo-
gischen Bericht von Dr. phil. M.________ vom 21. November 2023 zu den 
Akten (act. I 12). Dieser basiert auf einer Untersuchung vom 2. November 
2023 (S. 1) und erfolgte damit fast vier Monate nach der angefochtenen 
Verfügung vom 10. Juli 2023. Insofern sind die darin dokumentierten Un-
tersuchungsergebnisse für das vorliegende Verfahren von Vornherein un-
beachtlich. Im Übrigen ist aufgrund der Angaben im Bericht vom 21. 
November 2023 unter "Neuropsychologische Vorbefunde" (S. 1 f.) zu 
schliessen, dass das Gutachten von Dipl.-Psych. G.________ Dr. phil. 
M.________ gar nicht vorlag. Entsprechend setzt sich sein Bericht nicht mit 
deren neuropsychologischen Gutachten vom 2. Mai 2021 (act. IIA 133.1) 
auseinander und es finden sich darin keine (expliziten oder impliziten) Hin-
weise, wonach Dipl.-Psych. G.________ gravierende und unvertretbare 
Schlussfolgerungen (vgl. E. 3.6 vorne) gezogen hätte. Dies gilt namentlich 
auch in Bezug auf die Beschwerdenvalidierung: Dass diese gemäss Bericht 
vom 21. November 2023 unauffällige Werte gezeitigt hat (S. 5 f.), ändert 
nichts, da keine Auseinandersetzung mit der von Dipl.-Psych. G.________ 
durchgeführten Performanzvalidierung erfolgte und dem Bericht vom 
21. November 2023 auch keinerlei Hinweise zu entnehmen sind, die auf ein 
unzulässiges Vorgehen der Administrativexpertin oder nicht verwertbare 
Ergebnisse im Administrativgutachten hindeuten. Nur der Vollständigkeit 
halber ist deshalb zu ergänzen, dass Dr. phil. M.________ auch nicht 
näher erläutert, warum gerade ein 40 %-Pensum "optimal" sei (S. 8), zumal 
auch nicht dargelegt wird, was – aus allein massgeblichem invalidenversi-
cherungsrechtlichem Blickwinkel – unter "optimal" zu verstehen wäre. 

3.7.4 Demnach erweist sich der medizinische Sachverhalt, soweit im 
vorliegenden Verfahren frei überprüfbar (vgl. E. 3.4.4 vorne), vollständig 
und rechtsgenüglich abgeklärt, womit es der subeventualiter beantragten 
weiteren Abklärung nicht bedarf.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 21

3.8 Daraus ergibt sich Folgendes: 

Wie in E. 3.5 vorne gezeigt, beträgt die Arbeitsfähigkeit gemäss den Gut-
achten aufgrund der im Sinne einer nichtorganischen Hypersomnie bzw. 
einer Neurasthenie beurteilten erhöhten Ermüdbarkeit 80 % bzw. unter 
Berücksichtigung der aus psychiatrischer Sicht zusätzlich bestehenden 
abhängigen Persönlichkeitsstörung 70 %. Weil eine organisch bedingte, 
sich auf das funktionelle Leistungsvermögen auswirkende Gesundheitsbe-
einträchtigung nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt ist (VGE 
IV/2022/103, E. 3.4.5 [act. IIA 166 S. 16]), ist auch die aus neurologisch-
neuropsychologischer Sicht attestierte 20%ige Arbeitsunfähigkeit (act. IIA 
131.2 S. 2 f.) nicht ausgewiesen. Damit erweist sich das geklagte Be-
schwerdebild (erhöhte Ermüdbarkeit) als im Wesentlichen psychisch be-
dingt. Doch selbst wenn insoweit die neurologisch-neuropsychologisch 
bescheinigte Arbeitsunfähigkeit zu berücksichtigen wäre, so wären die von 
Dr. med. H.________ und Dipl.-Psych. G.________ einerseits und Dr. 
med. I.________ andererseits bescheinigten Teilarbeitsunfähigkeiten nicht 
etwa zu kumulieren: Denn aus neurologischer Sicht wurde die Arbeitsun-
fähigkeit von 20 % mit einer rascheren Ermüdbarkeit begründet (act. IIA 
131.1 S. 12; 131.2 S. 2). Im Wesentlichen dieselben Beeinträchtigungen 
(Ermüdbarkeit mit Schlafproblematik) resultieren von Seiten der Neuras-
thenie bzw. aus psychischer Sicht (act. IIA 193.1 S. 46); entsprechend 
quantifizierte Dr. med. I.________ die Arbeitsunfähigkeit ebenfalls mit 20 % 
(S. 50). Demnach stimmen die aus neurologischer bzw. psychiatrischer 
Sicht insoweit festgestellten funktionellen Beeinträchtigungen in ihrer Mani-
festation und ihren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen 
überein. Hingegen resultieren aus psychischer Sicht zusätzliche 10 % von 
Seiten der Persönlichkeitsstörung (S. 51), womit sich so oder anders medi-
zinisch-theoretisch eine Arbeitsunfähigkeit von insgesamt maximal 30 % 
ergibt.

Was den Verlauf der Arbeitsfähigkeit anbelangt, so gehen die Gutachter 
übereinstimmend von einer seit der Kindheit bzw. der Adoleszenz beste-
henden Beeinträchtigung aus (act. IIA 131.1 S. 14; 193.1 S. 50), womit die 
attestierte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit für den gesamten 
Beurteilungszeitraum (vgl. E. 4 sogleich) gilt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 22

Schliesslich weist die Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu Recht darauf 
hin, dass fraglich ist, ob die aufgrund der nichtorganischen bzw. psychi-
schen Beschwerden bescheinigte Arbeitsunfähigkeit unter den massgebli-
chen Blickwinkeln des funktionellen Schweregrades der Störung (BGE 141 
V 281 E. 4.3 S. 298) und der Konsistenz (E. 4.4 S. 303) auch rechtlich aus-
gewiesen ist (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 8). Wie es sich damit verhält, 
kann jedoch offenbleiben, nachdem mittels einer Indikatorenprüfung keine 
höhere als die im Gutachten attestierte Arbeitsunfähigkeit resultieren könn-
te (Entscheid des BGer vom 23. September 2022, 8C_230/2022, 
E. 5.2.3.2) und selbst dann kein Rentenanspruch resultiert, wenn zu 
Gunsten der Beschwerdeführerin der Ermittlung des Invaliditätsgrades eine 
30%ige Arbeits- und Leistungsunfähigkeit zugrunde gelegt wird. 

4.

Wie in E. 3.8 hiervor gezeigt, bestehen die gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen samt der daraus resultierenden (maximal) 30%igen Arbeits- und 
Leistungsunfähigkeit seit der Kindheit bzw. der Adoleszenz (act. IIA 131.1 
S. 14; 193.1 S. 50). Damit ist das Leistungsbegehren mangels einer zu-
mindest 40%igen Arbeitsunfähigkeit bereits aufgrund des nicht bestande-
nen Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. E. 2.3 vorne) abzuweisen 
(zumal bei Teilerwerbstätigen die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf 
entsprechend der Invaliditätsbemessung zu gewichten wäre und im Aufga-
benbereich jedenfalls keine höhere Einschränkung dokumentiert ist [vgl. 
BGE 130 V 97 E. 3.4 S. 102 sowie hinten E. 6.7]). Doch selbst wenn von 
einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden 
mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen würde, änderte sich 
am Ergebnis nichts (vgl. E. 6.8 hinten). Diesfalls wäre mit Blick auf die im 
Juli 2019 erfolgte Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 22 S. 1) der (po-
tentiell) frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. Januar 2020 festzulegen 
(Art. 29 Abs. 1 IVG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 23

5.

In der angefochtenen Verfügung vom 10. Juli 2023 (act. IIA 218) legte die 
Beschwerdegegnerin der Ermittlung des Invaliditätsgrades einen Status 
(Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 3 IVG) von 80 % Erwerb und 
20 % Haushalt zugrunde (S. 2). Dies ist aufgrund der über eine längere Zeit 
innegehabten 80%igen Tätigkeit bei der D.________ (act. IIA 132 S. 3 f.) 
nicht zu beanstanden (vgl. Entscheid des BGer vom 15. März 2022, 
8C_669/2021, E. 5.3.2) und wird denn auch beschwerdeweise nicht in Fra-
ge gestellt. 

6.

6.1 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

6.2 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

6.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 24

tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2).

6.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden. Dabei wird in der Regel 
der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorge-
nommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (stan-
dardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

6.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und 
der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 
summiert (aArt. 27bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]). Die Berechnung des 
Invaliditätsgrades in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 
ATSG. Dabei sind Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage 
einer hypothetischen Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die 
prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des 
Beschäftigungsgrades, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre, gewichtet (aArt. 27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des 
Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der 
prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 25

Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person 
nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des Anteils des 
Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 27bis Abs. 4 IVV).

6.4 Hinsichtlich des Valideneinkommens ist aufgrund der Akten zu 
schliessen, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit auch wei-
terhin als … bei der D.________ (act. IIA 132 S. 3) tätig wäre, wurde diese 
Anstellung doch aus gesundheitlichen Gründen gekündigt (act. II 80 S. 1; 
100 S. 7) und ergeben sich keine Anhaltspunkte, welche im hypothetischen 
Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich auf eine anderweitige berufli-
che Entwicklung schliessen lassen. Was die Höhe des Valideneinkommens 
anbelangt, errechnete die Beschwerdegegnerin ein Jahresgehalt von 
Fr. 75'888.--, was sich auf das Jahr 2019 bezieht (Fr. 4'670.-- x 13 / 0.8 
[act. II 37 S. 4 f.]). Mit Blick auf den potentiellen Rentenbeginn im Jahr 2020 
(vgl. E. 4 vorne) ist dieses Valideneinkommen folglich der Teuerung und 
der realen Einkommensentwicklung anzupassen, wobei auf den Nominal-
lohnindex gemäss der entsprechenden Erhebung des BFS abzustellen ist. 
Unter Berücksichtigung der statistischen Lohnerhöhungen (BFS, T1.2.15 
Nominallohnindex, Frauen, 2016 – 2022, Abschnitt Q) beträgt das vorlie-
gend massgebliche jährliche Valideneinkommen pro 2020 Fr. 76'854.70 
(Fr. 4'670.-- x 13 / 0.8 / 102 x 103.3).

6.5 Hinsichtlich des Invalideneinkommens steht fest, dass die Be-
schwerdeführerin ab 14. November bzw. 1. Dezember 2022 zu je 20%igen 
Pensen als … in einer … und als … bei der F.________ AG angestellt ist 
(act. IIA 195 S. 2 ff.; 196 S. 2 f.). Mit diesem insgesamt 40%igen Arbeits-
pensum schöpft die Beschwerdeführerin die ihr zumutbare Arbeitsfähigkeit 
von 70 % mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3.8 vorne) indes 
nicht vollständig aus (SVR 2018 IV Nr. 24 S. 79 E. 6.1). Im Weiteren beste-
hen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum 
bei den genannten Arbeitgebern auf 70 % aufstocken könnte, womit für die 
Ermittlung des Invaliditätsgrades Tabellenlöhne gemäss LSE (vgl. E. 6.2.2 
vorne) des Jahres 2018 (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; SVR 2022 IV Nr. 23 
S. 76 E. 6.2.1 und 6.2.2) heranzuziehen sind. Weil der Beschwerdeführerin 
auch weiterhin Tätigkeiten im ... zumutbar sind bzw. eine solche Tätigkeit 
als ideal angepasst gilt (act. IIA 131.2 S. 3), ist für die Bestimmung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 26

Invalideneinkommens abweichend von der Regel (vgl. E. 6.2.2 vorne) auf 
Position 86-88 (Gesundheits- u. Sozialwesen), Frauen, Kompetenzniveau 1 
von Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abzustellen, welche 
einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'860.-- ausweist. Daraus resultiert 
ein indexbereinigtes (BFS, T1.2.15 Nominallohnindex, Frauen, 2016 – 
2022, Abschnitt Q) Invalideneinkommen von Fr. 43'295.20 (Fr. 4’860.-- x 12 
/ 40 x 41.6 / 101.3 x 103.3 x 0.7). Eines zusätzlichen leidensbedingten Ab-
zugs (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481) bedarf es 
nicht, nachdem den gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit der maximal 
30%igen Einschränkung umfassend Rechnung getragen wurde und die 
übrigen Abzugskriterien klar nicht erfüllt sind. 

6.6 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt sich 
somit ab Februar 2020 eine Erwerbseinbusse von Fr. 33‘559.50 
(Fr. 76'854.70 – Fr. 43'295.20) und damit bezogen auf den erwerblichen 
Bereich ein Invaliditätsgrad von maximal 43.66 % (Fr. 33‘559.50 / 
Fr. 76'854.70 x 100) bzw. gewichtet von 34.92 % (43.66 % x 0.8). 

6.7 Mit Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt verzichtete die Be-
schwerdegegnerin wie schon im ersten Verwaltungsverfahren (act. IIA 156 
S. 2) auf eine detaillierte Abklärung (Art. 69 Abs. 2 IVV), dies mit der Be-
gründung, dass die Beschwerdeführerin auch mit allfälligen kleineren Ein-
schränkungen im Haushalt aufgrund der Beurteilung im Erwerb rechnerisch 
keinen Rentenanspruch mehr erlangen könne (act. IIA 218 S. 2). Dies wird 
beschwerdeweise nicht moniert und ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, 
gab die Beschwerdeführerin anlässlich der neuropsychologischen Begut-
achtung doch an, sie könne im Haushalt "eigentlich alles erledigen, jedoch 
nicht alles an einem Tag" (act. IIA 133.1 S. 5). Es bestehen somit keine 
Anhaltspunkte dafür, dass sich die Tagesmüdigkeit angesichts der Mög-
lichkeit einer freien Zeiteinteilung im Haushalt einschränkend auswirkt. 
Folglich beträgt der Invaliditätsgrad im Haushalt (gewichtet) 0 %. 

6.8 Bei einer gewichteten Einschränkung von 34.92 % im erwerblichen 
Bereich und 0 % im Aufgabenbereich besteht bei einem Gesamtinvali-
ditätsgrad von gerundet (zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) 
35 % demnach kein Rentenanspruch (vgl. E. 2.3 vorne).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 27

7.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 10. Juli 2023 im 
Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen. 

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdeführerin zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvor-
schuss gleicher Höhe zu entnehmen. 

8.2 Nach Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG (Um-
kehrschluss) hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Partei-
entschädigung. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als 
Sozialversicherungsträgerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(vgl. dazu auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 28

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Feb. 2024, IV/23/627, Seite 29

Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.