# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f029a1cb-6883-529e-b10f-57bb13f81ae7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.01.2013 PS120243
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS120243_2013-01-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS120243-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. P. Hodel und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. I. Vourtsis-Müller. 

Urteil vom 28. Januar 2013 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. X._____, 

 

betreffend Konkurseröffnung 
(Überschuldungsanzeige durch die Revisionsstelle) 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 6. Dezember 2012 (EK121884) 

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Erwägungen: 

1. Am 6. Dezember 2012 war über die Schuldnerin auf Überschuldungsanzei-

ge der Revisionsstelle hin der Konkurs eröffnet worden (act. 3). Mit rechtzei-

tig eingereichter Beschwerde vom 16. Dezember 2012 beantragte Verwal-

tungsrat Rechtsanwalt Dr. X._____ (vgl. act. 5) namens der Schuldnerin die 

Aufhebung des Konkurses (act. 2). Mit Verfügung vom 19. Dezember 2012 

wurde der Schuldnerin eine Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in 

der Höhe von Fr. 1'000.- angesetzt (act. 6). Der Kostenvorschuss wurde 

zwar verspätet geleistet (act. 8 i.V.m. act. 6 und act. 7/1), jedoch hätte ge-

mäss Art. 101 Abs. 3 ZPO noch eine Nachfrist angesetzt werden müssen, 

weshalb der Kostenvorschuss als rechtzeitig bezahlt gilt.  

2. Zur Begründung der Beschwerde führte die Schuldnerin aus, es liege keine 

Überschuldung der Gesellschaft vor. Vielmehr werde der Hauptaktionär der 

Gesellschaft, B._____ aus C._____ [Staat in Europa], innerhalb der kom-

menden 10 Tage einen Betrag in Höhe von mindestens 35'000.00 CHF auf 

das Konto der Gesellschaft einzahlen, womit die Zahlungsfähigkeit der Ge-

sellschaft gewährleistet sein werde. Nach alledem könne von einer Über-

schuldung und Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft nicht die Rede sein und 

es sei der Beschwerde stattzugeben (act. 3).  

3. Das vorliegende Verfahren ist ein Beschwerdeverfahren nach Art. 319 ff. 

ZPO (vgl. Art. 194 i.V.m. Art. 174 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerde ist innert 

einer Frist von 10 Tagen einzureichen und abschliessend zu begründen (vgl. 

ZR 110/2011 Nr. 5). Dabei kann unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO).  

Nach Art. 326 Abs. 1 ZPO sind neue Anträge, neue Tatsachenbehauptun-

gen und neue Beweismittel ausgeschlossen. In Abs. 2 werden besondere 

Bestimmungen des Gesetzes vorbehalten. Als solche besondere Bestim-

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mungen, welche eine Ausnahme erlauben, gelten Art. 174 Abs. 1 und 2 

SchKG betreffend die Beschwerde gegen eine Konkurseröffnung. Art. 174 

Abs. 1 SchKG, wonach in der Beschwerde unechte Noven vorgebracht wer-

den können, gilt auch bei der Konkurseröffnung nach einer Überschul-

dungsanzeige. Die in Art. 174 Abs. 2 SchKG abschliessend als zulässig ge-

nannten echten Noven sind dagegen nicht auf eine Konkurseröffnung nach 

Überschuldungsanzeige zugeschnitten. Ein Analogieschluss auf weitere Ar-

ten von echten Noven wird mehrheitlich abgelehnt (vgl. die Ausführungen 

der Kammer in OGer ZH PS110058 vom 15. Juli 2011, E. III./1.; vgl. auch 

BSK SchKG II-Brunner/Boller, 2. Auflage 2010, Art. 194 N 8). Wird in der 

Lehre die Frage diskutiert, inwieweit Nachbringen während der Beschwer-
defrist zulässig sind, ist klar, dass Weiterungen und Ergänzungen nach Ab-
lauf der Beschwerdefrist unzulässig sind. Dafür darf auch keine Frist mehr 

angesetzt werden. Diesbezüglich sieht auch Art. 174 SchKG keine Ausnah-

me vor. 

4. Selbst wenn vorliegend echte Noven zugelassen würden, so vermochte die 

Schuldnerin im Beschwerdeverfahren keine Urkunden einzureichen, die be-

legen, dass sich die Bilanzdaten im Zeitpunkt des Beschwerdeentscheides 

anders darstellen als auf Grund der von der Vorinstanz gutgeheissenen 

Überschuldungsanzeige der Revisionsstelle.  

 Im Beschwerdeverfahren bestritt die Schuldnerin die von der Vorinstanz 

festgestellte Überschuldung (mindestens) seit Ende 2010 (vgl. act. 3 S. 4) 

nicht, sondern behauptete, es werde in Bälde eine Geldzahlung des Haupt-

aktionärs eintreffen. Die Schuldnerin unterliess es aber, diese Behauptung 

mit Urkunden innert der Beschwerdefrist zu belegen. Zudem würde die Ge-

währung eines Darlehens nicht ausreichen, vielmehr müsste auch eine 

Rangrücktrittserklärung abgegeben werden.  

5. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.  

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6. Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin für das zweitinstanzliche 

Verfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Kosten der zweiten In-

stanz sind mit dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvor-

schuss zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

Durch die Abweisung der Beschwerde bleibt auch das erstinstanzliche Kos-

tendispositiv rechtskräftig. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Konkursgerichtes des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 6. Dezember 2012 wird bestätigt.  

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an das Konkursamt 

D._____ sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das 

Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich, ferner an das Handelsregister-

amt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt D._____, je gegen 

Empfangsschein, und an die Obergerichtskasse. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller 
 
versandt am: 

	Urteil vom 28. Januar 2013
	Erwägungen:
	5. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 6. Dezember 2012 wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an das Konkursamt D._____ sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich, ferner an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das B...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...