# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be7ac6a6-f18e-5f0a-a8f7-c8a1215a9c16
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.06.2020 B-2998/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2998-2020_2020-06-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-2998/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Daniel Willisegger (Vorsitz), 

Richter Jean-Luc Baechler, Richter Ronald Flury,    

Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch  

Dr. Nathan Landshut, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 
 Kostenentscheid nach Rückweisung durch das  

Bundesgericht. 

 

B-2998/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend: Vor-

instanz) mit Verfügung vom 1. November 2018 das Enforcementverfahren 

gegen den Beschwerdeführer einstellte und ihm Verfahrenskosten von 

Fr. 7'500.– auferlegte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht die vom Beschwerdeführer mit Ein-

gabe vom 3. Dezember 2018 erhobene Beschwerde gegen die Kostenauf-

lage mit Urteil B-6838/2018 vom 13. September 2019 abgewiesen und ihm 

Verfahrenskosten von Fr. 750.– auferlegt hat, 

dass das Bundesgericht die vom Beschwerdeführer dagegen geführte Be-

schwerde mit Urteil 2C_839/2019 vom 4. Mai 2020 gutgeheissen und das 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. September 2019 aufgeho-

ben hat, 

dass das Bundesgericht die Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht an die-

ses zurückgewiesen hat, 

dass daher über die Kosten- und Entschädigungsfolgen im Verfahren 

B-6838/2018 neu zu befinden ist, 

dass der Beschwerdeführer entsprechend dem Ausgang des bundesge-

richtlichen Verfahrens im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht als ob-

siegend zu betrachten ist, 

dass der nunmehr obsiegende Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten 

zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]), weshalb ihm der einbezahlte 

Kostenvorschuss nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ent-

scheids zurückzuerstatten ist, 

dass Vorinstanzen oder beschwerdeführende Bundesbehörden, die unter-

liegen, keine Verfahrenskosten tragen (Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen Kosten zuzu-

sprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und Art. 8 ff. des Regle-

ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]), 

B-2998/2020 

Seite 3 

dass Parteikosten dann als notwendig zu betrachten sind, wenn sie zur 

sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung 

unerlässlich erscheinen (BGE 131 II 200 E. 7.2), 

dass die Entschädigung die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere 

Auslagen der Partei umfasst, wobei unnötiger Aufwand nicht entschädigt 

wird (Art. 8 ff. VGKE), 

dass das Anwaltshonorar nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertre-

ters bemessen wird, wobei der Stundenansatz für Anwälte mindestens 

Fr. 200.– und höchstens Fr. 400.– beträgt und die Mehrwertsteuer darin 

nicht enthalten ist (Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE), 

dass das Gericht die Parteientschädigung aufgrund der Kostennote fest-

setzt (Art. 14 Abs. 2 VGKE), 

dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Kostennote über 

Fr. 6'078.20 (inkl. MWSt) eingereicht hat, wobei er einen Aufwand von 

16 Std. 5 Min. bei einem Stundenansatz von Fr. 350.– veranschlagt und 

Spesen von Fr. 14.50 ausweist, 

dass die Kostennote einen Aufwand ausweist, der als notwendig und an-

gemessen erscheint, 

dass die Parteientschädigung auf Fr. 6'078.20 (inkl. Mehrwertsteuerzu-

schlag i.S.v. Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) festzusetzen ist, 

dass die Vorinstanz als verfügende Behörde zu verpflichten ist, dem Be-

schwerdeführer diesen Betrag als Parteientschädigung zu entrichten 

(Art. 64 Abs. 2 VwVG), 

dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen 

sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und von einer Parteientschädigung abzusehen 

ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 VGKE). 

  

B-2998/2020 

Seite 4 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Für das Verfahren B-6838/2018 werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der im Verfahren B-6838/2018 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 750.– 

wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Urteils zurückerstattet. 

2.  

Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz für das Verfahren B-

6838/2018 eine Parteientschädigung von Fr. 6'078.20 zugesprochen. 

3.  

Für das vorliegende Verfahren B-2998/2020 werden keine Verfahrenskos-

ten auferlegt und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Willisegger Astrid Hirzel 

  

B-2998/2020 

Seite 5 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 24. Juni 2020