# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2059c1aa-e599-51f8-8e9f-e9aa2b526899
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.02.2024 D-939/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-939-2024_2024-02-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-939/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richter Basil Cupa;   

Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Vietnam,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 5. Februar 2024 / N (…). 

 

 

 

D-939/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Vietnam – am 

5. Dezember 2023 um die Gewährung von Asyl in der Schweiz nachsuchte,  

dass vom SEM am 11. Dezember 2023 aufgrund einer Abfrage der Euro-

dac-Datenbank festgestellt wurde, dass er per 8. Dezember 2022 bereits 

von Frankreich als Asylantragsteller registriert worden war,  

dass sein Gesuch im Bundesasylzentrum (BAZ) B._______ behandelt wur-

de, wo er am 12. Dezember 2023 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung 

mandatierte,  

dass das SEM am 15. Dezember 2023 das persönliche Gespräch gemäss 

Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO) führte,  

dass der Beschwerdeführer in diesem Rahmen bestätigte, dass er bereits 

in Frankreich ein Asylverfahren durchlaufen habe, und vom SEM auch ver-

schiedene Unterlagen zu diesem Verfahren ediert wurden (vgl. dazu im 

Einzelnen die Akten),  

dass er zum französischen Asylverfahren angab, er sei zu seinen Gesuchs-

gründen angehört worden, das Verfahren habe jedoch im April oder Mai 

2023 mit einem negativen Entscheid geendet,  

dass er gegen den Entscheid Beschwerde erhoben habe, die Beschwerde 

aber abgelehnt worden sei, worauf er in Frankreich als Obdachloser auf 

der Strasse gelebt habe,  

dass er sich dabei meist in C._______ aufgehalten habe, bis er aufgrund 

der dort herrschenden schlechten Sicherheitslage im September 2023 in 

die Schweiz gekommen sei,  

dass sich der Beschwerdeführer gegen eine Rückkehr nach Frankreich 

aussprach, da er dort niemanden habe, sein dortiges Verfahren bereits ab-

geschlossen und sein Gesuch abgelehnt worden sei,  

D-939/2024 

Seite 3 

dass er jedoch in seiner Heimat religiöse Unterdrückung erlebt habe und 

er eine Prüfung seiner Gründe in der Schweiz wolle, zumal die Sicherheits-

lage hier auch wesentlich besser als in Frankreich sei und er hier auch 

einen Bekannten habe, der ihn unterstützen könne,  

dass zudem in Frankreich Kräfte der kommunistischen Partei von Vietnam 

aktiv seien und er im Falle einer Rückführung nach Frankreich befürchte, 

von diesen gefunden und in die Heimat verschleppt zu werden, wo ihm 

Gefängnis drohe,  

dass der Beschwerdeführer abschliessend auf die Frage nach seinem Ge-

sundheitszustand respektive allfälligen gesundheitlichen Problemen vor-

brachte, es gehe ihm eigentlich gut, indem körperlich alles in Ordnung sei, 

er sei aber psychisch etwas gestresst, indem er unter psychischem Druck 

und Stress leide, weshalb er auch nur wenig geschlafen habe,  

dass das SEM am 18. Dezember 2023 die Dublin-Behörde von Frankreich 

um eine Wiederaufnahme des Beschwerdeführers nach der Bestimmung 

von Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO ersuchte,  

dass Frankreich am 29. Dezember 2023 der ersuchten Wiederaufnahme 

seiner Person gestützt auf die genannte Bestimmung zustimmte,  

dass der BAZ-Gesundheitsdienst dem SEM am 1. Februar 2024 alle zum 

Beschwerdeführer vorliegenden Unterlagen zustellte und mitteilte, dass ihn 

betreffend keine Arzttermine offen seien,  

dass der Beschwerdeführer diesen Unterlagen gemäss während seines 

Aufenthalts im BAZ mehrmals wegen Husten, Hals- und Kopfschmerzen 

sowie wegen Zahnschmerzen behandelt wurde,  

dass das SEM mit Verfügung datierend vom 5. Februar 2024 gestützt auf 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz 

nach Frankreich anordnete, dem Beschwerdeführer eine Ausreisefrist auf 

den Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist ansetzte, den Kanton (…) mit 

dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, mit der Verfügung die gemäss 

Verzeichnis editionspflichtigen Akten aushändigte und festhielt, einer allfäl-

ligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,  

dass für die Begründung dieses Entscheides – soweit nicht nachfolgend 

darauf eingegangen wird – auf die Akten verwiesen werden kann,  

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Seite 4 

dass dieser Entscheid dem Beschwerdeführer am 7. Februar 2024 über 

die ihm zugewiesene Rechtsvertretung eröffnet wurde und diese am 

nächsten Tag das Mandatsverhältnis als beendet erklärte, 

dass der Beschwerdeführer gegen den genannten Nichteintretens- und 

Wegweisungsentscheid mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht 

vom 13. Februar 2024 selbständig Beschwerde erhoben hat,  

dass seine Eingabe auf einer bekannten deutschsprachigen Beschwerde-

vorlage basiert, welche er mit einer eigenhändig verfassten englischspra-

chigen Begründung ergänzt hat,  

dass mit der Beschwerde die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, 

Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von Asyl bean-

tragt wird, eventualiter die Feststellung der Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit 

und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges und Anordnung einer vor-

läufigen Aufnahme in der Schweiz,  

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege, Befreiung von der Kostenvorschusspflicht und Beiordnung 

einer amtlichen Rechtsvertretung sowie um Gewährung der aufschieben-

den Wirkung ersucht wird, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Beschwerdebegründung be-

kräftigt, dass ihm in Frankreich Obdachlosigkeit drohe, nachdem sein dort 

gestelltes Gesuch abgelehnt worden sei, und er in Frankreich an Leib und 

Leben bedroht sei und er eine Verschleppung in seine Heimat zu fürchten 

habe, da dort im Versteckten vietnamesische Kräfte am Werk seien,  

dass er zusätzlich geltend macht, er leide aufgrund seiner Sorgen seit kur-

zem an Schwindel und Blutarmut, es habe sich auch seine körperliche Ver-

fassung verschlechtert und er im Falle einer Überstellung nirgends hinge-

gen könne, wo ihm geholfen würde,  

dass er demgegenüber in der Schweiz Verwandte habe, welche ihm Un-

terkunft geben und auch Unterstützung bei seinen gesundheitlichen Prob-

lemen bieten könnten,  

dass er in der Schweiz bleiben wolle, weil es hier in jeder Hinsicht sicher 

sei, wogegen er in seiner Heimat als Christ unterdrückt und verfolgt werde, 

und er daher darum bitte, ihm einen weiteren Verbleib in der Schweiz und 

eine Fortsetzung seines Asylverfahrens zu ermöglichen,  

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Seite 5 

dass dem Bundesverwaltungsgericht die vorinstanzlichen Akten seit dem 

14. Februar 2024 in elektronischer Form vorliegen (Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

 
und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– und so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen des SEM entscheidet (vgl. dazu Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG 

und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass sich die Kognition des Gerichts und die zulässigen Rügen im Asylbe-

reich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass die Beschwerdeschrift auf einer bekannten deutschsprachigen Vor-

lage beruht, welche der Beschwerdeführer mit einer eigenhändig verfass-

ten englischsprachigen Begründung ergänzt hat,  

dass er damit die Begründung nicht in einer Amtssprache des Bundes ver-

fasst hat, seine englischsprachigen Vorbringen zur Sache aber ohne wei-

teres verständlich sind, weshalb auf eine Rückweisung der Beschwerde 

zwecks Übersetzung verzichtet werden kann,  

dass damit die fristgerechte Eingabe des legitimierten Beschwerdeführers 

den formellen Anforderungen an eine Beschwerde im Wesentlichen genügt 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG, Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb 

auf die Beschwerde – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – 

einzutreten ist,  

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, 

mit denen es das SEM ablehnt, ein Asylgesuch auf seine materielle Be-

gründetheit hin zu überprüfen, grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage 

beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Gesuch nicht eingetre-

ten ist, weshalb sich das Gericht – sofern es den Nichteintretensentscheid 

als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen materiellen Prüfung ent-

hält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zur neuen Ent-

scheidung ans SEM zurückweist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 m.w.H.),  

dass daher auf die Begehren um die Anerkennung der Flüchtlingseigen-

schaft und Gewährung von Asyl nicht einzutreten ist, 

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Seite 6 

dass sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 

unbegründet erweist, soweit darauf einzutreten ist, weshalb über diese im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

Richters oder einer zweiten Richterin, mit summarischer Begründung und 

praxisgemäss auch ohne Durchführung eines Schriftenwechsels zu ent-

scheiden ist (vgl. Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG),  

dass der Beschwerdeführer vor der Schweiz bereits in Frankreich ein Asyl-

verfahren durchlaufen hat, er von dort kommend in die Schweiz eingereist 

ist und Frankreich seine andauernde Zuständigkeit für seine Person nach 

Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO anerkannt hat,  

dass es gleichzeitig keine Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylver-

fahren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Frankreich sys-

temische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Untersätze 2 und 3 

Dublin-III-VO aufweisen würden (vgl. dazu auch nachfolgend),  

dass das SEM vor diesem Hintergrund die Zuständigkeit nach der Dublin-III-

VO korrekt festgestellt hat, womit die Grundlage für einen Nichteintretens-

entscheid in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG und Anordnung 

der Wegweisung nach Frankreich gegeben ist,  

dass sich der Beschwerdeführer gegen eine Überstellung nach Frankreich 

ausspricht und dabei – dem wesentlichen Sinngehalt nach – einen Selbst-

eintritt auf seinen Asylantrag "aus humanitären Gründen" nach Art. 17 

Abs. 1 Dublin-III-VO respektive in Anwendung von Art. 29a Abs. 3 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) verlangt,  

dass jedoch keine Sachverhaltsumstände ersichtlich sind, die in rechtser-

heblicher Weise gegen eine Wegweisung des Beschwerdeführers in den 

für ihn zuständigen Staat sprechen würden,  

dass in diesem Zusammenhang zunächst festzuhalten bleibt, dass Frank-

reich Signatarstaat der EMRK (SR 0.101), des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

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Seite 7 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist, wobei Frankreich nach Auffassung der Schweiz seinen 

diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass die Schweiz gleichzeitig davon ausgeht, Frankreich anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) und 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie), ergeben,  

dass vom Beschwerdeführer nichts eingebracht wird, was zu einem ande-

ren Schluss führen könnte,  

dass zunächst nichts dafür spricht, er wäre im Falle einer Rückführung 

nach Frankreich tatsächlich ernsthaft – im Sinne eines "real risk" – von ei-

ner Kettenabschiebung in einen Staat bedroht, wo ihm eine menschen-

rechtswidrige Behandlung drohen würde,  

dass auch kein Anlass zur Annahme besteht, er wäre in Frankreich gefähr-

det, da sich seine Vorbringen über eine angebliche Bedrohungslage von-

seiten vietnamesischer Kräfte in blossen Behauptungen erschöpfen,  

dass das SEM in dieser Hinsicht auch zu Recht auf die französischen Po-

lizei- und Justizbehörden verwiesen hat, an die sich der Beschwerdeführer 

bei tatsächlichem Bedarf wenden kann, zumal ohne weiteres von deren 

Schutzfähigkeit und -willigkeit auszugehen ist, 

dass in vorliegender Sache auch keine rechtserhebliche medizinische 

Problemstellung erkennbar ist, da sich weder aus den Akten noch den Be-

schwerdevorbringen Hinweise auf das Vorliegen einer Erkrankungslage er-

geben, deren Behandlung nicht auch in Frankreich erfolgen könnte, 

dass schliesslich ohne weiteres davon ausgegangen werden darf, der Be-

schwerdeführer sei durchaus in der Lage, gegenüber den in Frankreich zu-

ständigen Behörden seine Rechte wahrzunehmen, von welchen er im Be-

darfsfall auch die notwendige Unterstützung erhalten werde,  

dass diesen Erwägungen gemäss kein Grund für einen Selbsteintritt auf 

das Asylgesuch respektive für eine Anwendung der Ermessensklausel 

nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ersichtlich ist,  

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Seite 8 

dass sich das SEM zudem aufgrund der Aktenlage auch auf eine summa-

rische Würdigung der vorliegenden Sache unter dem Aspekt von Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 beschränken durfte (vgl. BVGE 2015/9),  

dass nach dem Gesagten der Nichteintretensentscheid in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG in keinem Punkt zu bemängeln ist,  

dass die Anordnung der Wegweisung nach Frankreich der Systematik des 

Dublin-Verfahrens entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von 

Art. 44 AsylG steht,  

dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass im Rahmen des 

Dublin-Verfahrens systembedingt kein Raum bleibt für die vom Beschwer-

deführer beantragte Ersatzmassnahme für den Wegweisungsvollzug (ge-

mäss Art. 44 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), sondern eine 

entsprechende Prüfung soweit notwendig bereits im Rahmen des Nichtein-

tretensentscheides stattfinden muss (vgl. dazu vorstehende Erwägungen), 

weshalb auf das Eventualbegehren um Anordnung einer vorläufigen Auf-

nahme nicht einzutreten ist,  

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die eingereichte Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, 

als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache die Gesuche um Gewäh-

rung der aufschiebenden Wirkung (nach Art. 107a AsylG) und um Befrei-

ung von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden sind, 

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) und amtliche Verbeiständung (nach 

Art. 102m Abs. 1 und 4 AsylG) abzuweisen sind, da sich die Beschwerde 

nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat, 

dass daher die Kosten des Verfahrens, welche praxisgemäss auf Fr. 750.– 

zu bestimmen sind, dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

liche Verbeiständung werden abgewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer 

 

 

Versand: