# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a135f78-c6bc-55ca-a6f5-7579aecd94a3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 13.10.2017 LE170037
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE170037_2017-10-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE170037-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Kriech und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler  

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Faoro 

Beschluss und Urteil vom 13. Oktober 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 
betreffend Eheschutz (vorsorgliche Massnahmen) 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 27. April 2017 
(EE160184-L) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(vgl. die angefochtene Verfügung, Urk. 2 S. 2) 

Verfügung des Bezirksgerichtes Zürich, 5. Abteilung - Einzelgericht, vom 
27. April 2017: 
(Urk. 2 S. 18 f.) 

1. Die mit Verfügung vom 13. März 2017 angeordnete Fremdplatzierung 
der Tochter C._____, geboren am tt.mm.2011, wird aufgehoben, und die 
Tochter wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des 
Verfahrens unter die elterliche Obhut des Gesuchsgegners gestellt. Die-
se Obhutszuteilung gilt ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheides. 

2. Der Gesuchstellerin wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für 
die Dauer des Verfahrens ein unbegleitetes Besuchsrecht für die Toch-
ter C._____, geboren am tt.mm.2011, gewährt. Sie wird für berechtigt 
erklärt, die Tochter jedes zweite Wochenende von Samstag, 9.00 Uhr, 
bis Sonntag, 18.00 Uhr, sowie jeden Mittwochnachmittag ab Kindergar-
ten- resp. Schulschluss bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit 
sich auf Besuch zu nehmen. 

3. Die mit Verfügung vom 16. Dezember 2016 angeordnete Weisung, die 
Gesuchstellerin habe sich regelmässigen Urintests zu unterziehen, wird 
aufgehoben. 

4. Der Antrag des Gesuchsgegners auf Zuweisung der ehelichen Wohnung 
wird abgewiesen. 

5. Der Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieser Verfü-
gung wird dem Endentscheid vorbehalten. 

6. [Schriftliche Mitteilung.] 

7. [Rechtsmittel.] 

Berufungsanträge: 

der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2): 

"1. Es seien die Ziffern 1 bis 3 des Dispositivs der Verfügung vom 27. Juni 
2017 des Bezirksgerichts Winterthur aufzuheben [recte: Verfügung vom 
27. April 2017 des Bezirksgerichts Zürich]. 

2. Die mit Verfügung vom 13. März 2017 angeordnete Fremdplatzierung 
der Tochter C._____, geboren am tt.mm.2011, sei aufzuheben und die 
Tochter für die Dauer des Verfahrens unter die elterliche Obhut der Be-
rufungsklägerin zu stellen. 

3 Es sei der Gesuchsteller für die Dauer des Verfahrens für berechtigt zu 
erklären, die Tochter C._____, geboren am tt.mm.2011, jedes zweite 
Wochenende von Freitag, ab Schulschluss bis Sonntag, 18.00 Uhr, auf 
eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

- 3 - 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beru-
fungsbeklagten." 

Prozessualer Antrag der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2): 

"5. Der Berufungsklägerin sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilli-
gen und die unterzeichnende Anwältin sei ihr als unentgeltlicher Rechts-
beistand zu ernennen. 

6. Es seien die Akten des Verfahrens vor dem Bezirksgericht Zürich 
EE160184 beizuziehen." 

 
des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten (Urk. 11 S. 2): 
 

"Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen. 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu-
lasten der Berufungsklägerin." 

 
Prozessualer Antrag des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten (Urk. 11 S. 2): 

"Es sei die Berufungsklägerin zu verpflichten, dem Berufungsbeklagten einen Pro-
zesskostenbeitrag von einstweilen CHF 5'000.00 zu bezahlen. 

 Eventualiter sei dem Berufungsbeklagten die unentgeltliche Prozessführung zu ge-
währen und ihm in der Person der Unterzeichneten einen unentgeltlichen Rechts-
beistand zu bestellen." 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien sind verheiratet. Sie haben ein gemeinsames Kind namens  

C._____, geboren am tt.mm.2011. Die Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

(fortan Gesuchstellerin) hat ein weiteres (voreheliches) Kind namens D._____, 

geboren am tt.mm.2008 (Urk. 9/2 und Urk. 5/2). Der Berufungsbeklagte und Ge-

suchsgegner (fortan Gesuchsgegner) ist nicht dessen biologischer Vater (vgl. 

Urk. 9/2 Geburtsurkunde; Urk. 9/28/33-34 und Urk. 9/28/36). D._____ hat eine Au-

tismus-Spektrum Störung (vgl. Urk. 9/49 Rz. 16). Seit Ende März 2017 lebt er un-

ter der Woche im …-Haus E._____ [Ort] und am Wochenende bei der Gesuchstel-

lerin (Urk. 1 Rz. 36; Urk. 54 Rz. 15 und Urk. 9/50/1).  

2. Mit Beschluss vom 2. Juni 2016 übernahm die Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde (kurz KESB) der Stadt Zürich per 1. August 2016 die für C._____ 

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bislang von der KESB Bezirk Meilen geführte Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 

und 2 ZGB (Urk. 9/5/1; für D._____ siehe Urk. 9/5/2).  

3. Mit Eingabe vom 21. Juni 2016 reichte die Gesuchstellerin bei der Vorinstanz 

ein Eheschutzbegehren ein (Urk. 9/1 A und B). Betreffend den weiteren Verlauf 

des Verfahrens kann auf die diesbezüglichen Erwägungen im angefochtenen Ent-

scheid verwiesen werden (Urk. 2 E. I./1. ff.).  

 Mit Verfügung vom 16. Dezember 2016 erteilte die Vorinstanz unter anderem 

der Gesuchstellerin die Weisung, sich zweimal pro Woche einem Urintest zur 

Überprüfung eines allfälligen Drogenkonsums gemäss Anordnung des Beistands 

zu unterziehen. Daneben wurde eine KOFA-Intensivabklärung in Auftrag gegeben 

(Urk. 9/36). Am 7. März 2017 wurde die Gesuchstellerin beim erstmals durchge-

führten Urintest positiv auf Kokain getestet (vgl. Urk. 9/41). In der Folge ordnete 

die Vorinstanz mit Verfügung vom 13. März 2017 im Sinne einer superprovisori-

schen Massnahme die Unterbringung von C._____ unter Aufhebung des Aufent-

haltsbestimmungsrechts der Eltern in eine geeignete Institution an und beauftragte 

den Beistand, das einstweilige Besuchsrecht der Eltern zu regeln. Die Weisung 

gemäss Verfügung vom 16. Dezember 2016 bezüglich Urintests wurde einstweilen 

bis zum Entscheid über die vorsorglichen Massnahmen beibehalten (Urk. 9/43). 

Am 14. März 2017 wurde C._____ morgens im Kindergarten abgeholt und in das 

Kinderheim F._____ gebracht (vgl. Urk. 9/48 S. 2, Prot. I S. 10).  

 An der Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen vom 5. April 2017 

ersuchte die Gesuchstellerin (unter anderem) um Aufhebung der Anordnung be-

treffend Unterbringung von C._____ in einer geeigneten Institution sowie um Zu-

weisung der Obhut über C._____ (Urk. 9/43 S. 2). Der Gesuchsgegner ersuchte 

seinerseits (unter anderem) darum, dass ihm die alleinige Obhut zugewiesen wer-

de, sowie um Anordnung eines begleiteten Besuchsrechts für die Gesuchstellerin 

(Prot. I S. 14). Am 27. April 2017 erliess die Vorinstanz die eingangs wiedergege-

bene Verfügung betreffend vorsorgliche Massnahmen (Urk. 9/58 [begründete Fas-

sung] = Urk. 2; vgl. auch Urk. 9/56). 

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4. Mit Eingabe vom 3. Juli 2017 (Urk. 1) erhob die Gesuchstellerin dagegen in-

nert Frist Berufung, wobei sie die eingangs angeführten Anträge stellte (Urk. 1 

S. 2). Die Berufungsantwort datiert vom 14. Juli 2017 (Urk. 11). Darin schloss der 

Gesuchsgegner auf Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungs-

folgen zulasten der Gesuchstellerin. Zudem ersuchte er um Zusprechung eines 

Prozesskostenbeitrags in der Höhe von Fr. 5'000.–, eventualiter um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 11 S. 2). Die weiteren Eingaben der Partei-

en wurden jeweils der Gegenpartei zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 15 und 

17B).  

5. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend nur insoweit eingegan-

gen, als dies für die Entscheidfindung notwendig ist. 

II. 

1. Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft nur im Umfang der Anträge 

(Art. 315 Abs. 1 ZPO). Die Dispositivziffer 4 der Verfügung wurde nicht angefoch-

ten. In diesem Umfang ist der vorinstanzliche Entscheid in Rechtskraft erwachsen, 

was vorzumerken ist. 

2. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über eine umfassende Überprüfungsbefugnis der Streitsache, 

d.h. über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliess-

lich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbegrün-

dung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanz-

liche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. 

an einem der genannten Mängel leidet (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 

5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetz-

lichen Begründungsanforderungen genügenden Weise beanstandet wird, braucht 

die Rechtsmittelinstanz nicht zu überprüfen. Das gilt zumindest solange, als ein 

Mangel nicht geradezu ins Auge springt (BGer 4A_258/2015 vom 21. Oktober 

2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 5). 

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3. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO können im Berufungsverfahren neue Tatsa-

chen und Beweismittel (Noven) nur noch berücksichtigt werden, wenn sie kumula-

tiv ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 

schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Dies gilt auch in Ver-

fahren betreffend Kinderbelange, bei denen nach Art. 296 ZPO der Sachverhalt 

von Amtes wegen zu erforschen ist. Unechte Noven, die bei zumutbarer Sorgfalt 

bereits vor erster Instanz hätten geltend gemacht werden können, können daher 

grundsätzlich nicht mehr vorgebracht werden, es sei denn, eine Partei rüge, die 

Vorinstanz habe eine bestimmte Tatsache in Verletzung der Untersuchungsmaxi-

me nicht beachtet (vgl. statt vieler OGer ZH LE150006 vom 4. März 2015, E. 4.1). 

III. 

1. Obhutszuteilung 

1.1. Erwägungen der Vorinstanz 

Die Vorinstanz erwog, zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht abschliessend beurteilt 

werden, ob die Gesuchstellerin wiederholt Drogen einnehme oder nicht. Sie habe 

anerkannt, dass sie am Freitag vor dem ersten Urintest harte Drogen konsumiert 

habe, obschon sie jeglichen Konsum zuvor stets bestritten habe. Ihre Behauptung, 

sie konsumiere nur punktuell Drogen, sei nicht belegt. Ebenso wenig ihre Behaup-

tung, ihr Sohn D._____ hätte an besagtem Wochenende nicht nach Hause ge-

durft, und sie hätte deshalb "nur" zur Entspannung Drogen konsumiert. Zwar sei 

der Gesuchstellerin zugute zu halten, dass die weiteren Drogentests negativ aus-

gefallen seien. Indes würden diese Ergebnisse nichts über ihren vorherigen Kon-

sum aussagen bzw. ob sie in dem Zeitraum davor regelmässig Drogen konsumiert 

habe. Immerhin dürfte der Gesuchstellerin bereits vor dem Urintest – mit dem sie 

jederzeit habe rechnen müssen – die Konsequenzen eines positiven Ergebnisses 

klar gewesen sein. Dessen ungeachtet habe sie Kokain konsumiert. Aus dem 

Schreiben der Ärzte (Urk. 9/50/2) gehe hervor, dass ihr Drogenkonsum bislang nur 

wenig besprochen worden sei. Damit könne auch aus dem Schreiben nicht abge-

leitet werden, wie das Konsumverhalten der Gesuchstellerin sei. Schliesslich lasse 

der Umstand, dass die Gesuchstellerin sich dagegen wehre, Kopfhaare für einen 

Drogentest abzugeben, zumindest Zweifel aufkommen. Dadurch könnte ein retro-

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spektiver Überblick über einen grossen Zeitraum ermöglicht und die Aussagen der 

Gesuchstellerin unter Umständen bestätigt werden. Dennoch weigere sie sich aus 

nicht nachvollziehbaren Gründen. Damit sei zur Zeit nicht nachvollziehbar, wie das 

Konsumverhalten der Gesuchstellerin in Bezug auf harte Drogen sei. Eine ab-

schliessende Beurteilung der Bedeutung des Kokainkonsums auf das Kindswohl 

könne folglich nicht durchgeführt werden. So oder so spreche Drogenkonsum, wie 

beträchtlich dieser auch immer sein möge, grundsätzlich für eine Obhutszuteilung 

an den nicht konsumierenden Elternteil.  

Für die Gesuchstellerin spreche, dass sie gemäss diversen aussenstehenden 

Personen verlässlich sei und die Zusammenarbeit mit ihr gut funktioniere. Das 

Umfeld der Gesuchstellerin könne indes nicht als stabil und genügend kindgerecht 

für eine Rückplatzierung bezeichnet werden. Die eingereichte Bestätigung der 

Ärzte belege, dass sie zu Beginn der Behandlung stark depressiv gewesen sei. Ihr 

jetziger Gesundheitszustand werde nicht thematisiert. Die Wohnung der Gesuch-

stellerin mache gemäss KOFA-Intensivabklärungsbericht zwar einen ordentlichen, 

aber schmutzigen Eindruck. Weiter gelinge der Gesuchstellerin das Einrichten  

eines kindgerechten Lebensumfeldes noch nicht gut und das Entwickeln eines 

kindgerechten Lebensstils in der Familie gelinge nur teilweise. Ihr Lebenspartner 

habe eine unbestrittene Drogenvergangenheit, wobei er im Sommer 2016 gar 

zehn Tage in einer psychiatrischen Klinik untergebracht gewesen sei. Gründe da-

für seien eine psychische Krise, viel Streit mit der Gesuchstellerin und drei Tage 

exzessiver Kokainkonsum gewesen. Es sei nicht belegt und könne nicht beurteilt 

werden, inwiefern sich ein solches Verhalten nicht wiederhole. Die behauptete 

Abstinenz seit dem 3. März 2017 sei ebenfalls nicht belegt. Auch stehe der Vor-

wurf im Raum, er versorge die Gesuchstellerin mit Kokain. Dies alles liege nicht im 

Kindswohl und spreche ebenfalls für eine Obhutszuteilung an den anderen Eltern-

teil.  

Der KOFA-Bericht schätze bei der Gesuchstellerin sowohl das Risiko für Kinds-

misshandlungen/-vernachlässigung als auch das "Risiko für die kindliche Entwick-

lung bei Kindern psychisch kranker Eltern" als hoch ein. Über diese Einschätzung 

dürfe nicht leichthin hinweggesehen werden.  

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Entsprechend könne dem Gesuch um Rückplatzierung nicht entsprochen werden, 

solange nicht feststehe, dass keine Kindswohlgefährdung vorliege. Eine Obhuts-

zuteilung mit Installierung einer sozialpädagogischen Familienbegleitung im Sinne 

einer vorsorglichen Massnahme erscheine dafür ungeeignet. Es könne davon 

ausgegangen werden, dass die Installation einige Zeit in Anspruch nehmen werde. 

Bis dahin könne den vorstehend dargelegten Umständen nicht entgegengewirkt 

werden. Darüber hinaus bestehe mit der Obhutszuteilung an den Gesuchsgegner 

die Möglichkeit, dass C._____ in einem stabilen und kindgerechten Umfeld wohne.  

Der Gesuchsgegner habe denn auch in der Zwischenzeit ein gut durchführbares 

und strukturiertes Betreuungsmodell aufzeigen können. Er gedenke, sein Arbeits-

pensum auf 80 % zu reduzieren, so dass er C._____ mindestens vormittags in 

den Kindergarten bringen könne. Das Schreiben seiner Arbeitgeberin belege, dass 

er bei der Einteilung seiner Arbeitszeit flexibel sei. Für die übrige Zeit würde sich 

die Grossmutter, seine Mutter, um C._____ kümmern. Der Gesuchsgegner wohne 

bei ihr und habe dort ein Zimmer. Auch C._____ würde dort wohnen und in einem 

eigenem Bett in seinem Zimmer schlafen. Die Obhutszuteilung an den Gesuchs-

gegner bedeute für C._____ zwar ein neues Umfeld und einen neuen Schulkreis. 

Der damit einhergehende Wohnortswechsel scheine verkraftbar und verhältnis-

mässig, zumal C._____ ohnehin im August 2017 in die erste Klasse – und damit in 

ein neues schulisches Umfeld – wechsle. Nachdem der Gesuchsgegner ein gut 

durchführbares und strukturiertes Betreuungsmodell aufgezeigt habe, seien die 

Voraussetzung für die Fremdplatzierung nicht mehr gegeben. Das Umfeld des 

Gesuchsgegners erscheine insgesamt und nach Abwägung sämtlicher Umstände 

und Argumente für die Bedürfnisse von C._____ als stabiler. Anzeichen für eine 

Erziehungsunfähigkeit lägen keine vor, auch der KOFA-Bericht komme zu keinem 

gegenteiligen Schluss. 

Folglich sei die Fremdplatzierung aufzuheben und C._____ im Sinne einer vor-

sorglichen Massnahme unter die elterliche Obhut des Gesuchsgegners zu stellen 

(Urk. 2 E. III./A.).  

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1.2. Vorbringen der Gesuchstellerin 

1.2.1. Die Gesuchstellerin moniert, entgegen der Vorinstanz könne durchaus ab-

schliessend beurteilt werden, ob die Gesuchstellerin wiederholt Drogen einnehme 

oder nicht. Sie erscheine regelmässig zur Urinabgabe und sämtliche Test seien 

mit Ausnahme des ersten Tests vom 7. März 2017 negativ ausgefallen. Wer täg-

lich harte Drogen konsumiere – wie es der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin 

vorwerfe –, könne nicht von einem Tag auf den anderen damit aufhören. Seit vier 

Monaten konsumiere die Gesuchstellerin nachweislich keine Drogen mehr. Sie sei 

nicht von harten Drogen abhängig. Entgegen der Vorinstanz könne offensichtlich 

abschliessend beurteilt werden, ob die Gesuchstellerin Drogen nehme oder nicht.  

Die über Monate abgegebenen negativen Tests würden von der Vorinstanz indes 

ignoriert, da sie nichts über das Konsumverhalten der Gesuchstellerin vor der In-

stallierung der Tests aussagen würden. Zur Beurteilung, ob die Gesuchstellerin 

das Kindswohl wahren könne, sei aber die Gegenwart und die Zukunft von Bedeu-

tung.  

Zwar könne der Entscheid vom 13. März 2017 [superprovisorischer Entzug des 

Aufenthaltsbestimmungsrechts und Anordnung der Fremdplatzierung, Urk. 9/43] 

noch teilweise nachvollzogen werden, zumal in diesem Zeitpunkt schwerwiegende 

Vorwürfe hinsichtlich eines täglichen Drogenkonsums und ein positiver Test vorge-

legen hätten. Indes seien zum Zeitpunkt der Entscheidfällung bereits mehrere wei-

tere Urintest durchgeführt worden, die allesamt negativ ausgefallen seien. Zu die-

sem Zeitpunkt sei damit klar gewesen, dass keine Sucht vorliege und die Gesuch-

stellerin ihr Verhalten im Griff habe.  

Auch habe die Gesuchstellerin bereits in ihrer Stellungnahme vom 19. April 2017 

ausgeführt, sie sei willig, Haarproben abzugeben, "im äussersten Fall vom Kopf". 

Die anderslautenden Ausführungen der Vorinstanz seien falsch und entsprächen 

nicht den Tatsachen.  

Weiter führe die Vorinstanz aus, ein Drogenkonsum spreche grundsätzlich für eine 

Obhutszuteilung an den nicht konsumierenden Elternteil. Eine solche Schlussfol-

gerung sei nicht nachvollziehbar, die verallgemeinerte Aussage entspreche nicht 

dem Kindswohl. Eine Zuteilung der Obhut an den Gesuchsgegner stelle zudem 

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eine massive Veränderung für C._____ dar, nachdem sie seit ihrer Geburt bis zur 

Fremdplatzierung unter der alleinigen Obhut der Gesuchstellerin gestanden sei. 

Ein in der Vergangenheit liegender punktueller Drogenkonsum, welcher nicht be-

wertet worden sei, da die Gesuchstellerin offensichtlich das Kindswohl habe wah-

ren können, könne nicht zu einem Obhutswechsel führen. 

1.2.2. Die Vorinstanz unterlasse es sodann, sich kritisch mit dem KOFA-Intensiv-

abklärungsbericht auseinanderzusetzen sowie auf die Ausführungen der Gesuch-

stellerin einzugehen. Zudem berücksichtige die Vorinstanz in diesem Zusammen-

hang nicht, dass diese Abklärungen mit dem positiven Urintest geendet hätten und 

die nachfolgenden negativen Urintests nicht berücksichtigt worden seien. Auf-

grund der Ergebnisse des positiven Drogentests sei eine durch bisherige Abklä-

rungen nicht gestützte Schlussfolgerung gezogen worden, welcher die Vorinstanz 

unkritisch gefolgt sei. Der KOFA-Intensivabklärungsbericht zeichne (unter Berück-

sichtigung der Ausführungen von Drittpersonen) ein positives Bild der Gesuchstel-

lerin und der Entwicklung von C._____. Das zeige, dass die Gesuchstellerin das 

Kindswohl wahren könne. Bei ihr handle es sich um eine Frau, die Hilfe suche, 

wenn diese benötigt werde, diese annehme und die (Kinds-)Bedürfnisse wahr-

nehme und sie vor ihre eigenen stelle. Die Schwierigkeiten mit dem Sohn seien 

auf seine Krankheit zurückzuführen. Die Tochter sei aufgeweckt, altersgemäss 

entwickelt, sozial integriert, habe Hobbys, Freunde, sei immer adäquat gekleidet 

und sauber. Die gleichen Erfahrungen hätten auch die Mitarbeiter des Kinder-

heims F._____ gemacht. Die Gesuchstellerin habe ihre Besuche von Monat zu 

Monat gesteigert. In sämtlichen Monatsberichten werde dargelegt, die Gesuchstel-

lerin sei stets freundlich und es scheine, dass sie sich wirklich für das Wohl von 

C._____ einsetze. Auch sei bei der Gesuchstellerin weder Missgunst gegenüber 

dem Gesuchsgegner noch Verärgerung beobachtet worden, wie es teilweise beim 

Gesuchsgegner anlässlich seiner Besuche vorgekommen sei.  

Der KOFA-Intensivabklärungsbericht werfe der Gesuchstellerin vor, die Entwick-

lung eines kindgerechten Lebensstils in der Familie gelinge ihr nur teilweise. Auf 

welche Grundlage sich diese Schlussfolgerung beziehe, sei nicht ersichtlich. Indes 

stütze sich die Vorinstanz blindlings darauf. Gleiches gelte hinsichtlich des Fazits, 

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dass sowohl das Risiko für Kindsmisshandlung / Kindsvernachlässigung als auch 

das Risiko für die kindliche Entwicklung bei Kinder psychisch kranker Eltern als 

hoch einzuschätzen sei. Die dazugehörigen Ausführungen/Begründung ignoriere 

die Vorinstanz. Auch das Zurückgreifen auf den Vorwurf einer schmutzigen Woh-

nung zeige, dass bei genauem Betrachten keine Gründe vorliegen würden, die 

ernsthaft darauf hindeuten würden, dass die Gesuchstellerin das Kindswohl nicht 

wahren könne. Der Vorwurf, die Entwicklung eines kindgerechten Lebensstils ge-

linge nur teilweise, werde nicht begründet und sei somit nicht nachvollziehbar.  

1.2.3. Zudem stehe der Lebenspartner der Gesuchstellerin zu Unrecht in der Kri-

tik. Er gehe einer geregelten Arbeit nach und besuche Therapiesitzungen, um wei-

terhin clean zu bleiben. Er habe in der Vergangenheit Drogen konsumiert, indes 

nie in Anwesenheit der Kinder. Er habe selbst eine Tochter, die am Wochenende 

bei ihm lebe und daher auch Zeit mit C._____ und der Gesuchstellerin verbringe. 

Er lebe nicht mit der Gesuchstellerin zusammen und stehe auch zu seiner Dro-

genvergangenheit. Zwar gebe es hin und wieder Auseinandersetzungen in der 

Beziehung der Gesuchstellerin mit ihrem Lebenspartner. Dies geschehe indes in 

vielen Beziehungen und stelle keine Kindswohlgefährdung dar, soweit die Konflikt- 

intensität im Rahmen bleibe. Der Lebenspartner unterstütze die Gesuchstellerin. 

C._____ freue sich nachweislich, ihn und seine Tochter zu sehen. Auch sei er be-

reit, per sofort freiwillig regelmässige Urintests inklusive Haarproben abzugeben.  

1.2.4. Die Vorinstanz hätte sodann überprüfen müssen, ob der "Gefährdung des 

Kindes" mit anderen Mitteln begegnet werden könne als mit einem Obhutsentzug. 

Dies sei deutlich zu bejahen. Der Gefahr einer Kindswohlgefährdung aufgrund des 

unterstellten Suchtproblems in Verbindung mit der psychischen Belastung könne 

mittels regelmässiger Urintests entgegengewirkt werden.  

1.2.5. Zudem lasse die Vorinstanz ausser Acht, dass das Kindswohl auch durch 

einen vermeidbaren Obhutswechsel gefährdet werden könne. Bei einem Obhuts-

wechsel müsste sich C._____ innert weniger Monate ein zweites Mal an ein neues 

Umfeld gewöhnen. Bei der Gesuchstellerin würde sie sich indes wieder in ihrem 

gewohnten Umfeld befinden (Urk. 1 Rz. 13 ff.).  

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1.3. Materielle Beurteilung 

1.3.1. Fremdplatzierung 

Die Vorinstanz hob die mit Verfügung vom 13. März 2017 angeordnete Unterbrin-

gung von C._____ im Kinderheim F._____ im angefochtenen Entscheid auf, 

nachdem sich diese Kindesschutzmassnahme als nicht mehr verhältnismässig 

erwiesen hatte. Die Aufhebung wird von der Gesuchstellerin denn auch nicht be-

anstandet und erweist sich auch angesichts der nachfolgenden Erwägungen 

(Ziff. III./1.3.2. ff.) als angemessen.  

Ins Leere geht damit bereits die Rüge der Gesuchstellerin, die Vorinstanz habe zu 

Unrecht die Prüfung unterlassen, ob der Gefährdung des Kindes mit anderen 

(wohl: milderen) Mitteln begegnet werden könne (Urk. 1 Rz. 45 i.V.m. Rz. 43). Für 

den Obhutsentzug gelten von Bundesrechts wegen die Prinzipien der Verhältnis-

mässigkeit und der Subsidiarität, setzt diese Kindesschutzmassnahme doch vor-

aus, dass der Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann 

(Art. 310 Abs. 1 ZGB; BGer 5P.147/2001 vom 30. August 2001, E. 4). Die Prüfung 

der Verhältnismässigkeit hatte damit im Rahmen des Entscheides hinsichtlich der 

Anordnung der Fremdplatzierung zu erfolgen. Wem die Obhut über C._____ letzt-

endlich für die Dauer des Verfahrens zuzuteilen ist, beurteilt sich indes nach den 

unter Ziff. III./1.3.2.1. aufgeführten Kriterien. 

1.3.2. Obhutszuteilung 

1.3.2.1. Im Rahmen des Eheschutzverfahrens gelten für die Zuteilung der Obhut 

grundsätzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtspre-

chung hat das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen Überlegungen, insbe-

sondere vor den Wünschen der Eltern. Vorab muss die Erziehungsfähigkeit der El-

tern geklärt werden. Ist diese bei beiden Elternteilen in gleichem Masse gegeben, 

sind vor allem Kleinkinder und grundschulpflichtige Kinder demjenigen Elternteil 

zuzuteilen, der die Möglichkeit hat und dazu bereit ist, sie persönlich zu betreuen. 

Erfüllen beide Elternteile diese Voraussetzung ungefähr in gleicher Weise, kann 

die Stabilität der örtlichen und familiären Verhältnisse ausschlaggebend sein. 

Schliesslich ist – je nach Alter der Kinder – ihrem eindeutigen Wunsch Rechnung 

zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, 

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namentlich die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen 

zusammenzuarbeiten, oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von ei-

ner persönlichen Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte (vgl. hierzu 

BGer 5A_115/2015 vom 1. September 2015, E. 5.1 m.H.). Indes ist auch zu be-

rücksichtigen, dass kurzfristige oder häufige Veränderungen das Wohl des Kindes 

zu beeinträchtigen vermögen.  

1.3.2.2. Verhältnisse bei der Gesuchstellerin 

a) Drogenkonsum 

Vorliegend wurde die Gesuchstellerin unbestrittenermassen am 7. März 2017 po-

sitiv auf Drogen (Kokain) getestet, woraufhin sie einen (punktuellen) Konsum am 

Freitag vor dem ersten Drogentest einräumte (vgl. Urk. 9/41 und 9/49 Rz. 5). Beru-

fungsweise bringt die Gesuchstellerin vor, dass sie seither (und damit seit vier 

Monaten) keine Drogen mehr konsumiert habe. Dazu reicht sie zwei Dokumente 

ins Recht, wonach die zweimal wöchentlich durchgeführten Drogentests im Zeit-

raum vom 5. Mai 2017 bis 4. Juli 2017 negativ ausgefallen sind (Urk. 5/4 und 

19/2). Dies ist der Gesuchstellerin durchaus zugute zu halten, sagt aber nichts 

über den Stand im heutigen Zeitpunkt aus, sind seither doch bereits wieder mehr 

als zwei Monate vergangen (vgl. auch Urk. 2 E. III./A./1.1., wonach die negativen 

Urintest nach Ansicht der Vorinstanz nichts über ihren bisherigen Konsum aussa-

gen würden). Auch beantwortet dies noch nicht die Frage, ob die Gesuchstellerin 

sich ihrer diesbezüglichen Problematik bewusst ist und ihr Verhalten tatsächlich – 

und nicht nur im Hinblick auf das Verfahren – im Griff hat. Denn auch gelegentli-

cher Kokainkonsum ist angesichts dessen (psychischen und physischen) Auswir-

kungen nicht zu unterschätzen. Eine Auseinandersetzung mit ihrem Konsumver-

halten fand bisher offenbar im Rahmen ihrer Therapie denn auch noch nicht statt 

(vgl. Urk. 9/50/2, wonach das Thema Drogen im Rahmen von Therapiesitzungen 

bisher nur "kursiv gestreift worden" sei).  

Offen bleibt auch, wie sich der Drogenkonsum der Gesuchstellerin in der Vergan-

genheit präsentierte. Es ist ihr zwar zuzustimmen, dass zur Beurteilung der Wah-

rung des Kindswohl vor allem die Gegenwart sowie die Zukunft relevant sind. Aus 

dem Verhalten in der Vergangenheit lassen sich jedoch durchaus Rückschlüsse 

- 14 - 

auf das Verhalten in der Gegenwart und Zukunft ziehen: In casu stritt die Gesuch-

stellerin einen Drogenkonsum zunächst vehement ab (Urk. 9/33 S. 3; Urk. 9/48 

S. 4; siehe auch Prot. I S. 21, wonach die Gesuchstellerin ihren Konsum auch vor 

Gericht noch abgestritten hatte). Nach dem positiven Urintest räumte sie schliess-

lich einen punktuellen Konsum ein und führte auch aus, den "Fehler" mehrmals 

gemacht zu haben (Prot. I S. 21).  

Eine (freiwillige) Abgabe einer Kopfhaarprobe bot sie mit Eingabe vom 19. April 

2017 nach dem positiven Drogentest tatsächlich für den äussersten Fall an 

(Urk. 9/54 Rz. 29; vgl. auch Urk. 9/49 Rz. 20), nachdem sie diese zuvor unter Ne-

gierung eines bisherigen Drogenkonsums verweigert hatte (vgl. Urk. 9/33 S. 3; vgl. 

auch Urk. 9/48 S. 13). Als Begründung brachte sie zunächst vor, sie habe "so we-

nig Haare auf dem Kopf" und das letzte Mal sei ihr ein grosses "Büschel" wegge-

nommen worden (Prot. I S. 24). Zu einem späteren Zeitpunkt brachte sie sodann 

vor, dass aufgrund jahrelangen Haarfärbens eine Haaranalyse nicht zuverlässig 

durchgeführt werden könne (Urk. 1 Rz. 16). Wenngleich letztere Begründung bei 

tatsächlichem Haarfärben wohl nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, so erscheint 

ihr Verhalten diesbezüglich doch widersprüchlich und lässt Raum für Zweifel. Trotz 

Angebots (Urk. 54 Rz. 29, wobei keine formelle Beweisofferte erfolgte) fand bis 

heute denn auch keine Abgabe statt.  

Fragen in Bezug auf ihr Verhältnis zu Drogen wirft ebenfalls der Umstand auf, 

dass die Gesuchstellerin trotz Kenntnis der Installierung von wöchentlichen Urin-

tests im Dezember 2016 (Urk. 9/36) im März 2017 Drogen konsumierte und damit 

leichtsinnig das Risiko eines positiven Drogentests mit seinen weitreichenden 

Konsequenzen einging. Das Argument, wonach der Drogenkonsum unbemerkt 

geblieben sei, da das Kindswohl immer gewahrt worden sei (Urk. 1 Rz. 17), greift 

zu kurz. Dies mag bis anhin glücklicherweise der Fall gewesen sein, indes kann 

eine zukünftige Gefährdung des Kindswohl bei anhaltender Drogenproblematik 

nicht ausgeschlossen werden.  

Insgesamt erweist sich das Verhalten der Gesuchstellerin in Bezug auf (harte) 

Drogen als widersprüchlich und zeugt (noch) nicht von einer tatsächlich erfolgten 

Einsicht. Die offenen Fragen hinsichtlich der nicht anerkannten und in der Thera-

pie angegangenen bisherigen Drogenproblematik und einer allfälligen (aktuellen) 

- 15 - 

Suchtproblematik bei der Gesuchstellerin begründen durchaus Vorbehalte bezüg-

lich ihrer Erziehungsfähigkeit.  

b) KOFA-Intensivabklärungsbericht 

aa) Der KOFA-Intensivabklärungsbericht vom 21. März 2017 (fortan Bericht) 

kommt im Hinblick auf die "Gesamteinschätzung/Beurteilung des Kindswohls" zum 

Schluss, dass das Kindswohl nur ungenügend gewährleistet sei. Die Negierung 

und massive Bagatellisierung ihrer Suchtproblematik würden kein gutes Licht auf 

die Gesuchstellerin werfen. Sie leiste einen grossen Aufwand, um ihr Suchtverhal-

ten zu vertuschen. "Auf dem Hintergrund ihrer depressiven Veranlagung, ihrer 

immer wieder aufkeimenden und unbehandelten Sucht und ihrer Beziehung zu 

Herrn G._____" sei dringender Handlungsbedarf indiziert (Urk. 9/48 S. 18). Die 

Erwägungen, die zu dieser Gesamteinschätzung führten, erweisen sich – auch 

angesichts des zuvor unter a) Ausgeführten – durchaus als nachvollziehbar.  

bb)  Was die Gesuchstellerin gegen den Bericht vorbringt, überzeugt nicht: Es ist 

ihr zwar insofern zuzustimmen, dass die bis Anfang Juli 2017 negativen Tester-

gebnisse (noch) nicht in die Beurteilung mit einfliessen konnten. Entgegen ihrer 

Auffassung war indes für die Beurteilung nicht nur das positive Testergebnis aus-

schlaggebend, vielmehr erfolgte die Einschätzung aufgrund einer Gesamtbetrach-

tung der Umstände. Berücksichtigt wurden auch die diversen (positiven) Rückmel-

dungen von Drittpersonen (vgl. Urk. 9/48 S. 13 ff.). Sodann wurde eine positive 

Entwicklung (der Gesuchstellerin) seit November 2016 sowie der gut funktionie-

rende Alltag der Familie und das unauffällige Verhalten von C._____ festgehalten 

(Urk. 9/48 S. 18). In negativer Hinsicht fiel insbesondere die unbestrittene Dro-

genvergangenheit des aktuellen Lebenspartners der Gesuchstellerin sowie des-

sen Einfluss auf sie ins Gewicht (vgl. auch Urk. 9/48 S. 7, wonach dieser bereits 

als junger Mann in Venezuela für sechs Monate für einen Kokain-Entzug in einer 

Klinik gewesen und im August 2016 nach einem dreitägigen exzessiven Drogen-

konsum, einer psychischen Krise und viel Streit mit der Gesuchstellerin für zehn 

Tage in der psychiatrischen Klinik … untergebracht gewesen sei; Urk. 9/48 S. 17). 

Des weiteren wurde der Gesuchstellerin ihre Suchtanfälligkeit (und ihr diesbezüg-

- 16 - 

liches Verhalten wie Negierung und Bagatellisierung) sowie ihre Depression zur 

Last gelegt (vgl. Urk. 9/48 S. 18).  

 Hinsichtlich des als hoch eingestuften Risikos für die kindliche Entwicklung 

auf der Basis der "Risikoeinschätzung bei Kindern psychisch kranker Eltern" wird 

entgegen der Auffassung der Gesuchstellerin nicht auf einen Zeitraum verwiesen, 

der ein Jahr her ist. Vielmehr stellt der Bericht auf die zum damaligen Zeitpunkt 

aktuelle Situation ab. Dass die akut depressive Phase ein Jahr her ist und sie ihre 

Depression nunmehr im Griff hat, mag zutreffen. Eine akute depressive Phase 

wird der Gesuchstellerin im Bericht indes auch nicht unterstellt. Der Bericht weist 

vielmehr (einzig) darauf hin, dass sich (in tatsächlicher Hinsicht) depressive Pha-

sen und Phasen mit erhöhter Suchtanfälligkeit mit gesunden vitalen Momenten 

abwechseln würden. Zudem scheine die im November 2016 begonnene Psycho-

therapie und die aktuelle Medikation (Antidepressiva) eine sehr positive Wirkung 

auf die persönliche Situation der Gesuchstellerin zu haben (Urk. 9/48 S. 18). The-

matisiert wird damit einzig ihre bestehende Depression. Dass keine (behand-

lungsbedürftige) Depression mehr vorliege, behauptet die Gesuchstellerin nicht 

(vgl. dazu auch Prot. I S. 23 und 28). Ebenfalls kann der Gesuchstellerin nicht ge-

folgt werden, wenn sie vorbringt, der positive Urintest stelle offensichtlich alles in 

Frage (Urk. 1 Rz. 38). Aus den Erwägungen unter Ziffer 16 des Berichts lässt sich 

schliessen, dass insgesamt von einer fragilen Situation auszugehen ist. Dieser 

Schluss drängt sich auch auf, wenn darin sodann unter "17. Gesamteinschätzung/ 

Beurteilung des Kindswohl" festgehalten wird, dass "auf dem Hintergrund ihrer 

depressiven Veranlagung, ihrer immer wieder aufkeimenden und unbehandelten 

Sucht und ihrer Beziehung zu Herrn G._____" dringender Handlungsbedarf indi-

ziert sei. Der positive Urintest zeige – so der Bericht im Weiteren –, dass sich die 

Suchtproblematik stärker manifestiere, als angenommen (Urk. 9/48 S. 18). Der 

positive Urintest unterstreicht damit gemäss Bericht einzig (aber immerhin) die 

vorhandene Suchtproblematik.  

 Mit Bezug auf das als ebenfalls hoch eingeschätzte Risiko für Kindsmiss-

handlungen/-vernachlässigungen ist Folgendes festzuhalten: Es mag zutreffen, 

dass D._____ nunmehr in einer geeigneten Institution platziert wurde, womit eine 

- 17 - 

grosse emotionale und organisatorische Entlastung der Gesuchstellerin einher-

geht (Urk. 1 Rz. 36). Ins Gewicht fällt aber gemäss Bericht auch die für längere 

Zeit ungelöste Besuchsregelung und der andauernde "Rosenkrieg", welche weite-

re Belastungsfaktoren für die Gesuchstellerin darstellen würden. Zudem sei der 

anhaltende Kokainkonsum ein bedeutender Risikofaktor für das Kindswohl und 

stelle die Steuerungsfähigkeit bzw. Fähigkeit zur Verantwortlichkeit gegenüber 

Kindern in Frage. Auch der Einfluss ihres Lebenspartners lasse angesichts seiner 

Drogenvergangenheit im Moment kein positives Szenarium zu (Urk. 9/48 S. 17). 

Nachdem mehrere Faktoren für die vorgenommene Einschätzung ausschlagge-

bend gewesen waren, ist damit nicht davon auszugehen, dass einzig aufgrund des 

Heimaufenthaltes von D._____ das Risiko nicht mehr als hoch einzuschätzen ist.  

 Nichts zu ändern vermögen sodann die Ausführungen der Gesuchstellerin im 

Zusammenhang mit ihrem Verhalten im Kinderheim F._____ (Urk. 1 Rz. 29 ff.). 

Auch der Bericht hält fest, dass die Gesuchstellerin von Drittpersonen als zuver-

lässig und pflichtbewusst wahrgenommen werde, die Zusammenarbeit mit ihr gut 

sei und sie den Kindern eine angemessene Tagesstruktur biete (Urk. 9/48 S. 18). 

Ausschlaggebend für die Gesamteinschätzung sind – wie bereits erwähnt – die 

Suchtproblematik (und ihr diesbezügliches Verhalten), der negative Einfluss ihres 

Lebenspartners sowie auch ihre bestehenden depressiven Episoden.  

cc) Inwiefern die Vorinstanz es schliesslich unterlassen haben soll, sich mit den 

Ausführungen der Gesuchstellerin in Bezug auf den Bericht auseinanderzusetzen 

(Urk. 1 Rz. 18), legt die Gesuchstellerin nicht substantiiert dar und ist nicht ersicht-

lich. 

c) Verschmutzte Wohnung 

Der Gesuchstellerin ist zuzustimmen, dass der Vorwurf der ordentlichen, aber ver-

schmutzten Wohnung in Bezug auf die Beurteilung des Kindswohles in der Tat für 

sich allein nicht ausschlaggebend sein kann (Urk. 1 Rz. 40). Dennoch ist dieser 

negativ ins Gewicht fallende Umstand im Zusammenhang mit der Würdigung der 

familiären Gesamtsituation durchaus zu berücksichtigen. 

 

- 18 - 

d) Lebenspartner der Gesuchstellerin 

Der aktuelle Lebenspartner der Gesuchstellerin hat eine unbestrittene Drogenver-

gangenheit (vgl. auch Urk. 9/48 S. 5). Erst im letzten Sommer 2016 sei er nach ei-

nem dreitägigen exzessiven Kokainkonsum für zehn Tage in der psychiatrischen 

Klinik … hospitalisiert gewesen (Urk. 9/48 S. 5; Urk. 2 E. III./A./2.1.). Zudem kon-

sumierte er gemäss Angaben der Gesuchstellerin mit ihr zusammen Kokain 

(Prot. I S. 26). Zwar wohnt er nicht mit der Gesuchstellerin zusammen, ist jedoch 

zwei- bis viermal pro Woche bei ihr (Prot. I S. 26). Angesichts dieser Umstände 

sowie der eigenen Suchtproblematik der Gesuchstellerin sind Vorbehalte bezüg-

lich der Wahrung des Kindswohls angebracht. Auch bleibt fraglich, ob angesichts 

der Problematiken von genügend stabilen familiären Verhältnissen ausgegangen 

werden kann. Die Gesuchstellerin bringt berufungsweise zwar erneut vor, ihr Le-

benspartner sei "clean" und besuche weiterhin Therapiesitzungen. Allerdings 

bleibt es bei einer unbelegt gebliebenen Behauptung. Auch soll er per sofort of-

fenbar bereit sein, freiwillig regelmässige Urintests inklusive Haarproben abzuge-

ben (Urk. 1 Rz. 41). Eine tatsächliche Abgabe fand – wie auch bei der Gesuchstel-

lerin – bisher offenbar noch nicht statt. Zudem steht weiterhin der Vorwurf im 

Raum, er habe die Gesuchstellerin mit Kokain versorgt. Eine Bestreitung erfolgte 

bisher – soweit ersichtlich – nicht, was ebenfalls Fragen aufwirft (vgl. Urk. 49 

Rz. 19). Inwiefern die Beziehung der Gesuchstellerin zu ihrem Lebenspartner zur 

Zeit konfliktbehaftet ist (vgl. Urk. 1 Rz. 41), ist nicht geklärt. Der Bericht hält jeden-

falls als einen weiteren Grund (nebst dreitägigem Kokainkonsum und einer psy-

chischer Krise) für die Hospitalisierung in der psychiatrischen Klinik … im Sommer 

2016 "viel Streit" mit der Gesuchstellerin fest (Urk. 9/48 S. 5). Auch C._____ er-

klärte, dass die Gesuchstellerin und ihr Lebenspartner manchmal laut streiten 

würden, "dies fände sie nicht lässig"( Urk. 9/48 S. 6; siehe auch Urk. 1 Rz. 18).  

e) Zwischenfazit 

Nach dem Ausgeführten sind damit Vorbehalte hinsichtlich der Erziehungsfähig-

keit der Gesuchstellerin sowie der Stabilität der familiären Verhältnisse ange-

bracht.  

 

- 19 - 

1.3.2.3. Verhältnisse beim Gesuchsgegner 

Die Erwägungen der Vorinstanz hinsichtlich einer Obhutszuteilung an den Ge-

suchsgegner werden von der Gesuchstellerin nicht moniert und geben keinen An-

lass zu Beanstandungen. Anzeichen für eine Erziehungsunfähigkeit sind keine er-

sichtlich. Zudem hat der Gesuchsgegner die Möglichkeit und ist auch bereit, 

C._____ persönlich sowie unter Mithilfe seiner Mutter zu betreuen.  

1.3.3. Gesamtfazit 

Während sich bei der Gesuchstellerin angesichts der vorstehenden Erwägungen 

hinsichtlich der Erziehungsfähigkeit zum aktuellen Zeitpunkt Vorbehalte aufdrän-

gen, ist beim Gesuchsgegner von dessen Erziehungsfähigkeit auszugehen. Den 

bisherigen Betreuungsanteilen kommt sodann keine ausschlaggebende Bedeu-

tung zu, ist die Betreuung durch den Gesuchsgegner doch durch sein familiäres 

Umfeld einstweilen gewährleistet. Auch ist im jetzigen Zeitpunkt davon auszuge-

hen, dass der Gesuchsgegner C._____ stabilere Verhältnisse bieten kann als die 

Gesuchstellerin. C._____ hat zudem zu beiden Elternteilen ein gutes Verhältnis 

(vgl. Urk. 5/5 Blatt 21 ff., wonach C._____ sich gemäss Einschätzung der Mitarbei-

ter des Kinderheims F._____ jeweils zu freuen scheine, Zeit mit dem Gesuchs-

gegner zu verbringen und auch bei diesem zu übernachten).  

Es trifft zwar zu, dass eine Zuteilung der Obhut an den Gesuchsgegner für 

C._____ Veränderungen mit sich bringen wird (Urk. 1 Rz. 17 und 46). Nachdem 

C._____ seit nunmehr mehr als sechs Monaten im Kinderheim F._____ lebt, wird 

sie sich ohnehin wieder an ein neues Umfeld gewöhnen müssen, zumal sie im 

August 2017 bereits dort eingeschult worden ist (vgl. hierzu Urk. 2 E. III./A./4.2.). 

Zwar würde ihr die Gewöhnung an das bisherige Zuhause bei der Gesuchstellerin 

wohl leichter fallen; angesichts des guten Verhältnisses von C._____ zum Ge-

suchsgegner sowie ihres Alters erscheint indes eine Gewöhnung an das neue 

Umfeld beim Gesuchsgegner für C._____ durchaus als verkraftbar. Es ist damit 

diesbezüglich entgegen der Auffassung der Gesuchstellerin von keiner Kinds-

wohlgefährdung auszugehen. Von einer Obhutszuteilung an die Gesuchstellerin 

unter Fortführung der Urintests und Installation einer sozialpädagogischen Famili-

- 20 - 

enbegleitung ist daher abzusehen, zumal der Gesuchsgegner zum aktuellen Zeit-

punkt C._____ die besseren und stabileren Verhältnisse bieten kann.  

Damit teilte die Vorinstanz zu Recht dem Gesuchsgegner für die Dauer des Ver-

fahrens die alleinige Obhut zu. Die Berufung erweist sich als unbegründet und ist 

entsprechend abzuweisen. Wem die Obhut mittelfristig zuzuteilen sein wird, wird 

letztlich im Eheschutz-Hauptverfahren zu prüfen sein.  

2. Besuchsrecht 

2.1. Nachdem die Obhut über C._____ auch im Berufungsverfahren nicht der 

Gesuchstellerin zuzuteilen ist, besteht keine Veranlassung, dem Gesuchsgegner 

ein Besuchsrecht einzuräumen (vgl. Urk. 2 Rz. 49).  

2.2. Die Vorinstanz gewährte der Gesuchstellerin für die Dauer des Verfahrens 

ein Besuchsrecht für jedes zweite Wochenende von Samstag, 9.00 Uhr, bis Sonn-

tag, 18.00 Uhr. Sie erwog, dass damit auch gewährleistet sei, dass C._____ mit 

ihrem Halbbruder D._____ Zeit verbringen könne, mit dem sie aktenkundig ein gu-

tes Verhältnis habe. Zusätzlich erklärte die Vorinstanz die Gesuchstellerin für be-

rechtigt, C._____ jeden Mittwochnachmittag ab Kindergarten- resp. Schulschluss 

bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen 

(Urk. 2 E. III./B.). 

2.3. Die Gesuchstellerin stellt keinen Eventualantrag um Abänderung des Be-

suchsrechts für den Fall, dass keine Zuteilung der Obhut an sie erfolgt. Das von 

der Vorinstanz der Gesuchstellerin gewährte Besuchsrecht erweist sich denn auch 

als angemessen, insbesondere auch unter dem bereits erwähnten Aspekt, dass 

C._____ Zeit mit ihrem Halbbruder D._____ verbringen kann. Damit bleibt es bei 

dem von der Vorinstanz angeordneten Besuchsrecht.  

3. Fazit 

Zusammengefasst erweist sich die Berufung als unbegründet. Entsprechend ist 

sie abzuweisen und der angefochtene vorinstanzliche Entscheid ist zu bestätigen 

(Art. 318 Abs. 1 ZPO). 

- 21 - 

IV. 

1. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.1. Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 104 Abs. 3 ZPO den Entscheid 

über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Endentscheid vorbehalten 

(Urk. 2 Disp. Ziff. 5). Diesbezüglich gilt es keine Anordnungen zu treffen. 

1.2. Die Höhe der Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren richtet sich nach 

§ 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 2, § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b der Ge-

bührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG). Unter 

Berücksichtigung des tatsächlichen Streitinteresses, des Zeitaufwands des Ge-

richts und der Schwierigkeit des Falles erscheint eine Gerichtsgebühr von 

Fr. 3'000.– als angemessen.  

1.3. Gemäss ständiger Praxis des Obergerichts sind die Kosten des Verfahrens 

in Bezug auf Kinderbelange – unabhängig vom Ausgang – den Parteien hälftig 

aufzuerlegen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen, wenn die Parteien 

unter dem Gesichtspunkt des Kindesinteresses gute Gründe zur Antragsstellung 

hatten (OGer ZH LE110067 vom 13.04.2012, E. II/8; ZR 84 Nr. 41; OGer ZH 

LE140047 vom 21.01.2015, E. IV/2). Dies war vorliegend der Fall. Es rechtfertigt 

sich daher für das Berufungsverfahren eine hälftige Kostenaufteilung und ein 

Wettschlagen der Parteientschädigungen. 

2. Prozesskostenbeitrag/Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

2.1. Die Gesuchstellerin hat für das Berufungsverfahren ein Armenrechtsgesuch 

gestellt (Urk. 1 S. 2 und Rz. 50). Der Gesuchsgegner hat um Zusprechung eines 

Prozesskostenbeitrags in der Höhe von Fr. 5'000.–, eventualiter um Gewährung 

der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht (Urk. 11 S. 2 und Rz. 10 ff.).  

2.2. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspfle-

ge, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbe-

gehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte 

notwendig ist, insbesondere wenn die Gegenpartei anwaltlich vertreten ist, besteht 

darüber hinaus ein Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung (Art. 118 Abs. 1 

- 22 - 

lit. c ZPO). Die unentgeltliche Rechtspflege befreit nicht von der Bezahlung einer 

Parteientschädigung an die Gegenpartei (Art. 118 Abs. 3 ZPO). Hervorzuheben ist 

jedoch, dass die aus der ehelichen Beistandspflicht fliessende Pflicht zur Bevor-

schussung der Prozesskosten des anderen Ehegatten der unentgeltlichen 

Rechtspflege vorgeht (BGE 138 III 672 E. 4.2.1; BGer 5D_83/2015 vom 6. Januar 

2016, E. 2.1). Einem bedürftigen Ehegatten kann somit die unentgeltliche Rechts-

pflege nur bewilligt werden, wenn der andere Ehegatte nicht in der Lage ist, einen 

Prozesskostenvorschuss zu bezahlen.  

2.3. Die Gesuchstellerin begründet ihr Armenrechtsgesuch damit, dass sie über 

ein Einkommen von insgesamt Fr. 1'250.– verfüge. Ihren Bedarf beziffert sie auf 

insgesamt Fr. 3'908.– (recte: Fr. 3'508.–; vgl. Urk. 1 Rz. 52 f.). Zwar ist der geltend 

gemachte Mietzins ihrem Bedarf nicht anzurechnen, da dieser vom Gesuchsgeg-

ner bezahlt wird (vgl. Urk. 11 Rz. 10 und Urk. 13/3). Fraglich ist auch, ob der gel-

tend gemachte Grundbetrag von Fr. 400.– für den Sohn D._____ im Bedarf anzu-

rechnen ist, zumal D._____ unter der Woche im …-Haus E._____ und nur am 

Wochenende im Haushalt der Gesuchstellerin lebt (vgl. Ziff. II./4. des Kreisschrei-

bens des Obergerichtes des Kantons Zürich für die Berechnung des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009, wonach für den Unter-

halt im gleichen Haushalt lebender Kinder im Alter bis zu 10 Jahren ein Grundbe-

trag von Fr. 400.– anzurechnen sei). Entsprechende Kosten, die mit diesem Be-

trag abgedeckt werden sollen, fallen vorliegend unter der Woche nicht an. Dies 

kann indes letztlich offenbleiben, denn die Mittellosigkeit ist angesichts des im Be-

darf anzurechnenden Grundbetrags von Fr. 1'350.– und des ausgewiesenen Ein-

kommens von Fr. 1'250.– monatlich (vgl. Urk. 5/6-7) offenkundig. Dass sie über 

kein Vermögen verfügt (Urk. 1 Rz. 54), ist ebenfalls glaubhaft. Sodann kann nicht 

gesagt werden, dass ihr Standpunkt im Berufungsverfahren aussichtslos und sie 

nicht auf rechtlichen Beistand angewiesen gewesen wäre. Damit ist ihr für das Be-

rufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es ist ihr 

Rechtsanwältin lic. iur. X._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen. 

2.4. Ein Prozesskostenbeitrag an den Gesuchsgegner kann daher mangels Leis-

tungsfähigkeit der Gesuchstellerin nicht zugesprochen werden. 

- 23 - 

2.5. Mit Blick auf die Einkommens- und Bedarfsverhältnisse kann auch von der 

Mittellosigkeit des Gesuchsgegners ausgegangen werden (Urk. 11 Rz. 10 ff. und 

Urk. 13/1-4). Sodann kann ebenfalls nicht gesagt werden, dass sein Standpunkt 

im Berufungsverfahren aussichtslos war. Überdies war er auf anwaltlichen Bei-

stand angewiesen. Damit ist auch ihm für das Berufungsverfahren die unentgeltli-

che Rechtspflege zu gewähren und es ist ihm Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ als 

unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen. 

2.6. Damit ist beiden Parteien im Berufungsverfahren je die unentgeltliche Pro-

zessführung und Rechtsvertretung zu gewähren. Die Gerichtskostenanteile sind 

entsprechend einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Nachzahlungs-

pflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffer 4 der Verfügung des Einzelge-

richts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, 

vom 27. April 2017 in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Der Gesuchstellerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

3. Dem Gesuchsgegner wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

4. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen und die Dispositivziffern 1 bis 3 der Verfü-

gung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zü-

rich, 5. Abteilung, vom 27. April 2017 werden bestätigt. 

- 24 - 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht 

gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

5. Der Antrag des Gesuchsgegners um Verpflichtung der Gesuchstellerin zur 

Bezahlung eines Prozesskostenbeitrages für das Berufungsverfahren wird 

abgewiesen. 

6. Schriftliche Mitteilung an  

− die Parteien  

− die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich  

− den Beistand von C._____ (Herr H._____, Sozialzentrum …) 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich 

− die Vorinstanz  

− die Obergerichtskasse 

je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 

Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG über vorsorgliche Massnahmen im 
Sinne von Art. 98 BGG. Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegen-
heit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

- 25 - 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 13. Oktober 2017 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Faoro 
 
 
versandt am: 
bz 

	Beschluss und Urteil vom 13. Oktober 2017
	Rechtsbegehren: (vgl. die angefochtene Verfügung, Urk. 2 S. 2)
	Verfügung des Bezirksgerichtes Zürich, 5. Abteilung - Einzelgericht, vom 27. April 2017: (Urk. 2 S. 18 f.)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft nur im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Die Dispositivziffer 4 der Verfügung wurde nicht angefochten. In diesem Umfang ist der vorinstanzliche Entscheid in Rechtskraft erwachsen, was vorzume...
	2. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über eine umfassende Überprüfungsbefugnis der Streitsache, d.h. über unbeschränkte K...

	1. Obhutszuteilung
	1.1. Erwägungen der Vorinstanz
	Die Vorinstanz erwog, zum jetzigen Zeitpunkt könne nicht abschliessend beurteilt werden, ob die Gesuchstellerin wiederholt Drogen einnehme oder nicht. Sie habe anerkannt, dass sie am Freitag vor dem ersten Urintest harte Drogen konsumiert habe, obscho...
	Für die Gesuchstellerin spreche, dass sie gemäss diversen aussenstehenden Personen verlässlich sei und die Zusammenarbeit mit ihr gut funktioniere. Das Umfeld der Gesuchstellerin könne indes nicht als stabil und genügend kindgerecht für eine Rückplatz...
	Der KOFA-Bericht schätze bei der Gesuchstellerin sowohl das Risiko für Kindsmisshandlungen/-vernachlässigung als auch das "Risiko für die kindliche Entwicklung bei Kindern psychisch kranker Eltern" als hoch ein. Über diese Einschätzung dürfe nicht lei...
	Entsprechend könne dem Gesuch um Rückplatzierung nicht entsprochen werden, solange nicht feststehe, dass keine Kindswohlgefährdung vorliege. Eine Obhutszuteilung mit Installierung einer sozialpädagogischen Familienbegleitung im Sinne einer vorsorglich...
	Der Gesuchsgegner habe denn auch in der Zwischenzeit ein gut durchführbares und strukturiertes Betreuungsmodell aufzeigen können. Er gedenke, sein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren, so dass er C._____ mindestens vormittags in den Kindergarten bring...
	Folglich sei die Fremdplatzierung aufzuheben und C._____ im Sinne einer vorsorglichen Massnahme unter die elterliche Obhut des Gesuchsgegners zu stellen (Urk. 2 E. III./A.).
	1.2. Vorbringen der Gesuchstellerin
	1.2.1. Die Gesuchstellerin moniert, entgegen der Vorinstanz könne durchaus abschliessend beurteilt werden, ob die Gesuchstellerin wiederholt Drogen einnehme oder nicht. Sie erscheine regelmässig zur Urinabgabe und sämtliche Test seien mit Ausnahme des...
	Die über Monate abgegebenen negativen Tests würden von der Vorinstanz indes ignoriert, da sie nichts über das Konsumverhalten der Gesuchstellerin vor der Installierung der Tests aussagen würden. Zur Beurteilung, ob die Gesuchstellerin das Kindswohl wa...
	Zwar könne der Entscheid vom 13. März 2017 [superprovisorischer Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Anordnung der Fremdplatzierung, Urk. 9/43] noch teilweise nachvollzogen werden, zumal in diesem Zeitpunkt schwerwiegende Vorwürfe hinsichtlich ...
	Auch habe die Gesuchstellerin bereits in ihrer Stellungnahme vom 19. April 2017 ausgeführt, sie sei willig, Haarproben abzugeben, "im äussersten Fall vom Kopf". Die anderslautenden Ausführungen der Vorinstanz seien falsch und entsprächen nicht den Tat...
	Weiter führe die Vorinstanz aus, ein Drogenkonsum spreche grundsätzlich für eine Obhutszuteilung an den nicht konsumierenden Elternteil. Eine solche Schlussfolgerung sei nicht nachvollziehbar, die verallgemeinerte Aussage entspreche nicht dem Kindswoh...
	1.2.2. Die Vorinstanz unterlasse es sodann, sich kritisch mit dem KOFA-Intensivabklärungsbericht auseinanderzusetzen sowie auf die Ausführungen der Gesuchstellerin einzugehen. Zudem berücksichtige die Vorinstanz in diesem Zusammenhang nicht, dass d...
	Der KOFA-Intensivabklärungsbericht werfe der Gesuchstellerin vor, die Entwicklung eines kindgerechten Lebensstils in der Familie gelinge ihr nur teilweise. Auf welche Grundlage sich diese Schlussfolgerung beziehe, sei nicht ersichtlich. Indes stütze s...
	1.2.3. Zudem stehe der Lebenspartner der Gesuchstellerin zu Unrecht in der Kritik. Er gehe einer geregelten Arbeit nach und besuche Therapiesitzungen, um weiterhin clean zu bleiben. Er habe in der Vergangenheit Drogen konsumiert, indes nie in Anwesenh...
	1.2.4. Die Vorinstanz hätte sodann überprüfen müssen, ob der "Gefährdung des Kindes" mit anderen Mitteln begegnet werden könne als mit einem Obhutsentzug. Dies sei deutlich zu bejahen. Der Gefahr einer Kindswohlgefährdung aufgrund des unterstellten Su...
	1.2.5. Zudem lasse die Vorinstanz ausser Acht, dass das Kindswohl auch durch einen vermeidbaren Obhutswechsel gefährdet werden könne. Bei einem Obhutswechsel müsste sich C._____ innert weniger Monate ein zweites Mal an ein neues Umfeld gewöhnen. Bei d...
	1.3. Materielle Beurteilung
	1.3.1. Fremdplatzierung
	Die Vorinstanz hob die mit Verfügung vom 13. März 2017 angeordnete Unterbringung von C._____ im Kinderheim F._____ im angefochtenen Entscheid auf, nachdem sich diese Kindesschutzmassnahme als nicht mehr verhältnismässig erwiesen hatte. Die Aufhebung w...
	Ins Leere geht damit bereits die Rüge der Gesuchstellerin, die Vorinstanz habe zu Unrecht die Prüfung unterlassen, ob der Gefährdung des Kindes mit anderen (wohl: milderen) Mitteln begegnet werden könne (Urk. 1 Rz. 45 i.V.m. Rz. 43). Für den Obhutsent...
	1.3.2. Obhutszuteilung
	1.3.2.1. Im Rahmen des Eheschutzverfahrens gelten für die Zuteilung der Obhut grundsätzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtsprechung hat das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen Überlegungen, insbesondere vor den Wüns...
	1.3.2.2. Verhältnisse bei der Gesuchstellerin
	a) Drogenkonsum
	Vorliegend wurde die Gesuchstellerin unbestrittenermassen am 7. März 2017 positiv auf Drogen (Kokain) getestet, woraufhin sie einen (punktuellen) Konsum am Freitag vor dem ersten Drogentest einräumte (vgl. Urk. 9/41 und 9/49 Rz. 5). Berufungsweise bri...
	Offen bleibt auch, wie sich der Drogenkonsum der Gesuchstellerin in der Vergangenheit präsentierte. Es ist ihr zwar zuzustimmen, dass zur Beurteilung der Wahrung des Kindswohl vor allem die Gegenwart sowie die Zukunft relevant sind. Aus dem Verhalten ...
	Eine (freiwillige) Abgabe einer Kopfhaarprobe bot sie mit Eingabe vom 19. April 2017 nach dem positiven Drogentest tatsächlich für den äussersten Fall an (Urk. 9/54 Rz. 29; vgl. auch Urk. 9/49 Rz. 20), nachdem sie diese zuvor unter Negierung eines bis...
	Fragen in Bezug auf ihr Verhältnis zu Drogen wirft ebenfalls der Umstand auf, dass die Gesuchstellerin trotz Kenntnis der Installierung von wöchentlichen Urintests im Dezember 2016 (Urk. 9/36) im März 2017 Drogen konsumierte und damit leichtsinnig das...
	Insgesamt erweist sich das Verhalten der Gesuchstellerin in Bezug auf (harte) Drogen als widersprüchlich und zeugt (noch) nicht von einer tatsächlich erfolgten Einsicht. Die offenen Fragen hinsichtlich der nicht anerkannten und in der Therapie angegan...
	b) KOFA-Intensivabklärungsbericht
	aa) Der KOFA-Intensivabklärungsbericht vom 21. März 2017 (fortan Bericht) kommt im Hinblick auf die "Gesamteinschätzung/Beurteilung des Kindswohls" zum Schluss, dass das Kindswohl nur ungenügend gewährleistet sei. Die Negierung und massive Bagatellisi...
	bb)  Was die Gesuchstellerin gegen den Bericht vorbringt, überzeugt nicht: Es ist ihr zwar insofern zuzustimmen, dass die bis Anfang Juli 2017 negativen Testergebnisse (noch) nicht in die Beurteilung mit einfliessen konnten. Entgegen ihrer Auffassung ...
	Hinsichtlich des als hoch eingestuften Risikos für die kindliche Entwicklung auf der Basis der "Risikoeinschätzung bei Kindern psychisch kranker Eltern" wird entgegen der Auffassung der Gesuchstellerin nicht auf einen Zeitraum verwiesen, der ein Jahr...
	Mit Bezug auf das als ebenfalls hoch eingeschätzte Risiko für Kindsmisshandlungen/-vernachlässigungen ist Folgendes festzuhalten: Es mag zutreffen, dass D._____ nunmehr in einer geeigneten Institution platziert wurde, womit eine grosse emotionale und...
	Nichts zu ändern vermögen sodann die Ausführungen der Gesuchstellerin im Zusammenhang mit ihrem Verhalten im Kinderheim F._____ (Urk. 1 Rz. 29 ff.). Auch der Bericht hält fest, dass die Gesuchstellerin von Drittpersonen als zuverlässig und pflichtbew...
	cc) Inwiefern die Vorinstanz es schliesslich unterlassen haben soll, sich mit den Ausführungen der Gesuchstellerin in Bezug auf den Bericht auseinanderzusetzen (Urk. 1 Rz. 18), legt die Gesuchstellerin nicht substantiiert dar und ist nicht ersichtlich.
	c) Verschmutzte Wohnung
	Der Gesuchstellerin ist zuzustimmen, dass der Vorwurf der ordentlichen, aber verschmutzten Wohnung in Bezug auf die Beurteilung des Kindswohles in der Tat für sich allein nicht ausschlaggebend sein kann (Urk. 1 Rz. 40). Dennoch ist dieser negativ ins ...
	d) Lebenspartner der Gesuchstellerin
	Der aktuelle Lebenspartner der Gesuchstellerin hat eine unbestrittene Drogenvergangenheit (vgl. auch Urk. 9/48 S. 5). Erst im letzten Sommer 2016 sei er nach einem dreitägigen exzessiven Kokainkonsum für zehn Tage in der psychiatrischen Klinik … hospi...
	e) Zwischenfazit
	Nach dem Ausgeführten sind damit Vorbehalte hinsichtlich der Erziehungsfähigkeit der Gesuchstellerin sowie der Stabilität der familiären Verhältnisse angebracht.
	1.3.2.3. Verhältnisse beim Gesuchsgegner
	Die Erwägungen der Vorinstanz hinsichtlich einer Obhutszuteilung an den Gesuchsgegner werden von der Gesuchstellerin nicht moniert und geben keinen Anlass zu Beanstandungen. Anzeichen für eine Erziehungsunfähigkeit sind keine ersichtlich. Zudem hat de...
	1.3.3. Gesamtfazit
	Während sich bei der Gesuchstellerin angesichts der vorstehenden Erwägungen hinsichtlich der Erziehungsfähigkeit zum aktuellen Zeitpunkt Vorbehalte aufdrängen, ist beim Gesuchsgegner von dessen Erziehungsfähigkeit auszugehen. Den bisherigen Betreuungs...
	Es trifft zwar zu, dass eine Zuteilung der Obhut an den Gesuchsgegner für C._____ Veränderungen mit sich bringen wird (Urk. 1 Rz. 17 und 46). Nachdem C._____ seit nunmehr mehr als sechs Monaten im Kinderheim F._____ lebt, wird sie sich ohnehin wieder ...
	Damit teilte die Vorinstanz zu Recht dem Gesuchsgegner für die Dauer des Verfahrens die alleinige Obhut zu. Die Berufung erweist sich als unbegründet und ist entsprechend abzuweisen. Wem die Obhut mittelfristig zuzuteilen sein wird, wird letztlich im ...

	2. Besuchsrecht
	2.1. Nachdem die Obhut über C._____ auch im Berufungsverfahren nicht der Gesuchstellerin zuzuteilen ist, besteht keine Veranlassung, dem Gesuchsgegner ein Besuchsrecht einzuräumen (vgl. Urk. 2 Rz. 49).
	2.2. Die Vorinstanz gewährte der Gesuchstellerin für die Dauer des Verfahrens ein Besuchsrecht für jedes zweite Wochenende von Samstag, 9.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr. Sie erwog, dass damit auch gewährleistet sei, dass C._____ mit ihrem Halbbruder D...
	2.3. Die Gesuchstellerin stellt keinen Eventualantrag um Abänderung des Besuchsrechts für den Fall, dass keine Zuteilung der Obhut an sie erfolgt. Das von der Vorinstanz der Gesuchstellerin gewährte Besuchsrecht erweist sich denn auch als angemessen, ...

	3. Fazit
	Zusammengefasst erweist sich die Berufung als unbegründet. Entsprechend ist sie abzuweisen und der angefochtene vorinstanzliche Entscheid ist zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 ZPO).

	1. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1.1. Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 104 Abs. 3 ZPO den Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Endentscheid vorbehalten (Urk. 2 Disp. Ziff. 5). Diesbezüglich gilt es keine Anordnungen zu treffen.
	1.2. Die Höhe der Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren richtet sich nach § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 2, § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 lit. b der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG). Unter Berücksichtigung des...
	1.3. Gemäss ständiger Praxis des Obergerichts sind die Kosten des Verfahrens in Bezug auf Kinderbelange – unabhängig vom Ausgang – den Parteien hälftig aufzuerlegen und die Parteientschädigungen wettzuschlagen, wenn die Parteien unter dem Gesichtspunk...

	2. Prozesskostenbeitrag/Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
	2.1. Die Gesuchstellerin hat für das Berufungsverfahren ein Armenrechtsgesuch gestellt (Urk. 1 S. 2 und Rz. 50). Der Gesuchsgegner hat um Zusprechung eines Prozesskostenbeitrags in der Höhe von Fr. 5'000.–, eventualiter um Gewährung der unentgeltliche...
	2.2. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ...
	2.3. Die Gesuchstellerin begründet ihr Armenrechtsgesuch damit, dass sie über ein Einkommen von insgesamt Fr. 1'250.– verfüge. Ihren Bedarf beziffert sie auf insgesamt Fr. 3'908.– (recte: Fr. 3'508.–; vgl. Urk. 1 Rz. 52 f.). Zwar ist der geltend gemac...
	2.4. Ein Prozesskostenbeitrag an den Gesuchsgegner kann daher mangels Leistungsfähigkeit der Gesuchstellerin nicht zugesprochen werden.
	2.5. Mit Blick auf die Einkommens- und Bedarfsverhältnisse kann auch von der Mittellosigkeit des Gesuchsgegners ausgegangen werden (Urk. 11 Rz. 10 ff. und Urk. 13/1-4). Sodann kann ebenfalls nicht gesagt werden, dass sein Standpunkt im Berufungsverfah...
	2.6. Damit ist beiden Parteien im Berufungsverfahren je die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung zu gewähren. Die Gerichtskostenanteile sind entsprechend einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 12...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffer 4 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 27. April 2017 in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Der Gesuchstellerin wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	3. Dem Gesuchsgegner wird für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	4. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen und die Dispositivziffern 1 bis 3 der Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 27. April 2017 werden bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vo...
	4. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Der Antrag des Gesuchsgegners um Verpflichtung der Gesuchstellerin zur Bezahlung eines Prozesskostenbeitrages für das Berufungsverfahren wird abgewiesen.
	6. Schriftliche Mitteilung an
	 die Parteien
	 die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich
	 den Beistand von C._____ (Herr H._____, Sozialzentrum …)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 die Obergerichtskasse

	je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...