# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 909c9c98-d047-56f8-b6b4-fb3431734de7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.11.2011 RE110011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RE110011_2011-11-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RE110011-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter Dr. G. Pfister 

und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

C. Heuberger 

Beschluss vom 10. November 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Revisionskläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____,  
Revisionsbeklagte und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,  

 

betreffend Eheschutz (Revision) etc. 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 27. September 2011 (BR110002) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit Eingabe vom 4. September 2011 reichte der Revisionskläger und Be-

schwerdeführer (fortan: Revisionskläger) bei der Vorinstanz ein Revisionsgesuch 

betreffend einen Eheschutzentscheid vom 13. März 2006 ein (Urk. 1; vgl. auch 

Urk. 2 und 3/1). Mit Verfügung vom 27. September 2011 trat die Vorinstanz darauf 

– wegen offensichtlicher Unzulässigkeit zufolge Fristversäumnisses bzw. fehlen-

den Antrages – nicht ein (Urk. 7). 

1.2. Hiegegen – bzw. gegen die "Verfügung C._____ vom 27.10.11" (recte 

27.09.11) – hat der Revisionskläger mit rechtzeitiger Eingabe vom 7. Oktober 

2011 (Poststempel vom 8. Oktober 2011) Beschwerde an die Kammer erhoben, 

mit welcher er folgende Anträge stellt (Urk. 6): 

"Antrag: Aufsichtsverfahren gegen die Richter: D._____, E._____, C._____, F._____ am BG 
Bülach 
Antrag: Nicht Anerkennung und Aufhebung der Eheschutzverfügung betreffend rechtswidrig 
vorgenommener güterrechtlichen Auseinandersetzung (Teil-Scheidung das ins Hauptverfah-
ren der Scheidung und nicht plötzlich und überraschend in ein Eheschutzverfahren gehört) im 
Verfahren über vorsorgliche Massnahmen 
Antrag auf Schadenersatz aus Beamtenhaftung gegen D._____, E._____, C._____ und F._____ 
Antrag auf Verlegung des Scheidungsverfahrens nach Zürich" 

1.3. In einer nachträglichen Eingabe vom 17. Oktober 2011 hält der Revisions-

kläger im Wesentlichen an seinen Anträgen vom 7. Oktober 2011 – insbesondere 

daran, dass er ein Aufsichts- und nicht ein Ausstandsverfahren anstrebe – fest 

(Urk. 10 S. 1). Weitere Anträge stellt er nicht ausdrücklich (Urk. 10, insb. S. 3 letz-

ter Absatz). 

2. Prozessuales 

2.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-

berger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 

2010, N 15 zu Art. 321 ZPO), d.h. die Beschwerde führende Partei hat im Einzel-

- 3 - 

nen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensicht-

lich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer 

Ansicht nach leidet. Was nicht gerügt wird, hat Bestand. Neue Anträge, neue Tat-

sachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausgeschlossen (Art. 326 

Abs. 1 ZPO). 

3. Vorbringen des Revisionsklägers 

3.1. Die vom Revisionskläger angestrebte Aufsichtsbeschwerde gegen vier Rich-

ter/innen des Bezirksgerichts Bülach ist nicht im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren, sondern bei der Verwaltungskommission des Obergerichts einzureichen 

(§ 82 Abs. 1 des Gesetzes über die Gerichts- und Behördenorganisation im Zivil- 

und Strafprozess (GOG); § 18 lit. k Ziff. 1 der Verordnung über die Organisation 

des Obergerichts). Entsprechend ist darauf nicht einzutreten (Art. 59 ZPO). Eine 

Überweisung von Amtes wegen findet nicht statt (vgl. Art. 63 ZPO). 

Um dem Revisionskläger Anlass für Vorwürfe an die Verwaltungskommission in 

der Art derjenigen, die er gegen die Vorinstanz erhebt ("C._____ geht einfach 

über alles hinweg und bodigt alles was ich eingebe; Urk. 6 S. 2 oben), zu erspa-

ren, ist indes bereits an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die Aufsichtsbe-

schwerde innert zehn Tagen seit Kenntnisnahme der Amtspflichtverletzung 

schriftlich einzureichen ist (§ 83 Abs. 1 GOG). Auf Aufsichtsbeschwerden, die 

Amtspflichtverletzungen betreffen, die länger als zehn Tage zurückliegen, hätte 

die Verwaltungskommission somit kaum einzutreten, ohne sich mit den konkreten 

Beanstandungen überhaupt zu befassen. Sodann hätten Aufsichtsbeschwerden 

einen Antrag und insbesondere auch eine Begründung zu enthalten (§ 83 Abs. 1 

GOG). Der Revisionskläger hätte somit detailliert darzulegen, welche konkreten 

Verhaltensweisen er warum als aufsichtsrechtlich relevant taxiert. Es ist nicht et-

wa so, dass die Aufsichtsbehörde aufgrund pauschaler Vorwürfe (wie z.B. "extre-

me Parteinahme", "starke Befangenheit", "grosse Benachteiligungen meiner Per-

son", "Rücksichtslosigkeit gegenüber meinen Behinderungen"; Urk. 6 S. 9 unten) 

tätig würde, um dann schliesslich allfällige Verfehlungen "feststellen" – oder auch 

nicht (Urk. 6 S. 10 oben). 

- 4 - 

Im Übrigen (und bereits mit Blick auch auf die nachfolgenden Ausführungen) ist 

dem Revisionskläger zu sagen, dass prozessuale Regeln – und überwiegend an 

diesen ist er ja (bereits) vor Vorinstanz gescheitert – für alle Menschen gleich gel-

ten. Davon, dass "Recht und Gesetz nur Reiche anrufen können und die anderen 

werden von eben diesem Recht zerquetscht" (Urk. 6 S. 1), kann keine Rede sein. 

3.2. Der zweite Antrag des Revisionsklägers wird im Beschwerdeverfahren erst-

mals gestellt, weshalb er ausgeschlossen ist (Art. 326 Abs. 1 ZPO; Urk. 2 passim, 

insb. S. 5). Darauf ist somit nicht einzutreten. Im Übrigen bringt der Revisionsklä-

ger nicht vor, der monierte Umstand sei ihm erst nach Jahren bzw. 90 Tage zuvor 

zur Kenntnis gebracht worden, so dass auch die Revisionsfrist von Art. 329 Abs. 1 

ZPO nicht gewahrt wäre. 

3.3. Auch auf den dritten Antrag betreffend Schadenersatz aus Beamtenhaftung 

ist mangels Zuständigkeit im Beschwerdeverfahren nicht einzutreten. Das Verfah-

ren wäre nach § 22 Abs. 1 Haftungsgesetz (HG) einzuleiten und (allenfalls) nach 

§ 23 HG weiterzuführen. Allerdings ist der Revisionskläger darauf hinzuweisen, 

dass auch für die Staats- oder Beamtenhaftung eine – für jedermann geltende – 

Frist vorgesehen ist: Die Haftung des Kantons erlischt, wenn der Geschädigte 

sein Begehren auf Feststellung, Schadenersatz oder Genugtuung nicht innert 

zwei Jahren seit Kenntnis der haftungsbegründenden Tatsachen bei diesem ein-

reicht (§ 24 Abs. 1 HG). Ist die Frist abgelaufen, ist auf die entsprechende Klage 

nicht einzutreten. 

3.4. Auch auf den vierten Antrag des Revisionsklägers auf Verlegung des Schei-

dungsverfahrens nach Zürich ist im Beschwerdeverfahren schliesslich nicht einzu-

treten: Er müsste – als begründetes Ausstandsgesuch gegen sämtliche Rich-

ter/innen des Bezirksgerichts Bülach – im hängigen Scheidungsverfahren des 

Revisionsklägers und seiner Ehefrau vor Vorinstanz gestellt werden (Art. 49 

ZPO). 

- 5 - 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

4.1. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem Revisi-

onskläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

4.2. Das vom Revisionskläger nachträglich für das Beschwerdeverfahren gestell-

te Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 10 S. 1) ist zufolge Aussichtslo-

sigkeit (vgl. vorstehende Erwägungen) abzuweisen. 

4.3. Der Revisionsbeklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdever-

fahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch des Revisionsklägers um unentgeltliche Prozessführung für das 

Beschwerdeverfahren wird abgewiesen. 

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Revisionskläger 

auferlegt. 

5. Der Revisionsbeklagten wird für das Beschwerdeverfahren keine Partei-

entschädigung zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Revisionsbeklagte unter Beila-

ge je einer Kopie von Urk. 6 und 8, sowie an das Bezirksgericht Bülach, je 

gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

- 6 - 

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 10. November 2011 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. C. Heuberger 
 
versandt am: 
se 

	Beschluss vom 10. November 2011
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit Eingabe vom 4. September 2011 reichte der Revisionskläger und Beschwerdeführer (fortan: Revisionskläger) bei der Vorinstanz ein Revisionsgesuch betreffend einen Eheschutzentscheid vom 13. März 2006 ein (Urk. 1; vgl. auch Urk. 2 und 3/1). Mit ...
	1.2. Hiegegen – bzw. gegen die "Verfügung C._____ vom 27.10.11" (recte 27.09.11) – hat der Revisionskläger mit rechtzeitiger Eingabe vom 7. Oktober 2011 (Poststempel vom 8. Oktober 2011) Beschwerde an die Kammer erhoben, mit welcher er folgende Anträg...
	"Antrag: Aufsichtsverfahren gegen die Richter: D._____, E._____, C._____, F._____ am BG Bülach
	Antrag: Nicht Anerkennung und Aufhebung der Eheschutzverfügung betreffend rechtswidrig vorgenommener güterrechtlichen Auseinandersetzung (Teil-Scheidung das ins Hauptverfahren der Scheidung und nicht plötzlich und überraschend in ein Eheschutzverfahre...
	Antrag auf Schadenersatz aus Beamtenhaftung gegen D._____, E._____, C._____ und F._____
	Antrag auf Verlegung des Scheidungsverfahrens nach Zürich"
	1.3. In einer nachträglichen Eingabe vom 17. Oktober 2011 hält der Revisionskläger im Wesentlichen an seinen Anträgen vom 7. Oktober 2011 – insbesondere daran, dass er ein Aufsichts- und nicht ein Ausstandsverfahren anstrebe – fest (Urk. 10 S. 1). Wei...

	2. Prozessuales
	2.1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar ...

	3. Vorbringen des Revisionsklägers
	3.1. Die vom Revisionskläger angestrebte Aufsichtsbeschwerde gegen vier Richter/innen des Bezirksgerichts Bülach ist nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren, sondern bei der Verwaltungskommission des Obergerichts einzureichen (§ 82 Abs. 1 des Gesetz...
	Um dem Revisionskläger Anlass für Vorwürfe an die Verwaltungskommission in der Art derjenigen, die er gegen die Vorinstanz erhebt ("C._____ geht einfach über alles hinweg und bodigt alles was ich eingebe; Urk. 6 S. 2 oben), zu ersparen, ist indes bere...
	Im Übrigen (und bereits mit Blick auch auf die nachfolgenden Ausführungen) ist dem Revisionskläger zu sagen, dass prozessuale Regeln – und überwiegend an diesen ist er ja (bereits) vor Vorinstanz gescheitert – für alle Menschen gleich gelten. Davon, d...
	3.2. Der zweite Antrag des Revisionsklägers wird im Beschwerdeverfahren erstmals gestellt, weshalb er ausgeschlossen ist (Art. 326 Abs. 1 ZPO; Urk. 2 passim, insb. S. 5). Darauf ist somit nicht einzutreten. Im Übrigen bringt der Revisionskläger nicht ...
	3.3. Auch auf den dritten Antrag betreffend Schadenersatz aus Beamtenhaftung ist mangels Zuständigkeit im Beschwerdeverfahren nicht einzutreten. Das Verfahren wäre nach § 22 Abs. 1 Haftungsgesetz (HG) einzuleiten und (allenfalls) nach § 23 HG weiterzu...
	3.4. Auch auf den vierten Antrag des Revisionsklägers auf Verlegung des Scheidungsverfahrens nach Zürich ist im Beschwerdeverfahren schliesslich nicht einzutreten: Er müsste – als begründetes Ausstandsgesuch gegen sämtliche Richter/innen des Bezirksge...

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	4.1. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem Revisionskläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
	4.2. Das vom Revisionskläger nachträglich für das Beschwerdeverfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 10 S. 1) ist zufolge Aussichtslosigkeit (vgl. vorstehende Erwägungen) abzuweisen.
	4.3. Der Revisionsbeklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).

	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch des Revisionsklägers um unentgeltliche Prozessführung für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.
	2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Revisionskläger auferlegt.
	5. Der Revisionsbeklagten wird für das Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Revisionsbeklagte unter Beilage je einer Kopie von Urk. 6 und 8, sowie an das Bezirksgericht Bülach, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...