# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9454029e-e08f-528d-83ce-c586e2e0fbaa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2008 C-1191/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1191-2006_2008-10-31.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1191/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richter Blaise Vuille, Richter Bernard Vaudan, 
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

I._______, 
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Marc Spescha,
substituiert durch lic. iur. Antonia Kerland,
Langstr. 4, 8004 Zürich,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1191/2006

Sachverhalt:

A.
Der aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführer (geb. 1971)  ge-
langte  Ende  Dezember  1992  in  die  Schweiz  und  ersuchte  hier  um 
Asyl. Das zuständige Bundesamt lehnte das Asylgesuch mit Verfügung 
vom 21. Juni 1993 ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz 
an. Der Beschwerdeführer focht diese Verfügung, soweit sie die Weg-
weisung aus der Schweiz und deren Vollzug betraf, am 19. Juli 1993 
bei der damals zuständigen Rechtsmittelinstanz an. Am 24. Dezember 
1993 heiratete er eine Schweizerin (geb. 1936). Diese – ursprünglich 
aus  Bulgarien  stammend  –  hatte  das  Schweizer  Bürgerrecht  durch 
Heirat erworben. Mit Erklärung vom 3. Januar 1994 zog der Beschwer-
deführer sein Rechtsmittel im Asylverfahren zurück. In der Folge erhielt 
er von der kantonalen Migrationsbehörde eine Aufenthaltsbewilligung 
zum Verbleib bei seiner Schweizer Ehefrau.

B.
Gestützt auf seine Ehe stellte der Beschwerdeführer am 17. Februar 
1999 ein Gesuch um erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 des Bür-
gerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0). Im Rah-
men des damit eingeleiteten Verfahrens unterzeichneten die Eheleute 
am 3. Juli  2001 gemeinsam eine Erklärung, wonach sie in einer tat-
sächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen Gemeinschaft an dersel-
ben  Adresse  zusammenleben  würden  und  weder  Trennungs-  noch 
Scheidungsabsichten  hätten. Gleichzeitig  nahmen sie  unterschriftlich 
zur  Kenntnis,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht  möglich  ist, 
wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehe-
gatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsäch-
liche  eheliche  Gemeinschaft  mehr  besteht.  Ebenfalls  bestätigten  sie 
ihre Kenntnisnahme davon, dass die Verheimlichung dieser Umstände 
zur Nichtigerklärung der Einbürgerung führen könne. Am 16. Juli 2001 
wurde  der  Beschwerdeführer  erleichtert  eingebürgert  und  erwarb 
nebst dem Schweizer Bürgerrecht das kantonale Bürgerrecht von St. 
Gallen sowie das Gemeindebürgerrecht der Stadt St. Gallen.

C.
Nachdem die Eheleute übereingekommen waren, sich per 1. Februar 
2002 zu trennen, reichten sie am 5. Februar 2002 beim zuständigen 
Zivilgericht gemeinsam einen Scheidungsantrag ein. Seit dem 7. Mai 
2002 ist die Ehe rechtskräftig geschieden.

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D.
Von  der  Einwohnerkontrolle  der  Gemeinde  W._______  auf  letzter-
wähnte  Sachumstände  hingewiesen,  teilte  die  Vorinstanz  dem  Be-
schwerdeführer in einem Schreiben vom 23. Juli 2003 mit, sie erwäge 
die Einbürgerung gestützt auf Art. 41 BüG nichtig zu erklären. Es be-
stehe Grund zur Annahme, dass er sich die erleichterte Einbürgerung 
erschlichen habe. Indiz dafür sei, dass er und seine damalige Ehefrau 
sich nur sechseinhalb Monate nach der Einbürgerung getrennt hätten. 
Der  Beschwerdeführer  wurde  dazu  eingeladen,  Stellung  zu  nehmen 
und seine Einwilligung zur Einsicht in die Scheidungsakten zu erteilen. 

E.
Der  Beschwerdeführer  erteilte  die  verlangte  Einwilligung  und  bean-
tragte in einer schriftlichen Stellungnahme vom 4. August 2003 sinnge-
mäss, das angehobene Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichter-
ten Einbürgerung sei einzustellen. Er habe sich das Bürgerrecht nicht 
erschlichen. Vielmehr habe er mit seiner damaligen Ehefrau während 
neun Jahren eine glückliche und harmonische Ehe geführt. Dies sei 
auch im Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung am 3. Juli 2001 noch 
der Fall gewesen. Den Entschluss zur Trennung und Scheidung habe 
seine damalige Gattin erst später getroffen. Es sei ihr freier Entscheid 
gewesen, er selber habe darauf keinen Einfluss nehmen können. Noch 
während des Scheidungsverfahrens habe er sie gebeten, ihn nach der 
Scheidung erneut zu heiraten. Aus persönlichen Gründen habe sie ei-
nen solchen Schritt jedoch abgelehnt. 

Am 5. August 2003 richtete auch die geschiedene Ehefrau ein Schrei-
ben an die Vorinstanz und erklärte, es wäre ihr nicht gleichgültig, wenn 
der Beschwerdeführer das Schweizer Bürgerrecht durch ihre persönli-
che Entscheidung verlieren würde. Die Ehe sei neun Jahre lang har-
monisch, glücklich und stabil gewesen. Zum Zeitpunkt der Unterzeich-
nung der gemeinsamen Erklärung am 3. Juli 2001 habe sie tatsächlich 
noch  keine  Trennungs-  oder  Scheidungsabsichten  gehegt.  Mit  ihrer 
Pensionierung habe sich die Situation aber innert kurzer Zeit in unvor-
hergesehener Weise geändert. Vor einem neuen Lebensabschnitt ste-
hend, habe sie vieles in einem anderen Licht betrachtet und sich für 
eine  ganz  neue  Lebensgestaltung  entschieden. Aus diesem Grunde 
sei die Initiative zur Trennung und Scheidung auch von ihr ausgegan-
gen. Sie habe nicht gedacht, dass dies die Nichtigerklärung der Ein-
bürgerung zur Folge habe könnte; schliesslich hätten sie sich mit der 
gemeinsamen Erklärung  nicht  zur  ewigen  Ehe  verpflichtet.  Es  habe 

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keine Absicht bestanden, etwas vorzutäuschen oder die Einbürgerung 
zu erschleichen. Als selbstbewusste Frau wäre sie nie mit jemandem 
eine Ehe eingegangen, der sie nur aus selbstsüchtigen Motiven her-
aus hätte heiraten wollen. Ihr damaliger Ehemann sei bestens in die 
hiesigen Verhältnisse integriert, zeichne sich durch einen guten Cha-
rakter aus und sie pflege mit ihm noch heute freundschaftliche Kontak-
te. 

F.
Nach  Einsichtnahme  in  die  Akten  des  Scheidungsverfahrens  veran-
lasste  die  Vorinstanz  beim  Gemeindeamt  des  Kantons  Zürich  am 
28. April 2005 eine Befragung der geschiedenen Ehefrau. 

G.
Am 10. Mai 2005 überwies die Einwohnerkontrolle W._______ der Vor-
instanz  Kopien  je  eines  Ehe-  und  Geburtsscheines  der  UNMIK  aus 
dem Kosovo. Die beiden am 30. November 2004 ausgestellten Doku-
mente  bestätigen,  dass sich der  Beschwerdeführer  dort  am 27. Juni 
2002 mit einer 1978 geborenen Landsfrau verheiratet hat bzw. schon 
zuvor,  nämlich am 21. Oktober  2000 ein gemeinsames Kind auf  die 
Welt gekommen ist. 

H.
Anlässlich der am 2. Juni 2005 durch die Kantonspolizei Zürich durch-
geführten Anhörung gab die geschiedene Ehefrau an,  sie  habe den 
Beschwerdeführer im Sommer 1993 kennengelernt. Ungefähr im No-
vember des gleichen Jahres hätten sie sich zur Heirat entschlossen. 
Während der Ehe seien keine Schwierigkeiten aufgetreten, zur Auflö-
sung der ehelichen Gemeinschaft sei es vielmehr gekommen, weil sie 
sich nach der Pensionierung völlig  anders orientiert  habe. Von einer 
Scheidung oder Trennung sei  erst  nach ihrem Eintritt  in  den berufli-
chen Ruhestand die Rede gewesen, das Datum wisse sie nicht mehr 
genau. In Pension gegangen sei sie mit 65 Jahren, also im Jahre 2001. 
Sie habe einfach die Idee gehabt, ihr Leben danach neu zu gestalten, 
fortan  alleine  zu  leben  und  sich  vor  allem  mit  Meditation,  Religion, 
Schreiben  und  Malen  zu  beschäftigen.  Ein  solcher  Lebensrhythmus 
lasse sich mit  einer Ehe nicht vereinbaren. Frauen,  die sich künstle-
risch betätigten, wollten eben frei sein. Während ihrer Ehe sei der Be-
schwerdeführer  ein  bis  zweimal  jährlich  in  den  Kosovo  gereist.  Sie 
habe ihn nie dorthin begleitet. Die unterschiedliche kulturelle Herkunft 
und die Altersdifferenz hätten in der Ehe keine Rolle gespielt und die 

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gemeinsame Erklärung  vom 3. Juli  2001  habe  zum damaligen  Zeit-
punkt der Wahrheit entsprochen.

Am 8. Juni 2005 reichte die geschiedene Ehefrau verschiedene Unter-
lagen nach (einen Gedichtband mit  einem Beitrag von ihr, zwei Aus-
stellungskataloge,  mehrere  Zeitungsberichte  über  Ausstellungen und 
Lesungen),  welche  ihr  künstlerisches  Schaffen  nach  der  Pensionie-
rung dokumentieren sollen. Im Begleitschreiben betonte sie nochmals, 
dass die Scheidung aufgrund ihres neuen Lebensrhythmus notwendig 
geworden  sei  und  nicht,  weil  die  Beziehung  zum Beschwerdeführer 
nicht mehr intakt gewesen wäre.

I.
Am 16. März 2006 gab die Vorinstanz dem Beschwerdeführer  Gele-
genheit zu einer abschliessenden Stellungnahme. Dabei wurde er erst-
mals  auch  mit  der  Erkenntnis  konfrontiert,  dass  er  während  des 
Verfahrens auf Erteilung der erleichterten Einbürgerung ausserehelich 
ein Kind gezeugt hatte. 

J.
Nach Einsichtnahme in die Verfahrensakten liess sich der inzwischen 
vertretene Beschwerdeführer mit einer Eingabe vom 19. April 2006 zur 
Sache vernehmen. Dabei brachte er im Wesentlichen vor, er und seine 
geschiedene Ehefrau hätten wiederholt bekräftigt, eine glückliche Ehe 
geführt und vor und während des Einbürgerungsverfahrens keine Tren-
nungs- oder Scheidungsabsichten gehegt zu haben. Die geschiedene 
Ehefrau  habe  anlässlich  der  Einvernahme  vom  2.  Juni  2005  in  an-
schaulicher Weise dargelegt, weshalb sich ihre Wünsche und Bedürf-
nisse in der relativ kurzen Zeit nach dem Einbürgerungsentscheid der-
art  verändert  hätten, dass sie das gemeinsame Leben mit  ihm habe 
aufgeben wollen. Es sei durchaus nachvollziehbar, dass eine derartige 
Veränderung  der  Bedürfnisse  erst  nach  der  Pensionierung  eintreten 
könne und in  dieser  Intensität  nicht  voraussehbar  sei. Die  neue ge-
wonnene  Zeit  habe  der  geschiedenen  Ehefrau  ganz  neue  künstleri-
sche Entfaltungsmöglichkeiten  eröffnet. Sie habe erst  einige  Monate 
nach ihrer Pensionierung erkannt, dass sie für ihre künstlerischen Tä-
tigkeiten  und  Interessen  einen  neuen  Lebensrhythmus  brauche  und 
dafür frei und ungebunden sein wolle. Darin könne kein unlauteres und 
täuschendes Verhalten erblickt werden. Dass die Ehe intakt gewesen 
sei, könnten zudem diverse Freundinnen, Freunde und Bekannte be-
stätigen. Im Übrigen sei es die Ehefrau gewesen, welche die Schei-

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dung  gewünscht  habe.  Was  die  Vaterschaft  betreffe,  so  sei  richtig, 
dass er im Januar 2000 im Kosovo mit einer dort  lebenden Frau ein 
Kind gezeugt  habe. Das sei  aber eine einmalige Affäre gewesen. Er 
habe die Kindsmutter  zuvor nicht  näher gekannt  und mit  ihr  danach 
keine weiteren Kontakte unterhalten. Erst während der Sommerferien 
2002 sei  er  ihr  im Kosovo wieder  begegnet. Bei  dieser  Gelegenheit 
habe er von der Existenz seines Sohnes erfahren und sich entschlos-
sen, die Kindsmutter umgehend zu heiraten, um seiner Verantwortung 
als Vater und Ehemann nachzukommen. Für die Richtigkeit seiner Dar-
stellung spreche, dass er das Kind erst am 27. Juni 2002 offiziell aner-
kannt habe. Aus dem Seitensprung dürfe indessen nicht geschlossen 
werden, die eheliche Beziehung mit der Schweizerin sei bis zur Tren-
nung nicht intakt gewesen. Er sei nicht gehalten gewesen, die Einbür-
gerungsbehörden über  ein  einmaliges  ausserehelichen Verhältnis  zu 
informieren.  Da  er  von  der  Existenz  des  daraus  hervorgegangenen 
Sohnes nichts gewusst habe, liege auch keine Verheimlichung erhebli-
cher Tatsachen vor.

Am 27. April 2006 liess der Beschwerdeführer die schlecht leserliche 
Kopie  samt  Übersetzung  ins  Deutsche  einer  angeblich  am 27.  Juni 
2002  vor  dem  Standesamt  der  Gemeinde  G._______  abgegebenen 
und  von  dieser  Behörde  protokollierten  Erklärung  zur  Vaterschaft 
nachreichen.  Darin  wird  bestätigt,  dass  der  Beschwerdeführer  das 
Kind als sein eigenes anerkannt hat.

K.
Auf Ersuchen der Vorinstanz vom 25. April  2006 erteilte das Amt für 
Bürgerrecht und Zivilstand des Kantons St. Gallen am 2. Mai 2006 die 
Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

L.
Mit Verfügung vom 15. Mai 2006 erklärte die Vorinstanz die am 16. Juli 
2001  erfolgte  erleichterte  Einbürgerung  für  nichtig.  Zur  Begründung 
wurde ausgeführt, die Umstände der Eheschliessung berechtigten zur 
Annahme, der Beschwerdeführer habe sich hierbei von zweckfremden 
Motiven  leiten  lassen,  um  sich  ein  Aufenthaltsrecht  für  die  Schweiz 
und hernach die erleichterte Einbürgerung zu verschaffen. Hinzu kom-
me der sehr grosse Altersunterschied von 35 Jahren, der sich insbe-
sondere vor dem kulturellen und persönlichen Hintergrund der einge-
bürgerten Person als aussergewöhnlich erweise. So sei die Schweizer 
Ehefrau mehr als acht Jahre älter als die Mutter des Beschwerdefüh-

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rers. Was die Eheleute als Begründung für die Auflösung der ehelichen 
Gemeinschaft vorbrächten, vermöge das Bundesamt sodann nicht zu 
überzeugen. Von der Heirat bis zur erleichterten Einbürgerung hätten 
sie siebeneinhalb Jahre zusammengelebt. Danach seien bis zur Unter-
zeichnung  des  gemeinsamen  Scheidungsbegehrens  gerade  mal 
sechseinhalb Monate verstrichen. Die schweizerische Ehefrau werde 
wohl  auf  Anfang März 2001 in  den Ruhestand getreten sein. Es er-
scheine unglaubhaft,  dass  eine über  Jahre  hinweg bestehende,  von 
beiden Partnern als harmonisch, glücklich und stabil bezeichnete Ehe 
innerhalb  weniger  Monate  aufgegeben  werde,  bloss  weil  einer  der 
Ehegatten in Pension gegangen sei. Beim Übertritt vom Berufsleben in 
den Ruhestand handle es sich nicht um ein überraschend eintretendes 
Ereignis.  Die  Betroffenen  setzten  sich  normalerweise  schon  längere 
Zeit im Voraus gedanklich und anderweitig mit diesem neuen Lebens-
abschnitt auseinander; dies gelte besonders dann, wenn besagter Le-
bensabschnitt aktiv gestaltet werde. 

Die  Erklärungen der  Eheleute  zur  Auflösung der  ehelichen Gemein-
schaft  liessen sich des Weiteren nicht mit  der Tatsache vereinbaren, 
dass der Beschwerdeführer im Januar 2000 in seinem Herkunftsland 
mit einer dort lebenden Frau ein aussereheliches Kind gezeugt habe. 
Obwohl dieses Kind noch während des Einbürgerungsverfahrens ge-
boren worden sei, habe der Vater die Einbürgerungsbehörde hierüber 
nicht informiert. Dass er von der Existenz des Kindes erst eineinhalb 
Jahre nach dessen Geburt im Sommer 2002 erfahren habe, könne ihm 
angesichts  der  gesellschaftlichen Situation  lediger  Mütter  im Kosovo 
nicht geglaubt werden. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Fa-
milie der Kindsmutter zur Regelung der Verhältnisse mit den ebenfalls 
in der dortigen Region lebenden Eltern des Beschwerdeführers in Kon-
takt getreten sein. 

Aus diesen Gründen und in Berücksichtigung des Ablaufs der Ereig-
nisse sei  davon auszugehen, dass im massgeblichen Zeitpunkt  kein 
beidseitig  intakter,  auf  die  Zukunft  gerichteter  Ehewille  bestanden 
habe. Zudem habe der Beschwerdeführer seine aussereheliche Bezie-
hung und die Geburt  des ausserehelichen Kindes verschwiegen. Die 
materiellen Voraussetzungen für die Nichtigerklärung der erleichterten 
Einbürgerung im Sinne von Art. 41 BüG seien damit gegeben.

M.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom 14.  Juni  2006  an  das  Eidgenössische 

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Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) lässt der Beschwerdeführer die 
Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung beantragen. Hierbei erneu-
erte und ergänzte er im Wesentlichen die mit der Stellungnahme vom 
19. April 2006 erhobenen Einwände. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht 
davon aus, dass es zu Kontakten zwischen der Familie der Kindsmut-
ter und seinen Eltern gekommen sei und er deshalb von der Existenz 
des  Kindes  schon  zu  einem  früheren  Zeitpunkt  gewusst  habe.  Die 
Kindsmutter habe damals eine Beziehung zu einem anderen Mann ge-
habt und sei nach der Geburt des Kindes von ihrem in Deutschland le-
benden Bruder finanziell unterstützt worden. Das habe ihr trotz den für 
eine  alleinerziehende  Mutter  schwierigen  Umständen  erlaubt,  ohne 
sonstige Hilfe über die Runden zu kommen. Bis zum Sommer 2002, 
als sie sich wieder begegnet seien, habe zwischen ihm und der Kinds-
mutter keine Beziehung bestanden. Eine solche seien sie dann einge-
gangen, um fortan gemeinsam für den Sohn zu sorgen. Es könne ihm 
deshalb nicht  vorgeworfen werden,  dem BFM wesentliche Tatsachen 
verheimlicht  und  zum Zeitpunkt  der  Einbürgerung  in  Täuschungsab-
sicht gehandelt zu haben.

N.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 17. August 2006 
auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer lässt mit Rep-
lik vom 20. September 2006 an seinen Begehren und deren Begrün-
dung festhalten.

O.
Mit Eingabe vom 29. Februar 2007 (recte: 28. Februar 2007) lässt der 
Beschwerdeführer unter Verweis auf eine beigelegte Wohnsitzbeschei-
nigung der  UNMIK vom 13. Dezember  2006 ergänzend geltend ma-
chen, die Kindsmutter sei erst ab dem 27. Juni 2002 im selben Dorf 
wie seine Eltern wohnhaft gewesen. 

P.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 

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Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von 
einer der in Art. 33 VGG aufgeführten Behörden erlassen wurden. Dar-
unter fallen Verfügungen des BFM betreffend Nichtigerklärung der er-
leichterten Einbürgerung (Art. 41 Abs. 1 i.V.m. Art. 27 und Art. 51 Abs. 
1 BüG).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht  hat  die  bei  Inkrafttreten des  Ver-
waltungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei Eidgenössischen Re-
kurs-  oder  Schiedskommissionen  oder  bei  Beschwerdediensten  der 
Departemente  hängigen  Rechtsmittel  übernommen. Für  die  Beurtei-
lung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 VGG). Gemäss Art. 37 VGG 
richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach 
dem VwVG, sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes be-
stimmt.

1.3 Als Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer durch die ange-
fochtene Verfügung besonders berührt und er hat ein schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung (vgl. Art. 48 VwVG). Auf die frist- und 
formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  daher  einzutreten  (Art.  50 
und Art. 52 VwVG).

2.
2.1 Die  Parteivertreterin  regt  im  Sinne  einer  Beweisofferte  an,  die 
heutige Ehefrau zur Dauer und Art ihrer Beziehung zum Beschwerde-
führer  zu befragen. Im Verwaltungs(beschwerde)verfahren gilt  grund-
sätzlich  das  Untersuchungsprinzip,  das  durch  die  Mitwirkungspflicht 
der Parteien ergänzt wird (vgl. Art. 12 und Art. 13 VwVG). Der Untersu-
chungsgrundsatz bedeutet, dass die Verwaltungs- und Justizbehörden 
den Sachverhalt von Amtes wegen abklären. Sie sind für die Beschaf-
fung der Entscheidgrundlagen verantwortlich. Hierfür bedienen sie sich 
nötigenfalls der in Art. 12 VwVG genannten Beweismittel. Art. 19 VwVG 
i.V.m. Art. 37 des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 
4. Dezember  1947  (BZP,  SR  273)  verpflichtet  die  Behörde  sodann 
nicht, alles und jedes, was wünschbar wäre, abzuklären. Bei der Aus-
wahl  der  Beweismittel  berücksichtigt  sie  vielmehr  deren  Tauglichkeit 
und Beweiskraft (vgl. ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren 
und Verwaltungsrechtspflege  des Bundes,  2. Aufl.,  Zürich  1998,  Rz. 
276). Zusätzliche Abklärungen sind nur dann vorzunehmen, wenn hier-

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zu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten er-
gebender Anhaltspunkte Anlass besteht.

2.2 Von beantragten Beweisvorkehren kann abgesehen werden, wenn 
der Sachverhalt,  den eine Partei  beweisen will,  nicht  rechtserheblich 
ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von vorn-
herein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine wesentlich neu-
en  Erkenntnisse  zu  vermitteln  vermag  oder  wenn  die  Behörde  den 
Sachverhalt aufgrund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann 
(vgl. KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 319 und 320; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162 
mit  Hinweis). Gelangt  die Behörde bei  pflichtgemässer  Beweiswürdi-
gung  zur  Überzeugung,  der  zu  beweisende  Sachverhalt  sei  nicht 
rechtserheblich oder  der  angebotene Beweis  nicht  geeignet,  weitere 
Abklärungen  herbeizuführen,  kann  auf  ein  beantragtes  Beweismittel 
verzichtet werden (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 130 ll 
169 nicht publizierte E. 2.1, ferner BGE 127 l 54 E. 2b S. 56, BGE 122 
V 157 E. 1d S. 162, BGE 119 V 335 E. 2c S. 344; Verwaltungspraxis 
der  Bundesbehörden  [VPB]  69.78  E.  5a;  Urteil  des  Bundesverwal-
tungsgerichts  C-1170/2006 vom 3. August  2007 E. 3.1  u. 3.2). Eine 
solche Situation ist hier gegeben. Es ist nicht davon auszugehen, dass 
eine ergänzende Einvernahme der zweiten Ehefrau zu massgebenden 
neuen Erkenntnissen führen würde, hat sie in einem der Rechtsmitte-
leingabe beigelegten Schreiben vom 5. Juni 2006 doch bereits bestä-
tigt, sie habe den Beschwerdeführer im Zeitraum der Zeugung nur ein-
mal getroffen und sei sich in der Folge – weil sie noch eine andere Be-
ziehung unterhalten habe – nicht sicher gewesen, wer der Vater des 
Kindes sei. Wie aufzuzeigen sein wird, genügen die vorhandenen Un-
terlagen, um die zu beurteilenden Rechtsfragen zu beantworten. Dem 
Antrag auf eine Befragung der erwähnten Person ist demzufolge nicht 
stattzugeben.

3.
3.1 Nach Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach der 
Eheschliessung mit einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleich-
terte  Einbürgerung  stellen,  wenn  sie  insgesamt  fünf  Jahre  in  der 
Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren 
in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt. Die Einbür-
gerung setzt gemäss Art. 26 Abs. 1 BüG zudem voraus, dass die aus-
ländische Person in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert ist 
(Bst. a), die schweizerische Rechtsordnung beachtet (Bst. b) und die 
innere oder äussere Sicherheit  der Schweiz nicht  gefährdet  (Bst. c). 

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Sämtliche  Einbürgerungsvoraussetzungen  müssen  sowohl  im  Zeit-
punkt der Gesuchseinreichung als auch anlässlich der Einbürgerungs-
verfügung  erfüllt  sein.  Fehlt  es  im  Zeitpunkt  des  Einbürgerungsent-
scheids an der ehelichen Gemeinschaft, darf die erleichterte Einbürge-
rung nicht ausgesprochen werden (BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f., BGE 
129 II 401 E. 2.2 S. 403, BGE 128 II 97 E. 3a S. 98 f.).

3.2 Der Begriff  der 'ehelichen Gemeinschaft'  bedeutet nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen 
einer  Ehe.  Verlangt  wird  vielmehr  eine  tatsächliche  Lebensgemein-
schaft, getragen vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten 
(BGE 130 ll 482 E. 2 S. 483 f., BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BGE 
128 ll 97 E. 3a S. 98 f., BGE 121 ll 49 E. 2b S. 51 f.). Mit Art. 27 BüG 
wollte  der  Gesetzgeber  ausländischen  Ehepartnern  von  Schweizer 
Bürgern die erleichterte Einbürgerung ermöglichen, um die Einheit des 
Bürgerrechts der Ehegatten im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft 
zu fördern (vgl. Botschaft  des Bundesrats zur Änderung des Bürger-
rechtsgesetzes vom 26. August  1987,  BBl  1987 III  310). Zweifel  am 
Willen der Ehegatten, die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, 
sind beispielsweise angebracht, wenn kurze Zeit  nach der erleichter-
ten Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet 
wird (BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f.).

3.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG kann die Einbürgerung vom Bundes-
amt mit Zustimmung der Behörde des Heimatkantons innert fünf Jah-
ren nichtig erklärt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Ver-
heimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen, d.h. mit einem unlaute-
ren oder  täuschenden Verhalten  erwirkt  worden ist. Arglist  im Sinne 
des  strafrechtlichen  Betrugstatbestandes  wird  nicht  verlangt.  Es  ge-
nügt,  wenn der Betroffene bewusst  falsche Angaben macht  bzw. die 
Behörde bewusst in einem falschen Glauben lässt und so den Vorwurf 
auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebli-
che Tatsache zu informieren (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 114 f. und 
BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f., je mit Hinweisen). Weiss der Betroffene, 
dass die Voraussetzungen für  die erleichterte Einbürgerung auch im 
Zeitpunkt der Verfügung vorliegen müssen, so muss er die Behörden 
unaufgefordert über eine nachträgliche Änderung der Verhältnisse ori-
entieren, von der er weiss oder wissen muss, dass sie einer Einbürge-
rung entgegegensteht. Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem Grundsatz 
von Treu und Glauben und aus der verfahrensrechtlichen Mitwirkungs-
pflicht gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde darf sich ihrer-

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seits darauf verlassen, dass die vormals erteilten Auskünfte bei passi-
vem Verhalten des Gesuchstellers nach wie vor der Wirklichkeit  ent-
sprechen (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.).

4.
4.1 In der Bundesverwaltungsrechtspflege gilt der Grundsatz der frei-
en Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 BZP). Frei ist die Be-
weiswürdigung darin, dass sie nicht an bestimmte starre Beweisregeln 
gebunden ist, welche der Behörde genau vorschreiben, wie ein gülti-
ger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die einzelnen 
Beweismittel im Verhältnis zueinander haben. Freie Beweiswürdigung 
ist  aber nicht mit  freiem Ermessen zu verwechseln (FRITZ GYGI,  Bun-
desverwaltungsrechtspflege,  2.  Aufl.  Bern  1983,  S. 278/279;  zu  den 
Beweismitteln: BGE 130 ll 169 E. 2.3.2 ff.). Wenn ein Entscheid – wie 
im vorliegenden Fall – zum Nachteil des Betroffenen in seine Rechte 
eingreift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

4.2 Im  Zusammenhang  mit  der  Nichtigerklärung  einer  erleichterten 
Einbürgerung ist  von der Verwaltung zu untersuchen,  ob die Ehe im 
Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung  und  der  Einbürgerung tatsächlich 
gelebt wurde (BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 172). Hierbei geht es im We-
sentlichen um innere Vorgänge, die der Behörde oft nicht bekannt und 
schwierig zu beweisen sind. In derartigen Situationen ist es zulässig, 
von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermu-
tungsfolge) zu schliessen. Solche tatsächlichen Vermutungen können 
sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung  ergeben,  namentlich 
auch im öffentlichen Recht. Es handelt sich um Wahrscheinlichkeitsfol-
gerungen, die auf Grund der Lebenserfahrung gezogen werden (ULRICH 
HÄFELIN, Vermutungen im öffentlichen Recht, in: Festschrift für Kurt Ei-
chenberger, Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. auch PETER SUTTER, Die 
Beweislastregeln unter besonderer Berücksichtigung des verwaltungs-
rechtlichen  Streitverfahrens,  Diss.  Zürich  1988,  S. 56 ff.  und  178 ff., 
und GYGI, a.a.O., S. 282 ff; zu Art. 8 ZGB vgl. MAX KUMMER, Berner Kom-
mentar, N. 362 f.).

4.3 Als Problem der Beweiswürdigung berührt die tatsächliche Vermu-
tung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren beherr-
schende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die Ver-
waltung auch nach entlastenden,  das heisst  die Vermutung erschüt-
ternden Elementen sucht. Bei Konstellationen im Zusammenhang mit 
der erleichterten Einbürgerung liegt es aber in der Natur der Sache, 

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dass solche entlastenden Elemente der Verwaltung oft nicht bekannt 
sein dürften und nur die Betroffenen darüber Bescheid wissen können. 
Es obliegt  daher dem erleichtert  Eingebürgerten,  der dazu nicht  nur 
aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet ist, son-
dern daran auch ein Eigeninteresse haben muss, die Vermutung durch 
den  Gegenbeweis  bzw.  erhebliche  Zweifel  umzustürzen,  indem  er 
Gründe oder Sachumstände aufzeigt, die es als überzeugend (nach-
vollziehbar) erscheinen lassen, dass eine angeblich noch wenige Mo-
nate  zuvor  bestehende,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der 
Zwischenzeit  dergestalt  in  die  Brüche  gegangen  ist,  dass  es  zur 
Scheidung kam (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.).

5.
Die Vorinstanz betrachtet die Voraussetzungen für die Nichtigerklärung 
der erleichterten Einbürgerung aufgrund der Umstände der Heirat, des 
Altersunterschieds, der kurzen Zeitspanne zwischen erleichterter Ein-
bürgerung und Einreichung des gemeinsamen Scheidungsbegehrens, 
des angegebenen Scheidungsgrundes sowie der am 27. Juni 2002 er-
folgen Heirat des Beschwerdeführers mit einer Landsfrau, mit welcher 
er im Januar 2000 (und damit schon während der Ehe mit der Schwei-
zerin) ein Kind gezeugt hatte, als erfüllt. Mit Blick auf die beiden letzt-
genannten Aspekte geht  die Vorinstanz zudem davon aus,  dass der 
Betroffene der Einbürgerungsbehörde sowohl eine aussereheliche Be-
ziehung als auch die Geburt eines ausserehelichen Kindes pflichtwid-
rig verschwiegen hat.

5.1 Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer Ende 1992 
in die Schweiz einreiste und hier ein Asylgesuch stellte. Dieses wurde 
am 21. Juni 1993 erstinstanzlich abgewiesen (Ausreisefrist: 15. Sep-
tember 1993). Gegen den negativen Asylentscheid bzw. die damit ver-
bundene Wegweisung legte er ein Rechtsmittel ein. Gemäss den über-
einstimmenden  Angaben  der  Parteien  haben  sie  sich  im  Sommer 
1993, während des Asylbeschwerdeverfahrens, kennengelernt. Unge-
fähr im November 1993 hätten sie sich zur Heirat entschlossen, der 
Anstoss hierzu sei von beiden ausgegangen. Am 24. Dezember 1993 
heiratete  der  Beschwerdeführer  im  Kanton  Aargau  seine  Schweizer 
Freundin,  die  mehr  als  35  Jahre  älter  ist  als  er. Nach Rückzug  der 
Asylbeschwerde  wurde  ihm im  Rahmen  des  Familiennachzugs  eine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt.

Aktenmässig erstellt ist des Weiteren, dass die erleichterte Einbürge-

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rung am 16. Juli 2001 erfolgte und sich die Eheleute auf den 1. Febru-
ar 2002 trennten. Das gemeinsame Scheidungsbegehren unterzeich-
neten sie am 5. Februar 2002. Nach der Anhörung vom 20. Februar 
2002 durch das Bezirksgericht P._______ (in der beide Ehegatten un-
abhängig voneinander bestätigten, sich nach reiflicher Überlegung zu 
diesem Schritt entschlossen zu haben) wurde die Ehe mit Urteil vom 
29. April  2002 geschieden (Urteil  am 7. Mai  2002 in  Rechtskraft  er-
wachsen).  Der  Grund  für  die  Scheidung  lag  nach  Darstellung  der 
schweizerischen Ex-Gattin darin, dass sich ihre Wünsche und Bedürf-
nisse nach der Pensionierung im Jahre 2001 komplett verändert hätten 
und sie ihr Leben neu habe gestalten wollen.

Am 27. Juni 2002 heiratete der Beschwerdeführer im Kosovo eine ge-
genüber ihm sieben Jahre jüngere Frau aus seinem Kulturkreis. Mit der 
zweiten  Ehegattin  hatte  er  im  Januar  2000,  also  noch  während  der 
Ehe mit der Schweizerin und während des Einbürgerungsverfahrens, 
einen  Sohn  gezeugt.  Den  eingereichten  Dokumenten  zufolge  hat  er 
das  Kind  am  27.  Juni  2002  -  also  dem  Zeitpunkt  seiner  Heirat  - 
anerkannt.  Kontrovers  geblieben  ist,  ab  wann der  Beschwerdeführer 
effektiv von der Existenz des ausserehelichen Kindes wusste und ob 
er mit der Kindsmutter in der Zeit zwischen Januar 2000 und Sommer 
2002 ein Verhältnis gepflegt hat. Darauf wird an anderer Stelle (E. 6.6) 
zurückzukommen sein.

5.2 Allein schon die dargelegten Eckdaten, namentlich die Korrelation 
zwischen dem Asylverfahren und der Aufnahme einer Beziehung zu ei-
ner Schweizerbürgerin mit nachfolgender Heirat nach kurzer Bekannt-
schaft,  der  mit  über  35  Jahren  ausgesprochen  grosse  Altersunter-
schied,  die Zeugung eines ausserehelichen Kindes mit  einer gegen-
über der Ehefrau wesentlich jüngeren Frau aus seinem Kulturkreis, die 
Einreichung  eines  gemeinsamen  Scheidungsbegehrens  gerade  mal 
sechseinhalb Monate nach Erhalt des Bürgerrechts und die Heirat mit 
der Kindsmutter kurz nach der Scheidung von der Schweizer Ehefrau 
begründen eine tatsächliche Vermutung dafür, dass im Zeitpunkt der 
persönlichen Erklärung des Ehepaars bzw. der erleichterten Einbürge-
rung keine stabile,  auf die Zukunft  gerichtete eheliche Gemeinschaft 
mehr  bestanden haben kann (zur  Bedeutung und Tragweite  der  tat-
sächlichen Vermutung im Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichter-
ten Einbürgerung vgl. grundlegend BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.).

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6.
Nachfolgend ist  zu prüfen, ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, 
die  eben beschriebene  tatsächliche Vermutung zu widerlegen. Dazu 
braucht er zwar nicht den Nachweis zu erbringen, dass die Ehe zum 
massgeblichen Zeitpunkt intakt war, denn eine tatsächliche Vermutung 
führt nicht zur Umkehr der Beweislast. Es genügt, wenn der Beschwer-
deführer eine plausible Alternative zur dargestellten Vermutungsfolge 
präsentieren kann. Er kann den Gegenbeweis erbringen, sei es indem 
er glaubhaft den Eintritt  eines ausserordentlichen Ereignisses dartut, 
das geeignet ist, den raschen Verfall der ehelichen Bande zu erklären, 
sei  es indem er in nachvollziehbarer Weise darlegt,  dass er sich der 
ehelichen Probleme nicht bewusst gewesen sei und dass er demzufol-
ge zum Zeitpunkt, als er die Erklärung unterzeichnete, den wirklichen 
Willen hatte, weiterhin eine stabile eheliche Beziehung aufrecht zu er-
halten (vgl. das oben zitierte Urteil sowie Urteile des Bundesgerichts 
5A.13/2005  vom  6.  September  2005  E.  4.2  und  5A.23/2005  vom 
22. November 2005 E. 5.2). Angesichts der gewichtigen Indizien, auf 
die  sich  die  tatsächliche Vermutung  vorliegend stützt,  sind  indessen 
keine geringen Anforderungen zu stellen, wenn es darum geht glaub-
haft  zu machen, dass die Ehe erst  nach der erleichterten Einbürge-
rung in die Krise kam und scheiterte.

6.1 Der Beschwerdeführer bestreitet vorweg, dass er sich bei der ers-
ten  Eheschliessung  von  zweckfremden  Motiven  habe  leiten  lassen. 
Wohl hat die geschiedene Ehefrau am 2. Juni 2005 anlässlich der Ein-
vernahme durch die Kantonspolizei Zürich ausgeführt, das Bleiberecht 
des künftigen Gatten habe für sie keine Rolle gespielt, vielmehr sei es 
ihr darum gegangen, fortan mit ihm zusammenleben zu können. In ei-
ner späteren Eingabe fügte sie hinzu, sie hätte niemals Hand zum Ein-
gehen  einer  Scheinehe  geboten.  Diese  Aussagen  ändern  allerdings 
nichts daran, dass der Aufenthalt des Beschwerdeführers nach erstin-
stanzlicher Ablehnung des Asylgesuchs alles andere als gesichert war 
(vgl. hierzu auch BGE 121 II 1 E. 2b S. 3). Damit einher ging eine nur 
kurze Bekanntschaft vor der Eheschliessung von etwa sechs Monaten, 
wobei die künftige Ehegattin in dieser Zeit noch während eines Monats 
in Bulgarien weilte (siehe S. 1 des Einvernahmeprotokolls vom 2. Juni 
2005). Es ist deshalb davon auszugehen, dass beim Eingehen der Ehe 
zweckfremde Überlegungen mit  eine Rolle  gespielt  haben (vgl. BGE 
128 II 145 E. 3.1 S. 152 f.)

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6.2 Im  dargelegten  Kontext  von  Belang  erscheint  des  Weiteren  der 
auffallend  grosse  Altersunterschied  von  mehr  als  35  Jahren;  die 
schweizerische Ehefrau war sogar achteinhalb Jahre älter als die Mut-
ter des Beschwerdeführers. Einem solchem Aspekt kommt zusätzliche 
Bedeutung zu, wenn – wie dies für den Kulturkreis des Beschwerde-
führers  zutrifft  –  Ehen  in  der  Regel  nur  zur  Familiengründung  ge-
schlossen werden (zur Altersfrage siehe auch die Urteile des Bundes-
gerichts 5A.16/2006 vom 27. Juli 2006 E. 2.5, 5A.18/2006 vom 28. Juni 
2006 E. 3.2, 5A.2/2003 vom 3. April 2003 E. 4.3 oder 5A.18/2002 vom 
28.  Oktober  2002  E.  3.2.2).  So  erstaunt  denn  nicht,  dass  der  Be-
schwerdeführer nach der Scheidung eine gegenüber der Schweizerin 
wesentlich  jüngere  Landsfrau  (mit  Jahrgang  1978,  gegenüber  Jahr-
gang 1936 ihrer Vorgängerin) ehelichte. Unter den konkreten Begeben-
heiten  stellt  der  Altersunterschied zweifelsohne  ein  gewichtiges  Ele-
ment für die vorinstanzliche Tatsachenvermutung dar.

6.3 Der Beschwerdeführer lässt  geltend machen,  dass er  mit  seiner 
Schweizer Ehefrau neun Jahre (recte: knapp achteinhalb Jahre) lang 
verheiratet  gewesen sei  und sie eine glückliche und intakte Ehe ge-
führt hätten. Das beidseits bestätigte gute Einvernehmen während der 
Ehezeit kann zwar als Indiz gelten, welches gegen das Vorliegen einer 
Zweckehe und damit das Erschleichen der erleichterten Einbürgerung 
spricht. Ein solches Indiz schliesst indessen nicht aus, dass die Partei-
en daneben ebenfalls andere Ziele verfolgten, denen sie ihre angeb-
lich intakte Ehe unterordneten und gegebenenfalls opferten. Die Refe-
renzen von Freundinnen, Freunden und Bekannten wiederum, die von 
der  Vorinstanz  im  Rahmen  des  Einbürgerungsverfahrens  eingeholt 
worden waren, schildern die Wahrnehmung durch Drittpersonen über 
das äussere Erscheinungsbild des Ehepaares (gemeinsame Wohnung 
bzw. gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit) und sind somit nicht 
aussagekräftig  für  die  Beurteilung  der  hier  wesentlichen  Frage,  aus 
welchen inneren Beweggründen die angeblich über lange Zeit stabile 
Ehe aufgelöst wurde.

6.4 Beschwerdeweise wird sodann argumentiert,  die Trennungs- und 
Scheidungsabsichten der Schweizer Ehegattin hätten sich erst einige 
Monate  nach  ihrer  Pensionierung  und  somit  nach  der  erleichterten 
Einbürgerung des Beschwerdeführers entwickelt  und seien nicht vor-
hersehbar  gewesen. Entscheidrelevant  ist  in  dieser  Hinsicht,  wie  an 
anderer  Stelle  erwähnt,  ob das von ihr  in  den Vordergrund gestellte 
Bedürfnis  nach  einer  persönlichen  Neuausrichtung  einen  objektiv 

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nachvollziehbaren Grund für das Scheitern der Ehe darstellen kann. 
Die geschiedene Ehefrau selber begründete ihre veränderten Lebens-
pläne  wiederholt  damit,  dass  mit  ihrer  Pensionierung  ein  neuer  Le-
bensabschnitt  begonnen  habe,  den  sie  ganz  anders  habe  gestalten 
wollen (siehe dazu die Einvernahme vom 2. Juni 2005 oder die Stel-
lungnahmen vom 8. Juni 2005 und 5. August 2003). Solche Ausführun-
gen deuten allerdings gerade darauf hin, dass das Scheitern der Ehe 
nicht  auf  ein plötzlich  aufgetretenes,  für  die  Ehegatten unerwartetes 
Ereignis  zurückzuführen  war.  Die  Schweizer  Ehefrau  ging  anfangs 
März 2001 in Pension, also noch vor der Unterzeichnung der gemein-
samen Erklärung und der erleichterten Einbürgerung. Angegeben wird 
ein Scheidungsgrund, welcher typischerweise den Endpunkt einer län-
geren Entwicklung darstellt,  weshalb den Eheleuten – wie die Vorin-
stanz zutreffend festhielt – nicht geglaubt werden kann, dass sie sich 
mit der Lebensgestaltung der Frau nach der Pensionierung erst einige 
Monate nach der erleichterten Einbürgerung auseinanderzusetzen an-
fingen. Kommt hinzu, dass die frühere Ehegattin besagten Lebensab-
schnitt aktiv zu gestalten gedachte, sie damit ganz konkrete Pläne ver-
band (schriftstellerisches Tätigsein, Malen) und laut Einvernahmepro-
tokoll vom 2. Juni 2005 bereits die Vorstellung hatte, nach dem Über-
tritt in den Ruhestand „einen völlig neuen Lebensrhythmus zu leben“. 
Auch ihr verstärktes künstlerisches Engagement kam keineswegs aus 
heiterem Himmel, war sie nebst ihrer Teilzeitarbeit (80%) als Bibliothe-
karin doch schon länger schriftstellerisch tätig gewesen (vgl. die Le-
bensläufe in den eingereichten Zeitungsartikeln oder die Eingabe der 
Parteivertretung vom 21. Dezember 2000). Vor diesem Hintergrund ist 
schlichtweg unvorstellbar, dass die Gestaltung des neuen Lebensab-
schnitts erst nach der erleichterten Einbürgerung zu einem zentralen 
Thema wurde. Ganz abgesehen davon,  dass es sonderbar anmutet, 
wenn die Ehegattin eine jahrelange, angeblich intakte Ehe ohne weite-
res zugunsten einer künstlerischen Tätigkeit aufgibt, ohne eine Verein-
barkeit überhaupt ernsthaft geprüft und versucht zu haben. Unter die-
sen Umständen liegt die Vermutung nahe, dass die Auflösungserschei-
nungen in der Ehe schon über einen längeren Zeitabschnitt ihren Lauf 
genommen hatten. Ein ausserordentliches Ereignis, das den raschen 
Verfall der ehelichen Bande erst nach der erleichterten Einbürgerung 
zu  erklären  vermag,  kann  in  der  behaupteten  Neuorientierung  nicht 
gesehen werden.

6.5 Zu keinem anderen Ergebnis führt, dass die Initiative zur Trennung 
und Scheidung nach Darstellung des Beschwerdeführers einseitig von 

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seiner damaligen Gattin ausgegangen sein soll. Denn die erleichterte 
Einbürgerung kann nicht als „Belohnung“ für eigenes eheliches Wohl-
verhalten  betrachtet  werden.  Mit  dem  einheitlichen  Bürgerrecht  der 
Ehegatten wollte der Gesetzgeber vielmehr ihre gemeinsame Zukunft 
fördern (BGE 130 II 482 E. 2 S. 483 f.). Abgesehen davon haben die 
Ehegatten  das  Scheidungsbegehren  gemeinsam  eingereicht  und  es 
geht aus den diesbezüglichen Akten nicht hervor, dass der Beschwer-
deführer  mit  diesem Schritt  nicht  einverstanden gewesen wäre. Viel-
mehr  hat  auch  er  gegenüber  dem  Scheidungsrichter  bestätigt,  sich 
diesen Schritt  reiflich überlegt zu haben. Die Parteien haben sich ihr 
Verhalten in einem Scheidungsverfahren auch in einem nachfolgenden 
anderen Verfahren anrechnen zu lassen. Sie haben – nach Auffassung 
des Bundesgerichts  – „keinen Anspruch darauf,  je  nach dem Zweck 
des Verfahrens im Hinblick auf  dessen gewünschtes Ergebnis  unter-
schiedliche Aussagen zu machen“ (BGE 128 II 97 ff., dort unveröffent-
lichte E. 2b/dd). Da für das Scheitern der Ehe wie oben erwähnt Grün-
de vorgetragen werden, die – objektiv betrachtet – nicht geeignet sind, 
den Ehewillen abrupt und unwiederbringlich zu zerstören, bleiben die 
Zweifel an der behaupteten Stabilität der Ehe bestehen.

6.6 Anhaltspunkte  für  eine  Zweckentfremdung  des  Instituts  der  er-
leichterten  Einbürgerung liefern  schliesslich  die  Zeugung eines  aus-
serehelichen Kindes und die spätere Heirat der Kindsmutter. Fakt ist, 
dass der Beschwerdeführer im Januar 2000 – während des Einbürge-
rungsverfahrens – alleine im Kosovo weilte und dort mit einer anderen 
Frau  einen  ausserehelichen  Intimkontakt  hatte.  Bei  dieser  vom  Be-
schwerdeführer als einmaligen Seitensprung geschilderten Begegnung 
(er will die Kindsmutter vor der folgenreichen Begegnung nicht gekannt 
und auch danach keinen Kontakt zu ihr gepflegt haben) wurde ein Kind 
gezeugt, das am 21. Oktober 2000 zur Welt kam. Von dessen Existenz 
will  der  Beschwerdeführer  erst  bei  einer  zufälligen  Begegnung  im 
Sommer 2002 erfahren haben. Selbst wenn davon auszugehen wäre, 
dass diese Darstellungsweise zutrifft (wofür mit dem Zeitpunkt des Re-
gistereintrags über die Vaterschaft  noch kein genüglicher Beweis er-
bracht ist) widerspräche schon das Faktum des Seitensprungs in ge-
wisser Weise der angeblich intakten Ehe (vgl. dazu Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts  C-1142/2006  vom  19.  Juni  2008  E.  6.3.5).  Die 
Umstände der Begegnung und das Verhalten der Beteiligten danach - 
wie vom Beschwerdeführer geschildert - können aber in ihrer Gesamt-
heit nicht geglaubt werden. Daran vermag der Einwand nichts zu än-
dern,  dass die Kindsmutter  sich über die Vaterschaft  selbst  nicht  im 

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Klaren gewesen und von einem Bruder aus dem Ausland wirtschaftlich 
über  Wasser  gehalten  worden  sein  will.  Die  Darstellungsweise  ent-
spricht  einem realitätsfremden Erklärungsmuster,  mit  dem das  Bun-
desverwaltungsgericht im Übrigen schon in andern Fällen konfrontiert 
wurde  (vgl.  Urteile  C-1185/2006  vom  14. Juli  2008,  E.  6.4  und 
C-1108/2007 vom 20. Juni 2008, E. 6.1).

In Verbindung mit der Heirat der Kindsmutter stellt die aussereheliche 
Vaterschaft jedenfalls ein gewichtiges Indiz für die vorinstanzliche Tat-
sachenvermutung dar; dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer 
die Ehe mit der zweiten Ehefrau auffallend rasch, nämlich eineinhalb 
Monate nach der Scheidung von der Schweizerin, einging. 

6.7 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer 
mit  seinen bisherigen  Vorbringen  die  Vermutung,  dass  während des 
Einbürgerungsverfahrens  keine  stabile  eheliche  Lebensgemeinschaft 
bestand, nicht zu entkräften vermochte. Ebenso wenig kann er objektiv 
nachvollziehbare  Gründe  dafür  nennen,  warum  seine  Ehe,  die  zum 
Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung  angeblich  noch  intakt  war, 
bereits  sechseinhalb  Monate  später,  bei  Einreichung des  gemeinsa-
men Scheidungsbegehrens, gescheitert war. Es ist somit davon auszu-
gehen,  dass  der  Beschwerdeführer  die  erleichterte  Einbürgerung  im 
Sinne von Art. 41 BüG durch falsche Angaben bzw. das Verheimlichen 
erheblicher Tatsachen erschlichen hat.

7.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 
Verfügung rechtmässig ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen.

8.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwer-
deführer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese 
sind auf Fr. 800.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Dispositiv Seite 20

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr.800.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Sie  werden  mit  dem in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvor-
schuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (gegen Empfangsbestätigung, Akten Ref-Nr. [...] und 

[...] retour)
- das Amt für Bürgerrecht und Zivilstand des Kantons St. Gallen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Daniel Grimm

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

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