# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e328ba55-383d-56af-8442-a4230e6ed0be
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.10.2014 200 2013 1084
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1084_2014-10-17.pdf

## Full Text

200 13 1084 IV
GRD/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2014, IV/13/1084, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1953 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 2. Juni 2008 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Als 
Art der Behinderung gab er einen psychischen Zusammenbruch an (Akten 
der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Am 5. Juni 2008 gewährte die IVB Frühin-
terventionsmassnahmen in Form von Eingliederungsberatung (AB 6). Nach 
Durchführung von beruflichen Abklärungen (AB 25, 32) sowie zwei Arbeits-
trainings (AB 34, 38) fand der Versicherte per 1. Juli 2010 eine Tätigkeit. 
Daraufhin schloss die IVB die Arbeitsvermittlung ab (AB 62). Mit Verfügung 
vom 17. Mai 2011 wies sie das Leistungsbegehren ab (AB 65).

B.

Am 29. Mai 2012 meldete sich der Versicherte erneut bei der IVB zum Leis-
tungsbezug an (AB 67). In der Folge holte die IVB diverse erwerbliche und 
medizinische Unterlagen ein. Am 21. Juni 2012 teilte sie dem Versicherten 
mit, dass berufliche Massnahmen nicht angezeigt seien. Es werde der An-
spruch auf eine Rente geprüft (AB 79). Weiter holte die IVB unter anderem 
ein von der Visana in Auftrag gegebenes Gutachten von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Neurologie FMH, der D.________ vom 29. Janu-
ar 2013 (AB 95.2) ein. Mit Vorbescheid vom 26. Januar 2013 stellte die IVB 
bei einem Invaliditätsgrad von 57% die Ausrichtung einer halben Rente ab 
Dezember 2012 in Aussicht (AB 97). In der Folge reichte Prof. Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, bei der IVB 
einen Bericht vom 11. März 2013 (AB 101) sowie einen Austrittsbericht des 
Spitals J.________ vom 19. März 2013 (AB 107) ein. Mit Mitteilung vom 
18. März 2013 gewährte die IVB Beratung und Unterstützung bei der Stel-
lensuche (AB 104). Weiter veranlasste sie eine Stellungnahme des Regio-
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 1. Mai 2013 (AB 112). Am 23. Mai 
2013 erfolgte eine Eingabe des Beschwerdeführers (AB 116). Mit Verfü-
gung vom 14. August 2013 hielt die Invalidenversicherung an ihrem Vorbe-

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scheid fest und bestätigte den Anspruch auf eine halbe Rente ab Dezem-
ber 2012 (AB 120). Am 14. Oktober 2013 verfügte die IVB den Abschluss 
der Arbeitsvermittlung (AB 125). 

C.

Gegen die Verfügung vom 14. August 2013 erhob der Versicherte, vertre-
ten durch B.________, mit Eingabe vom 16. September 2013 beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern Beschwerde und beantragte die Aufhebung 
der Verfügung vom 14. August 2013 sowie die Zusprache einer Dreivier-
telsrente. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass auf 
das Gutachten der D.________ vom 29. Januar 2013 nicht abgestellt wer-
den könne. Zudem sei vom Invalideneinkommen ein Abzug von 15%-20% 
zu berücksichtigen.

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Februar 2014 beantragte die IVB - nach 
Einholung von zwei Stellungnahmen des RAD vom 16. Januar und 12. Fe-
bruar 2014 (AB 134, 140) sowie einer Stellungnahme von Dr. med. 
C.________ vom 3. Februar 2014 (AB 138) - die Abweisung der Be-
schwerde. Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer liess sich nicht 
mehr vernehmen.

Am 14. Oktober 2014 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 14. August 2013 
(AB 120). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-

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lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

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2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV; bis 31. Dezember 2011 Art. 87 Abs. 3 und 4 
IVV). Dies gilt auch für Revisionsgesuche im Sinne von Art. 17 Abs. 1 
ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie analog, wenn die versicherte 
Person nach vorausgegangener rechtskräftiger Ablehnung erneut eine Ein-
gliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 
S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die 
Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründe-
ten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesu-
chen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.5.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

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3.

3.1 Auf die Neuanmeldung vom 29. Mai 2012 (AB 67) trat die IVB ein. 
Dies ist zu recht unbestritten und hier nicht weiter zu prüfen. Im vorliegen-
den Fall ist eine materielle Überprüfung des Anspruches auf IV-Leistungen 
bzw. des relevanten Invaliditätsgrades vorzunehmen, wobei insbesondere 
auch ein Neuanmeldungsgrund erstellt sein muss (vgl. E. 2.5.2 hiervor). 
Dabei ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 
14. August 2013 (AB 120) mit demjenigen im Zeitpunkt der rentenabwei-
senden Verfügung vom 17. Mai 2011 (AB 65) zu vergleichen (vgl. E. 2.5.3 
hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 17. Mai 2011 (AB 65), in welcher im Rahmen 
einer erfolgreichen beruflichen Wiedereingliederung das Leistungsbegeh-
ren abgewiesen wurde, stützte sich in medizinischer Hinsicht massgeblich 
auf den Bericht von Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, vom 11. August 2008. Dieser diagnostizierte mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine reaktive depressive Entwicklung (AB 13, S. 1). 
Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Mittelfristig sollte jede 
Tätigkeit, die dem breiten beruflichen Horizont des Beschwerdeführers ent-
spreche, ohne zeitliche Beschränkung möglich sein (AB 13, S. 2).

In den aktuellen medizinischen Berichten diagnostizieren die Ärzte beim 
Beschwerdeführer übereinstimmend eine Polyneuropathie mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.3 hiernach). Eine solche wurde zwar be-
reits vor Verfügungserlass im Mai 2011 erwähnt (vgl. AB 31, S. 1; 67, S. 5 
[bestehend seit April 2010] und AB 77, S. 2 [bestehend seit 2009]), jedoch 
ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.

Damit ist ein Neuanmeldungsgrund gegeben und der Rentenanspruch frei 
zu prüfen (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 
E. 1.1).

3.3 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

3.3.1 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie FMH, diagnostizierte (undatierter Bericht; Posteingang am 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

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14. Juni 2012) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine axonale, demy-
elisierende, sensible Polyneuropathie (AB 77, S. 2). Die bisherige Tätigkeit 
sei noch im Rahmen von vier bis sechs Stunden zumutbar. Dabei bestehe 
eine verminderte Leistungsfähigkeit von 50%-60%. Mit einer Wiederauf-
nahme der beruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne 
nicht gerechnet werden (AB 77, S. 4). Die Arbeitsfähigkeit sei psychisch 
und neurologisch um insgesamt ca. 50% eingeschränkt (AB 77, S. 6).

3.3.2 Prof. Dr. med. E.________ diagnostizierte (undatierter Bericht; 
Posteingang am 11. Juli 2012) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
distal symmetrische schmerzhafte sensorische Polyneuropathie unklarer 
Ätiologie, eine schmerzhafte Haglundexostose Calcaneus links, Asthma 
bronchiale und einen Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoesyndrom 
(AB 82, S. 2). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr 
zumutbar (AB 82, S. 3). Durch die ausgeprägte Polyneuropathie sei der 
Beschwerdeführer nicht mehr fähig, eine körperliche Tätigkeit auszuüben. 
Ob mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der 
Einsatzfähigkeit gerechnet werden könne, sei zurzeit nicht sicher (AB 82, 
S. 4). Rein „sitzende“ Tätigkeiten seien versuchsweise ein bis zwei Stun-
den pro Tag zumutbar (AB 82, S. 6). Er attestierte eine 100%-ige Arbeits-
unfähigkeit vom 16. Dezember 2011 bis auf weiteres (AB 80, S. 2; 82, 
S. 7).

3.3.3 Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnos-
tizierte im Bericht vom 25. Juli 2012 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine multifaktorielle Polyneuropathie (AB 84, S. 2).

Im Bericht vom 25. Oktober 2012 führte Prof. Dr. med. H.________ aus, 
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bzw. die Befunde bei der 
Polyneuropathie hätten sich verschlechtert (AB 85, S. 1 f.; vgl. auch 
AB 101, S. 3). Er attestierte - in der bisherigen wie auch in einer angepass-
ten Tätigkeit - eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (AB 85, S. 3 f.).

3.3.4 Der Gutachter der D.________, Dr. med. C.________, diagnosti-
zierte im Gutachten vom 29. Januar 2013 mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eine schmerzhafte distal und sensibel betonte Polyneuropathie 
und ein metabolisches Syndrom (AB 95.2, S. 15). In der bisherigen Tätig-

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keit bestehe aus neurologischer Sicht eine Restarbeitsfähigkeit von 50% 
bzw. vier Stunden pro Tag (AB 95.2, S. 17, 20). Angepasst erscheine auf-
grund der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers eine körper-
lich nicht schwere wechselbelastende Tätigkeit – wie zuletzt im …. Für eine 
solche Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50% bzw. vier Stunden 
pro Tag (AB 95.2, S. 18, 22). 

3.3.5 Im Schreiben vom 11. März 2013 führte Prof. Dr. med. E.________ 
aus, er könne die Schlussfolgerungen von Dr. med. I.________ in seinem 
sehr ausführlichen Bericht nicht nachvollziehen. Es sei eine weitere Ver-
schlechterung der Polyneuropathie erreicht worden, welche mit der Ausü-
bung einer beruflichen Tätigkeit nicht mehr zu vereinbaren sei. Zudem sei-
en die multiplen internistischen Diagnosen, welche in allen Austrittsberich-
ten erwähnt wurden, in der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht berück-
sichtigt worden. Der Beschwerdeführer sei aus neurologischer und medizi-
nischer Sicht mindestens zu 70% arbeitsunfähig (AB 101, S. 1). 

3.3.6 Vom 8. bis 11. Januar 2013 war der Beschwerdeführer im Spital 
J.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 19. März 2013 diagnosti-
zierten die Ärzte eine schmerzhafte, distal und sensibel betonte, symmetri-
sche Polyneuropathie, einen Verdacht auf einen phlegmonösen Weichtei-
linfekt medial des linken Knies mit oberflächlicher Bulla, ein mittelschweres 
obstruktives Schlafapnoesyndrom und eine Steatohepatitis, vorbeschrie-
ben, Differentialdiagnose alkoholisch versus nicht-alkoholisch (medika-
mentös). Als Nebendiagnosen nannten sie ein metabolisches Syndrom, 
eine anamnestische Laktoseintoleranz und eine subklinische Hypothyreose 
(AB 107, S. 1). Zur Arbeitsfähigkeit führten sie aus, der Beschwerdeführer 
sei zu 100% zu berenten (AB 107, S. 6).

3.3.7 Die RAD-Ärztin Dr. med. K.________, Fachärztin für Neurologie 
FMH, führte im Bericht vom 1. Mai 2013 aus, das Gutachten von Dr. med. 
C.________ sei umfassend, sorgfältig, schlüssig und medizinisch nachvoll-
ziehbar (AB 112, S. 2; vgl. auch Stellungnahme vom 16. Januar 2014, 
AB 134).

3.3.8 In der Stellungnahme vom 3. Februar 2014 führte Dr. med. 
C.________ aus, dass keine neuen relevanten medizinischen Aktenstücke 

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vorlägen, welche etwas an seiner Beurteilung vom 29. Januar 2013 ändern 
würden. Als Neurologe könne er naturgemäss nur zu den neurologischen 
Aspekten einer Gesundheitsschädigung Stellung nehmen. Die internisti-
schen Gesundheitsprobleme könne er nicht kompetent beurteilen (AB 138, 
S. 7 f.). Erstaunlich erscheine allerdings die Tatsache, dass in den Unterla-
gen kein neues medizinisches Dokument enthalten sei, welches den Ver-
lauf im abgelaufenen Jahr aus medizinischer Sicht beschreiben würde. 
Dies sei in Anbetracht der Multimorbidität des Beschwerdeführers erstaun-
lich und betreffe vor allem auch den psychiatrischen Aspekt, weil der Be-
schwerdeführer diesbezüglich offensichtlich weiterhin in psychiatrischer 
Behandlung gestanden habe (AB 138, S. 8).

3.3.9 In der Stellungnahme vom 12. Februar 2014 legte Dr. med. 
K.________ dar, dass Dr. med. C.________ zu den medizinischen Ein-
wänden, die Polyneuropathie betreffend, schlüssig und plausibel Stellung 
genommen habe. Im Vordergrund sei bis zum Zeitpunkt des Gutachtens 
das neurologische Leiden gestanden. Die internistischen Diagnosen bedin-
gen keine massgebliche Arbeitsunfähigkeit. Es fänden sich im Verlauf nach 
dem Gutachten Hinweise auf eine mögliche Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes, wobei eine entsprechende Verschlechterung nicht 
geltend gemacht worden sei (AB 140, S. 2).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

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tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 14. August 2013 (AB 120) auf das Gutachten der D.________ von Dr. 
med. C.________ vom 29. Januar 2013 (AB 95.2) abgestützt. Dieses erfüllt 
die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor), 
weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb 
S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Ab-
klärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung 
der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeits-
fähigkeit werden nachvollziehbar begründet. Dr. med. C.________ führte 
schlüssig und nachvollziehbar aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund 
einer schmerzhaften distal und sensibel betonten Polyneuropathie in einer 
wechselbelastenden Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig ist (AB 95.2, S. 15, 17 f., 
20; vgl. auch AB 112; 138, S. 7 f.; 140, S. 2). Das vom Gutachter erwähnte 
internistische Leiden bzw. metabolische Syndrom (mit Adipositas, Dyslipi-
dämie, Diabetes mellitus Typ II, Hyperurikämie, Schlafapnoesyndrom, sub-
klinische Hypothyreose) sowie auch die angesprochenen psychischen Pro-
bleme bzw. die psychosoziale Belastungssituation (AB 95.2, S. 13, 15 f.; 
vgl. auch AB 138, S. 8) wurden in der Beurteilung zu Recht nicht berück-
sichtigt. Der Umstand, dass sich der Neurologe nicht zu internistischen und 
psychiatrischen Leiden äussert, ist nicht zu beanstanden, verfügt er doch 
nicht über die entsprechenden Facharzttitel Psychiatrie und Psychotherapie 
sowie Allgemeine Innere Medizin (vgl. AB 138, S. 7 sowie Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 22. März 2010, 8C_83/2010, E. 3.2.3). Zudem 
ist darauf hinzuweisen, dass weder den behandelbaren internistischen Lei-
den noch den psychosozialen Faktoren invalidisierende Wirkung zukommt 
(vgl. Entscheid des BGer vom 22. August 2008, 8C_74/2008, E. 2.2 sowie 

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BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2 sowie Stel-
lungnahme des RAD vom 16. Januar 2014 [AB 134, S. 2 f.]), so dass sich 
eine weitere Abklärung erübrigt. Auf das Gutachten der D.________ von 
Dr. med. C.________ vom 29. Januar 2013 kann somit abgestellt werden.

3.6 Der Bericht von Prof. Dr. med. E.________ vom 11. März 2013 
(AB 105), wonach der Beschwerdeführer aus neurologischer und medizini-
scher Sicht mindestens zu 70% arbeitsunfähig ist, vermag daran nichts zu 
ändern. Wie bereits ausgeführt, sind die internistischen Leiden nicht invali-
disierend und daher bei der Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
nicht zu berücksichtigen (vgl. E. 3.5 hiervor). Der Allgemeinmediziner stützt 
sich bei seiner Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit denn auch 
auf die unbestrittenen neurologischen, nicht jedoch sein Fachgebiet betref-
fende invalidisierende Leiden. Damit übersteigt er mangels eines Facharzt-
titels in Neurologie sein Fachgebiet (vgl. BGer 8C_83/2010, E. 3.2.3), wes-
halb nicht unbesehen darauf abgestellt werden kann. Kommt hinzu, dass 
sich Prof. Dr. med. E.________ widerspricht, wenn er einerseits ausführt, 
der Zustand des Beschwerdeführers sei nicht mehr mit der Ausübung einer 
beruflichen Tätigkeit zu vereinbaren, andererseits aber von einer 30%-igen 
Arbeitsfähigkeit ausgeht (AB 105, S. 1).

Nichts daran ändert der Bericht des Spitals J.________ vom 19. März 
2013. So äussern sich die Ärzte darin nicht aus medizinischer Sicht zur 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers, sondern führen le-
diglich aus, dass dieser zu 100% zu berenten sei (AB 107, S. 6). Es ist 
Aufgabe der Verwaltung bzw. des Gerichts, den Invaliditätsgrad festzule-
gen. Die Ärzte haben sich ausschliesslich zu medizinischen Belangen und 
dessen Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit zu äussern.

3.7 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer 
angepassten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig ist.

4. Zu prüfen ist weiter die Invaliditätsbemessung (vgl. E. 2.3 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2014, IV/13/1084, Seite 13

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur 
unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen-
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden 
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV 
Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens 
anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Ge-
sundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchs-
volle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnittlichen 
monatlichen Bruttolohn („Total“) für Männer oder Frauen bei einfachen und 
repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszugehen. Dabei sind in 
erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massgebend (SVR 
2002 UV Nr. 15 S. 50 E. 3c cc).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2014, IV/13/1084, Seite 14

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
Anmeldung bei der IVB am 29. Mai 2012 (AB 67) sowie der attestierten 
Arbeitsunfähigkeit (von mindestens 40% ohne wesentlichen Unterbruch) 
seit dem 16. Dezember 2011 (vgl. AB 82, S. 7) der 1. Dezember 2012 
(Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG i.V.m. Art. 29. Abs. 3 IVG). Auf diesen Zeitpunkt 
hin ist der Einkommensvergleich vorzunehmen.

4.3 Der Beschwerdeführer ist gelernter …. Zudem verfügt er über eine 
Weiterbildung als … und absolvierte eine … (AB 42, S. 3). Zuletzt arbeitete 
er als Mitarbeiter im … für die L.________. Diese Anstellung wurde durch 
die Arbeitgeberin per 31. März 2012 infolge einer Neuorganisation des …, 
d.h. aus invaliditätsfremden Gründen gekündigt (AB 81). Somit ist das Inva-
lideneinkommen gestützt auf die Tabellenwerte, LSE 2010, zu berechnen 
(vgl. E. 4.1.1 hiervor). Vorliegend ist auf die unter www.bfs.admin.ch ein-
sehbare Tabelle TA7, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert und Quartilbe-
reich) nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Ge-
schlecht, Zeile 23 (andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten), Ni-
veau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt), Männer, abzustellen. 
Da der Beschwerdeführer zurzeit keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist für 
das Invalideneinkommen ebenfalls auf diesen Wert abzustellen, da damit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2014, IV/13/1084, Seite 15

zumutbare Verweistätigkeiten abgebildet werden (vgl. E. 3.7 hiervor). Sind 
Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu 
berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der 
Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (50%) unter Berücksichti-
gung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des EVG vom 15. April 
2003, I 1/03, E. 5.2).

Da den medizinischen Einschränkungen bereits mit der reduzierten Leis-
tungsfähigkeit Rechnung getragen wird, ist ein behinderungsbedingter Ab-
zug nicht vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 5. Juli 2011, 
8C_261/2011, E. 7.3). Hingegen kann der Beschwerdeführer nur noch ei-
ner Teilzeit-Arbeit nachgehen, weshalb sich vorliegend ein Abzug von 10% 
rechtfertigt (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Demnach ergibt sich ein Invaliditätsgrad 
von 55%, welcher ab Dezember 2012 zu einer halben Rente der Invaliden-
versicherung berechtigt (vgl. E. 2.2 hiervor). Selbst bei Gewährung eines 
Abzuges von 15% würde sich nichts ändern, würde dieser doch zu einem 
Invaliditätsgrad von gerundet (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 58% 
führen.

4.4. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtmässig und 
die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

Da vorliegend nur der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt der Verfügung vom 
14. August 2013 zu beurteilen ist (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140), ist der 
Beschwerdeführer abschliessend darauf hinzuweisen, dass es ihm frei 
steht, bei einer allfälligen Verschlechterung des (neurologischen) Gesund-
heitszustandes ein Revisionsbegehren einzureichen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2014, IV/13/1084, Seite 16

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ 

z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2014, IV/13/1084, Seite 17

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.