# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84212ca8-74e3-5d92-b0ce-cd6881cd5cf0
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-14
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2019
**Docket/Reference:** ST.2023.56
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-st.2023.56.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2023.56 

Entscheid 

14. Dezember 2023 

Mitwirkend: 

Einzelrichterin Verena Bieri und Gerichtsschreiberin Angela Schorno 

A ,    

vertreten durch B AG,  

In Sachen 

gegen 

Rekurrent,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2019 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 2 - 

hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  hat  seinen  Wohnsitz  am  …  2019  von  C/SZ 

nach D, Steuergemeinde E, im Kanton Zürich verlegt. Er führt die Einzelunternehmung 

F (nachfolgend Einzelunternehmung), welche am … 2014 im Handelsregister des Kan-

tons  Schwyz  eingetragen  wurde  und  im  vorliegend  strittigen  Steuerjahr  2019  an  [Ad-

resse] in G/SZ domiziliert war. Gemäss Handelsregisterauszug bezweckt die Einzelun-

ternehmung  den  Handel  mit  H  und  I.  Zudem  liess  der  Pflichtige  am  …  2013  das 

Einzelunternehmen J (nachfolgend J) mit Sitz an [Adresse] in C/SZ in das Handelsregis-

ter eintragen. Dessen Zweck besteht in Beratungsdienstleistungen mit […]. 

In seiner Steuererklärung 2019 vom 16. Dezember 2020 (Datum Eingang) de-

klarierte der Pflichtige ein steuerbares Einkommen von Fr. … und ein steuerbares Ver-

mögen von  Fr.  …  (beides auch  satzbestimmend).  Dabei  entsprachen  die deklarierten 

Einkünfte  von  Fr.  …  dem  erzielten  Reingewinn  aus  seinen  beiden  selbständigen  Er-

werbstätigkeiten. Das deklarierte Vermögen setzte sich demgegenüber aus einem Mi-

nussaldo seines Privatkontos von Fr. …, einem Guthaben von Fr. … auf dem Konto der 

Einzelunternehmung und einem solchen von Fr. … auf jenem der J zusammen. 

Mit  Schlussrechnung  und  Einschätzungsmitteilung  vom  14.  Oktober  2021 

schätzte das kantonale Steueramt den Pflichtigen deklarationsgemäss mit einem steu-

erbaren Einkommen von Fr. … und einem steuerbaren Vermögen von Fr. … ein. 

B. Hiergegen erhob der Pflichtige am 8. November 2021 (Datum Poststempel) 

Einsprache und brachte vor, dass nicht berücksichtigt worden sei, dass sein Einkommen 

von Fr. … aus seiner selbständigen Erwerbstätigkeit stamme. Die entsprechende Ein-

zelunternehmung sei im Steuerjahr 2019 in G/SZ domiziliert und mit eigener Büroinfra-

struktur ausgestattet gewesen.  

Am  15.  November  2021  unterbreitete  die  Steuerkommissärin  dem  Pflichtigen 

einen Einschätzungsvorschlag im Einspracheverfahren wonach sie ein steuerbares Ein-

kommen von Fr. … in den Kanton Schwyz ausschied und das im Kanton Zürich steuer-

bare Einkommen Fr. … (satzbestimmend Fr. …) und das steuerbare Vermögen Fr. … 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 3 - 

(auch satzbestimmend) betragen solle.  Als Begründung führte sie an, dass  sie davon 

ausgehe, dass sich der Sitz der Einzelunternehmung am Wohnsitz des Pflichtigen be-

funden habe. Entsprechend erfolge eine Steuerausscheidung pro rata temporis (… Tage 

C und … Tage D, Steuergemeinde E). 

Für  den  Fall,  dass  sich  der  Pflichtige  mit  dem  Einschätzungsvorschlag  nicht 

einverstanden erklären könne, werde er gebeten, die gleichentags versandte Auflage zu 

beantworten. 

Darauf reagierte der Pflichtige mit Eingabe vom 28. Dezember 2021 und reichte 

diverse Unterlagen ein. 

Mit Mahnung vom 10. Januar 2022 machte die Steuerkommissärin den Pflich-

tigen  darauf  aufmerksam,  dass  die  eingereichten  Unterlagen  für  den  Nachweis,  dass 

sich der steuerliche Geschäftsort der Einzelunternehmung in G/SZ befinde, nicht ausrei-

chen würden. 

Der Pflichtige reichte daraufhin am 25. Januar 2022 eine kurze Stellungnahme 

sowie weitere Unterlagen, insbesondere die Kontoblätter zur Jahresrechnung 2019 und 

einen printscreen, wonach ein Vertrag betreffend Büroarbeitsplatz abgeschlossen wor-

den sei, ein. 

Am 4. April 2022 ersuchte die Steuerkommissärin den Pflichtigen in einer wei-

teren Auflage um Einreichung zusätzlicher Unterlagen, insbesondere von Belegen und 

Rechnungen betreffend die Betriebseinrichtung, Porti und Telefonkosten sowie um Aus-

führungen zur Wohnsituation in D. 

Mit Eingabe vom 24. Mai 2022  äusserte sich der Pflichtige zu dieser Auflage 

und reichte weitere Unterlagen ein. 

Daraufhin wies das kantonale Steueramt die Einsprache ab und bestätigte die 

dem  Pflichtigen  im  Einschätzungsvorschlag  unterbreiteten  Steuerfaktoren  im  Ein-

spracheentscheid vom 17. Januar 2023. 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 4 - 

C. Hiergegen liess der nunmehr vertretene Pflichtige am 15. Februar 2023 Re-

kurs  erheben,  umfangreiche  weitere  Unterlagen  einreichen  und  beantragen,  dass  die 

Einkünfte sowie das Geschäftsvermögen aus selbständiger Erwerbstätigkeit dem Kan-

ton Schwyz, C, zuzuweisen seien und auf eine Steuerpflicht im Kanton Zürich zu ver-

zichten sei. 

In  seiner  Rekursantwort  vom  15.  März  2023  nahm  das  kantonale  Steueramt 

zum Fahrzeugaufwand des Pflichtigen Stellung, verwies im Übrigen auf die Erwägungen 

des Einspracheentscheids und beantragte die Abweisung des Rekurses. 

Mit Schreiben vom 12. April 2023 machte der Pflichtige persönlich weitere Aus-

führungen zu seinen Motorfahrzeugen sowie zu den im Jahr 2019 zurückgelegten Kilo-

metern und reichte die E-Mailkorrespondenz mit dem Steueramt C betreffend das Steu-

erjahr  2019  ein.  Am  13.  April  2023  nahm  zudem  seine  Vertreterin  zur  Rekursantwort 

Stellung. 

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird ‒ soweit rechtserheblich ‒ in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

1. Der Pflichtige betreibt mit seiner Einzelunternehmung Handel mit H und I und 

bietet mit der J Beratungsdienstleistungen mit […] an. Die daraus fliessenden Einkünfte 

sind  gestützt  auf  § 18  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  8.  Juni  1997  (StG)  steuerbar. 

Gemäss dieser Bestimmung unterliegen nämlich alle Einkünfte aus einem Handels-, In-

dustrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus 

jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit der Einkommenssteuer. 

Während gemäss Erfolgsrechnung der gesamte Ertrag aus dem Verkauf von H 

stammt,  scheint  die  J  einzig  Aufwand  zu  generieren  (vgl.  auch  die  Auszüge  aus  den 

Detailkonti). 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 5 - 

2. Strittig und im Folgenden zu klären ist deshalb, wo der Pflichtige die aus der 

Einzelunternehmung fliessenden Einkünfte zu versteuern hat. Zu diesem Zweck ist zu 

ermitteln, ob sich der Sitz der Einzelunternehmung im Steuerjahr 2019 am Wohnsitz des 

Pflichtigen in D/ZH oder – entsprechend dem Handelsregistereintrag – in G/SZ befand. 

a)  aa)  Natürliche  Personen  sind  aufgrund  persönlicher  Zugehörigkeit  steuer-

pflichtig,  wenn  sie  ihren  steuerrechtlichen  Wohnsitz  oder  Aufenthalt  im  Kanton  haben  

(§ 3 Abs. 1 StG; vgl. auch Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung 

der  direkten  Steuern  der  Kantone  und  Gemeinden  vom  14.  Dezember  1990  [StHG]). 

Einen steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton hat eine Person, wenn sie sich hier mit der 

Absicht dauernden Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen be-

sonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist (§ 3 Abs. 2 StG; Art. 3 Abs. 2 StHG). Bei per-

sönlicher  Zugehörigkeit  ist  die  Steuerpflicht  im  entsprechenden  Kanton  unbeschränkt 

und begründet ein Hauptsteuerdomizil, weshalb grundsätzlich das gesamte Einkommen 

und  Vermögen  eines  Steuerpflichtigen  dort  unbeschränkt  der  Besteuerung  unterliegt  

(§  5  Abs.  1  StG;  Richner/Frei/Kaufmann/Rohner,  Kommentar  zum  Zürcher  Steuerge-

setz, 4. A., 2021, § 5 N 3 StG). 

bb)  Die Steuerpflicht  aufgrund persönlicher  Zugehörigkeit  erstreckt  sich aller-

dings  nicht  auf  Geschäftsbetriebe,  Betriebsstätten  und  Grundstücke  ausserhalb  des 

Kantons (§ 5 Abs. 1 StG).  

Natürliche Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kan-

ton sind aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie im Kanton Ge-

schäftsbetriebe  oder  Betriebsstätten  unterhalten  (§  4  Abs.  1  lit.  a  StG;  Art.  4  Abs. 1 

StHG). Im interkantonalen Verhältnis stellt der Geschäftsbetrieb ein Nebensteuerdomizil 

dar. Steuerpflichtige, die ausserhalb ihres Wohnsitzkantons in ständigen Einrichtungen 

eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben, begründen am Ort der Geschäftsniederlas-

sung ein Spezialsteuerdomizil, an welchem das im Geschäft investierte Vermögen und 

das daraus fliessende Einkommen, inkl. Entschädigungen und Abfindungen für die Auf-

gabe oder Unterlassung einer geschäftlichen Tätigkeit, Schadenersatz für entgangenen 

Gewinn,  Liquidationsgewinnen  usw.,  steuerpflichtig  sind  (Richner/Frei/Kaufmann/Roh-

ner, § 5 N 9 und 40 f. StG). Entsprechend beschränkt sich bei wirtschaftlicher Zugehö-

rigkeit die Steuerpflicht auf die Teile des Einkommens und Vermögens, für die gemäss 

§ 4 StG eine Steuerpflicht im Kanton besteht (§ 5 Abs. 2 StG).  

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 6 - 

Unter Geschäftsbetrieben  im  Kanton  sind  schweizerische Personenunterneh-

men, d.h. nach schweizerischem Recht errichtete Einzelunternehmen und Personenge-

sellschaften (Kollektiv- und Kommanditgesellschaften; Art. 552 ff., 594 ff. OR), die ihren 

Sitz im Kanton haben, zu verstehen. Grundsätzlich haben sich diese Geschäftsbetriebe, 

soweit sie ein Handels-, Fabrikations- oder ein anderes nach kaufmännischer Art geführ-

tes Gewerbe betreiben, am Ort der Hauptniederlassung in das Handelsregister eintragen 

zu lassen (Art. 934 Abs. 1 OR). Der Sitz von Einzelunternehmen und Personengesell-

schaften befindet sich i.d.R. am Ort der zentralen Geschäftsführung, dort wo die Gesell-

schaft ins Handelsregister einzutragen ist. Wird die Geschäftsführung an verschiedenen 

Stellen betrieben, so ist der Schwerpunkt zu bestimmen. In der Regel ist der  im Han-

delsregister eingetragene Sitz massgebend. Die Steuerbehörden können jedoch davon 

abweichen, wenn der eingetragene bzw. statutarische Sitz nicht den wirklichen Verhält-

nissen entspricht, z.B. wenn dort weder Einrichtungen oder Infrastrukturen vorhanden 

sind,  noch  Geschäftshandlungen  durchgeführt  werden.  Selbst  wenn  eine  Infrastruktur 

vorhanden ist, ist auf einen solchen Ort nicht abzustellen, wenn sich in dieser Infrastruk-

tur keine relevante Tätigkeit abspielt (blosses Briefkastendomizil). Dies kann z.B. daran 

gemessen werden, dass sich die (Spesen-)Aufwendungen nicht auf diese Adresse be-

ziehen, dort keine Telefonate getätigt werden und die Kunden aus einem anderen Raum 

stammen  und Besprechungen mit  diesen  dort,  ausserhalb der  "Geschäftsräumlichkei-

ten"  durchgeführt  werden.  Für  das  Vorhandensein  einer Geschäftsniederlassung  aus-

serhalb des  Wohnsitzkantons  genügt  daher  eine  bloss formale Erklärung  durch  einen 

Handelsregistereintrag, ein  blosser  Briefkasten oder  gar  ein Postfach nicht.  Nur,  aber 

immerhin soweit sich die Tätigkeit auch wirklich in den ständigen körperlichen Anlagen 

und Einrichtungen am Ort der Geschäftsniederlassung abspielt, sind das dort auf eigene 

Rechnung  erzielte  Einkommen  und  das  der  Berufsausübung  dienende  Vermögen  am 

Geschäftsort  steuerbar.  Wickelt  sich  hingegen  die  Erwerbstätigkeit  nicht  in  ständigen 

Anlagen  und  Einrichtungen  ausserhalb  des  Hauptsteuerdomizils  ab,  sind  Einkommen 

und  Vermögen  am  Hauptsteuerdomizil  steuerbar,  selbst  wenn sich  dort  keine  spezifi-

schen Einrichtungen befinden (BGr, 13. Dezember 2005, 2P.149/2005, E. 3.1 mit weite-

ren  Hinweisen).  Insofern  wird  ein  geltend  gemachtes  Spezialsteuerdomizil  des  Ge-

schäftsorts – wie ein Hauptsteuerdomizil – nicht anerkannt, wenn es den tatsächlichen 

Verhältnissen nicht entspricht und als künstlich geschaffen erscheint.  

Bei geschäftlichen Tätigkeiten, die ihrer Natur nach nur teilweise von an sich 

vorhandenen ständigen Anlagen und Einrichtungen aus erbracht werden, mehrheitlich 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
- 7 - 

aber dezentral an den Kundenstandorten, geht es um den Mittelpunkt des geschäftlichen 

Betriebs. Massgeblich ist in einem solchen Fall, wo die übrigen Tätigkeiten (u.a. Akqui-

sition, Weiterbildung, Korrespondenz und Fakturierung, Buchhaltung) ausgeübt werden 

(Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 4 N 6 f. StG). Befindet sich "lediglich" die tatsächliche 

Leitung des  Geschäftsbetriebs  im  Kanton,  genügt  das  als  Anknüpfung  für  die Steuer-

pflicht, sofern diese Tätigkeit in festen Anlagen oder Einrichtungen erfolgt (was i.d.R. der 

Fall ist). Der formelle zivilrechtliche Sitz allein ist jedoch für die Steuerpflicht im Kanton 

nicht ausschlaggebend (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 4 N 9 StG). 

cc)  Die  Abgrenzung  der  Steuerpflicht  für  Geschäftsbetriebe,  Betriebsstätten 

und Grundstücke erfolgt im Verhältnis zu anderen Kantonen und zum Ausland nach den 

Grundsätzen  des  Bundesrechts  über  das  Verbot  der  interkantonalen  Doppelbesteue-

rung (§ 5 Abs.  3 StG). Nach  der  ständigen Rechtsprechung des  Bundesgerichts  liegt 

eine gegen Art. 127 Abs. 3 BV verstossende Doppelbesteuerung vor, wenn eine steuer-

pflichtige Person von zwei oder mehreren Kantonen für das gleiche Steuerobjekt und für 

die gleiche Zeit zu Steuern herangezogen wird (aktuelle Doppelbesteuerung) oder wenn 

ein Kanton in Verletzung der geltenden Kollisionsnormen seine Steuerhoheit überschrei-

tet und eine Steuer erhebt, die einem anderen Kanton zusteht (virtuelle Doppelbesteue-

rung; auch wenn sich die beteiligten Kantone somit über die Steueraufteilung einig sind 

und keine aktuelle Doppelbesteuerung vorliegt, ist damit die steuerpflichtige Person nicht 

verloren und verkauft. Sie kann sich gegen die ihrer Meinung nach falsche Steuerauftei-

lung wehren, weil ein Verstoss gegen das Verbot der virtuellen Doppelbesteuerung vor-

liege; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 5 N 19 StG). Ausserdem darf ein Kanton 

eine steuerpflichtige Person grundsätzlich nicht deshalb stärker belasten, weil sie nicht 

in vollem Umfang seiner Steuerhoheit untersteht, sondern zufolge ihrer territorialen Be-

ziehungen auch noch in einem anderen Kanton steuerpflichtig ist (Schlechterstellungs-

verbot; BGE 131 I 409 E. 2.1). 

dd)  Steuerpflichtige,  die  im  Kanton  nur  für  einen  Teil  ihres  Einkommens  und 

Vermögens  steuerpflichtig  sind,  entrichten  die  Steuern  für  die  im  Kanton  steuerbaren 

Werte nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen und Vermögen entspricht; 

steuerfreie Beträge werden ihnen anteilsmässig gewährt (§ 6 Abs. 1 StG; Progressions-

vorbehalt). 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 8 - 

b)  aa)  Gemäss  der  Untersuchungsmaxime  müssen  die  Steuerbehörden  die 

rechtserheblichen Tatsachen von Amtes wegen abklären und können ihrem Entscheid 

nur solche Tatsachen zugrunde legen, von deren Vorhandensein sie sich überzeugt ha-

ben (§ 138 StG). Zu diesem Zweck müssen Einschätzungs- und Einsprachebehörde die 

steuerpflichtige Person ausdrücklich durch verfahrensleitende Verfügungen (Auflagen, 

Vorladungen) auffordern, die erforderlichen Sachdarstellungen und Beweismittel beizu-

bringen, die sie zur Abklärung des Sachverhalts benötigen. Die steuerpflichtige Person 

ist gehalten, an der Abklärung der dem Steuerabzug zu Grunde liegenden Tatsachen 

mitzuwirken (§ 135 StG). 

Die  Untersuchungsmaxime  gilt  auch  im  Verfahren  vor  Steuerrekursgericht 

(§ 148 Abs. 3 StG; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 148 N 12 ff. StG). Dieser ‒ nach 

dem Gesetz umfassenden Untersuchungspflicht des Steuerrekursgerichts ‒ müssen in-

dessen  aus  praktischen  Gründen  Schranken  gesetzt  sein.  So  besteht  eine  Untersu-

chungspflicht nur, soweit die steuerpflichtige Person an der Sachverhaltsermittlung ge-

hörig  mitwirkt.  Weil  für  steueraufhebende  und  -mindernde  Tatsachen,  für  die  sie  die 

Beweislast trägt, regelmässig die natürliche Vermutung spricht, dass sie alle entlasten-

den Umstände von sich aus vorbringt, besteht ihre Obliegenheit zur Mitwirkung hinsicht-

lich solcher Tatsachen auch darin, sie geltend zu machen, darzutun und nachzuweisen. 

Genügend  substantiiert  ist  eine  Sachdarstellung,  welche  hinsichtlich  Art,  Motiv  und 

Rechtsgrund all jene Tatsachenbehauptungen enthält, die ohne weitere Untersuchung, 

aber  unter  dem  Vorbehalt  der  Beweiserhebung  die  rechtliche  Würdigung  der  geltend 

gemachten  Steuerminderung  erlauben.  Der  Steuerpflichtige  hat  bis  zum  Ablauf  der 

Rechtsmittelfrist die zum Beweis für seine Darstellung erforderlichen Beweismittel ein-

zureichen oder zumindest anzubieten (RB 1992 Nr. 32). Fehlt es daran, trifft das Steu-

errekursgericht keine weitere Verpflichtung zur Untersuchung; namentlich hat es nichts 

vorzukehren, um sich die fehlenden Grundlagen zu beschaffen. Es hat den Steuerpflich-

tigen weder zur Ergänzung seiner mangelhaften Sachdarstellung noch zur Beibringung 

besserer Beweismittel anzuhalten (VGr, 2. Oktober 2013, SB.2013.00031, E. 2.2). Dies 

jedenfalls dann, wenn die Vorinstanz den betreffenden Sachverhalt bereits durch ent-

sprechende  verfahrensleitende  Verfügungen  untersucht  hat  (VGr,  22. März  2000, 

SB.2000.00002). 

bb) Die gesetzliche Konzeption geht – wie dargelegt – von einer umfassenden 

Untersuchungspflicht  der  Steuerbehörden  aus,  gibt  diesen  Behörden  dafür  aber  nur 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 9 - 

relativ beschränkte Untersuchungsmittel in die Hand. Damit die Steuerbehörde ihrer Un-

tersuchungspflicht nachkommen kann, ist die steuerpflichtige Person kraft der ihr oblie-

genden Verfahrenspflichten (§§ 133 - 135 StG) verpflichtet (und berechtigt), an der Un-

tersuchung der Steuerbehörden mitzuwirken. In diesem Sinne ist der Steuerpflichtige zur 

Mitwirkung und namentlich zur umfassenden Auskunftserteilung über die massgeben-

den Umstände verpflichtet (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 132 N 7 ff. StG). Insbe-

sondere  muss  der  Steuerpflichtige  auf  Verlangen  der  Steuerbehörde  mündlich  oder 

schriftlich Auskunft erteilen und Geschäftsbücher, Belege und weitere Bescheinigungen 

sowie Urkunden über den Geschäftsverkehr vorlegen (§ 135 Abs. 2 StG). 

cc) Was die Beweislast betrifft, so gilt die Grundregel, dass die Steuerbehörde 

die Beweislast für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflich-

tige Person die Beweislast für steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen trägt (sog. 

Normentheorie). Wird aufgrund eines neu eröffneten ausserkantonalen Spezialsteuerdo-

mizils  des  Geschäftsorts  erstmals  eine  nur  teilweise  Steuerpflicht  im  Wohnsitzkanton 

geltend gemacht, so sind die Steuerpflichtigen für diese steueraufhebende Tatsache be-

weispflichtig. Wird dagegen ein bisher bereits anerkanntes Spezialsteuerdomizil des Ge-

schäftsorts nicht mehr akzeptiert, so trifft die Beweislast die Steuerbehörde des Haupt-

steuerdomizils: Diese muss dartun, dass kein Spezialsteuerdomizil mehr besteht bzw. 

das  zuvor  anerkannte  Spezialsteuerdomizil  neu als  blosses  Scheindomizil  anzusehen 

ist. Erscheint der vom Steueramt angenommene Sitz im Kanton als sehr wahrscheinlich, 

genügt dies regelmässig als Hauptbeweis und liegt es alsdann an der steuerpflichtigen 

Person, den Gegenbeweis zu erbringen (VGr, 26. März 1991 = StE 1992 B 11.1 Nr. 11; 

Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 132 N 107 StG, mit weiteren Hinweisen). 

Diese allgemeine Beweislastregel ist folgendermassen zu präzisieren (mitwir-

kungsorientierte Beweislastverteilung; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 132 N 91 

StG): Die Einschätzungsbehörde trägt im Allgemeinen die objektive Beweislast für steu-

erbegründende, die steuerpflichtige Person dagegen für steuermindernde Tatbestands-

merkmale des Steueranspruchs, wenn trotz Untersuchung von Amtes wegen der rechts-

erhebliche Sachverhalt ungewiss geblieben ist. Die Beweislast für steuerbegründende 

Tatsachen  kann  indes  namentlich  dann  der  steuerpflichtigen  Person  obliegen,  wenn 

diese die mögliche und zumutbare Mitwirkung bei der Abklärung des steuererheblichen 

Sachverhalts  pflichtwidrig  und  in  schuldhafter  Weise  unterlassen  hat.  Wirkte  die 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
- 10 - 

steuerpflichtige Person pflichtgemäss mit, bleibt es bei der Grundregel, wonach die Ein-

schätzungsbehörde die Beweislast für steuerbegründende Tatsachen zu tragen hat.  

dd) Beweismittel unterliegen, mit Ausnahme der öffentlichen Urkunden und Re-

gister, der freien Beweiswürdigung durch die Steuerbehörde. Die freie Beweiswürdigung 

gehört dabei zu den nicht delegierbaren Aufgaben der Steuerbehörde, insbesondere ei-

ner Steuerjustizbehörde. Die Behörde hat aufgrund der aktenkundigen Erkenntnisse und 

ihrer frei gebildeten Überzeugung darüber zu befinden, ob das Beweismittel eine Tatsa-

che als verwirklicht darzutun vermag. Die Bindung der Steuerbehörde an formelle Be-

weisregeln wäre unzulässig (z.B. dass Urkunden generell eine stärkere Beweiskraft hät-

ten  als  Zeugen).  Auch  Geschäftsbücher  und  Gutachten  unterliegen  wie  jedes 

Beweismittel der freien Beweiswürdigung. Die Würdigung hat dabei in erster Linie auf 

der Grundlage der Beweismittel und dem eigenen Wissen der Steuerbehörde um Tatsa-

chen und Erfahrungssätze zu erfolgen. Aber auch das Verhalten der steuerpflichtigen 

Person im gegenwärtigen, allenfalls auch in früheren Verfahren (z.B. widersprüchliche 

Sachdarstellungen) bildet eine Grundlage für die Beweiswürdigung (Richner/Frei/Kauf-

mann/Rohner, § 132 N 84 StG). 

Auch wenn im harmonisierten Steuerrecht an sich das Beweismass der vollen 

Überzeugung ("Regelbeweismass") herrscht, bedarf es keiner absoluten Gewissheit. Es 

genügt, dass die Veranlagungsbehörde nach erfolgter Beweiswürdigung und aufgrund 

objektiver Gesichtspunkte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Vorlie-

gen eines rechtserheblichen Sachumstandes überzeugt ist. Die Auffassung kann auf In-

dizien beruhen und bedingt keinen direkten Beweis. Anders verhält es sich bei Beweis-

not,  bei  welcher  das  mildere  Beweismass  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  als 

ausreichend erachtet wird. Von einer Beweisnot ist nicht schon zu sprechen, wenn eine 

Tatsache,  die  ihrer  Natur  nach  ohne  weiteres  dem  unmittelbaren  Beweis  zugänglich 

wäre, nicht bewiesen werden kann, weil der beweisbelasteten Partei die Beweismittel 

fehlen.  Blosse  Beweisschwierigkeiten  im  konkreten  Einzelfall  können  zu  keiner  Be-

weiserleichterung führen. Gelangt  die  Behörde  zu keiner  derart  gewichtigen Überzeu-

gung,  kommen  die  Beweislastregeln  zur  Anwendung  (BGr,  12.  Februar  2020, 

2C_480/2019, E. 2.3.1, mit weiteren Hinweisen). 

c) aa) Das kantonale Steueramt hält fest, dass es sich beim Pflichtigen um ei-

nen  –  im  Bereich  Beratung  und  Handel  mit  H  –  erfolgreichen  Unternehmer  handle. 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 11 - 

Dieser habe seinen Wohnsitz per … 2019 von C/SZ nach D/ZH verlegt, seine selbstän-

dige Erwerbstätigkeit gemäss Handelsregister jedoch weiterhin im Kanton Schwyz aus-

geübt. Der Homepage der Einzelunternehmung sei zu entnehmen, dass die H versendet 

würden oder in G/SZ und K abgeholt werden könnten. 

Der Pflichtige habe angegeben, im Jahr 2019 ca. 475 H verkauft zu haben, wo-

von ca. 50 am Geschäftssitz in G/SZ abgeholt und ca. 250 mit der Post versandt worden 

seien. Betreffend der restlichen ca. 175 H habe er keine Angabe zu Versand oder Über-

gabeort  gemacht.  Aufgrund  des  hohen  Fahrzeugaufwands  von  rund  Fr.  …  sei  davon 

auszugehen, dass diese H den Kunden an unterschiedlichen Orten persönlich überge-

ben  worden  seien.  Zudem  lasse  der  verbuchte  Fahrzeugaufwand  darauf  schliessen, 

dass  der  Steuerpflichtige  mehrheitlich  unterwegs  und  nicht  im  Büro,  d.h.  im  Aussen-

dienst, gearbeitet habe. Die im Leasingvertrag vereinbarte Höchstfahrleistung von jähr-

lich 15'000 km sei nicht absolut, sondern allfällige Mehrkilometer würden zusätzlich ver-

rechnet. Zudem sei der vom Pflichtigen angenommene Arbeitsweg von … km (pro Weg) 

nicht nachvollziehbar. Die kürzeste Strecke vom Gemeinschaftsbüro L zum alten Woh-

nort in C habe … km betragen, jener zum neuen Wohnsitz in D, belaufe sich auf rund 

… km.  Auch  habe  der  Pflichtige  nicht  nachgewiesen,  dass  er  im  Jahr  2019  maximal 

15'000 km gefahren sei. Neben dem erwähnten geleasten Fahrzeug M verfüge er ge-

mäss Buchhaltung noch über die Fahrzeuge "N" sowie "O". Dabei setze sich der Fahr-

zeugaufwand  aus  folgenden  Positionen  zusammen:  Leasing  (Fr. …),  Betriebskosten 

(Fr. …) und Abschreibung (Fr. …). 

Ab … 2017 habe die Einzelunternehmung bei der P AG für einen monatlichen 

Mietzins von Fr. … einen Arbeitsplatz (Tisch und Stuhl) im Gemeinschaftsbüro L gemie-

tet.  Die  ab  …  2019  zur  Alleinnutzung  gemietete  Wohnung  in  D  verfüge  über  

4 ½ Zimmer. Im Laufe des Jahres 2019 habe der Pflichtige diverse Betriebseinrichtun-

gen wie Tresor, Bürostuhl, USM-Regale, etc. angeschafft. Die entsprechenden Belege 

bzw. Rechnungen seien im Auflageverfahren mehrheitlich eingereicht worden. Es fehl-

ten jedoch die Lieferscheine. Aufgrund der Grösse der Wohnung und der Tatsache, dass 

im Gemeinschaftsbüro L lediglich ein Arbeitsplatz gemietet wurde, sei davon auszuge-

hen, dass sich die Betriebseinrichtung an der Wohnadresse des Pflichtigen befinde. Weil 

der  Pflichtige mit  H  handle,  sei  zudem  nach  der  allgemeinen  Lebenserfahrung  davon 

auszugehen, dass die ganze Versandarbeit nicht in einem Gemeinschaftsbüro, welches 

mit  Dritten  geteilt  werde,  sondern  zu  Hause  stattfinde.  Ausser  dem  Mietvertrag  sei 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
- 12 - 

schliesslich kein Nachweis dafür erbracht worden, dass sich die tatsächliche Leitung des 

Geschäftsbetriebs und somit die eigentliche selbständige Erwerbstätigkeit im Gemein-

schaftsbüro L abspiele. 

bb) In seiner Einsprache vom 7. November 2021 machte der Pflichtige geltend, 

dass  das  steuerbare  Einkommen  vollumfänglich  aus  seiner  selbständigen  Tätigkeit 

stamme und seine Einzelunternehmung im fraglichen Steuerjahr 2019 in G/SZ domizili-

ert gewesen sei. 

Mit Schreiben vom 25. Januar 2022 führte der Pflichtige aus, dass er im Jahr 

2019 ca. 475 H verkauft habe. Sämtliche H seien von seinen Lieferanten an seinen Ge-

schäftssitz in G/SZ, keine einzige an die Privatadresse in D geschickt worden. Dort habe 

er  sie  abgeholt,  kontrolliert  und  zum  Teil  zum  Versand  vorbereitet.  Während  rund 

50 Kunden  ihre  H  am  Geschäftssitz  abgeholt  hätten,  sei  keine  einzige  in  D  abgeholt 

worden. Weitere ca. 250 H habe er innerhalb der Schweiz mit der Post versandt. Dabei 

habe er jeweils die Postfiliale in Q berücksichtigt, weil sich diese genau auf seinem Ar-

beitsweg von G/SZ nach D befinde und auch Parkplätze anbiete. Keine dieser H sei von 

D aus oder aus dem Kanton Zürich versandt worden. 

Bezüglich seiner Wohnsituation hielt der Pflichtige fest, dass die Zimmer 1 und 

2 rein privat genutzt würden. Zimmer 3 diene als Hundezimmer sowie als Lagerraum für 

R und sei mit einem Pult samt PC möbliert. Wie alle anderen Selbständigerwerbenden 

besitze auch er zu Hause einen PC. Diesen nutze er, im Rahmen von ca. 10% seiner 

administrativen Tätigkeit, jeweils abends nach 19.00 Uhr und am Wochenende, um Kun-

denanfragen zu beantworten. Pult, PC und Drucker habe er im Jahr 2018 erworben und 

von seinem früheren Wohnort nach D mitgenommen. Den Internetanschluss für den PC 

bezahle er privat und er erhalte von seiner Einzelunternehmung auch keine Entschädi-

gungszahlung für die Nutzung des Zimmers und des PCs. 

Rekursweise lässt der Pflichtige vorbringen, dass sich der Sitz der Einzelunter-

nehmung seit  …  2020  an  [Adresse], G/SZ,  befinde,  da  der  Bürovertrag  an  [Adresse], 

G/SZ, per … 2020 gekündigt worden sei. 

Bis zum Wegzug des Steuerpflichtigen aus dem Kanton Schwyz habe einerseits 

die  seit  dem  …  2013  bestehende  J,  C,  administrativ  und  die  Infrastruktur  des 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 13 - 

Gemeinschaftsbüros L, G/SZ, für den Empfang von Kunden in separaten Business-Räu-

men und mit eigener Telefonnummer (…) genutzt werden können. Die Kosten für Tele-

fon und Getränke für die Kunden seien separat verrechnet worden. Es handle sich nicht 

um eine künstlich geschaffene Geschäftsniederlassung, sondern um eine Betriebsstätte 

mit Büro und Verkaufsfläche und somit um ein funktionierendes Geschäft in festen und 

ständigen  Einrichtungen  mit  Sitz  im  Kanton  Schwyz.  Dieses  habe  seit  2017,  d.h.  seit 

mehr als fünf Jahren und somit seit vor dem Umzug des Steuerpflichtigen in den Kanton 

Zürich  Bestand.  Von  Beginn  an  seien  sämtliche  Arbeiten  im  Kanton  Schwyz  erbracht 

worden und hätten keine Veränderungen in der Betriebsführung stattgefunden. Sowohl 

an der bisherigen als auch an der neuen (Geschäfts-)Adresse würden – wie gewohnt – 

Kunden empfangen, H präsentiert und auch verkauft. Dem Grundsatz, an seinem Wohn-

sitz keine Kunden zu empfangen, sei er auch an seinem neuen Wohnort in D treu ge-

blieben. Die Tatsache, dass der Steuerpflichtige zu Hause einen PC samt Drucker be-

sitze, weise nicht auf eine Geschäftsführung hin. Denn seit geraumer Zeit sei jedermann 

vernetzt – sei es mit dem Telefon oder mit dem PC. 

Sämtliche,  für  die  Ausübung  der  selbständigen  Erwerbstätigkeit  notwendigen 

Tätigkeiten, wie der Empfang und die Verzollung von H sowie u.a. der Versand, die Ver-

packung und die Verzollung von H, hätten in der Steuergemeinde C stattgefunden. Die 

H seien vor Ort verkauft worden und die Bezahlung in bar erfolgt. Es sei einerseits eine 

Anzahlung  geschuldet  gewesen  und  andererseits  eine  Schlusszahlung  bei  der  Über-

gabe  der  H.  Das  Bargeld  habe  er  jeweils  umgehend  auf  das  Geschäftskonto  bei  der 

Bank S in G einbezahlt. 

Es entbehre jeder Begründung, aufgrund des Fahrzeugaufwands von Fr. … da-

von auszugehen, dass der Pflichtige im Aussendienst tätig sei. Die Leasinggebühr be-

trage  bereits  Fr.  … jährlich,  exkl.  Steuern,  Versicherung,  Unterhalt  und Winterausrüs-

tung.  Es  verblieben  maximal  Fahrten  im  Umfang  von  15'000  km,  wobei  bereits  die 

Berücksichtigung eines Arbeitswegs von … km pro Weg eine jährliche Distanz von … 

km ergebe. Die verbleibenden … km würden kein Indiz für eine Aussendiensttätigkeit 

darstellen. Der Pflichtige macht geltend, dass er die geleasten Fahrzeuge "N" und "M" 

nacheinander gefahren habe und der O wegen Nichtgebrauchs nur ca. 3 Monate immat-

rikuliert gewesen sei. Zudem habe er nie im Aussendienst gearbeitet. Vielmehr habe er 

sich – da er zu 99% ohne Lager arbeite – regelmässig in K und T aufgehalten, um sich 

neue  H-Modelle  der  über  zehn  Marken,  die  er  vertreibe,  vor  dem  Verkauf  in  echt 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
- 14 - 

anzuschauen. Dies ergebe für das Jahr 2019 eine Fahrleistung von mehreren tausend 

Kilometern. Der Vertreter des Pflichtigen führt aus, dass eine maximale jährliche Kilo-

meterleistung von 15'000 km nicht mit der Tätigkeit des Pflichtigen vereinbar sei, da die 

Übergaben der H nicht nur in G/SZ, sondern auch in K und U stattgefunden hätten. Die 

Annahme der H, deren Kontrolle und Reinigung habe in G/SZ geleistet werden müssen. 

Bei solch teuren Anschaffungen müsse dem Kunden vor Ort, aber auch in G/SZ ange-

dient werden. 

d) aa) Der Pflichtige verlegte seinen Wohnsitz am … 2019 von C/SZ nach D/ZH. 

Es ist unbestritten, dass er seinen steuerrechtlichen Wohnsitz im massgeblichen Zeit-

raum aus diesem Grund im Kanton Zürich hatte und daher dort aufgrund persönlicher 

Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig war (Hauptsteuerdomizil). Zu klären ist hin-

gegen, ob sich der Sitz seiner Einzelunternehmung, welche am … 2014 im Handelsre-

gister  des  Kantons  Schwyz  eingetragen  wurde und  im  vorliegend strittigen  Steuerjahr 

2019 an [Adresse] in G/SZ domiziliert war, ebenfalls am neuen Wohnort befand oder ob 

der steuerlich massgebliche Geschäftsort am Sitz der Einzelunternehmung im Kanton 

Schwyz lag und der Pflichtige demzufolge dort durch wirtschaftliche Zugehörigkeit einer 

beschränkten Steuerpflicht für die aus diesem Geschäftsbetrieb erzielten Einkünfte un-

terlag (Nebensteuerdomizil). 

bb) Im Einspracheverfahren untersuchte das kantonale Steueramt den Sach-

verhalt mittels zweier Auflagen und einer Mahnung minutiös. Zu diesem Zweck ersuchte 

es den Pflichtigen insbesondere um Einreichung der folgenden Unterlagen: 

-  Substantiierter Nachweis anhand beweiskräftiger Unterlagen, dass der steuerli-

che Geschäftsort in G/SZ ist 

-  Kontoblätter zur Jahresrechnung 2019 

-  Kopie des Mietvertrags des Geschäftsorts 

-  alle das Konto … Betriebseinrichtung betreffenden Belege/Rechnungen inkl. Lie-

ferschein 2019 

-  alle das Konto …Telefon und Porti betreffenden Belege/Rechnungen zu den Be-

legen Nrn. …, …, … 

-  eine Beschreibung der Wohnsituation betreffend die 4 ½-Zimmerwohnung [Ad-

resse] in D, sowie eine Kopie des privaten Mietvertrags und die Angabe, ob ein 

Arbeitsraum benutzt wird. 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
- 15 - 

Aufgrund  dieser  detaillierten  Auflagen  traf  das  Steuerrekursgericht  keine  weitere  Ver-

pflichtung zur Untersuchung. 

cc)  Die  innerkantonale  Sitzverlegung  des  Einzelunternehmens  von  [Adresse] 

an [Adresse] erfolgte am … 2020. Sie fand ausserhalb des vorliegend strittigen Steuer-

jahrs statt und der Pflichtige machte keine weiteren Ausführungen zu Art und Ausstat-

tung der neuen Geschäftsräumlichkeiten. Aus diesen Gründen hat die Sitzverlegung kei-

nen Einfluss auf das vorliegende Verfahren.  

dd) Gemäss der eingereichten Vertragsbestätigung mietete die Einzelunterneh-

mung des Pflichtigen für Fr. … im Monat vom … 2017 bis … 2018 ein Einmannbüro an 

[Adresse] in G/SZ. Dieser Vertrag wurde gemäss Bestätigung erneuert und das Mietver-

hältnis des Büros für Fr. … pro Monat bis … 2020 verlängert. Ein unterzeichneter Vertrag 

mit weiteren Details findet sich – trotz entsprechender Editionsaufforderung seitens des 

kantonalen Steueramts – in den Akten nicht. Die vorhandenen Angaben stimmen über-

dies nicht mit denjenigen überein, welche sich aus der Rechnungsstellung der Vermie-

terin P AG ergeben. Demgemäss schuldete der Pflichtige für das Gemeinschaftsbüro L 

für die Monate April, Mai, Juni, August und Oktober 2019 Grundgebühren von  jeweils 

Fr. …  (resp.  von  jeweils  Fr. …  zzgl.  MwSt.).  Woher  diese  Differenz  zum  vereinbarten 

Mietzins von Fr. … herrührt, lässt sich nicht eruieren. Während die den Monat Dezember 

2019 betreffende Rechnung über Fr. … (bzw. Fr. … zzgl. MwSt.) mit der Vertragsbestä-

tigung  übereinstimmt, fehlen  Rechnungen für  die Monate  Januar,  Februar,  März,  Juli, 

September und November 2019 gänzlich.  

Gemäss Rechnungsstellung der P AG wurden folgende Telefonanrufe in Rech-

nung gestellt: vom ... Januar bis ... Februar 2019 149 Telefonanrufe für Fr. …, vom ... 

Februar bis ... März 2019 43 Anrufe für Fr. …, vom ... bis ... April 2019 105 Telefonate 

für Fr. …, vom ... Mai bis ... Juni 2019 130 Gespräche für Fr. …, im Juli 2019 beliefen 

sich die Telefonkosten auf Fr. …, im September 2019 auf Fr. … und im November 2019 

auf Fr. … . Angaben zu Telefonkosten in den Monaten Mai, August, Oktober und De-

zember 2019 fehlen. Die seitens der Vermieterin verrechneten Telefonkosten sind zu-

dem wenig aussagekräftig. Zum einen handelt es sich bei ihr nicht um den Telefonan-

bieter,  zum  andern fehlt  ein detaillierter  Auszug,  in  welchem  die geführten  Telefonate 

einzeln  aufgelistet  sind.  Insbesondere  könnte  es  sich  hierbei  auch  um  einen  Telefon-

dienst der P AG handeln, wonach diese die Telefonanrufe entgegennimmt (berechnet 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
- 16 - 

wurde der Preis sodann nach Anzahl und nicht nach der Dauer der Anrufe). Es ist somit 

unklar, ob die Gespräche effektiv vom Pflichtigen geführt wurden. Auffällig ist schliess-

lich, dass einerseits die im Konto-Nr. … verbuchten V Rechnungen als Gegenkonto das 

Geschäftskonto der Einzelunternehmung (Konto-Nr. …) führen, obwohl sie offenbar die 

J betreffen und andererseits, dass seitens der P AG einzig im August 2019 Getränke in 

Rechnung gestellt worden sind. 

Ebenfalls im Dunkeln bleiben das Vorhandensein und die Benutzung der vom 

Pflichtigen behaupteten Verkaufsfläche sowie der für den Empfang von Kunden zur Ver-

fügung  stehenden  separaten  Business-Räume.  Der  entsprechende  Nachweis  von 

Raumreservationen,  die  Edition  des  Terminkalenders,  o.ä.,  wäre  jedoch  aufgrund  der 

Mitwirkungspflicht des Pflichtigen zwingend erforderlich gewesen, um den seitens des 

kantonalen Steueramts geforderten sustantiierten Nachweis, dass sich der steuerliche 

Geschäftsort in G/SZ befindet, zu erbringen. Ausserdem hätten auch die über den Ein-

gangsbadge erfassten Daten dazu beitragen können, die Anwesenheit des Pflichtigen 

am Geschäftsort der Einzelunternehmung zu belegen.  

ee) Der Pflichtige behauptet, im Jahr 2019 ca. 250 H mit der Post innerhalb der 

Schweiz versandt zu haben. Im Recht liegen jedoch nur 102 Quittungen betreffend den 

Versand von Paketen mit der Post. Daraus geht meist der Empfänger des Pakets hervor, 

nicht aber dessen Inhalt. Für die Plausibilisierung der verkauften und per Post versand-

ten H fehlt es an einer Tabelle, aus welcher das Verkaufsdatum, die verkaufte H (…), 

der Käufer, der Preis und die Übergabeart erfasst ist. Einzig bei den beiden am … 2019 

versandten Paketen ist aufgrund von handschriftlichen Notizen davon auszugehen, dass 

es sich bei deren Inhalt jeweils um eine H handelte. Bei den Sendungen vom … 2019 

und … 2019 an die […] in W handelt es sich wohl nicht um einen Verkauf, sondern um 

eine Retoure seitens des Pflichtigen. 

Die eingereichten Rechnungen und Einzahlungsquittungen sollen den Eindruck 

vermitteln,  dass  der  Pflichtige  im  Jahr  2019  16  H  den  Käufern  persönlich  und  gegen 

Barzahlung in seinem Büro in G übergeben hatte. Gemäss eigenen Angaben hätten je-

doch 50 Kunden ihre H am Geschäftssitz abgeholt. Auffallend und realitätsfremd ist zu-

dem, dass bei solch hohen Beträgen einzig betreffend die Rechnung vom … 2019 eine 

Quittung mit  dem  Vermerk  "Betrag  in bar  erhalten"  eingereicht  wurde.  Zudem  enthielt 

die Rechnung an X vom … 2019 über einen bei Abholung fälligen Restbetrag von Fr. … 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
- 17 - 

in bar den Hinweis, dass die H erst im Mai 2019 lieferbar ist. Trotzdem wurde der Betrag 

offenbar am … März 2019 auf das Konto des Pflichtigen einbezahlt. 

Die zu den verkauften H eingereichten Belege sind weder vollständig noch las-

sen sie sich mit den Behauptungen des Pflichtigen in Einklang bringen. Zudem ist auf-

grund der eingereichten Belege davon auszugehen, dass weitere H den Weg ins Aus-

land gefunden haben. Allerdings ist deren Anzahl nicht bekannt und verbleibt – bis zur 

Summe der behaupteten ca. 475 verkauften H – eine nicht unbeachtliche Anzahl, deren 

Übergabemodalität vollständig ungeklärt bleibt. 

ff)  Der  eingereichte Mietvertrag für  die Wohnung  in  D  gibt  keinen Aufschluss 

darüber, wie viele Zimmer und Quadratmeter die Wohnung hat. Aufgrund des Nettomiet-

zinses von Fr. … pro Monat ist jedoch davon auszugehen, dass es sich um eine grosse 

Wohnung handelt. Während das kantonale Steueramt von 4 ½-Zimmern ausgeht, macht 

der Pflichtige in seiner Beantwortung der Auflage vom 4. April 2022, einzig (pauschale) 

Angaben zur Nutzung von drei Zimmern. Die Annahme des kantonalen Steueramts be-

streitet  er  hingegen  nicht.  [Ausführungen  zur  Liegenschaft].  Dabei  spricht  sowohl  die 

Tatsache, dass der Pflichtige die seitens des kantonalen Steueramts festgestellte 4 ½-

Zimmerwohnung nicht bestritt, als auch jene, dass sich die gemietete Wohnung im zwei-

ten Stock befindet, dafür, dass sich die Wohnung, die dem Pflichtigen als Alleinmieter 

zur Verfügung steht, über 4 ½-Zimmer und deutlich mehr als 150m2 erstreckt. [Ausfüh-

rungen  zur  Liegenschaft].  Die  Informationen,  welche  der  Pflichtige  hinsichtlich  seiner 

Wohnsituation preisgab, sind äusserst dürftig. Sie eignen sich nicht dazu, die Zweifel an 

der behaupteten beschränkten geschäftlichen Nutzung durch 10% Administrativarbeit zu 

beseitigen. 

gg) In seiner Auflage ersuchte das kantonale Steueramt zudem um die Einrei-

chung aller das Konto … Betriebseinrichtung betreffenden Belege/Rechnungen inkl. Lie-

ferschein 2019. Dem entsprechenden Kontenblatt sind zwei Rechnungen der Y (... und 

... Februar 2019), ein Kauf eines Bürostuhls (... April 2019) und drei Einkäufe bei Z (... 

Mai, ... Juli, ... November 2019) zu entnehmen. Während die verbuchten Rechnungen 

betreffend Tresor und Bürostuhl im Recht liegen, fehlt eine der drei Rechnungen von Z. 

Der Mietbeginn in D war gemäss Mietvertrag am … 2019. Den Büroplatz zur 

Führung seiner Einzelunternehmung im Gemeinschaftsbüro L mietete der Pflichtige vom 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 18 - 

… 2017 bis … 2020. Der Tresor, welcher der Pflichtige kaufte, wurde am ... 2019 mit 4 

Induktionsverankerungen à je 1'100 kg befestigt. Die Rechnungsadresse lautet zwar auf 

die Einzelunternehmung in G, doch ist der Schlussrechnung kein Lieferort zu entneh-

men. Dies, obwohl das kantonale Steueramt explizit (auch) um die Edition des Liefer-

scheins und die Y GmbH um eine Fotostrecke von Ablade- zum Verwendungsort ersucht 

haben.  Es  wäre  am  Pflichtigen  gewesen,  die  entsprechenden  Unterlagen  zum  Beleg 

seiner Sachverhaltsdarstellung einzureichen. Allfällige Umstände und Schwierigkeiten, 

welche  bei  deren  Beschaffung  entstehen,  entbinden  den  beweispflichtigen  Pflichtigen 

nicht davon, den behaupteten Sachverhalt substantiiert nachzuweisen. Weder ersicht-

lich noch dargelegt ist zudem, weshalb der Pflichtige über zwei Jahre nach Mietbeginn 

und 15 Monate vor Ablauf des befristeten Mietvertrags in einem Gemeinschaftsbüro ei-

nen solchen Tresor installieren sollte. Es ist darüber hinaus mehr als fraglich, ob dies 

überhaupt zulässig wäre, und es hätte beim Auszug im … 2020 mit an Sicherheit gren-

zender  Wahrscheinlichkeit  ein  Rückbau  stattfinden  müssen.  Einen  entsprechenden 

Nachweis sucht man in den Akten jedoch vergebens. Viel naheliegender ist, dass der 

Tresor kurz nach Bezug der neuen Wohnung in D verankert wurde. Analoges gilt für die 

am … 2019 und ... 2019 gekauften USM Haller Regale sowie für den am … 2019 ge-

kauften Bürostuhl. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass der gemietete Büroarbeits-

platz bereits mit einem Schreibtisch und einem Bürostuhl ausgestattet war. 

hh) Auch hinsichtlich der mit dem geleasten Fahrzeug zurückgelegten Kilome-

ter vermag die Argumentation des Pflichtigen nicht zu überzeugen. Gemäss dem Rou-

tenplaner von search.ch beträgt die Distanz vom Wohnsitz des Pflichtigen an [Adresse] 

in  D  zum  handelsregisterrechtlichen  Sitz  seiner  Einzelunternehmung  an  [Adresse]  in 

G/SZ … km (ein Weg). Der Pflichtige bringt hingegen vor, dass sich unter Berücksichti-

gung eines Arbeitswegs von … km eine jährliche Distanz von … km ergebe. Die Diffe-

renz von … km zu den gemäss Leasingvertrag maximal möglichen 15'000 km würden 

kein Indiz für eine Aussendiensttätigkeit darstellen.  

Der Pflichtige selbst gibt an, an den Wochenenden von zu Hause aus zu arbei-

ten. Geht man von der (unwahrscheinlichen) Annahme aus, dass der Pflichtige im Jahr 

2019 während 52 Wochen jeden Werktag mit dem Auto von seinem Wohnsitz an seinen 

vorgegebenen Geschäftsort und wieder zurück gefahren ist, ergäbe dies eine Gesamt-

distanz von lediglich rund … km (52 Wochen*5 Tage*… km). Die übrigen gefahrenen 

Kilometer dürften u.a. für Fahrten zu Kunden verwendet worden sein. Nur unter diesen 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
- 19 - 

Umständen kommt nach der allgemeinen Lebenserfahrung dem gefahrenen M (wobei 

es sich auch hier nicht um einen unterzeichneten Vertrag handelt) auch die bezweckte 

repräsentative  Funktion und die ihm  gebührende  Aufmerksamkeit  zu.  Die seitens  des 

Pflichtigen behaupteten Fahrten nach K und T zur Besichtigung von H hätten sich mü-

helos mit entsprechenden Angaben zu genauem Ort, Datum und Zweck konkretisieren 

lassen. Die nicht nachvollziehbar dargelegten gefahrenen Kilometer fügen sich in den – 

trotz  Untersuchung  bzw.  Mitwirkungspflicht  –  undurchsichtig  gebliebenen  Sachverhalt 

ein.  

ii)  Grundsätzlich sind  sämtliche  der  vom  Pflichtigen  aus seiner selbständigen 

Erwerbstätigkeit erwirtschafteten Einkünfte an seinem Geschäftsort zu versteuern. Eine 

Anknüpfung für eine Besteuerung des entsprechenden Einkommens im Kanton Zürich 

ergibt sich nur, wenn das geltend gemachte Spezialsteuerdomizil des Geschäftsorts den 

tatsächlichen Verhältnissen nicht entspricht und als künstlich geschaffen erscheint. Um 

die vorliegend herrschenden Verhältnisse umfassend abklären und untersuchen zu kön-

nen, ist das kantonale Steueramt auf die Mitwirkung des Pflichtigen und dessen umfas-

sende Auskunftserteilung über die massgebenden Umstände angewiesen. Die entspre-

chende Mitwirkung zählt zu seinen Verfahrenspflichten. Diesen ist der Pflichtige  – wie 

dargelegt – nur in sehr beschränktem Ausmass und äusserst selektiv nachgekommen. 

Dadurch ist es ihm nicht gelungen, das Gericht von der Richtigkeit des von ihm darge-

legten Sachverhalts zu überzeugen bzw. den Gegenbeweis zu dem seitens des kanto-

nalen Steueramts als sehr wahrscheinlich angenommenen Sitz der Einzelunternehmung 

in  D  zu  erbringen.  Deshalb  ist  davon  auszugehen,  dass  sich die  Erwerbstätigkeit  der 

Einzelunternehmung  nicht  in  ständigen  Anlagen  und  Einrichtungen  ausserhalb  des 

Hauptsteuerdomizils abspielte. In der Folge sind Einkommen und Vermögen am Haupt-

steuerdomizil in D steuerbar, selbst wenn sich dort keine spezifischen Einrichtungen be-

finden sollten. 

e) Bei dieser Sachlage genügt die Feststellung, dass der Pflichtige seine Ein-

künfte aus der Einzelunternehmung nicht dank der – rudimentären – Einrichtung im Kan-

ton Schwyz erwirtschaftet hat. Sein Einkommen ist daher am Hauptsteuerdomizil steu-

erbar, wo kein Spezialsteuerdomizil (Geschäftsort) nachgewiesen werden muss. 

3. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Pflichtigen aufzuer-

legen (§ 151 Abs. 1 StG). 

2 ST.2023.56 

 
 
 
 
 
 
 
- 20 - 

Demgemäss erkennt die Einzelrichterin: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

2 ST.2023.56