# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25289a68-e9ff-5e96-8b56-433006711662
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.11.2021 I 2021 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-37_2021-11-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 37

Entscheid vom 17. November 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________,
Beschwerdeführer,
nachträglich (ab 21.09.2021) vertreten durch Rechtsanwältin
lic. iur. D.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. C.________ (geboren C.________1965, deutscher Staatsangehöriger) ist 
gelernter Heizungsmonteur. Ab 2006 war er als solcher in verschiedenen Hei-
zungs- und Sanitärbetrieben in der Schweiz erwerbstätig (vgl. Vi-act. 9), zuletzt 
bis zum … 2014 (Konkurseröffnung) bei der … als Betriebsleiter (Vi-act. 12). In 
der Folge arbeitete C.________ im Rahmen einer arbeitsmarktlichen Massnah-
me als Mitarbeiter bei einer Arbeitsintegrationsstelle, wobei er am 24. September 
2014 bei der Bedienung … starke Schmerzen in der vorgängig bereits zweimal 
operierten rechten Schulter verspürte. Nach dem Vorfall nahm C.________ die 
Arbeit nicht mehr auf. Es folgte eine Auseinandersetzung mit der Unfallversiche-
rung (Suva), wobei eine Leistungspflicht der Unfallversicherung (über die bis 
28.2.2015 geleisteten Taggelder hinaus) nach zwei Verfahren vor Verwaltungs-
gericht mit rechtskräftigem Entscheid vom        18. November 2016 (VGE I 2016 
70) verneint worden ist.

B. Am 2. Mai 2015 meldete sich C.________ mit dem Hinweis auf Verletzun-
gen an der rechten Schulter bei der IV-Stelle Schwyz zum Bezug von Leistungen 
an (Vi-act. 3). 

Nach Einholung verschiedener medizinischer Berichte und Veranlassung einer 
polydisziplinären Begutachtung (Gutachten der MEDAS … vom 2.10.2017, Vi-
act. 77) teilte die IV-Stelle C.________ mit Vorbescheid vom 2. Mai 2018 mit, 
ausgehend von einem IV-Grad von 30% sei vorgesehen, das Leistungsbegehren 
abzuweisen (Vi-act. 94). Dagegen wehrte sich C.________ mit Eingabe vom
21. Mai 2018 (Vi-act. 98) sowie weiteren Eingaben (u.a. auch mit dem Verbot, 
weitere Akten einzuholen, Vi-act. 95, 97, 102, 107, 110). 

Nachdem bekannt worden war, dass beim Versicherten aufgrund eines Sturzes 
am 2. September 2017 ein Schädelhirntrauma diagnostiziert worden war, holte 
die IV-Stelle weitere medizinische Akten ein und veranlasste am 9. Mai 2019 bei 
der MEDAS … eine weitere polydisziplinäre Begutachtung (Vi-act. 127). Nach 
Vorliegen des Gutachtens vom 8. April 2020 (Vi-act. 150) teilte die IV-Stelle 
C.________ mit Vorbescheid vom 29. April 2020 mit, dass ein IV-Grad von 30% 
und damit kein Rentenanspruch bestehe (Vi-act. 154). Dagegen erhob 
C.________ mit Eingaben vom 26. Mai 2020 und vom 27. Juni 2020 unter Beila-
ge einer Stellungnahme des behandelnden Psychotherapeuten Einwand (Vi-act. 
158, 160). 

C. Mit Verfügung vom 7. Mai 2021 verneinte die IV-Stelle Schwyz ausgehend 
von einem Invaliditätsgrad von 30% einen Rentenanspruch. 

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D. C.________ erhebt mit Eingabe vom 4. Juni 2021 fristgemäss Beschwerde 
gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 7. Mai 2021 mit dem sinngemässen An-
trag, es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen. 

Die IV-Stelle Schwyz beantragt mit Vernehmlassung vom 16. August 2021 die 
Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers. 

Mit Replik vom 5. Oktober 2021 lässt der Beschwerdeführer (nunmehr rechtsan-
waltlich vertreten) zusätzlich beantragen, es sei durch das Gericht eine medizini-
sche Begutachtung zu veranlassen. Die IV-Stelle äussert sich dazu mit Eingabe 
vom 25. Oktober 2021, wobei sie an ihren Anträgen festhält. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 Bundesgesetz über den Allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; SR 830.1). Die Invalidität 
kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, IVG; SR 831.20). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er-
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine Rente, 
die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 
40% invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch 
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-

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tungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf 
die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt, entsteht. 

1.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen wird das Erwerbseinkommen, das die ver-
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wäre sie nicht in-
valid geworden (Art. 16 ATSG).

2.1 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im 
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenen-
falls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe 
ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsfähig ist (vgl. BGE 140 V 193 Erw. 3.1 und 3.2). Hinsichtlich des Beweiswer-
tes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange um-
fassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 351 Erw. 3a). 

2.2. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von ex-
ternen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb; Urteil BGer 
9C_278/2016 vom 22.7.2016 Erw. 3.2.2). Zweck eines interdisziplinären Gutach-
tens ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und 
die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in 
ein Gesamtergebnis zu bringen (BGE 137 V 210 Erw. 1.2.4; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.1 m.H.). Die Frage, ob ein Gutachten be-
weiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise 

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die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten 
verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG 
nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten oder der Gesamtbeurteilung 
der Beweiswert abgesprochen wird. Daher darf bei einem polydisziplinären Gut-
achten auf beweiskräftige Teilgutachten abgestellt werden, die mit der - ohne 
Konsensbesprechung erfolgten - interdisziplinären Gesamtwürdigung im Haupt-
gutachten nicht übereinstimmen (BGE 143 V 124 Erw. 2.2.4). 

2.3. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen (vgl. da-
zu Urteil BGer 8C_130/2017 vom 30.11.2017) definiert zudem das für somato-
forme Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren systematisierte Indikato-
ren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfakto-
ren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits - 
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (vgl. 
BGE 141 V 281 Erw. 2, 3.4 - 3.6 und 4.1). Mit der Indikatorenprüfung wird mithin 
eine im Rahmen einer psychiatrischen Diagnose attestierte Arbeitsunfähigkeit 
aus rechtlicher Sicht validiert (Urteile BGer 8C_629/2019 v. 8.11.2019 Erw. 4.2.4; 
8C_783/2019 v. 14.4.2020 Erw. 4.1.4). Sämtliche psychische Erkrankungen sind 
grundsätzlich einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen (BGE 141 V 
281 und BGE 143 V 418). 

Zu ergänzen ist folgendes: Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von 
einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder 
auch gar nicht geeignet ist. Die Frage der Notwendigkeit in diesem Sinne beur-
teilt sich nach dem konkreten Beweisbedarf. Sie fehlt ganz allgemein in Fällen, 
die sich durch die Erhebung prägnanter Befunde und übereinstimmende 
fachärztliche Einschätzungen hinsichtlich Diagnose und funktioneller Auswirkun-
gen im Rahmen beweiswertiger Arztberichte und Gutachten auszeichnen. Was 
die Befunde angeht, ist etwa an Störungsbilder wie Schizophrenie, Zwangs-, 
Ess- und Panikstörungen zu denken, die sich aufgrund klinischer psychiatrischer 
Untersuchung bezüglich ihrer Überprüf- und Objektivierbarkeit mit somatischen 
Erkrankungen vergleichen lassen. Andererseits bleibt ein strukturiertes Beweis-
verfahren dort entbehrlich, wo im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte 
eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbarer begründeter Weise verneint wird und 
allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation 
oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (vgl. 
BGE 143 V 418 Erw. 7.1 S. 428 f. mit Hinweisen). 

Wenn die rechtsanwendende Behörde wie im vorliegenden Fall der im polydiszi-
plinären Gutachten erfolgten Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit folgt, ist eben-
falls keine Indikatorenprüfung durchzuführen. Diese dient der Validierung einer 

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im Rahmen einer psychiatrischen Diagnose attestierten Arbeitsunfähigkeit. Eine 
grössere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich attestierte kann auch aus einer 
Indikatorenprüfung nicht resultieren (Urteile BGer 8C_629/2019 vom 8.11.2019 
Erw. 4.2.4; 8C_270/2019 vom 5.9.2019 Erw. 4.2.3; 8C_52/2020 vom 22.4.2020 
Erw. 4.2.2). 

2.4 Gelangt der Rechtsanwender nach dieser Beweiswürdigung zum Schluss, 
ein Gutachten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungs-
medizinischen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisanforde-
rungen (Erw. 2.1 und 2.2 vorstehend), ist es beweiskräftig und die darin formu-
lierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Eine davon los-
gelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Be-
weisverfahrens soll nicht stattfinden (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.3; Urteil BGer 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.5 m.H.).

3. Die Vorinstanz geht gestützt auf die beiden Gutachten der MEDAS … vom 
2. Oktober 2017 und vom 8. März 2020 davon aus, dass dem Versicherten die 
angestammte Tätigkeit zu 70% und eine leidensangepasste Tätigkeit im Rahmen 
einer körperlich leichten, nicht erhöht schulterbelastenden Tätigkeit zu 100% zu-
mutbar sei. 

Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen das Abstellen auf die Gutachten der 
MEDAS … bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. 

4. Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und seiner Arbeitsfähig-
keit ergibt sich aus den Akten was folgt:

4.1 Am 24. Juni 2008 wurde beim Versicherten im Rahmen einer Herzkathe-
teruntersuchung eine koronare Zweigefässkrankheit ohne Interventionsnotwen-
digkeit diagnostiziert (Vi-act. 41). Aktenkundig ist zudem eine Herzkatheterunter-
suchung vom 22. Dezember 2005, wobei als Befund eine hypertensive Herz-
krankheit und 1-Gefäss KHK angegeben wird (Vi-act. 61-1/3). Aktenkundig ist 
zudem, dass 2006 eine Radiofrequenzablation durchgeführt worden ist (vgl. Vi-
act. 16-18/20).

4.2 In den folgenden Jahren wurde der Versicherte an der rechten Schulter 
mehrmals operiert (AC-Gelenksresektion und subacromiale Defilée-Erweiterung 
27.11.2009; Arthroskopie, Bizepstenotomie, transtendinöse Refixation der Su-
praspinatussehne 24.7.2013, vgl. UV-act. 1-99/154, 1-101/154, 1-112/154). Die 
Anmeldung bei der IV im Mai 2015 erfolgte denn auch mit dem Hinweis auf Be-
schwerden in der rechten Schulter. 

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Gemäss ärztlichem Bericht zu Handen der IV von Dr.med. E.________, leitender 
Arzt Chirurgie …, vom 29.6.2016 wurde beim Beschwerdeführer ein beginnendes 
CRPS bei Partialläsion der Subscapularissehne nach Schulterdistorsion rechts 
am 24. September 2014, bei Status nach zwei Schulteroperationen (AC-
Gelenksresektion rechts 27.11.2009, Arthroskopie Bizepssehnentenotomie 
rechts 24.7.2013), Zervikokranialgie, rechtsseitiger kompletter Schulter-Arm-
Schmerzsymptomatik und Diskusprotrusionen der HWS diagnostiziert. Der Pati-
ent könne lediglich leichte Tätigkeiten durchführen (Vi-act. 16-2/20). Die 
Diagnose eines beginnenden CRPS wurde gestellt, nachdem in den durchge-
führten bildgebenden Untersuchungen keine Korrelation für die Schmerzexazer-
bation gefunden werden konnte (Vi-act. 16-7/20). In späteren medizinischen Be-
richten finden sich dann keine Hinweise mehr für das Vorliegen eines CRPS.

Aus dem ebenfalls im Zusammenhang mit der Schulterproblematik beigezoge-
nen Bericht der Neurologin Dr.med. F.________ vom 24. Juni 2015 ergeben sich 
zudem folgende Diagnosen (Vi-act. 17-1/3):

1. Hypästhesien des rechten Arms, betont an ulnarer Hand und Unterarm
(…).

2. Chronische Schulter-/Armschmerzen rechts
(…)

3. Degenerative HWS-Veränderungen (…)
4. Koronare Zweigefässerkrankung

- Minimal cardiac injury 23.06.2008
- cvRF: Arterielle Hypertonie, Adipositas, Nikotinabusus

5. Status nach rezidivierenden Episoden einer paroxysmalen 
supraventrikulären Tachykardie 02/2006, 10/2006
- Status nach Radiofrequenzablation 2006

6. Arterielle Hypertonie, Erstdiagnose 2002 

4.3 Nachdem die IV eine interdisziplinäre Begutachtung des Versicherten in 
Auftrag gegeben und mitgeteilt hatte (vgl. Mitteilung vom 5.7.2016, Vi-act. 46), 
wurde der Versicherte an drei Tagen im November 2016 (1.11., 2.11., 23.11.) 
durch fünf verschiedene Fachärzte der MEDAS … untersucht (Vi-act. 77-1/70).

Unmittelbar im Anschluss an die Begutachtung war der Versicherte vom 
28.11.2016 bis zum 22.12.2016 in der Psychiatrischen Klinik … hospitalisiert. Im 
Austrittsbericht wird ausgeführt, dass ein Überforderungserleben im Zusammen-
hang mit psychosozialen Problemen, zunehmenden Schlafstörungen und Suizid-
gedanken sowie vermehrter Alkoholkonsum zur Überweisung durch die Hausärz-
tin in die Klinik geführt hätten. Es wurden eine schwere depressive Episode ohne 
psychotische Symptome sowie ein schädlicher Gebrauch von Alkohol diagnosti-
ziert (Vi-act. 68-1/3). Zur psychotherapeutischen Behandlung hielt sich der Versi-
cherte in der Folge zudem vom 3.1.2017 bis 29.3.2017 stationär in der Psychia-

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trischen Klinik … auf. Im Verlauf des Klinikaufenthaltes, welcher sich als schwie-
rig erwies (viele Abwesenheiten des Versicherten, soziale Probleme, einge-
schränkte Kooperation, Drohungen), wurde zusätzlich die Diagnose einer Per-
sönlichkeitsstörung gestellt. Als prognostisch günstig wurde die Intelligenz des 
Patienten gewertet; als prognostisch ungünstig wurden die vielen Abwesenhei-
ten, die sozialen und juristischen Probleme sowie der Umstand qualifiziert, dass 
der Patient der Klinik den Austausch mit anderen Stellen (z.B. nachbehandelnder 
Arzt, Sozialdienst) verbot (Vi-act. 70-1/8 f.). 

4.4 Am 2. September 2017 wurde der Versicherte durch die Polizei ins … Kan-
tonsspital gebracht, nachdem beobachtet worden war, wie er bei einer Tankstelle 
gestürzt war. Die Einlieferung erfolgte zwecks Abklärung des Verdachts des Fah-
rens unter Drogen-/Betäubungsmitteleinflusses. Der Versicherte gab dabei an, 
am Vortag auf der Treppe gestürzt zu sein und Erinnerungslücken zu haben. Es 
wurde ein Schädelhirntrauma Grad 1 diagnostiziert (Vi-act. 116-1/3). Das durch-
geführte CT ergab keine Hinweise für eine frische Fraktur oder eine intracranielle 
Blutung. Dem Patienten wurde empfohlen, stationär zu bleiben, so lange er 
Kopfschmerzen habe; er habe sich dagegen entschieden und sei am        3. Sep-
tember 2017 in gebessertem Allgemeinzustand ausgetreten (116-2/3). 

4.5 In Unkenntnis des Vorfalles vom 2. September 2017 gelangten die Gutach-
ter der MEDAS … in ihrem polydisziplinären Gutachten (welches unter Einbezug 
der Fachrichtungen Orthopädie, Kardiologie, Psychiatrie, Neurologie und Allge-
meine Innere Medizin erstellt wurde) vom 2. Oktober 2017 zu folgenden Diagno-
sen (Vi-act. 77-23/70 f.): 

Diagnosen mit Relevanz für die AF in Bezug auf die angestammte Tätigkeit 
(Betriebsleiter, Sachbearbeiter)

• Kombinierte Persönlichkeitsstörung F61.0

• Schmerzhaft eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts bei/mit:
- AC-Gelenksresektion und subacromiale Defilée-Erweiterung Schulter 

rechts vom 27.11.2009
- Arthroskopie, Bicepstenotomie, transtendinöse Refixation der 

Supraspinatussehne Schulter rechts 24.07.2013
- Tendinopathie Bicepssehne rechts (Arthro-MRI 24.11.2016)

Diagnosen ohne Relevanz für die AF:

• Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, F10.24, aktive 
Abhängigkeit

• Zervikalspondylogenes Schmerzsyndrom
- bei degenerativen HWS-Veränderungen mit Steifstellung der HWS, 

Diskusprotrusion C5/6/7 und mediolateralen Diskusprolaps C6/7 links 
(…) neurologisch ohne radikuläre Störung

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• Koronare Herzkrankheit
- mit insignifikanter Stenosierung im Bereich des RIVA und 

hochgradiger Stenosierung der kleinen, nicht dominanten rechten 
Kranzarterie

- St.n. Vorderwandinfarkt 24.06.2008
- Derzeit stabiler Befund ohne Hinweis auf Progredienz der KHK
- Weiterhin rez. Tachykardien bei St. n. Katheterablation einer AV-

Knoten-Reentry-Tachykardie 2007

• Arterielle Hypertonie (ED 2002), ungenügend eingestellt

• V.a. Steatosis hepatis bei V.a. Äthylismus

• Hypercholesterinämie, medikamentös nicht therapiert

• Orthostatischer Schwindel (pharmakogen, teils möglicherweise 
äthyltoxisch überlagert)

• Leichtes Thoracic-outlet-Syndrom rechts mehr als links

• Unspezifische Lumbalgie mit teilweise myofascialer Schmerzausstrahlung 
zum linken Bein. 

4.5.1 In der orthopädischen Beurteilung (Dr.med. G.________, Fachärztin für Or-
thopädische Chirurgie u. Traumatologie) wird ausgeführt, die residuellen Be-
schwerden an der rechten Schulter nach zweimaliger Operation seien nachvoll-
ziehbar. Nicht nachvollziehbar seien jedoch die Ausstrahlung in die rechte Hand 
mit Hypästhesien. Das Heben und Tragen schwerer Lasten rechts von über 5 kg 
sei nicht mehr zumutbar, ebenso das Überkopfarbeiten rechts.

4.5.2 Der psychiatrische Gutachter (Dr.med. …, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie) führt in seiner Beurteilung aus, dass der Versicherte über vor-
wiegend psychosoziale Belastungen am letzten Arbeitsplatz berichte. In kogniti-
ver Hinsicht hätten sich keine objektivierbaren Defizite ergeben (Vi-act. 77-
35/70). Das Verhalten des Versicherten entspreche allerdings einem massiven 
und fortgesetzten Alkoholkonsum mit einem Verhalten, welches gegenwärtig zum 
Teil als dissozial eingeordnet werden könne. Die ungünstige Konstellation einer 
primär bestehenden narzisstischen Persönlichkeit und des fortgesetzten exzessi-
ven Alkoholkonsums werde beim Versicherte ohne adäquate Therapie voraus-
sichtlich zu einer weiteren negativen Entwicklung führen (Vi-act. 77-39/70). Unter 
Hinweis auf den Therapieverlauf in der Klinik … und seine im Rahmen der Be-
gutachtung vorgebrachten Beschuldigungen (gegen Versicherungen, Sozial-
dienst usw.) hält der psychiatrische Gutachter fest, es erscheine möglich, dass 
der Versicherte seine Vorgehensweise in Bezug auf die Abklärung der IV über-
legt und geplant habe, um eine wirtschaftliche Absicherung zu erreichen. Die 
Hospitalisation in der psychiatrischen Klinik per Selbsteinweisung sei nicht infol-
ge akuter Indikation erfolgt und korreliere zeitlich mit der polydisziplinären Begut-

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achtung (Vi-act. 77-39/70). Es bestehe kein therapieresistentes Zustandsbild. 
Der Versicherte habe sich bisher keiner adäquaten Therapie im Hinblick auf die 
Sucht unterzogen, diese werde vom ihm auch abgelehnt oder er habe sich der 
Therapie entzogen. Im Rahmen der bisherigen Behandlung und Diagnostik (so-
matisch und psychiatrisch) scheine der Versicherte die beteiligten Ärzte und The-
rapeuten wiederholt getäuscht zu haben. Zusammenfassend hielt der psychiatri-
sche Teilgutachter fest, dass beim Versicherten eine kombinierte Persönlich-
keitsstörung mit zeitweilig auftretender affektiver Symptomatik bestehe, welche 
vornehmlich jedoch auf die ausgeprägte Alkoholabhängigkeit zurückzuführen sei. 
Der psychiatrische Teilgutachter kam zum Schluss, dass aufgrund der Persön-
lichkeitsstörung (durch die Sucht verstärkt) Beeinträchtigungen bestünden. Bei 
der angestammten Arbeit als Betriebsleiter schätzte er die Arbeitsfähigkeit auf 
70%. Die Beeinträchtigungen resultierten (bedingt durch den Alkoholkonsum) 
aus der zeitweiligen Verlangsamung, Aufmerksamkeitsprobleme, Einschränkung 
der Lernfähigkeit, Einschränkung in Bezug auf die Fähigkeit, relevante Entschei-
dungen zu treffen und durchzusetzen, mangelnder Flexibilität und leicht reduzier-
ter Durchhaltefähigkeit. Für eine angepasste berufliche Tätigkeit bestehe volle 
Arbeitsfähigkeit. 

4.5.3   Im Rahmen der allgemeinmedizinisch-internistischen Begutachtung 
(Dr.med. H.________) wurde auch eine kardiologische Untersuchung veranlasst. 
Der beigezogene Kardiologe (Dr.med. I.________, Spital …) führt in seiner Beur-
teilung aus: 

Bei Herr … besteht eine bekannte KHK, mit insignifikanter Stenosierung im 
Bereich des RIVA und hochgradiger Stenosierung der kleinen, nicht dominanten 
rechten Kranzarterie. Ich finde einen stabilen Befund ohne Hinweise auf eine 
Progredienz der KHK.

Die verminderte körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten ist meines Erachtens 
durch die Dekonditionierung bedingt und nicht Folge der bekannten Kardiopathie. 
Mit einem entsprechenden Aufbautraining wäre der Patient aus kardialer Sicht 
normal arbeitsfähig. 

Relevante weitere Beeinträchtigungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
ergaben sich aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht nicht (Vi-act. 77-
42/70 ff.). Festgehalten wurde einzig, dass die Aussage des Versicherten, nur 
selten Alkohol zu konsumieren, durch den laborchemischen Nachweis eines über 
längere Zeit stattgefundenen erheblichen Alkoholkonsums widerlegt werde (Vi-
act. 77-47/70). 

4.5.4  Im neurologischen Teilgutachten (Dr.med. J.________) wird ausgeführt, 
dass sich aus rein neurologischer Sicht bezüglich der Schulter-, Rücken- und 
Handbeschwerden keine relevanten Störungsmuster feststellen liessen. Die loka-

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le Schmerzsymptomatik im Schulterbereich erfordere zwar gewisse konservative 
Therapiemassnahmen, jedoch keine weitreichenden medizinischen Behandlun-
gen. Auch bezüglich der Lumbalgien sei lediglich eine unspezifische Beschwer-
desymptomatik anzunehmen. Die angegebene Schwindelsymptomatik dürfte am 
ehesten ein Zusammenhang mit der Pharmakotherapie (blutdrucksenkende Mit-
tel) aber auch mit dem Alkoholkonsum haben. Es falle auf, dass gerade zum 
Zeitpunkt der Begutachtung eine stationäre psychiatrische Massnahme initiiert 
worden sei, gar mit Verlegung auf die Suizidstation, obwohl gar keine Antide-
pressiva eingenommen würden. Die offensichtliche Suchtproblematik sei ver-
schwiegen worden. Aus neurologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit für eine an-
gepasste sowie auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht eingeschränkt. Arbei-
ten mit längerer Überkopftätigkeit sowie in längerer Zeit vorgebeugter Position 
seien ungünstig, ebenso Arbeiten auf Leitern und Gerüsten. Kognitive Beein-
trächtigungen hätten jedoch während der gesamten Anamnese nicht festgestellt 
werden können, vielmehr bestehe eine extrem gute, präzise Fokussierungsfähig-
keit (Vi-act. 77-55/70 ff.). 

4.5.5 In der interdisziplinären versicherungsmedizinischen Beurteilung der Funk-
tionen und Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus (Vi-act. 77-23/70): 

Als versicherungsmedizinisch relevante Diagnosen sind das Bestehen einer 
kombinierten Persönlichkeitsstörung F61.0 zu objektivieren (insbesondere 
narzisstische PS mit antisozialen Zügen) wobei durch eine aktive 
Alkoholabhängigkeit auch zeitweilig affektive Symptomatik auftritt, die aber nicht 
einer primären affektiven Störung entspricht, also nicht als rezidivierende 
depressive Störung zu werten ist. 

Die Alkoholabhängigkeit selbst werten wir dabei nicht als 
versicherungspsychiatrische relevant. Jedoch ergeben sich in Wechselwirkung 
derzeit verstärkt Auswirkungen auf das Fähigkeitsprofil gemäss mini-ICF, was 
somit auch die angestammte Tätigkeit mit höherem Anforderungsprofil 
entsprechend mindert (AF-Reduktion um 30%), was somit über die AF-Minderung 
durch die Schulterpathologie hinausgeht (kann aber nicht addiert werden, sofern 
das Fähigkeitsprofil eingehalten wird). 

Für leidensadaptierte Tätigkeiten - sowohl hinsichtlich der Schulterpathologie als 
auch in Hinblick auf die psychischen Einschränkungen - ist jedoch keine 
quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu objektivieren. 

Zur Befundkonsistenz führten die Gutachter zudem aus (Vi-act. 77-22/70): 

Bei dem Versicherten ergeben sich Hinweise auf ein inkonsistentes 
Leistungsverhalten, und auf selektiv verzerrende Angaben zum Beschwerdebild 
und Verlauf mit teilweise tendenziösem Verhalten in Bezug auf die erhoffte 
materielle Versorgung. Das Verhalten des Versicherten entspricht teilweise einer 
Aggravation, abgesehen von anderen Verhaltensweisen, die an einer anderen 
Stelle besprochen wurden. Eine ausreichende Motivation für eine adäquate 
Therapie bestand bisher allerdings nicht. Der Versicherte lehnte im Rahmen der 

12

stationären psychiatrischen Behandlung auch therapeutische Massnahmen 
teilweise ab beziehungsweise hatte sich diesen entzogen.

In der angestammten Tätigkeit als Betriebsleiter wurde die Arbeitsfähigkeit inter-
disziplinär auf 70% geschätzt. Die Einschränkung wurde einerseits damit be-
gründet, dass die als Betriebsleiter noch gelegentlich ausgeübten schwereren 
Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien, was eine Minderung der Arbeitsfähigkeit 
um diesen Anteil (ca. 20%) begründe. Andere somatische quantitative Ein-
schränkungen bestünden nicht. Stärker wirkten sich andererseits die psychi-
schen Gesundheitsstörungen aus (30%). Bei Rücksichtnahme auf das Fähig-
keitsprofil sowohl in somatischer wie auch psychiatrischer Hinsicht sei keine Min-
derung der Arbeitsfähigkeit begründbar. Es müsse allerdings dringend auf eine 
konsequente Behandlung der Suchterkrankung hingewirkt werden.    

4.6 Wegen den nach dem Sturzereignis andauernden Kopfschmerzen veran-
lasste die Hausärztin des Versicherten eine stationäre Aufnahme des Versicher-
ten im Zürcher RehaZentrum … vom 11. Oktober 2017 bis zum 25. November 
2017. Aus dem Austrittsbericht vom 7. Dezember 2017 ergeben sich folgende 
Diagnosen (Vi-act. 90-1/11): 

1. Schädelhirntrauma Grad 1, ED 02.09.2017
- anamnestisch: persistierende Kopfschmerzen seit dem Sturz vom 

02.09.2017
- klinisch bei Eintritt in die Reha: Maskengesicht, deutlich 

psychomotorische Verlangsamung
- diagnostisch:

- initialer cCT 02.09.2017: unauffällig
- cMRI 29.09.2017: Hämosiderin-Ablagerungen im Thalamus  

bds, Capsula externa rechts, subkortikal okzipital bds und im 
Kleinhirn, passend zu alten Blutungen, in erster Linie 
posttraumatisch.

2. Verdacht auf Medikamenten-Übergebrauch Kopfschmerzen, ED 11/2017

3. Koronare Zweigefässerkrankung
- St.n. 2x-igem MCI 2009, 2010 und St. n. PTA
- Minimal cardiac Injury 23.06.2008
- cvRF: Arterielle Hypertonie, Adipositas, Nikotinabusus

4. St. n. rezidivierenden Episoden einer paroxysmalen supraventrikulären 
Tachykardie
- Status nach Radiofrequenzablation 2006

5. Arterielle Hypertonie, ED unbekannt

6. Chronisches Schmerzsyndrom mit/bei
- Vd.a. Partialläsion der Subscapularis-Sehne nach Schulterdistorsion 

rechts vom 24..09.2014

13

- St. n. Arthroskopie, Bizepssehnen-Tenotomie sowie transtendinöse 
Re-Fixation der Supraspinatus-Sehne vom 24.07.2013 bei 
Partialruptur

- St. n. AC-Gelenksresektion und subacromialer Defilé-Erweiterung 
vom 27.11.2009 mit Tendinopathie der langen Bizeps-Sehne

- Zerviko-Kranialalgie und rechtsseitige komplette Schulter 
Armschmerzsymptomatik mit Fremdgefühl Finger IV und V und 
Hypästhesie der gesamten rechten oberen Extremität bei 
steilgestellter HWS mit Diskusprotrusionen C5/6/7 und 
mediolateralem Diskusprolaps C6/7 links ohne erkennbare 
rechtsseitige Pathologie (MRI HWS 10.02.2016 ZGKS)

- Hypästhesie des rechten Armes, beton an ulnarer Hand und Unterarm

7. Rezidivierende depressive Störung
- Derzeit keine depressive Episode

8. Alkoholabhängigkeit
- Letzter Alkoholentzug 11/2016

Im Austrittsbericht wird in der Beurteilung ausgeführt, neurologisch hätten nebst 
einer psychomotorischen Verlangsamung mit langsamem Redefluss und einer 
Hypomimie auch ein deutliches verlangsamtes Gangbild sowie eine Sensibi-
litätsminderung der rechten Körperhälfte (vorbestehend) im Vordergrund gestan-
den (Vi-act. 90-3/11). Im Rahmen des Aufenthaltes konnten verschiedene Forts-
chritte beobachtet werden (Körpergang, körperliche Ausdauer, Aufmerksamkeits-
leistungen). Eine neuropsychologische Abklärung habe eine leichte kognitive 
Funktionsstörung (vor dem Hintergrund eines chronischen Alkoholüberkonsums) 
ergeben (Vi-act. 90-7/11). Zusätzlich bestehe beim Patienten eine psychosoziale 
Belastung (Vi-act. 90-3/11). In Bezug auf die berufliche Eingliederung wird im 
Austrittsbericht ausgeführt, aufgrund der kognitiven Defizite könne nicht ausge-
schlossen werden, dass es bei der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit 
im zuletzt ausgeübten Berufsfeld zu Schwierigkeiten kommen könne. Zudem sei 
aus neuropsychologischer Sicht aktuell auch aufgrund der psychiatrisch-sozialen 
Vorgeschichte davon auszugehen, dass die Kombination von kognitiven Defiziten 
und psychiatrischer Symptomatik dazu führe, dass eine berufliche Wiedereinglie-
derung mit dem Anforderungsprofil von den zuletzt ausgeführten Tätigkeiten der-
zeit nicht realistisch sei (Vi-act. 90-8/11). 

4.7 Mit Arztbericht zu Handen der IV vom 1. Februar 2018 diagnostizieren die 
Psychotherapeutin … und der Psychiater Dr.med. K.________, …, beim Versi-
cherten eine Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8 sonstige spezifische Persön-
lichkeitsstörung) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 
Episode (ICD-10 F33.0). Zur Prognose wird im Bericht ausgeführt, die beim Ver-
sicherten vorhandenen psychiatrischen Störungsbilder hätten einen sekundären 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Es werde davon ausgegangen, dass bei der 

14

Verbesserung der psychosozialen Situation und des somatischen Zustandsbildes 
eine Stabilisierung der psychischen Gesundheit erreicht werden könne. Eine Ar-
beitsunfähigkeit wurde nicht attestiert (Vi-act. 91-4/6). 

4.8 Der RAD-Arzt Dr.med. L.________ führt mit Stellungnahme vom 26. März 
2018 aus, das MEDAS-Gutachten sei nachvollziehbar und begründet. IV-relevant 
seien aus somatischer Sicht ein Schaden an der rechten Schulter und aus psych-
iatrischer Sicht eine Persönlichkeitsstörung. Nicht IV-relevant, da behandelbar, 
sei die schwere Alkoholabhängigkeit. Die nach der Begutachtung erlittene Schä-
delhirnkontusion habe gemäss Bericht der Zürcher Rehaklinik keine anhaltende 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes zur Folge. Das Resultat der neuro-
psychologischen Untersuchung vom November 2017 sei nicht verwertbar, da zu 
zeitnah zur chronischen Alkoholabhängigkeit durchgeführt (Vi-act. 92-8/9). 

4.9 Mit Bericht vom 12. Juli 2018 zu Handen der Hausärztin des Versicherten 
stellte Dr.med. M.________, Fachärztin für Neurologie, die Diagnose eines Sta-
tus nach schwerem Schädelhirntrauma mit residuell schweren kognitiven Störun-
gen Das Ausmass der "shearing injuries" werde im MRI-Untersuchungsbericht 
09/2017 nicht berücksichtigt (Vi-act. 109-3/3). Der Versicherte (welche sich sel-
ber zugewiesen hatte) habe sich von diesem Ereignis nur bedingt erholen kön-
nen. Seine Tätigkeit als Manager bei der ABB (sic!) könne er nicht mehr ausüben 
und für den Haushalt brauche er Unterstützung. Die Einschränkungen seien auch 
im klinischen Kontakt gut nachvollziehbar. Bezüglich der Stimmung erscheine der 
Patient aktuell kompensiert. Eine Anpassung der IV-Rente sei notwendig (Vi-act. 
109-3/3). Ergänzend fügte Dr.med. M.________ mit Mail vom 19. Juli 2018 an, 
dass die Arbeitsunfähigkeit aus ihrer Sicht für sämtliche Tätigkeiten 100% betra-
ge (Vi-act. 110-3/5). 

4.10 Mit Bericht vom 23. Juli 2018 nehmen die Hausärztin des Versicherten 
(Dr.med….) und der Psychotherapeut Dr.phil. … zum aktuellen Psychostatus des 
Versicherten Stellung, wobei sie folgende Diagnosen stellen (vi-act. 110-4/5): 

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwer (F33.2)
Panikattacken (F41.0)
Wahnhafte Störung (F22.0)
Paranoide Persönlichkeitsakzentuierung (F60.0)
Schädel-/Hirntrauma

Der Versicherte sei seit dem 26. März 2018 in psychotherapeutischer Behand-
lung. Im gegenwärtigen Zustand sei der Versicherte nicht in der Lage, eine Ar-
beitsintegration zu realisieren.  

15

4.11 Auf Zuweisung von Dr.med. M.________ wurde der Versicherte im Zeit-
raum vom 22. August bis zum 19. September 2018 während insgesamt fünf 
Terminen von lic.phil. N.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie, un-
tersucht. Gemäss der Neuropsychologin zeigten sich bei dem psychisch stark be-
lasteten Patienten mit ausgeprägter depressiver Symptomatik und diversen 
Ängsten kognitive Defizite in allen geprüften Bereichen von insgesamt schwerer 
Ausprägung (Vi-act. 112-9/16). In Bezug auf die neuropsychologische Abklärung 
im RehaZentrum … hielt lic.phil. N.________ fest, dass in Anbetracht der kogniti-
ven Beeinträchtigung in allen Funktionsbereichen mit Folgen der massiven Ver-
langsamung sowie der erheblich herabgesetzten Belastungsfähigkeit die damali-
ge Einschätzung des Schweregrades zu optimistisch sei. Insbesondere die da-
mals objektivierten Rechenprobleme seien vor dem Hintergrund der beruflichen 
Ausbildung des Versicherten mit akademischem Titel in Mathematik und Physik 
(sic!) zu wenig Gewicht verliehen worden. Auch sei die sehr geringe Belastbar-
keit von maximal 45 Minuten zu wenig gewichtet worden. Bereits die damals 
festgestellten kognitiven Beeinträchtigungen seien als mindestens mittelschwer 
einzustufen. Die festgestellten kognitiven Einbussen seien in erster Linie auf die 
am 2. September 2017 erlittene traumatische Hirnverletzung zurückzuführen. 
Zusätzliche Effekte durch den langjährigen übermässigen Alkoholkonsum und 
durch mögliche Mangeldurchblutungen des Gehirns im Rahmen der mehrfach er-
littenen Herzinfarkte seien nicht auszuschliessen. Die kognitive Leistungsfähig-
keit werde zudem zusätzlich durch die psychische Verfassung sowie die einge-
nommenen Medikamente im Zusammenhang mit den Kopfschmerzen negativ 
beeinflusst (Vi-act. 112-11/16). Der Versicherte befinde sich nach wie vor in der 
medizinischen Behandlungsphase nach einer traumatischen Hirnverletzung. Ob 
eine berufliche Wiedereingliederung möglich sein werde, werde sich im Verlauf 
zeigen. Aufgrund der komplexen Komorbidität und der aktuell schweren neuro-
psychologischen Defizite sei eine Rückkehr an einen Arbeitsplatz wohl nur mit 
deutlichen Einschränkungen möglich (Vi-act. 112-12/16). 

4.12 Der RAD-Arzt Dr.med. L.________ empfahl daraufhin am 30. Oktober 2018 
eine fundierte neue gutachterliche Abklärung nach Abschluss der Rehabilitati-
onsphase nach traumatischer Hirnverletzung, mithin ab ca. Anfang/Mitte 2019 
(Vi-act. 114-12/12). 

4.13 Vom 6. November 2018 bis zum 5. Januar 2019 hielt sich der Versicherte 
zur Rehabilitation in der Klinik …, auf. Dabei lag der Fokus auf einem kognitiven 
Funktionstraining und der Verbesserung der Stresstoleranz, wobei gemäss Aus-
trittsbericht eine Besserung erzielt werden konnte. Auch in Bezug auf die Physio-
therapie, Ergotherapie und die Logopädie wird von einer Besserung der Defizite 

16

berichtet. In Bezug auf die geltend gemachten Kopfschmerzen wurde eine Ände-
rung der Medikation vorgeschlagen. Der Patient sei motiviert, eine berufliche Re-
integration anzugehen. Im fraglichen Zeitpunkt wurde allerdings keine verwertba-
re Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt attestiert. Eine Evaluierung der 
Restarbeitsfähigkeit sei z.B. im Zentrum für Berufliche Abklärung, ZBA, …, 
durchzuführen. Im Weiteren wurde festgehalten, dass keine Fahreignung gege-
ben sei. Eine neuropsychologische Testung fand nicht statt (Vi-act. 117). 

4.14  Auf Anfrage der IV-Stelle berichtete die Hausärztin Dr.med. O.________ 
am 11. Februar 2019, dass der Versicherte sehr früh eine koronare Herzkrank-
heit mit Status nach Myokardinfarkt erlitten habe. In der Folge sei es zu Angstzu-
ständen und verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit gekommen. Er habe 
seine Frau durch einen tragischen Unfall verloren. Es habe sich eine depressive 
Störung mit Panikattacken sowie wahnhaften Störungen und einer paranoiden 
Persönlichkeitsakzentuierung entwickelt. Im Rahmen einer Alkoholsuchtproble-
matik habe sich 2017 eine Hepatopathie entwickelt. Bis anhin habe keine 
vollständige Alkoholkarenz erzielt werden können. Seit dem Schädelhirntrauma 
von 2018 (recte: 2017) bestünden schwere kognitive Störungen. Der psychische 
Zustand sei labil. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr.med. O.________ 
aus, die kognitiven Defizite, die depressive Störung mit rezidivierenden paranoi-
der Persönlichkeitsakzentuierung und die Panikattacken würden die Funktions-
fähigkeit einschränken. Es bestünden aktuell keine Ressourcen zur Wiederein-
gliederung. Die Fahreignung sei nicht gegeben (Vi-act 121-3/34 ff.). 

4.15 Dr.med. M.________ führte auf Anfrage der IV-Stelle mit Bericht vom 14. 
Februar 2019 aus, es bestünden weiterhin schwere kognitive Einschränkungen 
(v.a. Gedächtnisstörungen), eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt sei 
nicht möglich, stundenweise sei allenfalls eine Tätigkeit in geschütztem Rahmen 
möglich. Der Patient sei knapp in der Lage, den Haushalt zu führen (Vi-act. 122-
4/13 f.).

4.16 Der Psychotherapeut Dr.phil. … attestierte dem Versicherten mit Bericht zu 
Handen der IV vom 13. März 2019 ebenfalls eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 
Aktuell diagnostizierte er eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
leicht bis mittelgradig, einen Status nach Panikattacken, einen Status nach 
wahnhafter Störung sowie ein Schädelhirntrauma (Vi-act. 123-4/6). Das zentrale 
Problem sei neurologischer Natur (Mangel an Energie, schnelle Ermüdung, star-
ke motorische und kognitive Einschränkungen). Das depressive Befinden sei le-
diglich ein zusätzlicher Bereich (Vi.act. 123-6/6 und 123-5/6). 

17

4.17 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS … vom 8. April 2020, welches 
wiederum unter Einbezug der Fachrichtungen Orthopädie, Kardiologie, Psychia-
trie, Neurologie und Allgemeine Innere Medizin sowie zusätzlich der Neuropsy-
chologie erstellt wurde, gelangten die Gutachter teilweise in Ergänzung und/oder 
in Abweichung zum Gutachten vom 2. Oktober 2017 zu folgenden Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Vi-act. 150-7/152):

- St. n. leichtgradigem Schädel-Hirn-Trauma am 02. September 2017
- (…) mit dysfunktionalem Verlauf (Crescendo der Symptomatik nach 

ablehnendem Rentenbescheid 05/18)
Aktuell mit Darstellung eines hochgradigen Krankenrollenverhaltens 
mit nichtauthentischen kognitiven Minderleistungen in den Bereichen 
Aufmerksamkeit, Neugedächtnis, Exekutivfunktionen und 
Visuokonstruktion, mit/bei Leistungsverzerrung im Sinne mindestens 
schwerer Aggravation und nichtauthentischer Sprach-
/Sprechstörungen

- eingeschränkte Schulterbelastbarkeit bds bei/mit
rechts: (…)
links: Peritendinitis calcarea, AC-Gelenksarthrose, Mini-Läsion 

des Subscapularis (MRI vom 07.06.2019)

- Kombinierte Persönlichkeitsstörung
Diese Diagnose wurde aus dem vorherigen MEDAS Gutachten 
übernommen. Bei der heute dargestellten Symptomatik, die ein schweres 
hirnorganisches Psychosyndrom vorgab, konnte eine dahinterliegende 
Persönlichkeitsstörung nicht sicher geschlossen werden und von daher wird 
die damalige Diagnose übernommen.

- Koronare Herzerkrankung
- Hypertensive Herzerkrankung

Die Herzerkrankungen wurden neu als mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
qualifiziert. Bezüglich der Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
wurden neu die Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen 
(F68.0), psychische Verhaltensstörung durch Alkohol (gegenwärtig abstinent) 
und anamnestisch eine episodische Migräne mit Aura aufgeführt (Vi-act. 150-
7/153). Die weiteren Diagnosen stimmen mit denjenigen aus dem ersten Gutach-
ten überein. 

4.17.1  Dem orthopädischen Teilgutachten von Dr.med. G.________ kann ent-
nommen werden, dass neu (seit der Begutachtung von 2017) auch an der linken 
Schulter eine Beeinträchtigung besteht (Peritendinitis calcarea, AC-
Gelenksarthrose, Mini-Läsion des Subscapularis, MRI v. 7.6.2019). Die Be-
schwerden in der rechten Schulter und die HWS-Beschwerden seien etwa gleich 
geblieben. Aufgrund der vorbestehenden Probleme in der rechten und neu auch 
in der linken Schulter sei das Heben und Tragen von Lasten beidseits über 5 kg 

18

nicht mehr zumutbar, ebenso Überkopfarbeiten sowie das Hantieren mit schla-
genden oder vibrierenden Maschinen oder Arbeiten mit monotoner Haltung des 
Kopfes. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (Betriebsleitung, vorwiegend in der 
Administration) sei der Versicherte weiterhin voll arbeitsfähig; Einschränkungen 
bestünden bezüglich der schweren Tätigkeit als Heizungsmonteur (bei der letz-
ten Arbeitsstelle hätten diese Tätigkeiten einen Umfang von ca. 20% gehabt, 
weshalb eine Einschränkung in diesem Umfang attestiert wird). In einer ange-
passten Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (Vi-act. 150-58/152, 150-
56/152). Im Rahmen der orthopädischen Begutachtung konnten keine Inkonsis-
tenzen festgestellt werden (Vi-act. 150-57/152).

4.17.2   Im allg. medizinisch-internistischen Teilgutachten führt Dr.med. 
P.________ aus, es würden aus ihrer Sicht keine Befunde von versicherungs-
medizinischer Relevanz vorliegen (Vi-act. 150-71/152). 

4.17.3  Der Neurologe Dr.med. J.________ beschreibt in seinem Teilgutachten 
ausführlich und detailliert diverse auffällige Verhaltensweisen des Versicherten 
anlässlich der Begutachtung, welche keinem organischen Korrelat zugeordnet 
werden könnten; z.B. war er kaum in der Lage, Angaben zur Familie und zur be-
ruflichen Situation zu machen; so wusste er den Namen der Tochter nicht, beruf-
lich gab er an "irgendwas mit Heizung" gemacht zu haben ohne Erinnerung an 
konkrete Beschäftigungen, er konnte nicht sagen, ab wann er in der Schweiz 
lebt, ob er je verheiratet war und wo er geboren worden sei (vgl. Vi-act. 150-
81/152, 150-84f./152). Im Gegensatz dazu war er in der Lage, detaillierte Anga-
ben zum Krankheitsverlauf, zur Persönlichkeitsveränderung nach dem Schäde-
lhirntrauma und zu den vorhandenen Beschwerden zu machen. Dr.med. 
J.________ verweist dabei auch auf den nach dem Schädelhirn-Trauma vom 2. 
September 2017 medizinisch dokumentierten Verlauf und die medizinisch nicht 
erklärbar relevante Verschlechterung des Zustandes, welche nach dem negati-
ven Vorbescheid vom Mai 2018 präsentiert wurde. Der Gutachter kommt dabei 
zum Schluss, dass in der Gesamtschau eine derart abstruse Leistungsverzer-
rung feststellbar sei, wie sie selbst für einen erfahrenen Gutachter selten in sol-
cher Ausprägung anzutreffen sei. Selbst bei Status nach schwersten Schädel-
Hirn-Traumata seien solche Phänomene in solcher Ausprägung praktisch nicht 
zu beobachten. Es werde ein massives Krankenrollenverhalten selektiv präsen-
tiert. Das Störungsbild sei aber in keiner Weise mit den aktenkundig nur leichten 
traumaassoziierten Störungen erklärbar, auch wenn leichte traumaassoziierte 
Befunde gemäss MRI vorlägen. Diese hätten allenfalls aber für den Zeitraum von 
1/2 Jahr gewisse Beeinträchtigungen erklärt, allerdings in geringer Ausprägung 
und ohne die präsentierte Zunahme der Schwere der Symptomatik. Insgesamt 

19

sei das hochauffällige Verhalten als nicht authentisch zu beschreiben und würde 
teilweise sogar die Kriterien einer Simulation erfüllen. Sofern eventuell gewisse 
neurologische und neuropsychologische Störungen bestanden haben sollten, 
könnten diese angesichts des Verhaltens des Versicherten nicht hinreichend ab-
gegrenzt werden. Der Versicherte vermittle das Bild einer schwerstgradigen 
Pseudodemenz, dem selbst die komplette biographische Erinnerung abhanden-
gekommen zu sein scheine, andererseits würden ordentliche Funktionen des 
Kurzzeitgedächtnisses bestehen. Ein schweres Schädelhirntrauma habe entge-
gen der Diagnose von Dr.med. M.________ nie bestanden. Es seien nach dem 
Trauma denn auch nur leichte kognitive Störungen festgestellt worden, wobei 
diese in Bezug zum Alkoholkonsum gestellt worden seien. Die nach dem negati-
ven Vorbescheid involvierten medizinischen Fachpersonen würden die offen-
sichtlichen Inkonsistenzen nicht reflektieren und vermöchten die schwerwiegende 
Verschlechterung des Zustandes im Zeitverlauf nicht zu erklären. Das Bestehen 
von multiplen kleinen Shearing-injuries sei nicht gleichzusetzen mit einem schwe-
ren Schädelhirntrauma und sie würden keine langdauernde schwere kognitive 
Störungssymptomatik verursachen. Ob allenfalls leichte objektive neurologische 
Störungen bestünden, lasse sich angesichts des schwergradig verzerrten Leis-
tungsbildes nicht sicher abgrenzen. Medizinisch-theoretisch könne aber davon 
ausgegangen werden, dass allenfalls leichte kognitive Störungen nicht auszusch-
liessen seien, welche aber über Adaptionskriterien ausgleichbar sein sollten. 
Selbst bei Annahme leichter kognitiver Einschränkungen seien zumindest einfach 
strukturierte Arbeiten ohne erhöhten psychomentalen Arbeitsstress zumutbar. 
Ansonsten seien aus neurologischer Sicht keine objektivierbaren Defizite vor-
handen. Es könne eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70% in der angestamm-
ten Tätigkeit angenommen werden (unter Einbezug auch der fachübergreifenden 
psychiatrisch und neuropsychologischen Befunde). 

4.17.4  Der Psychiater Dr.med. Q.________ führt in seinem Teilgutachten aus, 
der Versicherte habe sich an wesentliche Lebensdaten nicht erinnern können. Zu 
seinen behandelnden Ärzten und der aktuellen Medikation habe er aber präzise 
Angaben gemacht (Vi-act. 150-109/152). Gestützt auf die Labor-Untersuchung 
vom 24. September 2019 scheine der Versicherte die angegebenen Medikamen-
te (abgesehen von Venlafaxin) überhaupt nicht einzunehmen (Vi-act. 150-
111/152). Diagnostiziert wurde (neben der bereits im vorgängigen MEDAS-
Gutachten bestehenden kombinierten Persönlichkeitsstörung, welche aktuell 
nicht sicher ausgeschlossen werden konnte) eine Entwicklung körperliche Sym-
ptome aus psychischen Gründen (F68.0); diese Diagnose sei zu wählen, da es 
für das demonstrierte Beschwerdebild des Versicherten keinerlei Korrelat gebe. 
Er demonstriere ein schweres hirnorganisches Psychosyndrom, basierend auf 

20

einem Sturz vom 2. September 2017. Im MRI hätten sich zwar multiple kleine in-
tracerebrale Blutungen gezeigt, aber weder der Austrittsbericht des Reha-
Zentrums Zürich vom 7. Dezember 2017 einschliesslich der neuropsychologi-
schen Untersuchung rechtfertigten die heute dargestellte Symptomatik. Auch das 
völlig verlorene Langzeitgedächtnis korreliere nicht mit dem gut erhaltenen Kurz-
zeitgedächtnis (Vi-act. 150-113/152). Zu den Fähigkeiten und Ressourcen des 
Versicherten führte Dr.med. Q.________ aus, aufgrund der diagnostizierten Per-
sönlichkeitsstörung könne davon ausgegangen werden, dass dieser nur einge-
schränkt in der Lage sei, bedeutende Entscheidungen zu treffen und durchzuset-
zen. Er sei auch aktuell nicht ausreichend flexibel und umstellungsfähig. Auf-
grund der bereits früher festgestellen Persönlichkeitsstörung sei von der bereits 
seinerzeit attestierten Leistungsminderung in der bisherigen Tätigkeit von 30% 
auszugehen. Für eine angepasste Tätigkeit mit niedrigem Verantwortungsniveau, 
eingeschränkter Personalverantwortung und verminderter Stressbelastung be-
stehe eine volle Arbeitsfähigkeit (Vi-act. 150-115/152). 

4.17.5  Im kardiologischen Teilgutachten (Dr.med. R.________) wird ausgeführt, 
die seit Jahren bekannte koronare Herzerkrankung habe im Alltag zu keiner we-
sentlichen Beeinträchtigung geführt. Generell müsse jedoch von einer kardial 
mitbedingten Reduktion der Leistungsfähigkeit ausgegangen werden. Eine Spi-
roergometrie und ein Langzeit-EKG hätten nicht durchgeführt werden können, da 
der Versicherte sich dazu nicht in der Lage sah, was nicht nachvollziehbar sei 
(Vi-act. 150-124/152). Für leichtere Tätigkeiten ohne körperliche Belastung be-
stehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Schwere bis mittelschwere Arbeiten könnten 
hingegen nicht ausgeübt werden. Die bisherige Tätigkeit, welche zu 80% admi-
nistrative Arbeiten und zu 20% handwerkliche Tätigkeiten umfasst habe, sei im 
Umfang von 80% (administrativer Anteil) zumutbar (Vi-act. 150-125/152). 

4.17.6  Die neuropsychologischen Gutachter (M.Sc. .. und lic.phil. S.________) 
führen in ihrem Teilgutachten u.a. aus, der Versicherte habe bei er Begutachtung 
zwar bis zu teilweise schwer defizitäre Leistungen in den Bereichen Aufmerk-
samkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen und Visuokonstruktion gezeigt. Eben-
falls gebe es Hinweise auf eine Neglectsymptomatik rechts. Allerdings sei die Va-
lidität dieser Minderleistungen eingeschränkt, d.h. die gezeigten Leistungen wür-
den mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht der tatsächlichen Leistungs-
fähigkeit entsprechen. Die Anstrengungsbereitschaft sei reduziert gewesen (Vi-
act. 150-142/152). 

Im Rahmen des erlittenen Schädelhirntraumas seien durchaus kognitive Ein-
schränkungen denkbar. Weiter seien auch Einflüsse auf die Kognition durch 
Schmerzen und langjährigem Alkoholkonsum denkbar. Das gezeigte Ausmass 

21

übersteige jedoch das theoretisch mögliche. Vergleichbare Patientengruppen 
zeigten deutlich bessere Ergebnisse. Doch auch wenn tatsächlich echte kognitive 
Einschränkungen bestünden, könnten diese weder die Auffälligkeiten im Perfor-
manzvalidierungsverfahren noch die Diskrepanzen erklären (Vi-act. 150-
143/152). So seien die Leistungen des Versicherten in einem Validierungsverfah-
ren vergleichbar mit Personen, welche gebeten worden seien, Einschränkungen 
zu simulieren oder mit Personen, welche an einer stark fortgeschrittenen Demenz 
litten. Die Leistungen seien deutlich schlechter gewesen, als diejenigen von Per-
sonen mit schwere Hirnverletzung, schweren Depressionen oder genuinen Ge-
dächtniseinschränkungen. Gewiss Tests mussten abgebrochen werden (Vi-act. 
150-144/152). Entsprechend konnte kein valides Testprofil erhoben werden; es 
hätten sich diverse Inkonsistenzen und auffällige Leistungen in den Validierungs-
verfahren gezeigt. Ob dieses Verhalten bewusstseinsnah oder -fern sei, oder ei-
ne Mischung aus beidem, sei psychiatrischerseits zu beurteilen. Der Schwere-
grad der präsentierten Einschränkungen und die Vergleiche mit Patientengrup-
pen liessen jedoch auf eine bewusste Leistungsverzerrung schliessen (Vi-act. 
150-145/152). 

4.17.7  In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wird u.a. auf ein aggravatori-
sches Verhalten hingewiesen (Vi-act. 150-6/152):

Betrachtet man jedoch das aktuelle Erscheinungsbild des Versicherten, so sind 
teilweise abstruse und in keiner Weise einer hirnorganischen Störung 
zuzuschreibende Verhaltensauffälligkeiten und Befundinkonsistenzen feststellbar, 
dass dies ein dieser beschriebenen und dargestellten Form mindestens als 
schwerstgradige Aggravation und negative Antwortverzerrung zu bewerten sind 
und teilweise schon Kriterien der Simulation nichtauthentischer Symptome erfüllt 

Dieses zeigt sich sowohl im neurologischen, aber auch neuropsychologischen und 
auch psychiatrischen Gutachten. 

Angaben des Versicherten, er erinnere weder wo er geboren und aufgewachsen 
sei, erinnere nicht ob er verheiratet gewesen sei und ob er überhaupt Kinder habe, 
sind schlichtweg unglaubwürdig und in keiner Weise organisch-neurologisch 
begründbar.

Andererseits erinnert er sehr detailreich Sachverhalte, wenn es darum geht, 
Gesundheitsstörungen zu beschreiben. Das Kurzzeitgedächtnis erscheint 
zumindest aus psychiatrischer und neurologischer Sicht eben nicht eingeschränkt. 
Ein solches Störungsmuster ist mit dem erlittenen nur leichten SHT sicher nicht 
erklärbar. 

Ausserdem ergeben sich klare Diskrepanzen auch in der Schilderung dieser 
subjektiven so hochgradigen expliziten Erinnerungsinhalte wenn man die 
Gutachten vergleicht, z.B. im kardiologischen Gutachten, wo er durchaus sehr 
detailliert zu Kinderkrankheiten und Biografie und medizinischem Verlauf Auskunft 
zu geben in der Lage ist. 

22

Neben dem sind aber auch Sprach-/Sprechstörungen initial themenabhängig 
erkennbar, welche sich bei Ablenkung verlieren. Sensible Störungen sind exakt 
mittellinienbezogen, was ebenfalls nicht organisch begründbar ist. 

Insgesamt seien im Rahmen der aktuellen Begutachtung erhebliche Inkonsisten-
zen feststellbar, welche mindestens als schwerstes aggravatorisches Verhalten 
zu werten seien. Dieses höchst inkonsistente Verhalten habe aber diverse medi-
zinische Beurteilungen beeinflusst, weshalb es zu nicht plausiblen Bewertungen 
der Arbeitsfähigkeit gekommen sei, zumal eine depressive oder affektive Störung 
derzeit nicht objektiviert werden könne, der Alkoholkonsum kontrolliert sei, keine 
Hinweise auf neurologische alkoholtoxische Folgeschäden bestünden und kaum 
Medikamente eingenommen würden. Es sei anzunehmen, dass das hochgradig 
inkonsistente Verhalten auf der Grundlage der medicolegalen Kontextsituation zu 
erklären sei. Der Versicherte sei bereits im Vorgutachten durch seine Persönlich-
keitsaspekte mit narzisstischen, aber auch antisozialen Zügen aufgefallen und 
habe schon damals deutliche Inkonsistenzen gezeigt. Die enge zeitliche Korrela-
tion des auffälligen Symptomshifts nach Bekanntgabe des ablehnenden Renten-
vorbescheids vom Mai 2018 mache diese Zusammenhänge plausibel. Die Dis-
krepanz zwischen den Bewertungen der extern behandelnden Ärzte ergibt sich 
gemäss den MEDAS-Gutachtern aus den unterschiedlichen Rollen. Es sei gera-
de Aufgabe der Gutachter, die Inkonsistenzen zu bestimmen und abzugrenzen 
und dürfe nicht mit vermeintlicher Vorurteilsbildung verwechselt werden (Vi-act. 
150-6/152 und 150-7/152). 

Zur Arbeitsfähigkeit wird in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung ausgeführt, 
der Versicherte habe eine Managementausbildung absolviert, da er in seinem al-
ten Beruf nicht mehr habe arbeiten können. Zuletzt sei er Betriebsleiter gewesen 
(80% administrativ, 20% handwerklich). Nach dem Konkurs der Firma 2015 habe 
er seine Stelle verloren. Aktuell sei für die bisherige Tätigkeit unverändert zum 
Vorgutachten von einer Arbeitsfähigkeit von 70% auszugehen. Für eine ange-
passte Tätigkeit im Rahmen einer leichten, nicht schulterbelastenden Tätigkeit 
sei eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben (Vi-act. 150-10/152). 

4.18 Der RAD-Arzt Dr.med. L.________ qualifizierte das Gutachten der MEDAS 
… als nachvollziehbar und schlüssig, dies auch in Bezug auf die Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit (70% in der angestammten Tätigkeit, 100% in einer ange-
passten Tätigkeit, Vi-act. 152). 

4.19 Nach Vorliegen des Vorbescheides reichte der Beschwerdeführer eine 
Stellungnahme seines Psychotherapeuten (Dr.phil. …) vom 17. Juni 2020 ein. 
Dieser führt dabei aus, dass der Versicherte an einem komplexen Krankheitsbild 
mit einer Persönlichkeitsstörung, Alkoholgeschichte, Depression, koronarer 

23

Herzkrankheit mit mehreren Herzinfarkten, eingeschränkten chronischen Schul-
terbelastbarkeit und chronischen Schulterschmerzen und einem Schädelhirn-
trauma mit Hirnblutungen und kognitiven Störungen leide. Im Gutachten werde 
nur die neurologische Seite des Schädelhirntraumas beleuchtet, psychologische 
Folgen würden unberücksichtigt bleiben. Das Ereignis habe den Versicherten mit 
seiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung bis aktuell belastet. Auch der nega-
tive IV-Vorbescheid sei ein einschneidendes Ereignis gewesen, welches öfters 
ein Crescendo an Beschwerden auslöse. Dabei handle es sich um keine Aggra-
vation. Der Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und antisozialen Anteilen 
werde zu wenig Beachtung geschenkt. Der Versicherte habe Dr.med. 
J.________ als dominant erlebt und dass dieser zweimal den Raum verlassen 
habe, um sich mit dem Psychiater zu besprechen, habe ihn verunsichert. Die Mo-
tivation zur Kooperation habe darunter gelitten. Den Psychiater Dr.med. 
Q.________ habe der Versicherte als respektlos erlebt. Er sei blockiert gewesen. 
Dadurch sei das psychiatrische Gutachtergespräch ergebnislos geblieben. Alle 
behandelnden Ärzte hätten eine Depression diagnostiziert; es sei vermessen, all 
diesen Fachleuten eine Fehldiagnose zu unterstellen. Es bleibe auch unklar, in 
welchem Ausmass die neurologischen Störungen, das depressive Zustandsbild 
und die koronare Herzkrankheit zu der stets vorhandenen Müdigkeit und Verun-
sicherung des Patienten führten. Die Befundinkonsistenzen würden zu Unrecht 
auf eine Aggravation zurückgeführt. Das Leistungsverhalten des Versicherten sei 
stark von der Beziehung zum jeweiligen Gutachter abhängig. Bei Vorliegen einer 
leichten Respektlosigkeit oder Verletzung von Regeln blockiere der Versicherte. 
Dabei spiele die narzisstische Persönlichkeitsstörung eine grosse Rolle. Die de-
pressive Störung und die Persönlichkeitsstörung würden im Gutachten zu Un-
recht ignoriert. Auch gegenwärtig leide der Versicherte an einer mittelgradigen 
bis schweren Depression. Er sei nicht einmal im Stande, seinen Haushalt ei-
genständig zu erledigen. 

4.20 Am 28. August 2020 wurde der Versicherte durch Dr.med. T.________ an 
der linken Schulter operiert mit der Hauptdiagnose einer cranialen Ruptur der 
Subscapularissehne (Vi-act. 170-10/13). Die neu auch an der linken Schulter be-
stehenden Schmerzen konnten dadurch allerdings nicht reduziert werden (Vi-act. 
170-8/13). 

4.21 Auf Ersuchen der IV-Stelle nahm der psychiatrische Teilgutachter Dr.med. 
Q.________ mit Schreiben vom 18. Februar 2021 zu den Einwendungen von Dr. 
… Stellung. Dabei führte er aus, dass der Versicherte sich bei der psychiatri-
schen Untersuchung weder eingeschüchtert noch depressiv gezeigt habe. Viel-
mehr habe er sich der Exploration weitgehend mit der Behauptung entzogen, er 

24

könne sich nicht erinnern. Andererseits habe er sich an Dinge im Zusammen-
hang mit seiner Krankheit sehr gut erinnern können (z.B. eingenommene Medi-
kamente). Der Versicherte habe den Gedächtnisverlust bewusst eingesetzt, um 
den Gutachter zu täuschen. Sein gezieltes Vorgehen lasse auf starke Persön-
lichkeitsanteile schliessen, welche eine depressive Störung nahezu ausschlies-
sen würden. Die Annahme, dass das leichte Schädelhirntrauma den Versicherten 
tief erschüttert habe, erscheine absurd (Vi-act. 166). 

4.22 Der RAD-Arzt Dr.med. L.________ qualifizierte die Stellungnahme von 
Dr.med. Q.________ mit Bericht vom 22. Februar 2021 als schlüssig. Die sinn-
gemässe Argumentation von Dr. Wicki, der Versicherte könne sich aufgrund sei-
ner Persönlichkeitsstörung gar nicht anders als manipulativ und nicht authentisch 
verhalten, stimme nicht. Persönlichkeitsstörungen würden seit der Adoleszenz 
bestehen. Früher sei der Versicherte erfolgreich beruflich tätig gewesen; er kön-
ne sich also sehr wohl auch anders präsentieren. Das demonstrierte Verhalten 
weise sogar auf sogenannte Ausschlussgründe für IV-Leistungen hin (Vi-act. 
168). 

4.23 Auf Anfrage der IV-Stelle hin führte Dr.med. T.________ mit Bericht vom 
9. April 2021 aus, die fortbestehenden Schmerzen an der linken Schulter seien 
einem chronischen Schmerzsyndrom zuzuschreiben. Eine Arbeitsunfähigkeit 
wurde diesbezüglich nicht attestiert. In Bezug auf eine Prognose zur Arbeits-
fähigkeit führte Dr.med. T.________ allerdings aus, diese sei wegen des erlitte-
nen Schädel-Hirn-Traumas schlecht, wobei diesbezüglich keine näheren Anga-
ben gemacht werden könnten (Vi-act. 170-3/13).

4.24 Im Rahmen des Verfahrens vor Verwaltungsgericht reichte der Versicherte 
eine weitere Stellungnahme des Psychotherapeuten Dr. … vom 27. September 
2021 ein (Bf-act. 2). In dieser führt Dr. … sinngemäss aus, der aggressive Tonfall 
des begutachtenden Psychiaters habe beim Versicherten Erinnerungen an stark 
traumatisierende Verhöre während seines Militärdienstes an der Berliner Mauer 
hervorgerufen. Während des Militärdienstes sei er auch gefoltert worden. Der 
Psychiater habe die traumatischen Erinnerungen "getriggert". Der begutachtende 
Psychiater habe zudem während des Gespräches dauernd in den Unterlagen 
geblättert und habe den Eindruck hinterlassen, nicht vorbereitet zu sein. Die 
Blutspiegelmessung sei erst am 24. September 2019 erfolgt, mithin drei Wochen 
nach der Begutachtung in …. In dieser Zeit habe der Versicherte gewisse Medi-
kamente wegen Nebenwirkungen nicht mehr eingenommen. Immerhin sei er-
sichtlich, dass er das Medikament Venlafaxin eingenommen habe. Ohne De-
pression würde er dieses Medikament nicht vertragen. Die Depression würde die 

25

weiteren Beschwerden (Schulterschmerzen, kognitive Einschränkungen, Herz-
probleme, Müdigkeit) verstärken. Aufgrund seiner multiplen Beschwerde habe 
der Versicherte keine Chancen auf eine Eingliederung im ersten Arbeitsmarkt. 

5.1.1 Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, auf das Gutachten der 
MEDAS … vom 8. April 2020 könne wegen Voreingenommenheit zweier Gutach-
ter nicht abgestellt werden. Der psychiatrische Gutachter Dr.med. Q.________ 
und der neurologische Gutachter Dr.med. J.________ hätten während der Be-
gutachtung mehrmals miteinander gesprochen. Zudem sei Dr.med … in aggres-
sivem Ton aufgetreten, wodurch er eingeschüchtert und blockiert worden sei und 
wodurch ein Trauma (Verhör unter Folter während dem Militärdienst an der Berli-
ner Mauer) bei ihm reaktiviert worden sei.

5.1.2 Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die 
gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. 
Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet 
sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit han-
delt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen wer-
den kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, 
dass die sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, 
wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr 
der Voreingenommenheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des An-
scheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch 
nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrau-
en muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf 
die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungs-
recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab 
anzusetzen (BGE 132 V 93 E. 7.1; BGE 120 V 364 E. 3). Das Verhalten eines 
Sachverständigen, wozu auch seine Äusserungen gegenüber einer Partei 
gehören (Urteil 8C_781/2010 vom 15. März 2011 E. 7.1), kann den Anschein der 
Befangenheit begründen, wenn daraus nach objektiver Betrachtung inhaltlich 
oder durch die Art der Kommunikation auf besondere Sympathien oder Antipa-
thien oder auf eine Ungleichbehandlung der Prozessbeteiligten geschlossen 
werden kann (Urteil 8C_491/2020 vom 27.11.2020 E. 7.3 mit Hinweis).  

5.1.3 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass Ausstands- und Befangenheitsgründe 
umgehend geltend zu machen sind, d.h. grundsätzlich sobald die betroffene Per-
son Kenntnis von den entsprechenden Tatsachen erhält. Wer den Mangel nicht 
unverzüglich vorbringt, wenn er davon Kenntnis erhält, sondern sich stillschwei-
gend auf ein Verfahren einlässt, verwirkt den Anspruch auf spätere Anrufung der 

26

vermeintlich verletzten Ausstandsbestimmung (BGE 143 V 66 Erw. 4.3, 138 I 1 
Erw. 2.2.; Urteil BGer 8C_41/2019 v. 9.5.2019 Erw. 4.2). Unverzüglich bedeutet 
ein Geltendmachen binnen maximal sechs bis sieben Tagen; ein zwei- bis drei-
wöchiges Zuwarten ist bereits unzulässig (Urteil BGer 8C_41/2019 v. 9.5.2019 
Erw. 4.2).

In casu wurde der Versicherte vom Psychiater und vom Neurologen am 5. Sep-
tember 2019 untersucht. Es ist nicht aktenkundig und wird auch nicht geltend 
gemacht, dass der Beschwerdeführer nach den Untersuchungen eine Befangen-
heit der beiden Gutachter gerügt hätte oder dass er zumindest Einwände gegen 
ihr Verhalten anlässlich der Begutachtung geäussert hätte. Anhaltspunkte für ei-
ne "Retraumatisierung" während der psychiatrischen Begutachtung ergeben sich 
ebenfalls nicht aus den medizinischen Akten. Solches wird im Übrigen erst im 
Rahmen der vorliegend zu beurteilenden Beschwerde vom 4. Juni 2021 erstmals 
geltend gemacht, mithin fast zwei Jahre nach der Begutachtung. 

Die Rüge der Befangenheit ist somit grundsätzlich verspätet. Im Übrigen sind 
sowohl das neurologische als auch das psychiatrische Gutachten in sachlichem 
Ton abgefasst. Dass in den Gutachten auf inkonsistentes und auffälliges Verhal-
ten hingewiesen wird, gehört zur Aufgabe der Begutachtung. Nicht zu beanstan-
den ist im Übrigen der Umstand, wonach die beiden Gutachter sich während der 
Exploration ausgetauscht haben. Die Vorinstanz verweist vernehmlassend zu 
Recht auf den Begutachtungsauftrag, welcher eine abschliessende Konsensbe-
urteilung verlange. Zweck interdisziplinärer Gutachten ist es, alle relevanten ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln er-
gebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu fas-
sen (BGE 137 V 210 Erw. 1.2.4). Der abschliessenden, gesamthaften Beurtei-
lung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit kommt damit dann grosses 
Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Be-
gutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (Urteil BGer C_560/2018, 
8C_618/2018 v. 17.5.2019 Erw. 5.1 m.H.). Es gehört mithin gerade zur Aufgabe 
der begutachtenden Fachärzte, sich mit den weiteren Gutachtern zu besprechen 
um dadurch zu einer Konsensbeurteilung zu gelangen. Soweit solche Bespre-
chungen bereits während der Exploration erfolgen, ist dies nicht zu beanstanden. 

5.2.1 Der Beschwerdeführer macht des Weiteren geltend, im MEDAS Gutachten 
werde ignoriert, dass alle behandelnden Ärzte eine Depression diagnostiziert hät-
ten. Der Beschwerdeführer verweist diesbezüglich insbesondere auf die Stel-
lungnahme des Psychotherapeuten Dr. …. Der psychiatrische Teilgutachter the-
matisiere eine depressive Störung nicht einmal und er setze sich diesbezüglich 
nicht bzw. nicht genügend mit den Vorakten auseinander. Im Rahmen der Mes-

27

sung des Medikamentenspiegels sei zudem nicht die aktuelle Medikation berück-
sichtigt worden. Er habe einige Medikamente aufgrund der Nebenwirkungen ab-
gesetzt. 

5.2.2 In der Psychiatrischen Klinik …, wo der Versicherte am 28. November 2016 
für mehrere Wochen behandelt wurde, wurde eine schwere depressive Episode 
diagnostiziert. Im Anschluss an die Behandlung in der Klinik … wurde der Versi-
cherte durch den Psychiater Dr.med. …(MEDAS …) begutachtet (wobei die Ex-
ploration des Versicherten noch vor dem Klinikaufenthalt erfolgt ist, das Gutach-
ten aber in Kenntnis des Austrittsberichts der Klinik … verfasst worden ist). Be-
reits damals verneinte Dr.med. … das Vorliegen einer depressiven Erkrankung 
bzw. einer primären affektiven Störung. Vielmehr seien affektive Symptome im 
Rahmen der Alkoholproblematik aufgetreten (Vi-act. 77-39/70). Ab dem 25. April 
2017 war der Versicherte bei … in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Dort 
wurde die Diagnose einer depressiven Störung übernommen, im Bericht vom 1. 
Februar 2018 wurde jedoch von einer gegenwärtig leichten Episode gesprochen 
und den psychischen Diagnosen wurde kein Einfluss bzw. ein lediglich sekundä-
rer Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit attestiert. In der Folge wurde die Therapie bei 
… vom Versicherten abgebrochen und der Versicherte war dann ab März 2018 
beim Psychotherapeuten Dr. … in Behandlung, welcher zusammen mit der 
Hausärztin des Versicherten wiederum eine rezidivierende depressive Störung 
diagnostizierte. Im Rahmen der zweiten Begutachtung durch den Psychiater 
Dr.med. Q.________ erwies sich die Gesprächsführung als schwierig, da der 
Versicherte zu vielen Fragen keine Antwort gab bzw. angab, sich nicht erinnern 
zu können. Gleichzeitig warf er dem Gutachter vor, nicht vorbereitet zu sein, als 
sich dieser zu verschiedenen Nachfragen veranlasst sah (vgl. Vi-act. 150-
107/152; 150-110/152). Auch anlässlich der zweiten Begutachtung wurde keine 
depressive Erkrankung diagnostiziert. Der Gutachter qualifiziert die Präsentation 
des Versicherten anlässlich der Begutachtung als "erhebliche Ich-Leistung", wel-
che diesen auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erheblichen Leistungen 
befähige (Vi-act. 150-114/152). Auf Nachfrage der Vorinstanz legte der Gutachter 
im Weiteren nachvollziehbar dar, dass das gezielt präsentierte Auftreten anläss-
lich der Begutachtung eine depressive Störung nahezu ausschliesse (Vi-act. 
166). Das Vorliegen einer psychischen Erkrankung wird allerdings auch von 
Dr.med. Q.________ nicht verneint; diagnostiziert wird allerdings wie bereits im 
Rahmen der ersten Begutachtung keine depressive Erkrankung, sondern einzig 
eine Persönlichkeitsstörung (übereinstimmend mit der Diagnose der ersten 
psychiatrischen Begutachtung durch Dr.med. …). Die beiden psychiatrischen 
Gutachter stimmen mithin in der Diagnosestellung überein. Der Gesundheitszu-
stand des Versicherten im Rahmen der Hospitalisation in der Psychiatrischen 

28

Klinik … war stark geprägt durch den damals bestehenden schädlichen Alkohol-
konsum. Zwar wurde damals eine Medikation mit einem Antidepressivum initiiert, 
der Versicherte nahm das Medikament allerdings nicht ein (Vi-act. 70-2/8), was 
gegen das Vorliegen einer belastenden depressiven Erkrankung im damaligen 
Zeitraum spricht. Ein schädlicher Alkoholkonsum besteht aktuell unstreitig nicht 
mehr, was ebenfalls gewisse Differenzen in der Diagnosestellung zu erklären 
vermag. Im Rahmen der weiteren psychiatrischen Behandlung bei … konnte eine 
die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende depressive Erkrankung nicht mehr festge-
stellt werden. Insofern besteht in Bezug auf die Auswirkungen psychischer Er-
krankungen auf die Arbeitsfähigkeit kein Widerspruch zwischen der Einschätzung 
der psychiatrischen Gutachter und den behandelnden Ärzten und Therapeuten 
der …. Ein Widerspruch besteht einzig zur Einschätzung der Hausärztin sowie 
des Psychotherapeuten Dr. …, allerdings mass auch Dr. …i der diagnostizierten 
rezidivierenden depressiven Störung in seinem Bericht von 13. März 2019 noch 
keine Relevanz zu. Als zentrales Problem wurde vielmehr die neurologische Be-
einträchtigung erachtet (Vi-act. 123-6/6, und 123-5/6). Des Weiteren ist anzu-
merken, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine abweichende 
Beurteilung der behandelnden medizinischen Fachpersonen ein psychiatrisches 
Gutachten in der Regel nicht zu entkräften vermag (vgl. BGE 135 V 465 Erw. 
4.5). Zudem verfügen Dr. … und die Hausärztin nicht über einen entsprechenden 
Facharzttitel und sind damit mangels fachlicher Ausbildung nicht in der Lage, die 
überzeugende Einschätzung des psychiatrischen Experten in Zweifel zu ziehen. 
Die Diagnosestellung ist Sache des (begutachtenden) Facharztes (vgl. dazu 
BGE 140 V 193 Erw. 3.2; 130 V 352 Erw. 2.2.2; Urteile BGer 8C_ 584/2018 v. 
18.11.2018      Erw. 4.1.1.2, 8C_241/2018 v. 25.9.2018 Erw. 7.4).

Gegen das Vorliegen einer schwereren, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden 
depressiven Erkrankung spricht grundsätzlich auch das Ergebnis der Messung 
des Medikamentenspiegels. Der Serumspiegel wurde gestützt auf eine aktuelle 
Medikamentenliste der Hausärztin vom 15. Juli 2019 (Vi-act. 150-35/152) am 
24. September 2019 untersucht (vgl. Vi-act. 150-78/152). Von den sechs unter-
suchten Wirkstoffen (drei Antidepressiva, zwei Wirkstoffe gegen Schmerzen, ein 
Prophylaxemittel gegen Migräne) war einzig der Wirkstoff des Medikamentes 
Vanlafaxin (Anitidepressivum) nachweisbar, allerdings war diesbezüglich das 
Resultat nicht eindeutig (betr. möglicher Ursachen vgl. Vi-act. 150-78/152         
FN 10). Der Einwand des Versicherten, er habe die Medikamente wegen schwe-
rer Nebenwirkungen abgesetzt, ist nicht glaubhaft. Die Vorinstanz weist ver-
nehmlassend zu Recht darauf hin, dass der Versicherte im Rahmen der psychia-
trischen Untersuchung vom 15. Juli 2019, der kardiologischen Untersuchung vom 
12. September 2019 und der neuropsychologischen Untersuchung vom 24. Sep-

29

tember 2019 die Einnahme der fraglichen Medikamente noch bestätigt bzw. die 
entsprechende Medikamentenliste vorgelegt habe (vgl. Vi-act. 150-10/152, 150-
121/152 und 150-139/152). Auch im Rahmen der neurologischen Untersuchung 
vom 5. September 2019 führte der Versicherte aus, dass er die Medikamente 
gemäss Plan täglich einnehme (Vi-act. 150-85/152). Er erwähnte weder uner-
wünschte Nebenwirkungen noch ein Absetzen gewisser Medikamente. Auch im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens legt er mit keinem Wort dar, welche Neben-
wirkungen ihn zum Absetzen der diversen gegen Schmerzen und Depressionen 
verschriebenen Medikamente kurz vor der neuropsychologischen Abklärung be-
wogen haben sollen. Zudem wurden die fraglichen Medikamente bzw. Wirkstoffe 
gemäss den medizinischen Akten teilweise bereits seit mehreren Jahren (betr. 
Tramadol: Austrittsbericht PKZ v. 12.6.2017, Vi-act. 70-2/8) bzw. zumindest seit 
über einem Jahr (betr. Amitriptylin/Saroten und Remeron/Mirtazapin, Berichte 
Hausärztin v. 23.7.2018 und Dr.med. M.________ v. 12.7.2018, Vi-act. 110-5/5 
und 109 2/3) verschrieben. 

Bei der Beweiswürdigung ist sodann zu beachten, dass die psychiatrische Explo-
ration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröff-
net dem begutachtenden Psychiater bzw. der begutachtenden Psychiaterin da-
her praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektie-
ren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteile 8C_28/2021 vom 
9.4.2021 Erw. 4.2; 8C_720/2020 vom 8.1.2021 Erw. 4.2; 8C_107/2020 vom 
17.4.2020 Erw. 4.1.3; je mit Hinweisen). 

Insgesamt spricht der Umstand, dass die psychiatrischen Gutachter der MEDAS 
keine depressive Erkrankung diagnostiziert haben, nicht gegen die Verwertbar-
keit dieser Gutachten. 

5.3.1 Der Beschwerdeführer erachtet das MEDAS-Gutachten auch insofern als 
mangelhaft, als darin von Aggravation ausgegangen werde, was nicht begründet 
sei. Eine Aggravation sei nicht rechtsprechungsgemäss festgestellt worden. Der 
Psychiater Dr.med. Q.________ setze sich nicht genügend mit abweichenden 
Beurteilungen anderer medizinischer Fachpersonen auseinander. Die Vorberich-
te würden gegen das Vorliegen einer Aggravation sprechen (insbesondere die 
neuropsychologische Beurteilung von Dr. …, gemäss welcher die Testergebnisse 
der Symptomvalidierung unauffällig gewesen seien). Auch im neuropsychologi-
schen Teilgutachten vom 30. September 2019 würden sich die Gutachter nicht 
mit den divergierenden Schlussfolgerungen von Dr. … und dem Austrittsbericht 
des RehaZentrums … auseinandersetzen. Unberücksichtigt geblieben sei zudem 

30

die Biographie des Versicherten und das während des Militärdienstes erlittene 
Trauma. 

5.3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt regelmässig keine ver-
sicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und an-
dere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns (dazu BGE 140 V 193 
E. 3.3) ergeben sich namentlich, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den 
geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genom-
men wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen un-
glaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das 
psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (BGE 141 V 281 Erw. 2.2.1).

Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschlussgründe die An-
nahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von vornherein 
keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen 
Merkmale einer gesundheitlichen Störung gegeben sein sollten (Art. 7 Abs. 2 ers-
ter Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen hingegen lediglich neben 
einer ausgewiesenen verselbstständigten Gesundheitsschädigung auftreten, sind 
deren Auswirkungen im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 
Erw. 2.2.2; Urteil BGer 8C_418/2021 v. 16.9.2021 Erw. 6.1 m.H.).

5.3.3 Vorliegend wurde bereits im Rahmen der ersten MEDAS-Begutachtung auf 
eine Aggravation hingewiesen (Vi-act. 77-22/70). Im zweiten MEDAS-Gutachten 
wird dann gestützt auf die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung 
einerseits und die Beobachtungen anlässlich der neurologischen und der psych-
iatrischen Begutachtung (teilweise auch anlässlich der kardiologischen Begut-
achtung) andererseits auf eine schwerstgradige Aggravation geschlossen. Eine 
psychische Erkrankung haben die Gutachter dennoch nicht ausgeschlossen, 
sondern vielmehr eine Persönlichkeitsstörung mit die Arbeitsfähigkeit reduzie-
renden Auswirkungen anerkannt. Die Gutachter stützen sich bei ihrer Schlussfol-
gerung auf zahlreiche Inkonsistenzen und unglaubwürdige Angaben des Versi-
cherten, welche in den Gutachten dargelegt werden. Auch aus den weiteren me-
dizinischen Akten ergeben sich zahlreiche Hinweise für Inkonsistenzen und un-
glaubwürdige Angaben. So stimmen etwa die Angaben, welche der Versicherte 
im Rahmen der biografischen Anamnese (inkl. Sozial- und Berufsanamnese) im 
Rahmen der ersten MEDAS-Begutachtung machte, mit den aktenmässig erstell-
ten Daten überein (Lehre als Heizungsmonteur, Vi-act. 4, in der Schweiz seit 
2006 als Heizungsmonteur tätig, zuletzt als Projekt-/Betriebsleiter, Kündigung 

31

wegen Konkurs der Firma, Vi-act. 9, 12). Als glaubwürdig erscheinen auch die 
damals gegenüber mehreren Ärzten übereinstimmend gemachten biographi-
schen Angaben (kein Kontakt mehr zu den Eltern, schwierige Kindheit, eine 
Tochter aus früherer Ehe, alleinstehend, kein Kontakt zu Tochter, vgl.  Vi-act. 77-
30/70 f., 77-42/70, 77-49/70). Im weiteren Verlauf, d.h. nachdem das erste 
MEDAS-Gutachten im Oktober 2017 ergangen ist, änderten sich die diesbezügli-
chen Angaben jedoch grundlegend. Bereits die behandelnden medizinischen 
Fachpersonen der … führen in der Anamnese aus, der Versicherte kenne seine 
Verwandtschaft nicht, sei bei den Grosseltern aufgewachsen, habe ein Studium 
in Management abgeschlossen, habe vier Herzinfarkte erlitten und im Herbst 
2016 zwei Suizidversuche unternommen (Vi-act. 91-3/6). Suizidversuche werden 
allerdings im Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik … nirgends erwähnt, vom 
Versicherten wurden damals lediglich Suizidgedanken angegeben (Vi-act. 68-
1/3, 70-4/8). Eine Management-Ausbildung ist ebenfalls nicht aktenkundig. Im 
Bericht von Dr.med. M.________ fällt dann auf, dass diese zum Schluss kommt, 
der Versicherte könne "seiner Tätigkeit im Management der ABB in einer Kader-
funktion mit 25-30 Personen" nicht mehr nachkommen. Der Versicherte gab ge-
genüber Dr.med. M.________ zudem an, er verstehe geschriebene Texte nicht; 
aus den Akten ergibt sich allerdings auch für den fraglichen Zeitraum, dass er in 
der Lage war, den Vorbescheid vom 2. Mai 2018 und vom 
29. April 2020 zu verstehen und er auch in der Lage ist, gut formulierte Texte zu 
verfassen (vgl. z.B. Vi-act. 102, 110-1/5, 131, 139-1/3, 160). Auch gab er ge-
genüber Dr.med. M.________ an, ein Alkoholüberkonsum habe nie bestanden 
und er habe ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen (vgl. Vi-act. 109). Dr.med. 
M.________, welche diese Angaben so übernahm, ist dann bei ihrer Beurteilung 
der Einschränkungen und der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers von fal-
schen Voraussetzungen ausgegangen. Auch Dr. … ging gestützt auf die Aus-
kunft des Versicherten, ein Studium an der Technischen Universität Berlin absol-
viert zu haben (Atomphysik und Wirtschaftsingenieur, Vi-act. 112-5/16), von fal-
schen Voraussetzungen aus, wobei sie in Bezug auf die neuropsychologischen 
Untersuchungsergebnisse der RehaKlinik … festhielt, damals sei der beruflichen 
Ausbildung des Versicherten mit akademischen Titeln in Mathematik und Physik 
zu wenig Gewicht verliehen worden. Diese Schlussfolgerung war unbegründet. 
Im Rahmen der zweiten MEDAS-Begutachtung fallen wiederum - zusätzlich zu 
den von den Gutachtern aufgezählten Beispielen - diverse Inkonsistenzen auf. 
Während die im Rahmen der orthopädischen Begutachtung gemachten biogra-
phischen Auskünfte des Versicherten mit denjenigen übereinstimmen, die er be-
reits im Rahmen der ersten Begutachtung gemacht hat und welche korrekt er-
scheinen (der Gutachter konnte denn auch keine Inkonsistenzen feststellen (Vi-

32

act. 150-57/152), sah sich dann der Versicherte bei der Begutachtung durch 
Dr.med. P.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Rheumato-
logie, zwei Wochen später nicht in der Lage, Angaben zur Familie und zum be-
ruflichen Werdegang zu machen, da nicht erinnerbar. Allgemein habe er keine 
Erinnerung an Ereignisse vor dem Unfall (Vi-act. 150-67/152, 150-68/152). Im 
Rahmen der kardiologischen Untersuchung war er demgegenüber z.B. in der La-
ge Geburtsjahr der Tochter und Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz zu nennen. 
Während er im Rahmen der orthopädischen und der kardiologischen Begutach-
tung noch diverse Hobbys nannte (Spazieren, Autofahren mit Partnerin, Malen, 
Lesen, Vi-act. 150-51/152, 150-120/152), verneinte er im Rahmen der Untersu-
chung durch Dr.med. P.________, ein Hobby zu haben (Vi-act. 150-68/152). 
Hingegen erwähnte er erstmals seinen Wehrdienst in der DDR, wo etwas vorge-
fallen sei und er ins Gefängnis habe gehen müssen, konkrete Angaben dazu wa-
ren allerdings nicht möglich (Vi-act. 150-67/152). Zudem hielt er fest, trotz starker 
Schlafmittel nur schlecht schlafen zu können (150-66/152); auf der Medikamen-
tenliste der Hausärztin finden sich allerdings keine Schlafmedikamente (Vi-act. 
150-35/152 f.).  

Der Versicherte scheint nach der ersten MEDAS-Begutachtung gegenüber den 
behandelnden und begutachtenden Fachpersonen insbesondere dann, wenn es 
um die Beurteilung seiner kognitiven und psychischen Leistungsfähigkeit ging, 
von der Realität abweichende Auskünfte gegeben zu haben, obwohl er - was er 
andernorts zu beweisen vermag - durchaus in der Lage war, korrekte biographi-
sche Angaben zu machen.

Insgesamt ist mithin nicht zu beanstanden, dass die MEDAS-Gutachter aufgrund 
ihrer Beobachtungen und den diversen feststellbaren Inkonsistenzen von einer 
teilweise auf Aggravation beruhenden Leistungseinschränkung ausgehen. In Be-
zug auf die angestammte Tätigkeit als Betriebsleiter einer Heizungsfirma wird al-
lerdings eine gewisse Leistungseinschränkung anerkannt. Das Vorliegen eines 
(versicherten) Gesundheitsschadens wird mithin trotz Aggravation bejaht. 

5.3.4 Im Übrigen haben sich die Neuropsychologen … und … entgegen der An-
sicht des Beschwerdeführers mit dem divergierenden Bericht von Dr. … ausein-
andergesetzt (Vi-act. 105-145/152 f.; 105-144/152). Dass     Dr. … trotz durchge-
führter Symptomvalidierungstests anders als die MEDAS-Gutachter … keine 
Tendenz zu Aggravation hat feststellen können, vermag die durch diverse Gut-
achter festgestellten Hinweise für das Vorliegen einer erheblichen Aggravation 
nicht zu entkräften, zumal Dr. … wie bereits erwähnt von falschen Voraussetzun-
gen ausgegangen ist.

33

5.3.5 Es ist im Übrigen nicht nachvollziehbar und wird auch vom behandelnden 
Psychotherapeuten nicht substantiiert dargelegt, weshalb wegen vor Jahrzehnten 
vorgefallenen Ereignisse im Militärdienst (welche erstmals im Rahmen der zwei-
ten MEDAS-Begutachtung thematisiert werden und welche im Übrigen weder be-
legt noch substantiiert werden), ein Gespräch mit dem psychiatrischen Gutachter 
nicht bzw. nur eingeschränkt möglich war und bei der neuropsychologischen 
Testung die Leistungsfähigkeit einer schwer dementen Person präsentiert wurde, 
obwohl auch der Psychotherapeut keine eine solche Einschränkung begründen-
de Diagnose zu stellen vermag. 

5.4 Beanstandet wird im Weiteren, dass das Zusammenwirken der verschiede-
nen vorhandenen Leiden nicht genügend berücksichtigt werde. Diesem Einwand 
kann nicht gefolgt werden. 

Die Gutachter der verschiedenen Fachdisziplinen haben die Arbeitsfähigkeit im 
Rahmen einer abschliessenden Konsensbeurteilung unter Berücksichtigung 
sämtlicher Diagnosen und Einschränkungen beurteilt. Der Zweck interdisziplinä-
rer Gutachten besteht gerade darin, alle relevanten Gesundheitsschädigungen 
zu erfassen und die daraus jeweils abgeleiteten Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit 
im Sinne eines Gesamtergebnisses aufzuzeigen (BGE 137 V 210 Erw. 1.2.4;   
Urteil BGer 8C_483/2020 v. 26.10.2020 Erw. 4.1). In der Regel sind die unter 
verschiedenen medizinischen Titeln ausgewiesenen Teilarbeitsunfähigkeiten 
nicht einfach zu addieren, auch nicht in verschiedenen somatischen Bereichen, 
da der Umfang der grössten Teileinschränkung auch die weiteren Entlastungser-
fordernisse abdeckt (Urteil BGer 8C_660/2016 v. 29.12.2016 Erw. 5.3.1 m.H.). 
Entsprechend haben die Gutachter vorliegend die orthopädischen, kardiologi-
schen und psychischen Einschränkungen gesamthaft beurteilt. In Bezug auf das 
durchgemachte Schädelhirntrauma wurde eine andauernde relevante Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar verneint. Die koronare Herzkrankheit 
wurde bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit insofern berücksichtigt, als eine 
Einschränkung für schwere Tätigkeiten ausgeschlossen wurde. Es gilt diesbe-
züglich zu berücksichtigen, dass die kardiale Situation seit 2008 stabil ist und der 
Versicherte trotz der Herzerkrankung bis 2014 in der Lage war, uneingeschränkt 
einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Relevante kognitive Störungen konnten 
nicht eruiert werden und eine depressive Erkrankung konnte, wie bereits er-
wähnt, aktuell nicht (mehr) diagnostiziert werden. Die durch die beidseitigen 
Schulterschmerzen verursachten Beeinträchtigungen wurden bei der Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. Entgegen der Ansicht des Beschwerde-
führers wurde im Rahmen der MEDAS-Begutachtung auch das Vorliegen einer 

34

Persönlichkeitsstörung berücksichtigt und in die Bemessung der Arbeitsfähigkeit 
einbezogen (vgl. Vi-act. 150-115/152; 150-8/152 f.).  

5.5 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die MEDAS … sei fachlich 
nicht geeignet, eine medizinische Begutachtung durchzuführen, kann ihm eben-
falls nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz weist vernehmlassend korrekt darauf 
hin, dass medizinische Gutachten, an denen drei und mehr Fachdisziplinen be-
teiligt sind, bei einer Gutachterstelle zu erfolgen haben, mit welcher das Bundes-
amt eine Vereinbarung getroffen hat (Art. 72bis Abs. 1 IVV). Die Vergabe der 
Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Die MEDAS … 
ist eine polydisziplinäre Gutachterstelle, welche über einen entsprechenden Ver-
trag mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen verfügt (vgl. 
www.bsv.admin.ch → Sozialversicherungen → Invalidenversicherung IV  → Me-
dizinische Gutachten in der IV → Dokumente). 

5.6 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es auch durch die erst 
nach der zweiten MEDAS-Begutachtung durch Dr.med. T.________ durchge-
führte Operation an der linken Schulter nicht zu einer relevanten Verschlechte-
rung der Arbeitsfähigkeit gekommen bzw. eine solche ist nicht nachgewiesen. Im 
MEDAS-Gutachten wird berücksichtigt, dass keine schulterbelastenden Tätigkei-
ten mehr ausgeübt werden können. Aus den Berichten von Dr.med. T.________ 
ergeben sich keine weitergehenden Einschränkungen. Prognostisch geht er zwar 
von einer schwierigen Reintegration aus, allerdings mit dem Hinweis auf die 
Diagnose eines Schädel-Hirn-Traumas, wobei er als Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie, der für die Behandlung der Beschwerden an der linken Schulter kon-
sultiert worden ist, keine näheren Angaben zu den Folgen des Schädel-Hirn-
Traumas machen könne. Die nachgereichten Berichte von Dr.med. T.________ 
vermögen das MEDAS-Gutachten nicht in Frage zu stellen. 

5.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die beiden MEDAS-Gutachten in 
ihren Schlussfolgerungen bzw. der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit überein-
stimmen. Seit der ersten MEDAS-Begutachtung ist zwar insofern eine Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes eingetreten, als dass keine Alkoholabhängigkeit 
mehr besteht; verblieben ist aber eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Per-
sönlichkeitsstörung. Eine Verschlechterung besteht insofern, als dass neu auch 
an der linken Schulter Beschwerden bestehen, welche aber zu keinen zusätzli-
chen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit führen, da schulterbelastende Tätig-
keiten bereits wegen den Beschwerden an der rechten Schulter als nicht mehr 
zumutbar erachtet werden. Dass das am 2. September 2017 erlittene Schäde-
lhirntrauma zu anhaltenden relevanten Einschränkungen geführt hat, konnte 

35

nicht nachgewiesen werden. Der Verlauf der demonstrierten kognitiven Be-
schwerden spricht gegen einen Zusammenhang mit dem Kopfanprall vom 2. 
September 2017. Dass mithin im zweiten Gutachten die Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit des ersten Gutachtens gestützt und übernommen wird, ist im Er-
gebnis nachvollziehbar und begründet. 

Insgesamt ist festzuhalten, dass die Begutachtung durch die MEDAS … die be-
weisrechtlichen Anforderungen der Rechtsprechung erfüllt. Insbesondere beste-
hen keine Anhaltspunkte dafür, dass die medizinischen Gutachter relevante funk-
tionelle Einschränkungen übersehen hätten. Eine weitere polydisziplinäre Begut-
achtung ist nicht erforderlich. 

6. Die Bemessung der Vergleichseinkommen bei der Festlegung des Invali-
ditätsgrades wird vom Beschwerdeführer nicht angefochten. Ein relevanter Feh-
ler ist gestützt auf die Akten denn auch nicht erkennbar. Bei der Bemessung des 
Valideneinkommens von Fr. 99'486 hat die Vorinstanz zu Recht nicht auf das am 
letzten Arbeitsplatz erzielte Einkommen, sondern auf den statistischen Durch-
schnittslohn im Sektor Energieversorgung, Kompetenzniveau 3 (komplexe prakti-
sche Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet vorausset-
zen) gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 abgestellt (Tabelle 
TA1_tirage_skill_level) und diesen auf eine durchschnittliche Arbeitszeit von  
41.2 h/Woche aufgerechnet. Der Beschwerdeführer hat seine Arbeitsstelle vor 
Eintritt der Invalidität aus invaliditätsfremden Gründen (Konkurs der Arbeitgebe-
rin) verloren. Zum damaligen Zeitpunkt bestand keine Arbeitsunfähigkeit (vgl. Vi-
act. 12-2/6 und 12-3/6), entsprechend war der Validenlohn anhand von Durch-
schnittswerten zu bestimmen (Urteile BGer 9C_212/2015 v. 9.6.2015 Erw. 5.4 
m.H.; 9C_532/2016 v. 25.11.2016 Erw. 3.4.2). 

Bei der Bemessung des Invalideneinkommens ist die Vorinstanz gestützt auf die 
Einschätzung im MEDAS-Gutachten von einem um 30% reduzierten Einkommen 
im bisherigen Tätigkeitsbereich ausgegangen. Die bisherige Tätigkeit, welche im 
Wesentlichen administrative Tätigkeiten umfasste (gemäss Arbeitgeberin: Büro, 
Baustellenbesuche, Autofahrten, Vi-act. 12-6/6; gemäss Angaben des Versicher-
ten: 80% Büro, 20% Baustellenüberwachung, Vi-act. 150-120/152 bzw. 60% ad-
ministrative Tätigkeiten wie Offerten, Projektentwicklung, Überwachen der Bau-
stellen und 40% körperliche Arbeiten wie Entgegennahme von Materialbestellun-
gen, vgl. Vi-act. 77-49/70), kann rein von den somatischen Beschwerden her 
grundsätzlich weiterhin uneingeschränkt ausgeübt werden. Die Tätigkeit umfass-
te keine mittelschweren oder schweren handwerklichen Tätigkeiten (Vi-act. 12-
6/6). In Bezug auf die bisher ausgeübte Tätigkeit gründet die anerkannte Ein-
schränkung vielmehr auf der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung. Diesbezüg-

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lich wird eine Einschränkung im Umfang von 30% anerkannt, wobei die Ein-
schränkung nicht auf einer zeitlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit, son-
dern vielmehr auf einer Einschränkung in Bezug auf bestimmte Funktionen be-
ruht. Möglich sind wohl weiterhin administrative Tätigkeiten wie Einsatzplanung, 
Materialbestellung, Offerten oder auch Kontrollen auf Baustellen. Nicht möglich 
sind gestützt auf das psychiatrische Gutachten Tätigkeiten mit bedeutender Ent-
scheidungskompetenz (eigentliche Führungsfunktionen). Nachdem der grösste 
Teil der die Tätigkeit des Beschwerdeführers umfassenden administrativen Arbei-
ten nicht eigentliche Führungsfunktionen betrifft, ist die Bemessung des Invali-
deneinkommens nachvollziehbar. Auch wenn man bei der Bemessung des Inva-
lideneinkommens davon ausginge, dass der Versicherte aufgrund der psychi-
schen Einschränkungen keine Tätigkeit im Kompetenzniveau 3 mehr ausüben 
kann, sondern ihm nurmehr einfache Hilfstätigkeiten (Kompetenzniveau 1) mög-
lich sind, ist die Bemessung des Invalideneinkommens im Ergebnis nicht zu be-
anstanden. Eine nicht schulterbelastende einfache Tätigkeit (ohne Führungsfunk-
tion) kann in vollem Umfang (100%) ausgeübt werden. Gemäss LSE 2014 (Zen-
tralwert privater und öffentlicher Sektor, Tabelle T1_tirage_skill_level) liegt der 
Durchschnittslohn für einen männlichen Hilfsarbeiter (Kompetenzniveau 1) bei  
Fr. 5'476 x 12, d.h. ausgehend von einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 
41.7h/Woche bei Fr. 68'505.  Vergleicht man dieses Einkommen mit dem Vali-
deneinkommen, so ergibt sich ein IV-Grad von 32%. Dies entspricht wiederum 
dem von der Vorinstanz ermittelten IV-Grad. Auch wenn man somit davon aus-
ginge, dass dem Versicherten aufgrund der psychischen Einschränkungen eine 
Erwerbstätigkeit im Kompetenzniveau 3 nicht mehr zumutbar ist, und er lediglich 
mehr eine einfache Hilfstätigkeit - allerdings in zeitlich uneingeschränktem Rah-
men - ausüben kann, resultiert kein rentenauslösender IV-Grad, dies im Übrigen 
auch dann, wenn man infolge körperlicher Einschränkungen einen leidensbe-
dingten Abzug von 10% berücksichtigen würde (der IV-Grad läge dann bei ca. 
38%). 

7. Zusammenfassend ist die Ablehnung des Rentenanspruchs zu bestätigen. 
Die Kosten des Verfahrens gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. Eine Par-
teientschädigung wird nicht zugesprochen.  

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten werden auf insgesamt Fr. 500.-- (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) festgelegt und dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Beschwerdeführer hat einen Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe geleistet, weshalb die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R) 
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 17. November 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 25. November 2021