# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c6ce761-9ec6-5a88-b7c3-0dcb8c85ee28
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 14.11.2022 ZK1 2021 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-155_2022-11-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 14. November 2022

Referenz ZK1 21 155

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Hubert und Nydegger
Diggelmann, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mauro Lardi
Reichsgasse 65, 7000 Chur

gegen

B._____
Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer
Kornplatz 2, Postfach 355, 7001 Chur

Gegenstand Anfechtung von StWEG-Beschlüssen

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Surselva vom 24.06.2021, mitgeteilt am 
03.09.2021 (Proz. Nr. 115-2020-10)

Mitteilung 1. Dezember 2022

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Sachverhalt

A. Die B._____ in D._____ (im Folgenden: die Beklagte) umfasst eine grosse 
Zahl von Wohneinheiten (96 gemäss der Liste RG act. II/6). An deren einen mit 
der Bezeichnung C._____ sind A._____ (im Folgenden: die Kläger) berechtigt. 
Über die Verteilung der Heizkosten gibt es Differenzen zwischen den Klägern und 
der Verwaltung resp. den anderen Stockwerkeigentümern.

Das Reglement vom _____ 2013, beschlossen von dreizehn "Begründern des 
Stockwerkeigentums", bestimmte, die Kosten für Betrieb, Unterhalt und Erneue-
rung der gesamten Heizungsanlage mit Warmwasserversorgung sollten "nach 
dem von der Heizfirma oder gegebenenfalls nach einem vom Verwalter aufgestell-
ten Verteilschlüssel" auf die einzelnen Einheiten verlegt werden (RG act. II/5 S. 10 
Art. 18).

B. Am _____ 2018 fasste die Versammlung der Miteigentümer Beschluss über 
die Kostenverteilung für Heizung und Warmwasser. Die Kläger fochten diesen Be-
schluss an, und die Beklagte anerkannte die Klage, nachdem eine weitere Ver-
sammlung am _____ 2019 über den Punkt neu entschieden hatte. Die Kläger hat-
ten auch dieses zweite Mal gegen die vorgeschlagene und von der Versammlung 
angenommene Regelung gestimmt.

C. Die Kläger stellten am _____ 2019 ein Schlichtungsbegehren und machten 
damit den Rechtsstreit im Sinne von Art. 59 Abs. 2 lit. d ZPO hängig (das Schlich-
tungsbegehren im Parallelfall 115-2020-16 / ZK1 21 154 datiert vom _____ 2019). 
Sie erwirkten eine mit _____ 2019 datierte Klagebewilligung, welche am _____ 
2019 bei ihrer Vertreterin einging (RG act. II/4). Am _____ 2020 reichten sie beim 
Regionalgericht Surselva (im Folgenden nur Regionalgericht) die Klage auf An-
fechtung von Beschlüssen der Gemeinschaft der Stockwerkeigentümer ein. Sie 
verlangten in der Sache, wie schon im Schlichtungsverfahren:

Der Beschluss der B._____ vom _____ 2019 Punkt 3.2 betreffend:

a) die Jahresrechnung 2017/2018 sowie Heizkostenverteilung nach Wert-
quote, sowohl für den Grund- wie auch für den Verbrauchskostenanteil mit 
Wirkung auch für das Folgejahr sei aufzuheben.

Die Beklagte beantragte Abweisung der Klage.

D. Mit Urteil vom 24. Juni 2021 entschied das Regionalgericht (act. B.1, S. 16):

1. a) Die Klage wird teilweise gutgeheissen, und der Beschluss der 
B._____ vom _____ 2019 wird betreffend die Jahresrech-
nung/Rechnungsperiode 2017/2018 (Heizkostenverteilung sowohl für 

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den Grund- als auch für den Verbrauchskostenanteil nach Wertquote) 
aufgehoben.

b) Im Hinblick auf den Beschluss der B._____ vom _____ 2019 betref-
fend die Jahresrechnung/Rechnungsperiode 2018/2019 (Heizkosten-
verteilung sowohl für den Grund- als auch für den Verbrauchskosten-
anteil nach Wertquote) wird die Klage abgewiesen.

2. a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 5'850.00 (Entscheidge-
bühr CHF 5'500.00, Pauschale für das Schlichtungsverfahren 
CHF 350.00) gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien und werden in 
der Höhe von CHF 5'500.00 aus dem von den Klägern geleisteten 
Vorschuss bezogen.

b) Die Beklagte ist verpflichtet, A._____ den Betrag von CHF 2'925.00 
(CHF 2'750.00 + CHF 175.00) zu ersetzen.

c) Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

3./4. (Rechtsmittelbelehrung, Mitteilungen)

E. Beide Parteien fechten das Urteil an. Die Kläger mit Hauptberufung vom 

6. Oktober 2021 (act. A.1), und den Anträgen:

1. Die Ziffern 1b) und 2a), b) und c) des Urteils des Regionalgerichts 
Surselva vom 24. Juni 2021, Proz.Nr. 115-2020-10, seien aufzuheben 
und das Dispositiv in Ziffer 1 und 2 sei wie folgt zu ändern:

1. Die Klage wird gutgeheissen und die Beschlüsse der B._____ vom 
_____ 2019 betreffend Jahresrechnung/Rechnungsperiode 
2017/2018 (Heizkostenverteilung sowohl für den Grund- als auch 
für den Verbrauchskostenanteil nach Wertquote) und betreffend 
Jahresrechnung Rechnungsperiode 2018/2019 (Heizkostenvertei-
lung sowohl für den Grund- als auch für den Verbrauchskostenan-
teil nach Wertquote) werden aufgehoben.

2. a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 5'850.00 (Entscheid-
gebühr CHF 5'500.00, Pauschale für das Schlichtungsverfahren 
CHF 350.00) gehen vollumfänglich zu Lasten der Beklagten und 
werden in der Höhe von CHF 5'500.00 aus dem von den Klägern 
geleisteten Vorschuss bezogen.

b) Die Beklagte ist verpflichtet, A._____ den Betrag von CHF 
5'850.00 zu ersetzen.

c) Die Beklagte hat A._____ ausseramtlich mit CHF 7'094.23 zu 
entschädigen.

2. Eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge im Berufungsverfahren 
zulasten der Berufungsbeklagten.

(prozessuale Anträge)

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Die Beklagten beantragen mit der Berufungsantwort (act. A.3) die kostenfällige 
Abweisung der Berufung. Zudem erheben sie Anschlussberufung. Mit dieser be-
antragen sie:

1. Die Ziffern 1a) und 2a) - c) des Entscheids des Regionalgerichts Sur-
selva vom 24. Juni 2021, Proz.Nr. 115-2020-10, seien aufzuheben und 
das Dispositiv in Ziffern 1 a) und 2 a) – c) sei wie folgt zu ändern:

1. a) Die Klage wird abgewiesen.

2. a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 5'850.00 (Entscheid-
gebühr CHF 5'500.00, Pauschale für das Schlichtungsverfahren 
CHF 350.00) gehen unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten von 
A._____.

Die Gerichtskosten werden in der Höhe von CHF 5'500.00 aus 
dem von den Klägern geleisteten Vorschuss bezogen und sind 
damit getilgt. Die Pauschale für das Schlichtungsverfahren wurde 
durch die Kläger bereits geleistet.

b) A._____ werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, der 
Beklagten eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 
10'827.05 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsklä-
ger in Solidarhaftung.

In der Anschlussberufungsantwort (act. A.4) halten die Kläger an ihren Anträgen 
fest.

F. Bei der Bearbeitung der Sache wurde das Gericht im Sinne von Art. 4 
Abs. 3 der Kantonsgerichtsverordnung (KGV; BR 173.100) unterstützt von Aktuar 
ad hoc Peter Diggelmann.

Erwägungen

1.1. Die prozessualen Voraussetzungen von Berufung und Anschlussberufung 
geben zu keinen Bemerkungen Anlass.

1.2. Ein Hinweis drängt sich zum vorinstanzlichen Verfahren auf: Das Regional-
gericht hat den Parteien Beweis auferlegt zur Frage, ob der angefochtene Be-
schluss gegen Gesetz oder Statuten verstosse resp. ob er das nicht tue (RG act. 
VIII, nicht eigens nummeriert). Das war unzulässig. Ob die Klage begründet ist 
oder nicht, hat das Gericht zu entscheiden, das ist seine ureigene Aufgabe. Den 
Parteien dafür Beweis aufzuerlegen, und die zitierten Beweissätze sagen nur das, 
geht nicht an (dazu statt Vieler Peter Guyan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 
Basler Kommentar zur Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 3 und passim 
zu Art. 154 ZPO). Das Gericht muss vor der Beweisverfügung den Prozessstoff 
aufarbeiten, um feststellen zu können, welche tatsächlichen Behauptungen der 

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Parteien relevant und umstritten sind (Art. 150 Abs. 1 ZPO). Die rechtliche Beurtei-
lung der im Beweisverfahren erhärteten Behauptungen ist dann einzig Sache des 
Gerichts (Art. 57 ZPO). Da es darauf im Folgenden nicht ankommen wird, können 
Weiterungen unterbleiben. Es ist immerhin darauf hinzuweisen, dass das Kan-
tonsgericht in einem anderen Fall eine Rückweisung anordnen musste, damit das 
Beweisverfahren korrekt durch- und zu Ende geführt werde (KGer GR ZK2 22 3 v. 
22.7.2022).

2.1. Das Regionalgericht erwägt, der Verwalter der Beklagten habe zunächst für 
das Verteilen der Heizkosten durchwegs auf die Flächen der einzelnen Wohnun-
gen abgestellt. Mit dem Beschluss vom _____ 2018 (welcher auf Klage der Kläger 
hin aufgehoben wurde) habe die Gemeinschaft neu 30% der gesamten Kosten als 
Grundkosten nach Wertquoten und 70% der Kosten als Verbrauch nach Fläche 
verlegen wollen. Am _____ 2019 habe die Gemeinschaft den heute angefochte-
nen Beschluss gefasst, sämtliche Kosten nach Wertquoten zu verlegen, und das 
für die Abrechnung über die Rechnungsjahre 2017/2018 und 2018/2019. Die Klä-
ger machten geltend, das belaste sie pro Jahr mit einem Mehrbetrag von rund 
CHF 750.00, was (auch) eine unzulässige Rückwirkung bedeute.

Das Regionalgericht bejaht die Zuständigkeit der Versammlung der Miteigentü-
mer, eine neue Kostenverteilung einzuführen. Es nimmt an, für eine Abänderung 
einer einmal beschlossenen Verteilung brauche es ein qualifiziertes Mehr, welches 
allerdings hier erreicht sei. Eine Änderung der Kostenverteilung für die bei Be-
schlussfassung laufende Abrechnungsperiode sei zulässig, nicht aber für eine be-
reits abgeschlossene Periode. Für eine solche (hier 2017/2018) sei nach dem da-
mals geltenden Modus abzurechnen. Das Regionalgericht heisst die Klage daher 
mit Bezug auf die Periode 2017/2018 gut und weist sie mit Bezug auf die Periode 
2018/2019 ab. Die Verfahrenskosten regelt es gemäss diesem Ausgang.

2.2. Die Kläger bemängeln (act. A.1 passim), das Regionalgericht nehme an, 
die Beschlüsse von Herbst 2018 resp. 2019 seien deckungsgleich, und sie rügen 
einen Schreibfehler im angefochtenen Urteil (als "unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts"). Über die Abrechnung für die Periode 2018/2019 sei von der Ver-
sammlung laut Protokoll gar nicht entschieden worden, und bezüglich der Periode 
2017/2018 sei keine Wiedererwägung erfolgt. Der 2019 beschlossene Abrech-
nungsmodus sei zuvor und bis zum Ablauf der Periode 2018/2019 nicht bekannt 
gewesen und stelle darum eine Rückwirkung dar, welche das Vertrauensprinzip 
verletze. Das Gericht rechne zudem bei der Ermittlung der auf sie (die Kläger) ent-
fallenden Kosten mit einer unrichtigen Fläche.

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Aus der letzten Beanstandung leiten die Kläger ab, das Kantonsgericht müsse von 
der Standortgemeinde D._____ sämtliche revidierten Pläne der Überbauung mit 
den Flächen aller Wohnungen beiziehen.

2.3. Die Beklagte argumentiert (act. A.3), wegen der Aufhebung des Beschlus-
ses von 2018 habe über die Heizkosten 2017/2018 neu befunden werden müssen. 
Das sei keine Wiedererwägung gewesen, sondern ein neuer Beschluss, welcher 
mit dem ersten nicht deckungsgleich sein musste und welcher keine verpönte 
Rückwirkung bedeutete. Dass die Versammlung von 2019 über die Heizkosten 
2018/2019 gar nicht befunden habe, sei als Behauptung neu und widerspreche 
Treu und Glauben, nachdem die Kläger diesen Teil des Beschlusses gerade an-
föchten. Da die nötigen Zähler erst teilweise installiert seien, könne für die streiti-
gen Perioden nicht nach Verbrauch abgerechnet werden.

2.4. Die Kläger halten der Anschlussberufung entgegen (act. A.4), der Verwalter 
habe die Änderung des Abrechnungsmodus für die Periode 2017/2018 versehent-
lich vorgenommen. Auch wenn der Verwalter nach alter Fassung des Reglemen-
tes den Abrechnungsmodus habe festlegen dürfen, gebe das der Versammlung 
nicht das Recht, den Vertrauensschutz zu unterlaufen. Im Übrigen halten sie an 
ihren Ausführungen fest.

3.1. Die Kläger machen in der Berufung geltend, die Gemeinschaft der Mitei-
gentümer habe über die Verteilung der Heizkosten der Periode 2018/2019 gar 
nicht entschieden.

Richtig ist, dass das Protokoll der Versammlung vom _____ 2019 zwar unter Trak-
tandum 4. die "Jahresrechnung 2018/2019" nennt, in der Folge aber keine Ge-
nehmigung einer Rechnung dieser Periode protokolliert ist (RG act. II/3). Man 
kann sich fragen, ob der Einwand der Kläger rechtlicher Natur und damit zulässig 
ist (Art. 310 lit. a ZPO), oder ob er als neue tatsächliche Behauptung in der Beru-
fung nicht mehr vorgetragen werden kann (Art. 317 ZPO). Die Frage kann offen 
bleiben:

Die Versammlung entschied nach dem Protokoll formell nur zur Abrechnung 
2017/2018 – das als Folge der von den Klägern mit Erfolg geführten Anfechtung 
des Beschlusses vom Herbst 2018, welche diese Periode beschlagen hatte. Der 
Verwalter gab aber zu Protokoll, dass er die Abrechnung für 2018/2019 nach den 
nämlichen Kriterien aufstellen werde (a.a.O., S. 7 oben). Ein Protest dagegen ist 
nicht protokolliert. Die Rechnung mit konkreten Zahlen lag (am _____ 2019) of-
fenbar noch nicht vor und konnte daher nicht genehmigt werden. Die Miteigentü-

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mer waren aber offenkundig mit Ausnahme der Kläger (auch dazu das Protokoll, 
S. 6 unten) damit einverstanden, dass der für 2017/2018 angewendete Abrech-
nungsmodus auch für 2018/2019 gelten solle – das umso mehr, als die in der 
nämlichen Versammlung beschlossene neue Verteilung mindestens zum Teil nach 
Verbrauch für 2018/2019 mangels installierter und in Betrieb genommener Wär-
mezähler (dazu nachstehend) noch gar nicht möglich war. Was die von ihnen ab-
gelehnten Grundsätze der Kostenverlegung betrifft, hatten die Kläger also Grund 
zur Anfechtung, da sie durch den Beschluss auch betreffend die Periode 
2018/2019 potentiell beschwert waren.

Der Standpunkt, über die Periode 2018/2019 sei formell gar nicht Beschluss ge-
fasst worden, ist offensichtlich rechtsmissbräuchlich im Sinne von Art. 2 Abs. 2 
ZGB. Vorweg ist er unverträglich mit dem ausdrücklichen Berufungsantrag der 
Kläger, das Kantonsgericht möge "die Beschlüsse (…) vom _____ 2019 betreffend 
Jahresrechnung/Rechnungsperiode 2017/2018 (…) und betreffend Jahresrech-
nung Rechnungsperiode 2018/2019 (Heizkostenverteilung sowohl für den Grund- 
als auch für den Verbrauchskostenanteil nach Wertquote)" aufheben, und es wi-
derspricht dem Rechtsbegehren in der Schlichtung und vor Regionalgericht, es 
solle der Heizkostenverteiler 2017/2018 "mit Wirkung auch für das Folgejahr" auf-
gehoben werden. Das ist umso stossender, als die Kläger mit der Anfechtung des 
nun als gar nicht bestehend bezeichneten Beschlusses in erster Instanz unterla-
gen. Sie können also mit ihrem Argument nur bezwecken, dass das Kantonsge-
richt auf diesen Teil ihrer Klage nicht eintritt, mit dem Ziel, nach einem neuen Be-
schluss der Gemeinschaft zur Kostenverlegung 2018/2019 eine neue Anfech-
tungsklage zu erheben. Das gleicht dem Muster, ein Gerichtsmitglied abzulehnen, 
weil man einen ungünstigen Entscheid befürchtet. Es verdient keinen Rechts-
schutz.

3.2. Die gemeinsamen Kosten einer Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft wer-
den nach der subsidiären Regel von Art. 712h ZGB nach den im Grundbuch ein-
getragenen (Art. 712d und e ZGB) Wertquoten aufgeteilt, doch kann davon abge-
wichen werden (BGE 128 III 260 E. 2b). Namentlich können es die Miteigentümer 
in einem Reglement (Art. 712g ZGB) regeln. Im heute zu beurteilenden Fall wurde 
das getan. Wie im Sachverhalt (vorstehend A Absatz 2) erläutert, bestimmte das 
Reglement vom _____ 2013, die Kosten für Betrieb, Unterhalt und Erneuerung der 
gesamten Heizungsanlage mit Warmwasserversorgung sollten "nach dem von der 
Heizfirma oder gegebenenfalls nach einem vom Verwalter aufgestellten Verteil-
schlüssel" auf die einzelnen Einheiten verlegt werden (RG act. II/5, S. 10 Art. 18). 
Das war eine in der Praxis eher unübliche Bestimmung, weil sie dem Verwalter ein 

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recht grosses Ermessen einräumte. Mit dem Erwerb ihrer Wohnung unterwarfen 
sich die Kläger freilich dem in jenem Zeitpunkt geltenden Reglement (Art. 649a 
ZGB), und sie machen auch nicht geltend, dieses sei unwirksam (gewesen) – ge-
genteils anerkennen sie es, wenn auch unter dem selbstverständlichen Vorbehalt, 
dass weder der Verwalter noch die Gemeinschaft ihre Kompetenzen missbräuch-
lich ausüben dürfen. 

Die letztere Bemerkung der Kläger leitet über zur Befugnis der Gemeinschaft, dem 
Verwalter seine weit gefasste Kompetenz zu entziehen und über den Modus der 
Abrechnung selber zu entscheiden. Der Verwalter kann auch auf die ihm nach 
dem Reglement zustehende (nicht zwingende) Befugnis verzichten und die Kos-
tenverteilung der Versammlung der Miteigentümer überlassen. Das scheint er für 
die Rechnungsperioden 2017/2018 und 2018/2019 getan zu haben. Die Gemein-
schaft beschloss zudem in der Jahresversammlung 2019, Art. 18 des Reglemen-
tes zu ändern und die Heizkosten einer Empfehlung der Bundesverwaltung fol-
gend neu zu 30% nach Wertquoten und zu 70% nach Verbrauch zu verlegen. Ein-
zig die Kläger opponierten dagegen; sie hätten eine Verlegung zu 20% nach 
Wertquoten und zu 80% nach Verbrauch vorgezogen, ferner eine gesonderte Auf-
teilung der Kosten für Heizung und Warmwasser (RG act. II/2, Ziff. 2).

Die jedenfalls teilweise Verlegung der Kosten nach Verbrauch ist allgemein ge-
bräuchlich. Sie ist sinnvoll, weil sie dem Verursachungsprinzip folgt und auch ei-
nen gewissen Anreiz zum Energiesparen setzt. Es wird freilich mit Recht einge-
wendet, dass Eigentümer, die ihre Wohnung selten oder nie nutzen, an den Kos-
ten ebenfalls mindestens mit einem Sockelbeitrag sollten partizipieren müssen. 
Darum wird meistens, und so auch nach der neuen Fassung des Reglementes der 
Beklagten, ein Teil der Kosten nach Wertquoten oder nach Fläche, allenfalls auch 
nach beheizten Kubikmetern, verlegt. Das heisst allerdings nicht, dass jede ande-
re Verlegung unzulässig wäre. Das Gesetz gibt dazu keine Einschränkungen, und 
es kommt also einzig darauf an, ob eine Lösung sachlich vertretbar ist. In diesem 
Sinn vertretbar sind sowohl eine Berechnung rein nach Fläche als auch, dem all-
gemeinen Prinzip beim Stockwerkeigentum folgend (Art. 712h ZGB), eine Verle-
gung nach Wertquoten, gegebenenfalls eine Kombination. Im vorliegenden Fall 
waren diese Varianten umso weniger zu beanstanden, als laut dem Protokoll der 
Versammlung vom Herbst 2019 (a.a.O.) die Zähler erst "jetzt" eingebaut und in 
Betrieb genommen waren. 

Dem Grundsatz können die Kläger demnach eine Verteilung der Heizkosten nach 
einem Schlüssel "30% nach Wertquoten / 70% nach Fläche" nicht mit Erfolg an-
fechten.

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3.3. Zentrales Argument der Kläger ist die (angebliche) Rückwirkung der von 
der Gemeinschaft festgesetzten Grundsätze der Kostenverteilung für Heizung und 
Warmwasser. Eine solche Rückwirkung wird nirgends ausdrücklich verboten. Ihre 
(Un-)Zulässigkeit im einzelnen Fall misst sich demnach am Grundsatz von Treu 
und Glauben (Art. 2 Abs. 2 ZGB), welcher als allgemeine Regel die Schranke je-
der Rechtsausübung bildet (BGE 83 II 345; Heinrich Honsell, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 
2018, N 3 zu Art. 2 ZGB). Wenn auch weniger streng als im Verwaltungsrecht 
kann der Grundsatz die Wahl eines milderen Mittels im Sinne der Verhältnismäs-
sigkeit gebieten, und er verbietet das zweckwidrige Verwenden eines Rechtsinsti-
tutes wie im vorliegenden Fall etwa die Kompetenz der Eigentümergemeinschaft 
zur Regelung der Kostenverteilung (Honsell, a.a.O., N 21 und 51 zu Art. 2 ZGB). 
Immer muss der Rechtsmissbrauch "offenbar" sein, was der Anwendung der Be-
stimmung relativ enge Grenzen setzt (Honsell, a.a.O., N 27 zu Art. 2 ZGB mit zahl-
reichen Hinweisen). In der Literatur werden als unzulässig genannt allgemein Be-
schlüsse, die "unter Verletzung von Gesetz oder Statuten Rechte von Stockwerk-
eigentümern entziehen oder beschränken, in unsachlicher Weise Rechte von 
Stockwerkeigentümern entziehen oder beschränken oder eine durch den Gemein-
schaftszweck nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung oder Benachteiligung der 
Stockwerkeigentümer bewirken" (Lukas Handschin/Michael Wyttenbach, Der Be-
schluss der Stockwerkeigentümerversammlung und seine Anfechtung, in: Luzer-
ner Tag des Stockwerkeigentums, Bern 2011, S. 78). Amédéo Wermelinger (Zür-
cher Kommentar, Art. 712a–712t ZGB, Das Stockwerkeigentum, 2. Aufl., Zürich 
2019, N 34 zu Art. 712h ZGB) betont, dass die Kostenverteilung abänderbar sei. 
Mit Rücksicht auf berechtigtes Vertrauen der Betroffenen empfiehlt er grundsätz-
lich eine Abänderung nur für die Zukunft resp. die Zustimmung der von einer Än-
derung konkret finanziell mehr Belasteten, behält aber die konkreten Verhältnisse 
ausdrücklich vor (a.a.O., N 23a und 44 zu Art. 712h ZGB).

Der Form nach liegt im Fall der Beklagten eine Rückwirkung vor, wenn die nach 
dem Reglement im zweiten (Kalender-)Halbjahr nach Abschluss des letzten 
Rechnungsjahres (von Mitte bis Mitte des Kalenderjahres) abzuhaltende ordentli-
che Versammlung der Miteigentümer über die Kosten des abgelaufenen letzten 
Rechnungsjahres beschliesst. Genau genommen trifft dies auch auf das dann lau-
fende und bis zu sechs Monaten bereits verstrichene Rechnungsjahr zu. Es ist 
darum unzulässig, eine nicht unmittelbar dringende grössere Investition oder an-
dere Vorhaben von bedeutender Tragweite in Angriff zu nehmen, bevor die Ver-
sammlung darüber entschieden und es als konkretes Projekt oder im Rahmen ei-
nes ausreichend spezifizierten Budgets bewilligt hat. Anderseits gibt es kein abso-

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lutes Verbot der Rückwirkung von Beschlüssen. Nur schon dringende Massnah-
men, die nach Gesetz sofort und von jedem Miteigentümer resp. der Verwaltung 
getroffen werden dürfen oder sogar müssen (Art. 647c ZGB, Art. 22 Abs. 3 des 
Reglements der Beklagten), können notwendigerweise erst nachträglich geneh-
migt und in die Rechnung des entsprechenden Jahres aufgenommen werden – 
welche wie gesehen erst nach Ablauf des Rechnungsjahres diskutiert und geneh-
migt (oder auch zurückgewiesen) wird. Das gleiche gilt für von der Gemeinschaft 
bewilligte bauliche Massnahmen, bei deren Ausführung sich zwingende oder je-
denfalls sinnvolle Modifikationen ergeben, die zu Mehrkosten führen. Möglicher-
weise wäre es unzulässig, für ein abgeschlossenes Rechnungsjahr von der Ge-
meinschaft bereits rechtsgültig genehmigte Positionen nachträglich zu Lasten ein-
zelner oder alle Miteigentümer zu ändern, und das betrifft dann sowohl die Vertei-
lung von allgemeinen als auch von Heiz- und Warmwasser-Kosten. Diese Konstel-
lation steht im vorliegenden Fall allerdings nicht in Frage und müsste angesichts 
der konkreten Situation beurteilt werden.

Heute geht es darum, ob die Gemeinschaft der Miteigentümer in der laut Regle-
ment dem Rechnungsjahr folgenden Versammlung, welche die Rechnung erst 
diskutiert, bei der Abrechnung über die so genannten Nebenkosten von einer bis-
herigen Regelung abweichen darf. Dafür besteht ein legitimes Bedürfnis, weil 
sonst eine Änderung der Berechnungsart immer erst mindestens ein halbes Jahr 
später wirksam werden kann (Beschluss spätestens im Dezember, Wirksamkeit 
ab dem im Juni des Folgejahres beginnenden nächsten Rechnungsjahr). Ob es 
berechtigte Interessen von Miteigentümern in stossender Weise (Art. 2 Abs. 2 
ZGB) verletzt, entscheidet sich unter anderem danach, wie gravierend die daraus 
einzelnen Miteigentümern entstehenden Nachteile sind. In der Klageschrift berie-
fen sich die Kläger darauf, ein anderer Modus für die Heizung würde sie gegenü-
ber CHF 1'309.00 gemäss bisheriger Berechnung mit zusätzlichen CHF 223.00 
resp. CHF 745.00 belasten (RG act. I/1, Rz. 5 und 6). Das sind nicht nur Bagatell-
beträge. Angesichts der Schwankungen der gesamten Heizkosten je nach Winter 
um bis zu 50% (angefochtenes Urteil S. 9 oben) werden sie aber doch sehr relati-
viert. Ins Verhältnis gesetzt zu den Kosten einer Eigentumswohnung im bekann-
termassen nicht speziell günstigen Gebiet E._____ sind es ohnehin keine bedeu-
tenden Summen. Die Miteigentümer haben zudem wie gesehen für das Rech-
nungsjahr 2019/2020 entschieden, neu mehrheitlich auf den effektiven Verbrauch 
abzustellen; die heute beanstandete Abrechnungsweise soll demnach nicht auf 
unbestimmte Zeit gelten (was die finanziellen Auswirkungen für die Kläger ver-
grössern würde, auch wenn die Folgejahre formell nicht im Streit sind). Es kommt 
dazu, dass die diskutierten neuen Modi wie vorstehend erwogen (E. 3.2) durch-

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wegs zulässig waren. Vor allem aber und entscheidend fällt hier ins Gewicht, dass 
sich die Kläger mit dem Erwerb ihres Miteigentumsanteils dem Reglement unter-
warfen, welches ohne jede Spezifikation die Grundsätze der Heizkostenverteilung 
dem Ersteller der Heizung resp. dem Verwalter anheim stellte. Es mag sein, dass 
der Verwalter von dieser Kompetenz in den ersten Jahren nach einer bestimmten 
Richtung Gebrauch machte, welche den Klägern gelegen war. Wenn er aber völlig 
frei wählen konnte, ob er auf die Bruttofläche, die beheizte Fläche, die Wertquote 
oder den Verbrauch (alles vertretbare Kriterien) abstellen wolle, konnte bei den 
Klägern von vorneherein kein berechtigtes Vertrauen in einen bestimmten Modus 
entstehen.

Die Versammlung vom Herbst 2019 durfte also den Abrechnungsmodus für das 
vergangene Rechnungsjahr 2018/2019 ändern, ohne dass sie sich eines offenba-
ren Rechtsmissbrauchs gegenüber den Klägern schuldig machte. Ob der Be-
schluss eine Wiedererwägung darstellte, und ob er gleich lautete wie der im Vor-
jahr, ist irrelevant, ebenfalls ist offenkundig unerheblich der von den Klägern 
gerügte Schreibfehler (S. 7 Mitte: 2018 anstatt richtig 2019) im angefochtenen Ur-
teil.

Eine konkrete Rechnung für die Periode 2018/2019 wurde noch nicht erstellt. Sie 
kann daher nicht überprüft werden, und die Kläger legen auch nicht dar, wie sie 
richtig aussehen müsste (dazu auch nachstehend, zur Anschlussberufung).

Die Berufung der Kläger ist demnach abzuweisen und das angefochtene Urteil 
des Regionalgerichts in dem Punkt zu bestätigen, als es die Klage abwies.

4. Für die Anschlussberufung kann vorweg auf das zur Hauptberufung Gesag-
te verwiesen werden. Zwei Punkte sind zu vertiefen resp. zu ergänzen:

4.1. Die Anschlussberufung beschlägt die Verteilung der Heiz- und Warmwas-
serkosten für das Rechnungsjahr 2017/2018. Sie wurde erst in der Jahresver-
sammlung 2019 beschlossen, und die formelle Rückwirkung wirkt daher um ein 
Jahr mehr als es vorstehend für das Rechnungsjahr 2018/2019 diskutiert wurde. 
Die dort angestellten Erwägungen gelten aber unverändert auch hier. Namentlich 
wurde die Abrechnung der Heizkosten für die Periode 2017/2018 bekanntlich von 
den Klägern angefochten, was die Beklagte anerkannte. Damit blieb der Punkt 
offen und musste zwingend noch geregelt werden. Der angefochtene Beschluss 
vom Herbst 2019 änderte also nicht eine Entscheidung der Versammlung der Mit-
eigentümer ab, sondern traf diese erst. Nach den vorstehenden Erwägungen be-
trachtet das Kantonsgericht das anders als das Regionalgericht als zulässig.

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4.2. Zur konkreten Rechnung der Kostenverteilung: die Kläger stellen dazu kei-
nen bezifferten Antrag. Anlässlich der Versammlung hatten die Kläger die von der 
Verwaltung angenommene Zahl für die Fläche ihrer Wohnung beanstandet (RG 
act. II/3, S. 6 untere Mitte). Es wird aber gemäss dem angefochtenen und nicht zu 
beanstandenden Beschluss auf die Wertquoten abgestellt, und die tatsächliche 
Fläche ist darum nicht relevant. Auch für die künftigen Abrechnungen über die 
Rechnungsjahre 2019/2020 und folgende, welche teils auf die Wertquote, teils auf 
den tatsächlichen Verbrauch abstellen sollen, wird die Fläche keine Rolle spielen. 
Dem Beweisantrag der Kläger, es seien von der Standortgemeinde D._____ Pläne 
über die Flächen der Wohnungen beizuziehen, ist demnach nicht zu entsprechen. 
Es ist ohnehin fraglich, ob dem Antrag hätte entsprochen werden können, auch 
wenn die Flächen von Bedeutung wären, da die Kläger diese Pläne vermutlich 
auch ohne Mitwirkung des Gerichts erhältlich machen könnten (Art. 646 Abs. 3 
ZGB).

4.3. Damit ist die Anschlussberufung begründet. Das angefochtene Urteil ist in 
diesem Punkt aufzuheben, und die Klage ist abzuweisen.

5. Die Verfahrenskosten für beide Instanzen gehen bei diesem Verfahrens-
ausgang zu Lasten der Kläger (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

Die Gerichtskosten für die erste Instanz sind zu übernehmen. Für die Parteien-
tschädigung (Art. 95 Abs. 3; es wäre wünschbar, dass sich das Regionalgericht 
diesbezüglich der gesetzlichen Terminologie bediente; die Zivilprozessordnung 
kennt keine "ausseramtlichen Kosten") ist primär das Anwalts-Honorar massge-
bend, welches die entschädigungsberechtigte Partei zu zahlen hatte (Art. 105 und 
96 ZPO; Art. 2 der Honorarverordnung [BR 320.250]). Der damalige Vertreter der 
Beklagten hat für die erste Instanz eine Honorarnote (RG act. III/19), aber keine 
Honorarvereinbarung eingereicht (vgl. RG act. III/3; erst im Berufungsverfahren 
wurde eine Kopie der Honorarvereinbarung zu den Akten gegeben, vgl. 
act. G.2.b). Der in der Honorarnote ausgewiesene Aufwand von 38.9 Stunden, der 
angemessen erscheint, ist daher nicht mit dem veranschlagten Ansatz von 
CHF 250.00, sondern zum mittleren Ansatz von CHF 240.00 pro Stunde zu multi-
plizieren, was ein Honorar von CHF 9'336.00 ergibt. Hinzu kommen die Spesen im 
geltend gemachten Umfang von CHF 334.95 sowie die Mehrwertsteuer von 7.7 %, 
womit sich die Parteientschädigung auf total CHF 10'415.60 beläuft.

Die Gerichtskosten (Art. 95 Abs. 2 ZPO) für die Berufung bestehen einzig aus der 
Entscheidgebühr. Der von der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilver-
fahren (BR 320.210) in Art. 9 gegebene Rahmen beträgt CHF 1'000.00 bis 

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CHF 30'000.00. Der Streitwert beträgt rund CHF 180'000.00, weil die Klage die 
Abrechnung der Heizkosten zweier Jahre für die ganze, grosse Überbauung blo-
ckiert, wie das Regionalgericht zutreffend ausführt (angefochtenes Urteil E. 1). 
Das Kantonsgericht konnte in weiten Teilen auf dem sorgfältig redigierten Ent-
scheid aufbauen, was den Aufwand in Grenzen hielt. Für Berufung und An-
schlussberufung ist die Entscheidgebühr auf CHF 6'000.00 anzusetzen.

Die Parteientschädigung für Berufung und Anschlussberufung ist wie für die erste 
Instanz ermessensweise festzusetzen. Das Prozessthema war aus der ersten In-
stanz bekannt, und auch wenn das Mandat formell wechselte, arbeitete die neue 
Vertreterin im selben Büro wie der bisherige Vertreter und konnte also auf dessen 
Informationen aufbauen. Es wurde zwar auf beiden Seiten recht viel geschrieben, 
aber letztlich war das Thema sehr überschaubar. Das Verfahren war schriftlich. 
Angemessen ist ein zu ersetzendes Honorar von CHF 4'500.00, wieder mit Spe-
sen und Mehrwertsteuer.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von A._____ wird abgewiesen. Das angefochtene Urteil wird 
in Dispositiv Ziffer 1b) bestätigt.

2. Die Anschlussberufung der B._____ wird gutgeheissen. Das angefochtene 
Urteil wird in Dispositiv Ziffer 1a) aufgehoben, und die Klage wird diesbe-
züglich abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten gemäss Dispositiv Ziffer 2a) des angefochtenen Urteils 
(Entscheidgebühr CHF 5'500.00, Pauschale für das Schlichtungsverfahren 
CHF 350.00) werden in der Höhe bestätigt. Im Übrigen werden Dispositiv 
Ziffer 2a) und Dispositiv Ziffer 2b) des angefochtenen Urteils aufgehoben. 
Die Kosten werden A._____ in solidarischer Haftung auferlegt. Es wird vor-
gemerkt, dass sie die Pauschale für das Schlichtungsverfahren bereits be-
zahlt haben, und die Entscheidgebühr wird mit ihrem Vorschuss von CHF 
5'500.00 verrechnet.

4. Die Regelung der Parteientschädigung gemäss Dispositiv Ziffer 2c) des 
angefochtenen Urteils wird aufgehoben. Für das erstinstanzliche Verfahren 
haben A._____ in solidarischer Haftung der B._____ eine Parteientschädi-
gung von CHF 10'415.60 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezahlen.

5. Für das Berufungsverfahren werden die Gerichtskosten festgesetzt auf eine 
Entscheidgebühr von CHF 6'000.00. Sie werden A._____ in solidarischer 
Haftung auferlegt und mit dem von diesen geleisteten Vorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet. Der Vorschuss der B._____ von CHF 5'000.00 wird dieser 
zurück erstattet.

6. Für das Berufungsverfahren haben A._____ in solidarischer Haftung der 
B._____ eine Parteientschädigung von CHF 4'500.00 (inkl. Spesen und 
MwSt.) zu bezahlen.

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7. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

8. Mitteilung an: