# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08129d13-fdc9-550e-84dd-a2ed51d96395
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.04.2021 725 2020 460/101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2020-460-101_2021-04-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 22. April 2021 (725 2020 460 / 101) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Ablehnung der Anspruchsberechtigung infolge fehlender Kausalität zwischen dem Un-
fallereignis und den drei Monate später eingetretenen Schulterbeschwerden. Ohne weite-
res initiales Ereignis erübrigt sich die Prüfung einer unfallähnlichen Körperschädigung. 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Jeannine Gass 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Claude Wyssmann, 
Rechtsanwalt und Notar, Schachenstrasse 34b, Postfach 368, 
4702 Oensingen 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1960 geborene A.____ ist seit dem 1. Januar 2010 in einem 20 % Pensum bei der 
B.____ AG als Personalführer angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses obligatorisch 
bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Unfall-
meldung vom 26. März 2019 stürzte A.____ am 3. Dezember 2018 auf der Aussentreppe im 

 
 
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Magazin, wobei er sich mit der linken Hand abstützte und sich eine Fraktur des linken Handge-
lenks zuzog. Mit Schreiben vom 28. März 2019 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht bezüg-
lich der Handgelenksfraktur und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.  
 
B. Mit Verfügung vom 11. November 2019 verneinte die Suva eine Leistungspflicht für die 
Beschwerden im linken Ellbogen und an der linken Schulter mit der Begründung, dass aufgrund 
der ärztlichen Beurteilung durch Kreisarzt Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparats, vom 31. Juli 2019 und 7. November 2019 zwischen dem 
Ereignis vom 3. Dezember 2018 und den gemeldeten Schulter- und Ellbogenbeschwerden links 
kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die dagegen erhobene Ein-
sprache des Beschwerdeführers wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 30. Oktober 2020 
ab. 
 
C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Claude 
Wyssmann, am 30. November 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er sinngemäss, es seien ihm 
in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventu-
aliter sei bei der Klinik D.____ sowie bei der Hausärztin Dr.med.  E.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, ein Bericht zur Frage einzuholen, wann erstmals Schulter- und Ellbogenbeschwerden 
vom Versicherten geklagt worden seien. Des Weiteren sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung 
nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) vom 4. November 1950 
mit Publikums- und Presseanwesenheit einzuberufen und durchzuführen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
D. In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. Dezember 2020 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
E. Mit Verfügung vom 8. Januar 2021 ordnete das instruierende Präsidium des Kantonsge-
richts die Durchführung einer Parteiverhandlung an. 
 
F. An der heutigen Parteiverhandlung nahmen der Versicherte und sein Rechtsvertreter 
Rechtsanwalt Claude Wyssmann sowie in Vertretung der Suva Rechtsanwältin F.____ teil. Der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hielt grundsätzlich an den bisherigen Rechtsbegehren 
bezüglich der Schulterbeschwerden fest. In Ergänzung zu seinen bisherigen Vorbringen führte er 
aus, dass die kreisärztliche Beurteilung infolge der nicht lückenlosen Aktenlage als Entscheid-
grundlage ungeeignet sei. Des Weiteren sei zu beanstanden, dass das Vorliegen einer unfallähn-
lichen Körperschädigung nicht geprüft worden sei. Das Begehren um Übernahme der Heilungs-
kosten für den Ellbogen werde indes zurückgezogen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

 
 
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(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde des Versicherten vom 30. November 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. In materieller Hinsicht strittig und zu prüfen ist – nach dem Rückzug des Begehrens be-
treffend den Ellbogen anlässlich der Parteiverhandlung – die Frage, ob die Suva zu Recht ihre 
Leistungspflicht für die Beschwerden im linken Schulterbereich abgelehnt hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Die Leistungspflicht eines Unfallversiche-
rers gemäss UVG setzt dabei voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem einge-
tretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 
181 E. 3.1 und 3.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 10. März 2020, 8C_627/2019, E. 
3.2).  
 
3.2 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in ei-
nem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(BGE 129 V 177 E. 3). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich orga-
nisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate mit 
der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2). 
 
3.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne de-
ren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Es genügt, 
wenn das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall also nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 438 E. 1, 129 V 
181 E. 3.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2018, 8C_813/2017, E. 3.2, in: SVR 
2018 UV Nr. 42 S. 151). Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs ist eine Tat-
frage und muss daher mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden (BGE 119 V 338 E. 1; vgl. auch Urteil des 

 
 
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Bundesgerichts vom 21. Januar 2020, 8C_623/2019, E. 2.1.2). Hierfür reicht es jedoch nicht aus, 
wenn – im Sinne der Formel “post hoc ergo propter hoc“ – die Schädigung schon dann als durch 
einen Unfall verursacht angesehen würde, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 341 
E. 2b/bb; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 29. Mai 2020, 8C_241/2020, E. 3, vom 
21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.3.1, in: SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57, und vom 9. November 
2009, 8C_626/2009, E. 3.2, in: SVR 2010 UV Nr. 10 S. 41). 
 
4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 
158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die Be-
weislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der ver-
fügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien 
in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un-
gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 
wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rah-
men des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu er-
mitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 
117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
4.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im Beschwerdefall − das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Im Streitfall obliegt es 
dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der 
Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu er-
heben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser Mas-
snahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses oder eines unfallähnlichen Ereignisses nicht we-
nigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt − die blosse Möglichkeit genügt nicht −, so hat dieses als 
unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 
116 V 136 E. 4b mit Hinweis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, 
E. 2.2 und vom 20. Februar 2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozi-
alversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

 
 
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gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 
134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein 
Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Berichten 
kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge-
rungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
6.1 Für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit sind folgende medizinische Unterla-
gen von Relevanz: 
 
6.2.1 Dr. E.____ hielt im Arztzeugnis UVG vom 13. April 2019 zur Erstbehandlung am 19. De-
zember 2018 fest, dass eine distale extraartikuläre Radiusfraktur links sowie eine chronische 
Druckbelastung der Knorpelscheibe auf der Ellenseite des Handgelenks (Diskus triangularis, Teil 
des triangulären fibrokartilaginären Komplexes [TFCC]) und eine TFCC-Läsion (Schaden an den 
knorpeligen Anteilen des Handgelenks) diagnostiziert worden seien. Zur weiteren Abklärung der 
Handgelenksproblematik wurde der Versicherte ans Kantonsspital Y.____ (Kantonsspital) über-
wiesen. 
 
6.2.2 Im Sprechstundenbericht von Dr. med. G.____, FMH Handchirurgie, vom 12. Februar 
2019 wurde im Nachgang zur Sprechstunde vom 27. Dezember 2018 am Kantonsspital ebenfalls 
eine distale extraartikuläre undislozierte Radiusfraktur festgestellt. 
 
6.2.3 Dr. med. H.____, FMH Radiologie, diagnostizierte aufgrund der MRT vom 13. Februar 
2019 einen diskreten Erguss im distalen radioulnaren Gelenk mit Verdacht auf eine zentrale Per-
foration im Diskus articularis ohne Abriss. Des Weiteren stellte er eine nicht dislozierte Fraktur an 
der distalen Radiusepiphyse mit intraartikulärer Einstrahlung ohne kortikale Stufenbildung fest. 
 

 
 
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6.2.4 Im Sprechstundenbericht vom 27. Februar 2019 stellte Dr. G.____ die Diagnose eines 
Ulnaimpaktationssyndroms sowie eine TFCC-Läsion bei Status nach distaler extraartikulärer, un-
dislozierter Radiusfraktur links. Zudem hielt er fest, dass der Beschwerdeführer neu wieder 
Schmerzen bei der Belastung im Bereich des radialen und ulnaren Handgelenks geäussert habe, 
wobei die Schmerzen vor allem bei Extensionsbewegungen im Bereich des linken Handgelenks 
sowie bei Rotationsbewegungen auftreten würden. Diese Schmerzen seien teilweise so stark, 
dass der Beschwerdeführer beim Ankleiden eingeschränkt sei. Zudem habe der Beschwerdefüh-
rer angegeben, dass er seit dem Sturz Schmerzen im Bereich der linken Schulter habe. Druck-
schmerzhafte Tenderpoints hätten bei der Untersuchung jedoch nicht festgestellt werden können. 
Die Rotatorenmanschetten-Tests seien ebenfalls negativ und schmerzfrei ausgefallen und beim 
Röntgen seien keine Frakturnachweise ersichtlich gewesen. Lediglich ein leichtes Impingement-
syndrom nach Neer habe festgestellt werden können. Des Weiteren beobachtete Dr. G.____ eine 
regelrechte glenohumerale Artikulation sowie ein kongruentes AC-Gelenk ohne relevante AC-
Projektion auf die Supraspinatussehne.  
 
6.2.5 Bei der Untersuchung vom 20. Mai 2019 diagnostizierte Dr. med. I.____, FMH Chirurgie 
und Handchirurgie, akut auftretende Ellbogenschmerzen links. Gemäss Angaben des Beschwer-
deführers seien die Schmerzen einige Tage vor der Untersuchung über Nacht aufgetreten und 
würden die Beweglichkeit des Beschwerdeführers im Ellbogengelenk in praktisch invalidisieren-
dem Ausmass einschränken. Die Schmerzen würden im Bereich des Ellbogens einerseits bei 
Palpation des Nervus ulnaris im Sulcus, andererseits im Bereich des Humero-Radialgelenks so-
wie in der gesamten Extensoren-Loge auftreten. Ein Tinel-Phänomen über dem Supinatorentun-
nel habe nicht festgestellt werden können. Beim Röntgen seien sodann ein etwas spitziges Aus-
laufen der proximalen Ulna sowie des Radiusköpfchens im Gelenk, jedoch keine Verkalkungen 
oder sonstige Hinweise auf eine ossäre Läsion aufgefallen. Der Beschwerdeführer wurde in der 
Folge der Ergotherapie zur Durchführung von Mobilisationsübungen zugewiesen.  
 
6.2.6 Der Sprechstundenbericht vom 4. Juli 2019 führt nebst einer Epicondylitis humeri lateralis 
(sog. Tennisellbogen) primär Beschwerden im linken Handgelenk auf. So wurde unter anderem 
eine Sehnenscheidenentzündung bei Status nach diagnostischer Handgelenksarthroskopie, Ab-
tragung der Hamatumspitze und Infiltration mit Triamcort/Bupivacain mit zentralem TFCC-Defekt, 
ein Hamatumspitzensyndrom und eine diffuse Synovialitis bei Status nach distaler extraartikulä-
rer, undislozierter Radiusfraktur diagnostiziert. Der Patient habe von einer Beschwerdebesserung 
im Vergleich zum präoperativen Zustand berichtet. Seitens der Schulter sei der Patient noch be-
einträchtigt, wobei ein Schürzen- und Nackengriff möglich gewesen sei. 
 
6.2.7 In der Sprechstunde vom 15. Juli 2019 wurden sodann, neben den bereits bekannten 
Beschwerden im Bereich des Handgelenks, eine niederschwellige Epicondylitis humeri lateralis 
sowie Schmerzen in der linken Schulter, insbesondere ein schmerzhafter Schürzengriff, diagnos-
tiziert. Während die Beschwerden im Bereich des Ellbogens weitgehend regredient seien, falle 
auf, dass die Schulterproblematik für den Patienten zunehmend in den Vordergrund rücke. 
Schmerzen im Bereich der Schulter würden sich allerdings kaum auslösen lassen. Lediglich der 
Schürzengriff sei für den Patienten stark schmerzhaft, wenn auch vollständig durchführbar. 
 

 
 
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6.2.8 Telefonisch teilte der Beschwerdeführer am 17. Juli 2019 der Suva mit, dass beim Termin 
im Kantonsspital am Vortag eine erneute Operation des Handgelenks empfohlen worden sei. 
Zudem sei ihm aufgrund seiner Schulter- und Ellbogenbeschwerden geraten worden, einen 
Schulterspezialisten aufzusuchen. 
 
6.2.9 Auf Anfrage der Suva vom 30. Juli 2019 nahm Dr. C.____ am 31. Juli 2019 Stellung zur 
Unfallkausalität und führte aus, dass die Beschwerden im Bereich der Schulter und des Ellbogens 
nicht auf den Unfall zurückzuführen seien. Lediglich die Beschwerden im Bereich des Handge-
lenks seien unfallkausal.  
 
6.2.10 Gemäss Verlaufsbericht vom 7. Oktober 2019 stellte Dr. med. J.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie, am 12. August 2019 zunächst fest, dass das Schulterrelief symmetrisch sei und 
keine Hinweise für Muskelatrophien zeige. Es würde sich eine aktive Schulterbeweglichkeit zei-
gen, indem die vordere Elevation beidseitig 140°, die Abduktion isoliert 90° und die Aussenrota-
tion 40° betrage. Der Schürzengriff sei – langsam durchgeführt –schmerzfrei möglich, wobei bei 
abduzierter Aussenrotation der Schulter links Impingement-ähnliche Schmerzen auftreten wür-
den. Dies sei auch bei der Adduktion und gleichzeitiger Innenrotation des Schultergelenks links 
der Fall. Das AC-Gelenk sei indolent, der Jobe-Test sei geringgradig schmerzhaft ausgefallen 
und die Aussenrotation gegen Widerstand sei kräftig und schmerzfrei möglich. Im Ansatzbereich 
der Supraspinatussehne links sei keine Druckdolenz feststellbar. Anhand dieses Befundes 
schloss Dr. J.____ auf eine Tendinopathie der Supraspinatussehne links, wobei ein direkter Zu-
sammenhang mit dem Unfall vom 3. Dezember 2018 nicht mit überwiegender Klarheit sicherzu-
stellen sei.  
 
6.2.11 Am 1. Oktober 2019 wurde sodann eine MR-Arthrographie des Schultergelenks durchge-
führt, wobei eine deutliche Tendinopathie der Supraspinatussehne auf der ganzen Breite jeweils 
am Ansatz sowie eine gelenkseitige Partialruptur am Footprint in den anterioren Anteilen und eine 
intratendinöse Partialruptur am Footprint in den posterioren Anteilen, ohne Verbindung zum Ge-
lenk oder der Bursa, diagnostiziert wurden. Eine Dehiszenz im Bereich der Rupturen sei nicht 
ersichtlich gewesen, hingegen sei angrenzend ein deutliches Knochenmarksödem festgestellt 
worden. Die Infraspinatussehne sowie die Bizepssehne und der Bizepsanker seien intakt. An-
hand dieser Befunde schloss Dr. med. K.____, FMH Radiologie, auf eine Tendinopathie der Sup-
raspinatussehne am Ansatz auf der gesamten Breite mit sowohl filiformer gelenkseitiger Partial-
ruptur am Footprint anterior als auch intratendinöser Rissbildung am Footprint in den posterioren 
Anteilen, jeweils ohne Dehiszenz, mit angrenzendem reaktiven Knochenmarksödem. 
 
6.2.12 Im Auftrag der Suva erstellte Dr. C.____ am 7. November 2019, unter Berücksichtigung 
der bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden medizinischen Unterlagen, eine kreisärztliche Beurtei-
lung. Darin führte er aus, dass die Beschwerdeproblematik im Bereich des linken Ellbogenge-
lenks am 10. Mai 2019 erstmals erwähnt worden sei. Eine Röntgendiagnostik des linken Ellbo-
gens vom 20. Mai 2019 zeige keine unfallkausalen Auffälligkeiten. Insgesamt seien keine Frak-
turen und keine arthrotischen Veränderungen des linken Ellbogens ersichtlich. Hätte der Versi-
cherte eine unfallbedingte Schädigung des Ellbogengelenks erlitten, so wäre es überwiegend 

 
 
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wahrscheinlich zu einer früheren Ausbildung von klinischen Beschwerden gekommen. Entspre-
chende Verletzungen seien echtzeitlich allerdings nicht dokumentiert worden. Diese Beschwer-
den würden demnach nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom 3. Dezember 2018 stehen. Die Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks 
seien erstmalig in der Sprechstunde vom 15. Juli 2019 berichtet worden. In der MR-Arthrographie 
des Schultergelenks vom 1. Oktober 2019 würden sich keine strukturell objektivierbaren Läsionen 
infolge des Ereignisses vom 3. Dezember 2018, sondern eine Tendinopathie der Supraspinatus-
sehne zeigen. Echtzeitliche Beschwerden im Bereich der linken Schulter zum Ereignis vom 3. 
Dezember 2018 seien nicht beschrieben worden. Hätte der Versicherte eine unfallbedingte Schä-
digung der linken Schulter erlitten, so hätte überwiegend wahrscheinlich ein frühzeitiger Verlust 
der aktiven Beweglichkeit der linken Schulter eingesetzt. Im Ergebnis hielt Dr. C.____ unter Hin-
weis auf den Bericht von Dr. J.____ vom 12. August 2019 fest, dass – unter Berücksichtigung 
sämtlicher medizinischer Dokumente und Befunde – das Ereignis vom 3. Dezember 2018 mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keinen strukturell objektivierbaren Läsionen im Bereich der 
linken Schulter und des linken Ellbogengelenks geführt habe. Demnach sei die Unfallkausalität 
zu verneinen. 
 
6.2.13 Im Einspracheverfahren nahm Dr. C.____ mit kreisärztlichem Bericht vom 23. Dezem-
ber 2019 erneut Stellung. Er hielt fest, dass im Bericht vom 27. Februar 2019 Folgendes doku-
mentiert worden sei: „Keine druckschmerzhaften Tenderpoints, Schulter frei beweglich, Rotato-
renmanschetten-Tests negativ und schmerzfrei, leichtes Impingementsyndrom nach Neer“. Be-
züglich des Zeitpunkts der erstmaligen Dokumentation der Schulterbeschwerden müsse die 
kreisärztliche Beurteilung vom 7. November 2019 korrigiert werden. Es sei allerdings darauf hin-
zuweisen, dass im Bericht vom 27. Februar 2019 eine freie Beweglichkeit der linken Schulter mit 
negativen und schmerzfreien Rotatorenmanschetten-Tests beschrieben worden sei. Druck-
schmerzhafte Tenderpoints seien damals nicht angegeben worden. Insofern bestehe aufgrund 
des Berichts vom 27. Februar 2019 klinisch kein Hinweis auf eine traumatische Verletzung der 
Rotatorenmanschette im Bereich des linken Schultergelenks. Bis auf die Tatsache, dass die Erst-
dokumentation der Schulterbeschwerden bereits am 27. Februar 2019 und nicht am 15. Juli 2019 
vorgelegen habe, ändere sich nichts an der Beurteilung vom 7. November 2019.  
 
6.2.14 Infolge der Konsultationen in der Klinik L.____ vom 25. Oktober 2019, 11. Dezember 2019 
und 29. Januar 2020 diagnostizierte Dr. med. M.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, eine traumatische Partialruptur der Supraspinatussehne 
links nach einem Sturz auf den linken Arm. Im Bericht vom 25. Oktober 2019 wurde im Rahmen 
der Anamnese festgehalten, dass der Beschwerdeführer sich eine Unterarmfraktur zugezogen 
habe, welche bei den medizinischen Untersuchungen zunächst im Vordergrund gestanden sei. 
Jedoch seien von Anfang an Schmerzen in der linken Schulter verzeichnet worden. Bei der Erst-
vorstellung im Kantonsspital sei bereits eine Röntgendiagnostik erfolgt. Im weiteren Verlauf seien 
die Symptome in der Schulter stets auf die Hand bzw. auf den Ellbogen zurückgeführt worden. 
Die verordnete Physiotherapie sei nach drei Therapiesitzungen abgebrochen worden, um weitere 
Diagnostiken durchzuführen. Dabei sei auch eine MRT angefertigt worden. In der linken Schulter 
stellte Dr. M.____ eine freie Beweglichkeit mit Ausweichbewegungen bei Abduktion und Elevation 
fest. Die Aussenrotation sei extrem schmerzhaft, ein wesentlicher Druckschmerz habe allerdings 

 
 
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nicht festgestellt werden können. Die Tests an der Subscapularis- und der langen Bizepssehne 
seien positiv ausgefallen. Bei der Untersuchung vom Dezember 2019 stellte Dr. M.____ einen 
deutlichen Druckschmerz über dem Sulcus fest, zudem fielen die Tests der Supraspinatussehne 
positiv aus. Die Beweglichkeit, insbesondere für die Aussenrotation, habe sich im Vergleich zur 
Untersuchung vom 25. Oktober 2019 deutlich gesteigert. Die Schmerzen seien allerdings unver-
ändert vorhanden.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts 
und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in erster Linie auf Ergebnisse, zu denen der Kreisarzt Dr. 
C.____ in seinen Beurteilungen vom 7. November 2019 und 23. Dezember 2019 gelangt war. Sie 
ging demzufolge davon aus, dass die Beschwerden im linken Ellbogen- und Schulterbereich des 
Versicherten nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 3. Dezember 2018 
zurückzuführen seien.  
 
7.2 Dieser Einschätzung hält der Versicherte in seiner Beschwerde zunächst entgegen, dass 
im kreisärztlichen Bericht vom 7. November 2019 zu Unrecht davon ausgegangen werde, dass 
die Schulterbeschwerden erstmals am 15. Juli 2019 beklagt worden seien. Der Beschwerdeführer 
habe bereits initial über Schulterbeschwerden geklagt, diese seien allerdings mit der Handge-
lenksverletzung in Verbindung gebracht worden. Demnach sei die Annahme der Suva, dass die 
Schulterbeschwerden erst im Juli 2019 und damit nach einer Latenzzeit von über sieben Monaten 
aufgetreten seien, nachweislich falsch. Bereits insofern bestünden geringe Zweifel an der Zuver-
lässigkeit der kreisärztlichen Einschätzungen, weshalb darauf nicht abgestellt werden dürfe. Auch 
hätte er die Schmerzen bereits vorher geäussert, wäre sein Termin im Kantonsspital nicht mehr-
mals verschoben worden. Der Beschwerdeführer verkennt, dass die ursprüngliche Aussage, die 
Schulterbeschwerden seien erstmals im Juli 2019 geäussert worden, mit Stellungnahme von Dr. 
C.____ vom 23. Dezember 2019 und mit dem Einspracheentscheid vom 30. Oktober 2020 explizit 
korrigiert wurde. Im Bericht von Dr. C.____ vom 23. Dezember 2019 wurde festgehalten, dass 
die Beschwerden zwar bereits im Februar 2019 geäussert worden seien, dies aber nichts daran 
ändere, dass die Schulterschmerzen als unfallfremd einzuschätzen seien, da nach wie vor eine 
Latenzzeit von beinahe drei Monaten zwischen dem Unfallereignis und den Schulterbeschwerden 
liege. Auch dem Argument, dass der Beschwerdeführer infolge mehrmaliger Verschiebung des 
Sprechstundentermins im Kantonsspital seine Schulterbeschwerden überhaupt erst im Feb-
ruar 2019 äussern konnte, kann nicht gefolgt werden. So war er bereits am 19. Dezember 2018 
in Erstbehandlung und am 27. Dezember 2018 in einer Sprechstunde bei Dr. G.____. Beide Male 
wurde dabei lediglich auf die Beschwerden im Handgelenk eingegangen. Allfällige Schulterbe-
schwerden, die bereits bei der Erstbehandlung bestanden hätten, wären mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit – wenn auch möglicherweise ohne konkrete Diagnose – dokumentiert wor-
den, auch bei einer Fokussierung auf die Radiusfraktur am Handgelenk. 
 
7.3 Weiter wird beanstandet, dass eine umfassende Abklärung der Schulterproblematik erst 
mit der MR-Arthrographie des Schultergelenks vom 1. Oktober 2019 stattgefunden habe. Diesem 
Einwand kann ebenfalls nicht gefolgt werden. So wurden die Einschränkungen im Schulterbe-
reich bereits in den Sprechstunden vom 27. Februar 2019 und 15. Juli 2019 sowie, gemäss Ver-
laufsbericht von Dr. J.____, in der Untersuchung vom 12. August 2019 abgeklärt. Dabei bleibt 

 
 
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allerdings zu beachten, dass die Schulterbeschwerden zwischen dem 27. Februar 2019 und 
15. Juli 2019, gemäss den vorliegenden medizinischen Berichten, bei den durchgeführten Unter-
suchungen weder vom Versicherten noch von der behandelnden Person thematisiert wurden, 
weshalb sich letztlich kein Anhalt für weitere Abklärungen diesbezüglich ergab. 
 
7.4 Der Beschwerdeführer wendet des Weiteren ein, dass in Bezug auf die kreisärztliche Be-
urteilung kein lückenloser Befund vorgelegen habe, da die Berichte von Dr. M.____ vom 25. Ok-
tober 2019 und 11. Dezember 2019 in der kreisärztlichen Stellungnahme nicht berücksichtigt wor-
den seien. Daraus gehe hervor, dass eine unfallbedingte (traumatische) Partialruptur der Supra-
spinatussehne vorliege. Diese nicht berücksichtigten Berichte würden zudem darlegen, dass die 
Schulterschmerzen bereits kurz nach dem Unfall thematisiert worden seien und auch bereits bei 
der ersten Untersuchung am Kantonsspital eine Röntgenuntersuchung vorgenommen worden 
sei. Zudem sei die Aussenrotation der Schulter nicht medizinisch überprüft worden, was wiede-
rum für einen lückenhaften Befund spreche. 
 
Auch daraus vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zwar fand die 
erste Untersuchung bei Dr. M.____ am 25. Oktober 2019 und somit noch vor der kreisärztlichen 
Beurteilung vom 7. November 2019 statt. Allerdings stützt sich der Bericht von Dr. M.____, ohne 
Kenntnis oder Beizug der Vorakten, einzig auf die subjektiven Aussagen des Versicherten. So 
geht Dr. M.____ beim Unfallereignis von einem Sturz auf den linken Arm aus, was sich nicht mit 
den Angaben in der Unfallmeldung vom 26. März 2019 deckt. Zudem wird etwa beschrieben, 
dass bei der Erstvorstellung im Kantonsspital bereits eine Röntgenaufnahme der Schulter ange-
fertigt worden sei, was nachweislich nicht der Fall ist, weil die Schulterproblematik im Bericht zur 
Untersuchung vom 27. Dezember 2018 gar nicht erst thematisiert worden war. Die Tatsache, 
dass sich der Bericht von Dr. M.____ lediglich auf die Aussagen des Versicherten stützt, genügt 
mithin nicht, um Zweifel an der Zuverlässigkeit einer unter Einbezug der medizinischen Vorakten 
durch Dr. C.____ erstellten Beurteilung zu begründen. Ebenso wenig verfängt der Einwand, dass 
die Aussenrotation des Armes, welche im Bericht von Dr. M.____ als extrem schmerzhaft be-
schrieben wurde, medizinisch zuvor nicht überprüft worden sei. So war gemäss Bericht von Dr. 
J.____ vom 12. August 2019 die Aussenrotation bei vorderer Elevation des Armes 40° möglich, 
wobei bei der abduzierten Aussenrotation Impingement-ähnliche Schmerzen aufgetreten sind. Im 
Gegensatz dazu konnte die Aussenrotation gegen Widerstand kräftig und schmerzfrei durchge-
führt werden. Die Aussenrotation der Schulter wurde somit geprüft und der entsprechende Bericht 
Dr. C.____ bei der kreisärztlichen Beurteilung zur Verfügung gestellt. 
 
7.5 Für den Beschwerdeführer ist der Beweiswert der kreisärztlichen Beurteilungen durch Dr. 
C.____ schon deshalb eingeschränkt, weil diese lediglich anhand der Akten und nicht gestützt 
auf eine (umfassende) persönliche Untersuchung verfasst worden seien. Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung ist eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten nicht 
an sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zu-
kommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche 
Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht. Aktengutachten sind 
insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen 

 
 
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Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kau-
salzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen 
Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen 
erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich ge-
macht werden (Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinwei-
sen). Eine solche Konstellation liegt hier vor. Dr. C.____ hatte gestützt auf die vorhandenen me-
dizinischen Akten hauptsächlich zu beurteilen, ob die unbestrittenermassen vorliegende Tendino-
pathie der Supraspinatussehne mit Partialruptur am Footprint mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit mindestens teilweise in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 3. Dezem-
ber 2018 steht. Dafür standen ihm sämtliche medizinischen Akten vom 19. Dezember 2018 (Erst-
behandlung) bis zum 7. Oktober 2019 inklusive einer MR-Arthrographie des Schultergelenks vom 
1. Oktober 2019 zur Verfügung, welche die relevanten Befunde ohne wesentlichen Widerspruch 
umfassen. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 7.4 hiervor), stützt sich der Bericht von Dr. M.____ vom 
25. Oktober 2019 lediglich auf die Aussagen des Beschwerdeführers und ist damit für die kreis-
ärztliche Beurteilung aufgrund der fehlenden Objektivität entbehrlich. Es ist somit davon auszu-
gehen, dass auch ohne Berücksichtigung des Berichts von Dr. M.____, welcher bezüglich des 
relevanten Befundes den anderen ärztlichen Berichten nicht widerspricht, ein lückenloser Befund 
für die Beurteilung der Kausalität vorlag. Bei dieser Sachlage kann eine Einschätzung, welche 
sich ausschliesslich auf die im Zeitpunkt der Beurteilung vorliegenden Akten stützt, durchaus Klä-
rung bringen.  
 
7.6 Insgesamt ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden. Nach der 
Rechtsprechung kommt zwar den Berichten beratender Ärzte des Versicherungsträgers nicht 
derselbe Beweiswert zu wie einem Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer 
Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ein solcher Bericht ist aber soweit zu be-
rücksichtigen, als keine – auch nur geringen – Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerun-
gen bestehen (vgl. E. 5.2 hiervor). Vorliegend besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der Fest-
stellungen von Dr. C.____ zu zweifeln, zumal ein unbestrittener medizinischer Befund vorliegt 
und die Berichte von Dr. M.____ allein auf den Aussagen des Beschwerdeführers beruhen. Es 
ist vielmehr festzuhalten, dass sich Dr. C.____ hinreichend mit den wesentlichen medizinischen 
Unterlagen auseinandergesetzt hat, in seinen Berichten auf die Beschwerden des Versicherten 
eingegangen ist und so insgesamt ein vollständiges Bild von dessen Gesundheitszustand vermit-
telt hat. Alsdann hat der Kreisarzt zwar eine knappe aber dennoch schlüssige Beurteilung der 
Kausalitätsfrage vorgenommen, indem er insbesondere die fehlende echtzeitliche Dokumenta-
tion der auftretenden Beschwerden in der Schulter hervorgehoben hat. Insofern ist nachvollzieh-
bar, dass Dr. C.____ insgesamt zum Schluss gelangt, dass keine Hinweise für eine traumatische 
Verletzung der Schulter vorliegen.  
 
8.1 Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Beschwerde 
vom 30. November 2020 gestellten Verfahrensantrag des Versicherten zu entsprechen, wonach 
bei Dr. E.____ ein Bericht zur Frage, wann erstmals Schulterbeschwerden geklagt worden seien, 
einzuholen sei. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu 

 
 
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stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise, sind im Rah-
men dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, 
die für die Entstehung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des 
relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein 
beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung 
ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 144 II 435 E. 3.1.3, 141 
I 64 E. 3.3). 
 
8.2 Im vorliegenden Fall standen dem Kreisarzt alle ärztlichen Berichte seit dem Unfallereignis 
vom 3. Dezember 2018 bis zum Verlaufsbericht vom 7. Oktober 2019 zur Verfügung. Weitere 
Abklärungen waren und sind entgegen der Meinung des Beschwerdeführers nicht zu tätigen, zu-
mal dem Kreisarzt auch der Bericht zur Erstbehandlung vom 19. Dezember 2018 vorlag und darin 
keine Schulterbeschwerden erwähnt worden sind. Bei dieser Ausgangslage gibt es jedenfalls 
keinen Anlass, einen weiteren Bericht bei der Hausärztin des Versicherten einzuholen, weil auch 
das Kantonsspital im Bericht vom 2. Januar 2019 die Schulterbeschwerden unerwähnt gelassen 
hat. Da sich das Kantonsspital im späteren Verlauf nicht detailliert mit der Schulter befasst hat, 
sind vom Kantonsspital ebenfalls keine weiteren Erkenntnisse mehr zu erwarten. Dr. J.____ und 
Dr. M.____ haben sich bereits umfassend zur Schulterproblematik geäussert, daher erübrigt sich 
auch hier das Einholen weiterer Berichte. Da die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild 
des relevanten Sachverhalts ergeben, ist die antizipierte Beweiswürdigung im vorliegenden Fall 
nicht zu beanstanden. 
 
9.1 Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass nach der Verneinung der Unfall-
kausalität eine unfallähnliche Körperschädigung hätte geprüft werden müssen. Dem kann nicht 
gefolgt werden. In systematischer Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass das Institut der unfallähn-
lichen Körperschädigung mit der UVG-Revision vom 25. September 2015 (in Kraft seit 1. Ja-
nuar 2017) neu auf Gesetzesstufe in Art. 6 Abs. 2 UVG verankert wurde. Die Gesetzessystematik 
legt nahe, dass Abs. 1 (Unfall) und Abs. 2 (Listenverletzung) unabhängig voneinander sind und 
grundsätzlich jeder Tatbestand einzeln zu prüfen ist. Während bei einem Unfallereignis im Sinne 
von Art. 4 ATSG die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entfällt, wenn der Unfall keine 
auch nur geringe Teilursache der Körperschädigung mehr bildet, ist der Unfallversicherer im Rah-
men der unfallähnlichen Körperschädigung bereits dann von seiner Leistungspflicht befreit, wenn 
die Listenverletzung zu mehr als 50 % auf eine Abnützung oder eine Erkrankung zurückzuführen 
ist (BGE 146 V 51 E. 8.5). Erbringt der Unfallversicherer den Nachweis dafür, dass ein Unfaller-
eignis im Sinne von Art. 4 ATSG keine auch nur geringe Teilursache einer diagnostizierten Lis-
tenverletzung bildet und besteht kein Hinweis auf ein nach dem Unfall eingetretenes initiales Er-
eignis als mögliche Verletzungsursache, so ist damit gleichzeitig auch die vorwiegende Bedingt-
heit der Listenverletzung durch Abnützung oder Erkrankung erstellt (BGE 146 V 71 E. 9.2). 
 
9.2 Vorliegend hat die Suva einen initialen Unfall im Rechtssinne zwar anerkannt, die Kausa-
lität zwischen Unfallereignis und Schulterbeschwerden in der Folge jedoch korrekterweise ver-
neint. Eine unfallähnliche Körperschädigung wäre gemäss den obigen Ausführungen nur dann 
zu prüfen, wenn Hinweise auf ein nach dem Unfall eingetretenes weiteres initiales Ereignis als 

 
 
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mögliche Verletzungsursache vorlägen, welches die Unfallkriterien gemäss Art. 4 ATSG nicht 
erfüllt. Dies ist hier nicht der Fall und wird vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. Wird das 
Vorliegen eines unfallähnlichen Ereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt, so 
hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person 
auswirkt (vgl. E. 4.2 hiervor). So verhält es sich auch hier, weshalb diesbezüglich keine Leis-
tungspflicht besteht. 
 
10. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Suva ihre Leistungspflicht bezüglich der Be-
schwerden im Bereich der Schulter links zu Recht abgelehnt hat. Die Beschwerde ist im Ergebnis 
deshalb abzuweisen. 
 
11. Art. 61 lit. a ATSG in der hier massgebenden bis 31. Dezember 2020 gültigen Fassung 
hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 
Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Dem Prozessausgang 
entsprechend ist dem Versicherten keine Parteientschädigung zu Lasten der Suva zuzusprechen.  
 

 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.