# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 77eea09f-b133-52d8-a29d-df9d8ecef4d0
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-10
**Language:** de
**Title:** IVG; Neuanmeldung; Somatoforme Schmerzstörung; neuropsychologischer Gesundheitsschaden
**Docket/Reference:** IV.2014.00622
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00622.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00622
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiberin Nossa
Urteil
vom
10. Dezember 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Matthias
Horschik
Weinbergstrasse 29, 8006 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1970 geborene
X.___
meldete sich am 2
5.
Oktober 20
04
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungsbe
zug
an (
Urk.
7/3).
Aus medizinischer Sicht wurde
n
ihr ein chronischer Kopf
schmerz, Tinnitus, ein
myofasziales
Schmerzsyndrom im
Nacken-Schulterbe
reich
, ein posttraumatisches Syndrom mit Panikattacken seit einer Notlandung im Passagierflugzeug im Juni 2001 und eine allgemeine psychosoziale Belas
tungssituation diagnostiziert.
Die IV-Stelle klärte den Sachverhalt ab und holte ein Gutachten beim
Zentrum Y.___
ein. Das Gutach
ten vom 2
8.
September 2006 attestierte der Versicherten eine 100%ige Arbeits
fähigkeit bei diagnosti
zierten chronisch rezidivierenden
fronto-occipitalen
Kopf
schmerzen (
Urk.
7/23). Mit Verfügung vom 2
2.
Februar 2007 verneinte die IV
Stelle einen Anspruch der Versicherten auf Rente (Urk.
7/29).
2.
Am 1
0.
März 2010 meldete sich die Versicherte
, nachdem sie am
1.
Juli 2009
bei
eine
m
Heckauffahrunfall
ein Schleudertrauma
erlitten hatte,
erneut bei der IV-Stelle zum
Leistungsbezug an (
Urk.
7/32). Seit dem Unfall litt sie an einem chronischen
zervikospondylogenen
und einem
lumbospondylogenen
Syndrom
. Der Hausarzt schrieb sie
vorerst
zu 100
%
, ab 1
5.
Februar 2010 zu 90
%
arbeits
unfähig
(
Urk.
7/36
, 7/37
/
8
,
7/46/184 f.)
.
Am
7.
Mai 2010 erlitt
die Versicherte
abermals einen leichten Auffahrunfall
(
Urk.
7/41
/
5).
Die IV-Stelle klärte den Sachverhalt erneut ab und gewährte berufliche Massnahmen (
Urk.
7/106). Sie veranlasste zur abschliessenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts ein polydisziplinäres Gutachten beim
Zentrum Z.___
. Das
am 1
2.
November 2013 erstattet
e Gutachten
attestierte der Versi
cherten bei diagnostiziertem chronischen
Cervikal
- und
Cer
vicobrachial
syndrom
links und chronischem
Lumbovertebralsyndrom
und einer anhalten
den
somato
formen
Schmerzstörung eine Arbeitsunfähigkeit von 30
%
bezogen auf die ange
stammte Tätigkeit als
Geschäftsleiterin
im
Reinigungsge
schäft
des Ehe
mannes (
Urk.
7/142). Mit Vorbescheid vom 2
7.
Februar 2014 stellte die IV
Stelle
der Versicherten in Aussicht, sie werde das Rentenbegehren abweisen
(
Urk.
7/145).
In diesem Sinne entschied
sie trotz
dagegen
erhobener Einwände
der Versicherten
mit Verfügung vom 1
2.
Mai 201
4.
Zudem verneinte sie einen weiteren Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen
(
Urk.
7/166).
3.
Dagegen liess
X.___
, vertreten durch Rechtsanwalt Matthias
Hor
schik
, mit Eingabe vom 1
1.
Juni 2014 Beschwerde erheben und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die
Zusprache
der gesetzlichen Leistungen,
insbesondere
einer
Rente
,
beantragen.
Mit Eventualantrag liess sie die Veran
lassung eines Gerichtsgutachtens und
subeventualiter
die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung beantragen
(
Urk.
1 S. 2)
. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Vernehmlassung vom
8.
August 2014 auf Abweisu
ng der Beschwerde (
Urk.
6).
Auf die Begründungen der Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente, allenfalls auf berufliche Massnahmen hat.
Soweit
sie
geltend machen lässt, die Gutachter des
Zentrums Z.___
seien befangen und
nicht unabhängig, weshalb ein faires Verfahren nicht möglich sei (
Urk.
1 S. 4
f.),
ist
auf das rechtskräftige Urteil des Sozialversicherungsgerichts
IV.2011.01346
vom 14.
September 2012 verwiesen, welches feststellte, dass die Mitwirkungs
rechte der Beschwerdeführerin gewahrt wurden und die Gutachter nicht be
fangen waren (
Urk.
7/87). Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt daher nicht
weiter einzugehen
.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV], bis 3
1.
November
2011:
Abs.
4
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17
ATSG
eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Gemäss
Art.
17
Abs.
1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Ren
tenanspruch zu beeinflussen
, Anlass zur Rentenrevision.
Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unter
schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeit
liche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch
BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
3.
3.1
Zu vergleichen ist der Gesundheitszustand am 2
2.
Februar 2007 mit jenem vom 1
2.
Mai 2014.
Der ursprünglichen Verfügung lagen folgende Tatsachen zugrunde:
Dr.
med.
A.___
, Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, hielt mit Schreiben vom 2
9.
September 2004 fest, rund 4 Wochen nach operativer Eröffnung der Keilbeinhöhle rechts zeichne sich nun langsam eine Besserung der Kopfschmer
zen ab. Die endoskopische Kontrolle habe reizlose
Schleimhaut
verhältnisse
gezeigt. Der Zustand des kleinen links gelegenen Sinusfragmentes sei nicht beurteilbar. Die Beschwerde
führerin fühle sich leider nach wie vor immer noch nicht in der Lage zu arbeiten. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100
%
(
Urk.
7/11
/
9). Gegenüber dem Hausarzt gab er unauffällige postoperative Ver
hältnisse an. Er hielt ihm gegenüber fest, die Kopfschmerzen seien ja leider unverändert und die Patientin könne immer
noch nicht arbeiten (
Urk.
7/11/
10).
Der Neurologe
Dr.
med.
B.___
hielt mit Schreiben vom 1
6.
Dezember 2004
ver
dachtsweise
einen Spannungstyp-Kopfsch
m
erz
cervicocephal
muskulär und einen Tinnitus fest (
Urk.
7/1
1/
6).
Dem Bericht des Hausarztes
Dr.
med. von
C.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom
5.
Januar 2005 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführer
in
zunehmend im Geschäft des Vaters mitarbeite und seit jeher eher überfordert
und
nervös sei. Sie habe zwei unruhige Kinder, Schlafstörungen, Muskelschmer
zen
,
Untergewicht, Schwindel, Verdauungsunregelmässigkeiten und Gelenk
schmer
zen. Eine eindeutige Verschlechterung der Gesamtsituation sei ab dem 1
6.
Juni 2002 eingetreten, als die Beschwerdeführerin in einem Flugzeug in
Wien habe notlanden
müssen. Es habe sich
danach
ein mässiges posttraumati
sches Belastungssyndrom entwickelt. Zur Arbeitsfähigkeit machte er Angaben ohne Gewähr und hielt eine psychiatrische Begut
achtung für sinnvoll (
Urk.
7/11
/
5).
Der
behandelnde Rheumatologe
Dr.
med.
D.___
,
Facharzt für Allgemeine Innere, für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie,
gab
im
Bericht vom 1
1.
Januar 2005 an, zur Arbeitsfähigkeit
bei diagnostizier
tem chronischem
cervicocephalem
Syndrom linksbetont
könne nur anhand einer
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (
EFL
)
Auskunft gegeben werden. Die psychischen Funktionen könne er nur aus somatischer Sicht
beur
teil
en. Diese seien höchstens im Rahmen der chronischen Schmerzs
ymptomatik leicht eingeschränkt (
Urk.
7/12
/
6).
Dem
bidisziplinären
(rheumatologisch-psychiatrischen) Gutachten des
Zetrums
Y.___
vom 2
8.
September 2006 lassen sich keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen. Als Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit finden sich chronisch
rezidivierende
fronto
-okz
ipitale Kopfschmerzen mit / bei
residuellem
sekundäre
m
myofasciale
m
Schmerz
syndrom
im Schulter-Nackenbereich und einer
Spannungskopfschmerz
komponente
.
Zum Verlauf hielten
die Gutachter
fest, nach einem selbst ver
schuldeten Autounfall mit Streifkollision 1996 seien starke Kopfschmerzen auf
getreten, die mit Behandlung
gebessert hätten
. 2001 sei es nach einer glimpflich abgelaufenen Notla
n
dung zu einer Exazerbation der
cerv
ik
alen
Schmerzen gekommen. Eine rheumatologische Untersuchung habe die Diagnose eines chronischen linksbetonten
cervikocephalen
Syndroms bei sekundärem
myofasciale
m
Schmerzsyndrom der Schulter- und Nackenmuskulatur ergeben
. Unter Behandlung seien die
cervikalen
Beschwerden verschwunden, jedoch hätten die Kopfschmerzen persistiert. Nach einer operativen Sanierung einer chronischen Nasennebenhö
hlenentzündung im September 200
4 hätten auch die Kopfschmerzen gebessert und es sei anlässlich einer neurologischen Untersu
chung die Diagnose eines Spannun
g
styp
-Kopfschmerzes gestellt worden. Im Zeitpunkt der Untersuchung würden die Kopfschmerzen nur noch sporadisch auftreten und bei Einnahme von
Dafalgan
bessern. Bei der rheuma
tologischen Untersuchung habe sich eine uneing
e
schränkte Beweglic
hkeit der
Halswirbel
säule
(
HW
S
)
und der Schultergelenke gefunden.
Es könnten schmerzhafte
Trig
gerpunkte
im
Trapezius
Pars
descendens
aber auch
im
Sternocleidomastoideus
beidseits rechtsbetont abgegrenzt werden mit Verstärkung der frontalen Kopf
schmerzen. Der neurologische Befund sei unauffällig. Radiologisch zeige sich eine unauffällige Darstellung der Halswirbelsäule ohne degenerative Verände
rungen. Aufgrund der objektivierbaren Befunde könne klinisch-rheumatologisch und bildgebend zurzeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der Admi
nistration des eigenen Reinigungsbetriebes begründet werden.
Die internistische Untersuchung ergebe einen unauffälligen klinischen Status, ohne Nachweis irgendeiner Pathologie, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwer
de
führerin hätte.
Bei der psychiatrischen Exploration
sei
ein deutlicher Leidensdruck bezüglich der Kopfschmerzen feststellbar. Die Beschwerdefüh
r
erin sei durch die Schmerzsymptomatik belastet, vor allem wenn sie das Gefühl habe, den Ansprüchen der Kinder nicht genügen zu können. Eine depressive oder
somatoforme
S
t
örung bestehe nicht. Die psychoreaktive Symptomatik der Beschwerdeführerin sei glücklicherweise nur in begrenztem Mass vorhanden.
Längerfristig könne von einer stabilen psychischen
Copingfähigkeit
ausgegan
gen werden. Aktuell
liege
keine psychische Störung und somit auch keine die Arbeitsfähigkeit eingrenzende psychische Symptomatik vor.
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei die Beschwer
deführerin in ihrer Arbeitstätigkeit in der Administration des eigenen
Reini
gungsbetriebes
sowohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht zu 100
%
arbeit
sfähig (
Urk.
7/23
/
11-14).
3.
2
3.2.1
Die angefochtene Verfügung vom 1
2.
Mai 2014 (
Urk.
7/166)
stützt sich auf fol
gende medizinische Tatsachen
:
Am
1.
Juli 2009 erlitt die Beschwerdeführerin im Rahmen eines Auffahrunfalles ein Schleudertrauma (
Urk.
7/36-184), weshalb sie
Dr.
von
C.___
mit Schreiben vom 2
8.
September 2009 an die Klinik
E.___
zur Rehabilitation überwies
. Als Diagnosen hielt er ein
chronifiziertes
Cervikalsyn
drom
bei
cervico-cephalem
Beschleunigungstrauma, anamnestisch einen Ver
dacht auf Spannungskopfschmerzen, ein mögliches Schmerzsyndrom und eine chronische psychosoziale Überforderungssituation fest
, wobei sich die bereits vorbestehende psychosoziale Belastungssituation verstärkt habe
(Urk.
7/3
6/
115).
3.2.
2
Dem Austrittsbericht der Klinik
E.___
vom 1
3.
November 2009 sind die Diagnosen chronisches
zervikospondylogenes
Syndrom linksbetont, chroni
sches
lumbospondylogenes
Syndrom rechtsbetont und reaktive Depression zu entnehmen.
Es bestehe ein erfreulicher Rehabilitationsverlauf. Die Beweglichkeit und die Bewegungsmuster der HWS hätten sich bis zum Austritt fast vollständig normalisiert. Vegetative und lumbale Beschwerden sowie n
ächtliche Schmerzen seien fast v
ollständi
g
verschwunden. Die Kopf
schmerzen hätten fluktuiert. Di
e
s
chmerzfreien Intervall
e seien immer länger. Die Grundkondition und die Vita
lität der Patientin hätten sich verbessert und die Wortfindungsstörungen seien kaum noch vorhanden. Die Beschwerdeführerin leide dennoch an subjekti
v
stark belastender Vergesslichkeit.
Die sedierende und beruhigende Medikation habe
abgesetzt werden können. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage bis 3
0.
November 2009 0
%
. Nach erfolgter neuropsychologi
scher Beurteilung werde – die neuropsychologische Sicht abwartend – die Wiederaufnahme einer 10
–
30
%
igen
Arbeit
vorgeschlagen
(
Urk.
7/36
/
46-48).
3.2.3
Am 1
1.
Januar 2
010 fand eine neurop
sychologische Untersuchung bei
Dr.
phil.
F.___
statt.
Er stellte weitgehend schmerzbedingte und
durch
psychische Fak
toren bedingte leichte kognitive Funktionseinschränkungen vor allem i.S.
erhöhter Leistungsschwankungen fest. Er berichtete, im Rahmen der Unter
suchung hätten die Schmerzen im Vordergrund gestanden. Bereits zu Beginn
habe
die Beschwerdeführerin
starke Nacken- und Kopfschmerzen sowie im Verlauf eine starke Zunahme (bis auf 9.5 der Schmerzskala) angegeben. Die halbtägige Untersuchung habe zweimal unterbrochen werden müssen. Die Belastbarkeit sei hauptsächlich durch die
Schmerzfaktoren vermindert. Er stellte fest, die Befunde würden in ihrer Art und Ausprägung keine hinreichenden Hinweise auf direkt traumatisch hirnorganisch-/strukturell bedingte neuro
psy
chologische Funktionsstörungen ergeben (
Urk.
7/36
/
31-37).
3.2.
4
Im Bericht vom 1
8.
bzw. 2
0.
Mai 2010
zeigte
Dr.
von
C.___
auf, bei der Beschwer
deführerin sei
en
das Konzentrations- und
das
Auffassungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit eingeschränkt (
Urk.
7/37
/
1).
Als neue Diagnosen hielt er neuropsychologische Defizite mit Wortfindungs- und Koordinationsstörungen, ausgeprägte neurovegetative Störungen und ein chro
nische
s
spondylogenes
Syndrom rechtsbetont sowie eine reaktive Depres
sion fest.
Die Beschwerdeführerin sei ab
1.
Juli 2009 zu 100
%
, ab
1.
März 2010 zu 90
%
und ab 1
2.
April 2010 zu 80
%
arbeitsunfähig
. Seit dem 1
0.
Mai 2010 bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Nach der Rehabilitation bestehe eine latente Erschöpfungs- und Überforderungssituation. Man versuche sehr langsam
,
die Arbeitsfähigkeit aufzubauen. Erschwerend sei, dass am 10.
Mai 2010 wieder ein leichter Auffahrunfall erfolgt sei (
Urk.
7/37
/
1-6).
3.2.
5
Ab
Mitte Juni 2010 bef
and
sich die Beschwerdeführerin in psychologischer Betreuung bei
lic
. phil.
G.___
. Diese diagnostizierte am
6.
Juli und
am
6.
Oktober 2010 jeweils eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (
ICD-10
F32.2), spezifische phobische Angstzustände gegenüber Fahrzeugen und Verkehr (
ICD-10
F40.2) und eine posttraumatische
Belastungs
störung
(
ICD-10
F43.1).
Sie
stellte fest, die Beschwerdeführerin scheine trauma
tis
ch
auf den zweiten Unfall reagiert zu haben. Das psychopathologische Bild habe sich im Verlauf der Behandlung gebessert (Urk.
7/41
/
15-16 und
Urk.
7/41
/
34-35).
3.2.
6
Kreisarzt
Dr.
med.
H.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, hielt in seinem Bericht vom
2.
November 2010 fest, nach den beiden Unfällen vom
1.
Juli 2009 und
vom
7.
Mai 2010 seien strukturelle Verletzungen bildgebend ausgeschlos
sen worden. Es müsse noch eine neurologische Untersuchung durchgeführt werden (
Urk.
7/41
/
7).
3.2.
7
Am 2
2.
Dezember 2010
hielt
Dr.
med.
I.___
, Facharzt für Neurologie, in seinem Bericht fest, er habe die Beschwerdeführerin am 1
4.
Dezember 2010 untersucht. Das EMG habe eine normale
Medianus
- und
Ulnarisneurografie
links gezeigt. Hinweise für eine neuro
l
ogische Funktionsstörung in den linken Extremitäten habe er nicht gefunden. Er gehe hier eher von funktionellen Beschwer
d
en aus,
möglicherweise sekundär im R
ah
men der muskulären Schmerzen. Ein MRI der HWS
habe
keine relevanten
Nervenwurzelkom
pres
sionen
gezeigt
. Auch für eine
peripher-neurologische Funktionsstörung habe er neurografisch keine Hinweise. Durch
das
zweite Unfallereignis im Mai 2010 sei die Beschwerdeführerin offenbar psychisch
dekompensiert
. Die Schmerzen am Bewegungsapparat seien im Wesentlichen unverändert gewesen.
Ungünstig für die Gesamtentwicklung sei sicher auch der Vorzustand mit häufigen psychoso
zialen Überlastungssituationen und Status nach einer Flugzeugnot
landung mit anschliessendem „posttraumatischem Psychosyndrom“ gewesen. Auch Span
nungskopfschmerzen hätten schon vor dem Unfall bestanden, die von einem Neurologen differentialdiagnostisch als Schmerzmitte
l
überkonsum-Kopfweh oder
als
somatoformes
Schmerzsyndrom interpretiert worden seien. S
äm
tliche Faktoren zusammengenommen sei die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Untersuchung wohl nicht mehr als
im Umfang des
gegenwärtige
n
Pensum
s
von ca. 10
%
arbeitsfähig. Die Behandlung müsse interdisziplinär erfolgen, einerseits mit psychiatrisch-psychologischer
Betreuung, andererseits mi
t phy
s
ikalischen Massnahmen wegen der Schmerzen. Durch diese Behandlung sollte es möglich sein, die Arbeitsfähigke
it
schrittweise zu steigern
(
Urk.
7/43).
3.2.8
Am 2
8.
Dezember 2010 nahm
Dr.
med.
J.___
, Spezialarzt FMH für Otorhi
nolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, der die Beschwerdeführerin am 2
4.
November 2010 auf ihr Begehren hin mittels diverser Testverfahren unter
sucht hatte, zum Fall Stellung. Er diagnostizierte ein posttraumatisches
cervico-encephales
Syndrom bei einem Status nach zweimaligem
cervico-cephalem
Akzelerations-/
Dezelerationstrauma
mit Tinnitus links, mit peripher-zentraler
vestibulärer
Funktionsstörung links,
visuo-oculomotorischer
Funktionsstörung und
visuo-vestibulärer
Integrationsstörung und
cervico-proprio-nociceptiver
Funktionsstörung bei multisegmentaler Funktionsstörung der
cervicalen
Bewe
gungssegmente
. Die Flugzeugnotlandung habe keine dauerhaften Folgen hin
terlassen; nach rund 1 ½ Jahren sei die Beschwerdeführerin wieder symptomfrei und zu 100
%
arbeitsfähig gewesen. Es sei der erste Autounfall vom
1.
Juli 2009, der für die heute noch bestehenden Beschwerden massgebend gewesen sei. Bei diesem Unfall habe die Beschwerdeführerin multiple multisegmentale Mikroläsionen erlitten, die die ganze posttraumatische Symptomatik erklärten. Der zweite Unfall vom
6.
Mai 2010 habe zu einer vorübergehenden Verstärkung der Symptomatik geführt und wesentlich zur
Chronifizierung
beigetragen (
Urk.
7/154).
3.2.
9
In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 1
2.
Januar 2011 hielt
Dr.
H.___
fest, in Bezug auf die HWS-Problematik liege eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Kategorie II vor, nämlich eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die zwar
als „organisch“ imponiere, weil sie klinisch fassbar sei, der aber ein organisches Substrat im Sinne einer strukturellen Veränderung fehle. Solche Beeinträchti
gungen seien organisch nicht (hinreichend) nachweisbar. Solchen Befunden sei eigen, dass sie erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst werden könnten. Gleich verhalte es sich mit durch neuropsychologische Testverfahren fassbar gemachten Auffälligkeiten wie Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche etc., welchen kein (hirn-)organisches Substrat im genannten Sinne zug
runde liege (
Urk.
7/44).
3.2.1
0
Am 1
2.
Januar 2012 berichtete
die Psychotherapeutin
G.___
erneut über die Beschwerdeführe
rin. Sie erhob unveränderte Diagnosen
. Sie hielt fest, Auseinandersetzungen mit Versicherern hätten bei der Beschwerdeführerin wie
derholt zu Überforderungsgefühlen geführt, sie habe resigniert und depressive Rückfälle gehabt. Sie fühle sich mit ihren somatischen Beschwerden nicht ernst genommen. Die phobischen Ängste betreffend Autos und Verkehr hätten sich zwischenzeitlich etwas gemildert. Die Beschwerdeführerin sei jedoch nach wie vor nicht in der Lage, Erwerbsarbeit zu leisten oder die Hausarbeit zu erledigen. Sie sei körperlich sehr empfindlich, ertrage kaum Licht und Geräusche. Psycho
pathologisch betrachtet zeige sie das Vollbild einer Depression, die als Reaktion auf die Folgen der beiden Unfälle und der daraus resultierenden Komplikationen verstanden werden könne, sowie eine Anpassungsstörung (
Urk.
7/155). Mit Berichten vom
3.
und 1
2.
November 2011 und vom 2
6.
Oktober 2012 bestätigte
Dr.
med.
K.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, die Angaben von Frau
G.___
(
Urk.
7/158).
3.2.11
Die Beschwerdegegnerin stellte insbesondere auf das
Z.___
-
Gutachten vom 12.
November 2013 ab. Diesem lässt sich was folgt entnehmen:
Die Gutachter hielten fest, bei der Beschwerdeführerin bestünden seit Jahren Kopf- und Nackenschmerzen. Ein MRI des Schädels im Jahr 2004 habe keine strukturellen
intracraniellen
Läsionen gezeigt, jedoch eine Sinusitis
maxilaris
rechts. Anlässlich des Autounfalles im Juli
2009 habe die Beschwerdeführerin
e
ine HWS-Distorsion ohne Bewusstlosigkeit, ohne Gedächtnislücke mit per
sistierenden Nacken- und Kopfschmerzen erlitten. Anhaltspunkte für eine milde traumatische Hirnschädigung hätten sich nicht gefu
nden. Die heute geltend gemachten
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen seien auf
Interferenzfak
toren
zurückzuführen. Im Mai 2010 habe die Beschwerdeführerin erneut einen A
u
ffahrunfall erlitten, der weniger hef
tig
gewesen
sei als das ers
te Ereignis. Ein MRI der H
WS im Februar 2012 zeige degenerative Veränderungen auf der Höhe C4/C5 links und C5/C6 im Sinne einer medianen
Discushernie
, ohne relevante Irritation neuraler Strukturen. Ein CT der LWS vom Februar 2011 zeige eine
mediolaterale
Discushernie
L5/S1 rechts mit Kontakt zur S1
Wurzel rechts
, somit einen diskreten objektiven Befund
. Die Beschwerdeführerin habe zwi
schenzeitlich
über
Kopf
-
und Kreuzschmerzen
g
eklagt. Bezüglich der im Zeit
punkt der Begu
t
achtung noch geklagten Nackenbeschwerden mit Ausstrahlung in den linken Arm stehe eine muskuläre Komponente mit deutlich verspannter
Trapeziusmuskulatur
im Vordergrund, weniger ausgeprägt auch der
Nacken
muskulatur
. Bezüglich LWS finde sich eine Dy
s
ästhesie am lateralen
Fussrand
mit fraglich abgeschwächtem ASR rechts im Sinne einer
radikulären
Reiz- und sensiblen Ausfallsymptomatik der Wurzel S
1.
Somit könne die Beschwerde
führerin von Seiten des Bewegungsap
p
arates noch ganztags in einer dem K
ör
perleiden angepassten Tätigkeit, ohne repetitive Tätigkeiten über Augenhöhe, ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg und ohne Täti
gkeit
en in
Zwangs
positionen
arbeiten. In einer derartigen Tätigkeit
bestehe
bei ganztägigem Arbeitseinsatz ein Rendement von 80
%
. Die Einschränkung des Rendements ergebe sich daraus, dass die in Frage kommende Bürotätigkeit nicht stunden
lang ausgeübt werden könne (ungünstig sei eine längere Tätigkeit am Bild
schirm). Für eine Tätigkeit ausserhalb des Büros mit längeren Autofahrten, wel
che mit vielen Kopfdrehungen im Stadtverkehr verbunden sei, bestehe ebenfalls eine leichte Einschränkung. Auch werde die Beschwerdeführerin Mühe haben,
sich
in der ursprünglichen Tätigkeit bei Besprechungen mit Arbeitgebern (Architekten auf Baustellen), in Rohbauten oder auf Leitern zu bewegen.
Psychiatrisch zeige die Beschwerdeführerin verschiedenste psychovegetative und von ihrer Charakteristik und Zusammensetzung her eindeutig psychosoma
tische Beschwerden, wie einen unspezifischen Schwindel mit eine
m Gefühl, als würde sie versinken, mit geleg
entlichem Stolpern und Hinken, so als wäre sie betrunken, Symptome, die somatisch nicht begründet werden könnten. Weiter werde über einen linksseitigen Tinnitus geklagt, merkwürdige Schluck
beschwer
den beim Neigen des Kopfes nach hinten, über eine Lichtempfind
lichkeit, über Nebelsehen, Herzklopfen, unspezifische Magen- und
Bauch
beschwerden
mit
Reizdarm
und Blähungen sowie Blasenprobleme. Daneben fänden sich pseudo
neurologische Sensationen wie das Gefühl, das rechte Bein sei wie hohl
,
und Klagen über Gefühlsstörung
en
in der linken Hand. Insgesamt bestehe aufgru
nd
dieser Befunde kein Zweifel an der Diagnose eines grundsätzlich psychosoma
tischen Leidens. Darüber hinaus
habe
sich die Beschwerdefüh
r
erin während der psychiatrischen Exploration auch leicht apathisch-gehemmt depressiv
gezeigt
,
währenddem
sie bei den übrigen Fachspezia
listen in keiner Art und Weise als depressiv imponiert habe. In der Vergangen
heit sei immer wieder
e
ine
post
traumatische
Belastungsstörung aufgru
nd
einer Notlandung vor Jahren mit einem Passagierflugzeu
g
und infolge der erlittenen Auffahrunfälle
diagnosti
ziert worden
. Bezüglich des
Flug
zwischenfalls
liessen sich keine Symptome einer posttraumatischen
Belastungs
störung
mehr finden. Bezüglich des Auf
fahrunfalls seien ebenfalls nur noch minime Symptome vorhanden. Hier zeige die Beschwerdeführerin gewisse Ängste beim Fahren mit ihrem Auto, wobei sie die Haupteinschränkung nicht auf Ängste zurückführ
e
, sondern vielmehr auf ihre HWS-Beschwerden.
Es bestünden keine Unfallträume, die Beschwerde
führerin beschäftige sich nicht weiter mit dem Unfall und
zeige k
ein
Vermei
d
ungsverhalten
. Es sei fraglich, ob die zwei Auffahrunfälle die Bedingung nach ICD-10 für eine posttraumatische Belastungsstörung erfüllen würden, nämlich dass ein schwerer Vorfall vorliege, der bei fast jeder Person zu ähnlichen Reak
tionen und Symptomen führen würde. Im Zusammenhang mit der rechtlichen Frage nach der Zumutbarkeit einer Willensanstrengung zur Überwindung des psychosomatischen Leidens könne, soweit dies die Fragen an den Arzt betreffe
,
ausgeführt werden, dass keine schwerwiegende psychiatrische
Komorbidität
bestehe. Es finde sich kein Rückzug aus allen Belangen des Lebens. Über einen verfestigten,
therapeut
is
ch
nicht mehr angehbaren innerseelischen Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung im Sinne eines primären Krankheitsgewinnes oder einer Flucht in die Krankheit könne nichts ausgesagt werden, da die Beschwerdeführerin ihre Probleme aus
schliesslich
auf körperlicher Ebene erlebe.
Von unbefriedigenden
Behandlu
ng
s
ergebnissen
trotz konsequent durchgeführten ambula
n
ten oder stationären
Behandlungsbe
mühungen
könne nicht gesprochen werden. Grundsätzlich
seien
somatische
Therapieansätze bei psychosomatischen Leiden zum Scheitern ver
urteilt.
Aus
psychiatrisch
er Sicht
, ohne Berü
cksi
chtigung der rechtlichen Frage der Zumutbarkeit einer Willensanstrengung zur Überwindung des psychosoma
tischen Leidens,
beurteilten die Gutachter
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychosomatischen Beschwerden in Kombination mit den vorhandenen somatischen Beschwerden als insgesamt zu 30
%
in ihrer Arbeitsfähigkeit ein
geschränkt.
Sie
fügten an, rein medizinisch beurteilt gefährde die Beschwerde
füh
r
erin ihre Gesundheit in keiner Art
und Weise
durch
eine entsprechende adaptierte Tätigkeit.
Als Diagnosen
wurden
ein chronisches
Cervical
- und
Cervicobrachial
syndrom
links, ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
und eine anhaltende
somato
forme
Schme
rzstörung (ICD-10 F54.4)
aufgeführt
. Die Beschwerdeführerin sei vor allem im Bereich des Bewegungsapparates und durch ihre
Schmerzproble
matik
eingeschränkt.
Zu den vorhandenen Arztberichten sagten die Gutachter
,
es sei in der Vergangenheit immer wieder eine depressive Sym
pt
omatik beschrieben worden. Anderers
eits
sei
en
aber auch eine psychosomatische Sympto
matik
und
eine posttraumatische Belastungs
störu
ng
diagnostiziert wor
den.
Eine
posttraumatische Belastungsstörung
könne jedoch
nicht mehr diagnostiziert werden. Auch eine relevante schwerere depressive Störung sei während der Untersuchungswoche nicht festgestellt wor
den. Phobische Angst
zustände li
essen sich ebenfalls nicht feststellen. Die Beschwerdeführerin fahre wieder Auto und sie habe angegeben, dass sie wegen ihrer HWS-Beschwerden nur
kurze Strecken fahre. Die erhebliche im Oktober 2010 von Frau
G.___
beschriebene Psychopathologie lasse sich heute nicht mehr verifizieren.
Zum
Verlauf gaben die Gutachter an, eine Rekonstruktion
,
ohne die Beschwerde
führerin früher untersucht zu haben, sei
seriöserweise
medizinisch nicht möglich. Somit könnten auch keine verlässlichen Angaben
zum
Verlauf der Arbeitsunfähigkeit von Beginn an
gemacht
werden. Die Gutachter gingen davon aus, dass im Krankheitsverlauf die psychosomatische Überlagerung und Akzentuierung der vorhandenen, heute feststellbaren degenerativen Verände
rungen des Achsenorgans immer
eine wesentliche Rolle
gespielt hätten
(
Urk.
7/
142
, insbes. S. 40 – 45).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte insbesondere auf das
Z.___
-
Gutachten ab.
Dieses ist
für die streitigen Belange umfassend
und
setzt sich mit de
r
medizinischen
und
der sozialen Anamnese
ebenso auseinander wie mit
den Angaben der Beschwerdeführerin. Die Schlussfolgerungen der Gutachter sind, wie sogleich zu zeigen sein
wird, überzeugend und logisch.
Im Gutachten wird hervorgehoben, dass
die Beschwerdeführerin immer schon an einer psychosozialen Überlastung und verschiedenen nicht objektivierbaren Beschwerden wie Spannungskopfschmerzen, Schwindel
und
cervikalen
Nacken
schmerzen
gelitten hat und überlastet bzw. überfordert war
. Psychosozi
ale Faktoren sind invalidenversicherungsrechtlich nicht relevant (BGE 127 V 294 E.
5a).
Die gutachterliche Feststellung, dass eindeutig psychosomatische Beschwer
den im Vordergrund stünden,
die objektivierbaren Gesundheitsschäden dagegen marginal
seien
,
leuchtet anhand der
seit Jahren diagnostizierten Schmerzsyndrome und der gutachterlichen
Auseinandersetzung mit der Anam
nese ein. Neben den damals wie heute erhobenen Diagnosen stellten die Gut
achter
neu
ein
Lumbovertebralsyndom
fest, welches sich teilweise durch Bildge
bung objektivierte
diskrete
degenerative Veränderungen erklären liess. Von daher leuchtet ein, dass heute, im Gegensatz zur erstmaligen Prüfung der Sach
lage, aus somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
attestiert wurde.
Anders als im Jahr 2007 wurde nun eine
somatoforme
Schmerzstörung diagnosti
ziert.
Auch dies ist überzeugend, dauern doch die Schmerzklagen seit Jahren an.
Indes zeigten die Gutachter auf, dass die geklagten Schmerzen nur zu einem kleinen Teil zu berücksichtigen seien, weil die sog
enannten
Förster
kriterien
nicht erfüllt seien. Der Umschreibung der Beschwerdeführerin selbst ist zu entnehmen, dass sie selbst ihre Schmerzen als total invalidisierend erlebt, wohingegen die objekti
vierbaren Befunde marginal sind.
Die Diagnose einer
somatoformen
Schmerzstörung leuchtet daher ein.
G
emäss ständiger
bundesge
richtlicher
Rechtsprechung (BGE 130 V 352 E. 2.2.2 f.) vermögen Leiden wie die
s
omatoforme
Schmerzstörung in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken.
Die - nur in Ausnahmefällen anzunehmende - Un
zu
mutbarkeit einer willentlichen Leidensüberwindung und eines Wieder
ein
stiegs in den Arbeitsprozess setzt voraus: das Vorliegen einer mitwir
ken
den, psychisch ausgewiesenen
Komorbidität
von erheblicher Schwe
re, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein ande
rer qualifi
zierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien wie chronische körperliche Begleiterkrankungen und mehrjähriger
Krank
heits
verlauf
bei unver
änderter oder progredienter Symptomatik ohne länger
fristige Remission, ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belan
gen des Lebens, ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr
angeh
barer
innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber ent
lastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
) oder schliess
lich unbefriedigende
Behandlungs
ergebnisse
trotz konsequent durch
geführter Behandlungsbemühungen (auch mit unterschiedli
chem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilitations
massnahmen
bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der versicher
ten Per
son.
Im vorliegenden Fall legten die Gutachter dar, dass
keine
Komorbidität
von ausge
prägter Schwere vor
lieg
e
. Soweit die Gutachter die Diagnose einer post
traumatischen Belastungsstörung ablehnen
bzw.
in Zweifel ziehen, dass eine solche jemals zu stellen gewesen
sei
, ist diese Darlegung bereits deshalb über
zeugend, weil diese Diagnose gemäss ICD-10 voraussetzt, dass die Störung innerhalb von sechs Monaten nach einem traumatisierenden Ereignis von aus
sergewöhnlicher Schwere auftritt.
Der
Hausarzt und
die
weitere
n
behandelnde
n
Ärzte führten jedoch keine solche
n
Ereignisse an.
D
ie Notlandung
ist lange her und
die Beschwerdeführerin erholte sich danach wieder vollständig
. Die beiden Auffahrunfälle sind offensichtlich nicht unter den Begriff des traumatisierenden Erlebnisses zu subsumieren. Der lange Verlauf der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden
ist
kein konstitutives Merkmal für die Diag
nose einer posttraumatischen Belastungsstörung. Davon abgesehen wirkt auch
eine posttraumatische Belastungsstörung an sich nicht invalidisierend, sondern es muss dargelegt sein, inwiefern sie nicht durch zumutbare
Willensanstren
gung
überwindbar sein soll (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_209/2011 vom 2
7.
Mai 2011 E. 3.2 mit Hin
weisen)
.
Die Angaben von Frau
G.___
bzw.
Dr.
K.___
als deren Mentor
sind mit Vorsicht zu würdigen. Frau
G.___
ist nicht Fachärztin für Psychiatrie und
Dr.
K.___
hat die Beschwerdeführerin nicht selbst untersucht. Zudem ist nicht nur die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung, sondern auch jene einer schweren depressiven Episode und phobische
r
Angstzustände gegenüber Fahrzeugen nicht überzeugend. Frau
G.___
zeigte anhand der Angaben der Beschwerdeführerin, und nicht anhand des ICD-10 auf, weshalb sie diese Diagnosen erhob.
Der
psychiatrische
Gutach
ter
,
Dr.
med.
L.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
machte
dage
gen
plausibel, dass eine phobische Angst vor Fahrzeugen nicht vorliegen kann, wenn die Beschwerdeführerin selbst noch regelmässig Auto fährt.
Er
widerlegte zudem, dass die Beschwerdeführerin im Alltagsleben und auch im Verlauf der
Untersuchungen Anzeichen einer Depression krankhafter Natur zeigt
e
und erhob seine Diagnosen anhand der im ICD-10 Code beschriebenen Merkmale
(
Urk.
7/142
/
39 f.). Es bestehen seit der letzten Bildgebung im Jahr 2012 körper
liche Begleiterkrankungen leichten Ausmasses. Der Krankheitsverlauf ist zwar mehrjährig, ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens ist jedoch nicht gegeben und einen nicht mehr angehbaren innerseelischen Verlauf konnte
Dr.
L.___
wegen der subjektiven Überzeugung der Beschwerdeführerin, ihre Leiden seien ausschliesslich somatischer Natur, nicht feststellen
. Zudem
sind keine
konsequent durchgeführten
psychiatrischen
Behandlungsbe
mühun
gen
ersichtlich und som
atische Therapieansätze
sinnlos
(
Urk.
7/142
/
40).
Ein primärer Krankheitsgewinn ist nicht ersichtlich.
Das Ausmass der attestierten Arbeitsunfähigkeit von 30
%
erscheint vor dem Hintergrund der Tatsachen als grosszügig
, aber angemessen.
Die neuropsycholog
i
schen Tests und Berichte ändern nichts
daran, dass mit Aus
nahme der marginalen Veränderungen an der Wirbelsäule keine somati
schen Leiden vorhanden sind
. Zwar sind diese Beschwerden als neue gesundheitliche Beeinträchtigungen anzusehen, jedoch handelt es sich auch bei diesen nicht um organisch bedingte Beschwerden. Vielmehr hat die neuropsy
chologische Testung ergeben, dass gerade keine hirnorgani
schen Schäden aus
zumachen
sind
, und die Feststellung einer leichten kognitiven Beeinträchtigung macht das Beschwerdebild zwar fassbar
,
e
in eigentlicher organi
scher Befund liegt
damit aber nicht vor. Dasselbe muss für die weiteren nicht-organischen Beschwerden wie Schwindel-, Lichtempfindlichkeit etc. gelten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute  Bundesgericht]
U 80/01
vom
1
1.
Juli 2003 E. 3.2). Der Neurologe
Dr.
I.___
gab zwar eine sehr hohe Arbeitsunfähigkeit an, jedoch stellte auch er bildgebend normale Verhältnisse fest. Aus seinem Bericht lässt sich kein anderer Schluss ziehen, als dass er die Beeinträchtigung vorwiegend in der
ebenfalls nicht durchwegs objektivier
ba
ren
Schmerzsymptomatik und psychosozialen Belastungssitua
tion sah.
Er stützte sich denn auch vornehmlich auf die Angaben der Beschwerdeführerin und stellte bezüglich Einschränkung aus psychiatrischer Sicht Mutmassungen an. Ein fachärztliches Substrat für eine neurologische Beeinträchtigung liegt damit nicht vor.
Das
Z.___
-
Gutachten erfüllt die Voraussetzungen des Bundesgerichts an beweis
kräftige Gutachten.
Gestützt auf das
Z.___
-
Gutachten ist damit von einem
seit den Unfällen in den Jahren 2009 und 2010
leicht verschlechterten Zustand aus
zugehen, welcher zu einer Arbeitsunfähigkeit von 30
%
führt, wobei zwei Drit
tel der Einschränkung auf somatische Ursachen zurückzuführen sind.
4.2
Soweit die Beschwerdeführerin bemängeln lässt, die Angaben im Gutachten betreffend Arbeitsunfähigkeit in den Jahren 2005 bis 2010 seien unstimmig
(
Urk.
1 S. 9
)
, ist darauf hinzuweisen, dass in der Regel nicht auf die Angaben des Hausarztes abgestellt werden kann, weil dieser im Zweifelsfall zugunsten seiner Patientin vom bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell ausgeht und die Arbeitsunfähigkeit in der Regel höher veranschlagt als Fachärzte mit rein
objektiver
medizinischer Betrachtungsweise. Diese allein ist hier massgebend
(Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, IVG,
2.
Auflage, Zürich 2010, S. 22).
Zudem
zeigten die
Gutachter nachvollziehbar auf, dass auf die Berichte der behandelnden Ärzte, insbesondere auch der Psy
chologin, nicht abgestellt werden kann, und dass bildgebend keine Ursachen für ein Leiden ersichtlich waren, weshalb sie zum Verlauf keine
Angaben
machen konnten (
Urk.
7/142
/
42
f.
).
Eine weitere Abklärung des Verlaufs macht keinen Sinn, da nur mögliche Szenarien ermittelbar wären, was dem im
Sozialversi
cherungsrecht
massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit nicht genügt. Im Falle der Beweislosigkeit
f
ällt der Entscheid zuungunsten derjenigen Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (vgl. BGE 121 V 208).
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die
attestierte
Arbeitsunfähigkeit
von 30
%
beziehe sich nicht auf die angestammte Tätigkeit
als Geschäfts
leiterin der familieneigenen Reinigungsfirma
, weil die Gutachter nicht über diese Bescheid gewusst hätten, sie sei nicht bloss
verwalterisch
tätig gewesen, sondern habe Besichtigungen durchführen und auf Gerüste steigen müssen sowie komplexe Aufgaben innegehabt
,
wie Marketingaufgaben und Erstellen komplexer Offerten
und schwieriger Verträge, die Interpretation von Bauplänen sowie die Aufsicht über komplexe Suva-Sicherheitsnormen
, und diese
seien ihr nicht mehr mög
lich, ist die Beweislage klar. Für die von der Beschwerdeführerin geklagten
kog
nitiven Beeinträchtigungen gibt es keine organische Grundlage
,
und aus psy
chi
atri
scher Sicht wurde eine leichte Einschränkung anerkannt
.
Die
Beschwerdeführerin
machte selbst mehrfach Angaben zu i
hrer angestamm
ten Tätigkeit, weshalb auch hierzu eine Befragung der Familien- und
Firmen
mitglieder
in antizipierter Beweiswürdigung und in Beachtung des Grundsatzes der Aussagen
der
erste
n
Stunde
unterbleiben
kann
.
Die Gutachter hielten zur angestammten Tätigkeit fest, die Beschwerdeführerin habe zusammen mit ihrem Ehemann im Jahr 1997 eine Reinigungsfirma gegründet und vorerst, neben anderen Beschäftigungen, 4 Stunden täglich als Reinigungskraft gearbeitet. 1999 bis 2000 sei sie zu 100
%
in der eigenen
F
irma tätig gewesen
. Ab Mai 2005 habe sie 50
%
im Büro gearbeitet und dann auf 80
–
100
%
gesteigert. Sie sei vor allem in der Administration tätig gewesen, habe aber auch
Kundenkon
takte
gepflegt und Reinigungsarbeiten kontrolliert
(
Urk.
7/23
/
12)
.
Gemäss eige
nen Angaben leitete die Beschwerdefüh
rerin bis zum Autounfall am 1.
Juli 2009 die Firma ihres Mannes mit 20 Angestellten zu 100
%
(
Urk.
7/36
/
49).
V
or den Unfällen
habe sie
die Funktion als administrative Verwalterin im
Reinigungs
unternehmen
ihres Mannes inne
gehabt
(Urk.
7/136
/
5).
V
on 1997 bis 2002
habe sie
in der familieneigenen Reinigungsfirma als Putzfrau, und ab 2002 im admi
nistrativen Bereich und im Aussendienst
gearbeitet
(
Urk.
7/142
/
37)
.
Auch aus dem Arbeitgeberfragebogen ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin admi
nistrative und Aufsichtsfunktionen hatte (
Urk.
7/15).
E
ine von der Beschwerde
führerin geforderte Fremdanamnese (
Urk.
1 S. 11)
oder eine Befragung ihrer Person (Urk.
1 S. 13)
ist nicht zielführend,
weil von der Befragung der Familie
keine objektiven Tatsachen
zu erwarten sind
, weshalb
davon abzusehen ist.
Es hat damit bei einer Arbeitsunfähigkeit von 30
%
für die angestammte Tätig
keit sein Bewenden.
Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad in eben dieser Höhe, so dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch richtigerweise verneint hat. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
5
.
Die Beschwerdeführerin beantragt die Abklärung beruflicher Massnahmen (Urk.
1 S. 13). Die Beschwerdegegnerin ist ihrer Eingliederungspflicht mit der Gewährung von Frühinterventionsmassnahmen in Form einer ergonomischen Anpassung des Arbeitsplatzes nachgekommen
(
Urk.
7/134)
. Die Beschwerde
führerin ist an ihrem angestammten Arbeitsplatz bestens eingegliedert und es ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass
sie
mit weiteren Massnahmen einen
höher
en als den heute möglichen
Vali
denlohn
in einem 70
% Pensum erzielen würde.
D
ie Beschwerdegegnerin
muss daher
keine weiteren beruflichen Mass
nahmen prüfen, denn es gilt das
Verhältnismässig
keitsprinzip
, wonach nur Massnahmen zu gewähren sind, die geeignet sind, die Erwerbsfähigke
it
zu erhalten oder zu verbessern (
Art.
8
Abs.
1
lit
. a
IVG
).
Die Beschwerde ist daher auch diesbezüglich abzuweisen.
Die Beschwerdeführerin kann, sollte sich ihr Zustand erheblich verschlechtern, jederzeit erneut einen Antrag um berufliche Massnahmen stellen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1‘000.-- festzulegen (
Art.
96
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zuge
stellt.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Matthias
Horschik
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigNossa