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**Case Identifier:** 5f3c680e-b9da-5500-b924-c034fe2012dd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.02.2016 200 2015 514
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-514_2016-02-22.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 17. Juni 2016 abgewiesen 
(8C_237/2016).

200 15 514 IV
KOJ/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. Februar 2016

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. Mai 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1953 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
wurde am 9. Januar 2013 durch die C.________ unter Hinweis auf psychi-
sche Probleme bzw. Depressionen bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zur Früherfassung angemeldet (Akten der IVB, Ant-
wortbeilage [AB] 19). Am 19. März 2013 meldete sich der Versicherte bei 
der IVB zum Leistungsbezug an (AB 22). Nach Einholung diverser medizi-
nischer und erwerblicher Unterlagen gewährte die IVB am 15. Juli 2013 
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (AB 38). Mit Eingabe 
vom 21. März 2014 wurden der IVB zwei von der … Personalvorsorge in 
Auftrag gegebene Gutachten von Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 23. Juni 2013 und 4. März 2014 
(AB 51.2, 51.3) eingereicht und am 25. März 2014 verfügte die IVB den 
Abschluss der Arbeitsvermittlung (AB 53). Weiter veranlasste die IVB unter 
anderem zwei Berichte des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 
27. März und 11. September 2014 (AB 54, S. 3 f.; 69) und einen Ab-
klärungsbericht Haushalt vom 17. September 2014 (AB 71). Mit Vorbe-
scheid vom 26. September 2014 stellte die IVB die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens in Aussicht (AB 72). Infolge des hiergegen erhobenen 
Einwands (AB 79) holte die IVB zwei weitere Berichte des RAD vom 
21. Januar und 12. Februar 2015 (AB 97; 101, S. 2) ein und stellte mit neu-
em Vorbescheid vom 25. Februar 2015 mangels eines Gesundheitsscha-
dens mit invalidisierender Wirkung im Rechtssinne erneut die Abweisung 
des Leistungsbegehrens in Aussicht (AB 103). Auf den dagegen erhobenen 
Einwand (AB 106) hin bestätigte die IVB mit Verfügung vom 4. Mai 2015 
die Ablehnung des Leistungsanspruchs (AB 108). 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 3. Juni 2015 beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 3

vom 4. Mai 2015 sowie die Zusprache einer ganzen Invalidenrente. Zur 
Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass auf die Gutachten 
von Dr. med. D.________ vom 23. Juni 2013 und vom 4. März 2014 nicht 
abgestellt werden könne. Sollte wider Erwarten dennoch auf die entspre-
chenden Gutachten abgestellt werden, sei zu berücksichtigen, dass der 
Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als … voll arbeitsun-
fähig sei. In einer angepassten Tätigkeit möge eine teilweise Arbeitsfähig-
keit gegeben sein. Schliesslich sei der Beschwerdeführer Ende April 2015 
62 Jahre alt geworden, weshalb eine verwertbare Restarbeitsfähigkeit nicht 
bejaht werden könne.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juli 2015 beantragte die IVB die Abweisung 
der Beschwerde.

In der Replik vom 18. August 2015 und der Duplik vom 7. September 2015 
hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 4

cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 4. Mai 2015 (AB 108). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 
Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

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2.3 Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen 
Vorgaben tatsächlich eingehalten sind. Die auf die Begrifflichkeit des 
medizinischen Klassifikationssystems abstellende Diagnose der 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung führt im Weiteren nur dann 
zur Feststellung einer invalidenversicherungsrechtlich erheblichen 
Gesundheitsbeeinträchtigung, wenn die Diagnose auch unter dem 
Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 standhält (BGE 
141 V 281 E. 2.1.1 S. 285).

2.4 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer 
Willensanstrengung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist 
jedoch auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten 
Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten 
Person auszugehen ist (E. 3.7.2).

Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss erwähntem 
Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungsraster ersetzt. 
Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergebnisoffene 
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung 
leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach 
gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikatoren zu 
beachten (E. 4.1.3), welche sich in die Kategorien „funktioneller 
Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). Der 
Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die Anerkennung eines 
rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die 
funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen 
Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 6

Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte 
Person zu tragen (E. 6). 

2.5 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.7 Nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren 
nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften 
Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den 
erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die 
vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In 
sinngemässer Anwendung dieser in BGE 137 V 210 E. 6 S. 266 
entwickelten Grund-sätze auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich 
geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die 
beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen 
Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren 
fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der 

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massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe 
und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung 
genügen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ist den Akten im 
Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 19. April 2013 diagnostizierte Dr. med. E.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Episode seit ca. fünf Jahren 
(ICD-10: F33.11) und einen inkonstanten Tinnitus seit ca. Herbst 2012 
(AB 32, S. 1). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zu-
mutbar. Es spiele weniger der zeitliche Rahmen eine Rolle, vielmehr die 
Umgebung. Wenn das Kollegium unterstützend und wertschätzend sei, so 
sei der Beschwerdeführer voll leistungsfähig. Wenn er sich vom Kollegium 
nicht unterstützt und verstanden fühle, gerate er mit der Zeit in eine Krise. 
Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit im erheblichen Ausmass 
bis zur Leistungsunfähigkeit. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen 
Tätigkeit könne ab dem neuen Schuljahr im Umfang von 100% gerechnet 
werden (AB 32, S. 3).

3.1.2 Dr. med. D.________ diagnostizierte im Gutachten vom 23. Juni 
2013 eine Anpassungsstörung mit länger dauernder depressiver Reaktion 
(ICD-10: F43.2) und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit zwanghaften und 
narzisstischen Anteilen (ICD-10: Z73.1; AB 51.3, S. 22). Betreffend die Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als … sei noch kein Endzu-
stand erreicht. Die Weiterführung des aktuellen Arbeitsversuches mit sie-
ben Wochenlektionen und bei erfolgreicher Therapie mit langsamer Steige-
rung bis auf die angestammten zwölf Wochenlektionen (46.15%) im Zeit-
raum des nächsten Schuljahres 2013/2014 sei möglich. Für die Kündigung 
seien medizinalfremde Faktoren mit anzunehmen. Bis Ende des Schuljah-
res 2013/2014 könnte aus medizinischer Sicht die angestammte Arbeits-
fähigkeit (zwölf Wochenlektionen) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
realisiert werden (AB 51.3, S. 21). Tätigkeiten als …, welche nicht so hohe 
Anforderungen an die Konfliktfähigkeit stellten wie bei der angestammten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 8

Tätigkeit, wären für den Beschwerdeführer besser geeignet, um seine Ar-
beitsfähigkeit zu erhalten. Hierbei wäre in Anbetracht seiner Ressourcen 
ein vielseitiger Einsatz möglich. Dazu gehöre unter anderem der Einsatz in 
der integrierten Förderung, wo der Beschwerdeführer schon im Rahmen 
der aktuellen Einstellung gemäss Aktenlage eingesetzt gewesen sei. Fer-
ner schulische Situationen in einem eher ruhigen Umfeld mit jüngeren, vor-
pubertären Schülern, administrative Tätigkeiten oder jegliche Tätigkeiten, 
welche den reichhaltigen Ressourcen und Neigungen des Beschwerdefüh-
rers entsprächen. Auf die Übernahme einer Klassenverantwortung, welche 
der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit auch gar nicht inne 
gehabt habe, sollte verzichtet werden. Die Präsenzzeit entspreche der 
Leistungszeit (AB 51.3, S. 22). 

3.1.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
Sanacare Gruppenpraxis, diagnostizierte in seinem undatierten Bericht 
(Eingang am 3. Mai 2013) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit rezidivie-
rende depressive Verstimmungen und rezidivierende Dorsalgien, aktuell 
zusätzlich wahrscheinliche Affektion C8 beidseits (AB 34, S. 2). Die bishe-
rige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zu 20% zumutbar. Im weite-
ren Verlauf sei die berufliche Tätigkeit auf 100% steigerbar. Dabei bestehe 
eine verminderte Leistungsfähigkeit. Aktuell werde der Beschwerdeführer 
durch den Arbeitgeber gemäss seinen Aussagen noch relativ geschont 
(„Arbeitsversuch“; AB 34, S. 4). Auf Grund der Rückenschmerzen sei bei 
rein sitzenden Aktivitäten die Möglichkeit zu regelmässigem Aufstehen und 
Durchbewegen des Rückens nötig. Körperfernes Tragen dürfe nur punktu-
ell und kurzfristig stattfinden, falls das Gewicht über 5 kg sei. Das Gleiche 
gelte für Arbeiten in gebückter Haltung (AB 34, S. 6).

3.1.4 Die Ärzte des Notfallzentrums des Spitals G.________ diagnosti-
zierten anlässlich der Untersuchung vom 15. Mai 2013 eine Lumbago, am 
ehesten muskulo-skelettal und klinisch und ohne Hinweise im MRI auf eine 
Neurokompression (AB 62, S. 12).

3.1.5 PD Dr. med. H.________ diagnostizierte im Bericht vom 5. Juni 
2013 eine Osteochondrose C4 – C7, eine mediane Diskushernie L4/5 und 
eine kleine mediolaterale Diskushernie L5/S1 rechts (AB 62, S. 8). Abge-
sehen von den Parästhesien und diskreten sensiblen Ausfällen im Bereich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 9

des Dermatoms C8 bzw. Nervus ulnaris links würden Hinweise für eine 
radikuläre oder medulläre Symptomatik fehlen, was dem MRI-Befund ent-
spreche, der keine eindeutige und vor allen Dingen relevante Kompression 
zeige. Es handle sich um diffuse, in erster Linie muskuläre Beschwerden im 
Bereich der HWS und dem Schulterblatt, aber auch lumbosakral (AB 62, 
S. 9 f.). Er habe dem Beschwerdeführer vom Beruf als … abgeraten, da 
dieser rückenergonomisch sehr ungünstig sei (AB 62, S. 10). 

3.1.6 Im Bericht vom 3. März 2014 führte Dr. med. F.________ aus, der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verschlechtert. Die 
Rückenschmerzen hätten sich in letzter Zeit auf ein Minimum reduziert. Der 
Beschwerdeführer achte darauf, regelmässig zu Turnen. Im Vordergrund 
stehe aktuell eine Palette von somatischen Symptomen, die der Beschwer-
deführer nun klarer benennen und vom zeitlichen Ablauf positionieren kön-
ne (AB 50, S. 1). Beruflich sei insgesamt die Belastung gemäss Beschwer-
deführer im … weniger gross als in der Tätigkeit als …. Auf Grund der Häu-
figkeit und Intensität der „Anfälle“ sei aber aktuell keine Erwerbstätigkeit, in 
welcher Tätigkeit auch immer, möglich (AB 50, S. 3). Aufgrund der rezidi-
vierenden Lumbago sei das Heben von Gewichten nur eingeschränkt mög-
lich (AB 50, S. 4).

3.1.7 Am 1. Oktober 2013 begab sich der Beschwerdeführer in das Not-
fallzentrum des Spitals M.________. Die Ärzte diagnostizierten episodische 
Spannungskopfschmerzen mit Schwankschwindel (am ehesten im Rahmen 
der zweiten Diagnose, Differentialdiagnose epileptogen) und einen drin-
genden Verdacht auf eine schwere Depression mit Somatisierungsstörung 
(AB 62, S. 3). 

3.1.8 Im Gutachten vom 4. März 2014 diagnostizierte Dr. med. 
D.________ eine rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige 
depressive Episode (ICD-10: F33.0), eine undifferenzierte Somatisierungs-
störung (ICD-10: F45.1) und eine akzentuierte Persönlichkeit mit ausge-
prägt narzisstischen und rigid zwanghaften Zügen (ICD-10: F73.1; richtig 
Z73.1). Trotz nahezu optimalen Bedingungen im Rahmen des Arbeitsver-
suches sei es zu einer erneuten Dekompensation gekommen. Bei der 
Tätigkeit als … bestehe in absehbarer Zeit keine verwertbare Arbeitsfähig-
keit. Der Beschwerdeführer sei bis auf weiteres nicht berufsfähig. Mit einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 10

grundlegenden Änderung sei nicht zu rechnen (AB 51.2, S. 31, 33). Betref-
fend angepasste Tätigkeiten verwies Dr. med. D.________ auf seine ent-
sprechenden Ausführungen im Gutachten vom 23. Juni 2013 (AB 51.2, 
S. 31; vgl. E. 3.1.2 hiervor). Eine angepasste Tätigkeit sei im Rahmen einer 
Halbtagstätigkeit bzw. eines 50%-Pensums bei voller Leistungsfähigkeit 
zumutbar (AB 51.2, S. 32). In einer geeigneten Tätigkeit bestehe keine Ein-
schränkung der Präsenzzeit (AB 51.2, S. 33).

3.1.9 Im Bericht vom 6. März 2014 führte Dr. med. E.________ aus, der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verschlechtert. Neu 
diagnostizierte er mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit chronisch rezidivie-
rende depressive Episoden mit ausgeprägter körperlicher Symptomatik und 
Ängsten (AB 47, S. 1). Er attestierte eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit seit 
dem 7. September 2012 (AB 47, S. 2; vgl. auch AB 45). Die bisherige 
Tätigkeit als … sei nicht mehr zumutbar. Zurzeit sei keine andere Tätigkeit 
zumutbar. Wenn die Symptomatik gebessert habe, wäre eine Tätigkeit im 
… denkbar (AB 47, S. 4).

3.1.10 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 27. März 2014 mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive 
Störung (ICD-10: F33) mit ausgeprägt starkem somatischem Syndrom und 
sehr stark ausgeprägte Züge einer narzisstischen, zwanghaften-rigiden 
Persönlichkeit (AB 54, S. 3). Dr. med. D.________ habe keine verwertbare 
Arbeitsfähigkeit in absehbarer Zeit in der angestammten Tätigkeit als … 
attestiert und beschreibe sorgfältig und differenziert die Bedingungen, die 
an eine Verweistätigkeit gestellt würden. Diesen könne zugestimmt werden. 
Im Grunde seien die Ausführungen des Gutachters kongruent mit denen 
des behandelnden Psychiaters Dr. med. E.________. Somit werde die Zu-
kunft zeigen, ob der Beschwerdeführer nochmals arbeitsfähig werde, wofür 
seine Motivation spreche, sein Alter jedoch nicht. Es könne auch sein, dass 
die Copingressourcen des Beschwerdeführers mit zunehmendem Alter und 
nach den Rückschlägen aufgebraucht seien. Ebenso sei es durchaus 
denkbar, dass die Persönlichkeitszüge, die regelhaft im Alter an Ausprä-
gung zunehmen würden, nun doch das Mass einer Persönlichkeitsstörung 
annehmen würden (AB 54, S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 11

3.1.11 Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Sa-
nacare Gruppenpraxis, führte in den Berichten vom 2. Juli und 22. August 
2014 aus, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär. 
Er diagnostizierte Kopf- und Rückenschmerzen sowie eine depressive Epi-
sode (AB 62, S. 1; 66, S. 1). Für die Tätigkeit als … attestierte er eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (AB 62, S. 2; 66, S. 2).

3.1.12 Im Bericht vom 11. September 2014 führte die RAD-Ärztin Dr. med. 
K.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, aus, es gebe 
keine organischen Befunde, welche die Arbeitsfähigkeit relevant einschrän-
ken würden, auch nicht für den Umgang mit Gewichten bis zu 20 kg (bei 
ergonomischer Handhabung). Die Abnützungserscheinungen (Osteochon-
drosen) entsprächen dem Alter des Beschwerdeführers. Mit Tanzen bleibe 
er in Bewegung und die kleinen Diskushernien lumbal würden keine Ner-
venkompression verursachen und seien nicht die Ursache der geklagten 
Störungen. Tinnitus und Prostatahyperplasie würden keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit verursachen. An der HWS bestehe keine neurologische 
Beeinträchtigung. Die Kopfschmerzen und der damit assoziierte Sympto-
menkomplex gingen nicht auf ein organisches Korrelat zurück. Sie stünden 
jeweils eng im Zusammenhang mit psychischen bzw. soziopsychischen 
Belastungen. Aus somatischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit 
(AB 69, S. 3).

Dr. med. I.________ verwies im Bericht vom 16. September 2014 auf die 
Beurteilung von Dr. med. K.________ vom 11. September 2014 (AB 70, 
S. 4).

3.1.13 Vom 9. September bis am 21. Oktober 2014 war der Beschwerde-
führer in der Klinik L.________ hospitalisiert. Im Bericht vom 28. November 
2014 diagnostizierten die Ärzte Symptome einer Somatisierungsstörung 
unklarer Genese (ICD-10: F45.1), eine schwere depressive Episode (ICD-
10: F32.2) und einen Tinnitus Aurum (ICD-10: H93.1; AB 102, S. 4).

3.1.14 Im Bericht vom 21. Januar 2015 führte Dr. med. K.________ aus, 
somatisch bestünden, wie schon im Vorbericht dargelegt, degenerative 
Veränderungen. So wie sie (am Rücken) beschrieben würden, könnten sie 
als etwa altersgemäss aufgefasst werden (das MRI liege ihr nicht vor, dies 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 12

habe jedoch keine Operationsindikation ergeben), und auch für die Knie 
scheine trotz früherer Chondropathia patellae noch keine erhebliche Ar-
throse vorzuliegen. Auch wenn bereits in jungen Jahren ein Morbus 
Scheuermann bestanden habe, habe dies den Beschwerdeführer nicht 
daran gehindert, den Schreinerberuf zu erlernen. Somit halte sie an ihrer 
Einschätzung fest, dass Gewichte bis 20 kg bei ergonomischer Handha-
bung zumutbar seien, allerdings sollte dies nicht häufig repetitiv erfolgen. 
Auch würde sie bei der vorliegenden Konstellation (objektiv und subjektiv) 
wie Dr. med. H.________ von einem Einstieg in die … abraten, jedenfalls 
in Bereichen, in denen direkt … gehoben werden müssten. Dem Be-
schwerdeführer stünden aber andere Möglichkeiten offen. Für die Tätigkeit 
als … und auch als …, also für körperlich wenig belastende Berufe, beste-
he aus somatischer Sicht keine Einschränkung (AB 97, S. 2).

3.1.15 Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 12. Februar 2015 aus, 
die funktionellen Einschränkungen, wie sie Dr. med. D.________ differen-
ziert, sorgfältig und plausibel beschreibe, die die Kombination von Depres-
sion und Somatisierungsstörung und sehr auffälligen Persönlichkeitszügen 
verursachen, würden zur derzeitigen und wahrscheinlich weiterhin beste-
henden vollständigen Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf eines … 
führen. Zu den somatischen Einwänden des Beschwerdeführers verwies er 
auf die Stellungnahme von Dr. med. K.________ vom 21. Januar 2015 
(AB 101, S. 2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 13

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 In somatischer Hinsicht sind den Akten keine organischen Befunde 
für die geklagten Beschwerden zu entnehmen. Dr. med. F.________ dia-
gnostizierte im Frühling 2013 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit rezidi-
vierende Dorsalgien mit wahrscheinlicher Nervenwurzelkompression 
(AB 34, S. 2). Im März 2014 berichtete Dr. med. F.________ hingegen von 
auf ein Minimum reduzierten Rückenschmerzen und einem sich ver-
schlechternden, wahrscheinlichen somatoformen Beschwerdebild (AB 50, 
S. 1 f.). PD Dr. med. H.________ diagnostizierte im Bericht vom 5. Juni 
2013 eine Chondrose und zwei Diskushernien (AB 62, S. 8), jedoch ohne 
radikuläre und medulläre Symptomatik und ohne relevante Kompression 
(AB 62, S. 9). Vielmehr handelt es sich gemäss PD Dr. med. H.________ 
um muskuläre Beschwerden im Bereich der HWS und dem Schulterblatt 
wie auch lumbosakral (AB 62, S. 9 f.; vgl. auch AB 62, S. 12 f.) bzw. um 
degenerative Veränderungen. Weiter diagnostizierten die Ärzte des Notfall-
zentrums des Spitals M.________ anlässlich der Einweisung am 1. Okto-
ber 2013 episodische Spannungskopfschmerzen mit Schwankschwindel 
(AB 62, S. 3). Dazu führten sie jedoch aus, dass die Ätiologie vorerst unklar 
bleibe, aber differenzialdiagnostisch am ehesten eine Somatisierungs-
störung bei schwerer Depression im Vordergrund steht (AB 62, S. 5). Ge-
stützt auf diese Akten führte die RAD-Ärztin Dr. med. K.________ in ihren 
Berichten vom 11. September 2014 und 21. Januar 2015 (AB 69, 97) 
schlüssig und nachvollziehbar (vgl. E. 3.2 hiervor) aus, dass aus somati-
scher Sicht mangels organischer Befunde keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit für (die angestammten) Tätigkeiten als … und auch als … 
bzw. für körperlich wenig belastende Berufe besteht (AB 69, S. 3; 97, S. 2). 
Auf diese Einschätzung kann abgestellt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 14

3.4

3.4.1 Aus psychiatrischer Sicht erfüllen die Gutachten von Dr. med. 
D.________ vom 23. Juni 2013 und 4. März 2014 (AB 51.1, 51.2) die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb 
ihnen volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 
Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen 
und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der ge-
klagten Beschwerden getroffen worden. Insbesondere das Gutachten vom 
4. März 2014 überzeugt in diagnostischer Hinsicht, da diverse Differential-
diagnosen diskutiert und verworfen wurden (AB 51.2, S. 27 f.).

Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, hinsichtlich der beiden Gutachten 
von Dr. med. D.________ seien ihm die Mitwirkungsrechte vorenthalten 
worden, dringt er nicht durch. So beruft sich der Beschwerdeführer lediglich 
allgemein auf die Mitwirkungsrechte, macht jedoch keine konkrete Verlet-
zung geltend und bringt auch nicht vor, dass er den Gutachter hätte ableh-
nen oder Zusatzfragen (und gegebenenfalls welche) hätte stellen wollen.

3.4.2 Dr. med. D.________ diagnostizierte im Gutachten vom 23. Juni 
2013 eine Anpassungsstörung mit länger dauernder depressiver Reaktion 
(ICD-10: F43.2) und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit zwanghaften und 
narzisstischen Anteilen (ICD-10: Z73.1; AB 51.3, S. 22). Im Gutachten vom 
4. März 2014 diagnostizierte er sodann eine rezidivierende depressive 
Störung, aktuell leichtgradige depressive Episode (ICD-10: F33.0), eine 
undifferenzierte Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1) und eine akzentu-
ierte Persönlichkeit mit ausgeprägt narzisstischen und rigid zwanghaften 
Zügen (ICD-10: F73.1; AB 51.2, S. 33). Dabei legte er dar, dass nicht eine 
klinisch relevante depressive Störung, sondern seit Juni 2013 die körperli-
chen Beschwerden im Vordergrund stehen (AB 51.2, S. 24). Dr. med. 
D.________ erörterte schlüssig die Kriterien für die Diagnose einer somato-
formen Schmerzstörung bzw. dass im vorliegenden Fall wegen der kürze-
ren Dauer (weniger als zwei Jahre) eine undifferenzierte Somatisierungs-
störung vorliegt (AB 51.2, S. 25). Auch führte er aus, dass sich anlässlich 
der Untersuchungen keine Verdeutlichungs- bzw. Aggravationstendenzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 15

zeigten (AB 51.2, S. 13, 21 f.; BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287 f. unter Hin-
weis auf BGE 131 V 49).

Diese Beurteilung, namentlich die Diagnosen und die (erheblichen) funktio-
nellen Einschränkungen (Einschränkungen in Bezug auf Flexibilität bei rigi-
den Verhaltensmustern, Einschränkungen bei Entscheidungs- und Urteils-
fähigkeit, verminderte Belastbarkeit mit psychischer Dekompensation in 
Überforderungssituationen), wird durch den RAD-Arzt Dr. med. I.________ 
bestätigt (AB 54, S. 4; 101). Auch der behandelnde Dr. med. E.________ 
diagnostizierte im Bericht vom 6. März 2014 chronische rezidivierende de-
pressive Episoden mit ausgeprägter körperlicher Symptomatik und Ängsten 
(AB 47, S. 1, 4; vgl. auch AB 32). 

Die Einschätzung der Ärzte der Klinik L.________ vermag daran nichts zu 
ändern. Zwar diagnostizierten die Ärzte im Bericht vom 28. November 2014 
neben Symptomen einer Somatisierungsstörung unklarer Genese (ICD-10: 
F45.1) und eines Tinnitus (ICD-10: H93.1) eine schwere depressive Episo-
de (ICD-10: F32.2; AB 102, S. 4). Jedoch führten die Ärzte selber aus, dass 
sich die depressive Symptomatik im Laufe des stationären Aufenthaltes 
deutlich gebessert hat, wohingegen sich die somatischen Beschwerden nur 
leicht gebessert haben (AB 102, S. 12).

3.4.3 Nach dem Gesagten ist gestützt auf die Beurteilung durch Dr. med. 
D.________ erstellt, dass in psychiatrischer Hinsicht eine Somatisierungs-
störung, eine rezidivierende depressive Störung und akzentuierte Persön-
lichkeitszüge bestehen. Dabei ist festzuhalten, dass die von Dr. med. 
D.________ diagnostizierte Anpassungsstörung mit länger dauernder de-
pressiver Reaktion (AB 51.3, S. 22) bzw. rezidivierende depressive 
Störung, aktuell leichtgradige depressive Episode, praxisgemäss nicht inva-
lidisierend ist (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 24. August 2012, 
8C_870/2011, E. 3.2). Kommt hinzu, dass die depressiven Zustände immer 
in engem Zusammenhang mit - im Allgemeinen beruflichen - Belastungssi-
tuationen standen (AB 51.2, S. 24), was für invaliditätsfremde Faktoren 
spricht (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 
E. 3.2). Auch den Persönlichkeitszügen gemäss ICD-10: Z73.1 (AB 51.2, 
S. 33) kommt keine invalidisierende Wirkung zu, da Belastungen gemäss 
den Kategorien Z00 bis Z999 nicht unter den Begriff des rechtserheblichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 16

Gesundheitsschadens fallen (Entscheid des BGer vom 4. Mai 2009, 
8C_570/2008, E. 4.2.5). Im Vordergrund steht damit eine somatoforme 
Problematik.

3.5 Auch wenn das psychiatrische Gutachten von Dr. med. D.________ 
vom 4. März 2014 (AB 51.2) in diagnostischer Hinsicht überzeugt, so kann 
nicht unbesehen auf seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit - bzw. die 
Beurteilung von Dr. med. I.________ (AB 101, S. 2) - abgestellt werden, 
wonach der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als … zu 
100% arbeitsunfähig sei. Die Frage der Arbeitsfähigkeit ist gemäss der 
(geänderten) Rechtsprechung (BGE 141 V 281) unter Beachtung der neu 
geschaffenen Indikatoren zu beantworten (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 
S. 297 f.), was eine Rechtsfrage darstellt (BGE 141 V 281 E. 5 S. 304). 
Dabei verlieren die nach altem Standard eingeholten Expertisen gemäss 
Bundesgericht nicht per se ihren Beweiswert und es ist zu prüfen, ob die 
Gutachten eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indika-
toren erlauben (vgl. E. 2.7 hiervor). Im vorliegenden Fall kann das Gutach-
ten vom 4. März 2014 ohne weiteres beigezogen werden, da mit seiner 
Hilfe die entscheidenden Fragen beantwortet werden können.

3.5.1 Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ (BGE 141 V 
281 E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu 
prüfen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298 ff.). Ausgehend vom diagnose-
inhärenten Mindestschweregrad muss nach der Rechtsprechung ein an-
dauernder, schwerer und quälender Schmerz vorliegen (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.1 S. 298 i.V.m. E. 2.1.1 S. 286). Hierzu ist festzuhalten, dass die 
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.) nicht übermässig ist. Betreffend den Tagesablauf, 
Freizeitgestaltung und Hobbies gab der Beschwerdeführer gegenüber dem 
Gutachter am 12. Dezember 2013 an, in seiner Freizeit lese er, höre Musik 
und spiele etwas Handorgel. Oftmals stehe er erst gegen 14.00 Uhr auf, 
wegen den Nebenwirkungen der Medikamente. Als Hauptbezugsgruppe 
von Freundschaften habe er seine Musikgruppe. Zuvor habe er getanzt. 
Dies habe er aber aktuell wegen Kopfschmerzen und Konzentrations-
störungen sistiert. Sonst übe er keine Tätigkeiten mehr aus, gelegentlich 
gehe er allein wandern, auch längere Strecken. Am 6. Februar 2014 gab er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 17

an, er tanze viel und gern. Er sei ein geübter Tänzer, welcher gut führen 
könne. Er gehe jeweils alleine zu den Anlässen und sei es gewohnt, Frau-
en zum Tanzen aufzufordern (AB 51.2, S. 8). Im Haus könne er nur die 
wesentlichen Sachen erledigen wie waschen, Wäsche machen, putzen etc. 
(AB 51.2, S. 9). Angesichts des Verhaltens des Beschwerdeführers kann 
kaum von einem andauernden, schweren und quälenden Schmerz gespro-
chen werden, was nach dem oben Erwähnten jedoch diagnosespezifisch 
sein müsste. Betreffend Behandlungserfolg oder -resistenz (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu bemerken, dass es bereits fraglich erscheint, 
ob hier von einer schweren psychischen Störung auszugehen ist. So hat 
doch der Gutachter dargelegt, dass er aufgrund der kürzeren Dauer (weni-
ger als zwei Jahre) nicht eine somatoforme Schmerzstörung, sondern eine 
undifferenzierte Somatisierungsstörung diagnostizierte. Er führte aus, dass 
diese Diagnose dann gestellt werden kann, wenn die körperlichen Be-
schwerden zahlreich, unterschiedlich und hartnäckig sind, aber das 
vollständige und typische klinische Bild einer Somatisierungsstörung nicht 
erfüllt ist (AB 51.2, S. 25). Die Frage der hinreichenden Schwere der 
Störung kann jedoch offen bleiben. Zum Indikator „Behandlungserfolg oder 
-resistenz“ hat das Bundesgericht nämlich festgehalten, dass psychische 
Störungen der hier interessierenden Art nur dann als invalidisierend gelten, 
wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr) angehbar sind (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1.2 S. 299). Vorliegend geht aus den Akten hervor, dass als 
medizinische Massnahme die Weiterführung der aktuell laufenden psychia-
trisch-psychotherapeutischen Behandlung indiziert ist und sich die Arbeits-
fähigkeit im Rahmen der Fortführung der Behandlung noch verbessern 
lässt (AB 51.2, S. 29, 33). Eine Behandlungsresistenz ist somit nicht gege-
ben. Hinsichtlich des Indikators „Komorbiditäten“ hat das Bundesgericht 
festgehalten, dass die psychische Komorbidität nicht mehr generell vorran-
gig, sondern lediglich gemäss ihrer konkreten Bedeutung im Einzelfall be-
achtlich ist, so namentlich als Gradmesser dafür, ob sie der versicherten 
Person Ressourcen raubt (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.). Hier be-
stehen weder psychische noch somatische Komorbiditäten, denn aus so-
matischer Sicht liegt kein pathologischer Befund vor (vgl. E. 3.3 hiervor) 
und auch aus psychiatrischer Sicht findet sich - wie bereits ausgeführt (vgl. 
E. 3.4.3 hiervor) - keine eigenständige psychische Störung. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 18

Was den Komplex „Persönlichkeit“ anbelangt ist festzuhalten, dass zwar 
akzentuierte Persönlichkeitszüge und ein depressives Leiden diagnostiziert 
worden sind (AB 51.2, S. 33), der Psychostatus des Beschwerdeführers im 
Wesentlichen jedoch unauffällig ist (AB 51.2, S. 13 f., 22). Somit sind keine 
Anhaltspunkte ersichtlich, wonach die Persönlichkeit des Beschwerdefüh-
rers ein Leistungsvermögen ausschlösse (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302).

Der Komplex „sozialer Kontext“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, 
dass ein Beziehungsnetz besteht. Der Beschwerdeführer hat eine Tochter 
und drei Enkelkinder, welche in der Nähe wohnen. Im Rahmen der Haus-
haltabklärung im Mai 2014 führte er aus, dass er die Betreuung seiner En-
kel bei Bedarf übernehmen kann. Zudem gab er an, dass er einen Freund 
in … hat, welcher spät ein Kind hatte. Dieses Kind, welches für ihn wie ein 
Leihenkel sei, habe ihm in der durch die Krise belasteten Zeit sehr gut ge-
tan. Weiter pflegt der Beschwerdeführer Freundschaften mit seinen Musi-
kerkollegen, mit welchen er sich auch regelmässig trifft (AB 71, S. 5). Auch 
gab er an, (nach einem vorübergehenden Unterbruch im Dezember 2013 
wieder) viel und gerne tanzen zu gehen (AB 51.2, S. 8). Der Lebenskontext 
des Beschwerdeführers hält demnach diverse Ressourcen bereit.

3.5.2 Unter der Kategorie «Konsistenz» sind verhaltensbezogene Aspek-
te zu prüfen (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.). Das Niveau sozialer Aktivität 
ist nach dem Eintritt des Gesundheitsschadens im Vergleich zu vorher zwar 
reduziert, gab der Beschwerdeführer doch zumindest an, in seiner Musik-
gruppe sowie im Tangoverein kürzer getreten zu sein (insbesondere bei 
administrativen Aufgaben; AB 71, S. 5). Auch sei es ihm wegen seines Ge-
sundheitszustandes nicht möglich, seine Enkel regelmässig zu hüten 
(AB 51.2, S. 8). Es ergeben sich aber nicht in allen vergleichbaren Lebens-
bereichen gleichmässige Einschränkungen des Aktivitätsniveaus (vgl. BGE 
141 V 281 E. 4.4.1 S. 303). Dem Beschwerdeführer ist es immer noch 
möglich, die wesentlichen Sachen im Haushalt zu erledigen (waschen, Wä-
sche machen, putzen; AB 51.2, S. 9) und im Garten zu arbeiten (AB 71, 
S. 5). Auch geht der Beschwerdeführer nach wie vor (wieder) zu Tanzver-
anstaltungen, trifft sich mit seiner Musikgruppe und geht wandern (AB 51.2, 
S. 8). Dieses verbleibende Aktivitätsniveau ist im Zusammenhang mit der 
geltend gemachten 100%-igen Arbeitsunfähigkeit (in der angestammten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 19

Tätigkeit) zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.). Diese nach der 
Selbsteinschätzung vollständig aufgehobene Arbeitsfähigkeit (vgl. Be-
schwerde, S. 6) kontrastiert mit den erhaltenen Sozialkontakten, den Fami-
lienaktivitäten sowie dem Freizeitverhalten. Was den Indikator der Inan-
spruchnahme von therapeutischen Optionen anbelangt (vgl. BGE 141 V 
281 E. 4.4.2 S. 304), ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer seit 
Jahren in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung bei Dr. med. 
E.________ befindet (vgl. AB 51.3, S. 6), was immerhin eher für einen 
tatsächlichen Leidensdruck spricht.

3.5.3 Gesamthaft führen die vorerwähnten Indikatoren zum Schluss, dass 
die diagnostizierte undifferenzierte Somatisierungsstörung nicht invalidisie-
rend ist (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.6 Damit besteht in somatischer (vgl. E. 3.3 hiervor) und psychiatri-
scher (vgl. E. 3.4 f. hiervor) Hinsicht kein invalidisierender Gesundheits-
schaden und damit auch kein Rentenanspruch. Der Sachverhalt ist durch 
die vorliegenden Untersuchungen rechtsgenüglich abgeklärt. Auf weitere 
Beweismassnahmen kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet wer-
den.

Mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens erübrigen sich 
nähere Ausführungen hinsichtlich der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähig-
keit des Beschwerdeführers auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auf-
grund seines Alters (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 460). Immerhin ist fest-
zuhalten, dass der Gutachter Dr. med. D.________ zwar eine Arbeitsun-
fähigkeit in der bisherigen …tätigkeit bescheinigt, gleichzeitig aber auch 
festhält, dass der Beschwerdeführer in angepassten Tätigkeiten (schuli-
sche Situation in ruhigem Umfeld, administrative Tätigkeiten etc.) weiterhin 
leistungsfähig und angesichts seiner Ressourcen - im Rahmen seiner bis-
herigen Tätigkeit - vielseitig einsetzbar ist (AB 51.2, S. 31; 51.3, S. 22). 
Dies spricht ebenfalls gegen eine Invalidität des Beschwerdeführers im 
Sinne von Art. 8 ATSG.

3.7 Nach dem Dargelegten erweist sich die angefochtene Verfügung 
der IVB vom 4. Mai 2015 (AB 108) als rechtens und die Beschwerde ist 
abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. Feb. 2016, IV/15/514, Seite 20

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

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Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.