# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2be76532-74d5-5201-bb23-ab202d7dcf97
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.12.2021 III 2021 159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-159_2021-12-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 159

Entscheid vom 20. Dezember 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

1. Amt für Migration, Steistegstrasse 13, Postfach 454, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Ausländerrecht (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung; Wegweisung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1982, tunesischer Staatsangehöriger) beantragte am 
16. November 2016 ein Visum für den langfristigen Aufenthalt in der Schweiz 
zwecks Vorbereitung der Heirat (AFM-act. 24). Am 21. November 2016 ersuchte 
C.________ (Jg. 1967) um Familiennachzug bzw. Einreise von A.________ 
zwecks Vorbereitung Heirat (AFM-act. 48). Am 15. Dezember 2016 bestätigte die 
Zivilstandsbeamtin die beabsichtigte Eheschliessung zwischen C.________ und 
A.________ (AFM-act. 64). Am 13. März 2017 wurde die Einreiseerlaubnis erteilt 
(AFM-act. 93), worauf A.________ am 3. Juni 2017 in die Schweiz einreiste 
(AFM-act. 94). Am 3. November 2017 heirateten A.________ und C.________ 
(AFM-act. 99). In der Folge wurde A.________ am 10. November 2017 eine Auf-
enthaltsbewilligung als Familienangehöriger (Familiennachzug mit Erwerbstätig-
keit), gültig bis 20. November 2019, ausgestellt (AFM-act. 103).

B. Am 8. August 2018 meldete sich A.________ beim Einwohneramt der Ge-
meinde D.________ ab (AFM-act. 105). Am 19. August 2019 ersuchte 
C.________ um Bewilligung der Wiedereinreise von A.________. Dieser sei vor 
Jahresfrist nach Hause gereist, weil sein Vater krank gewesen sei. Da die Abwe-
senheitsdauer unbekannt gewesen sei, habe sie ihn bei der Gemeinde abgemel-
det, um nicht Krankenkassenprämien bezahlen zu müssen. Nun habe sie selbst 
im Oktober eine Operation, weshalb sie ihren Mann an ihrer Seite haben möchte 
und weil sie sich alleine fühle (AFM-act. 112). Bereits tags zuvor ersuchte 
A.________ um Wiedereinreise mit derselben Begründung (AFM-act. 113). Am 
26. September 2019 erfolgte das förmliche Gesuch um Familiennachzug (AFM-
act. 136), am 14. Oktober 2019 wurde die Einreise bewilligt (AFM-act. 137) und 
am 20. November 2019 reiste A.________ wieder in die Schweiz ein (AFM-act. 
141). Am 9. Dezember 2019 wurde A.________ die Aufenthaltsbewilligung (Fa-
miliennachzug mit Erwerbstätigkeit) erteilt, gültig bis 9. September 2024 (AFM-
act. 146). 

C. Am 25. Februar 2021 wurde die Ehe zwischen A.________ und 
C.________ geschieden (AFM-act. 160). Am 29. März 2021 informierte 
A.________ das Amt für Migration (AFM), sich von seiner Frau getrennt zu ha-
ben und eine eigene Wohnung zu suchen (AFM-act. 158). Am 18. Mai 2021 teilte 
das AFM A.________ mit, den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und seine 
Wegweisung aus der Schweiz zu beabsichtigen (AFM-act. 164). Hierzu nahm 
A.________ am 31. Mai 2021 Stellung (AFM-act. 165). Mit Verfügung vom 7. Ju-
ni 2021 widerrief das AFM die Aufenthaltsbewilligung von A.________. Er wurde 
aus der Schweiz weggewiesen und verpflichtet, das Land spätestens 60 Tage 

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nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen (AFM-act. 170). Eine am 28. Juni 
2021 dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde (AFM-act. 186) wies der Re-
gierungsrat mit RRB Nr. 570/2021 vom 24. August 2021 ab. A.________ wurde 
angewiesen, die Schweiz spätestens nach 60 Tagen seit Rechtskraft des Be-
schlusses zu verlassen (AFM-act. 198). 

D. Am 21. September 2021 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben.

2. Der Beschwerdegegner sei anzuweisen die Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers zu verlängern.

3. Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolge zulasten der Vorinstanz.

E. Mit Vernehmlassung vom 1. Oktober 2021 beantragt das Sicherheitsdepar-
tement die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des Be-
schwerdeführers. Am 5. Oktober 2021 beantragt auch das Amt für Migration die 
Beschwerdeabweisung unter Kostenfolge. Zu den Vernehmlassungen lässt der 
Beschwerdeführer am 16. November 2021 Stellung nehmen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 In der Verfügung vom 7. Juni 2021 führt das AFM aus (AFM-act. 170), 
nachdem der Beschwerdeführer am 3. Juni 2017 in die Schweiz eingereist sei, 
sich am 8. August 2018 erneut nach Tunesien begeben und sich bei der Ge-
meinde abgemeldet habe, sei die Aufenthaltsbewilligung erloschen. Bis dahin 
habe er während neun Monaten und fünf Tagen in ehelicher Gemeinschaft mit 
C.________ gelebt. Nach der Wiedereinreise am 20. November 2019 und Wie-
derausstellung einer Aufenthaltsbewilligung sei die Ehe am 25. Februar 2021 ge-
schieden worden, womit die neuerliche eheliche Gemeinschaft 15 Monate und 
fünf Tage gedauert habe. Da weder eine ununterbrochene noch eine zusam-
mengerechnete dreijährige Ehegemeinschaft in der Schweiz gemäss Art. 50 
Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und 
über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 
16. Dezember 2005 vorliege und auch keine wichtigen persönlichen Gründe 
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen würden (Art. 50 
Abs. 1 lit. b AIG), bestehe kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und die Wegweisung des Be-
schwerdeführers seien zudem verhältnismässig.

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1.2 Auf Beschwerde hin hat der Regierungsrat den Bewilligungswiderruf und 
die Wegweisung auf deren Rechtmässigkeit hin überprüft und mit RRB Nr. 
570/2021 am 24. August 2021 bestätigt. Für die Berechnung der Dreijahresfrist 
nach Art. 50 AIG sei nur die gelebte eheliche Gemeinschaft in der Schweiz 
massgebend; die Zeit des Beschwerdeführers in Tunesien vom 9. August 2018 
bis 19. November 2019 könne daher nicht beachtet werden. Zudem lägen nicht 
genügend Anzeichen für einen Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vor. 
Schliesslich überprüfte der Regierungsrat die Verhältnismässigkeit der auslän-
derrechtlichen Massnahme und bejahte diese, was zur Abweisung der Be-
schwerde führte.

1.3.1  Vor Verwaltungsgericht bestreitet der Beschwerdeführer die vorinstanzli-
che Darlegung, wonach seine Zeit in Tunesien für die Anspruchsprüfung un-
massgeblich sei. Eine Beziehungsperiode, während der die Ehegatten getrennt 
voneinander gelebt hätten, sei an die Dauer der Ehegemeinschaft anzurechnen, 
wenn das Getrenntleben gestützt auf Art. 49 AIG aus wichtigen Gründen und in 
Anerkennung der fortbestehenden Ehegemeinschaft erfolge. Art. 49 AIG entbin-
de vom Erfordernis des Zusammenwohnens, sofern für die getrennten Wohnorte 
wichtige Gründe vorlägen und die Familiengemeinschaft weiterbestehe. Vorlie-
gend sei die Trennung des Beschwerdeführers von seiner Ehefrau unfreiwillig 
gewesen, indem er gezwungen gewesen sei, vorübergehend nach Tunesien 
zurückzukehren, um seinen dort lebenden kranken Vater zu pflegen. Dessen Er-
krankung sei selbstredend nicht selbstverschuldet. Zudem sei der Vater dringend 
auf die Pflege durch seinen Sohn, den Beschwerdeführer, angewiesen gewesen. 
Während der Dauer der dadurch verursachten Trennung der Ehegatten vom 
9. August 2018 bis 19. November 2019 sei die eheliche Gemeinschaft nicht auf-
gehoben gewesen. Damit aber habe die Ehegemeinschaft entgegen den Vor-
instanzen mehr als drei Jahre gedauert. Zudem sei der Beschwerdeführer bereits 
im Juni 2017, mithin fünf Monate vor der Heirat, in die Schweiz eingereist und 
habe bereits mit seiner (Ex-)Frau zusammengelebt. Die Integration in die 
Schweiz habe bereits damals begonnen, weshalb diese Zeit ebenfalls anzurech-
nen sei. Der Beschwerdeführer erfülle denn auch die von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG 
geforderte Integration. 

1.3.2  Zudem sind gemäss Beschwerdeführer die Voraussetzungen für einen 
Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG erfüllt. Er sei unbestrittenermassen Opfer 
psychischer Gewalt geworden. Die Tochter der Ex-Frau, welche im selben Haus-
halt gewohnt habe, habe ihn als 'faules Arschloch' und als 'Drecksausländer' be-
zeichnet. Neben einem polizeilich dokumentierten Vorfall sei es auch zuvor zu 
weiteren massiven verbalen Entgleisungen ihm gegenüber gekommen. Nament-

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lich die rassistischen Beleidigungen seien nicht zu bagatellisieren. Auf jeden Fall 
könne von einer ausländischen Person nicht erwartet werden, dass sie trotz sol-
cher regelmässiger massiver Beleidigungen in einer ehelichen Gemeinschaft 
verbleibe, nur weil die Trennung für sie nachteilige ausländerrechtliche Folgen 
zeitigen würde. Zu Unrecht habe die Vorinstanz daher auch die Erfüllung der 
Voraussetzungen nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG verneint.

1.3.3 Schliesslich hält der Beschwerdeführer auch dafür, der Bewilligungswider-
ruf und die Wegweisung seien nicht verhältnismässig. 

2.1 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass sich der Bewilligungswider-
ruf und die Wegweisung des Beschwerdeführers mit tunesischer Staatsbürger-
schaft nach dem Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über 
die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 16. De-
zember 2005 richtet. Massgebend ist das am 1. Januar 2019 in Kraft getretene 
Recht (vgl. VGE III 2018 177 vom 12.2.2019 Erw. 1.2.3 f.). 

2.2 Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben An-
spruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit 
diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG). Das Erfordernis des Zusammen-
wohnens nach den Artikeln 42 - 44 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohn-
orte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft 
weiter besteht (Art. 49 AIG). Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemein-
schaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Art. 42 AIG weiter, wenn (lit. a) 
die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und die Integrations-
kriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind; oder (lit. b) wichtige persönliche Gründe 
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 
AIG). Wichtige persönliche Gründe nach lit. b können namentlich vorliegen, wenn 
die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht 
aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Her-
kunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Hat sich die ausländi-
sche Person nur für kürzere Zeit in der Schweiz aufgehalten und keine engen 
Beziehungen zum Land geknüpft, besteht kein Anspruch auf einen weiteren Ver-
bleib, sofern sie sich ohne besondere Probleme wieder im Herkunftsland integrie-
ren kann (Urteil BGer 2C_682/2021 vom 3.11.2021 Erw. 3 mit weiteren Hinwei-
sen).

2.3.1  Die Erfordernisse der dreijährigen Ehegemeinschaft und der genügenden 
Integration nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG müssen beide erfüllt sein (BGE 144 I 
266 Erw. 2.1; BGE 136 II 113 Erw. 3.3.3). Die Vorinstanzen haben die Erfüllung 

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der Integrationskriterien nach Art. 58a AIG nicht geprüft, da es bereits an der 
dreijährigen Ehegemeinschaft in der Schweiz mangle. Dem widerspricht der Be-
schwerdeführer zu Unrecht.

2.3.2  Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau in der 
Schweiz weniger als drei Jahre zusammengelebt hat, nämlich vom 3. November 
2017 (Heirat) bis 8. August 2018 (Abmeldung des Beschwerdeführers nach Tu-
nesien) und vom 20. November 2019 (Wiedereinreise) bis 25. Februar 2021 (ge-
richtliche Scheidung). Selbst wenn die Zeit der Ehevorbereitung, d.h. die erste 
Einreise in die Schweiz ab 3. Juni 2017, berücksichtigt würde, ergäbe dies in der 
Summe keine dreijährige Ehegemeinschaft in der Schweiz (anrechenbar sind al-
lerdings ohnehin nur die Ehejahre und nicht etwa auch Konkubinatsjahre; BGE 
144 I 266 Erw. 2.6; BGE 140 II 345 Erw. 4.1).

2.3.3  Der Beschwerdeführer fordert zu Unrecht, an die Ehegemeinschaft nach 
Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG sei auch die Zeit seiner Abwesenheit in Tunesien anzu-
rechnen, da für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe vorgelegen hätten und 
die Familiengemeinschaft weiterbestanden habe (Art. 49 AIG). Ob in casu wichti-
ge Gründe vorlagen und die Familiengemeinschaft tatsächlich weiterbestand, 
liessen die Vorinstanzen ungeprüft. Es kann dies in der Tat auch offenbleiben, 
weil die Zeit ohnehin nicht anrechenbar ist.

2.3.4  Rechtsprechungsgemäss ist es möglich, dass die Zeit des Getrenntlebens 
aus wichtigen Gründen an die dreijährige Dauer der Ehegemeinschaft nach 
Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG angerechnet werden kann (vgl. BGE 140 II 345 Erw. 4.4). 
Das Bundesgericht hat zudem festgehalten, die Dreijahresdauer müsse im Zu-
sammenhang mit der zweiten Voraussetzung, der gelungenen Integration be-
trachtet werden, weshalb die Ehegemeinschaft in der Schweiz geführt worden 
sein müsse (BGE 136 II 113 Erw. 3.3). Dies ist allerdings insofern zu relativieren, 
als aus dem Entscheid BGE 140 II 345 geschlossen werden muss, dass das Er-
fordernis auch dann erfüllt werden kann, wenn der ausländische Ehegatte in der 
Schweiz lebt, jedoch der schweizerische Ehegatte aus wichtigen Gründen im 
Sinne von Art. 49 AIG im Ausland, wodurch die Zeit als solche als Ehegemein-
schaft zu berücksichtigen ist. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers 
kann dies jedoch für den umgekehrten Fall nicht gelten. Weil die Voraussetzung 
der dreijährigen Ehegemeinschaft in Zusammenhang mit der Integration steht 
und sie daher in der Schweiz gelebt sein muss, muss zumindest der ausländi-
sche Ehepartner, der sich auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG berufen will, die volle Min-
destzeit der dreijährigen Ehegemeinschaft in der Schweiz gelebt haben. Das Kri-
terium ist nicht erfüllt, wenn die Ehe insgesamt rund drei Jahre und 4 Monate 

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dauerte, die Ehepartner davon rund zwei Jahre in gemeinsamem Haushalt in der 
Schweiz lebten und der ausländische Ehegatte aus wichtigen Gründen getrennt 
von der Ehegattin rund 16 Monate (am Stück) in seiner Heimat verbrachte. Die 
Voraussetzung einer drei Jahre in der Schweiz gelebten Ehegemeinschaft ist in 
diesem Fall nicht erfüllt, selbst wenn das Getrenntleben nach Art. 49 AIG an die 
Ehegemeinschaft angerechnet würde. Dieser Schluss muss auch aus dem Urteil 
BGer 2C_558/2018 (vom 14.8.2019) gezogen werden. In jenem Urteil weilte der 
ausländische Ehepartner während rund zwei Jahren und acht Monaten der Ehe-
dauer im Ausland. Das Bundesgericht prüfte, ob für diese Zeit wichtige Gründe 
des Getrenntlebens nach Art. 49 AIG vorlagen. Sollte dies der Fall sein und die 
Ehegemeinschaft während der Zeit der Trennung Bestand gehabt haben, wäre 
jedoch nicht diese Zeit an die Mindestdauer gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG an-
zurechnen, aber doch die Zeit des gemeinsamen Zusammenlebens vor und nach 
dem Getrenntleben zusammenzurechnen. Mithin ist die Frage, ob trotz Getrennt-
leben von einer Ehegemeinschaft nach Art. 49 AIG auszugehen ist, für die Zu-
sammenrechnung einzelner Perioden entscheidend. Hingegen kann die Zeit des 
Getrenntlebens selbst, falls der ausländische Ehegatte im Ausland lebt, nicht an 
die mindestens dreijährige Dauer der in der Schweiz gelebten Ehegemeinschaft 
angerechnet werden.

2.3.5  Damit aber haben die Vorinstanzen neben der Zeit des Zusammenlebens 
in der ehelichen Wohnung in D.________ vom 3. November 2017 bis 8. August 
2018 und vom 20. November 2019 bis 25. Februar 2021 die Zeit der Auslandab-
wesenheit des Beschwerdeführers (9.8.2018 - 19.11.2019) zu Recht und unab-
hängig davon, ob die Zeit als Ehegemeinschaft nach Art. 49 AIG anzuerkennen 
ist oder nicht, nicht an die Dauer der Ehegemeinschaft nach Art. 50 Abs. 1 lit. a 
AIG angerechnet. Die Mindestdauer von drei Jahren ist damit nicht erreicht. Ent-
sprechend waren die Vorinstanzen auch nicht gehalten, das kumulative Erforder-
nis der Erfüllung der Integrationskriterien zu prüfen. Der Beschwerdeführer hat 
keinen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a 
AIG.

2.4 Der Beschwerdeführer macht sodann einen Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 
lit. b AIG geltend. Er sei unbestrittenermassen Opfer psychischer Gewalt gewor-
den. Aus dem Polizeiprotokoll gehe hervor, dass ihn die Tochter der Ex-Frau als 
'faules Arschloch' und Drecksausländer' bezeichnet habe. Schon vor dem polizei-
lich dokumentierten Vorfall sei er massiven verbalen Entgleisungen der Tochter 
ausgesetzt gewesen. Diese rassistischen Beleidigungen seien nicht zu bagatelli-
sieren. Es könne nicht erwartet werden, dass eine ausländische Person unter 
solchen Umständen in einer ehelichen Gemeinschaft verbleibe, lediglich weil die 

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Trennung für sie nachteilige ausländerrechtliche Folgen zeitige. Daher lägen 
auch wichtige persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vor, die 
einen weiteren Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz erforderlich 
machen würden.

2.4.1  Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bedeutet eheliche Gewalt 
systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben (BGE 
138 II 229 Erw. 3.2.1). Die häusliche Gewalt physischer oder psychischer Natur 
muss von einer gewissen Dauer, Konstanz und Intensität sein (Urteil BGer 
2C_585/2020 vom 22.3.2021 Erw. 3.2.1). Psychische bzw. sozio-ökonomische 
Druckausübung wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, Drohen und Einsper-
ren kann einen für die Annahme eines nachehelichen Härtefalls relevanten Grad 
an unzulässiger Oppression erreichen. Dies ist praxisgemäss der Fall, wenn die 
psychische Integrität des Opfers bei einer Aufrechterhaltung der ehelichen Ge-
meinschaft schwer beeinträchtigt würde (BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2; Urteil BGer 
2C_423/2020 vom 26.8.2020 Erw. 2.2). 

Ein Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG wird praxisgemäss nicht bereits durch 
eine einmalige tätliche Auseinandersetzung begründet, in deren Folge der Aus-
länder in psychischem Ausnahmezustand und mit mehreren Kratzspuren im Ge-
sicht einen Arzt aufsucht, zumal wenn anschliessend eine Wiederannäherung 
der Eheleute stattfindet (Urteil BGer 2C_690/2010 vom 25.1.2011 Erw. 3.2). Das 
Gleiche gilt, wenn der Ehepartner den Ausländer nach einem Streit aus der 
Wohnung weist, ohne dass das Opfer körperliche oder psychische Schäden er-
leidet (Urteil BGer 2C_358/2009 vom 10.12.2009 Erw. 4.2 und 5.2) oder bei einer 
einmaligen Auseinandersetzung, die zu Aufregung, verbalen Attacken und Hä-
matomen sowie einem kleinen Kratzer unter einem Auge geführt hat (Urteil BGer 
2C_958/2017 vom 21.2.2018 Erw. 4.2.5). Nicht jede unglückliche, belastende 
und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende Entwicklung einer Bezie-
hung begründet indessen bereits einen nachehelichen Härtefall und ein weiteres 
Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Die anhaltende, erniedrigende Behandlung 
muss derart schwer wiegen, dass von der betroffenen Person bei Berücksichti-
gung sämtlicher Umstände vernünftigerweise nicht erwartet werden kann, dass 
sie einzig aus bewilligungsrechtlichen Gründen die Ehe aufrechterhält und in ei-
ner ihre Menschenwürde und Persönlichkeit verneinenden Beziehung verharrt 
(BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2; Urteil BGer 2C_922/2019 vom 26.2.2020 mit Hin-
weisen). Häusliche Gewalt physischer oder psychischer Natur muss somit von 
einer gewissen Konstanz bzw. Intensität sein (Urteil BGer 2C_423/2020 vom 
26.8.2020 Erw. 2.2). Je nach Intensität kann allerdings bereits ein einziger Vorfall 
häusliche Gewalt begründen. Das trifft vor allem zu, wenn die betroffene Person 

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Opfer schwerer Gewalt (Urteil BGer 2C_1085/2017 vom 22.5.2018 Erw. 3.1) 
oder eines Mordversuchs (Urteil BGer 2C_460/2017 vom 23.3.2018 Erw. 3.2) 
durch den Ehegatten geworden ist.

2.4.2  Die Gewährung eines Aufenthaltsrechts für Opfer ehelicher Gewalt nach 
Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG soll verhindern, dass eine von ehelicher Gewalt betroffe-
ne Person nur deshalb in einer für sie objektiv unzumutbaren ehelichen Gemein-
schaft verbleibt, weil die Trennung für sie nachteilige ausländerrechtliche Folgen 
zeitigen würde (vgl. BGE 138 II 229 Erw. 3.2.2). Kommt es in einer solchen Si-
tuation zur Trennung, transformiert sich der vormals aus der ehelichen Bezie-
hung abgeleitete Aufenthaltsanspruch in einen selbständigen Aufenthaltsan-
spruch. Ausgehend vom dargelegten Normzweck ist für die Annahme eines 
nachehelichen Härtefalls bei häuslicher Gewalt vorauszusetzen, dass ein hinrei-
chend enger Zusammenhang zwischen der ehelichen Gewalt und der Trennung 
besteht (Urteil BGer 2C_423/2020 vom 26.8.2020 Erw. 2.2.2).

2.4.3  Die ausländische Person, welche geltend macht, Opfer ehelicher oder 
häuslicher Gewalt geworden zu sein, trifft bei den Feststellungen des Sach-
verhalts eine weitreichende Mitwirkungspflicht (vgl. hierzu BGE 138 II 229 
Erw. 3.2.3). Sie muss die eheliche Gewalt bzw. häusliche Oppression und deren 
Schwere in geeigneter Weise glaubhaft machen (Arztberichte oder psychiat-
rische Gutachten, Polizeirapporte, Berichte/Einschätzungen von Fachstellen 
[Frauenhäuser, Opferhilfe usw.], glaubhafte Zeugenaussagen von weiteren An-
gehörigen oder Nachbarn). In diesem Fall trifft die Bewilligungs- bzw. die Be-
schwerdeinstanz im Rahmen der Untersuchungsmaxime eine eigenständige Ab-
klärungspflicht. Allgemein gehaltene Behauptungen oder Hinweise auf punktuelle 
Spannungen genügen hierzu nicht; wird häusliche Gewalt in Form psychischer 
Oppression behauptet, muss vielmehr die Systematik der Misshandlung bzw. de-
ren zeitliches Andauern und die daraus entstehende subjektive Belastung objek-
tiv nachvollziehbar konkretisiert und beweismässig unterlegt werden (BGE 142 I 
152 Erw. 6.2; Urteil BGer 2C_682/2021 vom 3.11.2021 Erw. 4.2.2). Dasselbe gilt, 
soweit damit verbunden geltend gemacht wird, bei einer Rückkehr in die Heimat 
erweise sich die soziale Wiedereingliederung als stark gefährdet. Auch hier 
genügen allgemeine Hinweise nicht; die befürchtete Beeinträchtigung muss im 
Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheinen. Nur in diesem 
Fall und beim Bestehen entsprechender Beweisanträge, die nicht in antizipierter 
Beweiswürdigung abgewiesen werden können, wobei aber allfälligen sachinhä-
renten besonderen Beweisschwierigkeiten Rechnung zu tragen ist, rechtfertigt es 
sich, ein ausländerrechtliches Beweisverfahren durchzuführen (BGE 138 II 229 
Erw. 3.2.3).

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2.4.4  Es ist ein Polizeieinsatz im häuslichen Bereich vom 9. Oktober 2020 am 
Wohnort des Ehepaares des Beschwerdeführers aktenkundig (AFM-act. 154). 
Gemäss Sachverhaltsbeschrieb sei die Ehe seit sechs Monaten nicht mehr in-
takt, es komme immer wieder zu verbalen Streitigkeiten zwischen dem Be-
schwerdeführer und seiner Ehefrau sowie deren Tochter (aus erster Ehe). Grund 
des Streites vom 9. Oktober 2020 sei die Absicht des Beschwerdeführers gewe-
sen, seine Stelle zu kündigen und nach Tunesien zurückzureisen. Die Ehefrau 
habe dies nicht gewollt, worauf es zu gegenseitigen Beleidigungen gekommen 
sei. Als sich noch die Tochter eingemischt habe und diese den Beschwerdefüh-
rer als 'Drecksausländer' und 'faules Arschloch' bezeichnet habe, sei dieser auf-
gestanden, habe sich zur Tochter begeben und sie angeschrien, angeblich auch 
die Hand aufgezogen. Darauf habe die Ehefrau die Polizei alarmiert. Dieser ge-
genüber sagte der Beschwerdeführer aus, er könne nicht mehr, er werde hier nur 
als 'Drecksausländer' bezeichnet und dürfe nichts sagen oder machen. Den 
Sachverhalt beschrieb er vergleichbar mit dem von der Polizei dokumentierten. 
Auch die Ehefrau sagte aus, fix und fertig zu sein, der Beschwerdeführer mache 
sie psychisch fertig. Sie als auch die Tochter beschrieben den Sachverhalt wie 
von der Polizei vermerkt, ohne indes die Schimpfwörter zu verwenden. 

Weitere Eheprobleme sind nicht aktenkundig; keine der Personen ist ansonsten 
in den Polizeiakten vermerkt (AFM-act. 150). 

2.4.5  Bezüglich des Vorfalls vom 9. Oktober 2020 bestehen keine Unklarheiten. 
Alle drei Personen beschreiben weitestgehend übereinstimmend eine verbale 
Auseinandersetzung im Familienkreis. Übereinstimmend auch, dass die Ehe-
probleme bereits seit längerem bestanden. Aber selbst wenn der Beschwerde-
führer gegenüber der Polizei ausführte, er könne nicht mehr, man behandle ihn 
wie Dreck, bestehen keine Anhaltspunkte für eine systematische Misshandlung 
des Beschwerdeführers. Im Übrigen sagte auch die Ehefrau aus, sie könne nicht 
mehr, der Beschwerdeführer mache sie fertig. Die protokollierten Beschimpfun-
gen durch die Tochter sind verwerflich, aber nur einmalig nachgewiesen. Und 
selbst wenn es nicht die erste Beschimpfung gewesen sein sollte, so fehlen jegli-
che Hinweise für ein systematisches, gezieltes Beleidigen und Fertigmachen des 
Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer unterlässt es trotz Mitwirkungspflicht, 
seine äusserst allgemein gehaltenen Ausführungen zu konkretisieren und zu un-
termauern. Es wird kein einziger weiterer Vorfall konkret bezeichnet. Dass die 
Ehe seit einiger Zeit problembehaftet war, kann als unbestritten gelten. Es ent-
steht das Bild eines unglücklichen Eheverlaufes, in welchem die Probleme Über-
hand nehmen, sich die Ehepartner mit Vorwürfen konfrontieren und beschimpfen. 
Dass dies mitunter belastend ist, gerade auch, wenn die Situation den eigenen 

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Vorstellungen einer Ehe widersprechen, ist nachvollziehbar. Es kann dies jedoch 
nicht gleichgesetzt werden mit häuslicher Gewalt im Sinne einer unzulässigen 
Oppression (vgl. oben Erw. 2.4.1 ff.). Es bleibt unbelegt, dass der Beschwerde-
führer Opfer psychischer oder physischer Gewalt war. 

Vor Verwaltungsgericht verweist er bezüglich früherer Vorfälle auf seine Verwal-
tungsbeschwerde. Allerdings enthält auch diese keine substantiierten Ausführun-
gen hinsichtlich psychischer (oder physischer) Oppression. Es bleibt bei der 
blossen, unbelegten Behauptung, im gemeinsamen Haushalt dermassen und 
ständig erniedrigt worden zu sein, dass er es nicht mehr ausgehalten und den 
gemeinsamen Haushalt verlassen habe. Dem widerspricht zudem seine Aussa-
ge, er wohne noch bei seiner Ex-Frau, verstehe sich noch immer super mit ihr 
und er habe die Scheidung nicht gewollt (AFM-act. 164). Dass seine soziale 
Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet sein könnte (nacheheli-
cher Härtefall; Art. 50 Abs. 2 AIG), macht der Beschwerdeführer nicht geltend, 
resp. einzig im Zusammenhang mit der Verhältnismässigkeit der Massnahme 
(nachfolgend Erw. 3.1). Damit aber besteht keine Veranlassung, wichtige persön-
liche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AIG anzunehmen, 
welche einen weiteren Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz erfor-
derlich machen würden. 

3.1 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich, die Massnahme sei unverhältnis-
mässig. Mit Ausnahme der fremdenpolizeilichen Ordnung sei kein öffentliches In-
teresse ersichtlich, welches die Massnahme rechtfertige. Demgegenüber habe 
der Beschwerdeführer gewichtige persönliche Interessen an einem Verbleib in 
der Schweiz. 35 der letzten 50 Monate habe er in der Schweiz verbracht, die letz-
ten zwei Jahre am Stück. Er habe sich integriert, die deutsche Sprache gelernt 
und sich ein soziales Umfeld aufgebaut. Er gehe einer geregelten Erwerbstätig-
keit nach und verdiene seinen Lebensunterhalt. Die Wegweisung führe dazu, 
dass er aus diesem vertrauten Umfeld wegziehen müsse. Aufgrund der mehrjäh-
rigen Landesabwesenheit würde es ihm auch nicht leicht fallen, sich in Tunesien 
wieder zu integrieren. 

3.2 Der Beschwerdeführer kam mit ca. 35 Jahren vor rund 4 Jahren in die 
Schweiz. Nach rund 9 Monaten kehrte er auf unbestimmte Zeit, letztlich für über 
ein Jahr in seine Heimat zurück, bevor er auf Wunsch seiner Ehefrau im Novem-
ber 2019 wieder in die Schweiz einreiste. Es handelt sich mithin um einen relativ 
kurzen Aufenthalt in der Schweiz, sowohl absolut als auch bezogen auf sein Le-
bensalter. Selbst wenn es ihm positiv anzurechnen ist, dass er in der Schweiz 
berufstätig ist und er einen Deutschkurs A2.1 mit Erfolg (in Tunesien einen Kurs 
A1) abgeschlossen hat, so ist dies nicht mehr, als erwartet werden darf. Ob der 

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erzielte Lohn ausreicht, den Lebensunterhalt langfristig zu sichern (in den Mo-
naten Dezember 2020 bis Mai 2021 lag der ausbezahlte Lohn zwischen ca. 
Fr. 1'800 und Fr. 2'800), erscheint zudem fraglich. Der Beschwerdeführer bringt 
nichts vor, was auf eine besondere Integration schliessen lassen würde. Auch 
hat er in der Schweiz ausser seiner Ex-Frau keine Verwandten. Über seinen Be-
kanntenkreis ist nichts bekannt, er selber macht hierzu keine Ausführungen. 
Dass er sich in der Schweiz wohl fühlt und er diese nicht verlassen will, ist anzu-
erkennen, stellt jedoch kein grosses privates Interesse dar. Zudem ist aktenkun-
dig, dass er die Schweiz 2018 bereits nach neun Monaten auf unbestimmte Zeit 
wieder Richtung Heimat verliess und auf Wunsch der Ex-Frau in die Schweiz 
zurückkehrte. Auch hat er selber ausgeführt, Quelle des Streites im Oktober 
2020 sei sein geäusserter Wunsch gewesen, wieder nach Tunesien zurückzu-
kehren. Mithin konnte er sich erst noch eine Rückkehr vorstellen bzw. entsprach 
dies seinem Wunsch. In Tunesien lebt seine Familie. Er hat da den grössten Teil 
seines Lebens verbracht, mit den Sitten und Gebräuchen ist er vertraut, die Wie-
dereingliederung dürfte keine grossen Probleme darstellen. Zumindest vermag 
auch der Beschwerdeführer keine konkreten Hindernisse aufzuzeigen. Damit 
aber angenommen werden müsste, bei einer Rückkehr in die Heimat erweise 
sich die soziale Wiedereingliederung als stark gefährdet, hätte der Beschwerde-
führer objektiv nachvollziehbare und beweismässig unterlegte Konkretisierungen 
vorzulegen, welche die befürchtete Beeinträchtigung im Einzelfall aufgrund der 
nachgewiesenen Umstände glaubhaft erscheinen lassen (vgl. BGE 142 I 152 
Erw. 6.2; Urteil BGer 2C_682/2021 vom 3.11.2021 Erw. 4.2.2). Eine Rückkehr ist 
dem Beschwerdeführer zumutbar.

3.3 Es trifft wohl zu, dass der Beschwerdeführer keinen Widerrufsgrund im 
Sinne eines Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung gesetzt 
hat. Auch ist er nicht mutwillig verschuldet und er bezieht soweit ersichtlich keine 
wirtschaftliche Sozialhilfe. Nach Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG kann eine Bewilligung 
aber auch widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer eine mit 
der Verfügung verbundene Bedingung nicht erfüllt. Dies ist etwa dann der Fall, 
wenn eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs erteilt wur-
de, die eheliche Gemeinschaft aber in der Schweiz nicht drei Jahre gelebt ist 
(Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG; vgl. OFK/Migrationsrecht-Spescha, AIG Art. 62 Rz. 13). 
Diesfalls ist ein Widerrufsgrund zu bejahen und damit auch das öffentliche Inter-
esse an der fremdenpolizeilichen Massnahme. Vorliegend ist dieses höher ein-
zustufen als das Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. 

4. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet, 
weshalb sie abzuweisen ist. Die Vorinstanzen haben zu Recht festgestellt, dass 

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der Beschwerdeführer weder aus Art. 50 Abs. 1 lit. a noch lit. b AIG einen An-
spruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat und dass sowohl der 
Bewilligungswiderruf als auch die Wegweisung verhältnismässig sind.

5. Bei diesem Ergebnis werden die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) dem Beschwerdeführer auferlegt 
(§ 72 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110] vom 6.6.1974). An-
spruch auf eine Parteientschädigung besteht keiner (§ 74 VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barausla-
gen) werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat am 1. Oktober 2021 
einen Kostenvorschuss in dieser Höhe bezahlt, womit die Rechnung aus-
geglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- das Amt für Migration (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 20. Dezember 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Januar 2022