# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fcfd651d-216f-5558-b6fe-3c0da2fb7292
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-12-21
**Language:** de
**Title:** Bundespatentgericht 21.12.2021 O2020_002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BPatG/CH_PATG_001_O2020-002_2021-12-21.pdf

## Full Text

B u n d e s p a t e n t g e r i c h t  

T r i b u n a l  f é d é r a l  d e s  b r ev e t s  

T r i b u n a l e  f e d e r a l e  d e i  b r e v e t t i  

T r i b u n a l  f e d e r a l  d a  p a t en t a s  

F e d e r a l  P a t e n t  C o u r t  

 

 

 

 O2020_002 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  D e z e m b e r  2 0 2 1   

Besetzung  Präsident Dr. iur. Mark Schweizer (Vorsitz), 
Richter Dipl. Masch.-Ing. ETH André Werner (Referent), 
Richter Dipl. Phys. ETH Kurt Stocker, 
Erste Gerichtsschreiberin lic. iur. Susanne Anderhalden 
 

   
Verfahrensbeteiligte  Delica AG, Bresteneggstrasse 4, 5033 Buchs,  

vertreten durch die Rechtsanwälte Dr. iur. Stefan Kohler und 
MLaw Jonas D. Gassmann, Vischer AG, Schützengasse 1, 
Postfach, 8021 Zürich 1, patentanwaltlich beraten durch 
Christoph Müller, Hepp Wenger Ryffel AG, Friedtalweg 5, 
9500 Wil,  
 
Klägerin 
 

  gegen 

  Koninklijke Douwe Egberts B.V.,  
Oosterdoksstraat 80, NL-1011 DK Amsterdam, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrea Mondini, TIMES 
Attorneys, Feldeggstrasse 12, 8024 Zürich, patentanwaltlich 
beraten durch Dr. Theodore Choi und Christoph Fraefel, 
Schaad Balass Menzl & Partner AG, Dufourstrasse 101, 
8034 Zürich,  
 
Beklagte 
 

Gegenstand  Patentnichtigkeit 

 

 

O2020_002 

Seite 2 

Das Bundespatentgericht zieht in Erwägung: 

Prozessgeschichte 

1.  
Am 2. Juni 2020 reichte die Klägerin die Klageschrift ein mit folgenden 
Rechtsbegehren: 

«1.  Es sei festzustellen, dass das Schweizer Patent CH 711 079 B1 nichtig ist; 

  2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten, unter Ein-
schluss der für die patentanwaltliche Beratung notwendigen Auslagen.» 

2.  
Am 9. Juli 2020 erstattete die Beklagte die Klageantwort mit folgenden 
Rechtsbegehren: 

«1. Hauptantrag: Das Patent CH 711 079 B1 sei mit folgenden eingeschränkten 
Ansprüchen aufrechtzuerhalten, und die Nichtigkeitsklage sei dem entspre-
chend abzuweisen: 

1. Kapsel (2), enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines trinkbaren 
Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz mittels der 
Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, wobei die Kapsel einen 
Aluminiumkapselkörper (12) umfasst, der eine mittlere Kapselkörper-
achse (12A) hat, wobei der Aluminiumkapselkörper (12) mit einem Bo-
den (18), einer Seitenwand (16) und einem sich nach aussen erstre-
ckenden Flansch (20) ausgestattet ist, wobei die Kapsel (2) ferner ei-
nen Aluminiumdeckel (14) umfasst, der auf dem sich nach aussen er-
streckenden Flansch (20) befestigt ist, wobei der Deckel (14) die Kap-
sel (2) hermetisch abschliesst, wobei die Kapsel (2) ferner ein Dich-
tungselement (28) an dem sich nach aussen erstreckenden Flansch 
(20) umfasst, um einen fluiddichten Kontakt mit einem ein ringförmiges 
Element (41) mit einer Mittelachse und einem freien Kontaktende (30) 
umfassenden einschliessenden Element (6) einer Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) vorzusehen, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines Ver-
schlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4), wie zum 
Beispiel einer Extraktionsplatte der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4), verschlossen wird, sodass der sich nach aussen erstreckende 
Flansch (20) der Kapsel (2) und mindestens ein Teil des Dichtungsele-
ments (28) der Kapsel zwischen dem einschliessenden Element (6) 
und dem Verschlusselement (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4) in dichtendem Eingriff sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kap-
sel (2) ein Lager für das einschliessende Element (6) der Getränkezu-

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bereitungsvorrichtung (4) ausbildet, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines Ver-
schlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ver-
schlossen wird und das Lager dabei mindestens einen Teil des freien 
Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) umschliesst, wobei 
das Lager derart ausgebildet ist, dass vor der Verwendung mindestens 
ein erster Teil des Lagers auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels 
liegt und in der Verwendung beim Schliessen des einschliessenden 
Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine 
erste Teil des Lagers dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontakt-
ende (30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) 
hin bewegt wird, wobei das Lager mindestens teilweise über das freie 
Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) gefaltet wird, sodass 
nach dem Schliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des 
Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Lagers auf 
einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste 
Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, wobei das Lager, welches im Zustand, in dem die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen ist, mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) 
des ringförmigen Elements (41) umschliesst, mindestens teilweise 
durch das Dichtungselement (28) ausgebildet wird, wobei das Dich-
tungselement (28) einen Fortsatz (53), der von dem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) vorsteht, und ein Plateau (52) zwischen 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers umfasst, wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau 
(52) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers ausgebildet 
wird, wobei der Abstand zwischen dem Fortsatz (53) und der Seiten-
wand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 
Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des 
Aluminiumkapselkörpers eingeschlossen wird, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird, wobei das Dichtungselement (28) derart ausgestal-
tet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des Pla-
teaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt und in 
der Verwendung beim Verschliessen des einschliessenden Elements 
(6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil 
des Plateaus (52) dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende 
(30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hin-
bewegt wird, sodass das Plateau (52) mindestens teilweise über das 
freie Kontaktende (30) gefaltet wird, wobei nach dem Verschliessen 

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des einschliessenden Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) 
der mindestens eine erste Teil des Plateaus (52) auf einer zweiten Hö-
he oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste Höhe grösser als 
die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein kann. 

2. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen dem Fort-
satz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers so ist, 
dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) von 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden 
Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist 
und das einschliessende Element (6) mittels eines Verschlusselements 
(8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird. 

3. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Fortsatz (53), die Sei-
tenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers und das Plateau (52) so an-
geordnet sind, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Ele-
ments (41) von dem Plateau (52) kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) 
in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird. 

4. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens ein 
Fortsatz (50, 51, 53) ein Fortsatzoberteil umfasst und so konfiguriert ist, 
dass sein Fortsatzoberteil eine radiale Kraft auf das freie Kontaktende 
(30) des ringförmigen Elements (41) ausübt, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird. 

5. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens ein 
Fortsatz (50, 51, 53) eine Fortsatz-Seitenwand (54) umfasst, die relativ 
zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminium-
kapselkörpers geneigt ist. 

6. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist. 

7. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Plateau 
(52) einen gekrümmten Teil umfasst. 

8. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist und wobei das Plateau (52) relativ zu 
dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminiumkap-
selkörpers geneigt ist. 

9. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur verformbar ist, sodass das Lager mindestens einen 

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Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) fluid-
dicht umschliesst, wenn in der Verwendung der maximale Fluiddruck im 
einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
im Bereich von 6 bis 20 bar, vorzugsweise zwischen 12 und 18 bar ist. 

10. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkörpers aus dem gleichen 
Blechmaterial hergestellt sind. 

11. System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer Kapsel 
(2) unter der Verwendung eines Fluids, dass unter Druck in die Kapsel 
(2) zugeführt wird, umfassend: 

 eine Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein einschlies-
sendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das ein-
schliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen 
von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) aufweist, wobei die Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8), wie zum 
Beispiel eine Extraktionsplatte, umfasst, um das einschliessende Ele-
ment (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) zu verschliessen, 
wobei das einschliessende Element (6) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) ferner ein ringförmiges Element (41) umfasst, das eine Mit-
telachse des ringförmigen Elements (41) und ein freies Kontaktende 
(30) aufweist; 

 eine Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche. 

12. System gemäss Anspruch 11, wobei das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) mit einer Vielzahl sich radial erstreckender 
offener Nuten (40) ausgestattet ist. 

13. Verwendung einer Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10 in 
einer Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein einschlies-
sendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das ein-
schliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen 
von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) umfasst, wobei die Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8) zum Ver-
schliessen des einschliessenden Elements (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) umfasst, wobei das einschliessende Element (6) 
der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein ringförmiges Ele-
ment (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringförmigen Elements 
(41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist. 

2. Eventualrechtsbegehren zu Rechtsbegehren Ziff. 1: Das Patent 
CH 711 079 B1 sei mit folgenden eingeschränkten Ansprüchen aufrechtzuer-
halten, und die Klage sei dementsprechend abzuweisen (Änderung gegen-
über Rechtsbegehren Ziff. 1 ist markiert): 

1. Kapsel (2), enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines trinkbaren 
Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz mittels der 

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Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, wobei die Kapsel einen 
Aluminiumkapselkörper (12) umfasst, der eine mittlere Kapselkörper-
achse (12A) hat, wobei der Aluminiumkapselkörper (12) mit einem Bo-
den (18), einer Seitenwand (16) und einem sich nach aussen erstre-
ckenden Flansch (20) ausgestattet ist, wobei die Kapsel (2) ferner ei-
nen Aluminiumdeckel (14) umfasst, der auf dem sich nach aussen er-
streckenden Flansch (20) befestigt ist, wobei der Deckel (14) die Kap-
sel (2) hermetisch abschliesst, wobei die Kapsel (2) ferner ein Dich-
tungselement (28) an dem sich nach aussen erstreckenden Flansch 
(20) umfasst, um einen fluiddichten Kontakt mit einem ein ringförmiges 
Element (41) mit einer Mittelachse und einem freien Kontaktende (30) 
umfassenden einschliessenden Element (6) einer Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) vorzusehen, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines Ver-
schlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4), wie zum 
Beispiel einer Extraktionsplatte der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4), verschlossen wird, sodass der sich nach aussen erstreckende 
Flansch (20) der Kapsel (2) und mindestens ein Teil des Dichtungsele-
ments (28) der Kapsel zwischen dem einschliessenden Element (6) 
und dem Verschlusselement (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4) in dichtendem Eingriff sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kap-
sel (2) ein Lager für das einschliessende Element (6) der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ausbildet, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines Ver-
schlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ver-
schlossen wird und das Lager dabei mindestens einen Teil des freien 
Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) umschliesst, wobei 
das Lager derart ausgebildet ist, dass vor der Verwendung mindestens 
ein erster Teil des Lagers auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels 
liegt und in der Verwendung beim Schliessen des einschliessenden 
Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine 
erste Teil des Lagers dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontakt-
ende (30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) 
hin bewegt wird, wobei das Lager mindestens teilweise über das freie 
Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) gefaltet wird, sodass 
nach dem Schliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des 
Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Lagers auf 
einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste 
Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, wobei das Lager, welches im Zustand, in dem die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen ist, mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) 

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des ringförmigen Elements (41) umschliesst, mindestens teilweise 
durch das Dichtungselement (28) ausgebildet wird, wobei das Dich-
tungselement (28) einen Fortsatz (53), der von dem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) vorsteht, und ein Plateau (52) zwischen 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers umfasst, wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau 
(52) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers ausgebildet 
wird, wobei der Abstand zwischen dem Fortsatz (53) und der Seiten-
wand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 
Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des 
Aluminiumkapselkörpers eingeschlossen wird, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird, wobei das Dichtungselement (28) derart ausgestal-
tet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des Pla-
teaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt und in 
der Verwendung beim Verschliessen des einschliessenden Elements 
(6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil 
des Plateaus (52) dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende 
(30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hin-
bewegt wird, sodass das Plateau (52) mindestens teilweise über das 
freie Kontaktende (30) gefaltet wird, wobei nach dem Verschliessen 
des einschliessenden Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) 
der mindestens eine erste Teil des Plateaus (52) auf einer zweiten Hö-
he oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste Höhe grösser als 
die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein kann ist. 

2. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen dem Fort-
satz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers so ist, 
dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) von 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden 
Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist 
und das einschliessende Element (6) mittels eines Verschlusselements 
(8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird. 

3. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Fortsatz (53), die Sei-
tenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers und das Plateau (52) so an- 
geordnet sind, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Ele-
ments (41) von dem Plateau (52) kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) 
in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird. 

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4. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens ein 
Fortsatz (50, 51, 53) ein Fortsatzoberteil umfasst und so konfiguriert ist, 
dass sein Fortsatzoberteil eine radiale Kraft auf das freie Kontaktende 
(30) des ringförmigen Elements (41) ausübt, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird. 

5. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens ein 
Fortsatz (50, 51, 53) eine Fortsatz-Seitenwand (54) umfasst, die relativ 
zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminium-
kapselkörpers geneigt ist. 

6. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist. 

7. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Plateau 
(52) einen gekrümmten Teil umfasst. 

8. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist und wobei das Plateau (52) relativ zu 
dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminiumkap-
selkörpers geneigt ist. 

9. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur verformbar ist, sodass das Lager mindestens einen 
Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) fluid-
dicht umschliesst, wenn in der Verwendung der maximale Fluiddruck im 
einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
im Bereich von 6 bis 20 bar, vorzugsweise zwischen 12 und 18 bar ist. 

10. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkörpers aus dem gleichen 
Blechmaterial hergestellt sind. 

11. System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer Kapsel 
(2) unter der Verwendung eines Fluids, dass unter Druck in die Kapsel 
(2) zugeführt wird, umfassend: 

eine Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein einschlies-
sendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das ein-
schliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen 
von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) aufweist, wobei die Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8), wie zum 
Beispiel eine Extraktionsplatte, umfasst, um das einschliessende Ele-
ment (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) zu verschliessen, 
wobei das einschliessende Element (6) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) ferner ein ringförmiges Element (41) umfasst, das eine Mit-
telachse des ringförmigen Elements (41) und ein freies Kontaktende 

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(30) aufweist; 

eine Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche. 

12. System gemäss Anspruch 11, wobei das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) mit einer Vielzahl sich radial erstreckender 
offener Nuten (40) ausgestattet ist. 

13. Verwendung einer Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10 in 
einer Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein einschlies-
sendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das ein-
schliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen 
von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) umfasst, wobei die Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8) zum Ver-
schliessen des einschliessenden Elements (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) umfasst, wobei das einschliessende Element (6) 
der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein ringförmiges Ele-
ment (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringförmigen Elements 
(41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist. 

3. Subeventualrechtsbegehren zu Eventualrechtsbegehren Ziff. 2: Das Pa-
tent CH 711 079 B1 sei mit folgenden eingeschränkten Ansprüchen aufrecht-
zuerhalten, und die Klage sei dementsprechend abzuweisen (Änderungen 
gegenüber dem Eventualrechtsbegehren sind markiert): 

1. Kapsel (2), enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines trinkbaren 
Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz mittels der 
Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, wobei die Kapsel einen 
Aluminiumkapselkörper (12) umfasst, der eine mittlere Kapselkörper-
achse (12A) hat, wobei der Aluminiumkapselkörper (12) mit einem Bo-
den (18), einer Seitenwand (16) und einem sich nach aussen erstre-
ckenden Flansch (20) ausgestattet ist, wobei die Kapsel (2) ferner ei-
nen Aluminiumdeckel (14) umfasst, der auf dem sich nach aussen er-
streckenden Flansch (20) befestigt ist, wobei der Deckel (14) die Kap-
sel (2) hermetisch abschliesst, wobei die Kapsel (2) ferner ein Dich-
tungselement (28) an dem sich nach aussen erstreckenden Flansch 
(20) umfasst, um einen fluiddichten Kontakt mit einem ein ringförmiges 
Element (41) mit einer Mittelachse und einem freien Kontaktende (30) 
umfassenden einschliessenden Element (6) einer Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) vorzusehen, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines Ver-
schlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4), wie zum 
Beispiel einer Extraktionsplatte der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4), verschlossen wird, sodass der sich nach aussen erstreckende 
Flansch (20) der Kapsel (2) und mindestens ein Teil des Dichtungsele-
ments (28) der Kapsel zwischen dem einschliessenden Element (6) 
und dem Verschlusselement (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4) in dichtendem Eingriff sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kap-

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sel (2) ein Lager für das einschliessende Element (6) der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ausbildet, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines Ver-
schlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ver-
schlossen wird und das Lager dabei mindestens einen Teil des freien 
Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) umschliesst, wobei 
das Lager derart ausgebildet ist, dass vor der Verwendung mindestens 
ein erster Teil des Lagers auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels 
liegt und in der Verwendung beim Schliessen des einschliessenden 
Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine 
erste Teil des Lagers dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontakt-
ende (30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) 
hin bewegt wird, wobei das Lager mindestens teilweise über das freie 
Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) gefaltet wird, sodass 
nach dem Schliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des 
Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Lagers auf 
einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste 
Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, wobei das Lager, welches im Zustand, in dem die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen ist, mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) 
des ringförmigen Elements (41) umschliesst, mindestens teilweise 
durch das Dichtungselement (28) ausgebildet wird, wobei das Dich-
tungselement (28) einen Fortsatz (53), der von dem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) vorsteht, und ein Plateau (52) zwischen 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers umfasst, wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau 
(52) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers ausgebildet 
wird, wobei der Abstand zwischen dem Fortsatz (53) und der Seiten-
wand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 
Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des 
Aluminiumkapselkörpers eingeschlossen wird, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird, wobei das Dichtungselement (28) derart ausgestal-
tet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des Pla-
teaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt und in 
der Verwendung beim Verschliessen des einschliessenden Elements 
(6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil 
des Plateaus (52) dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende 
(30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hin-
bewegt wird, sodass das Plateau (52) mindestens teilweise über das 

O2020_002 

Seite 11 

freie Kontaktende (30) gefaltet wird, wobei nach dem Verschliessen 
des einschliessenden Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) 
der mindestens eine erste Teil des Plateaus (52) auf einer zweiten Hö-
he oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste Höhe grösser als 
die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null ist. wobei das Plateau 
(52) einen gekrümmten Teil umfasst. 

2. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen dem Fort-
satz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers so ist, 
dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) von 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden 
Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist 
und das einschliessende Element (6) mittels eines Verschlusselements 
(8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird. 

3. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Fortsatz (53), die Sei-
tenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers und das Plateau (52) so an-
geordnet sind, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Ele-
ments (41) von dem Plateau (52) kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) 
in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird. 

4. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens ein 
Fortsatz (50, 51, 53) ein Fortsatzoberteil umfasst und so konfiguriert ist, 
dass sein Fortsatzoberteil eine radiale Kraft auf das freie Kontaktende 
(30) des ringförmigen Elements (41) ausübt, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird. 

5. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens ein 
Fortsatz (50, 51, 53) eine Fortsatz-Seitenwand (54) umfasst, die relativ 
zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminium-
kapselkörpers geneigt ist. 

6. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist. 

7. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Pla-
teau (52) einen gekrümmten Teil umfasst 

87. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist und wobei das Plateau (52) relativ zu 
dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminiumkap-
selkörpers geneigt ist. 

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Seite 12 

98. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur verformbar ist, sodass das Lager mindestens einen 
Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) fluid-
dicht umschliesst, wenn in der Verwendung der maximale Fluiddruck im 
ein- schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4) im Bereich von 6 bis 20 bar, vorzugsweise zwischen 12 und 18 bar 
ist. 

109. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkörpers aus dem gleichen 
Blechmaterial hergestellt sind. 

1110. System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer Kapsel 
(2) unter der Verwendung eines Fluids, dass unter Druck in die Kapsel 
(2) zugeführt wird, umfassend: 

 eine Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein einschlies-
sendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das ein-
schliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen 
von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) aufweist, wobei die Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8), wie zum 
Beispiel eine Extraktionsplatte, umfasst, um das einschliessende Ele-
ment (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) zu verschliessen, 
wobei das einschliessende Element (6) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) ferner ein ringförmiges Element (41) umfasst, das eine Mit-
telachse des ringförmigen Elements (41) und ein freies Kontaktende 
(30) aufweist; 

 eine Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche. 

1211. System gemäss Anspruch 1110, wobei das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) mit einer Vielzahl sich radial erstreckender 
offener Nuten (40) ausgestattet ist. 

1312. Verwendung einer Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 109 
in einer Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein ein-
schliessendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das 
einschliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen 
von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) umfasst, wobei die Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8) zum Ver-
schliessen des einschliessenden Elements (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) umfasst, wobei das einschliessende Element (6) 
der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein ringförmiges Ele-
ment (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringförmigen Elements 
(41) und ein freies Kontakt- ende (30) aufweist. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin, unter 
Einschluss der für die patentanwaltliche Beratung notwendigen Auslagen.» 

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Seite 13 

3.  
Am 23. November 2020 fand eine Instruktions-/Vergleichsverhandlung 
statt, die zu keiner Einigung führte. 

4.  
Die Replik der Klägerin erfolgte am 21. Januar 2021 mit unveränderten 
Rechtsbegehren. 

5.  
Am 5. März 2021 erstattete die Beklagte die Duplik mit folgenden geän-
derten Rechtsbegehren: 

«1. Hauptantrag: Das Patent CH 711 079 B1 sei mit folgenden eingeschränk-
ten Ansprüchen aufrechtzuerhalten und die Nichtigkeitsklage sei dement-
sprechend abzuweisen (Änderungen gegenüber Rechtsbegehren Ziff. 1 der 
Klageantwort sind markiert): 

1. «Kapsel (2), enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines trinkba-
ren Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz mittels 
der Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, wobei die Kapsel 
einen Aluminiumkapselkörper (12) umfasst, der eine mittlere Kapsel-
körperachse (12A) hat, wobei der Aluminiumkapselkörper (12) mit ei-
nem Boden (18), einer Seitenwand (16) und einem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) ausgestattet ist, wobei die Kapsel (2) fer-
ner einen Aluminiumdeckel (14) umfasst, der auf dem sich nach aus-
sen erstreckenden Flansch (20) befestigt ist, wobei der Deckel (14) 
die Kapsel (2) hermetisch abschliesst, wobei die Kapsel (2) ferner ein 
Dichtungselement (28) an dem sich nach aussen erstreckenden 
Flansch (20) umfasst, um einen fluiddichten Kontakt mit einem ein 
ringförmiges Element (41) mit einer Mittelachse und einem freien 
Kontaktende (30) umfassenden einschliessenden Element (6) einer 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) vorzusehen, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels eines Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4), wie zum Beispiel einer Extraktionsplatte der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4), verschlossen wird, sodass der sich nach 
aussen erstreckende Flansch (20) der Kapsel (2) und mindestens ein 
Teil des Dichtungselements (28) der Kapsel zwischen dem ein-
schliessenden Element (6) und dem Verschlusselement (8) der Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) in dichtendem Eingriff sind, 
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) ein Lager für das ein-
schliessende Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
ausbildet, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden Element (6) 

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Seite 14 

der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das ein-
schliessende Element (6) mittels eines Verschlusselements (8) der 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird und das La-
ger dabei mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) des 
ringförmigen Elements (41) umschliesst, wobei das Lager derart aus-
gebildet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des 
Lagers auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels liegt und in der 
Verwendung beim Schliessen des einschliessenden Elements (6) mit-
tels des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des 
Lagers dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hin bewegt 
wird, wobei das Lager mindestens teilweise über das freie Kontakten-
de (30) des ringförmigen Elements (41) gefaltet wird, sodass nach 
dem Schliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des Ver-
schlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Lagers auf 
einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste 
Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, wobei das Lager, welches im Zustand, in dem die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen ist, mindestens  einen Teil des freien Kontaktendes (30) 
des ringförmigen Elements (41) umschliesst, mindestens teilweise 
durch das Dichtungselement (28) ausgebildet wird, wobei das Dich-
tungselement (28) einen Fortsatz (53), der von dem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) vorsteht, und ein Plateau (52) zwischen 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers umfasst, wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau 
(52) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers ausgebil-
det wird, wobei der Abstand zwischen dem Fortsatz (53) und der Sei-
tenwand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 
Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des 
Aluminiumkapselkörpers eingeschlossen wird, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird, wobei das Dichtungselement (28) derart ausge-
staltet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des 
Plateaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt 
und in der Verwendung beim Verschliessen des ein- schliessenden 
Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine 
erste Teil des Plateaus (52) dadurch abgesenkt wird, dass das freie 
Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlus-
selement (8) hin bewegt wird, sodass das Plateau (52) mindestens 
teilweise über das freie Kontaktende (30) gefaltet wird, wobei nach 
dem Verschliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des 

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Seite 15 

Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Plateaus 
(52) auf einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei 
die erste Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe 
null sein kann, und die Dichtungsstruktur und der Rest des Kap-
selkörpers aus dem gleichen Blechmaterial hergestellt sind.  

2. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen dem 
Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers 
so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements 
(41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminium-
kapselkörpers kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines 
Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ver-
schlossen wird. 

3. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Fortsatz (53), die 
Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers und das Plateau (52) 
so angeordnet sind, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 
Elements (41) von dem Plateau (52) kontaktiert wird, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) verschlossen wird. 

4. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens 
ein Fortsatz (50, 51, 53) ein Fortsatzoberteil umfasst und so konfigu-
riert ist, dass sein Fortsatzoberteil eine radiale Kraft auf das freie Kon-
taktende (30) des ringförmigen Elements (41) ausübt, wenn die Kap-
sel (2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element 
(6) mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) verschlossen wird. 

5. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens 
ein Fortsatz (50, 51, 53) eine Fortsatz-Seitenwand (54) umfasst, die 
relativ zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des 
Aluminiumkapselkörpers geneigt ist. 

6. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist. 

7. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Plateau 
(52) einen gekrümmten Teil umfasst. 

8. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist und wobei das Plateau (52) relativ zu 
dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminium-
kapselkörpers geneigt ist. 

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Seite 16 

9. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur verformbar ist, sodass das Lager mindestens einen 
Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) flu-
iddicht umschliesst, wenn in der Verwendung der maximale Fluid-
druck im einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) im Bereich von 6 bis 20 bar, vorzugsweise zwischen 12 
und 18 bar ist. 

10. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei 
die Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkörpers aus dem 
gleichen Blechmaterial hergestellt wird. 

1110. System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer Kap-
sel (2) unter der Verwendung eines Fluids, das unter Druck in die 
Kapsel (2) zugeführt wird, umfassend: eine Getränkezubereitungsvor-
richtung (4). umfassend ein einschliessendes Element (6) zum Auf-
nehmen der Kapsel (2). wobei das einschliessende Element (6) ein 
Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen von Fluid unter Druck in die 
Kapsel (2) aufweist, wobei die Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
ferner ein Verschlusselement (8), wie zum Beispiel eine Extraktions-
platte, umfasst, um das einschliessende Element (6) der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) zu verschliessen, wobei das einschliessen-
de Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein 
ringförmiges Element (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringför-
migen Elements (41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist; eine 
Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche. 

1211. System gemäss Anspruch 1110, wobei das freie Kontaktende (30) 
des ringförmigen Elements (41) mit einer Vielzahl sich radial erstre-
ckender offener Nuten (40) ausgestattet ist. 

1312. Verwendung einer Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 109 
in einer Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein ein-
schliessendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das 
einschliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zufüh-
ren von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) umfasst, wobei die Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8) 
zum Verschliessen des ein- schliessenden Elements (6) der Geträn-
kezubereitungsvorrichtung (4) umfasst, wobei das einschliessende 
Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein ring-
förmiges Element (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringförmigen 
Elements (41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist.» 

2. Eventualiter zu Rechtsbegehren Ziff. 1: Das Patent CH 711 079 B1 sei 
mit folgenden eingeschränkten Ansprüchen aufrechtzuerhalten, und die 
Klage sei dementsprechend abzuweisen (Änderungen gegenüber Rechts-
begehren Ziff. 1 der Klageantwort sind markiert): 

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Seite 17 

1. «Kapsel (2), enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines trinkba-
ren Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz mittels 
der Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, wobei die Kapsel 
einen Aluminiumkapselkörper (12) umfasst, der eine mittlere Kapsel-
körperachse (12A) hat, wobei der Aluminiumkapselkörper (12) mit ei-
nem Boden (18), einer Seitenwand (16) und einem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) ausgestattet ist, wobei die Kapsel (2) fer-
ner einen Aluminiumdeckel (14) umfasst, der auf dem sich nach aus-
sen erstreckenden Flansch (20) befestigt ist, wobei der Deckel (14) 
die Kapsel (2) hermetisch abschliesst, wobei die Kapsel (2) ferner ein 
Dichtungselement (28) an dem sich nach aussen erstreckenden 
Flansch (20) umfasst, um einen fluiddichten Kontakt mit einem ein 
ringförmiges Element (41) mit einer Mittelachse und einem freien 
Kontaktende (30) umfassenden einschliessenden Element (6) einer 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) vorzusehen, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels eines Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4), wie zum Beispiel einer Extraktionsplatte der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4), verschlossen wird, sodass der sich nach 
aussen erstreckende Flansch (20) der Kapsel (2) und mindestens ein 
Teil des Dichtungselements (28) der Kapsel zwischen dem ein-
schliessenden Element (6) und dem Verschlusselement (8) der Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) in dichtendem Eingriff sind, 
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) ein Lager für das ein-
schliessende Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
ausbildet, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden Element (6) 
der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das ein-
schliessende Element (6) mittels eines Verschlusselements (8) der 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird und das La-
ger dabei mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) des 
ringförmigen Elements (41) umschliesst, wobei das Lager derart aus-
gebildet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des 
Lagers auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels liegt und in der 
Verwendung beim Schliessen des einschliessenden Elements (6) mit-
tels des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des 
Lagers dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hin bewegt 
wird, wobei das Lager mindestens teilweise über das freie Kontakten-
de (30) des ringförmigen Elements (41) gefaltet wird, sodass nach 
dem Schliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des Ver-
schlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Lagers auf 
einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste 
Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, wobei das Lager, welches im  Zustand, in dem die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-

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Seite 18 

tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen ist, mindestens  einen Teil des freien Kontaktendes (30) 
des ringförmigen Elements (41) umschliesst, mindestens teil- weise 
durch das Dichtungselement (28) ausgebildet wird, wobei das Dich-
tungselement (28) einen Fortsatz (53), der von dem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) vor- steht, und ein Plateau (52) zwischen 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers umfasst, wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau 
(52) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers ausgebil-
det wird, wobei der Ab- stand zwischen dem Fortsatz (53) und der 
Seitenwand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringför-
migen Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) 
des Aluminiumkapselkörpers eingeschlossen wird, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) verschlossen wird, wobei das Dichtungselement (28) derart 
ausgestaltet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil 
des Plateaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) 
liegt und in der Verwendung beim Verschliessen des ein- schliessen-
den Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens 
eine erste Teil des Plateaus (52) dadurch abgesenkt wird, dass das 
freie Kontaktende (30) des ring- förmigen Elements (41) zum Ver-
schlusselement (8) hin bewegt wird, sodass das Plateau (52) mindes-
tens teilweise über das freie Kontaktende (30) gefaltet wird, wobei 
nach dem Verschliessen des einschliessenden Elements (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Pla-
teaus (52) auf einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, 
wobei die erste Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite 
Höhe null sein kann ist, und die Dichtungsstruktur und der Rest 
des Kapselkörpers aus dem gleichen Blechmaterial hergestellt 
sind. 

2. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen dem 
Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers 
so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements 
(41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminium-
kapselkörpers kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines 
Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ver-
schlossen wird. 

3. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Fortsatz (53), die 
Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers und das Plateau (52) 
so angeordnet sind, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 

O2020_002 

Seite 19 

Elements (41) von dem Plateau (52) kontaktiert wird, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) verschlossen wird. 

4. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens 
ein Fortsatz (50, 51, 53) ein Fortsatzoberteil umfasst und so konfigu-
riert ist, dass sein Fortsatzoberteil eine radiale Kraft auf das freie Kon-
taktende (30) des ringförmigen Elements (41) ausübt, wenn die Kap-
sel (2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element 
(6) mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) verschlossen wird. 

5. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens 
ein Fortsatz (50, 51, 53) eine Fortsatz-Seitenwand (54) umfasst, die 
relativ zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des 
Aluminiumkapselkörpers geneigt ist. 

6. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist. 

7. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Plateau 
(52) einen gekrümmten Teil umfasst. 

8. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist und wobei das Plateau (52) relativ zu 
dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminium-
kapselkörpers geneigt ist. 

9. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur verformbar ist, sodass das Lager mindestens einen 
Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) flu-
iddicht umschliesst, wenn in der Verwendung der maximale Fluid-
druck im einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) im Bereich von 6 bis 20 bar, vorzugsweise zwischen 12 
und 18 bar ist. 

10. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei 
die Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkörpers aus dem 
gleichen Blechmaterial hergestellt sind. 

1110. System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer Kap-
sel (2) unter der Verwendung eines Fluids, das unter Druck in die 
Kapsel (2) zugeführt wird, umfassend: eine Getränkezubereitungsvor-
richtung (4), umfassend ein einschliessendes Element (6) zum Auf-
nehmen der Kapsel (2), wobei das einschliessende Element (6) ein 
Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen von Fluid unter Druck in die 
Kapsel (2) aufweist, wobei die Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 

O2020_002 

Seite 20 

ferner ein Verschlusselement (8), wie zum Beispiel eine Extraktions-
platte, umfasst, um das einschliessende Element (6) der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) zu verschliessen, wobei das einschliessen-
de Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein 
ringförmiges Element (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringför-
migen Elements (41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist; eine 
Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche. 

1211. System gemäss Anspruch 1110, wobei das freie Kontaktende (30) 
des ringförmigen Elements (41) mit einer Vielzahl sich radial erstre-
ckender offener Nuten (40) ausgestattet ist. 

1312. Verwendung einer Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 109 
in einer Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein ein-
schliessendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das 
einschliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zufüh-
ren von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) umfasst, wobei die Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8) 
zum Verschliessen des einschliessenden Elements (6) der Getränke-
zubereitungsvorrichtung (4) umfasst, wobei das einschliessende Ele-
ment (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4i ferner ein ringför-
miges Element (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringförmigen 
Elements (41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist.» 

3. Eventualiter zu Rechtsbegehren Ziff. 2: Das Patent CH 711 079 B1 sei 
mit folgenden eingeschränkten Ansprüchen aufrechtzuerhalten und die 
Klage sei dementsprechend abzuweisen (Änderungen gegenüber dem 
Rechtsbegehren Ziff. 1 der Klageantwort sind markiert): 

1. «Kapsel (2), enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines trinkba-
ren Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz mittels 
der Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, wobei die Kapsel 
einen Aluminiumkapselkörper (12) umfasst, der eine mittlere Kapsel-
körperachse (12A) hat, wobei der Aluminiumkapselkörper (12) mit ei-
nem Boden (18), einer Seitenwand (16) und einem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) ausgestattet ist, wobei die Kapsel (2) fer-
ner einen Aluminiumdeckel (14) umfasst, der auf dem sich nach aus-
sen erstreckenden Flansch (20) befestigt ist, wobei der Deckel (14) 
die Kapsel (2) hermetisch abschliesst, wobei die Kapsel (2) ferner ein 
Dichtungselement (28) an dem sich nach aussen erstreckenden 
Flansch (20) umfasst, um einen fluiddichten Kontakt mit einem ein 
ringförmiges Element (41) mit einer Mittelachse und einem freien 
Kontaktende (30) umfassenden einschliessenden Element (6) einer 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) vorzusehen, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels eines Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4), wie zum Beispiel einer Extraktionsplatte der Getränkezu-

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Seite 21 

bereitungsvorrichtung (4), verschlossen wird, sodass der sich nach 
aussen erstreckende Flansch (20) der Kapsel (2) und mindestens ein 
Teil des Dichtungselements (28) der Kapsel zwischen dem ein-
schliessenden Element (6) und dem Verschlusselement (8) der Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) in dichtendem Eingriff sind, 
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) ein Lager für das ein-
schliessende Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
ausbildet, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden Element (6) 
der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das ein-
schliessende Element (6) mittels eines Verschlusselements (8) der 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird und das La-
ger dabei mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) des 
ringförmigen Elements (41) umschliesst, wobei das Lager derart aus-
gebildet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des 
Lagers auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels liegt und in der 
Verwendung beim Schliessen des einschliessenden Elements (6) mit-
tels des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des 
Lagers dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hin bewegt 
wird, wobei das Lager mindestens teilweise über das freie Kontakten-
de (30) des ringförmigen Elements (41) gefaltet wird, sodass nach 
dem Schliessen  des einschliessenden Elements (6) mittels des Ver-
schlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Lagers auf 
einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste 
Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, wobei das Lager, welches im Zustand, in dem die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen ist, mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) 
des ringförmigen Elements (41) um- schliesst, mindestens teilweise 
durch das Dichtungselement (28) ausgebildet wird, wo- bei das Dich-
tungselement (28) einen Fortsatz (53), der von dem sich nach aussen 
er- streckenden Flansch (20) vorsteht, und ein Plateau (52) zwischen 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers umfasst, wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau 
(52) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers ausgebil-
det wird, wobei der Abstand zwischen dem Fortsatz (53) und der Sei-
ten- wand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmi-
gen Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) 
des Aluminiumkapselkörpers eingeschlossen wird, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) verschlossen wird, wobei das Dichtungselement (28) derart 
ausgestaltet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil 

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Seite 22 

des Plateaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) 
liegt und in der Verwendung beim Verschliessen des einschliessen-
den Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens 
eine erste Teil des Plateaus (52) dadurch abgesenkt wird, dass das 
freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) zum Ver-
schlusselement (8) hin bewegt wird, sodass das Plateau (52) mindes-
tens teilweise über das freie Kontaktende (30) gefaltet wird, wobei 
nach dem Verschliessen des einschliessenden Elements (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Pla-
teaus (52) auf einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, 
wobei die erste Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite 
Höhe null sein kann ist, wobei das Plateau (52) einen gekrümm-
ten Teil umfasst und die Dichtungsstruktur und der Rest des 
Kapselkörpers aus dem gleichen Blechmaterial hergestellt sind. 

2. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen dem 
Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers 
so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements 
(41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminium-
kapselkörpers kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) in dem ein-
schliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels eines 
Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ver-
schlossen wird. 

3. Kapsel (2) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Fortsatz (53), die 
Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers und das Plateau (52) 
so angeordnet sind, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 
Elements (41) von dem Plateau (52) kontaktiert wird, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) verschlossen wird. 

4. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei mindestens 
ein Fortsatz (50, 51, 53) ein Fortsatzoberteil umfasst und so konfigu-
riert ist, dass sein Fortsatzoberteil eine radiale Kraft auf das freie Kon-
taktende (30) des ringförmigen Elements (41) ausübt, wenn die Kap-
sel (2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element 
(6) mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) verschlossen wird. 

5. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei mindestens 
ein Fortsatz (50, 51, 53) eine Fortsatz-Seitenwand (54) umfasst, die 
relativ zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des 
Aluminiumkapselkörpers geneigt ist. 

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Seite 23 

6. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist. 

7. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Pla-
teau (52) einen gekrümmten Teil umfasst. 

87. Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Plateau 
(52) im Wesentlichen flach ist und wobei das Plateau (52) relativ zu 
dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des Aluminium-
kapselkörpers geneigt ist. 

98. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die 
Dichtungsstruktur verformbar ist, sodass das Lager mindestens einen 
Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen Elements (41) flu-
iddicht umschliesst, wenn in der Verwendung der maximale Fluid-
druck im einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4) im Bereich von 6 bis 20 bar, vorzugsweise zwischen 12 
und 18 bar ist. 

10. Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei 
die Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkörpers aus dem 
gleichen Blechmaterial hergestellt sind. 

119. System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer Kap-
sel (2) unter der Verwendung eines Fluids, das unter Druck in die 
Kapsel (2) zugeführt wird, umfassend: 

eine Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein einschlies-
sendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das ein-
schliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zuführen 
von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) aufweist, wobei die Getränke-
zubereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8), wie 
zum Beispiel eine Extraktionsplatte, umfasst, um das einschliessende 
Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) zu verschlies-
sen, wobei das einschliessende Element (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) ferner ein ringförmiges Element (41) umfasst, 
das eine Mittelachse des ringförmigen Elements (41) und ein freies 
Kontaktende (30) aufweist; 

eine Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche. 

1210. System gemäss Anspruch 119, wobei das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) mit einer Vielzahl sich radial erstrecken-
der offener Nuten (40) ausgestattet ist. 

1311. Verwendung einer Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 108 
in einer Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein ein-
schliessendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das 
einschliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zufüh-
ren von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) umfasst, wobei die Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8) 

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Seite 24 

zum Verschliessen des einschliessenden Elements (6) der Getränke-
zubereitungsvorrichtung (4) umfasst, wobei das einschliessende Ele-
ment (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein ringför-
miges Element (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringförmigen 
Elements (41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist.» 

4. Eventualiter zu Rechtsbegehren Ziff. 3: Das Patent CH 711 079 B1 sei 
mit folgenden eingeschränkten Ansprüchen aufrechtzuerhalten und die 
Klage sei dementsprechend abzuweisen (Änderungen gegenüber dem 
Rechtsbegehren Ziff. 1 der Klageantwort sind markiert): 

1. «System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer 
Kapsel (2) unter der Verwendung eines Fluids. das unter Druck 
in die Kapsel (2) zugeführt wird, umfassend: 

eine Getränkezubereitungsvorrichtung (4). umfassend ein ein-
schliessendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei 
das einschliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum 
Zuführen von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) aufweist. wobei 
die Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlus-
selement (8), wie zum Beispiel eine Extraktionsplatte, umfasst. 
um das einschliessende Element (6} der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) zu verschliessen. wobei das einschliessende 
Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein 
ringförmiges Element (41) umfasst. das eine Mittelachse des 
ringförmigen Elements (41) und ein freies Kontaktende (30) auf-
weist, und 

eine Kapsel (2), enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines 
trinkbaren Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz 
mittels der Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, wobei die 
Kapsel einen Aluminiumkapselkörper (12) umfasst, der eine mittlere 
Kapselkörperachse (12A) hat, wobei der Aluminiumkapselkörper (12) 
mit einem Boden (18), einer Seitenwand (16) und einem sich nach 
aussen erstreckenden Flansch (20) ausgestattet ist, wobei die Kapsel 
(2) ferner einen Aluminiumdeckel (14) umfasst, der auf dem sich nach 
aussen erstreckenden Flansch (20) befestigt ist, wobei der Deckel 
(14) die Kapsel (2) hermetisch abschliesst, wobei die Kapsel (2) fer-
ner ein Dichtungselement (28) an dem sich nach aussen erstrecken-
den Flansch (20) umfasst, um einen fluiddichten Kontakt mit einem 
ein ringförmiges Element (41) mit einer Mittelachse und einem freien 
Kontaktende (30) umfassenden einschliessenden Element (6) einer 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) vorzusehen, wenn die Kapsel 
(2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) 
mittels eines Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvor-
richtung (4), wie zum Beispiel einer Extraktionsplatte der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4), verschlossen wird, sodass der sich nach 

O2020_002 

Seite 25 

aussen erstreckende Flansch (20) der Kapsel (2) und mindestens ein 
Teil des Dichtungselements (28) der Kapsel zwischen dem ein-
schliessenden Element (6) und dem Verschlusselement (8) der Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) in dichtendem Eingriff sind, 
dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (2) ein Lager für das ein-
schliessende Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
ausbildet, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden Element (6) 
der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das ein-
schliessende Element (6) mittels eines Verschlusselements (8) der 
Getränkezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird und das La-
ger dabei mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) des 
ringförmigen Elements (41) umschliesst, wobei das Lager derart aus-
gebildet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des 
Lagers auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels liegt und in der 
Verwendung beim Schliessen des einschliessenden Elements (6) mit-
tels des Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des 
Lagers dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hin bewegt 
wird, wobei das Lager mindestens teilweise über das freie Kontakten-
de (30) des ringförmigen Elements (41) gefaltet wird, sodass nach 
dem Schliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des Ver-
schlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Lagers auf 
einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste 
Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, wobei das Lager, welches im Zustand, in dem die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen ist, mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) 
des ringförmigen Elements (41) umschliesst, mindestens teilweise 
durch das Dichtungselement (28) ausgebildet wird, wobei das Dich-
tungselement (28) einen Fortsatz (53), der von dem sich nach aussen 
erstreckenden Flansch (20) vorsteht, und ein Plateau (52) zwischen 
dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkör-
pers umfasst, wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau 
(52) und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers ausgebil-
det wird, wobei der Abstand zwischen dem Fortsatz (53) und der Sei-
tenwand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmigen 
Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des 
Aluminiumkapselkörpers eingeschlossen wird, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
des Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) 
verschlossen wird, wobei das Dichtungselement (28) derart ausge-
staltet ist, dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des 
Plateaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt 

O2020_002 

Seite 26 

und in der Verwendung beim Verschliessen des einschliessenden 
Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindestens eine 
erste Teil des Plateaus (52) dadurch abgesenkt wird, dass das freie 
Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) zum Verschlus-
selement (8) hin bewegt wird, sodass das Plateau (52) mindestens 
teilweise über das freie Kontaktende (30) gefaltet wird, wobei nach 
dem Verschliessen des einschliessenden Elements (6) mittels des 
Verschlusselements (8) der mindestens eine erste Teil des Plateaus 
(52) auf einer zweiten Höhe oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei 
die erste Höhe grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe 
null sein kann ist, wobei das Plateau (52) einen gekrümmten TeiI 
umfasst und die Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkör-
pers aus dem gleichen Blechmaterial hergestellt sind. 

2. System (1) Kapsel (2) gemäss Anspruch 1, wobei der Abstand zwi-
schen dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) des Aluminium-
kapselkörpers so ist, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmi-
gen Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der Seitenwand (16) 
des Aluminiumkapselkörpers kontaktiert wird, wenn die Kapsel (2) in 
dem einschliessenden Element (6) der Getränkezubereitungsvorrich-
tung (4) angeordnet ist und das einschliessende Element (6) mittels 
eines Verschlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4) verschlossen wird. 

3. System (1) Kapsel (2) gemäss Anspruch 1 oder 2, wobei der Fort-
satz (53), die Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers und das 
Plateau (52) so angeordnet sind, dass das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) von dem Plateau (52) kontaktiert wird, 
wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden Element (6) der Ge-
tränkezubereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das einschlies-
sende Element (6) mittels des Verschlusselements (8) der Getränke-
zubereitungsvorrichtung (4) verschlossen wird. 

4. System (1) Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei 
mindestens ein Fortsatz (50, 51, 53) ein Fortsatzoberteil umfasst und 
so konfiguriert ist, dass sein Fortsatzoberteil eine radiale Kraft auf das 
freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) ausübt, wenn 
die Kapsel (2) in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende 
Element (6) mittels des Verschlusselements (8) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) verschlossen wird. 

5. System (1) Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei 
mindestens ein Fortsatz (50, 51, 53) eine Fortsatz-Seitenwand (54) 
umfasst, die relativ zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch 
(20) des Aluminiumkapselkörpers geneigt ist. 

6. System (1) Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei 
das Plateau (52) im Wesentlichen flach ist. 

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7. System (1) Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei 
das Plateau (52) einen gekrümmten Teil umfasst. 

87. System (1) Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei 
das Plateau (52) im Wesentlichen flach ist und wobei das Plateau 
(52) relativ zu dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) des 
Aluminiumkapselkörpers geneigt ist. 

98. System (1) Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprü-
che, wobei die Dichtungsstruktur verformbar ist, sodass das Lager 
mindestens einen Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen 
Elements (41) fluiddicht umschliesst, wenn in der Verwendung der 
maximale Fluiddruck im einschliessenden Element (6) der Getränke-
zubereitungsvorrichtung (4) im Bereich von 6 bis 20 bar, vorzugswei-
se zwischen 12 und 18 bar ist. 

10. System (1) zur Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer 
Kapsel (2) unter der Verwendung eines Fluids, das unter Druck 
in die Kapsel (2) zugeführt wird, umfassend; 

eine Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein ein-
schliessendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei 
das einschliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum 
Zuführen von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) aufweist, wobei 
die Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlus-
selement (8), wie zum Beispiel eine Extraktionsplatte, umfasst, 
um das einschliessende Element (6) der Getränkezubereitungs-
vorrichtung (4) zu verschliessen, wobei das einschliessende 
Element (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein 
ringförmiges Element (41) umfasst, das eine Mittelachse des 
ringförmigen Elements (41) und ein freies Kontaktende (30) auf-
weist; 

eine Kapsel (2) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche. 

12109.System gemäss Anspruch 11 einem der vorgehenden Ansprüche, 
wobei das freie Kontaktende (30) des ringförmigen Elements (41) mit 
einer Vielzahl sich radial erstreckender offener Nuten (40) ausgestat-
tet ist.» 

13. Verwendung einer Kapsel (2) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 108 
in einer Getränkezubereitungsvorrichtung (4), umfassend ein ein-
schliessendes Element (6) zum Aufnehmen der Kapsel (2), wobei das 
einschliessende Element (6) ein Fluideinspritzmittel (10) zum Zufüh-
ren von Fluid unter Druck in die Kapsel (2) umfasst, wobei di Geträn-
kezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein Verschlusselement (8) zum 
Verschliessen des einschliessenden Elements (6) der Getränkezube-
reitungsvorrichtung (4) umfasst, wobei das einschliessende Element 
(6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) ferner ein ringförmiges 

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Seite 28 

Element (41) umfasst, das eine Mittelachse des ringförmigen Ele-
ments (41) und ein freies Kontaktende (30) aufweist.»  

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Klägerin, unter Einschluss der für die patentanwaltliche Beratung 
notwendigen Auslagen.» 

6.  
Die Stellungnahme der Klägerin zur Duplik erfolgte am 23. April 2021. Ei-
ne weitere Stellungnahme der Beklagten erfolgte am 7. Mai 2021. 

7.  
In der Folge wurden die Parteien auf den 4. November 2021 zur Haupt-
verhandlung vorgeladen. 

8.  
Am 29. Juni 2021 erstattete Richter André Werner sein Fachrichtervotum. 
Die Stellungnahmen der Parteien dazu erfolgten je mit Eingabe vom 
17. September 2021. 

9.  
Am 4. November 2021 fand die Hauptverhandlung statt.  

Prozessuales 

Zuständigkeit und anwendbares Recht 

10.  
Die Klägerin ist eine schweizerische Aktiengesellschaft mit Sitz in der 
Schweiz. Die Beklagte ist eine niederländische Gesellschaft mit be-
schränkter Haftung mit Sitz in Amsterdam, Niederlande. Es handelt sich 
somit um einen internationalen Sachverhalt. Die Nichtigkeitsklage richtet 
sich gegen ein nationales Patent. Gemäss Art. 1 Abs. 2 IPRG i.V.m. Art. 
22 Ziff. 4 LugÜ und Art. 26 Abs. 1 lit. a PatGG ist die örtliche und sachli-
che Zuständigkeit des Bundespatentgerichts gegeben.  

Gemäss Art. 110 Abs. 1 IPRG ist schweizerisches Recht anwendbar. 

11.  
Die Verfahrenssprache ist Deutsch (Art. 36 Abs. 1 PatGG). 

  

O2020_002 

Seite 29 

Feststellungsinteresse 

12.  
Gemäss Art. 28 PatG steht die Nichtigkeitsklage jedermann zu, der ein In-
teresse nachweist, wobei die Rechtsprechung geringe Anforderungen an 
dessen Nachweis stellt.1 Es genügt, wenn die Parteien in einem Wettbe-
werbsverhältnis stehen und der Schutzbereich des Streitpatents sich auf 
das Tätigkeitsgebiet der Klägerin erstreckt.2  

Die Ausführungen der Klägerin zum zwischen den Parteien bestehenden 
Wettbewerbsverhältnis sind von der Beklagten unbestritten geblieben.  

Ein Interesse der Klägerin an der Feststellung der Nichtigkeit des Streit-
patents ist somit gegeben. 

Neue tatsächliche Behauptungen und Beweismittel in der Stellung-
nahme zur Duplik 

13.  
Nach nunmehr gefestigter Rechtsprechung haben die Parteien im or-
dentlichen Verfahren wie auch im vereinfachten Verfahren zweimal unbe-
schränkt die Möglichkeit, sich zur Sache zu äussern und namentlich neue 
Tatsachen in den Prozess einzuführen. Danach haben sie nur noch unter 
den eingeschränkten Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO das 
Recht, neue Tatsachen und Beweismittel vorzubringen.3 Die Neuformulie-
rung von Patentansprüchen im Zivilprozess ist dem Vorbringen von No-
ven gleich zu achten.4 

Gemäss Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO werden neue Tatsachen und Beweis-
mittel berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht wurden und be-
reits vor Abschluss des Schriftenwechsels oder vor der letzten Instrukti-
onsverhandlung vorhanden waren, aber trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
vorher vorgebracht werden konnten (unechte Noven). 

Bringt die Beklagte in der Duplik neue Tatsachenbehauptungen und/oder 
Beweismittel ein, so ist der Sorgfaltsnachweis gemäss Art. 229 Abs. 1 lit. 
b ZPO erfüllt, wenn «die Dupliknoven für diese Noveneingabe kausal sind 
(…). Erforderlich ist einerseits, dass (erst) die Dupliknoven das Vorbrin-
                                                
1 BGE 116 II 196 E. 2 – «Doxycyclin III». 
2 BPatGer, Urteil O2012_030 vom 7. September 2013, E. 16.3 f. 
3 BGE 146 III 55 E. 2.3.1 – «Durchflussmessfühler». 
4 BGE 146 III 416 E. 4.1 m.w.H – «Gelenkpfanne». 

O2020_002 

Seite 30 

gen der unechten Noven veranlasst haben, andererseits, dass die unech-
ten Noven in technischer bzw. thematischer Hinsicht als Reaktion auf die 
Dupliknoven aufzufassen sind».5 

14.  
Der Klägerin wurde im Anschluss an den Eingang der Duplik durch die 
Beklagte Gelegenheit gegeben, zu neuen Begehren, Behauptungen und 
Beweismittel der Duplik Stellung zu nehmen. Die Klägerin hat dies in 
Form einer umfassenden Stellungnahme mit neuen Beweismitteln getan. 
Die Beklagte hat daraufhin beantragt, diese Stellungnahme als Ganzes 
nicht zu beachten.  

Nachdem die Beklagte mit der Duplik geänderte Rechtsbegehren einge-
reicht hat, was praxisgemäss als Vorbringen neuer tatsächlicher Behaup-
tungen gilt, sind alle neuen tatsächlichen Behauptungen und Beweismittel 
der Klägerin zu den neuen Ansprüchen kausal durch diese Änderungen 
verursacht und daher auch nach Eintritt des Aktenschlusses zulässig. In 
RZ 4 ihrer Stellungnahme weist die Klägerin explizit auf diesen Umstand 
hin. 

Die Beklagte hat durch die Änderungen an den Patentansprüchen des 
Streitpatents in der Duplik den Umfang der Stellungnahme zur Duplik im 
Wesentlichen selbst verursacht. Die Stellungnahme zur Duplik ist zu be-
achten. Soweit sich einzelne neue Behauptungen in der Stellungnahme 
zur Duplik finden, die nicht kausal auf neues Vorbringen in der Duplik zu-
rückzuführen sind, wären diese unbeachtlich. Das Gericht erkennt keine 
solchen Behauptungen, die massgeblich für den Ausgang des Verfahrens 
wären. 

Der Antrag der Beklagten, die Stellungnahme zur Duplik vom 23. April 
2021 nicht zu beachten, ist daher abzuweisen. 

Ausländische Verfahren 

15.  
Die Beklagte ist Inhaberin der deutschen Patentanmeldung DE 10 2016 
006 034.4 sowie des daraus abgezweigten deutschen Gebrauchsmusters 
DE 20 2016 106 171.7, welche Schutzrechte die gleichen Prioritäten wie 
das Streitpatent beanspruchen. DE 10 2016 006 034.4 wurde im Prü-
fungsverfahren mit Beschluss vom 6. März 2018 zurückgewiesen. Aus 

                                                
5 BGE 146 III 55 E. 2.5.2 – «Durchflussmessfühler». 

O2020_002 

Seite 31 

DE 20 2016 106 171.7 heraus hat die Beklagte gegen die Klägerin in 
Deutschland eine Verletzungsklage eingereicht und die Klägerin hat einen 
Antrag auf Löschung gegen dieses Schutzrecht eingereicht. Das Lö-
schungsverfahren betreffend DE 20 2016 106 171 U1 ist noch hängig. In 
einem Zwischenbescheid vom 19. April 2021 hat die Gebrauchsmuster-
abteilung des deutschen Patent- und Markenamtes festgehalten, dass es 
dem Gebrauchsmuster DE 20 2016 106 171 U1 nach vorläufiger Prüfung 
an Neuheit fehle. 

Das Patentamt von Grossbritannien und das europäische Patentamt ha-
ben Patentanmeldungen mit im wesentlichen gleichen Ansprüchen wie 
denjenigen, mit denen die Beklagte das Streitpatent verteidigt, zur Ertei-
lung zugelassen. 

Streitpatent 

16.  
Die Beklagte ist eingetragene Inhaberin des Streitpatents CH 711 079, 
das am 13. Mai 2016 angemeldet und dessen Erteilung am 15. Novem-
ber 2016 veröffentlicht wurde. Das Streitpatent beansprucht die Prioritä-
ten der WO PCT/NL2015/050349 vom 15. Mai 2015 und 
WO PCT/NL2016/050342 vom 13. Mai 2016. 

Technischer Hintergrund 

17.  
Das Streitpatent betrifft Kapseln, die eine Substanz zur Zubereitung eines 
Getränks enthalten (typischerweise gemahlenen Kaffee) zur Verwendung 
in Getränkezubereitungsmaschinen (d.h. Kaffeemaschinen). Der Stand 
der Technik in diesem Gebiet ist umfassend. Die Erfindung macht sich zur 
Aufgabe, das Dichtungselement zu verbessern, das an der Kapsel ange-
bracht ist und nach Einfügen der Kapsel in das einschliessende Element 
des Kapselhalters der Maschine letzteres abdichtet. 

O2020_002 

Seite 32 

  

Abbildung 1: Fig. 1 und 2 aus dem Streitpatent mit Kapsel 2, einschliessendem Element 6, 
Verschlusselement 8 und schematisch dargestelltem Dichtungselement 28 (linke 
Abbildung) und einschliessendem Element mit offenen Nuten 40 (rechte Abbildung) 

Bei gewissen Getränkezubereitungsvorrichtungen ist das freie Kontakt-
ende des einschliessenden Elements mit sich radial erstreckenden offe-
nen Nuten ausgestattet, die als Lufteinlässe wirken, nachdem die Kraft 
zwischen dem einschliessenden Element und dem Kapselhalter gelöst 
wird, sodass es für einen Benutzer leichter ist, die Kapsel herauszuneh-
men (Abs. [0006]). Gemäss dem Streitpatent erschweren es diese offe-
nen Nuten, eine wirksame Abdichtung zu erzielen. 

Unabhängiger Anspruch 1 

18.  
Das Patent löst die subjektive Aufgabe, ein alternatives Dichtungselement 
zur Verfügung zu stellen, das relativ leicht herzustellen ist, umweltfreund-
lich ist und eine zufriedenstellende Abdichtung selbst dann erzielt, wenn 
das freie Kontaktende des einschliessenden Elements (Kapselhalter) mit 
sich radial erstreckenden offenen Nuten ausgestaltet ist (Abs. [0007] mit 
einer Kapsel gemäss unabhängigem Anspruch 1, der hier in der geänder-
ten Fassung gemäss Duplik und in der beklagtischen Merkmalsgliede-
rung wiedergegeben wird: 

1 Kapsel, 

1.1  enthaltend eine Substanz zur Zubereitung eines trinkbaren 
Getränks durch Extrahieren und/oder Lösen der Substanz 
mittels der Zufuhr eines Fluids unter Druck in die Kapsel, 

1.2. wobei die Kapsel einen Aluminiumkapselkörper umfasst, 

1.2.1  der eine mittlere Kapselkörperachse hat, 

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Seite 33 

1.2.2  wobei der Aluminiumkapselkörper mit einem Boden, 
einer Seitenwand und einem sich nach aussen er-
streckenden Flansch ausgestattet ist, 

1.3 wobei die Kapsel ferner einen Aluminiumdeckel umfasst, 

1.3.1 der auf dem sich nach aussen erstreckenden 
Flansch befestigt ist, 

1.3.2 wobei der Deckel die Kapsel hermetisch abschliesst, 

1.4 wobei die Kapsel ferner ein Dichtungselement an dem sich 
nach aussen erstreckenden Flansch umfasst, 

1.4.1 um einen fluiddichten Kontakt mit einem ein ringför-
miges Element mit einer Mittelachse und einem 
freien Kontaktende umfassenden einschliessenden 
Element einer Getränkezubereitungsvorrichtung vor-
zusehen, wenn die Kapsel in dem einschliessenden 
Element der Getränkezubereitungsvorrichtung ange-
ordnet ist und das einschliessende Element mittels 
eines Verschlusselements der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung, wie zum Beispiel einer Extraktions-
platte der Getränkezubereitungsvorrichtung, ver-
schlossen wird, 

1.4.2  sodass der sich nach aussen erstreckende Flansch 
der Kapsel und mindestens ein Teil des Dichtungs-
elements der Kapsel zwischen dem einschliessenden 
Element und dem Verschlusselement der Getränke-
zubereitungsvorrichtung in dichtendem Eingriff sind, 

dadurch gekennzeichnet, dass 

1.5  die Kapsel ein Lager für das einschliessende Element der 
Getränkezubereitungsvorrichtung ausbildet, wenn die Kap-
sel in dem einschliessenden Element der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung angeordnet ist und das einschliessende 
Element mittels eines Verschlusselements der Getränkezu-
bereitungsvorrichtung verschlossen wird, 

1.5.1  und das Lager dabei mindestens einen Teil des freien 
Kontaktendes des ringförmigen Elements um-
schliesst, 

O2020_002 

Seite 34 

1.5.2  wobei das Lager derart ausgebildet ist, dass vor der 
Verwendung mindestens ein erster Teil des Lagers 
auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels liegt, 

1.5.3  und in der Verwendung beim Schliessen des ein-
schliessenden Elements mittels des Verschlussele-
ments der mindestens eine erste Teil des Lagers 
dadurch abgesenkt wird, dass das freie Kontaktende 
des ringförmigen Elements zum Verschlusselement 
hin bewegt wird, 

1.5.4  wobei das Lager mindestens teilweise über das freie 
Kontaktende des ringförmigen Elements gefaltet 
wird, 

1.5.5  sodass nach dem Schliessen des einschliessenden 
Elements mittels des Verschlusselements der min-
destens ein erster Teil des Lagers auf einer zweiten 
Höhe oberhalb des Deckels liegt, 

1.5.6 wobei die erste Höhe grösser als die zweite Höhe ist 
und die zweite Höhe null sein kann, 

2.1  wobei das Lager, welches im Zustand, in dem die Kapsel (2) 
in dem einschliessenden Element (6) der Getränkezuberei-
tungsvorrichtung (4) angeordnet ist und das einschliessende 
Element (6) mittels des Verschlusselements (8) der Geträn-
kezubereitungsvorrichtung (4) verschlossen ist, mindestens 
einen Teil des freien Kontaktendes (30) des ringförmigen 
Elements (41) umschliesst, mindestens teilweise durch das 
Dichtungselement (28) ausgebildet wird,  

6.1  wobei das Dichtungselement (28) einen Fortsatz (53), der 
von dem sich nach aussen erstreckenden Flansch (20) vor-
steht, und ein Plateau (52) zwischen dem Fortsatz (53) und 
der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers umfasst,  

6.2.  wobei das Lager von dem Fortsatz (53), dem Plateau (52) 
und der Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers aus-
gebildet wird,  

6.3  wobei der Abstand zwischen dem Fortsatz (53) und der Sei-
tenwand (16) so ist, dass das freie Kontaktende (30) des 
ringförmigen Elements (41) von dem Fortsatz (53) und der 
Seitenwand (16) des Aluminiumkapselkörpers eingeschlos-
sen wird, wenn die Kapsel (2) in dem einschliessenden Ele-

O2020_002 

Seite 35 

ment (6) der Getränkezubereitungsvorrichtung (4) angeord-
net ist und das einschliessende Element (6) mittels des Ver-
schlusselements (8) der Getränkezubereitungsvorrichtung 
(4) verschlossen wird,  

6.4  wobei das Dichtungselement (28) derart ausgestaltet ist, 
dass vor der Verwendung mindestens ein erster Teil des Pla-
teaus (52) auf einer ersten Höhe oberhalb des Deckels (14) 
liegt  

6.5  und in der Verwendung beim Verschliessen des einschlies-
senden Elements (6) mittels des Verschlusselements (8) der 
mindestens eine erste Teil des Plateaus (52) dadurch abge-
senkt wird, dass das freie Kontaktende (30) des ringförmi-
gen Elements (41) zum Verschlusselement (8) hinbewegt 
wird,  

6.6  sodass das Plateau (52) mindestens teilweise über das freie 
Kontaktende (30) gefaltet wird,  

6.7  wobei nach dem Verschliessen des einschliessenden Ele-
ments (6) mittels des Verschlusselements (8) der mindes-
tens eine erste Teil des Plateaus (52) auf einer zweiten Hö-
he oberhalb des Deckels (14) liegt, wobei die erste Höhe 
grösser als die zweite Höhe ist und die zweite Höhe null sein 
kann, 

15  und dass die Dichtungsstruktur und der Rest des Kapselkörpers 
aus dem gleichen Blechmaterial hergestellt sind. 

19.  
Der unabhängige Anspruch 16 ist auf ein «System» zur Zubereitung ei-
nes Getränks gerichtet, d.h. auf Kapsel und Getränkezubereitungsvorrich-
tung (Kaffeemaschine). Er wird hinten, E. 44, wiedergegeben. Der unab-
hängige Anspruch 18 ist ein Verwendungsanspruch, gerichtet auf die 
Verwendung einer Kapsel gemäss einem der Erzeugnisansprüche 1-9 in 
einer Getränkezubereitungsvorrichtung (hinten, E. 46). 

Massgeblicher Fachmann 

20.  
Die Kenntnisse und Fähigkeiten des massgeblichen Fachmannes sind in 
zwei Schritten zu bestimmen: Zuerst ist das für die zu beurteilende Erfin-
dung massgebliche Fachgebiet, anschliessend Niveau und Umfang der 
Fähigkeiten und Kenntnisse des Fachmannes des entsprechenden Fach-

O2020_002 

Seite 36 

gebiets zu bestimmen. Das massgebliche Fachgebiet bestimmt sich nach 
dem technischen Gebiet, auf dem das von der Erfindung gelöste Problem 
liegt.6 

Die Fähigkeiten und Kenntnisse des Fachmannes umschreibt das Bun-
desgericht mit der Formulierung, der durchschnittlich gut ausgebildete 
Fachmann, auf den bei der Beurteilung der erfinderischen Tätigkeit abge-
stellt werde, sei «weder ein Experte des betreffenden technischen Sach-
gebiets noch ein Spezialist mit hervorragenden Kenntnissen. Er muss 
nicht den gesamten Stand der Technik überblicken, jedoch über fundierte 
Kenntnisse und Fähigkeiten, über eine gute Ausbildung sowie ausrei-
chende Erfahrung verfügen und so für den in Frage stehenden Fachbe-
reich gut gerüstet sein».7 Was dem fiktiven Fachmann fehlt, ist jede Fä-
higkeit des assoziativen oder intuitiven Denkens.8 

Wo ein Problem mehrere technische Gebiete beschlägt, kann die fiktive 
Fachperson aus einem Team von Fachleuten aus unterschiedlichen 
Fachgebieten gebildet werden.9 

Die Beklagte umschreibt den Fachmann in der Klageantwort wie folgt: 
Beim Fachmann handelt es sich dabei um einen Maschinenbauingenieur 
mit Kenntnissen in der Mechanik und Erfahrung in der Entwicklung sol-
cher Kapseln, der die gängigen Getränkezubereitungsvorrichtungen zur 
Zubereitung eines trinkbaren Getränks aus einer Kapsel kennt.  

Dieser Umschreibung wird seitens der Klägerin nicht widersprochen. Da-
mit kann im Folgenden von einem Fachmann ausgegangen werden, der 
ein Maschinenbauingenieur mit Kenntnissen in der Mechanik ist und Er-
fahrung in der Entwicklung von Kapseln besitzt und der die gängigen Ge-
tränkezubereitungsvorrichtungen zur Zubereitung eines trinkbaren Ge-
tränks aus einer Kapsel kennt. Konkret bedeutet dies: Kenntnisse in Be-
zug auf Materialen und deren Eigenschaften für derartige Kapseln, 
Kenntnisse in Bezug auf den Aufbau solcher Kapseln, Kenntnisse in Be-
zug auf die Eigenschaften zur Verwendung in Extraktionsmaschinen und 
Kenntnisse der Wirkungsweise des Schliess- und Betätigungsmechanis-
mus derartiger Maschinen. 

                                                
6 BPatGer, Urteil S2017_001 vom 1. Juni 2017, E. 4.4. 
7 BGE 120 II 71 E. 2. 
8 BGE 120 II 312 E. 4b – «cigarette d‘un diamètre inférieur»; CR-PI-LBI-
Scheuchzer, Art. 1 N 122. 
9 BGE 120 II 71 E. 2 – «Wegwerfwindel»; BPatGer, Urteil S2017_001 vom 1. 
Juni 2017, E. 4.4. 

O2020_002 

Seite 37 

Auslegung der geltend gemachten Patentansprüche 

21.  
Patentansprüche sind nach den Grundsätzen von Treu und Glauben,10 
d.h. der Bereitschaft, den Anspruch zu verstehen und ihm einen vernünf-
tigen technischen Sinn zu geben, zu lesen.11 Dabei ist grundsätzlich vom 
Patentanspruch als Ganzes auszugehen.12 Wo sich einem Anspruch 
auch nach Auslegung unter Berücksichtigung von Beschreibung und 
Zeichnungen keine glaubhafte technische Lehre entnehmen lässt, trägt 
der Patentinhaber die Folgen der unrichtigen, unvollständigen oder wi-
dersprüchlichen Definition des beanspruchten Gegenstandes.13 

Patentansprüche sind aus der Sicht des massgebenden Fachmanns im 
Lichte der Beschreibung und der Zeichnungen auszulegen (Art. 51 Abs. 3 
PatG). Das allgemeine Fachwissen ist als sogenannter liquider Stand der 
Technik ebenfalls Auslegungsmittel.14 Definiert die Patentschrift einen 
Begriff nicht abweichend, so ist vom üblichen Verständnis im betreffenden 
technischen Gebiet auszugehen. 

Patentansprüche sind funktional auszulegen, d.h. ein Merkmal soll so 
verstanden werden, dass es den vorgesehenen Zweck erfüllen kann.15 
Der Anspruch soll so gelesen werden, dass die im Patent genannten Aus-
führungsbeispiele wortsinngemäss erfasst werden; andererseits ist der 
Anspruchswortlaut nicht auf die Ausführungsbeispiele einzuschränken, 
wenn er weitere Ausführungsformen erfasst.16 Wenn in der Rechtspre-
chung von einer «breitesten Auslegung» von Anspruchsmerkmalen ge-
sprochen wird,17 so muss das derart verstandene Merkmal immer in der 
Lage sein, seinen Zweck im Rahmen der Erfindung zu erfüllen. D.h. der 
Anspruch ist grundsätzlich nicht unter seinem Wortlaut auszulegen, aber 

                                                
10 BGE 107 II 366 E. 2 – «Liegemöbel-Gestell». 
11 Die ständige Rechtsprechung der Beschwerdekammern des EPA, verwendet 
den Ausdruck «with a mind willing to understand», z.B. T 190/99 vom 6. März 
2001, E. 2.4. 
12 BGE 107 II 366 E. 2 – «Liegemöbel-Gestell». 
13 Vgl. T 1018/02 vom 9. Dezember 2003, E. 3.8; BGer, Urteil 4A_490/2020 vom 
25. Mai 2021, E. 6.1 – «Lumenspitze» (zur Publikation vorgesehen); Urteil 
4A_581/2020 vom 26. März 2021, E. 3 – «Peer-to-Peer Protokoll». 
14 BGer, Urteil 4A_541/2013 vom 2. Juni 2014, E. 4.2.1 – «Fugenband». 
15 BRUNNER, Der Schutzbereich europäisch erteilter Patente aus schweizerischer 
Sicht – eine Spätlese, sic! 1998, 348 ff., 354. 
16 BPatGer, Urteil O2013_008 vom 25. August 2015, E. 4.2 – «elektrostatische 
Pulversprühpistole». 
17 BPatGer, Urteil O2013_008 vom 25. August 2015, E. 4.2 – «elektrostatische 
Pulversprühpistole». 

O2020_002 

Seite 38 

auch nicht so, dass Ausführungsformen erfasst werden, die die erfin-
dungsgemässe Wirkung nicht erzielen.18 

Die Entstehungsgeschichte bzw. das Erteilungsverfahren ist für die Aus-
legung der Patentansprüche nicht massgebend.19 Noch weniger relevant 
sind entsprechend die Erteilungsgeschichten anderer Patente aus der 
gleichen Patentfamilie, weshalb die entsprechenden Argumente der Par-
teien nicht weiter berücksichtigt werden. 

Auslegung von «Aluminium» 

22.  
Die Klägerin legt den Begriff «Aluminiumkapselkörper» (Merkmal 1.2) und 
«Aluminiumdeckel» (Merkmal 1.3) breit aus, wonach unter dem Begriff 
«Aluminium» auch eine Aluminiumlegierung oder ein Schichtwerkstoff mit 
Aluminium, wie ein Laminat, umfasst sein könne. Die Beklagte wider-
spricht dieser Betrachtungsweise und will den Begriff «Aluminium» in die-
sem Zusammenhang eng verstehen, insbesondere mit Verweis auf unter-
schiedliche physikalische Eigenschaften von Aluminium in Vergleich bei-
spielsweise zu Kunststoff oder auch Laminaten. Dazu wird durch die Be-
klagte darauf hingewiesen, dass es für den Fachmann im Kontext der 
Beschreibung des Streitpatentes klar sei, dass diese unterschiedlichen 
physikalischen Eigenschaften von Aluminium insbesondere die Verform-
barkeit im Hinblick auf den Erhalt eines fluiddichten Kontaktes betreffen. 
Ausser einem einzigen Abschnitt der Beschreibung (Abs. [0046]), in dem 
ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass auch eine Aluminiumlegie-
rung unter dem Begriff Aluminium eingeschlossen sei, findet sich aller-
dings kein weiterer Hinweis auf diesbezügliche spezifischen Eigenschaf-
ten des Kapselmaterials. 

In Bezug auf das Material des Dichtungselementes wurde erst mit der 
Duplik als einschränkendes bzw. präzisierendes Merkmal in den Haupt-
anspruch aller Rechtsbegehren aufgenommen, dass die Dichtungsstruk-
tur und der Rest des Kapselkörpers «aus dem gleichen Blechmaterial 
hergestellt» sind. Die Beklagte weist auch darauf hin, dass im Stand der 
Technik ein Laminat, das auch Aluminium enthält, als anderes Material 
als Aluminium dargestellt werde.  

                                                
18 BPatGer, Urteil O2016_009 vom 18. Dezember 2018, E. 25 – 
«Durchflussmessfühler»; BPatGer, Urteil S2018_007 vom 2. Mai 2019, E. 14 – 
«Werkzeugeinrichtung». 
19 BGE 143 III 666 E. 4.3 – «Pemetrexed II». 

O2020_002 

Seite 39 

23.  
Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch ist Aluminium das chemische 
Element mit dem Elementsymbol AI und der Ordnungszahl 13. Der 
Fachmann weiss nun aber, dass für technische Anwendungen wie den im 
Streitpatent beschriebenen Kapselkörper Aluminium in Reinform wegen 
seiner Materialeigenschaften ungeeignet ist. In der Praxis werden daher 
meist Aluminiumlegierungen eingesetzt, die dennoch als «Aluminium» 
bezeichnet werden. Nichts anderes ergibt sich aus der Beschreibung des 
Streitpatents (Abs. [0046]). 

Hingegen wird ein Aluminiumlaminat im allgemeinen Sprachgebrauch 
nicht als «Aluminium», sondern eben als Aluminiumlaminat oder Alumini-
um-Mehrschichtfolie bezeichnet. Als Indiz für diesen Gebrauch kann die 
von der Beklagten angeführte Patentanmeldung WO 2014/184652 A1 ge-
sehen werden, die ebenfalls eine Kapsel für ein Getränkezubereitungs-
system beschlägt. Dort wird auf S. 7:14-16 unterschieden zwischen Alu-
minium, Aluminiumlegierung und einem Laminat, umfassend mindestens 
eine Schicht aus Aluminium. Mehr als ein Indiz liegt darin allerdings nicht, 
denn wie ein Begriff in einer anderen Patentschrift gebraucht wird, ist für 
die Auslegung grundsätzlich nicht bestimmend. Entscheidend ist, dass 
die Klägerin nicht aufzeigen kann, dass die Patentschrift abweichend vom 
allgemeinen Sprachgebrauch unter Aluminium auch ein Aluminiumlami-
nat, d.h. eine Mehrschichtenfolie mit Schichten, die nicht nur aus Alumini-
um(legierungen) bestehen, versteht. 

«Aluminiumkapselkörper» und «Aluminiumdeckel» sind entsprechend als 
bestehend aus Aluminium, bzw. einer Aluminiumlegierung, zu verstehen. 

Auslegung von «wobei der Deckel die Kapsel hermetisch ab-
schliesst» 

24.  
Die Beklagte will den Begriff gemäss Merkmal 1.3.2 derart verstanden 
wissen, dass der auf die Kapsel aufgesetzte Deckel die Eigenschaft auf-
weisen muss, dass damit das Kapselinnere «absolut» gegenüber der 
Aussenwelt abgeschlossen ist, so dass ein Materieaustausch ausge-
schlossen ist.  

Die Klägerin entnimmt der Beschreibung, dass die Kapsel mit dem De-
ckel «versiegelt» sein kann (unter Hinweis auf Abs. [0046]). Die von der 

O2020_002 

Seite 40 

Beklagten vertretene Auslegung sei auf den Bereich der Chemie be-
schränkt. 

25.  
Im allgemeinen technischen Sprachgebrauch wird «hermetischer Ver-
schluss» verstanden als ein absolut dichter, keinen Materieaustausch zu-
lassenden Abschluss (Falbe/Regitz, Römpp Chemie Lexikon, 9. Aufl. 
Stuttgart 1990). Aus dem Streitpatent ergibt sich keine abweichende Ver-
wendung. «Versiegeln» bedeutet unter anderem «so verschliessen, dass 
bestimmte Stoffe (Flüssigkeiten, Gase, Staub) nicht eindringen oder ent-
weichen können.20 

Der Fachmann erkennt, dass die beanspruchten Kapseln in der Regel in 
einer Umgebung mit Atemluft gelagert werden. Unter einem «hermeti-
schen Abschluss» i.S.d. Anspruchs ist damit ein Verschluss zu verstehen, 
der luftdicht ist. 

Auslegung von «Flansch»  

26.  
Die Beklagte will zwischen «Flansch» und «Dichtungselement» unter-
scheiden. Der Flansch umfasse weder «Pl