# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9caf41e7-8f49-5f10-bf4d-9e0b69676202
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.09.2025 200 2024 592
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-592_2025-09-17.pdf

## Full Text

IV 200 2024 592 
KNB/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. September 2025

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Wiedmer 
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Juli 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 2 -

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
zuletzt als ... tätig, meldete sich im Februar 2024 unter Hinweis auf eine 
mittelgradig bis schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom 
(ICD-10 F32.11) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen; 
sie holte insbesondere die Akten des zuständigen Taggeldversicherers ein, 
beinhaltend u.a. eine von dieser veranlasste psychiatrische Einschätzung 
vom 10. Dezember 2023 (act. II 11.2 S. 4 ff.). Mit Vorbescheid vom 
25. April 2024 (act. II 25) stellte die IVB dem Versicherten die Verneinung 
eines Rentenanspruchs in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (act. II 29) 
und Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD) vom 19. Juli 2024 (act. II 36 S. 3 ff.) verneinte die IVB mit Verfügung 
vom 24. Juli 2024 (act. II 37) entsprechend dem Vorbescheid einen Ren-
tenanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 6. September 2024 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde. Er beantragte, die angefochtene 
Verfügung vom 24. Juli 2024 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei zur 
Einholung eines psychiatrischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 24. Juni 2025 beantragte der Beschwerdeführer die Sis-
tierung des Verfahrens bis zum Vorliegen eines psychiatrischen Gutach-
tens, das im vor dem Regionalgericht hängigen Zivilverfahren zwischen ihm 
und dem Taggeldversicherer in Auftrag gegeben worden sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 3 -

Mit Schreiben vom 11. Juli 2025 kündigte der Instruktionsrichter dem Be-
schwerdeführer an, dem Sistierungsantrag nicht zu entsprechen. Mit pro-
zessleitender Verfügung vom 11. September 2025 wurde der besagte An-
trag, wie angekündigt, abgewiesen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Juli 2024 
(act. II 37). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 4 -

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 5 -

Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Inter-
ferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen 
nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein 
bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dau-
erhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen 
gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Er-
krankung geschlossen werden kann. Attestieren die psychiatrischen Fach-
personen bei diesen Konstellationen trotz Verneinung einer schweren psy-
chischen Störung ohne (allenfalls auf Nachfrage hin erfolgte) schlüssige 
Erklärung eine namhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, besteht für 
die Versicherung oder das Gericht Grund dafür, der medizinisch-
psychiatrischen Folgenabschätzung die rechtliche Massgeblichkeit zu ver-
sagen (BGE 148 V 49; SVR 2024 IV Nr. 30 S. 102, 8C_492/2023 E. 5.1).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 6 -

Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Im Bericht vom 18. August 2023 erwähnte Dr. med. C.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, eine zunehmende Belastungssi-
tuation am Arbeitsplatz mit beginnender Anpassungsstörung seit Monaten. 
Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 3. August 2023 (Be-
handlungsbeginn) bis zum 23. August 2023 (act. II 11.3 S. 3). Die Arbeits-
aufnahme sei "offen". Aktuell beständen eine Erschöpfung sowie eine Kon-
zentrations- und Schlafstörung (act. II 11.3 S. 4).

3.1.2 Im Bericht vom 7. November 2023 erklärte Dr. med. D.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, der Beschwerdeführer sei 
seit dem 31. Oktober 2023 in einer integrierten psychiatrisch-
psychotherapeutischen Behandlung mit wöchentlichen Konsultationen, 
begleitet von einer Psychopharmakotherapie. Die Arbeitsunfähigkeit sei 
aufgrund einer schweren rezidivierenden depressiven Störung, gegenwär-
tig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), zu 
bestätigen (act. II 11.3 S. 1). Die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischen 
Gründen sehr erschwert, vor allem was die Anforderungen an Flexibilitäts- 
und Umstellungs-, Widerstands- und Durchhalte- sowie Selbstbehaup-
tungsfähigkeit anbelange. Aktuell seien in der Informationsverarbeitung und 
-bewertung und im Reaktionsvermögen gewisse Beeinträchtigungen vor-
handen. Genauso seien auch in der Risikobewertung, Rücksichtnahme und 
Impulskontrolle derzeit objektivierbare Einschränkungen, welche die Fahr-
eignung beeinflussten, vorhanden. Deswegen sei der Beschwerdeführer in 
seiner aktuellen Tätigkeit als ... zu 100 % arbeitsunfähig (act. II 11.3 S. 2).

3.1.3 In dem vom Taggeldversicherer veranlassten Bericht vom 10. De-
zember 2023, bezeichnet als "Plausibilisierung der Arbeitsunfähigkeit", dia-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 7 -

gnostizierte Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0). Aktuell betrage in 
der angestammten Tätigkeit die Arbeitsunfähigkeit 100 %, ab 1. März 2024 
sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (schrittweise Steigerung 
um jeweils 20 % nach jeweils zwei Wochen). Der Beschwerdeführer berich-
te, am 16. September 2023 aus ... zurückgekommen zu sein, er sei selbst 
mit dem Auto gefahren, habe die Fahrt auf zwei Tage verteilt. Dies zeige, 
dass doch ein erhaltenes Funktionsniveau vorhanden sei, zumal der Be-
schwerdeführer berichtet habe, dass es ihm seitdem besser gehe. Auf-
grund der Schlafstörungen bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit für …. 
Bezüglich … tagsüber sollte eine schrittweise Wiedereingliederung erfolgen 
(act. II 11.2 S. 8). Bei der eingeschätzten Arbeitsunfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit handle es sich nicht um eine rein auf den aktuellen Ar-
beitsplatz bezogene Einschätzung. Die Beeinträchtigungen beständen in 
allen Tätigkeitsbereichen. Die Behandlung sei leitliniengerecht, es sei be-
reits eine Besserung des Zustandsbildes eingetreten (act. II 11.2 S. 9).

3.1.4 In der Stellungnahme vom 29. Dezember 2023 hielt Dr. med. 
D.________ fest, seit ihrer letzten Einschätzung vom November 2023 habe 
sich in Bezug auf die bis aktuell durchgeführte Therapie und den Krank-
heitsverlauf nichts Zentrales geändert. Das Gutachten von Dr. med. 
E.________ erscheine wenig fundiert und unvollständig. Seine Schlüsse 
über die Diagnose (er stelle die Diagnose einer Anpassungsstörung) und 
die Auswirkung der psychiatrischen Störung auf die Arbeits- und Eingliede-
rungsfähigkeit erschienen unvollständig. Wie dieser selbst beschreibe, lei-
de der Beschwerdeführer unter einer ausgeprägten Affektlabilität, die sich 
mit Hilfe der Therapie und Medikation leicht gebessert habe (act. II 23 
S. 7). Im Gutachten erwähne Dr. med. E.________ die Reise nach ... . 
Nach dieser Reise beschreibe der Beschwerdeführer eine massive psychi-
sche Verschlechterung. Anschliessend habe er die Therapie aufgesucht. 
Das Zustandsbild habe sich durch die aktuelle Entlastung verändert. Die 
aktuellen Ressourcen wie Motivation, Therapieverbindlichkeit und seine 
Bereitschaft an sich und seinen Problemen zu arbeiten, hätten zur Verbes-
serung beigetragen. Weiterhin vorhanden seien die kognitiven Einschrän-
kungen mit Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche und Tagesmüdigkeit. 
Es seien weiterhin depressionsbedingte Einschränkungen vorhanden, die-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 8 -

se wie erwähnt, jedoch weniger ausgeprägt als zu Therapiebeginn. Es 
handle sich um eine mittelgradig bis schwere depressive Episode mit so-
matischem Syndrom (ICD-10 F32.11), im Hintergrund einer Persönlichkeit 
mit leistungsorientierten Zügen mit Problemen in Bezug auf die Lebensbe-
wältigung (ICD-10 Z73; act. II 23 S. 8). Die Arbeitsunfähigkeit sei derzeit zu 
100 % einzuschätzen und die Fahreignung nicht gegeben (act. II 23 S. 10).

3.1.5 Im Bericht vom 8. Februar 2024 erläuterte der beratende Arzt des 
Taggeldversicherers, Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, im Bericht von Dr. med. E.________ werde zwar die Dia-
gnose einer leichten depressiven Episode nicht anhand der Kriterien der 
ICD-10 hergeleitet, sie könne allerdings anhand der Ausführungen zu den 
subjektiven Beschwerden und den objektiven Befunden nachvollzogen 
werden. Vor diesem Hintergrund wirke die Einschätzung der Arbeitsun-
fähigkeit vergleichsweise "grosszügig", zumal aus versicherungspsychiatri-
scher Sicht bei Bestehen einer leichtgradigen depressiven Episode keine 
derart ausgeprägte Psychopathologie vorliege, die eine relevante Arbeits-
unfähigkeit begründen würde. Zum Bericht von Dr. med. D.________ vom 
29. Dezember 2023 sei festzuhalten, dass verschiedene Unstimmigkeiten 
auffielen. Es werde die … mit der Arbeitsfähigkeit gleichgestellt, was aus 
versicherungsmedizinischer Sicht nicht nachvollziehbar sei. Darüber hinaus 
werde fälschlicherweise behauptet, dass sich seit November 2023 nichts 
Zentrales geändert habe (act. II 11.2 S. 2). Ebenso werde fälschlicherweise 
behauptet, Dr. med. E.________ habe die Diagnose einer Anpassungs-
störung gestellt, was nicht zutreffe. Er habe die Diagnose einer leichten 
depressiven Episode gestellt. Eine geltend gemachte Verschlechterung des 
Gesundheitszustands könne in der Zusammenschau nicht nachvollzogen 
werden. Es würden keine Aspekte genannt, die bei der Begutachtung un-
gewürdigt geblieben seien (act. II 11.2 S. 3).

3.1.6 Im Bericht vom 20. Februar 2024 hielt Dr. med. C.________ fest, 
der Beschwerdeführer leide aktuell unter einer Gicht, mit akutem Gicht-
schub am rechten Fuss. Das Gehen sei aktuell schmerzbedingt massiv 
eingeschränkt. Die Therapie sei Schonen, Hochlagern, Kühlen sowie eine 
antiinflammatorische Analgesie. Diesbezüglich müsste der Beschwerdefüh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 9 -

rer aus körperlichen Gründen zu 100% krankgeschrieben werden, dies für 
ca. zwei bis drei Wochen (act. II 23 S. 6).

3.1.7 Im Bericht vom 22. Februar 2024 erwähnte Dr. med. D.________, in 
Bestätigung der von ihr bisher gestellten Diagnose (act. II 21 S. 2), der Be-
schwerdeführer sei aufgrund der kognitiven und psychischen Einschrän-
kungen aktuell nach wie vor nicht in der Lage, den Anforderungen seiner 
beruflichen Tätigkeit im üblichen Rahmen nachzukommen. Er benötige auf 
jeden Fall eine langfristige Therapie (act. II 21 S. 3).

3.1.8 Im Bericht vom 22. Mai 2024 diagnostizierte Dr. med. D.________ 
zu Handen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers eine mittelgradige 
bis schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 
F32.11), derzeit teils remittiert, im Hintergrund einer Persönlichkeit mit leis-
tungsorientierten Zügen, Probleme in Bezug auf die Lebensbewältigung 
(ICD-10 Z73; act. II 29 S. 3). Insgesamt habe der Therapieprozess einen 
positiven Verlauf gezeigt. Der Beschwerdeführer habe sichtlich an Motivati-
on, Belastbarkeit, Flexibilität und Energie gewonnen. Aktuell könne er sei-
nen Alltag besser bewältigen, Freude an gewissen Aufgaben wieder finden 
und sich eine Wiederaufnahme seiner beruflichen Tätigkeit, jedoch in ei-
nem neuen beruflichen Kontext, wieder vorstellen. Diesbezüglich zeige er 
sich motiviert, eine 50%Arbeitsstelle zu suchen (act. II 29 S. 4). Der Be-
schwerdeführer fahre im Alltag wieder problemlos Auto. Aktuell sei von 
einer leichten, teils remittierten Depression auszugehen. Der bedeutende 
Auslöser der Depression seien die ungünstigen, sehr schwierigen berufli-
chen Umstände gewesen. Sobald der Beschwerdeführer Abstand vom 
Stressor genommen habe, habe er seine Ressourcen wieder einsetzen 
können und sei im Verlauf ruhiger und zuversichtlicher geworden. Aktuell 
sei er aus psychiatrischer Sicht zu 20 % arbeitsfähig. Ab Mitte Juni sei eine 
Steigerung auf 50 % geplant (act. II 29 S. 5).

3.1.9 In der Stellungnahme des RAD vom 19. Juli 2024 (act. II 36 S. 3 ff.) 
führte Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
aus, die Angabe (im Bericht von Dr. med. D.________ vom 7. November 
2023) einer "schweren rezidivierenden depressiven Störung" einerseits und 
einer "gegenwärtig mittelgradigen Episode" andererseits erscheine diskre-
pant. Die ICD-10-Kodierung F33.11 würde einer rezidivierenden depressi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 10 -

ven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syn-
drom, entsprechen. Anhand des Berichts seien unter Einbezug der ent-
sprechenden Kriterien gemäss ICD-10 weder eine rezidivierende depressi-
ve Störung noch eine mittelgradige depressive Episode ausreichend aus-
gewiesen. Entgegen dem Bericht von Dr. med. D.________ vom 29. De-
zember 2023 werde im Gutachten von Dr. med. E.________ die Diagnose 
einer leichten depressiven Episode (und nicht einer Anpassungsstörung) 
gestellt. Anhand des Berichts der behandelnden Psychiaterin seien unter 
Einbezug der entsprechenden Kriterien der ICD-10 weder eine mittelgradi-
ge (und schon gar nicht eine schwere) depressive Episode noch ein soma-
tisches Syndrom ausreichend ausgewiesen. Die Herleitung der 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit sei nicht ausreichend auszumachen (act. II 36 S. 5). An-
hand des Berichts vom 22. Mai 2024 sei unter Einbezug der entsprechen-
den Kriterien der ICD-10 eine leichte depressive Episode nicht ausreichend 
ausgewiesen und von einer Remission der depressiven Episode auszuge-
hen. Die Einschätzung der 20%igen Arbeitsfähigkeit sei nicht nachvollzieh-
bar (act. II 36 S. 6). Zusammenfassend sei aus RAD-ärztlicher Sicht an-
hand der Akten unter Einbezug der Standardindikatoren ein invalidisieren-
der Gesundheitsschaden nicht ausgewiesen (act. II 36 S. 7). 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 11 -

S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können beweiskräf-
tig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 
um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizini-
schen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch 
in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste 
(SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-
sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 
65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des Bun-
desgerichts 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht 
publ. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 24. Juli 2024 (act. II 37) basiert in 
medizinischer Hinsicht vorab auf der Aktenbeurteilung des RAD-
Psychiaters Dr. med. G.________ vom 19. Juli 2024 (act. II 36 S. 3 ff.). 
Diese erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Be-
weiswert solcher Aktenberichte gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hier-
vor). Die darin enthaltenen Feststellungen und Ausführungen sind in 
Kenntnis bzw. Würdigung der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der 
geklagten Einschränkungen getroffen worden. Gestützt darauf hat der 
RAD-Arzt die medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und die daraus 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand und dessen Ver-
lauf nachvollziehbar begründet dargestellt. Dass Dr. med. G.________ kei-
ne klinische Exploration des Beschwerdeführers durchführte, ist nicht zu 
beanstanden, konnte er sich aufgrund der vorhandenen umfassenden Un-
terlagen einschliesslich der vom Taggeldversicherer eingeholten psychiatri-
schen Einschätzung, welche auf einer Untersuchung des Beschwerdefüh-
rers basiert, sowie auch der Berichte der behandelnden Psychiaterin ein 
gesamthaft lückenloses Bild verschaffen (vgl. E. 3.2 in fine hiervor) und 
wären aus einer persönlichen Untersuchung keine zusätzlichen Erkennt-
nisse zu erwarten gewesen. Damit kommt dem Bericht voller Beweiswert 
zu, sodass darauf abzustellen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 12 -

Dr. med. G.________ legte nachvollziehbar und überzeugend dar, dass 
nach Bestehen einer (höchstens) leichtgradigen depressiven Episode, die-
se in der Folge remittierte und sich nicht (mehr) auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirkt bzw. kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt (act. II 36 
S. 7). Dabei setzte er sich ausführlich und differenziert unter Berücksichti-
gung der klassifikatorischen Vorgaben mit den Berichten von Dr. med. 
D.________ auseinander und zeigte auf, dass die behandelnde Psychiate-
rin widersprüchliche bzw. diskrepante Angaben machte. Die Einschätzung 
des RAD-Arztes findet auch Rückhalt in den Akten. Der vom Taggeldversi-
cherer beauftragte Dr. med. E.________, welcher den Beschwerdeführer 
am 8. Dezember 2023 persönlich untersuchte, diagnostizierte im Bericht 
vom 10. Dezember 2023 einzig eine leichte depressive Episode (ICD-10 
F. 32.0), was mit Blick auf die bei der Untersuchung geäusserten subjekti-
ven Beschwerden und erhoben objektiven Befunde überzeugt (act. II 11.2 
S. 6-8; vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitli-
nien, 10. Aufl. 2015, S. 172 f). In diesem Zusammenhang wies Dr. med. 
E.________ nachvollziehbar auf das erhaltene Funktionsniveau hin, sei 
doch der Beschwerdeführer Mitte September 2023 von den Ferien in ... mit 
dem Auto selbst innert zwei Tagen zurückgefahren und berichte seither 
über einen gebesserten Gesundheitszustand (act. II 11.2 S. 8). Zudem gab 
der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung einen geregelten Ta-
gesablauf an, u.a. mit Organisieren des Mittagessens, Einnahme des Mit-
tagessens mit der Ehefrau, Besuch des Fitnessstudios jeden zweiten Tag 
für zwei bis zweieinhalb Stunden oder Spazieren mit einem Freund und 
dessen Hund, Erledigung des Haushalts hälftig mit seiner Ehefrau, Lesen 
der ... Zeitung, Sehen der Nachrichten nach dem Nachtessen usw. 
(act. II 11.2 S. 7). Dieses weiterhin vorhandene Funktionsniveau steht im 
Widerspruch zu einer mittelgradigen depressiven Episode, kann doch eine 
Person mit einer solchen psychischen Störung nur unter erheblichen 
Schwierigkeiten soziale, häusliche und berufliche Aktivitäten fortsetzen 
(DILLING ET AL., a.a.O., S. 173). Daran vermag die Stellungnahme von 
Dr. med. D.________ vom 29. Dezember 2023 keine (auch nur geringen) 
Zweifel zu wecken. Sie benannte darin keine wesentlichen Aspekte oder 
Elemente, die im Rahmen der psychiatrischen Beurteilung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV Nr. 10 S. 27, 9C_672/2019 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 13 -

E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 3). Zudem bestätigte der 
vom Taggeldversicherer zusätzlich beigezogene Dr. med. F.________ bei 
seiner versicherungsmedizinischen Würdigung der Beurteilung von 
Dr. med. E.________ ebenfalls die gestellte Diagnose einer leichten de-
pressiven Episode (act. II 11.2 S. 2). Mit dem beratenden Psychiater ist 
weiter festzuhalten, dass die Stellungnahme von Dr. med. D.________ 
Unstimmigkeiten enthält. So hielt sie eingangs fest, in Bezug auf die bis 
aktuell durchgeführte Therapie und den Krankheitsverlauf habe sich nichts 
Zentrales geändert (act. II 23 S. 7), berichtete jedoch unmittelbar darauf 
u.a. von einer Besserung der ausgeprägten Affektlabilität mit Hilfe der The-
rapie und Medikation, einer Verbesserung aufgrund der aktuellen Ressour-
cen wie Motivation, Therapieverbindlichkeit und Bereitschaft an sich und 
den Problemen zu arbeiten und einer geringeren Ausprägung der depres-
sionsbedingten Einschränkungen als zu Therapiebeginn (act. II 23 S. 8). 
Auch ging sie in ihrer Kritik an der Beurteilung von Dr. med. E.________ 
unzutreffenderweise davon aus, dieser habe eine Anpassungsstörung dia-
gnostiziert (act. II 23 S. 7, 11.2 S. 2 und 9 [Frage 3]). Ebenso wenig erge-
ben sich schliesslich Zweifel gestützt auf den zu Handen des Rechtsvertre-
ters verfassten Bericht von Dr. med. D.________ vom 22. Mai 2024 
(act. II 23 S. 29 ff.). Zwar nannte Dr. med. D.________ als Diagnose wei-
terhin eine mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somatischem 
Syndrom, jedoch derzeit teils remittiert (act. II 29. S. 3) und führte schliess-
lich weiter selbst aus, dass aktuell von einer leichten, teils remittierten De-
pression auszugehen sei. Sie berichtete denn auch von einem insgesam-
ten positiven Verlauf bzw. einer Verbesserung mit u.a. sichtlicher Steige-
rung von Motivation, Belastbarkeit, Flexibilität und Energie, besserer Be-
wältigung des Alltags, Wiederfinden der Freude an gewissen Aufgaben 
sowie Wiedervorstellung der beruflichen Tätigkeit (act. II 29 S. 4 f.). Vor 
diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der klassifikatorischen 
Vorgaben (vgl. DILLING ET AL., a.a.O., S. 172 ff.) überzeugt die Schlussfol-
gerung von Dr. med. ________, wonach eine leichte depressive Episode 
(nunmehr) nicht ausreichend ausgewiesen sowie von einer Remission der 
depressiven Episode auszugehen (act. II 36 S. 6) bzw. kein invalidisieren-
der Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. Sodann ist eine seitherige we-
sentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands bis zum Erlass der 
die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung bildenden (BGE 131 V 242 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 14 -

E. 2.1 S. 243) angefochtenen Verfügung vom 24. Juli 2024 (act. II 37) nicht 
erkennbar und wird auch nicht geltend gemacht.

3.4 Insgesamt bietet die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. 
G.________ vom 19. Juli 2024 (act. II 36 S. 3 ff.) eine zuverlässige Grund-
lage für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit. Gestützt darauf bestand (spätestens) im Zeitpunkt des 
frühest möglichen Rentenbeginns im August 2024 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG; 
Anmeldung zum Leistungsbezug im Februar 2024; act. II 1) kein invalidisie-
render psychischer Gesundheitsschaden. Dies steht auch in Einklang mit 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach eine leicht- bis mittel-
gradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferenzen durch psy-
chische Komorbiditäten im Allgemeinen keine schwere psychische Krank-
heit darstellt. Es liegen auch sonst keine gewichtigen Gründe vor, um den-
noch auf eine invalidisierende Erkrankung zu schliessen (vgl. E. 2.2 in fine). 
Hinsichtlich des von Dr. med. C.________ erwähnten akuten Gichtschubs 
am rechten Fuss erfolgte aus somatischen Gründen am 20. Februar 2024 
auch einzig eine Krankschreibung von zwei bis drei Wochen (act. II 23 
S. 6). Der medizinische Sachverhalt erweist sich damit als hinreichend ab-
geklärt, weshalb auf weitere Beweiserhebungen, namentlich die Einholung 
eines psychiatrischen Gutachtens (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I) zu verzich-
ten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

4.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 24. Juli 2024 
(act. II 37) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 15 -

kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2025, IV 200 2024 592

- 16 -

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.