# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e68e7458-ba68-5dd9-a65a-171b2e07551e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 19.01.2023 UV 2022/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2022-7_2023-01-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 28.02.2023

Entscheiddatum: 19.01.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2023
Art. 6 UVG. Mit dem externen Gutachten ist hinlänglich erstellt, dass die 
anhaltenden kognitiven Defizite nicht dem erlittenen leichten 
Schädelhirntraum anzulasten sind. Damit besteht keine Leistungspflicht des 
Unfallversicherers und die Beschwerde ist abzuweisen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2023, UV 
2022/7 und UV 2022/3). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht 
eingetreten 8C_708/2023, 8C_713/2023.

Entscheid vom 19. Januar 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2022/7, UV 2022/3

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Silvan Meier Rhein, c/o Procap Schweiz, 

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

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SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 1. März 2011 bei der B.___ AG als 

kaufmännische Angestellte in einem Vollpensum tätig und dadurch bei der Swica 

Gesundheitsorganisation, Winterthur (nachfolgend: Swica), gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 3. Februar 

2015 meldete die Arbeitgeberin, dass die Versicherte am 24. Januar 2015 auf Eis 

ausgerutscht, rücklings auf den Kopf gefallen und dabei einen kurzen Augenblick 

bewusstlos gewesen sei (UV-act. 2). Mit Schreiben vom 6. Februar 2015 bestätigte die 

Swica einen Leistungsanspruch der Versicherten (UV-act. 7 f.). Mit Arztzeugnis UVG 

vom 10. Februar 2015 diagnostizierte Dr. med. C.___, Facharzt Allgemeine Medizin, 

eine Rücken- und Schulterkontusion rechts und bescheinigte eine Arbeitsunfähigkeit 

von 50 % ohne Bildschirmarbeit seit der Erstbehandlung am 27. Januar 2015 (UV-act. 

3, 9 f.).

A.a. 

Ab dem 14. Februar 2015 wurde der Versicherten keine Arbeitsunfähigkeit mehr 

bescheinigt (UV-act. 14). Anlässlich eines Telefongesprächs mit der Swica führte sie 

am 20. April 2015 aus, dass die Beschwerden zurückgegangen seien. Sie habe einfach 

noch leichte Verspannungen und diese lösten teilweise noch Kopfschmerzen aus. Sie 

habe bereits vorher unter Migräne gelitten, was sich nach dem Unfall verstärkt habe 

(UV-act. 14). Am 9. Juni 2015 gab sie an, dass es ihr besser gehe. Sie habe praktisch 

keine Beschwerden mehr, es gehe ihr wieder so wie vor dem Unfall. Sie sei auch nicht 

mehr zum Arzt gegangen. Daraufhin schloss die Swica den Fall formlos ab (UV-act. 15).

A.b. 

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Am 9. Juli 2015 wurde eine Magnetresonanztomographie (MRT) des 

Neurocraniums bei rezidivierenden Migräneanfällen und fraglichen epileptischen 

Anfällen durchgeführt (UV-act. 20). Zur Kontrolle fand am 30. März 2016 eine weitere 

MRT-Untersuchung des Neurocraniums statt (UV-act. 23).

A.c. 

Am 4. Juli 2017 diagnostizierte Dr. med. D.___, Neuorolgie FMH, Psychiatrie und 

Psychotherapie, Schlafmedizin SGSSC, klinisch zumindest mittelschwere kognitive 

Defizite und eine beginnende funikuläre Myelose bei Vitamin B12-Mangel (UV-act. 24) 

und wies die Versicherte einer erneuten MRT des Neurocraniums sowie der Hals- und 

Brustwirbelsäule zu. Die Untersuchungen fanden am 17. August 2017 statt (UV-act. 

25). Mit Bericht vom 28. August 2017 führte Dr. D.___ aus, dass bei der aktuellen 

Ausprägung der depressiven Symptomatik eine neuropsychologische Untersuchung 

zur Erfassung der kognitiven Ausfälle und der mittelfristigen Prognose nicht ergiebig 

sei. Eine engmaschige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sei seines 

Erachtens zwingend erforderlich. Ratsam sei auch die Fortsetzung der intensiven 

Vitamin B12-Substitution sowie der intensiven physiotherapeutischen Behandlung. 

Aufgrund der hohen Migräne-Attackenfrequenz und bei eigenanamnestisch erheblichen 

Stimmungsschwankungen sei vorerst eine Aufdosierung von Orfiril long bis zur 

Zieldosis von 300-0-300 vereinbart worden (UV-act. 27).

A.d. 

Mit Bericht vom 11. September 2018 erhoben Dr. med. E.___, Oberärztin/

Fachärztin Neurologie, und med. pract. F.___, Assistenzärztin, Klinik für Neurologie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), als neuropsychologische Befunde deutliche 

kognitive Funktionsstörungen mit im Vordergrund stehenden, mittelgradigen 

Minderleistungen im episodischen Gedächtnis und im Bereich der Visuokonstruktion. 

Sie interpretierten die seit dem Jahr 2015 persistierenden und seit einem Jahr langsam 

zunehmenden Gedächtnisstörungen mit zunehmender alltagsrelevanter Vergesslichkeit 

im Rahmen eines leichten demenziellen Syndroms noch unklarer Dignität (UV-act. 36). 

Eine Demenzerkrankung konnte in der Folge durch eine neurologogische Untersuchung 

in der Klinik für Neurologie des KSSG bei normalem FDG-PET 09/2018 verneint werden 

(UV-act. 68-1 f.).

A.e. 

Am 24. September 2019 erstellte das BEGAZ Begutachtungszentrum BL 

(nachfolgend: BEGAZ) im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen ein 

A.f. 

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B.  

polydisziplinäres Gutachten (UV-act. 75). In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 

diagnostizierten die Gutachter mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kognitive 

Funktionsstörung (UV-act. 75-9), welche zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

von 30 % in adaptierter Tätigkeit führe (UV-act. 75-14 f.).

Am 14. Januar 2020 wandte sich der Vertrauensarzt der ehemaligen Arbeitgeberin 

(B.___ AG), welcher in der Folge behandelnder Arzt der Versicherten wurde (UV-act. 

75-8), Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, an die Swica und führte aus, 

dass sich die Versicherte erstmals im Juli 2015 auf Drängen ihrer damaligen 

Arbeitgeberin bei ihm vorgestellt habe. Seit Anfang des Jahres 2015 sei es zu einer 

Wesensveränderung gekommen. Die Symptome (unzureichende Problemanalyse, 

unzureichende Ideenproduktion, Haften an irrelevanten Details, mangelnde 

Umstellungs- und Anpassungsfähigkeit, Schwierigkeiten bei Multitasking, kein Lernen 

aus Fehlern, erhebliche Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen) seien mit einem 

dysexekutiven Syndrom vereinbar gewesen. Die MRTs hätten keine Ursache eruieren 

können. Deshalb sei die Versicherte durch den Neurologen allein auf eine psychische 

Schiene geschoben worden. Psychisch sei die Versicherte aber vollkommen 

unauffällig. Sie habe zwar in der ersten Zeit nach der Kündigung eine depressive 

Verstimmung gehabt, habe aber auch im häuslichen Bereich vor allem unter ihren 

kognitiven Störungen gelitten. Schädelhirntraumata könnten verschiedenartige 

Veränderungen hervorrufen: posttraumatische Hirnleistungsschwäche, 

Persönlichkeitsveränderungen, Apraxien und Wahrnehmungsstörungen. Zurzeit 

stünden noch die Merkfähigkeits- und Aufmerksamkeitsstörungen im Vordergrund. 

Aufgrund des Verlaufs sei mit keiner wesentlichen Änderung der Symptomatik zu 

rechen (UV-act. 21-3).

B.a. 

Mit Bericht vom 18. März 2020 führte Dr. D.___, mittlerweile in Kenntnis des 

Ereignisses vom 24. Januar 2015, aus, mit Rückschau auf die Entwicklung der 

kognitiven Defizite sei anzunehmen, dass die Versicherte bis zum Unfall vom 24. 

Januar 2015 kognitiv kaum beeinträchtigt gewesen sei. Nach dem Unfall sei es zu einer 

mittelstark ausgeprägten kognitiven Beeinträchtigung gekommen, die zum 

Arbeitsverlust und der Entwicklung einer mittelschweren Depression geführt habe. 

B.b. 

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Aktuell, nach der Normalisierung des psychischen Zustands, sei es zu keinerlei 

Verbesserung der kognitiven Leistungen gekommen. Die aktuellen kognitiven Defizite 

seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall vom 24. Januar 2015 in 

Verbindung zu setzen (UV-act. 83).

Am 25. Mai 2020/29. Juni 2020 sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen der 

Versicherten eine Viertelsrente der Invalidenversicherung basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 43 % ab Juli 2019 zu (UV-act. 108, 116).

B.c. 

Am 2. September 2020 veranlasste die Swica ein medizinisches Gutachten in den 

Fachrichtungen Orthopädie, Neurologie, Neuropsychologie und Psychiatrie bei der 

SMAB AG, St. Gallen (nachfolgend SMAB; UV-act. 125). Die Versicherte wurde Ende 

November und im Dezember 2020 untersucht; das Gutachten datiert vom 29. Januar 

2021 (UV-act. 148). In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung erhoben die Gutachter 

und Gutachterinnen als unfallrelevante Diagnose ein abgeklungenes leichtes 

Schädelhirntrauma (Schädelprellung, DD Commotio cerebri) am 24. Januar 2015. Als 

nicht unfallkausal qualifizierten sie eine leichte bis mittelgradige neuropsychologische 

Störung unklarer Ursache mit Minderung der Kognition, der Aufmerksamkeit, des 

Antriebs und der Belastbarkeit, bei Verdacht auf mikroangiopathisch bedingte 

Enzephalopathie (UV-act. 148-6). Zur Beurteilung führten sie zusammengefasst aus, 

dass die Art und das Ausmass des initialen Schädelhirntraumas keine Folgeschäden 

erklären könne. Die festgestellten Läsionen in der MRT des Schädels seien als 

unspezifisch einzustufen (Zufallsbefund) und erfüllten nicht die Kriterien von 

Kontusionsherden. Vorübergehend sei es nach dem Unfall zu einer ca. drei Monate 

dauernden Zunahme der vor dem Unfall bereits bestehenden Migräne gekommen. Ab 

Juni 2015 sei jedoch der Status quo sine/ante wieder erreicht gewesen. Objektivierbare 

strukturelle Läsionen aus Unfallfolgen würden nicht vorliegen. Die vorbestehende 

Migräne sei unverändert. Ein bleibender Nachteil oder funktionelle Einschränkungen 

würden durch den Unfall nicht bestehen. Therapien seien nicht erforderlich (UV-act. 

148-6 ff.).

B.d. 

Am 18. Februar 2021 teilte die Swica der mittlerweile durch Rechtsanwalt lic. iur. 

S. Meier Rhein, Procap Schweiz, Olten, vertretenen Versicherten mit, dass mangels 

Kausalität der leichten bis mittelgradigen neuropsychologischen Störung 

B.e. 

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C.

Gegen die Verfügung vom 6. Juli 2021 erhob Rechtsanwalt Meier Rhein am 3. 

September 2021 Einsprache. Es sei die Verfügung aufzuheben. Es sei festzustellen, 

dass die Unfallkausalität bezüglich der Beschwerden der Versicherten zum 

Unfallereignis vom 24. Januar 2015 gegeben sei und es seien der Versicherten die ihr 

zustehenden gesetzlichen Leistungen auszurichten. Zur Feststellung von Art und Höhe 

der Leistungen (Rente, Integritätsentschädigung) seien noch Abklärungen 

durchzuführen und hernach darüber zu entscheiden. Eventualiter sei nochmals eine 

medizinische Abklärung, unter Beizug eines Neurochirurgen, durchzuführen (UV-act. 

177). Mit Entscheid vom 21. Dezember 2021 wies die Swica die Einsprache ab (UV-act. 

183).

D.  

Versicherungsleistungen abgelehnt würden (UV-act. 155). Dagegen erhob 

Rechtsanwalt Meier Rhein mit Eingabe vom 30. April 2021 Einwand (UV-act. 162). 

Zusammen mit dem Einwand reichte er unter anderem eine Stellungnahme von Dr. 

G.___ vom 14. August 2020 ein (UV-act. 162-11). Die Swica ersuchte daraufhin die 

SMAB um eine Stellungnahme. (UV-act. 167). Mit Eingabe vom 21. Juni 2021 hielten 

die Gutachterinnen und Gutachter der SMAB an ihrer Beurteilung fest (UV-act. 170).

Am 6. Juli 2021 erliess die Swica eine ablehnende Verfügung. Die aktuellen 

Beschwerden würden gestützt auf die Beurteilungen der SMAB in keinem 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 24. Januar 2015 stehen, sondern seien auf 

krankheitsbedingte Ursachen zurückzuführen (UV-act. 171).

B.f. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2021 erhob die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 13./14. Januar 2022 persönlich (act. G 1 in UV 

2022/3) und am 31. Januar 2022 vertreten durch Rechtsanwalt Meier Rhein 

Beschwerde (act. G 1 in UV 2022/7). Der Rechtsvertreter stellte folgende Anträge: Es 

seien der Einspracheentscheid und die Verfügung aufzuheben. Es sei festzustellen, 

dass die Unfallkausalität bezüglich der Beschwerden zum Unfallereignis vom 24. 

Januar 2015 gegeben sei und es seien der Beschwerdeführerin die ihr zustehenden 

gesetzlichen Leistungen auszurichten. Zur Feststellung von Art und Höhe der 

Leistungen (Rente, Integritätsentschädigung) seien noch Abklärungen durchzuführen, 

D.a. 

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Erwägungen

1.

Zur Prüfung steht ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der 

Unfallversicherung, gründend auf dem Ereignis vom 24. Januar 2015.

wozu die Angelegenheit an die Swica (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

zurückzuweisen sei. Eventualiter sei nochmals eine medizinische Abklärung unter 

Beizug eines Neurochirurgen, durchzuführen, zu welchem Zwecke die Einholung eines 

Gerichtsgutachtens beantragt werde. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche 

Rechtspflege zu bewilligen und es sei ihr die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

durch den Unterzeichnenden zu gewähren. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

(zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Schreiben vom 9. Februar 2022 wurde den Parteien mitgeteilt, dass die 

Verfahren UV 2022/3 und UV 2022/7 vereinigt würden und der Fall unter der 

Prozessnummer UV 2022/7 weitergeführt werde (act. G 3 in UV 2022/3 und act. G 4 in 

UV 2022/7; im Folgenden werden nur noch die Gerichtsakten von UV 2022/7 zitiert).

D.b. 

In der Beschwerdeantwort vom 3. März 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 6).

D.c. 

Am 14. März 2022 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Meier Rhein entsprochen (act. G 7).

D.d. 

Mit Eingabe vom 6. April 2022 verzichtete der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin auf die Einreichung einer Replik (act. G 9).

D.e. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

D.f. 

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den 

Übergangsbestimmungen werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor 

1.1. 

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Inkrafttreten der Änderung ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen 

Folgen des Ereignisses vom 24. Januar 2015 zur Diskussion. Es finden daher die bis 

31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. André 

Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in Marc Hürzeler/ Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 

53 ff.).

1.2. 

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen, so entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der 

Unfall nicht mehr die natürliche (und adäquate) Ursache des Gesundheitsschadens 

darstellt, Letzterer also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 

beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) 

erreicht ist. Der Unfallversicherer muss nicht den Nachweis unfallfremder Ursachen 

erbringen. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind 

(Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2012, 8C_160/2012, E. 2 mit Hinweisen). 

Dabei können medizinische Erfahrungssätze berücksichtigt werden (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. November 2008, 8C_346/2008, E. 3.2.1; vgl. ferner Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 21. April 2006, U 494/05, E. 2.4.1).

1.3. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, 

1.4. 

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nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht 

(BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine 

Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast grundsätzlich nur 

insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. 

Diese Beweisregel greift indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 221 f. E. 6 mit Hinweisen).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärztinnen und -ärzten, welche auf Grund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 

1.3.4). Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte und Ärztinnen dem von der 

Verwaltung bei externen Spezialärztinnen und -ärzten eingeholten Gutachten, ist die 

unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen 

(Fach-)Personen einerseits und Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten 

fachmedizinischen Expertinnen und Experten anderseits zu beachten (Urteil des EVG 

vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht zulässig, ein medizinisches 

Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass 

1.5. 

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2.

Umstritten ist die Unfallkausalität der kognitiven Beeinträchtigungen der 

Beschwerdeführerin und damit eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aufgrund 

dieser Defizite.

weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärztinnen und Ärzte später 

zu anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich 

eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen 

wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte 

benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 

sind (Urteil des Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).

Zur Klärung dieser Frage veranlasste die Beschwerdegegnerin eine externe 

polydisziplinäre Begutachtung durch die SMAB (UV-act. 148; vgl. im Sachverhalt lit. 

B.d). Während die Teilgutachten in den Disziplinen Orthopädie, Neuropsychologie und 

Psychiatrie zu Recht nicht in Frage gestellt werden, bleibt zu prüfen, ob auch auf das 

neurologische Gutachten, erstellt von Dr. med. H.___, Fachärztin für Neurologie, 

abgestellt werden kann. Diese führte aus, dass die Beschwerdeführerin am 24. Januar 

2015 gestützt auf die Anamnese, die Befunde in den Akten und die aktuellen 

neurologischen Befunde ein leichtes Schädelhirntrauma erlitten habe. Es könne aus 

neurologischer Sicht gesichert von einer Schädelprellung, differentialdiagnostisch von 

einer Commotio cerebri, ausgegangen werden. Dafür spreche der Unfallhergang mit 

einem leichten Trauma (die Beschwerdeführerin sei ausgerutscht und auf den Kopf 

gefallen) sowie die kurze Bewusstlosigkeit (die Beschwerdeführerin sei selbständig 

nach Hause gegangen und habe am Montag weitergearbeitet, ohne neurologische 

Ausfälle). Über sonstige fokalneurologische Ausfälle oder Verletzungen sei nicht 

berichtet worden. Die nach dem Schädelhirntrauma verstärkt aufgetretenen 

Kopfschmerzen hätten sich innerhalb von drei Monaten zurückgebildet. Insgesamt sei 

der nach dem Sturz beschriebene Krankheitsverlauf typisch für ein leichtes 

Schädelhirntrauma. Hinweise für eine Contusio cerebri (Gehirnprellung) würden sich zu 

keinem Zeitpunkt finden. In der MRT des Schädels von Juli 2015 hätten sich bilaterale 

linksbetonte Signalstörungen frontal gefunden, vereinbar mit mikrovaskulären 

Gliosezonen. Bei den Gliosezonen handle es sich um unspezifische Veränderungen des 

Hirnparenchyms. Diese MRT sei vier Monate nach dem Sturz gemacht worden. Hätte 

die Beschwerdeführerin eine Contusio cerebri erlitten, was auch aufgrund des 

Unfallhergangs unwahrscheinlich sei, hätten sich in der MRT Hinweise für 

2.1. 

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Kontusionsherde finden müssen, was jedoch nicht der Fall gewesen sei. 

Zusammengefasst könne gesagt werden, dass die Art und das Ausmass des initialen 

leichten Schädelhirntraumas keine Folgeschäden erklären könnten. Die festgestellten 

Läsionen in der MRT des Schädels seien als unspezifisch einzustufen und erfüllten 

nicht die Kriterien von Kontusionsherden. Aus dem zeitlichen Zusammenhang zwischen 

dem Trauma und dem nachfolgenden Auftreten der kognitiven Defizite könne nicht 

automatisch geschlossen werden, dass es sich hierbei um Ursache (Trauma) und Folge 

(Entwicklung der kognitiven Störungen) handle. Dies könne aufgrund der Ergebnisse 

der neurologischen Begutachtung sicher widerlegt werden. Es sei nach dem Unfall vom 

24. Januar 2015 vorübergehend zu einer circa drei Monate andauernden Zunahme der 

vor dem Unfall bereits bestehenden Migräne gekommen. Ab Juni 2015 sei jedoch der 

Status quo sine wieder erreicht gewesen (UV-act. 148-39 ff.).

Die Beschwerdeführerin lässt in der Beschwerde ausführen, die Beurteilung von 

Dr. H.___ lasse den gesamten Verlauf und das Zusammenpassen der festgestellten 

Läsionen im Hirn zum unfallmechanischen Verlauf sowie den klinischen Befunden und 

dem anamnestischen Verlauf vermissen (act. G 1. S. 8 Ziff. 10). Dieser Einwand zielt ins 

Leere. Das neurologische Gutachten beruht auf einem umfassenden Aktenstudium und 

setzt sich eingehend mit den bisherigen fachärztlichen Berichten (UV-act. 148-34 ff.), 

namentlich auch der mehrfachen Bildgebung des Neurocraniums, schlüssig 

auseinander. Die Beschwerdeführerin konnte sich ausführlich zum Unfallhergang und 

ihren Beschwerden äussern (UV-act. 148-30 ff.) und die Schlussfolgerungen sind 

nachvollziehbar und überzeugend. Widersprüchlichkeiten oder Unklarheiten sind keine 

auszumachen. Insbesondere legt Dr. H.___ in Beachtung des von der 

Beschwerdeführerin geschilderten Unfallereignisses, der erlittenen kurzen 

Bewusstlosigkeit, den initialen Beschwerden ohne neurologische Ausfälle sowie der 

Bildgebung des Neurocraniums vom 9. Juli 2015, welche keine Kontusionsherde 

gezeigt hatte, medizinisch überzeugend dar, dass die Beschwerdeführerin anlässlich 

des Ereignisses vom 24. Januar 2015 lediglich ein leichtes Schädelhirntrauma erlitten 

habe, welches die festgestellten Läsionen im Gehirn, anders als schwerere 

Schädelhirntraumata, nicht erklären könnten. Entsprechend ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin beim 

erlittenen Schädelhirntrauma vom 24. Januar 2015 keine (unmittelbare) objektivierbare 

strukturelle Verletzung zugezogen hat resp. die in den MRT festgestellten Läsionen, 

welche die anhaltenden kognitiven Defizite erklären könnten, nicht dem Ereignis vom 

24. Januar 2015 anzulasten sind. In diesem Sinne äussert sich auch der 

neuropsychologische Gutachter des BEGAZ, welcher in Kenntnis dreier leichter 

Schädelhirntraumata (2000, 2010, 2015) die Läsionen nicht als traumatische 

2.2. 

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Schädigung qualifiziert (UV-act. 75-40). Medizinisch schlüssig ist im Weiteren, dass Dr. 

H.___ den Status quo sine/ante bei erlittenem leichten Schädelhirntrauma resp. bei 

erlittener Schädelprellung ohne dabei verursachte strukturelle Läsionen im Gehirn per 

Juni 2015, rund drei, vier Monate nach dem Unfallereignis, festgesetzt hat (UV-act. 

148-41). Diesbezüglich wird von Seiten der medizinischen Forschung (Gerhard Jenzer, 

Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder 

Beschleunigungsmechanismus; Grenzbereich zum leichten Schädel-Hirn-Trauma, SZS 

40/1996, S. 462 ff. und insbesondere S. 467) festgehalten, dass der typische 

posttraumatische Verlauf nach einer Commotio cerebri resp. einem leichten 

Schädelhirntrauma einer Erholung innert sechs bis zwölf Wochen entspreche. 

Ungewöhnlich lang dauernde und schwere Verläufe nach einer 

Beschleunigungsverletzung würden bei Fehlen der klinischen Kriterien einer 

traumatischen Hirnschädigung nach einer Interpretation ausserhalb einer 

(traumatischen) hirnorganischen Schädigung rufen (Jenzer, a.a.O., S. 469 mit Hinweis 

und S. 463). Die vorgenannte Heilungsdauer für ein leichtes Schädelhirntrauma findet 

auch in der konkreten Anamnese eine Stütze (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.b). Was die 

Beschwerdeführerin und die behandelnden Ärzte gegen diese Kausalitätsbeurteilung 

von Dr. H.___ in Bezug auf die in den MRT festgestellten Läsionen im Gehirn und den 

Status quo sine/ante nach erlittenem leichtem Schädelhirntrauma vortragen, vermag 

keine Zweifel an deren Einschätzung zu wecken. Es ist zwar verständlich, dass die 

Beschwerdeführerin dem Umstand, dass sich die kognitiven Beeinträchtigungen 

gemäss eigener Einschätzung (nicht jedoch gemäss den Einschätzungen ihres 

Ehemanns; UV-act. 75-40) erst nach dem Ereignis vom 24. Januar 2015 bemerkbar 

machten, als Indiz dafür wertet, dass sie davon rühren müssten. Dr. D.___ stützt sich 

zur Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 24. 

Januar 2015 und den bestehenden kognitiven Defiziten ebenfalls vornehmlich auf die 

zeitliche Konnexität (UV-act. 83-4). Einzig diese lässt aber nicht hinlänglich auf eine 

(anhaltende) Kausalität schliessen, liefe dies doch auf einen "post hoc, ergo propter 

hoc"-Schluss hinaus (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb), welcher für sich allein nicht ergiebig 

ist. Dr. med. I.___, Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie des KSSG, hält mit Bericht 

vom 21. Dezember 2021 einen natürlichen Zusammenhang lediglich für nicht 

ausgeschlossen (act. G 1.5). Angesichts der Formulierung "können diese Läsionen 

Folge des Unfalls sein" vermag offensichtlich auch Dr. G.___ lediglich eine mögliche 

Unfallkausalität der Läsionen darzutun (act. G 1.4). Dazu ist festzuhalten, dass die 

(entfernte) Möglichkeit eines über Juni 2015 anhaltenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht in Frage gestellt wird (vgl. dazu den Anhang in act. G 

1.4). Diese reicht indes nicht aus, die medizinische Erfahrung in Bezug auf die Folgen 

eines leichten Schädelhirntraumas auszuhebeln, zumal von den vorgenannten 

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3.  

Fachärzten nebst der zeitlichen Konnexität keine Gründe genannt werden, weshalb 

konkret in diesem Fall nicht darauf abgestellt werden müsste. Namentlich hat die 

Beschwerdeführerin gemäss Aktenlage nicht wiederholt, sondern nur einzelne milde 

Hirnverletzungen (in den Jahren 2000, 2010, 2015; UV-act. 75-40) erlitten und auch die 

Verlaufsdokumentation nach dem Ereignis vom 24. Januar 2015 bietet keine Hinweise 

auf einen Ausnahmefall. Schliesslich benennen die Dres. D.___, I.___ und G.___ keine 

wichtigen Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung durch Dr. H.___ unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben wären. Gegenteils befassen sich diese weder eingehend mit der 

Schwere des Unfallereignisses noch den daraus zu erwartenden Folgen. Konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise von Dr. H.___ ergeben sich auf jeden 

Fall nicht. Letztlich lassen sich die über Juni 2015 hinaus bestehenden kognitiven 

Defizite auch nicht einzig mit dem erlittenen leichten Schädelhirntrauma erklären, wie 

es der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geltend macht (act. G 1 S. 8 Ziff. 11). 

Dazu ist auf die Rechtsprechung zu verweisen, wonach ein Schädelhirntrauma, 

welches – wie hier – höchstens den Schweregrad einer Commotio cerebri – nicht im 

Grenzbereich zu einer Contusio cerebri – erreicht, grundsätzlich nicht für die 

Anwendung der Schleudertrauma-Praxis genügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

18. April 2016, 8C_75/2016, E. 4.2) resp. die über Juni 2015 hinaus bestehenden 

kognitiven Defizite ohne unfallkausales Korrelat nicht ohne weiteres erklären kann. 

Gestützt auf das Gesagte ist die Beurteilung von Dr. H.___ nicht in Zweifel zu ziehen 

und ein (natürlicher) Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 24. Januar 2015 

und den über Juni 2015 hinaus bestehenden kognitiven/neuropsychologischen 

Beeinträchtigungen zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin ist damit dafür nicht 

leistungspflichtig.

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Dezember 

2021 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

3.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

3.2. 
bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Entschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl. 

Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

3.3. 

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint eine pauschale Entschädigung von Fr. 4'000.--, wie in 

vergleichbaren Fällen üblich, angemessen. Die Entschädigung von Fr. 4'000.-- ist um 

einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]). 

Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal mit 

Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Eine Partei, der die 

unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie 

dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] 

in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; 

sGS 951.1]).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2023
	Art. 6 UVG. Mit dem externen Gutachten ist hinlänglich erstellt, dass die anhaltenden kognitiven Defizite nicht dem erlittenen leichten Schädelhirntraum anzulasten sind. Damit besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers und die Beschwerde ist abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2023, UV 2022/7 und UV 2022/3). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_708/2023, 8C_713/2023.

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