# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97050e54-e9f0-5344-b509-e6516c448401
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-11-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.11.2021 F-4527/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4527-2021_2021-11-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4527/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  N o v e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer; 

Gerichtsschreiber Rudolf Grun. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren am (…),  

Afghanistan, 

vertreten durch Stefan Frost, Rechtsschutz für Asylsu-

chende,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,   

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 6. Oktober 2021 / N […]. 

 

 

 

F-4527/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer reichte am 12. September 2021 ein Asylgesuch in 

der Schweiz ein. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Daten-

bank Eurodac ergab, dass er am 26. Juni 2020 in Griechenland und am 

11. August 2021 in Slowenien um Asyl ersucht hatte. Anlässlich des Dub-

lin-Gesprächs vom 24. September 2021 gab er an, nach seinem zweiten 

negativen Asylentscheid in Griechenland sei er nach Slowenien gereist. In 

Slowenien sei er gezwungen worden, Fingerabdrücke abzugeben. Wäh-

rend der Quarantäne habe er auf Kartons schlafen müssen. Danach sei er 

in einem Zimmer voller Müll untergebracht und schliesslich nach Kroatien 

zurückgeschickt worden. Via Italien sei er in die Schweiz gelangt. Er habe 

Nierensteine. Aus Sorge um seine Familie gehe es ihm psychisch schlecht. 

Die Vorinstanz gewährte ihm das rechtliche Gehör zur möglichen Zustän-

digkeit Sloweniens sowie zur Wegweisung dorthin. 

B.  

Gestützt auf den Eurodac-Abgleich und die Angaben des Beschwerdefüh-

rers ersuchte die Vorinstanz am 24. September 2021 die slowenischen Be-

hörden um Übernahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 18 Abs. 1 

Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO). Die slowenischen Behörden hiessen das Übernahmeersu-

chen am 5. Oktober 2021 gut. 

C.  

Mit Verfügung vom 6. Oktober 2021 (eröffnet am 7. Oktober 2021) trat die 

Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

dessen Wegweisung nach Slowenien an und beauftragte den zuständigen 

Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. Zudem stellte sie fest, einer all-

fälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende 

Wirkung zu. 

D.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 14. Oktober 2021 (Postaufgabe) gelangte 

der Beschwerdeführer ans Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, 

die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das Verfahren zwecks 

vollständiger Abklärung des Sachverhalts und Neubeurteilung an die 

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Vorinstanz zurückzuweisen. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wir-

kung zu gewähren und die Vollzugsbehörden seien im Rahmen von vor-

sorglichen Massnahmen unverzüglich anzuweisen, bis zum Entscheid 

über das vorliegende Rechtsmittel von jeglichen Vollzugsmassnahmen ab-

zusehen. Ferner ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege.  

Als Beweismittel reichte er die migrationsmedizinische Abklärung (MEK) 

vom 15. September 2021 und einen Konsultationsbericht des MedZent-

rums B._______ vom 8. Oktober 2021 ein.  

E.  

Am 18. Oktober 2021 setzte die zuständige Instruktionsrichterin den Voll-

zug der Wegweisung des Beschwerdeführers einstweilen aus. Mit Zwi-

schenverfügung vom 19. Oktober 2021 wurde der Beschwerde aufschie-

bende Wirkung zuerkannt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungs-

gericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Asyls zu-

ständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist zur 

Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 

AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

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AsylG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer 

Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des 

Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich 

keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr 

statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1). 

Die slowenischen Behörden stimmten dem Übernahmeersuchen der Vor-

instanz innert der in Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO festgelegten Frist zu. Die 

Zuständigkeit Sloweniens ist somit grundsätzlich gegeben. 

3.3 Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht wird im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkreti-

siert. Gemäss dieser Bestimmung kann das SEM das Asylgesuch «aus hu-

manitären Gründen» auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-

VO ein anderer Staat zuständig wäre. Liegen individuelle völkerrechtliche 

Überstellungshindernisse vor, ist der Selbsteintritt zwingend (vgl. BVGE 

2015/9 E. 8.2.1). 

4.  

Das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Slowenien weisen 

nach konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keine 

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systemischen Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 zweiter Satz Dub-

lin-III-VO auf (vgl. Urteile des BVGer D-715/2021 vom 19. Februar 2021, 

F-4659/2020 vom 24. September 2020 E. 4.1 und F-3660/2020 vom 

22. Juli 2020 E. 4.1). Der Beschwerdeführer beruft sich zu Recht nicht auf 

diese Bestimmung. 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe den entscheid-

wesentlichen medizinischen Sachverhalt nicht vollständig abgeklärt und 

den Entscheid nicht ausreichend begründet. Sie habe es ferner unterlas-

sen, in nachvollziehbarer Weise zu prüfen, ob die Ausübung der Souverä-

nitätsklausel aus humanitären Gründen angezeigt sei.  

Durch die Verlegung des Beschwerdeführers am 30. September 2021 vom 

BAZ Zürich in das BAZ Embrach habe es einen Wechsel im ärztlichen Ver-

sorgungssystem gegeben. Dabei seien Informationen betreffend die erho-

benen gesundheitlichen Beschwerden und geplanten Termine weiterer Un-

tersuchungen offensichtlich nicht oder zumindest nicht rechtzeitig übermit-

telt worden. Nur so lasse sich die folgenschwere Auskunft des BAZ Emb-

rach vom 6. Oktober 2021 erklären, wonach der Beschwerdeführer nur 

Schmerztabletten benötige und kein Arzttermin vereinbart worden sei (vgl. 

Aktennotiz des SEM vom 6. Oktober 2021). Bei der Information über die 

bevorstehende Verlegung habe er sich im BAZ Zürich nach medizinischen 

Abklärungen erkundigt, wobei ihm mitgeteilt worden sei, dass er vom BAZ 

Embrach automatisch zu einem Arzt geschickt werde. Die zuständige ad-

ministrative Person des BAZ Embrach, welche der Vorinstanz am 6. Okto-

ber 2021 telefonisch Auskunft erteilt habe, habe gegenüber der Rechtsver-

tretung am 7. Oktober 2021 ausgeführt, die Informationen aus dem BAZ 

Zürich zum Zeitpunkt der Auskunft nicht berücksichtigt zu haben. Inzwi-

schen seien die Informationen berücksichtigt worden, weswegen eine Erst-

konsultation im MedZentrum B._______ geplant sei. Mit der kurzzeitigen 

Arzttermindisposition auf den 8. Oktober 2021 stehe zweifelsfrei fest, dass 

im Zeitpunkt des Erlassens der Verfügung Behandlungsbedarf bestanden 

und sich die Vorinstanz in ihrer Begründung auf unvollständige bzw. falsche 

Angaben abgestützt habe. 

5.2 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts kann nach Art. 49 Bst. b VwVG gerügt werden. Unrichtig ist 

die Sachverhaltsfeststellung beispielsweise dann, wenn der Verfügung ein 

aktenwidriger oder nicht weiter belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt 

wurde. Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn die Behörde 

trotz der geltenden Untersuchungsmaxime (Art. 12 ff. VwVG i.V.m. Art. 37 

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VGG) den Sachverhalt nicht von Amtes wegen abgeklärt, oder nicht alle 

für den Entscheid wesentlichen Sachumstände berücksichtigt hat 

(vgl. BENJAMIN SCHINDLER, in: Kommentar zum VwVG, 2. Aufl. 2019, 

Art. 49 N. 29). 

5.3 Entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe bezog sich die 

Vorinstanz in ihrer Begründung zum medizinischen Sachverhalt nicht nur 

auf die Aktennotiz vom 6. Oktober 2021, sondern auch auf die Angaben 

des Beschwerdeführers anlässlich des Dublin-Gesprächs (Nierensteine, 

schlechter psychischer Zustand, Zittern des Körpers). Ferner enthält die 

Aktennotiz auch keine falschen Angaben, zumal in jenem Zeitpunkt tat-

sächlich noch gar keine Konsultation mit dem Beschwerdeführer vereinbart 

war. Aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers sowie der migrations-

medizinischen Abklärung vom 15. September 2021 ist die Vorinstanz zu 

Recht nicht von einer schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchti-

gung ausgegangen, welche gegen die Zulässigkeit einer Überstellung 

nach Slowenien spreche würde. Eine zwangsweise Rückweisung von Per-

sonen mit gesundheitlichen Problemen kann nur ausnahmsweise einen 

Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen. Dies trifft auf Schwerkranke zu, die 

durch die Abschiebung – mangels angemessener medizinischer Behand-

lung im Zielstaat – mit einem realen Risiko konfrontiert würden, einer ernst-

haften, raschen und unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesund-

heitszustandes ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer 

erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des 

EGMR Paposhvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kam-

mer 41738/10, §§ 180-193 m.w.H.). Eine solche Konstellation liegt in casu 

– selbst unter Berücksichtigung des Konsultationsberichts vom 8. Oktober 

2021 (posttraumatische Belastungsstörung; Indizierung einer dringenden 

psychologischen Betreuung und Abwarten weiterer Laborfunde bezüglich 

Nieren sowie erneute Zuweisung zur Sonographie) – nicht vor. Anzumer-

ken ist in diesem Zusammenhang, dass der Beschwerdeführer die geschil-

derten Leiden offenbar schon seit längerer Zeit hat, ohne dass dies bei-

spielsweise seine Reisetätigkeit beeinträchtigt hätte oder er deswegen auf 

eine spezielle und lückenlose medizinische Behandlung angewiesen ge-

wesen wäre. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den 

Sachverhalt medizinisch nicht weiter abgeklärt bzw. allfällige weitere Un-

tersuchungen nicht abgewartet hat. Es liegt somit weder eine Verletzung 

des Untersuchungsgrundsatzes noch der Begründungspflicht vor. 

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Seite 7 

5.4 Im Übrigen verfügt Slowenien über eine ausreichende medizinische 

Infrastruktur für allfällige weitere notwendigen Untersuchungen und Be-

handlungen des Beschwerdeführers. Vulnerable Personen haben insbe-

sondere Zugang zu einer psychotherapeutischen Betreuung (AIDA, 

Country Report: Slovenia [2019 update], < https://asylumineurope.org/wp-

content/uploads/2020/03/report-download_aida_si_2019update.pdf >, ab-

gerufen am 26.10.2021, S. 58), weshalb auch die diagnostizierte PTBS in 

Slowenien einer Behandlung zugänglich sein dürfte. Es liegen ferner keine 

Hinweise vor, wonach Slowenien dem Beschwerdeführer eine adäquate 

medizinische Behandlung verweigern würde. 

5.5 Die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochtenen 

Verfügung beauftragt sind, werden den medizinischen Umständen bei der 

Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des Beschwerde-

führers Rechnung tragen und die slowenischen Behörden vorgängig in ge-

eigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informieren 

(vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO).  

5.6 Zusammenfassend liegt kein Grund vor für die Anwendung der Ermes-

sensklausel von Art. 17 Dublin-III-VO beziehungsweise Art. 29a Abs. 3 

AsylV 1. Weder ist die Schweiz völkerrechtlich verpflichtet, auf das Asylge-

such einzutreten, noch liegen humanitäre Gründe vor, welche einen Selbst-

eintritt nahelegen würden. Die Vorinstanz ist daher zu Recht gestützt auf 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht eingetreten und hat die Überstellung nach Slowenien angeordnet.  

6.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Mit dem vorliegen-

den Urteil fällt die mit Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2021 angeord-

nete aufschiebende Wirkung dahin. 

7.  

7.1 Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ungeachtet einer allfälli-

gen prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

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Seite 8 

8.  

Das Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Genner Rudolf Grun 

 

 

Versand: