# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a46acbc2-484e-5135-9839-8527d453b9e5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.11.2016 SB160344
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160344_2016-11-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB160344-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

L. Chitvanni und Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. S. Kümin Grell 

Urteil vom 21. November 2016 

 

in Sachen 

 

A._____, alias B._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 
 

betreffend  
gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom  
3. März 2016 (DG160004) 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Januar 2016 ist die-

sem Urteil beigeheftet (Urk. 31). 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 63 S. 18 ff.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 2 

StGB 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

− der Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB sowie 

− der rechtswidrigen Einreise und des rechtswidrigen Aufenthaltes im Sinne von 

Art. 115 Abs. 1 lit. a und lit. b AuG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 

heute 191 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.  

4. Die Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatkläger werden auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 be-

schlagnahmte Barschaft in Höhe von Fr. 61.75 (Asservat-Nr. A008'524'785, lagernd 

bei der Gerichtskasse) wird definitiv beschlagnahmt und zur teilweisen Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 be-

schlagnahmte Halskette (Asservat-Nr. A008'523'986, lagernd bei der Gerichts-

kasse) wird der Privatklägerin C._____ nach Eintritt der Rechtskraft dieser Disposi-

tiv-Ziffer auf erstes Verlangen herausgegeben. 

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Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, 

wird die Halskette der Gerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 be-

schlagnahmten Gegenstände (aufgeführt auf dem Transportschein der KEA-Z-DKS 

vom 16. November 2015 unter den Nummern A…555: Rucksack; A…230: Trainer-

hose; A…229: T-Shirt; A…737: Handschuh; A…707: Bauchtasche Oakley; A…792: 

Quittung 2x Western Union; A…729: SIM-Kartenhalterungen; A…694: div. Bahn-

billette; A…870: Baseballcap) und die Barschaft in Fremdwährung werden dem Be-

schuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. 

Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, 

werden die beschlagnahmten Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der 

Lagerbehörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Kostendeckung 

verwendet. 

8. Die restlichen Gegenstände gemäss Transportschein der KEA-Z-DKS vom 

16. November 2015 werden den Berechtigten nach Eintritt der Rechtskraft gegen 

Nachweis ihrer Berechtigung auf erstes Verlangen herausgegeben. 

Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, 

werden die beschlagnahmten Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der 

Lagerbehörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös verfällt dem Staat.  

9. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidi-

ger aus der Gerichtskasse wie folgt entschädigt: 

Leistungen mit 8.0 % MwSt.: 

Honorar Fr. 10'168.40 
Barauslagen  Fr. 428.85 
  
Zwischentotal Fr. 10'597.25 
MwSt. Fr. 847.80 
  

Entschädigung total, inkl. MwSt. Fr. 11'445.05 

 

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10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.00   die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 3'000.00   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 548.00   Auslagen (Gutachten) 

Fr. 9'590.00   Auslagen Forensisches Institut 

Fr. 11'445.05   amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

11. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und der Untersuchung werden mit Aus-

nahme der Kosten der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten auferlegt. 

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. 

Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 81 S. 1 f.) 

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil das Bezirksgerichts Zürich vom 3. März 

2016 hinsichtlich Dispositivziffern 1,4,5,6,7,9,10,11 und 12 in Rechtskraft 

erwachsen ist;  

2. Der Beschuldigte sei gemäss den nachfolgenden Ausführungen milder zu 

bestrafen, wobei die bereits verbüsste Haft anzurechnen sei; 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei im Umfang von 15 Monaten zu vollziehen 

und im Übrigen – unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren – aufzu-

schieben; 

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4. Dem Beschuldigten seien nebst den im Urteil des Bezirksgerichts Zürich 

vom 3. März 2016 unter Dispositiv-Ziff. 7 erwähnten Gegenständen und der 

Barschaft in Fremdwährung nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlan-

gen auch der Inhalt der Bauchtasche Oakley, die Halskette mit 3 Anhängern, 

der Ohranhänger mit zwei Perlen und die beiden Mobiltelefone (aufgeführt 

auf dem Transportschein der KEA-Z-DKS vom 16.11.2015 unter den Num-

mern A…707: Bauchtasche Oakley; A…401: Halskette mit 3 Anhängern; 

A…730: Ohranhänger Gold 750 mit zwei Perlen; A…810: Natel Samsung 

GT-E1270; A…832: Mobiltelefon Samsung GT-19300) herauszugeben; 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der  

amtlichen Verteidigung, seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Umfang der Berufung 

1. Verfahrensgang 

1.1. Mit Urteil vom 3. März 2016 sprach das Bezirksgericht Zürich, 7. Abteilung, 

den Beschuldigten des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 

und Ziff. 2 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 

StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, der 

Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB sowie der rechtswidrigen 

Einreise und des rechtwidrigen Aufenthaltes im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a 

und lit. b AuG schuldig (vgl. Dispositiv-Ziffer 1). Die Vorinstanz bestrafte den Be-

schuldigten mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten (abzüglich 

191 Tage Haft und vorzeitiger Strafvollzug; vgl. Dispositiv-Ziffern 2 und 3). Die 

Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatkläger verwies die Vor-

instanz auf den Zivilweg und entschied über die Beschlagnahmung bzw. Heraus-

gabe diverser Gegenstände und Barschaften (Dispositiv-Ziffern 4 - 8). Weiter 

setzte die Vorinstanz die Entschädigung für die amtliche Verteidigung sowie die 

Verfahrenskosten fest und auferlegte diese – mit Ausnahme der Verteidigungs-

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kosten (unter Vorbehalt der Nachforderung nach Art. 135 Abs. 4 StPO), die auf 

die Gerichtskasse genommen wurden – dem Beschuldigten (vgl. Dispositiv-

Ziffern 9 - 12).  

1.2. Gegen diesen Entscheid liess der Beschuldigte mit Schreiben vom 11. März 

2016 innert Frist Berufung anmelden (vgl. Urk. 59). Das begründete Urteil wurde 

dem Beschuldigten am 21. Juni 2016 zugestellt (Urk. 61/2), woraufhin dieser mit 

Eingabe vom 7. Juli 2016 fristgerecht die Berufungserklärung beim hiesigen Ge-

richt einreichte (Urk. 64 S. 3).  

1.3. Mit Präsidialverfügung vom 25. August 2016 wurde der Anklagebehörde so-

wie den Privatklägern Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären, oder 

begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 68). Darauf 

liessen sich weder die Anklagebehörde noch die Privatkläger vernehmen. 

1.4. Beweisanträge wurden von keiner Seite gestellt. Die Berufungsverhandlung 

fand am 21. November 2016 in Anwesenheit des Beschuldigten und dessen  

amtlichen Verteidigung statt (Prot. II S. 3). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufung (vgl. Urk. 64 S. 3) die Bemessung 

der Strafe inklusive den unbedingten Vollzug an (Dispositiv-Ziffern 2 und 3). Wei-

ter verlangt der Beschuldigte die Herausgabe bestimmter weiterer als die in Dis-

positiv-Ziffer 7 aufgezählten Gegenstände.  

2.2. Bei dieser Ausgangslage sind die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des vorinstanzli-

chen Urteils angefochten und im Berufungsverfahren zu überprüfen (Art. 404 

Abs. 1 StPO; vgl. auch Prot. II S. 4). Hinsichtlich der vom Beschuldigten verlang-

ten Herausgabe von beschlagnahmten Gegenständen ist festzuhalten, dass Dis-

positiv-Ziffer 7 die dem Beschuldigten herauszugebenden Gegenstände aufführt, 

während Dispositiv-Ziffer 8 die Herausgabe der restlichen Gegenstände an den 

Berechtigten gegen Nachweis ihrer Berechtigung regelt. Der Herausgabeantrag 

der Verteidigung beschlägt damit (teilweise) die Dispositiv-Ziffer 8, weshalb auch 

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diese Dispositiv-Ziffer 8 im Berufungsverfahren (teilweise) zur Disposition steht 

(vgl. Urk. 81 S. 1; Prot. II S. 4). 

Alle übrigen Urteilspunkte, mithin Dispositiv-Ziffern 1, 4 - 7 und 9 - 12, sind dem-

nach nicht angefochten und somit in Rechtskraft erwachsen, was vorab festzu-

stellen ist (Art. 402 i.V.m. Art. 437 StPO). 

II. Sanktion 

1. Vorbringen der Verteidigung 

Die Verteidigung beantragt im Berufungsverfahren eine mildere Strafe (Urk. 64 

S. 3, Urk. 81 S. 1). Gemäss ihren Ausführungen anlässlich der Berufungs-

verhandlung erachtet sie – wie bereits vor Vorinstanz geltend gemacht (Urk. 56 

S. 1) – eine Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von maximal 

26 Monaten als angemessen (Urk. 81 S. 5).  

2. Strafrahmen und Strafzumessungsregeln 

Die Vorinstanz hat korrekt erwähnt, dass bei der Strafzumessung das vom Be-

schuldigten mit der schwersten Strafandrohung begangene Delikt den Ausgangs-

punkt bildet. Dabei ist vorliegend Art. 49 Abs. 1 StGB, welche Bestimmung sich 

auf verschiedene als auch auf mehrfach begangene, gleichartige Delikte bezieht, 

anzuwenden. Die Vorinstanz hat entsprechend den Strafrahmen für den ge-

werbsmässigen Diebstahl korrekt abgesteckt (Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren 

oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen) und auf die bundesgerichtliche Pra-

xis hinsichtlich Unter- bzw. Überschreitung des ordentlichen Strafrahmens zu-

treffend hingewiesen (vgl. auch BGE 136 IV 55 E. 5.8) und sodann auch festge-

halten, dass keine Gründe für eine Erweiterung des ordentlichen Strafrahmens 

vorliegen. Im Weiteren kann zu den theoretischen Grundsätzen der richterlichen 

Strafzumessung auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wer-

den (vgl. Urk. 63 S. 8; Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, 

dass bei der Strafzumessung zwischen Tat- und Täterkomponente zu unterschei-

den ist. Bei der Tatkomponente ist vorerst die objektive Tatschwere als Aus-

gangskriterium festzulegen und zu bemessen. Ausgehend davon ist das subjekti-

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ve Tatverschulden zu bewerten. Dabei ist gegebenenfalls auch eine verminderte 

Schuldfähigkeit zu berücksichtigen, welche sich verschuldensmindernd auswirken 

würde (vgl. BGE 136 IV 55).  

3. Verminderung der Schuldfähigkeit 

3.1. Die Verteidigung bringt vor, der Beschuldigte habe die Delikte unter Einfluss 

des Drogenkonsums begangen und weist einschränkend darauf hin, dass dieser 

gemäss eigener Behauptung anlässlich der Berufungsverhandlung eine bis zwei 

Wochen vor der Verhaftung das letzte Mal Kokain konsumiert habe (Urk. 81 S. 3; 

Prot. II S. 5, mit Verweis auf Urk. 80 S. 2 f.). Angesichts des mittels Haaranalyse 

des IRM vom 31. November 2015 festgestellten Kokainkonsums will die Verteidi-

gung – ausgehend von einem mindestens mittelstarken regelmässigen Kokain-

konsum – die Zurechnungs- und Schuldfähigkeit des Beschuldigten als beein-

trächtigt sehen (Urk. 81 S. 3, vgl. auch Urk. 56 S. 7).  

3.2. Wie bereits die Vorinstanz festhielt, gab der Beschuldigte wiederholt an, 

dass die Straftaten in Zusammenhang mit seiner Kokainsucht stünden und er die 

Einbruchdiebstähle jeweils unter Einfluss und zwecks Beschaffung von Kokain 

verübt habe (Urk. D1/15/12 S. 3; D1/15/16 S. 2, D1/15/28 S. 1 ff.; Prot. I S. 18, 

Prot. II S. 6). Aus den Aussagen des Beschuldigten in der Untersuchung und vor 

Vorinstanz erhellt, dass dieser bereits in seiner Kindheit mit Drogen in Kontakt 

kam und seither immer wieder Kokain konsumierte (Urk. D1/15/29 S. 2, Prot. I 

S. 18). Der Beschuldigte gab in der Untersuchung an, fast täglich Kokain im Wert 

von CHF 300.-- bis CHF 400.-- (Urk. D1/15/12 S. 3), respektive CHF 100.-- bis 

CHF 300.-- (Urk. D1/15/29 S. 3) konsumiert zu haben. Anlässlich der Berufungs-

verhandlung erklärte er jedoch, ca. eine bis zwei Wochen vor der Verhaftung das 

letzte Mal Kokain konsumiert zu haben (Urk. 80 S. 2). Die vorgebrachte Proble-

matik betrifft demzufolge nicht einmal die Hälfte der eingeklagten Einbruchdieb-

stähle. Dass der Beschuldigte in der vorliegend relevanten Tatzeitspanne – mithin 

zumindest bei den ersten paar Delikten – unter Einfluss von Kokain stand, ist 

durch die positiv ausgefallene Haaranalyse belegt, wobei diese Spuren eines 

"schwachen bis mittelstarken" Kokain-Konsums ergab (Urk. D1/17 S. 3). Gemäss 

seinen Aussagen wurde er depressiv und fing wieder mit dem Drogenkonsum an, 

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als er in der Schweiz keine Arbeit gefunden habe (Prot. I S. 21). Die Verteidigung 

machte anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung geltend, der Beschul-

digte sei dabei in einen Teufelskreis geraten. Er sei derart kokainsüchtig gewe-

sen, dass er bereit gewesen sei, sehr viel Deliktsgut abzugeben, um nur wenig 

Kokain zu erhalten (Prot. I S. 25). Dieser Behauptung kann angesichts des Um-

stands, dass der Beschuldigte offenbar bereits ein bis zwei Wochen vor der Ver-

haftung drogenfrei war, wenig Glauben geschenkt werden. Überhaupt ist festzu-

halten, dass der Beschuldigte verschiedentlich erklärte, gut auf Kokain verzichten 

zu können, ohne Entzugserscheinungen zu haben. So habe er auch immer wie-

der drogenfreie Zeiten gehabt (Urk. D1/15/28 S. 2, Urk. Urk. D1/15/29 S. 3, Prot. I 

S. 18). Auch nach seiner Verhaftung litt der Beschuldigte – abgesehen von an-

fänglichen Schlafproblemen, die mit einem Schlafmittel behoben werden konnten, 

und gelegentlich schwitzenden Händen – offenbar nicht an den Folgen eines Ent-

zugs (Urk. D1/15/28 S. 2, Urk. D1/15/29 S. 2; Prot. I S. 18). Zusätzlich ist darauf 

hinzuweisen, dass der Beschuldigte das Deliktsgut nicht nur in Kokain eintausch-

te, sondern überdies damit auch den Lebensunterhalt finanzierte und seiner Fami-

lie Geld nach Chile schickte (Urk. D1/15/13 S. 2, Urk. D1/15/29 S. 2). Aufgrund 

des Ausgeführten ist daher mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Be-

schuldigte nicht von einer eigentlichen Kokainsucht getrieben delinquiert hat und 

mithin auch in seiner Einsichts- und Steuerungsfähigkeit nicht massgeblich beein-

trächtigt war. 

3.3. Ebenso wenig ist die Annahme einer Verminderung der Schuldfähigkeit auf-

grund akuter Kokain-Intoxikation angezeigt. Wie die Vorinstanz zutreffend aus-

führte, ist den Aussagen des Beschuldigten zu entnehmen, dass dieser bei der 

Begehung der Einbruchdiebstähle jeweils äusserst planmässig vorgegangen war 

und durch Klingeln an der Haustür erst die Anwesenheit von Bewohnern prüfte, 

bevor er mittels Schraubenzieher oder anderen Flachwerkzeugs unbemerkt in die 

Liegenschaften einstieg und dort – teilweise unter Gebrauch einer Matratze als 

Sichtschutz – nach Wertgegenständen suchte (Urk. 63 S. 9 unter Hinweis auf 

Urk. D1/15/17). Die Vorinstanz hielt denn auch zutreffend fest, dass beim Be-

schuldigten kein affektives und triebhaftes Verhalten erkennbar ist, wie es für im 

Drogenrausch straffällige (Beschaffungs-)Kriminelle typisch ist.  

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4. Tatkomponente 

4.1.1. Die Vorinstanz hielt zur objektiven Tatkomponente zu Recht fest, dass der 

Beschuldigte mit insgesamt elf (teilweise versuchten) Einbruchdiebstählen und ei-

nem Handtaschendiebstahl im Rahmen des gewerbsmässigen Diebstahls zwar 

keine aussergewöhnlich grosse Anzahl von Taten beging, diese jedoch innerhalb 

einer relativ kurzen Zeitspanne erfolgten (vgl. Urk. 63 S. 10). Der Beschuldigte 

beging die Delikte allesamt im Zeitraum vom 28. Juli 2015 bis 25. August 2015, 

teilweise mehrmals am gleichen Tag, mithin innerhalb eines knappen Monats, 

wobei anzumerken ist, dass dem deliktischen Treiben allein durch die Verhaftung 

letzteren Datums ein Ende gesetzt wurde. Mit der Vorinstanz ist von einem 

durchaus intensiven deliktischen Verhalten und einer beträchtlichen kriminellen 

Energie auszugehen. Schliesslich erwog die Vorinstanz korrekt, dass zulasten 

des Beschuldigten ins Gewicht fällt, dass er bei den Einbrüchen jeweils professio-

nell, planmässig und teilweise zusammen mit einem Komplizen vorging (vgl. u.a. 

Urk. D1/15/17 und D1/15/2 S. 3, vgl. Urk. 63 S. 10). Dass es sich beim ange-

nommenen Deliktsbetrag von Fr. 130'000.-- gemäss Verteidigung "um eine blosse 

polizeiliche und nicht weiter belegte Schätzung" (Urk. 81 S. 3) handelt, ändert 

nichts daran, dass aus den relevanten Einbruchdiebstählen ein beträchtlicher De-

liktsbetrag resultierte. Das deliktische Verhalten des Beschuldigten führte über-

dies zu einer relativ grossen Zahl von Geschädigten, wobei festzuhalten ist, dass 

sein Verhalten jeglichen Respekt gegenüber den jeweiligen Geschädigten und 

gegenüber fremdem Eigentum vermissen lässt, was auch eine krasse Gleich-

gültigkeit gegenüber der geltenden Rechtsordnung offenbart. Mit der Vorinstanz 

ist darauf hinzuweisen, dass versuchte Tatbegehungen – vorliegend betrifft dies in 

Korrektur der Vorinstanz lediglich die Geschädigten D._____ und E._____ Immo-

bilien, nicht aber die Geschädigten F._____ und G._____ (vgl. D 5 Urk. 1-5, D 6 

Urk. 1-9) – in der Qualifikation des gewerbsmässigen Handelns aufgehen, wes-

halb sie nicht strafmindernd zu berücksichtigen sind (vgl. Urk. 63 S. 9 f.). Es ba-

siert lediglich auf dem bei diesem Delikt (gewerbsmässigen Diebstahl) weiten 

Strafrahmen, dass das objektive Verschulden als noch nicht erheblich, dennoch – 

dies mit der Vorinstanz – als keineswegs leicht bewertet werden muss. 

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4.1.2. Zur subjektiven Tatschwere führte die Vorinstanz zutreffend aus, dass der 

Beschuldigte bereits kurze Zeit nach seiner Ankunft in der Schweiz zu delinquie-

ren begann (vgl. Urk. 63 S. 10; so auch der Beschuldigte anlässlich der Beru-

fungsverhandlung [Urk. 80 S. 10]). Seinen anlässlich der erstinstanzlichen Haupt-

verhandlung wie auch an der Berufungsverhandlung deponierten Aussagen, er 

habe in der Schweiz zunächst eine legale Arbeit gesucht (Prot. I S. 19 ff., Urk. 80 

S. 3 und 7 f.), kann wenig Glauben geschenkt werden, zumal er sich offenbar le-

diglich in einer McDonald's-Filiale und einer Bar beworben hat (Urk. 80 S. 10). 

Hinzu kommt, dass er sich mit seinen spärlichen Italienischkenntnissen trotz (ge-

fälschtem) italienischen Personalausweis wohl kaum als italienischer Arbeit-

nehmer hätte verkaufen können. Mit der Vorinstanz muss deshalb davon ausge-

gangen werden, dass der Beschuldigte von Anfang an zwecks Begehung von 

Einbruchdiebstählen im Sinne eines idealtypischen "Kriminaltouristen" (illegal) in 

die Schweiz einreiste. Sie erwog zudem zutreffend, dass zugunsten des als 

Schreiner bzw. Tischler berufsausgebildeten und -erfahrenen Beschuldigten keine 

wirtschaftliche Not erkannt werden kann, zumal er gemäss eigenen Aussagen zu-

letzt in Italien gearbeitet hatte und damit – zumindest vor der Zeit von Ferragosto – 

in der Lage war, ein Einkommen zu generieren (Prot. S. 12; vgl. Urk. 63 S. 10, 

Urk. 80 S. 7). Ergänzend ist zu beachten, dass der Beschuldigte seine Familie in 

Chile von Italien aus immerhin mit € 700 pro Monat unterstützen konnte 

(Prot. S. 12). Nachdem die gewerbsmässige Tatbegehung ein finanzielles Motiv 

geradezu beinhaltet, kann dies nicht doppelt zu Lasten des Beschuldigten be-

rücksichtigt werden. Zutreffend ist dennoch, dass der Beschuldigte aus rein egois-

tischen Beweggründen handelte, wobei der geltend gemachte Drogenkonsum 
– wie aufgezeigt – als Schutzbehauptung erscheint (so auch die Vorinstanz 

vgl. Urk. 63 S. 10). Die objektive Tatschwere wird durch das subjektive Tatver-

schulden damit nicht relativiert.  

4.1.3. Damit ist das Tatverschulden für den gewerbsmässigen Diebstahl mit der 

Vorinstanz als keineswegs leicht einzustufen, wobei ausgehend davon eine hypo-

thetische Einsatzstrafe von 30 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen erscheint. 

Aufgrund der weiteren begangenen Straftaten hat im Folgenden – unter Berück-

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sichtigung des Asperationsprinzips – eine angemessene Erhöhung der Strafe zu 

erfolgen.  

4.2.1. Beim mehrfachen Hausfriedensbruch und der mehrfachen Sachbeschä-

digung handelt es sich um Begleitdelikte, welche gegenüber dem gewerbsmässi-

gen Diebstahl in den Hintergrund treten. Angesichts der mehrfachen Tatbegehung 

beider Delikte und des verursachten Schadens, den die Vorinstanz mit rund 

CHF 30'000.-- bezifferte und welcher damit als erheblich bezeichnet werden 

muss, können diese Taten indessen nicht bagatellisiert werden. Wahl- und hem-

mungslos schaffte der Beschuldigte die Hürden, die ihm die verschlossenen 

Räumlichkeiten boten, ab. Auch mit Bezug auf diese Delikte ist daher von grosser 

krimineller Energie zu sprechen. Die Vorinstanz gewichtete den Umstand, dass 

der Beschuldigte in bewohnte Liegenschaften von Privatpersonen eindrang und 

stets eine Konfrontation mit Liegenschaftsbewohnern in Kauf nahm, zurecht als 

verschuldenserschwerend und wies darauf hin, dass der Beschuldigte zwar je-

weils vor dem Einstieg in die Liegenschaften die Haustürglocke betätigte, um die 

Anwesenheit von Personen zu überprüfen, sich diese Vorsichtsmassnahme zu-

mindest in einem Fall jedoch als ungenügend erwies und es tatsächlich zu einem 

bedrohlichen Aufeinandertreffen von Täter und Geschädigtem kam (vgl. Urk. 63 

S. 11, Urk. D5/1 S. 3).  

4.2.2. In subjektiver Hinsicht steht fest, dass der Beschuldigte mit direktem Vor-

satz fremden Boden betrat und Türen und Fenster aufbrach, weshalb ihm keine 

Verschuldensminderung zuzugestehen ist.  

4.2.3. Diese beiden Delikte führen zu einer spürbaren Erhöhung der hypotheti-

schen Einsatzstrafe. 

4.3. Bezüglich Vergehens gegen das Ausländergesetz und Fälschung von Aus-

weisen können die vorinstanzlichen Erwägungen übernommen werden, wonach 

diese Delikte aufgrund leichten Verschuldens nicht besonders ins Gewicht fallen 

und somit nur leicht straferhöhend zu veranschlagen sind (Urk. 63 S. 11).  

-   13   - 

4.4. Die Vorinstanz erhöhte unter Berücksichtigung sämtlicher Delikte die hypo-

thetische Einsatzstrafe für die Tatkomponente um 6 Monate, was nicht zu be-

mängeln ist.  

5. Täterkomponente 

5.1. Was das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten be-

trifft, so ist vorab auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz mit dem ent-

sprechenden Aktenhinweis zu verweisen (vgl. 63 S. 12). An der Berufungsver-

handlung ergänzte der Beschuldigte, dass seine in Chile lebende Lebenspartnerin 

und die zwei gemeinsamen Kinder wegen seines Gefängnisaufenthalts in eine 

Notlage geraten seien (Urk. 80 S. 4). Seine Partnerin müsse nun sieben Tage pro 

Woche arbeiten, während der fünfzehnjährige Sohn und die neunzehnjährige 

Tochter, welche vor drei Monaten ein Kind zur Welt gebracht habe, alleine zuhau-

se seien (Urk. 80 S. 4). Der Beschuldigte reichte anlässlich der Berufungsver-

handlung eine Bestätigung seines früheren Arbeitgebers in Chile ins Recht, ge-

mäss welcher dem Beschuldigten nach seiner Rückkehr in sein Heimatland eine 

Stelle als Tischler zugesichert wird (Urk. 82/3).  

Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass im persönlichen Werdegang des Be-

schuldigten keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ersichtlich sind.  

5.2. In Bezug auf die deliktische Vergangenheit des Beschuldigten hielt die  

Vorinstanz zutreffend fest, dass dieser in der Schweiz über keine Vorstrafen ver-

fügt, gemäss Interpol-Auskunft jedoch mehrere Einträge im Ausland hat 

(Urk. D1/28/1-2, Urk. D1/28/4, Urk. 63 S. 12). Zurecht wies die Vorinstanz darauf 

hin, dass mangels ausländischer Strafregisterauszüge nicht per se auf die Inter-

pol-Auskünfte abgestellt werden darf. Daraus geht nämlich nicht klar hervor, ob es 

sich bei den aufgelisteten Delikten um rechtskräftige Verurteilungen, oder um 

blosse Strafuntersuchungen handelt. Mit der Vorinstanz ist jedoch festzuhalten, 

dass der Beschuldigte – mit Ausnahme des Raubes, dessen er freigesprochen 

worden sein soll – sämtliche Verurteilungen anerkannte (Prot. I S. 13, Urk. 63 

S. 12). Wie bereits vor Vorinstanz bestätigte der Beschuldigte auch anlässlich der 

Berufungsverhandlung die Verurteilungen in Chile wegen Widerhandlung gegen 

-   14   - 

das Betäubungsmittelgesetz in den Jahren 1997 und 1998, wegen Trickdiebstäh-

len in den Jahren 2002 und 2003, wegen Betrugs im Jahr 2010, wegen Fahrens 

unter Alkoholeinfluss im Jahr 2011 und wegen Einbruchdiebstahls im Jahr 2011, 

sowie die Verurteilungen in Italien wegen Einbruchdiebstahls im Jahr 2007 und in 

Spanien wegen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz im Jahr 2015 (Prot. I 

S. 13, Urk. 63 S. 12, Urk. 80 S. 8). Vor Vorinstanz gab er an, einzig wegen seiner 

beiden Verurteilungen in Chile und Italien betreffend Einbruchdiebstahl drei Mona-

te respektive sechs Monate verbüsst zu haben. Dass die Delikte, welche der Be-

schuldigte bis und mit 2003 begangen hat, unbeachtet bleiben müssen, erwog die 

Vorinstanz angesichts von Art. 369 Abs. 3 und Abs. 7 StGB – wonach diese Ein-

träge gemäss schweizerischem Recht infolge des Ablaufs von 10 Jahren bereits 

aus dem Strafregister entfernt worden wären – korrekt. Aufgrund des Umstands, 

dass der Beschuldigte den Zeitpunkt der Verbüssung seiner sechsmonatigen 

Freiheitsstrafe in Italien auf die Jahre 2005 oder 2006 verortete, die Verurteilung 

jedoch anerkannterweise und gemäss Interpol-Auszug im Jahr 2007 erfolgte, liess 

die Vorinstanz diese zugunsten des Beschuldigten zurecht ebenfalls unberück-

sichtigt (Urk. D1/28/4, Prot. I S. 13 f., Urk. 63 S. 13). In ihrer Gesamtwürdigung 

gewichtete die Vorinstanz die Vorstrafen ab 2010 leicht straferhöhend (Urk. 63 

S. 13). Angesichts der Tatsache, dass insbesondere auch betreffend die ein-

schlägige Vorstrafe aus dem Jahr 2011 keine Details bekannt sind, ist eine leichte 

Straferhöhung gerade noch vertretbar.  

5.3. Bezüglich des Nachtatverhaltens des Beschuldigten können die vorinstanzli-

chen Erwägungen vollumfänglich übernommen werden. Hervorzuheben ist dabei, 

dass sich die Bedeutung seiner Geständnisse bezüglich sämtlicher eingeklagter 

Delikte dadurch relativiert, dass er in vielen Fällen mittels DNA-Hits überführt 

bzw. zuletzt inflagranti erwischt wurde und er lediglich den Handtaschendiebstahl 

ohne Vorliegen weiterer Beweismittel eingestand (vgl. Urk. 63 S. 13). Wenn der 

Beschuldigte mit Bezug auf den eingeholten Führungsbericht der Justizvollzugs-

anstalt Pöschwies (Urk. 79) seine tadellose Führung geltend macht, so ist darauf 

hinzuweisen, dass eine solche vorausgesetzt wird und nicht besonders zu seinen 

Gunsten gewertet werden kann. Während der Beschuldigte vor Vorinstanz – ins-

besondere mit seiner Bemerkung, er habe als Mensch schliesslich auch das 

-   15   - 

Recht, Fehler zu machen – noch keine eigentliche Reue zeigte (vgl. Prot. I S. 17 

und 27), hat er anlässlich der Berufungsverhandlung mehrmals um Entschuldi-

gung gebeten und betont, er werde nicht mehr delinquieren (vgl. Urk. 80 S. 11 f.; 

Prot. II S. 6). Das Nachtatverhalten des Beschuldigten ist somit in leichtem Masse 

strafmindernd (entgegen der Vorinstanz nicht strafmildernd, vgl. Urk. 63 S. 13) zu 

werten. Angesichts der sehr wohlwollenden Beurteilung der Vorinstanz ergibt sich 

an der Reduktion von 6 Monaten aufgrund der Täterkomponente jedoch trotz ge-

wisser nun wohl vorhandener Reue und Einsicht keine Änderung (vgl. Urk. 63 

S. 13).  

6. Gesamtwürdigung 

Unter Berücksichtigung aller Strafzumessungsgründe der Tat- und Täterkompo-

nente ist die von der Vorinstanz ausgefällte Freiheitsstrafe von 30 Monaten als 

angemessen zu beurteilen und entsprechend zu bestätigen. Der Anrechnung von 

454 Tagen Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute steht im Übrigen 

nichts entgegen (Art. 51 StGB).  

III. Vollzug 

1. Die Verteidigung beantragt neben einer milderen Strafe den lediglich teil-

weisen Vollzug derselben, wobei diese im Umfang von 15 Monaten zu vollziehen 

und im Übrigen unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufzuschieben 

sei (Urk. 81 S. 1 und 5 f.).  

2.1. Die Vorinstanz hielt die theoretischen Grundsätze zum bedingten und teilbe-

dingten Vollzug – sowie insbesondere die Kriterien betreffend die Voraussetzung 

des Fehlens einer ungünstigen Prognose – in ihrem Entscheid fest, weshalb an 

dieser Stelle darauf verwiesen werden kann (vgl. Urk. 63 S. 13 f.; Art. 82 Abs. 4 

StPO).  

2.2. Die Vorinstanz wies zurecht darauf hin, dass der Beschuldigte in der 

Schweiz zwar über keine Vorstrafen verfügt, jedoch anerkanntermassen ver-

schiedene Verurteilungen im Ausland erfolgt sind. Mit der Vorinstanz ist sodann 

festzuhalten, dass der Beschuldigte bereits in den Jahren zwischen 2005 und 

-   16   - 

2007 eine sechsmonatige Freiheitsstrafe in Italien und im Jahr 2011 eine solche 

über drei Monate in Chile zu verbüssen hatte und dennoch wieder nach Europa 

zurückkehrte, um bereits kurz nach seiner Ankunft in der Schweiz intensiv und 

planmässig Einbruchdiebstähle zu begehen (vgl. Urk. 63 S. 14). Bei diesem Stand 

der Dinge ist der von der Vorinstanz geäusserte Verdacht, der Beschuldigte sei 

möglicherweise nur zwecks Delinquenz eingereist, nicht ganz von der Hand zu 

weisen. Der Beschuldigte möchte mittels eingereichter Bestätigung seines Arbeit-

gebers in Chile sowie der Beteuerung seiner Freude am neugeborenen Enkel 

beweisen, dass er nach seiner Entlassung nach Chile reisen und dort einer be-

reits zugesicherten, redlichen Arbeit nachgehen würde. Angesichts der Vor-

geschichte sowie des Umstands, dass es der Beschuldigte auch früher schon 

vorzog, seine Familie zu verlassen und einen wohl höheren Verdienst im Ausland 

– auf legale oder andere Art – zu erzielen, kann auch heute nicht darauf abge-

stützt werden.  

So führte die Vorinstanz denn auch zutreffend aus, dass angesichts dieser Um-

stände nicht von einer begründeten Aussicht auf Bewährung ausgegangen wer-

den kann, sondern dem Beschuldigten vielmehr eine eigentliche Schlechtprogno-

se gestellt werden muss. Ein Teilaufschub der Strafe, wie durch die Verteidigung 

beantragt, kommt daher nicht in Betracht (so auch die Vorinstanz; Urk. 63 S. 15). 

In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils ist somit die Freiheitsstrafe vollum-

fänglich zu vollziehen.  

IV. Einziehung 

1. Unter diesem Titel macht die Verteidigung geltend, dem Beschuldigten seien 

nicht nur die in Urteilsdispositiv Ziffer 7 aufgezählten Gegenstände und die Bar-

schaft in Fremdwährung herauszugeben, sondern neben der Bauchtasche Oakley 

auch die darin gefundenen persönlichen Gegenstände wie das Portemonnaie, die 

Halskette mit den drei Anhängern, der Ohranhänger mit den zwei Perlen und die 

zwei Mobiltelefone der Marke Samsung (Urk. 64 S. 3, Urk. 81 S. 7 f.).  

2.1. Auf der Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 11. November 

2015 betreffend die anlässlich der Verhaftung des Beschuldigten am 25. August 

-   17   - 

2015 ab Person sichergestellten Gegenstände ist unter anderem die "Bauch-

tasche "Oakley" blau/schwarz/Kunststoff mit div. pers. Gegenständen (Portemon-

naie/Kopfhörer weiss/Zigaretten etc.)" aufgeführt (Urk. D1/23/3 S. 4). Mit der sel-

ben Umschreibung wurde die Oakley-Bauchtasche im Transportschein  

KEA-Z-DKS vom 16. November 2015 vermerkt und – ohne die Konkretisierung in 

Klammern – in die Sach-Kautionsliste der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

14. Dezember 2015 übernommen (Urk. D1/23/5 S. 2, Urk. D1/23/7). Nachdem die 

Vorinstanz in Dispositiv-Ziffer 7 ihres Urteils die Herausgabe der unter dem As-

servat A…707 sich befindenden Gegenstände an den Beschuldigten anordnete, 

wurde auch über die Herausgabe der diversen persönlichen Gegenstände, wel-

che sich in der Bauchtasche Oakley befinden (d.h. Portemonnaie/Kopfhörer 

weiss/Zigaretten etc.) bereits entschieden.  

2.2. Die Halskette mit den drei Anhängern, der Ohranhänger mit den zwei Perlen 

sowie die zwei Mobiltelefone sind auf der erwähnten Sicherstellungsliste der Kan-

tonspolizei Zürich, im Transportschein der KEA-Z-DKS sowie der besagten Sach-

Kautionsliste der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl separat aufgelistet (Urk. D1/23/3 

S. 3 und 5 f., Urk. D1/23/5 S. 2 f., Urk. D1/23/7). Darüber befand die Vorinstanz 

u.a. in Dispositiv-Ziffer 8 insofern, als sie dort festhielt, dass bezüglich der "restli-

chen beschlagnahmten Gegenstände" gemäss Transportschein der KEA-Z-DKS 

derzeit noch keine Besitzansprüche gestellt worden, diese aber den Berechtigten 

nach Eintritt der Rechtskraft gegen Nachweis ihrer Berechtigung auf erstes Ver-

langen herauszugeben sind. Zudem befand die Vorinstanz, dass im Falle ausblei-

bender Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft die 

beschlagnahmten Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der Lagerbe-

hörde zu überlassen sind, wobei ein allfälliger Verwertungserlös wegen des delik-

tischen Bezugs dem Staat anheim zu fallen hat (Urk. 63 S. 17). Der Beschuldigte 

erklärte in der polizeilichen Einvernahme vom 14. Oktober 2015 zum Ohranhä-

nger Gold 750 mit zwei Perlen (Asservat A008'524'730), dieser gehöre nicht ihm, 

er habe ihn gestohlen, vermutlich aus dem zweiten Haus in Meilen, dieser Ge-

genstand könne dem Geschädigten zurückgegeben werden (vgl. Urk. D1 15/8 

S. 6). Gestützt auf die Angaben des Beschuldigten selber, handelt es sich beim 

Ohranhänger mit zwei Perlen um Deliktsgut, weswegen eine Herausgabe an ihn 

-   18   - 

nicht in Frage kommt. Die Vorbringen der Verteidigung anlässlich der Berufungs-

verhandlung, der Beschuldigte habe bei der Polizei irrtümlicherweise angegeben, 

den Ohranhänger gestohlen zu haben, und dieser gehöre zu dessen persönlichen 

Gegenständen (vgl. Urk. 81 S. 8), vermag nicht zu überzeugen, zumal es sich 

beim besagten Anhänger offensichtlich um Damenschmuck handelt. Bezüglich 

der Halskette mit den drei Anhängern (Asservat A008'524'401) und der beiden 

Mobiltelefone Samsung (Asservat A008'524'832: Samsung GT-19300 und Asser-

vat A008'524'810: Samsung GT-1270) beanspruchte der Beschuldigte bereits in 

der polizeilichen Einvernahme vom 14. Oktober 2015 Eigentum (vgl. Urk. D1 15/8 

S. 3). Inwiefern die Vorinstanz davon ausging, bei der Halskette mit den drei An-

hängern sowie den zwei Mobiltelefonen der Marke Samsung handle es sich auch 

um Deliktsgut, ist nicht restlos klar und auch nicht ohne weiteres aus den Akten 

ersichtlich. Aus dem Rucksack des Beschuldigten wurde zwar auch Diebesgut si-

chergestellt, dennoch deutet der darin befundene, auf Spanisch beschriftete 

Münzanhänger darauf hin, dass es sich bei der Kette um persönlichen Schmuck 

handelt. Auch bezüglich der zwei Mobiltelefone ist durchaus möglich, dass diese 

dem Beschuldigten gehören. Damit sind (nebst den in Dispositiv-Ziffer 7 des vor-

instanzlichen Urteils aufgezählten) auch diese Gegenstände (Halskette mit drei 

Anhängern und 2 Mobiltelefone Samsung) dem Beschuldigten auf erstes Verlan-

gen herauszugeben. Mit Bezug auf die übrigen Gegenstände ist deren Heraus-

gabe an den Berechtigten gegen Nachweis ihrer Berechtigung entsprechend dem 

Entscheid der Vorinstanz in ihrer Dispositiv-Ziffer 8 anzuordnen. 

V. Kosten- und Entschädigung 

1. Der Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren hinsichtlich seiner Anträ-

ge betreffend Strafhöhe und teilbedingten Vollzug vollumfänglich, bezüglich sei-

nes Antrags betreffend Herausgabe von persönlichen Gegenständen obsiegt er 

lediglich marginal, so dass deswegen eine Kostenreduktion nicht angebracht ist. 

Daher sind ihm die Kosten dieses Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, aufzuerlegen. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf 

Fr. 2'500.– festzusetzen.  

-   19   - 

2. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten reichte am 11. November 2016 

eine Honorarnote ein, welche er an der Berufungsverhandlung mit dem Aufwand 

betreffend Redaktion der Plädoyernotizen, Teilnahme an der Berufungsver-

handlung, Nachbesprechung etc. ergänzte (vgl. Urk. 74, vgl. Urk. 83). Insgesamt 

ist eine Entschädigung von Fr. 3'176.80 (inkl. MwSt) angemessen und zuzu-

sprechen. 

3. Die Kosten für die amtliche Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichts-

kasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 3. März 

2016 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig 

 - des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 2 StGB 

- des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

- der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

- der Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB sowie 

- der rechtswidrigen Einreise und des rechtswidrigen Aufenthaltes im Sinne von 

Art. 115 Abs. 1 lit. a und lit. b AuG. 

2. (…). 

3. (…). 

4. Die Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatkläger werden auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 be-

schlagnahmte Barschaft in Höhe von Fr. 61.75 (Asservat-Nr. A008'524'785, lagernd 

bei der Gerichtskasse) wird definitiv beschlagnahmt und zur teilweisen Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 be-

schlagnahmte Halskette (Asservat-Nr. A008'523'986, lagernd bei der Gerichtskasse) 

-   20   - 

wird der Privatklägerin C._____ nach Eintritt der Rechtskraft dieser Dispositiv-Ziffer 

auf erstes Verlangen herausgegeben. 

 Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, wird 

die Halskette der Gerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

 7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 be-

schlagnahmten Gegenstände (aufgeführt auf dem Transportschein der KEA-Z-DKS 

vom 16. November 2015 unter den Nummern A…555: Rucksack; A…230: Trainer-

hose; A…229: T-Shirt; A…737: Handschuh; A…707: Bauchtasche "Oakley"; A…792: 

Quittung 2x Western Union; A…729: SIM-Kartenhalterungen; A…694: div. Bahn-

billette; A…870: Baseballcap) und die Barschaft in Fremdwährung werden dem Be-

schuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben. 

 Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, wer-

den die beschlagnahmen Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der Lager-

behörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Kostendeckung ver-

wendet. (…). 

8. (…). 

9. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger 

aus der Gerichtskasse wie folgt entschädigt: 

 Leistungen mit 8.0 % MwSt.: 

Honorar Fr. 10'168.40 
Barauslagen  Fr. 428.85 
  
Zwischentotal Fr. 10'597.25 
MwSt. Fr. 847.80 
  

Entschädigung total, inkl. MwSt. Fr. 11'445.05 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.00   die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 3'000.00   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 548.00   Auslagen (Gutachten) 

Fr. 9'590.00   Auslagen Forensisches Institut 

Fr. 11'445.05   amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

-   21   - 

11. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und der Untersuchung werden mit Aus-

nahme der Kosten der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten auferlegt. 

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. 

Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

13. (Mitteilung) 

14. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wo-

von 454 Tage durch Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

3. Die weiteren mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

7. Dezember 2015 beschlagnahmten Gegenstände (aufgeführt auf dem 

Transportschein der KEA-Z-DKS vom 16. November 2015 unter den Num-

mern A008'524'401: 1 Halskette (ca. 70 cm) mit 3 Anhängern; A008'524'810: 

Mobiltelefon Samsung GT-E1270 und A008'524'832: Mobiltelefon Samsung 

GT-19300 werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf ers-

tes Verlangen herausgegeben. 

Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechts-

kraft, werden die beschlagnahmten Gegenstände zur gutscheinenden Ver-

wendung der Lagerbehörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös wird 

zur Kostendeckung verwendet. 

4. Die restlichen Gegenstände gemäss Transportschein der KEA-Z-DKS vom 

16. November 2015 (d.h. ohne die Gegenstände, die in Dispositiv-Ziffer 5, 6 

und 7 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung vom 3. März 

2016 und in Dispositiv-Ziffer 3 dieses Urteils aufgeführt sind) werden den 

-   22   - 

Berechtigten nach Eintritt der Rechtskraft gegen Nachweis ihrer Berechti-

gung auf erstes Verlangen herausgegeben. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'176.80   amtliche Verteidigung 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.  

7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)  
− die Privatklägerschaft auszugsweise (versandt mit Empfangsschein) 

 (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 

den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 

Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste (versandt mit Empfangsschein) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 
− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 

Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl  
− das Staatssekretariat für Migration, Postfach, 3003 Bern  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 

-   23   - 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Sachkaution 31433) 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 21. November 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kümin Grell 
 

 
 

 

	Urteil vom 21. November 2016
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 2 StGB
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB
	 der Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB sowie
	 der rechtswidrigen Einreise und des rechtswidrigen Aufenthaltes im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a und lit. b AuG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 191 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Die Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatkläger werden auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 beschlagnahmte Barschaft in Höhe von Fr. 61.75 (Asservat-Nr. A008'524'785, lagernd bei der Gerichtskasse) wird definitiv beschlagnahmt und zur teilweisen Deckung der Verfahre...
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 beschlagnahmte Halskette (Asservat-Nr. A008'523'986, lagernd bei der Gerichtskasse) wird der Privatklägerin C._____ nach Eintritt der Rechtskraft dieser Dispositiv-Ziffer au...
	Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, wird die Halskette der Gerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 beschlagnahmten Gegenstände (aufgeführt auf dem Transportschein der KEA-Z-DKS vom 16. November 2015 unter den Nummern A…555: Rucksack; A…230: Trainerhose; A…229: T-Shirt; A…7...
	Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, werden die beschlagnahmten Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der Lagerbehörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Kostendeckung verwendet.
	8. Die restlichen Gegenstände gemäss Transportschein der KEA-Z-DKS vom 16. November 2015 werden den Berechtigten nach Eintritt der Rechtskraft gegen Nachweis ihrer Berechtigung auf erstes Verlangen herausgegeben.
	Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, werden die beschlagnahmten Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der Lagerbehörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös verfällt dem Staat.
	9. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger aus der Gerichtskasse wie folgt entschädigt:
	Leistungen mit 8.0 % MwSt.:
	10.  Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	11. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und der Untersuchung werden mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten auferlegt.
	12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Es sei festzustellen, dass das Urteil das Bezirksgerichts Zürich vom 3. März 2016 hinsichtlich Dispositivziffern 1,4,5,6,7,9,10,11 und 12 in Rechtskraft erwachsen ist;
	2. Der Beschuldigte sei gemäss den nachfolgenden Ausführungen milder zu bestrafen, wobei die bereits verbüsste Haft anzurechnen sei;
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei im Umfang von 15 Monaten zu vollziehen und im Übrigen – unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren – aufzuschieben;
	4. Dem Beschuldigten seien nebst den im Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 3. März 2016 unter Dispositiv-Ziff. 7 erwähnten Gegenständen und der Barschaft in Fremdwährung nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen auch der Inhalt der Bauchta...
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der  amtlichen Verteidigung, seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	2.2. Bei dieser Ausgangslage sind die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des vorinstanzlichen Urteils angefochten und im Berufungsverfahren zu überprüfen (Art. 404 Abs. 1 StPO; vgl. auch Prot. II S. 4). Hinsichtlich der vom Beschuldigten verlangten Herausgabe...
	Alle übrigen Urteilspunkte, mithin Dispositiv-Ziffern 1, 4 - 7 und 9 - 12, sind demnach nicht angefochten und somit in Rechtskraft erwachsen, was vorab festzustellen ist (Art. 402 i.V.m. Art. 437 StPO).
	2.1. Die Vorinstanz hielt die theoretischen Grundsätze zum bedingten und teilbedingten Vollzug – sowie insbesondere die Kriterien betreffend die Voraussetzung des Fehlens einer ungünstigen Prognose – in ihrem Entscheid fest, weshalb an dieser Stelle d...
	2.2. Die Vorinstanz wies zurecht darauf hin, dass der Beschuldigte in der Schweiz zwar über keine Vorstrafen verfügt, jedoch anerkanntermassen verschiedene Verurteilungen im Ausland erfolgt sind. Mit der Vorinstanz ist sodann festzuhalten, dass der Be...
	So führte die Vorinstanz denn auch zutreffend aus, dass angesichts dieser Umstände nicht von einer begründeten Aussicht auf Bewährung ausgegangen werden kann, sondern dem Beschuldigten vielmehr eine eigentliche Schlechtprognose gestellt werden muss. E...
	IV. Einziehung
	1. Unter diesem Titel macht die Verteidigung geltend, dem Beschuldigten seien nicht nur die in Urteilsdispositiv Ziffer 7 aufgezählten Gegenstände und die Barschaft in Fremdwährung herauszugeben, sondern neben der Bauchtasche Oakley auch die darin gef...
	2.1. Auf der Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich vom 11. November 2015 betreffend die anlässlich der Verhaftung des Beschuldigten am 25. August 2015 ab Person sichergestellten Gegenstände ist unter anderem die "Bauchtasche "Oakley" blau/sch...
	2.2. Die Halskette mit den drei Anhängern, der Ohranhänger mit den zwei Perlen sowie die zwei Mobiltelefone sind auf der erwähnten Sicherstellungsliste der Kantonspolizei Zürich, im Transportschein der KEA-Z-DKS sowie der besagten Sach-Kautionsliste d...
	V. Kosten- und Entschädigung
	1. Der Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren hinsichtlich seiner Anträge betreffend Strafhöhe und teilbedingten Vollzug vollumfänglich, bezüglich seines Antrags betreffend Herausgabe von persönlichen Gegenständen obsiegt er lediglich marginal,...
	Daher sind ihm die Kosten dieses Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 2'500.– festzusetzen.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 3. März 2016 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 2 StGB
	- des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB
	- der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB
	- der Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB sowie
	- der rechtswidrigen Einreise und des rechtswidrigen Aufenthaltes im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a und lit. b AuG.

	2. (…).
	3. (…).
	4. Die Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren der Privatkläger werden auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 beschlagnahmte Barschaft in Höhe von Fr. 61.75 (Asservat-Nr. A008'524'785, lagernd bei der Gerichtskasse) wird definitiv beschlagnahmt und zur teilweisen Deckung der Verfahre...
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 beschlagnahmte Halskette (Asservat-Nr. A008'523'986, lagernd bei der Gerichtskasse) wird der Privatklägerin C._____ nach Eintritt der Rechtskraft dieser Dispositiv-Ziffer auf...
	Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, wird die Halskette der Gerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 beschlagnahmten Gegenstände (aufgeführt auf dem Transportschein der KEA-Z-DKS vom 16. November 2015 unter den Nummern A…555: Rucksack; A…230: Trainerhose; A…229: T-Shirt; A...
	Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, werden die beschlagnahmen Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der Lagerbehörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Kostendeckung verwendet. (…).
	8. (…).
	9. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger aus der Gerichtskasse wie folgt entschädigt:
	Leistungen mit 8.0 % MwSt.:
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	11. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und der Untersuchung werden mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten auferlegt.
	12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. (Mitteilung)
	14. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wovon 454 Tage durch Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	3. Die weiteren mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Dezember 2015 beschlagnahmten Gegenstände (aufgeführt auf dem Transportschein der KEA-Z-DKS vom 16. November 2015 unter den Nummern A008'524'401: 1 Halskette (ca. 70 cm) mit 3 Anh...
	Erfolgt kein Herausgabebegehren innert 60 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, werden die beschlagnahmten Gegenstände zur gutscheinenden Verwendung der Lagerbehörde überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös wird zur Kostendeckung verwendet.
	4. Die restlichen Gegenstände gemäss Transportschein der KEA-Z-DKS vom 16. November 2015 (d.h. ohne die Gegenstände, die in Dispositiv-Ziffer 5, 6 und 7 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung vom 3. März 2016 und in Dispositiv-Ziffer 3 ...
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)
	 die Privatklägerschaft auszugsweise (versandt mit Empfangsschein)

	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (versandt mit Empfangsschein)
	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 das Staatssekretariat für Migration, Postfach, 3003 Bern
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Sachkaution 31433)

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.