# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb5d1d7c-cf82-5e0b-aef8-9af144390e05
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.08.2014 100 2013 210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-210_2014-08-22.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 6.03.2015 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (2C_895/2014).

100.2013.210U
HER/BAM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. August 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied, 
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Häberli   
Gerichtsschreiberin Baldegger      

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 21. Mai 
2013; BD 017/12)

Sachverhalt:

A. 

A.________, geboren am … 1982, stammt aus Mazedonien. Am 9. Februar 1990 
reiste er im Rahmen des Familiennachzugs mit seiner Mutter zum Stiefvater in die 
Schweiz ein und erhielt später die Niederlassungsbewilligung. Er ist Vater von vier 
Kindern, welche alle das Schweizer Bürgerrecht besitzen: Aus der nicht-ehelichen 
Beziehung mit der Schweizerin B.________ stammen die – von A.________ aner-
kannten – Söhne C.________ (geb. ...2000) und D.________ (geb. ...2004). Der nicht-
ehelichen Beziehung mit der Schweizerin E.________ ist Tochter F.________ (geb. 
...2008) entsprungen. Aus der Beziehung mit der Schweizerin G.________ stammt 
schliesslich Tochter H.________ (geb. ...2012). Am 1. März 2013 hat A.________ 
H.________ anerkannt und die Kindsmutter geheiratet. Gemäss Auszug aus dem 
Eheregister lautet sein Nachname seither …. 

A.________ wurde seit 2003 wiederholt straffällig und zuletzt am 14. Februar 2011 
durch den Cour de Justice, Chambre pénale, des Kantons Genf in zweiter Instanz zu 
einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten wegen Freiheitsberaubung und Entführung, 
Nötigung, einfacher Körperverletzung und Verstosses gegen das 
Betäubungsmittelgesetz verurteilt.

Mit Verfügung vom 21. Dezember 2011 widerrief das Amt für Migration und 
Personenstand (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Niederlassungsbewilligung von 
A.________, wies ihn aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz bis zum 
31. März 2012 zu verlassen. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 23. Januar 2012 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das Rechtsmittel mit 
Entscheid vom 21. Mai 2013 ab und setzte eine neue Ausreisefrist auf «den Tag der 
Entlassung aus dem Strafvollzug» fest.    

C.

Dagegen hat A.________ – unter dem Namen … – am 21. Juni 2013 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den Rechtsbegehren, der Entscheid der 
POM sei aufzuheben und vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei abzusehen. 

Gleichzeitig hat er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt. Die POM 
beantragt mit Vernehmlassung vom 18. Juli 2013 die Abweisung der Beschwerde.    

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
und dessen Wegweisung aus der Schweiz.  

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingungen erteilt 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann widerrufen werden, wenn die Ausländerin 
oder der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 
Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG). Der Bewilligungswiderruf ist in diesem Fall 
auch möglich, wenn sich die Ausländerin oder der Ausländer länger als 15 Jahre ord-
nungsgemäss und ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 
AuG). Als «längerfristig» gilt eine Freiheitsstrafe, wenn ihre Dauer ein Jahr 
überschreitet, wobei mehrere unterjährige Strafen nicht kumuliert werden dürfen und 
keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde 
(Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1, 16 E. 2.1; vgl. 
auch BGer 2C_2010/2014 vom 17.3.2014, E. 3.1). Vorausgesetzt ist, dass das 
Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist (BVR 2013 S. 543 E. 3.1 mit Hinweisen). 

2.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2003 wie 
folgt straffällig geworden ist (Strafregisterauszug vom 12.12.2011, in Vorakten MIDI, 
pag. 304 ff., und die nachfolgend genannten Urteile und Strafmandate bzw. -befehle):

– Strafbefehl der Staatsanwalt des Kantons Bern, Region Berner Jura-Seeland vom 
25. Januar 2013 wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 
1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe 
(Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121); Übertretung: Besitz von ca. 2 g 
Haschisch): Busse von Fr. 100.-- (Vorakten POM, pag. 147); 

– Urteil des Cour de Justice, Chambre pénale, des Kantons Genf vom 14. Februar 
2011 wegen Freiheitsberaubung und Entführung, Nötigung, einfacher 
Körperverletzung und Verstosses gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG, begangen im August 
2009, zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten (6 Mte unbedingt/24 Mte bedingt) bei 
einer Probezeit von fünf Jahren (Vorakten MIDI, pag. 152 ff., 162), Bestätigung des 
Urteils des Tribunal de Police, des Kantons Genf vom 5. Mai 2010 (Vorakten MIDI, 
pag. 152 ff., 124 f.); 

– Urteil des Gerichtskreises II Biel-Nidau vom 25. November 2010 (Vorakten MIDI, 
pag. 131 ff. und 266 ff.) wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG 
begangen im Zeitraum von Herbst 2005 bis 20. Juni 2007 (Verkauf von mind. 23,8 
kg Cannabis, Kauf von mind. 1,2 kg Cannabis, Verkauf von Cannabis und Anbau 
von ca. 325 Cannabispflanzen), Widerhandlungen gegen das BetmG (Konsum von 
Cannabis, Kokain und LSD, begangen vom 1.12.2007 bis 24.11.2009 sowie vom 
12.1.2010 bis 30.3.2010), Hehlerei z.N. der Sunrise Communications (begangen 
vom 15.5.2008 bis 24.11.2009) sowie wegen Nötigung (mehrfach begangen von 
Oktober 2009 bis 24.11.2009 sowie vom 1.2.2010 bis Anfang März 2010), Drohung 
(mehrfach begangen Ende November 2009 sowie von 1.2.2010 bis Anfang März 
2010) und Tätlichkeiten (mehrfach begangen von Sommer 2005 bis Oktober 2009) 
z.N. von E.________: Freiheitsstrafe von 24 Monaten (unbedingt) und Busse von 
Fr. 1ꞌ000.-- sowie Verurteilung zur Bezahlung einer Ersatzforderung von Fr. 80ꞌ000.-
- aus dem Handel mit Betäubungsmitteln als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des 
Gerichtskreises III Aarberg-Büren-Erlach vom 23. Juni 2009; 

– Urteil des Gerichtskreises III Aarberg-Büren-Erlach vom 23. Juni 2009 wegen 
einfacher Körperverletzung (mit Gift/Waffe/gefährlichem Gegenstand), einfacher 
Körperverletzung, Drohung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfachen Fahrens 
in fahrunfähigem Zustand: 720 Stunden gemeinnützige Arbeit;

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner Jura-Seeland vom 
28. Dezember 2006 wegen Widerhandlungen gegen das BetmG durch Besitz von 

Marihuana (begangen am 23.7.2006): Busse von Fr. 140.-- (Vorakten MIDI, pag. 
45); 

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner Jura-Seeland vom 22. Juni 
2005 wegen Führens eines Personenwagens in angetrunkenem Zustand und 
Unterlassens der Meldung/nicht rechtzeitigen Meldens von Tatsachen, die eine 
Änderung oder den Ersatz eines Ausweises oder einer Bewilligung erfordern 
(begangen am 5.6.2005): Busse Fr. 850.-- (Vorakten MIDI, pag. 27); 

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner Jura-Seeland vom 27. April 
2004 wegen Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (grobe 
Verletzung der Verkehrsregeln, Fahren in angetrunkenem Zustand, Vereitelung der 
Blutprobe, pflichtwidriges Verhalten bei Unfall): 20 Tage Gefängnis bedingt und 
Busse von Fr. 1'200.-- (widerrufen mit Urteil des Gerichtskreises III Aarberg-Büren-
Erlach vom 23.6.2009);  

– Strafmandat des Gerichtskreises II Biel-Nidau vom 18. Februar 2004 wegen 
Diebstahls: Fünf Tage Gefängnis bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren und 
Busse von Fr. 400.-- (widerrufen mit Urteil des Gerichtskreises III Aarberg-Büren-
Erlach vom 23.6.2009);  

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts I Berner Jura-Seeland vom 4. 
Dezember 2003 wegen Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung 
(Inverkehrbringen eines Motorfahrzeugs mit ungenügender Profilierung der Reifen, 
begangen am 8.8.2003): Busse von Fr. 280.-- (Vorakten MIDI, pag. 10). 

2.3 Die mit rechtskräftigen Urteilen des Cour de Justice des Kantons Genf vom 
14. Februar 2011 und des Gerichtskreises II Biel-Nidau vom 25. November 2010 
ausgesprochenen Freiheitsstrafen von 30 bzw. 24 Monaten liegen deutlich über einem 
Jahr. Die Vorinstanz hat daher zu Recht auf das Vorliegen eines Widerrufsgrunds 
geschlossen. Ein solcher wird im Übrigen auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten.

3.

Der Beschwerdeführer rügt allerdings, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und 
die damit verbundene Wegweisung seien unverhältnismässig. – Der Widerruf einer 
Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung sind auch bei Vorliegen eines 
Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden 
Interessenabwägung als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 
AuG). Im Rahmen dieser Beurteilung sind die öffentlichen Interessen an der 
Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die 

privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz 
gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der 
rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere des Verschuldens, 
das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, die 
Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. die Integration sowie die 
der betroffenen Person und ihrer Familie oder anderen Angehörigen drohenden 
Nachteile (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 31 E. 2.3.1, 135 II 377 E. 4.3 und 4.5; BVR 2013 
S. 543 E. 4.1 mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Beeinträchtigt die Ent-
fernungsmassnahme – wie hier aufgrund der Beziehung des Beschwerdeführers zu 
seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter sowie zu seinen zwei Söhnen aus einer 
früheren Beziehung (vgl. hinten E. 5.3.2 ff.) – die Pflege familiärer Beziehungen im 
Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) 
bzw. des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV, bilden Grundlage dieser 
Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. auch BGE 139 I 145 
E. 2.2 und 2.4 mit Hinweisen auf die EGMR-Praxis). Hat die betroffene Person 
minderjährige Kinder – was wiederum auf den Beschwerdeführer zutrifft –, sind in 
diese Beurteilung ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 20. November 1989 
über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigenden 
Interessen (Kindeswohl) einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2; BVR 2013 S. 543 
E. 4.1). Keine weitergehenden Ansprüche ergeben sich vorliegend aus dem Recht auf 
Ehe und Familie nach Art. 12 EMRK und Art. 14 BV, welche im Wesentlichen die Ehe- 
und Familiengründung schützen (vgl. BGE 137 I 351 E 3.3 ff.).

4.

Zum öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und an der 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist Folgendes festzuhalten: 

4.1 Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses ist das Verschulden, 
welches die betroffene Person mit der längerfristigen Freiheitsstrafe auf sich geladen 
hat. 

4.1.1 Seine Schwere bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht 
verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 
E. 4.2). Praxisgemäss sprechen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Ver-
schulden, da dieses bereits als so gravierend eingestuft wird, dass ein vollständiger 
Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage kommt und mindestens ein Teil zwingend 
vollzogen werden muss. Auch aus fremdenpolizeilicher Sicht bedeutet danach eine 
Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr 
schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung (vgl. 

BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4, beide zur vorliegend infolge langer 
Aufenthaltsdauer zwar nicht anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; hinsichtlich der Beur-
teilung des Verschuldens sind die Erwägungen aber dennoch massgeblich; BVR 2013 
S. 543 E. 4.2.3).

4.1.2 Bei der Verurteilung des Beschwerdeführers vom 14. Februar 2011 zu 
30 Monaten Freiheitsentzug wegen Freiheitsberaubung und Entführung, Nötigung, 
einfacher Körperverletzung und Verstoss gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG hat ihm das 
Genfer Gericht ein schweres Verschulden attestiert, weil er mit Gewalt in die Wohnung 
des Opfers eingedrungen sei, dieses entführt, seiner Freiheit beraubt, mehrfach 
geschlagen, ihm gegenüber einen Taser gebraucht und es mit einer Feuerwaffe 
bedroht habe (Urteil des Genfer Cour de Justice vom 14.2.2011, Vorakten MIDI, 
pag. 160). Ebenso ist der Gerichtskreis II Biel-Nidau am 25. November 2010 bei der 
Verurteilung des Beschwerdeführers zu 24 Monaten Freiheitsentzug wegen 
qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG (u.a. Verkauf/Kauf von mind. 25 kg 
Cannabis), Widerhandlungen gegen das BetmG (Konsum), Hehlerei sowie wegen 
Nötigung, Drohung und Tätlichkeiten gegenüber der Mutter seiner Tochter F.________ 
von einem schweren Verschulden ausgegangen (Vorakten MIDI, pag. 299, auch zum 
Folgenden). Der Beschwerdeführer habe sich ohne besondere Notlage dafür 
entschieden, deliktisch tätig zu werden und dabei ein grosses Mass an 
Entscheidungsfreiheit gehabt. Bei dieser Ausgangslage hat die POM zu Recht auf ein 
schweres Verschulden geschlossen (E. 5a/bb, auch zum Folgenden), besteht doch in 
ausländerrechtlichen Verfahren regelmässig kein Raum, die Beurteilung des 
Strafgerichts zu relativieren (BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3, 2012 S. 193 E. 4.4.4; BGer 
2C_888/2012 vom 14.3.2013, E. 4.2.3). Hierfür sieht auch das Verwaltungsgericht 
keinen Anlass: Der Beschwerdeführer wurde zweimal zu einer Freiheitsstrafe von 24 
oder mehr Monaten verurteilt, was bereits für sich genommen sehr schwer wiegt. Der 
Beschwerdeführer hat namentlich aus rein finanziellen Motiven gewerbsmässig 
Drogenhandel mit einer erheblichen Deliktssumme betrieben (Umsatz von über Fr. 
160ꞌ000.-- [Urteilsbegründung Gerichtskreis II Biel-Nidau vom 4.1.2011, Vorakten MIDI, 
pag. 295]) und auch nicht vor erheblichen Übergriffen auf die Freiheit und die 
körperliche Integrität anderer Personen zurückgeschreckt (Faustschläge und Fusstritte, 
Einsatz eines Tasers) und dabei gar mit einer Feuerwaffe gedroht (Urteile des Genfer 
Cour de Justice vom 14.2.2011 und des Tribunal de Police des Kantons Genf vom 
5.5.2010, Vorakten MIDI, pag. 160, 113 f. und 116 f.). Die POM hat zutreffend 
erwogen, dass das Bundesgericht bei schweren Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, 
Sexual- und schweren Betäubungsmitteldelikten, ausländerrechtlich eine strenge 
Praxis verfolge und dass sich zulasten des Beschwerdeführers auswirkt, dass er (als 
Erwachsener) über einen langen Zeitraum (10 Jahre) wiederholt und zusehends 
schwerer straffällig geworden ist (dazu auch gleich anschliessend E. 4.2). Der 

Beschwerdeführer anerkennt denn auch zu Recht, dass seine Verurteilungen schwer 
wiegen (Beschwerde, S. 5).

4.2 Zu berücksichtigen ist weiter das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber 
der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei Personen, die mehrfach 
oder sogar regelmässig straffällig geworden sind, besteht aufgrund ihrer 
Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der 
Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar notorische Delinquenz zeigt in 
besonderer Weise, dass sich die betreffende Person von Strafurteilen nicht hat 
beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich 
an die hiesige Rechtsordnung zu halten (BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). – Der 
Beschwerdeführer hat seit 2003 mehrfach gegen die Strafgesetzgebung verstossen. 
Insgesamt sind gegen ihn sechs Strafmandate bzw. Strafbefehle und drei Urteile 
ergangen und er wurde gesamthaft zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe (54 Monate) 
und 720 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Dabei ist über den gesamten 
Zeitraum seiner Anwesenheit als Erwachsener eine deutliche Tendenz zu einer 
Ausweitung und Aggravierung der Straftaten festzustellen: Betrafen die ersten fünf 
Strafmandate (2003-2006) Widerhandlungen gegen die 
Strassenverkehrsgesetzgebung und das BetmG sowie einen Diebstahl, ergingen die 
drei Urteile zwischen 2009 und 2011 (neben Verstössen gegen die 
Strassenverkehrsgesetzgebung) u.a. wegen einfacher Körperverletzung, Drohung, 
Nötigung, mehrfachem Hausfriedensbruch, Freiheitsberaubung, Entführung und qualifi-
zierten Widerhandlungen gegen das BetmG. Es zeugt von Unverbesserlichkeit und 
beträchtlicher Geringschätzung der Rechtsordnung, dass sich der Beschwerdeführer 
weder von zwei Verurteilungen zu bedingten Gefängnisstrafen (2004), welche später 
widerrufen und im Rahmen der verhängten Gesamtstrafe von 720 Stunden 
gemeinnütziger Arbeit (2009) erfasst wurden, noch durch laufende Strafverfahren und 
mehrmonatige Untersuchungs- respektive Sicherheitshaft von der Begehung 
(zahlreicher) weiterer Straftaten abhalten liess (vgl. vorne E. 2.2 und Urteilsbegründung 
Gerichtskreis II Biel-Nidau vom 4.1.2011, Vorakten MIDI, pag. 266). Zwar trifft zu, dass 
der Beschwerdeführer seit März 2010 mit Ausnahme einer Widerhandlung gegen das 
BetmG (Besitz von ca. 2 g Haschisch) nicht mehr strafrechtlich in Erscheinung getreten 
ist. Dass ihn selbst zwei mehrmonatige Freiheitsstrafen, der Entzug der 
Niederlassungsbewilligung und die verfügte Wegweisung sowie das laufende 
Beschwerdeverfahren vor der POM nicht davon abschreckten, erneut – wenn auch 
geringfügig – straffällig zu werden, weckt jedoch Zweifel, ob er den Ernst der Lage 
erkannt hat sowie willens und fähig ist, die Rechtsordnung dauerhaft zu respektieren. 
Die POM hat unter diesen Umständen zu Recht erwogen, dass der Beschwerdeführer 
als Erwachsener ein Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im 
Allgemeinen zeigt, welches das aufgrund seines Verschuldens bereits sehr hohe 

sicherheitspolizeiliche Interesse an seiner Entfernung aus der Schweiz zusätzlich 
erhöht (E. 5b).  

4.3 Mit Blick auf die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen. 

4.3.1 Die Vorinstanz hat, namentlich wegen der langjährigen und wiederholten 
Delinquenz des Beschwerdeführers sowie mit Blick auf den Strafbefehl vom 25. Januar 
2013 betreffend eine Widerhandlung gegen das BetmG eine (unverminderte) 
Rückfallgefahr bejaht (E. 5c/cc). Demgegenüber bestreitet der Beschwerdeführer, dass 
ihm keine günstige Prognose gestellt werden könne (vgl. Beschwerde, S. 4 f.). Die 
Vorinstanz verkenne, dass sich seine Lebensverhältnisse grundlegend verändert 
hätten: Er sei 2012 Vater einer Tochter geworden, habe 2013 deren Mutter, eine 
Schweizer Bürgerin, geheiratet und gehe nun einer geregelten Arbeit nach. Zudem 
nehme er das Kontakt- und Besuchsrecht zu seinen beiden Söhnen aus einer früheren 
Beziehung wahr, bemühe sich redlich, seinen finanziellen Verpflichtungen 
nachzukommen und Schulden zurückzuzahlen. All dies habe dazu geführt, dass ihm 
die Fach- und Beratungsstelle für gewalttätige Männer und Jungen im Januar 2012 
zuhanden der Bewährungshilfe Berner Jura-Seeland ein gutes Zeugnis ausgestellt 
habe und daraufhin die Weisung betreffend die ambulante Behandlung aufgehoben 
worden sei. 

4.3.2 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger 
hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat. 
Bei schweren Straftaten, insbesondere bei Gewalt-, Sexual- und schweren 
Betäubungsmitteldelikten, muss, angesichts der von diesen Delikten ausgehenden 
potentiellen Gefahr für die Gesellschaft, ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes 
Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 31 E. 2.3.1; BVR 
2013 S. 543 E. 4.4.1; VGE 2013/58 vom 15.8.2013, E. 4.3.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013], auch zum Folgenden). Da Art. 5 Anhang I des 
Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der 
Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die 
Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) hier nicht Anwendung findet, ist zudem das 
Vorliegen einer gegenwärtigen Gefahr nicht Voraussetzung einer Wegweisungs-
massnahme. Vielmehr dürfen auch generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt 
werden (BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 mit Hinweisen; BGer 2C_856/2012 vom 25.3.2013, 
E. 6.9). Der konkreten Prognose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfall-
gefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der 
umfassenden fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu 
tragen; die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 mit Hinweisen).

4.3.3 Das Verwaltungsgericht anerkennt, dass sich die Lebensumstände des 
Beschwerdeführers verändert und teils zum Guten gewendet haben: Positiv zu werten 
ist namentlich, dass er sich seit 2011 ernsthaft um Arbeit bemüht und verschiedene 
Temporärstellen gefunden hat (Lohnabrechnungen für September bis Dezember 2012 
und Arbeitsbestätigung vom 12.1.2012, Vorakten POM, Beschwerdebeilagen [BB] 3-7) 
sowie im März 2013 eine (unbefristete) Stelle in einer Autowerkstatt angetreten hat 
(Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 21.6.2013, Beweismittel [act. 2A/5]; 
nachfolgend: Beilagen UR-Gesuch: Arbeitsvertrag vom 2.3.2013, [nachfolgend 
Arbeitsvertrag Garage]). Weiter war er bereit, sich in den Beratungen bei der Fach- und 
Beratungsstelle für gewalttätige Männer und Jungen mit seinem Verhalten 
auseinanderzusetzen, sodass ihm der zuständige Berater im Wesentlichen eine 
positive Entwicklung bescheinigt und die Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug 
gestützt darauf die Anordnung der ambulanten Behandlung im Januar 2012 
aufgehoben hat (Bericht Fach- und Beratungsstelle vom 16.1.2012 [nachfolgend: Be-
richt Beratungsstelle] sowie Brief Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug vom 
18.1.2011 [richtig: 2012], Vorakten POM, BB 9 und 10). Er bemüht sich auch, seinen 
finanziellen Verpflichtungen soweit als möglich nachzukommen (vgl. Kopien 
Abzahlungsbelege, BB 3 [act. 1C]). Zudem hat er im März 2013 geheiratet und seine 
Tochter H.________ anerkannt und zeigt sich ferner darum bemüht, eine Beziehung zu 
seinen zwei Söhnen aus früherer Beziehung aufzubauen (Bestätigung B.________ 
vom 8.7.2012, BB 4). Trotz dieser positiven Entwicklung ist der POM darin 
beizupflichten, dass beim Beschwerdeführer ein nicht hinnehmbares Restrisiko 
erneuter Straffälligkeit besteht. Er hat sich mit dem gewerbsmässigen Handel von 
Cannabis (mind. 25 kg, Bruttoerlös von Fr. 167ꞌ500.--; Urteilsbegründung des Ge-
richtskreises II Biel-Nidau vom 4.1.2011, Vorakten MIDI, pag. 287) schwerer 
Betäubungsmitteldelinquenz schuldig gemacht und ernste Gewalthandlungen sowie 
Delikte gegen die Freiheit begangen (vgl. vorne E. 4.1.2). Ausserdem hat er durch sein 
kriminelles Verhalten gezeigt, dass er über einen längeren Zeitraum nicht gewillt oder 
fähig war, die hiesige Rechtsordnung zu respektieren. Er hat sich weder durch 
bedingte Freiheitsstrafen, die Verurteilung zu 720 Stunden gemeinnütziger Arbeit, 
mehrmonatige Untersuchungs- respektive Sicherheitshaft noch laufende Strafverfahren 
von der Begehung weiterer Straftaten abhalten lassen. Das vom Beschwerdeführer 
selber aufgrund der verschiedenen Veränderungen durchwegs positiv gezeichnete Bild 
ist denn auch aus mehreren Gründen zu relativieren: Selbst wenn ihm die Fach- und 
Beratungsstelle für gewalttätige Männer und Jungen eine insgesamt positive 
Verhaltensentwicklung zuerkennt, geht aus deren Bericht zugleich hervor, dass die 
Beratungen nicht in der nötigen Intensität und Dauer durchgeführt werden konnten und 
damit auch gewisse Zweifel darüber bestehen, ob die eingesetzten Ver-
haltensänderungen anhalten werden (Bericht Beratungsstelle). Gemäss der 
Darstellung der Mutter seiner beiden Söhne, welche der Beschwerdeführer nicht 
bestritten hat, scheint auch die Ausübung des Besuchsrechts nicht unproblematisch zu 

verlaufen und es dem Beschwerdeführer namentlich an Zuverlässigkeit zu mangeln 
(Schreiben B.________ vom 18.1.2012 und 20.1.2013, Vorakten POM, pag. 117 ff.). 
Entscheidend ist aber, dass sich der Beschwerdeführer nach wie vor in der fünfjährigen 
Probezeit befindet (Urteil des Genfer Tribunal de Police vom 5.5.2010, Vorakten MIDI, 
pag. 125, bestätigt durch Urteil des Genfer Cour de Justice vom 14.2.2011, Vorakten 
MIDI, pag. 162). Somit stand und steht er dadurch, aber auch wegen des laufenden 
ausländerrechtlichen Verfahrens unter erheblichem Druck, sich korrekt zu verhalten. 
Ob er den eingeschlagenen Weg nach seiner langjährigen und schweren Delinquenz 
auch ohne entsprechenden Druck wird aufrechterhalten können, was ihm zu wünschen 
ist, wäre erst noch zu beweisen. Dass er seit dem Frühjahr 2010 nicht mehr wegen 
schwerer Delikte strafrechtlich in Erscheinung getreten ist, lässt daher nicht auf ein 
fehlendes Rückfallrisiko schliessen. Hingegen weckt der Umstand, dass weder 
mehrmalige Freiheitsstrafen, die laufende Probezeit noch der drohende Entzug der 
Niederlassungsbewilligung ihm Anlass genug waren, nicht mehr gegen die 
Strafgesetzgebung zu verstossen und wieder Kontakte mit dem Drogenmilieu 
aufzunehmen, wie bereits dargelegt, Zweifel an seiner Einsicht in den Ernst der Lage 
und vor allem an seinem Willen und seiner Fähigkeit, sein Verhalten dauerhaft zu 
ändern. 

4.4 Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz 
angesichts des schweren Verschuldens, der wiederholten Straffälligkeit und der 
bestehenden Rückfallgefahr ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz angenommen hat. 

5. 

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit (E. 5.1), die Integration in 
der Schweiz (E. 5.2) sowie die dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen 
drohenden Nachteile (E. 5.3) zu berücksichtigen.

5.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, desto 
strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines Widerrufs der 
Niederlassungsbewilligung zu stellen. Die Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, 
als die Jahre, welche die ausländische Person in Illegalität, im Strafvollzug oder 
aufgrund einer vorläufigen Duldung verbracht hat, für die Interessenabwägung nicht 
ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 
Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 5.1; VGE 2013/309 vom 19.12.2013, E. 4.1, beide auch 
zum Folgenden). Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Alter die ausländische 

Person in die Schweiz eingereist ist. Selbst bei einem Ausländer, der bereits hier 
geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausländer 
der «zweiten Generation»), ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht ausgeschlossen (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 31 
E. 2.3.1). Erst recht gilt dies für ausländische Personen, die – wie der 
Beschwerdeführer – erst als schulpflichtiges Kind in die Schweiz gelangt sind. Der 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch nach längerem Aufenthalt in der 
Schweiz eher zulässig, wenn die ausländische Person in der Schweiz nicht integriert ist 
(BVR 2013 S. 543 E. 5.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGer 2C_888/2012 vom 14.3.2013, 
E. 4.3.1). – Der heute knapp 32-jährige Beschwerdeführer ist im Februar 1990 als 
Siebeneinhalbjähriger in die Schweiz gekommen und weist damit – auch unter Abzug 
der in Unfreiheit verbrachten Zeit (Untersuchungshaft, Strafvollzug) – eine sehr lange 
Aufenthaltsdauer auf. Es ist unbestritten, dass er in der Schweiz die prägenden 
Abschnitte seiner Kindheit und Adoleszenz verbrachte, hier die obligatorische Schulzeit 
durchlief und daher erwartet werden darf, dass er die deutsche Sprache normal be-
herrscht und mit den hiesigen Verhältnissen vertraut ist. Somit hat die Vorinstanz 
insoweit zu Recht ein gewichtiges Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der 
Schweiz bejaht (E. 6a). 

5.2 Hinsichtlich der Integration ergibt sich was folgt: 

Wirtschaftlich-beruflich ist der Beschwerdeführer unterdurchschnittlich integriert: Nach 
der obligatorischen Schulzeit hat er keine Berufsausbildung abgeschlossen, war bei 
zahlreichen Unternehmen in verschiedenen Funktionen und teils temporär und im 
Stundenlohn angestellt und immer wieder arbeitslos. Nach seiner bedingten 
Entlassung aus dem Strafvollzug im März 2011 war er wie folgt beruflich tätig: Von 
September 2011 bis März 2012 arbeitete er als Hilfsarbeiter, im Juni und Juli 2012 
absolvierte er eine Schnupperlehre im Verkauf und ab August 2012 hat er einen 
Arbeitsvertrag als Kellner in einer Bar vorgelegt, welche er ab September 2012 führen 
sollte (Vorakten POM, Arbeitsbestätigungen vom 12.1.2012 [BB 7], Lohnabrechnungen 
für September 2011 bis Dezember 2011 [BB 3-6]; Beilagen zur Eingabe vom 15.8.2012 
[nachfolgend: Vorakten POM, Beilagen vom 15.8.2012]: Arbeitszeugnis vom 
23.2.2012, Arbeitsbestätigung vom 27.7.2012, Lohnabrechnungen für Januar-März 
2012, Arbeitsvertrag vom 25.7.2012; Beilagen zur Eingabe vom 7.12.12 [nachfolgend: 
Vorakten POM, Beilagen vom 7.12.12]: Untermietvertrag vom 24.8.2012, Beilage 8). 
Allerdings fehlen Abrechnungen, welche belegen, dass der Beschwerdeführer 
tatsächlich in der Bar gearbeitet hat. Am …. 2012 hat der Beschwerdeführer die 
I._____ GmbH im Handelsregister eintragen lassen, wobei er als Gesellschafter und 
Geschäftsführer angeführt ist (Handelsregisterauszug vom …..2012, Vorakten POM, 
Beilagen vom 7.12.12, Beilage 7). Aktivitäten des Unternehmens und dessen Zweck 
sind indes nicht aktenkundig. Ab März 2013 hat der Beschwerdeführer eine feste An-

stellung als Allrounder in einer Autowerkstatt angetreten (Beilagen UR-Gesuch: 
Arbeitsvertrag Garage und Lohnabrechnungen März-Mai 2013, Beilagen 5-8). Ob er 
gegenwärtig noch dort arbeitet und damit die Chance einer Stabilisierung seiner 
beruflichen Situation besteht, ist dem Gericht nicht bekannt. Auch diesfalls wird es dem 
Beschwerdeführer mit dem erzielten Lohn aber nicht möglich sein, den 
Lebensunterhalt seiner Familie selbständig zu bestreiten und einen massgeblichen 
Beitrag zum Unterhalt seiner Kinder aus früheren Beziehungen zu leisten (vgl. 
Arbeitsvertrag Garage und Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege vom 
21.6.2013 [act. 2; nachfolgend: UR-Gesuch], S. 2). Der Beschwerdeführer ist zudem 
verschuldet und hat vom Mai 2006 bis April 2007 und vom Februar 2010 bis Januar 
2012 Sozialhilfeleistungen von Fr. 33ꞌ153.25 bezogen (Vorakten POM, Beilagen vom 
7.12.12: Betreibungsregisterauszug vom 4.12.2012, Beilage 4 und 
Unterstützungsbestätigung vom 4.12.2012, Beilage 5), wobei er allerdings von Januar 
2012 bis zu seinem Wegzug in der Wohnsitzgemeinde keine Sozialhilfeleistungen 
mehr bezogen hat (Vorakten POM, pag. 183, Beilagen vom 7.12.12: Bestätigung 
Sozialdienst vom 4.12.12, Beilage 6 und Wohnsitzbescheinigung vom 6.3.2013). Dem 
Beschwerdeführer werden zudem die Alimente für seine beiden Söhne aus früherer 
Beziehung bevorschusst (vgl. Schuldanerkennung des Beschwerdeführers vom 
11.6.2012 über Fr. 47ꞌ116.-- für bevorschusste Alimente von April 2006 bis Dezember 
2008 und Juli 2010 bis Juni 2012, Vorakten POM, pag. 79 und Schreiben Gemeinde 
vom 21.11.2011, Vorakten POM, BB 12). Sprachlich ist der Beschwerdeführer voll 
integriert, was bei der langjährigen Aufenthaltsdauer in der Schweiz aber ohne 
weiteres erwartet werden kann. Abgesehen von seinen familiären Beziehungen hat er 
keine Angaben zu seinem sozialen Umfeld und Freundeskreis gemacht. Aktenkundig 
sind drei Beziehungen zu Schweizer Bürgerinnen, aus denen je Kinder hervorge-
gangen sind. Daraus ist zu schliessen, dass der Beschwerdeführer nicht nur Kontakte 
mit Landsleuten, sondern auch mit Schweizerinnen und Schweizern pflegt, weshalb 
von einer durchschnittlichen, angesichts des langen Aufenthalts in der Schweiz 
erwartbaren sozialen Integration auszugehen ist. Negativ ins Gewicht fällt vor allem die 
wiederholte und schwere Straffälligkeit, ist doch die Respektierung der 
rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integration (Art. 4 Bst. a der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und 
Ausländern [VIntA; SR 142.205]; BVR 2013 S. 543 E. 5.2). Insgesamt kann beim Be-
schwerdeführer aufgrund der mangelnden beruflich-wirtschaftlichen Eingliederung und 
seiner Straffälligkeit nicht von einer gelungenen Integration gesprochen werden, 
weshalb der POM beizupflichten ist, dass die langjährige Anwesenheit in der Schweiz 
nicht wesentlich zu seinen Gunsten zu gewichten ist (zur Gewichtung der familiären 
Beziehungen gleich anschliessend E. 5.3). 

5.3 Zu würdigen sind schliesslich die dem Beschwerdeführer und seinen 
Angehörigen durch die Wegweisung drohenden Nachteile. 

5.3.1 Bezüglich der Wiedereingliederung in Mazedonien macht der Beschwerdeführer 
geltend, dass er keine Anknüpfungspunkte zu seinem Heimatstaat habe, einzig zu 
einer Tante regelmässige Kontakte pflege und sich mit den mazedonischen 
Gepflogenheiten nicht mehr auskenne (Beschwerde, S. 4). Die Vorinstanz hat dagegen 
erwogen, dass die Rückkehr in die Heimat nach einem Aufenthalt von 23 Jahren in der 
Schweiz für den Beschwerdeführer nicht einfach, eine soziale und wirtschaftliche 
Reintegration aber zumutbar und möglich sei (E. 6c/bb, auch zum Folgenden). Der 
Beschwerdeführer habe die ersten sieben Jahre seiner Kindheit in Mazedonien 
verbracht und sei in der Schweiz fortan bei seiner Mutter mazedonischer Herkunft 
aufgewachsen, welche ihm die soziokulturellen Verhältnisse der Heimat vermittelt 
haben dürfte. Dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Mazedonien 
weniger vorteilhaft präsentierten als in der Schweiz, sei unbedeutend, weil die 
mazedonische Bevölkerung davon gleichermassen betroffen sei. Das Beherrschen der 
deutschen Sprache und die in der Schweiz gemachten beruflichen Erfahrungen 
bildeten zudem günstige Voraussetzungen für den Aufbau einer wirtschaftlichen 
Existenz. Insgesamt sei deshalb von intakten Reintegrationsmöglichkeiten des Be-
schwerdeführers in seinem Heimatland auszugehen. Das Verwaltungsgericht teilt die 
Auffassung der POM, dass eine Integration in Mazedonien für den Beschwerdeführer 
schwierig, aber zumutbar ist. Den (zutreffenden) Ausführungen der Vorinstanz ist 
lediglich beizufügen, dass angesichts des knapp dreimonatigen Aufenthalts des 
Beschwerdeführers im Herbst und Winter 2012/2013 seine Aussage zu relativieren ist, 
er sei mit den mazedonischen Gepflogenheiten nicht mehr vertraut (vgl. Email SPFP 
vom 20.11.2012 und Schreiben B.________ vom 20.1.2013, Vorakten POM, pag. 100 
und 119).  

5.3.2 Der Beschwerdeführer lebt mit seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter 
H.________ zusammen. Gegenüber den beiden Söhnen aus einer früheren 
Partnerschaft nimmt er seit September 2011 alle zwei Wochen ein Besuchsrecht wahr. 
Keinen Kontakt pflegt er dagegen zur Tochter F.________ aus einer weiteren früheren 
Beziehung. Jedenfalls die – tatsächlich gelebte – Beziehung des Beschwerdeführers 
zur Ehefrau und der bald zweijährigen Tochter H.________ sowie den beiden Söhnen 
sind vom Recht auf Familienleben nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV 
geschützt. Der Beschwerdeführer erachtet die betreffenden Garantien durch die 
Wegweisung verletzt, da die Pflege der genannten familiären Beziehungen dadurch 
verunmöglicht werde, sodass die Bande zwischen ihm und den Kindern zerstört, diese 
vaterlos aufwachsen und ihn nach Jahren der Kontaktlosigkeit als Vater überhaupt 
nicht mehr wahrnehmen würden (Beschwerde, S. 6 und 8). 

5.3.3 Für das Verhältnis des Beschwerdeführers zur Ehefrau und zur Tochter 
H.________ ergibt sich Folgendes: H.________ kam anfangs August 2012 zur Welt 
und wurde vom Beschwerdeführer am 1. März 2013, dem Tag des Eheschlusses mit 

der Kindsmutter, anerkannt. Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass das Familienleben 
nicht intakt ist. 

Was den Beschwerdeführer angeht, hat die POM überzeugend erwogen (E. 6c/bb), 
dass sein Interesse, nicht von der Familie getrennt zu werden, nicht stark zu gewichten 
ist (vgl. z.B. BGer 2C_814/2011 vom 16.12.2011, E. 2.2; BVR 2013 S. 543 E. 5.3.1): 
Der MIDI hat den Beschwerdeführer im Juni 2011, d.h. mehrere Monate vor der 
Zeugung von H.________, über das Verwaltungsverfahren betreffend den Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz informiert (Schreiben 
MIDI vom 22.6.2011, Vorakten MIDI, pag. 173 f.). Damit hat der Beschwerdeführer sich 
zur Familiengründung und später zum Eheschluss entschieden, obschon er aufgrund 
des eingeleiteten Widerrufsverfahrens damit rechnen musste, dass die Beziehungen 
nicht auf Dauer in der Schweiz gelebt werden können und die Tochter, sofern die 
Ehefrau mit dem Kind ihm nicht in den Heimatstaat folgen würde, ohne enge 
Beziehung zum Vater würde aufwachsen müssen und die Ehe nicht würde gelebt 
werden können (vgl. etwa BGE 139 I 31 E. 3.2; VGE 2013/101 vom 14.3.2014, E. 
4.4.1, [noch nicht rechtskräftig]). Zudem hat er die Straftaten zu verantworten, welche 
die jetzige schwierige Situation herbeigeführt haben. 

Die Ehefrau, welche soweit ersichtlich keinen Bezug zu Mazedonien hat und damit mit 
dem dortigen Kulturkreis und der Sprache nicht vertraut ist, wie auch die gemeinsame 
Tochter sind Schweizer Bürgerinnen (Vorakten POM, Beilagen vom 7.12.12: 
Geburtsurkunde H.________, Beilage 3). Der POM ist beizupflichten, dass ihnen eine 
Nachfolge nach Mazedonien kaum zumutbar wäre (E. 6/c/cc, auch zum Folgenden). 
Ihr ist auch darin zu folgen, dass die Entfernungsmassnahme daher mit einer 
erheblichen Beeinträchtigung des Familienlebens verbunden wäre und namentlich für 
die Ehefrau einschneidende Konsequenzen hätte: Ihre Beziehung zum Be-
schwerdeführer würde wesentlich erschwert und sie wäre bei der Betreuung der 
Tochter grundsätzlich auf sich allein gestellt und müsste diese faktisch als 
Alleinerziehende grossziehen. Die Vorinstanz hat diese Interessen allerdings 
richtigerweise in verschiedener Hinsicht relativiert: Zunächst kann das Ehe- und 
Familienleben in einem gewissen Rahmen auch über die Grenzen hinweg – etwa 
besuchsweise oder jedenfalls wenn die Tochter etwas grösser ist auch mittels der 
üblichen Kommunikationsmittel – weiterhin gepflegt werden (vgl. z.B. BVR 2013 S. 543 
E. 5.4). Vorliegend beabsichtigt der MIDI beim zuständigen Bundesamt zu beantragen, 
ein unbefristetes Einreiseverbot gegen den Beschwerdeführer zu verhängen (Ver-
fügung vom 21.12.2011, Vorakten MIDI, pag. 262). Ein solches kann praxisgemäss 
zwecks Ermöglichung der Pflege des Familienlebens vorübergehend aufgehoben 
werden (vgl. Art. 67 Abs. 5 AuG; BGer 2C_1140/2012 vom 27.11.2012, E. 2.2; VGE 
2013/63 vom 7.11.2013, E. 5.3.2). Zudem muss sich auch die Ehefrau entgegenhalten 
lassen, dass die Familiengründung und der Eheschluss nach Einleitung des 

Verfahrens auf Widerruf der Niederlassungsbewilligung erfolgte, als sie nicht mehr 
damit rechnen konnte, ihr Familienleben in der Schweiz zu führen. Selbst wenn die 
Ehefrau, wie geltend gemacht wird, nichts von dessen drohender Wegweisung 
gewusst haben sollte (Beschwerde, S. 6), könnte daraus nichts zu Gunsten des 
Beschwerdeführers abgeleitet werden. Denn es liegt allein in dessen Vermögen und 
Verantwortung, die zukünftige Kindsmutter und Ehefrau über Geschehnisse zu 
informieren, die derart einschneidende Auswirkungen auf sie haben können wie die 
hier in Frage stehenden. Keine wesentliche Bedeutung ist im interessierenden 
Zusammenhang schliesslich dem Umstand beizumessen, dass der Beschwerdeführer 
befürchtet, im Fall seiner Wegweisung in den Heimatsstaat seinen finanziellen 
Verpflichtungen gegenüber seiner Familie definitiv nicht mehr nachkommen zu können 
(Beschwerde, S. 8). Soweit dies zutreffen und die Ehefrau selber nicht in der Lage sein 
sollte, für ihren eigenen und den Unterhalt der Tochter H.________ aufzukommen, 
kann sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Aus dem Gesagten folgt, dass auch das 
private Interesse der Ehefrau am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht 
entscheidend ins Gewicht fällt. 

Schwerwiegender erscheinen die Konsequenzen der Wegweisung für die bald 
zweijährige Tochter H.________: Der Beschwerdeführer lebt im gemeinsamen 
Haushalt mit der Ehefrau und Tochter, was grundsätzlich einen intensiven Kontakt und 
den Aufbau einer engen Beziehung zwischen Vater und Tochter ermöglicht. Bei einer 
Wegweisung sind die Kontaktmöglichkeiten erheblich eingeschränkt, zumal mit einem 
Kleinkind die üblichen Kommunikationsmittel jedenfalls vorläufig nicht ohne weiteres 
eingesetzt werden können. Die Wegweisung stellt daher für die Tochter einen erhebli-
chen Nachteil dar, weil sie den Aufbau bzw. die Pflege einer intensiven Vater-Tochter-
Beziehung stark erschweren wird. Damit begründet das Kindeswohl grundsätzlich ein 
bedeutendes privates Interesse an einem weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz. Die durch die Wegweisung bedingten Erschwernisse des Vater-Tochter-
Kontakts werden, so zutreffend die POM (E. 6c/cc), aber dadurch etwas relativiert, 
dass eine gewisse Beziehungspflege durch gegenseitige Besuche auch im Fall der 
Wegweisung des Beschwerdeführers möglich ist (vgl. auch die vorangehenden 
Ausführungen zum Interesse der Ehefrau am Verbleib des Beschwerdeführers hiervor). 
Zudem geht aus den Akten hervor, dass die Kindsmutter keiner Erwerbstätigkeit 
nachgeht, um H.________ betreuen zu können und somit deren Hauptbezugsperson 
ist, während der Beschwerdeführer nach der Geburt von H.________ jedenfalls 
zeitweilig voll berufstätig war (UR-Gesuch, S. 3, Arbeitsvertrag Garage, Vorakten POM, 
pag. 123). Da H.________ noch sehr klein ist und vorwiegend von der Mutter betreut 
wird, dürfte sie im Moment noch stark auf diese bezogen und die Beziehung zum Vater 
nicht allzu eng sein. Zu berücksichtigen ist zudem unter dem Aspekt des Kindeswohls, 
dass H.________ bei ihrer Hauptbezugsperson und in ihrem vertrauten Umfeld 
verbleiben und auch von den hiesigen Lebensbedingungen und 

Ausbildungsmöglichkeiten profitieren kann, sofern die Mutter nicht mit dem 
Beschwerdeführer nach Mazedonien ausreist (vgl. z.B. BVR 2013 S. 543 E. 5.4 mit 
Hinweis; BGer 2C_660/2009 vom 7.6.2010, E. 2.3.3). Im Ergebnis ist aber mit der 
POM (E. 6c/cc) anzuerkennen, dass die ausländerrechtliche Massnahme für 
H.________ mit wesentlichen Nachteilen verbunden ist, da dadurch – wenn sie nicht 
bereits jetzt eine wichtige Bezugsperson verliert – jedenfalls zukünftig Aufbau und 
Pflege einer intensiven Beziehung zu ihrem Vater verunmöglicht werden. Insoweit ist 
ein gewichtiges privates Interesse am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz 
zu bejahen. 

5.3.4 Die zwei bald 14- bzw. 10-jährigen Söhne (Jg. 2000 und 2004) des 
Beschwerdeführers aus einer früheren Beziehung sind Schweizer Bürger und leben bei 
der sorgeberechtigten Mutter (Schuldanerkennung vom 11.6.2012, Vorakten POM, 
pag. 79). Der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte Elternteil kann die Beziehung 
gegenüber seinen Kindern von vornherein nur im beschränkten Rahmen seines 
Besuchsrechts pflegen. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben 
nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 BV ist es grundsätzlich ausreichend, wenn das 
Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden 
kann, wobei allenfalls dessen Modalitäten entsprechend auszugestalten sind (BGE 139 
I 315 E. 2.2, auch zum Folgenden). Einen Anwesenheitsanspruch kann der nicht 
sorge- oder obhutsberechtigte ausländische Elternteil daraus (nur) ableiten, wenn er 
sich tadellos verhalten hat und zwischen ihm und seinem Kind in wirtschaftlicher und 
affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die – würde eine 
Bewilligung verweigert – wegen der Distanz zum Heimatland der ausländischen 
Person praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte (BVR 2010 S. 481 E. 5.2.1; 
VGE 2012/281 vom 30.4.2013, E. 3.2; BGer 2C_467/2012 vom 25.1.2013, E. 2.1.5). 
Bei bereits in der Schweiz ansässigen besuchsberechtigten Elternteilen ist das 
Erfordernis der besonders intensiven affektiven Beziehung nach der neusten 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung dann als erfüllt anzusehen, wenn der persönliche 
Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab üblichen Besuchsrechts 
kontinuierlich und reibungslos ausgeübt wird (BGE 139 I 315 E. 2.3 und 2.5; VGE 
2013/79 vom 24.4.2014, E. 2.2 und 3.2, auch zum Folgenden). Nicht mehr verlangt 
wird hingegen ein besonders grosszügig ausgestaltetes Besuchsrecht. Die vor-
instanzlichen Erwägungen (E. 6c/aa und dd S. 15) erweisen sich daher – infolge der 
durch das vorgenannte Urteil im Juni 2013 erfolgten und vom Verwaltungsgericht 
umgehend zu berücksichtigenden Präzisierung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung insoweit als überholt (vgl. Art. 20a Abs. 1 VRPG). Ein übliches 
Besuchsrecht wird jedenfalls bejaht, wenn das Kind jedes zweite Wochenende und die 
Hälfte der Ferien beim getrennt lebenden Elternteil verbringt.  

Der Beschwerdeführer verfügt hinsichtlich seiner beiden Söhne seit Herbst 2011 jedes 
zweite Wochenende über ein Besuchsrecht (Beschwerde, S. 7, Schreiben B.________ 
vom 18.1.2012, Vorakten POM, pag. 118; Bericht Beratungsstelle, S. 2). Dieses nimmt 
er weitgehend wahr, wenn auch die Ausübung gemäss den unbestritten gebliebenen 
Aussagen der Kindsmutter nicht ganz reibungslos zu verlaufen scheint und der 
Beschwerdeführer teils zum abgemachten Termin ohne Abmeldung nicht erscheint und 
gar mehrmonatige Auslandaufenthalte nicht ankündigt (Schreiben B.________ vom 
18.1.2012 und 20.1.2013, Vorakten POM, pag. 117 ff.). Nicht aktenkundig ist, ob die 
Söhne im Rahmen des Besuchsrechts auch einen Teil ihrer Ferien mit ihrem Vater 
verbringen. Es braucht vorliegend jedoch nicht geklärt werden, ob das Besuchsrecht 
des Beschwerdeführers ein nach heutigem Standard Übliches ist. Die POM hat 
zutreffend erwogen (E. 6c/dd), dass ein Anwesenheitsanspruch des 
Beschwerdeführers zur Kontaktpflege zu seinen beiden Söhnen bereits wegen seiner 
zahlreichen Straftaten am Erfordernis des tadellosen Verhaltens scheitert und es zu-
dem auch an einer besonders intensiven wirtschaftlichen Beziehung zu seinen Söhnen 
fehlt, werden ihm doch seit 2006 die Kinderalimente bevorschusst (bevorschusster 
Betrag zwischen April 2006 bis Dezember 2008 und Juli 2010 bis Juli 2012: 
Fr. 47ꞌ946.--; Bestätigung der Gemeinde J.________ vom 3.7.2012, Vorakten POM, 
pag. 69). Auch das Einkommen, das der Beschwerdeführer mit der im März 2013 
angetretenen Anstellung in einer Autowerkstatt erzielt, versetzt ihn nicht in die Lage, 
zum Unterhalt seiner beiden Söhne beizutragen (vgl. vorne E. 5.2). Insgesamt ist das 
Interesse des Beschwerdeführers, in der Schweiz zu verbleiben, um das Besuchsrecht 
gegenüber seinen beiden Söhnen ausüben zu können, in verschiedener Hinsicht zu 
relativieren: Der Kontakt zu ihnen wird durch seine Wegweisung zwar erheblich 
erschwert, jedoch nicht verunmöglicht; er kann mittels Besuchen und – bei Kindern im 
Alter von fast 10 respektive 14 Jahren – auch mittels den üblichen 
Kommunikationsmitteln aufrechterhalten werden (zur Aufhebung eines allfälligen 
Einreiseverbots vorne E. 5.3.3 S. 19). Der Beschwerdeführer hat nie mit dem jüngeren 
Sohn, der im September 2004 nach der Trennung von der Kindsmutter geboren wurde, 
zusammengelebt. Er hat ihn 2006 anerkannt, verfügt ihm gegenüber aber erst seit 
September 2011 über ein Besuchsrecht (nicht bestrittene Ausführungen der 
Kindsmutter vom 18.1.2012, Vorakten POM, pag. 118). Auch zum älteren Sohn pflegte 
er den Kontakt nicht ununterbrochen. Nach dessen Geburt im Jahr 2000 wohnten die 
Eltern zwar jedenfalls zeitweilig im selben Haushalt, wobei nicht aktenkundig ist, wie 
intensiv sich der Beschwerdeführer in dieser Zeit um den älteren Sohn gekümmert hat 
(Strafanzeige vom 30.5.2004, S. 2, Vorakten MIDI, pag. 20). Nach der Trennung von 
der Kindsmutter im Frühling 2004 verfügte er bis zur Wiederaufnahme des Be-
suchsrechts im Herbst 2011 nicht durchgehend über ein solches, wobei die Dauer der 
Unterbrüche nicht aktenkundig ist (nicht bestrittene Ausführungen der Kindsmutter vom 
18.1.2012 und 20.1.2013, Vorakten POM, pag. 117 ff., auch zum Folgenden; 
Vereinbarung bzw. Unterhaltsvertrag vom 7.3.2006, Vorakten MIDI, pag. 239). Dass 

seine Söhne mehrere Jahre ohne oder ohne regelmässigen Kontakt zu ihm 
auskommen mussten, ist im Wesentlichen dem eigenen Verhalten des 
Beschwerdeführers (und der Kindsmutter) zuzuschreiben (insb. mehrmonatige 
Gefängnisaufenthalte in den Jahren 2007-2011: vgl. hierzu Übersicht Strafanzeigen, 
Verurteilungen und Gefängnisaufenthalte; Vollzugsauftrag vom 3.1.2012, 
Urteilsbegründung Gerichtskreis II Biel-Nidau vom 4.1.2011, Vorakten MIDI, vor pag. 1, 
pag. 139 f. und 267; vgl. ferner Schreiben des Anwalts des Beschwerdeführers vom 
29.1.2007 und 16.5.2007, Vorakten POM, Beilagen zur Eingabe vom 1.3.2012). 
Überdies ist ihm entgegenzuhalten, dass er sich auch durch seine Verantwortung 
gegenüber seinen Söhnen nicht von Straftaten hat abhalten lassen. Aus Sicht des 
Kindeswohls ist weiter zu berücksichtigen, dass die Söhne im Fall der Wegweisung 
des Beschwerdeführers bei ihrer Hauptbezugsperson, der sorgeberechtigten Mutter, 
und damit im gewohnten Umfeld verbleiben können. Aus den dargelegten Gründen ist 
mit der POM zu schliessen, dass die Kontaktpflege des Beschwerdeführers zu seinen 
beiden Söhnen aus einer früheren Beziehung kein besonders gewichtiges privates 
Interesse an seinem weiterem Verbleib in der Schweiz zu begründen vermag (vgl. z.B. 
BGer 2C_660/2009 vom 7.6.2010, E. 2.3.3; BVR 2013 S. 543 E. 5.4; VGE 2013/101 
vom 14.3.2014, E. 4.4.2 [noch nicht rechtskräftig]; zur Bedeutung der vom 
Beschwerdeführer angerufenen Rechtsprechung des EGMR vgl. hinten E. 6.1). 

5.3.5 Schliesslich hat die POM auch zu Recht erwogen (E. 6c/ee), dass der 
Beschwerdeführer aus der Beziehung zu seiner Tochter F.________, die einer dritten 
Beziehung entstammt, nichts zu Gunsten eines Verbleibs in der Schweiz ableiten kann. 
Diese Beziehung wird seit längerem nicht gelebt, da der Beschwerdeführer keine 
Kenntnis über den Aufenthaltsort der Kindsmutter und damit von F.________ hat 
(Beschwerde vom 23.1.2012, Vorakten POM, pag. 13). 

5.3.6 Der rechtserhebliche Sachverhalt für die materielle Beurteilung der Beschwerde 
und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (dazu hinten E. 7) ergibt sich mit 
hinreichender Klarheit aus den Akten, weshalb sich ein Parteiverhör erübrigt und der 
entsprechende Antrag des Beschwerdeführers abgewiesen wird (Beschwerde, S. 10, 
UR-Gesuch, S. 3). 

6. 

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen ergibt 
Folgendes: 

6.1 Insgesamt sind die privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz angesichts seiner langen Aufenthaltsdauer, der hier ansässigen drei 
Kinder, mit denen er Kontakt pflegt, und der Ehe zu einer Schweizerin gewichtig. Eine 

Wegweisung würde vor allem seine jüngste Tochter H.________, mit der er im 
gleichen Haushalt lebt, hart treffen, wäre aber auch für die Ehefrau und die beiden 
Söhne aus einer früheren Beziehung mit erheblichen Nachteilen verbunden. Eine 
Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in Mazedonien ist angesichts seiner 
langen Landesabwesenheit voraussichtlich anspruchsvoll. Diesen privaten Interessen 
steht das sehr gewichtige öffentliche Interesse an der Entfernungsmassnahme 
entgegen: Der Beschwerdeführer hat im Erwachsenenalter – ohne Berücksichtigung 
des Strafbefehls von 2013 – während sieben Jahren zahlreiche Straftaten mit einer 
klaren Aggravierungstendenz begangen und wurde insgesamt zu viereinhalb Jahren 
Freiheitsentzug verurteilt, was sein erhebliches Verschulden zum Ausdruck bringt 
(vorne E. 4.1.2). Die wiederholte Straffälligkeit zeugt von Einsichtslosigkeit und 
Respektlosigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung (vorne E. 4.2). Es 
müssten in der vorliegenden Konstellation daher ausserordentliche Umstände vor-
liegen, um den Widerruf der Niederlassungsbewilligung bzw. die Wegweisung als 
unverhältnismässig erscheinen zu lassen (vgl. z.B. VGE 2013/101 vom 14.3.2014, E. 5 
[noch nicht rechtskräftig], 2012/252 vom 2.7.2013, E. 4.4 [bestätigt durch BGer 
2C_667/2013 vom 11.8.2013]). Zuungunsten des Beschwerdeführers und seiner 
Ehefrau fällt namentlich ins Gewicht, dass sie sich zur Familiengründung und zum 
Eheschluss entschlossen haben, als sie aufgrund des laufenden Verfahrens auf 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht mehr damit rechnen konnten, ihr Ehe- 
und Familienleben gemeinsam in der Schweiz leben zu können (vorne E. 5.3.3). Der 
Kontakt zur Ehefrau und Tochter wie auch zu den Söhnen kann zudem durch Besuche 
und – längerfristig auch mit der Tochter – mit den üblichen Kommunikationsmitteln in 
gewissem Grad aufrechterhalten werden. Selbst wenn der Ehefrau und vor allem 
seiner jüngsten Tochter bedeutende Nachteile drohen, erscheinen der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung auch unter Berücksichtigung des 
Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 EMRK; Art. 13 BV) und des Kindeswohls nicht 
unverhältnismässig. Die beiden Söhne aus einer früheren Beziehung leben bei der 
sorgeberechtigten Mutter. Der Beschwerdeführer hat es wesentlich seinem eigenem 
Verhalten zuzuschreiben, dass sie während Jahren ohne bzw. ohne regelmässigen 
Kontakt zu ihm aufwachsen mussten. Er hat sich zudem trotz seiner Verantwortung als 
Vater nicht vom kriminellen Verhalten abhalten lassen. Zu berücksichtigen ist weiter, 
dass seine jüngste Tochter und die Söhne bei der Wegweisung des Beschwer-
deführers je bei ihrer Hauptbezugsperson und in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben 
können. Nach Abwägung sämtlicher Interessen überwiegt demnach das öffentliche 
Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers die gegenläufigen privaten 
Interessen. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer schliesslich 
aus dem Urteil des EGMR vom 16. April 2013 (Ziff. 50 [Nr. 12020]) i.S. Udeh gegen 
Schweiz (Beschwerde, S. 9), in welchem der EGMR die Wegweisung des betroffenen 
Beschwerdeführers aus der Schweiz als Verstoss gegen das Recht auf Familienleben 
gewertet hat. Dieses Urteil ist kein Grundsatzentscheid, sondern erscheint vielmehr als 

spezifischer Anwendungsfall der bisherigen Praxis des EGMR (vgl. BGE 139 I 325 
E. 2.4 [Pra 103/2014 Nr. 22]); VGE 2013/101 vom 14.3.2014, E. 4.4.2 [noch nicht 
rechtskräftig]). Im Übrigen unterscheidet sich der dem Urteil Udeh zugrunde liegende 
Sachverhalt vom hier zu beurteilenden: Beschwerdeführer Udeh beging neben 
Betäubungsmitteldelikten – anders als der Beschwerdeführer im vorliegenden 
Verfahren – keine Straftaten gegen die Freiheit und die körperliche Integrität.

6.2 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung des 
Beschwerdeführers erweisen sich als verhältnismässig. Der angefochtene Entscheid 
hält somit der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde ist abzuweisen und dem 
Beschwerdeführer ist eine Ausreisefrist anzusetzen. 

7. 

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer grundsätzlich 
kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 
VRPG). Er hat indessen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht. 
Die Verwaltungsjustizbehörde befreit eine Partei von den Kostenpflichten, wenn sie 
nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos 
erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG). Unter den gleichen Voraussetzungen kann einer 
Partei überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die 
tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein 
Prozess ist nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen 
(vgl. BVR 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 138 III 217 E. 2.2.4).

7.2 Mit Blick auf die Einkommenssituation und den zivilprozessualen Zwangsbedarf 
des Beschwerdeführers ist davon auszugehen, dass er prozessbedürftig ist (vgl. UR-
Gesuch, S. 2 f. samt Beilagen). Zu den Erfolgsaussichten der Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde ergibt sich sodann was folgt: Die POM kam richtigerweise 
zum Schluss, dass es der Ehefrau (und Tochter H.________) aus sprachlichen und 
gesellschaftlichen Gründen nicht ohne weiteres zumutbar sei, ihrem Ehemann in sein 
Heimatland zu folgen (vgl. E. 6c/cc). Vor diesem Hintergrund und angesichts der 
langen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz kann nicht ohne 
weiteres gesagt werden, die Gewinnaussichten wären beträchtlich geringer als die 
Verlustgefahren und die Beschwerde sei somit geradezu aussichtslos. Die sich 
stellenden Fragen rechtfertigten zudem den Beizug eines Anwalts. Das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege ist somit gutzuheissen, und dem Beschwerdeführer ist für 
das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren sein Rechtsvertreter als amtlicher 
Anwalt beizuordnen.  

7.3 Die Verfahrenskosten sind demnach unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
des Beschwerdeführers vorläufig vom Kanton Bern zu tragen (Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
[Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]).

7.4 Der tarifmässige Parteikostenersatz ist im vorliegenden Fall entsprechend der 
Kostennote, welche mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die 
Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses zu keinen 
Bemerkungen Anlass gibt (vgl. Art. 41 Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]), auf ein pauschales Honorar von Fr. 3ʹ750.--, 
zuzüglich Fr. 55.-- Auslagen und Fr. 304.40 MWSt (8 % von Fr. 3ʹ805.--), insgesamt 
Fr. 4ʹ109.40, festzusetzen (vgl. Art. 42a Abs. 3 KAG).

Die amtliche Entschädigung bestimmt sich nach Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 
KAG. Demnach bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen und Anwälten 
eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst 
und höchstens dem Honorar gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz 
entspricht (Art. 42 Abs. 1 Satz 1 KAG). Der Stundenansatz beträgt Fr. 200.-- (Art. 42 
Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte [EAV; BSG 168.711]). Auslagen und 
Mehrwertsteuer werden zusätzlich entschädigt (Art. 42 Abs. 1 Satz 3 KAG). Bei einem 
massgeblichen Zeitaufwand von 15 Stunden ist die amtliche Entschädigung auf 
Fr. 3ʹ000.-- (15 x Fr. 200.--), zuzüglich Fr. 55.-- Auslagen und Fr. 244.40 MWSt (8 % 
von Fr. 3ʹ055.--), insgesamt Fr. 3ʹ299.40, festzusetzen.

Der Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der 
Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur 
Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a 
Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine Ausreisefrist 
angesetzt auf 10. Oktober 2014.

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Die 

Kosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht 
des Beschwerdeführers.

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird dem Beschwerdeführer 
Rechtsanwalt … als amtlicher Anwalt beigeordnet. Der tarifmässige 
Parteikostenersatz wird in diesem Verfahren auf Fr. 4ʹ109.40 (inkl. Auslagen und 
MWSt) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt … aus der Gerichtskasse eine auf 
Fr. 3ʹ299.40 (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzte Entschädigung vergütet. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.