# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64e7990e-13fc-5a64-a823-e2cb9ff37067
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.08.2020 PS200123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS200123_2020-08-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS200123-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzrichter 

lic. iur. T. Engler sowie Gerichtsschreiber PD Dr. S. Zogg 

Urteil vom 20. August 2020 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Drittschuldnerin und Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG in Law X2._____ 

 

gegen 

 

B._____ SA,  
Arrestgläubigerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

sowie 

 

C._____ Ltd.,  
Arrestschuldnerin und Verfahrensbeteiligte 

 

betreffend Arrestnotifikation vom 24. April 2020 im Arrest Nr. … 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Zürich 1) 
 

- 2 - 

Beschwerde gegen einen Beschluss der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 25. Mai 2020 (CB200065) 
 

- 3 - 

 
Erwägungen: 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1. Auf Gesuch der B._____ SA (Arrestgläubigerin und Beschwerdegegnerin; 

nachfolgend Arrestgläubigerin) erliess das Tribunal de première instance Genève 

(nachfolgend Arrestgericht) am 23. April 2020 einen Arrestbefehl (Arrest Nr. …/ 

2020) gegen die C._____ Ltd (Arrestschuldnerin) und ordnete für eine Arrestfor-

derung von umgerechnet Fr. 47'402'488.73, zzgl. Zinsen, die Verarrestierung fol-

gender Vermögenswerte an (act. 8/5 S. 2 f.): 

" 1. En mains d' A._____ AG, dont le siège est au … [Adresse]:  

 - Tous avoirs, espéces, titres, valeurs, créances, objets, droits et autres biens de quelque 

nature et en quelque monnaie qu'ils soient, en compte, placement, dépôt, coffre-fort, sous 

désignation conventionnelle, fiduciaire, numérique ou pseudonymique, appartenant à 

C._____ Ltd, en particulier le compte bancaire IBAN CH…. 

 - Tous avoirs, espéces, titres, valeurs, créances, objets, droits et autres biens de quelque 

nature et en quelque monnaie qu'ils soient, en compte, placement, dépôt, coffre-fort, sous 

désignation conventionnelle, fiduciaire, numérique ou pseudonymique, au nom de Mon-

sieur D._____, respectivement dont Monsieur D._____ est désigné ayant-droit écono-

mique, mais appartenant en réalité à C._____ Ltd." 

1.2. Am 24. April 2020 vollzog das Betreibungsamt Zürich 1 (nachfolgend Be-

treibungsamt) den Arrest durch entsprechende Arrestnotifikation an die A._____ 

AG (Drittschuldnerin und Beschwerdeführerin; nachfolgend Beschwerdeführerin), 

wobei es dieser u.a. mitteilte, es seien die im Arrestbefehl genannten Vermö-

genswerte bis zu einer "Sperrelimite" von Fr. 65'000'000.– verarrestiert (act. 2; 

act. 8/5 S. 1, 4-5). Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

4. Mai 2020 Beschwerde beim Bezirksgericht Zürich, 1. Abteilung, als untere kan-

tonale Aufsichtsbehörde über Betreibungsämter (nachfolgend Vorinstanz), und 

stellte die folgenden Rechtsbegehren (act. 1 S. 1): 

" 1. Es sei der unter Ziff. 1, Bindestrich 2 der Arrestnotifikation Nr.  … des Stadtammann- und 

Betreibungsamts Zürich 1 aufgeführte Teilsatz "respectivement dont Monsieur D._____ 

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est désigné ayant-droit économique, mais appartenant en réalité à C._____ Ltd." für nich-

tig zu erklären. 

 2. Eventualiter sei der unter Ziff. 1, Bindestrich 2 der Arrestnotifikation Nr. … des Stadtam-

mann- und Betreibungsamts Zürich 1 aufgeführte Teilsatz "respectivement dont Monsieur 

D._____ est désigné ayant-droit économique, mais appartenant en réalité à C._____ Ltd." 

für ungültig zu erklären und die Arrestnotifikation Nr. … diesbezüglich aufzuheben. 

 3. [Aufschiebende Wirkung]." 

1.3. Mit Zirkulationsbeschluss vom 25. Mai 2020 wies die Vorinstanz die Be-

schwerde ab, soweit sie darauf eintrat (act. 18). Eine Stellungnahme der Arrest-

gläubigerin oder -schuldnerin holte sie nicht ein. Den Endentscheid eröffnete sie 

formell nur der Beschwerdeführerin (vgl. act. 18 S. 6), stellte aber der Arrestgläu-

bigerin, die bereits vorgängig um Einbezug in das Verfahren ersucht hatte (vgl. 

act. 11), nachträglich eine Kopie des Entscheids zu (act. 15-16). 

1.4. Mit Eingabe vom 8. Juni 2020 (act. 19) erhob die Beschwerdeführerin beim 

Obergericht des Kantons Zürich Beschwerde gegen diesen Entscheid und stellte 

die folgenden Anträge: 

" 1. Es sei der Zirkularbeschluss vom 25. Mai 2020 des Bezirksgerichts Zürich (CB200065-L) 

aufzuheben und es sei der unter Ziff. 1, Bindestrich 2 der Arrestnotifikation Nr.  … des 

Stadtammann- und Betreibungsamts Zürich 1 aufgeführte Teilsatz "respectivement dont 

Monsieur D._____ est désigné ayant-droit économique, mais appartenant en réalité à 

C._____ Ltd." für nichtig zu erklären. 

 2. Eventualiter sei der Zirkularbeschluss vom 25. Mai 2020 des Bezirksgerichts Zürich 

(CB200065-L) aufzuheben und es sei der unter Ziff. 1, Bindestrich 2 der Arrestnotifikation 

Nr. … des Stadtammann- und Betreibungsamts Zürich 1 aufgeführte Teilsatz "respective-

ment dont Monsieur D._____ est désigné ayant-droit économique, mais appartenant en 

réalité à C._____ Ltd." für ungültig zu erklären und die Arrestnotifikation Nr. … diesbezüg-

lich aufzuheben. 

 [prozessualer Antrag]" 

1.5. Mit Verfügung vom 22. Juni 2020 (act. 23) wurde die Prozessleitung dele-

giert und die Arrestgläubigerin formell als Beschwerdegegnerin in das Verfahren 

einbezogen. Mit Verfügung vom 23. Juni 2020 (act. 25) wurde der Arrestgläubige-

rin alsdann Frist angesetzt, um die Beschwerdeantwort einzureichen; diese ging 

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rechtzeitig ein (Eingabe vom 3. Juli 2020; act. 27). Die Beschwerdegegnerin be-

antragt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzu-

weisen. Die Beschwerdeantwort ist der Beschwerdeführerin mit dem vorliegenden 

Entscheid zuzustellen. 

1.6. Die Arrestschuldnerin wurde bisher nicht in das Verfahren einbezogen. 

Weil sie weder durch den vorinstanzlichen noch durch den hier zu fällenden zweit-

instanzlichen Beschwerdeentscheid betroffen ist, kann darauf verzichtet werden, 

von ihr eine Stellungnahme einzuholen. Der vorliegende Entscheid ist ihr indes-

sen auf dem Rechtshilfeweg zuzustellen. 

1.7. Die vorinstanzlichen Akten (act. 1-16) wurden beigezogen. Das Verfahren 

erweist sich als spruchreif. 

2. Prozessuales 

2.1. Gegen Verfügungen eines Betreibungs- oder Konkursamtes kann nach 

Art. 17 SchKG innert zehn Tagen bei der unteren Aufsichtsbehörde und gegen 

deren Entscheid hernach – ebenfalls innert zehn Tagen – bei der oberen Auf-

sichtsbehörde (Art. 18 SchKG) Beschwerde geführt werden. Das Verfahren richtet 

sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. Soweit Art. 20a Abs. 2 

SchKG keine Bestimmung enthält, regeln die Kantone das Verfahren (Art. 20a 

Abs. 3 SchKG). Im Kanton Zürich richtet sich das Beschwerdeverfahren gemäss 

§§ 17 f. EG SchKG nach §§ 80 f. und §§ 83 f. GOG. Nach § 83 Abs. 3 GOG sind 

die Vorschriften der ZPO sinngemäss anwendbar; für den Weiterzug an das 

Obergericht gelten insbesondere die Bestimmungen über das Beschwerdeverfah-

ren nach Art. 319 ff. ZPO sinngemäss (§ 84 GOG; vgl. hierzu JENT-SØRENSEN, 

Das kantonale Verfahren nach Art. 20a Abs. 3 SchKG: ein Relikt und die Möglich-

keit einer Vereinheitlichung, BlSchK 2013, S. 89 ff., S. 103). 

2.2. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO; JENT-SØRENSEN, a.a.O., S. 103 f.). Die Beschwerde ist gemäss 

Art. 321 Abs. 1 ZPO zu begründen. Die Beschwerde führende Partei muss sich 

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sachbezogen und substantiiert mit den Erwägungen des vorinstanzlichen Ent-

scheids auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht 

falsch angewandt bzw. den Sacherhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hat. 

Was nicht in genügender Weise beanstandet wird, hat Bestand (vgl. BGE 138 III 

374, E. 4.3.1; OGer ZH, PS180175 vom 18. Dezember 2018, E. 2.2; PS180238 

vom 14. Januar 2019, E. 2.2). 

2.3. Angefochten ist die an die Beschwerdeführerin gerichtete "Arrestnotifikati-

on" vom 24. April 2020 (act. 1). Hierbei handelt es sich um eine formelle Verfü-

gung des mit dem Arrestvollzug betrauten Betreibungsamtes gemäss Art. 275 

i.V.m. Art. 91 ff. SchKG und damit ohne Weiteres um ein zulässiges Anfechtungs-

objekt i.S.v. Art. 17 Abs. 1 SchKG. Der erstinstanzliche Beschwerdeentscheid ist 

folglich mit Beschwerde nach Art. 18 Abs. 1 SchKG anfechtbar. 

2.4.  

2.4.1. Zur Erhebung einer Beschwerde gemäss Art. 17 bzw. Art. 18 SchKG ist le-

gitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung eines Vollstreckungsorgans bzw. 

durch den Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde in seinen rechtlich geschütz-

ten oder zumindest tatsächlichen Interessen betroffen und dadurch beschwert ist 

und deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Abänderung 

der Verfügung bzw. des Beschwerdeentscheids hat (BGE 129 III 595, E. 3). 

2.4.2. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die Beschwerdeführerin sei nicht 

Adressatin der angefochtenen Verfügung, sondern Dritte, und sei – wie die Vor-

instanz richtig festgestellt habe (act. 18, E. 2.2) – durch diese nicht hinreichend 

betroffen bzw. fehle es ihr an einem schutzwürdigen Interesse an der Beschwer-

de. Daraus schliesst sie, es sei (auch) auf die zweitinstanzliche Beschwerde nicht 

einzutreten (act. 27 Rz. 17 ff.).  

2.4.3. Ob bei fehlendem Interesse an der vor Vorinstanz erhobenen Beschwerde 

(auch) auf die zweitinstanzliche Beschwerde nicht einzutreten wäre oder ob die 

vorinstanzliche Beurteilung der erstinstanzlichen Beschwerdelegitimation in einem 

solchen Fall dennoch materiell zu prüfen und die zweitinstanzliche Beschwerde 

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gegebenenfalls abzuweisen wäre (vgl. dazu OGer ZH, PS180175 vom 18. De-

zember 2018, E. 3.3.4; vgl. auch WEINGART, Arrestabwehr – Die Stellung des 

Schuldners und des Dritten im Arrestverfahren, 2015, N 608), kann hier offen 

bleiben. Wie noch zu zeigen sein wird (unten, E. 4), hat die Vorinstanz die Legiti-

mation der Beschwerdeführerin zu Unrecht verneint, weshalb diese durch den  

vorinstanzlichen Entscheid ohne Weiteres formell und materiell beschwert ist. 

2.5. Ähnliches gilt für die von der Beschwerdegegnerin aufgeworfene Frage der 

Vertretungsbefugnis der vor Vorinstanz für die Beschwerdeführerin handelnden 

Personen (act. 27 Rz. 3 ff.). Im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren sind die 

im Namen der Beschwerdeführerin auftretenden Vertreter für dieses Verfahren 

zweifelsohne gehörig bevollmächtigt (act. 21), so dass die zweitinstanzliche Be-

schwerde als solche jedenfalls wirksam erhoben wurde. Ob dies auch für die erst-

instanzliche Beschwerde zutrifft, ist sogleich – im Rahmen der Begründetheit der 

hier zu behandelnden Beschwerde – zu prüfen (unten, E. 3.). 

2.6. Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten. 

3. Wirksame Vertretung der Beschwerdeführerin vor Vorinstanz 

3.1. Die Vorinstanz geht davon aus, dass die beiden ursprünglich im Namen 

der Beschwerdeführerin handelnden Personen, E._____ und F._____ (vgl. act. 1 

S. 2), nicht zeichnungsberechtigt waren. Frau E._____ sei zwar gemäss Handels-

registereintrag mit einer Kollektivprokura zu zweien für die Beschwerdeführerin 

zeichnungsberechtigt, nicht aber Frau F._____. Trotz gerichtlicher Aufforderung 

sei innert der angesetzten Nachfrist die Vertretungsberechtigung Letzterer nicht 

nachgewiesen bzw. eine entsprechende Vollmacht nicht eingereicht worden. 

Stattdessen habe die Beschwerdeführerin aber, vertreten durch zwei (andere) 

zeichnungsberechtigte Personen, mit Eingabe vom 19. Mai 2020 (act. 7) die voll-

machtlos erhobene Beschwerde genehmigt, so dass der ursprüngliche Mangel als 

verbessert gelte (act. 18, E. 2.1). 

3.2. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, es hätte die Vorinstanz nicht auf 

die Beschwerde eintreten dürfen bzw. hätte sie diese abschreiben müssen. Mit 

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Zirkulationsbeschluss vom 8. Mai 2020 (act. 5) habe die Vorinstanz den vermeint-

lichen Vertreterinnen (und nicht der Beschwerdeführerin) eine Nachfrist zur Ein-

reichung einer entsprechenden Vollmacht angesetzt. Weil sich diese nicht hätten 

vernehmen lassen – und weil auch die Beschwerdeführerin keine entsprechenden 

Vollmachten eingereicht habe –, hätten die angedrohten Säumnisfolgen eintreten, 

d.h. die Beschwerde als nicht erfolgt gelten müssen (act. 27 Rz. 3 ff.). 

3.3. Gemäss dem hier anwendbaren Art. 32 Abs. 4 SchKG können verbesserli-

che Mängel schriftlicher Eingaben, die nicht bewusst erfolgt sind, innert einer be-

hördlich anzusetzenden Nachfrist verbessert werden. Dazu zählen namentlich ei-

ne fehlende Unterschrift sowie eine fehlende Zeichnungsberechtigung bzw. Voll-

macht. 

3.4. Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass eine Genehmigung der ur-

sprünglich vollmachtlosen Beschwerdeerhebung überhaupt nicht oder jedenfalls 

dann nicht möglich ist, wenn die Beschwerdeinstanz explizit eine Nachfrist zur 

Einreichung einer Vollmacht (und nicht zur Genehmigung) angesetzt hat. Dies 

trifft nicht zu. Zwar ist es richtig, dass eine bloss implizit bzw. formlos erfolgende 

Genehmigung aufgrund prozessualer Formvorschriften (vgl. Art. 33a SchKG; 

Art. 130 ZPO) nicht ausreichend ist (vgl. hierzu BGer, 5A_561/2016 vom 22. Sep-

tember 2016, E. 3.3; OGer ZH, LE160029 vom 21. Juni 2016, E. 2.4, beide betref-

fend eine implizite und formlose Genehmigung durch Leistung eines Kostenvor-

schusses). In jedem Fall genügt aber eine – innert Nachfrist eingereichte – aus-

drückliche schriftliche Genehmigung der bisherigen Prozesshandlungen durch die 

(vermeintlich) vertretene Partei, sofern sie von dieser selbst bzw. von für diese 

zeichnungsberechtigten Personen unterzeichnet wird. Unter dem Gesichtspunkt 

von Art. 32 Abs. 4 SchKG (bzw. Art. 132 Abs. 1 ZPO) spielt es nämlich keine Rol-

le, ob die Unterzeichneten im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung bevollmäch-

tigt waren und lediglich vergessen haben, sich über ihr bestehendes Vertretungs-

recht auszuweisen, oder ob sie zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht vertretungsbe-

rechtigt waren, ihr Handeln aber nachträglich vom Vertretenen genehmigt wird. 

Eine solche Genehmigung wirkt ex tunc auf den Zeitpunkt zurück, in dem die 

vermeintlichen Vertreter gehandelt haben, und erteilt diesen gewissermassen 

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rückwirkend eine Vollmacht für vergangenes Handeln (Art. 38 Abs. 1 OR; BGer, 

5A_822/2014 vom 4. Mai 2015, E. 2.3). Ob zusammen mit der Genehmigung 

auch eine Vollmacht für zukünftiges Handeln erteilt wird, ist nicht entscheidend. 

Daran ändert entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nichts, dass die 

Vorinstanz mit ihrem Beschluss vom 8. Mai 2020 (act. 5) einen urkundlichen 

Nachweis der Zeichnungsberechtigung der vermeintlichen Vertreterinnen bzw. 

"aktuelle Vollmachten" verlangt hat und dass die Nachfrist diesen und nicht der 

Beschwerdeführerin angesetzt wurde. Die Möglichkeit einer schriftlichen Geneh-

migung durch die Beschwerdeführerin wurde dadurch nicht ausgeschlossen. 

3.5. Mit ihrer Eingabe vom 19. Mai 2020 (act. 7), die durch zwei zeichnungsbe-

rechtigte Direktoren unterzeichnet wurde, brachte die Beschwerdeführerin mit hin-

reichender Deutlichkeit zum Ausdruck, dass sie die (möglicherweise) vollmachtlos 

erfolgte Beschwerdeerhebung durch die Mitarbeiterinnen E._____ und F._____ 

genehmigt. Namentlich stellte sich die Beschwerdeführerin in jenem Schreiben 

auf den Standpunkt, dass diese beiden Personen hierfür sogar bereits ursprüng-

lich bevollmächtigt gewesen seien, und beantragte letztlich die "Gutheissung der 

in der Beschwerde gestellten Anträge" (act. 7 S. 2). Darin ist ohne Weiteres eine 

ausdrückliche Genehmigung zu sehen, auch wenn diese nicht als solche be-

zeichnet wurde (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). 

3.6. Die Vorinstanz ging somit zu Recht davon aus, dass die erstinstanzliche 

Beschwerde wirksam erhoben bzw. der ursprüngliche Mangel gültig verbessert 

worden war. 

4. Beschwerdelegitimation 

4.1. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, es sei die Beschwerdeführerin nicht 

zur Beschwerdeerhebung legitimiert, weil sie – vorläufig – jegliche Auskunft zu al-

lenfalls vom Arrest erfassten Vermögenswerten verweigere (act. 18, E. 2.2). 

Trotzdem – nicht nachvollziehbar – lautet der angefochtene Entscheid nicht auf 

Nichteintreten, sondern auf Abweisung, "soweit [auf die Beschwerde] eingetreten 

wird" (act. 18 S. 6). 

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4.2. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich im Ergebnis der Auffassung der 

Vorinstanz an. Sie macht geltend, die Beschwerdeführerin sei weder Gläubigerin 

noch Schuldnerin, sondern "Dritte", weshalb sie nur dann beschwerdelegitimiert 

sei, wenn sie einen direkten Nachteil nachweise. Dies sei ihr nicht gelungen. 

D._____ sei als Dritter, der die zu verarrestierenden Vermögenswerte der Arrest-

schuldnerin lediglich formell halte, sowohl im Arrestbefehl als auch in der Arrest-

notifikation ausdrücklich genannt. Die Bezeichnung der Arrestgegenstände sei 

klar, denn es würden schlicht sämtliche bei der Beschwerdeführerin gehaltenen 

Vermögenswerte erfasst, an denen D._____ gemäss Formular A als wirtschaftlich 

Berechtigter bezeichnet sei. Aus diesen Umständen schliesst die Beschwerde-

gegnerin auf eine fehlende Beschwerdelegitimation der Drittschuldnerin (act. 27 

Rz. 17 ff.). 

4.3. Die Beschwerdeführerin hält dafür, sie sei direkte Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung, i.e. der Arrestnotifikation, und nicht nur Drittbetroffene. Insbe-

sondere sei ihr unter Strafandrohung untersagt worden, über gewisse Vermö-

genswerte zu verfügen bzw. Instruktionen der entsprechenden Kontoinhaber zu 

befolgen. In der Sache macht sie geltend, es sei die Bezeichnung der verar-

restierten Vermögenswerte unklar, weshalb sie Abklärungen in tatsächlicher Hin-

sicht vorzunehmen habe; dies sei unzumutbar und rechtswidrig. Letztlich sei sie 

vor die Wahl gestellt, sich entweder der Haftung gegenüber ihren Kunden auszu-

setzen, wenn sie Vermögenswerte zu Unrecht sperre, oder aber eine doppelte 

Leistungspflicht in Kauf zu nehmen, wenn sie entsprechende Vermögenswerte 

freigebe. Insofern sei sie durch die Arrestnotifikation direkt in ihren rechtlichen 

bzw. tatsächlichen Interessen betroffen und entsprechend zur Beschwerdeerhe-

bung legitimiert (act. 19 Rz. 25 ff.). 

4.4. Angefochten ist die vom Betreibungsamt gegenüber der Beschwerdeführe-

rin – als Drittschuldnerin und Drittgewahrsamsinhaberin der zu verarrestierenden 

Vermögenswerte – verfügte "Arrestnotifikation" vom 24. April 2020 (act. 2). Ent-

gegen ihrer Bezeichnung ("Notifikation") wurde damit nicht bloss die Beschwerde-

führerin über die Tatsache eines bereits wirksam verfügten Arrestbeschlags in-

formiert, sondern es wurde ein solcher – weil der Arrest, wie üblich, in Abwesen-

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heit der Arrestschuldnerin vollzogen wurde – erst durch die entsprechende, in der 

Arrestnotifikation enthaltene Erklärung des Betreibungsamtes gegenüber der Be-

schwerdeführerin konstitutiv angeordnet (vgl. BGE 120 III 75, E. 1b/c; BSK 

SchKG II-REISER, Art. 275 N 73). Gleichzeitig wurden zudem verschiedene Siche-

rungsmassnahmen gemäss Art. 275 i.V.m. Art. 98 ff. SchKG verfügt, die sich di-

rekt an die Beschwerdeführerin richten. Insbesondere wurde ihr unter Hinweis auf 

Art. 169 StGB untersagt, verarrestierte Guthaben auszuzahlen oder vom Arrest 

erfasste Vermögenswerte herauszugeben bzw. anderweitig über solche zu verfü-

gen. 

4.5. Als Drittschuldnerin bzw. Drittgewahrsamsinhaberin ist die Beschwerdefüh-

rerin grundsätzlich nicht Partei des zugrunde liegenden Arrestverfahrens bzw. ei-

nes sich daran anschliessenden Betreibungsverfahrens, sondern – in der Termi-

nologie des SchKG (vgl. etwa Art. 91 Abs. 4 SchKG) – eine nicht unmittelbar be-

teiligte "Dritte" (vgl. BGE 79 III 3, E. 2; 96 III 107, E. 1; WEINGART, a.a.O., 

N 220 ff., 563 ff.). Nicht zu übersehen ist freilich, dass sie trotzdem direkte Adres-

satin der angefochtenen Notifikationsverfügung ist, die sich unmittelbar an sie 

richtet und die ihr zwangsvollstreckungsrechtliche Pflichten auferlegt (vgl. zum 

allgemeinen Parteibegriff im öffentlich-rechtlichen Verfahren Art. 6 VwVG). 

4.6. Wie es sich mit der Parteistellung der Beschwerdeführerin im Verfahren vor 

dem Betreibungsamt – das letztlich in die an diese adressierte Arrestnotifikation 

mündete – im Einzelnen verhält, kann hier offen bleiben. Unabhängig davon, ob 

die Drittschuldnerin im hier zu beurteilenden Zusammenhang als "Partei", als 

"Verfügungsadressatin" oder bloss als "Dritte" zu qualifizieren ist, setzt ein Be-

schwerderecht stets voraus, dass die Beschwerde führende Person durch den 

angefochtenen Hoheitsakt in ihren rechtlich geschützten oder zumindest tatsäch-

lichen Interessen betroffen ist und deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der 

Aufhebung oder Abänderung des Entscheids hat (BGE 129 III 595, E. 3). Diese 

Voraussetzung gilt nicht nur bei einer Beschwerdeerhebung durch eigentliche 

"Drittpersonen" (vgl. BGE 79 III 3, E. 2; 80 III 122, E. 2; 96 III 107, E. 1; 103 III 36, 

E. 1; BGer, 5A_249/2010 vom 17. Juni 2010, E. 2.1/a und E. 2.4 [zu Art. 76 

Abs. 1 BGG]; 5A_483/2012 vom 23. August 2012, E. 5.3.1; WEINGART, a.a.O., 

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N 565 ff. m.w.Nw.), sondern grundsätzlich auch dann, wenn die Beschwerde von 

einer Partei des Arrest- bzw. Betreibungsverfahrens – also insbesondere vom 

Schuldner oder vom Gläubiger – erhoben wird. Letztere haben zwar grundsätzlich 

ein rechtlich geschütztes Interesse an der ordnungsgemässen Abwicklung des 

Zwangsvollstreckungsverfahrens (BGE 129 III 595, E. 3.2), dies ändert jedoch 

nichts daran, dass auch sie nur beschwerdelegitimiert sind, wenn der angefochte-

ne Entscheid im Einzelfall ihre Interessen berührt und ein konkretes eigenes 

schutzwürdiges Interesse an der Beschwerde besteht (vgl. BGer, 5A_494/2010 

vom 12. November 2010, E. 4.1; 5A_483/2012 vom 23. August 2012, E. 5.3.1 

a.E.; WEINGART, a.a.O., N 564). 

4.7. Diese Voraussetzung erfüllt die Beschwerdeführerin vorliegend ohne Wei-

teres. Sie macht geltend, es seien die verarrestierten Vermögenswerte in der Ar-

restnotifikation (und bereits im Arrestbefehl) in rechtswidriger Weise (zu) ungenau 

bezeichnet und es hätte das verfügende Betreibungsamt den Arrestbefehl des-

halb nur eingeschränkt vollziehen dürfen bzw. die betroffenen Vermögenswerte 

genau(er) bezeichnen müssen. Wenn dies zutrifft – was im Rahmen der Eintre-

tensfrage jedenfalls nicht ohne Weiteres verneint werden kann, sondern nachfol-

gend als Frage der Begründetheit der Beschwerde materiell zu prüfen ist –, ist die 

Beschwerdeführerin in erheblicher Weise direkt in ihren rechtlich geschützten In-

teressen betroffen (vgl. auch BGE 80 III 122, E. 2; 96 III 107, E. 1). Sie macht zu 

Recht geltend, dass eine nicht hinreichend genaue Bezeichnung der Arrestge-

genstände einen erheblichen Nachteil für sie bedeuten würde. Wenn sie nämlich 

nicht mit hinreichender Sicherheit bzw. mit vernünftigem Aufwand feststellen 

kann, ob und gegebenenfalls welche Vermögenswerte vom Arrest erfasst sind 

bzw. ob sie diese ihren jeweiligen Kunden freigeben darf oder nicht, läuft sie Ge-

fahr, ohne eigenes Verschulden doppelt in die Pflicht genommen zu werden oder 

sich sogar einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit auszusetzen. 

4.8. Die vorinstanzliche Argumentation, es fehle der Beschwerdeführerin an ei-

nem relevanten Beschwerdeinteresse, weil diese jegliche Auskunft über allenfalls 

vom Arrest erfasste Vermögenswerte verweigere, überzeugt nicht. Eine Aus-

kunftspflicht der Beschwerdeführerin (Drittschuldnerin) entsteht gemäss Art. 275 

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i.V.m. Art. 91 Abs. 4 SchKG erst nach Beendigung des Arresteinspracheverfah-

rens. Bis zu jenem Zeitpunkt ist diese umgekehrt zur Wahrung des Bankgeheim-

nisses (Art. 47 BankG) berechtigt und unter Umständen sogar verpflichtet (BGE 

125 III 391, E. 2e). Demzufolge kann ihr ein Beschwerderecht nicht mit der Be-

gründung aberkannt werden, sie verweigere die Auskunft über vom Arrest allen-

falls erfasste Vermögenswerte bzw. es stehe nicht fest, ob überhaupt bei der 

Drittschuldnerin gehaltene Vermögenswerte betroffen seien (vgl. auch BGE 103 

III 36, E. 1). Als Folge des Auskunftsverweigerungsrechts der Beschwerdeführerin 

ist vielmehr zu unterstellen, dass sie – wie die Arrestgläubigerin mit ihrem Arrest-

gesuch im Übrigen ja gerade behauptet – Vermögenswerte der Arrestschuldnerin 

hält. 

4.9. Macht die Drittschuldnerin wie hier geltend, es seien die verarrestierten 

Vermögenswerte in der Arrestnotifikation (bzw. bereits im Arrestbefehl) unklar be-

zeichnet und es sei der Arrestvollzug insofern gesetzeswidrig, so werden ihre 

rechtlich geschützten Interessen dadurch – bereits angesichts der drohenden 

Doppelzahlungspflicht und der damit einhergehenden Pflichtenkollision – ohne 

Weiteres betroffen und sie hat ein hinreichendes Interesse an der Aufhebung 

bzw. Abänderung des angefochtenen Entscheids. Eine solche Verfügung, mit 

welcher der Beschwerdeführerin zwangsvollstreckungsrechtliche und strafbe-

wehrte Pflichten auferlegt werden, braucht diese – sollte sie sich tatsächlich als 

rechtswidrig erweisen – nicht zu akzeptieren (vgl. BGE 80 III 122, E. 2). 

4.10. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin ein Beschwerderecht damit zu 

Unrecht abgesprochen. Auf die erstinstanzliche Beschwerde ist folglich einzutre-

ten. 

5. Kognition des Betreibungsamtes und Erfordernis einer hinreichenden Be-
zeichnung der Arrestgegenstände 

5.1.  

5.1.1. In der Sache zieht die Vorinstanz in Erwägung, es könne eine Erläuterung 

des Arrestbefehls allenfalls beim Arrestgericht verlangt werden; das Betreibungs-

amt sei hierfür sachlich nicht zuständig (act. 18, E. 2.3). Eine summarische Be-

- 14 - 

zeichnung der Arrestgegenstände sei üblich und zulässig. Ob und welche Vermö-

genswerte vom Arrest vorliegend tatsächlich erfasst worden seien, könne zur Zeit 

nur die Beschwerdeführerin selbst wissen. Zur Vermeidung eines Doppelzah-

lungsrisikos tue diese "gut daran, entsprechende Abklärungen und Sicherungs-

massnahmen zu allfällig von ihr verwalteten und vom Arrest betroffenen Vermö-

genswerten zu treffen". Dies gehöre ohne Weiteres zum Bankgeschäft (act. 18, 

E. 2.4). Weiter hält die Vorinstanz dafür, es habe die Beschwerdeführerin nicht zu 

interessieren, ob und inwiefern allfällige "Gelder von Gesellschaften, an denen 

der im Arrestbefehl genannte D._____ als wirtschaftlich Berechtigter aufgeführt 

[sei], der [Arrestschuldnerin] gehören". Allfällige Drittansprüche seien im Einspra-

che- bzw. im Widerspruchsverfahren zu prüfen. Es sei ferner weder an der Be-

schwerdeführerin noch am Betreibungsamt, die Hintergründe und Zusammen-

hänge der im Arrestbefehl aufgeführten Gesellschaften zu klären. Der Dritte, der 

an den fraglichen Gesellschaften wirtschaftlich berechtigt sein soll, sei sowohl im 

Arrestbefehl als auch in der Arrestnotifikation klar genannt (act. 18, E. 2.5). Eben-

falls nicht in die Zuständigkeit des Betreibungsamtes falle eine Prüfung der Frage, 

ob ein unzulässiger Sucharrest vorliege; dies sei im Einspracheverfahren zu klä-

ren (act. 18, E. 2.6). Die Vorinstanz wies die Beschwerde aus diesen Gründen ab, 

"soweit darauf eingetreten wird". 

5.1.2. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich im Ergebnis der vorinstanzlichen 

Auffassung an und führt zudem an, sie habe gegenüber dem Arrestgericht darge-

legt, dass Herr D._____ nicht zwischen seinem eigenen Vermögen und jenem 

seiner Gesellschaften unterscheide, dass sich bei der Beschwerdeführerin auch 

Vermögenswerte befinden könnten, bezüglich welcher Herr D._____ als wirt-

schaftlich Berechtigter bezeichnet werde, und dass auch hinsichtlich jener Ver-

mögenswerte die Arrestvoraussetzungen erfüllt seien. Dies habe das Arrestge-

richt als glaubhaft erachtet und im Arrestbefehl angeordnet, dass sämtliche bei 

der Beschwerdeführerin gehaltenen Vermögenswerte verarrestiert würden, soweit 

Herr D._____ gemäss dem Formular A als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet 

werde. Dagegen gerichtete Rügen seien im Einspracheverfahren zu prüfen, denn 

die Bezeichnung der Arrestgegenstände sowie die Beurteilung, ob ein unzulässi-

ger Sucharrest vorliege, obliege ausschliesslich dem Arrestgericht. Sowohl im Ar-

- 15 - 

restbefehl als auch in der Arrestnotifikation seien die verarrestierten Vermögens-

werte hinreichend genau bezeichnet, weil der Dritte (Herr D._____), welcher der 

Arrestschuldnerin gehörende Vermögenswerte nur formell halte, namentlich ge-

nannt sei und weil schlicht alle Vermögenswerte erfasst würden, bezüglich derer 

dieser gemäss dem Formular A als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet sei 

(act. 27 Rz. 18, 24 ff.). 

5.1.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei die Arrestnotifikation (sowie 

auch der Arrestbefehl) nichtig, eventualiter anfechtbar, soweit sich der Arrest auf 

Vermögenswerte beziehe, die formell weder von der Arrestschuldnerin noch von 

Herrn D._____, sondern von Dritten gehalten würden, und in Bezug auf welche 

Herr D._____ bloss wirtschaftlich Berechtigter sei. Dies folge einerseits aus dem 

Umstand, dass Dritte, die zu verarrestierende Vermögenswerte nur formell für die 

Arrestschuldnerin halten würden, sowohl im Arrestbefehl als auch in der Arrestno-

tifikation namentlich genannt werden müssten, was vorliegend jedoch nicht ge-

schehen sei. Andererseits treffe es entgegen der Auffassung der Vorinstanz und 

jener der Beschwerdegegnerin gerade nicht zu, dass sämtliche bei der Be-

schwerdeführerin gehaltenen Vermögenswerte verarrestiert worden seien, an de-

nen D._____ wirtschaftlich Berechtigter sei, sondern nur jene, die zudem – im 

Sinne eines zusätzlichen Kriteriums – "in Wirklichkeit der Arrestschuldnerin gehö-

ren". Was mit dieser Voraussetzung aber im Einzelnen gemeint sein soll, sei un-

klar; entsprechend seien die Arrestgegenstände nicht ausreichend klar bezeich-

net. Als Folge davon würden von der Beschwerdeführerin unzumutbare Abklärun-

gen verlangt, was unzulässig sei (act. 19 Rz. 33 ff., 51 ff., 57 ff., 68 ff.). Schliess-

lich macht die Beschwerdeführerin geltend, das Betreibungsamt sei sehr wohl zu-

ständig zu prüfen, ob der Arrestbefehl formell korrekt sei und ob die zu verar-

restierenden Vermögenswerte darin hinreichend genau bezeichnet würden 

(act. 19 Rz. 42 ff., 49 f., 51 ff., 57 ff.). 

5.2.  

5.2.1. Das Arrestgericht bewilligt einen Arrest, wenn die Gläubigerin in ihrem Ar-

restgesuch glaubhaft macht, dass die Arrestforderung besteht, ein Arrestgrund 

vorliegt und Vermögensgegenstände vorhanden sind, die der Schuldnerin gehö-

- 16 - 

ren (Art. 272 Abs. 1 SchKG). Gegebenenfalls stellt es den Arrestbefehl aus und 

beauftragt das Betreibungsamt mit dem Arrestvollzug (Art. 274 SchKG); dieser 

richtet sich sinngemäss nach den Art. 91–109 SchKG über die Pfändung (Art. 275 

SchKG). Die Arrestschuldnerin und Dritte, die durch den einseitig erwirkten Arrest 

in ihren Rechten betroffen sind, können gemäss Art. 278 Abs. 1 SchKG Einspra-

che beim Arrestgericht erheben, das alsdann sämtliche Arrestvoraussetzungen – 

nunmehr im Lichte der Stellungnahmen der Einsprechenden – noch einmal zu 

überprüfen hat. Rügen, welche die materiellen Voraussetzungen der Arrestbewil-

ligung betreffen, sind im Einspracheverfahren geltend zu machen. Solche, die den 

Arrestvollzug betreffen, müssen demgegenüber mit Beschwerde (Art. 17 ff. 

SchKG) gegen die entsprechenden Vollzugsverfügungen des Betreibungsamtes  

– namentlich gegen die Arrestnotifikation – erhoben werden (BGE 142 III 291, 

E. 2.1; 145 III 221, E. 5.2). 

5.2.2. Die Zuständigkeit bzw. Kognition des Betreibungsamtes – und auf Be-

schwerde hin jene der Aufsichtsbehörden – beschränkt sich auf den eigentlichen 

Vollzug des Arrests. Darunter fällt namentlich die Prüfung der Pfänd- bzw. Verar-

restierbarkeit der im Arrestbefehl bezeichneten Vermögenswerte (Art. 92 ff. 

SchKG), die Festlegung der Reihenfolge der Verarrestierung (Art. 95 f. SchKG), 

das Treffen von Sicherungsmassnahmen (Art. 98 ff. SchKG) sowie gewisse An-

ordnungen im Rahmen eines Widerspruchsverfahrens (Art. 106 ff. SchKG). Eben-

so in die Zuständigkeit des Betreibungsamtes fällt sodann die Überprüfung der 

formellen Korrektheit – sowie einer allfälligen Nichtigkeit – des Arrestbefehls, ins-

besondere ob dieser alle in Art. 274 Abs. 2 SchKG aufgeführten Angaben enthält 

und ob die darin enthaltene Bezeichnung der mit Arrest zu belegenden Vermö-

genswerte (Art. 274 Abs. 2 Ziff. 4 SchKG) ausreichend genau ist, um einen Ar-

restvollzug ohne Gefahr einer Verwechslung oder von Missverständnissen zu er-

möglichen. Einen lückenhaften, ungenauen oder nichtigen Arrestbefehl darf das 

Betreibungsamt nicht vollziehen, und es ist diesem auch nicht gestattet, allfällige 

Lücken zu schliessen, insbesondere was die Bezeichnung der Arrestgegenstände 

betrifft (zum Ganzen BGE 145 III 221, E. 5.2; 142 III 291, E. 2.1; 130 III 579, 

E. 2.2.1; 129 III 203, E. 2.2-2.3). Demgegenüber muss das Betreibungsamt einem 

formell korrekten Arrestbefehl Folge leisten, selbst wenn seine materielle Korrekt-

- 17 - 

heit fragwürdig erscheint. Das Betreibungsamt – und auf Beschwerde hin auch 

die Aufsichtsbehörde – ist nicht befugt, die Berechtigung des Arrestbefehls, ins-

besondere die Voraussetzungen der Arrestbewilligung, zu überprüfen (BGE 145 

III 221, E. 5.2; 130 III 579, E. 2.2.4; 129 III 203, E. 2.2-2.3; BGer, 5A_730/2016 

vom 20. Dezember 2016, E. 3.2.2). 

5.2.3. Die Bewilligung des Arrests setzt unter anderem voraus, dass die Arrest-

gläubigerin Vermögenswerte der Arrestschuldnerin hinreichend konkret bezeich-

net und glaubhaft macht, dass diese der Schuldnerin gehören, d.h. in ihrer formel-

len Rechtszuständigkeit (Eigentum, Gläubigerstellung etc.) stehen. Verarrestier-

bar sind zudem Vermögenswerte, die nur formell bzw. "dem Schein nach" von ei-

nem Dritten gehalten werden, "in Wirklichkeit" bzw. "wirtschaftlich" aber der Ar-

restschuldnerin zustehen (BGE 96 III 107, E. 2; 126 III 95, E. 4a; 129 III 239, E. 1; 

130 III 579, E. 2.2.4; BGer, 5A_730/2016 vom 20. Dezember 2016, E. 3.2; 

5A_25/2014 vom 28. November 2014, E. 4.2.2; BSK SchKG II-STOFFEL, Art. 272 

N 32 f.). Damit sind insbesondere Fälle gemeint, in denen die formelle Rechtszu-

ständigkeit des Dritten auf einem Scheingeschäft beruht bzw. sonst rechtsmiss-

bräuchlich ist und der Schuldner als Rechtsinhaber betrachtet wird (Durchgriffsar-

rest). Ob diese materiellen Arrestvoraussetzungen erfüllt sind, hat das Arrest- 

bzw. Einsprachegericht zu beurteilen (BGE 145 III 221, E. 5.2). Erachtet es das 

Vorbringen des Gläubigers, es würden bestimmte Vermögensgegenstände wirt-

schaftlich bzw. in Wirklichkeit dem Schuldner gehören, als glaubhaft, so muss der 

Drittansprecher seine behaupteten Rechte im Widerspruchsverfahren (Art. 106 ff. 

SchKG) geltend machen (BGE 130 III 579, E. 2.2.4; BGer, 5A_730/2016 vom 

20. Dezember 2016, E. 3.2.1). 

5.2.4. Es gilt als zulässig, dass die Arrestgläubigerin die zu verarrestierenden 

Vermögenswerte in ihrem Arrestgesuch nur der Gattung nach bezeichnet (sog. 

Gattungsarrest), sofern immerhin der Ort, an dem sie sich befinden, oder die Per-

son, welche die mit Arrest zu belegenden Vermögenswerte hält (Drittschuldnerin 

oder Drittgewahrsamsinhaberin), spezifiziert wird (BGE 142 III 291, E. 5). Insofern 

ist es möglich, sämtliche auf die Arrestschuldnerin lautenden, bei einem bestimm-

ten Finanzinstitut gehaltenen Vermögenswerte verarrestieren zu lassen. Eine 

- 18 - 

Schranke bildet immerhin der Rechtsmissbrauch, wenn die Gläubigerin ohne An-

haltspunkte für die tatsächliche Existenz solcher Vermögenswerte im Trüben 

fischt (sog. Sucharrest; vgl. BSK SchKG II-STOFFEL, Art. 272 N 38). 

5.2.5. Ein Gattungsarrest ist auch zulässig, soweit Vermögenswerte verarrestiert 

werden sollen, die zwar formell im Namen eines Dritten gehalten werden, wirt-

schaftlich aber der Arrestschuldnerin zustehen. Die Arrestgläubigerin kann jedoch 

nicht einfach pauschal sämtliche Vermögenswerte mit Arrest belegen lassen, die 

"wirtschaftlich der Arrestschuldnerin zustehen", formell aber von nicht näher be-

zeichneten Dritten gehalten werden, sondern es ist in einem solchen Fall grund-

sätzlich der formelle Rechtsträger mit Namen zu benennen. Andernfalls mangelt 

es regelmässig an einer hinreichenden Bezeichnung der Arrestgegenstände und 

es ist ein Arrestbefehl, der den formellen Rechtsträger nicht näher bezeichnet, in 

der Regel nicht vollziehbar, d.h. nichtig (BGE 126 III 95, E. 4a und E. 4c; 130 III 

579, E. 2.2.1-2.2.3; BGer, 5A_730/2016 vom 20. Dezember 2016, E. 3.2.2; 

5A_25/2014 vom 28. November 2014, 4.2.2). 

5.2.6. Diese von der Rechtsprechung geforderte Benennung des Dritten, der die 

fraglichen Vermögensgegenstände nur formell für die Schuldnerin hält, hat aber 

keinen Selbstzweck, sondern soll nur sicherstellen, dass die Arrestgegenstände 

ausreichend klar bezeichnet werden. Wenn es der Arrestgläubigerin gelingt, ohne 

namentliche Nennung der formellen Rechtsträger glaubhaft zu machen, dass 

"wirtschaftlich" bzw. "in Wirklichkeit" der Arrestschuldnerin zustehende Vermö-

genswerte im Namen Dritter gehalten werden, und sofern die zu verarrestieren-

den Gegenstände auf andere Weise gattungsmässig eingegrenzt werden, so ist 

ein Gattungsarrest grundsätzlich möglich. Insbesondere muss es genügen, wenn 

die Gläubigerin – und bei Gutheissung des Arrestgesuchs auch der Arrestbefehl – 

immerhin das Finanzinstitut bezeichnet, bei dem die wirtschaftlich der Arrest-

schuldnerin (formell aber einem nicht näher bezeichneten Dritten) zustehenden 

Vermögenswerte gehalten werden, und wenn zudem keine Unklarheiten darüber 

entstehen können, welche Vermögenswerte letztlich erfasst sein sollen, und die 

Bestimmung der Arrestgegenstände für das Finanzinstitut ohne Weiteres – insbe-

sondere ohne aufwendige Abklärungen – zumutbar und möglich ist. Im Sinne ei-

- 19 - 

nes solchen Gattungsarrests als zulässig erwiese sich insofern etwa die Verar-

restierung "sämtlicher beim Finanzinstitut XY gehaltener Vermögenswerte, die 

entweder formell auf den Namen der Arrestschuldnerin lauten oder bezüglich de-

rer diese gemäss interner Dokumentation des Finanzinstituts XY, insbesondere 

gemäss dem sog. Formular A, als wirtschaftlich Berechtigte bezeichnet wird" 

(BGE 96 III 107, E. 3; so im Ergebnis auch BGer, 5A_25/2014 vom 28. November 

2014, E. 4.2.2; vgl. zudem BGer, 5A_730/2016 vom 20. Dezember 2016, E. 3.2.2 

["ou, à défaut, d'autres éléments susceptibles de rendre vraisemblable qu'il s'agit 

de biens du débiteur au nom de tiers"] und E. 3.3). 

5.2.7. Ob die Arrestgegenstände im Arrestgesuch in diesem Sinne ausreichend 

klar bezeichnet sind und ob deren tatsächliche Existenz glaubhaft gemacht ist, 

der Arrest also bewilligt werden kann, ist vom Arrest- bzw. Einsprachegericht zu 

entscheiden. Soweit aber die mit Arrest zu belegenden Vermögenswerte alsdann 

(auch) im Arrestbefehl nicht im selbigen Sinne ausreichend klar bezeichnet wer-

den, was wie erwähnt vom Betreibungsamt zu prüfen ist, ist der Arrest nicht voll-

ziehbar und der Arrestbefehl nichtig (vgl. BGE 130 III 579, E. 2.2; 145 III 221, 

E. 5.2). Gleichermassen nichtig i.S.v. Art. 22 SchKG ist eine Arrestnotifikation, mit 

der das Betreibungsamt die Verarrestierung nicht hinreichend deutlich bezeichne-

ter Vermögenswerte verfügt, weil nämlich – im öffentlichen Interesse – jederzeit 

klar sein muss, ob ein bestimmter Vermögenswert im Einzelnen mit vollstre-

ckungsrechtlichem Beschlag belegt ist oder nicht. 

5.3.  

5.3.1. Mit Arrestbefehl vom 23. April 2020 (act. 8/5) ordnete das Arrestgericht ei-

nen Arrest über folgende Vermögenswerte an (vgl. zum Wortlaut oben, E. 1.1): 

(1) Sämtliche Vermögenswerte irgendwelcher Art, die bei der Beschwerdeführe-

rin gehalten werden, ob in eigenem Namen oder treuhänderisch, und die auf 

den Namen der Arrestschuldnerin lauten; 

(2) sämtliche Vermögenswerte irgendwelcher Art, die bei der Beschwerdeführe-

rin gehalten werden, ob in eigenem Namen oder treuhänderisch, und die 

formell auf den Namen von Herrn D._____ lauten, in Wirklichkeit aber der 

- 20 - 

Arrestschuldnerin gehören ("[…] au nom de Monsieur D._____ […], mais 

appartenant en réalité à C._____ Ltd"); sowie 

(3) sämtliche Vermögenswerte irgendwelcher Art, die bei der Beschwerdeführe-

rin gehalten werden, ob in eigenem Namen oder treuhänderisch, in Bezug 

auf welche (i) Herr D._____ als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet ist, die 

aber (ii) in Wirklichkeit der Arrestschuldnerin gehören ("[…] respectivement 

dont Monsieur D._____ est désigné ayant-droit économique, mais apparten-

ant en réalité à C._____ Ltd"). 

5.3.2. Vorliegend ist nicht zu prüfen, ob das Arrestgericht zu Recht zum Schluss 

gekommen ist, auch Vermögenswerte mit Arrest zu belegen, die der Arrest-

schuldnerin nur wirtschaftlich zustehen, formell aber von Dritten gehalten werden. 

Die im Arrestbefehl – und gleichermassen in der vom Betreibungsamt verfügten 

Arrestnotifikation – verwendete Formulierung gemäss obiger Ziff. 2 ("[…] au nom 

de Monsieur D._____ […], mais appartenant en réalité à C._____ Ltd") zielt letzt-

lich darauf ab, Vermögenswerte unter Arrest zu stellen, die bei der Beschwerde-

führerin formell auf den Namen von D._____ lautend gehalten werden, die aber 

"in Wahrheit" – d.h. wirtschaftlich – der Arrestschuldnerin zustehen. Obschon dies 

nicht mit der gewünschten Deutlichkeit zum Ausdruck kommt, können damit ver-

nünftigerweise nur Vermögenswerte gemeint sein, die formell auf den Namen von 

D._____ lauten, hinsichtlich derer aber die Arrestschuldnerin gemäss interner Do-

kumentation der Beschwerdeführerin (d.h. insbesondere gemäss dem Formular 

A) als wirtschaftlich Berechtigte bezeichnet wird. Dass dem Arrestbefehl – und 

entsprechend auch der Arrestnotifikation – in diesem Punkt (Ziff. 2 gemäss obiger 

E. 5.3.1) ein anderes Verständnis zugrunde liegen soll, welches der Beschwerde-

führerin letztlich Nachforschungsobliegenheiten auferlegt, die über eine blosse 

Sichtung der intern verfügbaren Dokumentation hinausgehen, macht die Be-

schwerdeführerin nicht geltend (vgl. act. 19 Rz. 14 f., 33 ff., 43 ff., 57, 60, 63, 68 

ff., wo sie jeweils nur die Verarrestierung gemäss obiger Ziff. 3 beanstandet).  

 Insofern sind die gemäss obiger Ziff. 2 erfassten Arrestgegenstände (d.h. 

solche, die formell auf den Namen von D._____ lauten, gemäss bankinterner Do-

kumentation wirtschaftlich aber der Arrestschuldnerin zustehen) hinreichend klar 

- 21 - 

bezeichnet. Davon scheint letztlich auch die Beschwerdeführerin selbst auszuge-

hen bzw. bringt sie diesbezüglich keine konkreten Rügen vor (vgl. act. 19 Rz. 14 

f., 33 ff., 43 ff., 57, 60, 63, 68 ff.). In diesem Umfang ist der Arrestbefehl somit 

vollziehbar und die Arrestnotifikation nicht zu beanstanden. 

5.3.3. Mit Bezug auf den dritten Punkt des Arrests (gemäss obiger E. 5.3.1) wer-

den die formellen Rechtsinhaber der zu verarrestierenden Vermögenswerte nicht 

genannt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 27 Rz. 25) 

handelt es sich dabei gerade nicht um D._____, denn danach sollen auch Gegen-

stände erfasst werden, an denen D._____ bloss wirtschaftlich Berechtigter  

– also gerade nicht formeller Rechtsinhaber – ist. Vielmehr handelt es sich bei 

den Dritten, auf deren Namen die fraglichen Vermögenswerte formell lauten, of-

fenbar um Gesellschaften, die von D._____ beherrscht werden. 

5.3.4. Dieser Umstand führt nicht, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, be-

reits für sich alleine zur Nichtvollziehbarkeit bzw. Nichtigkeit des Arrestbefehls. 

Wie dargelegt wäre eine gattungsmässige Verarrestierung von bloss wirtschaftlich 

der Arrestschuldnerin gehörenden Vermögenswerten auch ohne namentliche 

Nennung der formellen Rechtsträger zulässig, sofern die Arrestgegenstände an-

derweitig eingegrenzt und klar bezeichnet werden, so dass keine Unklarheiten 

entstehen können und die Drittschuldnerin diese ohne aufwendige Abklärungen 

identifizieren kann. Grundsätzlich zulässig wäre etwa ein Arrest, mit dem sämtli-

che bei der Beschwerdeführerin gehaltenen Vermögenswerte erfasst werden, 

hinsichtlich welcher die Arrestschuldnerin gemäss interner Dokumentation (For-

mular A) oder sonstiger Kenntnisse der Beschwerdeführerin wirtschaftlich berech-

tigt ist (oben, E. 5.2.6). 

5.3.5. Dies ist hier aber, entgegen der Auffassung der Vorinstanz (act. 18, E. 2.5) 

und der Beschwerdegegnerin (act. 27 Rz. 27, 31), nicht der Fall. Einerseits sollen 

gemäss dem obigen dritten Punkt des Arrests (E. 5.3.1) nicht Vermögenswerte 

mit Arrest belegt werden, hinsichtlich welcher die Arrestschuldnerin als wirtschaft-

lich Berechtigte bezeichnet ist, sondern solche, an denen D._____ berechtigt ist 

("Monsieur D._____ est désigné ayant-droit économique"). Ob dies zulässig wäre, 

wenn sämtliche solche Vermögenswerte vom Arrest erfasst würden, braucht nicht 

- 22 - 

beurteilt zu werden, denn auch dies ist hier nicht der Fall. Die Beschwerdeführerin 

macht nämlich zu Recht geltend, dass sich der Arrest gemäss dem erwähnten 

dritten Punkt (E. 5.3.1) andererseits auf solche Vermögenswerte beschränkt, die 

zusätzlich – neben der Bezeichnung Herrn D._____s als wirtschaftlich Berechtig-

ten – in Wirklichkeit der Arrestschuldnerin gehören ("mais appartenant en réalité à 

C._____ Ltd"). Was damit aber im Einzelnen gemeint sein soll, ist nicht klar. Of-

fenbar scheint das Arrestgericht auch Vermögenswerte verarrestieren zu wollen, 

hinsichtlich derer Herr D._____ gemäss dem Formular A nur "dem Schein nach" – 

d.h. der Sache nach unter Angabe falscher Tatsachen – als wirtschaftlich Berech-

tigter bezeichnet wird, während dies in Wahrheit die Arrestschuldnerin wäre. Wie 

die Beschwerdeführerin aber feststellen soll, inwieweit die von den Bankkunden 

gemachten Angaben unzutreffend sind und im Einzelnen eine andere Person – 

die Arrestschuldnerin – wirtschaftlich Berechtigte sein soll, obschon sie weder 

formelle Inhaberin der Vermögenswerte ist noch im Formular A (oder sonstigen 

bankinternen Dokumenten) als wirtschaftlich Berechtigte bezeichnet wird, erhellt 

nicht. 

5.3.6. Nicht nachvollziehbar ist die Erwägung der Vorinstanz, es habe die Be-

schwerdeführerin "nicht zu interessieren", "[o]b und inwiefern allfällig vorhandene 

Gelder von Gesellschaften, an denen der im Arrestbefehl namentlich genannte 

D._____ als wirtschaftlich Berechtigter aufgeführt ist, der [Arrestschuldnerin] ge-

hören" (act. 18, E. 2.5), zumal gemäss dem Arrestbefehl und der Arrestnotifikation 

doch gerade solche Vermögenswerte vom Arrest erfasst werden (gemäss obigem 

Punkt 3; E. 5.3.1), hinsichtlich welcher D._____ als wirtschaftlich Berechtigter be-

zeichnet wird, die aber – zusätzlich – "in Wirklichkeit der Arrestschuldnerin gehö-

ren". Mit der erwähnten Erwägung in offenkundigem Widerspruch steht der Hin-

weis der Vorinstanz, es "[tue die Beschwerdeführerin] gut daran, entsprechende 

Abklärungen und Sicherungsmassnahmen zu allfällig von ihr verwalteten und vom 

Arrest betroffenen Vermögenswerten zu treffen" (act. 18, E. 2.4). 

5.3.7. Der Arrestbefehl und die Arrestnotifikation verlangen von der Beschwerde-

führerin letztlich investigative tatsächliche Abklärungen hinsichtlich der "wirklichen 

wirtschaftlichen Berechtigung" an Vermögenswerten, mit Bezug auf welche Herr 

- 23 - 

D._____ gemäss dem Formular A oder sonstigen bankinternen Unterlagen – al-

lenfalls zu Unrecht – als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet wird. Dies kann ihr 

nicht zugemutet werden und ist unzulässig. Für die Drittschuldnerin muss viel-

mehr aus dem Arrestbefehl bzw. aus der Arrestnotifikation klar hervorgehen – al-

lenfalls in Kombination mit ihrer internen Dokumentation bzw. ihrem sonstigen 

Wissen –, welche Vermögenswerte vom Arrest erfasst sind und welche nicht. Nur 

dann kann sie ohne unzumutbare Abklärungen und Unsicherheiten Arrestgegen-

stände von Vermögenswerten unterscheiden, die nicht mit Arrest belegt sind. 

5.3.8. Soweit der Arrest vorliegend Vermögenswerte erfasst, hinsichtlich derer 

Herr D._____ als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet ist, die aber in Wirklichkeit 

der Arrestschuldnerin gehören, ist der Arrestbefehl nicht vollziehbar und nichtig. In 

diesem Umfang erweist sich auch die angefochtene Arrestnotifikation als nichtig, 

was im Dispositiv festzustellen ist. Der Klarheit halber ist die Arrestnotifikation, 

was die Bezeichnung der Arrestgegenstände betrifft, neu zu fassen. 

5.3.9. Anzumerken ist schliesslich, dass es dem Betreibungsamt – und insofern 

auch den Aufsichtsbehörden – untersagt ist, allfällige Lücken im Arrestbefehl zu 

schliessen. Selbst wenn das Arrestgericht beabsichtigt haben sollte, sämtliche 

Vermögenswerte mit Arrest zu belegen, die bei der Beschwerdeführerin gehalten 

werden und hinsichtlich derer Herr D._____ als wirtschaftlich Berechtigter be-

zeichnet wird (ohne Beschränkung auf solche, die "in Wirklichkeit der Arrest-

schuldnerin gehören"), könnte dies nur vom Arrestgericht, nicht aber vom Betrei-

bungsamt bzw. den Aufsichtsbehörden angeordnet werden. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Das Beschwerdeverfahren vor der unteren kantonalen Aufsichtsbehörde in 

Schuldbetreibungs- und Konkurssachen und die Weiterziehung eines Beschwer-

deentscheids an die obere kantonale Aufsichtsbehörde ist kostenlos. Parteient-

schädigungen werden nicht zugesprochen (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG; Art. 61 

Abs. 2 lit. a und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

- 24 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Zirkulationsbeschluss des Be-

zirksgerichts Zürich, 1. Abteilung als untere kantonale Aufsichtsbehörde 

über Betreibungsämter, vom 25. Mai 2020 (CB200065-L) wird aufgehoben. 

2. Die in der Arrestnotifikation des Betreibungsamtes Zürich 1, Arrest Nr. …, 

vom 24. April 2020 enthaltene Bezeichnung der Arrestgegenstände wird 

durch folgende Fassung ersetzt: 

" […] 

 A concurrence de CHF 47'402'488.73, étant la contre-valeur d'USD 48'758'962.33, 

au jour du 23 avril 2020: 

 1. En mains d' A._____ AG, dont le siège est au … [Adresse]:  

 - Tous avoirs, espéces, titres, valeurs, créances, objets, droits et autres biens de 

quelque nature et en quelque monnaie qu'ils soient, en compte, placement, dépôt, 

coffre-fort, sous désignation conventionnelle, fiduciaire, numérique ou pseudony-

mique, appartenant à C._____ Ltd, en particulier le compte bancaire IBAN CH…. 

 - Tous avoirs, espéces, titres, valeurs, créances, objets, droits et autres biens de 

quelque nature et en quelque monnaie qu'ils soient, en compte, placement, dépôt, 

coffre-fort, sous désignation conventionnelle, fiduciaire, numérique ou pseudony-

mique, au nom de Monsieur D._____ […], mais appartenant en réalité à C._____ 

Ltd. 

 […]" 

- 25 - 

3. Es wird festgestellt, dass die Arrestnotifikation des Betreibungsamtes Zü-

rich 1, Arrest Nr. …, vom 24. April 2020 nichtig ist, soweit damit bei der Be-

schwerdeführerin gehaltene Vermögenswerte mit Arrest belegt werden, hin-

sichtlich welcher "Herr D._____ als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet 

ist", die aber "in Wirklichkeit der Arrestschuldnerin gehören". 

4. Für das erst- und das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden keine 

Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Bei-

lage eines Doppels von act. 27, sowie an die Arrestschuldnerin (auf dem 

Weg der Rechtshilfe), und an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstin-

stanzlichen Akten) und an das Betreibungsamt Zürich 1, je gegen Emp-

fangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

PD Dr. S. Zogg 
versandt am: 
21. August 2020 
 

	Urteil vom 20. August 2020
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1.1. Auf Gesuch der B._____ SA (Arrestgläubigerin und Beschwerdegegnerin; nachfolgend Arrestgläubigerin) erliess das Tribunal de première instance Genève (nachfolgend Arrestgericht) am 23. April 2020 einen Arrestbefehl (Arrest Nr. …/ 2020) gegen die C...
	1.2. Am 24. April 2020 vollzog das Betreibungsamt Zürich 1 (nachfolgend Betreibungsamt) den Arrest durch entsprechende Arrestnotifikation an die A._____ AG (Drittschuldnerin und Beschwerdeführerin; nachfolgend Beschwerdeführerin), wobei es dieser u.a....
	1.3. Mit Zirkulationsbeschluss vom 25. Mai 2020 wies die Vorinstanz die Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat (act. 18). Eine Stellungnahme der Arrestgläubigerin oder -schuldnerin holte sie nicht ein. Den Endentscheid eröffnete sie formell nur der ...
	1.4. Mit Eingabe vom 8. Juni 2020 (act. 19) erhob die Beschwerdeführerin beim Obergericht des Kantons Zürich Beschwerde gegen diesen Entscheid und stellte die folgenden Anträge:
	1.5. Mit Verfügung vom 22. Juni 2020 (act. 23) wurde die Prozessleitung delegiert und die Arrestgläubigerin formell als Beschwerdegegnerin in das Verfahren einbezogen. Mit Verfügung vom 23. Juni 2020 (act. 25) wurde der Arrestgläubigerin alsdann Frist...
	1.6. Die Arrestschuldnerin wurde bisher nicht in das Verfahren einbezogen. Weil sie weder durch den vorinstanzlichen noch durch den hier zu fällenden zweitinstanzlichen Beschwerdeentscheid betroffen ist, kann darauf verzichtet werden, von ihr eine Ste...
	1.7. Die vorinstanzlichen Akten (act. 1-16) wurden beigezogen. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	2. Prozessuales
	2.1. Gegen Verfügungen eines Betreibungs- oder Konkursamtes kann nach Art. 17 SchKG innert zehn Tagen bei der unteren Aufsichtsbehörde und gegen deren Entscheid hernach – ebenfalls innert zehn Tagen – bei der oberen Aufsichtsbehörde (Art. 18 SchKG) Be...
	2.2. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO; Jent-Sørensen, a.a.O., S. 103 f.). Die Beschwerde ist gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO zu beg...
	2.3. Angefochten ist die an die Beschwerdeführerin gerichtete "Arrestnotifikation" vom 24. April 2020 (act. 1). Hierbei handelt es sich um eine formelle Verfügung des mit dem Arrestvollzug betrauten Betreibungsamtes gemäss Art. 275 i.V.m. Art. 91 ff. ...
	2.4.
	2.4.1. Zur Erhebung einer Beschwerde gemäss Art. 17 bzw. Art. 18 SchKG ist legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung eines Vollstreckungsorgans bzw. durch den Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde in seinen rechtlich geschützten oder zumindes...
	2.4.2. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die Beschwerdeführerin sei nicht Adressatin der angefochtenen Verfügung, sondern Dritte, und sei – wie die Vorinstanz richtig festgestellt habe (act. 18, E. 2.2) – durch diese nicht hinreichend betroffen b...
	2.4.3. Ob bei fehlendem Interesse an der vor Vorinstanz erhobenen Beschwerde (auch) auf die zweitinstanzliche Beschwerde nicht einzutreten wäre oder ob die vorinstanzliche Beurteilung der erstinstanzlichen Beschwerdelegitimation in einem solchen Fall ...
	2.5. Ähnliches gilt für die von der Beschwerdegegnerin aufgeworfene Frage der Vertretungsbefugnis der vor Vorinstanz für die Beschwerdeführerin handelnden Personen (act. 27 Rz. 3 ff.). Im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren sind die im Namen der Be...
	2.6. Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten.

	3. Wirksame Vertretung der Beschwerdeführerin vor Vorinstanz
	3.1. Die Vorinstanz geht davon aus, dass die beiden ursprünglich im Namen der Beschwerdeführerin handelnden Personen, E._____ und F._____ (vgl. act. 1 S. 2), nicht zeichnungsberechtigt waren. Frau E._____ sei zwar gemäss Handelsregistereintrag mit ein...
	3.2. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, es hätte die Vorinstanz nicht auf die Beschwerde eintreten dürfen bzw. hätte sie diese abschreiben müssen. Mit Zirkulationsbeschluss vom 8. Mai 2020 (act. 5) habe die Vorinstanz den vermeintlichen Vertreterin...
	3.3. Gemäss dem hier anwendbaren Art. 32 Abs. 4 SchKG können verbesserliche Mängel schriftlicher Eingaben, die nicht bewusst erfolgt sind, innert einer behördlich anzusetzenden Nachfrist verbessert werden. Dazu zählen namentlich eine fehlende Untersch...
	3.4. Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass eine Genehmigung der ursprünglich vollmachtlosen Beschwerdeerhebung überhaupt nicht oder jedenfalls dann nicht möglich ist, wenn die Beschwerdeinstanz explizit eine Nachfrist zur Einreichung einer Vollm...
	3.5. Mit ihrer Eingabe vom 19. Mai 2020 (act. 7), die durch zwei zeichnungsberechtigte Direktoren unterzeichnet wurde, brachte die Beschwerdeführerin mit hinreichender Deutlichkeit zum Ausdruck, dass sie die (möglicherweise) vollmachtlos erfolgte Besc...
	3.6. Die Vorinstanz ging somit zu Recht davon aus, dass die erstinstanzliche Beschwerde wirksam erhoben bzw. der ursprüngliche Mangel gültig verbessert worden war.

	4. Beschwerdelegitimation
	4.1. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, es sei die Beschwerdeführerin nicht zur Beschwerdeerhebung legitimiert, weil sie – vorläufig – jegliche Auskunft zu allenfalls vom Arrest erfassten Vermögenswerten verweigere (act. 18, E. 2.2). Trotzdem – nicht n...
	4.2. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich im Ergebnis der Auffassung der Vorinstanz an. Sie macht geltend, die Beschwerdeführerin sei weder Gläubigerin noch Schuldnerin, sondern "Dritte", weshalb sie nur dann beschwerdelegitimiert sei, wenn sie einen...
	4.3. Die Beschwerdeführerin hält dafür, sie sei direkte Adressatin der angefochtenen Verfügung, i.e. der Arrestnotifikation, und nicht nur Drittbetroffene. Insbesondere sei ihr unter Strafandrohung untersagt worden, über gewisse Vermögenswerte zu verf...
	4.4. Angefochten ist die vom Betreibungsamt gegenüber der Beschwerdeführerin – als Drittschuldnerin und Drittgewahrsamsinhaberin der zu verarrestierenden Vermögenswerte – verfügte "Arrestnotifikation" vom 24. April 2020 (act. 2). Entgegen ihrer Bezeic...
	4.5. Als Drittschuldnerin bzw. Drittgewahrsamsinhaberin ist die Beschwerdeführerin grundsätzlich nicht Partei des zugrunde liegenden Arrestverfahrens bzw. eines sich daran anschliessenden Betreibungsverfahrens, sondern – in der Terminologie des SchKG ...
	4.6. Wie es sich mit der Parteistellung der Beschwerdeführerin im Verfahren vor dem Betreibungsamt – das letztlich in die an diese adressierte Arrestnotifikation mündete – im Einzelnen verhält, kann hier offen bleiben. Unabhängig davon, ob die Drittsc...
	4.7. Diese Voraussetzung erfüllt die Beschwerdeführerin vorliegend ohne Weiteres. Sie macht geltend, es seien die verarrestierten Vermögenswerte in der Arrestnotifikation (und bereits im Arrestbefehl) in rechtswidriger Weise (zu) ungenau bezeichnet u...
	4.8. Die vorinstanzliche Argumentation, es fehle der Beschwerdeführerin an einem relevanten Beschwerdeinteresse, weil diese jegliche Auskunft über allenfalls vom Arrest erfasste Vermögenswerte verweigere, überzeugt nicht. Eine Auskunftspflicht der Bes...
	4.9. Macht die Drittschuldnerin wie hier geltend, es seien die verarrestierten Vermögenswerte in der Arrestnotifikation (bzw. bereits im Arrestbefehl) unklar bezeichnet und es sei der Arrestvollzug insofern gesetzeswidrig, so werden ihre rechtlich ges...
	4.10. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin ein Beschwerderecht damit zu Unrecht abgesprochen. Auf die erstinstanzliche Beschwerde ist folglich einzutreten.

	5. Kognition des Betreibungsamtes und Erfordernis einer hinreichenden Bezeichnung der Arrestgegenstände
	5.1.
	5.1.1. In der Sache zieht die Vorinstanz in Erwägung, es könne eine Erläuterung des Arrestbefehls allenfalls beim Arrestgericht verlangt werden; das Betreibungsamt sei hierfür sachlich nicht zuständig (act. 18, E. 2.3). Eine summarische Bezeichnung de...
	5.1.2. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich im Ergebnis der vorinstanzlichen Auffassung an und führt zudem an, sie habe gegenüber dem Arrestgericht dargelegt, dass Herr D._____ nicht zwischen seinem eigenen Vermögen und jenem seiner Gesellschaften un...
	5.1.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei die Arrestnotifikation (sowie auch der Arrestbefehl) nichtig, eventualiter anfechtbar, soweit sich der Arrest auf Vermögenswerte beziehe, die formell weder von der Arrestschuldnerin noch von Herrn D....
	5.2.
	5.2.1. Das Arrestgericht bewilligt einen Arrest, wenn die Gläubigerin in ihrem Arrestgesuch glaubhaft macht, dass die Arrestforderung besteht, ein Arrestgrund vorliegt und Vermögensgegenstände vorhanden sind, die der Schuldnerin gehören (Art. 272 Abs....
	5.2.2. Die Zuständigkeit bzw. Kognition des Betreibungsamtes – und auf Beschwerde hin jene der Aufsichtsbehörden – beschränkt sich auf den eigentlichen Vollzug des Arrests. Darunter fällt namentlich die Prüfung der Pfänd- bzw. Verarrestierbarkeit der ...
	5.2.3. Die Bewilligung des Arrests setzt unter anderem voraus, dass die Arrestgläubigerin Vermögenswerte der Arrestschuldnerin hinreichend konkret bezeichnet und glaubhaft macht, dass diese der Schuldnerin gehören, d.h. in ihrer formellen Rechtszustän...
	5.2.4. Es gilt als zulässig, dass die Arrestgläubigerin die zu verarrestierenden Vermögenswerte in ihrem Arrestgesuch nur der Gattung nach bezeichnet (sog. Gattungsarrest), sofern immerhin der Ort, an dem sie sich befinden, oder die Person, welche die...
	5.2.5. Ein Gattungsarrest ist auch zulässig, soweit Vermögenswerte verarrestiert werden sollen, die zwar formell im Namen eines Dritten gehalten werden, wirtschaftlich aber der Arrestschuldnerin zustehen. Die Arrestgläubigerin kann jedoch nicht einfac...
	5.2.6. Diese von der Rechtsprechung geforderte Benennung des Dritten, der die fraglichen Vermögensgegenstände nur formell für die Schuldnerin hält, hat aber keinen Selbstzweck, sondern soll nur sicherstellen, dass die Arrestgegenstände ausreichend kla...
	5.2.7. Ob die Arrestgegenstände im Arrestgesuch in diesem Sinne ausreichend klar bezeichnet sind und ob deren tatsächliche Existenz glaubhaft gemacht ist, der Arrest also bewilligt werden kann, ist vom Arrest- bzw. Einsprachegericht zu entscheiden. So...
	5.3.
	5.3.1. Mit Arrestbefehl vom 23. April 2020 (act. 8/5) ordnete das Arrestgericht einen Arrest über folgende Vermögenswerte an (vgl. zum Wortlaut oben, E. 1.1):
	(1) Sämtliche Vermögenswerte irgendwelcher Art, die bei der Beschwerdeführerin gehalten werden, ob in eigenem Namen oder treuhänderisch, und die auf den Namen der Arrestschuldnerin lauten;
	(2) sämtliche Vermögenswerte irgendwelcher Art, die bei der Beschwerdeführerin gehalten werden, ob in eigenem Namen oder treuhänderisch, und die formell auf den Namen von Herrn D._____ lauten, in Wirklichkeit aber der Arrestschuldnerin gehören ("[…] a...
	(3) sämtliche Vermögenswerte irgendwelcher Art, die bei der Beschwerdeführerin gehalten werden, ob in eigenem Namen oder treuhänderisch, in Bezug auf welche (i) Herr D._____ als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet ist, die aber (ii) in Wirklichkeit...
	5.3.2. Vorliegend ist nicht zu prüfen, ob das Arrestgericht zu Recht zum Schluss gekommen ist, auch Vermögenswerte mit Arrest zu belegen, die der Arrestschuldnerin nur wirtschaftlich zustehen, formell aber von Dritten gehalten werden. Die im Arrestbef...
	Insofern sind die gemäss obiger Ziff. 2 erfassten Arrestgegenstände (d.h. solche, die formell auf den Namen von D._____ lauten, gemäss bankinterner Dokumentation wirtschaftlich aber der Arrestschuldnerin zustehen) hinreichend klar bezeichnet. Davon s...
	5.3.3. Mit Bezug auf den dritten Punkt des Arrests (gemäss obiger E. 5.3.1) werden die formellen Rechtsinhaber der zu verarrestierenden Vermögenswerte nicht genannt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 27 Rz. 25) handelt es sich dabei...
	5.3.4. Dieser Umstand führt nicht, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, bereits für sich alleine zur Nichtvollziehbarkeit bzw. Nichtigkeit des Arrestbefehls. Wie dargelegt wäre eine gattungsmässige Verarrestierung von bloss wirtschaftlich der Arr...
	5.3.5. Dies ist hier aber, entgegen der Auffassung der Vorinstanz (act. 18, E. 2.5) und der Beschwerdegegnerin (act. 27 Rz. 27, 31), nicht der Fall. Einerseits sollen gemäss dem obigen dritten Punkt des Arrests (E. 5.3.1) nicht Vermögenswerte mit Arre...
	5.3.6. Nicht nachvollziehbar ist die Erwägung der Vorinstanz, es habe die Beschwerdeführerin "nicht zu interessieren", "[o]b und inwiefern allfällig vorhandene Gelder von Gesellschaften, an denen der im Arrestbefehl namentlich genannte D._____ als wir...
	5.3.7. Der Arrestbefehl und die Arrestnotifikation verlangen von der Beschwerdeführerin letztlich investigative tatsächliche Abklärungen hinsichtlich der "wirklichen wirtschaftlichen Berechtigung" an Vermögenswerten, mit Bezug auf welche Herr D._____ ...
	5.3.8. Soweit der Arrest vorliegend Vermögenswerte erfasst, hinsichtlich derer Herr D._____ als wirtschaftlich Berechtigter bezeichnet ist, die aber in Wirklichkeit der Arrestschuldnerin gehören, ist der Arrestbefehl nicht vollziehbar und nichtig. In ...
	5.3.9. Anzumerken ist schliesslich, dass es dem Betreibungsamt – und insofern auch den Aufsichtsbehörden – untersagt ist, allfällige Lücken im Arrestbefehl zu schliessen. Selbst wenn das Arrestgericht beabsichtigt haben sollte, sämtliche Vermögenswert...

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Beschwerdeverfahren vor der unteren kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen und die Weiterziehung eines Beschwerdeentscheids an die obere kantonale Aufsichtsbehörde ist kostenlos. Parteientschädigungen werden nicht zuge...

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Zirkulationsbeschluss des Bezirksgerichts Zürich, 1. Abteilung als untere kantonale Aufsichtsbehörde über Betreibungsämter, vom 25. Mai 2020 (CB200065-L) wird aufgehoben.
	2. Die in der Arrestnotifikation des Betreibungsamtes Zürich 1, Arrest Nr. …, vom 24. April 2020 enthaltene Bezeichnung der Arrestgegenstände wird durch folgende Fassung ersetzt:
	" […]
	A concurrence de CHF 47'402'488.73, étant la contre-valeur d'USD 48'758'962.33, au jour du 23 avril 2020:
	1. En mains d' A._____ AG, dont le siège est au … [Adresse]:
	- Tous avoirs, espéces, titres, valeurs, créances, objets, droits et autres biens de quelque nature et en quelque monnaie qu'ils soient, en compte, placement, dépôt, coffre-fort, sous désignation conventionnelle, fiduciaire, numérique ou pseudonymiqu...
	- Tous avoirs, espéces, titres, valeurs, créances, objets, droits et autres biens de quelque nature et en quelque monnaie qu'ils soient, en compte, placement, dépôt, coffre-fort, sous désignation conventionnelle, fiduciaire, numérique ou pseudonymiqu...
	[…]"
	3.  Es wird festgestellt, dass die Arrestnotifikation des Betreibungsamtes Zürich 1, Arrest Nr. …, vom 24. April 2020 nichtig ist, soweit damit bei der Beschwerdeführerin gehaltene Vermögenswerte mit Arrest belegt werden, hinsichtlich welcher "Herr D....
	4. Für das erst- und das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Beilage eines Doppels von act. 27, sowie an die Arrestschuldnerin (auf dem Weg der Rechtshilfe), und an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und an d...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...