# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e9fea8a-0b3b-5b7e-b441-256552964e8b
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-21
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 21.01.2021 VG.2020.00091 (VG.2021.1020)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2020-00091_2021-01-21.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 21. Januar 2021

  
	
   

  
	
   

  
	
  II. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2020.00091

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    IV-Stelle Glarus

    	
    Beschwerdegegnerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Invalidenrente

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Der am […] geborene A.______
  meldete sich am 6. Dezember 2017 bei der IV-Stelle Glarus zum Bezug von
  Leistungen der Invalidenversicherung an.

  
	
   

  
	
  1.2 Mit Vorbescheid vom 30. August 2019 sprach die
  IV-Stelle A.______ ab dem 1. Juni 2018 bei einem Invaliditätsgrad von
  46 % eine Viertelsrente zu, woran sie trotz der am 5. September 2019
  dagegen erhobenen Einwände mit Verfügung vom 28. August 2020 festhielt.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  A.______
  gelangte mit Beschwerde vom 25. September 2020 ans Verwaltungsgericht und
  beantragte die Aufhebung der Verfügung der IV-Stelle vom 28. August
  2020. Ihm sei ab dem 1. Juni 2018 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
  Eventualiter sei die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen; alles
  unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle.

  
	
   

  
	
  Die
  IV-Stelle schloss am 26. November 2020 auf Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist
  gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
  Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG) zur Behandlung der
  vorliegenden Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen
  erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des
  Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom
  6. Oktober 2000 (ATSG) ist Invalidität die
  voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
  Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine
  Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
  verursachte und nach zumutbarer Behandlung sowie Eingliederung verbleibende
  ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
  kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

  
	
   

  
	
  2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem
  Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente,
  bei einem solchen von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
  mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab mindestens 70 %
  auf eine ganze Rente. Für die
  Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
  versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
  medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
  ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte,
  in Beziehung zum Erwerbseinkommen gesetzt, welches sie erzielen könnte, wenn
  sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

  
	
   

  
	
  2.3 Art und Mass dessen, was einer
  versicherten Person an Erwerbstätigkeit noch zugemutet werden kann, richtet
  sich nach ihren besonderen persönlichen Verhältnissen einerseits und nach den
  allgemein herrschenden Anschauungen andererseits. Für die Beurteilung der
  Zumutbarkeit ist letztlich insofern eine objektive Betrachtungsweise
  massgebend, als es nicht auf eine bloss subjektiv ablehnende Bewertung der
  infrage stehenden Erwerbstätigkeit durch die versicherte Person ankommt
  (Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
  Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
  3. A., Zürich/Basel/Genf, S. 320).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Nach dem für das gesamte Verwaltungs- und
  Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung
  haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei,
  d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
  pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass
  das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen,
  objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
  Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
  gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten
  den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und
  die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere
  medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

  
	
   

  
	
  3.2 Es ist Aufgabe des Arztes, sämtliche Auswirkungen
  einer Krankheit oder eines Unfalls auf den Gesundheitszustand der
  versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich
  welcher konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang sie arbeitsunfähig ist.
  Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die
  Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person im
  Hinblick auf ihre persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können (vgl. BGE 125 V 256
  E. 4).

  
	
   

  
	
  3.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im
  Beschwerdefall – der Richter dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen
  annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
  Sozialversicherungsrecht hat der Richter dabei seinen Entscheid, sofern das
  Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der
  überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines
  bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat
  vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen
  Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 119 V 7
  E. 3c/aa).

  
	
   

  
	
  3.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines
  ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der
  gestellten Fragen umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die
  geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten
  der untersuchten Person auseinandersetzt, in Kenntnis der und gegebenenfalls
  in Auseinandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es
  in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob
  die Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet
  sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, sowie
  ob der Experte nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche
  ihm die Beantwortung der Fragen erschweren, gegebenenfalls deutlich macht.
  Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft
  eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
  gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (vgl. BGE 125 V 351
  E. 3a). 

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor,
  die Beschwerdegegnerin habe den Invaliditätsgrad falsch berechnet. Sie habe
  verkannt, dass er als einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer seiner
  damaligen Firma nicht unselbstständig, sondern selbstständig erwerbstätig
  gewesen sei. Davon sei auch vor dem Hintergrund auszugehen, dass seine
  damalige Firma am 24. Juni 2019 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und an
  seinen Sohn übergeben worden sei. Sodann habe er sich regelmässig einen Lohn
  ausbezahlt, welcher keinen Bezug zur tatsächlichen Leistung gehabt habe. Bei
  der Festlegung des Valideneinkommens sei zu diesem fiktiven Bruttolohn daher
  der Firmengewinn hinzuzurechnen, ansonsten seinem Wertschöpfungspotential
  nicht angemessen Rechnung getragen würde. Ferner sei der Invaliditätsgrad
  nach der Methode des gewichteten Tätigkeitsvergleichs zu bemessen, wofür die
  Beschwerdegegnerin zunächst hätte abklären müssen, in welchem Umfang er als
  […] und in welchem Umfang er als Geschäftsführer tätig gewesen sei. Darüber
  hinaus hätte sie klären müssen, welche Tätigkeiten er nach Eintritt des
  Gesundheitsschadens in welchem Ausmass nicht mehr ausführen könne, wobei es ihm
  entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht möglich sei, eine leichte
  Verweistätigkeit im Umfang von 100 % auszuführen, da er vermehrt Pausen
  benötige und in seinem Arbeitstempo eingeschränkt sei. Da er
  invalidenversicherungsrechtlich so zu stellen sei, wie wenn er weiterhin für
  sein ehemaliges Unternehmen arbeiten würde und weil er dort leichte
  Tätigkeiten im Umfang von 20 % sowie schwere Arbeiten im Umfang von
  80 % geleistet habe, sei wegen der vollständigen Arbeitsunfähigkeit in
  schweren Tätigkeiten von einer Invalidität in der Höhe von 80 %
  auszugehen. Im Übrigen sei er im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids
  bereits […]-jährig gewesen. Aufgrund dieses hohen Alters sei er gegenüber
  jüngeren Arbeitsnehmern auf dem konkreten Arbeitsmarkt benachteiligt und
  vermöge seine Resterwerbsfähigkeit nicht mehr in gleichem Masse verwerten.
  Dieser Umstand sei mit einem maximal möglichen Abzug vom Tabellenlohn zu
  berücksichtigen.

  
	
   

  
	
  4.2 Die Beschwerdegegnerin führt aus,
  sie sei den ihr obliegenden Abklärungspflichten rechtsgenüglich nachgekommen.
  Sie habe zu Recht auf das Belastungsprofil gemäss dem Gutachten der Medical Assessment- and
  Business-Center AG St. Gallen (nachfolgend: SMAB) abgestellt, welches dem
  Beschwerdeführer in einer leichten Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von
  100 % attestiert habe und weder von einem erhöhten Pausenbedarf noch von
  einem verlangsamten Arbeitstempo ausgegangen sei. Demgegenüber sei der
  Bericht des Rehazentrums Valens lediglich als andere Beurteilung des im
  Wesentlichen selben medizinischen Sachverhalts zu qualifizieren, wobei die
  darin erwähnte Resterwerbsfähigkeit in Verweistätigkeiten nicht
  nachvollziehbar sei. Sodann sei die Invaliditätsbemessung mittels der
  Einkommensvergleichsmethode nicht zu beanstanden und die Anwendung des
  gewichteten Betätigungsvergleichs erweise sich als obsolet, zumal der
  Beschwerdeführer in angestammter Tätigkeit eine volle und in angepasster
  Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit aufweise. Des Weiteren sei Letzterer als
  Geschäftsführer der C.______GmbH tätig gewesen und habe in dieser Eigenschaft
  ein regelmässiges, festes Gehalt erhalten, weshalb er entgegen seiner Ansicht
  als unselbständig Erwerbstätiger zu qualifizieren sei. Folglich sei bei der
  Bemessung des Valideneinkommens auf die Verdienste gemäss dem Auszug seines
  individuellen Kontos (IK-Auszug) abzustellen, weil es sich bei den dort
  ersichtlichen Löhnen um diejenigen handle, auf welche
  Sozialversicherungsbeiträge abgerechnet und entrichtet worden seien. Beim
  Invalideneinkommen sei schliesslich die Lohnstrukturerhebung (LSE) des
  Bundesamts für Statistik heranzuziehen. Da das dort massgebende Einkommen
  bereits dem Anforderungsprofil des Beschwerdeführers entspreche, sei kein
  zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn geschuldet. Ein solcher sei denn auch
  nicht wegen einer Unverwertbarkeit der Resterwerbsfähigkeit oder wegen seines
  Alters vorzunehmen.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Dr.
  med. D.______, Facharzt Allgemeine innere Medizin, nannte am 24. Januar 2018 als
  Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein Panvertebralsyndrom,
  chronisch rezidivierende low back Schmerzen sowie muskuläre Dysbalance und
  Insuffizienz bei einer Fehlhaltung der Wirbelsäule. Überkopfarbeiten könne
  der Beschwerdeführer nicht mehr ausführen und die angestammte Tätigkeit als
  […] sei ihm aktuell kaum noch möglich. Weil Letzterer selbstständig
  erwerbstätig sei, komme eine stationäre Therapie sodann nicht in Frage. Es
  werde eine Teilerwerbsfähigkeit ausgesprochen, welche je nach Verlauf
  angepasst werde. Vom 27. Juni 2017 bis zum 15. Oktober 2017 bestehe
  eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, ab dem 16. Oktober 2017 bis zum
  18. Dezember 2017 eine von 50 %, ab dem 19. Dezember 2017 bis
  zum 14. Januar 2018 eine von 100 % und schliesslich ab dem
  15. Januar 2018 bis auf Weiteres eine von 80 %. Dr. D.______
  hielt an seiner Einschätzung am 29. Juni 2018 fest.

  
	
   

  
	
  5.2 Der
  Krankentaggeldversicherer des Beschwerdeführers beauftragte die SMAB mit
  einer monodisziplinären medizinischen Abklärung des Beschwerdeführers. Im
  Gutachten vom 5. April 2018 stellten die Ärzte als Diagnosen mit
  Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein Zervicobrachialsyndrom bei Uncovertebralarthrose C5/6 beidseits, ein
  Zervicozephalsyndrom sowie ein beidseitiges pseudoradikuläres Lumbalsyndrom.
  Die vom Beschwerdeführer subjektiv beklagten Beschwerden seien
  objektivierbar, wobei eine deutliche Schmerzausweitung habe beobachtet werden
  können. Seine Einstellung gegenüber einer stationären Rehabilitation und
  gegenüber sonstigen Behandlungen sei negativ zu beurteilen, was eher auf
  einen geringen Leidensdruck hindeute. Die bisherige Arbeit als […] sei ihm
  nicht mehr zumutbar. Demgegenüber sei er in einer körperlich leichten bis
  mittelschweren sowie wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der
  Hals- und Lendenwirbelsäule und ohne Überkopfarbeiten voll arbeitsfähig.
  Dabei seien beispielsweise Tätigkeiten im Büro, die Anleitung sowie
  Einteilung und Kontrolle von Mitarbeitern, die Projektplanung, die
  Offertstellung und die Baumaterialienlogistik denkbar. Zur Entlastung sei
  dringend eine Gewichtsabnahme zu empfehlen.

  
	
   

  
	
  5.3 Der
  Beschwerdeführer befand sich vom 15. April 2019 bis zum 5. Mai 2019 in
  Valens in stationärer Rehabilitation. Im Austrittsbericht des Rehazentrums
  vom 3. Mai 2019 wurden als Diagnosen ein Panvertebralsyndrom, eine arterielle
  Hypertonie, der Status nach operativen Behandlungen bei Karpaltunnelsyndrom
  rechts im Dezember 2018 und links im Januar 2019 sowie der Status nach einer
  arthroskopischen Teilmeniskektomie genannt. Die körperliche Belastbarkeit und
  Rumpfstabilität hätten sich beim Austritt als gesteigert gezeigt und die
  gesamte Beweglichkeit der Halswirbelsäule habe sich verbessert. Beim Training
  sei es wiederholt zu einer Verstärkung der Schmerzsymptomatik gekommen.
  Jedoch habe der Beschwerdeführer die beim Eintritt angegebene Angst vor den
  Schmerzen, welche vom Training ausgelöst worden seien, abbauen können,
  wodurch er wieder Vertrauen in den eigenen Körper habe gewinnen und einen
  besseren Umgang mit Schmerzen habe erreichen können. Ab dem 6. Mai 2019
  bestehe in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit noch eine
  Arbeitsfähigkeit von 25 %. Es sei nicht davon auszugehen, dass diese
  durch eine operative Massnahme signifikant gesteigert werden könne. Es werde
  eine ambulante Physio- und eine medizinische Trainingstherapie verordnet.

  
	
   

  
	
  5.4

  
	
  5.4.1 Am 8.
  August 2019 nahm RAD-Arzt pract. med. E.______, Facharzt für
  Arbeitsmedizin, zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers Stellung. Dabei
  führte er als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein
  Zervikobrachial-, ein Zervicozephal- sowie ein pseudoradikuläres
  Lumbalsyndrom auf. Die vom Rehazentrum Valens geäusserte Resterwerbsfähigkeit
  entspreche gegenüber dem Gutachten der SMAB einer anderen Einschätzung des im
  wesentlich unverändert gebliebenen Gesundheitszustands. So würden darin als
  neue Diagnosen zwar zwei Operationen genannt. Es bestünden jedoch keine
  Hinweise auf diesbezügliche funktionelle Einschränkungen. Die vom
  Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden hätten bereits bei der
  Begutachtung der SMAB bestanden, weshalb der Bericht des Rehazentrums Valens
  aus arbeitsmedizinischer Sicht nicht nachvollziehbar sei. Es sei deshalb auf
  die Arbeitsunfähigkeiten gemäss dem SMAB-Gutachten abzustellen, wobei sich
  der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mit überwiegender
  Wahrscheinlichkeit nicht mehr ändere und von weiteren medizinischen
  Massnahmen keine Verbesserungen zu erwarten seien. Eine Gewichtsabnahme und
  Physiotherapie würden lediglich zur Erhaltung der Resterwerbsfähigkeit
  beitragen. Anzumerken sei, dass die SMAB auf Diskrepanzen zwischen den
  subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und den klinischen Befunden
  hingewiesen habe.

  
	
   

  
	
  5.4.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 17. November
  2020 führte der RAD aus, an der Stellungnahme vom 8. August 2019 könne
  festgehalten werden. Die darin enthaltene Einschätzung der
  Resterwerbsfähigkeit stütze sich auf das Gutachten der SMAB, in welchem kein
  vermehrter Pausenbedarf und auch kein verlangsamtes Arbeitstempo genannt
  würden. Soweit der Beschwerdeführer der Ansicht sei, dass er das dort
  genannte Zumutbarkeitsprofil nicht erfüllen könne, sei auf die Diskrepanzen
  zwischen sonstigen Aktivitäten in der Freizeit und den Tätigkeiten im
  Haushalt hinzuweisen. Folglich sei davon auszugehen, dass es ihm möglich und
  zumutbar sei, administrative Tätigkeiten oder sonstige angepasste Tätigkeiten
  ohne Einschränkungen zu 100% und nicht nur zu 20% ausüben. Soweit das
  Rehazentrum Valens von einer wesentlich tieferen Arbeitsfähigkeit in leichten
  Tätigkeiten ausgehe, sei dies nicht nachvollziehbar, zumal die dortige
  Rehabilitation als erfolgreich beschrieben und die Arbeitsunfähigkeit nicht
  näher begründet werde. Der Austrittsbericht des Rehazentrums Valens sei
  insgesamt lediglich als andere Beurteilung des im Wesentlich gleich gebliebenen
  Gesundheitszustands zu werten. Der einzige Unterschied bestehe in den
  operativen Behandlungen wegen des Karpaltunnelsyndroms. Diesbezüglich würden
  im Bericht jedoch keine funktionellen Einschränkungen genannt.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Es ist unbestritten, dass der
  Beschwerdeführer an einem Panvertebralsyndrom sowie einer
  arteriellen Hypertonie leidet und den Status nach operativen Behandlungen bei
  Karpaltunnelsyndrom rechts sowie links und den Status nach einer
  arthroskopischen Teilmeniskektomie aufweist. Ebenfalls unbestritten ist, dass
  er aufgrund dieser Beschwerden in der angestammten Tätigkeit als […]
  vollständig arbeitsunfähig ist. Dies ergibt sich übereinstimmend aus den im
  Recht liegenden medizinischen Berichten. Uneinig sind sich die Parteien
  demgegenüber hinsichtlich der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit in einer
  angepassten Tätigkeit und der Höhe des Invaliditätsgrads bzw. dessen
  Berechnung.

  
	
   

  
	
  6.2

  
	
  6.2.1 Soweit sich der Beschwerdeführer
  auf den Standpunkt stellt, aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen
  sei er in einer leichten Verweistätigkeit eingeschränkt,
  ist ihm nicht zu folgen. Vielmehr stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der
  Beurteilung der noch vorhandenen Resterwerbsfähigkeit zu Recht auf das
  Gutachten der SMAB, welchem voller Beweiswert zukommt, da es die
  Beweiswertkriterien an ein Gutachten vollumfänglich erfüllt
  (vgl. vorstehende E. II/3.4). So erscheint es für die Beantwortung
  der vorliegend interessierenden Frage, welche Tätigkeiten dem
  Beschwerdeführer in welchem Ausmass noch zumutbar sind, als umfassend. Es
  beruht auf allseitigen Untersuchungen und setzt sich mit dem Beschwerdeführer
  sowie mit den von ihm beklagten Beschwerden rechtsgenüglich auseinander. Es
  wurde in Kenntnis der medizinischen Vorakten abgegeben und leuchtet in der
  Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein, wovon im Übrigen
  auch pract. med. E.______ in seiner Stellungnahme vom 8. August
  2019 ausgeht.

  
	
   

  
	
  6.2.2 Der Einschätzung der
  SMAB-Gutachter steht diejenige des Rehazentrums Valens entgegen. Hierzu ist
  mit pract. med. E.______ allerdings darin einig zu gehen, dass der
  Austrittsbericht des Rehazentrums Valens vom 3. Mai 2019 lediglich eine
  andere Einschätzung des im wesentlich unveränderten medizinischen
  Sachverhalts darstellt. So stellten die Ärzte gegenüber dem SMAB-Gutachten
  zwar neu die Diagnose eines Status nach zwei Operationen bei
  Karpaltunnelsyndrom rechts und links. Dass diese operativen Behandlungen
  Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigten, führten sie jedoch nicht
  aus, sondern verwiesen lediglich pauschal und ohne nähere Begründung auf eine
  Arbeitsunfähigkeit von 75 % in einer leichten, wechselbelastenden
  Tätigkeit ab dem 6. Mai 2019. Indem die behandelnden Ärzte des Rehazentrums
  Valens damit weder eine neue Diagnose mit Auswirkungen auf die
  Arbeitsfähigkeit stellten noch sich mit den übrigen im Recht liegenden
  Berichten rechtsgenüglich auseinandersetzten, vermag ihr Bericht keine
  Zweifel am SMAB-Gutachten zu erwecken. Hierfür spricht im Übrigen auch, dass
  das Rehazentrum Valens einerseits auf eine erhöhte körperliche Belastbarkeit
  und Rumpfstabilität beim Austritt des Beschwerdeführers hinwies, andererseits
  ohne nähere Begründung auf eine gegenüber dem SMAB-Gutachten erhöhte
  Arbeitsunfähigkeit schloss, was nicht nachvollziehbar erscheint. Im Ergebnis
  kommt dem Austrittsbericht somit nicht derselbe Beweiswert wie dem
  SMAB-Gutachten zu, weshalb nicht darauf abzustellen ist.

  
	
   

  
	
  6.3 Als Zwischenfazit ist
  festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
  in angestammter Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig ist und ihm körperlich leichte bis mittelschwere sowie
  wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen der Hals- und
  Lendenwirbelsäule und ohne Überkopfarbeiten zu 100 % zumutbar sind. Soweit er Einschränkungen
  im Sinne eines erhöhten Pausenbedarfs und eines verminderten Arbeitstempos
  geltend macht, lassen sich den im Recht liegenden medizinischen Akten
  diesbezüglich keine Anhaltspunkte entnehmen, weshalb auch keine solchen
  anzunehmen sind. Folglich ist die Rechtmässigkeit der von der
  Beschwerdegegnerin angestellten Invaliditätsbemessung zu prüfen.

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  7.1

  
	
  7.1.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist
  der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Im
  Rahmen des Einkommensvergleichs wird nach Art. 16 ATSG das
  Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität
  und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
  durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage
  erzielen könnte (hypothetisches Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
  Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
  (hypothetisches Valideneinkommen). Diese Methode wird sowohl bei
  unselbständig wie auch bei selbständig erwerbstätigen Versicherten angewendet
  (vgl. Ralph Jöhl, Die Invaliditätsbemessung bei selbständig
  Erwerbstätigen in der IV, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch
  zum Sozialversicherungsrecht 2014, Zürich/St. Gallen 2014, S. 170).

  
	
   

  
	
  7.1.2 Für die Ermittlung des
  Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt
  des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
  als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel beim zuletzt
  erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung
  angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht,
  dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre
  (BGer-Urteil 9C_128/2014 vom 20. März 2014 E. 2.1). 

  
	
   

  
	
  Als
  Erwerbseinkommen im Sinne von Art. 16 ATSG gelten nach Art. 25
  Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar
  1961 (IVV) mutmassliche jährliche Erwerbseinkommen, von denen Beiträge gemäss
  AHVG erhoben würden. Nicht dazu gehören Leistungen des Arbeitgebers für den
  Lohnausfall infolge Unfall oder Krankheit bei ausgewiesener
  Arbeitsunfähigkeit (lit. a); Lohnbestandteile, für die der Arbeitnehmer
  nachgewiesenermassen wegen beschränkter Arbeitsfähigkeit keine Gegenleistung
  erbringen kann (lit. b); sowie Arbeitslosenentschädigungen,
  Erwerbsausfallentschädigungen und Taggelder der Invalidenversicherung (lit.
  c). Folge von Art. 25 Abs. 1 IVV bzw. von der darin
  enthaltenen Anknüpfung an die AHV-Beitragspflicht ist, dass grundsätzlich nur
  Einkünfte in Anschlag gebracht werden dürfen, welche die versicherte Person
  aus einer auf die Erzielung von Erwerbseinkommen gerichteten Tätigkeit
  gewinnen und die dergestalt der AHV-rechtlichen Beitragspflicht unterliegen
  würde. Demgegenüber sind beispielsweise die beim Arbeitgeber anfallenden
  Lohnnebenkosten nicht zu berücksichtigen, ebenso wenig der Zinsertrag vom
  investierten Eigenkapital bei einem Selbständigerwerbenden oder der
  erwirtschaftete Betriebsgewinn einer Aktiengesellschaft beim
  geschäftsführenden Alleinaktionär. Während bei Unselbständigerwerbenden
  regelmässig die Angaben der Lohnausweise massgebend sind, kann bei
  Selbständigerwerbenden in der Regel auf die Einträge im IK-Auszug abgestellt
  werden. Die darin eingetragenen Zahlen sind allerdings nicht als
  unabänderliche Grössen zu verstehen, welche eine keinem Gegenbeweis
  zugängliche Tatsachenvermutung schüfen (vgl. zum Ganzen Meyer/Reichmuth,
  S. 315 ff.).

  
	
   

  
	
  7.1.3

  
	
  7.1.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär
  von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die
  versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine
  Erwerbstätigkeit aus, bei der kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse
  gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende
  Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das
  Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn,
  gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist
  kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil
  die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder
  jedenfalls keine an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so
  ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person
  angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen
  Eignung zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die
  Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE)
  herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

  
	
   

  
	
  7.1.3.2
  Wird das
  Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten
  ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Praxisgemäss
  können persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter,
  Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
  Beschäftigungsgrad einen Abzug von dem nach den Tabellenlöhnen der LSE zu
  ermittelnden Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, dass
  die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit infolge
  eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
  unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann
  (BGE 134 V 322 E. 5.2, mit Hinweis). Ein Abzug soll aber
  nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte
  dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser
  Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem
  allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten
  kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der Einfluss aller in
  Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der
  Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens
  25 % des Tabellenlohns zu begrenzen (vgl. zum Ganzen
  BGE 126 V 75). Die Frage, ob ein Abzug nach Massgabe der Grundsätze von BGE 126 V 75 vorzunehmen sei, ist
  rechtlicher Natur, die Bestimmung der Höhe eines solchen Abzugs dagegen
  Ermessensfrage (BGer-Urteil 8C_530/2015, 8C_563/2015 vom 6. Januar 2016
  E. 6.1.2).

  
	
   

  
	
  7.2 Die Beschwerdegegnerin stützte
  sich bei der Berechnung des Valideneinkommens auf den Lohn gemäss IK-Auszug
  aus dem Jahr 2016 und indexierte diesen auf das Jahr 2017
  (Fr. 125'530.- x 1.004), wodurch sie zu einem Valideneinkommen
  in der Höhe von Fr. 126'032.10 gelangte. Dies ist unabhängig von der
  Einstufung des Beschwerdeführers als Unselbständigerwerbender oder
  Selbständigerwerbender nicht zu beanstanden. So ist zunächst davon
  auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche
  Beeinträchtigung weiterhin einen Lohn in dieser Höhe auszahlen würde, wobei
  weder den Akten etwas Anderweitiges entnommen werden kann noch vom
  Beschwerdeführer vorgebracht wird. Sodann handelt es sich bei diesem
  Einkommen um dasjenige, auf welches Sozialversicherungsbeiträge einbezahlt
  wurden und welches im Sinne von Art. 25 Abs. 1 IVV grundsätzlich
  zur Invaliditätsbemessung herangezogen werden darf (vgl. dazu
  vorstehende E. II/7.1.2). Ferner bleiben bei diesem Verdienst nicht
  jährlich wiederkehrende Leistungen weitgehend unberücksichtigt, womit
  einzelnen Lohnverzerrungen entgegengewirkt wird, was gerade mit Blick auf die
  vom Beschwerdeführer geltend gemachten Anteile am Firmengewinn wichtig
  erscheint. So wurden gemäss der im Recht liegenden Buchhaltung seiner
  ehemaligen Firma ausschliesslich in den Jahren 2016 und 2017 Teile des
  Firmengewinns im Rahmen von Dividenden ausbezahlt, weshalb nicht von
  alljährlichen Lohnbestandteilen auszugehen ist. Demgegenüber würde deren
  Mitberücksichtigung dazu führen, dass versicherte Personen mit
  nichtwiederkehrenden Lohnbestandteilen privilegiert würden, was nicht angehen
  kann. Demgemäss ist bei der Bemessung des Invaliditätsgrads von einem
  massgeblichen jährlichen Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 126'032.10
  auszugehen.

  
	
   

  
	
  7.3

  
	
  7.3.1 Für die Ermittlung des
  hypothetischen Invalideneinkommens ist sodann auf statistische Angaben
  zurückzugreifen (vgl. vorstehende E. II/7.1.3). Die
  Beschwerdegegnerin hätte dabei aber nicht auf die Lohnstrukturerhebung aus
  dem Jahre 2014, sondern richtigerweise auf den Tabellenlohn gemäss
  LSE 2016 (Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1) abstellen und diesen
  entsprechend dem Valideneinkommen auf das Jahr 2017 indexieren müssen.
  Dadurch resultiert ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 67'070.61
  ([Fr. 5'340.- x 12 Monate] / 40 Wochenstunden x 41,7
  betriebsübliche Arbeitszeit x 1.004).

  
	
   

  
	
  7.3.2 Zu prüfen bleibt, ob ein Abzug vom
  Tabellenlohn gerechtfertigt ist (vgl. dazu vorstehende
  E. II/7.1.3.2). Während die Beschwerdegegnerin keinen solchen gewährte,
  wird vom Beschwerdeführer der höchstzulässige Abzug von 25 % beantragt.

  
	
   

  
	
  Dem
  Beschwerdeführer sind sämtliche Verweistätigkeiten zumutbar, sofern sie
  folgende Kriterien einhalten: körperlich
  leicht bis mittelschwer, wechselbelastend, ohne Zwangshaltungen der Hals- und
  Lendenwirbelsäule und ohne Überkopfarbeiten. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt werden
  verschiedene Tätigkeiten angeboten, welche diesem Belastungsprofil
  entsprechen. Diesbezüglich führen die SMAB-Gutachter mit Blick auf seine
  frühere Tätigkeit in seiner Firma beispielsweise Arbeiten im Büro, die Anleitung sowie Einteilung und
  Kontrolle von Mitarbeitern, die Projektplanung, die Offertstellung und die
  Baumaterialienlogistik an. Darüber hinaus ist der Beschwerdeführer aber auch
  darauf hinzuweisen, dass ihm trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen verschiedene
  Hilfsarbeitertätigkeiten offenstehen würden, wobei solche auf dem hypothetischen
  ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden
  (vgl. dazu BGer-Urteil I 376/05 vom 5. August 2005
  E. 4.2; VGer-Urteil VG.2018.00091 vom 13. Dezember 2018
  E. II/9.4.3). Sodann ist festzuhalten, dass seine Leistungsfähigkeit
  entgegen seinen Vorbringen gemäss ärztlicher Einschätzung nicht durch einen
  erhöhten Pausenbedarf oder ein vermindertes Arbeitstempo eingeschränkt ist,
  womit sich diesbezüglich ebenfalls kein Abzug rechtfertigt. Schliesslich hat
  sein Alter von mittlerweile […] Jahren bzw. von […] Jahren im
  Zeitpunkt der festgestellten vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in einer
  angepassten Tätigkeit keine lohnsenkende Wirkung (vgl. dazu BGer-Urteil
  9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2, 9C_130/2010 vom 14. April
  2010 E. 3.3.3). Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die
  Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn vornahm.

  
	
   

  
	
  7.4 Zusammenfassend ergibt sich bei
  einem Invalideneinkommen von Fr. 67'070.61 und einem Valideneinkommen
  von Fr. 126'032.10 eine Erwerbseinbusse von Fr. 58'961.49 und damit
  ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 47 %. Dieser berechtigt den
  Beschwerdeführer ab dem unbestritten gebliebenen Rentenbeginn (1. Juni
  2018) zum Bezug einer Viertelsrente, womit sich die vorliegend angefochtene
  Verfügung der Beschwerdegegnerin insgesamt als rechtmässig erweist.

  
	
   

  
	
  Dies
  führt zur Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Nach Art.
  134 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom
  4. Mai 1986 (VRG) i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG hat die Partei, welche im
  Beschwerdeverfahren unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Entsprechend
  dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten von pauschal
  Fr. 600.- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem von ihm bereits
  geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Mangels Obsiegens
  ist ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG
  i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die Gerichtskosten von Fr. 600.- werden dem
    Beschwerdeführer auferlegt und mit dem von ihm in gleicher Höhe geleisteten
    Kostenvorschuss verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche Eröffnung und
    Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]