# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de2178ef-f84f-5acf-acd6-29c77768e19e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.02.2025 UV 2023/70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-70_2025-02-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/70

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.04.2025

Entscheiddatum: 20.02.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 20.02.2025
Art. 11 UVV; Rückfall. Die Frage, ob eine relevante Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers im Sinne des von 
ihm geltend gemachten Rückfalls vorliegt, kann offengelassen werden. Mit 
Blick auf die dem Beschwerdeführer (rechtskräftig) zugesprochene Rente 
sowie die Kostenübernahme der Psychotherapie besteht jedenfalls zum 
aktuellen Zeitpunkt kein weitergehender Anspruch auf 
Versicherungsleistungen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Februar 2025, UV 
2023/70).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/12 

 

f 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 20. Februar 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichter 
Michael Rutz und Versicherungsrichterin Corinne Schambeck;  
Gerichtsschreiberin Anita Burkhart  

   

Geschäftsnr.   UV 2023/70 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Franziska Ammann,  

Advokatur 107, Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  

( S u v a ) ,  Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

2/12 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war aufgrund seiner Tätigkeit für die B.___ AG bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsgesellschaft (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert, als er am [...] 1996 in eine Schiesserei verwickelt wurde (vgl. die 

Unfallmeldung vom [...] 1996 [Suva-act. 1-1]). Dabei erlitt der Versicherte eine Schussverletzung im 

Unterbauch mit zweifacher Perforation des Sigma-Darms und Durchtrennung des rechten Harnleiters. 

Er war deswegen vom [...] 1996 bis [...] 1996 im Spital C.___ hospitalisiert (Suva-act. 1-18 f.), wo mit 

Operationen vom [...] 1996 eine Inkontinenz-Resektion mit vorübergehender Anlage eines künstlichen 

Darmausgangs und eine Harnleiter-Anastomose durchgeführt wurden (Suva-act. 1-17). Am [...] 1996 

wurden eine Darm-Anastomose und eine Rückverlegung des künstlichen Darmausgangs 

vorgenommen (Suva-act. 1-23). Mit Bericht vom 4. Oktober 1997 stellte Dr. med. D.___, Psychiater, 

erstmals die Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Störung und einer chronifizierten Depression. 

In seinem Gutachten vom 10. Juni 1998 diagnostizierte Dr. med. E.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, beim Versicherten eine posttraumatische Belastungsstörung mit Anzeichen einer 

psychogenen Überlagerung der Unfallfolgen und eine Begehrungshaltung (Suva-act. 5-79 ff.). Das ZMB 

Basel diagnostizierte in einem polydisziplinären Gutachten zuhanden der IV am 19. August 1999 v.a. 

eine andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung, DD Entwicklung körperlicher 

Symptome aus psychischen Gründen, sowie aus somatischer Sicht ein chronifiziertes Schmerzsyndrom 

im Beckenbereich rechts. Aus psychiatrischer Sicht wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % attestiert, 

und aus somatischer Sicht lediglich qualitative Einschränkungen (Suva-act. 8-15 ff.). Am 12. Juli 2001 

erstellte das ZMB Basel erneut ein polydisziplinäres Gutachten im Auftrag der IV. Dabei wurden die 

posttraumatische Belastungsstörung und die andauernde Persönlichkeitsveränderung nach 

Extrembelastung als remittiert beurteilt, und es wurde noch eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (mit einem narzisstischen Mechanismus) diagnostiziert. Der Versicherte wurde auch 

für leichte Tätigkeiten als in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigt angesehen (Suva-act. 19-8 

ff.). 

A.b Gestützt auf einen Vergleich vom 21. November 2001 (Suva-act. 19-38 ff.) sprach die Suva dem 

Versicherten mit Verfügung vom 14. Januar 2002 für die verbliebenen Folgen aus dem Unfall vom [...] 

1996 rückwirkend ab 1. Juni 1998 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 75 % und 

eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 42'650.-- zu (Suva-act. 23-12).  

A.c Mit einer weiteren Verfügung vom 13. August 2004 sprach die Suva dem Versicherten – gestützt 

auf die Beurteilung von Dr. med. F.___ vom 12. Juli 2006 (Suva-act. 41) – aufgrund der (psychischen) 

Folgen des Unfalls vom [...] 1996 eine Integritätsentschädigung von 35 % zu (Suva-act. 30-3), was sie 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

3/12 

mit Einspracheentscheid vom 21. Februar 2006 bestätigte (Suva-act. 35-2 ff.). Nachdem der 

Versicherte dagegen erfolgreich Beschwerde erhoben hatte (vgl. den Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. April 2007, UV 2006/45 [Suva-act. 47]), sprach 

die Suva ihm – gestützt auf einen weiteren Vergleich vom 4. Dezember 2007/8. Januar 2008 (Suva-act. 

57-2) – mit Verfügung vom 16. Januar 2008 eine Erhöhung der Integritätsentschädigung um 7.5 % zu 

(total: 42.5 %; Suva-act. 58). 

A.d Aufgrund eines Hinweises vom 16. Juni 2011 veranlasste die IV (welche dem Versicherten 

rückwirkend ab 1. Februar 1997 eine ganze IV-Rente ausrichtete [vgl. die Mitteilung des Beschlusses 

vom 19. April 2002, Suva-act. 23-18]) eine Observation des Versicherten vom 13. September 2011 bis 

19. November 2011 (Suva-act. 85). Gestützt auf deren Ergebnisse veranlasste die IV eine 

polydisziplinäre (Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Neurologie, Viszeralchirurgie) Begutachtung des 

Versicherten bei der Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), Basel. Im Gutachten vom 

17. September 2012 wurde von psychiatrischer Seite ausschliesslich eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung, jedoch ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, diagnostiziert. Die Gutachter kamen im 

Rahmen der Gesamtbeurteilung sodann zu dem Schluss, aus polydisziplinärer Sicht bestehe eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere und anhaltend mittelschwere Tätigkeiten. Für 

körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten bestehe dagegen eine 100%ige Arbeits- 

und Leistungsfähigkeit (Suva-act. 105-4 ff.). 

A.e Seit 16. September 2013 befindet sich der Versicherte bei Dr. med. G.___, Facharzt FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung (vgl. seinen Bericht vom 15. Mai 2014 [Suva-act. 143]), 

u.a. wegen einer anhaltenden affektiven Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F34.9) bzw. einer 

rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.1; vgl. zum Ganzen die Berichte von Dr. G.___ 

[insbesondere Suva-act. 187, 218, 235] sowie den Aktenauszug im psychiatrischen Teilgutachten von 

med. pract. H.___ vom 21. November 2018 [Suva-act. 296-7 ff.]). 

A.f Im Auftrag der IV erstattete die estimed AG, MEDAS Zug, am 19. Januar 2019 ein weiteres 

polydisziplinäres (Allgemeinmedizin, Psychiatrie, Neurologie, Chirurgie) Gutachten. Als einzige 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten wurde im Rahmen der 

Konsensbeurteilung die Diagnose einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der 

Abdomenvorderwand im Bereich des Unterbauchs gestellt. Diese führe zu einer Arbeitsunfähigkeit von 

20 % in der bisherigen sowie auch einer angepassten Tätigkeit (Suva-act. 301; zu den einzelnen 

Teilgutachten vgl. Suva-act. 296 bis 299). Gestützt auf dieses Gutachten stellte die IV mit Verfügung 

vom 3. Juni 2020 die bisherige ganze IV-Rente per Ende Juli 2016 ein (Suva-act. 266). Die dagegen 

vom Versicherten am 6. Juli 2020 erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen mit Entscheid vom 21. März 2022 (IV 2020/153) teilweise gut, indem es den Rentenanspruch 

des Versicherten erst auf den 1. August 2020 aufhob und die Sache zur Festsetzung und Ausrichtung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

4/12 

der Rentenleistungen an die IV zurückwies (Suva-act. 305). Die dagegen vom Versicherten erhobene 

Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 17. August 2022, 8C_287/2022, ab (Suva-act. 294). 

Am 25. Januar 2023 erliess die IV dementsprechend die Verfügung betreffend den Anspruch des 

Versicherten auf eine ganze Invalidenrente vom 1. August 2016 bis 31. Juli 2020 (Suva-act. 313). 

A.g Mit Schreiben vom 10. Februar 2023 informierte die Suva den Versicherten bzw. Rechtsanwältin 

Ammann sinngemäss, dass sie beabsichtige, sich dem IV-Entscheid anzuschliessen und eine 

Neuberechnung des Rentenanspruchs des Versicherten vorzunehmen. In diesem Zusammenhang 

wurde dem Versicherten das rechtliche Gehör eingeräumt (Suva-act. 312). 

A.h Am 24. Februar 2023 reichte die Rechtsvertreterin des Versicherten der Suva ein an sie 

gerichtetes Schreiben von Dr. G.___ vom 17. Februar 2023 (vgl. zu diesem Suva-act. 316-3 ff.) ein. 

Gestützt darauf machte sie eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit des Versicherten 

geltend und ersuchte um Prüfung des Rentenanspruchs (Suva-act. 316). 

A.i Mit Verfügung vom 8. März 2023 reduzierte die Suva die bisherige Invalidenrente von 75 % ab 

1. Februar 2023 auf 24 %. Sie begründete dies mit dem Entfallen der IV-/AHV-Rente ab dem 1. August 

2020, weshalb auch der Rentenanspruch der Suva auf diesen Zeitpunkt neu geprüft werde. 

Entgegenkommenderweise werde der Vollzug erst ab 1. Februar 2023 vorgenommen. Es sei insofern 

eine Verbesserung des Gesundheitszustands des Versicherten eingetreten, als aus psychiatrischer 

Sicht keine Arbeitsunfähigkeit mehr ausgewiesen sei. Die IV habe die Rente per 1. August 2020 

aufgehoben, was das Bundesgericht mit Urteil vom 17. August 2022 vollumfänglich bestätigt habe. 

Hinsichtlich der aufgrund der unfallbedingten somatischen Beschwerden attestierten zeitlichen 

Einschränkung von 20 % sei ein neuer Einkommensvergleich vorzunehmen. Dieser ergebe eine 

unfallbedingte Einkommenseinbusse (IV-Grad) von 24 %. Auf eine Rückforderung der zu viel bezahlten 

Rentenleistungen ab 1. August 2020 werde verzichtet. Eine rückwirkende Anpassung der 

Komplementärrente erfolge hingegen nicht (Suva-act. 322). 

A.j Am 25. April 2023 informierte die Suva den Versicherten, dass sie im Zusammenhang mit dem 

von ihm gemeldeten Rückfall zum Unfall vom [...] 1996 ihre Leistungspflicht überprüfe (Suva-act. 328). 

Auf Nachfrage der Suva (Suva-act. 329) reichte Dr. G.___ am 9. Mai 2023 eine Auflistung sämtlicher 

Verlaufsberichte seit 19. Januar 2019 sowie sämtlicher Konsultationsdaten ein (Suva-act. 331). Am 

30. Mai 2023 nahm der Versicherungsmediziner Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, eine psychiatrische Fallbeurteilung vor. Dabei gelangte er zu dem Schluss, dass Dr. 

G.___ eine andere Beurteilung des nicht in einer namhaften Weise veränderten psychischen 

Zustandsbilds vornehme.  Er beschreibe zwar eine seit der Begutachtung zunehmende Depressivität – 

aber falls es überhaupt in einer namhaften Weise zu einer solchen gekommen wäre, dann würde dies 

laut Dr. med. G.___ auf den für den Versicherten ungünstigen Auswirkungen der letzten Begutachtung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

5/12 

(mit Aufhebung der IV- und Reduktion der Suva-Rente) beruhen. Dies stehe aus 

versicherungspsychiatrischer Sicht nicht wirklich in einem natürlichen, kausalen Zusammenhang mit 

dem Unfallereignis am [...] 1996 (Suva-act. 333). 

A.k Mit Verfügung vom 27. Juni 2023 bezog sich die Suva auf den mit Schreiben vom 24. Februar 

2023 per 19. Januar 2019 gemeldeten Rückfall des Versicherten (vgl. dazu vorstehend Sachverhalt 

A.h) und teilte ihm mit, dass sie im Rückfall über die Rente hinaus keine weiteren 

Versicherungsleistungen erbringen könne, da sich die Unfallfolgen nicht verschlimmert hätten. Für die 

Kosten der monatlichen Konsultationen und während Krisenphasen häufigeren Sitzungen der 

laufenden ambulanten psychiatrischen Therapie und der nötigen Psychopharmaka komme sie weiterhin 

auf (Suva-act. 336).  

B.  

B.a Gegen die Verfügung vom 27. Juni 2023 erhob der Versicherte am 30. August 2023 Einsprache. 

Er beantragte die Zusprache der gesetzlichen Leistungen sowie die Einholung eines 

versicherungsexternen Gutachtens. Dabei machte er im Wesentlichen geltend, ein Rückfall sei – 

gestützt auf die Berichte von Dr. G.___ – nachgewiesen bzw. es beständen zumindest Zweifel an der 

versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr. I.___ (Suva-act. 337). 

B.b Mit Einspracheentscheid vom 30. Oktober 2023 wies die Suva die Einsprache des Versicherten 

ab, da auf das Schreiben von Dr. G.___ vom 17. Februar 2023 nicht abgestellt werden könne (Suva-

act. 342). 

C.  

C.a Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch 

Rechtsanwältin Ammann, am 1. Dezember 2023 Beschwerde. Er beantragte, der Einspracheentscheid 

der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 30. Oktober 2023 sowie die Verfügung vom 27. Juni 

2023 seien aufzuheben; es seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen, eventualiter sei ein 

externes Gutachten in Auftrag zu geben; es seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen; unter 

voller Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur 

Begründung führte er weiterhin und im Wesentlichen an, es sei – gestützt auf die Berichte von Dr. G.___ 

– eine unfallkausale, wesentliche Verschlechterung seines Gesundheitszustands (Rückfall) 

nachgewiesen (act. G 1). 

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. Januar 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung 

der Beschwerde. Sie hielt weiterhin daran fest, dass keine wesentliche Verschlechterung des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

6/12 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers eingetreten sei und somit kein Rückfall vorliege (act. G 

3). 

C.c Mit Replik vom 5. Juni 2024 (act. G 11) bzw. Duplik vom 21. Juni 2024 (act. G 13) hielten die 

Parteien an ihren jeweiligen Anträgen und Standpunkten fest. 

C.d Mit Schreiben vom 10. September 2024 teilte das Gericht dem Beschwerdeführer mit, im Rahmen 

der eingehenden Prüfung des Falls sei festgestellt worden, dass eine abschliessende Beurteilung des 

Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht erfolgen 

könne. Zum einen stelle sich mit Blick auf die seitens der Beschwerdegegnerin erfolgte Zusicherung 

der (weiteren) Übernahme der Kosten der laufenden ambulanten psychiatrischen Therapie (monatliche 

bzw. während Krisenphasen auch häufigere Konsultationen) sowie der nötigen Psychopharmaka (vgl. 

dazu die dem Einspracheentscheid vom 30. Oktober 2023 [Suva-act. 342] zugrundeliegende Verfügung 

vom 27. Juni 2023 [Suva-act. 336]) die Frage nach dem Vorliegen ungedeckt gebliebener 

Behandlungskosten des Beschwerdeführers (insbesondere im Rahmen der Konsultationen bei Dr. 

G.___). Zum anderen lägen mit Blick auf die fehlende Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers seit 

seinem Unfall im Jahr 1996 keine Hinweise auf eine allenfalls erlittene – einen möglichen 

Taggeldanspruch konstituierende – Verdiensteinbusse des Beschwerdeführers vor. Nachdem sich die 

Leistungsabrechnungen der Beschwerdegegnerin nicht bei den eingereichten vorinstanzlichen Akten 

befänden und eine abschliessende Anspruchsbeurteilung somit nicht möglich sei, werde er mithin um 

Stellungnahme bzw. Darlegung ersucht, ob bzw. inwiefern ihm seit August 2019 ungedeckte 

Behandlungskosten und/oder eine Verdiensteinbusse entstanden seien, inkl. Einreichung allfälliger 

Beweismittel (act. G 15). 

C.e Mit Eingabe vom 18. September 2024 liess der Beschwerdeführer dem Gericht drei offene 

Arztrechnungen von Dr. G.___ für die Behandlungen im Zeitraum vom 18. Dezember 2023 bis 19. Juni 

2024 im Betrag von total Fr. 789.-- zukommen (act. G 16.1 bis 16.3). Bezüglich des möglichen 

Taggeldanspruchs sei festzuhalten, dass er vor dem Rückfall/der Verschlechterung keiner 

Erwerbstätigkeit mehr habe nachgehen können (act. G 16). 

C.f Bezugnehmend auf die vorerwähnte Eingabe des Beschwerdeführers nahm die 

Beschwerdegegnerin am 9. Oktober 2024 Stellung und teilte dem Gericht mit, sie habe – in 

Anerkennung der mit Verfügung vom 27. Juni 2023 rechtskräftig zugesprochenen 

Heilbehandlungsleistungen nach Festsetzung der Rente – die vom Beschwerdeführer eingereichten 

Rechnungen umgehend bezahlt bzw. zur Zahlung freigegeben. Demnach seien keine Rechnungen 

mehr offen. Da der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben vor dem angeblichen Rückfall bzw. 

der geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustands keiner Erwerbstätigkeit 

nachgegangen sei, liege keine Verdiensteinbusse vor, welche einen Taggeldanspruch begründen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

7/12 

könnte (act. G 18). Als Beweismittel für ihre Ausführungen reichte die Beschwerdegegnerin den 

Zahlungsauftrag vom 1. Oktober 2024 im Betrag von Fr. 98.90 (act. G 18.1) sowie ein Schreiben an 

den Beschwerdeführer vom 30. September 2024 (act. G 18.2) ein, in welchem sie ihm einen Betrag von 

Fr. 690.10 zusprach und um Mitteilung der Zahlungsverbindung bat. 

C.g Mit Schreiben vom 10. Oktober 2024 stellte das Gericht dem Beschwerdeführer die Eingabe der 

Beschwerdegegnerin vom 9. Oktober 2024 zu und setzte ihm Frist bis 30. Oktober 2024 für eine 

allfällige Stellungnahme. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass bei unbenütztem Fristablauf der 

Schriftenwechsel wieder als geschlossen gelte (act. G 19). Der Beschwerdeführer reichte innert der bis 

20. November 2024 erstreckten Frist (vgl. dazu act. G 21) keine weitere Stellungnahme ein. 

Erwägungen 

1.  

1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 

Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen 

der Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich- und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ANDRÉ NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli 

Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; IRENE HOFER, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine 

Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 

2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; ANDRÉ NABOLD, Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

[UVG], in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht,  

5. Aufl. 2024, S. 56 ff.).  

1.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 

ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (vgl. dazu Art. 6 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so steht 

ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid 

(vgl. dazu Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen 

des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin 

(Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall überdies eine dauernde 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

8/12 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf 

eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Diese wird mit der Invalidenrente 

festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung 

gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 

1.3 Nach Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) werden die 

Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, für Bezüger von Invalidenrenten 

jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 UVG. Rückfälle und Spätfolgen stellen besondere 

revisionsrechtliche Tatbestände dar. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 

(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt (BGE 118 V 296 f. E. 2c f.). Nach Art. 21 Abs. 1 lit. b UVG werden 

einem Rentenbezüger, der an einem Rückfall oder an Spätfolgen leidet, die Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen (Art. 10 bis 13 UVG) gewährt, wenn die Erwerbsfähigkeit durch medizinische 

Vorkehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beeinträchtigung bewahrt werden kann. Nach 

Abs. 3 hat der Rentenbezüger bei Rückfällen und Spätfolgen auch Anspruch auf die Pflegeleistungen 

und Kostenvergütungen (Art. 10 bis 13 UVG); erleidet er während dieser Zeit eine Verdiensteinbusse, 

so erhält er ein Taggeld, das nach dem letzten vor der neuen Heilbehandlung erzielten Verdienst 

bemessen wird. 

1.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben die 

Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 

uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 

122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 

wollte. Diese Beweisregel greift jedoch erst Platz, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

kein überwiegend wahrscheinlicher Sachverhalt vermittelt werden kann (vgl. BGE 144 V 429 f. E. 3.2 

mit Hinweisen; vgl. auch NABOLD, a.a.O., S. 4).  

2.  

2.1 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen im 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom [...] 1996 im Rahmen eines allfälligen Rückfalls. 

2.2 Dabei wurde von den Parteien im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens sowie der 

Rechtsschriften im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen diskutiert, ob eine Verschlechterung des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

9/12 

unfallkausalen Gesundheitszustands eingetreten ist. Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen 

werden, kann diese Frage letztlich jedoch offenbleiben, da unabhängig davon mangels Erfüllung der 

übrigen Anspruchsvoraussetzungen kein Anspruch des Beschwerdeführers auf – über die unbestrittene 

Invalidenrente im Umfang von 24 % und die Kostenübernahme der Psychotherapie inkl. 

Psychopharmaka hinausgehende – weitere Versicherungsleistungen besteht. 

3.  

3.1 Vorliegend steht ein Rückfall i.S.v. Art. 11 UVV (vgl. zu diesem bereits vorstehende E. 1.3) im 

Streit, wobei beim Beschwerdeführer aufgrund des laufenden Rentenbezugs die Voraussetzungen 

nach Art. 21 UVG zum Tragen kommen. 

3.2  

3.2.1 Hinsichtlich des Anspruchs auf Heilbehandlung (Art. 10 UVG) wurde bereits im Rahmen der 

ursprünglichen Rentenzusprache bzw. der Vereinbarung vom 21. November 2001 (UV-act. 19-38; zur 

gerichtlichen Genehmigung dieser Vereinbarung vgl. Suva-act. 23-7 ff.) festgehalten, dass die "Kosten 

für Psychotherapie" von der Beschwerdegegnerin übernommen werden. In der (Rentenrevisions-

)Verfügung vom 8. März 2023 (Suva-act. 322) wurden die Heilbehandlungskosten (Psychotherapie) 

nicht erwähnt. Es ist somit davon auszugehen, dass in dieser Hinsicht weiterhin die Zusprache gemäss 

Vereinbarung vom 21. November 2001 (Suva-act. 19-38 ff.) gilt, d.h. die Kosten der Psychotherapie 

weiterhin übernommen werden. Die entsprechende Kostenübernahme wurde in der – Anlass des 

vorliegenden Verfahrens bildenden – Verfügung vom 27. Juni 2023 (Suva-act. 336) denn auch 

nochmals bestätigt. Dass die entsprechenden Voraussetzungen nach Art. 21 Abs. 1 UVG erfüllt sind, 

ist mit Blick auf den von den medizinischen Fachpersonen übereinstimmend bestätigten Nutzen der 

Psychotherapie zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers (vgl. dazu insbesondere die 

Beurteilung des Versicherungsmediziners Dr. I.___ vom 30. Mai 2023 [Suva-act. 333-30]) zwischen den 

Parteien denn auch zu Recht nicht umstritten. 

3.2.2 Über die Psychotherapie hinaus macht der Beschwerdeführer keine Heilbehandlungsleistungen 

geltend und ergeben sich – mit Blick auf die vom Psychiater Dr. G.___ im Bericht vom 17. Februar 2023 

geltend gemachte Verschlechterung in Bezug auf die depressive Symptomatik (Suva-act. 316-3 ff.) – 

aus den Akten auch keine Hinweise auf solche (namentlich liegen keine Hinweise auf einen 

verschlechterten körperlichen Gesundheitszustand bzw. eine Behandlungsbedürftigkeit in dieser 

Hinsicht vor). In Übereinstimmung damit hat der Beschwerdeführer auf Nachfrage des Gerichts (act. G 

15) mit Eingabe vom 18. September 2024 als offene Behandlungskosten einzig drei Rechnungen von 

Dr. G.___ aufgelegt (act. G 16, 16.1, 16.2 und 16.3). Diese wurden von der Beschwerdegegnerin 

gemäss der – im Rahmen des vorliegenden Verfahrens unbestritten gebliebenen – Eingabe vom 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

10/12 

9. Oktober 2024 zwischenzeitlich in Erfüllung der von ihr erfolgten, unbestrittenen Leistungszusprache 

bezahlt bzw. rückvergütet (act. G 18, 18.1 und 18.2). Mithin bestehen keine ungedeckten 

Behandlungskosten des Beschwerdeführers und liegen – mit Blick auf die erfolgte, unumstrittene 

Leistungszusprache gemäss Vereinbarung vom 21. November 2001 (Suva-act. 19-38 ff.) auch keine 

Hinweise darauf vor, dass in Zukunft solche entstehen würden. Sollte die Beschwerdegegnerin künftig 

einzelne Rechnungen oder Positionen ablehnen (beispielsweise mit der Begründung, dass keine 

Krisensituation vorliege, welche häufigere Konsultationen bedinge), steht es dem Beschwerdeführer 

zudem frei, im Einzelfall eine anfechtbare Verfügung zu verlangen. 

3.2.3 Weil demnach keine ungedeckten Heilbehandlungskosten vorliegen, kann die – ebenfalls 

anspruchsrelevante – Frage nach dem Vorliegen einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands 

bzw. eines Rückfalls somit offenbleiben, da so oder anders kein weiterer Leistungsanspruch in dieser 

Hinsicht vorliegt. 

3.3 In Bezug auf einen möglichen Taggeldanspruch ist nochmals festzuhalten, dass dieser bei 

Rentenbezügern – wie dem Beschwerdeführer – einen tatsächlichen Verdienstausfall voraussetzt (vgl. 

Art. 21 Abs. 3 UVG sowie Art. 23 Abs. 8 UVV; Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2008, 

8C_34/2008, E. 6.2). Da der Beschwerdeführer gemäss seiner Stellungnahme vom 18. September 

2024 vor dem geltend gemachten Rückfall/der Verschlechterung (und auch seither [vgl. dazu u.a. den 

Bericht von Dr. G.___ vom 17. Februar 2023, Suva-act. 316-6]) keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen 

war (act. G 16) und er auch sonst nicht dargelegt bzw. geltend gemacht hat, einen Verdienstausfall 

erlitten zu haben, ist – unabhängig von der Frage nach dem Vorliegen eines Rückfalls/einer 

Verschlechterung – ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggelder zu verneinen. 

4.  

4.1 Obwohl es sich bei einem Rückfall – wie bereits erwähnt (vgl. vorstehende E. 1.3) – um einen 

besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand handelt, der grundsätzlich die erneute Ausrichtung von 

vorübergehenden Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld) nach sich zieht, ist nachfolgend 

der Vollständigkeit halber noch kurz auf einen möglichen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Revision/Anpassung der Integritätsentschädigung und der Rente einzugehen (auch wenn in dieser 

Hinsicht nicht vom Vorliegen eines gültigen Anfechtungsobjekts ausgegangen werden kann).  

4.2 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG muss ein allfälliger Integritätsschaden (bzw. eine Veränderung 

desselben) dauernd (vgl. dazu auch Art. 36 Abs. 1 UVV) sein. Dr. G.___ ging in seinem Bericht vom 

17. Februar 2023 davon aus, dass unter regelmässigen psychiatrischen und psychotherapeutischen 

Behandlungen kombiniert mit einer entsprechenden Medikation im günstigen Fall innerhalb eines 

Jahres eine Besserung des psychischen Zustandsbilds (mit einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

11/12 

und Erhalt einer etwa 50 %igen Arbeitsfähigkeit) zu erwarten sei (Suva-act. 316-19). Somit kann 

vorliegend (zumindest noch) nicht von einem stabilen bzw. dauerhaften Zustand ausgegangen werden 

und die Voraussetzungen für eine Anpassung der Integritätsentschädigung sind – unabhängig von der 

Frage, ob die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verschlimmerung seines psychischen 

Gesundheitszustands voraussehbar und überhaupt von grosser Tragweite gewesen wäre (vgl. zu 

diesen Voraussetzungen Art. 36 Abs. 4 UVV) – nicht erfüllt. 

4.3 In Bezug auf den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ist schliesslich festzuhalten, dass über 

diesen bereits mit separater, unangefochten gebliebener (Rentenrevisions-)Verfügung vom 8. März 

2023 (Suva-act. 322) entschieden worden war. Dass die Beschwerdegegnerin die Eingabe des 

Beschwerdeführers vom 24. Februar 2023 (Suva-act. 316) – entgegen der darin erfolgten Erwähnung 

eines "Revisionsgrunds" nicht als Grund für eine Rentenanpassung ansah, sondern diese als 

Rückfallmeldung entgegennahm, ging aus der Einleitung der (Rentenrevisions-)Verfügung vom 8. März 

2023 klar hervor ("Ihre Stellungnahme vom 24. Februar 2023 haben wir zur Kenntnis genommen. Die 

Unterlagen wurden zur Überprüfung eines Rückfalls an die zuständige Stelle weitergeleitet" [Suva-act. 

322]). Da für den Erlass dieser Verfügung der Sachverhalt bis zu deren Erlass bzw. bis zum Erlass 

eines allfälligen Einspracheentscheids massgebend war (vgl. BGE 134 V 397 E. 7 mit Hinweisen) – 

mithin gegebenenfalls auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verschlechterung seit 2019 

(vgl. dazu den Bericht von Dr. G.___ vom 17. Februar 2023 [UV-act. 316-3 ff.]) zu berücksichtigen 

gewesen wäre (sofern man davon ausgeht, dass auch die übrigen Voraussetzungen nach Art. 19 Abs. 

1 UVG erfüllt gewesen sind) – hätte der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer gegen die Verfügung 

vom 8. März 2023 vorgehen oder von der Beschwerdegegnerin eine anfechtbare Verfügung über den 

Anspruch auf eine Rentenrevision i. S. v. Art. 19 UVG verlangen können/müssen, sofern er der Ansicht 

gewesen wäre, die von ihm geltend gemachte Veränderung seines Gesundheitszustands seit dem Jahr 

2019 habe Auswirkungen auf seinen Rentenanspruch. Hinsichtlich des Rentenanspruchs des 

Beschwerdeführers ist der Sachverhalt bis zum 8. März 2023 mithin rechtskräftig beurteilt. Da der 

Beschwerdeführer nicht geltend macht, dass seit Erlass der Verfügung vom 8. März 2023 (Suva-act. 

322) eine (weitere) für den Rentenanspruch relevante Verschlechterung seines Gesundheitszustands 

eingetreten sei und darauf auch aus den Akten keine Hinweise hervorgehen, besteht auch kein 

Anspruch auf eine neuerliche Revision der Rente des Beschwerdeführers. 

5.  

5.1 Zusammengefasst ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 17. Juni 2023 bzw. der 

Einspracheentscheid vom 30. Oktober 2023 im Ergebnis nicht zu beanstanden und die vorliegende 

Beschwerde somit abzuweisen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2023/70 
 

 

12/12 

5.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 

lit. fbis ATSG). 

5.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 

Beschwerdegegnerin hat unabhängig vom Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 20.02.2025
	Art. 11 UVV; Rückfall. Die Frage, ob eine relevante Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers im Sinne des von ihm geltend gemachten Rückfalls vorliegt, kann offengelassen werden. Mit Blick auf die dem Beschwerdeführer (rechtskräftig) zugesprochene Rente sowie die Kostenübernahme der Psychotherapie besteht jedenfalls zum aktuellen Zeitpunkt kein weitergehender Anspruch auf Versicherungsleistungen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Februar 2025, UV 2023/70).

		2026-01-28T04:42:07+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen