# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 537c02ad-d3b7-5561-b422-62fdc905f6fa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 25.07.2018 B 2018/76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-76_2018-07-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/76

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 25.07.2018

Entscheiddatum: 25.07.2018

Entscheid, Verwaltungsgericht 25.07.2018
Ausländerrecht. Widerruf Aufenthaltsbewilligung. Nachehelicher Härtefall. 
Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG.Die Ehegemeinschaft dauerte weniger als 
drei Jahre. Wichtige Gründe, wie häusliche Gewalt und eine starke 
Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland, zum 
Verbleib in der Schweiz konnte die Beschwerdeführerin nicht darlegen. Ihr 
obliegt die Beweislast, die erforderliche Intensität und Konstanz der 
Gewalteinwirkungen durch den Ex-Mann glaubhaft zu machen. Die 
eingereichten Arztberichte beschreiben die Situation nach der Trennung und 
reichen daher nicht als Hinweis auf häusliche Gewalt aus. Die 
Beschwerdeführerin reiste erst im Alter von 28 Jahren in die Schweiz ein und 
verbrachte die prägende Schul- und Jugendzeit im Heimatland. Die 
Rückkehr ins Heimatland ist ihr damit zumutbar. Abweisung der 
Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2018/76).

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiberin Schambeck

 

Verfahrensbeteiligte

C.__

Beschwerdeführerin,

 

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vertreten durch Rechtsanwalt MLaw HSG Roman Kern, Jacober Bialas & Partner, 

Oberer Graben 44, Postfach 1047, 9001 St. Gallen,

gegen

 

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32,

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

 

Gegenstand

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.

a. C.__ wurde 1986 in Bosnien und Herzegowina geboren und reiste am 12. Mai 2014 

als Touristin in die Schweiz ein. Am 24. Mai 2014 heiratete sie den in der Schweiz 

niedergelassenen Landsmann D.__, Jahrgang 1982. Der Ehemann von C.__ reichte am 

26. Mai 2014 ein Gesuch um Familiennachzug für sie ein. Nach Wiedereinreise in die 

Schweiz am 26. Juli 2014 wurde ihr am 30. Juli 2014 im Rahmen des Familiennachzugs 

die Aufenthaltsbewilligung unter Bedingungen erteilt.

b. Am 13. Juni 2015 kam es zu einer polizeilichen Intervention im häuslichen Bereich. 

Beide Eheleute verzichteten jedoch auf Strafantrag wegen Tätlichkeiten, sodass das 

Untersuchungsamt St. Gallen am 23. Juni 2015 eine Nichtanhandnahmeverfügung 

erliess.

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c. D._ teile am 24. August 2015 dem Migrationsamt des Kantons St. Gallen mit, dass er 

seit dem 24. Juli 2015 von seiner Ehefrau getrennt lebe und er in Bosnien die 

Scheidung eingereicht habe. Mit Urteil des Gemeindegerichts U.__ vom 6. Dezember 

2016 wurde die Ehe rechtskräftig geschieden. Die Ehe blieb kinderlos.

d. Aufgrund der Trennung leitete das Migrationsamt eine Überprüfung des 

Aufenthaltsverhältnisses ein und bat C.__ und D.__ mit Schreiben vom 3. September 

2015 um Beantwortung diverser Fragen. D.__ informierte das Migrationsamt am 15. 

September 2015, dass er am 14. Juni 2015 die eheliche Wohnung verlassen habe und 

keinerlei Absicht bestehe, die eheliche Gemeinschaft wieder aufzunehmen.

e. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verfügte das Migrationsamt am 11. 

Februar 2016 den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung von C.__. Der Entscheid wurde 

im Wesentlichen damit begründet, dass die Ehe nur knapp ein Jahr gedauert habe und 

damit die dreijährige gesetzliche Frist nicht eingehalten sei. Ein wichtiger persönlicher 

Grund für eine Bewilligungsverlängerung liege nicht vor, da keine häusliche Gewalt in 

der Intensität vorliege, die das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass 

an physischer Einwirkung überschritten hätte und die Annahme eines Härtefalls 

rechtfertigen würde. Auch sei ihr eine Rückkehr ins Heimatland nach nur ca. eineinhalb 

Jahren Aufenthalt in der Schweiz ohne weiteres zumutbar. Den gegen diesen Entscheid 

erhobenen Rekurs wies das Sicherheits- und Justizdepartement mit Entscheid vom 26. 

Februar 2018 ab.

B. C.__ (Beschwerdeführerin) reichte am 19. März 2018 und Ergänzung vom 30. April 

2018 durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde gegen den Entscheid des Sicherheits- 

und Justizdepartements (Vorinstanz) beim Verwaltungsgericht ein. Sie stellte das 

Rechtsbegehren, der Entscheid der Vorinstanz und die Verfügung des Migrationsamts 

seien aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin sei zu 

verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 22. Mai 2018 die Abweisung der 

Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen des angefochtenen 

Entscheids.

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Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Als Adressatin des 

angefochtenen Entscheids ist die im Rekursverfahren unterlegene Beschwerdeführerin 

zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 

VRP). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 8. Februar 2018 rechtzeitig erhoben 

und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 27. April 2018 formal wie inhaltlich die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist darauf, soweit die Beschwerdeführerin beantragt, die Verfügung 

des Migrationsamts sei aufzuheben. Denn diese erstinstanzliche Verfügung ist durch 

den angefochtenen Entscheid ersetzt worden beziehungsweise gilt inhaltlich als 

mitangefochten (Devolutiveffekt, BGer 2C_249/2014 vom 27. März 2015 E. 1.3 mit 

Hinweis auf BGE 138 II 169 E. 3.3).

2. Ausländischen Ehegatten von Personen mit Aufenthaltsbewilligung kann eine 

Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 44 

lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer; SR 142.20, AuG). 

Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach den Art. 42-44 AuG besteht nicht, wenn 

für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die 

Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). Nach Auflösung der Ehe oder der 

Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf 

Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Art. 42 und 43 AuG 

weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine 

erfolgreiche Integration besteht oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren 

Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 AuG, Art. 77 der 

Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit; SR 142.201, VZAE).

bis

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Die Beschwerdeführerin lebt unbestrittenermassen seit dem 24. Juli 2015 getrennt von 

ihrem Ex-Mann und die Ehe wurde nach nur rund eineinhalb Jahren Dauer, mithin weit 

weniger als drei Jahren, am 6. Dezember 2016 rechtskräftig geschieden. Sie behauptet 

denn auch nicht, dass ein Anwendungsfall von Art. 49 AuG oder Art. 50 Abs. 1 lit. a 

AuG vorliegt. Vielmehr beruft sie sich auf den sogenannten nachehelichen Härtefall 

nach Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG. Sie sei Opfer ehelicher Gewalt geworden und 

damit würden wichtige Gründe für einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz vorliegen.

3.

3.1. Wichtige persönliche Gründe nach Art. 50 Abs. 1 lit. b können namentlich 

vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die 

Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im 

Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG und Art. 77 Abs. 2 VZAE). 

Die beiden Elemente der ehelichen bzw. häuslichen Gewalt und der sozialen 

Wiedereingliederung (Art. 77 Abs. 2 VZAE) sind nicht kumulativ zu verstehen (vgl. BGE 

138 II 229 E. 3.2.2). Eheliche Gewalt liegt insbesondere dann vor, wenn Personen 

innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten ehelichen Beziehung psychische, 

physische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen (vgl. M. Caroni, in: Caroni/

Gächter/Thurnherr (Hrsg.), Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, 

Handkommentar, Bern 2010, Rz. 32 zu Art. 50 AuG). Das Bundesgericht hat hierzu 

ausgeführt, dass häusliche Gewalt eine systematische Misshandlung mit dem Ziel, 

Macht und Kontrolle auszuüben, bedeute. Eine einmalige Ohrfeige oder eine verbale 

Beschimpfung im Verlauf eines eskalierenden Streits reichen dagegen nicht aus. 

Vielmehr müsse die physische oder psychische Zwangsausübung und deren 

Auswirkungen von einer gewissen Konstanz bzw. Intensität geprägt sein (BGE 138 II 

229 E. 3.2.1 f., Caroni, a.a.O., Rz. 34 zu Art. 50 AuG).

3.2. Auch wenn eheliche Gewalt in den wenigsten Fällen direkt bewiesen werden kann, 

trifft die ausländische Person bei der Feststellung des entsprechenden Sachverhalts 

eine weitreichende Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AuG, BGE 138 II 229 E. 3.2.3). Dabei 

genügen allgemein gehaltene Behauptungen oder Hinweise auf punktuelle 

Spannungen nicht. Vielmehr muss die Systematik der Misshandlung bzw. deren 

zeitliches Andauern und die daraus entstehende Belastung objektiv nachvollziehbar 

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konkretisiert und beweismässig unterlegt werden (vgl. BGer 2C_873/2013 vom 25.März 

2014, E. 4.4, M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka (Hrsg.), Kommentar 

Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, N. 10 zu Art. 50, Art. 77 Abs. 5 VZAE). Als Hinweise für 

eheliche Gewalt gelten nach Art. 77 Abs. 6 VZAE insbesondere Arztzeugnisse, 

Polizeirapporte, Strafanzeigen, Massnahmen im Sinne von Art. 28b des 

Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB; Klagen zum Schutz gegen Gewalt, Drohung oder 

Nachstellung) und entsprechende strafrechtliche Verurteilungen.

3.3. Die Vorinstanz ist der Ansicht, dass kein Grund für die Annahme eines 

nachehelichen Härtefalls vorliege. Die Umstände der Ehe seien nicht hinreichend 

dokumentiert, da die Ausführungen in den Arztberichten hauptsächlich auf den 

Aussagen der Beschwerdeführerin beruhen würden. Aus den Unterlagen gehe einzig 

der Vorfall vom 13. Juni 2015 hervor. Bei den angeblich zuvor regelmässig einmal pro 

Woche ereigneten Vorfällen durch Würgen, Schlagen und Drohen des Ehemanns 

handle es sich mangels Belegen nur um Parteibehauptungen. Gegen ein vom Ehemann 

ausgesprochenes Verbot der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit spreche, dass sie per 

Februar 2015 eine Anstellung bei der X.__ AG aufgenommen und Deutschkurse 

absolviert habe. Die psychischen Probleme hätten nicht nur mit den Erlebnissen der 

Ehe, sondern auch mit ihrer offenbar schweren Kindheit und Jugend sowie der im Mai 

2015 erlittenen Fehlgeburt zu tun. Ein Zusammenhang zwischen den psychischen 

Problemen der Beschwerdeführerin und häuslicher Gewalt sei nicht dargetan.

3.4. Dagegen wendet die Beschwerdeführerin ein, dass in der Beziehung erhebliche 

Gewalt vorgeherrscht habe. Die Gewalt in der Ehe müsse sie nicht beweisen, sondern 

lediglich glaubhaft machen. Sie habe zusammen mit ihrem Ex-Mann in einer 

Einzimmerwohnung gleich neben ihren Schwiegereltern gewohnt. Dieses Zimmer sei 

als Schlafzimmer genutzt worden. Gelebt habe man zusammen mit den 

Schwiegereltern. Diese und ihr Ex-Mann hätten ihr verboten, sich frei zu bewegen, sich 

mit Freundinnen zu treffen oder spazieren zu gehen. Die Schwiegermutter habe ihr 

vorgeworfen, keine gute Ehefrau zu sein. Sie sei von ihrem Ex-Mann in jeder Hinsicht 

gedemütigt worden. Aus dem Polizeirapport würden entsprechende Hinweise 

hervorgehen. Die Ehe sei schon seit einem Jahr nicht mehr stimmig gewesen. Es seien 

Beleidigungen festgehalten worden, ebenso dass sie von ihrem Mann am Oberarm 

gepackt und an den Haaren gerissen worden sei. Diese Aussagen seien zu einem 

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Zeitpunkt gemacht worden, anlässlich welchem der Verbleib in der Schweiz für sie 

noch kein Thema gewesen sei. Auch in den medizinischen Berichten sei festgehalten 

worden, dass der Ex-Mann Verhaltensstörungen zeige, sie gedemütigt habe und sie 

sich immer im Unrecht habe fühlen lassen.

3.5. Gemäss den vorliegenden Akten kam es am 13. Juni 2015 zu einer polizeilichen 

Intervention im häuslichen Bereich. Zum Tathergang wurde festgehalten, dass die seit 

einem Jahr nicht mehr stimmige eheliche Situation zu einer verbalen 

Auseinandersetzung mit gegenseitlichen Tätigkeiten geführt habe. Die 

Beschwerdeführerin gab an, dass es seit dem ersten Tag nach der Heirat Probleme 

gegeben habe. Ihr Mann gehe immer mit Kollegen weg und sie müsse zu Hause 

warten. Sie dürfe keine Freundinnen haben. Er habe ihr gesagt, dass sie keine schöne 

Frau sei. Beide Parteien verzichteten auf eine Strafanzeige. Tagsdrauf, am 14. Juni 

2015, trennten sich die Beschwerdeführerin und ihr Ex-Mann und dieser verliess die 

eheliche Wohnung. Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. N.__, überwies die 

Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 21. Juli 2015 an die Klinik Z.__. Die 

Beschwerdeführerin habe über Beziehungsprobleme geklagt. Ihr Mann wolle sich von 

ihr scheiden lassen, beschimpfe sie und mache sie klein. Vor zwei Monaten hätte sie 

eine Fehlgeburt erlitten. Die gesamte Situation belaste sie sehr und sie wünsche 

Unterstützung. Nach einem Erstgespräch am 27. Juli 2015 erhielt die 

Beschwerdeführerin vom 17. August bis 11. September 2015 in der integrativen 

tagesklinischen Behandlung in der Klinik Z.__ Unterstützung. Dem Bericht über diese 

ambulante Rehabilitationsbehandlung vom 12. November 2015 ist bei der 

Krankheitsanamnese zu entnehmen, dass die Probleme der Beschwerdeführerin in der 

Kindheit begonnen hätten, als die Familie mit dem Krieg konfrontiert worden sei. 

Finanzielle Probleme und die Alkoholprobleme ihres Vaters hätten ihr die Hoffnung auf 

eine bessere Zukunft verunmöglicht. Als sie ihren heutigen Ehemann kennengelernt 

habe, habe sie das Gefühl gehabt, dass sich ihr Leben verbessern könne. Dieser habe 

aber Verhaltensstörungen gezeigt und sie in jeder Hinsicht gedemütigt und sie immer 

im Unrecht fühlen lassen. Sie habe trotzdem versucht, sich an die neue Umgebung 

anzupassen und habe einen Deutschkurs besucht. Zudem habe sie im Mai 2015 in der 

zehnten Schwangerschaftswoche ihr Baby verloren. Ihr Mann habe die Scheidung 

gewollt und für sie sei eine Welt zusammengebrochen. Seitdem leide sie unter häufigen 

Stimmungseinbrüchen, fühle sich zunehmend müde und ausgelaugt. Dr. B.__, Chefarzt 

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der Klinik Z.__, gab in seinem Bericht vom 28. Januar 2016 zu Handen des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin an, dass die psychischen Probleme auf 

Ausschöpfung der psychischen Ressourcen bei massiven Eheproblemen 

zurückzuführen seien, was nach der Fehlgeburt im Mai zum Ausbruch einer 

Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt geführt habe. Der 

Verlust der Selbstwertgefühle, die Trauer nach dem Verlust des Kindes, Schamgefühle 

wegen der gescheiterten Ehe sowie die Wahrnehmung der eigenen Ohnmacht in Bezug 

auf die Zukunftsgestaltung würden für die Beschwerdeführerin psychisch extreme 

Belastungen bedeuten.

3.6. Die eingereichten Arztzeugnisse datieren vom 21. Juli, 5. August und 12. 

November 2015 sowie vom 28. Januar 2016 und wurden somit nach der Trennung der 

Ehegatten vom 14. Juni 2015 erstellt. Die Beschwerdeführerin begab sich damit erst 

mehr als einen Monat nach der Trennung in medizinische Behandlung. Echtzeitliche 

ärztliche Berichte, welche während des Zusammenlebens mit dem Ex-Mann 

Gewalteinwirkungen durch diesen dokumentieren, existieren in den vorliegenden Akten 

nicht. Gemäss der Krankheitsanamnese der vorliegenden Arztberichte führten denn 

auch nicht nur die schwierige Situation mit dem Ex-Mann zu einer notwendigen 

Behandlung, sondern auch die Fehlgeburt und die schwierige Kindheit. Detaillierte 

Angaben, wie der Ex-Mann während der Ehe allfällige Gewalt auf sie ausgeübt hat, sind 

weder Arztberichten noch dem Polizeibericht über die Intervention im häuslichen 

Bereich vom 13. Juni 2015 zu entnehmen. Das im Polizeibericht geschilderte Ereignis 

allein ist nicht geeignet, die von der Rechtsprechung verlangte Intensität und Konstanz 

der ehelichen Gewalt zu belegen. Die Darlegungen der Beschwerdeführerin, aufgrund 

derer eheliche bzw. häusliche Gewalt geschlossen werden müsste, werden demnach 

weder durch Arztberichte noch Strafanzeigen oder wenigstens die Einleitung eines 

Strafverfahrens gegen den Ex-Mann gestützt (vgl. BGer 2C_320/2017 vom 21. 

Dezember 2017 E. 3.4.4). Auch gibt es keine Hinweise darauf, dass sich die 

Beschwerdeführerin während des massgeblichen Zeitpunkts jemandem anvertraut 

hätte (vgl. BGer 2C_58/2017 vom 23. Juni 2017 E. 2.3). Zwar macht die 

Beschwerdeführerin zu Recht geltend, dass für das Vorliegen anspruchsbegründender 

ehelicher bzw. häuslicher Gewalt nicht ein voller Beweis oder eine strafrechtliche 

Verurteilung verlangt wird, sondern es genügt, wenn dies die ausländische Person, 

losgelöst von einem strafrechtlichen Verfahren, in geeigneter Weise glaubhaft macht 

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(BGE 138 II 229 E. 3.2.3, BGer 2C_765/2013 vom 2. Juni 2014 E. 4.3). Der 

Beschwerdeführerin obliegt es jedoch, die erforderliche Intensität und Konstanz der 

Gewalteinwirkungen glaubhaft zu machen. Sie hat aberweder die Systematik von 

Misshandlungen bzw. deren zeitliches Andauern noch die daraus entstehende 

subjektive Belastung objektiv nachvollziehbar konkretisiert oder belegt. Im Übrigen 

vermag nicht jede unglückliche, belastende und nicht den eigenen Vorstellungen 

entsprechende Entwicklung einer Beziehung bereits einen nachehelichen Härtefall und 

ein weiteres Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu begründen (BGE 138 II 229 E. 3.2.2). 

Dass das Scheitern der Ehegemeinschaft die Beschwerdeführerin getroffen hat, ist 

verständlich. Darin liegt indes keine für die Annahme eines nachehelichen Härtefalls 

relevante Beeinträchtigung vor. Auch die geltend gemachten Einmischungen ins 

Privatleben und das allfällige Verbot ausserhäuslicher Aktivitäten durch den Ex-Mann 

und die Schwiegermutter mögen zwar subjektiv als verletzend oder störend empfunden 

worden sein; eine anhaltende, erniedrigende Behandlung oder eine schwerwiegende 

psychische Druckausübung werden damit indes nicht aufgezeigt. Zwar wohnte die 

Beschwerdeführerin im selben Haus wie ihre Schwiegereltern, jedoch nicht in 

derselben Wohnung bzw. ihr stand zumindest ein Rückzugsort in ihre 

Einzimmerwohnung zur Verfügung. Zudem gelang es der Beschwerdeführerin trotz des 

von ihr geltend gemachten Verbots, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Auch im 

Rahmen des Besuchs der Deutschkurse wäre es der Beschwerdeführerin möglich 

gewesen, Sozialkontakte zu knüpfen.Insgesamt sind keine eindeutigen Anhaltspunkte 

ersichtlich, die auf eine konstante und intensive (psychische und/oder physische) 

eheliche bzw. häusliche Gewaltausübung durch ihren Ex-Mann schliessen lassen und 

damit einen nachehelichen Härtefall zu begründen vermöchten.

4.

4.1. Nebst der ehelichen Gewalt stellt auch die starke Gefährdung der sozialen 

Wiedereingliederung im Herkunftsland für sich allein einen wichtigen persönlichen 

Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 2 AuG und Art. 77 Abs. 2 VZAE dar. Daher ist weiter 

zu prüfen, ob aufgrund dessen die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen bzw. zu 

verlängern ist. Die Beschwerdeführerin führt an, dass sie gewichtige private Interessen 

habe. Sie sei in der Schweiz integriert, habe zwei Arbeitsstellen und sei mit einem hier 

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ansässigen Mann liiert. Weiter würde die Wegweisung aus der Schweiz gemäss dem 

Arztbericht eine zusätzliche psychische Belastung darstellen.

4.2. Hat der Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen 

zur Schweiz geknüpft, lässt sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begründen, 

wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme darstellt 

(BGE 138 II 229 E. 3.1, Botschaft AuG, BBl 2002 3709, 3754 Ziff. 1.3.7.6). Bei der 

sozialen Wiedereingliederung ist entscheidend, ob die persönliche, berufliche und 

familiäre Wiedereingliederung der betroffenen ausländischen Person bei einer 

Rückkehr in ihre Heimat als stark gefährdet zu gelten hätte und nicht, ob ein Leben in 

der Schweiz einfacher wäre und vorgezogen würde (BGer 2C_17/2012 vom 24. Januar 

2012, E. 2.3.1; BGE 137 II 345, E. 3.2.3).

Es gilt dasselbe Beweismass wie bei der Geltendmachung von ehelicher Gewalt als 

wichtigen Grund (vgl. E. 3.2). Auch hier genügen allgemeine Hinweise nicht; die 

befürchtete Beeinträchtigung muss im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände 

glaubhaft erscheinen (BGer 2C_765/2013 vom 2. Juni 2014 E. 4.1).

4.3. Die 32-jährige Beschwerdeführerin hält sich erst seit Juli 2014 in der Schweiz auf. 

Sie verbrachte damit die ersten 28 Jahre ihres Lebens in ihrem Heimatland. Dort 

besuchte sie die Schule und absolvierte eine Ausbildung zur Schneiderin. Nachdem sie 

die sie prägende Schul- und Jugendzeit, wie auch einen grossen Teil ihres 

Erwachsenen- und Erwerbslebens in ihrem Heimatland verbracht hat, darf davon 

ausgegangen werden, dass ihr soziales Netz aus Familienmitgliedern und Freunden in 

Bosnien und Herzegowina nach wie vor besteht bzw. sie bei ihrer Rückkehr in die 

Heimat an frühere Beziehungen wieder anknüpfen kann. Aus dem Umstand, dass sie in 

der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgeht, sich um die Erlernung der deutschen 

Sprache bemüht und in einer neuen Beziehung ist, lässt sich kein Anspruch auf einen 

weiteren Verbleib in der Schweiz ableiten. Aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer (Ehe 

rund eineinhalb Jahre; Rechtsmittelverfahren rund 2 Jahre) kann denn auch nicht von 

einer fortgeschrittenen persönlichen Integration und Verwurzelung ausgegangen 

werden. Wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft und war der 

Aufenthalt im Land nur von kurzer Dauer, besteht praxisgemäss kein Anspruch auf 

einen weiteren Verbleib, auch wenn die betroffene ausländische Person hier nicht 

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straffällig geworden ist, gearbeitet hat und inzwischen auch Deutsch spricht (BGer 

2C_428/2012 vom 18. Mai 2012 E. 2.2.1). Dass die wirtschaftlichen Verhältnisse in der 

Schweiz für sie vorteilhafter wären, fällt ebenfalls nicht ins Gewicht. Die 

Lebenssituation, die sie in Bosnien und Herzegowina vorfinden wird, ist ihr vertraut und 

nicht schlechter als die der übrigen Wohnbevölkerung. Es sind bereits daher keine 

Gründe ersichtlich, die gegen ihre soziale Wiedereingliederung im Heimatland sprechen 

könnten.

4.4. Aufgrund der nicht abschliessenden Aufzählung in Art. 50 Abs. 2 AuG kann auch 

der Gesundheitszustand einer betroffenen Person einen wichtigen persönlichen Grund 

darstellen (vgl. auch Art. 31 Abs. 1 lit. f VZAE, BGer 2C_721/2014 vom 15. Januar 2015 

E. 3.2.1). Die gesundheitlichen Probleme müssen allerdings so gravierend sein, dass 

eine Rückkehr ins Heimatland in medizinischer Hinsicht unhaltbar erscheint. Die 

ungenügende Möglichkeit der Behandlung im Heimatland muss eine drastische und 

lebensbedrohende Verschlechterung des Gesundheitszustands nach sich ziehen (BGer 

2C_672/2015 vom 14. März 2016 E. 2.2).

Im psychiatrischen Bericht vom 28. Januar 2016 weist Dr. B.__ darauf hin, dass bei 

einer Ausweisung aus der Schweiz eine massive psychische Belastung angenommen 

werden müsse. Daraus kann die Beschwerdeführerin indes nichts zugunsten ihrer 

Begehren ableiten. Denn die betroffene Person müsste beweisen, dass sie an einem 

ernsthaften Gesundheitsschaden leidet, der während einer langen Zeitspanne 

dauernde Behandlung oder punktuelle medizinische Notfallmassnahmen erfordert, die 

im Herkunftsland nicht verfügbar sind, sodass eine Ausreise aus der Schweiz 

schwerwiegende Folgen für ihre Gesundheit nach sich ziehen könnte. Dass das 

Gesundheitssystem im Herkunftsland der betroffenen Person nicht mit jenem in der 

Schweiz vergleichbar ist und die hiesige medizinische Versorgung allenfalls einem 

höheren Standard entspricht, begründet noch keinen Härtefall (vgl. BGE 139 II 393 E. 6, 

BGer 2C_672/2015 vom 14. März 2016, E  2.2).Dr. B.__ begründet nicht, warum für die 

Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr nach Bosnien und Herzegowina eine Gefahr für 

Leib und Leben bestehen sollte und weshalb eine allfällige medizinische Behandlung 

nicht auch im Heimatland durchführbar wäre (vgl. VerwGE B 2015/298 vom 30. Mai 

2017 E. 3.3.1, www.gerichte.sg.ch). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass kein 

aktuellerer medizinischer Bericht in den Akten liegt. Es kann daher angenommen 

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werden, dass sich die Beschwerdeführerin von ihrer Anpassungsstörung, welche 

gemäss der Klassifikation nach ICD-10 in der Regel nicht länger als sechs Monate 

andauert, erholt hat. Die Beschwerdeführerin legt damit keine glaubhaften Einwände 

vor, die einen wichtigen Grund nach Art. 50 Abs. 2 AuG zu begründen vermöchten.

5.

5.1. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, erfüllt die Beschwerdeführerin die 

Voraussetzungen für einen nachehelichen Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 

AuG und Art. 77 Abs. 2 VZAE nicht. Sie konnte weder glaubhaft machen, dass sie ein 

Opfer ehelicher Gewalt ist, noch, dass die soziale Wiedereingliederung im 

Herkunftsland stark gefährdet erscheint, noch dass eine allenfalls gebotene 

medizinische Behandlung nicht in ihrem Heimatland erfolgten könnte. Besteht darauf 

kein Anspruch, so liegt die Frage nach der Wegweisung bzw. nach der erneuten 

Bewilligungserteilung im behördlichen Ermessen (Bolzli, in: Kommentar 

Migrationsrecht, a.a.O., N 4 zu Art. 33 AuG). Das Verwaltungsgericht greift nicht in die 

Ermessensausübung der Vorinstanzen ein, wenn diese nicht mit einem Rechtsfehler 

behaftet ist (Art. 61 Abs. 1 VRP; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton 

St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 739 ff., VerwGE B 2015/45 vom 19. Juli 2016 E. 6.1, 

B 2016/131 vom 16. Januar 2018 E. 3.6, www.gerichte.sg.ch).

5.2. Die Vorinstanz hat das öffentliche Interesse an einer restriktiven Migrationspolitik 

höher gewichtet als die privaten Interessen der erst seit relativ kurzer Zeit hier lebenden 

Beschwerdeführerin am weiteren Verbleib in der Schweiz. Wie bereits ausgeführt reiste 

die Beschwerdeführerin erst im Alter von 28 Jahren aufgrund der Heirat ein, wo sie sich 

seit Juli 2014 aufhält. Den grössten Teil ihres Lebens und insbesondere die Schulzeit 

und die kulturell prägenden Jugendjahre verbrachte sie in Bosnien und Herzegowina 

und ist demnach mit den dort herrschenden Sitten und Gebräuchen bestens vertraut. 

Die Rückkehr in die Heimat ist ihr demzufolge ohne weiteres zumutbar und aufgrund 

ihres jungen Alters ist sie in der Lage, sich den dort herrschenden Lebensumständen 

wieder anzupassen. Auch sprechen keine gesundheitlichen Gründe gegen eine 

Rückkehr (siehe E. 4.3). Die Beschwerdeführerin arbeitet zwar in der Schweiz als 

Reinigungsangestellte, spricht einigermassen Deutsch (Deutschzertifikat Level A2) und 

führt gemäss eigenen Angaben eine Liebesbeziehung mit einem hier ansässigen Mann. 

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Diese Umstände allein lassen die vorinstanzliche Ermessensausübung jedoch nicht als 

rechtsfehlerhaft erscheinen. Insbesondere ist nicht ersichtlich und wird von der 

Beschwerdeführerin auch nicht weiter nachgewiesen, inwiefern sie in der Schweiz 

besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Bindungen 

gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechend vertiefte soziale 

Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich unterhält. Wie die 

Vorinstanz zu Recht ausführte, besteht ein öffentliches Interesse daran, dass 

Ausländerinnen und Ausländer, bei denen die familiären Voraussetzungen, die für die 

Erteilung des Aufenthaltsrechts massgebend waren, nach kurzer Zeit wegfallen, die 

Schweiz wieder verlassen (VerwGE B 2012/105 vom 13. November 2012 E. 7, 

www.gerichte.sg.ch).

6. Zusammenfassend können der Vorinstanz keine Rechtsfehler vorgeworfen werden, 

wenn sie den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung bestätigte. Die Beschwerde ist 

abzuweisen.

7. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 

2‘000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, 

GKV). Die Kosten werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2‘000 

verrechnet.

Ausseramtliche Kosten sind bei diesem Verfahrensausgang nicht zu entschädigen (Art. 

98 Abs. 1 und Art. 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2‘000 bezahlt die 

Beschwerdeführerin unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher 

Höhe.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

bis

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Der Abteilungspräsident                Die Gerichtsschreiberin

Zürn                                               Schambeck

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	Entscheid, Verwaltungsgericht 25.07.2018
	Ausländerrecht. Widerruf Aufenthaltsbewilligung. Nachehelicher Härtefall. Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG.Die Ehegemeinschaft dauerte weniger als drei Jahre. Wichtige Gründe, wie häusliche Gewalt und eine starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland, zum Verbleib in der Schweiz konnte die Beschwerdeführerin nicht darlegen. Ihr obliegt die Beweislast, die erforderliche Intensität und Konstanz der Gewalteinwirkungen durch den Ex-Mann glaubhaft zu machen. Die eingereichten Arztberichte beschreiben die Situation nach der Trennung und reichen daher nicht als Hinweis auf häusliche Gewalt aus. Die Beschwerdeführerin reiste erst im Alter von 28 Jahren in die Schweiz ein und verbrachte die prägende Schul- und Jugendzeit im Heimatland. Die Rückkehr ins Heimatland ist ihr damit zumutbar. Abweisung der Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2018/76).

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