# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09610559-97a8-5bad-bbee-7da830b19a63
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 23.09.2011 ERZ 2011 416
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ERZ-2011-416_2011-09-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 23. September 2011 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 11 416          25. Oktober 2011

Urteil
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Brunner
Aktuarin ad hoc Bernhard

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fortunat L. 
Schmid, Obere Strasse 22 B, 7270 Davos Platz 1,

und des lic. iur. Fortunat L. Schmid, Obere Strasse 22 B, 7270 Davos Platz 1,

gegen

den Abschreibungsentscheid des Einzelrichters des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos vom 15. August 2011, mitgeteilt am 15. August 2011, in Sachen des 
Beschwerdeführers X.,

betreffend aussergerichtliche Entschädigung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos gewährte X. in einem Verfah-
ren betreffend fürsorgerische Freiheitsentziehung (FFE) am 12. August 2011 ge-
stützt auf Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) die 
unentgeltliche Rechtspflege (URP) mit Rechtsanwalt Schmid als unentgeltlichem 
Rechtsvertreter. Nach der Entlassung von X. aus dem fürsorgerischen Freiheits-
entzug erliess der Einzelrichter des Bezirksgerichts Prättigau/Davos am 15. Au-
gust 2011 den Abschreibungsentscheid wegen Gegenstandslosigkeit, verzichtete 
auf die Erhebung von Gerichtskosten und sprach dem unentgeltlichen Rechtsver-
treter eine Entschädigung von Fr. 500.- inkl. Mehrwertsteuer und Bar-auslagen zu.

B. Dagegen beschwerten sich X. und Rechtsanwalt Schmid am 19. August 
2011 beim Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Entschädigung unentgeltlicher Rechtsbeistand Punkt 3. Seite 3

Ziff. 3 des Abschreibungsentscheids sei aufzuheben, und es sei dem Beschwerdeführer 
eine Entschädigung in der Höhe des tatsächlichen Aufwands gemäss Honorarrechnung 
vom 23. August 2011, jetzt vom 26. August 2011 im Betrag von Fr. 3'114.70 auszurichten.

2. Unentgeltliche Rechtsführung

Es sei dem Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspfle-
ge zu gewähren. Darin sei auch die Entschädigung für den unentgeltlichen Rechtsbeistand 
einzubeziehen.“

Die Beschwerdeführer begründen ihre Beschwerde damit, dass die Ent-
schädigung für den unentgeltlichen Rechtsbeistand pauschal erhoben wurde und 
keine Möglichkeit bestanden habe, sich bezüglich des Aufwands des unentgeltli-
chen Rechtsbeistands zu äussern. Durch die pauschale Entschädigung sei der 
Aufwand des unentgeltlichen Rechtsbeistandes zu tief und somit offensichtlich 
falsch festgestellt worden. Die Praxis, dass der unentgeltliche Rechtsbeistand nur 
zurückhaltend und unzureichend entschädigt werde, habe zur Konsequenz, dass 
Rechtsanwälte keine Mandate mit unentgeltlichem Rechtsbeistand annehmen 
würden. Wenn der Ansatz von Fr. 200.- pro Stunde noch dadurch geschmälert 
werde, dass der Aufwand nicht voll entgolten werde, so fehle es nicht nur an der 
Lukrativität, solche Mandate anzunehmen, sondern diese Mandate würden sich zu 
einem Verlustgeschäft entwickeln.

Die durch das Bezirksgericht gesprochene Entschädigung decke lediglich 
2.5 Stunden Arbeit ab. In dieser Zeit sei es nicht möglich, nur annähernd seriös 
den Sachverhalt abzuklären. Eine seriöse rechtliche Vertretung sei mit der vorlie-

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genden Pauschale unmöglich. Der Aufwand des Rechtsvertreters Schmid belaufe 
sich gemäss detaillierter Rechnung vom 23. August 2011 auf 11.5 Stunden, zu-
sammen mit der Beschwerde an das Kantonsgericht auf 14.75 Stunden, was ei-
nen Rechnungsbetrag von Fr. 3'114.70 ergebe.

II. Erwägungen

1. a) Am 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO; 
SR 272) in Kraft getreten. Gemäss Art. 405 Abs. 1 ZPO gilt für Rechtsmittel das 
Recht, welches bei der Eröffnung des Entscheides in Kraft ist. Der Entscheid der 
Vorinstanz wurde am 15. August 2011 mitgeteilt, weshalb für das vorliegende Ver-
fahren das neue Recht und damit die Schweizerische ZPO Anwendung findet.

b) Das Verfahren der fürsorgerischen Freiheitsentziehung richtet sich nach 
den Bestimmungen des Verfahrens in Vormundschaftssachen (vgl. Art. 397b 
Schweizerisches Zivilgesetzbuch [ZGB; SR 210] i.V.m. Art. 44 Abs. 1 Ziff. 4 und 
Art. 52 ff. des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [EGz-
ZGB; BR 210.100]) und ist damit – nach derzeit noch geltendem Recht – 
grundsätzlich Sache der Kantone, unter dem Vorbehalt der sich aus dem Bundes-
recht ergebenden Schranken. Gemäss Art. 64 Abs. 1 EGzZGB kann nun gegen 
Entscheide des Bezirksgerichts die Berufung gemäss Schweizerischer Zivilpro-
zessordnung an das Kantonsgericht erhoben werden. Durch diesen Verweis be-
treffend den Weiterzug an das Kantonsgericht als zweitinstanzliche Aufsichts-
behörde gelangt – so stellte das Kantonsgericht im Urteil der I. Zivilkammer ZK1 
11 19 vom 16. Mai 2011 E. 3.a fest – die Schweizerische ZPO als kantonales 
Recht zur Anwendung. Da im vorliegenden Fall nur der Kostenentscheid der Vor-
instanz angefochten wird und die Schweizerische ZPO in Art. 110 i.V.m. Art. 319 
lit. b Ziff. 1 ZPO festlegt, dass gegen einen Kostenentscheid Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden (vgl. Art. 7 Abs. 1 Einführungsgesetz zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]) erhoben werden kann, gilt 
es, diese Bestimmungen analog auf das vormundschaftliche Verfahren anzuwen-
den.

c) Wie das Kantonsgericht ebenfalls im Urteil ZK1 11 19 E. 3.d festhielt, 
sprechen die sich aus dem Beschleunigungsgebot (Art. 397f ZGB) ergebenden 
Anforderungen dafür, dass im Rechtsmittelverfahren die Bestimmungen über die 
Berufung in Summarsachen zur Anwendung gelangen, weshalb analog auch von 
einer Beschwerde in Summarsachen auszugehen ist. Folglich beträgt die Be-

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schwerdefrist gemäss Art. 321 ZPO zehn Tage (Abs. 2) und die Beschwerde ist 
schriftlich und begründet einzureichen, wobei der angefochtene Entscheid beizu-
legen ist (Abs. 1 und 3).

Die vorliegende Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am 
Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 15. August 2011, mitgeteilt am selben Tag, 
datiert vom 19. August 2011 und wurde am 26. August 2011 auf elektronischem 
Weg, unter Anfügung des vorinstanzlichen Entscheids, an das Kantonsgericht von 
Graubünden gesendet. Sie wurde somit frist- und formgerecht eingereicht, wes-
halb darauf einzutreten ist.

d) Die Beschwerde wurde von X. einerseits und andererseits von dessen 
unentgeltlichem Rechtsvertreter Rechtsanwalt F. Schmid in eigenem Namen ein-
gereicht. Da die Beschwerde einzig die Festlegung der Höhe der Entschädigung 
betrifft, ist nicht ersichtlich, inwiefern X. als Beschwerdeführer persönlich durch 
eine zu niedrige Festsetzung des Honorars für seinen amtlichen Prozessvertreter 
in seinen Rechten verletzt sein könnte. Das Bundesgericht stellte im Entscheid 
5P.463/2005 E. 4 vom 20. März 2006 fest, dass im Streit um die Höhe des ihm 
zuerkannten Honorars dem unentgeltlichen Rechtsbeistand Parteistellung zu-
komme, hingegen nicht dem unentgeltlich Verbeiständeten, wenn das Honorar – 
wie in der vorliegenden Sache – zu niedrig festgesetzt worden sein sollte. Deshalb 
ist in vorliegender Sache nur Rechtsanwalt Schmid zur Beschwerde legitimiert, 
während auf die Beschwerde von X. nicht einzutreten ist.

e) Der Streitwert liegt in vorliegender Sache unter Fr. 5'000.-, weshalb am 
Kantonsgericht gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO der Einzelrichter in Zivilsachen 
zuständig ist.

2. Vorerst ist (auch zuhanden der Vorinstanz) das richtige Verfahren betref-
fend die unentgeltliche Rechtspflege in Vormundschaftssachen aufzuzeigen. Die 
Rechtsgrundlage für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege im vor-
mundschaftlichen Verfahren findet sich in den Art. 46, 58 und 63 EGzZGB (siehe 
auch PKG 2002 Nr. 16 S. 136 ff.). Die Bestimmungen im EGzZGB sind lex specia-
lis zur ZPO und gelten für die Verfahren vor allen Instanzen (Art. 58 Abs. 4 EGz-
ZGB).

Die Art. 46 und 63 EGzZGB regeln die amtlichen Kosten im vormundschaft-
lichen Verfahren und dabei auch den Fall der Bedürftigkeit des Betroffenen 
(Art. 46 Abs. 2 Satz 1 und Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Können die amtlichen Verfah-
renskosten weder dem Betroffenen noch einem anderen Beteiligten auferlegt wer-

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den (vgl. Art. 46 Abs. 2 Satz 2 EGzZGB), gehen sie zu Lasten des Kreises bzw. 
des Kantons (Art. 48 Abs. 1 EGzZGB; vgl. auch PKG 2002 Nr. 16 E. 1a S. 137 f.). 
Dieser Entscheid ist aber von der Gesamtbehörde im Hauptverfahren zu fällen, so 
dass dafür ein spezielles Verfahren betreffend die unentgeltliche Rechtspflege 
entfällt.

Was die unentgeltliche Rechtsvertretung betrifft, stützt sich die Gewährung 
auf Art. 58 Abs. 2 EGzZGB, wobei hilfsweise die Bestimmungen der ZPO 
(Art. 117 ff.) beigezogen werden (vgl. auch PKG 2002 Nr. 16 E. 1b S. 138 f.). In 
Bezug auf die unentgeltliche Rechtsvertretung hat in diesem Fall der Vorsitzende 
das betreffende Gesuch zu beurteilen.

Die Vorinstanz hat grundsätzlich richtig die Entschädigung des unentgeltli-
chen Rechtsvertreters im Hauptentscheid festgelegt (und nicht wie früher unter der 
ZPO GR in einer separaten Festsetzungsverfügung). Allerdings gebietet der An-
spruch auf rechtliches Gehör, dass sich der eingesetzte unentgeltliche Rechtsver-
treter zur Höhe der Entschädigung vorgängig äussern kann. In der Regel ge-
schieht dies durch Einreichung einer detaillierten Honorarnote. Die ZPO regelt 
zwar nicht ausdrücklich, wann eine Kostennote einzureichen ist. Die Lehre spricht 
sich dahingehend aus, dass die Kostennote spätestens anlässlich der Hauptver-
handlung bzw. vor der Urteilsberatung dem Gericht vorzuliegen hat (vgl. Jenny, in: 
Sutter-Somm / Hasenböhler / Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zi-
vilprozessordnung, 2010, Art. 105 N. 7; Urwyler, in: Brunner / Gasser / Schwan-
der, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2011, Art. 105 N. 8). Für 
das Gericht besteht keine Pflicht, die Partei zur Einreichung ihrer Kostennote auf-
zufordern (Urwyler, a.a.O., Art. 105 N. 7). Wie die Vorinstanz selbst anerkennt und 
vom Beschwerdeführer auch gerügt wird, hat es der Vorsitzende in der vorliegen-
den Sache unterlassen, dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Äusserung zur 
Höhe der Entschädigung zu geben, was eine Verletzung des verfassungsmässi-
gen Anspruchs auf rechtliches Gehör bedeutet. Fraglich ist, ob diese Verletzung 
im Rechtsmittelverfahren geheilt werden kann.

Wird in einem Rechtsmittelverfahren eine Verweigerung des rechtlichen 
Gehörs durch die Vorinstanz festgestellt, so leidet der Entscheid an einem schwe-
ren Mangel und wird aufgrund der sogenannten formellen Natur des Gehörsan-
spruchs unabhängig davon, ob das Urteil ohne die Verletzung anders ausgefallen 
wäre, aufgehoben (Sutter-Somm / Chevalier, in: Sutter-Somm / Hasenböhler / 
Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2010, Art. 53 
N. 26). Ausnahmsweise kann die Verletzung des Grundrechts des rechtlichen 

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Gehörs vor der Rechtsmittelinstanz geheilt werden (vgl. BGE 133 I 201 E. 2.2.; 
126 I 68 E. 2). Die Heilung ist nur zulässig, wenn die Verletzung des rechtlichen 
Gehörs nicht gravierend ist und die Rechtsmittelinstanz die gleiche Kognition in 
Tat- und Rechtsfragen hat wie die Vorinstanz. Ausserdem muss der Betroffene 
über die gleichen Mitwirkungsrechte verfügen wie vor der Vorinstanz (vgl. BGE 
133 I 201 E. 2.2.; 126 I 68 E. 2; Sutter-Somm / Chevalier, a.a.O., Art. 53 N. 27; 
siehe auch Gehri, in: Spühler / Tenchio / Infanger, Basler Kommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung, 2010, Art. 53 N. 33 ff.; Göksu, in: Brunner / Gasser 
/ Schwander, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2011, Art. 53 
N. 39 ff.).

In vorliegender Sache ist die Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht gra-
vierend und der Betroffene verfügt über die gleichen Mitwirkungsrechte wie vor der 
Vorinstanz. Da die Sache gemäss Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO überdies als spruch-
reif erscheint und die Beschwerdeinstanz in diesen Fällen ohne Einschränkung 
der Kognition entscheiden kann (siehe etwa Gehri / Kramer, Kurzkommentar ZPO, 
Art. 327 N. 5; Spühler, in: Spühler / Tenchio / Infanger, Basler Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2010, Art. 327 N. 5), kann der Mangel ohne 
Zurückweisung zur Neuentscheidung an die Vorinstanz im Beschwerdeverfahren 
geheilt werden.

3. Unabhängig von der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bestün-
de ein Anspruch auf eine volle Entschädigung, d.h. zum Normalansatz von 
Fr. 240.- pro Stunde (mittlerer Ansatz zwischen Fr. 210.- und Fr. 270.- gemäss 
Art. 3 der Honorarverordnung [HV; BR 310.250]), sofern der Beschwerdeführer im 
vorinstanzlichen Verfahren obsiegt hätte. Die Vorinstanz hat das Verfahren wegen 
Gegenstandlosigkeit abgeschrieben, weil der Beschwerdeführer in der Zwischen-
zeit aus dem fürsorgerischen Freiheitsentzug entlassen wurde. Im Zusammen-
hang mit der Kostenauferlegung bei Gegenstandslosigkeit ist gemäss Praxis etwa 
zu berücksichtigen, wer die Gegenstandslosigkeit veranlasst hat, welche Partei 
vermutlich obsiegt hätte oder welche Partei das gegenstandslos gewordene Ver-
fahren selber veranlasst hat (vgl. PKG 1998 Nr. 1, PKG 1987 Nr. 25). Von einem 
vermutlichen Obsiegen des Beschwerdeführers kann im vorliegenden Fall nicht 
gesprochen werden. Gemäss Bericht des einweisenden Arztes Dr. med. Y. vom 3. 
August 2011 waren zur Zeit der Einweisung die Voraussetzungen des fürsorgeri-
schen Freiheitsentzugs wohl offensichtlich gegeben. Gleichentags hat X. aber be-
reits Beschwerde erhoben, welche zum damaligen Zeitpunkt aller Wahrscheinlich-
keit nach unbegründet war. Eine Woche später wurde X. aber bereits wieder aus 
der Psychiatrischen Klinik entlassen mit der Begründung, dass „keine FFE-

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Kriterien mehr“ bestünden. Daraus ist zu schliessen, dass X. wegen der Besse-
rung seines gesundheitlichen Zustandes und nicht etwa wegen der erhobenen 
Beschwerde aus der Klinik entlassen wurde. Andere Umstände, welche es als ge-
rechtfertigt erscheinen liessen, dem Beschwerdeführer eine Entschädigung nach 
Normaltarif zuzusprechen, bestehen nicht, so dass der unentgeltliche Rechtsver-
treter gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO und dem in Art. 5 HV festgelegten Stundentarif 
für Mandate der unentgeltlichen Rechtspflege von Fr. 200.- zu entschädigen ist. 
Davon geht Rechtsanwalt Schmid in seiner Honorarnote vom 23. August 2011 
selbst aus.

4. An der Sache vorbei gehen die Ausführungen von Rechtsanwalt Schmid in 
seiner Beschwerdeschrift (S. 5) zur Höhe des Stundenansatzes für Vertretungen 
in Fällen unentgeltlicher Rechtspflege. Abgesehen davon, dass das Kantonsge-
richt von diesem in der entsprechenden regierungsrätlichen Verordnung festgeleg-
ten Tarif von Fr. 200.- pro Stunde nicht abweichen dürfte, ist auf die bundesge-
richtliche Rechtsprechung zu dieser Frage zu verweisen (BGE 132 I 201, insb. 
E. 8.7, wo das Bundesgericht von Fr. 180.- / h ausgeht, welcher Betrag die Unkos-
ten decke und einen angemessenen Gewinn garantiere).

Sodann ist Rechtsanwalt Schmid darauf hinzuweisen, dass es den einge-
tragenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten nicht frei steht, ob sie ein Man-
dat mit unentgeltlicher Rechtspflege annehmen wollen oder nicht. Gemäss Art. 12 
lit. g des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte 
(BGFA; SR 935.61) sind diese verpflichtet, in dem Kanton, in dessen Register sie 
eingetragen sind, amtliche Pflichtverteidigungen und im Rahmen der unentgeltli-
chen Rechtspflege Rechtsvertretungen zu übernehmen. Ausserdem ist Rechts-
anwalt Schmid Mitglied des Schweizerischen Anwaltsverbandes (siehe Briefkopf). 
Dessen Standesregeln legen bezüglich Pflichtmandate in Art. 17 fest, dass 
„Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte dafür sorgen, dass bedürftigen Rechtssu-
chenden unentgeltlich Rechtsbeistand gewährt wird. (…) Sie behandeln Pflicht-
mandate mit derselben Sorgfalt wie die übrigen Mandate.“

5. Rechtsanwalt Schmid machte in seiner der Vorinstanz eingereichten Hono-
rarnote vom 23. August 2011 eine Honorarnote von insgesamt Fr. 2'558.50 gel-
tend. Davon betraf der Zeitaufwand Fr. 2'300.- (11.5 Stunden à Fr. 200.-). Zu ent-
schädigen ist nur der notwendige Aufwand, wie er für einen Anwalt mit einer ge-
wissen Erfahrung und bezogen auf die für den konkreten Fall angebrachten Tätig-
keiten anzunehmen ist. Im einzelnen zu prüfen sind dabei die geltend gemachten 
Aufwandspositionen (vgl. dazu BGE 5D_175/2008 vom 6. Februar 2009 und 

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8C_167/2009 vom 22. Juli 2009). In Rechnung gestellt werden dürfen nur Tätig-
keiten für den entsprechenden Verfahrensabschnitt, d.h. vorliegend für das Ver-
fahren vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos. Aus diesem 
Grunde entfallen die letzten beiden Positionen von vornherein, da sie bereits das 
Rechtsmittelverfahren betreffen und allenfalls in diesem Zusammenhang zu ent-
schädigen sind. Sodann ist davon auszugehen, dass X. die Beschwerde an die 
Vorinstanz selbst erhoben hat und Rechtsanwalt Schmid lediglich am 8. August 
2011 eine 5-seitige Beschwerdeergänzung eingereicht hat. Danach entstand für 
den Rechtsvertreter in diesem Verfahren grundsätzlich kein Aufwand mehr. Für 
die gesamten Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Einreichung der Rechts-
schrift zu Handen der Vorinstanz wird einschliesslich Besprechungen und Studien 
der Rechtslage ein Zeitaufwand von 9.5 Stunden geltend gemacht. Insbesondere 
die 2 x 2 Stunden Studium der Rechtslage und des Sachverhalts sowie 3 Stunden 
für die Rechtsschrift ohne komplexe Rechtslage und intensivere Abklärungen in 
Rechtsprechung und Literatur erscheinen überhöht. Eine Reduktion des Ge-
samtaufwandes für das vorinstanzliche Verfahren auf 6.5 Stunden erscheint unter 
den gegebenen Umständen angemessen, was einem Betrag von Fr. 1'300.- für 
den Zeitaufwand entspricht. Dazu kommen 3% Barauslagen (Fr. 39.-) und 8% 
Mehrwertsteuer (Fr. 107.10), was ein Total von Fr. 1446.10 als Entschädigung des 
unentgeltlichen Rechtsvertreters im vorinstanzlichen Verfahren ergibt. In diesem 
Umfang ist die Beschwerde somit gutzuheissen.

6. Art. 119 Abs. 6 ZPO bestimmt, dass im Verfahren um die unentgeltliche 
Rechtspflege keine Gerichtskosten erhoben werden, was auch im Rechtsmittelver-
fahren gilt (vgl. Huber, in: Brunner / Gasser / Schwander, Schweizerische Zivilpro-
zessordnung, Kommentar, 2011, Art. 119 N. 27). Allerdings kommt diese Bestim-
mung nur im Bewilligungsverfahren selbst bzw. im Rechtsmittelverfahren im Sinne 
von Art. 121 ZPO bei Ablehnung oder Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege zur 
Anwendung. Gegen die Festsetzung der Entschädigung des unentgeltlichen 
Rechtsvertreters ist entweder das für die Anfechtung des Hauptentscheids beste-
hende Rechtsmittel oder – wie im vorliegenden Fall bei alleiniger Anfechtung des 
Kostenpunkts – die Beschwerde gemäss Art. 110 ZPO gegeben. Diese ist nicht a 
priori unentgeltlich. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'200.- gehen 
bei diesem Ausgang je zur Hälfte zulasten des Beschwerdeführers Schmid und 
des Bezirkgerichts Prättigau/Davos. Letzteres rechtfertigt sich aufgrund des offen-
kundigen Verfahrensfehlers der Verweigerung des rechtlichen Gehörs (Art. 108 
ZPO; PKG 2004 Nr. 11).

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7. Was die aussergerichtliche Entschädigung für das Rechtsmittelverfahren 
betrifft, macht Rechtsanwalt Schmid insgesamt 5.25 Stunden geltend (siehe Hono-
rarnote vom 26. August 2011). Dies erscheint für die einfache Frage der Höhe der 
aussergerichtlichen Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters als über-
höht, zumal darin auch zusätzlich offensichtlich unzutreffende und unnötige Aus-
führungen erfolgten (siehe oben).

Ein Gesamtaufwand von 3 Stunden trägt den sich stellenden Fragen hinrei-
chend Rechnung. Da der Beschwerdeführer nur knapp zur Hälfte obsiegt, wäre 
eine aussergerichtliche Entschädigung für die Hälfte ihres Zeitaufwandes zum 
Stundentarif von Fr. 240.- zuzüglich 3% Barauslagen und 8% Mehrwertsteuer, d.h. 
total Fr. 400.45 gerechtfertigt. Davon erhält Rechtsanwalt Schmid 50% als Um-
triebsentschädigung, somit Fr. 200.-, da er in eigener Sache prozessiert hat (vgl. 
PKG 2005 Nr. 11). Aufgrund der festgestellten Verweigerung des rechtlichen 
Gehörs ist diese Entschädigung vom Bezirksgericht Prättigau/Davos dem Be-
schwerdeführer Rechtsanwalt Schmid auszubezahlen (Art. 108 ZPO; PKG 2004 
Nr. 11 S. 69 ff., insb. S. 72 ff. E. 7).

8. Auf das Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im vor-
liegenden Verfahren ist nicht einzutreten, da X. zur Beschwerdeführung gar nicht 
legitimiert ist. Die Beschwerde von X. war somit von vornherein offensichtlich aus-
sichtslos (vgl. Art. 117 lit. b ZPO).

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III. Demnach wird erkannt

1. Auf die Beschwerde von X. wird nicht eingetreten.

2. Die Beschwerde von Rechtsanwalt Fortunat Schmid wird teilweise gutge-
heissen und Ziffer 3 des angefochtenen Abschreibungsentscheides aufge-
hoben. Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters im Verfah-
ren vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos wird auf 
Fr. 1446.10 (einschliesslich Mehrwertsteuer) festgesetzt, welche Rechts-
anwalt Fortunat Schmid aus der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos auszubezahlen ist. Vorbehalten bleibt die Nachzahlung gemäss 
Art. 123 ZPO.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'200.- gehen je zur Hälfte 
zulasten von Rechtsanwalt Fortunat Schmid und des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos.

Das Bezirksgericht Prättigau/Davos hat Rechtsanwalt Fortunat Schmid eine 
Umtriebsentschädigung von Fr. 200.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) für 
das Beschwerdeverfahren zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage 
von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfas-
sungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist 
das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: