# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6fe1fe8-cd81-57ac-9ab3-26b203f036bd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-04-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.04.2007 UV 2006/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-60_2007-04-24.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/60

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 24.04.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 24.04.2007
Art. 18 UVG. Rentenleistungen. Prüfung der Adäquanz zwischen dem Unfall 
und der danach aufgetretenen psychischen Störung; einerseits unter 
Berücksichtigung einer falschen ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung als 
Fehlbehandlung und andererseits unter Einbezug der Kündigung der 
Arbeitsstelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 24. April 2007, UV 2006/60). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_288/2007.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 24. April 2007

In Sachen

M.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl,

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Der 1949 geborene M.___ war als Kranführer bei der A.___ angestellt und in 

dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als er am 10. Mai 2004 beim Erstellen eines 

Betoniergerüstes ausglitt und mit den Oberkörper auf eine Adria-Stütze fiel. Dr. med. 

B.___ diagnostizierte anhand von Röntgenbildern Frakturen der Rippen 5, 7 und 9 im 

linken Hemithorax und eine Lungenkontusion links. Wegen persistierender Schmerzen 

sowie zur Lokalisation der Rippenfrakturen und zum Ausschluss eines Hämatoms liess 

Dr. B.___ in der Klinik C.___ eine thoracale Computertomografie anfertigen (Bericht 

vom 29. Juni 2004, UV act. 4 und 11). Am 17. August 2004 bestätigte er eine 

anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 100% und berichtete von einer langsamen, stetigen 

Besserung (UV act. 6). Am 17. September 2004 wurde eine weitere 

Computertomographie veranlasst (UV act. 12). Kreisarzt Dr. med. D.___ schloss 

daraus, dass eine der gebrochenen Rippen noch nicht geheilt und nicht konsolidiert 

sei, was die Beschwerden des Versicherten glaubhaft mache. Man könne ihn daher 

noch nicht zur Arbeit auf den Bau schicken. Bis zur Genesung seien nochmals sechs 

bis acht Wochen abzuwarten (UV act. 13). Entgegen dieser internen Feststellung des 

Kreisarztes nahm der Versicherte am 20. September 2004 seine Erwerbstätigkeit mit 

einem Pensum von 50% bei körperlich wenig belastender Arbeit auf, musste sie aber 

schmerzbedingt am 21. September 2004 bereits wieder aufgeben. Ab 20. September 

2004 bestätigte Dr. B.___ infolge Krankheit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Nach 

einem krankheitsbedingten Spitalaufenthalt nahm der Versicherte seine Tätigkeit am 

13. Oktober 2004 wieder im Umfang von 100% auf. Auf Anfrage gab Dr. B.___ der 

SUVA am 17. November 2004 bekannt, dass die Thoraxbehandlung abgeschlossen sei 

(UV act. 21).

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b) Dr. med. E.___, Fachärztin für Neurologie, berichtete am 8. Juni 2005 über eine im 

Auftrag von Dr. med. F.___, FMH Innere Medizin, durchgeführte Untersuchung. Sie 

diagnostizierte Augenbrennen, Nacken- und Stirnschmerzen, Schlafstörungen und 

vordergründig ein erhebliches (reaktiv auf die Kündigung nach 24 Jahren Tätigkeit am 

selben Arbeitsplatz aufgetretenes) depressives Zustandsbild bei Status nach 

Arbeitsunfall am 10. Mai 2004 mit Prellung der linken Körperseite sowie 

Rippenserienfraktur links. Klinisch-neurologisch finde sich ein unauffälliger Befund. Im 

Vordergrund stehe eine erhebliche reaktiv-depressive Symptomatik mit somatoformer 

Schmerzstörung und Schlafstörungen. Der Patient fühle sich durch die Kündigung der 

Arbeitsstelle zutiefst verletzt. Immerhin habe er vor dem Arbeitsunfall jahrzehntelang 

dort gearbeitet. Obwohl die Bauchschmerzen, derentwegen er im August 2004 erneut 

arbeitsunfähig geworden sei, auf ein eindeutiges morphologische Korrelat 

zurückzuführen gewesen seien, sei die Kündigung nicht zurückgezogen worden. Neben 

dem Verlust der Möglichkeit einer vorzeitigen Pensionierung und der 

Zugehörigkeitsprämie, würden ihn Zukunftsängste plagen und seine Gedanken würden 

stets um das Vorgefallene kreisen. Zur Vermeidung einer Zunahme der Depression sei 

neben medikamentösen Behandlungen als Ansporn für die Zukunft eine stationäre 

Rehabilitation in einer psychosomatisch orientierten Einrichtung mit sozialer Betreuung 

und Beratung zu empfehlen, wo auch die Rückenschmerzen behandelt werden 

könnten (UV act. 22). Die SUVA teilte dem Versicherten am 1. Juli 2005 mit, dass die 

jetzigen Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 

10. Mai 2004 zurückzuführen seien. Für deren Behandlung und die vorgesehene 

stationäre Behandlung könne sie daher keine Leistungen erbringen (UV act. 23).

c) Mit Schreiben vom 14. Juli 2005 hielt Dr. E.___ an ihrer Beurteilung des 

Kausalzusammenhangs der bestehenden Beschwerden an Nacken, Kopf und Rücken 

mit dem Unfall fest. Das depressive Zustandsbild resultiere aus den sozialen Folgen 

der Kündigung des Arbeitsverhältnisses und der hinzugekommenen abdominellen 

Symptomatik. Durch die vorgesehene Rehabilitation könne wieder eine berufliche 

Perspektive entstehen (UV act. 24). Die SUVA holte den Arztbericht von Dr. F.___ vom 

14. Februar 2005 (UV act. 33) zu den Akten und nahm zur Kenntnis, dass der 

Versicherte seit September 2004 zufolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ein 

Taggeld des Krankenversicherers bezog (UV act. 26). Mit Verfügung vom 7. Dezember 

2005 wies sie das Leistungsgesuch mangels unfallbedingter Beschwerden ab. Die 

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dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 24. März 2006 ab. Die 

Behandlung der unfallbedingten Thoraxverletzung mit Rippenfrakturen habe per 17. 

November 2004 abgeschlossen werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt habe sie 

Leistungen ausgerichtet. Bereits seit 20. September 2004 bestehe sodann eine 

krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit, für welche die Krankenkasse Taggelder 

ausrichte. In den echtzeitlichen Akten seien keine Rücken- und Kopfverletzungen 

beschrieben. Die aktuell geklagten Beschwerden könnten daher keine Unfallfolgen 

sein. Die psychische Entwicklung stehe nicht in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall. Es liege weder eine ärztliche Fehlbehandlung 

noch ein administratives Versagen vor.

B.- Mit Beschwerde vom 27. Juni 2006 beantragt Rechtsanwalt Kurt Gemperli, St. 

Gallen, für den Betroffenen die Aufhebung des Einspracheentscheids und Zusprache 

der gesetzlichen Sach- und Geldleistungen. Gemäss der Krankengeschichte von Dr. 

B.___ und entgegen den Angaben der Beschwerdegegnerin in den Akten habe der 

Beschwerdeführer am 30. August 2004 die Arbeit versuchsweise mit einem Pensum 

von 50% wieder aufgenommen. Bereits am nächsten Tag habe ihn Dr. B.___ aber 

wieder vollständig arbeitsunfähig schreiben müssen. Am 10. September 2004 sei die 

Arbeitsfähigkeit von Dr. B.___ erneut auf 50% festgesetzt worden. Nachdem ihn der 

Beschwerdeführer am 13. September wegen Schmerzen wieder aufgesucht habe, 

habe der Arzt eine Computertomographie veranlasst. Ab 20. September 2004 sei der 

Beschwerdeführer von Dr. B.___ zu 100% arbeitsfähig bezeichnet worden, was der 

Einschätzung des Kreisarztes vom 20. September 2004 vollständig widerspreche, 

welcher aufgrund des Resultats der Computertomografie noch während sechs bis acht 

Wochen eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt habe. Vom 25. September bis 10. Oktober 

2004 sei der Beschwerdeführer dann krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen. 

Danach habe gemäss der Krankengeschichte von Dr. B.___ wieder volle 

Arbeitsfähigkeit bestanden. Am 19. Oktober 2004 habe der Versicherte erstmals Dr. 

F.___ aufgesucht. Die Kündigung sei erfolgt, weil die Arbeitgeberin ab August 2004 

falsche Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erhalten habe. 

Während der Arzt und die SUVA ihn für arbeitsfähig gehalten hätten, sei der 

Beschwerdeführer zu einer Arbeitsleistung nicht in der Lage gewesen. Widersprüchlich 

seien auch die Angaben der Arbeitgeberin zur Möglichkeit und Zumutbarkeit mit einem 

50% Pensum als Kranführer zu arbeiten. Da die Unfallverletzung noch nicht verheilt 

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gewesen sei und weil der Beschwerdeführer Medikamente habe einnehmen müssen, 

die zu Schwindelerscheinungen geführt hätten, sei er als Kranführer sowieso nicht 

arbeitsfähig gewesen. Zudem habe der Kreisarzt am 20. September 2004 eine 

Arbeitsunfähigkeit von weiteren sechs bis acht Wochen bestätigt. Dennoch habe der 

Beschwerdeführer die Arbeit aufgenommen, sich aber geweigert, als Kranführer zu 

arbeiten. Deswegen sei es zum Disput mit dem Geschäftsführer der Arbeitgeberin 

gekommen, der dann mit der Kündigung geendet habe. Damit sei für den 

Beschwerdeführer eine Welt zusammengebrochen. Seither leide er an Nacken-, 

Stirnkopf- und Rückenschmerzen, und es sei eine reaktiv-depressive Symptomatik mit 

somatoformer Schmerzstörung diagnostiziert worden. In der entscheidenden Phase 

habe es keine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit gegeben. Die verhängnisvolle 

gesundheitliche Entwicklung sei durch die falsche Taxation der Arbeitsfähigkeit durch 

den Arzt und die Gedankenlosigkeit der SUVA verursacht worden. Sie sei mittelbare 

Folge des Unfalls und als solche im Sinn eines ärztlichen Fehlers zu entschädigen. Was 

dem Beschwerdeführer widerfahren sei, sei nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet, die psychischen und 

psychosomatischen Beschwerden herbeizuführen.

C.- Mit Beschwerdeantwort vom 14. August 2006 beantragt die SUVA Abweisung der 

Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe die Arbeit als Kranführer nach der 

unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit am 20. September 2004 zu 50% wieder 

aufgenommen. Bereits am 21. September habe er die Arbeit wegen Krankheit 

niedergelegt. Dem sei ein krankheitsbedingter Spitalaufenthalt mit Arbeitsunfähigkeit 

bis 10. Oktober 2004 gefolgt. Am 13. Oktober 2004 habe er die Arbeit wieder 

aufgenommen und die Thoraxbehandlung sei von Dr. B.___ am 17. November 2004 als 

abgeschlossen erklärt worden. Aus dem Bericht von Dr. E.___ vom 8. Juni 2005 habe 

die Beschwerdegegnerin dann erfahren, dass dem Beschwerdeführer in der 

Zwischenzeit gekündigt worden sei und dass er an verschiedenen Beschwerden leide. 

Zudem gehe aus dem Bericht aber auch hervor, dass dem Beschwerdeführer 

gekündigt worden sei, weil er wegen starker Bauchschmerzen nicht auf den Kran habe 

klettern können. Die geklagten Beschwerden würden nicht in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 10. Mai 2004 stehen. In den initialen Akten 

würden keine Nacken- und Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden beschrieben. 

Die Entlassung sei nicht wegen der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit erfolgt. Für die 

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Arbeitsunfähigkeit seien damals Bauchschmerzen verantwortlich gewesen, also eine 

Krankheit, die dann zu einer Hospitalisation geführt habe.

D.- Der Beschwerdeführer hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet und die 

Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragt.

E.- Das Gericht hat die Akten der Invalidenversicherung beigezogen. Auf die den 

Parteien eingeräumte Gelegenheit, zu diesen Akten Stellung zu nehmen, haben sie 

verzichtet.

F.- Die mündliche Verhandlung fand am 14. März 2007 statt. Die Parteien haben an 

ihren Anträgen festgehalten. Auf ihre Vorbringen wird - soweit erforderlich - in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II.

1.- Streitig und zu prüfen ist, ob auch nach dem 20. September 2004 Anspruch auf 

Leistungen der Unfallversicherung für das Ereignis vom 10. Mai 2004 besteht. Während 

die Beschwerdegegnerin unterstellt, die danach aufgetretenen somatischen 

Beschwerden und die psychische Störung würden mit dem Unfall in keinem 

Kausalzusammenhang stehen, macht der Beschwerdeführer in erster Linie geltend, 

durch die fehlerhafte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei es zur Kündigung des 

Arbeitsverhältnisses und in deren Folge zu psychischen und psychosomatischen 

Beschwerden gekommen. Die Beschwerdegegnerin hat auch diesbezüglich eine 

Leistungspflicht abgelehnt.

2.- a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der diesen Instanzen obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 

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V 181). Weiter muss ein adäquater Kausalzusammenhang vorhanden sein. Die 

adäquate Kausalität dient der rechtlichen Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers (BGE 127 V 102 

Erw. 5b/aa mit Hinweisen). Die Adäquanz als Rechtsfrage ist nicht von den Ärzten zu 

beurteilen. Diese haben sich nur zur Tatfrage der natürlichen Kausalität auszusprechen.

b) Die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie 

nach diesem aufgetreten ist, kann nicht als Beweis betrachtet werden und erlaubt 

nicht, einen natürlichen Kausalzusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht 

geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 340 Erw. 3b/

bb).

3.- Ob der Unfall oder auch die Kündigung der Arbeitsstelle durch den Arbeitgeber 

natürliche Ursachen des bestehenden psychiatrischen Zustandbildes sind, braucht 

nicht abschliessend beurteilt zu werden, weil - wie zu zeigen sein wird - der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen der psychischen Symptomatik und dem Unfallereignis 

bzw. der Kündigung ohnehin zu verneinen ist (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c).

4.- Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 Erw. 3.2 mit Hinweis). Für die 

Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und einer 

psychischen Fehlentwicklung mit Krankheitswert hat die Rechtsprechung diese 

allgemeine Adäquanzformel dahingehend konkretisiert, als die Unfälle in objektivierter 

Betrachtungsweise nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden 

zu bewirken, in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und in 

einen dazwischen liegenden mittleren Bereich der mittelschweren Unfälle eingeteilt 

werden (BGE 115 V 133). Bei banalen Unfällen kann der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in 

der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen 

Lebenserfahrung davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht 

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geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. 

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen 

Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen. Denn nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind 

solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. 

Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei denen sämtliche Umstände, 

insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die Dauer desselben wie auch die 

somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person aussergewöhnliche 

Eindrücklichkeit aufweisen. Mithin können auch Unfälle, die im Volksmund als schwer 

bezeichnet werden, keine der Rechtsprechung zur obligatorischen Unfallversicherung 

entsprechende Schwere aufweisen. Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die 

Frage, ob zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig 

beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar 

mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 115 V 139 Erw. 6a-c).

5.- Vorab ist zu prüfen, inwieweit noch somatische Unfallfolgen vorliegen, die Anlass für 

eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin sein könnten. Ab 19. Oktober 2004 

stand der Beschwerdeführer bei Dr. F.___ in Behandlung. Im Bericht vom 14. Februar 

2005 gab Dr. F.___ im Sinn einer zusammenfassenden Beurteilung des seither 

bekannten und beobachteten Gesundheitsverlaufs an, der Beschwerdeführer sei 

wegen einer im September 2004 nachgewiesenen Pankreatitis arbeitsunfähig gewesen 

und habe seither wiederholt stationär behandelt werden müssen. Am 8. Dezember 

2004 sei eine selektive laparoskopische Cholezystektomie vorgenommen worden. Es 

bestehe ein Nebennierenrindenadenom links mit Refluxoesophagitis bei Hiatushernie 

und ein Status nach Polytrauma mit Serienrippenfraktur sowie ein reaktives 

Psychosyndrom auf die unvorhergesehene Kündigung nach 27 Arbeitsjahren in 

derselben Firma (UV act. 33). Im Wesentlichen zur gleichen Beurteilung gelangte auch 

Frau Dr. E.___ im Bericht vom 8. Juni 2005. Während sie in der Anamnese festhält, der 

Beschwerdeführer sei von Seiten der Mitte August 2004 aufgetretenen 

Bauchschmerzen, die zwei notfallmässige Operationen notwendig gemacht hätten, 

wieder vollkommen beschwerdefrei und zusammenfassend einen klinisch-neurologisch 

unauffälligen Befund attestiert, geht auch sie aufgrund der Schilderungen des 

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Beschwerdeführers von einer wegen des Unfalls und seiner Folgen erfolgten 

Kündigung der Arbeitsstelle und daraus folgenden unfallbedingten psychischen und 

psychosomatischen Störungen aus (UV act. 22). Die aktuell noch geklagten 

körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerz, Schmerzen im Nacken-, Schulter- und 

Brustbereich (vgl. IV act. 34) dürften somit in Übereinstimmung mit der Beurteilung von 

Dr. F.___ vom 13. Februar 2006 (IV act. 31) in erster Linie mit den degenerativen 

Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule in Zusammenhang stehen und sind 

unfallfremd. Soweit er körperliche Unfallfolgen im Sinn einer Statusaufzählung noch 

erwähnt, bezeichnet er sie als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Darauf ist 

bezüglich der somatischen Unfallfolgen abzustellen, zumal der Beschwerdeführer keine 

stichhaltigen Gründe gegen diese medizinische Beurteilung vorzubringen vermag. Die 

Beschwerdegegnerin ist für die unfallfremden Körperschäden nicht leistungspflichtig.

6.- Nachdem Dr. F.___ und Dr. E.___ die Kündigung als Hauptursache für die 

Entstehung der psychischen Beschwerden bezeichnen und der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers die Kündigung unmittelbar auf die verfrühte Rückkehr an den 

Arbeitsplatz aufgrund der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

durch Dr. B.___ zurückführt, stellt sich die Frage, inwieweit eine ärztliche 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung, die sich nachträglich als objektiv falsch erweist, als 

ärztliche Fehlbehandlung betrachtet werden kann. Die Rechtsprechung hat sich dazu - 

soweit ersichtlich - einzig in SVR 1996 UV Nr. 58 geäussert. In jenem Fall hat das 

Eidgenössische Versicherungsgericht im Rahmen des Zusatzkriteriums der ärztlichen 

Fehlbehandlung im Sinn von BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa geprüft, ob die unzutreffende 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung eine Verschlimmerung der Unfallfolgen bewirkt hatte. In 

diesem Sinn ist nachfolgend zu klären, ob die psychische Fehlentwicklung mit dem 

Unfall (vgl. nachfolgend Erw. 6) in einem adäquaten Kausalzusammenhang steht. Der 

Ausgang dieser Adäquanzprüfung wird davon abhängen, ob die vom Kreisarzt 

abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den Hausarzt eine 

Verschlimmerung der körperlichen Unfallfolgen zur Folge hatte, und ihr deshalb 

massgebliches Gewicht bei der Entwicklung eines psychischen Leidens zukommt. 

Sollte sich daraus keine Kausalität ergeben, ist zusätzlich zu prüfen ob, ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen der psychischen Störung und der Kündigung besteht. 

Dabei wird, neben der Frage, ob die Kündigung nach der allgemeinen Adäquanzformel, 

also nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung an 

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sich geeignet wäre, das psychische Leiden des Beschwerdeführers herbeizuführen, 

ausschlaggebend sein, ob mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen 

ist, dass der Unfall gegenüber der gleichzeitig bestehenden Krankheit massgebender 

Anlass der Kündigung war.

7.- a) Der Beschwerdeführer ist am 10. Mai 2004 beim Aufstellen eines Gerüstes auf 

eine Metallstütze gefallen und hat sich dabei auf der linken Körperseite verschiedene 

Rippenfrakturen und eine Lungenkontusion zugezogen. Davon, dass er dabei etwa 2½ 

Meter in die Tiefe gestürzt sein soll, wie dies Dr. E.___ als Sachverhalt unterstellt hat, ist 

in den echtzeitlichen Akten nirgends die Rede, obwohl ein solcher Vorfall unzweifelhaft 

erwähnt worden wäre und wohl zu zusätzlichen sofort sichtbaren Verletzungen geführt 

hätte. Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs ist vorliegend von einem 

mittelschweren Ereignis auszugehen (vgl. auch die Zusammenfassung der 

Rechtsprechung in RKUV 2003 Nr. I 481 S. 204 Erw. 3.3.2). Damit müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 

2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als 

wichtigste Kriterien sind dabei zu nennen:

Unfalls;

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des–

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre–

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;–

körperliche Dauerschmerzen;–

ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;–

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;–

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.–

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b) Die vorhandenen medizinischen Akten zeigen, dass keines der aufgeführten Kriterien 

in einem einigermassen beachtlichen Umfang erfüllt ist. So wie sich der Unfall nach der 

aktenmässig erstellten Beschreibung abgespielt hat, entbehrt es ihm jedenfalls an einer 

besonderen Eindrücklichkeit oder Dramatik. Verletzungen, die erfahrungsgemäss 

geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, lagen nach dem Unfall sicher 

nicht mit der erforderlichen Intensität vor. Auch Anzeichen für eine ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerten, liegen nicht in 

einer für die Adäquanzbeurteilung ins Gewicht fallenden Ausprägung vor. Selbst wenn 

die Arbeitsfähigkeitsbestätigung von Dr. B.___ als ärztliche Fehlbehandlung zu werten 

wäre, müssten sich daraus noch besonders ausgeprägte Folgen für den 

Heilungsverlauf herleiten lassen. Der Beschwerdeführer hatte sich beim Unfall eine 

Thoraxkontusion mit Rippenfrakturen und einer Lungenprellung zugezogen. Wegen der 

falschen Arbeitsunfähigkeitsschätzung nahm er die Arbeit am 20. September zu 50% 

wieder auf, anstatt, wie es gemäss Kreisarzt wegen einer noch nicht geheilten und 

konsolidierten Rippe eigentlich angezeigt gewesen wäre, erst Ende Oktober / Anfang 

November 2004. Allerdings setzte er die Arbeit bereits anderntags, also am 21. 

September 2004 bzw. einige Tage später wieder aus. Eine Verschlimmerung der 

körperlichen Unfallfolgen durch die während höchstens weniger Tage teilzeitlich 

ausgeübte, körperlich leichte Tätigkeit ist dabei zweifellos nicht entstanden und wird 

vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Auch angesichts der Tatsache, 

dass die Behandlung der Unfallfolgen im Bereich des Thorax am 17. November 2004 

abgeschlossen war, könnte höchstens angenommen werden, die Heilung der 

Unfallfolgen habe sich zufolge der verfrühten Arbeitsaufnahme um lediglich wenige 

Wochen verzögert. Das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, die zu einer 

erheblichen Verschlimmerung der Unfallfolgen geführt hat, ist damit nicht oder 

jedenfalls nicht in relevanter Weise erfüllt.

c) Die Unfallverletzungen führten in der ersten Phase nicht zu einem besonders 

erschwerten Heilungsverlauf. Dass bis zur zweiten Computertomografie am 17. 

September 2004 noch keine vollständige Heilung eingetreten war, lässt nicht auf einen 

schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen schliessen. Hinsichtlich der 

Kriterien körperliche Dauerschmerzen sowie ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung bleibt anzumerken, dass aufgrund der medizinischen Unterlagen die 

Genesung der somatischen Beeinträchtigung durch die Rippenverletzung normal voran 

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schritt und spätestens nach der Beendigung der unfallbedingten Behandlung am 17. 

November 2004 wieder zu einer vollständigen Arbeitsfähigkeit führte. Die danach 

andauernde Arbeitsunfähigkeit war auf jeden Fall überwiegend krankheitsbedingt und 

die Genesung wurde immer stärker durch die psychische Fehlentwicklung überlagert. 

Der die ärztlichen Massnahmen in dieser Phase mitbestimmende psychische 

Gesundheitsschaden darf aber nicht in die Adäquanzbeurteilung einbezogen werden 

(BGE 123 V 99 Erw. 2a). Die nach dem Unfall eingetretene physisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit war nicht besonders lang. Bei dieser Sachlage ist mit der 

Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die nach dem Unfall aufgetretenen 

psychischen Probleme nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem 

versicherten Unfall stehen. Dies hat zur Folge, dass der Unfall zwar unter Umständen 

eine natürlich kausale Teilursache der persistierenden Gesundheitsstörungen darstellt, 

diese ihm aber rechtlich nicht zugerechnet werden können, weshalb die 

Beschwerdegegnerin für die daraus entstandene Erwerbseinbusse keine Leistungen zu 

erbringen hat. Eine psychiatrische Begutachtung, die lediglich eine Aussage zum 

natürlichen Kausalzusammenhang der psychischen Symptomatik bringen könnte, 

erübrigt sich in dieser Situation, bei welcher der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen Unfall und psychischer Störung ohnehin zu verneinen ist.

8.- a) Eigentlicher Auslöser des anhaltenden psychischen Gesundheitsschadens war 

nach den Vorbringen des Beschwerdeführers denn auch nicht das Unfallereignis vom 

10. Mai 2004, sondern die am 20. Oktober 2004 vom Arbeitsgeber ausgesprochene 

Kündigung der Arbeitsstelle (IV act. 10-8), welche der Beschwerdeführer als 

unberechtigt empfand und sich deswegen eine psychische Gesundheitsstörung 

entwickelte. Hausarzt Dr. F.___ diagnostizierte im Bericht vom 13. Februar 2006 (IV act. 

31) in Bezug auf das psychische Leiden eine somatoforme 

Schmerzverarbeitungsstörung und ein depressives Syndrom. Während Dr. E.___ am 8. 

Juni 2005 noch allgemein von einem erheblichen depressiven Zustandsbild ausging, 

diagnostizierten die Fachärzte des externen psychiatrischen Dienstes Thurgau in 

Romanshorn, wo der Beschwerdeführer seit 11. September 2005 in Behandlung stand, 

im Bericht vom 28. Februar 2006, eine seit Mai 2004 bestehende Anpassungsstörung 

mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) und eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), die aus psychiatrischer Sicht ab September 2005 zu 

einer Arbeitsunfähigkeit von 100% geführt hätten. Bisher habe weder durch die 

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medikamentöse Behandlung noch durch gesprächstherapeutische Ansätze eine 

nennenswerte Veränderung des Zustandsbildes herbeigeführt werden können. Die 

Prognose werde als schlecht beurteilt, weil sich das Zustandsbild chronifiziert habe (IV 

act. 34). Diese Bewertung nahm die Invalidenversicherung zum Anlass, eine 

interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu geben (IV act. 37 und 38).

b) Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen der vom Arbeitgeber 

ausgesprochenen Kündigung der Arbeitsstelle und dem nunmehr vorliegenden 

psychischen Gesundheitsschaden ist nicht nach der Rechtsprechung mit Bezug auf 

psychogene Unfallfolgen entwickelten Kriterien (BGE 115 V 139 ff. Erw. 6), sondern auf 

Grund der allgemeinen Adäquanzformel (Erw. 4 vorstehend) zu beurteilen (BGE 129 V 

184 Erw. 4.2 mit Hinweisen; vgl. auch SVR 1996 Nr. UV 58 S. 193). Die Adäquanz wäre 

somit zu bejahen, wenn die Kündigung der Arbeitsstelle nach dem gewöhnlichen Lauf 

der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet wäre, einen 

Erfolg von der Art des eingetretenen (psychische Gesundheitsstörung) herbeizuführen, 

der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 

(BGE 129 V 181 Erw. 3.2 mit Hinweis).

c) Gemäss den Schilderungen von Dr. F.___ hat der Beschwerdeführer von September 

2004 bis Dezember 2004 drei Pankreasschübe durchgemacht, welche 

Arbeitsunfähigkeiten und stationäre Spitalaufenthalte vom 1. bis 5. November und vom 

12. bis 19. November 2004 zur Folge hatten. Am 8. Dezember 2004 wurde eine 

selektive laparoskopische Cholezystektomie durchgeführt. Der Beschwerdeführer 

scheint in dieser Phase auch zeitweise gearbeitet zu haben. Am 20. Oktober 2004 

wurde ihm gekündigt. Nach Angaben des Beschwerdeführers, weil er sich geweigert 

habe, als Kranführer tätig zu sein. Im vierten Quartal 2004 kam es somit zu einer 

Überlappung von unfallbedingter und krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit. Der 

Beschwerdeführer behauptet nun, er sei wegen der falschen 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung und der dadurch erfolgten Arbeitsaufnahme überhaupt 

erst in die Situation gekommen, den Einsatz als Kranführer verweigern zu müssen. 

Dieses Verhalten sei aber der Grund für die Kündigung gewesen, welche ihrerseits 

dann die ganze psychische Problematik verursacht habe, weswegen er nun 

arbeitsunfähig sei.

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d) Es kann dem Beschwerdeführer zugestanden werden, dass eine solche Kausalkette 

im Sinn natürlicher Kausalität zwar denkbar ist, und eine Kündigung nach 27 Jahren im 

selben Betrieb ohne Frage eine grosse psychische Belastung darstellt. Dies 

insbesondere mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer damals bereits 55 Jahre alt 

war, was das Finden einer neuen Arbeitsstelle vorhersehbar erschwerte. Allerdings ist 

die geltend gemachte Kausalkette mit Blick auf die krankheitsmässige Entwicklung 

sozialversicherungsrechtlich betrachtet in so hohem Masse unwahrscheinlich, dass 

daraus keine Haftung der Beschwerdegegnerin abgeleitet werden kann. Einerseits ist 

eine Kündigung der Arbeitsstelle nach einem Unfall nicht derart selten, dass die danach 

eintretende Belastungssituation generell geeignet erscheint, zu einer nicht mehr 

überwindbaren psychischen Störung zu führen. Anderseits sind hinsichtlich der Gründe 

der vorliegenden Kündigung widersprüchliche Darstellungen vorhanden. Immerhin 

steht fest, dass sich krankheits- und unfallbedingte Einschränkungen überlagerten. 

Dem bekannten Sachverhalt folgend, dürften die krankheitsbedingten 

Bewegungseinschränkungen die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit als Anlass der 

Kündigung allerdings derart überragt haben, dass nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit von einer durch den Unfall herbeigeführten Kündigung auszugehen 

ist. Damit fehlt es an einer durchgehenden Kausalkette. Die Beschwerdegegnerin ist für 

die Folgen der nach dem Unfall aufgetretenen psychischen Gesundheitsstörung somit 

nicht leistungspflichtig.

9.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind nach Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.04.2007
	Art. 18 UVG. Rentenleistungen. Prüfung der Adäquanz zwischen dem Unfall und der danach aufgetretenen psychischen Störung; einerseits unter Berücksichtigung einer falschen ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung als Fehlbehandlung und andererseits unter Einbezug der Kündigung der Arbeitsstelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. April 2007, UV 2006/60). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_288/2007.

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