# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1f145d8-9d4f-5cb5-9cf1-fce4633d3eec
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.10.2015 S 2015 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2015-35_2015-10-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 15 35

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 20. Oktober 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

- 2 -

1. A._____ arbeitet seit dem 15. August 2010 bei der C._____ als 

Sachbearbeiter und ist in dieser Eigenschaft bei der B._____ AG 

obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 

versichert. Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 2. Dezember 2013 

erlitt A._____ am 30. November 2013 anlässlich eines Zusammenpralls 

beim Eishockey eine Stauchung der Wirbelsäule. 

2. Die Erstbehandlung erfolgte am 1. Dezember 2013 bei Dr. med. D._____, 

welcher eine diskoligamentäre Verletzung mit möglicher C6-

Nervenwurzelreizung beidseits diagnostizierte. Differenzialdiagnostisch 

wurde eine Commotio spinalis angenommen. Ossäre Läsionen wurden 

keine festgestellt. Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte Dr. med. D._____ 

nicht. Die B._____ AG anerkannte das Ereignis vom 30. November 2013 

als Nichtberufsunfall.

3. Nach weiteren medizinischen Untersuchungen (einschliesslich zweier 

MRI-Untersuchungen am 18. Dezember 2013 und 21. März 2014 und 

einer CT-Untersuchung der HWS am 13. Mai 2014) sowie nach 

Vornahme eines operativen Eingriffs am 19. Mai 2014 (totale Discectomie 

C5/6, Osteophyten-Resektion und Foraminotomie beidseits sowie 

Interposition einer Bandscheibenprothese) stellte die B._____ AG, 

gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. E._____ 

vom 11. Juli 2014, mit Verfügung vom 25. September 2014 die 

Versicherungsleistungen per 31. März 2014 ein, da ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen den gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen und dem Ereignis vom 30. November 2013 nicht 

mehr gegeben sei. 

4. Dagegen erhob A._____ am 8. Oktober 2014 Einsprache. Begründend 

führte er aus, dass er vor dem Zusammenprall am 30. November 2013 

keine der in der Verfügung aufgelisteten Symptome gehabt habe. Diese 

- 3 -

Symptome seien durch den Unfall ausgelöst worden. Dementsprechend 

sei die Einsprache gutzuheissen und die Leistungen nicht per 31. März 

2014 einzustellen. Gleichzeitig mit der Einsprache stellte A._____ der 

B._____ AG einen Arztbericht von Dr. med. F._____ vom 6. Oktober 2014 

zu. 

5. Nach Einholung des Berichts der CT-Untersuchung der HWS vom 13. Mai 

2014 sowie einer erneuten Beurteilung des beratenden Arztes Dr. med. 

E._____ vom 9. Januar 2015 wies die B._____ AG die Einsprache von 

A._____ mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2015 ab und entzog 

einer allfälligen Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den 

Einspracheentscheid die aufschiebende Wirkung. 

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 13. März 

2015 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

mit dem Antrag auf Aufhebung der Verfügung vom 25. September 2014 

und des Einspracheentscheids vom 11. Februar 2015. Begründend führte 

er aus, dass er anlässlich eines Eishockeyspiels am 30. November 2013 

mit hoher Geschwindigkeit einen Zusammenprall mit einem Gegenspieler 

erlitten habe. Dabei habe er beim Aufprall einen "kräftigen Stromschlag" 

durch den ganzen Körper und sofort starke Schmerzen verspürt. Auch 

habe er Sensibilitätsstörungen bemerkt. Vor dem Unfall habe er nie 

Beschwerden am Nacken gehabt. Die jetzigen Beschwerden seien klar 

auf den Unfall beim Eishockey zurückzuführen. In den Arztberichten sei 

von einer traumatischen Diskushernie die Rede. Prof. Dr. med. G._____ 

spreche im Arztbericht vom 13. Mai 2014 von einem Status nach Trauma 

beim Hockey. Auch Dr. med. F._____ begründe klar und 

unmissverständlich, dass die Beschwerden auf den Unfall zurückzuführen 

seien. Da die B._____ AG Unfallleistungen ausgerichtet habe, habe sie 

zu beweisen, dass die Gesundheitsschädigung ausschliesslich auf 

unfallfremde Faktoren zurückzuführen sei, was ihr nicht gelinge. Aufgrund 

- 4 -

der Arztberichte von Dr. med. F._____ und Prof. Dr. med. G._____ sei 

klar ersichtlich, dass der Unfall Auslöser für die geklagten Beschwerden 

und die hierauf notwendig gewordene Operation sei. Hätte sich der Unfall 

nicht ereignet, wären die Beschwerden nicht aufgetreten und die 

Operation nicht notwendig geworden. Die MRI-Untersuchung vom 

18. Dezember 2013 zeige, dass es sich um einen sehr heftigen 

Zusammenprall gehandelt habe. Diskushernien könnten ausnahmsweise 

durch traumatische Ereignisse entstehen. Gerade beim Eishockey wirkten 

Kräfte, die eine solche Gesundheitsschädigung möglich machten. Um 

Leistungen aus der Unfallversicherung zu begründen, genüge eine 

Teilursache. Sollte das Gericht der Ansicht von Dr. med. F._____ und 

Prof. Dr. med. G._____ nicht folgen, sei ein unabhängiges 

Gerichtsgutachten einzuholen. Die Schlussfolgerungen von Dr. med. 

E._____ seien nicht nachvollziehbar. 

7. Die B._____ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Vernehmlassung vom 11. Mai 2015 die Abweisung der Beschwerde und 

die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 11. Februar 2015. Die 

Beschwerden hätten sich nach dem Unfallereignis vom 30. November 

2013 gemäss Hausarzt Dr. med. F._____ und Prof. Dr. med. G._____ 

zunächst verbessert. Den Berichten von Dr. med. F._____ vom 

6. Oktober 2014 und Prof. Dr. med. G._____ vom 13. Mai 2014 komme 

nur beschränkter Beweiswert zu, da Hausärzte mitunter im Hinblick auf 

ihre auftragsrechtliche Stellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer 

Patienten aussagen würden. Entgegen den beschwerdeführerischen 

Ausführungen habe dieser keinen schweren Unfall erlitten. 

Zusammenstösse und Bandenchecks seien beim Eishockey Bestandteil 

des Spiels und im Rahmen der Regeln erlaubt. Die Beschwerdegegnerin 

bestreite nicht, dass der Zusammenstoss zu einer Schmerzauslösung 

geführt habe. Der Verlauf entspreche jedoch der medizinischen 

Erfahrung, indem die Beschwerden zurückgegangen seien und sich die 

- 5 -

Trizepsschwäche und auch die Dysästhesien gebessert hätten. Bei einem 

konstitutionell ohnehin engen Spinalkanal, den bildgebend 

dokumentierten degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule sowie den 

fehlenden posttraumatischen ossären und muskulären Läsionen sowie 

unter Berücksichtigung, dass aus medizinischer Sicht keine äussere 

Gewalteinwirkung vorstellbar sei, die isoliert eine Bandscheibe verletzen 

könne, sei es vorliegend nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die 

Diskushernie als Teilursache durch den Zusammenstoss vom 

30. November 2013 verursacht worden sei. Die Argumentation des 

Beschwerdeführers und seines Hausarztes, wonach der 

Beschwerdeführer vor dem Ereignis keine Beschwerden gehabt habe, 

weshalb das Unfallereignis kausal sei für die Beschwerden, sei 

unbehelflich, handle es sich doch um eine reine "post hoc ergo propter 

hoc"-Argumentation, die unzulässig sei. Es lägen alle verfügbaren und 

zeitnahen medizinischen Unterlagen vor, sodass sich Dr. med. E._____ 

ein umfassendes Bild habe machen können. Von einem weiteren 

Gutachten seien deshalb keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. Februar 2015 

wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur 

- 6 -

Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der 

Beschwerdeführer Wohnsitz in Graubünden, weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons gegeben ist. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt sich aus Art. 57 

ATSG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in 

Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der 

Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 11. Februar 

2015, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen 

Beschwerdeführers vom 8. Oktober 2014 abgewiesen und gleichzeitig 

ihre Verfügung 25. September 2014 bestätigt hat, stellt demnach ein 

taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht dar. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt 

und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (vgl. 

Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten. 

2. Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerdeschrift vom 

13. März 2015 die Aufhebung der Verfügung vom 25. September 2014 

sowie des Einspracheentscheids vom 11. Februar 2015. Diesbezüglich 

gilt es zu beachten, dass der Einspracheentscheid gemäss ständiger 

Rechtsprechung des Bundesgerichtes an die Stelle der Verfügung tritt 

und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand des Beschwerdeverfahrens 

bildet. Die Verfügung, soweit angefochten, hat mit dem Erlass des 

Einspracheentscheids jede rechtliche Bedeutung verloren (vgl. Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_592/2012 vom 23. November 2012 E.3.2 mit 

Hinweisen). Folglich hätte sich der vom Beschwerdeführer neben dem 

Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 

- 7 -

zusätzlich gestellte Antrag auf Aufhebung der Verfügung vom 

25. September 2014 erübrigt. Negative Folgen aus diesem formellen 

Versäumnis ergeben sich für den nicht anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführer indes keine. 

3. a) Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 

setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalls, eines 

Nichtberufsunfalls oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 

Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

b) Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 

weiter einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 

E.3.1 und 3.2; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E.3.1). Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne die der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 

Weise beziehungsweise nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 

die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 

genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten 

Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E.3.1, 119 V 335 E.1; 

SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E.5.1). Ob zwischen einem schädigenden 

Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

- 8 -

beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm 

obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 

hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E.3.1; SVR 

2010 UV Nr. 30 S. 121 E.5.1). Im Bereich organisch objektiv 

ausgewiesener körperlicher Beeinträchtigungen − wie sie vorliegend mit 

der Diskushernie in Frage stehen − spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich 

hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 

134 V 109 E.2.1). 

c) Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 

überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate 

Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 

noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft 

dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er 

unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber 

derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später 

eingestellt hätte (status quo sine) erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 

E.3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 E.3b). Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 

allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 

ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei 

um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast − 

- 9 -

anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist − nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E.3.2). 

d) Um die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 

dem schädigenden Unfallereignis und den geklagten gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen beurteilen zu können, sind die zuständigen Behörden 

auf Unterlagen angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu 

stellen sind. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen 

Beweismittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht 

alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 

prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 

eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 

zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 

auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 134 V 231 E.5.1). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

- 10 -

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 

122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit 

dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in 

Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 

Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. Den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 

E. 3b/ee). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht 

der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a mit 

Hinweisen).

4. Unbestritten und aufgrund der Akten belegt ist, dass der 

Beschwerdeführer am 30. November 2013 anlässlich eines 

Zusammenpralls mit einem Gegenspieler bei einem Eishockeyspiel eine 

Stauchung der Wirbelsäule erlitten hat und danach unfallkausale 

Beschwerden aufgetreten sind. Unbestritten ist des Weiteren, dass es 

sich bei diesem Ereignis um einen Unfall im Rechtssinne gemäss Art. 4 

ATSG handelt. Die Beschwerdegegnerin hat das Ereignis denn auch als 

Nichtberufsunfall erkannt und entsprechende Versicherungsleistungen 

erbracht. Ebenfalls unbestritten sind die ärztlich erhobenen Diagnosen 

- 11 -

(vgl. dazu nachstehend E.4) sowie die Tatsache, dass bildgebend 

degenerative Veränderungen an der HWS festgestellt wurden. Umstritten 

und nachfolgend zu prüfen ist demgegenüber, ob die über den 31. März 

2014 hinaus geklagten Beschwerden in einem anspruchsbegründenden 

natürlichen Kausalzusammenhang mit dem besagten Unfallereignis 

stehen und damit der Beschwerdeführer auch über den 31. März 2014 

hinaus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung hat. 

Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich 

folgendes Bild:

 Dr. med. D._____, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, 
diagnostizierte anlässlich der Erstbehandlung vom 1. Dezember 2013 
gemäss Arztbericht vom 17. Juni 2014 (beschwerdegegnerische Akten 
[Bg-act.] 17) eine diskoligamentäre Verletzung mit möglicher C6-
Nervenwurzelreizung beidseits. Differentialdiagnostisch wurde eine 
Commotio spinalis erwähnt. Bezüglich Angaben des 
Beschwerdeführers zum Unfallhergang hielt Dr. med. D._____ was 
folgt fest: "Im Hockeymatch hatte der Pat. eine Kollision mit einem 
anderen Spieler. Er habe danach nicht mehr richtig stehen können. Er 
sei nicht bewusstlos gewesen. Den Kopf habe er nicht angeschlagen." 
Als Befund wurde folgendes erhoben: "Druckdolente HWS im 
kaudalen Bereich. Sensibilität Zeigfinger und ulnar am Daumen eher 
dys- bis hyperästhetisch". Röntgenbefund: "HWS ap/lat: kranial 
Streckhaltung mit Knick um C5/6. Keine ossäre Läsionen". Eine 
Arbeitsunfähigkeit attestierte Dr. med. D._____ nicht.

 Am 18. Dezember 2013 wurde eine MRI-Untersuchung des Nackens 
durchgeführt. Im entsprechenden Bericht (Bg-act. 10/11) stellte 
Dr. med. H._____, Facharzt Radiologie FMH, vorbestehende multiple 
segmentäre Chondrosen (degenerative Veränderungen der Knorpel), 
eine Wirbelkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals), eine 
Fehlhaltung in Form einer flachbogigen Kyphosierung zwischen HWK 
3 und 6 bei erhaltenem dorsalem Alignement, eine traumatische 
Diskushernie im Segment HWK 5/6 sowie eine Distraktion im Segment 
BWK 1/2 mit einer entsprechenden Zerrung des interspinalen 
Ligaments fest. Anhaltspunkte für eine posttraumatische ossäre 
respektive muskuläre Läsion zeigten sich keine. 

- 12 -

 Die am 21. März 2014 von Dr. med. I._____, Facharzt Radiologie 
FMH, spez. Pädiatrische Radiologie, wegen rezidivierenden 
Kribbelparästhesien durchgeführte MRI-Untersuchung der HWS ergab 
folgende Befunde (vgl. Bg-act. 12/13): "Segment HWK2/3: Normal 
weiter Spinalkanal. Normale Weite der Neuroforamina. Normale 
Bandscheibenhöhe. HWK 3/4: Relativ enger Spinalkanal mit 9mm im 
Sagittaldurchmesser. Normale Bandscheibenhöhe. Keine 
neuroforaminale Stenosierung. HWK4/5: Tendenziell enger 
Spinalkanal mit 9mm Durchmesser im Sagittaldurchmesser. Die 
Neuroforamina sind noch normal weit, insbesondere rechts, jedoch 
ebenfalls tendenziell etwas eng. Normale Bandscheibenhöhe. Kein 
relevantes Diskusbulging. HWK5/6: Weiterhin nachweisbare 
paramedian linksbetonte Diskushernie. Hier jedoch zwischenzeitlich 
auch etwas progredienter osteophytärer Anbau. Der Spinalkanal ist in 
diesem Segment im Sagittaldurchmesser mit 6mm Restweite deutlich 
eng. Cervikale Myelopathie in diesem Segment bei Signalstörung des 
Myelons. Beidseitige neuroforaminale Stenosierung mit möglicher 
Irritation der austretenden Nervenwurzeln. C6 beidseits. HWK6/7: 
Normal weiter Spinalkanal. Normale Weite der Neuroforamina. 
Unauffällige Darstellung des Myelons." 

 Im Aktenkonsilium vom 23. April 2014 (Bg-act. 5) führte Prof. Dr. med. 
G._____, Leiter Wirbelsäulenchirurgie aus, dass der 
Beschwerdeführer im November 2013 bei einem Eishockeyspiel ein 
Trauma erlitten habe. Aufgrund der Beschreibung könnte dannzumal 
ein spinaler Schock im Spiel gewesen sei. Vorübergehend sei eine 
Tricepsschwäche aufgetreten, die sich spontan gebessert habe. Auch 
die Dysästhesien schienen gebessert (bei Inklination Dysästhesien im 
Armbereich). Gestützt auf die MRI-Untersuchung der HWS vom 
21. März 2014 hielt Prof. Dr. med. G._____ fest, dass er unter den 
gegebenen Umständen eine Dekompression empfehle. Wenn man 
den Zustand so belasse, bestehe ein erhebliches Risiko, dass bei 
einem schon kleinen Trauma eine relativ schwere 
Rückenmarkschädigung auftreten könne. 

 Am 13. Mai 2014 wurde eine CT-Untersuchung der HWS durchgeführt 
(vgl. Bg-act. 54). Im Arztbericht vom 13. Mai 2014 (Bg-act. 6/7) führte 
Prof. Dr. med. G._____ dazu aus, dass sich die Facettengelenke 
regelrecht gezeigt hätten, sodass hier sicherlich eine Implantation 
einer Prothese möglich sei. Zusätzlich hätten im durchgeführten CT 
die deutliche Vorwölbung der reaktiven Knochenveränderungen im 
Bereich des Spinalkanals auf Höhe C5/C6 imponiert. Prof. Dr. med. 
G._____ diagnostizierte eine zervikale Spinalstenose C5/6 durch 
Bandscheibenprotrusion und möglicher C6-Kompression beidseits bei 
Status nach Trauma beim Hockey mit Contusio spinalis im November 
2013. Unter dem Titel "Beurteilung und Procedere" führte 
Prof. Dr. med. G._____ aus, dass die Beschwerden klinisch aktuell 

- 13 -

weitgehend regredient seien. Es bestehe noch eine geringe 
Sensibilitätsminderung am zweiten Finger links, gemäss Dermatom 
C6. Zusätzlich bestünden noch leichte Schwierigkeiten bei der 
Diskriminierung von heiss und kalt. Gemäss der durchgeführten CT-
Untersuchung sei prinzipiell eine Implantation einer Prothese möglich. 
Gewisse Untersicherheit bleibe aufgrund der ossären Situation an der 
Hinterkante. 

 Gemäss Operationsbericht (Bg-act. 8/9) wurde am 19. Mai 2014 bei 
Diagnose "Cervicale Spinalstenose C5/C6 bei breitbasiger 
Bandscheibenprotrusion und Spondylose, Zustand nach Contusio 
spinalis 11/2013 mit residuellen Dysästhesien linksbetont" eine totale 
Discectomie C5/6, eine Osteophyten-Resektion und eine 
Foraminotomie beidseits sowie eine Interposition einer 
Bandscheibenprothese vorgenommen. 

 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. E._____, 
Facharzt für Chirurgie FMH, führte im Arztbericht vom 11. Juli 2014 
(Bg-act. 22) aus, dass die gemäss Bericht vom 13. Mai 2014 mittels 
bildgebender Untersuchung festgestellte Spinalstenose C5/C6 durch 
Bandscheibenprotrusion keine Unfallfolge sei. Zur Begründung führte 
Dr. med. E._____ aus, dass es keine vorstellbare äussere 
Gewalteinwirkung gebe, die eine Bandscheibe isoliert verletzen 
könnte. Bei axialer Gewalteinwirkung komme es auch bei degenerativ 
veränderten Bandscheiben immer zuerst zu Wirbelfrakturen. Bei 
Überstrecken, Überbeugen, Rotation oder Kombination derselben, 
komme es erst zu einer Diskusläsion, wenn die ligamentären 
Strukturen oder Wirbelgelenke lädiert worden seien. In der Bildgebung 
vom 21. März 2014   seien keine unfallkausalen strukturellen 
Veränderungen dargestellt. Es handle sich ausschliesslich um 
degenerative Befunde. Eine Kontusion/Distorsion heile in der Regel 
nach zwei bis drei Monaten folgenlos ab. Somit könne spätestens per 
Ende März 2014 von einem status quo ante ausgegangen werden. 

 Im Arztbericht vom 6. Oktober 2014 (Bg-act. 47 - 49), welcher der 
Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin zusammen mit seiner 
Einsprache zustellte, führte dessen Hausarzt Dr. med. F._____, 
Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, aus, dass eine konservative 
Behandlungsstrategie festgelegt worden sei. Diese habe dann auch 
einen Rückgang der Beschwerden (insbesondere der Verspannung 
des Nackens, etwas Verbesserung der Kraft und leichter Rückgang 
der Dysästhesien radial beidseits) geführt. In der folgenden 
Konsultation habe sich jedoch eine Stagnation gezeigt. Der 
Beschwerdeführer habe berichtet, dass er bei der Kopfflexion ein 
Kribbeln im Bereich des Trizeps verspüre. Das Verlaufs-MRI habe 
eine Progredienz der Befunde gezeigt. Da der Beschwerdeführer bis 
vor dem Unfall keine Beschwerden gehabt habe, sei die 

- 14 -

Unfallkausalität klar gegeben. Aufgrund der Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer nicht unmittelbar, sondern erst nach konservativem 
Versuch und abwägen des Risikos operiert worden sei, könne der Fall 
nicht an die Krankenversicherung delegiert werden. Auch dass der 
Beschwerdeführer nicht komplett von der Arbeit ferngeblieben sei, sei 
kein Indiz, dass es sich um eine krankheitsbedingte Problematik 
handle. 

 In seiner abschliessenden Stellungnahme vom 9. Januar 2015 (Bg-
act. 56) hielt Dr. med. E._____ fest, dass nach einem Trauma die 
Beschwerden erfahrungsgemäss anfänglich am stärksten seien und 
schlimmstenfalls persistieren oder langsam verschwinden würden. 
Das Wiederauftreten oder Verschlimmern derselben im Verlauf deute 
darauf hin, dass andere Ursachen für dieselben, zumindest als 
teilkausal, anzusehen seien. Beim Beschwerdeführer seien am 
13. Mai 2014 mittels CT der HWS Uncovertebralarthrosen HWK 5/6 
mit konsekutiver relativer Spinalkanaleinengung und ossär bedingter 
Einengung der Neuroforamina festgestellt worden. Damit sei eine 
Komprimierung der Nervenwurzel C6 beidseits nicht auszuschliessen 
gewesen. Bei diesen Befunden handle es sich nicht um Folgen des 
Unfallereignisses vom 30. November 2013, sondern um 
vorbestehende degenerative Veränderungen. Diese seien am 
20. Februar (recte: 19. Mai) 2014 operativ behandelt worden. Dieser 
Eingriff habe der Behandlung der degenerativen Veränderungen im 
Sinne einer Spinalstenose C5/C6 bei breitbasiger 
Bandscheibenprotrusion und Spondylose gedient. 

5. a) Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspracheentscheid 

vom 11. Februar 2015 massgeblich auf die Aktenberichte ihres 

beratenden Arztes Dr. med. E._____ vom 11. Juli 2014 und 9. Januar 

2015 gestützt, wonach es sich bei den erhobenen Befunden nicht um 

Folgen des Unfallereignisses vom 30. November 2013, sondern eindeutig 

um vorbestehende degenerative Veränderungen handle, welche am 

19. Mai 2014 (und nicht wie von Dr. med. E._____ versehentlich 

aufgeführt am 20. Februar 2014) operativ behandelt worden seien. Die 

erwähnten Aktenberichte von Dr. med. E._____ erfüllen die von der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines 

medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. vorstehend E.3d) 

und überzeugen, weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt. Dass 

Dr. med. E._____ keine eigenen Untersuchungen des Beschwerdeführers 

- 15 -

durchgeführt hat, schadet dabei nicht. Denn auf eine direkte ärztliche 

Auseinandersetzung mit der zu beurteilenden Person kann 

rechtsprechungsgemäss verzichtet werden, wenn es − wie im 

vorliegenden Fall − im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, ein lückenloser Befund 

vorliegt und sich neue Untersuchungen erübrigen. In einem solchen Fall 

kann auch ein reines Aktengutachten voll beweiswertig sein (vgl. Urteile 

des Bundesgerichtes 8C_681/2011 vom 27. Juni 2012 E.4.1, 

8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E.3.2.2, 8C_723/2010 vom 

25. März 2011 E.4.1 je mit weiteren Hinweisen). Vorliegend sind 

Anamnese und Verlauf ausführlich in den Akten dokumentiert. Die 

präoperativen bildgebenden Diagnosen wurden durch die Operation vom 

19. Mai 2014 beziehungsweise durch den entsprechenden 

Operationsbericht (vgl. Bg-act. 8/9) bestätigt. Sodann sind aufgrund der 

(bildgebenden) Akten sowohl die degenerativen Veränderungen als auch 

die Tatsache, dass diese im weiteren Verlauf progredient waren, 

ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund konnte sich Dr. med. E._____ 

ohne Weiteres ein vollständiges Bild machen. Er hat in seinen 

Aktenbeurteilungen vom 11. Juli 2014 (Bg-act. 22) und 9. Januar 2015 

(Bg-act. 56) denn auch einleuchtend und nachvollziehbar begründet, 

weshalb es sich bei den geklagten Beschwerden nicht um Folgen des 

Unfallereignisses vom 30. November 2013, sondern um vorbestehende 

degenerative Veränderungen handelt. Darauf ist − aus den nachfolgend 

dargestellten Überlegungen − abzustellen. 

b) Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des 

Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien 

(Bandscheibenvorfälle) bei Vorliegen degenerativer 

Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur 

ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche 

Ursache in Betracht fällt (Urteil des Bundesgerichtes 8C_811/2012 vom 

- 16 -

4. März 2013 E.5 mit weiteren Hinweisen). Als weitgehend unfallbedingt 

kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von 

besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der 

Bandscheibe herbeizuführen und die Symptome der Diskushernie 

(vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger 

Arbeitsunfähigkeit auftreten. In der Rechtsprechung werden als Beispiele 

für ein Unfallereignis von besonderer Schwere etwa ein freier Sturz aus 

erheblicher Höhe, ein Sprung aus 10 m Höhe, ein Sturz beim Tragen von 

Lasten oder ein Zusammenstoss bei grosser Geschwindigkeit genannt. 

Es sind massivste Gewalteinwirkungen auf den Körper notwendig (Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_811/2012 vom 4. März 2013 E.6.1 und 6.2 mit 

weiteren Hinweisen). In solchen Fällen hat die Unfallversicherung 

praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukommen. 

Wird die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber 

verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen 

nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (RKUV 2000 Nr. U 

379 S. 192 E.2a; Urteil des Bundesgerichtes 8C_281/2007 vom 

18. Januar 2008 E.5.2.1). 

c) Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 2. Dezember 2013 (Bg-act. 1) 

erlitt der Beschwerdeführer am 30. November 2013 anlässlich eines 

Zusammenpralls beim Eishockey eine Stauchung der Wirbelsäule. Dass 

der Körper beim Zusammenprall mit einem Gegenspieler bei einem 

Eishockeyspiel mitunter grossen Kräften ausgesetzt ist, ist notorisch. 

Eishockey ist eine schnelle und mit viel Einsatz geführte Sportart, bei 

welcher mit harten Körperkontakten und Körperangriffen zu rechnen ist. 

Dennoch ist das Unfallereignis vom 30. November 2013 nicht als 

Unfallereignis von besonderer Schwere zu qualifizieren, das geeignet 

gewesen wäre, selbst eine gesunde Bandscheibe zu verletzen. Dazu fehlt 

es dem Unfallereignis an der von der Rechtsprechung geforderten 

- 17 -

massivsten Gewalteinwirkungen auf den Körper (vgl. vorstehend E.5b). 

Selbst wenn das Unfallereignis vom 30. November 2013 indes als 

Unfallereignis von besonderer Schwere qualifiziert würde, ist das zweite 

Kriterium − unverzügliches Auftreten der Symptome der Diskushernie 

(vertebrales oder radikuläres Syndrom) mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit − 

zu verneinen. Dass es unverzüglich zu einer Symptomatik mit sofortiger 

Arbeitsunfähigkeit gekommen wäre, findet in den Akten insofern keine 

Stütze, als der erstbehandelnde Arzt Dr. med. D._____ dem 

Beschwerdeführer einen Tag nach dem Unfallereignis vom 30. November 

2013 keine Arbeitsunfähigkeit attestierte (vgl. Arztbericht vom 17. Juni 

2014 [Bg-act. 17]). Vielmehr ist eine Arbeitsunfähigkeit erst während des 

stationären Aufenthalts im Spital Sonnenhof sowie für einige Zeit nach 

dem operativen Eingriff vom 19. Mai 2014 ausgewiesen (19. Mai bis 

9. Juni 2014 100% AUF, 10. Juni bis 20. Juli 2014 70 % AUF, 21. Juli bis 

10. August 2014 40 % AUF; vgl. die ärztlichen Zeugnisse vom 22. Mai 

2014 [Bg-act. 19], 3. Juni 2014 [Bg-act. 18], 21. Juli 2014 [Bg-act. 20] und 

4. August 2014 [Bg-act. 21]). Zwar bestanden nach dem Unfallereignis 

vom 30. November 2013 gemäss den vorstehend erwähnten 

medizinischen Berichten (vgl. E.4) vorübergehend eine Trizepsschwäche 

und gewisse Dysästhesien (Empfindungsstörungen); Letztere sind 

rechtsprechungsgemäss als radikuläres Syndrom und damit als 

Symptomatik der Diskushernie zu betrachten. Doch bereits im 

Aktenkonsilium vom 23. April 2014 (Bg-act. 5) hielt Prof. Dr. med. 

G._____ fest, dass sich die vorübergehende Trizepsschwäche spontan 

gebessert habe und auch die Dysästhesien gebessert schienen. Im 

Arztbericht vom 13. Mai 2014 (Bg-act. 7) führte Prof. Dr. med. G._____ 

sodann aus, dass die Beschwerden aktuell weitgehend regredient seien. 

Es bestünden noch eine geringe Sensibilitätsstörung am zweiten Finger 

links, gemäss Dermatom C6 sowie leichte Schwierigkeiten bei der 

Diskriminierung von heiss und kalt. Auch Dr. med. F._____ hielt in seinem 

Bericht vom 6. Oktober 2014 (Bg-act. 47 - 49) zunächst eine Regredienz 

- 18 -

der Beschwerden, insbesondere der Nackenverspannungen und der 

Dysästhesien, sowie eine Verbesserung der Kraft fest. Dementsprechend 

sind vorliegend keine mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit verbundenen 

unverzüglichen dramatischen Auswirkungen nach dem Zusammenprall 

beim Eishockey ausgewiesen, womit auch das zweite zur Bejahung der 

natürlichen Kausalität notwendige Kriterium (vgl. vorstehend E.5b) nicht 

erfüllt ist. Vor diesem Hintergrund sind die von der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung geforderten Kriterien zur Annahme einer 

ausnahmsweise als unfallbedingt zu betrachtenden Diskushernie nicht 

erfüllt, weshalb die natürliche Kausalität der noch bestehenden 

Beschwerden zum Unfallereignis vom 30. November 2013 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zu verneinen ist. 

d) Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur 

aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung − 

wie gesehen − nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit 

dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Treten nach einem 

Unfall posttraumatische Lumbalgien und Lumboischialgien auf, so kann 

das Erreichen des status quo sine nach drei bis vier Monaten erwartet 

werden, wogegen eine allfällige richtungsgebende Verschlimmerung 

röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen 

Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines 

klinisch stummen degenerativen Vorzustands an der Wirbelsäule ist in der 

Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, 

als abgeschlossen zu betrachten (Urteil des Bundesgerichtes 

8C_467/2007 vom 25. Oktober 2007 E.3.1; vgl. zum Ganzen: RUMO-

JUNGO/HOLZER in: MURER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 

S. 55 f.). Die Beurteilung von Dr. med. E._____, wonach es sich bei der 

zur Diskussion stehenden Diskushernie eindeutig um ein degeneratives 

- 19 -

Geschehen handelt und der status quo ante spätestens per 31. März 

2014 eingetreten ist, überzeugt. Denn weder in der MRI-Untersuchung 

vom 18. Dezember 2013 (vgl. Bg-act. 10/11) noch in jener vom 21. März 

2014 (vgl. Bg-act. 12/13) zeigten sich Anhaltspunkte für eine 

posttraumatische ossäre oder muskuläre Läsion und auch anderweitige 

unfallkausale strukturelle Veränderungen wurden anlässlich dieser 

bildgebenden Untersuchungen nicht festgestellt. Vielmehr zeigten sich 

anlässlich der erwähnten Untersuchungen − wie Dr. med. E._____ 

nachvollziehbar und schlüssig darlegt − degenerative Veränderungen. 

Sodann äusserte sich auch Prof. Dr. med. G._____ in seinen 

Arztberichten vom 23. April (Bg-act. 5) und 13. Mai 2014 (Bg-act. 6/7) 

nicht zur Unfallkausalität der bildgebend erhobenen Befunde und bejahte 

eine solche dementsprechend auch nicht. Infolgedessen ist mit Dr. med. 

E._____ und der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die 

Diskushernie nicht durch das Unfallereignis vom 30. November 2013 

ausgelöst wurde, sondern dieses "lediglich" zu einer Schmerzauslösung 

geführt hat. Die Operation vom 19. Mai 2014 diente denn auch einzig der 

Behandlung von degenerativen Veränderungen im Sinne einer 

Spinalstenose C5/C6 bei breitbasiger Bandscheibenprotrusion und 

Spondylose und war nach Beurteilung von Prof. Dr. med. G._____ einzig 

deswegen indiziert, weil aufgrund des erhobenen Befundes ein 

erhebliches Restrisiko für eine Rückenmarkschädigung bei schon kleinem 

Trauma bestand (vgl. dessen Arztbericht vom 23. April 2014 [Bg-act. 5]). 

Nach dem Dargelegten ist mit der Beschwerdegegnerin und Dr. med. 

E._____ davon auszugehen, dass es sich bei der Diskushernie des 

Beschwerdeführers um ein degeneratives Geschehen handelt und nicht 

um eine Folge des Unfallereignisses vom 30. November 2013 und der 

status quo ante rund vier Monate nach dem Unfallereignis per 31. März 

2014 eingetreten ist. 

- 20 -

e) Soweit der Hausarzt Dr. med. F._____ im Bericht vom 6. Oktober 2014 

(Bg-act. 47 - 49) den angeblichen Kausalzusammenhang zwischen den 

geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 30. November 2013 

damit begründet, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis 

bezüglich der HWS beschwerdefrei gewesen und nie deswegen 

behandelt worden sei, ist darauf hinzuweisen, dass gemäss 

höchstrichterlicher Rechtsprechung für den Nachweis einer 

unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung die Formel "post hoc, ergo 

propter hoc" nicht massgebend ist, nach dessen Bedeutung eine 

gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht 

gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. Urteile des 

Bundesgerichtes 8C_151/2012 vom 12. Juli 2012 E.5.4, 8C_631/2012 

vom 14. Dezember 2012 E.4 je mit Hinweisen). Auch beschreibt Dr. med. 

F._____ im erwähnten Arztbericht, dass der Beschwerdeführer nach 

einem Crash auf offenem Eis einige Minuten regungslos am Boden 

gelegen habe. Diese Aussage findet in den Akten keine Stütze. Vielmehr 

hielt Dr. med. D._____ in seinem Arztbericht der Erstbehandlung vom 

17. Juni 2014 (Bg-act. 17) fest, dass der Beschwerdeführer nach einer 

Kollision mit einem anderen Spieler nicht mehr richtig habe stehen 

können. Er sei indes nicht bewusstlos gewesen und habe auch den Kopf 

nicht angeschlagen. Dementsprechend vermag der Arztbericht von 

Dr. med. F._____ vom 6. Oktober 2014 aber keine Zweifel an der 

schlüssigen und nachvollziehbaren Beurteilung von Dr. med. E._____ zu 

wecken. 

f) Von weiteren Beweismassnahmen und insbesondere von der Erstellung 

eines gerichtlichen Gutachtens − wie es der Beschwerdeführer beantragt 

− sind keine neuen oder zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb 

vorliegend in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere 

Beweiserhebungen zu verzichten ist (vgl. BGE 136 I 229 E.5.3, 124 V 90 

E.4b).

- 21 -

6. a) Fehlt es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit an der natürlichen 

Kausalität zwischen den über den 31. März 2014 hinaus geklagten 

Beschwerden und dem Unfallereignis vom 30. November 2013, ist die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der 

Diskushernie ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund ist die mit 

Einspracheentscheid vom 11. Februar 2015 bestätigte 

Leistungseinstellung vier Monate nach dem Unfallereignis vom 

30. November 2013 per 31. März 2014 nicht zu beanstanden. Die 

Beschwerde erweist sich dementsprechend als unbegründet und ist 

abzuweisen. 

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen − ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung − für die Parteien kostenlos. Demnach werden für das 

vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. Der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin steht überdies kein Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]