# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7dcc8e90-cf34-5c13-8bf2-362f9ac160bf
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.09.2025 720 2024 336 (720 24 336)
**Docket/Reference:** 720 2024 336
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-336_2025-09-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. September 2025 (725 24 336) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 

Medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____ Beschwerdeführerin, vertreten durch Anna Schneider, 
Rechtsanwältin, schadenanwaelte AG, Alderstrasse 40, Postfach, 
8034 Zürich 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Reto Bachmann, Rechtsanwalt, LISCHER 
ZEMP & PARTNER, St. Leodegarstrasse 2, 6006 Luzern 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1961 geborene A.____ arbeitete beim Spital B.____ und war in dieser Eigenschaft 
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 6. Juli 2023 stiess die Ver-
sicherte beim Fahrradfahren mit einem Scooter zusammen, der unvermittelt aus einer Einfahrt 
kam und in das Vorderrad der Versicherten fuhr. Hierbei fiel sie über das Rad auf die linke Kör-

 

 
 
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perhälfte, die Schulter und das Gesicht. Die erstbehandelnden Ärzte diagnostizierten eine 
Kopfprellung, eine Rissquetschwunde am lateralen Augenlid links sowie eine Klavikulafraktur 
Jäger-Breitner Typ I. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der Folge die 
gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 11. Januar 2024 stellte die Suva die Leistungen 
per 4. Februar 2025 ein und lehnte einen Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer 
Invalidenrente und einer Integritätsentschädigung ab. Daran hielt sie auch auf Einsprache der 
Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2024 fest.  
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte, vertreten durch Anna Schneider, 
Rechtsanwältin, mit Eingabe vom 6. November 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, der Ein-
spracheentscheid vom 4. Oktober 2024 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten, die gesetzlichen Leistungen nach UVG, insbesondere die Übernahme der Heilbe-
handlungskosten und Taggelder rückwirkend ab 4. Februar 2024 und für die Zukunft sowie spä-
ter evtl. eine Integritätsentschädigung sowie eine Rente auszurichten. Eventualiter sei ein ex-
ternes Fachgutachten einzuholen, bevor über ihren Anspruch entschieden werde; unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, dass der versicherungsinternen 
Beurteilung, auf welche sich der leistungseinstellende Entscheid der Suva stütze, keine Be-
weiskraft zukomme.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 25. November 2024 schloss die Suva auf Abweisung der 
Beschwerde.  

 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Versicherte über den 4. Februar 2024 hinaus An-
spruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat.  
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss 
Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 

 

 
 
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nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters 
ereignet hat. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand-
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwar-
tet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge-
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen 
dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – 
voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausalzu-
sammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, zu deren Beantwortung die rechtsanwenden-
de Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – auf ärztliche Erkenntnisse ange-
wiesen ist. Für den Nachweis des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt der im Sozialver-
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Mög-
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (vgl. 
BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 
(BGE 125 V 456 E. 5c, 123 V 98 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kau-
salzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitli-
chen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom 
Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 
Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kau-
salzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich 
hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 
127 V 103 E. 5b/bb). 
 

 

 
 
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4.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo si-
ne), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinwei-
sen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast − anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist − nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 
363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 
Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei 
voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheits-
schadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundes-
gerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 

5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinwei-
sen).  
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-
deren Beweismittel − frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 

 

 
 
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Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
6.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts sind im Wesentlichen die folgenden 
Unterlagen von Relevanz: 
 
6.2 Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.____, Interdisziplinäre Notfallstation, diag-
nostizierten am 27. Juni 2023 eine Kopfprellung, eine Rissquetschwunde am lateralen Augenlid 
links, eine Klavikulafraktur Jäger-Breitner Typ I sowie einen Verdacht auf eine Neuropraxie (re-
versible, vorübergehende Nervenstörung) der linken Hand. Die Hypästhesie habe sich im Ver-
lauf des Aufenthalts bereits deutlich regredient gezeigt. Bezüglich der Klavikulafraktur handle es 
sich um eine relativ stabile Verletzung. Es sei ein konservatives Vorgehen (Analgesie, Orthogi-
let), tägliche Automobilisation von Ellenbogen und Handgelenk gemäss Instruktion zu empfeh-
len. 
 
6.3 Im Sprechstundenbericht des Spitals C.____, Zentrum Bewegungsapparat, vom 
11. Juli 2023 stellte Dr. med. D.____, leitender Arzt der Traumatologie, eine unauffällig verheilte 
laterale Klavikulafraktur, die Folgen eines "Minor Head Injurys", abklingende multiple Kontusio-
nen und zusätzlich zu den bekannten Diagnosen den Verdacht auf eine stattgehabte Zehen-
fraktur (unfallunabhängig) fest. Im Rahmen der Beurteilung berichtete Dr. D.____, dass die Ver-
sicherte infolge ihres leichten Schädel-Hirn-Traumas noch nicht wettbewerbsfähig eingesetzt 
werden könne. Die Rekonvaleszen zwerde sicherlich noch den gesamten Juli in Anspruch 
nehmen. Die Mitella-Schlinge sei angepasst und es sei mit der Versicherten vereinbart worden, 
dass sie sich bei weiterhin bestehenden Konzentrationsstörungen in einer Woche noch einmal 
selbstständig vorstellen werde.  
 

 

 
 
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6.4 Am 31. Juli 2023 erfolgte eine Magnetresonanztomographie (MRI) des Neurokraniums. 
Hierbei wurden einzelne unspezifische Marklagerläsionen rechts frontal sowie eine atypische 
singuläre Läsion im Corpus callosum (grösste Kommissur [Faserverbindung] des menschlichen 
Gehirns, auch als Balken bekannt, verbindet die beiden Großhirnhemisphären und besteht aus 
über 200 Millionen Nervenfasern, die den Informationsaustausch zwischen den beiden Gehirn-
hälften ermöglichen und koordinieren) rechts frontal (Differenzialdiagnose [DD] atypische 
Mikroangiopathie DD "wenig wahrscheinlich da singulär DAI [diffuse axonal injury = diffuse axo-
nale Verletzung] – Bewusstlosigkeit? oder entzündliche Veränderung") erhoben.  
 
6.5 Eine Computertomographie (CT) des Beckens vom 31. Juli 2023 ergab eine Becken-
ringverletzung mit Fraktur der Massae laterales (seitliche, flügelförmige Bereiche des Kreuz-
beins, die sich kranial [nach oben] als dreieckige Knochenplatten ausdehnen und als Ala ossis 
sacri bezeichnet werden) beidseits und fragliche Querkomponente S2, acetabulumnahe obere 
Schambeinastfraktur links sowie symphysennahe obere Schambeinastfraktur links.  
 
6.6 Mit Bericht vom 8. August 2023 nahm Dr. D.____ zu den veranlassten Bildgebungen 
Stellung. Die Bildgebung des Schädels sei mit einer Kollegin der Neurochirurgie besprochen 
worden. In Zusammenschau des klinischen Bildes und des MR-radiologischen Befunds sei der-
zeit von einer akuten axonalen Schädigung im Corpus callosum auszugehen. Diesbezüglich sei 
weiterhin körperliche Schonung und das Vermeiden auch von intellektuell fordernden Tätigkei-
ten zu empfehlen. Bezüglich der erst am 31. Juli 2023 diagnostizierten Beckenringverletzung 
sei weiterhin konservatives Vorgehen zu empfehlen. Die Patientin zeige eine ordentliche Mobili-
tät. Trotz seit dem Unfall durchgeführter Vollbelastung sei es zu keinen relevanten Dislokatio-
nen der genannten Frakturen gekommen. Eine Arbeitsunfähigkeit sei bis Ende August 2023 
attestiert worden.  
 
6.7 Im Bericht des Spitals C.____, Abteilung Neurologie, vom 25. August 2023 wurde fest-
gehalten, dass die Patientin nach einem Schädel-Hirn-Trauma bei einem Fahrradunfall am 
27. Juni 2023 an neuropsychologischen Einschränkungen leide. Neben Gedächtnisproblemen 
bestünden belastungsabhängig aphasische und apraktische Symptome. In der klinisch-
neurologischen Untersuchung seien ein tiefer stehendes Oberlid links nach Monokelhämatom, 
Wortfindungsschwierigkeiten und eine Hypästhesie der linken distalen unteren Extremität aus-
gemacht worden. In der MRI-Untersuchung des Schädels finde sich eine Corpus callosum-
Läsion rechts frontal, welche nicht eindeutig zugeordnet werden könne (DD axonaler Schaden 
im Corpus callosum bei leichtem Schädel-Hirn-Trauma, DD entzündlich). Die Patientin sei sei-
tens der Neuropsychologie zur Testung aufzubieten, um das Ausmass der kognitiven Ein-
schränkungen aufzuzeigen und der Patientin einen angepassten beruflichen Wiedereinstieg zu 
erleichtern. 
 
6.8 Anlässlich einer weiteren Verlaufskontrolle vom 27. September 2023 im Spital C.____, 
Zentrum Bewegungsapparat, wurde klinisch und radiologisch ein erfreulicher Verlauf bezüglich 
der ossären Verletzungen (laterale Klavikulafraktur links und Beckenringverletzung) festgestellt. 
Die Patientin berichte von Gefühlsstörungen im Bereich beider Füsse, neu bestehend seit dem 
Unfallereignis, welche die Patientin der Beckenringverletzung zuschreibe. Es handle sich na-

 

 
 
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mentlich um ein Taubheitsgefühl dorsal sämtlicher Zehen sowie am dorsalen distalen Fussrist. 
Diese zeigten sich dann innert weniger Stunden spontan regredient, links jeweils etwas länger 
persistierend als rechts. Bezüglich des doch relativ schweren Schädel-Hirn-Traumas zeige sich 
eine langsame aber doch vorhandene Tendenz zur Besserung, so könne sie mittlerweile bis zu 
einer Stunde am Stück lesen oder an einem Computer arbeiten. Jedoch bestünden weiterhin 
die Ein- und Durchschlafprobleme und sie merke weiterhin eine relativ rasche Ermüdbarkeit im 
Tagesverlauf. So müsse sie sich nach 4 - 5 Stunden bei starker Ermüdung ausruhen respektive 
sich hinlegen. Ebenfalls neu seit dem Unfall bemerke die Patientin bei feinmotorischen Tätigkei-
ten der Hände ein Zittern aller Finger, verstärkt beispielsweise beim Halten eines Gegenstan-
des zwischen Daumen und Zeigefinger. Dies sei ihr linksseitig seit Längerem bekannt, auf der 
rechten Seite wäre dies gänzlich neu seit dem Unfall. Es sei eine neuerliche Vorstellung in der 
Abteilung Neurologie zu empfehlen, dies nicht zuletzt mit der Frage nach einer möglichen post-
traumatischen Genese der beklagten Symptome. 
 
6.9 Am 2. November 2023 erfolgte eine neuropsychologische Standortbeurteilung (Bericht 
des Spitals C.____, Neuropsychologie vom 9. November 2023). In der zusammenfassenden 
Beurteilung wurde festgehalten, dass sich in der neuropsychologischen Untersuchung mittel-
schwere Aufmerksamkeitsstörungen (Sprechtempo, Grundaktivierung, Reaktion mit Warnton, 
selektive und geteilte Aufmerksamkeit und figurale Aufmerksamkeitsspanne) ergeben hätten. 
Im verbalen Gedächtnis bestünden leichte Störungen (proaktive Interferenz und Perseverati-
onsneigung), die im Sinne von exekutiven Funktionsstörungen interpretiert würden. Leichte bis 
mittelschwere Störungen fänden sich in den exekutiven Funktionen (Impulskontrolle und im 
Planungsvermögen). Die visuell-konstruktive Verarbeitung und das Rechnen seien unauffällig. 
Aufgrund der anamnestischen Angaben, des klinischen Eindrucks und des auffälligen Ergeb-
nisses im Depressionsinventar (BDI-II: 28/63 Pkt.) würden sich Hinweise auf das Vorliegen von 
mittelschweren depressiven Symptomen ergeben. Im MRT des Neurokraniums vom 31. Juli 
2023 (nach Besprechung mit dem Neuroradiologen vom 08. November 2023) würden sich ein-
zelne unspezifische Marklagerläsionen rechts frontal zeigen. Zudem bestehe eine etwas atypi-
sche singuläre Läsion im Corpus callosum rechts frontal (DD atypische Mikroangiopathie DD 
wenig wahrscheinlich da singulär, DAI). Die Befunde würden einer leichten bis mittelschweren 
neuropsychologischen Funktionsstörung entsprechen. Diese seien gemischter Ätiologie, einer-
seits posttraumatisch bei einem Status nach einem Fahrradsturz (ohne Helm) und anderseits 
bei Vorliegen von mittelschweren depressiven Symptomen. 
 
6.10 Mit Bericht vom 29. November 2023 hielt Dr. D.____ fest, dass bei der Versicherten 
immer noch die Kostengutschrift für die Rehabilitation ausstehe. Er habe der Versicherten mit-
geteilt, dass keine wesentlichen anderen Erkenntnisse gewonnen worden seien, als bereits aus 
dem klinischen Eindruck bekannt gewesen seien. Sie habe wahrscheinlich einen axonalen 
Schaden durch das Trauma erlitten und jetzt eine depressive Reaktion auf die Folgen des Un-
falls entwickelt. Im Wesentlichen habe sich an der dringenden Notwendigkeit einer Rehabilitati-
onsmassnahme nichts geändert. Anlässlich des Telefonats habe er festgestellt, dass sich die 
komplizierte Situation eigentlich nicht verbessert habe. Die Konzentrationsfähigkeit sei anhal-
tend und auch merklich eingeschränkt. Die Arbeitsunfähigkeit werde ins Jahr 2024 verlängert. 
Eine Arbeitsaufnahme sei unter den gegebenen Umständen nicht möglich. Eine Rückkehr in die 

 

 
 
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angestammte Tätigkeit sei frühestens Ende 1. Quartal 2024 möglich, abhängig vom Rehabilita-
tionsverlauf. 
 
6.11 Am 1. Dezember 2023 legte die Beschwerdegegnerin das Dossier ihrem beratenden 
Arzt, Dr. med. E.____, FMH Neurologie, zur Beurteilung und Beantwortung diverser Fragen vor 
(vgl. Suva-act. 58) Letzterer veranlasste hierzu zunächst ein neuroradiologisches Konsil bei 
Prof. Dr. med. F.____, FMH Radiologie, wobei er diesen um Beantwortung der Fragen bat, ob 
strukturelle Verletzungsfolgen vorliegen würden (Ziff. 1) und ob es sich bei der singulären Läsi-
on im Corpus callosum um eine Mikroangiopathie oder DAI handle (Ziff. 2). Prof. Dr. F.____ 
äusserte sich mit Stellungnahme vom 19. Dezember 2023 zunächst zur Frage nach strukturel-
len Verletzungsfolgen anhand der vorgelegten MR-Bildgebungen vom 31. Juli 2023 dahinge-
hend, dass eine punktförmige Läsion in der suszeptibilitätsgewichteten Bildgebung von strategi-
scher Lokalisation im Bereich des Hippocampus Kopfes links nachgewiesen sei. Im klinischen 
Kontext und ohne weitere neuroradiologische Zeichen einer relevanten neurovaskulären Patho-
logie entspreche dies sehr wahrscheinlich einer posttraumatischen hämorrhagischen DAI. Fer-
ner bestätigte er, dass eine Läsion im Corpus callosum paramedian rechts sowie zwei punkt-
förmige Läsionen der weissen Substanz frontal rechts bestünden. Diese Läsionen würden eher 
minimalen mikroangiopathisch bedingten Läsionen entsprechen. Die Differenzialdiagnose von 
nicht hämorrhagischen DAI sei nicht sicher auszuschliessen. Lage und Konfiguration seien hier-
für jedoch untypisch (beispielsweise wäre die Läsion des Corpus callosum typischerweise im 
Bereich des Splenium lokalisiert). Ausserdem sei es eher atypisch, dass mehr nicht hämorrha-
gische DAI als hämorrhagischen DAI nachweisbar seien.  
 
6.12 Am 3. Januar 2024 führte Dr. E.____ im Wesentlichen aus, der Neuroradiologe 
Prof. Dr. F.____ habe am 19. Dezember 2023 hinsichtlich der zu prüfenden strukturellen Verlet-
zungsfolgen festgehalten, dass die singuläre Läsion im Corpus callosum und die Läsion frontal 
rechts eher minimalen mikroangiopathisch bedingten Läsionen entsprechen würden. Die Diffe-
renzialdiagnose von nicht hämorrhagischen DAI (diffuse axonal injuries) sei nicht sicher auszu-
schliessen. Lage und Konfiguration seien hierfür jedoch untypisch (beispielsweise wäre die Lä-
sion des Corpus callosum typischerweise im Bereich des Splenium lokalisiert). Ausserdem sei 
es eher atypisch, dass mehr nicht hämorrhagische DAI als hämorrhagischen DAI nachweisbar 
waren. Hingegen habe eine punktförmige Läsion im Hippocampus links wahrscheinlich einer 
posttraumatischen hämorrhagischen diffusen axonalen Scherverletzung entsprochen. Neurolo-
gisch-versicherungsärztlich sei der neuroradiologischen Bewertung durch Prof. Haller zu folgen. 
Dieser bestätige das Fehlen von substanziellen Verletzungsfolgen im Bereich des Corpus callo-
sum und frontal rechts bei singulärer Läsion im Hippocampus links. Hiermit fehle aus neurolo-
gisch versicherungsärztlicher Sicht ein ausreichendes organisches Substrat, um die geklagten 
kognitiven Funktionsstörungen zu erklären. Neurologisch-versicherungsärztlich werde weiterhin 
nicht von einer relevanten substanziellen Hirnverletzung ausgegangen. Die Frage nach einer 
strukturell objektivierbaren Unfallfolge verneinte Dr. E.____ mit der Begründung, dass eine sol-
che nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorliegen würde, welche die kognitiven Ein-
schränkungen der Versicherten gemäss dem neurologischen Bericht vom 24. (recte: 25.) Au-
gust 2023 erklären würde. Von einer weiteren Behandlung der Unfallfolgen könne daher keine 
Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden. Die verordnete stationäre Reha 

 

 
 
Seite 9    

sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 27. Juni 2023 zurückzu-
führen. Es fehle an einer organischen Grundlage für die geklagten Beschwerden.  
 
6.13 Mit Sprechstundenbericht vom 25. Januar 2024 führte Dr. D.____ aus, dass die latera-
le Klavikulafraktur gut verheilt sei und auch die Beckenverletzung folgenlos ausgeheilt sei. 
Problematisch sei immer noch die Situation im Zusammenhang mit der seines Erachtens nach-
gewiesenen "minor brain injury", sofern man rein klinisch argumentieren möge. Es sei bekannt, 
dass diese Veränderungen ein halbes Jahr und länger andauern könnten. Bei Schädel-Hirn-
Verletzungen mit einem Glasgow Coma Score zwischen 13 und 15 seien solche Verläufe in 
einer erstaunlich hohen Anzahl zu beobachten. Die MRI-Veränderungen seien kritisch zu se-
hen. Der Trauma-Impact sei wohl doch höher gewesen, als ursprünglich angenommen, sonst 
hätte die Patientin nicht beidseitige Massa lateralis-Frakturen und auch keine weitere Klavikulaf-
raktur erlitten. Die Patientin werde nun die Rehabilitation am 5. Februar 2024 antreten.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
4. Oktober 2024 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts sowie der Kausalitätsfrage 
auf die vorstehend zitierte Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. E.____ vom 3. Januar 2024. 
Demzufolge ging sie davon aus, dass in Bezug auf die Schulter- sowie Beckenbeschwerden per 
4. Februar 2024 keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten 
gewesen sei. Ferner schlussfolgerte sie, dass die Beschwerden am Kopf nicht mehr überwie-
gend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 27. Juni 2023 zurückzuführen seien. Diese 
würden sich organisch nicht hinreichend erklären lassen. Dieser vorinstanzlichen Beweiswürdi-
gung kann – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – aus verschiedenen Gründen nicht gefolgt 
werden. 
 
7.2.1 Wie unter Erwägung 5.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge An-
forderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklä-
rungen vorzunehmen. Vorliegend bestehen solche Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung 
des Suva-Arztes Dr. E.____. Seine Beurteilungen erweisen sich als unvollständig und bilden 
keine rechtsgenügliche Grundlage für die Beantwortung der sich vorliegend als zentral erwei-
sende Frage nach der Kausalität der nach wie vor bestehenden Beschwerden.  
 
7.2.2 Dem dargelegten medizinischen Sachverhalt zufolge wurde anlässlich der MRI vom 
31. Juli 2023 eine atypische singuläre Läsion im Corpus callosum erhoben, wobei als Differen-
zialdiagnose unter anderem eine diffuse axonale Verletzung angeführt wurde. Im Rahmen sei-
nes neurologischen Konsils vom 19. Dezember 2023 stellte Prof. Dr. F.____ zum einen eine 
punktförmige Läsion im Bereich des Hippocampus links fest. Zum anderen bestätigte er auch 
die singuläre Läsion im Corpus callosum. Letztere ordnete er eher minimalen mikroangiopa-
thisch bedingten Läsionen zu, wobei er eine DAI nicht sicher ausschliessen konnte. Für die Lä-
sion im Bereich des Hippocampus Kopfes sah er eine DAI als Ursache hingegen als sehr wahr-
scheinlich an (vgl. E. 6.11 hiervor). Organische Befunde sind vorliegend demnach klar nachge-
wiesen und wurden auch von Prof. Dr. F.____ bestätigt. Die Tatsache, dass entsprechende 

 

 
 
Seite 10    

Läsionen bildgebend dokumentiert sind, wird denn auch von Dr. E.____ nicht infrage gestellt. 
Seine Beurteilung beschränkte sich indessen im Wesentlichen auf die Feststellung, dass er der 
Bewertung von Prof. Dr. F.____ folgen könne, welcher das Fehlen von substanziellen Verlet-
zungsfolgen im Bereich des Corpus callosum und frontal rechts bei singulärer Läsion im Hippo-
campus links festgesellt habe. Diesbezüglich gilt es nun aber zu berücksichtigen, dass Prof. 
Dr. F.____ die Frage nach substanziellen Verletzungsfolgen gar nicht beantwortete, womit sich 
die Aussage von Dr. E.____ als schlicht aktenwidrig erweist. Hingegen erhob Prof. Dr. F.____ 
neben der bekannten Läsion im Corpus callosum auch eine solche im Bereich des Hippocam-
pus und schrieb sie mit grosser Wahrscheinlichkeit einer DAI zu. Letztlich bleibt damit unge-
klärt, ob diese Befunde auf das erlittene Ereignis vom 27. Juni 2023 zurückzuführen sind. Hinzu 
kommt, dass bei der Versicherten im Rahmen der neuropsychologischen Standortbeurteilung 
vom 2. November 2023 leichte bis mittelschwere Funktionsstörungen erhoben wurden, für die 
der erlittene Fahrradsturz als Teilursache angeführt wurde. Auch in diesem Kontext beliess es 
Dr. E.____ bei der Aussage, wonach aus neurologisch versicherungsärztlicher Sicht kein aus-
reichendes organisches Substrat nachgewiesen sei, um die geklagten kognitiven Funktionsstö-
rungen zu erklären und lässt somit eine rechtsgenügliche medizinische Beurteilung vermissen. 
Damit lässt sich genauso wenig beurteilen, ob die festgestellten neuropsychologischen Ein-
schränkungen einen Zusammenhang mit den bildgebend nachgewiesenen Läsionen bzw. letzt-
lich mit dem Fahrradsturz vom 27. Juni 2023 aufweisen, wobei bekanntlich eine Teilkausalität 
ausreichend wäre.   
 
7.2.3 Hingegen ist der Beschwerdegegnerin insoweit zu folgen, als sie davon ausgeht, dass 
die Schulter- und Beckenbeschwerden folgenlos abgeheilt seien. Diese Auffassung steht im 
Einklang mit der medizinischen Aktenlage, aus der keine Hinweise ersichtlich sind, die einen 
anderen Schluss zu begründen vermöchten. So wurde bereits im Bericht des Spitals C.____ 
vom 11. Juli 2023 eine unauffällig verheilte Klavikulafraktur mit einem noch geringen Druck-
schmerz über dem lateralen Schlüsselbeinende festgestellt. Im Bericht des Spitals C.____ vom 
27. September 2023 wurde ein klinisch und radiologisch erfreulicher Verlauf bezüglich der 
ossären Verletzungen (laterale Klavikulafraktur links und Beckenringverletzung) festgestellt. Die 
Versicherte habe unter der Physiotherapie eine beinahe seitengleiche Beweglichkeit wiederer-
langt und keine Schmerzen mehr (vgl. Suva-act. 33 und E. 6.8 hiervor). Schliesslich berichtete 
Dr. D.____ am 25. Januar 2024 von folgenlos ausgeheilten Klavikula- und Beckenringfrakturen 
(vgl. E. 6.13 hiervor).  
 
7.3 Nach dem Gesagten kommt den Beurteilungen von Dr. E.____ hinsichtlich der Würdi-
gung des massgebenden medizinischen Sachverhalts keine ausschlaggebende Beweiskraft zu. 
Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, die Frage nach der (Teil-)Kausalität der (per-
sistierenden) Beschwerden am Kopf und der neuropsychologisch festgestellten Einschränkun-
gen sowie nach dem diesbezüglichen Zeitpunkt des Eintritts des medizinischen Endzustands 
können nicht zuverlässig beurteilt werden. Vor diesem Hintergrund wäre die Beschwerdegegne-
rin gehalten gewesen, den Gesundheitszustand der Versicherten vor Erlass des Einsprache-
entscheids eingehender abklären zu lassen. Indem sie jedoch lediglich eine versicherungsme-
dizinische Aktenbeurteilung bei ihrem beratenden Arzt einholte, ist sie ihrer – aus dem Untersu-
chungsgrundsatz resultierenden – Pflicht zur richtigen und vollständigen Abklärung des rechts-

 

 
 
Seite 11    

erheblichen Sachverhalts nur unzureichend nachgekommen. Da auch die übrigen bei den Ak-
ten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden, sind 
die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig. Der 
relevante medizinische Sachverhalt bedarf deshalb weiterer Abklärung. Demzufolge ist die An-
gelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 4. Oktober 2024 zur 
weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat den Gesundheits-
zustand und die Frage nach der Unfallkausalität sowie nach dem medizinischen Endzustand 
von einer unabhängigen Ärzteschaft untersuchen zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse der 
Aktenergänzung wird die Beschwerdegegnerin über die Ansprüche der Beschwerdeführerin neu 
zu befinden haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen. 
 
8. Anzumerken bleibt, dass sich vor diesem medizinischen Hintergrund Weiterungen zur 
Frage der Adäquanz möglicher organisch nicht objektiv ausgewiesener Beschwerden zum jet-
zigen Zeitpunkt erübrigen (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb und E. 4.1 hiervor).  
 

9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis
 
ATSG ist das Verfahren bei 

Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben.  
 
9.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr eine Partei-
entschädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Be-
schwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 30. Januar 2025 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von insgesamt 17 Stunden und 4 Minuten ausgewiesen. Der geltend ge-
machte Zeitaufwand ist – auch im Quervergleich zu anderen gleichgelagerten Fällen – als zu 
hoch zu bezeichnen. So erweist sich insbesondere der für die Redaktion der Beschwerde aus-
gewiesene Zeitaufwand von insgesamt 10 Stunden und 15 Minuten als zu hoch, zumal die 
Rechtsvertreterin die Beschwerdeführerin bereits im Einspracheverfahren vertreten hatte und 
damit insbesondere ein vertieftes Aktenstudium entfällt. Gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung sind Synergieeffekte bei der Beurteilung der Honorarnote insofern zu berücksichti-
gen, als diese bei der Vertretung durch denselben Anwalt im Verwaltungsverfahren zur Kürzung 
der Honorarnote führen (Urteile des Bundesgerichts vom 13. Dezember 2013, 9C_637/2013, 
E. 5.3, und vom 14. Januar 2010, 8C_723/2009, E. 4.3). Ferner ist auch der jeweils veran-
schlagte Aufwand von 15 Minuten für die Durchsicht der Instruktionsverfügungen bzw. von einer 
Stunde und 15 Minuten für die Durchsicht der Vernehmlassung als zu hoch zu bezeichnen. Un-
ter Beachtung aller Umstände erscheint daher ein Aufwand von gerundet 14 Stunden als an-
gemessen. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittli-
che Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Unter 
Berücksichtigung der geltend gemachten Kleinspesenpauschale von 3% und von 8,1% Mehr-
wertsteuer ist der Beschwerdeführerin demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 3'897.-- (14 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 105.-- zuzüglich 8,1% Mehrwertsteu-
er) zu Lasten der Suva zuzusprechen.  
 

 

 
 
Seite 12    

10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 
17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-
richt zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwi-
schenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und 
über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) –   nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken 
können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen 
Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versiche-
rungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endent-
scheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch 
für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren 
materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 

  

 

 
 
Seite 13    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt vom 4. Oktober 2024 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt 
zurückgewiesen wird 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt hat der Beschwerde-
führerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'897.-- (inkl. 
Auslagen und 8,1% Mehrwertsteuer) zu bezahlen