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**Case Identifier:** aeb8763f-5696-55b4-be04-def7cc02caa8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.04.2008 B-390/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-390-2008_2008-04-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-390/2008/kua

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz), 
Richter Frank Seethaler, Richter Jean-Luc Baechler; 
Gerichtsschreiberin Anita Kummer.

A._______,
vertreten durch Herrn Fürsprecher Willy Charles Zobrist, 
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde RAB, 
Vorinstanz.

Zulassung als Revisionsexperte.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-390/2008

Sachverhalt:

A.
Am  17. September  2007  reichte  A._______  (Beschwerdeführer)  ein 
Gesuch  um  Zulassung  als  Revisionsexperte  und  Aufnahme  ins 
Revisorenregister bei der eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde 
(RAB,  Vorinstanz)  ein.  Am  25.  Oktober  2007  ergänzte  der  Be-
schwerdeführer  das Gesuch um Zulassung als  Revisionsexperte,  in-
dem er eine Arbeitsbestätigung der B._______ vom 16. Oktober 2007 
sowie eine Bestätigung eines diplomierten Wirtschaftsprüfers vom 12. 
Oktober 2007 nachreichte. 

Die RAB überprüfte das Gesuch und teilte dem Beschwerdeführer mit  
E-Mail  vom  6.  November  2007  ihre  Bedenken  zur  fehlenden  Fach-
praxis unter Aufsicht auf dem Gebiet der Rechnungsrevision mit  und 
forderte ihn auf, das Gesuch zu ergänzen und die Erfüllung der Fach-
praxis  nachzuweisen.  Gleichzeitig  informierte  die  RAB  den  Be-
schwerdeführer, dass sie ihn trotz fehlender beaufsichtigter Fachpraxis 
in Anwendung der Härtefallklausel von Art. 43 Abs. 6 des Revisions-
aufsichtsgesetzes  vom 16.  Dezember  2005  (RAG,  SR  221.302)  als 
Revisor  zulassen  könne,  sofern  er  nachweise,  dass  er  am  1. 
September 2007 über eine der Ausbildungen nach Art. 4 Abs. 2 RAG 
und eine unbeaufsichtigte Fachpraxis von zwölf Jahren verfügt habe. 
Mit Scheiben vom 7. November 2007 reichte der Beschwerdeführer bei 
der  RAB  Bestätigungen  eines  Treuhänders  mit  eidgenössischem 
Fachausweis und einer Inhaberin eines Fachausweises in Finanz- und 
Rechnungswesen  ein.  Die  Unterzeichnenden  bestätigten,  dass  der 
Beschwerdeführer seit 2001 beziehungsweise seit 2004 mit ihnen zu-
sammen regelmässig Revisionen durchgeführt habe. 

Mit E-Mail vom 13. November 2007 teilte die RAB dem Beschwerde-
führer mit, dass die Voraussetzungen für eine Zulassung als Revisor in 
Anwendung  von  Art.  50  der  Revisionsaufsichtsverordnung  vom  22. 
August 2007 (RAV, SR 221.302.3) erfüllt wären und er die Möglichkeit 
habe, das Gesuch um Zulassung als Revisionsexperte in ein Gesuch 
um  Zulassung  als  Revisor  abzuändern.  Der  Beschwerdeführer  ver-
zichtete  mit  E-Mail  vom 13.  November  2007  auf  die  Zulassung  als 
Revisor. Die  RAB machte  den Beschwerdeführer  zudem darauf  auf-
merksam, dass ein Härtefall im Sinne von Art. 43 Abs. 6 RAG für die  
Zulassung als Revisionsexperte mangels gesetzlicher Grundlage nicht 
möglich sei. 

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Mit  Schreiben  vom 22.  November  2007  teilte  der  Beschwerdeführer 
der RAB mit,  dass er der Ansicht  sei,  dass ein Härtefall  für  die Zu-
lassung als Revisionsexperte vorliege und somit Art. 50 RAV zur An-
wendung komme. Er sei seit 1991 in der Treuhand- und Verwaltungs-
gesellschaft C._______ AG als einziger Verwaltungsrat tätig und habe 
mehrere  Revisionsmandate  ausgeübt.  Der  Nachweis  der  in  Art.  50 
Abs. 1  Bst.  b  RAV geforderten  Fachpraxis  sei  somit  erbracht.  Dass 
zudem eine  Fachpraxis  in  Rechnungswesen  und  Rechnungsrevision 
von zwölf Jahren bis zum 1. Juli  1992 nachgewiesen werden müsse, 
sei verfassungsrechtlich nicht haltbar. 

Die RAB wies das Gesuch vom 17. September 2007 um Zulassung als 
Revisionsexperte  mit  Verfügung vom 21. Dezember  2007 ab,  soweit 
sie darauf eintrat. Eine Zulassung als Revisionsexperte gemäss Art. 4 
RAG  lehnte  die  RAB  ab,  da  der  Beschwerdeführer  die  Voraus-
setzungen  der  beaufsichtigten  Fachpraxis  offensichtlich  nicht  erfülle 
und er daher auch nicht provisorisch als Revisionsexperte zugelassen 
werden könne. Die Voraussetzungen für einen Härtefall  nach Art. 50 
RAV seien nicht gegeben, da der Beschwerdeführer 1992 offensicht-
lich  keine  Fachpraxis  von  zwölf  Jahren  auf  den  Gebieten  des 
Rechnungswesens und der Rechnungsrevision vorweisen könne. Eine 
provisorische  Zulassung  als  Revisionsexperte  nach  Art.  50  RAV sei 
daher  ausgeschlossen.  Dem  Einwand  des  Beschwerdeführers,  der 
Nachweis einer Fachpraxis von zwölf Jahren per 1. Juli 1992 sei nicht 
haltbar, da damit im Jahr 2007 eine Fachpraxis von 27 Jahren nach-
gewiesen werden müsse,  hielt  das RAB entgegen, dass es sich bei 
der Bestimmung von Art. 50 RAV um einen altrechtlichen Ausnahme-
tatbestand  handle  und  das  Ziel  dieser  Bestimmung  nicht  die  Zu-
lassung von Personen als Revisionsexperten sei, welche schon am 1. 
Juli 1992 nicht als besonders befähigte Revisoren zugelassen worden 
wären. Eine Zulassung als Revisionsexperte nach Art. 43 Abs. 6 RAG 
verweigerte die RAB mit der Begründung, dass der Härtefall nicht für 
die Zulassung als Revisionsexperte gelte, da andernfalls der Wille des 
Gesetzgebers umgangen würde. Ein Härtefall liege nicht vor, wenn der 
Betroffene vor 1992 im Bereich der Rechnungsrevision tätig gewesen 
und  1992  aufgrund  der  damaligen  Ausnahmeregelung  nicht  als  be-
sonders befähigter Revisor zugelassen worden sei. Eine provisorische 
Zulassung als Revisionsexperte sei folglich nicht möglich.

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B.
Mit Beschwerde vom 20. Januar 2008 beantragt A._______, es sei die 
Verfügung  der  RAB  vom  21.  Dezember  2007  aufzuheben  und  die 
Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen mit  der 
Anweisung, ihn bis zu einem rechtsgültigen Entscheid über die Art der  
Zulassung  provisorisch  als  Revisor  und  die  vom  Beschwerdeführer 
beherrschte  C._______  AG provisorisch  als  Revisionsexpertin  zuzu-
lassen.

Mit  Schreiben  vom  4.  Februar  2008  forderte  die  RAB  vom  Be-
schwerdeführer  ein  schriftliches  Gesuch  um Zulassung  als  Revisor. 
Sie führte aus, nach der provisorischen Zulassung des Beschwerde-
führers  als  Revisor  werde  auch  die  C._______  AG als  Revisor  zu-
gelassen werden können. 

Die  Voraussetzungen  für  die  Zulassung  der  C._______  AG  als 
Revisionsexpertin seien allerdings offensichtlich nicht erfüllt,  weshalb 
auch  eine  entsprechende  provisorische  Zulassung  als  Revisions-
expertin nicht möglich sei.

Mit Schreiben vom 13. Februar 2008 beantragte der Beschwerdeführer 
bei der RAB die provisorische Zulassung als Revisor für sich und die 
C._______  AG  und  die  Aufnahme  ins  Revisorenregister.  Das  RAB 
hiess die Gesuche am 22. Februar 2008 gut und trug sowohl den Be-
schwerdeführer  als  auch  die  C._______  AG  provisorisch  in  das 
Revisionsregister ein.

C.
Mit  Vernehmlassung  vom 26.  Februar  2008  beantragt  die  RAB,  die 
Beschwerde  abzuweisen,  soweit  darauf  einzutreten  sei.  Da  der  Be-
schwerdeführer das Fehlen der Voraussetzungen für die Zulassung als 
Revisionsexperte  nach  Art.  4  RAG  nicht  bestreite,  sei  lediglich  die 
Frage einer Zulassung nach der Härtefallregelung gemäss Art. 50 RAV 
beziehungsweise Art. 43 Abs. 6 RAG zu prüfen. 

Die RAB hält fest, dass eine Fachpraxis ausschliesslich auf dem Ge-
biet des Rechnungswesens für eine Zulassung nicht ausreichend sei. 
Eine  Tätigkeit  auf  dem Gebiet  der  Rechnungsrevision  sei  zwingend 
erforderlich. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Fachpraxis 
im Rahmen der  Leitung der  C._______ AG seit  Ende  1991 genüge 
schon in zeitlicher Hinsicht nicht. Eine Lehrtätigkeit bei der B._______ 
könne nicht als Fachpraxis angerechnet werden, da die Kriterien Aus-

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bildung und Fachpraxis gemäss Art. 4 Abs. 2 RAG beziehungsweise 
Art. 50 Abs. 1 RAV kumulativ zu erfüllen seien. Falls die Lehrtätigkeit  
im  Bereich  des  Rechnungswesens  als  Fachpraxis  anerkennt  würde, 
wären  die  Anforderungen  an  die  Fachpraxis  im  Bereich  der 
Rechnungsrevision nach wie vor nicht erfüllt, da der Beschwerdeführer 
lediglich zwei Revisionsmandate vor 1991 vorweisen könne.

Im Übrigen sei das Rechtsbegehren betreffend die provisorische Zu-
lassung als Revisor gegenstandslos, da der Beschwerdeführer in An-
wendung der Härtefallklausel von Art. 43 Abs. 6 RAG am 22. Februar 
2008  als  Revisor  zugelassen  worden  sei.  Schliesslich  sei  auf  das 
Rechtsbegehren der provisorischen Zulassung der C._______ AG als 
Revisionsexpertin  nicht  einzutreten,  da  es  nicht  Gegenstand  dieses 
Verfahrens  bilde.  Die  C._______  AG  sei  am  22.  Februar  2008 
provisorisch als Revisorin zugelassen worden.

D.
Mit Replik vom 1. April 2008 hält der Beschwerdeführer an den in der 
Beschwerde  vom  20.  Januar  2008  gestellten  Rechtsbegehren  voll -
umfänglich  fest.  Er  macht  geltend,  nach  Art.  47  Abs. 1  und  2  RAV 
könne  ein  Gesuch  um  provisorische  Zulassung  nur  abgewiesen 
werden, wenn die Zulassungsvoraussetzungen offensichtlich nicht er-
füllt  seien,  was vorliegend nicht  der  Fall  sei. Zum Zeitpunkt  des  In-
krafttretens des RAG am 1. September 2007 könne niemand ausser 
einem Wirtschaftsprüfer die Voraussetzungen nach Art. 4 RAG erfüllen. 
Zudem  habe  es  die  Vorinstanz  unterlassen,  für  den  Nachweis  der 
praktischen Tätigkeit  ausserhalb der Lehrtätigkeit  weitere Unterlagen 
und  Belege  einzufordern.  Es  sei  an  der  Vorinstanz  zu  bestimmen, 
wieviele Mandate der Beschwerdeführer nachzuweisen habe, damit er 
nach der Härtefallklausel von Art. 43 Abs. 6 RAG zugelassen werden 
kann. Die Annahme der Vorinstanz,  die Revisionsexperten seien ge-
wissermassen  die  besonders  befähigten  Revisoren  nach  dem  alten 
Recht, sei willkürlich. Das Rechtsbegehren, der Beschwerdeführer sei 
provisorisch als Revisor zuzulassen, sei bezüglich der Kosten, im Zu-
sammenhang mit dem Fehlverhalten der Behörde, nicht gegenstands-
los.  Die  provisorische  Nichtzulassung  der  C._______  AG  als 
Revisionsexpertin  stelle  eine  Verletzung  der  Wirtschaftsfreiheit  nach 
Art. 27 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April 1999 (BV, SR 110) dar, da die C._______ AG vom Markt 
ausgeschlossen  werde,woraus  für  sie  ein  Wettbewerbsnachteil  ent-
stehe.

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Als  Nachweis  der  Praxiserfahrung  legt  der  Beschwerdeführer  eine 
Kopie des Handelsregisterauszugs einer Genossenschaft vor, welche 
seine  wirtschaftliche  Tätigkeit  vor  1976  belegen  könne,  sowie  ein 
Schreiben eines Revisionsexperten.

E.
Die Vorinstanz hat auf eine Duplik verzichtet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG,  SR 
172.021), sofern keine Ausnahme nach  Art. 32 VGG vorliegt. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden, zu 
denen auch die RAB zählt  (Art. 33 Bst. e VGG i.V.m. Art. 28  Abs. 2 
RAG).

Der Entscheid der RAB vom 21. Dezember 2007 stellt eine Verfügung 
im Sinne von Art.  5  Abs. 1  VwVG dar. Er  kann im Rahmen der  all-
gemeinen  Bestimmungen  der  Bundesverwaltungsrechtspflege  beim 
Bundesverwaltungsgericht  angefochten werden (Art.  44  VwVG i.V.m. 
Art. 31 ff. VGG).

1.2 Der  Beschwerdeführer  ist  Adressat  der  Verfügung.  Er  ist  durch 
diese berührt und hat an ihrer Aufhebung oder Änderung ein schutz-
würdiges  Interesse. Er  ist  damit  zur  Beschwerde  legitimiert  (Art.  48 
Abs. 1 VwVG).

1.3 Die Eingabefrist  und -form sind gewahrt  (Art. 50  und 52 Abs. 1 
VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 
4 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 
44 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten, unter Vorbehalt 
nachfolgender Erwägung.

2.
Der Beschwerdeführer beantragt, provisorisch als Revisor zugelassen 

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zu werden und die C._______ AG provisorisch als Revisionsexperte 
zuzulassen.

2.1 Die  angefochtene  Verfügung  bildet  den  Rahmen,  der  den  mög-
lichen  Umfang  des  Streitgegenstandes  im  Beschwerdeverfahren  be-
grenzt. Zum Streitgegenstand gehört auch das im Beschwerdeantrag 
enthaltene  Rechtsfolgebegehren.  Im  Laufe  des  Rechtsmittelzuges 
kann der Streitgegenstand in der Regel nicht erweitert  und qualitativ 
verändert  werden;  er  kann  sich  höchstens  verengen  und  um  nicht 
mehr  strittige  Punkte  reduzieren  (BGE  131  II  203  E.  3.2;  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 2. Auflage, Zürich 1998, Rz. 403 ff.).

Im Dispositiv der angefochtenen Verfügung wird das Gesuch um Zu-
lassung als  Revisionsexperte  vom 17. September 2007 abgewiesen, 
soweit  darauf  eingetreten  wird.  Streitgegenstand  des  Verfahrens  ist 
demnach  nur  die  Zulassung  des  Beschwerdeführers  als  Revisions-
experte.

2.2 Soweit der Beschwerdeführer beantragt, die RAB sei anzuweisen, 
ihn  bis  zu  einem  rechtsgültigen  Entscheid  über  die  Art  seiner  Zu-
lassung  provisorisch  als  Revisor  zuzulassen,  bringt  er  einen  neuen 
Antrag  ein  und entfernt  sich  damit  vom Streitgegenstand. Darauf  ist 
nicht einzutreten.

Selbst wenn auf die Beschwerde insoweit eingetreten würde, wäre der 
Antrag  gegenstandslos  geworden,  nachdem  die  RAB  den  Be-
schwerdeführer  mit  Verfügung vom 22. Februar  2008  in  Anwendung 
der Härtefallklausel von Art. 43 Abs. 6 RAG provisorisch als Revisor 
zugelassen hat. 

Ebenfalls nicht einzutreten ist  auf den Antrag des Bescherdeführers, 
die C._______ AG sei provisorisch als Revisionsexperte zuzulassen. 
Die vorliegend angefochtene Verfügung der RAB richtet sich einzig an 
den  Beschwerdeführer.  Dieser  hat  die  Verfügung  in  seinem  Namen 
angefochten.  Eine  Beschwerde  der  C._______  AG  liegt  nicht  vor, 
ebenso  wenig  eine  Vertretungsvollmacht  der  C._______  AG an  den 
Beschwerdeführer oder seinen Rechtsvertreter.

3.
Das  Revisionsaufsichtsgesetz  (RAG)  ist  am  1.  September  2007  in 
Kraft  getreten. Es regelt  die  Zulassung und die Beaufsichtigung von 

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Personen,  die  Revisionsdienstleistungen  erbringen  und  dient  der 
ordnungsgemässen  Erfüllung  und  Sicherstellung  der  Qualität  von 
Revisionsdienstleistungen (Art. 1 Abs. 1 und 2 RAG).

3.1 Natürliche  Personen  und  Revisionsunternehmen,  die  Revisions-
dienstleistungen erbringen,  bedürfen einer  Zulassung durch die  Auf-
sichtsbehörde. Nach Art. 28 Abs. 1 RAG obliegt die Aufsicht der Eid-
genössischen  Revisionsaufsichtsbehörde  (RAB). Sie  entscheidet  ge-
mäss  Art.  15  Abs.  1  RAG auf  Gesuch  hin  über  die  Zulassung  von 
Revisionsexpertinnen  und  -experten,  Revisorinnen  und  Revisoren, 
sowie von staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen. 

Der Gesetzgeber hat in den Art. 43 Abs. 3 RAG und Art. 47 RAV für 
den  Übergang  zum neuen  Recht  eine  Erleichterung  betreffend  das 
Zulassungsverfahren vorgesehen. Danach dürfen natürliche Personen 
und  Revisionsunternehmen,  die  bis  vier  Monate  nach  Inkrafttreten 
dieses Gesetzes bei der Aufsichtsbehörde ein Gesuch um Zulassung 
als Revisorin/Revisor,  Revisionsexpertin/Revisionsexperte oder staat-
lich  beaufsichtigtes  Revisionsunternehmen  einreichen,  bis  zum Ent-
scheid über die Zulassung Revisionsdienstleistungen im Sinne von Art. 
2  Bst.  a  RAG  erbringen.  Die  fristgerechte  Einreichung  eines  Zu-
lassungsgesuchs  bewirkt  somit  grundsätzlich  eine  provisorische  Zu-
lassung. Die  RAB kann  aber  gemäss  Art.  47  Abs. 2  RAV Gesuche 
abweisen,  wenn  die  Zulassungsvoraussetzungen  offensichtlich  nicht 
erfüllt sind, etwa wenn das Gesuch offensichtlich nicht vollständig oder 
aussichtslos ist  (vgl. auch Botschaft  zur Änderung des Obligationen-
rechts  [Revisionspflicht  im  Gesellschaftsrecht]  sowie  zum  Bundes-
gesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und 
Revisoren vom 23. Juni 2004, BBl 2004 4092 f.). Nach Art. 3 Abs. 1 
und 2 RAV muss der Gesuchsteller sämtliche Unterlagen bezeichnen, 
aus  denen hervorgeht,  dass  die  Voraussetzungen für  die  Zulassung 
erfüllt sind, und sie auf Verlangen der Aufsichtsbehörde einreichen. 

3.2 Der  Beschwerdeführer  hat  das  Gesuch  um Zulassung  als  Revi-
sionsexperte  am  17.  September  2007  und  damit  innerhalb  der  vor-
erwähnten  viermonatigen  Frist  bei  der  zuständigen  Behörde  (RAB) 
eingereicht. 

3.3 Vor dem Inkrafttreten  des  RAG und  der  RAV am 1.  September 
2007 war  die  Verordnung über  die  fachlichen Anforderungen an  be-
sonders befähigte Revisoren vom 15. Juni 1992 (AS 1992 1210, nach-
folgend  alte  Verordnung)  massgebend.  Art.  1  der  alten  Verordnung 

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bestimmte die Anforderungen an die Ausbildung und die Fachpraxis. 
Gemäss ihrem Art. 1 Abs. 1 Bst. c war für Absolventen eines Hoch-
schulstudiums  in  Betriebs-,  Wirtschafts-  oder  Rechtswissenschaften 
eine praktische Erfahrung von zwölf Jahren erforderlich. Diese musste 
nach  Art.  1  Abs.  2  vorwiegend  auf  den  Gebieten  des  Rechnungs-
wesens  und  der  Rechnungsrevision  erworben  worden  sein,  wobei 
mindestens zwei Drittel  der Praxisdauer unter Beaufsichtigung durch 
eine Person,  welche den Anforderungen dieser Verordnung genügte, 
erfolgt sein musste. 

Die Übergangsbestimmung in Art. 5 der alten Verordnung privilegierte 
Personen  dahingehend,  dass  sie  keine  beaufsichtigte  Fachpraxis 
nachzuweisen brauchten, um als besonders befähigten Revisoren zu 
gelten,  falls  sie am Stichtag des 1. Juli  1992 eine der in  Art. 1  auf -
geführten Ausbildungen abgeschlossen hatten und bereits im Bereich 
der  Rechnungsrevision  tätig  waren.  Die  entsprechende  unbeauf-
sichtigte zwölfjährige Fachpraxis musste aber am 1. Juli 1992 gegeben 
sein.

3.4 Nach Art. 4 RAG und Art. 50 RAV i.V.m. Art. 43 Abs. 6 RAG kann 
eine  natürliche  Person  als  Revisionsexpertin  zugelassen  werden, 
sofern  sie  die  Zulassungsvoraussetzungen  erfüllt.  Als  zugelassene 
Revisionsexpertinnen  und  Revisionsexperten  werden  Personen  be-
zeichnet, die berechtigt sind, wirtschaftlich bedeutsame Unternehmen 
im Rahmen einer  ordentlichen Revision  zu prüfen (Art.  727b Abs. 2 
des Obligationenrechts vom 30. März 1911 [OR, SR 220]). Sie müssen 
über dieselbe Ausbildung verfügen wie zugelassene Revisoren, haben 
aber  im  Allgemeinen  eine  deutlich  längere  und  qualifiziertere  Fach-
praxis nachzuweisen. 

3.4.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 und 2 RAG wird eine natürliche Person als 
Revisionsexpertin  zugelassen,  wenn  sie  die  Anforderungen  an  die 
Ausbildung  und  Fachpraxis  erfüllt  und  über  einen  unbescholtenen 
Leumund verfügt. Personen mit  einem Universitätsabschluss müssen 
eine Fachpraxis von mindestens zwölf Jahren nachweisen. Die Fach-
praxis  muss  dabei  vorwiegend  auf  den  Gebieten  des  Rechnungs-
wesens und der Rechnungsrevision erworben worden sein, wobei zwei 
Drittel der Dauer der erworbenen Praxis unter Beaufsichtigung durch 
eine  zugelassene  Revisionsexpertin  oder  einen  zugelassenen 
Revisionsexperten  oder  durch  eine  ausländische  Fachperson 
vergleichbarer  Qualifikation  erfolgt  sein  muss  (Art.  4  Abs.  4  RAG). 

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Nach der  Übergangsbestimmung von Art.  43  Abs. 4  RAG gilt  Fach-
praxis, die unter Beaufsichtigung von Fachpersonen erworben wurde, 
welche die Voraussetzungen der alten Verordnung erfüllen, als Fach-
praxis im Sinne von Art. 4 RAG.

3.4.2 Gemäss  der  Übergangsbestimmung  von  Art.  43  Abs.  6  RAG 
kann die Aufsichtsbehörde in Härtefällen auch Fachpraxis anerkennen, 
die  den  gesetzlichen  Anforderungen  nicht  genügt,  sofern  eine  ein-
wandfreie Erbringung von Revisionsdienstleistungen auf  Grund einer 
langjährigen  praktischen  Erfahrung  nachgewiesen  wird.  Nach  der 
Ausführungsbestimmung von Art. 50 RAV können natürliche Personen 
in Anwendung von Art. 43 Abs. 6 RAG als Revisionsexpertinnen oder 
-experten zuglassen werden, wenn sie nachweisen, dass sie am 1. Juli  
1992 über eine der Ausbildungen und über Fachpraxis nach Art. 1 Abs. 
1 der alten Verordnung verfügt haben und seit dem 1. Juli 1992 mehr-
heitlich  und  ohne  wesentliche  Unterbrüche  auf  den  Gebieten  des 
Rechnungswesen und der Rechnungsrevision tätig gewesen sind. Der 
Nachweis  einer  mindestens  achtjährigen,  beaufsichtigten  Fachpraxis 
ist in diesem Fall nicht notwendig. 

3.5 Die  berufliche  Qualifikation  des  Revisionsexperten  ist  mit  der-
jenigen  des  besonders  befähigten  Revisors  nach  altem  Recht 
vergleichbar  (BBl  2004  4007,  4093;  BERNHARD MADÖRIN,  Revision  und 
Revisionsaufsicht  unter  Einschluss  der  Änderungen  der  AG  und 
GmbH, Bern 2008, S. 33). Die Bestimmungen des neuen Rechts für 
die  Zulassung  als  Revisionsexperte  stimmen  daher  weitgehend  mit 
den  Anforderungen  an  den  besonders  befähigten  Revisor  des  alten 
Rechts überein. 

Die Härtefallklausel nach Art. 50 RAV kommt nach ihrem klaren Wort-
laut  nur  zur  Anwendung,  wenn  die  Zulassungsvoraussetzungen  von 
Art. 50 Abs. 1 Bst a und b RAV kumulativ erfüllt sind. 

Der Wortlaut von Art. 4 Abs. 4 RAG entspricht weitgehend jenem von 
Art. 1 Abs. 2 der alten Verordnung. Die Privilegierung gemäss Art. 5 
der alten Verordnung wurde in Art. 50 RAV als Härtefall weitergeführt,  
um Personen, welche am 1. Juli 1992 die Voraussetzungen von Art. 5 
der  Verordnung  erfüllt  hatten,  weiterhin  von  dieser  Ausnahme-
bestimmung profitieren zu lassen, und sie diesfalls vom Nachweis der 
beaufsichtigten Fachpraxis zu entbinden.

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Nach  der  Übergangsbestimmung  von  Art.  5  der  alten  Verordnung 
konnten  Personen  vom  neu  eingeführten  Erfordernis  der  beauf-
sichtigten  Fachpraxis  entbunden  werden,  wenn  sie  1992  eine  ein-
wandfreie Erbringung von Revisionsdienstleistungen auf  Grund einer 
langen praktischen Erfahrung nachweisen konnten. Damit eine Person 
sich  heute  auf  die  Härtefallklausel  von  Art.  50  RAV berufen  kann,  
musste  sie  bereits  1992  die  Voraussetzungen  der  Übergangs-
bestimmung von Art. 5 der alten Verordnung erfüllen. Art. 50 RAV setzt 
diese lediglich fort  und hält  sich insoweit  an den von Art. 43 Abs. 6 
RAG vorgegeben gesetzlichen Rahmen. 

3.6 Der  Beschwerdeführer  verfügt  über  einen  Universitätsabschluss 
als lic.rer.pol. aus dem Jahr 1978. Er erfüllt  damit die Anforderungen 
an die Ausbildung nach Art. 1 Abs. 1 Bst. c der alten Verordnung und 
Art. 4 Abs. 2 Bst. c RAG. Ob er die Anforderungen an die zwölfjährige 
unbeaufsichtigte  beziehungsweise  achtjährige  beaufsichtigte  Fach-
praxis vorwiegend auf den Gebieten des Rechnungswesens und der 
Rechnungsrevision erfüllt, ist im Folgenden zu prüfen.

3.6.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 und 2 RAV muss der Gesuchsteller alle 
Angaben  machen  und sämtliche  Unterlagen bezeichnen,  aus  denen 
hervorgeht,  dass  die  Voraussetzungen für  die  Zulassung  erfüllt  sind 
und sie auf Verlangen der Aufsichtsbehörde einreichen. Die Fachpraxis 
ist  somit  vom  Beschwerdeführer  nachzuweisen  (HANS PETER 
WALTER/RETO SANWALD,  Die  Aufsicht  über  die  Revisionsstellen  – 
Instrument  zur  echten  Qualitätsverbesserung?,  Schweizerische  Zeit -
schrift  für  Wirtschafts-  und  Finanzmarktrecht  [SZW]  2007,  S.  456). 
Danach hat  derjenige  die  Folgen der  Beweislosigkeit  zu  tragen,  der 
aus einer unbewiesen gebliebenen Tatsache Rechte ableiten will. Der 
Beschwerdeführer ist insoweit gezwungen, an der Beweisbeschaffung 
mitzuwirken und auf die für ihn günstigen Umstände hinzuweisen und 
sie zu belegen. Dementsprechend hat er die Folgen der Beweislosig-
keit zu tragen.

3.6.2 Die  RAB  hat  den  Beschwerdeführer  am  6.  November  2007 
schriftlich  aufgefordert,  sämtliche  Unterlagen  und  Bestätigungen  bis 
am 28. November  2007 einzureichen,  welche seine zwölfjährige un-
beaufsichtigte beziehungsweise achtjährige beaufsichtigte Fachpraxis 
im  Rechnungswesen  und  in  der  Rechnungsrevision  belegen.  Diese 
Aufforderung  hat  sie  mit  dem Hinweis  verbunden,  das  Gesuch  auf-
grund  der  ihr  vorliegenden  Angaben  und  Unterlagen  zu  beurteilen, 

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falls  bis  zur  gesetzten  Frist  keine  weiteren  Unterlagen  eingehen 
würden.

Der Beschwerdeführer hat  im ganzen Verfahren folgende Belege als 
Nachweis seiner Fachpraxis auf den Gebieten des Rechnungswesens 
und der Rechnungsrevision eingereicht:

- Schreiben  eines  diplomierten  Wirtschaftsprüfers  vom  12. 
Oktober 2007;

- Arbeitsbestätigung der B._______ vom 16. Oktober 2007;

- Bestätigungen  eines  Treuhänders  mit  eidgenössischem 
Fachausweis  und  einer  Inhaberin  eines  Fachausweises  in 
Finanz- und Rechnungswesen vom 7. November 2007;

- Bestätigungen  einer  Stiftung  und  einer  Gemeinde  vom  7. 
Januar 2008;

- Handelsregisterauszug  einer  Genossenschaft  vom 18.  März 
2008;

- Schreiben eines Revisionsexperten (undatiert).

3.6.3 Für  eine  Zulassung  nach  altem  Recht  und  nach  der  Über-
gangsbestimmung (Härtefallregelung) hat der Beschwerdeführer eine 
Fachpraxis  auf  den  Gebieten  des  Rechnungswesens  und  der 
Rechnungsrevision von zwölf Jahren vor 1992 nachzuweisen.

Gemäss  der  Arbeitsbestätigung  der  B._______  ist  der  Beschwerde-
führer seit 1979 im kaufmännischen Bildungswesen bei der B._______ 
als  Lehrperson  des  Rechnungswesens  und  Wirtschaftsrechts  tätig. 
Von 1979 bis 1997 war er zu 100 Prozent, von 1997 bis 2004 zu 80 
Prozent  und  ab  2004  zu  35  Prozent  bei  der  B._______  angestellt. 
Während  seiner  Lehrtätigkeit  hat  sich  der  Beschwerdeführer 
theoretisch  mit  Themen  des  Rechnungswesens  auseinandergesetzt 
und hat dadurch eine Lehrpraxis von achtzehn Jahren nachzuweisen. 
Diese ist aber nicht mit der Fachpraxis gleichzusetzen, wie sie Art. 50 
RAV fordert und die alte Verordnung verlangt hat.

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Mit  den Bestätigungen einer  Stiftung und einer  Gemeinde weist  der 
Beschwerdeführer  lediglich  zwei  Revisionsmandate  vor  1992  nach. 
Dass  er  neben  seiner  Lehrtätigkeit  weitere  Revisionen  durchgeführt 
hat, ist den eingereichten Unterlagen nicht zu entnehmen. 

Verschiedene Fachpersonen bestätigen unter anderem, dass sie zum 
Beschwerdeführer  im  beruflichen  Kontakt  stehen,  er  Unternehmen 
fachlich beraten habe und er als Sekretär eines Vereins, Organisator 
und Referent tätig war. Inwiefern damit Fachpraxis auf den Gebieten 
des  Rechnungswesens  und  der  Rechnungsrevision  nachgewiesen 
werden soll, ist nicht ersichtlich. Auch mit dem Handelsregisterauszug 
der  Genossenschaft  wird  keine  Fachpraxis  nachgewiesen.  Der 
Handelsregisterauszug  belegt  lediglich,  dass  der  Beschwerdeführer 
von 1979 bis 1986 Präsident dieser Genossenschaft war. 

Aus Sinn und Zweck der gesetzlichen Bestimmungen ergibt sich, dass 
die praktische Erfahrung auf den Gebieten des Rechnungswesens und 
der  Rechnungsrevision  mindestens  zum  grossen  Teil  aus  der  ent-
sprechenden  Führung  von  Mandaten  (interne  oder  externe 
Revisionsarbeiten)  stammen  muss.  Zudem  muss  die  praktische  Er-
fahrung sowohl in den Bereichen des Rechnungswesens als auch der 
Rechnungsrevision  ohne  grössere  Unterbrüche  gewonnen  worden 
sein. Eine praktische Tätigkeit ist mithin auf beiden Gebieten erforder-
lich und nachzuweisen.

Der  Beschwerdeführer  kann  eine  achtzehnjährige  Lehrtätigkeit  im 
Rechnungswesen und im Wirtschaftsrecht, die Durchführung von zwei 
Revisionsmandaten vor 1992 sowie die Leitung der C._______ AG seit 
1991 nachweisen, was nach dem Gesagten offensichtlich nicht die er-
forderliche Fachpraxis von zwölf  Jahren vor 1992 darstellt  und nach-
zuweisen vermag. Der Beschwerdeführer wäre somit 1992 nach den 
altrechtlichen Bestimmungen – selbst bei teilweiser Anrechnung seiner 
Lehrtätigkeit  als  Fachpraxis -  nicht  als  besonders befähigter  Revisor 
zugelassen worden. Er  kann deshalb  auch nicht  nach der  Härtefall-
klausel von Art. 43 Abs. 6 RAG i.V.m. Art. 50 RAV als Revisionsexperte 
zugelassen werden. 

3.6.4 Für eine Zulassung als Revisionsexperte nach Art. 4 Abs. 4 RAG 
i.V.m. Art. 43 Abs. 4 RAG ist heute eine Fachpraxis von zwölf Jahren 
auf den Gebieten des Rechnungswesens und der Rechnungsrevision 
nachzuweisen,  wobei  mindestens  zwei  Drittel  der  Dauer  der  er-

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worbenen Praxis unter Beaufsichtigung einer Fachperson erfolgt sein 
muss.

Zwei  Fachpersonen,  welche  die  Voraussetzungen  von Art.  4  Abs.  4 
RAG i.V.m. Art. 43 Abs. 4 RAG erfüllen, bestätigen zwar, dass sie seit  
2001  beziehungsweise  seit  2004  mit  dem  Beschwerdeführer  ge-
meinsam mehrere Revisionen durchgeführt  haben. Inwiefern der Be-
schwerdeführer  durch diese Fachpersonen aber  beaufsichtigt  wurde, 
wird nicht näher ausgeführt. Der Beschwerdeführer kann somit keine 
beaufsichtigte achtjährige Fachpraxis  nach Art. 4  RAG i.V.m. Art. 43 
Abs. 4 RAG nachweisen. Deshalb kann offen gelassen werden, ob der 
Beschwerdeführer heute den Nachweis einer unbeaufsichtigten zwölf-
jährigen Fachpraxis erbringen kann.

3.7 Mit der Härtefallklausel von Art. 43 Abs. 6 RAG sollen Personen 
privilegiert und als Revisionsexperte zugelassen werden, welche zwar 
die Anforderungen an die beaufsichtigte Fachpraxis nicht erfüllen, aber 
über  langjährige Erfahrung verfügen und somit  für  sorgfältige  Arbeit  
garantieren können. Das ändert  nichts  daran,  dass  eine mindestens 
zwölfjährige Fachpraxis in den Bereichen des Rechnungswesens und 
der Rechnungsrevision nachgewiesen werden muss. 

Ob  und  gegebenenfalls  unter  welchen  Voraussetzungen  über  die 
Härtefallregelung von Art. 50 RAV hinaus direkt  gestützt  auf  Art.  43 
Abs. 6 RAG Fachpraxis anerkannt werden kann, die den gesetzlichen 
Anforderungen nicht genügt, braucht hier nicht abschliessend geklärt 
zu  werden,  da  der  Beschwerdeführer  kaum  Erfahrung  in  der 
Rechnungsrevision  aufweist,  im  Rechnungswesen  vorwiegend  über 
theoretische Praxiserfahrung  verfügt  und im Jahre  1992 die  Voraus-
setzungen  der  damaligen  Härtefallklausel  gemäss  Art.  5  der  alten 
Verordnung nicht erfüllte. Art. 43 Abs. 6 RAG dürfte sich ohnehin nur 
auf  die Anrechnung von Praxis  auf  die Dauer  der  unter Aufsicht  er-
worbenen Erfahrung beziehen.

4.
Zusammenfassend erfüllt der Beschwerdeführer die Voraussetzungen, 
um als Revisionsexperte nach Art. 50 RAV i.V.m. Art. 43 Abs. 6 RAG 
und  Art.  4  RAG  zugelassen  zu  werden,  offensichtlich  nicht,  da  er 
weder  den  Nachweis  der  erforderlichen  unbeaufsichtigten  zwölf-
jährigen Fachpraxis am 1. Juli 1992 oder im Zeitpunkt seines Gesuchs 
noch  den  Nachweis  der  beaufsichtigten  achtjährigen  Fachpraxis  er-
bracht hat. Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem 

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sie den Beschwerdeführer nicht als Revisionsexperte zugelassen hat.  
Sind  die  Zulassungsvoraussetzungen  offensichtlich  nicht  erfüllt,  ist 
sowohl  eine  definitive  als  auch  eine  provisorische  Zulassung  aus-
geschlossen.

5.
Aus diesen  Gründen  ist  die  Beschwerde  abzuweisen,  soweit  darauf 
einzutreten  ist.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  trägt  der  Be-
schwerdeführer  die  Kosten  des  Verfahrens  (Art. 63  Abs. 1  VwVG). 
Diese  werden  auf  Fr.  2'000.-  festgelegt  und  mit  dem  einbezahlten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. Als unterliegende Partei 
kann dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zugesprochen 
werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG, e contrario). 

Die  RAB  hat  als  Bundesbehörde  keinen  Anspruch  auf  Parteient-
schädigung  (Art. 7  Abs. 3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht (VGKE, SR 173.320.2).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 2'000.-  werden  dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. Gesuch Nr. 100477; Gerichtsurkunde)
- das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (B-Post)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Philippe Weissenberger Anita Kummer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Voraus-
setzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts -
gesetzes vom 17. Juni  2005 (BGG, SR 173.110)  gegeben sind. Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 14. Mai 2008

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