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**Case Identifier:** 805e0032-591a-5bcb-800f-bd6e0d119f70
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.05.2017 100 2016 255
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-255_2017-05-16.pdf

## Full Text

100.2016.255U
STE/BII/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Mai 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häberli, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Zemp

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

B.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdegegner

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Grindelwald
Baubewilligungsbehörde, Spillstattstrasse 2, Postfach 104, 
3818 Grindelwald

betreffend Baubewilligung für Terrainaufschüttung (Entscheid der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 4. August 2016; 
RA Nr. 110/2015/113)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.255U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Am 7. Januar 2014 ging bei der Einwohnergemeinde (EG) Grindelwald ein 
Baugesuch von A.________ vom 23. Dezember 2013 ein betreffend 
«landwirtschaftliche Bodenverbesserung; Aufschüttung, Deponie von 
sauberem Aushubmaterial» auf der im Gebiet … in der Landwirt-
schaftszone liegenden Parzelle Grindelwald Gbbl. Nr. 1___. Gegen das 
Vorhaben erhob neben anderen B.________ als Eigentümer der an das 
Baugrundstück angrenzenden Parzelle Grindelwald Gbbl. Nr. 2___ 
Einsprache. Nachdem das Amt für Gemeinden und Raumordnung des 
Kantons Bern (AGR) mit Verfügung vom 22. Mai 2015 befunden hatte, das 
Vorhaben sei zonenkonform und benötige keine Ausnahmebewilligung für 
das Bauen ausserhalb des Baugebiets, erteilte das 
Regierungsstatthalteramt (RSA) Interlaken-Oberhasli mit Gesamtentscheid 
vom 21. Juli 2015 die Baubewilligung und wies die Einsprachen ab.

B.

Gegen den Entscheid des Regierungsstatthalters erhob B.________ am 
21. August 2015 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion 
des Kantons Bern (BVE). Mit Entscheid vom 4. August 2016 hiess diese 
die Beschwerde gut, hob den vorinstanzlichen Entscheid auf und verwei-
gerte die Baubewilligung.

C.

Gegen den Entscheid der BVE hat A.________ am 5. September 2016 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben und der Gesamtentscheid des 
Regierungsstatthalters sei zu bestätigen; eventuell sei der angefochtene 

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Entscheid aufzuheben und die Sache zur weiteren Prüfung an die BVE 
zurückzuweisen.

B.________ beantragt mit Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2016 die 
Abweisung der Beschwerde, ebenso die BVE mit Vernehmlassung vom 
15. September 2016. Die EG Grindelwald kritisiert in ihrer Stellungnahme 
vom 6. Oktober 2016 den angefochtenen Entscheid ausführlich, stellt aber 
keinen ausdrücklichen Antrag.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist als Baugesuchsteller durch den angefochte-
nen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 
Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; 
BSG 721.0]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Im Rahmen der Rechtskontrolle 
auferlegt sich das Gericht eine gewisse Zurückhaltung, soweit für die Be-
urteilung besondere Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich sind, über die 
es nicht gleichermassen verfügt wie die Verwaltungsbehörden mit ihren 
Fachleuten und -stellen (BVR 2014 S. 451 E. 1.3 mit Hinweisen; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 80 N. 9). Zurückhaltung ist ebenfalls geboten, wenn die Beurteilung 
von der Würdigung der örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die kanto-
nalen und kommunalen Behörden besser kennen und überblicken (BVR 

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2015 S. 518 E. 4; BGE 139 II 145 E. 5, 136 II 539 E. 3.2 a.E.; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 3 und 9).

2.

2.1 Im Verfahren vor der BVE machte der Beschwerdeführer unter Hin-
weis auf Art. 33 Abs. 3 VRPG geltend, das Rechtsmittel des Beschwerde-
gegners sei ungenügend begründet, weshalb darauf nicht eingetreten wer-
den dürfe (Beschwerdeantwort vom 24.9.2015, Vorakten BVE pag. 27 f. 
N. 4). Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren wirft er der Vorinstanz vor, sie 
sei auf diese Rüge nicht eingegangen, womit sie seinen Anspruch auf 
rechtliches Gehör verletzt habe (Beschwerde N. 32 f.).

2.2 Die BVE hat in ihrem Entscheid festgehalten, dass auf das form- 
und fristgerecht eingereichte Rechtsmittel des Beschwerdegegners einzu-
treten sei (angefochtener Entscheid E. 1b). Damit hat sie zum Ausdruck 
gebracht, dass die Beschwerde den Anforderungen an die Begründung 
einer Rechtsschrift genügt. Weshalb dem nicht so sein sollte, ist nicht er-
kennbar: Der Beschwerdegegner hat in seiner Beschwerde an die BVE – 
und nicht erst in den vorinstanzlichen Schlussbemerkungen, wie der Be-
schwerdeführer meint (Beschwerde N. 10) – die Zonenkonformität des 
Bauvorhabens beanstandet und insbesondere kritisiert, dass dieses die 
massgebenden kantonalen Richtlinien zur Zonenkonformität von Terrain-
veränderungen ausserhalb der Bauzonen nicht einhalte (Beschwerde vom 
21.8.2015, Vorakten BVE pag. 5 f. und 7 f.). Damit ist er seiner Begrün-
dungspflicht ausreichend nachgekommen (zu den Mindestanforderungen 
an die Begründung Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 33 N. 12 i.V.m. 
Art. 32 N. 15). Bei dieser Ausgangslage brauchte sich die BVE nicht einge-
hender mit dem Einwand des Beschwerdeführers zu befassen, kann die 
Behörde doch die ausdrückliche Bezugnahme auf vorgebrachte Argumente 
unterlassen, die sie als von vornherein unerheblich betrachtet, ohne 
dadurch die (behördliche) Begründungspflicht und damit den Anspruch auf 
rechtliches Gehör der Parteien zu verletzen 
(vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 72 N. 14 i.V.m. Art. 52 N. 6). 

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Entsprechend besteht auch kein Anlass, den vorinstanzlichen Kosten-
schluss zu korrigieren (Beschwerde N. 33 und 43).

3.

In der Sache umstritten ist die Zonenkonformität der projektierten Terrain-
aufschüttung auf der Parzelle Nr. 1___.

3.1 Nach Art. 16a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über 
die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) sind Bauten und 
Anlagen in der Landwirtschaftszone zonenkonform, wenn sie zur landwirt-
schaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig 
sind; vorbehalten bleibt eine engere Umschreibung der Zonenkonformität 
im Rahmen von Art. 16 Abs. 3 RPG. Art. 34 Abs. 4 der Raumplanungsver-
ordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) präzisiert diese Bedingung: 
Danach darf die Baubewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder 
Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (Bst. a), der 
Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Inte-
ressen entgegenstehen (Bst. b) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig 
bestehen kann (Bst. c). Die Notwendigkeit der fraglichen Baute oder An-
lage für die landwirtschaftliche oder gartenbauliche Bewirtschaftung beur-
teilt sich nach der Rechtsprechung aufgrund objektiver Kriterien. Sie hängt 
ab von der bestellten Oberfläche, von der Art des Anbaus und der Produk-
tion sowie von der Struktur, Grösse und Erforderlichkeit der Bewirtschaf-
tung (BGer 1C_808/2013 vom 22.5.2014 E. 4.1, 1C_565/2008 vom 
19.6.2009 E. 2, 1C_226/2008 vom 21.1.2009 E. 4.2; BVR 2011 S. 163 
E. 4.1). Ob ein Bauvorhaben am vorgesehenen Standort zulässig ist, ergibt 
sich gestützt auf eine gesamthafte Abwägung der in Frage stehenden Inte-
ressen. Lenkender Massstab für die Interessenabwägung nach Art. 34 
Abs. 4 Bst. b RPV bilden neben den Zielen und Grundsätzen der Raumpla-
nung von Art. 1 und 3 RPG auch spezialgesetzliche Vorschriften, etwa ein-
schränkende Bestimmungen im Bereich des Landschafts- und Naturschut-
zes (BGer 1A.154/2002 vom 22.1.2003 E. 5.1, in ZBl 2004 S. 107 und 
Pra 92/2003 Nr. 155, 1C_565/2008 vom 19.6.2009 E. 4.2.2; BVR 2006 
S. 116 E. 5.6; Alexander Ruch, in Kommentar RPG, 2009, Art. 16a N. 26 f.; 

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Alain Griffel, Raumplanungs- und Baurecht in a nutshell, 2. Aufl. 2014, 
S. 111 ff.).

3.2 Im Dezember 2014 haben das AGR, das Amt für Landwirtschaft und 
Natur des Kantons Bern (LANAT) und das Amt für Wasser und Abfall des 
Kantons Bern (AWA) gemeinsam darüber informiert, dass ab 1. Januar 
2015 die überarbeiteten «Richtlinien Terrainveränderungen zur Bodenauf-
wertung ausserhalb Bauzonen (Richtlinien Terrainveränderungen)» sowie 
das «Merkblatt Terrainveränderungen zur Bodenaufwertung ausserhalb 
Bauzonen (Merkblatt Terrainveränderungen)» für die Umsetzung des über-
geordneten Rechts massgebend seien. Diese ersetzten die vom AWA he-
rausgegebenen «Richtlinien zum Schutz des Bodens für Terrainverände-
rungen (mit Schema)» vom Januar 2010 und die «Richtlinien für Terrain-
veränderungen in der Landwirtschaftszone mit Materialzufuhr» vom Januar 
2014 (vgl. Information vom 22.12.2014 zur Änderung der kantonalen Bewil-
ligungspraxis bei landwirtschaftlich begründeten Terrainveränderungen, in 
Bernische Systematische Information Gemeinden [BSIG] Nr. 7/721.0/28.1). 
– Während der Regierungsstatthalter aus Gründen des Vertrauensschutzes 
zur Beurteilung des Baugesuchs die bis Ende 2014 geltenden Richtlinien 
hinzuzog (Gesamtentscheid vom 21.7.2015, Vorakten RSA pag. 160 
[Rückseite] E. 2.9.8), hat die BVE die Frage offengelassen, welche Richtli-
nien auf die umstrittene Terrainaufschüttung anwendbar sind, und die Zo-
nenkonformität des Vorhabens allein auf der Grundlage der bundesrechtli-
chen Vorschriften beurteilt (angefochtener Entscheid E. 3d).

3.3 Richtlinien stellen ebenso wie Merkblätter sog. Verwaltungsverord-
nungen dar. Dabei handelt es sich um allgemeine Weisungen generell-
abstrakter Natur der vorgesetzten Behörde an die ihr unterstellten Behör-
den bzw. – wie hier – um Bestimmungen generell-abstrakten Inhalts, mit 
denen Behörden ihre Praxis für sich selbst oder für Dritte kodifizieren und 
kommunizieren. Die Hauptfunktion von Verwaltungsverordnungen besteht 
darin, im Sinn einer behördlichen Meinungsäusserung über die Auslegung 
der anwendbaren Bestimmungen eine einheitliche, gleichmässige und 
sachgerechte Bewilligungspraxis sicherzustellen (BGE 128 I 167 E. 4.3; 
BVR 2013 S. 183 E. 3.3, 2012 S. 193 E. 3.2.2; VGE 2016/61 vom 8.7.2016 
E. 3.2, je mit weiteren Hinweisen). Von den Verwaltungsjustizbehörden 

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werden Verwaltungsverordnungen berücksichtigt, soweit sie die Ansicht 
von Sachverständigen oder mit den örtlichen Verhältnissen vertrauten Per-
sonen über die Gesetzesauslegung wiedergeben und dazu dienen sollen, 
die einschlägigen Bestimmungen rechtsgleich und anhand sachgemässer 
Kriterien anzuwenden (Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 66 N. 12, 
ferner Art. 80 N. 6; für das Bundesverwaltungsgericht Benjamin Schindler, 
in Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar VwVG, 2008, Art. 49 N. 14; 
Uhlmann/Binder, Verwaltungsverordnungen in der Rechtsetzung: Gedan-
ken über Pechmarie, in LeGes 2009/2 S. 151 ff., 157 und 164; vgl. zudem 
vorne E. 1.2). Richtlinien sind für das Verwaltungsgericht – wie auch für die 
BVE – somit grundsätzlich nicht verbindlich. Es berücksichtigt sie aber bei 
seiner Entscheidung, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und ge-
recht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen 
zulassen, und weicht nicht ohne triftigen Grund von ihnen ab, wenn sie eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen 
(BVR 2012 S. 193 E. 3.2.2; VGE 2016/61 vom 8.7.2016 E. 3.2; für das 
Bundesgericht BGE 141 V 365 E. 2.4; BGer 2C_873/2014 vom 8.11.2015, 
in StR 71/2016 S. 49 E. 3.4.1 f.).

3.4 Die Frage, welche Richtlinien für die Beurteilung des umstrittenen 
Bauvorhabens hinzuzuziehen sind, ist – wie die BVE zutreffend erwogen 
hat (angefochtener Entscheid E. 3d) – von derjenigen des anwendbaren 
Gesetzesrechts zu unterscheiden; letztere steht hier nicht zur Diskussion, 
haben doch die gesetzlichen Bestimmungen zur Zonenkonformität von 
Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone im Verfahrensverlauf keine 
Änderung erfahren (vgl. vorne E. 3.1). Wie der Regierungsstatthalter zu-
treffend ausgeführt hat (Gesamtentscheid vom 21.7.2015, Vorakten RSA 
pag. 160 [Rückseite] E. 2.9.8), sind bei der Änderung von Verwaltungsver-
ordnungen – verstanden als Ausdruck der geltenden Verwaltungspraxis 
(vorne E. 3.3) – die vom Bundesgericht entwickelten Grundsätze über 
Praxisänderungen anwendbar. Eine Praxisänderung setzt voraus, dass 
ernsthafte und sachliche Gründe vorliegen, die Änderung in grundsätzlicher 
Weise erfolgt und das Interesse an der neuen, als richtig erkannten 
Rechtsanwendung die auf dem Spiel stehenden gegenläufigen Rechtssi-
cherheitsinteressen überwiegt (BGE 140 II 334 E. 8; BVR 2008 S. 543 
E. 3.2; Uhlmann/Binder, a.a.O., S. 165, je mit Hinweisen). Diese Voraus-

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setzungen sind hier gegeben, denn mit den neuen «Richtlinien Terrainver-
änderungen» haben die je für ihren Sachbereich zuständigen Ämter die 
Grundzüge einer gemeinsamen Bewilligungspraxis skizziert. Die Richtlinien 
sollen Klarheit über die Voraussetzungen für die Bewilligung von Terrain-
veränderungen in der Landwirtschaftszone schaffen sowie einfache und 
durchsetzbare kantonale Vorgaben aufzeigen, die zu einheitlichen Beurtei-
lungen des Vorhabens führen (vgl. Ziff. 3 der Richtlinien). Sie haben somit 
zum Zweck, die Rechtsanwendung bei landwirtschaftlich bedingten Ter-
rainveränderungen (materiell bzw. inhaltlich) zu koordinieren (vgl. dazu 
allgemein BGE 137 II 182 E. 3.7.4.1; BVR 2008 S. 360 E. 3.2 mit weiteren 
Hinweisen; Art. 1 des Koordinationsgesetzes vom 21. März 1994 [KoG; 
BSG 724.1]). Soweit die kantonalen Ämter mit den neuen Richtlinien über-
haupt eine vorbestehende Praxis bzw. vorbestehende Praxen geändert 
haben, was offenbleiben kann, stützt sich die neue Praxis jedenfalls auf 
ernsthafte und sachliche Gründe. In der Form einer Verwaltungsverord-
nung wäre sie in grundsätzlicher Weise erfolgt und brächte eine bessere 
Erkenntnis über die richtige Rechtsanwendung zum Ausdruck. Als Ände-
rung einer materiellrechtlichen Praxis würde sie auch nicht dem Grundsatz 
von Treu und Glauben widersprechen, zumal der Beschwerdeführer nicht 
geltend macht, ihm sei die Weiterführung einer alten Praxis zugesichert 
worden (vgl. BGE 140 II 334 E. 8; BVR 2012 S. 121 E. 4.1.7 a.E.; Tschan-
nen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 23 
N. 16 Ziff. 4). Massgebend waren somit schon im Zeitpunkt des erstin-
stanzlichen Entscheids die neuen Richtlinien und das neue Merkblatt.

3.5 Die «Richtlinien Terrainveränderungen» halten – soweit hier interes-
sierend – Folgendes fest:

«1. Gegenstand

Diese Richtlinien regeln die kantonale Bewilligungspraxis bei landwirt-
schaftlich begründeten Terrainveränderungen. Terrainveränderungen 
sind Veränderungen des Aufbaus von Böden durch Auf- oder Abtrag 
von unverschmutztem Bodenmaterial (Bodenaushub). Sie erweitern 
auf geeigneten Flächen die zonenkonformen Nutzungsmöglichkeiten 
für die Landwirtschaft. Terrainveränderungen ausserhalb Bauzonen 
sind nur dann zonenkonform, wenn daraus eine Verbesserung der Bo-
denfruchtbarkeit und/oder der landwirtschaftlichen Nutzungseignung 
resultiert und der Landschaftscharakter nicht verändert wird. […] To-
pografisch bedingte Bewirtschaftungserschwernisse ortsüblicher Art 
berechtigen zu keiner Terrainveränderung.

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[…]

4. Grundsätze 

Für Terrainveränderungen kommen primär Flächen in Frage, die be-
reits anthropogen beeinflusst sind, wie:

• Standorte, die eine verminderte Bodenfruchtbarkeit aufweisen und 
durch frühere bauliche Eingriffe in ihrem Aufbau bereits stark verän-
dert worden sind (z.B. mangelhaft ausgeführte Rekultivierungen oder 
Terrainveränderungen bzw. organische Böden);

• durch Elementarereignisse – wie Murgänge, Hochwasser, Hangrut-
sche – geschädigte Böden, um mindestens den Ausgangszustand 
wieder herzustellen; 

• chemisch beeinträchtigte Böden […]

Nicht geeignet sind hingegen:

• Terrainveränderungen auf natürlich gewachsenen, ungestörten Bö-
den. Diese dürfen sowohl als Produktionsstandorte für die Landwirt-
schaft als auch als wertvolle Biotope nicht gefährdet werden (Art. 1 
LwG, Art. 1 USG).

• Terrainveränderungen, die überwiegenden Interessen des Land-
schafts-, Natur- oder Gewässerschutzes entgegenstehen (Art. 22 
RPG, Art. 86 Abs. 3 BauG). Der Landschaftscharakter ist bei der Be-
urteilung zu berücksichtigen. 

Verbesserungsgebot

Terrainveränderungen müssen im Zielzustand mindestens zu einer 
Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzungseignung (Nutzungs-
eignungsklassen gemäss FAL-Reckenholz, Schriftenreihe 24, 1997) im 
Vergleich zum Ausgangszustand führen.

Verschlechterungsverbot

Eingriffe dürfen nicht zu Veränderungen der Bodenstruktur oder des 
Bodenaufbaus führen, welche die Bodenfruchtbarkeit langfristig ge-
fährden oder andere Umweltbereiche beeinträchtigen können. 

[…]»

4.

4.1 Die rund 3,6 ha grosse Parzelle Nr. 1___ liegt im hinteren Teil des 
Lütschentals zwischen den Weilern Burglauenen und Lütschental am linken 
Talhang (Nordhanglage) in rund 350 m Entfernung vom Betriebszentrum 
des Beschwerdeführers auf der anderen Flussseite (Parzelle Grindelwald 
Gbbl. Nr. 3___). Die nördliche Grundstücksgrenze verläuft entlang der Kan-
tonsstrasse von Grindelwald nach Zweilütschinen. Während der steilere 
südliche Teil der Parzelle mehrheitlich bewaldet ist, wird der relativ flache 
Teil zwischen Kantonsstrasse und Hangfuss als Wiese genutzt. Die ge-

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plante Terrainaufschüttung betrifft eine Fläche von ca. 2'600 m2 im oberen 
Teil des talaufwärts leicht ansteigenden Wieslands. Auf einer Länge von 
etwa 130 m und einer Breite von rund 10 bis 30 m soll das Gelände mit 
rund 3'500 m3 Aushubmaterial bis zu etwa 1,8 m hoch aufgeschüttet wer-
den (vgl. Kopien ab Grundbuchplan 1:1'000 sowie Profile 1-4, Vorakten 
RSA Register 12; Fotodossier zum Augenschein vom 22.4.2016 [nachfol-
gend: Fotodossier Augenschein], Vorakten BVE pag. 86 ff.).

4.2 Der Beschwerdeführer verwendet das fragliche Wiesland als Weide 
sowie zur Herstellung von Futter für seine Tiere (Protokoll des Augen-
scheins vom 22.4.2016 [nachfolgend: Protokoll Augenschein], Vorakten 
BVE pag. 72 Votum Beschwerdeführer). Die Notwendigkeit der geplanten 
Terrainaufschüttung begründet er damit, dass viele Steine aus dem Boden 
ragten, weshalb es schwierig und aufwendig sei, die Wiese zu mähen. Mit 
dem Eingriff würde sich der personelle und zeitliche Aufwand bedeutend 
verringern, weil er das Gras mit dem grossen Mäher statt mit Kleingerät 
und von Hand schneiden sowie den Heuwender und den Ladewagen zum 
Walmen und Aufladen benutzen könnte und für diese Arbeiten nicht mehr 
auf eine Hilfsperson angewiesen wäre. Zudem könnte durch das Entfernen 
der Steine und das Ausebnen des Geländes die Gefahr von Verletzungen 
und von Schäden an den Arbeitsgeräten verringert werden (zum Ganzen 
Beschwerde N. 13 ff.; Protokoll Augenschein, Vorakten BVE pag. 72 ff. 
Voten Beschwerdeführer; Fotodossier Augenschein, Vorakten BVE 
pag. 86 ff. insb. Fotos Nrn. 5, 6, 9 und 19 f.).

4.3 Dass die umstrittene Terrainaufschüttung für den Beschwerdeführer 
mit Vorteilen für die rationelle Gewinnung von Raufutter verbunden wäre, 
ist nicht zu verkennen. Es leuchtet denn auch ein, wenn das LANAT mit 
Fachbericht vom 22. März 2016 zum Schluss gelangt, das Vorhaben diene 
der Verbesserung der Bewirtschaftung der betroffenen Fläche und könne 
als landwirtschaftlich begründet beurteilt werden (Vorakten BVE pag. 65). 
Allerdings ist nicht jede Erleichterung der Bewirtschaftung auch ausrei-
chend, um die bauliche Massnahme als nötig im Sinn von Art. 16a Abs. 1 
RPG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV gelten zu lassen. Vielmehr billigte 
das Bundesgericht die aargauische Verwaltungspraxis, wonach Gelände-
veränderungen nur bewilligt werden, wenn ohne wesentliche Veränderung 

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oder Beeinträchtigung der Landschaft mit relativ geringem Aufwand ge-
wichtige Vorteile für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung erzielt werden 
können (BGer 1C_808/2013 vom 22.5.2014 E. 4.2 und 4.8; vgl. dazu auch 
Heinz Aemisegger, Aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts im Bau-, 
Planungs- und Umweltrecht, 2015, S. 36). Wie bereits die BVE dargelegt 
hat (angefochtener Entscheid E. 4f), räumen Art. 16a Abs. 1 RPG und 
Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV den Eigentümerinnen und Eigentümern keinen 
Anspruch darauf ein, die maschinelle Bewirtschaftung der landwirtschaftlich 
genutzten Flächen mit Terrainveränderungen immer und überall bestmög-
lich zu optimieren (vgl. VGE SG B 2007/139 vom 3.4.2008 E. 4.1 [bestätigt 
durch BGer 1C_226/2008 vom 21.1.2009]; VGer SO 20.3.2009, in 
SOG 2009 Nr. 15 E. 5; ferner Niklaus Spori, Illegale Terrainveränderungen 
zurückbauen!, in Inforaum 5/2008 S. 5 f., 5). Die «Richtlinien Terrainverän-
derungen» halten in diesem Sinn ausdrücklich fest, dass ortsübliche topo-
grafisch bedingte Bewirtschaftungserschwernisse zu keiner Terrainverän-
derung berechtigen (Ziff. 1 a.E.; vgl. auch «Merkblatt Terrainveränderun-
gen» S. 3).

4.4 Soweit der Beschwerdeführer das Wiesland als Weide für sein Vieh 
verwendet (Fachbericht LANAT, Vorakten BVE pag. 64 [Rückseite]; Proto-
koll Augenschein, Vorakten BVE pag. 72 und 73 Voten Beschwerdeführer), 
ist dieses uneingeschränkt nutzbar. Das Heuen, Emden und Herstellen von 
Silofutter (dritter Schnitt) ist nach dem in E. 4.2 f. Gesagten zwar mit gewis-
sen Erschwernissen und mit Mehrarbeit verbunden, jedoch trotz Felsbro-
cken und Steinen auf der relativ ebenen Fläche ohne weiteres möglich, 
worauf auch das LANAT hinweist (Fachbericht LANAT, Vorakten BVE 
pag. 65). Solche Schwierigkeiten bei der Bewirtschaftung sind in Bergregi-
onen regelmässig anzutreffen und insoweit ortsüblich. Auch ist das auf der 
umstrittenen Fläche gewonnene Futter für die längerfristige Existenz des 
Landwirtschaftsbetriebs des Beschwerdeführers nicht zwingend erforderlich 
(Fachbericht LANAT, Vorakten BVE pag. 64 [Rückseite]). Selbst wenn der 
Beschwerdeführer mit der umstrittenen Terrainaufschüttung mehr Arbeits-
tage und Personalaufwand einsparen könnte als die BVE angenommen hat 
(angefochtener Entscheid E. 4f; Beschwerde N. 13 ff.), ist der grossflächige 
Eingriff somit nicht unumgänglich, um den Betrieb vernünftig führen zu 
können (vgl. hierzu auch BGer 1C_226/2008 vom 21.1.2009 E. 4.4).

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5.

Das Vorhaben bewirkt auch einen grundsätzlich unerwünschten Eingriff in 
einen natürlichen, im Aufbau ungestörten Boden mit standorttypischer Bo-
denfruchtbarkeit.

5.1 Dass der Boden als natürliche Lebensgrundlage zu schützen ist, 
ergibt sich bereits aus den allgemeinen Zielen der Raumplanung (Art. 1 
Abs. 2 Bst. a RPG; vgl. auch Pierre Tschannen, in Kommentar RPG, 1999, 
Art. 1 N. 30 mit Hinweisen). Angestrebt wird ein Schutz nicht nur quantitati-
ver, sondern auch qualitativer Art, indem der Boden vor Veränderungen 
seiner natürlichen Beschaffenheit bewahrt werden soll (vgl. Art. 1 und 33 
des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz [Um-
weltschutzgesetz, USG; SR 814.01]; Pierre Tschannen, in Kommentar 
USG, 1999, Art. 33 N. 1 und 3; Arnold Brunner, Bodenschutz, Stoffe und 
Gewässerschutz: Landwirtschaft im Spannungsfeld, in URP 2002 S. 523 ff., 
532; vgl. auch BGer 1C_556/2013 vom 21.9.2016 E. 11). Dementspre-
chend sehen die «Richtlinien Terrainveränderungen» vor, dass eine Ter-
rainveränderung ausserhalb des Baugebiets nur zonenkonform ist, wenn 
sie eine Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und/oder der landwirtschaft-
lichen Nutzungseignung bewirkt (sog. Verbesserungsgebot gemäss Ziff. 1 
und Ziff. 4 der Richtlinien; vgl. auch Arnold Brunner, a.a.O., S. 532; VGer 
SO 20.3.2009, in SOG 2009 Nr. 15 E. 5, und 26.4.2004, in SOG 2004 
Nr. 25 E. 3a). Primär kommen dafür Flächen in Frage, die bereits durch 
menschliche Einwirkung beeinflusst sind, namentlich Standorte, die eine 
verminderte Bodenfruchtbarkeit aufweisen und durch frühere bauliche 
Eingriffe in ihrem Aufbau bereits stark verändert worden sind (vgl. auch 
Arnold Brunner, a.a.O., S. 533). Grundsätzlich unerwünscht sind Terrain-
veränderungen hingegen auf natürlich gewachsenen, ungestörten Böden, 
die unverändert bewahrt werden sollen (Ziff. 4 der Richtlinien, auch zum 
sog. Verschlechterungsverbot; «Merkblatt Terrainveränderungen» S. 2 f.).

5.2 Anders als der Beschwerdeführer meint (Beschwerde N. 38), kann 
die Bodenfruchtbarkeit somit ein Argument für die Notwendigkeit einer Ter-
rainveränderung sein. Ob eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Nut-

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zungseignung erreicht wird, beurteilt sich nach den Nutzungseignungsklas-
sen der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarökologie und Land-
bau (FAL), Zürich-Reckenholz (Ziff. 4 der Richtlinien; vgl. zu den Nut-
zungseignungsklassen Brunner/Jäggli/Nievergelt/Peyer, Kartieren und Be-
urteilen von Landwirtschaftsböden, 1997, Ziff. 9.2.3 «Umschreibung der 
zehn Eignungsklassen [Kurzform]»). Die fragliche Fläche würde nach dem 
Eingriff weiterhin als Wies- und Weideland verwendet werden; eine künftige 
Nutzung als Ackerland steht ausser Frage (Fachbericht LANAT, Vorakten 
BVE pag. 64 [Rückseite]; Protokoll Augenschein, Vorakten BVE pag. 76 
Votum Beschwerdeführer). Damit dürfte die Terrainaufschüttung die Nut-
zungseignung nicht verbessern. Hingegen sieht der Beschwerdeführer eine 
Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit darin, dass mit dem Vorhaben die 
Bodenmächtigkeit erhöht würde und weniger Steine vorhanden wären (Be-
schwerde N. 28).

5.3 Im mit dem Baugesuch eingereichten Bericht vom 2. Juli 2010 zur 
Ökologie und zu den bodenkundlichen Untersuchungen auf den Parzellen 
Nrn. 2___ und 1___ kommt dipl. ing. agr. ETH Martin Lutz zum Schluss, 
dass beide Parzellen eine relativ geringe Bodenmächtigkeit aufwiesen, die 
trotz geringer Sonneneinstrahlung und hoher Luftfeuchtigkeit einen guten 
Dürrfutterertrag liefere. Die Böden seien gut durchlässig und drainierten 
rasch (Vorakten RSA pag. 7 Ziff. 3.1). Die im Bewilligungs- und 
Beschwerdeverfahren vom RSA bzw. von der BVE eingeholten 
Fachberichte bestätigen diese Befunde im Wesentlichen 
(vgl. Gewässerschutzbewilligung AWA vom 20.2.2014, Vorakten RSA 
pag. 87 Ziff. 1.3; Fachbericht LANAT, Vorakten BVE pag. 64 [Rückseite]). 
Am vorinstanzlichen Augenschein entnahm die Vertreterin des AWA 
insgesamt drei Bodenproben (vgl. zu den Standorten Vorakten BVE 
pag. 104). Dazu hielt sie fest, dass die Bodenmächtigkeit zwischen 50 bis 
rund 70 cm betrage, wobei für Wiesen eine Mächtigkeit von mindestens 
50 cm notwendig sei. Weiter führte sie aus, der Boden sehe sehr fruchtbar 
aus und eigne sich gut für die Nutzung als Wiese (Protokoll Augenschein, 
Vorakten BVE pag. 80 f. Voten Vertreterin AWA; vgl. zu den Bodenproben 
auch Fotodossier Augenschein, Vorakten BVE pag. 86 ff. Fotos Nrn. 21 ff.). 
– Die Bodenproben zeigen, dass der Boden des Wieslands unterschiedlich 
mächtig ist (vgl. schon Gewässerschutzbewilligung AWA vom 20.2.2014, 

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Vorakten BVE pag. 87 Ziff. 1.3). Dies ändert aber nichts daran, dass er sich 
in einem guten Zustand befindet und die anerkanntermassen eher geringe 
Bodenmächtigkeit sich nicht nachteilig auf den Futterertrag auswirkt 
(vgl. Fotodossier Augenschein, Vorakten BVE pag. 86 ff. insb. Fotos 
Nrn. 1-4). Allfällige Ertragssteigerungen ergäben sich lediglich aufgrund der 
mit dem geplanten Eingriff gewonnenen geringfügig grösseren Fläche. Bei 
sachgerechter Ausführung würde die Terrainaufschüttung die Fruchtbarkeit 
des Wieslands zwar nicht gefährden, weshalb ihr das 
Verschlechterungsverbot nicht entgegensteht (vgl. Fachbericht LANAT, 
Vorakten BVE pag. 65; allgemein zur Ausführung Ziff. 4 der «Richtlinien 
Terrainveränderungen» sowie «Merkblatt Terrainveränderungen» S. 6; 
vgl. auch Arnold Brunner, a.a.O., S. 533, 534; vorne E. 5.1 a.E.). Die 
Aufschüttung dient aber auch nicht dazu, eine verminderte 
Bodenfruchtbarkeit oder sonstige Bodenmängel zu beheben, um die Bo-
denfruchtbarkeit zu verbessern. Die BVE ist folglich zu Recht zum Schluss 
gekommen, dass die Terrainaufschüttung für die landwirtschaftliche Bewirt-
schaftung nicht notwendig ist.

6.

Das Gesetz schreibt schliesslich vor, dass Terrainveränderungen keine 
überwiegenden Interessen des Landschafts-, Natur- oder Gewässerschut-
zes entgegenstehen dürfen (vorne E. 3.1; vgl. auch Ziff. 1 und 3 der 
«Richtlinien Terrainveränderungen»). Der Natur- und Heimatschutz be-
zweckt unter anderem den Schutz des heimatlichen Landschafts- und 
Ortsbilds und der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt sowie deren biolo-
gischen Vielfalt und natürlichen Lebensraums (Art. 1 Bst. a und d des Bun-
desgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz [NHG; 
SR 451]; vgl. auch Art. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 
über die Landwirtschaft [Landwirtschaftsgesetz, LwG; SR 910.1]). – Die 
Landschaft im Bereich der Parzelle Nr. 1___ ist unbestrittenermassen nicht 
besonders geschützt (vgl. auch Protokoll Augenschein, Vorakten BVE 
pag. 79 Voten Vertreter AGR). Der Bericht zur Ökologie und zu den boden-
kundlichen Untersuchungen auf den Parzellen Nrn. 2___ und 1___ 
beschreibt das Landschaftsbild als typisch für das Lütschental (Vorakten 

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RSA pag. 6 Ziff. 2.1). Vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden ist 
deshalb, wenn die BVE die Landschaft als für die Gegend charakteristisch 
bezeichnet und den Eingriff in diese als problematisch erachtet hat 
(angefochtener Entscheid E. 4h). Sodann hat die Abteilung Naturförderung 
(ANF) des LANAT in ihrem Amtsbericht festgehalten, die geplante 
Aufschüttung zerstöre potentielle Lebensräume für geschützte Tierarten. 
Die Fachstelle hat dem Vorhaben deshalb nur unter Anordnung von 
Ersatzmassnahmen zugestimmt (Amtsbericht Naturschutz vom 4.3.2015, 
Vorakten RSA pag. 74 Ziff. 1.4 und 1.6; vgl. auch Protokoll Augenschein, 
Vorakten BVE pag. 78 Voten Vertreter ANF). – Die Ausführungen zeigen, 
dass die Terrainaufschüttung aus Sicht des Naturschutzes nicht 
unbedenklich ist. Daran ändert nichts, dass die fraglichen Lebensräume 
aufgrund der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung überhaupt erst entstehen 
konnten und wieder verloren gingen, würde die Bewirtschaftung des 
Wieslands aufgegeben (Beschwerde N. 40; vgl. auch Protokoll 
Augenschein, Vorakten BVE pag. 79 Votum Vertreter ANF). 

7.

Zusammenfassend ergibt sich, dass die umstrittene Terrainaufschüttung 
trotz erhöhtem Arbeitsaufwand und gewissen Erschwernissen beim Mähen 
und Einbringen für die Bewirtschaftung des Wieslands nicht nötig ist (vorne 
E. 4). Weiter würde das Vorhaben in einen natürlichen und ungestörten 
Boden eingreifen, ohne damit die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Es ist 
auch deshalb nicht erforderlich (E. 5). Zudem hätte der Eingriff in die cha-
rakteristische Landschaft die Zerstörung von geeigneten Lebensräumen für 
Wildtiere zur Folge (E. 6). Bei dieser Ausgangslage ist der BVE zuzustim-
men, wenn sie die Zonenkonformität des Vorhabens verneint hat. Dabei 
kann ihr entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht vorgeworfen 
werden, sie habe sich über die Meinungsäusserungen der Fachstellen und 
-personen in unzulässiger Weise hinweggesetzt (Beschwerde N. 8, 12, 14, 
25 f. und 36). Richtig ist zwar, dass im Baubewilligungsverfahren nament-
lich das AWA und – unter Anordnung von Ersatzmassnahmen – die ANF 
(Ausnahme-)Bewilligungen erteilt haben (Gewässerschutzbewilligung vom 
20.2.2014, Vorakten RSA pag. 87 Ziff. 2; Amtsbericht Naturschutz vom 

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4.3.2015, Vorakten RSA pag. 75 Ziff. 2). Auch hat das LANAT die Terrain-
aufschüttung im vorinstanzlichen Verfahren als landwirtschaftlich begründet 
beurteilt (vorne E. 4.3). Sowohl die ANF als auch das LANAT haben aber 
ausdrücklich die Interessenabwägung im Sinn von Art. 34 Abs. 4 Bst. b 
RPV vorbehalten (Vorakten RSA pag. 74 f. Ziff. 1.5; Vorakten BVE pag. 65 
Ziff. 2). Das AGR hat die Zonenkonformität des Vorhabens in seiner Verfü-
gung vom 22. Mai 2015 eigenen Angaben zufolge praxisgemäss danach 
beurteilt, ob die Terrainaufschüttung einem landwirtschaftlichen Gewerbe 
«diene» (Stellungnahme vom 2.9.2015, Vorakten BVE pag. 23). Die zu 
diesem Zeitpunkt bereits massgebenden «Richtlinien Terrainveränderun-
gen» hat es offenbar nicht beachtet; ebenso fehlt eine Interessenabwägung 
im dargelegten Sinn. Mit Blick auf das massgebende Bundesrecht hat die 
BVE dieser Beurteilung nach dem Gesagten zu Recht widersprochen.

8.

Dass für die Terrainaufschüttung eine Ausnahmebewilligung im Sinn von 
Art. 24 RPG erteilt werden könnte, macht der Beschwerdeführer zu Recht 
nicht geltend. Eine solche Bewilligung setzt voraus, dass der Zweck der 
Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert 
(Bst. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Bst. b). Wie 
bereits die BVE dargelegt hat (angefochtener Entscheid E. 4i), stimmt der 
Begriff der Zonenkonformität im Sinn von Art. 16a Abs. 1 RPG (im Ergeb-
nis) im Wesentlichen mit demjenigen der Standortgebundenheit gemäss 
Art. 24 RPG überein (vgl. BGE 125 II 278 E. 3a [noch zum alten Recht]; 
BGer 1C_561/2012 vom 4.10.2013, in ZBl 2015 S. 218 E. 3.1, 1C_67/2007 
vom 20.9.2007 E. 3.5, 1A.312/2005 vom 27.9.2006 E. 6.1; Wald-
mann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 24 N. 9; Peter Hänni, Pla-
nungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl. 2016, S. 225 
Fn. 758). Mit Blick auf die vorangegangenen Erwägungen erübrigen sich 
deshalb Weiterungen hierzu. Nicht in Betracht fallen sodann die Ausnah-
mebestimmungen für bestehende Bauten und Anlagen ausserhalb der 
Bauzonen nach Art. 24a ff. RPG. Ob die Terrainaufschüttung als Abfallde-
ponie bewilligt werden könnte, kann dahingestellt bleiben, hat der Be-
schwerdeführer doch kein entsprechendes Gesuch gestellt (vgl. auch Pro-

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tokoll Augenschein, Vorakten BVE pag. 72 Votum Beschwerdeführer; zum 
abfallrechtlichen Bewilligungsverfahren «Merkblatt Terrainveränderungen» 
S. 2; Arnold Brunner, a.a.O., S. 533).

9.

Die Beschwerde erweist sich somit in allen Teilen als unbegründet und ist 
abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdefüh-
rer kostenpflichtig und hat die Verfahrenskosten vor dem Verwaltungsge-
richt zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Zudem hat er dem Beschwerde-
gegner die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 
VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Der Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner für das Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt auf Fr. 5'436.30 
(inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Beschwerdegegner
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Grindelwald
- dem Bundesamt für Raumentwicklung

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und mitzuteilen:
- dem Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli
- dem Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern
- dem Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern
- dem Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.