# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fb59da0-6d49-51ac-8a31-4948588d8d33
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.02.2014 D-676/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-676-2014_2014-02-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-676/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  F e b r u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Thomas Wespi, 

mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner;   

Gerichtsschreiber Alfred Weber. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

und dessen Ehefrau B._______,  

geboren am (…), 

Iran,   

beide vertreten durch lic. iur. Benedikt Schneider-Koch, 

Rechtsanwalt, Advokatur & Notariat, (…), 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 30. Januar 2014 / N (…). 

 

 

D-676/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das BFM mit Verfügung vom 21. Januar 2010 die Asylgesuche der 

Beschwerdeführenden vom 13. Juni 2009 abwies und die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-1066/2010 vom 6. Feb-

ruar 2012 die gegen diese Verfügung am 22. Februar 2010 erhobene Be-

schwerde abwies,  

dass in Bestätigung der vorinstanzlichen Erwägungen zusammenfassend 

zur Begründung ausgeführt wurde, die Vorbringen der Beschwerdefüh-

renden hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss  

Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht 

stand und die Ausführungen der Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer 

Benachteiligungen als Frau stellten keine asylbeachtliche Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsylG dar,  

dass mit Schreiben des BFM vom 15. Februar 2012 den Beschwerdefüh-

renden Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 6. März 2012 einge-

räumt wurde, 

dass ferner festgehalten wurde, dass sich dieses Schreiben auf die Be-

schwerdeführenden sowie deren Kind C._______, geboren (…), Iran, be-

ziehe, 

dass die Beschwerdeführenden und deren Kind am 6. März 2012 eine als 

"Wiedererwägungsgesuch/Asylgesuch" bezeichnete Eingabe einreichen 

liessen, 

dass zur Begründung im Wesentlichen ausgeführt wurde, das im Verlaufe 

des ersten Asylverfahrens eingereichte Gerichtsdokument sei echt und es 

seien diesbezüglich weitere Nachforschungen seitens des BFM in die 

Wege zu leiten, 

dass der Beschwerdeführer Teil der iranischen Opposition gewesen und 

auch die Beschwerdeführerin aktiv in der Oppositionsbewegung gewesen 

sei, 

dass die Beschwerdeführerin in einem der Eingabe vom 6. März 2012 

beigelegten und von ihr verfassten Schreiben unter anderem ausführte, 

ihre Brüder seien politisch aktiv gewesen,  

D-676/2014 

Seite 3 

dass im Oktober 2007 (Anmerkung des Gerichts) das Elternhaus ge-

stürmt und ihr Vater mitgenommen worden sei, 

dass der Vater später (im gleichen Monat) einen [Todesart 1] erlitten ha-

be, 

dass das Haus am 5. Juni 2008 erneut vom Geheimdienst gestürmt wor-

den sei, 

dass sie mitgenommen, verhört und nach zwei Tagen freigelassen wor-

den sei, 

dass sie sich medizinisch habe behandeln lassen, 

dass sie in der Folgezeit an Demonstrationen teilgenommen habe,  

dass sie anlässlich einer Demonstration vom 15. Januar 2009 verhaftet, 

festgehalten, gefoltert und am 25. April 2009 gegen Bezahlung einer Kau-

tion durch die Familie freigelassen worden sei, 

dass sie am 8. Juni 2009 eine Vorladung vor Gericht erhalten habe, wel-

cher sie keine Folge geleistet habe, 

dass zur Untermauerung der Vorbringen als Beweismittel ein Schreiben 

der Beschwerdeführerin vom 5. März 2012, ein Schreiben des Polizeire-

viers Nr. 24 an das gerichtsmedizinische Zentrum, ein Schreiben des ge-

richtsmedizinischen Zentrums an das Polizeirevier Nr. 24, eine vom 

8. Juni 2009 datierende Vorladung (mit Eingabe vom 19. März 2012 ein-

gereicht), ein Schreiben der Worker-communist Party of Iran vom 

28. Februar 2012, Fotos des Beschwerdeführers als aktiver Oppositionel-

ler sowie Dokumente einer Postzustellung Eingang in die Akten fanden 

(vgl. B 2 gemäss Aktenverzeichnis des BFM), 

dass das BFM mit Schreiben vom 21. März 2012 den Beschwerdefüh-

renden den Eingang des Gesuchs bestätigte und festhielt, der Vollzug der 

Wegweisung werde bis auf Weiteres ausgesetzt, sie könnten sich bis zum 

Abschluss des vorliegenden Verfahrens in der Schweiz aufhalten und der 

für den Vollzug zuständige Kanton werde angewiesen, bis zum Endent-

scheid von Vollzugsmassnahmen abzusehen,  

dass das BFM – ohne das Kind der Beschwerdeführenden im Rubrum 

aufzuführen – mit Verfügung vom 30. Januar 2014 – eröffnet am 31. Ja-

D-676/2014 

Seite 4 

nuar 2014 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf die Asyl-

gesuche nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 

Vollzug anordnete, 

dass das Bundesamt die Ausreisefrist auf den Tag nach Eintritt der 

Rechtskraft der Verfügung festsetzte und festhielt, dass im Unterlas-

sungsfall die Beschwerdeführenden in Haft genommen und unter Zwang 

in den Heimatstaat zurückgeführt werden könnten, 

dass den Beschwerdeführenden die editionspflichtigen Akten gemäss Ak-

tenverzeichnis ausgehändigt wurden, 

dass die in Kopie eingereichte und vom 8. Juni 2009 datierende Vorla-

dung eingezogen wurde, 

dass es zur Begründung unter Verweis auf die Rechtsprechung (BVGE 

2009/53) zunächst festhielt, dass der Sachverhalt aufgrund der schriftli-

chen Asylbegründung und der eingereichten Beweismittel klar sei, wes-

halb vorliegend keine Anhörung erforderlich sei, 

dass das BFM ferner im Wesentlichen anführte, das am 29. Oktober 2009 

eingeleitete Asylverfahren sei seit dem Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts vom 6. Februar 2012 rechtskräftig abgeschlossen und es würden 

sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass nach dem Abschluss 

dieses Verfahrens Ereignisse eingetreten seien, die geeignet seien, die 

Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorü-

bergehenden Schutzes relevant seien, 

dass sich das BFM und das Bundesverwaltungsgericht zur Frage der 

Echtheit des im ersten Asylverfahren eingereichten Gerichtsdokuments 

erschöpfend geäussert hätten und daher keine Notwendigkeit für das Be-

gehren bestehe, seitens des BFM dazu weitere Nachforschungen in die 

Wege zu leiten, 

dass stattdessen insbesondere auf das Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts vom 6. Februar 2012 zurückzuverweisen sei, 

dass die im Schreiben der Beschwerdeführerin vorgebrachten Gründe in 

mehrfacher Hinsicht unstimmig seien, 

D-676/2014 

Seite 5 

dass, auch nicht ansatzweise, nachvollziehbare Gründe ersichtlich seien, 

weshalb die Beschwerdeführerin diese Vorbringen nicht im Verlaufe des 

ersten Asylverfahrens geltend gemacht habe, 

dass die Erklärung (Asylgründe des Ehemannes seien ausreichend, wes-

halb die eigenen nicht mehr erwähnt werden müssten) nicht plausibel sei, 

insbesondere deshalb, weil sie sowohl an der Befragung als auch an der 

Anhörung beim Bundesamt ausdrücklich nach eigenen Asylgründen ge-

fragt worden sei (vgl. A 2 S. 7-8; A 11 S. 2-5), 

dass die Beschwerdeführerin – im Gegensatz zu den in ihrem Schreiben 

vorgebrachten Gründen – anlässlich des erstinstanzlichen Verfahrens 

angegeben habe, nie politisch aktiv, vor Gericht oder inhaftiert gewesen 

zu sein (vgl. A 2 S. 7), 

dass aufgrund der massiven Unstimmigkeiten die Vorbringen nicht glaub-

haft seien und auch die diesbezüglich eingereichten Beweismittel das 

Vorgebrachte nicht zu stützen vermöchten, 

dass den in Kopie eingereichten Dokumenten (Vorladung vom 8. Juni 

2009, Schreiben des Polizeireviers Nr. 24 und des gerichtsmedizinischen 

Zentrums) kein Beweiswert zukomme, da diese leicht käuflich erwerbbar 

seien, 

dass auch keine Erklärung vorliege, weshalb das der Beschwerdeführerin 

ausgestellte Dokument vom 8. Juni 2009 erst rund 4 ½ Jahre (recte: 2 ¾ 

Jahre) später zu den Akten gegeben werden sollte, 

dass die Begründung in der Eingabe vom 19. März 2012 unbehelflich sei, 

wonach die Beschwerdeführenden dieses Dokument "trotz der Schwie-

rigkeiten und der strengen Kontrollen des unerbittlichen Regimes in 

D._______ (sic!)" hätten erhalten können, 

dass die in Kopie eingereichte Vorladung vom 8. Juni 2009 deswegen 

eingezogen werde, 

dass die vom Beschwerdeführer zu den Akten gegebenen Fotos von ihrer 

Art her ohne Beweiswert seien und die Unstimmigkeiten im Verlaufe des 

ersten Verfahrens somit nicht aufzulösen vermöchten,  

dass das Schreiben der Worker-communist Party of Iran als Gefälligkeits-

schreiben zu werten sei, dem als solchem kein Beweiswert innewohne, 

D-676/2014 

Seite 6 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

weil diesem keine triftigen Gründe entgegen stünden, 

dass die Beschwerdeführenden – ohne Erwähnung ihres Kindes – mit 

Eingabe vom 7. Februar 2014 gegen diesen Entscheid beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde erheben und unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolge die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, das Eintreten 

auf die Asylgesuche und die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft be-

antragen liessen,  

dass eventualiter die Unzulässigkeit und die Unzumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme zu erteilen 

sei, 

dass in jedem Fall von einer Wegweisung aus der Schweiz abzusehen 

sei,  

dass subeventualiter die Angelegenheit an die Vorinstanz zwecks noch-

maliger Befragung der Beschwerdeführenden und tatsächlicher materiel-

ler Prüfung der Asylgründe zurückzuweisen sei (Antrag 6),  

dass auf die Begründung der Beschwerde, soweit entscheidwesentlich, in 

den Erwägungen einzugehen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 11. Februar 2014 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

D-676/2014 

Seite 7 

dass das in der angefochtenen Verfügung unerwähnt gebliebene Kind 

C._______, geboren (…), Iran, der Beschwerdeführenden in das vorlie-

gende Verfahren miteinzubeziehen ist,  

dass mit der Änderung des Asylgesetzes vom 14. Dezember 2012, wel-

che am 1. Februar 2014 in Kraft trat, unter anderem die Bestimmung 

betreffend Nichteintreten auf ein zweites Asylgesuch (Art. 32 Abs. 2 Bst. e 

AsylG) aufgehoben wurde, 

dass nach Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des Asyl-

gesetzes vom 14. Dezember 2012 (AS 2013 4375 5357; BBl 2010 4455, 

2011 7325) bei Wiedererwägungs- und Mehrfachgesuchen für die im 

Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung dieses Gesetzes hängigen Ver-

fahren bisheriges Recht in der Fassung vom 1. Januar 2008 gilt, 

dass demnach auf den vorliegenden Fall die bisherige Bestimmung be-

treffend Nichteintreten auf die zweiten Asylgesuche der Beschwerdefüh-

renden anzuwenden ist, 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – un-

ter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens), die unrichtige und un-

vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 alt Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen, die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich 

auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylge-

such nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 S. 116), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate-

D-676/2014 

Seite 8 

riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-

che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 

2007/8 E. 2.1 S. 73 m.w.H.), 

dass nach dem Gesagten auf das Begehren um Anerkennung der Flücht-

lingseigenschaft nicht einzutreten ist, 

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 

Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in der 

Schweiz bereits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben oder wäh-

rend des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zu-

rückgekehrt sind, 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn es Hin-

weise auf zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse gibt, die geeignet 

sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewäh-

rung vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e 

AsylG), 

dass vorab festzuhalten ist, dass die Vorinstanz im Einklang mit der 

Rechtsprechung (BVGE 2009/53 E. 5.7 S. 772) aufgrund der schriftlichen 

Eingabe vom 6. März 2012 im vorliegenden Fall auf eine Anhörung der 

Beschwerdeführenden verzichtet hat,  

dass diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochte-

nen Verfügung verwiesen werden kann, 

dass der Subeventualantrag (Antrag 6 der Beschwerde) somit abzuwei-

sen ist, 

D-676/2014 

Seite 9 

dass unbestritten ist, dass die Beschwerdeführenden in der Schweiz be-

reits ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben, 

dass sich der Beschwerdeführer grundsätzlich auf den gleichen Sachver-

halt wie anlässlich des ersten Asylverfahrens berief und eine nochmalige 

Überprüfung der Echtheit des von ihm damals eingereichten und als ge-

fälscht erkannten Gerichtsdokuments anhand der auf diesem Dokument 

angeführten Verfahrensnummer beantragte, 

dass im Urteil des Bundesverwaltungsgericht D-1066/2010 vom 6. Feb-

ruar 2012 in E. 5.2 S. 14 f. einlässlich dargelegt wurde, weshalb es sich 

bei dem vom Beschwerdeführer eingereichten Gerichtsdokument um eine 

Fälschung handelt, sich aus der von ihm geäusserten Kritik an der Vor-

gehensweise des Bundesamtes und der Botschaft im Rahmen der Abklä-

rung keine Zweifel an deren Zuverlässigkeit ergeben und infolgedessen 

kein Anlass besteht, an der Richtigkeit der von einer Vertrauensperson 

der Botschaft dargelegten Ausführungen zu zweifeln,  

dass allein der Verweis auf die auf dem Dokument angeführte Verfah-

rensnummer keinen unumstösslichen Hinweis für dessen Echtheit dar-

stellt respektive die Vornahme weiterer Nachforschungen in dieser Ange-

legenheit rechtfertigt,  

dass der Hinweis auf die Verfahrensnummer bereits im ersten Asylverfah-

ren im Zusammenhang mit dem Begehren um eine erneute Überprüfung 

vorgebracht wurde (vgl. Stellungnahme vom 21. November 2011 Ziff. 5 

S. 4 f.), 

dass die Argumentation sowohl in der Eingabe vom 6. März 2012 als 

auch in der Beschwerde grundsätzlich dieselbe ist und nicht im Entfern-

testen irgendwelche Anhaltspunkte oder stichhaltigen Gründe erkennen 

lässt, welche an der im Urteil getroffenen Feststellung der Fälschung des 

besagten Dokuments Zweifel nähren könnten,  

dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen,  

dass die Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung im Zu-

sammenhang mit dem von der Beschwerdeführerin erstmals vorgetrage-

nen Sachverhalt einer Überprüfung durch das Bundesverwaltungsgericht 

standhalten, 

D-676/2014 

Seite 10 

dass lediglich ergänzend festzuhalten ist, dass die Schilderungen im Zu-

sammenhang mit dem Tod des Vaters im Oktober 2007 ([Todesart 1] im 

Anschluss an eine Mitnahme) von denjenigen im Rahmen des ersten 

Asylverfahrens ([Todesart 2]; Tod kurz vor dem Newroz [Frühlingsfest, 

20. oder 21. März]) krass divergieren (A 2 S. 4),  

dass zur Vermeidung von Wiederholungen daher auf die diesbezüglich 

nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Ausführungen zu verweisen 

ist, 

dass die Erwägungen des BFM zu den weiteren Beweismitteln (II/Ziff. 4 

S. 4 der angefochtenen Verfügung) zwar knapp ausgefallen sind, 

dass die diesbezügliche Würdigung die vorinstanzliche Einschätzung und 

Wertung hinsichtlich der Beweismittel, insbesondere in Berücksichtigung 

des im Rahmen des ersten Asylverfahren vorgebrachten Sachverhalts, 

indessen genügend zum Ausdruck bringt, 

dass die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe keine Änderung der 

angefochtenen Verfügung bewirken,  

dass der vorinstanzlichen Argumentation nichts Substanzielles entgegen-

gesetzt wird,  

dass die Begründung unbehelflich und zurückzuweisen ist, wonach die 

Beschwerdeführerin plausible und ernsthafte Gründe gehabt habe (u.a. 

Gefährdung der Familie im Iran durch die Weiterleitung von Dokumen-

ten), ihre Vorbringen zurückzuhalten respektive erst nach Abweisung des 

Erstgesuchs geltend zu machen,  

dass die Beschwerdeführerin im ersten Asylverfahren auf die Mitwir-

kungs- und Wahrheitspflicht sowie auf die Verschwiegenheitspflicht der 

am Verfahren beteiligten Personen hingewiesen wurde (vgl. A 2 S. 2, A 11 

S. 2), sie am Schluss der Anhörung zu Protokoll gab, sie habe ihren Aus-

sagen nichts hinzuzufügen (vgl. A 11 S. 5 F25), und dies nach der Rück-

übersetzung unterschriftlich bestätigte (vgl. A 11 S. 6), 

dass aufgrund des Inhalt des von der Beschwerdeführerin verfassten 

Schreibens überhaupt nicht nachvollziehbar ist, weshalb sie die darin 

festgehaltenen Vorkommnisse und Gegebenheiten aus Rücksicht vor 

möglichen Repressalien gegenüber ihrer Familie im Iran hätte zurückhal-

ten sollen, zumal die Familie, vor allem die Beschwerdeführerin, wieder-

D-676/2014 

Seite 11 

holt nachteiligen Massnahmen staatlicher Organe ausgesetzt gewesen 

sein soll, mithin den heimatlichen Behörden als Familie mit "oppositionel-

lem" Hintergrund bekannt gewesen sein soll, 

dass bei gesamtheitlicher Betrachtungsweise der von der Beschwerde-

führerin geltend gemachte Sachverhalt als nachgeschoben und demnach 

als unglaubhaft zu werten ist, 

dass aufgrund dieser Feststellung den in Kopie eingereichten, den nach-

geschobenen Sachverhalt belegenden Dokumenten die beweisrechtliche 

Bedeutung abzusprechen ist, nicht zuletzt auch aufgrund der leichten 

Manipulations- und Fälschungsanfälligkeit von Unterlagen in Kopie, 

dass auch die mit der Beschwerde eingereichten Internetausdrucke (Aus-

zug der Homepage ([…]; Beilage 4) zu keiner anderen Beurteilung füh-

ren, 

dass in diesem Zusammenhang unter anderem ausgeführt wird, dass die 

Beschwerdeführerin die Homepage über die Zeit der Flucht aus dem Iran 

hinaus bis zur Sperrung im August 2012 betreut (bearbeitet und aktuali-

siert) habe, sie sich damit in der Schweiz an Oppositionshandlungen be-

teiligt habe, weshalb sie anzuhören sei, 

dass gemäss Rechtsprechung (BVGE 2009/53 E. 6 und 7 S. 772 f.) auf 

ein Asylgesuch nicht schon einzutreten ist, weil ein politisches Engage-

ment umfassend dargelegt wird, sondern erst, wenn sich aufgrund der 

Prüfung des länderspezifischen und personenbezogenen Kontextes Hin-

weise ergeben, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begrün-

den, 

dass das BFM auf das Asylgesuch eintreten und im ordentlichen Verfah-

ren eine Anhörung zu den Asylgründen nach Art. 29. und Art. 30 AsylG 

durchführen muss, falls sich solche Hinweise ergeben,  

dass diese Voraussetzungen vorliegend nicht gegeben sind, 

dass ferner nicht substanziiert dargetan wird, welche Rolle und Aufgabe 

der Beschwerdeführerin in diesem Kontext konkret zukam,  

dass sich auch aus den Akten, insbesondere dem oben Aufgeführten, 

keine hinreichenden oder schlüssigen Anhaltspunkte für die Annahme er-

geben, die Beschwerdeführerin könnte durch ihre Tätigkeit als Betreuerin 

D-676/2014 

Seite 12 

besagter Homepage das Profil einer exponierten Regimegegnerin auf-

weisen, welche für die iranischen Machthaber als gefährliche Person ein-

gestuft werden müsste (vgl. BVGE 2009/28 E. 7.4.3 S. 364 ff.), 

dass diese Sichtweise nicht zuletzt durch die Begründung der Beschwer-

deführerin selbst gestützt wird, wonach diese Betätigung ein weiterer 

Grund gewesen sei, sich im Hintergrund zu halten und sehr vorsichtig zu 

sein,  

dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen,  

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu 

Recht auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten 

ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2009/50 E. 9 m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-

klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bun-

desamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

D-676/2014 

Seite 13 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebli-

che Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das 

in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-

Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 

Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der 

Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der 

Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 

Beschwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine konkrete Ge-

fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug 

der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,  

dass die Beschwerde keine Ausführungen enthält, wonach sich die indivi-

duelle Situation der Beschwerdeführenden seit dem Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts D-1066/2010 vom 6. Februar 2012 grundlegend ver-

ändert hätte, 

dass es sich daher rechtfertigt, zur Vermeidung von Wiederholungen, auf 

die entsprechenden Erwägungen 7.3 S. 17 f. im besagten Urteil zu ver-

weisen, die auch Ausführungen zum nicht im Rubrum des Urteils erwähn-

ten Kind enthalten, 

D-676/2014 

Seite 14 

dass der Vollzug der Wegweisung den Beschwerdeführenden in den 

Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei 

der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 

AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513–515), 

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den 

rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und an-

gemessen ist (Art. 106 alt Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzu-

weisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-676/2014 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu-

gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Thomas Wespi Alfred Weber 

 

 

Versand: