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**Case Identifier:** 3b278e68-ddb0-5c5f-870c-984d367c5232
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.02.2023 S 2022 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-44_2023-02-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 22. Februar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Zwischenverfügung betreffend Begutachtung)

S 2022 44

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Urteil S 2022 44

A. Die 1961 geborene A.________ meldete sich am 7. November 2018 unter Hinweis 
auf eine beidseitige Polyneuropathie und eine schwere Depression erstmals bei der IV-
Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche 
sowie medizinische Abklärungen und gewährte berufliche Eingliederungsmassnahmen 
(IV-act. 61). Am 28. Oktober 2021 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass zur 
Klärung der Leistungsansprüche eine medizinische Untersuchung (Psychiatrie) notwendig 
sei und hierfür Dr. med. C.________ vorgesehen werde (IV-act. 99). Nachdem die 
Versicherte mit der Begutachtung bei Dr. C.________ nicht einverstanden gewesen war 
und anstelle dessen zunächst Dr. med. D.________ (IV-act. 103), anschliessend 
Dr. med. E.________ und Dr. med. F.________ (IV-act. 120) als Gutachter vorgeschlagen 
hatte, informierte die IV-Stelle die Versicherte am 13. Januar 2022 darüber, dass neu 
vorgesehen sei, Dr. med. G.________ mit der psychiatrischen Begutachtung zu 
beauftragen (IV-act. 124). Die Versicherte ihrerseits hielt weiterhin an Dr. E.________ fest 
(IV-act. 127) und bat um eine anfechtbare Verfügung, sollte der vorgeschlagene Gutachter 
nicht akzeptiert werden (IV-act. 134). Am 14. März 2022 erliess die IV-Stelle eine 
Zwischenverfügung, mit welcher sie an der Anordnung einer psychiatrischen 
Begutachtung durch Dr. G.________ festhielt (IV-act. 135). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 26. April 2022 liess A.________ 
beantragen, die Zwischenverfügung vom 14. März 2022 sei aufzuheben und 
Dr. E.________ sei als psychiatrischer Begutachter zu beauftragen. Eventualiter sei die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und ein korrektes Einigungsverfahren 
durchzuführen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegnerin (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 27. April 2022 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 500.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 1. Juni 2022 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde (act. 5). 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
Anträgen und Begründungen fest (act. 7 und 9). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

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Urteil S 2022 44

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 14. März 2022. In Anwendung 
von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 26. April 2022 der 
Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 
Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit unter Berücksichtigung 
von Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG gewahrt. Bei der vorliegend angefochtenen Verfügung 
handelt es sich um eine Zwischenverfügung i.S.v. Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 
und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021), 
welche nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei Vorliegen eines nicht wieder 
gutzumachenden Nachteils anfechtbar ist. Diese Eintretensvoraussetzung ist in casu 
erfüllt, nachdem die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und 
nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken wird (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7). Die 
Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur 
Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält schliesslich auch Antrag und 
Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die 
Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG sowie die 
Änderung vom 3. November 2021 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) in Kraft getreten, was mit Änderungen des ATSG sowie der Verordnung über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) einhergegangen 
ist. Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen 
– grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des 

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Urteil S 2022 44

rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 146 V 364 E. 7.1) und die angefochtene Zwischenverfügung nach dem Inkrafttreten 
der genannten Änderungen datiert, ist vorliegend die Gutachtensanordnung nach den ab 
1. Januar 2022 geltenden Normen zu prüfen. 

3.
3.1 Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen 
Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von 
medizinischen Abklärungen ein Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis 
fest, ob die Begutachtung mono-, bi- oder polydisziplinär durchzuführen ist (Art. 44 Abs. 1 
ATSG). Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten bei 
einem oder mehreren unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der 
versicherten Person deren Namen bekannt. Diese kann innert zehn Tagen 
Ausstandsgründe gemäss Art. 36 Abs. 1 ATSG gegen die Sachverständigen vorbringen 
und Gegenvorschläge machen (Art. 44 Abs. 2 ATSG). Gemäss Art. 36 Abs. 1 ATSG treten 
Gutachter in den Ausstand, wenn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben oder 
aus anderen Gründen in der Sache befangen sein könnten. 

3.2 Lehnt eine Partei eine Sachverständige oder einen Sachverständigen nach Art. 44 
Abs. 2 ATSG ab, so hat der Versicherungsträger die Ausstandsgründe zu prüfen. Liegt 
kein Ausstandsgrund vor, so ist ein Einigungsversuch durchzuführen (Art. 7j Abs. 1 
ATSV). Der Einigungsversuch kann mündlich oder schriftlich durchgeführt werden und ist 
in den Akten zu dokumentieren (Art. 7j Abs. 2 ATSV). Hält der Versicherungsträger trotz 
Ablehnungsantrag an den vorgesehenen Sachverständigen fest, so teilt er dies der Partei 
durch Zwischenverfügung mit (Art. 44 Abs. 4 ATSG). 

4. Unbestritten ist vorliegend die Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung. 
Streitig ist hingegen die von der Beschwerdegegnerin angeordnete Begutachtung durch 
Dr. G.________. Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin mit 
Zwischenverfügung vom 14. März 2022 zu Recht an dem von ihr angekündigten Gutachter 
festhielt oder nicht. 

4.1 Der Sachverhalt stellt sich im vorliegenden Fall wie folgt dar:

4.1.1 Mit Mitteilung vom 28. Oktober 2021 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass 
zur Klärung der Leistungsansprüche eine medizinische Untersuchung (Psychiatrie) 

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Urteil S 2022 44

notwendig sei und hierfür Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, in H.________ vorgesehen werde. Der Versicherten wurde eine Frist bis 
10. November 2021 zur Einreichung von Zusatzfragen sowie für triftige Einwendungen 
gegen die Art der Begutachtung, die vorgesehene Fachdisziplin sowie die begutachtende 
Person angesetzt (IV-act. 99). 

4.1.2 Am 5. November 2021 bat die Versicherte darum, die Frist für etwaige Fragen 
und/oder Anmerkungen ihrerseits bis zum Monatsende zu erstrecken (IV-act. 101), was 
die IV-Stelle mit Schreiben vom 9. November 2021 gewährte (IV-act. 102).

4.1.3 Mit Eingabe vom 26. November 2021 beantragte die Versicherte mit Hilfe der Pro 
Infirmis, dass anstelle von Dr. C.________ die psychiatrische Begutachtung durch 
Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in I.________ 
vorzunehmen sei. Dieser habe sie bereits im Auftrag der Krankentaggeldversicherung 
begutachtet, was den Vorteil habe, dass er sie bereits kenne und so über den Verlauf der 
Arbeitsfähigkeiten besser Auskunft geben könne (IV-act. 103). 

4.1.4 Da gemäss Stellungnahme des zuständigen RAD-Psychiaters der vorgeschlagene 
Dr. D.________ nicht auf der Gutachterliste des RAD aufgelistet sei (vgl. dazu IV-
act. 107), teilte die IV-Stelle der Versicherten mit Schreiben vom 3. Dezember 2021 mit, 
dass die Begutachtung nicht von diesem Psychiater vorgenommen werden könne. Zudem 
sei es nicht von Belang, ob der Gutachter sie aus früheren Phasen kenne oder nicht, da es 
sich um eine neutrale Würdigung des bisherigen Verlaufs und nicht um eine 
Verlaufsbegutachtung handle. Es spreche insofern weiterhin nichts dagegen, 
Dr. C.________ als Gutachter vorzusehen, zumal auch keine Gründe für die Annahme 
einer Befangenheit vorlägen. Doktor C.________ sei daher mit der Begutachtung 
beauftragt worden (IV-act. 110). 

4.1.5 Mit E-Mail vom 10. Dezember 2021 bat die Versicherte um Zusendung der 
Gutachterliste des RAD. Es würden beide Parteien davon profitieren, wenn man sich im 
Einigungsverfahren auf einen Gutachter einige und so auch Verfahrensausweitungen von 
Anfang an verhindere (IV-act. 118). 

4.1.6 Am 13. Dezember 2021 antwortete die IV-Stelle, dass die Gutachterliste auf der 
Homepage der IV-Stelle Luzern eingesehen werden könne. Zudem wurde die Versicherte 
darum ersucht, der IV-Stelle mindestens zwei Vorschläge für einen Gutachter aus dieser 

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Urteil S 2022 44

Liste vorzuschlagen (IV-act. 119), woraufhin die Versicherte mit E-Mail vom 16. Dezember 
2021 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in J.________ 
und Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in I.________ 
vorschlug (IV-act. 120). 

4.1.7 Mit Stellungnahme vom 17. Dezember 2021 merkte RAD-Arzt K.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, an, dass Dr. F.________ zwar noch 
praktiziere, für die IV-Stelle Luzern allerdings nicht mehr Gutachten in einem Kontingent 
anfertige, sondern nur noch in Einzelfällen. Insofern könnte er weiter angefragt werden. 
Aus versicherungspsychiatrischer Sicht sei er für die Begutachtung von komplexeren 
psychiatrischen Fällen geeigneter, insbesondere auch weil er zusätzlich eine 
neuropsychologische Abklärung anbieten könne, falls dies zum Beispiel zur 
Symptomvalidierung notwendig werden würde (IV-act. 121). Als neuen Gutachter schlug 
RAD-Arzt K.________ am 7. Januar 2022 Dr. G.________ vor (IV-act. 123).

4.1.8 Mit neuer Mitteilung vom 13. Januar 2022 informierte die IV-Stelle die Versicherte 
darüber, dass der vorgeschlagene Dr. F.________ als Gutachter nicht benannt werden 
könne, da er für Gutachten nicht mehr zur Verfügung stehe. Es sei daher vorgesehen, 
Dr. G.________ mit der psychiatrischen Begutachtung zu beauftragen. Für das Stellen 
von Zusatzfragen und das Vorbringen von Ausstandsgründen wurde eine Frist von zehn 
Tagen angesetzt (IV-act. 124). 

4.1.9 Mit E-Mail vom 18. Januar 2022 machte die Versicherte darauf aufmerksam, dass 
sie auch noch Dr. E.________ als Gutachter vorgeschlagen habe. Eine Rückfrage bei ihm 
habe ergeben, dass er Kapazität für ein Gutachten hätte, weshalb darum gebeten werde, 
Dr. E.________ als Gutachter zu akzeptieren (IV-act. 127).

4.1.10 Am 23. Februar 2022 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass nach 
Rücksprache mit der Rechtsabteilung an Dr. G.________ als Gutachter festgehalten 
werde. Wenn die Versicherte den Gutachter nicht möchte, solle sie einen triftigen Grund 
dafür nennen (IV-act. 128).

4.1.11 Mit Schreiben vom 7. März 2022 führte die Versicherte aus, dass es gemäss der 
geltenden Gesetzeslage nicht notwendig sei, die Ablehnung eines Gutachters zu 
begründen. Werde ein Gutachter abgelehnt, so sei ein Einigungsverfahren durchzuführen 
(Art. 7j ATSV). Es sei darauf hinzuweisen, dass beide Parteien davon profitieren würden, 

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wenn man sich im Einigungsverfahren auf einen Gutachter einige und so auch 
Verfahrensausweitungen von Anfang an verhindert würden. Sie halte somit weiterhin an 
Dr. E.________ als Gutachter fest. Falls dieser nicht akzeptiert werde, werde eine 
anfechtbare Verfügung verlangt (IV-act. 134).

4.1.12 Mit Zwischenverfügung vom 14. März 2022 hielt die IV-Stelle an der Anordnung 
einer psychiatrischen Begutachtung durch Dr. G.________ fest (IV-act. 135). 

4.2 Würdigend ist zunächst festzustellen, dass die Beschwerdeführerin gegen die 
ursprünglich bei Dr. C.________ vorgesehene Begutachtung keinerlei Einwendungen 
vorbrachte. Vielmehr schlug sie mit Eingabe vom 26. November 2021 (IV-act. 103) 
lediglich vor, die Begutachtung bei Dr. D.________ durchzuführen. Zum damaligen 
Zeitpunkt hätte es jedoch triftige Gründe gebraucht, um den Gutachter abzulehnen 
(aArt. 44 ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). Aufgrund des 
Fehlens zulässiger Einwendungen gegen Dr. C.________ wäre die Beschwerdegegnerin 
daher nicht verpflichtet gewesen, ein Einigungsverfahren durchzuführen bzw. von ihrer 
Wahl von Dr. C.________ abzusehen und sich mit den von der Beschwerdeführerin 
vorgeschlagenen Gutachter auseinanderzusetzen. Ein eigentlicher Rechtsanspruch auf 
eine einvernehmliche Einigung bestand gemäss damaliger Rechtslage und 
dazugehörender Rechtsprechung jedenfalls nicht.

Liess sich die Beschwerdegegnerin dennoch auf einen Einigungsversuch ein, indem sie 
der Beschwerdeführerin am 13. Dezember 2021 (IV-act. 119) Gelegenheit gab, 
mindestens zwei Gutachter aus der Gutachterliste der IV-Stelle Luzern vorzuschlagen, war 
es in der Folge auch an ihr, sich mit den vorgeschlagenen Gutachtern 
auseinanderzusetzen bzw. Einwendungen gegen die Vorschläge der Beschwerdeführerin 
zu machen. Dies tat die Beschwerdegegnerin denn auch. Dabei stellte sie fest, dass 
Dr. F.________ – zum damaligen Zeitpunkt – zwar noch auf der Gutachterliste stehe, aber 
im Zusammenhang mit früheren Anfragen klar dokumentiert habe, dass er nur noch ganz 
ausnahmsweise Gutachten erstelle. Für gewöhnliche psychiatrische Begutachtungen 
stehe er nicht mehr zur Verfügung (vgl. IV-act. 124 und auch RAD-Stellungnahme vom 
17. Dezember 2021 [IV-act. 121] sowie act. 5 S. 3 und 5 und act. 9 S. 2). Den ebenfalls 
vorgeschlagenen Dr. E.________ hielt der RAD offenbar in fachlicher Hinsicht nicht für 
geeignet, im vorliegenden Fall ein versicherungspsychiatrisch verwertbares Gutachten zu 
erstellen (vgl. IV-act. 128 und 135 S. 2 Ziff. 4 sowie act. 5 S. 3 und 5 und act. 9 S. 2). In 
Anbetracht dessen konnte die Beschwerdegegnerin keinen der beiden vorgeschlagenen 

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Sachverständigen akzeptieren und schlug stattdessen neu Dr. G.________ als Gutachter 
vor. 

Dass damit das Einigungsverfahren nicht korrekt durchgeführt worden sein soll, erschliesst 
sich dem Gericht nicht. Es trifft zwar zu, dass nach der geltenden Rechtslage die Durch-
führung eines Einigungsversuchs explizit vorgeschrieben ist (vgl. Art. 7j Abs. 1 ATSV), 
sodass – jedenfalls bei Verneinung von Ausstandsgründen – im Hinblick auf eine 
einvernehmliche Bestimmung des Sachverständigen wenn immer möglich, eine Einigung 
zwischen dem Versicherungsträger und der versicherten Person anzustreben ist. Die 
Möglichkeit eines Einigungsversuches hebt jedoch nicht die Zuständigkeit des 
Versicherungsträgers auf, die sachverständige Person zu bestimmen. Die 
Rechtsprechung, wonach kein Recht der versicherten Person auf einen Sachverständigen 
ihrer Wahl besteht, gilt weiterhin (vgl. Ausführungsbestimmungen zur Änderung des 
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [Weiterentwicklung der IV], Erläuternder 
Bericht [nach Vernehmlassung] des BSV, S. 75). Vorliegend hat sich die 
Beschwerdegegnerin, wie bereits dargelegt, mit den von der Beschwerdeführerin 
vorgeschlagenen Gutachtern auseinandergesetzt und aufgezeigt, weshalb diese für eine 
Begutachtung nicht in Frage kommen.

In der Folge teilte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 
13. Januar 2022 (IV-act. 124) mit, dass die psychiatrische Begutachtung neu bei 
Dr. G.________ stattfinde. Mit dieser Mitteilung bestand für die Beschwerdeführerin u.a. 
Gelegenheit, Ausstandsgründe gegen Dr. G.________ vorzubringen. Dies tat die 
Beschwerdeführerin jedoch wiederum nicht. Sowohl im E-Mail vom 18. Januar 2022 (IV-
act. 127) als auch im Schreiben vom 7. März 2022 (IV-act. 134) brachte sie keinerlei 
Einwendungen gegen Dr. G.________ vor. Sie begründete mit keinem Wort, weshalb 
bezüglich des vorgeschlagenen Gutachters Ausstandsgründe im Sinne von Art. 36 Abs. 1 
ATSG oder irgendwelche andere Gründe vorhanden sein sollen bzw. welcher Art diese 
Gründe seien. Es wurde lediglich unter Hinweis auf Art. 7j Abs. 1 ATSV behauptet, dass 
es nicht mehr notwendig sei, die Ablehnung eines Gutachters zu begründen. Werde ein 
Gutachter abgelehnt, so sei ein Einigungsverfahren durchzuführen. Dem kann jedoch nicht 
zugestimmt werden. Wie die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Zwischenverfügung zutreffend darauf hingewiesen hat, sieht Art. 44 Abs. 2 ATSG vor, 
dass ein Sachverständiger aus den Gründen nach Art. 36 Abs. 1 ATSG abgelehnt werden 
kann. Artikel 36 Abs. 1 ATSG hält wiederum fest, dass Personen, die Entscheidungen 
über Rechte und Pflichten zu treffen oder vorzubereiten haben, in den Ausstand treten, 

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wenn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben oder aus anderen Gründen in der 
Sache befangen sein könnten. In Anbetracht dessen ist der Beschwerdegegnerin 
zuzustimmen, dass die versicherte Person, die einen Gutachter ablehnt, Gründe zu 
nennen hat. Dies steht auch im Einklang mit Art. 7j Abs. 1 ATSV, wonach eine Partei 
einen Sachverständigen nach Art. 44 Abs. 2 ATSG ablehnen kann und diesfalls der 
Versicherungsträger die Ausstandsgründe zu prüfen hat. Schliesslich geht auch aus dem 
Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über das Verfahren in 
der Invalidenversicherung (KSVI, Stand 1. Januar 2022) hervor, dass eine Einigung 
gemäss Art. 7j Abs. 1 ATSV dann gesucht werden muss, wenn die IV-Stelle zum Schluss 
kommt, es würden keine Ausstandsgründe vorliegen, die versicherte Person aber andere 
Einwände gegen die Wahl des Sachverständigen geltend macht (Rz. 3074 ff., insb. 
Rz. 3082 ff.). In Anbetracht des soeben Ausgeführten ist mit der Beschwerdegegnerin 
somit einig zu gehen, dass für die Ablehnung von Sachverständigen grundsätzlich Gründe 
zu nennen sind (vgl. dazu auch VGer AG VBE.2022.260 vom 16. Dezember 2022 E. 2.4.1 
f.). Hierfür spricht letztlich auch die Überlegung der IV-Stelle, wonach die gegenteilige 
Auffassung darauf hinausliefe, dass die versicherte Person letztlich die Entscheidung über 
die Person des Sachverständigen trifft. Dies aber kann, wie bereits dargelegt, nicht 
angehen und zwar auch nicht unter der seit dem 1. Januar 2022 geltenden Rechtslage. 

Nachdem die Beschwerdeführerin im Verwaltungsverfahren überhaupt keine 
Einwendungen gegen den von der IV-Stelle neu vorgesehenen Gutachter vorgebracht 
hatte, gab es für die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar und zu Recht keinen Anlass, 
ein weiteres Einigungsverfahren durchzuführen bzw. von ihrer Wahl von Dr. G.________ 
abzusehen. 

Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift schliesslich als Grund vorbringt, 
die Praxis von Dr. E.________ würde sich näher an ihrem Wohnort befinden, kann auch 
darin kein zulässiger Einwand erblickt werden, um von Dr. G.________ abzuweichen, 
macht es doch – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hingewiesen hat – von 
der Distanz her nicht einen wesentlichen Unterschied, ob die Begutachtung bei 
Dr. G.________ in I.________ oder bei Dr. E.________ in J.________ durchgeführt wird. 
Widersprüchlich hierzu erscheint sodann auch, dass die Beschwerdeführerin mit 
Dr. D.________ und Dr. F.________ selbst zwei in I.________ praktizierende Gutachter 
vorgeschlagen hat. Dass ihr die Reise zur Begutachtung bei Dr. G.________ in 
I.________ aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar wäre, macht die 
Beschwerdeführerin schliesslich nicht geltend. 

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Des Weiteren vermag auch die frühere Tätigkeit beim RAD – Dr. G.________ war von 
2010 bis 2013 für den RAD L.________ tätig – keinen Anschein der Befangenheit zu 
begründen. Abgesehen davon kann die Erfahrung als RAD-Arzt ein Pluspunkt für die 
Vergabe von Gutachtensaufträgen sein (BGer 9C_257/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.2.2). 

Zu guter Letzt ist auch nicht ersichtlich, dass Dr. G.________ die fachlichen 
Anforderungen an einen Sachverständigen (vgl. Art. 7m ATSV) nicht erfüllen würde. 

4.3. Zusammenfassend stellt sich die Beschwerde als vollumfänglich unbegründet 
heraus. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit 
Zwischenverfügung vom 14. März 2022 an der vorgesehenen Begutachtung durch 
Dr. G.________ festgehalten hat. Somit ist die dagegen erhobene Beschwerde vom 
26. April 2022 abzuweisen. 

5. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Nach der ständigen Praxis des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Zug ist die Anordnung einer Begutachtung Bestandteil des Verfahrens zur Beurteilung des 
Leistungsanspruchs, weshalb das vorliegende Verfahren betreffend die diesbezügliche 
Zwischenverfügung kostenpflichtig ist. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 500.– 
festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht 
zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
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1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 500.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 22. Februar 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am