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**Case Identifier:** 3e21df99-8d48-5042-b999-188337ac052e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.05.2018 200 2017 513
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-513_2018-05-16.pdf

## Full Text

200 17 513 IV
KNB/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Mai 2018

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. April 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1965 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
stellte am 14. April 2003 bei der Invalidenversicherung (IV) einen Antrag 
auf Hilfsmittel (Rumpforthesen; Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1), wel-
che ihr seitens der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit Ver-
fügung vom 17. Juni 2003 (AB 6) zugesprochen wurden. Dagegen wies die 
IVB ein Leistungsbegehren vom 10. Juni 2012 (AB 7) mit Verfügung vom 
16. April 2013 (AB 31) mangels invalidisierenden Gesundheitsschadens ab. 
Diese Verfügungen blieben unangefochten.

B.

Am 29. Januar 2014 meldete sich die Versicherte erneut bei IV zum Leis-
tungsbezug an (AB 32). Daraufhin führte die IVB medizinische und erwerb-
liche Erhebungen durch. Dabei liess sie die Versicherte in der Medizini-
schen Abklärungsstelle C.________ GmbH (MEDAS), interdisziplinär be-
gutachten (Gutachten vom 11. Oktober 2016; AB 96.1). Ferner liess sie 
einen Abklärungsbericht Haushalt erstellen (AB 99). Gestützt auf diese 
Erhebungen stellte die IVB mit Vorbescheid vom 8. Dezember 2016 
(AB 104) bei einem in Anwendung der gemischten Methode (80% Erwerbs-
tätigkeit und 20% Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 41% 
ab 1. Januar 2015 die Zusprache einer Viertelsrente und ab 1. Mai 2015 
bei einem IV-Grad von 57% die Zusprache einer halben IV-Rente in Aus-
sicht. Mit diesem Vorbescheid zeigte sich die Versicherte nicht einverstan-
den (AB 106 und 109). Nach Einholung einer Stellungnahme der Fachärzte 
der MEDAS (AB 111) und des Abklärungsdienstes (AB 113) sprach die IVB 
mit Verfügung vom 28. April 2017 (AB 116) – wie im Vorbescheid an-
gekündigt – ab 1. Januar 2015 eine Viertelsrente und ab 1. Mai 2015 eine 
halbe IV-Rente zu.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 3

C.

Hiergegen liess die Versicherte am 26. Mai 2017 Beschwerde erheben und 
die kostenfällige Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zu-
sprache mindestens einer Dreiviertelsrente ab 1. Mai 2015 beantragen. 

In der Beschwerdeantwort schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung 
der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. April 2017 
(AB 116). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerde-
führerin.

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In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente 
zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist vorliegend der grundsätzliche 
Anspruch auf eine IV-Rente, unter Einschluss der von Januar bis April 2015 
zugesprochenen Viertelsrente, zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427 ff., 141 V 281 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 5

E. 4.1 S. 296 ff.). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades 
ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch fest-
gestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand von 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 E. 6 
S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufga-
benbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 
zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird 
für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf 
abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; 
BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Wa-
ren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für 
diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a 
Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-Grad in 
beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 142 V 290 
E. 4 S. 293; Entscheid des BGer vom 6. September 2017, 9C_752/2016 
[zur Publikation vorgesehen], E. 2.1).

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2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufga-
benbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 
aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 
S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-
Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.6 Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenz-
beitrag wegen eines zu geringen IV-Grades, wegen fehlender Hilflosigkeit 
oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen 
Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 

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SR 831.201], vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). Tritt die Verwal-
tung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, so hat sie die 
Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch 
tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu bejahen, und 
hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle 
Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 
IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den 
für den IV-Grad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im 
Neuanmeldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 
ATSG – durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten 
materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 29. Januar 
2014 (AB 32) eingetreten. Folglich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht 
zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). 

Ferner ist die Frage, ob zwischen der leistungsabweisenden Verfügung 
vom 16. April 2013 (AB 31) und der hier angefochtenen Verfügung vom 
28. April 2017 (AB 116) eine anspruchsbegründende Veränderung der er-
heblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 2.6 hiervor), ohne weiteres zu 
bejahen. Denn mit der Rückenoperation vom 6. Januar 2014, anlässlich 
welcher insbesondere eine dekompressive Laminektomie L3, eine Mikro-
disketkomie L3/4 sowie eine Re-Spondylodese L3 bis L5 durchgeführt wor-
den ist (AB 40 S. 11), sowie der damit einhergehenden, dauerhaften 100%-
igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (AB 40 S. 3 Ziff. 1.6, 
49 S. 1 Ziff. 5, 96.1 S. 26), ist seit der Verfügung vom 16. April 2013 offen-

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kundig eine relevante Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten. 
Folglich ist eine umfassende Prüfung des Rentenanspruchs vorzunehmen 
(vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben:

3.2.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Neurochirurgie, diagnostizierte 
im Bericht vom 21. März 2014 (AB 40) mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine Spondylodeserevision mit TLIF und Respondylodese 
L3 bis L5, einen Status nach perkutaner Sextant-Spondylodese L3/4 und 
einen Status nach Mikrodiskektomie L4/5 links. Ohne Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit führte er eine sekundäre bzw. reaktive Depression auf (S. 2 
Ziff. 1.1). Es bestünden eine residuelle Quadrizeps-Schwäche rechts, eine 
massiv reduzierte Belastbarkeit der LWS sowie depressive Tendenzen mit 
entsprechender Reduktion des Antriebs. Die bisherige Tätigkeit sei nicht 
mehr zumutbar (S. 4 Ziff. 1.7). Unter Annahme einer adäquaten Rekonva-
leszenz wäre die Beschwerdeführerin im besten Fall ab Juni/Juli 2014 zu 
rund 50% (4 Stunden am Tag) arbeitsfähig mit einer 70%-igen Leistungs-
fähigkeit (S. 6). 

3.2.2 Vom 2. bis 28. Juni 2014 fand eine arbeitsspezifische Rehabilitation 
in der Klinik E.________ statt. Im Bericht vom 8. Juni 2014 (AB 46) wurden 
ein chronifiziertes lumbospondylogenes Syndrom rechtsbetont, ein chroni-
sches zervikovertebrales Schmerzsyndrom links, chronische Schulter-
schmerzen links, eine bipolare affektive Störung sowie eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren diagnostiziert 
(S. 2). In der angestammten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin nicht 
mehr arbeitsfähig. Da die psychiatrische Problematik vordergründig sei, sei 
aktuell eine somatische Beurteilung nicht möglich (S. 4).

3.2.3 Im zuhanden des Krankentaggeldversicherers der Beschwerdefüh-
rerin erstellten bidisziplinären (psychiatrischen und orthopädischen) Gut-
achten der F.________ GmbH vom 24. Oktober 2014 (AB 52.2) wurden mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronisch intermittierende, weitgehend 
bewegungs- und belastungsabhängige, zervikal und lumbal akzentuierte 
panvertebrale Rückenschmerzen (ICD-10 M54.80), chronisch intermittie-

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rende, weitgehend bewegungs- und belastungsabhängige Schulterschmer-
zen links (ICD-10 M79.61) sowie eine Anpassungsstörung mit längerer 
depressiver Reaktion bei psychosozialer Belastungssituation und Belas-
tung durch die somatischen Probleme (ICD-10 F43.21) diagnostiziert. Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden namentlich eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41), eine Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) sowie akte-
nanamnestisch ein Status nach bipolarer affektiver Störung (ICD-10 F31.7) 
aufgeführt (S. 22). Aus orthopädischer Sicht sei die angestammte Tätigkeit, 
wie jede andere körperlich schwere Tätigkeit mit repetitiven hohen Ge-
wichtsbelastungen und Zwangshaltungen des Rumpfes, nicht mehr zumut-
bar. Auch bei Arbeiten mit repetitiven Überkopfbewegungen (z.B. bei Rei-
nigungsarbeiten) sei die Beschwerdeführerin eingeschränkt. Körperlich 
leichte Tätigkeiten mit regelmässigen Positionswechseln, mit einer Hebe- 
und Tragelimite von 10kg, ohne länger dauernde Zwangshaltungen des 
Rumpfes und ohne repetitive Bewegungen der Arme oberhalb der Horizon-
talen, seien ohne Leistungseinschränkung zumutbar. Aus psychiatrischer 
Sicht sei zurzeit von einem um 20% verminderten Rendement auszugehen 
(S. 24).

3.2.4 Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, gab im Bericht vom 31. Mai 2015 (AB 73) an, der Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert. Sowohl die depressive 
Symptomatik wie auch die Schmerzsymptomatik hätten einen Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit (S. 1). Anfangs Februar 2015 habe die Beschwerdefüh-
rerin ein Integrationsprogramm mit einem Pensum von zwei Stunden pro 
Tag begonnen. Sehr schnell sei sie mit der Arbeit überfordert gewesen. 
Unter Druckphasen träten massive depressive Symptome sowie psychove-
getative Zeichen auf wie Schwindel, Übelkeit, Schmerzen vor allem im lin-
ken Arm und Nacken. Der Versuch 50% zu arbeiten sei gescheitert. Zu-
hause spitzten sich die ehelichen Konflikte zu. Im März/April 2015 sei ihr 
Zustand so schlecht gewesen, dass eine Hospitalisation in Erwägung ge-
zogen worden sei (evtl. Tagesklinik). Die Psychiaterin attestierte eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).

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Am 6. Oktober 2015 (AB 78) berichtete die Psychiaterin über einen verbes-
serten Gesundheitszustand. Sie diagnostizierte eine bipolare Störung und 
eine Persönlichkeitsstörung. Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerde-
führerin aktuell symptomfrei. Es seien weder manische noch depressive 
Episoden feststellbar. Sie klage vorwiegend über körperliche Symptome 
(u.a. starke Schmerzen im rechten Ellbogen und Rückenschmerzen; S. 2). 
Solange die Beschwerdeführerin nicht arbeiten müsse (und sich damit 
enorm unter Druck setze), sei die Prognose gut (S. 3).

3.2.5 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dia-
gnostizierte im Bericht vom 27. Dezember 2015 (AB 79) mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit ein zervikales Leiden, Schulterbeschwerden und eine 
bipolare affektive Störung. Aktuell bestünden massive Schmerzen der HWS 
und der linken Schulter (S. 2). Er attestierte seit dem 18. Mai 2015 eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der körperlichen und psychischen 
Situation sei keine Arbeit mehr möglich oder denkbar (S. 4).

3.2.6 Die Fachärzte der MEDAS diagnostizierten im interdisziplinären 
(internistischen, orthopädischen, neurochirurgischen, psychiatrischen, neu-
rologischen) Gutachten vom 11. Oktober 2016 (AB 96.1) mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit eine bipolare affektive Störung mit überwiegend de-
pressivem Verlauf und Rapid Cycling (ICD-10 F34.0), eine Persönlichkeits-
akzentuierung mit zwanghaft perfektionistischen Zügen, eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41), chronisch wiederkehrende Zervikalgien und Lumbalgien sowie 
eine beginnende posttraumatische Sprunggelenkarthrose links. Ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter insbesondere eine 
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2) auf 
(S. 24 f.). 

Aus allgemein-internistischer Sicht wurden keine Einschränkungen der Ar-
beitsfähigkeit festgestellt (S. 34 f.). Aus orthopädischer Sicht bestünden 
Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule und im linken Sprunggelenk. 
Aufgrund der denkbaren, wiederkehrenden funktionellen Irritationen an der 
Wirbelsäule seien Tätigkeiten in endgradiger Re- und Inklination in der 
HWS, Tätigkeiten verbunden mit Wirbelsäulenhaltungsmonotonien, Tätig-
keiten mit lang anhaltenden statischen Belastungen der Wirbelsäule und 

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lange Belastungen der Wirbelsäule ausserhalb der Körperachse nicht mehr 
zumutbar. Zudem seien alle mittelschweren und schweren körperlichen 
Tätigkeiten sowie Tätigkeiten verbunden mit dem mehr als gelegentlichem 
Heben von Lasten über 15 kg, und damit auch die angestammte Tätigkeit, 
nicht mehr zumutbar. Aufgrund der bestehenden posttraumatischen Arthro-
se des linken Sprunggelenks seien Tätigkeiten verbunden mit mehr als 
gelegentlichem Gehen im unebenen Gelände, Tätigkeiten verbunden mit 
dem Steigen auf Leitern, Gerüste und häufigem Treppensteigen sowie 
Tätigkeiten, welche ausschliesslich im Stehen und Gehen zu erbringen 
seien, nicht mehr zumutbar. Idealerweise arbeite die Beschwerdeführerin in 
einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit. Darin bestehe (aus 
orthopädischer Sicht) keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit einer 
leicht verminderten Leistungsfähigkeit von 20% (S. 44 f. und S. 48 f.). Aus 
neurochirurgischer Sicht bestehe ein erhebliches zervikales und lumbover-
tebrales Syndrom ohne radikuläre Ausfallerscheinungen, welches ursäch-
lich sei für erhebliche Bewegungs- und Belastungseinschränkungen 
(S. 52). Aufgrund der erheblichen Beschwerden und Einschränkungen im 
Bereich der HWS und der LWS sei die Wiederaufnahme der angestamm-
ten Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Eine angepasste, wechselbelastende 
Tätigkeit (z.B. Empfang in einer Gesundheitsinstitution) sei der Beschwer-
deführerin wahrscheinlich zu höchstens 30% bei reduzierter Leistung zu-
mutbar (S. 53). Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in 
ihren Fähigkeiten sich an Regeln und Routinen anzupassen, Aufgaben zu 
strukturieren und zu planen, ihre Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, ihrer 
Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, ihrer Entscheidungs- 
und Urteilsfähigkeit, ihrer Durchhaltefähigkeit, ihrer Selbstbehauptungs-
fähigkeit und ihrer Gruppenfähigkeit zumindest mittelschwer beeinträchtigt. 
Leichte Einschränkungen fänden sich in der Kontaktfähigkeit zu Dritten und 
der Fähigkeit Spontanaktivitäten zu initiieren. Sowohl in der angestammten 
wie auch in einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 
30% bis 50% (S. 61 und 63). Aus neurologischer Sicht bestehe ein lumbo-
vertebrales Schmerzbild und ein geringgradiges zervikovertebrales Be-
schwerdebild, welche die Rückenbelastbarkeit leicht einschränkten, wes-
halb die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Eine zusätzliche, 
über die orthopädische und neurochirurgische Bewertung hinausgehende 
Arbeitsfähigkeitseinschränkung bestehe nicht (S. 20).

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Aus interdisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass die 
angestammte Tätigkeit bereits aufgrund der deutlich verminderten Rücken-
belastbarkeit seit Januar 2014 nicht mehr zumutbar sei. In einer leidensan-
gepassten Tätigkeit bestehe insbesondere unter Berücksichtigung der 
Wechselwirkung der Schmerzsymptomatik bei Rückenleiden mit der als 
schwerwiegend zu bezeichnenden psychischen Gesundheitsstörung eine 
Arbeitsfähigkeit von ca. 30%. Dies gelte mindestens seit dem Abschluss 
des Belastbarkeitstrainings im Februar 2015. Ab April 2014 habe, nachdem 
ab Januar 2014 postoperativ drei Monate eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 
bestanden habe, infolge des schon beginnenden Zervikalleidens und in 
Interaktion mit dem psychischen Leiden, in einer angepassten Tätigkeit 
eine Arbeitsfähigkeit von wahrscheinlich 50% bestanden (S. 25 f.). 

Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin nahm der neurologische MEDAS-
Gutachter am 21. Februar 2017 (AB 111) zur Arbeitsfähigkeit nochmals 
Stellung und gab an, dass aus interdisziplinärer Sicht in einer optimal an-
gepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 30% bestehe.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 13

Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die MEDAS-Gutachter haben sich in ihren ärztlichen Beurteilungen 
in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen 
Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und ihre 
Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf ihre eigenen Untersuchun-
gen getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Somit erfüllt das in-
terdisziplinäre Gutachten vom 11. Oktober 2016 (AB 96.1) samt Stellung-
nahme vom 21. Februar 2017 (AB 111) die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens ge-
stellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft 
zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Darauf ist – wie nachfol-
gend dargelegt wird – abzustellen. 

Bezüglich des Gesundheitszustandes und der Beurteilung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit haben die MEDAS-Gutachter unter Beizug der klassifi-
katorischen Vorgaben der ICD-10 (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285 f.) einläss-
lich begründet, dass die Beschwerdeführerin (mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit) an chronisch wiederkehrenden Zervikalgien und Lumbalgien, 
einer beginnenden posttraumatischen Sprunggelenkarthrose links, einer 
bipolaren affektiven Störung mit überwiegend depressivem Verlauf und 
Rapid Cycling, einer Persönlichkeitsakzentuierung mit zwanghaft perfektio-
nistischen Zügen sowie an einer chronischer Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren leidet (AB 96.1 S. 24). Weiter haben die 
Gutachter nachvollziehbar dargelegt, dass der Beschwerdeführerin die an-
gestammte Tätigkeit seit der Rückenoperation vom 6. Januar 2014 nicht 
mehr zumutbar ist, und dass in einer angepassten, leichten, wechselbelas-
tenden Tätigkeit (ohne Tätigkeiten in endgradiger Re- und Inklination in der 
HWS, ohne Tätigkeiten verbunden mit Wirbelsäulenhaltungsmonotonien 
oder lang anhaltenden statischen Belastungen der Wirbelsäule, ohne lange 
Belastungen der Wirbelsäule ausserhalb der Körperachse, ohne Heben 
von Lasten über 15 kg, ohne Gehen im unebenen Gelände, ohne Steigen 
auf Leitern, Gerüste und ohne häufiges Treppensteigen) ab April 2014 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 14

– nach dreimonatiger Rekonvaleszenzzeit nach der besagten Operation, 
anlässlich welcher eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat – eine 
50%-ige und ab Februar 2015 eine 30%-ige Arbeitsfähigkeit bestanden hat 
(S. 25 f.). Diese Einschätzung ist nicht nur nachvollziehbar und überzeu-
gend, sondern sie findet auch Rückhalt in den vorliegenden Akten und wird 
von den Parteien (grundsätzlich) nicht bestritten. 

Die Beschwerdeführerin beanstandet die interdisziplinäre Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit ab Februar 2015 insofern, als sie geltend macht, dass der 
aus neurochirurgischer Sicht festgestellten Leistungsminderung aus inter-
disziplinärer Sicht nicht Rechnung getragen worden sei (Beschwerde S. 4 
Art. 2). Diesbezüglich ist der Beschwerdeführerin insoweit zuzustimmen, 
dass der neurochirurgische Gutachter nebst der attestierten 30%-igen Ar-
beitsfähigkeit eine Leistungsminderung erwähnt hat (AB 96.1 S. 53). 
Jedoch wurde aus interdisziplinärer Sicht – und damit unter Berücksichti-
gung der neurochirurgischen Einschränkungen – in einer angepassten 
Tätigkeit eine 30%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Eine zusätzliche Leis-
tungsminderung wurde aus interdisziplinärer Sicht nicht bescheinigt (S. 26). 
Diese interdisziplinäre Beurteilung wurde in der Stellungnahme vom 21. 
Februar 2017 (AB 111) nochmals explizit bestätigt. Entgegen der Auffas-
sung der Beschwerdeführerin vermag der Umstand, dass einzig der neuro-
logische MEDAS-Gutachter diese Stellungnahme unterzeichnet hat, nichts 
zu ändern. Denn aus dieser geht ohne weiteres hervor, dass der Neurologe 
diese Stellungnahme im Namen aller beteiligten Gutachter – und damit aus 
interdisziplinärer Sicht – abgegeben hat. 

Soweit im MEDAS-Gutachten aus psychiatrischer Sicht aufgrund der dia-
gnostizierten bipolaren affektiven Störung, der Persönlichkeitsakzentuie-
rung und der chronischen Schmerzstörung sowohl in der angestammten 
Tätigkeit wie auch in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 
30% bis 50% attestiert worden ist (AB 96.1 S. 61 und 63), muss vorliegend 
nicht geprüft werden, ob diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus inva-
lidenversicherungsrechtlicher Sicht zu berücksichtigen ist (vgl. E. 2.2 hier-
vor). Denn die aus psychiatrischer Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit deckt 
sich mit den aus somatischer (neurochirurgischer) Sicht festgestellten Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 15

schränkungen der Arbeitsfähigkeit (vgl. AB 96.1 S. 26 und S. 53), womit 
sich eine Indikatorenprüfung hier erübrigt.

An der schlüssigen Einschätzung der MEDAS-Gutachter ändert nichts, 
dass im interdisziplinären Gutachten der ZIB vom 24. Oktober 2014 
(AB 52.2) in einer angepassten Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit mit 
einem um 20% verminderten Rendement attestiert worden ist (S. 24). In 
diesem Gutachten wurden aus somatischer Sicht einzig die Einschränkun-
gen auf dem orthopädischen Fachgebiet beurteilt, welche im Übrigen vom 
orthopädischen MEDAS-Gutachter bestätigt worden sind (AB 96.1 S. 47). 
Eine weitergehende somatische Beurteilung erfolgte zum damaligen Zeit-
punkt nicht. Ferner vermag auch der Umstand, dass Dr. med. H.________ 
im Bericht vom 27. Dezember 2015 (AB 79) davon ausgegangen ist, dass 
keine Arbeit mehr möglich sei (S. 4), die Beurteilung der MEDAS-Gutachter 
nicht in Zweifel zu ziehen. Denn eine nachvollziehbare Begründung der 
attestierten Arbeitsunfähigkeit fehlt in diesem Bericht. 

3.5 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die angestamm-
te Tätigkeit als … seit Januar 2014 nicht mehr zumutbar ist und dass in 
einer angepassten Tätigkeit ab April 2014 eine 50%-ige und ab Februar 
2015 eine 30%-ige Arbeitsfähigkeit bestanden hat.

4.

Weiter ist der Status der Beschwerdeführerin resp. der Umfang, in welchem 
sie als Gesunde erwerbstätig wäre, zu prüfen.

Im Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 11. November 2016 (AB 99) 
wurde die Beschwerdeführerin – gestützt auf ihre Angaben – als Erwerbs-
tätige zu 80% und als Hausfrau zu 20% eingestuft (S. 4 Ziff. 3.3 und 4). 
Umstände, die gegen diese Beurteilung sprechen würden, sind vorliegend 
nicht ersichtlich und werden im Übrigen auch nicht geltend gemacht. Diese 
Einschätzung ist folglich nicht zu beanstanden. Damit findet für die Invali-
ditätsbemessung die gemischte Methode Anwendung (vgl. E. 2.3 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 16

5.

5.1 Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Er-
werbsbereich verhält. Dabei ist der IV-Grad nach der allgemeinen Methode 
des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität eine begonnene beruf-
liche Ausbildung nicht abschliessen, so entspricht das Erwerbseinkommen, 
das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, dem durchschnittlichen Einkom-
men eines Erwerbstätigen im Beruf, für den die Ausbildung begonnen wur-
de (Art. 26 Abs. 2 IVV).

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 17

tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300; 129 V 222). 

5.3 Vorliegend ist seit der Operation vom 6. Januar 2014 eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als … ausgewiesen (vgl. 
E. 3.4 hiervor). Der frühest mögliche Rentenbeginn ist deshalb unter 
Berücksichtigung des Wartejahres und der IV-Anmeldung im Januar 2014 
(AB 32) in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf Ja-
nuar 2015 festzusetzen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensver-
gleich durchzuführen.

5.3.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin die 
im Jahr 2011 begonnene berufsbegleitende Ausbildung zur … aus gesund-
heitlichen Gründen abgebrochen hat (AB 32 S. 4, 99 S. 3). Damit setzte die 
Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen zu Recht ausgehend vom 
Einkommen einer … fest (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Da die ehemalige Arbeitge-
berin der Beschwerdeführerin ferner bestätigt hat, dass sie diese nach ab-
geschlossener Ausbildung als … weiter beschäftigt hätte (AB 100), hat die 
Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen korrekterweise gestützt auf 
Lohn-Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin ermittelt (AB 99 S. 6 Ziff. 5.2). 
Dies wird von der Beschwerdeführerin denn auch anerkannt (Beschwerde 
S. 6 Art. 5).

Demnach ist das Valideneinkommen pro 2015 – ausgehend von einem 
Status 80% Erwerb – auf Fr. 48‘440.15 festzusetzen (Fr. 58‘500.-- 
[Fr. 4‘500.-- x 13; Lohn 2016; AB 100] : 102.5 x 101.8 [Bundesamt für Sta-
tistik [BFS], Nominallohnindex 2011 – 2016, Tabelle T1.2.10, lit. Q {Ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 18

sundheitswesen, Heime und Sozialwesen}] x 0.8 [Status] + Fr. 1‘959.75 
Zulagen [Fr. 1954.-- [Zulagen 2013; AB 42.1 S. 2] : 101.5 x 101.8 [BFS, 
Nominallohnindex 2011 – 2016, Tabelle T1.2.10, lit. Q]). 

5.3.2 Die Beschwerdeführerin hat keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen, weshalb das Invalideneinkommen gestützt die 
Tabellenlöhne (LSE 2014) zu ermitteln ist (vgl. E. 5.1.2 hiervor).

Ausgehend vom Zumutbarkeitsprofil der MEDAS-Gutachter, wonach der 
Beschwerdeführerin seit April 2014 eine angepasste, leichte, wechselbelas-
tende Tätigkeit zu 50% zumutbar ist (AB 96.1 S. 25 f.), ist es vorliegend 
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Invalidenein-
kommen gestützt auf den Totalwert des Kompetenzniveaus 1 der Tabelle 
TA1 festgelegt hat, zumal der Beschwerdeführerin diverse Verweistätigkei-
ten in diversen Tätigkeitsgebieten offen stehen. Der massgebliche monatli-
che Bruttolohn für Frauen beträgt dabei Fr. 4'300.--. Auf das massgebende 
Jahr 2015 und die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden 
aufgerechnet (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsab-
teilungen, Total) sowie unter Berücksichtigung der 50%-igen Arbeitsfähig-
keit ergibt dies ein Einkommen von Fr. 27‘026.30 (Fr. 4‘300.-- : 40 x 41.7 x 
12 : 103.6 x 104.1 [BFS, Nominallohnindex 2011 – 2016, Tabelle T1.2.10, 
Total] x 0.5) im Jahr.

Da die behinderungsbedingten Einschränkungen bereits mit der Einschrän-
kung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50% (vgl. E. 3.4 hiervor) 
berücksichtigt wurden, rechtfertigt sich vorliegend – entgegen der Auffas-
sung in der Beschwerde (S. 5 Art. 3) – kein leidensbedingter Abzug vom 
Tabellenlohn. Ein solcher wurde von der Beschwerdegegnerin auch nicht 
vorgenommen (AB 99 S. 6 Ziff. 5.2). Dagegen ist der Beschwerdeführerin 
zuzustimmen (Beschwerde S. 5 f. Art. 4), dass vorliegend ein Abzug auf-
grund der Teilzeitarbeit vorzunehmen ist. Denn bei Frauen ohne Kader-
funktion mit einem Pensum von 25% bis 49% – was nur 1% unter dem zu-
mutbaren Arbeitspensum der Beschwerdeführerin liegt – wirkt sich die Teil-
zeitarbeit auf den monatlichen Durchschnittslohn lohnmindernd aus (vgl. 
diesbezüglich der Anhang des vom Bundesamt für Sozialversicherungen 
herausgegebenen IV-Rundschreibens Nr. 328 vom 22. Oktober 2014). Die-
ser Lohnminderung ist vorliegend mit einem Abzug von maximal 10% 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 19

Rechnung zu tragen. Weitere Gründe, die zu einer Einkommenseinbusse 
führen könnten (vgl. E. 5.1.2 hiervor), sind nicht ersichtlich.

Dies ergibt ein Invalideneinkommen von mindestens Fr. 24‘323.65 
(Fr. 27‘026.30 x 0.9).

5.3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 48‘440.15 und einem Invali-
deneinkommen von mindestens Fr. 24‘323.65 resultiert ab Januar 2015 ein 
IV-Grad im Bereich der Erwerbstätigkeit von maximal 49.78% resp. gewich-
tet maximal 39.82% (49.78% x 0.8 [Status]). 

5.4 Ab Februar 2015 ist in einer angepassten Tätigkeit von einer 30%-
igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. E. 3.4 hiervor). Diese gesundheitli-
che Verschlechterung, welche nach drei Monaten zu berücksichtigen ist 
(Art. 88a Abs. 2 IVV), stellt einen Revisionsgrund dar (vgl. E. 2.5 hiervor), 
weshalb ab Mai 2015 eine weitere Invaliditätsbemessung vorzunehmen ist:

5.4.1 Das Valideneinkommen ist wiederum auf Fr. 48‘440.15 festzulegen 
(vgl. E. 5.3.1 hiervor).

5.4.2 Das Invalideneinkommen ist – ausgehend der 30%-igen Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und unter Berücksichtigung eines 
maximalen 10%-igen Abzugs infolge Teilzeitarbeit – auf mindestens 
Fr. 14‘594.20 (Fr. 4‘300.-- : 40 x 41.7 x 12 : 103.6 x 104.1 x 0.3 x 0.9; vgl. 
E. 5.3.2 hiervor) festzulegen.

5.4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 48‘440.15 und einem Invali-
deneinkommen von mindestens Fr. 14‘594.20 resultiert (ab Mai 2015) ein 
IV-Grad im Bereich der Erwerbstätigkeit von maximal 69.87% resp. gewich-
tet maximal 55.89% (69.87% x 0.8 [Status]).

6.

Sodann sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen und der 
IV-Grad in diesem Bereich zu ermitteln (vgl. E. 2.3 hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 20

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 11. November 2016 
(AB 99) samt Stellungnahme vom 13. März 2017 (AB 113) erfüllt die Anfor-
derungen der Rechtsprechung gemäss E. 6.1 hiervor und überzeugt. Die 
Feststellungen der fachkundigen Abklärungsperson basieren auf eigenen, 
vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin durchgeführten Erhe-
bungen und berücksichtigen die von den MEDAS-Gutachtern festgestellten 
gesundheitsbedingten Einschränkungen resp. das entsprechende Zumut-
barkeitsprofil (AB 99 S. 4 f. Ziff. 5.1). Der Abklärungsbericht ist zudem hin-
sichtlich der Gewichtung der Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert und 
den Einschränkungen sowie den Angaben der Beschwerdeführerin wurde 
angemessen Rechnung getragen. Weiter ist auch nicht zu beanstanden, 
dass ab Januar 2015 ein zusätzlicher Abzug von 10% im Sinne einer 
Wechselwirkung zwischen Arbeit und Haushalt angerechnet worden ist 
(S. 14), zumal sich die Beschwerdeführerin bei einer ausserhäuslichen 
Tätigkeit im Rahmen eines Pensums von 50% die Arbeit im Haushalt weni-
ger einteilen könnte (zur Wechselwirkung zwischen Erwerbs- und Haus-
haltbereich vgl. BGE 134 V 9). Ferner ist auch nicht zu beanstanden, dass 
ab Februar 2015 bei einem zumutbaren Arbeitspensum von nunmehr 30% 
kein zusätzlicher Abzug gewährt worden ist (AB 99 S. 14). Gegenteiliges 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 21

wird denn auch nicht geltend gemacht. Es besteht somit kein Anlass, in das 
Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Auf die Ergebnisse der Haushalts-
abklärung ist deshalb beweisrechtlich abzustellen.

6.3 Damit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Be-
reich Haushalt zu 28% eingeschränkt ist (18% Einschränkungen Haushalt + 
10% Wechselwirkung; AB 99 S. 7 ff. Ziff. 7), was – ausgehend von einem 
Status 80% Erwerbstätigkeit und 20% Haushalt – einem gewichteten IV-
Grad von 5.6% (28% x 0.2 [Status]) entspricht.

Ab Februar 2015 – was vorliegend ab Mai 2015 zu berücksichtigen ist (vgl. 
E. 5.4 hiervor) – ist kein zusätzlicher Abzug im Sinne einer Wechselwirkung 
zwischen Arbeit und Haushalt mehr zu berücksichtigen (vgl. E. 6.2 hiervor), 
was einen gewichteten IV-Grad von 3.6% (18% x 0.2 [Status]) ergibt.

6.4 Nach dem in den E. 5.3.3, E. 5.4.3 sowie 6.3 hiervor Dargelegten 
beträgt der gewichtete IV-Grad im erwerblichen Bereich ab Januar 2015 
maximal 39.82% resp. ab Mai 2015 maximal 55.89% und im Bereich Haus-
halt ab Januar 2015 5.6% resp. ab Mai 2015 3.6%, sodass ab Januar 2015 
ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet maximal 45% (zur Rundung: BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und ab Mai 2015 von gerundet maximal 
59% resultiert. Es besteht folglich ab Januar 2015 Anspruch auf eine Vier-
telsrente und ab Mai 2015 Anspruch auf eine halbe IV-Rente (vgl. E. 2.2 
hiervor). 

Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 
und die dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

6.5 Aufgrund von Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung 
vom 1. Dezember 2017 der IVV sind die Akten an die Beschwerdegegnerin 
weiterzuleiten.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 22

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

7.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Die Akten gehen an die Beschwerdegegnerin zum weiteren Vorgehen 
im Sinne von E. 6.5.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/17/513, Seite 23

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.