# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 121d1f8d-b7cc-5364-8df3-436f5c67cd80
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.11.2025 D-8092/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8092-2025_2025-11-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8092/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Segessenmann;   

Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______,  

geboren am (…), 

alle Peru,   

alle vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

substituiert durch MLaw Michael Meyer, 

(…), 

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung  

(Beschwerde gegen Wiedererwägungsentscheid);  

Verfügung des SEM vom 25. September 2025 / N (…). 

 

 

D-8092/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) reiste am 18. April 

2018 erstmals in die Schweiz ein, wo sie am 16. Juli 2018 um Asyl nach-

suchte.  

 

Mit schriftlicher Erklärung vom 17. Juli 2019 zog sie ihr Asylgesuch zurück, 

woraufhin dieses vom SEM als gegenstandslos geworden abgeschrieben 

wurde. Am 7. August 2019 verliess sie die Schweiz. 

 

A.b  

A.b.a Am 10. Oktober 2021 reiste die Beschwerdeführerin – diesmal in Be-

gleitung ihrer drei Kinder B._______ (nachfolgend: B._______), 

C._______ (nachfolgend: C._______) und D._______ (nachfolgend: 

D._______) – erneut in die Schweiz ein, wo sie am 13. Oktober 2021 für 

sich und ihre Familie um Asyl ersuchte. 

 

Zur Begründung brachte sie vor, sie stamme aus E._______ (Region 

F._______) und habe zuletzt in G._______ gewohnt. Seit Jahren habe sie 

in Konflikt mit einem ehemaligen Bürgermeister von E._______ gestanden 

und sei in diesem Zusammenhang wegen angeblich versuchten Auftrags-

mordes auf einen Vertrauten dieses Politikers zu einer langjährigen Haft-

strafe verurteilt worden; die Verurteilung sei mittlerweile letztinstanzlich be-

stätigt und es sei gegen sie ein Haftbefehl erlassen worden. Anfang April 

2018 habe sie daher Peru verlassen und sei via Chile in die Schweiz ge-

reist. Während dieser Zeit habe eine weitere Schwester in G._______ zu 

ihren drei Kindern geschaut. Nach ihrer Rückkehr aus der Schweiz am (…) 

2019 habe sie mit ihren Kindern versteckt in ihrem eigenen Haus in 

G._______ gelebt; ihr Mann, der in der Region H._______ in einer (…) 

arbeite, habe sie alle 15 Tage besucht und sie mit dem Nötigen versorgt. 

Aus Angst, bei Verlassen des Hauses verhaftet zu werden, und weil ihre 

Schwester und ihr Sohn auch schon angegriffen worden seien, habe sie 

Peru im Oktober wieder verlassen und sei mit ihren Kindern legal via Boli-

vien und Spanien in die Schweiz gereist. 

 

A.b.b Für den mittlerweile volljährig gewordenen Sohn D._______ wurde 

vom SEM ein eigenes Dossier eröffnet (N […]). 

A.c Mit Verfügung vom 16. Mai 2024 stellte das SEM fest, dass die Be-

schwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllten. Es lehnte 

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Seite 3 

deren Asylgesuche ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz so-

wie den Wegweisungsvollzug an. 

Mit Verfügung vom gleichen Tag lehnte das SEM das Asylgesuch von 

D._______ ebenfalls ab und ordnete die Wegweisung sowie den Wegwei-

sungsvollzug an.  

A.d Die von den Beschwerdeführenden erhobene Beschwerde wurde vom 

Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-3849/2024 vom 10. Februar 2025 

abgewiesen. 

Mit Urteil D-3845/2024 vom gleichen Tag wies das Bundesverwaltungsge-

richt auch die Beschwerde von D._______ ab. 

B.  

Mit als "Wiedererwägungsgesuch und Gesuch um vorläufige Massnah-

men" bezeichneter Eingabe vom 7. Juli 2025 gelangten die Beschwerde-

führenden erneut an das SEM und machten dabei im Wesentlichen gel-

tend, der Sohn C._______ befinde sich aufgrund einer (…) seit dem 

22. April 2025 in psychiatrischer Behandlung. Es bestehe der Verdacht auf 

eine (…) (nachfolgend: […]), wobei die Belastung mit der in Peru erlittenen 

familiären Gewalt und der belastenden aktuellen familiären Situation erklärt 

werde. Sein Bruder D._______ sei nach einem (…) in der Schweiz hospi-

talisiert worden und seine Schwester B._______ leide an einer schweren 

Behinderung. Die Rückführung nach Peru würde zu einer langen Inhaftie-

rung der Beschwerdeführerin und damit zu einer Trennung von C._______ 

von seiner wichtigsten Bezugsperson, gleichzeitig aber auch zu einer er-

neuten Konfrontation mit dem gewalttätigen Vater führen. Alle drei Kinder 

seien, nachdem ihre Mutter erstmals in die Schweiz gereist sei und sie 

beim Vater zurückgelassen habe, von diesem misshandelt worden. Die 

Schwester der Beschwerdeführerin sei von ihrem Schwager auch sexuell 

belästigt worden, weswegen ein Strafverfahren gegen diesen laufe. Die 

Entziehung der elterlichen Sorge wäre in Peru zwar möglich, aber mit struk-

turellen Hürden verbunden. Auch fehle es an einem funktionierenden Kin-

derschutzsystem, das eine unmittelbare Intervention gewährleiste. Eine 

Rückkehr nach Peru würde voraussichtlich dazu führen, dass das minder-

jährige Kind wieder in die Obhut des Vaters gelange. Eine langfristige psy-

chiatrische Behandlung in einem stabilen Umfeld sei indes dringend indi-

ziert, wobei auch dem Kindeswohl nach Art. 3 des Übereinkommens über 

die Rechte der Kinder (Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107) vorran-

gige Bedeutung beizumessen sei. Schliesslich sei auch sie – die 

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Seite 4 

Beschwerdeführerin – selber in psychotherapeutischer Behandlung, und 

ihre behinderte Tochter benötige Betreuung. Es sei daher die Unzulässig-

keit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und sie 

seien vorläufig aufzunehmen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantrag-

ten die Beschwerdeführenden die Aussetzung des Wegweisungsvollzugs 

bis zum Entscheid und die entsprechende Anweisung an die kantonale Be-

hörde sowie die Kostenbefreiung aufgrund ihrer Mittellosigkeit sowie den 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

Zur Stützung der Vorbringen wurden verschiedene, in der angefochtenen 

Verfügung einzeln aufgelistete Beweismittel zu den Akten gegeben. 

C.  

Das SEM setzte den Vollzug der Wegweisung am 3. September 2025 

einstweilen aus. 

D.  

D.a Mit Verfügung vom 25. September 2025 – eröffnet am 26. September 

2025 – wies das SEM das Wiedererwägungsgesuch ab und stellte fest, 

dass seine Verfügung vom 16. Mai 2024 rechtskräftig und vollstreckbar sei. 

Gleichzeitig wies es das Gesuch um Erlass von Verfahrenskosten ab, er-

hob eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600.– und stellte fest, einer allfälligen 

Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. 

 

D.b Mit Verfügung vom 19. September 2025 hatte das SEM bereits das 

von D. eingereichte Wiedererwägungsgesuch abgelehnt. 

 

E.  

E.a Die Beschwerdeführenden erhoben mit Eingabe vom 22. Oktober 

2025 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Darin beantragen sie 

die Aufhebung der SEM-Verfügung vom 25. September 2025 und die An-

ordnung der vorläufigen Aufnahme wegen Unzulässigkeit und Unzumut- 

barkeit des Wegweisungsvollzugs, allenfalls die Rückweisung der Sache 

zur "Neubeurteilung und vertieften Abklärung" an die Vorinstanz. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht ersuchen sie darum, es sei ihrer Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung zu erteilen und der Wegweisungsvollzug sei su-

perprovisorisch auszusetzen. Zudem sei das vorliegende Verfahren mit 

demjenigen von D._______ zu vereinigen. Weiter sei ihnen die unentgelt-

liche Prozessführung zu bewilligen, es sei auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses zu verzichten und der rubrizierte Rechtsvertreter sei als amt-

licher Rechtsbeistand beizuordnen. 

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Seite 5 

Die Beschwerdeführenden verweisen dabei auf die Vorakten und reichen 

die mit dem Wiedererwägungsgesuch vom 7. Juli 2025 eingereichten Un-

terlagen erneut zu den Akten. 

 

E.b D. erhob gleichentags ebenfalls Beschwerde gegen die ihn betreffende 

Verfügung des SEM (Beschwerdeverfahren D-8091/2025). 

 

F.  

Mit Verfügung vom 23. Oktober 2025 setzte die Instruktionsrichterin den 

Vollzug der Wegweisung per sofort einstweilen aus. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Nachdem gemäss Lehre und Praxis Wie-

dererwägungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung 

auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden können, ist 

das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerdeführenden sind als Verfügungsadressaten zur Be-

schwerdeführung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG).  

1.3 Eine Vereinigung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens mit demje-

nigen von D._______ erscheint nicht zwingend erforderlich, zumal den auf 

dem Spiel stehenden Interessen durch eine zeitlich koordinierte und im 

gleichen Spruchkörper erfolgende Behandlung der Beschwerden Rech-

nung getragen werden kann. Das Gesuch um Verfahrensvereinigung 

(Rechtsbegehren Ziff. 5) ist daher abzuweisen.  

 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

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Seite 6 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel. 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-

regelt (vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM 

innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schrift-

lich und begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG). 

 

In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwägungs-

gesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an eine 

nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (sog. ein-

faches Wiedererwägungsgesuch; vgl. BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.). 

 

4.2 Das SEM hat den Anspruch der Beschwerdeführenden auf Behandlung 

der eingereichten Beweismittel und der damit verbundenen Vorbrin- 

gen – soweit den Wegweisungsvollzug betreffend – nicht in Abrede gestellt 

und ist auf die als Wiedererwägungsgesuch entgegengenommene Ein-

gabe in diesem Punkt eingetreten. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

ist demnach zu prüfen, ob das SEM in seiner Verfügung vom 19. Septem-

ber 2025 zu Recht zum Schluss kam, es liege nach wie vor kein Wegwei-

sungsvollzugshindernis vor. Für die Beurteilung des Wegweisungsvollzugs 

ist der sich im Urteilszeitpunkt präsentierende Sachverhalt massgebend. 

5.  

5.1 Das SEM bemerkte in der angefochtenen Verfügung vorab, die Be-

schwerdeführerin habe im Rahmen des ordentlichen Verfahrens weder da-

von gesprochen noch auch nur angedeutet, ihr Ehemann habe die gemein-

samen Kinder schlecht behandelt oder sei ihnen gegenüber gewalttätig ge-

worden. Vielmehr habe sie anlässlich der Anhörung vom 28. Oktober 2021 

betont, ihr Ehemann habe – damit die Behörden sie nicht hätten ausfindig 

machen können – sie und ihre Kinder unterstützt, während sie sich 

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versteckt gehalten habe; so habe er nicht nur Essen besorgt, sondern ihr 

etwa auch bei der Ausreise und der Beschaffung der Pässe für die Kinder 

geholfen, auch stünde sie nach wie vor via "WhatsApp" mit ihm in Kontakt. 

Ferner habe die Beschwerdeführerin angegeben, ihre drei Kinder seien 

während ihrer Abwesenheit zwischen 2018 und 2019 ohnehin bei ihrer 

Schwester untergebracht gewesen; ihr Ehemann habe zu jener Zeit in ei-

ner Goldmine in H._______ im Süden des Landes gearbeitet. 

 

Im Weiteren führte die Vorinstanz aus, das peruanische Justizsystem funk-

tioniere gut; die peruanischen Behörden nähmen Anzeigen entgegen und 

leiteten Strafverfahren ein. Dies zeige etwa das Verfahren gegen den Ehe-

mann wegen sexueller Belästigung der Schwester der Beschwerdeführe-

rin, bei dem die Behörden Schutzmassnahmen und ein Kontaktverbot des 

Mannes gegen seine Schwägerin angeordnet hätten. Im Übrigen verfügten 

die Beschwerdeführenden – wie bereits im Asylentscheid vom 16. Mai 

2024 ausgeführt – in Peru über ein tragfähiges familiäres Beziehungsnetz 

(insbesondere durch die Schwester der Beschwerdeführerin, welche be-

reits während deren Abwesenheit in den Jahren 2018 und 2019 zu den 

Kindern geschaut habe) und hätten im Grossraum G._______ ein eigenes 

Haus. Ausserdem unterhalte der peruanische Staat Einrichtungen für Min-

derjährige sowie auch für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Auch 

das Kindeswohl von S. stehe der Zumutbarkeit nicht entgegen, zumal nicht 

von einer derart fortgeschrittenen Integration in der Schweiz auszugehen 

sei, dass eine Reintegration ins peruanische Schulsystem nicht mehr mög-

lich wäre. 

 

Schliesslich vermöchten auch die eingereichten Beweismittel an diesen Er-

wägungen nichts zu ändern. Die psychischen Probleme von C._______ 

([…], wobei eine […] nicht ausgeschlossen werden könne, […], Sorgen um 

die Zukunft) seien auch in Peru gut behandelbar und das peruanische Ge-

sundheitssystem biete einen relativ hohen Standard. So gebe es im gan-

zen Land, auch in ländlichen Gebieten, nebst verschiedenen privaten Ein-

richtungen sogenannte "Centros de Salud Mental Comunitaria (CSMC)", 

deren Behandlung C._______, aber auch seine Familienmitglieder, in An-

spruch nehmen könnten. Ausserdem könnten sich sämtliche Staatsbürge-

rinnen und Staatsbürger beim "Seguro Integral de Salud (SIS)" anmelden 

und dann die staatlichen Leistungen, auch psychiatrische Behandlungen, 

kostenlos in Anspruch nehmen. Die Weiterführung einer psychiatrischen 

Behandlung von C._______ sei somit auch in Peru möglich. Schliesslich 

überprüfe das für den Strafvollzug zuständige "Instituto Nacional 

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Penitenciario" die mentale Gesundheit der Inhaftierten im Grosstraum Lima 

und behandle auch psychische Probleme.  

 

5.2 In der Beschwerdeschrift werden die im Wiedererwägungsgesuch ge-

machten Vorbringen wiederholt und es wird auf die dort eingereichten Be-

weismittel hingewiesen. Sodann wird ausgeführt, die Beschwerdeführerin 

habe die Misshandlungen ihrer Kinder durch ihren Ehemann nicht früher 

erwähnt, weil sie sich des Ausmasses und der Schwere der Misshandlun-

gen nicht bewusst gewesen sei. Erst als sie von den sexuellen Übergriffen 

auf ihre Schwester erfahren und dies thematisiert habe, hätten sich die 

Kinder getraut, von der Misshandlung zu berichten. Die Beschwerdeführe-

rin habe seither ihren Ehemann dreimal um die Scheidung gebeten, doch 

habe dieser nie zugestimmt, sondern ihr vorgeworfen, einen Liebhaber zu 

haben; auch habe er ihr bei der letzten Begegnung im Jahr 2022 gedroht, 

der peruanischen Polizei ihren Aufenthaltsort zu verraten.  

 

Entgegen der Auffassung der Vorinstanz fehle in Peru ein funktionierendes 

Kinderschutzsystem; Polizei und Justiz seien überlastet und könnten nicht 

immer schnell auf Gefährdungslagen reagieren. Ausserdem sei es unrea-

listisch zu erwarten, dass sich das minderjährige Kind oder die behinderte 

Tochter dem Einfluss des Vaters entziehen und den Behörden anvertrauen 

könnten. Sodann sei es fraglich, ob Verwandte in G._______ oder 

E._______ in der Lage wären, die komplexen Bedürfnisse der Kinder zu 

decken beziehungsweise Schutz und kontinuierliche Betreuung zu bieten; 

umgekehrt würde eine Umstellung der Betreuung auf Verwandte auch zu 

einer massiven Verschlechterung der Lebensqualität der Kinder führen. 

Eine Rückführung der schwer behinderten Tochter und eine Fremdunter-

bringung beziehungsweise eine Unterbringung bei Verwandten würde ihre 

sich aus der UNO-Behindertenrechtskonvention (Übereinkommen über die 

Rechte von Menschen mit Behinderungen; SR 0.109) ergebenden Rechte 

beeinträchtigen. Auch C._______ benötige aufgrund seines Zustandes 

eine intensivere, individuelle und liebevolle Betreuung, welche nur die Mut-

ter gewährleisten könne. Die Beschwerdeführenden hätten sich gut in der 

Schweiz integriert; bei einer Rückkehr würde insbesondere der minderjäh-

rige Sohn erneut mit sprachlichen und kulturellen Barrieren konfrontiert, 

was seine schulische Leistung und sein Selbstwertgefühl erheblich beein-

trächtigen könnte. 

 

Schliesslich wird gerügt, die den minderjährigen Beschwerdeführer 

C._______ betreffenden Berichte seien im bisherigen Verfahren nicht hin-

reichend berücksichtigt worden. Die Vorinstanz habe es versäumt, die 

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Auswirkungen einer Rückkehr auf dessen psychische Gesundheit, die kon-

krete Gefährdung durch den gewalttätigen Vater oder auch die Frage, wie 

die in Peru zur Verfügung stehenden Hilfsangebote konkret auf die Bedürf-

nisse der Beschwerdeführenden zugeschnitten werden könnten, einge-

hend zu prüfen. 

 

6.  

6.1 Die Beschwerdeführenden beantragen allenfalls eine Rückweisung der 

Angelegenheit an die Vorinstanz (vgl. Beschwerde S. 10). 

 

6.2 Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführenden ist nicht er-

sichtlich, inwiefern weitere Abklärungen erforderlich (gewesen) wären. Die 

Vorinstanz hat sich in ihrer angefochtenen Verfügung mit den Vorbringen 

der Beschwerdeführenden und den eingereichten Beweismitteln (insbe-

sondere auch mit denjenigen betreffend die gesundheitliche Situation des 

minderjährigen Sohnes sowie betreffend die Unterbringung und Unterstüt-

zung des Sohnes wie auch der Tochter [auch angesichts ihrer speziellen 

Bedürfnisse] in der Heimat) auseinandergesetzt und dabei eingehend dar-

gelegt, wieso es die Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Peru als 

durchführbar erachtete. Allein der Umstand, dass das SEM die Vorbringen 

nicht so beurteilt wie von ihnen gewünscht, lässt weder auf eine Verletzung 

des Untersuchungsgrundsatzes noch auf eine unrichtige oder unvollstän-

dige Sachverhaltsfeststellung schliessen. Vielmehr handelt es sich dabei 

um eine materielle Frage, welche nachfolgend zu prüfen ist. 

6.3 Es besteht keine Veranlassung, die angefochtene Verfügung aufzuhe-

ben. Der Subeventualantrag auf Rückweisung der Sache "zur Neubeurtei-

lung und vertieften Abklärung" an die Vorinstanz (Rechtsbegehren Ziff. 3) 

ist abzuweisen. 

7.  

7.1 . Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten 

zum Schluss, dass das SEM zu Recht zur Erkenntnis gelangt ist, es lägen 

keine Gründe vor, welche die Rechtskraft seiner Verfügung vom 16. Mai 

2024 beseitigen könnten. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann 

grundsätzlich auf die einlässlichen und zutreffenden Erwägungen in der 

angefochtenen Verfügung verwiesen werden, zumal auf Beschwerde-

ebene mit wenigen, nachfolgend aufgeführten Ausnahmen nichts Neues 

vorgebracht wird. 

 

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Seite 10 

7.2  

7.2.1 Das SEM hat sich bereits im ordentlichen Verfahren eingehend mit 

der Frage auseinandergesetzt, wie die Obhut/Sorge von Kindern und pfle-

gebedürftigen Personen in Peru geregelt wird, sofern die obhutsberech-

tigte Person eine Freiheitsstrafe zu verbüssen hat. Dabei wurde der Be-

schwerdeführerin auch das rechtliche Gehör zu den über die Schweizer 

Botschaft in Lima diesbezüglich getätigten Abklärungen gewährt. Der Um-

stand, dass es infolge einer allfälligen Haftstrafe der Mutter zu einer Tren-

nung kommen könnte, stellt somit von vornherein keinen Wiedererwä-

gungsgrund dar. Die Ausführungen im Wiedererwägungsgesuch und in der 

Beschwerde gegen die ablehnende Verfügung sind nicht geeignet, die 

früheren Erkenntnisse grundsätzlich in Frage zu stellen. Zunächst ist fest-

zuhalten, dass die Beschwerdeführerin stets erklärt hatte, während ihres 

ersten Aufenthaltes in der Schweiz in den Jahren 2018 und 2019 hätten 

sich die Kinder in der Obhut ihrer Schwester in Lima – und nicht ihres Man-

nes, der in einer (…) in einer anderen Region des Landes gearbeitet habe 

– befunden (vgl. SEM-Akten […]- 35 zu F13 f.). Sodann äusserte das SEM 

zu Recht Erstaunen an der im Wiedererwägungsverfahren vorgebrachten 

schlechten Behandlung der Kinder durch ihren Vater, wobei die in der Be-

schwerdeschrift abgegebene Erklärungen dazu, wann diese schlechte Be-

handlung stattgefunden habe (angeblich während seinen alle zwei Wochen 

stattfindenden Besuchen in G._______) und wieso dies nicht schon im or-

dentlichen Verfahren geltend gemacht worden sei (die Kinder hätten sich 

erst nach der Thematisierung der sexuellen Belästigung ihrer Tante ge-

traut, über die Misshandlungen zu sprechen; vgl. Beschwerde S. 7), nicht 

zu überzeugen vermögen. Dies im Übrigen auch angesichts der von der 

Tante gemäss eingereichten Akten bereits im August 2024 eingereichten 

Strafanzeige (vgl. SEM-Akten […] Beweismittelverzeichnis ID-005). 

Ebenso wenig zu überzeugen vermag die Behauptung der Beschwerde-

führerin, sie habe ihren Mann bereits dreimal um Scheidung ersucht, was 

dieser jedoch stets abgelehnt habe. So wurden nicht nur keine Belege für 

ein solches Unterfangen zu den Akten gegeben, aus den anlässlich der 

Anhörung vom 28. Oktober 2021 gemachten Schilderungen ist im Gegen-

teil erkennbar, dass die Beschwerdeführerin die Unterstützung ihres Ehe-

mannes sehr wohl schätzte. So gab sie an, es sei ihr nur dank ihres Man-

nes gelungen, zwei Jahre im Versteckten zu leben (vgl. SEM-Akten […]-35 

zu F19). Ihr Mann habe überdies für die drei Kinder Pässe ausstellen las-

sen, für ihre erneute Reise nach Europa einen Kredit aufgenommen und 

sie und die Kinder sogar bei der Ausreise in Richtung Bolivien begleitet 

(vgl. SEM-Akten […]-35 zu F87 f.); auch sollen die beiden nach wie vor per 

WhatsApp miteinander Kontakt zu haben (vgl. SEM-Akten […]-35 zu F91). 

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Seite 11 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass sich auch aus den – bereits vom 

SEM beigezogenen – Akten des ordentlichen Verfahrens des Sohnes 

D._______ keinerlei Hinweise auf Misshandlungen durch den Vater ent-

nehmen lassen; so gab D._______ lediglich zu Protokoll, sein Vater und er 

seien bei verschiedenen Themen unterschiedlicher Ansicht gewesen (so 

habe sein Vater ihn immer zum Lesen auffordern wollen, was ihn geärgert 

habe; vgl. SEM-Akten […]-16 zu F15-17 und F25). 

7.2.2 Hinsichtlich der gesundheitlichen Situation von C._______ kann voll-

umfänglich auf die zutreffenden und mit entsprechenden Quellenangaben 

versehenen Ausführungen des SEM zu den Behandlungsmöglichkeiten in 

Peru verwiesen werden. 

7.2.3 Schliesslich gelingt es den Beschwerdeführenden auch mit den Hin-

weisen auf die Integration in der Schweiz beziehungsweise mit den Bemer-

kungen, eine Rückkehr nach Peru würde für die Kinder eine Anpassung an 

eine andere Sprache und an ein anderes Schulsystem erfordern sowie 

auch den Verlust der sozialen Kontakte bedeuten (vgl. Beschwerde S. 10), 

nicht, eine wesentlich veränderte Sachlage darzutun, zumal die Beschwer-

deführenden unter sich gewiss weiterhin Spanisch gesprochen haben, die 

(geistig beeinträchtigte) Tochter B._______ zum Zeitpunkt des Verlassens 

ihrer Heimat bereits (…) Jahre alt gewesen ist und dem Sohn C._______ 

im Alter vor von (…) Jahren eine Reintegration ins peruanische Schulsys-

tem ohne Weiteres gelingen sollte. Dies gilt umso mehr, als die Beschwer-

deführenden mit der Rückkehr im Familienverband, zu dem auch der voll-

jährige Sohn D._______ gehört, nicht aus stabilen Beziehungen herausge-

rissen werden. Das SEM hat entsprechend zu Recht festgehalten, das Kin-

deswohl von C._______ stehe dem Wegweisungsvollzug nicht entgegen. 

Zwar befindet sich C._______ bereits im schulpflichtigen Alter, aber noch 

nicht in der Adoleszenz, weshalb nicht zwingend von einer Entwurzelung 

auszugehen ist (vgl. etwa BGE 123 II 125 E. 4). Schliesslich verschafft die 

KRK, auf die in der Beschwerde Bezug genommen wird, per se keinen 

Anspruch auf eine Aufenthaltserlaubnis oder auf eine vorläufige Aufnahme 

(vgl. BVGE 2009/51 E. 5.6; Urteil des BVGer E-1954/2025 vom 28. April 

2025 E. 8.7.4), und besondere Umstände, welche eine rechtserhebliche 

Kindeswohlgefährdung bedeuten würden, sind nach dem vorstehend Ge-

sagten nicht dargetan. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die Vorbringen und Beweismittel 

im Wiedererwägungsverfahren nicht geeignet sind, zu einer Anpassung 

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Seite 12 

der Verfügung des SEM vom 16. Mai 2024 zu führen. Das SEM hat das 

Wiedererwägungsgesuch vom 7. Juli 2025 zu Recht abgelehnt. Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

9.  

Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird mit Erlass des 

vorliegenden Beschwerdeurteils gegenstandslos. Der am 23. Oktober 

2025 angeordnete Vollzugsstopp fällt dahin. 

10.  

Mit vorliegendem Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlossen, wes-

halb sich der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses als gegenstandslos erweist. 

11.  

11.1 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

um Beiordnung des rubrizierten Rechtsvertreters als amtlichen Rechts-bei-

stand sind – ungeachtet der geltend gemachten, jedoch nicht nachgewie-

senen Bedürftigkeit der Beschwerdeführenden – abzuweisen, da die Be-

gehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu be-

zeichnen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG 

nicht erfüllt sind. 

 

11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwer-

deführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf – angesichts der 

grösstenteils übereinstimmenden Vorbringen in den beiden konnexen Ver-

fahren – auf insgesamt (reduzierte) Fr. 1'100.– festzusetzen (Art. 1–3 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Antrag auf Verfahrensvereinigung wird abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

3.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung werden abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'100.‒ werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Kathrin Mangold Horni 

 

 

Versand: