# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a00a902-3c24-5967-8860-9b3c84384eef
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 24.03.2016 608 2014 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2014-18_2016-03-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2014 18

Urteil vom 24. März 2016

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher
Richter: Anne-Sophie Peyraud,

Marc Sugnaux
Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: Daniela Kiener

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Ingo Schafer

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz     

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 3. Februar 2014 gegen die Verfügung vom 13. Dezember 
2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1960, verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Kindern 
(Jahrgänge 1984 und 1986), wohnhaft in B.________, arbeitete seit der obligatorischen Schulzeit 
ununterbrochen mit unterschiedlichen Beschäftigungsgraden als Verkäuferin, Schwesternhilfe und 
Etagenmitarbeiterin. Zuletzt war sie von September 2008 bis Oktober 2009 mit einem Pensum von 
80 Prozent als Etagenmitarbeiterin in einem Hotelbetrieb angestellt.

Aufgrund von chronisch rezidivierenden Kopfschmerzen mit Verspannungszuständen der Zervikal- 
und Nackenmuskulatur, Drehschwindel und Verschwommen-Sehen sowie Dysästhesien der 
oberen Extremitäten wurde A.________ ab 5. Januar 2009 eine volle Arbeitsunfähigkeit ärztlich 
attestiert. Es folgte eine weiterführende Diagnostik, die als Konsequenz einen Hydrocephalus mit 
Hirndrucksymptomatik infolge einer Kolloidzyste des 3. Ventrikels rechts ergab. Am 24. Februar 
2010 erfolgte eine endoskopische Exstirpation der intrazerebralen Kolloidzyste mit postoperativen 
mnestischen Störungen. In der Folge entwickelte sich ein Chronic Fatigue Syndrom (mit 
intermittierend auftretenden migräneartigen Kopfschmerzen, chronischer Müdigkeit, einer 
allgemeinen Schwäche und einer schnellen Erschöpfbarkeit bei körperlichen Aktivitäten). Ein im 
August 2010 unternommener Arbeitsversuch als Küchenhilfe scheiterte am dritten Tag.

Im Auftrag der Krankentaggeld-Versicherung wurde A.________ im November 2010 durch das 
C.________ AG mittels funktionsorientierter medizinischer Abklärung (FOMA) untersucht und in 
diesem Rahmen auch psychiatrisch begutachtet. Im Frühjahr 2011 absolvierte sie im Rahmen 
eines Case Managements diverse Schnuppereinsätze sowie einen Arbeitsversuch als Verkäuferin 
mit einem Beschäftigungsgrad von 20 Prozent, welchen sie aber bereits nach kurzer Zeit wieder 
abbrechen musste.

B. Am 18. Februar 2011 (Datum des Gesucheingangs) meldete sich die Versicherte bei der 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug 
an. Diese holte die Akten der Krankentaggeld-Versicherung sowie diverse Arztberichte ein, liess 
die Versicherte im Rahmen eines Belastbarkeitstrainings in der beruflichen Abklärungsstelle der IV 
(nachfolgend: BASTIV) abklären, übernahm die Kosten für die Abklärung ihrer Eingliederungs- und 
Arbeitsfähigkeit und unterbreitete das medizinische Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst 
Bern/Freiburg/Solothurn, Zweigstelle Freiburg (nachfolgend: RAD) zur Stellungnahme.

Mit Vorentscheid vom 3. Juni 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Ablehnung des 
Leistungsbegehrens in Aussicht; dies mit der Begründung, dass kein IV-relevanter 
Gesundheitsschaden vorliege, da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine fachärztlich 
diagnostizierte Neurasthenie bzw. ein Chronic Fatigue Syndrom als solche keine Invalidität 
begründen würde. Auf schriftliche Einwände gegen diesen Vorentscheid liess die IV-Stelle die 
Versicherte neuropsychologisch abklären und unterbreitete das Dossier anschliessend erneut dem 
RAD zur Stellungnahme.

Mit Verfügung vom 13. Dezember 2013 hielt die IV-Stelle an der Abweisung des 
Leistungsbegehrens fest; dies mit der Begründung, dass die geklagten Einschränkungen von 
einem Chronic Fatigue Syndrom herrühren würden und nicht einem Gehirnschaden zugewiesen 
werden könnten. Ein anerkannter invalidisierender Gesundheitsschaden liege damit nicht vor.

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C. Mit Eingabe vom 3. Februar 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
Ingo Schafer, Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellt das Begehren, es sei die 
angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und ihr eine halbe Rente 
der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventuell sei die angefochtene Verfügung in 
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts 
und zur Neuentscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Verfahrenskosten seien der 
Vorinstanz aufzuerlegen und ihr eine Parteientschädigung zuzusprechen. Ausserdem sei ihr für 
das Beschwerdeverfahren die vollständige unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, unter 
Beiordnung von Rechtsanwalt Ingo Schafer als amtlicher Rechtsverteidiger.

Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung ihrer Beschwerde im Wesentlichen vor, dass die 
Vorinstanz die offensichtlich gravierenden Gedächtnisstörungen, welche nicht mit dem Chronic 
Fatigue Syndrom erklärbar seien, nicht oder zumindest in ungenügender Weise in ihre Beurteilung 
miteinbezogen habe. Sie stütze sich nämlich einzig auf die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, welcher nur das Chronic Fatigue 
Syndrom erwähne, nicht aber die Gedächtnisstörungen, die postoperativen mnestischen 
Störungen und die neuropsychologischen Störungen, welche durch die übrigen Berichte und 
Gutachten bestätigt seien. Es gehe nicht an, dass die Vorinstanz die gesundheitlichen 
Beschwerden allesamt und ohne genügende medizinische Fundierung unter das Chronic Fatigue 
Syndrom subsumiere und sich damit zufrieden gebe, dass es für die Einschränkungen keine 
andere Erklärung gebe; dies betreffe hauptsächlich die Störung des Kurzzeitgedächtnisses. 
Entgegen den Ausführungen des RAD-Arztes seien ihre kognitiven Minderleistungen und die 
geklagten Einschränkungen nicht bloss subjektive Wahrnehmungen. Auffällig sei zudem die 
Tatsache, dass die in Auftrag gegebene neuropsychologische Abklärung vom RAD nur aus 
psychiatrischer, nicht aber aus somatischer Sicht beurteilt worden sei.

In ihren Bemerkungen vom 13. März 2014 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der 
Beschwerde. Zum Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege hatte die Vorinstanz 
keine Bemerkungen; die Beurteilung desselben falle in die Kompetenz des Kantonsgerichts.

Mit Verfügung des Kantonsgerichts, II. Sozialversicherungsgerichtshof, vom 9. April 2014 wurden 
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gutgeheissen und Rechtsanwalt 
Ingo Schafer zum amtlichen Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin ernannt.

Es wurde ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt, anlässlich dessen beide Parteien an ihren 
Standpunkten festhielten.

Mit Schreiben vom 28. Januar 2016 teilte die Vorinstanz mit, dass sie auch unter Berücksichtigung 
der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil BGer 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015) an 
ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde festhalte.

D. Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung  
massgebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 3. Februar 2014 gegen die Verfügung vom 13. Dezember 2013 ist 
durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter frist- und formgerecht bei der sachlich und 
örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein 
schutzwürdiges Interesse daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, 
prüft, ob sie Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur 
Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG; der am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Abs. 2 hat allerdings den bisher geltenden 
Begriff der Erwerbsunfähigkeit nicht modifiziert, BGE 135 V 215 E. 7.3).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Pro-
zent invalid sind.

b) Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie 
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit 
Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit 
invaliden-versicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, 
welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Förderbaren wird dabei 
weitgehend objektiv bestimmt (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 141 V 281 E. 3.7.1 mit Hinweisen).

Gemäss bisheriger Rechtsprechung begründeten eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden als solche noch keine Invalidität. Es 
bestand die Vermutung, die Störung oder ihre Folgen seien mit einer zumutbaren 
Willensanstrengung überwindbar. Dennoch wurde bei solchen Leiden ausnahmsweise eine 
Invalidität angenommen, was anhand der sogenannten Förster-Kriterien geprüft wurde. Im 
Vordergrund stand die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Ausprägung und Dauer. Massgebend sein konnten auch folgende weitere Faktoren: chronische 
körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit 

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unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer 
Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer 
innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden 
Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht in die Krankheit“); das Scheitern einer 
konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem 
therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 V 352). 
Diese Rechtsprechung wurde mit BGE 132 V 65 auf die Fibromyalgie und mit Urteil BGer I 70/07 
vom 14. April 2008, bestätigt durch Urteil BGer 9C_662/2009 vom 17. August 2010, auf das 
Chronic Fatigue Syndrom ausgeweitet.

Im vorgenannten BGE 141 V 281 wurde diese Rechtsprechung teilweise geändert und dabei 
namentlich die Überwindbarkeitsvermutung aufgehoben. Anstelle des bisherigen 
Regel/Ausnahme-Modells trat ein strukturiertes, normatives Prüfraster. In dessen Rahmen wird im 
Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das 
tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem 
gleichermassen den äusseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung 
getragen wird. Die an die Ärzte gestellten Anforderungen wurden dahingehend konkretisiert, dass 
aus den medizinischen Unterlagen genauer als bisher ersichtlich sein muss, welche funktionellen 
Ausfälle in Beruf und Alltag aus den versicherten Gesundheitsschäden resultieren. 
Diagnosestellung und Invaliditätsbemessung haben somit stärker als bis anhin die entsprechenden 
Auswirkungen der diagnoserelevanten Befunde zu berücksichtigen. Medizinisch muss schlüssig 
begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei objektivierter 
Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
ergibt. Wo dies nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, trägt weiterhin 
die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen. Eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung und vergleichbare Leiden können somit eine Invalidität begründen, sofern 
funktionelle Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im 
Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit zumindest 
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem anspruchserheblichen Ausmass nachgewiesen sind. 
Die auf Begrifflichkeiten des medizinischen Klassifikationssystems abstellende Diagnose einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder eines vergleichbaren psychosomatischen 
Leidens kann indes von vornherein nur zu einer invalidenversicherungsrechtlich erheblichen 
Gesundheitsbeeinträchtigung führen, wenn sie unter dem Gesichtspunkt der – bis anhin in der 
Praxis zu wenig beachteten – Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 standhält. Beruht die 
Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation, liegt regelmässig 
keine versicherte Gesundheitsschädigung vor. Dies trifft namentlich zu, wenn eine erhebliche 
Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der 
Anamnese besteht, wenn intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, wenn keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen 
wird, wenn demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken 
oder wenn schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld 
jedoch weitgehend intakt ist. Ob die ärztlichen Feststellungen auf einen Ausschlussgrund folgern 
lassen, ist als Rechtsfrage frei überprüfbar (Urteil BGer 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 2.2, 3 
und 4.1 mit zahlreichen Hinweisen).

c) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im 
Beschwerdefall der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere 

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Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen (Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen 
Funktionen durch das Leiden eingeschränkt, das heisst arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 115 
V 133 E. 2; 107 V 17 E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird laut der 
Rechtsprechung nach dem Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus 
gesundheitlichen Gründen an ihrem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr 
nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische 
Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 111 V 235 E. 1b mit Hinweisen). Bei langdauernder 
Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat die versicherte Person andere ihr offen stehende 
Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 403 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die 
Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei 
dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 
17 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). 
Insbesondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden der versicherten Person abzustellen, 
hätte es doch diese ansonsten in der Hand, ihren Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

d) Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für diesen 
Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des – möglichen – 
Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer 
Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis 
zum Erlass des Einspracheentschei-des zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 129 V 222).

Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme 
einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird gemäss Art. 28a IVG für die Bemessung 
der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig 
sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Abs. 2). Bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie 
daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Abs. 2 
festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Abs. 3). 
In BGE 137 V 334 hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur gemischten Methode bestätigt.

e) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des 
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

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Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen).

3. Vorliegend streitig und zu prüfen sind der dem Invalideneinkommen zugrunde liegende 
Gesundheitszustand sowie der sich daraus ergebende Invaliditätsgrad.

Dafür ist zunächst auf die massgebenden medizinischen Unterlagen näher einzugehen:

a) Nachdem die Beschwerdeführerin aufgrund von chronisch rezidivierenden 
Kopfschmerzen mit Verspannungszuständen der Zervikal- und Nackenmuskulatur, Drehschwindel 
und Verschwommen-Sehen sowie Dysästhesien der oberen Extremitäten bereits ab 5. Januar 
2009 zu 100 Prozent arbeitsunfähig war, wurde ein Hydrocephalus mit Hirndrucksymptomatik 
infolge einer Kolloidzyste des 3. Ventrikels rechts diagnostiziert. Am 24. Februar 2010 erfolgte eine 
endoskopische Exstirpation der intrazerebralen Kolloidzyste.

Vom 13. April 2010 bis 16. April 2010 war die Beschwerdeführerin im E.________, Innere Medizin, 
hospitalisiert; dies nachdem sie sich in der Woche davor dreimal auf der Notfallstation vorgestellt 
und über eine generalisierte Schwäche und Müdigkeit, gelegentliche Übelkeit, Durchfall, Episoden 
mit Angst, Zittern und plötzlichem Kältegefühl oder Schweissausbrüchen geklagt hatte. Es wurden 
die folgenden Diagnosen gestellt: Erschöpfungszustand mit Schwäche, Müdigkeit und leichtem 
Durchfall, DD: Somatisierungsstörung, klimakterisches Syndrom, Vitamin B12-Mangel, Status nach 
Thyroidektomie im Jahr 2005 sowie diversen weiteren Operationen. Die klinische und 
neurologische Untersuchung habe keine Auffälligkeiten gezeigt, ebenso habe sich in der 
Blutuntersuchung kein Hinweis auf einen entzündlichen Prozess gefunden. Die Symptome seien 
letztendlich unklar geblieben (Austrittsbericht vom 20. April 2010, Vorakten S. 102 f.).

Am 11. Mai 2010 berichtete das F.________, Universitätsklinik für Neurochirurgie, dass die 
Beschwerdeführerin postoperativ einen sehr erfreulichen Verlauf ohne fokal-neurologische Defizite 
gezeigt habe. Die präoperativ bestandene Beschwerdesymptomatik mit Kopfschmerzen, 
Drehschwindel und Verschwommensehen sowie Dysästhesien der Extremitäten sei nicht mehr 
aufgetreten. Lediglich eine starke Müdigkeit nach etwa 10- bis 15-minütiger Tätigkeit werde als 
sehr störend empfunden. Für die beschriebene Müdigkeit werde jedoch keine objektivierbare 
postoperative Ursache gefunden. Wahrscheinlich würde die Beschwerdeführerin von einem 
beruflichen Wiedereinstieg profitieren, weshalb empfohlen werde, einen Arbeitsversuch mit 
zunächst wenigen Stunden täglich durchzuführen (Vorakten S. 103; vgl. auch den undatierten 
Bericht, Vorakten S. 159 ff.).

Am 2. Juni 2010 berichtete der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. G.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, dass die Beschwerdeführerin unter Mikroverkalkungen der 
Brust und einer Anpassungsstörung bei ängstlich-depressiver Persönlichkeit leide. Die Probleme 
mit der intrazerebralen Koloidzyste des 3. Ventrikels, welche endoskopisch exstirpiert worden sei, 
seien abgeschlossen; der Neurostatus sei normal. Es bestehe aber eine depressive Situation 
sowie ein Erschöpfungszustand. Die Beschwerdeführerin sei seit dem 5. Januar 2009 zu 100 
Prozent arbeitsunfähig (Krankenkarte der Krankentaggeld-Versicherung, Vorakten S. 27), könne 
jedoch theoretisch bald intellektuell simple und körperlich nicht allzu belastende kleinere Arbeiten 
ausüben (Vorakten S. 99; vgl. auch den Bericht vom 30. April 2010, Vorakten S. 112).

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b) Am 4./5. November 2010 wurde die Beschwerdeführerin im C.________ mittels 
funktionsorientierter medizinischer Abklärung (FOMA) untersucht. In diesem Rahmen wurde sie 
am 12. November 2010 auch psychiatrisch begutachtet. 

aa) Der C.________-Bericht datiert vom 30. November 2010 (Vorakten S. 54 ff.). Er 
nennt die folgenden Diagnosen (Vorakten S. 53):

Chronische Fatigue-Symptomatik mit Erschöpfungszustand mit/bei:
- Allgemeiner und muskulärer Dekonditionierung
- Status nach endoskopischer Exstirpation einer intrazerebralen Kolloidzyste des 3. 

Ventrikels rechts am 24. Februar 2010 bei schwerer bilateraler Brachial- und 
Hirndrucksymptomatik mit postoperativen mnestischen Störungen

Rezidivierendes Zervikovertebralsyndrom mit Zervikozephalgien im Sinne von 
Spannungskopfschmerzen
- Migräneartig frontotemporal rechts
- Haltungsinsuffizienz und muskuläre Dysbalancen der Zervikalmuskulatur
- Erhöhter Muskeltonus der Schultergürtel-/Nackenmuskulatur

Anpassungsstörung bei einer ängstlich-depressiven Persönlichkeit (ICD-10: F43.22)

Status nach Exzision eines melanozytären Naevus am proximalen, lateralen linken Unterarm 
mit Mitresektion von zwei kleinen, in Nachbarschaft liegenden Hautveränderungen am 
18. Juni 2010

Status nach traumatischer Rotatorenmanschettenruptur rechts und Operation im Jahr 2004
- Aktuell beschwerdefrei

Status nach Thyreoidektomie und nachfolgender Schilddrüsenunterfunktion im Jahr 2005 
unter Schilddrüsenhormonsubstitution

Anamnestisch mammographisch nachgewiesene Mikroverkalkungen der linken Brust

Status nach Hysterektomie im Jahr 1999

Status nach Appendektomie ca. im Jahr 1970

Nikotinabusus

Es wird über postoperative mnestische Störungen bei einem im Übrigen sehr erfreulichen 
postoperativen Verlauf ohne fokal-neurologische Defizite, aber deutlich zögerlicher 
Rekonvaleszenz berichtet (Vorakten S. 53). Aktuell klage die Beschwerdeführerin über 
intermittierend auftretende migräneartige rechtsseitige frontotemporale Kopfschmerzen mit 
Ausstrahlung in den Hinterkopf und Nacken, eine chronische Müdigkeit, eine allgemeine 
Schwäche, schnelle Erschöpfbarkeit bei körperlichen Aktivitäten sowie subjektiv empfundene 
Konzentrationsprobleme und Störungen des Kurzzeitgedächtnisses (Vorakten S. 54).

Es bestehe ein zervikozephales Syndrom mit migräneartigen Spannungskopfschmerzen bei 
regulärer Wirbelsäulenphysiologie und -beweglichkeit ohne eindeutige Myogelosen, aber 
deutlichen muskulären Dysbalancen (abgeschwächte Rumpf-, Bauch- und 
Extremitätenmuskulatur). Ferner bestehe im Bereich des rechten Schultergelenkes bei Status nach 
Rotatorenmanschettenruptur mit operativer Versorgung im Jahr 2005 eine endgradige 
Bewegungseinschränkung ohne Endphasenschmerzen. Im Übrigen seien alle peripheren Gelenke 

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normal beweglich und es liessen sich aktuell keine eindeutigen motorischen oder sensiblen 
neurologischen Ausfälle objektivieren. Am linken lateralen Ellbogengelenk sei im Juni 2010 bei 
Epicondylopathia radialis die chirurgische Exzission eines melanozytären Naevus mit jetzt 
entsprechendem Hautdefekt und reizlosen Narbenverhältnissen erfolgt. Obgleich sich radiologisch 
im Bereich der LWS eine Diskusprotrusion L4/5 und L3/4 ohne eindeutige Neurokompression 
nachweisen lasse, äussere die Beschwerdeführerin keine lumbale Beschwerdesymptomatik. Im 
MRI des Gehirnschädels bestünden regelrechte postoperative Verhältnisse ohne Anhalt für ein 
Rezidiv oder einen Hydrocephalus (Vorakten S. 52).

Im Rahmen der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit habe die Beschwerdeführerin eine 
motivierte und zuverlässige Leistungsbereitschaft sowie bei den Tests eine gute Konsistenz ohne 
Selbstlimitierungen gezeigt. Die Belastbarkeit liege allgemein im Bereich einer mittelschweren 
Arbeit, wobei keine spezifischen Defizite hätten herausgearbeitet werden können. Das 
arbeitsbezogene relevante Problem sei vor allem die allgemeine Dekonditionierung der 
Beschwerdeführerin. Durch eine medizinische Trainingstherapie (MTT) dreimal wöchentlich könne 
aber eine Steigerung des Umfangs und der Intensität der vorhandenen Kraftausdauer erfolgen und 
der deutliche Trainingsmangel gebessert werden (Vorakten S. 52 ff.). Bei anhaltender 
eingeschränkter Leistungsfähigkeit und Ermüdbarkeit nach weiteren sechs Monaten trotz 
konsequenter Umsetzung der vorgeschlagenen Therapiemassnahme werde eine ergänzende 
neuropsychologische Reevaluation bzw. Abklärung empfohlen (Vorakten S. 50).

Aus interdisziplinärer Sicht bestehe aktuell eine Arbeitsunfähigkeit von 100 Prozent für drei 
Monate, dann von 50 Prozent für weitere drei Monate (sanfter Wiedereinstieg in das Arbeitsleben). 
Bei konsequentem körperlichem Training mit dazwischen geschalteten Erholungsphasen sei in 
einem halben Jahr sowohl in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als Etagenmitarbeiterin in einem 
Hotelbetrieb als auch in einer angepassten mittelschweren Tätigkeit mit einer vollen 
Arbeitsfähigkeit ganztags zu rechnen (Vorakten S. 50).

bb) Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, welcher 
die Beschwerdeführerin im Rahmen der FOMA psychiatrisch begutachtete, stellte in seinem 
Bericht vom 21. November 2010 (Vorakten S. 60 ff.) die Diagnose einer Anpassungsstörung bei 
einer ängstlich-depressiven Persönlichkeit (ICD-10: F43.22). Als Nebendiagnosen werden 
genannt: allgemeine und muskuläre Dekonditionierung, rezidivierendes Zervikovertebralsyndrom 
mit Zervikozephalgien im Sinne von Spannungskopfschmerzen sowie Status nach diversen 
Operationen (Vorakten S. 58). Nach dem neurochirurgischen Eingriff vom 24. Februar 2010, 
welcher für die Beschwerdeführerin mit grossen Ängsten verbunden gewesen sei, habe sie unter 
extremen mnestischen Defiziten gelitten, von denen sie sich bisher noch nicht ganz erholt habe. 
Weiter bestehe seit dieser Zeit eine markant verstärkte Ermüdbarkeit, weswegen sie seit Monaten 
arbeitsunfähig geschrieben werde (Vorakten S. 58). Neben der vorgeschlagenen intensiven 
Trainingstherapie, welche bereits organisiert worden sei, würde die Beschwerdeführerin sicherlich 
von Entspannungstechniken, einem verbesserten Stressmanagement und Hilfe im Umgang mit 
den neuropsychologischen Restsymptomen sowie der Übung besserer Abgrenzungsfähigkeit 
profitieren (Vorakten S. 57). Die Arbeitsfähigkeit betrage zurzeit 0 Prozent (intensives MTT, 
Verhindern einer Überforderung durch weitere Belastung), in drei Monaten 50 Prozent (MTT, 
sanfter Wiedereinstieg ins Arbeitsleben) und in sechs Monaten 100 Prozent. Beim Wiedereinstieg 
solle eine Überforderung durch zu langes Arbeiten am Stück, Schicht- oder Akkordarbeit 
vermieden werden. Sollte die Beschwerdeführerin in einem halben Jahr nicht zu 100 Prozent 

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arbeitsfähig sein, müsste eine neuropsychologische Abklärung der Ermüdbarkeit erwogen werden 
(Vorakten S. 57).

c) Am 28. Februar 2011 berichtete der Hausarzt, Dr. med. G.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, über eine chronische Müdigkeit mit Erschöpfung, ein muskulo-
skelettales Schmerzsyndrom, ein rezidivierendes Zervikalsyndrom, eine ängstlich-depressive 
Persönlichkeit sowie eine behandelte Hypothyreose bei Status nach Resektion einer 
intrazerebralen Koloidzyste bei schwerer Hirndrucksymptomatik sowie einem Melanom am linken 
Unterarm. Es bestehe ein langdauernder Verlauf mit wechselhaftem Beschwerdebild und einem 
Mix von psychopathologischen und rheumatologischen Symptomen, welche sich auf die 
allgemeine Leistungsfähigkeit auswirken würden. Aktuell sei die Beschwerdeführerin nach einem 
vierstündigen Schnuppereinsatz am Ende ihrer Kräfte. Die Prognose sei unsicher (Vorakten S. 
140).

Aufgrund persistierender Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit sowie Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen wurde die Beschwerdeführerin am 6. Oktober 2011 im F.________, 
Universitätsklinik für Neurochirurgie, ambulant untersucht. Da sich keine Erklärung für die 
beklagten Beschwerden finden konnte, wurde sie zur neuropsychologischen Abklärung der 
Abteilung für kognitive und restorative Neurologie überwiesen (Bericht vom 7. Oktober 2011, 
Vorakten S. 228 f.). Am 9. November 2011 fand am F.________, Universitätsklinik für Neurologie, 
eine Untersuchung zur Beurteilung des kognitiven Leistungsprofils der Beschwerdeführerin statt, 
wo im Vergleich zu entsprechenden Alters- und Bildungsnormen insgesamt unauffällige kognitive 
Befunde festgestellt werden konnten. Der entsprechende Bericht hält unter der Rubrik „Lernen und 
Gedächtnis“ namentlich das Folgende fest: „Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis: Die Leistungen bei 
der verbal-akustischen Merkspanne und der unmittelbaren Wiedergabe komplexer verbaler 
Informationen (Texte) liegen im unteren Normbereich. Regelrechte Leistungen bei der non-
verbalen, visuellen Merkspanne sowie der unmittelbaren Wiedergabe komplexer non-verbaler 
Informationen (Rey-Figur). Keine Schwierigkeiten, mehrere Informationen temporär zu speichern, 
aktiv zu halten und damit zu manipulieren (rechnerisches Denken). Anterograde (episodische) 
Lern- und Gedächtnisleistungen. Für verbal-akustisch dargebotene Informationen (Wortliste) 
bestehen bildungskorrigiert unauffällige Lern-, Abruf- und Wiedererkennungsleistungen. Der 
längerfristige Abruf verbal-akustisch präsentierter Kontextinformationen (Texte) fällt unauffällig aus. 
Für non-verbal, visuell dargebotene Informationen (geometrische Figuren) finden sich 
bildungskorrigiert unauffällige Lern- und Abrufleistungen, die Wiedererkennung liegt im unteren 
Normbereich.“ Zur Beurteilung der beklagten ausgeprägten Ermüdbarkeit werde eine Beurteilung 
in der Neurologischen Poliklinik vorgeschlagen (Bericht vom 9. November 2011, Vorakten S. 243 
f.).

In ihrem Bericht vom 25. Oktober 2011 hielt die RAD-Ärztin Dr. med. I.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, fest, 
dass die neurochirurgische Operation im Februar 2010 komplikationslos verlaufen sei, ebenso die 
postoperative Phase. Es seien keine fokalen neurologischen Defizite festzustellen und auch eine 
MRI-Kontrolluntersuchung habe einen regelrechten Befund gezeigt. Aktuell stehe die verringerte 
allgemeine Belastbarkeit im Mittelpunkt, welche die Aufnahme einer vollzeitigen Beschäftigung 
deutlich erschwere. Trotz verschiedener neurologischer Kontrolluntersuchungen und einem 
normalen Blutbild habe keine eindeutige Ursache für die Leistungslimitierung gefunden werden 
können. Diese sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in körperlichen Faktoren begründet, am 
ehesten in der Kombination verschiedener Faktoren (kumulative Belastung), nicht in den 

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Einzeltätigkeiten. Ein „Fatigue“-Zustand nach Schädel-Hirn-Verletzungen oder Operationen sei 
medizinisch plausibel, die in einigen Berichten ins Feld geführten psychischen Gründe 
(„Somatisierungsstörung“) halte sie für nicht kausal und auch nicht für adäquat. Ungeklärt blieben 
die von der Beschwerdeführerin beklagten neuropsychologischen Störungen (v.a. 
Gedächtnisstörungen). Die Beschwerdeführerin habe in verschiedenen Arbeitsversuchen bei 
körperlich leichter Tätigkeit eine Einsatzfähigkeit von vier bis fünf Stunden täglich erreichen 
können; es sei aber bis anhin nicht möglich gewesen, dieses Pensum zu steigern. Mit der 
Eingliederung könne damit sofort begonnen werden, aktuell mit einem Beschäftigungsgrad von 50 
Prozent. Inwieweit eine Steigerung mittel- und langfristig erreicht werden könne, müsse abgewartet 
werden. Da sehr wahrscheinlich noch andere medizinische Sachverhalte (bei multifaktoriellen 
Ursachen) in die Gesamtleistungsfähigkeit einfliessen, lasse sich die vom C.________ geforderte 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit eventuell nicht realisieren (Vorakten S. 231 ff.).

d) Die Vorinstanz liess die Beschwerdeführerin zweimal im BASTIV abklären 
(Belastbarkeitstraining vom 22. August 2011 bis 13. November 2011 sowie Abklärung der 
Eingliederungs- und Arbeitsfähigkeit vom 14. November 2011 bis 10. Juni 2012). Daraus 
resultierten die folgenden Berichte:

aa) Der Schlussbericht der Integrationsmassnahmen (Belastbarkeitstraining) datiert vom 
15. Dezember 2011 (Vorakten S. 262 ff.). Es konnten im Wesentlichen die folgenden 
Beobachtungen gemacht werden: Die Beschwerdeführerin habe sich während der ganzen 
Massnahme sehr zuverlässig und pflichtbewusst verhalten und sehr sorgfältig gearbeitet. Die 
Tätigkeiten seien immer ordentlich und sauber ausgeführt worden und die Beschwerdeführerin 
habe ein übermässiges Durchhaltevermögen gezeigt. Dabei habe sie sich häufig übermässig stark 
konzentriert, was eine extreme Ermüdung nach sich gezogen habe. Diese Situation habe sie dazu 
verleitet zu glauben, dass sie nicht konzentrationsfähig sei. Hilfreiche, kurze Pausen seien nur 
gemacht worden, wenn diese angeordnet worden seien. Neue und unbekannte Tätigkeiten sowie 
Aufgaben hätten bei der Beschwerdeführerin Angst und Stress ausgelöst; sie habe sich nur mit 
Unterstützung und zusätzlichen Anweisungen zu Recht gefunden und sich erst nach einer 
gewissen Zeit auf neue Gegebenheiten einstellen können. Auch die jeweiligen Erhöhungen der 
Präsenzzeit hätten der Beschwerdeführerin kurzzeitig etwas Mühe bereitet, dies habe sich 
allerdings gelegt, nachdem sie sich daran gewöhnt habe. Die Beschwerdeführerin sei sich 
gegenüber nicht tolerant gewesen und habe weiterhin frühere Ziele verfolgt, was meist zu einer 
Überforderung geführt habe, woraus zusätzliche Belastungs- und Zukunftsängste resultiert hätten. 
Die Beschwerdeführerin habe nicht das notwendige Selbstwertgefühl, um eigene Entscheidungen 
zu treffen und Ziele erreichen zu können.

Zusammengefasst werde das Belastbarkeitstraining wie folgt beurteilt: Während der Massnahme 
habe eine Steigerung des Selbstvertrauens festgestellt werden können, jedoch sei das 
Selbstvertrauen der Beschwerdeführerin noch zu gering, um in allen Alltagssituationen bestehen 
zu können. Eine 50-prozentige Arbeitsfähigkeit sei noch nicht ganz erreicht worden, weil die 
Beschwerdeführerin teilweise kleine Pausen benötigt habe und somit das Pensum von 50 Prozent 
nicht vollständig habe ausnutzen können. Eine vierstündige Präsenzzeit an fünf Tagen pro Woche 
sei gut erreicht worden. Diese Anwesenheit habe fast immer ohne Komplikationen bewältigt 
werden können. 

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Die Beschwerdeführerin habe nun die Möglichkeit, eine weitere Massnahme im BASTIV zu 
absolvieren. Dies sei für sie sehr hilfreich, um ihr Selbstwertgefühl zu trainieren und eigene 
Lösungswege und Ziele definieren zu können. 

bb) Die Ergotherapeutin hält in ihrem Bericht vom 16. November 2011 (Vorakten S. 256 
ff.) die folgenden Hauptbefunde fest: Die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsspanne sei 
eingeschränkt und die Beschwerdeführerin ermüde rasch. Sie fühle fast ständig ein Gefühl der 
Schwere und Müdigkeit und könne die täglichen Anforderungen nicht im gewünschten Masse 
erfüllen. Es sei ihr im Rahmen des Belastbarkeitstrainings aber gelungen, die erarbeiteten 
Strategien für eine Abwechslung zwischen Arbeit und Pausen in den Alltag zu übertragen. So 
habe sie sich auch zu Hause die Haushaltstätigkeiten anders eingeteilt, was ihr erlaube, mehr 
Pausen einzulegen. Zudem sei es ihr gelungen, einzelne Arbeiten abzugeben und damit die ihr 
angebotene Hilfe der Familie besser zu akzeptieren. Trotzdem fühle sich die Beschwerdeführerin 
noch immer oft müde und ausgelaugt und sie zeige grosse Schwierigkeiten, die eigene 
Belastbarkeit einzuschätzen. Oft bemerke sie erst zu spät, dass sie schon überfordert oder zu 
müde sei und eine Pause hätte einlegen sollen. Während des Belastbarkeitstrainings sei es ihr 
gelungen, die Anwesenheit von zwei auf vier Stunden zu erhöhen. Sie habe jedoch bei jeder 
zeitlichen Erhöhung etwas mehr Zeit benötigt, um sich an die neuen Anforderungen zu gewöhnen, 
was ihr aber gelungen sei. Nach Möglichkeit sollte die Massnahme verlängert und der 
Beschwerdeführerin mehr Zeit gegeben werden.

cc) Der Schlussbericht betreffend die Abklärung der Eingliederungs- und 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin datiert vom 6. Juni 2012 (Vorakten S. 326 ff.). Er hält 
Folgendes fest:

Der Beschwerdeführerin sei es schwer gefallen, die für ihre Gesundheit wichtigen Pausen 
selbständig zu machen. Sie sei meist „arbeitsgesteuert“ gewesen und habe erst nach erledigter 
Arbeit Pausen gemacht. Es sei ihr nicht gelungen, ihre Grenzen zu finden und zu bestimmen. Die 
kognitiven Fähigkeiten der Beschwerdeführerin seien durchschnittlich, jedoch sei teilweise eine 
verzögerte Denkweise festgestellt worden. Eine geringe Belastbarkeit sowie grosse Angst vor 
neuen Aufgaben hätten für sie extreme Belastungsfaktoren dargestellt. Da sie nur teilweise in der 
Lage gewesen sei, sich an bereits gemachte Erfahrungen zu erinnern, seien für sie hauptsächlich 
einfache, repetitive Tätigkeiten möglich gewesen. Ihre Konzentration sei stark schwankend 
gewesen.

Die Beschwerdeführerin habe sich häufig selbst unter Leistungsdruck gesetzt. Dies habe eine 
extreme Ermüdung und dadurch verstärkte Konzentrationseinbussen ausgelöst. Da sie ihre 
Grenzen nicht gekannt habe, habe sie sich meist im Bereich der Überforderung befunden. Sie sei 
bis zum Schluss der Massnahme nicht imstande gewesen, ihre gesundheitliche Situation zu 
akzeptieren. 

Die Beschwerdeführerin habe sich immer motiviert gezeigt, eine Arbeit auszuüben. Ihre 
Unsicherheit und Angst bei neuen, ihr unbekannten Aufgaben seien gut feststellbar gewesen. Die 
daraus resultierende geringe Belastbarkeit in Form von Konzentrationsschwäche und Müdigkeit 
seien ebenfalls ersichtlich gewesen. Aus diesem Grund und wegen der noch nicht vorhandenen 
Akzeptanz erscheine eine Eingliederung im ersten Arbeitsmarkt als unrealistisch und würde 
vermutlich scheitern. Eine Umschulung sei aus den erwähnten Gründen ebenfalls nicht angezeigt. 

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Die im Bericht des C.________ erwähnte Arbeits- und Leistungsfähigkeit könne zurzeit nicht 
bestätigt werden.

e) Am 7. Mai 2012 liess sich der Hausarzt, Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, wie folgt vernehmen: Es würden von intellektueller Seite her vorwiegend 
Konzentrationsstörungen bestehen. Diese würden nach 20 Minuten mit enormer Müdigkeit 
auftreten, welche sie fast zu Boden ziehe. Um die Situation zu lösen, müsse die 
Beschwerdeführerin etwa 20 Minuten ruhen. Die Müdigkeit werde häufig von Kopfschmerzen 
begleitet, dies jedoch ohne neurologische Ausfälle. Von emotionaler Seite her sei die 
Beschwerdeführerin im Bereich der Arbeit eher von einem inneren Motor gesteuert resp. 
angetrieben und schlecht zu stoppen. Sie überschreite ihre Grenzen oder kenne sie nicht. Dieser 
innere Motor werde dann zunehmend heiss, so dass sie gezwungen sei, eine Pause einzulegen. 
Sonographisch bestehe eine sehr gute Perfusion der hinzuführenden Arterien und ein Status nach 
Schilddrüsenexzirbation rechts mit einem Restschilddrüsenanteil links. Hämatologisch würden 
ausser einer leichten Menopausesymptomatik keine Probleme bestehen (Vorakten S. 301).

Am 14. März 2013 äusserte sich der RAD-Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, wie folgt: Aus den somatischen Berichten gehe hervor, dass für die Klagen 
der Beschwerdeführerin keine objektivierbaren Gründe gefunden werden könnten. Von 
psychiatrischer Seite werde Müdigkeit, Erschöpfung, ängstlich-depressive Persönlichkeit und 
Depression genannt. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit werden genannt: 
Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit im Sinne einer Neurasthenie oder eines Chronic Fatigue 
Syndroms; als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: St. n. Kolliodzyste am 
Foramen Monraoi (Exstirpation am 24. Februar 2010), St. n. Rotatorenmanschettenruptur rechts 
(2005), Substituierter Vitamin B12 Mangel, St. n. Thyroidektomie (2005). Es liege keine 
Depression vor, eine solche werde auch nicht postuliert; es fehle die typische Symptomatik. 
Kognitive Störungen würden nicht bestehen. Es würden somit einzig rein subjektive Klagen wie 
Müdigkeit und schnelle Erschöpfbarkeit geschildert. Es handle sich dabei um nicht objektivierbare 
Klagen, für die kein somatisches Korrelat habe gefunden werden können. Ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen bestehe ebenso wenig wie eine körperliche Krankheit, die die Klagen erklären 
könnte. Die geklagten subjektiven Einschränkungen könnten weder somatisch noch psychiatrisch 
erklärt werden (Vorakten S. 342 f.). 

Am 11. Oktober 2013 wurde die Beschwerdeführerin durch J.________, Fachpsychologe für 
Psychotherapie FSP und Kinder- und Jugendpsychologie FSP, neuropsychologisch abgeklärt. 
Dieser hielt in seinem Bericht vom 18. Oktober 2013 Folgendes fest: Die Beschwerdeführerin habe 
sich bei der Abklärung offen und motiviert gezeigt. Sie habe sich gut mitteilen und ihre Situation 
darlegen können und die Anweisungen immer gut verstanden. Sie habe keine mehrmaligen 
Erklärungen gebracht. Sie habe die Aufgaben konzentriert und gewissenhaft bearbeitet. Ihr 
Bemühen, gute Leistungen zu zeigen, sei offensichtlich gewesen. Sie habe auch bei 
Schwierigkeiten nicht aufgegeben. Äusserlich und bezüglich ihres Arbeitsstils seien keine 
Müdigkeitsanzeichen wahrnehmbar gewesen. Sie habe aber zweimal eine Pause verlangt, weil sie 
subjektiv die Müdigkeit körperlich gespürt habe und dann wie blockiert gewesen sei. Die 
Ergebnisse der Untersuchung würden zeigen, dass vor allem im Gedächtnisbereich und im 
figuralen Erfassen deutliche Defizite vorhanden seien. Da sich die Beschwerdeführerin sehr gut 
ausdrücke und mitteile sowie motiviert und fleissig arbeite, könne sie im kognitiven Bereich leicht 
überschätzt werden. Er teile die im Bericht des BASTIV geäusserte Ansicht, dass die 
Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt nicht realistisch sei, und erachte es als richtig, dass die 

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Beschwerdeführerin die nötige Unterstützung erhalte, um eine ihr angepasste Arbeit ausführen zu 
können (Vorakten S. 368 f.).

In seiner Stellungnahme vom 9. Dezember 2013 äusserte sich der RAD-Arzt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, dahingehend, dass im 
neuropsychologischen Bericht von J.________ die Einschränkungen vom bereits diagnostizierten 
Chronic Fatigue Syndrom bestätigt, jedoch nicht einem Gehirnschaden zugewiesen würden. Somit 
ändere auch diese Untersuchung nichts an seiner Stellungnahme vom 21. März 2013 (Vorakten S. 
371).

4. a) Vorliegend kann festgestellt werden, dass die neurochirurgische Operation vom 24. 
Februar 2010, anlässlich welcher der Beschwerdeführerin eine intrazerebrale Kolloidzyste 
endoskopisch exstirpiert wurde, komplikationslos verlief. Trotz postoperativen mnestischen 
Störungen zeigte die Beschwerdeführerin einen sehr erfreulichen postoperativen Verlauf ohne 
fokal-neurologische Defizite, aber deutlich zögerlicher Rekonvaleszenz. Auch eine MRI-
Kontrolluntersuchung zeigte einen regelrechten Befund.

Allerdings besteht seit der Operation auch ein anhaltender, allgemeiner und persistierender 
Erschöpfungszustand (chronische Müdigkeit bzw. schnelle Erschöpfbarkeit bei körperlichen 
Aktivitäten, Kopfschmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen), welcher die 
Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt. Zwar konnte ihre 
Leistungsfähigkeit im geschützten Rahmen (BASTIV) von zwei auf vier Stunden Präsenzzeit 
täglich deutlich gesteigert werden, Arbeitsversuche in der freien Wirtschaft scheiterten aber bereits 
nach kurzer Zeit. Da die beklagten Beschwerden bislang nicht objektiviert werden konnten, 
diagnostizierten die Ärzte ein Chronic Fatigue Syndrom.

b) Die Vorinstanz hat das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin mit der Begründung 
abgewiesen, dass mit einem Chronic Fatigue Syndrom kein anerkannter invalidisierender 
Gesundheitsschaden vorliege. Dabei verkennt sie, dass es für die Beurteilung eines 
Rentenbegehrens nicht ausschliesslich auf die Diagnose ankommt, sondern vielmehr auf den 
Schweregrad der ärztlich attestierten gesundheitlichen Beeinträchtigung und dementsprechend auf 
das Mass ihrer Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. So muss in jedem Einzelfall eine 
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich 
unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein (vgl. Urteil BGer 
8C_607/2011 vom 16. März 2012 E. 7.3.1 mit Verweis auf BGE 127 V 294 E. 4c). Dies gilt auch 
beim Vorliegen einer diagnostizierten anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und 
vergleichbaren psychosomatischen Leiden wie einem Chronic Fatigue Syndrom. Bereits nach 
bisheriger Rechtsprechung (vgl. BGE 130 V 352) konnte bei solchen Leiden trotz der 
Überwindbarkeitsvermutung ausnahmsweise eine Invalidität angenommen werden, was anhand 
der sogenannten Förster-Kriterien geprüft wurde. Nachdem das Bundesgericht für diese Leiden die 
Überwindbarkeitsvermutung aufgehoben hat (vgl. BGE 141 V 281), ist das tatsächlich erreichbare 
Leistungsvermögen anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen 
Standardindikatoren ergebnisoffen und symmetrisch beurteilen (vgl. hierzu die ausführlichen 
Erwägungen unter Ziff. 2b).

Eine solche Beurteilung der Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigung resp. deren 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wurde im vorliegenden Fall aber 
unterlassen. So begnügte sich die Vorinstanz damit, sämtliche beklagten Beschwerden unter das 

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Chronic Fatigue Syndrom zu subsumieren und das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin unter 
Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts abzulehnen, ohne anhand der Förster-
Kriterien zu prüfen, ob nicht trotz der – zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung angewandten 
– Überwindbarkeitsvermutung ausnahmsweise eine Invalidität angenommen werden könne.

c) Weiter kann festgestellt werden, dass der vorliegende Fall in neuropsychologischer 
Hinsicht nicht genügend abgeklärt wurde. Dies aus den folgenden Gründen:

In seinem Bericht vom 30. November 2010 ging das C.________ davon aus, dass die 
Beschwerdeführerin aus interdisziplinärer Sicht für drei Monate (d.h. bis Ende Februar 2011) zu 
100 Prozent arbeitsunfähig sei. Dann bestehe für weitere drei Monate (d.h. bis Ende Mai 2011) 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent (sanfter Wiedereinstieg in das Arbeitsleben). In sechs 
Monaten (d.h. ab Juni 2011) sei sowohl in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als auch in einer 
angepassten mittelschweren Tätigkeit mit einer vollen Arbeitsfähigkeit ganztags zu rechnen. Die 
Arbeitsunfähigkeit wurde im Wesentlichen mit einer allgemeinen und muskulären 
Dekonditionierung begründet und es wurde grundsätzlich von einer Überwindbarkeit der 
Beschwerden ausgegangen. Sollte nach diesen sechs Monaten die eingeschränkte 
Leistungsfähigkeit und Ermüdbarkeit trotz konsequenter Umsetzung der vorgeschlagenen 
Therapiemassnahmen (medizinische Trainingstherapie) anhalten, werde eine ergänzende 
neuropsychologische Abklärung empfohlen (Vorakten S. 50; siehe auch den Bericht von Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 21. November 2010; 
Vorakten S. 57).

In der Folge nahmen die beklagten Beschwerden (chronische Müdigkeit bzw. schnelle 
Ermüdbarkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen) aber nicht ab 
und die Beschwerdeführerin war trotz entsprechenden Massnahmen (medizinische 
Trainingstherapie; Belastbarkeitstraining) auch nach diesen sechs Monaten weiterhin stark in ihrer 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Dies obschon sie versuchte, etwas an ihrer Situation zu 
verändern, und sie sich durchwegs motiviert, zuverlässig, pflichtbewusst und gewissenhaft zeigte 
und sich auch darum bemühte, gute Leistungen zu erbringen (Vorakten S. 52, 255, 260, 261, 322, 
368). Hinweise auf eine Selbstlimitierung oder Aggravation finden sich in den Akten nicht.

Die Beschwerdeführerin wurde deshalb zur neuropsychologischen Abklärung der Abteilung für 
kognitive und restorative Neurologie überwiesen (Bericht des F.________, Universitätsklinik für 
Neurochirurgie vom 7. Oktober 2011; Vorakten S. 228 f.), welche insgesamt unauffällige kognitive 
Befunde feststellte und zur Beurteilung der Ermüdbarkeit eine Untersuchung in der Neurologischen 
Poliklinik vorschlug (Bericht des F.________, Universitätsklinik für Neurologie, vom 9. November 
2011; Vorakten S. 242). Diese Untersuchung fand aber nie statt. Stattdessen wurden – auf 
schriftlichen Einwand der Beschwerdeführerin gegen den Vorentscheid vom 3. Juni 2013 – bei 
J.________, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP und Kinder- und Jugendpsychologie FSP, 
mehrere neuropsychologische Testverfahren (Intelligenz-Strukturtest 2000 R [IST], Gailinger 
Abzeichentest, Verbaler Lern- und Merkfähigkeit-Test [VLMT], Zahlenverbindungstest [ZVT], Test 
d2 und figure complex) durchgeführt, anlässlich welchen deutliche Defizite vor allem im 
Gedächtnisbereich und im figuralen Erfassen nachgewiesen werden konnten (Bericht vom 18. 
Oktober 2013, Vorakten S. 368 f.). Diese Ergebnisse wurden in der Folge aber weder ausgewertet 
noch weiter abgeklärt. Vielmehr beschränkt sich J.________ in seinem Bericht vom 18. Oktober 
2013 darauf, die Defizite festzustellen. Ob er als Psychologe überhaupt über den notwendigen 
beruflichen Hintergrund verfügen würde, die Ergebnisse der durchgeführten Testverfahren 

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neuropsychologisch auszuwerten, kann somit dahingestellt bleiben. Aber auch der RAD-Arzt Dr. 
med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, lässt in seinem Bericht vom 
9. Dezember 2013 (Vorakten S. 371) eine entsprechende Diskussion der Ergebnisse vermissen. 
Damit bleibt letztendlich unklar, ob die nachgewiesenen Defizite dem diagnostizierten Chronic 
Fatigue Syndrom zuzuordnen sind.

Weiter kann festgestellt werden, dass die von J.________ nachgewiesenen deutlichen Defizite vor 
allem im Gedächtnisbereich und im figuralen Erfassen im Widerspruch stehen zu den am 
9. November 2011 am F.________, Universitätsklinik für Neurologie, durchgeführten 
Testverfahren, anlässlich welchen insgesamt unauffällige kognitive Befunde festgestellt werden 
konnten (vgl. den Bericht vom 9. November 2011, Vorakten S. 243 f.). Auch diese Widersprüche 
gilt es      – unter Berücksichtigung der anlässlich der im BASTIV durchgeführten Integrations- und 
Abklärungsmassnahmen gemachten Beobachtungen und Erfahrungen – noch zu diskutieren.

Schliesslich fällt auf, dass sich – abgesehen vom Hausarzt der Beschwerdeführerin – einzig der 
Bericht des C.________ zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin äussert. Auf diesen Bericht 
kann indessen nicht abgestellt werden, da er in klarem Widerspruch zu den im Rahmen der 
beruflichen Abklärung gemachten Beobachtungen des BASTIV steht und damit überholt ist. So 
konnte die Beschwerdeführerin im Rahmen des Belastbarkeitstrainings sowie des Verfahrens zur 
Abklärung ihrer Eingliederungs- und Arbeitsfähigkeit eine Präsenzzeit von maximal vier Stunden 
pro Tag erreichen (Schlussbericht der Integrationsmassnahmen vom 15. Dezember 2011, 
Vorakten S. 258; Schlussbericht vom 6. Juni 2012, Vorakten S. 323), dies obschon sie sehr 
motiviert war und sich auch darum bemühte, gute Leistungen zu zeigen. Das BASTIV erachtete 
aus diesem Grund eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt als unrealistisch (Vorakten S. 
322). Diese Ansicht wird von J.________, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP und Kinder- 
und Jugendpsychologie FSP, geteilt (Vorakten S. 367).

d) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die vorliegende Angelegenheit nicht 
genügend abgeklärt worden ist. So wurden die von J.________ nachgewiesenen, deutlichen 
Defizite vor allem im Gedächtnisbereich und im figuralen Erfassen weder ausgewertet noch weiter 
abgeklärt, womit letztendlich unklar bleibt, ob die von der Beschwerdeführerin nach wie vor 
beklagten Beschwerden auf das diagnostizierte Chronic Fatigue Syndrom zurückzuführen sind. 
Zudem fehlt eine gesamthafte ärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie der Fähigkeit im 
Aufgabenbereich. Dies ist erst Recht notwendig, da auch die RAD-Ärztin Dr. med. I.________, 
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation 
FMH, die Symptome des Chronic Fatigue Syndroms als Folge einer Hirnoperation als durchaus 
plausibel anerkennt. Daher ist eine polydisziplinäre Diskussion der festgestellten Symptome 
unumgänglich.

Des Weiteren ist die Vorinstanz darauf aufmerksam zu machen, dass selbst unter 
Berücksichtigung der verspäteten Anmeldung ein allfälliger (befristeter) Leistungsanspruch ab 
August 2011 in Frage kommen könnte. Von daher ist auch die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit ab 
diesem Zeitpunkt bis zum Verfügungserlass genauer abzuklären.

5. Aus diesen Gründen ist die Beschwerde gutzuheissen und  die angefochtene Verfügung vom 
13. Dezember 2013 aufzuheben. Da es an Antworten auf bis anhin vollständig ungeklärte Fragen 
fehlt (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4), ist die Angelegenheit entsprechend dem 
Eventualantrag in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur Durchführung einer polydisziplinären 

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Begutachtung (insbesondere mit den Fachrichtungen Neurologie und Psychiatrie) an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

6. Die Gerichtskosten sind auf CHF 800.- festzusetzen und der unterliegenden Vorinstanz 
aufzuerlegen.

Die Beschwerdeführerin obsiegt, weshalb sie Anspruch auf eine Entschädigung ihrer Parteikosten 
hat. Da der neue Tarif erst für Leistungen anwendbar ist, die nach dem 1. Juli 2015 erbracht 
wurden, ist die Entschädigung angesichts des getätigten Aufwandes (zweifacher Schriftenwechsel) 
sowie der Komplexität der Angelegenheit gestützt auf die Honorarnote vom 10. März 2016 auf 
CHF 3‘021.10 festzusetzen, wobei dieser Betrag Honorar (11,66 Stunden à CHF 230.- und 
1,01 Stunden à CHF 250.-) und Auslagen (CHF 86.80) des Rechtsvertreters umfasst, zuzüglich 
der Mehrwertsteuer von CHF 241.70 (8 Prozent von CHF 3‘021.10). Der Totalbetrag von 
CHF 3‘262.80 geht zu Lasten der Vorinstanz.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg vom 13. Dezember 2013 aufgehoben.

Die Angelegenheit wird an die Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg 
zurückgewiesen, damit sie nach durchgeführter polydisziplinärer Begutachtung im Sinne der 
Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.

II. Es werden Gerichtskosten in der Höhe von CHF 800.- zulasten der 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg erhoben.

III. A.________ wird zulasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg eine 
Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des Rechtsvertreters von CHF 3‘021.10, 
zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 241.70 (8 Prozent von CHF 3‘021.10), ausmachend 
total CHF 3‘262.80, zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 24. März 2016/dki

Präsident Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin