# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c21633a-5f8b-5467-a9e5-18f314ee4981
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-26
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 26.11.2018 BK 2018 477
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2018-477_2018-11-26.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 18 477

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 26. November 2018

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichterin Hubschmid, 
Oberrichter Stucki
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern
v.d Staatsanwalt C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Ber-
ner Jura-Seeland, Spitalstrasse 11, 2502 Biel

Gegenstand Anordnung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmit-
telgesetz

Beschwerde gegen den Entscheid des Regionalen Zwangsmass-
nahmengerichts Berner Jura-Seeland vom 8. November 2018 
(ARR 18 376)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsan-
waltschaft) führt eine Strafuntersuchung gegen A.________ wegen Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG; SR 812.121). Gestützt auf deren An-
trag ordnete das Regionale Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland 
(nachfolgend: Zwangsmassnahmengericht) mit Entscheid vom 8. November 2018 
Untersuchungshaft für die Dauer von drei Monaten an, d.h. bis am 4. Februar 2019. 
Hiergegen erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), amtlich verteidigt 
durch Rechtsanwalt B.________, am 17. November 2018 Beschwerde und bean-
tragte die Aufhebung des Entscheids sowie die sofortige Entlassung aus der Unter-
suchungshaft. Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete am 20. November 2018 
– unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid – auf eine Stellungnahme. Der 
mit der Wahrnehmung der staatsanwaltschaftlichen Aufgaben im Beschwerdever-
fahren betraute Staatsanwalt C.________ schloss in seiner Stellungnahme vom 
22. November 2018 auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Eingaben 
des Zwangsmassnahmengerichts und der Staatsanwaltschaft wurden dem Be-
schwerdeführer mit Verfügung vom 23. November 2018 zugestellt.     

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung 
und Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwer-
de angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen 
(Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch 
die Anordnung der Untersuchungshaft unmittelbar in seinen rechtlich geschützten 
Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und 
Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbre-
chens oder Vergehens dringend verdächtig ist (E. 4) und besondere Haftgründe 
(E. 5) vorliegen. Unbestritten ist, dass der der Strafuntersuchung zugrunde liegen-
de Tatbestand (Art. 19 BetmG) – unter Vorbehalt der weiteren Voraussetzungen – 
die Anordnung von Untersuchungshaft rechtfertigt.

3.2 Der massgebliche Sachverhalt präsentiert sich gemäss den im Haftverfahren zur 
Verfügung gestellten Akten wie folgt:

Aufgrund eines Hinweises einer Mieterin fand die Kantonspolizei Bern am 6. Juni 
2018 in einem Kellerabteil am D.________ (Weg) in Biel verschiedene Drogen-
utensilien (Löffel, Waagen, Minigrips) sowie eine grössere Menge braunes Pulver 
(abgepackt in mehrere Minigrips, insgesamt 158.5 Gramm brutto). Darüber hinaus 
konnte sie einen Plastiksack mit Marihuana (42.55 Gramm brutto), 40 Blister Xanax 
(total 388 Tabletten), 3 Blister Ritalin (insgesamt 30 Tabletten) und verschiedene 
Waffen sicherstellen. Die Auswertung des braunen Pulvers beim IRM hat ergeben, 

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dass es sich dabei um Heroingemisch und Streckmittel handelt (Haftantrag der 
Staatsanwaltschaft vom 6. November 2018). Auf zwei (im Kühlschrank) und drei 
(auf dem Glastisch) vorgefundenen Minigrips sind DNA-Spuren des Beschwerde-
führers und auf einem Behältnis DNA-Spuren eines gewissen E.________ gesi-
chert worden (Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern vom 6. November 2018; 
Vorhalt anlässlich der Hafteinvernahme vom 5. November 2018, Z. 52-61 des ent-
sprechenden Protokolls). Weiter wurde im fraglichen Kellerabteil auch ein Doku-
ment, das an eine Person namens F.________ adressiert war, aufgefunden. 
Gemäss Ausführungen der Staatsanwaltschaft in der Stellungnahme vom 22. No-
vember 2018 konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden, was E.________ 
und F.________ mit den aufgefundenen Drogen zu tun haben. Der Aufenthaltsort 
von E.________ ist nicht bekannt. Er wird polizeilich gesucht. F.________ wird am 
28. November 2018 zur Sache einvernommen.

Aktenkundig ist ferner, dass sich die vorgenannte Mieterin am Abend des 6. Juni 
2018 erneut an die Kantonspolizei gewandt und berichtet hat, dass ihre Nachbarn 
bei ihr gewesen seien und sie gebeten hätten, nichts über sie zu berichten. Diese 
Nachbarn hätten sich im Übrigen nach Abzug der Polizei in den Keller begeben 
(Wahrnehmungsbericht der Kantonspolizei Bern vom 13. Juni 2018). 

Rund vier Monate später, konkret am 31. Oktober 2018, fand am Wohnort des Be-
schwerdeführers eine Hausdurchsuchung statt. Anlässlich dieser wurden diverse 
leere Flaschen mit kodeinhaltigen Flüssigkeitsrückständen, eine Taschenwaage 
und eine grössere Menge Bargeld (CHF 1'750.00 und EUR 50.00) sichergestellt. 
Der Beschwerdeführer konnte vor Ort nicht vorgefunden werden, so dass die 
Hausdurchsuchung in Anwesenheit seiner Mutter durchgeführt wurde. Der Be-
schwerdeführer meldete sich indessen am Nachmittag desselben Tages bei der 
Kantonspolizei. Telefonisch wurde vereinbart, dass der Beschwerdeführer am 
5. November 2018 zur Einvernahme bei der Polizei erscheinen soll. Diesen Termin 
nahm der Beschwerdeführer zusammen mit seinem Verteidiger wahr. In der Folge 
machte der Beschwerdeführer von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. 
Er äusserte sich somit nicht zu dem gegen ihn von der Polizei erhobenen Verdacht 
der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (gemäss Einvernahmepro-
tokoll Z. 4: Handel mit Heroin), begangen am 6. Juni 2018 und früher in Biel am 
D.________ (Weg) und anderswo. Indessen reichte der Beschwerdeführer eine 
von ihm und seiner Mutter unterzeichnete Bestätigung ein, wonach der sicherge-
stellte Bargeldbetrag seiner Mutter gehöre und es sich um Erspartes, Taschengeld 
und Geburtstagsgeld handle, das er für die Autoprüfung habe zurücklegen müssen. 
Im Anschluss an die Einvernahme wurde der Beschwerdeführer festgenommen. 
Auch anlässlich der Hafteinvernahme bei der Staatsanwaltschaft verweigerte der 
Beschwerdeführer die Aussagen.

4. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
ein dringender Tatverdacht der Begehung eines Verbrechens oder Vergehens ge-
gen die beschuldigte Person besteht. 

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4.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung genügt im Haftprüfungsverfahren zur 
Begründung des dringenden Tatverdachts der Nachweis von konkreten Ver-
dachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrschein-
lichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte. Eine erschöpfende 
Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse ist nicht er-
forderlich. Zur Frage des dringenden Tatverdachts hat das Haftgericht weder ein 
eigentliches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht 
vorzugreifen. Es reicht aus, wenn die Strafverfolgungsbehörden mit vertretbaren 
Gründen dessen Bestehen bejahen durften (BGE 143 IV 330 E. 2.1 und 137 IV 122 
E. 3.2, je mit Hinweisen).

Die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht sind zu Beginn der Strafunter-
suchung noch geringer als im späteren Verlauf des Verfahrens, in welchem ein 
immer strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts 
zu stellen ist (BGE 143 IV 316 E. 3.2, Urteil des Bundesgerichts 1B_34/2007 vom 
27. März 2007 E. 3.3 mit Hinweisen).

4.2 Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer vor, in den Verkauf von Heroin 
involviert zu sein, was gestützt auf die – wenn auch knapp belegten – Haftakten 
nicht zu beanstanden ist. Aufgrund des am 6. Juni 2018 sichergestellten Heroin-
gemischs, der auf diversen Minigrips gesicherten DNA-Spuren des Beschwerde-
führers, der auch an seinem Domizil festgestellten Taschenwaage sowie unter 
Berücksichtig des Umstands, dass er scheinbar als Drogenkonsument bekannt ist 
(jedenfalls wird dies vom Verteidiger nicht in Abrede gestellt), kann der dringende 
Tatverdacht der Widerhandlung gegen das BetmG im Sinn einer Verletzung von 
Art. 19 Abs. 1 BetmG nicht ernsthaft in Abrede gestellt werden. Indessen ist an die-
ser Stelle dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass aufgrund der im Haftverfah-
ren eingereichten Akten der Vorwurf der qualifizierten Tatbegehung nicht bejaht 
werden kann. Hierzu fehlen die konkreten Auswertungsergebnisse des im Kellerab-
teil am D.________ (Weg) sichergestellten braunen Pulvers. Aktenkundig sind 
diesbezüglich nur die Ausführungen der Staatsanwaltschaft im Haftantrag, wonach 
es sich bei diesem um Heroingemisch und Streckmittel gehandelt hat. Dass die 
Rolle des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit den aufgefundenen Drogen 
und anderen Gegenständen noch unklar ist, steht der Annahme des dringenden 
Tatverdachts indessen nicht entgegen.

5. Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Staatsanwaltschaft 
und das Zwangsmassnamengericht stützen sich auf den Haftgrund der Kollusions-
gefahr (sog. Verdunkelungsgefahr). 

5.1 Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass die beschuldigte 
Person andere Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 
Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts müssen konkrete Indizien für die Annahme 
von Verdunkelungsgefahr sprechen. Diese können sich namentlich aus dem bishe-
rigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafprozess (Aussageverhalten, Ko-

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operationsbereitschaft, Neigung zu Kollusion usw.), aus ihren persönlichen Merk-
malen (Leumund, allfällige Vorstrafen usw.), aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträ-
gen im Rahmen des untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Be-
ziehungen zwischen ihr und den ihn belastenden Personen ergeben (BGE 137 IV 
122 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 1B_146/2018 vom 11. April 2018 E. 2.2; vgl. 
auch FORSTER, Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, N. 7 zu 
Art. 221 StPO). Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebliche Beeinträch-
tigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art und Bedeu-
tung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere 
der untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen. 

5.2 Die Staatsanwaltschaft und das Zwangsmassnahmengericht halten dafür, dass mit 
Blick auf das Anfangsstadium der Strafuntersuchung keine überhöhten Anforde-
rungen an die Kollusionsgefahr zu stellen seien. Dem ist zunächst beizupflichten. 
Das Zwangsmassnahmengericht führt zur Begründung der Kollusionsgefahr Fol-
gendes aus:

Vorliegend ist unklar, wem die sichergestellten Drogen und Gegenstände gehören und wie viele Per-
sonen in welcher Art und Weise und in welchem Ausmass beteiligt sind. Der mutmassliche Mittäter 
E.________, dessen DNA-Profil auch auf den Minigrips sichergestellt wurde, ist derzeit unbekannten 
Aufenthaltes. Angesichts dieser Umstände ist vorliegend konkret zu befürchten, dass sich der Be-
schuldigte im Falle einer Entlassung in Freiheit mit E.________ oder allfälligen weiteren Beteiligten 
absprechen könnte bzw. vorhandene Beweismittel beeinflussen oder beiseite schaffen könnte, um so 
die Wahrheitsfindung zu gefährden oder gar zu verunmöglichen. Es ist zwar zutreffend, dass der Be-
schuldigte zwischen Hausdurchsuchung und Verhaftung während 5 Tagen auf freiem Fuss war und 
bereits in diesem Zeitpunkt die Gelegenheit hatte zu kolludieren. Diese Tatsache steht einer nach wie 
vor andauernden Kollusionsgefahr aber in keiner Weise entgegen. Der Beschuldigte war vor dem 
05.11.2018 noch gar nicht mit den Ergebnissen seiner eigenen Hausdursuchung und vor allem nicht 
mit jenen der Hausdurchsuchung am D.________ (Weg) konfrontiert worden. Er konnte sich somit 
des ganzen Ausmasses der Vorwürfe in der eröffneten Strafuntersuchung noch gar nicht bewusst 
sein. Dass er schon nur betreffend die ihm bekannten, von der Polizei sichergestellten Gegenstände 
bei ihm zu Hause zu Kollusionshandlungen zumindest bereit war, hat er in diesen fünf Tagen tatkräftig 
unter Beweis gestellt: so hat er seine Mutter dazu gebracht, für das sichergestellte Bargeld eine 
höchst widersprüchliche Erklärung resp. Begründung zu unterschreiben. Diesbezüglich wird er sich 
jedenfalls zu erklären haben. Die drohende Kollusionsgefahr ist somit genügend konkret. Dass der 
Beschuldigte aus freien Stücken und pünktlich zum Einvernahmetermin erschien ist im Zusammen-
hang mit der Prüfung von Kollusionsgefahr nicht von Belang, ein solches Verhalten wäre allenfalls bei 
geltend gemachter Fluchtgefahr günstig für den Beschuldigten. Es gilt nun zu verhindern, dass der 
Beschuldigte jetzt, nachdem er mit den Ergebnissen der beiden Hausdurchsuchungen konfrontiert 
worden ist, die weiteren geplanten Ermittlungshandlungen der Staatsanwaltschaft behindert oder zu 
verdunkeln versucht. Kollusionsgefahr ist somit klarerweise gegeben.  

5.3 Demgegenüber verneint der Beschwerdeführer das Vorliegen von konkreten und 
ernsthaft zu befürchtenden Umständen, welche dafür sprechen würden, dass er im 
Fall einer Haftentlassung mit hoher Wahrscheinlichkeit kolludieren werde. Weder 
lasse sein Verhalten (Aussageverweigerung, das Einreichen einer schriftlichen Er-
klärung bezüglich des sichergestellten Bargelds, allenfalls weitere Kollusionshand-

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lungen) auf Kollusionsgefahr schliessen, noch stelle der Umstand, dass ein zweiter 
Spurengeber habe identifiziert (E.________) und der Name einer dritten Person 
(F.________) am Fundort habe erhältlich gemacht werden können, eine Kollusi-
onsmöglichkeit dar. Zudem sei er, obschon er seit der am 31. Oktober 2018 bei ihm 
durchgeführten Hausdurchsuchung über die gegen ihn eingeleitete Strafuntersu-
chung informiert gewesen sei – in Freiheit belassen worden und erst im Anschluss 
an die polizeiliche Einvernahme vom 5. November 2018, nachdem er die Aussagen 
verweigert habe, mit der Begründung, es liege Kollusionsgefahr vor, festgenommen 
worden. Hätte er kolludieren wollen, wären entsprechende Handlungen zwischen 
Oktober 2018 und 5. November 2018 bereits erfolgt. Die angeordnete Untersu-
chungshaft komme einer unzulässigen Beugehaft gleich.

5.4 Anders als der Beschwerdeführer meint, spielt sein Aussageverhalten bei der Beur-
teilung der Kollusionsgefahr sehr wohl eine Rolle, auch wenn es, für sich allein ge-
nommen, eine solche nicht zu begründen vermag (Urteil des Bundesgerichts 
1B_270/2018 vom 27. Juni 2018 E. 5.4). Dies steht nicht im Widerspruch zu sei-
nem Aussageverweigerungsrecht (Art. 113 StPO).

Die Staatsanwaltschaft und das Zwangsmassnahmengericht vertreten die Auffas-
sung, dass sich der Beschwerdeführer erst anlässlich der Einvernahme vom 5. No-
vember 2018 über das ganze Ausmass der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bzw. 
der gegen ihn eröffneten Strafuntersuchung bewusst geworden sei, Kollusions-
handlungen somit nach wie vor möglich seien. Dies mag zutreffen. Indessen ist 
ebenso ein anderes Szenario möglich. Der Beschwerdeführer ist scheinbar Dro-
genkonsument und dürfte somit über Kontakte im Drogenmilieu verfügen. Die auf-
gefundenen DNA-Spuren im Kellerabteil am D.________ (Weg) deuten darauf hin, 
dass der Beschwerdeführer mit der dort aufgefundenen Menge an Heroingemisch 
in irgendeiner Weise zu tun gehabt hat, dass er sich eventuell gar als Verkäufer 
betätigt hat. Ausgehend davon dürfte ebenso die Vermutung zutreffen, dass der 
Beschwerdeführer schon vor längerer Zeit von der Beschlagnahme der im Keller-
abteil gelagerten Drogenutensilien und Drogen Kenntnis erfahren und dass er auf-
grund der bei ihm am 31. Oktober 2018 durchgeführten Hausdurchsuchung den 
Verdacht gehegt hat, dass die gegen ihn eröffnete Strafuntersuchung auch im Zu-
sammenhang mit der am D.________ (Weg) aufgefundenen Drogen stehen könn-
te. Mit Blick auf den Ausgang des Beschwerdeverfahrens rechtfertigt sich, die Fra-
ge offen zu lassen, welches Szenario nun wahrscheinlicher ist bzw. ob der Be-
schwerdeführer bereits vor seiner Verhaftung Gelegenheit zu kolludieren hatte. 

Hinsichtlich konkreter Kollusionsmöglichkeit halten die Staatsanwaltschaft und das 
Zwangsmassnahmengericht dafür, dass der Beschwerdeführer in Freiheit mit 
E.________ und F.________ Absprachen treffen und sie im ihn betreffenden Ver-
fahren in kolludierender Weise beeinflussen könnte. Dazu ist zunächst festzuhal-
ten, dass E.________ bereits im Anschluss an die Hausdurchsuchung vom 6. Juni 
2018 im Kellerabteil am D.________ (Weg) als Spurengeber identifiziert worden ist. 
Sein Aufenthaltsort ist den Strafverfolgungsbehörden nach wie vor nicht bekannt. 
Damit dem Beschwerdeführer jedoch entgegengehalten werden darf, dass er die 
Wahrheitsfindung mit Blick auf E.________ zu beeinträchtigen versuchen könnte, 

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muss erwartet werden, dass dessen Anhaltung und Befragung kurz bevorsteht, 
handelt es sich bei der hier zu untersuchenden Straftat doch nicht um ein schweres 
Delikt wie etwa einem Tötungsdelikt. Dass dessen Anhaltung kurz bevorsteht oder 
welche konkreten Ermittlungshandlungen zu dessen Anhaltung geplant sind, so 
dass zumindest in der nächsten Zeit von einer möglichen Anhaltung ausgegangen 
werden dürfte, wird in keiner Weise ausgeführt. Allein aus dem allgemein gehalte-
nen Hinweis im Haftantrag, wonach eine Durchsuchung des Mobiltelefons des Be-
schwerdeführers sowie allfällig weitere Zwangsmassnahmen geplant seien, kann 
nicht ohne Weiteres geschlossen werden, dass mit Blick auf den Aufenthaltsort von 
E.________ bzw. dessen Anhaltung neue Ermittlungsergebnisse erwartet würden. 
Ohnehin ist unklar, ob die Strafverfolgungsbehörden tatsächlich im Besitz des Mo-
biltelefons des Beschwerdeführers sind, so dass dieses einer Auswertung zuge-
führt werden könnte oder bereits hat zugeführt werden können. Den Haftakten ist 
diesbezüglich lediglich zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer anlässlich sei-
ner Einvernahme vom 5. November 2018 gegenüber der Polizei geltend gemacht 
hat, das Mobiltelefon verloren zu haben, worauf ihm die Polizei in Aussicht gestellt 
hat, im Anschluss an die Einvernahme mit ihm nach Hause zu gehen und dort das 
Mobiltelefon gegebenenfalls sicherzustellen (Einvernahmeprotokoll vom 5. Novem-
ber 2018 Z. 19-25). Weitere Hinweise bezüglich des Mobiltelefons fehlen. Vor die-
sem Hintergrund und unter Berücksichtigung des Zeitablaufs seit Identifikation als 
Spurengeber kann die Möglichkeit einer Anhaltung von E.________ im Haftverfah-
ren nur noch als theoretischer Art bezeichnet werden. Dass der Beschwerdeführer 
die weiteren geplanten Ermittlungshandlungen der Staatsanwaltschaft durch Ab-
sprachen mit E.________ behindern oder verdunkeln könnte, muss gestützt auf die 
zur Verfügung gestellten Unterlagen somit als nur noch von theoretischer Natur be-
zeichnet werden. 

Die Kollusionsgefahr lässt sich jedoch mit Blick auf F.________ rechtsgenüglich 
begründen. Auf ihn wurden die Strafverfolgungsbehörden aufgrund des im Keller-
abteil am D.________ (Weg) aufgefundenen Schreibens der Stadt Biel aufmerk-
sam, das an ihn adressiert gewesen war. Gemäss Wahrnehmungsbericht der Poli-
zei vom 13. Juni 2018 soll es sich dabei um F.________ handeln, welcher im Dro-
genhandel tätige albanische Staatsangehörige beherbergt haben soll. Die Vermu-
tung, dass er ebenfalls in die Sache involviert sein könnte, ist ebenso wenig zu be-
anstanden wie die gestützt auf das Verhalten des Beschwerdeführers getroffene 
Annahme, dass der Beschwerdeführer ihn in seinem Aussageverhalten beeinflus-
sen könnte. Der Beschwerdeführer verweigert in jeder Hinsicht die Aussage. Dies 
muss er sich – wie erwähnt – entgegenhalten lassen. Ob das Bestätigungsschrei-
ben betreffend sichergestelltes Bargeld auf Kollusionsneigung schliessen lässt, 
kann an dieser Stelle nicht abschliessend gesagt werden. Es ist tatsächlich inhalt-
lich nicht ganz widerspruchsfrei bzw. bedarf einer gewissen Interpretation. Auffällig 
ist jedoch auch ein weiterer Punkt, nämlich derjenige, dass der Beschwerdeführer 
bereits vor Beginn der Einvernahme vom 5. November 2018 mitgeteilt hat, sein 
Mobiltelefon verloren zu haben. Da in den Haftakten nicht näher ausgeführt worden 
ist, ob das Mobiltelefon im Anschluss an die Einvernahme zu Hause hat gefunden 
werden können, kann die entsprechende Aussage des Beschwerdeführers zwar 

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nicht abschliessend gewürdigt werden. Jedoch ist mit Blick auf das Gesamtverhal-
ten des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmen-
gericht die Kollusionsneigung bejaht hat. Es gilt nun somit zu verhindern, dass sich 
der Beschwerdeführer mit F.________ in Kontakt setzt. Die Einvernahme von 
F.________ ist für den 28. November 2018 vorgesehen. Hierbei soll er sich unbe-
einflusst dazu äussern können, wie es dazu gekommen ist, dass ein an ihn gerich-
tetes Schreiben in das Kellerabteil mit den Drogen gekommen ist. 

Auf welche weiteren Personen der Beschwerdeführer einwirken könnte, ist nicht 
bekannt. Wie erwähnt, erschliesst sich für die Beschwerdekammer nicht, ob das 
Mobiltelefon des Beschwerdeführers hat aufgefunden und ausgewertet werden 
können. Somit lässt sich eine Kollusionsgefahr mit Blick auf allfällige weitere Per-
sonen auch nicht mit eventuellen Ermittlungsergebnissen aus der (angeblichen) 
Telefonauswertung begründen.

Zusammengefasst ist somit festzuhalten, dass der Haftgrund der Kollusionsgefahr 
– gestützt auf die zur Verfügung gestellten Haftakten – mit Blick auf F.________ 
ausreichend erstellt ist.

6.

6.1 Die Verlängerung der Untersuchungshaft hat sodann das Prinzip der Verhältnis-
mässigkeit zu wahren. Eine in Haft gehaltene Person hat gemäss Art. 5 Ziff. 3 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 
SR 0.101) Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt (sog. Über-
haft; BGE 139 IV 270 E. 3.1).Im Weiteren kann eine Haft die zulässige Dauer auch 
dann überschreiten, wenn das Strafverfahren nicht genügend vorangetrieben wird, 
wobei sowohl das Verhalten der Justizbehörden als auch dasjenige des Inhaftierten 
in Betracht gezogen werden müssen (Urteil des Bundesgerichts 1B_283/2016  vom 
26. August 2016 E. 5.2, BGE 133 I 168 E. 4.1). Freiheitsentziehende Zwangs-
massnahmen sind zudem aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 
StPO zum gleichen Ziel führen (Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO).

6.2 Wie das Zwangsmassnahmengericht zu Recht festhält, droht mit Blick auf die ge-
gen den Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe, selbst wenn sich diese derzeit im 
Rahmen von Art. 19 Abs. 1 StPO bewegen, noch keine Überhaft. Ebenfalls ist ihm 
darin beizupflichten, dass derzeit keine Ersatzmassnahmen ausgemacht werden 
können, mit welchen der derzeitigen Kollusionsgefahr wirksam begegnet werden 
könnte.

6.3 Mit Blick auf das zur Kollusionsgefahr Ausgeführte erweist sich jedoch eine ange-
ordnete Haftdauer von drei Monaten als unverhältnismässig. Die Bemessung der 
Haftdauer hat – bei Vorliegen von Kollusionsgefahr – anhand der erkennbaren und 
notwendigen Beweismassnahmen und in Berücksichtigung des dafür notwendigen 

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Zeitbudgets zu erfolgen. Kollusionsgefahr besteht derzeit lediglich in Bezug auf ei-
ne Einflussnahme auf F.________. Dessen parteiöffentliche Einvernahme ist für 
den 28. November 2018 vorgesehen. Hiernach lässt sich die Kollusionsgefahr nicht 
mehr begründen. Die Dauer der Untersuchungshaft ist somit auf das Ende der Ein-
vernahme vom 28. November 2018 zu beschränken. Im Anschluss daran ist der 
Beschwerdeführer aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

7. Diesen Ausführungen zufolge dringt der Beschwerdeführer mit seinem hauptsächli-
chen Anliegen, nämlich einer unverzüglichen Haftentlassung infolge fehlender 
Haftvoraussetzungen, nicht durch. Jedoch wird die angeordnete Dauer der Unter-
suchungshaft erheblich gekürzt. Die Beschwerde ist somit teilweise gutzuheissen. 
Vor diesem Hintergrund rechtfertigt sich, dem Beschwerdeführer lediglich die Hälfte 
der Verfahrenskosten aufzuerlegen; den Rest trägt der Kanton Bern.

Die Entschädigung des amtlichen Anwalts des Beschwerdeführers für seine Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft beziehungs-
weise das urteilende Gericht am Ende des Verfahrens festzusetzen (Art. 135 
Abs. 2 i.V.m Art. 138 Abs. 1 StPO). Es ist darauf hinzuweisen, dass die Hälfte der 
auf das Beschwerdeverfahren entfallenen Entschädigung – im Falle einer Verurtei-
lung des Beschwerdeführers – von der Rückzahlungsplicht gemäss Art. 135 Abs. 4 
Bst. a f. StPO ausgenommen ist. Der Beschwerdeführer hat diese Kosten weder 
dem Kanton zurückzuzahlen, noch muss er dem amtlichen Anwalt die Differenz 
zwischen amtlichem und vollem Honorar erstatten.  

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

Ziff. 1 des Entscheids des Regionalen Zwangsmassnahmengerichts Berner Jura-
Seeland vom 8. November 2018 wird insoweit aufgehoben, als eine Haftdauer bis am 
4. Februar 2019 angeordnet worden ist. Stattdessen wird die Haftdauer beschränkt bis 
zum Abschluss der Einvernahme von F.________ vom 28. November 2018. In deren 
Anschluss ist der Beschwerdeführer aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘200.00, werden zur Hälf-
te, ausmachend CHF 600.00, dem Beschwerdeführer auferlegt. Den Rest trägt der 
Kanton Bern.

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren und das Verfahren vor dem 
Zwangsmassnahmengericht wird am Ende des Verfahrens durch die Staatsanwalt-
schaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

4. Zu eröffnen (vorab per Fax):
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- dem Regionalen Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland, Gerichtspräsi-

dentin G.________ (mit den Akten)
- Staatsanwalt C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland

(mit den Akten)

Mitzuteilen (vorab per Fax):
- der Generalstaatsanwaltschaft
- dem Regionalgefängnis Biel

Bern, 26. November 2018 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.