# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aae3347b-edf8-5f99-a238-9af6282796df
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2009 D-4096/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4096-2009_2009-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4096/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, Nigeria,
vertreten durch lic. iur. Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 17. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4096/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 1. Oktober 2008 verliess, am gleichen Tag in die Schweiz einreiste 
und um Asyl nachsuchte,

dass er an der summarischen Befragung vom  13. Oktober 2008 und 
an der Direktanhörung vom 10. Juni 2009 zur Begründung des Asylge-
suchs im Wesentlichen geltend machte,  er  habe  am 18. September 
2008 in einer Disco im (...) Hotel in B._______ einen Mann getroffen, 
der ihn und seinen Bruder bzw. Cousin eingeladen habe, bei ihm zu 
übernachten, 

dass sie zusammen getrunken hätten und er fast eingeschlafen sei, 

dass er  in  der  Nacht  mit  heruntergelassenen Hosen aufgewacht  sei 
und den Gastgeber nackt vor sich habe stehen sehen, 

dass  er  geschrien  habe,  worauf  sein  Cousin  und  die  Nachbarn  ins 
Zimmer gerannt  seien und letztere den Gastgeber und auch ihn ge-
schlagen hätten, 

dass er habe flüchten können und nach Hause gefahren sei, 

dass seine Mutter ihm von einer Anzeige bei der Polizei abgeraten und 
ihn nach Lagos zu einem Onkel geschickt habe, welcher seine Ausrei-
se organisiert habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 17. Juni 2009 – eröffnet am 18. Juni 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Juni 2009 gegen die-
se  Verfügung  Beschwerde  erheben  und  unter  anderem  beantragen 
liess, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, das Verfahren sei  zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen und es sei ihm Asyl 
zu gewähren, eventuell sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter  nachfolgend  aufgeführter  Einschränkung  –  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit der Be-
schwerdeführer beantragt, es sei ihm Asyl zu gewähren,

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 

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soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso bzw. 
in den 48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt 
eines Informationsblattes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identi-
fizierung abzugeben,

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dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang angab, mit ei-
nem gefälschten  Pass eines  unbekannten Staates  auf  dem Luftweg 
von Lagos in die Schweiz gereist zu sein, ohne zu wissen, in welche 
Stadt und mit welcher Fluggesellschaft er geflogen sei (A1 S. 5), 

dass er, obwohl er den Pass nicht habe öffnen dürfen, gesehen habe, 
dass nicht sein Foto eingeklebt gewesen sei (A1 S. 5),

dass  er  nicht  wisse,  wer  die  Reise  bezahlt  und wieviel  sie  gekostet 
habe (A1 S. 5), 

dass der Beschwerdeführer ferner angab, in seiner Heimat niemanden 
zu haben, mit dem er zur Beschaffung von Reise- oder Identitätsdoku-
menten  Kontakt  aufnehmen  könne,  obwohl  in  Nigeria  nach  eigenen 
Angaben seine Mutter, deren Vater und ein Onkel leben (A1 S. 3, A9 
S. 3 f.), 

dass er nach der Ausreise Kontakt zu seiner Mutter gehabt habe, ihr 
Telefon  aber  "ab  einem  gewissen  Zeitpunkt"  nicht  mehr  funktioniert 
habe (A9 S. 3), 

dass das BFM diese Ausführungen zu Recht als nicht nachvollziehbar 
und unglaubhaft bezeichnete, 

dass der Beschwerdeführer sodann seit dem 1. Oktober 2008 Zeit ge-
habt hätte, sich Reise- oder Identitätspapiere zu beschaffen und offen-
bar auch in Kontakt mit der nigerianischen Botschaft in Bern gewesen 
sein will (vgl. das mit der Beschwerde eingereichte Beweismittel "Certi-
ficate of Citizenship" vom 18. Juni 2009), 

dass in der Beschwerde hinsichtlich der Frage der Identitätspapiere le-
diglich eingewendet wird, die Ausreise mit gefälschten Ausweispapie-
ren sei nachvollziehbar gewesen, da der Beschwerdeführer mit Anzei-
gen bei der Polizei und mit einer landesweiten Ausschreibung zur Ver-
haftung habe rechnen müssen, 

dass diese Ausführungen aufgrund der als unglaubhaft zu bezeichnen-
den Asylvorbringen und des vorerwähnten "Certificate of Citizenship" 

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der  nigerianischen Botschaft  in  keiner  Weise zu  überzeugen  vermö-
gen, 

dass es sich bei dem zu den Akten gereichten, angeblich am 18. Juni 
2009 von der nigerianischen Botschaft in Bern ausgestellten "Certifica-
te  of  Citizenship"  nicht  um  ein  Reise-  oder  Identitätspapier  i.S.v. 
Art. 1a Bstn. b und c der Asylverordnung 1 über Asylfragen (AsylV 1) 
handelt (vgl. auch BVGE 2007/7),

dass zudem die Vornamen der Eltern des Beschwerdeführers im "Cer-
tificate of Citizenship" (Donatus und Stella) nicht mit denjenigen über-
einstimmen, welche dieser in der Erstbefragung angab (James und Ju-
lia, vgl. A1 S. 1), 

dass deshalb davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer habe ein 
gültiges  Reisepapier  mit  sich  geführt,  das  er  den  Asylbehörden  be-
wusst vorenthält und demnach für das Nichteinreichen von Reise- oder 
Identitätspapieren innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen 
des Asylgesuchs keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass die in der Beschwerde aufgestellte Behauptung, der Beschwer-
deführer müsse damit rechnen, wegen der Strafbarkeit homosexueller 
Handlungen in  Nigeria  landesweit  zur  Verhaftung ausgeschrieben zu 
sein und vom Staat  gezielt  verfolgt  zu werden,  in  keiner Weise sub-
stanziiert und dargelegt wird, 

dass die in der Beschwerde behauptete staatliche Verfolgung zudem 
den Aussagen des Beschwerdeführers in der direkten Anhörung wider-
spricht,  wonach  er  in  Nigeria  nie  Probleme  mit  Polizei,  Militär  oder 
sonstigen Behörden gehabt  habe (A9 S. 9 Frage 82),  niemals direkt 
bedroht worden sei (A9 S. 8 Frage 72), gar nie im Sinn gehabt habe, 
seine Heimat zu verlassen und nicht einmal wisse, wie er Nigeria ver-
lassen und sich in der Schweiz wiedergefunden habe (A9 S. 8 Fragen 
73 ff.), 

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dass in der Beschwerde nicht dargetan wird, inwiefern die Erwägun-
gen des BFM, die Vorbringen hielten den Anforderungen an die Glaub-
haftigkeit nicht stand, unzutreffend sein sollen,

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zu-
treffend erweisen,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers zur behaupteten sexuellen 
Belästigung, zu den anschliessenden Ereignissen und der Ausreise in 
der Tat widersprüchlich, realitätsfremd und unsubstanziiert ausgefallen 
sind (z.B. Unfähigkeit, anzugeben, ob es zum Geschlechtsverkehr ge-
kommen ist oder nicht, vgl. A9 S. 5; Unfähigkeit, das Haus des Gastge-
bers zu beschreiben, vgl. A9 S. 5; Flucht durch die Türe, obwohl dort 
Leute gestanden seien, A9 S. 6; Ausreise einmal durch den Onkel der 
Mutter, ein andermal durch seinen eigenen Onkel organisiert, A9 S. 4), 

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht 
notwendig sind,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die in der Beschwerde behauptete Gehörsverletzung angesichts 
der vorliegenden klaren Sachlage jeglicher Grundlage entbehrt, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-

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desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  in  der  Beschwerde  diesbezüglich  geltend  gemacht  wird,  der 
Strafvollzug für homosexuelle Vergehen in Nigeria sei als unmenschli-
che Behandlung zu bezeichnen, und mit  der "notorischen Schwulen-
hatz"  in  diesem Staat  bestünden "mindestens  konkrete  Hinweise für 
eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers" in seiner Heimat, 

dass diese unsubstanziierten pauschalen Ausführungen offensichtlich 
nichts an der Schlussfolgerung der Zulässigkeit des Wegweisungsvoll-
zugs zu ändern vermögen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder  glaubhaft  zu machen, weshalb 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und 
keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behandlung er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der Beschwerdeführer jung sowie den Akten zufolge gesund ist 
und in seinem Heimatstaat als Plattenleger gearbeitet hat, weshalb es 
ihm möglich sein wird, sich im Falle der Rückkehr eine wirtschaftliche 
Existenzgrundlage aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungsschein 
und die vorinstanzliche Verfügung vom 17. Juni 2009 im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie) 

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand:

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