# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3267c53-d3a8-5fb5-b17d-bf145f2cf707
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.05.2021 200 2020 720
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-720_2021-05-11.pdf

## Full Text

200 20 720 ALV
LOU/RUM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 11. Mai 2021

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch B.________, lic. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern
Arbeitslosenkasse, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 20. Juli 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2021, ALV/20/720, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
stellte am 12. Februar 2020, nachdem sein Arbeitsverhältnis nach Angaben 
in der Arbeitgeberbescheinigung durch das D.________ (Arbeitgeber) mit 
sofortiger Freistellung auf Ende Februar 2020 gekündigt worden war (Ant-
wortbeilagen [AB] 40 pag. 214, 39 pag. 213), Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung ab 1. März 2020 (AB 41 pag. 216 ff.). Die Arbeitslosenkasse 
des Amtes für Arbeitslosenversicherung (AVA bzw. Beschwerdegegner) 
holte beim Arbeitgeber und beim Versicherten Auskünfte hinsichtlich der 
Gründe für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses ein (AB 44 pag. 223 f., 
37 pag. 211, 32-36 pag. 201-210, 28 pag. 185 f.). Mit Verfügung vom 
10. März 2020 stellte sie den Versicherten wegen selbstverschuldeter Ar-
beitslosigkeit für 36 Tage ab 1. März 2020 in der Anspruchsberechtigung 
ein (AB 21 pag. 160 f.). Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit 
Entscheid vom 20. Juli 2020 ab (AB 17 pag. 98 ff., 2 pag. 66-71).

B.

Mit Eingabe vom 14. September 2020 erhob der Versicherte, vertreten 
durch den B.________, lic. iur. C.________, Beschwerde. Er beantragt, der 
angefochtene Entscheid vom 20. Juli 2020 sei aufzuheben und die ihm 
auferlegten Einstelltage zu erlassen.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Oktober 2020 beantragt der Beschwerde-
gegner die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2021, ALV/20/720, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der (auf der Verfügung vom 10. März 2020 basie-
rende [AB 21 pag. 160 f.]) Einspracheentscheid vom 20. Juli 2020 (AB 2 
pag. 66 ff.). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung des Beschwerdefüh-
rers in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von 36 Tagen ab 1. März 
2020 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit.

1.3 Der Streitwert liegt bei einer Einstelldauer von 36 Tagen und einer 
Taggeldleistung von Fr. 236.30 (AB 4 pag. 73) unter Fr. 20'000.--, womit 
die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt 
(Art. 57 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG sind Versicherte in der Anspruchs-
berechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos 
sind. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbstverschuldet, wenn 
die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verlet-
zung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV). Die Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeits-
losigkeit gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt jedoch keine Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 bzw. Art. 346 
Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) voraus. Es 
genügt, dass das allgemeine Verhalten Anlass zur Kündigung bzw. Entlas-
sung gegeben hat; Beanstandungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht 
vorgelegen haben. Mithin gehören dazu auch charakterliche Eigenschaften 
im weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin für den 
Betrieb als untragbar erscheinen lassen (BGE 112 V 242 E. 1 S. 244; ARV 
2016 S. 60 E. 5; SVR 2006 ALV Nr. 15 S. 51 E. 1).

2.1.2 Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt 
dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosig-
keit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach 
den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten 
der versicherten Person liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht 
übernimmt. Dieses Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkom-
mens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Beschäfti-
gungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vorsätzlich erfolgt 
sein, wobei Eventualvorsatz genügt. Folglich reicht es aus, dass das allge-
meine Verhalten am Arbeitsplatz aus sachlich gerechtfertigten Gründen 
vom Arbeitgeber missbilligt wurde und die versicherte Person trotz Wissens 

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um diese Missbilligung ihr Verhalten nicht geändert hat, womit sie dem Ar-
beitgeber Anlass zur Kündigung gab bzw. eine solche in Kauf nahm. Aus-
schlaggebend ist, ob die versicherte Person wissen konnte und musste, 
dass sie durch ihr Handeln womöglich eine Kündigung bewirkt (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 19. November 2007, 8C_466/2007, E. 3.1; 
ARV 2016 S. 60 E. 5).

2.1.3 Eine versicherte Person kann nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in der 
Anspruchsberechtigung nur eingestellt werden, wenn das ihr zur Last ge-
legte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststeht. Anders ausge-
drückt darf nicht einzig auf die Aussagen des Arbeitgebers zu den Umstän-
den der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt werden, 
insbesondere nicht, wenn diese bestritten und durch keine weiteren Indizi-
en gestützt werden (BGE 112 V 242 E. 1 S. 245; ARV 1999 S. 39 E. 7b). 
Von zusätzlichen Abklärungen darf nicht schon deshalb abgesehen wer-
den, weil die versicherte Person die von ihrem Arbeitgeber erhobenen Vor-
würfe nicht substantiell bestritten hat (ARV 2016 S. 60 E. 5, 1993/94 S. 188 
E. 6b bb).

2.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Ver-
schuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leich-
tem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem 
Verschulden (Art. 45 Abs. 3 lit. a - c AVIV). Die Einstellung gilt nur für Tage, 
für die die arbeitslose Person die Voraussetzungen der Anspruchsberechti-
gung erfüllt (Art. 30 Abs. 3 Satz 1 AVIG). Innerhalb dieses Rahmens ent-
scheidet die Kasse nach pflichtgemässem Ermessen. Das Sozialversiche-
rungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desje-
nigen der Verwaltung setzen; die Rekursbehörde muss sich somit auf Ge-
gebenheiten abstützen können, welche ihre abweichende Ermessensausü-
bung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152; 
SVR 2020 ALV Nr. 11 S. 36 E. 3.3; ARV 2020 S. 95 E. 4.2).

3.

Zunächst ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die Arbeitslosigkeit selbst 
verschuldet hat (vgl. E. 2.1 hiervor).

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3.1 Mit Schreiben vom 28. November 2019 kündigte der Arbeitgeber 
das mit dem Beschwerdeführer bestehende Arbeitsverhältnis per 28. Fe-
bruar 2020 und stellte ihn per sofort frei (AB 39 pag. 213). Gleichzeitig mit 
dem Kündigungsschreiben unterbreitete der Arbeitgeber dem 
Beschwerdeführer auch eine Aufhebungsvereinbarung gleichen Inhalts, 
d.h. ebenfalls mit Auflösung des Arbeitsverhältnisses per Ende Februar 
2020 und sofortiger Freistellung (AB 47 pag. 232; vgl. AB 36 pag. 210). 
Beide Dokumente wurden dem Beschwerdeführer am 28. November 2019 
persönlich übergeben (AB 32 pag. 201) und deren Erhalt von ihm 
unterzeichnet (AB 47 pag. 232 f.). Dass der Beschwerdeführer dem 
Arbeitgeber im Nachhinein, anlässlich eines Gesprächs vom 3. Dezember 
2019, selbst kündigte [AB 33 f. pag. 204 f., 36 pag. 210], ändert nichts 
daran, dass die Absicht zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses nach den 
Akten vom Arbeitgeber ausging.

3.2 Zu den Gründen, die zur Kündigung führten, hielt der Arbeitgeber 
im Schreiben vom 25. Februar 2020 an den Beschwerdegegner im 
Wesentlichen fest, der Beschwerdeführer habe sich mit der Ernennung 
eines anderen Mitarbeiters zum „…“ im Februar 2019 übergegangen 
gefühlt und keine Gelegenheit ausgelassen, dies intern und extern zu kom-
munizieren. Weiter habe er im Mai 2019 ohne Rücksprache mit den 
Vorgesetzten am Arbeitsplatz zwei Überwachungskameras demontiert und 
diese für private Zwecke genutzt. Er sei daraufhin vom damaligen Direktor 
mündlich verwarnt und auf die Konsequenzen weiterer Verwarnungen 
hingewiesen worden. Der Beschwerdeführer bekunde grosse Mühe, sich 
an Reglemente und Anweisungen des Arbeitsgebers zu halten. Am 3. 
Oktober 2019 habe es zwischen ihm und seinem Vorgesetzten ein 
Gespräch gegeben mit dem Ziel, die offenen und unbefriedigenden Punkte 
zu klären. Bereits einen Tag später habe jedoch der Beschwerdeführer in 
einer E-Mail an den Vorgesetzten erneut seine Enttäuschung kundgetan. 
Zudem habe er sich auch anlässlich der … an der E.________ in … 
absolut illoyal verhalten und unter den Teilnehmern schlechte Stimmung 
verbreitet, was er notabene auch im Betrieb in … getan habe. Der 
Beschwerdeführer habe ein völlig inakzeptables illoyales Verhalten an den 
Tag gelegt, was zu einem kompletten Vertrauensverlust und zur 
Entscheidung geführt habe, das Arbeitsverhältnisses per Ende Februar 

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2020 mit sofortiger Freistellung ab 28. November 2019 aufzulösen (AB 36 
pag. 209 f.).

Der Beschwerdeführer hielt seinerseits in der Stellungnahme vom 9. März 
2020 im Wesentlichen fest, es sei wiederholt das Thema mit den Kameras 
aufgegriffen worden. Dieses sei bereits vom Vorgänger des Direktors 
umfassend bewertet und ohne Verweis oder Abmahnung ad acta gelegt 
worden. Im Zeitraum von August bis September 2019 habe es zwei 
Gespräche mit dem Direktor und … gegeben, anlässlich dieser der … 
versucht habe, vorgefertigte Abmahnungen zur Geltung zu bringen. 
Aufgrund der Gespräche sei es aber jeweils zu keinen Abmahnungen 
gekommen, man habe sich sachlich geeinigt. Hervorgerufen durch 
permanentes Mobbing während der gesamten Beschäftigungszeit habe er 
(der Beschwerdeführer) sich ausserstande gefühlt, mit beiden Leitern zu 
diskutieren und habe die Kündigungsschreiben unterschrieben. Die eigene 
Arbeit und das eigene Arrangement (recte: wohl Engagement) sei zu keiner 
Zeit gewürdigt worden. Nicht einmal im Arbeitszeugnis seien alle Erfolge 
belegt worden. Während der E.________ habe er eine Nacht in einer 
Jugendherberge auf dem Fussboden schlafen müssen, bevor ihm ein 
Hotelzimmer organisiert worden sei. Dass er deshalb vor Schmerzen kaum 
noch habe laufen können, sei billigend in Kauf genommen worden (AB 28 
pag. 185 f.).

3.3 Die Ausführungen in der Stellungnahme des Arbeitgebers vom 
25. Februar 2020 (AB 36 pag. 209 f.) stimmen mit den weiteren Unterlagen 
in den Akten überein.

Gestützt auf ein Gesprächsprotokoll vom 15. Mai 2019 ist erstellt, dass der 
Beschwerdeführer ein paar Tage zuvor ohne Erlaubnis bzw. Wissen des 
Arbeitgebers zwei Überwachungskameras samt Steuergerät mit Bildschirm 
demontiert und zum privaten Gebrauch entwendet hatte (AB 35 pag. 
206 ff.). Der Beschwerdeführer handelte eigenmächtig und namentlich im 
Bewusstsein, dass ihm die Erlaubnis hierzu nicht erteilt worden wäre 
(a.a.O. Fragen 5 und 8). An dieser – unbestritten gebliebenen – Tatsache 
ändert nichts, dass der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben nicht 
abgemahnt bzw. verwarnt worden sei (AB 28 pag. 185). Zudem geht aus 
dem Protokoll hervor, dass der Beschwerdeführer auch vor Lügen gegen-

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über dem Vorgesetzten nicht zurückschreckte; so hielt er im Gespräch 
zunächst fest, er habe nicht um Erlaubnis gefragt, da (u.a.) der Vorgesetzte 
nicht vor Ort gewesen sei. Nachdem dieser jedoch das Gegenteil 
festgehalten hatte, antwortete der Beschwerdeführer, er habe keine 
Umstände machen wollen und habe deshalb ohne zu fragen gehandelt 
(a.a.O. Fragen 5 und 8). 

Der Eindruck selbstermächtigten Vorgehens bestätigt der 
Beschwerdeführer gleich selbst mit den in der Beschwerde (S. 3) 
aufgeführten disziplinarischen Verstössen (u.a. Rauchpausen, Nutzung des 
Behindertenparkplatzes), die eingestanden, aber bagatellisiert werden.

Dass der Beschwerdeführer gemäss Angaben des Arbeitgebers wiederholt 
Mühe mit im Betrieb geltenden Regeln bekundet hat bzw. solche in Frage 
gestellt oder sogar dagegen verstossen hat, ergibt sich auch aus der akten-
kundigen E-Mail-Korrespondenz im Zusammenhang mit der 
„Essenspauschale …“ (AB 32 pag. 202 f.; vgl. Beschwerde, S. 4 f.). Der 
entsprechende Dissens führte – nachdem der Beschwerdeführer ein 
Besprechungsangebot des früheren Direktors unbestrittenermassen 
(Beschwerde, S. 5) zunächst abgelehnt hatte – schliesslich doch zu einem 
Gespräch vom 3. Oktober 2019 mit dem Nachfolger. Anlässlich dieses 
Gesprächs wurden gemäss der in den Akten liegenden E-Mail vom 4. Okto-
ber 2019 nicht nur die Divergenzen betreffend die Essenspauschale, 
sondern generell über die mit dem Beschwerdeführer bestehenden 
Probleme gesprochen, u.a. auch über seine „tiefverankerten“ 
Ressentiments gegenüber dem früheren Direktor sowie die „unmiss-
verständlich, ablehnende Haltung“ zur Beförderung eines anderen 
Mitarbeiters zum … (AB 32 pag. 202; vgl. Beschwerde, S. 4 f.). Der 
Arbeitgeber wies den Beschwerdeführer in der besagten E-Mail daraufhin, 
es bestünden Zweifel, ob die bestehenden Spannungen gelöst werden 
könnten. Es wurde des Weiteren festgehalten, dass der Betrieb für den 
Beschwerdeführer „keine ‚Extrawurst‘ oder Ausnahmesituation“ gewähren 
könne. Dem Beschwerdeführer wurde explizit die Frage gestellt, ob er 
gemeinsam mit dem Betrieb ohne Ressentiments, Frust oder Ärger in eine 
einvernehmliche Zukunft gehen wolle (AB 32 pag. 202). Nach Angaben des 
Arbeitgebers hat er diese Frage jedoch nie beantwortet (AB 32 pag. 201). 

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Vielmehr habe er in der Folge an der E.________ weiterhin über den 
Arbeitgeber bzw. bestimmte Mitarbeitende „hergezogen“ (AB 36 pag. 209). 
Dass der Beschwerdeführer seine Vorgesetzten nicht akzeptieren konnte 
und sich selbst übergangen fühlte, offenbart sich letztlich auch in den 
diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde (S. 5 f.).

3.4 Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber 
wurde dem Beschwerdeführer anlässlich eines Gesprächs vom 28. Novem-
ber 2019 eröffnet. Darin bezog sich der Arbeitgeber auf die hiervor 
erwähnten Umstände und hielt fest, dass ein gemeinsamer Nenner nicht 
gefunden werden könne, die fehlende Loyalität und der 
Vertrauensschwund nicht länger akzeptiert werden könnten und deshalb 
die Zusammenarbeit aufgelöst werde (AB 32 pag. 201). Übereinstimmend 
ist dem Kündigungsschreiben vom 28. November 2019, welches vom 
Beschwerdeführer überdies unterzeichnet wurde, zu entnehmen, dass dem 
Arbeitgeber auf der Basis von Treu und Glauben sowie Loyalität die 
Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr länger zumutbar gewesen 
sei (AB 39 pag. 213). Aufgrund der Akten ist mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer mit seinem 
eigenmächtigen, teils auch regelwidrigen Verhalten Anlass zur Kündigung 
gegeben hat. Dies insbesondere nachdem er Gesprächsangebote seitens 
des früheren Direktors abgelehnt und sich entgegen dem Angebot des 
Nachfolgers auch nie ausdrücklich für eine Änderung des ihm zur Last 
gelegten Verhaltens ausgesprochen hat. Daran ändern auch die 
Ausführungen des Beschwerdeführers in der Stellungnahme vom 9. März 
2020 (AB 28 pag. 185 f) und in der Beschwerde nichts. Namentlich ist die 
dort aufgeführte Behauptung, der Arbeitgeber habe vor der Kündigung nie 
nach einer anderen Lösung gesucht (Beschwerde, S. 7 f.), aufgrund der 
Akten offensichtlich haltlos. Trotz Wissens um die – von Seiten des 
Arbeitgebers mehrfach festgehaltene – Missbilligung seines Verhaltens hat 
der Beschwerdeführer dieses nicht geändert und damit eine Kündigung in 
Kauf genommen. Soweit zudem der Beschwerdeführer betreffend den 
Abgang des früheren Direktors die Neubesetzung dieser Stelle sowie auch 
die neu geschaffene Stelle des … kritisiert (AB 28 pag. 185; Beschwerde, 
S. 5 f), kann er daraus nicht auf Mobbing schliessen. Vielmehr hätte er 
diese Entscheidungen des Arbeitgebers ebenso wie die in seiner 

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subjektiven Wahrnehmung zu geringe bzw. fehlende Würdigung seiner 
unbestrittenen fachlichen Leistungen hinzunehmen gehabt.

Nach dem Dargelegten ist der Tatbestand der selbstverschuldeten 
Arbeitslosigkeit erfüllt (Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG, Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV; 
vgl. E. 2.1 hiervor). Der Beschwerdegegner hat den Beschwerdeführer 
demnach zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt.

4.

4.1 Zu prüfen bleibt das Mass der verfügten Einstelltage.

Die Beschwerdegegnerin qualifizierte das Verschulden des Beschwerde-
führers als schwer im Sinne von Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV, was eine Einstel-
lung zwischen 31 und 60 Tagen ermöglicht (vgl. E. 2.2 hiervor). Wie bereits 
festgehalten wurde, hat der Beschwerdeführer angebotene Gespräche sei-
tens des früheren Direktors nicht in Anspruch genommen und sein Verhal-
ten, das seitens des Arbeitgebers wiederholt missbilligt wurde, nicht geän-
dert bzw. nicht einmal zu ändern versucht – auch nicht, nachdem eine Aus-
sprache schliesslich doch stattgefunden hatte. Damit nahm der Beschwer-
deführer eine Kündigung ohne weiteres in Kauf (vgl. E. 3.4 hiervor). Inso-
fern ist die Einstellung, welche im Ermessen der Verwaltung liegt (vgl. 
E. 2.2 hiervor), im unteren Bereich des schweren Verschuldens (36 Tage) 
nicht zu beanstanden, was vom Beschwerdeführer auch nicht geltend ge-
macht wird.

4.2 Der angefochtene Einspracheentscheid ist somit zu Recht ergan-
gen. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 1 Abs. 1 AVIG 
i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen 
und hier anwendbaren Fassung [vgl. Art 83 ATSG]).

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5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder der unterliegende 
Beschwerdeführer (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss] noch der obsiegende Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________, lic. iur. C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Arbeitslosen-

kasse 
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 

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in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.