# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 807db9c8-c820-5326-93e6-14a8465ecaac
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-09-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.09.2017 F-5212/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-5212-2017_2017-09-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-5212/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  S e p t e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichter Martin Kayser, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger; 

Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Tunesien,  

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 7. September 2017 / N (…). 

 

 

 

F-5212/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland am 

5. Juli 2006 verliess und am 20. Juli 2017 via B._______, C._______, 

D._______, E._______, F._______ und Belgien illegal in die Schweiz ein-

reiste, wo er am 31. Juli 2017 im Empfangs- und Verfahrenszentrum des 

SEM in G._______ um Asyl nachsuchte, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer im Rahmen der Befragung zur Per-

son am 8. August 2017 das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Belgiens für 

die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens beziehungsweise 

zur Wegweisung dorthin und zum Nichteintretensentscheid gemäss 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) gewährte, 

dass er diesbezüglich erklärte, er habe beabsichtigt, in Belgien zu bleiben, 

eine Arbeit zu suchen und sich dort niederzulassen, 

dass die belgischen Behörden jedoch sein Asylgesuch abgelehnt hätten, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zen-

traleinheit Eurodac) ergab, dass der Beschwerdeführer am 6. April 2011 in 

B._______, am 17. August 2013 in C._______, am 6. September 2013 in 

D._______, am 13. September 2013 in E._______, am 5. April 2016 in 

F._______ und am 25. April 2016 in Belgien um Asyl nachgesucht hat, 

dass das SEM gestützt darauf die (…) Behörden am 18. August 2017 um 

Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Neufassung), ABl. L 180/31 

vom 29.6.2013 (nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte, 

dass die (…) Behörden am 24. August 2017 dieses Ersuchen mit der Be-

gründung ablehnten, B._______ erachte sich für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens nicht als zuständig, 

dass das SEM gestützt darauf am 5. September 2017 die (…) und die bel-

gischen Behörden um Übernahme des Beschwerdeführers im Sinne von 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b beziehungsweise Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO 

ersuchte, 

F-5212/2017 

Seite 3 

dass die (…) Behörden das Übernahmeersuchen am 6. September 2017 

guthiessen, 

dass die belgischen Behörden dem Übernahmeersuchen am 7. September 

2017 zustimmten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 7. September 2017 – eröffnet am 

12. September 2017 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf 

das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 31. Juli 2017 nicht eintrat, die 

Wegweisung nach Belgien verfügte, den Beschwerdeführer – unter Andro-

hung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz 

am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, den Kanton (…) mit 

dem Vollzug der Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die edi-

tionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte und fest-

stellte, eine allfällige Beschwerde gegen die Verfügung habe keine auf-

schiebende Wirkung, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. September 2017 (Post-

stempel) gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhob und beantragte, die Verfügung des SEM sei aufzuheben, 

dass das SEM anzuweisen sei, auf das Asylgesuch einzutreten, 

dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei, 

dass ausserdem um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht wurde, 

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit entscheidrelevant – in den 

nachfolgenden Erwägungen einzugehen ist, 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Telefax vom 15. September 

2017 gestützt auf Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort 

einstweilen aussetzte, 

 

dass die vorinstanzlichen Akten am 19. September 2017 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

 

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Seite 4 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG 

und Art. 6 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

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Seite 5 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8‒15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass der Beschwerdeführer gemäss dem erwähnten Abgleich mit der eu-

ropäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) am 6. April 

2011 in B._______, am 17. August 2013 in C._______, am 6. September 

2013 in D._______, am 13. September 2013 in E._______, am 5. April 

2016 in F._______ und am 25. April 2016 in Belgien um Asyl nachgesucht 

hat, 

dass die (…) Behörden am 6. September 2017 das Übernahmeersuchen 

des SEM vom 5. September 2017 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-

III-VO guthiessen, 

dass die belgischen Behörden diesem Übernahmeersuchen am 7. Sep-

tember 2017 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO zustimmten, 

dass die Vorinstanz aufgrund des chronologischen Ablaufs die grundsätz-

liche Zuständigkeit Belgiens zur Durchführung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens als gegeben erachtet hat, 

dass der Beschwerdeführer die grundsätzliche Zuständigkeit Belgiens 

nicht in Frage stellt, 

dass dem Gesagten nach von der grundsätzlichen Zuständigkeit Belgiens 

auszugehen ist, 

dass die Vorinstanz zu Recht festhielt, Belgien bleibe gemäss Art. 18 

Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO weiterhin für das Verfahren des Beschwerde-

führers bis zu einem allfälligen Wegweisungsvollzug oder einer allfälligen 

Regelung des Aufenthaltsstatus zuständig, auch wenn sein Asylverfahren 

in Belgien bereits rechtskräftig abgeschlossen sei, 

dass der Beschwerdeführer damit aus dem beim rechtlichen Gehör und auf 

Beschwerdeebene geltend gemachten Einwand, in Belgien sei sein Asyl-

gesuch abgelehnt worden beziehungsweise eine Rückkehr dorthin sei aus-

sichtslos, weil er kein Asyl erhalten habe, nichts für sich abzuleiten vermag, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

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wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe aus humanitären 

Gründen um Neubeurteilung seines Falles bittet, 

dass eine Rückkehr nach Tunesien bedeute, dass er sich einer Blutrache-

revanche aussetzen müsse, 

dass ihn in Tunesien der Tod erwarte, 

dass der polizeiliche Schutz nicht ausreichend sei, 

dass der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen implizit die Anwendung 

von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Belgien würden sys-

temische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-

III-VO aufweisen, 

dass Belgien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967  

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

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Seite 7 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die belgischen Behörden würden sich weigern, ihn wieder aufzu-

nehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Belgien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement miss-

achten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein 

Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG ge-

fährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches 

Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer ausserdem nicht dargetan hat, die ihn bei einer 

Rückführung erwartenden Bedingungen in Belgien seien derart schlecht, 

dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK führen könn-

ten, 

dass er auch nicht konkret dargelegt hat, Belgien würde ihm dauerhaft die 

ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingun-

gen vorenthalten, 

dass es ihm bei einer allfälligen vorübergehenden Einschränkung offen-

steht, sich an die zuständigen belgischen Behörden zu wenden und die 

ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einzufor-

dern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Unter-

bringung von den belgischen Behörden bevorzugt behandelt werden und 

sich neben den staatlichen Strukturen auch zahlreiche private Hilfsorgani-

sationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer geriete im Falle einer Rückkehr nach Belgien wegen der dortigen 

Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage, 

dass er die Möglichkeit hat, sich bei allfälligen Schwierigkeiten an die dafür 

zuständigen Behörden beziehungsweise karitativen Organisationen zu 

wenden, 

dass zusammenfassend kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Belgien würde gegen Art. 3 

EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder Lan-

desrecht verstossen, 

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dass es angesichts der vorstehenden Erwägungen keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an 

dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerdeführer 

aus seinem Wunsch nach einem Verbleib in der Schweiz nichts zu seinen 

Gunsten abzuleiten vermag, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlassungs-

bewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach 

Belgien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 

142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Wegweisungsvoll-

zugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentscheides 

gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.), 

dass im Dublin-Verfahren einzig geprüft wird, welcher Mitgliedstaat für die 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zu-

ständig ist, weshalb die vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit Be-

gebenheiten im Heimatland geäusserten Vorbringen vorliegend nicht zu 

berücksichtigen sind, 

dass es ihm jedoch offensteht, solche Vorbringen bei den für die Durchfüh-

rung seines Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständigen belgischen 

Behörden geltend zu machen, 

dass die angefochtene Verfügung aufgrund der vorstehenden Erwägungen 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass die Beschwerde in Anbetracht der Umstände abzuweisen ist, 

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Seite 9 

dass mit dem vorliegenden Urteil in der Hauptsache der Antrag auf Ertei-

lung der aufschiebenden Wirkung und das Gesuch um Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden sind, 

dass der am 15. September 2017 angeordnete Vollzugsstopp mit vorlie-

gendem Urteil dahinfällt, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen 

waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

Martin Kayser Karin Schnidrig 

 

 

Versand: