# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f1100b3-adec-588f-a46c-ffff7745c267
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 20.03.2025 SBK.2024.337
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2024-337_2025-03-20.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

SBK.2024.337  
(STA.2023.3488)  

Art. 87 

 

 

Entscheid vom 20. März 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Schär 

Oberrichterin Merkofer  

Gerichtsschreiber Gasser 

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____, 

[…] 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt Markus Meier,  

[…]    

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten,  

Kloster-Südflügel, Seetalstrasse 8, 5630 Muri AG  

 

 
   

Gegenstand  Rechtsverzögerung/Rechtsverweigerung 

 

in der Strafsache gegen B._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten führt gegen B._____ (fortan: Be-

schuldigter) eine Strafuntersuchung unter anderem wegen des Verdachts 

auf Kinderpornografie und sexuelle Handlungen mit Kindern, wobei er letz-

teres zum Nachteil von A._____ (fortan: Beschwerdeführerin) begangen 

haben soll.  

 

2. 

Mit E-Mail vom 14. August 2024 wies die Beschwerdeführerin die Staats-

anwaltschaft Muri-Bremgarten unter anderem darauf hin, dass die letzten 

Verfahrenshandlungen bereits ein halbes Jahr zurückliegen würden, und 

ersuchte um Abschluss bzw. Fortführung des Verfahrens. Mit E-Mails vom 

29. August 2024 und 24. Oktober 2024 stellte die Beschwerdeführerin fest, 

dass ihre E-Mail vom 14. August 2024 unbeantwortet geblieben sei und 

wies erneut auf ihre darin geschilderten Anliegen hin. 

 

3. 

3.1. 

Mit Eingabe vom 19. November 2024 reichte die Beschwerdeführerin bei 

der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aar-

gau eine Rechtsverzögerungs- sowie Rechtsverweigerungsbeschwerde 

gegen die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten ein und beantragte das Fol-

gende: 

 

" 1. 
Es sei die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten anzuweisen, das unter der 
Verfahrensnummer STA4 ST.2023.3488 gegen Herrn B._____ geführte 
Strafverfahren ohne Verzug zum Abschluss zu bringen.  
 
Es sei ihr hierbei Frist bis zum 31. Dezember 2024 anzusetzen. 
 
2. 
Eventualiter sei sie anzuweisen, das genannte Verfahren ohne Verzug 
fortzuführen und die von ihr noch als gutdünkend erscheinenden Ermitt-
lungshandlungen durchzuführen. 
 
Es sei ihr auch hierbei Frist bis zum 31. Dezember 2024 anzusetzen. 
 
3. 
Der Beschwerdeführerin sei auch für das vorliegende Beschwerdeverfah-
ren die unentgeltliche Rechtsverbeiständung sowie die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren. 
 
4. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin bzw. der Staatskasse." 
 

 - 3 - 

 

 

3.2. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten beantragte mit Beschwerdeant-

wort vom 4. Dezember 2024 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 

3.3. 

Am 16. Dezember 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellung-

nahme ein.  

 

 
   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Gemäss Art. 393 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO können 

Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung durch Strafverfolgungsbe-

hörden mit Beschwerde gerügt werden. Beschwerdeausschlussgründe ge-

mäss Art. 394 StPO liegen nicht vor. Auf die (i.S.v. Art. 396 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 385 Abs. 1 StPO) formgerecht erhobene Rechtsverzögerungsbe-

schwerde, die gemäss Art. 396 Abs. 2 StPO an keine Frist gebunden ist, 

ist folglich einzutreten.  

 

2. 

2.1. 

Die Beschwerdeführerin macht mit Beschwerde im Wesentlichen geltend, 

dass am 24. Mai 2023 eine NCMEC-Mitteilung gegen den Beschuldigten 

eingegangen und dieser am 23. August 2023 verhaftet und in Untersu-

chungshaft versetzt worden sei. Im Zuge der durchgeführten Ermittlungen 

habe sich herausgestellt, dass sich der Beschuldigte auch tatsächlicher se-

xueller Handlungen mit Minderjährigen schuldig gemacht haben und die 

Beschwerdeführerin Opfer dieser Handlungen geworden sein könnte. Die 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten habe die Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde (KESB) bereits damals darum ersucht, über die Errichtung 

einer Beistandschaft für die Beschwerdeführerin zu entscheiden. Dieser 

Antrag sei abgelehnt worden, da die Beschwerdeführerin durch Rechtsan-

walt Markus Meier bereits vertreten worden sei.  

 

Am 1. November 2023 sei C._____, die Mutter der Beschwerdeführerin, 

einvernommen worden. Sie sei sich der im Raum stehenden Vorwürfe nicht 

bewusst gewesen und habe entsprechend auch keine Angaben dazu ma-

chen können. Gleichentags sei die Beschwerdeführerin befragt worden, 

wobei sie keine nennenswerten Belastungen geäussert habe. Am 24. No-

vember 2023 sei der Beschuldigte erneut zu den Vorwürfen befragt worden 

und habe ein Geständnis abgelegt. Vor diesem Hintergrund sei das Ver-

fahren zu diesem Zeitpunkt bereits abschlussreif erschienen. Erst am 

21. Dezember 2023 sei der Beschuldigte – unter Ansetzung von Ersatz-

massnahmen – aus der Haft entlassen worden. Am 11. Dezember 2023 

habe die Beschwerdeführerin der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

 - 4 - 

 

 

mitgeteilt, dass sie – im Hinblick auf ihr Kindsalter und in Nachachtung des 

Aussageverweigerungsrechts – keine nochmalige Einvernahme über sich 

ergehen lassen wolle. Diese Eingabe sei von der Staatsanwaltschaft Muri-

Bremgarten unbeantwortet geblieben. Am 13. Dezember 2023 sei die psy-

chiatrische Begutachtung des Beschuldigten in Auftrag gegeben worden. 

Das Gutachten sei nach Kenntnisstand der Beschwerdeführerin nach kur-

zer Zeit erstattet worden, sei ihr aber noch nicht eröffnet worden. Am 

21. Dezember 2023 sei C._____ nochmals zum Sachverhalt befragt wor-

den. Am 7. März 2024 sei der Grossvater der Beschwerdeführerin, 

D._____, zur Sache befragt worden. Dabei habe sich herausgestellt, dass 

er abgesehen vom Hören-Sagen keine sachdienlichen Hinweise habe ge-

ben können. Auch diese Aussagen seien von der Beschwerdeführerin un-

terdessen als unrichtig bezeichnet worden. Am 17. Mai 2024 habe die Be-

schwerdeführerin um Akteneinsicht ersucht. Nachdem das Gesuch über ei-

nen Monat unbeantwortet geblieben sei, habe es mit E-Mail vom 18. Juni 

2024 wiederholt werden müssen.  

 

Am 21. Mai 2024 habe die Beschwerdeführerin in einem Schreiben an ihren 

Rechtsvertreter mitgeteilt, dass die Aussagen von D._____ nicht der Wahr-

heit entsprächen und dass sie unter dem Strafverfahren leide. Am 14. Au-

gust 2024 habe die Beschwerdeführerin bzw. deren Rechtsvertreter in ei-

ner E-Mail an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten auf den andauern-

den Verfahrensstillstand sowie "Kommunikationsstopp" hingewiesen und 

um Abschluss bzw. Fortführung des Verfahrens ersucht. Diese Eingabe sei 

unbeantwortet geblieben und es hätten auch keine weiteren – zumindest 

für die Beschwerdeführerin ersichtlichen – Verfahrenshandlungen stattge-

funden. Am 29. August 2024 sei die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

auf die unbeantwortete Eingabe vom 14. August 2024 hingewiesen wor-

den. Diese Eingabe sei unbeantwortet geblieben und es hätten wiederum 

keine (erkennbaren) Verfahrenshandlungen stattgefunden. Anstelle der 

Beantwortung der Eingaben bzw. der Fortführung des Strafverfahrens habe 

sich die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten scheinbar dazu entschlos-

sen, wiederum ein KESB-Verfahren zu initiieren, in welchem die Errichtung 

einer Beistandschaft für die Beschwerdeführerin hätte geprüft werden sol-

len. Auch dieser Antrag sei abgelehnt worden, da die Beschwerdeführerin 

bereits ordnungsgemäss vertreten gewesen sei. Im Rahmen der Kindsan-

hörung habe die Beschwerdeführerin allerdings nochmals deutlich zum 

Ausdruck gebracht, dass sie unter dem laufenden Strafverfahren leide und 

sich den schnellen Abschluss herbeisehne.  

 

Mit E-Mail vom 24. Oktober 2024 habe die Beschwerdeführerin die Staats-

anwaltschaft Muri-Bremgarten erneut auf die noch immer unbeantworteten 

Eingaben vom 14. und 29. August 2024 hingewiesen. Sie habe erneut da-

rum ersucht, das Strafverfahren rasch voranzutreiben bzw. – nachdem 

keine notwendigen Verfahrenshandlungen mehr ersichtlich seien – zu ei-

nem raschen Abschluss zu bringen. Soweit weitere Verfahrenshandlungen 

 - 5 - 

 

 

vorgesehen seien, solle die Beschwerdeführerin über diese informiert wer-

den und diese seien schnell an die Hand zu nehmen. Auch diese E-Mail 

vom 24. Oktober 2024 sei unbeantwortet geblieben und es hätten auch 

keine Verfahrenshandlungen stattgefunden.  

 

Ab dem 19. November 2024 habe sich die Beschwerdeführerin gezwungen 

gesehen, die Ausarbeitung der Rechtsverzögerungsbeschwerde in Auftrag 

zu geben. Während des laufenden Strafverfahrens seien die von der 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten beantragten Ersatzmassnahmen je-

weils von der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des 

Kantons Aargau geschützt bzw. verlängert worden und würden auch noch 

andauern. Obschon in der Lehre gerade die Verfahrensverzögerung in 

Haftverfahren als Gefahr des unbewussten Aufbaus einer Drucksituation 

gegenüber einer beschuldigten Person befürchtet werde, werde die Be-

schwerdeführerin den Verdacht nicht los, dass sich die Staatsanwaltschaft 

Muri-Bremgarten nicht mit dem Geständnis des Beschuldigten habe zufrie-

den geben können und den Druck des laufenden Strafverfahrens dergestalt 

nutzen möchte, die Beschwerdeführerin zu weiteren Belastungen zu bewe-

gen, obschon sie keine Aussagen mehr machen wolle.  

 

Seit fast einem bzw. seit über einem halben Jahr seien in dieser Strafsache 

vermutungsweise keinerlei sinnvollen bzw. das Verfahren vorantreibenden 

Prozess- oder Untersuchungshandlungen vorgenommen worden. Damit 

sei das Beschleunigungsgebot klar verletzt. Dies gelte umso mehr, als im 

Verfahren keine weiteren Untersuchungshandlungen mehr ersichtlich 

seien und solche von der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten trotz mehr-

maliger Nachfrage nicht dargetan würden. Es sei daher anzunehmen, dass 

das Strafverfahren ohne Weiteres zu einem Abschluss gebracht werden 

könne. Ein weiteres Zuwarten erscheine nicht gerechtfertigt, sondern stelle 

vielmehr eine unbegründete Verfahrensverzögerung dar.  

 

Weiter sei davon auszugehen, dass eine formelle Rechtsverweigerung vor-

liege. So habe sich die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2023 an die 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten gewandt und mitgeteilt, dass das Ver-

fahren zügig voranzutreiben sei, da sie stark darunter leide und auch ihre 

schulische sowie persönliche Entwicklung durch die Last des laufenden 

Strafverfahrens und der damit einhergehenden Unsicherheit stark beein-

trächtigt werde. Auf alle diese Eingaben sei nie eine Reaktion seitens der 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten erfolgt, woraus ersichtlich sei, dass 

sie sich den Anliegen der Beschwerdeführerin gänzlich verweigere. Sowohl 

die gemachten Ausführungen in den jeweiligen Eingaben betreffend Ver-

fahrensstand, -abschluss oder -fortführung, wie auch jede weitere Reaktion 

auf die Anliegen der Beschwerdeführerin hätten ohne grossen Zeitaufwand 

vorgenommen werden können, wobei eine hohe Arbeitsbelastung keine 

Rechtfertigung für die Untätigkeit sein könne. Bei der Rechtsverzögerung 

bestehe das gerügte Verhalten in einem ungerechtfertigten Aufschub einer 

 - 6 - 

 

 

Amtshandlung, wenn bspw. ohne stichhaltigen Grund während längerer 

Zeit keine Prozesshandlungen vorgenommen würden.  

 

2.2. 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten führt in ihrer Beschwerdeantwort 

im Wesentlichen aus, dass am 7. März 2024 D._____ als Zeuge einver-

nommen worden sei. Gestützt auf dessen Aussagen habe sich ein Tatver-

dacht hinsichtlich weiterer – vom Geständnis des Beschuldigten nicht er-

fassten – Berührungen durch den Beschuldigten im Intimbereich der Be-

schwerdeführerin ergeben. Der neuerliche Tatverdacht sei sowohl vom 

Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau als auch von der Be-

schwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau 

bestätigt worden. Eine weitere Einvernahme der Beschwerdeführerin sei 

somit erforderlich erschienen. Die Beschwerdeführerin sei zu diesem Zeit-

punkt aufgrund einer besonderen Gemütslage und/oder wegen eines  

Loyalitätskonflikts nicht zu weiteren Aussagen bereit gewesen, weswegen 

die Verfahrensleitung der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten mit dem 

Entscheid über eine zweite Einvernahme der Beschwerdeführerin zuge-

wartet habe und den am 14. Oktober 2024 ergangenen Entscheid der 

KESB bezüglich der Prüfung einer Beistandschaft für die Beschwerdefüh-

rerin abgewartet habe.  

 

Am 24. April 2024 habe das Gutachten über den Beschuldigten vorgele-

gen. Insofern sei noch im März 2024 eine Untersuchungshandlung vorge-

nommen worden, aus der die Notwendigkeit einer zweitmaligen Opferein-

vernahme hervorgegangen sei. Daneben sei bis Ende April 2024 der Ein-

gang des Gutachtens ausgestanden. Von einem abschlussreifen oder still-

stehenden Verfahren im Frühjahr 2024 oder gar Ende 2023 könne nicht die 

Rede sein.  

 

Auf Beschwerde des Beschuldigten hin habe die Beschwerdekammer in 

Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau in ihrem Entscheid vom 

31. Oktober 2024 erwogen, dass die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

auch noch im August 2024 zu Recht davon ausgegangen sei, die Be-

schwerdeführerin könne weitere, sachdienliche Aussagen tätigen. Das ent-

sprechende Zuwarten seitens der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten sei 

daher begründet gewesen. Eine schwerwiegende Verletzung des Be-

schleunigungsgebots sei darin jedenfalls nicht auszumachen. Hingegen sei 

nach Eröffnung des Entscheids der KESB vom 14. Oktober 2024 keine we-

sentliche Veränderung der Aussagewilligkeit der Beschwerdeführerin mehr 

zu erwarten gewesen. Jedoch könne von der Staatsanwaltschaft Muri-

Bremgarten auch nicht erwartet werden, innert Tagen über eine zweite Ein-

vernahme der Beschwerdeführerin zu befinden. Das Zuwarten der Staats-

anwaltschaft Muri-Bremgarten sei gestützt auf den neuerlichen Tatverdacht 

und die mindestens bis August 2024 zu erwarten gewesene Veränderung 

der Aussagewilligkeit der Beschwerdeführerin sachlich vertretbar und 

 - 7 - 

 

 

stehe dem Beschleunigungsgebot nicht entgegen. Der Beschwerdeführerin 

sei am 18. März 2024 Akteneinsicht gewährt worden. Mit einer erneuten 

Akteneinsicht sei bis zum Entscheid der KESB zugewartet worden. Die Be-

schwerdeführerin habe mit Ausnahme des psychiatrischen Gutachtens 

über alle wesentlichen Akten verfügt.  

 

Nach dem Vorliegen der beiden Entscheide der Beschwerdekammer in 

Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau habe sich die Staats-

anwaltschaft Muri-Bremgarten dazu entschlossen, auf eine zweite Op-

fereinvernahme zu verzichten und habe die Aktenordnung und das Verfah-

rensprotokoll durch die Kanzlei erstellen lassen. Der Verfahrensabschluss 

sei dem Beschuldigten mit Schreiben vom 3. Dezember 2024 angezeigt 

und ihm sei das rechtliche Gehör betreffend vollständige Einsicht der Be-

schwerdeführerin in das psychiatrische Gutachten gewährt worden. Nach 

Ablauf der zehntägigen Akteneinsichtsfrist würden der Beschwerdeführerin 

die Akten zugestellt und es werde ihr der Verfahrensabschluss mitgeteilt. 

 

Nachdem die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten mit dem Entscheid hin-

sichtlich einer weiteren Opfereinvernahme habe zuwarten müssen und da-

nach auf den Abschluss des Verfahrens hingewirkt habe, müsse ein von 

der Beschwerdeführerin behauptetes Untätigbleiben dezidiert zurückge-

wiesen werden.  

 

3. 

3.1. 

3.1.1. 

Zur Garantie eines gerechten Verfahrens nach Art. 29 Abs. 1 BV gehören 

der ausdrückliche Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist und 

das Verbot der Rechtsverzögerung. Sie gelten in allgemeiner Weise für 

sämtliche Sachbereiche und alle Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungs-

behörden. Für den Bereich des Strafrechts wird das Beschleunigungsgebot 

in Art. 5 StPO konkretisiert. Gemäss Art. 5 Abs. 1 StPO nehmen die Straf-

behörden die Strafverfahren unverzüglich an die Hand und bringen sie 

ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss. Nach der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung wird der Anspruch auf Beurteilung innert angemes-

sener Frist missachtet, wenn die Sache über Gebühr verschleppt wird. Die 

Beurteilung der angemessenen Verfahrensdauer entzieht sich starren Re-

geln. Es ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob sich die Dauer unter den kon-

kreten Umständen als angemessen erweist (in der Regel in einer Gesamt-

betrachtung). Der Streitgegenstand und die damit verbundene Interessen-

lage können raschere Entscheide erfordern oder längere Behandlungspe-

rioden erlauben. Zu berücksichtigen sind der Umfang und die Komplexität 

der aufgeworfenen Sachverhalts- und Rechtsfragen, das Verhalten der 

Parteien und der Behörden (z.B. unnötige Massnahmen oder Liegenlassen 

des Falls) sowie die Zumutbarkeit für die Parteien, wobei Anspruch auf Ver-

fahrensbeschleunigung primär beschuldigte Personen, in etwas 

 - 8 - 

 

 

geringerem Mass aber auch die übrigen Verfahrensbeteiligten wie die Pri-

vatklägerschaft haben. Eine Rechtsverzögerung liegt insbesondere vor, 

wenn die Behörde im Verfahren über mehrere Monate hinweg untätig ge-

wesen ist und das Verfahren respektive der Verfahrensabschnitt innert we-

sentlich kürzerer Zeit hätte abgeschlossen werden können. Dass das Ver-

fahren zwischen gewissen Prozessabschnitten zeitweise ruht oder dass 

einzelne Verfahrenshandlungen auch früher hätten erfolgen können, be-

gründet für sich alleine hingegen noch keine Rechtswidrigkeit. Im Rahmen 

der gesetzlichen Regelung steht der Staatsanwaltschaft bei der zeitlichen 

Priorisierung und Verfahrensbeschleunigung ein erheblicher Ermessens-

spielraum zu (Urteil des Bundesgerichts 1B_441/2019 vom 23. März 2020 

E. 2.1. mit Hinweisen). 

 

Nach konstanter Rechtsprechung vermögen Geschäftslast und Personal-

mangel bzw. chronische Überlastung und strukturelle Mängel eine Verlet-

zung des Beschleunigungsgebots bzw. die Durchbrechung von Verfas-

sungsrecht nicht zu rechtfertigen, weil es Aufgabe des Staates ist, den An-

spruch auf Rechtsschutz zu gewährleisten (Urteile des Bundesgerichts 

5A.36/2005 vom 18. April 2006 E. 2.3. und 1B_208/2012 vom 22. Juni 2012 

E. 3., je mit Hinweisen). 

 

3.1.2. 

Art. 29 Abs. 1 BV räumt den Anspruch auf Behandlung formgerecht einge-

reichter Eingaben ein und verbietet formelle Rechtsverweigerung. Eine sol-

che liegt vor, wenn eine Behörde auf eine entsprechende Eingabe fälschli-

cherweise nicht eintritt oder eine solche ausdrücklich oder stillschweigend 

nicht an die Hand nimmt und behandelt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre 

(GEROLD STEINMANN/BENJAMIN SCHINDLER/DAMIAN WYSS, in: Die schwei-

zerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 4. Aufl. 2023, N 30 zu 

Art. 29 BV; BGE 144 II 184 E. 3.1). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Zum zeitlichen Ablauf der Strafuntersuchung ergibt sich aus den Akten im 

Wesentlichen das Folgende: 

 

Gestützt auf den Bericht des Bundesamtes für Polizei (fedpol) vom 

17. Juli 2023 (act. 8 ff.) eröffnete die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

am 16. August 2023 eine Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten we-

gen sexueller Handlungen mit einem Kind und wegen Pornografie (act. 12). 

Der Beschuldigte wurde am 23. August 2023 festgenommen (act. 470 f.) 

und gleichentags ein erstes Mal einvernommen (act. 478 ff.). Ebenfalls am 

23. August 2023 wurde beim Beschuldigten eine Durchsuchung der Woh-

nung und des Arbeitsplatzes durchgeführt, anlässlich welcher unter ande-

rem EDV-Mittel beschlagnahmt wurden (act. 1078 ff.). Die beschlagnahm-

 - 9 - 

 

 

ten elektronischen Geräte wurden per 11. Oktober 2023 bzw. 26. Oktober 

2023 ausgewertet (act. 1124 ff.).  

 

Mit Verfügung vom 15. November 2023 ordnete die Staatsanwaltschaft 

Muri-Bremgarten die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens über den 

Beschuldigten an (act. 74 f.), welches am 24. April 2024 erstattet wurde 

(act. 113 ff.).   

 

Mit Verfügung vom 25. August 2023 ordnete das Zwangsmassnahmenge-

richt des Kantons Aargau über den Beschuldigten Untersuchungshaft für 

die Dauer von drei Monaten an (act. 648 ff.). Ein Haftentlassungsgesuch 

des Beschuldigten vom 5. Oktober 2023 wies das Zwangsmassnahmenge-

richt des Kantons Aargau mit Verfügung vom 17. Oktober 2023 ab (act. 718 

ff.). Ein weiteres Haftentlassungsgesuch des Beschuldigten vom 2. No-

vember 2023 wies das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau 

mit Verfügung vom 13. November 2023 ab und verlängerte – auf Antrag 

der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hin – gleichzeitig die Untersu-

chungshaft über den Beschuldigten um drei Monate bis am 23. Februar 

2024 (act. 751 ff.). 

 

Am 1. November 2023 wurden C._____ (act. 1455 ff.) sowie die Beschwer-

deführerin (act. 1530 ff.), am 24. November 2023 (ein weiteres Mal) der 

Beschuldigte (act. 1365 ff.), am 21. Dezember 2023 erneut C._____ (act. 

1521 ff.) und am 7. März 2024 D._____ (act. 1554 ff.) einvernommen.  

 

Am 21. Dezember 2023 wurde der Beschuldigte auf Anordnung der Staats-

anwaltschaft Muri-Bremgarten hin aus der Haft entlassen (act. 762). Auf 

Antrag der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vom 22. Dezember 2023 

(act. 768 f.) ordnete das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau 

mit Verfügung vom 22. Dezember 2023 für die Dauer von drei Monaten 

Ersatzmassnahmen an (act. 831 ff.). Auf Antrag der Staatsanwaltschaft 

Muri-Bremgarten vom 18. März 2024 hin (act. 842 f.), ordnete das Zwangs-

massnahmengericht des Kantons Aargau mit Verfügung vom 27. März 

2024 Ersatzmassnahmen für die Dauer von sechs Monaten an (act. 869 

ff.). Mit Eingabe vom 14. Mai 2024 beantragte der Beschuldigte die Aufhe-

bung dieser Ersatzmassnahmen, was das Zwangsmassnahmengericht des 

Kantons Aargau – nach Weiterleitung des Gesuchs mit Antrag auf Ableh-

nung durch die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten – mit Verfügung vom 

29. Mai 2024 ablehnte (act. 897 ff.). Eine dagegen erhobene Beschwerde 

des Beschuldigten wies die Beschwerdekammer in Strafsachen des Ober-

gerichts des Kantons Aargau mit Entscheid vom 6. August 2024 

(SBK.2024.172) ab (act. 996 ff.). Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Muri-

Bremgarten vom 16. September 2024 verlängerte das Zwangsmassnah-

mengericht des Kantons Aargau die Ersatzmassnahmen mit Verfügung 

vom 23. September 2024 bis zum 22. Dezember 2024 (act. 1030 ff.). Da-

gegen erhob der Beschuldigte am 8. Oktober 2024 Beschwerde bei der 

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Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau 

(act. 1041), welche diese mit Entscheid vom 31. Oktober 2024 

(SBK.2024.293) abwies.  

 

Am 29. August 2024 ersuchte die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten um 

Einsetzung einer Beistandschaft für das Opfer zur Klärung des Kindes-

wohls (act. 43), wobei dieser Antrag mit Entscheid des Bezirksgerichts Muri 

vom 14. Oktober 2024 abgewiesen wurde (act. 1060 ff.).   

 

3.2.2. 

Wie sich aus den Ausführungen in E. 3.2.1. ergibt, fanden bis im April 2024 

diverse Untersuchungshandlungen statt, welche die Dauer des Strafverfah-

rens bis zu diesem Zeitpunkt ohne Weiteres rechtfertigen. Insbesondere 

musste das mit Verfügung vom 15. November 2023 angeordnete psychiat-

rische Gutachten über den Beschuldigten abgewartet werden, welches am 

24. April 2024 erstattet worden ist. Nach Eingang des Gutachtens am 

24. April 2024 sind seitens der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten keine 

nennenswerten Untersuchungs- bzw. Verfahrenshandlungen mehr vorge-

nommen worden, wobei die Verfahren vor dem Zwangsmassnahmenge-

richt des Kantons Aargau einzig die Verlängerung der Ersatzmassnahmen 

zum Gegenstand hatten und die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

grundsätzlich nicht daran gehindert hätten, weitere Untersuchungshand-

lungen vorzunehmen oder Anklage zu erheben.  

 

Als einzige denkbare Untersuchungsmassnahme käme bzw. kam die noch-

malige Einvernahme der Beschwerdeführerin in Frage. Weitere sachdien-

liche Untersuchungsmassnahmen sind nicht ersichtlich, was grundsätzlich 

unbestritten ist. Betreffend die nochmalige Einvernahme der Beschwerde-

führerin hat die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des 

Kantons Aargau in ihrem Entscheid vom 31. Oktober 2024 (SBK.2024.293) 

zusammengefasst festgehalten, dass es nicht zu beanstanden sei, dass 

die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten in einer weiteren Einvernahme der 

Beschwerdeführerin eine erforderliche und geeignete Beweiserhebung 

sehe. Unabhängig davon, welche Überlegungen oder Gefühle dem bishe-

rigen Aussageverhalten der Beschwerdeführerin zu Grunde gelegen hät-

ten, sei die Gemütslage der Beschwerdeführerin einerseits davon geprägt 

gewesen, dass der Beschuldigte als nahe Bezugsperson mutmasslich Se-

xualstraftaten an ihr begangen habe, andererseits aber auch durch die mit-

telbaren Auswirkungen dieser Sexualstraftaten auf sie und ihr familiäres 

Umfeld. Weil die Überwindung einer solchen besonderen Gemütslage 

kaum von heute auf morgen möglich sei, erscheine die Erwartung, dass die 

Beschwerdeführerin bei einer zweiten Einvernahme doch noch sachdienli-

chere Aussagen als bisher machen könne, weiterhin vertretbar. Für die 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten habe mindestens bis August 2024 

eine sachlich begründete Veranlassung bestanden, im Interesse der Wahr-

heitsfindung bzw. des Untersuchungsgrundsatzes mit dem Entscheid über 

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eine zweite Einvernahme der Beschwerdeführerin zuzuwarten (Entscheid 

der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aar-

gau vom 31. Oktober 2024, E. 4.4. und E. 4.5.). Die Beschwerdekammer 

in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau hielt schliesslich fest, 

dass den verfahrensrechtlichen und materiellen Interessen des Beschul-

digten Genüge getan sei, wenn die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

bis zum 22. Dezember 2024 über eine zweite Einvernahme der Beschwer-

deführerin entschieden habe und eine solche gegebenenfalls durchführe 

(Entscheid der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des 

Kantons Aargau vom 31. Oktober 2024, E. 4.8.). Mit anderen Worten er-

achtete die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kan-

tons Aargau einen Entscheid der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten über 

die Durchführung einer zweiten Einvernahme der Beschwerdeführerin so-

wie gegebenenfalls deren Durchführung bis am 22. Dezember 2024 noch 

als angemessen. Es besteht kein begründeter Anlass, hiervon abzuwei-

chen, zumal dem zitierten Entscheid der identische Sachverhalt zu Grunde 

lag und insbesondere bereits damals feststand, dass die Beschwerdefüh-

rerin eine zweite Einvernahme ablehnt. Da die Rechte des Opfers (also der 

Beschwerdeführerin) im Hinblick auf das Beschleunigungsgebot nicht wei-

ter gehen als diejenigen des Beschuldigten (vgl. E. 3.3.1. hiervor), ist vor-

liegend denn auch unbeachtlich, dass sich die Beschwerdekammer in 

Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau im genannten Ent-

scheid explizit nur zu den Verfahrensrechten des Beschuldigten geäussert 

hat.  

 

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hat in ihrer Beschwerdeantwort 

vom 4. Dezember 2024 ausgeführt, dass sie auf eine zweite Opfereinver-

nahme verzichte, die Aktenordnung sowie das Verfahrensprotokoll habe 

erstellen lassen und dem Beschuldigten mit Schreiben vom 3. Dezember 

2024 den Verfahrensabschluss angezeigt habe. Nach dem oben Dargeleg-

ten liegt damit keine Rechtsverzögerung durch die Staatsanwaltschaft 

Muri-Bremgarten vor. Diese wird (nach Abschluss des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens und vorbehaltlich eines Weiterzugs an das Bundesge-

richt) nun aber gehalten sein, die Strafsache zeitnahe zur Anklage zu brin-

gen.  

 

Schliesslich ist zwar nicht nachvollziehbar, dass die Staatsanwaltschaft 

Muri-Bremgarten die Anfragen der Beschwerdeführerin vom 14. August 

2024 (act. 439.1; Beschwerdebeilage 7/8), 29. August 2024 (Beschwerde-

beilage 7) und 24. Oktober 2024 (act. 439.2; Beschwerdebeilage 8) unbe-

antwortet liess. Die Beschwerdeführerin hat sich in den genannten Schrei-

ben jedoch primär und informell über den Verfahrensgang erkundigt und 

um beförderliche Behandlung des Verfahrens ersucht, so dass seitens der 

Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten keine rechtliche Pflicht bestand, in-

nert einer gewissen Frist darauf zu reagieren, zumal auch kein konkreter 

 - 12 - 

 

 

(Verfahrens-)Antrag gestellt worden ist. Damit liegt auch diesbezüglich we-

der eine Rechtsverzögerung noch eine Rechtsverweigerung vor.  

 

3.3. 

Nach dem Erwogenen erweist sich die Rechtsverzögerungs- sowie Rechts-

verweigerungsbeschwerde in der Sache als unbegründet, weshalb sie ab-

zuweisen ist. 

 

4. 

4.1. 

Das im vorliegenden Beschwerdeverfahren gestellte Gesuch um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten 

und Einsetzung von Rechtsanwalt Markus Meier als unentgeltlicher 

Rechtsbeistand ist gutzuheissen. Die minderjährige Beschwerdeführerin ist 

weiterhin mittellos. Ihre Begehren waren nicht aussichtslos und sie war auf 

die Bestellung eines Rechtsbeistands zur Wahrung ihrer Rechte aufgrund 

ihrer Unbeholfenheit auch im Beschwerdeverfahren angewiesen. 

 

4.2. 

Die Verfahrenskosten sind nach Massgabe des Obsiegens und Unterlie-

gens zu verlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschwerdeführerin unterliegt 

im Beschwerdeverfahren, womit sie die Kosten des Beschwerdeverfahrens 

zu tragen hat. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege sind 

diese auf die Staatskasse zu nehmen. 

 

4.3. 

Die dem unentgeltlichen Rechtsvertreter für das vorliegende Beschwerde-

verfahren auszurichtende Entschädigung ist erst am Ende des Verfahrens 

durch die dannzumal zuständige Instanz festzusetzen (Art. 138 Abs. 1 

i.V.m. Art. 135 Abs. 2 StPO). 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für 

das Beschwerdeverfahren wird gutgeheissen und Rechtsanwalt Markus 

Meier als ihr unentgeltlicher Rechtsbeistand eingesetzt. 

 

3. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten werden auf die Staatskasse ge-

nommen. 

 

 - 13 - 

 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 20. März 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

Richli Gasser