# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9d99913-43c4-5c79-802a-41522fa1f453
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.09.2010 UV 2009/109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-109_2010-09-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/109

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.04.2020

Entscheiddatum: 10.09.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 10.09.2010
Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 4 ATSG: Unfallbegriff, ungewöhnlicher äusserer 
Faktor. Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors im Sinn einer 
den normalen, üblichen Bewegungsablauf störenden Programmwidrigkeit 
("unkoordinierte Bewegung") im Zusammenhang mit einer sogenannten 
Ruckbewegung im Rugby ist im vorliegenden Fall nicht glaubhaft gemacht 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. 
September 2010, UV 2009/109).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 10. September 2010

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

Der 1978 geborene S.___ war bei der A.___ angestellt, und dadurch bei der Zürich 

Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) obligatorisch gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 26. Mai 

2009 zog sich der Versicherte bei einem Rugbyspiel am 26. April 2009 eine 

Nervüberdehnung nach Wegstossen eines Gegners zu (act. G 6.4/Z1). Laut Arztzeugnis 

vom 16. Juni 2009 konsultierte er am 20. Mai 2009 wegen Kopf- und 

Nackenschmerzen Dr. med. B.___, FMH Orthopädie, Sportmedizin SGSM, (act. G 6.4/

ZM1). Die am 26. Mai 2009 im Medizinisch Radiologischen Institut, Zürich, 

durchgeführte MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule (HWS) zeigte als Hauptbefund 

auf dem Niveau C5/C6 eine paramedian linksseitige Diskushernie mit umschriebener 

Impression des Duralsacks und leichter Abflachung des Myelons sowie zusätzlich eine 

Einengung des rechtsseitigen Neuroforamens mit wahrscheinlicher Irritation der 

Nervenwurzel C6 rechts (act. G 6.4/ZM2). Am 5. Juni 2009 beantwortete der 

Versicherte die ihm als Ergänzung zur Unfallmeldung im "Frageblatt zur Verletzung" 

gestellten Fragen (act. G 6.4/Z5). Mit Verfügung vom 6. Juli 2009 teilte die Zürich dem 

Versicherten mit, beim gemeldeten Vorfall handle es sich weder um einen Unfall noch 

seien die Voraussetzungen für eine unfallähnliche Körperschädigung erfüllt. Es könnten 

ihm daher keine Leistungen der Unfallversicherung gewährt werden (act. G 6.4/Z9).

B.       

Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 9. Juli 2009 (act. G 6.4/Z10) wies 

die Zürich mit Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2009 ab (act. G 6.4/Z16).

C.       

C.a   Gegen diesen Entscheid liess der Versicherte am 9. November 2009 durch 

Rechtsanwalt lic. iur. R. Hochreutener, St. Gallen, Beschwerde erheben und 

beantragen, der angefochtene Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2009 sei 

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aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen gemäss 

Unfallversicherungsrecht, namentlich die Kosten der Heilbehandlung, zu erbringen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zusammen mit der Beschwerde wurde u.a. 

eine vom Ex-Coach des Versicherten bzw. des Rugby Clubs C.___ am 4. November 

2009 verfasste Schilderung des Ereignisses vom 26. April 2009 eingereicht.

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde.

C.c   Mit Replik vom 15. Januar 2010 und Duplik vom 21. Januar 2010 hielten die 

Verfahrensparteien an ihren Anträgen fest.

C.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die beim Beschwerdeführer anlässlich der MRI-

Untersuchung vom 26. Mai 2009 festgestellte Diskushernie der HWS auf dem Niveau 

C5/C6 durch einen Unfall verursacht wurde. Während der Beschwerdeführer unter 

Hinweis auf die Unfallschilderung seines Ex-Coachs vom 4. November 2009 geltend 

macht, beim Vorfall vom 26. April 2009 handle es sich um einen Unfall im Sinn des 

Gesetzes, vertritt die Beschwerdegegnerin die Ansicht, es liege kein Unfallereignis vor. 

Einigkeit besteht hingegen offensichtlich darin, dass es sich bei der anschliessend an 

den fraglichen Vorfall diagnostizierten Diskushernie im Bereich der HWS nicht um eine 

unfallähnliche Körperschädigung im Sinn von Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) handelt. Dies trifft zu, figurieren solche 

Bandscheibenverletzungen doch nicht unter den in der genannten Bestimmung 

abschliessend aufgezählten Körperschädigungen.

2.        

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Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal 

der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den 

Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der 

äussere Faktor selbst allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog 

(BGE 112 V 202 E. 1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des 

im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht 

fallen (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 

E. 1a, je mit Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 

1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.) oder in einer 

(im Hinblick auf die Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der 

betreffenden Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; 

RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2) bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der 

Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, 

wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 

Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen 

unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der 

äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen der 

erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 

2.1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. Oktober 2003 [U 32/02] i/S 

Z., E. 2.2; RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4c und 1994 Nr. U180 S. 38 E. 2 mit 

Hinweisen).

3.        

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Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht, der 

Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben den 

Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Allerdings ist die leistungsansprechende 

Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Sie muss die einzelnen Umstände 

des Unfallgeschehens glaubhaft machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, 

indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das 

Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, 

besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers (BGE 114 V 305 E. 5b; RKUV 

1990 Nr. U 86 S. 50). Bei sich widersprechenden Aussagen der versicherten Person 

über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die Beweismaxime abgestellt werden, 

wonach die sogenannten "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 

und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 

nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst 

sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, 

kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres 

Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 

121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. 

Zürich 2003, S. 21). Das Gericht stellt auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 117 V 

360 E. 4a mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine 

Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener 

Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese 

Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 2b). Wird 

also auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht 

wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht - (Th. 

Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) - so hat 

dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der Person auswirkt, die 

Anspruch auf Versicherungsleistungen erhebt.

4.        

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4.1    In der Unfallmeldung vom 26. Mai 2009 meldete die Arbeitgeberin des 

Beschwerdeführers, dieser habe sich bei einem Rugbyspiel beim Wegstossen eines 

Gegners einen Nerv überdehnt (act. G 6.4/Z1). Im Arztzeugnis von Dr. B.___ vom 16. 

Juni 2009 ist unter der Rubrik "Freie Schilderung des Unfallhergangs in 

chronologischer Abfolge durch den Patienten" folgendes festgehalten: "Zusammenprall 

mit Gegner beim Rugbyspiel, dabei HWS-Distorsion" (act. G 6.4/ZM1). In dem zur 

Ergänzung zur Unfallmeldung dem Beschwerdeführer zugestellten "Frageblatt zur 

Verletzung" gab dieser am 5. Juni 2009 an, er habe während des Rugbyspiels gegen 

den Rugbyclub D.___ einen Gegenspieler "weggeruckt". Mit Schwung schiebe man 

dabei jemanden weg. Er habe die Bewegung mit Tempo ausgeführt. Die rechte 

Schulter sei dabei schnell nach unten und der Kopf auf die andere Seite gedrückt 

worden, wodurch er einen Bandscheibenvorfall und die Nervüberdehnung C6 erlitten 

habe. Normalerweise sei diese Bewegung kein Problem, da sie im Training vielfach 

geübt werde. Doch dieses Mal hätten der Winkel und der Abschluss, die Position des 

Kopfes, d.h. dessen Neigung, nicht gestimmt. Auf die Frage, ob sich im 

Bewegungsablauf etwas Ungewöhnliches ereignet habe, antwortete der Versicherte, 

dass einige Muskeln im Nacken- und Schulterbereich durch die Nervüberdehnung, den 

Bandscheibenvorfall und die Einengung des Nervs C6 infolge dessen Anschwellung 

nicht mehr mit Nervensignalen versorgt worden seien und er während zwei bis drei 

Wochen die Kontrolle über die Muskeln verloren habe. Einige Muskeln hätten 

atrophiert. Im Weiteren bejahte der Versicherte die Frage, ob er im Training regelmässig 

solche Bewegungen durchführe (act. G 6.4/Z5). Nachdem die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer am 6. Juli 2009 verfügungsweise mitgeteilt hatte, dass sie 

mangels Vorliegens eines Unfalls keine Leistungen erbringen werde, "präzisierte" 

dieser in der Einsprache vom 9. Juli 2009 nochmals, wie es zur Verletzung gekommen 

sei. Das Allerwichtigste beim "Ruck", einer typischen Rugbyspielsituation, seien das 

Timing und die korrekte Körperhaltung in Bezug auf den Gegner. In seinem Fall sei der 

Gegner unerwartet früher an dem Ort gewesen, an dem er ihn erwartet habe. Es sei 

ihm deshalb nicht genügend Zeit geblieben, den Schultergürtel und Nackenbereich 

anzuspannen, um die Schulter zu schützen. Er habe den eingeübten Bewegungsablauf 

nicht vollständig durchführen können. Der Aufprall sei mit entspannter, nach vorne 

gedrehter Schulter geschehen. Die Schultermuskeln hätten die Kraft des Aufpralls nicht 

absorbieren können, da sie entspannt gewesen seien. Nur angespannte Muskeln 

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könnten Energie absorbieren. Der ungewöhnliche äussere Faktor sei im vorliegenden 

Fall somit die Wettkampfsituation und der Gegenspieler gewesen, der ihm nicht 

genügend Zeit gelassen habe, den eingeübten Bewegungsablauf korrekt 

durchzuführen (act. G 6.4/Z10). Der Ex-Coach des Beschwerdeführers bestätigte den 

vom Beschwerdeführer in der Einsprache dargelegten Ablauf des Ereignisses vom 26. 

April 2009 am 5. November 2009 nochmals, indem er erklärte, der Beschwerdeführer 

habe sich einem offenen Gedränge (Ruck) genähert, um einen Mitspieler zu 

unterstützen. Ein offenes Gedränge werde gebildet, wenn mindestens ein Spieler 

beider Seiten sich über dem getackelten Spieler binden würden, also sich umfassten 

und um den Ball kämpften und versuchen würden, darüber zu stehen. Ein Gegenspieler 

sei unerwartet in Richtung des Beschwerdeführers gerannt, worauf dieser keine Zeit 

mehr gehabt habe, sich situationsgerecht zu verhalten, da der gegnerische Spieler aus 

der Deckung des Mitspielers gekommen sei. Dies habe dazu geführt, dass der 

Gegenspieler den Beschwerdeführer in der Kopf- und Nackenregion getroffen habe. 

Dieser habe keine Zeit mehr gehabt, sich auf den Aufprall vorzubereiten. Die 

beschriebene, unerwartet gekommene Situation komme im Rugby selten vor (act. G 

1.3).

4.2    Streitig ist insbesondere, ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor auf den Körper 

des Beschwerdeführers eingewirkt hat. Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren 

Faktors kann - wie dargelegt (vgl. Erwägung 2 hievor) - auch in einer unkoordinierten 

Bewegung bestehen. Der ungewöhnliche äussere Faktor liegt in solchen Fällen darin, 

dass die körperliche Bewegung durch etwas "Programmwidriges" gestört wird, was 

beispielsweise dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an 

einen Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 

reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (vgl. RKUV 1999 Nr. U 

345 S. 422 E. 2b mit Hinweisen).

4.3    Während die Beschwerdegegnerin geltend macht, der erst nach Erlass der 

Verfügung vom 6. Juli 2009 vorgebrachte Sachverhalt bzw. jener seines Ex-Coachs 

widerspreche den Aussagen der ersten Stunde, womit darauf nicht abgestellt werden 

könne, stellt sich der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auf den Standpunkt, die 

spätere Ereignisschilderung stehe nicht in Widerspruch zu den Ausführungen vom 5. 

Juni 2009. Vielmehr handle es sich um detailliertere Angaben des Zeugen und des 

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Beschwerdeführers bzw. ausschliesslich um Präzisierungen des Unfallhergangs. Es ist 

einzuräumen, dass es bei sämtlichen Ereignisschilderungen um eine Situation mit 

einem Gegenspieler im Rahmen eines Rugbymatchs geht. Da rugbytypische 

Spielsituationen hierzulande nicht gerade zum sportlichen Allgemeinwissen zählen, ist 

es an sich verständlich, dass der Beschwerdeführer die fragliche Situation des "rucks", 

bei welcher er sich die Verletzung im Nackenbereich zugezogen hat, präzisierend 

darlegen wollte. Auffällig ist indessen, dass sowohl in der Bagatellunfall-Meldung als 

auch im Frageblatt zur Verletzung der Beschwerdeführer selbst der aktive Spieler ist: Er 

hat einen Gegenspieler weggestossen bzw. mit Schwung und Tempo wegge"ruckt", 

wobei die rechte Schulter schnell nach unten und der Kopf auf die andere Seite 

gedrückt worden sei. Diese Darstellungen passen zur Spielsituation des "rucks", in 

welcher sich mindestens je ein Spieler der beiden beteiligten Mannschaften mit 

vorgebeugten, sich gegenseitig mit den Armen umfassten Oberkörpern über einem 

getackelten Mitspieler in die jeweils entgegengesetzte Richtung wegzudrücken 

versuchen mit dem Ziel, den Ball einem Spieler der eigenen Mannschaft wieder 

zugänglich zu machen. In der Einsprache dagegen kam es zu einem Zusammenprall 

mit einem Gegner, der unerwartet früher an dem vom Beschwerdeführer antizipierten 

Ort war. In der Unfallschilderung, wie sie - vom Ex-Coach überaus detailliert bestätigt - 

in der Beschwerde zu finden ist, wird der Beschwerdeführer dann vollends zum 

überrumpelten Opfer: Er nähert sich einem "Ruck", also einem offenen Gedränge, um 

einen Mitspieler zu unterstützen, als unerwartet aus der Deckung eines anderen 

Spielers der Gegenspieler auf ihn zugerannt kam und mit ihm, dem gar keine Zeit blieb, 

sich darauf vorzubereiten, im Kopf- und Nackenbereich zusammenprallte. Angesichts 

der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht verneint hatte, weil 

kein ungewöhnlicher äusserer Faktor geschildert worden war bzw. nichts was das 

Alltägliche oder Übliche, was sich in einem Rugbyspiel gemeinhin zuträgt, 

überschreiten würde, wirkt diese Sachverhaltsevolution schon sehr stark von 

nachträglichen versicherungsrechtlichen Überlegungen mitgeprägt. Von daher kann es 

der Beschwerdegegnerin nicht zum Vorwurf gereichen, wenn sie sich von der in 

Erwägung 3 dargelegten Beweismaxime hat leiten lassen, dass nämlich die Aussagen 

der ersten Stunde unbefangener und zuverlässiger sind und deshalb für den 

massgeblichen Sachverhalt darauf abzustellen ist. Dass sie darin keinen 

ungewöhnlichen äusseren Faktor zu erkennen vermochte bzw. nichts, was den im 

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Rahmen eines Rugbymatchs üblichen "ruck", an welchem der Beschwerdeführer 

beteiligt war und sich verletzt hatte, im Sinn einer für die Anerkennung eines Unfalls 

erforderlichen Programmwidrigkeit gestört hat, ist nicht zu beanstanden. Die Frage, ob 

die spätere Ereignisschilderung, auf die nach dem Gesagten nicht abgestellt werden 

kann, analog dem Bandencheck im Eishockey (vgl. BGE 130 V 117), programmwidrig 

bzw. durch eine unvorhersehbare Beeinträchtigung beeinflusst worden ist, kann unter 

diesen Umständen offen bleiben.

4.4    Bei einer Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 

E. 2.2 mit Hinweisen). Ein Unfall im Rechtssinn ist lediglich dann anzunehmen, wenn 

die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 2004 Nr. U 502 S. 185 E. 

4.4). Wenn sich hingegen das einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung 

verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist auch dann zu 

verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber 

noch in der Spannweite des Üblichen bewegt. Eine relevante Programmwidrigkeit liegt 

unter anderem dann vor, wenn die sich sportlich betätigende Person stürzt, stolpert, 

ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst (Urteil des EVG vom 7. Oktober 2003 [U 

322/02] i/S Z., E. 4 mit Hinweisen).

4.5    In Bezug auf die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers im "Frageblatt 

zur Verletzung" ist eine unfallversicherungsrechtlich relevante Programmwidrigkeit bzw. 

eine unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzte unkoordinierte Bewegung, 

vergleichbar mit einem Ausgleiten oder Stolpern, nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan. - Die sogenannte Ruckbewegung ist 

Bestandteil des Rugby und stellt eine gewöhnliche sportliche Übung dar, die einen 

Körperkontakt mit dem Gegner einschliesst, womit ein äusserer Faktor auf den Körper 

einwirkt. Laut Aussage des Beschwerdeführers wird die Ruckbewegung regelmässig in 

den Trainings durchgeführt und ist für ihn normalerweise kein Problem. Damit die 

körpereigene Bewegung das gemäss Art. 4 ATSG erforderliche Tatbestandsmerkmal 

der Ungewöhnlichkeit erfüllt, muss sie damit zusätzlich aus einer eindeutig 

programmwidrigen Bewegung im Sinn der Erwägung 4.4 hervorgegangen sein. Zur 

Minimierung des Verletzungsrisikos sollte die Ruckbewegung grundsätzlich mit einer 

bestimmten Technik ausgeführt werden. Der Beschwerdeführer spricht nun aber 

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davon, er habe die Ruckbewegung im konkreten Fall mit Tempo ausgeführt, wodurch 

dieses Mal der Winkel und der Abschluss, die Position des Kopfes, d.h. dessen 

Neigung, nicht gestimmt habe. Die rechte Schulter sei nach unten und der Kopf auf die 

andere Seite gedrückt worden. Laut Sachverhaltsschilderung im "Fragebogen zur 

Verletzung" wurde der Beschwerdeführer vom Gegner nicht "getroffen", sondern hat er 

diesen "weggestossen". Schulter und Kopf wurden zwar durch das Zusammentreffen 

mit dem Gegenspieler nach unten bzw. auf die andere Seite gedrückt. Ursache dafür 

war jedoch nicht eine Programmwidrigkeit des Gegenspielers, sondern die temporeich 

ausgeführte Ruckbewegung des Beschwerdeführers. Tempo ist aber im Sport - gerade 

in einer Wettkampfsituation - eine wichtige Komponente. Mit Körperkontakten bzw. 

Körperangriffen ist zudem zu rechnen. Auch wenn der Körper beim Sport gegenüber 

dem alltäglichen Bewegungsablauf erhöhten Kräften ausgesetzt ist, stellt nicht bereits 

jede Abweichung vom Üblichen ein sinnfälliges Ereignis entsprechend einem Unfall dar. 

Wie bereits erwähnt, gibt es eine Spannweite des Üblichen. In der Regel ist ein Körper, 

d.h. sind dessen Muskeln, Sehnen und Bänder, auf ein für den Sport erforderliches 

Bewegungsausmass eingerichtet. Inwiefern die vom Beschwerdeführer erwähnte 

Fehlneigung des Kopfs sowie das Drücken der rechten Schulter nach unten und des 

Kopfs auf die andere Seite nicht im Rahmen des für einen Körper üblichen Ausmasses 

passiert ist bzw. der fragliche Körperbereich im Sinn einer klar abgegrenzten 

Belastungssituation übermässig beansprucht wurde, ist jedoch aufgrund der 

vorliegenden Beschreibung nicht bestimmbar. Das Unfallmerkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors ist unter diesen Umständen nicht nachgewiesen. Vom medizinischen 

Standpunkt aus ist an dieser Stelle anzufügen, dass es einer medizinischen 

Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht, dass 

Diskushernien in aller Regel degenerative Erkrankungen darstellen. Ein 

Bandscheibenvorfall kann nur dann als weitgehend durch eine äussere Einwirkung 

entstanden betrachtet werden, wenn die dabei wirkende Kraft ausserordentlich hoch - 

beispielsweise als Folge der bei Verkehrsunfällen wirkenden physikalischen Kräfte - 

war und der Unfall mithin geeignet war, eine prätraumatisch vollständig unauffällige 

Bandscheibe zu zerreissen (Wolfang Meier, Lumbale Diskushernie und Unfall, in: 

Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68 [Dezember 1995], S. 14 ff.; RKUV 2000 Nr. 

U 379 S. 192 f. E. 2a mit Hinweisen; Urteile des EVG vom 3. Oktober 2005 [U 163/05] i/

S R., E. 3.1, und 18. Februar 2002 [U 459/00] i/S K., E. 3b). Die Symptome der 

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Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) müssen unverzüglich und mit 

sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sein (Urteil des EVG vom 25. November 2004 

[U 107/04] i/S I.). Die Voraussetzungen hinsichtlich des Unfallereignisses sind 

vorliegend nicht gegeben. Ebenfalls nicht erwiesen ist, dass sie bezüglich des 

Gesundheitszustands vor dem Unfall erfüllt waren. Hinzuweisen ist schliesslich auf den 

Umstand, dass eine Erstbehandlung beim Beschwerdeführer erst rund einen Monat 

nach dem fraglichen Ereignis stattgefunden hat und im Anschluss an das Ereignis keine 

Arbeitsunfähigkeit dokumentiert ist (act. G 6.4/ZM1). Zusammenfassend ergibt sich, 

dass das Ereignis vom 26. April 2009 nicht als Unfall im Rechtssinn anerkannt werden 

kann. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht somit zu Recht verneint.

5.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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