# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46d3e8af-9cc6-5bdd-86ea-8bdf5c85157e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 12.07.2018 LY170045
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY170045_2018-07-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LY170045-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, die Oberrichter 

Dr. H.A. Müller und lic. iur. M. Spahn sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. M. Reuss Valentini 

Beschluss und Urteil vom 12. Juli 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchsteller und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Y._____,  

 

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)   
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 6. Oktober 2017 
(FE150951-L) 
 
 

- 2 - 

Verfügung des Einzelgerichts der 5. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 6. Oktober 2017: 

(Urk. 2 S. 30 ff.) 

"1. Der Antrag der Beiständin auf Anordnung einer sozialpädagogischen Über-
gabebegleitung wird abgewiesen.  

 
 2. In Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach 

vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der Parteien vom 13. März 
2014 wird der Gesuchsteller im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für 
das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, die Kinder ab November 
2017 jeweils am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats auf ei-
gene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

 
 Die Gesuchstellerin hat die Kinder jeweils freitags pünktlich in den Tanzun-

terricht zu bringen, der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des Tanz-
unterrichts pünktlich abzuholen. Am Montagmorgen hat der Gesuchsteller 
die Kinder pünktlich in die Schule/den Kindergarten zu bringen, die Gesuch-
stellerin hat sie dort nach Schulschluss/Kindergartenschluss wieder abzuho-
len. 

 
 Während der Tanzschulferien hat die Gesuchstellerin die Kinder jeweils frei-

tags 18:00 Uhr pünktlich zum C._____ [Ort], zu bringen und der Gesuchstel-
ler hat sie dort pünktlich abzuholen. Während der Schulferien hat der Ge-
suchsteller die Kinder jeweils montags 08:00 Uhr pünktlich zum C._____, zu 
bringen und die Gesuchstellerin hat sie dort pünktlich abzuholen. 

 
 3. Zusätzlich wird der Gesuchsteller in Abänderung/Konkretisierung der mit Ur-

teil des Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinba-
rung der Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen Mass-
nahme für das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, die Kinder ab No-
vember 2017 wie folgt auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien 
zu nehmen:  
 
- in der ersten Woche der Frühlingsferien, ab Freitag nach Abschluss 

des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18:00 Uhr) bis Ende dieser Woche, 
Freitag 18:00 Uhr; 

 
- in den ersten zwei Wochen der Sommerferien, ab Freitag nach Ab-

schluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18:00 Uhr) bis Ende dieser 
beiden Wochen, Freitag 18:00 Uhr; 

 
- in der ersten Woche der Herbstferien, ab Freitag nach Abschluss des 

Tanzunterrichts (ansonsten ab 18:00 Uhr) bis Ende dieser Woche, 
Freitag 18:00 Uhr, 

 
- an Ostern ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern, 

8.00 Uhr; 

- 3 - 

 
- an Weihnachten ab 25. Dezember, 18.00 Uhr, bis 26. Dezember, 18.00 

Uhr; 
 

 Die Gesuchstellerin hat die Kinder jeweils freitags pünktlich in den Tanzun-
terricht zu bringen, der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des Tan-
zunterrichts pünktlich abzuholen. Am Dienstag nach Ostern hat der Gesuch-
steller die Kinder pünktlich in die Schule/den Kindergarten zu bringen, die 
Gesuchstellerin hat sie dort nach Schulschluss/Kindergartenschluss wieder 
abzuholen. 

 
 Während der Tanzschulferien hat die Gesuchstellerin die Kinder jeweils frei-

tags vor dem Ferienbesuch sowie Gründonnerstag und am 25. Dezember 
um 18:00 Uhr pünktlich zum C._____, zu bringen und der Gesuchsteller hat 
sie dort pünktlich abzuholen. Während der Schulferien hat der Gesuchsteller 
die Kinder am Dienstag nach Ostern um 08:00, am 26. Dezember um 18:00 
Uhr sowie nach seinen Ferienbesuchen jeweils freitags 18:00 Uhr pünktlich 
zum C._____, zu bringen und die Gesuchstellerin hat sie dort pünktlich ab-
zuholen. 

 
 4. Die Gesuchstellerin wird in Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des 

Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der 
Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für 
das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, mit den Kindern ab Novem-
ber 2017 die folgenden Ferienwochen zu verbringen: 

 
- die zweite Woche der Frühlingsferien, ab Freitag ab 18:00 Uhr bis En-

de dieser Woche, Freitag 18:00 Uhr; 
 
- die letzten zwei Wochen der Sommerferien, ab Freitag ab 18:00 Uhr 

bis Ende dieser beiden Wochen, Freitag 18:00 Uhr; 
 
- die zweite Woche der Herbstferien, ab Freitag ab 18:00 Uhr bis Ende 

dieser Woche, Freitag 18:00 Uhr. 
 

 In den übrigen Schulferien ist die Gesuchstellerin berechtigt, mit den Kindern 
die Ferienwochen zu verbringen, hat jedoch das gemeinsame Wochenend- 
und Feiertagsbesuchsrecht des Gesuchstellers sowie der Kinder zu respek-
tieren. 

 
 5. [Schriftliche Mitteilung] 
 
 6. [Berufung]"  
 
 

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Berufungsanträge: 

der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2 f.): 
 
"1. Dispositiv Ziffer 2, Abs. 2 und 3; Disp. Ziff. 3, Abs. 1, Alinea 4 und 5; Disp. 

Ziff. 3 Abs. 2 und 3; Disp. Ziff. 4, Abs. 1, Alinea 2; sowie Disp. Ziff. 4 Abs. 2 
des angefochtenen Entscheids seien aufzuheben und zur Vervollständigung 
des Sachverhalts sowie zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen.  

 
 2. Eventuell seien die genannten Bestimmungen des angefochtenen Ent-

scheids aufzuheben und durch folgende neue Fassung zu ersetzen: 
 
 a. Zu Dispositiv Ziffer 2., Absätze 2 und 3: 
 
  Absatz 2: 
 
 «Der Gesuchsteller hat die Kinder, D._____ und E._____ für die 

Besuchskontakte an den Wochenenden jeweils freitags um 18:00 
Uhr beim C._____ abzuholen und sonntags um 18:00 Uhr beim 
C._____ zurückzubringen.»  

 
Absatz 3: Ersatzlos zu streichen. 

 
 b. Zu Disp. Ziffer 3., Absatz 1, Alinea 4 und 5: 
 
  Alinea 4:  
 
 «- in den Jahren mit gerader Zahl an Ostern, ab Gründonnerstag, 

18:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr, und in den Jahren mit 
ungerader Jahreszahl an Pfingsten, ab Freitagabend vor Pfings-
ten um 18:00 Uhr bis am Pfingstmontag um 18:00 Uhr. » 

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Alinea 5: 
 

 «- in den Jahren mit gerader Jahreszahl am 1. Weihnachtstag 
(25. Dezember) und in Jahren mit ungerader Jahreszahl am 2. 
Weihnachtstag (26. Dezember), jeweils von 09:00 Uhr bis 21:00 
Uhr.» 

 
 c. Zu Disp. Ziffer 4., Absatz 1, Alinea 2, und Absatz 2: 
 
 «- die letzten drei Wochen der Sommerferien, ab Montagmorgen, 

08:00 Uhr, der dritten Schulferienwoche, bis Sonntagabend der 
fünften Schulferienwoche, 18:00 Uhr.» 

 
 Absatz 2: ersatzlos zu streichen. 
 
 3. Die Vollstreckung der vorstehend angefochtenen Bestimmungen des ange-

fochtenen Entscheids sei bis zur Rechtskraft des Berufungsentscheids auf-
zuschieben.  

 
 4. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das Berufungsverfahren (inkl. 

8 % MwSt für eine Parteientschädigung an die Berufungsklägerin) seien 
dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen; eventuell seien sie praxisgemäss 
beiden Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen." 

 
 
des Gesuchstellers und Berufungsbeklagten (Urk. 19 S. 2): 
 
"1. Auf die Berufung der Berufungsklägerin sei nicht einzutreten. 
 
 2. Eventualiter sei die Berufung der Berufungsklägerin abzuweisen. 
 
 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zulasten der Berufungs- 
klägerin." 
 
 

Erwägungen: 

A. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1. Die Parteien heirateten am tt. Juli 2009. Aus der Ehe gingen die beiden 
Töchter D._____, geboren tt.mm.2009, und E._____, geboren tt.mm.2012, hervor 

(Urk. 6/19).  

- 6 - 

2. Seit dem 21. Dezember 2015 ist am Bezirksgericht Zürich ein gemeinsames 
Scheidungsbegehren (Art. 112 ZGB) rechtshängig (Urk. 6/1 und Urk. 6/3). Zuvor 

war am Bezirksgericht Bülach ein Eheschutzverfahren durchgeführt worden, wel-

ches mit Entscheid vom 10. Juli 2014 durch Genehmigung einer Parteivereinba-

rung vom 13. März 2014 erledigt werden konnte (Urk. 6/5/36). Das Scheidungs-

verfahren ist geprägt von Streitigkeiten hinsichtlich der Besuchskontakte der bei-

den gemeinsamen Kinder mit dem Vater und grossen Kommunikationsschwierig-

keiten der Parteien. Betreffend den detaillierten Prozessverlauf kann auf den an-

gefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 2 S. 2 ff.). Mit Verfügung vom 6. 

Oktober 2017 fällte der erstinstanzliche Richter in Bezug auf die Regelung des 

Kontaktrechts im Sinne vorsorglicher Massnahmen bzw. Abänderung des er-

wähnten Eheschutzentscheides den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk. 

2 S. 30 f.). Mit Verfügung vom gleichen Datum wurde den Parteien für die Zeit ab 

6. Oktober 2017 die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsver-

beiständung entzogen und Frist anberaumt, um für die Gerichtskosten einen Kos-

tenvorschuss von einstweilen Fr. 4'000.– zu leisten (Urk. 6/86).  

3. Gegen den Entscheid des Einzelgerichts der 5. Abteilung des Bezirksge-
richts Zürich vom 6. Oktober 2017 (Urk. 2) liess die Gesuchstellerin und Beru-

fungsklägerin (fortan Gesuchstellerin) fristgerecht (vgl. Urk. 6/87/1) mit Eingabe 

vom 20. Oktober 2017 Berufung erheben und die eingangs wiedergegebenen An-

träge stellen (Urk. 1). Mittels Schreiben vom 23. Oktober 2017 wurde der Ge-

suchsteller und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchsteller) über den Eingang der 

gegnerischen Berufung in Kenntnis gesetzt (Urk. 5). Der im Rahmen der Berufung 

gestellte Antrag der Gesuchstellerin um Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

wurde mit Verfügung vom 30. Oktober 2017 abgewiesen, soweit darauf eingetre-

ten wurde. Ferner wurde der Gesuchstellerin Frist angesetzt, um für die Kosten 

des Berufungsverfahrens einen Vorschuss von Fr. 4'000.– zu leisten (Urk. 7). Am 

27. November 2017 erreichte die Kammer eine Noveneingabe der Gesuchstelle-

rin vom 24. November 2017 samt Beilagen mit diversen prozessualen Anträgen 

(Urk. 9 und Urk. 11/1-13). Mit Beschluss vom 5. Dezember 2017 wurde auf den 

Antrag der Gesuchstellerin um Wiedererwägung des Entscheides betreffend Ver-

weigerung der aufschiebenden Wirkung nicht eingetreten. Sodann wurden deren 

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Armenrechtsgesuch und deren Antrag auf einstweiligen Verzicht auf einen Kos-

tenvorschuss bzw. betreffend Reduktion des Kostenvorschusses abgewiesen und 

der Gesuchstellerin letztmals Frist zur Leistung des Kostenvorschusses von 

Fr. 4'000.– angesetzt. Ferner wurde das Sistierungsgesuch der Gesuchstellerin 

abgewiesen (Urk. 14). In der Folge bezahlte die Gesuchstellerin den Kostenvor-

schuss fristwahrend (Urk. 15). Mit Präsidialverfügung vom 15. Januar 2018 wurde 

dem Gesuchsteller Frist zur Erstattung der Berufungsantwort anberaumt (Urk. 

16). Am 26. Januar 2018 reichte die KESB Bülach Nord der Kammer den ihrer-

seits eingeholten Bericht betreffend die Intensivabklärung der Familienarbeiterin-

nen F._____ und G._____ vom 16. Januar 2018 zu den Akten (Urk. 18). Mit Ein-

gabe vom 29. Januar 2018 liess der Gesuchsteller innert Frist seine Berufungsan-

twort erstatten, womit er die eingangs zitierten Anträge stellte (Urk. 19; Urk. 21/1). 

Mittels Schreiben vom 29. Januar 2018 leitete die Vorinstanz der Kammer Akten 

der KESB Bülach Nord (Urk. 23/1-3) weiter (Urk. 22). Mit Präsidialverfügung vom 

1. Februar 2018 wurde die Berufungsantwortschrift der Gesuchstellerin zur 

Kenntnis gebracht. Ferner wurde beiden Parteien Frist anberaumt, um zum Inten-

sivabklärungsbericht der KESB Bülach Nord Stellung zu beziehen (Urk. 24). In-

nert erstreckter Frist (Urk. 25) bezog die Gesuchstellerin mittels Eingabe vom 28. 

Februar 2018 rechtzeitig Stellung zum Intensivabklärungsbericht und den weite-

ren KESB Akten (Urk. 26). Diese Eingabe wurde dem Gesuchsteller am 6. März 

2018 zur Kenntnisnahme zugesandt (Urk. 26 S. 1; Prot. II S. 9). Der Gesuchsteller 

äusserte sich weder zum Intensivabklärungsbericht noch zur Stellungnahme der 

Gesuchstellerin. Das Verfahren ist spruchreif.  

B. Prozessuales 

1. Im Rahmen ihrer Noveneingabe vom 24. November 2017 liess die Gesuch-
stellerin den Beizug der Akten der KESB Bülach Nord im Kindesschutzverfahren 

betreffend D._____ und E._____ beantragen (Urk. 9 S. 1 f.). Im Beschluss der 

Kammer vom 5. Dezember 2017 wurde in Aussicht gestellt, dass darüber erst 

später zu entscheiden sei, weil zur Zeit die Intensivabklärung laufe und die KESB 

Bülach Nord bzw. die beauftragten Fachpersonen wohl auf die Akten angewiesen 

seien (Urk. 14 S. 9). Mit Blick auf die nunmehr aktenkundigen KESB-Akten, näm-

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lich den Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar 2018 (Urk. 18 = Urk. 23/3), das 

Aktenverzeichnis (Urk. 23/1) und das Anhörungsprotokoll vom 15. Januar 2018 

(Urk. 23/2), welche im Zusammenhang mit dem vorliegenden Berufungsverfahren 

ausreichend erscheinen, erübrigt sich der Beizug weiterer KESB-Akten. In ihrer 

Stellungnahme vom 28. Februar 2018 verlangte die Gesuchstellerin denn auch 

keinerlei weitere KESB-Akten mehr (Urk. 26).  

2. Betreffend die allgemeinen Voraussetzungen für den Erlass von vorsorgli-
chen Massnahmen, die summarische Natur des Verfahrens und das Erfordernis 

der blossen Glaubhaftmachung der tatsächlichen Begebenheiten kann auf die zu-

treffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Das 

Nämliche gilt betreffend die in Kinderbelangen herrschende Offizial- und Untersu-

chungsmaxime (Urk. 2 S. 5 f.).  

3. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren (BGE 142 III 413 
E. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1).  

Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren nur 

unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO berücksichtigt werden, das 

heisst, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer 

Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Dies 

gilt gemäss der Praxis auch im Bereich der Untersuchungsmaxime (BGE 138 III 

62 f. E. 2.2; OGer ZH LE150053 vom 16.06.2016, E. II./A.4). Neue rechtliche Aus-

führungen stellen keine Noven dar.  

4. Insoweit der Gesuchsteller in seinem Hauptstandpunkt dafürhält, auf die Be-
rufung sei nicht einzutreten, weil die Gesuchstellerin sich bereits vor Vorinstanz 

zur detailgenauen Regelung der Besuchskontakte habe äussern können, nament-

lich im Rahmen ihrer Eingabe vom 17. Juli 2017 (Urk. 6/75) oder ihres Replik-

rechts zu seiner Eingabe vom 28. Juli 2017 (Urk. 6/78), was sie jedoch unterlas-

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sen habe (Urk. 19 S. 3 f.), ist ihm nicht zu folgen. Der Gesuchstellerin steht es 

frei, Berufung gegen den vorinstanzlichen Entscheid zu erheben. Ist diese rechts-

genügend begründet, ist darauf auch einzutreten. Sofern sie im Rahmen ihrer Be-

rufung jedoch neue Tatsachenbehauptungen vorbringt und neue Beilagen ein-

reicht, ist sie mit diesen Noven nur unter den erwähnten Voraussetzungen von 

Art. 317 Abs. 1 ZPO zu hören. Diese Novenschranke gilt insbesondere auch im 

Bereich der Untersuchungsmaxime (vgl. BGE 138 III 626 f. E. 2.2). Gestützt auf 

die in Kinderbelangen geltende Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 3 ZPO) ist es der 

Berufungsinstanz jedoch unbenommen, von Amtes wegen, und wenn das Kin-

deswohl dies gebietet auch über die Parteianträge hinaus, die vorinstanzliche Be-

suchsrechtsregelung abzuändern (vgl. Urk. 26 S. 6).  

5. Nicht gefolgt werden kann der Ansicht der Gesuchstellerin, wonach das erst-
instanzliche Dispositiv hinsichtlich der (pünktlichen) Abhol- und Rückgabezeiten il-

liquid, nicht praktikabel und nicht genügend präzis formuliert sei (Urk. 1 S. 6-8). 

Wie bereits im Rahmen der Präsidialverfügung vom 30. Oktober 2017 (betreffend 

Abweisung des Antrags der Gesuchstellerin auf Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung) erwogen (Urk. 7 S. 6 f.), geht aus der erstinstanzlichen Regelung klar 

hervor, dass die Gesuchstellerin die Verantwortung für die beiden Kinder bis zum 

jeweiligen Beginn der Tanzlektion hat, während der Gesuchsteller ab dem jeweili-

gen Schluss der Tanzlektion die Verantwortung für die Kinder hat (Urk. 2 S. 30). 

Das heisst, dass die Gesuchstellerin jeweils während der Tanzstunde von 

E._____ (von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr) D._____ zu betreuen (lassen) hat, wäh-

rend der Gesuchsteller jeweils die Betreuung von E._____ während der Tanzun-

terrichtsstunde von D._____ (von 16.30 bis 17.30 Uhr; vgl. je Urk. 4/3 i.V.m. Art. 

317 Abs. 1 ZPO) sicherzustellen hat. In welcher Form diese Betreuung organisiert 

wird, obliegt wiederum demjenigen Elternteil, welcher die Betreuung sicherzustel-

len hat. Das Nämliche gilt auch für die von der Gesuchstellerin monierten unkla-

ren Zeiten am Montagmorgen zum Kindergarten- bzw. Schulbeginn. Auch hier ist 

aus der angefochtenen Verfügung klar ersichtlich, dass der Gesuchsteller nach 

seinen Besuchswochenenden sowohl E._____ pünktlich in den Kindergarten 

(zwischen 8.20 Uhr und 8.30 Uhr, was gerichtsnotorisch ist, sowie Urk. 4/1 i.V.m. 

Art. 317 Abs. 1 ZPO und Art. 99 Abs. 1 BGG analog) als auch D._____ pünktlich 

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um 9.10 Uhr in die Schule zu bringen hat (Urk. 4/2 i.V.m. Art. 317 Abs. 1 ZPO und 

Art. 99 Abs. 1 BGG analog). Es ergeben sich mithin keine Vollstreckungsunklar-

heiten gemäss der angefochtenen Verfügung. Auch der besuchsberechtigte Ge-

suchsteller lässt ausführen, was mit der jeweiligen Pünktlichkeit gemeint sei, er-

schliesse sich den Parteien und der Vollstreckungsbehörde ohne weiteres (vgl. 

Urk. 19 S. 4). Die Zweckmässigkeit der angefochtenen Besuchsrechtsregelung 

wird beim Materiellen näher zu prüfen sein.  

6. Die Gesuchstellerin lässt vorweg die Rückweisung des Verfahrens an die 
Vorinstanz beantragen zwecks Vervollständigung des Sachverhalts und erneuter 

Entscheidung. Der massgebliche Sachverhalt sei mit Bezug auf die Kinderbelan-

ge in zu vielen wesentlichen Punkten von der Vorinstanz ungenügend abgeklärt 

worden. Insbesondere seien die beruflichen Umstände des Gesuchstellers im 

Hinblick auf die Ausdehnung des Wochenendbesuchsrechts bis am Montagmor-

gen nicht geklärt worden. Ferner hätte auch der Sachverhalt für das Feiertags- 

und Ferienbesuchsrecht erforscht werden müssen, was die Vorinstanz gänzlich 

unterlassen habe. Es seien namentlich weder die Parteien noch die Kinder dazu 

angehört worden. Vielmehr sei solches nie Gegenstand der Verhandlungen ge-

wesen (Urk. 1 S. 2, 4 f., 12 f.).  

Zwar fiel die Befragung der Parteien vor Vorinstanz eher knapp aus (vgl. Prot. I S. 

21-29). Allerdings wurde den Parteien mit vorinstanzlicher Verfügung vom 22. Ju-

ni 2017 insbesondere die Gelegenheit eingeräumt, sich zu einer detailgenauen 

Regelung der Besuchskontakte unter Angabe der genauen Zeiten, sowie mit den 

damit verbundenen Modalitäten und der Festlegung der Ferienwochen und aller 

Feiertage zu äussern (Urk. 6/70 S. 5). Wenn die anwaltlich vertretene Gesuchstel-

lerin es einerseits in ihrer Stellungnahme vom 17. Juli 2017 unterliess, den mass-

geblichen Sachverhalt darzutun und konkrete Anträge zum Ferien- und Feierta-

gebesuchsrecht des Gesuchstellers zu stellen (vgl. Urk. 6/75 S. 2), und es ande-

rerseits versäumte, sich in Ausübung ihres Replikrechts zur Stellungnahme des 

Gesuchstellers vom 28. Juli 2017 zu äussern, welche konkrete Anträge zum Feri-

en- und Feiertagebesuchsrecht enthält (vgl. Urk. 6/78 S. 2; Urk. 6/80/1), hat sie 

dies selber zu vertreten. Die in Kinderbelangen herrschende Offizial- und Unter-

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suchungsmaxime entbindet die Parteien nicht davon, den wesentlichen Sachver-

halt von sich aus substantiiert darzutun und glaubhaft zu machen (vgl. Urk. 2 S. 6 

m.H.).  

Allerdings war die Vorinstanz gestützt auf die weiteren aktenkundigen Unterlagen, 

insbesondere die Berichte der Beiständin vom 12. September 2016 (Urk. 6/39) 

und 16. Dezember 2016 (Urk. 6/52/1, 2), und mit Blick auf den Umstand, dass das 

dem Beklagten gemäss dem Eheschutzentscheid vom 10. Juli 2014 eingeräumte 

Besuchs- und Ferienbesuchsrecht (vgl. Urk. 6/5/36 S. 4) an sich nicht strittig war, 

ohne weiteres in der Lage, einen diesbezüglichen im Kindeswohl liegenden Ent-

scheid zu fällen. Das Nämliche gilt für die Berufungsinstanz, nicht zuletzt auch mit 

Blick auf den nunmehr aktenkundigen Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar 

2018 (Urk. 18), welcher letztlich auch eine gerichtliche Anhörung der Kinder (vgl. 

Art. 298 Abs. 1 ZPO) entbehrlich macht.  

Eine Rückweisung des Verfahrens drängt sich - nicht zuletzt auch angesichts 

dessen summarischen Charakters - somit nicht auf.  

7. Nicht angefochten wurde die Dispositivziffer 1 der Verfügung des Einzelrich-
ters der 5. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 6. Oktober 2017 betreffend 

Abweisung des Antrages der Beiständin auf Anordnung einer sozialpädagogi-

schen Übergabebegleitung. Diesbezüglich ist die Rechtskraft vorzumerken.  

C. Materielles 

1. Ordentliches Besuchsrecht 

1.1. Die Vorinstanz räumte - dem Antrag der Beiständin auf eine detailgetreue 
Regelung des Besuchsrechts entsprechend (Urk. 6/52/1, 2) - dem Gesuchsteller 

vorsorglich für die Dauer des Scheidungsverfahrens ab November 2017 ein Be-

suchsrecht jeweils am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats ein. 

Das bisherige eheschutzrichterliche Besuchsrecht wurde dabei von Freitagabend 

bis Montagmorgen (anstelle von bislang Sonntagabend, vgl. Urk. 6/5/36 S. 4) 

ausgedehnt. Als Übergabeorte wurden die Tanzschule und bei Tanzschul- und 

Schulferien der C._____ (freitags 18.00 Uhr bzw. montags 8.00 Uhr) vorgesehen. 

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Die Gesuchstellerin soll die beiden Töchter jeweils pünktlich in den Tanzunterricht 

bringen und der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des Unterrichts pünkt-

lich abzuholen. Am Montagmorgen hat der Gesuchsteller die Kinder pünktlich zur 

Schule bzw. in den Kindergarten zu bringen (Urk. 2 S. 30, Dispositivziffer 2).  

Die Vorinstanz erwog, die eheschutzrichterliche Besuchsregelung an zwei Wo-

chenenden des Monats von Freitagabend bis Sonntagabend sei mehrheitlich un-

ter starker Mithilfe der Behörden so gelebt worden. Trotz Streitereien und Kom-

munikationsschwierigkeiten zwischen den Parteien würden diese sich gegenseitig 

die Erziehungsfähigkeit nicht absprechen. Die Gesuchstellerin vertrete auch klar 

die Meinung, dass der Gesuchsteller die Kinder sehen können solle und die Kin-

der gingen denn auch gerne zum Vater. Der Kontakt des nicht obhutsberechtigten 

Gesuchstellers zu seinen Kindern sei daher aufrecht zu erhalten. Allerdings seien 

die Modalitäten dieses Besuchsrechts, wie von der Beiständin und den Parteien 

beantragt, derart zu gestalten, dass dabei möglichst wenig Konflikte entstünden. 

Zwischen den Parteien bestünden tiefgreifende Konflikte und eklatante Kommuni-

kationsschwierigkeiten, die vom eisernen Anschweigen bis zu heftigsten verbalen 

Auseinandersetzungen reichten. Solches sei sehr belastend für die beiden Kinder. 

Weil es vor allem zu unschönen Vorfällen komme, wenn die Parteien aufeinander 

träfen, liege es nahe, dass eine Besuchsrechtsregelung gefunden werden sollte, 

bei welcher die Parteien sich möglichst wenig begegnen würden. Dies sei denn 

auch von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde so ausprobiert worden, 

beispielsweise durch Übergabe im kjz, und als für die Kinder entlastend taxiert 

worden. Schliesslich sei auch die Beratung/Mediation der Parteien gescheitert 

und die Fachperson sehe offensichtlich als einzige Möglichkeit das Konzept einer 

"parallelen Elternschaft" als zielführend, in dem die Eltern möglichst wenig direk-

ten Kontakt miteinander erlebten. Es dränge sich damit auf, eine Übergabelösung 

zu wählen, mit welcher die Kinder wirksam vor Konflikten und Belastungen ge-

schützt würden. Weil es sogar bei Übergaben in öffentlichen Räumen, Cafés etc. 

zu extremen Vorkommnissen gekommen sei, sollte eine Lösung gewählt werden, 

bei welcher der persönliche Kontakt zwischen der Gesuchstellerin und dem Ge-

suchsteller bei der Übergabe möglichst vermieden werde. Gegen eine Übergabe-

begleitung würden sich die Parteien - namentlich aus Kostengründen - vehement 

- 13 - 

wehren. Momentan hole der Gesuchsteller die Kinder jeweils am Freitagabend 

nach dem Tanzunterricht ab, nachdem sie von der Mutter dort hingebracht wor-

den seien. Diese zurzeit gelebte Übergabemethode scheine sich bewährt zu ha-

ben. Sie vermeide (direkte) Kontakte zwischen den Eltern und entspreche damit 

dem anzustrebenden Lösungsansatz. Eine Übernahme der Kinder in dieser Art 

sei damit beizubehalten. Für die Rückgabe der Kinder an die Mutter sei eine ähn-

liche Regelung zu treffen. Da bezüglich Übernahme der Kinder am Sonntagabend 

eine solche Lösung weder ersichtlich noch dargetan worden sei, biete sich die 

Übergabe im Kindergarten bzw. in der Schule am Montagmorgen an. Dass die 

Ausdehnung des Besuchsrechts um jeweils eine Nacht nicht im Kindeswohl und 

insbesondere weniger gut als die belastenden Übergaben am Sonntagabend mit 

dem Kontakt der Eltern sein sollte, erscheine nicht einleuchtend. An der Häufig-

keit der Besuche ändere sich zudem nichts. Jedoch sei so gerade weniger Kom-

munikation nötig. Mit der Übergabe in der Schule bzw. im Kindergarten falle über-

dies die Grundlage für schikanöses Nichteinhalten von Abmachungen eher weg, 

weil gerade eine "Kontrolle" von Drittpersonen vorhanden sei, indem das ver-

mehrte Zuspätkommen im Unterricht schuldisziplinarische Konsequenzen zur 

Folge hätte. Dass sich der Gesuchsteller nicht gegen eine ablehnende Haltung 

der Gesuchstellerin wende, vermöge nichts an der Sachlage zu ändern, da das 

Interesse an der Vermeidung eines direkten Kontakts der Eltern die Gefahr eines 

allfälligen negativen Einflusses dieser Regelung zum Nachteil der Kinder über-

wiege. Zu betonen bleibe, dass bei der Festlegung des Besuchsrechts gerade 

nicht die Interessen der Eltern, sondern jene der Kinder massgebend seien. Wäh-

rend der Schulferien bzw. der Tanzschulferien sei eine unbeschwerte Übergabe 

mit dieser Regelung jedoch nicht gewährleistet. Während dieser Ferien seien die 

Kinder daher, wie vom Gesuchsteller vorgeschlagen, beim C._____ zu übergeben 

(Urk. 2 S. 21 ff.).  

1.2. Die Gesuchstellerin wehrt sich gegen die Ausdehnung des Besuchsrechts 
bis am Montagmorgen und den Übergabeort bei der Tanzschule. Sie beantragt 

die Abholung der Kinder freitags um 18.00 Uhr und deren Rückbringung sonntags 

um 18.00 Uhr je beim C._____ durch den Gesuchsteller. Sie hält im Wesentlichen 

dafür, die Ausdehnung des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstellers bis 

- 14 - 

Montagmorgen erweise sich als schwer praktikabel und für alle Beteiligten belas-

tend. Der Gesuchsteller arbeite als Sicherheitsbeauftragter bei der Flughafenpoli-

zei im Schichtbetrieb und es sei fraglich, ob er diese Rückgabezeiten am Mon-

tagmorgen überhaupt einhalten könne. Die Vorinstanz habe es in Verletzung der 

Untersuchungsmaxime unterlassen, die entsprechenden tatsächlichen Verhältnis-

se zu klären. Die Fahrt zum Kindergarten bzw. zur Schule am Montagmorgen im 

Morgenverkehr verursache für die Kinder zusätzlichen Stress und liege nicht im 

Kindeswohl. Zudem weiche die Vorinstanz mit ihrer Rechtsschöpfung ohne Not 

von der bisher gelebten Regelung der Parteien ab, wonach die Kinder monate-

lang (freitags und sonntags Abend) beim C._____ übergeben worden seien. So-

dann habe die erste Instanz eine Regelung getroffen, die von beiden Elternteilen - 

wenn auch aus unterschiedlichen Gründen - ausdrücklich abgelehnt worden sei. 

Ihre Begründung dafür - jede Begegnung der Parteien bei den Kinderübergaben 

zu vermeiden - sei nicht schlüssig, denn sie greife während der Schul- oder Tanz-

schulferien doch wieder auf den bisherigen Übergabeort beim C._____ zurück, 

wo sich die Parteien (kurz) begegnen werden. Die von der Vorinstanz genannten 

extremen Vorkommnisse kämen zwischen den Parteien aktuell nicht vor. Der An-

trag der Beiständin vom 12. September 2016 betreffend Übergabebegleitung für 

die Besuchswochenenden, worauf sich die Vor-instanz stütze, sei überholt. Im 

Hinblick auf das Kindeswohl erweise sich die getroffene Besuchsrechtsregelung 

in diesem Punkt also als unangemessen und stelle insoweit eine unrichtige 

Rechtsanwendung dar (Urk. 1 S. 6 ff.).  

1.3. Demgegenüber meint der Gesuchsteller, er vermöge die Rückgabezeiten 
beider Kinder sehr wohl einzuhalten. Er habe auch zu keiner Zeit Gegenteiliges 

geltend gemacht. Im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen habe seitens der 

Vorinstanz keinerlei Veranlassung bestanden, hierzu weitere Abklärungen vorzu-

nehmen. Die Abholung der Kinder bei der Tanzschule habe gegenüber deren 

Übergabe beim C._____ den Vorteil, dass sie gänzlich ohne gegenseitigen Kon-

takt der Parteien erfolgen könne. Die Gesuchstellerin habe es unterlassen, sich 

zu einer alternativen Rückgabemöglichkeit der Kinder nach dem Besuchswo-

chenende zu äussern, welche den berechtigten Bedenken betreffend das Kin-

deswohl Rechnung getragen hätte. Die Ausdehnung im Sinne zweier Nächte pro 

- 15 - 

Besuchsrecht sei lediglich die logische Nebenfolge der Übergabe der Kinder am 

Montag und nicht eigentliches Ziel. Eine kurze Fahrt zur Schule und Kindergarten 

am Montagmorgen - selbst im Morgenstau - verursache bei den Kindern geringe-

ren Stress als die bisherigen Streitigkeiten der Parteien bei den Übergaben mit di-

rektem Kontakt zwischen diesen. Die Vorinstanz weiche mit guten Gründen von 

der bisherigen Regelung ab. Er habe diese Lösung denn auch nicht abgelehnt, 

sondern ihr lediglich die ablehnende Haltung der Gesuchstellerin gegenüber ge-

stellt (Urk. 19 S. 5 ff.).  

1.4. Nicht strittig ist die Erziehungsfähigkeit beider Parteien und das Besuchs-
recht des Gesuchstellers an sich. Umstritten sind jedoch dessen Ausdehnung bis 

am Montagmorgen sowie die Übergabeorte (Tanzschule bzw. Kindergar-

ten/Schule). Diese kritisierten Punkte werden jedoch nicht mit einer mangelnden 

Betreuungsfähigkeit des Gesuchstellers bzw. dessen Unvermögen begründet, 

sondern vielmehr mit einer schweren Praktikabilität und Belastung für alle Betei-

ligten. Dass die Mädchen gerne zum Vater gehen, steht ausser Frage (vgl. auch 

Urk. 18 S. 10). Auch aus dem Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar 2018 

(zulässiges Novum gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO) geht hervor, dass beide Eltern-

teile im Grunde mit ihren Töchtern liebevoll und fürsorglich umgehen (Urk. 18 S. 

7). Unter diesem Gesichtspunkt ist die Ausdehnung des Besuchsrechts um eine 

Übernachtung auf Montagmorgen somit sinnvoll, zumal die Kinder beide einge-

schult sind, ein solches Besuchsrecht mithin auch altersadäquat erscheint. Der 

Umstand, dass der Gesuchsteller vor Vorinstanz die Ausdehnung zwar begrüsste, 

die Dauer der Besuchswochenenden dann aber mit Blick auf die ablehnende Hal-

tung der Gesuchstellerin doch auf die bisher gelebte Dauer von Freitagabend bis 

Sonntagabend beschränkt wissen wollte (Urk. 6/78 S. 3), steht der vorinstanzli-

chen Regelung mit Blick auf die geltende Offizialmaxime und das Kindeswohl 

nicht entgegen. Die neuen Mutmassungen der Gesuchstellerin über die wahren, 

wohl beruflichen Gründe für die ablehnende Haltung des Gesuchstellers (Urk. 1 

S. 10), sind nicht zu hören, zumal der Gesuchsteller heute mit der verfügten vo-

rinstanzlichen Regelung offenbar gut zurecht kommt, keine beruflichen Ein-

schränkungen geltend macht und diese Regelung denn auch praktiziert wird (Urk. 

19 S. 5).  

- 16 - 

Die Gesuchstellerin vermochte namentlich keine konkreten Vorfälle darzutun, wo-

nach die Kinder am Montagmorgen beispielsweise nicht pünktlich im Kindergarten 

bzw. in der Schule erschienen wären oder gar alleine irgendwo hätten warten 

müssen (Urk. 1 S. 6 ff.; Urk. 26 S. 1 ff.). Es handelt sich um blosse Mutmassun-

gen ihrerseits im Hinblick auf die Schichtarbeit des Gesuchstellers und die unter-

schiedlichen Startzeiten von Kindergarten und Schule. Der Gesuchsteller kann 

sich offenbar organisieren (Urk. 19 S. 5). Das genügt. Im Übrigen dürften die 

Stundenpläne mit dem neuen Schuljahr 2018/2019 ohnehin wechseln. Weitere 

Abklärungen zur Vereinbarkeit der Schichtpläne des Gesuchstellers mit den 

Übergabezeiten am Montagmorgen (vgl. Urk. 1 S. 10) erübrigen sich jedenfalls 

unter dem summarischen Blickwinkel.  

Die Autofahrten an zwei Montagmorgen pro Monat, sei dies nun von H._____ 

(Wohnort des Gesuchstellers) nach I._____ (16 Minuten, 10.4 km) oder von Zü-

rich (Wohnort der Grosseltern väterlicherseits sowie der Schwester des Gesuch-

stellers; vgl. Urk. 26 S. 5; Urk. 18 S. 4 f.) nach I._____ (32 Minuten [bei normalem 

Verkehrsaufkommen, hier aber antizyklischer Verkehr; vgl. auch Urk. 7 S. 6], 26.4 

km), dürften das Kindeswohl bestimmt weniger belasten, als die aktenkundigen 

Streitereien der Parteien im Rahmen der direkten Kinderübergaben (vgl. Urk. 2 S. 

18 f., Urk. 6/52/1).  

Aus dem Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar 2018, welcher den Zeitraum 

vom 17. Oktober 2017 bis 15. Dezember 2017 beschlägt, geht hervor, dass die 

Beziehung zwischen den Eltern (nach wie vor) durch zahlreiche Konflikte gekenn-

zeichnet ist. Die Kommunikation zwischen ihnen sei sehr gering und geprägt 

durch ein hohes Mass an gegenseitigem Misstrauen. Sie kommunizierten meis-

tens per SMS. Die Eltern hätten eine Mediation angefangen, diese aber kurz da-

rauf wieder abgebrochen (Urk. 18 S. 6 f.). Es konnten keinerlei Anzeichen und 

Merkmale von Gewaltanwendungen gegenüber den Kindern durch die Parteien 

oder Grosseltern väterlicher- und mütterlicherseits festgestellt werden (Urk. 18 S. 

13), womit der eigentliche Anlass zur Intensivabklärung (Gefährdungsmeldung 

durch den Gesuchsteller) sich als unbegründet erwies (vgl. auch Urk. 26 S. 3). 

Klar ist jedoch, dass der starke Paarkonflikt nach wie vor andauert und beide Par-

- 17 - 

teien nicht in der Lage sind, ihre Kinder vor den elterlichen Problemen zu schüt-

zen (Urk. 18 S. 15). Wenngleich es offenbar zwischen den Parteien, die sich mit 

Blick auf die Umsetzung der angefochtenen Regelung bei den Übergaben der 

Kinder einzig noch in den Ferien beim C._____ kurz persönlich begegnen dürften, 

aktuell nicht mehr zu extremen Vorkommnissen kam, wie sie die Vor-instanz er-

wähnte (Urk. 2 S. 23; Urk. 1 S. 9; Urk. 6/39), kann von einer Beilegung des Paar-

konflikts respektive einem friedfertigen, respektvollen Umgang zwischen den Par-

teien nicht die Rede sein. Vielmehr dauern der Paarkonflikt und die Kommunikati-

onsschwierigkeiten an (Urk. 18 S. 6, 11 f., 14). Die Stossrichtung der Vorinstanz 

ist daher beizubehalten, wonach bei den Kinderübergaben die persönliche Be-

gegnung der Parteien miteinander möglichst zu vermeiden ist, um die Kinder nicht 

allfälligen erneuten Streitereien zwischen ihren Eltern auszusetzen, wie dies in 

der Vergangenheit vermehrt vorgekommen ist (vgl. Urk. 6/39 S. 3, wonach es 

auch in öffentlichen Räumen, Cafés etc. zu extremen Vorkommnissen gekommen 

sei). Es gilt das Kindeswohl mangels Kooperationsfähigkeit der Parteien im Sinne 

einer "parallelen Elternschaft" (vgl. Urk. 6/83 S. 4) zu schützen.  

Die Gesuchstellerin kritisiert weiter, die bis anhin gelebte Besuchsrechtsregelung 

habe, entgegen der Annahme der Vorinstanz, in einer Übergabe der Kinder beim 

C._____ (und nicht bei der Tanzschule) bestanden (Urk. 1 S. 8). Sie habe sinn-

gemäss vorgebracht, dass die Kinder zurzeit nicht bei der Tanzschule, sondern 

beim C._____ übergeben würden. Es bestünden diesbezüglich widersprüchliche 

Aussagen, welche die Vorinstanz in ihren Sachverhaltsabklärungen nicht aus dem 

Weg geräumt habe (Urk. 1 S. 8).  

Die Vorinstanz hielt dafür, momentan hole der Gesuchsteller die Kinder jeweils 

am Freitagabend nach dem Tanzunterricht ab, nachdem sie von der Gesuchstel-

lerin dorthin gebracht worden seien. Diese zurzeit gelebte Übergabemethode 

scheine sich bewährt zu haben. Sie stützte sich dabei auf die Ausführungen des 

Gesuchstellers im Rahmen seiner Stellungnahme vom 28. Juli 2017 (Urk. 6/78 S. 

2 oben). Diese Stellungnahme wurde der Gesuchstellerin zur Kenntnisnahme zu-

gestellt (Urk. 6/80/1) und von ihr am 2. August 2017 empfangen (Urk. 6/82). Von 

ihrem Replikrecht machte sie damals jedoch keinen Gebrauch (vgl. auch Urk. 2 S. 

- 18 - 

4 und vorstehend B.6), auch nicht nach den Sommergerichtsferien. Ihre Bestrei-

tungen im Berufungsverfahren erfolgen daher verspätet und sind nicht mehr zu 

hören (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Es kann namentlich auch nicht gesagt werden, dass 

sich die Gesuchstellerin erst durch den angefochtenen Entscheid zu diesen Be-

streitungen veranlasst sah. Zudem tut die Gesuchstellerin nicht dar, wo sie vor 

Vorinstanz sinngemäss vorgebracht habe, dass die Kinder zurzeit nicht bei der 

Tanzschule, sondern beim C._____ übergeben würden (Urk. 1 S. 8). Nachdem 

der Antrag der Gesuchstellerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mittels 

Verfügung vom 30. Oktober 2017 abgewiesen wurde (Urk. 7 S. 7), werden die 

Kinder nunmehr jedoch ohnehin schon über einen längeren Zeitraum bei der 

Tanzschule übergeben und dürften sich daran gewöhnt haben. Es besteht keine 

Veranlassung, hier (ausserhalb der Tanzferien) wieder auf den C._____ als Über-

gabeort zurückzugreifen. 

Dass während der Tanzschul- und Schulferien die Übergabe der Kinder gleich-

wohl beim C._____ erfolgt (vgl. Urk. 1 S. 9, 11), ändert selbstredend nichts am 

Gesagten, zumal der direkte Kontakt der Parteien bei den Übergaben auf ein Mi-

nimum beschränkt werden soll. Während der Ferienzeiten wurde jedoch keine al-

ternative Rückgabemöglichkeit der Kinder ohne direkten gegenseitigen Kontakt 

zwischen den Parteien bezeichnet und ist auch nicht ersichtlich. Eine sozialpäda-

gogische Übergabebegleitung wurde, wie erwähnt, von beiden Parteien abgelehnt 

und denn auch rechtskräftig abgewiesen (Urk. 2 S. 19 f., 30, Dispositivziffer 1). 

Weil sich die Parteien so aber lediglich während der Tanz- und Schulferien beim 

C._____ kurz begegnen werden, ist dies mit dem Kindeswohl dennoch vereinbar 

und vertretbar.  

Keine Rolle spielt, dass sich der Gesuchsteller vor Vorinstanz noch gegen eine 

Ausdehnung des Besuchsrechts bis Montagmorgen stellte, weil er aufgrund der 

dezidiert ablehnenden Haltung der Gesuchstellerin deren Widerstand befürchtete 

(Urk. 6/78 S. 3). Heute ist er mit der (nunmehr gelebten) Ausdehnung des Wo-

chenendbesuchsrechts jedoch einverstanden (Urk. 19 S. 2, 5 f.) und diese ist 

denn auch, wie erwähnt, dem Kindeswohl dienlich.  

- 19 - 

Zusammengefasst erweist sich die vorinstanzliche Wochenendbesuchsrechtsre-

gelung von Freitagabend bis Montagmorgen mit den in der Regel neutralen Über-

gabeorten als angemessen und ist auch praktikabel, weshalb sie in diesbezügli-

cher Abweisung der Berufung der Gesuchstellerin zu bestätigen ist.  

2. Ferien- und Feiertagebesuchsrecht 

2.1. Die Vorinstanz räumte dem Gesuchsteller ab November 2017 ein Ferienbe-
suchsrecht in der ersten Woche der Frühlingsferien, in den ersten zwei Wochen 

der Sommerferien sowie in der ersten Woche der Herbstferien ein, jeweils ab 

Freitag nach Abschluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis Ende 

der Woche(n), Freitag 18.00 Uhr (Urk. 2 S. 31, Dispositivziffer 3, Abschnitt 1, Ali-

nea 1-3). Dies blieb unangefochten (vgl. Urk. 1 S. 2 f.).  

Weiter räumte der erstinstanzliche Richter dem Gesuchsteller ein Ferienbesuchs-

recht an Ostern ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern, 8.00 

Uhr, sowie an Weihnachten ab 25. Dezember, 18.00 Uhr, bis 26. Dezember, 

18.00 Uhr, ein (Urk. 2 S. 31, Dispositivziffer 3, Abschnitt 1, Alinea 4 und 5 ).  

Die Übergabemodalitäten regelte die Vorinstanz dahingehend, dass die Gesuch-

stellerin die Kinder jeweils freitags pünktlich in den Tanzunterricht zu bringen ha-

be, wo sie der Gesuchsteller nach Abschluss des Tanzunterrichts pünktlich abzu-

holen habe. Am Dienstag nach Ostern habe der Gesuchsteller die Kinder pünkt-

lich in die Schule bzw. den Kindergarten zu bringen. Während der Tanzschulferi-

en habe die Gesuchstellerin die Kinder jeweils freitags vor dem Ferienbesuch so-

wie am Gründonnerstag und 25. Dezember um 18.00 Uhr pünktlich zum C._____ 

zu bringen, wo sie der Gesuchsteller pünktlich abzuholen habe. Während der 

Schulferien habe der Gesuchsteller die Kinder am Dienstag nach Ostern um 8.00 

Uhr, am 26. Dezember um 18.00 Uhr sowie nach seinen Ferienbesuchen jeweils 

freitags 18.00 Uhr pünktlich zum C._____ zu bringen, wo sie die Gesuchstellerin 

pünktlich abzuholen habe (Urk. 2 S. 31 f., Dispositivziffer 3, Abschnitte 2 und 3).  

Sodann wurde auch der Gesuchstellerin ab November 2017 ein Ferienbesuchs-

recht eingeräumt, nämlich je die zweite Woche der Frühlings- und Herbstferien 

- 20 - 

(ab Freitag, ab 18.00 Uhr, bis Ende dieser Wochen, Freitag, 18.00 Uhr), was nicht 

angefochten wurde (Urk. 1 S. 3), sowie die letzten zwei Wochen der Sommerferi-

en. In den übrigen Schulferien soll die Gesuchstellerin berechtigt sein, mit den 

Kindern die Ferienwochen zu verbringen, habe jedoch das gemeinsame Wochen-

end- und Feiertagsbesuchsrecht des Gesuchstellers sowie der Kinder zu respek-

tieren (Urk. 2 S. 21).  

2.2. Die Gesuchstellerin beanstandet das Feiertagebesuchsrecht des Gesuch-
stellers an Ostern und Weihnachten sowie die Übergabeorte bei der Tanzschule, 

im Kindergarten und in der Schule. Weiter wünscht sie eine Ausdehnung ihres 

zweiwöchigen Sommerferienbesuchsrechts auf drei volle Sommerferienwochen, 

ohne Wahrung des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstellers in dieser Zeit. 

Praxisgemäss würden Ferienabwesenheiten eines Elternteils mit den Kindern oh-

nehin generell dem Wochenend- und Feiertagsbesuchsrecht des anderen Eltern-

teils vorgehen (Urk. 1 S. 2 f., 14 ff.). Der Gesuchsteller akzeptiert die vor-

instanzliche Ferien- und Feiertagebesuchsrechtsregelung. Diese sei denn auch 

nicht neu und dehne das Besuchsrecht auch nicht aus, sondern konkretisiere 

bloss die eheschutzrichterliche Regelung (Urk. 19 S. 7 f.).  

2.3. a) Im Rahmen der eheschutzrichterlichen Regelung vom 10. Juli 2014 
wurde der Gesuchsteller berechtigt, die Kinder an Ostern und am zweiten Weih-

nachtstag (26. Dezember) auf Besuch zu nehmen und sie ausserdem (ab schul-

pflichtigem Alter) für vier Wochen jährlich auf eigene Kosten mit sich in die Ferien 

zu nehmen (Urk. 6/5/36 S. 4, Dispositivziffer 3.2).  

Mit Blick auf die schweren Kommunikationsschwierigkeiten der Parteien präzisier-

te die Vorinstanz diese Regelung. Lediglich betreffend Weihnachten wurde eine 

geringfügige Ausdehnung (vom 25. Dezember, 18.00 Uhr, bis 26. Dezember, 

18.00 Uhr) vorgenommen.  

b) Weil die beiden Kinder einen guten Kontakt zum Vater pflegen und ihn gerne 
sehen, steht der Regelung eines ausgedehnten Ferien- und Feiertagebesuchs-

rechts in Anlehnung an die eheschutzrichterliche Regelung nichts entgegen. Dass 

die Kinder bisher offenbar keine (oder nur kurze) Ferien mit dem Gesuchsteller 

- 21 - 

verbrachten (Urk. 2 S. 27 oben; Urk. 1 S. 13), spielt mit Blick auf die gute Vater-

Kinder-Beziehung und das gemäss Eheschutzentscheid vom 10. Juli 2014 jährlich 

eingeräumte vierwöchige Ferienbesuchsrecht (Urk. 6/5/36 S. 4) denn auch keine 

entscheidende Rolle. Weitere Abklärungen waren (und sind) nicht zu treffen. Zu-

recht erachtete die Vorinstanz demgegenüber eine Ferienbetreuung durch den 

Gesuchsteller im Umfang von fünf Wochen jährlich als, jedenfalls im Rahmen des 

vorsorglichen Massnahmenverfahrens, etwas zu ausgedehnt, dies im Hinblick auf 

das Alter der Kinder und da die Kinder offenbar bisher keine Ferien mit dem Ge-

suchsteller verbracht hätten (Urk. 2 S. 27). Zudem hatten die anwaltlich vertrete-

nen Parteien vor Vorinstanz genügend Möglichkeiten, um sich auch zum Feierta-

ge- und Ferienbesuchsrechts (gegebenenfalls von sich aus, auch nach den 

Sommergerichtsferien) zu äussern (vgl. demgegenüber: Urk. 1 S. 12 f.).  

Die Gesuchstellerin führt im Rahmen ihrer Berufung neu aus, sie verbringe die 

Sommerferien mit den Kindern jeweils in Spanien bei ihrer Familie und Freunden 

in ihrem Herkunftsdorf. Dies sei eine lange und teure Reise. Dafür seien ihr drei 

volle Sommerferienwochen zuzugestehen. Mit der vorinstanzlichen Regelung, 

und insbesondere unter Wahrung des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstel-

lers auch in den Ferien, sei solches jedoch nicht mehr möglich, was nicht im Kin-

deswohl liege (Urk. 1 S. 15). Der Gesuchsteller beantragte im Rahmen seiner 

letzten Stellungnahme vor Vorinstanz vom 28. Juli 2017 lediglich die ersten zwei 

Wochen der Sommerferien für sich. Zu den Ferien der Gesuchstellerin äusserte 

er sich nicht (Urk. 6/78 S. 2). Es ist in der Regel denn auch nicht üblich, auch die 

Ferien des obhutsberechtigten Elternteils zu regeln, wie dies die Vorinstanz mit 

Blick auf die Streitereien der Parteien zwecks Vermeidung von Konflikten (vgl. 

Urk. 2 S. 28) getan hat. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass sich die 

Gesuchstellerin erst durch den angefochtenen Entscheid zu einer Äusserung be-

treffend ihr eigenes Ferienrecht mit den Kindern veranlasst sah. Ihre neuen Vor-

bringen stellen daher zulässige Noven dar (Art. 317 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 99 

Abs. 1 BGG analog). Die Vorbringen der Gesuchstellerin sind nachvollziehbar und 

es liegt im Wohl der Kinder, wie bis anhin (längere) Ferien im Herkunftsland ihrer 

Mutter zu verbringen. Im Übrigen haben sich die Parteien offenbar mit Hilfe der 

Beiständin bezüglich der Sommerferien 2018 bereits ungefähr in diesem Sinne 

- 22 - 

geeinigt (Urk. 19 S. 8; Urk. 26 S. 4; Urk. 21/1). Der angefochtene Entscheid ist 

daher dahingehend abzuändern, dass der Gesuchstellerin die letzten drei Wo-

chen der Sommerferien, wie beantragt (Urk. 1 S. 3), ab Montagmorgen, 8.00 Uhr, 

bis und mit Sonntagabend der fünften Sommerferienwoche zuzugestehen sind. 

Wie sich die Ferienbesuchsregelung der Vorinstanz in den diesjährigen Sommer-

ferien auswirken würde (vgl. Urk. 1 S. 14 f.; Urk. 19 S. 8; Urk. 26 S. 4), kann somit 

dahin gestellt bleiben.  

Ansonsten bleibt es bei der vorinstanzlichen Regelung, insbesondere auch bei 

der mitangefochtenen Dispositivziffer 4, Abschnitt 2, wonach die Gesuchstellerin 

in den übrigen Schulferien berechtigt sein soll, mit den Kindern die Ferienwochen 

zu verbringen, wobei sie jedoch das gesamte Wochenend- und Feiertagsbe-

suchsrecht des Gesuchstellers sowie der Kinder zu respektieren hat, zumal die 

Ferienwochen beider Parteien mit den Kindern jeweils von Freitag, 18.00 Uhr, bis 

Ende dieser Ferienwoche, Freitag, 18.00 Uhr, andauern (Urk. 2 Dispositivziffer 3, 

Abschnitt 1, Alinea 1-3, und Dispositivziffer 4, Abschnitt 1, Alinea 1-3). Dass pra-

xisgemäss das Ferien- und Feiertagebesuchsrecht dem Wochenendbesuchsrecht 

vorgeht, ändert daran nichts. In Anbetracht der vorliegenden Umstände erscheint 

die vorinstanzliche Regelung vielmehr angemessen.  

c) Die Gesuchstellerin kritisiert weiter, die vorinstanzlich getroffene Feiertage-
besuchsregelung an Ostern und Weihnachten entspreche nicht einer gerichtsübli-

chen alternierenden Regelung und führe zudem zum unannehmbaren Ergebnis, 

dass sie nie mehr zusammen mit den Kindern Ostern und Weihnachten feiern 

könne.  

Zwar wurde bereits im Rahmen des Ehschutzentscheides vom 10. Juli 2014 vor-

gesehen, dass der Gesuchsteller berechtigt sei, die Kinder an Ostern und am 

zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) auf Besuch zu nehmen (Urk. 6/5/36 S. 4, 

Dispositivziffer 3.2). Zudem beantragte der Gesuchsteller im Rahmen seiner Ein-

gabe vom 28. Juli 2017, wozu sich die Gesuchstellerin nicht mehr vernehmen 

liess, ein Feiertagebesuchsrecht an Ostern von Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis 

Ostermontag, 18.00 Uhr, sowie an Weihnachten, vom 25. Dezember, 18.00 Uhr, 

bis 26. Dezember, 18.00 Uhr (Urk. 6/78 S. 2). Allerdings kann es nicht im Kindes-

- 23 - 

wohl liegen, dass die Kinder die Feiertage, insbesondere Ostern und Weihnach-

ten, jeweils nur noch mit einem Elternteil verbringen dürfen. Dementsprechend 

sehen die gerichtsüblichen Regelungen denn auch stets ein jährlich alternieren-

des Feiertagebesuchsrecht vor. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb vorliegend 

davon abzuweichen wäre. Mit Blick auf die in Kinderbelangen herrschende Offizi-

al- und Untersuchungsmaxime ändert daran auch die fehlende Bestreitung der 

Anträge des Gesuchstellers durch die Gesuchstellerin vor Vorinstanz nichts.  

Vielmehr rechtfertigt sich folgende, gerichtsübliche alternierende, an die Proble-

matik der gegenständlichen Verhältnisse angepasste Regelung: Der Gesuchstel-

ler ist zu berechtigen, die Kinder in geraden Jahren jeweils am Weihnachtstag 

(25. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar), in ungeraden Jahren am zwei-

ten Weihnachtstag (26. Dezember) und am zweiten Neujahrstag (2. Januar) je-

weils von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr (vgl. Urk. 1 S. 17 oben, gemäss dem, dem Kin-

deswohl entsprechenden Vorschlag der Gesuchstellerin) sowie in geraden Jahren 

über Ostern, ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern, 8.00 Uhr, 

und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag, 9.00 Uhr, bis Dienstag nach 

Pfingsten, 8.00 Uhr, auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu neh-

men.  

Ungeachtet des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstellers ist die Gesuchstel-

lerin sodann zu berechtigen, die Kinder in geraden Jahren am zweiten Weih-

nachtstag (26. Januar) und am zweiten Neujahrstag (2. Januar), in ungeraden 

Jahren am Weihnachtstag (25. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar) sowie 

in ungeraden Jahren über Ostern (ab Gründonnerstag bis und mit Ostermontag) 

und in geraden Jahren an Pfingsten (ab Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmon-

tag) bei sich zu haben. Nachdem die Vorinstanz im Dispositiv die Ferien der Ge-

suchstellerin explizit festgehalten hat, sind nunmehr auch ihre Feiertage im Dis-

positiv aufzuführen. Anzumerken bleibt, dass eine Trennung der Eltern selbstre-

dend immer auch eine Anpassung des bisherigen Familienlebens mit sich bringt 

(vgl. Urk. 1 18). Wie beim Wochenendbesuchsrecht erscheint es, insbesondere 

auch beim Feiertagebesuchsrecht über Ostern und Pfingsten, zwecks Vermei-

dung/Minimierung von direkten Kontakten zwischen den Parteien, angebracht, 

- 24 - 

dass der Gesuchsteller die Kinder jeweils am Dienstagmorgen, nach Ostern und 

Pfingsten, direkt in den Kindergarten bzw. die Schule bringt.  

Wie vorstehend beim Wochenendbesuchsrecht dargetan, erweisen sich schliess-

lich auch hier die von der ersten Instanz vorgesehenen Übergabeorte bei der 

Tanzschule und im Kindergarten bzw. in der Schule und bei Tanzschul- und 

Schulferien beim C._____ als sinnvoll und praktikabel und sind zu übernehmen.  

3. Kindesschutzmassnahmen 

3.1. Gemäss dem von der KESB Bülach Nord in Auftrag gegebenen Intensivab-
klärungsbericht vom 16. Januar 2018 werden verschiedene Kindesschutzmass-

nahmen empfohlen. Einerseits soll zusätzlich zur bestehenden Besuchsrechtsbei-

standschaft eine Erziehungsbeistandschaft eingesetzt werden. Andererseits sei 

bezüglich D._____ eine psychiatrisch/psychologische Abklärung bei einer ambu-

lanten Anlaufstelle notwendig, um mehr über D._____s Schwierigkeiten und de-

ren Ursache zu erfahren und sie dabei gezielt unterstützen zu können. Zudem soll 

D._____ weiterhin durch ihren Therapeuten Hr. J._____ unterstützt werden. Auf-

grund der altersentsprechenden Entwicklung von E._____ werden für sie zurzeit 

keine spezifischen Unterstützungsmassnahmen empfohlen. Sodann wird für die 

Kindseltern die Anordnung einer sozialpädagogischen Familienbegleitung sowie 

eine Mediation/Beratung empfohlen (Urk. 18 S. 15 f.).  

3.2. Hat das Gericht, das für die Ehescheidung oder den Schutz der ehelichen 
Gemeinschaft zuständig ist, die Beziehungen der Eltern zu den Kindern zu gestal-

ten, so trifft es auch die nötigen Kindesschutzmassnahmen und betraut die Kin-

desschutzbehörde mit dem Vollzug (Art. 315a Abs. 1 ZGB). Die Kindesschutzbe-

hörde bleibt jedoch befugt, ein vor dem gerichtlichen Verfahren eingeleitetes Kin-

desschutzverfahren weiterzuführen bzw. die zum Schutz des Kindes sofort not-

wendigen Massnahmen anzuordnen, wenn sie das Gericht voraussichtlich nicht 

rechtzeitig treffen kann (Art. 315a Abs. 3 ZGB).  

Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist die detailgetreue Rege-

lung des persönlichen Verkehrs des Gesuchstellers mit den Kindern. In diesem 

- 25 - 

Zusammenhang - und auch mangels akuter Gefährdung des Kindeswohl ansons-

ten - drängen sich keine weiteren Kindesschutzmassnahmen auf. Anlass für die 

von der KESB Bülach Nord in Auftrag gegebene Intensivabklärung war, wie be-

reits erwähnt, eine Gefährdungsmeldung durch den Gesuchsteller, wonach die 

Kinder von der Gesuchstellerin und von den Grosseltern mütterlicherseits ge-

schlagen würden (Urk. 18 S. 1 unten). Gemäss dem Intensivabklärungsbericht 

konnten jedoch keine Anzeichen und Merkmale von Gewaltanwendungen gegen-

über den Kindern festgestellt werden, weder durch die Parteien noch durch die 

Grosseltern väterlicher- oder mütterlicherseits (Urk. 18 S. 13). Somit erwies sich 

der Anlass für die Abklärung als unbegründet. Betreffend die jüngere Tochter 

E._____ werden keine Kindesschutzmassnahmen empfohlen (Urk. 18 S. 15). 

Laut dem Abklärungsbericht sei es im Übrigen schwierig, einen unmittelbaren Zu-

sammenhang zwischen den Schwierigkeiten von D._____ und den Elternkonflik-

ten herzustellen (Urk. 18 S. 11, Ziffer 1). Die Frage nach den Ursachen und Lö-

sungen für D._____s Schwierigkeiten und in diesem Zusammenhang die für 

D._____ empfohlene psychiatrische/psychologische Abklärung sprengen jeden-

falls den Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens. Diese Ansicht ver-

tritt im Übrigen auch die Gesuchstellerin (Urk. 26 S. 6) und sinngemäss wohl auch 

der Gesuchsteller, welcher sich nicht zum Intensivabklärungsbericht äusserte. 

Auch die allfällige Anordnung einer Erziehungsbeistandschaft bleibt der Vo-

rinstanz im Rahmen der Fortführung des Scheidungsverfahrens anheim gestellt. 

Es bleibt jedoch darauf hinzuweisen, dass kein Anlass besteht und auch nicht gel-

tend gemacht wurde, an der grundsätzlichen Erziehungsfähigkeit der Eltern zu 

zweifeln (Urk. 18 S. 12). Das Problem liegt einzig im eskalierten Paarkonflikt, wel-

cher mit der vorliegenden Besuchsrechtsregelung entschärft werden dürfte.  

Die KESB Bülach Nord wird ausserdem das von ihr eingeleitete Kindesschutzver-

fahren, insbesondere im Zusammenhang mit einer allfälligen psychologischen 

Abklärung von D._____, allenfalls weiterführen können. Eine Psychotherapie 

wurde von der Vorinstanz für D._____ gemäss Verfügung vom 1. Juni 2017 be-

kanntlich bereits angeordnet und K._____ mit deren Durchführung betraut (vgl. 

Urk. 6/67 S. 8, Dispositivziffer 2). Diese Therapie ist seit Juni 2017 im Gang (vgl. 

- 26 - 

Urk. 18 S. 9 unten). Diesbezügliche Weiterungen erübrigen sich mithin vorliegend 

ebenfalls.  

Im Rahmen der vorinstanzlichen Verfügung vom 1. Juni 2017 wurde davon Vor-

merk genommen, dass die Parteien eine Mediation/Beratung bei dipl. psych. 

L._____ zur Verbesserung der Kommunikation zwischen den Parteien und damit 

Verbesserung des Kindeswohls absolvieren. Dabei wurde diese Mediati-

on/Beratung vorerst auf 10 Sitzungen beschränkt und die Kostenübernahme 

einstweilen geregelt (Urk. 6/67 S. 8, Dispositivziffer 3). Die Parteien haben diese 

Mediation zwar angefangen, jedoch kurz darauf wieder abgebrochen (Urk. 18 S. 7 

oben; Urk. 6/83). Es erscheint nicht sinnvoll und kaum erfolgversprechend, nun-

mehr im Rahmen des vorliegenden Berufungsverfahrens erneut eine solche  

Massnahme anzuordnen. Im Übrigen wies selbst die Vorinstanz den Antrag der 

Beiständin auf Anordnung einer sozialpädagogischen Übergabebegleitung ab, 

weil eine solche von beiden Parteien abgelehnt werde und nicht erfolgsverspre-

chend sei, nachdem eine Mediation/Beratung, die auch die geordnete Übergabe 

der Kinder im Blickfeld hatte, habe abgebrochen werden müssen. Zudem wäre 

solches mit Blick auf die anfallenden Kosten angesichts der vorliegenden Erfolgs-

prognose nicht verhältnismässig (Urk. 2 S. 19 f., 30).  

Sodann ist auch von der Anordnung einer relativ einschneidenden und kostenin-

tensiven sozialpädagogischen Familienbegleitung im vorliegenden Berufungsver-

fahren abzusehen.  

Weiterhin bleibt zu erwähnen, dass, wie im Beschluss der Kammer vom 5. De-

zember 2017 erwogen, es im KESB-Verfahren um (dringliche) Kindesschutz-

massnahmen geht, während im vorliegenden Berufungsverfahren Einzelheiten 

der Kontaktregelung zwischen dem Gesuchsteller und den beiden Kindern 

D._____ und E._____ von Belang sind. Die beiden Verfahren haben mithin ver-

schiedene Regelungsgegenstände (Urk. 14 S. 9).  

Resümiert drängen sich im vorliegenden Berufungsverfahren somit keinerlei wei-

teren Kindesschutzmassnahmen gemäss den Empfehlungen der KESB Bülach 

Nord auf.  

- 27 - 

Weil jedoch der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wurde, ist auch 

die Anordnung einer Vertretung der Kinder zu prüfen (Art. 299 Abs. 2 Bst. c Ziff. 2 

ZPO). Eine solche Kindervertretung erscheint jedoch, jedenfalls im Rahmen des 

vorliegenden Berufungsverfahrens, worin es im Wesentlichen um die detailge-

treue Regelung des persönlichen Verkehrs mit einer leichten Ausdehnung des-

selben geht, nicht notwendig. Es sind insbesondere keine wichtigen Fragen des 

persönlichen Verkehrs an sich zu regeln (vgl. Art. 299 Abs. 2 Bst. a Ziff. 3 ZPO). 

Allenfalls wird sich die Vorinstanz im Hauptverfahren die Anordnung einer Kinder-

vertretung zu überlegen haben.  

C. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die Vorinstanz sah in ihrem Entscheid über vorsorgliche Massnahmen von 
der Festsetzung von Gerichtskosten ab (Urk. 2 S. 32; Art. 104 Abs. 1 und 3 ZPO).  

2. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist, insbesondere mit Blick auf 
den Umstand, dass auch über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung samt 

Wiedererwägung zu entscheiden war (vgl. Urk. 7 und Urk. 14), auf Fr. 4'000.– 

festzusetzen (§ 5 Abs. 1 i.V.m. § 6 Abs. 1, § 8, § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG). Es 

rechtfertigt sich, die Gerichtskosten, mit Blick auf die einzig im Streit liegenden 

Kinderbelange im engeren Sinne, den Parteien praxisgemäss je hälftig aufzuerle-

gen, zumal davon ausgegangen werden kann, dass beide Parteien gute Gründe 

für ihre Standpunkte hatten (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Dementsprechend sind 

keine Parteientschädigungen festzulegen bzw. diese wettzuschlagen.  

3. Die Gerichtskosten sind aus dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.– zu beziehen (Urk. 14 und Urk. 15). Der 

Gesuchsteller hat der Gesuchstellerin den Vorschuss im Umfang von Fr. 2'000.– 

zu ersetzen (Art. 111 Abs. 2 ZPO).  

 

Es wird beschlossen: 

- 28 - 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Verfügung des Einzelgerichts am Bezirksge-

richt Zürich vom 6. Oktober 2017 betreffend die Dispositivziffer 1 in Rechts-

kraft erwachsen ist.  

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.  

Es wird erkannt: 

1. In Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach 

vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der Parteien vom 13. März 

2014 wird der Gesuchsteller im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für 

das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, die Kinder ab November 

2017 jeweils am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats auf ei-

gene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

Die Gesuchstellerin hat die Kinder jeweils freitags pünktlich in den Tanzun-

terricht zu bringen, der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des Tanz-

unterrichts pünktlich abzuholen. Am Montagmorgen hat der Gesuchsteller 

die Kinder pünktlich in die Schule/den Kindergarten zu bringen, die Gesuch-

stellerin hat sie dort nach Schulschluss/Kindergartenschluss wieder abzuho-

len.  

Während der Tanzschulferien hat die Gesuchstellerin die Kinder jeweils frei-

tags, 18.00 Uhr, pünktlich zum C._____, zu bringen und der Gesuchsteller 

hat sie dort pünktlich abzuholen. Während der Schulferien hat der Gesuch-

steller die Kinder jeweils montags, 8.00 Uhr, pünktlich zum C._____, zu 

bringen und die Gesuchstellerin hat sie dort pünktlich abzuholen.  

2. Zusätzlich wird der Gesuchsteller in Abänderung/Konkretisierung der mit Ur-

teil des Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinba-

rung der Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen Mass-

nahme für das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, die Kinder ab No-

vember 2017 wie folgt auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien 

zu nehmen:  

- 29 - 

 - in der ersten Woche der Frühlingsferien, ab Freitag nach Ab-

schluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis Ende 

dieser Woche, Freitag, 18.00 Uhr;  

 - in den ersten zwei Wochen der Sommerferien, ab Freitag nach 

Abschluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis En-

de dieser beiden Wochen, Freitag, 18.00 Uhr;  

 - in der ersten Woche der Herbstferien, ab Freitag nach Abschluss 

des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis Ende dieser 

Woche, Freitag, 18.00 Uhr;  

 - an Weihnachten/Neujahr in geraden Jahren am 25. Dezember 

und am 1. Januar und in ungeraden Jahren am 26. Dezember 

und am 2. Januar jeweils von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr; 

 - in geraden Jahren über Ostern ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, 

bis Dienstag nach Ostern, 8.00 Uhr, und in ungeraden Jahren von 

Pfingstsamstag, 9.00 Uhr, bis Dienstag nach Pfingsten 8.00 Uhr. 

  Die Gesuchstellerin hat die Kinder jeweils freitags pünktlich in den 

Tanzunterricht zu bringen, der Gesuchsteller hat sie dort nach Ab-

schluss des Tanzunterrichts pünktlich abzuholen. Am Dienstag nach 

Ostern und Pfingsten hat der Gesuchsteller die Kinder pünktlich in die 

Schule/den Kindergarten zu bringen, die Gesuchstellerin hat sie dort 

nach Schulschluss/Kindergartenschluss wieder abzuholen.  

  Die Gesuchstellerin hat die Kinder während der Tanzschulferien frei-

tags vor dem Ferienbesuch um 18.00 Uhr sowie am Gründonnerstag 

um 18.00 Uhr und am Pfingstsamstag, an Weihnachten und am Neu-

jahr jeweils um 9.00 Uhr pünktlich zum C._____, zu bringen und der 

Gesuchsteller hat sie dort pünktlich abzuholen. Während der Schulferi-

en hat der Gesuchsteller die Kinder am Dienstag nach Ostern und 

Pfingsten um 8.00 Uhr, am 25. bzw. 26. Dezember und 1. bzw. 2. Ja-

nuar jeweils um 21.00 Uhr sowie nach seinen Ferienbesuchen jeweils 

- 30 - 

freitags um 18.00 Uhr pünktlich zum C._____, zu bringen und die Ge-

suchstellerin hat sie dort pünktlich abzuholen.  

3. Die Gesuchstellerin wird in Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des 

Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der 

Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für 

das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, mit den Kindern ab Novem-

ber 2017 die folgenden Ferienwochen und Feiertage zu verbringen:  

 - die zweite Woche der Frühlingsferien, ab Freitag, ab 18.00 Uhr, 

bis Ende dieser Woche, Freitag, 18.00 Uhr;  

 - die letzten drei Wochen der Sommerferien ab Montagmorgen, 

8.00 Uhr, bis und mit Sonntagabend der fünften Sommerferien-

woche; 

 - die zweite Woche der Herbstferien, ab Freitag, ab 18.00 Uhr, bis 

Ende dieser Woche, Freitag, 18.00 Uhr; 

 - in geraden Jahren am zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) 

und am zweiten Neujahrstag (2. Januar), in ungeraden Jahren am 

Weihnachtstag (25. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar);  

 - in ungeraden Jahren über Ostern (ab Gründonnerstag bis und mit 

Ostermontag) und in geraden Jahren über Pfingsten (ab Pfingst-

samstag bis und mit Pfingstmontag). 

 In den übrigen Schulferien ist die Gesuchstellerin berechtigt, mit den Kindern 

die Ferienwochen zu verbringen, hat jedoch das gemeinsame Wochenend- 

und Feiertagebesuchsrecht des Gesuchstellers sowie der Kinder zu respek-

tieren.  

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.- festgesetzt. 

5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

je hälftig auferlegt und mit dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kosten-

- 31 - 

vorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.– verrechnet. Der Gesuchsteller wird 

verpflichtet, der Gesuchstellerin den geleisteten Vorschuss im Umfang von 

Fr. 2'000.– zu ersetzen. 

6. Im Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen festgesetzt.  

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Obergerichtskasse, die Vor-

instanz, die Kindesschutzbehörde Bülach Nord und die Beiständin, M._____, 

je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 

Zürich, 12. Juli 2018 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin:  

 
 
 

lic. iur. M. Reuss Valentini 
 
 
versandt am: 
mc 

	Beschluss und Urteil vom 12. Juli 2018
	Verfügung des Einzelgerichts der 5. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich vom 6. Oktober 2017: (Urk. 2 S. 30 ff.)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	Die Gesuchstellerin hat die Kinder jeweils freitags pünktlich in den Tanzunterricht zu bringen, der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des Tanz-unterrichts pünktlich abzuholen. Am Montagmorgen hat der Gesuchsteller die Kinder pünktlich in die S...
	Während der Tanzschulferien hat die Gesuchstellerin die Kinder jeweils freitags, 18.00 Uhr, pünktlich zum C._____, zu bringen und der Gesuchsteller hat sie dort pünktlich abzuholen. Während der Schulferien hat der Gesuchsteller die Kinder jeweils mont...
	2. Zusätzlich wird der Gesuchsteller in Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für das Scheidungsverfahren f...
	- in der ersten Woche der Frühlingsferien, ab Freitag nach Abschluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis Ende dieser Woche, Freitag, 18.00 Uhr;
	- in den ersten zwei Wochen der Sommerferien, ab Freitag nach Abschluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis Ende dieser beiden Wochen, Freitag, 18.00 Uhr;
	- in der ersten Woche der Herbstferien, ab Freitag nach Abschluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis Ende dieser Woche, Freitag, 18.00 Uhr;
	- an Weihnachten/Neujahr in geraden Jahren am 25. Dezember und am 1. Januar und in ungeraden Jahren am 26. Dezember und am 2. Januar jeweils von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr;
	- in geraden Jahren über Ostern ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern, 8.00 Uhr, und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag, 9.00 Uhr, bis Dienstag nach Pfingsten 8.00 Uhr.
	3. Die Gesuchstellerin wird in Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für das Scheidungsverfahren für berech...
	- die zweite Woche der Frühlingsferien, ab Freitag, ab 18.00 Uhr, bis Ende dieser Woche, Freitag, 18.00 Uhr;
	- die letzten drei Wochen der Sommerferien ab Montagmorgen, 8.00 Uhr, bis und mit Sonntagabend der fünften Sommerferienwoche;
	- die zweite Woche der Herbstferien, ab Freitag, ab 18.00 Uhr, bis Ende dieser Woche, Freitag, 18.00 Uhr;
	- in geraden Jahren am zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) und am zweiten Neujahrstag (2. Januar), in ungeraden Jahren am Weihnachtstag (25. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar);
	- in ungeraden Jahren über Ostern (ab Gründonnerstag bis und mit Ostermontag) und in geraden Jahren über Pfingsten (ab Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag).
	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.- festgesetzt.
	5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien je hälftig auferlegt und mit dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4'000.– verrechnet. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchs...
	6. Im Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen festgesetzt.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Obergerichtskasse, die Vor-instanz, die Kindesschutzbehörde Bülach Nord und die Beiständin, M._____, je gegen Empfangsschein.