# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aedb9b91-2d90-54a6-a860-17676313dffb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.01.2007 UV 2006/54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-54_2007-01-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/54

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 16.01.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 16.01.2007
Art. 6 UVG. Unfallbegriff. Aussage der ersten Sunde. Bei widersprüchlichen 
Angaben über den Unfallhergang ist auf die Aussagen der ersten Stunde 
abzustellen. Nachträgliche Hinzufügungen sind nicht ohne weiteres als 
ergänzende Präzisierungen zu interpretieren (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2007, UV 
2006/54).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 16. Januar 2007

In Sachen

B.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Heinz T. Stadelmann, St. Jakobstrasse 37, 9000 St. 

Gallen,

gegen

SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Der 1966 geborene B.___ war beim Kanton St. Gallen (Arbeitsort: A.___) als 

Kursleiter angestellt und dadurch bei der SWICA Gesundheitsorganisation 

(nachfolgend: SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit 

Unfallmeldung UVG vom 29. Juni 2005 liess der Versicherte durch seinen Arbeitgeber 

melden, er habe am 4. Juni 2005 beim Heben eines Bildschirms plötzlich Schmerzen 

verspürt. Im Arztzeugnis UVG vom 11. Juli 2005 gab Dr. med. C.___, als Diagnose eine 

akute Diskushernie L4/5 und L5/S1 an. Der Versicherte habe beim Umplatzieren eines 

PC einen einschiessenden Kreuzschmerz verspürt, der in der Folge angehalten habe. 

Zudem seien ein Taubheitsgefühl im linken Bein sowie ein Niesschmerz aufgetreten. Im 

Unfallfragebogen UVG vom 6. August 2005 berichtete der Versicherte auf die Frage 

nach dem genauen Unfallhergang, er habe beim Heben eines Computerbildschirms 

plötzlich einen heftigen Stich im Kreuz verspürt. Am 10. August 2005 wurde der 

Versicherte durch eine Sachbearbeiterin der SWICA telefonisch nochmals nach dem 

Ereignis vom 4. Juni 2005 befragt. Laut Telefonnotiz hat der Versicherte dabei 

angegeben, er habe den PC-Bildschirm angehoben, dabei habe es ihm einen Zwick im 

Rücken gegeben. Es könne sein, dass er dabei eine Drehbewegung gemacht habe. Auf 

den Hinweis, dass dieser Beschrieb nicht einem Unfall, sondern lediglich einer 

Überlastungsreaktion entspreche, die nicht als Unfall gelte, und es ausserdem an 

einem ungewöhnlichen äusseren Faktor fehle, habe der Versicherte geantwortet, dass 

es sehr wohl einen äusseren Faktor gebe, nämlich einen alten Holzboden, auf dem das 

Gehen wegen des Schwankens sehr schwierig gewesen sei. Am 16. August 2005 

beauftragte die SWICA die D.___ mit der Abklärung des genauen Ereignishergangs. 

Dieser gegenüber gab der Versicherte laut UVG-Abklärungsbericht vom 30. September 

2005 in einer Besprechung vor Ort am 12. September 2005 an, im Hausanbau/

Schuppen, wo er Dinge lagern könne, stehe gleich bei der Tür ein Bistrotisch aus Holz. 

Darauf habe der Bildschirm gestanden, den er wegtragen wollte. Mit dem Bildschirm in 

der Hand habe er einen Schritt gemacht und sei auf ein loses Bodenbrett gestanden. 

Dieses habe nachgegeben. Er sei erschrocken (habe nicht gewusst, ob er nun 

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einstürze), habe sodann eine seitlich-drehende Bewegung gemacht, ohne dass er aber 

den Bildschirm habe fallen lassen. Gleichzeitig zur seitlich-drehenden Bewegung habe 

die Latte wieder nachgegeben, wodurch sein Fuss und das lose Bodenbrett eine 

federnde Bewegung gemacht hätten. Ein Ausrutschen, Anschlagen o. ä. habe sich 

nicht ereignet.

b) Mit Verfügung vom 12. Oktober 2005 eröffnete die SWICA dem Versicherten, dass 

kein Unfallereignis gegeben sei. Nachdem weder in der Unfallmeldung UVG noch im 

Unfallfragebogen UVG und im Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ ein konkretes Ereignis 

erwähnt worden sei, müsse davon ausgegangen werden, dass die Aussagen der ersten 

Stunde die wahrscheinlichste Darstellung des Geschehensablaufs darstellten. Auch 

wenn sich das Ereignis so zugetragen hätte, wie es nachträglich bei der persönlichen 

Besprechung mit der D.___ geschildert worden sei, könne der Unfallbegriff nicht als 

erfüllt betrachtet werden. Dass ein loses Bodenbrett nachgebe und nachfedere, wenn 

man darauf stehe, stelle keinen aussergewöhnlichen äusseren Faktor dar. Beim Stehen 

auf das Brett habe sich daher nichts Ungewöhnliches oder Ungewolltes, wie 

beispielsweise ein Ausgleiten oder ein Sturz zugetragen. Die Kriterien für eine 

unfallähnliche Körperschädigung seien schliesslich ebenfalls nicht erfüllt.

B.- Die gegen diese Verfügung vom Versicherten am 31. Oktober 2005 erhobene und 

am 6. Februar 2006 von seinem Rechtsvertreter, Fürsprecher lic. iur. H. Stadelmann, 

St. Gallen, begründete Einsprache wies die SWICA mit Einspracheentscheid vom 13. 

März 2006 ab.

C.- a) Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 15. Juni 2006 Beschwerde erheben mit den Anträgen, 

der Einspracheentscheid vom 13. März 2006 sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei der Leistungspflicht aus UVG zu unterstellen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. Dem Beschwerdeführer sei für das Beschwerdeverfahren 

die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch den unterzeichnenden Rechtsanwalt zu 

bewilligen.

b) In der Beschwerdeantwort vom 17. Juli 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde.

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c) Am 21. Juli 2006 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung für das vorliegende Verfahren bewilligt.

d) Mit Schreiben vom 5. September 2006 verzichtete der Beschwerdeführer auf die 

Einreichung einer Replik.

e) Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit 

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Beide Parteien 

haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verzichtet (Art. 69 VRP).

II.

1.- a) Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 

werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Unfall ist die 

plötzliche, nicht beabsichtigte, schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 

körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die 

Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die 

Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ein äusserer Faktor ist 

aussergewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen 

oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei 

grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 

99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit Hinweisen). Das für 

den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann 

nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen 

(RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 176 f.). Weiter bejaht 

die Rechtsprechung das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors dann, wenn 

beim Heben oder Verschieben einer Last ein ganz ausserordentlicher Kraftaufwand 

erfolgt und zu einer, gelegentlich als Verhebetrauma bezeichneten, Schädigung führt. 

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Es muss jedoch von Fall zu Fall geprüft werden, ob die Anstrengung im Hinblick auf 

Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden Person 

ausserordentlich war (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2). Bei 

unkoordinierten Bewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in 

der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung 

gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat, was beispielsweise dann zutrifft, wenn 

die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst oder 

wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt 

oder auszuführen versucht (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1). Dass es tatsächlich zu 

einem Sturz kommt, wird mithin nicht vorausgesetzt. Immerhin ist festzuhalten, dass 

der Nachweis eines Unfalls bei Schädigungen, die sich auf das Körperinnere 

beschränken, insofern strengen Anforderungen unterliegt, als die unmittelbare Ursache 

der Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt werden muss; denn 

ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren 

Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein 

krankheitsbedingter Ursachen besteht (RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4d). Der 

Bundesrat kann sodann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls ähnlich 

sind, in die Versicherung einbeziehen (Art. 6 UVG). In Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über 

die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) hat er in einer abschliessenden Aufzählung 

folgende Körperschäden auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen 

gleichgestellt, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration 

zurückzuführen sind: Knochenbrüche, Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrisse, 

Muskelrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen sowie Trom-

melfellverletzungen.

b) Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht der 

Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben den 

Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Indessen ist die leistungsansprechende 

Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken. Sie muss die Umstände des Unfalls 

glaubhaft machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, 

ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines 

unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine 

Leistungspflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall obliegt es dem Gericht, zu 

beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der 

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Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen 

Beweise zu erheben und kann es zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. 

Wird auf Grund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht 

wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht, so hat 

dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden 

Person auswirkt (BGE 116 V 140 E. 4b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Bei sich 

widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang kann 

praxisgemäss auf die Beweismaxime abgestellt werden, wonach die so genannten 

spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger 

sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn 

die versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, 

die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres Gewicht zu als jenen 

nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 1a mit 

Hinweisen). Das Gericht stellt daher auf jene Sachverhaltsdarstellung ab, die es von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt. Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur 

Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher 

Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 114 V 305 E. 2b).

2.- a) Streitig und zu prüfen ist, ob die in den medizinischen Akten belegte akute 

Diskushernie (Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 11. Juli 2005; Bericht der Klinik 

E.___, vom 8. Juni 2005) des Beschwerdeführers auf einen Unfall zurückzuführen bzw. 

durch einen Unfall ausgelöst oder modifiziert worden ist (vgl. dazu RKUV 2000 Nr. U 

379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen; Entscheid des EVG vom 18. Februar 2002, U 459/00, 

E. 3b; Entscheid des EVG vom 12. Februar 2004, U 185/03, E. 3.1; WOLFGANG 

MEIER, Lumbale Diskushernie und Unfall, in: Medizinische Mitteilungen der SUVA Nr. 

68 [Dezember 1995], S. 14 ff.; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 258. Aufl., 

Berlin 1998, S. 168). Fest steht demgegenüber, dass es sich bei einer Diskushernie 

nicht um eine Körperschädigung im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVV handelt. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers führt die Diskushernie auf ein Ereignis vom 4. 

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Juni 2005 zurück, wie es in der Einsprache vom 6. Februar und in der Beschwerde vom 

15. Juni 2006 beschrieben wird. Der Beschwerdeführer habe an diesem Tag im 

Hausanbau/Schuppen einen Computerbildschirm von einem Bistrotisch wegtragen 

wollen. Mit dem Bildschirm in der Hand habe er einen Schritt gemacht und sei dabei 

auf ein loses Bodenbrett getreten, welches plötzlich und unerwartet nachgegeben 

habe. Er sei mit dem linken Bein ca. 30 bis 40 cm abgesackt und habe dadurch eine 

seitlich drehende Bewegung gemacht. Er habe sofort einen starken Schmerz im 

Rücken verspürt. Von Seiten der Beschwerdegegnerin ist unbestritten, dass das 

Absacken eines Beins um 30 bis 40 cm, verursacht durch ein loses Bodenbrett, einen 

Unfall gemäss Art. 4 ATSG im Sinn einer durch eine besonders sinnfällige 

Programmwidrigkeit ausgelösten unkoordinierten Bewegung, analog einem Stolpern 

oder Ausgleiten, darstellen würde. Sie stellt sich jedoch auf den Standpunkt, es sei 

aufgrund der Akten wahrscheinlicher, dass der Beschwerdeführer am fraglichen Tag 

lediglich beim Heben/Tragen eines Bildschirms plötzlich starke Rückenschmerzen 

verspürt habe und damit kein ungewöhnlicher äusserer Faktor vorliege. Unstreitig sei 

das Heben und Tragen eines Bildschirms nichts Ungewöhnliches, vielmehr etwas 

Alltägliches sein, womit ein dabei erlittenes Verhebetrauma kein Unfallereignis im Sinn 

des Gesetzes darstelle.

b) In den Akten ist der Unfallhergang mehrmals beschrieben. In der Unfallmeldung UVG 

des Arbeitgebers vom 29. Juni 2005, im Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ vom 11. Juli 

2005, im Unfallfragebogen UVG vom 6. August 2005 sowie zu Beginn eines 

Telefongesprächs mit einer Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin am 10. August 

2005 wurde von Seiten des Beschwerdeführers nur das keinen Unfall darstellende 

Verhebetrauma erwähnt. Auch die beim Telefongespräch zusätzlich noch erwähnte 

Drehbewegung vermag ebenfalls keinen Unfalltatbestand zu begründen. Abgesehen 

davon, dass sie hier nur als mögliche Begleiterscheinung erwähnt wurde, wird sie dabei 

auch als beherrschte Bewegung ohne Programmwidrigkeit dargestellt, die einer 

physiologisch normalen Beanspruchung des Körpers gleichkommt. Die Verlagerung in 

der Sachverhaltsdarstellung vom reinen Verhebetrauma hin zum schwankenden alten 

Holzboden, auf welchem das Gehen sehr schwierig gewesen sei, als äusserem Faktor 

erfolgte erst, nachdem die Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin der zunächst 

abgegebenen Ereignisschilderung die Unfalleignung abgesprochen hatte. Gegenüber 

der D.___ führte der Beschwerdeführer dann ein loses Bodenbrett im Holzboden an, 

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auf welches er aufgetreten sei, worauf das Bodenbrett gleichzeitig zu einer von ihm 

vollzogenen seitlich-drehenden Bewegung nachgegeben habe und sein Fuss und das 

lose Bodenbrett eine federnde Bewegung gemacht hätten. Die Beschwerdegegnerin 

stellt zutreffenderweise fest, dass auch in Bezug auf diesen Sachverhalt keine 

Ungewöhnlichkeit vorliegt. Ein federndes Brett in einem alten Holzboden ist nichts 

Ungewöhnliches. Der Vorgang wurde denn auch vom Beschwerdeführer als in sich 

völlig ebenmässig dargestellt. Die verschiedenen Bewegungsabläufe - auch die seitlich 

drehende Bewegung - wurden als vollkommen normal und kontrolliert, ohne 

erkennbare gesteigerte Krafteinwirkung auf den Rücken beschrieben. In der Einsprache 

folgte dann schliesslich - wie bereits erwähnt - erstmals die Darstellung, wonach er 

wegen des losen Bretts 30 bis 40 cm (!) tief in den Boden eingesackt sei.

c) Während die Beschwerdegegnerin die Aussagen des Beschwerdeführers als in sich 

widersprüchlich und im Nachhinein konstruiert bezeichnet, weshalb auf die Aussagen 

der ersten Stunden abgestellt werden müsse, stellt sich der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auf den Standpunkt, dessen Aussagen seien spontan und ohne 

grosses Überlegen erfolgt. Sie seien glaubwürdig und in keiner Weise konstruiert. Die 

Aussagen seien aufbauend und in sich logisch. Die späteren Aussagen würden auf den 

früheren Aussagen aufbauen und sich jeweils durch einen grösseren Detaillierungsgrad 

auszeichnen. Insofern seien die Aussagen nicht widersprüchlich. Dieser Sichtweise 

kann nicht zugestimmt werden. Fest steht, dass der Beschwerdeführer bei vier 

Gelegenheiten ausschliesslich das Verhebetrauma und keinen äusseren Faktor erwähnt 

hat. Ein solcher wurde vom Beschwerdeführer erst angegeben, nachdem er anlässlich 

des Telefongesprächs mit der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin vom 10. 

August 2005 auf das Fehlen eines Unfalltatbestandes aufmerksam gemacht worden 

war. Die Nennung eines eigentlichen ungewöhnlichen äusseren Faktors erfolgte sogar 

erst im Rahmen der Einsprache, d.h. nach Kenntnisnahme des formellen 

Ablehnungsentscheids der Beschwerdegegnerin. Zwar wurde ein solcher gegenüber 

der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin in einem späten Zeitpunkt "spontan" 

vorgebracht. Allerdings hat sich dessen Darstellungen in seiner Dramatik stetig 

entwickelt. Bei einem losen Holzbrett, welches ein Absacken des Beines um 30 - 40 

cm bewirkte, handelt es sich zweifellos um ein derart wesentliches Element des 

Vorfalls, dass die Nichterwähnung - bei Zutreffen - bereits in den anfänglichen 

Unfallschilderungen in keiner Weise nachvollzogen werden kann. An dieser Beurteilung 

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vermögen die Einwände des Rechtsvertreters, der Beschwerdeführer habe erstmals im 

Rahmen der Abklärung durch die D.___ die Gelegenheit gehabt, den Sachverhalt und 

den Unfallhergang in allen Einzelheiten zu erklären und die Vereinfachung des 

Sachverhalts durch Dr. C.___, der angenommen habe, sich im Unfallfragebogen 

möglichst kurz halten zu müssen, könne nicht dem Beschwerdeführer angelastet 

werden, nichts zu ändern. Ein kurzer Hinweis auf das lose Bodenbrett wäre ohne 

weiteres möglich und angesichts seiner massgebenden Bedeutung vorallem 

naheliegend gewesen, ebenso wie der Hinweis auf das Verhebetrauma. Die erstmalige 

Erwähnung in der Einsprache kann damit nicht als ergänzende Aussage mit einem 

höheren Detaillierungsgrad qualifiziert werden, sondern muss als Abweichung und 

somit widersprüchliche Angabe bewertet werden. Angesichts dessen, dass selbst der 

Beschwerdeführer anfänglich wiederholt nur von einem Verhebetrauma gesprochen 

hat, ist schliesslich auch eine Vereinfachung des Sachverhalts durch Dr. C.___ 

auszuschliessen.

d) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die verschiedenen Aussagen des 

Beschwerdeführers in sich nicht kongruent und logisch zu betrachten sind. Vielmehr 

fällt auf, dass im Zeitpunkt der Kenntnisnahme der rechtlichen Sachlage ein 

vollkommen neuer Sachverhalt hinzugefügt wurde. Entsprechend ist ein 

Unfalltatbestand im Sinn von Art. 4 ATSG, von dem mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, er treffe zu, vorliegend nicht ausgewiesen. 

Auszugehen ist von den spontanen Aussagen des Beschwerdeführers, die er kurz nach 

dem Unfall und ohne Beeinflussung versicherungsrechtlicher Art gemacht hat, und 

welche eben einzig ein Verhebetrauma beinhalten. Die absolute Beweislosigkeit für das 

vom Beschwerdeführer nachträglich dargelegte Absacken mit einem Bein um ca. 30 - 

40 cm führt demnach zu einem Entscheid zu Ungunsten des Beschwerdeführers, 

welcher aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin ableiten wollte (RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 21).

3.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen und der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 13. März 2006 zu bestätigen. Für diesen 

Entscheid sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Zufolge 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ist hingegen der Vertreter des 

Beschwerdeführers durch den Staat zu entschädigen (vgl. Art. 61 lit. f ATSG und Art. 

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99 Abs. 1 und Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 

951.1, in Verbindung mit Art. 281 f. des kantonalen Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2). 

Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem unentgeltlichen Vertreter nur ein um 20% 

reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Ein 

Betrag von Fr. 2'800.-- (80% von Fr. 3'500.--) inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer erscheint in Anbetracht der Bedeutung der Streitsache und der 

Schwierigkeit des Prozesses als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.--.

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		2025-07-19T16:46:03+0200
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