# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 56a32963-0a64-558f-b302-397d3e3e0504
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.06.2008 B-3146/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3146-2008_2008-06-02.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-3146/2008

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Urech,
Gerichtsschreiber Thomas Reidy.

X._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI 
Regionalzentrum Rüti,
Spitalstrasse 31, 8630 Rüti ZH,
Vorinstanz.

Dienstverschiebung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-3146/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und zieht in Erwä-
gung, 

dass die Vollzugsstelle für den Zivildienst, Regionalzentrum Rüti (Vor-
instanz), mit Verfügung vom 1. April 2008 das Gesuch von X._______ 
um Dienstverschiebung abwies,

dass die Vorinstanz am 30. April 2008 ein Zwangsaufgebot erliess, wo-
nach X._______ vom 4. August 2008 bis 29. August 2008 einen Ein-
satz beim Einsatzbetrieb Altersheim Y._______ von voraussichtlich 26 
Diensttagen zu leisten habe,

dass  X._______  mit  undatierter  Eingabe  (Postaufgabe  in  Belgrad: 
8. Mai  2008;  Eintreffen  Poststelle  Zürich:  14.  Mai  2008;  Eingang 
Bundesverwaltungsgericht: 15. Mai 2008) beantragt, seinen Zivildienst 
nach Absolvierung seiner Ausbildung, in einem Stück zu leisten,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  dem  Beschwerdeführer  mit 
Schreiben  vom 16.  Mai  2008  mitteilte,  seine  Beschwerde  sei  unab-
hängig davon, welche der beiden vorinstanzlichen Verfügungen er an-
zufechten gedenke, gestützt auf die vorhandenen Akten als verspätet 
anzusehen; gleichzeitig wurde ihm Gelegenheit gegeben, sich zur Fra-
ge der Rechtzeitigkeit bis zum 26. Mai 2008 zu äussern,

dass sich der Beschwerdeführer innert Frist nicht vernehmen liess,

dass die Frist  zur  Einreichung einer Beschwerde an das Bundesver-
waltungsgericht  zehn Tage für  Beschwerden  gegen  Disziplinarmass-
nahmen, Aufgebote sowie Abbrüche und Verlängerungen von Einsät-
zen und 30 Tage in den übrigen Fällen beträgt (Art. 66 des Zivildienst-
gesetzes vom 6. Oktober 1995 [ZDG, SR 824.0]),

dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Be-
hörde einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post 
zu übergeben sind (Art. 21 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass die Verfügung des Regionalzentrums vom 1. April  2008 betref-
fend Ablehnung des Gesuchs um Dienstverschiebung dem Beschwer-
deführer  gemäss Nachverfolgung über das Sendungsverfolgungssys-
tem der Post, « Track & Trace », am 7. April 2008 eröffnet wurde und 

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demnach die 30-tägige Beschwerdefrist am 7. Mai 2008 abgelaufen ist 
(Art. 20 VwVG),

dass die im Ausland (Belgrad) aufgegebene Beschwerde somit bis am 
7. Mai  2008 beim Bundesverwaltungsgericht  oder zumindest  bei  der 
schweizerischen Poststelle (vgl. BGE 92 II 215) hätte eintreffen müs-
sen,

dass die Sendung gemäss « Track & Trace-Auszug » jedoch erst am 
14. Mai 2008 bei einer schweizerischen Poststelle eintraf,

dass selbst wenn sich die Eingabe des Beschwerdeführers gegen die 
Verfügung der Vorinstanz vom 30. April 2008 betreffend Zwangsaufge-
bot richten sollte, die in diesem Fall geltende zehntägige Beschwerde-
frist (Art. 66 Bst. a ZDG) ebenfalls verpasst wurde, zumal diese Ver-
fügung  dem  Beschwerdeführer  am  2.  Mai  2008  zugestellt  und  die 
Beschwerdefrist  -  unter  Berücksichtigung  des  Pfingstwochenendes  - 
am 13. Mai 2008 endete,

dass  somit  die  am  8.  Mai  2008  in  Belgrad  aufgegebene  und  am 
14. Mai  2008 bei  einer  schweizerischen Poststelle  eingetroffene  Be-
schwerde als verspätet eingereicht zu betrachten und auf diese im ein-
zelrichterlichen  Verfahren  nicht  einzutreten  ist  (vgl.  Art. 23  Abs. 1 
Bst. b des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 
173.32],  zumal  auch  kein  Grund  für  die  Wiederherstellung  der  Frist 
nach Art. 24 Abs. 1 VwVG vorliegt,

dass das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht im Bereich Zi-
vildienst  kostenlos  ist,  zumal  es  sich  nicht  um  eine  mutwillige  Be-
schwerdeführung handelt (Art. 65 Abs. 1 ZDG),

dass Entscheide auf dem Gebiet des Zivildienstes nicht beim Bundes-
gericht angefochten werden können und der vorliegende Entscheid da-
mit  endgültig  ist  (Art.  83  Bst.  i  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

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2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beschwerdebeilagen zurück)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 31243; Einschreiben)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Urech Thomas Reidy

Versand: 3. Juni 2008

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