# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0097f8bb-7918-5512-949e-19d4036ca86f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.08.2008 D-5160/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5160-2008_2008-08-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5160/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli, 
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

X._______, geboren _______,
Nigeria,
vertreten durch Felicity Oliver, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 31. Juli 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5160/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass  der  Beschwerdeführer  Nigeria  gemäss  eigenen  Angaben  am 
12. Juni  2008  auf  dem Luftweg  verliess  und  am 13.  Juni  2008  von 
_______ her  kommend in  die Schweiz gelangte,  wo er  gleichentags 
ein Asylgesuch stellte, 

dass er am 9. Juli 2008 in _______ summarisch befragt wurde, 

dass  die  Vorinstanz  am  18.  Juli  2008  in  _______  eine  Anhörung 
durchführte, 

dass er dabei geltend machte, der Ethnie der Igbo anzugehören und 
seit  der Sekundarschulzeit  in _______ bei seinen Eltern gewohnt zu 
haben,  

dass er der Pfingstgemeinde angehöre, 

dass er sich an seinem Arbeitsplatz aus finanziellen Gründen auf eine 
sexuelle Beziehung mit einem Vorgesetzten eingelassen habe, 

dass  er  nach  dem  Weggang  dieser  Person  mit  einem  männlichen 
Arbeitskollegen sexuell verkehrt habe, 

dass  dessen  Bruder  davon  erfahren  und  den  Arbeitskollegen  des 
Beschwerdeführers in einen anderen Gliedstaat gebracht habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  später  einen  Dorfjungen  zum  Beischlaf 
gezwungen habe,

dass sie durch dessen Familie in flagranti überrascht worden seien,

dass  der  Dorfrat  aufgrund  des  Vorgefallenen  eine  Versammlung 
einberufen habe, 

dass er mit seiner Tötung habe rechnen müssen, weshalb er einen Tag 
vor  besagter  Versammlung  beziehungsweise  der  Vollstreckung  des 
Todesurteils  mit  Hilfe seiner Mutter  nach _______ und von dort  aus 
wenig später ausser Landes geflohen sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung ferner  erklärte, 
den  englischsprachigen  Dolmetscher  gut  zu  verstehen  (A  7/14, 

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Antwort 2; vgl. auch A 1/10, Antwort 9), 

dass der  Beschwerdeführer keine Identitätsdokumente zu den Akten 
gab, 

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 31. Juli  2008 - gleichentags eröffnet - gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass das Amt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, aufgrund von unglaubhaften und ausweichenden Ausführungen 
des  Beschwerdeführers  zu  Identitätsbelegen  und  zu  den 
Kontrollmodalitäten der Flugreise müsse davon ausgegangen werden, 
er habe seine Identität nicht offengelegt, obwohl er dazu in der Lage 
gewesen wäre, 

dass entsprechend keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosig-
keit vorlägen, 

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien, 

dass  es  in  diesem  Zusammenhang  erwog,  die  geltend  gemachten 
homoerotischen  Betätigungen  des  Beschwerdeführers  und  die 
geschilderten  angeblichen  Konsequenzen  seien  durch 
Substanzlosigkeit und Detailarmut geprägt, 

dass er die Höhe seines Entgelts für Liebesdienste nicht anzugeben in 
der  Lage  gewesen  sei  und  auch  den  Ort,  wo  diese  angeblich 
stattgefunden hätten, erst auf Nachfragen genauer bezeichnet habe, 

dass  er  ausser  Stand  gewesen  sei,  die  Umstände  des  angeblich 
folgenschweren Beischlafs  mit  dem Jungen im Dorf  angemessen zu 
substanziieren, 

dass im Ergebnis auch nicht von seiner Homosexualität ausgegangen 
werden könne, 

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dass im Weiteren der Vollzug der Wegweisung aufgrund der Aktenlage 
als zulässig, zumutbar und möglich erscheine, 

dass in  Nigeria  aktuell  nicht  eine Situation  allgemeiner  Gewalt  herr-
sche, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertretung vom 
8.  August  2008  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
anfechten  und  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  die 
Feststellung  seiner  Flüchtlingseigenschaft  und  die  Asylgewährung, 
eventualiter das Absehen vom Wegweisungsvollzug und entsprechend 
die  vorläufige  Aufnahme  in  der  Schweiz  sowie  die  unentgeltliche 
Prozessführung  (Art.  65  Abs.  1  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) beantragen liess, 

dass  er  zur  Begründung  ausführte,  wegen  seiner  sexuellen 
Orientierung im Heimatland mit der Tötung rechnen zu müssen, 

dass die nigerianischen Behörden weder willens noch fähig seien, den 
erforderlichen Schutz zu gewähren, 

dass demnach auch ein allfälliger Vollzug der Wegweisung gegen die 
relevanten gesetzlichen Bestimmungen verstosse, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 11. August 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgesetzes  vom 17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde somit 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich, wie nachfolgend aufge-
zeigt, um eine solche Beschwerde handelt, weshalb der Entscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass vorliegend gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorin- 
stanz  zurückzuweisen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass mithin  auch die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand des 
Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der  summarischen 
Prüfung  das offenkundige  Fehlen der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es, 
weil die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie 
offensichtlich  keine  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  nach  Art.  3  AsylG 
aufweisen, und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  entsprechend  auf  die  materiellen  Anträge  des 
Beschwerdeführers, seine Flüchtlingseigenschaft sei festzustellen und 
Asyl zu gewähren, nicht einzutreten ist, 

dass unter  den Begriff  „Reise und Identitätspapiere“  gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, wel-
che die Identität zweifelsfrei und fälschungssicher belegen, namentlich 
Reisepässe und Identitätskarten (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2007/7 
E. 4-6),

dass der  Beschwerdeführer unbestrittenermassen keine Identitätsdo-
kumente einreichte,

dass er dafür keine entschuldbaren Gründe glaubhaft machen konnte, 

dass  seine  Behauptung,  ihm  sei  durch  die  Behörde  keine 
Identitätskarte  ausgestellt  worden,  bereits  anlässlich  der 
Summarbefragung  in  vager  und  stereotyper  Form  erfolgte,  und  die 
Begründung,  weshalb  er  nicht  in  der  Lage  sei,  einen  Beleg  für  die 
Identität einzureichen, kaum Substanz aufwies (A 1/10, S. 3 f.), 

dass er demgegenüber im Rahmen der Anhörung vorerst angab, seine 
Identitätskarte im Heimatland zurückgelassen zu haben, 

dass er auf den Vorhalt,  wonach diese Aussage nicht mit  derjenigen 
anlässlich der Summarbefragung übereinstimme, das ihm ausgestellte 
Dokument als blosse Studentenkarte bezeichnete (A 7/14, Antworten 
16 ff.), 

dass diese ungereimten Aussagen in keiner Weise überzeugen, 

dass  er  ferner  die  angeblichen  Umstände  der  Flugreise  vom 
Heimatland  nach  _______  bezüglich  Kontrollen  am  Flughafen 
realitätsfremd  schilderte  (A  7/14,  Antworten  21  ff.),  weshalb  davon 

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auszugehen ist,  der  Beschwerdeführer  enthalte  den Behörden seine 
für die Reise benutzten Dokumente vor, 

dass die auffallend rudimentären Kenntnisse des Beschwerdeführers 
hinsichtlich  des  Ankunftorts  in  _______  generell  die  Vermutung 
aufkommen lassen,  er  versuche,  den Schweizer Asylbehörden seine 
Reiseroute  zu  verheimlichen,  um  seine  wahre  Identität  nicht 
preisgeben zu müssen (vgl. A 7/14, Antworten 131 und 136), 

dass demnach die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen nach 
einer Prüfung der Akten und unter Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG 
i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass  aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprechender Doku-
mente die Identität des Beschwerdeführers nicht feststeht,

dass - wie bereits erwähnt - bei Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Beschwer-
deverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prüfung das 
offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft und das offenkundige 
Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen sind, und 
sich  die  Offensichtlichkeit  auch  auf  die  Asylrelevanz  beziehen  kann 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht 
als offensichtlich nicht glaubhaft qualifiziert hat, 

dass  die  von  ihm  angebliche  eingegangene  sexuelle  Beziehung  zu 
einem  Vorgesetzten  in  der  geschilderten  Art  ausgesprochen 
konstruiert  wirkt  und  keine  Realkennzeichen  aufweist,  weshalb  die 
entsprechenden Vorbringen offensichtlich haltlos erscheinen, 

dass dies auch auf die ferner geltend gemachte Beziehung zu einem 
Arbeitskollegen zutrifft (A 7/14, Antworten 44 ff.), 

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dass  er  die  angeblichen  Konsequenzen,  welche  ihm  wegen  der 
sexuellen  Nötigung eines Dorfjungen gedroht  hätten,  wiederum sehr 
stereotyp  schilderte  (A  7/14,  Anworten  82  ff.),  weshalb  auch  diese 
Sachverhaltselemente als haltlos erscheinen, 

dass  sich  die  Beschwerdeargumentation  darauf  beschränkt,  die 
Homosexualität  des  Beschwerdeführers  zu  behaupten,  und  auf  die 
detaillierten  Erwägungen  des  BFM  zur  Papierlosigkeit  sowie  zur 
offensichtlichen Haltlosigkeit der Vorbringen nicht eingeht, 

dass aufgrund der  Aktenlage nach der  Anhörung vom 18. Juli  2008 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft einerseits und - wie sich 
auch  noch  aus  den  nachfolgenden  Erwägungen  zum  Vollzug  der 
Wegweisung  ergibt  -  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshinder-
nissen andererseits nach dem Gesagten gleichermassen offensichtlich 
waren,

dass  sich  insbesondere  auch  Erwägungen  zur  allfälligen 
Schutzfähigkeit  und  Schutzwilligkeit  der  nigerianischen  Behörden 
vorliegend erübrigen, 

dass  auch  keine  Anhaltspunkte  für  die  Annahme zu  erkennen  sind, 
das BFM habe, um zu seiner Erkenntnis zu gelangen, eine mehr als 
bloss  summarische  materielle  Prüfung  vornehmen  oder  zusätzliche 
sachliche  oder  rechtliche  Abklärungen  treffen  müssen  (vgl.  hierzu 
BVGE 2007/8 E. 5.6.6 S. 91 f.),

dass der Beschwerdeschrift insgesamt keine Argumente, welche eine 
andere Sichtweise rechtfertigen würden, zu entnehmen sind,

dass das BFM demnach korrekterweise Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ange-
wendet hat und auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs 
oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf-
enthaltsbewilligung  erteilt  hat  (Art. 32  Bst. a  AsylV 1)  und  sich  der 
Beschwerdeführer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch be-
rufen kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat-
land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der 
Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [Europäische  Menschen-
rechtskonvention,  EMRK, SR 0.101],  Art. 33  Abs. 1 des  Abkommens 
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings-
konvention,  FK,  SR 0.142.30])  und  der  Bestimmungen  von  Art.  5 
Abs. 1  AsylG sowie  Art.  25  Abs. 2  und 3  der  Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
zulässig ist, da offensichtlich keine Menschenrechtsverletzungen dro-
hen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,

dass  sich  alleine  aus  der  allgemeinen  Menschenrechtssituation  in 
Nigeria  kein  reales  Risiko  von  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung herleiten lässt,

dass im Übrigen selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten Men-
schenrechtslage  für  die  Annahme  einer  drohenden  Verletzung  von 
Art. 3 EMRK nicht genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122 mit 
zahlreichen Hinweisen),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  aktuell  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  und  einer 
konkreten Gefährdung der Bevölkerung in Nigeria ausgegangen wer-
den kann,

dass  der  junge  und  gemäss  Aktenlage  gesunde  Beschwerdeführer 
über  ein  soziales  Netz  vor  Ort,  Sprachkenntnisse,  eine  gewisse 
Schuldbildung und Arbeitserfahrung verfügt,  weshalb  er  nach  seiner 
Rückkehr  nicht  in  eine  existenzbedrohende  Situation  geraten  dürfte 
(A 1/10, S. 1 ff.), 

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dass sich aus den Akten mithin auch keine Hinweise auf individuelle 
Gefährdungsmomente des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat 
ergeben,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  zumutbar 
ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserhebli-
chen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellt  oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 
soweit darauf einzutreten ist,

dass aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde das Gesuch im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzulehnen und die Kosten von Fr. 
600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind  (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs.1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichts-
kasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die  Rechtsvertretung  des  Beschwerdeführers (Einschreiben; 
Beilage:  Einzahlungsschein  und  angefochtene  Verfügung  im 
Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
vorinstanzlichen Akten (Kopie; Ref.-Nr. N _______)

- _______

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand:

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