# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8b85b2fd-42ee-5bce-8cc1-4ab888ca062c
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-15
**Language:** de
**Title:** Fallabschluss unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen Heilbehandlung und Taggeld und gleichzeitiger Verneinung der Ansprüche auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung für die Folgen des versicherten Unfalls; Abweisung der Beschwerde.
**Docket/Reference:** UV.2015.00117
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2015.00117.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2015.00117
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiber Volz
Urteil
vom
15. August 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Helsana Unfall AG
Zürichstrasse
130, 8600 Dübendorf
Beschwerdegegnerin
Zustelladresse: Helsana Versicherungen AG
Recht & Compliance
Postfach, 8081 Zürich Helsana
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 19
85
, war
vom
1.
Januar bis 3
1.
Oktober 2013
bei der
Y.___
AG,
als Key Account Managerin
tätig
gewesen
(Urk.
12/K13
)
und über diese
bei der
Helsana Unfall AG
(
Helsana
) ge
mäss dem Bundes
gesetz über die Unfall
versicherung (UVG)
im Rahmen der
Nach
deckung
(
Art.
3
Abs.
2 UVG)
gegen Unfälle,
unfallähn
liche
Kör
perschä
di
gun
gen
und Berufs
krankheiten ver
sichert, als
sie
anlässlich eines Aufenthalts in
Z.___
am 1
1.
November 2013
beim Thaiboxen (
Muay
Thai)
einen
Schlag auf
das rechte Schienbein
erlitt
(
Urk.
12/K3 S. 3, Urk. 12/K8 S. 1)
. Dabei zog sie sich
eine Kontusion des rechten Schienbeins
zu
(
Urk.
12/M1/5). Am
2
3.
November 2013
zog sie sich
beim Fi
tn
esstraining
anlässlich eines
Misstritt
s
eine Verstau
chung
ihres
rechten oberen Sprunggelenks beziehungs
weise
ihres
rechten Fuss
knöchels (
ankle
;
Urk.
12/
M
1/7) zu.
Nachdem die
Helsana
die
Leistungspflicht für die Folgen der Ereignisse vom 1
1.
und 2
3.
November 2013 anerkannt
hatte
(Urk. 12/K3) und der Versicherten
vorerst die vorübergehenden Leistungen (Heil
behandlung
, Taggeld; vgl.
Urk.
12/K7-8
)
ausgerichtet hatte,
bejahte sie
mit Schreiben vom
9.
Oktober 2014 (
Urk.
12/K29)
einen Anspruch der Versicherten auf
die
Heilbehandlung
in Bezug auf das
Tarsaltunnelsyndrom
rechts
und ver
neinte einen Anspruch auf Heilbehandlung
in Bezug auf die sakralen
Beschwer
den.
1.2
Mit
Verfügung
vom 1
9.
Februar 2015 (
Urk.
12/K34)
erkannte
die Helsana
hin
sichtlich des
Unfall
s
vom 2
3.
November 2013
auf einen Fallabschluss per
4.
Dezember 2014
unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen Heilbe
hand
lung und
Taggeld
und verneinte
auf diesen Zeitpunkt hin
gleichzeitig die
Ansprüche der Versicherten auf eine Invalidenrente und auf eine
Integritäts
ent
schädigung
für die Folgen des Unfalls vom 2
3.
November 2013 (S. 1).
Die
von der
Versicherten am
1
8.
März 2015
dagegen erho
bene Einsprache (Urk.
12/K37
)
wies die
Helsana
mit
Entscheid
vom
1
2.
Mai 2015
(Urk.
12
K
38
= Urk. 2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
1
2.
Mai 2015
(Urk. 2) erhob
die
Versi
cherte
am
1
3.
Juni 2015
Be
schwerde und beantragte
sinngemäss
, dieser sei aufzuhe
ben
und es sei die Helsana zu verpflichten, für die Zeit ab
4.
Dezember 2014 weiterhin Versicherungsleistungen
für die Folgen des Unfalls
vom 2
3.
November 2013
aus
zurichten
(
Urk.
1 S. 1)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
3
1.
Juli
2015
beantragte die
Helsana
die Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
11
S.
2). Mit Verfügungen vom 1
4.
Oktober 2015 (Urk. 14), vom
1
4.
Dezember 2015 (
Urk.
16), vom 1
7.
Februar
2016 (
Urk.
18) und
vom 1
6.
März 2016 (
Urk.
22) wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, den vo
n
ihr in der Beschwerde erwähnte Bericht betreffend eine neurologische
Ver
laufsuntersuchung
vom Herbst 2015 einzureichen, worauf die Beschwerde
füh
rer
in mit Eingabe vom
1.
April 2016 (
Urk.
24) einen Bericht der Ärzte des Spitals
A.___
vom 2
3.
November 2015 (
Urk.
25) einreichte. Dazu nahm die
Be
schwerdegegnerin
am
6.
April 2016 Stellung (
Urk.
28). Eine
Kopie
dieser Ein
gabe wurde der Beschwerdeführerin am 1
0.
Mai 2016
zugestellt
(Urk. 30)
.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit and
ern Worten nicht weggedacht wer
den kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hin
weisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die
Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hin
weis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Be
griffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender ge
ringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
füh
rung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai
2014 E. 4.1 mit
Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom
2. Dezember 2014 E.
3).
Was unter einer nam
haften Besseru
ng des Gesundheitszu
standes
zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick da
rauf, dass die soziale Unfall
versicherung auf die er
werbstätigen Perso
nen aus
gerich
tet ist, bestimmt sich dies gemäss der Recht
sprechung nach Mass
gabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstel
lung der Arbeitsfähig
keit, wobei die durch weitere Heilbe
handlung zu erwar
tende Be
sserung ins Gewicht fallen muss;
unbedeu
tende Ver
besserungen genü
gen
nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen).
1.
4
Gemäss Art. 36
Abs.
1 UVG werden die Pflegeleistungen und
Kostenvergütun
gen
sowie die Taggelder und
Hilflosenentschädigungen
nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist.
Diese Bestim
mung setzt voraus, dass der Unfall und das nicht versicherte Ereig
nis eine bestimmte Gesundheitsschädigung gemeinsam verursacht haben. Dage
gen ist die Bestimmung nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen ein
an
der nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa, wenn der Unfall und das nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden.
Diesfalls
sind die Folgen des versi
cherten Unfalles für sich allein zu bewer
ten (BGE 121 V 326 E. 3c mit Hinweis).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Im Folgenden ist der für die Beurteilung der Frage nach der Rechtmässigkeit
des Fallabschlusses beziehungsweise
der Einstellung der Versicherungsleistungen
für die Folgen des Unfalls vom 2
3.
November 2013
per
4.
Dezember 2014 (vgl.
Urk.
12/K34 S. 1)
massgebende medi
zinische Sachverhalt zu prüfen.
2.2
Die
Ärzte des
B.___
Hospitals,
Z.___
, erwähnten mit Bericht vom 2
3.
November 2013 (
Urk.
12/M1/7), dass
sich
die Beschwerdeführerin gleichen
tags während eines
Crossfit
-Trainings ihren rechten Fussknöchel verstaucht hab
e und dass keine Frakturen festzustellen seien.
Mit Bericht vom 1
1.
Dezember 2013 (Urk.
12/M1/3) diagnostizierten die Ärzte
des
B.___
Hospitals ein
Tarsaltunnelsyndrom
rechts bei positiven
Tinelzei
chen
und erwähnten, dass die Beschwerdeführerin weiterhin unter neuropathi
schen Schmerzen im Bereich ihres rechten Fusses leide.
2.3
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
, erwähnte in seinem Bericht vom 2
5.
Januar 2014 (
Urk.
12/M5), dass eine MRI-Untersuchung der beiden oberen Sprungge
lenke der Beschwerdefüh
rerin unauffällige Verhältnisse
ohne sichtbare Verän
de
rungen, welche eine Nervenkompression erklären könnten,
ohne
Knochen
marks
ödem
und
ohne
Verletzung
der Bandstrukturen ergeben habe. Er
stellte die folgenden Diagnosen:
-
unklare
retromalleoläre
, mediale Beschwerden beidseits, rechtsbetont
-
Status nach direktem Trauma gegen proximalen Unterschenkel rechts mit Ausbildung eines ausgeprägten Hämatoms
-
Status nach
Supinationstrauma
des rechten oberen Sprunggelenkes
-
Status nach langer konservativer Therapie in
Z.___
Er führte aus, dass gegenwärtig weder klinisch noch mittels MRI ein die Aus
mass
e
der Beschwerde
n
zu erklärendes Korrelat zu finden sei. Es sei eine neu
ro
logische Untersuchung angezeigt.
Bis zur nächsten Kontrolluntersuchung habe er der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit attestiert.
2.4
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für Neurologie, stellte
mit Bericht vom 2
5.
Februar
2014 (
Urk.
12/M6)
die Verdachtsdiagnose
eines
Tarsaltunnelsyn
droms
rechts (S. 1) und erwähnte, dass die Beschwerden am
e
hesten dadurch zu
erklären seien. Dieses
könnte
durch eine Druckparese durch die Gipsschiene
verursacht worden sein.
Für ein
Tarsaltunnelsyndrom
sprä
chen insbesondere da
s
Tinel
-Phänomen und die
neurogen wirkenden
Schmerzen. Hinweise für einen Morbus
Sudeck
seien
indes
nicht zu finden (S. 2).
2.5
Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin,
Dr.
med.
E.___
, praktischer
Arzt, führte in seiner Stellungnahme vom 1
7.
Februar 2014 (
Urk.
12/M7) aus, dass
eine vorübergehende Unfallkausalität der Pathologien im Bereich des rech
ten Unterschenkels und des rechten oberen Sprunggelenks der Beschwer
de
führerin zu bejahen seien (S. 2), und dass der Beschwerdeführerin die Aus
übung ihrer bisherigen Tätigkeit ab
1.
April 2014
vollumfänglich
zuzumuten sei (S. 3).
2.6
Mit Bericht vom
6.
März 2014 (
Urk.
12/M10) diagnostizierte
Dr.
C.___
unter
a
nderem ein posttraumatisches
Tarsaltunnelsyndrom
rechts, welches die Be
schwerden, unter welchen die Beschwerdeführerin leide, verursacht habe
,
und
führt
e
aus, dass die Beschwerdeführerin mit einer hohen Dosierung des
Schmerz
medikaments
Neurontin
behandelt werde. Er stellte sodann fest, d
ass er mit der
Arbeitsfähigkeitsbeur
teilung durch
Dr.
E.___
vom
1
7.
Februar 2014, wonach ab
1.
April
2014 versuchsweise von einer uneingeschränkten Arbeitsfä
higkeit aus
zu
gehen sei, übereinstimme.
2.7
Dr.
D.___
stellte in seinem Bericht vom 2
9.
April 2014 (
Urk.
12/M12/2) die folgenden Diagnosen:
-
Verdacht auf Postzoster-Neuralgie sakral
-
Verdacht auf
Tarsaltunnelsyndrom
rechts, anamnestisch gebessert
Er führte aus, dass bei der Beschwer
deführerin zwischenzeitlich ein
sakraler Zoster (Herpes Zoster, Gürtelrose) aufgetreten sei, und dass die Beschwerdefüh
rerin dadurch unter starken Schmerzen leide. Es sei davon auszugehen, dass die neuropathischen
sakralen
Schmerzen
, bei welchen es sich wahrscheinlich um Postzoster-Schmerz
en
hand
le
,
üblicherweise
nach wenigen Wochen abklingen
würden
.
Er erwähnte, dass d
ie Beschwerdeführerin
die
Arbeit im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
wieder aufgenommen
habe
(S. 1).
2.8
Dr.
C.___
diagnostizierte am 1
2.
Mai 2014
(
Urk.
12/M13)
unter a
nde
rem eine
lumbosakrale
Gürtelrose und erwähnte, dass diese inzwischen behan
delt worden sei. Die Beschwerdeführerin werde jedoch weiterhin durch die dadurch verursachten ausgeprägten Beschwerden beeinträchtigt. Sie arbeite ge
gen
wärtig im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
und
werde in erster Linie durch die Gürtelrose in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. In Bezug auf
das
posttraumatische
Tarsaltunnelsyndrom
bestehe seit
1.
April 2014 eine Arbeits
unfähigkeit von 0
%
.
2.9
Dr.
D.___
stellte in seinem Bericht vom
8.
Juli 2014 (
Urk.
12/M14/2) die folgenden Diagnose
(S. 1)
:
-
chronisches Schmerzsyndrom mit/bei:
-
persistierende
n
sakrale
n
Schmerzen nach lokalem Exanthem,
Postzos
ter
Neuralgie (?)
-
postkontusionelle
n
plantare
n
Schmerzen, Differenzialdiagnose:
Tarsal
t
unnelsyndrom
seit November 2013
Er führte aus, dass sowohl bezüglich des vermuteten
Tarsaltunnelsyndroms
als
auch bezüglich der vermuteten Postzoster-Neuralgie eine
Chronifizierungs
ten
denz
und
ein steigender Opiatbedarf
aufgetreten sei
en
und erwähnte, dass die psy
chische Dimension
dabei
eine grosse Rolle spiele
(S. 2).
Er erwähnte, dass d
ie Beschwerde
führ
erin gegenwärtig wieder im Umfang eines Arbeitspensums von
100
%
berufstätig
sei. Sie habe jedoch
Mühe,
dieses
Arbeitspensum durchzu
stehen (S. 1).
In seinem
Bericht vom 1
9.
Dezember 2014 (
Urk.
12/M20/2)
erwähnte
Dr.
D.___
, dass er die Versicherte am
4.
Dezember 2014 im Rahmen einer Verlaufsuntersuchung erneut untersucht habe
,
und stellte
die folgende Diagnose (S. 1):
-
chronisches Schmerzsyndrom mit/bei:
-
postkontusionelle
n
plantare
n
Schmerzen rechts (Kickboxunfall am 1
1.
November 2013)
-
Kokzygodynie
, Differentialdiagnose: Postzoster Neuralgie
, seit April 2014
-
atypische
n
Gesichtsschmerzen beidseits seit Oktober 2014
Er erwähnte, dass ein chronisches Schmerzsyndrom mit wechselnden Schwer
punkten - gegenwärtig im Bereich der Gesichtsmuskulatur - im Vordergrund stehe
. Zumindest anamnestisch sei das traumatische
Tarsaltunnelsyndrom
weiterhin vorhanden
;
die diesbezüglichen Beschwerden seien nicht vollständig verschwunden.
2.10
Dr.
E.___
führte in seiner Stellungnahme vom
5
.
Februar 2015 (
Urk.
12/M22) aus, dass von einem stationären Gesundheitszustand auszugehen sei, und dass
das
Tarsaltunnelsyndrom
gegenwärtig nicht behandlungsbedürftig sei (S.
2). A
uf Grund des Umstandes, dass die Schmerzsymptomatik wandere
, sei zudem nicht sicher, ob die Beschwerden überhaupt durch das
Tarsaltunnelsyndrom
verur
sacht würden. Gegenwärtig bestünden keine weiteren
Behandlungs
mög
lich
kei
ten
der Unfallfolgen im Bereich des rechten Fusses der Beschwerdeführe
rin und es sei davon auszugehen, dass eine namhafte Besserung der Unfallfol
gen nicht mehr möglich sei. Da weder neurologisch noch bildgebend eine klare
Unfall
pathologie
nachgewiesen worden sei, sei ein
e durch den versicherten Unfall verursachte
Integritäts
einbusse
nicht ausgewiesen
(S. 3).
2.11
Dr.
D.___
stellte in seinem Bericht vom 2
3.
November 201
5
(
Urk.
25) eine
Verbesserung des chronischen Schmerzsyndroms
fest
(S.
1). Gegen die
residuellen
und statischen
mus
kulo-skelettalen
Beschwerden der Knie- und Fussgelenke habe er der Beschwer
deführer
in
eine Therapieverordnung für
noch
zwei Zyklen
Physiotherapie ausge
stellt (S. 2)
.
3.
3.1
Den erwähnten medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass
sich
die Be
schwerdeführerin anlässlich des Unfallereignisses vom 2
3.
November 2013 in
Z.___
ein
Supinationstrauma
beziehungsweise eine
Verstauchung des rech
ten oberen Sprunggelenks
zuzog.
Dr.
C.___
erwähnte in seiner Beur
teilung
vom 2
5.
Januar 2014 (vorstehend E.
2.3
)
, dass
eine nach der Rückkehr der
Beschwerdeführer
in
in die Schweiz
a
m 1
3.
Dezember 2013 (vgl.
Urk.
12/K4) durchgeführte MRI-Untersuchung der beiden oberen Sprungge
lenke unauf
fälli
ge Verhältnisse
ohne sichtbare Veränderungen, welche eine
Nerven
kompression
erklären könnten, ohne Knochenmarksödem und ohne Verletzung der Band
struk
turen ergeben
habe, und ging davon aus
,
dass
die Be
schwerden im
ange
gebenen Ausmass weder klinisch noch mittels MRI zu erklären seien. In der Folge vertrat
Dr.
D.___
in seiner Beurteilung
vom 2
5.
Februar 2014 (
vor
stehend E.
2.4
)
die Ansicht, dass
die Beschwerden am
e
hesten
durch ein
Tar
sal
tunnelsyndrom
zu erklären seien
,
womit
Dr.
C.___
in seiner Be
urtei
lung vom
6.
März 2014 (vorstehend E.
2.6
)
übereinstimmte
.
In der Folge trat bei der Beschwerdeführerin eine Gürtelrose mit starken Schmerzen im sak
ralen
Bereich auf (vorstehend E.
2.7
), worauf
Dr.
C.___
in seinem Be
richt vom
1
2.
Mai 2014
(vorstehend E.
2.8
) davon ausging, dass die durch die Gürtelrose verursachten Beschwerden im Vordergrund stünden, und dass eine Beeinträch
tigung der Arbeitsfähigkeit darauf zurückzuführen sei.
In seinem Be
richt vom 1
9.
Dezember 2014 (vorstehend E.
2.9
) stellte
Dr.
D.___
ein chro
nisches Schmerzsyndrom mit wechselnden Schwerpunkten fest
, ging jedoch da
von
aus, dass die durch das traumatische
Tarsaltunnelsyndrom
verursachten Beschwer
den noch nicht vollständig verschwunden seien.
Dr.
E.___
stellte am
8.
Februar 2015 (vorstehend E.
2.10
) einen stationären Gesundheitszustand fest und ging auf Grund des Umstandes, dass
ein allenfalls
unfallbedingte
s
Tarsal
tunnel
syndrom
rechts
nicht
mehr
behandlungsbedürftig sei, davon aus, dass
keine Behandlungsmöglichkeiten der Unfallfolgen mehr bestünden, und dass
eine namhafte Besserung der Unfallfolgen nicht mehr möglich sei.
3.2
In Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vertraten
Dr.
E.___
in seiner Stellungnahme vom 1
7.
Februar 2014 (
vorstehend E.
2.5
)
und
Dr.
C.___
in seinem Bericht vom
6.
März 2014 (vorstehend E.
2.6
) übereinstimmend die Ansicht, dass in Bezug auf die Folgen des Unfalls vom 2
3.
November 2013 ab
1.
April 2014 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Key Account Managerin bestanden habe.
Auf Grund der Akten steht sodann gemäss den Angaben der Beschwerdeführe
rin im Bericht von
Dr.
D.___
vom
8.
Juli 2014 (vorstehend E.
2.9
)
fest,
dass die Beschwerdeführerin spätestens
ab
dem
Zeitpunkt
der Untersuchung vom
7.
Juli 2014
erneut eine
Erwerbstätigkeit
im Umfang eines A
rbeitspensums von 100
%
ausübte. Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten (
Urk.
1)
.
3.3
Dr.
E.___
berücksichtigte in seiner Beurteilung v
om
5
.
Februar 2015
(vorste
hend E.
2.10
) sow
ohl die geklag
ten Be
schwerden
als auch sämtliche medizi
nischen
Vorakten
und begründete
seine Schlussfolgerung, wonach
eine nam
hafte Besserung der Unfallfolgen nicht mehr möglich sei,
in nachvollziehbarer Weise
.
Die
Beurteilung
durch
Dr.
E.___
vom
5.
Februar 2015 erscheint
sodann
auch in inhaltlicher Hinsicht als schlüssig. Insbesondere vermag zu überzeugen, dass er
davon ausging, dass selbst wenn
auf Grund zusätzlicher medizinischer Sachverhaltsabklärungen
erwiesen wäre, dass die verbleibenden Beschwerden durch einen unfallbedingten Gesundheitsschaden im Sinne eines
traumatischen
Tarsaltunnelsyndrom
s
rechts verursacht worden wären, davon auszugehen sei, dass dieser Gesundheitsschaden nicht mehr behandlungsbedürftig sei, weshalb
fest
stehe, dass eine namhafte Besserung
des
durch den Unfall vom 2
3.
Novem
ber 2013 verursachten Gesundheitsschadens nicht mehr möglich sei.
Des Wei
teren vermag zu überzeugen, dass
Dr.
E.___
auf Grund des Umstandes, dass weder neurologisch noch bildgebend eine klare Unfallpathologie ha
t
nach
ge
wie
sen werden können, eine durch den versicherten Unfall verursache
Integ
ri
täts
einbusse
verneinte.
3.4
In Bezug auf die Beurteilung durch Dr.
E.___
gilt es
indes
zu beachten, dass
er
beratender Arzt
der Beschwerdegegnerin ist
, und dass
Berichten
versiche
rungs
interner
medizinischer Fachpersonen
rechtspre
chungsgemäss
zwar Beweiswert zu
kommt, dass d
iesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom Versiche
rungs
träger in Auftrag gegebenen externen Gutachten zu
erkannt
wird, und dass
bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der
versi
cherungsinternen
ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärun
gen vorzu
neh
men
sind
(BGE 135 V 471 E. 4.6).
3.5
Die Beurteilungen der behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin stehen vor
liegend indes nicht
im Widerspruch zur Beurteilung
durch
Dr.
E.___
. Während sich den
Berichten von
Dr.
D.___
keine
Arbeitsfähigkeitsbeurteilun
gen
entnehmen lassen, attestierte
Dr.
C.___
der Beschwerdeführerin in seinem
Bericht vom
1
2.
Mai
2014 (
vorstehend E.
2.8
)
in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch
Dr.
E.___
in Bezug auf die Unfallfolgen für die Zeit ab
1.
April 2014
eine uneingeschränkte
Arbeitsfähigkeit
und ging davon aus, dass eine ab diesem Zeitpunkt weiterhin bestehende Arbeitsunfähigkeit durch eine nicht unfallkau
sale Gürtelrose verursacht worden sei
. In Übereinstimmung mit der Beurteilung durch
Dr.
E.___
ging
Dr.
D.___
in seiner Beurteilung vom 1
9.
Dezember 2014
(vorstehend E. 2.9)
sodann davon aus, dass die durch das
Tarsaltunnelsyndrom
rechts
verursachten Beschwerden zwar nicht gänzlich ver
schwunden seien, dass indes gegenwärtig ein chronisches Schmerzsyndrom mit wechselnden Schwerpunkten im Vordergrund stehe. Die Beurteilungen durch die übrigen beteiligten Ärzte vermögen daher
die Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der Beurteilung durch Dr.
E.___
vorliegend
nicht in Zweifel zu ziehen.
Es
ist daher auf
dessen nachvollziehbare und schlüssige Beurteilung vom
5.
Febru
a
r 2015
abzustellen
.
3.
6
Daran ändert nichts, dass
Dr.
D.___
gemäss den Angaben in seinem
Bericht vom 2
3.
November 2015
(
vorstehend E.
2.11
) der Beschwerdeführer
in
eine ärzt
liche Verordnung für zwei
weitere
Zyklen Physiotherapie „gegen die
residuellen
stati
schen
muskulo-skelettalen
Beschwerden der Knie- und Fussgelenke
"
aus
stellte
.
Denn nach der
erwähnten
Rechtsprechung gibt weder die
blosse
Möglich
keit ei
nes positiven Resultates einer weiteren ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren
Heilmassnahmen
, wie zum Beispiel einer Badekur, zu erwartender,
nur
unbedeutender
therapeutischer
Fortschritt
Anspruch auf deren Durchfüh
rung
(
vgl. vorstehend E. 1.3
).
Vorliegend steht fest, dass spätestens ab
8.
Juli 2014 eine vollständige Ar
beits
fä
higkeit in der bisherigen Tätigkeit der Beschwerdeführerin bestand (vorsteh
end E.
3.2
), weshalb davon auszugehen ist, dass von der empfohlenen physio
therapeutischen Behandlung
lediglich
noch
ein
unbedeutender
therapeu
tischer
Fortschritt
zu erwarten
war
. Aus diesen Gründen
wäre, selbst wenn die
Unfall
kausalität
der verbleibenden
muskulo-skelettalen
Beschwerden der Knie und
Fuss
gelenke
zu bejahen wäre, von einer Fortsetzung der Heilbehandlung dieses Leidens eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes
der Be
schwerde
füh
rerin
nicht
mehr
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu erwarten gewesen
.
3.7
Gestützt auf die nachvollziehbare und überzeugende Beurteilung
en
durch
Dr.
E.___
vom
5.
Februar 2015
und
durch
Dr.
D.___
vom
8.
Juli 2014
ist daher davon auszugehen, dass
selbst dann, wenn auf Grund ergänzender medi
zinischer Sachverhaltsabklärungen zweifelsfrei erstellt wäre, dass die verblei
benden Beschwerden durch einen unfallbedingten Gesundheitsschaden im Sinne eines
Tarsaltunnelsyndrom
s
rechts verursacht worden wären, dieser
Gesund
heits
schaden
nicht mehr behandlungsbedürftig war. Des Weiteren ist gestützt darauf davon auszugehen, dass
spätestens ab dem Zeitpunkt, als die Be
schwerdeführe
rin nach dem Unfall vom 2
3.
November 2013 erneut im Umfang eines
vollzeit
lichen
Arbeitspensums eine Erwerbstätigkeit ausübte
-
spätestens
jedoch
ab dem Zeitpunkt
der Untersuchung durch
Dr.
D.___
vom
7.
Juli 2014
-
von einer weiteren ärztlichen Behandlung der organischen Folgen des Unfalls
vom
2
3.
November 2013
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war.
4.
Nach Gesagtem ist daher nicht zu beanstanden, dass
die Beschwerdegegnerin
mit
der Verfügung vom 1
9.
Februar 2015 (
Urk.
12/K34) beziehungsweise mit dem
diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom 1
2.
Mai 2015 (
Urk.
2)
auf ei
nen
Fallabschluss unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen
Heilbe
hand
lung und Taggeld
per
4.
Dezember 2014
erkannte und
damit
gleichzeitig
einen Anspruch der Beschwerdeführerin
auf
eine
Invalidenrente und
au
f
eine
Inte
gri
tätsentschädigung
für die Folgen des Unfalls vom 2
3.
November 2013
verneinte.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Helsana Versicherungen AG
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannVolz