# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d422c153-ea94-5d0e-a4f0-4937f2ded1a3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.04.2025 A-343/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-343-2024_2025-04-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-343/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Iris Widmer (Vorsitz), 

Richter Pierre-Emmanuel Ruedin, 

Richter Jürg Steiger, 

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ GmbH & Co KG,  

(…), 

vertreten durch  

Bruno Looser, OTG St. Gallen AG,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Mehrwertsteuer (Vergütung der Mehrwertsteuer;  

Vergütungsperiode 2021). 

 

 

 

A-343/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die A._______ GmbH & Co KG (nachfolgend: Antragstellerin) hat ihren 

Sitz in (…) (Österreich). Ihre Geschäftstätigkeit umfasst nach eigenen An-

gaben die Herstellung und den Verkauf von Fertig- und Halbfertigwaren 

aus Plastik sowie von Maschinen und Werkzeugen für die Kunststoffverar-

beitung. 

A.b Mittels des dafür vorgesehenen Formulars der Eidgenössischen Steu-

erverwaltung (nachfolgend: ESTV), datiert vom 15. bzw. 29. März 2022, 

beantragte die Antragstellerin bei der ESTV gestützt auf Art. 107 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer 

(MWSTG, SR 641.20) die Vergütung der von ihr im Jahr 2021 in der 

Schweiz bezahlten Mehrwertsteuer in der Höhe von Fr. 7’812.39. Zusam-

men mit dem Antrag reichte sie u.a. eine Aufstellung der einzelnen Rech-

nungen sowie dazugehörende Belege ein. 

B.  

B.a Mit Schreiben vom 21. Juni 2022 teilte die ESTV der Antragstellerin 

mit, dass sie den Antrag ablehne. Als Begründung führte sie aus, dass 

Rechnungskopien nicht zur Vergütung der Mehrwertsteuer berechtigten. 

Dem Antrag müssten immer die Originalrechnungen beigefügt sein. 

B.b Mit Schreiben vom 27. Juni 2022 beantragte die Antragstellerin bei der 

ESTV, dem Vergütungsauftrag sei stattzugeben. Sie machte geltend, die 

der elektronischen Aufbewahrung entnommenen, auf den seinerzeit einge-

scannten Originalbelegen basierenden Abzüge seien gemäss der von der 

ESTV publizierten MWST-Info Nr. 16 (Buchführung und Rechnungstellung) 

als Originalrechnungen zu betrachten. Weiter beantragte sie, für zukünftige 

Anträge von ihr seien jeweils die aus der Buchhaltung reproduzierten Be-

lege zu akzeptieren. Sie ersuchte um Erlass einer anfechtbaren Verfügung, 

sollte ihrer Auffassung nicht gefolgt werden. Mit Schreiben vom 17. Februar 

2023 ersuchte die Antragstellerin erneut um Bewilligung ihres Antrages 

oder Zustellung einer anfechtbaren Verfügung. 

B.c Mit Verfügung vom 20. Juli 2023 lehnte die ESTV den Antrag um Ver-

gütung der Mehrwertsteuer für die Vergütungsperiode 2021 (Zeit vom 

1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021) in der Höhe von Fr. 7'812.39 ab. 

Auf den Antrag, für künftige Anträge seien die jeweils aus der Buchhaltung 

reproduzierten Belege zu akzeptieren, trat sie nicht ein. 

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B.d Mit (undatierter) Eingabe, eingegangen bei der ESTV am 9. August 

2023, erhob die Antragstellerin Einsprache gegen die Verfügung vom 

20. Juli 2023. Sie beantragte, dem Vergütungsverfahren für die Rückerstat-

tung der entrichteten Mehrwertsteuer in der Höhe von Fr. 7'812.39 sei statt-

zugeben und die Mehrwertsteuer sei vollständig zurückzuerstatten. 

B.e Mit Einspracheentscheid vom 30. November 2023 wies die ESTV die 

Einsprache der Antragstellerin ab (Dispositiv-Ziff. 1). Die Antragstellerin 

habe für die Vergütungsperiode 2021 (Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. De-

zember 2021) keinen Anspruch auf Vergütung der Mehrwertsteuer in der 

Höhe von Fr. 7'812.39 (Dispositiv-Ziff. 2). 

C.  

C.a Mit Eingabe vom 15. Januar 2024 erhebt die Antragstellerin (nachfol-

gend: Beschwerdeführerin) Beschwerde gegen den Einspracheentscheid 

der ESTV (nachfolgend auch: Vorinstanz) vom 30. November 2023 beim 

Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die eingereichten Belege seien 

als Nachweis für das Vergütungsverfahren zu akzeptieren, zumal diese die 

Voraussetzungen gemäss Verwaltungspraxis erfüllten. Der Vergütungsan-

trag 2021 solle deshalb vollumfänglich gutgeheissen werden. 

C.b Mit Vernehmlassung vom 29. Februar 2024 beantragt die ESTV, die 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid sei unter Kostenfolge zulas-

ten der Beschwerdeführerin vollumfänglich abzuweisen. 

Auf die detaillierten Vorbringen der Parteien und die Beweismittel 

wird – soweit dies für den Entscheid wesentlich ist – im Rahmen der nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-

ren (VwVG, SR 172.021), soweit das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 

über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) nichts anderes be-

stimmt (Art. 37 VGG; vgl. auch Art. 81 Abs. 1 MWSTG). Gemäss Art. 31 

VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 VwVG. Vorliegend stellt der angefochtene Einsprache-

entscheid eine solche Verfügung dar. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG 

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liegt nicht vor. Die Vorinstanz ist zudem eine Behörde im Sinn von Art. 33 

VGG. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung der vorliegenden Be-

schwerde berechtigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 i.V.m. Art. 22a Abs. 1 

Bst. c und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

1.3 Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist der Ein-

spracheentscheid vom 30. November 2023 (Sachverhalt Bst. C.a). Indem 

die Beschwerdeführerin beantragt, der Vergütungsantrag 2021 solle voll-

umfänglich gutgeheissen werden, beantragt sie sinngemäss dessen Auf-

hebung. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Ver-

letzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 

1.5  

1.5.1 Die für die Entscheidfindung (Rechtsanwendung) vorzunehmende 

Tatsachenfeststellung setzt voraus, dass die Sachlage korrekt und voll-

ständig ermittelt wurde. Das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungs-

rechtspflege werden deshalb grundsätzlich von der Untersuchungsmaxime 

beherrscht (Art. 12 VwVG). Demnach muss die entscheidende Behörde 

den Sachverhalt von sich aus abklären. Sie trägt die Beweisführungslast 

(sog. subjektive oder formelle Beweislast). Der Untersuchungsgrundsatz 

kann indes dadurch relativiert werden, dass der betroffenen Person spezi-

algesetzlich statuierte Mitwirkungspflichten auferlegt werden (vgl. Art. 13 

VwVG; BVGE 2009/60 E. 2.1.2). Diese Bestimmungen sind auch im Mehr-

wertsteuerverfahren anwendbar (Art. 81 Abs. 1 MWSTG), das als spezial-

gesetzliche Mitwirkungspflicht das (modifizierte) Selbstveranlagungsprin-

zip vorsieht (BGE 140 II 202 E. 5.4; 137 II 136 E. 6.2; Urteil des BGer 

2C_727/2021 vom 11. Mai 2022 E. 3.1).  

1.5.2 Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung (BGE 130 II 482 E. 3.2; Art. 81 Abs. 3 

MWSTG). Art. 81 Abs. 3 MWSTG ist dabei lediglich deklaratorisch; der 

Grundsatz ergibt sich bereits aus Art. 19 VwVG, der auf Art. 40 des 

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Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess 

(BZP, SR 273) zurückgreift (Urteil des BGer 2C_411/2014 vom 15. Sep-

tember 2014 E. 2.3.3 m.H.). Daraus folgt, dass Nachweise nicht an eine 

besondere Form gebunden sind und nicht ausschliesslich vom Vorliegen 

bestimmter Beweismittel abhängig gemacht werden dürfen (Art. 81 Abs. 3 

MWSTG; Urteile des BGer 2C_809/2017 vom 23. April 2019 E. 2.2; 

2C_709/2017 vom 25. Oktober 2018 E. 3.3; 2C_850/2014, 2C_854/2014 

vom 10. Juni 2016 E. 6.1). Es ist mit anderen Worten nicht zulässig, einen 

Numerus clausus von Beweismitteln zu definieren (IVO P. BAUMGARTNER et 

al., Vom alten zum neuen Mehrwertsteuergesetz, 2010, § 10 Rz. 111; FELIX 

GEIGER in: Geiger/Schluckebier [Hrsg.], Kommentar MWSTG, 2. Aufl. 2019 

[nachfolgend: Kommentar MWSTG 2019], Art. 81 N. 11; MARTIN KOCHER, 

in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson [Hrsg.], MWSTG Kommentar, 2015 

[nachfolgend: MWSTG Kommentar 2015], Art. 81 N. 24). 

1.6  

1.6.1 Werden Rechtsetzungskompetenzen des Gesetzgebers auf den Ver-

ordnungsgeber (auf Bundesebene an den Bundesrat) übertragen, spricht 

man von Gesetzesdelegation. Die Legislative ermächtigt damit im (formel-

len) Gesetz die Exekutive zum Erlass von (sog. unselbstständigen) Verord-

nungen (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

8. Aufl. 2020, Rz. 110 und Rz. 364). Die Gesetzesdelegation gilt als zuläs-

sig, wenn sie nicht durch die Verfassung ausgeschlossen ist, in einem Ge-

setz im formellen Sinn enthalten ist, sich auf ein bestimmtes, genau um-

schriebenes Sachgebiet beschränkt und die Grundzüge der delegierten 

Materie – das heisst die wichtigen Regelungen – im delegierenden Gesetz 

selbst enthalten sind (Art. 164 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-

zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]; BGE 144 II 

376 E. 7.2; 137 II 409 E. 6.4; 133 II 331 E. 7.2.1; statt vieler: Urteile des 

BVGer A-2702/2018 vom 23. April 2019 E. 2.4.2; B-4572/2012 vom 

17. März 2015 E. 4.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 368). 

1.6.2 Das Bundesverwaltungsgericht kann eine Verordnungsbestimmung 

des Bundesrates auf Beschwerde hin vorfrageweise auf ihre Gesetz- und 

Verfassungsmässigkeit prüfen (sog. konkrete bzw. akzessorische Normen-

kontrolle). Es ist dabei zwischen gesetzesvertretenden und vollziehenden 

Verordnungen zu unterscheiden.  

1.6.2.1 Vollziehungsverordnungen haben den Gedanken des Gesetzge-

bers durch Detailvorschriften näher auszuführen und auf diese Weise die 

Anwendbarkeit der Gesetze zu ermöglichen. Sie dürfen das 

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auszuführende Gesetz – wie auch alle anderen Gesetze – weder aufheben 

noch abändern. Sie müssen der Zielsetzung des Gesetzes folgen und dür-

fen dabei lediglich die Regelung, die in grundsätzlicher Weise bereits im 

Gesetz Gestalt angenommen hat, aus- und weiterführen. Durch eine Voll-

ziehungsverordnung dürfen den Rechtsunterworfenen grundsätzlich keine 

neuen Pflichten auferlegt werden, selbst wenn diese durch den Gesetzes-

zweck gedeckt wären (vgl. BGE 142 II 451; 136 I 29 E. 3.3; Urteil des BGer 

2C_854/2021, 2C_855/2021 vom 29. November 2022 E. 5.2.1 m.w.H.). 

Zum Erlass von Vollziehungsverordnungen ist der Bundesrat grundsätzlich 

aufgrund von Art. 182 Abs. 2 BV auch ohne gesetzliche Ermächtigung be-

fugt (BGE 125 V 266 E. 6a; PIERRE TSCHANNEN, in: Ehrenzeller et al. 

[Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 

4. Aufl. 2023, Art. 182 Rz. 12). 

1.6.2.2 Demgegenüber ergänzt der Verordnungsgeber mittels (unselbstän-

digen) gesetzesvertretenden Rechtsverordnungen die gesetzliche Rege-

lung, soweit das Gesetz ihn hierzu ermächtigt (vgl. Urteile 2C_397/2021 

vom 25. November 2021 E. 4; 2C_765/2020 vom 14. Januar 2021 E. 5). 

Bei unselbständigen Verordnungen, die sich auf eine gesetzliche Delega-

tion stützen, richtet sich die richterliche Kontrolle zunächst auf die Gesetz-

mässigkeit. Erweist sich die Verordnung als gesetzmässig und ermächtigt 

das Gesetz den Bundesrat nicht, von der Bundesverfassung abzuweichen, 

prüft das Bundesverwaltungsgericht auch die Verfassungsmässigkeit der 

Rechtsverordnung (BGE 144 II 454 E. 3.2; 143 III 87 E. 4.4; 141 II 169 

E. 3.4; BVGE 2010/33 E. 3.1.1; Urteil des BVGer A-988/2019 vom 7. No-

vember 2019 E. 2.4.4). Wird dem Bundesrat durch die gesetzliche Delega-

tion ein sehr weiter Bereich des Ermessens für die Regelung auf Verord-

nungsstufe eingeräumt, so ist dieser Spielraum nach Art. 190 BV für das 

Bundesverwaltungsgericht verbindlich. Es darf in diesem Fall bei der Über-

prüfung der Verordnung nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle desje-

nigen des Bundesrates setzen, sondern hat seine Prüfung darauf zu be-

schränken, ob die Verordnung den Rahmen der dem Bundesrat im Gesetz 

delegierten Kompetenz offensichtlich sprengt oder aus andern Gründen 

gesetzes- oder verfassungswidrig ist (statt vieler: BGE 144 II 454 E. 3.3; 

137 II 217 E. 2.3; 131 II 562 E. 3.2, je m.w.H.; BVGE 2010/33 E. 3.1.1; 

Urteile des BVGer A-637/2020 vom 5. Februar 2021 E. 5.3.3; A-2856/2019 

vom 16. Dezember 2020 E. 1.6.4; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., 

Rz. 370). 

1.7 Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der massgeblichen 

Norm. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen 

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möglich, so muss das Gericht unter Berücksichtigung aller Auslegungsele-

mente nach der wahren Tragweite der Norm suchen. Dabei hat es insbe-

sondere den Willen des Gesetzgebers zu berücksichtigen, wie er sich na-

mentlich aus den Gesetzesmaterialien ergibt (historische Auslegung). Wei-

ter hat das Gericht nach dem Zweck, dem Sinn und den dem Text zugrunde 

liegenden Wertungen zu forschen, namentlich nach dem durch die Norm 

geschützten Interesse (teleologische Auslegung). Wichtig ist auch der 

Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt, und das Verhältnis, in welchem 

sie zu anderen Gesetzesvorschriften steht (systematische Auslegung). 

Das Bundesgericht befolgt bei der Auslegung von Gesetzesnormen einen 

pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es ab, die einzelnen Ausle-

gungselemente einer Prioritätsordnung zu unterstellen. Vom klaren, das 

heisst eindeutigen und unmissverständlichen Wortlaut darf nur ausnahms-

weise abgewichen werden, wenn triftige Gründe dafür vorliegen, dass der 

Wortlaut nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche 

Gründe können sich aus der Entstehungsgeschichte der Bestimmung, aus 

ihrem Grund und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit anderen Vor-

schriften ergeben (BGE 150 II 26 E. 3.5; 147 II 25 E. 3.3 je m.w.H.). 

2.  

2.1 Der vorliegende Sachverhalt betrifft die Vergütungsperiode 2021. So-

mit ist in casu das MWSTG (mitsamt der Mehrwertsteuerverordnung vom 

27. November 2009 [MWSTV, SR 641.201]) in der vor Inkrafttreten der 

jüngsten Teilrevision (bis zum 31. Dezember 2024) gültig gewesenen Fas-

sung massgebend (AS 2009 5203, 2017 3575). Darauf wird nachfolgend – 

wo nicht anders vermerkt – referenziert. 

Soweit im Folgenden auf die Rechtsprechung zum Mehrwertsteuergesetz 

vom 2. September 1999 (aMWSTG, AS 2000 1300) verwiesen wird, liegt 

der Grund darin, dass diese im vorliegenden Fall auch für das MWSTG 

übernommen werden kann. 

2.2  

2.2.1 Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem Sys-

tem der Nettoallphasensteuer (auch als Allphasensteuer mit Vorsteuerab-

zug bzw. Mehrwertsteuer bezeichnet [Art. 1 Abs. 1 MWSTG]; Art. 130 BV). 

Die Steuer wird auf den im Inland von steuerpflichtigen Personen gegen 

Entgelt erbrachten Leistungen (Inlandsteuer), auf dem Bezug von Leistun-

gen von Unternehmen mit Sitz im Ausland durch Empfänger und Empfän-

gerinnen im Inland (Bezugssteuer) und auf Einfuhren von Gegenständen 

(Einfuhrsteuer) erhoben (Art. 1 Abs. 2 MWSTG [AS 2009 5203]). Die 

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Erhebung erfolgt nach den Grundsätzen der Wettbewerbsneutralität, der 

Wirtschaftlichkeit der Entrichtung und der Erhebung sowie der Überwälz-

barkeit (Art. 1 Abs. 3 MWSTG; vgl. auch KLAUS A. VALLENDER, in: Ehren-

zeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die schweizerische Bundes-

verfassung, St. Galler Kommentar, 4. Aufl. 2023, Art. 130 N. 25 ff.; zum 

Ganzen statt vieler: Urteil des BVGer A-2036/2022 vom 6. Januar 2024 

E. 2.2.1 m.H.).  

2.2.2 Der Grundsatz der Wettbewerbsneutralität verlangt, dass ein moder-

nes Verbrauchssteuersystem wie die Mehrwertsteuer nach Möglichkeit in 

seinen Auswirkungen neutral sein muss. Das heisst, es darf den Wettbe-

werb zwischen den Unternehmen nicht beeinträchtigen und hat das Gleich-

behandlungsgebot zu beachten. Die Mehrwertsteuer muss deshalb umfas-

send sein und alle Waren und Dienstleistungen im Inland gleichmässig er-

fassen. Andererseits muss vermieden werden, dass eine Steuerkumulation 

entsteht, weil die Waren und Dienstleistungen auf allen Stufen der Produk-

tion und Verteilung und bei der Einfuhr besteuert werden. Diesem Zweck 

dient der Vorsteuerabzug. Damit wird die Wettbewerbsneutralität der Mehr-

wertsteuer dem Grundsatz nach verwirklicht, indem sichergestellt wird, 

dass die Endbelastung beim Konsumenten immer gleich hoch ist, und zwar 

unabhängig davon, auf welchem Weg die Ware oder Dienstleistung zu ihm 

gelangt (vgl. BGE 138 II 251 E. 2.3.4; 125 II 326 E. 6a; 124 II 193 E. 8a 

m.H.; vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A-2036/2022 vom 6. Januar 2024 

E. 2.2.2). 

2.3  

2.3.1 Gemäss Art. 107 Abs. 1 Bst. b MWSTG bestimmt der Bundesrat, un-

ter welchen Voraussetzungen den Abnehmern und Abnehmerinnen mit 

Wohn- oder Geschäftssitz im Ausland die Steuer auf den an sie im Inland 

ausgeführten Leistungen sowie auf ihren Einfuhren bei Gewährung des 

Gegenrechts durch das Land ihres Wohn- oder Geschäftssitzes vergütet 

werden kann (sog. «Vorsteuervergütungsverfahren»); dabei haben grund-

sätzlich die gleichen Anforderungen zu gelten, wie sie bei inländischen 

steuerpflichtigen Personen in Bezug auf den Vorsteuerabzug bestehen. 

2.3.2 Das Vorsteuervergütungsverfahren gemäss Art. 107 Abs. 1 Bst. b 

MWSTG ist als Pendant zum Vorsteuerabzug zu betrachten. Inländische 

Unternehmen können sich im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen re-

gistrieren lassen und bei gegebenen Voraussetzungen die von ihnen ge-

leistete Mehrwertsteuer als Vorsteuer geltend machen. Um ausländische 

Unternehmen, die weder Leistungen im Inland erbringen noch ihren Sitz 

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Seite 9 

oder eine Betriebsstätte im Inland haben und sich nicht im Register der 

Mehrwertsteuerpflichtigen eintragen lassen können (Art. 10 Abs. 1 

MWSTG), nicht mit der Mehrwertsteuer zu belasten, dient das Vorsteuer-

vergütungsverfahren (Urteile des BVGer A-2036/2022 vom 6. Januar 2024 

E. 2.3.1; A-2567/2020 vom 3. März 2022 E. 2.3.1 je m.H.). 

2.3.3 Die Botschaft des Bundesrates vom 25. Juni 2008 zur Vereinfachung 

der Mehrwertsteuer (BBl 2008 6885, 7023 f. [nachfolgend: Botschaft vom 

25. Juni 2008]) hält zu dieser Norm Folgendes fest:  

«Dieser Artikel [im bundesrätlichen Entwurf noch Art. 106, Anmerkung 

des Bundesverwaltungsgerichts] entspricht dem bisherigen Artikel 90 

MWSTG. Zwecks besserer Lesbarkeit und Verständlichkeit wird neu un-

terschieden zwischen den Ausführungsbestimmungen, die der Bundes-

rat zu erlassen hat (Abs. 1) und denjenigen Bereichen, in welchen der 

Bundesrat nähere Bestimmungen erlassen kann, wenn er dies als not-

wendig erachtet bzw. wenn die Praxis zeigt, dass ein Regelungsbedarf 

besteht (Abs. 2). Ausserdem ist der Artikel deutlich kürzer, da, wann im-

mer möglich, die Kompetenzdelegationen bei den einschlägigen Best-

immungen im Gesetz geregelt werden.  

Absatz 1 Buchstabe b behandelt die Möglichkeit, Abnehmern und Ab-

nehmerinnen mit Wohn- oder Geschäftssitz im Ausland die Steuer auf 

den an sie im Inland erbrachten Lieferungen und Dienstleistungen zu 

vergüten. Dies kommt jedoch nur in Betracht, wenn das Land ihres 

Wohn- oder Geschäftssitzes gegenüber der Schweiz Gegenrecht ge-

währt. Der Bundesrat regelt die übrigen Voraussetzungen der Vergü-

tung. Es handelt sich dabei um das sogenannte Vorsteuervergütungs-

verfahren, das an die Stelle des Vorsteuerabzugs tritt; Anspruch auf eine 

derartige Vorsteuervergütung haben nur Unternehmen, die im Land ih-

res Sitzes als MWST-Pflichtige registriert sind. Die entsprechenden 

Bestimmungen sind heute in den Artikeln 28 ff. MWSTGV enthalten.» 

2.3.4  

2.3.4.1 Der Bundesrat hat die kumulativ geltenden Voraussetzungen für 

eine Steuervergütung gemäss Art. 107 Abs. 1 Bst. b MWSTG in Art. 151 ff. 

MWSTV präzisiert. Dabei wurden weitgehend die bereits unter dem 

aMWSTG geltenden Bestimmungen übernommen und um die bisher ge-

übte Verwaltungspraxis der ESTV ergänzt (BAUMGARTNER et al., a.a.O., § 7 

Rz. 133; CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER/JUNG/PROBST, Handbuch zum 

Mehrwertsteuergesetz [MWSTG], 3. Aufl. 2022, N. 1835).  

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Seite 10 

2.3.4.2 Gemäss Art. 151 Abs. 1 MWSTV (in der vorliegend anwendbaren, 

seit dem 1. Januar 2018 geltenden Fassung [AS 2017 6307]) hat Anspruch 

auf Steuervergütung, wer Gegenstände einführt oder sich in der Schweiz 

Leistungen gegen Entgelt erbringen lässt und zudem:  

a) Wohnsitz, Geschäftssitz oder Betriebsstätte im Ausland hat;  

b) im Inland nicht steuerpflichtige Person ist;  

c) unter Vorbehalt von Art. 151 Abs. 2 MWSTV im Inland keine Leistun-

gen erbringt; und  

d) seine oder ihre Unternehmereigenschaft im Land des Wohnsitzes, 

des Geschäftssitzes oder der Betriebsstätte gegenüber der ESTV nach-

weist. 

Der Anspruch auf Steuervergütung bleibt gewahrt, wenn die Person nach 

Art. 10 Abs. 2 Bst. b MWSTG von der Steuerpflicht befreit ist und nicht auf 

diese Befreiung verzichtet (Art. 151 Abs. 2 MWSTV [AS 2017 6307]).  

2.3.4.3 Die Steuervergütung setzt voraus, dass der Staat des Wohn- oder 

Geschäftssitzes beziehungsweise der Betriebsstätte des antragstellenden 

ausländischen Unternehmens ein entsprechendes Gegenrecht gewährt 

(Art. 107 Abs. 1 Bst. b MWSTG, Art. 151 Abs. 3 MWSTV und Art. 152 

MWSTV). Gemäss Art. 152 Abs. 1 MWSTV gilt das Gegenrecht als ge-

währt, wenn: 

a. Unternehmen mit Wohn- oder Geschäftssitz in der Schweiz im betref-

fenden ausländischen Staat für die auf dort bezogenen Leistungen be-

zahlte Mehrwertsteuer ein Vergütungsanspruch zusteht, der bezüglich 

Umfang und Einschränkungen dem Vorsteuerabzugsrecht entspricht, 

das im ausländischen Staat ansässige Unternehmen geniessen; 

b. im betreffenden ausländischen Staat keine mit der schweizerischen 

Mehrwertsteuer vergleichbare Steuer erhoben wird; oder 

c. im betreffenden ausländischen Staat eine andere Art von Umsatzsteuer 

als die schweizerische Mehrwertsteuer erhoben wird, die Unternehmen 

mit Wohn- oder Geschäftssitz im ausländischen Staat gleich belastet 

wie Unternehmen mit Wohn- oder Geschäftssitz in der Schweiz. 

Die ESTV führt eine Liste mit den Staaten, mit denen eine Gegenrechtser-

klärung ausgetauscht wurde (Art. 152 Abs. 2 MWSTV). Österreich ist auf 

dieser Liste aufgeführt (Länderliste [Stand 8. November 2023]; abrufbar 

über www.estv.admin.ch > MWST > Formulare > VAT Refund > Länderliste; 

abgerufen am 3. Februar 2025). 

A-343/2024 

Seite 11 

2.3.4.4 Die Steuervergütung entspricht bezüglich Umfang und Einschrän-

kungen dem Vorsteuerabzugsrecht nach den Art. 28-30 und 33 Abs. 2 

MWSTG, wobei eine Vergütung höchstens in der Höhe des für die Leistung 

gesetzlich vorgesehenen Steuersatzes erfolgt und bezahlte Mehrwert-

steuer auf Leistungen, die nach dem MWSTG nicht der Mehrwertsteuer 

unterliegen oder davon befreit sind, nicht vergütet wird (Art. 153 Abs. 1 

MWSTV [AS 2017 6307]). Rückzahlbare Steuern werden nur vergütet, 

wenn deren Betrag in einem Kalenderjahr mindestens Fr. 500.-- erreicht 

(Art. 153 Abs. 3 MWSTV). Die Vergütungsperiode entspricht dem Kalen-

derjahr. Der Vergütungsantrag ist innerhalb von sechs Monaten nach Ab-

lauf des Kalenderjahrs zu stellen, in dem die Leistung in Rechnung gestellt 

wurde (Art. 154 MWSTV [AS 2018 3143]). 

2.3.4.5 Art. 155 MWSTV regelt das Verfahren. Der Antrag auf Steuerver-

gütung ist gemäss dieser Norm mit den Originalrechnungen der Leistungs-

erbringer und Leistungserbringerinnen bzw. mit den Veranlagungsverfü-

gungen des BAZG an die ESTV zu richten. Die Originalrechnungen müs-

sen die Anforderungen gemäss Art. 26 Abs. 2 MWSTG erfüllen und auf den 

Namen des Antragstellers oder der Antragstellerin lauten (Art. 155 Abs. 1 

MWSTV in der vorliegend anwendbaren, bis 31. Dezember 2024 gültig ge-

wesenen Fassung [AS 2009 6743; Hervorhebungen durch das Bundesver-

waltungsgericht], vgl. ausführlicher zum Ganzen: GEIGER, Kommentar 

MWSTG 2019, Art. 107 N. 12 ff.; BÉATRICE BLUM, MWSTG Kommentar 

2015, Art. 107 N. 27 ff.; BAUMGARTNER et al., a.a.O., § 7 N. 135 ff.). Das 

Bundesverwaltungsgericht hat diese Rechtsgrundlagen in verschiedenen 

Urteilen wiedergegeben, ohne sich aber eingehend mit dem Aspekt der 

Originalrechnung befassen zu müssen (vgl. Urteile des BVGer 

A-2036/2022 vom 6. Januar 2024 E. 2.3.3; A-2567/2020 vom 3. März 2022 

E. 2.3.2; A-713/2017 vom 2. Juli 2018 E. 2.6.2 [bestätigt mit Urteil des 

BGer 2C_767/2018 vom 8. Mai 2019]). 

2.3.4.6 Gemäss der seit dem 1. Januar 2025 geltenden Fassung von 

Art. 155 Abs. 1 MWSTV (AS 2024 485) ist der Antrag auf Steuervergütung 

mit den Rechnungen der Leistungserbringer und Leistungserbringerinnen 

oder mit den Veranlagungsverfügungen des BAZG an die ESTV zu richten. 

Die Rechnungen müssen die Anforderungen nach Art. 26 Abs. 2 MWSTG 

erfüllen und auf den Namen des Antragstellers oder der Antragstellerin lau-

ten (Hervorhebungen durch das Bundesverwaltungsgericht). Den Erläute-

rungen der ESTV zur Änderung der Mehrwertsteuerordnung vom 21. Au-

gust 2024 (abrufbar über www.estv.admin.ch > Die ESTV > Medien und 

News > News > Bundesrat verabschiedet Teilrevision der Mehrwertsteuer- 

A-343/2024 

Seite 12 

verordnung; abgerufen am 30. Januar 2025) ist dazu Folgendes zu ent-

nehmen: 

«Künftig soll es nicht mehr zwingend erforderlich sein, die Originalrech-

nung einzureichen. Zum einen sind aufgrund der fortschreitenden Digi-

talisierung die Originalrechnungen vermehrt digital und der eingereichte 

Ausdruck stellt somit keine Originalrechnung dar. Zum anderen kann 

dank dieser Änderung die Automatisierung und Digitalisierung bei der 

Verarbeitung von Vergütungsgesuchen vorangetrieben werden. Ausser-

dem wird eine Ungleichbehandlung beseitigt, da für Inländer aufgrund 

der freien Beweiswürdigung nicht zwingend Originalbelege nötig sind, 

um die Vorsteuer zu beanspruchen». 

2.4  

2.4.1 Der MWST-Info Nr. 18 (Vergütungsverfahren) der ESTV (in der vor-

liegend anwendbaren, am 8. Juli 2013 bzw. 5. Januar 2022 publizierten 

und bis 31. Dezember 2024 gültig gewesenen Fassung) ist – soweit inte-

ressierend – Folgendes zu entnehmen: 

«4 Formelle Voraussetzungen und Verfahren 

4.1 Originalrechnungen und Veranlagungsverfügungen 

Der Antrag auf Vergütung wird zusammen mit den Originalrechnungen der 

Leistungserbringer bzw. den Veranlagungsverfügungen des BAZG [der EZV] 

(Einfuhrsteuer) eingereicht (Art. 155 Abs. 1 MWSTV). 

4.1.1 Anforderungen an die Originalrechnungen 

Aus diesen Belegen muss ersichtlich sein, dass der Antragsteller auch der 
Leistungsempfänger der fakturierten Leistung ist, bzw. bei der Einfuhr von 
Gegenständen wirtschaftlich über diese verfügen kann. 
 
Die Belege müssen den Leistungserbringer, den Leistungsempfänger und die 
Art der Leistung eindeutig identifizieren. 
 
Gemäss Artikel 26 Absatz 2 MWSTG i.V.m. Artikel 155 Absatz 1 MWSTV 
haben die Rechnungen folgende Elemente zu enthalten: 

• Name und Ort des Leistungserbringers, wie er im Geschäftsverkehr 
auftritt, sowie die Nummer, unter der er im Register der steuerpflichti-
gen Personen eingetragen ist; 

• Name und Ort des Leistungsempfängers, wie er im Geschäftsverkehr 
auftritt; 

• Datum oder Zeitraum der Leistungserbringung, soweit diese nicht mit 
dem Rechnungsdatum übereinstimmen; 

• Art, Gegenstand und Umfang der Leistung; 

• das Entgelt für die Leistung; 

A-343/2024 

Seite 13 

• den anwendbaren Steuersatz und den vom Entgelt geschuldeten 
Steuerbetrag; schliesst das Entgelt die Steuer ein, so genügt die An-
gabe des anwendbaren Steuersatzes. (…) 

 

6. Besonderes 
6.2 Elektronische Rechnungen [und elektronische Veranlagungsverfü-
gungen des BAZG] 

Nach geltenden Bestimmungen von Artikel 2 Absätze 2 und 3 GeBüV kann ein 
Leistungserbringer seine Rechnungen elektronisch an Leistungsempfänger mit 
Sitz im In- und Ausland übermitteln. 
 
Der Antrag auf Vergütung wird zusammen mit den Originalrechnungen der 
Leistungserbringer bzw. den Veranlagungsverfügungen des BAZG [der EZV] 
eingereicht (Ziff. 4.1). Ausdrucke elektronischer Rechnungen bzw. elektroni-
scher Veranlagungsverfügungen werden bis auf weiteres unter Vorbehalt ak-
zeptiert. Auf Verlangen der ESTV sind jedoch die elektronischen übermittelten 
Rechnungen bzw. die elektronischen Veranlagungsverfügungen auf DVD, CD 
oder in passwortgeschützter, komprimierter, paketierter Datei (z. B. WinZip 
oder WinRAR) per E-Mail einzureichen.» (Fassung publiziert am 26. Juni 2018 
bzw. 5. Januar 2022) 

 

2.4.2 Ziff. 1.6.1 der MWST-Info 16 (Buchführung und Rechnungsstellung) 

der ESTV ist in der vorliegenden anwendbaren Fassung (publiziert am 

26. Juni 2018) – soweit interessierend – Folgendes zu entnehmen: 

«Geschäftsbücher und Buchungsbelege können auf Papier, elektronisch oder 
in vergleichbarer Weise aufbewahrt werden, soweit dadurch die 
Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden Geschäftsvorfällen und 
Sachverhalten gewährleistet ist (Art. 958f Abs. 3 OR). Das Gleiche gilt für die 
mehrwertsteuerrelevante Geschäftskorrespondenz. 
 
Geschäftsbücher, Buchungsbelege und die Geschäftskorrespondenz, die 
ausschliesslich in elektronischer oder vergleichbarer Weise aufbewahrt 
werden, haben die gleiche Beweiskraft wie solche, die ohne Hilfsmittel lesbar 
sind. Die mit der Vernichtung des ursprünglichen Informationsträgers 
verbundenen Risiken trägt das aufbewahrungspflichtige Unternehmen. Die 
zulässigen Informationsträger sind in Artikel 9 GeBüV umschrieben. Die 
Überprüfung der Daten muss während der gesamten gesetzlich 
vorgeschriebenen Aufbewahrungsdauer möglich sein. Die Aufzeichnungen 
müssen jederzeit lesbar gemacht und auf Begehren eines 
Einsichtsberechtigten zur Verfügung gestellt werden können (Art. 6 GeBüV). 
 
Die Papierrechnung, die gescannte Papierrechnung und die elektronische 
Rechnung sind gleichgestellt, weil die Grundsätze ordnungsmässiger 
Buchführung und Rechnungslegung für alle Arten von Buchungsbelegen 
gelten. (…)» 
 

2.5  

2.5.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 und 3 MWSTG kann die steuerpflichtige Per-

son unter Vorbehalt von Art. 29 und 33 MWSTG Vorsteuern, u.a. die ihr in 

Rechnung gestellte Inlandsteuer (Art. 28 Abs. 1 Bst. a MWSTG), im 

A-343/2024 

Seite 14 

Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit abziehen, sofern sie nachweist, 

dass sie die Vorsteuern bezahlt bzw. wirtschaftlich tatsächlich getragen hat. 

2.5.2 Nach Art. 59 Abs. 1 MWSTV gilt die Inlandsteuer als in Rechnung ge-

stellt, wenn der Leistungserbringer für den Leistungsempfänger erkennbar 

von diesem die Mehrwertsteuer eingefordert hat. Dieses Einfordern muss 

erkennbar sein, um die Berechtigung zum Abzug der überwälzten Mehr-

wertsteuer als Vorsteuer, sofern alle übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, 

zu bejahen (BLUM, Kommentar MWSTG 2019, Art. 28 Rz. 11). Der Abzug 

von Vorsteuern knüpft somit an die Voraussetzung, dass der Leistungs-

empfänger weiss, dass er dem Leistungserbringer eine Leistung mit Mehr-

wertsteuer bezahlt hat. Dieses Wissen muss sich dabei aus dem Verhalten 

des Leistungsempfängers ergeben. Weil der Vorsteuerabzug eine steuer-

mindernde Tatsache ist, muss die steuerpflichtige Person, welche den Vor-

steuerabzug geltend macht, den Beweis der Einforderung der Steuer er-

bringen, also nachweisen, dass der Leistungserbringer die Steuer effektiv 

offen überwälzt hat (BARBARA HENZEN, MWSTG Kommentar 2015, Art. 28 

Rz. 30). 

2.5.3 Das Vorhandensein einer Rechnung, die den gesetzlichen Anforde-

rungen entspricht, ist im Gegensatz zum alten Mehrwertsteuergesetz (vgl. 

Art. 38 Abs. 1 Bst. a aMWSTG) keine zwingende materiellrechtliche Vo-

raussetzung mehr für den Vorsteuerabzug. Der Grundsatz der Beweismit-

telfreiheit erlaubt es der steuerpflichtigen Person, mit anderen Mitteln zu 

beweisen, dass ihr die Steuer in Rechnung gestellt wurde (Botschaft vom 

25. Juni 2008 [BBl 2008 6885, 6934 f. und 6974 f.]; Urteil des BGer 

2C_33/2014 vom 27. Juli 2015 E. 2.3.2; BLUM, Kommentar MWSTG 2019, 

Art. 28 N. 12 und Art. 81 N. 11; HENZEN, MWSTG Kommentar 2015, Art. 28 

N. 31). Der Rechnung kommt im Mehrwertsteuerrecht aber weiterhin eine 

über den reinen Buchungsbeleg hinausgehende Bedeutung zu. Sie stellt 

ein wichtiges Indiz dafür dar, dass der Aussteller auch Leistungserbringer 

ist und die mehrwertsteuerlich relevante Handlung tatsächlich stattgefun-

den hat (Urteile des BVGer A-2814/2023 vom 19. April 2024 [bestätigt 

durch das BGer mit Urteil 9C_302/2024 vom 27. November 2024] E. 2.3.2; 

A-1996/2022 vom 19. Dezember 2022 E. 5.1 m.w.H.). Beim Leistungsemp-

fänger bildet der Rechnungsbeleg regelmässig die Basis, jedoch nicht die 

Voraussetzung, für den Vorsteuerabzug und damit für die Rückforderung 

der auf der bezogenen Leistung lastenden Mehrwertsteuer (Urteile des 

BVGer A-5186/2019 vom 28. August 2020 E. 3.2.2; A-4949/2013 vom 

12. März 2014 E. 2.5.2; vgl. BAUMGARTNER et al., a.a.O., § 7 Rz. 3 ff.). 

A-343/2024 

Seite 15 

2.5.4 Der Nachweis durch die steuerpflichtige Person, dass sie die Vor-

steuern bezahlt bzw. wirtschaftlich tatsächlich getragen hat, ist an keine 

besondere Form gebunden (HENZEN, MWSTG Kommentar 2015, Art. 28 

Rz. 40). Eine Rechnung ist zwar ein wichtiges Indiz dafür, dass der Leis-

tungserbringer die Mehrwertsteuer an den Leistungsempfänger überwälzt 

hat (vgl. E. 2.5.3), sie sagt jedoch grundsätzlich nichts darüber aus, ob der 

Leistungsempfänger die Vorsteuern an den Leistungserbringer bezahlt hat 

(Urteil des BVGer A-1996/2022 vom 19. Dezember 2022 E. 5.2). Der Nach-

weis hierfür wird in der Regel durch Buchungs- und Zahlungsbelege er-

bracht (vgl. BLUM, Kommentar MWSTG 2019, Art. 28 Rz. 38; HENZEN, 

MWSTG Kommentar 2015, Art. 28 Rz. 40). Kann der Nachweis der Ent-

richtung der Vorsteuer nicht erbracht werden oder kommt es gar nie zur 

Entrichtung der Vorsteuer, ist der geltend gemachte Vorsteuerabzug zu 

verweigern bzw. wieder rückgängig zu machen (vgl. HENZEN, MWSTG 

Kommentar 2015, Art. 28 Rz. 42). 

3.  

3.1 Im vorliegenden Fall ist umstritten, ob die Beschwerdeführerin die  

Voraussetzungen für die Steuervergütung gestützt auf Art. 107 Abs. 1 

Bst. b MWSTG i.V.m. Art. 151 ff. MWSTV erfüllt. Namentlich ist umstritten, 

ob die von der Beschwerdeführerin eingereichten Belege als Originalrech-

nungen i.S.v. Art. 155 Abs. 1 MWSTV (in der vorliegend anwendbaren, bis 

31. Dezember 2024 gültig gewesenen Fassung [AS 2009 6743]) gelten 

bzw., ob der Vergütungsantrag aufgrund des Fehlens einer Originalrech-

nung abgelehnt werden darf. 

Dass die Beschwerdeführerin die übrigen Voraussetzungen für die Steuer-

vergütung erfüllt, ist im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nicht (mehr) umstritten. Insbesondere hat die Vorinstanz in 

der Vernehmlassung vom 29. Februar 2024 anerkannt, dass die Beschwer-

deführerin (nunmehr) ihre Unternehmenseigenschaft für die Vergütungs-

periode 2021 nachgewiesen hat (Vernehmlassung S. 1; Beschwerdebei-

lage Nr. 4). 

3.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin zusammen 

mit ihrem Antrag achtzehn Belege eingereicht hat. Dabei handelt es sich 

um Kopien bzw. Ausdrucke von Rechnungen, die von der B._______ AG, 

der C._______ GmbH, der D._______ AG und dem Verein E._______ aus-

gestellt und an die Beschwerdeführerin adressiert wurden. Sie weisen Art 

und Gegenstand der Leistungen, das dafür geschuldete Entgelt und die in 

Rechnung gestellte Mehrwertsteuer aus. 

A-343/2024 

Seite 16 

Die Dokumente weisen zahlreiche Anhaltspunkte auf, die darauf hindeu-

ten, dass die Rechnungen ursprünglich in Papierform und nicht elektro-

nisch per E-Mail übermittelt wurden. Auf den Rechnungen der B._______ 

AG wurde (wohl auf dem Original) jeweils handschriftlich bei der Empfän-

gerin der Vermerk «z.Hd. F._______» angebracht, was auf den Kopien er-

sichtlich ist. Überdies enthalten die Rechnungen der B._______ AG den 

folgenden Hinweis: «Elektronische Rechnung: Erhalten Sie Ihre Rechnung 

für Ausweis- und Parking-Produkte künftig rascher und papierlos per E-

Mail. Melden Sie sich für den Service an unter […]». Damit wird impliziert, 

dass die Rechnungen eben gerade nicht elektronisch versandt wurden. Auf 

den Rechnungen der C._______ GmbH wurde im Original ein Stempel mit 

der Bezeichnung «Original» angebracht, was ebenfalls auf die Papierform 

hinweist. Auf der Rechnung des Vereins E._______ ist ein Eingangsstem-

pel (08. Juli 2021 betreffend die Rechnung vom 30. Juni 2021) erkennbar, 

was ebenfalls ein Hinweis darauf darstellt, dass die Rechnung ursprünglich 

in Papierform zugestellt wurde. 

4.  

4.1 Gemäss dem eindeutigen Wortlaut von Art. 155 Abs. 1 MWSTV 

(AS 2009 6743) in allen massgeblichen Sprachfassungen ist der Antrag auf 

Steuervergütung mit den Originalrechnungen (frz.: «factures originales»; 

ital.: «originali delle fatture») zu erbringen. Nichts anderes ergibt sich aus 

der einschlägigen Verwaltungsverordnung in den vorliegend anwendbaren 

Fassungen (E. 2.4).  

4.2  

4.2.1 Die Beschwerdeführerin führt aus, dass es sich bei den von ihr ein-

gereichten Belegen um Abzüge handle, die der elektronischen Aufbewah-

rung entnommen wurden. Diese würden auf den «seinerzeit eingescann-

ten Originalbelegen bzw. zugestellten PDF-Rechnungen» basieren.  

4.2.2 Aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin geht damit unzwei-

deutig hervor, dass es sich bei den eingereichten Belegen nicht um Origi-

naldokumente, sondern um Vervielfältigungen handelt. Insoweit die Be-

schwerdeführerin geltend machen will, auch Abzüge von Originalbelegen 

seien als «Originalrechnungen» zu betrachten, kann ihr nicht gefolgt wer-

den. Sie beruft sich dabei auf die Ziff. 1.6.1 MWST-Info 16, wonach Bu-

chungsbelege elektronisch aufbewahrt werden können (vgl. E. 2.4.2). 

Diese Verwaltungsverordnung beinhaltet jedoch lediglich allgemeine Hin-

weise zur buchmässigen Erfassung der Mehrwertsteuer und hält fest, dass 

im Allgemeinen Papierrechnungen, gescannte Papierrechnungen und 

A-343/2024 

Seite 17 

elektronische Rechnungen gleichgestellt sind. Der für das Vergütungsver-

fahren einschlägigen Verwaltungspraxis ist aber abweichend davon zu ent-

nehmen, dass zusammen mit einem Vergütungsantrag Originalrechnun-

gen einzureichen sind, wie dies auch aus Art. 155 Abs. 1 MWSTV (AS 2009 

6743) klar hervorgeht (E. 2.4.1). Die Beschwerdeführerin kann demnach 

nichts zu ihren Gunsten aus der MWST-Info Nr. 16 ableiten. 

4.2.3 Den in den Akten befindlichen Belegen sind zahlreiche Anhaltspunkte 

zu entnehmen, die darauf hindeuten, dass die Rechnungen ursprünglich in 

Papierform zugestellt wurden (E. 3.2). Die Beschwerdeführerin unterlässt 

es, zur Untermauerung ihrer Behauptung, wonach es sich (zumindest teil-

weise) demgegenüber vielmehr um «zugestellte PDF-Rechnungen» han-

deln soll, weitere Beweismittel, wie etwa Übermittlungs-E-Mails, zu den Ak-

ten zu reichen. Auch unterlässt sie es, diese Behauptung weiter zu sub-

stantiieren. Aufgrund der Akten muss davon ausgegangen werden, dass 

es sich bei den eingereichten Belegen nicht um Ausdrucke elektronischer 

Rechnungen i.S. der Ziff. 6.2 der MWST-Info Nr. 18 handelt (E. 2.4.1). 

Auch aus dieser Bestimmung vermag die Beschwerdeführerin daher nichts 

zu ihren Gunsten abzuleiten. 

4.2.4 Zusammengefasst hat die Beschwerdeführerin – anders als in 

Art. 155 Abs. 1 MWSTV vorgeschrieben – zusammen mit ihrem Vergü-

tungsantrag keine Originalrechnungen eingereicht. 

5.  

In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob die Vorinstanz den Vergütungs-

antrag der Beschwerdeführerin zu Recht ausschliesslich wegen des Feh-

lens von Originalrechnungen abgelehnt hat. Es stellt sich insbesondere die 

Frage, ob die Einreichung von Originalrechnungen gemäss Art. 155 Abs. 1 

MWSTV (in der vorliegend anwendbaren Fassung) als zwingendes Erfor-

dernis zu verstehen ist und wenn ja, ob dieses Erfordernis gesetzeskon-

form ist. 

5.1 Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, es sei unzulässig, Nach-

weise ausschliesslich vom Vorliegen bestimmter Beweismittel abhängig zu 

machen. Dies widerspreche dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

(Art. 81 Abs. 3 MWSTG).  

5.2 Die Vorinstanz führt dazu aus, dass die Rechnung im Rahmen des Ver-

gütungsverfahrens das einzige überprüfbare Dokument sei, da sie die Ge-

schäftsbücher der ausländischen, nicht im Schweizer MWST-Register 

A-343/2024 

Seite 18 

eingetragenen Unternehmen nicht überprüfen könne. Nur wenn Original-

rechnungen vorlägen, sei nachgewiesen, dass diese unverändert seien 

und auch nur einmalig eingereicht würden. Es genüge daher nicht, eine 

Kopie der erhaltenen Rechnung beizulegen. Die Beweismittelfreiheit 

komme somit im Rahmen der Vergütung der Mehrwertsteuer bloss einge-

schränkt zum Tragen. Überdies sei auch in Österreich für die Beantragung 

der Umsatzsteuervergütung die Vorlage von Originalrechnungen erforder-

lich (Gegenrecht). 

5.3  

5.3.1 Aus dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung folgt, dass Nach-

weise nicht an eine besondere Form gebunden sind und nicht ausschliess-

lich vom Vorliegen bestimmter Beweismittel abhängig gemacht werden 

dürfen (E. 1.5.2). Die Vorinstanz macht sinngemäss geltend, dass dieser 

Grundsatz mit Bezug auf das Vergütungsverfahren nicht oder nur einge-

schränkt zum Tragen komme. Ob dies zutrifft, ist abhängig vom Umfang 

der Regelungskompetenz, die dem Bundesrat mit Art. 107 Abs. 1 Bst. b 

MWSTG eingeräumt wurde. Es ist daher in einem ersten Schritt die darin 

enthaltene Delegationsnorm daraufhin zu untersuchen, ob es sich um eine 

gesetzesvollziehende oder gesetzesvertretende Norm (vgl. E. 1.6.2) han-

delt. 

5.3.1.1 Gemäss dem Wortlaut der Delegationsnorm Art. 107 Abs. 1 Bst. b 

MWSTG bestimmt der Bundesrat, unter welchen Voraussetzungen («con-

ditions», «condizioni») den Abnehmern und Abnehmerinnen mit Wohn- 

oder Geschäftssitz im Ausland die Steuer auf den an sie im Inland ausge-

führten Leistungen bei Gewährung des Gegenrechts durch das Land ihres 

Wohn- oder Geschäftssitzes vergütet werden kann. Die Norm überträgt 

dem Bundesrat somit die Kompetenz – bei Vorliegen des Gegenrechts – 

die Anforderungen zu regeln und das Verfahren zu schaffen, dass es Ab-

nehmern mit Wohn- oder Geschäftssitz im Ausland ermöglicht, sich die 

Steuer auf den an sie im Inland erbrachten mehrwertsteuerlichen Leistun-

gen vergüten zu lassen. Der Gesetzgeber hätte das Vorsteuervergütungs-

verfahren auch selbst regeln können, hat es aber dem Bundesrat überlas-

sen. Die dafür zu regelnden Aspekte gehen über eine reine Aus- oder Wei-

terführung von Regelungen, die in grundsätzlicher Weise bereits im Gesetz 

Gestalt angenommen haben (vgl. zur Vollziehungsverordnung E. 1.6.2.1), 

hinaus. Der Bundesrat hat die folgenden Aspekte als zum «Vorsteuerver-

gütungsverfahren» gehörend betrachtet: Die Regelung der Anspruchsbe-

rechtigten (Art. 151 MWSTV), Präzisierungen zum Gegenrecht (Art. 151 

Abs. 3; Art. 152 MWSTV), die Regelung des Umfangs der Steuervergütung 

A-343/2024 

Seite 19 

(Art. 153 MWSTV), der Vergütungsperiode (Art. 154 MWSTV), des Verfah-

rens (Art. 155 MWSTV, worunter u.a. die Pflicht zur Einreichung der Origi-

nalrechnung sowie die Pflicht zur Verwendung eines Formulars geregelt 

wurde; vgl. auch E. 2.3.4.1-2.3.4.5) sowie des Vergütungszinses (Art. 156 

MWSTV).  

5.3.1.2 Art. 107 MWSTG befindet sich systematisch in den Schlussbestim-

mungen (7. Titel) im 1. Kapitel «Ausführungsbestimmungen». Die Norm 

enthält Delegationen in jenen Bereichen, die nicht bei den einschlägigen 

Bestimmungen im Gesetz geregelt werden konnten (E. 2.3.3). Dabei 

wurde ursprünglich unterschieden in jene Bereiche, in denen der Bundes-

rat Ausführungsbestimmungen zu erlassen hat («muss»; Abs. 1) und jenen 

Bereichen, in welchen der Bundesrat nähere Bestimmungen erlassen 

kann, wenn dies notwendig sein sollte (Abs. 2; vgl. E. 2.3.3); diese Bestim-

mung wurde mittlerweile aufgehoben (AS 2024 438, BBl 2021 2363, 

61/74). Abs. 3 enthält eine allgemeine Pflicht des Bundesrates zum Erlass 

von Vollzugsvorschriften.  

Die in Abs. 1 verankerte Kompetenzdelegation zur Regelung des «Vorsteu-

ervergütungsverfahren» konnte nicht einem Regelungsbereich «ange-

hängt» werden, sondern musste an dieser Stelle besonders geregelt wer-

den. Dies zeigt ebenfalls, dass es sich beim «Vergütungsverfahren» um 

einen eigenständigen Regelungsgegenstand handelt. Dabei muss der 

Bundesrat Ausführungsbestimmungen erlassen und dabei die Rechte und 

Pflichten der antragsstellenden Personen regeln. Dafür hat der Gesetzge-

ber gewisse Grundzüge bzw. Leitlinien vorgegeben, indem er in der Dele-

gationsnorm festgelegt hat, dass grundsätzlich die gleichen Anforderungen 

zu gelten haben, wie sie bei inländischen steuerpflichtigen Personen in Be-

zug auf den Vorsteuerabzug bestehen (vgl. dazu unten E. 5.3.2.1).  

5.3.1.3 Bei Art. 107 Abs. 1 Bst. b MWSTG ist demnach von einer gesetzes-

vertretenden Norm (vgl. zum Begriff E. 1.6.2.2) auszugehen. Auch unter 

dem aMWSTG wurde die entsprechende Bestimmung (Art. 90 aMWSTG) 

als eine gesetzesvertretende Norm qualifiziert (GEIGER, MWSTG Kom-

mentar 2019, Art. 107 N. 1). Mit Bezug auf die Delegationsnorm in Art. 90 

aMWSTG hat das Bundesverwaltungsgericht überdies festgehalten, dass 

das Gesetz dem Bundesrat einen weiten Ermessensspielraum für die Re-

gelung auf Verordnungsstufe einräume, welcher für das Gericht verbindlich 

sei (BVGE 2008/38 E. 2.8 [das Urteil befasste sich mit der Rechtmässigkeit 

von Art. 28 der Verordnung vom 29. März 2000 zum Bundesgesetz über 

die Mehrwertsteuer {AS 2000 1347}, welcher die Anspruchsberechtigten 

A-343/2024 

Seite 20 

für das Vergütungsverfahren regelte]). Im Unterschied zur geltenden Be-

stimmung enthielt Art. 90 aMWSTG allerdings noch nicht die Vorgabe, wo-

nach grundsätzlich die gleichen Anforderungen zu gelten haben, wie beim 

Vorsteuerabzug. 

5.3.2 Gestützt auf diese Bestimmung verlangt der Bundesrat als eine der 

Voraussetzungen zum Nachweis der Rückerstattung eine Rechnung und 

zwar in Form des Originals. Dieses Erfordernis weicht von dem in Art. 81 

Abs. 3 MWSTG verankerten Grundsatz der Beweismittelfreiheit (E. 1.5.2) 

ab. Ob Art. 107 Abs. 1 Bst. b MWSTG dem Bundesrat die Kompetenz ein-

räumt, eine Originalrechnung zu verlangen, ist als nächstes zu untersu-

chen.  

5.3.2.1 Gemäss dem Wortlaut der Bestimmung sieht der Gesetzgeber für 

die Regelung des Verfahrens gewisse Grundsätze bzw. Leitlinien vor. Es 

sollen dabei grundsätzlich («fondamentalement», «di principio») die glei-

chen Anforderungen gelten, wie sie bei inländischen steuerpflichtigen Per-

sonen in Bezug auf den Vorsteuerabzug gelten (E. 2.3.1; Hervorhebungen 

durch das Bundesverwaltungsgericht). Die französische und die italieni-

sche Sprachversion stimmen damit überein. Die Verwendung des Begriffes 

«grundsätzlich» signalisiert, dass Anpassungen oder Ausnahmen nicht 

ausgeschlossen sind. Abweichungen von der Regelung des Vorsteuerab-

zugs sind aber nur gerechtfertigt, wenn sich aus dem Vergütungsverfahren 

selbst, insbesondere aufgrund von Besonderheiten des Regelungsgegen-

standes, solche aufdrängen (so auch [zu Art. 90 Abs. 2 Bst. b aMWSTG] 

PASCAL MOLLARD/XAVIER OBERSON/ANNE TISSOT BENEDETTO, Traité TVA, 

2009, Kap. 5 N. 389, wonach es zwar die Grundidee sei, die ausländischen 

Unternehmen gleich wie die schweizerischen Unternehmen zu behandeln, 

aber bestimmte Regeln sinnvollerweise im Vorsteuervergütungsverfahren 

nicht zur Anwendung kommen könnten).  

5.3.2.2 Den Gesetzesmaterialien lässt sich zur Formulierung nichts Weite-

res entnehmen (vgl. E. 2.3.3). Inhaltlich sollte offensichtlich der bisherige 

Regelungsgehalt fortgeführt werden, wie der Hinweis auf Art. 90 aMWSTG 

und die MWSTGV in der Botschaft zeigen (vgl. E. 2.3.3, E. 2.3.4.1). Zur 

vorliegend zu klärender Frage ist auch der Debatte im Parlament nichts 

Einschlägiges zu entnehmen (AB NR 2009 S. 493 [Frühjahrssession]; AB 

SR 2009 S. 441 [Sommersession]).  

5.3.2.3 Sinn und Zweck des Vergütungsverfahrens ist es – als Pendant 

zum Vorsteuerabzug – einen Beitrag zur Gewährleistung der 

A-343/2024 

Seite 21 

Wettbewerbsneutralität der Mehrwertsteuer zu leisten (E. 2.2.2, E. 2.3.2). 

Unternehmen mit Sitz im Ausland, die in der Schweiz keine steuerbaren 

Leistungen erbringen, sollen – gleich wie inländische Unternehmen – nicht 

mit der Mehrwertsteuer belastet werden. Dies – wie erwähnt – unter der 

Voraussetzung des Gegenrechts, d.h., dass Unternehmen mit Sitz in der 

Schweiz im betreffenden ausländischen Staat ein Vergütungsanspruch zu-

steht, der dem den dort ansässigen Unternehmen zustehenden Vorsteuer-

abzugsrecht entspricht.  

Bei den ausländischen Abnehmerinnen und Abnehmern handelt es sich 

nicht um in der Schweiz steuerpflichtige Personen. Dies ist eine besondere 

Herausforderung, weil die Beweiserhebungsmöglichkeiten der Verwaltung 

(zur Beweisführungslast vgl. E. 1.5.1) bei den ausländischen Antragsstel-

lenden eingeschränkt sind. Es versteht sich von selbst, dass im Rahmen 

des Vergütungsverfahrens gewährleistet sein muss, dass dieses effizient 

abläuft. Es fragt sich, ob dies gewährleistet ist, wenn ausländische Abneh-

merinnen und Abnehmer mit Unterlagen allenfalls in fremder Sprache 

nachweisen wollten, dass sie mehrwertsteuerpflichtige Leistungen im In-

land bezogen haben. Dass Rechnungen bzw. Originalrechnungen einge-

fordert werden, scheint im Hinblick darauf deshalb notwendig und geeig-

net. Auch ist zu vermeiden, dass die Vorsteuervergütung missbräuchlich 

beansprucht wird. Das Erfordernis der Rechnung bzw. der Originalrech-

nung scheint auch unter diesem Aspekt als notwendig und geeignet zu 

sein, dem entgegenzuwirken. In der Literatur wird daher die Auffassung 

vertreten, die strengen Formvorschriften für das Vergütungsverfahren 

seien namentlich mit Blick auf das Missbrauchspotential und die einge-

schränkten Beweiserhebungsmöglichkeiten der ESTV beim Antragsteller 

gerechtfertigt (BAUMGARTNER et al., a.a.O., § 7 N. 135; siehe dazu auch 

Urteil des BGer 2C_208/2013 vom 28. April 2014 E. 3.2.4 mit Verweis auf 

MOLLARD/OBERSON/TISSOT BENEDETTO, a.a.O., Kap. 5 N. 389 [zu Art. 90 

Abs. 2 Bst. b aMWSTG], wonach diese den verlangten Zahlungsnachweis 

ausdrücklich begrüssten).  

Wie erwähnt, ist der Vergütungsanspruch abhängig von der Gewährung 

des Gegenrechts. Es wird in der Doktrin deshalb auch teilweise die Auffas-

sung vertreten, das Erfordernis der Vorlage von Originalrechnungen er-

gebe sich bei Vergütungsanträgen aufgrund des Gegenrechtserfordernis-

ses (BÉATRICE BLUM, Kommentar MWSTG 2015, Art. 107 N. 46 f.). In der 

Europäischen Union ist die Dreizehnte Richtlinie 86/560/EWG des Rates 

der Europäischen Gemeinschaften vom 17. November 1986 zur Harmoni-

sierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern 

A-343/2024 

Seite 22 

– Verfahren der Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Gebiet der Ge-

meinschaft ansässige Steuerpflichtige einschlägig (abrufbar über 

<https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/1986/560/oj/eng>). Die Richtlinie sieht in 

Art. 3 vor, dass die Mitgliedstaaten die Modalitäten für die Erstattung der 

Mehrwertsteuer (nach Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie) bestimmen. Sie regeln 

namentlich die Antragsstellung, den Zeitraum, die zuständige Behörde, die 

Mindestbeträge sowie die Fristen. Sie legen auch die Einzelheiten für die 

Erstattung fest und legen dem Antragsteller die Pflichten auf, die erforder-

lich sind, um die Begründetheit des Antrags beurteilen zu können und um 

Steuerhinterziehungen zu vermeiden; ausserdem verlangen sie insbeson-

dere den Nachweis der Ausübung einer wirtschaftlichen Tätigkeit (vgl. 

Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie). Österreich hat das Verfahren in der Verordnung 

des Bundesministers für Finanzen, mit der ein eigenes Verfahren für die 

Erstattung der abziehbaren Vorsteuern an ausländische Unternehmer ge-

schaffen wird, geregelt (BGBl. Nr. 279/1995; [aktuelle Fassung abrufbar 

über <https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundes-

normen&Gesetzesnummer=10004977>, {abgerufen am 28. Februar 

2025}]). Nach § 3a Abs. 1 der zitierten Verordnung hat der nicht im Ge-

meinschaftsgebiet ansässige Unternehmer die Erstattung mittels amtlich 

vorgeschriebenem Vordruck beim Finanzamt Österreich zu beantragen. 

Der Antrag ist binnen sechs Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres zu 

stellen, in dem der Erstattungsanspruch entstanden ist. In dem Antrag hat 

der Unternehmer den zu erstattenden Betrag selbst zu berechnen. Dem 

Erstattungsantrag sind die Rechnungen und die Belege über die entrich-

tete Einfuhrumsatzsteuer im Original beizufügen (Hervorhebung durch das 

Bundesverwaltungsgericht).  

5.3.2.4 Zusammenfassend ist Folgendes festzuhalten: Der Gesetzgeber 

hat zum einen (auch unter dem aMWSTG) die Vergütung vom Gegenrecht 

abhängig gemacht (E. 2.3.4.3, E. 5.3.2.3). Zum andern räumt Art. 107 

Abs. 1 Bst. b MWSTG dem Bundesrat bei der Regelung der Voraussetzun-

gen für die Rückerstattung nach wie vor einen weiten Ermessenspielraum 

ein; dies, auch wenn im Unterschied zur «Vorgängernorm» (Art. 90 

aMWSTG, E. 5.3.1.3) in Art. 107 Abs. 1 Bst. b MWSTG nun gewisse 

Grundzügen bzw. Leitlinien verankert sind, wie die Kompetenz auszuüben 

ist (vgl. E. 5.3.2.1). Dieser Spielraum ist für das Bundesverwaltungsgericht 

verbindlich (vgl. E. 1.6.2.2). Nach Auffassung des Bundesverwaltungsge-

richts hat der Bundesrat folglich die Kompetenz, bei der Regelung des Ver-

gütungsverfahrens von nicht in der Schweiz steuerpflichtigen Personen als 

Nachweis für den Anspruch auf die Vorsteuervergütung eine Rechnung 

bzw. eine Originalrechnung verlangen zu dürfen. Dies auch aus Gründen 

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Seite 23 

der Kontrolle und zur Vermeidung von Missbrauch (vgl. ausführlich: 

E. 5.3.2.3). Die Rechnung stellt im Mehrwertsteuerrecht ein wichtiges Indiz 

dafür dar, dass der Aussteller auch Leistungserbringer ist und die mehr-

wertsteuerlich relevante Handlung tatsächlich stattgefunden hat (vgl. 

E. 2.5.3). Die in Art. 107 Abs. 1 Bst. b MWSTG verankerte Delegati-

onsnorm umfasst somit die Kompetenz, für die Abnehmerinnen und Ab-

nehmer als in der Schweiz nicht steuerpflichtige Personen ein an Sinn und 

Zweck angepasstes Vorsteuervergütungsverfahren vorzusehen und dabei 

eine vom Grundsatz der Beweismittelfreiheit (Art. 81 Abs. 3 MWSTG; 

E. 1.5.2) abweichende Regelung zu treffen. Die Europäische Union über-

lässt die Regelung der entsprechenden Verfahren den Mitgliedstaaten und 

auch Österreich verlangt ebenfalls – wie gezeigt – eine Originalrechnung 

(vgl. E. 5.3.2.3). Zwar hat der Bundesrat mittlerweile auf das Erfordernis 

einer Originalrechnung (nicht aber auf dasjenige der Rechnung) verzichtet 

(E. 2.3.4.6). Bei der Verabschiedung des Gesetzes durch das Parlament 

im Jahr 2009 war die Digitalisierung aber noch nicht derart weit fortgeschrit-

ten, wie dies heute der Fall ist, so dass der Bundesrat dieses Erfordernis 

per 2025 fallen lassen konnte (E. 2.3.4.6). Dass eine Originalrechnung 

nach der geltenden Rechtslage nicht mehr notwendig ist, bedeutet aber 

nicht, dass der Bundesrat diesbezüglich beim Erlass der (alten) Verord-

nungsbestimmung seine Kompetenzen überschritten hätte. 

5.4 Aufgrund des Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Ausgangsge-

mäss sind die Verfahrenskosten, die auf Fr. 1'500.-- festgesetzt werden, 

der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 4 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der in 

derselben Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet.  

Eine Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin ist nicht zuzuspre-

chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG bzw. Art. 7 Abs. 1 VGKE e contario). 

Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite. 

  

A-343/2024 

Seite 24 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Kosten des Verfahrens werden auf Fr. 1'500.-- festgesetzt und der Be-

schwerdeführerin auferlegt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvor-

schuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz. 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

Iris Widmer Anna Strässle 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

Versand: 

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Seite 25 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)