# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fccd7bf-12b2-52ee-b646-71f589f4154c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2012 C-396/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-396-2010_2012-03-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-396/2010 

 

 

  U r t e i l  v o m  8 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Stefan Mesmer,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Renteneinstellung, Verfügung vom 21. Juli 2009. 

 

 

C-396/2010 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die 1960 geborene Schweizer Staatsbürgerin A._______ (im Folgenden: 

Versicherte oder Beschwerdeführerin) erlernte im Anschluss an die Matu-

ra keinen Beruf. Als Mutter von zwei Kindern (Jahrgänge 1992 und 1995) 

war sie als Hausfrau tätig; im Nebenerwerb unterrichtete sie an einer 

Sprachschule. Unter anderem wegen Osteoporose, einer Fibromyalgie 

und chronischen Nierensteinen meldete sie sich am 31. August 1998 

(Eingangsdatum: 1. September 1998) bei der IV-Stelle Luzern (im Fol-

genden: IV-Stelle LU) erstmals zum Bezug von Leistungen der obligatori-

schen schweizerischen Invalidenversicherung (IV) in Form einer Rente an 

(Akten [im Folgenden: act.] der Invalidenversicherungs-Stelle für Versi-

cherte im Ausland [im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz] 1). Nach Vor-

liegen der für die Beurteilung des Leistungsanspruchs massgeblichen Un-

terlagen resp. Abklärungsergebnisse (act. 6 bis 17) wurde das Leistungs-

begehren nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. 18 und 19) 

bei einem Invaliditätsgrad (im Folgenden auch: IV-Grad) von 27 % mit 

Verfügung vom 27. September 1999 abgewiesen (act. 20). Diese Verfü-

gung trat unangefochten in Rechtskraft. 

B.  

Im Rahmen der neuen Anmeldung vom 9. Mai 2000 (Eingangsdatum: 

10. Mai 2000) machte die Versicherte eine Verschlechterung des Ge-

sundheitszustandes geltend (act. 5). Nach Durchführung weiterer Abklä-

rungen (act. 21 bis 24, 26 bis 30) teilte die IV-Stelle LU der Versicherten 

mit Beschluss vom 10. Mai 2001 mit, dass sie mit Wirkung ab 1. Juni 

2000 Anspruch auf eine abgestufte Rente habe (Viertelsrente ab 1. Juni 

2000, halbe Rente ab 1. August 2000 und ganze Rente ab 1. September 

2000; act. 33); die entsprechende, unangefochten in Rechtskraft erwach-

sene Verfügung datiert vom 26. Juni 2001 (act. 34). 

C.  

Zufolge Wegzugs der Versicherten nach Portugal übermittelte die IV-

Stelle LU der IVSTA im Juli 2002 die Akten und teilte dieser den nächsten 

Revisionstermin (1. Februar 2004) mit (act. 35, 36 und 38). Nachdem die 

IVSTA mit Verfügung vom 24. November 2003 diejenige der IV-Stelle LU 

vom 26. Juni 2001 und am 22. März 2004 die von ihr am 24. November 

2003 erlassene Verfügung ersetzt hatte (act. 39 und 40), führte sie ab 

Februar 2005 eine Rentenrevision von Amtes durch (act. 41 bis 48). In 

Kenntnis eines Arztberichts aus Portugal vom 15. Juli 2005 (act. 50) und 

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Seite 3 

einer Stellungnahme von Dr. med. B._______ vom Regionalen Ärztlichen 

Dienst Rhone (im Folgenden: RAD) vom 25. Oktober 2005 (act. 52) be-

auftragte die IVSTA am 10. August 2007 die C._______ (im Folgenden: 

C._______) mit einer pluridisziplinären Begutachtung (act. 53 bis 58). 

Nach Vorliegen des psychiatrischen Teilgutachtens von Dr. med. 

D._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3. Dezem-

ber 2007 (act. 60) und des rheumatologischen Teilgutachtens von Dr. 

med. E._______, Facharzt für Rheumatologie, vom 18. Dezember 2007 

(act. 61) wurde mit Datum vom 7. Februar 2008 das Hauptgutachten er-

stellt (act. 62). Nachdem Dr. med. B._______ am 14. resp. 15. April 2008 

erneut Stellung bezogen hatte (act. 64 und 65) und am 4. Juni 2008 ein 

Einkommensvergleich durchgeführt worden war (act. 66), erliess die 

IVSTA am 12. Juni 2008 einen Vorbescheid, mit welchem der Versicher-

ten die Aufhebung der IV-Rente in Aussicht gestellt wurde (act. 67). Hier-

gegen brachte die Versicherte – unter Beilage zahlreicher medizinischer 

Akten aus Portugal – am 27. Juni 2008 ihre Einwendungen vor (act. 68 

bis 78), wozu Dr. med. B._______ am 28. August 2008 erneut Stellung 

nahm (act. 80).  

D.  

In der Folge erliess die IVSTA am 12. Februar 2009 einen weiteren Vor-

bescheid, mit welchem derjenige vom 12. Juni 2008 annulliert und ersetzt 

wurde (act. 83). Hiergegen brachte die Versicherte unter Beilage medizi-

nischer Dokumente aus Portugal am 5. März 2009 selber und am 

18. März 2009 ihre Rechtsvertreterin Einwendungen vor (act. 84 bis 91). 

Nachdem sich Dr. med. B._______ mit Datum vom 2. Juni 2009 ein wei-

teres Mal geäussert hatte (act. 93), erliess die IVSTA am 21. Juli 2009 ei-

ne dem Vorbescheid vom 12. Februar 2009 im Ergebnis entsprechende 

Verfügung; die IV-Rente wurde per 1. September 2009 eingestellt 

(act. 97). 

E.  

Hiergegen erhob die Versicherte unter Beilage weiterer portugiesischer 

Arztberichte beim Bundesgericht (im Folgenden auch: BGer) am 14. Ja-

nuar 2010 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 

21. Juli 2009 (Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1); 

diese Eingabe wurde dem Bundesverwaltungsgericht (im Folgenden 

auch: BVGer) am 21. Januar 2010 übermittelt (B-act. 2). 

Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, diverse Ärzte hätten 

eine Invalidität von 72 % anerkannt. Ihr Gesundheitszustand habe sich im 

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Seite 4 

Verlauf der Zeit verschlechtert. Darüber hinaus sei ein "Gehirn-

Aneurysma" diagnostiziert worden, aufgrund dessen im Jahre 2008 ein 

chirurgischer Eingriff vorgenommen worden sei. Auch sei den Schweizer 

Ärzten bekannt, dass sie neben anderen damit verbundenen Krankheiten 

an Osteoporose und Fibromyalgie leide. Letztere mache es ihr unmög-

lich, ein normales Leben zu führen, da sie im Alltag ständig Schmerzen 

habe. Dadurch sei sie bei den Hausarbeiten auf Hilfe angewiesen, und 

während den akuten Krisen benötige sie unter anderem beim Baden und 

Anziehen Hilfe; als Nachweis lägen die Berichte der Dres. med. 

F._______ und G._______ bei. Aufgrund ihres Gesundheitszustandes 

könne sie nicht arbeiten und habe kein anderes Einkommen. Daher sei 

sie zusammen mit ihren Kindern in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 17. Februar 2010 beantragte die Vorin-

stanz, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten (B-act. 4). 

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die Beschwerde gegen 

die Verfügung vom 21. Juli 2009, welche der Beschwerdeführerin am 

30. Juli 2009 eröffnet worden sei, sei zunächst am 21. Januar 2010 

fälschlicherweise dem Bundesgericht bzw. einen Tag später dem Bun-

desverwaltungsgericht zugestellt worden. Die am 14. Januar 2010 datier-

te Eingabe habe somit die anberaumte Frist von 30 Tagen massiv über-

schritten, weshalb die Beschwerde als zweifelsfrei verspätet zu betrach-

ten sei. 

G.  

Mit prozessleitender Verfügung vom 3. März 2010 wurde der Beschwer-

deführerin Gelegenheit gegeben, sich innerhalb von 30 Tagen ab Erhalt 

dieser Verfügung zum vorgesehenen Nichteintretensentscheid zu äus-

sern (B-act. 5). Daraufhin teilte die Versicherte mit Replik vom 11. März 

2010 unter anderem mit, von einer Rechtsmittelbelehrung habe sie "bis 

heute" nichts gesehen (B-act. 7). 

H.  

In ihrer Duplik vom 28. April 2010 beantragte die Vorinstanz – sofern dar-

auf einzutreten sei – die Abweisung der Beschwerde (B-act. 9). 

Zur Begründung führte sie – sollte das Bundesverwaltungsgericht man-

gels Nachweises einer Rechtsmittelbelehrung materiell auf die Be-

schwerde eintreten – zusammengefasst aus, die beschwerdeweise neu 

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Seite 5 

vorgelegten ärztlichen Berichte seien wiederholt dem RAD zur Stellung-

nahme unterbreitet worden. Diesbezüglich werde auf den Bericht vom 

13. April 2010 verwiesen. Es lägen keine neuen Sachverhaltselemente 

vor, welche die bisherigen, im Rahmen der C._______ gewonnenen und 

für die RAD-Ärztin schlüssigen und nachvollziehbaren Erkenntnisse zu 

widerlegen vermöchten. In arbeitsmedizinischer Hinsicht bedeute dies, 

dass trotz der vorliegenden psychischen Leiden die Beschwerdeführerin 

als Sprachlehrerin ab dem 28. November 2007 (Zeitpunkt der C._______-

Untersuchung) wieder zu 70 % arbeitsfähig bzw. als Hausfrau zu 20 % 

eingeschränkt sei. Aufgrund einer wesentlichen Verbesserung der Er-

werbsfähigkeit sei die bisher gewährte Rente zu Recht per 1. September 

2009 aufgehoben worden. 

I.  

Im Rahmen der Triplik vom 27. Mai 2010 hielt die Beschwerdeführerin an 

ihrem Rechtsbegehren fest, reichte zusätzliche medizinische Dokumente 

aus Portugal ein und machte weitere Ausführungen zu ihrem Gesund-

heitszustand (act. 12 und 13). 

J.  

In ihrer Quadruplik vom 20. August 2010 beantragte die Vorinstanz wei-

terhin die Abweisung der Beschwerde (B-act. 17). Zur Begründung ver-

wies sie auf die Stellungnahme des RAD vom 17. August 2010 (act. 102), 

welcher sie nichts beizufügen hatte. 

K.  

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. September 2010 schloss die In-

struktionsrichterin den Schriftenwechsel (B-act. 18).  

L.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien 

ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

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Seite 6 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sach-

gebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG). 

1.2.  

1.2.1. Die Beschwerde wurde formgerecht eingereicht (Art. 52 Abs. 1 

VwVG). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung vom 21. Juli 2009 

(act. 97) ist die Beschwerdeführerin berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 ATSG). Hin-

sichtlich der Beschwerdefrist (vgl. Art. 22a in Verbindung mit Art. 60 des 

Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des So-

zialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]) ergibt sich Folgendes: 

1.2.2. Die Beschwerde der Versicherten vom 14. Januar 2010 (Postüber-

gabedatum: 18. Januar 2010) gegen die Verfügung vom 21. Juli 2009 – 

welche ihr am 30. Juli 2009 eröffnet worden war (act. 98) – ging am 

21. Januar 2010 beim Bundesgericht ein (B-act. 1). Diese Eingabe samt 

Beilagen wurde gleichentags zuständigkeitshalber dem Bundesverwal-

tungsgericht übermittelt (act. 2). Im Anschluss an die prozessleitende Ver-

fügung vom 3. März 2010, im Rahmen welcher der Beschwerdeführerin 

unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintretensentscheid) Gele-

genheit zur Stellungnahme zur verspätet eingereichten Beschwerde ge-

geben worden war (B-act. 5), führte diese in ihrer am 22. März 2010 beim 

Bundesverwaltungsgericht eingegangenen Eingabe vom 11. März aus, 

sie habe "bis heute" keine Kenntnis einer Rechtsmittelbelehrung (B-

act. 7). Auf die prozessleitende Verfügung vom 24. März 2010 hin (B-

act. 8) berichtete die Vorinstanz duplicando am 28. April 2010, zum Vor-

bringen der Beschwerdeführerin, wonach der angefochtenen Aufhe-

bungsverfügung vom 21. Juli 2009 keine Rechtsmittelbelehrung beigefügt 

gewesen sei, liessen sich im Nachhinein aus den Unterlagen keine Rück-

schlüsse mehr ziehen, ausser, dass als Beilage die Rechtsmittelbeleh-

rung erwähnt werde bzw. die Verfügung am 30. Juli 2009 zugestellt wor-

den sei (B-act. 9). 

1.2.3. Der angefochtene Verwaltungsakt vom 21. Juli 2009 wurde als Ver-

fügung bezeichnet (act. 97). Zwar war darin die Rechtsmittelbelehrung als 

Beilage erwähnt, doch die Vorinstanz war ausserstande, den Nachweis 

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zu erbringen, dass die Rechtsmittelbelehrung tatsächlich ebenfalls ver-

sandt resp. eröffnet worden war. Dies stellt einen Mangel dar, und die 

daraus entstehenden Konsequenzen bestimmen sich nach Art. 49 Abs. 3 

Satz 3 ATSG, wonach der versicherten Person aus einer mangelhaften 

Eröffnung kein Nachteil entstehen darf. Zwar führt der Anfechtungsgrund 

der fehlenden Rechtsmittelbelehrung nicht zur Nichtigkeit (vgl. ZAK 1991 

S. 377 E. 2c). Mit Blick auf die Ausführungen der Vorinstanz und der Be-

schwerdeführerin ist jedoch davon auszugehen, dass diese durch den 

Eröffnungsmangel benachteiligt worden war (vgl. hierzu BGE 122 V 189 

E. 2, 111 V 149 E. 4c mit Hinweisen, 114 Ib 112 E. 2a; ZAK 1989 S. 176 

E. 2a), und es kann deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass die 

fehlerhaft eröffnete Verfügung vom 21. Juli 2009 rechtsbeständig gewor-

den war. Vielmehr ist festzuhalten, dass dieser Verwaltungsakt aufgrund 

der Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 11. März 

2010 innert vernünftiger Frist in Frage gestellt wurde. Denn offenbar be-

reits nach der Eröffnung der Verfügung Ende Juli 2009 gelangte die Be-

schwerdeführerin an die Vorinstanz und erhielt von einer Sachbearbeite-

rin zur Auskunft, dass jene nichts machen könne und keinen Anspruch 

auf eine Rente habe – der Hinweis auf die Anfechtbarkeit dieser Verfü-

gung beim Bundesverwaltungsgericht wurde unterlassen (vgl. zum Gan-

zen auch Entscheid C 168/00 des Eidgenössischen Versicherungsge-

richts [EVG; seit 1. Januar 2007: BGer] vom 13. Februar 2001, E. 3b).  

1.2.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass sämtliche Prozessvorausset-

zungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten. 

1.3. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des ATSG vorbehalten. Ge-

mäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bun-

desgesetzlich geregelten Sozialversicherungen anwendbar, wenn und 

soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorsehen. Nach 

Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die IV anwendbar 

(Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung 

vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporal-

rechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender 

Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwen-

dung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

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1.4. Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 21. Juli 

2009 (act. 97) mit welcher die IV-Rente der Beschwerdeführerin mit Wir-

kung ab 1. September 2009 eingestellt worden war. Streitig und zu prüfen 

ist, ob die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine IV-Rente hat 

und in diesem Zusammenhang, ob die Vorinstanz den Sachverhalt 

rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt hat. 

1.5. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.  

2.1. Am 1. Januar 2003 sind das ATSG und die dazugehörige Verordnung 

vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. Weil die 

gesetzgebenden Behörden danach trachteten, die bisherigen Regelun-

gen zur Revision von Invalidenrenten nach IVG (Art. 41 IVG, aufgehoben 

auf den 31. Dezember 2002) ohne substanzielle Änderungen weiterzu-

führen, gilt die altrechtliche Judikatur (BGE 130 V 66 ff. E. 2 und 5, 117 V 

200 E. 4b, 109 V 264 E. 3 sowie 114 E. 2b, je mit Hinweisen) über den 

31. Dezember 2002 hinaus grundsätzlich weiterhin (BGE 130 V 349 

ff. E. 3.5 mit Hinweisen). Anlässlich der 4. IV-Revision (in Kraft getreten 

auf den 1. Januar 2004; Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837]) 

und 5. IV-Revision (in Kraft getreten auf den 1. Januar 2008; Fassung 

vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129]) sind die revisions- und neuanmel-

dungsrechtlichen Vorschriften im Wesentlichen unverändert geblieben, 

sodass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung wei-

terhin massgebend ist (Art. 17 ATSG sowie Art. 87 Abs. 3 und 4 der Ver-

ordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 

831.201]; vgl. SVR 2006 IV Nr. 10 [I 457/04] S. 38 E. 2.1; vgl. auch Urteil 

des BGer 8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1 und BGE 136 V 

216).  

Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher 

Regelungen – grundsätzlich diejenigen materiellrechtlichen Rechtssätze 

massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder 

zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 

E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1), ist der vorliegend streitige Rentenanspruch nach 

den neuen Normen zu prüfen (vgl. BGE 130 V 445). Im vorliegenden Ver-

fahren finden grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, die spätestens 

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bei Erlass der Verfügung vom 25. November 2009 in Kraft standen (das 

IVG ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 und die 

IVV in der entsprechenden Fassung [AS 2007 5155]); weiter aber auch 

solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten 

waren, die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen 

Rentenanspruchs von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 und 

die IVV in der entsprechenden Fassung der 4. IV-Revision [AS 2003 

3859]).  

Noch keine Anwendung findet vorliegend das am 1. Januar 2012 in Kraft 

getretene erste Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (IVG in der Fas-

sung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]). 

2.2. Gemäss aArt. 41 IVG und Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten 

für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich 

der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. 

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch-

lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 

Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Rechtsprechung anerkennt als Re-

visionsgrund namentlich die erhebliche Verbesserung oder Verschlechte-

rung des Gesundheitszustandes; eine Rente kann ferner auch revidiert 

werden, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich 

gebliebenen Gesundheitsschadens erheblich verändert haben (vgl. BGE 

109 V 108 E. 3b mit Hinweisen). 

Fehlen die in aArt. 41 IVG und Art. 17 Abs. 1 ATSG genannten Voraus-

setzungen, so kann die Rentenverfügung lediglich nach den für die Wie-

dererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln 

abgeändert werden (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG). Danach ist die Verwaltung 

befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegen-

stand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, 

wenn sie von Anfang an zweifellos unrichtig war und ihre Berichtigung 

von erheblicher Bedeutung ist (vgl. UELI KIESER, Die Abänderung der for-

mell rechtskräftigen Verfügung nach der Rechtsprechung des EVG - Be-

merkungen zu Revision, Wiedererwägung und Anpassung, in: SZS 1991 

S. 134; BGE 115 V 308, 112 V 371 E. 2c mit weiteren Hinweisen). Gege-

benenfalls kann das Gericht eine zu Unrecht auf aArt. 41 IVG bzw. auf 

Art. 17 Abs. 1 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit der substituierten 

Begründung schützen, dass die ursprüngliche Rentenverfügung zweifel-

los unrichtig war und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist 

(vgl. BGE 110 V 291, 106 V 86). 

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Seite 10 

Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder 

mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versiche-

rungsträger gemäss Art. 49 Abs. 1 ATSG schriftlich Verfügungen zu erlas-

sen. Die Verfügungen sind nach Art. 49 Abs. 3 ATSG mit einer Rechtsmit-

telfrist zu versehen und zu begründen, wenn sie den Begehren der Par-

teien nicht voll entsprechen. Aus einer mangelhaften Eröffnung einer Ver-

fügung darf der betroffenen Person kein Nachteil erwachsen (vgl. Urteil 

des EVG vom 17. Juni 2005, I 3/05, E. 3). 

2.3. Die Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der 

Parteien nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die Begründungs-

pflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör 

im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101). Sie soll verhindern, 

dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Be-

troffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzu-

fechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch 

die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild 

machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überle-

gungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 

und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, 

dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und je-

dem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie 

sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken 

(BGE 134 I 83 E. 4.1, 124 V 180 E. 1a; SVR 2009 UV Nr. 32 S. 112 E. 3.1 

mit Hinweis, 1996 UV Nr. 62 E. 4; RKUV 1994 K 928 S. 12 E. 2b). Ist die 

versicherte Person von dem in Aussicht stehenden Entscheid in starkem 

Masse betroffen, was regelmässig zu bejahen ist, wenn Dauerleistungen 

strittig sind, spricht dies grundsätzlich für eine erhöhte Begründungspflicht 

(Urteil des EVG vom 17. Juni 2005, I 3/05, E. 3.2.3). 

3.  

Vorliegend wurde mittels angefochtener Verfügung vom 21. Juli 2009 

(act. 96) die ganze IV-Rente der Beschwerdeführerin, die sie seit dem 

1. September 2000 bezogen hatte (act. 33 und 34), aufgehoben. Da es 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren um die Überprüfung einer Dauer-

leistung geht, deren Einstellung sich in erheblicher Weise auf die Be-

schwerdeführerin auswirkt, ist nachfolgend zu prüfen, ob die Verfügung 

vom 21. Juli 2009 der Begründungspflicht gemäss Art. 49 Abs. 3 ATSG 

genügt. 

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Seite 11 

3.1. Am 12. Juni 2008 erliess die Vorinstanz einen Vorbescheid, in wel-

chem sie der Beschwerdeführerin – offensichtlich insbesondere gestützt 

auf die Erhebungen von Dr. med. B._______ vom 15. April 2008 (act. 65) 

– mitteilte, aufgrund der neu erhaltenen Unterlagen sei festgestellt wor-

den, dass seit dem 28. November 2007 die Ausübung einer dem 

Gesundheitszustand angepassten Teilzeittätigkeit sowie eine Betätigung 

im bisherigen Aufgabenbereich wieder zu mehr als 60 % zumutbar wären. 

Weiter gab die Vorinstanz unter anderem den Inhalt von Art. 17 ATSG 

(Revision der Invalidenrente und andere Dauerleistungen) sowie Art. 88a 

Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversiche-

rung (IVV, SR 831.201; Änderung des Anspruchs) wieder. Die Vorinstanz 

ging demnach zweifelsfrei davon aus, dass sich der Gesundheitszustand 

der Versicherten verbessert hatte und die laufende Rente aufgrund die-

ses Umstands zu revidieren ist. Im Verlaufe des weiteren Verwaltungsver-

fahrens änderte die Vorinstanz dann jedoch ihre Auffassung, wie nachfol-

gend zu zeigen ist. 

3.2. Nach Kenntnis weiterer ärztlicher Dokumente aus dem Ausland im 

Rahmen des Vorbescheidverfahrens (act. 68 bis 78) nahm Dr. med. 

B._______ am 28. August 2008 erneut Stellung (act. 80). Ohne dass – 

soweit aus den vorliegenden vorinstanzlichen Akten ersichtlich – die von 

der RAD-Ärztin angeregte Rückmeldung zur Klärung weiterer Fragen 

bzw. Unklarheiten der (internen) Sachbearbeitung erfolgt war, wurde am 

12. Februar 2009 ein weiterer Vorbescheid erlassen (act. 83), der denje-

nigen vom 12. Juni 2008 annullierte und ersetzte. Darin wurde der Be-

schwerdeführerin – ohne Hinweis auf Art. 17 ATSG sowie Art. 88a Abs. 1 

IVV – mitgeteilt, dass im Rahmen des Revisionsverfahrens festgestellt 

worden sei, dass der Beschluss der IV-Stelle LU vom 10. Mai 2001 zwei-

fellos unrichtig gewesen sei. Die im Rentengesuch im Mai 2000 unterbrei-

teten Unterlagen hätten keinen Beweis einer Verschlechterung des 

Gesundheitszustands seit der Abweisung des ersten Rentengesuchs er-

bracht. Der Versicherungsträger könne auf formell rechtskräftige Verfü-

gungen und Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos 

unrichtig seien und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei 

(Art. 53 Abs. 2 ATSG). Der Beschluss sei deshalb in Wiedererwägung ge-

zogen worden, da nie eine anspruchsbegründende Invalidität bestanden 

habe. Die ganze Invalidenrente müsse somit aufgehoben werden. 

3.3. Im Rahmen des zweiten Vorbescheidverfahrens (act. 84 bis 92) gab 

Dr. med. B._______ am 2. Juni 2009 eine weitere Stellungnahme ab (act. 

93). Darin führte sie zusammenfassend aus, es gebe keinen triftigen 

C-396/2010 

Seite 12 

Grund, die medizinische Beurteilung, die auf den medizinischen Untersu-

chungen und dem Vergleich der Untersuchungsbefunde zur Zeit der 

Rentenzusprache und in der Folgeuntersuchung basierten, zu revidieren. 

3.4. In der Folge erliess die Vorinstanz am 21. Juli 2009 die angefochtene 

Verfügung (act. 97). Sie führte darin einerseits aus, aufgrund der neu er-

haltenen Unterlagen sei festgestellt worden, dass die Versicherte wieder 

in der Lage wäre, eine ihrem Gesundheitszustand angepasste Tätigkeit 

auszuüben. Dabei könne sie mehr als 60 % des Erwerbseinkommens er-

zielen, das sie heute erreichen würde, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre. Das Dispositiv lautete dahingehend, dass daher ab 1. September 

2009 kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente bestehe. Zwar verzichtete die 

Vorinstanz in dieser Verfügung auf die Wiedergabe von Art. 88a Abs. 1 

IVV. Sie zitierte aber die für die Revision unter anderem weiter mass-

gebliche Gesetzesbestimmung von Art. 17 ATSG. Aufgrund dieses Um-

stands sowie der vorstehenden Ausführungen ist erstellt, dass sich die 

Vorinstanz in den entsprechenden Passagen auf die Änderung des An-

spruchs der Beschwerdeführerin resp. auf einen Revisionstatbestand be-

zogen hatte.  

Die Vorinstanz begründete die angefochtene Verfügung vom 21. Juli 2009 

– nach Formulierung des Dispositivs – jedoch andererseits auch mit der 

Zulässigkeit der Wiedererwägung des Beschlusses vom 10. Mai 2001 

resp. der Verfügung der 26. Juni 2001 (act. 33 und 34). Sie machte in 

diesem Zusammenhang aber auch – wiederum den Revisionstatbestand 

betreffend (vgl. E. 3.5. hiernach) – geltend, dass kein vorgelegtes ärztli-

ches Dokument im Rahmen des Einwandverfahrens eine Änderung des 

Vorbescheids vom 12. Februar 2009 zulasse und die Wiedererwägung 

bestätigt werde.  

Diese im Zusammenhang mit der Begründung der Wiedererwägung ge-

machten Äusserungen beinhalten Aspekte, die eindeutig einer Änderung 

des Rentenanspruchs in einem Revisionsverfahren zuzuordnen sind. In-

wiefern die Vorlegung eines ärztlichen Zeugnisses im Einwandverfahren 

gegen den Vorbescheid vom 12. Februar 2009 – in welchem die Be-

schwerdeführerin über die zweifellose Unrichtigkeit des Beschlusses der 

IV-Stelle LU vom 10. Mai 2001 orientiert worden war – eine Änderung 

hätte bewirken können, ist insbesondere im Zusammenhang mit der Be-

gründung der wiedererwägungsweisen Aufhebung der Rente nicht nach-

vollziehbar. 

C-396/2010 

Seite 13 

3.5. Unter den gegebenen Umständen liegt eine mangelhafte Begrün-

dung der angefochtenen Verfügung vom 21. Juli 2009 vor. Es bleibt un-

klar, ob die Vorinstanz die IV-Rente der Beschwerdeführerin wegen Ver-

besserung des Gesundheitszustands (Art. 17 ATSG) oder wegen ur-

sprünglicher zweifelloser Unrichtigkeit (Art. 53 Abs. 2 ATSG) eingestellt 

hat.  

Die mangelhafte Begründung fällt umso mehr ins Gewicht, als bei laufen-

den Renten, die abgeändert oder aufgehoben werden, die Angabe, ob es 

sich um eine Revision oder eine Wiedererwägung handelt, einen unver-

zichtbaren Teil der Begründung darstellt. Deshalb hat die Vorinstanz nicht 

nur ausdrücklich auf Art. 17 ATSG – wie vorliegend – oder Art. 53 Abs. 2 

ATSG hinzuweisen – was unterblieb – sondern muss insbesondere kon-

kret prüfen, ob die entsprechenden Voraussetzungen der einen oder an-

deren Bestimmung erfüllt sind. Im vorliegenden Fall erfolgte zwar eine 

solche Prüfung. Indem aber die Vorinstanz in der angefochtenen Verfü-

gung die Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen und die Gründe, die 

zur Aufhebung der IV-Rente der Beschwerdeführerin geführt haben, nicht 

in rechtsgenügender Weise dargelegt, sondern diese vielmehr miteinan-

der vermischt hat, hat sie die in Art. 49 Abs. 3 ATSG statuierte Begrün-

dungspflicht verletzt. Es kann aber nicht Aufgabe des Gerichts sein, aus 

einer von der Vorinstanz gegebenen Auswahl an Begründungen eine al-

lenfalls zutreffende auszusuchen.  

Eine Heilung dieser Verletzung ist auch aus nachfolgenden Gründen nicht 

möglich. 

4.  

4.1. Im Beschwerdeverfahren nahm Dr. med. B._______ zu den be-

schwerdeweise eingereichten neuen medizinischen Unterlagen am 

13. April 2010 erneut Stellung (act. 100). Sie berichtete zusammenge-

fasst, aus medizinischer Sicht habe sich die Situation nicht verändert, 

weshalb kein Grund bestehe, die medizinische Beurteilung zu verändern. 

4.2. In ihrer Vernehmlassung vom 28. April 2010 verwies die Vorinstanz 

erneut auf Art. 17 Abs. 1 ATSG sowie BGE 125 V 369 und führte aus, die 

gesundheitlichen Verhältnisse, wie sie im Zeitpunkt der Verfügung vom 

26. Juni 2001 bestanden hätten, seien mit jenen zur Zeit der streitigen 

Revisionsverfügung vom 21. Juli 2009 zu vergleichen. Die beschwerde-

weise neu vorliegenden ärztlichen Berichte seien wiederholt dem RAD 

C-396/2010 

Seite 14 

zur Stellungnahme unterbreitet worden. Diesbezüglich werde auf den Be-

richt vom 13. April 2010 verwiesen. Demnach lägen keine neuen 

Sachverhaltselemente vor, die die bisherigen, im Rahmen der 

C._______-Begutachtung gewonnenen und für die RAD-Ärztin schlüssi-

gen und nachvollziehbaren Erkenntnisse zu widerlegen vermöchten. Die 

IVSTA habe somit aufgrund einer wesentlichen Verbesserung der Er-

werbsfähigkeit die bisher gewährte Rente zu Recht per 1. September 

2009 aufgehoben (B-act. 8). 

4.3. Nach Prüfung zusätzlicher medizinischer Dokumente hielt Dr. med. 

B._______ am 17. August 2010 dafür (act. 102), die neu eingereichten 

Unterlagen bestätigten die bekannten Diagnosen. Es gebe keinen Grund, 

aufgrund der vorgelegten Untersuchungsbefunde die medizinische Beur-

teilung zu ändern. Diesem Bericht hatte die Vorinstanz gemäss ihrer Ein-

gabe vom 20. August 2010 nichts weiter mehr beizufügen (B-act. 17). 

4.4. In ihrer Vernehmlassung vom 28. April 2010 erwähnte die Vorinstanz 

wiederum nichts von einer Wiedererwägung, vielmehr zitierte sie mit 

Art. 17 ATSG eine für die Rentenrevision massgebliche Bestimmung und 

konzentrierten sich ihre Ausführungen auf die Begründung des Vorliegens 

eines Revisionsgrundes in Form einer wesentlichen Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Zwar kann eine Gehörsverlet-

zung an sich im Rechtsmittelverfahren geheilt werden (vgl. dazu BGE 127 

V 431 E. 3d/aa sowie 126 V 130 E. 2b sowie 107 Ia 1, je mit Hinweisen; 

vgl. auch BGE 116 V 28 E. 4 [Heilung nicht möglich]). Mit Blick auf die 

vorstehend aufgezeigten Unklarheiten resp. Widersprüche und – ergän-

zend – des Umstandes, dass auch in Kenntnis der Vernehmlassung vom 

28. April 2010 nicht mit der nötigen Klarheit erstellt ist, ob die Rente der 

Beschwerdeführerin wiedererwägungs- oder revisionsweise aufgehoben 

worden ist, ist die vorliegende Verletzung der Begründungspflicht – wie 

bereits eingangs erwähnt – einer Heilung im vorliegenden Beschwerde-

verfahren – trotz nachträglicher Gewährung des rechtlichen Gehörs (Be-

schwerde vom 14. Januar 2010 [B-act. 1], Replik vom 11. März 2010 [B-

act. 7], Triplik vom 27. Mai 2010 [B-act. 12]) und freier Kognition des 

Bundesverwaltungsgerichts in Rechts- und Sachverhaltsfragen – nicht 

zugänglich. 

5.  

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 21. Juli 2009 

aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Diese wird widerspruchsfrei und rechtsgenüglich zu prüfen und zu be-

C-396/2010 

Seite 15 

gründen haben, ob die Voraussetzungen einer revisionsweisen oder wie-

dererwägungsweisen Leistungseinstellung vorliegen, um daraufhin neu 

zu verfügen. 

Im Rahmen dieser neu zu erlassenden Verfügung ist auch die Statusfra-

ge eingehend zu prüfen. Diesbezüglich führte Dr. med. B._______ am 

15. April 2008 (act. 65) aus, es müsse ebenfalls die neue Lebenssituation 

berücksichtigt werden. Als geschiedene Frau müsste die Versicherte seit 

2003 mindestens eine Teilzeittätigkeit aufgenommen haben (act. 65). 

Dennoch wurde ohne weitergehende Abklärungen im Einkommensver-

gleich vom 4. Juni 2008 bloss von einem Anteil an ausserhäuslicher Er-

werbstätigkeit von 10 % ausgegangen. 

6. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 

Parteientschädigung. 

6.1. Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da 

eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh-

renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall der 

Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der Vorin-

stanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 

VwVG). 

6.2. Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin sind keine un-

verhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihr keine Parteient-

schädigung zuzusprechen ist. Als Bundesbehörde hat die Vorinstanz 

ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 

Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

  

C-396/2010 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde vom 14. Januar 2010 wird in dem Sinn gutgeheissen, als 

dass die angefochtene Verfügung vom 21. Juli 2009 aufgehoben und die 

Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Roger Stalder 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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