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**Case Identifier:** e8729206-4a20-5207-9764-edf0338d4c13
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.03.2022 ZK1 2021 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-147_2022-03-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 18. März 2022

Referenz ZK1 21 147

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Aebli, Vorsitzende
Eckstein, Aktuarin ad hoc

Parteien lic. iur. A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung

Anfechtungsobj. Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Plessur vom 
27.08.2021, mitgeteilt am 15.09.2021 (Proz. Nr. 135-2021-78)

Mitteilung 24. März 2022

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Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 24. Februar 2021 (Proz. Nr. 135-2021-142) bewilligte der 
Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur das Gesuch von B._____ 
um unentgeltliche Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwältin lic. iur. 
A._____ für das von C._____, vertreten durch Rechtsanwältin MLaw D._____, 
angestrengte Verfahren betreffend Erlass von Eheschutzmassnahmen gemäss 
Art. 271 ff. ZPO (Proz. Nr. 135-2021-78).

B. Rechtsanwältin lic. iur. A._____ reichte im vorinstanzlichen Verfahren be-
treffend Eheschutz zwei Honorarnoten ein, datierend vom 10. Mai 2021 sowie vom 
16. August 2021.

C. Mit Entscheid vom 27. August 2021, mitgeteilt am 15. September 2021, hat 
der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur C._____ und B._____ 
für berechtigt erklärt, getrennt voneinander zu leben, und hat die von ihnen ge-
schlossene Trennungsvereinbarung vom 13. und 16. August 2021 genehmigt. Ge-
stützt darauf wurden die Gerichtskosten den Parteien je hälftig auferlegt und fest-
gehalten, dass jede Partei ihre Parteikosten selber trägt. Mit Bezug auf die Ent-
schädigung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin von B._____ erkannte der Ein-
zelrichter wie folgt:

3.d) Die B._____ auferlegten Gerichtskosten von CHF 1'150.00 und die 
Kosten seiner unentgeltlichen Rechtsvertretung, Rechtsanwältin lic.  
iur. A._____, von CHF 5'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen 
unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden 
und werden auf die Gerichtskasse genommen.

D. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwältin lic. iur. A._____ (nachfol-
gend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 27. September 2021 Beschwerde 
beim Kantonsgericht von Graubünden, wobei sie folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Es sei der Unterzeichneten für die unentgeltliche Prozessführung für 
B._____ das dem Regionalgericht Plessur in Rechnung gestellte Ho-
norar zuzüglich Spesen und MWST in der Höhe von CHF 8'109.05 zu-
zusprechen und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der 
Unterzeichneten diesen Betrag zu bezahlen.

2. Eventualiter sei der Unterzeichneten für die unentgeltliche Prozess-
führung von B._____ im Eheschutzverfahren ein Honorar in der Höhe 
von CHF 7'000 zuzüglich 3 % Kleinspesenentschädigung sowie 7,7 % 
MWST nach pflichtgemässer Schätzung zuzusprechen und es sei die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Unterzeichneten diese Be-
träge zu bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

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E. Der mit Verfügung vom 29. September 2021 eingeforderte Kostenvor-
schuss von CHF 1'000.00 wurde von der Beschwerdeführerin mit Eingang beim 
Kantonsgericht von Graubünden am 4. Oktober 2021 fristgerecht geleistet.

F. Die vorinstanzlichen Akten des Eheschutzverfahrens (Proz. Nr. 135-2021-
78) wurden beigezogen. Auf eine Stellungnahme zur Beschwerde hat der Einzel-
richter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur verzichtet.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet die im Entscheid des Regio-
nalgerichts Plessur vom 27. August 2021 enthaltene Entschädigungsregelung be-
treffend die unentgeltliche Rechtsvertretung. Gegen Kostenentscheide kann 
gemäss Art. 110 in Verbindung mit Art. 319 ff. ZPO selbständig Beschwerde erho-
ben werden. Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht von Graubünden (Art. 7 
Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständig-
keit für zivilrechtliche Beschwerden bei der I. Zivilkammer (Art. 6 KGV [BR 
173.100]). Da der Streitwert der Beschwerde unter CHF 5'000.00 liegt (vgl. act. 
A.1 Ziff. I und act. B.1), ergeht das Urteil in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 7 
Abs. 2 lit. a EGzZPO).

1.2. Die Beschwerdefrist gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen 
Entscheid beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Der Entscheid betreffend Ehe-
schutz vom 27. August 2021 wurde der Beschwerdeführerin am 17. September 
2021 zugestellt (act. A.1 Ziff. 3 und act. B.2). Die dagegen erhobene Beschwerde 
datiert vom 27. September 2021 und erfolgte somit rechtzeitig.

1.3. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen, insbesondere die Beschwerdele-
gitimation des in eigenem Namen Beschwerde führenden Rechtsbeistandes 
(vgl. BGer 4A_170/2018 v. 20.6.2018 E. 1.3), sind ebenfalls erfüllt, weshalb unter 
Vorbehalt einer hinreichenden Begründung (vgl. Art. 321 Abs. 1 ZPO) auf die Be-
schwerde einzutreten ist. 

2.1. Die Beschwerdeführerin reichte im vorinstanzlichen Verfahren am 10. Mai 
2021 sowie am 16. August 2021 ihre Honorarnoten ein. Der darin in Rechnung 
gestellte Zeitaufwand belief sich auf 18.50 Stunden (Honorarnote vom 10. Mai 
2021) und 18.05 Stunden (Honorarnote vom 16. August 2021), gesamthaft somit 
auf 36.55 Stunden (siehe dazu RG act. VI.3 sowie VI.6). Diese Honorarnoten 
überprüfte die Vorinstanz im Zuge der Festsetzung der vom Kanton zu bezahlen-
den Entschädigung nach Massgabe von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO und der darauf 

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beruhenden Rechtsprechung und Lehre auf die Notwendigkeit und Angemessen-
heit des in Rechnung gestellten Zeitaufwandes.

2.2. Die Vorinstanz kürzte zunächst den mit Honorarnote vom 10. Mai 2021 gel-
tend gemachten Zeitaufwand um 5.05 Stunden und den mit Honorarnote vom 
16. August 2021 um 1.8 Stunden, gesamthaft somit um 6.85 Stunden (siehe 
act. B.1 E. 13.4.1. f.). Überdies bemerkte die Vorinstanz, dass die Honorarnote 
vom 16. August 2021 bezüglich der Vergleichsgespräche offenbare, dass auch ab 
dem 8. Juni 2021 massgeblich zu viel Aufwand für Telefonate, Besprechungen 
und E-Mails betrieben worden sei. Anschliessend hielt die Vorinstanz zusammen-
fassend fest, dass die Beschwerdeführerin für das Verfahren betreffend Erlass von 
Eheschutzmassnahmen gemäss Art. 271 ff. ZPO (Proz. Nr. 135-2021-78) und des 
damit zusammenhängenden Verfahrens betreffend unentgeltliche Rechtspflege 
(Proz. Nr. 135-2021-142) zu viel Aufwand betrieben habe, der mangels Substanti-
ierung teilweise nicht auf dessen Angemessenheit hin überprüft werden könne. 
Der vom Staat zu vergütende, angemessene Aufwand der Beschwerdeführerin sei 
demnach unter Berücksichtigung der genannten Erwägungen nach Ermessen auf 
total CHF 5'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) festzusetzen (act. B.1 E. 13.4.2. 
in fine).

2.3. Die Beschwerdeführerin wehrt sich mit der vorliegenden Beschwerde so-
wohl gegen die konkreten als auch die pauschalen Honorarkürzungen und die 
Festsetzung des Honorars auf CHF 5'000.00 inkl. Barauslagen und Mehrwertsteu-
er. Ihr sei gemäss Honorarnote ein Honorar von CHF 8'109.05 zuzusprechen, 
eventualiter ein Honorar von CHF 7'000.00, je zuzüglich Barauslagen und Mehr-
wertsteuer. Sie rügt, dass die Vorinstanz den Sachverhalt unkorrekt festgestellt 
und das Recht unrichtig angewendet habe (act. A.1 Ziff. 20 ff.).

3.1. Der unentgeltliche Rechtsbeistand hat einen Anspruch auf Entschädigung 
und Rückerstattung der Auslagen, welcher aus Art. 29 Abs. 3 BV hergeleitet wird. 
Er umfasst indessen nicht alles, was für die Wahrnehmung der Interessen des 
Mandanten von Bedeutung ist. Ein Anspruch besteht von Verfassung wegen nur, 
soweit der Aufwand zur Wahrung der Rechte notwendig ist (vgl. BGE 141 I 124 
E. 3.1), somit nicht schon, soweit er bloss vertretbar erscheint. In diesem Sinne 
liegt die Beschwerdeführerin falsch, wenn sie der Vorinstanz vorwirft, dass diese 
das Auftragsverhältnis verkenne, wenn sie nur notwendige Abklärungen tätigen 
dürfe bzw. nur für die vorliegende Sache unabdingbare Instruktionen zu führen 
hätte (vgl. act. A.1 Ziff. 26).

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3.2. Für den Anwendungsbereich der ZPO hat der Bundesgesetzgeber bewusst 
darauf verzichtet, eine volle Entschädigung vorzuschreiben (vgl. BGE 137 III 185 
E. 5.2 m.w.H.). Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO, wonach der unentgeltliche Rechtsbei-
stand vom Kanton angemessen entschädigt wird, verpflichtet nur zu einer "ange-
messenen" Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters (vgl. auch Art. 96 
ZPO). Es ist Sache der kantonalen Behörden, die Angemessenheit anwaltlicher 
Bemühungen zu beurteilen. Dabei steht ihnen bei der Bemessung des Honorars 
des unentgeltlichen Rechtsvertreters hinsichtlich des im Einzelfall zu entschädi-
genden Aufwands ein weites Ermessen zu (BGer 5A_209/2016 v. 12.5.2016 
E. 2.1 m.w.H.). Das Honorar muss allerdings so festgesetzt werden, dass die un-
entgeltliche Rechtsvertretung über den Handlungsspielraum verfügt, den sie zur 
wirksamen Ausübung des Mandates benötigt (vgl. zum Ganzen BGer 5A_75/2017 
v. 19.1.2018 E. 5.1; ferner BGE 141 I 124 E. 3.1 und 3.2 m.w.H.). Das Kantonsge-
richt auferlegt sich bei der Überprüfung der Festlegung einer angemessenen Ent-
schädigung eine gewisse Zurückhaltung und greift nur ein, wenn das Ermessen 
überschritten oder missbraucht worden ist (PKG 2012 Nr. 12 E. 2).

3.3. Bei der Festsetzung der Entschädigung zu berücksichtigen sind namentlich 
die Art und Wichtigkeit der Angelegenheit, besondere Schwierigkeiten in tatsächli-
cher und rechtlicher Hinsicht, der Zeitaufwand des Anwalts, die Qualität seiner 
Arbeit, die Anzahl der Sitzungen, Gerichtstermine und Instanzen, an denen er teil-
nahm, das von ihm erreichte Resultat und die von ihm übernommene Verantwor-
tung (vgl. Frank Emmel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, 
N 5 zu Art. 122 ZPO m.w.H.). Zu entschädigen ist jener Aufwand, der mit der ei-
gentlichen Interessenwahrung im Rahmen einer konkreten Streitigkeit zusammen-
hängt und der verhältnismässig ist. Nebst einer Entschädigung für den Arbeits-
aufwand sind dem Rechtsbeistand die nötigen Auslagen und die Mehrwertsteuer 
zu vergüten (Art. 16 Abs 2 AnwG [BR 310.100]; Art. 5 Abs. 1 HV [BR 310.250]). 
Kommt das Gericht zum Schluss, dass die eingereichte Honorarnote zu kürzen 
sei, hat es kurz zu erläutern, welche der Aufwandpositionen inwiefern ungerecht-
fertigt sind und daher ausser Betracht bleiben müssen (BGer 5A_157/2015 
v. 12.11.2015 E. 3.3.3; zum Ganzen auch etwa KGer GR ZK1 17 42 v. 20.7.2018 
E. 3 m.w.H.).

4. Vorab ist festzuhalten, dass der Sachverhalt – entgegen den Vorbringen 
der Beschwerdeführerin – nicht umstritten ist. Die Vorinstanz hat in ihrem Ent-
scheid nicht erwogen, dass die Beschwerdeführerin mehr Aufwand in Rechnung 
gestellt habe, als tatsächlich angefallen sei, sondern dass der von der Beschwer-

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deführerin in Rechnung gestellte Aufwand nicht "angemessen" im Sinne von 
Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO sei (vgl. dazu B.1 E. 13.4.2), weswegen die Vorinstanz 
das Honorar kürzte. Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen, auch 
jene unter dem Titel "unkorrekte Sachverhaltsfeststellung" (vgl. A.1 N 20 ff.), be-
treffen ausschliesslich die unrichtige Rechtsanwendung und können folglich mit 
freier Kognition überprüft werden (vgl. Art. 320 lit. a ZPO).

4.1.1. Konkret kürzte die Vorinstanz zunächst die Position "URP" vom 18. Februar 
2021 der Honorarnote der Beschwerdeführerin vom 10. Mai 2021 von 1.5 Stunden 
auf eine Stunde. Die Vorinstanz begründete die Kürzung damit, dass ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege in einer Sache wie der vorliegenden – auch unter 
Berücksichtigung der strengen Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden – in 
maximal einer Stunde verfasst werden könnte. Dies gelte insbesondere, wenn 
gleichzeitig mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege eine Rechtsschrift im 
Hauptverfahren verfasst werde, wobei diesbezüglich Synergien hochgradig ge-
nutzt werden könnten (act. B.1 E. 13.4.1).

4.1.2. Die Beschwerdeführerin moniert, dass das Gesuch anschliessend nicht 
mehr korrigiert werden könne und es sich deshalb rechtfertige, dieser Aufgabe 
genügend Zeit zu widmen, auch um der Anwaltshaftung gegenüber dem Klienten 
zu entgehen. Ferner bringt sie vor, dass Synergien nur genutzt werden könnten, 
wenn es ausreichend sein würde, im separaten Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege auf die Ausführungen im Hauptverfahren zu verweisen und sich nur 
noch zu der Erforderlichkeit der Rechtsvertretung und den Prozessaussichten zu 
äussern (act. A.1 Ziff. 21).

4.1.3. Es ist anerkannt, dass die unentgeltliche Rechtspflege auch die anwaltli-
chen Leistungen erfasst, die im Zusammenhang mit der Ausarbeitung des Ge-
suchs um unentgeltliche Rechtspflege entstanden sind (BGE 122 I 203 E. 2c; 
jüngst etwa BGer 4A_492/2020 v. 19.1.2021 E. 3.2.1). Dem trägt die Vorinstanz 
auch Rechnung, indem sie für die Ausarbeitung des Gesuchs um unentgeltliche 
Rechtspflege, das zusammen mit einer Rechtsschrift im Hauptverfahren verfasst 
wurde, eine Stunde als angemessen erachtet. Angesichts der relativ ausführlichen 
Darlegung der Bedarfs- und Vermögensverhältnisse in der Stellungnahme zum 
Eheschutzgesuch (RG act. I.2) konnten vorliegend entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin durchaus Synergien genutzt werden. Auch wenn ein Verweis 
darauf im Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht genügt, konnten diese 
Ausführungen jedoch ohne Weiteres in das Gesuch übernommen und entspre-
chender Aufwand eingespart werden. In der vorinstanzlichen Beurteilung lässt sich 

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keine Überschreitung und kein Missbrauch des Ermessens erblicken, weswegen 
die Kürzung um eine halbe Stunde nicht zu beanstanden ist.

4.2.1. In der Honorarnote sind sodann am 17. März 2021 zwei Positionen aufge-
führt, nämlich "Scan der Vorladung" sowie "Terminmanagement", welche insge-
samt 0.3 Stunden umfassen (vgl. RG act. VI.3). Die Vorinstanz erkannte, dass 
einfache Kanzleiarbeiten im Honorar des Rechtsbeistands enthalten seien und 
nicht zusätzlich in Rechnung gestellt werden dürfen (act. B.1 E. 13.4.2). Die Be-
schwerdeführerin bringt dagegen vor, dass keine Verpflichtung bestünde, eine 
Sekretärin anzustellen, welche derartige Arbeiten übernehmen würde. Tatsächlich 
habe sie auch keine Sekretärin, sondern organisiere sich digital. Das Honorar be-
ziehe sich auf ihre Aufwendungen (act. A.1 Ziff. 23).

4.2.2. Unentgeltlichen Rechtsbeiständen ist nur derjenige Aufwand zu entschädi-
gen, der mit der eigentlichen Interessenwahrung im Rahmen einer konkreten 
Streitigkeit zusammenhängt und der verhältnismässig ist. Hierzu gehört auch der 
Aufwand für die Nachbearbeitung wie namentlich das Studium des Hauptsa-
chenentscheids und dessen Besprechung mit der Klientschaft (BGer 9C_387/2012 
v. 26.9.2012 E. 4). Nicht ersetzt werden Aufwendungen, bei denen zum vornher-
ein klar ist, dass sie nicht der Interessenwahrung im Prozess dienen (z. B. Über-
setzungsarbeiten, siehe dazu ferner BGE 109 Ia 107 E. 3b; Viktor Rüegg/Michael 
Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 7 zu Art. 122 ZPO). Entspre-
chend verhält es sich auch mit den beiden Positionen "Scan der Vorladung" sowie 
"Terminmanagement". Diese dienen nicht direkt der Interessenwahrung im Pro-
zess und sind daher der Beschwerdeführerin nicht zu vergüten. Ob die Beschwer-
deführerin eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter hat, welche oder welcher ihr 
diese Tätigkeit abnimmt oder nicht, ist vorliegend nicht von Belang.

4.3.1. Die Beschwerdeführerin stellte mit Honorarnote vom 10. Mai 2021 ferner für 
den Aufwand im Rahmen der Gefährdungsmeldung (vgl. dazu RG act. I.3) insge-
samt vier Stunden in Rechnung (siehe RG act. VI.3). Die Vorinstanz beurteilte die-
sen Aufwand als unangemessen hoch. Eine Gefährdungsmeldung wie die vorlie-
gende dürfe – unter Berücksichtigung der geltenden Offizial- und Untersuchungs-
maxime – inkl. Instruktion und Abklärungen maximal 1.25 Stunden Aufwand pro-
duzieren (act. B.1 E. 13.4.2). Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Gefähr-
dungsmeldung acht Seiten umfasse und dass der Sachverhalt mit dem Klienten 
genau habe geklärt werden müssen. Dazu seien Telefonate und E-Mails notwen-
dig gewesen. Ausgehend von der Faustregel, dass pro Stunde rund zwei Seiten 
einer Rechtsschrift verfasst werden könnten, sei das Redigieren der Gefähr-

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dungsmeldung während drei Stunden angemessen. Ausserdem bringt sie vor, 
dass es geradezu höhnisch klinge, wenn die Vorinstanz ausführe, unter Berück-
sichtigung der geltenden Offizial- und Untersuchungsmaxime hätte die Gefähr-
dungsmeldung keinen so grossen Aufwand verursachen dürfen. Diese Gefähr-
dungsmeldung sei nämlich nur notwendig geworden, weil die Vorinstanz unter 
Verletzung der Untersuchungs- und Offizialmaxime nicht von sich aus tätig gewor-
den sei, obwohl sie vom Polizeirapport Kenntnis gehabt habe (act. A.1 Ziff. 28). 
Vorliegend stellt sich nebst der Verhältnismässigkeit des in Rechnung gestellten 
Aufwands auch die Frage nach dessen Notwendigkeit. 

4.3.2. Die Notwendigkeit der Rechtsverbeiständung ist gegeben, wenn sowohl die 
Betroffenheit der Interessen eine gewisse Schwere aufweist und Schwierigkeiten 
tatsächlicher oder rechtlicher Art zu bewältigen sind. Ob die Interessen schwer 
betroffen sind, bestimmt sich primär nach objektiven Kriterien. Je nachdem, wie 
stark ein in Frage stehendes Verfahren in die Rechte der betroffenen Person ein-
zugreifen droht, wird zwischen leichten, relativ schweren und besonders schweren 
Fällen unterschieden. In leichten Fällen wird die Notwendigkeit regelmässig ver-
neint, in besonders schweren Fällen bejaht. In relativ schweren Fällen wird die 
Notwendigkeit anwaltlicher Verbeiständung nur dann bejaht, wenn besondere 
tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, welche die mittellose 
Partei alleine nicht zu bewältigen vermag. Negativ formuliert heisst Notwendigkeit, 
dass die betroffene Partei selber ihre Sache nicht sachgerecht und hinreichend 
wirksam vertreten kann (zum Ganzen Rüegg/Rüegg, a.a.O., N 10 zu Art. 118 
ZPO; BGE 130 I 180 E. 2.2; BGE 120 I 232 E. 2.5.2).

4.3.3. Unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist daher 
die Kürzung der Positionen in der Honorarnote vom 10. Mai 2021 die Gefähr-
dungsmeldung betreffend nicht zu beanstanden. Dass das Gericht in Verfahren 
um Kinderbelange den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen und auch die 
Notwendigkeit von Kindeschutzmassnahmen von Amtes wegen zu prüfen und an-
zuordnen hat (Art. 296 ZPO), stellt – wie von der Vorinstanz zu Recht ausgeführt – 
die Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung in Frage, zumindest was die Erhe-
bung der Gefährdungsmeldung an sich betrifft. Eine Gefährdungsmeldung kann 
sich auf die Anzeige der konkreten Gefährdungssituation und des Handlungsbe-
darfs beschränken und muss darüber hinaus weder formelle noch rechtliche Aus-
führungen enthalten. Ausserdem ist die Beschwerdeführerin als Rechtsvertreterin 
des Ehemannes eingesetzt worden und auch wenn im Eheschutzverfahren Kin-
derbelange zu regeln sind, darf es nicht so weit gehen, dass sie gleichzeitig auch 
die Aufgaben einer Kindesvertreterin übernimmt oder sich im Sinne einer allge-

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meinen Lebenshilfe um alle Fragen kümmert, die sich in schwierigen familiären 
Situationen ergeben (vgl. Rüegg/Rüegg, a.a.O., N 7 zu Art. 122 ZPO mit weiteren 
Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Der von der Beschwerde-
führerin geltend gemachte Zeitaufwand geht jedenfalls weit über das hinaus, was 
mit der eigentlichen Interessenwahrung im Rahmen der konkreten Streitigkeit zu-
sammenhängt. Ein Zeitaufwand von vier Stunden – die Beschwerdeführerin geht 
selber ebenfalls von einem tieferen angemessenen Aufwand aus –  ist für die Ge-
fährdungsmeldung mithin nicht verhältnismässig und die Herabsetzung auf 1.25 
Stunden zu schützen.

4.4.1. Die vierte Position, welche die Vorinstanz gekürzt hat, betrifft die Vorberei-
tung der Hauptverhandlung, für welche die Beschwerdeführerin einen Zeitaufwand 
von insgesamt 2.5 Stunden in Rechnung gestellt hatte. Die Vorinstanz beurteilte 
den geltend gemachten Aufwand als unangemessen hoch. Nachdem die Rechts-
schrift im Eheschutzverfahren bereits verfasst worden sei und sich die Sach- und 
Rechtslage bis zum Verhandlungstag nicht erheblich geändert habe, sei für die 
Vorbereitung der Hauptverhandlung (einschliesslich einer kurzen Instruktion der 
Mandantschaft) ein Aufwand von maximal einer Stunde angemessen (act. B.1 
E. 13.4.2). Die Beschwerdeführerin moniert, dass die Vorinstanz davon ausgehe, 
dass eine Gerichtsverhandlung nicht vorbereitet werden müsse. Insbesondere 
sollen keine rechtlichen Abklärungen notwendig sein. Gerade nachdem im konkre-
ten Fall die Vorinstanz ihren Untersuchungspflichten nicht nachgekommen sei, sei 
es angezeigt gewesen, dass die Rechtsprechung des Kantonsgerichts von 
Graubünden nochmals klar zusammengefasst werde. Da in der Stellungnahme 
keine ausreichenden Ausführungen im Zusammenhang mit der Rechtsprechung 
des Kantonsgerichts von Graubünden erfolgt seien, habe es möglich sein müssen, 
dies in der Verhandlung nachzuholen (act. A.1 Ziff. 24).

4.4.2. Zunächst ist festzuhalten, dass die Vorinstanz nicht ausgeführt hat, dass 
eine Gerichtsverhandlung nicht vorbereitet werden müsse, hat sie doch für die 
Vorbereitung der Hauptverhandlung einen Aufwand von maximal einer Stunde als 
angemessen erachtet. Die Beschwerdeführerin bestreitet die vorinstanzliche Fest-
stellung, dass sich die Sach- und Rechtslage nach dem Verfassen der Rechts-
schriften bis zur Verhandlung nicht erheblich geändert hat, nicht, sondern führt 
aus, dass noch ergänzende rechtliche Abklärungen zu tätigen gewesen seien. Mit 
Blick auf die in rechtlicher Hinsicht gegebenen Schwierigkeiten und die Wahrung 
der Rechte des Vertretenen erscheint eine Stunde als Vorbereitung notwendig. 
Bei dieser Beurteilung der Vorinstanz geht es nicht, wie die Beschwerdeführerin 
zu Unrecht behauptet (vgl. act. A.1 Ziff. 24), um die Wertschätzung ihrer Arbeit, 

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sondern schlichtweg um die Prüfung, welcher Aufwand für die Vorbereitung dieser 
Verhandlung als erforderlich und nicht bloss vertretbar erscheint.

4.5.1. Schliesslich kürzte die Vorinstanz die Positionen in der Honorarrechnung 
vom 16. August 2021, welche die Vorbereitung der Vergleichsgespräche betrafen. 
Die Beschwerdeführerin stellte für diese Aufwendungen 2.3 Stunden in Rechnung, 
wovon die Vorinstanz lediglich 0.5 Stunden zuliess. Die Vorinstanz erwog, dass 
die Parteivertreterinnen anlässlich der Hauptverhandlung sämtliche relevanten 
Informationen und Urkunden zusammengetragen haben müssen, da davon aus-
zugehen sei, dass das Gericht nach der Verhandlung einen Entscheid in der Sa-
che treffe. Wenn nun im Anschluss an die Hauptverhandlung für die Vorbereitung 
von Vergleichsgesprächen erneut mehrere Telefonate geführt werden und zusätz-
lich ein Aufwand von einer Stunde geltend gemacht wird, sei das als zu hoch zu 
qualifizieren. Dafür dürfe maximal eine zusätzliche halbe Stunde aufgewendet 
werden (act. B.1 E. 13.4.2). Die Beschwerdeführerin rügt, dass an der Hauptver-
handlung noch nicht sämtliche Unterlagen vorgelegen hätten. Sowohl der Mietver-
trag als auch der Arbeitsvertrag ihres Mandanten seien erst später unterzeichnet 
worden. Am Tag nach der Verhandlung, somit am 12. Mai 2021, hätten sich die 
Beschwerdeführerin und die Rechtsbeiständin der Ehefrau über die Termine der 
Vergleichsgespräche unterhalten (act. A.1 Ziff. 25).

4.5.2. Was die Position vom 12. Mai 2021 in der Honorarnote vom 16. August 
2021 betrifft, kann ein Telefonat betreffend Terminvereinbarung für die Ver-
gleichsgespräche höchstens wenige Minuten in Anspruch nehmen und dem Klien-
ten musste spätestens anlässlich der Hauptverhandlung bekannt geworden sein, 
welche Informationen von ihm noch benötigt werden. Die weiteren Kürzungen für 
die Telefonate, den E-Mail-Verkehr und die Vorbereitung der Vergleichsgespräche 
am 25. Mai, am 31. Mai sowie am 7. Juni 2021 erfolgten im Rahmen des Ermes-
sensspielraums der Vorinstanz. Insbesondere die nochmalige Vorbereitung der 
Vergleichsgespräche von einer ganzen Stunde nach durchgeführter Hauptver-
handlung gilt als übersetzt wie auch die mehrfach (am 12., am 25. und am 31. Mai 
2021) erfolgte Rückfrage und -sprache mit dem Klienten wegen derselben Infor-
mationen. Eine halbe Stunde für die Durchsicht des neuen Miet- und Arbeitsver-
trags, die Rücksprache mit dem Klienten und die Vorbereitung der Vergleichsge-
spräche erscheint daher insgesamt ausreichend.

4.6. Zusammenfassend ist an dieser Stelle festzuhalten, dass die Kürzung des 
Honorars um 6.85 Stunden sachlich begründet war und im Einklang mit dem Ge-
bot einer wirtschaftlichen Mandatsführung steht. Die Vorinstanz hat die Grenzen 
der Ermessensausübung weder überschritten noch missbraucht und die Prozess-

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gestaltungsbefugnis der Beschwerdeführerin nicht übermässig eingeschränkt. Der 
vorinstanzliche Entscheid ist im Hinblick auf diese Kürzung somit zu bestätigen. In 
der Folge gilt es zu prüfen, ob die weitere pauschale Kürzung des Honorars auf 
CHF 5'000.00, einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer, durch die Vor-
instanz zulässig war.

5. Die Vorinstanz hat nach substantiierter Kürzung des Honorars um 6.85 
Stunden den Aufwand der Beschwerdeführerin immer noch als nicht angemessen 
im Sinne von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO erachtet und daher eine pauschale Kür-
zung vorgenommen, indem sie das Honorar auf insgesamt CHF 5'000.00, einsch-
liesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer, festgesetzt hat. Ohne pauschale Kür-
zung hätte die Beschwerdeführerin ein Honorar von insgesamt CHF 6'589.30 er-
halten (29.7 Stunden à CHF 200.00, Barauslagen CHF 178.20 [3 %], Mehrwert-
steuer CHF 471.10 [7.7 %]). Die pauschale Kürzung beträgt somit CHF 1'589.30, 
was einem Zeitaufwand von rund sieben Stunden entspricht (einschliesslich Bar-
auslagen und Mehrwertsteuer), und betrifft die ab dem 8. Juni 2021 geltend ge-
machten Aufwendungen.

5.1.1. Die pauschale Kürzung begründete die Vorinstanz damit, dass bezüglich 
der Vergleichsgespräche massgeblich zu viel Aufwand für Telefonate, Bespre-
chungen und E-Mails geltend gemacht werde, wobei dieser durch die ungenügen-
de Substantiierung einer genaueren Überprüfung entzogen worden sei (act. A.1 
E. 13.4.2 in fine). Denn die eingereichte Honorarnote der Beschwerdeführerin vom 
16. August 2021 sei nicht genügend detailliert und die Aufwände seien nicht 
genügend substantiiert geltend gemacht worden. Teilweise seien mehrere Auf-
wandspositionen in einer einzigen Zeitangabe zusammengefasst worden, womit 
unklar sei, wieviel Zeitaufwand auf die einzelnen Positionen entfalle. Bei den meis-
ten der geltend gemachten Positionen befänden sich in den Akten keine Ge-
genstücke (E-Mails, Telefonnotizen etc.), mit deren Hilfe der Aufwand überprüft 
werden könnte (act. B.1 E. 13.4.1 in fine).

5.1.2. In Bezug auf die Trennungsvereinbarung und die diesbezüglichen Ver-
gleichsgespräche führt die Vorinstanz insbesondere aus, dass dabei zu berück-
sichtigen sei, dass bezüglich der meisten Punkte in der Vereinbarung (Getrenntle-
ben, elterliche Sorge, Obhutszuteilung, persönlicher Verkehr und Zuteilung der 
Wohnung) bereits anlässlich der Verhandlung vom 11. Mai 2021 unter Mitwirkung 
des Gerichts eine Einigung habe erzielt werden können, die der in der Trennungs-
vereinbarung enthaltenen Regelung im grossen Ganzen entsprochen habe. Die 
Beschwerdeführerin und die Rechtsbeiständin der Ehefrau hätten sich anlässlich 
der Verhandlung dafür ausgesprochen, bezüglich des Unterhalts zu versuchen, 

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aussergerichtlich eine Einigung zu erzielen, ansonsten das Gericht in diesem 
Punkt entscheiden würde. Nach der Verhandlung habe die Beschwerdeführerin 
sodann für diesen letzten offenen Punkt und das Verfassen der grösstenteils be-
reits besprochenen Trennungsvereinbarung 15.55 Stunden und die Rechtsvertre-
terin der Ehefrau 17.85 Stunden aufgewendet. In Anbetracht dessen, dass für ei-
nen begründeten Entscheid ohne Trennungsvereinbarung approximativ mit rund 
CHF 1'000.00 bis CHF 2'000.00 Mehrkosten auf Seiten des Gerichts gerechnet 
werden müsse (ohne jeglichen zusätzlichen Parteiaufwand), erscheine insbeson-
dere der in Bezug auf die Einigung im Unterhaltspunkt betriebene Zusatzaufwand 
als Ganzes unangemessen hoch bzw. nicht effizient (act. B.1 E. 13.4.1). Entspre-
chend den vorstehenden Ausführungen, hat die Vorinstanz den Zeitaufwand, wel-
cher ab dem 8. Juni 2021 verrechnet worden ist, um rund die Hälfte, nämlich von 
13.25 Stunden auf rund 6.25 Stunden, pauschal gekürzt.

5.2.1. Zum Vorwurf, dass die eingereichte Honorarnote nicht genügend substanti-
iert und detailliert sei und dass sich in den Akten keine Gegenstücke befänden, 
bringt die Beschwerdeführerin vor, dass die Vergleichsgespräche vertraulich sei-
en. Aus diesem Grund habe sie den genauen Inhalt der Vergleichsgespräche, bei-
spielsweise Telefonnotizen, nicht einreichen dürfen (act. A.1 Ziff. 29). Ferner mo-
niert sie im Allgemeinen, dass es sich um eine undifferenzierte und pauschale 
Aussage der Vorinstanz handle, dass im in Frage stehenden Verfahren zu viel 
Aufwand betrieben worden sei, ohne aufzuzeigen, welche Beträge den Aufwand 
rechtfertigen würden. Die Vergleichsverhandlungen seien intensiv gewesen und 
der von der Ehefrau gewünschte Unterhaltsbetrag sei um fast 90 % reduziert wor-
den. In diesem Sinne müsse der erzielte Vergleich als Erfolg qualifiziert werden 
(act. A.1 Ziff. 30). Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, dass das Ehe-
schutzverfahren hoch komplex und die Verhältnisse ausserordentlich schwierig 
gewesen seien (act. A.1 Ziff. 32). Einerseits sei die Eingliederung ihres Klienten in 
den Arbeitsmarkt nach zwei Jahren Erwerbsunfähigkeit nicht absehbar gewesen 
(ibid.), die grossen finanziellen Nöte des Klienten und die verbalen Persönlich-
keitsverletzungen hätten einen personenabhängigen Zeitaufwand verursacht, an-
dererseits habe es sich um eine ausserordentliche Situation gehandelt, was die 
Vorinstanz aufgrund des erforderlich gewordenen Polizeieinsatzes wissen müsste 
(act. A.1 Ziff. 33).

5.2.2. Abschliessend bringt die Beschwerdeführerin vor, dass die Vorinstanz je 
länger je häufiger die Honorarnoten der unentgeltlichen Rechtsbeistände kürze. 
Dies beschränke die Wirtschaftsfreiheit ungebührend, wenn Rechtsbeistände ei-
nerseits verpflichtet seien, Klienten mit unentgeltlicher Rechtspflege zu vertreten, 

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andererseits aber der tatsächliche Aufwand nicht entschädigt werde (act. A.1 
Ziff. 34). Im Kanton Graubünden bestehe kein Pauschalhonorar für ein Ehe-
schutzverfahren, wie dies in anderen Kantonen der Fall sei. Daher sei es nicht 
sachgerecht, aufgrund eines als überhöht empfundenen Honorars pauschal und 
unbegründet zu kürzen. Dennoch habe die Vorinstanz mit der Zusprechung von 
CHF 5'000.00, einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer, die tatsächlichen 
Aufwendungen der Beschwerdeführerin um 39 % gekürzt (act. A.1 Ziff. 35).

5.3.1. Aus Art. 29 Abs. 2 BV leitet sich eine Pflicht des Gerichts ab, gegenüber 
dem unentgeltlichen Rechtsbeistand die Festsetzung des Honorars zu begründen. 
Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass das Gericht die Vor-
bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, 
prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung 
des Gerichts, ihren Entscheid zu begründen. Dabei kann es sich auf die wesentli-
chen Punkte beschränken. Die Begründung muss aber so abgefasst sein, dass 
sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und 
ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In die-
sem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von de-
nen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 
136 I 184 E. 2.2.1).

5.3.2. Klar ist, dass der zur gehörigen Mandatsführung erforderliche allein zu ent-
schädigende Zeitaufwand sich erst dann konkret bestimmen lässt, wenn dieser 
nach einzelnen Aufwandpositionen wie etwa "Verfassen der Beschwerdeschrift" 
unterscheidet. Hat der Rechtsvertreter hierzu eine Honorarnote eingereicht, wel-
che näher nach solchen Aufwandspositionen unterscheidet, wird die Behörde kurz 
aber bestimmt zu erläutern haben, welche der in der Honorarnote aufgeführten 
Aufwandspositionen inwiefern ungerechtfertigt sind und daher ausser Betracht 
bleiben müssen (BGer 8C_278/2020 v. 17.8.2020 E. 4.3; BGer 8C_98/2017 
v. 27.10.2017 E. 5.2; BGer 5A_157/2015 v. 12.11.2015 E. 3.3.3). Geht der geleis-
tete Aufwand allerdings über das Mass hinaus, was für Fälle der betreffenden Art 
üblicherweise als geboten und damit entschädigungspflichtig angesehen wird, 
muss der unentgeltliche Rechtsvertreter – von sich aus, gegebenenfalls auf ge-
richtliche Aufforderung hin – darlegen, inwiefern zur gehörigen Erledigung des 
Prozessmandats ein solcher Aufwand erforderlich war. Die blosse Auflistung von 
Aufwandpositionen in der Honorarnote ist hierfür nicht ausreichend (BGer 
5D_114/2016 v. 26.9.2016 E. 4 mit Hinweis).

5.4.1. Auf eine detaillierte positionsspezifische Kürzung des geltend gemachten 
Zeitaufwands ab dem 8. Juni 2021 hat die Vorinstanz verzichtet und dies damit 

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begründet, dass die Honorarnote nicht genügend substantiiert und detailliert sei. 
Dem ist insofern beizupflichten, als die Beschwerdeführerin der vom Bundesge-
richt festgelegten Obliegenheit, den Zeitaufwand nach einzelnen Aufwandpositio-
nen zu unterscheiden (vgl. BGer 8C_278/2020 v. 17.8.2020 E. 4.3), nur teilweise 
nachgekommen ist. Beispielsweise umfasst die Aufwandsposition vom 8. Juni 
2021 in der Honorarnote vom 16. August 2021 "Telefonat mit Frau D._____: Ver-
gleichsgespräche", "Anruf an Gericht betreffend Unterhaltsvertrag", "Schreiben an 
Gericht: Unterhaltsvertrag anfordern" sowie "E-Mail an Klient: Information über die 
Vergleichsgespräche". Die Beschwerdeführerin differenziert bei der Verrechnung 
des Zeitaufwands allerdings nicht zwischen den verschiedenen Positionen, son-
dern stellt einen Zeitaufwand von insgesamt 1.5 Stunden für alle vier Positionen 
als Tagestotal in Rechnung. So verhält es sich inter alia auch mit den Positionen 
vom 11. Juni, vom 15. Juni oder vom 29. Juni 2021. Im Gegensatz dazu steht die 
Honorarnote der Beschwerdeführerin vom 10. Mai 2021. In dieser Honorarnote hat 
sie detailliert jede einzelne Position dem dafür benötigten Zeitaufwand zugeordnet. 
Entsprechend hat die Vorinstanz diesbezüglich auch darlegen können, inwiefern 
die einzelnen Aufwandpositionen unbegründet sind und in welchem Ausmass sie 
gekürzt werden. 

5.4.2. Obschon die Vorinstanz die Honorarnote vom 16. August 2021 als ungenü-
gend substantiiert bezeichnet, hat sie in Bezug auf die ersten fünf Honorarpositio-
nen eine konkrete und begründete Kürzung vorgenommen (vgl. vorstehend 
E. 4.5.1 f.). Die weiteren Aufwendungen, welche die Einigung im Unterhaltspunkt 
und den Abschluss der Trennungsvereinbarung betrafen, hat sie pauschal gekürzt 
und dies zumindest summarisch begründet. So hat die Vorinstanz im Rahmen der 
Prüfung explizit erwähnt, dass es sich um die Aufwandpositionen ab dem 8. Juni 
2021 handelt, welche nicht angemessen seien. Ferner hat sie ausdrücklich darauf 
hingewiesen, dass massgeblich zu viel Aufwand für Telefonate, Besprechungen 
und E-Mails geltend gemacht werde. Zudem sei zu berücksichtigen, dass nach der 
Verhandlung vom 11. Mai 2021 lediglich noch der Unterhaltspunkt zu regeln war, 
im Übrigen aber bereits unter Mitwirkung des Gerichts eine Einigung habe erzielt 
werden können, die der in der Trennungsvereinbarung enthaltenen Vereinbarung 
im Grossen und Ganzen entsprochen habe. In Bezug auf die tatsächlichen und 
rechtlichen Schwierigkeiten wurde anerkannt, dass es sich im Vergleich zu ande-
ren Eheschutzverfahren um einen etwas anspruchsvolleren Sachverhalt handle, 
dass sich allerdings im Vergleich zu anderen Verfahren keine anspruchsvolleren 
rechtlichen Fragen stellen würden.

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5.4.3. Mit diesen Ausführungen hat die Vorinstanz immerhin kurz die Überlegun-
gen genannt, welche sie dazu bewogen haben, das Honorar um rund sieben 
Stunden zu kürzen. Es gilt zu betonen, dass die Vorinstanz nicht das von der Be-
schwerdeführerin insgesamt in Rechnung gestellte Honorar pauschal festgesetzt, 
sondern lediglich den Zeitaufwand ab dem 8. Juni 2021 pauschal gekürzt hat. 
Wenn wie vorliegend mehrere Positionen tageweise zusammengefasst sind und 
der zeitliche Aufwand nicht einzelnen Aufwandpositionen zugewiesen werden 
kann, ist die gehörige Überprüfung des angegebenen Aufwands nur eingeschränkt 
möglich. Fehlt es der Honorarnote an diesem Detaillierungsgrad, kann die pau-
schale Kürzung nicht beanstandet werden. Denn eine Kürzung mit einem höheren 
Detaillierungsgrad als dem der Honorarnote selbst wäre gar nicht möglich. Die 
Vorinstanz hat namentlich die Telefonate, Besprechungen und E-Mails und damit 
den Aufwand für die Korrespondenz und Kommunikation während der Dauer der 
Vergleichsgespräche im Zeitraum vom 8. Juni bis 16. August 2021 als übersetzt 
beurteilt. Werden die Honorarpositionen ab dem 8. Juni 2021 betrachtet, so setzen 
sich diese, abgesehen von einer Position Aktenstudium und einer Prüfung des 
Konventionsentwurfs, praktisch ausschliesslich aus Besprechungs- und Korre-
spondenzaufwendungen zusammen. Ergänzend zu bemerken ist, dass gemäss 
Honorarnote mehrere dieser Aufwendungen der Beschwerdeführerin den aus der 
vorehelichen Beziehung ihres Klienten stammenden Sohn und die Abänderung 
von dessen Kindesunterhalt betrafen (vgl. Honorarpositionen vom 9. Juni, vom 11. 
Juni, vom 22. Juni und vom 29. Juni 2021), darunter namentlich auch ein Tele-
fonat mit der Kindsmutter. Solche Aufwendungen gehören nicht zum Eheschutz-
verfahren und dienen daher nicht der eigentlichen Interessenwahrung im Prozess, 
weshalb sie unberücksichtigt bleiben müssen. Auch vor diesem Hintergrund er-
weist sich eine Kürzung des Besprechungs- und Korrespondenzaufwands als ge-
rechtfertigt. Aufgrund der zusammenfassenden tageweisen Auflistung in der Ho-
norarnote war eine pauschale, nicht den einzelnen Honorarpositionen zugewiese-
ne Kürzung zulässig, zumal sich der Anlass und die Gründe für die Kürzung dem 
vorinstanzlichen Entscheid entnehmen lassen.

5.4.4. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass der ab dem 8. Juni 2021 geltend 
gemachte Aufwand von 13.25 Stunden für die Vergleichsgespräche und die Prü-
fung der Trennungsvereinbarung gemessen an vergleichbaren Verfahren über-
setzt ist. Die Vergleichsgespräche im verrechneten Ausmass nach durchgeführter 
Hauptverhandlung, an der bis auf den Unterhaltspunkt eine Einigung getroffen 
werden konnte, übersteigen das übliche Mass. Daher hätte die Beschwerdeführe-
rin darlegen müssen, inwiefern zur gehörigen Erledigung des Prozessmandats ein 
solcher Aufwand erforderlich war (vgl. BGer 5D_114/2016 v. 26.9.2016 E. 4 mit 

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Hinweis). Dass dabei der Inhalt der Vergleichsgespräche nicht offengelegt werden 
kann, trifft zu (siehe act. A.1 Ziff. 22), doch hätte sie erläutern müssen, aus wel-
chen Gründen sich die Vergleichsgespräche als schwierig und komplex erwiesen 
und welche konkreten Umstände im vorliegenden Fall zu einem erhöhten Aufwand 
geführt haben. Dies hat sie im Verfahren vor der Vorinstanz allerdings unterlas-
sen. So hat die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 16. August 2021 lediglich 
ausgeführt, dass sie darum ersuche, dass die Honorarnoten unverändert zu ge-
nehmigen seien, da in einem strittigen Verfahren noch deutlich höhere Kosten 
verursacht worden wären (RG act. IV.12). In ihrer Beschwerde macht die Be-
schwerdeführerin zu den Vergleichsbemühungen nun zwar weitere Ausführungen 
(act. A.1 Ziff. 14 ff.). Diese können jedoch nicht gehört werden, da die entspre-
chenden Behauptungen im vorinstanzlichen Verfahren nicht vorgebracht worden 
sind und im Rahmen des Beschwerdeverfahrens gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO ein 
umfassendes Novenverbot gilt.

Wenn die Vorinstanz die Aufwendungen für die aussergerichtlichen Vergleichs-
verhandlungen ab dem 8. Juni 2021 als übersetzt betrachtet und von 13.25 Stun-
den um rund sieben Stunden gekürzt hat, ist ein der Sache angemessener Auf-
wand entschädigt worden.

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz der verfassungs-
mässigen Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV nachgekommen ist. Die Kür-
zung des Honorars der Beschwerdeführerin auf CHF 5'000.00, einschliesslich 
Barauslagen und Mehrwertsteuer, war zulässig und die Beschwerde ist dement-
sprechend abzuweisen.

7. Die Entscheidgebühr ist angesichts des verursachten Aufwands und des 
Streitinteresses auf CHF 1'000.00 festzusetzen (vgl. Art. 15 Abs. 2 EGzZPO 
[BR 320.100] i.V.m. Art. 10 VGZ [BR 320.210]). Bei diesem Ausgang des Verfah-
rens gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens vollumfänglich zu Lasten der 
Beschwerdeführerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und werden mit dem geleisteten Kos-
tenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 werden A._____ 
auferlegt und mit dem Kostenvorschuss verrechnet.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: