# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2aa910f-ea65-5d12-b7ef-a50cc58b4b46
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-26
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 26.06.2019 OG.2019.00049 (OGS.2020.83)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2019-00049_2019-06-26.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Beschluss
  vom 26. Juni 2019

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2019.00049

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  A.______

  
	
   

  
	
  Beschuldigter und

  
	
  Beschwerdeführer

  
	
   

  
	
  verteidigt
  durch B.______

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Staats- und Jugendanwaltschaft des
  Kantons Glarus

  
	
   

  
	
  Anklägerin
  und

  
	
  Beschwerdegegnerin

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch die Staatsanwältin

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
  Anordnung
  von Untersuchungshaft

  
	
   

  
	
   

  
	
  Anträge
  des Beschwerdeführers (gemäss Eingabe vom 5. Juni 2019,
  act. 16):

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts
    vom 1. Juni 2019 sei aufzuheben.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Der Beschwerdeführer sei
    umgehend aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Unter Kosten- und
    Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.

    

  

  
	
   

  
	
  Anträge
  der
  Beschwerdegegnerin   (gemäss Eingabe vom 12. Juni 2019, act. 21):

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Es sei die Beschwerde vom
    5. Juni 2019 vollumfänglich abzuweisen und die Verfügung des
    Zwangsmassnahmengerichts vom 1. Juni 2019 sei zu bestätigen.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Die Akten des Verfahrens des
    Zwangsmassnahmengerichts (SG.2019.00064) seien beizuziehen.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Unter Kosten- und
    Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.

    
	
     

    	
     

    

  ____________________

  
	
   

  
	
   

  
	
  Das Gericht   zieht in Betracht:

  
	
   

  
	
  I.

  
	
  1. Die Staats- und
  Jugendanwaltschaft des Kantons Glarus (nachfolgend Staatsanwaltschaft)
  verdächtigt A.______ (nachfolgend Beschuldigter), sich des versuchten Mordes
  (i.S.v. Art. 112 StGB i.V.m.
  Art. 22 Abs. 1 StGB) zum Nachteil von F.______
  (nachfolgend Geschädigter) vom 3. Oktober 2018  schuldig gemacht zu
  haben, sei es als Mittäter, Anstifter oder Gehilfe (act. 1 S. 2).
  Der Beschuldigte wurde am 29. Mai 2019 festgenommen (act. 1
  S. 1 und act. 2/4).

  
	
   

  
	
  2. Auf Antrag der
  Staatsanwaltschaft ordnete das Zwangsmassnahmengericht am
  1. Juni 2019 für den Beschuldigten Untersuchungshaft bis am
  1. September 2019 an (act. 9 Disp.-Ziff. 1). Dagegen
  erhob der Beschuldigte am 5. Juni 2019 Beschwerde (act. 16).
  Die Staatsanwaltschaft beantragt Abweisung der Beschwerde und informierte das
  Obergericht, dass der Beschuldigte einen neuen Verteidiger gewählt habe
  (act. 20). Der (neue) Verteidiger des Beschuldigten replizierte innert
  Frist nicht (act. 24) und die Vorinstanz verzichtete auf eine
  Stellungnahme (act. 26). 

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1. Der angefochtene
  Haftentscheid ist der Beschwerde zugänglich (Art. 393 Abs. 1
  lit. c StPO i.V.m. Art. 222 StPO). Der durch die Haft unmittelbar
  betroffene Beschuldigte ist beschwerdelegitimiert (Art. 382 Abs. 1
  StPO); die Anfechtungsfrist ist eingehalten (Art. 396 Abs. 1 StPO).
  Die übrigen Rechtsmittelvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass.
  Auf die Beschwerde des Beschuldigten ist einzutreten. Mit Beschwerde an das
  Obergericht können in Bezug auf den angefochtenen Entscheid
  Rechtsverletzungen und eine unvollständige oder unrichtige Feststellung des
  Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2
  StPO).

  
	
   

  
	
  2. Die Akten des
  vorinstanzlichen Verfahrens (act. 1-15 SG.2019.00064) bilden
  integrierenden Bestandteil des vorliegenden Beschwerdeverfahrens OG.2019.00049.
  Die Aktenführung des vorinstanzlichen Verfahrens erfolgt unter dem
  Aktenzeichen des Beschwerdeverfahrens OG.2019.00049. 

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  1. Gemäss Art. 221
  Abs. 1 StPO ist Untersuchungshaft zulässig, wenn die beschuldigte Person
  eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und zudem ernsthaft
  zu befürchten ist, dass sie sich entweder durch Flucht dem Strafverfahren
  oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Fluchtgefahr; lit. a), dass
  sie Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die
  Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Kollusionsgefahr; lit. b), oder
  dass sie durch schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit anderer
  erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten
  begangen hat (Wiederholungsgefahr; lit. c). 

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1. Der Haftgrund des
  dringenden Tatverdachts setzt voraus, dass genügend konkrete Anhaltspunkte
  für eine Straftat und eine Beteiligung des Beschuldigten daran vorliegen und
  die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts
  mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt der
  Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten
  mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale
  erfüllen könnte. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt keinen Raum für
  ausgedehnte Beweismassnahmen (BGE 137 IV 122 E. 3.2.).

  
	
   

  
	
  2.2. Die
  Vorinstanz erwog hinsichtlich des dringenden Tatverdachtes, der Geschädigte sei namentlich von G.______ und H.______ angegriffen und dabei schwer
  verletzt worden (act. 1 S. 2, act. 2/1). Zwar sei der
  Beschuldigte nicht geständig (act. 2/3 S. 5), jedoch liessen einige
  seiner Aussagen vermuten, dass auch er an der Straftat gegen den Geschädigten
  beteiligt gewesen sei. Er habe angegeben, mit I.______, der Schwester von
  G.______ und der Cousine von H.______, in keiner Liebesbeziehung zu stehen
  (act. 2/3 Frage 26), was aber gemäss den Ermittlungen der
  Staatsanwaltschaft nicht stimme. So hätten der Beschuldigte und I.______
  gemeinsam eine Wohnung gesucht (act. 1 S. 3). Der
  Beschuldigte habe bestritten, dass das bei I.______ sichergestellte Handy ihm
  gehöre (act. 2/3 Frage 27), was jedoch auch nicht stimme.
  Die Ermittlungen hätten ergeben, dass dieses Mobiltelefon sehr wohl ihm
  gehöre, weil die sich darauf befindenden Accounts auf ihn lauteten. Zudem
  seien Fotos von ihm sowie von seinem AHV-Ausweis darauf gefunden worden
  (act. 2/5). Der Beschuldigte habe auch bestritten, die
  mutmasslichen Tatbeteiligten H.______ und G.______ zu kennen (act.
  2/3 Fragen 32 und 34). Auf dem sichergestellten Mobiltelefon des
  Beschuldigten sei jedoch ein Foto gefunden worden, welches ihn zusammen mit
  H.______ am Strand zeige (act. 2/6) und es sei festgestellt worden, dass sich
  G.______ schon einmal in den Hotspot des Handys des Beschuldigten eingeloggt
  habe (act. 1 S. 3).

  
	
  Der Beschuldigte
  habe somit Kontakt zu den mutmasslichen Tätern gehabt, welche ihn mit ihren
  Aussagen schwer belasteten (act. 1 S. 2). Dazu komme, dass I.______
  aus der Untersuchungshaft heraus mit einem Schreiben vom 6. März 2019
  die Anweisung erteilt habe, ein Tagebuch, welches sich oberhalb des
  Kühlschranks befinde, zu vernichten (act. 2/7). Ein solches Tagebuch
  habe in der Wohnung des Beschuldigten an der von I.______ bezeichneten Stelle
  sichergestellt werden können (act. 1 S. 3, act. 2/3 Frage 2).
  Gemäss der Aussage von K.______ solle sich die Gruppe «L.______» mit dem
  Angriff auf den Geschädigten gerächt haben, weil dieser zuvor eine Person mit
  einem Baseballschläger geschlagen haben soll (act. 2/2 Fragen 43 und 44). Der
  Beschuldigte nenne sich L.______ (act. 2/3 Frage 22) und auch seine Accounts
  würden auf diesen Namen lauten (act. 2/5). Überdies habe der Beschuldigte
  eine ältere Kopfverletzung, angeblich von einem Fahrradunfall (act. 2/3 Frage
  15). Dies bekräftige den dringenden Tatverdacht. Es lägen somit genügend
  konkrete Verdachtsmomente vor, welche eine Tatbeteiligung des Beschuldigten
  vermuten liessen. Der dringende Tatverdacht im Sinne von Art. 221
  Abs. 1 StPO sei damit zu bejahen (act. 9 S. 3 ff. Erw. 5). 

  
	
   

  
	
  2.3. Der Beschuldigte ist der Auffassung, dass weder aus der
  vorinstanzlichen Begründung noch aus dem Untersuchungshaftantrag ersichtlich
  sei, weshalb die fraglichen Feststellungen seine Tatbeteiligung begründen
  sollten. Eine Liebesbeziehung oder eine Bekanntschaft würden für sich alleine
  betrachtet noch keinen dringenden Verdacht einer strafbaren Handlung erfüllen
  (act. 16 S. 5). 

  
	
  Die
  Staatsanwaltschaft bringe für ihre Behauptung, die Aussagen der weiteren
  Mitbeschuldigten würden ihn schwer belasten, keine Beweise bei. Der Umstand,
  dass das bei I.______ sichergestellte und ausgewertete iPhone ihm gehöre, er
  die beiden anderen beschuldigten Personen kenne und sein Account auf den
  Namen L.______ laute, stehe nicht im Zusammenhang mit der Tat. Das Schreiben
  von I.______ vom 6. März 2019 stehe in keinem Zusammenhang mit ihm.
  Dieses Schreiben sei an "Neta", was Schwester bedeute, gerichtet
  und darin habe I.______ "Neta" angewiesen, "Lule" etwas
  auszurichten. Bei "Lule" handle es sich um eine weibliche Person
  und damit sei offensichtlich nicht er gemeint. Er werde in diesem Schreiben
  nicht einmal erwähnt. Das Argument, wonach I.______ die Anweisung erteilt
  habe, ein Tagebuch zu vernichten, könne zur Begründung des dringenden
  Tatverdachtes keine Geltung beanspruchen. Ein dringender Tatverdacht lasse
  sich auch nicht mit der Aussage von K.______ begründen. Diese Aussage datiere
  vom 7. November 2018, womit aufgrund der bisherigen
  Untersuchungsergebnisse erhöhte Anforderungen an den dringenden Tatverdacht
  zu stellen seien als nur die Behauptung eines Gerüchtes, welches sich nicht
  bestätigt habe (act. 2/2). Weiter sei zu berücksichtigen, dass K.______
  ihn nicht konkret belastet habe. Es sei auch nicht ersichtlich, inwiefern
  seine Kopfverletzung, die er sich vor etwa zwei Jahren zugezogen habe, mit
  dem Vorfall vom 3. Oktober 2018 im Zusammenhang stehe. Ebensowenig
  rechtfertige eine Namensnennung oder eine Mitgliedschaft in einer Gruppierung
  allein eine Untersuchungshaft (act. 16 S. 6 f.).

  
	
   

  
	
  2.4. Die Staatsanwaltschaft verweist in ihrer Stellungnahme auf ihre
  Ausführungen im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. dazu Erw. III.2.2.
  vorstehend). Laut den übereinstimmenden Aussagen von I.______ und K.______
  gehöre der Beschuldigte zur Gruppierung L.______ und der Geschädigte habe
  sich mit dieser Gruppierung zerstritten. Gemäss den Aussagen von K.______ sei
  bei der Tat vom 3. Oktober 2018 von einer Racheaktion der
  Gruppierung L.______ auszugehen. Der Geschädigte habe mit einem
  Baseballschlager auf ein Mitglied der Gruppe L.______ eingeschlagen. Gemäss
  eigenen Angaben des Beschuldigten verfüge dieser über eine ältere
  Kopfverletzung, welche ihm Schmerzen bereite (act. 21 S. 2 f).

  
	
   

  
	
  2.5. 

  
	
  2.5.1. Der dringende
  Tatverdacht stützt sich aufgrund der Akten auf folgende Umstände: Am Abend
  des 3. Oktober 2018 wurde an der [...] in [...] der Geschädigte
  M.______ angegriffen und mit Werkzeugstielen niedergeschlagen. Bei diesem
  Angriff erlitt der Geschädigte schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen und
  zahlreiche Knochenbrüche (act. 2/1). Unmittelbar nach der Tat flüchteten drei
  Verdächtige von der Avia Tankstelle in [...] mit dem Fahrzeug Peugeot 308,
  Kennnummer ZH [...]. Das Fahrzeug konnte später in Zürich an der
  Überlandstrasse angehalten werden und ein Tatverdächtiger wurde verhaftet
  (act. 1). Die zwei unbekannten flüchtigen Täter konnten als G.______ und
  H.______ identifiziert und verhaftet werden (Anordnung Untersuchungshaft
  H.______ SG.2019.00037, Anordnung Untersuchungshaft G.______ SG.2019.00036).
  Im Weiteren konnte auch I.______ [Schwester von G.______ und Cousine von
  H.______] verhaftet werden (Anordnung Untersuchungshaft SG.2019.00022,
  Verlängerung Untersuchungshaft SG.2019.00034, SG.2019.00054). 

  
	
  Am 7. November 2018
  wurde K.______ als beschuldigte Person von der Polizei einvernommen (act.
  2/2). Er wurde verdächtigt, ebenfalls in das eingangs beschriebene
  Gewaltdelikt involviert zu sein. Anlässlich dieser Einvernahme sagte K.______
  aus, dass er den Geschädigten kenne (Fragen 2 f.) und weiter, dass der
  Geschädigte in [...] ein Livemusik-Lokal betrieben habe. Halb Zürich habe
  erzählt, dass der Geschädigte dort jemanden mit einem Baseballschläger
  geschlagen habe. Bei diesem Geschlagenen handle es sich um eine Person aus
  einer Gruppierung aus Winterthur und man sage jetzt, dass dies [der Angriff
  auf den Geschädigten vom 3. Oktober 2018] die Rache dafür gewesen sei (Frage
  43). Bei der Gruppierung handle es sich um die "L.______" aus
  Winterthur. Die würden alles machen, was nicht legal sei: Sportwetten,
  Kreditvergaben, das seien Geldhaie (Frage 45). Er habe gehört, dass sich der
  Geschädigte mit denen angelegt habe (Frage 46). 

  
	
  Im Schreiben vom
  6. März 2019 von I.______ an Neta erteilte Erstere an eine Person
  genannt "Lule" den Auftrag, das Tagebuch, welches sich offenbar auf
  dem Kühlschrank befindet, wegzuwerfen! (act. 2/7 S. 2). 

  
	
  Weiter geht aus dem Bericht der
  Kantonspolizei Glarus hervor, dass I.______ am 16. Februar 2019 von
  der Kantonspolizei Zürich einer Personenkontrolle unterzogen wurde und sich
  die Genannte rechtswidrig in der Schweiz aufhielt. Eines der zwei bei
  I.______ sichergestellten Mobiltelefone gehört dem Beschuldigten. Es wurden
  darauf eine Foto des AHV-Ausweises sowie mehrere Fotos des Beschuldigten
  gefunden. Schliesslich gab I.______ in ihrer Einvernahme vom 12. April 2019
  zu, dass dieses iPhone XR dem Beschuldigten gehört (act. 2/5). Zudem
  lautet die Apple-ID auf [...]. Die letzte Seite dieses Berichts zeigt ein
  Foto, auf welchem zwei Männer an einem Strand liegen (act. 2/6).

  
	
  Anlässlich der Befragung des
  Beschuldigten vom 30. Mai 2019 beantwortete dieser konkrete Fragen
  zum Geschädigten und Delikt nicht; entweder wollte der Beschuldigte nichts
  dazu zu sagen oder er gibt an, die Antwort nicht zu wissen (act. 2/3 Fragen 9
  ff.). Bezüglich I.______ gibt er an, diese zu kennen, aber er führe keine
  Liebesbeziehung mit ihr. Weiter bestreitet er, H.______ und G.______ zu
  kennen. Zudem bestreitet der Beschuldigte, sich L.______ zu nennen, gibt
  jedoch an, aus der Ortschaft "L" zu kommen (act. 2/3 Fragen 32-35,
  47 f.). Am Wohnort des Beschuldigten in Winterthur wurde am 24. Mai 2019 eine
  Hausdurchsuchung vorgenommen. Dabei wurde u.a. in der Küche ein Heft
  sichergestellt, welches sich gemäss Ausführungen der Staatsanwaltschaft an
  dem von I.______ bezeichneten Ort gelegen hatte. Der Beschuldigte wollte sich
  auch dazu nicht äussern (act. 2/3 S. 3).

  
	
   

  
	
  2.5.2. Nach dem Gesagten
  ist davon auszugehen, dass sich der Beschuldigte und I.______ nicht einfach
  "nur" kennen. Dafür spricht der Umstand, dass I.______ im Besitze
  des iPhones des Beschuldigten gewesen war und sie es offenbar für notwendig
  hielt, während ihrer Untersuchungshaft (vgl. Verfahren SG.2019.00022) ein
  bestimmtes Heft aus der Wohnung des Beschuldigten verschwinden zu lassen. Vor
  diesem Hintergrund ist sehr wahrscheinlich, dass der Beschuldigte, entgegen
  seinen Aussagen, auch den Bruder von I.______, G.______, sowie deren Cousin,
  H.______, kennt. Bei diesen beiden Männern ist aus heutiger Sicht davon
  auszugehen, dass sie am Angriff auf den Geschädigten beteiligt waren. Auch
  scheint die Aussage von K.______, wonach der Angriff auf den Geschädigten im
  Zusammenhang mit einer Racheaktion der Gruppe L.______ steht, nicht ganz
  abwegig, wenn "halb" Zürich davon spricht, die Apple-ID des
  Beschuldigten auf "L" lautet und der Beschuldigte in der
  Vergangenheit eine Verletzung am Kopf erlitten hatte, die ihm immer noch oft
  Schmerzen bereitet. Ob er sich diese Verletzung tatsächlich bei einem
  Fahrradunfall zugezogen hatte, ist Gegenstand der laufenden Untersuchung. 

  
	
   

  
	
  2.5.3. Im Haftverfahren
  ist nicht eine isolierte Betrachtung von einzelnen Umständen (wie z.B.
  Mitgliedschaft in einer Gruppierung, iPhone des Beschuldigten wurde bei
  I.______ sichergestellt) vorzunehmen, sondern es ist aufgrund der bisherigen
  Untersuchungsergebnisse zu prüfen, ob genügend konkrete Anhaltspunkte für ein
  Verbrechen und eine Beteiligung des Beschuldigten an dieser Tat vorliegen und
  die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit
  vertretbaren Gründen bejahen durfte (BGer 1B_197/2019  E. 2.1. Urteil
  vom 27. Mai 2019). Der Beschuldigte vermag mit seinen Vorbringen
  (vgl. Erw. III.2.3.) nicht darzulegen, inwiefern die Vorinstanz hinsichtlich
  des von ihr zutreffend bejahten dringenden Tatverdachts den Sachverhalt
  unrichtig festgestellt oder das Recht unrichtig angewendet hätte.
  Insbesondere lässt sich aus heutiger Sicht und aufgrund der Akten nicht von
  der Hand weisen, dass der Angriff auf den Geschädigten möglicherweise  eine
  Racheaktion der Gruppe L.______ (also des Beschuldigten) war.

  
	
   

  
	
  2.5.4. Insgesamt
  betrachtet liegen aus heutiger Sicht genügend Verdachtsmomente vor, dass der
  Beschuldigte in den Angriff auf den Geschädigten vom 3. Oktober 2018
  involviert ist, sei es als Mittäter, Anstifter oder Gehilfe. Der dringende
  Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO ist
  damit zu bejahen. 

  
	
   

  
	
  3. Der Geschädigte wurde
  mit schweren Gesichtsverletzungen und diversen Knochenbrüchen an den
  Extremitäten (act. 2/1) mit der REGA ins Kantonsspital St. Gallen geflogen
  und dort in der Notfall- und Intensivstation betreut. Die Staatsanwaltschaft
  ermittelt in Hinsicht auf das beschriebene Gewaltdelikt vom 3. Oktober
  2018 wegen versuchten Mordes im Sinne von Art. 112 i.V.m. Art. 22
  Abs. 1 StGB (act. 1). Gemäss dem bisher bekannten Tatablauf und den
  Verletzungen des Geschädigten könnte die präsumtive Subsumtion des Geschehens
  unter den Tatbestand des versuchten Mordes (Art. 112 i.V.m. Art. 22
  Abs. 1 StGB) gerechtfertigt sein. Entgegen der Ansicht des Beschuldigten
  (act. 16 S. 6 f.) änderte sich für das vorliegende
  Haftverfahren auch nichts, wenn der fragliche Angriff auf den Geschädigten
  nur als schwere Körperverletzung qualifiziert würde. Auch bei dieser
  Qualifikation handelte es sich um ein Verbrechen (i.S.v. Art. 10 Abs. 2
  StGB) und damit um eine Anlasstat zur Anordnung von Untersuchungshaft.

  
	
   

  
	
  4. 

  
	
  4.1. Die Vorinstanz erwog
  hinsichtlich der Fluchtgefahr, dass der Beschuldigte belgischer und
  kosovarischer Staatsangehöriger sei, seine Frau und Kinder in Belgien wohnten
  und er auch familiäre Beziehungen zum Kosovo habe, wo er aufgewachsen sei.
  Eine Arbeitsstelle in der Schweiz habe der Beschuldigte nicht mehr. Ein
  Grossteil seines Umfeldes befinde sich im Ausland. Damit lägen konkrete
  Anzeichen vor, dass Fluchtgefahr bestehe. Nur weil er bis jetzt nicht geflüchtet
  sei, heisse nicht, dass keine Fluchtgefahr bestehe. Der Beschuldigte wisse
  erst seit seiner Verhaftung, dass gegen ihn ermittelt werde. Es sei daher mit
  der Staatsanwaltschaft ernsthaft zu befürchten, dass der Beschuldigte sich,
  wenn er in Freiheit wäre, ins Ausland absetzen und sich damit dem
  Strafverfahren durch Flucht entziehen würde. Folglich liege Fluchtgefahr
  im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO vor. Diese könne mit
  den von der Verteidigung angeführten Ersatzmassnahmen (act. 7 S. 4)
  nicht wirksam gebannt werden (act. 9 S. 5 f. Erw. 6).

  
	
   

  
	
  4.2. Der Beschuldigte lässt in seiner Beschwerde ausführen, dass er schon
  längst geflüchtet wäre, wenn er dies gewollt hätte. Der Umstand, dass er
  Beziehungen zum Ausland pflege und erst seit seiner Verhaftung wisse, dass
  gegen ihn ermittelt werde, bedeute nicht, dass er flüchten werde. Zudem sei
  zu berücksichtigen, dass das Risiko einer Flucht beim Tatbestand der schweren
  Körperverletzung deutlich geringer eingestuft würde, somit auch geeignete
  Ersatzmassnahmen zum Zuge kämen (act. 16 S. 7). 

  
	
   

  
	
  4.3. Zunächst gilt festzustellen, dass sich der Beschuldigte bezüglich
  der vor-instanzlich bejahten Fluchtgefahr nicht mit den zutreffenden
  Erwägungen des Zwangsmassnahmengerichts auseinandersetzt, sondern lediglich
  sehr pauschale Behauptungen vorträgt und dabei völlig ausblendet, dass er in
  Belgien Frau und Kinder hat und diese so oft wie möglich sieht (act. 2/3 S. 8
  Frage 6 ff.). Weiter verfügt er im Kosovo über familiäre Beziehungen (act.
  2/3 S. 9 Frage 14). Verhaftet wurde der Beschuldigte bei seiner Einreise in
  die Schweiz am Flughafen Zürich (act. 2/4). In der Wohnung des
  Beschuldigten wurde auch ein Flugticket vom 15. Mai 2019
  sichergestellt. Gemäss Angaben des Beschuldigten könne dieses ihm gehören; er
  sei nach Kosovo geflogen (act. 2/4 S 4 oben). In der Schweiz verfügt er über
  eine Wohnung in Winterthur. Der Beschuldigte ist arbeitslos (act. 2/4 S. 8
  Frage 5). Aufgrund seiner familiären Beziehungen im Ausland (Belgien und
  Kosovo), seiner offensichtlichen Reisetätigkeit (er geht so oft wie möglich
  nach Belgien und war im Kosovo in den Ferien) und der Schwere der drohenden
  Strafe, besteht die konkrete Gefahr, dass sich der arbeitslose Beschuldigte,
  wenn er in Freiheit wäre, ins Ausland absetzen würde und sich so dem Strafverfahren
  oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (so auch die Staatsanwaltschaft in
  act. 21 S. 3 f.). Der Beschuldigte verweist in seiner Beschwerde auf
  Ersatzmassnahmen, ohne jedoch darzulegen, welche Ersatzmassnahmen geeignet
  wären, die konkrete Fluchtgefahr zu bannen. Es sind keine geeigneten
  Ersatzmassnahmen ersichtlich, welche die sehr konkrete Fluchtgefahr beim
  Beschuldigten wirksam bannen könnten.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1. Die Vorinstanz bejahte auch das Vorliegen der Kollusionsgefahr (act.
  9 S. 6 Erw. 7) mit der Begründung, dass der genaue Tathergang sowie die
  genaue Rollenverteilung noch nicht geklärt seien. Die Staatsanwaltschaft gehe
  davon aus, dass noch weitere, bisher unbekannte, Personen an der Tat
  beteiligt sein könnten (act. 1 S. 4 f.). Es spiele keine Rolle, dass die Tat
  bereits sieben Monate zurückliege. Schliesslich habe auch I.______ aus der
  Untersuchungshaft heraus versucht, mit dem Beschuldigten in Kontakt zu treten
  (act. 2/7), was eine Kollusionsgefahr zu ihr zeige. Zudem sei nicht
  ausgeschlossen, dass der Beschuldigte noch über weitere elektronische Geräte
  oder Accounts verfüge, auf welche er einwirken könne. In Würdigung dieser
  Umstände sei mit der Staatsanwaltschaft von Kollusionsgefahr i.S.v. Art. 221
  Abs. 1 lit. b StPO auszugehen. 

  
	
   

  
	
  5.2. Die geltend gemachte Kollusionsgefahr muss Beweismittel in
  der Strafuntersuchung der beschuldigten Person betreffen. Die befürchteten
  Kollusionshandlungen müssen sich also auf die Strafuntersuchung des
  vorliegenden konkreten dringenden Tatverdachts beziehen, um Haft oder
  Ersatzmassnahmen begründen zu können (Gfeller/Bigler/Bonin,
  Untersuchungshaft, Zürich 2017, N 318 f.). Im Übrigen liegt
  Kollusionsgefahr vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass der Beschuldigte
  Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die
  Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 lit. b
  StPO).

  
	
   

  
	
  5.3. Gegen die Einschätzung der Vorinstanz trägt der Beschuldigte in
  seiner Beschwerde vor, dass I.______ nicht versucht habe, mit ihm in Kontakt
  zu treten; sie habe via "Neta" mit "Lule" versucht, in
  Kontakt zu treten. Damit liege der Begründung des Zwangsmassnahmengerichts
  ein falscher Sachverhalt zu Grunde. Weiter könne die Kollusionsgefahr zu den
  anderen mitbeschuldigten Personen ausgeschlossen werden, da sich diese
  Personen (namentlich I.______, G.______ und H.______) bereits seit längerem
  in Untersuchungshaft befänden. Weitere verdächtige Personen seien nicht
  bekannt. Würde eine Kollusionsgefahr vorliegen, so hätte sich diese in den
  letzten sieben Monaten längst verwirklicht und entsprechend ausgewirkt (act.
  16 S. 8 f.).

  
	
   

  
	
  5.4. Das Argument des Beschuldigten, I.______ habe versucht, via
  "Neta" mit "Lule" in Kontakt zu treten, um ein Heft
  wegwerfen zu lassen, ist nicht stichhaltig. Immerhin wurde ein solches Heft an
  der von I.______ bezeichneten Stelle in der Wohnung des Beschuldigten
  sichergestellt. Gegenstand der laufenden Untersuchung ist u.a. auch, den
  Tatbeitrag des Beschuldigten zu eruieren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar,
  ob es sich beim Beschuldigten um diejenige Person handelt, welche allenfalls
  vor einiger Zeit vom Geschädigten mit einem Baseballschläger
  zusammengeschlagen wurde (und insofern dann möglicherweise ein Rachemotiv
  hätte), wobei der Beschuldigte tatsächlich eine ältere Kopfverletzung aufweist,
  er dazu aber vorgibt, sie stamme von einem Fahrradunfall. Auch ist über den
  Inhalt des in der Wohnung des Beschuldigten sichergestellten Heftes noch
  nichts bekannt. Überdies müssen noch weitere mögliche Tatbeteiligten eruiert
  und identifiziert werden. 

  
	
  Der Beschuldigte
  verweigerte bisher seine Aussagen bezüglich der ihm vorgeworfenen Tat und
  tätigte nachweislich auch falsche Aussagen. Dass im vorliegenden
  Untersuchungsgegenstand, wo nicht nur die einzelnen Tatbeteiligungen, sondern
  auch die Hintergründe der Tat im Dunkeln sind, noch erhebliches
  Kollusionspotential steckt, hat sich nicht zuletzt auch in der versuchten
  Kollusionshandlung von I.______ gezeigt. Damit besteht beim
  Beschuldigten die konkrete Gefahr, dass er sich mit den weiteren noch nicht
  identifizierten Tatbeteiligten absprechen oder auf Beweismittel einwirken
  könnte. Es ist beim Beschuldigten zweifelsfrei auch von konkreter
  Kollusionsgefahr auszugehen. 

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1. Nachdem der konkrete dringende Tatverdacht gegen den
  Beschuldigten vorliegt und auch die Haftgründe der Flucht- und der
  Kollusionsgefahr zu bejahen sind, gilt zu prüfen, ob die Untersuchungshaft
  verhältnismässig ist (Art. 197 Abs. 1 lit. c und d StPO) oder ob an Stelle
  der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen (Ersatzmassnahmen)
  treten können, die den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (Art. 237
  Abs. 1 StPO; BGE 140 IV 19 E. 2.1.2).

  
	
   

  
	
  6.2. Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft erwog
  die Vor-instanz, es seien die Mobiltelefone und Laptops des Beschuldigten
  auszuwerten und sei dieser mit den Ermittlungserkenntnissen zu konfrontieren.
  Auch müssten weitere Einvernahmen mit Tatbeteiligten durchgeführt werden.
  Zudem rechtfertige die Tragweite der vorgeworfenen Straftat die
  Zwangsmassnahme. Es sei nicht 

  voraussehbar, wie lange die Ermittlungen dauern würden und auf welche
  weiteren Personen diese auszudehnen seien. Mildere Ersatzmassnahmen seien
  nicht ersichtlich. Es sei der Staatsanwaltschaft genügend Zeit zu gewähren,
  die nötigen Ermittlungen beförderlich und ohne das Risiko einer Flucht oder
  der Kollusion zum Abschluss zu bringen. Unter diesen Umständen sei die
  beantragte Untersuchungshaft von drei Monaten aus heutiger Sicht
  verhältnismässig (act. 9 S. 7 Erw. 8).

  
	
   

  6.3. Der Beschuldigte vertritt die Auffassung, dass für die Auswertung
  der Mobiltelefone und Laptops keine Untersuchungshaft notwendig sei. Anstelle
  von Untersuchungshaft könnten auch Ersatzmassnahmen angeordnet werden. Das
  Zwangsmassnahmengericht habe eine ernsthafte Prüfung von Ersatzmassnahmen
  unterlassen, da seiner Ansicht nach schon die Bedeutung der vorgeworfenen
  Straftat die Untersuchungshaft rechtfertige. Die Verhältnismässigkeit sei
  nicht nachgewiesen, womit der Eingriff in seine persönliche Freiheit nicht
  gerechtfertigt sei (act. 16 S. 10).

  
	
   

  
	
  6.4. Die Ergebnisse der Auswertungen der Mobiltelefone und Laptops liegen
  noch nicht vor. Die Strafuntersuchung hinsichtlich des Tatbeitrages des
  Beschuldigten ist noch nicht fortgeschritten und wie die Vorinstanz
  zutreffend erwog, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden,
  was die Auswertung der Mobiltelefone und Laptops des Beschuldigten ergeben
  wird und ob die umfassende Strafuntersuchung auf weitere Personen auszudehnen
  ist. Vor diesem Hintergrund ist die Anordnung von Untersuchungshaft für den
  Beschuldigten für maximal drei Monate verhältnismässig, zumal auch keinerlei
  Ersatzmassnahmen ersichtlich sind, welche geeignet wären, um der nachweislich
  bestehenden Flucht- und Kollusionsgefahr wirksam zu begegnen.

  
	
  Damit ist die Beschwerde des
  Beschuldigten gegen die Anordnung von Untersuchungshaft des
  Zwangsmassnahmengerichts vom 1. Juni 2019 (act. 9) abzuweisen.
  Die vorinstanzlich angeordnete Untersuchungshaft für maximal drei Monate ist
  rechtskonform und nach heutigem Kenntnisstand sowie aufgrund der dargelegten
  Umstände ist diese auch sachgerecht. Im Übrigen kann der Beschuldigte
  jederzeit bei der Staatsanwaltschaft ein Entlassungsgesuch stellen
  (Art. 228 Abs. 1 StPO).

  
	
   

  
	
  IV.

  
	
  Die Regelung der Kostenfolgen hat
  im Endentscheid zu erfolgen (Art. 421 Abs. 1 StPO). Die
  Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist zuhanden der das
  Strafverfahren abschliessenden Behörde auf CHF 600.— festzulegen
  (Art. 8 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 6 der Zivil- und
  Strafprozesskostenverordnung [GS III A/5]) und zu den Untersuchungskosten im
  Sinne von Art. 326 Abs. 1 lit. d StPO zu schlagen.
  Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen (Art. 423
  Abs. 1 StPO).

  
	
  Die Entschädigung des amtlichen
  Verteidigers des Beschuldigten für seine im Beschwerdeverfahren getätigten
  Aufwendungen wird durch die Staatsanwaltschaft 

  oder das urteilende Gericht bei Abschluss des Strafverfahrens festzusetzen
  sein (Art. 135 Abs. 2 StPO).

  
	
  ____________________

  
	
   

  Das Gericht   beschliesst:

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Die Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Die Gerichtsgebühr für das
    Beschwerdeverfahren wird zuhanden der das Strafverfahren abschliessenden
    Behörde auf CHF 600.— festgelegt.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    
	
     

    	
    [...]