# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5036cc59-c7fc-5f7b-b4b4-7146a6bf80db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2018 BVGE 2018 IV/7
**Docket/Reference:** BVGE-2018-IV-7
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2018-IV-7_2018-12-12

## Full Text

Absolute Ausschlussgr&uuml;nde | Markenschutz. Absolute Ausschlussgründe. Sittenwidrigkeit
religiös konnotierter Zeichen.
			

			

				Art. 2 Bst. d MSchG.
			

			

				1.      Bei der Beurteilung,
ob ein Zeichen gegen die guten Sitten verstösst, ist nicht auf das Verständnis der Abnehmer
abzustellen, sondern auf dasjenige breiter Bevölkerungsgruppen (E. 2â¿¿3).
			

			

				2.      Das Zeichen lässt
vorliegend einen Fisch erkennen und wird als Ichthys-Symbol und damit als religiöses Zeichen wahrgenommen
(E. 4.5).
			

			

				3.      Nicht jedes Zeichen,
das eine religiöse Bedeutung hat, ist sittenwidrig. Sittenwidrig sind religiöse Zeichen,
wenn
ihnen ein zentraler Sinngehalt in der jeweiligen Religion zukommt und die Kommerzialisierung
geeignet
ist, das religiöse Empfinden der entsprechenden Religionsangehörigen zu verletzen
und den sozialen
Frieden zu gefährden. Sittenwidrigkeit wird im vorliegenden Fall verneint (E. 5.3â¿¿5.4).
			

			

2019-06-20T10:16:20Z