# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 77a0dc5f-0ee7-5b80-8bac-65fea890c950
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-03-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 09.03.2004 SF 2003 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2003-38_2004-03-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 9. März 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 03 38 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer, Jegen, Riesen-Bienz und Burtscher
Aktuar ad hoc L. Duff

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In der Strafsache

des XX., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Zarn, 
c/o Bardill Advokatur und Notariat, Reichsgasse 71, 7002 Chur

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 4. Dezember 2003, 

wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen 
Hausfriedensbruchs und mehrfacher Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

2

A. XX. wurde am 28. August 1971 in SA. geboren. Als er zehn Jahre alt 
war, liessen sich seine Eltern scheiden und XX. wuchs in der Folge zusammen mit 
einer jüngeren Schwester und einem jüngeren Halbbruder bei der Mutter und deren 
Freund auf. Nach dem Besuch von sechs Jahren Primar- und drei Jahren Real-
schule absolvierte er mit Erfolg eine dreijährige Maurerlehre bei der Firma AF. in 
SA.. Während dieser Ausbildung begann er mit dem Konsum von harten Drogen. 
Von 1991 bis 2003 befand sich XX. immer wieder im Strafvollzug (1991: 18 Monate 
Strafanstalt AX.; 1994 bis ca. 1996: Arbeitserziehungsanstalt DC.; 1996 bis 1997: 
Bezirksgefängnis AG.; 1997 bis 1998: Kantonales Gefängnis SA.; 1998 bis 1999: 
Gefängnis in AI., AJ. und weitere Arreste im Gefängnis in SA.; 3. November 1999 
bis 29. Januar 2003: Strafanstalt AL.). Nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt 
AL. zog XX. nach X. und arbeitete bis zu seiner Festnahme im Juli 2003 temporär 
beim Gipsergeschäft AM.. Dabei erzielte er nach eigenen Angaben ein durchschnitt-
liches Monatseinkommen von ca. Fr. 4'000.-- bis Fr. 5'000.-- (Fr. 25.-- /Std.), wobei 
ihm dieser Lohn bis auf Fr. 2'000.-- monatlich gepfändet wurde. Gemäss Angaben 
der Steuerverwaltung Graubünden beträgt sein Einkommen Fr. 30'000.--. Im Betrei-
bungsregister des Betreibungsamtes X. ist er im Jahr 2003 mit drei Betreibungen 
im Betrage von Fr. 19'313.55 verzeichnet. Gemäss eigenen Angaben hat er Schul-
den in der Höhe von ca. Fr. 100'000.--.

Im schweizerischen Zentralstrafregister ist XX. mit 13 Verurteilungen ver-
zeichnet:

16.6.2002 Untersuchungsrichteramt des Kantons SA.

mehrfacher Diebstahl, versuchter Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfa-
cher Hausfriedensbruch und mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes

drei Monate Gefängnis

31.7.1991 Bezirksgericht AJ.

Raub, Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Betrug, gewerbsmässiger 
Diebstahl, wiederholte und fortgesetzte Sachbeschädigung, wiederholter Hausfrie-
densbruch, wiederholte Erschleichung einer Leistung, wiederholtes Fahren trotz Ent-
zug des Führerausweises, wiederholte und fortgesetzte Übertretung des Betäubungs-
mittelgesetzes

20 Monate Gefängnis / 136 Tage Haft

Es wird eine stationäre Massnahme gemäss Art. 44 Ziff. 1 und 6 StGB angeordnet, 
demzufolge wird der Vollzug der Strafe aufgeschoben

6.5.1992 Bezirksgericht AJ.

mehrfacher Diebstahl, mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes

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fünf Monate Gefängnis / 59 Tage Untersuchungshaft

4.8.1993 Bezirksgericht AN.

mehrfacher Diebstahl und mehrfacher untauglicher Versuch dazu, mehrfache Hehle-
rei, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, Entwendung ei-
nes Fahrrades zum Gebrauch, mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG

4 Wochen Gefängnis, abzüglich 13 Tage U-Haft

29.4.1994 Bezirksgericht AO.

mehrfacher Diebstahl, mehrfacher Versuch hiezu, gewerbsmässiger Diebstahl, mehr-
fache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfache Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz

Arbeitserziehung Art. 100bis StGB

15.12.1994 Bezirksgericht AJ.

mehrfacher untauglicher Versuch der Hehlerei

mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz

mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes

30 Tage Gefängnis

1.11.1995 Bezirksgericht AJ.

mehrfache falsche Anschuldigung, mehrfacher Diebstahl sowie Versuch hiezu, mehr-
fache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, mehrfache Hehlerei teil-
weise Versuch hiezu, Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfache 
Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes

acht Monate Gefängnis

5.11.1997 Obergericht des Kantons AJ.

gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfacher teilweise versuchter Diebstahl, mehrfache 
Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedensbruch, Entwendung eines Fahrrades 
zum Gebrauch, mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes

20 Monate Gefängnis / 120 Tage U-Haft

12.3.1998 Bezirksanwaltschaft AP.

mehrfacher Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehrfacher Hausfriedens-
bruch, mehrfaches Fahren ohne Führerausweis, mehrfache Entwendung zum Ge-
brauch, Widerhandlung gegen das BetmG

drei Monate Gefängnis und Busse Fr. 200.--

12.2.1999 Bezirksanwaltschaft DZ.

Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

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ein Monat Gefängnis als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl vom 12. März 1998 
von der BA AP. ausgesprochenen Strafe von drei Monaten Gefängnis und Fr. 
200.-- Busse

13.4.2000 Kantonsgericht SA.

mehrfacher Diebstahl, mehrfacher gewerbsmässiger Diebstahl, mehrfache Sach
beschädigung, betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage,     
mehrfacher Hausfriedensbruch, Entwendung eines Motorfahrzeuges zum 
Gebrauch, mehrfache Entwendung eines Fahrrades zum Gebrauch, Fahren trotz 
Führerausweisentzug, mehrfache Widerhandlung gegen das BetmG sowie mehr
fache Übertretung des BetmG

24 Monate Gefängnis - an diese Strafe werden 90 Tage Untersuchungshaft ange
rechnet

Diese Strafe gilt teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Obergerichtes des Kantons 
AJ. vom 5. November 1997 und zu den Strafbefehlen der Bezirksanwaltschaft AP. 
vom 12. März 1998 und der Bezirksanwaltschaft DZ. vom 12. Februar 1999

10.8.2000 Bezirksanwaltschaft AJ.

Widerhandlung gegen das BetmG, Übertretung des BetmG 

90 Tage Gefängnis

24.10.2001 Einzelrichteramt SB.

Diebstahlsversuch, geringfügiges Vermögensdelikt (Sachbeschädigung)

5 Tage Gefängnis / 5 Tage Untersuchungshaft

17.6.2002 Untersuchungsrichteramt Kanton SA.

mehrfacher Diebstahl, versuchter Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, mehr-
facher Hausfriedensbruch und mehrfache Übertretung des BetmG

drei Monate Gefängnis

Der Leumund des Angeklagten muss infolge der zahlreichen Vorstrafen als 
schwer angeschlagen bezeichnet werden. Die Strafanstalt DN. stellte XX. am 6. No-
vember 2003 indes ein gutes Führungszeugnis auf. Er zeige sich interessiert und 
bemüht, die ihm zugewiesenen Arbeiten zur Zufriedenheit des Werkmeisters aus-
zuführen. Sein Verhalten sei anständig und korrekt.

XX. befand sich vom 9. bis 11. Juli 2003 und vom 26. Juli 2003 bis zum 2. 
August 2003 bei der Fahndung Hansahof in X. in Polizeihaft. Am 2. August 2003 
brach er aus, wurde am 4. August 2003 erneut verhaftet und befand sich bis zum 
23. September 2003 in der Strafanstalt DN. in Untersuchungshaft. Am 24. Septem-
ber 2003 trat er schliesslich den vorzeitigen Strafvollzug an. 

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B. In seinem Gutachten vom 21. Oktober 2003 kommt Dr. med. DJ., Oberarzt der 
psychiatrischen Dienste Graubünden, DH., zu folgender Beurteilung:

1. Diagnose und Persönlichkeit

"Polytoxikomanie (Opiate, Kokain, Alkohol, Cannabis); ICD-10: F 19.2

- Gegenwärtig Teilnahme an einem Methadonprogramm; ICD-10: F 19.22

- Gegenwärtig abstinent in beschützender Umgebung (Haftanstalt); ICD-10: F 19.21

Dissoziale Persönlichkeitsstörung entsprechend ICD-10: F.60.2

Entsprechend den zur Verfügung stehenden Vorakten, den deckungsgleichen ana-
mnestischen Angaben des Expl., der Krankengeschichte der Klinik DW. sowie auf-
grund des aktuellen Gesundheitszustandes (klinisches Bild) ist, wie bereits im Gutach-
ten von Herrn Dr. AQ. in SA. im Jahre 1999, eine Polytoxikomanie, sprich eine Abhän-
gigkeitserkrankung von verschiedenen psychotropen Substanzen, namentlich Heroin, 
Methadon, Kokain, Cannabis und Alkohol, beim Expl. zu diagnostizieren.

Im Zeitraum der zur Last gelegten Delikte (19.04. bis 03.08.2003) befand sich der Expl. 
anfangs noch in einem heroingeschützten Programm, wechselte dann in ein Metha-
donprogramm und führte einen zunehmenden Kokainbeikonsum, massiv ab Juni 2003 
(entsprechend eigenen Angaben) durch. Seit 27.07.2003 (Inhaftierung) sei er kokain-
abstinent, aktuell erhält er noch 100 mg Methadon pro Tag im Sinne eines Ersatzdro-
genprogrammes und führt, bestätigt durch eine Urinprobe vom 18.09.03 in der Straf-
anstalt DN., eigenen Angaben zu Folge keinen missbräuchlichen Konsum anderer Dro-
gen durch."

(...)

"Um die dissoziale Persönlichkeitsstörung entsprechend ICD-10 F 60.2 stellen zu kön-
nen, sind folgende sechs Punkte festzuhalten:

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1. Herzloses Unbeteiligtsein gegenüber den Gefühlen anderer:

Der Expl. betont in der Exploration, dass er niemandem etwas zuleide tun könne, 
dass er auch einem Freund oder Bekannten niemals etwas stehlen könnte. Gleich-
zeitig ist es ihm aber völlig egal, welche Konsequenzen er durch seine Einbruch-
diebstähle bei vielen unbeteiligten Dritten bewirkt, die er mit seinem Drogenabhän-
gigkeitssyndrom vor sich selber legitimiert. 

Es fehlt ihm die Möglichkeit, sich in seine Opfer einzufühlen.

2. Deutliche und andauernde Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozia-
ler Normen, Regeln und Verpflichtungen:

Dieser Punkt ist selbstverständlich erfüllt, wenn man den Verlauf seines delinquen-
ten Verhaltens betrachtet. Diesbezüglich hat sich im Verlauf von 12 Jahren nichts 
verändert: der Expl. hat immer wieder gegen die ihm bekannten sozialen Normen 
und Regeln verstossen.

3. Unvermögen zur Beibehaltung längerfristiger Beziehungen, aber keine 

Schwierigkeiten, Beziehungen einzugehen:

Sicherlich ist es schwieriger, längerfristige Beziehungen aufrecht zu erhalten, 
wenn man immer wieder ins Gefängnis muss. Offensichtlich ist aber auch, dass 
der Expl. vor allem Kontakte im Drogenmilieu, auch zu Frauen, für sich finden 
konnte, die eher auf kurzfristige und auch drogenspezifische Aspekte fokussieren. 
In der Interaktion der gutachterlichen Situation konnte gut festgestellt werden, wie 
gut es dem Expl. gelingen muss, in Kontakt mit ihm fremden Personen zu kommen. 
Seine offene, freundliche und sympathische Art macht ihm dies leicht.

4. Sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives 
oder auch gewalttätiges Verhalten:

Dem Expl. ist zugute zu halten, dass er offensichtlich bisher nicht gegen Personen 
gewalttätig oder aggressiv war. Im Rahmen seiner Einbruchdiebstähle zeigt er 
aber ein durchaus gewalttätiges Verhalten. Eine geringe Frustrationstoleranz ist 
allein durch den ständig wiederkehrenden Rückfall in die Drogen erklärbar. Auch 
in der Untersuchungssituation wurde deutlich, dass der Expl. wenig Frustrations-
toleranz zeigt und stimmungsmässig schnell in eine gereizte Verfassung gerät, 
wenn unangenehme, belastende Themen besprochen werden oder seine Ansich-
ten nicht geteilt werden können. Es muss aber trotzdem betont werden: auch ge-
genüber dem Gutachter wurde der Expl. zu keinem Zeitpunkt bedrohlich.

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5. Unfähigkeit zum Erleben von Schuldbewusstsein oder zum Lernen aus Er-
fahrung besonders aus Bestrafung:

Auch dieser Punkt erscheint vollumfänglich erfüllt zu sein, wenn man den ständig 
wiederkehrenden Kreislauf von Drogenmissbrauch, Delinquenz und Gefängniss-
trafen im Verlauf der letzten 13 Jahren bei dem Expl. betrachtet.

6. Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen 
für das eigene Verhalten anzubieten, durch welche die Person in einen Kon-
flikt mit der Gesellschaft geraten ist:

Insbesondere die Drogenabhängigkeit des Expl. wird von diesem wiederum selbst 
benutzt, um sein strafrechtlich relevantes Verhalten (Raub und Diebstahl) vor sich 
selbst zu rechtfertigen. Wenngleich er einräumt, dass er Hilfe hätte holen können 
(z.B. bei einem Psychiater oder Sozialarbeiter), so muss er dennoch immer wieder 
darauf hinweisen, dass "es" die schlechten Umstände nach Austritt aus dem Ge-
fängnis, die Unstimmigkeiten zwischen He-GeBe und seinem Arbeitsprogramm 
und die Probleme der drogenabhängigen Freundin waren, die ihn in den Drogen-
rückfall und damit in die Delinquenz brachten.

Die bei dem Expl. dargestellte Kombination zwischen einer Polytoxikomanie und 
einer dissozialen Persönlichkeitsstörung entspricht dem Rechtsbegriff einer Beein-
trächtigung der geistigen Gesundheit entsprechend Art. 11 StGB".

Die ihm gestellten Fragen beantwortete der Gutachter wie folgt:

1. War der Angeschuldigte zur Zeit der Tat aus psychiatrischer Sicht in seiner 
geistigen Gesundheit oder in seinem Bewusstsein beeinträchtigt oder war er 
geistig mangelhaft entwickelt, so dass seine Fähigkeit zur Einsicht in das 
Unrecht der Tat oder zum Handeln gemäss dieser Einsicht herabgesetzt war, 
wenn ja in welchem Grad (Art. 11 StGB)?

"Der Expl. war zur Zeit der von ihm verübten Straftaten in seiner geistigen Gesund-
heit beeinträchtigt. 

Unter Kenntnis seiner Vorgeschichte, seinem eigenen Verständnis für die Gesamt-
problematik und der Tatsache, dass er sich in einem Drogenersatzprogramm be-
funden hatte, kann die Zurechnungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht höchstens 
als leichtgradig vermindert beurteilt werden.

Aus meinem Verständnis heraus scheint in dieser Situation auch die "actio libera 
in causa" entsprechend Art. 12 StGB diskussionswürdig." 

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2. Erfordert der Geisteszustand des Angeschuldigten ärztliche Behandlung 
oder besondere Pflege und ist anzunehmen, eine allfällige Rückfallgefahr 
lasse sich durch eine Einweisung in eine Heil- und Pflegeanstalt verhindern 
oder vermindern (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB)?

Genügt eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 letzter 
Satz StGB?

Wäre der sofortige Vollzug einer Strafe mit einer ambulanten Behandlung 
vereinbar oder würde diese durch den Strafvollzug schwer beeinträchtigt?

"Der Expl. befindet sich bereits in ärztlicher Behandlung (HIV-Behandlung, Droge-
nersatzprogramm), was er auch weiterhin freiwillig durchführen kann, unabhängig 
davon, ob er sich in einem Gefängnis oder ausserhalb befindet. Eine Massnahme 
im Sinne von Art. 43 StGB erscheint in dieser Situation nicht indiziert bzw. aufgrund 
der Autoritätsproblematik des Expl. geradezu kontraindiziert. Aufgrund der gut ge-
meinten Massnahmen in der Vergangenheit des Expl., die nicht zum gewünschten 
Resultat geführt haben (rasche Rückfälle in delinquentes Verhalten), muss zum 
aktuellen Zeitpunkt gesagt werden, dass es offensichtlich keine psychiatrisch-psy-
chotherapeutische Behandlungsmethode gibt, die es ermöglichen würde, die 
Rückfallgefahr zu verhindern oder zu vermindern."

3. Ist der Angeschuldigte trunksüchtig oder rauschgiftsüchtig und erscheint 
daher zur Verhütung einer allfälligen Rückfallgefahr die Einweisung in eine 
Trinkerheilanstalt, eine Drogenentziehungsanstalt oder eine andere Heilan-
stalt zweckmässig (Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 StGB)?

Genügt eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 letzter 
Satz StGB?

Wäre der sofortige Vollzug einer Strafe mit einer ambulanten Behandlung 
vereinbar oder würde diese durch den Strafvollzug schwer beeinträchtigt?

"Ja, der Expl. ist rauschgiftsüchtig im Sinne einer Polytoxikomanie.

Zur Verhütung einer allfälligen Rückfallgefahr ist er im Gefängnis am zweckmäs-
sigsten platziert. Eine ambulante Behandlung (ausserhalb eines Gefängnisses) 
wäre nicht zweckmässig, es müsste von einem raschen Rückfall, sowohl was den 
Drogenkonsum, als auch das delinquente Verhalten angeht, ausgegangen wer-
den. Es sei jedoch nochmals erwähnt, dass dem Expl. empfohlen wurde, sich 
selbst für ein drogenfreies Leben zu entscheiden und sich hierbei professionell 
(ärztlich, suchtberaterisch, sozialarbeiterisch) unterstützen zu lassen."

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4. Für den Fall eines bedingten Strafvollzuges:

Ist eine psychiatrische Behandlung notwendig oder zweckmässig (Art. 41 Ziff. 
2 Abs. 1 StGB), so dass Weisungen (welche?) angezeigt wären oder Schutz-
aufsicht angeordnet werden sollte?

"In diesem Fall würde sich die Weisung für eine mehrjährige, mindestens fünf Jahre 
dauernde, Schutzaufsicht empfehlen, wobei enge flankierende Massnahmen, wie 
z.B. Drogenurinkontrollen zwei Mal pro Monat gefordert werden müssten.

In Ergänzung oder in Zusammenarbeit mit einem allfälligen Beistand (siehe 5.) 
könnte und müsste der Expl. aktive Unterstützung in Fragen Wohnen und Finanzen 
erhalten."

5. Sind andere Massnahmen zweckmässig, z.B. Bevormundung, Verbeistän-
dung?

"Wenngleich sich der Expl. in durchaus kompetenter Weise äussert und sein An-
spruch, sich sein eigenes Geld verdienen zu wollen, hoch eingeschätzt werden 
muss, so erscheint sich der Expl. in diesem Bereich doch stark zu überschätzen 
bzw. verharrt er in einer ambivalenten Position, in welcher er sich nicht eingestehen 
kann, dass er im Grunde völlig überfordert ist mit den Belangen, die ihm ausserhalb 
der Gefängnisse entgegentreten.

Um von daher die Rückfallgefahr allfällig minimieren zu können, erscheint eine Ver-
beiständung im Bereich Finanzen, Wohnen und Gesundheit zweckmässig und aus 
psychiatrischer Sicht indiziert. Dies unter besonderer Berücksichtigung des als be-
sonders hoch zu erachtenden Rückfallrisikos nach Austritt aus einer Strafanstalt in 
die Freiheit."

B. Die Staatsanwaltschaft Graubünden legte ihrer Anklage den folgen-
den Sachverhalt zugrunde:

„1. Gewerbsmässiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 StGB, mehrfache 
Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie mehrfacher Hausfriedensbruch 
gemäss Art. 186 StGB.

In der Zeit vom 19. April 2003 bis zum 3. August 2003 verübte XX. insgesamt 29 
Einbruchdiebstähle, 28 davon in der Zeit vom 28. Mai bis 3. August 2003, wobei es in acht 
Fällen bei einem Versuch blieb. In einem Fall (Dossier 9) wurde auf die Stellung eines Straf-
antrages verzichtet. Er erbeutete dabei unter anderem Zigaretten, Bargeld, elektronische 
Geräte etc. Beim Einbruchdiebstahl z.N. des Restaurants Y. in X. (Dossier 10) war auch 
AR. beteiligt, wobei das erbeutete Deliktsgut in der Folge aufgeteilt wurde. Der Gesamtde-
liktsbetrag beläuft sich auf Fr. 39'666.45, wobei der Angeklagte Fr. 35'529.75 anerkennt. 

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Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf total ca. Fr. 71'387.--. In 25 Fällen drang der 
Angeklagte in Räumlichkeiten ein, zu denen er keinen Zutritt hatte. 

Im Einzelnen handelt es sich um folgende strafbare Handlungen:

1.1      Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., A.-Gasse, G.

Zeit: 19. - 22. April 2003

Geschädigte(r): a) G., A.-Gasse, X., vertreten durch: DF.

b) R., C.-Gasse, B., vertreten durch: DA.

Deliktsgut / Wert: a) --

b) 231 Zigarettenpäckchen (CHF 1'716.--), Bargeld (CHF 
783.70); insgesamt CHF 2'499.70

Deliktsgut total CHF 2'499.70

Sachschaden: a) --

b) Zigarettenautomat aufgebrochen;

ca. CHF 4'905.--

Gesamtsachschaden ca. CHF 4'950.--

Strafantrag: a) gestellt am 22. April 2003 durch DF. wegen Diebstahls, 
Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs

b) gestellt am 22. April 2003 durch DA. wegen Diebstahls und 
Sachbeschädigung

Vorgehen: durch unverschlossenen Haupteingang in die Herren-Toilette 
gelangt und dort Zigarettenautomat aufgebrochen

Bemerkungen: XX. will höchstens 150 Päckchen Zigaretten (Wert ca. CHF 
1'114.30) gestohlen haben.

1.2 Diebstahlsversuch, Sachbeschädigung

Ort: X., L.

Zeit: 28. Mai - 4. Juni 2003

Geschädigte(r): N., M., L., X., vertreten durch: DE.

Deliktsgut / Wert: --

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Sachschaden: Eingangstüre und Fenster beschädigt;

ca. CHF 1'500.--

Strafantrag: gestellt am 4. Juni 2003 durch DE. wegen Sachbeschädigung

Vorgehen: mittels Flachwerkzeug versucht, Eingangstüre sowie das WC-
Fenster aufzubrechen

1.3 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., T.-Strasse, Café C.

Zeit: 31. Mai - 1. Juni 2003

Geschädigte(r): a) Café C., T.-Strasse, X., vertreten durch: DD.

b) R., A., E., vertreten durch: DA.

Deliktsgut / Wert: a) --

b) 203 Zigarettenpäckchen (CHF 978.50), Bargeld (CHF 
551.70); insgesamt CHF 1'530.20

Deliktsgut total CHF 1'530.20

Sachschaden: a) --

b) Zigarettenautomat aufgebrochen;

ca. CHF 4'900.--

Gesamtsachschaden ca. CHF 4'900.--

Strafantrag: a) gestellt am 2. Juni 2003 durch DD. wegen Hausfriedens-
bruchs

b) gestellt am 2. Juni 2003 durch DA. wegen Sachbeschädi-
gung

Vorgehen: das offene Gebäude betreten und den Zigarettenautomaten 
aufgebrochen

1.4 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., U.-Strasse, Praxis W.

Zeit: 20. - 24. Juni 2003

Geschädigte(r): W., D.-Strasse, X.

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Deliktsgut / Wert: Bargeld im Wert von CHF 240.--

Sachschaden: Eingangstüre und Rahmen beschädigt;

ca. CHF 600.--

Strafantrag: gestellt am 24. Juni 2003 durch W. wegen Diebstahls, Sach-
beschädigung und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: ins Geschäftshaus gelangt und versucht, Eingangstüre aufzu-
hebeln, anschliessend vom Balkon aus das Küchenfenster 
aufgehebelt

1.5 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., B.-Gasse, Restaurant Y.

Zeit: 22. Juni 2003

Geschädigte(r): a) Restaurant Y., B.-Gasse, X., vertreten durch: O.

b) I., J.,  vertreten durch: PR.

Deliktsgut / Wert: a) --

b) 110 Zigarettenpäckchen (CHF 538.30), Bargeld (CHF 
300.--); insgesamt CHF 838.80

Deliktsgut total CHF 838.30

Sachschaden: a) Küchentür und Schloss beschädigt;

CHF 700.--

b) Zigarettenautomat aufgebrochen;

CHF 4'700.--

Gesamtsachschaden CHF 5'400.--

Strafantrag: a) gestellt am 23. Juni 2003 durch O. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs 

b) gestellt am 23. Juni 2003 durch PR. wegen Sachbeschädi-
gung

1.6 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., B.-Strasse, Geschäftshaus

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Zeit: 28. - 29. Juni 2003

Geschädigte(r): a) TB. AG, B.-Strasse, X., vertreten durch: DI.

b) Q. AG, P.-Strasse, X., vertreten durch: BA.

Deliktsgut / Wert: a) Bargeld (CHF 800.--), ein Schlüssel (CHF 20.--); insgesamt 
CHF 820.--

b) --

Deliktsgut total CHF 820.--

Sachschaden: a) Büro Eingangstüre beschädigt und Kasten im Büro aufge-
brochen;

ca. CHF 300.--

b) Tür auf Schlosshöhe leicht beschädigt;

ca. CHF 300.--

Gesamtsachschaden ca. CHF 600.--

Strafantrag: a) gestellt am 29. Juni 2003 durch DI. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs

b) gestellt am 11. Juli 2003 durch BA. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: Verbindungs- und Bürotür aufgewuchtet; im Büro verschlosse-
nen Kasten aufgebrochen

1.7 Diebstahlsversuch,  Sachbeschädigung

Ort: X., B.-Strasse, Geschäftshaus

Zeit: 28. Juni 2003

Geschädigte(r): Q. AG, P.-Strasse, X., vertreten durch: BA.

Deliktsgut / Wert: --

Sachschaden: Eingangstüre und Rahmen leicht beschädigt;

ca. CHF 100.--

Strafantrag: gestellt am 15. Juli 2003 durch BA. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: mit einem Flachwerkzeug versucht, Eingangstüre aufzuhebeln

14

1.8 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., B.-Strasse, Geschäftshaus

Zeit: 28. - 29. Juni 2003

Geschädigte(r): F. AG, B.-Strasse, X., vertreten durch: F.

Deliktsgut / Wert: 1 Fototasche (CHF 100.--), 1 Digitalkamera (CHF 1'789.--),  
1 Objektiv Minolta (CHF 869.--), Fotokamerazubehör/Spei-
cherkarte für Digitalkamera (CHF 360.--), 1 Batterieladegerät 
(CHF 88.--); insgesamt CHF 3'206.--

Sachschaden: Eingangstüre zum Ausstellungsraum beschädigt;

ca. CHF 300.--

Strafantrag: gestellt am 29. Juni 2003 durch F. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: durch Aufwuchten der Verbindungstür im Treppenhaus sowie 
der Eingangstüre in den Ausstellungsraum gelangt 

1.9 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., Z., Restaurant DK.

Zeit: 29. - 30. Juni 2003

Geschädigte(r): a) Restaurant DK., Z., X., vertreten durch: AA.

b) R., C.-Gasse, B., vertreten durch: DA.

Deliktsgut / Wert: a) zwei Schlüssel im Gesamtwert von CHF 40.--

b) Bargeld (CHF 902.20), Zigaretten (CHF 860.90); insge-
samt CHF 1'763.10

Deliktsgut total CHF 1'803.10

Sachschaden: a) Fenster beschädigt;

ca. CHF 300.--

b) Zigarettenautomat stark beschädigt;

ca. CHF 4'629.--

Gesamtsachschaden ca. CHF 4'929.--

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Strafantrag: a) gestellt am 30. Juni 2003 durch AA. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs

b) gestellt am 9. Juli 2003 durch DA. wegen Sachbeschädi-
gung

Vorgehen: Fenster eingeschlagen, in die Räumlichkeiten des Restaurants 
eingedrungen und Zigarettenautomat aufgebrochen

1.10 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., D.-Gasse, Café AB.

Zeit: 1. - 2. Juli 2003

Geschädigte(r): a) Café AB., D.-Gasse, X., vertreten durch: AC.

b) R., C.-Gasse, B., vertreten durch: DA.

Deliktsgut / Wert: a) Servierportemonnaie (CHF 30.--), Bargeld (CHF 300.--), 11 
Flaschen Bier (CHF 40.--); insgesamt CHF 370.--

b) --

Deliktsgut total CHF 370.--

Sachschaden: a) Fensterrahmen beschädigt;

ca. CHF 300.--

b) Zigarettenautomat beschädigt;

ca. CHF 2'000.--

Gesamtsachschaden ca. CHF 2'300.--

Strafantrag: a) gestellt am 2. Juli 2003 durch AC. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs

b) gestellt am 9. Juli 2003 durch DA. wegen Sachbeschädi-
gung

Vorgehen: Fenster aufgebrochen, eingestiegen und sämtliche Behält-
nisse durchsucht

1.11 Diebstahlsversuch, Sachbeschädigung

Ort: X., E.-Gasse, Café AD.

16

Zeit: 1. - 3. Juli 2003

Geschädigte(r): Café AD., E.-Gasse, X., vertreten durch: AT.

Deliktsgut / Wert: --

Sachschaden: zwei Eingangstüren beschädigt;

ca. CHF 600.--

Strafantrag: gestellt am 3. Juli 2003 durch AT. wegen Sachbeschädigung

Vorgehen: mittels Flachwerkzeug versucht, die beiden Eingangstüren 
aufzubrechen

1.12 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., E.-Strasse, Schuhmarkt

Zeit: 4. - 5. Juli 2003

Geschädigte(r): Schuhmarkt, E.-Strasse, X., vertreten durch: AU.

Deliktsgut / Wert: Bargeld im Gesamtwert von CHF 2'175.--

Sachschaden: Lagertür und Schublade am Korpus beschädigt;

ca. CHF 100.--

Strafantrag: gestellt am 5. Juli 2003 durch AU. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: Lagertüre des Schuhmarktes mittels Flachwerkzeug aufgebro-
chen, eingedrungen und im Lagerraum sämtliche Schränke 
und Schubladen aufgebrochen

1.13 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., A.-Strasse, AV. AG

Zeit: 4. - 7. Juli 2003

Geschädigte(r): AV. AG, A.-Strasse, X., vertreten durch: AW.

Deliktsgut / Wert: 1 Videoprojektor (CHF 3'002.--), 1 Diktiergerät (CHF 598.--), 1 
Diktiergerät (CHF 119.--), 1 Schlüssel (CHF 80.--); insgesamt 
CHF 3'799.--

Sachschaden: zwei Türen mit grosser Gewalt aufgehebelt

17

ca. CHF 3'200.--

Strafantrag: gestellt am 7. Juli 2003 durch AW. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: vom Treppenhaus aus mit Schraubenzieher zwei Türen auf-
gehebelt, eingedrungen und aus Schaufenster und Ausstel-
lungsvitrine Gegenstände entwendet

Bemerkungen: Die erbeuteten Gegenstände verkaufte XX. vermutlich für Ko-
kain. 

1.14 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., G.-Strasse, Restaurant AE.

Zeit: 5. - 7. Juli 2003

Geschädigte(r): Restaurant AE., G.-Strasse, X., vertreten durch: AY.

Deliktsgut / Wert: Bargeld CHF 200.--

Sachschaden: Verbindungstür zum Treppenhaus beschädigt und Korpus auf-
gebrochen;

ca. CHF 800.--

Strafantrag: gestellt am 7. Juli 2003 durch AY. wegen Diebstahls, Sachbe-
schädigung und Hausfriedensbruchs 

Vorgehen: durch offenen Hauseingang das Haus betreten und mit einem 
Flachwerkzeug Verbindungstüre zum Restaurant aufgebro-
chen

1.15 Diebstahlsversuch, Sachbeschädigung, Hausfriedens-
bruch

Ort: X., O.-Strasse, 3. Stockwerk

Zeit: 11. - 12. Juli 2003

Geschädigte(r): DG., O.-Strasse, X., vertreten durch: DL.

Deliktsgut / Wert: --

Sachschaden: Tür und Türrahmen beschädigt;

ca. CHF 600.--

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Strafantrag: gestellt am 12. Juli 2003 durch DL. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs 

Vorgehen: mit Flachwerkzeug die Eingangstüre aufgewuchtet, Ge-
schäftsräumlichkeiten durchsucht und ohne Deliktsgut verlas-
sen

1.16 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., O.-Strasse, 4. Stockwerk

Zeit: 11. - 12. Juli 2003

Geschädigte(r): Rechtsanwalt DM., C.-Strasse, X.

Deliktsgut / Wert: 1 Notebook (CHF 4'000.--), 1 Laptopcomputer (CHF 3'230.--), 
1 Modem (CHF 200.--), 1 Maus (CHF 100.--), Bargeld (CHF 
161.70); insgesamt CHF 7'691.70

Sachschaden: Tür, Türrahmen und Pultschublade beim Aufhebeln beschä-
digt;

ca. CHF 900.--

Strafantrag: gestellt am 12. Juli 2003 durch DM. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: mit breitem Flachwerkzeug Bürotüre aufgewuchtet, Geschäfts-
räumlichkeiten durchsucht und eine Pultschublade aufgehe-
belt

Bemerkungen: Die erbeuteten Geräte verkaufte XX. für ca. 2 Gramm Kokain 
an einen schwarzen Drogendealer.

Adhäsionsklage: Am 1. Dezember 2003 reichte RA DO. namens von RA DM. 
eine Adhäsionsklage in der Höhe von CHF 18'938.55 ein. 

1.17 Diebstahlsversuch, Sachbeschädigung, Hausfriedens-
bruch

Ort: X., O.-Strasse, 2. Stock

Zeit: 11. - 12. Juli 2003

Geschädigte(r): DP., R.-Strasse, X.

Deliktsgut / Wert: --

Sachschaden: Tür und Türrahmen beschädigt;

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ca. CHF 500.--

Strafantrag: gestellt am 12. Juli 2003 durch DP. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: mit breitem Flachwerkzeug versucht, die Bürotür aufzuwuch-
ten

1.18 Diebstahlsversuch, Sachbeschädigung, Hausfriedens-
bruch

Ort: X., N.-Strasse, Wohn- und Geschäftshaus

Zeit: 19. - 21. Juli 2003

Geschädigte(r): DY.und DQ., N.-Strasse, X., vertreten durch: DR.

Deliktsgut / Wert: --

Sachschaden: Eingangstür auf Schlosshöhe beschädigt;

ca. CHF 300.--

Strafantrag: gestellt am 21. Juli 2003 durch DR. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: versucht mit einem Flachwerkzeug die Türe aufzubrechen

Adhäsionsklage: Am 25. November 2003 reichte die DY. eine Adhäsionsklage 
in der Höhe von Fr. 180.75 ein. 

1.19 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., F.-Strasse, DS.

Zeit: 19. - 21. Juli 2003

Geschädigte(r): DS., F.-Strasse, X., vertreten durch: DT.

Deliktsgut / Wert: Bargeld im Gesamtbetrag von CHF 1'129.50

Sachschaden: Tür und Türrahmen Hintereingang beschädigt;

ca. CHF 500.--

Strafantrag: gestellt am 21. Juli 2003 durch DT. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruch

Vorgehen: mit Werkzeug Hintertür des Blumengeschäftes aufgewuchtet, 
eingedrungen und aus Büro Bargeld gestohlen

20

1.20 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., S.-Strasse, Restaurant DU.

Zeit: 22. - 23. Juli 2003

Geschädigte(r): a) Restaurant DU., S.-Strasse, X., vertreten durch: FM.

b) DX., L.-Strasse, X., vertreten durch: HM.

c) R., C.-Gasse, B., vertreten durch: DA.

Deliktsgut / Wert: a) Bargeld im Gesamtwert von CHF 515.--

b) Bargeld im Gesamtwert von CHF 10.--

c) Bargeld (CHF 672.70), 125 Päckchen Zigaretten (CHF 
472.55); insgesamt CHF 1'145.25

Deliktsgut total CHF 1'670.25

Sachschaden: a) Sachschaden am Fenster und Reinigungskosten;

ca. CHF 600.--

b) drei Spielautomaten beschädigt;

ca. CHF 500.--

c) Zigarettenautomat aufgebrochen;

ca. CHF 5'453.--

Gesamtsachschaden ca. CHF 6'553.--

Strafantrag: a) gestellt am 14. August 2003 durch FM. wegen Diebstahls, 
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs

b) gestellt am 23. Juli 2003 durch HM. wegen Diebstahls und 
Sachbeschädigung

c) gestellt am 23. Juli 2003 durch DA. wegen Diebstahls und 
Sachbeschädigung

Vorgehen: Fenster eingeschlagen und ins Restaurant eingestiegen 

Bemerkungen: Der von der Geschädigten FM. geltend gemachte Bargelddieb-
stahl von CHF 515.-- wird von XX. bestritten 

21

1.21 Diebstahlsversuch, Sachbeschädigung, Hausfriedens-
bruch

Ort: X., Q.-Strasse, BB.

Zeit: 22. - 23. Juli 2003

Geschädigte(r): BB., Q.-Strasse, X., vertreten durch: BB.

Deliktsgut / Wert: --

Sachschaden: Doppelverglasung und Fensterrahmen beschädigt;

ca. CHF 450.--

Strafantrag: gestellt am 23. Juli 2003 durch BB. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: mit unbestimmten Gegenstand Fenster eingeschlagen und 
eingestiegen 

1.22 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., V.-Strasse

Zeit: 24. Juli 2003

Geschädigte(r): a) BC. AG, BD., V.-Strasse, X., vertreten durch: BE.

b) BF., V.-Strasse, X., vertreten durch: BG.

c) BH. AG, V.-Strasse, X., vertreten durch: BI.

Deliktsgut / Wert: a) --

b) --

c) Geldkassette (CHF 70.--), Bargeld (CHF 2'915.--) auslän-
disches Bargeld (CHF 465.--); insgesamt CHF 3'450.--

Deliktsgut total CHF 3'450.--

Sachschaden: a) Fensterscheibe zertrümmert und Verbindungstür aufge-
wuchtet;

ca. CHF 2'000.--

b) --

c) --

Gesamtsachschaden ca. CHF 2'000.--

22

Strafantrag: a) gestellt am 24. Juli 2003 durch BE. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs

b) gestellt am 14. August 2003 durch BG. wegen Sachbe-
schädigung und Hausfriedensbruchs 

c) gestellt am 24. Juli 2003 durch BI. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: durch unverschlossene Eingangstüre ins Gebäude gelangt 
und Verbindungstüre zur BF. aufgewuchtet; im Aufenthalts-
raum Glasscheibe zur angrenzenden Firma BH. AG einge-
schlagen und aus Rollschrank Geldkassette entwendet

Bemerkungen: 1 Sackmesser silberfarbig konnte der Fa. BH. AG erstattet 
werden.

XX. will z.N. der Fa. BH. AG lediglich CHF 1'020.-- erbeutet 
haben.

1.23 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., K.-Strasse, BJ.

Zeit: 1. - 4. August 2003

Geschädigte(r): BK., IO., J.-Strasse, D., vertreten durch: BL.

Deliktsgut / Wert: ein Werkzeug im Wert von CHF 12.--

Sachschaden: Schreibtischschubladen und Schlüsselkasten beschädigt;

ca. CHF 200.-- 

Strafantrag: gestellt am 4. August 2003 durch BL. wegen Hausfriedens-
bruchs und Sachbeschädigung

Vorgehen: Fensterflügel aufgedrückt und eingestiegen; im Innern an zwei 
Schreibtischen Schubladen und am Schlüsselkasten Türe auf-
gebrochen

Bemerkungen: Der Schraubenzieher rot konnte der Geschädigten erstattet 
werden.

1.24 Sachbeschädigung

Ort: X., K.-Strasse 2, Fahndung, Zelle 2 

Zeit: 2. August 2003

Geschädigte(r): BW., BN., H.-Strasse, X., vertreten durch: BO.

23

Deliktsgut / Wert: --

Sachschaden: Zelle beschädigt; 

CHF 20'000.--

Strafantrag: gestellt am 4. August 2003 durch BO. wegen Sachbeschädi-
gung; nicht aber wegen Diebstahls

Vorgehen: mit vorhandenen Möbeln Wand zur Dusche, Einbaukasten und 
Bürotüre Nr. 11 total beschädigt; Räumlichkeiten nach Delikts-
gut durchsucht

Bemerkungen: XX. befand sich bei der Fahndung Hansahof in Polizeihaft und 
flüchtete, nachdem er das Mauerwerk beschädigt hatte. Er gibt 
an, der Sachschaden von Fr. 20'000.-- sei zu hoch.

Adhäsionsklage: Mit Schreiben vom 20. November 2003 reichte BP. als Vertre-
ter des BW.es eine Adhäsionsklage in der Höhe von CHF 
9'100.-- ein.

1.25 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., F.-Strasse, DS.

Zeit: 2. - 3. August 2003

Geschädigte(r): DS., F.-Strasse, X., vertreten durch: DT.

Deliktsgut / Wert: Bargeld im Gesamtwert von CHF 10.--

Sachschaden: Tür, Türrahmen und Schliessblech beschädigt;

ca. CHF 100.--

Strafantrag: gestellt am 3. August 2003 durch DT. wegen Diebstahls, Sach-
beschädigung und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: mit Flachwerkzeug Hintertüre aufgehebelt, eingedrungen und 
Behältnisse durchsucht

1.26 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., Z.-Strasse, Coiffeursalon

Zeit: 2. - 3. August 2003

Geschädigte(r): Coiffeursalon V., Z.-Strasse, X., vertreten durch: V.

Deliktsgut / Wert: Bargeld im Gesamtwert von CHF 790.--

24

Sachschaden: Hintertür und Türrahmen beschädigt;

ca. CHF 1'500.--

Strafantrag: gestellt am 4. August 2003 durch V. wegen Sachbeschädigung 
und Hausfriedensbruchs

Vorgehen: mit Flachwerkzeug Hintertür zum Coiffeursalon im Schlossbe-
reich aufgehebelt, eingedrungen und Bargeld aus diversen 
Behältnissen ab Tresen entwendet

1.27 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., I.-Strasse

Zeit: 3. - 4. August 2003

Geschädigte(r): Firma BR., I.-Strasse, X., vertreten durch: BS.

Deliktsgut / Wert: 1 Fotokamera (CHF 100.--), Laborgerät/Laborzubehör (CHF 
30.--), 1 drahtloses Telefon (CHF 300.--), 1 Winkelschleifma-
schine (CHF 120.--), 2 Schlüssel (CHF 20.--), 1 Rucksack 
(CHF 60.--), Bargeld (CHF 850.--); insgesamt CHF 1'480.--

Sachschaden: Tür vom Magazin ins Verkaufslokal sowie Eingangstüre auf-
gebrochen;

ca. CHF 2'000.--

Strafantrag: gestellt am 5. August 2003 durch BS. wegen Hausfriedens-
bruchs und Sachbeschädigung

Vorgehen: Falltor aufgeschoben und ins Magazin gelangt; vom Magazin 
aus Türe aufgebrochen und im Verkaufslokal verschiedene 
Schubladen aufgebrochen und durchsucht

Bemerkungen: Ein Teil des Deliktsgutes konnte der Geschädigten erstattet 
werden.

XX. will höchstens Fr. 300.-- Bargeld erbeutet haben.

1.28 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., I.-Strasse

Zeit: 3. - 4. August 2003

Geschädigte(r): a) Café-Bar BT., I.-Strasse, X., vertreten durch: K.

b) R., BU., RS., vertreten durch: FL.

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Deliktsgut / Wert: a) Bargeld (CHF 100.--), Lebensmittel/Süsswaren (CHF 150.-
-); insgesamt CHF 250.--

b) 233 Päckchen Zigaretten (CHF 1'132.20), Bargeld (CHF 
769.40); insgesamt CHF 1'901.60

Deliktsgut total CHF 2'151.60

Sachschaden: a) --

b) Zigarettenautomat massiv beschädigt;

ca. CHF 4'000.--

Gesamtsachschaden ca. CHF 4'000.--

Strafantrag: a) gestellt am 5. August 2003 durch K. wegen Hausfriedens-
bruchs

b) gestellt am 7. August 2003 durch FL. wegen Sachbeschä-
digung 

Vorgehen: via Firma BR. ins Café gelangt

Bemerkungen: Das Deliktsgut konnte den Geschädigten erstattet werden.

1.29 Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch

Ort: X., I.-Strasse

Zeit: 3. - 4. August 2003

Geschädigte(r): BV., I.-Strasse, X., vertreten durch: MF.

Deliktsgut / Wert: 1 Fahrrad (CHF 1'608.--), 1 Decke (CHF 1'458.--), 1  Stichsäge 
(CHF 35.70), 1 Handwerkzeug (CHF 63.90), 1 Abbauhammer 
(CHF 15.50), 1 Elektrosäge (CHF 289.--), 1 Digitalkamera 
(CHF 300.--); insgesamt CHF 3'770.10

Sachschaden: verschiedene Schubladen aufgebrochen;

ca. CHF 1'500.--

Strafantrag: gestellt am 5. August 2003 durch MF. wegen Sachbeschädi-
gung und Hausfriedensbruchs 

Vorgehen: via Firma BR. ins Obergeschoss gelangt

Bemerkungen: Ein Teil des Deliktsgutes konnte dem Geschädigten erstattet 
werden.

26

2. Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG sowie mehrfache Widerhandlung gegen 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

2.1 Am 3. August 2003 konsumierte XX. zusammen mit AS. Kokain, wobei er ihr ca. 
0,5 Gramm Kokain gratis abgab. 

2.2 In der Zeit vom 30. April 2003 bis zum 4. August 2003 konsumierte XX. ca. 30 - 40 
Gramm Kokain und eine unbekannte Menge Marihuana. Gemäss seinen Angaben 
war die Qualität des Kokains von eher schlechter Qualität.

Gegen die Mitbeteiligten AR. und AS. werden separate Verfahren geführt. 

Am 2. Juli 2003 stellte die Kantonspolizei Graubünden 86 Gramm Kokain sowie ein 
Mobiltelefon, Nokia 3330, sicher. Das Betäubungsmittel sowie das Mobiltelefon wurden mit 
Verfügung vom 29. Oktober 2003 vom Untersuchungsrichter beschlagnahmt.

Dem Angeklagten wurde am 19. Juni 2003 ein Depositum in Höhe von CHF 600.-- 
abgenommen (Empfangsschein Nr. 47695 A).“

C. Am 25. August 2003 setzte der zuständige Untersuchungsrichter ge-
stützt auf Art. 76a Abs. 2 lit. b StPO Rechtsanwältin lic. iur. Martina Zarn als amtliche 
Verteidigerin des Angeklagten ein. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 9. März 
2004 vor der Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden waren der Ange-
klagte, dessen amtliche Verteidigerin und Staatsanwalt DB. anwesend. Gegen die 
Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichtes wurden keine Einwände 
erhoben. Auf die Frage des Vorsitzenden, weshalb die in der Vergangenheit ange-
ordneten Massnahmen keinen Erfolg gezeitigt haben, machte XX. geltend, er sei 
damals nicht zur Aufgabe seines Drogenkonsums gewillt gewesen; die Arbeitser-
ziehung sei mit Ausnahme der letzten sechs Monate jedoch gut verlaufen. Als Ur-
sache der Delikte führte er seinen Drogenkonsum an. Sein Ziel bestehe darin, in 
absehbarer Zukunft ein drogenfreies Leben führen zu können; wichtig sei die An-
ordnung der richtigen Betreuung nach einer allfälligen Entlassung aus dem Straf-
vollzug.

Nach Abschluss des Beweisverfahrens stellte und begründete Staatsanwalt 
DB. folgende Anträge:

"1. XX. sei des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 2 StGB, der 
mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Hausfrie-
densbruchs gemäss Art. 186 StGB, der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG und der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu sprechen.

27

 2. Dafür sei er mit 16 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung der erstandenen 
Untersuchungshaft, zu bestrafen.

3. Die Akten seien nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens der zustän-
digen Vormundschaftsbehörde zur Prüfung von vormundschaftlichen Massnahmen im 
Sinne des psychiatrischen Gutachtens zuzustellen.

4. Gesetzliche Kostenfolge.“

Zum Sachverhalt und zur rechtlichen Subsumtion wurden keine Bemerkun-
gen angebracht. Die Differenzen in Bezug auf den Deliktsbetrag würden sich im 
Rahmen des Üblichen bewegen und seien ohne Einfluss auf die Qualifikation der 
Taten und die Strafzumessung. Die vom Gutachter aufgeworfene Frage der actio 
libera in causa müsse verneint werden, da der Angeklagte die Diebstähle zur Finan-
zierung seiner Drogenabhängigkeit ausgeführt und die Betäubungsmittel nicht etwa 
deshalb konsumierte habe, um die Hemmschwelle zur Verübung von Delikten her-
abzusetzen. Hingegen sei die vom Experten festgestelle, höchstens leichtgradig 
verminderte Zurechnungsfähigkeit strafmildernd zu berücksichtigen und eine Ver-
beiständung im Bereich Finanzen, Wohnen und Gesundheit in Betracht zu ziehen. 

Die amtliche Verteidigerin anerkannte den in der Anklageschrift relevierten 
Sachverhalt sowie die von der Staatsanwaltschaft vorgenommene rechtliche Sub-
sumtion grundsätzlich. In vier Fällen bestreite der Angeklagte jedoch den ihm zur 
Last gelegten Deliktsbetrag, was aufgrund des umfassenden Geständnisses und 
der Tatsache, dass auf eine Verifizierung der Angaben der Geschädigten im Unter-
suchungsverfahren offenbar verzichtet wurde, als glaubhaft erscheine. Ebenfalls sei 
zu berücksichtigen, dass XX. nicht unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem 
Strafvollzug delinquierte, sondern erst mehr als zwei Monate später - nach Abbruch 
der heroingestützten Behandlung und mit zunehmenden Kokainkonsum, welchen 
er aufgrund der verfügten Lohnpfändung bis auf Fr. 2'100.-- monatlich mit eigenen 
Mitteln nicht mehr zu finanzieren vermochte. Aufgrund dieser persönlichen und fi-
nanziellen Notlage sowie in Anbetracht der wenig durchdachten und planlosen Be-
gehung der einzelnen Taten sei der qualifizierte Tatbestand des gewerbsmässigen 
Diebstahls nicht gegeben. Mit Blick auf die bestehende Suchtproblematik stelle sich 
der Angeklagte eine Fortführung der methadongestützten Behandlung vor, wobei 
die Anordnung einer stationären Massnahme aufgrund der im gegenwärtigen Zeit-
punkt fehlenden Entzugswilligkeit keinen Sinn mache. Mit dem Strafvollzug könne 
sich der Angeklagte denn auch einverstanden erklären, doch sei bei der Strafzu-
messung Milde walten zu lassen. Der Rückfall und die mehrfache Begangenschaft 

28

führten zur Strafschärfung. Im Weiteren würden sich die Vorstrafen des Angeklag-
ten straferhöhend auswirken. Strafmildernd seien sowohl die verminderte Zurech-
nungsfähigkeit als auch der Umstand in Betracht zu ziehen, dass XX. den Schaden, 
soweit es ihm zumutbar gewesen sei, ersetzt habe und in sechs Fällen das Delikts-
gut vollständig oder teilweise erstattet werden konnte. 

Die von Rechtsanwalt Dr. iur. DO. als Vertreter von Rechtsanwalt Dr. iur. DM. 
am 1. Dezember 2003 eingereichte Adhäsionsklage von Fr. 18'938.55 werde im 
Umfang von Fr. 6'929.55 anerkannt; im darüber hinausgehenden Betrag sei die For-
derung mangels Liquidität auf den Zivilweg zu verweisen. Der von PL. als Ge-
schäftsstellenleiter der DY. geltend gemachte Schaden von Fr. 180.75 müsse auf-
grund des fehlenden Nachweises der Vertretungsberechtigung ebenfalls auf den 
Zivilweg verwiesen werden (Anmerkung: Die Klage wurde im Laufe der Hauptver-
handlung vollumfänglich anerkannt). Die Forderung des BW.es Graubünden im Be-
trage von Fr. 9'100.-- sei nicht genügend substanziert, weshalb der Zivilrichter darü-
ber zu befinden habe. Auf die Adhäsionsklage der S.en vom 12. Februar 2004 
schliesslich sei - da verspätet eingereicht - nicht einzutreten. 

Abschliessend stellte die amtliche Verteidigerin folgende Anträge:

"1. XX. sei des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, des mehr-
fachen Versuchs hierzu gemäss Art. 22 StGB, des mehrfachen geringfügigen Diebstahls 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter StGB, der mehrfachen Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruches gemäss 
Art. 186 StGB sowie der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG und der mehrfachen 
Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu sprechen.

 2. Dafür sei er mit einer Gefängnisstrafe von 11 Monaten zu bestrafen.

3. Die erstandene Untersuchungshaft sei anzurechnen.

4. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Angeklagte die Schadenersatz-
begehren im Dossier 19, Proz.-Nr. VV.2003.1871, des Herrn Dr. iur. DM., SC., SD., im 
Umfang von Fr. 6'929.55 zuzüglich 5% Zins seit Klageeinreichung ausdrücklich anerkennt. 
Die Schadenersatzbegehren der übrigen Geschädigten sind auf den Weg des Zivilprozes-
ses zu verweisen.

5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“

29

Auf die weitere Begründung der Anträge des Anklagevertreters und der amt-
lichen Verteidigerin wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 
näher eingegangen.

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten insgesamt 29 Einbruch-
diebstähle zur Last, von denen es in acht Fällen beim Versuch geblieben sei. Sie 
hat hierbei irrtümlicherweise auch die Flucht des Angeklagten aus der Polizeihaft im 
Hansahof miteingerechnet, obwohl sie ihm in diesem Zusammenhang einzig Sach-
beschädigung vorhält (vgl. Anklageschrift Ziff. 1.24). Es ist somit von insgesamt 28 
Einbruchdiebstählen, davon sieben Versuchen, auszugehen. Der Angeklagte ist 
diesbezüglich überführt und auch geständig. Das Diebesgut bestand vornehmlich 
aus Zigaretten und Bargeld; mitunter wurden auch elektronische Geräte (Computer 
sowie Digitalkameras) und Werkzeuge erbeutet. Unbestritten ist auch die Vorge-
hensweise - XX. führte seine Straftaten jeweils unter Einsatz von Körpergewalt und 
mit Hilfe entsprechender Flachwerkzeuge (Schraubenzieher und Stechbeitel) aus. 
In einem Fall erfolgte die Tatbegehung mit einem Komplizen (act. 4.5 und 4.6). In 
vier Fällen (act. 4.21, 5.1, 25.1, 27.1 und 32.1) wird die Höhe der Deliktssumme 
bestritten. Ebenfalls in Abrede gestellt wird die Höhe des Sachschadens, welcher 
beim Ausbruch aus der Fahndung Hansahof entstand (act. 4.16 und 4.21). 

a) Die Beweislast für die dem Beschuldigten zur Last gelegten Tat liegt 
grundsätzlich beim Staat (Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des 
Kantons Graubünden [StPO], 2. Auflage, Chur 1996, S. 306). Bei der Würdigung 
der Beweismittel entscheidet das Gericht nach freier Überzeugung (Art. 144 Abs. 2 
in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO). An den Tatbeweis sind hohe 
Anforderungen zu stellen; verlangt wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, 
nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft, denn mit solcher Gewissheit lassen 
sich infolge der Unzulänglichkeit des menschlichen Erkenntnisvermögens 
Tatsachen kaum je beweisen (Padrutt, a.a.O., S. 306). Nach der aus Art. 32 Abs. 1 
BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ 
darf sich der Strafrichter jedoch nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten 
ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung 
Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat, oder mit anderen 
Worten Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurteilendes 
Erkenntnis bestehen (BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische Zweifel sind indessen 

30

nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht 
verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und schlechterdings 
nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der 
objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Richters ist es, ohne 
Bindung an starre Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und 
sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die 
Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld 
des Beschuldigten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, 
die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (Padrutt, 
a.a.O., S. 307). Diese allgemeine Rechtsregel kommt im Übrigen nicht bereits dann 
zur Anwendung, wenn Aussage gegen Aussage steht; vielmehr ist anhand 
sämtlicher sich aus den Akten ergebender Umstände zu untersuchen, ob die 
Darstellung der Staatsanwaltschaft oder jene des Beschuldigten den Richter zu 
überzeugen vermag. Nur für den Fall, dass eine solche Überzeugung weder in der 
einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz 
„in dubio pro reo“ der für den Beschuldigten günstigere Sachverhalt Anwendung 
finden (Padrutt, a.a.O., S. 308), und es hat alsdann ein Freispruch zu erfolgen.

Zu den verschiedenen Beweismitteln ist anzumerken, dass der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet. Demnach sind die Aussa-
gen von Zeugen, Auskunftspersonen wie auch jene des Angeschuldigten voll gültige 
Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Insbesondere das Geständnis ist nur 
ein Beweismittel unter mehreren und es bildet keine wesentliche Voraussetzung 
mehr für eine Verurteilung, auch wenn es in aller Regel als relativ sichere Basis für 
eine solche erscheint (Schmid, Niklaus: Strafprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 1997, 
N 290 ff. sowie N 613). Bei der Würdigung der Beweise ist weniger die Form, son-
dern vielmehr der Inhalt, das heisst deren innere Autorität, massgebend (Schmid, 
a.a.O., N 290). Entsprechend interessiert im Rahmen des Gerichtsverfahrens nicht 
in erster Linie die persönliche Glaubwürdigkeit des Angeschuldigten oder von Zeu-
gen, sondern die sachliche Glaubhaftigkeit ihrer konkreten Aussagen (Hauser, Ro-
bert: Der Zeugenbeweis im Strafprozess mit Berücksichtigung des Zivilprozesses, 
AJ. 1974, S. 311 ff.). 

b) Gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB  wird, wer jemandem eine fremde be-
wegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen andern damit un-
rechtmässig zu bereichern, mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis 
bestraft. Aufgrund des Tathergangs besteht kein Zweifel daran, dass der Ange-
klagte sämtliche objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale erfüllt hat. Durch 

31

die Entnahme von Bargeld, Zigaretten sowie weiterer Gegenstände aus den jewei-
ligen Räumlichkeiten und Behältnissen hat er den Gewahrsam der Eigentümer ge-
brochen und sogleich eigenen Gewahrsam daran begründet, indem er das Delikts-
gut an sich nahm und in der Folge den Tatort verliess (Niggli/Riedo, Basler Kom-
mentar, Strafgesetzbuch II, Art. 111-401 StGB, N 58 ff. zu Art. 139 StGB). Soweit 
die Angaben des Angeklagten hinsichtlich der Höhe des Deliktsbetrages im Wider-
spruch zu jenen der Geschädigten stehen, bedürfen sie nachstehend näherer Be-
trachtung.

XX. macht zunächst geltend, beim Einbruch in das Gast- und Kulturhaus Mar-
söl aus dem dort sich befindlichen Zigarettenautomaten nicht 231 Päckchen Ziga-
retten mit einem Gesamtwert von ca. Fr. 1'716.--, sondern höchstens deren 150 
gestohlen zu haben, was eine Deliktssumme von ca. Fr. 1'114.30 ergibt (act. 4.10 
und 4.21). Beim Einbruch ins Restaurant DU. habe er sodann entgegen der Anga-
ben der Geschädigten FM. kein Bargeld erbeutet, weshalb der Gesamtdeliktsbetrag 
um weitere Fr. 515.-- zu reduzieren sei (act. 4.12 und 4.21). Die bei der BH. AG 
behändigte Geldkassette habe nur Bargeld in der Höhe von Fr. 1'020.-- enthalten 
und nicht Fr. 3'450.--, wie durch BI. namens der Geschädigten geltend gemacht 
(act. 4.13, 4.14 und 4.21). Schliesslich habe er beim Diebstahl zu Lasten der Firma 
BR. nur Bargeld in der Höhe von Fr. 300.-- erbeutet; dies anstelle der in Ziff. 1.27 
der Anklageschrift aufgeführten Fr. 850.-- (act. 4.17 und 4.21). 

Im Lichte dieser Vorbringen ist festzuhalten, dass die Polizeirapporte ledig-
lich Zusammenfassungen der Aussagen der Geschädigten sowie jeweils eine Zu-
sammenstellung des Deliktsgutes enthalten (vgl. act. 5.1, 25.1, 27.1 und 32.1). Die 
Polizeirapporte wurden von den Geschädigten beziehungsweise deren Vertretern 
nicht unterschrieben, weshalb sich nicht nachvollziehen lässt, ob die Zusammen-
fassungen von den Einvernommenen überprüft und als ihrer Aussage entsprechend 
anerkannt wurden. Offen bleibt auch, ob die in den Polizeirapporten enthaltenen 
Zusammenfassungen und Zusammenstellungen die Aussagen der Geschädigten 
überhaupt korrekt wiedergeben. Mangels unterschriftlicher Bestätigung stellen die 
Zusammenfassungen von Einvernahmen in einem Polizeirapport in formeller Hin-
sicht keine Einvernahmen dar (PKG 2002 Nr. 11). Bei dieser Sachlage geht es nicht 
an, hinsichtlich des Deliktsbetrages ohne weiteres auf die Angaben der Geschädig-
ten abzustellen, umso weniger, als die Angaben im Laufe des Untersuchungsver-
fahrens nicht verifiziert wurden, was beispielsweise durch eine formelle Zeugenein-
vernahme oder ein Konfrontverhör möglich gewesen wäre. Sofern die Angaben in 
den Polizeirapporten von denjenigen des Täters abweichen, kann darauf demzu-

32

folge nicht abgestellt werden. Es mag aus Gründen der Verfahrensökonomie zwar 
als nachvollziehbar erscheinen, wenn die Strafverfolgungsbehörde bei Vorliegen 
zahlreicher Delikte und eines umfassenden Geständnisses des Täters auf eine Zeu-
geneinvernahme der einzelnen Geschädigten verzichtet, zumal dann, wenn die An-
gaben zum Deliktsbetrag nur in einzelnen Fällen voneinander abweichen. Dieses 
Vorgehen birgt indes die Gefahr einer Schmälerung der Verteidigungsrechte des 
Angeklagten in sich. Diesem ist grundsätzlich das Recht einzuräumen, an einen 
Belastungszeugen Ergänzungsfragen zu stellen und dessen Aussagen zu bestrei-
ten (BGE 125 I 133). Wohl ist ein Angeklagter nicht zur Wahrheit verpflichtet ist und 
kann er ohne direkte strafprozessuale Sanktionen lügen (Padrutt, a.a.O., S. 204). 
Indessen sind schlechterdings keine Gründe ersichtlich, weshalb XX. unzutreffende 
Angaben machen sollte. Zum einen ändert die Annahme eines geringeren Delikts-
betrages - wie noch aufzuzeigen sein wird - nichts an der rechtlichen Qualifikation 
seines Verhaltens. Zum anderen erfolgten die Einvernahmen fast ausnahmslos we-
nige Tage nach der jeweiligen Deliktsbegehung, weshalb es nicht überrascht, dass 
der Täter genaue, durchaus verlässliche Angaben zum Deliktsgut machen konnte. 
Weshalb die Angaben der Geschädigten einen höheren Wahrheitsgehalt aufweisen 
sollten, ist aktenkundig nicht erstellt. Insbesondere lässt sich den Verfahrensakten 
nirgends entnehmen, dass die Betroffenen die Kassenbestände oder den Inhalt der 
Zigarettenautomaten am Tage des Einbruchs kontrolliert hatten. Im Ergebnis ist so-
mit bezüglich des Deliktsbetrages auf die Angaben von XX. abzustellen. Der in der 
Anklageschrift aufgeführte Deliktsbetrag von Fr. 39'666.45 reduziert sich demzu-
folge um Fr. 4'096.70 auf Fr. 35'569.75.  

c) Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten gewerbsmässigen 
Diebstahl vor. Für diese qualifizierte Form der Tatbegehung statuiert das Gesetz in 
Art. 139 Ziff. 2 StGB einen Strafrahmen von Zuchthaus bis zu zehn Jahren oder 
Gefängnis nicht unter drei Monaten.

aa) Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. BGE 116 
IV 319; BGE 119 IV 132 f.) liegt im Begriff des berufsmässigen Handelns der An-
satzpunkt für die Umschreibung der Gewerbsmässigkeit. Der Täter handelt berufs-
mässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktische Tätigkeit 
aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums 
sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische 
Tätigkeit nach der Art eines Berufs ausübt. Diese abstrakte Umschreibung kann nur 
Richtlinienfunktion haben. Nicht vorausgesetzt ist insbesondere, dass die delikti-
sche Tätigkeit die einzige oder auch nur die hauptsächliche Einnahmequelle des 

33

Täters bildet; es genügt, dass diese im Sinne eines „Nebenerwerbs“ ausgeübt wird 
(Niggli/Riedo, Basler Kommentar, a.a.O., N 93 zu Art. 139 StGB; BGE 123 IV 116 
f.). Wesentlich ist, dass sich der Täter, wie aus den gesamten Umständen geschlos-
sen werden muss, darauf eingerichtet hat, durch deliktische Handlungen relativ re-
gelmässige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten der 
Finanzierung seiner Lebenshaltung darstellen; dann ist die erforderliche soziale Ge-
fährlichkeit gegeben. Es ist nach wie vor notwendig, dass der Täter die Tat bereits 
mehrfach begangen hat, dass er in der Absicht handelte, ein Erwerbseinkommen 
zu erlangen, und dass aufgrund seiner Taten geschlossen werden muss, er sei zu 
einer Vielzahl von unter die fraglichen Tatbestände fallenden Taten bereit gewesen 
(BGE 119 IV 129 f.). 

bb) Im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft stellte sich die amtliche Vertei-
digerin anlässlich der Hauptverhandlung auf den Standpunkt, dass die Vorausset-
zungen für eine gewerbsmässige Tatbegehung vorliegend nicht erfüllt seien. Eine 
Ausübung der deliktischen Tätigkeit nach der „Art eines Berufes“ liege nicht vor, 
seien die Diebstähle doch nicht planmässig begangen worden. Vielmehr würden 
diese ein spontanes, improvisiertes Vorgehen offenbaren; dafür spreche insbeson-
dere auch die Tatsache, dass es in einem Viertel der Fälle bei einem Versuch ge-
blieben und das Deliktsgut nur von geringem Wert gewesen sei. Zudem stehe, so 
die amtliche Verteidigerin unter Verweis auf Stefan Trechsel (Kurzkommentar zum 
StGB, 2. Auflage, Zürich 1997, N 33 zu Art. 146), auch die persönliche und finanzi-
elle Notlage einer gewerbsmässigen Tatbegehung entgegen. Dieser Umstand 
schliesse gemäss neuerer Bundesgerichtspraxis die Erwerbsaussicht von vorne-
herein aus. 

Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden; nach der in lit. aa) hievor 
erwähnten Umschreibung ist die zu beurteilende Diebstahlsserie als gewerbsmäs-
sig zu qualifizieren. So steht zunächst fest, dass XX. in einem Zeitraum von weniger 
als vier Monaten insgesamt 28 Diebstähle - eingeschlossen sieben Versuche hierzu 
- ausgeführt hat. Ist demnach im Durchschnitt alle drei bis vier Tage eine Deliktsbe-
gehung zu verzeichnen, zeugt dies von einem erheblichen kriminellen Willen und 
lässt zweifellos die Bereitschaft des Täters erkennen, in einer unbestimmten Zahl 
von Fällen zur Tat zu schreiten. Berücksichtigt man schliesslich die Deliktssumme 
von über Fr. 30'000.--, kann daraus ohne weiteres der Schluss gezogen werden, 
dass sich der Angeklagte durch den Verbrauch oder die Veräusserung des Diebes-
gutes einen namhaften Teil seines Lebensunterhaltes - einschliesslich seines 
Betäubungsmittelkonsums - finanzieren konnte. Nichts zugunsten des Angeklagten 
herleiten lässt sich im Übrigen aus dem Umstand, dass  ein Teil des Deliktsgutes 

34

den Geschädigten erstattet werden konnte (vgl. etwa Ziff. 1.28 und 1.29 der Ankla-
geschrift). Angesichts durchschnittlicher Einkünfte von monatlich über Fr. 7'000.-- 
bezogen auf den Deliktszeitraum vom 19. April bis 4. August 2003 erschien es of-
fenbar nicht notwendig, sämtliches Diesbesgut abzusetzen. In diesem Zusammen-
hang sei auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtes hingewiesen, welches für 
die Annahme der Gewerbsmässigkeit monatliche Einkünfte von Fr. 1'000.-- bei ei-
nem Automechaniker (BGE 119 IV 129 ff.) bzw. von Fr. 500.-- bei einem sonstigen 
Einkommen über Fr. 3'500.-- (BGE 123 IV 113) genügen liess. Nicht von Belang ist 
aber auch, dass die deliktischen Einnahmen grösstenteils der Finanzierung des 
Drogenkonsums gedient haben; die Notlage des Angeklagten schliesst nämlich die 
Absicht der Erzielung regelmässiger Einkünfte nicht aus (Niggli/Riedo, Basler Kom-
mentar, a.a.O., N 97 zu Art. 139 StGB). Soweit die amtliche Verteidigerin unter Ver-
weis auf Trechsel (a.a.O, N 33 zu Art. 146 StGB) etwas Gegenteiliges herleiten will, 
kann ihr nicht gefolgt werden. Der dort erwähnte, in ZR 69 (170) Nr. 43 wiederge-
gebene Sachverhalt stand nämlich unter ganz anderen Vorzeichen. Konkret ging es 
um einen Täter, welcher mehrfach in rechtswidriger Weise Abtreibungen vorgenom-
men hatte, wobei er von den hilfesuchenden Frauen in der Mehrzahl der Fälle kein 
Entgelt bezogen und in drei Fällen sogar finanzielle Hilfeleistungen an seine „Opfer“ 
erbracht hatte. Es waren mit anderen Worten die betroffenen Frauen, welche sich 
in einer Notlage befanden, und nicht etwa der Täter. Diesem wurden aber, da es 
ihm offensichtlich nicht um die Erzielung eines Erwerbseinkommens ging, unei-
gennützige, die Gewerbsmässigkeit ausschliessende Motive zugute gehalten. Al-
truistische Beweggründe können XX. jedenfalls nicht attestiert werden, handelte er 
doch ausschliesslich zur Befriedigung eigener Bedürfnisse. 

Ist nach dem Gesagten die Gewerbsmässigkeit zu bejahen, gehen die be-
gangenen Diebstahlsversuche (Ziff. 1.2, 1.7, 1.11, 1.15, 1.17, 1.18. und 1.21 der 
Anklageschrift) in der vollendeten Tatbegehung auf  (BGE 123 IV 117). Nebenbei 
sei noch erwähnt, dass Art. 172ter StGB bei qualifiziertem Diebstahl im Sinne von 
Art. 139 Ziff. 2 StGB nicht anwendbar ist. Selbst wenn die Gewerbsmässigkeit hätte 
verneint werden müssen, wäre dieser privilegierte Tatbestand entgegen der Ansicht 
der amtlichen Verteidigerin nicht zur Anwendung gelangt. Wohl hat der Angeklagte 
in drei Fällen nur geringfügige Vermögenswerte erlangt (Ziff. 1.4, 1.14 und 1.23 der 
Anklageschrift). Damit hat es aber nicht sein Bewenden. So ist Art 172ter StGB etwa 
auch dann nicht anwendbar, wenn der Täter, seiner Absicht entsprechend, auch 
eine grössere Beute behändigt hätte (BGE 123 IV 119 f.). Gerade dies ist vorliegend 
eindeutig erstellt, nahm doch der Angeklagte in allen Fällen soviel Bargeld und Zi-
garetten an sich, wie er jeweils vorfand. Es kann somit keine Rede davon sein, dass 

35

XX. beabsichtigt hätte, nur geringfügige Vermögenswerte - nach bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung liegt die Grenze bei Fr. 300.-- -  zu erbeuten (vgl. BGE 121 IV 
264).

2. Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird auf Antrag mit Gefängnis oder 
Busse bestraft, wer eine Sache, an der fremdes Eigentum besteht, beschädigt, zer-
stört oder unbrauchbar macht. Die Bestimmung dient dem Schutz des Berechtigten 
vor jeder Beeinträchtigung seiner Sache (BGE 120 IV 321). Das tatbestandsmäs-
sige Verhalten umfasst nicht nur Eingriffe in die Substanz der Sache durch Beschä-
digen oder Zerstören, sondern auch die Beeinträchtigung der Funktion, die ihr nach 
der Beschaffenheit oder nach dem Willen des Eigentümers zukommt, was das Ge-
setz mit der Handlung des Unbrauchbarmachens deutlich macht (Reh-
berg/Schmid/Donatsch: Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, achte Auflage, 
S. 168 f.). In subjektiver Hinsicht wird das Wissen um die Fremdheit der Sache und 
der Wille verlangt, diese im umschriebenen Sinne zu beeinträchtigen.

XX. bevorzugte als Einbruchsobjekte vor allem Restaurationsbetriebe, dane-
ben aber auch Büro- und Geschäftsräumlichkeiten. Zutritt verschaffte sich der Täter 
in der Regel dadurch, indem er mittels Körpergewalt entweder die Fenster zu den 
Lokalitäten einschlug oder durch Verwendung eines mitgeführten Schraubenzie-
hers oder Stechbeitels die Türen aufbrach oder zumindest aufzubrechen versuchte. 
Dass er dabei vorsätzlich handelte, bedarf keiner weiteren Begründung. Der Ange-
klagte zeigte sich denn auch geständig. Somit steht fest, dass sich XX. der mehrfa-
chen Sachbeschädigung schuldig gemacht hat. Die notwendigen Strafanträge lie-
gen bei den Akten.

Hingegen bringt XX. vor, der bei seinem Ausbruch aus der Polizeihaft am 2. 
August 2003 verursachte Sachschaden sei mit Fr. 20'000.-- zu hoch veranschlagt. 
Nachdem BP. als Vertreter des BW. am 20. November 2003 eine Adhäsionsklage 
von lediglich Fr. 9'100.- eingereicht hat (act. 29.3) und die Angaben des Geschädig-
ten weder im Polizeirapport noch im Laufe des weiteren Verfahrens einer näheren 
Überprüfung unterzogen wurden, ist den Angaben von XX. Glauben zu schenken. 
Der in der Anklageschrift aufgeführte Sachschaden ist demnach um Fr. 10'900.-- 
auf Fr. 60'487.-- zu reduzieren.

3. Des Hausfriedensbruchs macht sich gemäss Art. 186 StGB derjenige 
strafbar, der gegen den Willen des Berechtigten in ein Haus eindringt. Die 
Bestimmung schützt das sogenannte Hausrecht, das heisst die Befugnis, über 

36

einen bestimmten Raum ungestört zu herrschen (BGE 112 IV 33). Der Begriff des 
Hauses ist weit zu fassen; darunter fallen nicht nur Wohnhäuser, sondern jede mit 
dem Boden fest und dauernd verbundene Baute, hinsichtlich welcher ein 
schutzwürdiges Interesse besteht, über den umbauten Raum frei zu bestimmen und 
in ihm den Willen frei zu betätigen (BGE 108 IV 39). Entsprechend kommt es nicht 
darauf an, ob diese durch eine Türe oder dergleichen verschlossen sind oder 
werden können (Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 393 f.). Die Art und Weise 
des Eindringens - heimlich, offen oder gewaltsam - ist ebenfalls unerheblich; 
vollendet ist das Delikt, wenn der Täter mit einem Teilbereich seines Körpers in den 
geschützten Raum gelangt (Delnon/Rüdy: Basler Kommentar, a.a.O., N 18 ff. zu 
Art. 186 StGB). 

Zur Begehung der Diebstähle hat sich der Angeklagte mehrfach in 
unberechtigter Weise Zutritt zu von Art. 186 StGB geschützten Räumlichkeiten 
verschafft. Dass er dabei jeweils gegen den Willen des Berechtigten handelte, kann 
nicht ernsthaft angezweifelt werden. Dieser Wille braucht nach herrschender Lehre 
und Rechtsprechung nicht ausdrücklich erklärt zu werden, sondern kann sich aus 
den Umständen ergeben (Delnon/Rüdy, Basler Kommentar, a.a.O., N 23 f. zu Art. 
186 StGB). Somit steht fest, dass sich XX. des mehrfachen Hausfriedensbruchs im 
Sinne von Art. 186 StGB schuldig gemacht hat. Die für die Bestrafung notwendigen 
Strafanträge wurden fristgerecht gestellt.

4. Art. 19 Ziff. 1 BetmG stellt den unbefugten Handel mit Betäubungsmit-
teln unter Strafe, da deren Genuss für die Gesundheit der Menschen als schädlich 
betrachtet wird. Um dieser Gefahr zu begegnen, hat der Gesetzgeber diejenigen 
Handlungen mit Strafe bedroht, welche letztlich dazu führen können, dass Betäu-
bungsmittel in Verkehr gebracht und so für mögliche Konsumenten zugänglich ge-
macht werden (BGE 120 IV 337). Als Betäubungsmittel gelten nach Art. 1 Abs. 1 
BetmG abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Mor-
phin, Kokain und Cannabis. Gemäss  Art. 19 Ziff. 1 BetmG macht sich unter ande-
rem strafbar, wer unbefugt Betäubungsmittel auszieht, lagert, anbietet, verteilt, ver-
kauft, vermittelt, verschafft, verordnet, in Verkehr bringt oder abgibt, wer sie unbe-
fugt besitzt, aufbewahrt, kauft oder sonstwie erlangt oder wer hierzu Anstalten trifft. 
Für die einfache Tatbegehung droht das Gesetz Gefängnis oder Busse an; in 
schweren Fällen reicht die Strafandrohung von mindestens einem Jahr Gefängnis 
bis zu zwanzig Jahren Zuchthaus (Art. 19 Ziff. 1 BetmG).

37

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten in Ziff. 2.1 der Anklageschrift 
vor, AS. am 3. August 2003 0.5 g Kokain gratis abgegeben zu haben. In der polizei-
lichen Einvernahme vom 4. August 2003 (act. 4.15) machte letztere geltend, sie 
habe XX. ihrerseits Kokain in der geltend gemachten Menge übergeben. Demge-
genüber bestätigte der Angeklagte sowohl im Untersuchungsverfahren (act. 4.21, 
S. 8) wie auch anlässlich der Hauptverhandlung, dass der Vorhalt der Staatsanwalt-
schaft zutreffe. Durch die unentgeltliche Abgabe des Kokains an AS. hat er sich der 
Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG schuldig gemacht. 

5. Gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG wird mit Haft oder Busse bestraft, wer 
unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert oder wer zum eigenen Konsum 
eine Widerhandlung im Sinne von Art. 19 BetmG begeht. In leichten Fällen kann 
das Verfahren eingestellt oder von einer Strafe abgesehen werden; es kann auch 
eine Verwarnung ausgesprochen werden (Art. 19a Ziff. 2 BetmG).

a) Für die Anwendung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG kommt es auf die 
Quantität des konsumierten Stoffes nicht an; selbst der einmalige Gebrauch einer 
geringfügigen Menge ist strafbar. Im Übrigen erfasst der Tatbestand nur jene 
Beschaffungshandlungen, die ausschliesslich dem eigenen Drogenkonsum dienen 
und somit eine Gefährdung Dritter ausgeschlossen ist. Insbesondere schliessen 
Beschaffungshandlungen, die zum Drogenkonsum Dritter führen oder konkret 
führen können - so etwa Verkauf oder Vermittlung - die Anwendung von Art. 19a 
Ziff. 1 BetmG aus (Fingerhuth/Tschurr, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 
Zürich 2002, S. 156). Ob ein leichter Fall im Sinne von Ziff. 2 der Bestimmung 
vorliegt, ist anhand aller objektiver und subjektiver Umstände des Einzelfalles zu 
prüfen, wobei dem Richter ein weiter Ermessensspielraum zusteht. Auch bei 
Konsum von Haschisch ist nicht stets ein leichter Fall gegeben. Die Annahme eines 
leichten Falles ist ausgeschlossen, wenn jemand regelmässig Haschisch 
konsumiert und nicht die Absicht hat, sein Verhalten zu ändern (BGE 124 IV 44).

b) XX. ist geständig, in der Zeit vom 30. April 2003 bis zum 4. August 
2003 ca. 30-40 Gramm Kokain und eine unbekannte Menge Marihuana geraucht zu 
haben (act. 4.21, S. 8). Damit steht fest, dass er mehrfach gegen Art. 19a Ziff. 1 
BetmG verstossen hat. Der regelmässige Konsum und die doch erhebliche Menge 
machen deutlich, dass vorliegend nicht mehr von einem leichten Fall im Sinne von 
Ziff. 2 der genannten Bestimmung gesprochen werden kann. Demgemäss ist der 
Angeklagte der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig 
zu sprechen. 

38

6. Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom 
Verschulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das 
Vorleben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Der Begriff des 
Verschuldens bezieht sich dabei auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der 
konkreten Straftat. Im Rahmen der Tatkomponente sind insbesondere zu beachten 
das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise seiner Herbeiführung 
sowie die Beweggründe des Schuldigen, während die Täterkomponente vor allem 
das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und 
im Strafverfahren - beispielsweise Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit - umfasst 
(BGE 117 IV 113 f.). Diese in die Waagschale gelegten Elemente wirken 
strafmindernd oder straferhöhend, wobei die Überlegungen des Richters 
nachvollziehbar sein müssen; das Strafmass muss mit anderen Worten plausibel 
erscheinen (BGE 121 IV 56 f.). Bei der Gewichtung der einzelnen, im Rahmen der 
Strafzumessung zu beachtenden Komponenten steht dem Sachrichter ein 
erheblicher Spielraum des Ermessens zu (BGE 121 IV 4). 

a) Wenn jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere 
Freiheitsstrafen verwirkt hat, so verurteilt ihn der Richter nach dem in Art. 68 StGB 
statuierten Asperationsprinzip zu der Strafe der schwersten Tat und erhöht deren 
Dauer angemessen. Er kann jedoch das höchste Mass der angedrohten Strafe nicht 
um mehr als die Hälfte überschreiten und ist dabei zudem an das gesetzliche 
Höchstmass der Strafart gebunden. Schwerste Tat ist diejenige, welche unter den 
mit der höchsten Strafe bedrohten Tatbestand fällt. 

Grundlage für die Strafzumessung bildet im vorliegenden Fall der in Art. 139 
Ziff. 2 StGB vorgesehene Strafrahmen, der von mindestens drei Monaten Gefängnis 
bis zu Zuchthaus in der Höhe von 10 Jahren reicht. Der Gesetzgeber hat damit zu 
erkennen gegeben, dass der gewerbsmässige Diebstahl als ernstzunehmendes 
Delikt zu qualifizieren ist. Die objektive Schwere des Delikts im konkreten Einzelfall 
zeigt sich aber insbesondere aufgrund des Ausmasses des deliktischen Erfolgs 
sowie der Art und Weise der Ausführung der Tat. Diese erlauben dem Gericht eine 
Verfeinerung der Wertung, die der Gesetzgeber vorgezeichnet hat. Das 
Verschulden des Angeklagten wiegt sowohl hinsichtlich der Tat- als auch der 
Täterkomponente schwer. XX. hat in der Zeit vom 19. April 2003 bis zum 3. August 
2003 insgesamt 28 Einbruchdiebstähle ausgeführt und dabei über Fr. 30'000.-- 
erbeutet. Dass es in sieben Fällen bei einem Versuch blieb, lässt sein Verhalten 
angesichts der grossen Zahl von Delikten auch nicht in einem besseren Licht 
erscheinen. Straferhöhend fallen die zahlreichen, grösstenteils einschlägigen 

39

Vorstrafen ins Gewicht. Strafschärfend wirken sich vorliegend die mehrfache 
Begangenschaft, das Zusammentreffen mehrerer Straftatbestände sowie der 
Rückfall aus. Strafmindernd sind das umfassende Geständnis des Angeklagten, 
das kooperative Verhalten während der Strafuntersuchung und insbesondere auch 
der gute Führungsbericht der Strafanstalt DN. zu berücksichtigen. Des Weiteren 
fallen strafmindernd die anlässlich der Hautpverhandlung gezeigte Reue und 
Einsicht ins Gewicht. Strafmildernd ist die vom Gutachter festgestellte, allerdings 
nur leichtgradig verminderte Zurechnungsfähigkeit ins Gewicht. 

Unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint es als 
angemessen, XX. eine Gefängnisstrafe von 16 Monaten aufzuerlegen. 

c) Nach Art. 69 StGB rechnet der Richter dem Verurteilten die Unter-
suchungshaft auf die Freiheitsstrafe an, sofern der Täter diese nicht durch sein 
Verhalten nach der Tat herbeigeführt oder verlängert hat. Von der Anrechnung darf 
nach der neueren Praxis des Bundesgerichts nur abgesehen werden, wenn der 
Beschuldigte durch ein gemäss rechtsstaatlichen Grundsätzen objektiv vor-
werfbares Verhalten, welches ihm zum Verschulden gereicht, die Untersuchungs-
haft in der Absicht herbeigeführt oder verlängert habe, den Strafvollzug zu ver-
kürzen oder zu umgehen (BGE 117 IV 406). Als solches Verhalten gilt weder die 
blosse Verweigerung von Aussagen noch das blosse Leugnen der Tat, denn der 
Beschuldigte ist nicht zur Offenbarung von Straftaten verpflichtet. Die Anrechnung 
hat indessen zu unterbleiben, wenn der Beschuldigte die Behörden durch unwahre 
Behauptungen und Einwendungen zu weiteren und unnötigen Erhebungen 
veranlasste oder wenn er seine Verteidigungsrechte zur Erreichung sachfremder     
Zwecke missbrauchte (BGE 117 IV 406; BGE 105 IV 241). Ablehnungsgründe im 
Sinne der aufgeführten Rechtsprechung bestehen in Bezug auf XX. nicht, so dass 
einer Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Polizeihaft von 62 Tagen 
an die ausgefällte Strafe nichts entgegensteht.

d) Der bedingte Strafvollzug ist vorliegend bereits aus objektiven 
Gründen ausgeschlossen, verbüsste der Angeklagte doch in den letzten fünf Jahren 
Gefängnisstrafen von weit mehr als drei Monaten (Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB).

7. Es bleibt zu prüfen, ob die Anordnung einer stationären oder ambu-
lanten Massnahme im Sinne von Art. 43 oder 44 StGB als angezeigt erscheint. Zu 
einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Massnahme im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB führt der Gutacher aus, dass eine solche vorliegend nicht indiziert bzw. 

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geradezu kontraindiziert sei. Hinsichtlich einer Massnahme im Sinne von Art. 44 Ziff. 
1 Abs. 1 StGB hält er fest, dass der Explorand wohl rauschgiftsüchtig im Sinne einer 
Politoxikomanie sei. Zur Verhütung einer Rückfallgefahr sei dieser jedoch im Ge-
fängnis am zweckmässigsten platziert. Eine ambulante Behandlung (ausserhalb ei-
nes Gefängnisses) sei nicht zweckmässig, weil diesfalls von einem raschen Rückfall 
in den Drogenkonsum und das delinquente Verhalten ausgegangen werden müsse.

Nach Auffassung des Bundesgerichtes ist ein Abweichen von den in der Ex-
pertise getroffenen Schlussfolgerungen nur dann erlaubt, wenn zuverlässig bewie-
sene Tatsachen die Überzeugungskraft des Gutachtens erschüttern oder wenn trif-
tige Gründe für ein Abweichen in Fachfragen sprechen (BGE 101 IV 129, 102 IV 
226). Solche Umstände sind mit Blick auf die erstellte Expertise nicht ersichtlich. 
Der Argumentation des Gutachters ist somit zu folgen und von der Anordnung einer 
Massnahme imSinne von Art. 43 und 44 StGB abzusehen. 

8. Im Weiteren hält der Gutachter zur Minimierung einer allfälligen Rück-
fallgefahr eine Verbeiständung im Bereich Finanzen, Wohnen und Gesundheit als 
zweckmässig, habe sich doch in der Vergangenheit gezeigt, dass XX. mit den Um-
ständen des Lebens ausserhalb der Gefängnismauern überfordert sei (act. 3.10 S. 
7 Ziff. 5). Auch dieser Ansicht kann sich das Kantonsgericht anschliessen, wenn-
gleich festgehalten werden muss, dass zumindest im gegenwärtigen Zeitpunkt eine 
Überweisung der Verfahrensakten an die Vormundschaftsbehörde zur Prüfung vor-
mundschaftlicher Massnahmen noch nicht angezeigt ist. Die Gefahr eines allfälligen 
Rückfalls in delinquente Verhaltensmuster wird erst im Zeitpunkt der (bedingten) 
Entlassung aus dem Strafvollzug aktuell, wenn XX. die geschützte Umgebung ver-
lässt. Dannzumal wird es aber Aufgabe der Strafvollzugsbehörde sein, die Akten 
rechtzeitig der Vormundschaftsbehörde weiterzuleiten. Im Übrigen hat auch der An-
geklagte die Problematik eines unbegleiteten Übertritts ins tägliche Leben erkannt 
und machte im Rahmen der richterlichen Befragung geltend, nach der Entlassung 
aus dem Strafvollzug auf die richtige Betreuung angewiesen zu sein. Die Strafvoll-
zugsbehörde ist deshalb anzuhalten, die Akten im Hinblick auf die Entlassung des 
Verurteilten aus dem Strafvollzug der zuständigen Vormundschaftsbehörde zur Prü-
fung von vormundschaftlichen Massnahmen im Sinne des psychiatrischen Gutach-
tens zuzustellen.

9. Gemäss Art. 130 Abs. 1 StPO kann der Geschädigte seine zivilrecht-
liche Forderung beim Strafgericht adhäsionsweise geltend machen. Im vorliegen-

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den Verfahren haben verschiedene Geschädigte insgesamt vier Adhäsionsklagen 
eingereicht. Dazu ergibt sich im Einzelnen was folgt:

a) Mit Eingabe vom 12. Februar 2004 machte die S. gegenüber dem An-
geklagten eine Forderung in der Höhe von Fr. 1'198.50 geltend. Dieser Betrag sei 
der geschädigten Versicherungsnehmerin (DS.) infolge des Einbruchsereignisses 
vom 19. Juli ausbezahlt worden. An der Aktivlegitimation der Klägerin ist nicht zu 
zweifeln, ging doch der Anspruch im Umfang der erbrachten Versicherungsleistun-
gen durch gesetzliche Subrogation auf die Versicherungsgesellschaft über (Art. 72 
VVG; Gauch/Schluep/Schmid/Rey, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemei-
ner Teil, Band II, 8. Auflage, N 2053 ff.). Damit hat es jedoch nicht sein Bewenden. 
Auch der Adhäsionskläger ist angehalten, bei seiner Eingabe die zivilprozessualen 
Formerfordernisse  zu beachten (PKG 2002 Nr. 12). Gemäss Art. 130 Abs. 2 StPO 
ist die Adhäsionsklage spätestens 20 Tage nach Eingang der Schlussverfügung ein-
zureichen. Diese Frist ist peremptorisch und somit nicht erstreckbar (Domenig, 
a.a.O., S. 98). Obwohl die Schlussverfügung am 7. November erging (act. 1.5), traf 
das Schreiben der S. erst am 12. Februar und damit eindeutig verspätet ein. Infolge 
Fehlens einer Prozessvoraussetzung kann somit auf das Begehren nicht eingetre-
ten werden. 

b) Am 20. November 2003 machte das BW. Graubünden, vertreten durch 
Kantonsbaumeister BP., adhäsionsweise einen Schaden in der Höhe von Fr. 9'100.-
- geltend, entstanden durch den gewaltsamen Ausbruch des Angeklagten aus der 
Polizeihaft am 2. August 2003. XX. habe unter anderem den Bettrahmen aus der 
Verankerung gerissen und damit ein Loch in die Wand geschlagen. Die Beweislast 
für die Existenz dieses Schadens und für dessen ziffernmässige Höhe trägt der Ge-
schädigte (Heinz Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 3. Auflage, Zürich 2003, 
N 196 ff.; BGE 128 III 273). Der Adhäsionskläger ist deshalb gehalten, sämtliche 
Beweismittel, mit welchen er seinen Anspruch stützen will, fristgerecht bei Anhe-
bung der Adhäsionsklage zu benennen und auch einzureichen (PKG 2002 Nr. 12). 
Der Beweis gilt im Sinne von Art. 8 ZGB grundsätzlich nur als erbracht, wenn der 
Richter von der Richtigkeit der Sachbehauptung überzeugt ist und allfällige Zweifel 
als unerheblich erscheinen; im Regelfall wird somit ein strikter Beweis gefordert. Die 
ins Recht gelegte Kostenzusammenstellung vermag diesen nicht zu erbringen, 
umso weniger, als zumindest ein Teil der darin aufgeführten Handwerkerarbeiten 
zweifellos drittvergeben und von den beauftragten Firmen in der Folge wohl auch in 
Rechnung gestellt wurden. Die Akten sind somit für die Beurteilung der Klage nicht 
ausreichend, weshalb die Adhäsionsklage an den Zivilrichter verwiesen wird.

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c) Am 1. Dezember 2003 reichte Rechtsanwalt Dr. iur. DO. in Vertretung 
von Dr. iur. DM. eine Adhäsionsklage in der Höhe von Fr. 18'938.55 ein. Davon 
werden Fr. 6'929.55 aus eigenem Recht geltend gemacht, die verbleibenden Fr. 
12'009.-- bilden Gegenstand einer Zession zwischen der Büro P. als Zedentin und 
Rechtsanwalt Dr. iur. DM. als Zessionar. Letzterer ist zwar - da die Abtretung zwin-
gend das Klagerecht enthält und zudem eine schriftliche Zessionsurkunde vorliegt 
- zur Anhebung der Klage legitimiert (PKG 1990 Nr. 16; Jürg Domenig, Die Adhäsi-
onsklage im Bündner Strafprozess, Diss. Zürich 1990, S. 73), doch fehlt es vorlie-
gend am Nachweis, wonach die Büro P. (XY.) die gestohlenen Gegenstände von 
ihrer Vorgängerin, der H. AG, übernommen haben soll. Diesbezüglich liegt lediglich 
ein von P. namens der H. AG zu Handen der Versicherung U., X., verfasstes Schrei-
ben bei den Akten, wonach letztere sämtliches Inventar an die Büro P. übertragen 
habe (vgl. Beilage 8). Zum Beweis, dass tatsächlich eine Rechtsnachfolge stattge-
funden hat, reicht dies nicht aus. Fehlt es demnach an der Legitimation von P. be-
ziehungsweise der Büro P. zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen, ist 
die Klage im Umfang von Fr. 12'009.-- ins Zivilverfahren zu verweisen. Im Übrigen 
fehlt es auch am rechtsgegnüglichen Beweis für die in der Beilage 1 zur Adhäsions-
klage aufgeführten Wiederherstellungskosten im Umfang von Fr. 7'500.--. Diesbe-
züglich sei auf Art. 131 Abs. 3 StPO verwiesen, wonach das Gericht über eine Ad-
häsionsklage nur zu entscheiden hat, wenn es die Akten als für die Beurteilung des 
Zivilpunktes ausreichend erachtet. Wenngleich die Klage aus vorwiegend prozessö-
konomischen Gründen mit dem Strafverfahren verbunden ist, befreit dies den Klä-
ger nicht von Beachtung elementarer zivilprozessualer Verfahrensgrundsätze und 
Formerfordernisse. Er hat die für das Bestehen seiner Ansprüche notwendigen Tat-
sachen nach den Regeln von Art. 8 ZGB und Art. 118 ZPO zu behaupten und zu 
beweisen (PKG 2002 Nr. 12). Selbst bei grundsätzlicher Bejahung der Legitimation 
hätte die Klage somit wegen teilweiser Illiquidität ins Zivilverfahren verwiesen wer-
den müssen.

Den vom Direktgeschädigten, Rechtsanwalt Dr. iur. DM., geltend gemachten 
Anspruch von Fr. 6'929.55 zuzüglich Verzugszins zu 5% seit Klageeinreichung hat 
der Angeklagte anerkannt. Unbestrittenermassen hat auch im Adhäsionsverfahren 
die unterliegende Partei dem obsiegenden Prozessgegner dessen aussergerichtli-
che Kosten zu ersetzen (Art. 122 Abs. 2 ZPO), wobei in restriktiver Praxis nur die 
notwendigerweise verursachten Kosten zu erstatten sind. In Ermangelung einer be-
sonderen strafprozessualen Regelung sind die Bestimmungen der Zivilprozessord-
nung analog in Anwendung zu bringen (Domenig, a.a.O., S. 128; PKG 1990 Nr. 38). 
Eine Honorarnote wurde im vorliegenden Verfahren nicht eingereicht, weshalb die 

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Entschädigung nach freiem richterlichem Ermessen festzusetzen ist. Da im Straf-
verfahren der Sachverhalt von Amtes wegen festgestellt wird und ausser der Ausa-
rbeitung der Klageschrift keine nennenswerten Kosten entstanden sind, erscheint 
ein Betrag von Fr. 400.-- als angemessen.

d) Mit Schreiben vom 25. November 2003 machte der kantonale Ge-
schäftsstellenleiter der DY., PL., unter Beilage der entsprechenden Rechnung für 
Malerarbeiten eine Forderung von Fr. 180.75 geltend. Diese wurde vom Angeklag-
ten im Laufe der Hauptverhandlung anerkannt. Davon ist im Urteilsdispositiv Vor-
merk zu nehmen (Padrutt, a.a.O., S. 332).

10. Die Kosten der Strafuntersuchung, des Gerichtsverfahrens sowie der 
amtlichen Verteidigung gehen bei diesem Ausgang des Verfahrens zu Lasten des 
Verurteilten (Art. 158 Abs. 1 StPO). Die Kosten der angerechneten Polizei- und 
Untersuchungshaft und des Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden (Art. 158 
Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 188 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. XX. ist schuldig des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 2 
StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des 
mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB sowie der Wider-
handlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG und der mehrfachen Widerhandlung 
gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

2. Dafür wird er mit 16 Monaten Gefängnis bestraft, abzüglich der erstandenen 
Polizei- und Untersuchungshaft von 62 Tagen.

3. Adhäsionsklagen:

a) Auf die Adhäsionsklage der S., wird nicht eingetreten.

b) Die Adhäsionsklage des BW. von Fr. 9'100.-- wird auf den Zivilweg ver-
wiesen.

c) Die Adhäsionsklage von Dr. DM. wird im Umfang von Fr. 6'929.55, zuzüg-
lich 5% Zins seit 1. Dezember 2003, gutgeheissen. Im Übrigen wird die 
Klage auf den Zivilweg verwiesen.

Zudem wird XX. verpflichtet, den Adhäsionskläger ausseramtlich mit Fr. 
400.-- zu entschädigen.

d) Von der Anerkennung der Adhäsionsklage der DY. von Fr. 180.75 wird 
Vormerk genommen.

4. Die Strafvollzugsbehörde wird angehalten, die Akten im Hinblick auf die Ent-
lassung des Verurteilten aus dem Strafvollzug der zuständigen Vormund-
schaftsbehörde zur Prüfung von vormundschaftlichen Massnahmen im Sinne 
des psychiatrischen Gutachtens zuzustellen.

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5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft
Graubünden von Fr. 5'856.00

- der Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.00

- dem Honorar der amtlichen Verteidigerin von Fr. 4'950.25

total somit Fr.13'806.25

gehen zu Lasten des Verurteilten. Die Kosten der angerechneten Polizei- und 
Untersuchungshaft sowie des Strafvollzugs trägt der Kanton Graubünden.

6. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, beim Kassationshof des schweizerischen Bundes-
gerichts Nichtigkeitsbeschwerde eingelegt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der gemäss Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstraf-
rechtspflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Be-
schwerdelegitimation und die weiteren Voraussetzungen gelten die Art. 268 
ff. BStP.

7. Mitteilung an:

__________ 

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident:  Der Aktuar ad hoc: