# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 395c9218-7376-5ed9-8f0a-c3a9ecacfdab
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.11.2022 UV 2021/39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-39_2022-11-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/39

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.02.2023

Entscheiddatum: 23.11.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2022
Beweiskraft des eingeholten Gerichtsgutachtens bejaht. Adäquanzprüfung 
der gemäss Gutachten natürlich unfallkausalen Folgen. Bestimmung der 
Taggeldhöhe. Einkommensvergleich und Festsetzung des Invaliditätsgrades. 
Festsetzung des Integritätsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 23. November 2022, UV 2021/39).

Entscheid vom 23. November 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterin Michaela 

Machleidt Lehmann und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin 

Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2021/39

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, Schwager Mätzler Schneider, 

Poststrasse 23, Postfach 1936, 9001 St. Gallen,

gegen

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SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, Postfach, 

8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Geschäftsleiter der B.___ GmbH bei der 

Swica Versicherungen AG (nachfolgend: Swica), Winterthur, unfallversichert, als ihm 

am 3. April 2013 in den Ferien in C.___ schwindelig wurde, woraufhin er stürzte, mit 

dem Kopf an einem Metallgeländer anschlug und sich dabei Kopfverletzungen sowie 

ein Schädelhirntrauma zuzog (vgl. UV-act. 1, 16 und 110 S. 6 f.; bezüglich des weiteren 

gesundheitlichen Verlaufs mit verschiedenen Komplikationen sei auf den Sachverhalt 

im Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 

2020, UV 2019/10, verwiesen). Die Swica anerkannte ihre Leistungspflicht für dieses 

Unfallereignis und kam für die Kosten der Heilbehandlung auf. Auch erbrachte sie 

Taggeldleistungen (vgl. Akten im Verfahren UV 2019/10).

A.a. 

Gestützt auf die von ihr getätigten medizinischen Abklärungen verfügte die Swica 

am 18. Dezember 2017 die Einstellung der nicht neuroophthalmologischen 

Behandlungen per 31. Juli 2016. Weiter sprach sie dem Versicherten für die Zeit ab 

dem 1. Januar 2018 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 20 % sowie eine 

Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 15 % zu (UV-act. 406; 

zur nicht explizit verfügten, jedoch im Schreiben vom 19. Mai 2017 angekündigten 

Reduktion der Höhe des Taggeldanspruchs per 25. Mai 2017 vgl. UV-act. 366). Eine 

vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Swica mit 

Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2018 ab (UV-act. 443).

A.b. 

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B.  

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt L. Gmünder, St. Gallen, am 31. 

Januar 2019 Beschwerde (act. G 1 im Verfahren UV 2019/10). Er beantragte, der 

angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und ihm sei ab dem 1. Januar 2018 

eine Invalidenrente von 53 % zu leisten, ihm seien für die Zeit vom 24. Mai 2017 bis 31. 

Dezember 2017 rückwirkend Taggelder auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50 

% zu leisten, das gesamte Taggeld und die Invalidenrente seien rückwirkend auf der 

Basis eines versicherten Verdienstes von mindestens Fr. 78'480.-- zu leisten, ihm sei 

für das Ereignis vom 3. April 2013 eine Integritätsentschädigung von mindestens 30 % 

zu gewähren und ihm seien rückwirkend seit 1. August 2016 und zukünftig weiterhin 

die ophthalmologischen, neuroophthalmologischen und otologischen 

Heilbehandlungen zu gewähren. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen 

durchzuführen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Swica 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1 S. 2 im Verfahren UV 2019/10).

B.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. März 2019 beantragte die Swica (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G 3 im 

Verfahren UV 2019/10).

B.b. 

In seiner Replik vom 23. Mai 2019 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 9 im Verfahren UV 2019/10). In ihrer Duplik 

vom 24. Juni 2019 hielt auch die Beschwerdegegnerin unverändert an ihrem Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde fest (act. G 11 im Verfahren UV 2019/10).

B.c. 

Mit Entscheid vom 16. November 2020 hiess das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen die Beschwerde gut. Es hob den Einspracheentscheid vom 18. 

Dezember 2018 auf und sprach dem Beschwerdeführer für die Dauer vom 25. Mai bis 

31. Dezember 2017 Taggeldleistungen basierend auf einem Arbeitsunfähigkeitsgrad 

von 50 % sowie ab dem 1. Januar 2018 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad 

von 50 % zu. Überdies verpflichtete es die Beschwerdegegnerin, dem 

Beschwerdeführer rückwirkend per 1. August 2016 sowie zukünftig die Kosten der aus 

unfallversicherungsrechtlicher Sicht notwendigen ophthalmologischen, 

neuroophthalmologischen und otologischen Behandlungen zu vergüten. Schliesslich 

B.d. 

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C.

Mit Urteil 8C_15/2021 vom 12. Mai 2021 hob das Bundesgericht den Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 16. November 2020 in teilweiser Gutheissung der dagegen 

von der Swica erhobenen Beschwerde auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung 

an das Versicherungsgericht zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. Es 

begründete die Rückweisung insbesondere damit, dass das Versicherungsgericht 

seine Beurteilung zu Unrecht auf das Z.___-Gutachten vom 30. März 2020 gestützt 

habe. Dieses beziehe sich nämlich auf einen Sachverhalt, der für die streitigen Belange 

nicht aussagekräftig sei, indem es nicht den hier massgeblichen Gesundheitszustand 

per 18. Dezember 2018, sondern jenen per Untersuchungsdatum (10. bis 18. 

Dezember 2019 respektive 6. Januar 2020) berücksichtige. Auch unterschieden die 

Z.___-Experten nicht zwischen krankheits- und unfallbedingten Einschränkungen. Es 

könnten aus dem Z.___-Gutachten keine zuverlässigen Schlüsse hinsichtlich der 

Kausalität gezogen werden und das Versicherungsgericht habe es unterlassen, die 

Befunde der Z.___-Experten den Ergebnissen der im unfallversicherungsrechtlichen 

Verfahren eingeholten polydisziplinären Gutachten der D.___ GmbH vom 27. Dezember 

2015 und vom 13. April 2017 gegenüberzustellen und in den 

unfallversicherungsrechtlich spezifischen Punkten zu würdigen. Bei diesem Ergebnis 

sei den vorinstanzlichen Feststellungen die Grundlage entzogen. Das Z.___-Gutachten 

vom 30. März 2020 könne somit nicht als Basis für die Festsetzung der unfallbedingten 

Arbeitsunfähigkeit dienen. Die Sache sei daher an das Versicherungsgericht 

zurückzuweisen, damit dieses den massgeblichen Sachverhalt per 18. Dezember 2018 

wies es die Sache zur Festsetzung der Rentenbeträge, der Taggeldleistungen sowie zur 

erneuten Abklärung und Festsetzung der Integritätsentschädigung an die 

Beschwerdegegnerin zurück. Das Versicherungsgericht ging unter Berücksichtigung 

der gesamten medizinischen Aktenlage, namentlich auch der von der 

Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten bei der D.___ GmbH, von durch die 

Meningitis bedingten und somit unfallkausalen objektivierbaren Marklagergliosen aus, 

die für die vom Beschwerdeführer geklagte Problematik verantwortlich seien. Zur 

Beurteilung des Ausmasses der durch die als unfallkausal eingestuften Leiden 

bedingten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers stützte sich das 

Versicherungsgericht auf ein von der Invalidenversicherung eingeholtes Z.___-

Gutachten, da es dieses bezüglich des Ausmasses der Einschränkungen als plausibler 

erachtete als die unfallversicherungsrechtlichen Gutachten (act. 0 im Verfahren UV 

2019/10).

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- allenfalls nach Vornahme weiterer Abklärungen - neu feststelle. Weiter merkte das 

Bundesgericht an, dass eine objektivierbare Meningitis nicht bedeute, dass auch die 

übrigen beim Unfall zugezogenen Leiden objektivierbar und damit in dem Sinne 

unfallkausal seien, dass sich der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang 

deckten. Vielmehr sei von einem erlittenen Schädelhirntrauma auszugehen, sodass 

sämtliche nicht objektivierbaren Einschränkungen, namentlich das Fatigue-Syndrom, 

die Kopfschmerzen, die psychischen sowie neuropsychologischen Einschränkungen 

und der Tinnitus zuerst auf ihre natürliche und bejahendenfalls auf ihre Adäquanz hin zu 

überprüfen seien (act. G 1).

D.  

Mit Schreiben vom 8. Juli 2021 informierte der verfahrensleitende Richter die 

Parteien darüber, dass sich das Versicherungsgericht namentlich mit Blick auf 

Erwägung 6 des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheides dazu veranlasst sehe, 

die unfallkausalen Diagnosen und Beschwerden und deren Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mittels eines gerichtlichen Obergutachtens 

abklären zu lassen. Er gab den Parteien Gelegenheit, sich zur beabsichtigten 

Begutachtung zu äussern, und wies sie darauf hin, dass bei der Einholung eines 

Obergutachtens das Risiko einer Verschlechterung der Rechtsstellung der betroffenen 

Person bestehe (act. G 2). Die Parteien sprachen sich in der Folge für die Einholung 

eines gerichtlichen Obergutachtens aus (dazu und zum gewährten rechtlichen Gehör 

hinsichtlich der Gutachtenspersonen und der beabsichtigten Fragestellungen vgl. act. 

G 3 ff.).

D.a. 

Am 7. Juni 2022 erstattete die vom Versicherungsgericht beauftragte Y.___ AG ihr 

polydisziplinäres Gutachten (act. G 22). Die Beschwerdegegnerin nahm dazu am 5. Juli 

2022 (act. G 27) und der Beschwerdeführer am 26. August 2022 (act. G 29) Stellung. 

Mit Schreiben vom 7. September 2022 äusserte sich der Beschwerdeführer sodann zur 

Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 5. Juli 2022 (act. G 31). Die 

Beschwerdegegnerin nahm zur Eingabe des Beschwerdeführers am 20. September 

2022 Stellung (act. G 32).

D.b. 

Mit Eingabe vom 22. September 2022 ersuchte der Beschwerdeführer für das 

Verfahren UV 2021/39 um Zusprache einer pauschalen Parteientschädigung von Fr. 

2'500.-- zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer (act. G 34).

D.c. 

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Erwägungen

1.

Unstrittig ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Fallabschluss per 31. 

Dezember 2017 mit der Einstellung der Taggeldleistungen (vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2020, UV 2019/10, 

E. 5.2) sowie der über den Fallabschluss hinaus andauernde Anspruch des 

Beschwerdeführers auf die unfallkausalen ophthalmologischen und 

neuroophthalmologischen Heilbehandlungen (vgl. Beschwerde der 

Beschwerdegegnerin ans Bundesgericht vom 5. Januar 2021, S. 14, Rz. 3.3; im 

Dossier UV 2019/10). Vorliegend strittig und zu prüfen sind, wie bereits im 

Beschwerdeverfahren UV 2019/10, die Ansprüche des Beschwerdeführers auf 

Rentenleistungen (inklusive der Höhe des versicherten Verdienstes) sowie eine 

Integritätsentschädigung. Weiter strittig ist die Höhe der ab dem 25. Mai bis zum 31. 

Dezember 2017 ausbezahlten Taggelder sowie der Anspruch auf otologische 

Heilbehandlungsleistungen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 16. November 2020, UV 2019/10, E. 2).

2.  

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2022 machte der Beschwerdeführer für die 

wahrgenommenen Begutachtungstermine bei der Y.___ AG einen Anspruch auf 

Aufwandersatz (Reisespesen und Erwerbsausfall) in der Höhe von Fr. 1'405.50 geltend 

(act. G 36 und 36.1).

D.d. 

Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) hat der Unfallversicherer für einen Gesundheitsschaden nur insoweit 

Leistungen zu erbringen, als dieser in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer (Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. 

Aufl. 2012, S. 53 ff.). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 

alle Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht 

oder nicht in gleicher Weise oder nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die 

Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall 

die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 

das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung 

2.1. 

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3.  

verantwortlich, d.h. zumindest teilkausal ist, der Unfall mit anderen Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1, 117 V 376 E. 3a; SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94, U 413/05, 

E. 4.1 mit Hinweisen; Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 53). Für die Tatfrage nach dem 

Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in 

der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die 

vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist 

(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 112 V 32 f. E. 1; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 und 58 

f.).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Bei einem eingeholten Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne 

zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Expertin oder des 

medizinischen Experten ab. Sie haben die Aufgabe, der Gerichtsbarkeit ihre 

Fachkenntnisse zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt 

medizinisch zu erfassen (vgl. BGE 125 V 353 f. E. 3b/aa).

2.2. 

Zur Abklärung der über den Zeitpunkt des Fallabschlusses vom 31. Dezember 

2017 hinaus bestehenden unfallkausalen Diagnosen sowie deren Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit hat das Versicherungsgericht nach dem Rückweisungsentscheid des 

Bundesgerichts (act. G 1) ein Obergutachten bei der Y.___ AG in Auftrag gegeben (act. 

G 12). In der Konsensbeurteilung des Gutachtens haben die Sachverständigen als 

unfallkausale Diagnosen, die im Zeitpunkt des Rentenbeginns vom 1. Januar 2018 und 

auch im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 18. Dezember 2018 

3.1. 

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(UV-act. 443) noch bestanden haben, einen Status nach Schädelprellung infolge 

Synkope mit/bei Status nach Meningitis, Hyposmie, Status nach mittlerer Meatotomie, 

Ethmoidektomie, Vergrösserung des Strirnhöhlenausflusstraktes, Abdichten der 

Schädelbasis mit Temporalisfaszie am 9. Juli 2013, Status nach Stirnhöhlenrevision 

rechts am 14. Januar 2014, Diplopie bei Höhen- und Innenschielen bei Status nach 

Orbitabodenfraktur und residueller Abduzensparese rechts sowie Sehstörungen 

(Asthenopie, Photophobie) nach Schädelhirntrauma mit begleitenden 

belastungsabhängigen Kopfschmerzen genannt. Überdies haben sie festgehalten, dass 

die Diagnose "leichte kognitive Störung nach Frei et al. 2016 bzw. minimale bis leichte 

kognitive Störung nach SUVA Tabelle 8" als teilunfallkausal zu betrachten sei (act. G 22 

S. 16 und 23). Aufgrund der unfallkausalen Diagnosen haben die Sachverständigen 

dem Beschwerdeführer aus interdisziplinärer Sicht ab dem 13. April 2017 eine 40%ige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, jedoch eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Verweistätigkeit attestiert (act. G 22 S. 19 

und 22; zur attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen 

Tätigkeitsbereichen bis sechs Monate nach dem Unfall und der attestierten 50%igen 

Arbeitsunfähigkeit ab einem Jahr nach dem Unfall aufgrund weiterer unfallkausaler 

Leiden, die zwischenzeitlich abgeklungen sind oder sich verbessert haben, vgl. 

ebenfalls act. G 22 S. 22).

Soweit der Beschwerdeführer einen Widerspruch zwischen den in der 

Konsensbeurteilung und den in den Teilgutachten attestierten Arbeitsfähigkeiten sieht 

(vgl. act. G 29 S. 2), kann ihm nicht gefolgt werden. Entgegen der Behauptung des 

Beschwerdeführers ist ihm im neuropsychologischen Teilgutachten nicht für jede 

angepasste Tätigkeit eine 10%ige Einschränkung zuerkannt worden, sondern nur für 

die angestammte Tätigkeit (vgl. act. G 22.6 S. 43 f.). Folgerichtig ist auch in der 

Konsensbeurteilung aus neuropsychologischer Sicht eine 10%ige Arbeitsunfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit attestiert worden, während in leidensangepasster Tätigkeit 

eine volle Arbeitsfähigkeit angenommen worden ist (vgl. act. G 22 S. 19). Zwar hat der 

Beschwerdeführer richtig erkannt, dass ihm im psychiatrischen Teilgutachten – 

zumindest für die angestammte Tätigkeit – eine 30%ige Einschränkung attestiert 

worden ist (vgl. act. G 22.7 S. 20 f.), jedoch hat die psychiatrische Sachverständige die 

psychischen Leiden als nicht unfallkausal eingestuft (vgl. act. G 22.7 S. 21 ff.). Dass die 

von psychiatrischer Seite attestierte Arbeitsunfähigkeit in der interdisziplinären 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für Verweistätigkeiten unberücksichtigt geblieben ist 

(vgl. act. G 22 S. 19), ist somit entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (vgl. 

act. G 29 S. 2) nicht zu beanstanden. Vielmehr ist es unglücklich, dass die 30%ige 

Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen in der Konsensbeurteilung nochmals 

3.2. 

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erwähnt wird, ohne klare Angabe, dass diese Arbeitsunfähigkeit nicht unfallkausal ist. 

Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt (vgl. act. G 27 S. 2 f.), geht aus dem 

psychiatrischen Teilgutachten nämlich unmissverständlich hervor, dass die aus 

psychischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht unfallkausal ist (act. G 22.7 

S. 21 ff.). Diese redaktionell etwas verwirrende Darstellung in der Konsensbeurteilung 

vermag die Beweiskraft des Gutachtens jedoch nicht zu schmälern, da die aus 

psychischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit bei der Konsensbeurteilung letztlich 

nicht berücksichtigt worden ist (vgl. Beurteilung unter der Tabelle in act. G 22 S. 19).

Entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin (act. G 27 S. 1 f.) ist die 

Unfallkausalität der neuropsychologischen Einschränkungen im Gutachten nicht 

ungenügend beleuchtet worden. Der neuropsychologische Sachverständige hat sich 

mit den in den Akten enthaltenen Vorbefunden auseinandergesetzt (vgl. act. G 22.6). Er 

hat sodann offen zugegeben, dass nur schwer gesagt werden könne, welche Anteile an 

den neuropsychologischen Einschränkungen unfallkausal seien und welche nicht 

(vgl. act. G 22.6 S. 41 f.). Eine genauere Differenzierung kann folglich nicht gefordert 

werden. Da bereits eine Teilkausalität ausreicht (vgl. oben E. 2.1), ist es nicht zu 

beanstanden, dass die Sachverständigen im interdisziplinären Konsens die 

neurokognitiven Einschränkungen schliesslich als unfallkausal eingestuft haben (act. G 

22 S. 16 und 28 f.).

3.3. 

Die Einwände der Parteien gegen das am 7. Juni 2022 von der Y.___ AG erstattete 

Gutachten erweisen sich damit als unbegründet. Das Gutachten beruht auf 

eigenständigen Abklärungen und ist für die streitigen Belange umfassend. Die 

medizinischen Vorakten und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sind 

berücksichtigt worden. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv 

wesentliche Tatsachen im Gutachten nicht berücksichtigt oder die Sachverständigen 

bei der Begutachtung nicht lege artis vorgegangen wären. Bei der Festlegung der 

Arbeitsfähigkeit haben sich die Sachverständigen an den vom Bundesgericht 

vorgegebenen Standardindikatoren orientiert. Das Gutachten beleuchtet namentlich 

auch die in den Vorakten enthaltenen teils unterschiedlich diskutierten Diagnosen, 

Einschränkungen und Unfallkausalitäten. Die im Gutachten attestierten unfallkausalen 

Diagnosen und Arbeitsfähigkeiten sind im Wesentlichen nachvollziehbar und 

verständlich. Für die Frage, welche natürlich unfallkausalen Schäden im Zeitpunkt des 

Rentenbeginns vom 1. Januar 2018 vorgelegen haben und welche Arbeitsunfähigkeiten 

daraus resultieren, kann folglich auf das Gutachten abgestellt werden.

3.4. 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass im Zeitpunkt des 

Rentenbeginns vom 1. Januar 2018 sowie im Zeitpunkt des Erlasses des 

3.5. 

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4.  

Einspracheentscheides vom 18. Dezember 2018 - neben den die Vergangenheit 

beschreibenden Statusdiagnosen - als natürlich unfallkausale Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte kognitive Störung nach Frei et al. bzw. 

minimale bis leichte kognitive Störung nach SUVA Tabelle 8, eine Diplopie bei Höhen- 

und Innenschielen bei Status nach Orbitabodenfraktur und residueller Abduzensparese 

rechts sowie Sehstörungen (Asthenopie, Photophobie) nach Schädelhirntrauma mit 

begleitenden belastungsabhängigen Kopfschmerzen verblieben sind (act. G 22 S. 15 

f.). Als unfallkausale Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ist sodann die 

Hyposmie anzusehen (act. G 22 S. 16). Der Tinnitus ist demgegenüber als nicht 

unfallkausal einzustufen (act. G 22 S. 17), sodass die Beschwerdegegnerin die 

otologischen Heilbehandlungsleistungen zu Recht eingestellt hat.

Weiter zu prüfen ist, ob zwischen den über den 31. Dezember 2017 hinaus 

bestehenden natürlich kausalen Unfallfolgen und dem Unfallereignis vom April 2013 

auch ein adäquater Kausalzusammenhang gegeben ist.

4.1. 

Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist eine Rechtsfrage, die 

vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist 

(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 112 V 32 f. E. 1; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 und 58 

f.). Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt im Bereich 

organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2 S. 111 

f., 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 und 138 V 251 E. 4). Objektivierbar sind 

Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und unabhängig von der 

untersuchenden Person und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin sind. 

Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen Unfallfolgen gemäss 

Bundesgericht insbesondere dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde 

mit - wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie z.B. 

Röntgen, MRT, CT, EEG [Elektroenzephalogramm]) bestätigt werden können (vgl. BGE 

134 V 121 f. E. 9 und 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 

28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2 mit Hinweisen). Sind die geklagten Beschwerden 

natürlich unfallkausal, nicht aber in dem Sinne objektiv ausgewiesen, hat gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine gesonderte Prüfung der Adäquanz zu 

erfolgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2021, 8C_15/2021, E. 7.1; act. G 

1).

4.2. 

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Die subjektiv geklagten asthenopischen Beschwerden (schnelle Ermüdbarkeit und 

Kopfschmerzen) sowie die passagere Doppelbildwahrnehmung lassen sich gemäss 

dem ophthalmologischen Teilgutachten durch den geringen Tieferstand des rechten 

Auges nach Orbitabodenfraktur und die trotz Prismenkorrektur latente 

Innenschielstellung bei residueller Abduzensparese, mithin durch objektivierbare 

Befunde, erklären. Gleichzeitig ist entsprechend den Ausführungen der 

ophthalmologischen Gutachterin auch denkbar, dass das vom Beschwerdeführer 

erlittene Schädelhirntrauma Ursache der genannten Probleme ist (vgl. act. G 22.8 S. 17 

f.). Die neuropsychologischen Beschwerden haben ihre Ursache gemäss dem 

entsprechenden Teilgutachten - zumindest teilweise - in der unfallkausalen Ermüdung 

(vgl. act. G 22.6 S. 43), die sich ihrerseits, wie erwähnt, durch den objektivierbaren 

Tieferstand des rechten Auges und die latente Schielstellung bei residueller 

Abduzensparese erklären lässt. Die geklagten subjektiven Leiden finden in 

objektivierbaren Befunden somit in gewisser Weise eine Erklärung. Beim Vorliegen von 

subjektiven Leiden, welche durch objektivierbare unfallkausale Befunde erklärbar sind, 

dürfte in der Regel - entgegen der entsprechenden Andeutung im bundesgerichtlichen 

Rückweisungsentscheid (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2021, 

8C_15/2021, E. 7.2) - eine gesonderte Adäquanzprüfung nicht notwendig sein. 

Beschwerden an sich sind nämlich einer Objektivierung zumeist nicht zugänglich, 

entsprechen sie doch grundsätzlich einem subjektiven Empfinden. Gleichwohl können 

sie als objektivierbar gelten, wenn ihnen objektivierbare Korrelate zu Grunde liegen 

(vgl. BGE 138 V 252 E. 5.2 ff., wo das Bundesgericht neben der Nachweisbarkeit durch 

apparative Bildgebungen auch andere Kriterien für die Objektivierbarkeit beleuchtet). 

Angesichts dessen, dass gemäss der ophthalmologischen Gutachterin jedoch nicht nur 

die objektivierbaren Befunde, sondern auch das erlittene Schädelhirntrauma als 

Ursache in Frage kommt (vgl. act. G 22.8 S. 17 f.), sich die subjektiven Leiden gemäss 

Gutachten der Y.___ AG mithin nicht ausschliesslich durch die objektiven Befunde 

erklären lassen, kann die Durchführung der vom Bundesgericht angeordneten 

Adäquanzprüfung nach der sogenannten Schleudertraumapraxis nach den 

Grundsätzen von BGE 117 V 369 respektive BGE 134 V 109 vorliegend als sachgerecht 

erachtet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2021, 8C_15/2021, E. 

7.2).

4.3. 

Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs gestützt auf die 

Schleudertrauma-Praxis ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall - ausgehend vom 

augenfälligen Geschehensablauf - als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob 

er dem mittleren Bereich angehört. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen 

Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung ist bei leichten Unfällen in der Regel ohne 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/23

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weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne weiteres zu bejahen, wogegen 

bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit 

einzubeziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist 

und abhängig davon, ob einzelne Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder 

müssen mehrere herangezogen werden. Als Kriterien nennt die Rechtsprechung a) 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, 

b) die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, c) fortgesetzt 

spezifische, belastende ärztliche Behandlung, d) erhebliche Beschwerden, e) ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, f) schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und g) erhebliche Arbeitsunfähigkeit 

trotz ausgewiesener Anstrengungen. Diese Aufzählung ist abschliessend (zum Ganzen 

BGE 134 V 126 ff. E. 10 und 137 V 382 ff. E. 4 f.; Entscheid des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen vom 20. Dezember 2016, UV 2015/29, E. 5.1).

Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs ist der vorliegende Unfall weder 

der Gruppe der leichten noch jener der schweren Unfälle, sondern dem mittleren 

Bereich zuzuordnen. Hervorzuheben ist, dass es sich beim erlittenen Unfall namentlich 

nicht um ein gewöhnliches Anschlagen des Kopfes handelt, das von der 

Rechtsprechung teilweise als leicht eingestuft wird (vgl. BGE 117 V 383 E. 4b). 

Vielmehr hat der Beschwerdeführer aufgrund eines Sturzes seinen Kopf - wohl ziemlich 

heftig - an einem Metallgeländer angeschlagen und sich dabei erhebliche 

Kopfverletzungen zugezogen (vgl. namentlich UV-act. 1).

4.5. 

Dem Unfallereignis ist - namentlich aufgrund des heftigen Kopfanpralls mit 

beachtlichen Verletzungsfolgen - eine gewisse Eindrücklichkeit zwar nicht 

abzusprechen. Abgesehen von den Verletzungsfolgen sind jedoch keine Umstände 

aktenkundig, die das Unfallereignis als besonders dramatisch oder besonders 

eindrücklich erscheinen liessen, weshalb das Kriterium der besonders dramatischen 

Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu verneinen ist.

4.6. 

Der Beschwerdeführer ist am Tag seiner Rückkehr in die Schweiz auf der zentralen 

Notfallaufnahme des Spitals X.___ vorstellig geworden, wo die Ärzte einen Status nach 

einem Schädelhirntrauma, eine leicht dislozierte mehrfragmentäre Fraktur der 

Vorderwand des Sinus frontalis beidseits (einstrahlend in das Orbitadach), eine Fraktur 

der Lamina papyracea beidseits und bis zur Christa galli reichend, eine leicht 

dislozierte Orbitabodenfraktur rechts, eine mehrfragmentäre dislozierte Nasenfraktur 

und ein residuelles beidseitiges Monokelhämatom diagnostiziert haben (vgl. UV-act. 16 

und 110 S. 6 f.). Auch hat er in der Folge an Kopfschmerzen, an einer ausgeprägten 

4.7. 

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Konzentrationsschwäche mit Gedankenverlangsamung sowie über leichte 

Wortfindungsstörungen geklagt (vgl. UV-act. 16 S. 2 f.). Später ist es zu einer 

posttraumatischen Meningitis gekommen einhergehend mit verstärkten 

Kopfschmerzen, erhöhter Temperatur, Allgemeinzustandsverschlechterung, Licht- und 

Lärmempfindlichkeit sowie Übelkeit (vgl. UV-act. 37 S. 1). Aufgrund der multiplen 

Gesichtsschädelfrakturen sowie der in der Folge aufgetretenen Meningitis mit 

zahlreichen Beschwerden ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der 

erlittenen Verletzungen als erfüllt zu betrachten.

Wie soeben dargelegt, ist es beim Beschwerdeführer zu einer posttraumatischen 

Meningitis gekommen. Diese hat eine antibakterielle und antivirale Therapie in 

stationärer Behandlung erforderlich gemacht. Im Anschluss an diese Behandlung ist 

der Beschwerdeführer überdies für einen operativen Eingriff mit mittlerer Meatotomie, 

Ethmoidektomie, Vergrösserung des Stirnhöhlenausflusstraktes sowie Abdichten der 

Schädelbasis mittels Temporalisfaszie in die HNO-Klinik verlegt worden (vgl. UV-act. 

37 S. 3 und 40 S. 2 ff.). Im Übrigen sind am 26. November 2013, also mehrere Monate 

nach dem Unfall, an der Stirn rechts Schmerzen und eine sichtbare Schwellung am 

medialen Augenwinkel aufgetreten, die zu einer notfallmässigen Vorstellung im X.___ 

geführt haben. Eine daraufhin veranlasste CT-Untersuchung hat noch immer nicht 

konsolidierte Frakturen und neu eine Sinusitis gezeigt (vgl. UV-act. 77, 94, 110 S. 10). 

Aufgrund rezidivierender Schwellungen sowie Schmerzen frontal rechts mit teils 

blutiger Sekretion aus der Nase ist am 14. Januar 2014 sodann eine operative 

Stirnhöhlenrevision rechts erforderlich geworden (UV-act. 100). Es ist demnach von 

einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen auszugehen, womit 

ein weiteres Adäquanzkriterium - sogar in ausgeprägter Weise - erfüllt ist.

4.8. 

Angesichts der anlässlich des Unfalls vom 3. April 2013 erlittenen 

mehrfragmentären Brüche und des Schädelhirntraumas mit entsprechenden 

Beschwerden, der langwierigen Konsolidation dieser Frakturen (vgl. dazu Entscheid 

des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2020, UV 

2019/10, E. 4.2), der im Juni 2013 aufgetretenen Meningitis, der HNO-Operation mit 

Vergrösserung des Stirnhöhlenausflusstraktes und Abdichten der Schädelbasis im Juli 

2013 (vgl. UV-act. 37 S. 3 und 40 S. 2 ff.), der ab November 2013 rezidivierend 

aufgetretenen Schwellungen und Schmerzen im Gesicht mit teils blutiger Resektion aus 

der Nase (vgl. UV-act. 77, 94 und 110 S. 10) sowie der operativen Stirnhöhlenrevision 

im Januar 2014 (UV-act. 100), der ab Februar 2014 durchgeführten, auch von Seiten 

der Gutachter der W.___ GmbH empfohlenen (vgl. UV-act. 173 S. 40) neurokognitiven 

Therapien (vgl. UV-act. 196 und 219), der zahlreichen bildgebenden Abklärungen, der 

4.9. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/23

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namentlich im Jahr 2016 durchgeführten ophthalmologischen und 

neuroophthalmologischen Untersuchungen und Behandlungen (vgl. dazu z.B. UV-act. 

209, 282, 293, 302 und 317) sowie der zahlreichen Begutachtungen mit 

Behandlungsempfehlungen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 16. November 2020, UV 2019/10, Sachverhalt A.f, A.h, A.i und A.j) dürften 

wohl auch die Kriterien der langen Beschwerden und der spezifisch fortgesetzten 

ärztlichen Behandlung erfüllt sein.

Zwar ist beim Beschwerdeführer trotz starker Kopfschmerzen, einer 

ausgeprägten Konzentrationsschwäche mit Gedankenverlangsamung und leichten 

Wortfindungsstörungen aus HNO-Sicht zunächst kein Handlungsbedarf eruiert worden 

und es ist in erster Linie eine neuropsychologische Behandlung empfohlen worden 

(UV-act. 16 S. 2 ff.), während nach der notfallmässigen Einlieferung aufgrund der 

Meningitis dann doch ein operativer Eingriff in der HNO-Klinik erfolgt ist (vgl. UV-act. 

40 S. 2 ff.). Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung liegen aber nicht vor.

4.10. 

Trotz zahlreicher Beschwerden und aufgetretener Komplikationen, die erneute 

Spitalaufenthalte erfordert haben, hat der Beschwerdeführer seine berufliche Tätigkeit 

jeweils relativ rasch in dem Umfang, wie es ihm möglich erschienen ist, wieder 

aufgenommen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

16. November 2020, UV 2019/10, Sachverhalt A.a und A.b). Dennoch ist seine 

Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigt geblieben, auch wenn er gewissenhaft 

während langer Zeit an neuropsychologischen Trainings teilgenommen (vgl. Entscheid 

des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2020, UV 

2019/10, Sachverhalt A.e ff.) und sich aktiv um die Umgestaltung seines Arbeitsplatzes 

bemüht hat (vgl. z.B. act. G 22.8 S. 7 f. Ziff. 3.2.7 und 3.2.15). Das Kriterium der 

erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen kann somit 

ebenfalls bejaht werden.

4.11. 

Zusammenfassend sind fünf von sieben Adäquanzkriterien als erfüllt zu 

betrachten, wobei eines sogar in besonders ausgeprägter Weise vorliegt. Damit ist der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und denjenigen Leiden 

(Sehstörungen, rasche Ermüdbarkeit, Kopfschmerzen und der neurokognitiven 

Beeinträchtigungen), die gemäss Gutachten der Y.___ AG für die 40%ige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit verantwortlich sind (vgl. act. G 22 S. 

15 f.), zu bejahen. Gleiches gilt für die Hyposmie, welcher die Sachverständigen keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beigemessen haben (act. 

G 22 S. 16).

4.12. 

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5.  

6.  

Was die Höhe der strittigen Taggeldleistungen im Zeitraum vom 25. Mai bis 

31. Dezember 2017 betrifft, ist festzuhalten, dass die Y.___ AG dem Beschwerdeführer 

die 40%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab dem 13. April 2017 

attestiert hat (vgl. act. G 22 S. 22). Die Beschwerdegegnerin hat dem 

Beschwerdeführer daher für den Zeitraum vom 25. Mai bis 31. Dezember 2017 

Taggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % auszurichten. Daran ändert auch der 

Umstand nichts, dass gemäss Art. 6 Abs. 2 ATSG zur Beurteilung des Grades der 

Arbeitsunfähigkeit bei langer Dauer auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 

Beruf oder Aufgabenbereich zu berücksichtigen ist. Zum einen wäre dem 

Beschwerdeführer eine angemessene Übergangszeit einzuräumen gewesen, um sich 

eine andere Tätigkeit zu suchen. Zum anderen hat der Beschwerdeführer seine 

angestammte Tätigkeit ja gerade seinen Leiden anzupassen versucht, sich also bereits 

in einer angepassten Tätigkeit versucht. Dass diese bereits angepasste Tätigkeit 

rückwirkend von den Gutachtern der Y.___ AG als noch immer nicht optimal angepasst 

erachtet worden ist (vgl. dazu namentlich act. G 22.8 S. 18), darf dem 

Beschwerdeführer nicht zum Nachteil gereichen, zumal es auch verständlich und 

sinnvoll ist, dass eine versicherte Person zunächst darum bemüht ist, den 

angestammten Arbeitsplatz aufrechterhalten zu können.

5.1. 

Was den versicherten Verdienst, nach dem sowohl die Taggelder als auch die 

Renten bemessen werden (Art. 15 Abs. 1 UVG), betrifft, kann auf die, soweit ersichtlich, 

von keiner Partei gerügten Ausführungen in Erwägung 6.6 des Entscheids des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2020, UV 2019/10, 

verwiesen werden. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, für die Bemessung des 

versicherten Verdienstes auch den vom Beschwerdeführer im Nebenverdienst erzielten 

Lohn miteinzubeziehen.

5.2. 

Weiter zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. 

Anspruch auf eine Invalidenrente hat eine versicherte Person, wenn sie infolge des 

Unfalls zu mindestens 10 % invalid ist (Art. 18 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 16 ATSG wird 

für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte 

Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in 

6.1. 

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Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

 6.2. 

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des 

allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei 

ist in der Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten 

ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der 

realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn auszugehen (BGE 130 V 349 E. 

3.4.2 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 

2015, 8C_590/2014, E. 5.1).

6.2.1. 

Die durch die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 18. Dezember 2017 

gestützt auf den Durchschnitt der Jahresverdienste von 2000 bis 2012 vorgenommene 

Festlegung des jährlichen Valideneinkommens auf Fr. 104'610.45 (vgl. UV-act. 406 S. 

4) wird vom Beschwerdeführer nicht kritisiert (vgl. act. G 29 S. 3) und ist auch nicht zu 

beanstanden. Allerdings ist es noch der Nominallohnentwicklung bis zum Zeitpunkt des 

Rentenbeginns, also bis zum Jahr 2018, anzupassen. Unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2018 ergibt sich ein Valideneinkommen von 

gerundet Fr. 108'052.85 (Fr. 104'610.45 / 2188 x 2260; vgl. Bundesamt für Statistik, 

Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der 

Reallöhne, 2010-2021).

6.2.2. 

 6.3. 

In der aktuell ausgeübten – gemäss Gutachten nicht optimal angepassten – 

Tätigkeit schöpft der Beschwerdeführer mit einem Pensum von 50 % (vgl. dazu act. G 

36) bzw. gerade mal 20-30 % (vgl. act. G 22.6 S. 34) sein Erwerbspotential nicht voll 

aus, da ihm gemäss Gutachten in der angestammten Tätigkeit eine Arbeit zu 60 % und 

in optimal angepassten Tätigkeiten sogar vollschichtig zumutbar wäre (vgl. act. G 22 

S. 19). Da der Beschwerdeführer gemäss seinen eigenen Angaben seine selbständige 

Tätigkeit schon zu grossen Teilen aufgegeben hat (keine Gewinnung von Neukunden, 

Büro ist in Eigenheim verlegt worden, keine Angestellten mehr; act. G 22 S. 33) bzw. 

ihm aufgrund der gesundheitlichen Umstände auch die Kunden abgesprungen sind (er 

habe nur noch einen Kunden; vgl. act. G 22 S. 33), ist ein Wechsel in eine 

unselbständige Tätigkeit – zumindest im Zeitpunkt des Rentenbeginns vom 1. Januar 

6.3.1. 

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2018 – als zumutbar einzustufen (zum Alter vgl. auch Art. 28 Abs. 4 der Verordnung 

über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Folglich ist für die Festsetzung des 

Invalideneinkommens auf Tabellenlöhne abzustellen. Wie der Beschwerdeführer zu 

Recht vorbringt, ist er seit vielen Jahren selbständig als V.___ tätig und hat ursprünglich 

als U.___ gearbeitet (vgl. act. G 29 S. 4). Beide Tätigkeiten sind, was auch seitens der 

Beschwerdegegnerin unbestritten ist (vgl. act. G 32 S. 2), nicht mehr geeignet, da es 

sich dabei um Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Sehkraft handelt, die 

gemäss Gutachten nicht optimal leidensangepasst sind (vgl. act. G 22.8 S. 15). Da 

keine Umschulung durchgeführt worden ist, ist der Beschwerdeführer auf dem 

allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt auf Tätigkeiten angewiesen, die keine 

spezifische Ausbildung erfordern. Die für den Beruf des V.___ und für eine selbständige 

Tätigkeit erforderlichen kognitiven Fähigkeiten und übrigen Kompetenzen dürften ihm 

gleichwohl zu Tätigkeiten verhelfen, die intellektuell über einfachen Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art im Sinne des Kompetenzniveaus 1 der Tabelle TA 

1 der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik liegen, was sich 

lohnmässig entsprechend auswirken dürfte. Dies zeigt sich beispielsweise auch darin, 

dass es dem Beschwerdeführer möglich gewesen ist, ein politisches Engagement 

aufzunehmen (vgl. dazu act. G 13.1, Konsensbeurteilung des Z.___-Gutachtens S. 11). 

So dürfte der Beschwerdeführer gerade über bedeutende kommunikative und 

zwischenmenschliche Fähigkeiten verfügen, die ihm bei Tätigkeiten auf dem 

Kompetenzniveau 2 bestimmt hilfreich sind. Aufgrund seiner intellektuellen Fähigkeiten 

sowie seiner langjährigen beruflichen Erfahrung als selbständig Erwerbender 

rechtfertigt es sich somit, auf das Kompetenzniveau 2 der LSE 2018 abzustellen. Eine 

Einstufung ins Kompetenzniveau 3, wie sie die Beschwerdegegnerin kurz angedacht 

hat (vgl. act. G 32 S. 2), erscheint hingegen ohne Umschulung nicht sachgerecht, 

handelt es sich dabei doch um komplexe Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in 

einem Spezialgebiet voraussetzen (vgl. die Umschreibung in der Tabelle TA1 der LSE 

2018). Dessen dürfte sich die Beschwerdegegnerin bewusst sein, weshalb sie sich 

grundsätzlich denn auch mit einer Einstufung ins Kompetenzniveau 2 als einverstanden 

erklärt hat (vgl. act. G 32 S. 2). Bei der in der Tabelle TA1 der LSE 2018 ausgewiesenen 

wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden ergibt sich als Basis für das 

Invalideneinkommen ein Jahresgehalt von Fr. 67'788.-- (12 x Fr. 5'649.--). Angepasst 

an die wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden resultiert ein Invalideneinkommen 

von gerundet Fr. 70'669.-- (Fr. 67'788.-- / 40 x 41.7).

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (act. G 29 S. 3 f.) ist vorliegend 

kein Tabellenlohnabzug angezeigt. Die vom Beschwerdeführer von psychischer und 

6.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/23

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7.  

oto-rhino-laryngologischer Seite angeführten Einschränkungen sind für die 

unfallversicherungsrechtliche Invaliditätsbemessung nicht relevant, da die psychischen 

Leiden (act. G 22.7 S. 21 ff.) und der Tinnitus (act. G 22.5 S. 39 ff.) als nicht unfallkausal 

eingestuft worden sind. Da die vom Beschwerdeführer aktuell ausgeübte Tätigkeit von 

neuropsychologischer Seite als optimal erachtet wird (act. G 22.6 S. 44), dürfte es 

diesem zudem nicht allzu schwer fallen, auf dem allgemeinen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt eine andere Tätigkeit zu finden, die seiner neurokognitiven 

Leistungsfähigkeit optimal entspricht. Die ophthalmologischen Einschränkungen, 

namentlich der Ausschluss von Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Sehkraft 

(act. G 22.8 S. 15), schränkt zwar das Betätigungsfeld des Beschwerdeführers ein, 

doch ist anzunehmen, dass der allgemeine Arbeitsmarkt auch diesbezüglich geeignete 

Stellen bereithält, die überdies kein erhöhtes Gefährdungspotential aufweisen (vgl. 

dazu act. G 22.8 S. 14 f.) und auch der neurokognitiven Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers entsprechen. Aufgrund von Art. 28 Abs. 4 UVV rechtfertigt sich 

sodann grundsätzlich auch kein Leidensabzug aufgrund des fortgeschrittenen Alters 

des Beschwerdeführers.

Stellt man dem Valideneinkommen von Fr. 108'052.85 das Invalideneinkommen 

von Fr. 70'669.-- gegenüber, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 37'383.85 und ein 

Invaliditätsgrad von gerundet 35 % (Fr. 37'383.85 x 100 / Fr. 108'052.85).

6.4. 

Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG besteht ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung, wenn die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde 

und erhebliche Schädigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität 

erleidet. Als dauernd gilt ein Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des 

ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang bestehen bleibt, und als erheblich, 

wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 UVV).

7.1. 

Gemäss Art. 25 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer 

Kapitalleistung ausgerichtet, wobei sie entsprechend der Schwere des 

Integritätsschadens abgestuft wird. Voraussehbare Verschlimmerungen sind nach Art. 

36 Abs. 4 UVV angemessen zu berücksichtigen. Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala 

für Integritätsentschädigungen. Die Entschädigung für spezielle, nicht in der Skala 

aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert 

abgeleitet. Integritätsschäden, welche nicht wenigstens einen Skalenwert von 5 % 

erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (zum Ganzen Anhang 3 UVV). In 

7.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/23

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Weiterentwicklung der Skala des Anhangs 3 zur UVV hat die medizinische Abteilung 

der SUVA weitere Bemessungsgrundlagen in Form von Tabellen erarbeitet, welche als 

Richtwerte dienen können (vgl. BGE 116 V 157 E. 3a). Die Bemessung der 

Integritätsentschädigung beruht auf einer medizinisch-theoretischen Einschätzung der 

Beeinträchtigung der Integrität, wobei von den individuellen Auswirkungen des 

Gesundheitsschadens zu abstrahieren ist (BGE 113 V 221 f. E. 4).

Im interdisziplinären Konsens haben die Sachverständigen der Y.___ AG 

nachvollziehbar und schlüssig begründet, dass aus oto-rhino-laryngologischer Sicht 

ein Integritätsschaden von 5 % und aus ophthalmologischer Sicht ein solcher von 8 % 

bestehe. Der Integritätsschaden von 5 % gehe auf die von der […]-klinik […] nach 

umfangreicher Abklärung diagnostizierte Hyposmie zurück. Ein vollständiger Verlust 

des Geruchssinns würde einem Integritätsschaden von 15 % entsprechen. Vorliegend 

werde vom Beschwerdeführer subjektiv keine Verminderung des Riechvermögens 

beklagt und die Tests hätten nur eine partielle Einschränkung ergeben, weshalb von 

einem Integritätsschaden von (maximal) 5 % auszugehen sei. Aus ophthalmologischer 

Sicht lägen eine Diplopie, eine Asthenopie und eine Blendung vor. Bei der Bemessung 

der Integritätsentschädigung sei zu berücksichtigen, dass die Doppelbildwahrnehmung 

überwiegend im Nahbereich bestehe. Bei Blick in die Ferne sei ein ausreichend grosses 

Feld des binokularen Einfachsehens vorhanden, sodass der Beschwerdeführer mit 

Prismenkorrektur weiterhin Auto fahren könne. Nach einem Schädelhirntrauma könnten 

Störungen im Nahsehbereich mit schneller Ermüdung und eine vermehrte 

Blendungsempfindlichkeit auftreten. Beim Beschwerdeführer müssten die 

asthenopischen Beschwerden berücksichtigt werden. Gleichzeitig gelte es auch die 

Tatsache zu beachten, dass der Beschwerdeführer über ein Stereosehen verfüge und 

nicht derart geblendet sei, dass er permanent auf ein Filterglas angewiesen sei. Die 

Blendungsempfindlichkeit werde insbesondere bei der Bildschirmarbeit beklagt (act. G 

22 S. 34 f.). Die Beschwerdegegnerin erhebt gegen die gutachterlich zugestandenen 

Integritätsschäden aus ophthalmologischer und oto-rhino-laryngologischer Sicht auch 

keine Einwände (vgl. act. G 27 S. 3). Der Beschwerdeführer bringt, soweit ersichtlich, 

ebenfalls nichts gegen die gutachterliche Einschätzung des Integritätsschadens vor 

(vgl. act. G 29).

7.3. 

Nicht einverstanden ist die Beschwerdegegnerin hingegen mit dem aus 

gutachterlicher Sicht festgestellten Integritätsschaden von 10 % auf 

neuropsychologischem Fachgebiet (act. G 27 S. 3). Die Sachverständigen gehen von 

einer minimalen bis leichten unfallkausalen neurokognitiven Beeinträchtigung aus, 

weshalb sie in Anwendung der SUVA Tabelle 8 einen Integritätsschaden von 10 % 

7.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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8.  

attestieren (act. G. 22 S. 35). Wie aus der gutachterlichen Begründung der Berechnung 

dieses Integritätsschadens erhellt, ist eine dauernde erhebliche kognitive 

Beeinträchtigung, die zu einer Integritätsentschädigung berechtigen würde, aber 

gerade nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen. Die Sachverständigen 

erklären, dass sich im zeitlichen Verlauf fluktuierende kognitive Leistungen gezeigt 

hätten. Während im Jahr 2015 unauffällige Befunde bestanden hätten, seien im Jahr 

2020 leichte bis mittelschwere Einbussen vorhanden gewesen. Aktuell hätten sich in 

den Untersuchungen wieder leichte kognitive Minderleistungen ohne unfallspezifisches 

Ausfallmuster in den Exekutivfunktionen gezeigt. Aus rein neuropsychologischer Sicht 

zeige sich objektiv keine dauernde erhebliche kognitive Beeinträchtigung (act. G 22 S. 

35). Mangels mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesener dauernder 

erheblicher Beeinträchtigungen besteht aus juristischer Sicht kein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung für die vorhandenen minimalen bis leichten 

neuropsychologischen Beeinträchtigungen. Dass die Sachverständigen den 

neuropsychologischen Einschränkungen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

beigemessen haben, ändert daran nichts. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind 

nämlich nicht nur erhebliche Einschränkungen, sondern sämtliche zu berücksichtigen. 

Es kann durchaus sein, dass sich gewisse Einschränkungen zusammen mit anderen in 

einem Berufsfeld negativ auswirken, ohne dass sie für sich selber erhebliche Nachteile 

zeitigen. Die Sachverständigen haben den neuropsychologischen Einschränkungen 

denn auch nur einschränkende Auswirkung im angestammten Tätigkeitsfeld 

beigemessen, nicht jedoch für Verweistätigkeiten. Schliesslich führen die 

neuropsychologischen Beeinträchtigungen im Rahmen der interdisziplinären 

Beurteilung nicht zu einer höheren Arbeitsunfähigkeit als sie ohnehin bereits aus 

ophthalmologischer Sicht ausgewiesen ist (vgl. oben E. 3).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 13 % hat.

7.5. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 31. Januar 2019 (act. G 1 im 

Verfahren UV 2019/10) dahingehend gutzuheissen, dass die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 25. Mai bis 31. Dezember 2017 

Taggeldleistungen auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % auszurichten hat, 

dass sie dem Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2018 eine Invalidenrente basierend 

auf einem Invaliditätsgrad von 35 % zu bezahlen hat, dass sie dem Beschwerdeführer 

eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 13 % 

auszurichten hat, dass sie rückwirkend per 1. August 2016 sowie zukünftig die Kosten 

8.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/23

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der aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht notwendigen ophthalmologischen und 

neuroopthalmologischen Behandlungen zu vergüten hat und dass die Sache zur 

Festsetzung der Rentenbeträge und der Taggeldleistungen im Sinne der Erwägungen 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Im Übrigen ist die Beschwerde 

abzuweisen.

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

8.2. 
bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung 

der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 235 E. 6.2). 

Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Auch wenn nicht 

sämtlichen Anträgen des Beschwerdeführers stattgegeben wird, ist hinsichtlich der 

Entschädigungsfolge aufgrund des eingeholten Gerichtsgutachtens von einem 

vollständigen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen. Denn aufgrund des nicht 

vollständig abgeklärten Sachverhalts hat sich der Beschwerdeführer zu Recht zur 

Erhebung der Beschwerde veranlasst gesehen und eine Rückweisung zur weiteren 

Abklärung hätte zu einem vollständigen Obsiegen des Beschwerdeführers geführt (vgl. 

BGE 132 V 215 E. 6.2; vgl. ferner BGE 137 V 210 E. 4.4.2). Für die Aufwendungen im 

Verfahren UV 2019/10 ist dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 8'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Für 

die Begründung dieser Entschädigung kann auf den Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2020 (UV 2019/19; 

E. 8.3 f.) verwiesen werden, zumal das Bundesgericht (vgl. act. G 1) diese 

Entschädigung trotz entsprechender Vorbringen der Beschwerdegegnerin (vgl. 

Beschwerde ans Bundesgericht vom 5. Januar 2021, S. 14 ff.) nicht beanstandet hat. 

Für die Aufwendungen im Verfahren UV 2021/39, in dem namentlich das Y.___-

Gutachten zu studieren und dazu Stellung zu nehmen gewesen ist, ist der 

Beschwerdeführer unter Berücksichtigung seines diesbezüglichen Antrags (vgl. act. G 

34) und der erfolgten Eingaben (vgl. namentlich act. G 3, 15, 29, 31, 34 und 36) 

pauschal mit Fr. 2'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

8.3. 

Auch hat die Beschwerdegegnerin die Kosten für das Gutachten der Y.___ AG in 

der Höhe von Fr. 25'000.-- zu bezahlen (vgl. act. G 23), da die Einholung des 

Gutachtens für die Beurteilung des Leistungsanspruchs unerlässlich gewesen ist (vgl. 

Art. 45 Abs. 1 ATSG; BGE 137 V 210 E. 4.4.2). Weiter hat der Beschwerdeführer 

8.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 18. Dezember 2018 aufgehoben.

2.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer für den Zeitraum 

vom 25. Mai bis 31. Dezember 2017 Taggeldleistungen auf der Basis einer 

Arbeitsunfähigkeit von 40 % auszurichten.

3.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 

2018 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 35 % auszurichten.

4.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden in der Höhe von 13 % 

zu bezahlen.

5.

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer rückwirkend per 

1. August 2016 sowie zukünftig die Kosten der aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht 

notwendigen ophthalmologischen und neuroophthalmologischen Behandlungen zu 

vergüten.

6.

Die Sache wird zur Festsetzung der Rentenbeträge, der Taggeldleistungen sowie der 

Anspruch auf den Ersatz der im Hinblick auf die Begutachtung angefallenen Spesen 

sowie den Erwerbsausfall (Art. 45 Abs. 2 ATSG; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 

2020, N 35 zu Art. 45). Die mittels detaillierter Aufstellung geltend gemachte 

Wegentschädigung in der Höhe von Fr. 693.-- (vgl. act. G 36 und 36.1) erscheint 

angemessen. Gleiches gilt für den geltend gemachten Erwerbsausfall von total Fr. 

712.50 (vgl. act. G 36).

Zusammenfassend beläuft sich der Entschädigungsanspruch des 

Beschwerdeführers also auf Fr. 11'905.50 (Fr. 693.-- Spesen + Fr. 712.50 

Erwerbsausfall + Fr. 10'500.-- Parteientschädigung).

8.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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Integritätsentschädigung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

7.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

8.

Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten für das Gerichtsgutachten in der Höhe von 

Fr. 25'000.-- zu bezahlen.

9.

Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 11'905.50 (Fr. 693.-- 

Spesen; Fr. 712.50 Erwerbsausfall; Fr. 10'500.-- Parteientschädigung) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2022
	Beweiskraft des eingeholten Gerichtsgutachtens bejaht. Adäquanzprüfung der gemäss Gutachten natürlich unfallkausalen Folgen. Bestimmung der Taggeldhöhe. Einkommensvergleich und Festsetzung des Invaliditätsgrades. Festsetzung des Integritätsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. November 2022, UV 2021/39).

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		2025-07-19T01:20:46+0200
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