# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fcd410f-4b12-5ac0-9a68-f2ea3c8dc443
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.03.2025 100 2024 288
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-288_2025-03-25.pdf

## Full Text

100.2024.288U
MAM/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. März 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Marti
Gerichtsschreiberin Reichelt

1. A.________
2. B.________
Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Biel
Öffentliche Sicherheit, Einwohner- und Spezialdienste, Bereich Migration, 
Neuengasse 28, Postfach 1120, 2501 Biel/Bienne

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
bzw. Ausrichtung einer Parteientschädigung (Entscheid der Sicherheits-
direktion des Kantons Bern vom 26. August 2024; 2023.SIDGS.565)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.03.2025, Nr. 100.2024.288U, 
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Prozessgeschichte und Erwägungen:

1.

1.1 A.________ (Jg. 1978) ist kamerunische Staatsangehörige. Am 
5. Januar 2017 heiratete sie in ihrem Heimatland den damals in der Schweiz 
niederlassungsberechtigten spanischen Staatsangehörigen C.________ 
(Jg. 1954). Am 21. August 2017 reiste sie zu ihrem Ehemann in die Schweiz 
ein und erhielt eine bis zum 20. August 2022 gültige Aufenthaltsbewilligung 
EU/EFTA. Ihr aus einer früheren Beiziehung stammender Sohn B.________ 
(Jg. 2005) reiste am 6. Dezember 2017 in die Schweiz ein und erhielt im 
Familiennachzug ebenfalls eine bis am 20. August 2022 gültige Aufenthalts-
bewilligung EU/EFTA. 

Die Ehe zwischen A.________ und ihrem Ehemann wurde am 9. Juli 2020 
rechtskräftig geschieden. Mit Verfügung vom 18. Juli 2023 verweigerte die 
Einwohnergemeinde (EG) Biel, Öffentliche Sicherheit, Einwohner- und Spe-
zialdienste (ESD), die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligungen von 
A.________ und B.________ und wies sie unter Ansetzung einer Ausreise-
frist aus der Schweiz weg.

1.2 Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 
12. August 2023 gemeinsam Beschwerde bei der Sicherheitsdirektion des 
Kantons Bern (SID). Die SID hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 
26. August 2024 dahingehend gut, dass sie die angefochtene Verfügung hin-
sichtlich der verweigerten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von 
B.________ aufhob und die EG Biel anwies, dessen Aufenthaltsbewilligung 
unter Vorbehalt der Zustimmung des Staatssekretariats für Migration zu ver-
längern. Im Übrigen wies sie die Beschwerde ab und setzte A.________ eine 
neue Ausreisefrist auf den 21. Oktober 2024. Der teilweisen Gutheissung der 
Beschwerde trug die SID insofern Rechnung, als sie auf die Erhebung der 
Hälfte der Verfahrenskosten verzichtete.

Mit Verfügung vom 19. September 2024 schrieb die damalige Abteilungsprä-
sidentin das von A.________ und B.________ am 22. Mai 2024 beim Ver-
waltungsgericht anhängig gemachte Rechtsverzögerungsverfahren als ge-
genstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis ab (VGE 2024/144). Auf 

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die hiergegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht nicht ein 
(BGer 2C_510/2024 vom 22.10.2024).

1.3 Gegen den Entscheid der SID haben A.________ und B.________ 
am 25. September 2024 gemeinsam Verwaltungsgerichtsbeschwerde erho-
ben. Sie beantragen, dass der Beschwerdeentscheid soweit A.________ be-
treffend aufzuheben und (auch) ihr die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern 
sei (Rechtsbegehren 2). Soweit B.________ betreffend sei ihm in Aufhebung 
von Ziff. 6 des angefochtenen Entscheids eine Parteientschädigung auszu-
richten (Rechtsbegehren 3). Gleichzeitig haben sie für das verwaltungsge-
richtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege ersucht (Rechtsbegeh-
ren 1).

Die EG Biel hat am 11. November 2024 ausdrücklich auf das Einreichen ei-
ner Stellungnahme verzichtet. Die SID beantragt mit Vernehmlassung vom 
18. Dezember 2024 die Abweisung der Beschwerde; zum Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege enthält sie sich eines Antrags. 

2.

2.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. 

2.2 Angefochten ist der Entscheid der SID vom 26. August 2024, mit dem 
sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr volljähriger Sohn (Beschwerde-
führer) ins Recht gefasst werden (passive Streitgenossenschaft). Die Be-
schwerdeführenden haben mit gemeinsam eingereichter Eingabe Be-
schwerde erhoben (aktive einfache Streitgenossenschaft; Art. 13 Abs. 1 
VRPG i.V.m Art. 71 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Auch wenn sie 
gemeinsam auftreten, führen sie das Verfahren unabhängig voneinander 
(vgl. Art. 71 Abs. 2 ZPO; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 13 N. 12). Die Verfahrensberech-
tigung muss daher für jeden einzelnen Beteiligten an der Streitgenossen-

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schaft in allen Teilen gegeben sein (Michel Daum, a.a.O., Art. 13 N. 11). Er-
füllen nicht alle Beteiligten die Verfahrens- und Prozessvoraussetzungen, ist 
auf die gemeinsame Eingabe insoweit nicht einzutreten (Michel Daum, 
a.a.O., Art. 13 N. 13).

2.2.1 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid aufgrund der ihr verwei-
gerten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Rechtsbegehren 2) beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Hinsichtlich der für den Beschwerde-
führer beantragten Parteientschädigung (Rechtsbegehren 3) ist sie hinge-
gen nicht materiell beschwert. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzu-
treten. 

2.2.2 Der Beschwerdeführer, der nunmehr in der Schweiz anwesenheits-
berechtigt ist (vgl. vorne E. 1.2), hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen und ist durch den angefochtenen Entscheid insofern besonders 
berührt, als ihm im vorinstanzlichen Verfahren keine Parteientschädigung 
zugesprochen worden ist. Er hat insoweit ein schutzwürdiges Interesse an 
der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). In Bezug auf die für seine Mutter ersuchte Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung (Rechtsbegehren 2) fehlt es dem volljährigen Sohn 
hingegen an der materiellen Beschwer. So bringt er weder vor noch legt er 
dar, dass er als volljähriger Sohn diesbezüglich direkt und unmittelbar 
berührt ist (Beschwerde S. 3; vgl. BGer 2C_430/2023 vom 4.9.2024 E. 1.2). 
Auf die Beschwerde ist daher auch insoweit nicht einzutreten. 

2.3 Die Beschwerde genügt im Übrigen den herabgesetzten Anforderun-
gen an eine Laieneingabe (vgl. BVR 2006 S. 470 E. 2.4). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach unter Vorbehalt von 
E. 2.2.1 f. einzutreten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). 

2.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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3.

3.1 Der Beschwerdeführerin wurde der Aufenthalt in der Schweiz ge-
stützt auf die Ehe mit dem damals hier niederlassungsberechtigten spani-
schen Ehemann bewilligt. Die Ehe ist seit 9. Juli 2020 rechtskräftig geschie-
den (Akten EG Biel 10C pag. 102 und 109; vorne E. 1.1). Unter diesen Um-
ständen bestreitet die Beschwerdeführerin zu Recht nicht, dass sie gestützt 
auf Art. 3 Abs. 1 Anhang 1 des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge-
meinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit 
(FZA; SR 0.142.112.681) kein Aufenthaltsrecht mehr ableiten kann. 

3.2 Sie macht aber eine Verletzung von Art. 50 des Bundesgesetzes vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die 
Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) geltend. 
Am 1. Januar 2025 trat die Änderung des AIG vom 14. Juni 2024 in Kraft, 
welche bezüglich Art. 50 AIG den Einleitungssatz von Absatz 1 sowie den 
Absatz 2 betrifft und einen neuen Absatz 4 einführt (AS 2024 713). Diese 
Änderung findet gemäss spezifischer Übergangsregelung von Art. 126g AIG 
grundsätzlich auf alle Gesuche Anwendung, die vor dem Inkrafttreten der 
Neufassung von Art. 50 AIG, also vor dem 1. Januar 2025 eingereicht wor-
den sind. Der Fokus dieser Gesetzesrevision liegt auf häuslicher Gewalt (vgl. 
Bericht der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates vom 12. Okto-
ber 2023 zur Parlamentarischen Initiative «Bei häuslicher Gewalt die Härte-
fallpraxis nach Artikel 50 AIG garantieren», in BBl 2023 2418).

3.3 Zu prüfen ist, ob eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ge-
stützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG in Betracht kommt. Danach besteht der 
Bewilligungsanspruch trotz Auflösens bzw. definitiven Scheiterns der Ehe 
verselbständigt weiter, wenn das Zusammenleben mindestens drei Jahre 
gedauert hat und (kumulativ) die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG er-
füllt sind (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.8; BGer 2C_994/2022 vom 22.6.2023 
E. 5). Für die Berechnung der Dreijahresfrist ist auf die in der Schweiz ge-
lebte Ehegemeinschaft abzustellen (BGE 140 II 345 E. 4.1, 140 II 289 
E. 3.5.1). 

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3.4 Die Beschwerdeführerin, die am 5. Januar 2017 in Kamerun einen 
damals in der Schweiz niederlassungsberechtigten spanischen Staatsan-
gehörigen heiratete (Akten EG Biel 10C pag. 28), reiste am 21. August 2017 
in die Schweiz ein (Akten EG Biel 10C pag. 98). Am 17. Februar 2020 
schlossen die Eheleute eine Vereinbarung über die Scheidungsfolgen ab 
(Akten EG Biel 10C pag. 159 f.). Die Ehe wurde sodann am 9. Juli 2020 
rechtskräftig geschieden (vorne E. 3.1) und die Vereinbarung gerichtlich ge-
nehmigt (Akten EG Biel 10C pag. 161). – Gestützt auf diesen Sachverhalt 
kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass die in der Schweiz gelebte Ehege-
meinschaft keine drei Jahre gedauert hat, weshalb ein Bewilligungsanspruch 
nach Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG nicht in Betracht kommt (Beschwerdeent-
scheid E. 3). Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was diese zutreffen-
den Erwägungen zu erschüttern vermag. Sie führt lediglich aus, dass das 
Bundesgericht mit seiner «Gesetzes-Auslegung einmal mehr völlig in die Irre 
gegangen» sei (Beschwerde S. 5). Mit diesen Ausführungen vermag sie in-
des nicht aufzuzeigen, inwiefern sie gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG 
einen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ableiten kann. 
Auch das Vorbringen, das Scheidungsgericht hätte «schludrig gearbeitet», 
da es die Scheidung «in Anwesenheit einer Person, die gar nicht mehr hätte 
anwesend sein dürfen», ausgesprochen habe (Beschwerde S. 6), ändert 
nichts daran, dass die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft weniger als 
drei Jahre gedauert hat. Die Vorinstanz hat demnach den Anspruch auf Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG 
zu Recht verweigert.

4.

4.1 Zu prüfen bleibt, ob ein nachehelicher Härtefall vorliegt. Ein Härtefall 
nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG liegt vor, wenn wichtige persönliche Gründe 
den weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Diese Bestim-
mung bezweckt, schwerwiegende Härtefälle bei der Auflösung der ehelichen 
Gemeinschaft zu vermeiden. Wichtige persönliche Gründe können gemäss 
Art. 50 Abs. 2 AIG namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin bzw. der Ehe-
gatte oder ein Kind Opfer häuslicher Gewalt wurde, wobei die zuständigen 
Behörden insbesondere die Hinweise nach Bst. a berücksichtigen, die be-

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troffene Person die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat (Bst. b) oder 
(alternativ oder kombiniert) die soziale Wiedereingliederung im Herkunfts-
land stark gefährdet erscheint (Bst. c; vgl. zum Ganzen BGE 140 II 129 
E. 3.5, 138 II 229 E. 3.2.2). Ein wichtiger persönlicher Grund kann sich aber 
auch aus anderen Umständen ergeben. Bei der Beurteilung sind sämtliche 
Aspekte des Einzelfalls mitzuberücksichtigen, namentlich der Grad der Inte-
gration, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die 
finanziellen Verhältnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz und der 
Gesundheitszustand sowie die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen 
Gemeinschaft geführt haben (BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.).

4.2 Zu den Umständen, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft 
geführt haben, ist erstellt, dass die Eheleute am 17. Februar 2020 eine Ver-
einbarung über die Scheidungsfolgen abgeschlossen haben und der Ehe-
mann die EG Biel am 9. März 2020 über seine Ausreise per 30. April 2020 
informiert hat. Die Beschwerdeführerin hat per 16. Mai 2020 eine neue Woh-
nung bezogen (Akten EG Biel 10B pag. 82). Sie ist sodann zeitweise von der 
Sozialhilfe finanziell unterstützt worden (Akten EG Biel 10C pag. 110, 180). 
Nunmehr geht sie einer unbefristeten Erwerbstätigkeit als Pflegehelferin 
nach; ihr Pensum beträgt 80 Prozent (Akten EG Biel 10C pag. 130). Offene 
Verlustscheine oder Einträge im Strafregister sind keine aktenkundig (Akten 
EG Biel 4C pag. 128). – Die Vorinstanz hat vor diesem Hintergrund die Inte-
grationsleistungen der Beschwerdeführerin zwar anerkannt. Sie hat aber zu 
Recht auch erwogen, dass eine gelungene Integration nach ständiger Recht-
sprechung keinen Bewilligungsanspruch im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 
Bst. b AIG begründet (statt vieler BGer 2C_589/2024 vom 28.11.2024 E. 3.3 
[betrifft VGE 2024/150 vom 22.10.2024], 2C_10/2023 vom 31.5.2023 
E. 3.2.3 [betrifft VGE 2022/55 vom 22.11.2022]). Dies gelte umso mehr, als 
die Beschwerdeführerin vom 20. April 2020 bis zum 31. Dezember 2022 er-
gänzend zu ihrem Erwerbseinkommen von der Sozialhilfe finanziell unter-
stützt wurde (Beschwerdeentscheid E. 4.2.1 und die dortigen Aktenbelege). 
Die Vorinstanz hat sodann dem Umstand Rechnung getragen, dass die Be-
schwerdeführerin den überwiegenden Teil ihres Lebens in Kamerun ver-
bracht hat und dort sozialisiert worden ist. Dies ist nicht zu beanstanden, ist 
sie doch erst im Alter von 39 Jahren in die Schweiz eingereist (vgl. vorne 
E. 1.1). Sie hält sich zwischenzeitlich etwas mehr als sieben Jahre in der 

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Schweiz auf, was noch nicht lang ist. Zutreffend ist weiter die Auffassung der 
Vorinstanz, wonach es der Beschwerdeführerin zumutbar ist, an frühere 
Kontakte anzuknüpfen oder neue aufzubauen. Immerhin verfügt sie in Ka-
merun über ein grosses familiäres Netz, es leben dort ein Bruder, drei 
Schwestern und ihr Vater (Akten EG Biel 10C pag. 127). Die Beschwerde-
führerin leidet an keinen entscheidend ins Gewicht fallenden gesundheitli-
chen Einschränkungen und verfügt aufgrund der beruflichen Erfahrungen, 
die sie sowohl in Kamerun als auch in der Schweiz gesammelt hat, über 
günstige Voraussetzungen, um im Heimatland eine Arbeit zu finden (vgl. die 
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz, Beschwerdeentscheid E. 4.2.2 
mitsamt den dortigen Aktenbelegen). Die Vorinstanz ist demnach insgesamt 
von intakten Wiedereingliederungsmöglichkeiten ausgegangen, was nicht zu 
beanstanden ist (Beschwerdeentscheid E. 4.2.2). 

4.3 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen nichts vor. Sie bestreitet 
auch die intakten Wiedereingliederungsmöglichkeiten in ihrem Heimatland 
nicht. Sie weist im Zusammenhang mit dem nachehelichen Härtefall lediglich 
auf die familiären Verhältnisse in der Schweiz hin. So bringt sie vor, dass ihr 
Sohn, der an einem Krebsleiden erkrankt sei und seine Ausbildung noch 
nicht abgeschlossen habe, «auch in finanzieller Hinsicht vollumfänglich auf 
[ihre] Hilfe angewiesen» sei. Der Beschwerdeführer habe – abgesehen von 
ihr – nie eine Blutsverwandte in der Schweiz gehabt (Beschwerde S. 6 ff., 8).

4.3.1 Soweit die Beschwerdeführerin damit eine Beeinträchtigung ihres An-
spruchs auf Achtung des Familienlebens dartun will, ergibt sich Folgendes: 
Um sich auf den Schutzbereich von Art. 8 der Europäischen Menschen-
rechtskonvention (EMRK; SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfas-
sung (BV; SR 101) zu berufen, ist bei der Beziehung zwischen Eltern und 
erwachsenen Kindern praxisgemäss ein besonderes Abhängigkeitsverhält-
nis erforderlich (BGE 147 I 268 E. 1.2.3, 144 II 1 E. 6.1). Nach der bundes-
gerichtlichen Praxis soll ein solches Abhängigkeitsverhältnis nicht leichthin 
angenommen werden. Allein das Vorliegen eines Pflege- und Betreuungs-
bedürfnisses genügt nicht; erforderlich ist zusätzlich, dass die betreffende 
Pflege- und Betreuungsleistung unabdingbar von (anwesenheitsberechtig-
ten) Angehörigen erbracht werden muss (statt vieler BGer 2C_132/2024 
vom 27.9.2024 E. 5.2 mit Hinweisen). 

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4.3.2 Beim Beschwerdeführer wurde am 17. Mai 2019 ein …-Lymphom 
festgestellt, das vom 30. Mai bis am 9. September 2019 mittels Lymphkno-
tenentfernung und Chemotherapie behandelt wurde. Seit Therapieende fin-
den regelmässig Verlaufskontrollen statt (Bestätigung der Krebsnachsorge 
vom 10.8.2023, in Akten SID 10A1). Dass der Beschwerdeführer Pflege und 
Betreuung bedarf, die nur von seiner Mutter erbracht werden kann, ist weder 
(substanziiert) vorgebracht noch ergeben sich dafür Anhaltspunkte in den 
Akten. Erstellt ist vielmehr, dass die Therapie beendet ist und es die gesund-
heitliche Situation dem Beschwerdeführer erlaubt hat, per 1. August 2024 an 
der … Fachhochschule den Studiengang «…» aufzunehmen (act. 9A). Zwi-
schen der Beschwerdeführerin und dem volljährigen Beschwerdeführer liegt 
damit kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis vor. Dass die Vorinstanz er-
wogen hat, der Beschwerdeführer könne allenfalls bei seiner in D.________ 
lebenden Grossmutter unterkommen (Beschwerdeentscheid E. 4.2.2), ist 
naheliegend, haben doch die Beschwerdeführenden vor der EG Biel ausge-
führt, dass in D.________ die Mutter der Beschwerdeführerin leben würde 
(Akten EG Biel 10B pag. 90, Akten EG Biel 10C pag. 127). Auch wenn dies 
nicht zutreffen sollte, änderte sich nichts daran, dass zwischen den Be-
schwerdeführenden kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis vorliegt. Die 
Beschwerdeführerin vermag damit keinen konventionsrechtlichen bzw. ver-
fassungsrechtlichen Anspruch geltend zu machen. 

4.3.3 Soweit vorgebracht wird, die Vorinstanz hätte sich bei den behan-
delnden Ärzten nach dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers er-
kundigen sollen (Beschwerde S. 7), ergibt sich Folgendes: Die Vorinstanz ist 
zum Schluss gekommen, dass dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewil-
ligung zu verlängern ist. Sie hat dabei insbesondere auch seiner gesundheit-
lichen Situation und dem Umstand Rechnung getragen, dass er einer medi-
zinischen Überwachung bzw. Nachbetreuung und -behandlung bedarf (Be-
schwerdeentscheid E. 7.2). Vor diesem Hintergrund hat für die Vorinstanz 
kein Grund bestanden, weitere Arztberichte einzuholen (Beschwerdeent-
scheid E. 7.3). Ein solcher besteht auch im verwaltungsgerichtlichen Verfah-
ren nicht. 

4.4 Wenngleich es für die Beschwerdeführenden wünschenswert sein 
mag, zusammen in der Schweiz zu leben, liegt darin für sich genommen kein 

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wichtiger persönlicher Grund. Nach dem Gesagten lässt sich auch aufgrund 
der familiären Verhältnisse nicht auf das Vorliegen eines nachehelichen Här-
tefalls schliessen. Eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Be-
schwerdeführerin gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG kommt daher nicht in 
Betracht, was die Vorinstanz zutreffend erkannt hat. 

5.

Die Vorinstanz hat zudem das Vorliegen eines persönlichen Härtefalls nach 
Art. 30 Abs. 1 Bst. b AIG in Bezug auf die Beschwerdeführerin verneint (Be-
schwerdeentscheid E. 5). Diese bringt dagegen nichts vor. Es ist auch nicht 
ersichtlich, inwiefern die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz zu ih-
rer Integration in der Schweiz, ihrer Wiedereingliederungsmöglichkeit im Hei-
matland und ihrer Beziehung zum Sohn rechtsfehlerhaft sein könnten. Unter 
diesen Umständen erübrigen sich weiterführende Ausführungen hierzu. 

6.

Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz zu Recht davon abgesehen hat, dem Be-
schwerdeführer trotz seines Obsiegens eine Parteientschädigung zuzuspre-
chen. 

6.1 Der Beschwerdeführer übersieht, dass ein Obsiegen nicht dazu führt, 
dass ihm «automatisch» eine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Nach 
Art. 104 Abs. 1 VRPG umfassen die Parteikosten den durch die berufsmäs-
sige Parteivertretung anfallenden Aufwand. Bei aufwändigen Verfahren kann 
die Verwaltungsjustizbehörde Privaten, die ihren Prozess selber geführt ha-
ben, eine angemessene Parteientschädigung und Auslagenersatz zuerken-
nen (Art. 104 Abs. 2 VRPG). Solcher Ersatz wird jedoch nur ausnahmsweise 
und mit grosser Zurückhaltung gesprochen. Er ist auf aufwändige Verfahren 
beschränkt, in denen die beteiligte Privatperson durch sorgfältige Auseinan-
dersetzung mit den sich stellenden Fragen und durch erheblichen persönli-
chen Arbeitsaufwand wesentlich zur Entscheidfindung beigetragen hat 

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(BVR 2012 S. 1 E. 6; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 104 N. 29).

6.2 Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt: Zum einen unterlässt 
es der Beschwerdeführer darzutun, weshalb ihm ausnahmsweise eine sol-
che Entschädigung zuzusprechen ist. Zum anderen hat der im vorinstanzli-
chen Verfahren gerechtfertigte Arbeitsaufwand auch nicht den Rahmen des-
sen überstiegen, was Privaten zur Besorgung ihrer persönlichen Angelegen-
heiten zugemutet werden kann. So hat die handschriftlich verfasste Be-
schwerde (mitsamt dem Beweismittelverzeichnis) dreizehn Seiten umfasst 
(Akten SID pag. 12 ff.). Auch wenn die Beschwerdeführenden im vorinstanz-
lichen Verfahren noch weitere Eingaben mit Unterlagen eingereicht haben, 
kann nicht auf ein aufwändiges Verfahren im erwähnten Sinn geschlossen 
werden. Zudem haben diese Eingaben auch nicht in wesentlicher Weise zur 
Entscheidfindung beigetragen. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 
Vorinstanz dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zugespro-
chen hat. 

7.

Die Beschwerde erweist sich somit im Ergebnis als offensichtlich unbegrün-
det und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 2.2.1 und 
2.2.2). Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbeset-
zung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2006 über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Da 
die für die Beschwerdeführerin vorinstanzlich angesetzte Ausreisefrist abge-
laufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen (Art. 64d Abs. 1 AIG; vgl. 
BVR 2019 S. 314 E. 7).

8.

8.1 Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdeführenden 
grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie haben indes um 
unentgeltliche Rechtspflege ersucht.

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8.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 ZPO). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, wenn 
berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst, wenn Gewinn-
aussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder jene 
nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach der bundesge-
richtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzusehen, bei denen 
die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und 
die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Massgebend ist 
dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 
Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder aber davon absehen 
würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Ge-
fahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen können, weil er sie nichts 
kostet (BVR 2019 S. 128 E. 4.1; BGE 142 III 138 E. 5.1).

8.3 Die Beschwerde muss in der Sache von vornherein als aussichtslos 
bezeichnet werden: Mit Beschwerdeentscheid wird eingehend begründet, 
weshalb für die Beschwerdeführerin eine Verlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung weder gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG noch nach Art. 50 
Abs. 1 Bst. b AIG in Frage kommt. Die Beschwerdeführerin hat sich mit die-
ser Begründung nicht substanziiert auseinandergesetzt. Mit Blick auf Art. 50 
Abs. 1 Bst. a AIG kritisiert sie zwar die Rechtsprechung des Bundesgerichts 
und die Arbeitsweise des Scheidungsgerichts (vgl. vorne E. 3.4). Sie unter-
lässt es aber darzutun, welche Konsequenzen sie aus diesen Vorbringen 
ableiten will. In Bezug auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG begnügt sie sich damit, 
sich auf die familiären Verhältnisse zu berufen (vgl. vorne E. 4.3). Der Be-
schwerdeführer legt sodann nicht näher dar, weshalb ihm im vorinstanzli-
chen Verfahren ausnahmsweise eine Entschädigung zu leisten ist. Er be-
hauptet lediglich, dass er aufgrund seines Obsiegens zu entschädigen sei, 
was unzutreffend ist. Dass der Beschwerde unter diesen Umständen kein 
Erfolg beschieden sein konnte, musste auch für die Beschwerdeführenden 
erkennbar sein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzu-
weisen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.03.2025, Nr. 100.2024.288U, 
Seite 13

8.4 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im End-
entscheid befunden wird und die Beschwerdeführenden deshalb keine Ge-
legenheit hatten, ihr Rechtsmittel nach Abweisung dieses Begehrens zurück-
zuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss im 
Rahmen der üblichen Abschreibungsgebühren zu erheben (BVR 2014 
S. 437 E. 7.9). Für das Gesuchsverfahren betreffend unentgeltliche Rechts-
pflege sind keine Kosten zu erheben (Art. 112 Abs. 1 VRPG). Parteikosten 
sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Auf die Beschwerde von A.________ wird bezüglich der beantragten Par-
teientschädigung für B.________ nicht eingetreten. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen.

2. Auf die Beschwerde von B.________ wird bezüglich der beantragten Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ nicht eingetreten. 
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Der Beschwerdeführerin wird eine neue Ausreisefrist gesetzt auf den 
23. Mai 2026.

4. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

5. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden den Beschwerde-
führenden auferlegt.

6. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.03.2025, Nr. 100.2024.288U, 
Seite 14

7. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde Biel/Bienne
- Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt wer-
den.