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**Case Identifier:** 1001945e-956c-5107-bcde-7ad63af73398
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 21.11.2018 B 2018/207
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-207_2018-11-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/207

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 21.11.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 21.11.2018
Strassenverkehr, Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG. Bei diagnostizierter 
Alkoholabhängigkeit ist ein Sicherungsentzug in aller Regel zwingend. 
Massgebend ist der Zeitpunkt der Verfügung. Deutlich erhöhte 
Ethylglucuronid (EtG)-Werte vermögen eine ausreichende 
verkehrsmedizinische Abklärung als Voraussetzung für den 
Sicherungsentzug nicht vollständig zu ersetzen. Ausreichende konkrete 
Anhaltspunkte dafür, dass die Haarprobe verwechselt wurde, liegen nicht 
vor. Die abnehmenden Konzentrationen beziehen sich auf unterschiedliche 
Zeiträume und lassen sich mit der Einschränkung und Einstellung des 
Alkoholkonsums durch den Beschwerdeführer erklären. Mit einem EtG-
Gehalt von 100 pg/mg ist nicht ein gegenüber einem EtG-Gehalt von 30 pg/
mg dreifach so hoher Alkoholkonsum nachgewiesen. Entscheidend ist, dass 
die ermittelten Werte einen weit übermässigen Alkoholkonsum in den 
fraglichen Zeiträumen nachweisen. Die am Diagnoseschlüssel ICD-10 
ausgerichteten Schlussfolgerungen, die der Gutachter unter anderem aus 
den Akten, der körperlichen Untersuchung und den Ausführungen des 
Beschwerdeführers zog, erscheinen nachvollziehbar, schlüssig und 
widerspruchsfrei (Verwaltungsgericht, B 2018/207).

Entscheid vom 21. November 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

A.__,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, Quaderstrasse 5, Postfach 519, 

7001 Chur,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Gegenstand

Führerausweisentzug (Sicherungsentzug)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.__ (geboren 1957) besitzt den Führerausweis seit Juni 1978. Im 

Administrativmassnahme-Register ist er nicht verzeichnet. Am 23. November 2017 

wurde er um 20.55 Uhr von einer Polizeipatrouille als Lenker des Personenwagens mit 

dem amtlichen Kennzeichen SG 0__ auf dem V.__weg in X.__ kontrolliert. Der aufgrund 

seines starken Atemalkoholgeruchs durchgeführte Atemlufttest ergab 

Atemalkoholkonzentrationen von 0,78 und 0,81 mg/l, die Ermittlung mit einem 

Messgerät eine solche von 0,90 mg/l. Die Polizei nahm ihm den Führerausweis auf der 

Stelle ab. Anlässlich der Polizeikontrolle waren keine klaren Ausfallerscheinungen, 

jedoch eine "verwaschene" Sprache und ein zunehmend sehr auffälliger Zustand zu 

verzeichnen. A.__ gab an, am fraglichen Abend zwischen 19.00 und 20.50 Uhr zur Feier 

der Ankunft einer Kollegin aus Berlin fünf Gläser Weiss- und Rotwein getrunken und 

sich fahrfähig gefühlt zu haben. Er trinke täglich ein bis drei Gläser Wein. Die Analyse 

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der in der Folge abgenommenen Blutprobe ergab für den Zeitpunkt der Kontrolle eine 

Blutalkoholkonzentration zwischen 2,05 und 2,72 (Durchschnitt 2,39) Gewichtspromille. 

Das Untersuchungsamt X.__ verurteile A.__ mit Strafbefehl vom 18. Dezember 2017 

wegen zumindest eventualvorsätzlichen Fahrens in nicht fahrfähigem Zustand 

("qualifizierte Alkoholkonzentration") zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 

CHF 1'830 – bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren – und einer 

Busse von CHF 10'000.

B. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt eröffnete wegen des Vorfalls vom 

23. November 2017 am 14. Dezember 2017 gegen A.__ ein 

Administrativmassnahmenverfahren zur Abklärung seiner Fahreignung und entzog ihm 

den Führerausweis vorsorglich. Mit Zwischenverfügung vom 20. Dezember 2017 

ordnete es eine verkehrsmedizinische Untersuchung an, welche am 1. Februar 2018 

am Fachzentrum Forensik Ostschweiz in Z.__ durchgeführt wurde und gemäss 

Gutachten vom 26. Februar 2018 ergab, dass bei A.__ eine Alkoholabhängigkeit im 

medizinischen Sinn mit hoher Verkehrsrelevanz bestehe.

Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt entzog A.__ mit Verfügung vom 6. April 

2018 den Führerausweis mangels Fahreignung wegen einer Alkoholabhängigkeit auf 

unbestimmte Zeit. Als Bedingung für die Aufhebung des Entzugs wurde eine mittels 

Haaranalyse und Bestimmung verschiedener Laborwerte sowie einem Bericht der 

Suchtfachstelle erstmals im Juli 2018 kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz von 

mindestens zwölf Monaten sowie eine verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung 

festgelegt. Einem allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.

C. Die Verwaltungsrekurskommission wies den dagegen erhobenen Rekurs – nachdem 

der zuständige Abteilungspräsident am 17. Mai 2018 das Gesuch um Wiedererteilung 

der entzogenen aufschiebenden Wirkung abgewiesen hatte und am 9. Juli 2018 auf ein 

Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten war – mit Entscheid vom 23. August 2018 

ab. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.

D. A.__ (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 27. August 2018 versandten 

Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch seinen Rechtsvertreter 

mit Eingabe vom 11. September 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den 

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Anträgen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge und Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung sei der angefochtene Entscheid – und die ihm 

zugrundeliegende Verfügung – aufzuheben, anstelle des Sicherungsentzugs ein 

Warnungsentzug von nicht mehr als fünf Monaten auszusprechen und der 

Führerausweis ohne weitere Auflagen wieder zu erstatten.

Die Vorinstanz verzichtete am 17. September 2018 auf eine Stellungnahme zum 

Gesuch um aufschiebende Wirkung und übermittelte dem Gericht die Akten. Mit 

Eingabe vom 26. Oktober 2018 verzichtete sie auch auf eine Vernehmlassung zur 

Hauptsache. Der Beschwerdegegner verzichtete stillschweigend auf Äusserungen.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des 

Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer, 

der mit seinem Begehren, der Sicherungsentzug des Führerausweises sei aufzuheben, 

im Rekursverfahren unterlag, ist zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde gegen den am 27. August 2018 

versandten Rekursentscheid wurde mit Eingabe vom 11. September 2018 rechtzeitig 

erhoben und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf 

die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf den Antrag, die 

Verfügung des Beschwerdegegners sei aufzuheben, da diese als mit dem 

Rekursentscheid mitangefochten gilt ("Devolutiveffekt", BGE 134 II 142 E. 1.4; BGer 

1C_166/2013 vom 27. Juni 2013 E. 1.1 und 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 1.2). 

Nicht zu beachten sind sodann die pauschalen Verweise in der Beschwerdeschrift auf 

vorinstanzliche Eingaben (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. 

Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 921 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Mit dem 

Entscheid in der Hauptsache fällt schliesslich das Begehren, es sei der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung zu gewähren, dahin.

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2. Der Beschwerdeführer macht in verfahrensrechtlicher Hinsicht eine Verletzung der 

Begründungspflicht sowohl durch den Beschwerdegegner als auch durch die 

Vorinstanz geltend. Die Vorinstanz habe sich mit dem Vorwurf, der Beschwerdegegner 

sei in der Verfügung überhaupt nicht auf die ausführlich begründeten Punkte in der 

Stellungnahme eingegangen und habe sich an eine Standardbegründung gehalten, 

nicht auseinandergesetzt.

Der Entzug des Führerausweises ist gemäss Art. 23 Abs. 1 Satz 1 des 

Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, SVG) zu eröffnen und zu begründen. Der durch 

Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, 

BV) gewährleistete und in Art. 24 Abs. 1 VRP konkretisierte Grundsatz des rechtlichen 

Gehörs garantiert den betroffenen Personen ein persönlichkeitsbezogenes 

Mitwirkungsrecht im Verfahren. Die Behörde muss deshalb die Vorbringen der Parteien 

tatsächlich hören, prüfen und in der Entscheidfindung berücksichtigen. Die 

Begründung muss zumindest kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen 

sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt. Dagegen wird 

nicht verlangt, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich 

auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 137 II 

266 E. 3.2 mit Hinweisen).

Der Beschwerdegegner hat in der Verfügung vom 6. April 2018 vorab festgehalten, er 

habe die Vernehmlassung vom 3. April 2018 und die weiteren Unterlagen erhalten und 

geprüft und werde zu den wesentlichen Punkten Stellung nehmen. Anschliessend hat 

er sich über eine Standardbegründung hinausgehend mit der Diagnose des Gutachters 

einer Alkoholabhängigkeit nach ICD-10 auseinandergesetzt und dargelegt, weshalb er 

das Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar begründet erachtete. Damit – und 

zudem mit einem entsprechenden ausdrücklichen Hinweis – hat der 

Beschwerdegegner zum Ausdruck gebracht, dass er die Einwände des 

Beschwerdeführers als unbehelflich beurteilte. Eine Auseinandersetzung mit den 

einzelnen Argumenten in der Eingabe vom 3. April 2018 war unter diesen Umständen 

nicht erforderlich. Selbst wenn aber der Vorwurf der ungenügenden Begründung der 

Verfügung vom 6. April 2018 trotzdem zu Recht erhoben worden wäre, wäre dieser 

nicht schwerwiegende Mangel einer Heilung im kantonalen Rechtsmittelverfahren 

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zugänglich (vgl. BGer 1C_3/2008 vom 18. Juli 2008 E. 3.2 mit Hinweisen insbesondere 

auf BGE 133 I 201 E. 2.2 und 126 I 68 E. 2).

Die Vorinstanz hat im Rekursentscheid vom 23. August 2018 zum einen kurz, aber 

ausreichend dargelegt, weshalb sie den Vorwurf der ungenügenden Begründung der 

angefochtenen Verfügung als zu Unrecht erhoben beurteilte (Erwägung 2c/dd des 

angefochtenen Entscheides) und zum andern anschliessend – eine allenfalls 

mangelhafte Begründung der angefochtenen Verfügung heilend – ausführlich und unter 

Einbezug der ihr wesentlich erscheinenden Einwendungen im Rekurs begründet, 

weshalb sie den vom Beschwerdegegner angeordneten Sicherungsentzug mangels 

Fahreignung wegen einer verkehrsrelevanten Alkoholabhängigkeit des 

Beschwerdeführers als rechtmässig erachtete.

Die verfahrensrechtlichen Rügen des Beschwerdeführers, soweit sie sich auf die Frage 

der ausreichenden Begründung der Verfügung des Beschwerdegegners vom 6. April 

2018 und des angefochtenen Entscheides der Vorinstanz vom 23. August 2018 

beziehen, erweisen sich deshalb als unbegründet.

3. Umstritten ist, ob die Vorinstanz den Rekurs gegen den vom Beschwerdegegner 

gegenüber dem Beschwerdeführer am 6. April 2018 verfügten Sicherungsentzug des 

Führerausweises wegen mangelnder Fahreignung zufolge einer verkehrsrelevanten 

Alkoholabhängigkeit zu Recht abgewiesen hat.

3.1. Nach Art. 14 Abs. 1 SVG müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und 

Fahrkompetenz verfügen. Für die Fahreignung ist unter anderem erforderlich, dass der 

Motorfahrzeugführer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von 

Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 Ingress und lit. c SVG). Der 

Sicherungsentzug gemäss Art. 16d Abs. 1 Ingress und lit. b SVG setzt 

dementsprechend das Vorliegen einer Sucht voraus. Trunksucht wird bejaht, wenn der 

Betreffende regelmässig so viel Alkohol konsumiert, dass seine Fahrfähigkeit 

vermindert wird und er diese Neigung zum übermässigen Alkoholgenuss durch den 

eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu kontrollieren vermag. Er muss mithin in 

einem Masse abhängig sein, dass er mehr als jede andere Person der Gefahr 

ausgesetzt ist, sich in einem Zustand ans Steuer eines Fahrzeugs zu setzen, der das 

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sichere Führen nicht mehr gewährleistet. Nach der Rechtsprechung darf auf fehlende 

Fahreignung geschlossen werden, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, 

Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die nahe 

liegende Gefahr besteht, dass er im akuten Rauschzustand am motorisierten 

Strassenverkehr teilnimmt. Der Suchtbegriff des Verkehrsrechts deckt sich somit nicht 

mit dem medizinischen Begriff der Alkoholabhängigkeit, sondern erlaubt, auch bloss 

suchtgefährdete Personen, bei denen aber jedenfalls ein Alkoholmissbrauch vorliegt, 

vom Führen eines Motorfahrzeugs fern zu halten (BGer 1C_701/2017 vom 14. Mai 2018 

E. 2.1 und 2.2 mit Hinweis auf BGE 129 II 82 E. 4.1). Entsprechende Anhaltspunkte 

ergeben sich etwa aus den Konsumgewohnheiten der Betroffenen, ihrer Vorgeschichte, 

dem bisherigen Verhalten im Strassenverkehr und ihrer Persönlichkeit (BGer 

1C_384/2017 vom 7. März 2018 E. 2.1 mit Hinweisen). Bei diagnostizierter 

Alkoholabhängigkeit ist ein Sicherungsentzug in aller Regel zwingend. Es besteht dann 

per Definition ein Mass an Alkoholabhängigkeit, welches den Betroffenen mehr als jede 

andere Person gefährdet erscheinen lässt, sich in einem Zustand ans Steuer eines 

Fahrzeugs zu setzen, der das sichere Führen nicht mehr gewährleistet. Eine 

Alkoholabhängigkeit erlaubt es mit anderen Worten nicht, ausreichend zwischen 

Suchtmittelkonsum und Strassenverkehr zu trennen (BGer 1C_147/2017 vom 22. Juni 

2017 E. 3.5). Für die Beurteilung sind die Umstände im Zeitpunkt der Verfügung 

massgebend (BGer 1C_701/2017 vom 14. Mai 2018 E. 3.3).

Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, muss ein Sicherungsentzug zwingend 

angeordnet werden. Als schwerwiegender Eingriff in den Persönlichkeitsbereich des 

Betroffenen setzt er eine sorgfältige Abklärung aller wesentlichen Gesichtspunkte 

voraus. Der Umfang der Nachforschungen richtet sich nach den Umständen des 

Einzelfalls und liegt im pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde. Zu den 

Abklärungen, die sich vor einem allfälligen Sicherungsentzug regelmässig aufdrängen, 

gehören die einlässliche Prüfung der persönlichen Verhältnisse (welche in begründeten 

Fällen auch die Einholung von Fremdberichten einschliessen kann), die gründliche 

Aufarbeitung allfälliger Trunkenheitsfahrten, eine spezifische Alkoholanamnese 

(betreffend Trinkverhalten beziehungsweise Muster und Motivationen des 

Alkoholkonsums) sowie eine umfassende körperliche Untersuchung mit besonderem 

Augenmerk auf mögliche alkoholbedingte Veränderungen oder gesundheitliche 

Störungen (BGer 1C_147/2017 vom 22. Juni 2017 E. 3.2.3, 1C_701/2017 vom 14. Mai 

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2018 E. 2.3 und 1C_150/2010 vom 25. November 2010 E. 5.5 je mit Hinweisen). 

Deutlich überhöhte Ethylglucuronid (EtG)-Werte können ein wichtiges Indiz für 

mangelnde Fahrtüchtigkeit darstellen. Sie vermögen jedoch eine ausreichende 

verkehrsmedizinische Abklärung als Voraussetzung für den Sicherungsentzug nicht 

vollständig zu ersetzen (vgl. BGer 1C_150/2010 vom 25. November 2010 E. 5.1 mit 

Hinweisen).

3.2. Der Beschwerdeführer beanstandet in tatsächlicher Hinsicht die Feststellung einer 

Alkoholabhängigkeit. Im Wesentlichen anerkennt er das verkehrsmedizinische 

Gutachten vom 26. Februar 2018 nicht, weil es zu viele Fehler und Ungenauigkeiten 

aufweise und die falschen medizinischen Schlüsse gezogen worden seien. – Der 

Gutachter stützt seine Beurteilung auf die Analyse der dem Beschwerdeführer am 

8. Januar 2018 und 1. Februar 2018 abgenommenen Haarproben (dazu nachfolgend 

Erwägung 3.3) und auf das Ergebnis seiner weiteren Untersuchungen und Abklärungen 

(dazu nachfolgend Erwägung 3.4).

3.3.

3.3.1. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkennt die Haaranalyse als 

geeignetes Mittel sowohl zum Nachweis eines übermässigen Alkoholkonsums als auch 

der Einhaltung einer Abstinenzverpflichtung. Biochemische Analyseresultate von 

Haarproben betreffend das Trinkalkohol-Stoffwechselprodukt Ethylglucuronid (EtG) 

erlauben objektive Rückschlüsse auf den Alkoholkonsum eines Probanden während 

einer bestimmten Zeit. Die Haaranalyse gibt direkten Aufschluss über den 

Alkoholkonsum. Nach dem Alkoholgenuss wird das Abbauprodukt EtG im Haar 

eingelagert und erlaubt über ein grösseres Zeitfenster (als bei einer Blutuntersuchung) 

Aussagen über den erfolgten Konsum. Die festgestellte EtG-Konzentration korreliert mit 

der aufgenommenen Menge an Trinkalkohol. Aufgrund des Kopfhaar-

Längenwachstums von rund einem Zentimeter pro Monat lassen sich Aussagen über 

den Alkoholkonsum während der entsprechenden Zeit vor der Haarentnahme machen. 

EtG-Werte ab 7 pg/mg, aber unterhalb von 30pg/mg sprechen für einen moderaten, 

darüber liegende Werte (> 30 pg/mg) für einen übermässigen Alkoholkonsum (BGer 

1C_701/2017 vom 14. Mai 2018 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Der verkehrsmedizinische 

Gutachter geht deshalb vorab gestützt auf die Ergebnisse der Analysen der dem 

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Beschwerdeführer am 8. Januar 2018 – 4,5 Zentimeter, 100 pg/mg für die Zeit von 

ungefähr Mitte August 2017 bis anfangs Januar 2018 – und am 1. Februar 2018 – 

insgesamt 3,5 Zentimeter; 2-3,5 Zentimeter ab Kopfhaut 80 pg/mg für die Zeit von 

ungefähr Mitte Oktober 2017 bis Ende November 2017, 2 Zentimeter ab Kopfhaut 31 

pg/mg für die Zeit von ungefähr Dezember 2017 und Januar 2018 – abgenommenen 

Haarproben zu Recht von einem übermässigen Alkoholkonsum in den 

vorangegangenen Monaten aus. Die gegen diese Beurteilung erhobenen Einwände des 

Beschwerdeführers erweisen sich – wie darzulegen ist – als unbehelflich.

3.3.2. Ausreichende konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Haarprobe vom 8. Januar 

2018 verwechselt wurde, liegen entgegen der in der Beschwerde vertretenen 

Auffassung nicht vor. Insbesondere weicht die Umschreibung der Haare aus der Probe 

vom 8. Januar 2018 – Weiss mit hellbraun, gebogen (act. 7-13/2) – nicht wesentlich von 

jener der Probe vom 4. Juli 2018 – hellbraun mit Weiss, leicht gebogen (act. 7-13/21) – 

ab. Der Beschwerdeführer macht auch nicht geltend, der Hinweis auf "Mèche Ende 

November 2017" in der Beschreibung der Probe vom 8. Januar 2018 sei unrichtig. Im 

Übrigen findet sich ein Hinweis auf eine entsprechende Besonderheit – Färbung ca. 

06/2018, Aussparung am Hinterkopf – auch in der Beschreibung der am 4. Juli 2018 

abgenommenen Haarprobe.

3.3.3. Die Ergebnisse der Analysen sind sodann nicht miteinander unvereinbar. 

Vielmehr lassen sich die abnehmenden Konzentrationen damit erklären, dass die 

Proben sich – wie dargestellt – auf unterschiedliche Zeiträume beziehen, der 

Beschwerdeführer seinen Alkoholkonsum im Anschluss an das Ereignis vom 

23. November 2017 – gemäss seinen Angaben in der psychiatrischen Exploration vom 

1. Februar 2018 – zunächst erheblich einschränkte und später – entsprechend dem 

Ergebnis der Analyse der am 4. Juli 2018 abgenommenen Haarprobe – wohl ganz 

einstellte, und sich ein EtG-Gehalt nach einem längerfristigen übermässigen 

Alkoholkonsum auch bei einer Totalabstinenz insbesondere in einem vor den Beginn 

der Abstinenz zurückreichenden Haarsegment noch nachweisen lässt.

3.3.4. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist auch nicht davon 

auszugehen, dass der ermittelte EtG-Gehalt von 100 pg/mg eine linear proportionale 

Aussage über die Alkoholtrinkmenge zulässt. Mit dem ermittelten EtG-Gehalt von 100 

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pg/mg ist also nicht ein gegenüber einem EtG-Gehalt von 30 pg/mg dreifach so hoher 

Alkoholkonsum nachgewiesen. Entscheidend – und davon ist auch der 

verkehrsmedizinische Gutachter ausgegangen – ist, dass die ermittelten Werte von 100 

pg/mg und 80 pg/mg einen – weit – übermässigen Alkoholkonsum in den fraglichen 

Zeiträumen nachweisen.

3.4.

3.4.1. Der Gutachter hat sodann bei der Diagnose einer medizinischen 

Alkoholabhängigkeit mit hoher Verkehrsrelevanz nicht allein auf das Ergebnis der 

Analysen der Haarproben vom 8. Januar 2018 und vom 1. Februar 2018 abgestellt, 

sondern auch die Akten, die Ergebnisse einer körperlichen Untersuchung, telefonische 

Angaben und Laborbefunde des Hausarztes und die Ausführungen des 

Beschwerdeführers anlässlich einer eingehenden psychiatrischen Exploration von 

achtzig Minuten Dauer am 1. Februar 2018 mitberücksichtigt. Aus der mittlerweile 

ausgeprägten – der Beschwerdeführer habe trotz einer Alkoholisierung von rund zwei 

Promille praktisch keine Ausfälle gezeigt und damit sein eigenes Trinkmaximum bei 

weitem noch nicht erreicht – Toleranz (4), ergebe sich, dass der Beschwerdeführer 

immer wieder einen starken Wunsch, Alkohol zu konsumieren, verspürt (1) und im Lauf 

der Zeit immer wieder die Kontrolle über Menge oder Beendigung des Konsums 

verloren haben müsse (2). Sodann fänden sich körperliche Folgeschäden 

(Laborwerterhöhung, Hautveränderung, Morbus Dupuytren) (6). Diese am 

Diagnoseschlüssel ICD-10 ausgerichteten Schlussfolgerungen erscheinen 

nachvollziehbar, schlüssig und widerspruchsfrei.

3.4.2. In der Beschwerde wird vorgebracht, dass der Beschwerdeführer immer wieder 

einen starken Wunsch nach Alkoholkonsum habe, sei vom Gutachter frei erfunden. Im 

Gutachten gebe es keine Hinweise für einen Kontrollverlust hinsichtlich des 

Alkoholkonsums. Er habe während des Tages nie Alkohol getrunken. Der Gutachter 

stütze sich nur auf unbegründete Vermutungen. Entsprechende Äusserungen gebe es 

weder vom Beschwerdeführer noch aus seinem – "natürlich" nicht befragten – Umfeld.

Dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der verkehrsmedizinischen Untersuchung 

oder früher immer wieder einen starken Wunsch verspürte, Alkohol zu konsumieren, 

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kann sich zwar nicht auf seine Aussagen oder Aussagen aus seinem Umfeld stützen. 

Da der Beschwerdeführer – jedenfalls nicht aktenkundig – die geltend gemachte 

Alkoholabstinenz seit November 2017 nicht fachtherapeutisch begleiten liess, ist auch 

nicht bekannt, ob und in welchem Ausmass er psychisch vom Konsum von Alkohol 

abhängig war. Die Alkoholtoleranz anlässlich des Ereignisses vom 23. November 2017 

spricht aber für einen regel- und übermässigen Konsum von Alkohol, dem ein – 

möglicherweise unreflektierter – Zwang zu einem entsprechenden Konsum zugrunde 

lag. Zumindest am Abend des Ereignisses weist die Art des Konsums auf ein sozial 

nicht übliches Trinkverhalten hin. Der Beschwerdeführer hat nach seinen Angaben 

offenbar allein und innerhalb von knapp zwei Stunden – zwischen 19.00 und 20.50 Uhr 

aus Vorfreude über die Ankunft einer Kollegin aus Berlin, die sich aber dann offenbar 

verspätete – eine Menge an Wein getrunken, die zu einer Blutalkoholkonzentration – 

zurückgerechnet auf den Zeitpunkt der Kontrolle um 20.55 Uhr – von durchschnittlich 

2,39 Gewichtspromille führte. Dieses Verhalten deutet auf einen sehr schnellen Konsum 

und einen Kontrollverlust hin und weicht von seinen Schilderungen, nach denen er 

Wein als Genussmittel und in Gesellschaft konsumiere, ab. Hinzu kommt eine Tendenz, 

das Ausmass des Alkoholkonsums zu bagatellisieren. Die Angaben zum Trinkverhalten 

sowohl im Besonderen – am Abend des 23. November 2018 fünf Gläser Wein zwischen 

19.00 und 20.50 Uhr – als auch im Allgemeinen – zwei bis drei Mal wöchentlich abends 

ein bis drei Gläser Wein – stehen im Widerspruch zu den Ergebnissen der Analyse der 

Blutprobe vom 23. November 2018 – durchschnittlich 2,39 Gewichtspromille – und der 

Haarproben vom 8. Januar 2018 – 100 pg/mg – und vom 1. Februar 2018 – 80 und 31 

pg/mg. In der polizeilichen Befragung am 23. November 2018 gab der 

Beschwerdeführer denn auch noch einen höheren Konsum – täglich ein bis drei Gläser 

Wein – an. Die Einholung von Fremdberichten im Arbeits- und Familienumfeld – gegen 

die in der Literatur Vorbehalte vorgebracht wurden – ist im Zusammenhang mit den 

früheren weitgehend indirekten Nachweismöglichkeiten zu sehen. Mit der 

Durchsetzung der neuen und direkten Methode der Haaranalyse erübrigen sich 

weitgehende, teils durchaus heikle Umfeldabklärungen in der Regel, um zu einem 

sicheren Befund zu gelangen (vgl. BGer 6A.8/2007 vom 1. Mai 2007 E. 2.5 mit 

Hinweisen).

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3.4.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, aus einer Analyse des Alkoholkonsums 

während der Dauer von sechs Wochen könne nicht auf eine generelle, 

verkehrsrelevante Alkoholabhängigkeit geschlossen werden.

Der Zeitraum, während dessen mittels Analyse der Haare ein chronisch übermässiger 

Alkoholkonsum nachgewiesen ist, beträgt vorliegend rund 14 Wochen (Mitte August bis 

Ende November 2017). Der Beschwerdeführer hat bei der Beschreibung seines 

Trinkverhaltens in der psychiatrischen Exploration am 1. Februar 2018 nicht ausgeführt, 

er habe in dieser Zeit vergleichsweise mehr Alkohol getrunken als früher. Der Schluss, 

der Beschwerdeführer habe über einen längeren Zeitraum als 14 Wochen hinaus in 

vergleichbarem Ausmass Alkohol konsumiert, erscheint deshalb dargetan.

3.4.4. Der Beschwerdeführer bringt vor, gegen die Alkoholtoleranz spreche, dass er 

anlässlich der Trunkenheitsfahrt "nicht sich selber" gewesen, sondern – was sich aus 

seiner unleserlichen Unterschrift ergebe – stark unter Alkoholeinfluss gestanden sei.

Mit der Trunkenheitsfahrt ist dargetan, dass der Beschwerdeführer eine ausgeprägte 

Alkoholtoleranz entwickelt hat. Er war mit einer Blutalkoholkonzentration von 

durchschnittlich 2,39 Gewichtspromille in der Lage, ein Motorfahrzeug unauffällig zu 

führen. Die Polizei stellte gemäss Darstellung im Rapport keine klaren 

Ausfallerscheinungen fest. Die vom Beschwerdeführer am fraglichen Abend geleisteten 

Unterschriften mögen in Einzelfällen etwas weniger flüssig als üblich gelungen sein. Ein 

erhebliches Indiz dafür, dass der Beschwerdeführer alkoholbedingt "nicht sich selber" 

war, sind sie nicht.

3.4.5. Nach Auffassung des Beschwerdeführers ist klar falsch, dass körperliche 

Folgeschäden bestünden. Weder seien die Laborwerte erhöht, noch bestehe eine 

Bauchglatze noch stünden die Hautveränderungen und der Morbus Dupuytren mit der 

Diagnose des Verkehrsmediziners in Zusammenhang. Die nicht wegen des Konsums 

von Alkohol erkrankte Leber habe sich in den letzten zwei Jahren erholt.

Dass die übrigen Laborwerte nur vereinzelt auffällig waren, spricht nicht gegen die 

tatsächliche Feststellung eines übermässigen Alkoholkonsums. Insbesondere ist nicht 

von Belang, dass der mit der Probe vom 24. Juni 2016 erhobene MCV-Wert 101 fl. – 

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und nicht 105 oder 106 fl. – betrug. Ob die anlässlich der körperlichen Untersuchung 

durch den Verkehrsmediziner festgestellten und vom Hausarzt leicht abweichend 

beschriebenen Besonderheiten – spider naevi beziehungsweise Teleangiektasien, 

fehlende beziehungsweise spärliche Bauchbehaarung, Morbus Dupuytren – 

alkoholbedingte Folgeveränderungen sind, ist für ihre Bedeutung bei der 

Diagnosestellung insoweit nicht von Belang, als sie lediglich aber immerhin als Indiz 

und ein Element der Diagnosestellung neben anderen herangezogen werden. Im 

Bericht des Hausarztes vom 26. März 2018 wird im Übrigen weder in der Liste der 

Diagnosen noch in der Beurteilung eine Lebererkrankung erwähnt. Die Radiologie des 

Spitals Y.__ stellte am 27. Mai 2016 eine ausgeprägte Fettleber (steatosis hepatis) und 

am 27. März 2018 eine deutliche Verbesserung fest. Angesichts der zahlreichen 

möglichen Ursachen dieser Erkrankung schliesst dieser Umstand indessen den 

festgestellten übermässigen Alkoholkonsum nicht aus.

3.4.6. Angesichts der Beweiskraft der Analysen der Haarproben vom 8. Januar 2018 

und vom 1. Februar 2018 erweist sich die Rüge des Beschwerdeführers, es seien nicht 

in ausreichendem Mass Fremdauskünfte eingeholt und dem Bericht des Hausarztes 

vom 26. März 2018 zu wenig Rechnung getragen worden, als unbehelflich. Dass der 

Hausarzt angibt, eine Alkoholproblematik sei ihm nicht bekannt gewesen, vermag an 

der Schlüssigkeit des Gutachtens deshalb nichts zu ändern. Im Übrigen schliesst er 

letztlich das Bestehen einer Alkoholmissbrauchsproblematik nicht völlig aus, sondern 

empfiehlt vielmehr eine Oberbegutachtung. Der vom Beschwerdeführer vorgebrachte 

berufliche Erfolg und seine Unauffälligkeit einerseits und ein Alkoholmissbrauch 

anderseits schliessen sich nicht aus (vgl. dazu BGer 1C_701/2017 vom 14. Mai 2018 

E. 3.3).

3.4.7. Dass mit der Analyse der am 4. Juli 2018 abgenommenen Haarprobe von einer 

Länge von bis 5,5 Zentimetern davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer in 

den der Entnahme vorangehenden fünfeinhalb Monaten keinen Alkohol konsumierte, 

spricht nicht gegen eine im Zeitpunkt der Verfügung des Sicherungsentzuges am 6. 

April 2018 bestandene Trunksucht im verkehrsrechtlichen Sinn, sondern – aber 

immerhin – dafür, dass der Beschwerdeführer im Begriff ist, die festgestellte 

Abhängigkeit zu überwinden. Hat einmal eine Trunksucht im Sinn von Art. 16d Abs. 1 

Ingress und lit. b SVG vorgelegen, so wird eine Heilung nach der Rechtsprechung in 

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der Regel erst nach einer mindestens einjährigen kontrollierten Abstinenz angenommen 

(vgl. dazu BGer 6A.66/2004 vom 7. Dezember 2004 E. 2.2 und 3.1).

4. Zusammenfassend stützt sich die Feststellung einer medizinischen 

Alkoholabhängigkeit mit hoher Verkehrsrelevanz, allenfalls eines verkehrsrelevanten 

Alkoholmissbrauchs auf ein schlüssiges, nachvollziehbares und widerspruchsfreies 

verkehrsmedizinisches Gutachten, welches nicht bloss auf die EtG-Werte in den 

Haarproben, sondern auf zusätzliche ergänzende Abklärungen – insbesondere die 

Prüfung der persönlichen Verhältnisse, die Aufarbeitung der Trunkenheitsfahrt vom 

23. November 2017, die allgemeinen vom Beschwerdeführer nicht einheitlich 

geschilderten Trinkgewohnheiten sowie dessen subjektive Einstellung dazu abstellte. 

Der festgestellte längerfristig übermässige Alkoholkonsum und die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte jährlich Fahrtleistung von vierzig- bis 

fünfzigtausend Kilometern lassen den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer 

jedenfalls im Zeitpunkt der Anordnung des Sicherungsentzugs durch den 

Beschwerdegegner am 8. April 2018 nicht mehr in der Lage war, Alkoholkonsum und 

Strassenverkehr ausreichend zu trennen.

Die Einholung eines Obergutachtens erübrigt sich unter diesen Umständen. Der 

entsprechende Verfahrensantrag ist abzuweisen, und die Rüge, die Vorinstanz habe 

den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie kein 

solches Gutachten einholte, erweist sich als unbegründet

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist 

dementsprechend, soweit auf sie eingetreten werden kann, abzuweisen.

6. (…).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 2'000 unter Verrechnung mit dem von ihm in der gleichen Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss.

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3. Ausseramtliche Kosten werden für das Beschwerdeverfahren nicht entschädigt.

Der Abteilungspräsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                                              Scherrer

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 21.11.2018
	Strassenverkehr, Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG. Bei diagnostizierter Alkoholabhängigkeit ist ein Sicherungsentzug in aller Regel zwingend. Massgebend ist der Zeitpunkt der Verfügung. Deutlich erhöhte Ethylglucuronid (EtG)-Werte vermögen eine ausreichende verkehrsmedizinische Abklärung als Voraussetzung für den Sicherungsentzug nicht vollständig zu ersetzen. Ausreichende konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Haarprobe verwechselt wurde, liegen nicht vor. Die abnehmenden Konzentrationen beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und lassen sich mit der Einschränkung und Einstellung des Alkoholkonsums durch den Beschwerdeführer erklären. Mit einem EtG-Gehalt von 100 pg/mg ist nicht ein gegenüber einem EtG-Gehalt von 30 pg/mg dreifach so hoher Alkoholkonsum nachgewiesen. Entscheidend ist, dass die ermittelten Werte einen weit übermässigen Alkoholkonsum in den fraglichen Zeiträumen nachweisen. Die am Diagnoseschlüssel ICD-10 ausgerichteten Schlussfolgerungen, die der Gutachter unter anderem aus den Akten, der körperlichen Untersuchung und den Ausführungen des Beschwerdeführers zog, erscheinen nachvollziehbar, schlüssig und widerspruchsfrei (Verwaltungsgericht, B 2018/207).

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