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**Case Identifier:** d08172c0-6b39-54f1-988f-fac332d1c44a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 01.02.2021 ZK1 2021 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-6_2021-02-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 01. Februar 2021

Referenz ZK1 21 6

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Nydegger und Moses
Sigron, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B._____ 

Gegenstand Fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Ärztliche Einweisung vom 20. Januar 2021 

Mitteilung 09. Februar 2021

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I. Sachverhalt

A. A._____, geboren am A._____ 1973, wurde mit Verfügung vom 20. Januar 
2021 durch Dr. med. D._____, Kantonsspital E._____, gestützt auf Art. 426 und 
Art. 429 f. ZGB für die Dauer von maximal sechs Wochen in der Klinik F._____, 
fürsorgerisch untergebracht. Als Grund für die Einweisung wurde angeführt, dass 
bei A._____ eine schwere Verwahrlosung und fehlende Urteilsfähigkeit bezüglich 
Wohnform bei psychischer Störung und Drogenabhängigkeit vorliege.

B. Mit Eingabe vom 26. Januar liess A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) 
durch die G._____ Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erheben 
und die sofortige Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung beantragen.

C. Mit Schreiben vom 25. Januar 2021 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Klinik F._____ unter Fristan-
setzung bis zum 26. Januar 2021 um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, 
inwiefern die Voraussetzungen für eine weitere fürsorgerische Unterbringung aus 
ärztlicher Sicht gegeben seien. Weiter forderte er die wesentlichen Klinikakten 
über den Beschwerdeführer an.

D. Am 26. Januar 2021 reichte die Klinik F._____ den angeforderten Bericht 
ein. In diesem wird ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer die Diagnose psychi-
sche Verhaltensstörung durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum psycho-
troper Substanzen sowie eine mittelgradige Intelligenzminderung gestellt worden 
sei. Auf der offenen Station der Klinik F._____ habe der Beschwerdeführer mit 
starken und raschen Stimmungsumschwüngen und aggressiven Ausbrüchen, Be-
drohung und aufsässigem Verhalten imponiert. Dabei sei es zu körperlicher Ag-
gressivität gegen Gegenstände sowie Bedrohung gegenüber Mitarbeitern und Mit-
patienten gekommen. Es bestehe eine stark eingeschränkte Krankheitseinsicht, 
welche die Selbstgefährdung bedinge. Der Beschwerdeführer sei kaum in der La-
ge, die täglichen Verrichtungen ohne Unterstützung zu erledigen und könne die 
Konsequenzen seines Handelns nicht abschätzen. Es bestehe weiterhin eine aku-
te Eigen- sowie Fremdgefährdung bei noch zu optimierender psychopharmakolo-
gischer Behandlung. Eine stationäre Therapie und engmaschig überwachte psy-
chopharmakologische Behandlung seien dringend indiziert, weswegen die fürsor-
gerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht noch nicht aufgehoben werden könne. 

E. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden vom 27. Januar 2021 
wurde Dr. med. C._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ge-

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stützt auf Art. 439 Abs. 3 ZGB in Verbindung mit Art. 450e Abs. 3 ZGB mit der Be-
gutachtung des Beschwerdeführers betraut.

F. Der Gutachter Dr. med. C._____ bestätigte in seinem Kurzgutachten, datie-
rend vom 28. Januar 2021, dass beim Beschwerdeführer die von der Klinik 
F._____ gestellte Diagnose einer Psychischen und Verhaltensstörung durch mul-
tiplen Substanzgebrauch mit Abhängigkeit (ICD-10: F19.2) vorliege. Soweit er dies 
im Rahmen der erfolgten Untersuchung beurteilen könne, scheine auch die Dia-
gnose der mittelgradigen Intelligenzminderung (ICD-10: F71) plausibel. Aufgrund 
dieser Intelligenzminderung bestehe keine Krankheits- und Problemeinsicht. Der 
Beschwerdeführer könne die Konsequenzen seines Handelns und die Tragweite 
seiner Entscheidungen nicht abschätzen. Er berichte auch darüber, dass er gele-
gentlich in Anspannungszustände gerate, die sich laut Bericht der Klinik in aggres-
siven Verhaltensweisen entladen würden. Gemäss Gutachter sei der Beschwerde-
führer weiterhin auf eine fürsorgerische Unterbringung angewiesen. Bei Ausblei-
ben einer medikamentösen Behandlung bestehe die Gefahr, dass der Beschwer-
deführer sehr rasch verwahrlose und sich in ähnliche Gefahr begebe, wie es am 
20. Januar 2021 der Fall gewesen sei. Aufgrund der fehlenden Krankheits- und 
Behandlungseinsicht könne die Betreuung nicht im ambulanten Rahmen gewähr-
leistet werden. 

G. Am 1. Februar 2021 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Beschwerde-
führer persönlich teilnahm und befragt wurde. Nach durchgeführter Urteilsberatung 
wurde der anwaltlichen Vertretung des Beschwerdeführers und der ärztlichen Lei-
tung der Klinik F._____, auch zu Handen des Beschwerdeführers, noch gleichen-
tags das vorzeitige Entscheiddispositiv zugestellt.

H. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten 
wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist eine fürsorgerische Unterbrin-
gung gemäss Art. 426 ff. ZGB. Das Kantonsgericht von Graubünden ist hierfür 
einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in Verbindung 
mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; 
BR 210.100]).

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1.2. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine ärztlich angeordnete fürsorge-
rische Unterbringung nach Art. 429 Abs. 1 ZGB. Dagegen kann die betroffene 
oder eine ihr nahestehende Person innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen 
Gericht Beschwerde erheben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist 
nicht notwendig (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). Vorliegend 
handelt es sich um eine Beschwerde der betroffenen Person. Die Beschwerdefrist 
wurde mit Eingabe vom 26. Januar 2021 gewahrt (act. 06). Daher ist auf die frist- 
und formgerechte Beschwerde einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsät-
ze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor 
der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den 
Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (vgl. Lorenz Droe-
se/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in 
Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime 
und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze 
bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach 
dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gericht-
lichen Beschwerdeinstanz (vgl. Luca Maranta/Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 
2018, N 1 f. zu Art. 446 ZGB m.w.H.). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 
Ziff. 4 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK; SR 0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- und Rechtsfra-
gen wie auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen 
volle Kognition zukommt.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden und in dem Sinne aktuell sein, dass es 
sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussern muss 
(BGE 143 III 189 E. 3.2 f.; Thomas Geiser/Mario Etzensberger in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 
2018, N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], 

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Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl., Basel 2018, N 19 zu Art. 450e 
ZGB). Mit dem Kurzgutachten vom 28. Januar 2021 von Dr. med. C._____, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, welcher den Beschwerdeführer per-
sönlich untersucht hat, wurde dieser Vorschrift Genüge getan (act. 10).

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 1. Februar 2021 wur-
de diese Vorgabe umgesetzt (Prot. S. 1 ff.).

3. Neben der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde können gemäss 
Art. 429 Abs. 1 ZGB auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärz-
te eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen, anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und ihr 
anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen 
Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dies bedeutet, dass die 
Untersuchung dem Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. 
Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 20 ff. zu Art. 429/430 ZGB). Der 
einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine klinische Untersuchung und soweit 
möglich nach einem Gespräch mit der betroffenen Person eine Meinung bilden 
(vgl. Olivier Guillod, in: Büchler et al. [Hrsg.], Erwachsenenschutz, Fam-
Kommentar, Bern 2013, N 4 zu Art. 430 ZGB).

Dr. med. D._____ ist Facharzt für Innere Medizin im Kantonsspital Graubünden. 
Damit war er gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der 
Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KESV; BR 215.010) als 
im Kanton zur selbstständigen Berufsausübung zugelassener Arzt der Grundver-
sorgung zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung legitimiert. Die ärztli-
che Untersuchung fand am 20. Januar 2021 statt. Zudem enthält die Verfügung 
vom 20. Januar 2021 die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimal-
angaben (act. 05.1).

4.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person wird ent-

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lassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der persön-
lichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
a.a.O., N 6 vor Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Perso-
nenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062 [zit.: Bot-
schaft]). Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist 
einer der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, 
geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung bezie-
hungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige 
Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung 
beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Ge-
setzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Die genannten Vorausset-
zungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang ver-
ständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung 
nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer 
Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbe-
schränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Un-
terbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann (Verhält-
nismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck auch 
tauglich ist (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB).

4.2. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer einer der im Gesetz ge-
nannten Schwächezustände vorliegt, welcher die persönliche Fürsorge notwendig 
macht. Die psychische Störung umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der 
Psychiatrie, d.h. Psychosen und Psychopathien, seien sie körperlich begründbar 
oder nicht (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des 
Rechts, der sich aber auf die medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist 
aus der modernen Medizin entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO 
(ICD; International Classification of Disturbances [vgl. Thomas Geiser/Mario Et-
zensberger, a.a.O., N 15 f. zu Art. 426 ZGB]).

Dr. med. C._____ kam in seinem Kurzgutachten vom 28. Januar 2021 aufgrund 
der Vorakten, den Unterlagen der Klinik F._____ sowie seinen eigenen Beobach-
tungen anlässlich der psychiatrischen Untersuchung am 28. Januar 2021 zum 
Schluss, dass beim Beschwerdeführer eine Psychische und Verhaltensstörung 

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durch multiplen Substanzgebrauch mit Abhängigkeit (ICD-10: F19.2) vorliege (act. 
10). Dabei handelt es sich um eine psychische Störung im juristischen Sinne. Da-
mit ist beim Beschwerdeführer der gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB für die fürsorgeri-
sche Unterbringung erforderliche Schwächezustand grundsätzlich gegeben.

4.3. Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung bzw. Betreuung.

Im Bericht der Psychiatrischen Klinik F._____ vom 26. Januar 2021 und im Kurz-
gutachten vom 28. Januar 2021 wird diese Notwendigkeit grundsätzlich bejaht. Dr. 
med. C._____ hält in seinem Kurzgutachten fest, dass der Beschwerdeführer ge-
genwärtig auf eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik angewie-
sen sei. Aufgrund der fehlenden Krankheitseinsicht und der fehlenden Compliance 
könne die Betreuung nicht im ambulanten Rahmen gewährleistet werden, da der 
Beschwerdeführer diese nicht wahrnehmen würde. Es sei zu befürchten, dass er 
sich ohne stationäre Behandlung nach kurzer Zeit selber wieder in Gefahr bringen 
würde (act. 10). Auch die Klinik F._____ führte in ihrer Stellungnahme vom 26. Ja-
nuar 2021 aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines Zustands dringend 
weiterhin eine medikamentöse und sozialpsychiatrische Behandlung im statio-
nären Setting benötige. Es bestehe eine akute Eigen- sowie Fremdgefährdung bei 
fehlender Krankheitseinsicht. Zudem habe der Beschwerdeführer aufgrund seiner 
aggressiven Verhaltensweisen in keinem Wohnheim dauerhaft untergebracht wer-
den können (act. 05). Angesichts des Gutachtens, der Stellungnahme der Klinik 
F._____ und der Vorakten scheint die Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerde-
führers ausgewiesen und kann daher als gegeben betrachtet werden. Dennoch 
stellt sich die Frage, ob die fürsorgerische Unterbringung angesichts des schwe-
ren Eingriffs in die persönliche Freiheit der Betroffenen im konkreten Fall noch als 
verhältnismässig erscheint.

4.4. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange aufrechterhalten werden darf, als mit 
einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu 
rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung 
des Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten 
Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Drit-
ten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krank-
heit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 
III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesgerichtsurteile 5A_312/2007 vom 
10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5.3). Gemäss Art. 426 

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Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Voraussetzungen für eine Un-
terbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschreibung beabsichtigte der Ge-
setzgeber eine im Vergleich zum alten Recht restriktivere Regelung der Entlas-
sungsvoraussetzungen, welche der sog. Drehtürpsychiatrie entgegenwirken sollte 
(vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7063). Der Entscheid über die Entlassung ist stets an-
hand des Zustandes der betroffenen Person im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen 
(vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist 
eine Interessenabwägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unter-
bringung, nämlich die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung im Entlassungszeitpunkt, vorzunehmen. Aus dem Grundsatz der Verhält-
nismässigkeit ergibt sich des Weiteren, dass die nötige Behandlung oder Betreu-
ung nicht anders erfolgen können darf als mit der Einweisung in eine Einrichtung. 
Mit anderen Worten muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, 
den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu Thomas Geiser/Mario Et-
zensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Olivier Guillod, a.a.O., N 64 f. zu 
Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen Erwach-
senenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als leichtere Massnahme kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung sowie der freiwilligen Sozialhilfe entscheidende Bedeutung zu 
(Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 24 zu Art. 426 ZGB).

4.4.1. Aus der einweisenden Verfügung vom 20. Januar 2021 ergibt sich, dass der 
Beschwerdeführer aufgrund von Drohungen und massivem Widerstand in Beglei-
tung der Polizei in die Klinik eingeliefert worden sei. Er sei zuvor im Rahmen einer 
inoffiziellen Beurlaubung der PDGR unterkühlt aufgefunden worden (act. 05.1). 

Die Klinik F._____ führt in ihrem Bericht vom 26. Januar 2021 dazu aus, dass der 
Beschwerdeführer nach Zuweisung per FU initial auf der geschützten Not-
fallstation hospitalisiert worden sei und bei ausreichender Absprachefähigkeit auf 
die offene Akutstation D21 verlegt werden konnte. Auf der offenen Station der Kli-
nik F._____ habe er mit starken und raschen Stimmungsumschwüngen und ag-
gressiven Ausbrüchen, Bedrohung und aufsässigem Verhalten imponiert. Dabei 
sei es zu körperlicher Aggressivität gegen Gegenstände sowie Bedrohung ge-
genüber Mitarbeitern und Mitpatienten gekommen. Die Reizschwelle des Be-
schwerdeführers sei niedrig und die jeweiligen Anspannungszustände würden sich 
im Rahmen aggressiver Verhaltensweisen entladen. Der Beschwerdeführer sei 
kaum in der Lage, die täglichen Verrichtungen ohne Unterstützung zu erledigen 
und könne die Konsequenzen seines Handelns nicht abschätzen. Nach einem 

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aggressiven Ausbruch am 25. Januar 2021 habe er wieder auf die geschützte Not-
fallstation verlegt werden müssen (act. 05).

4.4.2. Gemäss Kurzgutachten von Dr. med. C._____ seien die Konzentrations- 
und Auffassungsfähigkeit sowie das Langzeitgedächtnis des Beschwerdeführers 
während der Begutachtung in der Klinik etwas beeinträchtigt gewesen. Sein for-
maler Gedankengang sei unauffällig gewesen, teilweise habe er undeutlich artiku-
liert. Es hätten sich keine Beeinträchtigungen der Bewusstseinsklarheit und weder 
Zwangsgedanken noch inhaltliche Denkstörungen, etwa in Form von wahnhaften 
Gedanken oder Wahnwahrnehmungen, gezeigt.

Die Gründe, welche am 20. Januar 2021 zur fürsorgerischen Unterbringung ge-
führt hätten, würden weiterhin bestehen. Aufgrund der Intelligenzminderung be-
stehe keine Krankheits- und Problemeinsicht. Der Beschwerdeführer könne die 
Konsequenzen seines Handelns und die Tragweite seiner Entscheidungen nicht 
abschätzen. Gemäss Gutachter sei der Beschwerdeführer weiterhin auf eine für-
sorgerische Unterbringung angewiesen. Längerfristig benötige er eine intensiv 
betreute Wohnform. Aufgrund von aggressiven Durchbrüchen sei allenfalls eine 
medikamentöse Behandlung gegen seinen Willen notwendig, da bei Ausbleiben 
dieser Behandlung die Gefahr bestehe, dass der Beschwerdeführer sehr rasch 
verwahrlose und sich in ähnliche Gefahr begebe, wie es am 20. Januar 2021 der 
Fall gewesen sei. Aufgrund der fehlenden Krankheits- und Behandlungseinsicht 
könne die Betreuung nicht im ambulanten Rahmen gewährleistet werden (act. 10).

4.4.3. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand des 
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. Anlässlich 
der Verhandlung vom 1. Februar 2021 konnte sich die Beschwerdeinstanz ein Bild 
vom Beschwerdeführer machen. Dieser erschien normal gekleidet und machte 
einen ruhigen Eindruck. Die ihm gestellten Fragen konnte er adäquat, jedoch teil-
weise in undeutlicher Sprache beantworten. Insgesamt wirkte der Beschwerdefüh-
rer teilweise unsicher und seine Antworten waren an einigen Stellen verwirrend, 
namentlich hinsichtlich der Begründung des Vorfalls, welcher zur fürsorgerischen 
Unterbringung führte sowie bezüglich erfolgtem Kontakt mit der Beiständin sowie 
dem Gutachter, wobei er bestritt, mit letzterem überhaupt ein Gespräch geführt zu 
haben. In der Konfrontation mit der Diagnose zeigte sich der Beschwerdeführer 
nicht krankheitseinsichtig. Angesprochen auf den Einweisungsgrund oder seine 
Krankheit reagierte er abweisend und schien den Ernst seiner psychischen Er-
krankung zu verkennen (Prot. S. 1 ff.).

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In Anbetracht der Ausführungen des Gutachters, der Stellungnahme der Klinik 
F._____ und dem Eindruck des Gerichts an der Hauptverhandlung vom 1. Februar 
2021 kann die geforderte konkrete, unmittelbare und erhebliche Selbstgefährdung 
als erwiesen angesehen werden.

4.4.4. Als letzte kumulative Voraussetzung für eine rechtmässige fürsorgerische 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Dass die Klinik F._____ eine 
geeignete Einrichtung für eine stationäre Behandlung in geschlossenem Rahmen 
darstellt, steht in vorliegendem Fall ausser Frage, womit die fürsorgerische Unter-
bringung auch unter diesem Aspekt den Grundsatz der Verhältnismässigkeit 
wahrt.

5. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nach wie vor erfüllt sind. Das 
Gutachten wie auch die mündliche Verhandlung haben aufgezeigt, dass die psy-
chische Störung des Beschwerdeführers eine stationäre Behandlung unumgäng-
lich macht. Der Beschwerdeführer zeigt keinerlei Krankheitseinsicht und geringe 
Behandlungseinsicht. Er scheint nicht in der Lage, für sich und seine Gesundheit 
zu sorgen. Dies betrifft insbesondere die fehlende Urteilsfähigkeit bezüglich einer 
geeigneten Wohnform oder Unterbringung. Letztere kann momentan nur in einem 
stationären Rahmen sichergestellt werden. An dieser Stelle wird jedoch die Psych-
iatrische Klinik F._____ angewiesen, möglichst rasch zusammen mit einem allfälli-
gen Beistand oder der zuständigen Erwachsenenschutzbehörde eine angemesse-
ne Anschlusslösung zu finden (Klärung der betreuten Wohnsituation, ambulante 
medizinische Behandlung etc.), wie dies bereits bei früheren Austritten des Be-
schwerdeführers der Fall gewesen ist. 

6.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB i.V.m. Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Angesichts der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers, 
welcher lediglich über eine IV-Rente verfügt, rechtfertigt es sich vorliegend, im 
Sinne von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu ver-
zichten. Damit verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt 
CHF 2'100.00 (CHF 1'500.00 Gerichtskosten und CHF 600.00 Gutachterkosten) 
beim Kanton Graubünden.

6.2. Der Beschwerdeführer hat für das Verfahren ZK1 21 6 vor dem Kantonsge-
richt von Graubünden ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge gestellt. Da der Beschwerdeführer ausschliesslich von seiner IV-Rente lebt, 

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verfügt er offenkundig nicht über die zur Prozessführung erforderlichen Mittel. Im 
Weiteren erscheint sein Rechtsbegehren nicht aussichtslos. Die Voraussetzungen 
für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 117 ZPO für das 
Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht sind somit erfüllt. Die Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege mit Wirkung ab Gesuchstellung entbindet den 
Beschwerdeführer von den Gerichtskosten sowie den Kosten der eigenen Rechts-
vertretung (Art. 118 Abs. 1 ZPO). Die gedeckten Kosten gehen nach Massgabe 
von Art. 122 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der Ge-
richtskasse bezahlt (Art. 12 Abs. 3 EGzZPO). Als Rechtsbeistand im Sinne von 
Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO wird Rechtsanwalt B._____, Lachen, ernannt. Der Stun-
denansatz des Rechtsbeistands beträgt CHF 200.00 zuzüglich notwendige Bar-
auslagen und Mehrwertsteuer und es werden keine Zuschläge gewährt (Art. 5 der 
Honorarverordnung [HV; BR 310.250]). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 1. 
Februar 2021 reichte B._____ die entsprechende Honorarnote über CHF 608.50 
ein. Diese ist nicht zu beanstanden und der Rechtsvertreter entsprechend zu ent-
schädigen.

6.3. Das Gericht kann die unentgeltliche Rechtspflege entziehen, wenn der An-
spruch darauf nicht mehr besteht, wobei dieser Entzug auch rückwirkend erfolgen 
kann, wenn der Anspruch nie bestanden hat (Art. 120 ZPO). Der Beschwerdefüh-
rer ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist. Der diesbezüg-
liche Anspruch des Kantons Graubünden verjährt zehn Jahre nach Abschluss des 
Verfahrens (Art. 123 Abs. 1 und 2 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. A._____ wird mit Wirkung ab Gesuchseinreichung im Verfahren ZK1 21 6 
vor dem Kantonsgericht von Graubünden die Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege im Sinne von Art. 118 Abs. 1 ZPO erteilt. Zum Rechts-
vertreter wird Rechtsanwalt MLaw B._____,  ernannt.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'100.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 600.00 Gutachterkosten) gehen zu 
Lasten des Kantons Graubünden. 

4. Die Kosten der Rechtsvertretung von A._____ von CHF 608.50 (inkl. Spe-
sen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt der Rückforderung von Art. 123 
ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der Gerichtskas-
se bezahlt.

5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an:
– Rechtsanwalt MLaw B._____, auch zu Handen der Mandantschaft (im 

Doppel)
– Psychiatrische Klinik F._____, Ärztliche Leitung, Loëstrasse 220, 7000 

Chur
– Steuerverwaltung des Kantons Graubünden, Abt. Rechnungswesen, 

Steinbruchstrasse 18, 7001 Chur (im Dispositiv)