# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e101b2a8-4d9f-534a-a5ac-ebf070d1f88a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-24
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 24.10.2023 ZSU.2023.189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2023-189_2023-10-24.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 4. Kammer 

 

 

ZSU.2023.189  
(SZ.2023.263)  

Art. 139 

 

 

Entscheid vom 24. Oktober 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Plüss  

Gerichtsschreiber Huber          

 

 
   

Gesuchsteller  Kanton Aargau, 

handelnd durch Gerichte Kanton Aargau, Generalsekretariat,  

Zentrale Inkassostelle der Gerichte, Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau 

 

 
   

Gesuchgegnerin   A._____, 

[…]   

 

 
 

Gegenstand  Nachzahlung / Fristerstreckung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Mit Eingabe vom 13. Juli 2023 stellte die Zentrale Inkassostelle der Ge-

richte Kanton Aargau beim Präsidium des Bezirksgerichts Baden das Ge-

such, A._____ sei zur Nachzahlung von Verfahrenskosten in der Höhe von 

Fr. 4'171.50 zu verpflichten.  

 

2. 

2.1. 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Baden stellte A._____ mit Verfügung 

vom 19. Juli 2023 das Gesuch zu und setzte ihr eine Frist von zehn Tagen 

an, um sich lückenlos über ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse 

auszuweisen. Diese Verfügung wurde A._____ am 21. Juli 2023 zugestellt. 

 

2.2. 

Die Gesuchsgegnerin ersuchte mit Eingabe vom 30. Juli 2023 (Postauf-

gabe am 9. August 2023) um Erstreckung der Frist zur Einreichung der Un-

terlagen bis Ende September 2023. 

 

2.3. 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Baden wies das Fristerstreckungsge-

such mit Verfügung vom 10. August 2023 ab. 

 

3. 

3.1. 

Gegen diese ihr am 11. August 2023 zugestellte Verfügung erhob die Ge-

suchsgegnerin mit Eingabe vom 21. August 2023 bei der Präsidentin des 

Bezirksgerichts Baden Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, die 

Verfügung vom 10. August 2023 sei aufzuheben und ihr Fristerstreckungs-

gesuch sei zu bewilligen. 

 

Die Präsidentin des Bezirksgerichts Baden leitete die Beschwerde am 

22. August 2023 zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons 

Aargau weiter. 

 

3.2. 

Auf die Zustellung der Beschwerde an den Gesuchsteller zur Erstattung 

einer Beschwerdeantwort wurde verzichtet. 

 

  

 - 3 - 

 

 

 

   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Prozessleitende Verfügungen sind gemäss Art. 319 lit. b ZPO mit Be-

schwerde anfechtbar in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen (Ziff. 1) oder 

wenn durch sie ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht 

(Ziff. 2). 

 

Die angefochtene Verfügung vom 10. August 2023, mit der die Präsidentin 

des Bezirksgerichts Baden das Fristerstreckungsgesuch der Gesuchsgeg-

nerin abgewiesen hat, ist eine gestützt auf Art. 144 Abs. 2 ZPO erlassene 

prozessleitende Verfügung, welche bloss unter der Voraussetzung, dass 

durch die darin getroffene Anordnung ein nicht leicht wiedergutzumachen-

der Nachteil drohen würde, mit Beschwerde angefochten werden kann 

(Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO).  

 

Der nicht leicht wiedergutzumachende Nachteil i.S.v. Art. 319 lit. b Ziff. 2 

ZPO ist von der beschwerdeführenden Partei zu behaupten und nachzu-

weisen. Nur bei offenkundigen Nachteilen kann von dieser strengen Be-

weislast der beschwerdeführenden Partei abgewichen werden (KARL SPÜH-

LER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 

2017, N. 14 zu Art. 319 ZPO; ALEXANDER BRUNNER/MORITZ VISCHER, in: 

Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, N. 12 zu Art. 319 ZPO). Die Gesuchs-

gegnerin machte in ihrer Beschwerde keine Ausführungen zur Frage, ob 

ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil drohen würde, wenn sie die 

Verfügung der Präsidentin des Bezirksgerichts Baden vom 10. August 

2023 nicht mit Beschwerde anfechten könnte. Ein nicht (leicht) wiedergut-

zumachender rechtlicher Nachteil ist jedoch offensichtlich. Hätte die ange-

fochtene Verfügung Bestand, könnte die Vorinstanz ohne weiteres auf-

grund der Akten entscheiden (Art. 256 Abs. 1 ZPO), ohne dass die Ge-

suchsgegnerin noch hätte zum Gesuch des Gesuchstellers Stellung neh-

men und sich über ihre aktuellen Einkommens- und Vermögensverhält-

nisse ausweisen können. Aufgrund des Novenverbots von Art. 326 Abs. 1 

ZPO könnte sie dies auch nicht in einem allfälligen Beschwerdeverfahren 

nachholen. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 10. August 2023 ist 

daher gegeben. 

 

1.2. 

Mit der Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung und die of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht wer-

den (Art. 320 ZPO). Offensichtlich unrichtig bedeutet willkürlich (Urteil des 

Bundesgerichts 4A_149/2017 vom 28. September 2017 E. 2.2). Neue An-

träge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausge-

schlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Das gilt sowohl für echte als auch für un-

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echte Noven, da die Beschwerde nicht der Fortführung des erstinstanzli-

chen Prozesses, sondern grundsätzlich nur der Rechtskontrolle des erstin-

stanzlichen Entscheids dient (DIETER FREIBURGHAUS/SUSANNE AFHELDT, 

in: THOMAS SUTTER-SOMM/FRANZ HASENBÖHLER/CHRISTOPH LEUENBERGER 

[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 

2016, N. 3 f. zu Art. 326 ZPO). 

 

2. 

2.1. 

Die Gesuchsgegnerin ersuchte die Vorinstanz mit Eingabe vom 30. Juli 

2023 um Erstreckung der Frist zur Einreichung von Unterlagen zu ihren 

Einkommens- und Vermögensverhältnissen bis Ende September 2023, 

was die Vorinstanz mit der vorliegend angefochtenen Verfügung ablehnte. 

Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, ihre Verfügung 

vom 19. Juli 2023 sei am 21. Juli 2023 an der Wohnadresse der Gesuchs-

gegnerin deren volljährigem Sohn übergeben worden und gelte damit als 

zugestellt. Die Frist von zehn Tagen habe somit am 22. Juli 2023 zu laufen 

begonnen und am 31. August 2023 (recte: 31. Juli 2023) geendet, unab-

hängig davon, wann die Gesuchsgegnerin von der Verfügung Kenntnis er-

halten habe. Die Eingabe der Gesuchsgegnerin sei zwar auf den 30. Juli 

2023 datiert, jedoch gemäss Poststempel erst am 9. August 2023 der 

Schweizerischen Post übergeben worden. Somit sei das Fristerstreckungs-

gesuch der Gesuchsgegnerin erst nach Ablauf der richterlichen Frist ge-

stellt worden. Nach Ablauf der Frist könne aber keine Fristerstreckung mehr 

erfolgen, weshalb das Gesuch der Gesuchsgegnerin abzuweisen sei. Die 

Gesuchsgegnerin habe sodann weder Wiederherstellungsgründe vorge-

bracht (d.h. dass ihr die Wahrung der Frist objektiv und subjektiv unmöglich 

gewesen sei und sie an der Säumnis nur ein leichtes Verschulden treffe) 

noch Belege dafür eingereicht. Mangels Nachweises könne weiter nicht ge-

prüft werden, ob die Wiederherstellung innert zehn Tagen seit Wegfall des 

Säumnisgrunds eingereicht worden sei. Unter diesen Umständen könne 

auch keine Wiederherstellung der Frist erfolgen.  

 

2.2. 

Die Gesuchsgegnerin wandte dagegen in ihrer Beschwerde ein, sie sei mit 

der Argumentationslinie und dem sich daraus ergebenden Entscheid der 

Vorinstanz nicht einverstanden. In der Zeit vom 21. Juli 2023 bis mindes-

tens 18. August 2023 sei sie aufgrund einer psychischen Erkrankung (akute 

Psychose) weder zurechnungs- noch verhandlungsfähig gewesen. Dem-

entsprechend sei sie nicht in der Lage gewesen, juristische Geschäfte 

wahrzunehmen und durchzuführen. Aus diesen Gründen beantrage sie 

eine Fristwiederherstellung sowie die Gutheissung ihres ursprünglichen 

Fristerstreckungsgesuchs.  

 

 - 5 - 

 

 

 

3. 

3.1. 

Gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO können gerichtliche Fristen aus zureichenden 

Gründen erstreckt werden, wenn das Gericht vor Fristablauf darum ersucht 

wird. Das Gesuch muss somit spätestens am letzten Tag der Frist nach 

den Vorschriften über die Einhaltung von Fristen für Eingaben (Art. 143 

Abs. 1 und 2 ZPO) eingereicht werden (ADRIAN STAEHELIN, in: THOMAS SUT-

TER-SOMM/FRANZ HASENBÖHLER/CHRISTOPH LEUENBERGER [Hrsg.], Kom-

mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N. 6 zu 

Art. 144 ZPO). Nach Art. 143 Abs. 1 ZPO müssen Eingaben spätestens am 

letzten Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben werden. Art. 143 Abs. 2 ZPO bezieht 

sich auf die Einreichung elektronischer Eingaben und ist deshalb im vorlie-

genden Fall nicht anwendbar. 

 

Die Vorinstanz stellte fest, dass die eingeschriebene Postsendung mit der 

Verfügung vom 19. Juli 2023 am 21. Juli 2023 vom volljährigen Sohn der 

Gesuchsgegnerin entgegengenommen und damit gesetzeskonform (vgl. 

Art. 138 Abs. 1 und 2 ZPO) zugestellt worden sei. Damit habe die zehntä-

gige Frist am 22. Juli 2023 zu laufen begonnen und am 31. Juli 2023 geen-

det. Das am 9. August 2023 der Schweizerischen Post übergebene Frister-

streckungsgesuch vom 30. Juli 2023 sei somit verspätet eingereicht wor-

den. Diese (korrekten) Feststellungen wurden von der Gesuchsgegnerin in 

der Beschwerde nicht beanstandet, weshalb es dabei sein Bewenden hat. 

Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz die Voraussetzungen für 

eine Wiederherstellung der Frist zu Recht verneint hat. 

 

3.2. 

3.2.1. 

Auf Gesuch einer säumigen Partei kann das Gericht eine Nachfrist gewäh-

ren oder zu einem Termin erneut vorladen, wenn die Partei glaubhaft 

macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 148 Abs. 1 

ZPO). Das Gesuch ist innert zehn Tagen seit Wegfall des Säumnisgrunds 

einzureichen (Art. 148 Abs. 2 ZPO).  

 

Die Wiederherstellung setzt voraus, dass eine Frist oder ein gerichtlicher 

Termin gegen den Willen der betreffenden Partei nicht eingehalten wurde. 

Hat die Partei (oder ihr Vertreter) die Frist oder den Termin hingegen ab-

sichtlich, d. h. freiwillig und irrtumsfrei verstreichen lassen, ist eine Wieder-

herstellung nach Art. 148 ZPO ausgeschlossen (NICCOLÒ GOZZI, in: Basler 

Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 7 zu 

Art. 148 ZPO). Eine Wiederherstellung ist nur möglich, wenn die Wahrung 

einer Frist oder eines gerichtlichen Termins der säumigen Partei unmöglich 

war. Unmöglichkeit kann dabei sowohl durch objektive als auch subjektive 

(auch psychische) Hinderungsgründe (z.B. eine plötzliche Erkrankung der 

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Partei, wodurch diese effektiv davon abgehalten wird, selber innert Frist zu 

handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme der Prozesshandlung zu 

betrauen) ausgelöst werden. Gemäss Art. 148 Abs. 1 ZPO darf die säu-

mige Partei überdies kein oder nur ein leichtes Verschulden treffen (Urteil 

des Bundesgerichts 4A_20/2019 vom 29. April 2019 E. 2; GOZZI, a.a.O., 

N. 9 f. und N. 20 zu Art. 148 ZPO; STAEHELIN, a.a.O., N. 7 ff. zu Art. 148 

ZPO; URS H. HOFFMANN-NOWOTNY/KATRIN BRUNNER, in: Kurzkommentar 

Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, N. 5 f. zu Art. 148 

ZPO). 

 

Das Gesuch muss die Gründe für die beantragte Wiederherstellung benen-

nen und soweit möglich durch entsprechende Nachweise belegen. Die Be-

weismittel sind mit dem Wiederherstellungsgesuch einzureichen (GOZZI, 

a.a.O., N. 39 zu Art. 148 ZPO; STAEHELIN, a.a.O., N. 11 zu Art. 148 ZPO; 

HOFFMANN-NOWOTNY/BRUNNER, a.a.O., N. 9 zu Art. 148 ZPO; vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 6B_1154/2016 vom 1. November 2016 E. 2). 

 

3.2.2. 

Die Gesuchsgegnerin machte in ihrem Fristerstreckungsgesuch vom 

30. Juli 2023 geltend, sie sei aus gesundheitlichen Gründen nicht in der 

Lage, die geforderten Unterlagen zusammenzustellen. Sie sei IV-Rentnerin 

und in administrativen Angelegenheiten auf Unterstützung durch eine ver-

traute Person, die sich zur Zeit aber noch in den Ferien befinde (voraus-

sichtlich bis am 26. August 2023), angewiesen (vorinstanzliche Akten 

act. 7). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, hat die Gesuchsgegnerin 

für diese Behauptungen keine Belege eingereicht. Das Vorbringen, sie sei 

in der Zeit vom 21. Juli 2023 bis mindestens 18. August 2023 aufgrund ei-

ner psychischen Erkrankung (akute Psychose) weder zurechnungs- noch 

verhandlungsfähig gewesen, weshalb sie nicht in der Lage gewesen sei, 

sich mit rechtlichen Angelegenheiten zu befassen, hat die Gesuchsgegne-

rin nicht bereits vor Vorinstanz, sondern erstmals im Beschwerdeverfahren 

erhoben. Auch die Belege (Arztzeugnisse) bezüglich ihrer Zurechnungs- 

und Verhandlungsunfähigkeit im erwähnten Zeitraum hat sie zum ersten 

Mal mit der Beschwerde vorgelegt. Dabei handelt es sich somit um neue 

Tatsachenbehauptungen und Beweismittel, welche gemäss Art. 326 Abs. 1 

ZPO im Beschwerdeverfahren nicht zulässig sind. Anderes hat die Ge-

suchsgegnerin nicht geltend gemacht. Deshalb ist nicht zu beanstanden, 

dass die Vorinstanz die Voraussetzungen für die Wiederherstellung der von 

ihr angesetzten Frist verneint hat. 

 

3.3. 

Zusammenfassend hat die Vorinstanz zutreffend entschieden, dass die Ge-

suchsgegnerin das Fristerstreckungsgesuch vom 30. Juli 2023 verspätet 

gestellt hat und eine Wiederherstellung der Frist ausser Betracht fällt. Die 

Beschwerde ist demzufolge unbegründet und deshalb abzuweisen. 

 

 - 7 - 

 

 

 

4. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Gesuchsgegnerin die oberge-

richtliche Entscheidgebühr zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und ihre Par-

teikosten selber zu tragen. Der Gesuchsteller hatte keine Beschwerdeant-

wort zu erstatten (Art. 322 Abs. 1 ZPO), weshalb ihm keine Parteientschä-

digung zuzusprechen ist.  

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 300.00 wird der Gesuchs-

gegnerin auferlegt.  

 

3. 

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, kantonalen verfas-

sungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht innert 30 Tagen seit der Zustellung 

mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, angefochten werden, wenn sie einen nicht wieder gut-

zumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort 

einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kos-

ten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und vom 18. Dezember 

bis und mit 2. Januar (Art. 44 Abs. 1, Art. 82 ff., Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110] 

vom 17. Juni 2005). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG).  

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Aarau, 24. Oktober 2023 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 4. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Richli Huber