# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5987874-75c7-5684-a45b-7e9a8448cd1a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2008 C-4136/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4136-2008_2008-12-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4136/2008

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richterin Elena Avenati-
Carpani, Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Rentenanspruch); Verfügung der SAK vom 20. Mai 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4136/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  A._______,  geboren  [Geburtsdatum],  schwedischer 
Staatsangehöriger (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) 
in  Schweden  eine  Altersrente  beantragte  und  geltend  machte,  von 
1976  bis  1997  teilweise  in  der  Schweiz  bei  der  B._______  AG  in 
Z._______ gearbeitet und an die schweizerische Alters- und Hinterlas-
senenversicherung  Sozialversicherungsbeiträge  geleistet  zu  haben 
(act. SAK/1 – 16),

dass  die  Schweizerische  Ausgleichskasse  (nachfolgend:  SAK)  mit 
Schreiben  vom  4.  Oktober  2007  bei  der  Sozialversicherungsanstalt 
des Kantons Y._______ (nachfolgend: SVA) nach der kontoführenden 
Ausgleichskasse anfragte und eine Kopie aus dem individuellen Konto 
anforderte (act. SAK/18 – 20),

dass die SVA mit Schreiben vom 22. Oktober 2007 der SAK mitteilte, 
für  den  Versicherten  seien  keine  AHV-Beiträge  abgerechnet  worden 
(act. SAK/21), 

dass die SAK dem Versicherten am 29. Oktober 2007 mitteilte, für die 
Perioden 1976 – 1997 seien keine Beiträge zu seinen Gunsten geleis-
tet worden und er solle sämtliche in seinem Besitz befindlichen Unter-
lagen  betreffend  Arbeitsperioden  in  der  Schweiz  (Arbeitsbestätigun-
gen,  Lohnausweise,  Namen und  genaue  Adressen  von Ex-Arbeitge-
bern sowie eine Kopie des AHV-Ausweises) einreichen, andernfalls sie 
über  die  Rente aufgrund der  vorliegenden Akten entscheiden werde 
(act. SAK/22, 23),

dass  der  Beschwerdeführer  mit  undatiertem Schreiben (Eingang bei 
der  SAK: 23. November  2007)  geltend machte,  alle  Akten seien bei 
seinem ehemaligen Arbeitgeber in  Z._______, und ihm sei  in einem 
Telefon mit der Ehefrau seines Ex-Arbeitgebers bestätigt worden, dass 
die Rentenbeiträge einbezahlt worden seien (act. SAK/24, 25),

dass die Vorinstanz mit Schreiben vom 27. November 2007 beim ehe-
maligen Arbeitgeber die Auskünfte einzuholen versuchte (act. 27) und 
die Angaben auch erteilt wurden (undatiert, Eingang bei der SAK am 
7. Dezember 2007, act. SAK/28, 29),

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dass die SAK am 19. Dezember 2007 bei der SVA nochmals eine Ko-
pie aus dem individuellen Konto des Versicherten anforderte (act. 30, 
31),

dass  die  SVA nach  Rückfrage bei  der  B._______ AG am 9. Januar 
2008 mitteilte,  der Versicherte sei in den 70er Jahren einige Monate 
als Selbständigerwerbender kurz für die B._______ AG tätig gewesen, 
die  Unternehmung  habe  aber  nie  AHV-Beiträge  abrechnen  müssen 
und  auch  die  durchgeführten  Arbeitgeberkontrollen  hätten  keine 
Unregelmässigkeiten bei  den Abrechnungen der  Unternehmung zum 
Vorschein gebracht (act. SAK/32),

dass in der Folge die SAK mit  Verfügung vom 17. Januar 2008 fest-
stellte, gemäss ihren Abklärungen könnten kein Einkommen und keine 
Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden und sei 
die Bedingung der einjährigen Mindestbeitragsdauer nicht erfüllt, wes-
halb das Rentengesuch abgewiesen werden müsse (act. SAK/37, 38),

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 22. Februar 2008 dar-
an festhielt,  die B._______ AG in Z._______ sei seine Arbeitgeberin 
gewesen,  die  entsprechenden  Papiere  seien  aber  von  ihr  verwaltet 
worden, ausserdem habe ihm die Unternehmung noch im Herbst am 
Telefon bestätigt, die Pensionsgelder seien einbezahlt worden, sie jetzt 
aber plötzlich nichts mehr davon wissen würde (act. SAK/42 – 44),

dass  die  Vorinstanz  unter  Bezugnahme  auf  die  Angaben  der 
B._______  AG (undatiert,  act.  29)  die  Unternehmung  am  10.  März 
2008  aufforderte,  die  entsprechenden  Lohnabrechnungen 
einzureichen, damit die betreffenden Einkommen auf dem individuellen 
Konto eingetragen werden könnten (act. SAK/45, 46),

dass  die  B._______  AG  mit  Telefonanruf  vom  14.  März  2008  und 
Schreiben vom 7. April 2008 der SAK mitteilte, der Beschwerdeführer 
sei  nie  Angestellter  der  B._______  AG  gewesen,  sondern  nur  im 
Auftragsverhältnis  gestanden,  im  Herbst  1982  sei  eine  mögliche 
Anstellung für  den Beschwerdeführer  bei  der  B._______ AG geprüft 
und  auch  eine  Arbeitsbewilligung  eingeholt  worden,  ein  Vertrag  sei 
indes  nicht  zustande  gekommen  und  per  Ende  1982  habe  die 
B._______  AG diese  Art  von  Aufträgen  nicht  mehr  ausgeführt  (act. 
SAK/47 und 49), 

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dass die Vorinstanz durch die SVA am 18. März 2008 überprüfen liess, 
ob der Beschwerdeführer Beiträge als selbständigerwerbende Person 
bezahlt habe (act. SAK/48),

dass die SVA am 26. März 2008 (beziehungsweise mit  2. Zustellung 
am 25. April 2008) der SAK mitteilte, der Versicherte sei bei ihrer Kas-
se nicht registriert und es sei für ihn nie ein Konto bei dieser Kasse er-
öffnet worden (act. 51),

dass die Vorinstanz die Einsprache mit  Entscheid vom 20. Mai 2008 
mit der Begründung abwies, die Nachforschungen bei der zuständigen 
Ausgleichskasse  sowie  der  B._______  AG  hätten  zu  keinen  neuen 
Erkenntnissen geführt,  die eine Korrektur erlauben würden (act. SAK 
52 – 54), 

dass  der  Beschwerdeführer  am  17.  Juni  2008  beim  Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerde erhob mit  der  Begründung,  mehrere  Jahre 
bei  der B._______ AG in der Schweiz als Angestellter  gearbeitet  zu 
haben, 

dass der Geschäftsführer der B._______ AG mehrmals bestätigt habe, 
Einzahlungen  für  seine  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  ge-
macht zu haben, 

dass die B._______ AG ihm jeweils die nötigen Papiere besorgt habe, 
da er die Sprache nicht beherrscht und nicht gewusst habe, mit wel-
chen Behörden man Kontakt aufnehmen müsse, 

dass die B._______ AG mit  einer schwedischen Unternehmung,  der 
C._______ zusammengearbeitet  habe,  bei  welcher  er  fest  angestellt 
gewesen sei, und die beiden Firmen eine Übereinkunft gehabt hätten, 
gemäss  dieser  er  Arbeitnehmer  der  B._______  AG  gewesen  sei 
(act. 1),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  am 30.  Juni  2008  den  Eingang 
der  Beschwerde  bestätigte  und  die  Vorinstanz  zur  Vernehmlassung 
aufforderte (act. 2),

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 27. August 2008 die vor-
instanzlichen Akten einreichte und unter Zusammenfassung des bishe-
rigen Sachverhalts beantragte, die Beschwerde abzuweisen und den 
Einspracheentscheid vom 20. Mai 2008 zu bestätigen,

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dass der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3. September 2008 Ge-
legenheit zur Replik und Einreichung entsprechender Beweismittel er-
hielt (act. 4), 

dass dem Beschwerdeführer gemäss Rückschein (undatiert, Absende-
stempel in Schweden: 8. September 2008) die Verfügung eröffnet wur-
de (act. 5),

dass der Beschwerdeführer sich nicht vernehmen liess, weshalb das 
Bundesverwaltungsgericht  den  Schriftenwechsel  am  19.  November 
2008 schloss (act. 6),

dass gemäss Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwal-
tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, 
sofern – wie dies hier zutrifft – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vor-
liegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden 
gelten, wozu nach Art. 33 Bst. d VGG auch die SAK gehört, 

dass  Verfügungen  der  Vorinstanz  betreffend  Personen  im  Ausland 
nach Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung  vom  20. Dezember  1946  (AHVG,  SR  831.10) 
vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober  2000 über  den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, 

dass die am 17. Juni 2008 datierte und am 20. Juni 2008 beim Bun-
desverwaltungsgericht eingegangene Beschwerde fristgerecht und im 
Übrigen auch formgerecht eingereicht worden ist, so dass darauf ein-
zutreten ist, 

dass gemäss Art. 49 Bst. b VwVG die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann, 
was der Beschwerdeführer vorliegend geltend macht, 

dass  der  Sozialversicherungsprozess  vom  Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht wird und danach das Gericht von Amtes wegen für die rich-

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tige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen hat, 

dass dieser Umstand indessen nicht unbeschränkt gilt, da er sein Kor-
relat in den Mitwirkungspflichten der Parteien findet (BGE 125 V 195 
E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen), 

dass  gemäss  Art.  29  Abs. 1  AHVG rentenberechtigte  Personen  An-
spruch auf  eine  ordentliche Alters-  oder  Hinterlassenenrente  haben, 
wenn ihnen für  mindestens ein volles Jahr  Einkommen,  Erziehungs- 
oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können, 

dass, wenn kein Kontenauszug oder keine Berichtigung verlangt wird, 
bei Eintritt des Versicherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen 
im individuellen Konto nur verlangt werden können, soweit deren Un-
richtigkeit  offenkundig  ist  oder  dafür  der  volle  Beweis  erbracht  wird 
(Art. 141 Abs. 3 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenen-
versicherung, vom 31. Oktober 1947; SR 831.101), 

dass  im übrigen nach dem allgemeinen Rechtsgrundsatz  von Art. 8 
des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10.  Dezember  1907 
(SR 210) auch im öffentlichen Prozess in der Regel derjenige die Be-
weislast trägt, der aus der unbewiesen gebliebenen Tatsache Rechte 
ableiten  will  (vgl.  z.B.  BGE  114  Ia  5  f.  E.8c;  RHINOW RENÉ/KOLLER 
HEINRICH/KISS CHRISTINA, Öffentliches Prozessrecht und Justizverfahrens-
recht des Bundes, Basel/Frankfurt am Main 1996, Rz. 910),

dass  der  Vorinstanz  aufgrund  ihrer  ausführlichen  Abklärungen  nicht 
vorgeworfen werden kann, den Sachverhalt in der vorliegenden Ange-
legenheit unrichtig oder ungenügend abgeklärt zu haben,

dass trotz dieser Abklärungen kein individuelles Konto des Beschwer-
deführers aufgefunden werden konnte,

dass der Beschwerdeführer es seinerseits unterlassen hat, dem Bun-
desverwaltungsgericht  Nachweise  wie  einen  Arbeitsvertrag,  Lohnab-
rechnungen, eine Kopie des AHV-Ausweises etc. einzureichen, woraus 
auf  ein  Arbeitsverhältnis  in  der  Schweiz  hätte  geschlossen  werden 
können,

dass  somit  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  zwischen  1976 
und 1997 insgesamt mehr als ein Jahr in der Schweiz gearbeitet  zu 

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haben und Lohnbeiträge an die Alters-und Hinterlassenenversicherung 
bezahlt zu haben, unbewiesen bleibt, 

dass der Beschwerdeführer die Folgen dieser Beweislosigkeit zu tra-
gen hat,

dass unter diesen Umständen die Beschwerde vom 17. Juni 2008 ab-
zuweisen und der Einspracheentscheid vom 20. Mai 2008 zu bestäti-
gen ist,

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), 

dass weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die Vorinstanz 
einen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Ver-
bindung mit  Art. 7 Abs. 1 des Reglements über die Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  21.  Februar 
2008  [VGKE,  SR  173.320.2]  e  contrario  und  Art.  7  Abs.  3  VGKE) 
haben.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädi-
gung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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