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**Case Identifier:** a52a9c1e-c14b-562f-8f9f-31bebd50f33b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-01-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.01.2014 E-49/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-49-2014_2014-01-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-49/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  9 .  J a n u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi; 

Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), 

China (Volksrepublik),  

(…),   

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz 

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-

Verfahren); Verfügung des BFM vom 19. Dezember 2013  

N (…). 

 

 

E-49/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 21. Juni 2013 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass die Befragung zur Person (BzP) am 5. Juli 2013 im Empfangs- und 

Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ durchgeführt wurde,  

dass die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend machte, sie habe 

mit ihrem Kind bei Ihren Eltern im Tibet gelebt,  

dass das Leben dort für sie schwer gewesen sei, nachdem sie vor Jahren 

von ihrem Mann verlassen worden sei,  

dass es zudem im Tibet keine Freiheiten gebe,  

dass das BFM mit Verfügung vom 19. Dezember 2013 – eröffnet am 

27. Dezember 2013 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asyl-

gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Italien anordnete und sie aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, ansonsten sie in Haft ge-

setzt werden könne und unter Zwang nach Italien zurückgeführt würde, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Be-

schwerdeführerin verfügte, 

dass das BFM zur Begründung seines negativen Entscheids anführte, der 

Beschwerdeführerin sei bei der Einreise in die Schweiz ihr gefälschter 

Pass eingezogen worden und ausserdem sei darin ein Einreisestempel 

vom 20. Juni 2013 aus C._______ ersichtlich gewesen,  

dass die italienischen Behörden das Ersuchen des BFM zur Übernahme 

der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 17 Abs. 1 (recte: Art. 10 Abs. 1) 

der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur 

Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitglied-

staates, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist, den ein 

Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat 

(Dublin-II-VO) gutgeheissen hätten, womit gemäss Dublin-

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Assoziierungsabkommen (DAA, SR 0.142.392.68) die Zuständigkeit zur 

Durchführung der Asyl- und Wegweisungsverfahren bei Italien liege, 

dass sie anlässlich des ihr am 21. Juni 2013 gewährten rechtlichen Ge-

hörs geltend gemacht habe, nicht nach Italien zurückkehren zu wollen, 

weil Italien nicht so gut zu den Flüchtlingen sei wie die Schweiz,  

dass der von ihr geäusserte Wunsch nach einem weiteren Verbleib in der 

Schweiz keinen Einfluss auf die Zuständigkeit für das Asyl- und Wegwei-

sungsverfahren habe, da es grundsätzlich nicht Sache der asylsuchen-

den Person sei, den für ihr Asylverfahren zuständigen Staat selber zu 

bestimmen, sondern die Bestimmung des für sie zuständigen Staates al-

leine den beteiligten Dublin-Vertragsstaaten obliege, 

dass ihr die Möglichkeit offen stehe, sich nach der Überstellung bei den 

zuständigen Behörden in Italien als Asylsuchende registrieren zu lassen 

und so in die asylrechtlichen Aufnahmestrukturen aufgenommen zu wer-

den, 

dass ihre Ausführungen die Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens nicht zu widerlegen vermöchten, 

dass die Überstellung nach Italien – vorbehältlich einer allfälligen Unter-

brechung oder Verlängerung (Art. 19 f. Dublin-II-VO) – bis spätestens am 

19. Juni 2014 zu erfolgen habe,    

dass sodann keine Hinweise auf eine Verletzung von Art. 3 der Konventi-

on vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-

freiheiten (EMRK, SR 0.101) im Falle einer Rückkehr der Beschwerdefüh-

rin nach Italien bestünden, weshalb der Vollzug der Wegweisung nach 

Italien zulässig sei,  

dass der Wegweisungsvollzug nach Italien sowohl zumutbar als auch 

technisch möglich und praktisch durchführbar sei, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 6. Januar 2014 (Eingabe 

und Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erhob und die Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung, die Ausübung des Selbsteintrittsrechts sowie die Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung beantragte,  

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dass sie ferner in formeller Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege beantragte,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 8. Januar 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-

rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM 

entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Än-

derung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32‒35a AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5.), 

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-

stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständigen 

Staat handelt, systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im 

Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, 

SR 142.20), 

dass eine entsprechende Prüfung soweit notwendig vielmehr bereits im 

Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10.2 S. 645), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),  

dass diesbezüglich das DAA zur Anwendung gelangt und das BFM die 

Zuständigkeitsfrage gestützt auf die Dublin-II-VO prüfte, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 2 Dublin-II-VO jeder Asylantrag von ei-

nem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapi-

tels III als zuständiger Staat bestimmt wird,  

dass derjenige Mitgliedstaat zuständig ist, welcher einem Familienange-

hörigen das Recht auf Aufenthalt in seiner Eigenschaft als Flüchtling ge-

währt hat, welcher dem Asylbewerber einen gültigen Aufenthaltstitel oder 

ein gültiges Visum ausgestellt hat, dessen Land-, See- oder Luftgrenze 

der Asylbewerber aus einem Drittstaat kommend legal oder illegal über-

schritten hat, oder in welchem der erste Asylantrag gestellt wurde (Art. 5 

i.V.m. Art. 6‒13 Dublin-II-VO), 

dass derjenige Mitgliedstaat den Asylbewerber, der sich zuvor während 

eines ununterbrochenen Zeitraumes von mindestens fünf Monaten in die-

sem Mitgliedstaat aufgehalten hat, nach Massgabe der Art. 17‒19 Dublin-

II-VO aufzunehmen hat (Art. 10 Abs. 2 und Art. 16 Abs. 1 Bst. a Dublin-II-

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VO), wenn der Asylbewerber in einem weiteren Mitgliedstaat ein Asylge-

such einreicht, 

dass die Übernahmeverpflichtungen erlöschen, wenn der Drittstaatsan-

gehörige das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten für mindestens drei Mo-

nate verlassen hat, es sei denn, der Drittstaatsangehörige ist im Besitz 

eines vom zuständigen Mitgliedstaat ausgestellten gültigen Aufenthaltsti-

tels (Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-VO), 

dass sodann jedem Mitgliedstaat, in Abweichung von den vorgenannten 

Zuständigkeitskriterien, die Möglichkeit zur Prüfung eines Asylgesuchs 

eingeräumt wird (vgl. zur Souveränitätsklausel Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO 

und zur humanitären Klausel Art. 15 Dublin-II-VO; vgl. auch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen 

[AsylV 1, SR 142.311]), 

dass dem Einreisestempel des zu den Akten gereichten Passes zu ent-

nehmen ist, dass die Beschwerdeführerin nach C._______ flog, und sich 

somit in einem Dublin-Territorium aufgehalten hat, bevor sie in die 

Schweiz eingereist ist,   

dass die italienischen Behörden dem Gesuch um Übernahme der Be-

schwerdeführerin vom 4. Oktober 2013 am 19. Dezember 2013 explizit 

zustimmten,  

dass das BFM bei dieser Sachlage zu Recht von der Zuständigkeit Ita-

liens für eine allfällige Durchführung des Asylverfahrens ausging, 

dass die Beschwerdeführerin somit ohne Weiteres in einen Drittstaat (Ita-

lien) ausreisen kann, welcher für die Durchführung der Asyl- und Weg-

weisungsverfahren staatsvertraglich zuständig ist, 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Gewährung des rechtlichen 

Gehörs zur mutmasslichen Zuständigkeit Italiens aussagte, Italien sei 

nicht so gut zu den Flüchtlingen wie die Schweiz,     

dass dazu in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass 

der geäusserte Wunsch nach einem weiteren Verbleib in der Schweiz 

keinen Einfluss auf die Zuständigkeit für ein Asyl- und Wegweisungsver-

fahren hat, da es grundsätzlich nicht die Sache der asylsuchenden Per-

son ist, den für ihr Asylverfahren zuständigen Staat selber zu bestimmen, 

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sondern die Bestimmung des für sie zuständigen Staates alleine den be-

teiligten Dublin-Vertragsstaaten obliegt,  

dass die Beschwerdeführerin auf Beschwerdeebene unter Hinweis auf 

den Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom Oktober 2013 (Bei-

lage 2) geltend  macht, sie gehöre als alleinstehende Frau zu den verletz-

lichen Personen, für welche die Aufnahmebedingungen, insbesondere die 

Unterbringungs- und Versorgungssituation, in Italien einen menschenun-

würdigen Zustand begründeten,  

dass sie unter anderem je ein Urteil des Verwaltungsgerichts Giessen 

vom 24. Januar 2013 (Beilage 4) und des Verwaltungsgerichts Wiesba-

den vom 2. Oktober 2012 (Beilage 5) beilegte, gemäss denen eine Über-

stellung nach Italien nicht stattgefunden habe und das deutsche Bundes-

amt für Migration und Flüchtlinge angewiesen worden sei, das Asylverfah-

ren in Deutschland durchzuführen,  

dass die schweizerischen Behörden zwar dafür sorgen müssen, dass die 

Beschwerdeführerin im Falle einer Überstellung nach Italien nicht einer 

dem internationalen Recht und insbesondere Art. 3 EMRK widerspre-

chenden Behandlung ausgesetzt ist,  

dass Italien indessen Vertragspartei des Abkommens vom 28. Juli 1951 

über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK 

und des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) ist,  

dass es jedenfalls nicht in der Verantwortung der schweizerischen Asyl-

behörden liegt auszumachen, ob die Beschwerdeführerin nach einer 

Überstellung zufriedenstellende Lebensbedingungen vorfindet, 

dass gemäss Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom Oktober 

2013 alleinstehende Frauen in Italien nicht als verletzliche Personen gel-

ten, 

dass sie jedoch in Milano stärker geschützt würden und es kaum denkbar 

sei, man würde sie aus einem Zentrum entlassen und auf die Strasse 

stellen (vgl. Ziffer 6.2),  

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dass die Beschwerdeführerin beweisen oder glaubhaft machen muss, 

dass ihre  Behandlung in Italien durch die dortigen Behörden respektive 

die Lebensumstände gegen Art. 3 EMRK verstossen, 

dass es angesichts der Vermutung, wonach jener Staat, der für die Prü-

fung des Asylgesuchs zuständig ist, die völkerrechtlichen Verpflichtungen 

einhalte, der Beschwerdeführerin obliegt, diese Vermutung umzustossen, 

wobei sie ernsthafte Anhaltspunkte vorzubringen hat, dass die Behörden 

des in Frage stehenden Staates in ihrem konkreten Fall das Völkerrecht 

verletzen und ihr nicht den notwendigen Schutz gewähren oder sie men-

schenunwürdigen Lebensumständen aussetzen würden (vgl. Europäi-

scher Gerichtshof für Menschenrechte [EGMR], M.S.S. gegen Belgien 

und Griechenland [Appl. No. 30696/09], Urteil vom 21. Januar 2011, 

§ 84 f. und 250; ebenso Urteil des Gerichtshofes der Europäischen Union 

[EuGH] vom 21. Dezember 2011 in der Rechtssache C-411/10 und C-

493),  

dass dieser Nachweis mit den allgemeinen Ausführungen zur Lage in Ita-

lien nicht erbracht worden ist und die Beschwerdeführerin auch nicht gel-

tend machte, dass es in Italien keine öffentlichen Institutionen gebe, die 

auf Gesuch der Asylsuchenden hin auf deren Bedürfnisse eingehen kön-

nen,  

dass ferner davon ausgegangen werden kann, dass Italien grundsätzlich 

als sicher im Sinne der FK erachtet werden kann und das Gebot des 

Non-Refoulement beachtet (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.3–7.7 S. 637 ff.),  

dass insbesondere nicht erstellt ist, dass Italien gegen die Bestimmungen 

der Richtlinie 2003/9/EG des Rates vom 27. Januar 2003 zur Festlegung 

von Mindestnormen für die Aufnahme von Asylbewerbern in den Mitglied-

staaten ("Aufnahmerichtlinie") systematisch verstösst, 

dass diese Ansicht durch den EGMR bestätigt wird, indem dieser in sei-

ner neueren Rechtsprechung festhält, dass in Italien kein systematischer 

Mangel an Unterstützung und Einrichtungen für Asylsuchende bestehe, 

obwohl die allgemeine Situation und insbesondere die Lebensumstände 

von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und Personen mit einem 

subsidiären Schutzstatus in Italien gewisse Mängel aufweisen würden 

(vgl. EGMR: Entscheidung Mohammed Hussein und andere vs. Nieder-

lande und Italien [Beschwerde Nr. 27725/10] vom 2. April 2013, § 78), 

file://vs00001a/BVGER-Org$/ABT_V-IV/IV_V/Gerichtsentscheide/2%20-%20Internationale%20Gerichte/1%20-%20Europäischer%20Gerichtshof%20für%20Menschenrechte/2013/MOHAMMED_HUSSEIN_v._THE_NETHERLANDS_AND_ITALY.pdf
file://vs00001a/BVGER-Org$/ABT_V-IV/IV_V/Gerichtsentscheide/2%20-%20Internationale%20Gerichte/1%20-%20Europäischer%20Gerichtshof%20für%20Menschenrechte/2013/MOHAMMED_HUSSEIN_v._THE_NETHERLANDS_AND_ITALY.pdf

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dass gemäss den im erwähnten Urteil zitierten Berichten in Italien insbe-

sondere für besonders verletzliche Personen, darunter auch für Dublin-

Rückkehrende, in den Aufnahmezentren Plätze reserviert sind und ge-

mäss Stellungnahme des italienischen Staates zudem die notwendigen 

medizinischen Vorkehrungen für diese Personen getroffen würden, sofern 

der überstellende Staat eine Person als solche bezeichne (vgl. a.a.O., 

§ 43 und 45),  

dass die Beschwerdeführerin nach dem Gesagten offensichtlich nicht be-

weisen oder glaubhaft machen konnte, dass ein konkretes und ernsthaf-

tes Risiko bestehe, ihre Überstellung nach Italien würde gegen Art. 3 

EMRK oder gegen eine andere völkerrechtliche Verpflichtung der 

Schweiz verstossen, 

dass demzufolge die Vermutung, gemäss welcher Italien seine völker-

rechtlichen Verpflichtungen nicht einhalte, mangels ausreichender An-

haltspunkte nicht umgestossen wurde, 

dass deshalb nicht weiter auf die unter Verweis auf einen SFH-Bericht 

vom Oktober 2013 aufgezeigten Mängel in Italien einzugehen ist, 

dass den eingereichten deutschen Urteilen ein anderer Sachverhalt 

zugrundeliegt, 

dass in einem Fall die Beschwerde einer Familie mit Kindern und im an-

deren diejenige eines Minderjährigen behandelt wurde, 

dass unter diesen Umständen keinerlei Hindernisse, insbesondere auch 

keine humanitären Gründe im Sinne von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, eine 

Überstellung der Beschwerdeführerin als unzulässig erscheinen lassen,  

dass es demnach entgegen der Beschwerde keinen Grund für die An-

wendung der Souveränitätsklausel (Art. 3 Abs. 2 erster Satz Dublin-II-VO) 

gibt,  

dass Italien somit für die Prüfung des Asylgesuchs der 

Beschwerdeführerin gemäss der Dublin-II-VO zuständig und entspre-

chend verpflichtet ist, sie aufzunehmen,  

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG zu 

Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten ist 

und, da die Beschwerdeführerin nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

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oder Niederlassungsbewilligung ist, ebenfalls zu Recht in Anwendung von 

Art. 44 Abs. 1 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 

Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von 

Wegweisungsvollzugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichtein-

tretensentscheides gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10 S. 645),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des BFM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen 

ist, weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

als gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzu-

weisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-

gen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die gesetzli-

chen Voraussetzungen nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.- 

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin-

ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die kantona-

le Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser 

 

 

Versand: