# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1d20ccb-a5aa-5ebe-9e3b-5b8760816d5f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.09.2015 100 2014 298
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-298_2015-09-01.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 13. Juni 2016 abgewiesen, 
soweit es darauf eingetreten ist (1C_510/2015)

100.2014.298U
KEP/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. September 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Seiler

1. A.________ und B.________
2. C.________ und D.________
3. E.________
4. F.________
5. G.________ und H.________
6. I.________
7. J.________
8. K.________ und L.________
9. M.________
10. N.________
11. O.________ und P.________
12. Q.________
13. R.________ und S.________
14. Wohnbaugenossenschaft T.________, handelnd durch …
alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

U.________ AG 
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 1

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
Seite 2

Einwohnergemeinde Thun
Baubewilligungsbehörde, Industriestrasse 2, Postfach 145, 3602 Thun 
Beschwerdegegnerin 2

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern 

betreffend Errichtung einer Mobilfunkanlage (Entscheid der Bau-, Verkehrs- 
und Energiedirektion des Kantons Bern vom 16. September 2014; 
RA Nr. 110/2013/345) 

Sachverhalt:

A.

Im Jahr 2005 stellte die U.________ AG erstmals bei der Ein-
wohnergemeinde (EG) Thun ein Baugesuch für den Bau einer Mobilfunkan-
lage, bestehend aus einem 3 m hohen Antennenträger mit insgesamt 
sechs Kombiantennen und zwei Richtfunkantennen zentriert auf dem Dach-
first sowie einem Systemtechnikschrank samt Kabelkanal an der Südfas-
sade des in der Wohnzone W2 stehenden Gebäudes Jägerweg 27 (Par-
zelle Thun 1 [Thun] Gbbl. Nr. 1.________). Mit Entscheid vom 31. März 
2009 (VGE 23330) hiess das Verwaltungsgericht eine von zahlreichen 
Anwohnerinnen und Anwohnern gegen das Bauvorhaben eingereichte 
Beschwerde gut und wies das Baugesuch aus Gründen der Ästhetik ab. 
Dieser Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen. 

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B.

Die U.________ AG stellte am 14. Oktober 2009 erneut ein Baugesuch für 
den Bau einer Mobilfunkanlage, bestehend aus einer ca. 4 m hohen Tri-
Sector Pipe Antenne (sog. Rohrantenne) mit drei integrierten UMTS-
Antennen auf dem Dach und einem Systemtechnikschrank im Dachstock 
des Gebäudes Jägerweg 27. Die EG Thun verzichtete auf eine Publikation 
des Baugesuchs und verweigerte mit Gesamtentscheid vom 11. Februar 
2010 die Baubewilligung für das Bauvorhaben. Die dagegen erhobene 
Beschwerde der U.________ AG vom 10. März 2010 hiess die BVE mit 
Zwischenentscheid vom 5. Mai 2010 gut, hob den Gesamtentscheid auf 
und wies die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an die EG Thun 
zurück. Nachdem das Verfahren auf Antrag der U.________ AG sistiert 
worden war, reichte diese am 29. Juni 2012 geänderte Projektpläne ein. 
Diese sahen neu je eine ca. 1,8 m hohe Rohrantenne mit integrierten 
UMTS-Antennen auf je einer Dachfläche und eine Richtfunkantenne auf 
der nördlichen Dachhälfte des Gebäudes Jägerweg 27 vor. Die EG Thun 
nahm das geänderte Bauvorhaben als Projektänderung entgegen und 
publizierte es zweimal im Amtsanzeiger. Dagegen gingen mehrere 
Einsprachen, Rechtsverwahrungen und ein Lastenausgleichsbegehren ein. 
Nachdem die EG Thun beim beco Berner Wirtschaft einen Amtsbericht 
zum Immissionsschutz und bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB) 
einen Bericht zum Brandschutz eingeholt hatte, bewilligte sie das Vorhaben 
mit Gesamtentscheid vom 8. Juli 2013 unter Bedingungen und Auflagen. 

C.

Gegen diesen Entscheid erhoben mehrere Einsprechende, darunter die 
Beschwerdeführenden im vorliegenden Verfahren, am 15. August 2013 
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons 
Bern (BVE). Diese nahm die Baubewilligungs- und Beschwerdeakten der 
beiden Vorprojekte aus den Jahren 2005 (Nr. 942/2005-0247 und RA 
Nr. 110/2007/117) und 2009 (Nr. 942/2009-0303 und RA Nr. 110/2013/345) 
zu den Akten und holte einen Fachbericht der kantonalen Kommission zur 
Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) sowie einen Amtsbericht des 

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Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) zur Messunsicherheit 
der Strahlenbelastung ein. Mit Entscheid vom 16. September 2014 hiess 
die BVE die Beschwerde insoweit gut, als sie den Gesamtentscheid der EG 
Thun vom 8. Juli 2013 mit Auflagen betreffend die Farbgestaltung der An-
tennen und Abnahmemessungen der Strahlung an drei zusätzlichen Orten 
mit empfindlicher Nutzung (OMEN) ergänzte. Im Übrigen wies sie die Be-
schwerde ab, soweit sie darauf eintrat. 

D.

Gegen den Entscheid der BVE haben die Beschwerdeführenden am 
17. Oktober 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantra-
gen, der Entscheid sei aufzuheben und die Baubewilligung zu verweigern 
(Bauabschlag); eventuell sei auf das Baugesuch nicht einzutreten; sub-
eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Die U.________ AG beantragt mit Beschwerdeantwort vom 19. November 
2014, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die 
EG Thun und die BVE schliessen je mit Beschwerdeantwort bzw. 
Vernehmlassung vom 13. November 2014 auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). 

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1.2 Nach Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 VRPG muss eine Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde unter anderem eine Begründung enthalten. An 
die Begründung werden praxisgemäss keine hohen Anforderungen gestellt. 
Es reicht aus, wenn aus einem Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern und 
weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begründung 
muss sich wenigstens in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid 
auseinandersetzen und sinngemäss darauf schliessen lassen, inwiefern 
dieser unrichtig sein soll. Ein blosser (globaler) Verweis auf frühere Rechts-
schriften stellt daher keine rechtsgenügliche Begründung dar (vgl. 
BVR 2006 S. 470 E. 2.4, 1988 S. 97 E. 1b; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15). – Soweit die Be-
schwerdeführenden generell auf alle früheren Eingaben mitsamt den darin 
erhobenen Rügen, Beilagen und Beweisanträgen verweisen (Beschwerde, 
S. 4), ohne sich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen, 
erfüllt die Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Anforderungen an eine 
rechtsgenügliche Begründung nicht; darauf ist nicht näher einzugehen. 

1.3

1.3.1 Gemäss Art. 40 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG; 
BSG 721.0) sind Einsprecherinnen und Einsprecher im Rahmen ihrer Ein-
sprachegründe zur Beschwerde befugt. Das Geltendmachen von nicht 
bereits in der Einsprache erhobenen Rügen bewirkt (soweit kantonales und 
kommunales Recht betreffend) eine unzulässige Erweiterung des Streitge-
genstands. Der Rechtsmittelbehörde ist es in einem solchen Fall grund-
sätzlich – unter Vorbehalt von Art. 40 Abs. 3 BauG – verwehrt, sich mit den 
neuen Beanstandungen auseinanderzusetzen (VGE 2014/257 vom 
21.7.2015 [zur Publ. bestimmt; noch nicht rechtskräftig], E. 3.2, 2012/441 
vom 22.3.2013, E. 3 [bestätigt durch BGer 1C_372/2013 vom 15.11.2013, 
E. 2], 2010/90 vom 1.11.2010, E. 2.3 ff.; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum 
bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 40-41 N. 9a). 

1.3.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Klimageräte der 
Mobilfunkanlage könnten keine genügende Kühlung der technischen Ge-
räte gewährleisten, weil sie sich im Dachstock befänden; ohne Aussenluft-
zufuhr bestehe Überhitzungsgefahr (Beschwerde, S. 13 f.). In ihrer Einspra-
che vom 17. September 2012 haben sie im Zusammenhang mit dem Kli-

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magerät der Mobilfunkanlage Lärmimmissionen und eine Überschreitung 
der zulässigen Gebäudehöhe gerügt (Vorakten Gemeinde, Mappe 2, Re-
gister 5, pag. 322, S. 8). Der erstmals vor Verwaltungsgericht geäusserte 
Einwand hinsichtlich fehlender Lüftungskanäle, der ausschliesslich kanto-
nales Recht betrifft, stellt demnach eine gemäss Art. 40 Abs. 2 BauG unzu-
lässige Erweiterung des Streitgegenstands dar. Daran vermag die anfäng-
lich unzutreffende Annahme der Beschwerdeführenden, das Klimagerät 
werde auf dem Dachfirst installiert, nichts zu ändern. Sie rechtfertigt keine 
Erweiterung des Streitgegenstands, zumal die Beschwerdeführenden be-
reits aus den publizierten und bewilligten Projektplänen Dachaufsicht und 
Ansicht "A", beide vom 10./31. Mai 2012 sowie Ansicht "B" und "C" beide 
vom 13. August 2012 alle im Massstab 1:100 (Vorakten Gemeinde, Mappe 
2, Register 2, pag. 238 ff.) schliessen konnten und mussten, dass die bei-
den vorgesehenen Klimageräte im bzw. am Systemtechnikschrank im In-
nenraum des Dachstocks installiert würden. Aus den gemäss der BVE gül-
tigen Projektplänen Dachaufsicht und Ansichten "A-C" sowie dem Quer-
schnitt des BTS Raums, alle vom 6./11. November 2013 und im Massstab 
1:100 (Vorakten BVE, nach pag. 74) ergibt sich nichts anderes. Demnach 
ist auf die Beschwerde auch insoweit nicht einzutreten, als die Be-
schwerdeführenden brandschutzrechtliche Aspekte rügen. Ob die Rüge in 
der Sache begründet wäre, ist im Übrigen zu bezweifeln. Die GVB hat das 
Bauvorhaben als durchführbar erachtet, soweit die Brandschutzvorschriften 
und die Brandschutzauflagen eingehalten würden, wobei sie unter den Auf-
lagen die brandschutzsichere Ausgestaltung des Technikraums vorsieht 
(Bericht GVB vom 31.8.2012, Vorakten Gemeinde, Mappe 2, Register 4, 
pag. 285 f.). Daraus ist zu schliessen, dass die Kühlung der technischen 
Geräte der Mobilfunkanlage gewährleistet ist. 

1.4 Soweit weitergehend ist auf die form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde einzutreten.

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

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2.

2.1 Die Beschwerdeführenden sind der Ansicht, das angepasste Projekt 
stelle keine Projektänderung dar, sondern ein neues Bauvorhaben, da es 
wegen der zahlreichen und zum Teil grundsätzlichen Änderungen, wie ins-
besondere der Verdopplung der Antennenträger, in seinen Grundzügen 
verändert worden sei. Die Publikation der Projektänderung vermöge den 
Unterschieden der beiden Bauvorhaben nicht Rechnung zu tragen. Die 
Vorinstanz habe daher die Frage, ob eine Projektänderung oder ein neues 
Bauvorhaben vorliege, nicht offenlassen dürfen (Beschwerde, S. 11 ff.).

2.2 Eine Projektänderung liegt vor, wenn das Bauvorhaben in seinen 
Grundzügen gleich bleibt (Art. 43 Abs. 1 des Dekrets vom 22. März 1994 
über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; 
BSG 725.1]). Die Baubewilligungsbehörde kann nach Anhörung der Betei-
ligten und der von der Projektänderung berührten Dritten das Verfahren 
ohne erneute Veröffentlichung fortsetzen bzw. die Änderung des bewilligten 
Projekts ohne neues Baugesuchsverfahren gestatten, wenn öffentliche 
oder wesentliche nachbarliche Interessen nicht zusätzlich betroffen sind 
(Art. 43 Abs. 2 BewD). Die Projektänderung bezweckt im Sinn der Verfah-
rensökonomie und Verfahrensbeschleunigung ein neues Baubewilligungs-
verfahren zu vermeiden, wenn am ursprünglichen Projekt nur untergeord-
nete Änderungen vorgenommen werden (VGE 2011/206 vom 4.5.2012, 
E. 2.3; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 12). Wird das Bauvorhaben 
hingegen in seinen Grundzügen verändert, liegt ein neues Projekt vor. 
Dementsprechend ist ein neues Baubewilligungsverfahren – mit der ent-
sprechenden Publikationspflicht – einzuleiten (zum Ganzen auch Heidi 
Walther Zbinden, Projektänderungen, in KPG-Bulletin 1/2005, S. 2 ff.). Ob 
es sich um ein neues Bauvorhaben oder eine Projektänderung handelt, ist 
weiter für das anwendbare Recht (Art. 36 Abs. 1 BauG) von Bedeutung. 
Nach der Praxis ist ein Bauvorhaben in den Grundzügen verändert, wenn 
ein Hauptmerkmal, wie Erschliessung, Standort, äussere Masse, Ge-
schosszahl, Geschosseinteilung oder Zweckbestimmung, wesentlich verän-
dert wird oder wenn eine Mehrzahl geringer Änderungen dem Bauvorhaben 
eine gegenüber dem ursprünglichen Projekt veränderte Identität verleiht. 
Die Identität eines Vorhabens ist verändert, wenn sich die Änderung im 

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Wesentlichen nicht mehr auf die ursprüngliche Baueingabe zu stützen ver-
mag (BVR 1989 S. 349 E. 3c und S. 400 E. 2a). Eine blosse Reduktion der 
Abmessungen, auch wenn sie beträchtlich ist – wie die Verkürzung eines 
Antennenmasts – bedeutet in der Regel noch keine grundlegende Ände-
rung, ebenso wenig der Verzicht auf einen Teil des Projekts (zum Ganzen 
Zaugg/Ludwig, a.a.O, Art. 32 N. 12a).

2.3 Die wesentliche Änderung des heutigen Projekts im Vergleich zum 
Vorprojekt ist die Errichtung einer zweiten Rohrantenne mit einer Richtfunk-
antenne und einem Dachausgang auf der nördlichen Dachseite der Stand-
ortbaute. Das verwendete Antennenmodell ist dasselbe. Auch unverändert 
ist der Standort der Mobilfunkanlage, namentlich der Antennenträger und 
des Systemtechnikschranks, sowie die Funktion der Mobilfunkanlage das 
UMTS-Netz abzudecken (vgl. Grundriss Übersicht 1:100 und Grundriss 
Ansicht «A» 1:100 beide vom 14.10.2009, Vorakten Gemeinde, Mappe 1, 
Register 8, pag. 209 f.; Dachaufsicht 1:100 und Ansicht «A» 1:100 beide 
vom 6./11. November 2013, Vorakten BVE, nach pag. 74). Nach dem vor-
stehend Gesagten stellt die Verkürzung der Antennenträger eine blosse 
Reduktion der Abmessungen dar und ist keine grundlegende Änderung. 
Die geringe Änderung in der Ausgestaltung des Technikraums im Gebäu-
deinnern kann im hier interessierenden Zusammenhang vernachlässigt 
werden. Ob die Erstellung eines zweiten Antennenträgers mit einer Richt-
funkantenne ausreicht, um das ursprüngliche Bauvorhaben mit nur einem 
Antennenträger in den Grundzügen zu verändern, ist fraglich. Wie die BVE 
zutreffend erwogen hat, muss die Frage aus folgendem Grund indes nicht 
abschliessend beurteilt werden:

2.4 Das geänderte Bauvorhaben wurde in den Ausgaben des amtlichen 
Anzeigers vom 16. und 23. August 2012 mit Hinweis auf die Einsprache-
möglichkeit publiziert (vgl. Vorakten Gemeinde, Mappe 2, Register 1, 
pag. 236). Es war somit sowohl den bisherigen als auch weiteren, neu be-
troffenen Personen möglich, ihre Rechte wahrzunehmen. Die Beschwerde-
gegnerin 1 hat das Baugesuch am 14. Oktober 2009, die Änderung am 
29. Juni 2012 eingereicht. Die vorliegend anzuwendenden Bestimmungen 
der kantonalen und kommunalen Baugesetzgebung haben im Zeitraum 
zwischen diesen Eingaben keine Änderung erfahren. Soweit Bestimmun-

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gen der Verordnung vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtio-
nisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) anzuwenden sind, kommt Art. 36 
Abs. 1 BauG ohnehin nicht zum Tragen: Gemäss konstanter bundesge-
richtlicher Rechtsprechung ist neues Recht auf alle noch nicht (letztinstanz-
lich) abgeschlossenen Verfahren anzuwenden, wenn zwingende Gründe 
für die sofortige Anwendung des neuen Rechts sprechen. Diese Vorausset-
zung erachtet das Bundesgericht insbesondere im Bereich des Gewässer-, 
Natur-, Heimat- und Umweltschutzrechts als gegeben (BGE 139 II 243 
E. 11.1, 135 II 384 E. 2.3, mit Hinweisen; BGer 1C_505/2011 vom 
1.2.2012, in URP 2012 S. 160, E. 3.1.3; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 36 N. 1 
und 2a). Auch hinsichtlich des anwendbaren Rechts haben somit die Be-
schwerdeführenden keinen Rechtsnachteil erfahren. Es ist demnach vorlie-
gend unerheblich, ob die Änderung des Bauvorhabens als Projektänderung 
oder als neues Baugesuch bezeichnet wird. Dass die BVE die Frage offen-
gelassen hat, ist somit nicht zu beanstanden. 

3.

3.1 Die Beschwerdeführenden rügen, dass  die Mobilfunkanlage die 
zulässige Gebäudehöhe überschreite. Die Bestimmungen über die Gebäu-
demasse seien einzuhalten, da die Mobilfunkanlage wegen der Ummante-
lung der Antennen keine rein technische Mastenkonstruktion mehr sei, son-
dern einer Baute gleiche (Beschwerde, S. 10 f.). – Die BVE hat erwogen, 
die Ummantelung der Antennen stehe in keinem Zusammenhang mit einer 
Dachaufbaute. Sie sei fester Bestandteil des verwendeten Antennenmo-
dells. Bei den Antennen handle es sich um technische Aufbauten, die we-
der bei der Bemessung der Gebäudehöhe noch bei der Geschosszahl zu 
berücksichtigen seien (angefochtener Entscheid, E. 5e).

3.2 Der Auffassung der BVE ist zu folgen. Wie die BVE überzeugend 
erwogen hat, ist die Ummantelung Bestandteil des hier verwendeten Anten-
nenmodells (Tri-Sector Pipe Antenne, Vorakten Gemeinde, Mappe 1, Re-
gister 5, pag. 132). Sie vermag den Rohrantennen schon deshalb keinen 
gebäudeähnlichen Charakter zu verleihen, weil sie keinen Einfluss auf das 
Gebäudevolumen hat (vgl. Hänni/Zufferey, Weitere Entscheide/Autres ar-

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rêts, in BR 2014 S. 253, Ziff. 573 mit Hinweis auf OGer SH vom 8.1.2013, 
in ABSH 2013, S. 134). Die projektierten Antennen sind daher reine Mas-
tenkonstruktionen und fallen nicht unter die Vorschriften über die Gebäude-
masse (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 13 N. 5 Bst. a mit Hinweisen). Die An-
wendbarkeit der kommunalen und kantonalen Gebäudemasse käme im 
überbauten Gebiet einem mit der Fernmeldegesetzgebung des Bundes 
nicht zu vereinbarenden weitgehenden Verbot von Mobilfunkanlagen gleich 
(BGE 133 II 353 E. 4.2; vgl. auch Ziff. 2.12 der Empfehlung zur Behandlung 
einiger Sonderfälle von baubewilligungspflichtigen Vorhaben des Amts für 
Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern [AGR] vom 14. April 
2010, BSIG Nr. 7/721.0/10.1).

3.3 Mobilfunkanlagen sind in der Bauzone grundsätzlich zonenkonform, 
soweit sie dazu dienen, die Telekommunikation in der Bauzone oder einem 
Bauzonenteil sicherzustellen (BGE 133 II 353 E. 4.2, 133 II 321 E. 4.3.2). 
Die Abdeckung mit diesen technischen Infrastrukturanlagen bildet einen 
notwendigen Bestandteil der Wohn-, Industrie- und Gewerbezone 
(vgl. Benjamin Wittwer, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, Diss. Zürich, 
2. Aufl. 2008, S. 94 f.). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind 
die Gemeinden im Rahmen ihrer bau- und planungsrechtlichen Zuständig-
keit befugt, mit Bezug auf Mobilfunkanlagen ortsplanerische Vorschriften zu 
erlassen, sofern sie die bundesrechtlichen Schranken beachten, die sich 
insbesondere aus dem Umwelt- und Fernmelderecht ergeben. Mit solchen 
Vorschriften können die Gemeinden Mobilfunkanlagen aus Gründen des 
Ortsbildschutzes, der Wahrung des Charakters oder der Wohnqualität ei-
nes Quartiers ausschliessen (BGE 133 II 321 E. 4.3.4). – Die Beschwer-
deführenden stellen nicht in Abrede, dass die geplante Mobilfunkanlage im 
Wesentlichen der Abdeckung der Bauzone dient, welcher auch die Wohn-
zone W2 angehört. Dem Baureglement der EG Thun vom 2. Juni 2002 
(GBR) sind im Hinblick auf Mobilfunkanlagen keine spezifischen bzw. ein-
schränkenden Zonenvorschriften zu entnehmen. Das Bauvorhaben ist 
demnach zonenkonform.

3.4 Die Beschwerdeführenden bringen sodann vor, die Beschwerde-
gegnerin sei nicht gezwungen, ihr Betriebsnetz mit den vorgesehenen 
Antennen zu erweitern. Das Mobilfunknetz könne auch durch mehrere klei-

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nere Antennen sichergestellt werden oder durch Antennen, die sich unter 
dem Dach befänden (Beschwerde, S. 9 f.). – Soweit die Beschwerdefüh-
renden einen Bedürfnisnachweis fordern, gilt Folgendes: Es ist grundsätz-
lich Sache der privaten Mobilfunkbetreiberinnen, ihre Mobilfunknetze zu 
planen und geeignete Antennenstandorte auszuwählen (BGE 128 I 59, 
nicht publ. E. 6b/bb; BGer 1A.140/2003 vom 18.3.2004, E. 3.2 mit Hinwei-
sen). Innerhalb der Bauzone besteht – anders als bei Standorten aus-
serhalb der Bauzone, wo Art. 24 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 
über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) eine Reduk-
tion auf das Notwendige und eine Optimierung der Standorte verlangt – 
grundsätzlich Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung, wenn dem Bau-
vorhaben keine Hindernisse des geltenden Rechts entgegenstehen. Dies 
bedeutet einerseits, dass die Mobilfunkanlage ungeachtet von Alternativen 
zu bewilligen ist, wenn sie nicht gegen Rechtsvorschriften verstösst. Ande-
rerseits kann die Prüfung von Standortalternativen innerhalb der Bauzone 
nur verlangt werden, wenn das anwendbare kommunale oder kantonale 
Recht dies vorsieht (BVR 2009 S. 129 E. 9.4). Wie dargelegt, ist dies hier 
nicht der Fall, weshalb von der Beschwerdegegnerin weder ein Bedürfnis-
nachweis noch eine Standortevaluation verlangt werden kann. 

4.

4.1 Die Beschwerdeführenden stellen sich auf den Standpunkt, die ge-
plante Mobilfunkanlage führe zusammen mit ihrer Umgebung nicht, wie von 
Art. 5 GBR vorgeschrieben, zu einer guten Gesamtwirkung. Das Vorhaben 
widerspreche den Ästhetikvorschriften und sei deshalb nicht bewilligungsfä-
hig (Beschwerde, S. 6 ff.).

4.2 Gemäss Art. 9 Abs. 1 BauG dürfen Bauten und Anlagen Landschaf-
ten sowie Orts- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen. Diese Bestim-
mung stellt die «ästhetische Generalklausel» im Sinn eines Beeinträchti-
gungsverbots dar; eine Beeinträchtigung ist gegeben, wenn ein Bauvorha-
ben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der erheblich 
stört (BGE 115 Ia 370 E. 3; BVR 2009 S. 328 E. 5.2, 2006 S. 145 E. 2.1 mit 
Hinweisen; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 13). Die Gemeinden sind 

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allerdings befugt, eigene Ästhetikvorschriften zu erlassen, die als Spezial-
normen über die kantonalen Vorschriften hinausgehen können (Art. 9 
Abs. 3 und Art. 69 Abs. 2 Bst. c und f BauG, Art. 12 Abs. 4 der Bauverord-
nung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1]). Solche Vorschriften müssen 
aber, um eine selbständige Bedeutung zu haben, konkreter gefasst sein als 
die kantonalen; sie dürfen Letztere nicht nur allgemein anders umschreiben 
(BVR 2009 S. 328 E. 5.2, 2006 S. 145 E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4). Art. 5 GBR sieht zur Gestaltung von 
Bauten und Anlagen Folgendes vor: 

Art. 5
1 Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass zusammen mit ihrer 
Umgebung eine gute Gesamtwirkung entsteht; dies betrifft insbeson-
dere: 
- die prägenden Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts- und 

Landschaftsbildes,
- die Eigenheiten des Quartiers,
- die bestehende und bei Vorliegen einer entsprechenden Planung 

auch die beabsichtigte Gestaltung der benachbarten Bebauung,
- Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen der Bauten 

und Anlagen,
- die Gestaltung, Materialisierung und Farbgebung von Fassaden, Dä-

chern und Reklamen,
- die Gestaltung der Aussenräume, insbesondere des Vorlandes und 

der Begrenzungen gegen den öffentlichen Raum,
- die Gestaltung und Anordnung der Erschliessungsanlagen, Abstell-

plätze und Eingänge sowie 
- die Gewährleistung der Sicherheit im öffentlichen Raum.

[...]

Diese kommunale Norm geht in ihrem Regelungsgehalt und in ihrer Rege-
lungsdichte über die Anforderungen von Art. 9 Abs. 1 BauG hinaus; ihr 
kommt daher selbständige Bedeutung zu. Der Begriff «gute Gesamtwir-
kung» (Art. 5 Abs. 1 GBR) stellt einen unbestimmten kommunalen Rechts-
begriff dar, bezüglich dessen Auslegung das Verwaltungsgericht den kom-
munalen Behörden einen gewissen Beurteilungsspielraum einräumt. Es ist 
vorab Sache der Gemeinde zu bestimmen, wie sie ihre eigene Vorschrift 
verstanden haben will. Wird die Anwendung einer von ihr erlassenen Be-
stimmung Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die Rechtsmit-
telinstanzen zu prüfen, ob die von der Gemeinde geltend gemachte Ausle-
gung rechtlich haltbar ist. Sie auferlegen sich mit anderen Worten eine ge-
wisse Zurückhaltung gegenüber der Auffassung der Gemeinde, indem sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
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sich der Prüfung enthalten, ob eine andere Bedeutung umstrittener Bestim-
mungen ebenfalls möglich und rechtlich vertretbar wäre. Sie sind nicht be-
fugt, die kommunale Auslegung der Norm durch ihr eigenes Verständnis zu 
ersetzen, wenn die Rechtsauffassung der Gemeinde betreffend den Inhalt, 
den Sinn und die Tragweite der interessierenden Vorschrift rechtlich ver-
tretbar erscheint (vgl. BGE 128 I 3 E. 2a; BVR 2012 S. 20 E. 3.2, 2010 
S. 113 E. 3.4, 2007 S. 58 E. 4.3, mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung 
ist die «gute Gesamtwirkung» weder an geringen noch an besonders ho-
hen architektonischen Qualitäten zu messen. Das Erfordernis bedeutet bei 
durchschnittlichen örtlichen Gegebenheiten nur, dass das Mittelmass der 
Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine Neuüberbauung an den 
qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu orientie-
ren hat (BVR 2009 S. 328 E. 5.3, 2006 S. 491 E. 6.3.1 und 6.3.2).

4.3 Das Erstellen einer Mobilfunkanlage lässt sich unter ästhetischen 
Gesichtspunkten nicht ohne weiteres mit jener eines Gebäudes, auf welche 
die Ästhetiknormen in erster Linie zugeschnitten sind, vergleichen. Zum 
einen ist das Erscheinungsbild einer Mobilfunkantenne – namentlich Durch-
messer und Höhe des Antennenmasts sowie die Anzahl der Antennen – 
primär durch die technischen Gegebenheiten bedingt; die Gestaltungsmög-
lichkeiten der Mobilfunkbetreiberinnen in Bezug auf diese Elemente sind 
gering. Zum andern ist zu berücksichtigen, dass Mobilfunkantennen in der 
Regel gut sichtbar sind und ihnen damit praktisch an jedem Standort etwas 
Störendes anhaftet. Dies vermag jedoch nicht ohne weiteres einen Bauab-
schlag zu rechtfertigen, ansonsten aus den kommunalen Ästhetiknormen 
ein flächendeckendes Mobilfunk-Antennenverbot resultieren würde, was 
einerseits nicht den Absichten des Gesetzgebers entsprechen kann und 
andererseits raumplanungs- bzw. fernmelderechtlich problematisch wäre 
(vgl. BVR 2002 S. 1 E. 2d/aa und bb; VGE 23330 vom 31.3.2009, E. 3.3 
mit Hinweisen). Diesen Umständen ist bei der nachfolgenden Beurteilung 
des Bauvorhabens gebührend Rechnung zu tragen.

4.4 Keine Regelungskompetenz haben die Gemeinden im Bereich des 
Schutzes von Baudenkmälern. Dieser ist in den Art. 10a ff. BauG ab-
schliessend geregelt (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4 a.E.). Art. 10b 
Abs. 1 Satz 2 BauG schreibt vor, dass Baudenkmäler (sowohl schützens- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
Seite 14

wie erhaltenswerte) durch Veränderungen in ihrer Umgebung nicht beein-
trächtigt werden dürfen (sog. Umgebungsschutz). Das heisst, dass eine 
Veränderung auf das Baudenkmal Rücksicht nehmen und dieses nicht be-
einträchtigen soll (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 10a-10f N. 7). Voraussetzung 
für den Schutz nach Art. 10b BauG bildet die Aufnahme der schützens- 
oder erhaltenswerten Baudenkmäler in das Bauinventar (Art. 10e Abs. 1 
BauG). Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) stellte in 
ihrem Grundsatzpapier vom 23. Juli 2002 in der revidierten Fassung vom 
12. März 2008 betreffend Mobilfunkantennen an Baudenkmälern nament-
lich den Grundsatz auf, dass in der massgeblichen Umgebung von Bau-
denkmälern Mobilfunkantennen nur errichtet werden dürfen, wenn sie die 
relevanten Blickrichtungen vom Denkmal aus und die relevanten Blickrich-
tungen vom öffentlichen Raum auf das Denkmal nicht stören (BGer 
1C_906/2013 vom 20.11.2014, E. 4.1). 

4.5 Der Standort des strittigen Bauvorhabens befindet sich am Jäger-
weg 27 in Thun (Gbbl. Nr. 1.________) in der Wohnzone W2. Am gleichen 
Standort plante die Beschwerdegegnerin 1 bereits im Jahr 2005 eine 
Mobilfunkanlage (vorne Bst. A). Die BVE und das Verwaltungsgericht 
hatten auch dieses Bauvorhaben auf die Vereinbarkeit mit den 
Ästhetikvorschriften hin zu überprüfen. Hierfür haben sie je einen 
Augenschein mit Instruktionsverhandlung am 19. Dezember 2007 bzw. 
4. November 2008 durchgeführt. Die dort gewonnenen Erkenntnisse über 
die Umgebung können weitgehend auf das hier zu beurteilende Vorhaben 
übertragen werden, unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich erfolgten 
Neuerungen. – Das zu beurteilende Bauvorhaben sieht vor, die ca. 1,8 m 
hohen Antennenträger neben dem der Feldeckstrasse abgewandten Giebel 
des Walmdachs je auf einer Dachseite des viergeschossigen Gebäudes zu 
errichten. Auf der Nordseite des Gebäudes grenzt die Standortparzelle – 
einzig durch den Jägerweg getrennt – an das Strukturgebiet S III 
«Gartenstadtsiedlungen» an. Dieses umfasst die gegenüberliegenden 
Parzellen am Fischerweg sowie das sich in östlicher Richtung bis zum 
Sonnenweg erstreckende Wohnquartier zwischen Pestalozzistrasse und 
Länggasse (vgl. Zonenplan I der EG Thun vom 1.6.2002, einsehbar unter: 
<http://www.thun.ch>, Rubriken «Behörden/Politik/Abteilungen/Ämter/Pla-
nungsamt/Stadtplanung/Reglemente/Planungsgrundlagen»). Die für dieses 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
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Gebiet massgebenden Bestimmungen des GBR unter Kapitel 6 
«Erhaltungs- und Entwicklungsgebiete» lauten wie folgt:

Art. 34 Strukturgebiete S
1  Stellung, Volumen und Typologie der Gebäude, Aussenräume, 
Durchgrünung und Baumbestand prägen den typischen Quartiercha-
rakter der Strukturgebiete. Wichtig für die Erneuerung und Entwicklung 
dieser Gebiete ist in der Regel die Beachtung der genannten Merk-
male und nicht die Erhaltung der einzelnen Bauten. Bei Neu-, Ersatz- 
oder Umbauten sind die prägenden Elemente und Merkmale zu beach-
ten.
2  Die prägenden Elemente und Merkmale der einzelnen Strukturge-
biete werden im Anhang 4 Ziff. 4.3 BR aufgelistet.

Die Detailbestimmungen für die Strukturgebiete S III in Anhang 4 Ziffer 4.3 
halten Folgendes fest:

Strukturgebiete S III «Gartenstadtsiedlungen»

Die Strukturgebiete S III «Gartenstadtsiedlungen» umfassen die Dop-
pel- und Reiheneinfamilienhaussiedlungen, z.T. durch Mehrfamilien-
häuser ergänzt, mit einem grossen, ursprünglich der Selbstversorgung 
dienenden Gartenanteil:

[...]

Die Strukturen werden im Wesentlichen geprägt durch:
- die räumliche Ordnung und die Stellung der Bauten,
- die einheitliche Volumetrie und Gestaltung der Bauten,
- den hohen Freiflächenanteil.

Die dem Standort nördlich gegenüberliegenden Bauten (Fischerweg 27-49) 
sowie die ab einer Entfernung von ca. 120 m östlich sich befindenden Bau-
ten (Länggasse 46-54, Mattenstrasse 17 und Sonnenweg 1/3) sind im Bau-
inventar zudem als «erhaltenswert» eingetragen (vgl. Bauinventar EG 
Thun, einsehbar unter: <http://www.thun.ch>, Rubriken «Behör-
den/Politik/Direktionen/Bau und Liegenschaften/Beratung/Grundlagen»; 
Verwaltungsgerichtsakten 100.2008.23330, act. 8 A3 und 8 A7). Die übri-
gen Bauten des Strukturgebiets gehören zur Baugruppe A (vgl. Zonen-
plan II der EG Thun vom 1.6.2002, einsehbar unter: 
<http://www.thun.ch>, Rubriken «Behörden/Politik/Abteilungen/Ämter/Pla-
nungsamt/Stadtplanung/Reglemente/Planungsgrundlagen»; Verwaltungs-
gerichtsakten 100.2008.23330, act. 8 A6). Die Doppel- und Reiheneinfami-
lienhäuser der zum Strukturgebiet gehörenden Strassenzüge weisen be-
treffend Gestaltung und Volumen (Geschosse) eine je einheitliche Bau-
weise auf. Westlich des Standorts befinden sich die zweigeschossigen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
Seite 16

einheitlich konzipierten Wohnhäuser der Feldeckstrasse (Fotodossier des 
Verwaltungsgerichts zum Augenschein vom 4.11.2008, Verwaltungsge-
richtsakten 100.2008.23330, act. 10A [nachfolgend: Fotodossier VG], Fotos 
Nrn. 4 und 5), an die Südseite grenzen die typenähnlichen Häuser des 
Schützenwegs an (Fotodossier VG, Foto Nr. 6). Die früher entlang des Jä-
gerwegs verlaufenden oberirdischen Stromleitungen (Fotodossier VG, 
Fotos Nrn. 2, 10, 18 und 19) wurden zwischenzeitlich in den Boden verlegt 
(Fotodokumentation, Beilage 6 zu den Schlussbemerkungen der Be-
schwerdeführenden vom 7.2.2014, Vorakten BVE, nach pag. 134 [nachste-
hend: Fotodokumentation Beilage 6 BF], Fotos Nrn. 16 und 17). Der Jäger-
weg wird neu beleuchtet durch in regelmässigen Abständen positionierte 
Strassenlaternen auf Metallmasten (Fotodokumentation BF, Foto Nr. 17). 
Im Hintergrund bildet in süd- bis süd-westlicher Blickrichtung die Stockhorn-
kette den Horizont (Fotodossier VG, Foto Nr. 14). 

4.6 Nach Auffassung der Gemeinde entspricht die Antennenanlage in 
ihrer Höhe den üblichen technischen Aufbauten auf Dächern (Gesamtent-
scheid vom 8.7.2013, Vorakten Gemeinde, Mappe 2, Register 1, S. 6, 10). 
Sie sei nicht horizontbildend. Das Dach der Standortbaute verlaufe in einer 
Linie und sei weiterhin «gut ablesbar». In Anbetracht der teilweisen hetero-
genen Umgebung dürften an die neue Antennenanlage keine übersteiger-
ten Anforderungen gestellt werden (Stellungnahme vom 19.9.2013, Vorak-
ten BVE, pag. 59, S. 2). – Demnach will die Gemeinde Art. 5 GBR so ver-
standen haben, dass eine gute Gesamtwirkung bei Mobilfunkantennen ge-
geben ist, wenn sie sich in das Dach der Standortbaute einordnen, so dass 
dieses weiterhin horizontbestimmend wirkt. Dass diese Auslegung der Ge-
meinde aus rechtlicher Sicht unhaltbar sein sollte, machen die Beschwer-
deführenden nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Vielmehr erscheint 
das Dach im Siedlungsgebiet als ein markantes, den Horizont begrenzen-
des Gebäudemerkmal. Es ist nachvollziehbar, wenn die Gemeinde für die 
Beurteilung der Gesamtwirkung auf das Erscheinungsbild der Antennen im 
Zusammenhang mit dem Dach der Standortbaute abstellt. 

4.7 Die OLK hat in ihrem Bericht vom 3. Dezember 2013 (Vorakten 
BVE, pag. 76 f.) festgehalten, die dezentral in der nördlichen und südlichen 
Dachfläche des viergeschossigen Wohnhauses platzierten und den Dach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
Seite 17

first um 75 cm überragenden Antennen seien vom öffentlichen Strassen-
raum kaum einsehbar. Sie wirkten in ihrer unauffälligen Gestaltung wie Ent-
lüftungs- oder Feuerungskamine. Es entstehe keine visuelle Beeinträchti-
gung. Die Antennenanlage störe das Orts- und Landschaftsbild in der vor-
gefundenen Umgebung mit einem historischen Baubestand, der zum Teil 
im Inventar der kantonalen Denkmalpflege aufgeführt sei, nicht.

4.8 Die BVE ist der Auffassung der OLK gefolgt. Sie hat erwogen, das 
heutige Bauvorhaben sei im Vergleich zu den Projekten der Jahre 2005 
und 2009 deutlich diskreter (angefochtener Entscheid, E. 7h). Die Anten-
nen seien zwar vom öffentlichen Raum aus einsehbar. Durch ihre redu-
zierte Höhe und einfache sowie schlanke Ausgestaltung wirke die Standort-
baute nicht überhöht. Der ruhige Dachverlauf bleibe mit der dezentralen 
Platzierung der Antennen in den Dachflächen gewahrt. Die Antennen ord-
neten sich in die Umgebung ein, da sie einem Entlüftungs- oder Feue-
rungskamin und damit einem vorbestehenden Gestaltungselement glichen. 
Die Antennen erzeugten keine ortsbildrelevante Störung (angefochtener 
Entscheid, E. 7j). Ihre Einsehbarkeit werde zusätzlich durch die farbliche 
Anpassung reduziert. Die Anlage sei optisch als eine unauffällige Dachin-
stallation wahrnehmbar. Daran ändere die Richtfunkantenne mit einem 
Durchmesser von ca. 30 cm nichts, da sie sich kaum von der Dachfläche 
der Standortbaute abhebe und wegen der diskreten Farbwahl kaum auf-
falle. Mit der Verlegung des Systemtechnikschranks in den Dachstock habe 
die Beschwerdegegnerin die geringen architektonischen Gestaltungsmög-
lichkeiten bei Mobilfunkanlagen ausgeschöpft. Das Bauvorhaben sei unter 
dem Aspekt des Ortsbild- und Landschaftsschutzes nicht zu beanstanden 
(angefochtener Entscheid, E. 7k).

4.9 Die Beschwerdeführenden machen vorab geltend, der Bericht der 
OLK sei ungenügend. Er beantworte die von der BVE gestellten Fragen 
nicht, sondern verneine pauschal eine Beeinträchtigung des Ortsbilds, 
ohne sich mit dem Bauvorhaben auseinandergesetzt zu haben. Er enthalte 
auch keine Aussage zum Erfordernis der guten Gesamtwirkung. Zudem sei 
die Aussage falsch, wonach die Antennenträger aus dem öffentlichen 
Strassenraum kaum einsehbar seien. Der Bericht sei nicht nachvollziehbar, 
weshalb darauf nicht abgestellt werden könne (Beschwerde, S. 7 und 8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
Seite 18

4.9.1 Die OLK ist die kantonale Fachstelle zur Beurteilung von Bauvor-
haben, wenn dagegen Einwände betreffend Beeinträchtigung des Ortsbilds 
oder der Landschaft bestehen, die nicht offensichtlich unbegründet sind 
(Art. 22 Abs. 1 BewD; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 9a). Das Verwal-
tungsgericht räumt den Berichten der OLK regelmässig einen erheblichen 
Stellenwert ein und auferlegt sich bei deren Überprüfung eine gewisse Zu-
rückhaltung (BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5 mit Hinweisen, 2009 
S. 328 E. 5.7). Es kann aber von ihnen abweichen, namentlich wenn es zur 
Auffassung gelangt, dass die OLK nicht sämtliche rechtserheblichen Um-
stände in ihre Beurteilung hat einfliessen lassen oder wenn es aufgrund 
eigener Erkenntnisse zu einer andern Würdigung des rechtserheblichen 
Sachverhalts gelangt (VGE 22801 vom 6.9.2007, E. 4.6.1, 22887 vom 
21.8.2007, E. 3.2; Zaugg/Ludwig, a.a.O. Art. 9/10 N. 10 Bst. b). Es prüft 
insbesondere, ob die Fachmeinung gefestigt und gut abgestützt ist, und ob 
sie – nach entsprechenden Erläuterungen – auch Laien zu überzeugen 
vermag (BVR 1998 S. 440 E. 3d; VGE 23257 vom 18.8.2008, E. 5.3.3; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 9).

4.9.2 Die BVE hat die OLK beauftragt, die Wirkung der Antennenanlage 
insbesondere auf das angrenzende Strukturgebiet (Frage 1) und die umlie-
genden Baudenkmäler (Frage 2) zu beurteilen (Verfügung vom 11.10.2013, 
Vorakten BVE, pag. 62 ff., S. 5). Die OLK hat sich zur Wirkung der Anten-
nenanlage auf den öffentlichen Strassenraum insgesamt geäussert und 
nicht Beurteilungen an verschiedenen Standorten vorgenommen. Kernaus-
sage der OLK ist, dass die Antennenanlage wegen ihrer sehr unauffälligen 
Gestaltung wie ein Entlüftungs- oder Feuerungskamin erscheint und somit 
keine visuelle Beeinträchtigung entsteht (Berichts S. 2). Bei dieser Erkennt-
nis erübrigte es sich, separate Beurteilungen für einzelne Standorte vorzu-
nehmen. Daran ändert nichts, dass im Bericht der OLK die Richtfunkan-
tenne unerwähnt geblieben ist. Mit dem geringen Durchmesser von 
ca. 30 cm, der Farbwahl und ihrer Positionierung am Fuss des Masts (Pro-
jektplan Ansicht «B» 1:100 vom 13.8.2012, Vorakten Gemeinde, Mappe 2, 
Register 2, pag. 240) fällt die Richtfunkantenne kaum auf und ist nicht ge-
eignet, die Gesamtwirkung der Antennen entscheidend zu beeinflussen. Es 
kann somit grundsätzlich auf den Bericht der OLK abgestellt werden. Zu 
prüfen bleibt nachstehend, ob die Fachmeinung inhaltlich überzeugt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
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4.10 Die Beschwerdeführenden bringen vor, die Antennenanlage wirke 
auf dem bereits überhöhten Gebäude sehr auffällig und dominant. Es ent-
stehe der Eindruck eines offiziellen Verwaltungsgebäudes, das in einem 
Wohnquartier nicht erwünscht sei (Beschwerde, S. 9). Das Quartier sei 
inzwischen aufgewertet worden: Die Stromleitungen am Jägerweg und an 
der Feldeckstrasse seien in den Boden verlegt und die Liegenschaft Fi-
scherweg 49 sei neu als schützenswert eingestuft worden. Dem Umstand, 
dass dadurch das Quartier für ortsfremde Anlagen empfindlicher geworden 
sei, habe die BVE ungenügend Rechnung getragen (Beschwerde, S. 6 und 
9; Schlussbemerkungen vom 7.2.2014, Vorakten BVE, pag. 97 ff., S. 19). 
Die Antennenanlage sei mit Kaminen nicht vergleichbar (Schlussbemerkun-
gen vom 7.2.2014, Vorakten BVE, pag. 97 ff., S. 9). Zwischen dem Vorha-
ben aus dem Jahr 2005 und dem heutigen Bauvorhaben bestünden kaum 
Unterschiede in Bezug auf die Beeinträchtigung der Umgebung 
(Schlussbemerkungen vom 7.2.2014, Vorakten BVE, pag. 97 ff., S. 12). 
Das Vorhaben sei mit Art. 5 GBR nicht vereinbar. 

4.10.1 Anders als die Beschwerdeführenden meinen, ist das heutige Pro-
jekt in seiner Ausgestaltung nicht mit demjenigen aus dem Jahr 2005 ver-
gleichbar. Das damalige Projekt sah einen 3 m hohen Antennenmast vor, 
auf dem mehrere Antennen installiert werden sollten. Die Anlage wäre 
zentriert auf dem Dachfirst erstellt worden und hätte sich deutlich vom 
Dach abgehoben. Das hier interessierende Vorhaben besteht demgegen-
über aus zwei Rohrantennen mit einer Höhe von ca. 1,8 m und einem 
Durchmesser von 23 cm (vgl. Antennenmasse, Vorakten Gemeinde, 
Mappe 1, Register 5, pag. 132), die in den Dachflächen platziert sind und 
den Dachfirst um 75 cm überragen. Aufgrund der Höhe und der rohrförmi-
gen Ausgestaltung ist der Vergleich der OLK mit einem Entlüftungs- oder 
Feuerungskamin nachvollziehbar. Zudem weist das heutige Projekt im Un-
terschied zum ursprünglichen weder einen Kabelkanal noch einen System-
technikschrank an der Südfassade der Standortbaute auf – Elemente, die 
dazumal wesentlich zu einer schlechten Gesamtwirkung beigetragen haben 
(vgl. VGE 23330 vom 31.3.2008, E. 4.4.4). Damit erscheint die heutige Mo-
bilfunkanlage deutlich diskreter als diejenige aus dem Jahr 2005, wie die 
BVE zutreffend erwogen hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
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4.10.2 Die Einsehbarkeit der Rohrantennen aus dem öffentlichen Raum ist 
unbestritten. Aus dem Bericht der OLK geht entgegen der Ansicht der Be-
schwerdeführenden nichts Gegenteiliges hervor. Im Einzelnen sind die An-
tennen von den zweigeschossigen, einheitlich konzipierten Wohnhäusern 
der Feldeckstrasse aus zusammen mit einem Teil der Baudenkmäler des 
Fischerwegs sowie deren Gärten sichtbar, soweit die Sicht nicht durch das 
Gebäude Nr. 28 verdeckt wird (Fotodossier VG, Foto Nr. 4; Fotodokumen-
tation der Beschwerdegegnerin vom 15.1.2014, Vorakten BVE, nach 
pag. 83). In diese von einer gewissen Heterogenität geprägten Umgebung 
am südlichen Ende der Feldeckstrasse fügen sich die Rohrantennen inso-
fern in das Ortsbild ein, als sie wie die übrigen Kamine in der Dachfläche 
angesiedelt sind und den Dachfirst bloss um 75 cm überragen. Zudem fin-
den sich in der nahen Umgebung vergleichbare Dachaufbauten, namentlich 
am südlichen Nachbarsgebäude Nr. 28 (Fotodokumentation, Beilage 2 zu 
den Schlussbemerkungen der Beschwerdeführenden vom 7.2.2014, Vorak-
ten BVE, nach pag. 112 [nachstehend: Fotodokumentation Beilage 2 BF], 
S. 1) und dem Baudenkmal Nr. 49 (Fotodossier VG, Fotos Nrn. 4 und 11) 
sowie aus Sicht des Baudenkmals an der Länggasse Nr. 61 (Fotodossier 
VG, Foto Nr. 20). Hier sind die vorgesehenen Antennen jedoch aufgrund 
der Entfernung kaum einsehbar. Von der entgegengesetzten Richtung am 
nördlichen Ende der Feldeckstrasse aus bis zur Einmündung des Fischer-
wegs sind die Rohrantennen auf dem östlichen Grad der Standortbaute 
nicht einsehbar, da sie durch die Gebäude auf der linken Strassenseite 
verdeckt werden (Fotodossier VG, Fotos Nrn. 12 und 13). Vom westlichen 
Ende der Baugruppe A aus sind die Antennen zusammen mit den erhal-
tenswerten Bauten am Fischerweg über die Vorgärten hinweg vor der 
Bergkette sichtbar (Kreuzung Jägerweg Mattenstrasse, Fotodossier VG, 
Foto Nr. 18; Fotodokumentation, Beilage 3 zu den Schlussbemerkungen 
der Beschwerdeführenden vom 7.2.2014, Vorakten BVE, nach pag. 112 
[nachstehend: Fotodokumentation Beilage 3 BF], Foto Nr. 9). Aufgrund 
ihrer Höhe beeinträchtigen sie indes weder die Aussicht auf die hinter den 
Gebäuden liegende Bergkette, noch erscheinen sie horizontbildend. Weiter 
in östlicher Richtung, dem Jägerweg folgend, sind die Rohrantennen auf-
grund der Distanz kaum mehr wahrnehmbar (Fotodokumentation Beilage 3 
BF, Foto Nr. 7; Fotodossier VG, Fotos Nrn. 14, 15, 17). Durch die Verle-
gung der Stromleitungen in den Boden mag zwar das Quartier aufgewertet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.09.2015, Nr. 100.2014.298U, 
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worden sein. Für die Beurteilung des hier interessierenden Vorhabens ist 
die Änderung indes nicht entscheidend, fiel die Stromleitung doch auch für 
die Beurteilung des Projekts aus dem Jahr 2005 nicht ins Gewicht (vgl. 
VGE 23330 vom 31.3.2009, E. 4.4.1). Die BVE war folglich entgegen der 
Ansicht der Beschwerdeführenden nicht gehalten, der vorgefundenen Um-
gebung zusätzliche Qualitäten beizumessen, d.h. über die Festlegungen für 
das Strukturgebiet S III und die erhaltenswerten Bauten hinauszugehen. 

4.10.3 Abgesehen von der Feldeckstrasse, die von einer gewissen Hetero-
genität geprägt ist, wirkt das Quartier innerhalb wie auch ausserhalb des 
Strukturgebiets S III als ein kompaktes und intaktes Wohnquartier: Das 
Siedlungsbild ist geprägt von überwiegend zweigeschossigen, sorgfältig 
erhaltenen Bauten, die von einem hohen Wohnwert zeugen. Die einzelnen 
Häuserzeilen weisen je einheitliche Bauweisen auf. Ein prägendes Merk-
mal der Bauten ist die ruhige Dachlandschaft. Sie weisen – wenn über-
haupt – keine technischen Dachaufbauten auf. Bei den bestehenden Auf-
bauten handelt es sich um Kamine und Lukarnen. Selbst in dieser Umge-
bung fallen die projektierten Rohrantennen nicht derart auf, wie dies noch 
beim Projekt aus dem Jahr 2005 der Fall war. Sie stehen nunmehr auf dem 
Dachboden, ragen aus den Dachflächen, weisen eine deutlich geringere 
Höhe auf und sind wie Entlüftungs- oder Kaminrohre ausgestaltet. Durch 
die dezentrale Platzierung der Antennen verläuft das weite Dach der Stand-
ortbaute optisch weiterhin in einer Linie, wie die BVE zutreffend erwogen 
hat (angefochtener Entscheid, E. 7j). Der ruhige Dachverlauf ist aus Sicht 
der typenähnlichen, nicht inventarisierten Bauten des Schützenwegs ge-
wahrt. Die Antennen bilden hier, anders als noch beim Projekt 2005, nicht 
mehr den Horizont. Aber auch aus Sicht der erhaltenswerten Bauten am 
Fischerweg mit ihren grosszügigen Vorgärten erscheint der Dachverlauf 
kaum beeinträchtigt. Wie dargelegt, schadet die Richtfunkantenne nicht, da 
sie farblich angepasst in der Dachfläche liegt; zudem ist das Dach auf die-
ser Seite durch den Kamin vorgezeichnet. 

4.11 Nach dem Gesagten fügen sich die Rohrantennen insgesamt in das 
Quartierbild ein. Die Würdigung des Bauvorhabens durch die OLK erweist 
sich als plausibel und nachvollziehbar. Es besteht mithin kein Anlass, von 
dieser Fachmeinung abzuweichen. Die BVE ist zu Recht der Fachmeinung 

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der OLK gefolgt. Die Mobilfunkanlage ordnet sich insbesondere mit Blick 
auf die Einsehbarkeit zusammen mit erhaltenswerten Bauten und dem 
Strukturgebiet mit seinen architektonischen und städtebaulichen Qualitäten 
sowie dem Umstand, dass die Antennenanlage rohrförmig ausgestaltet und 
in die Dachfläche versetzt wird, in rechtsgenüglicher Weise in das Orts- 
und Landschaftsbild ein. Vor dem Hintergrund der bei Mobilfunkanlagen 
reduzierten Anforderungen an die Ästhetik führt eine Gesamtbetrachtung 
zum Schluss, dass sich das Bauvorhaben gut in das Quartier einordnet und 
damit von einer guten Gesamtwirkung im Sinn von Art. 5 GBR gesprochen 
werden kann. 

5.

5.1 Weiter machen die Beschwerdeführenden geltend, das Vorhaben 
halte die Grenzwerte der NISV nicht ein. Sie bemängeln, die Beschwerde-
gegnerin habe die für die Einhaltung der Grenzwerte notwendige Abschir-
mung (Art, Material, Montage) nicht näher umschrieben. Die Beschwerde-
führenden beantragen, die Sache sei zur Konkretisierung der Abschirmung 
und Neubeurteilung der Grenzwerte gemäss NISV an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen (Beschwerde, S. 3 und 14). 

5.2 Das Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz 
(Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) soll Menschen, Tiere und Pflan-
zen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume gegen schädliche und 
lästige Einwirkungen schützen. Im Sinn der Vorsorge sind Einwirkungen, 
die schädlich oder lästig werden könnten, frühzeitig zu begrenzen (Art. 1 
USG). Gestützt auf Art. 12 Abs. 2 und 13 USG hat der Bundesrat in der 
NISV Immissionsgrenzwerte (IGW) und Anlagegrenzwerte (AGW) festge-
legt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung regelt Art. 4 i.V.m. An-
hang 1 NISV die vorsorglichen Emissionsbegrenzungen in Bezug auf 
Immissionen, die von Mobilfunksendeanlagen ausgehen, abschliessend 
(BGE 133 II 321 E. 4.3.4, 64 E. 5.2, 126 II 399 E. 3b und c; BGer 
1A.134/2003 vom 5.4.2004, in URP 2004 S. 228, E. 3.2). Der AGW ist eine 
Emissionsbegrenzung für die von einer Anlage allein erzeugte Strahlung 
(Art. 3 Abs. 6 NISV), den neue Anlagen im massgebenden Betriebszustand 

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an den OMEN einhalten müssen (Anh. 1 Ziff. 15 Abs. 1 NISV). Der AGW 
für den Effektivwert der elektrischen Feldstärke beträgt für Anlagen, die 
ausschliesslich im Frequenzbereich um 1800 MHz oder in höheren Fre-
quenzbereichen senden, 6 V/m (Anh. 1 Ziff. 64 Bst. b NISV). – Die Mobil-
funkanlage soll im Frequenzband 2100 MHz betrieben werden (vgl. 
Standortdatenblatt vom 9.5.2012, Vorakten Gemeinde, Mappe 2, Register 
3, pag. 244 ff., Zusatzblätter). 

5.3 Gestützt auf den Amtsbericht des beco vom 18. September 2012 
(Vorakten Gemeinde, Mappe 2, Register 4, pag. 281 ff.) und die Stellung-
nahme des beco vom 26. August 2013 (Vorakten BVE, pag. 39 f.) sowie 
unter Berücksichtigung des Standortdatenblatts vom 9. Mai 2012 hat die 
BVE erwogen, die Mobilfunkanlage halte die AGW gemäss NISV ein. Unter 
Auflagen, namentlich der Anordnung einer Abnahmemessung nach Inbe-
triebnahme der Anlage bei OMEN, die eine Feldstärke von 80 % des AGW 
erreichen, und einer Abschirmung des Dachs, könne die Mobilfunkanlage 
bewilligt werden. Die Abschirmung garantiere eine Dämpfung in den Fre-
quenzbändern 800 - 2500 MHz von mindestens 15 dB. Wie vom beco be-
rechnet, ergäbe somit die Prognose am OMEN 2 (Wohnung unter dem 
Dachgeschoss bzw. der Mobilfunkanlage) eine Feldstärke von 3,81 V/m. 
Damit sei der AGW von 6 V/m gemäss Anhang 1 Ziff. 64 Bst. b NISV ein-
gehalten. Die Wirksamkeit der Abschirmung könne durch die Abnahme-
messung nach Inbetriebnahme der Anlage überprüft werden. Vorgesehen 
sei eine Dachabschirmung, was sich aus dem Standortdatenblatt (S. 5) und 
aus den Projektplänen zum Baugesuch ergäbe. Zudem seien sämtliche 
Dachöffnungen abgeschirmt, was aus dem Projektplan Dachaufsicht her-
vorgehe. Damit liege ein genügendes Abschirmungskonzept vor (ange-
fochtener Entscheid, E. 8). 

5.4 Die Beschwerdeführenden bringen nichts vor, was die Berechnung 
des AGW durch die Fachbehörde und die BVE als fehlerhaft erscheinen 
liesse. Derartiges ist auch nicht ersichtlich. Die BVE ist demnach den über-
zeugenden Ausführungen des beco zu Recht gefolgt. Die Mobilfunkanlage 
hält gemäss rechnerischer Prognose den AGW von 6 V/m gemäss An-
hang 1 Ziff. 64 Bst. b NISV ein.

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5.5 Gemäss Art. 38 Abs. 3 BauG können mit der Baubewilligung Bedin-
gungen und Auflagen verbunden werden. Die Nebenbestimmungen müs-
sen kontrollierbar und durchsetzbar sein, was voraussetzt, dass sie hinrei-
chend bestimmt sind, soweit sie die mit der Bewilligung verbundenen 
Rechte und Pflichten festlegen (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N. 15c). 
Aus Gründen des Immissionsschutzes können auch nachträglich noch, d.h. 
nach Inbetriebnahme einer Anlage, Auflagen verfügt werden, wenn sich die 
bisher getroffenen Massnahmen als ungenügend erweisen. Das Risiko 
einer Fehlprognose trägt somit die Bauherrschaft (Zaugg/Ludwig, a.a.O, 
Art. 38-39 N. 15a Bst. f mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). – Wie die 
BVE zutreffend erwogen hat, ist vorliegend eine Dachabschirmung vorge-
sehen. Aus der roten Schraffierung auf den eingereichten Projektplänen ist 
erkennbar, dass die Abschirmung das ganze Dach umfasst (Vorakten Ge-
meinde, Mappe 2, Register 2, pag. 238 ff.; angefochtener Entscheid, E. 8c, 
S. 26). Damit ist die Art der Abschirmung entgegen der Ansicht der Be-
schwerdeführenden hinreichend bestimmt. Für die Durchsetzung und die 
Kontrolle braucht es keine detaillierten Angaben zu Materialwahl und Mon-
tage. Mit den Abnahmemessungen an dreizehn OMEN soll die rechneri-
sche Prognose überprüft werden. Wie die BVE zu Recht geschlossen hat, 
lässt sich hiermit auch die Wirksamkeit der Abschirmung überprüfen. Sollte 
sich die Dachabschirmung bei der Abnahmemessung als ungenügend er-
weisen, können nach dem vorstehend Gesagten nach Inbetriebnahme der 
Mobilfunkanlage weitere Auflagen bezüglich Abschirmung getroffen wer-
den. Zudem hat das beco festgehalten, dass die Betreiberin der Mobilfunk-
anlage verpflichtet sei, ein Qualitätssicherungssystem (QS-System) einzu-
richten, welches sämtliche Komponenten, Geräteeinstellungen und Be-
triebsabläufe erfasse, um die Einhaltung der Grenzwerte der NISV zu ge-
währleisten (Stellungnahme vom 26.8.2013, Vorakten BVE, pag. 39). Es 
besteht demnach Gewähr dafür, dass die Grenzwerte gemäss NISV einge-
halten werden. 

6.

6.1 Schliesslich bringen die Beschwerdeführenden vor, die BVE habe 
zu Unrecht eine Kürzung des Parteikostenersatzes für den Aufwand des 

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Rechtsvertreters der Beschwerdeführenden im vorinstanzlichen Verfahren 
vorgenommen. 

6.2 Gemäss Art. 41 Abs. 1 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung 
vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Partei-
kostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in Beschwer-
deverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- zuzüglich allfällige Zuschläge gemäss 
Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 PKV. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich 
der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der 
Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 
Abs. 3 KAG).

6.3 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden hat für das Verfah-
ren vor der BVE eine Kostennote von Fr. 9'284.45 (inkl. Auslagen und 
MWSt) eingereicht. Dieser Betrag beinhaltet ein Honorar von Fr. 8'410.-- 
(exkl. Auslagen und MWSt). Die BVE hat das Honorar als überhöht erach-
tet. Sie hat erwogen, der Zeitaufwand sei für ein Verfahren mit einem 
Schriftenwechsel, zwei Fachberichten und zwei Schlussbemerkungen als 
durchschnittlich zu werten. Die Bedeutung der Streitsache sei im Hinblick 
auf die Baukosten von Fr. 80'000.-- und die Auswirkungen der Mobilfunkan-
lage auf die Nachbarschaft insgesamt ebenfalls durchschnittlich; Gleiches 
gelte für die Schwierigkeit des Prozesses angesichts der zu behandelnden 
Rechtsfragen. Aufgrund dieser Einschätzung hat die BVE das Anwaltsho-
norar auf Fr. 6'000.-- gekürzt. – Nach Ansicht der Beschwerdeführenden ist 
das Verfahren insgesamt als überdurchschnittlich einzustufen: Das Verfah-
ren vor der Vorinstanz habe ein Jahr gedauert, mehrere Planänderungen 
und zwei Schlussbemerkungen umfasst. Das Aktenmaterial sei ausserge-
wöhnlich umfangreich gewesen, weil auch die Akten aus dem Verfahren 
von 2005 beigezogen worden seien. Auf die Baukosten könne nicht abge-
stellt werden, da sie wohl nicht mehr auf das heutige Projekt zutreffen wür-
den, da die Arbeiten mit zwei vorgesehenen Antennen samt Abschirmung 
nun kostenintensiver seien. 

6.4 Die Einwände der Beschwerdeführenden überzeugen nicht. Bei den 
im Verfahren vor der BVE eingereichten Projektplänen Dachaufsicht und 
Ansichten "A-C" alle vom 6./11. November 2013 (Vorakten BVE, nach 

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pag. 74) handelt es sich um Aktualisierungen der bewilligten Projektpläne 
Dachaufsicht und Ansicht "A" beide vom 10./31. Mai 2012 sowie Ansicht 
"B" und "C" beide vom 13. August 2012 (Vorakten Gemeinde, Mappe 2, 
Register 2, pag. 238 ff.). Inhaltlich sind die Projektpläne indes gleich. Von 
einer Planänderung kann daher nicht die Rede sein. Der zusätzlich einge-
reichte Querschnitt des BTS Raums vom 6./11. November 2013 ändert 
weder am Umfang noch an der Schwierigkeit der Streitsache etwas. Selbst 
wenn der Einwand der Beschwerdeführenden, dass das heutige Bauvorha-
ben teurer sei als dasjenige aus dem Jahr 2009, zutreffen sollte, würde 
dies an der Bedeutung der Streitsache nichts Wesentliches ändern. Auch 
der Zeitaufwand kann nicht als überdurchschnittlich bezeichnet werden. 
Zwar waren zwei Fachberichte (OLK und METAS) zu beurteilen und zwei 
Schlussbemerkungen zu verfassen. Sowohl die Berichte als auch die zwei-
ten Schlussbemerkungen der Beschwerdeführenden vom 3. Juli 2014 lie-
gen mit zwei bis drei Seiten im Rahmen der üblichen Eingaben. Schliess-
lich lässt auch der Beizug der Verfahrensakten aus dem Jahr 2005 das 
Verfahren nicht als überdurchschnittlich erscheinen. Die Bedeutung und die 
Schwierigkeit der Streitsache hat die BVE somit zu Recht als insgesamt 
durchschnittlich erachtet. Der gebotene Zeitaufwand ist von der BVE eben-
falls nachvollziehbar als durchschnittlich beurteilt worden.

7.

7.1 Der Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den Ak-
ten. Ein Augenschein erübrigt sich daher. Sämtliche Vorakten der Verfah-
ren aus den Jahren 2005 und 2009 sind bereits im vorinstanzlichen Verfah-
ren durch die BVE ediert worden (Beschwerde, S. 5). Dies trifft auch auf die 
verwaltungsgerichtlichen Akten des Verfahrens 100.2008.23330 zu, die 
sich im Dossier der BVE RA Nr. 110/2007/117, nach pag. 182, befinden. 
Von weiteren Schriftstücken und Berichten sind keine entscheidrelevanten 
Erkenntnisse zu erwarten. Die entsprechenden Beweisanträge der Be-
schwerdeführenden (Beschwerde, S. 5, 8, 10) werden daher abgewiesen.

7.2 Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten in allen Punkten 
als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

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8.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegen die Beschwerdegegnerin-
nen. Die Beschwerdeführenden unterliegen vollständig. Es sind ihnen des-
halb die Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 i.V.m. Art. 104 
Abs. 1 VRPG), und sie haben der Beschwerdegegnerin 1 die Parteikosten 
zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Allerdings ist diese mehrwertsteuer-
pflichtig (vgl. Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar 
unter: <https://www.uid.admin.ch>) und kann deshalb die von ihrem 
Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer eigenen Mehr-
wertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen. In solchen Fällen ist der 
Partei kein Aufwand für Mehrwertsteuer angefallen und deren Abgeltung 
käme einer Überentschädigung gleich. Deshalb ist nach neuer Praxis des 
Verwaltungsgerichts bei der Bestimmung des Parteikostenersatzes die 
Mehrwertsteuer nicht zu berücksichtigen (BVR 2014 S. 484 E. 6). Der Be-
schwerdegegnerin 2 sind keine Parteikosten angefallen (Art. 104 Abs. 1 
VRPG); ihr kommt ohnehin kein Ersatzanspruch zu (Art. 104 Abs. 4 
VRPG). Die Beschwerdeführenden haften für die ihnen gemeinsam aufer-
legten Kosten solidarisch (Art. 106 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt.

3. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin 1 für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt auf 
Fr. 3'677.10 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

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4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Beschwerdegegnerin 1
- der Beschwerdegegnerin 2
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- der kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder
- dem beco (Berner Wirtschaft)

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.