# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb8c55b4-31aa-5d1e-92b9-ff10f532fe4c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.02.2025 100 2024 391
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-391_2025-02-06.pdf

## Full Text

100.2024.391/392/394U
HAT/FRM/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 6. Februar 2025

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Fritschi 

100.2024.391

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

100.2024.392

B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

100.2024.394

C.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführerin

gegen

Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern
Rechtsabteilung, Münsterplatz 3a, Postfach, 3000 Bern 8

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.02.2025, Nrn. 100.2024.391/392/
394U, Seite 2

betreffend Tierschutz; teilweises Halteverbot und definitive Beschlagnah-
mung von Hunden und Katzen; Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-
kung und vorsorgliche Massnahme (Zwischenverfügungen der Wirtschafts-, 
Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern vom 14. November 2024; 
T2024-030A2, T2024-031A2 und T2024-032A2)

Prozessgeschichte:

A.

Mit Verfügung vom 10. September 2024 gab das Amt für Veterinärwesen 
des Kantons Bern (AVET) vier provisorisch beschlagnahmte Hunde (unter 
Auflagen) in die Obhut von A.________, B.________ und C.________ 
zurück; für die übrigen Tiere ordnete es die definitive Beschlagnahmung an 
und gab sie zur Weitervermittlung frei (Dispositiv Ziff. 1-5). Allfälligen Be-
schwerden gegen diese Anordnungen entzog das Amt die aufschiebende 
Wirkung (Dispositiv Ziff. 7).

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________, B.________ und C.________ 
am 9. bzw. 10. Oktober 2024 je einzeln Beschwerde bei der Wirtschafts-, 
Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern (WEU). Dabei beantragten 
sie unter anderem sinngemäss, die aufschiebende Wirkung ihrer Beschwer-
den sei wiederherzustellen. Mit Zwischenverfügungen vom 14. November 
2024 wies die WEU diesen Antrag ab, soweit sie darauf eintrat (je Dispositiv 
Ziff. 2).

C.

Hiergegen haben A.________, B.________ und C.________ am 18. De-
zember 2024 je einzeln Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie bean-

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tragen je die Aufhebung der vorinstanzlichen Zwischenverfügung vom 
14. November 2024 und die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
ihrer Beschwerden vom 9. bzw. 10. Oktober 2024. Gleichzeitig verlangen 
sie, dem AVET sei vorsorglich eine Weitervermittlung der beschlagnahmten 
Tiere während des Rechtsstreits zu verbieten.

Die WEU schliesst mit Beschwerdevernehmlassungen vom 9. Januar 2025 
auf Abweisung der Beschwerden, soweit auf diese einzutreten sei.

Am 24. Januar 2025 hat der Instruktionsrichter die drei Beschwerdeverfah-
ren (100.2024.391, 100.2024.392 und 100.2024.394) vereinigt und dem 
AVET die Weitervermittlung jener Hunde von A.________, B.________ und 
C.________ untersagt, die allenfalls noch in einem Tierheim untergebracht 
sind.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden gegen 
die angefochtenen Zwischenverfügungen als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 und Art. 75 Bst. a (Umkehrschluss) i.V.m. Art. 76 und 
77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
(VRPG; BSG 155.21) zuständig.

1.2 Zwischenverfügungen betreffend den Entzug oder die Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung sind nach Art. 68 Abs. 3 VRPG selbstän-
dig anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil 
bewirken können (vgl. auch Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 68 N. 31 f. und 46). Ein 
solcher Nachteil wird praxisgemäss bejaht, wenn die Beschwerdeführenden 
ein schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Aufhebung oder Abänderung 
der Zwischenverfügung haben, wobei kein irreparabler Schaden erforderlich 
ist. Ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse an der sofortigen Anfechtung 

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der Zwischenverfügung ist bereits dann gegeben, wenn ein günstiger 
Endentscheid für die betroffene Person nicht jeden Nachteil zu beseitigen 
vermag. Dabei genügt auch ein tatsächliches – etwa bloss wirtschaftliches – 
Interesse, soweit es für die betroffene Person nicht nur darum geht, eine 
Verteuerung oder eine aus wirtschaftlicher Sicht ungünstige Verlängerung 
des Verfahrens zu verhindern. Der nicht wieder gutzumachende Nachteil 
muss in jedem Fall dargetan sein, wobei das Glaubhaftmachen genügt 
(BVR 2017 S. 205 E. 1.3, 2016 S. 237 E. 5.1 mit Hinweisen). – Durch die 
Nichtwiederherstellung der aufschiebenden Wirkung wurde den Beschwer-
deführenden schon für die Dauer des Verfahrens der Besitz an ihren Tieren 
entzogen, mit Ausnahme der vier zurückgegebenen Hunde. Für die Zeit bis 
zum Entscheid in der Hauptsache droht damit ein Nachteil, der selbst durch 
einen günstigen Endentscheid nicht wieder gutgemacht werden könnte (vgl. 
etwa VGE 2017/266 vom 14.2.2018 E. 1.2.2; BGer 2C_92/2015 vom 
24.3.2015 E. 1.1). Die Zwischenverfügungen vom 14. November 2024 sind 
damit selbständig anfechtbar.

1.3 Die Beschwerdeführenden haben je an den sie betreffenden 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind durch die angefochtenen 
Zwischenverfügungen besonders berührt und haben ein schutzwürdiges In-
teresse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG).

1.4 Zur Begründung ihrer Beschwerden verweisen sie breit auf ihre Aus-
führungen in den vorinstanzlichen Verfahren (Beschwerden Rz. 10). Ein sol-
cher, blosser (globaler) Verweis auf frühere Rechtsschriften stellt keine 
rechtsgenügliche Begründung dar (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 32 N. 24). 
Da die Beschwerdeführenden aber zusätzlich ihre Argumentation vor Ver-
waltungsgericht erneut bzw. ergänzend vortragen haben und damit erken-
nen lassen, inwiefern und weshalb sie mit den angefochtenen 
Zwischenverfügungen nicht einverstanden sind, enthalten die Beschwerden 
eine den Anforderungen von Art. 32 Abs. 2 VRPG genügende Begründung 
(vgl. BVR 2015 S. 175 [VGE 2012/172 vom 18.12.2014] nicht publ. E. 2.2). 
Auf die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist demnach ein-
zutreten.

1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Zwischenverfü-
gungen auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

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1.6 Der Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 2 Bst. b des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

2.

2.1 Ein grosser Teil der beschlagnahmten Tiere ist inzwischen an Dritte 
weitervermittelt worden. Die WEU ging gestützt auf die Rechtsprechung des 
Verwaltungsgerichts davon aus, die neuen Besitzerinnen und Besitzer dieser 
Tiere seien gemäss Art. 933 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; 
SR 210) in ihrem gutgläubigen Erwerb geschützt (vgl. JTA 2010/261 vom 
18.11.2011 E. 3.3; vgl. auch VGE 2019/274 vom 1.9.2020 E. 1.4). Darum er-
achtete sie das Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführenden bezüglich 
der betreffenden Tiere für dahingefallen und trat auf den Antrag, die auf-
schiebende Wirkung wiederherzustellen, nicht ein, soweit dieser bereits wei-
tervermittelte Tiere betraf.

2.2 Die Beschwerdeführenden fechten die Zwischenverfügungen vom 
14. November 2024 sinngemäss auch in Bezug auf dieses teilweise Nicht-
eintreten an. Sie wenden ein, sie verfügten gestützt auf Art. 934 ZGB nach 
wie vor über ein Rechtsschutzinteresse in der Sache (Beschwerden 
Rz. 15). – Gemäss Art. 934 Abs. 1 Satz 1 ZGB kann die Besitzerin oder der 
Besitzer einer gestohlenen, verloren gegangenen oder sonst wider Willen 
abhanden gekommenen beweglichen Sache diese während fünf Jahren je-
der Empfängerin oder jedem Empfänger abfordern. In der Lehre wird die Auf-
fassung vertreten, eine beschlagnahmte Sache gelte als im Sinn von Art. 934 
Abs. 1 ZGB wider den Willen der berechtigten Person abhanden gekommen, 
wenn sich die Beschlagnahmung als rechtswidrig erweise (vgl. Ernst/Zogg, 
in Basler Kommentar, 7. Aufl. 2023, Art. 933 ZGB N. 21; Stark/Lindenmann, 
Berner Kommentar, 4. Aufl. 2016, Art. 933 ZGB N. 34). Mit Blick auf diese 
Lehrmeinung hat das Verwaltungsgericht jüngst offengelassen, ob die Wei-
tervermittlung beschlagnahmter Haustiere zum Wegfall des Rechtsschutzin-
teresse führt (VGE 2021/142 vom 28.2.2022 E. 6.2). Auch hier erscheint 
nicht ohne weiteres klar, ob den Beschwerdeführenden im jetzigen Zeitpunkt 
das Rechtsschutzinteresse an der Überprüfung der Beschlagnahmung ihrer 

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weitervermittelten Tiere fehlt. Wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann 
aufgrund der nachfolgenden Erwägungen jedoch dahingestellt bleiben.

3.

In formeller Hinsicht machen die Beschwerdeführenden geltend, die WEU 
hätte ihren Anträgen schon darum entsprechen müssen, weil sie unbestritten 
geblieben seien.

3.1 In den vorinstanzlichen Verfahren gab die WEU dem AVET die Gele-
genheit, bis zum 30. Oktober 2024 zum Antrag der Beschwerdeführenden 
auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen 
(Verfügungen vom 15.10.2024). Von dieser Gelegenheit machte das AVET 
erst mit Eingaben vom 31. Oktober 2024 und mithin verspätet Gebrauch. – 
Die Beschwerdeführenden machen nun geltend, die Verspätung der Stel-
lungnahme habe zur Folge, dass im vorinstanzlichen Verfahren ihr Antrag 
auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht rechtsgültig bestrit-
ten worden sei; bereits darum seien die angefochtenen Verfügungen aufzu-
heben und die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen (Beschwerden 
Rz. 8).

3.2 Mit dieser Argumentation übersehen die Beschwerdeführenden, dass 
das öffentliche Verfahrensrecht von der Untersuchungsmaxime beherrscht 
wird und die Behörden den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen 
richtig und vollständig abzuklären haben (vgl. Art. 18 Abs. 1 VRPG). Ent-
sprechend ist nicht entscheidend, inwiefern Tatsachen behauptet oder be-
stritten werden bzw. unbestritten geblieben sind (Michel Daum, a.a.O., 
Art. 18 N. 4). Im Übrigen besteht für die Verfahrensbeteiligten keine zwin-
gende Verpflichtung im Rahmen des Schriftenwechsels Stellungnahmen ein-
zureichen (vgl. Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 69 N. 4 und 7). Folglich können die Be-
schwerdeführenden aus der Tatsache, dass die Eingaben des AVET zur 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung verspätet erfolgt sind, nichts 
zu ihren Gunsten ableiten.

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4.

In der Sache ist zu prüfen, ob die WEU den Antrag der Beschwerdeführen-
den auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung zu Recht abgewie-
sen hat.

4.1 Gemäss Art. 68 Abs. 4 VRPG kann die instruierende Behörde 
während der Rechtshängigkeit eines Beschwerdeverfahrens von Amtes we-
gen oder auf Antrag die aufschiebende Wirkung aus wichtigen Gründen ent-
ziehen oder wiederherstellen. Als wichtiger Grund für den Entzug der 
aufschiebenden Wirkung gilt insbesondere ein öffentliches Interesse, das 
den sofortigen Vollzug einer belastenden Verfügung erfordert (Art. 68 Abs. 5 
Bst. a VRPG). Der Entscheid über die aufschiebende Wirkung bedingt eine 
einzelfallbezogene Interessenabwägung (BVR 2011 S. 508 E. 2.2; 
Daum/Rechsteiner, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 68 N. 24). Über einstweiligen Rechtsschutz muss 
in der Regel ohne weitere Beweiserhebungen, aufgrund der Akten, entschie-
den werden. Wird durch den Entzug der aufschiebenden Wirkung aber der 
Verfahrensausgang präjudiziert, so muss ein strengerer Massstab an den 
Interessennachweis angelegt werden (Daum/Rechsteiner, a.a.O., Art. 68 
N. 43).

4.2 Die Vorinstanz hat in den angefochtenen Verfügungen erwogen, 
dass das AVET anlässlich einer Kontrolle in der Wohngemeinschaft der Be-
schwerdeführenden hochgradig tierschutzwidrige Haltebedingungen vorge-
funden habe. Diese seien nicht (mehr) mit dem kürzlichen Tod eines 
Familienmitglieds und einer damit einhergehenden Überforderung zu ent-
schuldigen, zumal sich die Beschwerdeführenden gegenseitig hätten unter-
stützen und vertreten können und eine (Mit-)Verantwortung für alle im Haus 
lebenden Tiere getragen hätten. Die WEU ging entsprechend davon aus, 
dass die Rückgabe zusätzlicher Tiere – auch nur während des Rechtsmittel-
verfahrens – das Tierwohl erneut gefährden würde. Das AVET habe durch 
die Rückgabe von vier der insgesamt zwölf aufgefundenen Hunde bereits 
auf die veränderte Gesamtsituation – so sei das Haus aufgeräumt und ge-
reinigt worden – reagiert. Das Amt sei zu Recht davon ausgegangen, die drei 
Beschwerdeführenden vermöchten gemeinsam vorläufig nur den vier, von 
ihnen selbst ausgewählten Tieren genügend Aufmerksamkeit zu schenken. 

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Das Tierwohl als gewichtiges öffentliches Interesse würde die privaten Inter-
essen der Beschwerdeführenden überwiegen.

4.3 Dagegen bringen die Beschwerdeführenden im Wesentlichen vor, die 
Vorinstanz habe das Gebot der Verhältnismässigkeit verletzt, indem sie die 
aufschiebende Wirkung nicht wiederhergestellt habe; es bestehe am Entzug 
der aufschiebenden Wirkung mittlerweile kein öffentliches Interesse mehr, 
da sie ihre Liegenschaft komplett saniert hätten und eine artgerechte Tier-
haltung garantieren könnten. Einige wenige zusätzliche Hunde machten kei-
nen markanten Unterschied mehr. Zudem würden gewichtige private 
Interessen, namentlich die starke emotionale Bindung zu den Tieren sowie 
das Halten und Retten von Tieren als Lebensinhalt, sowie die Eigentumsga-
rantie (vgl. Art. 26 der Bundesverfassung [BV; SR 101] bzw. Art. 24 der 
Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]) für die Wiederherstellung 
sprechen.

5.

5.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 
2005 (TSchG; SR 455) hat, wer mit Tieren umgeht, ihren Bedürfnissen in 
bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen und, soweit es der 
Verwendungszweck zulässt, für ihr Wohlergehen zu sorgen. Nach Art. 6 
Abs. 1 TSchG muss, wer Tiere hält oder betreut, diese angemessen nähren, 
pflegen, ihnen die für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und 
Bewegungsfreiheit sowie soweit nötig Unterkunft gewähren. In Art. 69 ff. der 
Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV; SR 455.1) hat der 
Bundesrat spezifische Mindestanforderungen für die Haltung von Hunden 
erlassen, insbesondere zu Sozialkontakt, Bewegung, der Unterkunft oder 
dem Umgang mit den Tieren. Weiter verpflichtet Art. 24 Abs. 1 TSchG die 
zuständige Behörde zum unverzüglichen Einschreiten, wenn festgestellt 
wird, dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen 
gehalten werden. Die Behörde kann die Tiere vorsorglich beschlagnahmen 
und auf Kosten der Halterin oder des Halters an einem geeigneten Ort un-
terbringen; wenn nötig lässt sie die Tiere verkaufen oder töten. Sie kann 
dafür Polizeihilfe in Anspruch nehmen. An der Beschlagnahmung stark ver-

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nachlässigter Tiere besteht somit ein öffentliches Interesse, das im Sinn von 
Art. 68 Abs. 5 Bst. a VRPG den sofortigen Vollzug erfordert (Daum/Rechs-
teiner, a.a.O., Art. 27 N. 22), zumal Tiere sich gegen schlechte Haltungsbe-
dingungen nicht selber zur Wehr setzen können und auf menschliche 
Mitwirkung angewiesen sind (vgl. BVR 1993 S. 122 E. 2a mit Hinweisen).

5.2 Das AVET hat in seinen Verfügungen vom 10. September 2024 aus-
führlich den anlässlich einer Kontrolle festgestellten Zustand im und um das 
Haus der Beschwerdeführenden, insbesondere die stark ungenügenden Hy-
gienebedingungen, dargelegt. Weiter hat es die schlechten Pflege- bzw. Ge-
sundheitszustände der darin aufgefundenen Tiere (zwölf Hunde, sechs 
Katzen, zwei Wasserschildkröten sowie ein Igel) aufgezeigt und zahlreiche 
Mängel bei der Tierhaltung aufgelistet. Der desaströse Gesundheitszustand 
der vorgefundenen Tiere wurde in diversen Tierarztberichten festgehalten 
und fotografisch dokumentiert (vgl. Vorakten AVET: im Verfahren 
100.2024.391 act. 4B1 pag. 23 ff., 51 ff. und 122 ff.; im Verfahren 
100.2024.392 act. 5A1 pag. 23 ff., 51 ff. und 123 ff. sowie im Verfahren 
100.2024.394 act. 4B1 pag. 24 ff., 52 ff. und 124 ff.); teilweise bedingte er 
gar eine umgehende Euthanasie der Tiere. Zudem werden die entsprechen-
den Feststellungen von den Beschwerdeführenden nicht mehr bestritten 
(vgl. hinten E. 5.2.3). Bei diesen Gegebenheiten ist hinsichtlich der aufschie-
benden Wirkung der Beschwerden mit der Vorinstanz festzuhalten, dass das 
öffentliche Interesse am Tierwohl die privaten Interessen der Beschwerde-
führenden überwiegt. Was diese vor Verwaltungsgericht dagegen vorbrin-
gen, vermag daran nichts zu ändern:

5.2.1 Zwar mag die Liegenschaft der Beschwerdeführenden, einschliess-
lich des Gartens, aufgeräumt und gereinigt worden sein, was nunmehr eine 
artgerechte Tierhaltung zulässt. Anders als die Beschwerdeführenden mei-
nen, ist deswegen aber das öffentliche Interesse am Entzug der aufschie-
benden Wirkung nicht dahingefallen (Beschwerden Rz. 13, 17 und 25). Mit 
Blick auf das Tierwohl geht es nicht bloss darum, den Tieren ein aktuell art-
gerechtes Umfeld zu bieten, sondern es muss diesbezüglich auch eine ge-
wisse Stabilität gewährleistet sein. So wäre dem Tierwohl abträglich, wenn 
die Hunde, deren Rückgabe die Beschwerdeführenden mit der Wiederher-
stellung der aufschiebenden Wirkung zu erreichen suchen, bei einer eventu-

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ellen Beschwerdeabweisung im Hauptverfahren wieder umplatziert werden 
müssten (vgl. dazu die angefochtenen Verfügungen S. 6 bzw. S. 7). Zudem 
wurde den verbesserten Haltebedingungen durch Räumung und Reinigung 
des Hauses der Beschwerdeführenden bereits Rechnung getragen, indem 
vier der zwölf beschlagnahmten Hunde wieder in ihre Obhut gegeben wur-
den. 

5.2.2 Für diesen Entscheid wurde im Sinn einer Gesamtwürdigung nicht 
nur die Instandstellung der Liegenschaft berücksichtigt, sondern namentlich 
auch die gemeinschaftliche Wohnsituation der Beschwerdeführenden. Ge-
rade die Tatsache, dass die Beschwerdeführenden gemeinsam die Betreu-
ung der Tiere besorgen, hat es ermöglicht, von einem gänzlichen Halteverbot 
abzusehen und stattdessen eine blosse Verkleinerung des Tierstands anzu-
ordnen (vgl. die angefochtenen Verfügungen in den Verfahren 100.2024.392 
und 100.2024.394 S. 5 f. bzw. S. 6). Ob die Beschwerdeführenden auch eine 
grössere Zahl von Hunden noch artgerecht zu halten vermögen, wird im Rah-
men des Entscheids in der Hauptsache zu beurteilen sein. Dass die 
Vorinstanz nicht im Zug des vorsorglichen Rechtsschutzes durch die Rück-
gabe weiterer Hunde eine neue Gefährdung des Tierwohls schaffen wollte, 
ist nicht zu beanstanden.

5.2.3 Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführenden durch ihre Vorbringen 
zur «Sanierung» ihrer Liegenschaft zwar im vorliegenden Verfahren nun zu-
mindest (implizit) die früheren tierschutzwidrigen Zustände im und um das 
Haus anerkennen. Noch im vorinstanzlichen Verfahren zeigten sie sich aber 
wenig einsichtig und beschönigten die desolaten Zustände (vgl. dazu die an-
gefochtenen Verfügungen S. 5 bzw. S. 6 sowie die Beschwerden vom 
9. bzw. 10.10.2024 in den Vorakten der WEU). Ob diese Einsicht längerfristig 
Bestand hat, wird sich erst durch die als Auflage angeordneten wöchentli-
chen Kontrollen durch eine extern lebende Drittperson sowie die halbjährli-
chen tierärztlichen Untersuchungen zeigen (vgl. Verfügung des AVET 
Dispositiv Ziff. 1 und 4). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden 
(vgl. Beschwerden Rz. 11) ist in der Rückgabe der vier Hunde bei diesen 
Gegebenheiten keine «konkludente» Bestätigung des AVET zu sehen, dass 
die Tiere wieder ohne Einschränkung in ihre Obhut gegeben werden können.

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5.2.4 Schliesslich sind auch die noch nicht weitervermittelten Tiere im Tier-
heim gut aufgehoben, was die Beschwerdeführenden selber anerkennen 
(Beschwerden Rz. 18 und 20). Den von ihnen geltend gemachten privaten 
Interessen (emotionale Beziehung zu den Tieren und die Hundehaltung als 
Element der Lebensgestaltung; Beschwerden Rz. 12) kommt im Vergleich 
zum gewichtigen Interesse des Tierschutzes geringere Bedeutung zu; die 
privaten Interessen haben hier hinter dieses zurückzutreten (ähnlich 
VGE 2018/328 vom 16.11.2018 E. 3.6, 2017/266 vom 14.2.2018 E. 4.1, 
2014/341 vom 20.1.2015 E. 2.7 [bestätigt durch BGer 2C_92/2015 vom 
24.3.2015]). 

5.3 Da die streitigen Massnahmen des Tierschutzes auf einer gesetzli-
chen Grundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und, angesichts 
der korrekt vorgenommenen Interessenabwägung, verhältnismässig sind, 
liegt – soweit sich diese Frage hier, wo allein über den vorsorglichen Rechts-
schutz zu befinden ist, überhaupt stellt – keine Verletzung der Eigentumsga-
rantie vor (Art. 26 BV; Art. 24 KV; vgl. Beschwerden Rz. 11). Die 
Beschwerdeführenden rügen weiter, die Vorinstanz habe den massgebli-
chen Sachverhalt unvollständig sowie offensichtlich unrichtig und willkürlich 
festgestellt; zudem habe sie weitere elementare Grundsätze der Rechtss-
taatlichkeit (Anspruch auf rechtliches Gehör, Rechtsgleichheitsgebot, Recht 
auf ein faires Verfahren, Gebot von Treu und Glauben) missachtet. Da sie 
diese Rügen in keiner Art und Weise substanziieren (vgl. Beschwerden 
Rz. 23), braucht nicht weiter auf sie eingegangen zu werden.

5.4 Der Entzug bzw. die Abweisung des Gesuchs um Wiederherstellung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerden gegen die Beschlagnah-
mung der Tiere der Beschwerdeführer ist nach dem Gesagten nicht zu be-
anstanden. Die angefochtenen Zwischenverfügungen halten der Rechts-
kontrolle stand und die Beschwerden sind abzuweisen. Nachdem die Vor-
instanz den Entzug der aufschiebenden Wirkung zu Recht bestätigt hat, 
erweist sich auch der Antrag auf Korrektur der vorinstanzlichen Kostenverle-
gung als unbegründet, sollten die Beschwerdeführenden ihn als Eventualan-
trag verstanden haben.

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6.

Die Beschwerdeführenden haben in ihren Beschwerden je um Erlass vor-
sorglicher Massnahmen ersucht und ein Verbot der Weitervermittlung be-
stimmter Hunde «während des Rechtsstreits» verlangt. B.________ hat dies 
im Verfahren 100.2024.392 zusätzlich mittels separater Eingabe getan 
(act. 2). Der Instruktionsrichter hat diesen Gesuchen für das verwaltungsge-
richtliche Verfahren stattgegeben (Verfügung vom 24.1.2025; vgl. vorne 
Bst. C). Für vorsorgliche Massnahmen im Rahmen des Verfahrens in der 
Hauptsache ist indes nicht das Verwaltungsgericht, sondern die WEU zu-
ständig (Art. 27 VRPG; Daum/Rechsteiner, a.a.O., Art. 27 N. 4). Die Einga-
ben der Beschwerdeführenden vom 18. Dezember 2024 sind deshalb – 
soweit über das vorliegende Verfahren hinausgehend die Anordnung vor-
sorglicher Massnahmen beantragt wird – zuständigkeitshalber an die WEU 
weiterzuleiten.

7.

Bei diesem Ausgang haben die Beschwerdeführenden je die Kosten des sie 
betreffenden Verfahrens zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Bei deren Be-
messung ist aber dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich durch die 
gemeinsame Behandlung der Beschwerden der Bearbeitungsaufwand et-
was verringert hat (Art. 103 Abs. 2 VRPG; Michel Daum, a.a.O., Art. 17 
N. 10; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 103 N. 6, je mit Hinweisen). Es wird deshalb 
eine Pauschalgebühr von Fr. 750.-- je Verfahren erhoben. Parteikosten sind 
keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde im Verfahren 100.2024.391 wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde im Verfahren 100.2024.392 wird abgewiesen.

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3. Die Beschwerde im Verfahren 100.2024.394 wird abgewiesen.

4. Die Gesuche der Beschwerdeführenden vom 18. Dezember 2024 um Er-
lass vorsorglicher Massnahmen werden zur weiteren Behandlung an die 
Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern weiterge-
leitet.

5. a.) Die Kosten des Verfahrens 100.2024.391, bestimmt auf eine Pau-
schalgebühr von Fr. 750.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt 
und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- entnommen. 
Der Restbetrag von Fr. 250.-- wird dem Beschwerdeführer nach Ein-
tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

b.) Die Kosten des Verfahrens 100.2024.392, bestimmt auf eine Pau-
schalgebühr von Fr. 750.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt 
und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- entnommen. 
Der Restbetrag von Fr. 250.-- wird der Beschwerdeführerin nach Ein-
tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

c.) Die Kosten des Verfahrens 100.2024.394, bestimmt auf eine Pau-
schalgebühr von Fr. 750.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt 
und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- entnommen. 
Der Restbetrag von Fr. 250.-- wird der Beschwerdeführerin nach Ein-
tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

6. In den Verfahren 100.2024.391, 100.2024.392 und 100.2024.394 werden 
keine Parteikosten gesprochen.

7. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer im Verfahren 100.2024.391
- Beschwerdeführerin im Verfahren 100.2024.392
- Beschwerdeführerin im Verfahren 100.2024.394
- Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern (zusam-

men mit den Gesuchen um vorsorgliche Massnahmen vom 18. Dezem-
ber 2024)

- dem Eidgenössischen Departement des Innern

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.02.2025, Nrn. 100.2024.391/392/
394U, Seite 14

und mitzuteilen:
- Amt für Veterinärwesen des Kantons Bern

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.