# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19486053-2274-5175-8fc5-0f95cae502f8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.10.2018 200 2018 553
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-553_2018-10-10.pdf

## Full Text

200 18 553 UV
FUR/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Oktober 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Generali Allgemeine Versicherungen AG
Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon 1
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1993 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seinen Arbeitgeber bei der Generali Allgemeine Versicherungen AG 
(Generali bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er 
ihr mit Bagatellunfall-Meldung vom 21. September 2017 melden liess, er 
sei am 12. September 2017 beim Transportieren eines Kühlschranks mit 
dem linken Knie nach innen geknickt, habe die Kraft im Bein verloren und 
sei mit dem Gewicht des Kühlschranks eingesackt; seither habe er starke 
Schmerzen beim Treppensteigen oder bei Bewegungen in/aus der Hocke 
(Antwortbeilage [AB] 2). Die Generali tätigte diverse Abklärungen, insbe-
sondere unterbreitete sie die medizinischen Unterlagen ihrem Vertrauens-
arzt zur Stellungnahme (AB 19). Gestützt darauf lehnte sie ihre 
Leistungspflicht mit Verfügung vom 24. April 2018 (AB 21.1) ab, da kein 
Unfall im Rechtssinne und auch keine unfallähnliche Körperschädigung 
vorliege. Die hiergegen erhobene Einsprache (AB 26) wies die Generali 
nach weiteren Abklärungen (AB 28 ff.) mit Einspracheentscheid vom 6. Juli 
2018 ab; möglicherweise sei der Unfallbegriff als erfüllt zu betrachten, eine 
Unfallkausalität müsse aber verneint werden.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 6. August 2018 Beschwerde. Beantragt wird, die Be-
schwerdegegnerin sei unter kostenfälliger Aufhebung des angefochtenen
Entscheids zu verpflichten, dem Beschwerdeführer Leistungen gemäss 
Unfallversicherungsgesetz zu gewähren; eventualiter sei die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein externes Gutachten 
veranlasse und hiernach über die Leistungsansprüche neu verfüge.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. August 2018 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 3

Mit den Schlussbemerkungen vom 18. September 2018 hielt der Be-
schwerdeführer an den Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 
(Beschwerdebeilage [BB] 2). Streitig und zu prüfen ist, ob für die im Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 12. September 2017 beklagten Be-
schwerden Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung besteht.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 4

2.

2.1 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.1.1 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem
objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den 
jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Unge-
wöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwir-
kungen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel 
nicht als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit 
allein im Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blos-
se Auslösung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor 
nichts; Unfall setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element 
so ungewöhnlich ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht 
fällt (BGE 134 V 72 E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77).

2.1.2 Gemäss Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 
über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) erbringt die Versicherung 
auch Leistungen bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vor-
wiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochen-
brüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), 
Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsio-
nen (lit. g), Trommelfellverletzungen (lit. h). Das Bestehen einer zu über-
nehmenden unfallähnlichen Körperschädigung hängt nicht vom Vorliegen 
eines äusseren Ereignisses ab. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 
UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es 
sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom 
Unfallversicherer zu übernehmen ist. Dieser kann sich aus der Leistungs-
pflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend 
auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Botschaft vom 30. Mai 
2008 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, BBl 
2008 5411 [Ziff. 2.1.2] und 5425 [zu Art. 6 Abs. 2]; Zusatzbotschaft vom 
19. September 2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfall-
versicherung, BBl 2014 7922 [Ziff. 2.2] und 7934 [zu Art. 6 Abs. 2]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 5

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt zudem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 
177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 6

3.

3.1 Während die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 24. April 
2018 (AB 21) sowohl einen Unfall im Rechtssinne als auch eine unfallähnli-
che Körperschädigung verneinte hatte, betrachtete sie in der Folge „den 
Unfallbegriff als möglicherweise erfüllt“ (Einspracheentscheid, S. 3, letztes 
Lemma), verneinte im hier angefochtenen Entscheid jedoch einen 
Kausalzusammenhang zwischen dem „mögliche[n] Unfallgeschehen“ 
(Einspracheentscheid, S. 4, erstes Lemma) und den Knieschädigungen.

Ob das zur Diskussion stehende Ereignis vom 12. September 2017 als 
Unfall im Rechtssinne oder als sog. unfallähnliche Körperschädigung zu 
qualifizieren ist, kann offen bleiben. Eine Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin liesse sich nur dann begründen, wenn die fraglichen 
Beschwerden auf das entsprechende Ereignis zurückzuführen wären.

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

3.2.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, trug am 21. September 2017 
folgende Diagnose in die Krankengeschichte (KG) ein (AB 5):

St. n. Rotations-/Flexionstrauma Knie links am 12.09.2017 mit

- V.a. schmerzhaftes femoropatelläres Weichteilimpingement

Der 24-jährige Patient habe sich am 12. September 2017 ein Trauma des 
linken Kniegelenks zugezogen, als er beim Verschieben eines schweren 
Kühlschranks die Kontrolle über das Knie verloren habe und eingeknickt 
sei. In der Folge seien starke Schmerzen ventral im Kniegelenk im Bereich 
der Kniescheibe aufgetreten. Seit dem Ereignis beständen stechende 
Schmerzen retropatellär, v.a. auf Treppen sowie auch beim Aufstehen aus 
sitzender Position. Intermittierend beständen auch Schmerzen dorsal im 
Kniegelenk. Das MRI vom 21. September 2017 zeige einen Gelenkser-
guss. Die Patella sei gut zentriert, der Knorpel femoropatellär und femoroti-
bial sei intakt, es zeige sich keine Knorpelläsion. Der Meniskus sei sowohl 
medial als auch lateral intakt. Bei intaktem hinterem Kreuzband (HKB) zei-
ge das vordere Kreuzband (VKB) im zentralen Bereich ein kleines Gangli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 7

on. Es bestehe eine grosse Plica mediopatellaris, welche direkt infrapatellär 
nach zentral unter das Femoropatellargelenk ziehe. Aufgrund der Be-
schwerden sei von einem schmerzhaften ventralen Weichteilimpingement 
nach Rotationstrauma auszugehen. Vorerst sei die weitere Entwicklung 
abzuwarten bzw. in vier Wochen sei der Verlauf zu evaluieren. Eine Ar-
beitsunfähigkeit sei nicht ausgestellt worden.

Am 27. Oktober 2017 trug Dr. med. C.________ in der KG ein, der Patient 
habe selbständig einen Belastungsaufbau durchgeführt. Nach einem Tag 
mit viel Treppensteigen habe er wieder unverändert starke Schmerzen un-
terhalb und hinter der Kniescheibe verspürt. Entsprechend sei er mit dem 
Verlauf nicht zufrieden, da sportliche Aktivitäten nicht möglich seien. Emp-
fehlenswert wäre eine Stosswellentherapie (AB 7).

Am 23. November 2017 trug er in die KG ein, die Stosswellentherapie sei 
für den Patienten bei enormer parapatellärer Irritation kaum auszuhalten 
gewesen. Deshalb sei eine Infiltration durchgeführt worden (AB 8).

Im Bericht vom 12. März 2018 (AB 11) legte Dr. med. C.________ dar, 
nach vorübergehender Schmerzfreiheit nach der intraartikulären Infiltration 
sei wegen des persistierenden Leidensdrucks auf hohem Niveau eine Ope-
ration indiziert. Am 12. März 2018 sei die Kniearthroskopie links mit Weich-
teil- und Plicaresektion durchgeführt worden.

3.2.2 Dr. med. D.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Re-
habilitation sowie für Rheumatologie, legte in der Stellungnahme vom 
5. April 2018 (AB 19) dar, als Impingement bzw. Impingement-Syndrom 
bezeichne man eine Funktionsbeeinträchtigung der Gelenkbeweglichkeit. 
Es entstehe zumeist durch Degeneration oder Einklemmung von Kapsel- 
oder Sehnenmaterial. Die klinischen und kernspintomografischen Untersu-
chungen hätten keine Verletzung und keine traumatische Meniskusläsion 
gezeigt. Der laterale Mensikus habe sich arthroskopisch ohne Riss aber 
ohne Adhärenz zur Gelenkkapsel gezeigt. Der Befund werde vom Opera-
teur als Meniskusinstabilität bezeichnet, was aber keiner Listendiagnose 
gemäss der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversiche-
rung (UVV; SR 832.202) entspreche. Anders als der Innenmeniskus sei der 
Aussenmeniskus freier beweglich, da er nicht so stark mit den Strukturen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 8

der Bänder der Gelenkkapsel verwachsen sei. An der Vorderseite der Emi-
nentia intercondylaris der Tibia sei das Vorderhorn befestigt, das Hinter-
horn sitze somit an dessen Rückseite. Vor der posterioren Befestigung ent-
springe das Wrisberg Band, welches gleich hinter dem hinteren Kreuzband 
medial und nach oben ziehe, um an der medialen Femurkondyle anzuset-
zen. Eine fehlende Adhärenz zur Gelenkkapsel, wie vom Operateur be-
schrieben, sei möglich, entspreche aber einer Anlagestörung und nicht 
einem Riss oder einer Ruptur des Meniskus. Es müsse davon ausgegan-
gen werden, dass der Operateur dies zum Ausdruck habe bringen wollen, 
zumal er keinen „Riss“ erwähnt habe. Es sei keine „UKS-Diagnose“ (un-
fallähnliche Körperschädigung) nachgewiesen. Das festgestellte Rotations-/
Flexionstrauma sei nicht „gelistet“ und entspreche nicht einer Gelenksver-
renkung. Unfallbedingte Diagnosen seien nicht nachweisbar.

3.2.3 In der Stellungnahme vom 25. Juni 2018 (AB 30.2) legte Dr. med. 
D.________ dar, wenn Dr. med. C.________ den Begriff „Trauma“ benut-
ze, dann impliziere dies nicht, dass der juristische Unfallbegriff erfüllt sei. 
Es habe sich weder klinisch noch kernspintomografisch oder intraoperativ 
eine traumatische Strukturveränderung als Folge eines Ereignisses nach-
weisen lassen. Die Plica mediopatellaris entspreche einem anatomischen 
Vorzustand und ein symptomatisches Impingement derselben sei eine in-
härent mögliche Folge unter physiologischer Belastung. Es hätten zu kei-
nem Zeitpunkt Unfallfolgen bestanden, weshalb es auch keinen „Status 
quo“ geben werde.

3.2.4 Im Schreiben vom 2. August 2018 (BB 3) führte Dr. med. 
C.________ zuhanden der Beschwerdegegnerin aus, er sei mit der Beur-
teilung von Dr. med. D.________ nicht einverstanden. Der Patient sei vor 
dem Unfallereignis beschwerdefrei gewesen. Dass durch die Meniskusnaht 
mit Resektion der irritierten Weichteile eine Beschwerdefreiheit habe er-
reicht werden können, spreche für eine Meniskusinstabilität als auslösen-
der Faktor für die Beschwerden. Auch wenn ein Flexions-
/Aussenrotationstrauma nicht unter eine Gelenksverrenkung im Sinne einer 
Listenverletzung falle, entspreche das Einknicken des Knies mit Aussenro-
tationsbewegung des Unterschenkels einem gängigen Unfallmechanismus.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 9

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

3.4 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 (BB 2) 
basiert in medizinischer Hinsicht namentlich auf den Einschätzungen des 
Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin, Dr. med. D.________. Dessen 
fachärztlichen Beurteilungen vom 5. April 2018 (AB 19) und vom 25. Juni 
2018 (AB 31) erfüllen die höchstrichterlichen Beweisanforderungen (E. 3.3 
hiervor) und erbringen vollen Beweis, womit sich weitere Sachverhaltser-
hebungen (vgl. Beschwerde S. 2, Ziff. I. 2.) – erübrigen (antizipierte 
Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 10

Dass der beigezogene Experte den Beschwerdeführer nicht persönlich 
untersucht hat, schadet nicht. Denn praxisgemäss kann auch reinen
Aktenberichten voller Beweiswert zukommen, sofern die Akten ein 
vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status er-
geben und diese Daten unbestritten sind, der Untersuchungsbefund lü-
ckenlos vorliegt und der Experte sich aufgrund der vorhandenen 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen kann (RKUV 2006 
U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Diese Voraussetzungen sind 
vorliegend gegeben. Was in der Beschwerde dagegen vorgebracht wird, 
ändert daran nichts; insbesondere die Einschätzung des behandelnden 
Arztes Dr. med. C.________ ist nicht geeignet, Zweifel an der schlüssigen 
Beurteilung von Dr. med. D.________ zu begründen:

3.4.1 Zunächst stellt der von Dr. med. C.________ vorgebrachte Ein-
wand, der Beschwerdeführer sei vor dem Ereignis vom 12. September 
2017 beschwerdefrei gewesen (BB 3) bzw. die Schmerzen beständen 
(erst) seit dem genannten Datum (AB 5), im Zusammenhang mit der Kau-
salitätsfrage unter beweisrechtlichen Gesichtspunkten eine unzulässige 
(vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3) 
„post hoc ergo propter hoc“-Argumentation dar. Aus sozialversicherungs-
rechtlicher Sicht kann eine gesundheitliche Schädigung nicht bereits als 
durch einen Unfall verursacht betrachtet werden, weil sie nach diesem auf-
getreten ist. 

3.4.2 Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist keine unfallbedingte 
Knieschädigung erstellt. Vielmehr lassen sämtliche Arztberichte auf eine 
krankheitsbedingte Schädigung schliessen. Das nach dem inkriminierten 
Ereignis zeitnah erstellte MRI vom 21. September 2017 zeigte sowohl eine 
gute zentrierte Kniescheibe als auch einen intakten Meniskus sowie intakte 
Kreuzbänder; eine Knorpelläsion war nicht ersichtlich (AB 5). Dafür, dass 
das festgestellte Ganglion eine Unfallfolge wäre, bestehen weder Anhalts-
punkte noch wurde dies geltend gemacht. Sodann hat Dr. med. 
D.________ nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass ein Impinge-
ment (vgl. AB 5) durch Degeneration oder Einklemmung von Kapsel- oder 
Sehnenmaterial entsteht (AB 19.1). Der Umstand, dass am 12. März 2018 
eine Weichteil- und Plicaresektion durchgeführt werden musste (AB 11), ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 11

nicht unfallkausal. Es ist in keinem einzigen Arztbericht die Rede davon, 
dass sich die Plica wegen des Unfalls entzündet hätte bzw. deswegen 
gross (vgl. AB 5) geworden sei. Solche Falten der inneren Gelenkschleim-
haut im Kniegelenk sind vielmehr entweder angeboren oder degenerativ. 
So ist gemäss den schlüssigen Ausführungen von Dr. med. D.________ 
auch die hier zur Diskussion stehende Plica mediopatellaris als anatomi-
schen Vorzustand zu qualifizieren (vgl. AB 30.2), was im Übrigen auch von 
Dr. med. C.________ bestätigt wird (BB 3 [„Eine Plica mediopatellaris ent-
spricht einer regelmässig vorkommenden anatomischen Struktur“]). Wenn 
der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin darlegt, das Impingement sei 
eine „mögliche Folge“ dieses Vorzustands zufolge der physiologischen Be-
lastung, räumt er zwar ein, dass der krankhafte Vorzustand möglicherweise 
(erst) durch das Ereignis vom 12. September 2017 manifest geworden sein 
könnte. Indessen genügt eine bloss „mögliche“ Teilkausalität für die Be-
gründung eines Leistungsanspruchs nicht; ein natürlicher Kausalzusam-
menhang muss vielmehr überwiegend wahrscheinlich sein (vgl. BGE 138 V 
218 E. 6 S. 221; SVR 2017 UV Nr. 20 S. 67 E. 3.2). Schliesslich entspricht 
auch eine (vorliegend operativ behobene) ungenügende Adhärenz des 
Meniskus zur Gelenkkapsel einer (krankhaften) Anlagestörung (AB 19.1) 
bzw. ist nicht Unfallfolge. Selbst wenn eine Meniskusinstabilität der auslö-
sender Faktor für die Beschwerden gewesen wäre, wie dies der behan-
delnde Arzt geltend macht (BB 3), lässt sich daraus entgegen seiner 
Ansicht noch keine Aussage zur Unfallkausalität ableiten. Denn diesfalls 
müsste überwiegend wahrscheinlich sein, dass die Meniskusinstabilität 
ihrerseits auf das Ereignis vom 12. September 2017 zurückzuführen ist; 
dies ist hier aber nicht der Fall.

3.4.3 Entgegen der Ansicht des Rechtsvertreters handelt es sich bei dem 
nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. Juli 2018 
(BB 2) verfassten, jedoch ohne Weiteres in die Beurteilung miteinzubezie-
henden (vgl. SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4) Bericht von Dr. med. 
C.________ vom 2. August 2018 (BB 3) nicht um ein „Gutachten“. Ein sol-
ches verfasst ein unabhängiger, d.h. mit der Sache nicht befasster Sach-
verständiger (vgl. Art. 44 ATSG) bzw. kann nicht von einem behandelnden 
Arzt stammen. Was Atteste von behandelnden Ärzten anbelangt, darf und 
soll das Gericht zudem der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 12

jene mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 
3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Abgesehen davon lässt 
es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich be-
stellten Experten anderseits nicht zu, ein medizinisches Administrativgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn behandelnde Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen. Da Dr. med. C.________ keine wichtigen Aspekte benannt hat, 
die bei der Einschätzung von Dr. med. D.________ unerkannt oder unge-
würdigt geblieben sind, führt die Divergenz in den Beurteilungen – entge-
gen der in der Beschwerde (S. 4, Ziff. 4) – nicht zur Notwendigkeit weiterer 
medizinischer Abklärungen (SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 
15 S. 44 E. 2.2.1).

3.5 Zusammenfassend ist ein natürlicher Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Ereignis vom 12. September 2017 und den Kniebeschwerden 
links nicht mit dem notwendigen Beweismass der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt. Folglich bestand und besteht kein Anspruch auf Leis-
tungen der Unfallversicherung.

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 6. Juli 2018 (BB 2) ist im
Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist unbegründet und
abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Okt. 2018, UV/18/553, Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Generali Allgemeine Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.