# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 139069c2-8de8-54dd-9867-bee9770cedab
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.09.2017 UV 2015/64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-64_2017-09-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/64

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 27.09.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 27.09.2017
Art. 18 Abs. 1 UVG. Berufskrankheit. Einkommensvergleich. Bestimmung von 
Validen- und Invalideneinkommen. Tabellenlohnabzug von 15%. Anspruch 
auf Invalidenrente bei Invaliditätsgrad von 22% (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. September 2017, UV 
2015/64).

Entscheid vom 27. September 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Daniel 

Furrer          

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/64          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

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CSS Versicherung AG, Recht & Compliance,

Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente/ Berufskrankheit/ Einkommensvergleich

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit 1. Juli 2003 beim Kanton St. Gallen als Mitarbeiterin 

Reinigungsdienst angestellt und dadurch bei der CSS Versicherung AG für die Folgen 

von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als sie per 1. August 2009 eine 

allergische Reaktion auf Putzmittel, auch beim Tragen von Handschuhen, meldete. Dr. 

med. B.___, Facharzt Dermatologie und Venerologie FMH, diagnostizierte im Bericht 

vom 4. Dezember 2009 eine Exazerbation eines Handekzems bei atopischer Dermatitis 

durch Arbeit (UV-act. 1 f.). Im Besuchsrapport vom 29. April 2010 stellte der Suva-Arzt 

Dr. med. C.___, Arbeitsarzt, Facharzt FMH für Dermatologie und Venerologie, die 

Diagnose eines überwiegend beruflich bedingten, kumulatitiv irritativ-toxischen 

Handekzems beidseits, aktuell relativ geringer Ausprägung als richtungsgebende 

Verschlimmerung eines anamnestisch bekannten atopischen Ekzems und 

nachgewiesene Typ-I-Sensibilisierungen gegenüber Hausstaubmilben und Gräsern 

sowie ein langjährig bekanntes Asthma bronchiale unter laufender Symbicort-Therapie. 

Es finde sich bei der Versicherten ein anamnestisch klar arbeitsabhängiges 

Handekzem, überwiegend bedingt durch jahrelangen Kontakt zu Reinigungsmitteln 

während ihrer Tätigkeit im Reinigungsdienst. Durch die langjährige Arbeit und 

anhaltenden Kontakt mit diesen Stoffen sei trotz anamnestisch eindeutiger atopischer 

Disposition mit Beugenekzemen in der Anamnese und den bekannten Typ-I-

Sensibilisierungen die Entwicklung, und vor allem anhaltende Persistenz der Ekzeme 

trotz intensiver dermatologischer Therapie als überwiegend berufsbedingt anzusehen. 

Dr. C.___ beantragte den Erlass einer Nichteignungsverfügung für Feucht- und Nass-

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Reinigungsarbeiten (UV-act. 16). Im Bericht vom 30. Juli 2010 hielt Dr. B.___ fest, dass 

die Hautverhältnisse bei der Versicherten bei der letzten Konsultation vom 16. Juni 

2010 normal gewesen seien. Da die Versicherte während den letzten drei Wochen nicht 

gearbeitet habe, könne die These eines berufsabhängigen Handekzems unterstützt 

werden (UV-act. 21). Im Nachtragsbericht vom 3. August 2010 führte Dr. B.___ weiter 

aus, dass die Patientin nun auch auf Trockenarbeiten mit einem Handekzem reagiere 

(UV-act. 23). Mit ärztlicher Beurteilung von Dr. C.___ vom 13. August 2010 wurden 

nicht bloss Arbeiten mit Feuchtbelastung der Hände, sondern auch trockene 

Tätigkeiten, die mit einer vermehrten mechanischen Belastung der Hände einhergehen, 

für die Versicherte als nicht zumutbar bezeichnet. Aufgrund des chronischen Ekzems 

würden auch keine Arbeiten mit erheblichen Hautverschmutzungen und mit häufigem 

Gebrauch von Schutzhandschuhen sowie mit Kontakt zu hautreizenden Stoffen im 

Allgemeinen in Frage kommen (UV-act. 27).

A.b  Mit Nichteignungsverfügung vom 20. August 2010 hielt die Suva fest, dass bei 

einer Weiterführung ihrer bisherigen Tätigkeit die Gesundheit der Versicherten erheblich 

gefährdet sei. Sie wurde ab sofort als nicht geeignet für wiederkehrende Feucht- und 

Nassreinigungsarbeiten erklärt (UV-act. 28).

A.c  Im Arztbericht vom 11. März 2011 hielt Dr. B.___ fest, bei der künftigen Berufswahl 

der Versicherten sei darauf zu achten, dass strikt keine Feuchtarbeiten oder 

mechanischen Arbeiten verrichtet werden müssten. Tätigkeiten in einem Büro seien 

äusserst ideal (UV-act. 53).

A.d  In einer Stellungnahme vom 15. April 2014 hielt der Suva-Arzt Dr. med. D.___, 

Facharzt für Arbeitsmedizin und Allgemeine Innere Medizin FMH, fest, die 

zugrundeliegende Berufskrankheit des Handekzems sei überwiegend durch einen 

Arbeitsstoff, respektive die berufliche Tätigkeit verursacht worden. Es handle sich 

somit bezüglich der Handekzem-Situation nicht um eine einfache Veranlagung mit 

beruflichem Schub. Hautekzeme an anderen Körperstellen wie den Ellbogen oder 

Knien seien aber weiterhin im Zusammenhang mit der bei der Versicherten bereits 

bekannterweise vorbestehenden atopischen Hautekzemproblematik als 

berufskrankheitsfremd zu beurteilen (UV-act. 126).

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A.e  Im Arztbericht vom 30. Mai 2014 hielt Dr. B.___ fest, bei der Patientin würde nach 

wie vor ein hohes Risiko für ein Rezidiv des Handekzems vorliegen, falls Feuchtarbeiten 

verrichtet würden. Er empfehle weiterhin, dass die Versicherte angepasste 

Arbeitstätigkeiten ohne Kontakt zu Feuchtarbeiten durchführe. Es würden hier 

Bürotätigkeiten, unter Umständen Tätigkeiten in der Gastronomie (ohne Putzen) und 

Tätigkeiten im Sicherheitsbereich in Frage kommen (UV-act. 137).

A.f  In der ärztlichen Beurteilung vom 15. Juli 2014 kam Dr. D.___ zum Schluss, dass 

die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. C.___ als weiterhin aktuell zu beurteilen sei. Eine 

Tätigkeit im Gastronomiebereich sei arbeitsmedizinisch nicht vollständig 

auszuschliessen, bei einer solchen Tätigkeit seien jedoch gewisse Einschränkungen zu 

berücksichtigen. Ein Tätigkeitsbereich, wo im Rahmen von betrieblichen hygienischen 

Anforderungen im Gastronomiebereich der Gebrauch von Schutzhandschuhen aber 

auch wiederholte Handreinigungen von betrieblicher Seite verlangt würden, sei nicht 

unbedingt nahezulegen. In Bezug auf die anerkannte Berufskrankheit sei die 

Versicherte als voll arbeitsfähig zu beurteilen, selbstverständlich unter 

Berücksichtigung der Nichteignungsverfügung, der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. 

C.___ sowie dem aktuell dermatologisch dokumentierten Hautbefund (UV-act. 143).

A.g  Mit Verfügung vom 30. Januar 2015 sprach die CSS der Versicherten ab 1. Januar 

2015 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 654.50 bei einer Erwerbsunfähigkeit von 

15% zu. Dabei stellte sie bei der Berechnung des Invalideneinkommens auf die 

Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012, Tabelle TA 1, Total, Frauen mit Kompetenzniveau 1, 

ab und errechnete unter Anpassung an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 

Stunden und die Nominallohnerhöhung von 2013 und 2014 sowie unter 

Berücksichtigung eines Abzugs von 10% ein Einkommen von Fr. 46‘994.--. Beim 

Valideneinkommen von 54‘807.-wurde zudem eine Unterdurchschnittlichkeit von 

6.38% festgestellt, weshalb das Invalideneinkommen um 1.38% auf Fr. 46‘345.-- 

gekürzt und eine Erwerbsunfähigkeit von 15% ermittelt wurde (UV-act. 173).

A.h  Mit Schreiben vom 18. Februar 2015 erhob die Versicherte vorsorglich Einsprache 

und beantragte unter anderem die Aufhebung der Verfügung vom 30. Januar 2015 und 

die Ausrichtung einer höheren Rente der Unfallversicherung (UV-act. 176). In der 

Einsprachebegründung vom 31. März 2015 bemängelte die Versicherte die 

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Bestimmung des Valideneinkommens. Die Angaben des Arbeitgebers für das Jahr 

2014 (insgesamt Fr. 54‘806.70) seien anzuzweifeln. Vor Eintritt der Berufskrankheit im 

Jahr 2008 habe der Jahresverdienst (ohne Kinderzulagen, aber mit den üblichen und 

regelmässigen Zulagen nach AHVG) bereits bei Fr. 55‘218.20 gelegen. Weshalb das 

Einkommen für das Jahr 2014 unter dem Einkommen im Jahr 2008/2009 liegen solle, 

sei nicht nachvollziehbar. Werde dem Einkommen von 2008 die 

Nominallohnentwicklung hinzugezählt ergebe dies für das Jahr 2014 ein Jahresgehalt 

von Fr. 58‘226.50, welches als Valideneinkommen zu berücksichtigen sei. Ansonsten 

müssten die üblichen Lohnerhöhungen mitberücksichtigt werden, da sie in 

regelmässigen Abständen eine Lohnerhöhung erhalten habe. Weiter wurde der 

leidensbedingte Abzug von 10% bemängelt. Aufgrund der erheblichen 

Einschränkungen sei ein höherer Abzug von mindestens 20% gerechtfertigt (UV-act. 

178).

A.i   Die CSS tätigte in der Folge beim Arbeitgeber der Versicherten weitere 

Abklärungen (vgl. UV-act. 180). Mit Einspracheentscheid vom 16. September 2015 

hiess die CSS die Einsprache teilweise gut. Der Versicherten werde ab 1. Januar 2015 

eine Invalidenrente im Umfang von 18% ausgerichtet. Beim Valideneinkommen sei auf 

die Angaben des bisherigen Arbeitgebers abzustellen und in der Vergangenheit 

gewährte Lohnerhöhungen nicht zu berücksichtigen. Im angewendeten 

Valideneinkommen seien jedoch die Zulagen für Wochenendeinsätze, welche die 

Versicherte gelegentlich verrichtet habe, nicht enthalten. Im Schnitt der Jahre 2007 und 

2008 würden sich Wochenendzulagen von Fr. 1‘431.80 ergeben. Da die Versicherte 

auch weiterhin im selben Umfang Wochenendeinsätze hätte leisten müssen, sei dieser 

Betrag hinzuzurechnen, womit ein Valideneinkommen von Fr. 56‘238.50 resultiere. Dem 

Umstand, dass die Versicherte im Vergleich zum branchenüblichen Tabellenlohn ein 

um rund 4% geringeres Einkommen erziele, sei gestützt auf die geltende 

Rechtsprechung nicht Rechnung zu tragen. Bezüglich des Tabellenlohnabzugs habe 

die Versicherte weiterhin Zugang zu einer Vielzahl an Berufsfeldern. Mit einem 

Leidensabzug von 10% sei den gesundheitlichen Einschränkungen ausreichend 

Rechnung getragen worden (UV-act. 181).

B.   

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B.a  Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 13. Oktober 

2015. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die 

Zusprache einer höheren Rente infolge Berufskrankheit. Sie begründete dies damit, 

dass gestützt auf ihr effektiv erzieltes Einkommen in den Jahren 2008 und 2009 unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung das Valideneinkommen auf Fr. 

57‘778.40 festzulegen und ein höherer Tabellenlohnabzug vorzunehmen sei (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2015 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Gesamthaft betrachtet, werde 

der im Rahmen des angefochtenen Einspracheentscheides berechnete Invaliditätsgrad 

in der Höhe von 18% auch unter Berücksichtigung der beschwerdeweise 

vorgebrachten Argumente als korrekt betrachtet (act. G 3).

B.c  Mit Replik vom 6. Januar 2016 hält die Beschwerdeführerin unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 5). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 

14. Januar 2016 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 7).

Erwägungen

1.   

1.1  Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet einzig die Frage nach der Höhe 

der zu leistenden Invalidenrente.

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

1.3  Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt gemäss Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) eine (durch ein UVG-

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versichertes Ereignis verursachte) Invalidität von mindestens zehn Prozent voraus. 

Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das eine versicherte Person nach dem 

Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 

16 ATSG).

2.   

2.1  Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des möglichen Rentenbeginns – vorliegend im Jahr 2015 – nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich 

verdient hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. 

Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, 

dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 

134 V 322 E. 4.1; BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).

2.2  Die Beschwerdegegnerin stellte bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf die 

Angaben des Arbeitgebers ab, wonach die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 einen 

Grundlohn von Fr. 50‘590.80 plus einen 13. Monatslohn von Fr. 4‘215.90, total Fr. 

54‘806.70, erhalten habe (vgl. UV-act. 110). In der Vergangenheit gewährte 

Lohnerhöhungen seien nicht zu berücksichtigen. Zudem seien die bisher erzielten 

Wochenendzulagen mit Fr. 1‘431.80 (Durchschnitt der Jahre 2007 und 2008) zu 

berücksichtigen. Daraus resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 56‘238.50 (UV-act. 

181, S. 3 f.)

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2.3  Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, dass sie vor ihrer Berufskrankheit (von 

1. August 2008 bis 31. Juli 2009) effektiv Fr. 55‘083.45 verdient habe. Angepasst an die 

Nominallohnentwicklung bis 2014 ergebe dies einen Bruttolohn von Fr. 57‘778.40 (act. 

G 1, S. 3). Dieser angeblich effektiv verdiente Betrag lässt sich jedoch aufgrund der 

Akten so nicht nachvollziehen.

2.4  Aus den monatlichen Lohnabrechnungen (UV-act. 153) geht hervor, dass die 

Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1. September 2008 bis 31. August 2009 

Wochenendzulagen und Überstundenentschädigungen von insgesamt Fr. 1‘442.75 

erzielte. Zusätzlich erhielt sie monatlich eine Park- und Wegentschädigung von Fr. 

50.--. Weiter wurden ihr monatlich Kinder-und Ausbildungszulagen ausbezahlt, welche 

bei der Bestimmung des Valideneinkommens jedoch nicht zu berücksichtigen sind. Die 

Arbeitgeberin der Versicherten gab an, dass sie in den Jahren 2011 bis 2014 ein 

Grundeinkommen von Fr. 50‘590.80 und einen 13. Monatslohn von Fr. 4‘215.90 erzielt 

hätte (UV-act. 110). Dies ist nachvollziehbar, da die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 

2009 in der Lohnklasse 6, Stufe 8 eingestuft war (vgl. UV-act.153), ein weiterer 

Stufenanstieg somit nicht mehr möglich war und die Entschädigung in dieser Lohnstufe 

auch bis ins Jahr 2015 unverändert geblieben ist (vgl. Lohntabelle des Kantons St. 

Gallen gültig ab 1. Januar 2015). Es liegen keine Anhaltspunkte vor, dass die Park- und 

Wegentschädigung oder die Wochenendzulagen nicht auch weiterhin ausbezahlt 

worden wären, weshalb diese bei der Bestimmung des Valideneinkommens zu 

berücksichtigen sind. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass die Höhe dieser 

Entschädigungen sich verändert hätte. Deshalb kann für das Jahr 2015 von einem 

Valideneinkommen von gerundet Fr. 56‘849.-- (Grundlohn Fr. 50‘590.80; 13. 

Monatslohn Fr. 4‘215.90; Park- und Wegentschädigung Fr. 600.--; Wochenendzulagen 

und Überstundenentschädigungen Fr. 1‘442.75) ausgegangen werden. Eine 

Parallelisierung ist nicht vorzunehmen, da das Valideneinkommen über dem von der 

Beschwerdegegnerin korrekt bestimmten Vergleichseinkommen gemäss LSE 2012, 

Tabelle TA 1, Total, Frauen, Kompetenzniveau 1, unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung bis 2015 von Fr. 52‘216.-- (vgl. UV-act.173, S. 2) liegt.

3.   

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3.1  Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist die Anwendung der LSE 2012, 

TA 1, Kompetenzniveau 1, Total, Frauen, angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 

2015 von Fr. 52‘216.-- nicht umstritten. Umstritten ist jedoch die Höhe des 

Tabellenlohnabzugs.

3.2  Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b 

und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

3.3  Bei den von den Parteien im Beschwerdeverfahren angeführten Urteilen des 

Bundesgerichts ist zu beachten, dass sie entweder nicht direkt vergleichbare 

Sachverhalte betreffen oder das Bundesgericht die Frage des Tabellenlohnabzugs 

nicht detailliert geprüft, sondern lediglich eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung 

verneint hat.

3.4  Der Beschwerdeführerin sind Arbeiten mit Feuchtbelastung der Hände und 

trockene Tätigkeiten mit vermehrter mechanischer Belastung der Hände nicht mehr 

zumutbar. Zudem kommen Arbeiten mit erheblichen Hautverschmutzungen und 

häufigem Gebrauch von Schutzhandschuhen sowie mit Kontakt zu hautreizenden 

Stoffen nicht mehr in Frage. Weiter seien auch Tätigkeiten, bei welchen wiederholte 

Händereinigung aufgrund betrieblich hygienischer Anforderungen verlangt werde, nicht 

nahezulegen (vgl. UV-act. 181, S. 4, UV-act. 27 f., 53, 143). Diese Einschränkungen 

sind unbestritten und rechtfertigen einen Tabellenlohnabzug. Dadurch dass der 

Beschwerdeführerin nur noch Tätigkeiten ohne vermehrte mechanische Belastung 

zumutbar sind, fallen faktisch nur noch leichte Arbeiten in Betracht, wobei auch diese 

keine vermehrte mechanische Belastung aufweisen dürfen und überdies sämtliche 

vorgenannten Einschränkungen zu berücksichtigen haben. Dies führt gerade bei 

Hilfsarbeiten zu einer erheblichen Einschränkung der in Frage kommenden Tätigkeiten 

und über dies hinaus wird selbst in grundsätzlich adaptierten Tätigkeiten die Flexibilität 

der Einsatzmöglichkeiten zusätzlich eingeschränkt. Weitere Gründe, die einen 

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Tabellenlohnabzug rechtfertigen würden, wurden nicht vorgebracht und sind vorliegend 

auch nicht ersichtlich. Insgesamt erscheint ein Tabellenlohnabzug von 15% als 

angemessen.

3.5  Somit beträgt das Invalideneinkommen mit Berücksichtigung des 15%igen 

Tabellenlohnabzugs Fr. 44‘384.-- (Fr. 52‘216.-- x 0.85).

4.   

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 56‘849.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 

44‘384.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 12‘465.-- (Fr. 56‘849.-- – Fr. 

44‘384.--) bzw. ein Invaliditätsgrad von 22% (Fr. 12‘465.-- / Fr. 56‘849 x 100).

5.   

Im Sinne dieser Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen, der 

Einspracheentscheid vom 16. September 2015 ist aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2015 eine Invalidenrente aufgrund eines 

Invaliditätsgrades von 22% zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die 

Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Eine Parteientschädigung ist der ihre Sache selbst 

vertretenden Beschwerdeführerin nicht auszurichten (BGE 110 V 132).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 16. September 

2015 aufgehoben und der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2015 eine Invalidenrente 

aufgrund eines Invaliditätsgrades von 22% zugesprochen. Zur Festsetzung der 

Rentenhöhe wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.   

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Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Für dieses Verfahren wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

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