# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5bdb4a58-392b-52bd-91a5-1fff54d353c5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 23.10.2025 ZR1 2025 134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-134_2025-10-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 23. Oktober 2025
mitgeteilt am 24. Oktober 2025

Referenz ZR1 25 134

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Wöll, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand Rechtsverweigerung

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In Erwägung,

– dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle 
Nordbünden (nachfolgend KESB Nordbünden), bei A._____ mit Verfügung vom 
10. Dezember 2014 per 1. Februar 2015 eine Vertretungsbeistandschaft mit 
umfassender Einkommens- und Vermögensverwaltung anordnete und C._____ 
als Beiständin ernannte,

– dass A._____ mit Schreiben vom 22. September 2025 bei der KESB 
Nordbünden einen Wechsel der Beistandsperson beantragte,

– dass sich die KESB Nordbünden am 25. September 2025 mit A._____ 
telefonisch in Verbindung setzte,

– dass A._____ (nachstehend: Beschwerdeführerin) mittels auf 6. Oktober 2025 
datierter Eingabe (Eingang jedoch am 30. September 2025) beim Obergericht 
Graubünden eine Beschwerde gegen die KESB Nordbünden wegen 
Rechtsverweigerung einreichte,

– dass die Beschwerdeführerin angab, sie habe den Antrag auf Wechsel der 
Beiständin bereits am 22. August 2025 eingereicht, woraufhin die KESB 
Nordbünden mit Beschwerdeantwort darlegte, dass der Antrag erst am 22. 
September 2025 eingereicht worden war,

– dass die Beschwerdeführerin ihren Antrag um Wechsel der Beiständin mittels 
Schreiben vom 4. Oktober 2025 (eingegangen am 7. Oktober 2025) an die 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden zurückzog,

– dass unter diesen Umständen die Beschwerde gegenstandslos geworden ist 
und am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden kann,

– dass die Beschwerde ohnehin hätte abgewiesen werden müssen, weil der 
KESB Nordbünden offensichtlich keine Rechtsverweigerung oder gar 
Rechtsverzögerung vorgeworfen werden kann, 

– dass eine Rechtsverzögerung nämlich ein unnötig verzögerndes Handeln und 
eine Rechtsverweigerung eine Untätigkeit einer Behörde darstellt,

– dass davon vorliegend nicht die Rede sein kann, wenn die KESB Nordbünden 
nach der Antragstellung vom 22. September 2025 bis zur Beschwerdeerhebung 
vom 30. September 2025 – und somit in acht Tagen – den Antrag auf Wechsel 
der Beistandsperson nicht behandelt hat,

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– dass die KESB Nordbünden das Obergericht mit Schreiben vom 16. Oktober 
2025 dahingehend informierte, dass die Beschwerdeführerin sich bei der KESB 
Nordbünden nach dem Verfahrensstand erkundigt und ihren Antrag auf einen 
Wechsel der Beistandsperson wieder erneuert habe,

– dass diese erneute Antragstellung von der KESB Nordbünden zu behandeln ist 
und das gegenstandslos gewordene Beschwerdeverfahren vor dem 
Obergericht nicht wiederaufleben lässt,

– dass der Abschreibungsentscheid in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht (Art. 
9 Abs. 2 GOG [BR 173.000]),

– dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens gestützt auf Art. 63 Abs. 3 EGzZGB 
beim Kanton Graubünden verbleiben.

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wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden am 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 200.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]