# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24cf2e33-0b8f-51b9-814a-2d3218cba0e9
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-26
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung 26.04.2016 OG O3V-14-31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_OG-O3V-14-31_2016-04-26.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A___ 

 
vertreten durch: RA AA___ 
 

 
Vorinstanz SUVA Schweizerische Unfallversicherungsanstalt , 

Postfach 4358, 6002 Luzern 
 

 
Gegenstand Leistungen aus UVG 
 

  

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
3. Abteilung 
 

Urteil vom 26. April 2016  
 

Mitwirkende Obergerichtspräsident E. Zingg 
Oberrichter Dr. med. S. Graf, Ch. Wild, Dr. F. Windisch, B. Dick 
Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer 
 
 

Verfahren Nr. O3V 14 31 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 

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Rechtsbegehren 

 

a) des Beschwerdeführers: 

 1. Der Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2014 sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten. 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. 

 

 

b) der Vorinstanz: 

 1. Auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. 

 2. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen und der Einsprache-Entscheid vom 

17.10.2014 zu bestätigen. 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Der am XX.XX.1954 geborene A___ (nachfolgend: Beschwerdeführer) war als 

Textilarbeiter bei der B___ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt SUVA 

(nachfolgend: Vorinstanz) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 

15. September 2011 von einem rückwärtsfahrenden Gabelstapler angefahren und dabei 

sein rechter Fuss überrollt und gebrochen wurde (SUVA-act. 1; Diagnose: Isolierte 

Malleolarfraktur medial rechts, SUVA-act. 13). 

 

B. In der Folge anerkannte die Vorinstanz einen Berufsunfall und richtete dem 

Beschwerdeführer Versicherungsleistungen aus (SUVA-act. 2, 7 und 12). Am 23. Januar 

2012 nahm der Beschwerdeführer seine Arbeit mit reduzierter Arbeitszeit wieder auf. Er 

berichtete auf telefonische Rückfrage hin am 2. Februar 2012, er sei stark eingeschränkt 

und es gehe ihm nicht sehr gut. Das Hämatom am Fussgelenk sei nach wie vor vorhanden 

und er leide unter Schmerzen; seit dem Unfall sei er zudem an Diabetes erkrankt (SUVA-

act. 31). Der behandelnde Hausarzt Dr. C___ schrieb den Beschwerdeführer ab 7. Februar 

2012 zu 30% (SUVA-act. 35) und nach einem Kuraufenthalt ab April 2012 zu 40% 

arbeitsfähig (SUVA-act. 54). Dr. D___, der den Beschwerdeführer am 20. April 2012 in der 

orthopädischen Sprechstunde untersuchte, ging davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit in den 

kommenden Monaten gesteigert werden können sollte (SUVA-act. 55). 

 

C. Am 10. Mai 2012 fand eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr. E___ statt (SUVA-act. 62). 

Dieser schätzte den Beschwerdeführer zu 70% arbeitsfähig und erwartete in rund einem 

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Monat eine Steigerung auf volle Arbeitsfähigkeit. Aufgrund dieser Einschätzung versuchte 

der Beschwerdeführer, sein Arbeitspensum auf 70% zu erhöhen, meldete der Vorinstanz 

aber daraufhin, er leide seither unter vermehrten Schmerzen und könne lediglich zu ca. 

60% arbeiten (SUVA-act. 64 und 65). Da weder die behandelnden Ärzte noch der Kreisarzt 

ein sicheres Korrelat fanden, das seine Beschwerden erklären würde, wurde in der Folge 

eine Skelettszintigrafie im Kantonsspital St. Gallen durchgeführt (SUVA-act. 68). Dabei 

zeigte sich eine Anreicherung im Bereich der ehemaligen Fraktur am Malleolus, wobei 

Kreisarzt Dr. E___ davon ausging, dabei dürfte es sich um eine Residualanreicherung ohne 

klinische Relevanz handeln, da der Beschwerdeführer dort keine Probleme hatte (SUVA-

act. 70). An der Aussenseite des Fusses, wo der Beschwerdeführer die Schmerzen 

beklagte, zeigte sich dagegen kein szintigraphischer pathologischer Befund (SUVA-act. 

73). Die Vorinstanz empfahl dem Beschwerdeführer hierauf, sich bei der 

Invalidenversicherung anzumelden (SUVA-act. 79). 

 

D. Zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts holte die Vorinstanz bei Dr. F___ 

eine Zweitmeinung ein. Dr. F___ hielt im Bericht vom 20. Dezember 2012 dafür, dass das 

Überrolltrauma mit der damit verbundenen Gewebeschädigung der Weichteile per se die 

Schmerzproblematik erklären könne (SUVA-act. 95). Die von ihm empfohlene zusätzliche 

neurologische Abklärung fand am 5. März 2013 bei Dr. G___ statt. Dr. G___ fand keine 

eindeutigen Hinweise auf eine Läsion eines Fussnerves als Ursache der persistierenden 

Schmerzen; die neurographischen Messwerte lagen ausnahmslos im Normbereich. Sie 

äusserte abschliessend den Verdacht auf eine funktionelle Problematik und 

Symtomausweitung (SUVA-act. 107). Am 16. April 2013 untersuchte Kreisarzt Dr. H___ 

den Beschwerdeführer. Er kam in seinem Bericht zum Schluss, dass mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine strukturell objektivierbaren Folgen des Unfalles vom 

15. September 2011 vorliegen würden (SUVA-act. 112).  

 

E. Mit Verfügung vom 3. Juni 2013 schloss die Vorinstanz den Fall per Ende Juni 2013 ab und 

verneinte den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen mit der Begründung, die 

aktuellen Beschwerden seien nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter 

Natur (SUVA-act. 115). Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer durch seinen 

Rechtsanwalt Einsprache erheben (SUVA-act. 118). Nach diversen Fristerstreckungen 

reichte der Beschwerdeführer am 21. Februar 2014 die Einsprachebegründung ein (SUVA-

act. 136) und verwies auf einen Arztbericht von Dr. K___, Orthopädie Rosenberg, vom 16. 

Dezember 2013 (SUVA-act. 133), gestützt auf welchen davon auszugehen sei, die 

Beschwerden seien nach wie vor auf das Unfallereignis zurückzuführen. Dr. K___ äusserte 

in seinem Bericht den Verdacht auf ein Impingement des oberen Sprunggelenks. Diese 

Problematik wäre mit dem Überrolltrauma am Fuss erklärbar (vgl. SUVA-act. 140). In der 

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Folge liess die Vorinstanz den Beschwerdeführer am 14. April 2014 erneut von Dr. H___ 

kreisärztlich untersuchen (SUVA-act. 143). Die im Anschluss durchgeführte MRI-

Untersuchung ergab annähernd stationäre Befundverhältnisse vergleichend zur 

Voruntersuchung vom November 2012 (SUVA-act. 145). Gestützt auf den 

altersentsprechend regelhaften MRI-Befund schloss Dr. H___ in der ärztlichen Beurteilung 

vom 5. Mai 2014, der von Dr. K___ erhobene Verdacht auf ein Impingement lasse sich 

kernspintomographisch nicht bestätigen, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

keine strukturell objektivierbaren Folgen des Unfalles vom 15. September 2011 vorliegen 

würden (SUVA-act. 146). Am 17. Oktober 2014 schützte die Vorinstanz die angefochtene 

Leistungseinstellungsverfügung und erliess einen abweisenden Einspracheentscheid. 

 

F. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vom Beschwerdeführer am 20. 

November 2014 erhobene Beschwerde ans Obergericht (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 

28. November 2014 (act. 6) verlangte die Vorinstanz, auf die Beschwerde sei nicht 

einzutreten bzw. eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen und der angefochtene 

Einspracheentscheid zu bestätigen. Mit Schreiben vom 12. Januar 2015 ersuchte der 

Beschwerdeführer um eine Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen eines weiteren 

Berichts von Dr. K___. Das Verfahren wurde in der Folge ohne Gegenantrag der 

Vorinstanz sistiert und am 9. April 2015 wieder aufgenommen, nachdem der 

Beschwerdeführer mit Schreiben vom 31. März 2015 den angekündigten Operationsbericht 

von Dr. K___ eingereicht hatte (act. 16). Am 4. Mai 2015 reichte der Beschwerdeführer eine 

Replik ein (act. 19). Die Vorinstanz liess sich mit Duplik vom 21. August 2015 dazu 

vernehmen (act. 25). Hierauf reichte der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2015 eine 

weitere Stellungnahme ein (act. 29), während die Vorinstanz auf weitere Stellungnahmen 

verzichtete. Am 26. April 2016 wurde die Sache in der dritten Abteilung des Obergerichts in 

Abwesenheit der Parteien abschliessend beraten und darüber entschieden. Das Urteil wird 

hiermit mit schriftlicher Begründung eröffnet. 

 

G. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den vorinstanzlichen Akten sowie die 

Vorbringen der Parteien in den Rechtschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den 

nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen. 

  

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Erwägungen 

 

1. Formelles 

 

Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. 

Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) 

beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen solche Entscheide. Die örtliche Zuständigkeit 

ist gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 

 

Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen 

ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der 

Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über die Unfallversicherung [UVG, SR 832.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b 

ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[VRPG, bGS 143.1]). 

 

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

 

 

2. Materielles 

 

2.1.  

Gegenstand der Unfallversicherung sind Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG). Zwischen den Parteien ist 

unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 15. September 2011 einen Berufsunfall erlitten 

hat. Die Vorinstanz hat ihre Leistungspflicht zunächst anerkannt und dem 

Beschwerdeführer Versicherungsleistungen ausgerichtet.  

 

Streitig und zu prüfen ist jedoch, ob der Beschwerdeführer über den 30. Juni 2013 hinaus 

Anspruch auf Leistungen der Vorinstanz hat. Zur Diskussion steht dabei namentlich der 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 15. September 2011 und den 

über den 30. Juni 2013 hinaus bestehenden Beschwerden des Beschwerdeführers. 

 

2.2.  

a. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst das Bestehen 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem 

eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) voraus. Ursachen im Sinne des 

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natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur 

gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 

die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 

alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das 

schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige 

Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers erstreckt sich auch auf 

mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen (Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2015 vom 

24. März 2016, E. 3.1, m.w.H.). 

 

b. Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als 

dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (Urteil des Bundesgerichts 

8C_435/2015 vom 31. August 2015, E. 3.1, mit Hinweis auf BGE 129 V 177). Für die 

Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin sind Verwaltung 

und das Gericht auf diesbezügliche Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Die Prüfung 

der Unfalladäquanz richtet sich dagegen nach der allgemeinen Adäquanzformel und ist 

somit eine Rechtsfrage, deren Beantwortung der Verwaltung bzw. im Beschwerdefall dem 

Richter und nicht dem Mediziner obliegt. Unter dem Gesichtspunkt der Adäquanz ist zu 

prüfen, ob das versicherte Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 

als begünstigt erscheint (Urteil des Bundesgerichts 8C_435/2015 vom 31. August 2015, E. 

3.4, m.w.H.). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt die 

Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177, E. 3.3). Dabei spielt im 

Sozialversicherungsrecht die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich 

organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 

adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt. Anders verhält es sich bei 

natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier 

bedarf es einer besonderen Adäquanzbeurteilung (Urteil des Bundesgerichts 8C_108/2015 

vom 4. August 2015, E. 4.1). 

 

c. Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, 

die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten 

Wegfall der Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine (oder allenfalls des 

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Status quo ante) der Unfallversicherer. Allerdings tragen die Parteien im 

Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn 

es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 

sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2015 vom 24. 

März 2016, E. 3.3, m.w.H.). Bevor sich aber überhaupt die Frage der Beweislast stellt, ist 

der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und vollständig zu 

klären (Urteil des Bundesgerichts 8C_476/2011 vom 5. Dezember 2011, E. 6.3, m.w.H.).  

 

 

2.3.  

a. Der Beschwerdeführer reichte einen Bericht von Dr. K___ vom 16. März 2015 ein, in 

welchem dieser ein „Impingement OSG bei Fibulaexostose, Bridenbildungen und CAM-

Deformation Talus“ diagnostizierte (act. 17/3) und damit die bereits am 8. Dezember 2014 

erwähnte Impingement-Problematik (SUVA-act. 172) bestätigte. Namentlich gestützt auf Dr. 

K___ argumentiert der Beschwerdeführer, er leide nach wie vor unter Unfallfolgen. Dabei 

geht er sinngemäss davon aus, dass das von Dr. K___ diagnostizierte Impingement auf 

den Unfall zurückzuführen sei. Diese Frage nach der Unfallkausalität wird allerdings weder 

im Arztbericht vom 8. Dezember 2014 noch im Bericht vom 16. März 2015 beantwortet: Der 

behandelnde Arzt Dr. K___ äussert sich in jenen Berichten nicht explizit zur Frage des 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem von ihm diagnostizierten 

Impingement. Aus der Telefonnotiz von Kreisarzt Dr. H___ über das am 3. April 2014 mit 

Dr. K___ geführte Telefonat geht aber hervor, dass Dr. K___ die Meinung vertrat, „häufig 

käme es durch Überrolltraumata am Fuss zu Impingement-Symptomatiken im Bereich des 

vorderen oberen Spunggelenkes durch Vernarbungen von verletzten Kapselanteilen“ 

(SUVA-act. 140), woraus geschlossen werden kann, dass er grundsätzlich die 

Unfallkausalität der Beschwerden bejahte. 

 

b. Die Vorinstanz legte ihrerseits eine ausführliche Beurteilung von Dr. L___ vom 

Kompetenzzentrum der Suva Versicherungsmedizin ins Recht (SUVA-act. 211). In dieser 

versicherungsmedizinischen Beurteilung hält Dr. L___ zusammenfassend fest: „Die 

Diagnose des ventralen Impingements ist nicht ausgewiesen“ (SUVA-act. 211, S. 28) und 

geht davon aus, dass die über den per Ende Juni 2015 verfügten Fallabschluss hinaus 

beklagten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 

15. September 2011 zurückzuführen seien. Dr. L___ begründet seine Auffassung sorgfältig 

und genau (insbesondere SUVA-act. 211, S. 26 f.). Insoweit er allerdings festhält, die 

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kernspintomographische Untersuchung vom 30. April 2014 lasse keine osteophytäre 

Anbauten erkennen, so mag dies zutreffen, schliesst aber das Vorliegen eines 

Impingements nicht zum Vornherein aus, da ein funktionelles Problem nicht zwangsläufig 

im MRI sichtbar sein muss (vgl. dazu auch act. 30). Für Dr. L___ ist es nicht 

nachvollziehbar, wie die von Dr. K___ genannte Fibulaexostose durch den Unfall 

verursacht worden sein soll; beim CAM-Impingement könne kein Zusammenhang zum 

Innenknöchelbruch gesehen werden und auch das von Dr. K___ beschriebene Bassett-

Ligament sei nicht durch das Unfallgeschehen entstanden, sondern stelle eine angeborene 

Varietät dar. Dr. L___ geht im Zusammenhang mit den von Dr. K___ erwähnten Briden 

aufgrund der aus seiner Sicht vorbestehenden nicht verschobenen Innenknöchelfraktur 

ausserdem davon aus, dass der SUVA-versicherte Unfall zu keiner Einblutung in das obere 

Sprunggelenk geführt habe, weshalb auch diesbezüglich keine Unfallfolgen vorliegen 

würden.  

 

c. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte mit Schreiben vom 19. Oktober 

2015 eine weitere kurze Stellungnahme von Dr. K___ ein, in welcher dieser ergänzend 

erklärt, „die Tatsache, dass es ein Bone bruise gegeben“ habe, beweise schon die Kraft, 

die auf diesen Fuss eingewirkt habe und „damit auch so ein Impingement eben provoziert.“ 

Arthroskopisch sei das Impingement eindeutig gewesen (act. 30). Damit bejaht Dr. K___ 

sinngemäss erneut einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den 

noch bestehenden Beschwerden des Beschwerdeführers.  

 

d. In formeller Hinsicht ist zunächst anzumerken, dass dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers zur Einreichung einer weiteren Stellungnahme auf die Duplik der 

Vorinstanz hin am 18. September 2015 ausdrücklich letztmals eine Fristerstreckung bis 15. 

Oktober 2015 gewährt wurde (act. 28). Die erst am 19. Oktober 2015 der Post übergebene 

Stellungnahme erfolgte somit formell gesehen verspätet. Ungeachtet dessen bestätigt aber 

die verspätet eingereichte Stellungnahme nur die bereits aus der Telefonnotiz in SUVA-act. 

140 erkennbare Meinung von Dr. K___, der die Unfallkausalität der Beschwerden entgegen 

der Meinung von Dr. L___ im Grundsatz bejaht. Gemäss Art. 61 lit. c ATSG gilt im 

vorliegenden Verfahren der Untersuchungsgrundsatz, welcher das Gericht verpflichtet, 

unter Mitwirkung der Parteien von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Massnahmen zur Klärung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts müssen vorgenommen oder veranlasst werden, wenn dazu aufgrund 

der Parteivorbringen oder anderer sich aus dem Untersuchungsprinzip ergebenden 

Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht. Natürlich ist die Untersuchungsmaxime nicht 

unbegrenzt. Sie verpflichtet das Gericht zwar, von sich aus alle Elemente in Betracht zu 

ziehen, die entscheidwesentlich sind und unabhängig von den Anträgen der Parteien 

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Beweise zu erheben. Diese Pflicht entbindet umgekehrt die Beteiligten nicht davon, durch 

Hinweise zum Sachverhalt oder Bezeichnung von Beweisen am Verfahren mitzuwirken 

(vgl. dazu auch BGE 130 I 180, E. 3.2, m.w.H.). Mit der erst nach Ablauf der gesetzten Frist 

eingereichten Stellungnahme von Dr. K___ wird nichts völlig neues vorgebracht, sondern 

die bereits vorher vom Beschwerdeführer in seinen Rechtschriften vertretene Auffassung, 

bei ihm würden nach wie vor unfallbedingte Beschwerden vorliegen, weiter untermauert. Da 

rechtserhebliche Parteivorbringen ohnehin nicht ohne nähere Abklärungen zum 

Sachverhalt mit der blossen Bemerkung abgetan werden könnten, sie sei nicht belegt 

worden, kann auch die an sich verspätet eingereichte Stellungnahme von Dr. K___ (act. 

30) in den Erwägungen des Gerichts mitberücksichtigt werden. Wie es sich damit verhalten 

würde, wenn die Beratung und Urteilsfällung bereits vor der verspäteten Einreichung dieser 

Stellungnahme stattgefunden hätte - was nicht der Fall war -, kann offengelassen werden.  

 

e. Ob Dr. K___ über umfassende Aktenkenntnisse verfügte, als er seine Berichte 

verfasste, d.h. namentlich, ob ihm dieselben Unterlagen vorlagen wie Dr. L___, dem die 

gesamten vorinstanzlichen Akten für seine Beurteilung vorlagen (vgl. SUVA-act. 211, S. 2 

ff.), ist nicht bekannt. Dr. K___ gab seine Stellungnahme in seiner Funktion als 

behandelnder Arzt und nicht als Gutachter ab, was auch erklärt, weshalb er seine 

Einschätzung weniger ausführlich und detailliert begründet als Dr. L___, welcher von der 

Vorinstanz ausdrücklich um eine umfassende versicherungsmedizinische Einschätzung 

gebeten wurde. Es ist aber auch so klar, dass er eine in entscheidenden Punkten andere 

medizinische Meinung vertritt als Dr. L___, ohne dass seine Schlussfolgerungen aus 

bestimmten Gründen als offensichtlich falsch angesehen werden könnten. 

 

f. Insgesamt ist die medizinische Situation bei der gegebenen Sachlage in mehrfacher 

Hinsicht unklar: 

 

- Dr. L___ geht in seinem ausführlichen Bericht davon aus, der „wesentliche, durch den 

Suva-versicherten Unfall verursachte Gesundheitsschaden, ist im Bereich des Fusses 

lokalisiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um ein Weichteiltrauma, ferner um einen 

Bone bruise von Mittelfussknochen, jedoch ohne Fraktur“ (SUVA-act. 211, S. 22). „Die 

Innenknöchelfraktur, die am Unfalltag diagnostiziert wurde, ist ausweislich einer 

Röntgendokumentation vorbestehend gewesen. Sie wurde bei dem Suva-versicherten 

Unfall nicht verschoben“ (SUVA-act. 211, S. 27 f.). Diese Auffassung wird von Dr. L___ 

eingehend begründet, insbesondere gestützt auf die am 2. November 2010 bei Dr. C___ 

angefertigten Röntgenaufnahmen des rechten oberen Sprunggelenks des 

Beschwerdeführers, welche gemäss Dr. L___ eine somit bereits vor dem Unfall nicht 

mehr frische Innenknöchelfraktur ausweisen (SUVA-act. 211, S. 21). Diese 

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Röntgenaufnahmen befinden sich soweit ersichtlich nicht in den SUVA-Akten, werden 

aber von Dr. L___ erwähnt (SUVA-act. 211, S. 15). Dr. C___, dem diese Aufnahmen 

ebenfalls bekannt sein mussten, wurden sie doch in seiner Praxis erstellt, stellte den 

nach dem Unfall diagnostizierten Innenknöchelbruch nicht in Frage bzw. wies an keiner 

Stelle aktenkundig darauf hin, dass es sich beim Bruch um ein vorbestehendes Problem 

handeln könnte (vgl. SUVA-act. 11; SUVA-act. 13). Ob bzw. inwieweit die Kreisärzte und 

die behandelnden Ärzte die schon vor dem Unfall gemachten Röntgenaufnahmen bei 

ihren Berichten mit in ihre Beurteilung einbezogen, ist unklar; jedenfalls wird von den 

übrigen medizinischen Fachpersonen nicht explizit darauf Bezug genommen. Es ist 

ferner nicht bekannt, ob sich die behandelnden Ärzte der Argumentation von Dr. L___ 

anschliessen würden oder nicht, d.h. ob sie seiner Auffassung zustimmen würden, der 

Unfall vom 15. September 2011 habe entgegen der ursprünglich gestellten Diagnose gar 

nicht zu einem Bruch des Innenknöchels geführt.  

 

- Dr. K___ hielt in seinem Operationsbericht vom 16. März 2015 fest: „Zudem zeigen sich 

an mehreren Orten Briden, einerseits Malleolus medialis, andererseits anterolateral“ 

(act. 17/3). Dr. L___ räumte seinerseits in seiner Beurteilung ein, es könne diskutiert 

werden, dass „Briden durch Blutungen verursacht wurden, die durch die 

Innenknöchelfraktur hervorgerufen wurden. Die vorbestehende Innenknöchelfraktur 

wurde durch den Suva-versicherten Unfall nicht verschoben. Somit ist davon 

auszugehen, dass der Suva-versicherte Unfall zu keiner Einblutung in das obere 

Sprunggelenk geführt hat und die Entfernung der Briden nicht an Folgen des Suva-

versicherten Unfalles adressiert war“ (SUVA-act. 211, S. 26 f.). Dr. K___ hat dagegen 

keine ausdrückliche Stellungnahme dazu abgegeben, ob er davon ausgehe, die von ihm 

festgestellten Briden seien auf das Unfallereignis vom 15. September 2011 

zurückzuführen. 

 

-  Dr. K___ begründet die Unfallkausalität insbesondere mit dem von ihm diagnostizierten 

Impingement. In seinem Schreiben vom 25. September 2015 hält er fest: „Zu ergänzen 

ist, dass natürlich ein Impingement kernspintomographisch nie bestätigt werden kann, 

wie dies der Kreisarzt am 05.05.2014 geschrieben hat, dass die Impingement-

Symtomatik klinisch manchmal sehr schwer objektivierbar sind. […] Die Tatsache, dass 

es ein Bone bruise gegeben hat beweist schon, die Kraft die auf diesen Fuss gewirkt hat 

und damit auch so ein Impingement eben provoziert. Arthroskopisch war das 

Impingement eindeutig und dass ein Überrolltrauma solche Impingement solche Narben 

auslöst, dürfte hinlänglich bekannt sein“ (act. 30). Dr. L___ wiederum nimmt in seinem 

ausführlichen Bericht nicht explizit Stellung dazu, ob bei Vorliegen eines Impingements 

die Unfallkausalität als gegeben zu betrachten wäre, da er davon ausgeht, dass gar kein 

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Impingement vorliege, obwohl auch er die unfallbedingte Diagnose Bone bruise nicht in 

Frage stellt (vgl. SUVA-act. 211, S. 27 unten). Zu der von Dr. K___ durchgeführten 

Videodokumentation Arthroskopie OSG rechts vom 16. März 2015 schreibt Dr. L___ in 

seiner Beurteilung: „Die Bilder dokumentieren keinen pathologischen Befund. Aufgrund 

der Videodokumentation kann jedoch der Unterzeichnende auch keine Pathologie im 

oberen Sprunggelenk ausschliessen“ (SUVA-act. 211, S. 17). Zur Argumentation des 

Beschwerdeführers, wonach sich beim knöchernen Impingement überlastungsbedingt 

neue Knochen bilden, schreibt Dr. L___, dass „im zu beurteilenden Fall […] diese 

Knochenneubildungen nicht dokumentiert [werden], sie werden von Herrn Dr. K___ nur 

im Rahmen seiner Operation beschrieben. Dieser Konflikt ist nicht aufzulösen […].“ 

Ausserdem werde dem Beschwerdeführer ein einmaliges Trauma angeschuldigt und 

keine chronische Überbelastung (SUVA-act. 211, S. 27), wobei Dr. K___ sich nicht dazu 

äussert, ob das einmalige Trauma nicht allenfalls zur erwähnten chronischen 

Überbelastung führen könnte. 

 

2.4.  

Die Frage nach der Unfallkausalität der Restbeschwerden ist einerseits mit der Frage, ob 

die ursprüngliche Diagnose eines Innenknöchelbruchs zutreffend war oder nicht sowie 

andererseits mit der Frage, ob ein Impingement vorliegt oder nicht, eng verknüpft und wird 

genau diametral beantwortet von Dr. L___ einerseits (der die Unfallkausalität verneint) und 

Dr. K___ andererseits (der die Unfallkausalität bejaht). Damit stehen sich zwei 

divergierende medizinische Meinungen gegenüber. Dr. K___ hat den Beschwerdeführer 

persönlich untersucht und operiert, Dr. L___ hat den Beschwerdeführer nicht persönlich 

untersucht, aber die vorhandenen SUVA-Akten samt Röntgenbildern, die vor dem Unfall 

gemacht wurden, in seine Beurteilung miteinbezogen. Eine neutrale, umfassende 

medizinische Beurteilung - also eine Beurteilung, die weder von einem behandelnden Arzt 

noch von einem versicherungsinternen Mediziner der Vorinstanz stammt -, basierend auf 

sämtlichen bekannten Unterlagen und einer persönlichen Untersuchung des 

Beschwerdeführers, fehlt. Bei dieser Sachlage ist es verfrüht, abschliessend zu beurteilen, 

auf welche medizinische Meinung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abzustellen ist. 

Zunächst sind weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht zu treffen, um den 

Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes vollständig zu klären (vgl. dazu 

Urteil des Bundesgerichts 8C_777/2015 vom 22. März 2016, E. 2.2). Dabei wird folgendes 

zu berücksichtigen sein: 

 

a. Zur Klärung der Frage der Unfallkausalität der Restbeschwerden sind zunächst 

ergänzende Stellungnahmen bei den behandelnden Ärzten einzuholen. Insbesondere zur 

Frage, ob die ursprüngliche Diagnose einer Innenknöchelfraktur zutreffend war oder nicht, 

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nahm bisher einzig Dr. L___ ausführlich Stellung, während die anderen Arztpersonen 

offenbar keinen Anlass sahen, diese Diagnose in Frage zu stellen. Wie deren Beurteilung 

angesichts der Dr. L___ vorliegenden Röntgenunterlagen für die Zeit vor dem Unfall 

ausfällt, ist zu prüfen, ebenso wie die damit zusammenhängende Frage, ob - gestützt auf 

den Sachverhalt, der als gegeben betrachtet wird - die heutigen Beschwerden als 

Unfallfolgen zu betrachten sind oder nicht. 

 

b. Der versicherungsmedizinische Bericht von Dr. L___ (SUVA-act. 211) ist sorgfältig 

begründet und in die Gesamtbeurteilung des medizinischen Sachverhalts 

selbstverständlich miteinzubeziehen. Trotzdem ist eine unabhängige medizinische 

Einschätzung im vorliegenden Fall angezeigt. Bei Dr. L___ handelt es sich um einen 

Versicherungsmediziner der Vorinstanz. Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Ärztinnen und Ärzten kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und 

keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351, E. 3b/ee). Auch wenn 

den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen mithin grundsätzlich 

Beweiswert zuerkannt wird, so ist doch zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht 

dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zuzubilligen ist. Soll ein 

Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465, E. 4.4; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2015 vom 24. März 2016, E. 3.4, m.w.H.). Anspruch auf 

ein unabhängiges Gutachten besteht damit rechtsprechungsgemäss, wenn die 

Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren in rechtserheblichen Punkten nicht 

ausreichend beweiswertig sind (vgl. BGE 137 V 210, E. 4.4.1.5). Im vorliegenden Fall 

weichen die Meinungen namentlich von Dr. L___ einerseits und Dr. K___ andererseits zu 

sehr voneinander ab, ohne dass der medizinische Sachverhalt für das urteilende Gericht 

klar genug wäre, um zu entscheiden, welcher Meinung der Vorrang zu geben ist. Damit 

genügt es nicht, allein auf die versicherungsmedizinische Beurteilung der Vorinstanz 

abzustellen, ohne weitere Abklärungen vorzunehmen. 

 

c. Da im vorliegenden Fall zur umfassenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts 

zunächst Stellungnahmen bei den behandelnden Ärzten einzuholen sind, welche danach 

einer medizinischen Fachperson zu einer externen Gesamtbeurteilung ebenfalls vorzulegen 

sind, wird die Angelegenheit als Ganzes zu ergänzenden Abklärungen an die Vorinstanz 

zurückgewiesen. Die Vorinstanz wird angewiesen, im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht 

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die notwendigen zusätzlichen Stellungnahmen bei den behandelnden Ärzten einzuholen 

und im Anschluss mittels einem unabhängigen Gutachten die Frage nach der 

Unfallkausalität zu klären. Die erneute persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers 

durch eine unabhängige medizinische Fachperson wird ausserdem auch Klärung bringen, 

ob die Operation vom März 2015 zu einer Besserung der Beschwerden geführt hat. Nach 

diesen weiteren Abklärungen wird die Vorinstanz in Würdigung deren Ergebnisse erneut 

über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu befinden und zu verfügen haben. 

 

 

3. Kosten und Entschädigung 

 

3.1 

Es handelt sich um ein kostenloses Verfahren (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a 

ATSG), weshalb keine Gerichtskosten zu erheben sind. 

 

3.2 

Nach Art. 61 lit. g ATSG hat ein obsiegender Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.  

 

a. Weil die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen 

und anschliessender Neuverfügung rechtsprechungsgemäss als Obsiegen gilt (anstelle 

vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_874/2014 vom 2. September 2015, E. 5; BGE 137 V 

57, E. 2.1), steht dem Beschwerdeführer im vorliegenden Fall eine Entschädigung zu. 

Diese ist gemäss Art. 61 lit. g ATSG ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 

der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. Darüber hinaus 

ist die Bemessung der Parteientschädigung gemäss Art. 61 Satz 1 ATSG eine 

Angelegenheit des kantonalen Rechts, insoweit die im kantonalen Recht festgelegten 

Kriterien nicht den bundesrechtlich festgelegten Bemessungselementen zuwiderlaufen (vgl. 

dazu auch Urteil des Bundesgerichts 9C_622/2013 vom 29. Januar 2014, E. 2; KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N 212 zu Art. 61). In 

Sozialversicherungsfällen wird das Honorar pauschal festgelegt (Art. 53 Abs. 3 VRPG 

i.V.m. Art. 28 lit. b JG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 lit. c der Verordnung über den Anwaltstarif [bGS 

145.53]). 

 

b. Im vorliegenden Fall handelt es sich umfangmässig um ein durchschnittliches Verfahren, 

bei dem sich nicht bloss einfache Fragen stellen, und zwar nicht nur bezüglich Sachverhalt, 

sondern im Rahmen der Kausalitätsbeurteilung auch in rechtlicher Hinsicht. Sowohl für den 

Beschwerdeführer als auch für die Vorinstanz hat die Streitsache grundsätzlich eine hohe 

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Bedeutung. Unter Berücksichtigung dieser Umstände erscheint eine Entschädigung von 

pauschal Fr. 3‘500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. 

 

 

 

Das Obergericht erkennt: 
 
 
1. In Gutheissung der Beschwerde von A___ wird der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 17. Oktober 2014 samt der diesem Einspracheentscheid zugrunde liegenden 
Verfügung vom 3. Juni 2013 aufgehoben und die Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen und anschliessender Neuverfügung an die SUVA zurückgewiesen.  

 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. 
 
 
3. Die SUVA wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von pauschal 

Fr. 3‘500.-- (inklusiv Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
 
4. Rechtsmittel:  Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit dessen Zustellung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) geführt 
werden. Die Beschwerdeschrift ist zu unterzeichnen und dreifach einzureichen. Der 
angefochtene Entscheid mitsamt Zustellcouvert ist beizulegen. Die Beschwerdeschrift hat 
die Begehren und deren Begründung zu enthalten. Die Beweismittel sind zu bezeichnen 
und, soweit der Beschwerdeführer diese in Händen hat, beizulegen. 

 
 
5. Zustellung an den Beschwerdeführer über dessen Anwalt, die Vorinstanz und das 

Bundesamt für Gesundheit. 
 

 
 
Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtspräsident: 

 

 

lic. iur. Ernst Zingg 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

lic. iur. Annika Mauerhofer 

 
 
 
versandt am: 17.05.16