# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3350c946-7f1b-5783-a2e5-8b0eb2d4b3a4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2025 D-6343/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6343-2025_2025-08-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6343/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Chrystel Tornare Villanueva;  

Gerichtsschreiberin Sarah Rutishauser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Katja Graf, Rechtsanwältin, Rechtsschutz  

für Asylsuchende Bundesasylzentrum Nordwestschweiz, 

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 14. August 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6343/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 9. April 2025 suchte der Beschwerdeführer in der Schweiz um Asyl 

nach. Er gab als Geburtsdatum den 10. August 2009 und damit an, min-

derjährig zu sein. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Daten-

bank (Zentraleinheit Eurodac) ergab, dass er am 29. November 2025 be-

reits in Griechenland um Asyl nachgesucht hatte und ihm dort am 13. Feb-

ruar 2025 internationaler Schutz gewährt worden war. 

B.  

Im Rahmen der Erstbefragung (EB) für unbegleitete Minderjährige (UMA) 

vom 24. April 2025 brachte der Beschwerdeführer zur Altersangabe vor, er 

habe sein Alter aufgrund eines Vermerks in seiner Taskera, wonach er im 

Zeitpunkt der Ausstellung (29. März 2016) sieben Jahre alt gewesen sei, 

selber auf das Jahr 2009 und den ungefähren Monat (August) berechnet. 

Danach hätten ihm seine Eltern gesagt, er sei sechzehn Jahre alt, weshalb 

er das Jahr auf 2008 korrigiert habe. In Griechenland habe er sich auf An-

raten von Freunden als Volljähriger ausgegeben, um nicht bis zu seinem 

achtzehnten Lebensjahr im Camp für Minderjährige, wo man weder Essen 

noch Geld erhalte, festgehalten zu werden. Deshalb habe sein griechischer 

Reisepass, den er nach seiner Ankunft in der Schweiz zerrissen habe, ein 

Alter von zwanzig Jahren ausgewiesen. Zu einer Rückkehr nach Griechen-

land gab er an, nicht dorthin zurückgeschickt werden zu wollen, weil es nur 

eine Mahlzeit pro Tag und weder finanzielle Unterstützung noch Angebote 

für Bildung oder Schule gebe. Die Lage in Griechenland sei beängstigend.   

C.  

Das SEM beauftragte das Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel 

mit der Durchführung einer forensischen Lebensaltersschätzung. Das 

rechtsmedizinische Gutachten vom 7. Mai 2025 wurde auf den Grundlagen 

einer forensischen Untersuchung, einer zahnärztlichen Altersschätzung 

(Panoramaschichtaufnahme des Gebisses), einer radiologischen Alters-

schätzung basierend auf einem Röntgenbild der linken Hand sowie auf ei-

ner Computertomographie der Schlüsselbein-Brustbein-Gelenke, jeweils 

vom 2. Mai 2025, erstellt und ergab ein Mindestalter von 17.6 Jahren. Das 

angegebene Lebensalter von 15 Jahren und 8 Monaten sei mit den erho-

benen Befunden nicht zu vereinbaren. Die Vollendung des 18. Lebensjah-

res und damit das Erreichen der Volljährigkeit lasse sich nicht mit der not-

wendigen Sicherheit belegen. Minderjährigkeit sei möglich.  

D-6343/2025 

Seite 3 

D.  

Die griechischen Behörden beantworteten am 15. Mai 2025 ein Informati-

onsersuchen des SEM vom 14. April 2025 und teilten mit, der Beschwer-

deführer sei unter den Personalien B._______, geboren am 1. Januar 

2004, Afghanistan, registriert. Sie bestätigten, er sei in Griechenland als 

Flüchtling anerkannt (gültiger Schutzstatus vom 13. Februar 2025 bis 

12. Februar 2028). 

E.  

Am 19. Mai 2025 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer das rechtliche 

Gehör zum Alter und zur Anpassung der Personendaten im Zentralen Mig-

rationsinformationssystems (ZEMIS). Die Rechtsvertretung des Beschwer-

deführers nahm mit Schreiben vom 26. Mai 2025 dazu Stellung.  

F.  

Am 27. Mai 2025 passte das SEM das Geburtsdatum des Beschwerdefüh-

rers im ZEMIS auf den 1. Januar 2007 (mit Bestreitungsvermerk) an und 

stellte fest, ihn im weiteren Verfahren als Volljährigen zu behandeln.  

G.  

Am 28. Mai 2025 ersuchte das SEM die griechischen Behörden gestützt 

auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in 

den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Drittstaatsange-

höriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Abkommen 

zwischen der Schweiz und Griechenland über die Rückübernahme von 

Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006  

(SR 0.142.113.729) schriftlich um Rückübernahme des Beschwerdefüh-

rers. 

H.  

Am 6. Juli 2025 stimmten die griechischen Behörden dem Übernahmeer-

suchen des SEM vom 28. Mai 2025 zu.  

I.  

Mit Stellungnahme vom 13. August 2025 äusserte sich die Rechtsvertre-

tung des Beschwerdeführers zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid 

der Vorinstanz und zur Wegweisung nach Griechenland.  

Sie machte im Wesentlichen geltend, der Beschwerdeführer habe seine 

Minderjährigkeit glaubhaft dargetan und deshalb sei ein Wegweisungsvoll-

zug nach Griechenland unzulässig beziehungsweise unzumutbar.  

D-6343/2025 

Seite 4 

J.  

Während des Verfahrens verschwand der Beschwerdeführer wiederholt für 

einige Tage aus dem Bundesasylzentrum.  

K.  

Mit gleichentags eröffnetem Entscheid vom 14. August 2025 trat die Vo-

rinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein (Ziff. 1). Sie 

stellte fest, dass das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf 

den 1. Januar 2007 mit Bestreitungsvermerk registriert wurde (Ziff. 2), wies 

ihn aus der Schweiz weg (Ziff. 3) und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag 

nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen; ansonsten werde 

er in Haft genommen und unter Zwang nach Griechenland zurückgeführt 

(Ziff. 4). Gleichzeitig beauftragte die Vorinstanz den zuständigen Kanton 

mit dem Vollzug der Wegweisung (Ziff. 5).  

L.  

Der Beschwerdeführer erhob am 21. August 2025 (Datum Postaufgabe) 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen den vorinstanzlichen 

Entscheid vom 14. August 2025. Er beantragte dessen Aufhebung und die 

Anordnung der vorläufigen Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs, eventualiter sei die Sache zur korrekten Sachverhaltsdar-

stellung dazu an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz sei ferner 

anzuweisen, im ZEMIS als Geburtsdatum den 10. August 2008 zu erfas-

sen, der Beschwerdeführer sei als Minderjähriger zu behandeln und es sei 

eine unverzügliche Unterbringung in geeignete Strukturen sicherzustellen. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um die Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung mit Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses. 

Der Beschwerde lagen unter anderem ein Printscreen von Nachrichten 

vom 3. Juni 2025 und ein Schreiben bei. 

M.  

Mit Schreiben vom 22. August 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsge-

richt den Eingang der Beschwerde. 

 

 

 

D-6343/2025 

Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Praxisgemäss ist das vorliegende Beschwerdeverfahren betreffend 

Nichteintreten auf das Asylgesuch und Rückübernahme durch den zustän-

digen sicheren Drittstaat (D-6343/2025) vom unter der Verfahrensnummer 

D-6408/2025 eröffneten ZEMIS-Datenbereinigungsverfahren zu trennen 

und separat zu führen (vgl. BVGE 2018 VI/3). Es sind separate Urteile zu 

erlassen. Als Hauptbegehren wird lediglich die vorläufige Aufnahme bean-

tragt und der eventualiter gestellte Rückweisungsantrag bezieht sich auf 

den Wegweisungsvollzugspunkt. Vorliegend bilden somit die Ziffern 4 und 

5 der angefochtenen Verfügung den Gegenstand des Verfahrens. Die Zif-

fern 1 und 3 sind unangefochten in Rechtskraft erwischen. 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der Beschwer-

deführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert 

(Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. 

BVGE 2014/26 E. 5). 

2.  

Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt – 

als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Weiterungen und mit summarischer Begründung zu 

behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

3.2 Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte 

Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

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Seite 6 

4.  

4.1 Das Gericht erachtet den Vollzug der Wegweisung von äusserst vul-

nerablen schutzberechtigen Personen, wie zum Beispiel unbegleiteten 

Minderjährigen oder Personen, deren psychische oder physische Gesund-

heit in besonders schwerwiegender Weise beeinträchtigt ist, grundsätzlich 

als unzumutbar, ausser es bestehen besonders begünstigende Umstände, 

aufgrund derer ausnahmsweise von der Zumutbarkeit des Vollzugs der 

Wegweisung ausgegangen werden kann (vgl. dazu Referenzurteil des 

Bundesverwaltungsgerichts E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 

2022 E. 11.5.3). Im Folgenden ist daher zuerst die Glaubhaftigkeit der Min-

derjährigkeit des Beschwerdeführers zu prüfen.  

 

4.2  

4.2.1 Die Vorinstanz hält fest, angesichts der fehlenden Ausweispapiere 

zur Glaubhaftigkeit der behaupteten Minderjährigkeit sei eine Gesamtbe-

urteilung sämtlicher Indizien vorzunehmen. Die Kopie der Taskera sei kein 

rechtsgenügliches heimatliches Dokument und genüge aufgrund dessen, 

dass sie ohne grösseren Aufwand nachgemacht, gefälscht oder verfälscht 

und auch leicht käuflich erworben werden könne, nicht als Nachweis für die 

Minderjährigkeit. Überdies zeige die vorgelegte Taskera kein konkretes Ge-

burtsdatum auf, sondern lediglich einen Altersvermerk im Zeitpunkt der 

Ausstellung. Die Unklarheiten in Bezug auf das genaue Geburtsdatum so-

wie die Korrektur nach einer Drittaussage (Eltern) würden das fehlende 

verlässliche Wissen des Beschwerdeführers über sein wahres Alter unter-

streichen und seine Angaben seien als rein spekulativ einzustufen. Die un-

bestimmten Angaben zu seinem Alter bei Schulbeginn beziehungsweise -

abschluss und zur Darstellung des Reisewegs (keine konkreten Daten, 

keine Angaben zur Dauer des Verbleibs in den einzelnen Ländern) liessen 

seine Aussagen nicht glaubhaft erscheinen. Besonders ins Gewicht falle 

die aus taktischen Gründen bewusst falsche Altersangabe (volljährig, 20 

Jahre alt) bei seiner Ankunft in Griechenland. Dies belege, dass er sich den 

Konsequenzen von Altersangaben sehr wohl bewusst gewesen sei und 

nicht davor zurückschrecke, diese gezielt im eigenen Interesse anzupas-

sen. Er habe den griechischen Behörden ebenfalls keine Identitätsdoku-

mente vorgelegt, womit die Möglichkeit bewusster Alterssteuerung zusätz-

lich unterstrichen werde. Die auf Anraten Dritter direkt nach der Einreise in 

die Schweiz Vernichtung von vorhandenen Personaldokumenten sei als 

stereotyp zu qualifizieren. Es sei davon auszugehen, er passe seine Anga-

ben beliebig an und enthalte bewusst Dokumente vor, um den Ausgang 

des Asylverfahrens in der Schweiz durch die Angabe einer Minderjährigkeit 

zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Hinsichtlich des Altersgutachtens sei 

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Seite 7 

das beim Asylgesuch angegebene Lebensalter von 15 Jahren und 8 Mo-

naten mit dessen Ergebnis nicht zu vereinbaren und weder eine Minder-

jährigkeit, noch eine Volljährigkeit sei damit sicher belegt. Die Korrektur des 

Geburtsjahres von 2009 auf 2008 habe keinen Einfluss auf das Ergebnis 

im Altersgutachten und das geltend gemachte Alter von 16 Jahren und 8 

Monaten liege immer noch klar unter dem Mindestalter von 17.6 Jahren. 

Die Stellungnahme der Rechtsvertretung, wonach in der Heimat des Be-

schwerdeführers das Alter in der Kindheit keine Rolle gespielt habe, die 

Aussagen auf einen geringen Bildungsstand zurückzuführen seien und er 

auf der Reise viel Schlimmes erlebt habe, weshalb für ihn Daten an Be-

deutung verloren hätten, vermöge nicht zu überzeugen. Entgegen der Be-

hauptungen handle das SEM nicht willkürlich und unrechtmässig, sondern 

im Sinne des geltenden Untersuchungsgrundsatzes. Der Beschwerdefüh-

rer trage die Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit, jedoch habe 

er sie weder nachgewiesen noch glaubhaft gemacht. 

 

4.2.2 Der Beschwerdeführer legt hauptsächlich in Wiederholung seiner bis-

herigen Vorbringen (A28/4, A44/2) dar, seine teilweise vagen Angaben zu 

seinem Alter und zu zeitlichen Abläufen seien kein Indiz mangelnder 

Glaubwürdigkeit, sondern vielmehr auf den geringen Bildungsstand sowie 

auf die fehlende Bedeutung des Alters im familiären und kulturellen Kontext 

seiner afghanischen Kindheit zurückzuführen. Der Beschwerdeführer habe 

aufgrund traumatischer Erlebnisse auf der Flucht nachvollziehbare Erinne-

rungslücken. Die fehlenden Datenangaben zu Schulbeginn und -abschluss 

sowie zur Reisegeschichte seien auf nicht vorhandene Erinnerungen be-

ziehungsweise auf fehlende besondere Ereignisse, welche er mit seinem 

Alter in Verbindung bringen könne, zurückzuführen. Die Unfähigkeit, das 

konkrete Alter in gewissen Lebenssituation benennen zu können, dürfe im 

Länderkontext Afghanistan weder als Widerspruch noch als Indiz für man-

gelnde Glaubhaftigkeit ausgelegt werden. Die Unsicherheiten seien ein Be-

weis für seine Glaubwürdigkeit, wobei er ansonsten einfach konkrete Al-

tersangaben hätte machen können. Entscheidend seien seine rechnerisch 

konsistenten, von inneren Widersprüchen freien Angaben. Überdies spre-

che für den Beschwerdeführer, dass er von sich aus auf seinen Umrech-

nungsfehler (2008, 2009) aufmerksam gemacht habe. Im Weiteren sei die 

Angabe der Volljährigkeit in Griechenland aus Angst, dort festgehalten zu 

werden, plausibel. Die griechischen Dokumente habe er auf Anraten Dritter 

zerrissen und nicht, um den Ausgang des Asylverfahrens in der Schweiz 

zu beeinflussen. Im Weiteren sei eine falsche Erfassung der Daten bei der 

Registrierung angesichts der anerkannten systemischen Mängel im grie-

chischen Aufnahmesystem nicht auszuschliessen, weshalb sie nicht als 

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Seite 8 

Indiz für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers beigezogen werden 

könne. Die Kopie der Taskera sei nicht als gefälscht zu betrachten, selbst 

wenn ihr Ausstellungskontext nicht gänzlich klar sei. Sie stelle ein Indiz für 

die Minderjährigkeit des Beschwerdeführers dar. Gemäss dem Altersgut-

achten sei eine Minderjährigkeit möglich und das angegebene Alter von 

(heute) über 21 Jahren klar nicht mit seinen Angaben vereinbar. Er spreche 

mit leiser, feiner hoher Stimme und sowohl sein Erscheinungsbild (zierli-

cher Körper, Akne, kindliche Gesichtszüge) als auch sein Verhalten seien 

weitere Indizien für seine Minderjährigkeit. Dies zeige sich in den einge-

reichten Nachrichten (Beschwerdebeilage 4).  

 

4.2.3 Die Vorinstanz hält in ausführlichen, nachvollziehbaren Erwägungen 

zutreffend fest, weshalb an der Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers 

und an der Glaubhaftigkeit seiner Angaben zu zweifeln ist. In Ergänzung 

dazu ist festzuhalten, dass die hauptsächlich blossen (Gegen-) Behaup-

tungen unbehelflich sind. So ist aus angeblichen Erinnerungslücken infolge 

traumatischer Fluchterlebnisse, welche mit keinem Wort näher substanti-

iert werden, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Selbst in Berücksichti-

gung des Länderkontextes und des kulturellen Hintergrundes vermag eine 

gänzliche Unkenntnis des Beschwerdeführers betreffend ein besonderes 

Lebensereignisses wie Schuleintritt und -beendigung nicht zu überzeugen, 

nachdem er gemäss eigenen Angaben während fünf oder sechs Jahre die 

staatliche Schule sowie für ein Jahr die Koranschule besucht habe 

(A19/12, Ziff. 1.17.04: «Das weiss ich nicht»; «Das weiss ich auch nicht»). 

Das behauptete gänzliche Fehlen von besonderen Lebensereignissen be-

ziehungsweise von bedeutungsvollen Erlebnissen aufgrund der Herkunft 

des Beschwerdeführers, erscheint zweifelhaft. Vielmehr fällt auf, dass ins-

besondere bei Themen im Zusammenhang mit der Prüfung des Lebensal-

ters Erinnerungslücken des Beschwerdeführers bestehen beziehungs-

weise die Angaben dazu vage ausfielen, er jedoch problemlos in der Lage 

war, beispielsweise die Kosten für die Reise detailliert zu nennen (A19/12, 

Ziff. 1.06, Ziff. 1.17.04, Ziff. 5.01: «ich war noch jung»; «das Datum [der 

Ausreise] weiss ich nicht»; «ich weiss nicht wie viele Jahre vergangen 

sind»; A19/12, Ziff. 5.02: «Vom Iran in die Türkei musste ich 1'500 US-Dol-

lar bezahlen. Von der Türkei nach Griechenland hat die Reise 2'000 US-

Dollar gekostet. Von Griechenland in die Schweiz habe ich 150 Euro be-

zahlt.»). Selbst ungeachtet der Bedeutung des Alters in Bezug auf den kul-

turellen Hintergrund des Beschwerdeführers ist mit der Vorinstanz festzu-

halten, dass seine bewusste Falschangabe zur Minder- beziehungsweise 

Volljährigkeit massgeblich für die Glaubwürdigkeit seiner Person ist. Nach-

dem der Beschwerdeführer eigens angibt, bei der Registrierung in 

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Seite 9 

Griechenland falsche Daten angegeben zu haben, schlägt der Einwand ei-

ner falschen Erfassung aufgrund systemischer Mängel im griechischen 

Aufnahmesystem fehl. Der Erklärungsversuch, die Volljährigkeit auf Anra-

ten Dritter angegeben zu haben, ist unbehelflich. Bei der gegebenen Ak-

tenlage ist jedenfalls nicht ohne Weiteres von einer korrekten Nennung sei-

nes Alters bei der Einreichung des Asylgesuchs in der Schweiz auszuge-

hen. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers spricht der Um-

stand, die Jahresangabe (2008, 2009) von sich aus korrigiert zu haben, 

angesichts seiner Mitwirkungspflicht nicht ohne Weiteres für die Glaubhaf-

tigkeit seiner Angaben. Das Ergebnis des Altersgutachtens kann für sich 

allein betrachtet wohl ein Indiz für die Minderjährigkeit des Beschwerdefüh-

rers darstellen. Ein solches ist jedoch nicht isoliert zu betrachten, sondern 

in Berücksichtigung der gesamten Umstände zu würdigen. Aufgrund des 

Gesagten vermag es, soweit es als einzelnes Indiz für Minderjährigkeit zu 

werten ist, bei einer Gesamtwürdigung des vorliegenden Sachverhaltes die 

Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers nicht 

zu zerstreuen. Entgegen der Behauptung in der Beschwerde kann aus der 

Stimme und dem Erscheinungsbild, das – wenn überhaupt – als schwa-

ches Indiz für das Alter zu werten ist, nicht auf das Alter des Beschwerde-

führers geschlossen werden. Ebensowenig ist ersichtlich, inwiefern aus 

den eingereichten Beweismitteln die Minderjährigkeit des Beschwerdefüh-

rers zu folgern ist. Bei den Nachrichten, mit der Bitte um Verlegung und der 

Information betreffend Hunger (Beschwerdebeilage 4), kann weder auf das 

Alter des Verfassers geschlossen werden noch ist dafür eine volljährige 

Person als Absender zum Vornherein auszuschliessen. Das beigelegte 

neutrale Schreiben zeigt weder einen nachweisbaren Ursprung auf (keine 

Unterschrift, keinen Briefkopf; Beschwerdebeilage 5) und ist von niedrigem 

Beweiswert, da die Möglichkeit, dass es sich in dieser Form dabei um ein 

Gefälligkeitsschreiben handelt, nicht ausgeschlossen werden kann. 

Ebenso ist die Schlussfolgerung des niedrigen Beweiswertes der Kopie der 

Taskera, einerseits aufgrund der fehlenden Möglichkeit ihre Gültigkeit zu 

überprüfen andererseits mangels Nennung eines Geburtsdatums, zutref-

fend. Bei einer Gesamtwürdigung sind die Angaben des Beschwerdefüh-

rers zur Minderjährigkeit unglaubhaft. Der Beschwerde ist insgesamt nichts 

Substantielles zu entnehmen, was die Einschätzung der Vorinstanz zu än-

dern vermögen würde. Um Wiederholungen zu vermeiden ist auf die aus-

führlichen, detaillierten Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen (vi-Ent-

scheid, Ziff. II, S. 9 ff.). 

 

4.3 Die Vorinstanz hat aufgrund des Gesagten zu Recht auf die Volljährig-

keit des Beschwerdeführers geschlossen.  

D-6343/2025 

Seite 10 

4.4 Wie vorstehend in Erwägung 1.1 festgehalten, ist die Beschwerde be-

treffend Datenbereinigung im ZEMIS-Register unter der Verfahrensnum-

mer D-6408/2025 getrennt von diesem Verfahren zu prüfen. 

 

5.  

5.1 Zum Wegweisungsvollzug hielt die Vorinstanz in Würdigung der Aus-

sagen des Beschwerdeführers und der Stellungnahme der Rechtsvertre-

tung in der angefochtenen Verfügung fest, Griechenland habe die Qualifi-

kationsrichtlinie (2011/95/EU) sowie die Aufnahmerichtlinie (2013/33/EU) 

umgesetzt. Der Beschwerdeführer habe Griechenland bereits sieben Wo-

chen nach der Gewährung des Schutzstatus verlassen und sei für die grie-

chischen Behörden gar nicht mehr erreichbar gewesen. Deshalb könne er 

den griechischen Behörden nicht pauschal unterstellen, diese hätten ihm 

als Schutzberechtigtem allfällig zustehende Leistungen nicht gewährt. Er 

habe notfalls einklagbare Ansprüche in Bezug auf Sozialleistungen und Zu-

gang zu Wohnraum und sei gehalten, die ihm zustehenden Leistungen bei 

den griechischen Behörden geltend zu machen. Sollte Griechenland sei-

nen Verpflichtungen ihm gegenüber nicht nachkommen, stehe es ihm of-

fen, die ihm zustehenden Leistungen auf dem Rechtsweg einzufordern. 

Zudem bestünden neben staatlichen Strukturen, die primär existenzielle 

Bedürfnisse abdecken würden, private und internationale Organisationen, 

an die er sich in Griechenland wenden könne. Im Allgemeinen würden in 

Griechenland schwierige ökonomische Lebensbedingungen sowie die 

herrschende Wohnungsnot die ganze Bevölkerung treffen und die Vermu-

tung der Zulässigkeit und der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung 

nach Griechenland nicht zu widerlegen vermögen. Weiter führte die Vor-

instanz aus, gemäss dem Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts 

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 könne trotz Schwächen da-

von ausgegangen werden, dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich 

in der Lage seien, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken; In Grie-

chenland sei nicht von einer Situation auszugehen, in der jeder Person eine 

völkerrechtswidrige Behandlung beziehungsweise eine Verletzung von 

Art. 3 EMRK drohe. 

Der Wegweisungsvollzug sei sowohl zulässig als auch zumutbar und tech-

nisch möglich. 

5.2 In der Beschwerde brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein-

zig pauschal vor, der Wegweisungsvollzug sei aufgrund der Minderjährig-

keit des Beschwerdeführers (besonders vulnerable Person) und der 

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Seite 11 

fehlenden besonders begünstigenden Umstände unzumutbar (Be-

schwerde, Ziff. 4.2).  

6.  

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich im erwähnten Referenzurteil  

E-3427/2021, E-3431/2021 einlässlich mit der Situation in Griechenland 

auseinandergesetzt und an seiner bisherigen Rechtsprechung festgehal-

ten, wonach der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für Personen, 

die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zulässig ist. In 

Griechenland ist nicht von einer Situation auszugehen, in der jeder Person 

mit Schutzstatus eine unangemessene und erniedrigende Behandlung im 

Sinne von Art. 3 EMRK droht. Trotz der schwierigen Verhältnisse geht das 

Gericht – entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers – davon aus, 

dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der Lage sind, ihre exis-

tenziellen Bedürfnisse abzudecken (a.a.O. E. 11.2). 

6.2 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG besteht ferner die Vermutung, dass eine 

Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist 

(a.a.O. E. 11.3). Wie die Vorinstanz zutreffend berücksichtigt hat, gilt die 

Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung bezüglich 

Griechenlands grundsätzlich auch für vulnerable Personen, wie zum Bei-

spiel Schwangere oder Personen, die an gesundheitlichen Problemen lei-

den, die nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind (vgl. a.a.O. 

E. 11.5.1). Es obliegt der betroffenen Person, diese Legalvermutungen um-

zustossen. Dazu hat sie ernsthafte Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass 

die Behörden im konkreten Fall das Völkerrecht verletzen, ihr nicht den 

notwendigen Schutz gewähren oder sie menschenunwürdigen Lebensum-

ständen aussetzen würden respektive, dass sie in Griechenland aufgrund 

von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitli-

cher Art in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. a.a.O. E. 11.4). 

7.  

7.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

7.2 Der Beschwerdeführer wurde in Griechenland als Flüchtling anerkannt. 

Damit besteht keine Gefahr von Rückschiebung und kann er sich auch auf 

die Garantien der Qualifikationsrichtlinie berufen (insbesondere die Regeln 

betreffend den Zugang zu Beschäftigung [Art. 26], zu Bildung [Art. 27], zu 

D-6343/2025 

Seite 12 

Sozialhilfeleistungen [Art. 29], zu Wohnraum [Art. 32] und zu medizinischer 

Versorgung [Art. 30]), auf die sich Griechenland als EU-Mitgliedstaat be-

haften lassen muss. Aufgrund der Akten liegen auch keine Anhaltspunkte 

dafür vor, dass er für den Fall einer Rückkehr nach Griechenland mit be-

achtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Über-

einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, 

unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK,  

SR 0.105) verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Es ist un-

bestritten, dass die Lebensbedingungen in Griechenland schwierig sind; 

dennoch ist unter diesen Umständen im heutigen Zeitpunkt nicht von einem 

«real risk» auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr 

nach Griechenland einer menschenrechtswidrigen Behandlung ausgesetzt 

wäre (vgl. dazu auch Urteil Paposhvili gegen Belgien vom 13. Dezember 

2016, 41738/10, § 183). Auch unter Berücksichtigung der Schwächen des 

griechischen Aufnahmesystems vermag die blosse Möglichkeit, in nicht ab-

sehbarer Zeit aus nicht voraussehbaren Gründen in eine missliche Lebens-

situation zu geraten, die einer Aussetzung einer existenziellen Notlage und 

andauernden menschenrechtswidrigen Behandlung gleichkäme, die hohe 

Schwelle zu einem entsprechenden «real risk» nicht zu erreichen.  

7.3 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich somit als zulässig. 

8.  

8.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.2 Betreffend die Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung ist mit der 

Vorinstanz festzuhalten, dass Griechenland an die Qualifikationsrichtlinie 

gebunden ist. Auch wenn eine adäquate Eingliederung des Beschwerde-

führers in die sozialen Strukturen Griechenlands als Person mit internatio-

nalem Schutzstatus mit nicht zu verkennenden Erschwernissen verbunden 

ist, vermögen seine Vorbringen die hohen Anforderungen an eine konkrete 

Gefährdung nicht zu erfüllen. Beim Beschwerdeführer handelt es sich, wie 

oben gesehen, um einen jungen Mann, welcher bereits Zeit in Griechen-

land verbrachte. Auch hat er in der Schweiz gezeigt, dass er in der Lage 

ist, sich um Hilfe zu bemühen und sich an Kontaktpersonen zu wenden, 

um seine Bedürfnisse anzubringen (Beschwerdebeilage 4). Die 

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Seite 13 

Inanspruchnahme der angebotenen sozialen und wirtschaftlichen Hilfeleis-

tungen in Griechenland kann von ihm erwartet werden, sei es bei der Ar-

beitssuche oder allfälliger Inanspruchnahme medizinischer Versorgung. 

Gemäss seinen eigenen Angaben ist er bereits nach dem dritten Gespräch 

im griechischen Verfahren ausgereist (A19/12, Ziff. 8.01). Unterstützung ist 

in Griechenland vorhanden und es ist ihm auch zuzumuten, diese zu be-

antragen und in Anspruch zu nehmen. Zudem sind keine Anhaltspunkte 

ersichtlich, welche dagegen sprächen, dass er sich an die griechischen 

Behörden wendet, um die erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechts-

weg einzufordern. Es geht aus den Akten keine dauerhafte Verweigerung 

von Unterstützung auf ein konkretes, aktives Hilfeersuchen bei den grie-

chischen Behörden oder Hilfsorganisationen hervor. Es handelt sich beim 

Beschwerdeführer aufgrund seines Alters auch nicht um eine (besonders) 

vulnerable Person, für welche sich der Vollzug der Wegweisung nur unter 

besonderen Umständen als zumutbar erweisen würde (vgl. dazu auch 

BVGE 2011/50 E. 8.3, 2009/52 E. 10.1, 2009/51 E. 5.5, 2009/28 E. 9.3.1, 

2009/2 E. 9.3.2). Die Beschwerdeausführungen, welche sich hauptsächlich 

auf die (Folgen einer) Minderjährigkeit des Beschwerdeführers stützen 

(Beschwerde, Ziff. 4.2), vermögen angesichts seiner Volljährigkeit an die-

ser Einschätzung nichts zu ändern.  

8.3 Aufgrund des Gesagten erweist sich die formelle Rüge, die Vorinstanz 

habe den Sachverhalt hinsichtlich des Vorliegens von besonders begüns-

tigenden Umständen nicht vollständig abgeklärt und damit die Begrün-

dungspflicht verletzt, als unbegründet (Beschwerde, Ziff. 5). Der entspre-

chende Eventualantrag ist abzuweisen. 

8.4 Insgesamt besteht kein Grund zu der Annahme, der Beschwerdeführer 

gerate bei einer Rückkehr nach Griechenland in eine Existenz gefährdende 

Situation. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann im Übrigen auf die 

zutreffenden Erwägungen der angefochtenen Verfügung verwiesen wer-

den. Der Vollzug der Wegweisung ist demnach zumutbar. 

9.  

Nachdem die griechischen Behörden einer Rückübernahme des Be-

schwerdeführers am 6. Juli 2025 ausdrücklich zugestimmt haben, ist der 

Vollzug der Wegweisung auch möglich (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

10.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

D-6343/2025 

Seite 14 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

11.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist, soweit 

sie Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet (vgl. E. 1.1). Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

12.  

12.1 Mit Ergehen des vorliegenden Urteils wird das Gesuch um Verzicht 

auf das Erheben eines Kostenvorschusses gegenstandslos. 

12.2 Die Beschwerde erschien im Zeitpunkt der Einreichung als aussichts-

los, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung unabhängig vom Vorliegen einer allfälligen prozessualen Bedürftigkeit 

abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Sarah Rutishauser 

 

 

Versand: