# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5e1831b-9cb8-5e79-a3bb-70114f2b8365
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.06.2008 RR.2008.117
**Docket/Reference:** RR.2008.117
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2008-117_2008-06-10

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Frankreich
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Frankreich
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Frankreich
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Frankreich
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG)

Entscheid vom 10. Juni 2008  
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Roy Garré,  
Gerichtsschreiberin Lea Unseld  

   
 
Parteien 

  
1. A.,  

2. B. Trust,  
 
beide vertreten durch Rechtsanwalt Alec Reymond,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Frank-
reich 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.117+118 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Staatsanwaltschaft von Paris ein Strafverfahren gegen Unbekannt führt 
wegen Veruntreuung, Hehlerei der veruntreuten Gelder sowie aktiver Kor-
ruption von ausländischen Beamten;  

 
- die Staatsanwaltschaft von Paris die Schweiz in diesem Zusammenhang 

mit Rechtshilfeersuchen vom 12. November 2007 um Übermittlung der be-
reits im schweizerischen Strafverfahren erhobenen Bankunterlagen ersucht 
hat; 

 
- die Bundesanwaltschaft mit Eintretens- und Schlussverfügung vom 17. Ap-

ril 2008 auf das Rechtshilfeersuchen eingetreten ist und die Herausgabe 
von Bankunterlage betreffend das Konto C. mit der Kontonummer 1 und 
das Konto B. TRUST mit der Kontonummer 2 bei der Bank D. bzw. der 
Bank E. verfügt hat (act. 1.1); 

 
- A. und der B. Trust am 19. Mai 2008 an die II. Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts gelangt sind und die Aufhebung der Eintretens- und 
Schlussverfügung der Bundesanwaltschaft vom 17. April 2008 beantragt 
haben (act. 1); 

 
- A. und der B. Trust am 20. Mai 2008 aufgefordert wurden, bis zum 4. Juni 

2008 einen Kostenvorschuss von je Fr. 5'000.-- zu leisten (act. 3 und 4); 
 
- A. und der B. Trust mit Schreiben vom 3. Juni 2008 den Rückzug ihrer Be-

schwerden bekannt gegeben haben (act. 5 und 6);  
 
- die Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerden als 

erledigt abzuschreiben sind; 
 
- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich 

als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 
i.V.m. Art. 30 lit. b SGG die Gerichtskosten zu tragen hat (TPF RR.2007.4 
vom 6. März 2007; RR.2007.70 vom 30. Mai 2007; RR.2007.157 vom 
10. Oktober 2007);  

 
- die Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens daher kosten-

pflichtig werden, wobei die Gerichtsgebühren auf je Fr. 300.-- anzusetzen 
sind (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebüh-
ren vor dem Bundesstrafgericht, SR 173.711.32; TPF RR.2007.6 vom 
22. Februar 2007 E. 5). 

- 3 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Verfahren werden zufolge Rückzugs der Beschwerden als erledigt abge-

schrieben. 
 
2. Die Gerichtsgebühren von je Fr. 300.-- werden den Beschwerdeführern auf-

erlegt.  
 

 
Bellinzona, 12. Juni 2008  
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Alec Reymond 
- Bundesanwaltschaft 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Beschwerde 
nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Gegenständen oder 
Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbereich betrifft und es sich 
um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt 
insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze 
verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).