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**Case Identifier:** ecac5319-f7e0-5539-a0a5-3315c478d64d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.10.2021 IV 2018/307
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-307_2021-10-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/307

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.04.2022

Entscheiddatum: 04.10.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 04.10.2021
Art. 28 und 29 Abs. 1 IVG; Art. 61 ATSG. Nachdem das beweiskräftige 
Gerichtsgutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % sowohl in angestammter 
wie auch in anderen adaptierten Tätigkeiten attestierte, die 
Beschwerdeführerin als voll erwerbstätig zu qualifizieren ist und ein 
Prozentvergleich vorgenommen werden kann, hat sie Anspruch auf eine 
halbe Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 4. Oktober 2021, IV 2018/307).

Entscheid vom 4. Oktober 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

IV 2018/307

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nadeshna Ley, Blumenbergplatz 1, Postfach 

1126, 9001 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 10. Dezember 2013 unter 

Hinweis auf seit April 2000 bestehende Angstzustände und Depressionen mit 

versuchtem Suizid bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 2-5). Kurz nach dem erwähnten Beginn des 

Gesundheitsschadens hatte sie am 1. Juli 2000 eine Stelle als Sekretärin bei der X.___ 

angetreten, welche sie bis Ende Mai 2007 ausgeübt hatte (IV-act. 6-3). Zuletzt hatte sie 

ihren Angaben in der IV-Anmeldung zufolge vom 1. März 2010 bis 31. Oktober 2011 

mit 40%- und vom 1. November 2011 bis 31. Mai 2012 mit 30%igem Arbeitspensum 

als Sachbearbeiterin für die B.___ AG gearbeitet (IV-act. 2-5; vgl. auch Fragebogen für 

Arbeitgebende in IV-act. 16-2) und anschliessend vom 1. Juni 2012 bis 18. Dezember 

2013 im Umfang von 50 % Arbeitslosenentschädigung bezogen (IV-act. 2-4; vgl. auch 

Fragebogen zur Arbeitslosigkeit in IV-act. 12-2). Während dieser Zeit absolvierte sie 

vom 4. März bis 30. August 2013 beim C.___ ein Einsatzprogramm (IV-act. 25-5) und 

im Anschluss bis 11. Dezember 2013 beim D.___ (IV-act- 25-4). Hinsichtlich ihrer 

medizinischen Betreuung erklärte sie, seit 2009 bei Dr. med. E.___ in hausärztlicher und 

von 2009 bis 2011 bei Dr. med. F.___ sowie ab 2011 bei dessen Praxisnachfolger Dr. 

med. G.___ in psychiatrischer Behandlung zu stehen bzw. gestanden zu haben (IV-act. 

2-6; vgl. auch IV-act. 34-2). Der IV-Anmeldung war ein durch Dr. G.___ ausgestelltes 

Zeugnis vom 23. Oktober 2013 über eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % für die Zeit vom 

6. Februar 2012 bis 23. Oktober 2013 beigelegt (IV-act. 7).

A.a. 

Dr. G.___ nannte mit Ärztlichem Bericht zur Eingliederung vom 20. Januar 2014 die 

Diagnosen Angst und depressive Störung gemischt, Persönlichkeitsakzentuierung mit 

A.b. 

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selbstunsicheren und abhängigen Zügen sowie ADHS mit Beginn in der Kindheit und 

erklärte, die Versicherte könnte leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten, Büro­

arbeit, Aushilfsarbeiten für ca. 4 bis 6 Stunden pro Tag bewältigen. Die Arbeitsfähigkeit 

werde durch mangelndes Selbstvertrauen, reduzierte Konzentrationsfähigkeit, 

Belastbarkeit, Ausdauer sowie wiederholte negative Erfahrungen bei der Stellensuche 

beeinträchtigt (IV-act. 17-1). Der Hausarzt Dr. E.___ nannte am 13. März 2014 als 

Diagnosen eine depressive Erkrankung sowie ADHS und verwies im Übrigen auf Dr. 

G.___ (IV-act. 24).

Am 14. März 2014 fand ein Gespräch zwischen der Versicherten und einer 

Eingliederungsverantwortlichen der IV statt (vgl. Assessmentprotokoll in IV-act. 31). 

Dabei erklärte die Versicherte, dass sie seit Januar 2014 über das Sozialamt für das 

H.___ in einem 50 %-Pensum tätig sei. Vor der Auswanderung nach I.___, wo sie ihren 

Angaben zufolge von Oktober 200_ bis April 200_ gelebt hatte (IV-act. 2-3), habe sie 

immer 100 % gearbeitet (IV-act. 31-2 f.). Sie würde gerne wieder im Bürobereich 

arbeiten, nicht im Verkauf. Die Eingliederungsverantwortliche schätzte die Versicherte 

als motiviert zu arbeiten ein, wobei die Versicherte ihre Grenze bei 50 % sehe (IV-act. 

31-3).

A.c. 

Dr. G.___ erklärte mit am 14. Mai 2014 bei der IV-Stelle eingegangenem 

Verlaufsbericht, die Versicherte könnte in einfachen, adaptierten Tätigkeiten 4 Stunden 

am Tag 100 % Leistung erbringen (IV-act. 34-4). Die 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe 

seit dem 24. Oktober 2013. Als ärztlichen Befund nannte er Aufmerksamkeits- und 

Konzentrationsprobleme, reduzierte psychophysische Belastbarkeit und Ausdauer, 

rezidivierende depressive Einbrüche mit Antriebslosigkeit sowie soziale Ängste (IV-act. 

34-3).

A.d. 

Im Mai/Juni 2014 unterzeichneten die Versicherte, die IV-Stelle und die J.___ AG 

einen Eingliederungsplan Arbeitsvermittlung für 6 Monate mit dem Ziel einer 

Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt (IV-act. 37). Am 4. Juli 2014 erliess die IV-

Stelle die entsprechende Mitteilung (IV-act. 39). Die J.___ AG versuchte die Versicherte 

auf Stellen in der Sachbearbeitung oder im Verkauf zu vermitteln (vgl. 

Bewerbungsprotokoll in IV-act. 48) und es wurde eine Weiterbildung zur Pflegehelferin 

thematisiert (vgl. Verlaufsprotokoll in IV-act. 50-4 ff.). Im Januar 2015 kamen die für die 

A.e. 

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Versicherte zuständigen Personen bei der J.___ AG zum Schluss, dass diese sich in 

den bestehenden Strukturen (Tätigkeit im geschützten Rahmen beim Y.___, Betreuung 

durch J.___ AG) so eingerichtet habe, dass sie eigentlich gar keine Veränderung 

möchte (IV-act. 50-6 f., Einträge vom 20. Januar und vom 26. Januar 2015). Im Verlauf 

wurde eine Tätigkeit für die Versicherte gefunden als Hilfspflegerin mit 50 - 60%igem 

Pensum. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch wegen einer Krankschreibung auf 

unbestimmte Zeit. Die J.___ AG zog den Schluss, dass die Versicherte ihrer 

Mitwirkungspflicht mit gutem Einsatz nachgekommen sei, konkrete und langfristige 

Änderungen jedoch noch nicht umsetzen könne oder wolle (IV-act. 50-11, Eintrag vom 

25. Februar 2015). Vor diesem Hintergrund schloss die IV-

Eingliederungsverantwortliche den Fall ab (IV-act. 51-5).

Dr. G.___ erklärte am 12. Juni 2015, die Diagnosen seien unverändert (IV-act. 

56-5). Die Versicherte habe sich von der J.___ AG zunehmend unter Druck gesetzt 

gefühlt, eine Tätigkeit als Hilfspflegerin anzunehmen, welche ihr absolut nicht zusage. 

Schliesslich habe sie diesem Druck nicht mehr Stand gehalten und depressiv 

dekompensiert, was eine vollständige Krankschreibung und für die Zeit von Januar bis 

März 2015 die Erhöhung der Frequenz der psychotherapeutischen Sitzungen auf 

einmal pro Woche erfordert habe (IV-act. 56-6). Versagensängste würden die 

persönlichkeitsbedingte Unsicherheit verstärken und mittelfristig zu körperlichen 

Symptomen führen, welche immer wieder Arbeitsausfälle nach sich zögen (IV-act. 

56-7). Die Versicherte könnte mit einem 50 %-Pensum auf dem 2. Arbeitsmarkt die 

volle Leistung erbringen (IV-act. 56-8). Ein niederschwelliges Beschäftigungsprogramm 

zur Selbstwertsteigerung wäre sehr sinnvoll (IV-act. 56-6).

A.f. 

Mit Mitteilung vom 28. August 2015 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch der 

Versicherten auf weitere berufliche Massnahmen (IV-act. 61).

A.g. 

Auf Nachfrage der IV-Stelle erklärte die Versicherte mit E-Mail vom 15. September 

2015, wenn sie gesund wäre, würde sie ein Arbeitspensum von 100 % erfüllen (IV-act. 

63).

A.h. 

Vom 15. Oktober 2015 bis 22. Januar 2016 war die Versicherte in der 

Psychiatrischen Klinik K.___ hospitalisiert. Der Eintritt erfolgte auf Veranlassung des 

A.i. 

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behandelnden Psychiaters, nachdem die Versicherte nach Entfernung der Gebärmutter 

im März 2015 30 von 90 Kilogramm abgenommen hatte (IV-act. 68-1). Dem 

Austrittsbericht vom 5. Februar 2016 ist die Diagnose rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom vor dem 

Hintergrund einer dependenten-unsicheren Persönlichkeitsstörung, zu entnehmen (IV-

act. 68-1). Die Arbeitsfähigkeit bei Austritt wurde von den berichtenden Ärzten mit 0 % 

beziffert (IV-act. 68-4). Vom 8. Februar bis 6. Mai 2016 stand die Versicherte in 

Behandlung in der Psychiatrischen Tagesklinik L.___ und war in ein multimodales 

Programm mit regelmässigen ärztlichen und bezugspflegerischen Gesprächen 

eingebunden. Mit Bericht vom 3. Mai 2016 erklärten die dort für die Versicherte 

zuständigen Ärzte, aktuell zeige sich eine leichte Verbesserung der depressiven 

Symptomatik (IV-act. 80-1). Es bestehe weiterhin eine mangelnde Belastbarkeit mit 

schneller Überforderung mit Insuffizienzgefühlen, Leistungsminderung sowie eine 

leichte kognitive Störung in Form von Konzentrations-, Auffassungs- und 

Gedächtnisstörungen. Diese Symptomatik sei während des Aufenthalts bemerkbar 

gewesen. Zu diesem Zeitpunkt erscheine eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit 

auf dem 1. Arbeitsmarkt aufgrund der psychopathologischen Beschwerden, des 

Therapieverlaufs und der Krankheitsanamnese unwahrscheinlich. Es werde eine 

schrittweise Integration in geschütztem Rahmen mit anfänglich ca. 3 bis 4 Stunden pro 

Tag empfohlen (IV-act. 80-4). Dies bei der Diagnose rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode ohne somatisches Syndrom (IV-act. 80-1). Mit 

Austrittsbericht vom 12. Juli 2016 wurde der Versicherten eine 20%ige Arbeitsfähigkeit 

auf dem 2. Arbeitsmarkt attestiert (IV-act. 84-50).

Am 2., 4. und 5. August 2016 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle (vgl. 

IV-act. 79 sowie 81) im BEGAZ Begutachtungszentrum BL (nachfolgend: BEGAZ) in 

den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und Neuropsychologie 

abgeklärt (IV-act. 84-4). Dem Gutachten vom 12. August 2016 sind die Diagnosen 

rezidivierende depressive Störung, aktuell remittiert, Verdacht auf 

Persönlichkeitsstörung mit unsicheren und dependenten Zügen sowie leichte bis 

mittelschwere kognitive Funktionsstörung zu entnehmen (IV-act. 84-43). Es könne 

angenommen werden, dass durch die zwischenzeitliche Besserung ab 

Untersuchungsdatum wieder eine teilweise Arbeitsfähigkeit von 50 % für einfach 

A.j. 

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strukturierte Tätigkeiten ohne Übernahme von Verantwortung möglich sein sollte. 

Aufgrund der angegebenen Ängste und der Unsicherheit sei die Versicherte noch nicht 

voll belastbar und benötige Erholungsphasen. Auch sei zu berücksichtigen, dass die 

Versicherte schon mehrjährig keiner regelmässigen Arbeit mehr nachgehe und 

entwöhnt sei. Es sei deshalb zuerst ein Arbeitstraining notwendig. In der Besorgung 

des Haushaltes bestehe keine Einschränkung (IV-act. 84-46).

Am 11. August 2016 wurde die Versicherte mit einer Medikamentenintoxikation in 

suizidaler Absicht notfallmässig ins Kantonsspital St. Gallen (KSSG) eingeliefert (IV-act. 

105-1 f.). Am 12. August 2016 wurde sie fürsorgerisch in der Psychiatrischen Klinik 

K.___ untergebracht, wo sie im Anschluss bis 13. September 2016 hospitalisiert war 

(IV-act. 89, 105-2). Dem Austrittsbericht vom 26. September 2016 ist die Diagnose 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode: mit 

somatischem Syndrom vor dem Hintergrund einer dependenten-unsicheren 

Persönlichkeitsstörung, zu entnehmen (IV-act. 89-1). Beim Austritt wurden leichte 

Konzentrationsstörungen, eine normale Schwingungsfähigkeit, ein als leicht ratlos zum 

depressiven Pol hin verschobener Affekt und ein leicht reduzierter Antrieb beschrieben 

(IV-act. 89-3).

A.k. 

Dr. med. M.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen 

Ärztlichen Dienst (RAD) hatte zwischenzeitlich am 18. August 2016 zum Gutachten des 

BEGAZ Stellung genommen und erklärt, das Gesamtgutachten und insbesondere das 

psychiatrische Teilgutachten würden Mängel aufweisen. In der vorliegenden Form 

könne aus versicherungsmedizinischer Sicht eine auf dieses Gutachten gestützte 

Leistungsentscheidung nicht empfohlen werden (IV-act. 86-3 f.).

A.l. 

Am 14. Oktober 2016 ersuchte die IV-Stelle das BEGAZ um Stellungnahme (IV-

act. 92), welche am 26. Oktober 2016 erstattet wurde. Darin wurde festgehalten, dass 

die Versicherte mittlerweile einen jahrelangen Verlauf mit wiederholten intensiven 

Behandlungsmassnahmen und erneutem Versuch einer Arbeit aufweise, was 

regelmässig misslungen sei, da sie teilweise mit depressiven Zuständen reagiert habe. 

Zudem weise sie neurokognitive Beeinträchtigungen auf. Aufgrund dieser Erfahrungen 

und der Gefahr, dass sie erneut depressiv dekompensieren könnte, sei anzunehmen, 

dass zurzeit keine höhere Arbeitsfähigkeit als 50 % vorliege (IV-act. 93-1 f.). Hierzu 

A.m. 

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nahm RAD-Arzt Dr. M.___ am 15. November 2016 Stellung. Er erachtete die 

Begründung der Arbeitsfähigkeit noch immer als ungenügend und empfahl die 

Einholung eines psychiatrischen Gutachtens (IV-act. 96).

Am 31. Januar 2017 beauftragte die IV-Stelle Dr. med. N.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Begutachtung der Versicherten (IV-act. 99).

A.n. 

Am 20. Februar 2017 berichteten die zuständigen Ärzte der Klinik O.___ über einen 

stationären Aufenthalt der Versicherten vom 14. Dezember 2016 bis 24. Januar 2017. 

Sie nannten die Diagnosen rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode, kombinierte und andere Persönlichkeitsstörung mit emotional 

instabilen und abhängigen Anteilen, einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung 

sowie atypische Anorexia nervosa (IV-act. 103-1). Die Arbeitsfähigkeit betrage 0 % für 

jegliche Form von Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt, auch längerfristig. Lediglich 

eine geschützte Beschäftigung sei zumutbar und auch sinnvoll. Die Versicherte habe 

die stationäre Behandlung wegen verstärkter depressiver Symptomatik und latenter 

Suizidalität aufgenommen. Sie habe über Kraft- und Energielosigkeit geklagt, auch 

habe selbstverletzendes Verhalten vorgelegen (IV-act. 103-2). Die Psychopathologie 

bei Austritt wurde unter anderem mit leichten Konzentrationsstörungen, leicht 

reduziertem Antrieb, deprimierter Grundstimmung und vermehrter innerer Unruhe 

beschrieben (IV-act. 103-3).

A.o. 

Am 15. Mai 2017 wurde die Versicherte von Dr. N.___ und in dessen Auftrag am 

10. Juli 2017 von Dipl.-Psych. Dipl.-Inf.-Wiss. P.___, Fachpsychologe für 

Neuropsychologie FSP, untersucht (IV-act. 108 und 111). Dem neuropsychologischen 

Teilgutachten vom 12. Juli 2017 ist zu entnehmen, dass aus neuropsychologischer 

Sicht mittelschwere bis schwere kognitive Funktionsbeeinträchtigungen in den 

Bereichen Aufmerksamkeit und Konzentration, Lernen und Gedächtnis des figuralen 

Lernens, der Exekutivfunktionen und der visuellen Wahrnehmung bestünden. Die 

neuropsychologischen Leistungen seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt mittelschwer bis 

schwer beeinträchtigt (IV-act. 111-12). Aufgrund der festgestellten 

neuropsychologischen Störung ergebe sich ein Grad der Arbeitsunfähigkeit von 80 %. 

Es könnten nur noch sehr einfache Arbeiten unter intensiver Supervision ausgeführt 

werden. Die Versicherte falle in ihrem sozialen Umfeld deutlich auf. Einfache Tätigkeiten 

A.p. 

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seien unter Umständen in einer geschützten Werkstatt noch möglich (IV-act. 111-13). 

Die Testleistungen könnten als valide betrachtet werden, da keine Hinweise auf eine 

bewusstseinsferne Verdeutlichungstendenz, auf eine bewusstseinsnahe Aggravation 

oder auf eine Simulation hätten festgestellt werden können (IV-act. 111-11).

Aufgrund dieses neuropsychologischen Gutachtens leitete Dr. N.___ eine 

Demenzabklärung über den Hausarzt der Versicherten ein (IV-act. 112). Ein MR des 

Schädels vom 17. August 2017 zeigte gemäss Dr. med. Q.___, Radiologie, im Vergleich 

zur Voruntersuchung vom 10. August 2010 keine wesentliche morphologische 

Befundänderung sowie: "Keine progrediente Atrophie, kein Anhalt eines primären 

neurodegenerativen Prozesses, keine signifikante vaskuläre Enzephalopathie, keine 

intrazerebrale Raumforderung, keine Hirndruckzeichen. Schädeldysplasieaspekt. 

Dezenter Kleinhirntonsillentiefstand. Keine Liquorzirkulationsstörung" (IV-act. 114). Am 

8. Januar 2018 wurde die Versicherte in der Memory Clinic der Geriatrischen Klinik 

R.___ abgeklärt (IV-act. 128-1). Dem Bericht vom 23. Januar 2018 ist zu entnehmen, 

dass sich im Rahmen der Anamneseerhebung und der neuropsychologischen Testung 

vereinzelt Auffälligkeiten gezeigt hätten, primär in der Aufmerksamkeitsfunktion. Im 

Gespräch hätten sich Hinweise für eine depressive Verstimmung manifestiert, welche 

durch eine erhöhte Punktzahl in der Depressionsskala habe bestätigt werden können. 

Die Auffälligkeiten seien am ehesten im Rahmen der Depression und des ADHS zu 

werten (IV-act. 128-3).

A.q. 

Nachdem Dr. N.___ die Versicherte am 13. Februar 2018 erneut untersucht hatte, 

erstattete er am 24. Mai 2018 sein psychiatrisches Gutachten (IV-act. 137). Diesem 

sind keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Solche 

ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig remittiert, sowie eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung 

(IV-act. 137-88). Aufgrund der Letzteren würden Einschränkungen der Aufmerksamkeit 

bestehen, diese hätten aber nie zu gravierenden Einschränkungen der 

Leistungsfähigkeit geführt. Vorübergehend sei die Problematik durch die rezidivierende 

depressive Störung akzentuiert gewesen, es fänden sich aber keine Hinweise dafür, 

dass längere Zeit eine zumindest mittelgradige depressive Episode bestanden habe 

(IV-act. 137-88 f.). Bei der Diskussion der Vorakten erklärte Dr. N.___, es falle auf, dass 

erst nach dem Abbruch von Eingliederungsmassnahmen, die im Wesentlichen an der 

A.r. 

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subjektiven Einschätzung der Versicherten gescheitert seien, eine sehr viel 

gravierendere psychiatrische Erkrankung diagnostiziert und eine anhaltend 100%ige 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet worden sei. Dies sei so nicht plausibel, 

weil dies mit zwei Störungen begründet werde, die per Definition seit der Kindheit oder 

dem jungen Erwachsenenalter anhaltend beständen. Im Vorgutachten werde mit einer 

remittierten rezidivierenden depressiven Störung und dem Verdacht auf eine 

Persönlichkeitsstörung eine 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet, 

was sicherlich nicht plausibel sei. Mit einer Verdachtsdiagnose lasse sich formal keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen und mit einer rezidivierenden 

depressiven Störung, die remittiert sei, lasse sich eine gravierende Einschränkung 

ebenfalls nicht begründen. Es bestehe bei dieser Störung grundsätzlich die Gefahr, 

dass auch in Zukunft eine depressive Episode auftrete, man könne insgesamt von einer 

etwas verminderten emotionalen Belastbarkeit ausgehen. In den Tätigkeiten, welche für 

die Versicherte in Frage kommen würden, lasse sich aber damit eine Einschränkung 

nicht begründen (IV-act. 137-91). Die rezidivierende depressive Störung sei remittiert, 

die einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung sei nie so stark ausgeprägt 

gewesen, dass sich damit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen lasse. 

Deshalb könne medizinisch-theoretisch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

insgesamt nicht begründet werden. Abgesehen von den Klinikaufenthalten, während 

denen eine 100%ige Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, sei dies 

auch früher nicht der Fall gewesen (IV-act. 137-92 f.). Dieses Gutachten wurde am 1. 

Juni 2018 von RAD-Arzt Dr. med. S.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

als beweiswertig qualifiziert (IV-act. 138).

Mit Vorbescheid vom 5. Juni 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie 

bei einem Invaliditätsgrad von 0 % (Erwerbstätigkeit 50 %, Haushalt 50 %, je keine 

Einschränkung) keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe (IV-act. 141).

A.s. 

Am 11. Juli 2018 erhob Rechtsanwältin lic. iur. N. Ley, St. Gallen, als 

Rechtsvertreterin der Versicherten Einwand gegen den Vorbescheid (IV-act. 145). Zu 

diesem Einwand nahm RAD-Arzt Dr. S.___ am 13. Juli 2018 Stellung (IV-act. 146). Am 

16. Juli 2018 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid die Abweisung des 

Rentenbegehrens (IV-act. 147).

A.t. 

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B.  

Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 14. September 2018, mit welcher die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwältin Ley, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Zusprache einer Invalidenrente beantragte. Gleichzeitig 

ersuchte sie darum, ihr die unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung zu 

gewähren (act. G1). 

B.a. 

Am 29. Oktober 2018 reichte Rechtsanwältin Ley einen ausführlichen Bericht von 

Dr. G.___ vom 16. Oktober 2018 zu den Akten (act. G 6 und G 6.2). Darin stellte der 

Psychiater die Diagnosen einer selbstunsicheren und dependenten 

Persönlichkeitsstörung sowie einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung 

(act. G6.2 S. 2).

B.b. 

Am 7. November 2018 erstattete die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

ihre Beschwerdeantwort und beantragte Abweisung der Beschwerde (act. G8). 

Gleichzeitig reichte sie eine Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. S.___ vom 18. Oktober 

2018 zum Bericht von Dr. G.___ vom 16. Oktober 2018 ein (act. G8.1).

B.c. 

Am 16. November 2018 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt (act. G9).

B.d. 

Mit Replik vom 4. März 2019 hielt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin an 

ihren Anträgen fest (act. G15).

B.e. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 27. März 2019 auf die Einreichung einer 

Duplik (act. G17).

B.f. 

Am 26. November 2020 teilte das Gericht den Parteien mit, dass es ein 

Gerichtsgutachten als notwendig erachte (act. G20).

B.g. 

Nachdem die Parteien Gelegenheit zur Stellungnahme hatten (act. G21 f.), erteilte 

das Gericht der Psychiatrie T.___, Z.___, am 9. Dezember 2020 den 

Begutachtungsauftrag (act. G23).

B.h. 

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Mit Gutachten vom 26. Mai 2021 nannte Dr. med. univ. U.___, Z.___, als Diagnose 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine ängstlich vermeidende 

Persönlichkeitsstörung. Ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert. Aufgrund der 

psychopathologischen Auffälligkeiten im Rahmen der Persönlichkeitsstörung sei von 

einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % bezogen auf eine 100 %-Stelle sowohl für die 

Tätigkeit als Verkäuferin als auch als Sekretärin auszugehen. Eine tägliche Arbeitszeit 

von bis zu 4 bis 5 Stunden sollte aus psychiatrischer Sicht möglich sein, wobei auf 

ausreichend Pausen geachtet werden sollte (act. G27 S. 106). Bezüglich eines 

optimalen Arbeitsplatzes wären unter anderem Routinearbeit in einem kleinen Team mit 

flachen Hierarchien, eine gewisse Entscheidungsfreiheit, kein Zeitdruck, die 

Möglichkeit einer flexiblen Zeiteinteilung, abwechselnde Tätigkeiten, um eine 

Monotonie zu vermeiden, zugleich kognitiv nicht zu komplexe Aufgaben, 

Rückzugsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit, zwischendurch kurze Pausen 

einzulegen, wichtig (act. G27 S. 108).

B.i. 

Am 1. Juni 2021 stellte das Gericht den Parteien das Z.___-Gutachten inkl. den 

vom Gutachter eingeholten Unterlagen zu und gab ihnen Gelegenheit zur 

Stellungnahme (act. G28).

B.j. 

Die Beschwerdegegnerin äusserte sich am 15. Juni 2021 dahingehend, dass RAD-

Arzt Dr. S.___ mit Stellungnahme vom 10. Juni 2021 äusserst fundiert und überzeugend 

begründe, wieso die von der Z.___ gestellte Diagnose einer ängstlich vermeidenden 

Persönlichkeitsstörung und auch die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht 

nachvollziehbar seien (act. G33 und G33.1).

B.k. 

Am 30. Juni 2021 gewährte das Gericht Rechtsanwältin Ley Frist zur 

Stellungnahme zur Eingabe der Beschwerdegegnerin (act. G34). Die Stellungnahme 

datiert vom 14. Juli 2021 und lautet dahingehend, dass einzig Dr. N.___ der Meinung 

sei, bei der Beschwerdeführerin liege keine durch Gesundheitsschädigung bedingte 

Arbeitsunfähigkeit vor. Die Beschwerdegegnerin bzw. deren RAD verteidige nach wie 

vor diese einzige von einer ansehlichen Vielzahl von behandelnden Ärzten und 

Gutachtenspersonen abweichende Beurteilung (act. G35).

B.l. 

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Erwägungen

1.  

Am 20. Juli 2021 ersuchte das Gericht die Z.___ um Stellungnahme zur RAD-

Beurteilung vom 10. Juni 2021 (act. G37). Die Stellungnahme der Z.___ datiert vom 26. 

August 2021 (act. G38) und wurde den Parteien am 1. September 2021 zur Kenntnis 

gebracht (act. G39). Hierzu liessen sich die Parteien mit Eingaben vom 2. September 

2021 (act. G40) und vom 14. September 2021 (act. G42) im Sinne ihrer vorherigen 

Eingaben vernehmen, wobei die Beschwerdegegnerin erneut RAD-Arzt Dr. S.___ 

konsultiert hatte (vgl. Stellungnahme vom 7. September 2021 in act. G42.1). Diese 

Eingaben wurden am 22. September 2021 je der Gegenpartei zur Kenntnis gebracht 

(act. G43).

B.m. 

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.

1.1. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

1.3. 

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besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt 

der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a). Bei der Würdigung der Einschätzungen der behandelnden Ärztinnen und 

Ärzte ist darüber hinaus der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, wonach solche 

nicht nur in der Funktion als Hausärzte und Hausärztinnen, sondern auch als 

spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen 

(Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2017, 8C_295/2017, E. 6.4.2, mit 

weiteren Verweisen). Sie stehen in auftragsrechtlichem Verhältnis zur versicherten 

Person. Da sie sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, 

verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über 

die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des 

Gesundheitszustandes (BGE 135 V 470, E. 4.5). Auf Berichte von versicherungsinternen 

medizinischen Sachverständigen wie dem RAD kann dagegen generell abgestellt 

werden, sofern nicht Zweifel an deren Überzeugungskraft bestehen, wobei jedoch 

bereits geringe Zweifel genügen (BGE 135 V 471 E. 4.6). Von einem 

Administrativgutachten eines versicherungsexternen medizinischen Sachverständigen 

darf demgegenüber nur abgewichen werden, wenn konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3.b/bb). Und von einem 

Gerichtsgutachten darf schliesslich nicht ohne zwingende Gründe abgewichen werden 

(Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 64 mit Hinweisen).

1.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/23

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2.

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 16. Juli 

2018 (IV-act. 147) auf das psychiatrische Gutachten von Dr. N.___ vom 24. Mai 2018 

(IV-act. 137) und die RAD-Stellungnahme vom 1. Juni 2018 (IV-act. 138). Daran brachte 

die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift verschiedene Mängel vor und 

erachtete das Gutachten des BEGAZ vom 12. August 2016 (IV-act. 84) und die 

Stellungnahme von Dr. G.___ vom 16. Oktober 2018 (act. G6.2) als massgeblich (act. 

G1). Da sowohl das BEGAZ-Gutachten als auch jenes von Dr. N.___ mangelhaft und 

nicht hinreichend beweiskräftig sind (vgl. nachfolgend E. 3.1 und 3.2) und auch auf die 

Stellungnahme von Dr. G.___ nicht abgestellt werden kann (vgl. nachfolgend E. 3.4), 

wurde ein Gerichtsgutachten bei der Z.___ eingeholt (vgl. nachfolgend E. 4).

3.  

Der fehlende Beweiswert des BEGAZ-Gutachtens begründet sich wie folgt: 

Diesem Gutachten vom 12. August 2016 sind die Diagnosen rezidivierende depressive 

Störung, aktuell remittiert, Verdacht auf Persönlichkeitsstörung mit unsicheren und 

dependenten Zügen sowie leichte bis mittelschwere kognitive Funktionsstörung zu 

entnehmen (IV-act. 84-43). Die Experten hielten fest, es könne angenommen werden, 

dass durch die zwischenzeitliche Besserung ab dem Untersuchungsdatum wieder eine 

teilweise Arbeitsfähigkeit von 50 % für einfach strukturierte Tätigkeiten ohne 

Übernahme von Verantwortung möglich sein sollte. Aufgrund der angegebenen Ängste 

und der Unsicherheit sei die Versicherte noch nicht voll belastbar und benötige 

Erholungsphasen, auch sei zu berücksichtigen, dass sie schon mehrjährig keiner 

regelmässigen Arbeit nachgehe. Es sei deshalb zuerst ein Arbeitstraining notwendig. In 

der Haushalttätigkeit bestehe keine Einschränkung, diese verrichte sie auch 

selbständig (IV-act. 84-46). Der psychiatrische Gutachter hielt unter dem Titel 

"Untersuchungsbefunde" fest, die Beschwerdeführerin habe im Verhalten etwas 

unsicher gewirkt, doch sei es problemlos möglich gewesen, ein entspanntes Gespräch 

zu führen und guten affektiven Kontakt aufzunehmen. Die affektive Modulation sei gut 

erhalten gewesen, ebenfalls die gestische und mimische Mitbeteiligung. 

Psychomotorisch sei sie unauffällig gewesen. Insgesamt habe der objektivierbare 

Befund nicht zu den subjektiven Angaben gepasst, indem sich die Beschwerdeführerin 

als depressiv, kognitiv beeinträchtigt und antriebsarm geschildert habe, was in keiner 

Weise zum Verhalten gepasst habe (IV-act. 84-19). Bei der Beurteilung erklärte er, in 

der Untersuchung habe sich eine psychopathologisch praktisch unauffällige 

Explorandin gefunden, die einzig im Verhalten leicht unsicher gewirkt habe, affektiv und 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/23

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kognitiv sowie psychomotorisch allerdings in keiner Weise beeinträchtigt gewesen sei 

(IV-act. 84-20). Und unter dem Titel Ausprägung und Schwere der objektiven Befunde 

hielt er fest, objektiv finde sich eine verunsicherte und leicht ängstliche Explorandin, 

welche ansonsten psychopathologisch unauffällig sei (IV-act. 84-22). Die hier erwähnte 

Ängstlichkeit hatte er jedoch seinen Ausführungen im Gutachten zufolge weder bei der 

Befunderhebung noch bei der Beurteilung beobachtet, was sich negativ auf die 

Nachvollziehbarkeit seiner Schlussfolgerungen auswirkt. Sodann lässt sein Gutachten 

von ihm erhobene Befunde vermissen, welche die hälftige Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu erklären vermöchten. Auch lässt die 

Formulierung "aufgrund der angegebenen Ängste und Unsicherheit sei die 

Beschwerdeführerin noch nicht voll belastbar und benötige Erholungsphasen" bei der 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit darauf schliessen, dass der psychiatrische Gutachter 

sich wohl auf die Angaben der Beschwerdeführerin und nicht auf die von ihm 

erhobenen oder den Akten zu entnehmenden Befunde stützte (IV-act. 84-28). Die 

neuropsychologischen Befunde wurden sodann entsprechend einer leichten bis 

mittelschweren kognitiven Funktionsstörung festgestellt (IV-act. 84-39). 

Neuropsychologische Testresultate reichen jedoch allein nicht aus, um Diagnosen zu 

stellen und die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Die entsprechenden 

Untersuchungsergebnisse sind nach der Rechtsprechung im Rahmen einer 

gesamthaften Beweiswürdigung nur insoweit bedeutsam, als sie überprüf- und 

nachvollziehbar sind und sich in die übrigen medizinischen Abklärungsergebnisse 

schlüssig einfügen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. August 2009, 8C_261/2009; BGE 

119 V 340 E. 2b/bb, vgl. auch Bundesgerichtsurteile vom 14. Oktober 2015, 

8C_444/2015, und vom 8. Juni 2010, 8C_234/2010). Vorliegend führen die 

Testresultate jedenfalls nicht dazu, dass die aus neuropsychologischer Warte in 

Abweichung der psychiatrischerseits erhobenen Befunde bescheinigte 

Arbeitsunfähigkeit in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einzuleuchten vermöchte. In der 

Stellungnahme des BEGAZ vom 26. Oktober 2016 wurde die 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit begründet mit den Erfahrungen aus einem jahrelangen Verlauf mit 

wiederholten intensiven Behandlungsmassnahmen und erneutem Versuch einer Arbeit, 

was regelmässig misslungen sei, da die Beschwerdeführerin teilweise mit depressiven 

Zuständen reagiert habe, sowie mit der Gefahr, dass die Beschwerdeführerin erneut 

depressiv dekompensieren könnte (IV-act. 93-2). Dies weicht von der Begründung im 

Gutachten ab und vermag die deutliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht zu 

erklären. Insgesamt vermag dieses Gutachten wie gesagt den beweismässigen 

Anforderungen nicht zu genügen.

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Der Beweiswert des Gutachtens von Dr. N.___ ist sodann aus den folgenden 

Gründen zu verneinen: Dr. N.___ vermochte im Gutachten vom 24. Mai 2018 keine 

Diagnose zu stellen, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. Keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit schrieb er einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 

remittiert, und einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung zu (IV-act. 

137-88). Die Diskussion und Herleitung der von Dr. N.___ gestellten Diagnosen vermag 

jedoch nicht zu überzeugen. Gemäss sämtlichen Berichten von behandelnden Ärzten 

und Kliniken steht die Persönlichkeitsakzentuierung/Persönlichkeitsstörung der 

Beschwerdeführerin im Vordergrund (vgl. vorstehend Sachverhalt). Dass die Diagnose 

einer Persönlichkeitsstörung erst nach einer langen Beobachtungszeit gestellt wird, ist 

entgegen der Ansicht von Dr. N.___ (IV-act. 137-79 ff.) sehr wohl nachvollziehbar (vgl. 

hierzu nachfolgend Dr. G.___s Anmerkung). Wie Dr. U.___ zu Recht bemängelt (vgl. act. 

G27 S. 112 unten), wird die von Dr. N.___ gestellte Diagnose der einfachen Aktivitäts- 

und Aufmerksamkeitsstörung nicht anhand der Kriterien nach ICD-10 begründet, 

vielmehr erschien ihm die Diagnose "insgesamt doch recht plausibel, sodass ich davon 

ausgehe, dass die Kriterien einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung 

überwiegend wahrscheinlich erfüllt sind" (IV-act. 137-83).  Die - für einen medizinischen 

Laien - durchaus denkbare Möglichkeit, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der 

beruflichen Massnahmen der IV dekompensierte, wurde von Dr. N.___ nicht einmal in 

Erwägung gezogen. Vielmehr erschien es ihm auffällig, dass bei der 

Beschwerdeführerin nach dem Abbruch von Eingliederungsmassnahmen nun eine sehr 

viel gravierendere psychiatrische Erkrankung diagnostiziert worden sei (IV-act. 137-91). 

Dr. N.___ erkannte also, dass die behandelnden Ärzte im Anschluss an die 

gescheiterten beruflichen Massnahmen von höheren Arbeitsunfähigkeiten ausgingen, 

wertete dies jedoch als nicht plausibel, da die nunmehrige höhere Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit mit "zwei Störungen begründet wird, die per Definition seit der Kindheit 

oder dem jungen Erwachsenenalter anhaltend bestehen" (IV-act. 137-91). Bei der 

Diskussion der Diagnosen hielt er jedoch selber fest, dass es unklar sei, ob "die 

Störung tatsächlich schon in der Kindheit bestanden hat, man kann dies aber auch 

nicht ausschliessen" (IV-act. 137-83). Mit diesem Widerspruch liegen konkrete Indizien 

vor, die gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen (vgl. vorstehend E. 1.4). 

Dr. G.___ merkte zum Gutachten von Dr. N.___ in nachvollziehbarer Weise an, dass die 

Diskussion der Aktenlage die Tendenz zeige, die Folgen und Auswirkungen der 

Erkrankung zu verharmlosen und zu relativieren. Die Diagnosen seien nicht im Kontext 

der chronologischen Gesamtentwicklung bzw. dem Verlauf zugeordnet, sondern als 

sich gegenseitig aufhebende Argumente eingesetzt worden (act. G6.2 S. 6 unten). Die 

zu Anfang der Erkrankung (2007) gestellten Diagnosen (Anpassungsstörung mit 

vorwiegender Störung anderer Gefühle, akzentuierte abhängige und selbstunsichere 

3.2. 

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Persönlichkeitszüge, Probleme in der Beziehung zum Ehepartner sowie Probleme mit 

Berufstätigkeit; IV-act. 26-9) seien durchaus richtig gewesen. Zum damaligen Zeitpunkt 

hätten keine tieferen Erkenntnisse gewonnen werden können. Die Diagnosen hätten 

nicht stigmatisierend gewirkt und die positive Prognose in den Vordergrund gestellt 

(act. G6.2 S. 7 oben). Dr. N.___s Gutachten lässt sodann jegliche Diskussion und 

Einordnung der wiederholten Suizidversuche und Selbstverletzungen der 

Beschwerdeführerin vermissen. Damit wurde aber nicht sämtlichen von der 

Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden Rechnung getragen. Dies führt dazu, 

dass Zweifel an der von Dr. N.___ attestierten vollständigen Arbeitsfähigkeit 

aufkommen, welche an keiner Stelle im Gutachten ausgeräumt werden. Die 

Auseinandersetzung von Dr. N.___ mit den drei neuropsychologischen Abklärungen 

mag sodann zwar ausführlich sein (vgl. act. G137-81 ff.), jedoch vermag er keine für 

einen medizinischen Laien nachvollziehbare Erklärung für die unterschiedlichen 

Resultate zu liefern. Diese bleiben im Raum stehen und hinterlassen mehr als nur 

geringe Zweifel an der Einschätzung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit durch Dr. 

N.___. Auch vermochte das Gericht das von Dr. G.___ ausführlich beschriebene 

Verhalten der Beschwerdeführerin bei der neuropsychologischen Testung, aber 

gleichsam in Alltagssituationen und im Rahmen der Behandlung (auffällig 

unselbstständig, verlangsamt, unsicher mit vielen Rückfragen verbunden, ohne 

selbständige Fehleranalyse/Korrektur mit deutlichen Hinweisen auf Probleme mit der 

Auffassung, Instruktion-Verständnis über komplexen Aufgaben stark beeinträchtigt, 

umständlich mit vielen Rückfragen verbunden; sie wirke kindisch, naiv, stets bemüht 

einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen; act. G6.2 S. 5 unten), nicht mit dem 

von Dr. N.___ beobachteten unauffälligen Verhalten (vgl. IV-act. 137-66 f.) zu 

vereinbaren. Dem Gericht war es gestützt auf das Gutachten von Dr. N.___ nicht 

möglich, sich ein Bild über die gesundheitliche Beeinträchtigung der 

Beschwerdeführerin und über deren Leistungsfähigkeit zu machen.

Die von der Beschwerdegegnerin konsultierten RAD-Ärzte Dres. M.___ und S.___ 

nahmen jeweils keine eigenen Beurteilungen vor, sondern äusserten sich lediglich zu 

den eingeholten Arztberichten und Administrativgutachten (IV-act. 86-3 f., 96, 138, 146 

und act. G8.1). Folglich kommt ein Abstellen auf deren Stellungnahmen von vornherein 

nicht in Frage (vgl. vorstehend E. 1.4).

3.3. 

Auch dem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten ausführlichen 

Arztbericht des behandelnden Psychiaters Dr. G.___ vom 16. Oktober 2018 (act. G6.2) 

kommt kein Beweiswert zu, und zwar aus den folgenden Gründen: Darin werden 

erstmals die Diagnosen einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung und 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/23

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4.  

einer selbstunsicheren und dependenten Persönlichkeitsstörung gestellt (act. G6.2 S. 2 

oben und Mitte). RAD-Arzt S.___ hielt hinsichtlich der neu gestellten Diagnose der 

posttraumatischen Belastungsstörung fest, diese werde nicht mit objektivierbaren 

Befunden begründet, sondern anhand der Anamnese und aufgrund 

psychodynamischer Hypothesen. Eine posttraumatische Belastungsstörung müsste 

durch die entsprechende Symptomatik und die damit einhergehenden 

Einschränkungen begründet werden. Sie müsste sich zudem gemäss ICD-10 wenige 

Monate nach den belastenden Ereignissen entwickelt haben (act. G8.1). Diese 

Ausführungen sind nachvollziehbar, weshalb Zweifel an der von Dr. G.___ gestellten 

Diagnose aufkommen. Darüber hinaus handelt es sich bei Dr. G.___ um den langjährig 

behandelnden Psychiater der Beschwerdeführerin, was bei der Würdigung von dessen 

Einschätzungen zu berücksichtigen ist (vgl. vorstehend E. 1.4).

Vor diesem Hintergrund war das Gericht verpflichtet, ein Gerichtsgutachten 

einzuholen (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 44 N 70 f. mit 

Hinweisen).

3.5. 

Dr. med. U.___, Z.___, kam mit Gutachten vom 26. Mai 2021 zum Schluss, dass 

die Beschwerdeführerin an einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung und 

an einer gegenwärtig remittierten rezidivierenden depressiven Störung leide. Aufgrund 

der Persönlichkeitsstörung ergebe sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Neben 

der ängstlich-vermeidenden Haltung und Selbstunsicherheit lägen auch narzisstische 

Charakterzüge vor, welche in zwischenmenschlichen Beziehungen häufig zu 

Schwierigkeiten und Konflikten führten. In den letzten Jahren habe die 

Beschwerdeführerin diese Defizite zunehmend weniger kompensieren können und 

habe vermeht auf dysfunktionale Verhaltensweisen mit unter anderem Vermeidung und 

Angst zurückgegriffen. Hinzu komme eine geringe Introspektionsfähigkeit und 

Selbstreflexion, eine geringe Fähigkeit, Konflikte zu lösen, regressives Verhalten, eine 

leichte Kränkbarkeit, reduzierte Problemlösungsstrategien und schlussendlich auch 

eine zunehmende Gruppenunverträglichkeit / Unverträglichkeit gegenüber 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zusätzlich zeigten sich eine geringe 

Veränderungsmotivation und eine verfestigte Vorstellung des Ausmasses ihrer 

psychischen Einschränkungen, welche von aussen nur schwer korrigiert werden 

könnten. Bei zunehmendem Druck von aussen zeige sich zudem schnell ein deutlicher 

Widerstand sowie eine Somatisierungstendenz. Aufgrund dieser psychopathologischen 

Auffälligkeiten sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % sowohl für die Tätigkeit als 

Verkäuferin als auch als Sekretärin auszugehen (act. G27 S. 106). Dieses Gutachten 

4.1. 

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vermag im Gegensatz zu den Vorakten ein fassbares, nachvollziehbares und 

widerspruchfreies Bild der gesundheitlichen Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin 

zu vermitteln und erfüllt die beweismässigen Voraussetzungen in jeder Hinsicht. Dr. 

U.___ hat die Vorakten gewürdigt, die Beschwerdeführerin persönlich untersucht, 

objektive klinische Befunde erhoben und festgehalten und anhand dieser objektiven 

klinischen Befunde auf eine nachvollziehbare Weise Diagnosen gestellt und eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgeleitet. Ein zwingender Grund, der gegen die 

Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen würde, ist nicht ersichtlich.

Die Stellungnahmen von RAD-Arzt S.___ vom 10. Juni und 7. September 2021 

(act. G33.1 und 42.1) vermögen aus Sicht eines medizinischen Laien keine zwingenden 

Gründe aufzuzeigen, aus welchen vom Gerichtsgutachten abzuweichen wäre. Vielmehr 

handelt es sich um einen medizinischen Diskurs, über welchen sich ein medizinischer 

Laie kein Bild zu machen vermag. Nachvollziehbare zwingende Gründe wären jedoch 

unabdingbar für das Abweichen von einem Gerichtsgutachten (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 64 mit Hinweisen).

4.2. 

In Anbetracht der vorangehenden Ausführungen vermag das Gutachten der Z.___ 

im Gegensatz zu den Vorgutachten der BEGAZ und von Dr. N.___ zu überzeugen und 

es ist darauf abzustellen. Angesichts der Mängel am Gutachten von Dr. N.___ kann 

sodann nicht gesagt werden, dass es sich um eine andere Einschätzung desselben 

medizinischen Sachverhalts handle (vgl. hierzu Urteile des Bundesgerichts vom 29. Juli 

2008, 9C_830/07, E. 4.3 mit Hinweisen, publ. in: SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, und vom 

23. Juni 2015, 9C_853/2014, E. 3.1.2). Somit liegt neben den vollständigen 

Arbeitsunfähigkeiten für die Zeiten nach der Entfernung der Gebärmutter im März 2015 

(IV-act. 68-1; Genaueres ist nicht aktenkundig), vom 15. Oktober 2015 bis 22. Januar 

2016 (Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik K.___, IV-act. 68-1), vom 8. Februar bis 

6. Mai 2016 (Behandlung in der Psychiatrischen Tagesklinik L.___, IV-act. 80-1), vom 

11. August bis 13. September 2016 (Aufenthalt im KSSG / in der Psychiatrischen Klinik 

K.___, IV-act. 105-1 sowie 89-1) und vom 14. Dezember 2016 bis 24. Januar 2017 

(Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik V.___, IV-act. 103-1) eine gesundheitsbedingte 

50%ige Einschränkung der Leistungs- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

vor. Leidensangepasst ist Routinearbeit in einem kleinen Team mit flachen Hierarchien, 

einer gewissen Entscheidungsfreiheit, ohne Zeitdruck, mit der Möglichkeit einer 

flexiblen Zeiteinteilung, mit abwechselnden Tätigkeiten, um eine Monotonie zu 

vermeiden, zugleich kognitiv nicht zu komplexen Aufgaben, mit 

Rückzugsmöglichkeiten sowie der Möglichkeit, zwischendurch kurze Pausen 

einzulegen (act. G27 S. 108).

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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5.  

Da weitere Beweismassnahmen keinen entscheidrelevanten neuen Aufschluss 

erwarten lassen, ist dem Beweisantrag, einen Bericht der Ba.___ einzuholen (act. G1 

Ziff. 22), nicht zu folgen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 141 I 60 E. 3.3 mit 

Hinweis).

4.4. 

Gestützt auf die nunmehr ausgewiesene durchgehende Arbeitsunfähigkeit von 50 

% ab Ende 2012 in adaptierten Tätigkeiten und von 100 % während der stationären 

Klinikaufenthalte (vgl. vorstehend E. 4.3) ist der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

5.1. 

Die Beschwerdegegnerin stufte die Beschwerdeführerin in der angefochtenen 

Verfügung als zu 50 % erwerbstätig und zu 50 % im Haushalt tätig ein (IV-act. 147). 

Dies mit der Begründung, dass die Beschwerdeführerin vom 1. Juni 2012 bis 19. 

Dezember 2013 mit 50%igem Pensum bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet 

gewesen sei (vgl. IV-act. 139-2). Da die Beschwerdeführerin jedoch in dieser Zeit zu 60 

% arbeitsunfähig geschrieben war (vgl. IV-act. 7 und 12), kann hieraus nicht auf eine 

lediglich teilzeitliche Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall geschlossen werden. Hieran 

vermögen die von der Beschwerdegegnerin zitierten Ausführungen von RAD-Arzt Dr. 

S.___ nichts zu ändern (vgl. RAD-Stellungnahme vom 13. Juli 2018 in IV-act. 146-2). 

Die Beschwerdeführerin erklärte denn auch mit E-Mail vom 15. September 2015 auf die 

entsprechende Frage der IV-Stelle hin, sie wäre im Gesundheitsfall voll erwerbstätig 

(IV-act. 63). Die finanzielle Situation der Beschwerdeführerin lässt dies überwiegend 

wahrscheinlich erscheinen, zumal sie Dr. N.___ berichtete, während der Zeit in I.___ 

ihre Pensionskassengelder aufgebraucht und hohe Schulden zu haben (vgl. IV-act. 

137-87). Da sie Sozialhilfe von der Gemeinde W.___ erhält (vgl. act. G6.1), ist überdies 

davon auszugehen, dass sie von dieser Seite her zu einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit 

verpflichtet würde. Zu Recht macht die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 

sodann geltend, dass diese keine familiären Pflichten oder Leidenschaften habe, die 

gegen die Wiederaufnahme eines Vollzeitpensums wie vor der Auswanderung nach 

I.___ im Jahr 2007 sprechen würden (vgl. act. G1 Rz. 24 und IV-act. 144-8). Nach dem 

Gesagten ist von einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin im 

Gesundheitsfall auszugehen. Folglich ist für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, zu 

setzen (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

5.2. 

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Der Beschwerdeführerin sind die angestammten Tätigkeiten als Verkäuferin und als 

Sekretärin wie auch andere angepasste Tätigkeiten in einem 50 %-Pensum zumutbar. 

Da der erzielbare Verdienst in den angestammten Tätigkeiten vor diesem Hintergrund 

höher sein dürfte als derjenige in einer leidensangepassten Tätigkeit ohne qualifizierte 

Berufserfahrung, ist im Weiteren auf den erzielbaren Verdienst in der angestammten 

Tätigkeit in einem 50%-Pensum abzustellen. Weil sowohl für das Validen- wie für das 

Invalideneinkommen von denselben Löhnen auszugehen ist, kann ein Prozentvergleich 

erfolgen (siehe zum Prozentvergleich etwa Urteil des Bundesgerichts vom 6. April 

2016, 8C_628/2015, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ausgehend von einer 50%igen 

Restarbeitsfähigkeit beträgt der Invaliditätsgrad im Rahmen des Prozentvergleichs 50 

%. Die Höhe eines Tabellenlohnabzugs (siehe hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 

20. April 2018, 9C_833/2017, E. 2.2; BGE 134 V 327 E. 5.2) kann vorliegend 

offengelassen werden, denn selbst bei Gewährung eines 15%igen Tabellenlohnabzugs 

würde ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 58 % (50 % + [15 % von 50 %]) resultieren, 

womit die Schwelle zur Dreiviertelsrente nicht erreicht würde. Ein 15%iger 

Tabellenlohnabzug bildet vorliegend aufgrund der konkreten Umstände auf jeden Fall 

das Maximum, da sämtliche gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Gutachten der 

Z.___ bereits berücksichtigt wurden und bei Frauen nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung kein Teilzeitabzug vorgenommen wird.

5.3. 

Bei der rückwirkenden Zusprache einer abgestuften und/oder befristeten 

Invalidenrente finden gemäss Rechtsprechung die für die Rentenrevision geltenden 

Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) analog Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 

vom 16. April 2013, 8C_93/2013, E. 2; BGE 121 V 275 E. 6b/dd mit Hinweis). Gemäss 

Art. 88a IVV ist bei einer Verbesserung (Abs. 1) oder Verschlechterung (Abs. 2) der 

Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald 

sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und im Falle der 

Verbesserung voraussichtlich weiterhin andauern wird. Renten werden stets für den 

ganzen Kalendermonat im Voraus ausbezahlt (Art. 19 Abs. 3 ATSG). Somit hat die 

Beschwerdeführerin angesichts der vorstehend festgestellten Arbeitsunfähigkeiten ab 

1. Juni 2014 (Anmeldung vom Dezember 2013 [IV-act. 2]; Art. 29 Abs. 1 IVG) Anspruch 

auf eine halbe Invalidenrente. Vom 1. Februar 2016 bis 30. April 2017 hat die 

Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente. Sie befand sich vom 15. Oktober 

2015 bis 22. Januar 2016 in der psychiatrischen Klinik K.___ (IV-act. 68-1), was 

angesichts der Dauer von über 3 Monaten eine Verschlechterung auswies. Nachdem 

sie bis 6. Mai 2016 in der Psychiatrischen Tagesklinik L.___ in Behandlung stand (IV-

act. 80-1), musste sie nach gut 3 Monaten am 11. August 2016 wegen einer 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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6.  

Medikamentenintoxikation in suizidaler Absicht notfallmässig ins KSSG eintreten (IV-

act. 105-1). Es kann also nicht gesagt werden, dass die allfällige Verbesserung nach 

Austritt aus der tagesklinischen Behandlung von Dauer war. Vom KSSG wurde die 

Versicherte am 12. August 2016 in die Psychiatrische Klinik K.___ verlegt, wo sie bis 

zum 13. September 2016 stationär behandelt wurde (IV-act. 89-1). Drei Monate nach 

Austritt erfolgte eine stationäre psychiatrische Behandlung in der Klinik O.___, welche 

bis 24. Januar 2017 dauerte (IV-act. 103-1). Erst nach diesem Austritt kann von einer 

anhaltenden Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen 

werden, weshalb sie ab 1. Mai 2017 wiederum Anspruch auf eine halbe Rente hat (Art. 

28 Abs. 2 IVG).

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen 

ist, dass die Beschwerdeführerin für die Dauer vom 1. Juni 2014 bis 31. Januar 2016 

Anspruch auf eine halbe, vom 1. Februar 2016 bis 30. April 2017 auf eine ganze und ab 

1. Mai 2017 wiederum auf eine halbe Rente hat. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistungen sowie zur Leistungskoordination mit der Gemeinde W.___ (vgl. IV-act. 

139-2) ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Aufgrund der Notwendigkeit der 

Einholung eines Gerichtsgutachtens und des damit verbundenen Mehraufwandes 

erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- angemessen. Ausgangsgemäss hat die 

unterliegende Beschwerdegegnerin die gesamte Gerichtsgebühr zu bezahlen (Art. 95 

Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

6.2. 

bis

Zu klären bleibt, wer die Kosten des Gerichtsgutachtens vom 26. Mai 2021 und der 

zusätzlichen Stellungnahme der Z.___ vom 26. August 2021 zu tragen hat. Nachdem 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Gutachten des BEGAZ und von Dr. 

N.___ sprachen, erfüllten diese die Anforderungen an eine medizinische 

Beurteilungsgrundlage nicht. In diesem Sinne mangelte es an der genügenden 

Abklärung (vgl. Art. 43 ATSG) des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin durch 

die Beschwerdegegnerin. Damit hat die Beschwerdegegnerin die Kosten des 

Gerichtsgutachtens von Fr. 15'514.90 (act. G31) und der zusätzlichen Stellungnahme 

von Fr. 2'552.-- (act. G41), insgesamt Fr. 18'066.90, in Anwendung von Art. 45 Abs. 1 

ATSG (vgl. auch Art. 78 Abs. 3 IVV) zu tragen. Die entsprechenden Rechnungen waren 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Beschwerdeführerin ab 

1. Juni 2014 eine halbe, vom 1. Februar 2016 bis 30. April 2017 eine ganze und ab 

1. Mai 2017 wiederum eine halbe Rente zugesprochen wird. Die Sache wird zur 

Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 1'000.-- zu 

bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten des Gerichtsgutachtens vom 26. Mai 

2021 und der Stellungnahme vom 26. August 2021 von insgesamt Fr. 18'066.90 zu 

bezahlen.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 

der Höhe von Fr. 5'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

bezahlen.

den Parteien am 9. Juni 2021 (act. G32) und am 22. September 2021 (act. G43) zur 

Kenntnis gebracht worden.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Bei wie vorliegend 

überdurchschnittlich aufwändigen Fällen mit Gerichtsgutachten erscheint eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 5'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen. Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt sich die 

Festsetzung einer Entschädigung aus der gewährten unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung.

6.4. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.10.2021
	Art. 28 und 29 Abs. 1 IVG; Art. 61 ATSG. Nachdem das beweiskräftige Gerichtsgutachten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % sowohl in angestammter wie auch in anderen adaptierten Tätigkeiten attestierte, die Beschwerdeführerin als voll erwerbstätig zu qualifizieren ist und ein Prozentvergleich vorgenommen werden kann, hat sie Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Oktober 2021, IV 2018/307).

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