# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f9b96e4-7f8d-576b-8a23-4eb069a27fe2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.05.2025 100 2023 164
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-164_2025-05-06.pdf

## Full Text

100.2023.164U
NYR/BIM/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Mai 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Marti, Verwaltungsrichter Nyffenegger
Gerichtsschreiberin Bickel

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …

Beschwerdeführende

gegen

C.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe

Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Jens
Baupolizeibehörde, Hinterdorf 5, 2565 Jens

betreffend Baubewilligung; Neubau von zwei Doppeleinfamilienhäusern mit 
gemeinsamer Einstellhalle (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern vom 10. Mai 2023; BVD 110/2021/220) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2023.164U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

Mit Baugesuch vom 30. November 2017 (Eingang am 22.12.2017) bean-
tragte die C.________ AG bei der Einwohnergemeinde (EG) Jens die Bewil-
ligung für den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit unterirdischer Ein-
stellhalle auf der Parzelle Jens Gbbl. Nr. 1________. Die Parzelle liegt in der 
Wohnzone W2. Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderen 
A.________ und B.________ Einsprache. Nach einer Projektänderung er-
teilte die Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Seeland mit Ge-
samtentscheid vom 31. Januar 2019 die Baubewilligung. Dagegen erhoben 
A.________ und B.________ Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Ener-
giedirektion des Kantons Bern (BVE, heute: Bau- und Verkehrsdirektion 
[BVD]). Diese hiess mit Entscheid vom 17. Juni 2019 die Beschwerde gut, 
hob den Gesamtentscheid auf und verweigerte die Baubewilligung 
(BVE 110/2019/35).

Mit Baugesuch vom 19. August 2019 (eingegangen bei der Gemeinde am 
16.9.2019 und beim Regierungsstatthalteramt am 19.9.2019) ersuchte die 
C.________ AG erneut um Bewilligung für den Neubau von zwei Mehrfami-
lienhäusern mit unterirdischer Einstellhalle auf der Parzelle Nr. 1________. 
Gleichzeitig beantragte sie eine Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung 
des Waldabstands. Auch gegen dieses Bauvorhaben erhoben unter anderen 
A.________ und B.________ Einsprache. Am 30. November 2020 reichte 
die C.________ AG eine Projektänderung ein. Sie ersuchte neu um eine 
Baubewilligung für den Neubau von zwei Doppeleinfamilienhäusern mit un-
terirdischer Einstellhalle. In der Folge änderte die C.________ AG am 
15. März sowie am 7. Mai 2021 das Projekt erneut. Am 14. Oktober 2021 
reichte sie einen revidierten Schutzraumplan ein. Mit Gesamtentscheid vom 
17. November 2021 bewilligte die Regierungsstatthalterin des Verwaltungs-
kreises Seeland das (geänderte) Bauvorhaben.

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B.

Gegen diesen Gesamtentscheid erhoben A.________ und B.________ am 
20. Dezember 2021 Beschwerde bei der BVD. Die BVD holte die noch nicht 
erfolgte Publikation der letzten Projektänderung vom 7. Mai 2021 am 5. und 
12. Mai 2022 nach und legte die Projektänderung öffentlich auf. Dagegen 
erhoben A.________ und B.________ am 7. Juni 2022 Einsprache. In der 
Folge reichte die C.________ AG am 17. August, 19. Oktober bzw. 4. No-
vember 2022 je eine Projektänderung ein (Projektänderungen I, II bzw. III, 
wobei die Projektänderung III die bereits mit der Projektänderung II bean-
tragten Anpassungen mitumfasst). Mit Amtsbericht vom 8. Dezember 2022 
beantragte das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Bern (AWN), 
Abteilung Walderhaltung Region Mittelland, die Erteilung der Ausnahmebe-
willigung zur Unterschreitung des Waldabstands.

Die BVD bewilligte mit Entscheid vom 10. Mai 2023 die Projektänderung I 
vom 17. August 2022 mit den Anpassungen vom 4. November 2022 (Projek-
tänderungen II/III). Den Amtsbericht des AWN vom 8. Dezember 2022 mit 
den darin enthaltenen Auflagen und Hinweisen erklärte sie zum Bestandteil 
des Gesamtentscheids der Regierungsstatthalterin. Im Übrigen bestätigte 
sie diesen und wies die Beschwerde vom 20. Dezember 2021 sowie die Ein-
sprache vom 7. Juni 2022 ab.

C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 12. Juni 2023 gemeinsam 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der Entscheid der 
BVD sei aufzuheben und die Bewilligung für das Baugesuch vom 19. Sep-
tember 2019 inklusive Projektänderungen vom 17. August und 4. November 
2022 sei zu verweigern (Bauabschlag). Eventuell seien der Entscheid der 
BVD aufzuheben und die Akten zur Vervollständigung des Beweisverfahrens 
an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die C.________ AG hat sich zur Be-
schwerde nicht vernehmen lassen. Die BVD schliesst mit Vernehmlassung 
vom 6. Juli 2023 auf Abweisung der Beschwerde. Die EG Jens hat auf eine 
Stellungnahme verzichtet. 

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Erwägungen:

1. 

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind aufgrund der Nähe ihrer Parzelle zum Baugrundstück 
als Nachbarn durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung und Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugeset-
zes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestimmungen über Form 
und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2. 

2.1 Die Beschwerdegegnerin plant auf der Parzelle Nr. 1________ die 
Errichtung von zwei Doppeleinfamilienhäusern (Häuser A und B) mit einer 
gemeinsamen Einstellhalle. Die Bauparzelle befindet sich an einem Hang, 
der von Nordwesten nach Südosten abfällt (vgl. Plan «Reklame Standort-
Umgebung» vom 19.8.2019, Akten RSA 5B1; Plan «Schnitt A-A» vom 
27.11.2020, revidiert am 17.8.2022, Akten BVD 5A pag. 101; Pläne «West-
fassade Haus A», «Westfassade Haus B», «Ostfassade Haus A» und «Ost-
fassade Haus B» vom 27.11.2020, revidiert am 17.8.2022, Akten BVD 5A 
pag. 101). Das Haus A ist auf dem westlichen Teil der Bauparzelle geplant, 
das Haus B östlich davon. Weiter östlich grenzt die Parzelle an den Dälhölz-
liwald (Situationsplan vom 15.8.2022, Akten BVD 5A nach pag. 101; Geo-
portal des Kantons Bern, Basiskarte, einsehbar unter: 
<www.geo.apps.be.ch>). 

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2.2 Die Doppeleinfamilienhäuser weisen je eine Länge von 12,67 m und 
eine Breite von 9,8 m auf; der Abstand zwischen ihnen beträgt 8 m (vgl. Si-
tuationsplan vom 15.8.2022, Akten BVD 5A nach pag. 101). Die traufseitige 
Fassadenhöhe beträgt beim Haus A an der Südwestecke 6,72 m und an der 
Südostecke 7,21 m und beim Haus B 7,15 m an der Südwestecke und 
7,11 m an der Südostecke (Plan «Südfassade» vom 27.11.2020, revidiert 
am 4.11.2022, Akten BVD 5A nach pag. 125). Die Häuser stehen auf einer 
Einstellhalle. Diese tritt südseitig im Bereich der Garageneinfahrt in Erschei-
nung. Ansonsten wird sie angeböscht und bewachsen bzw. liegt unterirdisch 
(Plan «Südfassade» vom 27.11.2020, revidiert am 4.11.2022, Akten BVD 5A 
nach pag. 125). Das Einfahrtstor befindet sich nicht auf der Höhe der Fassa-
den der Doppeleinfamilienhäuser, sondern liegt rund 4 m südlich (Plan 
«Grundriss Erdgeschoss / Umgebung» vom 27.11.2020, revidiert am 
4.11.2022, Akten BVD 5A nach pag. 125).

2.3 Der Mindestabstand des Hauses B zum Wald beträgt 15 m (Situati-
onsplan vom 15.8.2022, Akten BVD 5A nach pag. 101; Plan «Grundriss Erd-
geschoss / Umgebung» vom 27.11.2020, revidiert am 4.11.2022, Akten BVD 
5A nach pag. 125). Innerhalb dieses Abstands von 15 m vom Wald sind öst-
lich, südöstlich bzw. südlich des Hauses B ein Sitzplatz, ein Aufenthaltsbe-
reich und eine Terrasse geplant (mit Abständen von 12,5 m, 5 m und 13,5 m 
zum Wald). Zudem liegt der Ausstieg der Fluchtröhre des Schutzraumes im 
Abstand von 10 m zum Wald (Plan «Grundriss Erdgeschoss / Umgebung» 
vom 27.11.2020, revidiert am 4.11.2022, Akten BVD 5A nach pag. 125; vgl. 
auch Amtsbericht des AWN vom 8.12.2022, Akten BVD 5A pag. 132 f.).

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3. 

Strittig ist zunächst, ob das Bauvorhaben den baupolizeilichen Vorschriften 
entspricht.

3.1 Die Bauparzelle befindet sich in der Wohnzone W2. Nach Art. 4 
Abs. 1 des revidierten Baureglements der EG Jens vom 13. Juni 2021 (GBR, 
einsehbar unter: <www.jens.ch>, Rubriken «Verwaltung/Online Schalter/Re-
glemente und Verordnungen») – das hier anwendbar ist (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 6d; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 
5. Aufl. 2020, Art. 36 N. 1 und 2a Bst. c mit Hinweisen) – haben Bauten in 
dieser Zone einen grossen Grenzabstand von 8 m und eine maximale Ge-
bäudelänge von 30 m einzuhalten. Die zulässige Fassadenhöhe (traufseitig) 
beträgt 7 m, wobei bei Bauten am Hang mit Ausnahme der Hangseite eine 
Mehrhöhe von 1,2 m gestattet ist (Art. 4 Abs. 3 GBR). Art. 5 Abs. 7 GBR re-
gelt sodann, wie Abgrabungen in bestimmten Fällen bei der Fassadenhöhe 
zu berücksichtigen sind.

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3.2 Die Beschwerdeführenden bringen vor, die beiden Doppeleinfamili-
enhäuser würden zusammen mit der Einstellhalle von der Südseite her als 
ein einziger Gebäudekomplex wahrgenommen. Damit machen sie (sinn-
gemäss) geltend, Doppeleinfamilienhäuser und Einstellhalle würden als eine 
einzige Baute in Erscheinung treten, welche die maximal zulässige Gebäu-
delänge nicht einhalte (Beschwerde S. 4). – Die Vorinstanz hat einen Zu-
sammenbau trotz des gemeinsamen Untergeschosses verneint. Zwar liege 
die Südseite des Untergeschosses teilweise über dem massgebenden Ter-
rain, jedoch nicht die Nordseite. Zudem sei der Einstellhallenabschluss ge-
genüber den Gebäuden deutlich vorgelagert. Das gemeinsame Unterge-
schoss trete optisch kaum in Erscheinung. Die beiden Doppeleinfamilienhäu-
ser würden klar als zwei separate Baukörper wahrgenommen; dies selbst 
von der Südseite her betrachtet (angefochtener Entscheid E. 7c).

3.3 Die Ausführungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden: Für die 
Frage, ob ein Gebäude als einer oder mehrere Baukörper gilt, spielen nicht 
nur konstruktive und funktionelle Aspekte eine Rolle. Die Vorschriften über 
die Gebäudelänge dienen auch ästhetischen Zwecken; mithin ist die opti-
sche Wirkung (ebenfalls) entscheidend zur Beantwortung der Frage, ob von 
einem oder mehreren Gebäuden gesprochen werden kann (vgl. BVR 2008 
S. 261 [VGE 22962 vom 28.2.2008], nicht publ. E. 6.3.2; BVR 2016 S. 79 
E. 4.4). Hier treten die Doppeleinfamilienhäuser optisch als zwei eigenstän-
dige Baukörper in Erscheinung. Der Abstand zwischen ihnen beträgt 8 m, 
was dem vorgeschriebenen Gebäudeabstand entspricht (Art. 7 GBR). Zwar 
überragt die Einstellhalle, auf der die Doppeleinfamilienhäuser situiert sind, 
das Terrain an der Südseite. Der das Terrain überragende Teil der Südfas-
sade wird aber – mit Ausnahme der Zufahrt zur Einstellhalle – von einer Bö-
schung verdeckt und ist in der Südansicht vor dem Haus A nur teilweise und 
vor dem Haus B gar nicht sichtbar, so dass das Vorhaben optisch nicht als 
ein (einziger) Baukörper wahrgenommen wird, wie bereits die Vorinstanz zu-
treffend ausgeführt hat (vgl. E. 3.2 hiervor). Das Einfahrtstor zur Einstellhalle 
befindet sich rund 4 m vor den Fassaden der Doppeleinfamilienhäuser 
(vorne E. 2.2), was diesen Eindruck bestärkt.

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Dazu kommt, dass die Einstellhalle das massgebende Terrain nur an der 
Südseite überragt und folglich auf den anderen Seiten keine Fassadenfluch-
ten im Sinn von Art. 7 der Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe 
und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3) aufweist, aus welchen 
eine durchgehende projizierte Fassadenlinie abgeleitet werden kann, wie sie 
zur Messung der Gebäudelänge erforderlich ist (vgl. Anhang A1 GBR; Art. 12 
BMBV). Die Vorschriften über die Gebäudelänge sind für solche Bauten des-
halb in der Regel und auch hier nicht anwendbar (VGE 2020/224 vom 
7.9.2022 E. 7.3.3). Dass die Doppeleinfamilienhäuser je die maximal zuläs-
sigen Gebäudelängen nicht einhalten, machen die Beschwerdeführenden 
nicht geltend. Solches ist auch nicht ersichtlich (vgl. vorne E. 2.2 und 3.1).

3.4 Die Beschwerdeführenden rügen weiter, die Fassadenhöhe sei 
falsch gemessen worden, denn die Abgrabungen für die Einstellhalle seien 
zu berücksichtigen und die Fassadenhöhe ab dem Boden der Einstellhalle 
zu messen (Beschwerde S. 4). – Die Vorinstanz hat erwogen, Art. 5 Abs. 7 
GBR sei hier nicht einschlägig, weil sich das Einfahrtstor zur Einstellhalle 
nicht auf derselben Höhe wie die Fassaden der Doppeleinfamilienhäuser be-
finde, sondern 4 m davor und zwischen diesen. Die Masse, ab welchen Ga-
rageneinfahrten an die Höhen anzurechnen seien, würden sodann nicht 
überschritten. Die Fassadenhöhe sei deshalb ausgehend vom massgeben-
den Terrain, das dem natürlich gewachsenen Geländeverlauf entspreche, zu 
messen und sei bei beiden Häusern eingehalten (angefochtener Entscheid 
E. 9c).

3.5 Auch dies ist nicht zu beanstanden: Das GBR verweist zur Bestim-
mung der Fassadenhöhe auf die BMBV (vgl. Legende zu den Abkürzungen 
zu Art. 4 Abs. 1 GBR). Nach Art. 15 BMBV ist die Fassadenhöhe der grösste 
Höhenunterschied zwischen der Schnittlinie der Fassadenflucht mit der 
Oberkante der Dachkonstruktion und der dazugehörigen Fassadenlinie. Die 
Fassadenlinie ist die Schnittlinie von Fassadenflucht und massgebendem 
Terrain (Art. 8 BMBV); die Fassadenflucht ist die Mantelfläche, gebildet aus 
den lotrechten Geraden durch die äussersten Punkte des Baukörpers über 
dem massgebenden Terrain (Art. 7 Abs. 1 BMBV). Nach Art. 1 Abs. 1 BMBV 
gilt der natürlich gewachsene Geländeverlauf als massgebendes Terrain. 
Kann dieser infolge früherer Abgrabungen und Aufschüttungen nicht mehr 

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festgestellt werden, ist vom natürlichen Geländeverlauf der Umgebung aus-
zugehen. Wird das Terrain im Hinblick auf ein Bauvorhaben abgegraben, so 
ist dieses abgegrabene Terrain massgebend (Art. 1 Abs. 3 BMBV).

Die Fassadenhöhen der Häuser A und B sind nach dem Gesagten ab deren 
Fassadenlinien zu messen, weder ab dem darunter liegenden Boden der 
Einstellhalle (vgl. dazu auch Figuren 4.1.a und 4.2.a im Anhang zur BMBV) 
noch beim abgegrabenen Terrain der rund 4 m von den Südfassaden der 
Doppeleinfamilienhäuser abgesetzten Einstellhallenzufahrt. Die für die 
Wohnzone W2 geltende Fassadenhöhe von 8,2 m (inkl. des unbestrittenen 
Hangzuschlags; Art. 4 Abs. 1 und 3 GBR) ist eingehalten, wie die Vorinstanz 
zutreffend erkannt hat (vgl. E. 3.4 hiervor).

Nach Art. 5 Abs. 7 GBR werden Abgrabungen für Hauseingänge und ein-
zelne Garageneinfahrten auf einer Fassadenseite (nur) an die Höhe ange-
rechnet, sofern deren Länge die Hälfte der betreffenden Fassadenlänge und 
max. 5 m überschreitet. Dass die Garageneinfahrt diese Maximalmasse 
überschreitet, machen die Beschwerdeführenden nicht geltend und ist auch 
nicht ersichtlich. Mit der Vorinstanz ist deshalb festzuhalten, dass die Abgra-
bung für die Garageneinfahrt das massgebende Terrain nicht verändert. 

3.6 Soweit die Beschwerdeführenden sodann vorbringen, die Einstell-
halle sei «als Geschoss» zu berücksichtigen und damit (sinngemäss) rügen, 
die zulässige Geschosszahl sei nicht eingehalten (Beschwerde S. 4), gilt Fol-
gendes: Nach Art. 5 Abs. 3 GBR liegt eine Unterniveaubaute (vgl. Art. 6 
BMBV) – und kein Vollgeschoss (vgl. Art. 18 BMBV) – vor, wenn diese nicht 
mehr als 1,2 m über das massgebende Terrain hinausragt. Die Vorinstanz 
hat die Einstellhalle als Unterniveaubaute beurteilt, zumal diese das mass-
gebende Terrain südseitig um weniger als 1,2 m überschreite (angefochte-
ner Entscheid E. 7c). Die Beschwerdeführenden bringen nichts vor, was 
diese Ausführungen in Zweifel ziehen würde. Das Projekt ist deshalb auch 
in Bezug auf die Geschossigkeit nicht zu beanstanden (vgl. Art. 4 Abs. 1 
GBR).

3.7 Die Beschwerdeführenden machen schliesslich geltend, der grosse 
Grenzabstand müsse von der Flucht der Garageneinfahrt aus bemessen 
werden und sei nicht eingehalten (Beschwerde S. 4). Die Rüge erweist sich 

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als unbegründet: Unterniveaubauten – wie hier die Einstellhalle – müssen 
nach Art. 5 Abs. 3 GBR (nur) einen Grenzabstand von 1,0 m einhalten. Die-
ser ist eingehalten. 

4. 

Zu prüfen ist weiter, ob die Vorinstanz die Ausnahmebewilligung für das Un-
terschreiten des Waldabstands zu Recht geschützt hat.

4.1 Gemäss Art. 17 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über den 
Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) sind Bauten und Anlagen in Waldes-
nähe nur zulässig, wenn sie die Erhaltung, Pflege und Nutzung des Waldes 
nicht beeinträchtigen (Abs. 1). Die Kantone schreiben einen angemessenen 
Mindestabstand der Bauten und Anlagen vom Waldrand vor. Sie berücksich-
tigen dabei die Lage und die zu erwartende Höhe des Bestands (Abs. 2). 
Aus wichtigen Gründen können die zuständigen Behörden die Unterschrei-
tung des Mindestabstands unter Auflagen und Bedingungen bewilligen 
(Abs. 3). Im Kanton Bern ist für Bauten und Anlagen ein Waldabstand von 
mindestens 30 m vorgeschrieben (Art. 25 Abs. 1 des Kantonalen Waldge-
setzes vom 5. Mai 1997 [KWaG; BSG 921.11] i.V.m. Art. 34 Abs. 1 der Kan-
tonalen Waldverordnung vom 29. Oktober 1997 [KWaV; BSG 921.111]). Lie-
gen besondere Verhältnisse vor, kann die zuständige Stelle der Wirtschafts-, 
Energie- und Umweltdirektion (WEU), d.h. die Waldabteilung des AWN, Aus-
nahmen bewilligen (Art. 26 Abs. 1 KWaG i.V.m. Art. 9 Bst. a der Verordnung 
vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Wirtschafts-
, Energie- und Umweltdirektion [Organisationsverordnung WEU, OrV WEU; 
BSG 152.221.111], Art. 34 Abs. 2 KWaV). Die bernischen Forstbehörden 
gewähren relativ weitgehende Ausnahmen vom gesetzlichen Waldabstand 
(vgl. dazu auch Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 4/5 N. 8). Diese Praxis haben das 
Verwaltungs- und das Bundesgericht wiederholt gestützt. Besondere Ver-
hältnisse im Sinn von Art. 26 Abs. 1 KWaG werden in der Regel dann bejaht, 
wenn das konkrete Vorhaben weder den Zweck noch die Anliegen bedroht, 
die mit dem gesetzlichen Waldabstand verfolgt werden (BVR 2003 S. 257 
E. 10d; VGE 2021/64/66 vom 6.4.2022 [bestätigt durch BGer 1C_302/2022 
vom 3.2.2023] E. 4.3, je mit Hinweisen).

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4.2 Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie hätten die Praxis der ber-
nischen Forstbehörden bereits vor der Vorinstanz beanstandet; dies mit dem 
Argument, der gesetzliche Abstand von 30 m sei nicht in erster Linie mit Blick 
auf den Schutz des Waldes und der angrenzenden Bauten, sondern vielmehr 
mit Blick auf das Landschaftsbild so gross festgelegt worden. Darauf sei die 
Vorinstanz nicht eingegangen; sie habe nur geprüft, ob die Walderhaltung 
und die Waldfunktionen durch das Bauvorhaben nicht gefährdet seien (Be-
schwerde S. 4 f.).

4.3 Die Vorinstanz hat erwogen, der Waldabstand verfolge gesundheits- 
und forstpolizeiliche sowie landschaftsschützerische Ziele. Er diene dem 
Schutz waldnaher Bauten und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner gegen 
Schädigung durch Windwurf sowie gegen Schatten und Feuchtigkeit. Darü-
ber hinaus schütze er den Wald vor Brandgefahr, sichere seine Wohlfahrts- 
und Erholungsfunktion, erhalte ihn als Umweltfaktor und gewähre einen nicht 
zu schroffen Übergang zwischen Baugebiet und Waldlandschaft. Das Bau-
vorhaben bedrohe oder vereitle diese Anliegen nicht. Der Wald bleibe erhal-
ten und dessen Funktionen seien weiterhin gewährleistet (angefochtener 
Entscheid E. 11d ff.). Die Vorinstanz stützte sich bei ihrer Beurteilung auf die 
Amtsberichte des AWN vom 8. Dezember 2022 zur Projektänderung III (Ak-
ten BVD 5A pag. 132 ff.) bzw. vom 14. November 2019 zum ursprünglichen 
Bauvorhaben (Akten RSA 5B pag. 287 ff.). Das AWN war zum Schluss ge-
kommen, das Vorhaben tangiere zwar die Waldfunktionen, beeinträchtige 
diese aber nicht entscheidend; der Wald bleibe sodann erhalten. 

4.4 Die vorinstanzlichen Ausführungen und Schlüsse sind nicht zu bean-
standen: Zwar besteht der Zweck des Waldabstands auch darin, Waldränder 
wegen ihres landschaftlichen, biologischen und ästhetischen Wertes zu 
schützen (vgl. BGE 135 II 30, nicht publ. E. 2.4 [URP 2009 S. 138]; 
VGE 2022/216 vom 4.6.2024 [noch nicht rechtskräftig] E. 6.2). Die Vorin-
stanz hat dies berücksichtigt, indem sie die landschaftsschützerischen Ziele 
des Waldabstands sowie dessen Funktion für den Übergang zwischen Bau-
gebiet und Waldlandschaft hervorgehoben hat (E. 4.3 hiervor). Die Rüge der 
Beschwerdeführenden, die Vorinstanz sei auf ihre Argumente nicht einge-
gangen, ist somit unbegründet. Im Übrigen zeigen sie nicht auf und ist auch 
nicht ersichtlich, dass das Bauvorhaben das Landschaftsbild beeinträchtigt, 

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indem es den Waldabstand unterschreitet. Die Beschwerde erweist sich so-
mit in diesem Punkt als unbegründet.

4.5 Soweit die Beschwerdeführenden kritisieren, die Vorinstanz habe die 
Ausnahmebewilligung (nur) durch das Interesse der haushälterischen Nut-
zung des Bodens begründet, gilt Folgendes: Bei der Beurteilung eines Aus-
nahmegesuchs für das Unterschreiten des gesetzlichen Waldabstands sind 
die öffentlichen Interessen am Waldabstand demjenigen der Grundeigentü-
merin bzw. dem Grundeigentümer gegenüberzustellen, ihre Grundstücke 
möglichst frei nutzen zu können. Um zu entscheiden, ob besondere Verhält-
nisse ein Unterschreiten des Waldabstands rechtfertigen, sind die konkret 
betroffenen Interessen zu ermitteln, zu beurteilen und gegeneinander abzu-
wägen (BVR 2003 S. 257 E. 10c). Nichts anderes hat die Vorinstanz ge-
macht (vgl. angefochtener Entscheid E. 11i). Auch diese Rüge erweist sich 
als unbegründet.

4.6 Entgegen den Beschwerdeführenden durfte die Vorinstanz bei ihrer 
Beurteilung auch frühere Voranfragen und den Amtsbericht des AWN aus 
dem Jahr 2018 berücksichtigen (vgl. Beschwerde S. 5). Zwar sind Auskünfte 
zu Voranfragen für Behörden nicht bindend (vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Vor-
bemerkungen zu den Art. 32-44 N. 5). Dies bedeutet aber nicht, dass im 
Baubewilligungs- bzw. Rechtsmittelverfahren Auskünfte zu Voranfragen 
oder Amtsberichte aus früheren Bewilligungsverfahren nicht mitberücksich-
tigt werden dürfen, falls die massgeblichen Sachumstände vergleichbar sind. 
Dies gilt hier umso mehr, als das AWN im Amtsbericht vom 14. November 
2019 selber auf eine frühere Voranfrage und auf den Amtsbericht aus dem 
Jahr 2018 verweist und das strittige Bauvorhaben – was den Waldabstand 
betrifft – nicht wesentlich von den früher beurteilten Projekten abweicht, die 
Sachumstände mithin vergleichbar sind (vgl. Amtsbericht des AWN vom 
8.12.2022, Akten BVD 5A pag. 132 f.; Stellungnahme des AWN vom 
1.12.1995 zur Voranfrage, Akten RSA 5B pag. 37; Amtsbericht des AWN 
vom 12.4.2018, Akten RSA 5B pag. 38 ff.; angefochtener Entscheid E. 11i). 
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auch auf frühere 
Beurteilungen des AWN verwiesen hat. Die Rüge ist somit unbegründet. Die 
Vorinstanz hat sich bei ihrer Beurteilung des Ausnahmegesuchs allerdings 

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im Wesentlichen auf aktuelle Fachberichte und Stellungnahmen des AWN 
gestützt, wie aus E. 11e und 11h des angefochtenen Entscheids hervorgeht.

4.7 Soweit die Beschwerdeführenden weiter geltend machen, die Be-
schwerdegegnerin habe keine besonderen Verhältnisse für die Unterschrei-
tung des Waldabstands dargetan (Beschwerde S. 5), ergibt sich aus den Ak-
ten Gegenteiliges: Die Beschwerdegegnerin hat mit dem Baugesuch ein Ge-
such um Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstands ge-
stellt und dieses begründet (vorne Bst. A; Akten RSA 5B pag. 42). Warum 
diese Begründung nicht ausreichen soll, legen die Beschwerdeführenden 
nicht substanziiert dar. Solches ist auch nicht ersichtlich. Hinsichtlich des 
Einwands, es würden keine besonderen Verhältnisse vorliegen (Beschwerde 
S. 6), ergibt sich Folgendes: Wie bereits erwähnt, gewähren die bernischen 
Forstbehörden für Bauten in der Bauzone anerkanntermassen und zulässi-
gerweise relativ weit gehende Ausnahmen vom gesetzlichen Waldabstand. 
Besondere Verhältnisse im Sinn von Art. 26 Abs. 1 KWaG werden in der Re-
gel bejaht, wenn das konkrete Vorhaben weder den Zweck noch die Anliegen 
bedroht, die mit dem gesetzlichen Waldabstand verfolgt werden (vorne 
E. 4.1); ein Waldabstand von 15 m wird unter diesen Voraussetzungen re-
gelmässig zugelassen (vgl. BVR 2003 S. 257 E. 10d; Zaugg/Ludwig, a.a.O., 
Art. 4/5 N. 8). – Nach der Einschätzung des AWN ist für das Vorhaben eine 
Ausnahme vom gesetzlichen Waldabstand gerechtfertigt, sowohl für das 
Haus B, das bis zu einem Abstand von 15 m zum Wald gebaut werden soll, 
wie auch für die innerhalb dieses (verminderten) Abstandes geplanten Bau-
ten (Terrasse, Sitzplatz, Ausstieg der Fluchtröhre und Aufenthaltsbereich, 
vgl. vorne E. 2.3). Zu diesen Bauten hat es ausgeführt, es handle sich um 
bodenebene Anlagen; daher bestehe auch bei einem Abstand von 13,5 m, 
12,5 m, 10 m und 5 m praktisch keine Beeinträchtigung der Sicherheit der 
Bauten. Die Waldfunktionen würden durch das Vorhaben nicht entscheidend 
beeinträchtigt; die Walderhaltung bleibe gewährleistet (Akten BVD 5A 
pag. 133; vgl. auch vorne E. 4.3). Wie die Vorinstanz hat auch das Verwal-
tungsgericht keinen Anlass, sich über die Auffassung der Fachbehörde hin-
wegzusetzen, zumal die Beschwerdeführenden nichts vorbringen, was Zwei-
fel an deren Richtigkeit aufkommen liesse. Die mögliche Beeinträchtigung 
der Sicherheit der Bauten hat das AWN berücksichtigt; diese hat sie aber 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2023.164U, 
Seite 14

entgegen den Beschwerdeführenden (Beschwerde S. 6) als vernachlässig-
bar erachtet. Damit liegen besondere Verhältnisse für die Erteilung der Aus-
nahmebewilligung vor und sind keine öffentlichen Interessen ersichtlich, die 
der Erteilung der Ausnahmebewilligung entgegen stehen würden. Die Be-
schwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.

4.8 Was schliesslich die – angeblich fehlende – Standortgebundenheit 
der Fluchtröhre betrifft, vermögen die Beschwerdeführenden daraus nichts 
zu ihren Gunsten abzuleiten (vgl. Beschwerde S. 5 f.); diese bildet nicht 
Voraussetzung für eine Bewilligung von Bauten in Waldesnähe (vgl. 
BGer 1A.214/2005 vom 23.1.2006 E. 9; VGE 2021/64/66 vom 6.4.2022 
[bestätigt durch BGer 1C_302/2022 vom 3.2.2023] E. 4.3, 2012/463 vom 
7.7.2014 E. 9.3).

5. 

Die Beschwerdeführenden machen sodann geltend, es seien weitere Ab-
klärungen zur Hangstabilität erforderlich gewesen.

5.1 Die Vorinstanz hat dies verneint, denn die Bauparzelle liege gemäss 
Naturgefahrenkarte weder in einem Rutschgebiet noch seien im Ereigniska-
taster der Naturgefahren frühere Ereignisse für dieses Grundstück vermerkt. 
Es bestehe keine Gefahr von natürlichen Hangrutschen. Aus dem von den 
Beschwerdeführenden erwähnten Schadensgutachten zu einem Schadens-
ereignis im Jahr 2015 auf der Nachbarparzelle des Baugrundstücks gehe 
zwar hervor, dass die Baugrubenböschung nach einem ganzen Tag mit star-
kem Regen versagt habe und die nördliche Böschung im westlichen Teil ab-
gerutscht sei. Dies bedeute aber noch nicht, dass bei der Realisierung des 
hier geplanten Bauvorhabens ebenfalls mit Rutschungen zu rechnen sei. Es 
sei lediglich je nach aktuellen Gegebenheiten während einer längeren Nass-
wetterphase eine gewisse lokale Instabilität möglich. Die anwendbaren Si-
cherheitsvorschriften seien bei der Bauausführung zu beachten. Die Hang-
stabilität müsse bei der Planung des Bauvorgangs und der Konstruktion – 
und somit auch bezüglich der Sicherung der Baugrube – berücksichtigt wer-
den. Die Beschwerdegegnerin sei sich dessen bewusst und habe bereits im 

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Baubewilligungsverfahren ausgeführt, sie werde entsprechende (Vor-)Ab-
klärungen betreffend Rutschgefahr und die geologische sowie hydrologische 
Situation vornehmen. Im Übrigen enthalte auch die Baubewilligung unter 
Ziff. 14.1.1 einen expliziten Verweis auf Art. 57 der Bauverordnung vom 
6. März 1985 (BauV; BSG 721.1). Eine nähere Konkretisierung oder weitere 
Abklärungen müssten hier nicht verlangt werden (angefochtener Entscheid 
E. 13c und d).

5.2 Die vorinstanzlichen Ausführungen sind nachvollziehbar. Nach 
Art. 21 Abs. 1 BauG sind Bauten und Anlagen so zu erstellen, zu betrieben 
und zu unterhalten, dass weder Personen noch Sachen gefährdet werden. 
Die Bauherrschaft ist nach Art. 57 Abs. 1 BauV verpflichtet, bei der Erstel-
lung von Bauten und Anlagen die anerkannten Regeln der Baukunde einzu-
halten; mehr wird mit wenigen Ausnahmen im Baurecht nicht verlangt. Es 
wäre wegen des damit verbundenen Aufwands auch nicht verhältnismässig, 
wenn alle sich aus den Regeln der Baukunde ergebenden Detailfragen von 
der Bauherrschaft bereits im Baubewilligungsverfahren geklärt werden 
müssten (vgl. BVE 8.9.2005, in BVR 2006 S. 272 E. 3b; Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 21/21a N. 7). Dass es auf der Nachbarparzelle während der Bau-
ausführung nach einem ganzen Tag mit starkem Regen zu Rutschungen ge-
kommen ist, begründet noch keine erheblichen Zweifel an der Stabilität des 
Baugrundes (anders in BVE 8.6.2000, in BVR 2001 S. 301 E. 4g). Wie die 
Vorinstanz bereits zutreffend festgehalten hat, ist die Situation auch nicht mit 
derjenigen im Bundesgerichtsurteil 1C_84/2012 vom 5. Juli 2012 vergleich-
bar. In dem vom Bundesgericht beurteilten Fall sollten Stützmauern eines 
Aussenpools direkt auf einem Felsblock erstellt werden, was diesen hätte 
destabilisieren können (vgl. E. 2.5.1). Hier ist eine (gewöhnliche) Aushebung 
der Baugrube geplant. Die diesbezüglichen Einwände der Beschwerde-
führenden gehen deshalb fehl.

5.3 Nach dem Gesagten waren weitere Abklärungen zur Hangstabilität 
nicht notwendig. Die Vorinstanz durfte damit auf die Einholung eines geolo-
gischen Gutachtens verzichten; sie hat das rechtliche Gehör der Beschwer-
deführenden dadurch nicht verletzt. Auch für das Verwaltungsgericht erübri-
gen sich weitere Abklärungen.

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6. 

Die Beschwerdeführenden sind der Ansicht, das Bauvorhaben hätte durch 
die kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) 
beurteilt werden müssen.

6.1 Nach Art. 10 Abs. 2 BauG beurteilt die OLK zuhanden der Baubewil-
ligungsbehörde prägende Bauvorhaben aus Sicht des Ortsbilds- und Land-
schaftsschutzes. Näher und abschliessend geregelt wird der Beizug der OLK 
in Art. 22a Abs. 1 des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungs-
verfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1). Art. 22a Abs. 1 BewD 
knüpft den Beizug der OLK im Baubewilligungsverfahren an drei Vorausset-
zungen: Die OLK ist demnach beizuziehen bei prägenden Bauvorhaben (1), 
gegen die ästhetische Bedenken oder Einwände bestehen, die nicht offen-
sichtlich unbegründet sind (2) und die das Ortsbild oder die Landschaft be-
einträchtigen können, insbesondere in besonders geschützten Gebieten (3). 
Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (vgl. BVR 2021 S. 150 
E. 3.4). Auch bei Vorliegen dieser Voraussetzungen wird die OLK in den Fäl-
len nach Art. 10 Abs. 5 BauG nicht beigezogen, namentlich nicht im Baube-
willigungsverfahren, wenn das betreffende Bauvorhaben bereits von einer 
leistungsfähigen örtlichen Fachstelle begutachtet worden ist (Art. 10 Abs. 5 
Bst. a BauG; vgl. auch Art. 22a Abs. 2 BewD, in Kraft seit 1.4.2023 [BAG 23-
017] bzw. aArt. 22a Abs. 2 BewD in der bis 31.3.2023 geltenden Fassung 
vom 1.4.2017 [BAG 17-009, 23-017]). Nach Art. 99b Abs. 1 BauV, der am 
1. April 2023 in Kraft getreten ist (BAG 23-016), gilt als leistungsfähige örtli-
che Fachstelle ein mehrheitlich aus unabhängigen, in Gestaltungsfragen 
ausgewiesenen Fachleuten zusammengesetztes Gremium aus mindestens 
drei Personen. Anerkannt sind insbesondere Fachleute aus den Disziplinen 
Architektur, Landschaftsarchitektur und Raumplanung.

6.2 Die Vorinstanz hat die Pflicht zur Konsultation der OLK bereits des-
halb verneint, da das Bauvorhaben nicht in einem Ortsbild- oder Land-
schaftsschutzgebiet liege (angefochtener Entscheid E. 14c). Die Beschwer-
deführenden bringen nichts vor, was diese Schlussfolgerung in Frage stellen 
würde. Auch machen sie nicht geltend, es handle sich hier um ein «prägen-
des» Bauvorhaben – solches ist auch nicht ersichtlich. Die OLK musste im 
Baubewilligungsverfahren nicht beigezogen werden.

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6.3 Nach Art. 17 GBR kann die Baubewilligungsbehörde ausgewiesene 
Fachleute beiziehen, welche in Fällen beraten, die für das Orts- und Land-
schaftsbild von Bedeutung sind bzw. spezielle Gestaltungsfragen oder den 
Aussenraum betreffen. Das (geänderte) Projekt wurde von der Baubewilli-
gungsbehörde dem Berner Heimatschutz zur Beurteilung unterbreitet, der 
dazu mit Fachberichten vom 24. Februar und 20. Mai 2021 Stellung genom-
men hat (Bericht vom 24.2.2021, Akten RSA 5B pag. 208 f. bzw. vom 
20.5.2021, Akten RSA 5B pag. 266 ).

Die Beschwerdeführenden machen in diesem Zusammenhang geltend, das 
Vorhaben sei seitens des Berner Heimatschutzes nur von einer Person (Herr 
Bartelomeus Gijzen) beurteilt worden und nicht von einem Gremium aus min-
destens drei Personen, wie es Art. 99b Abs. 1 BauV als Anforderung für eine 
leistungsfähige örtliche Fachstelle vorsehe (Beschwerde S. 9).

Die aktenkundigen Berichte des Berners Heimatschutzes sind von Bartelo-
meus Gijzen unterzeichnet, der Bauberater beim Berner Heimatschutz ist 
(vgl. Bauberaterinnen und Bauberater der Regionalgruppen, einsehbar un-
ter: <www.bernerheimatschutz.ch>, Rubriken «Was wir tun/Bauberatung»). 
Aus den Berichten geht nicht hervor, ob Bartelomeus Gijzen das Bauvorha-
ben selbständig oder in Zusammenarbeit mit weiteren Bauberaterinnen oder 
Bauberatern beurteilt hat. Anders als die Beschwerdeführenden anzuneh-
men scheinen, ist dies nicht von Bedeutung. Da die Voraussetzungen für 
eine Beurteilung durch die OLK nicht vorlagen (vorne E. 6.2), stand es im 
Ermessen der Baubewilligungsbehörde, das Vorhaben nach Art. 17 GBR 
durch ausgewiesene Fachleute beurteilen zu lassen (Kann-Formulierung), 
auch durch fachkundige Einzelpersonen, denn Art. 17 GBR schreibt nicht die 
Beurteilung durch ein Gremium vor. Dass der beim Berner Heimatschutz 
tätige Bartelomeus Gijzen fachkundig ist, bestreiten die Beschwerdeführen-
den zu Recht nicht. 

Schliesslich ist auch kein Beschluss der Gemeinde erforderlich, welche den 
Berner Heimatschutz als leistungsfähige örtliche Fachstelle bezeichnet (Be-
schwerde S. 9; vgl. Art. 22 Abs. 2 BewD). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2023.164U, 
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6.4 Die Beschwerdeinstanz hätte zwar grundsätzlich die Möglichkeit, zu-
sätzlich zur Beurteilung durch den Berner Heimatschutz die OLK zu konsul-
tieren, hat sie den Sachverhalt doch von Amtes wegen festzustellen (Unter-
suchungsgrundsatz, Art. 18 VRPG; vgl. auch Art. 10 Abs. 3 BauG und Art. 4 
Abs. 1 der Verordnung vom 27. Oktober 2010 über die Kommission zur 
Pflege der Orts- und Landschaftsbilder [OLKV; BSG 426.221]; 
VGE 2021/123 vom 28.3.2022 [bestätigt durch BGer 1C_268/2022 vom 
2.4.2024] E. 4.4). Dafür bestand angesichts der Berichte des Berner Heimat-
schutzes im vorinstanzlichen Verfahren indes kein Anlass und sind auch vor 
Verwaltungsgericht weitere Abklärungen in diesem Zusammenhang ent-
behrlich; die Beschwerdeführenden haben auch keinen entsprechenden Be-
weisantrag gestellt. Sie äussern keine inhaltliche Kritik an den Beurteilungen 
des Berner Heimatschutzes und beanstanden zudem auch keine Verletzung 
von Gestaltungsvorschriften, weshalb sich Ausführungen dazu erübrigen.

7. 

Strittig ist schliesslich die Kostenverlegung durch die Vorinstanz.

7.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie seien aufgrund der Pro-
jektänderungen als vollumfänglich obsiegend zu behandeln, was die Vorin-
stanz nicht beachtet habe. Die Vorinstanz habe auch den Gehörsverletzun-
gen durch das Regierungsstatthalteramt nicht Rechnung getragen. Schliess-
lich beanstanden die Beschwerdeführenden (sinngemäss) die Reduktion 
des Honorars durch die Vorinstanz; so könne angesichts des 31-seitigen 
Entscheids der Vorinstanz nicht von einer durchschnittlichen Bedeutung und 
Schwierigkeit der Streitsache ausgegangen werden (Beschwerde S. 9 f.).

7.2 Das Verwaltungsgericht auferlegt sich in Bezug auf die Bestimmung 
und Verlegung von Verfahrens- und Parteikosten praxisgemäss eine ge-
wisse Zurückhaltung und billigt den vorinstanzlichen Behörden in dieser Hin-
sicht einen grossen Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu. Das Gericht 
greift nur ein, wenn die Behörde ihr Ermessen oder den Beurteilungsspiel-
raum rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (BVR 2004 S. 133 E. 1.3; Ruth Herzog, 
in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2023.164U, 
Seite 19

Art. 66 N. 22, Art. 80 N. 19, je mit Hinweisen). Dies gilt auch für die Frage, 
ob und in welchem Umfang Projektänderungen im Beschwerdeverfahren bei 
der Kostenverlegung beachtet werden. Zwar gilt eine Projektänderung 
grundsätzlich als Teilabstand (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 110 N. 6 mit Hinweis 
auf BVR 2012 S. 463 E. 2.2; VGE 2022/196 vom 27.6.2024 [noch nicht 
rechtskräftig] E. 10), zumal die Änderung einen Punkt betrifft, den die Be-
schwerdeführerin in ihrer Beschwerde an die BVD bemängelt hat (Nichtein-
halten des Gebäudeabstands; Akten BVD 5A pag. 1 ff., 12 f.; vgl. angefoch-
tener E. 15d). Es liegt aber im Ermessen der Behörde, ob sie ein (teilweises) 
Obsiegen oder Unterliegen von untergeordneter Bedeutung bei der Kosten-
verlegung berücksichtigt oder nicht (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 4 mit 
Hinweisen). Insofern erweist sich die Rüge der Beschwerdeführenden, sie 
seien aufgrund der Projektänderungen als vollumfänglich obsiegend zu be-
trachten, als unbegründet.

7.3 Eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung ist sodann nicht ersicht-
lich: Die Vorinstanz hat die Beschwerdegegnerin aufgrund der Projektände-
rungen im vorinstanzlichen Verfahren zu einem Fünftel als unterliegend be-
trachtet und ihr in diesem Umfang die Verfahrenskosten auferlegt. Die Ge-
bühren, die im Zusammenhang mit der Projektänderung entstanden sind, hat 
sie zudem gesondert ausgeschieden und ebenfalls der Beschwerdegegnerin 
auferlegt (Amtsbericht, Publikationskosten). Auch den Gehörsverletzungen 
durch das Regierungsstatthalteramt hat die Vorinstanz bei der Kostenverle-
gung Rechnung getragen; so hat sie die den Beschwerdeführenden aufer-
legten Verfahrenskosten nochmals um einen Fünftel reduziert. Diese hatten 
also (lediglich) drei Fünftel der Verfahrenskosten zu tragen. Den gleichen 
Kostenteiler hat die Vorinstanz auf die Parteikosten angewandt. Die Be-
schwerdegegnerin bzw. das Regierungsstatthalteramt hat sie verpflichtet, 
die Parteikosten der Beschwerdeführenden zu je einem Fünftel zu ersetzen 
(angefochtener Entscheid E. 15d ff.). Was die Reduktion des Honorars be-
trifft, hat die Vorinstanz den gebotenen Zeitaufwand als überdurchschnittlich 
eingestuft, die Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozes-
ses dagegen als durchschnittlich (angefochtener Entscheid E. 15f). Darin ist 
keine Rechtsverletzung zu erblicken. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2023.164U, 
Seite 20

7.4 Damit hat die Vorinstanz den ihr bei der Kostenverlegung zustehen-
den Ermessensspielraum nicht überschritten. Es besteht kein Anlass, den 
angefochtenen Entscheid in diesem Punkt zu korrigieren.

8. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführenden kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Für die ihnen gemeinsam auferlegten Kos-
ten haften sie solidarisch (Art. 106 VRPG). Es sind keine Gehörsverletzun-
gen durch die Vorinstanz erkennbar, die im Rahmen der Kostenverlegung 
berücksichtigt werden müssen – wie die Beschwerdeführenden meinen (Be-
schwerde S. 11). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.05.2025, Nr. 100.2023.164U, 
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4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende 
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde Jens
- Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Bern
- Regierungsstatthalteramt Seeland

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.