# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 379f613a-efa9-513d-9772-1f4938837313
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 06.12.2022 420 22 219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_420-22-219_2022-12-06.pdf

## Full Text

Entscheid der Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs  

Basel-Landschaft vom 6. Dezember 2022 (420 22 219) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Schuldbetreibungs- und Konkursrecht 

 

 

Behauptet der Schuldner, an einem anderen Ort in der Schweiz oder im Ausland über einen 

festen Wohnsitz zu verfügen, hat er den entsprechenden Nachweis zu erbringen. Unter-

lässt es der Schuldner, nach Zustellung des Zahlungsbefehls die örtliche Unzuständigkeit 

des Betreibungsamtes geltend zu machen, so kann er die Unzuständigkeit in Bezug auf 

die Pfändung nicht nachträglich geltend machen (E. 2.2). Eine nicht oder nicht rechtzeitig 

angekündigte Pfändung ist lediglich anfechtbar, wenn der Schuldner die Möglichkeit hatte, 

seine Rechte im betreffenden Pfändungsverfahren zu wahren (E. 2.3). 

 

 
 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann, Richter Philippe Spitz (Ref.), Richterin  

Barbara Jermann Richterich; Aktuar Giuseppe Di Marco 
  

 

Parteien  A.____,  
Beschwerdeführer 

  gegen 

  Betreibungsamt Basel-Landschaft, Eichenweg 12, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 

   

Gegenstand  Pfändungsvollzug (Betreibung Nr. xxxxx)  

 

 

A. Im Rahmen eines laufenden Pfändungsverfahrens betreffend die Pfändungsgruppe 

Nr. zzzzz erhob der Pfändungsschuldner A.____ mit Eingabe an das Betreibungsamt Basel-

Landschaft vom 4. Oktober 2022 Beschwerde gegen den verfügten Pfändungsvollzug des Be-

treibungsamtes vom 28. September 2022. Das Betreibungsamt leitete am 10. Oktober 2022 die 

bei ihm eingegangene Beschwerde zuständigkeitshalber an die Aufsichtsbehörde Schuldbetrei-

bung und Konkurs des Kantons Basel-Landschaft weiter. Gegenstand des Pfändungsverfahrens 

 
 
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ist die Pfändung des Fahrzeuges Seat Ibiza des Schuldners, welches bis zum 7. Oktober 2022 

um 15:00 Uhr beim Betreibungsamt hätte abgegeben werden sollen. 

B. Am 6. Oktober 2022 stellte das Betreibungsamt eine inhaltlich identische Pfändungsurkun-

de und Pfändungsvollzugsverfügung an den Beschwerdeführer aus, wobei es den Abgabetermin 

des Fahrzeugs Seat Ibiza neu auf den 21. Oktober 2022 um 15:00 Uhr beim Betreibungsamt 

setzte. Gegen diesen Pfändungsvollzug erhob A.____ mit Eingabe vom 12. Oktober 2022 an die 

Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs wiederum eine (als «Einspruch» bezeichnete) 

Beschwerde. Inhaltlich deckt sich diese zweite Beschwerde weitgehend mit derjenigen vom 

4. Oktober 2022. Beide Beschwerden richten sich gegen die Pfändung des Fahrzeugs Seat Ibiza 

des Schuldners im Verfahren betreffend die Pfändungsgruppe Nr. zzzzz, weshalb die Aufsichts-

behörde entschied, für die beiden Beschwerden ein einziges Beschwerdeverfahren anzulegen 

und die Beschwerden im Rahmen dieses Verfahrens zu behandeln. 

C. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er nicht in der Schweiz wohnhaft sei. Das Be-

treibungsverfahren gegen ihn sei deshalb aufzuheben und der unberechtigte Pfändungsvollzug 

sei aus dem Register des Betreibungsamts zu löschen. Ausserdem habe das Betreibungsamt die 

Auskunft über den Gläubiger und über die Art der betriebenen Steuerforderung verweigert. Er 

behalte sich eine Anzeige wegen Nötigung, Amtsmissbrauch sowie Auskunftsverweigerung vor.  

D. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2022 wurde das Betreibungsamt zur Abgabe einer Ver-

nehmlassung und Einreichung der relevanten Verfahrensakten ersucht. Nach Eingang der Ver-

nehmlassung des Betreibungsamtes vom 31. Oktober 2022, mit welcher das Nichteintreten auf 

die Beschwerden und eventualiter die Abweisung derselben beantragt wurde, sowie nach Erhalt 

der Verfahrensakten wurden mit Verfügung vom 2. November 2022 der Schriftenwechsel unter 

Hinweis auf die freiwillige Replikmöglichkeit geschlossen und die Akten des Beschwerdeverfah-

rens bei der Aufsichtsbehörde zwecks Beurteilung der Beschwerden in Zirkulation gesetzt. 

Erwägungen 

1. Mit Ausnahme der Fälle, in denen das Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 

(SchKG) den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, kann gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG gegen 

jede Verfügung eines Betreibungs- oder eines Konkursamtes bei der Aufsichtsbehörde Schuld-

betreibung und Konkurs wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde ge-

führt werden. Die Beschwerde muss gemäss Art. 17 Abs. 2 SchKG grundsätzlich innert zehn Ta-

gen seit dem Zeitpunkt, in welchem der Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis erhalten 

hat, angebracht werden. Eine Beschwerde kann sodann wegen Rechtsverzögerung oder Rechts-

verweigerung (Art. 17 Abs. 3 SchKG) sowie bei Nichtigkeit von Verfügungen (Art. 22 Abs. 1 

SchKG) erhoben werden, wobei die Beschwerdeerhebung in diesen Fällen jederzeit möglich und 

nicht an eine bestimmte Einreichungsfrist gebunden ist (BGer 5A_383/2017 vom 3. November 

2017 E. 4.1; BSK SchKG I-COMETTA/ MÖCKLI, 3. Aufl., 2021, Art. 17 N 54, Art. 22 N 16). Der 

Beschwerdeführer behauptet in der Hauptsache, das Betreibungsamt Basel-Landschaft sei für 

die Zustellung des Pfändungsvollzugs an ihn nicht zuständig, da er keinen Wohnsitz in der 

Schweiz habe. Damit macht er sinngemäss einen nicht fristgebundenen Nichtigkeitsgrund im 

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Sinne von Art. 22 Abs. 1 SchKG geltend. Selbst wenn der Beschwerdeführer eine Gesetzesver-

letzung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 SchKG rügen würde, wäre die 10-tägige Beschwerdefrist 

durch Einreichung seiner Beschwerden am 4. und 12. Oktober 2022 jeweils eingehalten. Weder 

schadet dem Beschwerdeführer die falsche Bezeichnung des Rechtsmittels («Einsprache» statt 

«Beschwerde»), noch dass er seine erste Beschwerde vom 4. Oktober 2022 an das Betreibungs-

amt gerichtet hatte, da nach dem Wortlaut von Art. 32 Abs. 2 SchKG eine Frist auch dann als 

gewahrt gilt, wenn vor ihrem Ablauf ein unzuständiges Betreibungs- oder Konkursamt angerufen 

wird. Der Beschwerdeführer ist partei- sowie prozessfähig und als Adressat des zweimal verfüg-

ten Pfändungsvollzuges in der Pfändungsgruppe Nr. zzzzz zur Beschwerde legitimiert. Auf die 

Beschwerden vom 4. und 12. Oktober 2022 kann demnach eingetreten werden, zumal bei Laien-

beschwerden die Anforderungen an eine Beschwerde weniger streng zu handhaben sind als bei 

anwaltlich vertretenen Parteien (BGE 116 II 745 E. 2b; AB SchK BL 420 20 145 vom 18. August 

2020 E. 1.1). Die sachliche Zuständigkeit der Dreierkammer der Abteilung Zivilrecht des Kantons-

gerichts Basel-Landschaft zur Behandlung der Beschwerden als Aufsichtsbehörde ergibt sich aus 

§ 6 Abs. 3 lit. a des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 

(EG SchKG).  

2.1 Der Beschwerdeführer behauptet in seinen Beschwerden, das Betreibungsamt sei für die 

Durchführung der Betreibungsverfahrens Nr. xxxxx bzw. des Pfändungsverfahrens betreffend die 

Pfändungsgruppe Nr. zzzzz örtlich nicht zuständig, da er selbst nicht in der Schweiz wohnhaft 

sei. Gemäss Art. 46 Abs. 1 SchKG ist der Schuldner an seinem Wohnort zu betreiben. Zwecks 

Bestimmung seines Wohnsitzes und damit des ordentlichen Betreibungsstandes ist grundsätzlich 

der Ort festzustellen, wo sich eine Person in für Dritte objektiver und erkennbarer Weise mit der 

Absicht dauernden Verbleibens aufhält und den sie zum Mittelpunkt ihrer persönlichen Lebens-

beziehungen und Interessen gemacht hat. Dabei darf sich das Betreibungsamt an die durch die 

Gläubigerschaft getätigten Angaben zur Schuldneradresse halten, wenn diese nicht mit notori-

schen oder ohne Weiteres zu ermittelnden Tatsachen im Widerspruch stehen (BSK SchKG I-

SCHMID, 3. Aufl., 2021, Art. 46 N 40, 59). Vorliegend wird seitens des Betreibungsamtes vorge-

bracht, dass bei Einleitung der Betreibung durch die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Land-

schaft, welche als Wohnadresse des Beschwerdeführers die X.____strasse 18 in yyyy Z.____ 

angegeben habe, vom Betreibungsamt eine Kontrolle der Angaben der Schuldnerschaft im kan-

tonalen Personenstandsregister vorgenommen worden sei. Gemäss diesen Angaben im Perso-

nenstandsregister sei der Beschwerdeführer per 01. November 2018 in die Schweiz gezogen und 

habe seinen zivilrechtlichen Wohnsitz an der X.____strasse 18 in yyyy Z.____ begründet. Ein 

Wegzug bzw. eine Adressänderung des Beschwerdeführers wäre aufgefallen und der Steuerver-

waltung mitgeteilt worden. Dies sei jedoch nicht erfolgt, vielmehr sei die Betreibung mit der Ad-

resse des Beschwerdeführers in Z.____ erfasst worden, weshalb davon ausgegangen werden 

müsse, dass das kantonale Personenstandsregister bezüglich einer allfälligen Adressänderung 

noch nicht aktualisiert gewesen sei. Weitere Umstände, wonach der Beschwerdeführer seinen 

Wohnsitz an eine neue Adresse im Kanton Basel-Landschaft oder sogar ins Ausland verlegt ha-

ben soll, seien weder dem Betreibungsamt noch der kantonalen Steuerverwaltung bekannt ge-

wesen. Dem Beschwerdeführer hätten vom Zahlungsbefehl bis zur Pfändungsankündigung sämt-

liche Schriften an die Adresse in Z.____ zugestellt werden können.  

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2.2 Nach Meinung der Aufsichtsbehörde darf davon ausgegangen bzw. erwartet werden, dass 

das Betreibungsamt nach Eingang eines Betreibungsbegehrens praxisgemäss und routinemäs-

sig seine Zuständigkeit überprüft und jeweils eine Kontrolle der Angaben der Schuldnerschaft im 

kantonalen Personenstandsregister durchführt, bevor es den entsprechenden Zahlungsbefehl 

ausstellt. Ob diese standardisierte Prüfungsprozedur des Betreibungsamtes im vorliegenden Fall 

eingehalten wurde, ist den Akten nicht zu entnehmen und somit nicht erwiesen, zumal dem ein-

gereichten Auszug aus dem kantonalen Personenstandsregister «arbo» entnommen werden 

kann, dass der Beschwerdeführer per 30. April 2021 wegzog und als Zieladresse den U.____weg 

xx in vvvv W.____ angab (vgl. Beilage 16 der Vernehmlassung des Betreibungsamtes). Freilich 

kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Adressänderung erst nach Einleitung des Betrei-

bungsverfahrens gegen den Beschwerdeführer am 16. November 2021 bzw. nach Ausstellung 

des Zahlungsbefehls am 17. November 2021 im kantonalen Personenstandsregister eingetragen 

wurde, wie das Betreibungsamt vorbringt. Eine weitergehende Sachverhaltsermittlung durch die 

Aufsichtsbehörde kann indessen unterbleiben, denn es ergibt sich aus den Verfahrensakten, 

dass nach Zustellung des betreffenden Zahlungsbefehls an den Vater des Beschwerdeführers 

und nachdem sein Vater Rechtsvorschlag erhoben hatte (dieser wurde durch das Zivilkreisgericht 

Basel-Landschaft West mit Rechtsöffnungsentscheid vom 20. Mai 2022 beseitigt) weder der Be-

schwerdeführer noch dessen Vater den angeblichen Wegzug des Beschwerdeführers ins In- oder 

Ausland gegenüber dem Betreibungsamt oder dem Zivilkreisgericht anzeigte. So nahmen das 

Betreibungs- und Rechtsöffnungsverfahren ihren Lauf und es wurden sämtliche Schriften an die 

bekannte Adresse in Z.____ zugestellt, ohne dass der Beschwerdeführer oder dessen Vater je 

den behaupteten Wegzug des Beschwerdeführers meldeten. Entgegen der Auffassung des Be-

schwerdeführers ist das Betreibungsamt nicht gehalten, von sich aus den Wohnsitz des Schuld-

ners festzustellen (BSK SchKG I-SCHMID, 3. Aufl., 2021, Art. 46 N 29), insbesondere da der Zah-

lungsbefehl und die weiteren Schriften bis zur Pfändungseinladung rechtsgültig im Sinne von 

Art. 64 Abs. 1 SchKG zugestellt werden konnten. Vielmehr hat der Schuldner, der sich darauf 

beruft, an einem anderen Ort in der Schweiz oder im Ausland über einen festen Wohnsitz zu 

verfügen, den entsprechenden Nachweis zu erbringen (BGer 5A_284/2020 vom 23. Dezember 

2020 E. 2.1 m.w.H.; BGE 120 III E. 1). Einen solchen Nachweis hat der Beschwerdeführer hin-

sichtlich seines behaupteten Wegzuges ins Ausland bis heute nicht geliefert, womit er seiner 

Mitwirkungspflicht im Betreibungsverfahren nicht nachgekommen ist. Unterlässt es der Schuld-

ner, nach Zustellung des Zahlungsbefehls die örtliche Unzuständigkeit des Betreibungsamtes 

geltend zu machen, so führt dies dazu, dass der Schuldner die Unzuständigkeit in Bezug auf die 

Pfändung nicht nachträglich geltend machen kann (BGer 7B.165/2002 vom 05. November 2002 

E. 3.1, in Pra 2003, 268; BGE 96 III 89 E. 2; BSK SchKG I-SCHMID, 3. Aufl., 2021, Art. 46 N 34). 

Die vorliegend erst im Rahmen des Pfändungsverfahrens vorgebrachte Unzuständigkeitsrüge 

des Beschwerdeführers ist daher verspätet und unbehelflich, um die örtliche Zuständigkeit des 

Betreibungsamtes Basel-Landschaft nachträglich noch in Frage zu stellen. Im Übrigen bleibt das 

Betreibungsamt Basel-Landschaft auch bei einem Wechsel des Wohnortes des Beschwerdefüh-

rers von Z.____ nach W.____ BL, wo er heute angemeldet ist, örtlich zuständig. 

2.3 Sodann können die Pfändungsurkunden und die angefochtenen Pfändungsvollzugsverfü-

gungen des Betreibungsamtes nicht als nichtig bezeichnet werden. Eine nicht oder nicht recht-

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zeitig angekündigte Pfändung ist lediglich anfechtbar und nicht nichtig, denn die Pfändungsan-

kündigung liegt vor allem im Interesse des Schuldners. Eine Pfändung wird bei fehlender oder 

mangelhafter Ankündigung nur dann aufgehoben, wenn der Schuldner als Folge dieser fehlenden 

oder verspäteten Ankündigung nicht in der Lage war, dem Pfändungsvollzug beizuwohnen oder 

sich dabei gültig vertreten zu lassen, er also nicht in der Lage gewesen war, seine Rechte zu 

wahren und insbesondere Einwendungen gegen die Pfändung einzelner Vermögensstücke zu 

erheben (BGE 77 III 104 E. 2; BSK SchKG I-SIEVI, 3. Aufl., 2021, Art. 90 N 15, 16). Im vorliegen-

den Fall konnte die Pfändungsankündigung vom 21. Juni 2022 laut Sendungsverfolgung der 

Schweizerischen Post nicht an den Beschwerdeführer zugestellt werden. Der zuständige Pfän-

dungsbeamte konnte den Beschwerdeführer an der Adresse in Z.____ auch nicht antreffen, wes-

halb in Nachachtung von Art. 64 Abs. 2 SchKG und gemäss den Akten die Polizei Basel-Land-

schaft um Unterstützung gebeten wurde. Nachdem der Beschwerdeführer polizeilich aufgefordert 

wurde, innerhalb von 5 Tagen persönlich beim Betreibungsamt vorzusprechen, begab sich dieser 

am 28. September 2022 unstreitig auf das Betreibungsamt. Dort wurde dem Beschwerdeführer 

gemäss unbestrittenen Angaben des Betreibungsamtes über die voraussichtliche Pfändung sei-

nes Fahrzeugs und die Gründe für diese Massnahme informiert. Noch gleichentags nahm der 

zuständige Pfändungsbeamte den Pfändungsvollzug vor, wobei die Pfändung aufgrund der dem 

Betreibungsamt bekannten Tatsachen aus dessen Recherchen vollzogen wurde. Es wurde das 

Fahrzeug des Beschwerdeführers eingepfändet, welches gemäss kantonalem Fahrzeugregister 

auf den Beschwerdeführer eingelöst war. Nachdem eine Zustellung der entsprechenden Pfän-

dungsurkunde und Pfändungsvollzugsverfügung vom 28. September 2022 an den Beschwerde-

führer an die Adresse in Z.____ erfolglos verlief, führte das Betreibungsamt eine neue Kontrolle 

der Schuldnerangaben im Personenstandsregister durch. Nach Angaben des Betreibungsamtes 

war im Register nun als Wohnadresse des Beschwerdeführers der U.____weg xx in vvvv W.____ 

eingetragen, worauf am 6. Oktober 2022 eine neue Pfändungsurkunde und Pfändungsvollzugs-

verfügung an die Adresse des Beschwerdeführers in W.____ versendet wurde, welche diesmal 

erfolgreich zugestellt werden konnte (vgl. Beilagen 16, 17 und 18 der Vernehmlassung des Be-

treibungsamtes). Gegen die Pfändungsvollzugsverfügungen vom 28. September 2022 und 6. Ok-

tober 2022 erhob der Beschwerdeführer bekanntlich fristgerecht Beschwerde. Es kann somit fest-

gestellt werden, dass der Beschwerdeführer die Möglichkeit hatte, seine Rechte im betreffenden 

Pfändungsverfahren zu wahren. Die Pfändungsvollzugsverfügungen des Betreibungsamtes sind 

daher wie erwähnt lediglich anfechtbar. Da die Rüge der örtlichen Unzuständigkeit des Betrei-

bungsamtes als Anfechtungsgrund ausgeschlossen ist (vgl. dazu vorstehende Erwägung 2.2), 

müssen die Beschwerden des Beschwerdeführers vom 4. und 12. Oktober 2022 als unbegründet 

abgewiesen werden. Im Übrigen kann der Auffassung des Betreibungsamtes gefolgt werden, 

wonach der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten offensichtlich und rechtsmissbräuchlich ver-

sucht haben soll, seinen tatsächlichen Wohnsitz bzw. Aufenthalt gegenüber dem Betreibungsamt 

geheim zu halten.  

2.4 Hinsichtlich der Rüge des Beschwerdeführers, dass ihm das Betreibungsamt die Auskunft 

über den Gläubiger und über die Art der betriebenen Steuerforderung verweigert haben soll, ist 

schliesslich darauf hinzuweisen, dass sich bereits aus dem Zahlungsbefehl vom 17. November 

2021, dem Rechtsöffnungsentscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 20. Mai 

2022 sowie der Pfändungsurkunde und Pfändungsvollzugsverfügung vom 6. Oktober 2022 

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ergibt, wer Gläubiger der Betreibungsforderung ist und welche konkrete Steuerforderung betrei-

bungsrechtlich eingefordert wird. Eine allfällige Anzeige des Beschwerdeführers wegen Amts-

missbrauch, Auskunftsverweigerung oder angeblicher Nötigung hätte kaum Aussicht auf Erfolg.  

3. Für das Beschwerdeverfahren werden gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG keine Kosten 

erhoben. 

 

Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerden vom 4. und 12. Oktober 2022 werden abgewiesen. 

 2. Es werden keine Kosten erhoben. 

Jede Partei trägt ihre eigenen Parteikosten selbst. 

Präsident 

 

 

Roland Hofmann 

Aktuar 

 

 

Giuseppe Di Marco 

 

http://www.bl.ch/kantonsgericht