# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 773892d4-ab6f-5419-8d94-587f3532ab4e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 06.04.2022 BRGE III Nrn. 0049-0050/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-III-Nrn--0049-0_2022-04-06.pdf

## Full Text

BRGE III Nrn. 0049/2022 und 0050/2022 vom 6. April 2022 in BEZ 2022 Nr. 20 

Die Bauherrschaft plante im Garten ihrer Liegenschaft einen Naturpool. 
Das Bauvorhaben wurde baurechtlich bewilligt. Die Kommission Tiefbau und 
Werke der Gemeinde H. erteilte ihr sodann unter Nebenbestimmungen die 
Bewilligung für den Kanalisationsanschluss des Naturpools. Zugleich wurden 
Anschlussgebühren und Bearbeitungsgebühren erhoben.  

Aus den Erwägungen: 

3. (…) Die die Genehmigung des Kanalisationsanschlussprojektes 
betreffenden angefochtenen Beschlüsse wurden folgendermassen begründet:  

Ob der geplante Naturpool an die öffentliche Kanalisation anzuschliessen – 
und daher auch eine Bewilligung für diesen Anschluss erforderlich – sei, 
bestimme sich insbesondere nach dem Kreisschreiben der Baudirektion Kanton 
Zürich vom 29. Juni 2001, welches Regelungen für Abfälle und Abwässer von 
öffentlichen und privaten Schwimmbädern und Badeanlagen mit einem 
Systeminhalt von weniger als 200 m3 enthalte. Demgemäss seien sämtliche 
Abwässer aus solchen Schwimmbädern und Badeanlagen in Schmutz- oder 
Mischwasserkanalisationen, die an eine zentrale Abwasserreinigungsanlage 
ARA angeschlossen seien, einzuleiten. Als Abwasser von Schwimmbädern und 
Badeanlagen gälten das verbrauchte Badewasser, also Beckenüberlaufs- und 
Entleerungswasser, das Filter-Rückspülwasser und das Abwasser aus der 
Reinigung, die in der Regel ohne Vorbehandlung unter Einhaltung der 
geltenden Grenzwerte in die Kanalisation einzuleiten seien.  

Die erforderliche Bewilligung für den Kanalisationsanschluss sei der 
Bauherrschaft unter Auflagen zu erteilen. Gemäss den Bauplänen versickere 
der Überlauf des Naturpools vor Ort. Werde der Pool entleert, dürfe das 
verbrauchte Badewasser jedoch nicht über die Nachbargrundstücke oder den 
öffentlichen Grund abgeleitet werden; das Entleerungswasser sei stattdessen 
durch den Schacht A in die Schmutzwasserkanalisation einzuleiten. Dabei sei 
der Wasserabfluss auf maximal 5 l/s zu begrenzen.  

Die Anschlussgebühren betrügen 1,5 % der auf Fr. 105'000.-- geschätzten 
Baukosten plus 7,7 % Mehrwertsteuern, d. h. Fr. 1'696.30 (= Fr. 1'575.-- + 
Fr. 121.30); die definitive Abrechnung erfolge nach Vorliegen der 
Schätzungsanzeige der Gebäudeversicherung Kanton Zürich GVZ. Die Kosten 
für die Anschlussbewilligung beliefen sich zusammen auf Fr. 572.--.  

4. Die Rekurrierenden machen geltend, dass die angefochtenen 
Beschlüsse auf der Annahme beruhten, ein Naturpool produziere 
verschmutztes Abwasser; das treffe jedoch nicht zu. Der geplante Naturpool sei 
mit einem künstlich angelegten Schwimmteich oder einer Sauna vergleichbar, 
die zwar wie der Pool einer baurechtlichen Bewilligung bedürften, aber 
ebenfalls kein Abwasser verursachten. (…) 

Dem hält die Rekursgegnerin entgegen, dass es auf und unter der 
Wasseroberfläche des Naturpools aufgrund von Einträgen von Nährstoffen und 

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durch das Baden im Wasser naturgemäss zu Verschmutzungen, insbesondere 
durch Algen, kommen werde. Das verunreinigte Wasser könne grundsätzlich 
immer sowohl mechanisch als auch chemisch gereinigt werden. Ausserdem sei 
fraglich, ob nach einem Handwechsel der Liegenschaft die künftigen Besitzer 
ebenfalls auf jeglichen Einsatz von Chemikalien verzichteten. Es sei deswegen 
nicht sichergestellt, dass der geplante Naturpool niemals geleert werden 
müsse. Der Pool sei deshalb zwingend an die öffentliche Kanalisation 
anzuschliessen. Der Kanalisationsanschluss sei mit dem angefochtenen 
Beschluss vom 4. Oktober 2021 bewilligt worden, was von Rechts wegen die 
Erhebung einer Anschlussgebühr nach sich ziehe.  

5.1 Das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer 
(Gewässerschutzgesetz, GSchG) bezweckt, die Gewässer vor nachteiligen 
Einwirkungen zu schützen; es dient insbesondere der Gesundheit von 
Menschen, Tieren und Pflanzen, der Sicherstellung und haushälterischen 
Nutzung des Trink- und Brauchwassers und der Erhaltung natürlicher 
Lebensräume für die einheimische Tier- und Pflanzenwelt (Art. 1 lit. a, b und c 
GSchG). Jedermann ist verpflichtet, alle nach den Umständen gebotene 
Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu 
vermeiden (Art. 3 GSchG).  

Verschmutztes Abwasser muss behandelt werden (Art. 7 Abs. 1 GSchG). 
Baubewilligungen für Neu- und Umbauten dürfen nur erteilt werden, wenn im 
Bereich öffentlicher Kanalisation gewährleistet ist, dass das verschmutzte 
Abwasser in die Kanalisation eingeleitet oder landwirtschaftlich verwertet wird 
(Art. 17 Abs. 1 lit. a GSchG in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 4 
GSchG). Der Bereich öffentlicher Kanalisation umfasst insbesondere Bauzonen 
(Art. 11 Abs. 2 lit. a GSchG). Die Gemeinde erteilt die Bewilligung zum 
Anschluss von Abwasserleitungen an öffentliche Kanalisationen mit zentralen 
Reinigungsanlagen (§ 17 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum 
Gewässerschutzgesetz/EG GSchG). In Entsprechung dieser bundes- und 
kantonalrechtlichen Vorgaben sieht die Siedlungsentwässerungsverordnung 
(SEVO) der Gemeinde H. eine Anschlusspflicht vor, derzufolge innerhalb der 
Bauzone und im Bereich der öffentlichen Kanalisation das verschmutzte 
Abwasser von Grundstücken in die Kanalisation mit Anschluss an eine 
öffentliche ARA eingeleitet werden muss (Art. 8 Abs. 1 SEVO).  

Als Abwasser gilt das durch häuslichen, industriellen, gewerblichen, 
landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch veränderte Wasser, ferner das in 
der Kanalisation stetig damit abfliessende Wasser sowie das von bebauten 
oder befestigten Flächen abfliessende Niederschlagswasser (Art. 4 lit. e 
GSchG). Abwasser, das ein Gewässer, in das es gelangt, verunreinigen kann, 
ist verschmutztes Abwasser (Art. 4 lit. f GSchG). Abwasser aus Gebäuden und 
von überdeckten Flächen ist generell dem verschmutzten Abwasser 
zuzuordnen (Art. 5 Abs. 1 SEVO).  

Für den Anschluss von Grundstücken, Gebäuden oder Anlagen an die 
öffentliche Siedlungsentwässerung werden Anschlussgebühren erhoben, 
welche in H. 1,5 % der Gebäudeversicherungssumme betragen (Art. 17 lit. b in 
Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 SEVO).  

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5.2 Wie sich aus den Unterlagen des Baugesuchs ergibt, ist der geplante 
Naturpool 6,5 m lang, 4,02 m breit und 1,35 m tief. Das Schwimmbecken weist 
eine durchgehende Breite von 3 m auf. An das Becken schliessen auf der dem 
Wohnhaus abgewandten Seite der 5,5 m lange Filter und ein Technikbereich 
an. Der aus teils verleimten massiven Nadelholzplatten gefertigte Pool fasst 
30 m3 Wasser, das aus dem öffentlichen Netz bezogen wird. Der Pool wird nur 
einmal mit Wasser befüllt, da er über den Winter nicht entleert werden muss. 
Infolge steter Verdunstung an der Wasseroberfläche und für die Reinigung des 
Filters, die drei bis vier Mal im Jahr zu erfolgen hat, ist in periodischen 
Abständen Frischwasser nachzufüllen. Der Überlauf versickert in der rund um 
den Pool angelegten Hinterfüllung mit Kies bzw. Rundkorn. Der Bezug des für 
die Technik benötigten Stroms erfolgt ebenfalls aus dem öffentlichen Netz.  

Weiter ist der Homepage der Firma, die mit der Bauausführung betraut ist, 
zu entnehmen, dass in einem Naturpool das Wasser mit biologischen Filtern 
aufbereitet werde. Mikroorganismen im Filter entzögen dem Wasser die 
Nährstoffe. Als Folge davon bleibe das Wasser, ohne Einsatz von Chemie, 
lebendig und glasklar. Neben dem Schwimmbecken und dem Filter weise der 
Naturpool einen Technikbereich mit Pumpe auf. Das Wasser im Pool werde 
ganzjährig permanent durch einen ökologischen Filter gepumpt, wo es laufend 
gereinigt werde. Die Wasseraufbereitung erfolge mithin auf natürliche Weise, 
d. h. biologisch. Das Wasser bleibe ständig in Bewegung und bilde einen 
leichten Film. Dieser könne, wenn zu viele Nährstoffe ins Wasser gelangten, 
nach einiger Zeit sichtbar werden. Die meisten Nährstoffe gelangten direkt aus 
der Umwelt ins Wasser, z. B. Laub und Pollen, die in den Pool fallen oder 
gewindet werden. Auch beim Schwimmen und Planschen blieben Nährstoffe im 
Wasser zurück. Die Nährstoffe, die nicht biologisch abgebaut worden seien, 
würden in regelmässigen Intervallen durch (Rück-)Spülung aus dem Filter 
gewaschen. Zur Pflege und Wartung des Pools reiche es sodann aus, wenn 
dieser zwischendurch mit einem Poolsauger bzw. Poolroboter gereinigt werde. 
Es sei folglich keine Entleerung nötig; das Wasser bleibe vielmehr das ganze 
Jahr über im Naturpool. Mit sinkenden Temperaturen gehe der Pool in die 
Winterruhe über; die Pumpen liefen während der Wintermonate weiter. Da die 
Verkleidung des Pools aus Holz unter Wasser stehe, werde das Holz 
durchfeuchtet, luftdicht abgeschlossen und konserviert; eine Verrottung des 
Holzes sei deswegen ausgeschlossen.  

5.3 Gemäss Art. 4 lit. d GSchG bedeutet Verunreinigung jedwede 
nachteilige physikalische, chemische oder biologische Veränderung des 
Wassers. Wie erwogen zählen zum Abwasser das durch häuslichen, 
industriellen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in 
seinen Eigenschaften veränderte Wasser, das damit zusammen in der 
Kanalisation abfliessende Schmutzwasser und das von bebauten oder 
befestigten Flächen abfliessende Niederschlagswasser (Art. 4 lit. e GSchG).  

Der Naturpool wird nach den Angaben der Bauherrschaft und der 
Herstellerfirma aus Wasser der öffentlichen Wasserversorgung, d. h. 
Trinkwasser gespeist. In das eingelassene Wasser werden durch Pflanzen und 
Tiere, Wind und Verwehungen, durch das Baden im Pool und nicht zuletzt auch 
durch Luftverschmutzung naturgemäss Nähr- und Schmutzstoffe eingetragen. 

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Infolgedessen wird das Leitungswasser, welches für den Betrieb des Pools zum 
Einsatz kommt, durch – häuslichen – Gebrauch in seinen Eigenschaften 
verändert.  

Das im Naturpool befindliche Wasser gilt folglich nach Gewässerschutz-
gesetz als Abwasser.  

5.4 Verschmutzt ist Abwasser, wenn es ein Gewässer, in das es gelangt, 
verunreinigen kann (Art. 4 lit. f GSchG).  

Gemäss den Produktinformationen der Herstellerfirma, die im 
Wesentlichen mit denjenigen anderer Anbieter und des Schwimmteichverbands 
Schweiz übereinstimmen (vgl. Schwimmteiche planen, anlegen, bepflanzen 
(mein-schoener-garten.de), Swissteich / Swisspool – Der Spezialist für 
Schwimmteiche, Biopools und Pools, und Private Naturbäder 
(schwimmteichverband-schweiz.ch)), handelt es sich bei einem Naturpool um 
ein künstlich angelegtes Badegewässer, in welchem das Wasser durch eine 
elektrisch betriebene Pumpe umgewälzt und mit Sauerstoff versorgt wird. 
Mittels Pumpe gelangt das Wasser in einen Wasserkreislauf und vom 
Schwimmbecken in die Sand-, Kies- und/oder Phosphatfilter. Diese Filter sind 
der Lebensraum von Kleinstlebewesen, also Mikroorganismen, Phytoplankton 
und Zooplankton, welche die Nährstoffe und Schadstoffe aus dem Wasser 
aufnehmen und abbauen, wodurch das Wasser im Pool auf natürliche Weise 
laufend gereinigt wird. Die Wasseraufbereitung erfolgt rein biologisch, mithin 
ohne Einsatz von Chlor oder anderer chemischer Zusätze, Konservierungs- und 
Desinfektionsmittel. Zur Standardausrüstung eines Naturpools gehört sodann 
ein sogenannter Skimmer, d. h. ein Sauggerät, das Verunreinigungen auf der 
Wasseroberfläche ansaugt. Die Reinigung des Bodens und der Wände des 
Pools wird von einem zusätzlichen Gerät, einem sogenannten Poolroboter, 
übernommen. Weiter lässt sich der Aufwand für die Pflege und Wartung des 
Naturpools tief halten, wenn vor dem Baden geduscht wird und Haustiere vom 
Pool ferngehalten werden.  

Demzufolge ist davon auszugehen, dass das Wasser bzw. Abwasser eines 
Naturpools ein Gewässer, falls es denn in ein solches gelangt, nicht im Sinne 
des Gewässerschutzgesetzes nachteilig verändern und verunreinigen würde. 

5.5 Daran ändert auch das Kreisschreiben der Baudirektion vom 
29. Juni 2001 nichts, demzufolge sämtliche Abwässer aus Schwimmbädern und 
Badeanlagen mit weniger als 200 m3 Wasser über Schmutz- oder 
Mischwasserkanalisationen in eine ARA einzuleiten seien. Diese 
verwaltungsinterne Dienstanweisung, die innerhalb des Kantons Zürich eine 
einheitliche Rechtsanwendung durch die Vollzugsorgane bezweckt, enthält 
keine Rechtsnormen und statuiert deshalb für Private keine Pflichten und 
Rechte. Bringt der fragliche Naturpool, wie erwogen, kein verschmutztes 
Abwasser hervor, muss er im Gegensatz zu herkömmlichen Schwimmbädern 
auch nicht entleert werden. Zudem versickert das – nicht verschmutzte – 
Poolabwasser, welches überlauft, auf natürliche Weise im Rundkorn, welches 
um den Pool herum ausgebracht wird. Das Filter-Rückspülwasser verbleibt 
wiederum im Pool, wo es von neuem biologisch aufbereitet wird. Darüber 

https://www.mein-schoener-garten.de/schwimmteiche
https://www.mein-schoener-garten.de/schwimmteiche
https://www.swissteich.ch/
https://www.swissteich.ch/
https://www.schwimmteichverband-schweiz.ch/private-naturbaeder
https://www.schwimmteichverband-schweiz.ch/private-naturbaeder

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hinaus resultiert aus dem Reinigungsprozess kein Abwasser. Aufgrund all 
dessen erweist sich das über 20 Jahre alte Kreisschreiben im vorliegenden Fall 
nicht mehr als einschlägig.  

5.6 Mit der Erstellung des Naturpools tätigen die Rekurrierenden eine 
erhebliche Investition, weshalb sie sich an die oben genannten 
Benutzungsvorschriften und Regeln halten dürften. Davon abgesehen haben 
sie in der Rekursschrift ausdrücklich zugesichert, auf jeglichen Einsatz von 
Chemikalien zur Reinigung und Pflege des Pools zu verzichten. Insbesondere 
aber wurde mit Beschluss vom 4. Oktober 2021 ausdrücklich ein Naturpool 
bewilligt. Gemäss Art. 13 SEVO ist jede Änderung der Nutzung von Bauten und 
Anlagen, die auf Menge und Beschaffenheit des Abwassers einen Einfluss 
haben kann, erneut bewilligungspflichtig. Sollte somit der Pool entgegen dem 
bewilligten Bauvorhaben künftig doch geleert oder mit Chemikalien versetzt 
werden, wäre vorgängig eine diesbezügliche baurechtliche Bewilligung 
einzuholen, mit welcher auch der Kanalisationsanschluss erneut zu prüfen 
wäre. 

6. Zusammengefasst ergibt sich somit, dass aus dem Betrieb des 
geplanten und ausdrücklich so bewilligten Naturpools kein verschmutztes 
Abwasser anfällt und folglich für den Pool eine Anschlusspflicht nach Art. 8 
Abs. 1 SEVO in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 lit. a GSchG entfällt.