# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ba3e0ce-d0ea-5b72-9591-beec2d704481
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.09.2023 ZK1 2021 137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-137_2023-09-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 5. September 2023

Referenz ZK1 21 137

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Aebli, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Thöny, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel
Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur

gegen

B._____
Berufungsbeklagte 1
vertreten durch die Mutter C._____
wiedervertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Erich Vogel
Bahnhofstrasse 56, 7302 Landquart

C._____
Berufungsbeklagte 2

Gegenstand Kinderunterhalt und weitere Kinderbelange

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Prättigau/Davos vom 08.07.2021, mit-
geteilt am 16.08.2021 (Proz. Nr. 115-2019-37)

Mitteilung 8. September 2023

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Sachverhalt

A. C._____, geboren am _____ 1992, und A._____, geboren am _____ 1989, 
sind die unverheirateten Eltern der am _____ 2015 geborenen B._____. A._____ 
hat seine Vaterschaft am 13. Februar 2015 vor dem Zivilstandsamt D._____ aner-
kannt. Im Zuge dieses Anerkennungsverfahrens vor dem Zivilstandsamt haben die 
Eltern auch die gemeinsame elterliche Sorge erklärt. Zudem haben sie sich darü-
ber geeinigt, dass die Erziehungsgutschriften der AHV der Mutter alleine zukom-
men sollen.

B. Das mit Gesuch vom 22. Juni 2018 eingeleitete Verfahren betreffend Un-
terhaltsregelung vor der KESB Prättigau/Davos wurde am 3. September 2019 als 
erledigt abgeschrieben; eine Einigung wurde nicht erzielt. Im Entscheid wurde 
festgestellt, dass A._____ und C._____ berechtigt seien, direkt beim Gericht auf 
Regelung des Unterhalts zu klagen.

C. Am 4. November 2019 liess Rechtsanwalt Vogel für B._____ beim Regio-
nalgericht Prättigau/Davos eine Unterhaltsklage einreichen, worin er das folgende 
Rechtsbegehren stellte:

1. Die alleinige Obhut über B._____ sei der Kindsmutter zuzuweisen.

2. Dem Kindsvater bzw. dem Beklagten sei ein übliches Besuchsrecht 
von zwei Wochenenden pro Monat sowie ein Ferienrecht von drei Wo-
chen Ferien pro Jahr einzuräumen. 

3. Der Beklagte sei zu verpflichten, B._____ rückwirkend ab 01. Novem-
ber 2018 nachstehenden monatlichen Kinderunterhalt zuzüglich ge-
setzlicher Kinderzulagen zu bezahlen:

3.1. CHF 4'000.- (Barunterhalt CHF 1'700.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 2'300.-) bis am 31. März 2020, danach

3.2. CHF 2'900.- (Barunterhalt CHF 1'450.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 1'450.-) bis am 31. März 2025, danach

3.3. CHF 3'100.- (Barunterhalt CHF 1'700.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 1'400.-) bis am 31. März 2027, danach

3.4. CHF 2'200.- (Barunterhalt CHF 1'750.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 450.-) bis am 31. März 2031, danach

3.5. CHF 1'750.- (Barunterhalt) bis zur Mündigkeit bzw. unter den 
Voraussetzungen von Art. 227 Abs. 2 ZGB darüber hinaus bis 
zum Abschluss einer ordentlichen Ausbildung bzw. wirtschaftli-
chen Selbständigkeit.

4. Der Kinderunterhalt gemäss Ziff. 3 hiervor sei zu indexieren.

5. Allfällige Erziehungsgutschriften der Ausgleichskasse seien vollum-
fänglich der Kindsmutter zuzuweisen.

6. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zulasten des Beklagten.

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D. Mit Klageantwort vom 30. Januar 2020 liess A._____ die folgenden Anträge 
stellen:

Prozessuale Anträge

1. Es sei festzustellen, dass sich die Kindsmutter C._____ im vorstehen-
den Verfahren insbesondere bezüglich der Frage der Obhuts- und Be-
treuungsregelung über B._____ in einem Interessenkonflikt befindet 
und ihre Befugnis, B._____ bezüglich dieser Fragen im Verfahren zu 
vertreten, dahingefallen ist.

2. Es sei gestützt auf Art. 298 Abs. 1 und 2 lit. a Ziff. 3. - 5. ZPO hinsicht-
lich der beantragten Obhut und der Regelung der Betreuungsanteile 
eine Vertretung der Klägerin B._____ anzuordnen und als Beistand 
oder Beiständin eine in fürsorgerischen und rechtlichen Fragen erfah-
rene Person zu bezeichnen; eventualiter sei die KESB Prättigau/Davos 
anzuweisen, der Klägerin B._____ hinsichtlich der beantragten Rege-
lung der Betreuungsanteile gestützt auf Art. 306 Abs. 2 ZGB respekti-
ve Art. 308 Abs. 2 ZGB einen Beistand zu bestellen. 

3. C._____ sei Frist zu setzen, um im vorstehenden Verfahren eigene 
Rechtsbegehren, eigene Tatsachenbehauptungen und eigene Be-
weisanträge einzubringen, sei dies im Rahmen einer streitgenössi-
schen Nebenintervention, sei dies im Rahmen eines Parteibeitritts.

Materielle Rechtsbegehren

Zu den Anträgen der Klägerin

1. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beklagte bereit ist, für 
B._____ einen monatlichen Barunterhaltsbetrag von CHF 1'200.00 zu-
züglich Kinderzulage zu bezahlen und die darüber liegenden Unter-
haltsbegehren der Klägerin seien abzuweisen. 

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin, 
eventuell zu Lasten von C._____.

Anträge des Beklagten

1. Es sei dem Beklagten die Betreuung von B._____ wie folgt zuzuteilen:

- An jedem zweiten Wochenende von Freitag nach der KITA bis zum 
Sonntag, 18.00 Uhr

- An jedem Dienstagabend von 18.00 Uhr bis zum Mittwochabend 
18.00 Uhr

- An vier Wochen Ferien pro Jahr

- An der Hälfte der jährlich anfallenden Feiertage (Weihnachten / 
Neujahr, Ostern, Auffahrt, Pfingsten) jeweils alternierend.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin, 
eventuell zu Lasten von C._____.

E. Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 12. März 2020 konnte keine ein-
vernehmliche Lösung gefunden werden. Auch auf einen vom Vorsitzenden aufge-
setzten, unverbindlichen und unpräjudiziellen Vereinbarungsentwurf konnten sich 
die Parteien im Nachgang zur Verhandlung nicht einigen.

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F. Mit Replik vom 4. Januar 2021 liess Rechtsanwalt Vogel für B._____ das 
folgende abgeänderte Rechtsbegehren stellen: 

1. […]

2. […]

3. Der Beklagte sei zu verpflichten, B._____ rückwirkend ab 01. Novem-
ber 2018 nachstehenden monatlichen Kinderunterhalt zuzüglich ge-
setzlicher Kinderzulagen zu bezahlen:

3.1. CHF 4'231.- (Barunterhalt CHF 2'056.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 2'395.-) bis am 30. April 2020, danach

3.2. CHF 3'508.- (Barunterhalt CHF 1'386.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 2'342.-) bis am 31. August 2020, danach

3.3. CHF 2'531.- (Barunterhalt CHF 1'236.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 1'515.-) bis am 28. Februar 2025, danach

3.4. CHF 2'731.- (Barunterhalt CHF 1'436.- und Betreuungsunterhalt 
CHF 1'515.-) bis am 31. August 2028, danach

3.5. CHF 1'316.- (Barunterhalt CHF 1'316.-) bis am 28. Februar 2031, 
danach

3.6. CHF 1'600.- (Barunterhalt) bis zur Mündigkeit bzw. unter den 
Voraussetzungen von Art. 227 Abs. 2 ZGB darüber hinaus bis 
zum Abschluss einer ordentlichen Ausbildung bzw. wirtschaftli-
chen Selbständigkeit.

4. […]

5. […]

6. Die Anträge des Beklagten gemäss I. der Stellungnahme vom 30. Ja-
nuar 2020 seien abzuweisen.

7. […]

G. Mit Duplik vom 23. Februar 2021 liess A._____ seine prozessualen Anträge 
bestätigen, stellte aber die folgenden, gegenüber der Klageantwort teilweise ab-
geänderten materiellen Rechtsbegehren: 

Zu den Anträgen der Klägerin (Unterhalt)

1. […] 

2. Der Beklagte sei zu berechtigen, seine seit dem 01.11.2018 erbrach-
ten Unterhaltszahlungen für B._____ an seine Unterhaltspflichten im 
gleichen Zeitraum anzurechnen.

3. […]

Anträge des Beklagten (Betreuungsregelung)

1. Es sei die alternierende Betreuung von B._____ mit folgenden Betreu-
ungsrechten des Beklagten anzuordnen:

- An jedem zweiten Wochenende von Donnerstag, 18.00 Uhr - Sonn-
tag, 18.00 Uhr,

- An jedem weiteren Donnerstag von 18.00 Uhr bis Freitag 18.00 Uhr,

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- An vier Wochen Ferien (28 Tagen) pro Jahr

- An der Hälfte der jährlich anfallenden Feiertage (Weihnachten / 
Neujahr, Ostern, Auffahrt, Pfingsten) jeweils alternierend.

2. Abweisung sämtlicher von den vorstehenden Anträgen des Beklagten 
abweichenden Anträge der Klägerin.

3. […]

H. Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Mai 2021 teilte das Regionalgericht 
Prättigau/Davos den Parteien mit, dass von Amtes wegen beide Elternteile 
selbständig als Parteien in das Verfahren aufzunehmen seien, auch wenn das 
Kind die Unterhaltsklage in eigenem Namen einreiche. C._____ als Kindsmutter 
werde daher als Klägerin 2 ins Verfahren aufgenommen. 

I. Am 30. Juni 2021 wurde B._____ im Rahmen der Anhörung des Kindes 
durch den Vorsitzenden befragt. 

J. An der Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Prättigau/Davos vom 
8. Juli 2021 schloss sich C._____ den von Rechtsanwalt Vogel für B._____ ge-
stellten Anträgen an. A._____ liess das folgende abgeänderte Rechtsbegehren 
stellen:

1. Elterliche Sorge

B._____, geb. _____ 2015, sei unter die gemeinsame elterliche Sorge 
durch C._____ und A._____ zu stellen.

2. Alternierende Obhut

[…]

3. Unterhalt

3.1. A._____ sei zu verpflichten, seiner Tochter B._____ folgende 
monatliche im Voraus auf den ersten eines Monats zu bezahlen-
de Unterhaltsbeiträge zu bezahlen (zahlbar an C._____), zuzüg-
lich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- und Ausbildungs-
zulagen, soweit er diese bezieht:

- Vom 01.11.2018 bis 31.12.2018:
Fr. 1'809.00 (Fr. 998.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 811.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.01.2019 bis 31.12.2019
Fr. 1'961.00 (Fr. 1'150.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 811.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.01.2020 bis 31.05.2020:
Fr. 1'330.00 (Fr. 519.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 811.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.06.2020 bis 31.07.2020:
Fr. 386.00 (Fr. 386.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

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- Vom 01.08.2020 bis 28.02.2027
Fr. 283.00 (Fr. 283.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

- Vom 01.03.2020 (recte 2027) bis 28.02.2031
Fr. 416.00 (Fr. 416.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

- Vom 01.03.2031 bis Abschluss einer angemessenen Erst-
ausbildung:
Fr. 366.00 (Fr. 366.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

3.2. Sofern B._____ nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre 
absolviert, sei A._____ zu berechtigen, von dem dannzumal gel-
tenden und über die Volljährigkeit hinaus bis zum ordentlichen 
Abschluss einer angemessenen Erstausbildung zu bezahlenden 
Unterhaltsbeitrag den Betrag von 1/3 des monatlichen Nettoloh-
nes (exkl. des Anteils eines allfälligen 13. Monatslohnes) von 
B._____ in Abzug zu bringen.

3.3. A._____ sei zu berechtigen, von den rückwirkend zu bezahlen-
den Unterhaltsbeiträgen die bereits geleisteten Beträge in Höhe 
von Total Fr. 66'300.00 (inkl. Kinderzulagen) in Abzug zu brin-
gen.

3.4. Die Anträge von B._____ und C._____ seien abzuweisen, soweit 
sie über die vorstehenden Anträge hinausgehen.

4. Kostenfolgen

Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwert-
steuer zu Lasten C._____.

K. Mit Entscheid vom 8. Juli 2021, mitgeteilt am 16. August 2021, erkannte 
das Regionalgericht Prättigau/Davos wie folgt:

1. Die elterliche Sorge für B._____, geboren am _____ 2015, wird beiden 
Elternteilen C._____, geboren am _____ 1992, und A._____, geboren 
am _____ 1989, unverändert gemeinsam belassen.

2. Die Obhut für B._____ wird alleine der Kindsmutter C._____ zugeteilt. 
B._____ hat ihren Wohnsitz am Wohnsitz der Mutter, derzeit in Davos 
Platz.

3. A._____ wird folgendes Besuchsrecht eingeräumt:

a. Alternierend jede zweite Woche von Freitagmorgen 08.00 Uhr bis 
Sonntagabend 18.00 Uhr

b. Alternierend jeden zweiten Freitagmorgen von 08.00 Uhr bis Frei-
tagabend 18.00 Uhr.

4. A._____ ist berechtigt, B._____ während drei Wochen pro Jahr auf ei-
gene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.

5. Für die Betreuung von B._____ über die Feiertage wie Ostern, Auffahrt, 
Pfingsten, Weihnachten, Silvester/Neujahr steht A._____ das Wahlrecht 
für die geraden Jahre zu, C._____ für die ungeraden.

6. Es wird davon Vormerk genommen, dass C._____ und A._____ sich 
über die vollständige Zuweisung der Erziehungsgutschriften an 
C._____ bereits mit der vor dem Zivilstandsamt D._____ geschlosse-
nen Vereinbarung vom 13. Februar 2015 geeinigt haben. 

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7. A._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt seiner Tochter B._____ die 
folgenden Geldbeträge zu bezahlen:

a. CHF 71'318.00 (inkl. Kinderzulagen) insgesamt rückwirkend für 
den Zeitraum vom 1. November 2018 bis 31. Dezember 2020.

b. CHF 12'292.00 (inkl. Kinderzulagen) insgesamt rückwirkend für 
den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 30. Juli 2021.

Sodann jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats an die 
Kindsmutter C._____ zugunsten von B._____:

c. CHF 3'486.00 (exkl. Kinderzulagen) ab dem 1. August 2021 bis 
zum 30. September 2021 (davon Anteil Betreuungsunterhalt CHF 
1'976.00). 

d. CHF 3'059.00 (exkl. Kinderzulagen) ab dem 1. Oktober 2021 bis 
zum 31. August 2022 (davon Anteil Betreuungsunterhalt: 
CHF 1'616.00). 

e. CHF 2'582.00 (exkl. Kinderzulagen) ab dem 1. September 2022 
bis zum 28. Februar 2025 (davon Anteil Betreuungsunterhalt: 
CHF 1'052.00).

f. CHF 2'774.00 (exkl. Kinderzulagen) ab dem 1. März 2025 bis zum 
31. August 2029 (davon Anteil Betreuungsunterhalt: 
CHF 1'079.00).

g. CHF 2'169.00 (exkl. Kinderzulagen) ab dem 1. September 2029 
bis zum 28. Februar 2031 (davon Anteil Betreuungsunterhalt: 
CHF 0.00).

h. CHF 2'129.00 (exkl. Ausbildungszulagen) ab dem 1. März 2031 
bis zum 10. März 2033 beziehungsweise bis zum Abschluss der 
Erstausbildung von B._____ (davon Anteil Betreuungsunterhalt: 
CHF 0.00).

A._____ hat bei den Unterhaltszahlungen gemäss lit. c bis h vorste-
hend die von ihm bezogenen gesetzlichen und/oder vertraglichen Kin-
der-/Ausbildungszulagen zusätzlich zu bezahlen. Bei der Unterhalts-
schuld gemäss lit. a und b vorstehend sind die Kinderzulagen bereits 
inbegriffen.

8. Die Kinderunterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv Ziffer 7 lit. c bis h basie-
ren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes 
für Statistik, Stand Juni 2021 von 101.1 Punkten (Basis Dezember 2020 
= 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar, erstmals auf den 1. 
Januar 2023, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjah-
res anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach der folgenden Formel: 
Neuer Unterhaltsbeitrag = (alter Unterhaltsbeitrag x neuer November-Index) ÷ 101.1

Weist A._____ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der 
Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional 
zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unveränder-
tem Einkommen entfällt eine Anpassung. 

9. Die Gerichtskosten für diesen Entscheid in der Höhe von CHF 6'000.00 
gehen zu Lasten von A._____ und werden mit dem von C._____ geleis-
teten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 5'000.00 verrechnet. A._____ 
wird verpflichtet, die vom Gerichtskostenvorschuss nicht gedeckten Ge-

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richtskosten in Höhe von CHF 1'000.00 an den Kanton Graubünden zu 
bezahlen. 

10. A._____ hat C._____ mit CHF 11'012.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
aussergerichtlich zu entschädigen und ihr den geleisteten Gerichtskos-
tenvorschuss im Umfang von CHF 5'000.00 zu ersetzen.

11. (Rechtsmittelbelehrung)

12. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

13. (Mitteilung). 

L. Gegen diesen Entscheid liess A._____ (nachstehend: Berufungskläger) mit 
Eingabe vom 14. September 2021 Berufung an das Kantonsgericht von Graubün-
den erheben, wobei er das folgende Rechtsbegehren stellte:

1. Ziffern 2, 3, 4, 5, 7, 9, 10 des Entscheids des Kollegialgerichts in Zivil-
sachen am Regionalgericht Prättigau/Davos vom 08.07./16.08.2021 
seien aufzuheben und durch die nachstehend beantragte Regelung zu 
ersetzen.

Betreuungsregelung

2.1. Es sei die alternierende Obhut über die gemeinsame Tochter B._____, 
geb. _____ 2015 anzuordnen mit folgenden Betreuungsrechten des 
Berufungsklägers:

- An jedem zweiten Wochenende von Donnerstag, 18.00 Uhr - 
Sonntag, 18.00 Uhr

- An jedem weiteren Donnerstag von 18.00 Uhr bis Freitag, 18.00 
Uhr

- An vier Wochen Ferien (28 Tagen) pro Jahr
- An der Hälfte der jährlich anfallenden Festtage (Weihnach-

ten/Neujahr, Ostern, Auffahrt, Pfingsten) jeweils alternierend.

2.2. Eventualiter sei die Obhut über B._____ bis zum Eintritt in die Primar-
stufe der Kindsmutter C._____ zuzuteilen und es sei A._____ folgen-
des Betreuungsrecht gegenüber B._____ einzuräumen:

- An jedem zweiten Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr - Sonn-
tag, 18.00 Uhr

- An jedem weiteren Freitag von 18.00 Uhr bis Freitag, 18.00 Uhr
- An drei Wochen Ferien (21 Tagen) pro Jahr
- An der Hälfte der jährlich anfallenden Festtage (Weihnach-

ten/Neujahr, Ostern, Auffahrt, Pfingsten) jeweils alternierend.

Ab dem Eintritt in die Primarstufe sei die alternierende Obhut über die 
gemeinsame Tochter B._____ anzuordnen mit den folgenden Be-
treuungsrechten des Berufungsklägers: 

- An jedem zweiten Wochenende von Donnerstag, 18.00 Uhr - 
Sonntag, 18.00 Uhr

- An jedem weiteren Donnerstag von 18.00 Uhr bis Freitag, 18.00 
Uhr

- An vier Wochen Ferien (28 Tagen) pro Jahr

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- An der Hälfte der jährlich anfallenden Festtage (Weihnach-
ten/Neujahr, Ostern, Auffahrt, Pfingsten) jeweils alternierend.

Unterhalt

3.1. A._____ sei zu verpflichten, seiner Tochter B._____ folgende monatli-
che im Voraus auf den ersten eines Monats zu bezahlende Unter-
haltsbeiträge zu bezahlen (zahlbar an C._____), zuzüglich gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, soweit er 
diese bezieht: 

- Vom 04.11.2018 bis 31.12.2018:
Fr. 3'505.00 (Fr. 998.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 1'209.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.01.2019 bis 31.12.2019
Fr. 2'975.00 (Fr. 1'754.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 1'221.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.01.2020 bis 30.04.2020:
Fr. 2'960.00 (Fr. 1'889.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 1'071.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.05.2020 bis 31.08.2020:
Fr. 3'793.00 (Fr. 1'528.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 2'265.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.09.2020 bis 31.12.2020
Fr. 2'299.00 (Fr. 1'444.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 855.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.01.2021 bis 28.02.2025
Fr. 1'924.00 (Fr. 1'171.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 753.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.03.2025 bis 31.08.2028
Fr. 1'956.00 (Fr. 1'305.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil, 
Fr. 651.00 Betreuungsunterhalt)

- Vom 01.09.2028 bis 28.02.2031
Fr. 1'695.00 (Fr. 1'695.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

- Vom 01.03.2032 bis 28.02.2033
Fr. 1'643.00 (Fr. 1'643.00 Barunterhalt inkl. Überschussanteil)

- Vom 01.03.2031 bis Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung:
Fr. 899.00 (Fr. 899.00 Barunterhalt ohne Überschussanteil)

3.2. Sofern B._____ nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre absol-
viert, sei A._____ zu berechtigen, von dem dannzumal geltenden und 
über die Volljährigkeit hinaus bis zum ordentlichen Abschluss einer 
angemessenen Erstausbildung zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag den 
Betrag von 1/3 des monatlichen Nettolohnes (exkl. des Anteils eines 
allfälligen 13. Monatslohnes) von B._____ in Abzug zu bringen. 

3.3. A._____ sei zu berechtigen, von den rückwirkend zu bezahlenden Un-
terhaltsbeiträgen die bereits geleisteten Unterhaltsbeiträge in Höhe 
von Fr. 60'550.00 zuzüglich Kinderzulagen in Höhe von Fr. 7'700.00 in 
Abzug zu bringen.

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4.1. B._____ und C._____ seien unter solidarischer Haftung zu verpflich-
ten, den Berufungskläger für das Verfahren vor Vorinstanz ausseramt-
lich mit Fr. 7'500.00 zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer zu entschädigen.

4.2. Die Gerichtskosten des Regionalgerichts Prättigau/Davos für das Ver-
fahren auf Kinderunterhalt in der Höhe von Fr. 6'000.00 gehen zu ½ zu 
Lasten des Beklagten und Berufungsklägers und zu ½ zu Lasten des 
Kindes B._____ und C._____. 

5. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwert-
steuer zu Lasten des Kindes B._____ und C._____ und unter deren 
solidarischer Haftbarkeit für das Verfahren vor Berufungsinstanz. 

M. Mit Schreiben vom 15. Oktober 2021 (Poststempel) beantragte C._____ 
(nachfolgend Berufungsbeklagte 2) die Abweisung der Berufung unter Kostenfolge 
zu Lasten des Berufungsklägers. 

N. Mit Berufungsantwort vom 19. Oktober 2021 beantragte Rechtsanwalt Vo-
gel im Namen von B._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagte 1) die vollumfängli-
che Abweisung der Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge für beide 
Instanzen zu Lasten des Berufungsklägers. 

O. Mit Schreiben vom 20. Januar 2022 wurde den Parteien der Wechsel im 
Vorsitz angezeigt.

Erwägungen

1. Prozessvoraussetzungen

Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen En-
dentscheid, der mit Berufung angefochten werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. a 
ZPO). Da im Berufungsverfahren nicht nur der Kindesunterhalt für B._____ strittig 
ist, sondern auch die Obhutszuteilung, ist die Angelegenheit nicht ausschliesslich 
vermögensrechtlicher Natur, so dass die Berufungsfähigkeit des Entscheids nicht 
vom Erreichen eines bestimmten Streitwerts abhängt (BGE 116 II 493; BGer 
5A_399/2014 v. 17.12.2014 E. 1). Der angefochtene Entscheid wurde den Partei-
en am 16. August 2021 mitgeteilt und die Berufung am 14. September 2021 zu-
handen des Kantonsgerichts der Post übergeben. Die Berufungsfrist ist damit ge-
wahrt (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu kei-
nen Ausführungen Anlass. Auf die Berufung ist demzufolge einzutreten.

2. Stellung der Mutter

Art. 279 Abs. 1 ZGB sieht vor, dass das Kind gegen seine Eltern auf Leistung von 
Unterhalt klagen kann. Neben der Klagebefugnis des Kindes – als Gläubiger der 
Unterhaltszahlungen – anerkennen Rechtsprechung und Lehre die sog. Prozess-

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standschaft. Dem Inhaber der elterlichen Sorge wird gestützt auf Art. 318 Abs. 1 
ZGB die Befugnis zuerkannt, die Rechte des unmündigen Kindes in vermögens-
rechtlichen Angelegenheiten (insbesondere betreffend Unterhaltsbeiträge) in eige-
nem Namen auszuüben und vor Gericht selber als Partei geltend zu machen 
(BGE 142 III 78 E. 3.2, 136 III 365). Bei unverheirateten Eltern hat der sorgebe-
rechtigte (nicht beklagte) Elternteil grundsätzlich die Wahl, die Unterhaltsklage als 
gesetzlicher Vertreter im Namen des Kindes oder als Prozessstandschafter in ei-
genem Namen geltend zu machen (vgl. Cordula Lötscher, Das Kind im Unter-
haltsprozess, in: Jungo/Fountoulakis [Hrsg.], Der Familienprozess, 10. Symposium 
zum Familienrecht 2019, Universität Freiburg, Zürich 2020, S. 112 ff.). Die Partei-
stellung im Unterhaltsprozess kommt wie bisher einzig dem Kind zu. Soweit das 
Berufungsverfahren den Kindesunterhaltsprozess betrifft, führt die Mutter den Pro-
zess – wie schon vor erster Instanz – als gesetzliche Vertreterin des Kindes und 
nicht etwa in eigenem Namen als sog. Prozessstandschafterin. Betreffend die Re-
gelung der Obhut und Betreuung ist die Mutter als Partei oder mit parteiähnlicher 
Stellung in das Verfahren einzubeziehen (vgl. BGE 145 III 436 E. 4; Samuel Zogg, 
Selbständige Unterhaltsklagen mit Annexentscheid über die weiteren Kinderbe-
lange verfahrensrechtliche Fragen, in: FamPra.ch 2019 S. 22 ff.), was entspre-
chend geschehen ist. So hat sie sich auch im Berufungsverfahren vernehmen las-
sen (act. A.2). 

3. Antrag um Einsetzung einer Kindesvertretung

Der Kindsvater hat im vorinstanzlichen Verfahren einen Antrag um Einsetzung 
einer Kindesvertretung gestellt. Die Vorinstanz hat dies geprüft und hinsichtlich 
des Kindesunterhalts mit der Begründung abgelehnt, dass gemäss übereinstim-
mender Auffassung der Eltern kein Interessenkonflikt bestehe und sich keine Hin-
weise dafür ergeben würden. Was die Obhuts- und Betreuungsregelung anbe-
langt, so hielt die Vorinstanz fest, dass die Betreuung von B._____ grundsätzlich – 
bis auf die Frage, ob B._____ am Donnertagabend beim Kindsvater übernachten 
soll und ob er drei oder vier Wochen Ferien mit ihr verbringe – nicht strittig sei, 
sondern lediglich, ob es sich dabei um eine alleinige oder alternierende Obhut 
handle. Daher sah das Gericht davon ab, für B._____ eine Vertretung im Sinne 
von Art. 299 Abs. 1 ZPO zu bestellen (vgl. act. B.1 E. 1.3.1. ff.). Der Berufungsklä-
ger hat seinen Antrag im Berufungsverfahren nicht erneuert. Indessen hat das Ge-
richt nach pflichtgemässem Ermessen über die Kindesvertretung zu entscheiden 
und könnte eine solche auch von Amtes wegen anordnen (vgl. BGE 142 III 153 E. 
5.1.1; BGer 5A_232/2016 v. 6.6.2016 E. 4 m.w.H.; PKG 2017 Nr. 12 E. 3). Ent-
sprechend der vorinstanzlichen Erwägung geht es primär um die Frage, ob der 
Vater B._____ an jedem zweiten Wochenende anstatt von Freitagmorgen bereits 

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von Donnerstagabend bis Sonntagabend und in der jeweils dazwischenliegenden 
Woche anstatt von Freitagmorgen ebenfalls bereits von Donnerstagabend bis 
Freitagabend betreuen und anstelle von drei Wochen vier Wochen Ferien pro Jahr 
mit der Tochter verbringen kann, so dass gemäss dem Berufungskläger von einer 
alternierenden Obhut auszugehen wäre. Es handelt sich somit lediglich noch um 
eine Feingestaltung der im Übrigen unbestrittenen Betreuungsregelung und um 
die (rechtliche) Frage, ob von einer alternierenden Obhut gesprochen werden 
kann. Aus diesem Grund hat auch im Berufungsverfahren kein Anlass bestanden, 
eine Kindesvertretung in Bezug auf die Regelung der Betreuungsanteile bzw. des 
persönlichen Verkehrs einzusetzen.

4. Kognition, Verfahrensmaximen und Novenrecht

4.1. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 5 ff. zu Art. 
310 ZPO).

4.2. Sind in familienrechtlichen Angelegenheiten Kinderbelange strittig, gilt 
gemäss Art. 296 Abs. 1 ZPO der uneingeschränkte Untersuchungsgrundsatz, wo-
nach das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht. Das Gericht ist 
verpflichtet, von Amtes wegen alle für die Entscheidung des Rechtsstreits mass-
geblichen Tatsachen festzustellen und gegebenenfalls die erforderlichen Beweise 
abzunehmen, um die für eine dem Kindeswohl entsprechende Entscheidung rele-
vanten Tatsachen zu ermitteln. Es ist jedoch nicht an die Beweisangebote der Par-
teien gebunden, sondern entscheidet nach seiner Überzeugung, welche Tatsa-
chen noch ermittelt werden müssen und welche Beweismittel zum Nachweis die-
ser Tatsachen relevant sind. Es ordnet von Amtes wegen die Erhebung aller Be-
weismittel an, die geeignet und erforderlich sind, um den relevanten Sachverhalt 
zu ermitteln (BGer 5A_647/2021 v. 19.11.2021 E. 4.2.1. m.w.H.). In Kinderbelan-
gen ist nach Art. 296 Abs. 3 ZPO sodann die Offizialmaxime anwendbar, nach der 
das Gericht ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet.

4.3. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren grundsätzlich nach 
Art. 317 Abs. 1 ZPO. Nach dieser Bestimmung werden neue Tatsachen und Be-
weismittel nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. 

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a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden 
konnten (lit. b). Die strenge Untersuchungsmaxime in Kinderbelangen durchbricht 
das erwähnte Novenregime, mit der Folge, dass neue Tatsachen und Beweismittel 
im Berufungsverfahren selbst dann vorgebracht werden können, wenn die Vor-
aussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1 
m.w.H. = Pra 2019 Nr. 88; BGer 5A_800/2019 v. 9.2.2021 E. 2.2). Die von den 
Parteien neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel sind in diesem Sinn 
grundsätzlich zuzulassen und, sofern von Relevanz, zu beachten.

5. Beweisanträge

5.1. Die Berufungsbeklagte 1 stellt in ihrer Berufungsantwort diverse Beweisan-
träge, ohne diese näher zu begründen (act. A.3 III. Ziff. 21). Sie beantragt die Edi-
tion aller Lohnabrechnungen des Berufungsklägers für das Jahr 2020 und das 
Jahr 2021, Angaben über Honorarentschädigungen und Dividenden sowie die Er-
folgsrechnung und Bilanz der E._____ AG für das Jahr 2020/2021. Die Beweisan-
träge zielen darauf ab, ein höheres Einkommen des Berufungsklägers nachzuwei-
sen als von der Vorinstanz angenommen. Mit den Anträgen soll einer Reduktion 
der vorinstanzlichen zugesprochenen Unterhaltsbeiträge insbesondere für den Fall 
einer abweichenden Beurteilung der Sache durch die Berufungsinstanz, sei dies 
aufgrund einer anderen Einkommens- oder Bedarfsermittlung beim Berufungsklä-
ger (vgl. act. A.3 III. Ziff. 6.2 und Ziff. 10.3 f.), entgegengewirkt werden.

5.2. Bei den vorinstanzlichen Akten befindet sich der Lohnausweis 2020 des 
Berufungsklägers (RG act. III./4), so dass nicht ersichtlich ist, weshalb die einzel-
nen Lohnabrechnungen zusätzlich benötigt werden. Sodann liegen auch die 
Lohnabrechnungen von Januar bis März 2021 (RG act. III./7 und III./12) sowie die 
Lohnvereinbarung vom Dezember 2020 (RG act. III./6) im Recht. Damit ist das 
Erwerbseinkommen des Berufungsklägers hinreichend belegt und auch die Divi-
denden lassen sich, wie sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt, basie-
rend auf den bekannten Werten ermitteln. Was die Jahresrechnung der E._____ 
AG betrifft, vermag das Jahr 2020/2021 aufgrund der Corona-Pandemie kaum 
zuverlässige Zahlen zu liefern. Weitere Editionen erweisen sich demnach nicht als 
erforderlich.

6. Betreuungsanteile/alternierende Obhut

6.1. Die Vorinstanz hielt fest, dass der vom Vater beantragte Betreuungsanteil 
23% und jener der Mutter 77% betrage, womit nicht von einer alternierenden Ob-

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hut gesprochen werden könne. Hierfür müsste der Vater B._____ in grösserem 
Umfang betreuen, als er es beantragt habe (act. B.1 E. 4.4 S. 16). 

6.1.1 Der Berufungskläger wirft der Vorinstanz diesbezüglich eine falsche Sach-
verhaltsfeststellung vor. Diese habe bei der Ermittlung der Betreuungsanteile die 
Ferienwochen zu Unrecht ausser Betracht gelassen. Unter Einbezug der bean-
tragten vier Ferienwochen ergebe sich eine Betreuungsquote des Berufungsklä-
gers von 29.12% (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 40). Sodann bilde die alternierende Obhut 
gemäss Bundesgericht die Regel, von welcher nur abzuweichen sei, wenn dies für 
das Kind schädlich wäre. Die Vorinstanz habe verkannt, dass sich B._____ bereits 
seit Juni 2020, im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids damit bereits seit 
mehr als einem Jahr, freitags beim Berufungskläger aufhalte. Somit handle es sich 
nicht um eine junge, wenig gefestigte Situation. Des Weiteren habe sie keine 
Feststellungen dazu getroffen, dass das Kindeswohl durch die alternierende Ob-
hut beeinträchtigt wäre.

6.1.2. Die Berufungsbeklagte 1 hält dazu fest, dass vom Umfang her keine Be-
treuung vorliege, die einer alternierenden Obhut entspreche. Der Berufungskläger 
übernehme erst seit Sommer 2020 im Zuge des vorinstanzlichen Verfahrens einen 
zusätzlichen Betreuungstag unter der Woche. Die Voraussetzungen für die An-
ordnung einer alternierenden Obhut seien nicht gegeben, zumal dem Antrag mo-
netäre Interessen zugrunde liegen würden, vor der Trennung keine abwechselnde 
Betreuung stattgefunden habe, der Vater zu 100% berufstätig sei und die Mutter 
die Möglichkeit habe, das Kind persönlich zu betreuen. Die Freitagsbetreuung ge-
stalte sich so, dass der Berufungskläger B._____ morgens abhole und in den Kin-
dergarten bringe, mit ihr zu Mittag esse und sie anschliessend zum Reitunterricht 
fahre, wo sie den ganzen Nachmittag verbringe. Die Betreuungsberechnung des 
Berufungsklägers sei unzutreffend. Von einer alternierenden Obhut könne zudem 
erst ausgegangen werden, wenn die Eltern das Kind gleich oder annähernd gleich 
betreuen würden (act. A.3 III. Ziff. 2.3 f.).

6.1.3. Die Berufungsbeklagte 2 führt in ihrer Berufungsantwort aus, an der vor-
instanzlich festgelegten Betreuungsregelung (jedes zweite Wochenende, jeden 
weiteren Freitag sowie 3 Wochen Ferien pro Jahr) nichts ändern zu wollen. Der 
Berufungskläger nehme die Betreuung von B._____ oftmals nicht persönlich wahr, 
sondern nehme sie mit zur Arbeit oder delegiere die Betreuung, da er einen vollen 
Terminkalender habe. Mittels der persönlichen Betreuung wolle er lediglich die 
Unterhaltskosten senken. Auch wenn der Berufungskläger jetzt bereits ein zu 
grosszügiges Besuchsrecht besitze, dass er meist nicht durch Eigenbetreuung 

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wahrnehme, könne dieses so belassen werden, zumal sich B._____ an der Kin-
desanhörung damit einverstanden erklärt habe (act. A.2).

6.2. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge prüft das (mit der Unterhaltsklage be-
fasste) Gericht im Sinne des Kindeswohls die Möglichkeit einer alternierenden 
Obhut, wenn ein Elternteil oder das Kind dies verlangt (Art. 298b Abs. 3 Satz 2 
i.V.m. Abs. 3ter ZGB). Wie die Obhut im konkreten Fall zu regeln ist, hat das Ge-
richt unabhängig von den Wünschen der Eltern und losgelöst von einer diesbezüg-
lichen Übereinkunft nach Massgabe des Kindeswohls zu beurteilen. Denn nach 
der Rechtsprechung gilt das Kindeswohl als oberste Maxime des Kindesrechts 
(BGE 141 III 328 E. 5.4). Es ist für die Regelung des Eltern-Kind-Verhältnisses 
immer der entscheidende Faktor. Die Interessen und Wünsche der Eltern haben in 
den Hintergrund zu treten (BGE 131 III 209 E. 5). Bei gegebenen Voraussetzun-
gen kann die alternierende Obhut auch gegen den Willen eines Elternteils ange-
ordnet werden (BGer 5A_67/2021 v. 31.8.2021 E. 3.1.1 m.w.H.). Wie Art. 298 
Abs. 2ter ZGB, der in einem Scheidungs- oder Eheschutzverfahren für verheiratete 
Eltern gilt (Art. 298 Abs. 1 ZGB), gelangt auch der inhaltlich identische Art. 298b 
Abs. 3ter ZGB nicht nur dann zur Anwendung, wenn ein Elternteil gegen den Willen 
des anderen vor Gericht eine (ungefähr) hälftige Betreuung erreichen will. Die 
Vorschrift gilt allgemein und insbesondere auch dann, wenn ein Elternteil sein 
Kind auch unter der Woche betreuen möchte, anstatt es nur übers Wochenende 
zu sich auf Besuch zu nehmen. Denn in diesem Fall dreht sich der Streit nicht 
mehr nur um den persönlichen Verkehr des nicht obhutsberechtigten Elternteils 
mit dem Kind (Art. 273 Abs. 1 ZGB), sondern um Betreuungsanteile im Sinne von 
Art. 298b Abs. 3ter ZGB, mithin um die Obhut selbst (BGer 5A_373/2018 v. 
8.4.2019 E. 3.1; s. auch BGer 5A_418/2019 v. 29.8.2019 E. 3.5.2). Ist ein Eltern-
teil an der Betreuung der Kinder massgeblich beteiligt, so hat das Gericht auch im 
Urteilsspruch als Betreuungsform grundsätzlich die alternierende Obhut anzuord-
nen (BGer 5A_67/2021 v. 31.8.2021 E. 3.1.2 m.w.H.; BGE 147 III 121 E. 3.2.3). 
Bei alternierender Obhut ist in terminologischer Hinsicht nicht mehr ein Besuchs-
recht zu regeln, sondern sind Betreuungszeiten festzusetzen (BGer 5A_345/2020 
v. 30.4.2021 E. 5.1.).

6.3.  Ab welchem Betreuungsverhältnis im rechtlichen Sinne von einer alternie-
renden Obhut gesprochen werden muss, ist höchstrichterlich nicht geklärt (vgl. 
auch Andrea Büchler/Sandro Clausen, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Schei-
dung, Bd. I, 4. Aufl., Bern 2022, N 6a zu Art. 298 ZGB). Jedenfalls erachtet das 
Bundesgericht die Bezeichnung und Anordnung einer alternierenden Obhut als 
Betreuungsform im Falle einer "ungefähr gleichwertigen" Beteiligung beider Eltern 

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als angezeigt. Eine Betreuung an jedem zweiten Wochenende von Freitagabend 
bis Montagmorgen und jeweils zwei Übernachtungen pro Woche entspreche einer 
massgeblichen Beteiligung an der Betreuung, welche einer alternierenden Obhut 
gleichkomme (BGE 147 III 121 E. 3.2.3). Auch eine Betreuung an drei ganzen Ta-
gen pro Woche wurde als einer gleichmässigen Betreuung sehr nahekommend 
bezeichnet und als alternierende Obhut angesehen (BGer 5A_821/2019 v. 
14.7.2020 E. 4.4). In der Praxis wird von einer alternierenden Obhut bereits bei 
einem Betreuungsverhältnis von 40 % zu 60 % oder gar bei einem Betreuungs-
verhältnis von 30 % zu 70 % ausgegangen. Neben der zeitlichen Komponente ist 
insofern auch eine gewisse Alltagsbezogenheit der Betreuung vorauszusetzen, als 
das Kind seinen Alltag in einem gewissen Umfang von beiden Elternhaushalten 
aus lebt (Büchler/Clausen, a.a.O., N 6a zu Art. 298 ZGB m.w.H.). Bei einem Be-
treuungsanteil von 61% der Mutter und von 39% des Vaters – unter Berücksichti-
gung der Ferien und Feiertage – hielt das Bundesgericht fest, dass es bei einer 
solchen Betreuungsregelung, die weit über vierzehntägliche Wochenendbesuche 
hinausgeht, der Rechtsprechung widerspricht, das Kind in der alleinigen Obhut der 
Mutter zu belassen. Vielmehr sei als Betreuungsform in diesem Fall die alternie-
rende Obhut anzuordnen (vgl. BGer 5A_722/2020 v. 13.7.2021 E. 3.4.2).) Bei ei-
ner Betreuungszeit von Donnerstag ab Schulschluss bis Montagmorgen alle zwei 
Wochen bestehe kein rechtlich geschütztes Interesse an einer Bezeichnung der 
Betreuungsform als alternierende Obhut (vgl. BGer 5A_712/2016 v. 3.4.2017 E. 
2.2). Nicht in Betracht zu ziehen sei eine alternierende Obhut sodann bei einem 
Betreuungsanteil von 20% und es bestehe im Fall, in dem der Vater neben einem 
Wochenendbesuchsrecht immer am Freitag die Verantwortung für die Betreuung 
der schulpflichtigen Kinder übernahm, kein Anlass für eine Abweichung vom 
Grundsatz, dass der nicht obhutsberechtigte Elternteil alleine für den geldwerten 
Unterhalt der Kinder aufzukommen habe (vgl. BGer 5A_534/2021 v. 5.9.2022 E. 
3.2 und E. 3.3.2.1).

6.4. Die prozentual auf die Elternteile entfallenden Betreuungsanteile bestim-
men sich nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung dadurch, dass der Tag in 
drei Perioden (Morgen / Beginn bis Ende der Schule / Abend) unterteilt wird. So-
dann wird über die Zeitspanne von 14 Tagen hinweg berechnet, wie viele Einhei-
ten jeder Elternteil von insgesamt 42 Einheiten (14 Tage à 3 Perioden) zu verant-
worten hat (vgl. BGer 5A_117/2021 v. 9.3.2022 E. 4.4 m.H. auf BGer 5A_ 
743/2017 v. 22.5.2019 E. 2.2).

6.5. Der Berufungskläger betreut seine Tochter seit Juni 2020 an jedem zweiten 
Wochenende sowie zusätzlich jeden Freitag und verbringt 3 Wochen Ferien sowie 

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die Hälfte der Feiertage mit ihr. Beantragt wird eine Ausdehnung dahin, als dass 
er seine Tochter jede Woche bereits ab Donnerstagabend zu sich nehmen will und 
zwar bis Freitagabend respektive Sonntagabend. Zudem will er 4 Wochen Ferien 
mit ihr verbringen. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen (vgl. E. 7.1. und 
7.2.) ergibt, ist die Freitagsbetreuungsregelung zu bestätigen und lediglich das 
Ferienrecht auszudehnen. Damit liegt ein dem vorzitierten Urteil 5A_534/2021 
vergleichbar gelagerter Fall vor und es kann im Lichte der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung nicht von einer massgeblichen Beteiligung an der Betreuung von 
B._____ ausgegangen werden, welche eine Anordnung der alternierenden Obhut 
rechtfertigt.

6.6. Selbst wenn die Betreuung antragsgemäss ausgedehnt würde und der Auf-
fassung des Berufungsklägers folgend die Ferien miteinbezogen würden, ver-
möchte dies an der vorstehenden Beurteilung nichts zu ändern. Würde er nämlich 
B._____, wie beantragt, wöchentlich von Donnerstagabend bis Freitagabend und 
jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend betreuen, würde 
dies zu einem Betreuungsverhältnis von 28.6% (Vater; 12 Betreuungsanteile über 
14 Tage betrachtet) zu 71.4% (Mutter; 30 Betreuungsanteile über 14 Tage be-
trachtet) führen. Wenn nun zusätzlich die 13 Schulferienwochen berücksichtigt 
würden, von denen der Vater 4 Ferienwochen und die Mutter die restlichen 9 Wo-
chen übernimmt, würde sich das Betreuungsverhältnis noch weiter zugunsten der 
Mutter verschieben. Die Feiertage, welche hälftig unter den Eltern aufgeteilt wer-
den, wirken sich neutral aus. Die vorgenommene Berechnung des Berufungsklä-
gers erweist sich insofern nicht als nachvollziehbar (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 40). Zu 
bemerken ist ferner, dass, selbst wenn vorliegend eine alternierende Obhut anzu-
nehmen wäre, der Berufungskläger wesentlich leistungsfähiger ist als die Beru-
fungsbeklagte 2 mit der Folge, dass er ohnehin den gesamten Bedarf des Kindes 
alleine decken müsste.

6.7. Im Ergebnis erweist sich die entsprechende Rüge des Berufungsklägers als 
unbegründet und die vorinstanzliche Beurteilung, wonach der Betreuungsumfang 
des Vaters nicht ausreicht, um von einer alternierenden Obhut zu sprechen, ist 
nicht zu beanstanden (vgl. act. B.1 E. 4.4). Es erübrigt sich damit, auf die von der 
Gegenseite in Frage gestellten Motive des Berufungsklägers, welche dem Antrag 
um alternierende Obhut zugrunde liegen würden, sowie auf das Verhältnis von 
Eigen- und Fremdbetreuung einzugehen.

7. Persönlicher Verkehr

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Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut 
nicht zusteht, und das minderjährige Kind gegenseitig Anspruch auf angemesse-
nen persönlichen Verkehr. Das Recht auf persönlichen Verkehr dient dem Aufbau 
und der Pflege der inneren Verbundenheit zwischen dem Elternteil, der nicht mit 
dem Kind in häuslicher Gemeinschaft lebt, und dem minderjährigen Kind (Andrea 
Büchler, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl., 
Bern 2022, N 6 zu Art. 273 ZGB). Zwar haben sich in der Gerichtspraxis soge-
nannte übliche Besuchsrechte eingebürgert (Büchler, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 273 
ZGB). Ob ein persönlicher Verkehr in seiner Ausgestaltung angemessen ist, lässt 
sich aber grundsätzlich nur anhand der Umstände des Einzelfalls unter Berück-
sichtigung des Zwecks des Besuchsrechts bestimmen. Oberste Richtschnur bildet 
das Kindeswohl, wobei allfällige Interessen der Eltern zurückzustehen haben. Un-
ter anderem sind etwa folgende Umstände bei der Regelung des persönlichen 
Verkehrs zu berücksichtigen: Alter des Kindes, Persönlichkeit und Bedürfnisse des 
Kindes und des Besuchsberechtigten, Beziehung des Kindes zum Besuchsbe-
rechtigten, Beziehung der Eltern untereinander, zeitliche Beanspruchung bzw. 
Verfügbarkeit aller Beteiligten, Gesundheitszustand der Beteiligten, Geschwister, 
Entfernung bzw. Erreichbarkeit der Wohnorte, Wohnverhältnisse beim besuchsbe-
rechtigten Elternteil (zu alledem vgl. Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 
2022, N 10 zu Art. 273 ZGB m.w.H.).

7.1. Besuchsrechtsregelung

Die Vorinstanz hat sich bei der Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs an der 
praktizierten Regelung und dem Bedürfnis von B._____ nach Ruhe und Stabilität 
orientiert, ihrer Äusserung an der Kindesanhörung Rechnung getragen sowie den 
noch unbekannten neuen Stundenplan einbezogen (vgl. act. B.1 E. 5.5). Vorlie-
gend wurde B._____ bis im Sommer 2020 – sowohl vor als auch nach der Tren-
nung der Eltern im März 2017 – und damit in ihren ersten 5 Lebensjahren vorwie-
gend durch die Mutter betreut, was sie zu ihrer Hauptbezugsperson gemacht hat. 
Seit Juni 2020 verbringt sie jedes zweite Wochenende (Freitagabend bis Sonn-
tagabend) sowie wöchentlich jeden Freitag beim Vater. Mithin hat sie auch zu ihm 
eine tragfähige Beziehung aufgebaut. Es liegt in ihrem Interesse, dass sie weiter-
hin einen regelmässigen ausgedehnten Kontakt zu ihrem Vater pflegen kann. Dies 
hat B._____ anlässlich der Kindesanhörung gegenüber dem Vorderrichter denn 
auch bestätigt. Sie erklärte, es gefalle ihr so, wie es jetzt sei.  Sie sehe ihren Vater 
immer am Freitag sowie jedes zweite Wochenende. Sie seien Zuhause, würden 
spielen oder fernsehen; manchmal gehe sie reiten oder mit ihm zur Arbeit, ins 

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Büro oder ab und zu auf Baustellen. Des Weiteren sagte sie, dass sie bei ihrer 
Mutter bleiben möchte und es ihr dort etwas mehr gefalle (vgl. RG act. VIII./1). Die 
seit Juni 2020 praktizierte Betreuungsregelung hat sich gut eingespielt und es ent-
spricht mit Blick auf das Kriterium der Stabilität dem Kindeswohl, diese beizube-
halten. Eine Ausdehnung in Form einer weiteren Übernachtung beim Vater hinge-
gen würde, nachdem im letzten Sommer der Schuleintritt erfolgt ist, mehr Wechsel 
und Unruhe für B._____ bedeuten. Dies gilt umso mehr, als der Berufungskläger 
beantragt, B._____ am Donnerstag erst ab 18.00 Uhr zu sich zu nehmen. Damit 
würde B._____ nach Schulschluss zuerst zu ihrer Mutter gehen, welche sich am 
Donnerstagnachmittag/-abend damit zur Verfügung halten und ebenfalls noch ei-
nen wesentlichen Teil der Donnerstagsbetreuung übernehmen müsste, bis der 
Wechsel zum Vater erfolgen könnte. Dass der Vater B._____ bereits ab Schul-
schluss betreut, dürfte – wie sich auch aus seinem Antrag schliessen lässt – nicht 
möglich sein. Als Geschäftsführer der J._____AG ist er in einer leitenden Position 
tätig und kann seine Arbeit nicht so früh beenden, um sich direkt nach Schul-
schluss um B._____ zu kümmern und mit ihr etwa Hausaufgaben zu erledigen. 
Unter Berücksichtigung des Alters des Kindes und seiner Bedürfnisse, namentlich 
nach Stabilität und Kontinuität, sowie der zeitlichen Verfügbarkeit der Beteiligten 
ist dem Berufungskläger ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende (Frei-
tagabend bis Sonntagabend) und jedem Freitag (Morgen bis Abend) einzuräumen. 
Die vorinstanzliche Regelung entspricht dem wohlverstandenen Interesse von 
B._____ und ist damit unverändert zu belassen. Der Berufungskläger legt im Übri-
gen denn auch nicht dar, inwiefern eine Ausdehnung und zusätzliche Übernach-
tung beim ihm den Bedürfnissen der Tochter besser entsprechen würde, als dies 
die aktuelle Regelung tut. Insbesondere begründet er seinen Eventualantrag, dass 
ihm ab Primarstufeneintritt ein Betreuungsrecht ab Donnerstagabend einzuräumen 
sei, mit keinem Wort (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 51).

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7.2. Ferien

7.2.1. Der Berufungskläger wendet sich auch gegen die Anzahl Ferienwochen. Mit 
der Begründung, dass ein Ferienrecht von zwei bis drei Wochen den Regelfall 
darstelle, der Vater in der Vergangenheit kaum Ferien mit B._____ verbracht und 
er nicht dargetan habe, ob er überhaupt vier Wochen Ferien beziehen könne, kam 
die Vorinstanz zum Schluss, dass es bei drei Wochen sein Bewenden habe (act. 
B.1 E. 5.5). Der Berufungskläger macht geltend, da von einer alternierenden Be-
treuung auszugehen sei, seien auch vier Wochen Ferien zuzusprechen. Ebenso 
seien aufgrund seines guten Verhältnisses zu B._____ vier Wochen einzuräumen. 
Er könne fünf Wochen Ferien pro Jahr beziehen, was sich aus dem GAV Holzbau 
bzw. der vorgelegten Lohnvereinbarung (RG act. III./6), die auf den GAV verweise, 
ergebe. Die Berufungsbeklagte 1 erklärt, der Berufungskläger vermöge keine 
Gründe für die Erweiterung des Besuchsrechts darzutun. Es gehe wiederum vor-
wiegend um monetäre Interessen. Bisher habe er lediglich eine Ferienwoche mit 
dem Kind verbracht (act. A.3 III. Ziff. 4). Die Berufungsbeklagte 2 hält ebenfalls 
fest, dass der Berufungskläger erstmals 2021 Ferien mit B._____ verbracht und 
vorher kein Interesse daran gezeigt bzw. keine Zeit dafür gefunden habe. Daher 
sei ihm ein Ferienanspruch von maximal drei Wochen einzuräumen (act. A.2).

7.2.2. Der Berufungskläger hat dargelegt und nachgewiesen, dass er gemäss 
dem GAV Holzbau (Art. 14a) einen Ferienanspruch von fünf Wochen hat. Wie sich 
den Akten entnehmen lässt, verbringt B._____ gerne Zeit mit dem Vater und auch 
die Übernachtungen funktionieren gut. Es ist davon auszugehen, dass sie mittler-
weile mehr Ferien mit dem Vater verbracht hat und die von der Vorinstanz ge-
währten drei Ferienwochen im letzten Jahr umgesetzt werden konnten. Gegen die 
Einräumung einer weiteren Ferienwoche ist damit, insbesondere mit Blick auf die 
Anzahl Wochen Schulferien, nichts einzuwenden, zumal dann immer noch neun 
Ferienwochen verbleiben, welche durch die Mutter abzudecken sind. Dass ein 
Ferienrecht von vier Wochen nicht dem Regelfall entspreche, ist kein taugliches 
Argument. Während sich die Betreuung unter der Woche eingespielt und B._____ 
entsprechende Stabilität vermittelt, führt eine zusätzliche Ferienwoche, anders als 
Wechsel zwischen den Eltern unter der Woche, nicht zu einer Beunruhigung des 
Betreuungsrhythmus. Gerade mit zunehmendem Alter liegt es im Interesse von 
B._____, vermehrt auch längere Zeit am Stück mit dem Vater zusammen zu sein. 
Ein Ferienrecht von vier Wochen erlaubt es, dass sie beispielsweise zwei Wochen 
Sommerferien sowie eine Ferienwoche im Frühling und eine im Herbst mit dem 
Vater verbringen kann. Das Ferienrecht ist somit antragsgemäss auf vier Wochen 
zu erweitern.

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7.3. Feiertage

7.3.1. Der Berufungskläger moniert, das im vorinstanzlichen Entscheid Aus-
führungen zur Aufteilung der Feiertage fehlen würden. Mit einer hälftigen Auftei-
lung, wie von der Vorinstanz offenbar gewollt, sei er einverstanden. Indessen sei 
das Urteil von Amtes wegen dahingehend zu ergänzen, welche Partei B._____ an 
wie vielen und welchen Feiertagen pro Jahr betreue.

7.3.2. Der Berufungskläger unterlässt es, diesbezüglich einen Antrag hinsichtlich 
der konkreten Aufteilung zu stellen. Sein Begehren lautet auf jeweils alternierende 
Zusprechung der Hälfte der jährlich anfallenden Feiertage (vgl. act. A.1 I. Ziff. 2.1 
und 2.2, II. C. Rz. 44), was insoweit mit dem vorinstanzlichen Entscheid überein-
stimmt. In dessen Dispositivziffer 5 wird festgehalten, dass dem Vater in Bezug 
auf die Feiertage das Wahlrecht in den geraden Jahren und der Mutter in den un-
geraden Jahren zukommt. Zu einer weitergehenden Zuteilung der Feiertage sah 
sich die Vorinstanz nicht veranlasst, weil die Aufteilung unter den Parteien funktio-
nierte (vgl. act. B.1 E. 5.2). Entsprechend kann der Berufungskläger wählen, wel-
che Feiertage er in den geraden Jahren mit B._____ verbringen möchte und in 
den ungeraden Jahren entfallen die nicht von der Mutter beanspruchten Feiertage 
auf ihn, wobei jedem Elternteil jährlich jeweils gleich viele Feiertage zustehen. Ei-
ne Ergänzung des vorinstanzlichen Entscheids drängt sich damit – wie auch die 
Berufungsbeklagte 1 konstatiert (act. A.3 III. Ziff. 3) – nicht auf, zumal die Rege-
lung vollständig und genügend bestimmt ist.

8. Kindesunterhalt

8.1. Einkommen des Berufungsklägers

8.1.1. Die Vorinstanz stellte in Phase 1 (November 2018 bis Dezember 2020) auf 
ein Durchschnittseinkommen des Berufungsklägers von CHF 8'959.00 bzw. zu-
züglich der Dividendenzahlungen auf ein solches von CHF 10'348.00 pro Monat 
ab (vgl. act. B.1 E. 6.2.2). Der Berufungskläger geht gestützt auf die jeweilige 
Steuererklärung von einem eigenen durchschnittlichen Monatseinkommen von 
CHF 12'532.00 im Jahr 2018, von CHF 8'500.00 im Jahr 2019 und von 
CHF 10'011.00 im Jahr 2020 aus, wobei er für das Jahr 2018 eine Dividende von 
CHF 30'000.00 und für das Jahr 2020 eine solche von CHF 20'000.00 einrechnet 
(vgl. act. A.1 II. B. Rz. 10 ff.). Er beanstandet, dass die Vorinstanz auf das Durch-
schnittseinkommen der Jahre 2018 bis 2020 abgestellt habe, zumal das Einkom-
men im Jahr 2018 überdurchschnittlich hoch gewesen und die Unterhaltszahlun-
gen erst ab November 2018 geltend gemacht worden seien (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 
53 f.). Die Berufungsbeklagte 1 hält dafür, das vorinstanzliche Vorgehen entspre-

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che konstanter Rechtsprechung, wonach bei variierendem Einkommen auf den 
Durchschnittswert einer genügend langen Vergleichsperiode abgestellt werde. Der 
Berufungskläger habe im Februar 2020 die E._____ AG gegründet, weshalb von 
einem bedeutenden Zusatzeinkommen auszugehen sei. Im vorinstanzlichen Ver-
fahren habe er die Auskunft dazu verweigert. Falls von einem tieferen Einkommen 
oder einem erweiterten Bedarf des Berufungsklägers als im angefochtenen Ent-
scheid ausgegangen werden sollte, würde dies durch die verschwiegenen Meh-
reinkünfte kompensiert (act. A.3 III. Ziff. 6.1 f.).

8.1.2 Unbestritten ist, dass nicht nur der feste Lohnbestandteil, sondern auch Bo-
ni und Provisionen etc. zum anrechenbaren Einkommen gehören. Vermögenser-
träge, wozu namentlich Gewinne aus Beteiligungen (Dividenden) zählen, sind 
ebenfalls als Einkommensbestandteil zu berücksichtigen (vgl. Bernhard Isen-
ring/Martin A. Kessler, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilge-
setzbuch I, a.a.O., N 27 zu Art. 163 ZGB; Philipp Maier/Rolf Vetterli, in: Fankhau-
ser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Bd. I, 4. Aufl., Bern 2022, N 32a zu Art. 176 
ZGB). Der unregelmässigen Höhe dieser Lohnbestandteile (schwankendes Ein-
kommen) kann rechtsprechungsgemäss dadurch Rechnung getragen werden, 
dass auf den Durchschnittswert einer als massgebend erachteten Zeitspanne ab-
gestellt wird. Ein solches Vorgehen bedeutet nicht nur eine Annäherung an die 
tatsächlichen Verhältnisse über einen längeren Zeitraum, sondern auch eine unter 
Verfassungsgesichtspunkten zulässige Vereinfachung (vgl. BGer 5A_454/2010 
vom 27.8.2010 E. 3.2; 5A_686/2010 v. 6.12.2010 E. 2.3). Was die Dauer der zu 
berücksichtigenden Zeitspanne anbelangt, wird in der Regel auf die letzten drei 
Jahre abgestellt. Auffällige, d.h. besonders gute oder besonders schlechte Jahre 
können unter Umständen ausser Betracht bleiben. Nur bei stetig sinkenden oder 
steigenden Einkommen wird das letzte Jahre als massgebend betrachtet (vgl. 
BGE 143 III 617 E. 5.1). Die Vergleichsperiode ist umso länger zu bemessen, je 
höher die Einkommensschwankungen ausgefallen sind (vgl. BGer 5A_132/2014 
vom 20.6.2014, E. 3.1.3; ebenso KGer GR ZK1 21 167 v. 8.3.2022 E. 6.6.4 und 
KGer ZK1 16 196/197 vom 19.7.2018 E. 9.6).

8.1.3. Vorliegend erzielte der Berufungskläger als Geschäftsführer der J._____AG 
im Jahr 2018 ein Nettoerwerbseinkommen von CHF 123'025.00 (davon Nebener-
werb von CHF 1'280.00) und einen Wertschriftenertrag von CHF 30'017.00 (davon 
Dividende CHF 30'000.00), total CHF 153'042.00 (vgl. RG act. III./13 und 14). Un-
ter Abzug der Kinderzulagen verbleibt ein Betrag von CHF 150'402.00. Die Divi-
dende rührt aus seiner 10% Beteiligung (25 Aktien) an der AG. Bei 25 Aktien ent-
spricht dies einer Dividende von CHF 1'200.00 pro Aktie. Im Jahr 2019 belief sich 

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das Erwerbseinkommen auf CHF 104'634.00 (vgl. RG act. III./10 und 11), Wert-
schriftenertrag wurde dagegen in der Steuererklärung keiner bzw. lediglich ein 
Betrag von CHF 16.00 ausgewiesen (RG act. III./16). Indessen findet sich auf dem 
Zusatzblatt zur Steuererklärung der Hinweis, dass die Dividende in der Steuerer-
klärung im Wertschriftenverzeichnis enthalten sei und diese für das Jahr 2020 
CHF 20'000.00 betragen habe und am 30. Juli 2020 ausbezahlt worden sei. Da 
dieser Hinweis in der Steuerklärung 2019 angebracht wurde, welche das Datum 
vom 10. März 2020 trägt, muss es sich um die Dividende für das Jahr 2019 han-
deln. Die Dividende wurde anders als im Jahr 2018 nicht als Vermögensertrag 
deklariert. Dem Wertschriftenverzeichnis lässt sich allerdings entnehmen, dass der 
Berufungskläger seine Beteiligung bei der J._____AG im Jahr 2019 um 10% er-
höht und 25 weitere Aktien (Steuerwert CHF 32'500.00) erworben hat. Aufgrund 
des Verweises auf das Wert-schriftenverzeichnis ist davon auszugehen, dass es 
sich um eine Naturaldividende gehandelt und der Berufungskläger in diesem Be-
trag Aktien erhalten hat. Wie dem auch sei, ist der Betrag von CHF 20'0000.00 
jedenfalls als Einkommen anzurechnen. Dass er eine solche Dividende bezog, hat 
der Berufungskläger anlässlich der Parteibefragung zugestanden (vgl. RG act. 
VIII./2 Ziff. 12 S. 9 f.), und ebenso wird in der Berufung zumindest der Betrag, 
wenn auch erst für das Folgejahr, anerkannt (vgl. act. A.1 II. B. Rz. 12). Bei 50 
Aktien entspricht dies einer Dividende von CHF 400.00 pro Aktie. Nach dem Ge-
sagten belief sich das Einkommen im Jahr 2019 auf insgesamt CHF 124'634.00 
bzw. CHF 121'994.00 ohne Kinderzulagen.

8.1.4. Für das Jahr 2020 liegt lediglich der Lohnausweis (vgl. RG act. III./4), aber 
keine Steuererklärung im Recht. Der Berufungskläger bezog im Jahr 2020 einen 
Nettolohn von CHF 102'768.00. Dieser liegt somit in derselben Grössenordnung 
wie in den beiden Vorjahren. Vermögenserträge sind darin nicht enthalten. Indes-
sen ist davon auszugehen, dass der Berufungskläger wie in den Vorjahren eben-
falls eine Dividende bezogen hat bzw. eine solche jährlich beziehen wird. So hatte 
er auch im Jahr 2017 bereits eine Dividende von CHF 30'000.00 erhalten (vgl. RG 
act. II./12 [Verfahrensakten KESB Steuererklärung 2017]) und an der Parteibefra-
gung gab er an, für das Jahr 2021 ebenfalls eine Dividende zu erwarten (vgl. RG 
act. VIII./2 Ziff. 13). Basierend auf den Jahren 2017, 2018 und 2019 ist für die Ein-
kommensermittlung eine durchschnittliche Dividende von CHF 933.00 pro Aktie 
(im Jahr 2017 und 2018 je CHF 1'200.00 und im Jahr 2019 CHF 400.00 pro Aktie) 
anzunehmen. Unter Berücksichtigung, dass sich die Beteiligung per  2019 auf 
20% und die Aktienzahl auf 50 erhöht hat (vgl. RG act. III./16), ist somit von einer 
durchschnittlichen Gewinnbeteiligung von CHF 46'650.00 jährlich auszugehen. 
Damit ergibt sich für das Jahr 2020 ein Einkommen von 149'418.00 respektive von 

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CHF 146'778.00 exkl. Kinderzulagen. Die erst im Jahre 2020 gegründete E._____ 
AG betreibt der Berufungskläger dagegen gemäss seinen glaubwürdigen Angaben 
als Hobby und es erfolgen keine Dividendenzahlungen (vgl. RG act. VIII./2 Ziff. 
14), weshalb kein zusätzliches Einkommen zu berücksichtigen ist.

8.1.5. Um einen relativ zuverlässigen Mittelwert zu erhalten, rechtfertigt es sich, 
auf die Zeitspanne von drei Jahren abzustellen und das Jahr 2018 nicht auszu-
klammern. Daran ändert nichts, dass die Unterhaltspflicht erst ab November 2018 
richterlich zu regeln ist. Die Leistungsfähigkeit ist auch vergangenheitsorientiert zu 
bestimmen, wenn sich daraus Erkenntnisse für die Zukunft ableiten lassen. Dies 
ist bei der Erzielung von Beteiligungsertrag der Fall. Hinzu kommt ferner, dass 
sich anhand des Jahres 2017 zeigt, dass das Einkommen im Jahr 2018 keines-
wegs ausserordentlich hoch war. Auch im 2017 erzielte der Berufungskläger einen 
Nettolohn von CHF 110'421.00 bzw. von CHF 107'781.00 ohne Kinderzulagen und 
eine Dividende von CHF 30'000.00 (vgl. RG act. II./12 [Verfahrensakten KESB 
Steuererklärung 2017]).

8.1.6. Zusammenfassend resultiert, abgestützt auf die Jahre 2018 bis 2020, ein 
durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von CHF 11'644.00 ([CHF 
150'402.00 + CHF 121'994.00 + CHF 146'778.00] / 36; durchschnittlicher Monats-
lohn CHF 8'959.00 und monatliche Dividende CHF 2'685.00). Das vorinstanzlich 
ermittelte Einkommen ist damit für diesen Zeitraum entsprechend nach oben zu 
korrigieren.

8.1.7 Infolge betreuungsbedingter Reduktion des Erwerbspensums auf 80% 
rechnete die Vorinstanz dem Berufungskläger ab Januar 2021 (ab Phase 2) ein 
Einkommen von CHF 7'022.00, unter Aufrechnung des Privatkostenanteils für das 
Geschäftsauto, an (act. B.1 E. 6.3.1). Dies wurde auch über den Primarschulein-
tritt von B._____ hinaus unverändert angerechnet trotz Schulpräsenz am Freitag-
vormittag und -nachmittag (act. B.1 E. 6.5.1). Mit dem Oberstufeneintritt ging die 
Vorinstanz davon aus, dass der Berufungskläger sein Pensum ab September 
2029 wieder auf 100% erhöhen könne und stellte auf das Einkommen von CHF 
10'348.00 gemäss Phase 1 ab (act. B.1 E. 6.7.1). Letzteres wird vom Berufungs-
kläger moniert und er führt aus, es könne nicht ohne Weiteres davon ausgegan-
gen werden, dass B._____ nach der Schule keine Betreuung mehr benötige. Dies 
sei erst ab der Vollendung des 16. Lebensjahres und damit ab März 2031 der Fall. 
In der Zeit von September 2028 bis Februar 2031 sei dem Berufungskläger maxi-
mal ein Pensum von 96% möglich, womit ein Einkommen von CHF 8'426.00 ein-
hergehe. Erst ab März 2031 könne ihm ein volles Einkommen angerechnet wer-
den, wobei auf den zuletzt bekannten im Jahr 2021 massgeblichen Lohn und nicht 

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auf den Durschnitt der Jahre 2018 bis 2020 abzustellen sei (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 
68 f.). Die Berufungsbeklagte 1 hält dem entgegen, dass das Arbeitspensum des 
Berufungsklägers bereits heute durch die Kinderbetreuung keine Einschränkung 
erfahre. Der Berufungskläger habe lediglich eine einzige Lohnabrechnung mit 80% 
erstellen lassen, ansonsten aber keine Einschränkung belegt. Hinzu kämen die 
nicht offengelegten Einkünfte aus der E._____ AG. Da er B._____ aufgrund des 
Kindergartenbesuchs und des Reitunterrichts auch am Freitag nicht direkt betreue, 
sei ihm durchgehend ein volles Einkommen anzurechnen. Dies wird für den Fall, 
dass von einem höheren Bedarf als im angefochtenen Entscheid ausgegangen 
würde, vorgebracht (act. A.3 III. 10.3 f.).

8.1.8. Für das Jahr 2021 liegen drei Lohnabrechnungen vor, die ein 80% Pensum 
ausweisen (RG act. III./7 und III./12). Was die Pensumsreduktion angeht, so recht-
fertigt die Freitagsbetreuung, welche der Berufungskläger übernimmt, eine solche. 
Ob er die Betreuung dabei ganztags direkt übernimmt oder nicht, ist nicht primär 
massgebend, sondern es ist ausreichend, dass er seine Arbeitszeit zweifellos an-
passen und auf B._____ ausrichten muss. Sodann ist auch zu berücksichtigen, 
dass er B._____ oftmals zum Reitunterricht begleitet und anwesend ist (RG act. 
VIII./2 Ziffer 15). Umgekehrt wird bei der Berufungsbeklagten 2 ebenfalls eine Ein-
schränkung der Erwerbstätigkeit berücksichtigt, die nicht genau deckungsgleich 
mit der Kindergarten- bzw. Schulpräsenz von B._____ und damit mit der direkten 
Eigenbetreuung ist. Bezüglich des Erwerbseinkommens ist vom vorinstanzlich er-
rechneten Nettolohn von CHF 7'022.00 (vgl. act. B.1 E. 6.3.1) auszugehen, aller-
dings ist ein höheres Dividendeneinkommen ausgehend von einer 20% Beteili-
gung in einem Betrag von CHF 46'650.00 bzw. CHF 3'888.00 monatlich hinzuzu-
rechnen (vgl. vorstehend E. 8.1.4). Dies führt ab dem Jahr 2021 zu einem monatli-
chen Nettoeinkommen von CHF 10'910.00.

8.1.9. Dass mit dem Oberstufeneintritt von B._____ wieder ein volles Pensum an-
gerechnet wird, ist entgegen der Ansicht des Berufungsklägers nicht zu beanstan-
den. Zum einen wird die Schulpräsenzpflicht zunehmen und zum anderen wird 
aufgrund des Alters des Kindes nicht mehr eine derart umfassende Betreuung und 
Beaufsichtigung nötig sein, dass der Berufungskläger bei Schulschluss stets zu-
hause sein oder die Tochter zu Freizeitaktivitäten bringen muss, und allenfalls wird 
sie sich über Mittag auch auswärts verpflegen. Ausgehend vom zuletzt erzielten 
Lohn bei 80% ergib sich ein Nettolohn von CHF 8'778.00 bei 100%. Zuzüglich ei-
ner Dividende von CHF 3'888.00 ist auf ein monatliches Einkommen von total CHF 
12'666.00 abzustellen. 

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8.2. Einkommen der Berufungsbeklagten 2

8.2.1. Die Vorinstanz rechnete der Berufungsbeklagten 2 angesichts ihres Pen-
sums von 25% im Malergeschäft ihres Vaters in Phase 1 (November 2018 bis De-
zember 2020) ein monatliches Einkommen von CHF 942.00 an (vgl. act. B.1 E. 
6.2.2). In Phase 2 und 3 (Januar 2021 bis August 2022) erachtete die Vorinstanz 
ein 40% Pensum als zumutbar und ging von einem hypothetischen monatlichen 
Einkommen von CHF 1'462.00 aus (act. B.1 E. 6.3.1 und 6.4.1). Ab September 
2022 (ab Phase 4), mithin ab dem Primarschuleintritt von B._____, ging die Vor-
instanz basierend auf einem 50% Pensum von einem zumutbaren und möglichen 
Einkommen der Berufungsbeklagten 2 von netto CHF 2'000.00 pro Monat aus 
(act. B.1 E. 6.5.1). Dieses Einkommen wurde der Berufungsbeklagten 2 bis Au-
gust 2029 angerechnet (act. B.1 E. 6.6.1). Anschliessend nahm die Vorinstanz ab 
September 2029 ein 80% Pensum und ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 
3'200.00 an (act. B.1 E. 6.7.1) und ab vollendetem 16. Altersjahr bei einem 100% 
Pensum schliesslich ein solches von CHF 4'000.00 (act. B.1 E. 6.8.1).

8.2.2. Der Berufungskläger kritisiert die vorinstanzliche Einkommensermittlung 
und verweist auf das gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung geltende 
Schulstufenmodell sowie den Grundsatz, dass die vorhandene Arbeitskapazität, 
gerade wenn es um den Kindesunterhalt geht, umfassend auszuschöpfen sei (act. 
A.1 II. C. Rz. 57 ff.). Im Einzelnen macht der Berufungskläger geltend, die Beru-
fungsbeklagte 2 habe gemäss Feststellung der Vorinstanz unstreitig ein Jahres-
nettoeinkommen von CHF 11'051.00 im Jahr 2018, von CHF 10'983.00 im Jahr 
2019 und von CHF 11'885.00 im Jahr 2020 erzielt (vgl. act. A.1 II. B. Rz. 15). Auf 
ein Durchschnittseinkommen abzustellen, wie dies die Vorinstanz gemacht habe, 
sei nicht sachgerecht (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 55). Die Vorinstanz habe in Phase 1 
(November 2018 bis Dezember 2020) den Lohn ohne Begründung ausgehend von 
einem 25% Pensum auf CHF 942.00 angesetzt, obschon seine Ausführung, die 
Berufungsbeklagte 2 arbeite in einem Pensum von 20%, unbestritten geblieben 
sei. Sodann habe B._____ in der Zeit von November 2018 bis Ende April 2020 
während zwei Tagen pro Woche die Kinderkrippe F._____ besucht, so dass der 
Berufungsbeklagten 2 aufgrund der unstreitigen Drittbetreuung ein Pensum von 
40% und nicht lediglich von 25% hätte angerechnet werden müssen. An den be-
treuungsfreien Tagen hätte die Berufungsbeklagte 2 ihre Erwerbstätigkeit im 
Malerbetrieb ihres Vaters auf 40% ausdehnen können; dass dies nicht möglich 
sei, habe sich nicht vorgebracht. Es wäre somit ein hypothetisches monatliches 
Einkommen von CHF 1'842.00 im Jahr 2018, von CHF 1'830.00 im Jahr 2019 und 
von CHF 1'980.00 im Jahr 2020 bzw. bis April 2020 anzurechnen gewesen (vgl. 
act. A.1 II. C. Rz. 60 ff.). Die Berufungsbeklagte 1 weist darauf hin, dass der Be-

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such der Kinderkrippe freiwillig sei und die obligatorische Einschulung mit 7 Jah-
ren stattfinde, womit der Mutter erst ab diesem Zeitpunkt ein Einkommen zu einem 
50% Pensum anzurechnen sei. Eine vorgängige Erhöhung auf 40% zu verlangen, 
gehe fehl (act. A.3 III. Ziff. 8).

8.2.3. Zur Beurteilung der Frage, ab welchem Zeitpunkt von einem betreuenden 
Elternteil die Wiederaufnahme einer (teilzeitlichen) Erwerbstätigkeit verlangt wer-
den kann und sich der Betreuungsunterhalt dementsprechend um das (neben der 
Kinderbetreuung) mögliche Erwerbseinkommen des betreffenden Elternteils redu-
ziert, ist nach neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Sinne einer Richtli-
nie das sog. Schulstufenmodell anwendbar. Demnach soll der hauptbetreuende 
Elternteil ab der obligatorischen Einschulung des jüngsten Kindes grundsätzlich zu 
50% einer Erwerbsarbeit nachgehen, ab seinem Eintritt in die Sekundarstufe zu 
80% und ab vollendetem 16. Lebensjahr zu 100% (vgl. dazu eingehend BGE 144 
III 481 E. 4.7; PKG 2020 Nr. 2 E. 4.2.2).

8.2.4. Vorliegend rechtfertigt es sich, ab November 2018 auf das tatsächlich er-
zielte und nicht, wie vom Berufungskläger gefordert, auf ein hypothetisches Ein-
kommen der Berufungsbeklagten 2 abzustellen, zumal gemäss Schulstufenmodell 
noch keine Erwerbstätigkeit verlangt würde. Unabhängig vom Besuch der Kinder-
krippe ist der Berufungsbeklagten 2 das ausgewiesene Einkommen von monatlich 
CHF 942.00 (RG act. II./7, 16 und 17), entsprechend der Feststellung der Vor-
instanz, anzurechnen. Ob dies ein 20% oder 25% Pensum darstellte, ist 
grundsätzlich irrelevant, da es sich um eine überobligatorische Arbeitsanstrengung 
handelt. Das von der Berufungsbeklagten 2 erzielte Einkommen übersteigt sodann 
die angefallenen Kita-Kosten, so dass sich ihre Erwerbstätigkeit für den Beru-
fungskläger unterhaltsvermindernd auswirkt. Da den Fremdbetreuungskosten ein 
höheres Erwerbseinkommen gegenübersteht, die Reduktion des Betreuungsun-
terhalts also grösser ist als die Erhöhung des Barbedarfs des Kindes, geht die be-
rufungsklägerische Rüge fehl und es gilt das effektive Einkommen und die Betreu-
ungskosten zu berücksichtigen. Weshalb, insbesondere aus Praktikabilitätsgrün-
den zur Vermeidung zusätzlicher Phasenbildungen, nicht auf das durchschnittliche 
Einkommen abgestellt werden darf, begründet der Berufungskläger im Übrigen 
nicht. Nach dem Gesagten besteht für die Anrechnung eines höheren hypotheti-
schen Einkommens vorerst kein Grund.

8.2.5. Seit Juni 2020 übernimmt der Berufungskläger die Betreuung von B._____ 
an jedem Freitag. Dies fällt praktisch mit dem Kindergarteneintritt von B._____ im 
August 2020 zusammen. Dies ermöglicht es der Berufungsbeklagten 2, ihre Er-
werbstätigkeit während der betreuungsfreien Zeit auszudehnen. Ab dem Kinder-

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garteneintritt von B._____ will der Berufungskläger der Berufungsbeklagten 2 ein 
hypothetisches Einkommen von 50% sowie weitere 10% aufgrund der Freitagsbe-
treuung anrechnen. Auch wenn der Besuch des Kindergartens im Kanton 
Graubünden freiwillig sei, hätte ein 50% Pensum berücksichtigt werden müssen, 
da B._____ den Kindergarten effektiv seit Ende August 2020 besucht habe. Auch 
die betreuungsfreie Zeit am Freitagnachmittag hätte mit einer zusätzlichen Er-
werbstätigkeit von 10% in die Beurteilung einfliessen müssen. Weiter hätte sich 
die Berufungsbeklagte 2 eine besser bezahlte Stelle im Detailhandel suchen müs-
sen. Bei einem 60% Pensum als Detailhandelsangestellte oder Büroassistentin 
lasse sich ein monatliches Nettoeinkommen von CHF 2'400.00 erzielen. Dieses 
Einkommen sei der Berufungsbeklagten 2 ab September 2020 bis August 2027 
(recte wohl: 2028) anzurechnen (act. A.1 II. C. Rz. 63 ff.). Die Berufungsbeklagte 1 
bleibt dabei, dass erst ab dem 7. Altersjahr des Kindes ein 50%-Pensum ange-
rechnet werden könne und während der Kindergartenzeit keine Grundlage für die 
Annahme eines Einkommens von 50% bzw. sogar 60% bestehe (act. A.3 III. Ziff. 
9).

8.2.6. Der Berufungsbeklagten 2 ist gemäss dem Schulstufenmodell ab dem Kin-
dergarteneintritt von B._____ und damit ab September 2020 eine 50%-ige Er-
werbstätigkeit zuzumuten. Es wird dabei entgegen der Ansicht der Berufungsbe-
klagten 1 nicht auf die Einschulung abgestellt, da mit dem Kindergarteneintritt eine 
tatsächliche Entlastung in der Betreuung erfolgt, auch wenn der Besuch desselben 
freiwillig sein mag (vgl. auch KGer GR ZK1 19 175/176 v. 13.4./11.10.2021 E. 
8.1). Ab diesem Zeitpunkt entfallen zudem die Kita-Kosten, da durch den Kinder-
gartenbesuch die zusätzliche Fremdbetreuung obsolet wird. Ein 50% Pensum gilt 
auch vor dem Hintergrund, dass der Berufungskläger die Betreuung am Freitag 
übernimmt, ohne Weiteres als möglich und zumutbar. Dass dies sogar zur An-
rechnung eines 60% Pensums führen müsse, überzeugt allerdings nicht, zumal 
die Berufungsbeklagte 2 am Freitagmorgen und -abend, bis der Berufungskläger 
B._____ jeweils abholt bzw. wenn er sie wieder zurückbringt, die Betreuung 
gleichwohl übernimmt und auch die mit dem Naturalunterhalt einhergehenden 
Aufgaben wie Kochen, Wäsche, Einkaufen (vgl. dazu BGE 147 III 265 E. 8.1) un-
verändert bei der Berufungsbeklagten 2 verbleiben. Es fragt sich, welches Ein-
kommen die Berufungsbeklagte 2 bei einem 50% Pensum erzielen kann. Die Vor-
instanz nahm bei 50% ein Nettoeinkommen von CHF 2'000.00 (vgl. act. B.1 E. 
6.5.1), der Berufungskläger dagegen bei 40% ein solches von CHF 1'980.00 und 
bei 60% ein solches von CHF 2'400.00 an. Weder den Lohnabrechnungen, den 
Lohnausweisen noch den Steuererklärungen der Berufungsbeklagten 2 lässt sich 
entnehmen, in welchem Pensum sie tätig war bzw. auf welches Pensum sich der 

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Bruttolohn von CHF 1'000.00 (exkl. 13. Monatslohn) bezog (vgl. RG act. II./3, 7, 
16, 17, 18, 21 und 24). Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Berufungsbeklag-
te 2 als gelernte Sportartikelverkäuferin bei einem Vollpensum netto CHF 4'000.00 
(inkl. 13. Monatslohn) pro Monat verdiene und mit einem 25% Pensum rund 
CHF 1'000.00 netto (inkl. 13. Monatslohn) (vgl. RG act. V./16 Ziffer IV. 3.) und ging 
von demselben Einkommen für die Bürotätigkeit im Malergeschäft aus. Der Beru-
fungskläger stellte sich im vorinstanzlichen Verfahren auf den Standpunkt, dass 
sich als Büroassistentin ein Nettolohn von CHF 5'000.00 generieren lasse und ein 
Nettolohn von CHF 1'000.00 demnach einem 20% Pensum entspreche (vgl. RG 
act. I./2 Rz. 13 und RG act. VII./3 Rz. 20). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 
8. Juli 2021 hat die Berufungsbeklagte 1 das angerechnete Einkommen aufgrund 
der Ausbildung als Detailhandelsangestellte als zu hoch zurückgewiesen, sich 
aber nicht zum erzielbaren Lohn und konkreten Pensumsumfang geäussert (vgl. 
RG act. VII./4 S. 3). Aufgrund des vorliegend anwendbaren Untersuchungsgrund-
satzes schadet dies nicht. Gemäss dem Statistischen Lohnrechner Salarium be-
trägt der mittlere Lohn im Detailhandel bei einem vollen Pensum CHF 4'600.00 
brutto (inkl. 13 Monatslohn) pro Monat, als Administrationsassistentin ohne abge-
schlossene Ausbildung liegt er nicht höher. Entsprechend ist bei einem Vollpen-
sum von einem monatlichen Nettolohn von rund CHF 4'000.00 auszugehen, wie 
dies die Vorinstanz getan hat. Bei einem 50% Pensum kann die Berufungsbeklag-
te 2 folglich ein Nettoeinkommen von CHF 2'000.00 erzielen.

8.2.7. Der Berufungskläger bringt des Weiteren vor, B._____, Jahrgang 2015, tre-
te entgegen der vorinstanzlichen Feststellung nicht erst im Sommer 2029, sondern 
im Sommer 2028 in die Oberstufe ein. Mithin sei der Berufungsbeklagten 2 
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bereits ab September 2028 ein 
Erwerbspensum von 80% möglich. Aufgrund des Umstands, dass der Berufungs-
kläger B._____ weiter am Freitagnachmittag betreue, sei bei einer Erwerbstätig-
keit von 84% ein Einkommen von CHF 3'360.00 erzielbar. Für die Zeit ab Septem-
ber 2018 bis März 2031 sei von diesem Einkommen auszugehen (act. A.1 II. C. 
Rz. 66 f.). Die Berufungsbeklagte 1 erachtet die vorinstanzliche Beurteilung als 
korrekt. Die Mutter habe ab der Oberstufe einem 80% Pensum nachzugehen; al-
lerdings sei sie bezüglich der Zeiteinteilung frei und es könne ihr nicht aufgrund 
der Freitagsnachmittagsbetreuung ein höheres Einkommen angerechnet werden 
(act. A.3 III. Ziff. 10.1 f.).

8.2.8. Die Rüge, dass B._____ bereits im Sommer 2028 mit 13 Jahren in die Se-
kundarschule eintrete, erweist sich als berechtigt. Gestützt auf das Schulstufen-
modell ist der Berufungsbeklagten 2 damit ab September 2028 eine Erwerbstätig-

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keit von 80% möglich und zumutbar. Die Freitagsbetreuung des Berufungsklägers 
rechtfertigt indessen keine Erhöhung des Pensums. Es kann auf die vorherige Be-
gründung verwiesen werden (vgl. E. 8.2.6. in Zusammenhang mit der 50% Tätig-
keit). Bei einem Pensum von 80% beträgt das anrechenbare Nettoeinkommen 
CHF 3'200.00.

8.3. Bedarf des Berufungsklägers

8.3.1. Grundbetrag

Die Vorinstanz ging in sämtlichen Berechnungsphasen von einem Grundbetrag 
des Berufungsklägers von CHF 1'200.00 aus. Da keine alternierende Obhut ange-
ordnet werde, sei eine Erhöhung des Grundbetrags nicht gerechtfertigt und selbst 
bei einer Donnerstagabend- und Freitagmorgenbetreuung durch den Vater wäre 
aufgrund der immer noch deutlich höheren Betreuungsleistung der Mutter nicht 
klar, ob eine solche vorzunehmen wäre (vgl. act. B.1 E. 6.2.2 S. 25 f.). Auch den 
Grundbetrag von B._____ teilte die Vorinstanz in allen Berechnungsphasen infol-
ge der alleinigen Obhut der Mutter nicht auf (act. B.1 E. 6.2.3).

Ab Juni 2020, mithin ab dem Zeitpunkt, ab dem er B._____ nebst jedem zweiten 
Wochenende jeweils freitags betreut, beansprucht der Berufungskläger für sich 
einen Grundbetrag von CHF 1'350.00. Bei einer Betreuungsquote von knapp 30% 
stehe ihm der höhere Grundbetrag zu, unabhängig davon, ob die Betreuungsleis-
tung der Mutter grösser sei (vgl. act. A.1 II. B. Rz. 23 und II. C. Rz. 70). Zudem 
macht er geltend, dass ein Teil des Grundbetrags von B._____ bei ihm anfalle. 
Dieser sei im Verhältnis der Betreuungsquoten unter den Eltern aufzuteilen. Ab 
Juli 2020 bis Februar 2025 sei der Grundbetrag von B._____ um CHF 116.00 und 
ab März 2025 um CHF 174.00 zu reduzieren (vgl. act. A.1 II. B. Rz. 23 und II. C. 
Rz. 71). Die Berufungsbeklagte 1 bestreitet, dass das praktizierte Modell eine al-
ternierende Obhut darstelle, womit beim Berufungskläger keine Erhöhung und 
beim Kind keine Aufteilung des Grundbetrags vorzunehmen sei (act. A.3. III. Ziff. 
11).

Wie vorstehend ausgeführt (vgl. E. 6.5), ist vorliegend nicht von einer alternieren-
den Obhut zu sprechen. Eine Erhöhung des Grundbetrags ist, da nicht von einer 
Hausgemeinschaft mit dem Kind auszugehen ist, damit nicht gerechtfertigt. Glei-
ches gilt für die Aufteilung des Grundbetrags von B._____. Indessen fallen beim 
Berufungskläger durch den zusätzlichen Betreuungstag unter der Woche wie auch 
die vier Ferienwochen unbestritten höhere Kosten an. Diesem Umstand wird im 
Rahmen der Überschussverteilung Rechnung zu tragen sein (vgl. auch ZK1 19 48 

31 / 56

v. 2.12.2022 E. 13.2.1 f.). Bei der Überschussverteilung können alle Besonderhei-
ten des Einzelfalles, im Sinne einer Bündelung der Ermessensbetätigung, berück-
sichtigt werden (BGE 147 III 265 E. 7.4).

8.3.2. Sparquote/Schuldentilgung

Neu bringt der Berufungskläger vor, dass bei ihm in Höhe der Einzahlungen in die 
Säule 3a eine Sparquote von monatlich CHF 569.00 zu berücksichtigen sei. Im 
Rahmen der Steuerberechnung habe die Vorinstanz die nachgewiesenen Einzah-
lungen beachtet (act. A.1 II. B. Rz. 29). Gemäss den nun belegten Einzahlungen 
des Maximalbetrags in die Säule 3a in den Jahren 2018 bis 2021 sei eine monatli-
che Sparquote von CHF 569.00 zu berücksichtigen (act. A.1 II. C. Rz. 82). Auf-
grund eines Darlehens der G._____ in Höhe von CHF 165'000.00, das er im Fe-
bruar 2019 ausbezahlt erhalten habe, will der Berufungskläger gestützt auf die 
Zahlungen in den Jahren 2019 bis 2021 einen durchschnittlichen monatlichen 
Kreditaufwand (Zinsen, Spesen und Kredittilgung) von CHF 809.00 ebenfalls unter 
dem Titel Sparquote berücksichtigen. Die Tilgung des Kredits daure bis Dezember 
2034 (vgl. act. A.1 II. B. Rz. 30 ff.). Somit sei ab dem Jahr 2019 bis 2034 ein mo-
natlicher Betrag von CHF 1'378.00 vom Überschuss des Berufungsklägers in Ab-
zug zu bringen (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 83). Die Berufungsbeklagte 1 wendet dage-
gen ein, dass sich die Parteien im März 2017 getrennt hätten und die Jahre des 
Zusammenlebens für eine allfällige Sparquote massgebend gewesen wären, der 
Berufungskläger dazu jedoch keine Angaben mache. Andernfalls hätte der unter-
haltspflichtige Elternteil willkürlich die Möglichkeit, nach der Trennung zu Lasten 
des Kindesunterhaltes eine extensive Sparquote zu bilden. Eine nach der Tren-
nung geltend gemachte Sparquote könne mithin keinerlei Einfluss auf den Unter-
halt haben (act. A.3 III. Ziff. 14.2).

Eine nachgewiesene Sparquote ist vom Überschuss abzuziehen. In derartigen 
Konstellationen leben die Eltern sparsamer als es die Verhältnisse zulassen wür-
den. Die Lebensstellung weicht mit anderen Worten von der potentiellen Leis-
tungsfähigkeit ab und ein Kind kann selbstredend nicht im Rahmen der Über-
schussverteilung Anspruch auf eine Lebensführung geltend machen, welche die-
jenige der Eltern bzw. den angestammten Standard vor einer Trennung der Eltern 
überschreitet (BGE 147 III 265 E. 7.3). Vorliegend wird die Sparquote von 
CHF 569.00 zwar belegt, allerdings für den Zeitraum von 2018 bis 2021 (RG act. 
III./13. und 16, act. B.4). Die Parteien trennten sich vorliegend bereits im Jahr 
2017 (vgl. RG act. II./4 und 12). Der Berufungskläger äussert sich nicht dazu, ob 
er bereits vor der Trennung über eine entsprechende Sparquote verfügte und 
weist eine solche damit nicht nach (vgl. BGE 140 III 485 E. 3.3). Bei der Unter-

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haltsberechnung von Relevanz ist eine Sparquote, wenn sie während des Zu-
sammenlebens bestanden hat. Dass der Berufungskläger bei den ab November 
2018 geleisteten monatlichen Unterhaltsbeiträgen von CHF 1'730.00 zuzüglich 
Kinderzulagen (vgl. dazu nachfolgend E. 8.5.) in der Lage war, eine Sparquote zu 
bilden, erstaunt in Anbetracht der Einkommensverhältnisse denn auch nicht. Dar-
aus eine Reduktion des erst noch (rechtskräftig) richterlich festzusetzenden Un-
terhaltsbeitrags ableiten zu wollen, kann nicht angehen.

Was den geltend gemachten Kreditaufwand anbelangt, so legt der Berufungsklä-
ger nicht dar, zu welchem Zweck das Darlehen aufgenommen wurde. Die Kredit-
aufwendungen sind jedenfalls nicht unter dem Titel Sparquote einzuordnen, son-
dern würden die Schuldentilgung betreffen. Eine angemessene Schuldentilgung 
könnte im Rahmen des erweiterten familienrechtlichen Existenzminimums berück-
sichtigt werden (BGE 147 III 265 E. 7.2). Allerdings sind Schuldverpflichtungen 
lediglich zurückhaltend in die Bedarfsberechnung des Unterhaltsschuldners einzu-
beziehen; zum Bedarf hinzuzurechnen sind grundsätzlich nur diejenigen regel-
mässig abbezahlten Schulden, die für den gemeinsamen Lebensunterhalt in beid-
seitigem Interesse aufgenommen worden sind (vgl. BGE 127 III 289 E. 2a/bb und 
BGer 5A_780/2015 v. 10.5.2016 E. 2.7 je m.w.H.; vgl. auch KGer GR ZK1 18 164 
v. 20.10.2020 E. 6.4.1 und ZK1 15 97 v. 23.3.2018 E. 4.1.6). Vorliegend hat der 
Berufungskläger das Darlehen nach eigenen Angaben erst im Februar 2019 auf-
genommen (vgl. act. B.5). Vom Zeitpunkt her kann es sich somit lediglich um ei-
nen Kredit handeln, welchen er für seine persönlichen und nicht etwa für gemein-
same Bedürfnisse aufgenommen hat. Würde dies berücksichtigt, so hätte es der 
Unterhaltsschuldner durch eine nachträgliche Darlehensaufnahme und das Einge-
hen von Drittschulden in der Hand, seine Leistungsfähigkeit nach Belieben zu 
schmälern. Die Kreditaufwendungen müssen nach dem Gesagten somit ausser 
Betracht bleiben.

8.4. Bedarf der Berufungsbeklagten 2

8.4.1. Wohnkosten

Die Vorinstanz stellte auf das Vorbringen der Berufungsbeklagten ab, wonach der 
Mietzins zurzeit nicht bezahlt, sondern als Darlehen der Eltern gewährt werde, und 
ging vom Bestand eines entsprechenden Darlehensvertrags aus und rechnete die 
Mietkosten an. Sie erwog, die geleisteten Unterhaltszahlungen des Vaters von 
CHF 1'730.00 zzgl. Kinderzulagen würden nicht ausreichen, um die Miete zu be-
zahlen. Der Bedarf der Berufungsbeklagten dürfe nicht auf Kosten der (Gross-

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)Eltern herabgesetzt werden. Für die Höhe der Wohnkosten werde auf den akten-
kundigen Mietvertrag abgestellt (act. B.1 E. 6.2.2. S. 27 f.).

Der Berufungskläger bringt vor, dass der Mietvertrag der Berufungsbeklagten 2 
zwar Wohn- und Nebenkosten von monatlich CHF 2'250.00 ausweise, ihre Eltern 
jedoch die Vermieter wären und sie daher keinen Mietzins bezahlen müsse (act. 
A.1 II. B. Rz. 25 f.). Für einen Darlehensvertrag bestünden keine Anhaltspunkte. 
Im Weiteren führt er aus, dass die Vorinstanz abweichend von der Aussage der 
Berufungsbeklagten 2 an der Parteieinvernahme, wonach die Miete CHF 1'800.00 
betrage, ohne weitere Abklärung Kosten von CHF 2'250.00 angerechnet habe. 
Allenfalls hätte von monatlichen Miet- und Nebenkosten von CHF 1'800.00 ausge-
gangen werden müssen (act. A.1 II. C. Rz. 72 f.). Die Berufungsbeklagte 1 erklärt, 
die mit Mietvertrag ausgewiesenen und angerechneten Mietkosten seien vollends 
korrekt und die Miete werde als Darlehen gewährt. Dieses müsse zurückbezahlt 
werden, sobald entsprechende Liquidität bestehe (vgl. act. A.3. III. Ziff. 12).

Gemäss Mietvertrag beläuft sich die Miete für die 4.5-Zimmerwohnung an der 
Edenstrasse 1 in Davos inklusive Nebenkosten auf CHF 2'250.00 pro Monat (RG 
act. II./4). Dass die Berufungsbeklagte 2 mit ihrem relativ geringfügigen Eigenein-
kommen und den vom Berufungskläger bezahlten Unterhaltsbeiträgen nicht in der 
Lage war, den Mietzins zu begleichen, ist offenkundig. Ebenso kann nicht davon 
ausgegangen werden, dass die Berufungsbeklagten über mehrere Jahre unent-
geltlich sollen wohnen können, wie dies der Berufungskläger behauptet, und den 
aufgelaufenen Mietzins bei Vorhandensein der finanziellen Mittel nicht zurückbe-
zahlen müssen. Die Unterhaltsbeiträge fallen deutlich höher aus als der vom Beru-
fungskläger bezahlte Betrag und er wird zu Nachzahlungen verpflichtet (vgl. nach-
folgend E. 8.7 und E. 11), weshalb dadurch für die Berufungsbeklagte 2 eine 
Rückzahlung an ihre Eltern möglich wird. Sodann ist es nicht unüblich, dass unter 
Familienmitgliedern kein schriftlicher Darlehensvertrag abgeschlossen wird. In Be-
zug auf die Höhe der Wohnkosten führte die Berufungsbeklagte 2 anlässlich der 
Parteibefragung zwar aus, dass die Miete an der H._____strasse CHF 1'800.00 
betrage. Es handle sich um eine Schuld, die auflaufe, und sie müsse den gesam-
ten Mietzins zurückzahlen, sobald sie den Betrag vom Berufungskläger erhalte 
(vgl. RG act. VIII./2 Ziff. 5c S. 6). Der Berufungskläger will die Berufungsbeklagte 2 
auf den Betrag von CHF 1'800.00 behaften. Der schriftliche Mietvertrag weist die 
Wohnkosten allerdings rechtsgenüglich aus. Da die Berufungsbeklagte 2 die Miete 
gerade nicht effektiv geleistet und monatlich überwiesen hat, ist es plausibel, dass 
sie sich bei der Befragung nicht mehr an den genauen Betrag zu erinnern ver-
mochte.

34 / 56

Des Weiteren hielten die Berufungsbeklagten fest, dass die Wohnkosten nach 
dem voraussichtlichen Umzug nach I._____ im September 2021 die bisherigen 
Wohnkosten übersteigen würden (vgl. RG act. I./4 Ziff. 7 und RG act. VIII./2 Ziff. 
5b S. 5 f.). Die Vorinstanz legte die monatlichen Wohnkosten ab Oktober 2021 auf 
CHF 1'800.00 fest und erwog, dass diese von den Baukosten abhängen würden 
und noch nicht bekannt seien, ein Betrag von CHF 1'800.00 jedoch angemessen 
erscheine und die Kindseltern, unter Abzug des Wohnkostenanteils von B._____, 
dadurch etwa gleichgestellt würden (act. B.1 E. 6.4.1). Der Berufungskläger ak-
zeptiert diese Wohnkosten (vgl. act. A.1 II. C. Rz. 72 f. und Rz. 91) und die Beru-
fungsbeklagten haben im Berufungsverfahren trotz der Möglichkeit, Noven vorzu-
bringen, keine höheren Kosten belegt, so dass es bei den ab Oktober 2021 ange-
rechneten Wohnkosten bleibt.

8.4.2. Einkommen und Bedarf von B._____

Gemäss Ziffer 3.2 seines Rechtsbegehrens beantragt der Berufungskläger, dass 
ein allfälliges Lehrlingseinkommen von B._____ im Umfang von 1/3 des monatli-
chen Nettolohnes vom zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag in Abzug zu bringen sei. 
Eine Begründung zu diesem Antrag fehlt in der Berufungsschrift indessen gänz-
lich.

Fehlt eine Begründung vollständig, wird lediglich auf die Vorakten verwiesen oder 
ist die Begründung in anderer Hinsicht ungenügend, ist auf die Berufung nicht ein-
zutreten (BGE 138 III 374 E. 4.3 = Pra 2013 Nr. 4; BGer 5A_141/2014 v. 
28.4.2014 E. 2.4; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 36 ff. zu Art. 311 ZPO). Die Begründungsobliegen-
heit ist auch dann zu beachten, wenn wie vorliegend die Untersuchungsmaxime 
zur Anwendung gelangt (BGE 141 III 569 E. 2.3.3 = Pra 2016 Nr. 99; 
Reetz/Theiler, a.a.O., N 37 zu Art. 311 ZPO, m.w.H.). Auf den entsprechenden 
Antrag des Berufungsklägers ist damit infolge fehlender Begründung nicht einzu-
treten. Selbst wenn darauf einzutreten wäre, wäre er vorliegend in Anbetracht der 
Leistungsfähigkeit des Berufungsklägers und des Umstands, dass bei B._____ 
mangels Vorhersehbarkeit keine Berufsauslagen wie Schulmaterial, Arbeitsweg 
und auswärtige Verpflegung im Bedarf berücksichtigt worden und diese Auslagen 
bereits aus einem allfälligen Lehrlingslohn zu decken sein werden, abzuweisen. 

Was die Aufteilung des Grundbetrags und der Wohnkosten anbelangt, ist auf vor-
stehende E. 8.3.1. und E. 8.4.1. zu verweisen. Demnach ist der Grundbetrag von 
B._____ infolge der alleinigen Obhut der Mutter nicht aufzuteilen und für die 

35 / 56

Wohnkosten ist ihr ein Anteil von CHF 750.00, ab 1. Oktober 2021 von CHF 
600.00, anzurechnen. 

Mit der Volljährigkeit von B._____ wird, abweichend vom vorinstanzlichen Ent-
scheid, eine neue Berechnungsphase gebildet, wobei ihr in dieser Phase die 
Krankenkassenprämien einer erwachsenen Person im Betrag von CHF 350.00 
monatlich anzurechnen sind.

8.4.3. Steuern

Die gegenseitige Abhängigkeit von Einkommen – seien es Erwerbseinkünfte, 
Vermögenserträge oder Unterhaltsbeiträge – und Steuern ist notorisch und pra-
xisgemäss zu berücksichtigen. Der Berufungskläger äusserst sich zur mit den be-
antragten tieferen Unterhaltsbeiträgen einhergehenden Steuerbelastung (vgl. act. 
A.1 II. C. Rz. 75 ff.). Die Berufungsbeklagte 1 schliesst sich der Unterhalts-
berechnung der Vorinstanz einschliesslich der ermittelten Steuern an (act. A.3 III. 
Ziff. 13).

Abweichend vom angefochtenen Entscheid ist gemäss Rechtsprechung und Lehre 
im Barbedarf des Kindes auch ein Steueranteil zu berücksichtigen. Dabei sind die 
dem Kind zuzurechnenden, aber vom Empfängerelternteil zu versteuernden Ein-
künfte (namentlich Barunterhaltsbeitrag und Familienzulagen, nicht aber Betreu-
ungsunterhalt) in das Verhältnis zu den vom Empfängerelternteil insgesamt zu 
versteuernden Einkünften zu setzen und der daraus ermittelte Anteil an der ge-
samten Steuerschuld des Empfängerelternteils ist im Bedarf des Kindes zu veran-
schlagen (BGE 147 III 457 E. 4.2.2.1 und 4.2.3.5 m.w.H.). Die Steuern sind an-
hand der zugesprochenen Unterhaltsbeiträge in den festgelegten Berechnungs-
phasen (vgl. nachfolgend E. 8.6.) bei allen Beteiligten im Rahmen der Untersu-
chungsmaxime neu zu ermitteln.

8.4.3.1. In Phase 1 hat die Vorinstanz Steuern von CHF 892.00 beim Beru-
fungskläger und von CHF 80.00 bei der Berufungsbeklagten 2 berücksichtigt. Vor-
liegend wird dem Berufungskläger im Vergleich zum vorinstanzlichen Entscheid 
ein höheres Einkommen angerechnet, die Abzüge, namentlich die Unterhaltsbei-
träge, bewegen sich jedoch in derselben Grössenordnung (Abzüge von insgesamt 
rund CHF 80'000.00), was zu einem steuerbaren Einkommen von rund 
CHF 62'000.00 und gemäss Online Steuerrechner zu einer Steuerlast von CHF 
830.00 pro Monat führt. Die Steuerlast liegt damit etwas tiefer als im vorinstanzli-
chen Entscheid, da die Vorinstanz für das Jahr 2018 die effektiv bezahlten Steu-
ern berücksichtigte (vgl. act. B.1 E. 6.2.2). Dies trägt jedoch dem Umstand, dass 

36 / 56

wesentlich höhere Unterhaltsbeiträge geschuldet sind, als in der Steuerveranla-
gung 2018 berücksichtigt, und die Unterhaltsbeiträge zudem erst ab November 
2018 festgelegt werden, nicht Rechnung. Bezüglich der Steuern der Berufungsbe-
klagten 2 ist ebenfalls nicht auf die definitiven Steuerveranlagungen 2018 und 
2019 abzustellen, sondern auf die Zahlen gemäss Unterhaltsberechnung bzw. die 
danach geschuldeten Unterhaltsbeiträge. Damit ergibt sich ein Einkommen von 
rund CHF 68'000.00 und es ist mit der Vorinstanz von Abzügen von rund 
CHF 14'000.00 auszugehen, woraus ein steuerbares Einkommen von 
CHF 54'000.00 und eine monatliche Steuerlast von CHF 290.00 resultiert. Davon 
entfällt, entsprechend dem Verhältnis der zuzurechnenden Einkommen (vgl. vor-
stehend E. 8.4.3.), ein Anteil von ca. 40% auf B._____. Dies gilt auch für die 
nächsten Phasen.

8.4.3.2. In der zweiten Phase (September 2020 bis Dezember 2020, vgl. da-
zu nachfolgend E. 8.6.2.) reduzieren sich die Unterhaltsbeiträge infolge Erhöhung 
des Erwerbspensums der Berufungsbeklagten 2. Entsprechend steigt das steuer-
bare Einkommend des Berufungsklägers auf rund CHF 77'000.00 und die Steuer-
last auf CHF 1'170.00 pro Monat. Bei der Berufungsbeklagten 2 bleibt das steuer-
bare Einkommen mit CHF 51'000.00 nahezu unverändert, da das höhere Eige-
neinkommen den tieferen Unterhaltsbeitrag praktisch neutralisiert. Die monatli-
chen Steuern betragen CHF 230.00.

8.4.3.3. Ab Phase 3 wird beim Berufungskläger ein um CHF 8'800.00 redu-
zierteres jährliches Einkommen berücksichtigt. Die Unterhaltsbeiträge sind nahezu 
gleich hoch wie in der vorangehenden Phase und im Übrigen kann auf die Abzüge 
gemäss dem vorinstanzlichen Entscheid (act. B.1 E. 6.3.1) abgestützt werden. 
Das steuerbare Einkommen des Berufungsklägers beläuft sich demnach auf rund 
CHF 70'000.00, woraus sich monatliche Steuern von CHF 1'000.00 ergeben. Bei 
der Berufungsbeklagten 2 bleibt die Steuerlast gleich.

8.4.3.4. In Phase 4 reduzieren sich die Unterhaltsbeiträge infolge tieferer 
Wohnkosten. Das steuerbare Einkommen des Berufungsklägers erhöht sich auf-
grund der verminderten Abzüge auf rund CHF 77'000.00, womit eine Steuerbelas-
tung von CHF 1'150.00 pro Monat (Tarif Steuerjahr 2023) einhergeht. Das steuer-
bare Einkommen der Berufungsbeklagten 2 sinkt durch die tieferen Unterhaltsbei-
träge und den höheren Kinderabzug auf rund CHF 42'000.00 und die Steuerlast 
damit auf CHF 95.00 (Tarif Steuerjahr 2023).

8.4.3.5. In der fünften Phase erhöhen sich die Unterhaltsbeiträge wiederum 
leicht, was beim Berufungskläger zu einem steuerbaren Einkommen von rund 

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CHF 75'000.00 und einer monatlichen Steuerbelastung von CHF 1'100.00 und bei 
der Berufungsbeklagten 2 zu einem steuerbaren Einkommen von rund 
CHF 44'000.00 und einer Steuerlast von CHF 120.00 führt.

8.4.3.6. Infolge des höheren Einkommens der Berufungsbeklagten 2 entfällt 
in Phase 6 der Betreuungsunterhalt und die Unterhaltsbeiträge reduzieren sich 
trotz des ebenfalls höheren Einkommens des Berufungsklägers merklich. Das 
steuerbare Einkommen des Berufungsklägers steigt auf approximativ 
CHF 106'000.00 und die monatliche Steuerlast damit auf CHF 1'890.00, während 
sich das steuerbare Einkommen der Berufungsbeklagten 2 nur leicht auf 
CHF 48'000.00 erhöht und die Steuern CHF 175.00 betragen. 

8.4.3.7. In Phase 7 fallen die Unterhaltsbeiträge praktisch gleich hoch wie in 
Phase 6 aus. Die Steuerbelastung des Berufungsklägers bleibt unverändert. Auf-
grund der vollen Erwerbstätigkeit erhöht sich das steuerbare Einkommen der Be-
rufungsbeklagten 2 auf CHF 58'000.00, was eine Steuerbelastung von 
CHF 325.00 pro Monat ergibt. Der auf B._____ entfallende Steueranteil sinkt auf 
etwa 35%. 

8.4.3.8. Mit der Volljährigkeit der Tochter in Phase 8 kann der Berufungsklä-
ger die Unterhaltsbeiträge zwar nicht mehr abziehen, jedoch den hälftigen Kinder-
abzug beanspruchen (Praxisfestlegung 038-01 der Steuerverwaltung Graubün-
den, Sozialabzüge Ziff. 2.1.2 und 2.2.5). Sein steuerbares Einkommen steigt auf 
approximativ CHF 125'000.00 und die Steuern belaufen sich auf CHF 2'425.00 
monatlich. Auch ab der Volljährigkeit von B._____ bis zu ihrem Ausbildungsab-
schluss profitiert die Berufungsbeklagte 2 weiterhin vom Verheiratetentarif (Praxis-
festlegung 039-01 der Steuerverwaltung Graubünden, Tarife: Alleinstehenden- 
und Verheiratetentarif, Elterntarif, Ziff. 3), muss ihre Unterhaltsbeiträge nicht mehr 
versteuern, kann aber nur noch einen hälftigen Kinderabzug vornehmen (Praxis-
festlegung 038-01 der Steuerverwaltung Graubünden, Sozialabzüge Ziff. 2.2.5). 
Dies führt zu einem steuerbaren Einkommen von rund CHF 36'000.00 und monat-
lichen Steuern von CHF 35.00. B._____ wird separat besteuert und ihr Einkom-
men ist auf rund CHF 25'000.00 zu schätzen, was eine Steuerlast von CHF 100.00 
ergibt.

8.5. Überschussaufteilung

8.5.1. Zu prüfen bleibt, wie B._____ am nach Abzug des Bar- und Betreuungsun-
terhalts resultierenden Überschusses ihres Vaters zu beteiligen ist. Die Vorinstanz 
hat den Überschuss in sämtlichen Phasen derart aufgeteilt, dass sie B._____ na-

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mentlich mit der Begründung, die Höhe des Überschusses solle in einem adäqua-
ten Verhältnis zum Bar- und Betreuungsanspruch stehen, 1/5 des Überschusses 
des Vaters zugestand und einen allfälligen Überschuss der Mutter ausklammerte 
(vgl. act. B.1 E. 6.2.3). Der Überschussanteil des Kindes lag dabei in den einzel-
nen Berechnungsphasen betragsmässig zwischen CHF 445.00 und CHF 1'064.00 
pro Monat. Der Berufungskläger geht in seinen Berechnungen ebenfalls von ei-
nem Überschussanteil von B._____ von 1/5 aus, berücksichtigt aber ab Mai 2020 
bei sich einen höheren und bei B._____ einen tieferen Grundbetrag (act. A.1 II. C. 
Rz. 98). Gemäss seinen Berechnungen beläuft sich der Überschussanteil von 
B._____ in den verschiedenen Phasen – unter Ausklammerung der Monate No-
vember und Dezember 2018 –  zwischen CHF 274.00 und CHF 756.00 monatlich.

8.5.2. Ein nach Deckung des familienrechtlichen Existenzminimums der Beteilig-
ten resultierender Überschuss ist ermessensweise auf die daran Berechtigten zu 
verteilen, wobei die Aufteilung in der Regel nach grossen und kleinen Köpfen er-
folgt. Aufgrund von besonderen Konstellationen muss im Einzelfall von der Regel-
verteilung abgewichen werden und es sind sämtliche Besonderheiten des konkre-
ten Falles wie Betreuungsverhältnisse, überobligatorische Arbeitsanstrengungen, 
spezielle Bedarfspositionen und Ähnliches mehr bei der Ermessensausübung zu 
berücksichtigen. Ferner ist bei weit überdurchschnittlich guten finanziellen Ver-
hältnissen der rechnerische Überschussanteil des Kindes unabhängig vom kon-
kret gelebten Standard der Eltern aus erzieherischen und aus konkreten Bedarfs-
gründen zu limitieren (BGE 147 III 265 E. 7.3, BGer 5A_52/2021 v. 25.10.2021 E. 
7. 2 je m.w.H.). Ebenso ist es nicht ausgeschlossen, das rechnerische Ergebnis 
der Überschussverteilung nach unten zu korrigieren, wenn die Lebensstellung des 
hauptbetreuenden Elternteils ungleich tiefer ist als jene des Unterhaltsschuldners 
und jener aufgrund seiner eigenen Lebensstellung einen grosszügigen Unterhalts-
beitrag gar nicht auszugeben bereit ist (BGer 5A_382/2021 v. 20.4.2022 E. 6.2.1.3 
[nicht publiziert in BGE 148 III 353]). Aus dem Überschuss sind namentlich Kosten 
für Freizeitbetätigungen wie Sport und Hobbys zu finanzieren (BGE 147 III 265 E. 
7.2). Bei der Beurteilung der Angemessenheit des Überschusses ist insbesondere 
das Alter des Kindes zu berücksichtigen, wobei sich bei älteren Kindern infolge 
steigender Ausgaben für Freizeitaktivitäten, Verpflegung, Kommunikationskosten 
etc. die Belassung eines höheren Überschussanteils rechtfertigt (vgl. KGer GR 
ZK1 20 50/22 37 v. 18.7.2022 E. 3.4).

8.5.3. Dass der Überschuss der Kindsmutter gemäss dem vorinstanzlichen Ent-
scheid ausgeklammert bleibt und der Überschussanteil des Kindes nicht in Ab-
hängigkeit der Überschüsse beider Eltern bestimmt worden ist, erweist sich als 

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sachgerecht, wenn der Barunterhalt wie vorliegend nur durch einen Elternteil ab-
zudecken ist (vgl. BGer 5A_1032/2019 v. 9.6.2020 E. 5.6; 5A_102/2019 v. 
12.12.2019 E. 5.3).

8.5.4. Eine Überschussverteilung nach grossen und kleinen Köpfen würde vorlie-
gend zu einem Überschussanteil von 2/3 für den Berufungskläger und von 1/3 für 
B._____ führen. Wie bereits angetönt, gilt es vorliegend den nebst den Wochen-
endbesuchen bestehenden zusätzlichen Betreuungstag des Berufungsklägers am 
Freitag sowie das Ferienrecht von vier Wochen bei der Überschussverteilung mit-
zuberücksichtigen (vgl. vorstehend E. 8.3.1). Der Berufungskläger kommt in dieser 
Zeit für die Verpflegung von B._____ sowie die Kosten gemeinsamer Freizeitakti-
vitäten und Ferien auf. Diese Kosten blieben bei der Ermittlung seines Grundbe-
darfs unberücksichtigt, weshalb dem Berufungskläger dafür ein der Betreuungszeit 
angemessener Teil des Überschusses zu belassen ist (vgl. Alexandra Jun-
go/Christine Arndt, Barunterhalt der Kinder: Bedeutung von Obhut und Betreuung 
der Eltern, in: FamPra.ch 3/2019, S. 761). Des Weiteren ist zu beachten, dass sei-
tens des Kindsvaters sehr gute finanzielle Verhältnisse vorliegen, so dass sich 
aufgrund der Höhe des verbleibenden Überschusses in den einzelnen Phasen 
insbesondere unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des Kindes eine Limitierung 
aufdrängt. 

8.5.5. In der ersten Phase, dauernd bis August 2020 (vgl. nachfolgend E. 8.6.2.), 
bestand die vorerwähnte Betreuungsregelung noch nicht bzw. diese begann erst 
kurz vor dem Kindergarteneintritt. Der Überschuss des Berufungsklägers beläuft 
sich auf CHF 3'868.00 und 1/3 würde demnach einem Betrag von CHF 1'289.00 
entsprechen. Aufgrund des Alters des Kindes und seiner Bedürfnisse ist der Über-
schussanteil indessen auf