# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0b04819-2774-54e7-9102-1ede7bc3c22e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2025 D-2848/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2848-2025_2025-11-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2848/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger (Vorsitz), 

Richter Daniele Cattaneo, Richterin Susanne Bolz-Reimann,    

Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Iran,  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 18. März 2025 / N (…). 

 

 

 

D-2848/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin suchte am 21. Oktober 2023 in der Schweiz 

um Asyl nach. Am 24. Oktober 2023 führte das SEM die Personalienauf-

nahme (PA) durch, und am 16. November 2023 hörte es die Beschwerde-

führerin zu ihren Asylgründen an. Anschliessend erfolgte die Zuteilung in 

das erweiterte Verfahren. Am 14. Februar 2024 und 2. April 2024 wurde die 

Beschwerdeführerin ergänzend angehört. 

A.b Zur Begründung ihres Asylgesuchs machte die Beschwerdeführerin 

geltend, sie habe ungefähr seit dem Jahr (…) zusammen mit ihrem Sohn 

in B._______ gelebt und zuletzt in einer grossen (…) als (…) gearbeitet. 

Ende Frühling/Anfang Sommer (…) habe sie sich in der Stadt C._______ 

beim Personal einer Tankstelle über einen anderen Kunden beschwert. Sie 

habe dabei ihr Kopftuch nicht korrekt getragen, was auf den Aufnahmen 

der Tankstellen-Überwachungskameras ersichtlich sei. Ihre fehlende Kopf-

bedeckung habe zu einer Auseinandersetzung mit Polizisten und Angehö-

rigen der Basij (regierungstreue Miliz) geführt. Sie sei zunächst auf den 

Polizeiposten sowie zum Ministerium für Nachrichtenwesen gebracht und 

anschliessend gegen eine Bürgschaft freigelassen worden. Später sei ein 

Verfahren gegen sie eingeleitet worden. Ihr sei vorgeworfen worden, kein 

Kopftuch getragen, sich blasphemisch geäussert und den Regeln des Lan-

des widersetzt zu haben. Sie habe dreimal zu mehrtägigen Befragungen 

bei verschiedenen Behörden nach C._______ gehen müssen, letztmals 

Ende Sommer (…). Anfang September (…) habe ihre Firma sodann ein 

(…) betreffend die Marke «(…)» publiziert. Die Behörden, welche die Firma 

aufgrund ihrer Werbung und der innerhalb der Firma nicht durchgesetzten 

Kopftuchtragepflicht ohnehin schon im Visier gehabt hätten, hätten das (…) 

als unsittlich empfunden und am (…) alle in diese Sache involvierten Per-

sonen vorübergehend verhaftet, namentlich den Geschäftsleiter der Firma, 

den Marketingleiter und dessen Mitarbeiterinnen sowie die beteiligten (…). 

Sie selber sei von den Behörden nur kurz befragt worden. Am folgenden 

Tag habe sie sich in einer Sitzung mit einem regimetreuen Kollegen gestrit-

ten und im Zorn dessen Koran sowie ein Foto von Khomeini und Khamenei 

zerrissen. Auf Anraten des Firmenanwalts habe sie daraufhin einige Zeit im 

Home Office gearbeitet, zumal sie erfahren habe, dass die Behörden in der 

Firma nach ihr gesucht hätten. Ihr Arbeitskollege D._______, welcher als 

Marketingleiter der Marke «(…)» ebenfalls vorübergehend verhaftet wor-

den sei, habe ihr nach seiner Freilassung gesagt, die Behörden würden 

gegen sie ermitteln. Ihr Dossier enthalte offenbar insbesondere Fotos und 

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Videoaufnahmen, mutmasslich auch von Autobahn-Kameras, mit welchen 

die Einhaltung der Kopftuchtragepflicht kontrolliert werden könne. Vermut-

lich hätten auch gewisse in der Firma beschäftigten regimetreue Personen 

(sogenannte Hezbollahi) Fotos und Videos von ihr ohne Kopftuch an die 

Behörden geschickt. Der Firmenanwalt habe ihr in der Folge mitgeteilt, sie 

sei gefährdet und solle versuchen, den Iran zu verlassen. Sie habe sich 

daher bis zur Ausreise bei ihren Verwandten aufgehalten. Eine Drittperson 

habe ihr gegen Bezahlung geholfen, ein Visum für die Schweiz zu bekom-

men. Am (…) sei sie per Flugzeug aus dem Iran ausgereist. Nach der Aus-

reise habe sie eine elektronische Vorladung betreffend das Verfahren in 

C._______ erhalten. Dieses Verfahren sei nach wie vor hängig, und sie sei 

deswegen mehrmals zuhause gesucht worden. Sie befürchte, bei einer 

Rückkehr in den Iran von den Behörden hingerichtet zu werden. 

A.c Mit Eingaben vom 7. Mai 2024 und 11. Juni 2024 machte die Be-

schwerdeführerin geltend, sie habe mehrere erfolglose Versuche unter-

nommen, um auf der Webseite www.adliran.ir auf ihr Konto zugreifen zu 

können. Sie legte ferner dar, im Iran existierten Videos von ihr, wie sie (…). 

Sie leide deswegen an Angstzuständen. Sie habe eine Kontaktperson bei 

der Amaken (eine Zweigstelle der Polizei), welche ihr mitgeteilt habe, es 

bestünden sie betreffend zwei gerichtliche Vorladungen. Die Kontaktper-

son habe ihr jedoch keine Kopien der Dokumente geschickt. 

A.d Mit Schreiben vom 21. August 2024 ersuchte das SEM die Schweizer 

Botschaft in Teheran (Iran) um die Vornahme von Abklärungen. Die Bot-

schaft liess sich dazu mit Schreiben vom 15. September 2024 vernehmen. 

Dem Antwortschreiben lag ein Bericht des Vertrauensanwalts vom 14. Sep-

tember 2024 bei. 

A.e Mit Verfügungen vom 22. Oktober 2024 und 11. Dezember 2024 ge-

währte das SEM der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör zur Bot-

schaftsanfrage und dem Botschaftsbericht. Die Beschwerdeführerin äus-

serte sich dazu mit Eingaben vom 18. November 2024 und 28. Februar 

2025. 

A.f Die Beschwerdeführerin reichte im Verlauf des vorinstanzlichen Verfah-

rens folgende Unterlagen zu den Akten (Kopien, soweit nichts anderes ver-

merkt): ihren Reisepass (Original), einen Personalausweis, eine Geburts-

urkunde, mehrere Unterlagen betreffend ihre Arbeitstätigkeit (teilweise Ori-

ginale), ein Dokument betreffend die Firmenschliessung durch die Polizei, 

mehrere Fotos, mehrere Medienberichte beziehungsweise Berichte auf 

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Social Media betreffend Verhaftungen im Zusammenhang mit dem (…), ein 

Onlineverzeichnis-Ausdruck von Gerichtsverfahren, eine Vorladung (Aus-

druck aus dem Online-Verzeichnis), ihre Scheidungsunterlagen, 

WhatsApp-Ausdrucke einer Unterhaltung zwischen ihr und einer Drittper-

son sowie zwei Arztberichte der Psychiatrie F._______ vom 26. April 2024 

und 30. Dezember 2024. 

B.  

Mit Verfügung vom 18. März 2025 – tags darauf eröffnet – verneinte das 

SEM die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin, lehnte das Asyl-

gesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den 

Vollzug an. 

C.  

Die Beschwerdeführerin focht diesen Entscheid mit Beschwerde vom 

22. April 2025 beim Bundesverwaltungsgericht an. Sie beantragte, die an-

gefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei ihre Flüchtlingseigenschaft 

anzuerkennen und ihr Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Unzulässig-

keit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die 

vorläufige Aufnahme anzuordnen. Subeventualiter sei die Sache an die  

Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung (inkl. Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses) und unentgeltliche Verbeiständung. 

Der Beschwerde lagen die angefochtene Verfügung, ein Bestätigungs-

schreiben des iranischen Flüchtlingsvereins vom 7. April 2025, ein Arztbe-

richt der Psychiatrie F._______ vom 1. April 2025, ein Mobiltelefon-Screen-

Shot (alles in Kopie), eine Sozialhilfebestätigung vom 22. April 2025 sowie 

ein USB-Stick mit Videos betreffend die geltend gemachte exilpolitische 

Tätigkeit bei. 

D.  

Am 23. April 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Eingang 

der Beschwerde. 

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls 

in der Regel – so auch hier – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31-

33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Verfügungsadressatin zur Beschwerde-

führung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde (Art. 105 und 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 52  

Abs. 1 VwVG) ist einzutreten.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).  

3.  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Der subeventualiter gestellte Rückweisungsantrag (vgl. Ziff. 4 der Rechts-

begehren) wird von der Beschwerdeführerin nicht näher begründet; sie 

führt dazu lediglich aus, das Verfahren sei an das SEM zurückzuweisen, 

damit das SEM die bestehende Bedrohung berücksichtigen könne (vgl. 

Ziff. II. 3 der Beschwerde). Da von Amtes wegen nicht festgestellt werden 

kann, dass die angefochtene Verfügung an schwerwiegenden formellen 

Mängeln leidet, und der rechtserhebliche Sachverhalt spruchreif ist, ist der 

Kassationsantrag als unbegründet zu erachten und abzuweisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politi-

schen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begrün-

dete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 

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AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Lei-

bes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträg-

lichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgrün-

den ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in 

verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis (vgl. 

dazu BVGE 2015/3 E. 6.5.1). 

5.3 Personen, die erst durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Her-

kunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im 

Sinne von Art. 3 AsylG wurden (sog. subjektive Nachfluchtgründe), wird 

kein Asyl gewährt (vgl. Art. 54 AsylG). 

6.  

6.1 Das SEM führte zur Begründung seines Entscheids aus, die Abklärun-

gen im Iran hätten ergeben, dass das Verfahren wegen Nicht- oder 

Falschtragens des Hijabs abgeschlossen sei. Die Beschwerdeführerin sei 

dabei nicht angeklagt, sondern freigesprochen worden. Sodann sei festzu-

stellen, dass die im Iran allgemein geltende Kopftuchtragepflicht keine in-

dividuelle und gezielte Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes darstelle. Die 

Beschwerdeführerin sei davon auch nicht in besonderem Masse betroffen 

gewesen, und es sei kein unerträglicher psychischer Druck erkennbar. Zum 

Vorfall mit dem (…) seien keinerlei Medienberichte gefunden worden. Zwar 

existiere die Firma, und die Beschwerdeführerin habe offenbar dort gear-

beitet, aber sie sei nicht «(…)» gewesen, sondern habe eine hierarchisch 

tiefere Position innegehabt. Sie sei für die (…) zuständig gewesen. Insge-

samt hätten die Asylvorbringen der Beschwerdeführerin nicht bestätigt wer-

den können. Überdies sei sie legal aus dem Iran ausgereist, was ebenfalls 

für eine fehlende Verfolgung spreche. Zu den Vorbringen in der Stellung-

nahme zum Entscheidentwurf sei festzustellen, dass nicht bekannt sei, 

wann das Verfahren abgeschlossen worden sei. Möglicherweise sei dies 

bereits geschehen, als sich die Beschwerdeführerin noch im Iran befunden 

habe. Aus ihrem Verhalten sei zu schliessen, dass sie zu verschleiern 

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versucht habe, dass das Verfahren abgeschlossen sei. Entgegen ihrer Be-

fürchtung sei ferner nicht davon auszugehen, dass die Abklärungen sie zu-

sätzlich in Gefahr gebracht hätten. Im Weiteren sei aufgrund der Aktenlage 

zu vermuten, dass sie versucht habe, ihre Position in der Firma wichtiger 

darzustellen als sie in Wahrheit gewesen sei. Mangels entsprechender Me-

dienberichte sei nicht davon auszugehen, dass der Firma oder den Mitar-

beitenden eine Verfolgung drohe. Zudem sei die Beschwerdeführerin nicht 

direkt im Zusammenhang mit dem fraglichen Werbeprojekt gesucht wor-

den, zumal sie daran nicht beteiligt gewesen sei. Aus den eingereichten 

Medienberichten ergebe sich auch nicht, dass sie persönlich verfolgt 

werde. Die geltend gemachten Asylgründe seien insgesamt weder relevant 

noch glaubhaft, weshalb die Flüchtlingseigenschaft zu verneinen und das 

Asylgesuch abzuweisen sei.  

6.2 In der Beschwerde wird entgegnet, die Beschwerdeführerin werde im 

Iran verfolgt. Aufgrund des Verfahrens in C._______ sei den Behörden be-

kannt, dass sie (…) gewesen sei. In ihrer Firma habe sie auch nie einen 

Schleier getragen und sich der Regierung gegenüber kritisch geäussert, 

was ihre Hizbollahi-Kollegen gestört habe. Sodann sei sie als «(…)» für die 

(…) zuständig gewesen und habe das (…) bewilligt. Sie sei deswegen im 

Visier der Behörden gewesen; denn ihr Kollege habe gesagt, die Behörden 

hätten über sie eine umfangreiche Akte angelegt, und vom Firmenanwalt 

habe sie gehört, dass es ein Verfahren gegen sie gebe. Im Übrigen habe 

sie Unterlagen zu den Verhaftungen von Firmenangestellten im Zusam-

menhang mit dem (…) eingereicht. Nach diesen Verhaftungen habe sie 

sich mit einem Hizbollahi-Kollegen gestritten, (…). Der Kollege habe sie 

deswegen bestimmt angezeigt und dabei sicher auch erwähnt, dass sie in 

der Firma nie ein Kopftuch getragen habe. Ihr drohe aus diesen Gründen 

eine schwere Strafe. Sie habe alles Mögliche versucht, um Zugriff auf das 

Sana-System zu erhalten. Ihre Akte falle in den Bereich der Hochsicher-

heit, weshalb auch eine von ihr indirekt kontaktierte, beim Gericht tätige 

Person diese nicht habe einsehen können. Die Botschaftsabklärung betref-

fend stelle sich die Frage, wie der Vertrauensanwalt Zugriff auf die Daten-

bank der iranischen Justiz haben könne. Es sei zu vermuten, dass damit 

die Diskretionspflicht verletzt und dem Verfolgerstaat ihre Personendaten 

übermittelt worden seien. Der iranische Staat wisse nun, dass sie ein Asyl-

gesuch in der Schweiz gestellt habe, was sie zusätzlich gefährde. Zudem 

habe sie dem Vertrauensanwalt keine Vollmacht erteilt, weshalb die Infor-

mationen illegal erlangt worden seien. Es sei ferner irritierend, dass der 

Vertrauensanwalt keine Medienberichte zu den Verhaftungen gefunden 

und von der Firma die Auskunft erhalten habe, sie habe nicht die Position 

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einer (…) innegehabt. Den eingereichten Beweismitteln (Visumsantrag, 

Auszug aus dem Samane-System) sei zu entnehmen, dass sie (…) res-

pektive (…) gewesen sei. Schliesslich verstehe sie nicht, wie der Vertrau-

ensanwalt dazu komme zu schreiben, sie sei freigesprochen worden, und 

wie er sich zum Ablauf ihrer Anhörung vor dem Instruktionsrichter äussern 

könne, zumal sie gar nie von einem Gericht angehört worden sei. Die Be-

schwerdeführerin machte im Weiteren geltend, sie habe in der Schweiz an 

Kundgebungen der Gruppierung «(…)» teilgenommen. Im Internet sei ent-

sprechendes Bildmaterial veröffentlicht worden. Auch deswegen drohten 

ihr bei einer Rückkehr in den Iran Verfolgungsmassnahmen.  

7.  

Aufgrund der Aktenlage, namentlich auch der vom SEM eingeholten Bot-

schaftsabklärung (vgl. dazu den Bericht des Vertrauensanwalts vom 

14. September 2024; A42 S. 2 ff.), ist als erstellt zu erachten, dass die ira-

nischen Behörden im Jahr (…) wegen (…) gegen die Beschwerdeführerin 

ermittelt haben. Zwar wurde dieses Verfahren den Ausführungen des Ver-

trauensanwalts zufolge mutmasslich eingestellt und ist jedenfalls nicht 

mehr hängig, es zeigt aber, dass die Beschwerdeführerin schon einmal 

(unter anderem) wegen (…) im Visier der iranischen Behörden stand und 

daher als missliebige Person registriert sein dürfte. Sodann wird sowohl 

durch das Schreiben der Firma (…) vom 12. September 2023 (iran. Kalen-

der: 21.06.1402; vgl. A46 S. 6) als auch vom Vertrauensanwalt bestätigt, 

dass die Beschwerdeführerin in einer grossen (…) namens (…) in gehobe-

ner Position (nämlich als […]) angestellt war. Diese Firma produziert unter 

anderem (…) sowie Produkte, die mit der Darstellung von (…) beworben 

werden (Gesichtscremen, Shampoo etc.), was von den iranischen Behör-

den als unsittlich empfunden wird. Entgegen der Feststellung in der Bot-

schaftsabklärung existieren sodann durchaus Medienberichte betreffend 

Ermittlungen gegen die Firma (…) und die die Verhaftung des (…) der zur 

Firma gehörenden Marke «(…)» im September (…) wegen Verwendung 

eines von den Behörden als vulgär erachteten Songs in einem (…) (vgl. 

dazu beispielsweise […]). Es ist daher als glaubhaft zu erachten, dass die 

Firma (…) wegen (…) unter Beobachtung der Behörden stand respektive 

steht, und es erscheint daher auch naheliegend, dass mehrere Angestellte, 

wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, vorübergehend festge-

nommen und befragt wurden. Die Beschwerdeführerin selber ist zwar da-

mals eigenen Angaben zufolge nur kurz befragt worden, ist aber damit in 

den Augen der iranischen Behörden erneut negativ in Erscheinung getre-

ten. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin in der 

Schweiz an regimekritischen Kundgebungen teilnimmt. Auf den 

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Seite 9 

eingereichten Videos ist sie relativ gut zu erkennen, weshalb nicht auszu-

schliessen ist, dass sie im Falle einer einlässlichen Personenkontrolle mit 

gezielter Internetsuche, namentlich bei der Wiedereinreise, von den irani-

schen Behörden als Teilnehmerin an Demonstrationen in der Schweiz iden-

tifiziert würde. (…) Aus diesen Gründen ist die Furcht der Beschwerdefüh-

rerin, bei einer Rückkehr in den Iran asylbeachtlichen Verfolgungshandlun-

gen seitens des iranischen Staats ausgesetzt zu werden, als objektiv be-

gründet zu erachten.  

8.  

Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG erfüllt. Den Akten sind 

keine Hinweise auf das Bestehen von Ausschlussgründen im Sinne von 

Art. 53 AsylG zu entnehmen. Der Beschwerdeführerin ist daher Asyl zu ge-

währen (Art. 49 AsylG).  

9.  

Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen. Die angefochtene Verfügung 

ist aufzuheben, es ist die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin 

festzustellen, und das SEM ist anzuweisen, ihr Asyl zu gewähren. 

  

D-2848/2025 

Seite 10 

10.  

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

10.2 Mangels anderweitiger Hinweise ist nicht davon auszugehen, es 

seien der nicht vertretenen Beschwerdeführerin durch die Beschwerdefüh-

rung notwendige und verhältnismässig hohe Kosten entstanden, weshalb 

keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 

Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die Verfügung vom 18. März 2025 wird aufgehoben, es wird festgestellt, 

dass die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft erfüllt, und das 

SEM wird angewiesen, ihr Asyl zu gewähren.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.  

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Anna Dürmüller Leibundgut 

 

 

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