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**Case Identifier:** 5bbb05ea-4298-5a91-b587-bb0e2d2cf2b5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.02.2015 200 2014 765
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-765_2015-02-26.pdf

## Full Text

200 14 765 IV
FUR/RUM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Februar 2015

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. Juni 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2015, IV/14/765, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1980 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) musste sich infolge eines hochgradig malignen Sarkoms in der linken 
Hand am 29. Oktober 2013 den linken Unterarm amputieren lassen (Dossi-
er der IV-Stelle Bern, Antwortbeilagen [AB] 6/1, 6/8). Am 13. November 
2013 meldete er sich bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) für die berufliche Integration bzw. eine Rente an (AB 2) und er-
suchte sie am 5. Dezember 2013 um Kostengutsprache für eine myoelektri-
sche Unterarm-Prothese des Modells i-Limb Ultra Revolution im Gesamtbe-
trag von Fr. 57‘996.20 (AB 8, 9). Die IVB holte nebst erwerblichen und me-
dizinischen Unterlagen eine fachtechnische Abklärung der Abklärungsstelle 
D.________ vom 4. März 2014 sowie eine Stellungnahme des Bundesamts 
für Sozialversicherungen (BSV) vom 27. März 2014 ein (AB 25, 31). Nach 
Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 32, 39) sprach sie dem Ver-
sicherten mit Verfügung vom 17. Juni 2014 im Hinblick auf eine einfache 
und zweckmässige Hilfsmittelversorgung einen Kostenbeitrag von 
Fr. 7‘000.-- bis max. Fr. 10‘000.-- an eine myoelektrisch gesteuerte Prothe-
senhand zu und wies eine weitergehende Kostengutsprache ab (AB 43).

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch B.________, Fürsprecher 
C.________, am 21. August 2014 Beschwerde. Er beantragt, die Verfü-
gung der Beschwerdegegnerin vom 17. Juni 2014 sei aufzuheben und es 
seien die Kosten für eine Versorgung mit einer myoelektrischen Unterarm-
Prothese des Modells i-Limb Ultra Revolution im Betrag von Fr. 57‘996.20 
sowie die dafür künftig anfallenden Unterhalts- und Reparaturkosten zu 
übernehmen. In der Begründung wird im Wesentlichen gerügt, die IVB ha-
be die Angemessenheit der beantragten Prothese zu Unrecht verneint.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. September 2014 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Mit Eingabe vom 12. Januar 2015 reichte der Beschwerdeführer einen Be-
richt des Spitals E.________ vom 31. Dezember 2014 zu den Akten ein 
(Dossier des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 5).

Mit Eingabe vom 19. Februar 2015 verweist die Beschwerdegegnerin auf 
die Beschwerdeantwort und verzichtet auf weitere Ausführungen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 17. Juni 2014 (AB 43). Streitig 
und zu prüfen ist die Übernahme der Kosten für eine myoelektrische Unter-
arm-Prothese des Modells i-Limb Ultra Revolution gemäss Kostenvoran-

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schlag Nr. KO-13-07441 vom 15. November 2013 der F.________ im Be-
trag von total Fr. 57‘996.20 (AB 9).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnah-
men, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder 
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 
zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den An-
spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Der Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer 
Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnah-
men ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu 
berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1bis IVG).

Zu diesen Massnahmen gehören nach Art. 8 Abs. 3 lit. d i.V.m. Art. 21 
Abs. 1 IVG im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste die 
Hilfsmittel, derer eine versicherte Person für die Ausübung der Erwerbs-
tätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbes-
serung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung 
oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt 
Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fort-
bewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die 
Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundes-
rat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch 
auf solche Hilfsmittel haben.

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Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzen-
der Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 2 und 4 IVG hat der Bundesrat 
in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 (IVV; SR 831.201) an das Eidgenössische Departement des Innern 
(EDI) übertragen, welches die Verordnung des EDI über die Abgabe von 
Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung vom 29. November 1976 (HVI; 
SR 831.232.51) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. 

Als Hilfsmittel sind in Ziff. 1.02 Anhang HVI definitive Hand- und Armprothe-
sen aufgeführt.

2.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts unterliegt jede Hilfs-
mittelversorgung als Eingliederungsmassnahme den allgemeinen An-
spruchsvoraussetzungen des Art. 8 Abs. 1 IVG. Sie hat somit neben den 
dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Notwen-
digkeit auch demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im en-
geren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes 
zu genügen. Die Abgabe eines Hilfsmittels muss demnach unter Berück-
sichtigung der gesamten tatsächlichen und rechtlichen Umstände des Ein-
zelfalles in einem angemessenen Verhältnis zum angestrebten Eingliede-
rungsziel stehen. Dabei lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, näm-
lich die sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche Ange-
messenheit. Danach muss die Massnahme prognostisch ein bestimmtes 
Mass an Eingliederungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleistet 
sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer 
gewissen Dauer ist; des Weitern muss der zu erwartende Erfolg in einem 
vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmass-
nahme stehen; schliesslich muss die konkrete Massnahme dem Betroffe-
nen auch zumutbar sein (BGE 132 V 215 E. 3.2.2 S. 221; Entscheid des 
Bundesgerichts vom 17. Juni 2010, 8C_961/2009, E. 7.1).

2.3 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-

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nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2). Diese Rechtsprechung ist auf Ab-
klärungsberichte im Hinblick auf strittige Hilfsmittelabgaben nach IVG ana-
log anwendbar (BGE 130 V 61 E. 6.1.3 S. 62 und E. 6.2 S. 63).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin holte zur Abklärung des streitigen Hilfsmit-
telanspruchs eine fachtechnische Beurteilung der Abklärungsstelle 
D.________ vom 4. März 2014 ein. Dieser ist im Wesentlichen zu entneh-
men, die i-Limb Ultra Revolution Prothesenhand verfüge über die Möglich-
keit alle fünf Finger einzeln zu bewegen und anzusteuern. Der Daumen 
verfüge zudem über einen zusätzlichen Motor um vom Lateral- in den Op-
positions-Griff zu wechseln. Dies sei mit einer herkömmlichen myoelektri-
schen Prothese (nur Oppositions-Griff) nicht möglich. Die i-Limb Prothe-
senhand biete dem Prothesenträger die grösstmögliche Auswahl an ver-
schiedenen Griffmustern und die Option, eigene, wichtige Griffmuster (z.B. 
für den Beruf) direkt zu programmieren und über ein Smartphone oder ei-
nen iPod abzurufen. Der Beschwerdeführer arbeite als … und … für ein 
deutsches, international orientiertes Unternehmen. Als … und … stehe er 
oft im Mittelpunkt. Hantieren, Gestikulieren, Aufzeichnen auf Flipcharts so-
wie Bedienen von verschiedenen, unpersönlichen Computern gehörten 
zum beruflichen Tätigkeitsprofil. Kaderleuten Anweisungen zu erteilen und 
Strategien aufzuzeigen, würden Überzeugungsarbeit und eine unabdingba-
re Präsenz erfordern. Der Beschwerdeführer habe die Begeisterung für 
seinen Beruf wörtlich zum Ausdruck gebracht. Er sei motiviert und über-
zeugt, mit der offerierten Handprothese baldmöglichst (voraussichtlich im 

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Herbst 2014) in seinen angestammten Beruf zurückzukehren. Die persönli-
chen Anforderungen des Versicherten an die Handprothese lägen dabei 
eindeutig in deren Funktionalität. Die gute körperliche Verfassung, der lan-
ge Stumpf und dessen gute Beweglichkeit (Pro-Supination) seien allesamt 
unbestritten optimale Voraussetzungen für eine gewichtsmässig nicht zu 
unterschätzende, myoelektrisch gesteuerte Unterarm-Prothesenversor-
gung. Die i-Limb Prothesenhand scheine in Bezug auf die berufliche Arbeit, 
Alter, Potenzial und Motivation des Beschwerdeführers eine naheliegende 
sowie nachvollziehbare, einfache und zweckmassige Versorgungslösung 
zu sein. Obwohl bei einer Erstversorgung in der Regel von einer solchen 
kostenintensiven Versorgung abgesehen werde, sei man beim Beschwer-
deführer überzeugt, dass die i-Limb Prothesenhand für den beruflichen 
Haupteinsatz von unbestrittener Wichtigkeit sei und eine anderweitige Ver-
sorgung nicht von Nutzen sein werde. Eine kostengünstige, alternative Pro-
thesenversorgung mit einer Bebionic-Prothesenhand sei bei der Abklärung 
berücksichtigt und in die engere Auswahl einbezogen worden. Unter Ein-
bezug sämtlicher relevanter Aspekte sei man jedoch zur Überzeugung ge-
langt, dass diese (alternative) Lösung für den Beschwerdeführer wegen der 
limitierten Bewegungsgriffmuster nicht vollumfänglich ins Arbeitsprofil pas-
se und die Defizite auch nicht anderweitig wettgemacht werden könnten. 
Es werde empfohlen, die i-Limb Prothesenhand nur leihweise abzugeben, 
nach einer einjährigen Tragzeit eine Auswertung bzw. Abklärung zum 
messbaren Einsatz und Nutzen durchführen zu lassen sowie eine Rück-
meldung des Versicherten (Zufriedenheit, Erfahrungen, Probleme, etc.) 
einzuholen. Sollte die Versorgung wider erwarten nicht getragen werden 
können, sei eine Rückgabe an die IV (IV-Depot D.________) in Betracht zu 
ziehen. Zur i-Limb Prothese gebe es ein elektronisches Trainingspro-
gramm, welches es dem Prothesenträger ermögliche, virtuell und überprüf-
bar die Ansteuerung und Funktionen der Hand zu erlernen und zu vertie-
fen. Insofern könnte von einem kostenpflichtigen, ergotherapeutischen Ge-
brauchstraining abgesehen werden (AB 25/3-5).

3.2 In medizinischer Hinsicht ergibt sich aus den Akten zudem Folgen-
des:

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 Dem Bericht des Spitals E.________ vom 29. Oktober 2013 lässt sich 
entnehmen, dass etwa zehn Prozent der Patienten therapierefraktäre 
Phantomschmerzen hätten. Eine frühe Funktion des Stumpfs habe ei-
nen guten Effekt auf die Entwicklung von Phantomschmerzen und die 
Reorganisation des Cortex (AB 6/11).

 Im Bericht des Spitals E.________ vom 26. Mai 2014 wurde ausgeführt, 
der Beschwerdeführer sei als … zwingend auf eine hochleistungsfähige 
Prothese angewiesen. Bereits die Probeversorgung habe gezeigt, dass 
er vollumfänglich in der Lage sei, die Kunsthand zu bedienen und ein-
zusetzen. Damit könnten die behinderungsbedingten Einschränkungen 
weitgehend kompensiert werden, sodass die Aussicht bestehe, dass 
der Beschwerdeführer von Seiten der Armfunktion in der angestammten 
Tätigkeit als … wieder vollumfänglich arbeitsfähig werde. Die Prothese 
sei auch wichtig, um die aktuell noch sehr hohen Schmerzen günstig zu 
beeinflussen. Der Einsatz der amputierten Hand werde zudem Überlas-
tungserscheinungen und eine muskuläre Dysbalance erheblich reduzie-
ren (AB 42).

 Im Bericht des Spitals E.________ vom 31. Dezember 2014 wurde 
schliesslich festgehalten, es bestünden immer noch erhebliche Phan-
tomschmerzen, die die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit beein-
trächtigten. Zudem bestehe eine Beeinträchtigung aufgrund des funkti-
onellen Verlusts der linken Hand, welche durch eine einfache Prothe-
senversorgung nicht kompensiert werden könne. Der Beschwerdeführer 
sei in der Zwischenzeit erfolgreich mit einer i-Limb Prothesenhand ver-
sorgt worden, die für eine langfristige berufliche Reintegration als … die 
optimalen Voraussetzungen biete. Der Beschwerdeführer sei im Rah-
men seiner beruflichen Tätigkeit, insbesondere im Training und der 
Ausbildung, wo er interaktiv mit dem Publikum arbeite, auf den Einsatz 
auch der linken Hand angewiesen für Flipcharts, Post-ist, Markers, PC-
Bedienung, etc. Die myoelektrische Versorgung mit der aktuell getrage-
nen i-Limb Prothesenhand reduziere die Phantomschmerzen in erhebli-
chem Umfang, ohne dass für die Aufmerksamkeit und die Konzentrati-
onsfähigkeit beeinträchtigende höher dosierte Analgetika eingesetzt 
werden müssten. Aus medizinischer Sicht handle es sich bei der durch-

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geführten i-Limb Versorgung um die einzige zweckmässige Versor-
gungsart (BB 5).

3.3

3.3.1 Die fachtechnische Beurteilung der Abklärungsstelle D.________ 
vom 4. März 2014 wurde von einer qualifizierten Person (Orthopädietechni-
ker), in Kenntnis des Gesundheitszustands sowie nach Abklärung und un-
ter Berücksichtigung der konkreten persönlichen und beruflichen Verhält-
nissen des Beschwerdeführers erstellt. Die Schlussfolgerungen wurden 
nachvollziehbar und schlüssig begründet. Der Abklärungsbericht entspricht 
insgesamt den vom Bundesgericht an solche gestellten Anforderungen und 
ist somit voll beweiskräftig (vgl. E. 2.3 hiervor).

Im Einzelnen ist Folgendes festzuhalten:

3.3.2 Aufgrund der Akten ist der Beschwerdeführer als …, der hauptsäch-
lich allein und zu einem wesentlichen Teil mit dem Computer (Erstellung 
von Texten und Grafiken) arbeitet, im Rahmen seiner Tätigkeit auf eine 
möglichst uneingeschränkte manuelle Fertigkeit angewiesen (vgl. auch Be-
schwerde, S. 5 f.). Gemäss den übereinstimmenden Angaben im Ab-
klärungsbericht der Abklärungsstelle D.________ und der Berichte des 
Spitals E.________ bietet die in Frage stehende Prothesenhand mit ihren 
einzeln beweglichen Fingern dem Beschwerdeführer die hierfür nötige 
Funktionalität (AB 25/4; BB 5 S. 2), wohingegen ebenfalls getestete einfa-
chere myoelektrische Prothesen insofern als unzulänglich beurteilt wurden 
(AB 25/5). Hinzu kommt, dass mit der i-Limb Prothesenhand aufgrund de-
ren Funktionalität und der damit verbundenen Aktivierung des Unterarm-
stumpfs die Phantomschmerzen erheblich reduziert werden können, was 
sich gemäss den behandelnden Ärzten positiv auf die Leistungsfähigkeit 
auswirkt (AB 6/11, 42/1; BB 5). Unter diesen Umständen ist die beantragte 
i-Limb Ultra Revolution Prothesenhand für die Erhaltung der Erwerbsfähig-
keit des Beschwerdeführers als notwendig und geeignet zu betrachten.

3.3.3 Die Teilaspekte der sachlichen und persönlichen Angemessenheit 
sind ebenfalls zu bejahen. Gemäss dem Abklärungsbericht der 

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D.________ verfügt der Beschwerdeführer über sehr gute Muskelimpuls-
werte und liegen auch hinsichtlich seiner körperlichen Verfassung und des 
Unterarmstumpfs optimale Voraussetzungen für die Versorgung mit der in 
Frage stehenden Prothesenhand vor (AB 25/3 f.). Der Beschwerdeführer, 
der in der Zwischenzeit bereits mit der i-Limb Prothesenhand versorgt wur-
de, kommt mit deren Bedienung nach Angaben der behandelnden Ärzte 
bestens zurecht (AB 42/1). Die Gesamtsituation lässt somit erwarten, dass 
der Beschwerdeführer mit dem anbegehrten Hilfsmittel auch prospektiv kei-
ne Schwierigkeiten bekunden wird, womit die vom BSV geäusserten Be-
denken als überholt gelten. Zudem führt der Umstand, dass die Abgabe ei-
ner i-Limb Ultra Revolution Prothesenhand den Beschwerdeführer in die 
Lage versetzt, seine berufliche Tätigkeit (mit der Anforderung an eine wei-
testgehend uneingeschränkte manuelle Fertigkeit; vgl. E. 3.3.2 hiervor) in 
bis anhin gewohnter Weise weiter auszuüben, zur Bejahung eines hinrei-
chenden Masses an Eingliederungswirksamkeit.

Gegeben ist mit Blick auf das junge Alter des Beschwerdeführers mit Jahr-
gang 1980 und seiner verbleibenden Aktivitätsdauer weiter auch die zeitli-
che Angemessenheit der in Frage stehenden Prothesenversorgung. 

3.3.4 Der Teilaspekt der finanziellen Angemessenheit wird durch Art. 21 
Abs. 3 IVG und Art. 2 Abs. 4 HVI zum Ausdruck gebracht. Danach besteht 
nur Anspruch auf Hilfsmittel in einfacher, zweckmässiger und wirtschaftli-
cher Ausführung. Das BSV und gestützt darauf auch die Beschwerdegeg-
nerin sind der Auffassung, dass die beantragte Prothesenhand diese Anfor-
derungen übersteigt (AB 31, 43).

Das Bundesgericht hat indessen klar festgehalten, dass es sich bei der Ein-
fachheits- und Zweckmässigkeitsanforderung um einen allgemeinen 
Rechtsgrundsatz handelt, bei dessen Konkretisierung auf die technische 
Entwicklung Rücksicht zu nehmen ist. Die einfache und zweckmässige 
Hilfsmittelversorgung muss demnach zeitgemäss sein (BGE 132 V 215 
E. 4.3.3 S. 226). Das Bundesgericht hat auf dieser Basis auch die Versor-
gung mit hochtechnologischen, computergesteuerten Hilfsmitteln als zuläs-
sig betrachtet, wenn und soweit spezielle berufliche Anforderungen dies er-
forderten (BGE a.a.O., E. 4.3.4).

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Diese Anforderungen sind vorliegend erfüllt, weil der Beschwerdeführer ge-
mäss der fachtechnischen Beurteilung der Abklärungsstelle D.________ 
sowie der fachärztlichen Angaben nur mit einer i-Limb Ultra Revolution Pro-
thesenhand in der Lage ist, den mit seiner beruflichen Tätigkeit verbunde-
nen Aufgaben weiterhin möglichst uneingeschränkt nachzukommen (vgl. 
E. 3.3.2 hiervor). Unter Berücksichtigung der langen Aktivitätsdauer, die der 
Beschwerdeführer noch zu absolvieren hat, erscheinen deshalb die Versor-
gungskosten von rund Fr. 58'000.-- noch nicht als finanziell unangemessen, 
womit auch der Teilaspekt der finanziellen Angemessenheit zu bejahen ist.

3.4 Zusammenfassend sind nach dem Gesagten die Voraussetzungen 
für eine Versorgung mit der i-Limb Ultra Revolution Prothesenhand erfüllt. 
Die Prothese ist nach Massgabe der Ausführungen in der fachtechnischen 
Beurteilung der Abklärungsstelle D.________ leihweise abzugeben. Nach 
einer einjährigen Tragezeit ist im Rahmen einer weiteren Abklärung eine 
Auswertung durchzuführen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheis-
sen und die angefochtene Verfügung vom 16. Juni 2014 aufzuheben.

4.

4.1 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten, ge-
richtlich bestimmt auf Fr. 700.--, sind entsprechend dem Ausgang des Ver-
fahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. zur Kostenpflicht der 
IV-Stelle Bern: BVR 2009 S. 186 ff. E. 4). Der vom Beschwerdeführer ge-
leistete Kostenvorschuss von Fr. 700.-- ist nach Rechtskraft des Urteils zu-
rückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf Er-
satz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt 
und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache 
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). 
Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikostenersatz 
bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechtsschutzversi-
cherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund eines allge-

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meingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, welcher im 
konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. Der Stunden-
ansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung festgelegt, wobei 
als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juristinnen und Juristen 
sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversicherungsexpertinnen 
und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertretung gelten alle übri-
gen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rundschreiben der Sozialver-
sicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für französischsprachige 
Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Dezember 
2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle der Vertretung durch eine 
gemeinnützig tätige Rechtsberatungsstelle im Sinne der Rechtsprechung 
(BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4) wird der Stundenansatz bei einer – wie hier – 
fachlich qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.-- festgelegt.

Der von Fürsprecher C.________ mit Honorarnote vom 13. Oktober 2014 
geltend gemachte Aufwand von total Fr. 1‘568.15 (Fr. 1‘378.-- Honorar 
[10.6 Std. x Fr. 130.--], zuzüglich Fr. 74.-- Auslagen und Fr. 116.15 Mehr-
wertsteuer [MWSt.]) ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat 
dem Beschwerdeführer diesen Betrag zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Bern 
vom 16. Juni 2014 aufgehoben. Der Beschwerdeführer hat Anspruch 
auf die leihweise Abgabe der i-Limb Ultra Revolution Prothesenhand 
gemäss dem Kostenvoranschlag Nr. KO-13-07441 vom 15. November 
2013 der Firma F.________.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurücker-
stattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Feb. 2015, IV/14/765, Seite 13

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘568.15 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt Eingabe der Be-

schwerdegegnerin vom 19. Februar 2015)
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.