# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04708941-ccce-5e7c-a9f9-fbd349b1e44f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 17.11.2009 KSK 2009 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2009-35_2009-11-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 17. November 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 09 35

Entscheid
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Vorsitz Präsident Brunner
Richter Kantonsrichter Bochsler und Kantonsrichter Hubert
Redaktion Aktuar Conrad

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

der Q., Gläubigerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Jürg Pilgrim, Luzernerstrasse 16, 5630 Muri, 

gegen

die Verfügung des Betreibungsamtes Rhäzüns vom 24. Juni 2009, mitgeteilt am 24. 
Juni 2009, in Sachen der Gläubigerin und Beschwerdeführerin gegen Z., Schuldner 
und Beschwerdegegner, und B a n k  X . , Beschwerdegegnerin, 

betreffend rechtshilfeweise Grundstückspfändung, Einzug und Verteilung Miet-
zinse, Anspruchskonkurrenz Pfändungsgläubiger/Grundpfandgläubiger, Haftung    

Betreibungsamt, Abgrenzung Rechtsweg nach Art. 17 SchKG/Art. 5 SchKG 

hat sich ergeben:

I. Sachverhalt

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A.1. In der Pfändungsbetreibung Nr. 20532063 (Req. Nr. 2060050) des Betrei-
bungsamtes Bremgarten/AG, mit Q., Nb./AG, als Pfändungsgläubigerin über eine 
Forderung von Fr. 1'103'341.90 und Z., Bremgarten/AG, als Schuldner, vollzog das 
Betreibungsamt Rhäzüns auf rechtshilfeweises Ersuchen des Betreibungsamtes 
Bremgarten im April 2006 die Pfändung des schuldnerischen Grundstücks Parzelle 
Nr. 635 in der Gemeinde Ed.. Die darauf befindliche Liegenschaft besteht aus 4 
Wohnungen, welche vermietet sind. In der Folge zog das Betreibungsamt Rhäzüns 
bis Ende März 2008 die Mietzinsen aus der Vermietung der Wohnungen im Ge-
samtbetrag von Fr. 141'610.— ein. Ein Verwertungsbegehren hat die Pfändungs-
gläubigerin Q. weder in Bezug auf die Mietzinsen noch hinsichtlich des Grundstücks 
jemals gestellt.

2. Auf dem Grundstück Parzelle Nr. 635 lasten 3 Grundpfandverschreibungen 
zu Gunsten der Bank X. (im Folgenden Bank X.). Am 21. April 2008 leitete die Bank 
X. beim Betreibungsamt Rhäzüns Betreibung auf Grundpfandverwertung ein, für 
den Betrag von Fr. 1'014'645.45 nebst Kosten (Betreibung Nr. 20800890). Gegen 
den Zahlungsbefehl erhob der Schuldner Z. am 25. April 2008 Rechtsvorschlag. In 
der Folge überwies das Betreibungsamt Rhäzüns aus den in der Pfändungsbetrei-
bung Q. (Betreibung Nr. 20532063) vereinnahmten Mietzinsen den Betrag von Fr. 
99'548.25 an die Bank X., auf Anrechnung an deren Grundpfandbetreibung Nr. 
20800890 vom 21. April 2008. Ein Verwertungsbegehren hat die Grundpfandgläu-
bigerin Bank X. weder vorher noch nachher gestellt.

B.1. Am 28. April 2008 stellte das Betreibungsamt Rhäzüns dem Betreibungsamt 
Bremgarten die Schlussabrechnung in der Pfändungsbetreibung Nr. 20532063 zu. 
Danach waren die vom Betreibungsamt Rhäzüns eingezogenen Mietzinsen von Fr. 
141'610.00 wie folgt zu verwenden: Hypothekarzinsen Bank X. Fr. 99'548.25, Lie-
genschaftsunterhalt Fr. 36'251.20, Bankspesen Fr. 256.21 und Kosten Betreibungs-
amt Rhäzüns Fr. 697.00, woraus sich ein dem requirierenden Betreibungsamt 
Bremgarten zu überweisender Restsaldo von Fr. 4'857.34 ergab.

2. Mit Schreiben vom 02. Mai 2008 gelangte das Betreibungsamt Rhäzüns an 
die Bank X.. Es führte aus, die Auszahlung von Fr. 99'548.25 sei zu Unrecht erfolgt 
und forderte die Bank auf, diesen Betrag dem Betreibungsamt Bremgarten zu über-
weisen. 

3. Mit Schreiben vom 08. Mai 2008 protestierte das Betreibungsamt Bremgar-
ten beim Betreibungsamt Rhäzüns gegen die Abrechnung und Zweckentfremdung 
der gepfändeten und eingezogenen Mietzinsen in der Betreibung Nr. 20532063. Die 

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Überweisung des Betrages von Fr. 99'548.25 an die Bank X. sei nicht statthaft ge-
wesen. Es machte geltend, die Verwaltung der Liegenschaft mit Einzug der Mietzin-
sen für die Pfändungsbetreibung von Q. habe seit Mai 2006 bestanden, wohingegen 
die Grundpfandbetreibung der Bank X. mit Begehren um Ausdehnung der Pfandhaft 
auf die Mietzinsen erst im April 2008 angehoben worden sei. Der Betrag von Fr. 
99'548.25 sei innert 10 Tagen dem Betreibungsamt Bremgarten zu überweisen, 
widrigenfalls es die Forderung gestützt auf Art. 131 Abs. 1 SchKG der Gläubigerin 
Q. abtreten werde.

C. Unter Beilage der Abrechnung des Betreibungsamtes Rhäzüns vom 28. April 
2008, einer eigenen Abrechnung und der Aufforderung vom 08. Mai 2008 an das 
Betreibungsamt Rhäzüns zur Überweisung des Betrages von Fr. 99'548.25 infor-
mierte das Betreibungsamt Bremgarten mit Schreiben vom 26. Mai 2008 die Gläu-
bigerin Q. über die Sachlage. Da bis dato eine Überweisung des umstrittenen Be-
trages durch das Betreibungsamt Rhäzüns an das Betreibungsamt Bremgarten 
nicht erfolgt sei, bleibe es der Gläubigerin überlassen, weitere rechtliche Schritte 
gegen das Betreibungsamt Rhäzüns einzuleiten. 

D.1. Am 02. Juni 2008 wandte sich die Pfändungsgläubigerin Q. erstmals direkt 
an das Betreibungsamt Rhäzüns. Sie machte geltend, die Auszahlung der Mietzins-
erträgnisse an die nachmalig betreibende Grundpfandgläubigerin Bank X. sei wi-
derrechtlich erfolgt. Sie forderte das Betreibungsamt Rhäzüns auf, ihr den Betrag 
von Fr. 99'548.25 innert 10 Tagen zu überweisen. 

2. Mit Antwortschreiben vom folgenden Tag bestätigte das Betreibungsamt 
Rhäzüns Q., dass ihm in diesem Verfahren ein Fehler unterlaufen sei und entschul-
digte sich dafür. Die Bank X. sei bereits am 02. Mai 2008 aufgefordert worden, be-
sagten Betrag dem Betreibungsamt Bremgarten zu überweisen. Das Betreibungs-
amt Rhäzüns werde die Bank X. abermals auffordern, den Betrag so rasch als mög-
lich der Gläubigerin zu überweisen. Sollte die Überweisung nicht innert 10 Tagen 
erfolgen, möge die Gläubigerin selbst bei der Bank X. vorstellig werden. 

3. Am 03. Juni 2008 forderte das Betreibungsamt Rhäzüns die Bank X. erneut 
zur Rückzahlung des umstrittenen Betrages beziehungsweise zur Auszahlung an 
die Gläubigerin Q. auf. Mit Schreiben vom 02./04. Juni 2008 an das Betreibungsamt 
Rhäzüns stellte sich die Bank X. ablehnend.  

4. In einem weiteren Schreiben vom 23. Juni 2008 an das Betreibungsamt 
Rhäzüns stellte die Gläubigerin Q. fest, dass sich die Bank X. erwartungsgemäss 
weigere, den ihr irrtümlich zugekommenen Betrag zu erstatten. Der Gläubigerin ge-

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genüber stehe jedoch allein das Betreibungsamt des Kreises Rhäzüns in der Pflicht, 
weshalb es ausschliesslich dem Betreibungsamt Rhäzüns obliege, bei der Bank X. 
die Rückzahlung zu erreichen. Die Gläubigerin habe gegenüber der Bank keine 
rechtliche Handhabe. Für den Fall, dass es dem Amt nicht gelinge, die Bank zur 
Rückzahlung zu bewegen beziehungsweise das Amt die Gläubigerin nicht schadlos 
halte, stellte die Gläubigerin eine Schadenersatzklage gegen den Kanton Graubün-
den in Aussicht.

5. In der Folge interpellierte das Betreibungsamt Rhäzüns den Kanton 
Graubünden hinsichtlich der Haftungsfrage. Nachdem die Gläubigerin beim Kanton  
ebenfalls entsprechend vorstellig geworden war, teilte ihr die Finanzverwaltung im 
März 2009 schliesslich mit, eine Inanspruchnahme der Haftungsgrundlage von Art. 
5 SchKG falle ausser Betracht. Es handle sich nicht um einen materiell-rechtlichen 
Schadenersatzanspruch, sondern um einen vollstreckungsrechtlichen Anspruch ge-
gen das Betreibungsamt Rhäzüns beziehungsweise gegen den Kreis Rhäzüns als 
dessen Rechtsträger. Der Anspruch sei daher mittels betreibungsrechtlicher 
(Rechtsverweigerungs-)Beschwerde im Sinne von Art. 17 SchKG beim Kantonsge-
richt als Aufsichtsbehörde in SchKG-Sachen durchzusetzen.

6. Mit Verfügung vom 24. Juni 2009 an die Gläubigerin Q. lehnte das Betrei-
bungsamt Rhäzüns deren Begehren um Auszahlung der Mietzinseinnahmen unter 
Hinweis auf Art. 94 Abs. 3 und Art. 116 Abs. 1 SchKG ab. Es stellte sich erstmals 
auf den Standpunkt, die gläubigerseits kritisierte Auszahlung an die Bank X. vom 
24. April 2008 sei aus rechtlicher Sicht nicht zu beanstanden. Eine Auszahlung an 
die Pfändungsgläubigerin Q. würde das gesetzliche Forderungsprivileg der Grund-
pfandgläubigerin Bank X. verletzen. Der Grundpfandgläubiger habe ein Vorrecht auf 
die hängenden und stehenden Früchte als Bestandteil der Pfandsache. Dieses Vor-
recht erstrecke sich auch auf die vor Einleitung der Grundpfandverwertung gewon-
nenen Früchte, solange es noch nicht zu einer Verwertung dieser Früchte gekom-
men sei. Zudem habe es die Gläubigerin unterlassen, für die Mietzinsen ein frist-
gemässes Verwertungsbegehren zu stellen, weshalb das Betreibungsamt Rhäzüns 
denn auch die Löschung der gestützt auf Art. 101 Abs. 2 SchKG veranlassten 
grundbuchlichen Verfügungsbeschränkung angeordnet habe.

E.1. Dagegen liess Q. durch ihren Rechtsvertreter am 07. Juni 2009 Beschwerde 
an das Kantonsgericht als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs 
einlegen, mit den folgenden Rechtsbegehren:

"1. Es sei festzustellen, dass das Betreibungsamt Kreis Rhäzüns den in der 
Betreibung des Betreibungsamtes Bremgarten/AG Nr. 20532063 gegen 

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Z. im Pfändungsauftrag einkassierten Betrag von CHF 99'548.25 zu Un-
recht an die Bank X. ausbezahlt hat.

2. Das Betreibungsamt Kreis Rhäzüns sei anzuweisen, der Beschwerde-
führerin den Betrag von CHF 99'548.25 nebst 5 % Zins seit 26. Mai 2008 
zu bezahlen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

2. Das Betreibungsamt Rhäzüns beantragte mit Vernehmlassung vom 03. Au-
gust 2009 die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
zu Lasten der Beschwerdeführerin Q.. 

3. In seiner Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2009 schliesst der Schuldner Z. 
auf Nichteintreten, eventualiter auf Abweisung der Beschwerde.

4. Die Bank X. liess sich nicht vernehmen. 

5. Vom Betreibungsamt Bremgarten ist keine Vernehmlassung eingeholt wor-
den. 

6. Soweit sachdienlich ist auf die Begründung der Beschwerdeanträge nachfol-
gend einzugehen.

II. Erwägungen

1.a. Die Beschwerdeschrift wurde am 07. Juli 2009 zur Post gegeben. Das per 
eingeschriebener Briefpostsendung versandte Anfechtungsobjekt trägt das Datum 
des 24. Juni 2009. Bei Postaufgabe des Anfechtungsobjekts am gleichen Tag und 
Empfang durch den Adressaten am darauffolgenden Tag wäre die Beschwerde um 
einen Tag verspätet. Wann das Anfechtungsobjekt zur Post gegeben wurde, lässt 
sich den amtsseits eingelegten Akten jedoch nicht entnehmen, ebenso wenig, an 
welchem Tag es der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin tatsächlich in Emp-
fang genommen hat. Letzterer behauptet, die angefochtene Verfügung sei ihm am 
29. Juni 2009 zugegangen. Dies erscheint angesichts der 7-tägigen Abholfrist für 
eingeschriebene Postsendungen einerseits plausibel und darauf muss anderer-
seits, angesichts der unvollständigen Beweislage, die zu Lasten der Vollstreckungs-
behörde geht, abgestellt werden. Die Beschwerde ist fristgemäss im Sinne von Art. 
17 Abs. 2 SchKG. Auf die im Übrigen formgerechte, das heisst einen Antrag und 
eine Begründung im Sinne von Art. 22 GVVSchKG enthaltende und bei der zustän-

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digen Aufsichtsbehörde (Art. 11 GVVSchKG, Art. 2 lit. d KGV) eingelegte Be-
schwerde ist grundsätzlich einzutreten.

b. Gemäss Art. 21 SchKG (Beschwerdeentscheid) verfügt die Behörde, welche 
eine Beschwerde für begründet erklärt, die Aufhebung oder die Berichtigung der 
angefochtenen Handlung; sie ordnet die Vollziehung von Handlungen an, deren 
Vornahme der Beamte unbegründetermassen verweigert oder verzögert (BGE 85 
III 31 E. 1). Es ist zulässig, auf dem Beschwerdeweg eine nach Vollstreckungsrecht 
vom Betreibungsamt zu erbringende Zahlung einzufordern, selbst wenn das einkas-
sierte Geld realiter bereits anders verwendet worden ist (BGE 85 III 31 E. 1, 76 III 
81 E. 3, 73 III 84 E. 2). Falls es gegenständlich zur Gutheissung der Beschwerde 
kommt, wäre dem Betreibungsamt Rhäzüns somit zu befehlen, was es zu tun hat, 
das heisst welche Handlung es vorzukehren hat. Das Rechtsbegehren Ziffer 2 ist 
daher zulässig. 

c. Das Rechtsbegehren gemäss Ziffer 2 der Beschwerde ist darüberhinaus 
auch ausreichend. Im Licht von Art. 21 SchKG und des legitimen Rechtsschutzbe-
dürfnisses der Beschwerdeführerin erweist sich das Feststellungsbegehren in Ziffer 
1 ihrer Anträge zum einen als überflüssig. Von hier nicht interessierenden Ausnah-
men abgesehen, hat nämlich die Spruchbehörde Recht im Allgemeinen, und wie 
sich im Besonderen der Vorschrift von Art. 21 SchKG leicht entnehmen lässt, nicht 
primär bloss im Sinne eines Sollenszustandes festzustellen, sondern durch autori-
tative Anordnung entsprechender Handlungen zu sprechen, damit Recht im Sinne 
eines Zustandes direkt hergestellt wird oder allenfalls durch weitere Schritte her-
stellbar ist. Eine Beschwerde, die einzig die Feststellung der Unrichtigkeit einer Ver-
fügung des Betreibungsamtes bezweckt, ist unzulässig, weil dieser Rechtsbehelf 
gemäss Art. 21 SchKG nur die Aufhebung oder Berichtigung einer bestimmten Ver-
fügung oder die Vollziehung von Handlungen, deren Vornahme unbegründeter-
weise verweigert oder verzögert worden ist, zum Ziele haben kann (BGE 85 III 31 
E. 1, 81 III 72 E. 3). Auch falls das separate Feststellungsbegehren mit dem Hinter-
gedanken für eine mögliche Haftungsklage nach Art. 5 SchKG gestellt worden sein 
sollte, ist es unzulässig. Damit wird nämlich kein praktischer und aktueller Verfah-
renszweck im Zwangsvollstreckungsverfahren angestrebt, wie es die Rechtspre-
chung für die Zulässigkeit der Aufsichtsbeschwerde nach Art. 17 SchKG regelmäs-
sig verlangt (vgl. BlSchK 1978 Nr. 26; Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Kon-
kurs nach schweizerischem Recht, Bd. I, Zürich 1984, § 7 Rz 14, mit zahlreichen 
Hinweisen auf die Rechtsprechung) und woran auch für den vorliegenden Fall fest-
zuhalten ist. Es kann nicht Sache der SchKG-Aufsichtsbehörden sein, lediglich 
zwecks Abklärung der Verantwortlichkeit die Handlungen eines Betreibungsbeam-

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ten auf ihre Gesetzmässigkeit hin zu überprüfen (BGE 73 III 23 E. 2), um Grundlage 
für eine Verantwortlichkeitsklage zu schaffen (BGE 91 III 41 E. 7 S. 46/47; 105 III 
35 E. 1; 120 III 107 E. 2 S. 109; Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- 
und Konkursrechts, 7. A. Bern 2003, § 5 Rz 8). Kann ein "objektiv vermeidbarer 
Betriebsfehler" (vgl. Gasser, Basler Kommentar, SchKG I, N 11 zu Art. 5 SchKG) 
nicht im Beschwerdeverfahren durch Herstellung des ordnungsgemässen Verfah-
rensgangs korrigiert werden, darf die Aufsichtsbehörde dem Zivilrichter in seiner 
haftungsrechtlichen Beurteilung im Übrigen nicht vorgreifen (Fritzsche/Walder, 
ebenda; BGE 73 III 84 E. 3, 81 III 65; Ernst Blumenstein, Handbuch des schweize-
rischen Schuldbetreibungsrechts, Bern 1911, S. 58). Auf das unnötige und unzuläs-
sige Feststellungsbegehren gemäss Ziffer 1 der Beschwerde kann aus diesen Grün-
den nicht eingetreten werden.  

2. Der vorinstanzliche Antrag auf Abweisung der Beschwerde wird im Wesent-
lichen damit begründet, die Pfändungsgläubigerin Q. habe es unterlassen, innert 
Frist ein förmliches Verwertungsbegehren nach Art. 116 SchKG zu stellen und auch 
das ersuchende Betreibungsamt Bremgarten habe dem ersuchten Betreibungsamt 
Rhäzüns innert der Jahresfrist seit der Pfändung der Mietzinsen kein Begehren um 
Überweisung der Mieterträge gestellt. Überdies habe die nachmalig auf Grund-
pfandverwertung betreibende Gläubigerin Bank X. gestützt auf Art. 94 Abs. 3 
SchKG ein Vorrecht an den gepfändeten Mietzinsen. Dabei umfasse das Privileg 
der Grundpfandgläubigerin gegenüber der Pfändungsgläubigerin auch jene 
Früchte, welche zur Zeit der Anhebung der Grundpfandbetreibung bereits gewon-
nen, aber noch nicht verwertet seien (unter Hinweis auf Von der Mühll, Basler Kom-
mentar 1998, N 5 zu Art. 94).

Diese Auffassungen lassen sich unter keinem Aspekt halten:

a. Vorab ist richtig zu stellen, welches die Aufgaben des Betreibungsamtes 
Rhäzüns im umstrittenen Vollstreckungsverfahren (Pfändungsbetreibung Nr. 
20532063) sind. Die Frage, ob die Auszahlung der betreibungsamtlich eingezoge-
nen Mietzinsen durch die Vorinstanz an die Grundpfandgläubigerin X. korrekt war, 
ist bereits aus Gründen der verfahrensmässigen Zuständigkeit zu verneinen. Es 
liegt ein Fall von Rechtshilfe vor. Angesichts der deutlich geäusserten, und wie zu 
zeigen sein wird, richtigen Meinung des Betreibungsamtes Bremgarten in der 
Hauptsache (Anspruch auf die eingezogenen Mietzinsen, act. 01.3) kann vorweg-
genommen werden, dass der "Betriebsunfall" unterblieben wäre, wenn sich das Be-
treibungsamt Rhäzüns an die bei der Rechtshilfe vorgeschriebene Aufgabenteilung 
gehalten hätte. Es handelt sich um eine Requisitorialpfändung, in welcher das Be-

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treibungsamt Rhäzüns (nur) im Auftrag, als Hilfsperson des Betreibungsamtes 
Bremgarten gehandelt hat beziehungsweise hätte handeln sollen. Bremgarten blieb 
das federführende Amt. 

aa. Bei der Kompetenzausscheidung zwischen den beiden Ämtern ist vorab 
daran zu erinnern, dass die Verteilung des Verwertungserlöses aus gepfändeten 
Mietzinsen die Berücksichtigung weiterer Gesichtspunkte erheischte, welche das 
ersuchte Amt Rhäzüns gar nicht kannte. So wäre beispielsweise das Existenzmini-
mum des Schuldners zu beachten gewesen, eine Frage, die nur dem Betreibungs-
amt Bremgarten obliegen konnte (Art. 22 Abs. 1 VZG, Art. 95 VZG).  

bb. Bei der Rechtshilfe handelt das ersuchte Amt insoweit unselbständig, als es 
an Art und Umfang des Auftrages des ersuchenden Amtes im Rahmen der Rechts-
ordnung gebunden ist. Primäre (und ausschliessliche) Aufgaben des ersuchten Am-
tes im vorliegend interessierenden Stadium sind die Pfändung, Verwaltung und Be-
wirtschaftung der Liegenschaft (Art. 24 Abs. 3 Satz 1 VZG) und dabei insbesondere 
auch der Einzug von Verwertungserlös (Art. 75 Abs. 1 VZG). Anlog der expliziten 
Regelung für das Konkursverfahren (Art. 22 Abs. 2 KOV) ist im Falle der Requisition 
das requirierende Amt für die Aufbewahrung/Hinterlegung von Geld und Wertsa-
chen verantwortlich. Dabei hat ihm das requirierte Amt diese Vermögenswerte so-
fort zu übermachen (Möckli, Kurzkommentar SchKG, Basel 2009, Art. 9 N 5); eine 
Ausnahme von der sofortigen Ablieferungspflicht gemäss Art. 77 Abs. 2 VZG ist nur 
dann zu machen, wenn dem beauftragten Amt Pfändungen bekannt sind, die den 
beim ersuchenden Amt hängigen Betreibungen vorgehen (BGE 75 III 56 E. 4), was 
vorliegend nicht zutraf. Analog der Grundpfandverwertung (vgl. Eduard Brand, Die 
betreibungsrechtliche Zwangsverwertung von Grundstücken im Pfandverwertungs-
verfahren, Zürich 2008, S. 35) hätten die Nettomieterträgnisse durch das Betrei-
bungsamt Rhäzüns auch im hiesigen Fall der Pfändungsbetreibung nicht über län-
gere Zeit gehortet werden dürfen; die Vorinstanz hätte dem ersuchenden Amt Brem-
garten nicht erstmals nach 1 ½ Jahren, sondern periodisch abrechnen und die Net-
tomietzinsbetreffnisse überweisen müssen, damit Abschlagszahlungen an die be-
rechtigten Gläubiger erfolgen konnten (Art. 22 Abs. 1 Satz 1 und 2 VZG). Dass das 
beauftragte Amt bei der Verteilung eingezogener Mietzinsen grundsätzliche keine 
Aufgabe haben kann, ergibt sich schon daraus, dass es zu ungesäumter Abliefe-
rung einkassierter Gelder an das ersuchende Amt verpflichtet ist (Art. 77 Abs. 2 
VZG). Nur Bremgarten hatte folglich zu entscheiden, wem, wann, welche verwerte-
ten Mietzinse zu verteilen waren. Die Verfahrensordnung lässt es zwar zu, dass 
dem ersuchten Amt auch die Verteilung der Erträgnisse an die Gläubiger gemäss 
Art. 22 VZG übertragen werden kann (Art. 24 Abs. 3 Satz 2 VZG). Gemäss beste-

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hender Aktenlage ist indessen nicht ersichtlich, dass eine solche Ermächtigung er-
folgt ist (act. 06.1.1) – im Gegenteil (act. 01.1.3). Das ersuchte Amt Rhäzüns hatte 
daher auch keine Kompetenz Art. 22 Abs. 1 Satz 1 und 2 VZG anzuwenden. Es 
hatte schlichtweg nicht zu prüfen, wer unter vollstreckungsrechtlichen Gesichts-
punkten Anspruch auf das umstrittene Vollstreckungssubstrat hat. Seine Aufgabe 
beschränkte sich darauf, dieses einzuziehen und dem ersuchenden Amt Bremgar-
ten fortlaufend abzuliefern und schliesslich eine Abrechnung zu erstellen. Bereits 
angesichts dessen ist bedenklich, mit welcher Leichtfertigkeit das rechtshilfeweise 
handelnde Betreibungsamt Rhäzüns ohne jede Begrüssung des ersuchenden Am-
tes Bremgarten und/oder ohne vorgängig eine Verfügung gegenüber der Pfän-
dungsgläubigerin Q. zu kommunizieren, wozu es im vorliegenden Rechtshilfefall al-
lerdings gar nicht befugt war, einfach realiter entsprechendes Pfändungssubstrat 
von 100'000 Franken aus der Hand gegeben hat. Im Licht der Rechtshilfe ohne 
Verteilungsauftrag ging der Vorinstanz von vorneherein jegliche Kompetenz zu sol-
chem Tun ab. Für den Fall der Gutheissung der Beschwerde, würde sich daher die 
Frage stellen, ob das Betreibungsamt Rhäzüns die umstrittenen Mietzinse anstatt 
der Beschwerdeführerin nicht dem Betreibungsamt Bremgarten abzuliefern habe 
(vgl. dazu hinten Erwägung Ziffer 5.b.).

b. Der Einwand der Vorinstanz, die Pfändungsgläubigerin Q. habe innert Frist 
kein Verwertungsbegehren gestellt, verkennt den rechtserheblichen Unterschied 
zwischen Pfändungsgut und Verwertungssubstrat grundlegend. Auf ein solches 
Verwertungsbegehren wäre nicht einzutreten gewesen, denn was bereits verwertet 
ist, kann nicht abermals verwertet werden. Geld (gesetzliches Zahlungsmittel) kann 
nicht mehr unter das Pfändungssubstrat gemäss Art. 116 Abs. 1 SchKG fallen, weil 
es qua definitionem Verwertungserlös darstellt. Die Bezahlung des Betrags der ge-
pfändeten Forderung an das Amt ist der Verwertung gleichzusetzen (Walder, Kom-
mentar SchKG, Zürich 2007, N 6 zu Art. 12). Für die Auszahlung/Verteilung der vom 
Betreibungsamt einkassierten Mietzinse bedarf es keines Verwertungsbegehrens 
(vgl. Markus Frey, Basler Kommentar, SchKG II, N 7ff. zu Art. 116). Ein solches 
braucht es für die Mietzinsen in der Pfändung von Grundstücken und ihrer Erträg-
nisse oder bei alleiniger Pfändung dieser Erträgnisse ausnahmsweise deshalb 
nicht, da es sich um zivile Früchte handelt, welche mit der Bezahlung durch den 
Drittschuldner bereits verwertet sind. Nachdem sich dieses Substrat bereits im Zu-
stand der Versilberung beim Betreibungsamt befindet, ist eine (weitere) Verwertung 
weder notwendig noch möglich (Jaeger/Walder/Kull, Bundesgesetz über Schuldbe-
treibung und Konkurs, 5. A. Zürich 2006, N 16 zu Art. 116; Frey, a.a.O., N 8 zu Art. 
116; Fritzsche/Walder, a.a.O., § 30 Rz 22; Rüetschi, Kurzkommentar SchKG, 

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a.a.O., Art. 116 N 6 f.; BGE 127 III 182 E. 2, 85 II 73 E. 2). War kein Verwertungs-
begehren zu stellen, konnte der Beschwerdeführerin dafür auch keine Frist laufen. 
Die Betreibung von Q. kann insoweit auch nicht aus dem Grunde "ablaufen", weil 
sie kein Verwertungsbegehren gestellt hat. Der vor-instanzliche Hinweis auf die An-
wendung von Art. 94 Abs. 3 SchKG geht auch aus diesem Grund fehl. Weiter ist die 
Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass das Verwertungsbegehren nicht ihr, sondern 
beim Betreibungsamt Bremgarten zu stellen gewesen wäre (Art. 74 Abs. 1 VZG).

c. Abwegig ist das Argument, das ersuchende Betreibungsamt Bremgarten 
habe dem ersuchten Betreibungsamt Rhäzüns innert der Jahresfrist seit der Pfän-
dung der Mietzinsen kein Begehren um Überweisung der Mieterträge gestellt. Dazu 
war das Betreibungsamt Rhäzüns ohne weiteres von Amtes wegen verpflichtet. Die 
Ablieferung hätte darüber hinaus nicht en bloc erst nach Ablauf der Pfändungs-
dauer, sondern laufend ab April 2006 erfolgen sollen. Damit hätte sich nota bene 
auch die nachgehend (Ziffer 6) zu erwägende Frage der Verzinsung des – mittler-
weile über 1 Jahr –  vorschriftswidrig vorenthaltenen Pfändungssubstrats erübrigt.

d. Die Vorinstanz stützt sich ferner auf Art. 94 Abs. 3 SchKG, wonach die 
Rechte der Grundpfandgläubiger auf die hängenden und stehenden Früchte als Be-
standteile der Pfandsache vorbehalten bleiben, unter der Voraussetzung, dass der 
Grundpfandgläubiger selbst die Betreibung auf Verwertung des Grundpfandes ein-
geleitet hat, bevor die Verwertung der gepfändeten Früchte stattfindet.

aa. Die Anrufung der Bestimmung von Art. 94 Abs. 3 SchKG geht aus mehreren 
Gründen fehl. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorschrift, die ein zeitliches 
Pfändungs- (Abs. 1) und Verwertungsverbot (Abs. 2) von Früchten statuiert. Sie be-
zieht sich des Weiteren bloss auf natürliche Früchte (Jaeger/Walder/Kull, a.a.O., 5. 
A., N 2 und 9) und die hier umstrittenen Mietzinsen aus einer gepfändeten Liegen-
schaft stellen so genannte zivile Früchte dar.

bb. In Bezug auf zivile Früchte sind vielmehr Art. 102 SchKG und Art. 22 VZG 
relevant. Gemäss Art. 102 Abs. 1 SchKG erfasst die Pfändung eines Grundstücks 
unter Vorbehalt der den Grundpfandgläubigern zustehenden Rechte auch dessen 
Früchte und sonstige Erträgnisse. Betreffend die Verwendung der Früchte und [an-
deren] Erträgnisse aus Grundstücken schreibt Art. 22 Abs. 1 (Satz 3) VZG sodann 
vor, dass in erster Linie die Grundpfandgläubiger zu berücksichtigen sind, deren vor 
der Verwertung der Früchte angehobene Betreibung auf Pfandverwertung unbestrit-
ten ist (siehe auch Art. 83 Satz 2 VZG, Art. 114 VZG). Der Grund für den Vorbehalt 
(den Grundpfandgläubigern zustehende Rechte an sonstigen Erträgnissen) liegt im 

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materiellen Recht von Art. 806 Abs. 1 ZGB: Ist das verpfändete Grundstück vermie-
tet oder verpachtet, so erstreckt sich die Pfandhaft auch auf die Miet- oder Pacht-
zinsforderungen, die seit Anhebung der Betreibung auf Verwertung des Grundpfan-
des oder seit der Eröffnung des Konkurses über den Schuldner bis zur Verwertung 
auflaufen. Es geht dabei jedoch nur um diejenigen Zinsen, die im Zeitpunkt der An-
hebung der Betreibung [auf Grundpfandverwertung] noch nicht fällig sind (Kommen-
tar ZGB, Kren Kostkiewicz/Schwander/Wolf, 2006, N 5 zu Art. 806 ZGB, m.H. auf 
Zobl, ZBGR 1978, 193, 223; ebenso Trauffer-BSK N 4 zu Art. 806 ZGB: "auflaufen", 
"noch nicht fällig sind"). Die hier umstrittenen Mietzinsen waren im Zeitpunkt der 
Anhebung der Betreibung auf Grundpfandverwertung durch die Bank X. vom 23. 
April 2008 bereits alle von den Mietern/Drittschuldnern bezahlt und daher sicher 
fällig. Wenn sich das Grundpfandrecht der Bank X. materiell-rechtlich nur auf im 
Zeitpunkt der Stellung des Begehrens auf Grundpfandverwertung noch nicht fällige 
Mietzinse erstrecken konnte, ist umso offensichtlicher, dass die im Zeitpunkt der 
Anhebung der Betreibung auf Verwertung des Grundpfandes bereits an das Betrei-
bungsamt bezahlten Mietzinse (Tilgung der Mietzinsforderung) nicht unter die 
Pfandhaft (Vorrecht des Grundpfandgläubigers) fallen können.

cc. Die Vorinstanz bezieht sich in diesem Zusammenhang ohne Veranlassung 
auf Vonder Mühll (a.a.O., N 5 zu Art. 94), wonach das Privileg der Grundpfandgläu-
biger gegenüber den Pfändungsgläubigern auch jene Früchte erfasse, die zur Zeit 
der Anhebung der Grundpfandbetreibung bereits gewonnen, aber noch nicht ver-
wertet sind. Das ist wohl zutreffend, im vorliegenden Fall jedoch insoweit irrelevant, 
als eine Unterscheidung zwischen "gewonnenen" und "verwerteten" Früchten nur 
bei natürlichen Früchten Sinn macht, nicht bei zivilen Früchten. Wird ein Grundstück 
mit einem Aprikosenhain samt an den Bäumen hängenden Früchten gepfändet, so 
sind die Aprikosen nach ihrer Ernte, womit sie sachenrechtlich selbständige Fahrnis 
geworden sind, wohl "gewonnen" aber noch nicht verwertet, da sie noch nicht ver-
silbert, zu Geld gemacht sind. Solange ihre (zwangsvollstreckungsrechtlich notwen-
dige) Versilberung nicht stattgefunden hat, sind sie dem Vorrecht des betreibenden 
Grundpfandgläubigers zugänglich. Vom Drittschuldner geleistete Mietzinsen müs-
sen hingegen nicht mehr versilbert werden. Die zivilen, in gesetzlicher Währung be-
stehenden Früchte in Form von Mietzinsforderungen werden vom Betreibungsamt 
automatisch (von Gesetzes wegen, vgl. Art. 102 und 103 SchKG, Art. 16 ff. VZG) 
gewonnen/eingezogen und sind mit erfolgreicher Einziehung/Gewinnung gleichzei-
tig versilbert (=verwertet). Über den für die Zuordnung massgeblichen Zeitpunkt be-
ziehungsweise den Zustand des Vollstreckungssubstrats lässt im Übrigen auch der 
Kommentator Vonder Mühll keinen Zweifel aufkommen, wenn er ausführt, das Vor-

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recht der Grundpfandgläubiger gegenüber den Pfändungsgläubigern werde nur ge-
währt, wenn sie selbst die Betreibung auf Grundpfandverwertung angehoben ha-
ben, bevor die Verwertung der gepfändeten Frucht stattgefunden hat (Vonder Mühll, 
ebenda). Im Einklang dazu steht ferner auch der Wortlaut der Bestimmung von Art. 
114 Abs. 1 VZG über die Verteilung der Miet- und Pachtzinse im Pfandverwertungs-
verfahren. Der Reinerlös der seit der Stellung eines Begehrens auf Grundpfandbe-
treibung bis zur Verwertung des Grundstückes eingegangenen Miet- und Pacht-
zinse ist dem betreibenden Grundpfandgläubiger für seine Forderung zuzuweisen. 
Daraus lässt sich zwanglos der Umkehrschluss ziehen, dass Mietzinsen die vor der 
Stellung eines Begehrens auf Grundpfandbetreibung bereits beim Betreibungsamt 
eingegangen und somit verwertet sind, nicht dem betreibenden Grundpfandgläubi-
ger für seine Forderung zuzuweisen sind. Sämtlicher, im Zeitpunkt der Anhebung 
der Grundpfandbetreibung vorliegender Fruchterlös steht den vorgehend betreiben-
den Pfändungsgläubigern zu.

dd. Soll in Bezug auf die Früchte einer Immobilie das Pfandrecht dem Pfän-
dungsrecht vorgehen, muss das Begehren des Grundpfandgläubigers vor der Ver-
wertung der Früchte erfolgen (Ulrich K. Fehlmann, Die Einflüsse des Sachenrechts 
auf Pfändung und Verwertung, Diss. Zürich 1976, S. 21). Abgesehen von hier nicht 
interessierenden Ausnahmen findet nach dem Versilberungsprinzip die Verwertung 
in der Zwangsvollstreckung stets durch amtlich angeordnete und durchgeführte Um-
wandlung des gepfändeten Schuldnervermögens in gesetzliche Währung statt. 
Beim betroffenen Pfändungsgut handelte es sich um Mietzinsforderungen des Be-
treibungsschuldners Z.. Die Versilberung dieser Forderungen findet nicht durch Ver-
steigerung, sondern durch amtlichen Einzug statt, indem das Betreibungsamt ge-
genüber den Mietern auf Erfüllung der Mietzinszahlungen pocht. Das Einziehen ist 
die Verwertungshandlung und ihr Erfolg bringt im Resultat ohne Umschweife Ver-
wertungserlös hervor. Durch Leistung an das Betreibungsamt haben die Mieter die 
Mietzinsforderungen des Betreibungsschuldners Z. mit befreiender Wirkung getilgt. 
Beim umstrittenen Substrat der Mietzinse, das sich laufend ab Mai 2006 in Händen 
des Betreibungsamtes Rhäzüns äufnete und per Ende März 2008 auf Fr. 141'610.— 
belief, handelt es sich also nicht um Forderungen, sondern um Geld. Die Drittschuld-
ner haben die auf gesetzliche Währung lautenden Forderungen getilgt, womit sie im 
Sinne des Vollstreckungsrechts ohne weiteres als versilbert (=verwertet) gelten. Be-
zogen auf den relevanten Zeitpunkt der Anhebung der Grundpfandbetreibung der 
Bank X. vom 24. April 2008 handelt es sich bei diesem Substrat demzufolge gar 
nicht mehr um "hängende und stehende Früchte", sondern bereits um Verwertungs-

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erlös in optima forma. Der Hinweis auf das mit dem Grundpfandrecht der Bank ver-
bundene Vorrecht auf die Mietzinse entbehrt somit der Grundlage.

e.  Die Ausübung des Vorrechts der Grundpfandgläubiger auf noch nicht ver-
wertete Früchte ist ferner gar nicht möglich, wenn es nicht zur Verwertung des 
Grundstücks infolge der Grundpfandbetreibung kommt. Mit der Einleitung der Be-
treibung durch den Grundpfandgläubiger ist es nicht getan; um an Fruchterlös zu 
gelangen, muss er seine Grundpfandbetreibung bis zur Verwertung vorantreiben 
(Jaeger/Walder/Kull, a.a.O., 5. A., N 10 zu 94; ebenso im Sinne einer Vorausset-
zung: Trauffer, Basler Kommentar, N 10 zu Art. 806 ZGB und Winkler, Kurzkom-
mentar SchKG, a.a.O., N 9 zu Art. 94). Zu einer Verwertung des Grundstücks infolge 
der Grundpfandbetreibung der Bank X. ist es vorliegend nicht gekommen. Auch aus 
diesem Grund können die umstrittenen Mietzinserträgnisse nicht der Bank X. zuste-
hen. 

Die Situation ist diesbezüglich nicht deswegen verändert, weil es auch nicht zu einer 
Verwertung des Grundstücks infolge der Pfändungsbetreibung der Gläubigerin Q. 
gekommen ist. Die Vorinstanz hält der Beschwerdeführerin entgegen, sie habe nicht 
nur unterlassen, ein Begehren auf Verwertung der Mietzinsen zu stellen, sondern 
darüberhinaus eingestandenermassen bewusst auf die Verwertung des Grunds-
tücks als solches verzichtet. Daraus erwächst kein Argument gegen den Rechtss-
tandpunkt der Beschwerdeführerin. Auch wenn die Pfändungsgläubigerin Q. in ihrer 
Betreibung Nr. 20532063 – aus nachvollziehbaren Gründen – darauf verzichtet hat, 
für das gepfändete Grundstück das Verwertungsbegehren zu stellen, berührt dies 
ihren vollstreckungsrechtlichen Anspruch auf Verteilung/Herausgabe der einkas-
sierten Mietzinsen nicht. Ihr stand es frei, die Verwertung des Grundstücks zu ver-
langen. Der Umstand, dass sie es bleiben liess, führt weder dazu, dass in Bezug 
auf die eingezogen Mietzinsen ein Verwertungsbegehren zu stellen war, noch dass 
die eingezogen Mietzinsen als nicht auf Anrechnung an ihre Pfändungsbetreibung 
verwertet zu gelten hätten. 

3. Summa summarum ergibt sich in der Sache Folgendes: Ob nun – bezogen 
auf den Zeitpunkt der Stellung des Begehrens auf Grundpfandbetreibung durch die 
Bank X. vom 23. April 2008 – für den vollstreckungsrechtlichen Anspruch auf Ver-
teilung und Auslieferung der Mietzinsen aus dem gepfändeten Grundstück das zi-
vilrechtliche und/oder vollstreckungsrechtliche Attribut "fällig", "gewonnen", "aufge-
laufen", "eingegangen" oder "verwertet" massgeblich ist – es ist immer zu Gunsten 
der Pfändungsgläubigerin Q. gegeben. Somit steht fest, dass das Betreibungsamt 
Rhäzüns den betreffenden Betrag seiner gesetzlichen Bestimmung entfremdet hat, 

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und das Betreibungsamt Bremgarten respektive Q. Anspruch auf Auslieferung der 
umstrittenen Mietzinsen haben. Zu prüfen bleiben die Fragen, ob der objektiv ver-
meidbare Betriebsunfall grundsätzlich im Beschwerdeverfahren nach Art. 17 SchKG 
behebbar und das entsprechende Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin zeitig 
ist, oder ob Q. auf den Weg der Verantwortlichkeitsklage gemäss Art. 5 f. SchKG 
verwiesen werden muss.

4.1.a. Gemäss langer und einhelliger Praxis des Bundesgerichts ist für den 
Entscheid der Frage, ob in einem solchen Fall der Weg der Aufsichtsbeschwerde 
oder jener der Verantwortlichkeitsklage nach Art. 5 SchKG zu beschreiten ist, weg-
leitend, ob der Benachteiligte einen noch aktuellen vollstreckungsrechtlichen An-
spruch gegen die Vollstreckungsbehörde hat. Der nach Vollstreckungsrecht beste-
hende Anspruch auf eine Geldzahlung des Amtes ist nicht Schadenersatzanspruch 
nach Art. 5 SchKG, sondern vollstreckungsrechtlicher Anspruch gegen den Justiz- 
und Betreibungsfiskus. Auch der Grundsatz, dass sich einer solchen Zahlungs-
pflicht gegenüber nicht einwenden lässt, das Amt habe das eigentlich dazu be-
stimmte Geld anders verwendet und sei daher nicht mehr verfügbar, beruht auf dem 
Vollstreckungsrecht. Er besagt, dass der vollstreckungsrechtliche Anspruch des Be-
teiligten durch eine solche Zweckentfremdung des Geldes nicht berührt wird. Die 
Zweckentfremdung geht auf Risiko des Amtes, also des Justizfiskus, unter Vorbe-
halt der dem Staat allenfalls zustehenden Rückforderung vom (unberechtigten) 
Empfänger oder des Rückgriffes auf fehlbare Beamte und Angestellte. Diese aus 
der richtigen Anwendung des Vollstreckungsrechts folgende Gefahrtragung ist 
keine Schadenersatzpflicht im Sinne von Art. 5 SchKG, sondern eine blosse Ne-
benwirkung des aufrecht bleibenden Zahlungsanspruchs, der seinerseits nicht 
durch einen Anspruch auf Schadenersatz im Sinne von Art. 5 und 6 SchKG ersetzt 
wird (BGE 73 III 84 E. 2). Der Berechtigte hat diesfalls auf dem Beschwerdeweg 
vorzugehen (BGE 35 I 482 E. 2, 35 I 786 E. 3, 36 I 790 E. 2/3, 42 III 115 E. 3 , 43 
III 313 E. 2 e contrario, 44 III 89 E. 1, 50 III 73, BGE 53 III 146 ff., 59 III 184 E. 1, 59 
III 209 a.E., 73 III 23 E. 2, 73 III 84  E. 2, 76 III 81 E. 3, 85 III 31 E. 1, 102 III 163 E. 
2a, 118 III 3 E. 2b; vgl. auch PKG 1975 Nr. 46). Diese Auffassung wird von der 
Lehre unisono geteilt (Walder, Schuldbetreibung und Konkurs, 17. A. Zürich 2007, 
N 6 zu Art. 5; Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz über Schuldbetreibung 
und Konkurs, 4. A. Zürich 1997, N 11 zu Art. 5, N 6 und 8 zu Art. 12; Amonn/Walther, 
a.a.O., § 5 Rz 8;  Levante, Kurzkommentar SchKG, a.a.O., Art. 5 N 8; Gasser, 
a.a.O., N 18 zu Art. 12; Lutz Krauskopf, Die zivilrechtliche Haftung der Organe, 
Behörden und Gerichte im Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz (SchKG) de lege 
lata et ferenda, in Festschrift 100 Jahre SchKG, Zürich 1989, S. 119). Die Unterlas-

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sung eines Betreibungsamtes ist im Beschwerdeverfahren durch die Aufsichts-
behörde zu berichtigen, wenn dadurch ein Mangel des Zwangsvollstreckungsver-
fahrens behoben werden soll, das heisst, wenn es darum geht, den ordnungs-
gemässen Ablauf einer Betreibung zu wahren. Das ist hier der Fall. Die Gläubigerin 
Q. verlangt nicht ersatzweise Deckung eines aus fehlbarem Verhalten von Vollstre-
ckungsbeamten erwachsenen Schadens, sondern primär die Einhaltung der Regeln 
des SchKG und der VZG durch Erfüllung eines vollstreckungsrechtlichen Heraus-
gabeanspruchs. Solange Letzteres möglich ist, kann dogmatisch von Schaden gar 
nicht gesprochen werden.

b. Zur Abgrenzung des vollstreckungsrechtlichen Wegs von jenem der Verant-
wortlichkeitsklage ist zu ergänzen, dass einem solchermassen übergangenen Gläu-
biger der vollstreckungsrechtliche Weg (Begehren ans Betreibungsamt, Aufsichts-
beschwerde) nicht nur offen steht. Will er sich nicht der Gefahr aussetzen, auf dem 
"Schaden" sitzen zu bleiben, ist er geradezu gezwungen, den vollstreckungsrecht-
lichen Weg zuerst zu beschreiten. Die in BGE 50 III 73 getroffene Feststellung, der 
vollstreckungsrechtlich übergangene Gläubiger brauche sich nicht auf den Weg der 
Verantwortlichkeitsklage verweisen zu lassen, greift insoweit zu kurz, als ein solcher 
Gläubiger keine freie Wahl zwischen zwei Rechtsbehelfen hat. Unter dem Haftungs-
aspekt der Schadenminderungspflicht muss er zuerst einen offen stehenden Be-
schwerdeweg beschreiten, denn Schadenersatz auf der Grundlage von Art. 5 
SchKG kommt nur dann beziehungsweise insoweit in Frage, als der Schaden nicht 
durch Beschwerde hätte abgewendet werden können (Krauskopf, a.a.O., S. 119; im 
gleichen Sinn Levante, Kurzkommentar SchKG, a.a.O., N 8 zu Art. 5, u.a. unter 
Hinwies auf BGE 43 III 313 E. 2 a.E.; Gasser, Basler Kommentar SchKG I, N 19-21 
zu Art. 5 SchKG; Amonn/Walther, a.a.O., § 5 Rz 8). 

c. Gemäss Gasser (a.a.O., N 19-21 zu Art. 5) ist die Beschwerde als primärer 
Rechtsschutz und die Verantwortlichkeitsklage nach Art. 5 SchKG als sekundärer 
[subsidiärer] Rechtsschutz zu qualifizieren. Der Weg des Primärrechtsschutzes soll 
dort versperrt sein, wo so genannte Realakte des Vollstreckungsorgans wie zum 
Beispiel eine Geldüberweisung in Frage stehen. Solche Akte könnten – weil sie 
keine Anfechtungsobjekte seien – nicht mit Rechtsmitteln bekämpft werden, womit 
diese Möglichkeit der Schadenminderung nicht in Betracht komme. Das überzeugt 
insoweit nicht, als der Realakt der Auszahlung zwangsvollstreckungsrechtlichen 
Verwertungserlöses an einen Unberechtigten behördliche Rechtsverweigerung ge-
genüber dem Berechtigten darstellt und Rechtsverweigerung gemäss Art. 17 Abs. 
3 SchKG grundsätzlich unbefristet geltend gemacht werden kann (für den Be-
schwerdeweg bei Realakten vgl. Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., 4. A., N 11 

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zu Art. 5, N 6 und 8 zu Art. 12). Die Konstellation des reinen Realakts ist ge-
genständlich im Übrigen nicht gegeben, weil es nicht beim fehlerhaften Realakt 
blieb, sondern das Betreibungsamt Rhäzüns diesen nachträglich durch die autori-
tative Anordnung vom 24. Juni 2009 zu legitimieren versucht hat. Damit ist das An-
fechtungsobjekt der Verfügung im Rechtssinne gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG in 
jedem Fall gegeben, und es kann mittels Herstellung des ordnungsgemässen 
Gangs des Betreibungsverfahrens durch die Aufsichtsbehörde dafür gesorgt wer-
den, dass ein Schaden (Verhinderung des Zuflusses von Verwertungssubstrat) bei 
der Betroffenen nicht eintritt.

d. Dass das Betreibungsamt realiter wider die Vorschriften des Zwangsvollstre-
ckungsrechts über Verwertungserlös verfügt hat, muss die effektiv berechtigte Be-
treibungspartei nicht kümmern. Der Staat ist gehalten, die Mittel bereitzustellen, da-
mit die in Ausübung amtlicher Funktionen einkassierten Gelder auch wirklich denje-
nigen Personen zukommen, welche Anspruch darauf haben (BGE 50 III 73, 35 I 
482 E. 2, 35 I 786 E. 3, 36 I 790 E. 2/3, bestätigend und präzisierend BGE 44 III 89 
E. 1). Die übergangene Beschwerdeführerin kann somit vom Betreibungsamt "Dop-
pelzahlung" verlangen (vgl. PKG 1975 Nr. 46 E. 3) – und dies ohne sich Gedanken 
darüber zu machen, ob und wie das Betreibungsamt Rhäzüns respektive der Kreis 
Rhäzüns als betroffener Betreibungsfiskus sich beim unberechtigten Empfänger 
des Verwertungserlöses schadlos halten können (BGE 59 III 184 E. 1, 59 III 209 
a.E.). Mit solchen Regressfragen braucht sich auch die Schuldbetreibungs- und 
Konkurskammer als Aufsichtsbehörde im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht 
zu beschäftigen.

4.2. Man mag sich fragen, ob die Beschwerdeführerin in den verschiedenen Sta-
dien rechtzeitig gehandelt hat und bei der richtigen Behörde die zutreffende Vorkehr 
beantragt hat. Das ist zu bejahen. Im Ergebnis ist das Verhalten des Betreibungs-
amtes Rhäzüns rechtlich als seit April 2008 andauernde Rechtsverweigerung – sei 
es gegenüber der Gläubigerin, sei es gegenüber dem requirierenden Amt Bremgar-
ten – zu qualifizieren.

a. Q. kann nicht entgegengehalten werden, sie hätte eine "Verfügung" betref-
fend Auszahlung der gepfändeten Mietzinsen an die Bank X. bereits im Anschluss 
an die effektive Ausführung der Zahlung vom April 2008 anfechten müssen. Die 
Geltendmachung formeller Rechtsverweigerung und -verzögerung ist nicht fristge-
bunden. Eine Verfügung als Anfechtungsobjekt gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG ist 
ein behördlicher Rechtsanwendungsakt, wobei nach zutreffenden Verständnis 
seine Kommunikation gegenüber den Betroffenen unverzichtbar dazu gehört. Eine 

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derartige Verfügung gegenüber Q., welche die Verteilung der Mietzinsen zum Ge-
genstand hatte, haben zunächst weder das Betreibungsamt Rhäzüns noch das Be-
treibungsamt Bremgarten erlassen. Die Zahlungsüberweisung der Mietzinsen vom 
April 2008 an die Bank X. war keine Verfügung im Rechtssinne und Anfechtungs-
objekt im Sinne von Art. 17 Abs. 1 SchKG, sondern ein reiner Realakt (Gasser, 
a.a.O., N 21 zu Art. 5), welcher im Übrigen von der benachteiligten Gläubigerin auch 
deshalb nicht sogleich hätte angefochten werden können, weil er ihr zunächst nicht 
kommuniziert wurde. Die Abrechnung der einkassierten Mietzinsen durch das Be-
treibungsamt Rhäzüns gegenüber dem Betreibungsamt Bremgarten vom 24. April 
2008 stellte aus der Sicht der Gläubigerin Q. keine Verfügung dar, weil sie nicht 
Adressatin war (act. 01.2). Die Abrechnung wurde ihr vom Betreibungsamt Rhäzüns 
nicht kommuniziert, was aus der Sicht dieses Amtes allerdings zutreffend war, 
wurde doch damit primär nur ein Rechtshilfeauftrag des Betreibungsamtes Brem-
garten erledigt. Eine Kommunikation des darauf folgenden Protestschreibens des 
Betreibungsamtes Bremgarten an das Betreibungsamt Rhäzüns gegenüber Q. un-
terblieb zunächst, was nicht der Logik entbehrt, da es sich gemäss zutreffender An-
sicht nach wie vor bloss um einen Anstand über die Rechtshilfe zwischen zwei Be-
treibungsämtern ging. Aus dem anschliessenden Schreiben des Betreibungsamtes 
Bremgarten vom 26. Mai 2008 an die Gläubigerin (act. 06.1.5) eine fristgebundene 
Pflicht der Gläubigerin zum Tätigwerden gegen das Betreibungsamt Bremgarten 
abzuleiten, ist ebenso wenig angängig. Insoweit das Schreiben informativen Cha-
rakter besass, konnte es kein Anfechtungsobjekt darstellen. Als Verfügung über die 
Anspruchsberechtigung an den Mietzinsen ist das Schreiben nicht zu qualifizieren, 
erst recht nicht dahingehend, dass die Mietzinsen der Bank X. zustehen sollen, liess 
doch das Betreibungsamt Bremgarten seine gegenteilige Meinung klar durchbli-
cken. Was den im hiesigen Verfahren allein strittigen Vollstreckungsanspruch auf 
Herausgabe der Mietzinsen anbelangte, war mangels einer sie belastenden Verfü-
gung aus der Sicht der Gläubigerin somit in jenem Zeitpunkt keinerlei Veranlassung 
gegeben, dagegen vorzugehen. Insoweit das Schreiben des Betreibungsamtes 
Bremgarten vom 26. Mai 2008 die Gläubigerin darauf verwies, beim Betreibungsamt 
Rhäzüns und/oder bei der bündnerischen Aufsichtsbehörde die richtige Erfüllung 
der Rechtshilfe zu erzwingen, war es als zutreffende Verfügung zu qualifizieren (vgl. 
nachstehende Erwägung Ziffer 5.b.) und von der Gläubigerin nicht anzufechten. In-
soweit die Frage auf dem Spiel stand, wer Anspruch auf die Mietzinsen habe, 
konnte der Gläubigerin durch die Verfügung des Betreibungsamtes Bremgarten 
keine Frist zu laufen beginnen, da das Schreiben einen solchen Anspruch nicht in 
Abrede stellte. Allenfalls lief der Gläubigerin eine Frist, beim ersuchten Amt die rich-
tige Erfüllung der Rechtshilfe zu beantragen. Diese Frist ist eingehalten, nachdem 

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die Gläubigerin eine Woche darauf beim Betreibungsamt Rhäzüns entsprechend 
vorstellig geworden ist (act. 01.5). 

b. Dem Schreiben des Betreibungsamtes Bremgarten vom 26. Mai 2008 an die 
Gläubigerin war die falsche Abrechnung des Betreibungsamtes Rhäzüns beigege-
ben (act. 01.4). Man könnte sich auf den Standpunkt stellen, damit sei mittelbar 
gegenüber der Gläubigerin eine sie betreffende anfechtbare Verfügung des Betrei-
bungsamtes Rhäzüns kommuniziert worden, weshalb sie gehalten war, diese innert 
10 Tagen bei der bündnerischen Aufsichtsbehörde anzufechten. Der Gesichtspunkt 
kommt vorliegend nicht zum Tragen, weil das Betreibungsamt Rhäzüns selbst eine 
entsprechende Beschwer der Gläubigerin aufgehoben hat, indem es nachgehend 
gegenüber der Gläubigerin zwei Verfügungen erliess, die als Anfechtungsobjekte 
gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG zu qualifizieren sind.

aa. Mit Schreiben vom 03. Juni 2008 äusserte sich das Betreibungsamt Rhäzüns 
erstmals gegenüber der Gläubigerin direkt. Es räumte ein, dass ihm in diesem Ver-
fahren ein Fehler unterlaufen sei und gab bekannt, die Bank X. sei bereits am 02. 
Mai 2008 aufgefordert worden, den besagten Betrag dem Betreibungsamt Brem-
garten zu überweisen. Damit wurde erstmals eine Verfügung im Rechtssinne ge-
troffen, dass 1. die Mietzinsen der Pfändungsgläubigerin Q. zustanden (wofür das 
Betreibungsamt Rhäzüns nicht zuständig war) und 2. der Rechtshilfeauftrag ge-
genüber den Betreibungsamt Bremgarten noch zu erfüllen war (wozu das Betrei-
bungsamt Rhäzüns zuständig und verpflichtet war). Anders ist das Schreiben unter 
dem Vertrauensprinzip nicht auszulegen. Inhaltlich lautete diese Verfügung sowohl 
unter dem Aspekt der Rechtshilfepflicht gegenüber dem Betreibungsamt Bremgar-
ten als auch unter jenem des eigenen vollstreckungsrechtlichen Anspruchs auf die 
Herausgabe der Mietzinse zu Gunsten der Gläubigerin, womit für sie keine Veran-
lassung bestand dagegen einzuschreiten. Daran ändert auch der Umstand nichts, 
dass ihr in der Folge allenfalls die Option erwuchs, die bündnerische Aufsichts-
behörde wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung anzugehen, weil das 
Betreibungsamt Rhäzüns mit dem Vollzug der Verfügung (Überweisung an das Be-
treibungsamt Bremgarten) säumig blieb.

bb. In der Folge geschah bis am 25. Juni 2009 nichts, woraus die Gläubigerin 
schliessen musste, dass das Betreibungsamt Rhäzüns den am 3. Juni 2008 einge-
nommenen Standpunkt geändert hatte. Das Amt blieb einfach mit dem Vollzug säu-
mig. Der Grund lag augenscheinlich in seinem krampfhaften Bestreben, sich zuerst 
bei der ungerechtfertigten Empfängerin Deckung zu verschaffen. Zweifelsohne 
wäre der Gläubigerin gegen die betreibungsamtliche Weigerung, die Verfügung 

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vom 03. Juni 2008 zu vollziehen, die Rechtsverzögerungs- oder Rechtsverweige-
rungsbeschwerde gemäss Art. 17 Abs. 3 SchKG an die Aufsichtsbehörde offen ge-
standen. Die Frage, ob die Gläubigerin unter Drohung von Rechtsverlust diesen 
Weg beschreiten musste, hat sich indessen durch die weitere Entwicklung des Ver-
fahrens erledigt. Das Betreibungsamt Rhäzüns traf nämlich am 25. Juni 2009 aus-
drücklich eine gegenteilige Verfügung, worin es den vollstreckungsrechtlichen An-
spruch der Pfändungsgläubigerin auf die Mietzinsen verneinte und die Erfüllung des 
Rechtshilfeauftrages im Sinne des Betreibungsamtes Bremgarten verweigerte. Dies 
ist die erste Verfügung im Rechtssinne überhaupt, mit welcher ein Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf die Mietzinsen verneint und eine bestimmte Erfüllung des 
Rechtshilfeauftrages abgelehnt wird. Dieser Umstand öffnete der Gläubigerin auf 
jeden Fall den Beschwerdeweg gemäss Art. 17 Abs. 1 SchKG. Insoweit ist das Voll-
streckungsverfahren nicht abgeschlossen (vgl. Urteil Bundesgericht 5A_108/2008 
vom 23. April 2008), und es steht die Beschwerde dagegen offen.

c. Von einer Wiedererwägung der Realhandlung vom 28. April 2008 am 03. Juni 
2008 und/oder am 24. Juni 2009 kann qua definitionem nicht die Rede sein. Was 
gegenüber der Gläubigerin nie erwogen und verfügt, das heisst im Sinne einer au-
toritativen Anordnung kommuniziert wurde, kann ihr gegenüber nicht als Wiederer-
wägung gelten. Wird eine tatsächliche erfolgte Zweckentfremdung von Verwer-
tungserlös ohne jegliche Begrüssung der Pfändungsgläubigerin durch eine 
nachträgliche Verfügung gerechtfertigt, so kann dies keine Wiedererwägung im 
technischen Sinne sein. Es gab bis am 03. Juni 2008 keine anfechtbare Verfügung 
des Betreibungsamtes Rhäzüns, nur andauernde Rechtsverweigerung durch Un-
tätigkeit. Sich dagegen zu wehren ist nicht fristgebunden. Die Betroffene hat sich 
beim Betreibungsamt gewehrt und eine zuerst gutheissende und dann eine ableh-
nende Verfügung von diesem erwirkt. Damit wurde – ihr gegenüber – erstmals am 
03. Juni 2008 eine Verfügung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 SchKG getroffen. Von 
einer materiellen Wiedererwägung ist demgegenüber im Verhältnis der beiden Ver-
fügungen des Betreibungsamtes Rhäzüns vom 03. Juni 2008 (positiver Bescheid) 
und 24. Juni 2009 (negativer Bescheid) zu sprechen. Richtig interpretiert ist der 
erste Kommunikationsakt des Betreibungsamtes Rhäzüns gegenüber der Gläubi-
gerin eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 SchKG des Inhalts, dass 
Q. zum einen Anspruch auf die Mietzinsen hat und sodann, dass das Betreibungs-
amt Rhäzüns dafür sorgen wird, dass die Gläubigerin zu ihrem Geld kommt. Man 
könnte sich mit einiger Veranlassung auf den Standpunkt stellen, diese Verfügung 
sei unangefochten in Rechtskraft erwachsen, und das Betreibungsamt Rhäzüns 
könne darauf nicht ohne weiteres zurückkommen. Die Frage kann offen bleiben, 

Seite  20 — 26

nachdem die Vorinstanz anschliessend in Gestalt der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 24. Juni 2009 materiell abermals gegenteilig wiedererwogen hat. Diese 
erneute Verfügung, mit welcher der Anspruch der Beschwerdeführerin erstmals 
überhaupt verneint wurde, stellt ihrerseits ein Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 
17 Abs. 1 SchKG dar. Sie ist innert Frist angefochten worden. Der "objektiv ver-
meidbare Betriebsfehler" kann somit in einem noch laufenden Betreibungsverfahren 
korrigiert werden. 

5.a. Der Antrag der Beschwerdeführerin, der ihr vom Betreibungsamt Rhäzüns 
vorenthaltene Teil des Verwertungserlöses sei ihr direkt auszubezahlen, mag auf 
die Schreiben des Betreibungsamtes Bremgarten vom 08. Mai 2008 (an das Betrei-
bungsamt Rhäzüns) und vom 26. Mai 2008 (an die Gläubigerin) zurückzuführen 
sein. Am 08. Mai 2008 hat das Betreibungsamt Bremgarten das Betreibungsamt 
Rhäzüns nämlich aufgefordert, ihm den Betrag von Fr. 99'548.25 innert 10 Tagen 
zu überweisen, widrigenfalls es die Forderung gestützt auf Art. 131 Abs. 1 SchKG 
der Gläubigerin Q. abtreten werde. Nachdem das ersuchte Betreibungsamt der Auf-
forderung nicht innert gesetzter Frist nachkam, teilte das Betreibungsamt Bremgar-
ten der Gläubigerin mit, es sei ihr überlassen, weitere rechtliche Schritte gegen das 
Betreibungsamt Rhäzüns einzuleiten.

Von Abtretung oder Forderungsüberweisung ist im Schreiben des Betreibungsam-
tes Bremgarten vom 26. Mai 2008 an die Gläubigerin Q. nicht die Rede, weshalb 
darin inhaltlich keine Anordnung gemäss Art. 131 Abs. 1 SchKG zu erblicken ist. 
Verfügungsadressat müsste sodann nicht das Betreibungsamt Rhäzüns sondern 
die Gläubigerin Q. sein, weshalb sich auch die Ankündigung gegenüber dem Be-
treibungsamt Rhäzüns vom 08. Mai 2008 nicht als Abtretungsverfügung qualifizie-
ren lässt. Ob eine solche Abtretung in Form einer amtlichen Verfügung des Betrei-
bungsamtes Bremgarten – welche nebenbei die Übergabe der Forderungstitel 
(Mietverträge) an die Überweisungsempfängerin erfordert hätte und auf dem amtli-
chen Formular Nr. 33 zu bewerkstelligen gewesen wäre (Amberg, Kurzkommentar 
SchKG, a.a.O., Art. 131 N 9) – gegenüber der Gläubigerin Q. später erfolgt ist, ist 
nicht aktenkundig. Weitere Sachverhaltsabklärungen dazu erübrigen sich. Das Vor-
gehen des Betreibungsamtes Bremgarten war im Lichte von Sinn und Zweck von 
Art. 131 Abs. 1 SchKG rechtlich untauglich. Eine solche "Abtretung" konnte aus 
mehreren Gründen nicht erfolgen. Gemäss Art. 131 Abs. 1 SchKG (Forderungsü-
berweisung) werden Geldforderungen des Schuldners ohne Markt- oder Börsen-
preis, wenn sämtliche pfändenden Gläubiger es verlangen, entweder der Gesamt-
heit der Gläubiger oder einzelnen von ihnen für gemeinschaftliche Rechnung zum 
Nennwert an Zahlungs Statt angewiesen. In diesem Falle treten die Gläubiger bis 

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zur Höhe ihrer Forderungen in die Rechte des betriebenen Schuldners ein. Um eine 
Forderungsabtretung im technischen Sinne handelt es sich dabei nicht, sondern zi-
vilrechtlich um eine Legalzession oder Subrogation im Sinne von Art. 166 OR und 
zwangsvollstreckungsrechtlich um eine besondere Art der Verwertung, indem auf 
eine Versilberung dieses Pfändungsgutes verzichtet wird. Durch die Forderungsan-
weisung gehen nämlich die Betreibungen im entsprechenden Umfang unter. Die – 
in der Praxis selten bis nie vorkommende – Forderungsanweisung an Zahlungs 
Statt im Sinne von Art. 131 Abs. 1 SchKG war gegenständlich schon deshalb nicht 
möglich, weil solche (gepfändeten) Forderungen im Mai 2008 nicht mehr bestanden. 
Die Drittschuldner (Mieter) hatten ihre Mietzinsschulden gegenüber dem Betrei-
bungsschuldner Z. durch Zahlung an das Betreibungsamt Rhäzüns getilgt. Diese 
Forderungen waren erloschen, weshalb ihre Anweisung zum Nennwert an Zahlungs 
Statt nicht mehr möglich war. Die sich im Besitz des Betreibungsamtes befindlichen 
Mietzinszahlungen in Form gesetzlicher Währung sind weder im zivilrechtlichen 
noch im zwangsvollstreckungsrechtlichen Sinne Forderungen sondern Verwer-
tungserlös. Die Abtretung von Verwertungserlös/Geld ist nicht möglich. Verwer-
tungserlös kann nicht abgetreten, sondern nur noch im Sinne der vollstreckungs-
rechtlichen Bestimmungen von Art. 144 ff. SchKG, Art. 79 ff. VZG verteilt werden. 
Eine "Forderung" der Gläubigerin Q. gegen ein Betreibungsamt im Sinne von Art. 
131 SchKG bestand nicht, weil das Betreibungsamt nicht Drittschuldner des Betrei-
bungsschuldners Z. ist. Durch die amtliche Einheimsung entstand zwischen der 
Gläubigerin und dem Betreibungsamt allenfalls ein Quasikontrakt im Sinne einer 
Treuhand, welcher seiner Natur nach verfahrensrechtlicher/öffentlich-rechtlicher 
Natur ist. Darüberhinaus ist festzustellen, dass die Zustimmung der Pfändungsgläu-
bigerin Q. zur Forderungsanweisung fehlte. Mit der Anweisung übernimmt der An-
gewiesene das Risiko von Bestand und Bonität der Forderung, weshalb seine Zu-
stimmung zur Anweisung unerlässlich ist. Zusammenfassend ist festzustellen, dass 
der Hinweis des Betreibungsamtes Bremgarten auf die Forderungsüberweisung 
gemäss Art. 131 Abs. 1 SchKG verfehlt war.

b. Mit Blick auf die im Vordergrund stehende Erfüllung der Rechtshilfe, war die 
Ankündigung einer Forderungsüberweisung gestützt auf Art. 131 Abs. 1 SchKG, 
indessen auch überflüssig. Um die richtige Erfüllung durch der Rechtshilfe zu er-
zwingen, bedurfte es keiner Abtretung von vollstreckungsrechtlichen Ansprüchen. 
Mit Schreiben vom 26. Mai 2008 an die Gläubigerin hat sich das Betreibungsamt 
Bremgarten der Sache insofern entledigt, als es die Gläubigerin Q. darauf verwies, 
es sei ihr überlassen, weitere rechtliche Schritte gegen das Betreibungsamt 
Rhäzüns einzuleiten. Soweit sich dies auf den Aspekt der richtigen Erfüllung der 

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Rechtshilfepflichten bezog, war dies ein zutreffender Standpunkt. Die Rechtshilfe-
pflichten des Betreibungsamtes Rhäzüns bestanden zwar unmittelbar gegenüber 
dem Betreibungsamt Bremgarten, mittelbar jedoch gegenüber der betreibenden 
Gläubigerin. Das ersuchende Amt ist daher in der Regel nicht legitimiert, gegen das 
ersuchte Amt bei dessen Aufsichtsbehörde wegen Verweigerung der Rechtshilfe 
oder falscher Ausführung des Rechtshilfeauftrages Beschwerde gemäss Art. 17 
SchKG zu führen (BGE 71 III 75 E. 3; Gasser, a.a.O., N 12 zu Art. 4; Thomas Boveri, 
Die Rechtshilfe im Schweizerischen Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, Diss. 
Zürich 1948, S. 25-27; a.A. Isaak Meier, Das Verwaltungsverfahren vor den Schuld-
betreibungs- und Konkursbehörden, Zürich 2002, S. 86 f., unter Hinweis auf BlSchK 
40 (1976) S. 6). Die Gläubigerin hatte sich wohl an das ersuchte Betreibungsamt 
Rhäzüns und/oder an dessen Aufsichtsbehörde zu wenden, was sie denn auch tat. 
Dies führte jedoch nicht zu einer Änderung der Kompetenzen und Aufgaben unter 
dem Aspekt der Rechtshilfe. Der Antrag auf Erfüllung der Rechtshilfe kann nicht 
unmittelbar zu Gunsten der Beschwerdeführerin lauten. Der Rechtshilfeauftrag des 
Betreibungsamtes Rhäzüns war und ist nach wie vor gegenüber dem Betreibungs-
amt Bremgarten richtig zu erfüllen. Wie bereits andernorts festgestellt, blieb das Be-
treibungsamt Bremgarten unter Rechtshilfeaspekten federführend. Insbesondere 
obliegt diesem Amt, die Verteilung des Verwertungserlöses vorzunehmen. Ebenso 
wäre ein allfälliger Pfändungsverlustschein durch das Amt am Betreibungsort aus-
zustellen. Ungeachtet der Verlautbarung des Betreibungsamtes Bremgarten vom 
26. Mai 2008 kommt eine direkte Verteilung durch das Betreibungsamt Rhäzüns 
daher nicht in Frage. Dem Betreibungsamt Rhäzüns ist vielmehr zu befehlen, den 
umstrittenen Betrag dem Betreibungsamt Bremgarten zu überweisen, zwecks Ver-
teilung und Abrechnung gegenüber der Beschwerdeführerin Q..

6. Nebst der Auszahlung des Betrages verlangt die Beschwerdeführerin dessen 
Verzinsung mit 5 % seit dem 26. Mai 2008. Das genannte Datum stützt darauf ab, 
dass die Pfändungsgläubigerin spätestens ab diesem Zeitpunkt nach vollstre-
ckungsrechtlichen Gesichtspunkten Anspruch auf Ablieferung/Verteilung der einge-
zogenen Mietzinsen durch das Betreibungsamt Rhäzüns gehabt habe. Dem ist zu-
zustimmen. Hinsichtlich der gesetzlichen Anspruchsgrundlage für die von ihr gefor-
derte Verzinsung schweigt sich die Beschwerdeführerin indessen aus. 

a. Die Rechtsbeziehungen zwischen dem Betreibungsamt Rhäzüns und Q. sind 
öffentlich-rechtlicher Natur. Wie gesehen, liegt kein Fall von Schadenersatz – sei es 
öffentlich-rechtlich, sei es privatrechtlich – vor; auch ein Leistungsaustauschverhält-
nis unter Privaten, das der Möglichkeit unterläge, die Gegenpartei (hier das Betrei-
bungsamt Rhäzüns) bei Säumnis in Verzug zu setzen (Abmahnung des Betrei-

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bungsamtes Rhäzüns durch die Beschwerdeführerin vom 02. Juni 2008), ist nicht 
gegeben. Die privatrechtlichen Vorschriften über die Leistung von Schadenszins 
(Art. 41 Abs. 1 OR; für die Anwendung der Schadenszinspflicht auf Entschädigun-
gen nach OHG vgl. Urteil Bundesgericht 1A.203/2004 vom 16.03.2005, E. 4) und 
Verzugszins (Art. 104 Abs. 1 OR) können daher als solche nicht zum Tragen kom-
men können.

b. Für die Gutheissung des Zinsbegehrens der Beschwerdeführerin bräuchte 
es eine Grundlage im Vollstreckungsrecht.

Gemäss Art. 12 Abs. 1 SchKG  hat das Betreibungsamt Zahlungen für Rechnung 
des betreibenden Gläubigers entgegenzunehmen. Art. 9 SchKG sieht weiter vor, 
dass die Betreibungs- und die Konkursämter Geldsummen, Wertpapiere und Wert-
sachen, über welche nicht binnen drei Tagen nach ihrem Eingang verfügt wird, der 
Depositenanstalt zu übergeben haben, oder, bei kurzzeitiger Hinterlegung, auf dem 
Postkonto zu lagern haben (BGE 98 III 1; Jaeger/Walder/Kull/ Kottmann, a.a.O., 4. 
A., N 4 zu Art. 9; Möckli, Kurzkommentar SchKG, a.a.O., N 3 zu Art. 9). Es gibt 
indessen keine gesetzlich verankerte allgemeine Pflicht der Betreibungsbehörden 
zur zinsbringenden Deponierung/Anlage von Verwertungserlös (Jaeger/Wal-
der/Kull/Kottmann, a.a.O., 4. A., N 1 zu Art. 9; a.A. Engler, Basler Kommentar 
SchKG I, N 3 zu Art. 24, gestützt auf das Schreiben des Bundesgerichts an die 
oberen kantonalen Aufsichtsbehörden vom 30. August 1972 [=BGE 98 III 1], wel-
ches indessen nur das konkursamtliche Rechnungswesen betrifft). Gemäss Art. 144 
Abs. 4 SchKG wird der Reinerlös den beteiligten Gläubigern bis zur Höhe ihrer For-
derungen, einschliesslich des Zinses bis zum Zeitpunkt der letzten Verwertung und 
der Betreibungskosten (Art. 68), ausgerichtet. Ist die sofortige Verteilung des Erlö-
ses aus der Verwertung unabhängig vom Willen der Grundpfandgläubiger nicht 
möglich, so bilden die aus der Anlage dieses Erlöses fliessenden Zinserträgnisse 
ein den Grundpfandgläubigern zustehendes Nebenrecht der Grundpfandforderung 
(Fritzsche/Walder, a.a.O., § 32 Rz 6 Anm. 9, unter Hinweis auf BGE 108 III E. 2 und 
3). Analoges dürfte für das auf Pfändungsgläubiger entfallende Zinsbetreffnis gel-
ten. Effektiv angefallene Zinsen auf Verwertungserlös müssen den Gläubigern wei-
ter geleitet werden, wenn das Kapital für sie bestimmt ist (Blumenstein, a.a.O., S. 
47 f.; Peter, Basler Kommentar SchKG I, N 9 zu Art. 9; Jaeger/Walder/Kull/Kott-
mann, a.a.O., 4. A., N 5 zu Art. 9). Diese Betrachtungen zum Umgang der Vollstre-
ckungsbehörden mit eingegangenem Verwertungserlös helfen vorliegend allerdings 
nicht weiter, weil sich nicht die Frage stellt, ob die Beschwerdeführerin Anspruch 
auf effektiv angefallenen Zins seit der Deponierung von Verwertungserlös hat, son-
dern, ob ihr für die Zeit der Verzögerung eines vollstreckungsrechtlichen Vertei-

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lungsanspruchs auf Kosten des Betreibungsfiskus trotz fehlender Deponierung ein 
effektiv nicht angefallener Zins auszurichten ist. 

aa. Eine Regel, wonach das Betreibungsamt unter bestimmten Voraussetzungen 
zur Leistung von Verzugszinsen an eine Betreibungspartei verpflichtet ist, kann we-
der dem SchKG noch dessen Ausführungserlassen entnommen werden.  Auch Pra-
xis und Lehre sehen eine Verpflichtung des Betreibungsamts zur Leistung von Ver-
zugszinsen im Zusammenhang mit dem Arrest- und Pfändungsvollzug nicht vor. Es 
bestehen denn auch keine Anhaltspunkte für die Annahme, der Gesetzgeber hätte 
die Frage übersehen. Sie ist vielmehr stillschweigend im negativen Sinn entschie-
den, indem ein solcher Anspruch grundsätzlich auszuschliessen ist (Entscheid der 
schaffhausischen Aufsichtsbehörde vom 21. Juli 1995 i.S. Z., S. 81 ff. E. 4c). 

bb. Wie dargelegt, ist der Hauptanspruch der Beschwerdeführerin auf Heraus-
gabe des Verwertungserlöses seiner Natur nach nicht Ersatz für erlittene Vermö-
genseinbusse (Schaden) sondern ein verfahrensrechtlicher Erfüllungsanspruch in 
einer laufenden Zwangsvollstreckung. Ist kein Schaden im rechtstechnischen Sinne 
entstanden, kann einerseits kein Anspruch auf Schadenszins bestehen. Wäre der 
Nebenanspruch auf Zins gleichwohl als Schaden zu qualifizieren, so könnte die 
Frage, ob der wegen verspäteter Weiterleitung einkassierter Gelder erlittene Zins-
ausfall zu ersetzen ist, nicht von der SchKG-Aufsichtsbehörde im Beschwerdever-
fahren entschieden werden (Entscheid der schaffhausischen Aufsichtsbehörde vom 
21. Juli 1995 i.S. Z., S. 81 ff. E. 4d; vgl. auch BGE 118 III 1, E. 2).

cc. Was einen allenfalls in Betracht fallenden Verzugszins anbelangt, so liesse 
sich dieser höchstens durch eine analoge Anwendung von Art. 104 OR rechtferti-
gen. Ein entsprechender Verzugszins würde jedoch die Fälligkeit der Hauptforde-
rung voraussetzen, wobei hier unter Hauptforderung der vollstreckungsrechtliche 
Anspruch gegen das Betreibungsamt auf Herausgabe der verwerteten Mietzinse zu 
verstehen wäre. Solange jedoch keine rechtskräftige Verfügung des Betreibungs-
amtes oder eine rechtskräftige Rechtsmittelentscheidung der Aufsichtsbehörden 
darüber vorlag, war der vollstreckungsrechtliche Anspruch der Beschwerdeführerin 
nicht fällig und das Betreibungsamt Rhäzüns daher verfahrensrechtlich nicht "im 
Verzug". Erst mit der Rechtskraft der Sachentscheids in diesem Punkt wird der voll-
streckungsrechtliche Herausgabeanspruch fällig. Dieser Schluss ist nicht nur recht-
lich, sondern auch sachlich geboten. Hätte das Betreibungsamt nämlich die Miet-
zinsen bereits früher der Beschwerdeführerin überwiesen, hätte sie den entspre-
chenden Betrag von ihr zurückfordern müssen, wenn das hiesige Verfahren einen 
anderen Ausgang genommen hätte. Es kann jedoch nicht sein, dass Verwertungs-

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erlös vorzeitig ausgehändigt werden muss, bevor – nötigenfalls durch die Aufsichts-
behörde(n) – rechtskräftig entschieden ist, wer vollstreckungsrechtlich Anspruch auf 
diese Mittel hat, nur um zu verhindern, allenfalls Verzugszinsen zahlen zu müssen 
(vgl. dazu Urteile Bundesgericht 2A.707/2005 vom 06.06.2006 E. 4.2, 9C_98/2009 
vom 30.06.2009; im Sozialversicherungsrecht zubilligend jedoch Urteil Eidgenössi-
sches Versicherungsgericht K.4/2006, E. 4.1, unter der Voraussetzung, dass der 
fehlbaren Behörde ein trölerisches, widerrechtliches oder schuldhaftes Verhalten 
vorzuwerfen ist, oder wenigstens Umstände vorliegen, welche als stossend erschei-
nen und das Rechtsempfinden in besonderer Weise berühren).

dd. Von der Zusprechung von Schadens- und/oder Verzugszins ist im Speziellen 
aus einem weiteren Grund Abstand zu nehmen. Die anwaltlich vertretene Gläubi-
gerin ging bereits seit dem 02. Juni 2008 zutreffend davon aus, dass ihr das Betrei-
bungsamt Rhäzüns das Recht verweigerte (act. 01.5, 01.7). Nichts hat sie davon 
abgehalten, sich ungesäumt mit einer Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzöge-
rungsbeschwerde im Sinne von Art. 17 Abs. 3 SchKG an die Aufsichtsbehörde zu 
wenden. Zumindest unter dem Aspekt des Zeitablaufs und damit zusammenhän-
gend der Verzinsung wäre dies das wirksamere Vorgehen gewesen. Dannzumal 
hätte sich ihr vollstreckungsrechtlicher Verteilungsanspruch ohne nennenswerte 
Verzögerung bewerkstelligen lassen. Wenn sich die Gläubigerin stattdessen dafür 
entschied, die Sache unter dem (nicht Erfolg versprechenden) Aspekt von Art. 5 f. 
SchKG zu prüfen und sich mehr als 1 Jahr vom Betreibungsamt Rhäzüns und an-
deren Behörden hinhalten zu lassen, gereicht ihr dies unter dem allgemein gültigen 
Aspekt der Schadenminderungspflicht zum Vorwurf. Folge davon ist, dass sie auf 
dem Ausfall an Kapitalertrag während dieser Zeit sitzen bleibt.

7. Die Anträge der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz, die Aufsichts-
behörde möge eine Entscheidung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Las-
ten der Gegenseite fällen, ist ohne gesetzliches Fundament. Im Beschwerdeverfah-
ren nach Art. 17 ff. SchKG dürfen nach ausdrücklicher Vorschrift weder Kosten er-
hoben – vorbehältlich mutwilliger und trölerischer Beschwerdeführung (Art. 20a Abs. 
1 Satz 2 SchKG) –  noch Verfahrensentschädigungen zugesprochen werden (Art. 
20a Abs. 1 Satz 1 SchKG, Art. 61 Abs. 2 lit. a und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG in 
Verbindung mit Art. 26 der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz 
über Schuldbetreibung und Konkurs, GVV zum SchKG).

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde von Q. wird, soweit darauf einzutreten ist, teilweise gutge-
heissen und die angefochtene Verfügung des Betreibungsamtes Rhäzüns 
vom 24. Juni 2009 wird aufgehoben.

2. Das Betreibungsamt Rhäzüns ist angewiesen, in der Betreibung Nr. 
20532063 (Req. Nr. 2060050) des Betreibungsamtes Bremgarten den Betrag 
von Fr. 99'548.25 dem Betreibungsamt Bremgarten zwecks Verteilung zu 
überweisen.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebe-
nen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, 
die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: