# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e939f087-f636-5c25-8e91-f856981373c0
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-27
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2014 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2014
**Docket/Reference:** DB.2016.227
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2016.227--2-st.2016.276-1588772046.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

Entscheid 

 27. Juni 2019 

Mitwirkend: 

Einzelrichterin Micheline Roth und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 

1.  A,    
2.  B,    

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2014 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2014 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 2 - 

hat sich ergeben: 

A.  In  der  Steuererklärung  2014  deklarierten  A  und  seine  Ehefrau  B  (nachfol-

gend  der/die  Pflichtige,  zusammen  die  Pflichtigen)  für  die  direkte  Bundessteuer  ein 

steuerbares/satzbestimmendes Einkommen  von Fr. 549'899.-, und für die Staats- und 

Gemeindesteuern  ein  steuerbares  Einkommen  von  Fr. 536'303.-,  satzbestimmend 

Fr. 550'799.-.  Die  Einkünfte  in  der  Steuerperiode  2014  stammten  überwiegend  aus 

Rentenleistungen  für  den  stark  sehbehinderten  Pflichtigen.  So  erhielt  dieser  von  der 

Invalidenversicherung  (IV)  eine  ganze  IV-Rente  von  Fr. 28'080.-,  IV-Kinderrenten  von 

Fr. 41'184.- sowie eine Hilflosenentschädigung leichten Grades. Hinzu kam eine Rente 

der Pensionskasse (PK) von Fr. 205'044.- und PK-Kinderrenten von Fr. 187'000.-. Des 

Weiteren  deklarierte  der  Pflichtige  einen  Nettolohn  von  Fr. 19'462.-  und  die  Ehefrau 

einen Nettolohn von Fr. 67'676.-, die sie gemäss Lohnausweisen vom 5. Januar 2015 

von  der  ihnen  beiden  je  zu  50%  gehörenden  C  GmbH  erhalten  hatten.  Der  Pflichtige 

war  sodann  Verwaltungsratsmitglied  der  D  AG.  Sein  Verwaltungsratshonorar  bestand 

gemäss Lohnausweis aus zugeteilten Aktien sowie einem Baranteil. Letzteren liess der 

Pflichtige  direkt  an  die  C GmbH  überweisen.  In  der  Steuererklärung  deklarierten  die 

Pflichtigen vom Verwaltungsratshonorar der D AG nur den Wert der zugeteilten Aktien 

als Einkommen.  

Mit  Veranlagungsverfügung/Einschätzungsentscheid  vom  8. September 2016 

schätzte die zuständige Steuerkommissärin die Pflichtigen für die direkte Bundessteuer 

mit  einem  steuerbaren/satzbestimmenden  Einkommen  von  Fr. 599'600.-  und  für  die 

Staats-  und  Gemeindesteuern  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 583'800.-, 

satzbestimmend  Fr. 598'700.-,  ein.  Die  Abweichung  zur  Deklaration  der  Pflichtigen 

rührte  unter  anderem  daher,  dass  das  kantonale  Steueramt  –  unter  Verweis  auf  die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung und wie in den Vorschlägen vom 15. August 2016 

in Aussicht gestellt – das gesamte Verwaltungsratshonorar von netto Fr. 82'409.-, mit-

hin  den  Baranteil  und  den  Wert  der  zugeteilten  Aktien,  als  Erwerbseinkommen  beim 

Pflichtigen erfasste.  

B.  In  der  Einsprache  vom  28. September  2016  beantragten  die  Pflichtigen, 

das  Einkommen  des  Pflichtigen  aus  der  C  GmbH  um  Fr. 19'462.-  zu  reduzieren,  da 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 3 - 

diese  ihre  Jahresrechnung  2014  inzwischen  angepasst  habe  und  dem  Pflichtigen  im 

neu  ausgestellten  Lohnausweis  vom  15. September  2016  nun  ein  Lohn  von  Fr. 0.- 

bescheinigt werde. Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 7. Oktober 2016 

ab.  

C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 2./3. November 2016 hielten die Pflichti-

gen im Wesentlichen an ihrem Einspracheantrag fest. Eventualiter seien weitere Abzü-

ge  zu  gewähren.  Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-/Rekursantwort 

vom 14. November 2016 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuer-

verwaltung (ESTV) liess sich nicht vernehmen. 

Auf die weiteren Parteivorbringen wird – soweit rechtserheblich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

1. a)  Nach  der  Generalklausel  von  Art. 16  Abs. 1  Bundesgesetz  über  die 

direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) und § 16 Abs. 1 Steuergesetzes 

vom 8. Juni 1997 (StG) unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der 

Einkommenssteuer.  Ergänzt  wird  diese  Bestimmung  durch  einen  beispielhaften  Ein-

künftekatalog (Art. 17 - 24 DBG bzw. §§ 17 - 23 StG). Einkünfte aus privatrechtlichem 

oder  öffentlich-rechtlichem  Arbeitsverhältnis  mit  Einschluss  der  Nebeneinkünfte  wie 

Entschädigungen  für  Sonderleistungen,  Provisionen,  Zulagen,  Dienstalters-  und  Jubi-

läumsgeschenke, Gratifikationen, Trinkgelder, Tantiemen und andere geldwerte Vortei-

le sind gemäss Art. 17 Abs. 1 DBG bzw. § 17 Abs. 1 StG steuerbar. In dieser Bestim-

mung geht es damit um die Einkünfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit. Als sol-

che Tätigkeit gilt gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Ver-

waltungsgerichts  auch  die  Verwaltungsratstätigkeit 

(vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  3. A.,  2016,  Art. 17  N 18  DBG,  und  Kommentar 

zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 17 N 18 StG; mit Hinweis auf BGE 121 I 259 

=  ASA 65,  421;  BGE 95  I  21  =  ASA 39,  323;  VGr,  19. Dezember  1996,  StE 1997 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 4 - 

B 22.3  Nr. 60  =  StR  1997,  542  =  ZStP  1997,  204;  RB 1979  Nr. 28;  RB 1960  Nr. 73). 

Verwaltungsratshonorare  haben  demzufolge  Arbeitslohncharakter  und  qualifizieren 

sich  damit  grundsätzlich  als  steuerbare  Einkünfte  des  Verwaltungsratsmitglieds.  Dies 

gilt auch für die Tätigkeit des Geschäftsführers einer GmbH. 

b)  Nach  der  allgemeinen  Beweislastregel  haben  die  Steuerbehörden  den 

Nachweis  zu  erbringen,  dass  ein  Steuerpflichtiger  bestimmte  Einkünfte  erzielt  hat,  da 

es  sich  hierbei  um  einen  steuerbegründenden  Umstand  handelt.  Der  Nachweis  eines 

Vermögenszuflusses begründet sodann die natürliche Vermutung, dass dieser steuer-

bares  Einkommen  darstellt.  Diese  Vermutung  kann  vom  Steuerpflichtigen  entkräftet 

werden, indem er den Gegenbeweis erbringt, dass nämlich die zugeflossenen Einkünf-

te kein steuerbares Einkommen darstellen (wie z.B. Vorliegen eines steuerfreien Kapi-

talgewinns aus der Veräusserung beweglichen Privatvermögens). Dabei hat der Steu-

erpflichtige die Tatsachen, für welche er die Beweislast trägt, in der Rechtsmittelschrift 

mittels  einer  substanziierten  Sachdarstellung  und  durch  Beschaffung  oder  Bezeich-

nung von Beweismitteln darzulegen. Fehlt es daran, trifft das Steuerrekursgericht keine 

weitere Untersuchungspflicht. Alsdann wird zu Ungunsten des Steuerpflichtigen ange-

nommen,  der  betreffende  Sachverhalt  habe  sich  nicht  verwirklicht  (Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Art. 140 N 55 DBG und § 147 N 53 StG).  

c)  aa)  Nach  ständiger  Doktrin  und  Praxis  gilt  Einkommen  steuerrechtlich  in 

jenem Zeitpunkt als zugeflossen und erzielt, in welchem der Steuerpflichtige eine Leis-

tung  vereinnahmt  oder  einen  festen  Anspruch  darauf  erworben  hat,  über  welchen  er 

tatsächlich  verfügen  kann.  Voraussetzung  des  steuerauslösenden  Zuflusses  ist  dem-

nach ein abgeschlossener Rechtserwerb, welcher Forderungs- oder Eigentumserwerb 

sein kann (BGr, 19. Juli 1993 = StE 1995 B 72.13.22 Nr. 31 = ASA 64, 137; Reimann/ 

Zuppinger/Schärrer, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 2. Band, 1963, Vorbemer-

kungen zu §§ 19 - 32 N 19 und 21). Der Forderungs- oder Eigentumserwerb ist dabei 

nicht streng zivilrechtlich zu verstehen: Der Einkommenszufluss ist ein faktischer Vor-

gang, der damit abgeschlossen ist, dass der Steuerpflichtige die wirtschaftliche Verfü-

gungsmacht über die zugeflossenen Vermögenswerte innehat (BGr, 27. Januar 2003, 

2P.233/2002, E. 3.2; RB 1998 Nr. 148).  

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 5 - 

bb)  Der  Forderungserwerb  ist  vielfach  Vorstufe  des  Eigentumserwerbs 

(BGE 113 Ib 23 E. 2e). Erwirbt der Steuerpflichtige eine Forderung, so wird diese i.d.R. 

bereits  im  Zeitpunkt  des  Forderungserwerbs  besteuert  und  nicht  erst  dann,  wenn  die 

(Geld-)Leistung  erbracht  wird  (BGr,  11.  Februar  2000  =  StE  2000  B  23.41  Nr.  3  mit 

Verweisungen). Privatrechtliche Fälligkeit der Forderung ist nicht in jedem Fall Voraus-

setzung des Einkommenszuflusses, unter Umständen ist der steuerrechtlich relevante 

Forderungserwerb  schon  vor  dem  Fälligkeitstermin  abgeschlossen  (Reich/Weidmann, 

in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bun-

dessteuer, 3. A., 2017, Art. 16 N 36 DBG).  

cc)  Allerdings  wird  der  Forderungserwerb  nur  dann  als  einkommensbildend 

betrachtet,  wenn  die  Erfüllung  nicht  als  besonders  unsicher  erscheint  (BGr,  21.  No-

vember 2018, 2C_505/2017, E. 7.2.2). Liegt eine solche Unsicherheit vor, wird auf den 

Zeitpunkt der tatsächlichen Erfüllung – bei einer Geldschuld also die Zahlung – abge-

stellt.  Dies  ist  vorab  dann  der  Fall,  wenn  der  Schuldner  zahlungsunfähig  oder  nicht 

zahlungswillig  ist  (BGr,  23. Dezember  2016,  2C_342/2016,  E. 2.3.3;  Markus  Weid-

mann,  Einkommensbegriff  und  Realisation,  1996,  S. 197;  Ernst  Känzig,  Wehrsteuer 

[Direkte Bundessteuer], I. Teil, 2. A., 1982, Art. 21 N 7 und Art. 41 N 2). Ist der Forde-

rungserwerb  im  Zuflusszeitpunkt  aber  nicht  mit  einer  solchen  Unsicherheit  belastet, 

lässt dies die (Einkommens-)Steuerforderung entstehen. Diese ist grundsätzlich unab-

änderlich und lässt sich nicht durch Rückabwicklung des Sachverhalts, der die Steuer 

ausgelöst hat, aus der Welt schaffen (BGr, 24. März 2014, 2C_692/2013, E. 4.2).  

dd)  Nach  der  Rechtsprechung  fliessen  Einkünfte  aus  unselbstständiger  Er-

werbstätigkeit  in  derjenigen  Periode  zu,  in  welcher  der  Steuerpflichtige  seine  Arbeits-

leistung erbringt,  denn  damit  erwirbt  er  einen festen  Rechtsanspruch  auf sein Gehalt. 

Die  Lohnforderung  entsteht  somit  fortlaufend  mit  der  Erbringung  der  Arbeitsleistung, 

wird aber nach Art. 323 Abs. 1 OR regelmässig erst am Ende jeden Monats fällig (VGr, 

13. Dezember  2006,  SB.2006.00026,  E. 2.3).  Kann  ein  Unselbstständigerwerbender 

dank  seiner  beherrschenden  Stellung  in  der  Arbeitgeberfirma  Höhe  wie  Zeitpunkt  der 

Auszahlung oder Gutschrift seines Arbeitsentgelts nach Belieben bestimmen, ist dieses 

in jener Periode zu erfassen, in welcher die Arbeitsleistung erbracht wurde, falls keine 

unternehmerischen Gründe für eine Auszahlung oder Gutschrift nach diesem Zeitraum 

sprechen  (BGr,  16. Juni  2004,  2A.471/2003,  E. 2.3  und  3;  ebenso  BGr,  12.  Novem-

ber 2008, 2C_144/2008, E. 2.1; BGr, 17. Februar 1986, StR 1986, 434).  

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 6 - 

2. a) aa)  In  der  Steuererklärung  2014  vom  2. Oktober  2015  deklarierte  der 

Pflichtige Einkünfte aus seiner Tätigkeit für die C GmbH von Fr. 19'462.-. Der diesbe-

züglich  beigelegte  Lohnausweis  vom  5.  Januar 2015  der  von  den  beiden  Ehegatten 

beherrschten  C  GmbH  –  diese  halten  je  50%  der  Stammanteile  und  sind  beide  Ge-

schäftsführer  mit  Einzelunterschriftsberechtigung  (Handelsregisterauszug)  –  beschei-

nigte  dem  Pflichtigen  für  das  Jahr 2014  (1.1. - 31.12.2014)  einen  Bruttolohn  von 

Fr. 21'000.- bzw. einen Nettolohn von Fr. 19'462.-. Dessen Ehefrau erhielt für die aus-

geübte  Tätigkeit  bei  der  C  GmbH  einen  Nettolohn  von  Fr. 67'676.-.  Die  Gesellschaft 

bezweckt laut Eintragung im Handelsregister u.a. "die integrale Ausbildung, Beratung, 

Betreuung und Unterstützung von Unternehmungen und Personen im In- und Ausland, 

schwergewichtig im Zusammenhang mit dem Finanzmanagement, dem Treuhand- und 

Revisionswesen" sowie auch die Ausübung aller kommerziellen, finanziellen und ande-

ren Tätigkeiten in Zusammenhang mit dem Zweck der Gesellschaft.  

bb)  Der  Pflichtige  war  sodann  Verwaltungsratsmitglied  der  D  AG.  Für  diese 

Tätigkeit  erhielt  er  im  Jahr  2014  gemäss  Lohnausweis  vom  13. November  2015  ein 

Verwaltungsratshonorar  von  brutto  Fr. 87'903.-  (bestehend  aus  Aktien  im  Wert  von 

Fr. 50'403.- sowie einem Baranteil von Fr. 37'500.-. Den um die Sozialabgaben gekürz-

ten Baranteil von Fr. 31'404.- liess er auf ein Bankkonto der C GmbH überweisen, wel-

che diesen erfolgswirksam als Ertrag aus VR-Mandat erfasste. Die Aktien wurden hin-

gegen  auf  ein auf  den Pflichtigen  lautendes  Depot  bei  der  E-Bank  eingeliefert.  In der 

Steuererklärung deklarierten die Pflichtigen vom Verwaltungsratshonorar der D AG nur 

den Wert der zugeteilten Aktien als Einkünfte aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit.  

cc)  Mit  Veranlagungs-/Einschätzungsvorschlag  vom  15. August  2016  zeigte 

die Steuerkommissärin an, neben dem Lohn des Pflichtigen von der C GmbH von netto 

Fr. 19'462.-  auch  das  gesamtes  Verwaltungsratshonorar  der  D  AG  von  netto 

Fr. 82'409.-  bei  diesem  als  unselbstständige  Erwerbseinkünfte  zu  erfassen.  In  ihrer 

Stellungnahme vom 24. August 2016 wandten sich die Pflichtigen gegen die Aufrech-

nung des Baranteils in ihrer privaten Steuererklärung, sei dieser doch an die C GmbH 

überwiesen und von jener über den Lohn an den Pflichtigen und seine Ehefrau ausbe-

zahlt worden. Die Löhne bei der C GmbH würden generell jeweils so festlegt, dass die 

Gesellschaft  keinen  Gewinn  aufweise.  Mit  Veranlagungsverfügung/Einschätzungs-

entscheid  vom  8. September  2016  hielt  die  Steuerkommissärin  an  der  Erfassung  des 

gesamten Verwaltungsratshonorars der D AG beim Pflichtigen fest. Unter Verweis auf 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 7 - 

die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGr, 21. August 2013, 2C_95/2013) führte sie 

hierzu an, dass Verwaltungsratsmandate dem jeweiligen Verwaltungsrat in aller Regel 

ad  personam  und  aufgrund  seiner  jeweiligen  Erfahrung  erteilt  werden,  weshalb  ihm 

Verwaltungsratshonorare – unabhängig von der Form der Vergütung – unmittelbar zu-

zuordnen  seien.  Die  Verwendung  dieser  Einkünfte  –  wie  eine  Einzahlung  in  eine 

selbstbeherrschte  Gesellschaft  –  seien  bei  der  Berechnung  des  steuerbaren  Einkom-

mens nicht relevant.  

b) aa)  Dies  veranlasste  die  Pflichtigen  zunächst  dazu,  am  16.  Septem-

ber 2016  Einsprache  gegen  die  auf  die  C  GmbH  lautenden,  die  Steuerperiode  1.1. -

 31.12.2014 betreffenden Schlussrechnungen vom 24. August bzw. 2. September 2016 

zu  erheben,  welche  auf  der  eingereichten  Steuererklärung  der  C  GmbH  vom 

7. September  2015  und der  dazugehörenden,  am  1. März  2015  unterzeichneten  Jah-

resrechnung 2014 (mit einem ausgewiesenen Reingewinn von Fr. 93.- resp. Eigenkapi-

tal von Fr. 21'085.-) beruhten.  

Der  Einsprache  beigelegt  waren  u.a.  eine  korrigierte,  je  am  15.  Septem-

ber 2016  unterzeichnete  Steuererklärung  und  Jahresrechnung  2014,  in  welchen  neu 

ein Verlust  von  Fr. 8'774.-  und ein  Eigenkapital  von  Fr. 12'218.-  ausgewiesen wurde). 

Dieser Verlust rührte vor allem daher, dass der ursprünglich deklarierte, aus vier Tätig-

keitsgebieten (Ertrag F: Fr. 54'757.-; Ertrag Aus- und Weiterbildung: Fr. 59'181.-; Ertrag 

Treuhand:  Fr. 9'948.-;  Ertrag  VR-Honorar:  Fr. 31'404.-)  stammende  Dienstleistungser-

trag von insgesamt Fr. 155'290.- um den Ertrag des VR-Honorars von Fr. 31'404.- (d.h. 

um  den  Netto-Baranteil  des  Verwaltungsratshonorars  der  D  AG)  reduziert  wurde  und 

dafür  im  Gegenzug  eine  entsprechende  Gutschrift  auf  dem  Kontokorrentkonto  des 

Pflichtigen  bei  der  C  GmbH  erfolgte  (vgl.  Kontokorrentkontoauszug).  Über  diese  Kor-

rektur hinaus wurde in einem weiteren Schritt der Lohn des Pflichtigen für seine Tätig-

keit bei der C GmbH auf Fr. 0.- gesetzt, was zu einer Reduktion des Personalaufwands 

um Fr. 22'538.- (= Fr. 21'000.- [Bruttolohn] + Fr. 1'538.- [Arbeitgeberanteil Sozialabga-

ben]) führte und die Höhe des Verlusts eingrenzte. Im Gegenzug fiel u.a. die ursprüng-

lich vorhandene Gutschrift des Nettolohns von Fr. 19'462.- auf dem Kontokorrentkonto 

des  Pflichtigen  weg  (vgl.  Kontokorrentguthaben  31.12.2014  [alt]  Fr. 5'580.-  zzgl. 

Fr. 31'404.-  abzgl.  Fr. 19'462.-  =  Kontokorrentguthaben  31.12.2014  [neu]  Fr. 17'522.-, 

orange und grüne Spalte). Ein für den Pflichtigen neu ausgestellter Lohnausweis vom 

15. September 2016 hielt sodann einen Lohn von Fr. 0.- fest.  

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 8 - 

bb)  Mit  Veranlagungs-/Einschätzungsvorschlag  im  Einspracheverfahren  vom 

23. September 2016 wurde der C GmbH die Erfassung eines steuerbaren Reingewinns 

von Fr. 0.- und eines (steuerbaren) Eigenkapitals von Fr. 20'000.- in Aussicht gestellt. 

Diese nahm die Vorschläge am 27. September 2016 an.  

c) aa)  Die  Pflichtigen  erhoben  daraufhin  am  28.  September  2016  sogleich 

Einsprache  gegen  die  auf  sie  lautende  Veranlagungsverfügung  bzw.  den  auf  sie  lau-

tenden  Einschätzungsentscheid  vom  8.  September  2016  und  beantragten,  das  Ein-

kommen resp. den Lohn des Pflichtigen aus der C GmbH um Fr. 19'462.- auf Fr. 0.- zu 

reduzieren, da aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Jahresrechnung 

2014  der  C  GmbH korrigiert,  ein neuer  Lohnausweis  ausgestellt  und die Gesellschaft 

neu eingeschätzt werden musste.  

bb)  Das  kantonale  Steueramt  hielt  in  dem  die  Einsprache  abweisenden  Ent-

scheid vom 7. Oktober 2016 zunächst fest, dass der an die C GmbH überwiesene Bar-

anteil  des  D-Verwaltungsratshonorars  der  Gesellschaft  unbestrittenermassen  gutge-

schrieben  worden  sei  und  daran  auch  die  Umbuchung  des  Betrags  zugunsten  des 

Kontokorrentkontos  nichts  ändere  (anstelle  "flüssige  Mittel  an  Umsatz"  seien  "flüssige 

Mittel  an  Kontokorrent"  gebucht  worden).  Unabhängig  davon  habe  der  Pflichtige  so-

dann der C GmbH seine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt, wofür ihm ein Lohn zuste-

he, der gemäss Lohnausweis 2014 vom 5. Januar 2015 Fr. 19'462.- betragen habe. Zu 

beachten sei zudem, dass eine spätere Kompensation des dem Kontokorrentkonto des 

Pflichtigen  gutgeschriebenen  Betrags  mittels  Verrechnung  von  Belastungen  zulasten 

seines  Kontokorrentkontos  nicht  zu  einem  Vorgang  führe,  welcher  sein  mittels  Lohn-

ausweis auszuweisendes Einkommen berühre. Des Weiteren seien Lohnausweise Ur-

kunden im strafrechtlichen Sinne und damit für das Steueramt relevante Urkunden. Ei-

ne Änderung aufgrund der vorgebrachten Argumente sei nicht nachvollziehbar.  

d) In der am Einspracheantrag festhaltenden Beschwerde-/Rekursschrift führ-

ten die Pflichtigen eingangs aus, dass die von ihnen beherrschte C GmbH Dienstleis-

tungen in den Bereichen Buchhaltung und Beratung von F-Organisationen (F) erbringe 

und der stark sehbehinderte Pflichtige dank der grossen Unterstützung seiner Ehefrau 

bis  heute  auch  eine  Lehrtätigkeit  an  der  Hochschule  G  sowie  das  Verwaltungsrats-

mandat  bei  der  D  AG  ausüben könne.  Als Gegenleistung für  die Unterstützung seien 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 9 - 

die Verwaltungsratshonorare bis anhin an die GmbH überwiesen und dort als Umsatz 

erfasst worden. Über den Lohnbezug von der C GmbH habe die Pflichtige daran parti-

zipieren  und  ihre  eigene  sozialversicherungsrechtliche  Stellung  verbessern  können. 

Die Lohnbezüge des Pflichtigen und seiner Ehefrau seien zum Jahresende jeweils so 

festgelegt worden, dass die C GmbH keinen Gewinn erwirtschafte und sämtliche Ein-

kommen privat versteuert würden. Da ihnen jedoch bei Erstellung der Jahresrechnung 

2014  der  C  GmbH  die  neue  bundesgerichtliche  Rechtsprechung  betreffend  Verwal-

tungsratshonorare nicht bekannt gewesen sei, sei der Baranteil von Fr. 31'404.- erst in 

der  revidierten  Jahresrechnung  nicht  mehr  als  Umsatz,  sondern  als  Kontokorrentver-

bindlichkeit ausgewiesen worden. Aus Gründen der Einfachheit sei anschliessend nur 

der Lohn des Pflichtigen von Fr. 19'462.- auf Fr. 0.- gesetzt und entsprechend der Per-

sonalaufwand um Fr. 22'538.- reduziert worden, obwohl korrekterweise auch der Lohn 

der  Ehefrau  hätte  angepasst  und  eine  Personalkostenreduktion  im  Umfang  von 

Fr. 31'404.-  hätte  erfolgen  müssen.  Dies  habe  zu  einem  ausgewiesenen  Verlust  von 

Fr. 8'774.- geführt. Mit Veranlagungs-/Einschätzungsvorschlag im Einspracheverfahren 

der C GmbH habe das Steueramt diesen Sachverhalt als richtig beurteilt, die Steuern 

entsprechend verlangt und damit auch den neuen Lohnausweis über Fr. 0.- akzeptiert. 

Denn wenn dem nicht so wäre, hätte ein um rund Fr. 19'462.- höherer Verlust akzep-

tiert werden müssen. Sollte das Gericht gleichwohl an der Besteuerung des Lohns des 

Pflichtigen festhalten, sei alternativ zu prüfen, ob die unterstützende Tätigkeit der Ehe-

frau nicht als Berufsauslagen des Pflichtigen bzw. als behinderungsbedingte Kosten in 

angemessener  Form  berücksichtigt  werden  könnten.  In  der  auf  Abweisung  lautenden 

Beschwerde-/Rekursantwort hielt das kantonale Steueramt noch ergänzend fest, dass 

es keine Rolle spiele, ob die Ehefrau für ihre Hilfe bei der Ausübung der Verwaltungs-

ratstätigkeit  des  Pflichtigen  einen  Lohn  und  Spesen  beziehe,  da  dies  bei  Ehepaaren 

aufgrund der Faktorenaddition zu keiner Änderung des steuerbaren Einkommens füh-

re.  

3. a)  Vor  Steuerrekursgericht  ist  nicht  mehr  streitig,  dass  der  Pflichtige  das 

gesamte Verwaltungsratshonorar der D AG von Fr. 82'409.- persönlich als Einkommen 

aus  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  zu  versteuern  hat.  Unterschiedlicher  Auffas-

sung sind die Parteien hingegen, ob dies auch für den ursprünglich deklarierten Lohn 

des  Pflichtigen  von  der C  GmbH  in  der  Höhe  von  Fr. 19'462.- gilt.  Dabei  ist  entschei-

dend, ob dieser aus steuerrechtlicher Sicht beim Pflichtigen als zugeflossen und erzielt 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
- 10 - 

gilt,  mithin  die  wirtschaftliche  Verfügungsmacht  darüber  vorhanden  war  (vgl. vorne 

E. 1c).  

b) aa) Massgebend sind die Verhältnisse beim Pflichtigen, welcher vorliegend 

das  Steuersubjekt  ist.  Die  C GmbH  stellt  als juristische  Person  –  auch wenn  von  den 

Ehegatten beherrscht – ein eigenständiges Rechtssubjekt dar, aus deren steuerrecht-

lich selbstständigen Beurteilung sie nichts ableiten können.  

bb) Auf die Gesellschaft ist indes gleichwohl kurz einzugehen, da die Pflichti-

gen  zur  Stützung  ihres  Beschwerde-/Rekursbegehrens  scheinbar  davon  ausgehen, 

dass die Höhe des Verlusts der C GmbH in den unterzeichneten Einsprachevorschlä-

gen  verbindlich  festgelegt  worden  sei.  Hierzu  ist  anzumerken,  dass  wenn  eine  juristi-

sche  Person mit  einem  Reingewinn  von  Fr. 0.-  veranlagt  wird,  damit  nur  entschieden 

ist,  dass  sie keinen  steuerbaren  Gewinn  erzielt  und  dementsprechend  für  das  betref-

fende Jahr keine Steuern zu bezahlen hat. Die Höhe des einer solchen Veranlagungs-

verfügung  zugrunde  liegenden  Verlusts  ist  hingegen  nicht  rechtskräftig  festgesetzt 

worden (BGE 140 I 114 E. 2.4.2 ff., auch zum Folgenden). Zwar ist die Höhe des Jah-

resverlusts und des Verlustvortragssaldos häufig aus den der Veranlagungsverfügung 

zugrunde  liegenden  Erwägungen  und  Berechnungen  der  Steuerbehörde  ersichtlich. 

Die Sachverhaltsfeststellungen, Erwägungen und Berechnungen sind jedoch nicht Be-

standteil des Dispositivs und werden von der Rechtskraft der Veranlagung somit nicht 

erfasst. Die Steuerbehörden sind daher berechtigt, die Höhe der in den Vorjahren gel-

tend gemachten  Verluste  trotz  der  Rechtskraft  der  entsprechenden  Veranlagungsver-

fügung zu überprüfen, sofern sie im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Verlustver-

rechnung (Art.  67  DBG bzw.  § 70  StG)  über  den Abzug solcher  Verluste zu befinden 

haben. In gleicher Weise ist es der steuerpflichtigen Gesellschaft bei dieser Ausgangs-

lage unbenommen, einen höheren Vorjahresverlust geltend zu machen, insoweit dem 

nicht  der  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  entgegensteht  (Helbing/Felber,  in:  Kom-

mentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Bundesgesetz  über  die  direkte  Bundes-

steuer, 3. A., 2017, Art. 67 N 14 DBG; vgl. Richner/FreiKaufmann/Meuter, Art. 67 N 10 

DBG und § 67 N 13 StG).  

cc)  Allgemein ist ferner noch anzumerken,  dass  die den Steuerbehörden ab-

gegebene Jahresrechnung und Steuererklärung eine vorbehaltslose Wissens- und Wil-

lenserklärung  seitens  der  steuerpflichtigen  Gesellschaft  enthält,  mit  dem  Antrag,  die 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 11 - 

Steuerfaktoren entsprechend der Steuererklärung festzusetzen. Aufgrund der Verbind-

lichkeit  der  Jahresrechnung  sollen  sich  die  Steuerbehörden  auf  die  eingereichte  Er-

folgsrechnung, die Bilanz und den Anhang verlassen können, weshalb eine solche Er-

klärung nicht ohne weiteres widerrufen werden kann (BGr, 9. Juni 2015, 2C_928/2014, 

E. 6.2;  Walter  Frei,  Bilanzänderung  und  Bilanzberichtigung  im  Zürcher  Steuerrecht, 

ZStP 1994,  239).  Es  gilt  das  Prinzip  der  Massgeblichkeit  der  Handelsbilanz.  Die  Ver-

bindlichkeit  der  Jahresrechnung  entfällt  nur  insoweit,  als  sie  gegen  zwingende  Vor-

schriften des Handelsrechts verstösst oder steuerliche Korrekturvorschriften zu beach-

ten  sind  (BGE  141  II  83  E. 3.1;  BGr,  23. Januar  2008,  2C_572/2007,  E. 2.2.1).  Stellt 

eine Position keinen geschäftsmässig begründeten Aufwand dar (z.B. übersetzte Spe-

senentschädigungen)  und  erfolgt  deswegen  im  Veranlagungsverfahren  eine  Aufrech-

nung, kann diese daher nicht im Nachhinein durch Vornahme einer Wertänderung (z.B. 

durch  handelsrechtlich  an  sich  zulässige  höhere  Abschreibungen)  ausgeglichen  wer-

den  oder  nachträglich  eine  Umqualifikation  in  Lohnaufwand  erfolgen.  Vielmehr  muss 

sich  die  Gesellschaft  bei  den  von  ihr  vorgenommenen  Buchungen  behaften  lassen 

(BGr,  29.  Juli  2004,  2A.45/2003,  E. 5.4;  StRK I,  21.  März  1989,  StE  1990  B 72.12.22 

Nr. 18;  Frei,  ZStP  1994,  241).  Nämliches  hat  auch  umgekehrt  zu  gelten,  wenn  eine 

steuerpflichtige Gesellschaft die einer natürlichen Person unmittelbar zustehenden Tä-

tigkeitsentgelte bei sich als Ertrag verbucht – womit sich deren Abschluss insofern als 

handelsrechtswidrig  erweist  (BGr,  21. August  2013,  2C_95/2013,  E. 3.8) –,  und  sie 

nachträglich die Schmälerung auf der Ertragsseite durch eine entsprechende Redukti-

on auf der Aufwandsseite auszugleichen versucht, wobei die dahinter liegenden Motive 

für  ein  solches  Vorgehen  (z.B.  eine  bislang  verfolgte  jährliche  Gewinn-Philosophie) 

keine Rolle spielen.  

c) aa)  Ausgangspunkt  für  die  Erfassung  von  steuerbaren  Einkünften  des 

Pflichtigen von Seiten der C GmbH bildet zunächst dessen in der Steuererklärung ab-

gegebene und mit dem Lohnausweis vom 5. Januar 2015 untermauerte Erklärung, für 

seine bei der Gesellschaft vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 ausgeübte Tätigkeit 

einen Lohn von Fr. 19'462.- erzielt zu haben. Dieser muss dem Pflichtigen dabei nicht 

schon  in  Form  einer  Geldleistung  ("Eigentumserwerb")  zugegangen  sein,  da  an  sich 

bereits  der  vorangehende  Forderungserwerb  genügt.  Der  feste  Rechtsanspruch  und 

damit die wirtschaftliche Verfügungsmacht ist bei unselbstständiger Erwerbstätigkeit in 

derjenigen Periode erworben, in welcher die Arbeitsleistung erbracht wird, was insbe-

sondere auch dann gilt, wenn –  wie hier – der die Gesellschaft zusammen mit seiner 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
- 12 - 

Ehefrau  beherrschende  Pflichtige  Höhe  und  Zeitpunkt  der  Ausrichtung  des  Entgelts 

nach Belieben bestimmen kann.  

bb) Dass der Pflichtige im Jahr 2014 für die Zwecke der C GmbH Arbeitsleis-

tungen  erbracht  hat,  wird  denn  auch  nicht  in  Abrede  gestellt  und  ergibt  sich  darüber 

hinaus  aus  der  eingereichten  Jahresrechnung  sowie  dem  Kontokorrentkontoauszug 

des  Pflichtigen.  So  erwirtschaftete  die  Gesellschaft  mit  den  drei  verbliebenen  Tätig-

keitsgebieten  einen  Dienstleistungsertrag  von  insgesamt  Fr. 123'886.-,  worin  offenbar 

auch die für die C GmbH vom Pflichtigen wahrgenommene Lehrtätigkeit an der Hoch-

schule  G  enthalten  ist.  Der  Kontokorrentkontoauszug  führt  sodann  der  C  GmbH  wei-

terbelastete Aufwendungen an, die der Pflichtige offenbar im Rahmen der Kundenbe-

treuung  (z.B.  "Essen  I  bar  A")  gehabt  hat.  Auch  weitere  über  das  Kontokorrentkonto 

des  Pflichtigen  gebuchte  Anschaffungen  bzw.  Aufwendungen  (z.B.  Generalabonne-

ment Behinderte, Strategy Map Vorlagen, IFRS Fachbücher, div. Büroverbrauchsmate-

rial, Software-Lizenzen, Büro- und IT-Equipment, u.ä.) haben sichtlich einen geschäftli-

chen Bezug  und weisen  auf  ein Tätigwerden des  Pflichtigen für  die C GmbH  im  Jahr 

2014 hin. Dass für Letzteres ein Lohnanspruch des Pflichtigen bestand, kann auch den 

Ausführungen  der  Ehegatten  in  der  Beschwerde-/Rekursschrift  entnommen  werden, 

wonach der Lohn jeweils Ende Jahr festgelegt wird (d.h. spätestens per 31. Dezember 

bestimmt  ist).  Dieser  betrug  für  das  Jahr  2014  bekanntlich  Fr. 19'462.-  (netto).  Der 

Lohnanspruch  fand  darüber  hinaus  auch  Eingang  in  die  erste  abgegebene  Jahres-

rechnung 2014 der C GmbH, wobei der Nettolohn dem Kontokorrentkonto des Pflichti-

gen offensichtlich gutgeschrieben worden sein musste, wie sich aus dessen ursprüng-

lichem Saldo per 31.12.2014 von Fr. 5'580.- ergibt (zur Herleitung siehe vorne E. 2b/aa 

[am Ende]).  

cc)  Dass  sodann  die  Erfüllung  des  erworbenen  Lohnanspruchs  im  Zufluss-

zeitpunkt  wegen  Zahlungsunfähigkeit  oder  Zahlungsunwilligkeit  der  C  GmbH  als  be-

sonders  unsicher  erschien,  kann  mit  Blick  auf  die  Zahlen  der  Jahresrechnung  2014 

sowie  der  100%igen  Beherrschung  durch  die  Pflichtigen  ausgeschlossen  werden. 

Ebenso wenig sind unternehmerische Gründe (z.B. ein Liquiditätsengpass) ersichtlich, 

aufgrund  derer  –  trotz  erbrachter  Arbeitsleistung  im  Jahr  2014  des  die  Gesellschaft 

(mit-)beherrschenden  Pflichtigen  –  für  das  Entstehen  der  Einkommensteuerforderung 

ausnahmsweise  auf  den  Zeitpunkt  der  Auszahlung  abzustellen  wäre  (vgl.  E. 1c/dd). 

Dies  gerade  auch  in  Anbetracht  dessen,  dass  dem  Pflichtigen  gemäss  Kontokorrent-

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 13 - 

kontoauszug  im  Jahr 2014  der  Bezug  von  insgesamt  Fr. 43'000.-  vom  Gesellschafts-

konto  bei  der  J-Bank  (Kto....)  möglich  war,  wovon  Fr. 10'000.-  gar  mit  dem  Bu-

chungstext "Überweisung Lohn A" versehen sind.  

dd) Im Ergebnis ist festzuhalten, dass im Jahr 2014 hinsichtlich dem Lohn des 

Pflichtigen – soweit durch die vorgenommene Auszahlung/Überweisung seitens der C 

GmbH nicht ohnehin bereits ein "Eigentumserwerb" vorliegt – auf jeden Fall ein abge-

schlossener, nicht mit besonderer Unsicherheit behafteter Forderungserwerb gegeben 

ist, womit der Lohn aus steuerrechtlicher Sicht beim Pflichtigen als zugeflossen gilt und 

entsprechend  die  Einkommensteuerforderung  entstehen  lässt.  Eine  Rückabwicklung 

des Sachverhalts, sei es durch eine Lohnrückzahlung oder – wie hier – durch Korrektur 

der Jahresrechnung 2014 der C GmbH, vermag daran nichts zu ändern. Der Pflichtige 

hat somit den deklarierten Lohn der C GmbH von netto Fr. 19'462.- sowie das gesamte 

Verwaltungsratshonorar  der  D  AG  von  netto  Fr. 82'409.-,  zusammen  insgesamt 

Fr. 101'871.-,  als  Einkommen  aus  unselbstständiger  Erwerbstätigkeit  zu  versteuern. 

Die  Auffassung  des  kantonalen  Steueramts,  wonach  die  Umbuchung  des  Baranteils 

des Verwaltungsratshonorars der D AG in der Jahresrechnung 2014 der C GmbH kei-

ne Auswirkungen auf den unabhängig davon bestehenden Lohnanspruch des Pflichti-

gen gegenüber der C GmbH hat, erweist sich daher als zutreffend, weshalb der in der 

Beschwerde-/Rekursschrift gestellte Hauptantrag der Pflichtigen abzuweisen ist.  

4.  Soweit  die  Pflichtigen  in  ihrer  Beschwerde-/Rekursschrift  allenfalls  einen 

höheren  Verlustvortrag  und  damit  eine  materiell-rechtliche  Beurteilung  der  Veranla-

gung/Einschätzung der C GmbH beantragen, wenn der neue Lohnausweis über Fr. 0.- 

vom 16. September 2016 nicht anerkannt wird, ist auf diesen Antrag nicht einzutreten. 

Streitgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens  sind  nämlich  allein  die  Einspracheent-

scheide  betreffend  die  Pflichtigen  vom  7.  Oktober 2016  und  nicht  die  Veranla-

gung/Einschätzung der C GmbH. 

5. a) Zu prüfen bleiben die Eventualbegehren, in welchen eine angemessene 

Berücksichtigung  der  unterstützenden  Tätigkeit  der  Ehefrau  bei  den  Berufsauslagen 

des Pflichtigen bzw. bei den behinderungsbedingten Kosten gefordert wird.  

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 14 - 

b) Gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 26 Abs. 1 lit. c StG können die "üb-

rigen für die Ausübung des Berufs erforderlichen Kosten" als Gewinnungskosten vom 

Bruttolohn  abgezogen  werden.  Dabei  muss  es  sich  um  Aufwendungen  handeln,  die 

unmittelbar  zur  Erzielung  des  Einkommens  gemacht  werden  und  die  in  einem 

direkten  ursächlichen  Zusammenhang  dazu  stehen  (Reich/von  Ah/Brawand,  in:  Kom-

mentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. A., 2017, Art. 9 N 8 StHG). Erforder-

lich ist mit anderen Worten ein wesentlicher Zusammenhang zwischen Art, Grund und 

Zweck der Ausgabe einerseits und der Natur der beruflichen Tätigkeit andererseits. Es 

handelt sich dabei insbesondere um durch die Berufstätigkeit veranlasste Auslagen für 

Berufswerkzeuge,  Fachliteratur,  privates  Arbeitszimmer,  Berufskleider,  besonderer 

Schuh-  und  Kleiderverschliess,  Schwerarbeit  usw.  (vgl.  Art. 7  Abs. 1  der  Verordnung 

des  Eidgenössischen  Finanzdepartements  [EFD]  über  den  Abzug  von  Berufskosten 

der  unselbständigen  Erwerbstätigkeit  bei  der  direkten  Bundessteuer  vom  10.  Febru-

ar 1993 [Berufskostenverordnung]; Ziff. I 3 der Verfügung der Finanzdirektion über die 

Pauschalierung  von  Berufsauslagen  Unselbständigerwerbender  bei  der  Steuerein-

schätzung vom 27. Oktober 2008 [ZStB Nr. 17/203]).  

Berufskosten sind nur abzugsfähig, wenn sie der Steuerpflichtige selbst tragen 

musste (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 26 N 10 DBG und § 26 N 11 StG). Anstel-

le  der  effektiven  Aufwendungen  kann  für  Berufskosten  auch  ein  Pauschalbetrag  gel-

tend gemacht werden, dessen Höhe in der Berufskostenverordnung bzw. in der vorge-

nannten  Verfügung der Finanzdirektion festgelegt  wird (Art. 26  Abs. 2  DBG  bzw.  § 26 

Abs. 2 StG).  

c) Nach Art. 33 Abs. 1 lit hbis DBG bzw. § 31 Abs. 1 lit. i StG sind die behinde-

rungsbedingten Kosten des Steuerpflichtigen oder der von ihr unterhaltenen Personen 

mit Behinderungen im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 13. Dezem-

ber  2002  (BehiG,  SR  151.3)  steuerlich  abzugsfähig,  soweit  der  Steuerpflichtige  die 

Kosten selber trägt. Kumulativ müssen deshalb folgende Voraussetzungen erfüllt sein 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 33 N 162 DBG und § 31 N 146 StG):  

   - die Person, für die der Abzug geltend gemacht wird, muss behindert sein;  

   - die geltend gemachten Kosten müssen als Folge der Behinderung entstanden sein; 

   - die Kosten dürfen weder Lebenshaltungskosten noch Luxusausgaben darstellen;  

   - die Kosten müssen in der betreffenden Steuerperiode angefallen sein;  

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 15 - 

   - die Kosten müssen von der steuerpflichtigen Person selbst getragen worden sein.  

Die  Aufwendungen  können  nur  durch  Geldleistungen,  d.h.  durch  tatsächlich 

verausgabte Kosten erbracht werden. Die Möglichkeit, als Kosten auch eigene Pflege-

arbeit oder diejenige von Angehörigen, die dafür keine Entschädigung erhalten, abzu-

ziehen, ist durch das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der 

Kantone  und  Gemeinden  vom  14. Dezember  1990  (StHG)  ausgeschlossen  (Richner/ 

Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 33 N 170 DBG und § 31 N 154 StG, mit Hinweisen).  

Anstelle des Abzugs der effektiv, selbst getragenen Kosten können behinderte 

Personen einen jährlichen Pauschalabzug in der Höhe von Fr. 2'500.- geltend machen, 

wenn sie Bezüger einer Hilflosenentschädigung leichten Grades sind (vgl. Ziff. 4.4 des 

Kreisschreibens  Nr. 11  der  EStV  betreffend  Abzug  von  Krankheits-  und  Unfallkosten 

sowie  von  behinderungsbedingten  Kosten  vom  31. August  2005;  Ziff. 3d  des  Merk-

blatts  des kantonalen  Steueramts  Zürich zu den  Abzügen  der  Krankheits-  und  Unfall-

kosten sowie der behinderungsbedingten Kosten vom 19. Juli 2005 [ZStB Nr. 19/002]) 

d)  Berufskosten  wie  auch  behinderungsbedingte  Kosten  sind  steuermindern-

der  Natur  und  daher  von  der  steuerpflichtigen  Person  darzutun  und  nachzuweisen 

(RB 1987  Nr. 35).  Dieser  Nachweis  ist  spätestens  in  der  Beschwerde-/Rekursschrift 

durch  eine  substanziierte  Sachdarstellung  anzutreten,  aus  welcher  sämtliche  für  die 

rechtliche  Würdigung  massgeblichen  Tatsachen  im  Einzelnen  hervorgehen.  Fehlt  es 

an  einer  hinreichenden  Sachdarstellung  oder  Beweismittelofferte,  trifft  das  Steuer-

rekursgericht keine weitere Untersuchungspflicht. 

e) aa) Soweit die Pflichtigen beantragen, die unterstützende Tätigkeit der Ehe-

frau als Berufsauslage des Pflichtigen anzuerkennen, ist dieses Begehren abzuweisen, 

da  der  Pflichtige  weder  hinreichend  substanziiert  darlegt,  in  welchem  Umfang  und  in 

welchen Tätigkeiten er in seiner Berufstätigkeit eingeschränkt ist noch in welcher Wei-

se und in welchem Umfang die Ehefrau ihn in seiner Arbeitstätigkeit unterstützt sowie 

von  ihm  dafür  eine  Entschädigung  erhalten  hat.  Wie  das  kantonale  Steueramt  in  der 

Beschwerde-/Rekursantwort überdies zu Recht anführt, vermöchte eine Entschädigung 

unter Ehegatten aufgrund der vorzunehmenden Faktorenaddition ohnehin keine Ände-

rung des für die Steuer massgebenden Einkommens zu bewirken. Eine Erhöhung der 

Auslagenpauschale fällt schliesslich ausser Betracht, da das kantonale Steueramt dem 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 16 - 

Pflichtigen  bereits  den  Maximalabzug  gewährt  hat  (vgl.  Veranlagungsverfügung/ 

Einschätzungsentscheid).  

bb) Ebenfalls abzuweisen ist der Antrag, die unterstützende Tätigkeit der Ehe-

frau  als  behinderungsbedingte  Kosten  des  Pflichtigen  zum  Abzug  bringen zu können. 

Auch mit Bezug auf diese Aufwendungen hätten die tatsächlichen Unterstützungsleis-

tungen  der  Ehefrau  substanziiert  dargelegt  und  nachgewiesen  werden müssen  sowie 

des Weiteren, dass sie für diese Leistungen vom Pflichtigen auch tatsächlich eine Ent-

schädigung erhalten hat (wobei dies aufgrund der bereits genannten Faktorenaddition 

erneut keine Änderung des für die Steuer massgebenden Einkommens bewirkt hätte).  

Dem  Pflichtigen  ist  aber  unabhängig  davon  in  Sachen  Behinderungskosten 

der  Pauschalabzug  von  Fr. 2'500.-  zu  gewähren,  da  er  im  Jahr  2014  eine  Hilflosen-

entschädigung  leichten  Grades  bezog.  Die  Hilflosenentschädigung  ist  zufolge  ihres 

Kostenersatzcharakters nicht als Einkommen zu versteuern (vgl. Ziff. 2 des Merkblatts 

des kantonalen Steueramts betreffend Steuerbarkeit von Renten und Kapitalleistungen 

vom  9. Dezember 2009  [ZStB  Nr. 16/013])  und  wird  u.a.  Personen  mit  schwerer  Sin-

nesschädigung ausgerichtet,  die  regelmässig und erheblich auf die Hilfe  Dritter  ange-

wiesen sind, wobei sie auch zur Abgeltung des Mehraufwands von Familienangehöri-

gen dient (vgl. Merkblatt 4.13 Hilflosenentschädigung der IV, abrufbar unter www.ahv-

iv.ch;  www.proinfirmis.ch/behindertwastun/assistenz/hilflosen-  entschaedigung-bei-

volljaehrigen.html).  

6. Entsprechend  reduziert  sich  das  steuerbare  Einkommen  bei  der  direkten

Bundessteuer 2014 auf Fr. 597'100.- und führt der Pauschalabzug bei den Staats- und 

Gemeindesteuern  2014  neu  zu  folgender  Einkommenssteuerausscheidung  (Beträge 

aus der interkantonalen Steuerausscheidung im Einschätzungsentscheid): 

Total Satz 

Kanton ZH 

Kanton K 

 Fr. 

 Fr. 

 Fr. 

Einkommensanteile (wie bisher) 

657'455.- 

641'072.- 

16'383.- 

Quote (wie bisher) 

Unterhaltsbeiträge  

 97.51 

  16'493.- 

  16'082.- 

 2.49 

 411.- 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276 

- 17 - 

Versicherungsprämien, Zinsen  

    9'100.- 

    8'873.- 

    227.- 

Behinderungskosten/Pauschalabzug (neu)  

    2'500.- 

    2'438.- 

      62.- 

Zweiverdienerabzug/Mitarbeit  

    5'900.- 

    5'753.- 

    147.- 

Weitere quotenmässige Abzüge  

       190.- 

       185.- 

        5.- 

Sozialabzüge  

  27'000.- 

  26'328.- 

    672.- 

Steuerbares Einkommen 

596'272.- 

581'413.- 

14'859.- 

Steuerbares Einkommen gerundet 

596'200.- 

581'400.- 

14'800.-. 

7.  Gestützt  auf  diese  Erwägungen  sind  die  Beschwerde  und  der  Rekurs  teil-

weise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist. Aufgrund des nahezu vollständigen 

Unterliegens der Pflichtigen sowie des Umstands, dass der zur teilweisen Gutheissung 

führende  Antrag  auf  Berücksichtigung  von  Behinderungskosten  erstmals  vor  dem 

Steuerrekursgericht geltend gemacht wurde, sind die Kosten des Beschwerde-/Rekurs-

verfahrens  den  Pflichtigen  aufzuerlegen  (Art. 144  Abs. 1  und  Abs.  2  DBG  bzw.  § 151 

Abs. 1 und Abs. 2 StG). 

Demgemäss erkennt die Einzelrichterin: 

1.  Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen,  soweit  darauf  eingetreten  wird.  Die 

Beschwerdeführer  werden  für  die  direkte  Bundessteuer,  Steuerperiode  2014,  mit 

einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 597'100.-  veranlagt  (Tarif  gemäss  Art. 36 

Abs. 2  DBG;  Verheiratetentarif).  Der  Abzug  von  2  x  Fr. 251.-  gemäss  Art. 36 

Abs. 2bis DBG wird gewährt. 

2.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen,  soweit  darauf  eingetreten  wird.  Die 

Rekurrenten  werden  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  wie  folgt  eingeschätzt  

(Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2 StG; Verheiratetentarif):  

Steuerperiode 

Einkommen 

Vermögen 

2014 

steuerbar 

satzbestimmend 

[…] 

Fr. 

581'400.- 

596'200.- 

Fr. 

1'861'000.- 

2'248'000.-. 

2 DB.2016.227 
2 ST.2016.276