# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8cb9c0e-9798-5610-9a91-88da0851791b
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-06-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.06.2025 720 2024 239 (720 24 239)
**Docket/Reference:** 720 2024 239
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-239_2025-06-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 12. Juni 2025 (720 24 239) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Rentenrevision: Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens; auf weitere somatische 
Abklärungen kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Andreas Blattner, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 
 

  
Betreff IV-Rente  

 
 
A. Die 1971 geborene A.____ meldete sich erstmals am 21. Januar 2005 unter Hinweis auf 
einen am 6. Juni 2003 erlittenen Unfall bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse 
– namentlich der Einholung eines polydisziplinären Gutachtens bei der Academy of Swiss Insu-
rance Medicine (asim) vom 18. Januar 2008 – sowie nach Durchführung von beruflichen Mass-
nahmen wurde der Versicherten von der zuständigen IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit 

 

 
 
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Verfügung vom 2. Dezember 2008 ab 1. November 2004 eine ganze Rente der Invalidenversi-
cherung zugesprochen. Im Rahmen eines im Dezember 2009 eingeleiteten Revisionsverfahrens 
ordnete die IV-Stelle zunächst ein monodisziplinäres ophthalmologisches Gutachten bei Prof. 
Dr. med. B.____, FMH Ophthalmologie, und anschliessend ein polydisziplinäres Gutachten bei 
der Swiss Medical Assessment- and Business Center AG (SMAB) vom 17. April 2013 an. Da 
nach Auffassung der IV-Stelle auf das psychiatrische Teilgutachten der SMAB nicht abgestellt 
werden konnte, wurde ein weiteres psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. C.____, FMH Psy-
chiatrie und Psychotherapie, vom 3. Dezember 2013 eingeholt. Mit Verfügung vom 20. Mai 2014 
wurde die Rente der Versicherten ab 1. Juli 2014 auf eine Viertelsrente herabgesetzt. Im Rahmen 
eines weiteren, im Februar 2019 eingeleiteten Revisionsverfahrens wurde der Anspruch auf eine 
Viertelsrente mit formloser Mitteilung vom 19. März 2019 bestätigt.  
 
Mit Gesuch vom 18. Oktober 2021 beantragte die Versicherte unter Hinweis auf eine Long-
COVID-Erkrankung die Revision respektive die Erhöhung ihrer Invalidenrente. Die IV-Stelle gab 
zur Klärung des medizinischen Sachverhalts unter anderem ein psychiatrisches Gutachten unter 
Beizug einer neuropsychologischen Beurteilung in Auftrag. Gestützt auf dieses Gutachten von 
Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. Oktober 2023 stellte die IV-
Stelle mit Verfügung vom 8. August 2024 fest, dass sich der Gesundheitszustand bzw. der Inva-
liditätsgrad nicht verändert habe. Per 1. Januar 2024 werde die Rente jedoch aufgrund des neuen 
Systems der Invaliditätsbemessung auf eine solche entsprechend einem Invaliditätsgrad von 
58% erhöht. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 
1. September 2024 Beschwerde an das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Sie beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 8. August 
2024 sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, der Beschwerdeführerin eine ganze Rente der 
Invalidenversicherung auszurichten; eventualiter sei der rechtserhebliche medizinische Sachver-
halt durch ein Gerichtsgutachten abzuklären; subeventualiter sei die Sache zur Abklärung des 
rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; al-
les unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die Be-
schwerdegegnerin das Vorliegen eines Revisionsgrundes missachtet und zu Unrecht auf das 
nicht beweistaugliche Gutachten von Dr. D.____ abgestellt habe. Eine Verbesserung der Long-
COVID-Symptomatik habe die Beschwerdegegnerin ohne genügende Abklärung angenommen. 
Der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt könne ohnehin nicht bloss gestützt auf ein psy-
chiatrisches und neuropsychologisches Gutachten abgeklärt werden. Vielmehr sei ein polydiszip-
linäres Gutachten zur umfassenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit unter Einbezug aller Leiden 
notwendig. Ausserdem sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin bereits aufgrund des sta-
tionären und teilstationären Aufenthalts in einer psychiatrischen Klinik vom 19. November 2021 
bis 20. Juli 2022 zumindest für die Zeit vom 1. März 2022 bis November 2022 eine ganze Rente 
zustehe.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 8. November 2024 auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 

 

 
 
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D. Mit Verfügung vom 13. November 2024 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Be-
urteilung überwiesen.  
 
E. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2024 wurde der Beschwerdeführerin bestätigt, dass 
die zwischenzeitlich ergangenen Verfügungen vom 6. Dezember 2024 betreffend den Rentenan-
spruch für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis 31. Dezember 2023 (keine Erhöhung der bisherigen 
Viertelsrente) sowie den Anspruch auf Kinderrenten von der Beschwerde vom 1. September 2024 
mitumfasst seien und eine separate Anfechtung nicht notwendig sei. 

 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde vom 1. September 2024 ist demnach einzutreten. 
 
1.2.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsät-
zen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 
2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1).  
 
1.2.2 In Revisionsfällen nach Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Folgendes: Liegt die (mutmassliche) massge-
bende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der 
IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die (mutmassli-
che) massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und 
diejenigen der IVV in der ab 1.  Januar 2022 geltenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der 
massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a der Verordnung über die 

 

 
 
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Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 
8C_658/2022, E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil vom 8. Februar 2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3). 
 
1.2.3 Vorliegend stellte die Beschwerdeführerin am 18. Oktober 2021 das Rentenerhöhungs-
gesuch. Sie machte darin geltend, dass sich ihr Gesundheitszustand seit dem 18. Januar 2021 
aufgrund der Long-COVID-Symptomatik verschlechtert habe. In entsprechender fachärztlicher 
Behandlung sei sie seit circa April 2021. Unter diesen Umständen ist ohne Weiteres anzuneh-
men, dass die mutmassliche massgebende Verschlechterung des Gesundheitszustandes vor 
dem 1. Januar 2022 eingetreten ist. Damit sind grundsätzlich die Gesetzesgrundlagen in der bis 
31. Dezember 2021 geltenden Fassung anwendbar.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers und in diesem 
Zusammenhang insbesondere, ob sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräf-
tigen Beurteilung des Leistungsbegehrens wesentlich verändert haben. Massgebend ist der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. August 2024 ent-
wickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Gemäss Art. 17 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzuset-
zen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise 
ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu 
denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes der 
versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die erwerbli-
chen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine abweichende medizinische oder rechtliche 
Einschätzung von im Wesentlichen unveränderten tatsächlichen Verhältnissen alleine führt nicht 
zu einer materiellen Revision. 
 
3.3 Auf ein Revisionsgesuch (oder eine Neuanmeldung nach rechtskräftiger Verneinung ei-
nes Rentenanspruchs) hat die Verwaltung nur einzutreten, wenn die versicherte Person glaubhaft 
macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 
hat (Art. 87 Abs. 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden 
kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente oder deren Erhöhung sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 E. 2). Tritt die 
Verwaltung auf ein Revisionsgesuch oder eine Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell 
umfassend abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft 
gemachte Veränderung des Invaliditätsgrads auch tatsächlich eingetreten ist (SVR 2011 IV Nr. 2 

 

 
 
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E. 3.2; BGE 117 V 198 E. 4b). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. 
Andernfalls hat sie zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine höhere 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche mate-
rielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (SVR 2008 IV Nr. 35 E. 2.1; BGE 117 V 198 E. 3a). 
 
3.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht  
(BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 1 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der 
Beschwerdeführerin zunächst mit Verfügung vom 2. Dezember 2008 ab 1. November 2004 eine 
ganze Rente der Invalidenversicherung zuzüglich Kinderrenten zu. Im Rahmen eines im Jahr 
2009 eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die IV-Stelle diverse Gutachten ein und reduzierte 
die bisher zugesprochene ganze Rente nach Durchführung eines Einkommensvergleichs mit Ver-
fügung vom 20. Mai 2014 per 1. Juli 2014 auf eine Viertelsrente. Diese wurde im Anschluss an 
ein im Februar 2019 eingeleitetes Revisionsverfahren mit formloser Mitteilung vom 19. März 2019 
bestätigt. Nach dem Ausgeführten steht fest, dass der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin 
letztmals mit der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 20. Mai 2014 voll-
ständig materiell überprüft wurde. Somit beurteilt sich die Frage, ob und in welchem Ausmass 
eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, durch Vergleich des Sachver-
halts, wie er im Zeitpunkt dieser Verfügung vom 20. Mai 2014 bestanden hat, mit demjenigen im 
Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 8. August 2024. Dem Vorbringen der 
Beschwerdeführerin, dass die letzte korrekte Abklärung aus dem Jahr 2004 stamme, da im Jahr 
2014 das eingeholte polydisziplinäre Gutachten zu Unrecht durch ein monodisziplinäres psychi-
atrisches Gutachten ersetzt worden sei, kann nicht gefolgt werden. Dabei ist festzustellen, dass 
das Gutachten der SMAB vom 17. April 2013 nicht vollständig durch das Gutachten von 
Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ersetzt wurde, sondern bloss das psy-
chiatrische Teilgutachten. Die Sachverhaltsabklärung, die der Verfügung vom 8. August 2014 zu-
grunde lag, war folglich umfassend und rechtskonform. Dass die Gutachten der SMAB und 
Dr. C.____ gerichtlich nicht überprüft wurden, vermag daran nichts zu ändern, zumal auch das 
von der Beschwerdeführerin als massgeblich erachtete Gutachten der asim vom 18. Januar 2008 
in keinem gerichtlichen Verfahren gewürdigt wurde. 
 
4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 

 

 
 
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4.2 Für die Beurteilung der strittigen Frage, ob sich der Gesundheitszustand bzw. das Aus-
mass der (Rest-) Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der letzten auf einer vollständigen mate-
riellen Anspruchsprüfung beruhenden Rentenverfügung in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise verschlechtert hat, ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen ange-
wiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes 
oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit 
weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hingegen ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).  
 

 

 
 
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4.5 Bei der Erhebung und Würdigung des medizinischen Sachverhaltes in Revisionsfällen 
im Sinne des Art. 17 ATSG ist überdies Folgendes zu beachten: Da die Feststellung einer revisi-
onsbegründenden Veränderung durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des ak-
tuellen Zustandes erfolgt, bildet Gegenstand des Beweises das Vorhandensein einer entschei-
dungserheblichen Differenz in den medizinischen Tatsachen. Der Beweiswert von zwecks Ren-
tenrevision eingeholten medizinischen Unterlagen hängt folglich wesentlich davon ab, ob diese 
sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts –beziehen. 
Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen 
Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend 
wäre (vgl. dazu BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es daher in der Regel am 
rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche 
Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Ge-
sundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, 
dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteile des Bundesgerichts vom 
29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2, und vom 26. März 2015, 9C_710/2014, E. 2). 
 
5. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, die für den vorliegenden Entscheid zentral sind. 
 
5.1 Zur Zeit der Verfügung vom 20. Mai 2014 stützte sich die IV-Stelle im Wesentlichen auf 
folgende medizinische Unterlagen: 
 
5.1.1 Gemäss dem augenärztlichen Gutachten von Prof. Dr. med. B.____, FMH Ophthalmo-
logie, vom 6. Dezember 2011 bestehe bei der Explorandin eine Exophorie, die nach den voran-
gegangenen Operationen jedoch gut kompensiert sei. Die Akkomodationsbreite sei allseits ent-
sprechend. Im Vordergrund stehe jetzt eine deutliche Konvergenzinsuffizienz. Diese behindere 
die Explorandin bei der Durchführung von Naharbeiten wie z.B. Lesen. Es werde versucht, mit 
Prismen Abhilfe zu schaffen, wobei sich die Schwierigkeit stelle, dass über den Tagverlauf ein 
unterschiedlicher Prismenbedarf bestehe. Eine neue Operation sei nicht erfolgsversprechend, da 
es sich um ein zentrales Geschehen handle. Die Explorandin habe Stereofunktionen stets als 
angenehm empfunden und darum gekämpft, beispielsweise mit einer Prismenkorrektur oder der 
vorangegangenen Operation, längere Zeiten des Stereosehens zu haben. Insofern sei es ihr wohl 
nicht zumutbar, ein Auge permanent abzudecken, um die auftretenden Doppelbilder zu vermei-
den. Zudem würde ein solches Verfahren zu einer Dekompensation der Exophorie führen. Die 
Arbeitsfähigkeit sei somit aus ophthalmologischer Sicht sehr eingeschränkt. Den angestammten 
Beruf als Coiffeuse könne sie nicht mehr ausüben. Auch andere Tätigkeiten mit hohen Anforde-
rungen an das Sehen, besonders mit Stereoanforderungen und im Nahbereich, seien nicht zu-
mutbar. Es sei nicht wahrscheinlich, dass für die Explorandin ein geeigneter Beruf gefunden wer-
den könne, in dem sie unter Berücksichtigung der weiteren körperlichen und kognitiven Ein-
schränkungen mit ausreichenden Pausen für das visuelle System arbeiten könne.  
 
5.1.2 In der Folge gab die IV-Stelle bei der Swiss Medical Assessment and Business-Center 
AG (SMAB) ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie/Traumatologie, 

 

 
 
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Innere Medizin, Ophthalmologie, Psychiatrie und Neuropsychologie in Auftrag. Mit Gutachten 
vom 17. April 2013 diagnostizierten die involvierten Fachärzte mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit ein organisches Psychosyndrom (ICD-10 F 07.8) nach Schädel-Hirn-Trauma nach Heck-
auffahrtkollision am 6. Juni 2006, eine dekompensierende Exophorie mit Fusionsschwäche sowie 
einen Status nach zwei Schieloperationen im März 2005 und Dezember 2006. Ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit seien folgende Diagnosen festzuhalten: Eine unklare Angststörung mit 
klaustrophobischen Anteilen; anamnestisch ein Status nach depressiven Episoden; eine MRI-
gesicherte Diskushernie C 5/6 ohne klinisch relevante Folgen; weitgehend altersassoziierte un-
auffällige Röntgenbefunde an der Halswirbelsäule mit einer leichtgradigen Osteochondrose C 5/6 
und einer muskulär bedingten Streckfehlhaltung bis leichtgradiger Kyphosierung der Halswirbel-
säule als rein funktioneller Aspekt; ein Status nach operativer Behandlung eines Thoracic-Outlet-
Syndrom rechts im Jahr 2004; ein Status nach handchirurgischem Eingriff rechts bei Status nach 
Diskusabriss im Jahr 2003; ein Status nach dreimaliger Ganglionsrevision am linken Handgelenk 
in den Jahren 1995, 1996 und 2000; eine Migräne ohne Aura; eine leichte Hyperopie; ein Iris-
nävus rechts mit Ektropium Uveae sowie ein exogen allergisches Asthma bronchiale und Unver-
träglichkeit auf Wurzelgemüse, vor allem Sellerie. In der ursprünglichen Tätigkeit als selbststän-
dig tätige Coiffeuse bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Aufgrund des psychiatrischen Befundes 
sowie der Beeinträchtigung des Stereosehens ergäben sich qualitative und quantitative Ein-
schränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die Versicherte benötige ein reizarmes Arbeitsklima mit klarer 
Aufgaben- und Kompetenzzuteilung sowie Entlastung von organisatorischen und administrativen 
Tätigkeiten mit fixen Arbeitszeiten. Durch eine einfühlsame Führung sei sie davor zu schützen, 
sich selbst zu überfordern und zu viel Verantwortung zu übernehmen. Für die Übernahme von 
Zusatzverantwortung, Führungs- oder Planungstätigkeit oder Spontaneinsätze sei die Versi-
cherte nicht mehr geeignet. Von ophthalmologischer Seite her seien Tätigkeiten mit notwendigem 
Stereosehen und im Nahbereich zu vermeiden. Das Steigen auf Treppen, Leitern und Gerüste 
solle vermieden werden. In einer solchen angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 30% bis 40%. 
 
5.1.3 Auf Rückfrage der IV-Stelle machten die involvierten Fachärzte mit Schreiben vom 
28. Mai 2013 unter anderem folgende Angaben: Die augenscheinlich diskrepanten Aussagen der 
Explorandin, wonach sie einerseits die Abwesenheit von zuhause über mehrere Tage habe vor-
bereiten und organisieren müssen, andererseits an der Exploration den Wochentag nicht habe 
nennen können, zeigten aus psychiatrischer Sicht die Kompliziertheit, Widersprüchlichkeit und 
kognitive Beeinträchtigung der Versicherten und hätten miteinander letztlich nichts zu tun. Das 
erste spreche für eine Beeinträchtigung in der Planung und im gerichteten Handeln, das Zweite 
für eine Beeinträchtigung der zeitlichen Orientierung. Beides sei Ausdruck der diagnostizierten 
Störung. Die Beeinflussung des neuropsychologischen Befunds durch psychische Faktoren sei 
kein Indiz für eine Aggravation oder Simulation. Die Symptomvalidierung sei unauffällig gewesen. 
Die neuropsychologischen Befunde würden nicht gegen die Diagnose eines organischen Psycho-
Syndroms sprechen, sondern bestätigten den klinischen Eindruck und damit die Beeinträchtigung 
der Versicherten. Bei der Aussage, dass der Explorandin Autofahren problemlos möglich sei, 
handle es sich um eine subjektive Angabe der Versicherten. Es seien keine objektivierbaren Da-
ten vorhanden, die sich mit der Fahrfähigkeit der Versicherten auseinandersetzen würden, und 
eine derartige Fragestellung sei nicht vorhanden gewesen. Die angesprochene kognitiv-

 

 
 
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mnestische Leistungseinschränkung leichter bis mittlerer Schwere sei neuropsychologisch aus-
gewiesen. Auch die Versorgung eines Haushaltes spreche nicht gegen das Vorhandensein einer 
kognitiv-mnestischen Leistungseinschränkung. Eine psychiatrische Behandlung sei vorliegend 
nicht indiziert. Die Beeinträchtigungen basierten auf einer hirnorganischen Grundlage und seien 
kaum oder nur sehr eingeschränkt therapeutisch angehbar. Obschon die Diagnose einer soma-
toformen Schmerzstörung nicht mehr gestellt worden sei, habe sich der Gesundheitszustand 
nicht verbessert. Das veränderte Krankheitsbild könne nunmehr mit dem organischen Psycho-
Syndrom diagnostisch erfasst werden. 
 
5.1.4 Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) erachtete das psychiatrische Teilgutachten der 
SMAB selbst nach Beantwortung der Rückfragen als mangelhaft und gab zur ergänzenden Ab-
klärung ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, im Auftrag. Im am 3. Dezember 2013 erstatteten Gutachten diagnostizierte Dr. C.____ mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Epi-
sode (ICD-10 F 33.0). Weitere Diagnosen könnten nicht gestellt werden. Es fänden sich keine 
Hinweise auf eine hirnorganische Störung. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in sämtlichen Tä-
tigkeiten eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 20%, wobei die angestammte Tätigkeit 
als Coiffeuse aus ophthalmologischer Sicht nicht mehr möglich sei. Bei der Tätigkeit als Hausfrau 
bestehe keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit.  
 
5.1.5 In seiner Aktennotiz vom 12. Februar 2014 hielt der zuständige juristische Mitarbeiter 
der IV-Stelle nach einer Fallbesprechung mit dem RAD fest, dass die Arbeitsfähigkeit unverändert 
50% betrage. Da sich indessen der Betreuungsaufwand der Kinder bedeutend verringert habe, 
sei der Versicherten nunmehr eine Arbeitstätigkeit ausser Haus zumutbar. Gestützt darauf redu-
zierte die IV-Stelle die bisher zugesprochene ganze Rente mit Verfügung vom 20. Mai 2014 auf 
eine Viertelsrente. 
 
5.2 Im Rahmen des vorliegend strittigen Rentenerhöhungsgesuchs vom 8. Oktober 2021 
sind folgende medizinische Unterlagen von ausschlaggebender Bedeutung: 
 
5.2.1 Dem Austrittbericht des Spitals E.____ vom 22. Januar 2021 ist zu entnehmen, dass die 
Versicherte vom 18. Januar 2021 bis 21. Januar 2021 hospitalisiert gewesen sei. Es sei eine 
notfallmässige Selbstvorstellung wegen progredienter Dyspnoe seit sieben Tagen und Husten 
bei COVID-Infektion erfolgt. Im Rahmen einer Kontrastmittelabgabe sei es zu einer anaphylakti-
schen Reaktion gekommen. Nach Behandlung dieser Reaktion seien nach dreistündlicher Über-
wachung die Hautreaktion und das Angioödem vollständig rückläufig gewesen. Die Patientin sei 
stationär auf der Isolierstation aufgenommen worden zur symptomatischen Behandlung mit Über-
wachung der Vitalparameter und bedarfsgerechter Sauerstofftherapie. Während des stationären 
Aufenthalts habe die Patientin ausgeprägte Diarrhoe mit leicht diffusen Bauchschmerzen beklagt. 
Die Ärzteschaft habe diese Beschwerden im Rahmen der COVID-Infektion interpretiert. Ein Stuhl-
Multiplex-PCR sei negativ ausgefallen. Im Verlauf habe sich der Allgemeinzustand zunehmend 
verbessert, die kardiopulmonale Überwachung sei unauffällig gewesen. Diagnostiziert worden 
seien (1) eine Pneumonie mit SARS-CoV-2 (COVID-19); (2) eine Anaphylaxie Grad II nach 
Röntgenkontrastmittel am 18. Januar 2021 mit Flush im Gesicht, am Hals und an der Brust, 

 

 
 
Seite 10   

Dyspnoe, Globusgefühl, Quinke-Ödem Schwellung am rechten Augenlid, Pruritus am Rachen 
und an der Brust sowie Kopfschmerzen; (3) ein Asthma bronchiale und (4) verschiedene Aller-
gien.  
 
5.2.2 Mit Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 18. Oktober 2021 diagnostizierten PD 
Dr. med. F.____, FMH Neurologie, und G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, der Klinik H.___ 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein Post-COVID-Syndrom mit Fatigue, mit Verdacht 
auf post exercional malaise, wellenförmigem Verlauf mit Fieberschüben, ausgeprägter Erschöp-
fung, Belastungsatemnot, ectangiösen Beschwerden, anhaltenden Diarrhöen, kognitiven Störun-
gen im Sinne eines brain fogs sowie von Konzentrationsschwäche, Gedächtnisproblemen und 
Orientierungsstörungen; mit psychischen Auffälligkeiten im Sinne von erhöhter Reizbarkeit; bei 
einem Status nach COVID-19-Erkrankung im Januar 2021 mit beidseitiger Pneumonie und kur-
zem stationären Aufenthalt von vier Tagen im Spital E.____, mit Diagnostik in den Fachbereichen 
Pneumologie, Kardiologie, Spiroergometrie, Neuropsychologie, einem physiotherapeutischem 
Screening und einem MRI des Neurocranium; (2) ein Verdacht auf posttraumatische Belastungs-
störung (PTBS) bei Status nach anaphylaktischem Schock; (3) ein Verdacht auf eine depressive 
Episode; (4) ein Zustand nach Anaphylaxie II am 18. Januar 2021; (5) eine Polyallergie; (6) ein 
Status nach Polytrauma am 6. Juni 2003 mit Distorsion der Halswirbelsäule und Commotio ce-
rebri sowie (7) ein Status nach Resektion der 1. Rippe, Plexusneurolyse und Resektion des ver-
tebrocostalen Bandes am 8. Januar 2004 bei Thoracic-Outlet-Syndrom rechts. Aktuell sei die Pa-
tientin in teilstationärer Behandlung in der Klinik I.____. Bei der posttraumatischer Belastungs-
störung sei im Verlauf eine stationäre Therapie bei fortbestehender Fatigue-Symptomatik geplant. 
Die Patientin sei zurzeit 100% krankgeschrieben. Eine Prognose sei aufgrund der komplexen 
Vorgeschichte und der aktuell laufenden teilstationären Therapie schwer abzugeben. Nach Sta-
bilisierung der Situation wäre ein Start der beruflichen Reintegration mit zwei Stunden täglich mit 
Pausen zumutbar. Aufgrund der Erschöpfung könnten viele Tätigkeiten im Haushalt nicht erledigt 
werden, weshalb eine Spitex-Hilfe verordnet worden sei.  
 
Beiliegend zu diesem Bericht reichten die behandelnden Ärztinnen unter anderem die Berichte 
verschiedener Abklärungsmassnahmen im Rahmen der Diagnose des Post-COVID-Syndroms 
ein. Aus dem Bericht vom PD Dr. med. J.____, FMH Pneumologie, vom 13. April 2021 geht her-
vor, dass die Patientin anlässlich der Untersuchung vom selben Tag einen regelmässigen Puls 
von 80 / min, eine Sauerstoffsättigung im Blut von 99% und eine normale Lungenfunktion mit 
normaler Diffusionskapazität und normalem FeNO (Fraktioniertes exhaliertes Stickstoffmonoxid) 
gezeigt. Es liessen sich keine Hinweise auf eine relevante pulmonale Einschränkungen feststel-
len. 
 
5.2.3 Dr. med. K.____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie der Klinik I.____, be-
richtete zuhanden der IV-Stelle am 21. Dezember 2021. Die Patientin befinde sich seit dem 
29. November 2021 während fünf Tage pro Woche in der teilstationären Tagesklinik. Als Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine schwere depressive Episode ohne psychoti-
sche Symptome (ICD-10 F 32.2) sowie eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1) 
festzuhalten. Die Patientin berichte ausführlich über ihre traumatischen Erlebnisse im Universi-
tätsspital im Januar 2021. Sie sei an COVID-19 erkrankt und im Krankenhauszimmer vergessen 

 

 
 
Seite 11   

worden, habe zwei Tage kein Essen bekommen und sei pflegerisch nicht versorgt worden. Durch 
ihre Hospitalisation sei ihr selbstständiges Geschäft als Coiffeuse zusammengebrochen. Nach 
ihrem Austritt und ihrer somatischen Genesung sei ihr aufgefallen, dass sie sehr dünnhäutig und 
schreckhaft sei und unter Flashbacks leide. Sie habe das Gefühl, dass sie die Kontrolle verloren 
habe. Sie habe nachts kaum geschlafen und unter lebhaften Albträumen gelitten, wovon sie im 
Schlaf geschrien habe. Vormittags sei sie im Haushalt sehr aktiv, um die flutenden Gefühle und 
traumatischen Bilder zu vermeiden, ab dem Mittag falle sie jedoch in einen Erschöpfungszustand. 
Sie weine oft grundlos. Im Befund seien eine deutliche Aufmerksamkeitsstörung, formalgedank-
liche Beschleunigung und Sprunghaftigkeit sowie eine deutliche Angst vor Kontrollverlust und 
Flashbacks bemerkbar. Der Affekt sei sehr labil, die Affektlage sei inadäquat heiter. Im Kontakt 
sei die Patientin sehr aufgebracht, fordernd, hilfesuchend und verzweifelt. Psychomotorisch sei 
sie sehr unruhig, der Antrieb wirke eher gesteigert. Sie beschreibe Anhedonie, Hoffnungs- und 
Perspektivlosigkeit, Insuffizienzgefühle sowie deutliche Ein- und Durchschlafprobleme mit Alb-
träumen. Sie sei aktuell zu 100% krankgeschrieben. 
 
5.2.4 Der Verlaufszusammenfassung von Dr. K.____ über die ambulante Behandlung in der 
Klinik I.____ vom 20. Juli 2022 ist zu entnehmen, dass die Patientin die im teilstationären Rahmen 
begonnenen Therapieprozesse seit dem 3. Mai 2022 ambulant fortführe. Sie berichte, dass sie 
vom teilstationären Aufenthalt vom 29. November 2021 bis 29. April 2022 nur bedingt profitiert 
habe. Aktuell seien eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1) sowie Anpas-
sungsstörungen (ICD-10 F 43.2) zu diagnostizieren. Im Fokus der Tagesklinik habe die Ausei-
nandersetzung mit der neuen Lebenssituation im Rahmen des Post-COVID-Syndroms gestan-
den. Bei zusätzlicher positiver Traumaanamnese habe komorbid eine posttraumatische Belas-
tungsstörung abgegrenzt werden können. Bereits während des tagesklinischen Aufenthalts sei 
es zu einer Prozessierung traumabezogener Ereignisse aus der Biographie der Patientin gekom-
men, so dass die von ihr berichteten Affekteinbrüche und das Verzweiflungserleben als Anpas-
sungsstörung im Rahmen ihrer neuen Lebenssituation (Verlust der Arbeit) gewertet worden 
seien.  
 
5.2.5 Mit Arztbericht vom 9. Dezember 2022 hielt Dr. K.____ als Diagnosen weiterhin eine 
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1) fest. Daneben sei eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode (ICD-10 F 33.0) sowie ein Post-COVID-
Syndrom festzustellen. Die Prognose sei ungünstig. 
 
5.2.6 Aus einem mit Arztbericht des behandelnden Hausarztes Dr. med. L.____, FMH Allge-
meine Innere Medizin, vom 23. Dezember 2022 eingereichten Bericht der Klinik H.____ vom 
11. August 2021 ist ersichtlich, dass die Patientin neben einer pneumologischen Abklärung auch 
im Rahmen einer kardiologischen Vorstellung (19. Juli 2021) und einer Spiroergometrie (25. Juni 
2021) untersucht worden sei. Die entsprechenden Abklärungen hätten normale Befunde ergeben. 
 
5.2.7 Im Auftrag der IV-Stelle erstattete Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, am 17. Oktober 2023 ein versicherungspsychiatrisches Gutachten unter Einbezug der Er-
gebnisse der neuropsychologischen Begutachtung durch Dipl.-Psych., Dipl.-Inf.-Wiss. M.____ 
vom 8. Juni 2023.  

 

 
 
Seite 12   

 
5.2.7.1 Der neuropsychologische Fachgutachter stellte anlässlich der neuropsychologischen 
Untersuchung vom 19. April 2023 leichte kognitive Funktionsstörungen des verbalen Lernens und 
des Gedächtnisses fest. Die selbstbestimmte Arbeitsweise der Explorandin bei der Testung sei 
auffällig gewesen. Sie habe sich kaum Zeit genommen für die Aufgaben, habe fahrig und unkon-
zentriert gewirkt und habe die eigene Leistung ständig verbal abgewertet. Die Leistungsvalidie-
rung sei unauffällig gewesen. Klinisch hätten sich im Gesamteindruck Hinweise auf eine Selbst-
limitierung ergeben. Es hätten sich keine Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit, Konzentration 
oder des Reaktionsvermögens, der Belastbarkeit, der exekutiven Funktionen oder der visuellen 
Wahrnehmung gezeigt. In Bezug auf das Gedächtnis und das Lernen sei eine leichte verbale 
Beeinträchtigung festzustellen, die Explorandin habe sowohl im Lernen und Behalten einer Wort-
liste, im verbalen Kurzzeitgedächtnis als auch bei einer verbalen Interferenzaufgabe Minderleis-
tungen gezeigt.  
 
5.2.7.2 Dr. D.____ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 17. Oktober 2023 eine Angst- und 
depressive Störung, gemischt (ICD-10 F 41.2) mit leichten kognitiven Funktionsstörungen und 
akzentuierten Persönlichkeitszügen, bei sozialen Belastungen.  
 
Die Explorandin habe berichtet, dass für sie das eigene Coiffeurgeschäft das Wichtigste im Leben 
gewesen sei, bis sie im Januar 2021 an COVID-19 erkrankt sei. Sie habe im Spital E.____ not-
fallmässig behandelt werden müssen. Im Rahmen einer Röntgenuntersuchung sei es zu einer 
allergischen Reaktion auf das Kontrastmittel gekommen, wobei sie fast gestorben wäre. Sie sei 
danach alleine im Zimmer aufgewacht und niemand habe ihr erklärt, was vorgehe. Sie sei isoliert 
gewesen und habe über zwei Tage kein Essen bekommen und sei nicht zur Toilette gebracht 
oder gereinigt worden. Nach fünf Tagen habe sie das Spital verlassen und sich an ihren Hausarzt 
gewandt. Sie habe «aus allen Löchern» geblutet und habe drei Monate im Bett gelegen. Sie sei 
zudem inkontinent gewesen. In der Folge sei eine Long-COVID-Symptomatik diagnostiziert wor-
den. Aktuell gehe sie zweimal monatlich in die psychiatrische Gesprächstherapie. Es gelinge ihr 
dadurch, eine vermehrte emotionale Distanz zu den Ereignissen Anfang 2021 zu gewinnen. Eine 
psychopharmakologische Therapie bestehe nicht. Schmerzmittel nehme sie bloss selten ein. Im 
Vordergrund der aktuellen Beschwerden stünden die nächtlichen «Todeskämpfe beim Röntgen», 
wobei die Explorandin auch von weissen Kitteln und Ärzten träume. Tagsüber reagiere sie auf 
viele Leute, enge Räume und Lärm mit Überreizung. Sie verspüre dann ein Summen im Kopf, sei 
durcheinander, stottere und sei schliesslich «fix und fertig». Sie sei vergesslich, erlebe Panik, 
wenn sie unter vielen Leuten sei und fühle sich paralysiert. Circa einmal pro Woche erlebe sie 
einen «Long-COVID-Crash». Dann breche sie zusammen, habe Fieber und zittere und müsse 
ins Bett. Früher sei sie aktiv gewesen. Nun sei sie introvertiert und habe ihr soziales Umfeld 
verloren, nachdem sie das Geschäft habe aufgeben müssen. Durch die Geschäftsaufgabe sei 
sie nun finanziell von ihrem Ehemann abhängig, worunter sie sehr leide. Allerdings unterstütze 
er sie sehr im Haushalt. Auf Stress reagiere sie mit zwanghaftem Putzen, bis ihre Hände blutig 
seien. Sie denke rezidivierend an den Tod und das Sterben, fühle sich immer wieder total ohn-
mächtig, erlebe jedoch keine aktive Suizidalität. In Folge des Autounfalls im Jahr 2003 leide sie 
noch immer an Augenschielen, Kopfschmerzen, einer eingeschränkten Beweglichkeit des Kopfes 
und des rechten Handgelenks sowie an Merkfähigkeitsstörungen, die im Verlauf schlimmer 

 

 
 
Seite 13   

geworden seien. Von der rechten Schulter bis zu den Fingern habe sie kein Gefühl mehr für 
Temperaturen, es sei alles taub und dumpf. 
 
Zum Tagesablauf habe die Explorandin angegeben, dass dieser strukturiert sei. Sie stehe um 
06:45 Uhr auf, frühstücke und mache die jüngere Tochter für die Schule bereit. Dann lüfte sie und 
mache die Betten. Die Tagesplanung erfolge auf vielen Zetteln und mit Listen, damit sie nichts 
vergesse. Sie besorge den Haushalt tageweise wechselhaft nach ihrem Befinden. Sie schlafe 
oder meditiere auch tagsüber. Sie gehe einkaufen, koche dreimal täglich, pflege regelmässig 
zweimal wöchentlich soziale Kontakte im Pilates, Yoga und Aquafit. Eher unregelmässig gehe 
sie ins Tae-Bo-Training. Sie nehme im Internet an einer Long-COVID-Gruppe teil. Am Wochen-
ende treffe sie sich mit ihrer Mutter. Die letzte Reise sei vor drei Wochen gewesen, als sie mit 
ihrem Mann für einige Tage nach Porto geflogen sei. Ihr Mann leide aktuell erneut an einer Burn-
Out-Symptomatik und sei in psychiatrischer Behandlung. Er sei verstört, vergesslich, desorientiert 
und schlafe schlecht. Da er keinen Stress ertrage, schütze ihn die Explorandin und schlucke vie-
les. Sie sorge sich aber unter anderem bezüglich der finanziellen Verhältnisse. Von der IV erwarte 
die Versicherte eine (zusätzliche) finanzielle Unterstützung. Ausserdem wolle sie von dieser in 
Ruhe gelassen werden, damit sie ihren Frieden finden könne. Für sie stünden derzeit therapeu-
tische Massnahmen im Vordergrund.  
 
Nach Darstellung des aktenkundigen gesundheitlichen Verlaufs stellte Dr. D.____ fest, dass an-
lässlich der aktuellen Untersuchung keine objektivierbaren psychopathologischen Befunde er-
kennbar seien. Insbesondere habe weder im klinischen Psychostatus noch in der testpsycholo-
gischen Untersuchung (MADRS) ein depressives Syndrom bestätigt werden können. Die  
ICD-Kriterien einer depressiven Episode, insbesondere die Eingangskriterien, seien nicht erfüllt. 
Objektive psychopathologische Befunde, soweit diese überhaupt ausgewiesen würden, seien 
auch in den Akten spärlich und unspezifisch. Indessen seien bei der Explorandin akzentuierte 
Persönlichkeitszüge festzustellen. Diverse Symptome des ursprünglich diagnostizierten und seit-
her widerlegten organischen Psycho-Syndroms seien als Ausdruck dieser Persönlichkeitsakzen-
tuierung bei einer Angststörung zu erklären. Auch allfällige depressive Symptome seien im Zu-
sammenhang mit einer Überforderung der Explorandin aufgrund der akzentuierten  
(sorgfältig-zwanghaft, optimistisch-rhapsodisch, narzisstisch, histrionischen) Persönlichkeitszüge 
bei sozialen Belastungen (Verlust der Arbeit, finanzielle Sorgen, ambivalentes Verhältnis zum 
Ehemann, Krankheiten des Ehemanns) zu sehen. Bei der Explorandin würden insbesondere 
zwanghafte und histrionische Aspekte das klinische Bild prägen. Die Diagnose einer somatofor-
men Schmerzstörung könne ebenfalls nicht (mehr) bestätigt werden. Die Explorandin beschreibe 
keine andauernden, schweren oder quälenden Schmerzen. Aufgrund der Akten und des aktuellen 
Untersuchungsbefundes könne sodann die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstö-
rung nicht begründet werden. Das von der Explorandin genannte Ereignis könne bloss vermu-
tungsweise bzw. allein aufgrund der Selbsteinschätzung der Versicherten als ein Ereignis von 
katastrophenartigem Ausmass eingeordnet werden. Es fänden sich sodann weder in den Akten 
noch in der klinischen Untersuchung objektive Hinweise auf störungsspezifische Symptome, wes-
halb eine posttraumatische Belastungsstörung zu keinem Zeitpunkt mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit angenommen werden könne. Bei den in der Folge einer Belastungssituation im 
Januar 2021 entstandenen Symptomen stehe eine ängstlich-depressive Verstimmung bis heute 

 

 
 
Seite 14   

im Vordergrund. Die Explorandin erfülle die Kriterien einer Angst- und depressiven Störung. Die 
von ihr beschriebenen subjektiven Beschwerden (Konzentrationsstörungen, Energie- und An-
triebslosigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, innere Unruhe, Verzweiflung, Anhedonie, Hoff-
nungs- und Perspektivlosigkeit, Insuffizienzgefühle, Frustrationsintoleranz, Reizüberflutung, 
Überforderung) würden nicht ausreichend die Definitionen von allfälligen eigenständigen Diagno-
sekategorien (z.B. Angststörung, depressive Episode, posttraumatische Belastungsstörung) er-
füllen. Die aufgrund der Selbsteinschätzung der Explorandin anzunehmende Angst- und depres-
sive Störung, gemischt, zeige sich im Verlauf veränderlich vor dem Hintergrund der akzentuierten 
Persönlichkeitszüge und sei wesentlich abhängig von sozialen Belastungen.  
 
Im Rahmen des Mini-ICF-Ratings hätten keine objektivierbaren Einschränkungen festgestellt 
werden können. Es könne allein auf die Selbsteinschätzung der Explorandin abgestellt werden, 
wonach in den Bereichen Durchhaltefähigkeit und Selbstbehauptungsfähigkeit Beeinträchtigun-
gen vorliegen würden. Eine Willensanstrengung zur Bewältigung der subjektiv erlebten Defizite 
sei auch gemäss Angaben der Explorandin möglich. Zudem verfüge sie über verschiedene per-
sönliche Ressourcen (Organisationsfähigkeit, Lernbereitschaft, Lösungsorientiertheit, Initiative, 
Pflichtbewusstsein), einen Berufsabschluss, berufliche Erfahrungen im ersten Arbeitsmarkt und 
einen geordneten, unterstützenden sozialen Kontext. Aktuell stünden insbesondere invaliditäts-
fremde soziale Faktoren im Vordergrund. Es bestehe aus versicherungspsychiatrischer Sicht so-
wie in der angestammten bzw. zuletzt ausgeübten Tätigkeit als selbstständige Coiffeuse als auch 
in einer angepassten Tätigkeit die Möglichkeit, ganztägig präsent zu sein, allerdings mit einer 
Leistungsverminderung von 20%. In der angestammten Tätigkeit bestehe indes aus ophthalmo-
logischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit, welche ins-
besondere auch die neuropsychologischen Einschränkungen berücksichtige, betrage die Arbeits-
fähigkeit aus psychiatrischen Gründen 80%. Seit dem Gutachten von Dr. C.____ vom 3. Dezem-
ber 2013 könne keine wesentliche anhaltende Veränderung der Auswirkungen des psychischen 
Gesundheitszustandes, beispielsweise eine objektive Zunahme oder Abnahme der Intensität, des 
Schweregrads oder der Ausprägung des Beschwerdebildes im Verlauf bis heute festgestellt wer-
den. Diese Einschätzung umfasse ausdrücklich auch die langjährig bestehenden neuropsycho-
logischen Einschränkungen. Hierzu widersprüchliche Einschätzungen in den Akten stellten fast 
vollständig auf die Selbsteinschätzung der Versicherten ab. Die (sozialen) Kontextfaktoren wür-
den dabei nicht kritisch gewürdigt. Aus versicherungsmedizinischer Sicht könne darauf nicht ab-
gestellt werden können.  
 
5.2.8 Nachdem die Rechtsvertreterin der Versicherten im Rahmen des Vorbescheidverfah-
rens Kritik am Gutachten von Dr. D.____ äusserte, nahm der RAD-Arzt Dr. med. N.____, Fach-
arzt für Arbeitsmedizin, am 5. März 2024 aus medizinischer Sicht Stellung. Er führte aus, dass 
die Versicherte bisher eine Viertelsrente aufgrund einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in allen Tä-
tigkeiten, bedingt durch die dekompensierende Exophorie mit Fusionsschwäche, einer hirnorga-
nischen Störung nach Schädel-Hirn-Trauma mit neuropsychologisch nachgewiesener leichter bis 
mittelgradiger neuropsychologischer Störung sowie einer rezidivierenden depressiven Störung 
bezogen habe. Das Gutachten von Dr. D.____ habe nunmehr ergeben, dass sich in psychischer 
Hinsicht einen etwa gleich gebliebenen Gesundheitszustand zeige. Die neuropsychologische Un-
tersuchung habe gezeigt, dass die Belastbarkeit nicht beeinträchtigt sei. Eine festgestellte 

 

 
 
Seite 15   

erhöhte Ermüdbarkeit hätte wesentlich für das Vorliegen eines Post-COVID-Syndrom gespro-
chen, sei jedoch nicht festgestellt worden. Die Post-COVID-Symptomatik könne interindividuell 
sehr unterschiedlich sein und sich im Verlauf ändern. Aufgrund der Erfahrung des RAD müsse 
angenommen werden, dass manche Ärzte und Einrichtungen die Diagnose eines Post-COVID-
Syndroms auffallend oft stellen würden und teilweise jahrelang eine durchgehende 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit attestieren würden. In vielen dieser Fälle halte weder die Diagnose noch die Be-
gründung der Arbeitsunfähigkeit einer unabhängigen Untersuchung stand. Auch im Falle der Ver-
sicherten sei es bis heute wohl nicht möglich, klar die Diagnose eines Post-COVID-Syndroms zu 
stellen. Die objektiven Befunde seien nachweislich auf den im Jahr 2003 erlittenen Unfall zurück-
zuführen. Die von der Versicherten seit der COVID-19-Infektion geklagte Anstrengungsdyspnoe 
bei hoher Leistungsintensität schränke die Belastbarkeit nicht ein. Die pneumologischen Unter-
suchungen hätten normale Ergebnisse gezeigt. Das bekannte Asthma bronchiale sei als medika-
mentös gut kontrolliert beschrieben. Zu den somatischen Beschwerden sei anzumerken, dass es 
sich sowohl bei den Kopfschmerzen als auch dem Strabismus divergens alternens bei Exophorie 
mit Konvergenzinsuffizienz um Jahrzehnte alte Diagnosen handle, bei denen eine massgebende 
Änderung nicht im Raum stehe. Neue orthopädische Befunde seit dem SMAB-Gutachten lägen 
nicht vor. Insgesamt sei aus ophthalmologischen Gründen weiterhin von einer Arbeitsunfähigkeit 
von 50% auszugehen. In Bezug auf die Kritik am psychiatrischen Gutachten sei der Fall auch 
dem RAD-Arzt O.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vorgelegt worden. Dieser habe in 
seiner Aktennotiz vom 30. Januar 2024 festgehalten, dass die Kritik nicht nachvollziehbar sei.   
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 8. August 
2024 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf das eingeholte 
psychiatrisch-neuropsychologische Gutachten von Dr. D.____ und Dipl.-Psych., Dipl.-Inf.-Wiss. 
M.____ vom 17. Oktober 2023 und auf die Ausführungen ihres RAD. Sie ging demzufolge davon 
aus, dass der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht weiterhin eine Tätigkeit im Umfang 
von 80% zumutbar sei. Aus somatischer Sicht wurde festgehalten, dass es seit dem Gutachten 
der SMAB vom 17. April 2013 keine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes ergeben 
habe.  
 

6.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht bloss 
ein psychiatrisches Gutachten eingeholt hat. Insbesondere aufgrund der Post-COVID-
Symptomatik, jedoch auch wegen der vielfältigen, lange bekannten gesundheitlichen Einschrän-
kungen sei eine polydisziplinäre Begutachtung angezeigt. Hierbei ist zwischen den somatischen, 
neuropsychologischen und psychiatrischen Beschwerden zu unterscheiden. Den Akten ist zu ent-
nehmen, dass sich für die geklagten somatischen Beschwerden letztlich keine auf eine Post-
COVID-Erkrankung zurückzuführende objektive Befunde finden lassen. So haben die kardiologi-
schen Untersuchungen im Sommer 2021 keinen Befund und keine Funktionsstörung gezeigt. 
Auch hält die behandelnde Pneumologin ausdrücklich eine normale Lungenfunktion mit normaler 
Diffusionskapazität und normalem FeNO fest. Die geklagte Anstrengungsdyspnoe – sofern diese 
überhaupt der COVID-19-Infektion zugeordnet werden kann und nicht Ausdruck des bekannten 
Asthma bronchialis ist – schränkt die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht ein, wie 
der RAD-Arzt Dr. N.____ überzeugend ausführt. Dem RAD-Arzt ist überdies zu folgen, wenn er 
in Übereinstimmung mit den medizinischen Akten ausführt, dass diverse der geltend gemachten 

 

 
 
Seite 16   

somatischen Beeinträchtigungen seit Jahren feststehen und keine massgebliche Änderung des 
Gesundheitszustandes zu begründen vermögen. Die Ausführungen von Dr. N.____ vom 5. März 
2024 erweisen sich somit in Bezug auf die somatischen Beschwerden als überzeugend, weshalb 
die IV-Stelle darauf abstellen durfte. Von einer erneuten Abklärung der somatischen Beschwer-
den sind nach dem Ausgeführten keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten. 
 
6.3 Bezüglich der geltend gemachten neuropsychologischen Einschränkungen und psychi-
atrischen Beschwerden liegt das Gutachten von Dr. D.____ unter Einbezug der neuropsycholo-
gischen Abklärung von Dipl.-Psych., Dipl.-Inf.-Wiss. M.____ vor. Wie unter Erwägung 4.4 hiervor 
ausgeführt, ist dem im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-
zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Das psychiatrische-
neuropsychologische Gutachten vom 8. Juni 2023 bzw. 17. Oktober 2023 weist keine formellen 
Mängel auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 4.3 hiervor) – für die strei-
tigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten 
Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden und leuchtet in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion grundsätzlich ein. Insbesondere äussert sich der psychiatrische Gutachter im Rahmen der 
Diagnoseherleitung ausführlich zu den abweichenden Meinungen der behandelnden Ärzte. So 
führt er im Übereinstimmung mit der Aktenlage aus, dass sich in Bezug auf die von der Beschwer-
deführerin angegebenen traumatischen Erfahrung keine entsprechende Dokumentation finden 
lässt und die von Dr. K.____ gestellte Diagnose ausschliesslich auf die subjektiven Angaben der 
Versicherten abgestützt werde. Auch die Angaben betreffend Arbeitstätigkeit und Pensum vor 
der COVID-19-Infektion widersprechen den Akten und auch früheren Angaben der Beschwerde-
führerin selbst. Im Hinblick auf diese Unklarheiten ist es letztlich nicht zu beanstanden, dass der 
Gutachter die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht bestätigt hat. 
Dr. D.____ setzt sich sodann rechtsgenüglich mit dem gesundheitlichen Verlauf auseinander und 
kommt nachvollziehbar zum Schluss, dass trotz veränderter Diagnosen keine erhebliche gesund-
heitliche Verschlechterung im Sinne einer verminderten Arbeitsfähigkeit vorliege. Die neuropsy-
chologische Untersuchung zeigt überdies nachvollziehbar und schlüssig auf, dass weder eine 
erhöhte Ermüdbarkeit noch eine reduzierte Belastbarkeit vorliegen. Vielmehr liegt eine leichte 
neuropsychologische Störung vor, die überwiegend wahrscheinlich seit dem Autounfall am 
6. Juni 2003 besteht. Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde sodann keine konkrete 
Kritik am Gutachten inklusive neuropsychologischer Abklärung vor. Insgesamt erfüllt es somit die 
bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweistaugliches (Revisions-) Gutachten, weshalb die Be-
schwerdegegnerin darauf abstellen und eine Verschlechterung der Leistungsfähigkeit verneinen 
durfte.  
 
6.4 Nach dem Ausgeführten ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin bei der Beurtei-
lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit zu Recht auf das beweistaugliche Gut-
achten von Dr. D.____ unter Einbezug der neuropsychologischen Abklärung von  
Dipl.-Psych., Dipl.-Inf.-Wiss. M.____ abgestellt hat. Ebenfalls nicht zu beanstanden sind die 

 

 
 
Seite 17   

Ausführungen des RAD-Arztes Dr. N.____, der in Übereinstimmung mit den vorhandenen Unter-
lagen eine Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes verneint hat. Lässt die vor-
handene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des massgebenden me-
dizinischen Sachverhalts zu, so ist dem Antrag der Beschwerdeführerin, wonach weitere medizi-
nische Abklärungen vorzunehmen seien, nicht stattzugeben. Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde 
zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indes-
sen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich 
sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vor-
handenen Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben und dieser 
demnach hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die 
damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Recht-
sprechung zulässig (BGE 141 I 64 E. 3.3, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in 
fine mit Hinweisen). 
 
7. Die Ermittlung des Invaliditätsgrads und insbesondere der Wechsel in das stufenlose 
Rentensystem wird von der Beschwerdeführerin – zu Recht – nicht in Frage gestellt. Es ist folg-
lich festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin bis 31. Dezember 2023 grundsätzlich weiterhin 
Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung hatte. Zu berücksichtigen ist indessen 
der teilstationäre Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Klinik I.____ vom 29. November 2021 
bis 29. April 2022. Während dieser Zeit war die Beschwerdeführerin zu 100% krankgeschrieben. 
Von ausschlaggebender Bedeutung ist, dass aufgrund der täglichen therapeutischen Behandlung 
während dieser Zeit der Beschwerdeführerin die Ausübung einer Tätigkeit tatsächlich nicht mög-
lich gewesen ist (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 14. März 2024, 9C_603/2023, 
E. 4.2.2). Für die Zeit vom 1. März 2022 bis 31. Juli 2022 hatte sie folglich aufgrund einer voll-
ständigen Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 88a und Art. 88bis IVV) Anspruch auf eine ganze Rente der 
Invalidenversicherung. Ab 1. Januar 2024 hat die Beschwerdeführerin sodann entsprechend der 
angefochtenen Verfügung Anspruch auf eine Rente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 
58%. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 
 
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver-
fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Die vorliegende Beschwerde ist teilweise gutgeheissen wor-
den. Die Beschwerdeführerin hat indessen bloss in einem untergeordneten Punkt obsiegt, inso-
fern als sie für die Zeit vom 1. März 2022 bis 31. Juli 2022 vorübergehend Anspruch auf eine 
ganze Rente hat. Mit ihren Rechtsbegehren, es sei ihr eine unbefristete ganze Rente zuzuspre-
chen, und ihren Eventualanträgen auf weitere medizinische Abklärungen ist sie nicht 

 

 
 
Seite 18   

durchgedrungen. Es rechtfertigt sich somit, die Verfahrenskosten zu einem Viertel (Fr. 200.--) der 
Beschwerdegegnerin und zu drei Viertel (Fr. 600.--) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der 
Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss im Umfang von Fr. 200.-- zurückzuerstat-
ten.  
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 18. Novem-
ber 2024 einen Aufwand von 9 Stunden und 10 Minuten sowie Auslagen von Fr. 59.50 zuzüglich 
Mehrwertsteuer geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Aufgrund der teilweisen Gutheissung rechtfertigt es sich, 
der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von einem Viertel des 
geltend gemachten Honorars (inklusive Auslagen und 8,1% Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Die 
Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin folglich eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 635.50 auszurichten. 
 
 
  

 

 
 
Seite 19   

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfü-
gung vom 8. August 2024 insofern abgeändert, als der Beschwerdefüh-
rerin vom 1. März 2022 bis 31. Juli 2022 eine ganze Rente der Invali-
denversicherung zugesprochen wird. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden zu einem Vier-
tel in der Höhe von Fr. 200.-- der Beschwerdegegnerin und zu drei Vier-
tel in der Höhe von Fr. 600.-- der Beschwerdeführerin auferlegt. 

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss im Um-
fang von Fr. 200.-- zurückerstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 635.50 zu bezahlen.