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**Case Identifier:** 8226f926-7042-5e89-afb2-7fd098178a36
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-01-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.01.2013 PS120221
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS120221_2013-01-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PS120221-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bohli Roth. 

Urteil vom 16. Januar 2013 

in Sachen 

 

A._____,  
Schuldner und Beschwerdeführer, 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 

betreffend Konkurseröffnung 

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren 

(Konkurssachen) des Bezirksgerichtes Hinwil vom 5. November 2012 (EK120275) 

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Erwägungen: 

1. Mit Urteil vom 5. November 2012 eröffnete das Einzelgericht des Be-

zirksgerichtes Hinwil für eine Forderung von Fr. 2'877.25 nebst 5% Zins seit 

6. Oktober 2011 zuzüglich Fr. 285.-- Nebenforderungen und Fr. 146.-- Betrei-

bungskosten den Konkurs über den Schuldner (act. 4). Mit Beschwerde vom 

16. November 2012 beantragte dieser die Aufhebung des Konkursdekretes sowie 

die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Weiter kündigte er Ergänzungen zur 

Beschwerde an (act. 2). Sodann reichte er zahlreiche Beilagen ein und hinterlegte 

bei der Obergerichtskasse Fr. 6'000.-- (act. 5/1-33, betreffend Hinterlegung 

act. 5/2).  

2. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Be-

schwerdeverfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung 

des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden 

einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hin-

terlegung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Die Beschwerde ist innert einer Frist 

von 10 Tagen einzureichen und abschliessend zu begründen. Das bedeutet, dass 

der Schuldner sowohl seine Zahlungsfähigkeit als auch einen der drei Kon-

kurshinderungsgründe innert der Rechtsmittelfrist glaubhaft zu machen bzw. 

durch Urkunden nachzuweisen hat. Neue Behauptungen und Urkundenbeweise 

über konkurshindernde Tatsachen sind innert der Rechtsmittelfrist aber selbst 

dann zulässig, wenn sie nach dem erstinstanzlichen Entscheid ergangen sind. 

Nachfristen sind hingegen keine zu gewähren (BGE 136 III 294). 

3. Zunächst sagte der Schuldner, das Urteil sei ihm am 16. November 

2012 zugestellt worden (act. 2 S. 2). In seiner zweiten Eingabe erklärte er hinge-

gen, er habe es nicht abgeholt (act. 11 S. 1), was sich auch mit der Sendungsin-

formation der Post deckt (act. 6/11 = 12/2). Im Zusammenhang mit gerichtlichen 

Zustellungen sind – auch nach Inkrafttreten der ZPO – die rechtsgeschäftlichen 

Regelungen der Post, namentlich deren Allgemeine Geschäftsbedingungen 

"Postdienstleistungen" (AGB Post) massgeblich (Huber, DIKE-Komm-ZPO, 

Art. 138 N 14 f. m.w.H.). Gemäss Zustellnachweis wurde der angefochtene Ent-

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scheid dem Schuldner am 6. November 2012 zur Abholung gemeldet (act. 6/11 = 

12/2). Damit endete die siebentägige Abholfrist am 13. November 2012 (Ziff. 2.3.7 

lit. b AGB Post). Die zehntägige Beschwerdefrist begann somit am 14. November 

2012 und lief am 23. November 2012 ab. Die am 16. und 23. November 2012 zur 

Post gegebenen Eingaben erfolgten demnach rechtzeitig.  

Dass der Schuldner offenbar bereits am 6. November 2012 vom Konkursamt 

mündlich Kenntnis von der Konkurseröffnung erhielt (act. 2 S. 2), ändert daran 

nichts. In der Verfügung vom 19. November 2012 wurde festgehalten, dass in der 

mündlichen Information ebenso wie in einer allfälligen Aushändigung einer Kopie 

des Urteils durch den Konkursbeamten an den Schuldner keine förmliche und 

damit fristauslösende Zustellung des Konkursbescheides liegt. Entsprechend 

wurde der Schuldner darauf hingewiesen, dass er seine Beschwerde innert der 

Rechtsmittelfrist hinsichtlich des Nachweises eines Konkurshinderungsgrundes 

(namentlich betreffend die Sicherstellung der erstinstanzlichen sowie der Kosten 

des Konkursamtes) sowie der Darlegung der Zahlungsfähigkeit ergänzen könne. 

Da der Schuldner aber Fr. 6'000.-- hinterlegte und sich die Konkursforderung 

samt Zinsen und Kosten auf Fr. 3'464.35 beläuft, wurde der Beschwerde trotz des 

noch ausstehenden Nachweises der Sicherstellung der Kosten des Konkursamtes 

einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt. Ferner wurde dem Schuldner 

Frist zur Leistung eines Barvorschusses von Fr. 750.-- für die zweitinstanzlichen 

Gerichtskosten angesetzt (act. 7).  

In seiner Eingabe vom 23. November 2012 benannte der Schuldner für die 

Kosten der ersten Instanz und des Konkursamtes, von letzterem auf Fr. 2'250.-- 

festgesetzt (act. 12/3), den hinterlegten Betrag von Fr. 6'000.-- (act. 11 S. 2). Die 

Fr. 6'000.-- vermögen diese Kosten sowie die Konkursforderung samt Zinsen und 

Kosten von insgesamt Fr. 3'464.35 denn auch zu decken. Der Vorschuss ging 

schliesslich rechtzeitig bei der Gerichtskasse ein (act. 12/4).  

4. Überdies hat der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu ma-

chen. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind, 

mit welchen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigt werden kön-

nen. Der Schuldner hat deshalb aufzuzeigen, dass er in der Lage ist, seinen lau-

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fenden Verpflichtungen nachzukommen und in absehbarer Zeit auch die beste-

henden Schulden abzutragen. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten 

lassen ihn noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen; anders verhält es sich, 

wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine Verbesserung seiner finanziellen 

Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare Zeit als illiquid erscheint. Ab-

sehbare Veränderungen, die ihm die Tilgung seiner Schulden erlauben würden, 

sind grundsätzlich zu berücksichtigen; diese müssen jedoch so konkret dargelegt 

werden, dass wirklich glaubhaft ist, die gegenwärtigen Zahlungsschwierigkeiten 

seien vorübergehender Natur. Der Umstand, dass offene Betreibungen mittlerwei-

le beglichen wurden, darf als ein Indiz für eine bloss temporäre Illiquidität berück-

sichtigt werden. 

5.a) Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanziel-

le Lage eines Schuldners gibt insbesondere das Betreibungsregister. Gemäss der 

vorgelegten – allerdings unvollständigen – Auskunft aus dem Register des Betrei-

bungsamtes C._____ (act. 5/20) wurden in der Zeit vom 4. August 2010 bis 31. 

Oktober 2012 nicht weniger als 96 Betreibungen eingeleitet, wovon 27 durch Zah-

lung erledigt sind. Die Anzahl Betreibungen sowie der Umstand, dass in 13 Fällen 

die Konkursandrohung erfolgte sowie in 15 weiteren eine Lohnpfändung bzw. eine 

Pfändung mit ungenügender Deckung und eine Lohnpfändung laufen, lassen auf 

erhebliche Zahlungsschwierigkeiten schliessen. Wie dargelegt wurde die Forde-

rung aus der dem Konkursbegehren zugrunde liegenden Betreibung Nr. … inzwi-

schen bei der Obergerichtskasse hinterlegt. Damit sind gegenwärtig noch 

68 Betreibungen von fast Fr. 290'000.-- offen. Im Beschwerdeverfahren reichte 

der Schuldner Zahlungsbelege für die Betreibungen Nr. …, …, …, …, …, …, … 

und … im Umfang von knapp Fr. 15'000.-- ein (act. 2 S. 9 ff., act. 5/24-25, act. 

5/29-30, 5/32-33). Dabei hat er soweit ersichtlich grösstenteils auch die Kosten, 

nicht hingegen die Zinsen beglichen. Zu seinen Gunsten dürfen diese Betreibun-

gen dennoch als erledigt betrachtet werden, zumal die jeweiligen Gläubiger offen-

bar nichts weiter unternommen haben. Gleich ist mit der Betreibung Nr. … zu ver-

fahren: Diese Forderung wurde – ebenfalls ohne Zinsen und Kosten – bezahlt, 

worauf das Friedensrichteramt C._____ sein Verfahren zufolge Klageanerken-

nung abschrieb (act. 12/11-12). Auch in den Betreibungen Nr. … und … macht 

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der Schuldner vollständige Tilgung geltend. Obwohl diese aus den eingereichten 

Unterlagen – ein Kontoauszug mit drei Teilzahlungen bzw. eine am Bezirksgericht 

Hinwil am 27. Oktober 2011 abgeschlossene Vereinbarung (act. 12/9-10) – nicht 

klar hervorgeht, darf sie im Rahmen der Glaubhaftmachung angenommen wer-

den. Ebenso rechtfertigt es sich, die Betreibungen Nr. … und … ausser Acht zu 

lassen, da die betreffenden Gläubiger ihr Rechtsöffnungs- bzw. Konkursbegehren 

zurückzogen (act. 5/31, act. 12/17). In der Betreibung Nr. … wurde das zurückge-

zogene Konkursbegehren hingegen erneuert, handelt es sich doch hier um die 

hinterlegte Konkursforderung (act. 12/16). Betreffend die Betreibung Nr. … von 

Rechtsanwalt D._____ bestätigte dessen Sekretariat nach der Bezahlung von 

Fr. 6'000.-- einen offenen Restbetrag von Fr. 2'355.05 (act. 5/22-23), den 

RA D._____ offenbar erneut betrieb (Betreibung Nr. …). Damit können 

Fr. 8'355.05 in Abzug gebracht werden. In den Betreibungen Nr. …, …, …, …, …, 

… und … sind weitere Teilzahlungen von insgesamt rund Fr. 17'600.-- zu berück-

sichtigen (act. 5/27, act. 12/7-8, 12/13-14, act. 5/21), selbst wenn sich auch hier 

nicht alle Zahlungen unbesehen den entsprechenden Betreibungen zuordnen las-

sen. Die übrigen in den Kontoauszügen des Betreibungsamtes aufgeführten Teil-

zahlungen (act. 5/21) sind mit Ausnahme der Betreibung Nr. … der Sozialversi-

cherungsanstalt des Kantons Zürich, auf die nachfolgend eingegangen wird, im 

Betreibungsregisterauszug bereits berücksichtigt. Die Sozialversicherungsanstalt 

setzte ihre Forderungen offenbar mehrfach in Betreibung: So umfassen die Be-

treibungen Nr. … und … sowie die Betreibungen Nr. … und … jeweils die gleiche 

Beitragsperiode (1. Juli bis 30. September 2010 und 1. Oktober bis 31. Dezember 

2010), wie sich aus den Zahlungsbefehlen ergibt. Zusätzlich sind diese Betreffnis-

se im der Betreibung Nr. … zugrunde liegenden Gesamtbeitrag für das Jahr 2010 

enthalten, weshalb Fr. 9'314.60 abzuziehen sind (act. 12/15). Selbst wenn man 

schliesslich in den Betreibungen Nr. … und … vollständige Zahlung annimmt – 

worauf anhand der vorgelegten Belegen wiederum nicht ohne weiteres geschlos-

sen werden kann (act. 5/26 und /28) – verbleiben gegenwärtig offene in Betrei-

bung gesetzte Forderungen von mindestens rund Fr. 217'400.--. Anzumerken ist, 

dass die erste Seite des Betreibungsregisterauszugs nicht eingereicht wurde. 

Somit ist weder der genaue abgedeckte Zeitraum ersichtlich noch lässt sich die 

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Behauptung des Schuldners verifizieren, es seien noch nie Verlustscheine ausge-

stellt worden (act. 2 S. 9).  

b) Der Schuldner reichte weder eine Debitoren- noch eine Kreditorenliste 

ein. Dem Jahresabschluss per 31. Dezember 2010 sowie den erst provisorischen 

Abschlüssen per 31. Dezember 2011 und 31. Oktober 2012 kommt mangels Ak-

tualität bzw. Verbindlichkeit nur beschränkte Aussagekraft zu (act. 5/3-4, act. 5/6-

7 und 5/9). Dies gilt insbesondere für den Zwischenabschluss, da hier nach Aus-

sagen der Buchhalterin noch keine Anpassungen der Bestände, Debitoren, Vorrä-

te, Kreditoren, Abgrenzungen etc., mithin der hier interessierenden Positionen 

vorgenommen wurden (act. 5/9). Das Ende 2011 aufgeführte kurzfristige Fremd-

kapital (Kreditoren, Mehrwertsteuerschulden und transitorische Passiven) dürfte 

aufgrund der unterschiedlichen Stichtage von Betreibungsregisterauszug und Bi-

lanz nicht zusätzlich zu den bereits erwähnten Ausständen anfallen. In Anbetracht 

des erst vorläufigen Abschlusses ist aber nicht auszuschliessen, dass nebst den 

betriebenen noch andere Verbindlichkeiten bestehen. Der Schuldner hat somit 

Verpflichtungen von wenigstens Fr.  217'400.--. Demgegenüber macht er per En-

de Oktober 2012 Debitoren von Fr. 183'000.-- geltend (act. 2 S. 8, act. 5/15), wo-

von er im Oktober und November 2012 rund Fr. 100'000.-- fakturierte (act. 5/13-

14, 5/16 und 12/6). Es ist glaubhaft, dass diese Zahlungen in absehbarer Zeit ein-

gehen werden. Bei den verbleibenden Fr. 83'000.-- handelt es sich indes um eine 

reine Behauptung, sind sie doch weder durch ausgestellte Rechnungen noch zu-

mindest durch eine Liste mit den einzelnen Schuldnern, dem Alter der Forderun-

gen und deren Fälligkeit untermauert. Berücksichtigt man im Abschluss 2011 zu-

gunsten des Schuldners nebst den Debitoren die Mehrwertsteuerguthaben und 

die transitorischen Aktiven, ergibt sich zwar knapp der behauptete Betrag von 

Fr. 183'000.--. Daraus ohne weitere sachdienliche Unterlagen auf konkrete und 

einbringliche Debitoren in dieser Höhe per Ende Oktober 2012 zu schliessen, 

geht indes auch beim Massstab des blossen Glaubhaftmachens zu weit. Ebenso 

wenig kann die Position "Angefangene Arbeiten" in Höhe von Fr. 5'750.-- berück-

sichtigt werden, da nähere Angaben hierzu gänzlich fehlen; namentlich ist unklar, 

ob bzw. in welcher Höhe der Materialaufwand in den Kreditoren bereits enthalten 

ist. Der Schuldner unterliess es sodann, aktuelle Kontoauszüge einzureichen. En-

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de 2011 wiesen sein Kassabestand sowie die Bankguthaben einen Negativsaldo 

von ca. Fr. 18'900.-- aus (act. 5/6). Dass die Posten in der Bilanz per 31. Oktober 

2012 nunmehr rund Fr. 6'000.-- betragen, ist ohne Belang, da gemäss der Buch-

halterin die Barauslagen-Belege noch nicht verbucht und wie erwähnt auch die 

weiteren Anpassungen noch pendent sind (act. 5/9). Auch das aufgeführte Anla-

gevermögen (Warenlager, Büromaterial/EDV, Geschäftsfahrzeug und Werkzeu-

ge/Messgeräte) ist im Rahmen der Liquiditätsprüfung unbeachtlich, da es für den 

Betrieb wohl grösstenteils erforderlich ist und zudem kaum einen kurzfristig reali-

sierbaren Wert darstellt. Schliesslich verwies der Schuldner auf seinen hälftigen 

Miteigentumsanteil an dem von ihm bewohnten Einfamilienhaus. Die andere Hälf-

te gehöre seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau. Falls er seine Schulden mit 

den erzielten Einkünften nicht innert kurzer Zeit abbauen könne, werde er seinen 

Anteil verkaufen und die Gläubiger aus dem Erlös befriedigen (act. 2 S. 5 und 9, 

act. 12/5). Die Liegenschaft ist mit Fr. 785'000.-- belastet, was gegenwärtig einen 

monatlichen Hypothekarzins von ca. Fr. 1'635.-- bedeutet (act. 5/17-18). Im Jahr 

2003 wurde sie auf Fr. 1'070'000.-- geschätzt (act. 5/19). Den Vorbringen des 

Schuldners ist entgegenzuhalten, dass die Veräusserung eines nicht ausgeschie-

denen Miteigentumsanteils (es ist kein Stockwerkeigentum) innert nützlicher Frist 

– selbst wenn sein Wert inzwischen gestiegen sein dürfte – unrealistisch er-

scheint, es sei denn, es handle sich um ein Renditeobjekt, was hier nicht ange-

nommen werden kann. Ebenfalls ist eine Beschaffung liquider Mittel durch die Er-

höhung der Hypothek angesichts der bestehenden Belehnung und der eingeleite-

ten Betreibungen unwahrscheinlich. Demzufolge darf von Debitoren in Höhe von 

Fr. 100'000.-- ausgegangen werden, während keine flüssigen Mittel und weitere 

verwertbaren Vermögensgegenstände glaubhaft gemacht sind. Damit vermögen 

die Debitoren die Verbindlichkeiten nicht einmal zur Hälfte zu decken. Stellt man 

gestützt auf den Abschluss 2011 dem Fremdkapital (Fr. 331'181.48) die Aktiven 

(Fr. 176'835.99) gegenüber, so ergibt sich ebenfalls keine Deckung. Gleiches gilt 

für das Vorjahr und den Zwischenabschluss. Es liegt somit eine Überschuldung 

vor. Sollte das Gesamtvermögen unter Berücksichtigung des Miteigentumsanteils 

nicht überschuldet sein, so wäre dies unerheblich (vgl. nachstehend). 

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Aufgrund der dargelegten Verhältnisse scheint die Möglichkeit des Schuld-

ners, in Zukunft seinen laufenden Verpflichtungen regelmässig nachkommen zu 

können sowie seine Schulden in absehbarer Zeit abzutragen, als nicht glaubhaft. 

Sein Hinweis auf die Fortführung der mehrjährigen Zusammenarbeit mit seiner 

Hauptkundin, der Firma E._____, sowie den durch diese in Aussicht gestellten 

Umsatz von Fr. 500'000.-- bis Fr. 700'000.-- im Jahr 2013 ist unbehelflich (act. 2 

S. 7, act. 5/11). Einerseits liegen keinerlei Angaben zur Kostenseite bzw. zum hie-

raus erwarteten Gewinn vor, andererseits vermochte der Schuldner ungeachtet 

dieser bereits seit längerem bestehenden Kooperation und Zahlungseingängen 

der Firma E._____ von Fr. 239'803.10 von Anfang Januar bis Ende Oktober 2012 

(act. 5/10) seine Finanzen nicht wesentlich zu sanieren. Im Übrigen kann im ent-

sprechenden Schreiben der Firma E._____ kaum eine verbindliche Zusage er-

blickt werden. Daran ändert nichts, dass die wirtschaftlichen Probleme des 

Schuldners wohl auch auf persönliche und gesundheitliche Schwierigkeiten zu-

rückzuführen sind, die zu einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit sowie einer mas-

siven Vernachlässigung der administrativen Belange geführt haben (act. 2 S. 5 f.). 

So legt der Schuldner nicht dar, wie er die prognostizierte massive Umsatzsteige-

rung mit der Firma E._____ – daneben rechnet er mit weiteren Aufträgen – auch 

bei der erwarteten Verbesserung seines Gesundheitszustandes und damit ver-

bundenen Steigerung der Arbeitsfähigkeit (act. 5/8) bewältigen will und ob hierzu 

Änderungen namentlich in personeller Hinsicht nötig sind, was sich wiederum auf 

die Kosten auswirken würde. In den Jahren 2010 und 2011 erzielte er einen Um-

satz von ca. Fr. 507'600.-- bzw. Fr. 573'100.-- (act. 5/4 und /7). 2012 zeichnet sich 

wohl aufgrund der erwähnten gesundheitlichen Probleme ein Einbruch um 36% 

ab, was bei Hochrechnung auf zwölf Monate einen Umsatz von nur noch 

Fr. 366'500.-- ergibt (act. 5/9). 2010 wies die Erfolgsrechnung einen Gewinn von 

rund Fr. 77'700.-- aus. Weshalb in der Bilanz Fr. 87'600.-- erscheinen, ist nicht 

nachvollziehbar. Im Folgejahr resultierte ein solcher von ca. Fr. 107'700.-- bzw. 

nach Abzug der noch nicht berücksichtigten Sozialversicherungsbeiträge von 

Fr. 95'000.-- (act. 2 S. 6). Der für die ersten 10 Monate des Jahres 2012 bilanzier-

te Gewinn von ca. Fr. 128'000.-- ist dagegen nicht aussagekräftig, fehlen doch 

hier wie dargelegt die Verbuchung der Barauslagen sowie diverse Anpassungen. 

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Ein deutlich höherer Gewinn bei reduzierter Arbeitstätigkeit und einem um mehr 

als einen Drittel geringeren Umsatz erscheint denn auch nicht ohne weiteres 

plausibel. Dies zeigt nur schon folgende Überlegung: Könnte der Schuldner mit 

der Firma E._____ tatsächlich einen Umsatz von immerhin Fr. 700'000.-- und ei-

nen Gewinn im bisherigen Rahmen von rund 15% bis 18% des Umsatzes erwirt-

schaften, so würde letzterer Fr. 126'000.-- betragen. Obwohl zu seinen Lebens-

haltungskosten keine Angaben vorliegen, erscheint selbst bei gesteigertem Ge-

winn nicht glaubhaft, dass er nebst der Bestreitung des Unterhalts für eine fünf-

köpfige Familie (das getrennte Ehepaar hat drei unmündige Kinder) und seinen 

weiteren Verpflichtungen einen namhaften Betrag zur Schuldentilgung heranzie-

hen und damit seine Altlasten innert nützlicher Frist bereinigen kann (act. 2 S. 4 

f.). Gegen eine Verbesserung seiner wirtschaftlichen Lage spricht nicht zuletzt, 

dass viele Betreibungen in Raten oder nur teilweise beglichen wurden und die 

Zahlungen zu einem Grossteil in den Jahren 2010 und 2011 und nicht etwa im 

Hinblick auf das vorliegende Beschwerdeverfahren erfolgten.  

Zusammenfassend kann damit nicht davon ausgegangen werden, der 

Schuldner befinde sich bloss in einem vorübergehenden Liquiditätsengpass. Er 

vermochte mithin seine Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft darzutun, weshalb seine 

Beschwerde abzuweisen ist. Da der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu-

erkannt worden ist, ist der Konkurs neu zu eröffnen.  

6. Ausgangsgemäss sind die Gerichtsgebühren beider Instanzen dem 

Schuldner aufzuerlegen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und über den Schuldner wird mit Wirkung 

ab 16. Januar 2013, 11.00 Uhr, der Konkurs eröffnet. 

2. Das Konkursamt F._____ wird mit dem Vollzug beauftragt. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, dem 

Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Barvorschuss verrech-

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net. Auch die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Gerichtsgebühr 

wird dem Schuldner auferlegt. 

4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den bei ihr hinterlegten Betrag 
von Fr. 6'000.-- dem Konkursamt F._____ zuhanden der Konkursmasse des 

Schuldners zu überweisen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Obergerichtskasse, an die 

Gläubigerin unter Beilage eines Doppels von act. 11, sowie - unter Rück-

sendung der erstinstanzlichen Akten - an das Konkursgericht des Bezirksge-

richtes Hinwil, das Konkursamt F._____ und die Grundbuchämter F._____, 

…, … und …, ferner durch besondere Anzeige an das Handelsregisteramt 

des Kantons Zürich sowie das Betreibungsamt C._____, je gegen Emp-

fangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

S. Bohli Roth 
 

 

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versandt am: 

	Urteil vom 16. Januar 2013
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und über den Schuldner wird mit Wirkung ab 16. Januar 2013, 11.00 Uhr, der Konkurs eröffnet.
	2. Das Konkursamt F._____ wird mit dem Vollzug beauftragt.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, dem Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Barvorschuss verrechnet. Auch die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Gerichtsgebühr wird dem Schuldner auferlegt.
	4. Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den bei ihr hinterlegten Betrag von Fr. 6'000.-- dem Konkursamt F._____ zuhanden der Konkursmasse des Schuldners zu überweisen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Obergerichtskasse, an die Gläubigerin unter Beilage eines Doppels von act. 11, sowie - unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten - an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Hinwil, das Konkursamt...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...