# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05c977a3-7f6b-597a-b0b2-a9e266e1c490
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.06.2021 IV 2019/210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-210_2021-06-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/210

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.12.2021

Entscheiddatum: 21.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2021
Art. 28 IVG. Beweiswert eines interdisziplinären Gutachtens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juni 2021, IV 
2019/210).

Entscheid vom 21. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren 

Geschäftsnr.

IV 2019/210

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Galligani, Anwaltskanzlei Galligani, 

Ruederstrasse 8, Postfach 1, 5040 Schöftland,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___, von Beruf Z.___, meldete sich am 23. Juni 2013 wegen Schmerzen im 

Knöchel (OSG links), Kopfschmerzen, Migräne und Depression zum Bezug von 

Leistungen bei der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er hatte zuletzt vom 1. Oktober 

2011 bis 31. August 2012 als Verkäufer Aussendienst 100 % gearbeitet (vgl. IV-act. 5, 

17 f., 45-2 und 52-4).

A.a. 

Nach medizinischen Abklärungen (vgl. IV-act. 13 ff.) teilte die IV-Stelle dem Ver­

sicherten am 15. April 2014 mit, aufgrund seines Gesundheitszustands seien keine 

beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich. Die medizinische Behandlung stehe 

im Vordergrund (IV-act. 37). Nach weiteren medizinischen Behandlungen und 

Abklärungen (vgl. IV-act. 61 ff. und 76 ff.) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit 

Mitteilung vom 7. November 2016 ein Belastbarkeitstraining vom 15. November 2016 

bis 14. Februar 2017 bei der B.___ AG zu (IV-act. 100). Dieses wurde aus 

gesundheitlichen Gründen per 10. Januar 2017 unterbrochen (vgl. Mitteilung vom 

13. Februar 2017, IV-act. 114).

A.b. 

Mit Mitteilung vom 12. April 2017 wurde dem Versicherten für den Zeitraum vom 

20. März bis 19. Mai 2017 die Wiederaufnahme und Fortführung des Belastbarkeits­

trainings bei der B.___ AG zugesprochen (vgl. IV-act. 116-2 und 120). Vom 20. Mai 

2017 bis 19. November 2017 erfolgte ein Aufbautraining (vgl. IV-act. 122 und 124). Die 

vereinbarten Ziele konnten indes nicht erreicht werden. Im Schlussbericht vom 

8. November 2017 wurde festgehalten, der Versicherte sei mit vertretbarem Aufwand 

auf dem Arbeitsmarkt nicht integrierbar. Das unter Umständen mit viel Einsatz 

erarbeitete Ergebnis wäre permanent gefährdet und "dem Untergang geweiht" (IV-

act. 129, insbesondere IV-act. 129-4). Mit Mitteilung vom 12. Januar 2018 schloss die 

IV-Stelle die beruflichen Massnahmen ab (IV-act. 141).

A.c. 

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Zur Klärung der medizinischen Situation ordnete die IV-Stelle am 20. April 2018 

eine polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin, Dermatologie, 

Orthopädie und Psychiatrie) an. Der Gutachtensauftrag wurde der Pmeda AG, Zürich, 

zugeteilt (vgl. IV-act. 143 ff.).

A.d. 

Mit Gutachten vom 17. September 2018 stellten die Pmeda-Gutachter die 

Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode, welche sich auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirke. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

nannten sie insbesondere Zwangshandlungen, Verdacht auf narzisstische 

Persönlichkeitsakzentuierung, laborchemisch Verdacht auf übermässigen 

Alkoholkonsum, Cephalgien im Rahmen von Spannungskopfschmerzen und Migräne, 

Status nach Supinationstrauma am OSG links, Status nach Radiusfraktur links, Akne 

inversa Grad 1 nach Hurley, posttraumatische Arthrose beider Handgelenke mit 

geringer Funktionsstörung links und posttraumatische Funktionsstörung linkes OSG/

USG (IV-act. 161-9). In der bisherigen wie auch in einer anderen adaptierten Tätigkeit 

bestehe eine aus psychischen Gründen reduzierte Arbeitsfähigkeit von 50 % (IV-

act. 161-10 f.).

A.e. 

Mit Stellungnahme vom 11. Oktober 2018 hielt RAD-Arzt Dr. med. C.___, Facharzt 

für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, fest, das Pmeda-Gutachten 

entspreche im Wesentlichen den geltenden versicherungsmedizinischen Kriterien. 

Versicherungsmedizinisch sei der Gesundheitszustand formal mit ganz überwiegender 

Wahrscheinlichkeit im Längsschnitt über die letzten Jahre und prognostisch auf die 

nächsten ein bis zwei Jahre hin gesehen als "stabil" anzusehen (IV-act. 169).

A.f. 

Mit Vorbescheid vom 19. November 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Zusprache einer halben Invalidenrente ab 1. Dezember 2013 in Aussicht (IV-act. 172). 

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Galligani, am 

19. Dezember 2018 Einwand (IV-act. 177) und begründete diesen am 29. Januar 2019 

(IV-act. 181).

A.g. 

Am 5. Februar 2019 liess der Beschwerdeführer einen Untersuchungsbericht der 

Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Kantonsspital St. Gallen, vom 7. September 

2018 einreichen, mit welchem die gutachterliche Verdachtsdiagnose eines intraossären 

A.h. 

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B.  

Dermoids bestätigt wurde. Er machte geltend, sein Gesundheitszustand werde 

dadurch stark beeinträchtigt (IV-act. 182).

Mit Bericht vom 28. März 2019 stellten med. pract. D.___, Oberarzt, und Dr. med. 

E.___, Assistenzärztin, Psychiatrie F.___, nach einem stationären Aufenthalt des 

Versicherten vom 15. bis 22. März 2019 als Hauptdiagnose eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen 

(ICD-10 F33.3) und als Nebendiagnosen eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) sowie psychische und Verhaltensstörungen durch 

Alkohol: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F10.2) fest (IV-act. 185).

A.i. 

Mit Stellungnahme vom 14. Mai 2019 hielt RAD-Arzt Dr. C.___ unter ausführlicher 

Begründung im Wesentlichen fest, trotz der Einwände des Versicherten könne auf das 

Pmeda-Gutachten abgestellt werden (IV-act. 186). Mit Verfügung vom 14. Juni 2019 

lehnte die IV-Stelle die unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Vorbescheidverfahren 

ab (IV-act. 191).

A.j. 

Mit Verfügungen vom 24. Juni 2019 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine 

halbe Invalidenrente ab 1. Dezember 2013 zu und verrechnete die Rentenleistungen mit 

noch offenen Rückforderungen von IV-Taggeldern für November und Dezember 2016 

sowie Januar und März 2017 und mit bevorschussten Leistungen der Sozialen Dienste 

(IV-act. 192 f. i.V.m. IV-act. 188).

A.k. 

Gegen diese Verfügungen erhebt A.___ am 23. August 2019 Beschwerde. Er 

beantragt, die Verfügungen vom 24. Juni 2019 seien aufzuheben. Ihm sei eine ganze 

Rente zu gewähren. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege samt 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu gewähren, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, das 

polydisziplinäre medizinische Gutachten vom 17. September 2018 und die RAD-

Stellungnahme vom 14. Mai 2019 seien untauglich. Es sei auf die Beurteilung der 

Behandler abzustellen und die Arbeitsunfähigkeit auf 100 % festzulegen. Er sei nun seit 

mehr als sechs Jahren nicht mehr arbeitstätig. Zudem sei er 55 Jahre alt und nur schon 

aufgrund seines Alters nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Bei Männern sei bei 

B.a. 

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Erwägungen

1.  

Teilzeitarbeit von einem tieferen Lohn auszugehen. Sein Zumutbarkeitsprofil sei sehr 

umfassend und beinhalte sehr viele funktionell bedingte Einschränkungen. Deshalb sei 

bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades ein Tabellenlohnabzug von 25 % zu 

berücksichtigen (act. G1). Auf die einzelnen Kritikpunkte des Beschwerdeführers am 

Gutachten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Mit Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2019 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, das 

Pmeda-Gutachten sei beweiskräftig, sodass darauf abgestellt werden könne. Die Kritik 

des Beschwerdeführers daran sei unbegründet (act. G3).

B.b. 

Am 31. Oktober 2019 bewilligt die Verfahrensleitung die unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung; act. G4).

B.c. 

Mit Replik vom 29. November 2019 führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

seine Argumentation weiter aus, wonach das Pmeda-Gutachten nicht beweiskräftig sei 

(act. G6).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G8).B.e. 

Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

1.1. 

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Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

1.3. 

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

1.4. 

Die urteilenden Instanzen haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auf von Versicherungsträgern im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholte, den Anforderungen der Rechtsprechung 

1.5. 

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2.  

entsprechende Gutachten externer Spezialärzte (sogenannte Administrativgutachten) 

ist abzustellen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 466 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts vom 

15. Juli 2020, 8C_335/2020, E. 4.1, und vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.6. 

Der Beschwerdeführer bestreitet die Verwertbarkeit des Pmeda-Gutachtens und 

macht geltend, darauf und auf die RAD-Stellungnahmen könne nicht abgestellt werden. 

Es ist deshalb nachfolgend zu prüfen, ob dem Pmeda-Gutachten Beweiswert 

zukommt, wobei in erster Linie auf die Kritik des Beschwerdeführers Bezug genommen 

wird.

2.1. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, Dr. G.___ – der psychiatrische Gutachter – 

gehe fälschlicherweise davon aus, dass seine Leiden therapierbar seien bzw. nach 

einer stationären Behandlung so weit zurückgehen würden, dass er 100 % arbeiten 

könne. Dabei berücksichtige Dr. G.___ die Anamnese nicht, nämlich, dass er bereits 

mehrmals stationär behandelt worden sei (act. G1, S. 6).

2.2. 

Die Annahme Dr. G.___s, wonach bei Ausschöpfung der Behandlungsoptionen 

weitere Heilungschancen bestünden (IV-act. 161-126 und 161-131) erscheint mit Blick 

auf die Vorakten nachvollziehbar. Die Behandler gingen in der Vergangenheit ebenfalls 

davon aus, durch eine (Weiter-)Behandlung könne die Situation des 

Beschwerdeführers verbessert werden (vgl. beispielhaft IV-act. 35-3, 79-4 und 87-3). 

Im Gegenzug sahen sie mit der Beendigung einer Therapie, etwa mit dem Austritt aus 

der Tagesklinik, jeweils die Gefahr eines Rückfalls in alte Verhaltensmuster und 

Isolation verbunden (vgl. IV-act. 79-3 f., IV-act. 132-4 ff.). Es leuchtet deshalb ein, dass 

durch die Ausschöpfung der Behandlungsoptionen eine Besserung beim 

Beschwerdeführer eintreten könnte, welche indes durch das Risiko eines Rückfalls 

ständig wieder gefährdet wäre. Folgerichtig hat RAD-Arzt Dr. C.___ in seinen 

Stellungnahmen darauf hingewiesen, dass zwar trotz mehrfachen stationären 

Behandlungen bisher keine dauerhafte Stabilität habe erreicht werden können und der 

Gesundheitszustand versicherungsmedizinisch im Längsschnitt über die letzten Jahre 

und prognostisch auf die nächsten ein bis zwei Jahre hin gesehen als stabil anzusehen 

sei (IV-act. 169-2 f.), die gutachterliche Annahme weiterer Behandlungsoptionen vom 

2.3. 

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3.  

Ansatz her aber nicht grundsätzlich falsch sei, auch wenn eine etwas differenziertere 

Erörterung für künftige Behandlungserwägungen wünschenswert gewesen wäre (IV-

act. 186-2).

Für die Vergangenheit stimmt das Pmeda-Gutachten mit der Einschätzung des 

RAD-Arztes überein. Dass Dr. C.___ für die absehbare Zukunft eine weniger 

optimistische Prognose stellt, gereicht dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil und 

ist nach dem Gesagten überzeugend. In diesem Zusammenhang ist darauf 

hinzuweisen, dass der psychiatrische Teilgutachter Dr. G.___ das Einholen 

regelmässiger Verlaufsberichte und eine Kontrolluntersuchung in ca. drei Monaten 

empfohlen hatte (IV-act. 161-129), sodass jeweils echtzeitlich zu überprüfen gewesen 

wäre, ob die gestellte Prognose auch eintrat. Dementsprechend hätte auch eine 

unzutreffende gutachterliche Einschätzung den erzielten Behandlungserfolgen 

angepasst werden können. Vom Pmeda-Gutachten kann deshalb hinsichtlich der 

Prognose zugunsten des Beschwerdeführers abgewichen werden, ohne dass dieses 

seinen Beweiswert verliert.

2.4. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, Dr. C.___ führe selbst aus, dass eine 

differenziertere Erörterung für die Behandlungserwägungen im Gutachten 

wünschenswert gewesen wäre. Damit erkläre der RAD-Arzt selbst, dass es in dieser 

Hinsicht an der Nachvollziehbarkeit des Gutachtens mangle (act. G1, S. 7). Dem kann 

nicht gefolgt werden. Wie vorstehend ausgeführt, ist das Gutachten in dieser Hinsicht 

beweiskräftig. Dass eine ausführlichere Auseinandersetzung mit den 

Behandlungsoptionen allenfalls wünschenswert gewesen wäre, vermag daran nichts zu 

ändern.

2.5. 

Der Beschwerdeführer bemängelt, der orthopädische Gutachter habe nicht 

berücksichtigt, dass er bei der Selbstversorgung Pausen einlegen könne, wenn die 

Schmerzen zu stark würden, und nicht länger als 15 Minuten am Stück laufen könne. 

Auch wenn er sich an die Schmerzen gewöhnt habe, bedeute dies nicht, dass sie ihn 

nicht einschränken würden. Ausschlaggebend sei der Funktionsausfall des 

Bewegungsapparates. Bei der Begutachtung seien die erforderlichen 

Funktionsanalysen nicht durchgeführt worden (act. G1, S. 8 f. und act. G6, S. 4). Der 

Beschwerdeführer kritisiert weiter, Dr. G.___ habe sich ungenügend mit der Diagnose 

der somatoformen Schmerzstörung auseinandergesetzt und sie ohne Begründung 

verneint, obwohl mehrere Ärzte diese gestellt hätten. Insbesondere habe er die 

Indikatoren für somatoforme Schmerzstörungen nicht angewandt (act. G1, S. 7 f.). 

3.1. 

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Nachfolgend werden deshalb die gutachterliche Beurteilung der Schmerzen und die 

psychiatrische Einschätzung derselben beleuchtet.

Der Beschwerdeführer beklagte anlässlich der Begutachtung hauptsächlich 

Schmerzen im linken Sprunggelenk und im linken Handgelenk (vgl. IV-act. 161-86). Der 

orthopädische Gutachter untersuchte sowohl die Handgelenke wie auch die 

Sprunggelenke und Füsse. Er leitete eine posttraumatische Arthrose beider 

Handgelenke mit geringer Funktionsstörung links sowie eine posttraumatische 

Funktionsstörung des linken OSG/USG aus den klinischen Untersuchungsbefunden 

und der Bildgebung her. Somit fand entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 

durchaus eine Funktionsprüfung statt. Der orthopädische Gutachter hielt weiter fest, 

damit finde sich für die geklagten Beschwerden ein klinisches und radiologisches 

Befundkorrelat. Insbesondere hielt er zu den Sprunggelenkbeschwerden fest, diese 

liessen sich im Kontext der geringen Funktionsstörung bei gleichzeitiger Prä-

Adipositas, jedoch ohne wesentliche degenerative Veränderungen erklären. Der 

orthopädische Gutachter stellte während der Untersuchung weder ein über das Mass 

der klinischen und radiologischen Befunde hinausgehendes Schmerz- noch ein 

Schonverhalten fest, sondern gewann vielmehr keinen schmerzgeplagten klinischen 

Eindruck (vgl. hierzu auch das internistische Gutachten, in welchem ein leichtes 

Schonhinken, jedoch kein Schonsitz und keine Schonhaltungen beschrieben wurden, 

IV-act. 161-33). Betreffend Hände und Handgelenke erwähnte er zudem keine 

Gelenkdeformation und keine muskulären Atrophien, ebenso wenig Druckdolenz. An 

den unteren Extremitäten bestanden keine muskulären Verschmächtigungen. Der 

Zehen- und Fersengang waren gut demonstrierbar. Der orthopädische Gutachter wies 

darauf hin, die ausgeprägte Fusssohlenbeschwielung ebenso wie die 

Alltagsbewältigung einschliesslich des Ausführens des (zum Zeitpunkt der 

Begutachtung offenbar _-jährigen) Schäferhundes sprächen gegen eine namhafte 

Behinderung. Die Schmerzbewertung des Beschwerdeführers, wonach er sich an die 

Schmerzen im Handgelenk gewöhnt habe, sowie die Selbständigkeit, Selbstversorgung 

und Aktivität im Alltag würden die Annahme stützen, dass eine schwerwiegende 

Beeinträchtigung nicht vorliege. Der Beschwerdeführer gab gegenüber dem Gutachter 

auch an, keine Schmerzmedikamente einzunehmen und seit ca. vier Jahren nicht mehr 

in orthopädischer Behandlung gewesen zu sein (vgl. insbesondere IV-act. 161-89, 

161-91, 161-93 ff.).

3.2. 

Somit wurden die vom Beschwerdeführer geschilderten Schmerzen in Hand- und 

Fussgelenken in somatischer Hinsicht klinisch und bildgebend erklärt, wobei auch der 

Tatsache Rechnung getragen wurde, dass der Beschwerdeführer nicht schmerzgeplagt 

3.3. 

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und in der Alltagsbewältigung nicht wesentlich beeinträchtigt wirkte. Der 

Beschwerdeführer gab an, seinen Haushalt ohne Dritthilfe zu führen. Unter anderem 

erledige er auch die Einkäufe selbständig, wobei er dafür mit Bus und Bahn ins nächste 

Dorf fahren müsse (vgl. IV-act. 161-32 f., 161-39, 161-88 und 161-120). Er erschien in 

gutem Allgemeinzustand und gepflegtem Erscheinungsbild zur Begutachtung (vgl. IV-

act. 161-34). Dass der Beschwerdeführer weder orthopädische Behandlung noch 

Schmerzmittel in Anspruch nimmt, stützt die Annahme, es lägen keine invalidisierenden 

Schmerzen vor. Der orthopädische Gutachter berücksichtigte die gesundheitlichen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers, indem er eine entsprechend adaptierte 

Tätigkeit empfahl (keine häufige schwere körperliche Belastung, überwiegend stehende 

und laufende Gehbelastung oder Arbeiten, welche eine uneingeschränkte Funktion der 

Feinmotorik verlangen, IV-act. 161-97). Dem steht die Aussage des 

Beschwerdeführers, er könne nur ca. 15 Minuten schmerzfrei gehen (IV-act. 161-86), 

nicht entgegen.

Der Beschwerdeführer macht geltend, er leide unter Kopfschmerzen, Migräne und 

Magenschmerzen. Die Pmeda-Gutachter stellten denn auch die Diagnose von 

Cephalgien im Rahmen von Spannungskopfschmerzen und Migräne, massen dieser 

Diagnose jedoch keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (IV-act. 161-9). Dies ist 

nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer schilderte zwar, alle zwei Tage an 

Kopfschmerzen zu leiden, eine wesentliche Einschränkung in seinen Alltagsaktivitäten 

wird daraus aber nicht ersichtlich. Die Migräne tritt gemäss den Angaben des 

Beschwerdeführers ein- bis zweimal monatlich auf, anhaltend für ein bis zwei Tage. 

Dementsprechend kann sie die Arbeitsfähigkeit auch höchstens in diesem Umfang 

beeinträchtigen, bzw. höchstens vereinzelt tageweise eine Arbeitsunfähigkeit bewirken. 

Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer lediglich Zomig (bei Migräne) einnimmt. 

Weitere Schmerzmittel nehme er aufgrund von Magenproblemen nicht ein (vgl. IV-

act. 161-31).

3.4. 

Die Magenbeschwerden könnten mit einem Protonenpumpenhemmer gelindert 

werden, der Beschwerdeführer gab jedoch an, möglichst wenig Tabletten einnehmen 

zu wollen (vgl. IV-act. 161-31). Dem ist entgegenzuhalten, dass die fortgesetzte 

Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich 

verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel eine jederzeit zumutbare Form 

allgemeiner Schadenminderung ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2019, 

8C_741/2018, E. 4 mit Hinweisen).

3.5. 

Der Beschwerdeführer leidet teilweise auch unter Schmerzen im Zusammenhang 

mit seiner Akne inversa. Die Erkrankung führt, wie der dermatologische Gutachter 

3.6. 

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darlegt, bei akuten Entzündungen und Abszessen an den betroffenen Körperstellen vor 

allem bei mechanischer Belastung zu Schmerzen, wobei auch die resultierenden 

Vernarbungen in der Regel schmerzhaft sind (vgl. IV-act. 161-60 und 161-63). Auch der 

dermatologische Gutachter hat für sein Fachgebiet kein über die somatisch 

nachvollziehbaren Einschränkungen hinausgehendes Schmerzverhalten beim 

Beschwerdeführer festgestellt. Nach seiner Einschätzung bestehen je nach 

wechselhafter Ausprägung der Erkrankung Einschränkungen des Aktivitätsniveaus. Die 

geklagten Symptome und Funktionseinbussen seien konsistent, plausibel und unter 

Würdigung der Untersuchungsergebnisse valide und nachvollziehbar. Der aktuelle 

Hautbefund führe jedoch zu keiner gegenwärtigen Funktions- oder Fähigkeitsstörung. 

Entzündliche Veränderungen, insbesondere Abszesse, bestanden zum 

Untersuchungszeitpunkt nicht (wohl aber diverse offene Komedonen und eine 2 mm 

grosse Hautpore im Sinne eines Pilonidalsinus), die vorhandenen Narben waren 

funktionell nicht relevant (vgl. IV-act. 161-62 und 161-65 f.). Prognostisch hielt der 

dermatologische Gutachter fest, auch künftig sei mit der Ausbildung von Abszessen zu 

rechnen, welche zu vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten führen könnten. 

Rückblickend könnten im Rahmen akuter Exazerbationen auch passagere 

Arbeitsunfähigkeiten bestanden haben. Aufgrund der Provozierbarkeit der Abszesse 

durch mechanische Faktoren wie Druck, Reibung oder Schwitzen sollten körperlich 

schwere Tätigkeiten vermieden werden (IV-act. 161-67). Somit sind auch die 

Schmerzen im Zusammenhang mit der Akne inversa somatisch nachvollziehbar und die 

dadurch verursachte lediglich passagere Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit sowie 

die Empfehlung, körperlich schwere Tätigkeiten zu vermeiden, einleuchtend begründet. 

Bloss vorübergehende Arbeitsunfähigkeiten wegen akuter Abszesse sind für die 

Invalidenversicherung grundsätzlich unbeachtlich; bei langandauernder 

Verschlechterung des Gesundheitszustands aufgrund der Akne inversa wäre eine 

entsprechende Meldung an die IV-Stelle zu tätigen. Es ist darauf hinzuweisen, dass 

durch eine konsequente Behandlung die negativen Auswirkungen dieser Erkrankung 

eingegrenzt werden können (vgl. IV-act. 161-60).

Die Diagnose der somatoformen Schmerzstörung wurde in den Vorakten nur 

vereinzelt erwähnt und jeweils nicht nachvollziehbar medizinisch hergeleitet. Der 

Beschwerdeführer weist darauf hin, Dr. med. H.___ habe schon im Jahr 2009 die 

Vermutung angestellt, es könnte sich um ein chronifiziertes Schmerzsyndrom handeln 

(act. G1, S. 7). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass Dr. H.___ leitender Arzt des 

I.___ am Kantonsspital Aarau ist und kein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. 

Er hat denn auch keine entsprechende Diagnose gestellt, sondern lediglich erwogen, 

möglicherweise hätten die Schmerzen nichts zu tun mit einer Pathomechanik im 

3.7. 

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Sprunggelenk, sondern es könnte sich dabei auch um ein chronifiziertes 

Schmerzsyndrom handeln (act. G3.2/1-42). Fachärztliche Abklärungen in dieser 

Hinsicht wurden jedoch in der Folge nicht durchgeführt. Zwar stellten Dr. med. J.___, 

Oberärztin / Leiterin Tagesklinik, und med. pract. K.___, Oberassistenzarzt, Tagesklinik 

L.___, in ihren Berichten vom 27. Juni 2016 und 6. März 2017 die Diagnose einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4). Inhaltlich standen im 

Bericht dann jedoch die depressive Störung und die Schlafstörung (welche für eine 

depressive Erkrankung typisch ist, vgl. diesbezügliche Bemerkung Dr. C.___s, IV-

act. 186-3 sowie Definition gemäss ICD-10: F32) im Vordergrund. Unter den ärztlichen 

Befunden wurden lediglich am Rande Ausführungen zum Schmerzerleben des 

Beschwerdeführers gemacht und es wurde auch keine Schmerzmedikation 

verschrieben. Die Schmerzen wurden zudem als "körperliche Beschwerden" 

bezeichnet und vermerkt, diesbezüglich möge man sich an die entsprechenden 

Behandler wenden. Während der Umgang mit negativen Gedanken und familiären 

Belastungssituationen therapiert wurde, war der Umgang mit Schmerzen offenbar nicht 

Thema der Behandlung (vgl. IV-act. 79-2 ff., 132-4 f. und 135-8). Die Hausärztin des 

Beschwerdeführers, M.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, übernahm zwar die 

Diagnose eines Schmerzsyndroms bzw. einer chronischen somatoformen 

Schmerzstörung, leitete diese jedoch nicht her und veranlasste auch keine 

entsprechende Behandlung (vgl. beispielhaft IV-act. 13-3 und 184). Der 

Beschwerdeführer hat sodann, soweit aus den Akten ersichtlich, noch keine 

Schmerzdokumentation erstellt (vgl. IV-act. 161-86). Auch im Schlussbericht von der 

B.___ AG wird die Schmerzthematik des Beschwerdeführers nur nebenbei erwähnt. Der 

Erschöpfbarkeit und eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit wird hiergegen ein 

grösserer Stellenwert eingeräumt (vgl. IV-act. 129).

Der psychiatrische Gutachter hat das Vorliegen einer somatoformen 

Schmerzstörung geprüft und ist zum Ergebnis gelangt, eine solche liege nicht vor. 

Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers äusserte er also nicht, die 

Störung liege nicht mehr vor. Er begründete dies damit, eine ICD-10-konforme 

Diagnosestellung sei nicht möglich (IV-act. 161-124). Dies ist nach dem Gesagten nicht 

zu beanstanden. Insbesondere vermögen die Vorakten wie auch die nach der 

Begutachtung eingereichten Arztberichte an dieser gutachterlichen Einschätzung keine 

Zweifel zu wecken. Unter diesen Voraussetzungen ist eine ausführliche explizite 

Auseinandersetzung mit den vom Bundesgericht aufgestellten Indikatoren, wie der 

Beschwerdeführer das verlangt (act. G1, S. 8), nicht erforderlich.

3.8. 

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4.  

5.  

Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Gesundheitszustand habe sich weiter 

verschlechtert. Sein Hund, welcher im Gutachten als wichtige Ressource genannt 

worden sei, habe eingeschläfert werden müssen. Es sei eine schwere depressive 

Episode mit psychotischen Symptomen aufgetreten (act. G1, S. 9 f.).

4.1. 

Der Beschwerdeführer bezieht sich diesbezüglich auf den Austrittsbericht von 

med. pract. D.___, Oberarzt, und Dr. med. E.___, Assistenzärztin, der Psychiatrie F.___, 

vom 28. März 2019 (IV-act. 185-5 ff.). Anlass für die Verschlechterung des 

Gesundheitszustands war der Tod seines Hundes, der eine wichtige "Bezugsperson" in 

seinem Leben gewesen sei. Die psychotischen Symptome klangen relativ rasch wieder 

ab und nach einer kurzen schwergradigen depressiven Episode wurde wieder eine 

mittelgradige depressive Störung diagnostiziert, sodass der Beschwerdeführer am 

1. April 2019 aus der stationären Behandlung austreten konnte. Er nahm auch wieder 

einen Welpen bei sich auf (vgl. IV-act. 185-5 und 201). Zwar gab der Beschwerdeführer 

an, der Welpe überfordere ihn teilweise aufgrund seiner Lebhaftigkeit (IV-act. 201-2). 

Dennoch zeigte sich, dass der Beschwerdeführer wieder einen Hund halten möchte, 

was auch weiterhin als Ressource gewertet werden kann.

4.2. 

Der Beschwerdeführer bringt vor, bis anhin habe keiner der stationären Aufenthalte 

eine anhaltende Besserung schaffen können. Zu Hause verfüge er über keinerlei 

Ressourcen (act. G1, S. 9 f.). Dr. C.___ trug dem indes bereits Rechnung, indem er in 

seiner Stellungnahme vom 11. Oktober 2018 festhielt, in der Vergangenheit hätten 

stationäre Behandlungen keine dauerhafte Stabilität bewirkt, weshalb der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers versicherungsmedizinisch (bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 %) als stabil anzusehen sei (vgl. IV-act. 169).

5.1. 

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass eine Arbeitsaufnahme auch 

therapeutisch sinnvoll wäre, da damit gemäss der Einschätzung von Dr. G.___ eine 

Stabilisierung des Selbstwerts, soziale Teilhabe und Tagesstruktur, eine Verhütung von 

Vermeidungsverhalten und eine Überwindung dysfunktionaler Denkmuster ermöglicht 

würde (IV-act. 161-129), sodass die Ressourcen des Beschwerdeführers dadurch 

verbessert würden. Die Ausschöpfung der Therapieoptionen und der verbliebenen 

Erwerbsfähigkeit liegt damit auch im Interesse des Beschwerdeführers.

5.2. 

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6.  

7.  

8.  

Der Beschwerdeführer kritisiert, dadurch, dass Dr. C.___ mit med. pract. D.___ 

telefoniert habe, habe er gegen die Leitlinien der SGVP (Qualitätsleitlinien für 

versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für 

Psychiatrie und Psychotherapie SGPP, vom 16. Juni 2016) verstossen, welche eine 

Reflexion des eigenen Handelns verlangten (act. G1, S. 10).

6.1. 

Dr. C.___ gab als RAD-Arzt lediglich eine Stellungnahme ab und erstellte kein 

psychiatrisches Gutachten, wobei das Telefonat mit med. pract. D.___ zum Ausschluss 

des Vorliegens einer dauerhaften Verschlechterung des Gesundheitszustands des 

Beschwerdeführers diente (vgl. IV-act. 186-4). Die vom Beschwerdeführer angeführte 

Vorgabe in den Leitlinien verlangt zudem eine Reflexion des eigenen Handelns unter 

Berücksichtigung der emotionalen Wechselwirkung zwischen Explorand und Gutachter 

(S. 4 der Qualitätsleitlinien), kommt also auf die Stellungnahme Dr. C.___s nicht zur 

Anwendung.

6.2. 

Der Beschwerdeführer betont, bei ihm liege ein Dermoid, intraossäres Lipom, und 

somit ein Hirntumor vor (act. G1 S. 11).

7.1. 

Dr. med. N.___, Oberarzt, Klinik O.___, Kantonsspital St. Gallen, hielt mit 

Sprechstundenbericht vom 12. November 2018 fest, der Befund sei gut vereinbar mit 

einem Dermoid im rechten Keilbeinflügel. Eine Infiltration in die Orbita oder das 

Neurocranium liege nicht vor. Eine Assoziation mit den beklagten Cephalgien sei 

unwahrscheinlich. Zum Ausschluss einer Progredienz sei eine Verlaufskontrolle mit 

vorgängigem MRI in einem Jahr geplant (IV-act. 184-6). Die Hausärztin des 

Beschwerdeführers teilte der Beschwerdegegnerin mit Bericht vom 21. Februar 2019 

mit, eine weitere Diagnostik habe nicht stattgefunden (IV-act. 184-3). Unabhängig von 

der verwendeten Terminologie (die Fachärzte sprechen von einem Dermoid) hat dieser 

Befund somit keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Eine 

weitere Behandlung war nicht erforderlich, es war lediglich eine Kontrolle vorgesehen.

7.2. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Arbeitsfähigkeit werde im Gutachten 

nicht, wie in der Fragestellung gefordert, unter besonderer Berücksichtigung der 

gescheiterten Eingliederungsbemühungen beurteilt (act. G1, S. 11 f.). Wie er selbst 

indes korrekt festhält, wurde der Schlussbericht der B.___ AG im Gutachten zitiert und 

8.1. 

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9.  

vermerkt, diesem Bericht mangle es an einer plausiblen medizinischen Begründung. 

Insbesondere beschreibe der psychiatrische Folgebericht keine objektive gravierende 

Auffälligkeit, sodass die Konklusion einer nicht gegebenen Arbeitsfähigkeit schwer 

nachvollziehbar anmute (IV-act. 161-6 f.).

Der Beschwerdeführer moniert, der Bericht der B.___ AG sei nicht von einem Arzt 

erstellt worden und dürfe somit keine medizinische Begründung enthalten, sodass die 

Aussage im Gutachten, wonach es dem Bericht an einer plausiblen medizinischen 

Begründung fehle, unangebracht sei (act. G1, S. 11). Richtig ist, dass der Bericht der 

B.___ AG nicht von einem Arzt verfasst wurde und demnach keine fachmedizinischen 

Ausführungen enthalten kann. Zwar wäre eine ausführlichere Auseinandersetzung mit 

den Gründen für das Scheitern des Arbeitsversuches im Gutachten mit Blick auf die 

Fragestellung wünschenswert gewesen. Indes brachten die Pmeda-Gutachter zum 

Ausdruck, dass aus dem Schlussbericht der B.___ AG keine Tatsachen hervorgehen, 

die an ihrer medizinisch-theoretischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit Zweifel 

wecken würden bzw. eine andere medizinische Betrachtungsweise nahelegen würden. 

Damit haben sie sich genügend mit diesen Vorakten auseinandergesetzt.

8.2. 

Der Beschwerdeführer bringt vor, Dr. G.___ äussere sich bezüglich Prognose 

widersprüchlich, indem er eine gute Prognose stelle, dann aber festhalte, die 

narzisstische Persönlichkeitsakzentuierung trage massgeblich zur Aufrechterhaltung 

der depressiven Symptomatik bei. Die zahlreichen stationären Aufenthalte würden 

zeigen, dass keine dauerhafte Besserung erzielt werden könne. Dr. C.___ habe auch 

selbst das Gutachten kritisiert, indem er geäussert habe, dass die stationären 

Aufenthalte nicht zum Erfolg geführt hätten, die Wirksamkeit der vom psychiatrischen 

Teilgutachter angeführten Medikamente nicht wissenschaftlich erwiesen sei und eine 

erneute Fokussierung auf die – medikamentös nicht behandelbaren – narzisstischen 

Persönlichkeitsanteile mit Blick auf die umfangreichen Vorbehandlungen nur 

akademisch erscheine. Auch dies belege die Fehlerhaftigkeit des psychiatrischen Teils 

des Gutachtens (act. G1, S. 12 f.).

9.1. 

Dr. G.___ hielt auf die Frage nach den Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen 

des Beschwerdeführers fest, die narzisstischen Persönlichkeitszüge könnten bei 

Vorliegen ungünstiger psychosozialer Voraussetzungen Beeinträchtigungen der 

persönlichen Ressourcen hervorrufen und auch massgeblich zur Aufrechterhaltung der 

depressiven Symptomatik beitragen (IV-act. 161-127). Er erachtete diese 

Persönlichkeitsanteile mithin als potentielle Belastung. Er berücksichtigte dies, indem 

9.2. 

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10.  

er eine intensivierte Psychotherapie empfahl, in deren Rahmen auch die narzisstischen 

Persönlichkeitsanteile bearbeitet werden sollten. Zudem ging er unter anderem wegen 

der narzisstischen Persönlichkeitsanteile von einem protrahierten Genesungsverlauf 

aus (IV-act. 161-130 f.). Seine Prognose ist somit nicht widersprüchlich. Dass von der 

gutachterlichen Prognose zugunsten des Beschwerdeführers abgewichen werden 

kann, ohne dass das Gutachten an Beweiswert verliert, wurde bereits dargelegt (siehe 

E. 2.2 ff. vorstehend).

Seine Ausführungen zu Medikamentenwechseln bzw. anderen Medikamenten­

kombinationen machte Dr. G.___ im Rahmen der Angaben zu möglichen 

Therapieoptionen (vgl. IV-act. 161-131). Dr. C.___ schloss nicht aus, dass eine andere 

medikamentöse Behandlung eine Besserung bewirken könnte. Mit seinem Hinweis zur 

wissenschaftlichen Evidenz wollte er nach eigenen Angaben keine grundsätzliche Kritik 

am fachlichen Ansatz des Gutachters üben. Er habe lediglich geprüft, ob aus der im 

Ganzen durchaus vertretbaren gutachterlichen Haltung formal zwingend 

Behandlungsauflagen abzuleiten seien. Ermessensweise sei von 

versicherungsmedizinischen Behandlungsauflagen abgesehen worden (vgl. IV-

act. 186-2). Demnach könnte durch eine Anpassung der Medikation möglicherweise 

eine Verbesserung des Gesundheitszustands erreicht werden, die Beschwerdegegnerin 

hat die Entscheidung über eine allfällige Änderung aber dem Beschwerdeführer und 

seinen Behandlern überlassen. Die gutachterliche Einschätzung eines 

Medikamentenwechsels als Therapieoption ist somit nicht zu beanstanden.

9.3. 

Der Beschwerdeführer macht eine Alkoholproblematik geltend, welche seine 

Leistung beeinträchtige (act. G1, S. 13). Er wurde im Jahr 2012 aufgrund eines 

manischen Zustandsbildes und mit einer Alkoholintoxikation der psychiatrischen Klinik 

X.___ für einen stationären Aufenthalt zugewiesen, gab damals aber an, kein 

Alkoholproblem zu haben, sondern mit einem Kollegen dessen Geburtstag gefeiert zu 

haben. Er zeigte nur leichte Entzugserscheinungen und trat bereits nach drei Tagen in 

gebessertem Zustand aus der Klinik aus (IV-act. 89-1 f.). Der Beschwerdeführer selbst 

gab in der Vergangenheit einen mässigen Alkoholkonsum an (vgl. etwa IV-act. 87 ["er 

konsumiere zwar nicht täglich aber es gäbe öfters Tage, wo er 2-3 Dosen Bier trinke"; 

regelmässigen missbräuchlichen Alkoholkonsum verneinte er bis auf das eine Mal, als 

er wegen starkem Atemalkoholgeruch am Morgen zugab, ein Bier getrunken zu haben], 

132-13 [gelegentlich ein Bier], 163-3 [ein Bier pro Tag]). Dementsprechend wurde vor 

der Begutachtung kein Abhängigkeitssyndrom diagnostiziert (wohl aber die Diagnose 

eines schädlichen Gebrauchs von Alkohol gestellt, ICD-10: F10.1; IV-act. 6 und 87).

10.1. 

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11.  

Zwar macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, auf seine Angaben 

betreffend Alkoholkonsum könne nicht abgestellt werden, da Suchtkranke oft dazu 

neigen würden, ihr Suchtverhalten herunterzuspielen (act. G6, S. 5). Ein regelmässiger 

übermässiger Alkoholkonsum kann jedoch auch nicht aus den Drittangaben, welche in 

den Vorakten enthalten sind, entnommen werden. Insbesondere wird eine 

Alkoholproblematik weder im Schlussbericht der B.___ AG noch im Bericht der 

Tagesklinik L.___ erwähnt, obschon der Beschwerdeführer dort jeweils über einen 

längeren Zeitraum grundsätzlich fünf Tage pro Woche anwesend war (vgl. IV-act. 129 

und 132-4 ff.), sodass ein die Arbeitsfähigkeit einschränkendes Suchtverhalten hätte 

auffallen müssen.

10.2. 

 Der Laborbefund im Rahmen der Begutachtung zeigte ein CDT im Grenzbereich. 

Die Gutachter hielten deswegen fest, ein schädlicher Alkoholkonsum könne erwogen 

werden. Eine aktive Suchterkrankung schlossen sie hingegen aus (IV-act. 161-124; vgl. 

zur Unterscheidung des schädlichen Gebrauchs vom Abhängigkeitssyndrom ICD-10: 

F10.1 und F10.2). Ein Abhängigkeitssyndrom ist somit anhand sowohl der Vorakten 

und Angaben des Beschwerdeführers wie auch der Ergebnisse der Begutachtung nicht 

mit dem erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen.

10.3. 

Daran vermag der Bericht von med. pract. D.___ vom 28. März 2019 nichts zu 

ändern. Dessen neu gestellte Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms (ICD-10: F10.2) 

stützt sich nicht auf zusätzliche, den Gutachtern unbekannte Vorakten und beinhaltet 

lediglich insofern eine neue Erkenntnis, als der bei Eintritt mit 1.32 Promille 

alkoholisierte Beschwerdeführer angab, seit ca. eineinhalb Jahren grösstenteils 

abstinent zu sein, am Tag des Eintritts aber fünf Biere getrunken zu haben (IV-

act. 185-5 f.). Dieser Bericht vermag damit keine ernstlichen Zweifel an der 

gutachterlichen Einschätzung zu wecken.

10.4. 

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Gutachter hätten die Diagnose der Akne 

inversa nicht genügend gewürdigt, namentlich deren Verlauf und die 

Wechselwirkungen mit den übrigen Beschwerden (act. G1, S. 14). Dem kann nicht 

gefolgt werden. Der dermatologische Gutachter hat insbesondere den Verlauf der 

Erkrankung ausführlich gewürdigt und in seine Beurteilung auch die durch die Akne 

inversa verursachten Schmerzen miteinbezogen (vgl. E. 3.6 f. vorstehend). Gegenüber 

dem psychiatrischen Gutachter hat der Beschwerdeführer vorrangig eine depressive 

Stimmungslage, eine Minderung von Freude, Lust und Interesse, Libidominderung, 

11.1. 

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12.  

Schlaf- und Appetitstörungen, vermehrtes Grübeln, vermehrte Reizbarkeit und 

Frustration, reduzierte Konzentrations- und Behaltensleistungen, ein 

Vermeidungsverhalten gegenüber Menschen sowie Symmetrie- und Zählzwänge 

beklagt (IV-act. 161-123 f.). Durch diese Schilderung fanden somit auch allfällige 

Auswirkungen der Akne inversa auf das Befinden des Beschwerdeführers Eingang in 

die Begutachtung.

Soweit der Beschwerdeführer anführt, seine Magen- und Kopfschmerzen sowie 

Migräne sei nicht ausreichend berücksichtigt worden (act. G1, S. 14), kann auf die 

voranstehenden Erwägungen verwiesen werden (siehe E. 3.4 vorstehend).

11.2. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Pmeda-Gutachten in Kenntnis der 

Vorakten erstellt wurde. Die Gutachter untersuchten den Beschwerdeführer persönlich 

und berücksichtigten nebst den klinischen, bildgebenden und laborchemischen 

Befunden die geklagten Beschwerden. Das Gutachten ist umfassend und die 

medizinische Beurteilung ist einleuchtend. Namentlich die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

ist nachvollziehbar begründet. Die Vorbringen des Beschwerdeführers und die von ihm 

eingereichten zusätzlichen Arztberichte vermögen keine ernstlichen Zweifel an den 

Ergebnissen der Begutachtung zu wecken. Somit ist das Gutachten beweiskräftig, 

sodass darauf abgestellt werden kann. Der Beschwerdeführer ist folglich in seiner 

angestammten sowie jeder anderen adaptierten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig.

11.3. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird grundsätzlich das Erwerbsein­

kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG). Für den 

Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des 

Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf 

zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der 

Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 

222 E. 4.1 f. mit Hinweisen).

12.1. 

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Nicht zu 

12.2. 

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beachten ist, was sie bestenfalls hätte verdienen können. In der Regel wird am zuletzt 

erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Berufliche 

Weiterentwicklungen, die ein Versicherter normalerweise vollzogen hätte, sind bei der 

Festsetzung des Valideneinkommens zu berücksichtigen, sofern ein hypothetischer 

beruflicher Aufstieg sehr wahrscheinlich erscheint. Rein theoretische 

Aufstiegsmöglichkeiten sind unbeachtlich (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N 49 und N 63 f.; 

BGE 129 V 222 E. 4.3.1 und BGE 131 V 51 E. 5.1.2). Für die Festsetzung des 

Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, 

in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein effektives Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich, weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung statistische 

Werte, insbesondere die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Schweizerische Lohnstrukturerhebung (nachfolgend: LSE) beigezogen werden (BGE 

139 V 592 E. 2.3).

Vorliegend erzielte der Beschwerdeführer von 2005 bis 2007 steigende Jahres­

einkommen, zuletzt 2007 als Y.___ bei der P.___ AG ein solches von Fr. 99'234.-- 

(siehe Auszug aus dem Individuellen Konto [nachfolgend: IK-Auszug], IV-act. 4-2). Am 

24. August 2007 erlitt er einen Unfall, bei dem er ein Sprunggelenk verletzte (vgl. 

act. G3.2/1-131 und G3.2/1-133). Danach war der Beschwerdeführer zuerst aufgrund 

der Unfallfolgen arbeitsunfähig. Auch später fühlte er sich zumindest subjektiv immer 

wieder beeinträchtigt (vgl. beispielhaft act. G3.2/1-8 ff. und IV-act. 35-1), wobei sein 

Gesundheitszustand in psychischer Hinsicht bereits reduziert war (Beginn der 

depressiven Symptomatik ab 2008, vgl. IV-act. 161-130). Sein Einkommen brach 

dementsprechend ein, es folgten eine Phase der Arbeitslosigkeit und der erfolglose 

Versuch der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit (vgl. IK-Auszug, IV-

act. 4-1).

12.3. 

Zwar war der Beschwerdeführer zuletzt von Oktober 2011 bis August 2012 als 

X.___ angestellt und erzielte für diesen Zeitraum von elf Monaten einen Lohn von 

Fr. 47'486.45. Sein Monatslohn nahm dabei jedoch von Fr. 5'734.70 im Oktober 2011 

auf Fr. 3'499.25 im August 2012 kontinuierlich ab, da er die geforderten Ziele nicht 

erreichte (vgl. IV-act. 5-1 ff.). Aufgrund der kurzen Beschäftigungsdauer von unter 

einem Jahr, der bereits vorliegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der 

12.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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Tatsache, dass der Beschwerdeführer die Ziele nicht erreichte und demzufolge 

kontinuierlich Lohnreduktionen hinnehmen musste, ist dieses zuletzt erzielte 

Einkommen nicht repräsentativ. Es kann nicht, wie die Beschwerdegegnerin dies tut 

(vgl. IV-act. 170 i.V.m. IV-act. 58), als Valideneinkommen herangezogen werden. 

Stattdessen ist für das Valideneinkommen auf das letzte repräsentative Einkommen 

aus dem Jahr 2007 abzustellen (siehe E. 12.3 vorstehend). Hochgerechnet auf das Jahr 

2012 beträgt das Valideneinkommen somit Fr. 106'069.-- (Fr. 99'234.-- / 2'047 x 2'188 

[Entwicklung der Nominallöhne, T39 LSE]).

Der Beschwerdeführer ist nicht erwerbstätig. Für das Invalideneinkommen kann 

deshalb nicht auf einen konkreten Wert abgestellt werden. Ihm steht zwar eine Tätigkeit 

im W.___, für die er über Berufsbildung verfügt, grundsätzlich in einem Pensum von 

50 % offen. Bei der P.___ AG war er jedoch Y.___ und als solcher Vorgesetzter eines 

Teams mit drei Personen (vgl. G3.2/1-62, 1-90 und 1-133). Jenes Arbeitsverhältnis 

verlor er aus gesundheitlichen Gründen (act. G3.2/1-103). Dass er trotz seiner 

gesundheitlichen Einschränkungen, namentlich seiner mittelgradigen Depression, diese 

oder eine vergleichbare Stelle heute in einem 50%-Pensum ausüben könnte, erscheint 

ausgeschlossen, zumal das vom psychiatrischen Pmeda-Gutachter formulierte 

Anforderungsprofil "Vermeidung hoher Anforderungen an Konzentrations- und 

Reaktionsvermögen sowie an soziale Kompetenz" (IV-act. 161-129) zu einer solchen 

Stelle nicht passen würde.

12.5. 

Die Pmeda-Gutachter sind denn auch bezüglich angestammter Tätigkeit von 

einem "Verkäufer im Aussendienst" ausgegangen (vgl. IV-act. 161-4). Mit ihnen ist 

deshalb für die Bestimmung des Invalideneinkommens von einer möglichen Tätigkeit 

des Beschwerdeführers als Verkäufer im Aussendienst auszugehen. Wird dafür die 

LSE-Tabelle TA17 des Jahres 2012 verwendet, Berufsgruppe 52 Verkaufskräfte, und 

das damalige Alter des Beschwerdeführers von __ Jahren berücksichtigt, ergibt dies 

einen Tabellenlohn von Fr. 6349.-- x 12 / 40 (Stunden) x 41.7 (Stunden) = Fr. 79'426.-- 

für ein Vollzeitpensum, bzw. Fr. 39'713.-- für ein 50%-Pensum.

12.6. 

Der Beschwerdeführer fordert einen Tabellenlohnabzug von 25 %. Mit dem 

Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. Ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 

hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten 

Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, 

12.7. 

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Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) ab (BGE 126 V 75). Bereits in der 

Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 

Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts 

führen. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h. dass nicht für jedes Merkmal 

der entsprechende Abzug zu quantifizieren ist und die einzelnen Abzüge 

zusammenzuzählen sind. Der Abzug ist auf höchstens 25 % begrenzt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. April 2018, 9C_833/2017, E. 2.2; BGE 134 V 327 E. 5.2).

Vorliegend ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in qualitativer Hinsicht 

insofern eingeschränkt, als er keine Nachtschichten arbeiten kann und hohe 

Anforderungen an sein Konzentrations- und Reaktionsvermögen, an sein Umstellungs- 

und Anpassungsvermögen sowie an soziale Kompetenz wegen der narzisstischen 

Persönlichkeitsanteile zu vermeiden sind. Zudem sollten Arbeiten mit häufiger schwerer 

körperlicher Belastung, mit überwiegend stehender und laufender Gehbelastung sowie 

Arbeiten, welche eine uneingeschränkte Funktion der Feinmotorik beider Hände 

verlangen, dauerhaft vermieden werden (IV-act. 161-40, 161-67, 161-97 und 161-129). 

Arbeitnehmende über 50 sehen sich mit zahlreichen lohnwirksamen Nachteilen 

konfrontiert, etwa hohe Lohnnebenkosten, längere gesundheitliche Absenzen oder 

schlechtere Anpassungs- und Angewöhnungsfähigkeit. Weil Hilfsarbeiter in leichten 

Tätigkeiten definitionsgemäss keine Ausbildung benötigen und somit betreffend 

Erfahrungswissen und Dienstjahren nicht von vornherein wesentlich weniger als ihre 

jüngeren Kollegen verdienen, ist beim Tabellenlohnabzug indes Zurückhaltung 

geboten. Der Beschwerdeführer kann seine Restarbeitsfähigkeit sodann nicht nur als 

Hilfsarbeiter, sondern auch in einer angestammten Tätigkeit als W.___ verwerten. Dass 

er nur noch in Teilzeit (50 %) tätig sein kann, rechtfertigt einen Tabellenlohnabzug (vgl. 

Entscheid des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E. 3.4). Die 

Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer denn auch bereits einen 

Tabellenlohnabzug zugebilligt (vgl. IV-act. 170). Der vom Beschwerdeführer geforderte 

Tabellenlohnabzug von 25 % (act. G1) geht indes zu weit und ist den konkret 

vorliegenden Einschränkungen nicht angemessen. Insgesamt ist der von der 

Beschwerdegegnerin vorgenommene Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen.

12.8. 

Wird dem Valideneinkommen von Fr. 106'069.-- das Invalideneinkommen von 

Fr. 35'742.-- (Fr. 39'713.-- abzüglich 10 % Tabellenlohnabzug) gegenübergestellt, so 

resultiert ein Invaliditätsgrad von 66 %, womit der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente hat. Die Beschwerdegegnerin setzte den Rentenbeginn unter 

12.9. 

https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

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13.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

24. Juni 2019 aufgehoben und dem Beschwerdeführer eine Dreiviertelsrente, 

beginnend am 1. Dezember 2013, zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistungen wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

Berücksichtigung des bereits erfüllten Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) sowie der 

Karenzfrist (Art. 29 Abs. 1 IVG) auf den 1. Dezember 2013 fest. Dies wurde nicht 

bestritten und ist nicht zu beanstanden.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und dem 

Beschwerdeführer, beginnend am 1. Dezember 2013, eine Dreiviertelsrente 

zuzusprechen.

13.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegenden Angelegenheit angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen 

(vgl. betreffend Überklagung den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 1. April 2016, IV 2014/126, E. 6.2 mit Hinweis).

13.2. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Der Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint 

eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer), welche ebenfalls vollumfänglich von der Beschwerdegegnerin zu 

übernehmen ist. Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt sich die Festsetzung einer 

Entschädigung für die gewährte unentgeltliche Rechtsverbeiständung.

13.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.06.2021
	Art. 28 IVG. Beweiswert eines interdisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juni 2021, IV 2019/210).

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