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**Case Identifier:** f6ccb83a-a930-5285-a36b-9680bd066b95
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.08.2025 BV 2021/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_BV-2021-1_2025-08-27.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2021/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 17.11.2025

Entscheiddatum: 27.08.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 27.08.2025
Klage betreffend Beitragsforderungen durch Stiftung FAR; Abschreibung 
des Verfahrens nach Klagerückzug durch die Stiftung FAR aufgrund der 
Einstellung des Konkurses mangels Aktiven über die Beklagte. Die Kosten 
der bei Konkurseröffnung pendenten, vom Versicherungsgericht 
angeordneten Unterstellungskontrolle sind in Analogie zu Art. 45 Abs. 1 
ATSG von den Parteien hälftig zu tragen, da die Klägerin ihre 
Untersuchungspflicht und die Beklagte ihre Mitwirkungspflicht verletzt 
hatten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. 
August 2025, BV 2021/1).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/7 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 27. August 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Christiane Gallati Schneider und Tanja Petrik-Haltiner;  
Gerichtsschreiberin Karin Kobelt  

   

Geschäftsnr.   BV 2021/1 
 

   

Parteien 
 

 S t i f t u n g  f ü r  d e n  f l e x i b l e n  A l t e r s r ü c k t r i t t  
i m  B a u h a u p t g e w e r b e  ( F A R ) ,  Obstgartenstrasse 19, 
8006 Zürich,  

Klägerin,  

 
 

  gegen 

  B . _ _ _  G m b H  i n  L i q . ,  
Beklagte,  

 
 

 
  

Gegenstand  Forderung (FAR-Beiträge) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2021/1 
 

 

2/7 

Sachverhalt 
In Erwägung, 

– dass die Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (Stiftung FAR; nachfolgend: 

Klägerin) am 6. Januar 2021 gegen die damalige B.___ GmbH (heute: B.___ GmbH in Liquidation; 

nachfolgend: Beklagte) eine Beitragsklage erhob, da Letztere nach Ansicht der Klägerin dem 
Geltungsbereich des mit Bundesratsbeschluss vom 5. Juni 2003 teilweise allgemeinverbindlich 

erklärten Gesamtarbeitsvertrag für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe unterstellt war 

(GAV FAR und BRB AVE GAV FAR; act. G1); 

 
– dass die Beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. J. Schlatter, am 30. April 2021 die 

Klageantwort (act. G9), die Klägerin am 10. September 2021 die Replik (act. G19) und die Beklagte 

am 5. Januar 2022 die Duplik (act. G27), jeweils mitsamt Beilagen, erstattete;  

 
– dass das Versicherungsgericht der Klägerin am 16. Mai 2022 mitteilte, dass die Sachlage noch nicht 

spruchreif erscheine, nicht ausgeschlossen sei, dass das Gericht eine Unterstellungskontrolle für 

notwendig erachte und der Klägerin Frist ansetzte zur Stellungnahme zu einem Vorbringen der 
Beklagten (act. G29);  

 
– dass die Klägerin daraufhin am 6. September 2022 die Triplik mitsamt Berechnungen (act. G36), die 

Beklagte am 30. Januar 2023 die Quadruplik inkl. Beilagen (act. G46), die Klägerin am 12. Mai 2023 

die Quintuplik inkl. Beilage (act. G52) und die Beklagte am 20. Juni 2023 die Sextuplik (act. G56) 
einreichte;  

 
– dass das Versicherungsgericht den Parteien am 16. August 2023 mitteilte, dass es den Sachverhalt 

hinsichtlich des Gepräges der Beklagten als nicht spruchreif abgeklärt erachte und deshalb eine 

Unterstellungskontrolle vorgesehen sei (act. G59), und nach diverser Korrespondenz am 2. 

November 2023 ergänzend erklärte, dass es vorgesehen werde, die C.___ AG mit der 
Unterstellungskontrolle zu beauftragen (act. G71);  

 
– dass keine der Parteien Einwände gegen die Auftragserteilung an die C.___ AG erhob (act. G72 und 

73) und das Versicherungsgericht am 23. November 2023 die C.___ AG mit der 

Unterstellungskontrolle beauftragte (act. G75);  

 
– dass Rechtsanwalt Schlatter das Versicherungsgericht am 11. Juni 2024 darüber informierte, dass 

das Mandat zur Beklagten beendet sei (act. G76); 

 
– dass die Beklagte am 4. November 2024 durch Konkurs aufgelöst wurde (vgl. Internet-Auszug aus 

dem Handelsregister des Kantons St. Gallen);  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2021/1 
 

 

3/7 

 
– dass das Versicherungsgericht die Parteien am 6. November 2024 darüber informierte, dass nach 

erfolgloser Aufforderung der Beklagten zur Mitwirkung bei der Beweiserhebung die C.___ AG den 

Bericht zur Unterstellungskontrolle gestützt auf die vorhandenen Unterlagen erstellen werde (act. 

G87);  

 
– dass am 11. November 2024 die Eintragung der Auflösung der Beklagten durch Konkurseröffnung im 

Handelsregister erfolgte (vgl. Internet-Auszug aus dem Handelsregister des Kantons St. Gallen);  

 
– dass vor diesem Hintergrund das Klageverfahren am 14. November 2024 einstweilen eingestellt 

wurde (act. G89) und die C.___ AG angehalten wurde, keine weiteren Schritte zu unternehmen; 

 
– dass die C.___ AG am 20. November 2024 die Rechnung Nr. XXXXX über einen Betrag von Fr. 

5'192.55 für die bis dahin geleisteten Arbeiten ausstellte (act. G91); 

 
– dass das Konkursverfahren betreffend die Beklagte mit Entscheid des Konkursrichters des 

Kreisgerichts D.___ vom 6. Mai 2025 mangels Aktiven eingestellt wurde (vgl. Internet-Auszug aus 

dem Handelsregister des Kantons St. Gallen); 

 
– dass das Versicherungsgericht die Klägerin mit Schreiben vom 24. Juni 2025 über diesen Umstand 

informierte und um Rückmeldung hinsichtlich des weiteren Vorgehens ersuchte (act. G94); 

 
– dass die Klägerin ihre Klage am 1. Juli 2025 zurückzog und beantragte, die Kosten der gerichtlich 

angeordneten Unterstellungskontrolle seien vollumgänglich der Beklagten aufzuerlegen (act. G95) 

und dass sich die Beklagte dazu innert der ihr vom Versicherungsgericht angesetzten Frist nicht 

äusserte;  

 
– dass das Versicherungsgericht die Verfahrenseinstellung am 3. Juli 2025 aufhob (act. G96) und 

gleichentags der C.___ AG mitteilte, dass sie den Auftrag für die Unterstellungskontrolle abschliessen 

könne (act. G97);  

 
– dass die C.___ AG dem Gericht in der Folge die Akten retournierte (Eingang am 22. Juli 2025) und 

die Abschlussrechnung Nr. 20250229 vom 18. Juli 2025 über Fr. 443.20 ausstellte (act. G97.1);  

 
– dass den Parteien die Korrespondenz zwischen dem Versicherungsgericht und der C.___ AG inkl. 

der Schlussrechnung am 4. August 2025 zur Kenntnis gebracht wurde (act. G99);  

 
– dass das Klageverfahren angesichts des vorbehaltlosen, vollumfänglichen Klagerückzugs vom 1. Juli 

2025 abzuschreiben ist;  

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2021/1 
 

 

4/7 

– dass keine Gerichtskosten zu erheben sind (Art. 73 Abs. 2 BVG);  

 
– dass es im Folgenden die bei der C.___ AG angefallenen Fr. 5'635.75 (Fr. 5'192.55 und Fr. 443.20) 

(Abklärungs-)Kosten zu verlegen gilt;  

 
– dass laut zur Publikation vorgesehenem Entscheid des Bundesgerichts vom 24. Oktober 2024, 

9C_325/2024, bei ungenügender Aktenlage die Vorsorgeeinrichtung gehalten ist, weitere 

sachdienliche Angaben selbständig und auf eigene Kosten zu erwirken [...] und es nicht angehen 

kann, kostenträchtigere Elemente der Sachverhaltserhebung auf die versicherten Personen 

abzuwälzen, würde dies doch klarerweise den Umfang der (zumutbaren) Mitwirkungspflicht sprengen 

(E. 6.3.1 des genannten Entscheids mit Hinweis auf MIRIAM LENDFERS, Kosten im Klageverfahren von 

beruflicher Vorsorge und Krankenzusatzversicherung, Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 

[JaSo] 2020, S. 255 ff.), den versicherten Personen jedoch eine Mitwirkungspflicht in zumutbarem 

Rahmen obliegt; 

 
– dass weder dem BRB AVE GAV FAR noch dem Reglement FAR etwas hinsichtlich Kostentragung 

von Beweisvorkehren oder Mitwirkungspflicht der unterstellten Arbeitgebenden zu entnehmen ist;  

 
– dass der Versicherungsträger laut Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren prüft, die notwendigen 

Abklärungen von Amtes wegen vornimmt und die erforderlichen Auskünfte einholt, gemäss BGE 137 

V 210 E. 3.2 im Falle der Auslagerung dieser Aufgabe an externe Abklärungsstellen sicherzustellen 

hat, dass er von den beauftragten Stellen alle entscheiderheblichen Angaben in der erforderlichen 

Qualität erhält und laut Art. 45 Abs. 1 ATSG die Kosten der Abklärung übernimmt, soweit er die 

Massnahmen angeordnet hat oder wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs 

unerlässlich waren;  

 
– dass der Begriff der Massnahme im Sinn von Art. 45 Abs. 1 ATSG nicht nur medizinische, sondern 

alle infrage kommenden Abklärungsschritte umfasst (vgl. RENÉ WIEDERKEHR, N 22 zu Art. 45 mit 

Hinweisen in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024); 

 
– dass laut zur Publikation vorgesehenem Entscheid des Bundesgerichts vom 24. Oktober 2024, 

9C_325/2024, die im invaliden- und unfallversicherungsrechtlichen Bereich zu Art. 45 ATSG 

ergangenen Rechtsprechungsgrundsätze gleichsam analog im berufsvorsorgerechtlichen Bereich 

anzuwenden sind (E. 6.3.2 des genannten Entscheids); 

 
– dass die Kosten gutachterlicher Abklärungen durch das Berufsvorsorgegericht einer 

Vorsorgeeinrichtung dann zu überbinden sind, wenn sich deren Erhebungen als lückenhaft oder 

ungenügend erweisen, ein gerichtliches Gutachten die erkannten Mängel zu beheben in der Lage ist 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2021/1 
 

 

5/7 

und zwischen diesen und der Notwendigkeit weiterer Abklärungen ein kausaler Zusammenhang 

besteht (E. 6.3.2 des genannten Entscheids); 

 
– dass  ein solcher Zusammenhang etwa gegeben ist, wenn ein offensichtlicher Widerspruch zwischen 

verschiedenen medizinischen Standpunkten bestehen bleibt und nicht durch objektiv begründete 

Erklärungen aufgelöst wird, wenn eine oder mehrere Aspekte unbeantwortet bleiben, obschon sie für 

die Würdigung der medizinischen Situation notwendig sind, oder wenn ein Gutachten entscheidende 

Berücksichtigung findet, welches die Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert 

medizinischer Beurteilungsgrundlagen offensichtlich nicht erfüllt (E. 6.1.1 des genannten 

Entscheids);  

 
– dass diese Grundsätze auch auf die vorliegend angeordnete Unterstellungskontrolle angewendet 

werden können, auch wenn es sich dabei nicht um eine medizinische Begutachtung handelt, weshalb 

es in der Folge zu prüfen gilt, ob die vom Gericht angeordnete Unterstellungskontrolle in der Lage 

gewesen wäre, die vom Gericht festgestellten Mängel in der Sachverhaltsermittlung zu beheben und 

ob die Beklagte der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltserhebung nachgekommen 
ist;  

 
– dass die Klägerin der Beklagten mit „Entscheid der Geschäftsstelle Stiftung FAR“ vom 21. Juli 2015 

mitgeteilt hat, dass die Beklagte ab 1. Januar 2014 unter den räumlichen und betrieblichen 

Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR falle (act. G1.9), die Beklagte dagegen am 11. Mai 2017 
Einsprache erhob (act. G1.14), die Klägerin der Beklagten am 12. September 2017 mitteilte, dass sie 

eine Unterstellungskontrolle vor Ort über den Zeitraum 2009 bis 2017 durchführen werde (act. G1.18-

1), und eine Liste mit den bereitzuhaltenden Unterlagen zur Verfügung stellte (act. G1.18-2), E.___ 

von der F.___ GmbH am 24. April 2018 im Auftrag der Klägerin diese Kontrolle bei der Beklagten 

durchführte sowie ein Protokoll erstellte und am 23. August 2018 einen Schlussbericht erstattete (act. 

G1.32);  

 
– dass aus diesem Schlussbericht und dem Protokoll hervorgeht, die Kontrolle und die gewünschten 

Unterlagen seien nicht ideal vorbereitet gewesen, die Auskünfte seien zwar gegeben bzw. 

nachgeliefert worden, aber eine gewisse Zurückhaltung sei spürbar gewesen, der Geschäftsführer 

sei ohne Grundangabe nicht anwesend gewesen, der Treuhänder habe eigentlich nichts zur Klärung 

der Situation beitragen können, der Umsatz pro Tätigkeit und damit das Gepräge sei nicht ermittelbar, 

es fehle an einer detailliierten Stundenerfassung, Auftragserfassung und Umsatzaufteilung, es seien 

dem Kontrolleur diverse von der Klägerin verlangte Unterlagen nicht abgegeben worden und E.___ 

dennoch zum Schluss kam, dass das Gepräge der Beklagten bei den Kompaktfassaden liege (act. 

G1.32);  

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2021/1 
 

 

6/7 

– dass die Klägerin die Beklagte am 6. Dezember 2018 darüber informierte, dass es ihr nach Analyse 

des Protokolls der Unterstellungskontrolle nicht möglich sei, aussagekräftige und fundierte 

Rückschlüsse zu den ausgeführten Tätigkeiten und dem Gepräge der Beklagten zu ziehen, weshalb 

sie weiterhin auf detaillierte und stichhaltige Angaben angewiesen sei (act. G1.38);  

 
– dass Rechtsanwalt Schlatter der Klägerin am 31. Januar 2019 mitteilte, dass der Beklagten zufolge 

deren Gepräge klar aus den vorhandenen Unterlagen hervorgehe und nicht in den betrieblichen 

Geltungsbereich der Klägerin falle und er für den Fall, dass die vorhandenen Unterlagen den 

Anforderungen der Klägerin nicht genügen würden, um substantiierte Mitteilung bitte, welche 

zusätzlichen Unterlagen und/oder Belege gewünscht würden (act. G39);  

 
– dass die Klägerin der Beklagten am 20. März 2019 eine „Wiedererwägung der Geschäftsstelle 

Stiftung FAR“ schickte und darin feststellte, dass die Beklagte unter den räumlichen und betrieblichen 

Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR falle, der Entscheid vom 21. Juli 2015 vollumfänglich 

gutgeheissen und die Einsprache vom 11. Mai 2017 vollumfänglich abgelehnt werde (act. G40);  

 
– dass sich der Sachverhalt mit der Unterstellungskontrolle vom 24. April 2018 auch nach Ansicht der 

Klägerin unvollständig präsentierte (vgl. act. G1.38), sie in der Folge dennoch auf weitere 

Abklärungen verzichtete, erst im Rahmen des Klageverfahrens unter anderem die Einreichung der 

von der Beklagten ausgestellten Rechnungen zuzüglich der von ihren Subunternehmen ausgestellten 

Rechnungen erfolgte, diese jedoch nur sehr rudimentär begründet sind, das Gericht deshalb 
entgegen der Ansicht der Beklagten mangels Fachwissens nicht in der Lage war, das Gepräge der 

Beklagten anhand des Umsatzes abschliessend zu bestimmen, sich die Ausgangslage für eine 

neuerliche Unterstellungskontrolle mit den im Rahmen des Gerichtsverfahrens erhältlich gemachten 

Dokumenten jedoch derart verbessert hatte, dass eine aussagekräftige Aussage des Kontrolleurs 

erwartet werden konnte und folglich eine Unterstellungskontrolle bei der C.___ AG in Auftrag gegeben 

wurde, um den Sachverhalt abschliessend zu klären;  

 
– dass nach dem Gesagten einerseits die Beklagte ihre Mitwirkungspflicht verletzte, indem sie nicht 

sämtliche von der Klägerin explizit verlangten Dokumente für die Unterstellungskontrolle bereit hielt 

und diese auch im Nachgang dazu nicht zur Verfügung stellte, obwohl sie angesichts der Einreichung 

im Klageverfahren offensichtlich darüber verfügte, und andererseits die Klägerin ihre 

Untersuchungspflicht verletzte, indem sie trotz von ihr selbst festgestellter ungenügender 

Aussagekraft der ersten Unterstellungskontrolle auf weitere Erhebungen und Abklärungen verzichtete 

und folglich auf ungenügender Grundlage entschied, ohne der Beklagten trotz Anfrage vom 31. 

Januar 2019 Gelegenheit einzuräumen, weitere Unterlagen einzureichen;  

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2021/1 
 

 

7/7 

– dass es vor diesem Hintergrund als gerechtfertigt erscheint, in Analogie zu Art. 45 Abs. 1 ATSG die 

Klägerin und die Beklagte die Abklärungskosten für die vom Gericht angeordnete 

Unterstellungskontrolle je hälftig, also je im Umfang von Fr. 2'817.88 tragen zu lassen;  

 
– dass die Beklagte eine Parteientschädigung beantragte;  

 
– dass der effektive Grund für die Abschreibung des Verfahrens in der Konkurseröffnung über die 

Beklagte und der deshalb von der Klägerin zurückgezogenen Klage liegt, womit bei materieller 

Betrachtung in der Hauptsache von einem Unterliegen der Beklagten auszugehen ist, jedoch die 

Beklagte in der Frage der Kostenauferlegung der Abklärungskosten teilweise obsiegt;  

 
– dass der Beklagten vor diesem Hintergrund eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 500.-- 

zuzusprechen ist;  

 

wird im Verfahren gemäss Art. 39bis Abs. 1 lit. b VRP 

entschieden:  

1.  
Das Verfahren wird abgeschrieben. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Den Parteien werden die Abklärungskosten von insgesamt Fr. 5'635.75 je zur Hälfte (Fr. 2'817.88) 

auferlegt. 

4.  
Die Klägerin bezahlt der Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 500.--.  

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		2026-01-28T04:10:50+0100
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