# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39336d17-eaa8-5905-983b-3ff9db17b9ed
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 28.12.2021 ZK2 2018 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2018-18_2021-12-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 28. Dezember 2021

Referenz ZK2 18 18

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Hubert und Bergamin
Richter, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Ladina Sturzenegger
Via Giarsun 52, 7504 Pontresina 

gegen

B._____ AG
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans-Ulrich Bürer
Hinterm Bach 6, Postfach 64, 7001 Chur 

Gegenstand Forderung/Freigabe Sicherstellung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Maloja vom 14. November 2017, 
mitgeteilt am 26. Februar 2018 (Proz. Nr. 110-2009-22)

Mitteilung 28. Dezember 2021

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Sachverhalt

A. A._____ ist Eigentümer des Grundstücks Nr. C._____, Grundbuch 
D._____. Am 14. September 2007 beauftragte er die B._____ AG mit dem Umbau 
des auf besagtem Grundstück gelegenen Bauernhofes zu Pferdestallungen. Letz-
terer ist Gegenstand der vorliegenden Streitigkeit.

B. Mit Gesuch vom 25. April 2008 stellte die B._____ AG beim Kreisamt Obe-
rengadin den Antrag um Vormerkung der vorläufigen Eintragung eines Bauhand-
werkerpfandrechts in Höhe von CHF 67'963.90 auf dem genannten Grundstück. 
Diesem Begehren entsprach der Kreispräsident Oberengadin mit superprovisori-
scher Verfügung vom 30. April 2008. Im Laufe des Verfahrens leistete A._____ für 
das vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht eine Sicherheit von 
CHF 81'556.70 und hinterlegte diesen Betrag beim
Kreisamt Oberengadin. Daraufhin verfügte der Kreispräsident Oberengadin am 6. 
Juni 2008 die Löschung der superprovisorischen Vormerkung des vorläufig einge-
tragenen Bauhandwerkerpfandrechts und setzte der B._____ AG Frist zur Klage-
einreichung bis zum 8. September 2008.

C. Mit Eingabe vom 3. September 2008 reichte die B._____ AG beim 
Kreispräsidenten Oberengadin ein Vermittlungsgesuch ein. Nach erfolglosem 
Vermittlungsversuch stellte das Kreisamt Oberengadin der B._____ AG am 
27. März 2009 den Leitschein aus, welcher folgende Anträge enthielt:

1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
CHF 67'963.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. März 2008 zu bezahlen.

2. Es sei gerichtlich festzulegen, dass die vom Beklagten geleistete und 
beim Kreisamt Oberengadin hinterlegte Barsicherheit von 
CHF 81'556.70 die Forderung der Klägerin gegenüber dem Beklagten 
im Betrage von CHF 67'963.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. März 
2008 sicherstellt und dementsprechend für die Forderung der Klägerin 
gegenüber dem Beklagten im Umfang von CHF 67'963.90 zuzüglich 
Zins zu 5 % seit 18. März 2008 haftet.

3. Das Kreisamt Oberengadin sei anzuweisen, die vom Beklagten hinter-
legte Barsicherheit im Umfange von CHF 67'963.90 zuzüglich Zins zu 
5 % seit 18. März 2008 an die Klägerin freizugeben.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge – letztere zuzüglich Mehr-
wertsteuer – zulasten des Beklagten.

D. Am 4. Mai 2009 legte die B._____ AG dem Bezirksgericht Maloja ihre Pro-
zesseingabe mit unveränderten Rechtsbegehren vor. A._____ stellte in seiner 
Prozessantwort vom 17. Juni 2009 folgende Anträge:

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

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2. Es sei das Kreisamt Oberengadin anzuweisen, die am 13. Mai 2008 
zuhanden des Kreisamtes Oberengadin geleistete Sicherheitsleistung 
von CHF 81'556.70 inkl. Zinsen von 5 % seit dem 13. Mai 2008 an den 
Beklagten herauszugeben.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungspflicht zulasten der 
Klägerin.

Es wird die Verrechnungseinrede erhoben.

E. Das Bezirksgericht nahm im November bzw. Dezember 2009 zwei Zeugen-
einvernahmen vor (E._____ [Bauleiter] und F._____ [Präsident des Verwaltungs-
rates der B._____ AG]). 

F. Mit Verfügung vom 6. Januar 2010 ordnete das Bezirksgericht alsdann die 
Einholung einer Expertise an. Der Experte liess dem Bezirksgericht das Gutachten 
vom 13. März 2012 sowie ein Teilgutachten vom 26. April 2012 zukommen. Dar-
aufhin beantragte A._____ die Einholung eines Obergutachtens. Das Bezirksge-
richt hiess diesen Antrag mit Verfügung vom 9. Juli 2012 gut und verfügte am 
15. Februar 2013 die Ernennung der Forschungsanstalt G._____ zur Oberexper-
tin. Mit Verfügung vom 26. Januar 2015 widerrief das Bezirksgericht die vorge-
nannte Ernennung und beauftragte einen neuen Oberexperten. Letzterer reichte 
dem Gericht am 29. Dezember 2015 sein Protokoll des Augenscheins vom 5. Au-
gust 2015 ein und legte seine daraus gezogenen Erkenntnisse und Feststellungen 
dar. Nach gerichtlicher Aufforderung des Oberexperten zur Beantwortung der Ex-
perten-Fragen legte dieser sein Gutachten am 14. April 2016 vor. In der Folge ver-
langte A._____ die Ergänzung des Gutachtens. Die B._____ AG verzichtete auf 
die Stellung von weiteren Anträgen. Die Ergänzung der Expertise datiert schliess-
lich vom 7. Juni 2017.

G. Nach Durchführung der Hauptverhandlung am 14. November 2017 erkann-
te das (nunmehr) Regionalgericht Maloja mit Entscheid vom gleichen Tag, den 
Parteien mitgeteilt am 26. Februar 2018, wie folgt:

1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte wird verpflich-
tet, der Klägerin CHF 48'034.40, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 
18. März 2008, zu bezahlen.

2. Die bei der Region Maloja, vormals Kreisamt Oberengadin, hinterlegte 
Summe von [recte: CHF] 81'556.70, zuzüglich allfällige Zinse, ist im 
Umfang von CHF 48'034.40, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 18. März 
2008, der Klägerin und im restlichen Umfang dem Beklagten auszu-
zahlen.

3. Die Gerichtskosten von CHF 5'000.– sowie die Gutachterkosten von 
CHF 6'867.40 werden zu 5/7 dem Beklagten und zu 2/7 der Klägerin 
auferlegt und werden mit den geleisteten Vorschüssen verrechnet.

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Der Beklagte wird verpflichtet, die Klägerin mit CHF 7'665.70 ausser-
gerichtlich zu entschädigen.

4. (Rechtsmittelbelehrungen Hauptentscheid und Kostenentscheid)

5. (Mitteilung)

H. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (fortan: Berufungskläger) mit Ein-
gabe vom 11. April 2018 beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung. Er stell-
te folgende Anträge:

1. Es seien die Ziffern 1-3 des angefochtenen Urteils im Proz. Nr. 110-
2009-22 vom 14.11.17/26.02.2018 des Regionalgerichts Maloja aufzu-
heben.

2. Die Forderung der Berufungsbeklagten von Fr. 67'462.90 sei abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten ist.

3. Die vom Berufungskläger bei der Region Maloja (vormals Kreisamt 
Oberengadin) hinterlegte Summe von Fr. 81'556.70 zuzüglich allfälli-
ger Zinsen sei diesem vollumfänglich zurückzuerstatten.

4. Ev. sei der Entscheid zur Neubeurteilung kosten- und entschädigungs-
fällig an die Vorinstanz zurückzuweisen.

5. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfah-
rens seien entsprechend des Verfahrensausgangs im Rahmen des 
Gesetzes neu zu [sic] festzulegen (Art. 381 Abs. 3 ZPO).

6. Unter vollumfänglicher gerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge 
zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der berufungsbeklagten Partei.

I. Mit Berufungsantwort vom 20. November 2018 schloss die B._____ AG 
(fortan: Berufungsbeklagte) auf kosten- und entschädigungsfällige Abweisung der 
Berufung (zzgl. MwSt.), soweit darauf einzutreten sei. Das Doppel der Berufungs-
antwort wurde dem Berufungskläger am 16. Mai 2018 zur Kenntnisnahme zuge-
stellt mit dem Hinweis, ein weiterer Schriftenwechsel sei nicht vorgesehen.

J. Infolge Demission des verfahrensleitenden Kantonsrichters erfolgte per 
1. Januar 2020 ein Wechsel im Vorsitz der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden, wobei Kantonsrichter Micha Nydegger den Vorsitz übernahm. 
Der Vorsitzende setzte die Parteien mit Schreiben vom 6. Februar 2020 darüber in 
Kenntnis.

Erwägungen

1. Anwendbares (Prozess-)Recht

Die Berufungsbeklagte machte das vorinstanzliche Verfahren vor dem Inkrafttre-
ten der Schweizerischen ZPO anhängig. Nach Art. 404 Abs. 1 ZPO gilt für im Zeit-
punkt des Inkrafttretens der ZPO rechtshängige Verfahren bis zum Abschluss vor 

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der betroffenen Instanz das bisherige Verfahrensrecht. Das vorinstanzliche Ver-
fahren richtete sich demnach nach den Bestimmungen der Bündner Zivilprozess-
ordnung (ZPO-GR; BR 320.000). Der angefochtene Entscheid wurde indes nach 
dem 1. Januar 2011 schriftlich eröffnet. Für das Rechtsmittelverfahren gilt das 
Recht, das bei der Eröffnung des (angefochtenen) Entscheids in Kraft ist (Art. 405 
Abs. 1 ZPO). Folglich kommt für das vorliegende Berufungsverfahren die eid-
genössische ZPO zur Anwendung. Ungeachtet welchen Regeln das Verfahren in 
der zweiten Instanz folgt, ist der angefochtene Entscheid jedoch daraufhin zu prü-
fen, ob die Vorinstanz die im Zeitpunkt der Entscheidfällung geltenden (allenfalls 
altrechtlichen) Normen richtig anwandte.

2. Prozessuales

2.1. Die Berufung richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Endentscheid 
(Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Sie wurde form- und fristgerecht erhoben (Art. 311 
i.V.m. Art. 145 Abs. 1 lit. a ZPO; Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]; act. A.1; 
act. B.1). Der einverlangte Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet (act. D.2) 
und der für eine Berufung erforderliche Streitwert ist erreicht (Art. 308 Abs. 2 ZPO; 
RG act. VII.1-3). Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen weite-
ren Bemerkungen Anlass. Unter dem Vorbehalt rechtsgenügender Begründung 
(Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist auf die Berufung einzutreten. Deren Beurteilung fällt in 
die Zuständigkeit der erkennenden Kammer (Art. 7 Abs. 1 lit. a KGV 
[BR 173.100]).

2.2. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichti-
ge Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Das 
Verfahren untersteht vorliegend der Partei- und Dispositionsmaxime. Die Berufung 
stellt daher keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens dar. Sie dient 
vielmehr der Überprüfung des angefochtenen Entscheides und des Verfahrens der 
ersten Instanz. Dabei obliegt es den Parteien, hinreichend genau aufzuzeigen, 
inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehler-
haft zu betrachten ist (BGE 144 III 394 E. 4.1.4; 142 III 413 E. 2.2.4; je m.w.H.).

2.3. Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren 
nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO und längstens bis zum 
Beginn der Phase der Urteilsberatung berücksichtigt werden.

3. Überblick / Vorbemerkungen

Der Berufungskläger als Besteller und die Berufungsbeklagte als Unternehmerin 
schlossen einen Werk(lieferungs)vertrag über den Bau eines Pferdestalles ab. Vor 

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erster Instanz erhob die Berufungsbeklagte Klage auf definitive Bestellung der zur 
Ablösung des Bauhandwerkerpfandrechts geleisteten Barsicherheit (vgl. sogleich 
nachstehend E. 4) sowie auf Zahlung ihres ausstehenden Werklohnes. Die Vor-
instanz hiess die Forderungsklage teilweise gut, indem sie die Werklohnforderung 
als fällig erachtete. Aufgrund von Mängeln am Stall gestand sie dem Berufungs-
kläger jedoch Abzüge in der Höhe von insgesamt CHF 19'929.50 zur Verrechnung 
zu. Für ihre verbleibende Forderung wurde die Berufungsbeklagte alsdann von der 
Vorinstanz aus der Barsicherheit befriedigt. Im vorliegenden Berufungsverfahren 
wehrt sich der Berufungskläger in diversen Aspekten gegen diesen Entscheid. Die 
Berufung teilt sich in Vorbringen prozessualer (mehrfache Verletzung der Disposi-
tionsmaxime [E. 4 f.]; Verletzung von Art. 188 Abs. 2 ZPO [E. 7]) und materieller 
Natur (Vertragsauslegung/Pfandsicherung [E. 6]; Mängelpositionen [E. 8]; Ver-
zugszinsen [E. 9]).

Einleitend rechtfertigen sich zudem folgende Bemerkungen: Hauptstandpunkt des 
Berufungsklägers vor erster Instanz war, dass das Werk gar noch nicht vollendet 
sei, weshalb keine fällige Forderung der Berufungsbeklagten bestehe. Für den 
Fall, dass die Vorinstanz von Vollendung ausgehe, stellte er eine Verrechnungs-
forderung gestützt auf Mängelrechte (Minderung; RG act. I.2). Seinen Standpunkt 
betreffend fehlende Vollendung wiederholt der Berufungskläger zwar in der Beru-
fungsschrift, jedoch erst zu deren Schluss im Zusammenhang mit den Verzugs-
zinsen. Ebenfalls erst im Kontext Letzterer moniert der Berufungskläger en pas-
sant, das Bauhandwerkerpfandrecht sei zu spät errichtet worden (act. A.1, 
Ziff. II.6, S. 16 f.). Die Vorinstanz stellte fest, die letzten Arbeiten seien am 
5./6. Februar 2008 getätigt worden. Entsprechend sei die Pfandrechtseintragung 
vom 30. April 2008 fristgerecht erfolgt (vgl. aArt. 839 Abs. 2 ZGB; act. B.1, E. 4.3). 
Des Weiteren erwog die Vorinstanz, die Stallanlage sei in Gebrauch genommen 
worden. Das Werk gelte demnach als abgeliefert und angenommen (recte wohl: 
abgenommen; act. B.1, E. 5.2). Der Werklohn sei daher mit Werkablieferung 
(grundsätzlich) fällig geworden. Die Parteien hätten lediglich für einen Teilbetrag 
von CHF 50'000.00 eine abweichende Vereinbarung getroffen, und zwar mit Fäl-
ligkeit zehn Tage nach Bauabnahme. Inzwischen sei auch dieser Teilbetrag zur 
Zahlung fällig (act. B.1, E. 5.2). Der Berufungskläger setzt sich mit diesen Erwä-
gungen und den einschlägigen rechtlichen Grundlagen, auf welche sich die Vor-
instanz stützte, nicht hinreichend auseinander. Der pauschale Hinweis auf nach 
wie vor bestehende Mängel oder nicht gelieferte Gegenstände, welche im Verhält-
nis zum Gesamtwerk nebensächlich sind, reicht vorliegend jedenfalls nicht aus, 
um sich auf den Einwand der Nichtvollendung zu berufen. Dies gilt umso mehr, als 
der Einwand erst am Ende der Berufung, einzig im Zuge der Verzugszinsen – und 

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nachdem sich der Berufungskläger selbst ohne weitere Vorbehalte stets auf Min-
derung berufen hatte – erfolgte. Entgegen der Behauptung des Berufungsklägers 
ist der Entscheid der Vorinstanz bezüglich Abnahme und rechtzeitiger Pfandein-
tragung auch nicht widersprüchlich. Die Vorinstanz definierte den Zeitpunkt der 
Abnahme nämlich nicht, wie vom Berufungskläger behauptet, auf Ende 2007 (vgl. 
act. A.1, Ziff. 6, S. 16 f.; act. B.1, E. 5.2).

4. Definitive Bestellung der Sicherheitsleistung

4.1. Zunächst rügt der Berufungskläger eine Verletzung von Art. 58 ZPO. Die 
Berufungsbeklagte habe nie explizit eine definitive Sicherstellung des hinterlegten 
Betrages von CHF 81'556.70 beantragt; sie habe einzig eine Forderungsklage 
eingereicht und den Antrag gestellt, ihr sei die Barsicherheit freizugeben. Die 
Feststellung der Vorinstanz, wonach eine definitive Sicherstellung sinngemäss 
geltend gemacht worden sei, sei rechtswidrig. Die gesamte Sicherheitsleistung, 
zzgl. aufgelaufener Zinsen, sei bereits mangels Erfüllen der formellen Vorausset-
zungen, sprich Einhalten der Frist zur definitiven Bestellung der Sicherheit, dahin-
gefallen. Entsprechend sei sie ungeschmälert dem Berufungskläger zu überwei-
sen (act. A.1, Ziff. II.1, S. 3 f.).

4.2. Der Berufungskläger löste das superprovisorisch eingetragene Bauhand-
werkerpfandrecht während laufendem Verfahren auf vorläufige Eintragung des 
entsprechenden Pfandrechts durch Leistung einer (wiederum bloss) vorläufigen 
Barsicherheit ab (vgl. RG act. II.7; vorstehend lit. B). Demgemäss setzte der da-
malige Kreispräsident der Berufungsbeklagten eine Prosequierungsfrist an, um auf 
definitive Bestellung der Sicherheit zu klagen (vgl. Rainer Schumacher, Das Bau-
handwerkerpfandrecht, 3. Aufl., Zürich 2008, N 1303 ff. zu § 26; act. B.1, E. 4 ff.; 
RG act. II.7; vorstehend lit. B; vgl. ferner RG act. II.3).

4.3. Rechtsbegehren sind nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im 
Lichte der dazu gegebenen Begründung (statt vieler BGE 136 V 131 E. 1.2; 105 II 
149 E. 2a). Aus Ziffer 2 des Rechtsbegehrens der Prozesseingabe der Berufungs-
beklagten (RG act. I.1) geht hinreichend hervor, dass sie die definitive Bestellung 
der Sicherheit beantragte. Dass die Berufungsbeklagte dabei das Wort "definitiv" 
nicht verwendete, schadet ihr nicht. Der Vorwurf des Berufungsklägers, die Beru-
fungsbeklagte habe einzig die Freigabe der Sicherheit verlangt, greift mithin zu 
kurz. Ebenso wenig vermag der Berufungskläger aus der Bezeichnung des Be-
gehrens durch die Vorinstanz als "sinngemässer" Antrag auf definitive Sicherstel-
lung etwas zu seinen Gunsten abzuleiten (act. B.1, E. 4.1; act. A.1, Ziff. II.1, S. 4). 
Die Vorinstanz wählte die Formulierung "sinngemäss" lediglich, da das Rechtsbe-

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gehren auf Festlegung der Sicherheit für die Haftung der Forderung lautete und 
nicht auf Anordnung der definitiven Sicherheit (act. B.1, E. 4.1). Die Formulierung 
der Vorinstanz mag allenfalls unpräzise gewählt sein. Was der Berufungskläger in 
diesem Zusammenhang aber einwendet (soeben vorstehend), überzeugt nicht. Er 
setzt sich denn auch nicht inhaltlich mit dem Antrag gemäss Ziff. 2 des Rechtsbe-
gehrens oder der Begründung der Berufungsbeklagten auseinander. Wenngleich 
die Formulierung der Vorinstanz, wie erwähnt, allenfalls unglücklich gewählt er-
scheint, sind ihre diesbezüglichen Erwägungen im Gesamtkontext klar und im Er-
gebnis nicht zu beanstanden. Entsprechend erkannte die Vorinstanz zutreffend, 
dass die Berufungsbeklagte mit dem Antrag auf Festlegung der hinterlegten 
Summe zur Begleichung der eingeklagten Forderung die definitive Bestellung der 
Sicherheit in der Sache beantragte. Anders zu entscheiden wäre überspitzt forma-
listisch. An dieser Schlussfolgerung ändern auch die Vorbringen des Berufungs-
klägers hinsichtlich der definitiven Anerkennung der Sicherheit und anschliessen-
dem Verzicht auf definitive gerichtliche Beurteilung nichts (vgl. act. A.1, Ziff. II.1, 
S. 4). Seine diesbezüglichen Ausführungen sind nicht sachdienlich. Weder die 
Vorinstanz noch die Berufungsbeklagte gingen von einer Anerkennung bzw. ei-
nem Verzicht auf definitive gerichtliche Beurteilung aus (vgl. Schumacher, a.a.O., 
N 1302 ff. zu § 26). 

Am Rande sei noch bemerkt, dass das Urteil des Bundesgerichts 5A_1036/2019 
vom 10. Juni 2020 vorliegend nicht einschlägig ist. In jenem Entscheid wurden die 
provisorisch eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechte während laufendem Ver-
fahren auf definitive Eintragung der Bauhandwerkerpfandrechte durch eine Barsi-
cherheit abgelöst. In der Folge verpasste es die Gläubigerin, ihr Rechtsbegehren 
den veränderten Umständen (Sicherheit anstatt Bauhandwerkerpfandrechte) an-
zupassen und neu zu formulieren. Anstatt der definitiven Eintragung der Vormer-
kungen der beantragten Bauhandwerkerpfandrechte hätte die Gläubigerin die de-
finitive Sicherstellung des gerichtlich hinterlegten Betrags beantragen müssen 
(ibid. E. 4.1 ff.). Demgegenüber war im vorliegenden Fall das provisorisch einge-
tragene Bauhandwerkerpfandrecht bei Einleitung des Verfahrens auf definitive 
Bestellung bereits durch die Sicherheit abgelöst worden.

Es liegt mithin keine Verletzung der Dispositionsmaxime vor, wobei Art. 58 ZPO im 
vorinstanzlichen Verfahren ohnehin nicht anwendbar gewesen wäre (vorstehend 
E. 1; Art. 119 ZPO-GR).

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5. Reduktion des Forderungsbetrages

5.1. Der Berufungskläger beanstandet weiter, der Vorinstanz sei entgangen, 
dass die Berufungsbeklagte ihre Forderung von CHF 67'963.90 auf 
CHF 67'462.90 reduziert habe. Damit werde nicht nur der Sachverhalt falsch fest-
gestellt, sondern erneut die Dispositionsmaxime verletzt (act. A.1, Ziff. II.2, S. 5).

5.2. Zutreffend ist, dass die Berufungsbeklagte anlässlich der Hauptverhandlung 
ihre Forderung reduzierte (RG act. VII.1, Ziff. III.6, S. 7 f.). Diese Reduktion erfolg-
te infolge Anerkennung dreier Mängelpositionen mit entsprechendem Minder-
wert/Herabsetzungsbetrag gemäss dem Obergutachten (vgl. RG act. IX.72; 
RG act. IX.85). Entgegen der Darstellung des Berufungsklägers berücksichtigte 
die Vorinstanz diese Reduktion bzw. die Anerkennung der jeweiligen Mängelposi-
tionen samt Minderung/Herabsetzung, und zwar stets im jeweiligen Sachzusam-
menhang bei der jeweiligen Mängelposition (act. B.1, E. 5.8, 5.10, 5.11, ferner 
E. 5.17). Dass die Vorinstanz die Reduktion der restlichen Werklohnforderung als 
Ganzes nicht zusätzlich und gesondert wiedergab, ist nicht relevant. Der Beru-
fungskläger übersieht bei seiner Rüge die Berechnungsmethode der Vorinstanz. 
Die Vorinstanz stellte weder den Sachverhalt falsch fest noch verletzte sie die 
Dispositionsmaxime.

Die Rüge des Berufungsklägers legt im Übrigen den Schluss nahe, dass er bereits 
die Reduktion der Forderung im erstinstanzlichen Verfahren missverstand. So rügt 
er mit Berufung lediglich eine nicht berücksichtigte Reduktion der Forderung um 
CHF 501.00 (CHF 67'963.90 [ursprüngliche restliche Werklohnforderung] ./. 
CHF 67'462.90 [zuletzt aufrechterhaltene restliche Werklohnforderung]), anstatt 
der eigentlichen – und von der Vorinstanz auch berücksichtigten – Reduktion in 
Höhe von insgesamt CHF 9'471.00. Diese divergierenden Beträge sind darauf 
zurückzuführen, dass die Berufungsbeklagte anlässlich der Hauptverhandlung 
nicht bloss ihre Forderung um die anerkannten Mängelpositionen reduzierte, son-
dern ihre Forderung gleichzeitig um die Position "Aufrechnung Werklohn gemäss 
Oberexperte" erhöhte. Dabei sah die Rechnung der Berufungsbeklagten wie folgt 
aus (RG act. VII.1, Ziff. III.3, III.6, S. 5 ff.): CHF 67'963.90 [restliche Werklohnfor-
derung] + CHF 8'970.00 [Aufrechnung Werklohn gemäss Oberexperte] ./. 
CHF 9'471.00 [Reduktion des Werklohnes gemäss Oberexperte sich zusammen-
setzend aus CHF 2'250.00 + CHF 3'000.00 + CHF 4'221.00] = CHF 67'462.90. Die 
Vorinstanz beachtete, wie dargetan, die volle Reduktion, d.h. alle drei Teilredukti-
onen (act. B.1, E. 5.8, 5.10, 5.11, ferner E. 5.17). Zur Erhöhung der Forderung 
("Aufrechnung Werklohn gemäss Oberexperte") finden sich im angefochtenen 
Entscheid hingegen keine Ausführungen. Wie die Erhöhung unter dem Regime 

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der ZPO-GR zu qualifizieren und würdigen gewesen wäre, braucht nicht vertieft zu 
werden. Sie ist nicht Gegenstand des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens. 

6. Vertragsauslegung/-qualifikation sowie Pfand-/Sicherheitsberechtigung

6.1. Der Berufungskläger moniert, die Vorinstanz habe den Vertrag nicht einheit-
lich ausgelegt bzw. qualifiziert. So habe sie die Entmistungsanlage als Lieferung 
einer Sache, mithin als Kauf, gewertet. Denn nach Auffassung der Vorinstanz sei 
sie kein Werk, weshalb die Berufungsbeklagte auch nicht für diesbezügliche Män-
gel einzustehen habe. Zudem habe die Vorinstanz das nicht gelieferte Eingangstor 
dem Schenkungsrecht unterstellt. Nichtsdestotrotz habe sie entschieden, der Be-
rufungsbeklagten stehe für die gesamte ihr zugesprochene Forderung samt der 
Entmistungsanlage ein Bauhandwerkerpfandrecht resp. die Sicherheitsleistung zu. 
Dieses Vorgehen sei widersprüchlich und verstosse gegen den Sinn des Bau-
handwerkerpfandrechts, gegen das Prinzip von Treu und Glauben wie auch gegen 
eine einheitliche Vertragsauslegung (act. A.1, Ziff. II.3, S. 5).

6.2. Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass die Verlegungsarbeiten der Rohre 
(gemeint waren die Leitungsrohre im Boden; vgl. nachstehend E. 8.1.3) für die 
Entmistungsanlage dem Bauherrn, mithin nicht der Berufungsbeklagten als Unter-
nehmerin, oblagen, weshalb es sich dabei nicht um ein Werk der Berufungsbe-
klagten handle (act. B.1, E. 5.15). Unerwähnt liess die Vorinstanz indes, dass die 
Berufungsbeklagte in ihrer Prozesseingabe selbst ausführte, im Zusammenhang 
mit der Entmistungsanlage nebst der Lieferung der Absaugschächte und des Ab-
sauggebläses auch das Gebläse angeschlossen zu haben (vgl. RG act. I.1, 
Ziff. III.A.4g, S. 8; RG act. II.6). Die Leistung der Berufungsbeklagten betreffend 
die Entmistungsanlage stammt daher aus dem Werklieferungsvertrag. Ihre Ver-
gütungsforderung für die Entmistungsanlage ist entsprechend ohne Weiteres 
pfand- resp. sicherungsberechtigt (vgl. Schumacher, a.a.O., N 295 zu § 10). Auf 
die Frage der Mängelhaftung für die Entmistungsanlage ist im konkreten Sachzu-
sammenhang (Mängelposition Entmistungsanlage) zurückzukommen (nachste-
hend E. 8.1).

Was die Rüge der uneinheitlichen Vertragsauslegung/-qualifikation betreffend das 
Eröffnungsgeschenk (Eingangstor) anbelangt, so geht die Rüge von vornherein 
ins Leere, da die Berufungsbeklagte diesbezüglich gar keine eigene Werklohnfor-
derungsposition geltend machte, mithin sich die Frage der Pfand-/
Sicherheitsberechtigung gar nicht erst stellte. Auf die Frage, ob die Vorinstanz das 
Eingangstor zu Recht dem Schenkungsrecht unterstellte, ist wiederum im konkre-

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ten Sachzusammenhang (Position Eingangstor) zurückzukommen (nachstehend 
E. 8.8). 

6.3. Der angefochtene Entscheid ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden.

7. Expertise

7.1. Es liegen zwei Gutachten samt Ergänzungen im Recht. Das erste Gutach-
ten erstellte J._____ (K._____ AG; Spezialist für Reithallen und Pferdeställe) am 
13. März 2012 gestützt auf den Augenschein vom 10. Februar 2011 (RG 
act. IX.16). Dabei bezog er sich lediglich auf Expertenfragen der Berufungsbeklag-
ten. Am 26. April 2012 nahm der Gutachter alsdann ergänzend bzw. im Sinne ei-
nes Teilgutachtens zu den Expertenfragen des Berufungsklägers sowie (teilweise) 
zu den noch nicht beantworteten Expertenfragen der Berufungsbeklagten Stel-
lung. Mit Verfügung vom 9. Juli 2012 hiess die Vorinstanz den Antrag des Beru-
fungsklägers auf Anordnung einer Oberexpertise gut (RG act. IX.25), da sie das 
erste Gutachten als ungenügend qualifizierte. Entsprechend gab die Vor-instanz 
gestützt auf Art. 195 ZPO-GR ein zweites Gutachten (fortan: Obergutachten/-
expertise) in Auftrag. Mit dessen Ausarbeitung betraute sie zuerst die For-
schungsanstalt G._____. Nach Vorlage des Vertragsentwurfs der G._____ spra-
chen sich die Parteien jedoch gegen eine Gutachtenserstellung durch Letztere 
aus. Schliesslich verfasste H._____ (I._____ AG) am 14. April 2016 die Oberex-
pertise (RG act. IX.72). Dies nachdem er zunächst lediglich ein Protokoll des Au-
genscheins vom 5. August 2015 mit einem Abschnitt "Erkenntnis und Berichter-
stattung von H._____" erstellt hatte (RG act. IX.68). Am 7. Juni 2017 beantwortete 
H._____ die Ergänzungsfragen und vervollständigte das Gutachten 
(RG act. IX.85).

7.2. Der Berufungskläger rügt mit Berufung, es liege eine Verletzung von 
Art. 188 Abs. 2 ZPO vor. Beide Gutachten (J._____ und H._____) seien unvoll-
ständig und nicht gehörig begründet, um sie als fundierte Basis für die Beurteilung 
der gestellten Fragen heranzuziehen. Die Verletzung von Art. 188 Abs. 2 ZPO 
rechtfertige eine Rückweisung an die Vorinstanz zur genaueren Sachverhaltsab-
klärung und zur Neubeurteilung resp. zumindest eine Korrektur durch die angeru-
fene Instanz (act. A.1, Ziff. II.4, S. 6 f.). Anzumerken ist, dass der Berufungskläger 
seinen Berufungsanträgen zufolge eine Rückweisung lediglich im Eventualstand-
punkt beantragte (act. A.1, Ziff. I, S. 2).

7.3. Vorab ist daran zu erinnern, dass auf das vorinstanzliche Verfahren die 
ZPO-GR Anwendung fand. Eine Verletzung der gerügten Bestimmung gemäss 

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eidgenössischer ZPO fällt somit von vornherein ausser Betracht. Als Folge unter-
lässt es der Berufungskläger darzulegen, inwiefern durch die Berücksichtigung 
des nicht genehmen (Ober-)Gutachtens eine Verletzung der massgeblichen Ver-
fahrensvorschriften nach der ZPO-GR vorläge (vgl. act. A.1, Ziff. II.4, S. 6 f.). Dies 
schadet ihm vorliegend jedoch nicht. Anders zu entscheiden wäre überspitzt for-
malistisch. Umso mehr, als die Würdigungskriterien von Gerichtsgutachten sowohl 
unter altem als auch unter neuem Prozessrecht dieselben sind (vgl. sogleich 
nachstehend).

7.4. Gerichtsgutachten sind Beweismittel, die zur Erforschung von Tatsachen 
oder von Schlussfolgerungen aus bereits bestehenden Tatsachen eingeholt wer-
den. Wie alle anderen Beweismittel unterliegen Gerichtsgutachten dem Grundsatz 
der freien richterlichen Beweiswürdigung. Dieser war bereits unter Geltung der 
alten kantonalen Prozessordnungen – gleich wie das Recht auf Beweis (Art. 29 
Abs. 2 BV; Art. 8 ZGB) – und nicht erst mit Inkrafttreten der schweizerischen Zivil-
prozessordnung (Art. 157 ZPO) als Bestandteil des (ungeschriebenen) Bundes-
rechts zu verstehen (Alfred Bühler, Die Beweiswürdigung von Gerichtsgutachten 
im Zivilprozess, in: Jusletter v. 14.5.2007, Rz. 1 mit Verweis auf Andreas Edel-
mann, in: Bühler/Edelmann/Killer [Hrsg.], Kommentar zur aargauischen Zivilpro-
zessordnung, 2. Aufl., Aarau 1998, N 17 Vorbem. §§ 195-269; Andreas Edelmann, 
Zur Bedeutung des Bundesrechts im Zivilprozessrecht, insbesondere anhand der 
neuen aargauischen Zivilprozessordnung, Zürcher Studien zum Verfahrensrecht, 
Bd. 91, Zürich 1990, S. 184 ff.; vgl. Alfred Bühler, Die Beweiswürdigung, in: Chri-
stoph Leuenberger [Hrsg.], Der Beweis im Zivilprozess, Bern 2000, S. 77/78).

Die Beweiswürdigung und damit die Beurteilung der Beweiskraft eines Gerichts-
gutachtens richtet sich nach den drei Kriterien der Vollständigkeit, Nachvollzieh-
barkeit und Schlüssigkeit. Das Gericht hat zu prüfen, ob das Gutachten alle Fra-
gen beantwortet, sich auf den zutreffenden Sachverhalt stützt und den Befund 
ausreichend begründet (BGer 5A_245/2017 v. 4.12.2017 E. 3.3.2; 4A_397/2016 v. 
30.11.2016 E. 4.1; vgl. auch BGE 133 II 384 E. 4.2.3 m.H.).

Das gerichtliche Gutachten soll dem Gericht Fachkenntnisse verschaffen, die ihm 
selbst fehlen, die es aber benötigt, um bestimmte rechtserhebliche Tatsachen 
wahrnehmen und/oder beurteilen zu können (BGer 5A_478/2013 v. 6.11.2013 
E. 4.1). Auch wenn das Gutachten der freien Beweiswürdigung unterliegt, darf ein 
Gericht in Fachfragen nur aus triftigen Gründen davon abweichen. Es hat zu prü-
fen, ob sich aufgrund der übrigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien 
ernsthafte Einwände gegen die Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen 
aufdrängen. Erscheint ihm die Schlüssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen 

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Punkten als zweifelhaft, hat das Gericht nötigenfalls ergänzende Beweise zur 
Klärung dieser Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Exper-
tise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen kann 
gegen das Verbot willkürlicher Beweiswürdigung verstossen (BGE 138 III 193 E. 
4.3.1; 135 II 539 E. 3.2; 133 II 384 E. 4.2.3; BGer 4A_483/2014 v. 25.11.2014 E. 
6.1; 5A_629/2015 v. 27.3.2017 E. 4.4).

7.5.1. Mit Berufung rügt der Berufungskläger, dass sich das Gericht auf Gutachten 
stütze, die im Vergleich zu Gutachten aus dem Sozialversicherungsrecht bzw. 
medizinischen Bereich mitnichten den Ansprüchen genügten, um auf sie abzustel-
len (act. A.1, Ziff. II.4, S. 6). Dieses Vorbringen erweist sich als unbehelflich. So 
erhellt sich nicht, was der Berufungskläger aus dem blossen Hinweis auf Gutach-
ten aus dem Sozialversicherungsrecht bzw. medizinischen Bereich zu seinen 
Gunsten ableiten will, zumal Gutachten aus besagten Rechtsgebieten notorisch 
umfangreicher ausfallen dürften. Inwiefern der dazu zitierte Bundesgerichtsent-
scheid einschlägig sein soll, ist ebenfalls nicht ersichtlich (vgl. act. A.1, Ziff. II.4, 
S. 6 mit Verweis auf BGE 125 V 351). 

7.5.2. Weiter tätigt der Berufungskläger Ausführungen zu den Gutachtern als Per-
sonen (act. A.1, Ziff. II.4, S. 6). Beide Gutachter wurden auf Vorschlag der Beru-
fungsbeklagten ernannt (RG act. IX.3; RG act. IX.27). Den Ablehnungsantrag des 
Berufungsklägers gegen den ersten Gutachter J._____ wies die Vorinstanz ab 
(RG act. IX.13; vgl. RG act. IX.10-12). Die entsprechende Verfügung blieb unan-
gefochten. Der Obergutachter H._____ lieferte alsdann unbestrittenermassen 
selbst Material für den streitgegenständlichen Stall, was der Berufungskläger denn 
auch mehrfach in der Berufung betont (vgl. act. A.1, Ziff. II.4, II.5e). Eine konkrete, 
eigentliche Rüge bezüglich der Person des Obergutachters erhebt er jedoch nicht. 
Auch im vorinstanzlichen Verfahren machte der Berufungskläger keine Ableh-
nungsgründe gegen den Obergutachter H._____ geltend. Vielmehr erklärte er ex-
plizit, keine Einwände gegen eine Auftragserteilung an H._____ zu haben 
(RG act. IX.57). Zu diesem Zeitpunkt, dem 22. Januar 2015 (RG act. IX.57), muss-
te dem Berufungskläger der Umstand, dass H._____ Material für den Stall gelie-
fert hatte, bereits bekannt gewesen sein. Die Materiallieferung ergibt sich nämlich 
aus den Editionen der Berufungsbeklagten, welche der Berufungskläger seitens 
der Vorinstanz am 11. November 2009 zur Einsicht erhalten hatte (RG act. VIII.2, 
E. 2; RG act. VIII.3-4.) Selbst wenn der Berufungskläger vorliegend Ablehnungs-
gründe erheben würde (quod non), wären diese vorliegend wohl verspätet (vgl. 
Art. 49 ZPO i.V.m. Art. 183 Abs. 2 ZPO). Dass sich der Berufungskläger, nachdem 
sein Ablehnungsantrag gegen den ersten Gutachter abgewiesen worden war, von 

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einem weiteren Ablehnungsantrag gegen den Obergutachter wenig Erfolg ver-
sprach (vgl. act. A.1, Ziff. II.4, S. 6: "Da bereits der erste Ablehnungsantrag abge-
wiesen worden war, war leider absehbar, dass dem auch gegen die Ernennung 
des Obergutachters so sein werde."), vermöchte eine (allfällige) verspätete Ableh-
nung nicht zu rechtfertigen (vgl. im weiteren Sinne zur Person des Obergutachters 
nachstehend E. 7.5.4).

7.5.3. Der Berufungskläger bezeichnet die beiden Gutachten sodann als rudi-
mentär und zum grossen Teil unbegründet. Sie würden wahrheitswidrige Feststel-
lungen und persönliche Meinungsäusserungen enthalten (act. A.1, Ziff. II.4, S. 6). 
In der Folge führt er pauschal aus, die Gutachten würden aus zwei bzw. drei Tei-
len bestehen, welche auf erneute gerichtliche Aufforderung hin erstatten worden 
seien. Insgesamt würden beide Gutachten als unvollständig und als nicht gehörig 
begründet erscheinen, um sie als fundierte Basis für die Beurteilung der gestellten 
Fragen heranzuziehen (act. A.1, Ziff. II.4, S. 6). Einzig sein Argument betreffend 
Widersprüchlichkeit führt der Berufungskläger näher aus. Seine Beanstandungen 
beziehen sich jedoch nicht auf Widersprüche der beiden Gutachten in sich, son-
dern im Verhältnis zueinander, d.h. zwischen dem ersten Gutachten und dem 
Obergutachten. Richtig ist zwar, dass sich die Meinungen der Gutachter in dem 
vom Berufungskläger angeführten Punkt (Eignung der Aussenboxentüren im En-
gadin) nicht decken. Das erste Gutachten fiel betreffend diese Frage für den Beru-
fungskläger nota bene günstiger aus (RG act. IX.22). Die Vorinstanz qualifizierte 
das erste Gutachten auf Antrag des Berufungsklägers als ungenügend und stützte 
ihren Entscheid folgerichtig nicht darauf ab (RG act. IX.25; act. B.1). Aus den di-
vergierenden Aussagen der beiden Gutachten in diesem Punkt ableiten zu wollen, 
das Obergutachten sei generell widersprüchlich und es könne als Ganzes nicht 
darauf abgestellt werden, geht somit nicht an. Soweit der Berufungskläger im 
Rahmen der konkreten Mängelposition betreffend die Boxentüren zudem vor-
bringt, das Obergutachter sei auch in sich widersprüchlich (vgl. act. A.1, Ziff. II.5c, 
S. 11), so ist darauf im konkreten Sachzusammenhang einzugehen (nachstehend 
E. 8.3). Vorweg ist allerdings festzuhalten, dass auch diese Rüge das Obergutach-
ten in seiner Gesamtheit nicht als widersprüchlich erscheinen lässt. 

Einzuräumen ist, dass die Formulierungen des Obergutachtens teilweise tatsäch-
lich die Sachlichkeit und sprachliche Präzision eines idealtypischen Gutachtens 
vermissen lassen. Zu beachten gilt jedoch, dass der Obergutachter ein Pferde-
stallbauer ist, der nicht von Berufs wegen Expertisen verfasst. Nichtsdestotrotz 
handelt es sich beim Obergutachter um eine sachverständige Person, die im 
Stande war, die Stallung zu begutachten. Der Einwand, der Obergutachter sei mit 

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den Verhältnissen im Oberengadin nicht oder zu wenig vertraut, erhebt der Beru-
fungskläger in der Berufung denn auch nicht mehr (vgl. RG act. IX.26); darauf 
braucht nicht weiter eingegangen zu werden. Des Weiteren ist dem Berufungsklä-
ger beizupflichten, dass das Obergutachten teilweise persönliche Meinungsäusse-
rungen und sogar ansatzweise "rechtliche" Schlussfolgerungen von H._____ 
enthält. Diese sind, wie der Berufungskläger zu Recht moniert, unangebracht und 
in einem Gutachten grundsätzlich fehl am Platz. Dass hierdurch das Obergutach-
ten als solches beeinträchtigt würde, ist vorliegend jedoch nicht erkennbar. Die 
entsprechenden Bemerkungen bleiben selbstredend unbeachtlich, stehen einem 
Abstellen auf das Gutachten jedoch nicht per se entgegen. Dies gilt umso mehr, 
als in der Praxis (ungefragte) "rechtliche" Ausführungen von Gutachtern regel-
mässig auftreten. Anders würde der Fall liegen, wenn aus denselben eine Vorein-
genommenheit des Gutachters ersichtlich wäre, was aber vorliegend nicht der Fall 
ist. 

Inwiefern das Obergutachten in konkreten Punkten wahrheitswidrig, unklar, in sich 
widersprüchlich, unvollständig oder unschlüssig wäre und sich ein drittes Ergän-
zungsgutachten bzw. weiteres Obergutachten deshalb als unausweichlich erwie-
se, legt der Berufungskläger nicht dar. Darüber hinaus unterlässt er es aufzuzei-
gen, inwiefern welcher behauptete Mangel der Oberexpertise für den Ausgang des 
Verfahrens relevant sein soll und weshalb das Beweisergebnis der Vorinstanz, 
das sich grundsätzlich auf die Oberexpertise stützt, wegen der Mängel insgesamt 
unhaltbar wäre.

7.5.4. Schliesslich beanstandet der Berufungskläger zwei Anmerkungen des 
Obergutachters in der Ergänzung vom 7. Juni 2017 (act. A.1, Ziff. II.4, S. 6 f.): "Da 
ich Ihnen [dem Gericht] die Unterlagen in dieser Angelegenheit wieder habe zu-
kommen lassen, habe ich zur Zeit keine Einsicht in diese Unterlagen. Es kann 
sein, dass ich etwas vergessen habe, bitte teilen Sie mir doch freundlichst mit, um 
welche nicht gelieferten Gegenstände es sich sonst noch handelt, damit ich mich 
dazu äussern kann." sowie "Da ich nun durch Sie Gelegenheit hatte mit Herrn 
F._____ Kontakt aufzunehmen […]" (RG act. IX.85). Der Umstand, dass die Er-
gänzung des Gutachtens 14 Monate nach Akteneinsicht erfolgte (vgl. 
RG act. IX.72 [14. April 2016]) und vor dem Versenden derselben noch eine ein-
seitige Kontaktaufnahme mit einer Partei stattfand, erscheint unschön. Der Beru-
fungskläger begnügt sich jedoch damit zu beanstanden, das Ergänzungsgutach-
ten sei "noch subjektiver zugunsten der Berufungsbeklagten ausgefallen". Mit die-
sen pauschalen Misstrauensbekundungen zeigt er erneut keine konkreten Auswir-
kungen auf (vgl. soeben vorstehend).

16 / 39

7.5.5. Die Rügen, welche der Berufungskläger gegen das Obergutachten vor-
bringt, vermögen das vorinstanzliche Abstellen auf dasselbe nicht grundsätzlich 
als unrichtig erscheinen zu lassen. Ob punktuelle Abweichungen vom Obergutach-
ten erforderlich sind, ist bei den einzelnen Mängelpositionen konkret zu prüfen 
(sogleich nachstehend E. 8).

8. Einzelne Mängelpositionen

Im erstinstanzlichen Verfahren berief sich der Berufungskläger insgesamt auf 
zwölf Mängelpositionen. Die Vorinstanz prüfte Letztere je einzeln. Dabei stützte 
sie sich soweit möglich auf das Obergutachten (act. B.1, E. 5.4-5.15; 
RG act. IX.72; RG act. IX.85). Mit Berufung moniert der Berufungskläger acht der 
besagten vorinstanzlichen Mängelpositionsbeurteilungen (act. A.1, Ziff. II.5a-5h, 
S. 7 ff.). 

Die Vorinstanz legte die rechtlichen Grundlagen zur Werkmängelhaftung ausführ-
lich dar. Auf die zutreffenden Erwägungen kann grundsätzlich verwiesen werden. 
Hervorzuheben ist, dass Lehre und Rechtsprechung den Mangel im Werkvertrags- 
wie im Kaufrecht als Fehlen einer zugesicherten oder einer vorausgesetzten Ei-
genschaft definieren. Der Besteller, der aus der Mangelhaftigkeit des abgelieferten 
Werkes Mängelrechte geltend macht, hat alsdann den Werkmangel als rechtsbe-
gründende Tatsache zu beweisen (vgl. Art. 8 ZGB). Die Beweislast für die Höhe 
des Herabsetzungsbetrages liegt ebenfalls beim Besteller, der demzufolge auch 
den mangelbedingten Minderwert des Werkes nachzuweisen hat. Da die Ermitt-
lung des Minderwertes auf Schätzung beruht, ist er allerdings nicht mit letzter Ex-
aktheit bezifferbar. Indes obliegt es dem Richter, in sinngemässer Anwendung von 
Art. 42 Abs. 2 OR den Umfang des nicht ziffernmässig nachweisbaren Minderwer-
tes nach seinem pflichtgemässen Ermessen zu bestimmen. Anzumerken ist fer-
ner, dass aufgrund der Abnahme des Werkes nicht gelieferte Gegenstände wie 
Werkmängel zu behandeln sind, so dass hierauf die Regeln über die Mängelhaf-
tung (Art. 367 ff. OR) zur Anwendung gelangen (vgl. Peter Gauch, Der Werkver-
trag, 6. Aufl., Zürich 2019, Rz. 1507 f., 1667, 104 i.V.m. 1448; act. B.1, E. 5.2; vor-
stehend E. 3). Letzteres entspricht im Übrigen sowohl dem ungerügt geblieben 
Vorgehen der Vorinstanz (act. B.1, E. 5.4 ff.) als auch demjenigen des Berufungs-
klägers selbst (act. A.1, Ziff. II.5).

8.1. Entmistungsanlage

8.1.1. Zunächst moniert der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen 
bezüglich der Entmistungsanlage. Die Vorinstanz habe Art. 387 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB 

17 / 39

(sic), Art. 1 in Verbindung mit Art. 18 Abs. 2 OR (sic), Art. 368 Abs. 1 OR sowie 
Art. 2 ZGB verletzt, indem sie keine Verrechnung für die nichtfunktionierende 
Entmistungsanlage sowie den ihm daraus entstandenen Schaden zugelassen ha-
be. Die vorinstanzliche Beurteilung sei zu korrigieren und zumindest die vom 
Oberexperten erwähnten CHF 30'000.00 als (Mindest-)Schaden anzuerkennen 
und verrechnungsweise von der Forderung der Berufungsbeklagten zu subtrahie-
ren. Dies falls das Berufungsgericht die Abklärungen hinsichtlich Mängel der Ent-
mistungsanlage als ausreichend quantifiziert und qualifiziert erachte. Andernfalls 
werde eine Rückweisung zur weiteren Abklärung beantragt (act. A.1, Ziff. II.5a, 
S. 7 ff.).

8.1.2. In Bezug auf die Entmistungsanlage erwog die Vorinstanz, der Oberexperte 
habe angenommen, dass die Rohre im Boden nicht korrekt verlegt worden seien. 
Er habe einen Minderwert von CHF 30'000.00 geschätzt. Gemäss der Auftrags-
bestätigung habe die Berufungsbeklagte lediglich die Rohre geliefert, während die 
Verlegungsarbeiten dem Bauherrn oblegen hätten. Der Bauleiter habe diese Um-
stände bestätigt. Handle es sich dabei aber nicht um ein Werk der Berufungsbe-
klagten, habe sie auch nicht für Mängel desselben einzustehen (act. B.1, E. 5.15).

8.1.3. Vorab ist in terminologischer Hinsicht Folgendes klarzustellen: Die Beru-
fungsbeklagte hatte gemäss Auftragsbestätigung im Zusammenhang mit der Ent-
mistungsanlage die Absaugschächte und das Absauggebläse zu liefern sowie das 
Gebläse anzuschliessen (RG act. II.6; vgl. auch RG act. I.1, Ziff. III.A.4g, S. 8). Zu 
Recht wies die Berufungsbeklagte in ihrer Prozesseingabe jedoch darauf hin, dass 
die Lieferung und Verlegung der Rohre im Boden hingegen ausdrücklich nicht Ge-
genstand der von ihr zu erbringenden Leistungen waren. Diese Rohre waren bau-
seits, d.h. nicht durch die Berufungsbeklagte, sondern durch den Bau-
herrn/Baumeister zu liefern und zu verlegen (RG act. I.1, Ziff. III.A.4g, S. 8; 
RG act. II.6; RG act. X.1, S. 5 f.). Die Vorinstanz spricht pauschal von "Rohren" 
ohne diesbezüglich zwischen der Leistung der Berufungsbeklagten und derjenigen 
des Bauherrn/Baumeisters zu differenzieren. Dadurch entsteht zudem der miss-
verständliche Eindruck, der Berufungskläger habe lediglich Material geliefert (vgl. 
auch act. A.1, Ziff. II.5a, S. 8 mit Verweis auf RG act. X.2, Frage 21, S. 6 [Zeugen-
befragung F._____]; vorstehend E. 6.2). Angemerkt sei, dass die Berufungsbe-
klagte diese ungenaue Terminologie der Vorinstanz in ihrer Berufungsantwort 
übernahm (vgl. act. A.2, Ziff. 3a, 5a, S. 3-5). 

8.1.4. Der Obergutachter stellte hinsichtlich der Entmistungsanlage zusammenge-
fasst fest, dass der Mistfluss nicht gewährleistet sei. Zur genauen Ursache konnte 
er sich nicht äussern. Erfahrungsgemäss vermutete er aber, die Rohrleitungen im 

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Boden seien nicht korrekt verlegt worden (Winkel der Rohrböden, Gefälle, Verle-
gung der Rohre in frostsicherer Tiefe). Oder es liege an einem zu schwachen Mo-
tor. Die Ursache könne jedenfalls nicht ohne grossen Aufwand nachvollzogen 
werden, da der ganze Boden aufgebaggert werden müsste (RG act. IX.72, kl. Fra-
ge A.3c, S. 2, bekl. Frage 6a, S. 4; RG act. IX.85, bekl. Frage 6, S. 2). 

Die Äusserungen des Obergutachters betreffend die Entmistungsanlage sind 
schlüssig und nachvollziehbar. Sie sind überdies vollständig, da der Obergutachter 
– soweit es ihm aufgrund seines Fachwissens möglich war – alle Fragen beant-
wortete. Gestützt auf das Obergutachten liegt daher, mit der Vorinstanz, die Ver-
mutung nahe, dass das Nichtfunktionieren der Entmistungsanlage in der nicht kor-
rekten Rohrverlegung im Boden gründet. Die exakte Ursache blieb letztlich unbe-
wiesen. Dabei blieb insbesondere unbewiesen, dass die von der Berufungsbeklag-
ten geschuldeten und erbrachten Leistungen mangelhaft wären. Damit scheitert 
der Nachweis eines Mangels, für welchen die Berufungsbeklagte einzustehen hät-
te. Der Berufungskläger ist diesbezüglich beweisbelastet (Art. 8 ZGB; vgl. zum 
Recht auf Beweis noch nachstehend E. 8.1.6). Entsprechend ist im Ergebnis nicht 
zu beanstanden, dass die Vorinstanz für die Entmistungsanlage keine Minderung 
resp. Herabsetzung der Werklohnforderung anerkannte.

Daran ändern auch die weiteren Argumente des Berufungsklägers nichts. So ver-
mag er aus dem Umstand, dass die Berufungsbeklagte am 7. März 2008 zwei 
Rechnungen ausstellte, einmal mit und einmal ohne Forderung für die Entmis-
tungsanlage, keine Haftung der Berufungsbeklagten abzuleiten. Vielmehr legte 
Letztere nachvollziehbar und glaubhaft dar, dass es sich bei der Rechnung ohne 
Forderung für die Entmistungsanlage um ein Vergleichsangebot gehandelt habe, 
da sie das Geld dringend benötigt habe (act. A.2, Ziff. 5a, S. 5; RG act. VII.1, 
Ziff. III.1, S. 4; RG act. III.15; RG act. II.17). Hierfür spricht denn auch der Um-
stand, dass die Rechnung ohne Entmistungsanlage eine kürzere Zahlungsfrist 
(innert fünf anstatt innert zehn Tagen) aufweist (RG act. III.15). Ebenso wenig 
reicht der Hinweis des Berufungsklägers auf eine Korrespondenz zwischen der 
Berufungsbeklagten und dem Lieferanten (M.________ AG; RG act. III.8) aus, um 
eine Haftung Ersterer zu begründen. Das Schreiben bestätigt, dass die Anlage 
nicht funktioniert, nennt diverse Probleme und fordert den Lieferanten auf, einen 
Augenschein durchzuführen. Rückschlüsse auf die Ursache lässt es indes nicht 
zu. Zudem zeigt das Schreiben, dass sich die Berufungsbeklagte um eine Lösung 
bemühte. Darin die Anerkennung eines Werkmangels, für welchen sie verantwort-
lich wäre, erblicken zu wollen, geht nicht an. Vergeblich bringt der Berufungskläger 
sodann vor, F._____ als Vertreter der Berufungsbeklagten habe den Einbau der 

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Rohre im Aussenbereich angewiesen und überwacht (act. A.1, Ziff. 5a, S. 8). Un-
bestritten ist, dass die Berufungsbeklagte eine Empfehlung für die Verlegung der 
Rohre samt einem diesbezüglichen Plan abgab (RG act. II.16 [von Hand u.a. er-
gänzt "alle Bögen grosszügig", "Frostsicher"]; RG act. III.33; RG act. X.2, Fra-
gen 21-23 S. 6 f.). Diese Montageempfehlung sei dem Polier der L._____ AG, 
welche die Leitungen im Boden verlegt habe, ausgehändigt worden (RG act. X.2, 
Fragen 21-23, S. 6 f.). Dass indes die Kontrolle und Überwachung der Verle-
gungsarbeiten der Rohre im Boden – entgegen der vertraglichen Abmachung – 
durch die Berufungsbeklagte übernommen worden wären, ist nicht erstellt. Soweit 
der Berufungskläger ferner einwendet, F._____ habe bestätigt, die Anlage mit der 
M._____ AG montiert zu haben, so bezog sich diese Aussage, wie bereits erläu-
tert, eben gerade nicht auf die Leitungsrohre (vorstehend E. 8.1.3; vgl. auch vor-
stehend E. 6). Dass die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz jedoch un-
präzise waren, wurde ebenfalls bereits festgestellt (vorstehend E. 6, 8.1.3). Letzt-
lich führt auch die Aussage, wonach im Aussenbereich die Rohre neu verlegt wor-
den seien, aber keine Besserung eingetreten sei, zu keinem anderen Schluss. 
Dabei handelt es sich um eine neue Behauptung, da im erstinstanzlichen Verfah-
ren lediglich von einer Kurve bzw. einem Winkel, die/der ausgetauscht worden sei, 
die Rede war (RG act. VII.2, S. 15; RG act. X.1, Ergänzungsfrage n). Zu deren 
Zulässigkeit finden sich keine Angaben (Art. 317 ZPO; vorstehend E. 2.3). Wes-
halb die Auswechslung einer Kurve an den vorstehenden Erwägungen etwas zu 
ändern vermöchten, ist weder dargetan noch anderweitig ersichtlich. 

8.1.5. Was schliesslich die seitens des Berufungsklägers angerufenen Gesetzes-
bestimmungen anbelangt (vorstehend E. 8.1.1), so ist teilweise bereits unklar, was 
damit geltend gemacht wird, oder es ist – wie beispielsweise in Bezug auf die Haf-
tung aus culpa in contrahendo – weder ersichtlich noch aufgezeigt, weshalb ein 
entsprechender Anspruch bestehen sollte. Zu Art. 368 Abs. 1 OR ist ferner anzu-
merken, dass das Werk, wie eingangs dargetan, als abgenommen gilt (vorstehend 
E. 3). 

8.1.6. Für den Fall, dass die erkennende Kammer die Abklärungen hinsichtlich 
Mängel der Entmistungsanlage nicht als ausreichend "quantifiziert und qualifiziert" 
erachte, beantragt der Berufungskläger eine Rückweisung an die Vorinstanz zur 
weiteren Abklärung (vorstehend E. 8.1.1 m.N.). Zunächst ist festzuhalten, dass der 
Berufungskläger nicht darlegt, was die Rückweisung genau bewirken soll bzw. 
welche "weiteren Abklärungen" die Vorinstanz seines Erachtens noch vorzuneh-
men hätte resp. überhaupt vornehmen könnte. Dies gilt insbesondere mit Blick 
darauf, dass bereits ein Obergutachten eingeholt wurde und der Bau des Stalles 

20 / 39

im Zeitpunkt der Mitteilung des angefochtenen Entscheides vor über zehn Jahren 
erfolgt war. Es erscheint mithin höchst fraglich, ob und – wenn überhaupt – wie 
weitere sachdienliche Erkenntnisse erlangt werden könnten. Zumal auch der Ver-
lauf des erstinstanzlichen Verfahrens zeigte, dass es nur sehr wenige Spezialisten 
auf dem Gebiet des Pferdestallbaus gibt. In Bezug auf das Recht auf Beweis sei 
erinnert, dass nur ein Anspruch auf Beweisabnahme (Einholen eines Gutachtens) 
besteht, nicht jedoch auch (uneingeschränkt) ein Anspruch darauf, dass das bean-
tragte Gutachten den Beweis für die behaupteten Tatsachen liefert. Wenn ein 
Gutachter nicht in der Lage ist, eine Frage zu beantworten und damit den entspre-
chenden Beweis zu liefern, so kann zwar noch ein Obergutachten in Erwägung 
gezogen werden. Lässt jedoch auch dieses Fragen offen, so ist die Folge davon 
Beweislosigkeit (vgl. ferner Franz Hasenböhler, Das Beweisrecht der ZPO, Bd. 1, 
Zürich 2015, § 6 Rz. 6.1 ff. [Beweislosigkeit und ihre Folgen]; Pascal Grolimund, 
in: Staehelin/Staehelin/Grolimund [Hrsg.], Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Zürich 2019, 
§ 18 Rz. 21 ff., 43; Christian Leu, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schwei-
zerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Art. 1-196 ZPO, 2. Aufl., Zürich 2016, 
N 25 ff. und N 103 ff. zu Art. 152 ZPO).

8.2. Heuraufen

8.2.1. Der Berufungskläger rügt, die Vorinstanz habe für die fünf fehlenden Heu-
raufen einen zu geringen Betrag von der Werklohnforderung in Abzug gebracht 
(act. A.1, Ziff. II.5b, S. 10).

8.2.2. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Berufungsbeklagte fünf Eckheuraufen in 
ihrer Offerte vermerkt habe. Diese Raufen hätten preislich in den übrigen Leistun-
gen der Berufungsbeklagten mitenthalten sein sollen. Da die Berufungsbeklagte 
es in der Folge versäumt habe, diese Heuraufen zu liefern, reduzierte die Vor-
instanz die Werklohnforderung um den Betrag von CHF 150.00 pro Stück, mithin 
insgesamt um CHF 750.00. Bei der Festlegung der Höhe des Minderpreises stütz-
te sich die Vorinstanz auf Art. 42 Abs. 2 OR (act. B.1, E. 5.4). 

8.2.3. Soweit der Berufungskläger diese Erwägungen in Frage stellt, verfehlt er 
bereits die Begründungsanforderungen. So begnügt er sich damit, einzuwenden, 
er erachte diese Reduktion als viel zu niedrig, ohne sein Vorbringen auf weitere 
Ausführungen zu stützen. Der pauschale Hinweis, wonach der vor erster Instanz 
geltend gemachte Preis von insgesamt CHF 5'000.00 aufgrund von Parteige-
sprächen festgesetzt worden sei, genügt jedenfalls nicht. Darüber hinaus räumt 
der Berufungskläger selbst ein, dass einer Anfechtung der Bewertung des Minder-
preises der Heuraufen aufgrund des Ermessensspielraums des Gerichts wenig 

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Aussicht auf Erfolg beschieden sein dürfte (act. A.1, Ziff. II.5b, S. 10). Mangels 
einer hinreichenden Auseinandersetzung ist auf diese Rüge somit nicht einzutre-
ten. Ferner erübrigen sich auch Ausführungen zur Vertragsqualifizierung betref-
fend die Heuraufen (vgl. act. A.1, Ziff. II.3, S. 5; vorstehend E. 6). 

8.3. Stall- und Boxentüren

8.3.1. Des Weiteren beanstandet der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwä-
gungen zu den Stall- und Boxentüren. Er rügt, die Vorinstanz habe den wirklichen 
Willen des Berufungsklägers nicht berücksichtigt und damit den Sachverhalt falsch 
festgestellt sowie Art. 2 ZGB in Verbindung mit Art. 1 OR und Art. 18 OR verletzt. 
Für seine 5-Sterne-Pferderesidenz mit Bodenheizung habe er sehr gut isolierte 
Stall- und Boxenaussentüren gewollt. Er sei bereit gewesen, für die 14 Boxentüren 
CHF 6'400.00 (recte: CHF 5'400.00), inkl. CHF 280.00 Montage, zu bezahlen, und 
für die beiden Eingangstüren zum Stall 1 nochmals CHF 18'000.00. Diese horrend 
hohen Beträge seien nur dann gerechtfertigt, wenn sie dem entsprächen, was er 
gewollt habe: gut isolierte Türen inkl. isolierter Gläser, isolierter Profile und isolier-
ter Zargen. Es sei von einer Schlechterfüllung und einer culpa in contrahendo-
Haftung auszugehen, die mit einer Minderung von CHF 4'000.00 pro Boxentüre 
anzurechnen sei. Sodann habe die Vorinstanz gegen Art. 188 ZPO verstossen, 
indem sie betreffend die Stall- und Boxentüren auf die Schätzung des Obergutach-
ters abgestellt habe (act. A.1, Ziff. II.5c, S.10 ff.).

8.3.2. Die Vorinstanz gewährte eine Preisherabsetzung von insgesamt 
CHF 3'000.00 aufgrund der nicht völlig fachmännisch gelieferten Türverriegelung. 
Demgegenüber stellte sie keinen Mangel hinsichtlich der Isolation fest. Sie folgte 
dabei vollumfänglich dem Obergutachter. Die Berufungsbeklagte hatte diesen 
Minderwert/Herabsetzungsbetrag betreffend Verriegelung überdies anerkannt 
(act. B.1, E. 5.10).

8.3.3. Dem Obergutachten zufolge entsprechen Ausführung und Qualität der 
Türen, Fenster und Boxentüren den geographischen und klimatischen Verhältnis-
sen. In jedem Tierstall bilde sich im Winter Kondenswasser und Eis, ergo hohe 
Luftfeuchtigkeit durch Dampfbildung der Pferde im Stallinnern. Die Dampfbildung 
im Stall habe keinen Einfluss auf die Qualität der Stalleinrichtung. Es sei auch kein 
Problem für die Türen, Fenster und Boxentüren, da sie nicht nur aus Holz seien, 
sondern aus Stahlteilen feuerverzinkt und pulverbeschichtet (RG act. IX.85, bekl. 
Frage 3). Da Pferde natürliche Ausdünstungen (Dampf und Feuchtigkeit) produ-
zieren würden, bilde sich auch bei isolierten Türen und Fenster Kondenswasser. 
Schliesslich wiege ein Pferd im Durchschnitt 600 kg, was acht Menschen entspre-

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che (RG act. IX.72, bekl. Frage B.3). Des Weiteren hielt er fest, es gäbe keine iso-
lierten Zargen. Bei der Durchsicht der Offerte sei klar definiert, dass die Profilrah-
men nicht isoliert seien. Wären isolierte Türprofile verwendet worden, wäre eine 
Isolationserhöhung von geschätzten 5° C erreichbar gewesen. Dies stelle jedoch 
keine Wertminderung dar. Alsdann führte er aus, es ergäbe sich eine geschätzte 
Preisminderung für die gesamte Tor- und Türanlagen von CHF 3'000.00 aufgrund 
der nicht ganz fachmännisch gelieferten Türverriegelungen (Knöpfe; 
RG act. IX.85, bekl. Frage 9; vgl. auch RG act. IX.72, kl. Fragen A.3c: "lose Tür-
drücker neu montieren").

8.3.4. In Bezug auf die Stall- und Boxentüren ist das Obergutachten vollständig, 
nachvollziehbar und schlüssig. Es beantwortet alle Fragen, stützt sich auf den zu-
treffenden Sachverhalt und begründet den Befund ausreichend (vgl. vorstehend 
E. 7.4 m.N.). Die persönliche Bemerkung des Obergutachters, wonach ein beheiz-
ter Pferdestall weder pferdegerecht noch tierschutzkonform sei, schadet nicht, 
wenngleich sich der Berufungskläger verständlicherweise daran störte (vgl. auch 
vorstehend E. 7.5.3; vgl. RG act. IX.72, bekl. Frage B.3). Die Vorinstanz durfte 
somit auf das Obergutachten abstellen. Die gegenteiligen Argumente des Beru-
fungsklägers überzeugen nicht. So wendete er (erneut) vergeblich ein, das Ober-
gutachten sei im Vergleich mit dem ersten Gutachten widersprüchlich. Wie bereits 
erwähnt, qualifizierte die Vorinstanz das erste Gutachten von J._____ letztlich auf 
Antrag des Berufungsklägers als ungenügend und stellte nicht darauf ab 
(RG act. IX.24, IX.25). Entsprechend kann das erste Gutachten nicht punktuell 
resp. in Punkten, in welchen es für den Berufungskläger günstiger ausfiel, heran-
gezogen werden, um das Obergutachten als widersprüchlich zu werten (vgl. vor-
stehend E. 7.1, 7.5.3 m.N.). Dies gilt umso mehr, als der Berufungskläger nicht 
darlegt, inwiefern dem ersten Gutachten in diesem einen Punkt mehr resp. den-
noch Beweiskraft/-wert zukäme. Entgegen dem Dafürhalten des Berufungsklägers 
ist das Obergutachten auch nicht in sich widersprüchlich (vgl. vorstehend 
E. 7.5.3). Richtig ist zwar, dass der Obergutachter zum einen ausführte, mittels 
komplett isolierter Profile wäre eine Isolationserhöhung um 5° C erreichbar gewe-
sen (RG act. IX.85, bekl. Frage 9; RG act. IX.72, bekl. Frage 2b, S. 3), und zum 
anderen bestätigte, Fenster und Türen seien korrekt verglast und die Qualität der 
Türen, Fenster und Boxentüren würde den geografischen und klimatischen Ver-
hältnissen entsprechen (RG act. IX.72 u. IX.85, bekl. Frage 3, S. 1). Daraus lässt 
sich jedoch kein Widerspruch ableiten, welcher es verbieten würde, auf das Ober-
gutachten abzustellen. Es ist nicht erkennbar, weshalb ein Wärmeverlust von 5° C 
die Tor- und Türanlagen eines Pferdestalles als für das Engadiner Klima ungeeig-
net und das Obergutachten damit widersprüchlich erscheinen liesse. Etwas ande-

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res ergibt sich auch nicht aufgrund der eingereichten Bildaufnahmen von Verei-
sungen im Stall (RG act. III.24, 25; act. A.1, Ziff. II.5c, S. 10 ff.), zumal der Ober-
gutachter das Auftreten von Vereisungen in seine Schlussfolgerungen miteinbe-
zog (vorstehend E. 8.3.3 m.N.). 

8.3.5. Gestützt auf das Obergutachten ging die Vorinstanz mithin zu Recht von 
einem Mangel bei der Türverriegelung aus. Soweit der Berufungskläger diesbe-
züglich die Höhe der Reduktion kritisiert, gehen seine Rügen ins Leere: Die Verei-
sungen und der Wärmeverlust zog der Obergutachter in seine Überlegungen mit 
ein. In diesem Kontext weist der Obergutachter zu Recht – wenn auch sprachlich 
in etwas allzu nonchalanter Art – darauf hin, dass es sich eben um einen Pferde-
stall und nicht um eine Wohnung handle (vgl. RG act. IX.85, bekl. Frage 3, S. 1). 
Dass der Berufungskläger einen Luxusstall für gehobene Klientel anstrebte, ändert 
daran nichts. Angesichts dessen, dass der Obergutachter die Verriegelungen als 
minimal mangelhaft betrachtete, erscheint die – nota bene auf einer Schätzung 
beruhende – Preisreduktion, welche die Vorinstanz übernahm, entgegen dem 
Dafürhalten des Berufungsklägers jedenfalls nicht unangemessen (act. A.1, 
Ziff. 5c, S. 11).

8.3.6. Ebenfalls gestützt auf das Obergutachten durfte die Vorinstanz davon aus-
gehen, dass hinsichtlich der Isolation kein Mangel im Sinne einer fehlenden vor-
ausgesetzten Eigenschaft besteht (Gebrauchstauglichkeit und Normalbeschaffen-
heit; soeben vorstehend).

Im Kontext der Isolation ist jedoch weiter zu prüfen, ob ein Werkmangel aufgrund 
einer fehlenden vereinbarten, mithin zugesicherten, Eigenschaft vorliegt. Diesbe-
züglich macht der Berufungskläger geltend, es sei ihm aus energietechnischer 
Sicht sehr wichtig gewesen, dass die Stall- und Boxentüren gut bzw. hoch isoliert 
seien. Er habe im guten Glauben hinsichtlich der extrem hohen Kosten für die iso-
lierten Stall- und Boxentüren darauf vertraut, dass auch die Zargen isoliert werden 
würden und dass vor allem kein Wärmeverlust und schon gar keine Vereisungen 
entstünden (act. A.1, Ziff. II.5c, S. 10). Sowohl die Vorinstanz als auch der Ober-
gutachter stellten zutreffend fest, dass keine isolierten Zargen/Türprofile offeriert 
wurden (RG act. II.6). Dass dies nichtsdestotrotz vom Vertrag erfasst worden wä-
re, vermag der Berufungskläger weder aufgrund des Preises pro Türe noch des 
Umstandes, dass der Berufungskläger einen Luxusstall für gehobene Klientel an-
strebte, nachzuweisen. Entsprechend ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz den 
Sachverhalt falsch festgestellt und den wirklichen Willen des Berufungsklägers 
nicht berücksichtigt hätte. Es gelingt dem Berufungskläger nicht zu beweisen, 

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dass der von ihm behauptete Mangel tatsächlich eine Vertragsabweichung und 
damit ein Werkmangel im Rechtssinne ist.

8.3.7. Schliesslich ruft der Berufungskläger bezüglich der Isolation der Zargen 
eine Haftung aus culpa in contrahendo an. Als Nichtfachmann habe er sich auf 
den Stallbauer verlassen und habe darauf vertrauen können, dass auch die Profile 
und Zargen in einer gut isolierten Fassung geliefert würden. Als Engadin-Kenner 
und Stallbauer hätte F._____, als Vertreter der Berufungsbeklagten, den Beru-
fungskläger aufklären müssen, wie die zu liefernden Türen aufgebaut seien und 
was alles isoliert sei bzw. im Oberengadin zu isolieren sei, damit der gewünschte 
Effekt einer höchstmöglichen Isolation erzielt werden könne. Die Berufungsbeklag-
te sei in der Pflicht gewesen, bei diesem, dem Berufungskläger so wichtigen Pos-
ten seiner Aufklärungs- und Vertragspflicht nachzukommen (act. A.1, Ziff. II.5c, 
S. 10 f.). 

Dem Abschluss eines Werkvertrages gehen, wie im vorliegenden Fall, Vertrags-
verhandlungen voraus. Bereits durch die Aufnahme derselben entsteht zwischen 
den Beteiligten ein Treueverhältnis. Dieses verpflichtet die Verhandlungspartner 
zu einem Verhalten nach Treu und Glauben, da jeder, der mit einem andern in 
Verhandlungen tritt, erwarten darf, es mit einem redlich denkenden, sich loyal ver-
haltenden Partner zu tun zu haben. Verstösst ein Verhandlungspartner gegen die 
erwähnte Pflicht, sich nach Treu und Glauben zu verhalten, so kann er dem an-
dern für den dadurch entstehenden Schaden aus culpa in contrahendo haftbar 
werden (Gauch, a.a.O., Rz. 434 f., 440 und 1103). Die gesetzliche Sonderrege-
lung der Mängelhaftung geht dem Institut der culpa in contrahendo vor (Gauch, 
a.a.O., Rz. 2314 f.). Da wie gesehen kein Werkmangel bezüglich der Türen vor-
liegt, könnte theoretisch die Vertrauenshaftung zur Anwendung gelangen (soeben 
vorstehend). Die culpa in contrahendo-Haftung setzt definitionsgemäss ein Ver-
schulden des Haftpflichtigen voraus. Dass die Berufungsbeklagte vorsätzlich fal-
sche oder unvollständige Angaben in Bezug auf die Isolation gemacht hätte, be-
hauptet der Berufungskläger nicht. Ob bereits Fahrlässigkeit für die culpa in con-
trahendo genügt, hat das Bundesgericht bis anhin offengelassen (BGE 130 III 345 
E. 1). Die Frage braucht vorliegend auch nicht vertieft zu werden, da der Beru-
fungsbeklagten kein Fahrlässigkeitsvorwurf gemacht werden kann. Sie brachte in 
der Offerte/Auftragsbestätigung eindeutig und mehrfach zum Ausdruck, was alles 
isoliert sein werde (RG act. II.6, RG act. II.10). Demgegenüber liegt kein Nachweis 
vor, dass eine noch höhere Isolation vereinbart worden wäre. In einem allfälligen 
Nichterkennen der (unüblichen) Vorstellungen des Berufungsklägers, wonach eine 
mehr als den geografischen und klimatischen Verhältnissen entsprechende Isola-

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tion eines Tierstalles gewünscht worden wäre, kann jedenfalls keine Sorgfalts-
pflichtverletzung der Berufungsbeklagten erblickt werden. Damit kann Letzterer 
kein unsorgfältiges bzw. gar treuwidriges Verhalten vorgeworfen werden.

8.3.8. Die Schlussfolgerungen der Vorinstanz zu den Stall- und Boxentüren sind 
somit nicht zu beanstanden.

8.4. Glas zwischen der Sattelkammer und den Boxen von Stall 1

8.4.1. Vor erster Instanz trug der Berufungskläger in seiner Prozessantwort vor, 
zur Sattelkammer hin eine Glaswand von 1.5 x 8 Metern mit Signet bestellt zu ha-
ben. Stattdessen habe die Berufungsbeklagte eine vierteilige Scheibe ohne Signet 
geliefert. Der Minderwert belaufe sich auf CHF 4'000.00 (RG act. I.2, S. 17). An-
lässlich der Hauptverhandlung erhöhte der Berufungskläger diesen Wert auf 
CHF 10'000.00 (RG act. VII.2, S. 15). Der Obergutachter hielt fest, in Bezug auf 
die Glaswand seien CHF 4'221.00 "zu viel verrechnet worden" (RG act. IX.72, kl. 
Frage A.8, bekl. Frage B.2c, S. 2 f.), was die Berufungsbeklagte anschliessend 
anerkannte (RG act. VII.1, S. 5). Die Vorinstanz erwog, ausgehend von den Aus-
führungen in der Klageantwort (Prozessantwort) und der Anerkennung der Beru-
fungsbeklagten sei auf den Wert des Obergutachtens abzustellen (act. B.1, 
E. 5.11).

8.4.2. Mit Berufung rügt der Berufungskläger diesen Wert als zu tief. Er betont, die 
Erhöhung des Minderwerts von CHF 4'000.00 auf CHF 10'000.00 sei erfolgt, 
nachdem er erfahren habe, dass die Scheibe zudem aus nicht isoliertem Glas be-
standen habe. Dies habe sich erst aufgrund der Zeugenaussagen herauskristalli-
siert. Die Vorinstanz habe die fehlende Isolierung nicht erwähnt, wodurch sie den 
Sachverhalt nur teilweise erfasst habe (act. A.1, Ziff. II.5d, S. 12 f.).

8.4.3. Dass in Bezug auf das Glas zwischen der Sattelkammer und den Boxen 
des Stalles 1 ein Mangel vorliegt, wurde anerkannt und von der Vorinstanz festge-
stellt. Der Klarheit halber ist festzuhalten, dass hinsichtlich der erforderlichen Re-
duktion der Grösse des Glases von ursprünglich 19 m2 gemäss Auftragsbestäti-
gung auf 12 m2 (1.5 x 8 m) zwischen den Parteien Einigkeit herrscht; diesbezüg-
lich wurde denn auch weder ein Mangel geltend gemacht noch berücksichtigt. Bei 
der Beurteilung dieser Mängelposition stützte sich die Vorinstanz vollumfänglich 
auf das Obergutachten, ohne eigene Erwägungen dazu zu tätigen. Dabei erhellt 
nicht, was die Vorinstanz exakt als Mangel erachtete und in die Minde-
rung/Herabsetzung miteinbezog – lediglich die Vierteilung und/oder auch die feh-
lende Isolation und/oder auch das fehlende Signet. Letzteres ist wohl eher zu ver-

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neinen, da die Vorinstanz auf die fehlenden Signete, samt demjenigen zur Sattel-
kammer hin, gesondert einging (vgl. act. B.1, E. 5.7; nachstehend E. 8.6). Hinzu 
kommt, dass die Vorinstanz die Höhe des Minderwertes bzw. Herabsetzungsbe-
trages von CHF 4'221.00 gemäss dem Obergutachten ohne Weiteres übernahm. 
Wenngleich der frankengenaue Betrag äusserst spezifisch anmutet, erhellt sich 
dessen Herkunft und Zusammensetzung schlicht nicht. Dies gilt umso mehr, als es 
sich vorliegend – im Gegensatz zu anderen Beträgen (vgl. vorstehend E. 8.3) – 
soweit ersichtlich auch nicht um eine blosse Schätzung des Obergutachters han-
delt. Zu Recht wendet der Berufungskläger somit ein, dass die Vorinstanz den 
Sachverhalt ungenügend feststellte, indem sie über die Unzulänglichkeit des 
Obergutachtens betreffend die Höhe des Minderwertes/Herabsetzungsbetrages 
hinwegging und den Betrag ohne weitere Begründung übernahm. Entsprechend 
ist der Minderwert bzw. der Herabsetzungsbetrag neu festzusetzen (sogleich 
nachstehend). Demgegenüber erübrigen sich Weiterungen zu den Rügen des Be-
rufungsklägers hinsichtlich den Äusserungen in den beiden Gutachten zu Liefer-
frist und -umfang (vgl. act. A.1, Ziff. II.5d, S.12 f.).

8.4.4. Gemäss der Auftragsbestätigung offerierte die Berufungsbeklagte eine 
Glaswand à 19 m2, Isolierglas VSG, für CHF 12'350.00 (CHF 650.00 pro m2), von 
Hand ergänzt "mit Signet", indes ohne zusätzliche Ergänzung/Korrektur des Prei-
ses, zzgl. CHF 600.00 für die Montage (RG act. II.6). Der edierten Glaserrechnung 
lässt sich entnehmen, dass die gelieferte viergeteilte, nicht isolierte Glasscheibe 
von total 12.68 m2 (4 x 3.17 m2) insgesamt CHF 2'761.20 kostete 
(RG act. VIII.E.4). Ausgehend von der Auftragsbestätigung und der besagten 
Rechnung ergibt sich ein zu viel verrechneter Betrag von CHF 9'588.80 
(CHF 12'350.00 ./. CHF 2'761.20). Mangels Ausführungen der Berufungsbeklag-
ten zum kaufmännischen Gehalt des Geschäftes, sprich der Aufrechterhaltung des 
vertragsgemässen Verhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung trotz Min-
derung, bleibt es bei diesem Minderwert als Herabsetzungsbetrag (vgl. Gauch, 
a.a.O., Rz. 1660 ff.). Besagtes Verhältnis lässt sich im Übrigen auch nicht auf-
grund der Auftragsbestätigung erstellen, da die offerierte Glasart nicht der geliefer-
ten entsprach und sich diesbezüglich ebenfalls keine Vorbringen seitens der Beru-
fungsbeklagten finden. Das fehlende Signet ist demgegenüber separat zu berück-
sichtigen (nachstehend E. 8.6). 

8.5. Pulverbeschichtungen und Feuerverzinkungen von Pferdeköpfen, Kugeln 
und Halbkugeln

8.5.1. Die Vorinstanz berücksichtigte für die fehlende Beschichtung von Pfer-
deköpfen, Kugeln und Halbkugeln eine Minderung von insgesamt CHF 2'250.00. 

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Sie stützte sich dabei auf einen im Obergutachten festgestellten und seitens der 
Berufungsbeklagten anerkannten Minderwert/Herabsetzungsbetrag (act. B.1, 
E. 5.8; RG act. IX.72; RG act. IX.85; RG act. VII.1, S. 5).

8.5.2. Im Berufungsverfahren verlangt der Berufungskläger eine höhere Redukti-
on, und zwar CHF 2'250.00 für 15 Pferdeköpfe à CHF 150.00 und CHF 3'355.00 
für 46 Kugeln und 15 Halbkugeln à je CHF 55.00. Er bringt vor, der Obergutachter 
habe bestätigt, dass die Pulverbeschichtungs- und Feuerverzinkungsarbeiten nicht 
korrekt ausgeführt worden seien und habe CHF 2'250.00 als Minderpreis für die 
Kugeln erwähnt. Zu den Pferdeköpfen schreibe er, diese seien aus Aluminium und 
könnten nicht rosten, weshalb keine Wertminderung vorliege. Dem sei entgegen-
zuhalten, dass Minderleistung geliefert worden sei, weil die Pferdeköpfe wie auch 
die Kugeln und Halbkugeln nur bemalt anstatt pulverbeschichtet und feuerverzinkt 
worden seien. Die Vorinstanz habe diesbezüglich den Sachverhalt falsch festge-
stellt und Art. 368 Abs. 2 OR verletzt (act. A.1, Ziff. 5e, S. 13).

8.5.3. Vorab ist festzuhalten, dass hinsichtlich dieser Mängelposition sowohl auf 
Seiten der Parteien als auch der Vorinstanz und des Obergutachters grosse Un-
klarheit herrscht. So variiert einerseits die massgebliche Anzahl von Pferdeköpfen, 
Kugeln und Halbkugeln. Andererseits erhellt sich nicht immer eindeutig, auf wel-
che Objekte resp. auf welche Anzahl von Objekten sich die jeweiligen Ausführun-
gen (Qualität, Minderwerte, Herabsetzungsbeträge etc.) beziehen. Die entspre-
chenden Vorbringen sind nach Treu und Glauben auszulegen.

8.5.4. Dass sowohl hinsichtlich der Kugeln als auch der Pferdeköpfe Mängel bei 
der Pulverbeschichtung und Feuerverzinkung bestehen, blieb soweit ersichtlich 
unbestritten. Die Berufungsbeklagte anerkannte vor erster Instanz denn auch ei-
nen Minderwert und Herabsetzungsbetrag in Höhe von CHF 2'250.00 für "Rost-
schäden an den Goldkugeln bei den Boxentürenpfosten / Mängel bei der Pulver-
beschichtung und Feuerverzinkung" (RG act. VII.1, S. 5). Sie stützte sich dabei auf 
das Obergutachten. Anzumerken ist indes, dass im Obergutachten und somit auch 
bei der Anerkennung der Berufungsbeklagten unklar blieb, ob sich der Betrag von 
CHF 2'250.00 einzig auf die Kugeln bezog. Dies würde allerdings wiederum rech-
nerisch nicht aufgehen, da der Obergutachter den Minderwert pro Kugel auf 
CHF 55.00 schätzte (vgl. zur Anzahl Kugeln sogleich nachstehend E. 8.5.5). Ent-
sprechend ist nach Treu und Glauben davon auszugehen, dass die Berufungsbe-
klagte insgesamt eine Pauschale von CHF 2'250.00 für die fragliche Mängelpositi-
on (Kugeln und Pferdeköpfe) anerkannte.

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8.5.5. Für die Berechnung der Minderwerte und Herabsetzungsbeträge ist 
zunächst die Anzahl der mangelhaften Objekte zu erörtern. Aus der Auftrags-
bestätigung ergeben sich 28 Kugeln (26 + 2 von Hand ergänzt) und 14 (13 + 1 von 
Hand ergänzt; RG act. II.6; vgl. ferner RG act. II.10). Zudem wurden dem Beru-
fungskläger zusätzlich kostenlos 14 Halbkugeln und 9 Kugeln geliefert 
(RG act. I.1, Ziff. III.A.3b, S. 6; RG act. III.15). Der Berufungskläger beantragte in 
seiner Prozessantwort verrechnungsweise eine Minderung für 28 Kugeln und 10 
Pferdeköpfe à je CHF 130.00 (RG act. I.2, S. 11). Im Rahmen seines Plädoyers 
kritisierte er das Obergutachten, wobei er dieses im Übrigen falsch verstand und 
annahm, der Obergutachter habe CHF 55.00 pro Pferdekopf ausgewiesen und 
sich nicht zu den Kugeln geäussert. Eine konkrete Änderung seines Verrech-
nungsantrages nahm er nicht vor (vgl. RG act. VII.2, S. 13, ferner S. 9, 15). Erst-
mals mit Berufung verlangt der Berufungskläger nunmehr eine Minderung für 15 
Pferdeköpfe à CHF 150.00 pro Stück und 61 Kugeln und Halbkugeln à CHF 55.00 
pro Stück. Ausführungen zur Zulässigkeit der neuen Vorbringen betreffend Anzahl 
und höheren Stückpreis fehlen. Sie sind mithin unzulässig (vorstehend E. 2.3; 
Art. 317 ZPO). Dies gilt umso mehr, als der Berufungskläger die neue Anzahl of-
fenbar den Editionen der Berufungsbeklagten entnahm (RG act. VIII) und den 
höheren Preis von CHF 150.00 seiner eigenen Beilage RG act. III.21: Die Editio-
nen erfolgten mit Eingabe vom 30. Oktober 2009 (RG act. VIII.1, VIII.2) und be-
sagte Beilage, RG act. III.21, reichte der Berufungskläger mit seiner Prozessant-
wort, d.h. am 17. Juni 2009, ins Recht (RG act. I.2, S. 11). Es ist daher von 28 Ku-
geln und 10 Pferdeköpfen auszugehen. Festzuhalten ist alsdann, dass die zusätz-
lich unentgeltlich gelieferten 14 Halbkugeln und 9 Kugeln nicht Gegenstand des 
Vertrages waren und entsprechend auch keinen Mangel aufweisen können, für 
welchen der Berufungskläger eine Minderung erhalten würde. 

Was der Minderwert der Kugeln anbelangt, so ist in Anlehnung an das Obergut-
achten von CHF 55.00 pro Stück auszugehen, was insgesamt CHF 1'540.00 er-
gibt. Mangels Vorbringen zum kaufmännischen Gehalt des Geschäftes entspricht 
dies dem Herabsetzungsbetrag (vorstehend E. 8.4.4 m.V.). Zum Minderwert der 
Pferdeköpfe äussert sich der Obergutachter nicht. Sie wurden offeriert mit 
CHF 300.00 pro Stück (RG act. II.6). Der erstinstanzlich geltend gemachte Min-
derwert von CHF 130.00 pro Kopf bzw. insgesamt CHF 1'300.00 erscheint in An-
wendung von Art. 42 Abs. 2 OR angemessen, zumal sich die Berufungsbeklagte 
nicht dazu vernehmen liess. Daran ändert auch die berufungsklägerische Beilage 
RG act. III.21 nichts. Es handelt sich dabei lediglich um die Visitenkarte eines 
Kundenberaters der N._____ AG mit einer handschriftlichen Notiz "Pferdekopf 
pulverbeschichtet 150.-" und der Signatur des Kundenberaters. Mangels Vorbrin-

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gen zum kaufmännischen Gehalt des Geschäftes entspricht der Minderwert 
schliesslich wiederum dem Herabsetzungsbetrag.

8.5.6. In Abänderung des vorinstanzlichen Entscheids ist dem Berufungskläger für 
Mängel bei den Pulverbeschichtungen und Feuerverzinkungen von Pferdeköpfen 
und Kugeln ein Abzug von insgesamt CHF 2'840.00 (CHF 1'540.00 betreffend Ku-
geln + CHF 1'300.00 betreffend Pferdeköpfe) zuzugestehen.

8.6. Signete/Logo für die Türen und für die Glastrennwand zur Sattelkammer

8.6.1. Der Berufungskläger moniert die vorinstanzliche Reduktion für das Fehlen 
von diversen Signeten als zu tief und verlangt eine Reduktion der Werklohnforde-
rung um insgesamt CHF 7'400.00 (act. A.1, Ziff. 5f, S. 13 f.).

8.6.2. Die Vorinstanz erwog hierzu, der Berufungskläger verlange eine Preismin-
derung von CHF 4'200.00 (recte: CHF 4'800.00; 8 fehlende Metallsignete Boxen-
gitter), CHF 2'000.00 (Glastrennwand) sowie CHF 600.00 (Stalleingang). Die Be-
rufungsbeklagte halte dem entgegen, der Berufungskläger habe ihr das Signet 
nicht in digitaler Form geliefert, so dass dieses nicht habe hergestellt und einge-
baut werden können. Die Signete zwischen den Gitterstäben seien mit insgesamt 
CHF 600.00 in der Auftragsbestätigung enthalten. Der Oberexperte habe die Kos-
tenersparnis für die unterbliebene Lieferung aufklebbarer Signete auf CHF 600.00 
geschätzt. Unter Berücksichtigung der ebenfalls unterbliebenen Mitwirkung des 
Berufungsklägers erscheine eine Preisreduktion von gesamthaft CHF 600.00 an-
gemessen (act. B.1, E. 5.7). 

8.6.3. Dass es die Berufungsbeklagte unterliess, diverse offerierte Signete/Logos 
zu liefern, ist unbestritten. Es liegt daher ein Mangel vor (vgl. vorstehend E. 3, 
E. 8). Entgegen der Vorinstanz lässt sich jedoch keine unterbliebene Mitwirkung 
seitens des Berufungsklägers feststellen, welche eine Reduktion des zu verrech-
nenden Abzuges rechtfertigen würde. So lässt sich keine Pflicht oder Obliegenheit 
des Berufungsklägers erstellen, das Logo in digitaler Form zur Verfügung zu stel-
len. Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aufgrund des im Recht liegenden Kurz-
briefes vom 28. November 2007, mit welchem die Berufungsbeklagte um eine CD 
für das Wappen ersuchte (RG act. II.11). Ungeachtet der strittigen Frage, ob der 
Berufungskläger dieses Schreiben erhielt oder nicht (vgl. act. A.1, Ziff. II.5f, S. 14; 
RG act. I.2, S.17), hätte die Berufungsbeklagte bei ausbleibender Reaktion den 
Berufungskläger (erneut) kontaktieren müssen. Dass der Zeitdruck dergleichen 
verunmöglicht hätte, ist nicht erstellt. Darüber hinaus wäre es für die Berufungsbe-
klagte wohl ein Leichtes gewesen, das Logo zu digitalisieren bzw. digitalisieren zu 

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lassen, zumal sie offensichtlich bereits im Besitze des Logos in Papierform war 
(vgl. RG act. II.11).

8.6.4. Die Vorinstanz berücksichtigte pauschal CHF 600.00. Ihre konkreten rech-
nerischen Überlegungen können nicht abschliessend nachvollzogen werden. Dies 
gilt insbesondere für die Anzahl und den Wert der Signete. Die exakte Anzahl der 
fehlenden Signete variierte denn auch in den Vorbringen der Parteien (vgl. 
act. A.1; act. A.2; RG act. I.1-2; RG act. VII.1-2). Auf nähere Ausführungen kann 
indes verzichtet werden, da der Berufungskläger zuletzt keine höhere Anzahl gel-
tend macht, als sich aufgrund der Offerte/Auftragsbestätigung erstellen lässt (1x 
Glaskammer; 8 x Boxengitter; 1 x Stalleingang; act. A.1, Ziff. II.5f, S. 13 f.; 
RG act. II.6; RG act. II.10). Hinsichtlich der Stalltüren ist anzumerken, dass sich 
nicht restlos klärt, ob der Berufungskläger ein oder mehrere fehlende Signete gel-
tend macht. Gestützt auf den Gesamtabzug von CHF 7'400.00 für die Signe-
te/Logos in Verbindung mit dem Plädoyer ist indes davon auszugehen, dass nur 
ein Signet auf der Stalltüre geltend gemacht wird (act. A.1, Ziff. 5f, S. 14; vgl. 
RG act. VII.2, S. 11). Dies korreliert denn auch mit der Position Stalltüren gemäss 
Auftragsbestätigung (RG act. II.6: "wovon 1 Türe Vollglas mit Signet"). Was die Art 
der fehlenden Signete anbelangt, so blieb unstrittig, dass es sich um Ätzimitatio-
nen (Laser; Glas Sattelkammer und Stalltüre) und Metallsignete (Boxengitter) 
handle (vgl. RG act. I.1-2; RG act. VII.1-2; act. B.1, E. 5.7; act. A.1; act. A.2).

Mit Blick auf die in Rechnung gestellten Preise lässt sich der Auftragsbestätigung 
einzig etwas betreffend die Signete zwischen den Boxengittern entnehmen, und 
zwar zehn Stück à je CHF 60.00 (RG act. II.6). Letzteres hielt auch die Vorinstanz 
zutreffend fest. Die übrigen Signete wurden jeweils ohne eigenen Preis vermerkt 
bzw. waren Bestandteil einer anderen Position. Der Obergutachter äusserte sich 
im ersten Teil des Obergutachtens zur Frage, der Experte möge sich über nicht 
gelieferte Gegenstände und deren Wert äussern, wie folgt: "Nicht gelieferte Signe-
te Fr. 600.00 gemäss Auftragsbestätigung Beilage 4 Beklagte Akten." 
(RG act. IX.72, bekl. Frage B.7, S. 4). In der Ergänzung hielt der Obergutachter 
zur selbigen Frage fest: "Signete zum Aufkleben für auf Glasscheibe wurden nicht 
geliefert, deren geschätzten Wert wäre um die ca. Fr. 600.00. Nicht gelieferte Em-
bleme aus Stahl feuerverzinkt und gemalen für an die Boxengitter Preis per Stück 
ca. Fr. 160.00" (RG act. IX.85, bekl. Frage 7, S. 3). Letztere Feststellung blieb von 
der Vorinstanz völlig unerwähnt. Die Ausführungen betreffend Signete zum Auf-
kleben müssen zudem wohl als Missverständnis interpretiert werden. Unter 
Berücksichtigung des Protokolls des Augenscheins des Obergutachters liegt der 
Schluss nahe, dass er seine eigenen Aussagen anlässlich des Augenscheins in 

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falsche Relation setzte. Im Zuge des Augenscheins hielt er nämlich fest, dass die 
Embleme auf den Gläsern nachträglich noch via Spezialmattfolie aufgeklebt wer-
den könnten (RG act. IX.68, S. 3). Demgegenüber waren aufklebbare Signete – 
soweit ersichtlich – zwischen den Parteien nie ein Thema, auch nicht als Ersatz-
leistung. Anders lässt sich die Aussage des Obergutachters nicht erklären. Dass 
aufklebbare Signete weder in Qualität noch Ästhetik vergleichbar sind mit den ver-
einbarten Ätzimitationen und Metallsigneten, versteht sich von selbst (vgl. act. A.1, 
Ziff. II.5f, S. 14). Der Berufungskläger selbst begründet lediglich die Höhe des Ab-
zuges für die Metallsignete näher. So hält er den seitens des Obergutachters ge-
schätzten CHF 160.00 pro Metallsignet entgegen, dies sei für handgefertigte Si-
gnete absolut unterdurchschnittlich und inakzeptabel. Zur Feststellung der Vor-
instanz hinsichtlich des offerierten Preises von CHF 60.00 pro Stück äussert er 
sich nicht (act. A.1, Ziff. II.5f, S. 14). Die Berufungsbeklagte liess sich zu den Wer-
ten der fehlenden Signete nicht vernehmen. 

Wie gesehen, waren bei der Glastrennwand in der Sattelkammer und beim Stall-
eingang Ätzimitationen des Logos vorgesehen gewesen. Der edierten Glaserrech-
nung lässt sich entnehmen, dass ein Logo mit CHF 400.00 veranschlagt worden 
war (RG act. VIII.E.4). Der Berufungskläger fordert demgegenüber hierfür ohne 
nähere Begründung CHF 2'000.00 (Sattelkammer) bzw. CHF 600.00 (Stalltüre). 
Dabei unterlässt er es namentlich, sich zur Grösse der Signete und zu deren 
preislichen Differenz von CHF 1'200.00 zu äussern. Mangels anderweitiger sub-
stantiierter Ausführungen ist daher sowohl für das Signet in der Sattelkammer als 
auch für dasjenige an der Stalltüre ein Minderwert von je CHF 400.00 anzuneh-
men. Dies rechtfertigt sich umso mehr, als der Berufungskläger in seiner Prozess-
antwort für vier Logos auf den Eingangstüren insgesamt CHF 2'000.00 verlangt 
hatte, welche später nicht mehr geltend gemacht wurden (RG act. I.2, S. 17 in fi-
ne; vgl. auch RG act. VII.2, S. 11; vorstehend zu den variierenden Angaben 
E. 8.6.4 erster Absatz). Die Berufungsbeklagte äusserte sich wiederum nicht zum 
kaufmännischen Gehalt des Geschäftes (vgl. vorstehend E. 8.4.4). Der Minderwert 
entspricht daher dem Herabsetzungsbetrag.

Für die Metallsignete verlangt der Berufungskläger eine Reduktion von 
CHF 600.00 pro Stück. Offeriert wurden die Embleme mit CHF 60.00 pro Stück. 
Der Obergutachter schätzte den Wert auf CHF 160.00. Wenngleich der Obergut-
achter die Frage betreffend das Aufkleben von Signeten missverstand, besteht 
kein Anlass an seinem geschätzten Wert zu zweifeln. Dies gilt umso mehr mit 
Blick auf den offerierten Stückpreis von CHF 60.00. Dass die Metallsignete hand-
gefertigt hätten sein sollen, ändert daran nichts. Der behauptete Stückpreis von 

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CHF 600.00 ist nicht nachvollziehbar. Zur Berechnung des Herabsetzungsbetra-
ges der Metallsignete gilt Folgendes: Im Gegensatz zur Glaswand, den Pferdeköp-
fen, den Kugeln und den Ätzimitationen erlauben sich aufgrund des Obergutach-
tens und der Offerte/Auftragsbestätigung Rückschlüsse auf den kaufmännischen 
Gehalt des Geschäftes. Der Besteller behält die preislichen Vor- und Nachteile 
des Werkvertrages. Je günstiger der Besteller im konkreten Fall abgeschlossen 
hat, desto geringer ist der Betrag um den er – bei bestimmtem Minderwert – die 
Vergütung des Unternehmers herabsetzen kann und umgekehrt (Gauch, a.a.O., 
Rz. 1665). Daraus folgt, dass aufgrund des (zu) tief offerierten oder ausgehandel-
ten Preises auch der Herabsetzungsbetrag tiefer ausfällt. Unter Berücksichtigung 
der Verhältnisgleichheit zwischen Herabsetzungsbetrag und Minderwert beläuft 
sich der Herabsetzungsbetrag somit auf CHF 60.00 pro Stück (vgl. Gauch, a.a.O., 
Rz. 1664: H [Herabsetzungsbetrag] = V [volle Vergütung] / W [Wert des mangelfrei 
gedachten Werkes] x M [Minderwert des Werkes]).

8.6.5. In Abänderung des vorinstanzlichen Entscheids ist dem Berufungskläger für 
die fehlenden Signete/Logos insgesamt CHF 1'280.00 zuzugestehen (CHF 400.00 
betreffend Logo Sattelkammer; 8 x CHF 60.00 betreffend Metallsignete; 
CHF 400.00 betreffend Logo Stalltüre).

8.7. Flüssiggummiboden

8.7.1. In Bezug auf den verlegten Flüssiggummiboden rügt der Berufungskläger 
berufungsweise einen Verstoss gegen Art. 368 Abs. 2 OR und verlangt einen Be-
trag von CHF 4'000.00 als Minderwert: Der Boden weise bereits seit dem Anfang 
unzählige Eindruckstellen auf, was einen erheblich erhöhten Reinigungsaufwand 
bedeute. Zudem seien die Schwellen zwischen den Boxen und den Ausläufen 
entgegen den vertraglichen Abmachungen anstatt mit dem Flüssiggummi mit 
Gummimatten überzogen worden. Dies sei nicht nur unästhetisch, sondern führe 
dazu, dass die Matten immer wieder erneuert werden müssten und nie richtig be-
festigt werden könnten. Es sei nicht eine ausreichende Lösung in Auftrag gegeben 
worden, sondern eine gemäss den Vorstellungen des Berufungsklägers (act. A.1, 
Ziff. II.5g, S. 15). 

8.7.2. Die Vorinstanz liess für den Flüssiggummiboden im Stall des Berufungsklä-
gers keinen Minderwert gelten (act. B.1, E. 5.13). Der Oberexperte habe die Ver-
legung des Bodens als sehr gut beurteilt. Dichte, Höhe und Härte seien einwand-
frei. Anlässlich des Augenscheins mit dem Oberexperten habe der Berufungsklä-
ger alsdann einen Einbezug der Schwellenbereiche in den Fliessgummi aus äs-

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thetischen Gründen gewünscht. Ein Minderwert sei unter diesen Umständen aber 
nicht festzustellen (act. B.1, E. 5.13).

8.7.3. In Bezug auf den Flüssiggummiboden stellte der Obergutachter zusam-
mengefasst fest, dass es sich um einen einwandfreien Boden handle. Die fest-
stellbaren Eindrücke im Gummiboden seien normal und auf Hufeisenstollen 
zurückzuführen. Es handle sich dabei nicht um einen Mangel. Wenn keine solchen 
Eindrücke gewünscht seien, sei der Boden nicht mit Stollen zu begehen. Zudem 
hielt er fest, dass die Übergänge der Türschwellen zu den Aussenplätzen mit 
Gummimatten qualitativ in Ordnung und besser, sicherer und langlebiger seien als 
ein Gussboden. Letzterer gehe nämlich an Stellen, an welchen die Pferde immer 
wieder passierten, kaputt. Einen Kantenschutz aus Stahl wäre wiederum sehr ver-
letzungsgefährlich für die Pferde. Gummimatten seien optisch nicht die beste Lö-
sung, aber praktisch und im täglichen Gebrauch die beste Lösung (RG act. IX.72, 
kl. Frage 5a, S. 2, bekl. Fragen 1a, c-d, S. 3; RG act. IX.85, bekl. Frage 1, S. 1). 

Das Obergutachten erweist sich hinsichtlich des Bodens mithin als vollständig, 
nachvollziehbar und schlüssig. Dass es seitens des Obergutachters unnötig war, 
die Qualität des Bodens mit einem Exklamationszeichen zu betonen, versteht sich 
von selbst, schmälert die Aussagekraft des Obergutachtens jedoch nicht (vgl. RG 
act. IX.85, bekl. Frage 1, S. 1). Gestützt auf das Obergutachten liegt somit weder 
betreffend die Abdrücke noch die Schwellen ein Mangel hinsichtlich Qualität und 
Gebrauchstauglichkeit des Bodens vor. Die Behauptung des Berufungsklägers, 
die Matten müssten immer wieder erneuert werden und könnten nie richtig befes-
tigt werden, sind durch das Obergutachten widerlegt. Ebenso wenig ist mit Blick 
auf die Gummimatten ein ästhetischer Mangel ersichtlich. Zwar räumt der Ober-
gutachter ein, es sei optisch nicht die "beste Lösung". Dies kommt aber im Um-
kehrschluss nicht per se einem Mangel gleich. Der Berufungskläger führt denn 
auch nicht näher aus, weshalb die Mattenübergänge genau unästhetisch seien. 
Dass der Berufungskläger an anderer Stelle in der Berufung bzw. bei anderen 
Mängelpositionen betonte, es handle sich um eine 5-Sterne-Pferderesidenz, 
genügt jedenfalls nicht. Eine mangelnde Ästhetik erschliesst sich der erkennenden 
Kammer denn auch nicht aufgrund der eingereichten Fotographien (vgl. 
RG act. III.25). 

Hinsichtlich der Gummimatten bleibt zu prüfen, ob es an einer zugesicherten Ei-
genschaft fehlt, da der Berufungskläger sich zusätzlich auf "vertragliche Abma-
chungen" beruft (act. A.1, Ziff. II.5g, S. 15). Welche Abmachungen er damit kon-
kret meint, legt er jedoch nicht dar. Ebenso wenig erklärt er, was "eine Lösung 
gemäss seinen Vorstellungen" gewesen wäre. Sofern sich der Berufungskläger 

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auf seinen Willen, eine 5-Sterne-Pferderesidenz zu erbauen, beziehen wollte, 
würde dies erneut nicht ausreichen. Eine spezifische Abrede hinsichtlich der ge-
nauen Ausgestaltung der Übergänge der Türschwellen zu den Aussenplätzen fin-
det sich auch anderweitig nicht. Es gelingt dem Berufungskläger daher nicht zu 
beweisen, dass der von ihm behauptete Mangel tatsächlich eine Vertragsabwei-
chung und damit ein Werkmangel im Rechtssinne ist.

Darüber hinaus finden sich keinerlei Ausführungen zur geltend gemachten Höhe 
des Minderwertes und Herabsetzungsbetrages von CHF 4'000.00 für den Flüssig-
gummiboden. 

8.7.4. Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz be-
züglich des Flüssiggummibodens keinen Minderwert gelten liess. Art. 368 Abs. 2 
OR ist nicht verletzt.

8.8. Eingangstor (sog. "Eröffnungsgeschenk")

8.8.1. Schliesslich verlangt der Berufungskläger für ein versprochenes, aber nicht 
geliefertes Eingangstor eine Herabsetzung der Werklohnforderung um 
CHF 10'000.00, wobei die Höhe allenfalls von der Vorinstanz neu zu beurteilen 
sei. Im Vertrag sei vorgesehen gewesen, dass der Eingang zur 5-Sterne-
Pferderesidenz mit einem drei Meter breiten schmiedeisernen, ja goldverzinkten, 
Eingangstor mit dem Wappen-Logo des Berufungsklägers geziert sein solle. Auf 
eine separate Kostenaufführung sei verzichtet worden, weil beim Auftragswert von 
einer viertel Million Franken diese CHF 10'000.00 als inbegriffen hätten gelten sol-
len. Deswegen sei es auch mit "Eröffnungsgeschenk" betitelt worden. Eigentlich 
hätten die Parteien das Eingangstor jedoch als eine Gutschrift in Form eines Ra-
batts verstanden, was wieder in der vertraglichen Summe von einer viertel Million 
resultiert habe. Entsprechend habe die Vorinstanz zu Unrecht Schenkungsrecht 
resp. Art. 97 ff. OR auf die Nichtherstellung und Nichtlieferung angewandt. Viel-
mehr sei auch das Eingangstor unter Werkvertragsrecht zu stellen und im Zu-
sammenhang mit dem einheitlichen Vertrag zu beurteilen (act. A.1, Ziff. II.5h, 
S. 15; vgl. auch vorstehend E. 6; act. A.1, Ziff. II.3, S. 5).

8.8.2. Die Vorinstanz hielt fest, der Auftragsbestätigung sei zu entnehmen, dass 
der Berufungskläger ein Eingangstor geschenkt hätte erhalten sollen. Wie es hätte 
ausgestaltet sein sollen, gehe nicht hervor. Die Berufungsbeklagte halte der For-
derung des Berufungsklägers entgegen, besagtes Tor sei nicht Gegenstand des 
Werkvertrages gewesen. Zudem würden die bauseits zu liefernden Torpfosten 
immer noch fehlen. Die Vorinstanz fuhr fort, ein Beschenkter könne gegen den 

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Schenker grundsätzlich nach den Bestimmungen von Art. 97 ff. OR vorgehen. Ein 
derartiges Vorgehen sei nicht aktenkundig. Rechtsgenügliche Ausführungen für 
eine ermessensweise Schadensbemessung würden fehlen. Dem Berufungskläger 
stehe demnach kein Verrechnungsanspruch zu (act. B.1, E. 5.5).

8.8.3. Unbestritten ist, dass das fragliche Eingangstor nicht geliefert wurde. Eine 
eigentliche Auseinandersetzung mit der Frage, ob bezüglich des Tors Schen-
kungs- oder Werkvertragsrecht zur Anwendung gelangt, findet sich im vorinstanz-
lichen Entscheid nicht. Der Auftragsbestätigung lässt sich zum Eingangstor einzig 
das Folgende entnehmen: "Pauschalpreis inkl. Eröffnungsgeschenk 1 Eingangstor 
[Anm. unleserliches handschriftliches Wort, allenfalls unter der Nennung des Wor-
tes "Gold"] + Signet" (RG act. II.6). Bei den weiter erwähnten "Eingangstore" auf 
Seite 2 der Auftragsbestätigung handelt es sich indes um andere Tore (Stalltore). 
Ausserdem war das sog. Eröffnungsgeschenk Gegenstand der Zeugenbefragung 
von F._____. Er äusserte sich hierzu wie folgt (RG act. X.2, Frage 25, S. 7): 

"Kann der Zeuge bestätigen, dass zwischen der B._____ und dem Beklag-
ten A._____ bezüglich des Eröffnungs-
 geschenkes "Eingangstor" vereinbart war, dasselbe erst zu liefern, wenn 
 die notwendigen Pfosten zur Montage gesetzt sind? – Ja, das ist so ein 
 Problem. Eigentlich gab es nie einen Zaun, obschon E._____ ge-
 sagt hat, es werde ein solcher erstellt. Weil wir aber andere Arbeiten aus-
 zuführen hatten, die weit dringlicher waren, unterblieb die Montage des
 Eingangstors. Diese Arbeit wurde zurückgestellt."

Entgegen dem Dafürhalten des Berufungsklägers kann in Berücksichtigung dieser 
Aussage durchaus die Schlussfolgerung gezogen werden, dass die Montage des 
Zauns bzw. der Pfosten als Grundlage für die Anbringung des Tores dem Beru-
fungskläger oblag und vereinbart war, dass diese Leistung vor der Lieferung des 
Tores hätte erbracht werden müssen (vgl. act. A.1, Ziff. II.5h, S. 15 f.). Die Aussa-
ge von F._____ ist vom Berufungskläger im vorinstanzlichen Verfahren nicht kri-
tisch hinterfragt worden bzw. es ist nicht einmal der Versuch unternommen wor-
den diese zu entkräften. Dass die blosse Lieferung des Tores praktisch auch ohne 
Montage von Pfosten möglich gewesen wäre (act. A.1, Ziff. II.5h, S. 15 f.), ändert 
daran nichts. 

Was die Vertragsqualifikation der Vorinstanz betrifft, so ist einzuräumen, dass – 
ebenfalls gestützt auf die obige Aussage von F._____ – in der Tat fraglich ist, ob 
die Lieferung und Montage des Eingangstores (als Geschenk) Teil der werkver-
traglich zu erbringenden Leistungen gewesen wäre, und somit die unterbliebene 
Leistung grundsätzlich nach Werkvertragsrecht zu beurteilen gewesen wäre. Die-
se Frage kann jedoch offengelassen werden, denn selbst bei Anwendung des 
Werkvertragsrechts gelingt es dem Berufungskläger, wie soeben erwähnt, nicht 

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aufzuzeigen, dass er seinen eigenen Obliegenheiten nachgekommen wäre, um 
eine Nicht-/Schlechterfüllung geltend machen zu können. 

8.9. Abzüge

Zusammenfassend ergeben sich im Berufungsverfahren neu oder zusätzlich die 
Folgenden Abzüge von der Werklohnforderung: CHF 9'588.80 (Glaswand; anstatt 
CHF 4'221.00 gemäss Vorinstanz), CHF 2'840.00 (Pulverbeschichtung und Feu-
erverzinkung; anstatt CHF 2'250.00 gemäss Vorinstanz) und CHF 1'280.00 (Si-
gnete/Logos; anstatt CHF 600.00 gemäss Vorinstanz). Unter Berücksichtigung der 
unangefochtenen Abzüge resultieren damit Abzüge von insgesamt CHF 26'567.30 
(CHF 12'858.50 [Übernahme Abzüge Vorinstanz: CHF 750.00 + CHF 1'200.00 + 
CHF 2'308.50 + CHF 3'000.00 + CHF 5'000.00 + CHF 600.00] + CHF 13'708.80 
[neue Abzüge: CHF 9'588.80 + CHF 2'840.00 + CHF 1'280.00]) anstatt 
CHF 19'929.50. Die noch ausstehende Vergütung beträgt somit CHF 41'396.60 
(CHF 287'963.90 ./. CHF 220'000.00 Akontozahlungen ./.CHF 26'567.30 Abzüge) 
anstatt CHF 48'034.40 (vgl. act. B.1, E. 5.17).

Abschliessend ist lediglich der Vollständigkeit halber noch anzumerken, dass der 
Berufungskläger sich immer wieder auf seinen Willen berief, eine 5-Sterne-
Pferderesidenz zu erbauen. Daraus will er per se einen luxuriösen Standard hin-
sichtlich Qualität, Aussehen etc. und sogar vorvertragliche Pflichten ableiten. 
Nichtsdestotrotz finden sich keine Nachweise dafür, dass der Preis von einer vier-
tel Million derart erheblich von demjenigen für einen qualitativ hochstehenden 
Standard-Stall abweichen würde.

9. Verzugszinsen

Die Vorinstanz sprach der Berufungsbeklagten ihre restliche Werklohnforderung 
zuzüglich 5 % Verzugszins seit dem 18. März 2008 zu (act. B.1). Wie eingangs 
erwähnt, erachtete die Vorinstanz das Werk zu Recht als abgenommen (vorste-
hend E. 3). Es besteht diesbezüglich weder ein Widerspruch zur superprovisori-
schen Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts noch ein Verstoss gegen Treu 
und Glauben (vorstehend E. 3; vgl. act. A.1, Ziff. II.6). Die Verzugszinsen sind mit-
hin zu bestätigen. Die Schlussrechnung datiert vom 7. März 2008 (RG act. II.17) 
und war innert zehn Tagen zu bezahlen. Das Datum des Eintritts des Verzugs an 
sich wurde nicht gerügt, entsprechend hat es dabei sein Bewenden.

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10. Fazit

Im Ergebnis ist die Berufung teilweise gutzuheissen. Die restliche Werklohnforde-
rung beläuft sich insgesamt auf CHF 41'396.60. Im Übrigen ist die Berufung ab-
zuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Befriedigung der Berufungsbeklagten 
erfolgt aus der Barsicherheit (vgl. auch act. A.1, Ziff. I.3 [vollumfängliche Rücker-
stattung der Barsicherheit]; vorstehend E. 4) und eine Rückweisung an die Vor-
instanz ist nicht angezeigt (Eventualbegehren; act. A.1, Ziff. I.4).

11. Kosten- und Entschädigungsfolgen

11.1. Die Vorinstanz setzte die Entscheidgebühr auf CHF 5'000.00 fest und ver-
teilte sie gestützt auf Art. 122 Abs. 1 ZPO-GR zu fünf Siebteln dem Berufungsklä-
ger und zu zwei Siebteln der Berufungsbeklagten. Ersterer hatte zudem Letztere 
mit drei Siebteln ihrer Honorarnote zu entschädigen (act. B.1, E. 6). Wenngleich 
die Berufung teilweise gutzuheissen ist (vorstehend E. 10), erscheint der Vertei-
lungssatz der Vorinstanz nach wie vor angemessen. Das erstinstanzliche Kosten- 
und Entschädigungsdispositiv ist somit zu bestätigen.

11.2. Die Kosten des Berufungsverfahren belaufen sich auf CHF 7'000.00 (Art. 9 
VGZ [BR 320.210]). Sie sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen 
(act. D.2). Der Berufungskläger obsiegt teilweise und erzielt eine zusätzliche Re-
duktion der Werklohnforderung von CHF 6'637.80. Demgegenüber dringt er mit 
seinen weiteren Vorbringen nicht durch. Es rechtfertigt sich daher, dem Beru-
fungskläger die Gerichtskosten zu sechs Siebteln und der Berufungsbeklagten zu 
einem Siebtel aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Zudem hat der Berufungsklä-
ger der Berufungsbeklagten eine reduzierte Parteientschädigung zu bezahlen. 
Letztere ist mangels Honorarnote nach pflichtgemässem Ermessen auf 
CHF 4'285.70 zu schätzen (fünf Siebtel von CHF 6'000.00; inkl. Barauslagen). Ei-
ne Mehrwertsteuer ist der Berufungsbeklagten auf ihre Parteientschädigung nicht 
auszurichten. Sie ist selbst mehrwertsteuerpflichtig und kann die Mehrwertsteuer, 
welche sie ihrer Rechtsvertretung zu zahlen hat, als Vorsteuer von ihrer eigenen 
Mehrwertsteuerschuld abziehen (vgl. UID-Register des BFS).

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Ziffern 1 und 2 des Dis-
positivs des Entscheids des Regionalgerichts Maloja vom 14. November 
2017 (Proz. Nr. 110-2009-22) werden aufgehoben.

2. Die Klage der B._____ AG wird teilweise gutgeheissen und A._____ wird 
verpflichtet, der B._____ AG CHF 41'396.60, zuzüglich 5 % Verzugszins 
seit dem 18. März 2008, zu bezahlen. 

3. Die bei der Region Maloja, vormals Kreisamt Oberengadin, hinterlegte 
Summe von CHF 81'556.70, zuzüglich allfällige Zinse, wird im Umfang von 
CHF 41'396.60, zuzüglich 5 % Verzugszins seit dem 18. März 2008, der 
B._____ AG und im restlichen Umfang A._____ ausbezahlt. 

Die entsprechenden Zahlungsverbindungen sind der Region Maloja auf ers-
te Aufforderung hin mitzuteilen.

4. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, 
und der angefochtene Entscheid bestätigt.

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 7'000.00 werden A._____ zu 
sechs Siebteln, d.h. im Umfang von CHF 6'000.00, und der B._____ AG zu 
einem Siebtel, d.h. im Umfang von CHF 1'000.00, auferlegt und mit dem 
von A._____ geleisteten Kostenvorschuss in selbiger Höhe verrechnet. Die 
B._____ AG wird verpflichtet, ihren Anteil von CHF 1'000.00 A._____ direkt 
zu ersetzen.

6. A._____ wird verpflichtet, die B._____ AG f