# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32b638cf-e5f1-50d7-9dec-203e14436573
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 08.03.2016 S 2015 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2015-119_2016-03-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 15 119

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuarin ad hoc Christen

URTEIL

vom 8. März 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Kristina Herenda, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war als Allrounder für Transporte und Stallarbeit in einem 100%-

Pensum bei der Firma B._____ angestellt und bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 5. Januar 2014 griff er 

beim Schneeräumen mit der rechten Hand bei laufender Maschine in die 

blockierte Schneefräse. Als sich die Blockierung unerwartet löste, wurden 

ihm die vier Langfinger teilamputiert, der Daumen und die 

Handwurzelknochen blieben intakt. Noch am Unfalltag wurde A._____ im 

Spital C._____ operiert (Wundrevision, Sumpfplastik), und am 29. Januar 

2014 erfolgte eine zweite Operation (Débridement, Entfernung der 

Krusten und des Fadenmaterials etc.).

2. Mit Schadenmeldung vom 7. Januar 2014 meldete die Firma B._____ 

Transporte den Vorfall der Suva. Diese erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen.

3. Mit Sprechstundenberichten vom 27. März, 12. Juni, 12. August und 25. 

November 2014 beschrieb der operierende Arzt des Spitals C._____, Dr. 

med. D._____, Facharzt FMH Chirurgie, einen weitgehend 

komplikationslosen Heilungsverlauf. Mit Arztzeugnis vom 25. November 

2014 attestierte Dr. med. D._____ A._____ eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, 

vorausgesetzt, dass es sich während der Wintermonate nicht um eine 

Outdoor-Tätigkeit handle. Am 22. Dezember 2014 fand die kreisärztliche 

Abschlussuntersuchung statt. Mit Bericht vom 29. Dezember 2014 führte 

der Suva Kreisarzt Dr. med. E._____ aus, es habe bei der schweren 

Handverletzung ein erfreuliches Resultat erzielt werden können, es böten 

sich keine Massnahmen mehr an, um die Handfunktion weiter zu 

verbessern. Die ursprüngliche Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. 

Zumutbar sei eine Tätigkeit, die nicht mit kraftvollem Zupacken im Bereich 

der rechten Hand einhergehe, bei der nicht repetitiv Gewichte über 5 bis 

10 kg mit der rechten Hand gehoben werden müssten und bei der keine 

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höheren feinmotorischen Anforderungen anfielen. Unzumutbar seien 

Tätigkeiten mit Kälteexposition und erhöhter Verletzungsgefahr der 

Fingeramputationskuppen. Für eine derart geeignete Tätigkeit sei 

A._____ ganztags einsetzbar. Mit einem separaten Bericht gleichen 

Datums schätzte Dr. med. E._____ den Integritätsschaden auf 15 % ein. 

4. Mit Verfügung vom 22. Januar 2015 stellte die Suva fest, es bestehe 

keine erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit 

und demzufolge kein Rentenanspruch. Das Valideneinkommen bemass 

sie nach dem bei der Firma B._____ erzielten Einkommen im Jahr 2014 

von Fr. 53'300.--. Beim Invalideneinkommen von Fr. 52'635.-- stellte sie 

auf die Lohnstrukturerhebung (LSE 2012) ab (Kompetenzniveau 1, 

Parallelisierung unter Berücksichtigung eines unterdurchschnittlichen 

Valideneinkommens um 11.6 %, Behindertenabzug 10 %). Mit derselben 

Verfügung sprach die Suva A._____ eine Integritätsentschädigung von Fr. 

18'900.-- für eine Integritätseinbusse von 15 % zu. Gegen diese 

Verfügung erhob A._____ am 13. Februar 2015 Einsprache. Mit 

Schreiben vom 11. Juni 2015 teilte er der Suva mit, er habe als Ergebnis 

einer beruflichen Massnahme der Invalidenversicherung am 1. Juni 2015 

eine Teilzeitstelle im Stundenlohn im Umfang von 30 bis 40 % bei der 

Firma F._____ antreten können und am 1. Juli 2015 werde er im Umfang 

von 40 % bei der Firma G._____ zu arbeiten beginnen. Mit 

Einspracheentscheid vom 24. August 2015 wies die Suva die Einsprache 

ab.

5. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) am 28. September 2015 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er beantragte, der 

angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm mindestens eine 

Teilrente zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit an die Suva 

zurückzuweisen mit der Verpflichtung, ihn umfassend arbeitsmedizinisch 

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abzuklären. Weiter beantragte der Beschwerdeführer die Zusprache einer 

Integritätsentschädigung in der Höhe von mindestens 30 %. Zur 

Begründung machte er im Wesentlichen geltend, die Suva sei im 

Einspracheverfahren nicht auf seine Einwendungen eingegangen, sie 

hätte eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit und eine 

erneute medizinisch-theoretische Überprüfung der Arbeitsfähigkeit 

veranlassen müssen. An seiner rechten Hand bestünden unfallbedingte 

Einschränkungen, die nur gestützt auf die Beurteilung des Suva 

Kreisarztes Dr. med. E._____ nicht hinreichend abgeklärt seien. Bei der 

Bestimmung des Invalideneinkommens sei nicht auf den Tabellenlohn 

gemäss LSE sondern auf den tatsächlich erzielten Verdienst abzustellen. 

Der Beschwerdeführer reichte dazu am 28. September 2015 die zwei 

Arbeitsverträge und verschiedene Lohnabrechnungen nach. Zur 

Integritätsentschädigung machte er geltend, Dr. med. E._____s 

Begründung überzeuge nicht, seine Fingerverluste würden am ehesten 

dem Verletzungsbild Nr. 34 der einschlägigen Tabelle der Suva 

entsprechen mit einer Integritätsentschädigung von 30 % oder 

mindestens demjenigen von Nr. 33 mit einer Integritätsentschädigung von 

20 %. Zudem sei die psychische Komponente dieses nach aussen für alle 

sichtbaren Verlustes von vier Fingern nicht berücksichtigt worden, er 

werde dazu einen psychologischen Abklärungsbericht nachreichen. 

6. Die Suva beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2015 

die Abweisung der Beschwerde. Sie hielt an der Begründung im 

Einspracheentscheid fest und ergänzte, das Invalideneinkommen könne 

nicht nach dem tatsächlich erzielten Verdienst bemessen werden, weil der 

Beschwerdeführer die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit von 100 % mit 

den beiden Teilzeittätigkeiten von 30 und 40 % nicht in zumutbarer Weise 

voll ausschöpfe. Es seien keine weiteren medizinischen Abklärungen 

nötig, der Bericht von Dr. med. E._____ sei voll beweiskräftig. Er stimme 

mit der Einschätzung von Dr. med. D._____ überein, und es gebe keine 

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gegenteiligen ärztlichen Beurteilungen oder anders lautende 

Zumutbarkeitsprofile. Zur Integritätsentschädigung führte die Suva aus, es 

obliege in erster Linie den Ärzten, den Integritätsschaden zu schätzen. 

Die Ausführungen des Beschwerdeführers vermöchten die Einschätzung 

von Dr. med. E._____ nicht zu erschüttern. Diese Einschätzung sei 

fachgerecht und schlüssig begründet, und eine psychische Problematik 

sei nicht aktenkundig.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und im 

angefochtenen Entscheid sowie auf die eingereichten Beweismittel wird, 

soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Suva vom 24. August 2015. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die  Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen solche 

Einspracheentscheide beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons 

Beschwerde erhoben werden, in welchem die versicherte Person zur Zeit 

der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt im 

Kanton GR, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 

des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit 

ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist 

das angerufene Gericht für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

zuständig. Als formeller und materieller Adressat ist der 

Beschwerdeführer vom angefochtenen Einspracheentscheid überdies 

berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher 

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Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine Beschwerdelegitimation ist damit 

zu bejahen. Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG). 

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Suva den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat, und ob 

sie ihm korrekterweise eine Integritätsentschädigung für eine 

Integritätseinbusse von 15 % zugesprochen hat. Dabei stellt sich 

insbesondere auch die Frage, ob die Suva zu Recht auf die Berichte ihres 

Kreisarztes Dr. med. E._____ abgestellt hat. Zur Beurteilung der 

Streitfragen ist der Sachverhalt massgebend, wie er sich bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids am 24. 

August 2015 verwirklicht hat (BGE 130 V 138 E.2.1, 129 V 1 E.1).

3. Die Gewährung von Leistungen der obligatorischen  Unfallversicherung 

setzt das Vorliegen eines Berufsunfalls, eines Nichtberufsunfalls oder 

einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Vorliegend sind sich die 

Parteien darin einig, dass der Beschwerdeführer einen Unfall im Sinne 

von Art. 4 ATSG erlitten hat, als ihm am 5. Januar 2014 von einer 

Schneefräse alle Langfinger der rechten Hand teilamputiert wurden. 

4. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn er infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid 

ist. Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in 

seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

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überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Bei erwerbstätigen Versicherten ist 

der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines 

Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird zunächst das 

Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 

der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt 

(allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 

E.3.4.2).

5. Im vorliegenden Fall legte die Suva das Valideneinkommen bezogen auf 

das Jahr 2014 auf Fr. 53'300.-- fest. Sie ging dabei von dem Lohn aus, 

den der Beschwerdeführer vor dem Unfall bei der Firma B._____ erzielt 

hatte (13 x Fr. 4'100.--). Dies ist korrekt und wird vom Beschwerdeführer 

auch nicht beanstandet.

6. a) Zu prüfen ist nun das Invalideneinkommen. Voraussetzung für dessen 

Bestimmung ist die sachgerechte Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit. Als 

solche gilt gemäss Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 

teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder in einer 

leidensangepassten Tätigkeit zumutbare Arbeit zu leisten. Zur Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit sind Sozialversicherungsträger und 

Sozialversicherungsgerichte auf medizinische Experten angewiesen 

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(BGE 125 V 256 E.4). Aufgabe des Arztes ist es, den 

Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und Stellung 

zu nehmen zu der Frage, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E.4, BGE 125 V 261 

E.4). Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in 

sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung 

(Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

somit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 

ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist, in der Darstellung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 

125 V 351 E.3a). Auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon 

auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf 

vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 

Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 

E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E.4.4). 

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b) Vorliegend hat die Suva auf den Bericht ihres Kreisarztes vom 29. 

Dezember 2014 abgestellt (Suva-act. 66). In diesem Bericht kam Dr. med. 

E._____ zum Schluss, die ursprüngliche Tätigkeit sei dem 

Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Zumutbar sei eine Tätigkeit, die 

nicht mit kraftvollem Zupacken im Bereich der rechten Hand einhergehe, 

bei der nicht repetitiv Gewichte über 5 bis 10 kg mit der rechten Hand 

gehoben werden müssten und bei der keine höheren feinmotorischen 

Anforderungen anfielen. Unzumutbar seien Tätigkeiten mit 

Kälteexposition und erhöhter Verletzungsgefahr der 

Fingeramputationskuppen. Für eine derart geeignete Tätigkeit sei der 

Versicherte ganztags einsetzbar (Suva-act. 66 S. 5). Auf diese 

Beurteilung hat die Suva – aus den nachfolgend dargelegten Gründen – 

zu Recht abgestellt. Dr. med. E._____ ist als Facharzt für orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH für die 

gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

qualifiziert. Er erstattete seinen Bericht aufgrund eingehender 

persönlicher Beobachtungen und Untersuchungen im Rahmen der 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 22. Dezember 2014. Ihm 

standen sämtliche Berichte über die Operationen und Nachkontrollen im 

Spital C._____ zur Verfügung, so dass er sich ein umfassendes Bild über 

die erlittenen Verletzungen und den Heilungsverlauf machen konnte. Er 

berücksichtigte die Angaben des Beschwerdeführers, wonach im Bereich 

der Restfinger noch ein leichter bis mässiggradiger Dauerschmerz 

bestehe, bei feinmotorischen Tätigkeiten Einschränkungen bestünden, für 

grobmotorische Arbeiten die Kraft vermindert sei und Gegenstände nicht 

mehr vollständig umfasst werden könnten. Der von Dr. med. E._____ 

erhobene Befund (fehlendes Endglied am Zeigefinger, fehlendes Mittel- 

und Endglied am Mittelfinger, fehlendes Endglied und teilweise fehlendes 

Mittelglied am Ringfinger, fehlende Fingerkuppe am kleinen Finger [Suva-

act. 66 S. 4]) wird durch aktenkundige Fotos und Röntgenaufnahmen 

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bestätigt (Suva-act. 63), und die Funktionsfähigkeit der beeinträchtigten 

Hand wurde umfassend untersucht (Flexion/Extension, Faustschluss, 

Beweglichkeit von Daumen und Handgelenk, Greifkraft). Bei der 

Erörterung der Befunde kam Dr. med. E._____ zu einem schlüssigen 

Ergebnis und es liegen keine Indizien vor, welche gegen die 

Zuverlässigkeit der Beurteilung von Dr. med. E._____ sprechen würden. 

Vielmehr wird diese Beurteilung gestützt durch Dr. med. D._____ vom 

Spital C._____, welcher die Operationen und Nachkontrollen durchgeführt 

hatte und in seinem Bericht vom 25. November 2014 ausführte, der 

Beschwerdeführer sei zu 100 % arbeitsfähig, vorausgesetzt dass es sich 

während der Wintermonate nicht um eine „Outdoor-Tätigkeit“ handle 

(Suva-act. 57). Ärztliche Einschätzungen, welche von denjenigen von Dr. 

med. E._____ und Dr. med. D._____ abweichen, wurden vom 

Beschwerdeführer weder eingereicht noch finden sich solche  in den 

Akten. 

c) Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben den 

rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz richtig 

und vollständig abzuklären (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 

136 V 376 E.4.1.1). Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über 

die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen 

hinreichend Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge 

Bezüge zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung auf (vgl. vorne E.6a). 

Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen 

vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht 

bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener 

Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E.4.1) zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 

353 E.5b; 125 V 193 E.2) zu betrachten und es könnten weitere 

Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr 

ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine 

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Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b). Vorliegend hat 

sich gezeigt, dass der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den Suva 

Kreisarzt Dr. med. E._____ volle Beweiskraft beizumessen ist. Weil sich 

in den Akten sodann keine Hinweise auf eine psychische Problematik 

finden, hat die Suva zu Recht auf diesbezügliche Abklärungen verzichtet. 

Der medizinische Sachverhalt wurde deshalb richtig und vollständig 

abgeklärt. Von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen sind keine neuen 

wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, so dass entgegen der Ansicht 

des Beschwerdeführers weder eine Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL) noch eine Abklärung durch einen 

versicherungsexternen Arzt angezeigt sind. 

d) Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie 

nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalideneinkommen. Sind diese Voraussetzungen 

nicht erfüllt, so können entweder Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von 

Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden, um ein 

hypothetisches Invalideneinkommen festzulegen (BGE 139 V 592 E.2.3). 

Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer nach dem Unfall zwei 

Teilzeitstellen antreten können. Bei der Firma G._____ arbeitet er seit 

dem 1. Juli 2015 in einem 40%-Pensum. Bei der Firma F._____, arbeitet 

er seit dem 1. Juni 2015 im Stundenlohn im Umfang von 30 bis 40 % (vgl. 

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nachgereichte Akten des Beschwerdeführers). Mit diesem 70 bis 80%igen 

Arbeitspensum schöpft der Beschwerdeführer die ihm gemäss Dr. med. 

E._____ verbleibende 100%ige Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer 

Weise voll aus. Damit soll nicht gesagt sein, dass der Beschwerdeführer 

problemlos eine geeignete 100%-ige Arbeitsstelle finden könnte. Bei der 

Ermittlung des Invaliditätsgrades kommt es nämlich nicht darauf an, wie 

die Beschäftigungslage und die Chancen des Versicherten bei der 

Stellensuche tatsächlich aussehen. Vielmehr ist im Sinne einer abstrakten 

Annahme von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen und 

anzunehmen, es bestehe eine Nachfrage nach Arbeit, wie sie die 

versicherte Person trotz ihres Gesundheitsschadens noch zu leisten 

vermag (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 856/06 vom 

10. Mai 2007 E.4.2). Das Invalideneinkommen kann vorliegend sodann 

auch deshalb nicht nach dem tatsächlich erzielten Verdienst bemessen 

werden, weil die Voraussetzung der besonders stabilen 

Arbeitsverhältnisse angesichts der kurzen Dauer der beiden 

Arbeitsverhältnisse bis zum massgeblichen Zeitpunkt am 24. August 2015 

nicht erfüllt ist. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die 

Suva deshalb zu Recht ein hypothetisches Invalideneinkommen 

festgelegt.

e) Die Suva hat gestützt auf die LSE 2012 für das Vergleichsjahr 2014 ein 

Invalideneinkommen von 52'635.-- ermittelt. Sie ging von einem 

Monatslohn von Fr. 5'210.-- aus (Tabelle TA1, privater Sektor, 

Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperlicher oder 

handwerklicher Art], 40 Arbeitsstunden pro Woche). Diesen Wert 

rechnete sie auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41, 7 Stunden pro 

Woche um und berücksichtigte die Nominallohnentwicklung (0.7 % für 

2013, 0.8 % für 2014), was ein Jahreseinkommen von Fr. 66'158.-- ergab. 

Weil das Valideneinkommen des Beschwerdeführers von Fr. 53'300.-- 

16.6 % unter dem durchschnittlichen Einkommen gemäss LSE liegt, 

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parallelisierte die Suva das Invalideneinkommen, indem sie den Wert von 

Fr. 66'158.-- um 11.6 % (16.6 % minus 5 %) reduzierte (vgl. Suva-act. 71 

S. 3). Sie berücksichtigte sodann einen Leidensabzug von 10 %, da der 

Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung 

selbst bei der Ausübung einer leidensadaptierten beruflichen Tätigkeit 

gewissen Einschränkungen unterliegt. Dieses Vorgehen entspricht den 

gesetzlichen Grundlagen und der bundesgerichtlichen Praxis und wird 

vom Beschwerdeführer denn auch zu Recht nicht beanstandet.

7. Wie erwähnt errechnet sich der Invaliditätsgrad aus einer 

Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen. Vorliegend 

resultiert bei einem Valideneinkommen von Fr. 53'300.-- und einem 

Invalideneinkommen von 52'635.-- ein Invaliditätsgrad von 1.25 %. Weil 

gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG ein Anspruch auf eine Invalidenrente erst ab 

einem Invaliditätsgrad von 10 % besteht, hat die Suva den 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Die 

Beschwerde ist deshalb in diesem Punkt unbegründet.

8. a) Zu prüfen bleibt, ob die Suva dem Beschwerdeführer zu Recht eine 

Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 15 % 

zugesprochen hat, oder ob – wie der Beschwerdeführer beantragt – von 

einer Integritätseinbusse von mindestens 30 % auszugehen ist. 

Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form 

einer Kapitalleistung gewährt und ist entsprechend der Schwere des 

Integritätsschadens abzustufen (Art. 25 UVG). Die Schwere des 

Integritätsschadens wird nach dem medizinischen Befund beurteilt. Bei 

gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle 

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Versicherten gleich, er wird abstrakt und egalitär bemessen (BGE 124 V 

29 E.3c). Gemäss Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) gelten für die Bemessung der 

Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. In diesem 

Anhang finden sich Richtwerte, welche für eine Reihe von häufig 

vorkommenden Integritätsschäden die Höhe der Integritätseinbusse in 

Prozenten des maximal versicherten Verdienstes bestimmen. Diese 

Richtwerte hat die Suva weiterentwickelt, indem sie für weitere 

Gesundheitsschäden Tabellen erarbeitet hat. Diese so genannten Suva-

Tabellen stellen keine Rechtssätze, sondern Verwaltungsweisungen dar, 

die als solche für das im Streitfall angerufene Versicherungsgericht nicht 

verbindlich sind. Soweit sie allerdings Richtwerte enthalten, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit dem Anhang 3 zur 

UVV vereinbar und vom angerufenen Versicherungsgericht im Einzelfall 

zu beachten (BGE 124 V 29 E.1c). Findet sich für einen zu beurteilenden 

Gesundheitsschaden weder im Anhang 3 zur UVV noch in den  Suva-

Tabellen ein Richtwert, so ist die Schwere des Integritätsschadens durch 

den Vergleich mit den geregelten Fällen zu bestimmen (Ziff. 1 Abs. 2 

Anhang 3 UVV; BGE 113 V 218 E.3). Die Beurteilung der 

Integritätseinbusse obliegt nach der Rechtsprechung den ärztlichen 

Sachverständigen. Von einem medizinischen Laien kann eine 

zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden, da die Ausschöpfung des 

in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende 

Fachkenntnisse voraussetzt (Urteil des Bundesgerichts U 121/06 vom 23. 

April 2007 E.4.2).

b) Im vorliegenden Fall sind sich die Parteien darin einig, dass der 

Beschwerdeführer durch die Teilamputation aller vier Langfinger an der 

rechten Hand eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen 

Integrität erlitten und Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat. Der 

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Suva Kreisarzt Dr. med. E._____ stellte den Befund in seiner Beurteilung 

vom 29. Dezember 2014 (Suva-act. 65) wie folgt dar: schwere 

Handverletzung rechts mit traumatischen Amputationen im Bereich der 

Langfinger; Status nach Wundrevision, Stumpfplastik Dig. II / Dig. III als 

Schwenklappen am 5. Januar 2014; Status nach Débridement und 

Sekundärnaht Dig. V am 29. Januar 2014; Status nach Durchtrennung 

des Lappens und Sekundärnaht Dig. II / Dig. III am 29. Januar 2014; 

reduzierte Belastbarkeit Hand rechts bei Amputation Finger II und V im 

Bereich Mittelphalanx, Amputation Finger III und IV auf Höhe PIPG. 

Dieser Befund wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten und durch die 

aktenkundigen Fotoaufnahmen (Suva-act. 63) bestätigt. Die 

Integritätseinbusse legte Dr. med. E._____ auf 15 % fest. Zur 

Begründung gab er an, die Suva-Tabelle 3 sehe für eine Amputation der 

Langfinger II bis IV im PIP eine Integritätseinbusse von 15 % vor, für eine 

solche aller Langfinger 20 %. In der konkreten Situation seien alle 

Langfinger betroffen, jedoch seien noch Anteile im Bereich der 

Mittelphalangen II und V vorhanden. Auf diese Beurteilung hat die Suva – 

aus den nachfolgend dargelegten Gründen – zu Recht abgestellt.

c) Die Suva-Tabelle 3 über Integritätsschäden bei einfachen oder 

kombinierten Finger-, Hand- und Armverlusten gibt Richtwerte für 42 

verschiedene Arten von Fingerverlusten an. Allerdings führt die Suva-

Tabelle 3 nur Fälle auf, bei welchen die Fingerglieder jeweils gesamthaft 

von den verschiedenen Gelenken weg fehlen. Fälle, bei welchen noch 

Teile der Fingerglieder erhalten sind, finden sich in der Suva-Tabelle 3 

nicht. Vorliegend konnte Dr. med. E._____ die Integritätseinbusse somit 

nicht direkt aus der Suva-Tabelle 3 ablesen, weil beim Zeigefinger und 

beim kleinen Finger des Beschwerdeführers die Mittelglieder noch 

weitgehend erhalten sind. Dr. med. E._____ musste die 

Integritätseinbusse von vergleichbaren geregelten Fällen herleiten. Dabei 

hat er einerseits auf Bild 31 abgestellt, wo für den Verlust der gesamten 

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Mittel- und Endglieder von Zeige-, Mittel- und Ringfinger eine 

Integritätseinbusse von 15 % angegeben ist. Weiter bezog er sich auf Bild 

33, wo für den Verlust der gesamten Mittel- und Endglieder an allen vier 

Langfingern eine Integritätseinbusse von 20 % vorgesehen ist. Damit hat 

Dr. med. E._____ diejenigen Bilder zum Vergleich herangezogen, welche 

dem Befund beim Beschwerdeführer am nächsten kommen. Weil beim 

Beschwerdeführer anders als bei Bild 33 noch Anteile der Mittelglieder am 

Zeigefinger und am kleinen Finger erhalten sind, hat Dr. med. E._____ 

die Integritätseinbusse zu Recht auf weniger als 20 % festgelegt. Dass er 

den Fingerverlust des Beschwerdeführers von der Schwere her 

demjenigen in Bild 31 gleichsetzte, erscheint angemessen. Somit kann 

festgehalten werden, dass Dr. med. E._____ die Integritätseinbusse des 

Beschwerdeführers im Rahmen des in der Suva-Tabelle 3 offen 

gelassenen Bemessungsspielraums in nachvollziehbarer Weise 

festgelegt hat, und dass sich in den Akten keine abweichenden ärztlichen 

Einschätzungen finden.

d) Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Fingerverluste entsprächen 

am ehesten denjenigen wie unter Bild 34 oder mindestens Bild 33 

dargestellt. Dem kann nicht gefolgt werden. Bild 34 stellt den Verlust aller 

vier Langfinger ab dem Fingergrundgelenk dar, mithin eine Situation, bei 

welcher von den vier Langfingern überhaupt nichts mehr übrig ist. Diese 

Situation liegt beim Beschwerdeführer offensichtlich nicht vor. Bild 33 

stellt wie bereits erwähnt den Verlust der gesamten Fingermittel- und 

Fingerendglieder an allen vier Langfingern dar. Auch diese Situation trifft 

das Verletzungsbild des Beschwerdeführers nicht, verfügt dieser doch 

nebst sämtlichen Fingergrundgliedern noch über Teile der 

Fingermittelglieder am Zeigfinger und am kleinen Finger.

e) Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, unter den Abbildungen 42a bis 42d 

in der Suva-Tabelle 3 seien die prozentualen Anteile bei Teilverletzungen 

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an einzelnen Fingern aufgezeigt, so dass Dr. med. E._____ die 

Integritätseinbusse genau hätte berechnen können. Dies trifft nicht zu. 

Wie die Abbildungen 1 bis 42 stellen auch die Abbildungen 42a bis 42d 

Situationen dar, in welchen ganze Fingerglieder fehlen. Situationen, in 

welchen Teile der Fingerglieder erhalten sind, werden auch in den 

Abbildungen 42a bis 42d nicht aufgeführt. Die Abbildungen 42a bis 42d 

bieten lediglich eine andere Darstellung für diejenigen Fälle, in denen nur 

ein einzelner Langfinger betroffen ist. So beschreibt 42a die gleichen 

Situationen wie die Bilder 5, 6 und 7, 42b entspricht den Bildern 8, 9 und 

10, 42c entspricht den Bildern 11, 12 und 13, und 42d entspricht den 

Bildern 14 bis 17. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers bieten 

die Abbildungen 42a bis 42d deshalb für seinen Fall keine taugliche 

Grundlage. 

f) Der Beschwerdeführer beanstandet, dass sich Dr. med. E._____ nicht zur 

Frage äussere, wie die am Zeigefinger und am kleinen Finger 

verbleibenden Anteile der Fingermittelglieder noch funktionierend 

eingesetzt werden können. Dem kann nicht gefolgt werden. Dr. med. 

E._____ hat nicht nur den Integritätsschaden beurteilt (Suva-act. 65), 

sondern gleichentags auch den Bericht zur kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung verfasst (Suva-act. 66). Diese beiden Dokumente 

stehen in engem Zusammenhang, so dass die Beurteilung der 

Integritätsentschädigung vor dem Hintergrund des Berichtes zur 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung zu interpretieren ist. In letzterem 

hat sich Dr. med. E._____ eingehend mit der Funktionalität der 

geschädigten Hand auseinandergesetzt und festgehalten, es bestünden 

durchwegs gute trophische Weichteile im Bereich der Fingerkuppen. Die 

Kuppe am Zeigefinger sei minimal sensibel, die Kuppen der übrigen 

Finger mässig druckdolent, und die Beweglichkeit der vorhandenen 

Fingergelenke sei gut. Somit habe sich eine brauchbare Restfunktion im 

Bereich dieser rechten Hand ergeben (Suva-act. 66 S. 5).

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g) Der Beschwerdeführer macht geltend, die psychische Komponente des 

nach aussen für alle sichtbaren fast gänzlichen Verlusts von vier Fingern 

an der rechten Hand sei nicht abgeklärt worden. Selbst bei leichten 

psychischen Unfallfolgen sei gemäss Tabelle 19 eine 

Integritätsentschädigung von 20 % geschuldet. Dem kann nicht gefolgt 

werden. Im vorliegenden Fall fehlt es an einer dauernden erheblichen 

Schädigung der psychischen Integrität (Art. 24 Abs. 1 UVG). In den Akten 

finden sich keinerlei Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer nach 

dem Unfall erhebliche psychische Beschwerden gehabt hätte. Er hat sich 

nicht in psychiatrische oder psychologische Behandlung begeben und hat 

den beruflichen Wiedereinstieg nach dem Unfall gut gemeistert. In den 

ärztlichen Unterlagen finden sich keinerlei Hinweise auf psychische 

Probleme. Dr. med. D._____ beschreibt im Gegenteil einen Patienten, der 

mit enormer Selbstdisziplin und guter Compliance in der Ergotherapie 

versucht, das Beste aus der Situation zu machen, und der sich mit der 

Beeinträchtigung gut arrangiert, was sich unter anderem daran zeigt, dass 

er die rechte Hand ihren Möglichkeiten entsprechend voll einsetzt und zur 

Begrüssung die rechte Hand gibt (Arztzeugnis vom 25. November 2014 

[Suva-act. 57]; Sprechstundenberichte vom 27. März, 12. Juni, 12. August 

und 25. November 2014 [Suva-act. 62]). Angesichts der fehlenden 

Hinweise auf eine psychische Problematik war die Suva nicht gehalten, 

diesbezügliche Abklärungen zu treffen (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. 

vorne E. 6c).

h) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass Dr. med. 

E._____ die Integritätseinbusse zu Recht auf 15 % festgelegt und dass 

die Suva zu Recht auf seine Beurteilung abgestellt hat. Bei einem am 

Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes von 

Fr. 126'000.-- hat die Suva dem Beschwerdeführer somit korrekterweise 

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eine Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.-- zugesprochen (Art. 25 

UVG).

9. a) Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit sowohl in 

Bezug auf den Rentenanspruch als auch in Bezug auf die 

Integritätsentschädigung als rechtmässig, so dass die dagegen erhobene 

Beschwerde abzuweisen ist.

b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen, abgesehen von vorliegend ausser Betracht 

fallenden Ausnahmen, kostenlos. Die Suva als obsiegende 

Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten 

(Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]