# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** adaff0df-3e79-59de-a520-9fa103e27353
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.03.2016 100 2014 226
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-226_2016-03-16.pdf

## Full Text

100.2014.226U   publiziert in BVR 2017 S.556
DAM/BAE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. März 2016

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Barben

A.________ und B.________ sowie 44 Mitbeteiligte
alle vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende

gegen

C._________ AG
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Erlach
Baubewilligungsbehörde, Gemeindeverwaltung, Amthausgasse 10, 
3235 Erlach

betreffend Baubewilligung für die Errichtung einer Mobilfunkanlage 
(Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern 
vom 3. Juli 2014; RA Nr. 110/2013/368)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.03.2016, Nr. 100.2014.226U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Oktober 2012 reichte die C.________ AG ein Baugesuch ein für den 
Neubau eines 18 m hohen Antennenmasts mit GSM- und UMTS-
Mobilfunkantennen auf der Parzelle Erlach Gbbl. Nr. 1___ am Seestrand-
weg 41 in Erlach. Die Kleinstadt ist im Bundesinventar der schützenswerten 
Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) verzeichnet; der 
Standort der Mobilfunkanlage liegt in der Umgebungszone XI mit Er-
haltungsziel b. Nordöstlich davon befindet sich das Objekt Nr. 2___ 
«St. Petersinsel-Heidenweg» des Bundesinventars der Landschaften und 
Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Gegen das Vorhaben 
erhoben 56 Personen, unter ihnen die heutigen Beschwerdeführerinnen 
und Beschwerdeführer, am 12. November 2012 gemeinsam Einsprache. 
Das Regierungsstatthalteramt Seeland holte eine Stellungnahme der Kan-
tonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) so-
wie Berichte des beco Berner Wirtschaft, Abteilung Immissionsschutz, ein, 
und erteilte mit Gesamtentscheid vom 13. August 2013 die beantragte Be-
willigung.

B.

Dagegen erhoben 48 Einsprecherinnen und Einsprecher am 13. Septem-
ber 2013 gemeinsam Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energie-
direktion des Kantons Bern (BVE). Diese führte einen Augenschein unter 
Mitwirkung einer Delegation der Eidgenössischen Natur- und Heimat-
schutzkommission (ENHK) durch, die anschliessend ein Gutachten er-
stellte. Mit Entscheid vom 3. Juli 2014 hiess die BVE die Beschwerde inso-
weit gut, als sie den Gesamtentscheid des Regierungsstatthalters mit zwei 
Auflagen betreffend Farbgestaltung der Antenne sowie Immissionsschutz 
ergänzte. Im Übrigen wies sie die Beschwerde ab.

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C.

Gegen diesen Entscheid haben A.________ und B.________ und 
Mitbeteiligte (insgesamt 46 Einsprecherinnen und Einsprecher) am 6. Au-
gust 2014 gemeinsam Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit folgen-
den Rechtsbegehren:

«1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das Baugesuch 
sei abzuschlagen.
Eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung der Abdeckungs-
möglichkeit mit Mobilfunk bei einer Masthöhe von 15 Metern und 
zur allfälligen Bewilligung einer auf 15 Meter Höhe reduzierten An-
lage nach entsprechender Projektänderung an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen.

2. [Beweisantrag]

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge»

Die C.________ AG beantragt mit Beschwerdeantwort vom 8. September 
2014, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden 
könne. Die BVE beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 14. August 2014 
die Abweisung der Beschwerde. Die Einwohnergemeinde (EG) Erlach hat 
sich nicht vernehmen lassen.

Der Instruktionsrichter hat in der Folge weitere Beweismassnahmen getrof-
fen, namentlich von der C.________ AG zusätzliche Auskünfte und 
Unterlagen betreffend funktechnische Versorgungslage, alternative Versor-
gungsmöglichkeiten und Alternativstandorte einverlangt sowie einen Fach-
bericht des beco Berner Wirtschaft, Abteilung Immissionsschutz, und eine 
Stellungnahme der EG Erlach eingeholt. Die Parteien haben sich mit 
Schlussbemerkungen vom 27. November 2015 zum Beweisergebnis ge-
äussert, wobei sie an ihren Rechtsbegehren festgehalten haben. Die BVE 
hat auf eine weitere Stellungnahme verzichtet, und die EG Erlach hat sich 
nicht mehr vernehmen lassen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.03.2016, Nr. 100.2014.226U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanz-
lichen Verfahren teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und haben als Nachbarinnen und Nachbarn ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 
1985 [BauG; BSG 721.0]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten. Welche Sachurteilsvoraussetzungen die Be-
schwerdegegnerin in Frage stellt (vorne Bst. C), ist nicht erkennbar.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Gegenstand des Verfahrens ist das Vorhaben der Beschwerde-
gegnerin, auf der Parzelle Nr. 1___ einen 18 m hohen Antennenmast mit 
Mobilfunkantennen zu erstellen (act. 3A pag. 10). Die Anlage käme an der 
Nordwestfassade einer Halle der Bootswerft am Seestrandweg 41 in Erlach 
zu stehen und würde dieses Gebäude ab Dachtraufe um rund 13 m über-
ragen. Der Durchmesser des Mastes soll an der Basis 50 cm betragen und 
sich gegen oben nach und nach bis auf 25 cm verkleinern. Am oberen 
Ende sind zwei rund 1,5 m hohe Antennenpanels vorgesehen; der Gesamt-
durchmesser der Anlage beträgt dort 1 m (angefochtener Entscheid E. 4a; 
Gutachten der ENHK vom 1.4.2014, act 3B pag. 156); Baueingabeplan 
vom 24.6.2013, act. 3A1). Die Mobilfunkantennen sollen nach unbestritte-
ner Darstellung der Beschwerdegegnerin das Gemeindegebiet von Erlach 
mit GSM- und UMTS-Diensten versorgen und damit eine provisorische 
Anlage am Seestrandweg ablösen, die zur Deckung der Versorgungslücke 

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im Mobilfunknetz der Beschwerdegegnerin errichtet wurde, nachdem eine 
Sendeanlage auf dem Postgebäude aus Gründen des Ortsbildschutzes 
entfernt werden musste.

2.2 Die Parzelle Nr. 1___ befindet sich im Wirkungsbereich des Ufer-
schutzplans Nr. 2 vom 22. Juni 2011, Sektor C, jedoch ausserhalb der 
Uferschutzzone. Art. 623 des Baureglements der EG Erlach vom 22. Juni 
2011 (BR; genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung 
des Kantons Bern [AGR] am 11.4.2012) erlaubt im Sektor C bestehendes 
Gewerbe (Bootswerft usw.), stilles Gewerbe sowie Wohnnutzung für das 
standortgebundene Personal. Es handelt sich folglich um Baugebiet (vgl. 
zur möglichen Zuweisung einer Parzelle zur Bauzone im Uferschutzplan 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, 
Art. 11 N. 20 mit Hinweis auf VGE 21284 vom 3.12.2001, E. 3a).

2.3 Nicht mehr umstritten ist, dass das Vorhaben grundsätzlich zonen-
konform ist und die massgebenden Grenzwerte zum Schutz vor nicht-
ionisierender Strahlung eingehalten werden. Streitig und zu prüfen ist hin-
gegen, ob das Projekt einen unzulässigen Eingriff in das ISOS-geschützte 
Ortsbild darstellt.

3.

3.1 Das Erteilen einer Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage (auch) 
innerhalb der Bauzone stellt eine Bundesaufgabe im Sinn von Art. 78 
Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 2 des Bundesgesetzes 
vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) dar. 
Das NHG und seine Ausführungserlasse sind somit direkt anwendbar 
(BGE 131 II 545 E. 2.2 mit Hinweis; BVR 2009 S. 129 E. 7.1; vgl. auch 
BVR 2014 S. 251 E. 3.2).

3.2 Erlach ist als Kleinstadt von nationaler Bedeutung im ISOS einge-
tragen (Art. 5 NHG; Art. 1 i.V.m. Anhang zur Verordnung vom 9. September 
1981 über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 
[VISOS; SR 451.12]). Gemäss Art. 6 NHG wird durch die Aufnahme eines 
Objekts von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes dargetan, 

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dass es in besonderem Mass die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls 
aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatz-
massnahmen die grösstmögliche Schonung verdient (Abs. 1). Ein Abwei-
chen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinn der Inventare darf bei 
Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung gezogen werden, wenn ihr 
bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler 
Bedeutung entgegenstehen (Abs. 2).

3.3 Das Gebot der ungeschmälerten Erhaltung im Sinn von Art. 6 NHG 
bedeutet nicht, dass sich am bestehenden Zustand überhaupt nichts mehr 
ändern darf. Der Zustand des Objekts soll gesamthaft betrachtet unter dem 
Aspekt des Natur- und Heimatschutzes nicht verschlechtert werden. All-
fällige geringfügige Nachteile einer Veränderung müssen durch anderwei-
tige Vorteile mindestens ausgeglichen werden. Zur Beurteilung der Prob-
lematik der ungeschmälerten Erhaltung ist von der jeweiligen Umschrei-
bung des Schutzgehalts auszugehen, d.h. die möglichen Beeinträchtigun-
gen sind an den verschiedenen Schutzzielen zu messen, die in den ge-
sondert veröffentlichten Beschreibungen zu den Gebieten des Inventars 
umschrieben sind (BGE 128 II 1, nicht publ. E. 4a [URP 2002 S. 39], 
127 II 273 E. 4c; BVR 2009 S. 129 E. 7.4, je mit Hinweisen; VGE 2012/463 
vom 7.7.2014, in URP 2014 S. 668 E. 7.2).

3.4 Ist mit dem Bauvorhaben ein schwerer Eingriff verbunden, d.h. eine 
umfangreiche und nicht wieder rückgängig zu machende Beeinträchtigung 
eines Schutzziels, so ist dies in Erfüllung einer Bundesaufgabe grundsätz-
lich unzulässig. Eine Ausnahme ist nur möglich, wenn das Eingriffsinte-
resse auf ein gleich- oder höherwertiges Interesse von ebenfalls nationaler 
Bedeutung zurückgeht. Sind Eingriffe in ein Schutzgebiet hingegen bloss 
mit einem geringfügigen Nachteil verbunden, so sind sie zulässig, wenn sie 
im Rahmen einer Interessenabwägung gerechtfertigt erscheinen. Zudem 
dürfen bei leichten Eingriffen nicht negative Präjudizien für eine Folge-
entwicklung zu erwarten sein, die insgesamt für den Natur- und Heimat-
schutz zu einem erheblich nachteiligen Ergebnis führen. In jedem Fall ist 
dafür zu sorgen, dass das Schutzobjekt die grösstmögliche Schonung er-
fährt, d.h. dass der Eingriff soweit möglich minimiert wird (BGE 127 II 273 
E. 4c; BGer 1A.185/2006 vom 5.3.2007, in URP 2007 S. 461 E. 7.1; 

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BVR 2009 S. 129 E. 7.4 mit weiteren Hinweisen). Der vorgesehene Eingriff 
in das Inventarobjekt darf dabei nicht weiter gehen, als dies zur Erreichung 
des Ziels erforderlich ist, und es dürfen keine ungeeigneten oder überflüssi-
gen schädigenden Massnahmen ergriffen werden. Da die grösstmögliche 
aller Schonungen der Verzicht auf den beeinträchtigenden Eingriff ist, muss 
die von Art. 6 NHG verlangte Schonung bei der Interessenabwägung zum 
Tragen kommen (vgl. BGE 135 II 209 E. 2.1 S. 212): Die Forderung nach 
grösstmöglicher Schonung verleiht dem Erhaltungsinteresse damit zusätzli-
ches Gewicht bzw. stellt erhöhte Anforderungen an das Eingriffsinteresse 
(vgl. Jörg Leimbacher, in Kommentar NHG, 1997, Art. 6 N. 9 f.; Markus 
Gredig, Der Schutz des UNESCO-Welterbes in der Schweiz, Diss. Freiburg 
2013/2014, S. 172 f.; ferner BVE 6.5.2003, in BVR 2004 S. 326 E. 6).

4.

4.1 Das ISOS umschreibt Erlach wie folgt (einsehbar unter: 
<https://dav0.bgdi.admin.ch/isos/ISOS_0619.pdf>): 

«Mittelalterliches Landstädtchen in malerischer Lage am oberen Ende 
des Bielersees. Aussergewöhnlich ursprünglich erhaltene Oberstadt 
mit Schloss, am Hangfuss ehemalige Vorstadt und heutiges Ortszent-
rum. Dazwischen Rebberg am See, überbauter Strandboden, Cam-
pingplatz und Hafen. […] Das im Kern mittelalterliche Schloss be-
herrscht nicht nur durch seine Lage, sondern auch als – noch heute 
durchaus spürbarer – Ausgangspunkt der urbanen Entwicklung un-
bestritten das Stadtbild. […] Mit ihren beidseitigen Häuserreihen und 
dem gepflästerten Gassenbelag bietet die Oberstadt eines der ein-
prägsamsten spätgotischen Kleinstadtbilder der westlichen Schweiz. 
[...] Die gesamte Unterstadt bietet mit ihren homogenen, nur punktuell 
durch neuere Eingriffe beeinträchtigten Gassen das typische Bild einer 
Berner Kleinstadt. Ihre Einfachheit, begründet auch durch die flache 
Topographie, kontrastiert mit der spektakulär ansteigenden Anlage der 
Oberstadt am Schlossberg. [...] Zu den charakteristischen Umgebun-
gen des Städtchens zählen das obere Becken des Bielersees, der zur 
St. Petersinsel führende Heideweg und der Jolimont, dessen dicht be-
waldeten Hänge im unteren Teil von Reben bewachsen sind. Diese 
oben von Waldrändern begrenzten Rebberge sind wesentlicher Be-
standteil des äusseren Ortsbildes, allerdings da und dort durch Wohn-
häuser des 20. Jahrhunderts beeinträchtigt [...]. Noch problematischer 
sind die Umgebungen in der Ebene. Der Strandboden, der sich bogen-
förmig um die Altstadt legt, und die Ebene im Süden sind ungeordnet – 
teils locker, teils dicht – überbaut (U-Zo IX-XII). Besonders in der Zu-
fahrt von Vinelz her wirkt der Ortsbildvordergrund durch Einfamilien-
häuser, schräggestellte Wohnblöcke und grossvolumige Gewerbebau-
ten in zunehmendem Masse gestört [...]. Die in offener Bauweise zer-

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siedelten Umgebungen stehen in krassem Gegensatz zur geschlosse-
nen Bebauung der alten Stadtteile.»

Erlach kommen gemäss ISOS besondere Lagequalitäten zu wegen der 
eindrücklichen Lage am oberen Ende des Bielersees und zu Füssen des 
Jolimont, und besondere räumliche Qualitäten durch die starke optische 
Verbindung von Ober- und Unterstadt über den Schlossrebberg hinweg, 
durch den steilen, aussergewöhnlich altertümlich wirkenden Gassenraum 
der Oberstadt, durch die klar definierten Strassenräume der Unterstadt und 
durch die einfachen Übergänge zwischen den einzelnen Ortsbildteilen. 
Durch die klare Ablesbarkeit der baulichen Entwicklungsphasen, durch das 
siedlungstypologisch interessante Nebeneinander von Schloss, Oberstadt, 
Markt und Unterstadt, durch die bemerkenswert frühen Laubengänge und 
durch die gesamthaft überdurchschnittlich wertvolle Bausubstanz erhält 
Erlach im ISOS nicht nur bei den räumlichen, sondern auch bei den archi-
tekturhistorischen Qualitäten die Höchstqualifikation. Schloss, Oberstadt 
und Unterstadt sind im ISOS in der Aufnahmekategorie A (ursprüngliche 
Substanz) mit Erhaltungsziel A (Erhalten der Substanz) aufgenommen. 
Erhaltungsziel A bedeutet, dass alle Bauten, Anlageteile und Freiräume in-
tegral erhalten und störende Eingriffe beseitigt werden sollen. Die Parzelle 
Nr. 1___, auf der die projektierte Mobilfunkanlage zu stehen käme, befindet 
sich gemäss Aufnahmeplan des ISOS in der Umgebungszone XI (neues 
Wohnquartier auf Strandboden). Diese Zone ist nach ISOS von gewisser 
Bedeutung, aber ohne besondere räumliche oder architekturhistorische 
Qualität. Sie ist in der Aufnahmekategorie b, d.h. als empfindlicher Teil des 
Ortsbilds, mit Erhaltungsziel b erfasst; mit diesem Ziel sollen die Eigen-
schaften erhalten werden, die für die angrenzenden Ortsbildteile wesentlich 
sind.

4.2 Aufgrund der Beschreibung im ISOS hat die ENHK in ihrem Gut-
achten vom 1. April 2014 (act. 3B pag. 153 ff.) für den vom Vorhaben be-
troffenen Teil des Ortsbilds von nationaler Bedeutung sowie für die Berei-
che, die für die Sichtbezüge wichtig sind, folgende Schutzziele formuliert 
(pag. 155):

«- Ungeschmälerte Erhaltung aller Bauten, Anlageteile und Freiräume, 
die für die Ablesbarkeit der historischen Entwicklung des Ortsbildes 
bedeutsam sind;

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- Ungeschmälerte Erhaltung der charakteristischen Silhouette der 
Oberen Altstadt mit dem Schloss sowie der Unteren Altstadt mit 
ihrer geschlossenen Gesamtwirkung;

- Ungeschmälerte Erhaltung der Freiräume zwischen Schloss und 
Unterer Altstadt (Schlossrebberg);

- Ungeschmälerte Erhaltung des Uferstreifens (Umgebungsrichtung 
VIII);

- Erhalten der bestehenden Freiräume auf dem Strandboden (Umge-
bungszone XI);

- Ungeschmälerte Erhaltung des intensiven wechselseitigen Sichtbe-
zugs des Ortes mit dem Heideweg und der St. Petersinsel.»

Die ENHK hat die Frage der Beeinträchtigung des ISOS-geschützten Orts-
bilds nach den Blickrichtungen von sieben Standorten aus beurteilt, wobei 
sie auf Begehren der Beschwerdeführenden die abdeckende Wirkung 
eines zweikronigen Nadelbaums neben der vorgesehenen Anlage ausser 
Acht gelassen hat. Sie kommt zum Schluss, dass die Ansicht vom Seeufer-
weg oder von der St. Petersinsel auf die Obere Altstadt mit dem Schloss 
nicht zusätzlich beeinträchtigt würde, da sie auch ohne das Vorhaben 
durch Schiffsmasten und Bäume eingeschränkt sei. Umgekehrt bleibe der 
Blick vom Schloss auf den Bielersee weiterhin frei. In dem Panorama, das 
sich Betrachterinnen und Betrachtern auf der Schlossterrasse biete, sei die 
Antenne nur ein verschwindend kleines Element, das sich in der Ferne im 
Gewirr der Äste verliere. Die freie Sicht auf die St. Petersinsel werde somit 
vom Vorhaben aus keinem Blickwinkel beeinträchtigt. Nur von den zwei 
Standorten Märit 4 und Manuelweg, südlich von Underi Gruesse, würde 
sich die Anlage vom Hintergrund abheben. Beim Märit 4 wäre sie bei heller 
Farbgebung ohne weiteres erkennbar, da sie sich vom Hintergrund des 
Hügelzugs auf der gegenüberliegenden Seeseite abhebe. Da sie mit 18 m 
Höhe diesen Hügelzug nicht überragen könnte, würde eine dunkle Farb-
gebung ihre Auffälligkeit stark reduzieren. Der Blick werde durch die Viel-
zahl der Häuser aus verschiedenen Epochen sowie durch vertikale Ele-
mente wie Kamine und Strassenlaternen abgelenkt, so dass die Anten-
nenanlage in der Ferne optisch nicht ins Gewicht falle. Beim Manuelweg 
würde die Anlage in störender Weise sichtbar und würde das Schutzziel 
der ungeschmälerten Erhaltung der charakteristischen Silhouette der Unte-
ren Altstadt beeinträchtigen. Sie würde neben den bereits bestehenden 
Eingriffen in das Ortsbild eine leichte zusätzliche Beeinträchtigung darstel-
len. Auch hier würde aber eine dunkle Farbgebung die farbliche Einpas-

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sung der Antennenanlage in die dichten, sich vor dem See dunkel abhe-
benden Laubbäume unterstützen. Insgesamt erscheint der ENHK der 
Strandboden als Standort für die Mobilfunkanlage dennoch geeignet, so-
lange die Anlage nicht als freistehendes Einzelelement in Erscheinung 
trete. Eine an der Bootswerft angebrachte Antennenanlage würde in ihrer 
Eigenschaft als rein technisches Element optisch in diesen bereits be-
stehenden Fremdkörper integriert und nicht als zusätzliches, eigenständi-
ges und störendes Fremdelement wirken (pag. 156 ff.).

4.3 Gestützt auf die vorhandenen Unterlagen und die Besichtigung vor 
Ort kommt die ENHK zum Schluss, dass eine Antennenanlage von höchs-
tens 18 m zu einer leichten zusätzlichen Beeinträchtigung des Ortsbilds 
von nationaler Bedeutung führt. Um der Forderung nach grösstmöglicher 
Schonung des inventarisierten Objekts zu entsprechen, beantragt sie, eine 
Reduktion der Anlage auf 15 m hinsichtlich der Abdeckung zu prüfen und, 
sofern diese zufriedenstellend sei, zu realisieren. Zudem sei für die Anlage 
eine dunkle, matte Farbgebung zu wählen (act. 3B pag. 159).

4.4 Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, der Beizug der 
ENHK sei nicht nötig gewesen, kann ihr nicht gefolgt werden: Wenn bei der 
Erfüllung einer Bundesaufgabe ein inventarisiertes Objekt beeinträchtigt 
werden könnte oder sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fragen 
stellen, so hat die zuständige Behörde rechtzeitig ein Gutachten einer Kom-
mission nach Art. 25 Abs. 1 NHG einzuholen, worin darzulegen ist, ob das 
Objekt ungeschmälert zu erhalten oder wie es zu schonen ist (Art. 7 Abs. 2 
NHG). Soll der durch die Art. 6 und 7 NHG angestrebte verstärkte Schutz 
nicht unterlaufen werden, sind an das Kriterium der möglichen Beeinträchti-
gung geringe Anforderungen zu stellen. Es ist immer dann erfüllt, wenn die 
zuständige Stelle eine Beeinträchtigung (im Sinn der Inventare) nicht mit 
Sicherheit ausschliessen kann. Im Zweifelsfall ist somit die Kommission 
beizuziehen (BGer 1C_482/2012 vom 14.5.2014, in URP 2014 S. 637, 
nicht publ. E. 3.6; Jörg Leimbacher, a.a.O., Art. 7 N. 5). Da eine Be-
einträchtigung des ISOS-geschützten Ortsbilds im vorliegenden Fall nicht 
mit Sicherheit auszuschliessen war, hat die BVE die Begutachtung zu-
lässigerweise veranlasst. Darauf ist deshalb grundsätzlich abzustellen (vgl. 
BGer 1C_542/2012 vom 14.5.2013, E. 5.4).

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5.

5.1 Die BVE hat die beantragte Bewilligung gestützt auf das Gutachten 
der ENHK erteilt mit der Auflage, für die Antenne sei eine dunkle, matte 
Farbe zu wählen. Nach Ansicht der Beschwerdeführenden widerspricht das 
Vorhaben mit der projektierten 18 m hohen Antenne den Vorgaben des 
Natur- und Heimatschutzes. Sie bemängeln im Wesentlichen, dass mögli-
che Alternativstandorte nur ungenügend abgeklärt worden seien. Zudem 
dürfe die Antenne mit Blick auf das Gutachten der ENHK maximal 15 m 
hoch sein; eine höhere Antenne sei für die Versorgung von Erlach mit 
Mobilfunk nicht notwendig. Die Beschwerdegegnerin hält das Projekt für 
bewilligungsfähig. Die Anlage sei nötig, um Erlach nach den heutigen Be-
dürfnissen und Ansprüchen mit Mobilfunk zu versorgen und Lücken im 
Netz zu vermeiden, wenn die bisherige provisorische Anlage abgebaut 
werde.

5.2 Die Stellungnahme der ENHK ist für die entscheidenden Behörden 
und die Gerichte nicht bindend. Das Gutachten stellt jedoch eine bundes-
rechtlich vorgeschriebene amtliche Expertise dar, der grosses Gewicht zu-
kommt und von deren Ergebnis – namentlich bezüglich der tatsächlichen 
Feststellungen – nur aus triftigen Gründen bzw. bei begründeten Zweifeln 
abgewichen werden darf (BGE 136 II 214 E. 5, 127 II 273 E. 4b; BVR 2009 
S. 129 E. 7.3).

5.3 Aufgrund des Gutachtens der ENHK steht fest, dass die projektierte 
Antenne mit einer Höhe von 18 m eine leichte (zusätzliche) Beeinträchti-
gung des Ortsbilds von nationaler Bedeutung bewirkt (vorne E. 4). Zur Dis-
kussion steht mithin bloss ein leichter Eingriff in das Schutzobjekt, was die 
Beschwerdeführenden denn auch nicht in Frage stellen. Er ist daher zuläs-
sig, wenn das Gebot der grösstmöglichen Schonung gemäss Art. 6 NHG in 
einer Abwägung der auf dem Spiel stehenden Interessen respektiert wird 
(vorne E. 3).

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6.

6.1 Art. 6 NHG verlangt, dass mögliche alternative Standorte für das 
streitige Vorhaben geprüft und deren Vor- und Nachteile für die Bauherr-
schaft und die Interessen des Natur- und Heimatschutzes gegeneinander 
abgewogen werden. Das gilt auch, wenn das Projekt wie hier innerhalb der 
Bauzone liegt und damit grundsätzlich Anspruch auf Erteilung der Bau-
bewilligung besteht, wenn dem Vorhaben keine Hindernisse aus dem an-
wendbaren Recht entgegenstehen (BVR 2009 S. 129 E. 9.4; Jörg 
Leimbacher, a.a.O., Art. 6 N. 9).

6.2 Der vorgesehene Standort liegt in der Umgebungszone XI und da-
mit in einem der am wenigsten geschützten Gebiete von Erlach (vorne 
E. 4.1). Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführenden wurden meh-
rere Alternativstandorte geprüft: Standorte in den Gebieten Tennisplatz 
oder Bootshafen wurden aus Gründen des Landschaftsschutzes verworfen, 
da sie von den Aussichtsstandorten im Schloss oder von der Jolimont-
strasse her im direkten Sichtfeld in Richtung Heidenweg/St. Petersinsel 
liegen (Eingabe der Gemeinde vom 14.10.2013, act. 3B pag. 41). Ein 
Standort ausserhalb des ISOS-Schutzgebiets entspräche nach Angaben 
der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen der aktuellen Versorgungssitua-
tion durch die bestehenden Umgebungsstandorte Erlach Schiessstand und 
La Neuveville Centre (act. 7 Ziff. 4a). Ein Standort beim Feuerwehrmagazin 
Vinelz sowie Standorte südlich des Schlosses wurden verworfen, da damit 
die angestrebte Netzabdeckung ebenfalls nicht erreicht werden könnte 
(act. 7 Ziff. 3). Geprüft wurde sodann ein Alternativstandort am Stadt-
graben 7; dieser wurde von der OLK kritisch beurteilt aufgrund der promi-
nenten Lage und der Nähe zur Altstadt (Bericht vom 24.1.2012, act. 14A). 
Die OLK sprach sich für den vorgesehenen Standort am Seestrandweg aus 
(vgl. zur Diskussion von Alternativstandorten auch die Ausführungen der 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer am vorinstanzlichen Augenschein; 
act. 3B pag. 115 ff.; Stellungnahme der Gemeinde vom 24.8.2015, act. 14). 
Damit besteht namentlich im Unterschied zum von den Beschwerdeführen-
den erwähnten BGE 141 II 245 kein in Frage kommender Alternativstandort 
ausserhalb der Bauzone bzw. ausserhalb des Schutzgebiets. Anders als in 
jenem Fall soll die Anlage hier in erster Linie der Versorgung des Bau-

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gebiets dienen; unter diesen Umständen wäre eine Anlage ausserhalb der 
Bauzone nicht ohne weiteres bewilligungsfähig (vgl. BGE 141 II 245 E. 7.8 
mit Hinweis). Eine Mobilfunkversorgung mit mehreren kleineren, nicht sicht-
baren Antennen (Mikrozellen) innerhalb des Städtchens schliesst die Be-
schwerdegegnerin aus, da die Reichweite zu gering und eine durchgängige 
Versorgung eines grösseren Gebiets damit nicht möglich sei (Eingabe vom 
12.10.2015, act. 20).

6.3 Der gewählte Standort am Seestrandweg widerspricht somit dem 
Gebot der grösstmöglichen Schonung des Inventarobjekts nicht. Das deckt 
sich auch mit der Einschätzung der ENHK, die den gewählten Standort am 
Seestrandweg 41 grundsätzlich für geeignet hält (vorne E. 4.2). Von dieser 
Beurteilung abzuweichen besteht nach dem Gesagten kein Anlass.

7.

7.1 Das Projekt muss sich in Ausmass und Gestaltung an die unum-
gänglich notwendigen Mindestmasse halten (Jörg Leimbacher, a.a.O., 
Art. 6 N. 9 mit Hinweisen). Zu prüfen ist deshalb auch, ob die Antennen-
höhe von 18 m mit dem Gebot grösstmöglicher Schonung vereinbar ist 
oder ob allenfalls eine Reduktion geboten wäre (vgl. BGE 115 Ib 131 
E. 5h/hd betreffend eine Richtstrahlantenne für die drahtlose Kommunika-
tion).

7.2 Die ENHK hat beantragt, die Beschränkung der Anlage auf 15 m 
Höhe zu prüfen (vorne E. 4.3). Diesen Antrag hat sie mit dem Verweis auf 
ein Gutachten von Prof. Dr. D.________ vom 14. August 2003 begründet, 
das im Verfahren betreffend ein Vorhaben einer anderen Mobilfunk-
anbieterin am Seestrandweg erstellt worden war (act. 3B pag. 158). Der 
Gutachter kam damals zum Schluss, dass eine Antenne von 15 m Höhe 
voraussichtlich genügen würde für die Versorgung von Erlach allein (ohne 
Zufahrtsstrassen und See, die von anderen, weniger heiklen Standorten 
aus abgedeckt werden könnten), was die betroffene Mobilfunkanbieterin 
ebenfalls eingeräumt hatte. Die vorgesehene 25 m hohe Antennenanlage 
wurde deshalb nicht bewilligt (VGE 21569 vom 20.1.2004, E. 4.5).

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7.3 Das Gutachten der ENHK hat die Aufgabe, das allgemeine Schutz-
ziel von Art. 6 NHG objektspezifisch und sachdienlich zu konkretisieren, 
damit klar wird, was durch die Inventarisierung wirklich geschützt wird. Es 
soll weiter die Frage beantworten, ob, wie und in welchem Ausmass das 
beurteilte Vorhaben das Schutzobjekt bzw. die Schutzziele beeinträchtigen 
könnte; darzustellen und zu gewichten ist damit die Tragweite des vorge-
sehenen Eingriffs (vgl. BGer 1A.185/2006 vom 5.3.2007, in URP 2007 
S. 461 E. 6.6 f.; BGer 1A.73-77/2002 vom 6.10.2003, in ZBl 2005 S. 369 
E. 5.5.1; Markus Gredig, a.a.O., S. 173). Hingegen hat sich die ENHK nicht 
dazu zu äussern, in welchem Umfang die Netzabdeckung der Fernmelde-
anbieterin oder des Fernmeldeanbieters verwirklicht werden kann und soll. 
Soweit die Kommission das Interesse der Beschwerdegegnerin am um-
strittenen Vorhaben unter Hinweis auf das Gutachten D.________ 
anzweifelt, das sich aus technischer Sicht zur Versorgung von Erlach mit 
Mobilfunk äussert (vgl. VGE 21569 vom 20.1.2004, E. 2.2), kann ihr daher 
nicht gefolgt werden. Ein Vertreter der Kommission hat am vorinstanzlichen 
Augenschein denn auch selber festgehalten, die Begutachtung beziehe 
sich einzig auf das Ortsbild (act. 3B pag. 114). Abgesehen davon können 
die bald 13 Jahre alten Aussagen des Gutachters zu einem anderen 
Vorhaben nicht unbesehen im vorliegenden Verfahren verwendet werden. 
Die Verhältnisse unterscheiden sich insbesondere bezüglich der 
bestehenden Netzabdeckung, weiterer in Frage kommender Standorte 
sowie des Standes der technischen Entwicklung bei der 
Mobilfunkversorgung erheblich. Es kann daher auch darauf verzichtet 
werden, das erwähnte Gutachten wie von den Beschwerdeführenden 
beantragt beizuziehen.

7.4 Die von der ENHK zur Diskussion gestellte Variante einer Antenne 
von 15 statt 18 m ist somit nur insofern von Bedeutung, als mit einer Re-
duktion der Antennenhöhe die Beeinträchtigung des Schutzobjekts vermin-
dert werden könnte. Davon geht die Kommission aus (act. 3B pag. 159), 
wobei allerdings auffällt, dass sie ihren Befund im Gutachten nicht näher 
begründet. Das gilt insbesondere für die Diskussion der beiden Standorte 
Märit 4 und Manuelweg, von wo aus die projektierte Antenne in störender 
Weise sichtbar wird (vorne E. 4.2): Vom Standort Märit 4 aus wäre die An-
lage gemäss den Ausführungen der ENHK zwar sichtbar; sie fiele in der 

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Ferne aber optisch nicht ins Gewicht (act. 3B pag. 157). Es ist daher nicht 
davon auszugehen, dass eine Reduktion der Antennenhöhe den Eingriff in 
das Schutzobjektiv wesentlich vermindern würde. Was den Standort 
Manuelweg angeht, überragt die Antenne von dort aus gesehen zwar die 
charakteristische Silhouette der mittelalterlich geprägten Dachlandschaft 
deutlich (act. 3B pag. 157), nicht aber den Hintergrund aus Laubbäumen, 
der Erlach zum See hin abschliesst (Fotodokumentation vom 8.5.2014, 
Fotos Standort 10, act. 3B pag. 206 f.). Die mit der Auflage der BVE vorge-
schriebene dunkle Farbgebung unterstützt zudem die farbliche Einpassung 
der Antennenanlage in die dichten, sich vor dem See dunkel abhebenden 
Laubbäume (act. 3B pag. 158). An der optischen Integration ändert die 
Höhendifferenz somit entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden 
kaum etwas. Beim Standort Manuelweg handelt es sich zudem nicht um 
einen für die Fernwirkung des Ortsbilds besonders wichtigen und damit für 
den Ortsbildschutz massgeblichen Standort (vgl. BGer 1C_810/2013 vom 
14.7.2014, E. 6.3, 1C_400/2008 vom 19.10.2009, in URP 2010 S. 123, 
nicht publ. E. 4.3). Eine Reduktion der Antennenhöhe könnte daher die 
Beeinträchtigung des Schutzobjekts – wenn überhaupt – nur marginal ver-
mindern. Dementsprechend hat die ENHK die Variante einer Antenne mit 
15 m auch nicht als Auflage genannt, sondern lediglich deren Prüfung be-
antragt. Ein erneuter Augenschein würde keine zusätzlichen Erkenntnisse 
bringen. Der entsprechende Beweisantrag der Beschwerdeführenden wird 
deshalb abgewiesen (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu statt vieler 
BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 18 N. 9 f.).

7.5 Zur Auffassung der Beschwerdeführenden, die Beschwerdegegne-
rin habe nachzuweisen, dass ihr Vorhaben der Grundversorgung diene, ist 
Folgendes festzuhalten: Die Mobilfunkversorgung gehört nur ausnahms-
weise zur Grundversorgung mit Fernmeldediensten, nämlich dann, wenn 
ein Anschluss an das Festnetz nicht oder nur mit grossem Aufwand mög-
lich wäre (BGer 1A.124/2003 vom 23.9.2003, in URP 2003 S. 731 und 
ZBl 2005 S. 167 E. 3.3, 1C_542/2012 vom 14.5.2013, E. 7.1). Dies trifft auf 
Erlach nicht zu, ist jedoch entgegen der Auffassung der Beschwerdeführen-
den auch nicht entscheidend. In den genannten, auch in der Beschwerde 
erwähnten Urteilen wurden die Bewilligungen verweigert einerseits für ein 

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Vorhaben innerhalb einer Moorlandschaft von nationaler Bedeutung, deren 
Schutz sich nach Art. 78 Abs. 5 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und 
Art. 23d NHG richtet (BGer 1A.124/2003 vom 23.9.2003, in URP 2003 
S. 731 und ZBl 2005 S. 167), und andererseits für ein Vorhaben, das eine 
schwere Beeinträchtigung eines schützenswerten Baudenkmals bewirkt 
hätte (BGer 1C_542/2012 vom 14.5.2013). In der Bauzone besteht kein 
Anlass, Mobilfunkanlagen von vornherein auf solche der Grundversorgung 
oder auf einen minimalen technischen Standard zu begrenzen. Gerade im 
urbanen Gebiet besteht eine hohe Nachfrage für Mobilfunkantennen, 
welche die Dächer überragen müssen, um ihre Funktion zu erfüllen 
(BGer 1C_118/2010 vom 20.10.2010, E. 6.4, 1A.6/2007 vom 6.9.2007, in 
URP 2008 S. 341, nicht publ. E. 4.3; vgl. auch BGE 138 II 570 
[Pra 102/2013 Nr. 64] zur Gewährleistung der UMTS-Kommunikation auf 
einer SBB-Linie von einem Standort in der Landwirtschaftszone entlang der 
Bahnstrecke). Die Inhaberinnen einer Mobilfunkkonzession sind zudem bei 
der Festlegung der Qualitätskriterien für ihre Netze frei (Stellungnahme 
beco Berner Wirtschaft vom 3.6.2015, S. 2 mit Hinweis auf das Merkblatt 
des BAKOM vom 6.2.2003 über die Versorgung mit Mobilfunk, act. 11 und 
11A [Merkblatt auch einsehbar unter: <http://www.bakom.admin.ch>]). Auf-
grund des Gebots grösstmöglicher Schonung nach Art. 6 NHG muss das 
Interesse an einer Mobilfunkversorgung im geplanten Ausmass – und damit 
namentlich auch an einer Anlage in der vorgesehenen Höhe – allerdings 
abgewogen werden gegen das Interesse, das ISOS-Objekt von Be-
einträchtigungen möglichst freizuhalten.

7.6 Zum Interesse an der vorgesehenen Mobilfunkversorgung mit einer 
18 m hohen Anlage ist den Akten Folgendes zu entnehmen: Die Be-
schwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, es ergebe weder aus 
wirtschaftlicher noch aus technischer Sicht Sinn, einen neuen Standort mit 
der geplanten Breitbandstrategie für die Zukunft mit so wenig Sende-
leistung zu erstellen, wie sie eine nur 15 m hohe Anlage erlaube (Be-
schwerdeantwort S. 4 f.). Im vorinstanzlichen Verfahren führte sie am 
7. Mai 2014 aus, der Zweck der geplanten Anlage (Gewährleistung einer 
guten Mobilfunkversorgung des westlichen Teils des Städtchens Erlach 
und der Umgebung) könne mit einer Antennenhöhe von 15 m nicht erreicht 
werden (act. 3B pag. 180). Auf Nachfrage des Instruktionsrichters teilte sie 

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dem Verwaltungsgericht mit, die Versorgungslücken bei einer um 3 m ver-
ringerten Antennenhöhe seien grafisch nicht darstellbar bzw. die Darstel-
lung sei nicht aussagekräftig. Sie begründet die Annahme von Versor-
gungslücken damit, dass das Städtchen Erlach aus einer dicht bebauten 
Häuserfront bestehe. Die Gebäude seien etwa 12 m hoch, und das Städt-
chen liege 3 m höher als die Uferzone. Die dichte Bauweise erschwere die 
Durchdringung des Mobilfunksignals in die Gebäude zusätzlich. Um eine 
ausreichende Versorgung im Städtchen zu gewährleisten, müsse die An-
tenne höher sein als die Gebäude im Städtchen (act. 7 und 9). Das beco 
Berner Wirtschaft hat die Argumentation der Beschwerdegegnerin im Be-
weisverfahren vor dem Verwaltungsgericht als plausibel beurteilt. Das kan-
tonale Fachamt für den Immissionsschutz hält fest, durch das Versetzen 
der Antennenpanels nach unten verändere sich der relative Winkel zwi-
schen Antenne und Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN); dies führe 
dazu, dass der Anlagegrenzwert an einigen OMEN zweifellos überschritten 
wäre. Damit die Grenzwerte eingehalten wären, müsste die Sendeleistung 
über die gesamte Anlage betrachtet um rund einen Drittel reduziert werden. 
Es sei nachvollziehbar, dass dies zu einer spürbaren Verschlechterung der 
Empfangsbedingungen an heiklen Orten führe (Stellungnahme vom 
3.6.2015, act. 11).

7.7 Die Angaben der Beschwerdegegnerin zur Versorgungssituation mit 
der projektierten Anlage sind nur beschränkt überprüfbar. Dass eine qua-
litativ gute Versorgung mit Mobilfunkdiensten einem breiten Bedürfnis ent-
spricht, ist indessen notorisch und wird auch von der Gemeinde betont. Die 
Gemeinde verweist namentlich auf die Bedeutung für die Alarmierung von 
Rettungsdiensten sowie für Erlach und Umgebung als Tourismusregion 
(act. 3B pag. 41). Die Beschwerdegegnerin hat dargelegt, wie sich eine 
weitere Reduktion der Höhe des Antennenmasts auf die Versorgungsquali-
tät im Städtchen Erlach auswirken würde; diese Angaben hat das beco 
unter Berücksichtigung der einzuhaltenden Grenzwerte als plausibel beur-
teilt. Es ist daher davon auszugehen, dass die vorgesehene Anlage für die 
damit angestrebte Abdeckung heutiger und bereits absehbarer zukünftiger 
Anforderungen nicht überdimensioniert ist.

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7.8 Bei dieser Sachlage überwiegt das Interesse an einer qualitativ und 
quantitativ guten Versorgung von Erlach mit Mobilfunkdiensten das nur 
unwesentlich beeinträchtigte Interesse des Ortsbildschutzes auch dann, 
wenn Letzterem unter Berücksichtigung des Gebots grösstmöglicher Scho-
nung ein zusätzliches Gewicht beigemessen wird. Der Eingriff in das ge-
schützte Ortsbild geht mithin nicht weiter, als dies zur Erreichung des Ziels 
erforderlich ist. Der angefochtene Entscheid hält demnach der Rechtskon-
trolle stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzu-
weisen.

8.

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden 
Beschwerdeführenden grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 
VRPG). Besondere Umstände können jedoch eine vom Unterliegerprinzip 
abweichende, dem Einzelfall und dessen Umständen angemessene 
Kostenverlegung oder den Verzicht auf Verfahrenskosten rechtfertigen. 
Dabei stehen behördliche Fehlleistungen im Vordergrund, die für die Par-
teien mit erheblichem Mehraufwand verbunden gewesen sind. Nicht jeder 
geringfügige Fehler rechtfertigt indes einen (teilweisen) Verzicht auf Ver-
fahrenskosten. Zu berücksichtigen sind nur Normverstösse von einem ge-
wissen Gewicht, namentlich auch Mängel in der Sachverhaltsermittlung 
(BVR 2004 S. 133 E. 3.1; VGE 2011/291 vom 8.6.2012, E. 3.3.1; Merkli/
Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 9). – Die BVE hat den Sachverhalt 
insofern ungenügend abgeklärt, als sie die Grundlagen für die nach Art. 6 
NHG gebotene umfassende Interessenabwägung nicht vollständig erhoben 
hat. Umstritten war namentlich das überwiegende Interesse an der An-
tennenanlage mit der vorgesehenen Höhe von 18 m; dieses hat die BVE 
ohne nähere Prüfung bejaht. Die Instruktionsmassnahmen mussten im ver-
waltungsgerichtlichen Verfahren nachgeholt werden, was für das Gericht 
und die Verfahrensbeteiligten zu einem erhöhten Aufwand geführt hat. Un-
ter diesen Umständen rechtfertigt es sich, den Beschwerdeführenden ledig-
lich drei Viertel der Verfahrenskosten aufzuerlegen. Die verbleibenden 
Kosten sind nicht zu erheben (Art. 108 Abs. 2 VRPG).

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8.2 Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei nach Art. 108 Abs. 3 
VRPG grundsätzlich die Parteikosten zu ersetzen. Besondere Umstände 
können aber einen ganzen oder teilweisen Parteikostenersatz zu Lasten 
des Gemeinwesens rechtfertigen. Im Vordergrund stehen wie bei Art. 108 
Abs. 1 VRPG behördliche Fehlleistungen, die für die Parteien mit einem 
erheblichen Mehraufwand verbunden sind (BVR 2004 S. 133 E. 3.2, 2004 
S. 37 E. 3; VGE 2011/291 vom 8.6.2012, E. 4.3.1; Merkli/Aeschlimann/
Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 14 i.V.m. N. 16). – Die ungenügende Sach-
verhaltsabklärung der BVE hat im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu 
Mehraufwand und damit höheren Parteikosten der Parteien geführt. Es 
rechtfertigt sich deshalb, dem Kanton Bern (BVE) jeweils einen Viertel der 
Parteikosten der Beschwerdeführenden und der Beschwerdegegnerin 
aufzuerlegen. Die unterliegenden Beschwerdeführenden haben der Be-
schwerdegegnerin demnach drei Viertel ihrer Parteikosten zu ersetzen. Bei 
der Festlegung des Parteikostenersatzes für die Beschwerdegegnerin ist 
keine Mehrwertsteuer zu berücksichtigen, da sie mehrwertsteuerpflichtig ist 
(BVR 2014 S. 484 E. 6; vgl. Unternehmens-Identifikationsnummer-Regis-
ter, einsehbar unter: <https://www.uid.admin.ch>).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden den Beschwerdeführen-
den zu drei Vierteln, ausmachend Fr. 3'000.--, auferlegt. Die verbleiben-
den Kosten werden nicht erhoben.

3. a) Die Beschwerdeführenden und der Kanton Bern (Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion) haben der Beschwerdegegnerin die Parteikosten für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf insgesamt 
Fr. 5'134.75 (inkl. Auslagen), wie folgt zu ersetzen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.03.2016, Nr. 100.2014.226U, 
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– die Beschwerdeführenden drei Viertel, ausmachend Fr. 3'851.05;
– der Kanton Bern (Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion) einen 

Viertel, ausmachend Fr. 1'283.70.

b) Der Kanton Bern (Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion) hat den Be-
schwerdeführenden einen Viertel der Parteikosten für das Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf insgesamt Fr. 4'987.10 
(inkl. Auslagen und MWSt), ausmachend Fr. 1'246.80, zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Erlach
- dem Bundesamt für Kultur
- dem Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission
- der Kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschafts-

bilder, Gruppe Jura bernois – Seeland

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.