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**Case Identifier:** f962742d-80f0-5018-afaa-414cb3186faa
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 15.02.2022 410 21 242
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_410-21-242_2022-02-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

vom 15. Februar 2022 (410 21 242) 

______________________________________________________________________ 

 

 

Zivilprozessrecht 

 

 
Haben sich die Parteien im doppelten Schriftenwechsel von sich aus zur Frage der Sis-
tierung des Verfahrens geäussert, braucht das Gericht die Parteien nicht nochmals dazu 
anzuhören, bevor es einen Entscheid über die Sistierung trifft (E. 2.3.2); genügend be-
gründete Sistierungsverfügung durch die Vorinstanz (E. 2.3.3); ausnahmsweise Sistie-
rung des Verfahrens nach Art. 126 Abs. 1 ZPO aus Gründen der Zweckmässigkeit 
(E. 2.4.1 ff.). 

 

 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann; Gerichtsschreiberin i.V. Eylem Kutay 
  

 

Parteien  A.____ B.V.,  
vertreten durch Rechtsanwälte Stéphane Konkoly und/oder  
David Liatowitsch, burckhardt AG, Steinentorstrasse 23, Postfach 258, 
4010 Basel,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  B.____ AG,  
vertreten durch Rechtsanwälte Prof. Dr. Alexander von Ziegler und/oder 
Philip Andrea Berti, Schellenberg Wittmer AG, Löwenstrasse 19, Post-
fach 2201, 8021 Zürich 1,  
Beschwerdegegnerin 

   

Gegenstand  Sistierung des Verfahrens / Forderung  
Beschwerde gegen die Verfügung des Zivilkreisgerichts Basel-
Landschaft West vom 2. November 2021 

 

A. Nach Einleitung eines Schlichtungsverfahrens am 12. Dezember 2017 und gestützt auf 

eine Klagebewilligung vom 21. Mai 2019 reichte die A.____ B.V. beim Zivilgericht Basel-Stadt 

am 20. September 2019 eine Forderungsklage gegen die C.____ Limited mit Sitz in Z.____ ein 

(Verfahren XYZ). Die A.____ B.V. verlangte, es sei die C.____ Limited zu verpflichten, ihr 

 
 
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USD 5’580’417.59, eventualiter CHF 5’646’556.20, zzgl. 5% Zins seit dem 15. Dezember 2016 

zu bezahlen, unter o/e-Kostenfolge.  

B. Zwei Monate später, mit Klage vom 21. November 2019 und gestützt auf eine Klagebe-

willigung vom 23. August 2019, leitete die A.____ B.V. auch das Verfahren 150 19 2894 I gegen 

die B.____ AG beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West (fortan: Zivilkreisgericht) betreffend 

dieselbe Forderung ein und verlangte, es sei die B.____ AG zu verpflichten, ihr 

USD 5'580’417.59, eventualiter CHF 5’646’556.20, zzgl. 5% Zins seit dem 15. Dezember 2016 

zu bezahlen, unter o/e-Kostenfolge. Daraufhin ordnete das Zivilkreisgericht einen doppelten 

Schriftenwechsel an. Nach dessen Abschluss stellte das Zivilkreisgericht mit Verfügung vom 

18. August 2021 in Aussicht, dass ohne begründeten gegenteiligen Bericht der Parteien bis 

8. September 2021 die Sache zur Hauptverhandlung vor die Dreierkammer des Zivilkreisge-

richts geladen und keine Instruktionsverhandlung abgehalten werde. Die Beweisverfügung er-

gehe diesfalls gestützt auf die Rechtsschriften.  

C. Mit Verfügung vom 2. November 2021 sistierte das Zivilkreisgericht das Verfahren 150 

19 2894 I bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens XYZ vor dem Zivilgericht Basel-

Stadt. Zur Begründung erwog das Zivilkreisgericht, dass nach Durchsicht und Studium der 

Rechtsschriften – aufgrund der Konnexität mit dem seit 12. Dezember 2017 am Zivilgericht Ba-

sel-Stadt rechtshängigen Verfahren XYZ – in Anwendung von Art. 126 ZPO die Sistierung des 

vorliegenden Verfahrens zur Vermeidung inkohärenter sowie sich widersprechender Entscheide 

angebracht und somit zweckmässig scheine. 

D. Mit Eingabe vom 15. November 2021 erhob die A.____ B.V. (fortan: Beschwerdeführe-

rin), vertreten durch RA Stéphane Konkoly und RA David Liatowitsch, Beschwerde gegen die 

zivilkreisgerichtliche Verfügung vom 2. November 2021 beim Kantonsgericht, Abteilung Zivil-

recht (fortan: Kantonsgericht), mit dem Antrag, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 

und die Sache zur Neubeurteilung an das Zivilkreisgericht zurückzuweisen. Eventualiter sei von 

einer Sistierung des derzeit vor dem Zivilkreisgericht hängigen Verfahrens abzusehen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Kantons Basel-Landschaft, eventualiter zulas-

ten der B.____ AG. 

E. Mit Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2021 beantragte die B.____ AG (fortan: Be-

schwerdegegnerin), vertreten durch RA Prof. Dr. Alexander von Ziegler und RA Philip A. Berti, 

die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulas-

ten der Beschwerdeführerin, eventualiter zu Lasten des Kantons Basel-Landschaft.  

F. Mit Vernehmlassung vom 6. Dezember 2021 beantragte das Zivilkreisgericht die vollum-

fängliche Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

Sofern der Entscheid in einer Gutheissung ergehen sollte, ersuchte es das Kantonsgericht, ei-

nen reformatorischen Entscheid zu fällen.  

G. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2021 wurde der Schriftenwechsel geschlossen und 

darauf verwiesen, dass freiwillige Bemerkungen nach der Praxis zum unbedingten Replikrecht 

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innert 10 Tagen seit Zustellung dieser Verfügung zu erfolgen hätten und eine Erstreckung die-

ser Frist ausgeschlossen sei.  

H. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2021 reichte die Beschwerdeführerin beim Kantonsge-

richt eine spontane Replik zur Vernehmlassung der Vorinstanz und Beschwerdeantwort der 

Beschwerdegegnerin ein. 

Erwägungen 

1. Mit prozessleitender Verfügung vom 2. November 2021 sistierte der Zivilkreispräsident 

Basel-Landschaft West das Verfahren 150 19 2894 I vor dem Zivilkreisgericht bis zum rechts-

kräftigen Abschluss des Verfahrens XYZ vor dem Zivilgericht Basel-Stadt. Die Beschwerde rich-

tet sich gegen die verfügte Sistierung des Verfahrens, welche gestützt auf Art. 126 Abs. 2 der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) nur mit Beschwerde gemäss Art. 319 ff. 

ZPO anfechtbar ist. Die angefochtene Verfügung ist gemäss Art. 126 Abs. 2 ZPO kraft Geset-

zes beschwerdefähig, ohne dass ein drohender, nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil im 

Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO erforderlich ist. Die angefochtene Verfügung ist prozessleitender 

Natur, weshalb die Beschwerdefrist laut Art. 321 Abs. 2 ZPO zehn Tage beträgt. Die angefochtene 

Verfügung vom 2. November 2021 wurde dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 

4. November 2021 zugestellt. Die Beschwerdeeingabe vom 15. November 2021 wurde gleichen-

tags der Post übergeben und erfolgte somit in Anwendung von Art. 142 Abs. 3 ZPO rechtzeitig. 

Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

Die sachliche Zuständigkeit des Präsidenten der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts Ba-

sel-Landschaft zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus § 5 Abs. 1 lit. b 

des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EG ZPO; SGS 221). Der 

Entscheid erfolgt in Anwendung von Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten. 

2.1 In der Verfügungsbegründung führt die Vorinstanz aus, dass aufgrund der Konnexität 

mit dem seit 12. Dezember 2017 am Zivilgericht Basel-Stadt rechtshängigen Verfahren XYZ die 

Sistierung des vorliegenden Verfahrens zur Vermeidung inkohärenter sowie sich widerspre-

chender Entscheide im Sinne von Art. 126 ZPO angebracht und somit zweckmässig scheine.  

2.2.1 Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde die Verletzung des rechtlichen Ge-

hörs geltend. Sie bringt diesbezüglich im Wesentlichen vor, die Parteien hätten im Verfahren 

vor dem Zivilkreisgericht keine Gelegenheit gehabt, vorgängig zur Sistierung Stellung zu neh-

men. Insbesondere sei die Sistierung von keiner der Parteien beantragt und auch nicht in deren 

Rechtsschriften thematisiert worden. Ferner habe sich das Zivilkreisgericht zwar auf das vor 

dem Zivilgericht Basel-Stadt hängige Verfahren gestützt, allerdings habe es sich in seiner Sis-

tierungsverfügung nicht mit den in Basel-Stadt und Baselland hängigen Verfahren auseinander-

gesetzt und insbesondere nicht erläutert, worin die Präjudizkraft des Verfahrens in Basel-Stadt 

liegen würde. Indem das Zivilkreisgericht die Beschwerdeführerin vor dem Sistierungsentscheid 

nicht angehört und seinen Sistierungsentscheid nicht begründet habe, habe sie deren rechtli-

ches Gehör verletzt. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass eine Heilung der Gehörs-

verletzung nicht in Frage käme, da die Kognition des vorliegend angerufenen Kantonsgerichts 

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als Rechtsmittelinstanz limitiert sei. Demzufolge sei die Sistierungsverfügung aufzuheben und 

die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

Für den Fall, dass die Gehörsverletzung geheilt werde, macht die Beschwerdeführerin weiter 

geltend, dass die Sistierung nur ausnahmsweise, als ultima ratio, angeordnet werden dürfe. 

Dies habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt und es habe eine Ermessensüberschreitung bzw. 

ein Ermessensmissbrauch stattgefunden. Denn bei einem Gleichlauf von Verfahren sei eine 

Sistierung unzulässig. Vorliegend seien beide Verfahren – sowohl das Verfahren 150 19 2894 I 

vor dem Zivilkreisgericht als auch das Verfahren XYZ vor dem Zivilgericht Basel-Stadt – gleich 

weit fortgeschritten. Es seien in beiden Verfahren bis zum heutigen Zeitpunkt ein doppelter 

Schriftenwechsel durchgeführt und eine Stellungnahme zu Dupliknoven eingeholt worden. Fer-

ner bringt die Beschwerdeführerin als Eventualbegründung vor, dass die Sistierung des Verfah-

ren 150 19 2894 I umgehend nach Kenntnis des Verfahrens in Basel-Stadt im Juni 2020 anzu-

ordnen gewesen wäre und nicht erst ca. 1 Jahr und 5 Monate später, als bereits Zusatzkosten 

angelaufen seien und das Zivilkreisgericht den Beginn einer Hauptverhandlung in Aussicht ge-

stellt habe. Die Sistierung des Verfahrens 150 19 2894 I vor dem Zivilkreisgericht würde folglich 

aus den oben erwähnten Gründen dem Beschleunigungsgebot zuwiderlaufen. Darüber hinaus 

rügt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde subeventualiter, dass sie im Verfahren 

150 19 2894 I vor dem Zivilkreisgericht ihre Forderung auf Punkte stütze, die gänzlich unab-

hängig vom Ausgang des Verfahrens XYZ vor dem Zivilgericht Basel-Stadt zu beurteilen seien, 

namentlich die Haftbarkeit der B.____ AG als Vertragspartei oder aus unerlaubter Handlung 

oder Vertrauenshaftung.  

2.2.2 Die Beschwerdegegnerin führt demgegenüber in ihrer Beschwerdeantwort im Wesent-

lichen aus, dass keine Verletzung des rechtlichen Gehörs begangen worden sei. Das Zivilkreis-

gericht habe die Sistierung von Amtes wegen angeordnet, weshalb die Vorinstanz die Parteien 

nicht vorgängig hätte anhören müssen. Sofern eine etwaige Gehörsverletzung vorliege, sei die-

se jedoch nunmehr geheilt, da die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren die Möglichkeit 

erhalten und diese genutzt habe, sich ausführlich zur angeordneten Sistierung zu äussern. Die 

Kognition des Kantonsgerichts als Rechtsmittelinstanz sei, da sich vorliegend einzig Rechtsfra-

gen stellten, nicht eingeschränkt, weshalb eine etwaige Gehörsverletzung geheilt werden kön-

ne, sofern eine solche überhaupt vorliege. Darüber hinaus habe die Vorinstanz die Sistierungs-

verfügung vom 2. November 2021 begründet erlassen und darin hingewiesen, dass die Sistie-

rung des Verfahrens zur Vermeidung inkohärenter sowie sich widersprechender Entscheide 

angebracht und somit zweckmässig sei. Aufgrund dieser Begründung sei es für die Beschwer-

deführerin jederzeit klar gewesen, aus welchen Gründen die Vorinstanz zu diesem Sistierungs-

entscheid gelangt sei. Sie habe sich im vorliegenden Rechtsmittelverfahren ja auch dagegen 

zur Wehr setzen können. Eine Verletzung der Begründungspflicht sei folglich nicht gegeben.  

Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Beschwerdeantwort weiter aus, dass der Sistierungsent-

scheid nicht zu bestanden sei. Diesbezüglich macht sie geltend, dass der Hintergrund für die 

vorliegend strittigen Verfahren – das Verfahren 150 19 2894 I vor dem Zivilkreisgericht als auch 

das Verfahren XYZ vor dem Zivilgericht Basel-Stadt – derselbe Lebenssachverhalt sei, die Kla-

geschriften der Beschwerdeführerin beinahe identisch seien und die gleichen Rechtsbegehren 

aufweisen würden. Hinsichtlich dem Zeitpunkt der Sistierung sei es für die Vorinstanz erst nach 

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dem zweiten Schriftenwechsel möglich gewesen, sich einen adäquaten Überblick über die An-

gelegenheit und die Zusammenhänge zu verschaffen, welche den beiden Verfahren zugrunde 

liegen würden, weshalb der Zeitpunkt geeignet gewesen sei, eine Sistierung anzuordnen. Zu-

sammenfassend sei die Sistierung folglich angebracht und zweckmässig, weshalb der Sistie-

rungsentscheid der Vorinstanz zu schützen sei.  

2.2.3 Das Zivilkreisgericht führt in seiner Vernehmlassung vom 6. Dezember 2021 im We-

sentlichen aus, die Beschwerdeführerin hätte im Rahmen der Replik genügend Gelegenheit 

gehabt, sich zur Sistierung zu äussern. Ferner sei die Verfügung vom 2. November 2021 hinrei-

chend begründet. Das wesentliche Argument der Vorinstanz, die vorbestehende Rechtshängig-

keit eines Parallelverfahrens in Basel-Stadt, liesse sich daraus entnehmen. Ferner sei auch 

ausgeführt worden, dass der Ausgang des deutlich länger hängigen Verfahrens in Basel-Stadt 

abzuwarten sei, um inkohärente und sich widersprechende Entscheide zu vermeiden. Eine Ge-

hörsverletzung liege folglich nicht vor und die Kognition des Kantonsgerichts sei grundsätzlich 

nicht eingeschränkt. Ferner sei ein reformatorischer Entscheid ohne Weiteres möglich.  

Die Vorinstanz bringt weiter vor, dass sie im Rahmen des vertieften Studiums der Rechtsschrif-

ten, welches regelmässig im Anschluss an den Schriftenwechsel erfolge, zum Schluss gekom-

men sei, dass eine Sistierung zweckmässig resp. unabdingbar sei. Wesentlich sei dabei gewe-

sen, dass dem Schadenersatzanspruch der Klägerin resp. der Beschwerdeführerin unter ande-

rem ein Durchgriffstatbestand zu Grunde gelegt werde, der von der Beklagten resp. Beschwer-

degegnerin bestritten werde. Für die Haftung der Beklagten resp. Beschwerdegegnerin müsste 

wohl zunächst eine Haftung der Frachtführerin begründet worden sein und diese Haftung sei 

eben gerade Gegenstand des Verfahrens vor dem Zivilgericht Basel-Stadt. Um das Risiko sich 

widersprechender Entscheide zu vermeiden, müsse der Ausgang des Verfahrens in Basel-Stadt 

klarerweise abgewartet werden, bevor eine Haftung der Beschwerdegegnerin resp. Beklagten 

mittels Durchgriff konstruiert werden könne. Auch wenn die beiden Verfahren nicht in allen Be-

langen identisch seien, würden dennoch genügend deckungsgleiche Rechts- und Beweisfragen 

vorliegen, die eine Sistierung als angebracht bzw. zweckmässig genug erscheinen liessen. Die 

Sistierung des Verfahrens sei zwar dem Zivilkreisgericht bereits zu einem früheren Zeitpunkt 

offen gestanden. Dies sei jedoch unerheblich, denn es wäre nicht auszuschliessen gewesen, 

dass die Dreierkammer an der Hauptverhandlung noch zum selben Schluss hätte kommen 

können. Die Sistierung eines Verfahrens müsse nämlich nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt 

erfolgen; massgebend sei vielmehr, dass sich die Zweckmässigkeit der Sistierung genügend 

deutlich manifestieren würde. Das Zivilkreisgericht habe folglich im Rahmen des Entscheids 

vom 2. November 2021 nach Studium der Prozessakten seinen Ermessensspielraum ausgeübt. 

Hierfür würde für die Begründung der Sistierung eine lediglich summarische Prüfung genügen, 

weshalb eine vertiefte Untersuchung, evtl. sogar unter Beizug der Akten des Zivilgerichts Basel-

Stadt, mit einer Prüfung der Anspruchsgrundlagen, nicht verlangt werden dürfe. Zudem sei der 

aktuelle Sachstand des Verfahrens vor dem Zivilgericht Basel-Stadt dem Zivilkreisgericht nicht 

bekannt. Entscheidend sei jedoch vorliegend, dass das Verfahren vor dem Zivilgericht eben 

doch deutlich älter sei und allemal eine Präjudizwirkung entfalten könne. Es liege folglich kein 

Ermessensmissbrauch und somit keine Rechtsverletzung vor.  

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2.2.4 In ihrer spontanen Replik wiederholt die Beschwerdeführerin, dass keine der Parteien 

die Sistierung beantragt habe und diese von Amtes wegen erfolgt sei. Insofern sei nicht klar, 

inwiefern den Parteien bereits genügend Gelegenheit eingeräumt worden sei, zur Sistierungs-

frage Stellung zu nehmen. Ferner sei es nicht korrekt, dass die Sistierungsverfügung vom 

2. November 2021 hinreichend begründet sei bzw. dass im Rahmen der Sistierung eine ledig-

lich summarische Begründung genügen müsse. Vielmehr gelte gemäss herrschender Lehre 

und Rechtsprechung, dass Ermessensentscheide eine überprüfbare, detaillierte und sachliche 

Begründung enthalten müssten. In der Sistierungsverfügung würde sich keine solche Begrün-

dung finden; die Vorinstanz skizziere erstmals in seiner neuen Stellungnahme, inwiefern es in-

kohärente Entscheide befürchte. Die Beschwerdegegnerin rügt in ihrer Replik zudem, dass eine 

Sistierung gemäss der herrschenden Lehre nicht gerechtfertigt sei, wenn in einem anderen Ver-

fahren bloss die Klärung gewisser Rechts- und Beweisfragen erwartet werden könne. Vorlie-

gend würden sich diese deckungsgleichen Rechts- und Beweisfragen nur im Zusammenhang 

mit einem Eventualanspruch wie demjenigen des Durchgriffs stellen. Im hiesigen Verfahren vor 

dem Zivilkreisgericht ginge es um mit dem anderen Verfahren nicht-identische Fragen, wie ins-

besondere der Frage nach der eigenen (fracht-)vertraglichen Haftung der Beschwerdegegnerin.  

2.3.1 Die Beschwerdeführerin rügt u.a. eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 

Abs. 2 BV), weil sie vorgängig zur Sistierung nicht angehört worden sei und die Sistierungsver-

fügung vom 2. November 2021 keine ausreichende Begründung enthalte. Es gilt folglich zu-

nächst zu prüfen, ob das rechtliche Gehör verletzt wurde.   

2.3.2 Art. 126 Abs. 1 ZPO, der die Sistierung des Verfahrens regelt, sagt nichts über die 

Gewährung des rechtlichen Gehörs vor dem Entscheid. Es sind demnach die allgemeinen 

Grundsätze gemäss Art. 53 Abs. 1 ZPO anzuwenden, welche dem Normgehalt von Art. 29 

Abs. 2 BV entsprechen. Soweit sich die Lehre dazu äussert, wird auch im Anwendungsbereich 

von Art. 126 Abs. 1 ZPO eine vorgängige Anhörung der Parteien verlangt (vgl. JULIA 

GSCHWEND, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro-

zessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 126 N 1; NINA J. FREI, Berner Kommentar, Schweizeri-

sche Zivilprozessordnung, Band I: Art. 1-149 ZPO, Art. 126 N 15). Wie die Vorinstanz zu Recht 

ausführt, hatten die Parteien bereits die Gelegenheit, sich zur Sistierung während des doppel-

ten Schriftenwechsels zu äussern. Namentlich hat sich die Beschwerdeführerin in ihrer Replik 

vom 27. November 2020 zur Sistierung geäussert und bereits zu jenem Zeitpunkt beantragt, 

dass der Entscheid im hängigen Verfahren XYZ zwischen der A.____ B.V. und der C.____ Li-

mited vor dem Zivilgericht Basel-Stadt nicht abzuwarten bzw. das Verfahren nicht zu sistieren 

sei. Zur Begründung brachte die Beschwerdeführerin damals im Wesentlichen vor, dass die 

Klage im basellandschaftlichen Verfahren gegen die B.____ AG sich auf viel mehr als nur auf 

eine Durchgriffshaftung stütze, so zum Beispiel auf eine eigene Vertragshaftung (Rz. 377 Replik 

Beschwerdeführer vom 27. November 2020). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in der mit 

Duplik vom 16. August 2021 ebenfalls zur Sistierung und brachte vor, dass die im vorliegenden 

Verfahren bestrittene Haftung Gegenstand des Verfahrens vor dem Zivilgericht Basel-Stadt sei, 

und es müsse zwangsläufig jenes Verfahren abgewartet werden, um widersprechende Urteile 

zu verhindern (Rz. 305 Duplik Beschwerdegegner vom 16. August 2021). Die behauptete Ge-

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hörsverletzung liegt daher nicht vor und es war weder erforderlich noch angezeigt, die Parteien 

vor dem Entscheid über die Sistierung nochmals anzuhören.  

2.3.3 Die Vorinstanz begründete ihren Sistierungsentscheid vom 2. November 2021 insbe-

sondere damit, dass aufgrund der Konnexität mit dem seit 12. Dezember 2017 am Zivilgericht 

Basel-Stadt rechtshängigen Verfahren XYZ in Anwendung von Art. 126 ZPO die Sistierung des 

vorliegenden Verfahrens zur Vermeidung inkohärenter sowie sich widersprechender Entscheide 

angebracht und somit zweckmässig scheine. Grundsätzlich können Umfang und Inhalt der Be-

gründungspflicht nicht abstrakt umschrieben werden, sondern es muss eine Einzelfallbetrach-

tung vorgenommen werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör bedeutet nicht, dass sich das 

Gericht im Rahmen seiner Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander-

setzen und jedes einzelne Parteivorbringen ausdrücklich widerlegen oder bestätigen muss. 

Vielmehr genügt es, wenn der Entscheid derart begründet ist, dass er gegebenenfalls sachge-

recht angefochten werden kann. Das Gericht hat in erkennbarer Art und Weise aufzuzeigen, 

welchen konkreten Lebenssachverhalt es welcher generell-abstrakten Rechtsnorm unterstellt. 

Weiter hat es eine rechtliche Würdigung (Subsumtion) vorzunehmen. Es müssen zumindest 

kurz die grundlegenden Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten 

lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 142 III 433 E. 4.3.2; 136 I 184 E. 2.2.1 m.w.H.; 

WIEDERKEHR RENÉ, Die Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV und die Heilung bei Verlet-

zung, ZBl 111/2010 S. 481 ff., 483 f.). Im hier zu beurteilenden Fall wurde der Sistierungsent-

scheid zum einen mit der vorbestehenden Rechtshängigkeit des parallelen Verfahrens XYZ vor 

dem Zivilgericht Basel-Stadt begründet. Zum anderen wurde die Konnexität zwischen den bei-

den Gerichtsverfahren erwähnt, zu welcher sich die Parteien in ihren Rechtsschriften geäussert 

hatten (vgl. vorstehende E. 2.3.2). Ferner wird auch als entscheidrelevante Rechtsnorm 

Art. 126 ZPO genannt und rechtlich gewürdigt, dass es zweckmässig erscheine, den Ausgang 

des früher anhängig gemachten Verfahrens in Basel-Stadt abzuwarten, um zufolge der Kon-

nexität der beiden Verfahren inkohärente und sich widersprechende Entscheide zu vermeiden. 

Folglich wurden die grundlegenden Überlegungen genannt, von denen sich die Vorinstanz hat 

leiten lassen, um den Sistierungsentscheid zu fällen. Dass die Beschwerdeführerin vollkommen 

im Unklaren darüber gewesen sein soll, inwiefern die beiden Verfahren konnex sein sollen, 

macht diese nicht geltend, sondern vertritt diesbezüglich lediglich eine von der Vorinstanz ab-

weichende Auffassung. Die Vorinstanz hat damit ihren Sistierungsentscheid hinreichend be-

gründet, und für die Beschwerdeführerin war es ohne Weiteres möglich, sich dagegen zur Wehr 

zu setzen und eine begründete Beschwerde einzureichen. Eine Gehörsverletzung wegen unge-

nügender Begründung liegt daher nicht vor und die Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich 

als unberechtigt.  

2.4.1 Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin die fehlende Zweckmässigkeit der Sistierung 

bzw. eine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Wann eine Sistierung zweckmässig im Sin-

ne von Art. 126 Abs. 1 ZPO ist, hat das Gericht im Einzelfall nach Ermessen zu beurteilen. Es 

muss ein objektiver, triftiger Grund vorliegen, welcher die Fortsetzung des Verfahrens unmög-

lich oder unzweckmässig macht. Nach dem Wortlaut von Art. 126 Abs. 1 ZPO erachtet der Ge-

setzgeber eine Sistierung als zweckmässig, wenn der Entscheid vom Ausgang eines anderen 

Verfahrens abhängig ist. Dadurch sollen widersprüchliche Urteile vermieden werden. Ob das 

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Ergebnis eines anderen Verfahrens tatsächlich eine präjudizielle Wirkung auf das zu sistierende 

Verfahren haben könnte, ist im Einzelfall zu prüfen. Eine Sistierung erfordert in der Regel eine 

Interessenabwägung, indem das Gericht das Interesse an der Sistierung dem gegenteiligen 

Interesse an der Beschleunigung des Verfahrens gegenüberstellt und den Grad der Abhängig-

keit vom Ausgang des anderen Verfahrens berücksichtigt. Die Sistierung muss die Ausnahme 

bleiben; in Zweifelsfällen sollte das Beschleunigungsgebot vorgehen (NINA J. FREI, in: Berner 

Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Bern 2012, Art. 126 N 1 ff.; JULIA 

GSCHWEND, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro-

zessordnung, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 126 N 1 f. und N 11; ADRIAN STAEHELIN, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-

nung, 3.  Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 126 N 4). 

2.4.2 Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des Beschleunigungsgebots, da sie die 

Sistierung des Verfahrens als verspätet erachtet. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, 

muss die Sistierung eines Verfahrens nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen; Art. 126 

Abs. 1 ZPO setzt dies nicht voraus, sondern massgebend ist vielmehr die Zweckmässigkeit der 

Sistierung. In ihrer Vernehmlassung wies die Vorinstanz richtigerweise darauf hin, dass es nicht 

auszuschliessen gewesen wäre, dass selbst die Dreierkammer an der Hauptverhandlung noch 

zum gleichen Schluss hätte kommen können, was dagegenspricht, dass eine Sistierung nur im 

frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen darf. Vorliegend erfolgte die Sistierung des Verfahrens 

nach Abschluss des doppelten Schriftenwechsels und im Rahmen des vertieften Studiums aller 

Prozessakten zwecks Vorbereitung der nächsten Verfahrensschritte, was nicht beanstandet 

werden kann, zumal die Konnexität der beiden Klagen und damit implizit die Möglichkeit der 

Sistierung in der Klageantwort vom 8. Juni 2020 vorgebracht wurde (vgl. etwa Rz. 30 der Kla-

geantwort) und sich die Parteien erst im zweiten Schriftenwechsel konkret dazu geäussert hat-

ten (vgl. vorstehende E. 2.3.2). Das Beschleunigungsgebot ist durch den Zeitpunkt der Sistie-

rung daher nicht verletzt, weshalb sich die entsprechende Rüge als unberechtigt erweist.  

2.4.3 In der angefochtenen Verfügung wurde auf die zuerst anhängig gemachte Klage in 

Basel-Stadt sowie auf die Konnexität der beiden Klagen in Basel-Stadt und Baselland sowie auf 

die Gefahr inkohärenter und sich widersprechender Entscheide hingewiesen und damit die 

Zweckmässigkeit der Sistierung rechtsgenüglich begründet (vgl. Erwägung 2.3.3). Aus den bei-

den Klageschriften, welche die Beschwerdeführerin in Basel-Stadt und in Baselland eingereicht 

hatte und die inhaltlich offensichtlich beinahe identisch sind, namentlich in Bezug auf die 

Rechtsbegehren und Beweisofferten, geht die Konnexität der beiden Klagen klar hervor. Im 

Detail macht die Beschwerdeführerin in Basel-Stadt gestützt auf einen weitgehend deckungs-

gleichen Lebenssachverhalt eine Forderung von USD 5'580'417.59, eventualiter 

CHF 5'646'556.20 (zzgl. Zinsen) gegen die C.____ Limited geltend, wohingegen sie im basel-

landschaftlichen Verfahren dieselbe Forderung gegenüber der B.____ AG – hier Beschwerde-

gegnerin – durchzusetzen versucht. Während im baselstädtischen Verfahren die Beschwerde-

führerin ihre Schadenersatzforderung gegenüber der C.____ Limited aus der behaupteten Ver-

letzung verbriefter Rechte, der Verletzung des Frachtvertrags und allenfalls aus unerlaubter 

Handlung geltend macht (vgl. Rzn. 93 ff. der entsprechenden Klage), fordert die Beschwerde-

führerin im Verfahren vor dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West dieselbe Schadenersatz-

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forderung gegenüber der B.____ AG ebenfalls aufgrund der behaupteten Verletzung verbriefter 

Rechte, der Verletzung des Frachtvertrags (hier wird vorgebracht, die B.____ AG hafte als Er-

füllungsgehilfin der C.____ Limited) und allenfalls aus unerlaubter Handlung (Rzn. 92 ff. der 

entsprechenden Klage). Zusätzlich stützt die Beschwerdeführerin ihren Schadenersatzanspruch 

im hiesigen Verfahren gegen die B.____ AG auf eine Vertrauenshaftung sowie auf eine allfällige 

Durchgriffshaftung der B.____ AG (Rzn. 136 ff. der entsprechenden Klage). Im basellandschaft-

lichen Verfahren bringt die Beschwerdeführerin konkret vor, dass die Beschwerdegegnerin un-

ter anderem Erfüllungsgehilfin ihrer Schwestergesellschaft C.____ Limited gewesen sei. Der 

Schadenersatzanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin wird im hiesigen Verfahren unter 

anderem mit einem sog. Durchgriff der Haftung auf die Beschwerdegegnerin argumentiert, der 

von der Beschwerdegegnerin bestritten wird. Für eine eventuelle Durchgriffshaftung der Be-

schwerdegegnerin muss aber zunächst eine Haftung der C.____ Limited als Frachtführerin be-

stehen, welche offensichtlich Gegenstand des Verfahrens XYZ vor dem Zivilgericht Basel-Stadt 

darstellt. Da in beiden Verfahren weitgehend dieselben wesentlichen Rechts- und Beweisfragen 

zu beurteilen sind, besteht augenscheinlich ein Risiko, dass die Haftung der C.____ Limited 

zwei Mal bzw. widersprüchlich vom Zivilgericht Basel-Stadt und Zivilkreisgericht Basel-

Landschaft West entschieden werden könnte. Daher besteht offensichtlich ein Koordinations-

bedarf hinsichtlich der zwei Verfahren, der zu einer Sistierung eines der beiden Verfahren füh-

ren müsste. Daher ist nicht zu beanstanden, wenn der Zivilkreisgerichtspräsident die Sistierung 

des Verfahrens anordnete mit der Begründung, das Verfahren in Basel-Stadt sei zuerst einge-

leitet worden und die beiden Verfahren würden konnexe Fragestellungen aufweisen, die das 

Risiko widersprüchlicher bzw. inkohärenter Entscheide beinhalten würden. Schliesslich kann 

der Entscheid des zuerst angerufenen Zivilgerichts Basel-Stadt in Bezug auf die Haftung der 

Frachtführerin C.____ Limited offensichtlich eine Präjudizwirkung für die Haftung der Beschwer-

deführerin, insbesondere für die behauptete Durchgriffshaftung, entfalten. Damit liegen triftige 

Gründe vor, um das vorinstanzliche Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Ent-

scheids des Zivilgerichts Basel-Stadt zu sistieren. Bei der Abwägung des Interesses an der Sis-

tierung gegenüber dem Interesse an der Beschleunigung des Verfahrens überwiegt das Inte-

resse an der Sistierung, da die Haftung der Beschwerdegegnerin aus den bereits genannten 

Gründen vom Entscheid über die Haftung der Frachtführerin C.____ Limited vor dem Zivilge-

richt Basel-Stadt abhängig sein kann, zumal ohne Vorliegen der Haftung der C.____ Limited 

auch keine Durchgriffshaftung der Beschwerdegegnerin bestehen könnte. Eine Gesetzesverlet-

zung bzw. eine Überschreitung oder ein Missbrauch des Ermessens durch den Zivilkreisge-

richtspräsidenten liegt daher nicht vor und sein Entscheid, das vorinstanzliche Verfahren aus 

Gründen der Zweckmässigkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 ZPO bis zum rechtskräftigen Ab-

schluss des Verfahrens XYZ vor dem Zivilgericht Basel-Stadt zu sistieren, ist zu schützen. 

Dementsprechend ist die Beschwerde abzuweisen. 

3. Abschliessend ist über die Verlegung der Prozesskosten, bestehend aus den Gerichts-

kosten sowie der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), zu befinden. Massgebend für die 

Regelung der Kostenfolgen sind die Bestimmungen der Art. 104 ff. ZPO, die auch im Rechtsmit-

telverfahren gelten. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden 

Partei auferlegt. Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass die Beschwerde abzuweisen 

ist. Entsprechend diesem Ausgang des Verfahrens ist die Gerichtsgebühr, welche in Anwen-

http://www.bl.ch/kantonsgericht

 
 
Seite 10  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dung § 9 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Gebühren der Gerichte vom 15. November 2010 

(Gebührentarif, GebT, SGS 170.31) auf CHF 1‘200.00 festzusetzen ist, der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen.  

Der obsiegenden Beschwerdegegnerin ist für das Rechtsmittelverfahren zulasten der Be-

schwerdeführerin eine Parteientschädigung zuzusprechen. Die Parteientschädigung ist gemäss 

Art. 105 Abs. 2 ZPO gestützt auf die kantonale Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte 

(TO, SGS 178.112) festzusetzen. Der Rechtsbeistand der Beschwerdegegnerin hat darauf ver-

zichtet, für das Beschwerdeverfahren eine Honorarnote einzureichen, weshalb die aufwandba-

sierte Parteientschädigung durch das Kantonsgericht von Amtes wegen nach Ermessen festzu-

setzen ist (§§ 2 Abs. 1 und 18 Abs. 1 TO). Unter Berücksichtigung der Bedeutung und Komple-

xität der Streitsache in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht rechtfertigt sich ein Honoraransatz 

von CHF 280.00 pro Stunde (vgl. § 3 Abs. 1 TO). Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-

lung Zivilrecht, schätzt den Zeitaufwand für die Ausfertigung der rund fünfeinhalbseitigen Be-

schwerdeantwort auf rund sechs Stunden. Mangels eines entsprechenden Antrags der Be-

schwerdegegnerin ist zum Honorar praxisgemäss keine Mehrwertsteuer hinzuzuschlagen. 

Ebenso wenig sind Auslagen zu entschädigen, zumal diese nicht beziffert wurden (KGE BL 400 

19 196 vom 19. November 2019 E. 10). Es resultiert dementsprechend eine Parteientschädi-

gung von insgesamt CHF 1'680.00, welche die Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin 

zu entrichten hat.  

 

Demnach wird erkannt: 

://: 1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2.  Die Entscheidgebühr von CHF 1’200.00 für das Beschwerdeverfahren 

wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

Die Forderung des Staates wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss 

von CHF 1’200.00 verrechnet. 

 3.  Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner für das kantonsge-

richtliche Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 1'680.00 zu be-

zahlen. 

Präsident 

Roland Hofmann 

Gerichtsschreiberin i.V. 

Eylem Kutay 

Die gegen diesen Entscheid von der A.____ B.V. erhobene Beschwerde beim Schweizeri-

schen Bundesgericht wurde mit Urteil 4A_175/2022 vom 7. Juli 2022 abgewiesen, soweit 

darauf eingetreten wurde.  

http://www.bl.ch/kantonsgericht