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**Case Identifier:** 5a8b1b52-eff0-5e63-a86e-7540ed5cebc6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.12.2022 100 2021 242
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-242_2022-12-01.pdf

## Full Text

100.2021.242U
DAM/NUI/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Dezember 2022

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Nuspliger

1. A.________
2. B.________
3. C.________
4. D.________
5. E.________
6. F.________
7. G.________
8. H.________
9. I.________
10. J.________
11. K.________
12. L.________
13. M.________
14. N.________
15. O.________
16. P.________
17. Q.________
18. R.________
19. S.________
20. T.________
21. U.________
22. V.________
23. W.________
24. X.________
25. Y.________
26. Z.________
27. AA.________
28. AB.________
29. AC.________
30. AD.________
31. AE.________
32. AF.________
33. AG.________
34. AH.________
35. AI.________

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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36. AJ.________
37. AK.________
38. AL.________
39. AM.________
40. AN.________
41. AO.________
42. AP.________
43. AQ.________
44. AR.________
45. AS.________
46. AT.________
47. AU.________
48. GB.________
49. AV.________
50. AW.________
51. AX.________
52. AY.________
53. AZ.________
54. BA.________
55. BB.________
56. BC.________
57. BD.________
58. BE.________
59. BF.________
60. BG.________
61. BH.________
62. BI.________
63. BJ.________
64. BK.________
65. BL.________
66. BM.________
67. BN.________
68. BO.________
69. BP.________
70. BQ.________
71. BR.________
72. BS.________
73. BT.________
74. BU.________
75. BV.________
76. BW.________
77. BX.________
78. BY.________
79. BZ.________
80. CA.________
81. CB.________
82. CC.________
83. CD.________
84. CE.________
85. CF.________
86. CG.________

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
Seite 3

87. CH.________
88. CI.________
89. CJ.________
90. CK.________
91. CL.________
92. CM.________
93. CN.________
94. CO.________
95. CP.________
96. CQ.________
97. CR.________
98. CS.________
99. CT.________
100. CU.________
101. CV.________
102. CW.________
103. CX.________
104. CY.________
105. CZ.________
106. DA.________
107. DB.________
108. DC.________
109. DD.________
110. DE.________
111. DF.________
112. DG.________
113. DH.________
114. DI.________
115. DJ.________
116. DK.________
117. DL.________
118. DM.________
119. DN.________
120. DO.________
121. DP.________
122. DQ.________
123. DR.________
124. DS.________
125. DT.________
126. DU.________
127. DV.________
128. DW.________
129. DX.________
130. DY.________
131. DZ.________
132. EA.________
133. EB.________
134. EC.________
135. ED.________
136. EE.________
137. EF.________

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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138. EG.________
139. EH.________
140. EI.________
141. EJ.________
142. EK.________
143. EL.________
144. EM.________
145. EN.________
146. EO.________
147. EP.________
148. EP.________
149. EQ.________
150. ER.________
151. ES.________
152. ET.________
153. EU.________
154. EV.________
155. EW.________
156. EX.________
157. EY.________
158. EZ.________
159. FA.________
160. FB.________
161. FC.________
162. FD.________
163. FE.________
164. FF.________
165. FG.________
166. FH.________
167. FI.________
168. FJ.________
169. FK.________
170. FL.________
171. FM.________
172. FN.________
173. FO.________
174. FP.________
175. FQ.________
176. FR.________
177. FS.________
178. FT.________
179. FU.________
180. FV.________
181. FW.________
182. FX.________
183. FY.________
184. FZ.________
185. GA.________
alle p.A. AE.________
Beschwerdeführende

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gegen

Einwohnergemeinde Worb
handelnd durch den Gemeinderat, Bärenplatz 1, 3076 Worb
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdegegnerin

und

Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland
Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen

betreffend Verkehrsbeschränkung; Fahrverbot Stationsstrasse (Entscheid 
des Regierungsstatthalters des Verwaltungskreises Bern-Mittelland vom 
5. Juli 2021; vbv 74/2019)

Prozessgeschichte:

A.

Der Gemeinderat der Einwohnergemeinde (EG) Worb publizierte am 31. Ok-
tober 2019 im Anzeiger Konolfingen folgende Verkehrsmassnahmen, denen 
das Tiefbauamt des Kantons Bern (TBA) am 25. Oktober 2019 zugestimmt 
hatte:

«Gsteigweg
Verbot für Lastwagen
Zubringerdienst und landwirtschaftliche Fahrzeuge gestattet

Stationsstrasse (Abschnitt kleiner Bahnübergang bis Niederhaus)
Verbot für Motorwagen und Motorräder
Ausgenommen Zufahrt zu Gebäude Stationsstrasse 39/296/297/298, landwirt-
schaftliche Fahrzeuge und Linienverkehr gestattet
Ausgenommen Zufahrt zu Gebäude Stationsstrasse 39/296/297/298, landwirt-
schaftliche Fahrzeuge, Zufahrt Sportplatz und Linienverkehr gestattet

Parkplatz Niederhaus
Abbiegen nach links verboten»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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B.

Dagegen gingen sechs Beschwerden beim Regierungsstatthalteramt Bern-
Mittelland ein, darunter diejenige von AE.________ mit über 300 Mitbe-
teiligten. Der Regierungsstatthalter führte am 13. Oktober 2020 einen Au-
genschein durch. Mit Entscheid vom 5. Juli 2021 stellte er fest, dass die An-
ordnungen betreffend den Gsteigweg in Rechtskraft erwachsen sind. Eine 
Beschwerde hiess er teilweise gut und wies die EG Worb an, für Bewohne-
rinnen und Bewohner des Gebäudes Stationsstrasse Nr. 1________ das 
Befahren des hier interessierenden Abschnitts der Stationsstrasse nach 
Rechtskraft des Entscheids ebenfalls zu verbieten (Verzicht auf eine 
Ausnahme vom Teilfahrverbot in beide Richtungen). Soweit weitergehend 
wies er die Beschwerde ab. Die übrigen Beschwerden, darunter diejenige 
von AE.________ und Mitbeteiligte, wies er ab, soweit er darauf eintrat.

C.

Dagegen haben AE.________ und 184 Mitbeteiligte am 4. August bzw. 
verbessert am 1. September 2021 (eigenhändige Unterschriften) gemein-
sam Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie stellen folgende Rechts-
begehren:

«1. den Entscheid des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland vom 
5. Juli 2021 aufzuheben.

2. betreffend die Ausgangsverfügung der Gemeinde Worb ist die ge-
plante Sperrung der Stationsstrasse für den motorisierten Verkehr für 
die Einwohnerinnen und Einwohner von Trimstein unzulässig resp. 
aufzuheben.»

Die EG Worb beantragt mit Beschwerdeantwort vom 21. September 2021, 
die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Regie-
rungsstatthalteramt Bern-Mittelland hat mit Eingabe vom 22. September 
2021 auf eine förmliche Vernehmlassung verzichtet und auf den angefoch-
tenen Entscheid verwiesen. Mit Stellungnahme vom 18. November 2021 hat 
sich AE.________ in Absprache mit den übrigen Mitbeteiligten erneut zur 
Sache geäussert (Replik) und eine Fotodokumentation eingereicht. Die EG 
Worb hat am 8. Dezember 2021 ebenfalls eine weitere Stellungnahme 
eingereicht (Duplik); das Regierungsstatthalteramt hat auf ergänzende Aus-

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führungen verzichtet. AE.________ hat mit Schreiben vom 11. Januar 2022 
nochmals zur Sache Stellung genommen. Die Beteiligten halten an den 
gestellten Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Gemeinde bestreitet die Beschwerdebefugnis der Beschwer-
deführenden (Beschwerdeantwort Rz. 2). – Gemäss Art. 79 Abs. 1 VRPG ist 
zur Beschwerde befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen 
oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a; sog. formelle Be-
schwer), durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Ent-
scheid besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c; sog. materielle Beschwer). Das-
selbe gilt für die Beschwerde an das Regierungsstatthalteramt (Art. 65 
Abs. 1 VRPG). Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerdebefugnis als Pro-
zess- bzw. Sachurteilsvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfen (Art. 20a 
VRPG; BVR 2022 S. 5 E. 2.1; Michael Pflüger, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 79 N. 3, Art. 65 N. 3).

1.2 Die Vorinstanz hat die Beschwerdebefugnis der zahlreichen Be-
schwerdeführenden ohne vertiefte Prüfung bejaht bzw. angesichts des Ver-
fahrensausgangs offengelassen (angefochtener Entscheid Formelles 
E. 2.2). Gemäss den Beschwerdeführenden bildet die Stationsstrasse den 
für Trimstein nächstgelegenen «Zugangspunkt zum öffentlichen Nahver-
kehr». Im Übrigen äussere sich die Gemeinde widersprüchlich, wenn sie ei-
nerseits die besondere Betroffenheit der Beschwerdeführenden bezweifle, 
andererseits aber behaupte, ein Grossteil des Verkehrs auf der Stations-

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strasse werde durch Einwohnerinnen und Einwohner der Ortschaft Trimstein 
verursacht (Replik S. 2).

1.3 Die Beschwerdeführenden sind mit ihren Anträgen im vorinstanzli-
chen Verfahren nicht durchgedrungen und damit formell beschwert. In der 
Sache hat die EG Worb ein Fahrverbot für Motorwagen und Motorräder auf 
der Stationsstrasse erlassen. Bei diesem Teilfahrverbot handelt es sich – wie 
der Regierungsstatthalter zu Recht erwogen hat (angefochtener Entscheid 
Materielles E. 5) – um eine funktionelle Verkehrsbeschränkung bzw. -anord-
nung im Sinn von Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. De-
zember 1958 (SVG; SR 741.01; BGer 1C_558/2019 vom 8.7.2020 E. 7.1; 
VGE 2017/337/338 vom 13.6.2018 [bestätigt durch BGer 1C_364/2018 vom 
29.11.2018] E. 2.3; Eva Maria Belser, in Basler Kommentar, 2014, Art. 3 
SVG N. 52). Auf dem Gebiet der funktionellen Verkehrsbeschränkungen ist 
die Beschwerdebefugnis zu bejahen, wenn Verkehrsteilnehmende die mit 
der Beschränkung belegte Strasse mehr oder weniger regelmässig benut-
zen. Dies ist bei Anwohnerinnen und Anwohnern oder Pendlerinnen und 
Pendlern der Fall, während bloss gelegentliches Befahren der Strasse nicht 
genügt. Bei Personen, die in der Nähe wohnen oder arbeiten, ist namentlich 
die konkrete örtliche Erschliessungssituation von Bedeutung. Die geforderte 
Regelmässigkeit ist dann gegeben, wenn der öffentliche Grund über eine 
längere Zeitspanne und in gleichmässigen, eher kurzen zeitlichen Abstän-
den benutzt wird (vgl. BGE 136 II 539 E. 1.1; BVR 2021 S. 517 E. 2.4 f. mit 
weiteren Hinweisen).

1.4 Die Beschwerdeführenden sind alle Einwohnerinnen und Einwohner 
der Ortschaft Trimstein, die zur EG Münsingen gehört. Bei der Stations-
strasse (im Verbund mit der Trimstein- und Worbstrasse) handelt es sich un-
bestrittenermassen um die direkte und gleichzeitig die kürzeste Verbindung 
zwischen Trimstein und dem nächstgelegenen Bahnhof Worb SBB (vgl. Be-
schwerdeantwort Rz. 24). Es gibt zwar auch noch eine Verbindung via Horn-
strasse durch den Gschneitwald; sie verläuft aber teilweise auf einem Natur-
weg und ist keine gleichwertige Alternative (vgl. Protokoll der vorinstanzli-
chen Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vom 13.10.2020 [Akten 
RSA pag. 297 ff.; nachfolgend: Protokoll] pag. 303 f. mit Abb. 2). Das Fahr-
verbot unterbricht damit den ostseitigen Zugang zum Bahnhof für Motorwa-

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gen und Motorräder. Angesichts dieser Erschliessungsverhältnisse erscheint 
plausibel, dass jedenfalls ein grosser Teil der Beschwerdeführenden diese 
direkte Verbindung regelmässig befährt, sei es, um die Zugverbindung zu 
nutzen (Park+Rail mit rund 40 Parkplätzen; vgl. dazu Protokoll Augenschein, 
Akten RSA pag. 299 f.), sei es, um weiter Richtung Autobahn Rubigen zu 
gelangen. Das bestreitet letztlich auch die Gemeinde nicht (vgl. Beschwer-
deantwort Rz. 11 Bst. b). Folglich ist davon auszugehen, dass die Beschwer-
deführenden hinreichend in eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen 
sind. Ihre Beschwerdebefugnis ist zu bejahen.

1.5 Die Rechtsbegehren der Beschwerdeführenden sind so zu verste-
hen, dass sie in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom hier interes-
sierenden Teilfahrverbot auf der Stationsstrasse auszunehmen seien (vorne 
Bst. C). Ein Antrag (auch) auf Aufhebung der ursprünglichen Verfügung der 
Gemeinde kann darin nicht erblickt werden. Es erübrigt sich deshalb, inso-
weit auf ein förmliches Nichteintreten zu erkennen (Devolutiveffekt der Be-
schwerde; vgl. Beschwerdeantwort Rz. 4). Da die Beschwerdeführenden die 
vollumfängliche Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragen, ist 
sodann klarzustellen, dass das Nichteintreten der Vorinstanz auf (Eventual-
)Anträge zu alternativen strassenverkehrsrechtlichen Regelungen nicht 
Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens ist (angefochtener 
Entscheid Formelles E. 5). Diese Anträge sind von Parteien gestellt worden, 
die den Entscheid des Regierungsstatthalters nicht angefochten haben (vgl. 
zur Prüfung der Verhältnismässigkeit mit alternativen Verkehrsregelungen 
aber hinten E. 4.2). Soweit die Vorinstanz schliesslich auf das Begehren um 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung mangels Rechtsschutzinteresses 
nicht eingetreten ist (angefochtener Entscheid Formelles E. 5), kann im ober-
instanzlichen Beschwerdeverfahren auf weitere Ausführungen verzichtet 
werden. Dieser Punkt wird in der Beschwerde denn auch nicht beanstandet.

1.6 Der Regierungsstatthalter stellte unter anderem die Rechtskraft der 
Verkehrsmassnahme auf dem Gsteigweg fest (Verbot für Lastwagen mit ge-
wissen Ausnahmen; vgl. angefochtener Entscheid Materielles E. 2 und Dis-
positiv Ziff. 1; dazu auch hinten E. 2.5). Die Beschwerdeführenden führen 
aus, das «Lastwagenverbot» auf dem Gschneitweg (gemeint wohl Horn-
strasse durch den Gschneitwald) sei mit Blick auf die seit 20 Jahren beste-

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hende Gewichtsbeschränkung (3,5 Tonnen) unverständlich. Zudem sei der 
Weg gemäss dem Regierungsstatthalter keine Alternativroute zur Stations-
strasse (Beschwerde Ziff. 1.5). Worauf sie mit diesen Vorbringen abzielen, 
ist unklar. Darauf ist nicht weiter einzugehen, zumal das Verbot für Last-
wagen wie erwähnt den Gsteigweg betrifft (vgl. auch Beschwerdeantwort 
Rz. 43).

1.7 Die Bestimmungen über Form und Frist sind im Übrigen eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter den vor-
genannten Präzisierungen einzutreten.

1.8 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG; zur Prüfungsdichte hin-
ten E. 2.2).

2.

2.1 Die Kantone sind befugt, für bestimmte Strassen Fahrverbote, Ver-
kehrsbeschränkungen und Anordnungen zur Regelung des Verkehrs zu er-
lassen, wobei sie diese Befugnis unter Vorbehalt der Beschwerde an eine 
kantonale Behörde den Gemeinden übertragen können (Art. 3 Abs. 2 SVG). 
Die Gemeinde ist zum Erlass des Teilfahrverbots auf der Stationsstrasse als 
Gemeindestrasse unbestrittenermassen zuständig (Art. 66 Abs. 2 des Stras-
sengesetzes vom 4. Juni 2008 [SG; BSG 732.11] und Art. 44 Abs. 1 Bst. a 
der Strassenverordnung vom 29. Oktober 2008 [SV; BSG 732.111.1]; vgl. 
Geoportal des Kantons Bern, Karte «Übergeordnetes Strassennetz», ein-
sehbar unter: <www.map.apps.be.ch/pub>). Zudem liegt die für Fahrverbote 
erforderliche Zustimmung des kantonalen Tiefbauamts vor (Art. 44 Abs. 2 
Bst. b SV; Verfügung vom 25.10.2019, Akten Gemeinde Register 
«Verfahren/Publikation»; vgl. vorne Bst. A).

2.2 Als funktionelle Verkehrsbeschränkung hat das Teilfahrverbot die Er-
fordernisse von Art. 3 Abs. 4 SVG zu erfüllen. Solche Anordnungen dürfen 
nur erlassen werden, soweit der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner 
oder gleichermassen Betroffener vor Lärm und Luftverschmutzung, die Be-
seitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen, die Si-

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cherheit, die Erleichterung oder die Regelung des Verkehrs, der Schutz der 
Strasse oder andere in den örtlichen Verhältnissen liegende Gründe dies er-
fordern; aus solchen Gründen können insbesondere in Wohnquartieren der 
Verkehr beschränkt und das Parkieren besonders geregelt werden. Dieser 
«Motivkatalog» für Verkehrsbeschränkungen und -anordnungen wird praxis-
gemäss weit verstanden. Im Wesentlichen ist zu prüfen, ob an der Verkehrs-
massnahme ein (in den örtlichen Verhältnissen begründetes) öffentliches In-
teresse besteht und die Massnahme verhältnismässig ist. Gleiches ergibt 
sich aus Art. 107 Abs. 5 der Signalisationsverordnung vom 5. September 
1979 (SSV; SR 741.21; vgl. auch Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101]; Christoph J. Rohner, Erlass und Anfechtung von lokalen Verkehrs-
anordnungen, Diss. Zürich 2012, S. 56, 77, 79, 111 und 123 ff.). Der Grund-
satz der Verhältnismässigkeit besagt, dass eine staatliche Massnahme ge-
eignet und erforderlich sein muss, um das im öffentlichen Interesse ange-
strebte Ziel zu erreichen. Die Massnahme hat dann zu unterbleiben, wenn 
der verfolgte Zweck auch mit einer für die betroffenen Privaten weniger ein-
schneidenden und für das Gemeinwesen gleichermassen vertretbaren 
Massnahme erreicht werden könnte. Zudem muss sie ein vernünftiges Ver-
hältnis wahren zwischen dem angestrebten Ziel und allfälligen Einschrän-
kungen für die betroffenen Personen (BVR 2019 S. 293 E. 9.4, 2008 S. 360 
E. 4.4). Ob diese Voraussetzung gegeben ist, ist durch Gewichten und Ab-
wägen der im konkreten Einzelfall auf dem Spiel stehenden öffentlichen und 
privaten Interessen zu ermitteln (zum Ganzen BVR 2022 S. 515 E. 2.1 mit 
weiteren Hinweisen; vgl. für Grundrechtseingriffe auch BVR 2013 S. 105 
E. 5.1).

2.3 Funktionelle Verkehrsbeschränkungen der hier in Frage stehenden 
Art sind regelmässig mit komplexen Interessenabwägungen verbunden. Ent-
sprechend besitzt die verfügende Behörde einen erheblichen Beurteilungs- 
und Gestaltungsspielraum und die Verantwortung für die Zweckmässigkeit 
und Wirksamkeit solcher Massnahmen obliegt in erster Linie ihr. Das Ver-
waltungsgericht auferlegt sich bei der Überprüfung insoweit eine gewisse Zu-
rückhaltung, als die Beurteilung von den örtlichen Verhältnissen abhängt, 
welche die kantonalen und kommunalen Behörden besser kennen und über-
blicken. Ein Eingreifen des Gerichts ist erst gerechtfertigt, wenn die zustän-
digen Behörden von unhaltbaren tatsächlichen Annahmen ausgehen, bun-

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desrechtswidrige Zielsetzungen verfolgen, bei der Ausgestaltung der Mass-
nahme ungerechtfertigte Differenzierungen vornehmen oder notwendige Dif-
ferenzierungen unterlassen oder sich von erkennbar grundrechtswidrigen In-
teressenabwägungen leiten lassen (zum Ganzen BVR 2022 S. 515 E. 2.2; 
BGer 1C_445/2018 vom 27.2.2019 E. 3.2; Ruth Herzog, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 80 N. 14 und 
21).

2.4 Die Stationsstrasse ist eine einspurige Gemeindestrasse, die durch-
schnittlich ca. 3,8 m breit ist. Sie zweigt beim Bahnhof Worb SBB von der 
Rubigenstrasse ab, führt ca. 500 m entlang der Bahngleise (in den Vorakten 
auch als Abschnitt 1 bezeichnet) und macht dann beim Bahnübergang, wo 
die Hornstrasse in Richtung Gschneitwald abzweigt (bezeichnet als «kleiner 
Bahnübergang»; vorne Bst. A), eine leichte Linkskurve. Von dort verläuft die 
Stationsstrasse in nordöstlicher Richtung bis ins «Niederhaus», wo sie in die 
Trimsteinstrasse (Kantonsstrasse Kategorie C; vgl. Art. 25 Abs. 2 Bst. c SG) 
mündet (Abschnitt 2). Sie kann anschliessend entweder nach links Richtung 
Worb Dorf, geradeaus via Gsteigweg nach Richigen (Abschnitt 3) oder 
rechts Richtung Trimstein befahren werden (vgl. angefochtener Entscheid 
Materielles E. 3; Beschwerdeantwort Rz. 9; Situationsplan Stationstrasse 
Massnahmen Durchfahrtsverkehr [vgl. Abbildung im Anhang] und Situations-
plan Stationsstrasse Abschnitt 2, beide in Akten Gemeinde Einband und Re-
gister «GR/SIK»; ferner Geoportal des Kantons Bern, Basiskarte, einsehbar 
unter: <www.geo.apps.be.ch>).

2.5 Streitgegenstand bildet das Teilfahrverbot auf der Stationsstrasse 
zwischen dem kleinen Bahnübergang und «Niederhaus» (Abschnitt 2; vorne 
Bst. A). Laut der Gemeinde und der Vorinstanz handelt es sich beim Links-
abbiegeverbot bei der Ausfahrt aus dem Parkplatz «Niederhaus» um eine 
flankierende Massnahme bzw. eine Gesamtmassnahme zusammen mit dem 
Fahrverbot. Die vorgesehenen Ausnahmen vom Fahrverbot für die Zufahrt 
zu bestimmten Gebäuden betreffen jeweils eine Fahrtrichtung; die Zufahrt 
zum Sportplatz ist nur vom «Niederhaus» bzw. der Trimsteinstrasse her zu-
lässig, das Gegenstück dazu bildet das Linksabbiegeverbot (angefochtener 
Entscheid Materielles E. 2 f.; Beschwerdeantwort Rz. 10 und 16; Protokoll 
Augenschein, Akten RSA pag. 299). Hinsichtlich der Ausnahme vom Fahr-

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verbot für das Gebäude Nr. 1________ hat sich die Gemeinde im 
vorinstanzlichen Verfahren teilweise einer Beschwerde eines anderen 
Beschwerdeführers unterzogen (Gebäude im Abschnitt 1; vgl. Akten RSA 
pag. 193). Der Regierungsstatthalter hat deshalb die Beschwerde in diesem 
Punkt gutgeheissen und angeordnet, dass die Gemeinde nach Rechtskraft 
des Entscheids die notwendigen Schritte für die Aufhebung der Ausnahme 
in die Wege zu leiten hat (angefochtener Entscheid Materielles E. 9 und 
Dispositiv Ziff. 2). Das ebenfalls verfügte Fahrverbot für Lastwagen auf dem 
Gsteigweg (Abschnitt 3) ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen 
(angefochtener Entscheid Materielles E. 2 und Dispositiv Ziff. 1).

2.6 In den amtlichen Akten liegen Fotografien der örtlichen Situation 
(insb. Dokumentation des Augenscheins). Weiter hat die Gemeinde im Zu-
sammenhang mit einem Projekt, mit dem die Stationsstrasse saniert werden 
soll (vgl. dazu hinten E. 3.3), verkehrsplanerische Abklärungen vorgenom-
men (Verkehrszählungen, Kostenschätzungen Sanierungsvarianten). Mit 
Hilfe eines Verkehrsplanungsunternehmens wurden unter Einbezug der Be-
völkerung drei Beteiligungsforen durchgeführt (Oktober 2018, März und Juni 
2019). Wohl trifft zu, dass an diesem Prozess Einwohnerinnen und Einwoh-
ner aus Richigen (EG Worb), nicht aber aus Trimstein (EG Münsingen) be-
teiligt waren (vgl. Teilnehmerliste, Akten Gemeinde Register «Beteiligungs-
forum»; Beschwerde Ziff. 2 am Ende; Beschwerdeantwort Rz. 14). Der Re-
gierungsstatthalter hat aber zutreffend erwogen, dass vor dem Erlass einer 
Verkehrsanordnung kein Anspruch auf Anhörung besteht. Eine Äusserungs-
möglichkeit der Betroffenen besteht erst im Rechtsmittelverfahren (vgl. 
BVR 2021 S. 517 E. 2.1; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 17; angefochtener Ent-
scheid Materielles E. 8). Soweit die Beschwerdeführenden die Zusammen-
setzung des Beteiligungsforums allgemein als nicht repräsentativ bemän-
geln, betrifft das die (politische) Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und 
nicht die Rechtmässigkeit der Verkehrsmassnahme. Die sachverhaltlichen 
Grundlagen der Diskussionen in den Foren werden damit nicht in Frage ge-
stellt.

2.7 Die Beschwerdeführenden beantragen den Beizug weiterer Akten, 
die Befragung verschiedener Personen, einen Augenschein sowie ein Gut-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
Seite 14

achten Sachverständiger (vgl. Beschwerde Ziff. 1.1; Replik S. 4, 6 f. und 
10 f.). Der entscheidwesentliche Sachverhalt ergibt sich jedoch nach dem 
Gesagten mit hinreichender Klarheit aus den Akten. Die Beweisanträge wer-
den daher abgewiesen (vgl. allgemein BVR 2022 S. 104 E. 5.7; Michel 
Daum, a.a.O., Art. 18 N. 27 f.). Bei dieser Sachlage kann auf eine mündliche 
Verhandlung verzichtet werden (Beschwerde Ziff. 3; zur Schriftlichkeit des 
Verfahrens Art. 31 VRPG), zumal die Gemeinde auch Vergleichs- bzw. Eini-
gungsgespräche, wie sie von den Beschwerdeführenden gewünscht wer-
den, als wenig aussichtsreich erachtet (Duplik S. 2).

3.

Nach Ansicht der Beschwerdeführenden besteht kein öffentliches Interesse 
an der strittigen Verkehrsmassnahme.

3.1 Gemäss der Vorinstanz fällt das Bestreben der Gemeinde, den 
Durchgangsverkehr auf die dafür besser ausgebauten Kantonsstrassen zu 
lenken unter den Motivkatalog für Verkehrsbeschränkungen. Die übrigen 
vorgebrachten Interessen der Gemeinde (Verkehrssicherheit, Schutz des 
Landwirtschaftslands, Immissionsreduktion für Anwohnerinnen und Anwoh-
ner) seien ebenfalls nachvollziehbar (angefochtener Entscheid Materielles 
E. 6.3). Dem halten die Beschwerdeführenden im Wesentlichen entgegen, 
die Vorinstanz gehe von unrichtigen Feststellungen des Sachverhalts aus 
und verlasse sich einseitig auf die Angaben der Gemeinde (Beschwerde 
Ziff. 1).

3.2 Die Stationsstrasse befindet sich unbestrittenermassen in einem 
schlechten baulichen Zustand. Zum Kreuzen weichen Fahrzeuge in die an-
grenzenden Felder aus, was über die Jahre zu einer schleichenden Verbrei-
terung der Strasse zulasten des Landwirtschaftslands geführt hat. Die Ge-
meinde füllte die Abbrüche der Strassenoberfläche und Löcher an den Rän-
dern mit Kies auf, was den Effekt der Strassenausdehnung noch verstärkt 
hat (Medienmitteilung vom 22.10.2019, Akten Gemeinde Register «Kommu-
nikation»; angefochtener Entscheid Materielles E. 7.2; Protokoll Augen-
schein, Akten RSA pag. 304 ff. Abb. 3-5; Beschwerde Ziff. 1.1). Die Stations-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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strasse weist, was ebenfalls unstrittig ist, einen durchschnittlichen Werktags-
verkehr (dWV) von 1'628 Fahrzeugen auf, mit Spitzen in den Morgen- und 
Abendstunden (vgl. Protokoll Verkehrszählung vom 4.-10.12.2018 S. 1 so-
wie Dokumentation Beteiligungsforum vom 17.6.2019 S. 21, Akten Ge-
meinde Register «Abklärungen»; Beschwerde Ziff. 1.2 mit Hinweis auf den 
durchschnittlichen täglichen Verkehr [DTV] von 1'480). Die signalisierte Ge-
schwindigkeit ist 80 km/h; der Wert, der von 85 % aller Fahrzeuge ein-
gehalten wird (v85), beträgt 62 bzw. 43 km/h in beide Richtungen (Protokoll 
Verkehrszählung vom 4.-10.12.2018 S. 1, Akten Gemeinde Register «Abklä-
rungen»). Nach Angaben der Gemeinde und den vorinstanzlichen Feststel-
lungen wird die Strasse unter anderem von Personen benutzt, die aus Rich-
tung Rüfenacht oder von der Autobahnausfahrt Rubigen herkommen und 
das Zentrum von Worb umfahren wollen, um vom «Niederhaus» via Gsteig-
weg weiter Richtung Grosshöchstetten oder Enggistein bzw. Emmental zu 
fahren (angefochtener Entscheid Materielles E. 4; Beschwerdeantwort 
Rz. 11). Wegen der beschriebenen Situation auf der Stationsstrasse und 
dem Gsteigweg haben sich verschiedene Personen aus der Bevölkerung an 
die Gemeinde Worb gewandt (vgl. Akten Gemeinde Register «Rückmeldun-
gen Bevölkerung»). Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Beteili-
gungsforen in den Jahren 2018 und 2019 war es ein Anliegen, dass die Sta-
tionsstrasse ihre ursprüngliche Bestimmung behalten und nicht ausgebaut 
werden soll; gleichzeitig soll der «Pendlerverkehr» unterbunden und die Ver-
kehrssicherheit verbessert werden (vgl. Schreiben der kommunalen Polizei-
abteilung an den Gemeinderat vom 25.8.2019, Akten Gemeinde Register 
«GR/SIK»; angefochtener Entscheid Materielles E. 4; Beschwerdeantwort 
Rz. 14).

3.3 Die Gemeinde will mit dem vorgesehenen Teilfahrverbot vorab den 
Durchgangsverkehr auf die Hauptsachsen lenken und damit auch die Ver-
kehrssicherheit für den Langsamverkehr (Fussgängerinnen und Fussgän-
ger, Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer) verbessern. Letzteres gilt eben-
falls für den Gsteigweg (Abschnitt 3), weil die Zufahrt von der Stationsstrasse 
her nicht mehr möglich ist. Ziele der Verkehrsplanung und -sicherheit sind 
von Art. 3 Abs. 4 SVG gedeckt und stellen im Grundsatz zulässige öffentliche 
Interessen dar (vgl. z.B. BVR 2022 S. 515 E. 3.4 mit Hinweisen; vorne 
E. 2.2). Wie der Regierungsstatthalter zutreffend ausgeführt hat, ist es 

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unerheblich, wie der umzulenkende unerwünschte Verkehrsfluss genau 
bezeichnet wird («Schleich-, Durchgangs- und Lokalverkehr»; vgl. an-
gefochtener Entscheid Materielles E. 6.3; Beschwerdeantwort Rz. 11; Replik 
S. 2 f.). Entscheidend ist, dass der Verkehr, der das lokale Strassennetz nur 
für die Durchfahrt für weiter entfernte Ziele benutzt, auf den Hauptverkehrs-
achsen (Kantonsstrassen) kanalisiert werden soll. Wie die Gemeinde nach-
vollziehbar darlegt, werden die Stationsstrasse und der Gsteigweg von den 
Verkehrsteilnehmenden genutzt, um das Zentrum von Worb zu umfahren. 
Es leuchtet ein, dass insbesondere ortskundige Fahrzeuglenkerinnen- und -
lenker zur Umfahrung der neuralgischen Abschnitte auf den Hauptverkehrs-
achsen die weit weniger befahrenen Gemeindestrassen benutzen (vgl. all-
gemein zur Problematik von Umfahrungsrouten Christoph J. Rohner, a.a.O., 
S. 124). Schwieriger zu beurteilen ist, in welchem Ausmass die Stations-
strasse und der Gsteigweg von diesem unerwünschten Mehrverkehr betrof-
fen sind. Die Beschwerdeführenden bestreiten indes im Grundsatz nicht, 
dass die Stationsstrasse dafür genutzt wird, das Ortzentrum zu umfahren 
(vgl. Replik S. 3). Es entspricht einem zulässigen öffentlichen Interesse, 
wenn die Gemeinde diesen Verkehr auf die dafür vorgesehenen und besser 
ausgebauten Hauptverkehrsachsen lenken will (vgl. Beschwerdeantwort 
Rz. 20 ff.). Daran ändert nichts, dass die vom Teilfahrverbot auf der Sta-
tionsstrasse betroffene Strecke nicht durch ein klassisches Wohnquartier 
verläuft (mehrheitlich Landwirtschaft mit zwei Wohnhäusern und einem 
Sportplatz; vgl. Beschwerde Ziff. 1.1; Beschwerdeantwort Rz. 24). Dass die 
Gestaltung der Strasse mit dem vergleichsweise hohen Verkehrsaufkommen 
für den Langsamverkehr und namentlich die Löcher am Strassenrand insbe-
sondere für Fahrradfahrende gefährlich sind, bestreiten die Beschwerdefüh-
renden letztlich ebenfalls nicht (vgl. insb. Replik S. 3 unten). Beim Gsteigweg 
handelt es sich um eine schmale und steile Strasse, die teilweise unüber-
sichtlich ist und auf der das Kreuzen Probleme bereitet (vgl. Beschwerdeant-
wort Rz. 13 Bst. c). Mit Blick auf die Ausgestaltung der Stationsstrasse und 
des Gsteigwegs und ihre Bedeutung für den Durchgangsverkehr leuchtet 
auch das Interesse an der verbesserten Verkehrssicherheit ein. Für diese 
Beurteilung ist das konkrete Verkehrsaufkommen nicht entscheidend (vgl. 
Beschwerde Ziff. 1.2; dazu auch hinten E. 4.2.2). Soweit die Beschwerde-
führenden einwenden, nur gezielte Instandsetzungsmassnahmen könnten 
eine Verbesserung der Verkehrssicherheit bewirken (Replik S. 3 f.), ist so-

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dann Folgendes festzuhalten: Laut Angaben der Gemeinde muss der bauli-
che Zustand der Strasse noch zielgerichtet verbessert werden, was auch 
geplant sei (Duplik S. 4). Die jetzige Strassenbreite von durchschnittlich 
ca. 3,8 m soll dabei beibehalten werden. Ausserdem sollen durch den Werk-
hof in Absprache mit den Bäuerinnen und Bauern Ausweichstellen (Stras-
sensanierung 2021) mit Holzpfosten abgesteckt werden (Medienmitteilung 
vom 22.10.2019, insb. S. 2, sowie Schreiben der kommunalen Polizeiabtei-
lung an den Gemeinderat vom 25.8.2019, Akten Gemeinde Register «Kom-
munikation» bzw. «GR/SIK»). Ob die geplanten Ausweichstellen effektiv re-
alisiert werden, ist offen. Selbst wenn die Ausweichstellen erstellt werden, 
bleibt die Stationsstrasse relativ schmal und bestehen deshalb die Probleme 
beim Kreuzen von Motorfahrzeugen mit dem Langsamverkehr (Fussgänger-
innen und Fussgänger, Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer) auf einem 
Grossteil der Strecke weiterhin. Ein öffentliches Interesse an besserer 
Verkehrssicherheit ist damit nach wie vor gegeben (vgl. auch hinten 
E. 4.2.1).

3.4 Das öffentliche Interesse am Teilfahrverbot ist im Übrigen unabhän-
gig davon zu bejahen, ob die Stationsstrasse von Bewohnerinnen und Be-
wohnern aus den Ortschaften Trimstein und Richigen als direkter Weg und 
nicht als Abkürzung bzw. Umfahrung des Ortszentrums von Worb benutzt 
wird. Das Interesse an der Massnahme hängt mit anderen Worten nicht da-
von ab, ob ein Teil des Durchgangsverkehrs auch aus Trimstein stammt. 
Ebenso wenig ist entscheidend, dass die Beschwerdeführenden die getroffe-
nen Massnahmen nicht unterstützen. Es liegt in der Natur der Sache, dass 
es unterschiedliche Auffassungen über Verkehrsanordnungen gibt. Wie weit 
die Gemeinde auf die verschiedenen Ansichten in der Bevölkerung Rück-
sicht nehmen will, ist in erster Linie eine politische Frage und führt nicht dazu, 
dass unter der hier allein massgebenden Rechtskontrolle das öffentliche In-
teresse zu verneinen wäre (BVR 2022 S. 515 E. 3.4, 2004 S. 363 E. 4.3; 
BGer 1C_37/2017 vom 16.6.2017 E. 4.3). Auf die Bedeutung der Stations-
strasse für die Einwohnerinnen und Einwohner aus Trimstein ist aber bei der 
Verhältnismässigkeit der Massnahme näher einzugehen (vgl. hinten E. 4.3).

3.5 Der Regierungsstatthalter hat die öffentlichen Interessen der Ver-
kehrsplanung und -sicherheit damit zu Recht bejaht. Bei diesem Ergebnis 

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braucht nicht weiter geprüft werden, wie es sich mit den ebenfalls geltend 
gemachten Interessen betreffend den Schutz der Strasse und des angren-
zenden Landwirtschaftslands sowie den Schutz der Anwohnerinnen und An-
wohnern vor Lärm und Luftverunreinigung an der Stationsstrasse verhält 
(vgl. Beschwerdeantwort Rz. 22).

4.

Die Beschwerdeführenden bestreiten weiter die Verhältnismässigkeit der 
Massnahme.

4.1 Das Teilfahrverbot auf der Stationsstrasse bewirkt, dass von Rüfen-
acht herkommende Fahrzeuge nicht mehr via die Stationsstrasse zum 
Gsteigweg weiter nach Richigen gelangen können – und umgekehrt –, son-
dern die Hauptverkehrsachsen befahren müssen. Die Massnahme ist damit 
grundsätzlich geeignet, das verkehrsplanerische Ziel der Gemeinde umzu-
setzen. Ohne den motorisierten Verkehr wird sich zudem die Verkehrssicher-
heit für den Langsamverkehr (unmittelbar) auf der Stationsstrasse und (mit-
telbar) auf dem Gsteigweg verbessern; das wird soweit ersichtlich auch nicht 
bestritten. Dennoch bezweifeln die Beschwerdeführenden die Eignung des 
strittigen Fahrverbots:

4.1.1 Nach ihrer Ansicht wird das Verkehrssicherheitsproblem mit der ge-
wählten Massnahme nicht gelöst, sondern nur verlagert, namentlich auf die 
Trimsteinstrasse, die ebenfalls schmal sei und Risiken berge (Wohnsiedlung 
mit Kindern im Abschnitt zwischen Stations- und Richigenstrasse, Schul-
weg). Zudem seien dort viel mehr Anwohnerinnen und Anwohner betroffen, 
die zusätzlichem Lärm und grösserer Luftverschmutzung ausgesetzt würden 
(vgl. Beschwerde Ziff. 1.4).

4.1.2 Die Auswirkungen von geplanten Verkehrsmassnahmen (wie z.B. Art 
und Weise der Verkehrsverlagerungen, Zu- bzw. Abnahme von Immissionen 
sowie Auswirkungen hinsichtlich Verkehrssicherheit) beschränken sich in 
der Regel nicht auf diejenigen Strassen, auf denen sie angeordnet werden 
(vgl. Christoph J. Rohner, a.a.O., S. 127) und lassen sich nicht immer mit der 
erforderlichen Gewissheit voraussehen. Das gilt vor allem dann, wenn auf 

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mehreren Strassen Beschränkungen eingeführt werden, die sich gegenseitig 
bedingen oder ergänzen, oder wenn grossflächige Umfahrungen zu erwar-
ten sind, deren Nachteile nicht abgeschätzt werden können (vgl. 
VGE 2018/366-372 vom 24.2.2020 E. 6.3.2 mit Hinweis auf 
BGer 1C_37/2017 vom 16.6.2017 E. 3.2 betreffend ein befristetes Einbahn-
regime).

4.1.3 Die Trimsteinstrasse dient als Kantonsstrasse dazu, den überregio-
nalen und regionalen Verkehr aufzunehmen (vgl. Art. 7 Abs. 1 SG; Be-
schwerdeantwort Rz. 23 und 41). Mit Blick auf die örtlichen Gegebenheiten 
(4,5-5,5 m breite Strasse, durchgehendes Trottoir ab Wohnsiedlung bis Ein-
mündung Richigenstrasse; vgl. Streetview auf <www.google.ch/maps>; Be-
schwerdeantwort Rz. 23; Replik S. 4 mit Fotodokumentation act. 10A; Duplik 
S. 3) und darauf, dass sich jedenfalls ein nicht unwesentlicher Teil des 
Durchgangsverkehrs ganz auf die (noch besser ausgebauten) Rubigen- und 
Richigenstrasse verlagern dürfte, ist nicht zu beanstanden, wenn der Regie-
rungsstatthalter den Argumenten der Gemeinde gefolgt ist. Vor Verwaltungs-
gericht führt die Gemeinde jedenfalls nachvollziehbar aus, selbst wenn der 
bauliche Zustand der Trimsteinstrasse punktuell (nicht im Gesamten) ver-
gleichbar sei mit jenem der Stationsstrasse, habe sie keine Kenntnis, dass 
der Kanton als Eigentümer ein Sicherheitsdefizit festgestellt hätte oder Sa-
nierungsmassnahmen geplant wären. Auch sie selber sei von der Bevölke-
rung nicht auf Handlungsbedarf hingewiesen worden. Die signalisierte 
Höchstgeschwindigkeit werde gemäss Verkehrsmessungen im Innerortsbe-
reich aus dem Jahr 2015 eingehalten, und auf dem betroffenen Stück der 
Trimsteinstrasse sei kein Unfallschwerpunkt ausgewiesen. Die von den Be-
schwerdeführenden ebenfalls bemängelte Verzweigung Trimstein-/Richi-
genstrasse sei zudem vom Kanton im Frühjahr 2020 angepasst worden, 
weshalb sie nun dem aktuellen Standard des Kantons entspreche und kein 
Sicherheitsproblem (mehr) darstelle. Auch sei nicht ersichtlich, dass die 
Massnahme zu Mehrverkehr im Siedlungsgebiet von Trimstein führen werde 
(vgl. Beschwerdeantwort Rz. 23 mit Hinweis auf Situationsplan Verkehrssa-
nierung Worb als Beilage zur vorinstanzlichen Duplik, Akten RSA act. 7A3; 
zum baulichen Zustand auch Duplik S. 3). Weiterungen zum Ausbaustan-
dard und zur Funktion der Trimsteinstrasse sowie zur Entwicklung der Er-

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schliessung zwischen den Gemeinden Worb und Trimstein (ÖV-Taxpunkte) 
sind daher nicht nötig.

4.2 Die umstrittene Verkehrsmassnahme beruht auf einer Verkehrspla-
nung, die sachlich nachvollziehbar und durch ein legitimes öffentliches Inte-
resse gedeckt ist (vgl. vorne E. 3.3 ff.). Es ist Sache der Gemeinde, die den 
örtlichen Verhältnissen und der angestrebten Zielsetzung am besten ent-
sprechende Massnahme festzulegen; sie verfügt dabei über einen erhebli-
chen Gestaltungsspielraum (vgl. vorne E. 2.3). Nach Ansicht der Gemeinde 
handelt es sich beim Teilfahrverbot um die beste Lösung zur Erreichung der 
angestrebten Ziele (Beschwerdeantwort Rz. 15). Soweit die Beschwerdefüh-
renden Alternativen bzw. Vergleichslösungen vorschlagen (vgl. Beschwerde 
Ziff. 2 f., Replik S. 3 f., 6 ff.), ist Folgendes festzuhalten:

4.2.1 Mit ihrem Sanierungsprojekt für die Stationsstrasse (vgl. vorne E. 2.6 
und 3.3) kommt die Gemeinde der Aufgabe nach, die Gemeindestrasse zu 
unterhalten und wenn nötig zu reparieren (Art. 41 Abs. 1 SG; vgl. Be-
schwerde Ziff. 1.1; Duplik S. 4). Zwar trifft zu, dass sich die Verkehrssicher-
heitsprobleme mit Instandsetzungsmassnahmen etwas entschärfen würden; 
bei einer reinen Instandstellung bleiben die gefährlichen Kreuzmanöver al-
lerdings bestehen. Zudem würde damit das Hauptziel nicht erreicht, den 
Durchgangsverkehr auf der Stationsstrasse zu unterbinden und auf die 
Hauptachsen zu verlegen.

4.2.2 Die Beschwerdeführenden stören sich weiter daran, dass die strittige 
Verkehrsmassnahme nicht nach der Art des Verkehrs differenziert, zumal sie 
als Anwohnende der Ortschaft Trimstein ein erhebliches Interesse am direk-
ten Zugang zum öffentlichen Nahverkehr hätten (vgl. Beschwerde Ziff. 2). 
Ein Fahrverbot mit Zubringerdienst für Anwohnerinnen und Anwohner von 
Trimstein ist strassenverkehrsrechtlich indes nicht zulässig, weil sich der 
Bahnhof nicht im Abschnitt des Fahrverbots befindet. Die Beschwerdefüh-
renden schlagen vor, dass die Durchfahrt für Anwohnende von Trimstein 
(und Richigen) zugelassen werden soll (vgl. Abbildung einer möglichen Sig-
nalisation in Protokoll Augenschein, Akten RSA pag. 301). Eine solche Va-
riante sei zum Beispiel auch für Einwohnerinnen und Einwohner von Brenzi-
kofen und Bleiken möglich gewesen (vgl. Fotos in Akten RSA pag. 255 f.). 
Vorab ist mit der Gemeinde festzuhalten, dass daraus kein Anspruch auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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Gleichbehandlung (im Unrecht) abgeleitet werden kann, zumal es hierfür 
vergleichbare Verhältnisse braucht, woran es bei den örtlich begründeten 
Verkehrsmassnahmen in der Regel fehlt. Eine im Sinn der Beschwerdefüh-
renden im Grundsatz denkbare Variante wäre der Zusatz «Mit schriftlicher 
Ausnahmebewilligung gestattet» (vgl. Art. 17 Abs. 1 SSV). Es leuchtet indes 
ein, dass eine generelle Ausnahme für die Bewohnerinnen und Bewohner 
von Trimstein die Verkehrsmassnahme weitgehend obsolet machen würde, 
erfüllt doch ein Verbot mit zu vielen Ausnahmen seinen primären Zweck nicht 
mehr (vgl. für diese Überlegung auch BVR 2008 S. 360 E. 4.4.3 betreffend 
ein Fahrverbot mit Zubringerdienst). Nach Schätzungen der Gemeinde 
stammt ca. ein Drittel des Verkehrsaufkommens aus Trimstein (vgl. «Hand-
zählung (Abendspitze)» in der Dokumentation des Beteiligungsforums vom 
17.6.2019 S. 10, Akten Gemeinde «Register Abklärungen»; Protokoll Au-
genschein, Akten RSA pag. 301; Beschwerdeantwort Rz. 29). Die Be-
schwerdeführenden bestreiten die Höhe des Verkehrsaufkommens auf der 
Stationsstrasse an sich nicht (vgl. dWV von 1'628 bzw. DTV von 1'480; vorne 
E. 3.2), sind aber der Ansicht, dass der von der Gemeinde beabsichtigte 
Zweck auch mit einer Ausnahme für Personen aus Trimstein/Richigen er-
reicht werden könnte, weil nur ein kleiner Bruchteil des Verkehrs bestehen 
bleiben würde (vgl. Beschwerde Ziff. 1.2 und Replik S. 7 ff. mit konkreten ei-
genen Berechnungsannahmen anhand der 233 Haushalte in Trimstein). Es 
trifft zu, dass die in den Akten liegenden Verkehrszählungen keine Auskunft 
zum Anteil des überregionalen/regionalen Verkehrs geben. Es leuchtet indes 
auch ohne weitere Erhebungen ein, dass bei der vorgeschlagenen Ausnah-
meregelung ein namhafter Verkehrsanteil verbleibt (angefochtener Ent-
scheid Materielles E. 7.2). Das zeigt nicht zuletzt die grosse Zahl der Be-
schwerdeführenden. Es ist nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsstatt-
halter für diese Feststellung nicht weitere Abklärungen vorgenommen hat; 
solche sind auch vor Verwaltungsgericht nicht nötig (vgl. vorne E. 2.6). Wie 
die Gemeinde zutreffend festhält, sind Verkehrszählungen in der Praxis oft 
nur mit unverhältnismässigem Aufwand durchzuführen und hier auch nicht 
erforderlich (vgl. Beschwerdeantwort Rz. 29; Duplik S. 6). Darüber hinaus 
stellt sich die Frage nach der Rechtsgleichheit: Vom Fahrverbot betroffen 
sind auch andere Nachbargemeinden, nicht nur die Ortschaft Trimstein. An-
ders als die Beschwerdeführenden meinen, handelt es sich nicht um eine 
willkürliche Ausdehnung des Fahrverbots auf Trimstein; namentlich ist Richi-

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gen in einem ähnlichen Ausmass betroffen. Es ist nicht zu beanstanden, 
wenn die Gemeinde sämtliche Verkehrsteilnehmenden gleich behandeln 
will, welche die Stationsstrasse zur Durchfahrt benutzen. Der Wohnsitz ist 
ein ungeeignetes Kriterium, um Ausnahmen vom Fahrverbot vorzusehen 
(vgl. auch BVE 9.11.2006, in BVR 2008 S. 42 E. 3d mit Hinweis auf RR AG 
3.8.1994, in ZBl 1996 S. 32 E. 4d). Im Übrigen weist die Gemeinde zu Recht 
darauf hin, dass eine solche Ausnahmeregelung mit einem grossen Verwal-
tungs- und Kontrollaufwand verbunden wäre (vgl. Duplik S. 7 mit Hinweis auf 
die Stellungnahme der Kantonspolizei vom 5.6.2020, in Akten RSA 
act. 7A3). Daran ändert nichts, was die Beschwerdeführenden gegen das 
Kontrollargument vorbringen (z.B. Kontrollmöglichkeit über Polizeisystem 
GERES oder Meldebescheinigung; vgl. Replik S. 9 f.). Weitere Sachver-
haltsabklärungen dazu erübrigen sich.

4.2.3 Ein (Teil-)Fahrverbot ab der Kreuzung «Niederhaus» nach Richigen 
(Gsteigweg) lehnt die Gemeinde ab, weil damit das verkehrsplanerische An-
liegen und die weiteren Ziele nicht erreicht werden könnten; insofern ist diese 
Massnahme nicht gleich wirksam wie die Anordnung der Gemeinde. Auch 
wenn sich damit der Durchgangsverkehr in gewissem Mass reduzieren 
würde, würde der Verkehrsstrom von und nach Trimstein nach wie vor be-
stehen bleiben (vgl. Beschwerdeantwort Rz. 33). Ähnlich verhält es sich mit 
dem Vorschlag der Beschwerdeführenden, auf der Stationsstrasse statt ein 
allgemeines Fahrverbot für Motorfahrzeuge nur eines für Lastwagen zu sig-
nalisieren; der Schwerverkehrsanteil auf der Stationsstrasse liegt bei knapp 
3 % (Durchschnitt LW-Anteil in beide Richtungen), weshalb der allergrösste 
Teil des Verkehrsaufkommens verbleiben würde (vgl. Protokoll Verkehrszäh-
lung vom 4.-10.12.2018 S. 1, Akten Gemeinde Register «Abklärungen»; Be-
schwerdeantwort Rz. 34). Schliesslich mag zutreffen, dass der Verkehr mit 
einer Geschwindigkeitsreduktion in einem gewissen Ausmass beruhigt wer-
den könnte. Allerdings bestünde die Möglichkeit des Befahrens der Strasse 
für den Durchgangsverkehr nach wie vor. Eine Geschwindigkeitsreduktion 
kann somit nicht die gleiche Wirkung entfalten, weil der Verkehr zwar ver-
langsamt, aber nur in geringerem Ausmass verlagert wird (vgl. BVR 2008 
S. 360 E. 3.6.2). Gleiches gilt für das vorgeschlagene Einbahnregime, zumal 
damit die Hälfte des Verkehrsaufkommens und die damit verbundenen Ver-
kehrssicherheitsprobleme für den Langsamverkehr fortbestehen (Kreuzma-

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növer; vgl. angefochtener Entscheid Materielles E. 7.2; Beschwerdeantwort 
Rz. 36 f.).

4.3 Zur Zweck-Mittel-Relation ergibt sich Folgendes:

4.3.1 Die Beschwerdeführenden wohnen nicht an der Stationsstrasse; die 
Zufahrt zu den wenigen Wohnhäusern und zum Sportplatz bleibt mit der ge-
planten Ausnahmeregelung zugelassen (vorne Bst. A). Die Beschwerdefüh-
renden weisen allerdings auf die Bedeutung der Stationsstrasse für die Ort-
schaft Trimstein hin und machen geltend, dass die direkte Verbindung zum 
Bahnhof Worb SBB und damit ihr Zugang zum öffentlichen Nahverkehr ein-
geschränkt werde («strassenverkehrsmässige Grundversorgung», Be-
schwerde Ziff. 1.1, 1.3 und 2).

4.3.2 Heute können die Anwohnerinnen und Anwohner von Trimstein den 
Bahnhof Worb direkt via die Stationsstrasse erreichen (Distanz von rund 
900 m und Fahrzeit von 1 Minute, gemessen ab Seite «Niederhaus», ein-
gangs Stationsstrasse). Das umstrittene Fahrverbot bewirkt, dass die Be-
schwerdeführenden für die Fahrt zum Bahnhof auf die Trimstein- sowie die 
Richigen- und Rubigenstrasse ausweichen und via Ortskern Worb fahren 
müssen (Distanz von 2,9 km und Fahrzeit von 4 Minuten, je nach Verkehrs-
aufkommen mehr; vgl. Routenplaner auf <www.google.ch/maps>; angefoch-
tener Entscheid Materielles E. 7.3; Beschwerdeantwort Rz. 39 f. mit Aus-
druck aus Google Maps, act. 6A). Es resultiert also eine zusätzliche Weg-
strecke von 2 km und die Fahrzeit verlängert sich um mindestens 3 Minuten. 
Damit ist erstellt, dass sich eine längere Strecke und Fahrzeit für Personen 
aus Trimstein ergibt; weitere Abklärungen (Gutachten, Augenschein) dazu 
sind nicht erforderlich (vgl. Beschwerde Ziff. 1.3 mit einem Distanzvergleich 
von der Kreuzung «Niederhaus» via Stationsstrasse bis Einmündung Rubi-
genstrasse [950 m] bzw. via Trimsteinstrasse bis Einmündung Richi-
genstrasse [1,1 km]; vorne E. 2.6). Dass der zusätzliche Zeitaufwand zu 
Hauptverkehrszeiten bis zu 20 Minuten betragen soll, wird von der Gemeinde 
als aktenwidrig bestritten (Replik S. 7 und Duplik S. 5). Diese Annahme er-
scheint auch dem Verwaltungsgericht nicht plausibel oder dürfte – wenn 
überhaupt – nur in seltenen Fällen zutreffen.

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4.3.3 Es ist nachvollziehbar, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von 
Trimstein kurze Fahrwege zum SBB-Bahnhof, zur Landi und zur Autobahn-
auffahrt Rubigen schätzen und gerne die direkte Verbindung via die Sta-
tionsstrasse benutzen, um nicht den längeren Weg über das Hauptverkehrs-
strassennetz durch Worb fahren zu müssen. Der zusätzliche Strecken- und 
Zeitaufwand ist den Beschwerdeführenden indes zuzumuten. Die Zufahrt 
zum Bahnhof ist von der Rubigenstrasse her (Westseite) nach wie vor ohne 
weiteres möglich (via Hauptverkehrsstrassen Richigen- und Rubigenstrasse, 
beides Kantonsstrassen Kategorie B; vgl. Geoportal des Kantons Bern, 
Karte «Übergeordnetes Strassennetz», einsehbar unter: <www.map.
apps.be.ch/pub>). Für den Fall, dass der Weg mit dem Fahrrad oder 
Motorfahrrad zurückgelegt wird, ergibt sich gar keine Einschränkung. Die 
gewünschten Fahrziele sind nach wie vor gut erreichbar, allenfalls unter 
Inkaufnahme eines (nicht sehr grossen) Umwegs. Die Stationsstrasse erfüllt 
ihre Funktion als Gemeindestrasse nach wie vor, auch wenn sie unter 
anderem für die Bewohnerinnen und Bewohner von Trimstein künftig nicht 
mehr mit dem Auto oder Motorrad befahrbar sein wird (vgl. Art. 8 SG). Für 
den motorisierten lokalen Verkehr zwischen den Gemeinden Münsingen 
(Trimstein) und Worb steht die Trimsteinstrasse zur Verfügung. Ein Recht 
auf unveränderte Beibehaltung einer vorteilhaften Verkehrssituation gibt es 
nicht (so schon Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, 1986, S. 238 f.). Ebenso wenig 
ist ein (Rechts-)Anspruch anerkannt, auch Kürzestdistanzen auf dem 
direktesten Weg mit dem Motorfahrzeug zurücklegen zu können (vgl. 
BVR 2004 S. 363 E. 5.8). Es ist ohne weiteres zumutbar, die direkte Strecke 
zum Bahnhof zu Fuss oder mit dem Fahrrad oder stattdessen mit dem Auto 
über das Hauptstrassennetz zurückzulegen. Im Übrigen befinden sich 
weitere Bahnhöfe mit Park&Ride-Angebot in der Nähe von Trimstein, auch 
wenn sie von den Beschwerdeführenden nicht als gleichwertige Alternativen 
beurteilt werden (z.B. Tägertschi und Rubigen; vgl. Beschwerdeantwort 
Rz. 44; Akten RSA pag. 281).

4.3.4 Die mit der Verkehrsmassnahme verfolgten Zielsetzungen (Entlas-
tung von Durchgangsverkehr, Verkehrslenkung auf Hauptverkehrsachsen 
und Sicherheit für den Langsamverkehr) rechtfertigen im Ergebnis die damit 
einhergehende Einschränkung für die betroffenen Personen (vgl. für diese 
Würdigung z.B. auch VGE 2018/366-372 vom 24.2.2020 E. 7.2.3, 2018/374 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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vom 24.2.2020 E. 4.5.3). Anders als die Beschwerdeführenden geltend ma-
chen, hat der Regierungsstatthalter die auf dem Spiel stehenden Interessen 
zutreffend gewürdigt; er ist im Ergebnis zu Recht zum Schluss gekommen, 
dass die öffentlichen Interessen am Fahrverbot die entgegenstehenden In-
teressen (Erreichbarkeit öffentlicher Nahverkehr auf kürzerem Weg) über-
wiegen (vgl. angefochtener Entscheid Materielles E. 7.3).

4.4 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die strittige Verkehrsbe-
schränkung zu Recht als verhältnismässig beurteilt. Der angefochtene Ent-
scheid hält der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich in allen 
Teilen als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführenden un-
ter solidarischer Haftbarkeit kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 
VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 
VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland
- Bundesamt für Strassen

und mitzuteilen:
- Tiefbauamt des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 01.12.2022, Nr. 100.2021.242U, 
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Anhang: Situationsplan Stationstrasse Massnahmen Durchfahrtsverkehr, 
Akten Gemeinde Register «GR/SIK»: