# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7115643a-16a3-5ef9-b3bf-c2ed3e417a1d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 26.08.2020 ZK1 2020 97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ZK1-2020-97_2020-08-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Verfügung vom 26. August 2020

(Mit Urteil 5A_787/2020 vom 25. Juni 2021 hat das Bundesgericht die gegen diese 
Verfügung erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.)

Referenz ZK1 20 97

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Pedrotti, Vorsitzender
Thöny, Aktuarin

Parteien A._____
Gesuchsteller
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG Angelo Schwizer
Bischofszellerstrasse 21a, Postfach 795, 9201 Gossau SG 

gegen

B.________
Gesuchsgegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta
Gürtelstrasse 24, Postfach 536, 7001 Chur 

Gegenstand vorsorgliche Massnahmen im Berufungsverfahren

Mitteilung 07. September 2020

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I. Sachverhalt

A. Am 30. Juni 2017 reichte A._____ beim Einzelrichter in Zivilsachen am 
Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair ein Gesuch um Erlass von 
Eheschutzmassnahmen gegen B.________ ein. Darin ging es insbesondere um 
die Obhutszuteilung der drei minderjährigen Kinder sowie um Festsetzung des 
Kinderunterhalts. Mit superprovisorischer Verfügung des Einzelrichters am 
Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair, lic. iur. utr. Orlando Zegg, vom 19. 
Juli 2017, wurde A._____, in Gutheissung des entsprechenden Gesuches von 
B.________, unter Hinweis auf Art. 292 StGB untersagt, sich näher als 100 m 
B.________ und/oder seinen Kindern anzunähern. Des Weiteren wurde ihm 
ebenfalls unter Hinweis auf Art. 292 StGB untersagt, mit B.________ und/oder 
seinen Kindern unbewachten Kontakt aufzunehmen. Nach einer persönlichen 
Anhörung der Kinder verfügte lic. iur. utr. Orlando Zegg als Einzelrichter am 
Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair mit Entscheid vom 30. August 2017 
die Einholung eines Gutachtens zur Frage der Zuteilung der Obhut und der 
Besuchsregelung. Gleichzeitig hob er das mit superprovisorischer Verfügung vom 
19. Juli 2017 auferlegte Kontakt- und Annäherungsverbot auf und berechtigte 
A._____, seine Kinder zweimal monatlich im Rahmen der begleiteten 
Besuchstage der KJBE (Verein "Kinder und Jugendliche betreuen, begleiten, 
bestärken") zu besuchen. In der Folge beantragte A._____ vorsorglich die 
Gewährung eines ordentlichen (unbegleiteten) Besuchsrechts.

B. Im Gutachten der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (kjp) vom 30. 
November 2017 gelangte der Gutachter zum Ergebnis, dass sowohl A._____ wie 
auch B.________ wichtige Bezugspersonen für die Kinder seien und es für deren 
positive Entwicklung bedeutsam sei, dass sie die Beziehungen zu beiden 
Elternteilen bewahren könnten. Dem Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair 
werde in der Gesamtschau der Kriterien insbesondere empfohlen, die Obhut der 
Kindsmutter zuzuteilen. Unter Berücksichtigung der derzeit ungenügend 
beurteilten Bedürfniswahrnehmung von A._____ gegenüber seinen Kindern und 
der nicht vollumfänglich gegebenen Kooperationsfähigkeit beider Eltern werde es 
als notwendig beurteilt, eine Erziehungs- und Besuchsbeistandschaft zu errichten. 
Weiter werde empfohlen, die wichtige, derzeit jedoch belastete, Beziehung der 
Kinder zum Vater vorerst im Rahmen der begleiteten Besuchstage (BBT), aber 
auch durch psychotherapeutische Unterstützung für A._____ aufrecht zu erhalten 
und wenn möglich zu vertiefen. Dem Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair 
werde empfohlen, die BBT für ein weiteres Jahr festzulegen und nach Ablauf 
eines Jahres eine erneute Überprüfung für ein gerichtsübliches Besuchsrecht 
vorzunehmen. Das Gutachten wurde beiden Parteien zur Kenntnisnahme 

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zugestellt und ihnen die Möglichkeit eingeräumt, eine Stellungnahme einzureichen 
sowie eine Erläuterung oder Ergänzungsfragen zu beantragen. In der Folge stellte 
A._____ den Antrag auf Einholung eines Obergutachtens, welches jedoch im 
Verlaufe des Verfahrens mit Verfügung vom 4. Juli 2018 abgewiesen wurde. 

C. Mit Entscheid vom 18. Dezember 2017 wies der Einzelrichter am 
Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair einen Antrag von A._____ auf ein 
normalisiertes Besuchs- und Ferienrecht ab. Eine dagegen von A._____ erhobene 
Berufung beurteilte das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 28. 
Februar 2018 (ZK1 17 163) wie folgt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 3 des Dispositivs 
des angefochtenen Entscheids vom 18. Dezember 2017 aufgehoben. 

2. A._____ wird bis auf weiteres berechtigt, seine Kinder C.________, 
D.________ und E.________ für einen Tag alle zwei Wochen zu 
besuchen oder zu sich auf Besuch zu nehmen. 

3. Es wird eine Besuchsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB 
angeordnet und mit den Aufgaben im Sinne der Erwägungen betraut. 

4. Die übrigen Anträge des Berufungsklägers werden abgewiesen, soweit 
darauf einzutreten ist. 

5. (Kosten).

6. (Rechtsmittelbelehrung).

7. (Mitteilung).

Das Bundesgericht wies eine von A._____ gegen diesen Entscheid erhobene 
Beschwerde mit Urteil vom 17. Mai 2018 ab.

D. Mit Eingabe vom 19. Februar 2018 beantragte A._____ den vorsorglichen 
Erlass eines Ferienrechts für seine drei Töchter vom 24. Februar 2018 bis 3. März 
2018. Dieses Gesuch wies das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair in 
der Folge ab. Auf eine von A._____ dagegen erhobene Berufung trat das 
Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 29. September 2018 nicht ein 
(ZK1 18 20). 

E. Auf Gesuche von A._____ um Gewährung eines Ferienrechts für seine drei 
Töchter für die Osterferien vom 31. März 2018 bis 2. April 2018 traten sowohl das 
Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair mit Entscheid vom 26. März 2018 
wie auch das Kantonsgericht von Graubünden mit Verfügung vom 29. März 2018 
(ZK1 18 28) nicht ein. Auf die gegen letztere Verfügung eingereichte Beschwerde 
trat das Bundesgericht mit Urteil vom 18. Mai 2018 ebenfalls nicht ein. 

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F. Am 11. April 2018 beantragte A._____ beim Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair sodann die Gewährung eines Frühlingsferienrechts vom 21. 
April 2018 bis 28. April 2018 sowie in der Folge die Gewährung eines verlängerten 
Besuchswochenendes. Beide Gesuche wurden vom Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair abgewiesen. 

G. Mit Eingabe vom 14. August 2018 beantragte A._____ unter anderem, es 
sei seine Ehefrau unter Strafandrohung von Art. 292 StGB anzuweisen, den 
Töchtern ungehinderten und unbeaufsichtigten telefonischen Kontakt zu ihrem 
Vater zu gewähren. Daraufhin beauftragte das Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair den Gutachter mit dem Verfassen einer schriftlichen 
Stellungnahme bezüglich Art und Umfang eines im Kindeswohl liegenden 
Telefonkontaktes zwischen den Kindern und dem Kindsvater. In seinem 
Ergänzungsgutachten vom 9. November 2018 führt der Gutachter aus, dass 
C.________ den Willen geäussert habe, derzeit keinen Kontakt zu ihrem Vater zu 
wollen. D.________ und E.________ würden sich Telefonkontakte zu ihrem Vater 
wünschen. Dieser Wunsch sei als grundsätzlich im Kindeswohl liegend zu 
beurteilen. Aus gutachterlicher Sicht würden tägliche Telefonate von D.________ 
und E.________ mit ihrem Vater auf ihre Alltagsstrukturierung und 
Freizeitgestaltung als zu umfangreich erachtet. Ausserdem sei es zum aktuellen 
Zeitpunkt für D.________ und E.________ Entwicklung sowie die 
Beziehungspflege zum Vater nicht notwendig, die Kontakte so ausgedehnt wie 
derzeit abzuhalten. Viel wichtiger als die Quantität erscheine, dass die Kontakte 
positiv konnotiert seien. Wenn D.________ und E.________ telefonischen Kontakt 
mit ihrem Vater wünschen würden, und ihren alltäglichen Verpflichtungen wie zum 
Beispiel Hausaufgaben nachgekommen seien, würde diesen Kontakten nichts im 
Wege stehen. Demzufolge werde empfohlen, C.________ Wille zu respektieren 
sowie dem Wunsch von D.________ und E.________ nach ungestörten 
Telefonkontakten nachzukommen. Zum Schutz der Privatsphäre der Mutter könne 
empfohlen werden, die Telefonkontakte mit Video auf das Zimmer des jeweiligen 
Kindes zu beschränken. Zudem werde empfohlen, den Umfang des 
Telefonkontakts des Vaters zu C.________ und E.________ auf circa zweimal 
wöchentlich festzulegen, wobei mit den Eltern abgesprochen werden solle, 
welcher Zeitpunkt dafür Sinn mache. D.________ und E.________ sollten sich 
nach ihren jeweiligen Bedürfnissen häufiger bei ihrem Vater melden können. 

H. Mit Eingabe vom 24. August 2018 an das Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair stellte A._____ unter anderem den Antrag, es sei ihm 
gegenüber seinen Töchtern ein Ferienrecht von einer Woche beziehungsweise ein 

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Besuchsrecht von einem verlängerten Wochenende während den 
Herbstschulferien vom 6. - 21. Oktober 2018 einzuräumen. Diesen Antrag wies 
der Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa mit Entscheid vom 3. 
Oktober 2018 ab. 

I. Nach Erlass zahlreicher prozessleitender Verfügungen, Prüfung von 
Gefährdungsmeldungen, Prüfung von Anträgen auf Erlass richterlicher Befehle, 
Anhörung der Kinder, Einholung von Berichten der Besuchsbeiständin sowie 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entschied der Einzelrichter am 
Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair am 6. Dezember 2018 
abschliessend über den Erlass von eheschutzrichterlichen Massnahmen. Dabei 
erkannte er wie folgt:

1. (Zeitpunkt der Trennung).

2. Die Ehegatten erhalten die gemeinsame elterliche Sorge über die 
Kinder C.________, D.________ und E.________, ergänzt mit der 
richterlichen Alleinzuteilung der Entscheidungsbefugnis in 
medizinischen und schulischen Belangen sowie in Bezug auf das in 
Art. 298 Abs. 2 und Art. 298d Abs. 2 ZGB genannte 
Aufenthaltsbestimmungsrecht an die Gesuchsgegnerin.

3. Die Kinder C.________, D.________ und E.________ werden unter 
die Obhut der Gesuchsgegnerin gestellt. 

4. Dem Gesuchsteller wird im Sinne einer Minimalregelung ein 
tageweises Besuchsrecht als unbegleitetes Besuchsrecht jeweils für 
einen Tag alle zwei Wochen, ohne Übernachtungen und Ferien 
eingeräumt.

5. Die vom Kantonsgericht mit Entscheid vom 28. Februar 2018 (KGer 
GR ZK1 17 163) angeordnete Besuchsbeistandschaft gemäss Art. 308 
Abs. 2 ZGB mit der Aufgabe, das Wohl der Kinder im Auge zu 
behalten, ist beizubehalten. 

6. Die Ehegatten werden verpflichtet, sich einer psychotherapeutischen 
Beratung im Sinne der Erwägungen zu unterziehen. F.________, 
Chefpsychologe der KJP Graubünden, wird richterlich beauftragt, mit 
dem Gesuchsteller und der Gesuchsgegnerin Beratungsgespräche im 
Sinne der Erwägungen zu führen. Die Beratungsgespräche sind so 
lange fortzuführen, bis die Fachperson dem Gesuchsteller und der 
Gesuchsgegnerin eine deutliche Entspannung im Umgang miteinander 
attestieren kann. Die Beauftragung von F.________ erfolgt mit 
separater Verfügung. Die Nichtbefolgung der vorgenannten 
Verpflichtung ergeht unter dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 
StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen 
Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die 
Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassene Verfügung nicht Folge 
leistet. 

7. Auf den Antrag des Gesuchstellers auf ein verlängertes 
Besuchswochenende mit seinen Töchtern vom Freitag, 17. August 
2018 bis Sonntag 19. August 2018 wird nicht eingetreten. 

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8. Dem Gesuchsteller wird gestattet, drei Mal pro Woche mit seinen 
Kindern C.________, D.________ und E.________ Telefonkontakt 
aufzunehmen. Den Kindern wird es gestattet, sich je nach ihren 
jeweiligen Bedürfnissen selber auch häufiger beim Gesuchsteller 
telefonisch zu melden. Die Videotelefonie wird Zuhause auf die 
Kinderzimmer beschränkt. Über die Festlegung der Zeitpunkte der 
wöchentlich dreimaligen Kontaktaufnahme seitens des Gesuchstellers 
sprechen sich die Kindeseltern untereinander oder mit Hilfe der 
Besuchsbeiständin ab. 

9. Die superprovisorische Verfügung vom 15./16. August 2018 (i.S. 
ungehinderter und unbeaufsichtigter telefonischer Kontakt) wird 
bestätigt. Demzufolge wird der Antrag des Gesuchstellers vom 14. 
August 2018 zur gerichtlichen Verpflichtung der Gesuchsgegnerin zur 
Gewährung eines ungehinderten und unbeaufsichtigten telefonischen 
Kontakts abgewiesen. 

10. (Herausgabe Handys).

11. (Kinderunterhaltsbeiträge). 

12. (Ehegattenunterhalt).

13. (Zuteilung ehemalige eheliche Wohnung).

14. (Herausgabe verschiedener Gegenstände).

15. (gerichtliches Verbot, die Kinder Kontakten mit Medien auszusetzen). 

16. (Nichteintreten/Abweisung übrige Anträge).

17. (Gerichtskosten).

18. (Parteientschädigung).

19. (Rechtsmittelbelehrung).

20. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

21. (Mitteilung).

Gegen diesen Entscheid liess A._____ wiederum Berufung an das Kantonsgericht 
von Graubünden erheben. Das entsprechende Verfahren (ZK1 19 3) ist derzeit 
noch hängig. 

J. Mit Eingabe vom 12. April 2019 ersuchte A._____ beim Kantonsgericht von 
Graubünden um vorsorgliche Massnahmen im Berufungsverfahren, wobei er die 
folgenden Anträge stellte:

1. Der vorsorgliche Massnahmenentscheid des Kantonsgerichts 
Graubünden vom 28. Februar 2018 (ZK1 17 163), Dispositivziffer 2, 
eventualiter der als vorsorgliche Massnahme wirkende Entscheid des 
Regionalgerichts Engiadina Bassa/Val Müstair vom 06. Dezember 
2018 (135-2017-175), Dispositivziffern 4 und 8, sei aufzuheben. 
Subeventualiter seien neue vorsorgliche Massnahmen zu erlassen. 

2. Der persönliche Verkehr zwischen dem Kindsvater und seinen Kindern 
C.________, geb. _____ 2004, D.________, geb. _____ 2007, und 
E.________, geb. _____ 2011, sei mindestens wie folgt zu regeln:

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2.1 Der Kindsvater einerseits und die Kinder andererseits haben das 
Recht, jedes zweite Wochenende (jeweils von Freitag 18:00 bis 
Sonntag 18:00) miteinander in H.________ zu verbringen. Sofern eine 
Feiertags- oder Ferienregelung ein ganzes Wochenende nach dieser 
Definition umfasst, beginnt der alternierende Rhythmus mit einem 
Wochenende der jeweils anderen Partei neu.

2.2. In den ungeraden Jahren haben der Kindsvater einerseits und die 
Kinder andererseits das Recht, die Schulsportferien (Freitag 18:00 bis 
Sonntag 18:00), die Auffahrtsbrücke (Vorabend Auffahrt 18:00 bis 
Sonntag 18:00), die ersten Woche der Sommerschulferien (Freitag 
18:00 bis zum nächsten Freitag 18:00) und die erste Woche der 
Weihnachtsschulferien (Freitag 18:00 bis zum nächsten Freitag 18:00) 
miteinander zu verbringen.

2.3. In den geraden Jahren haben der Kindsvater einerseits und die 
Töchter andererseits das Recht, die Schulsportferien (Freitag 18:00 bis 
Sonntag 18:00), die Ostern (Hoher Donnerstag/Gründonnerstag 18:00 
bis Ostermontag 18:00), Pfingsten (Freitag 18:00 Uhr bis 
Pfingstmontag 18:00), die letzte Woche der Sommerschulferien 
(Freitag 18:00 bis zum nächsten Freitag 18:00) und die zweite Woche 
der Weihnachtsschulferien (Freitag 18:00 bis zum nächsten Freitag 
18:00) miteinander zu verbringen. 

2.4. Der Kindsvater holt die Kinder am Domizil der Kindsmutter ab und 
bringt sie wieder dorthin zurück.

2.5. Der Kindsvater hat das Recht, am Montagabend (zwischen 19:00 und 
20:00), am Mittwochnachmittag (zwischen 13:00 und 14:00) sowie –
sofern die Kinder nicht bei ihm sind – am Sonntagabend (zwischen 
17:00 und 18:00) unbeaufsichtigten telefonischen Kontakt mit den 
Kindern aufzunehmen. Zudem haben die Kinder das Recht, jederzeit 
mit dem Kindsvater per Telefon, SMS/WhatsApp oder E-Mail 
ungehindert und unüberwacht Kontakt aufzunehmen. 

3. Es sei die direkte Vollstreckung anzuordnen und der Kindsmutter für 
den Fall der Einschränkung oder Vereitelung des verfügten 
persönlichen Verkehrs die Bestrafung nach Art. 292 StGB anzudrohen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten 
der Kindsmutter. 

In formeller Hinsicht stellte A._____ zudem den Antrag auf Einholung einer 
Bestätigung bei den Psychiatrischen Diensten Graubünden bezüglich einer vom 
Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair eingereichten 
Gefährdungsmeldung aus dem Jahr 2015, die Edition von 
Auftragsverteilungslisten bei der WEKO, eines Familienausweises von 
I.________, den Protokollen der PUK Baukartell, dem Verlaufsblatt aus einer 
Paarberatung aus dem Jahre 2012 sowie die Einvernahme der Zeuginnen 
J.________ und K.________ zu angeblichen Vorfällen zwischen den Ehegatten 
und eine weitere Anhörung der Kinder.

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K. Mit Stellungnahme vom 16. Mai 2019 liess B.________ die vollumfängliche 
Abweisung des Gesuchs, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne, 
unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten der Gegenpartei beantragen.

L. Auch die Kindesvertreterin beantragte mit Stellungnahme vom 27. Mai 2019 
die vollumfängliche Abweisung des Gesuchs, soweit darauf eingetreten werden 
könne, unter gesetzlicher Kosten und Entschädigungsfolge. 

M. In den weiteren Eingaben hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen 
fest. 

N. Am 17. Juni 2019 reichte B.________ beim Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair eine Ehescheidungsklage gegen A._____ ein, für deren 
Beurteilung infolge Ausstands zwischenzeitlich das Regionalgericht Maloja für 
zuständig erklärt wurde.

O. Mit Verfügung vom 14. Februar 2020 hiess der Vorsitzende der I. 
Zivilkammer das Gesuch von A._____ teilweise gut, als er den angefochtenen 
Entscheid insofern präzisierte, dass die gewährten Telefonkontakte 
unbeaufsichtigt erfolgen müssten. Auf die übrigen Rechtsbegehren trat der 
Vorsitzende der I. Zivilkammer nicht ein.

P. Gegen diese Verfügung liess A._____ am 20. März 2020 Beschwerde an 
das Bundesgericht erheben. 

Q. Mit Entscheid vom 13. Juli 2020 hob das Bundesgericht die Verfügung des 
Kantonsgerichts von Graubünden vom 14. Februar 2020 auf und wies die Sache 
zur Behandlung im Sinne der Erwägungen an das Kantonsgericht zurück. Dies 
weil die angefochtene Verfügung den Erfordernissen des Bundesgerichts nicht 
genüge, weil aus deren Dispositiv nicht hinreichend klar hervorgehe, auf welche 
Teile des streitbetroffenen Gesuchs eingetreten werde und auf welche nicht, und 
auch nicht mit der nötigen Klarheit angegeben werde, welche verbindlichen 
Anordnungen getroffen würden. In materieller Hinsicht entschied das 
Bundesgericht indessen nicht. Da die Verbesserung des beanstandeten Mangels 
keinen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens hat, ist im Sinne einer raschen 
Erledigung – wie sie vom Gesuchsteller gefordert wird (vgl. ZK1 19 66 act. D.30) – 
auf die Einholung weiterer Stellungnahmen zu verzichten. 

Auf die Ausführungen im Gesuch und in den weiteren Rechtsschriften wird, soweit 
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

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II. Erwägungen

1. Eine vorsorgliche Massnahme dient der wirksamen Durchsetzung eines 
Anspruchs im Hauptverfahren; sie ist definitionsgemäss vorübergehender Natur 
und schafft lediglich einen einstweiligen Zustand bis zum Vorliegen eines 
Hauptsachenurteils. Da das Eheschutzverfahren prozessual wie ein vorsorgliches 
Massnahmeverfahren zu qualifizieren ist (vgl. BGE 137 III 475 E. 4.1), ist 
umstritten, ob im Eheschutzverfahren zusätzlich vorsorgliche Massnahmen 
angeordnet werden können. Eine höchstrichterliche Rechtsprechung dazu besteht 
derzeit nicht (vgl. dazu Stefanie Pfänder Baumann in: Brunner/Gasser/Schwander 
[Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, Art. 197‒408 
ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 14 zu Art. 273 ZPO). Gemäss stetiger Praxis im 
Kanton Graubünden ist eine Anordnung von vorsorglichen Massnahmen nach Art. 
261 ff. ZPO 
oder superprovisorischen Massnahmen nach Art. 265 ZPO im Rahmen eines 
Eheschutzverfahrens zulässig (vgl. dazu das Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 17 163 vom 28. Februar 2018 E. 1 mit Verweis auf die Urteile 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 16 23 vom 1. 
Februar 2016 und ZK1 16 117 vom 11. August 2016). Entscheide über 
vorsorgliche Massnahmen ergehen in einzelrichterlicher Zuständigkeit (vgl. Art. 9 
Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG; BR 173.000] in Verbindung mit 
Art. 11 Abs. 1 und Art. 15 lit. b der Verordnung über die Organisation des 
Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

2. Gemäss Praxis des Bundesgerichts ist das Eheschutzgericht zuständig für 
Massnahmen bis zum Eintritt der Rechtshängigkeit der Scheidung; für die Zeit 
danach ist hierfür das Scheidungsgericht zuständig. Anordnungen, die vor Eintritt 
der Rechtshängigkeit der Scheidung getroffen werden, bleiben indessen in Kraft, 
solange sie nicht vom Massnahmengericht abgeändert werden. Wird der 
Scheidungsprozess anhängig gemacht, wird das Eheschutzverfahren nicht einfach 
gegenstandslos. Der Eheschutzrichter bleibt für Massnahmen bis zum Eintritt der 
Rechtshängigkeit der Scheidung zuständig, und zwar auch dann, wenn er erst 
nach diesem Zeitpunkt darüber entscheiden kann (vgl. BGE 138 III 646 E. 3, 
publiziert in Pra 102 [2013] Nr. 34). Im konkreten Fall liess A._____ (nachfolgend: 
Gesuchsteller) mit Gesuch vom 12. April 2019 eine Neuregelung des 
Besuchsrechts, welches mit Entscheid des Kantonsgerichts vom 28. Februar 2018 
(ZK1 17 163) vorsorglich und mit Entscheid des Regionalgerichts Engiadina 
Bassa/Val Müstair vom 6. Dezember 2018 (vorsorglich) abschliessend geregelt 
wurde, beantragen. Erst nach Eingang dieses Gesuchs, nämlich am 17. Juni 
2019, machte B.________ beim Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair das 

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Scheidungsverfahren anhängig. Damit bleibt das Kantonsgericht von Graubünden 
als Berufungsinstanz im Eheschutzverfahren nach dem Gesagten für den Erlass 
oder die Abänderung der vorsorglichen Massnahmen zuständig. 

3. In formeller Hinsicht beantragt der Gesuchsteller zunächst die Einholung 
einer Bestätigung bei den Psychiatrischen Diensten Graubünden bezüglich einer 
vom Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair eingereichten 
Gefährdungsmeldung aus dem Jahr 2015. Es ist jedoch nicht ersichtlich, inwiefern 
eine solche Bestätigung eines Ereignisses, das bereits fünf Jahre zurückliegt, für 
die Beurteilung der aktuellen Beziehung zwischen Vater und Töchtern von 
Bedeutung sein soll. Gleiches hat auch für den Antrag auf Edition von 
Auftragsverteilungslisten bei der WEKO, eines Familienausweises von 
I.________, der Protokolle der PUK Baukartell sowie des Verlaufsblatts aus einer 
Paarberatung aus dem Jahre 2012 zu gelten. Diese Beweismittel vermögen keine 
Auskunft darüber zu geben, ob eine Ausweitung des Besuchs- und Ferienrechts 
im Wohle der Kinder liegt. Insbesondere sind sie, da sie älter sind als der bereits 
in Rechtskraft erwachsene Massnahmenentscheid des Kantonsgerichts 
Graubünden vom 28. Februar 2018 (ZK1 17 163), nicht geeignet, eine Änderung 
dieses Entscheids herbeizuführen. Auch bezüglich der beantragten 
Zeugeneinvernahmen von J.________ und K.________ ist festzuhalten 
hingewiesen, dass diese lediglich für das vorliegende Verfahren betreffend 
vorsorgliche Massnahmen irrelevante Tatsachen betreffen und darum ebenfalls 
abzuweisen sind. Auch eine erneute Befragung der Kinder, wie sie vom 
Gesuchsteller beantragt wird, ist aktuell nicht geboten, zumal die drei Töchter 
bereits mehrfach befragt worden sind und die Anordnung einer weiteren 
Einvernahme sowohl im hängigen Berufungsverfahren betreffend Eheschutz im 
Zusammenhang mit einer allfälligen Oberexpertise wie mit grosser 
Wahrscheinlichkeit auch im Scheidungsverfahren zu thematisieren sein wird. Im 
vorliegenden Verfahren werden die Kinder zudem durch Rechtsanwältin lic. iur. 
G._____ vertreten, wodurch sichergestellt ist, dass dem Kindeswohl hinreichend 
Rechnung getragen wird. Schliesslich wären auch von einer weiteren Anhörung 
oder der Einholung eines Berichts der Beiständin keine neuen Erkenntnisse zu 
erwarten. Dies würde lediglich zu einer weiteren Verfahrensverzögerung führen. 
Die Beweisanträge des Gesuchstellers sind nach dem Gesagten abzuweisen.

4. Im Sinne eines Hauptantrags ersucht der Gesuchsteller um Aufhebung der 
Dispositivziffer 2 des vorsorglichen Massnahmenentscheids des Kantonsgerichts 
Graubünden vom 28. Februar 2018 (ZK1 17 163).

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4.1. Haben sich die Umstände geändert oder erweisen sich vorsorgliche 
Massnahmen nachträglich als ungerechtfertigt, so können sie geändert oder 
aufgehoben werden (Art. 268 Abs. 1 ZPO). Das Abänderungsverfahren dient 
jedoch nicht dazu, nach Art einer Wiedererwägung dieselben 
Eheschutzmassnahmen nach Ablauf der Rechtsmittelfristen erneut beurteilen zu 
lassen (vgl. Jann Six, Eheschutz, 2. Auflage, N 4.02. mit weiteren Hinweisen). Bei 
gleicher tatsächlicher Lage kann eine Abänderung oder Aufhebung der 
vorsorglichen Massnahme grundsätzlich nur bei Vorliegen ausserordentlicher 
Umstände verlangt werden (Sabine Kofmel Ehrenzeller, in: 
Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 2. Auflage, Basel 2014, 
N 2 zu Art. 268). 

4.2. Im konkreten Fall stellt der Gesuchsteller in seiner Eingabe lediglich die 
Prozessgeschichte bis zum Erlass der vorsorglichen Massnahmen aus seiner 
Sicht dar. Er macht dabei nicht ansatzweise geänderte Umstände oder neue 
Tatsachen geltend, welche gemäss der vorstehend dargelegten Lehre eine 
Abänderung rechtfertigen würden. Vielmehr beschränkt er sich darauf, Umstände 
vorzubringen, welche zum Zeitpunkt des Erlasses der vorsorglichen Massnahmen, 
mithin am 28. Februar 2018, bereits bekannt waren und dementsprechend auch 
im dortigen Massnahmeentscheid (ZK1 17 163) bereits Berücksichtigung fanden. 
Dies gilt namentlich auch für die vom Gesuchsteller beanstandete lange Reisezeit 
bei den Besuchsterminen. Ausserordentliche Umstände, welche trotz 
unveränderter Verhältnisse eine Abänderung oder Aufhebung der vorsorglichen 
Massnahmen rechtfertigen würden, werden nicht vorgebracht. 

4.3. Kommt hinzu, dass sich der Gesuchsteller auf den Standpunkt stellt, 
gemäss Entscheid des Kantonsgerichts bestünde kein objektiver Grund, den 
persönlichen Verkehr zum Vater nachhaltig einzuschränken. Er lässt dabei jedoch 
ausser Betracht, dass das Kantonsgericht in seinem Entscheid vom 28. Februar 
2018 (ZK1 17 163) zunächst darauf hingewiesen hatte, dass das gewährte 
unbegleitete Besuchsrecht ohne weiteres wieder aufgehoben werden könne, sollte 
sich der Gesuchsteller nicht im Interesse seiner Kinder verhalten (E. 7.2, S. 19 
unten). Des Weiteren wurde der Gesuchsteller mit Verweis auf das eingeholte 
Gutachten der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (kjp) vom 30. 
November 2017 angewiesen zu beweisen, dass er auf die Bedürfnisse seiner 
Kinder eingehen und sie von Streitereien mit der Kindsmutter fernhalten könne (E. 
7.3 S. 20). Darüber hinaus wurde ihm empfohlen, wiederum gestützt auf die 
Ausführungen im genannten Gutachten, fachliche Hilfe beizuziehen, um sich 
besser in die Situation der Kinder versetzen und deren Bedürfnisse erkennen zu 

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können. Dadurch werde ihm ermöglich, aktiv an einer positiven Entwicklung des 
persönlichen Verkehrs mitzuwirken, damit in absehbarer Zukunft auch die 
Einräumung eines ordentlichen Besuchs- und Ferienrechts ohne Belastung des 
Kindeswohls möglich werde (E. 7.3 S. 20). Aus diesen Ausführungen geht hervor, 
dass das vom Kantonsgericht gewährte Besuchsrecht nur ein erster Schritt war 
und – entgegen der Auffassung des Gesuchstellers – der blosse Zeitablauf im 
Verfahren nicht zu einer automatischen Umwandlung in ein ordentliches 
Besuchsrecht führte. Vielmehr wurde seitens des Kantonsgerichts klar definiert, 
welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um einen nächsten Schritt auf dem 
Weg zu einem ordentlichen Besuchsrecht gehen zu können. Dass der 
Gesuchsteller den Empfehlungen des Kantonsgerichts gefolgt wäre und die 
genannten Voraussetzungen nun erfüllt, ist nicht ersichtlich und wird von ihm in 
seinem Gesuch vom 12. April 2019 auch nicht geltend gemacht. Vielmehr muss 
davon ausgegangen werden, dass das Verhältnis zwischen dem Gesuchsteller 
und seinen Kindern dem Anschein nach unverändert geblieben ist: Wie sich 
seinem Gesuch entnehmen lässt, kritisiert der Gesuchsteller weiterhin nur das 
Verhalten der anderen involvierten Personen und bemüht sich in keinster Weise 
darum, die eigenen Konflikte nicht auf die Töchter zu übertragen. Das hat, wie 
bereits im Gutachten dargelegt wurde, zur Folge, dass den Kindern ein 
unbelasteter Umgang mit beiden Elternteilen verunmöglicht wird. Der 
Gesuchsteller wird an dieser Stelle erneut mit Nachdruck darauf hingewiesen, 
dass sich das Verhältnis zu seinen Kindern nur dann verbessern kann, wenn sie 
nicht in den Streit der Eltern involviert werden. Dies ist aber nicht möglich, wenn 
der Streit – wie im vorliegenden Fall – nach wie vor grösstenteils öffentlich 
ausgetragen wird. Es wird nach dem Gesagten erneut darauf hingewiesen, dass 
es am Gesuchsteller liegt zu beweisen, dass er im Rahmen der 
Besuchsrechtsausübung seinen Kindern ein Umfeld bietet, in welchem sie sich 
wohlfühlen können und sie nicht ständig mit den Problemen, die ihre Eltern 
untereinander haben, belastet werden. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt 
sind, kann eine Anpassung des Besuchsrechts erfolgen. Da der Gesuchsteller bis 
anhin keinerlei Nachweise für entsprechende Bemühungen seinerseits 
vorgebracht hat, besteht aktuell kein Anlass für eine Abänderung des 
Besuchsrechts. Es bleibt nichts anderes, als beiden Elternteilen erneut dringend 
zu empfehlen, ihre hochstrittige Situation zum Wohle von C.________, 
D.________ und E.________ so schnell wie möglich zu klären. 

4.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Hauptantrag des 
Gesuchstellers auf Aufhebung von Dispositivziffer 2 des vorsorglichen 

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Massnahmenentscheids des Kantonsgerichts Graubünden vom 28. Februar 2018 
(ZK1 17 163) abzuweisen ist.

5. Eventualiter beantragt der Gesuchsteller die Aufhebung der Dispositivziffern 
4 und 8 des als vorsorgliche Massnahme wirkenden Entscheids des 
Regionalgerichts Engiadina Bassa/Val Müstair vom 6. Dezember 2018 (Proz.Nr. 
135-2017-175). Diesbezüglich ist jedoch festzuhalten, dass der 
Eheschutzentscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val 
Müstair vom 6. Dezember 2018 vom Gesuchsteller mit Berufung angefochten 
wurde und folglich noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Das entsprechende 
Rechtsmittelverfahren ist beim Kantonsgericht von Graubünden hängig. 
Dementsprechend kann dieser Entscheid im vorliegenden Verfahren auch nicht 
abgeändert werden. Auf den entsprechenden Eventualantrag kann daher nicht 
eingetreten werden. 

6. Subeventualiter beantragt der Gesuchsteller den Erlass neuer vorsorglicher 
Massnahmen. Soweit dieser Antrag den Erlass einer neuen Besuchs- und 
Ferienrechtsregelung betrifft, ist auf die vorstehenden Erwägungen zu verweisen. 
Der Gesuchsteller verlangt überdies die zeitliche Fixierung der im Entscheid vom 
6. Dezember 2018 des Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val 
Müstair gewährten Telefonkontakte mit den Kindern. Zudem hätten diese 
unbeaufsichtigt zu erfolgen. In diesem Zusammenhang bringt er vor, die 
Kindsmutter unterlasse es weiterhin nicht, Gespräche mit den Kinder mehr oder 
minder auffällig zu überwachen und dazwischen zu funken. Dies geschehe 
beispielsweise durch Anweisung, die Lauthörfunktion des Natels zu verwenden 
oder dauernde "zufällige" Präsenz im Hintergrund eines Videotelefoniegesprächs.

6.1. Im Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 28. Februar 2018 (ZK1 
17 163) wurde der telefonische Kontakt zwischen Vater und Kindern nicht 
thematisiert. Mit Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair vom 6. Dezember 2018 wurde dem Gesuchsteller gestattet, 
drei Mal pro Woche mit seinen Kindern C.________, D.________ und E.________ 
Telefonkontakt aufzunehmen (Ziff. 8 des Dispositivs). Wie vorstehend bereits 
dargelegt, wurde dieser Entscheid vom Gesuchsteller mit Berufung angefochten 
und ist demzufolge noch nicht in Rechtskraft erwachsen. Da die Berufung gestützt 
auf Art. 315 Abs. 4 lit. b ZPO keine aufschiebende Wirkung hat, ist diese Regelung 
vollstreckbar und damit aktuell umzusetzen. Die genannte Regelung enthält aber 
keine Ausführungen dazu, wie die Telefonkontakte abzulaufen haben, namentlich 
ob die Kindsmutter die Gespräche mithören darf oder nicht. Dem Gesuchsteller ist 
in diesem Zusammenhang unter Hinweis auf das Ergänzungsgutachten vom 9. 

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November 2018 zuzustimmen, dass die gewährten Telefonkontakte im Interesse 
der Kinder und insbesondere, um Loyalitätskonflikte zu vermeiden, unbeaufsichtigt 
erfolgen sollten. Daher ist im Sinne einer neuen Anordnung festzulegen, dass 
sämtliche gewährten Telefonkontakte für die Dauer des Berufungsverfahrens 
unbeaufsichtigt zu erfolgen haben. Auf eine weitergehende zeitliche Fixierung der 
Telefongespräche – wie sie vom Gesuchsteller beantragt wurde – wird jedoch 
ausdrücklich verzichtet, da die Kinder ein Alter erreicht haben (zwischen 9 und 16 
Jahren), in welchem sie ausserhalb der Schulzeiten Aktivitäten nachgehen oder 
sich spontan mit Freunden treffen, was durch eine strikte Festlegung der 
Telefonkontakte erschwert würde. Da die zeitliche Festlegung der 
Telefongespräche offenkundig weiterhin zu Unstimmigkeiten zwischen den Eltern 
führen, sei an dieser Stelle empfohlen, diese unter der Woche so zu verteilen, 
dass sie nicht mit anderen Terminen der Kinder kollidieren. Die Kinder sollten sich 
nicht zwischen Verabredungen/Aktivitäten und den Gesprächen mit ihrem Vater 
entscheiden müssen. Diese Koordinierung kann – sofern erforderlich – auch durch 
die Beiständin erfolgen. 

6.2. Der Gesuchsteller verlangt bezüglich der geforderten Ausweitung des 
Besuchsrechts wie auch hinsichtlich der Telefonkontakte die direkte Vollstreckung 
der vorsorglichen Massnahmen, um den neu zu erlassenden Regeln betreffend 
persönlichem Verkehr raschmöglichst zum Durchbruch zu verhelfen. Die 
Anordnung der direkten Vollstreckung fällt gestützt auf Art. 267 ZPO grundsätzlich 
in die Zuständigkeit des Massnahmengerichts. Mit Bezug auf das Besuchsrecht 
erübrigt sich jedoch eine weitere Auseinandersetzung mit diesem Begehren, da 
auf eine Ausweitung des Besuchsrechts – wie sie vom Gesuchsteller beantragt 
wurde – entsprechend den vorstehenden Erwägungen zu verzichten ist. Was die 
Telefonkontakte anbelangt, ist festzustellen, dass der Gesuchsteller sein 
Rechtsbegehren nicht begründet und namentlich nicht erläutert, inwiefern eine 
direkte Vollstreckung überhaupt möglich sein soll. Auf diesen Teil des Begehrens 
kann daher ebenfalls nicht eingetreten werden. Eine direkte Vollstreckung wäre 
aber ohnehin abzuweisen, da eine solche im konkreten Fall unter 
Berücksichtigung des Kindeswohls sowohl als ungeeignet wie auch als 
unverhältnismässig zu qualifizieren wäre. Kommt hinzu, dass aus den Akten nicht 
hervorgeht, dass die Ehefrau die Kontaktaufnahme in der Vergangenheit vereitelt 
hat. Ausserdem wird mit der vorliegenden Verfügung klargestellt, dass die 
gewährten Telefonkontakte unbeaufsichtigt zu erfolgen haben, wodurch diesem 
Problem ebenfalls Einhalt geboten wird.

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7. Der Gesuchsteller bringt im Rahmen seiner Eingabe ausserdem 
Ausstandsgründe gegen den Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina 
Bassa/Val Müstair, lic. iur. utr. Orlando Zegg, vor. Dabei handelt es sich um 
dieselben Einwände, welche bereits im Rahmen von zwei Beschwerdeverfahren 
durch das Kantonsgericht geprüft wurden (ZK1 18 17 und ZK1 18 48). Beide 
Beschwerden wurden mit der Begründung abgewiesen, dass bei objektiver 
Betrachtungsweise keine Gegebenheiten vorlägen, die im konkreten Fall einen 
Ausstandsgrund von lic. iur. utr. Orlando Zegg zu begründen vermöchten. 
Demzufolge besteht für die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts kein Anlass, die 
Gültigkeit der Amtshandlungen von lic. iur. utr. Orlando Zegg im 
Eheschutzverfahren zu hinterfragen. Sämtliche, in diesem Zusammenhang 
vorgebrachte Behauptungen sind daher nicht zu hören und die dazu gestellten 
Beweisanträge sind demzufolge abzuweisen.

8. Zusammenfassend ergibt sich nach dem Gesagten, dass der Hauptantrag 
des Gesuchstellers auf Anpassung/Abänderung des vorsorglichen 
Massnahmenentscheids des Kantonsgerichts Graubünden vom 28. Februar 2018 
(ZK1 17 163) abzuweisen ist. Auf seinen Eventualantrag auf Aufhebung der 
Dispositivziffern 4 und 8 des als vorsorgliche Massnahme wirkenden Entscheids 
des Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair vom 6. 
Dezember 2018 (135-2017-175) ist nicht einzutreten. Sein Subeventualantrag auf 
Erlass einer neuen Regelung bezüglich der Telefonkontakte ist insofern 
gutzuheissen, als gerichtlich angeordnet wird, dass die mit Entscheid des 
Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair vom 6. Dezember 
2018 (Dispositivziffer 8) gewährten Telefonkontakte für die Dauer des 
Berufungsverfahrens unbeaufsichtigt zu erfolgen haben; der Antrag auf zeitliche 
Fixierung der Telefonkontakte wird jedoch abgewiesen. Auf den Antrag des 
Gesuchstellers auf direkte Vollstreckung der vorsorglichen Massnahmen wird nicht 
eintreten.

9. Die Verfahrenskosten bestehen zum einen aus der Entscheidgebühr, 
welche gestützt auf Art. 13a der Verordnung über die Gerichtsgebühren in 
Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210] auf CHF 3'000.00 festgelegt wird. Zum anderen 
beinhalten sie auch die Kosten der Kindesvertreterin. Diese machte mit 
Honorarnote vom 3. Oktober 2019 (ZK1 19 66 act. G.3) einen Aufwand von 20.62 
Stunden geltend. Dabei erscheint der Aufwand für rechtliche Abklärungen 
(26.04.2019 und 21.08.2019) unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die 
Thematik bereits aus dem Eheschutzverfahren hinreichend bekannt gewesen sein 
dürfte und dementsprechend nicht mehr so umfangreiche Recherchen erforderlich 

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waren, als zu hoch und sind um 2.5 Stunden zu kürzen. Dementsprechend ist von 
einem Zeitaufwand von 18.12 Stunden auszugehen ist, was bei einem Ansatz von 
CHF 200.00 pro Stunde CHF 3'624.00 entspricht und unter Einrechnung der 
Spesen (CHF 54.36) sowie der Mehrwertsteuer (CHF 283.23) ein Honorar von 
CHF 3'961.60 ergibt. Die Kosten des Verfahrens betragen somit CHF 6'961.60 
und sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen. Da dieser nur mit seinem 
Subeventualantrag und lediglich im Umfang seines Antrags auf unbeaufsichtigte 
Telefonkontakte obsiegt hat, rechtfertigt sich keine andere Kostenverteilung. 

10. Der unterliegende Gesuchsteller ist überdies verpflichtet, der 
Gesuchsgegnerin die Kosten ihrer anwaltlichen Vertretung zu ersetzen (Art. 95 
Abs. 3 lit. b ZPO). Die Rechtsvertreterin der Gesuchsgegnerin machte mit 
Honorarnote vom 23. Oktober 2019 (ZK1 19 66 act. G.4) – basierend auf einem 
Zeitaufwand von 18.25 h – eine Honorarforderung von CHF 5'034.95, 
einschliesslich Auslagen (CHF 295.00) und Mehrwertsteuer (CHF 359.95) geltend. 
Der angerechnete Zeitaufwand ist jedoch um 2.2. Stunden zu kürzen: Zum einen 
wurde für das Gesuch um Fristerstreckung vom 30.04.2019 sowie für das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemessen an den tatsächlichen 
Eingaben ein zu grosser Aufwand verrechnet. Zum anderen wurden am 
11.06.2019 1.5 Stunden für die Entgegennahme und Prüfung eines Teilentscheids 
in Rechnung gestellt, welcher jedoch nicht dem vorliegenden Verfahren 
zugeordnet werden kann. Demzufolge ist von einem Zeitaufwand von 16.05 
Stunden auszugehen, was bei einem Ansatz von CHF 240.00 pro Stunde CHF 
3'852.00 entspricht und unter Einrechnung einer Spesenpauschalen von 3% 
(höhere Spesen sind konkret nachzuweisen) sowie der Mehrwertsteuer (CHF 
305.50) ein Honorar von CHF 4'273.05 ergibt. Dieses erweist sich unter 
Berücksichtigung des notwendigen Aufwandes und der Schwierigkeit der Sache 
als angemessen. Die vom Gesuchsteller zu bezahlende Parteientschädigung wird 
demzufolge auf CHF 4'273.05 festgelegt. Eine Reduktion der Parteientschädigung 
infolge der teilweisen Gutheissung rechtfertigt sich nicht, zumal lediglich eine 
Präzisierung der bestehenden Massnahmen erfolgte und der Gesuchsteller mit 
seinen übrigen Anträgen nicht zu obsiegen vermochte. 

11. Abschliessend wird der Rechtsvertreter des Gesuchstellers noch darauf 
hingewiesen, dass er mit einer aufsichtsrechtlichen Anzeige zu rechnen hat, 
sollten sich in künftigen Rechtsschriften weiterhin persönliche Beleidigungen, 
Verunglimpfungen oder beschimpfende Äusserungen befinden, welche weder der 
Sache noch einer gehörigen Interessenwahrung dienlich sind und über das 
Notwendige hinausgehen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten werden 
kann.

2. Es wird angeordnet, dass die in Dispositivziffer 8 des Entscheides des 
Einzelrichters am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair vom 6. 
Dezember 2018 gewährten Telefonkontakte zwischen dem Gesuchsteller 
und seinen Töchtern für die Dauer des Berufungsverfahrens unbeaufsichtigt 
zu erfolgen haben.

3. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens in Höhe von total CHF 6'961.60 
(Entscheidgebühr CHF 3'000.00, Kosten Kindervertretung CHF 3'961.60) 
gehen zu Lasten von A._____, welcher B.________ zudem 
aussergerichtlich mit CHF 4'273.05 einschliesslich Barauslagen und 
Mehrwertsteuer zu entschädigen hat.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: