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**Case Identifier:** 22ffc11c-2579-5d49-a47e-037bbf8ca944
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-06
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 06.04.2022 S 2020 143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-143_2022-04-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richterinnen: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L vom 6. April 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung
(Rente)

S 2020 143

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Urteil S 2020 143

A. Der 1970 geborene A.________, zuletzt bis Oktober 2015 als Küchenchef tätig, 
meldete sich im Juli 2016 unter Verweis auf im Oktober 2015 erfolgte operative 
Behandlung einer Schleimbeutelentzündung sowie seit Dezember 2015 laufende 
Behandlung eines Tennisarms bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (IV-
act. 1). Die IV-Stelle Zug traf erwerbliche und medizinische Abklärungen (IV-act. 7 ff.). 
Insbesondere nahm sie ein zuhanden der Krankentaggeldversicherung erstelltes 
Gutachten der C.________ vom 20. Juni 2016 (samt ergänzender Stellungnahme vom 12. 
Juli 2016) zu den Akten (IV-act. 8 S. 3 ff., 9 ff.). Gestützt darauf gewährte sie 
Arbeitsvermittlung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (Mitteilung 
vom 11. September 2017, IV-act. 32). Mit Mitteilung vom 18. Dezember 2017 leistete sie 
Kostengutsprache für eine Integrationsmassnahme am Arbeitsplatz vom 1. Dezember 
2017 bis 31. Mai 2018 (IV-act. 41). Anschliessend erfolgten eine berufliche Abklärung bei 
der BEFAS Zentralschweiz GmbH, Horw, vom 30. Juli bis zum 24. August 2018 (Mitteilung 
vom 11. Juli 2018, IV-act. 66; Abklärungsbericht vom 13. September 2018, IV-act. 73) und 
eine polydisziplinäre Begutachtung bei der D.________, in den Disziplinen Allgemeine 
Innere Medizin, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Pneumologie, Psychiatrie und Neuropsychologie (Expertise vom 17. Juni 2019 inkl. 
neuropsychologisches Gutachten vom 20. Mai 2019, IV-act. 88, 110 S. 2 ff.). Im Rahmen 
des Einwandverfahrens gegen ihren rentenablehnenden Vorbescheid vom 12. November 
2019 (IV-act. 103) nahm die Verwaltung weitere, vom Versicherten eingereichte, ärztliche 
Berichte zu den Akten (IV-act. 116, 118) und holte Stellungnahmen ihres Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD; vom 25. Mai 2020, IV-act. 120) sowie der D.________ (vom 9. 
Juni 2020, IV-act. 122) ein. Mit Verfügung vom 25. September 2020 verneinte sie einen 
Rentenanspruch (IV-act. 124). 

B. Hiergegen erhob der Versicherte am 27. Oktober 2020 Beschwerde. Er beantragt, 
es sei die Verfügung der IV-Stelle aufzuheben und diese zu verpflichten, ihm rückwirkend 
eine unbefristete Invalidenrente zu gewähren. Eventualiter habe ihn das Gericht, 
subeventualiter die Verwaltung, erneut medizinisch begutachten zu lassen. Ausserdem 
verlangt er die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (act. 1).

C. Den mit Verfügung vom 28. Oktober 2020 angesetzten Kostenvorschuss bezahlte 
der Beschwerdeführer fristgerecht (act. 2 f.)

D. Die IV-Stelle schliesst mit Vernehmlassung vom 26. November 2020 auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 5).

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Urteil S 2020 143

E. Beim Verwaltungsgericht ging in der Folge innert bis zum 7. Januar 2021 
angesetzter Frist (act. 6) keine Replik ein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Am 1. Januar 2022 ist 
weiter das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung in Kraft getreten (IVG; 
SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 2020). Das 
Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis 
zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab; in 
zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). Die hier angefochtene Verfügung erging am 25. 
September 2020; die zu beurteilende Beschwerde wurde am 27. Oktober 2020 der Post 
übergeben. Anwendbar sind demnach die bis zum 31. Dezember 2020 gültigen Normen 
des ATSG, des IVG sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201). Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus Art. 82a ATSG 
(Übergangsbestimmung zur Änderung vom 21. Juni 2019), der ebenfalls vorsieht, dass für 
im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche 
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 
Abs. 1 lit. a IVG gegeben. Die angefochtene Verfügung datiert vom 25. September 2020 
und ist der (vormaligen) Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 28. September 

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Urteil S 2020 143

2020 zugegangen. Mit der am 27. Oktober 2020 der Schweizerischen Post übergebenen 
Beschwerdeschrift ist demnach die 30-tägige Frist gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. 
Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat direkt betroffen und zur Beschwerde 
legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält einen Antrag und eine Begründung, womit auch 
den formellen Anforderungen Genüge getan ist (Art. 61 lit. b ATSG; § 44 VRG). Auf die 
Beschwerde ist einzutreten. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 
der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG Versicherte, die – kumulativ – ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 
herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a); während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 
ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent 
invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

3.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und 
insbes. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit kann immer nur dann – potenziell – anspruchserheblich sein, wenn sie 
Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert 
worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 2.1 und 130 V 396 
E. 5.3.2). Umgekehrt besteht jedoch grundsätzlich kein direkter Zusammenhang zwischen 
einer Diagnose und Arbeits(un)fähigkeit bzw. Invalidität in dem Sinne, dass sich eine 
allfällige Invalidität unbesehen und direkt aus einer Diagnose ergeben würde. Vielmehr 
sind die Auswirkungen des bestehenden Gesundheitsschadens auf die funktionelle 
Leistungsfähigkeit im Einzelfall für die Rechtsanwendenden nachvollziehbar ärztlich 
festzustellen (Art. 7 Abs. 2 ATSG; BGE 145 V 215 E. 6.1 mit Hinweisen). 

3.3 Eine versicherte Gesundheitsschädigung liegt dann regelmässig nicht vor, wenn 
eine geltend gemachte Leistungseinschränkung auf Aggravation oder ähnlichen 
Erscheinungen beruht. Hinweise darauf ergeben sich namentlich, wenn eine erhebliche 
Diskrepanz zwischen den geschilderten Beschwerden und dem gezeigten Verhalten oder 
der Anamnese besteht, die Charakterisierung der Beschwerden vage bleibt, keine 
medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird, demonstrativ 
vorgetragene Klagen auf die sachverständige Person unglaubwürdig wirken oder schwere 

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Urteil S 2020 143

Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch 
weitgehend intakt ist. Die Frage, ob ein Verhalten (nur) verdeutlichend ist oder die Grenze 
zur Aggravation und vergleichbaren leistungshindernden Konstellationen überschreitet, 
bedarf einer einzelfallbezogenen, sorgfältigen Prüfung auf möglichst breiter 
Beobachtungsbasis (vgl. etwa BGer 9C_524/2020 vom 23. November 2020 E. 4 mit 
Hinweisen). 

3.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).

4.
4.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle zu Recht einen Rentenanspruch des 
Beschwerdeführers verneint hat. Gemäss der angefochtenen Verfügung vom 25. 
September 2020 war dieser zwischen dem 1. Oktober 2015 und Ende Oktober 2018 zu 
70 % arbeitsfähig in der angestammten Tätigkeit, seither zu 80 %. Demnach habe er das 
Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) nicht erfüllt und es erübrige sich die weitere 
Rentenprüfung. In medizinischer Hinsicht stützt sich die angefochtene Verfügung im 
Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten der D.________ vom 17. Juni 2019 (IV-
act. 88). Diesem lassen sich aus orthopädischer Sicht die Diagnose eines cervicolumbalen 
Schmerzsyndroms bei radiologisch geringen bis mässigen degenerativen Veränderungen 
(ICD-10 M54.80) und eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 
Chefkoch entnehmen (negatives Leistungsbild: keine körperlich schweren Tätigkeiten, 
kein häufiges Heben über Schulterhöhe, keine dauernden Tätigkeiten mit Abspreizung der 
Arme oder regelmässiges Heben über 15 kg; IV-act. 88 S. 10, 23). Aus psychiatrischer 
Sicht wird eine mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.0) sowie eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) diagnostiziert und trotz nicht-authentischer 
Beschwerdeschilderung eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 20 % attestiert (IV-
act. 88 S. 33). Die attestierten Arbeitsunfähigkeiten addieren sich gemäss Gutachten nicht 
(IV-act. 88 S. 12).

4.2 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die IV-Stelle habe seinen 
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihm die nach Einwand eingeholte 

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Stellungnahme der D.________ vom 9. Juni 2020 erst mit der angefochtenen Verfügung 
habe zukommen lassen. Aufgrund der Schwere der Verletzung – die angefochtene 
Verfügung stütze entscheidend auf die ergänzende Stellungnahme, die neue Tatsachen 
enthalte, ab – komme ihre Heilung im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht in Frage 
(act. 1 Ziff. 26, 28 ff.). Dem kann nicht gefolgt werden. Die Korrektur der konsensualen 
Arbeitsfähigkeitsschätzung in angestammter Tätigkeit (70 % statt fälschlich 80 %; IV-act. 
122 S. 6) erfolgte vollständig im Sinne des Versicherten und entsprechend einem Hinweis 
seiner Rechtsvertreterin. Eine Gewährung des rechtlichen Gehörs in diesem Punkt war 
entbehrlich, hatte sich der Beschwerdeführer hierzu doch bereits (erfolgreich) einbringen 
können. Im Übrigen handelt es sich bei den ergänzenden Ausführungen der D.________-
Gutachter vom 9. Juni 2020 um Verdeutlichungen bzw. Erläuterungen von Informationen, 
die bereits im Gutachten selber oder in den vom Beschwerdeführer nachträglich 
eingereichten Berichten enthalten sind. Welche neuen Informationen darin enthalten sein 
sollten, ist weder ersichtlich, noch legt der Beschwerdeführer dies dar. Sofern die IV-Stelle 
den Anspruch des Versicherten auf rechtliches Gehör überhaupt verletzt hat, indem sie 
ihm die ergänzende Stellungnahme der D.________ vom 9. Juni 2020 erst mit der 
Verfügung vom 25. September 2020 zustellte, handelt es sich jedenfalls nicht um eine 
schwerwiegende Verletzung, die eine Rückweisung rechtfertigen würde. Vielmehr ist der 
allfällige Mangel im aktuellen Rechtsmittelverfahren zu heilen, in dem eine mit 
uneingeschränkter Überprüfungsbefugnis ausgestattete Gerichtsinstanz zuständig ist. 
Entsprechend seinem Antrag wurde dem Beschwerdeführer Gelegenheit gegeben, sich im 
Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels erneut zu äussern (act. 6), wovon er keinen 
Gebrauch gemacht hat. 

Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist auch nicht zu erblicken in der offenbar 
fehlenden Zustellung eines separaten Aktenverzeichnisses an die Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers (act. 1 Ziff. 30). Diesbezüglich kann auf die Vernehmlassung der IV-
Stelle verwiesen werden, der zufolge die Akten im PDF-Format zugestellt wurden und eine 
namentliche Auflistung der enthaltenen Dokumente über die Navigationsleiste im 
Dokument selber abrufbar war. Damit war es dem Beschwerdeführer bzw. seiner 
Rechtsvertreterin ohne weiteres möglich, sich einen Überblick über das Dossier zu 
verschaffen und in diesem zielgerichtet nach einzelnen Dokumenten zu suchen. 
Nichtsdestotrotz ist der IV-Stelle nahezulegen, im Interesse der besseren Übersicht und 
Zitierbarkeit künftig den Versicherten bzw. ihren Rechtsvertreterinnen und 
Rechtsvertretern die Akten in derselben Form und vor allem mit derselben Nummerierung 
zur Verfügung zu stellen wie später dem Gericht. Damit wäre nicht zuletzt einer speditiven 

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Verfahrenserledigung gedient, da die Aktenzitate der Rechtsvertreterinnen und 
Rechtsvertreter durch das Gericht einfacher nachvollzogen werden könnten. 

4.3 Der Beschwerdeführer rügt sodann, eine vom RAD angeregte, weitere 
Stellungnahme der Gutachter zum zeitlichen Verlauf der Arbeitsunfähigkeit liege nicht in 
den ihm überlassenen Akten, was ggf. als Verletzung der Aktenführungspflicht (Art. 46 
ATSG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG und Art. 12 VwVG) zu qualifizieren sei (act. 1 Ziff. 30). 
Auch dieser Einwand schlägt fehl. Wie die IV-Stelle mit Vernehmlassung vom 26. 
November 2020 erklärt, wurden der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers die 
vollständigen Akten zugestellt. Eine weitere Stellungnahme wurde nicht eingeholt, da der 
RAD sich zum zeitlichen Verlauf geäussert hatte (act. 5 S. 3; IV-act. 123 S. 2). 

4.4 Materiell wirft der Versicherte der IV-Stelle im Wesentlichen vor, sie habe den 
Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt, indem sie auf die nicht 
beweiskräftige Expertise der D.________ abgestellt habe (act. 1 Ziff. 27, 33 ff.). 

4.4.1 Soweit der Beschwerdeführer Mängel des psychiatrischen Teilgutachtens rügt, 
dringt er nicht durch. Das psychiatrische Teilgutachten des Dr. med. E.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, basierte auf allseitigen Untersuchungen. Es 
berücksichtigte u.a. die Vorakten (Anamnese) sowie die geklagten Beschwerden des 
Versicherten (vgl. IV-act. 88 S. 24 ff.). Daran ändern die gerügten fehlenden Rückfragen 
bei der behandelnden Psychiaterin Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, sowie der Ehefrau des Beschwerdeführers (act. 1 Ziff. 50) nichts, zumal 
es der fachkundigen Einschätzung der Gutachtensperson obliegt, ob das Einholen 
fremdanamnestischer Auskünfte im Einzelfall angezeigt ist. Dass dies vorliegend verneint 
wurde, ist angesichts der stark auf den subjektiven Beschwerdeschilderungen des 
Patienten basierenden Berichterstattung der behandelnden Psychiaterin (etwa: IV-act. 77) 
nachvollziehbar. Ebenfalls ist nicht ersichtlich, welchen Beitrag die Ehefrau des 
Beschwerdeführers zur Objektivierung der geklagten Beschwerden hätte beitragen 
können. Im Gutachten werden sodann grundsätzlich nachvollziehbar gestützt auf die vom 
Versicherten geklagten Beschwerden die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven 
Störung sowie einer anhaltend somatoformen Schmerzstörung gestellt. Gleichzeitig legt 
der Gutachter aber auch dar, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine nicht-
authentische Beschwerdeschilderung bestehe. Dies einerseits aufgrund von Auffälligkeiten 
in der neuropsychologischen Testung, aber auch angesichts der laborchemischen 
Ergebnisse und des in der Begutachtung gewonnenen Eindrucks (zu den geklagten 

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Beschwerden diskrepantes Verhalten des Versicherten in der Untersuchungssituation; 
sehr vage Schilderungen bei nicht oder kaum weiter präzisierbaren Detailangaben auf 
Nachfrage hin, vgl. IV-act. 88 S. 30 f.). Diesen Eindruck des psychiatrischen Gutachters 
bestärken zusätzlich die Berichte des pneumologischen Gutachters (IV-act. 88 S. 46) 
sowie des behandelnden Pneumologen Dr. med. G.________, Facharzt für Pneumologie 
(IV-act. 118 S. 2). Beiden Lungenärzten gelang es mangels Kooperation des Versicherten 
nicht, valide Lungenfunktionsmessungen zu erhalten. Auch der Bericht des Dr. phil. 
H.________, Psychotherapeut FSP vom 1. März 2020 (IV-act. 116 S. 2 f.) vermag den 
nachvollziehbaren und überzeugenden gutachterlichen Schluss auf aggravierendes 
Verhalten zum vornherein nicht in Frage zu stellen, berichtet er doch ohne weitere 
Erläuterung oder Angabe durchgeführter Validierungsverfahren von einem "unauffälligen 
Anstrengungsverhalten". Offen bleiben kann angesichts dessen die Frage nach seiner 
Qualifikation zur Durchführung einer neuropsychologischen Abklärung. 

Die im psychiatrischen Teilgutachten der D.________ dennoch angegebene 
Arbeitsunfähigkeit von 20 % erscheint vor diesem Hintergrund als pauschal und wird denn 
auch vom Gutachter offenbar direkt aus den gestellten Diagnosen in ihrem 
Zusammenspiel abgeleitet, ohne weitere Begründung (IV-act. 88 S. 33). Darauf kann aus 
rechtlicher Sicht nicht abgestellt werden (vgl. kritisch bereits auch Stellungnahme des RAD 
vom 16. Juli 2019, IV-act. 90 S. 2). Vielmehr ist bei ausgewiesen aggravierendem 
Verhalten des Versicherten in der psychiatrischen Begutachtung der Nachweis eines 
psychischen Gesundheitsschadens – trotz dem Untersuchungsgrundsatz genügender 
Abklärungen der Verwaltung –nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den 
Regeln über die (materielle) Beweislast zu Ungunsten des leistungsansprechenden 
Beschwerdeführers auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 in fine.). Eine neuerliche psychiatrische 
Begutachtung erübrigt sich, da davon keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten sind. 
Ebenso ist der Antrag des Beschwerdeführers auf Parteibefragung/Beweisaussage seiner 
Person (act. 1 Ziff. 49) abzuweisen. Eine solche wäre nicht geeignet, am dargestellten 
Beweisergebnis etwas zu ändern, da dem Gericht – im Gegensatz zur 
neuropsychologischen Gutachterin sowie dem begutachtenden Psychiater – zum 
vornherein die fachlichen Kompetenzen fehlen, die vom Beschwerdeführer anlässlich 
einer Anhörung oder Befragung allenfalls präsentierten Defizite zu validieren.  

4.4.2 Der Versicherte macht sodann geltend, dem Gutachten der D.________ lasse sich 
keine vollständige Einschätzung des zeitlichen Verlaufs seiner Arbeitsunfähigkeit 
entnehmen, was einen groben Mangel darstelle. Der RAD-Arzt habe denn auch 

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diesbezüglich eine Rückfrage empfohlen (vgl. Stellungnahme des RAD vom 11. August 
2020, IV-act. 123 S. 2). Entsprechend könne dem Gutachten kein Beweiswert zukommen 
(act. 1 Ziff. 36 ff.). 

Mit dem Beschwerdeführer (act. 1 Ziff. 38) trifft zu, dass die Begründung der IV-Stelle 
(Arbeitsfähigkeit von zunächst 70 % ab Oktober 2015 und ab Oktober 2018 von 80 % in 
angestammter Tätigkeit zufolge positiver Entwicklung) den gutachterlichen 
Stellungnahmen widerspricht. Tatsächlich attestierte bereits die orthopädische Expertin 
eine Arbeitsfähigkeit von gleichbleibend lediglich noch 70 % in der angestammten 
Tätigkeit seit Oktober 2015 (IV-act. 88 S. 23), was im polydisziplinären Konsens mit 
ergänzender Stellungnahme vom 9. Juni 2020 übernommen wurde (IV-act. 122 S. 6). 
Weiter trifft es zu, dass sich der zeitliche Verlauf der Arbeitsfähigkeit anhand der 
gutachterlichen Angaben nicht ohne Weiteres nachvollziehen lässt, da sich die Gutachter 
insbesondere nicht auseinandergesetzt haben mit der gesundheitlichen Situation ab ca. 
Sommer/Herbst 2016 (act. 1 Ziff. 39). Damals bestand ausweislich der Akten offenbar ein 
akuter Tennisellenbogen. Dieser verursachte nicht nur gemäss der behandelnden 
Orthopädin (etwa: IV-act. 8 S. 22), sondern auch etwa gemäss orthopädischem 
Assessment der C.________ (Expertise vom 20. Juni 2016 zuhanden der 
Taggeldversicherung, IV-act. 8 S. 9 ff.) und konsiliarischer Einschätzung des leitenden 
Oberarztes Orthopädie der Klinik I.________ (IV-act. 8 S. 7), zumindest vorübergehend 
weitergehende Einschränkungen als sie im Gutachten der D.________ dokumentiert sind 
(gemäss C.________-Expertise: Heben und Tragen auch schon leichterer Gegenstände 
mit dem rechten Arm nicht möglich, ebenso wenig wie das geschickte Handhaben schon 
leichter Gegenstände). Diese Vorbefunde wurden im orthopädischen Teilgutachten der 
D.________ zwar wiedergegeben (IV-act. 88 S. 22), jedoch – entgegen der verwendeten 
Überschrift "Beurteilung des bisherigen Verlaufs […]" – nicht gewürdigt. Dies haben die 
Gutachter auch mit ergänzender Stellungnahme vom 9. Juni 2020 nicht nachgeholt (IV-
act. 122 S. 4 oben). Das Versäumnis wiegt umso schwerer, als damit nicht nur die 
Zumutbarkeit der angestammten Tätigkeit während der akuten Phase der Epicondylitis 
humeri radialis (des Tennisellenbogens; soweit aus den Akten ersichtlich: Ab Dezember 
2015 und bis im Jahr 2016) in Frage gestellt ist, sondern auch das von der D.________ 
ohne weiteres hierauf als gleichbleibend postulierte Leistungsbild für eine 
leidensangepasste Verweistätigkeit. 

4.4.3 Angesichts des Ausgeführten ist eine Rückweisung an die IV-Stelle angezeigt. 
Diese wird bei der D.________ eine ergänzende, begründete Stellungnahme einzuholen 

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haben zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus orthopädischer 
Sicht seit Oktober 2015. Die Gutachter haben sich dabei mit den aktenkundigen 
Vorbefunden und dokumentierten Einschränkungen auseinanderzusetzen. Allfällig von 
den Vorakten abweichende Einschätzungen sind zu diskutieren. Dabei werden sie 
selbstverständlich auch das Anforderungsprofil der angestammten Tätigkeit zu 
berücksichtigen haben (act. 1 Ziff. 40), wie es sich aus dem Fragebogen für 
Arbeitgebende ergibt (IV-act. 11). Je nach Ergebnis der ergänzenden gutachterlichen 
Stellungnahme wird die Verwaltung gegebenenfalls einen Einkommensvergleich 
durchzuführen und neu über den Rentenanspruch des Versicherten zu entscheiden 
haben. 

Kein weiterer Abklärungsbedarf besteht aus versicherungsmedizinischer Sicht – entgegen 
dem Beschwerdeführer (act. 1 Ziff. 55) – hinsichtlich einer allfälligen Schlafapnoe, zumal 
bereits der pneumologische Gutachter der D.________ nachvollziehbar ausführte, dass 
eine solche die Arbeitsfähigkeit nicht in nennenswerter Weise tangiere (IV-act. 88 S. 48). 

5. Die Sache ist nach dem Gesagten zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und 
zum anschliessenden Neuentscheid über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In diesem Sinne erweist sich die Beschwerde 
als im Subeventualantrag begründet und ist gutzuheissen. Nachdem es darum geht, eine 
Präzisierung bzw. Ergänzung der gutachterlichen Ausführungen einzuholen und alsdann 
vor neuer Verfügung über den Rentenspruch allenfalls den Einkommensvergleich 
durchzuführen – was bisher unterblieben ist –, erweist sich eine Rückweisung auch unter 
dem Gesichtswinkel des BGE 139 V 99 E. 1.1 als rechtmässig. 

6. Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. Praxisgemäss 
wird die Rückweisung einem Obsiegen gleichgestellt, womit dem anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zusteht. Dem Beschwerdeführer ist zulasten 
der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG auszurichten, 
welche ermessensweise auf Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und MWST) festgesetzt wird.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung der IV-Stelle Zug 
vom 25. September 2020 aufgehoben wird. Die Sache wird an die IV-Stelle Zug 
zurückgewiesen, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen 
über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, die der Beschwerdegegnerin 
auferlegt wird. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– zurückerstattet.

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung im Betrage von Fr. 2'000.– (inkl. Auslagen und MWST) 
zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle des Kantons Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und 
zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 6. April 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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versandt am