# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 770c7b27-5829-53ff-9ca1-269a5a179d09
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.08.2011 S 2011 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2011-68_2011-08-23.pdf

## Full Text

S 11 68

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 23. August 2011

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren am 18. Dezember 1946, erlitt am 30. November 2010 beim 

Fussballspielen einen Unfall mit Zahnbeschädigung. Gemäss 

Zahnschadenformular des behandelnden Zahnarztes, Dr. med. dent. … 

(nachfolgend: Dr. …), vom 22. Dezember 2010 ist dabei die bestehende 

Brücke 12 x 21 x 23 x 25 am Übergang 11/21 gebrochen. Die Brücke 21 - 25 

könne gemäss Dr. … erhalten bleiben. Zur Behebung der Unfallfolgen 

beziehungsweise zur definitiven Versorgung des Verletzten schlug Dr. … vor, 

die Zahnbeschädigung mittels Implantat 12 mit Implantat-Krone 12 und 

Flieger 11 zu beheben. Die Kosten dieser Behandlung kämen laut 

Kostenvoranschlag von Dr. … vom 22. Dezember 2010 auf Fr. 4'429.10 zu 

liegen. Am 7. März 2011 erhöhte der behandelnde Zahnarzt den 

Kostenvoranschlag auf Fr. 5'061.65. Die Mehrkosten gegenüber dem ersten 

Kostenvoranschlag würden sich dabei aus höheren Wundkontroll- und 

Wundbehandlungskosten sowie aus höheren externen Laborkosten ergeben. 

Die erfolgten Untersuchungen führten Dr. … sodann zur Erkenntnis, dass 

entgegen der ursprünglichen Prognose auch die Brücke 21 - 25 ersetzt 

werden müsse, damit eine lang dauernde Versorgung gewährleistet werden 

könne. Gemäss Kostenvoranschlag vom 7. März 2011 von Dr. … betragen 

die Kosten für den Ersatz der kompletten Brücke 12 - 25 Fr. 11'290.--.

2. Mit Schreiben vom 25. Januar 2011 lehnte die für den Unfall zuständige 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) nach 

Rücksprache mit ihrem beratenden Zahnarzt, Dr. med. dent. … (nachfolgen 

Dr. …), die vorgeschlagene Implantatsversorgung mit der Begründung, die 

Behandlung sei nicht adäquat zum Zustand des Restgebisses, ab. Es handle 

sich um ein nur bedingt saniertes Lückengebiss. Die beiden Brücken im 

Oberkiefer seien zudem von einer Qualität hinsichtlich der Passgenauigkeit, 

die bestenfalls einem Langzeitprovisorium gleichkomme. Als zweckmässige 

Behandlung könne eine Modellgussprothese mit Klammern bezahlt werden. 

3. Auf Verlangen des Versicherten bestätigte die SUVA diesen Entscheid mit 

Verfügung vom 14. März 2011. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte 

mit Schreiben vom 16. März 2011 Einsprache mit dem sinngemässen Antrag, 

die SUVA solle die dem heutigen zahnmedizinischen Standart entsprechende 

Behandlung der Unfallfolgen übernehmen. Der Versicherte führte aus, sein 

Gebiss sei vor dem Unfall voll funktionsfähig gewesen. Der Unfall habe den 

Abbruch zweier Zähne sowie den Bruch einer bestehenden Brücke bewirkt. 

Nun müsse der Zustand vor dem Unfall wieder hergestellt werden. 

Demzufolge habe die SUVA für die abgebrochenen Zähne eine 

Implantatversorgung und die Reparatur der gebrochenen Brücke zu 

übernehmen. Dies, auch wenn die vorbestandene Brückenversorgung 

hinsichtlich Qualität nur einem Langzeitprovisorium gleiche. Es gehe nicht an, 

auf einen Vorzustand hinzuweisen, der die vorgeschlagene 

Wiederherstellung der vorbestandenen Funktionsfähigkeit als nicht adäquat 

bezeichne. 

4. a) Im Rahmen des Einspracheverfahrens beauftrage die SUVA ihren 

beratenden Zahnarzt Dr. … mit der Abklärung der Frage, welche Behandlung 

die SUVA im Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Versorgung 

zur Behebung der Unfallfolgen übernehmen könne. In seinem Bericht vom 11. 

April 2011 bestätigte Dr. … seine ursprüngliche Beurteilung vom 13. Januar 

2011, wonach die vorgeschlagene Implantatsversorgung nicht adäquat zum 

Zustand des Restgebisses sei. Als adäquat erachte er eine 

Modellgussprothese mit Klammern.

b) Mit Entscheid vom 20. April 2011 wies die SUVA die Einsprache des 

Versicherten sodann ab. Als integrierender Bestandteil des 

Einspracheentscheids legte die SUVA das Schreiben von Dr. … vom 11. April 

2011 bei. Zur Begründung führte die SUVA aus, aufgrund des Zustandes des 

Restgebisses und gestützt auf die Beurteilung von Dr. … könne kein Implantat 

als lang dauernde Versorgung im Rahmen einer wirtschaftlichen und 

zweckmässigen Versorgung bewilligt werden. Die von Dr. … vorgeschlagene 

Behandlung mittels Implantat übersteige den Rahmen der UVG-

Versicherung. Die SUVA könne im Rahmen einer wirtschaftlichen und 

zweckmässigen Versorgung eine Modellgussprothese gut sprechen. Falls der 

Versicherte trotzdem eine festsitzende Versorgung wünsche, würde sich die 

SUVA an der Behandlung pro forma mit Fr. 3'100.-- beteiligen, ohne jedoch 

für die ausgeführte, nicht bewilligte Arbeit zu haften. 

5. Dagegen erhob der Versicherte am 20. Mai 2011 Beschwerde ans 

Verwaltungsgericht Graubünden mit den Anträgen auf Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 20. April 2011 und auf Verpflichtung der 

Beschwerdegegnerin, dem Beschwerdeführer die Kosten für eine 

Implantatversorgung sowie für den Ersatz der gesamten Brücke 12 - 25 zu 

erstatten. Zur Begründung seiner Anträge führte der Beschwerdeführer aus, 

das vorliegende Gutachten von Dr. … sei, da von der Beschwergegnerin in 

Auftrag gegeben, ein Parteigutachten, dessen Objektivität kritisch hinterfragt 

werden müsse. Weiter verkenne die Vorinstanz, dass infolge des Unfalls zwei 

intakte Zähne zerbrochen seien und demzufolge für die Zahnrekonstruktion 

die Brückenversorgung eine neue Verankerung bedinge. Er habe Anspruch 

auf eine möglichst vollständige Beseitigung der unfallbedingten körperlichen 

oder psychischen Beeinträchtigungen. Hierzu sei ein Ersatz der gesamten 

Brücke mit einer Implantatversorgung unumgänglich. Es könne nicht 

angehen, dass zwei eigene Zähne einzig durch eine Modellgussprothese 

ersetzt werden, nur weil die gesamte Gebissfunktion vor dem Unfall angeblich 

bereits eingeschränkt gewesen sein soll. Es sei nicht rechtens, für die 

Ablehnung der beantragten Kostenübernahme auf den Zustand des 

Restgebisses abzustützen. Eine Implantatversorgung sei eine adäquate, 

standardmässige Behandlung bei abgebrochenen Zähnen. Es könne auch 

nicht von zwei gleichermassen zweckmässigen Behandlungsalternativen die 

Rede sein (Verweis auf BGE 128 V 66 S. 70). Des Weiteren könne gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur ein grobes Missverhältnis zwischen 

der Höhe der Heilungskosten und dem zu erwartenden Heilerfolg eine 

Leistungsverweigerung begründen (Verweis auf 109 V 41 S. 44). Selbst bei 

einem Kostenvoranschlag von Fr. 8'000.-- und geltend gemachten Fr. 30'000.-

- liege gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kein grobes 

Missverhältnis vor. Vorliegend schlage der von der Beschwerdegegnerin 

beauftragte Gutachter eine Kostenübernahme im Umfang von Fr. 3'100.-- vor. 

Die Kosten für die vorgeschlagene Behandlung mit einer Implantatversorgung 

und Ersatz der gesamten Brücke würden sich gesamthaft auf Fr. 12'855.95 

belaufen Im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung könne folglich 

nicht von einem Missverhältnis gesprochen werden. 

6. Mit Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2011 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie führte aus, der 

Kostenvoranschlag des behandelnden Zahnarztes Dr. … beinhalte eine 

Behandlung der Unfallfolgen mittels Implantat. Abgesehen von 

unkommentierten Kostenvoranschlägen seien jedoch keine weiteren 

Stellungnahmen des behandelnden Zahnarztes vorhanden. Sie habe die 

Akten zur Prüfung der Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der 

Zahnversorgung ihrem beratenden Zahnarzt Dr. … vorgelegt. Dieser habe 

aufgrund des offenbar äusserst schlechten Vorzustands des Gebisses des 

Versicherten eine Versorgung mittels Implantat für nicht adäquat empfunden 

und daher eine Versorgung mittels Teilprothese vorgeschlagen. Es liege 

vorliegend nur eine zahnärztliche Beurteilung vor, nämlich jene von Dr. ... 

Dieser verfüge über die für die Beurteilung notwendigen Röntgenbilder des 

Beschwerdeführers und das Zahnschadenformular gemäss KVG, welches 

über den Vorzustand und die Unfallschäden Auskunft gebe. Zudem sei seine 

Einschätzung einleuchtend und führe zu begründeten Schlussfolgerungen, 

weshalb dieser zahnärztlichen Beurteilung voller Beweiswert zukomme. 

Überdies sehe auch das Bundesgericht die Versorgung mittels Prothese als 

echte Alternative zu einem Implantat (K 190/00). Die SUVA habe vorliegend 

die Kosten und Nutzen von zwei verschiedenen in Betracht fallenden 

Behandlungsmethoden abgewägt. Das vom Beschwerdeführer zitierte 

Bundesgerichtsurteil (109 V 44) sei hier nicht anwendbar, da dieses einen Fall 

behandle, in welchem nur eine Behandlungsmethode zur Verfügung stand 

und deren Nutzen im Verhältnis zu den Kosten abgewägt werden musste. 

Lediglich dort komme die Rechtsprechung bezüglich grobem Missverhältnis 

zur Anwendung. 

7. Mit Replik vom 24. Juni 2011 präzisierte der Beschwerdeführer seine Anträge 

dahingehend, dass der Einspracheentscheid vom 20. April 2011 aufzuheben 

und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, dem Beschwerdeführer die 

Kosten für eine Implantatversorgung mit Implantat-Krone 12 und Flieger 11 

mit geschätzten Gesamtkosten von Fr. 5'061.65 zu erstatten. Weiter sei das 

Schreiben von Dr. … vom 22. Juni 2011 als Beweismittel Nr. 13 aufzunehmen. 

Sollte die Beurteilung des behandelnden Zahnarztes nach Meinung des 

Verwaltungsgerichts nicht ausreichen, sei zusätzlich ein unabhängiges 

Fachgutachten einzuholen. Seine präzisierten Anträge begründete der 

Beschwerdeführer damit, dass zwischenzeitlich die Möglichkeiten der 

Implantatversorgung mit dem behandelnden Zahnarzt im Detail hätten 

besprochen werden können. Dabei hätten sie festgestellt, dass die Variante 

Implantat 12 mit Implantat Krone 12 und Flieger 11 mit geschätzten 

Gesamtkosten von Fr. 5'061.65 als geeignet beurteilt werden und auf den 

Ersatz der gesamten Brücke aus Kosten-/Nutzenüberlegungen verzichtet 

werden könne. Laut Dr. … sei die Modellgussprothese kein adäquater Ersatz, 

da der Patient vor dem Unfall festsitzend versorgt war und seiner Meinung 

nach auch hinterher wieder festsitzend versorgt sein sollte. Der 

Beschwerdeführer sei seit dem Jahre 2004 bei Dr. … in Behandlung, weshalb 

er als behandelnder Zahnarzt mit der konkreten Situation sehr vertraut sei. 

Dies sei nicht ganz unwesentlich, da die Beurteilung des Gutachters der 

Beschwerdegegnerin lediglich auf Aktenseinsicht beruhe. Zudem trage die 

präzisierte Kostengutsprache dem Gebot der Wirtschaftlichkeit noch mehr 

Rechnung. Die Differenz zur bewilligten pro forma Kostenvergütung von Fr. 

3'100.-- betrage lediglich rund Fr. 2'000.--.

8. Duplicando hielt die Beschwerdegegnerin am 4. Juli 2011 an ihren Anträgen 

fest und verwies erneut auf das Bundesgerichtsurteil K 190/00. Dr. … bringe 

in der Beurteilung vom 22. Juni 2011 zuhanden des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers lediglich seine Meinung zum Ausdruck („mir scheint“), 

ohne diese weiter zu begründen. Überdies kenne der behandelnde Zahnarzt 

den Patienten offenbar doch nicht so gut, da dieser sämtliche nicht 

notfallmässigen Zahnbehandlungen in Kroatien habe durchführen lassen. 

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet der Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 20. April 2011. Unbestritten ist dabei, dass der 

Unfall vom 30. November 2010 den Bruch der bestehenden Brücke sowie den 

Verlust der Zähne 12 und 11 verursacht hat. Nachfolgend gilt es zu prüfen, 

welche Zahnsanierung die Beschwerdegegnerin im Rahmen einer 

wirtschaftlichen und zweckmässigen Behandlung zu übernehmen hat. 

2. Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nicht 

etwas anderes bestimmt. Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte 

Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Der 

Behandlungsanspruch umfasst dabei nicht alle erdenklichen medizinischen 

Vorkehren, sondern lediglich die zur Wiederherstellung der Gesundheit 

nötigen Massnahmen unter Einsatz angemessener Mittel. Dementsprechend 

haben sich alle Behandlungsmassnahmen gemäss Art. 54 UVG auf das den 

Behandlungszweck geforderte Mass zu beschränken. Der Versicherer hat 

demnach sowohl gegenüber dem die Behandlung ausführenden Arzt als auch 

gegenüber dem Versicherten das Recht, die Übernahme von unnötigen 

therapeutischen oder von solchen Massnahmen, die durch weniger 

kostspielige ersetzt werden können, abzulehnen (A. Rumo-Jungo, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3 Aufl., Zürich 2003, S. 272 f.; 

BGE 109 V 43 E. 2a). 

3. a) Im Sozialversicherungsprozess gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung, wonach die Organe der Rechtspflege frei von 

Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung entscheiden. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 

der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtend und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 

125 V 352 E. 3a). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann sodann 

auch einem reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommen, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht 

(Bundesgerichtsurteil 8C_540/2007 vom 27. März 2008 E. 3.2; Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 330/02 vom 5. Dezember 2003 E. 

2.3). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

dessen Inhalt (BGE 125 V 352 E. 3a, AHI 2001 S. 113 f. E. 3a, RKUV 2003 U 

487 S. 345 E. 5.1). Des Weiteren gilt es festzuhalten, dass die SUVA in 

beweisrechtlicher Hinsicht ein zur Objektivität verpflichtetes 

gesetzesvollziehendes Organ ist. Daraus folgt, dass auch den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert beigemessen werden 

kann, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache, dass der angefragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr 

besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 125 V 353 f. E. 

3b/ee, 122 V 161 E. 1c). Im Rahmen der freien Beweiswürdigung ist es 

grundsätzlich zulässig, dass der Richter den Entscheid allein auf 

versicherungsinterne Entscheidungsgrundlagen stützt (BGE 122 V 157 ff.). 

b) Vorliegend schlug der behandelnde Zahnarzt Dr. … zur Behebung der 

Unfallfolgen die Entfernung des Zahnes 12, den Ersatz mittels einem 

Implantat Regio 12 und eine Implantat-Krone mit Flieger auf 11 vor. 

Demgegenüber erachtet der beratende Zahnarzt der SUVA, Dr. …, vor dem 

Hintergrund des Sanierungsgrades des Restgebisses ein Implantat mit 

Flieger als nicht adäquate Versorgung. Als wirtschaftliche und zweckmässige 

Versorgung schlug er eine Modellgussprothese mit Klammern vor. Die 

Vorinstanz stütze ihren Einspracheentscheid vom 20. April 2011 vorliegend 

auf den Arztbericht von Dr. … vom 11. April 2011 und sprach diesem vollen 

Beweiswert zu. In erwähntem Bericht hält Dr. … fest, unter Berücksichtigung 

des Sanierungsgrades des Restgebisses sei eine Modellgussprothese mit 

Klammern als eine adäquate Versorgung der Lücke 12, 11 zu betrachten. Es 

seien im vorliegenden Gebiss sieben Zähne fehlend und nicht ersetzt worden. 

Folglich bestehe lediglich eine reduzierte Restbezahnung. Zusätzlich seien 

die Unterkieferzähne stark abradiert, was auf eine erhöhte Belastung dieser 

Zähne durch starke Parafunktion hindeute. Demnach sei die Gebissfunktion 

schon vor dem Unfall eingeschränkt gewesen. Die beiden Brücken im 

Oberkiefer würden bei allen Kronen deutliche Passungenauigkeiten und damit 

mangelhaften Randschluss und abstehende Kronenränder aufweisen. 

Dadurch werde eine optimale Pflege, welche eine Voraussetzung für 

entzündungsfreie Schleimhautverhältnisse sei, massiv eingeschränkt. Eine 

persistierende chronische Zahnfleischentzündung sei ungünstig für die 

Prognose eines Dentalimplantates. In diesem vom Versicherten nicht 

entsprechend gepflegten Gebiss erachte er daher eine Implantatversorgung 

als nicht adäquat. Die Kosten für die von ihm vorgeschlagene 

Modellgussprothese würden inklusive Befund, Versicherungsformular, 

Extraktion, Provisorium und Prothese approximativ Fr. 3'100.-- betragen. 

c) Der Beurteilung der Vorinstanz, welche dem Arztbericht von Dr. … vom 11. 

April 2011 vollen Beweiswert zusprach, vermag sich das Gericht 

anzuschliessen. Im erwähnten, ausführlichen Bericht legt der Facharzt 

nachvollziehbar und umfassend dar, warum er vorliegend eine 

Modellgussprothese mit Klammern einer Implantatversorgung, welche er als 

nicht adäquat erachtet, vorzieht. Zur Beurteilung der medizinischen Situation 

standen ihm dabei sämtliche hierzu erforderlichen Unterlagen wie 

Röntgenbilder sowie das Zahnschadenformular gemäss KVG, welches über 

den Vorzustand und die Unfallschäden Auskunft gibt, zur Verfügung. Die 

ärztlichen Einschätzungen von Dr. … sind überdies einleuchtend und führen 

zu begründeten Schlussfolgerungen. Demgegenüber liegen vom 

behandelnden Zahnarzt Dr. … lediglich einige unkommentierte 

Kostenvoranschläge vom 22. Dezember 2010 und vom 7. März 2011, sowie 

eine Beurteilung vom 22. Juni 2011 vor. In erwähnter Beurteilung an den 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers legt er jedoch, wie die Vorinstanz zu 

Recht festhält, lediglich seine Meinung ohne nachvollziehbare Begründung 

dar. Weiter scheint Dr. … den Beschwerdeführer, entgegen dessen in der 

Replik vorgebrachten Äusserung, nicht sehr gut zu kennen, ergibt sich doch 

schon aus Ziff. 4 des Berichts von Dr. … vom 22. Juni 2011, dass sich der 

Beschwerdeführer mehrheitlich in Kroatien hat behandeln lassen und lediglich 

notfallmässige Zahnbehandlungen bei Dr. … durchführen liess. Jedenfalls 

vermag der stellenweise vage Bericht von Dr. … die nachvollziehbare und 

schlüssige Beurteilung von Dr. … nicht in Zweifel zu ziehen. Das vom 

Beschwerdeführer beantragte Einholen eines zusätzlichen unabhängigen 

Fachgutachtens erübrigt sich demnach, da vorliegend vollumfänglich auf den 

umfassenden und verständlichen Facharztbericht von Dr. … abgestellt 

werden kann (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 II 469 E. 4a). Entgegen 

der Auffassung des Beschwerdeführers rechtfertigt sodann der Umstand 

allein, dass die ärztliche Stellungnahme des Dr. … von der SUVA eingeholt 

wurde, nicht Zweifel an ihrem Beweiswert (BGE 125 V 353 E. 3b/dd). Es sind 

vorliegend keine Umstände ersichtlich, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen liessen. 

d) Demnach ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass eine 

Implantatsversorgung vorliegend als nicht adäquat zum Zustand des 

Restgebisses erscheint. Die Vorinstanz hat die Kostenübernahme für die 

Implantatsversorgung demzufolge zu Recht abgelehnt und richtigerweise im 

Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Versorgung zur 

Behebung der Unfallfolgen eine Modellgussprothese als angebracht 

betrachtet. Diese Ergebnis erscheint auch vor dem Hintergrund des Gebots 

der Wirtschaftlichkeit (Art. 54 UVG) als angebracht, kommt doch die 

Behandlung mittels Modelgussprothese den Versicherer deutlich billiger zu 

stehen als eine Versorgung mittels Implantat. Die Beschwerdegegnerin hat 

demnach vorliegend lediglich die Kosten für die Behandlung mittels 

Modellgussprothese mit Klammern zu übernehmen. 

e) An diesem Ergebnis vermag auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf 

BGE 109 V 44 nichts zu ändern. In jenem Entscheid ging es nicht wie 

vorliegend um zwei verschiedene in Betracht fallende Behandlungsmethoden 

(Prothese/Implantat), sondern nur um eine Behandlungsmethode, deren 

Nutzen im Vergleich zu den Kosten abzuwägen war. Daher kann auch aus 

dem Hinweis auf den erwähnten Bundesgerichtsentscheid nichts zu Gunsten 

des Beschwerdeführers abgeleitet werden. 

4. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 20. April 2011 erweist sich 

demzufolge in jeder Beziehung als rechtens, was zur Abweisung der 

Beschwerde führt. Gerichtskosten werden keine erhoben, da das Verfahren 

vor dem kantonalen Versicherungsgericht - ausser bei mutwilliger oder 

leichtsinniger Prozessführung - gemäss Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über 

den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

kostenlos ist. Eine aussergerichtliche Entschädigung an die Vorinstanz entfällt 

(Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.