# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89e544db-64f0-5a9a-b3fe-416f732b973b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.08.2015 725 2015 67 / 195 (725 15 67 / 195)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2015-67---195_2015-08-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  13. August 2015 (725 15 67 / 195) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Der Versicherer hat die Kausalität zwischen Beschwerden und Unfall ursprünglich aner-

kannt, weshalb er die Beweislast für den Wegfall der Kausalität trägt. Da vorliegend die-

ser Beweis nicht erbracht wurde, gilt der Unfall weiterhin als Ursache für die geklagten 

Beschwerden. 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Markus Mattle, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1973 geborene A.____ war seit dem 1. April 2014 als Bodenleger bei der B.____ 
GmbH angestellt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei der Schweizerischen Unfallver-
sicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 
versichert. Gemäss Schadenmeldung vom 22. Mai 2014 sei A.____ am 9. Mai 2014 ausge-

 

 
 
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rutscht, als er eine Garagenrampe mit Plastikfolie habe überdecken wollen. Nach 2 - 3 Tagen 
habe er seine Finger nicht mehr gespürt. Die SUVA erbrachte für die Folgen dieses Unfalls die 
gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Mit Verfügung vom 18. 
August 2014 schloss die SUVA den Fall ab und stellte die Versicherungsleistungen per 25. Juli 
2014 ein.  
 
Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 9. Januar 2015 
von der SUVA abgewiesen.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Al-
termatt, am 13. Februar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid auf-
zuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin über den 25. Juli 2014 hinaus 
die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen habe.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 31. März 2015 beantragte die SUVA, vertreten durch Ad-
vokat Andrea Tarnutzer, die Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungs-
leistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 9. Mai 2014 zu Recht per 25. Juli 2014 ein-
gestellt hat.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-

 

 
 
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lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person.  
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – vor-
aus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitli-
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Um die Leistungspflicht des Unfallversicherers bejahen zu können, muss zwischen dem 
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern auch ein adä-
quater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als 
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 
462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusam-
menhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schä-
digung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu 
beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche 
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürli-
chen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). 
 

 

 
 
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2.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natür-
liche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 
(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ver-
lauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Sta-
tus quo sine). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits-
schadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tat-
frage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer. Dieser muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbrin-
gen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist 
allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung 
verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer 
den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass 
die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Sozialversicherungsrecht – Rechtspre-
chung [SVR] 2008 UV Nr. 11 S. 35 E. 3.3 mit Hinweisen). Beizufügen ist, dass die Beweislast-
regel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das Dahinfallen 
der natürlichen Unfallkausalität trägt, erst Platz greift, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermit-
teln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu ent-
sprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-
salzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen 
sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medi-
zinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. 
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 
Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 
bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei-
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-

 

 
 
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hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 
E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
4.  Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und der Frage der 
Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 9. Mai 2014 und den heute vorliegenden Be-
schwerden liegen im Wesentlichen folgende medizinischen Unterlagen vor: 
 
4.1 Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. D.____, FMH Allgemeinmedizin, hielt mit Arztzeug-
nis vom 13. Mai 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 13. - 16. Mai 2014 wegen des Un-
fallereignisses fest.  
 
4.2 Mit Bericht vom 23. Juni 2014 führte Dr. med. E.____, FMH Neurologie, gestützt auf 
eine Elektroneuromyographie (ENMG) vom 20. Juni 2014 aus, der Patient habe unmittelbar 
nach dem Unfall keine relevanten Beschwerden gehabt. Bei Wiederaufnahme der Arbeit zwei 
Tage später – nach dem Wochenende – habe der Patient eine Kraftminderung in der rechten 
Hand bemerkt, welche sich am nächsten Tag zusätzlich akzentuiert habe. Zugleich habe er 
auch Temperatur-Missempfindungen verspürt. Er habe kurzzeitlich auch eine deutliche Verfär-
bung der Hand („schneeweiss“) bemerkt. Die Schmerzen seien nicht im Vordergrund gestan-
den, jedoch eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit in der rechten Hand. Es hätten keine 
Nackenschmerzen bestanden und das Gefühl sei subjektiv intakt gewesen. St.n.CTS-OP 
rechts. Klinisch und neurographisch könne ein relevanter posttraumatischer Nervenschaden 
praktisch ausgeschlossen werden, insbesondere bestehe kein Hinweis für ein Rezidiv des Kar-
paltunnel-Syndroms rechts. Bei positiven Tinel-Zeichen über Ulno-Karpalgelenk rechts, fragli-
cher Atrophie und Denervationszeichen im M. interosseus dorsalis I rechts dürfte wahrschein-
lich eine leichte Ulnaris-Neuropathie über Loge de Guyon vorliegen, was jedoch die Gesamtkli-
nik nicht erkläre. Aufgrund der deutlich eingeschränkten Fingerbeweglichkeit, im Seitenver-
gleich markanten Schwellung der Finger sowie vom Patient berichteten vegetativen Störungen 
(wechselnde Temperatur-Missempfindungen zwischen warm und kalt sowie weissliche Verfär-
bung der Finger) sei am ehesten von einem beginnenden CRPS auszugehen.  
 

 

 
 
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Mit Schreiben vom 8. Juli 2014 führte Dr. E.____ aus, unter der eingeleiteten Ergotherapie sei 
die CRPS-Symptomatik zwischenzeitlich deutlich regredient, der Patient berichte über eine 
Kraftzunahme in der Hand um ca. 30 %. Neurologisch könne das initial vermutete Loge de 
Guyon-Syndrom rechts aktuell nun auch neurographisch bestätigt werden, wobei die Läsions-
höhe eher proximal zu vermuten sei.  
 
4.3 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, hielt am 18. Juli 2014 fest, es sei zumindest nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass ein Loge de Guyon-Syndrom 3 Tage nach einer Kontusion symptomatisch 
werde. Ursachen für dieses Syndrom seien nicht einmalige Ereignisse ohne sonstige strukturel-
le Läsionen.  
 
4.4 Dr. med. G.____, FMH Medizinische Radiologie/Radiodiagnostik, nahm am 11. Juli 2014 
eine Röntgen-Arthrographie und eine Magnetresonanz-Tomographie des Handgelenks rechts 
vor. In seiner Beurteilung führte er aus, es liege ein mehrkammriges Handgelenksganglion ulnar 
palmar in der Region der Guyon-Loge vor, welches vermutlich zu einer Beeinträchtigung des 
Nervus ulnaris führe. Es würden keine Fraktur und keine Bandläsionen vorliegen. Der TFCC sei 
intakt. 
 
4.5 Dr. F.____ hielt in seiner Beurteilung vom 14. August 2014 fest, bei der Magnetreso-
nanz-Tomographie zwei Monate nach dem Ereignis vom 9. Mai 2014 hätten keine strukturellen 
Unfallfolgen nachgewiesen werden können. Die aller Wahrscheinlichkeit nach das Syndrom 
verursachenden Ganglien seien nicht nur mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, sondern mit 
an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als Folge des Ereignisses anzusehen. Völlig 
untypisch für Unfallfolgen sei auch, dass zunächst Beschwerdefreiheit bestehe und erst zwei 
bis drei Tage später sich zunehmend Beschwerden einstellen würden. Er komme zu der Beur-
teilung, dass das Loge de Guyon-Syndrom rechts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
unfallbedingt, sondern durch vorbestehende krankhafte Veränderungen, verursacht sei. Selbst 
eine vorübergehende Traumatisierung sei eher unwahrscheinlich. Dazu hätten die Beschwer-
den unmittelbar nach dem Ereignis und nicht erst zwei bis drei Tage später auftreten müssen.  
 
4.6 Mit Schreiben vom 24. November 2014 führte Dr. E.____ aus, beim Patienten sei in der 
Vorgeschichte ein Karpaltunnel-Syndrom bekannt, welches früher operiert worden sei. Betroffen 
sei dabei der N. medianus. Am 9. Mai 2014 habe sich der bekannte Unfall ereignet. Die an-
schliessenden Beschwerden in der rechten Hand seien sowohl klinisch als auch elektrophysio-
logisch einem anderen Nerv zuzuordnen (N. ulnaris). Diese Beschwerden seien nicht durch das 
frühere Karpaltunnel-Syndrom zu erklären.  
 
4.7 Am 2. Dezember 2014 führte Dr. F.____ aus, der behandelnde Neurologe Dr. E.____ 
habe in seinem eigenen Befund vom 20. Juni 2014 eine „leichte Ulnaris-Neuropathie, die Ge-
samtklinik nicht erklärend“, und auch nur „wahrscheinlich“ beschrieben. Ausserdem sei der Be-
fund symmetrisch, was gegen eine Unfallgenese spreche.  
 

 

 
 
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Am 7. Januar 2015 nahm Dr. F.____ zum Bericht von Dr. E.____ vom 24. November 2014 Stel-
lung und verwies vorweg auf seine Beurteilung vom 14. August 2014. Neue medizinische In-
formationen würden nicht vorliegen. Ursächlich für das Loge de Guyon-Syndrom rechts sei sehr 
wahrscheinlich ein mehrkammriges Handgelenksganglion in der Region dieser Loge, welches 
auf den Nervus ulnaris Druck ausübe. Bereits in der Beurteilung vom 14. August 2014 habe er 
erläutert, dass dieses mehrkammrige Handgelenksganglion nicht überwiegend wahrscheinlich 
als Unfallfolge eines zwei Monate vorher stattgehabten Ereignisses zu werten sei. Insgesamt 
seien keine strukturellen Läsionen nachgewiesen, welche als Unfallfolge zu werten seien. Aktu-
elle Beschwerden seien nicht überwiegend wahrscheinlich als Unfallfolge zu werten.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhal-
tes im Einspracheentscheid vom 9. Januar 2015 vollumfänglich auf die Ausführungen des 
Kreisarztes Dr. F.____ vom 14. August 2014 und vom 7. Januar 2015. Sie ging demzufolge 
davon aus, dass beim Versicherten im Zeitpunkt, auf den sie die strittige Leistungseinstellung 
anordnete (25. Juli 2014), keine Unfallfolgen mehr vorlagen, die mit dem erforderlichen Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 9. Mai 2014 zurückge-
führt werden konnten.  
 
Der den Beschwerdeführer behandelnde Arzt Dr. E.____ beziehe zur Frage der Kausalität nicht 
konkret Stellung. Er führe lediglich aus, es habe sich ein Unfall ereignet und die heutigen Be-
schwerden seien nicht durch das frühere Karpaltunnel-Syndrom zu erklären, da die Schmerzen 
einem anderen Nerv zuzuordnen seien.  
 
5.2 Die Feststellungen von Dr. F.____ vermögen nicht vollends zu überzeugen. 
Dr. F.____ erklärt nicht, weshalb das Ganglion, welches für das Guyon-Syndrom  
ursächlich ist, nicht eine Folge des Unfalls vom 9. Mai 2014 sein soll, obwohl die Ursache  
eines Ganglions unklar ist und auch die Entstehung durch einen Unfall in medizinischen  
Texten nicht ausgeschlossen, sondern teilweise ausdrücklich aufgeführt wird (vgl.  
dazu „Merkblatt“ der Uniklinik Balgrist, Zürich, zum Ganglion im Internet: 
http://www.balgrist.ch/de/Portaldata/1/Resources/_files/orthopaedie/Patientenbrosch_Hand_Ga
nglion.pdf). Auch wenn weder in der Röntgen-Arthrographie noch in der Magnetresonanz-
Tomographie strukturelle Läsionen festgestellt wurden, ist nicht auszuschliessen, dass das 
Ganglion durch den Unfall entstanden ist, da für die Entstehung eines Ganglion eine strukturelle 
Läsion nicht notwendig ist. Es ist zudem denkbar, dass zwar das Ganglion nicht sofort durch 
den Unfall entstanden ist, der Unfall aber zu einer Verdickung bzw. Vergrösserung eines bereits 
bestehenden Ganglions und damit in der Folge zum Loge de Guyon-Syndrom geführt hat. Da-
mit wäre die Tatsache, dass die Beschwerden nicht sofort, sondern erst drei Tage nach dem 
Unfall aufgetreten sind, nachvollziehbar. Auch Dr. F.____ hält fest, eine vorübergehende Trau-
matisierung sei eher unwahrscheinlich. Damit schliesst er aber eine Traumatisierung nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit aus. Anzufügen bleibt, dass für die Bejahung der Kausalität 
ein Unfall als Teilursache, z.B. zusammen mit degenerativen Veränderungen, genügt.  
 
5.3 Nach der Rechtsprechung kommt dem Bericht eines versicherungsinternen Arztes nicht 
derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten 

 

 
 
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externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Es genügen bereits geringe 
Zweifel an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen eines versicherungsinternen Arztes, damit 
sein Gutachten nicht zu berücksichtigen ist (BGE 135 V 471 E. 4.7; vgl. auch oben E. 3.2). Ge-
stützt auf die obigen Erwägungen bestehen durchaus Zweifel an den Ausführungen von 
Dr. F.____, weshalb auf seinen Bericht nicht abgestellt werden kann. Somit ist aber der Nach-
weis, dass die geklagten Beschwerden nicht durch den Unfall herbeigeführt wurden, nicht mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben. Nachdem der Versicherer 
die Kausalität ursprünglich anerkannt hat, trägt dieser die Beweislast für den Wegfall der Kau-
salität (vgl. oben E. 2.4). Da vorliegend der Beweis für den Wegfall der Kausalität nicht erbracht 
wurde, gilt der Unfall über den 25. Juli 2014 hinaus als Ursache für die geklagten Beschwerden.  
 
6. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungs-
leistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 9. Mai 2014 per 25. Juli 2014 zu Unrecht 
eingestellt hat. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 9. Januar 2015 erhobene 
Beschwerde erweist sich als begründet, weshalb sie gutzuheissen und die Beschwerdegegne-
rin zu verpflichten ist, die gesetzlichen Leistungen über den 25. Juli 2014 zu erbringen.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben.  
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Beschwerdeführer als obsiegende Partei ist demnach eine Par-
teientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der in der Honorarnote 
vom 4. Juli 2015 für das vorliegende Verfahren geltend gemachte Zeitaufwand von 6 Stunden 
erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen. 
Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen in der Hö-
he von Fr. 78.--. Dem Beschwerdeführer ist demnach eine Parteientschädigung in der geltend 
gemachten Höhe von Fr. 1‘704.20 (6 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 78.-- zuzüglich 
8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
9. Januar 2015 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, 
dem Beschwerdeführer für den Unfall vom 9. Mai 2014 über den 
25. Juli 2014 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer für das vorlie-
gende Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 1‘704.20 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 9. November 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (siehe 
nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_830/2015) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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