# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb795a0c-35d9-589a-bdaf-7a25247cf7bc
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 19.02.2025 BEK 2024 166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2024-166_2025-02-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 14. Februar 2025
BEK 2024 166

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Viviane Liebherr,
Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann.

In Sachen A.________ AG,
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin,

gegen

B.________ GmbH,
Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin,

betreffend provisorische Rechtsöffnung
(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe 
vom 19. September 2024, ZES 2024 591);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. a) Mit Eingabe vom 11. September 2024 ersuchte die A.________ AG 
als Gläubigerin beim Bezirksgericht Höfe um provisorische Rechtsöffnung mit 
folgenden Anträgen, wobei sie die B.________ GmbH als Schuldnerin be-
zeichnete:

Es sei der Schuldner zu verpflichten, an die Gläubigerin zu bezahlen:

Fr. 1‘081.00 + 5.00 % Verzugszinsen ab dem 16.06.2024
Fr.  332.60 + 5.00 % Verzugszinsen ab dem 02.09.2024
Fr. 65.80 Betreibungskosten der Betreibung Nr. xx

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Schuldners.

Mit Verfügung vom 19. September 2024 trat der Einzelrichter am Bezirksge-
richt Höfe auf das Begehren nicht ein und auferlegte die Gerichtskosten von 
Fr. 100.00 der Gesuchstellerin (angefocht. Verfügung Dispositiv-Ziffer 1 und 
2).

b) Dagegen erhob die Gesuchstellerin am 26. September 2024 Beschwer-
de beim Bezirksgericht Höfe. Die Beschwerde ging dem Bezirksgericht am 
letzten Tag der zehntägigen Rechtsmittelfrist (vgl. Vi-act. E/1), mithin am 
30. September 2024, zu (KG-act. 2). Das Bezirksgericht leitete die Eingabe 
am 2. Oktober 2024 zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht weiter. Die 
Beschwerde ging beim Kantonsgericht am selben Tag ein (KG-act. 1). Die 
Gesuchstellerin beantragte darin, das Rechtsöffnungsbegehren sei nochmals 
zu prüfen (KG-act. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2024 bean-
tragte die Beschwerdegegnerin sinngemäss die Abweisung der Beschwerde, 
die Gerichtskosten seien der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und der Be-
schwerdegegnerin sei eine Entschädigung auszurichten (KG-act. 12).

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2. a) Der Einzelrichter erwog, auch im summarischen Rechtsöffnungsver-
fahren habe die gesuchstellende Partei ihr Gesuch umfassend zu begründen, 
mithin seien alle massgeblichen Tatsachen vorzubringen und die zulässigen 
Beweismittel zu benennen. Es gehe daher nicht an, dem Gericht nebst dem 
Rechtsbegehren lediglich acht Belege einzureichen, aus denen der entscheid-
relevante Sachverhalt zu berücksichtigen sei. Das Gesuch sei folglich man-
gels Begründung ungenügend. Darüber hinaus sei keine Nachfrist nach 
Art. 132 ZPO zur Verbesserung des Mangels anzusehen, denn die Verbesse-
rung diene nicht der Ergänzung von ungenügenden Eingaben; dies gelte auch 
für Laieneingaben (angefocht. Verfügung E. 2 und 3).

b) Die Zivilprozessordnung verlangt auch im summarischen Verfahren – 
anders als im vereinfachten Verfahren – eine Tatsachenbegründung (Art. 221 
Abs. 1 lit. d; Mazan, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 252 ZPO N 10). Das 
Rechtsöffnungsverfahren ist ein kontradiktorisches Verfahren, welches hin-
sichtlich der Sammlung des Prozessstoffs bzw. der Feststellung des ent-
scheidrelevanten Sachverhalts der Verhandlungsmaxime untersteht (ZR 117 
[2018] Nr. 42, S. 176). Die Tatsachenbehauptungen müssen in der Rechts-
schrift selbst dargelegt werden. Tatsachen, die sich lediglich aus einer Beilage 
zu einer Rechtsschrift ergeben, sind vom Gericht im Anwendungsbereich des 
Verhandlungsgrundsatzes (Art. 55 Abs. 1 ZPO) nicht zu beachten. Selbst mit 
einem allgemeinen Verweis in der Rechtsschrift auf eine Beilage oder mit der 
allgemeinen Erklärung, dass die eingereichten Akten als integrierender Be-
standteil der Rechtschrift gelten, wird der Behauptungslast nicht Genüge ge-
tan (Willisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 221 ZPO N 27). Das 
Rechtsöffnungsgesuch der Beschwerdeführerin enthält lediglich ein Rechts-
begehren nebst acht Beweisbeilagen, jedoch keine Begründung bzw. keinen 
Tatsachenvortrag. Die Beschwerdeführerin kommt ihrer Behauptungs- und 

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Substanziierungslast aber nicht nach, indem sie dem Gericht bloss Unterlagen 
vorlegt, aus denen dieses den entscheidrelevanten Sachverhalt herausfiltern 
muss (zit. ZR 117 [2018] Nr. 42, S. 176). Soweit sie dies im Rahmen des Be-
schwerdeverfahrens gleichsam nachholt, hilft ihr dies nicht, denn im Be-
schwerdeverfahren ist das Vorbringen neuer Tatsachenbehauptungen ausge-
schlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). 

c) Anzufügen ist, dass der Vorderrichter zu Recht von der Ansetzung einer 
Nachfrist absah. Denn die in Art. 132 Abs. 2 ZPO vorgesehene Nachfristan-
setzung dient nicht dazu, eine inhaltlich ungenügend begründete Eingabe zu 
ergänzen und zu vervollständigen. Dies gilt auch bei Laieneingaben 
(BGer 4A_55/2021 vom 2. März 2021 E. 4.1.2 und 5A_736/2016 vom 
30. März 2017 E. 4.3; Gschwend, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 132 ZPO 
N 18). Ob sich vorliegend ein solcher Anspruch allenfalls aufgrund von Art. 56 
ZPO ergeben hätte, erscheint zweifelhaft, denn die gerichtliche Fragepflicht 
setzt voraus, dass die Parteien die betreffenden Tatsachen überhaupt be-
haupten, was vorliegend nicht der Fall war (Gehri, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess-
ordnung, 4. A. 2024, Art. 56 ZPO N 8). Die Frage kann hier jedoch offenblei-
ben. Denn, vom Gesagten abgesehen, hat sich die Beschwerdeführerin – ge-
nauso wenig wie mit der Frage des fehlenden Tatsachenvortrags – mit den 
Erwägungen des Vorderrichters zur Nachfristansetzung nicht auseinanderge-
setzt, so dass sich mangels Vorliegens einer rechtsgenügenden Rechtsmittel-
schrift (hierzu vgl. Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 
ZPO Kommentar, 3. A., 2016, Art. 311 ZPO N 36 ff.; Freiburghaus/Afheldt, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Kommentar, 3. A., 2016, 
Art. 321 ZPO N 14 f.) weitere Ausführungen erübrigen.

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3. Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf über-
haupt einzutreten ist. Ausgangsgemäss gehen die Kosten des Beschwerde-
verfahrens zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine (Um-
triebs-)Entschädigung zugunsten der nicht anwaltlich vertretenen Beschwer-
degegnerin ist mangels Begründung nicht zu sprechen (Art. 95 Abs. 3 lit. c 
ZPO);-

beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 450.00 werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und vom Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
bezogen.

3. Es wird keine Entschädigung gesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Verfassungsbeschwerde 
beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt 
die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
mit Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der glei-
chen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist 
einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert beträgt Fr. 1‘413.60.

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5. Zufertigung an die Beschwerdeführerin (1/R), die Beschwerdegegnerin 
(1/R z.Hd. C.________ [Gesellschafter und Geschäftsführer]), die Vor-
instanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, 
mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin

Versand 19. Februar 2025  amu