# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ffed1ae-af1d-5171-82c8-fa1edfdade72
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.02.2021 200 2020 837
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-837_2021-02-11.pdf

## Full Text

200 20 837 IV
KOJ/FRN/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Februar 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. Oktober 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2021, IV/20/837, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1990 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Februar 2016 unter Hinweis auf ein Lymphödem in den 
Beinen erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 2). Mit Verfügung 
vom 2. September 2016 (AB 31) wies die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) das Leistungsbegehren mit der sinngemässen Begrün-
dung ab, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. 

Am 27. September 2017 (AB 32) ersuchte die Versicherte aufgrund einer 
schweren Magenentleerungsstörung mit progredientem Gewichtsverlust 
und schwerer Mangelernährung erneut um Leistungen der IV. Die IVB 
nahm wiederum medizinische und erwerbliche Abklärungen vor; sie holte 
namentlich eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
vom 20. Juni 2018 (AB 60) und einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb 
vom 14. September 2018 (AB 62) ein. Nach durgeführtem Vorbescheidver-
fahren (AB 63) verneinte sie mit Verfügung vom 3. Dezember 2018 (AB 66) 
den Rentenanspruch bei einem Status von 30 % Erwerbstätigkeit und 70 % 
Aufgabenbereich Haushalt sowie einem Invaliditätsgrad von 34 %. Das in 
der Folge angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Bern hiess die Be-
schwerde der durch Rechtsanwalt B.________ vertretenen Versicherten 
vom 18. Januar 2019 mit Urteil vom 21. Mai 2019, IV/2019/45, gut, hob die 
Verfügung der IVB vom 3. Dezember 2018 (AB 66) auf und wies die Sache 
an die IVB zurück, damit diese insbesondere eine interdisziplinäre Beurtei-
lung einhole und eine neue Haushaltsabklärung durchführe und anschlies-
send neu verfüge. 

B.

Die IVB nahm daraufhin neuerlich medizinische und erwerbliche Abklärun-
gen vor. Sie veranlasste eine polydisziplinäre (Allgemeine Innere Medizin, 
Gastroenterologie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-

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gungsapparates, Psychiatrie sowie Endokrinologie) Untersuchung bei der 
C.________ (MEDAS; vgl. Gutachten vom 16. Dezember 2019; AB 107.1-
6) und holte erneut einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb ein (Bericht 
vom 3. Juni 2020; AB 112). Mit Vorbescheid vom 11. Juni 2020 (AB 115) 
stellte sie bei einem Status von wiederum 30 % Erwerbstätigkeit und 70 % 
Aufgabenbereich Haushalt sowie einem Invaliditätsgrad von 34 % die Ver-
neinung des Rentenanspruchs in Aussicht. Hiergegen erhob die Versicher-
te, nach wie vor vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 1. Juli 2020 
Einwand (AB 116). Nach Einholung einer Stellungnahme des Bereichs Ab-
klärungen (AB 119) verfügte die IVB am 13. Oktober 2020 wie angekündigt 
(AB 120). 

C.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 10. November 2020 Beschwerde und beantragte, die Ver-
fügung der Beschwerdegegnerin vom 13. Oktober 2020 sei aufzuheben 
und die Angelegenheit sei zu weiteren Abklärungen, namentlich zur Durch-
führung einer erneuten Haushaltsabklärung, an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. Oktober 2020 (AB 
120). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführe-
rin.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

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2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbe-
reich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zuge-
mutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die 
Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abge-
stellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; 
BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 
28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder 
der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invali-

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ditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Mit Urteil VGE IV/2019/45, E. 3.5 hat das Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern erwogen, mit der Magenentleerungsstörung mit progredien-
tem Gewichtsverlust und schwerer Mangelernährung sei eine erhebliche 
Änderung des Sachverhalts seit Erlass der Verfügung vom 2. September 
2016 (AB 31) erstellt, womit der Rentenanspruch frei zu prüfen sei (AB 80 
S. 12 f.). In der Folge hat die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen 
vorgenommen:

3.2 Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 16. Dezember 2019 
(AB 107.1) stellten die Experten nach allgemeinmedizinischen, gastroente-
rologischen, orthopädischen, psychiatrischen sowie endokrinologischen 
Untersuchungen im interdisziplinären Konsens folgende Diagnosen (AB 
107.1 S. 9):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

Magenentleerungsstörung unklarer Dignität (ICD-10: K31.9)
- Status nach progredientem Gewichtsverlust von 9 kg während der 

Schwangerschaft 2016

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- Diagnostische Laparoskopie am 13. Juli 2017 (Vollwandbiopsie im 
Dünndarm und Magen, Lymphknotenexzisionen Vena iliaca und 
Leberbiopsie)

- Einlage eines Magenschrittmachers
- Anlage einer Pyloromyotomie
- Aktuell: parenterale Ernährung via Hickman-Katheter links
- Status nach Hickman-Katheter rechts mit Vena jugularis interna-

Thrombose und Streptokokken/Staphylokokken-Infekt
- Differentialdiagnostisch im Rahmen der psychologischen Faktoren 

bei andernorts klassifizierten Krankheiten (ICD-10: F54)
- Aktuell Normalgewicht, BMI 20,3 kg/m2

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

- Psychologische Faktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten 
(ICD-10: F54)

- Obstipation (ICD-10: K58.0)
- Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.5)

Radiologisch mässige Osteochondrose LWK4/5 (Röntgen 18. 
September 2019)
Klinisch kein höhergradiges funktionelles Defizit

- Knick-Senk-Spreizfuss und Hallux valgus beidseits (ICD-10: 
M21.07/M21.87)

- Chronisches unspezifisches multilokuläres Schmerzsyndrom der 
unteren Extremitäten (ICD-10: R52.9)

- Passager hyperthyreote Stoffwechsellage, am ehesten im Rahmen 
einer silent thyreoiditis, aktuell euthyreot

Im allgemeininternistischen Teilgutachten (AB 107.2) stellte Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, keine Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die von der Beschwerdeführerin ange-
gebenen Schwindelerscheinungen könnten keinem allgemeininternisti-
schen Krankheitsbild zugeordnet werden. Das Rückzugsverhalten im Alltag 
und die Unmöglichkeit, selbständig etwas zu unternehmen, könnten nicht 
erklärt werden. Auch mit der parenteralen Ernährung sei die Beschwerde-
führerin nicht derart eingeschränkt, dass keine Haushalttätigkeiten möglich 
wären (S. 4 Ziff. 7.3.1 f). 

Im gastroenterologischen Teilgutachten (AB 107.3 S. 4) führte Dr. med. 
E.________, Facharzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medi-
zin, aus, es präsentierten sich aktuell eine ausgeprägte Dysmotilität des 
Magens und eine partielle Paralyse des Dünndarms. Trotz aufwändiger 
Diagnostik mit laparoskopisch gewonnenen Biopsien aus Dünndarm, Ma-

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gen und Leber sowie Lymphknoten-Asservaten habe keine ätiologische 
Klärung gelingen können. Auch die Implantation eines Magenschrittma-
chers habe keine Besserung bezüglich der dominanten Symptomatik mit 
rezidivierendem Erbrechen gebracht. Unter der aktuell etablierten parente-
ralen Ernährung, die gemäss Beschwerdeführerin beinahe 16 Stunden pro 
Tag in Anspruch nehme, finde sich ein stabiler Gewichtsverlauf bei zuneh-
menden unspezifischen Symptomen wie Tremor und Schwindel sowie ge-
nereller Unsicherheit der Motorik der Extremitäten (S. 4 Ziff. 7.1) Es prä-
sentiere sich ein konsistentes als auch plausibles klinisches Bild (S. 5 Ziff. 
7.3.1). Seit 2016 müsse eine schwere Leistungsintoleranz bei der Be-
schwerdeführerin beobachtet werden. Es finde sich entsprechend eine un-
verändert stark eingeschränkte Leistungsminderung (recte wohl: Leistungs-
fähigkeit) in sämtlichen Belangen (S. 5 Ziff. 7.4). Die Beschwerdeführerin 
sei aktuell in keinem Arbeitsprofil einsetzbar (S. 5 Ziff. 8.1 ff.). 

Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, stellte im orthopädischen Teilgutachten 
(AB 107.4) keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die 
beklagten Beschwerden liessen sich keinesfalls klar begründen. 
Grundsätzlich nachvollziehbar sei ein gewisser Leidensdruck an der lumba-
len Wirbelsäule bei mässiger degenerativer Veränderung im unteren Ab-
schnitt derselben, doch lasse die gesamte anamnestische und klinische 
Präsentation einschliesslich deutlicher Inkonsistenzen an eine im Vorder-
grund stehende nicht-organische Beschwerdekomponente denken. Dabei 
sei festzuhalten, dass insbesondere die sehr diffus an den unteren Extre-
mitäten angegebenen Beschwerden kein entsprechendes Korrelat in der 
klinischen Untersuchung fänden und die erheblichen Beschwielungen der 
Füsse mit der Angabe, lediglich daheim etwas zu laufen, kaum vereinbar 
sei. Für körperlich leichte bis mittelschwere Verrichtungen unter Wechsel-
belastung einschliesslich sämtlicher bislang durchgeführter Tätigkeiten be-
stehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Das wiederholte Heben und 
Tragen von Lasten über 15 kg sollte dabei vermieden werden (S. 6 f. Ziff. 
7.3.1 und 8.1.1).

Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte 
im psychiatrischen Teilgutachten (AB 107.5) keine Diagnose mit Auswir-

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kung auf die Arbeitsfähigkeit. Eine psychiatrische Behandlung sei bis anhin 
nicht durchgeführt worden. Eine längere stationäre Behandlung, allenfalls 
auch in einer psychosomatisch orientierten Klinik, sei angezeigt, um wirk-
lich festzustellen, ob die hochkalorische Ernährung regelmässig durchge-
führt werde und ob die Beschwerdeführerin wirklich derart an Erbrechen 
leide, wie sie schildere (S. 6 Ziff. 7.2). Die Beschwerdeführerin gestalte 
ihren Alltag sehr passiv, gehe praktisch keinen Aktivitäten nach, ihr Ehe-
mann übernehme alle gängigen Arbeiten im Haushalt und in der Kinderbe-
treuung. Es fänden sich keine Hinweise auf eine psychiatrische Störung, 
die die Passivität und die regressiven Verhaltensweisen der Beschwerde-
führerin erklären würden (S. 6 Ziff. 7.4). 

Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Endo-
krinologie-Diabetologie, legte im endokrinologischen Teilgutachten (AB 
107.6) dar, trotz hochkalorischer, totalparenteraler Ernährung steige das 
Gewicht nicht an und das Erbrechen auch im nüchternen Zustand steigere 
sich. Die Ätiologie der Magenentleerungsstörung bleibe unklar (S. 3 Ziff. 
7.1).  Die gesundheitliche Situation scheine sich nicht zu stabilisieren, so 
dass wahrscheinlich auch weiterhin eine totalparenterale Ernährung not-
wendig sein werde (S. 3 Ziff.7.2). Ab Beginn der totalparenteralen 
Ernährung über 18 Stunden bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 4 f. 
Ziff. 8.1 ff.). 

Zur Arbeitsfähigkeit führten die Experten in der interdisziplinären Beurtei-
lung aus, in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit bestehe 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Solange eine parenterale Ernährung be-
stehe, sei eine Arbeitstätigkeit in der freien Wirtschaft nicht zumutbar (AB 
107.1 S. 11). Bezüglich den Alltagsaktivitäten und den von der Explorandin 
angegebenen Einschränkungen im Haushalt sei es aus medizinischer Sicht 
nicht vollständig nachvollziehbar, dass neben der parenteralen Ernährung 
keine Aktivitäten möglich seien. Zwischen den einzelnen Infusionen beste-
he ein Intervall von zumindest sechs Stunden, in welchem sich die Be-
schwerdeführerin auch frei bewegen könne (AB 107.1 S. 10). 

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3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 16. Dezember 2019 
(AB 107.1) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert einer Expertise gestellten Anforderungen und überzeugt. Ins-
besondere basiert die Beurteilung auf umfassenden Untersuchungen, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis und nach 
Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchtet in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen Situation ein, was denn auch von der Beschwerdeführerin nicht 
bestritten wird. Folglich kommt dem Gutachten voller Beweiswert zu (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).

3.4.1 Die Gutachter haben gestützt auf die fachärztlichen Untersuchun-
gen schlüssig und für den Rechtsanwender nachvollziehbar dargelegt, 
dass mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (einzig) eine Magenentlee-
rungsstörung unklarer Dignität (ICD-10; K31.9) vorliegt (AB 107.1 S. 9). 

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Aufgrund der parenteralen Ernährung, welche während 16 (bzw. 18, vgl. 
AB 107.6 S. 2) Stunden über Nacht durchgeführt wird, gehen die Gutachter 
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Erwerbstätigkeiten 
aus. Die Einschätzung der Gutachter, wonach es bezüglich den Alltagsakti-
vitäten und den von der Explorandin angegebenen Einschränkungen im 
Haushalt nicht vollständig nachvollziehbar sei, dass neben der parenteralen 
Ernährung keine Aktivitäten möglich seien, überzeugt. Zwischen den ein-
zelnen Infusionen bestehe ein Intervall von zumindest sechs Stunden, in 
welchem sich die Beschwerdeführerin auch frei bewegen könne (AB 107.1 
S. 10). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Laufzeit der Infu-
sion betrage nun 20 Stunden pro Tag (Beschwerde S. 10, Rz. 27), betrifft 
dies einen Sachverhalt, der nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
13. Oktober 2020 (AB 120) eingetreten und daher vorliegend nicht zu 
berücksichtigen ist (vgl. zum massgebenden Sachverhalt BGE 131 V 242 
E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140). 

Die Gutachter haben zudem nachvollziehbar dargelegt, dass weder im all-
gemeininternistischen und orthopädischen noch im psychiatrischen Fach-
bereich eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu stellen ist. 
Der medizinische Sachverhalt wurde seitens der Verwaltung in Nachach-
tung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich 
abgeklärt, weshalb sich weitere Erhebungen erübrigen (antizipierte Be-
weiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). 

3.4.2 Zusammengefasst liegt gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 
16. Dezember 2019 in sämtlichen Erwerbstätigkeiten seit September 2017 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor (AB 107.1 S. 10). 

4.

Nicht zu prüfen ist vorliegend der Status der Beschwerdeführerin resp. der 
Umfang, in welchem sie als Gesunde erwerbstätig wäre: Entsprechend den 
Feststellungen des Verwaltungsgerichts im Urteil VGE IV/2019/45, E. 4, 
wurde dem Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 3. Juni 2020 (AB 112) 
zu Recht eine Erwerbstätigkeit von 30 % und Hausarbeit im Umfang von 
70 % zugrunde gelegt (S. 5 Ziff. 3.4). 

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5.

Wenn von einer 100%-igen Arbeits- und Leistungsunfähigkeit ausgegangen 
wird (vgl. E. 3.4.2 hiervor), ist der IV-Grad im Erwerbsbereich unter Berück-
sichtigung des Wartejahres (mit Beginn der Wartezeit im September 2015 
[AB 91 S. 6]) und der Neuanmeldung im September 2017 (AB 32) in An-
wendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG ab März 2018 auf 
100% resp. gewichtet auf 30% (100% x 0.3 [Status]) festzusetzen.

6.

Nachfolgend sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen und 
der IV-Grad in diesem Bereich zu ermitteln (vgl. E. 2.3 hiervor).

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 
547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 3. Juni 2020 (AB 112) 
erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung gemäss E. 6.1 hiervor und 
überzeugt hinsichtlich der Feststellungen zu den Einschränkungen der Be-
schwerdeführerin im Aufgabenbereich (S. 8 ff. Ziff. 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2021, IV/20/837, Seite 13

Die Feststellungen der fachkundigen Abklärungsperson basieren auf eige-
nen, vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin, ihres Eheman-
nes und Rechtsanwalt B.________ durchgeführten Erhebungen und 
berücksichtigen die bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen. Der 
Abklärungsbericht ist zudem hinsichtlich der Gewichtung der Tätigkeitsbe-
reiche ausreichend detailliert und den Einschränkungen sowie den Anga-
ben der Beschwerdeführerin wurde angemessen Rechnung getragen. Es 
liegen keine klaren Fehleinschätzungen der Abklärungsperson vor, die ent-
scheidwesentlich sind. 

Im Abklärungsbericht wird insbesondere zu Recht festgehalten (AB 112 
S. 7 Ziff. 5.1), dass gemäss MEDAS-Gutachten vom 16. Dezember 2019 
die Arbeitsunfähigkeit einzig durch das gastrointestinale Leiden verursacht 
wird, womit e contrario der von der Beschwerdeführerin mehrfach erwähnte 
Schwindel (Beschwerde S. 7 Ziff. 21; AB 107.2 S. 4 Ziff. 7.3.1, 107.4 S. 1 
Ziff. 3.1, 107.5 S. 4 Ziff. 4.3) nicht relevant ist. Ebenfalls zutreffend wird im 
Abklärungsbericht auf die Schadenminderungspflicht der Beschwerdeführe-
rin selber und der Familienangehörigen, insbesondere des Ehemannes, 
verwiesen, zumal dessen Unterstützungspflicht weiter geht als die ohne 
Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung 
(BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5; vgl. auch 
Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreisschreiben über Invalidität 
und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], Rz. 3090). In diesem 
Zusammenhang hat die Beschwerdegegnerin in der Stellungnahme vom 
4. August 2020 (AB 119 S. 4 Ziff. 4) überdies zu Recht festgehalten, dass 
aufgrund der Schadenminderungspflicht keine Notwendigkeit bestand, dass 
der Ehemann sein 40 %-Pensum aufgibt, da er seine Mithilfe im Haushalt 
ohne weiteres im Rahmen der übrigen (freien) 60 % hätte erbringen kön-
nen. Damit ist auch der entsprechende Erwerbsausfall nicht zu berücksich-
tigen. Eine unverhältnismässige Belastung des Ehemannes (vgl. Be-
schwerde S. 9 Ziff. 24) liegt nicht vor. 

Die Beschwerdeführerin ist aus allgemeininternistischer, orthopädischer 
sowie psychiatrischer Sicht im Haushalt nicht eingeschränkt. In der infusi-
onsfreien Zeit von sechs Stunden am Tag kann sie auch mit Blick auf die 
geringe Grösse des Haushalts (3.5-Zimmerwohnung) einen wesentlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2021, IV/20/837, Seite 14

Teil der Haushaltarbeiten verrichten, wobei es ihr zumutbar ist, die Arbeit 
aufzuteilen und in Etappen zu erledigen (KSIH Rz. 3090). Überdies ist es 
ihr auch zumutbar, Hilfsmittel wie eine Mikrowelle oder einen höhenver-
stellbaren Stuhl einzusetzen, was die Abklärungsperson zu Recht erwähnt 
(AB 112 S. 10 Ziff. 7.2). Ebenfalls zutreffend wird vom Abklärungsdienst auf 
die Feststellungen der MEDAS-Gutachter verwiesen (AB 119 S. 3 Ziff. 3), 
wonach es bezüglich den von der Beschwerdeführerin angegebenen Ein-
schränkungen im Haushalt nicht vollständig nachvollziehbar sei, dass ne-
ben der parenteralen Ernährung keine Aktivitäten möglich seien. Schliess-
lich ist dem Abklärungsdienst zuzustimmen, dass von der Beschwerdefüh-
rerin nicht verlangt wird, dass sie mit dem Infusionsständer Putzarbeiten 
erledigt oder einkaufen geht. Diese Arbeiten können in der infusionsfreien 
Zeit von sechs Stunden erledigt werden. Zumal es zumutbar ist, dass die 
Infusion bspw. bei einem kleinen Einkauf in einem Rucksack mitgetragen 
wird (anlässlich der Begutachtung trug sie die Infusion in einem Rucksack 
mit; AB 107.4 S. 3 Ziff. 4.3; 119 S. 3 Ziff. 3). 

Nach dem Dargelegten wurde auch der Sachverhalt betreffend Einschrän-
kungen im Haushalt seitens der Verwaltung in Nachachtung der Untersu-
chungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb 
sich weitere Erhebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 
122 V 157 E. 1d S. 162]). Damit besteht für das Gericht kein Anlass, in das 
Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Dementsprechend ist davon aus-
zugehen, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der Mitwir-
kungspflicht ihres Ehemannes und ihrer Schadenminderungspflicht im Be-
reich Haushalt zu 6.3% eingeschränkt ist, was ausgehend von einem Sta-
tus 70 % Haushalt (vgl. E. 4 hiervor) einer gewichteten Einschränkung von 
4.41 % (6.3 x 0.7) entspricht. 

7.

Nach dem in E. 5 und 6.2 Gesagten beträgt die gewichtete Einschränkung 
im Bereich Haushalt 4.41% und im erwerblichen Bereich 30%, sodass ein 
IV-Grad von gerundet 34% (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2021, IV/20/837, Seite 15

S. 123) resultiert. Es besteht folglich kein Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. 
E. 2.2 hiervor).

Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 13. Oktober 2020 
(AB 120) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

8.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Feb. 2021, IV/20/837, Seite 16

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.