# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63c45564-e3ab-521d-a8d8-8bf0a2e05992
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-03
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 03.03.2022 S 2021 110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-110_2022-03-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker 
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 3. März 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Einkommenssplitting)

S 2021 110

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Urteil S 2021 110

A. Die 1982 geborene A.________ beantragte am 7. Dezember 2020 mittels 
Formulars bei der Ausgleichskasse Zug das Einkommenssplitting zufolge Ehescheidung 
(AK-act. 10). Mit Schreiben vom 6. Januar 2021 wurde ihr der neue Auszug aus dem 
Individuellen Konto (IK) nach Splitting zugestellt (AK-act. 8). Aus diesem ergab sich, dass 
dem Konto der Versicherten aus den von ihrem Ex-Ehemann, B.________, erzielten 
Einkünften für das Jahr 2018 Fr. 638.– zugesplittet, das Einkommen der Versicherten im 
Ausmass von Fr. 37'610.– hingegen dem Konto des geschiedenen Ehegatten 
gutgeschrieben wurde (AK-act. 9). Mit E-Mail vom 12. Januar 2021 verlangte die 
Versicherte eine Verfügung, da sie mit der Einkommensteilung nicht einverstanden sei 
(AK-act. 11). Mit Verfügung vom 28. Januar 2021 teilte die Ausgleichskasse der 
Versicherten mit, dass die am 5. Juli 2017 geschlossene Ehe am 20. Oktober 2020 
rechtskräftig geschieden worden sei. Im Jahr 2018 seien die Versicherte und ihr damaliger 
Ehemann in der AHV versichert und beitragspflichtig gewesen, weshalb die Einkommen 
der Ehegatten im Jahr 2018 hälftig zu teilen seien. Die verbuchten Beiträge nach erfolgter 
Einkommensteilung seien korrekt (AK-act. 7). Die dagegen erhobene Einsprache (AK-
act. 1) wies die Ausgleichskasse mit Einspracheentscheid vom 22. Juni 2021 ab (Bf-
act. 1). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 17. August 2021 beantragte A.________ 
sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 22. Juni 2021. Zur 
Begründung brachte sie vor, ihr Ex-Ehemann sei insgesamt nur sehr kurz in der AHV 
obligatorisch versichert gewesen. Die erste Voraussetzung von Art. 50 AHVV – insgesamt 
länger als 11 Monate in der AHV obligatorisch oder freiwillig versichert zu sein – habe er 
damit nicht erfüllt. Infolgedessen könne er nicht zum Bezügerkreis für eine ordentliche 
Rente der AHV gemäss Art. 29 Abs. 1 AHVG gezählt werden. Dies führe dazu, dass das 
Einkommenssplitting gemäss Art. 29quinquies Abs. 3 AHVG für das Kalenderjahr 2018 nicht 
vorgenommen werden dürfe. Indem die Ausgleichskasse das Einkommenssplitting 
dennoch vorgenommen habe, habe sie eine Rechtsverletzung begangen (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 18. August 2021 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 500.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 23. September 2021 beantragte die Ausgleichskasse 
Zug die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde im 
Wesentlichen vorgebracht, die Beschwerdeführerin und ihr Ex-Ehemann seien im Jahr 
2018 in der AHV versichert gewesen. Dass B.________ insgesamt nur während einer 

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kurzen Zeit versichert gewesen sei, spiele für das obligatorische Splitting keine Rolle. Des 
Weiteren könne aus Art. 29quinquies Abs. 3 lit. a AHVG nicht abgeleitet werden, dass im 
Sinne einer Voraussetzung für die Teilung beide Ehegatten rentenberechtigt sein müssen. 
Artikel 29quinquies Abs. 3 lit. a AHVG sei lediglich eine von drei Bedingungen, die 
Einkommensteilung (zeitlich) auszulösen bzw. vorzunehmen (nebst Scheidung oder 
Anspruch auf Altersrente einer verwitweten Person). Hier gehe es also lediglich um die 
Bestimmung des Zeitpunktes der Teilung. Da sowohl die Beschwerdeführerin als auch der 
Ex-Ehemann im Jahr 2018 in der AHV versichert gewesen seien, habe die Teilung mit 
gegenseitiger Anrechnung nach der Scheidung zwingend vorgenommen werden müssen 
(act. 5). 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 8 und 10). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Nach Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 
Beschwerde erhoben werden, wobei in der Regel das Sozialversicherungsgericht 
desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Über Beschwerden 
gegen Verfügungen und Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen entscheidet 
jedoch in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht am Ort der 
Ausgleichskasse (Art. 84 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Gemäss § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; BGS 162.1) i.V.m. § 12 Abs. 1 lit. a des 
Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung (EG AHVIVG; BGS 841.1) 
beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden auf dem 
Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht. Beim vorliegenden Anfechtungsobjekt handelt es sich um 
einen Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Zug. Demgemäss ist das 

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Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich 
zuständig. Gegen Einspracheentscheide nach Art. 52 Abs. 2 ATSG kann innerhalb von 30 
Tagen nach deren Eröffnung gestützt auf Art. 56 Abs. 1 und Art. 60 Abs. 1 ATSG 
Beschwerde erhoben werden. Die Ausgleichskasse erliess den strittigen 
Einspracheentscheid am 22. Juni 2021. Dieser ging der Beschwerdeführerin frühestens 
am Folgetag zu. Die am 17. August 2021 der Post übergebene Beschwerde ist somit unter 
Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG rechtzeitig 
erfolgt. Der angefochtene Entscheid betrifft das Einkommenssplitting für das Jahr 2018. 
Folglich ist die Beschwerdeführerin in der Sache betroffen und zur Beschwerde legitimiert. 
Sodann erfüllt die Beschwerdeschrift die formellen Voraussetzungen, weshalb sie zu 
prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Obligatorisch versichert nach Massgabe des AHVG sind namentlich natürliche 
Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG) und natürliche 
Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG).

2.2 Nach Art. 29bis Abs. 1 AHVG werden für die Berechnung der ordentlichen Renten 
Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der 
rentenberechtigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres 
und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles (Rentenalter oder Tod) 
berücksichtigt. Die Rente wird nach Massgabe des durchschnittlichen Jahreseinkommens 
berechnet, welches sich aus den Erwerbseinkommen, den Erziehungsgutschriften und 
den Betreuungsgutschriften zusammensetzt (Art. 29quater AHVG). Was begrifflich unter 
Erwerbseinkommen im Sinne dieser Vorschrift zu verstehen ist, wird in Art. 29quinquies 
Abs. 1 und 2 AHVG näher umschrieben. Daneben enthält diese Bestimmung unter 
anderem für verheiratete Personen eine besondere Bemessungsregel. Nach Art. 29quinquies 
Abs. 3 AHVG werden Einkommen, welche die Ehegatten während der Kalenderjahre der 
gemeinsamen Ehe erzielt haben, geteilt und je zur Hälfte den beiden Ehegatten 
angerechnet ("Splitting"). Dabei wird die Einkommensteilung gemäss Art. 29quinquies Abs. 3 
AHVG vorgenommen, wenn beide Ehegatten rentenberechtigt sind (lit. a), wenn eine 
verwitwete Person Anspruch auf eine Altersrente hat (lit. b) oder bei Auflösung der Ehe 
durch Scheidung (lit. c). Der Teilung und der gegenseitigen Anrechnung unterliegen laut 
Art. 29quinquies Abs. 4 lit. a und b AHVG jedoch nur Einkommen aus der Zeit zwischen dem 
1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des 

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Versicherungsfalles beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird, und aus Zeiten, 
in denen beide Ehegatten in der schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung 
versichert gewesen sind. Artikel 29quinquies Abs. 4 AHVG ist sodann nicht anwendbar für 
das Kalenderjahr, in dem die Ehe geschlossen oder aufgelöst wird (Art. 29quinquies Abs. 5 
AHVG). Gemäss Art. 50b Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) werden die Einkommen von Ehepaaren 
in jedem Kalenderjahr, in dem beide Ehegatten in der AHV versichert gewesen sind, 
hälftig geteilt. Dies gilt selbst dann, wenn die beiden Ehegatten in einem Kalenderjahr 
nicht während der gleichen Monate versichert sind. In diesem Fall werden die Einkommen 
während des ganzen Kalenderjahres aufgeteilt (Art. 50b Abs. 2 AHVV). Die Einkommen im 
Jahr der Eheschliessung und im Jahr der Auflösung der Ehe werden nicht geteilt (Art. 50b 
Abs. 3 AHVV).

3. Vorliegend ist streitig, ob die Ausgleichskasse zu Recht für das Kalenderjahr 2018 
ein Einkommenssplitting vorgenommen und dadurch der Beschwerdeführerin bloss die 
Hälfte des von ihr erzielten Erwerbseinkommens angerechnet bzw. die andere Hälfte 
ihrem Ex-Ehemann zugesplittet hat. 

3.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin am ____ 2017 in 
C.________ B.________, Jahrgang 1980, Staatsangehöriger von D.________, geheiratet 
hat. Mit Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 30. September 2020 wurde die Ehe 
wiederum geschieden. Der Entscheid ist seit dem 20. Oktober 2020 rechtskräftig (vgl. AK-
act. 6). Dem IK-Auszug lässt sich sodann entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im 
Jahr 2018 ein beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 75'221.– erzielt hat (vgl. AK-act. 9). 
Zwischen den Parteien ist des Weiteren unbestritten, dass auch der damalige Ehemann 
der Beschwerdeführerin im Jahr 2018 in der Schweiz während einer gewissen Zeit einer 
Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Gemäss seinem IK-Auszug arbeitete er während zwei 
Monaten für die E.________ AG und erzielte dabei ein Einkommen von Fr. 1'275.– (vgl. 
AK-act. 12).

3.2 Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 2.2 hiervor), unterliegen gemäss Art. 29quinquies 

Abs. 4 lit. b AHVG der Teilung und gegenseitigen Anrechnung nur Einkommen aus Zeiten, 
in denen beide Ehegatten in der schweizerischen AHV versichert gewesen sind. Dies ist 
nach Art. 1a Abs. 1 lit. a und b AHVG dann der Fall, wenn die Ehegatten im fraglichen 
Zeitraum in der Schweiz Wohnsitz hatten oder hier eine Erwerbstätigkeit ausgeübt haben. 
Dass neben der Beschwerdeführerin auch ihr damaliger Ehegatte im Jahr 2018 diese 

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Voraussetzung erfüllt hat, gilt nach dem soeben unter Erwägung 3.1 Dargelegten als 
erstellt und wird selbst von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Vielmehr führt sie 
explizit aus, dass B.________ im Jahre 2018 in der Schweiz für eine kurze Zeit 
erwerbstätig und währenddessen gemäss Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG obligatorisch in der 
AHV versichert gewesen sei (vgl. act. 1). Zumindest im Jahr 2018 waren somit beide 
Ehegatten der AHV unterstellt. Für die Berechnung der Altersrente der 
Beschwerdeführerin bedeutet dies, dass aufgrund der Ehescheidung im Jahr 2020 ein 
Einkommenssplitting durchzuführen ist (Art. 29quinquies Abs. 3 lit. c AHVG). Die 
Beschwerdegegnerin hat die Teilung mit gegenseitiger Anrechnung im Jahr 2018 somit zu 
Recht vorgenommen.

3.3 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, führt zu keiner anderen 
Beurteilung. 

3.3.1 Im Rahmen des Einspracheverfahrens argumentierte die Beschwerdeführerin 
noch damit, das Kantonsgericht habe entschieden, dass keine Teilung vorgenommen 
werde. B.________ habe somit keinen Anspruch auf jegliches Geld von ihr. Diesbezüglich 
ist die Beschwerdeführerin auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hinzuweisen, 
wonach die Vorschriften über die Berechnung der Renten der Alters- und 
Hinterlassenenversicherung einer Vereinbarung grundsätzlich nicht zugänglich seien. Es 
handle sich hierbei um zwingendes Recht. Die Regelung der Nebenfolgen einer 
Scheidung sei somit für die Rentenberechnung ohne Bedeutung. Der gegenseitige 
Verzicht der Ehegatten auf nacheheliche Unterhaltsleistungen und auf Leistungen im 
Hinblick auf die Altersvorsorge im Rahmen der 2. Säule (vgl. Art. 122 ff. ZGB), habe daher 
nicht zur Folge, dass bei Eintritt des Versicherungsfalles (Alter oder Tod) die Renten auch 
ohne Einkommenssplitting zu berechnen wären. Das müsse umso mehr gelten, als die 
Rechtsfolgen eines solchen Verzichtes in der Regel nicht oder zumindest kaum je in ihrer 
ganzen Tragweite absehbar seien. An AHV-Berechnungsvorschriften derogierende 
Scheidungsvereinbarungen wären mithin noch strengere Anforderungen zu stellen als bei 
einem Verzicht auf Versicherungsleistungen im Bereich der AHV und IV (vgl. dazu BGE 
129 V 1; s. zum Ganzen BGE 131 V 1 E. 1.1). Die Tatsache, dass vorliegend im 
Scheidungsurteil vom 30. September 2020 kein nachehelicher Unterhalt zugesprochen 
und auf einen Ausgleich der während der Ehe angesparten Guthaben der beruflichen 
Vorsorge gestützt auf Art. 124b Abs. 2 ZGB verzichtet wurde (vgl. AK-act. 6), hat entgegen 
der Auffassung der Beschwerdeführerin somit für die Berechnung der Altersrente keine 
Bedeutung. 

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3.3.2 Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin sodann, wenn sie sich in der 
Einsprache auf den Standpunkt stellt, Gesetzesbestimmungen müssten nicht in jedem Fall 
eingehalten werden; es gebe Ausnahmen und der Ausgleichskasse stehe ein gewisser 
Ermessensspielraum zu. In casu erscheine eine Einkommensteilung mehr als stossend; 
es sei nicht gerecht und unverhältnismässig. Aufgrund dessen, dass die Vorschriften zur 
Teilung und gegenseitigen je hälftigen Anrechnung der während der Kalenderjahre der 
gemeinsamen Ehe erzielten Einkommen geschiedener Eheleute nach dem oben 
Erwähnten zwingendes Recht bilden, bestand für die Ausgleichskasse kein Spielraum, um 
davon abzuweichen. Deshalb ist mit der Beschwerdegegnerin einig zu gehen, dass es der 
Ausgleichskasse gerade nicht zustand, vom Splitting zufolge Unbilligkeit oder anderer 
Gründe ermessensweise abzusehen. An der zwingenden gesetzlichen Regelung ändert 
somit auch die Tatsache nichts, dass es nachvollziehbar erscheint, wenn die 
Beschwerdeführerin die hälftige Aufteilung ihres 2018 erzielten Einkommens aufgrund der 
tatsächlich nicht gelebten Ehe – die Ehe wurde seitens des Ex-Ehemannes offenbar nur 
eingegangen, um eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu erlangen – und der 
angeblich erlittenen häuslichen Gewalt als stossend empfindet. Relevanter Zeitpunkt des 
Einkommenssplittings ist die Rechtskraft des Scheidungsurteils (vgl. Rz. 1002 des 
Kreisschreibens über das Splitting bei Scheidung [KSS]), unabhängig von einer vorherigen 
Trennung. Grundsätzlich profitiert mithin der finanziell schwächere Ehegatte – auch der 
getrennt lebende – leistungsseitig vom höheren (rentenbildenden) Einkommen des andern 
Ehegatten. Hätte dies die Beschwerdeführerin vermeiden wollen, hätte sie bereits im 
Frühling 2018 die Scheidungsklage infolge Unzumutbarkeit der Fortsetzung der Ehe 
einreichen (Art. 115 ZGB) oder aber die Ehe für ungültig erklären lassen müssen (Art. 105 
Ziff. 4 ZGB; vgl. auch Art. 50c Abs. 1 AHVV, wonach der Ehescheidung die durch den 
Richter ausgesprochene Ungültigerklärung der Ehe gleichgestellt ist; s. auch Rz. 1003 
KSS). In diesem Fall hätte die Ehe wohl weniger als ein ganzes Kalenderjahr gedauert, 
weshalb kein Splitting durchzuführen gewesen wäre. Sah die Beschwerdeführerin 
demgegenüber davon ab, gelten für sie trotz erfolgter Trennung die für die verheirateten 
Personen massgebenden Bestimmungen betreffend die Anrechnung des Einkommens 
nach Art. 29quinquies Abs. 3 und 4 AHVG. Die Trennung der Beschwerdeführerin von ihrem 
Ehemann ist somit nicht zu berücksichtigen, bestehen doch gerade keine 
Sonderregelungen für getrenntlebende, verheiratete Personen. Demnach hat die 
Anrechnung der Erwerbseinkommen nach den für verheiratete Personen geltenden 
Normen zu erfolgen. 

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3.3.3 Soweit sich die Beschwerdeführerin schliesslich auf den Standpunkt stellt, ihr Ex-
Ehemann sei während der Dauer der Ehe nur für eine kurze Zeit (weniger als elf Monate) 
in der AHV versichert gewesen, kann sie auch daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. 
Zunächst ist noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Voraussetzungen für die 
Einkommensteilung dann erfüllt sind, wenn die Ehegatten während der Ehe im gleichen 
Kalenderjahr in der AHV versichert gewesen sind. Wie bereits aufgezeigt (vgl. E. 3.2 
hiervor), war dies in dem in casu für die Einkommensteilung massgeblichen Jahr 2018 
unbestrittenermassen der Fall. Artikel 50b Abs. 2 AHVV besagt sodann, dass die 
Einkommen auch dann während des ganzen Kalenderjahres aufgeteilt werden, wenn die 
beiden Ehegatten in einem Kalenderjahr nicht während der gleichen Monate versichert 
gewesen sind. Um das Einkommenssplitting durchzuführen, wird somit nicht verlangt, 
dass die Ehegatten in den gleichen Monaten der AHV unterstellt waren (vgl. dazu auch 
Rz. 3002 KSS). Ebenso wenig ist zu prüfen, ob jeweils die jährliche Mindestbeitragspflicht 
erfüllt war oder nicht (vgl. dazu auch Mario Christoffel, Voraussetzungen des 
Einkommenssplitting, insbesondere bei Scheidung, in: Soziale Sicherheit 5/1996, S. 238) 
und weder Art. 50b Abs. 2 AHVV noch eine andere Verordnungs- oder 
Gesetzesbestimmung sehen im Hinblick auf die Einkommensteilung vor, dass die 
Ehegatten mindestens während einer bestimmten Anzahl Monaten in der AHV versichert 
sein müssten. Vielmehr ist an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass 
einzige Voraussetzung der Einkommensteilung die Versichertenunterstellung in der AHV 
im gleichen Kalenderjahr ist. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann auch 
aus Art. 50 AHVV nichts Gegenteiliges abgeleitet werden. Es trifft zwar zu, dass die 
Vorschriften des Einkommenssplittings unter den Gesetzesbestimmungen der 
ordentlichen Renten stehen und der Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt 
des Einkommenssplittings die allgemeinen Voraussetzungen für einen Rentenanspruch 
wohl nicht erfüllt hat, war er doch insgesamt nicht länger als elf Monate der AHV 
unterstellt. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin wird für die Einkommensteilung 
infolge Scheidung jedoch gerade nicht verlangt, dass die Ehegatten zum Zeitpunkt des 
Splittings zum Bezügerkreis einer AHV-Rente gehören. In Art. 29quinquies Abs. 3 AHVG 
werden die einzelnen Fälle genannt, bei denen die Einkommensteilung vorzunehmen ist. 
Hätte der Gesetzgeber die Rentenberechtigung zum Zeitpunkt des Einkommenssplittings 
in jedem Fall – mithin auch bei der Einkommensteilung infolge Scheidung – als 
Voraussetzung festsetzen wollen, hätte er dies in der genannten Bestimmung so 
niedergeschrieben und nicht nur in Bezug auf lit. a. Wird das Einkommenssplitting bei 
Auflösung der Ehe durch Scheidung vorgenommen, ist somit nicht zu prüfen, ob die 
Ehegatten zum Bezügerkreis einer AHV-Rente gehören, mithin rentenberechtigt sind. 

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Daraus folgt, dass es für das obligatorische Einkommenssplitting keine Rolle spielt, dass 
der Ex-Ehemann im Jahr 2018 nur während einer kurzen Zeit versichert war. 
Entscheidend ist, dass der damalige Ehemann der Beschwerdeführerin zumindest 
während eines Teils des Jahres 2018 in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachging und 
demzufolge im genannten Jahr in der schweizerischen AHV versichert war, was als 
Voraussetzung für die Teilung im Splittingfall genügt. Wie die Beschwerdegegnerin im 
Rahmen ihrer Duplik korrekterweise darauf hingewiesen hat, vermögen daran selbst die 
Ausführungen der Beschwerdeführerin zur ratio legis des Ehegattensplittings nichts zu 
ändern. Anzumerken ist, dass für die Auslegung einer Norm zunächst ihr Wortlaut 
massgebend ist. Nur wenn dieser unklar ist oder zu verschiedenen Interpretationen Anlass 
geben kann, sind weitere Auslegungsmethoden heranzuziehen. Der Wortlaut von 
Art. 29quinquies Abs. 3 und 4 AHVG ist nun aber klar und unmissverständlich; er setzt für die 
Einkommensteilung bei Auflösung der Ehe durch Scheidung lediglich voraus, dass beide 
Ehegatten während der Ehe im gleichen Kalenderjahr der AHV unterstellt waren. Somit 
bleibt für eine Auslegung, wie sie die Beschwerdeführerin vornimmt, kein Raum, zumal 
nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin die 
Voraussetzungen zum Bezug einer AHV-Rente zu einem späteren Zeitpunkt noch erfüllen 
wird. 

3.4 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass der damalige Ehemann der 
Beschwerdeführerin zumindest während eines Teils des Jahres 2018 in der Schweiz einer 
Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Somit war er im genannten Jahr in der 
schweizerischen AHV versichert (Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG) mit der Folge, dass die 
Einkommen, welche die Beschwerdeführerin und ihr damaliger Ehemann im Kalenderjahr 
2018 erzielt hatten, der Teilung und gegenseitigen Anrechnung unterliegen (Art. 29quinquies 
Abs. 4 AHVG). Dementsprechend ist das Vorgehen der Kasse nicht zu beanstanden. Da 
die Beschwerdeführerin die Berechnung als solche nicht in Zweifel zieht und es auch 
keinerlei Hinweise auf Rechnungsfehler gibt, ist auch von der masslichen Richtigkeit der 
im IK-Auszug für eine spätere Rentenberechnung hinzu- bzw. weggesplitteten Einkommen 
auszugehen und Weiterungen hierzu erübrigen sich. Damit erweist sich der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 22. Juni 2021 als korrekt, die Beschwerde entsprechend als 
unbegründet, weshalb sie vollumfänglich abzuweisen ist. 

4. Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von 
Versicherungsleistungen geht, sind die Bestimmungen des kantonalen Rechts über die 
Verfahrenskosten anwendbar (vgl. Art. 61 Ingress i.V.m. lit. fbis ATSG). Im Verfahren vor 

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dem Verwaltungsgericht trägt die unterliegende Partei die Kosten (Art. 23 Abs. 1 Ziff. 3 
VRG). Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten daher der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von Fr. 500.– angemessen 
erscheint. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 500.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Ausgleichskasse Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, 
sowie zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons 
Zug. 

Zug, 3. März 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am