# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80055630-ab6d-557d-a81b-d1c6ebb61573
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.02.2021 720 19 202/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-202-33_2021-02-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  4. Februar 2021 (720 19 202 / 33) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Invaliditätsbemessung; Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Christl Schaefer, Advo-
katin, Baselstrasse 11, Postfach 722, 4125 Riehen 1 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1965 geborene A.____ meldete sich am 15. Dezember 2015 unter Hinweis auf eine 
Erschöpfungsdepression bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbe-
zug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse und nach Durchfüh-
rung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) A.____ mit 
Verfügung vom 13. Mai 2019 eine vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2018 befristete ganze 
Rente zu. Die Rentenbemessung wurde von der IV-Stelle im Wesentlichen damit begründet, dass 

 

 
 
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der Beschwerdeführerin per Ablauf des Wartejahres am 22. Oktober 2016 aufgrund ihrer schwe-
ren Depression keine Arbeitsfähigkeit zuzumuten gewesen sei. Die IV-Stelle ging gestützt auf die 
Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) und entgegen der Auffassung des psychi-
atrischen Gutachters Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, weiter davon aus, 
dass die Beschwerdeführerin ab Begutachtungszeitpunkt im Juni 2018 durch Dr. B.____ nicht 
mehr arbeitsunfähig sei.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica 
Armesto, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Darin beantragte sie, die Verfügung vom 13. Mai 2019 sei dahingehend abzuändern, dass 
ihr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2018 eine ganze Invalidenrente und mit Wirkung ab 
1. Oktober 2018 eine halbe IV-Rente gewährt werde. Des Weiteren wurde die Bewilligung der 
unentgeltlichen Rechtspflege beantragt. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, 
dass auf das psychiatrische Gutachten von Dr. B.____ abzustellen sei. 
 
C. Mit Verfügung vom 9. Juli 2019 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Pro-
zessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin Monica Armesto bewilligt.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 31. Juli 2019 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei 
abzuweisen. 
 
E. Die Parteien hielten mit Replik vom 15. Oktober 2019 bzw. Duplik vom 14. November 
2019 an ihren Anträgen und wesentlichen Begründungen fest.  
 
F. Mit Schreiben vom 13. Januar 2020 teilte Advokatin Christl Schaefer-Lötscher dem Kan-
tonsgericht mit, dass sie mit der Wahrung der Interessen von A.____ mandatiert worden sei, da 
die bisherige Rechtsvertreterin aus beruflichen Gründen alle ihre Sozialversicherungsfälle abge-
geben habe.  
 
G. Anlässlich der Urteilsberatung vom 13. Februar 2020 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizini-
sche Aktenlage nicht möglich sei. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und ein psychiat-
risches Gerichtsgutachten bei PD Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, einzu-
holen. Gleichzeitig unterbreitete das Gericht den Parteien den vorgesehenen Fragenkatalog. Die 
Beschwerdegegnerin teilte mit Schreiben vom 16. April 2020 mit, dass sie keine Ergänzungsfra-
gen habe. Die Beschwerdeführerin stellte mit Eingabe vom 30. April 2020 diverse Ergänzungs-
fragen und reichte verschiedene medizinische Unterlagen ein. Mit Schreiben vom 19. Mai 2020 
wurde der Gutacherauftrag an PD Dr. C.____ erteilt und mit separatem Schreiben der Beschwer-
deführerin mitgeteilt, dass die von ihr gestellten Ergänzungsfragen bereits im Fragenkatalog ent-
halten seien. 
 
H. Das von PD Dr. C.____ erstellte Gerichtsgutachten datiert vom 7. September 2020. In 
der Folge wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten sowie zu den Auswir-

 

 
 
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kungen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch zu äussern. Die Beschwerde-
führerin führte mit Schreiben vom 21. September 2020 aus, dass auf das Gerichtsgutachten ab-
zustellen und ihr gestützt darauf eine ganze Rente zuzusprechen sei. Die Beschwerdegegnerin 
hielt mit Eingabe vom 5. Oktober 2020 an ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest. Sie 
machte geltend, auf das Gerichtsgutachten könne nicht abgestellt werden.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen form- und fristgerecht erhobene – Be-
schwerde ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung 
vom 13. Mai 2019 gestützt auf den Sachverhalt, wie er sich damals präsentiert hat, der Beschwer-
deführerin zu Recht lediglich eine vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2018 befristete ganze 
Invalidenrente zugesprochen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-hig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-sachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 

 

 
 
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Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard (z.B. BGE 130 
V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 
einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den er-
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-
grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-rung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-men), in 
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er-
mittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der In-
validitätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 
 
3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was von der Beschwerdeführerin – zu Recht – 
nicht bestritten wird. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aus-
künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 

 

 
 
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4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-ge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen 
Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen 
bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, 
wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergut-
achten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Be-
urteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer 
Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens 
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt 
hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren ist laut diesen 
Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb  mit 
weiteren Hinweisen).  
 
5. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 

 

 
 
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Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6. Die IV-Stelle sprach der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 13. Mai 2019 eine vom 
1. Oktober 2016 bis 30. September 2018 befristete ganze Rente zu. Sie stützte sich dabei jedoch 
nicht auf das von ihr zur Abklärung des medizinischen Sachverhaltes in Auftrag gegebene bidis-
ziplinäre Verwaltungsgutachten von Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, 
und Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 9. bzw. 12. Juni 2018, wonach 
die Beschwerdeführerin seit Oktober 2015 zu 50 % arbeitsunfähig sei.  
 
Unbestritten geblieben ist die Feststellung im rheumatologischen Teilgutachten von Dr. D.____, 
wonach aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Aus psy-
chiatrischer Sicht wurde durch Dr. B.____ eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % seit Oktober 2015 
aufgrund einer rezividierenden depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode er-
hoben. Der RAD-Arzt Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, erklärte das psy-
chiatrische Teilgutachten mit Bericht vom 9. November 2018 zwar als nachvollziehbar und den 
Qualitätskriterien für einen Entscheid entsprechend. Die IV-Stelle stellte jedoch in der Folge nicht 
auf das psychiatrische Teilgutachten von Dr. B.____ vom 12. Juni 2018 ab, sondern nahm mit 
der Begründung, dass das Gutachten einer Standardindikatorenprüfung nicht standhalte, eine 
eigene Prüfung der Indikatoren vor. Gestützt darauf erachtete sie die über den Begutachtungs-
zeitpunkt hinaus attestierte Arbeitsunfähigkeit als rechtlich nicht relevant, weshalb letztlich ledig-
lich eine bis Ende September 2018 befristete Invalidenrente zugesprochen wurde.  
 
6.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 
13. Februar 2020 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass den dazumal vorliegenden 
medizinischen Unterlagen keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Das Kantonsgericht 
gelangte zum Schluss, dass sich die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Standardin-
dikatorenprüfung als nicht schlüssig erweise, weshalb dieser keine Beweiskraft zukomme. Der 
IV-Stelle könne lediglich dahingehend gefolgt werden, als dass sie das psychiatrische Gutachten 
von Dr. B.____ vom 12. Juni 2018 als nicht beweiskräftig genug erachte, um darauf abstützen zu 
können. Sofern jedoch nicht auf das Verwaltungsgutachten abgestellt werde, wäre eine Nach-
besserung des Gutachtens vorzunehmen bzw. ein erneutes Verwaltungsgutachten in Auftrag zu 
geben gewesen. Die Vornahme einer eigenen Prüfung der Standardindikatoren durch die Be-
schwerdegegnerin vermöge nicht zu überzeugen (vgl. dazu die ausführliche Begründung im Be-
schluss des Kantonsgerichts vom 13. Februar 2020). 
 
7. Am 7. September 2020 ergeht das Gutachten von PD Dr. C.____ gestützt auf die Explo-
ration vom 24. August 2020. PD Dr. C.____ stellt folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit: Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline Typ (ICD10 F60.31) 

 

 
 
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sowie eine rezidivierende Störung gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD10 
F33.0/F33.1). Eine Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde nicht gestellt. In der 
Beurteilung gelangt der Gutachter zum Schluss, dass eine Persönlichkeitsstörung vorliege, da 
die entsprechenden Kardinalkriterien erfüllt seien. So seien bei der Beschwerdeführerin ab ver-
hältnismässig frühem Lebensalter zentrale Bereiche der privaten, sozialen und beruflichen Anam-
nese nachhaltig und relevant tangiert. Der Gutachter führt aus, dass die Exploration sehr schwie-
rig gewesen sei und kurz vor dem Abbruch gestanden habe, weil die Beschwerdeführerin eine 
ausgesprochene psychomotorische Agitation entwickelt habe mit grober Ausdrucksweise und 
aufbrausendem Verhalten. PD Dr. C.____ hält insbesondere fest, dass die Beschwerdeführerin 
aufgrund ihrer Persönlichkeitsstörung nicht in der Lage sei, adäquat mit äusseren Belastungsfak-
toren umzugehen. Hinweise auf Inkonsistenzen werden vom Gutachter keine festgestellt. Im Zu-
sammenhang mit der Erörterung der sogenannten ICF-Kriterien hält er fest, dass die Fähigkeit 
der Beschwerdeführerin zur Anpassung an Regeln und Routine schwer beeinträchtigt sei. Die 
Zumutbarkeit der Beschwerdeführerin für einen Arbeitgeber sei zu verneinen. Im Weiteren seien 
die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, die Umstellungsfähigkeit und auch die Durchhaltefähig-
keit schwer beeinträchtigt. Mittelgradig beeinträchtigt sei die Fähigkeit zur Planung und Struktu-
rierung von Aufgaben. PD Dr. C.____ kommt zum Ergebnis, dass bei der Beschwerdeführerin 
keinerlei qualitative Funktionsfähigkeiten mehr vorliegen würden, um im ersten Arbeitsmarkt in-
tegriert werden zu können. Folglich gelangt er zum Schluss, dass keinerlei Arbeitsfähigkeit so-
wohl in der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit bestehe. Diese gänzliche Arbeits-
unfähigkeit liege seit Oktober 2015 vor, dem Zeitpunkt der erstmaligen psychiatrischen Hospita-
lisierung. Behandlungsempfehlungen könne er keine abgeben. Er gehe davon aus, dass auch 
die laufende psychotherapeutische bzw. psychiatrische Behandlung zu keiner nachhaltigen Ver-
besserung führen könne. PD Dr. C.____ hält fest, dass eine Persönlichkeitsstörung ohnehin nicht 
psychopharmakologisch behandelt werden könne. Die Beschwerdeführerin habe zudem nach 
Einnahme von Antidepressiva unter erheblichen Nebenwirkungen gelitten und sei nicht mehr be-
reit, solche einzunehmen.  
 
8. Wie bereits ausgeführt, ist von einem Gerichtsgutachten nur bei Vorliegen triftiger 
Gründe abzuweichen (vgl. E. 4.3 hievor).  
 
8.1 Die IV-Stelle bringt mit Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. E.____ vom 30. Septem-
ber 2020 gegen das Gutachten vor, dass der Gerichtsgutachter sich überhaupt erst durch das 
Drohverhalten der Beschwerdeführerin habe zur Diagnose einer Borderline-Störung bewegen 
lassen. Ausserdem hätte PD Dr. C.____ die Beschwerdeführerin zu einer zweiten Untersuchung 
vorladen sollen. Dazu ist vorweg festzuhalten, dass es Dr. E.____ unterlässt, diesen Vorhalt nä-
her zu begründen. Der Gerichtsgutachter selbst hat die Schwierigkeiten anlässlich der Explora-
tion offengelegt, dann aber auch ausgeführt, dass er die Beschwerdeführerin zur Kooperation 
angehalten habe mit der Androhung, dass er – sollte die Beschwerdeführerin nicht kooperieren – 
den Auftrag an das Kantonsgericht zurückgeben werde. Wie sich aus dem Gutachten ergibt, 
konnte der Gutachter nach dieser Intervention eine ordnungsgemässe und vor allem fachge-
rechte Exploration vornehmen. Vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, weshalb der 
Gutachter die Beschwerdeführerin wegen ihrer fehlenden Mitwirkung zu einem zweiten Termin 
hätte aufbieten müssen.  

 

 
 
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8.2 Dr. E.____ bringt weiter vor, der Gerichtsgutachter PD Dr. C.____ habe als erste Fach-
person eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, dies nachdem sämtliche behandelnden Ärzte 
keine solche feststellen konnten. Zur Begründung führt Dr. E.____ im Wesentlichen aus, dass 
nicht plausibel erscheine, dass bei der Beschwerdeführerin erst mit 50 Jahren eine Borderline-
Persönlichkeitsstörung aufgetreten sein soll. Mit der Begründung und Herleitung der Diagnose im 
Gerichtsgutachten setzt sich Dr. E.____ nicht auseinander.  
 
Vorweg ist dazu festzuhalten, dass bereits in einem Bericht der Tagesklinik F.____ der Psychiat-
rie X.____ vom 18. November 2016 der Verdacht auf eine emotional instabile Persönlichkeit vom 
impulsiven Typ diagnostiziert wurde. Diese Diagnose wird im Bericht des Ambulatoriums F.____ 
der Psychiatrie X.____ vom 22. Mai 2017 wiederholt. Darin wird auch festgehalten, dass im Hin-
tergrund eine Persönlichkeitsakzentuierung bestehe, geprägt durch eine emotionale Instabilität 
und instabile Beziehungsbildung. In weiteren Berichten des Ambulatoriums F.____ vom 20. De-
zember 2018 und vom 20. März 2019 wird unter anderem eine Borderline-Persönlichkeitsstörung 
diagnostiziert. Am 28. April 2020 erfolgt ein Bericht von Dr. med. G.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, welcher die Beschwerdeführerin zuvor im Ambulatorium F.____ behandelt hatte, 
mit welchem wiederum unter anderem eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom 
Borderline-Typ diagnostiziert wird. Damit ergibt sich entgegen der Auffassung von Dr. E.____, 
dass PD Dr. C.____ nicht der erste Facharzt ist, welcher eine Persönlichkeitsstörung diagnosti-
ziert. Des Weiteren zeigt sich, dass gerade die Begründung und Herleitung der Diagnose der 
Persönlichkeitsstörung mit explizitem Vergleich zu anderslautenden ärztlichen Beurteilungen ein 
Kernelement des Gutachtens darstellt und überzeugend ausfällt. Der Gutachter würdigt nach ei-
ner ausführlichen Berufsanamnese die Vorakten sehr detailliert und kritisch und er hält insbeson-
dere die von den früheren behandelnden Ärzten festgestellten Auffälligkeiten fest, die eigentlich 
bereits eine Persönlichkeitspathologie dokumentiert hätten. Insbesondere würdigt PD Dr. C.____ 
das Gutachten von Dr. B.____ kritisch und rügt, dass dieser zu wenig gründlich auf die innerpsy-
chische Struktur der Beschwerdeführerin eingegangen sei. Der Gerichtsgutachter nimmt sodann 
zur innerpsychischen Struktur der Beschwerdeführerin ausführlich Stellung und leitet daraus die 
Diagnose der Persönlichkeitsstörung anhand der einzelnen Diagnosekriterien ab. Hier erschei-
nen insbesondere seine Ausführungen wesentlich, dass bei genauer Betrachtung eben bereits 
die Berufsanamnese mit den vielen Stellenwechseln Auffälligkeiten zeige. Die Beschwerdeführe-
rin sei nie in der Lage gewesen, längerdauernde Anstellungen zu etablieren und auch Konfliktsi-
tuationen zu meistern. Vor diesem Hintergrund könne eine Persönlichkeitsstörung trotz Tätigkeit 
während 20 Jahren in der freien Wirtschaft nicht einfach ausgeschlossen werden, so wie dies im 
Gutachten B.____ gemacht worden sei.  
 
8.3  Gestützt auf die obigen Ausführungen ist das Gutachten von PD Dr. C.____ sowohl for-
mal als auch inhaltlich nicht zu beanstanden. Es ist überzeugend, schlüssig und nachvollziehbar 
begründet und PD Dr. C.____ geht auf die anderslautenden Arztberichte ein, weshalb darauf 
abzustellen ist. Damit ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin seit Oktober 2015 zu 100 % ar-
beitsunfähig ist und folglich nach Ablauf der einjährigen Wartefrist ab Oktober 2016 Anspruch auf 
eine ganze Rente hat, weshalb die vorliegende Beschwerde gutzuheissen und die Verfügung der 
IV-Stelle aufzuheben ist.  

 

 
 
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9.1 Nach Art. 61 ATSG (in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG und Art. 2 ATSG) bestimmt sich 
das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IVG-Streitigkeiten vor dem kantonalen Versiche-
rungsgericht unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 VwVG nach kantonalem Recht, hat aber den in Art. 
61 lit. a bis i ATSG aufgezählten Anforderungen zu genügen. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG in 
Verbindung mit Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in 
angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle 
als unterliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 800.-- sind demnach der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 
9.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rück-
weisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness 
entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 
Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das 
Bundesgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten 
eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es 
erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens 
der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich 
in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschie-
denen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen 
durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der me-
dizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Exper-
tise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht 
erfülle (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz 
respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse 
einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanz-
lichen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer er-
folge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; 
zum Ganzen: BGE 139 V 502 E. 4.4 mit Hinweisen).  
 
9.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 13. Februar 2020 
zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage 
nicht möglich war. Wie vorstehend in E. 6.1 ausgeführt, kam weder der psychiatrischen Beurtei-
lung durch den RAD noch derjenigen im Gutachten von Dr. B.____ vom 12. Juni 2018 mit Blick 
auf die Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten eine ausschlagge-
bende Beweiskraft zu. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte in 

 

 
 
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psychiatrischer Hinsicht keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bildeten, waren die Abklä-
rungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig. Demnach wies 
das Verwaltungsverfahren Untersuchungsmängel auf, die eine Gerichtsexpertise notwendig 
machten. Die Kosten des Gerichtsgutachtens, welche sich gemäss der eingereichten Honorar-
note vom 7. September 2020 auf Fr. 6'000.-- belaufen, sind unter diesen Umständen der IV-Stelle 
aufzuerlegen. 
 
9.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die (ganz oder teilweise) obsiegende beschwerdefüh-
rende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten.  Da die Beschwerdeführerin obsiegende Par-
tei ist, ist ihr eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen.  
 
9.3.1 Die bis Ende 2019 mandatierte Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Advokatin 
Monica Armesto, machte in ihrer Honorarnote vom 5. Dezember 2019 für das vorliegende Ver-
fahren einen Zeitaufwand von 9 Stunden und 20 Minuten geltend, wobei eine Stunde für das 
Studium und die Besprechung des Urteils eingerechnet worden war. Da die Rechtsvertreterin das 
Mandat vor Erlass des Urteils bzw. des Ausstellungsbeschlusses vom 13.  Februar 2020 nieder-
legte, ist dieser geltend gemachte Aufwand nicht zu berücksichtigen, womit ein Zeitaufwand von 
8 Stunden und 20 Minuten verbleibt, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungs-
prozessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschä-
digen. Zu keinen Bemerkungen Anlass geben sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen 
Auslagen von Fr. 50.--. Der Beschwerdeführerin ist folglich für den Aufwand von Advokatin Mo-
nica Armesto zu Lasten der IV-Stelle eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'296.70 (8,33 
Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 50.-- zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zuzusprechen. 
 
9.3.2 Mit Schreiben vom 13. Januar 2020 teilte Advokatin Christl Schaefer-Lötscher mit, dass 
sie nun die Beschwerdeführerin vertrete. Sie hat in ihrer Honorarnote vom 21 September 2020 
für das vorliegende Beschwerdeverfahren ab 6. Januar 2020 einen Zeitaufwand von 19,42 Stun-
den und Auslagen von Fr. 235.10 geltend gemacht. Während die ausgewiesenen Auslagen zu 
keinen Beanstandungen Anlass geben, muss der geltend gemachte Zeitaufwand als zu hoch 
bezeichnet werden.  
 
Vorweg gilt es festzuhalten, dass die Rechtsvertreterin erst kurz vor der ersten Urteilsberatung 
vom 13. Februar 2020 das Mandat übernommen hat, weshalb sie keine Beschwerdeschrift ein-
reichen musste. Mit Beschluss vom 13. Februar 2020 wurde das Verfahren ausgestellt und ein 
Gerichtsgutachten angeordnet. Am 2. und 3. April 2020 macht die Rechtsvertreterin einen Auf-
wand für das Studium der Akten und des Gutachtens von drei Stunden geltend, nachdem sie 
bereits am 31. März 2020 unter anderem für das Studium des Ausstellungsbeschlusses einen 
Aufwand von 45 Minuten geltend gemacht hat. Auch wenn sie das Mandat neu übernommen hat, 
war ein solch hoher Aufwand für das Einarbeiten nicht notwendig. Ein kurzes Studium der Akten 
und des Ausstellungsbeschlusses von insgesamt 1 ½ Stunden hätte zur Einarbeitung ausge-
reicht. Der geltend gemachte Aufwand ist folglich um 2 Stunden und 15 Minuten zu kürzen. 
 

 

 
 
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In der Folge hat die Rechtsvertreterin Kontakt zu den behandelnden Ärzten und betreuenden 
Institutionen aufgenommen und wohl weitere Berichte angefordert und diese – nach Erhalt – stu-
diert. In diesem Zusammenhang werden rund zwei Stunden als Aufwand geltend gemacht. Nach-
dem das Kantonsgericht bereits entschieden hatte, dass ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag 
gegeben werden würde, gehen diese Bemühungen über eine zweckmässige und notwendige 
Vertretung hinaus. Folglich ist dieser Aufwand von rund zwei Stunden nicht notwendig und nicht 
zu berücksichtigen.  
 
Die Rechtsvertreterin macht weiter einen Aufwand von zwei Stunden und 50 Minuten für die Stel-
lungnahme vom 30. April 2020 geltend. Das Gericht hat mit Schreiben vom 19. Mai 2020 die 
Rechtsvertreterin darauf hingewiesen, dass die in dieser Stellungnahme formulierten Zusatzfra-
gen im Fragenkatalog an den Gutachter bereits enthalten sind, weshalb sie dem Gutachter nicht 
ergänzend unterbreitet würden. Somit erweist sich auch ein beträchtlicher Teil dieser Stellung-
nahme als unnötig und es ist diesbezüglich lediglich ein Aufwand von einer Stunde zu berück-
sichtigen. Der geltend gemachte Aufwand ist um eine Stunde und 50 Minuten zu kürzen.  
 
Des Weiteren macht die Rechtsvertreterin einen Aufwand von knapp 6 Stunden für das Studium 
des Gerichtsgutachtens und das Verfassen der dreiseitigen Stellungnahme vom 21. September 
2020 an das Kantonsgericht geltend. Auch dieser Aufwand von beinahe 6 Stunden ist wesentlich 
zu hoch. Das Gutachten ist zwar insgesamt 51 Seiten lang, aber gut leserlich und verständlich 
geschrieben. Ausserdem konnte sie sich den Ausführungen und Schlussfolgerungen vollumfäng-
lich anschliessen. Ein Aufwand von rund 3 Stunden für das Studium des Gutachtens und das 
Verfassen der Stellungnahme ist als ausreichend zu beurteilen. Der geltend gemachte Aufwand 
ist folglich um 3 Stunden zu kürzen.  
 
Der vorliegende Prozess gab weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu überdurch-
schnittlich aufwändigen Abklärungen und Erörterungen Anlass. Die Rechtsvertreterin musste, da 
sie erst kurz vor der ersten Urteilsberatung das Mandat übernommen hatte, keine Beschwerde-
schrift einreichen. Im Wesentlichen musste sie Stellung nehmen zum Gutachtensauftrag (Person 
und Fragenkatalog) und nach der Erstellung des Gutachtens zum Gutachten selbst und zu des-
sen Auswirkungen auf die Leistungen. Dabei war das Gutachten – wie bereits ausgeführt – klar 
und verständlich und im Ergebnis mit der Annahme einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit eindeutig. 
In Anbetracht dieses begrenzten Prozessthemas und der beiden kurzen Eingaben von 2 x 3 Sei-
ten erweist sich der geltend gemachte Aufwand von 19,42 Stunden für das Verfahren ab 6. Ja-
nuar 2020 als wesentlich zu hoch. Es ist deshalb angezeigt, den entsprechenden Aufwand um 9 
Stunden zu kürzen. Im Ergebnis ist deshalb die der Beschwerdeführerin für ihre zweite Rechts-
vertreterin zustehende Parteientschädigung auf der Basis eines insgesamt als angemessen er-
achteten Zeitaufwandes von 10,42 Stunden festzusetzen. Damit ist der Beschwerdeführerin zu-
gunsten ihrer zweiten Rechtsvertreterin ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'058.80 (10.42 Stunden 
à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 235.10 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) auszurichten. 
 
9.3.3  Insgesamt ist der Beschwerdeführerin somit ein Honorar von Fr. 5'355.50 (inklusive Aus-
lagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) auszurichten.  
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 13. Mai 2019 aufgeho-
ben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 
2016 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von Fr. 6'000.-
- werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 5'355.50 zu 
bezahlen, wobei Fr. 2'296.70 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) 
der früheren Rechtsvertreterin Monica Armesto und Fr. 3'058'80 (inkl. 
Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) der Rechtsvertreterin Christl 
Schaefer-Lötscher auszurichten sind. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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