# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d169b224-1de8-5b38-8f52-f22756261bca
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.06.2017 III 2017 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-16_2017-06-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 16

Entscheid vom 28. Juni 2017 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Antonia Ulrich,
Oberer Steisteg 18, Postfach 148, 6431 Schwyz,

gegen

1. Baukommission Küssnacht, Seeplatz 2/3, Postfach 176, 
6403 Küssnacht,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, Postfach 
1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. B.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Josef Dettling,
Gersauerstrasse 23, 6440 Brunnen,

5. Amt für Natur, Jagd und Fischerei, Bahnhofstrasse 9, Postfach 
1183, 6431 Schwyz,
Beigeladen,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung, Projektänderung)

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Sachverhalt:

A. Mit Beschluss (BRB) Nr. 328/2011 vom 27. Juli 2011 erteilte der Bezirksrat 
Küssnacht B.________ die Bewilligung für den Bau eines Einfamilienhauses mit 
Aussenpool auf dem in der Wohnzone 2A gelegenen Grundstück KTN 001, 
C.________, im Halte von _____ m2.

Am 4. Dezember 2012 erteilte die Baukommission des Bezirks Küssnacht die 
Bewilligung für die Errichtung von sechs (flachliegenden) Sonnenkollektoren auf 
dem Flachdach des Einfamilienhauses (EFH) auf KTN 001. 

Am 26. Juli 2013 reichten B.________ der Baukommission Küssnacht eine Pro-
jektänderung betreffend Aufständerung der bereits bewilligten Röhrenkollektoren 
mit den notwendigen Planunterlagen ein. Neu war vorgesehen, die bereits aus-
geführten Röhrenkollektoren auf dem Flachdach des EFH auf KTN 001 aufzu-
ständern. Am 2. August 2013 informierte die Baukommission die umliegenden 
Grundeigentümer über die geplante Projektänderung. Am 24. August 2013 erho-
ben A.________ Einsprache.

B. Am 17. Januar 2014 teilte die Baukommission Küssnacht der Bauherr-
schaft mit, dass gemäss der kantonalen Planungshilfe für Solaranlage in BLN-
Gebieten (nachfolgend: Planungshilfe) keine Bewilligung für die aufgeständerte 
Solaranlage erteilt werden könne. Am 28. Januar 2014 ersuchten B.________ 
um Erlass eines anfechtbaren Beschlusses. Diese beiden Schreiben vom 17. 
und 28. Januar 2014 wurden A.________ nicht zugestellt.

Mit Beschluss (betreffend Baugesuch Nr. 2010/138) vom 6. Mai 2014 erteilte die 
Baukommission Küssnacht B.________ unter Kostenfolge (Fr. 1'010.--) im ver-
einfachten Verfahren gemäss Art. 122 Abs. 1 des Baureglements des Bezirks 
Küssnachts vom 1. November 2006 (BauR) die Baubewilligung für die Projektän-
derung gemäss den nachfolgenden Bedingungen und Auflagen (Vi-act. 
II/02/Beilage 4 S. 3): 

(...).

3. Verbindliche Pläne und Unterlagen:
Baubewilligung mit E 26.07.2013
- Situationsplan, 1:500 Plan Nr. 201 23.10.2013
- Grundriss Dachaufsicht, 1:100, Plan-Nr. 202 23.10.2013
- Fassaden und Schnitte, 1:100, Plan-Nr. 203 23.10.2013

C. Gegen diesen Beschluss vom 6. Mai 2014 liessen A.________ am 2. Juni 
2014 Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben 
unter anderem mit dem Antrag, es sei das Baugesuch Nr. 2010/138 betreffend 
Projektänderung betreffend Änderung der Neigung der Sonnenkollektoren nicht 

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zu bewilligen resp. die Einsprache dagegen gutzuheissen. Es folgten weitere 
Schriftenwechsel zwischen den involvierten Parteien.

D. Mit Beschluss (RRB) Nr. 1043/2016 vom 20. Dezember 2016 wies der Re-
gierungsrat die Beschwerde vom 2. Juni 2014 ab. Er stellte zudem fest, dass die 
Baukommission Küssnacht im Einspracheverfahren das rechtliche Gehör von 
A.________ verletzt habe, weswegen die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- zu 
zwei Dritteln den Beschwerdeführern und zu einem Drittel (Fr. 500.--) dem Bezirk 
Küssnacht aufzuerlegen seien. Des Weiteren verpflichtete der Regierungsrat 
A.________ zur Bezahlung einer Parteientschädigung von Fr. 800.-- an 
B.________ (Beschwerdegegner). 

E. Gegen den am 27. Dezember 2016 versendeten und am 3. Januar 2017 
zugestellten (Bf-act. 2b) Regierungsratsbeschluss lassen A.________ mit Einga-
be vom 23. Januar 2017 rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz einreichen mit den folgenden Anträgen: 

1. Es sei der Regierungsratsbeschluss Nr. 1043/2016 vom 20. Dezember 2016 
aufzuheben und 

1.1 es sei der Beschluss der Baukommission vom 6. Mai 2014 für die Projek-
tänderung - Änderung Neigung Sonnenkollektoren (Neubau Einfamilien-
haus mit Aussenpool) gemäss Baugesuch Nr. 2010/138 aufzuheben und 
es sei das Baugesuch betreffend Projektänderung - Änderung Neigung 
Sonnenkollektoren (Neubau Einfamilienhaus mit Aussenpool) der Be-
schwerdegegner nicht zu bewilligen respektive sei die Einsprache bzw. 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Beschwerdeführer gutzuheissen 
und

1.2 es seien die vorinstanzlichen Verfahrenskosten und die Parteientschädi-
gung vollumfänglich der Vorinstanz 1 und den Beschwerdegegnern auf-
zuerlegen.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 1 
eventualiter 2 zurückzuweisen. 

3. Subeventualiter seien die vorinstanzlichen Verfahrenskosten sowie die Aus-
richtung der Parteientschädigung an die Beschwerdegegner vollumfänglich 
der Vorinstanz 1 und den Beschwerdegegnern aufzuerlegen. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegeg-
ner eventualiter zulasten der Vorinstanzen. 

F. Das Amt für Raumentwicklung des Kantons Schwyz (ARE) verzichtet mit 
Eingabe vom 27. Januar 2017 auf eine Vernehmlassung. Ebenfalls verzichtet 
das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) mit Eingabe vom 9. Februar 2017 
auf eine Vernehmlassung. Das instruierende Sicherheitsdepartement des Kan-
tons Schwyz (SID) beantragt in seiner Vernehmlassung vom 13. Februar 2017 
die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolge zulasten 

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der Beschwerdeführer. Ebenfalls beantragen die Beschwerdegegner am 15. Fe-
bruar 2017 die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfol-
ge zulasten der Beschwerdeführer. Die Baukommission hat innert Frist keine 
Vernehmlassung eingereicht.

G. Mit Replik vom 2. Mai 2017 äussern sich die Beschwerdeführer zu den 
Eingaben der Vorinstanzen und der Beschwerdegegner. Zudem reichen sie eine 
weitere Fotografie ein (Bf-act. 4). 

Die Beschwerdegegner reichen zusammen mit ihrer Duplik vom 17. Mai 2017 die 
Beurteilung "Reflektiertes Sonnenlicht an Solaranlage in C.________" des Insti-
tuts für Solartechnik vom 15. Februar 2017 (Bg-act. 3) ein. Das ANJF verzichtet 
mit Eingabe vom 19. Mai 2017 auf weitere Bemerkungen. Mit Eingabe vom 22. 
Mai 2017 reicht das SID seine Duplik ein. Mit Eingabe vom 2. Juni 2017 nehmen 
die Beschwerdeführer Stellung zur Duplik der Beschwerdegegner vom 17. Mai 
2017.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerdeführer machen vorab eine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör geltend. Den Akten lässt sich hierzu folgendes entnehmen:

1.1.1  Mit Schreiben vom 17. Januar 2014 setzte die Baukommission den 
Rechtsvertreter der Bauherrschaft (= Beschwerdegegner) davon in Kenntnis (Vi-
act. II/02/Beilage 5), dass sie gedenke, die nachgesuchte Projektänderung be-
treffend Aufständerung der bereits bewilligten Röhren-Sonnenkollektoren auf 
dem Dach des EFH auf KTN 001 nicht zu bewilligen. Das Grundstück befinde 
sich im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler 
Bedeutung (BLN), im sogenannten BLN-Gebiet E.________. In der Planungshilfe 
für Solaranlagen (herausgegeben vom Baudepartement, Hochbau-
amt/Energiefachstelle des Kantons SZ, Stand 1.5.2014; abrufbar unter htt-
ps://www.sz.ch/privatpersonen/bauen-wohnen-energie-naturgefahren/energie 
/solar.html/72-512-492-488-3552/l/de; kurz: Planungshilfe) werde unter Ziffer 3.3 
festgehalten, dass BLN-Gebiete auch durch Solaranlagen nicht beeinträchtigt 
werden dürfen und in den BLN-Gebieten deshalb die Gestaltungsvorgaben 
gemäss Planungshilfe Ziff. 3.2.1-3.2.11 besonders sorgfältig einzuhalten seien. 
Zusätzlich folge die Baubewilligungsbehörde dem Grundsatz, dass in BLN-
Gebieten keine Bewilligungen für aufgeständerte Solaranlagen und keine Bewilli-
gungen für auffällige polykristalline Solarstromzellen und Röhrenkollektoren er-
teilt würden. Die geplanten aufgeständerten Röhrenkollektoren würden damit die 
wichtigsten Gestaltungsgrundsätze nicht erfüllen. Der Bauherrschaft wurde es 

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freigestellt, sich innert 14 Tagen entweder zu dieser Beurteilung und zum weite-
ren Vorgehen zu äussern oder für das eingereichte Projekt einen beschwerde-
fähigen Entscheid zu verlangen (Vi-act. II/02/Beilage 5). 

1.1.2  Nach unbestrittener Sachlage verlangten die Beschwerdegegner mit (nicht 
aktenkundigem) Schreiben vom 28. Januar 2014 einen anfechtbaren Entscheid 
und reichten dazu Fotos von bereits realisierten Solaranlagen in C.________ ein. 

1.1.3  Mit Beschluss vom 6. Mai 2014 erteilte die Baukommission den Be-
schwerdegegnern die Baubewilligung für die geplanten aufgeständerten Röhren-
kollektoren im vereinfachten Verfahren nach Art. 122 Abs. 1 BauR (Vi-
act. II/02/Beilage 4 S. 3 Disp.-Ziff. 2). Im Beschluss wurde festgehalten, dass die 
vorgesehen aufgeständerten Röhrenkollektoren die in der kantonalen Planungs-
hilfe aufgeführten wichtigen Gestaltungsgrundsätze nicht erfüllen würden. Die 
Planungshilfe hätte aber keine gesetzliche Grundlage und könne lediglich als 
Leitfaden herangezogen werden. Das Bauvorhaben befinde sich im BLN-Gebiet. 
Im dicht besiedelten Gebiet von C.________ würden die aufgeständerten 
Röhrenkollektoren jedoch weniger in Erscheinung treten als auf einem Gebäude 
in der Landwirtschaftszone. Aus diesem Grund erachtete die Baukommission die 
Störung als wenig gravierend und erteilte die Bewilligung.

1.1.4  In der Verwaltungsbeschwerde vom 2. Juni 2014 monierten die Beschwer-
deführer, der soeben geschilderte Sachverhalt (Erw. 1.1.1.-1.1.3) stelle eine Ver-
letzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar (Verwaltungsbeschwerde S. 4).

1.1.5  Der Regierungsrat hielt im angefochtenen RRB fest, dass sich die Be-
schwerdeführer im Baubewilligungsverfahren nicht mehr zu den am 28. Februar 
2014 eingereichten zwei Fotos hätten äussern können. In der Beschwerde werde 
allerdings zutreffend darauf hingewiesen, dass dieser formelle Mangel allein nicht 
zur Aufhebung des Entscheides bzw. zur Rückweisung an die Baukommission 
führen könne. Da es sich nicht um eine schwerwiegende Verletzung des Anspru-
ches auf rechtliches Gehör handle, könne diese im Beschwerdeverfahren geheilt 
werden, zumal dem Regierungsrat volle Kognition zukomme. Indes müsse dieser 
Verfahrensfehler bei der Regelung der Kostenfolge mitberücksichtigt werden 
(angefocht. RRB Erw. 2.2). Nachdem der Regierungsrat die Beschwerde abwies, 
hielt er in Erwägung Ziff. 7 fest, angesichts des Umstandes, dass die Baukom-
mission den Anspruch der Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör verletzt habe, 
seien die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- zu einem Drittel (Fr. 500.--) dem Be-
zirk Küssnacht und zu zwei Dritteln (Fr. 1'000.--) den Beschwerdeführer aufzuer-
legen. Die von den Beschwerdeführern zu bezahlende Parteientschädigung an 
die Beschwerdegegner legte der Regierungsrat auf Fr. 800.-- fest (angefocht. 
RRB Erw. 7 und Disp.-Ziff. 2).

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Die vom Regierungsrat festgestellte Verletzung des Gehörsanspruchs wird von 
den Parteien nicht bestritten. 

1.1.6  Vor Verwaltungsgericht führen die Beschwerdeführer aus, man sei sich der 
(bundesgerichtlichen) Praxis bewusst, dass eine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör von einer übergeordneten Instanz mit voller Kognitionsbefug-
nis geheilt werden könne, man halte dies jedoch für bedenklich. Ein einmal ge-
fasster Entscheid der Vorinstanz lasse sich erfahrungsgemäss nur mit erhöhtem 
Argumentationsaufwand umstossen. Eine nachträgliche Gewährung könne eine 
unterlassene vorgängige Anhörung niemals voll ersetzen. Die Beschwerde-
behörden würden zudem die Prüfungsdichte einschränken, indem sie sich 
Zurückhaltung bei der Auslegung unbestimmter Gesetzesbegriffe auferlegten, 
wenn örtliche oder planerische Aspekte zu würdigen seien oder wenn die Vorin-
stanz aufgrund ihrer Kenntnisse der tatsächlichen Verhältnisse zur Beurteilung 
der Gegebenheiten besonders geeignet sei. Aufgrund dessen rechtfertige es sich 
- entgegen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung - den Beschluss im Baube-
willigungsverfahren aufzuheben und an die Baukommission zurückzuweisen 
(Beschwerde S. 5 f. Ziff. 1.3). 

Des Weiteren wird in der Beschwerdeschrift gerügt, der Regierungsrat habe die 
Gehörsverletzung im Baubewilligungsverfahren nur mit der Befreiung von einem 
Drittel der Verfahrenskosten (Fr.500.--) berücksichtigt. Die Beschwerdeführer 
seien zu Unrecht zur vollumfänglichen Ausrichtung der Parteientschädigung an 
die Beschwerdegegner (Fr. 800.--) verpflichtet worden. Eine Stellungnahme zur 
Eingabe der Bauherrschaft vom 28. Januar 2014 hätte unter Umständen eine 
Gutheissung der Einsprache bewirken können. Man sei gezwungen gewesen, 
den Entscheid mittels Verwaltungsbeschwerde anzufechten. Es rechtfertige sich 
deshalb nicht, den Beschwerdeführern selbst bei Unterliegen (im Verfahren vor 
Regierungsrat) die Verfahrenskosten teilweise sowie die Parteientschädigung 
vollumfänglich aufzuerlegen. Diese seien auf die Staatskasse zu nehmen oder 
von der Baukommission zu tragen (Beschwerde S 6 Ziff. 1.4 und 1.5). 

1.2 Das rechtliche Gehör gemäss § 21 VRP und Art. 29 Abs. 2 der Bundesver-
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) vom 18. April 
1999 dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlich-
keitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in 
die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die eine Partei bedarf, um in einem 
Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen, u.a. das Recht des 
Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Ent-

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scheides zur Sache zu äussern (BGE 140 I 99 Erw. 3.4; BGE 122 II 274 Erw. 6 
a/d m.w.H.).

Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Dessen Verletzung führt 
ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst 
grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Vorbehalten bleiben 
praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht be-
sonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtli-
ches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl 
die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (vgl. BGE 127 V 
437 Erw. 3d/aa; BGE 126 V 132 Erw. 2b). Führt die Rückweisung allerdings zu 
einem formalistischen Leerlauf, ist davon selbst bei einer schwerwiegenden Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs abzusehen (vgl. Bundesgerichtsurteil 
8C_762/2011 vom 23.8.2012 Erw. 2.2.2; vgl. BGE 133 I 204 Erw. 2.2; BGE 137 I 
195 Erw. 2.3.2; BGE 132 V 390; Bernhard Waldmann / Jürg Bickel in: Waldmann 
/ Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, 
Art. 29 N 111 ff. insb. N 116 mit weiteren Hinweisen). 

Bei der Festsetzung der Kosten und der Entschädigung ist der Tatsache Rech-
nung zu tragen, dass die in ihrem Gehörsanspruch betroffene Person ihren An-
spruch auf rechtliches Gehör im Rahmen der Beschwerde wahren konnte bzw. 
musste. Der im Rechtsmittelverfahren unterliegenden Partei sind die Verfahrens-
kosten bei Heilungsfolge nicht oder nur teilweise aufzuerlegen (vgl. BGE 126 II 
111 Erw. 7b; Waldmann / Weissenberger, a.a.O., Art. 29 N 124). 

1.3.1  Die regierungsrätliche Sanierung der Gehörsverletzung ist nicht zu bean-
standen. Dem Regierungsrat kam eine umfassende Überprüfungszuständigkeit 
zu (§ 46 VRP). Eine Rückweisung einzig aufgrund der Gehörsverletzung wäre 
einem prozessualen Leerlauf gleichgekommen. Die Voraussetzungen für eine 
Heilung des rechtlichen Gehörs waren erfüllt, was nicht bestritten wird. Dem Ein-
wand in der Beschwerde, es rechtfertige sich im vorliegenden Fall entgegen der 
bundesgerichtlichen Praxis den Beschluss der Baukommission aufzuheben und 
an diese zurückzuweisen, kann nicht gefolgt werden. Es ist nicht erkennbar, in-
wiefern die vorliegende, in der Vernehmlassung des SID zu Recht als geringfügig 
bezeichnete Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, eine Abweichung 
von der bundesgerichtlichen Praxis rechtfertigen würde. Die Beschwerdeführer 
konnten sich vor Regierungsrat (wie auch vor Verwaltungsgericht) vollumfänglich 
zu den Eingaben vom 17. und 28. Januar 2014 äussern.

1.3.2  Ebenfalls keinen Grund zur Beanstandung gibt die regierungsrätliche Ver-
legung der Verfahrenskosten und der Parteientschädigung. Die Gehörsverlet-
zung bildete lediglich eine von mehreren Rügen, die vom Regierungsrat zu prü-

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fen waren (und die er mit Ausnahme der Gehörsverletzung abwies), weshalb ei-
ne volle Kostenbefreiung nicht angemessen gewesen wäre (vgl. hierzu Wald-
mann/Weissenberger, a.a.O., Art. 29 N 124, Fn 290). Der Einwand der Be-
schwerdeführer, eine Stellungnahme zum Schreiben vom 28. Januar 2014 hätte 
unter Umständen zu einer Gutheissung der Einsprache geführt, ist spekulativ. 
Konkrete Gründe, welche die Kostenverlegung des Regierungsrats rechtsfehler-
haft erscheinen lassen würden, werden nicht vorgebracht. 

1.4.1  In der Beschwerde wird zudem geltend gemacht, den Beschwerdegegnern 
seien in Anwendung von § 72 Abs. 3 VRP die Kosten des regierungsrätlichen 
Verfahrens zumindest teilweise aufzuerlegen, weil sie in pflichtwidriger Weise ei-
ne Verfahrensverzögerung herbeigeführt hätten, indem sie trotz rechtlicher Ver-
tretung mit E-Mail vom 2. Dezember 2014 direkt Kontakt mit dem ANJF aufge-
nommen hätten, obwohl die in dieser E-Mail vorgebrachten Einwände bereits in 
der Eingabe vom 20. Oktober 2014 (recte: 10. Oktober 2014; Vi-act. V/04) hätten 
vorgebracht werden können. Zudem erblicken die Beschwerdeführer darin eine 
Amtsbeeinflussung. Die Stellungnahme des ANJF vom 10. Dezember 2014 so-
wie die E-Mail vom 2. Dezember 2014 seien aus dem Recht zu weisen (Be-
schwerde S. 7 oben). 

1.4.2  Das ANJF hat im Schreiben vom 25. Juli 2014 festgehalten, das Bauvor-
haben liege in der Bauzone, weswegen die Beurteilung der landschaftlichen Ein-
passung dem Bezirk obliege. Trotzdem nahm das ANJF eine kurze Beurteilung 
vor und gelangte zum Ergebnis, dass die Projektänderung mit den Zielen des 
Landschaftsschutzes gemäss Art. 6 Abs. 1 NHG vereinbar sei, da die Anlage gut 
integriert und im Gesamtbild unauffällig erscheine; das Bauvorhaben innerhalb 
einer Wohnsiedlung erfolge sowie dass auf umliegenden Gebäuden bereits auf-
geständerte Solaranlagen realisiert worden seien (Vi-act. IV/01). Mit Schreiben 
vom 17. September 2014 hielt das ANJF dann fest, dass die Röhrenkollektoren 
aufgrund ihrer reflektierenden Wirkung tatsächlich auffällig wirken und das Land-
schaftsbild beeinträchtigen könnten, weshalb eine monokristalline Anlage vorzu-
ziehen sei (VI-act. IV/02). Nachdem die Bauherrschaft mit E-Mail vom 2. Dezem-
ber 2014 mitteilte, dass auf KTN 001 eine thermische Solaranlage geplant sei 
und es hier keine kristallinen Kollektoren gebe, hielt das ANJF am 10. Dezember 
2014 u.a. fest, dass es in diesem Fall anstelle der Röhrenkollektoren flache Kol-
lektoren bevorzugt hätte (Vi-act. IV/03). 

1.4.3  Es besteht keine Veranlassung, die erwähnten Eingaben aus dem Recht 
zu weisen. Selbst wenn die Stellungnahme des ANJF vom 10. Dezember 2014 
im Verfahren vor Regierungsrat aus dem Recht zu weisen gewesen wäre, wäre 
es den Beschwerdegegnern freigestanden, im verwaltungsgerichtlichen Verfah-

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ren, diesmal über ihren Rechtsvertreter, dem ANJF die gleichen Fragen zu stel-
len, wie sie dies in der E-Mail vom 2. Dezember 2014 getan haben, wozu sich 
das ANJF inhaltlich gleich wie bisher geäussert hätte. Angesichts des in § 18 
VRP normierten Untersuchungsgrundsatzes sowie der verwaltungsgerichtlichen 
Praxis, nach der sich im Lichte von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.010) vom 4. November 1950 
ein zurückhaltender Ausschluss von Noven aufdrängt (vgl. VGE III 2012 49+50 
vom 24.7.2012 Erw. 3; VGE III 2011 80 vom 23.11.2011 Erw. 4.14; VGE III 2009 
52 vom 23.9.2009 Erw. 3.3; VGE III 2008 33 vom 11.7.2008 Erw. 6.1 mit Verweis 
auf Kölz/ Bosshart/ Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des 
Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 52 N 11, wonach u.a. die Konventionsga-
rantie die freie Überprüfung von Rechts- und Tatfragen durch das Gericht ver-
langt, und im Übrigen in einem zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren mit 
nichtrichterlicher Vorinstanz das Novenverbot nicht mehr gilt), wäre in diesem 
und ist demnach im vorliegenden Fall die Stellungnahme des ANJF vom 10. De-
zember 2014 zu berücksichtigen. 

Eine unzulässige Beeinflussung des ANJF infolge E-Mail der Beschwerdegegner 
vom 2. Dezember 2014 ist nicht erkennbar. Auch ist deswegen keine ungebührli-
che Verfahrensverzögerung entstanden. Eine diesbezügliche Anpassung der re-
gierungsrätlichen Festlegung der Verfahrenskosten und der Parteientschädigung 
ist deshalb nicht notwendig.

1.5.1  In ihrer Stellungnahme vom 2. Juni 2017 machen die Beschwerdeführer 
geltend, die von den Beschwerdegegnern eingereichte Beurteilung des Instituts 
für Solartechnik, SPF, "Reflektiertes Sonnenlicht an der Solaranlage 
C.________" vom 15. Februar 2017 (Bg-act. 3) sei nach § 57 Abs. 1 VRP vorlie-
gend nicht zu berücksichtigen, da nicht ersichtlich sei, inwiefern der angefochte-
ne RRB für dieses Beweismittel Anlass gegeben habe. Auch hätten die Be-
schwerdegegner diese Beurteilung vom 15. Februar 2017 bereits zusammen mit 
ihrer Stellungnahme vom 15. Februar 2017 einreichen können. Diese Verfah-
rensverschleppung gelte es bei der Auflage der Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zu berücksichtigen (Stellungnahme vom 2.6.2017 S. 3).

1.5.2  Eine allfällige Blendwirkung der aufgeständerten Solaranlage wurde im 
angefochtenen RRB ausdrücklich thematisiert (vgl. angefocht. RRB Erw. 5.5.3 
und 5.5.4). Es besteht keine Veranlassung, die von den Beschwerdegegnern 
eingereichte Beurteilung vom 15. Februar 2017 aus dem Recht zu weisen (vgl. 
hierzu vorn Erw. 1.4.3 erster Absatz, wonach in einem zweitinstanzlichen Be-
schwerdeverfahren mit nichtrichterlicher Vorinstanz das Novenverbot nicht mehr 
gilt). Auch liegt keine unzulässige Verfahrensverzögerung vor, zumal es den Be-

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schwerdegegnern frei stand, zusammen mit der Duplik neue Unterlagen einzu-
reichen.

2. Die Beschwerdeführer und die Beschwerdegegner beantragen in ihren 
Eingaben die Durchführung eines Augenscheins (Beschwerde S. 18; Vernehm-
lassung vom 15.2.2017).

Beim Augenschein handelt es sich um ein Beweismittel (§ 24 Abs. 1 lit. d VRP). 
Bei der Beurteilung der Frage, ob solche Beweismittel notwendig sind, kommt 
der entscheidenden Behörde ein erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. VGE 
III 2014 136 vom 30.3.2016 Erw. 7.2 m.H.a. Plüss in: Kommentar VRG, § 7 Rz. 
67 m.H.; VGE III 2007 111 vom 29.8.2007 Erw. 2 mit Verweis auf VGE 1032/05 
vom 28.9.2005 Erw. 1.2 mit Hinweisen; vgl. auch Bundesgerichtsurteil 
1A.202/2003 vom 17.2.2004 Erw. 2 mit Hinweisen). 

Nachdem der vorliegend für die Beurteilung relevante Sachverhalt mit den akten-
kundigen Fotografien und Planunterlagen grundsätzlich hinlänglich dokumentiert 
ist, kann ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sowie des rechtlichen 
Gehörs der Beschwerdegegner von einem Augenschein abgesehen werden.

3. Auf dem Flachdach des EFH auf KTN 001 befinden derzeit sechs flachlie-
gend angeordnete Vakumröhrenkollektoren -Module (Kollektormodul 
F.________; jedes Modul besteht aus 20 Röhren; vgl. Vi-act. 1/01/Beilagen 4-6). 
Die umstrittene Projektänderung sieht vor, dass diese Röhrenkollektoren neu im 
Winkel von 20° (Ausrichtung Südost resp. gegen das Seeufer) aufgeständert 
werden. Die Höhe der aufgeständerten Röhrenkollektorenanlage beträgt 80cm. 
Die Kollektoren sind in zwei hintereinanderliegenden Anordnungen zu je drei 
parallel angeordneten Kollektormodulen geplant; sie sind im Norden und im Sü-
den 1.00m und im Westen und Osten 1.80m vom Dachrand zurückversetzt. Die 
gesamte Fläche der geplanten Solaranlage beträgt 21.32m2 (2 x 10.66m2; 2 x 
[5.59m Breite x 1.907m Tiefe]) (vgl. Vi-act. II/02/Beilagen 1-3, Situations-, Fassa-
den- und Schnitte- sowie Plan Grundriss Dachaufsicht; vgl. auch Vernehmlas-
sung der Beschwerdegegner vom 15.2.2017 S. 5 Mitte; gemäss Duplik S. 3 oben 
1.91m x 5.58m; gemäss Berechnung in der Beurteilung SPF vom 15.2.2017 S. 2 
beträgt die Fläche 21.06m2 [6 x 3.51m2]). 

4.1.1  Am 1. Mai 2014 trat die vom Stimmvolk am 3. März 2013 angenommene 
Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, 
RPG, SR 700) vom 22. Juni 1979 in Kraft. Dabei äussert sich der neue Art. 18a 
RPG zur Baubewilligungspflicht bzw. zur Baubewilligungsfähigkeit von Solaran-
lagen. Nach Art. 18a Abs. 1 RPG bedürfen auf Dächern genügend angepasste 
Solaranlagen in Bau- und in Landwirtschaftszonen keiner Baubewilligung nach 

11

Artikel 22 Abs. 1 RPG mehr. Solche Vorhaben sind lediglich der zuständigen 
Behörde zu melden. Nach Art. 32a Abs. 1 der Raumplanungsverordnung (RPV; 
SR 700.1) gelten Solaranlagen als auf einem Dach genügend angepasst (Art. 
18a Abs. 1 RPG), wenn sie:

a. die Dachfläche im rechten Winkel um höchstens 20 cm überragen;

b. von vorne und von oben gesehen nicht über die Dachfläche hinausragen;

c. nach dem Stand der Technik reflexionsarm ausgeführt werden; und

d. als kompakte Fläche zusammenhängen.

4.1.2  Solaranlagen auf Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder natio-
naler Bedeutung bedürfen stets einer Baubewilligung. Sie dürfen solche Denk-
mäler nicht wesentlich beeinträchtigen (Art. 18a Abs. 3 RPG). Als Kulturdenkmä-
ler von kantonaler oder nationaler Bedeutung gelten unter anderem Kulturgüter 
von nationaler oder regionaler Bedeutung, die in einem anderen Inventar ver-
zeichnet sind, das der Bund gestützt auf das NHG beschlossen hat (Art. 32b lit. c 
RPV).

4.1.3  Bauten und Anlagen müssen sich so in die Umgebung eingliedern, dass 
sie das Landschafts-, Orts-, Quartier- und Strassenbild nicht stören (§ 56 Abs. 1 
Planungs- und Baugesetz [PBG; SRSZ 400.100]; vgl. auch Art. 12 Abs. 1 sowie 
Art. 13 lit. d Baureglement des Bezirks Küssnacht [BauR] vom 1.11.2006). Die 
besonderen Vorschriften über den Natur- und Heimatschutz bleiben vorbehalten 
(§ 56 Abs. 2 PBG). 

Gemäss Art. 14 Abs. 3 BauR sind Anlagen zur alternativen Energieumsetzung 
(Solarzellen etc.) bewilligungspflichtig. Sie sind möglichst gut in die Bau- und 
Umgebungssituation einzupassen und dürfen nur bei starkem Störeffekt verwei-
gert werden. Sonnenkollektoren dürfen in Dachlandschaften nicht störend in Er-
scheinung treten. Dacheinschnitte sind nicht zulässig (Art. 55 Abs. 4 BauR). 

4.2.1  Die kantonale Planungshilfe Solaranlage unterscheidet zwei Typen von 
Solaranlagen. Thermische Solaranlagen (Sonnenkollektoren) für die Aufberei-
tung von Warmwasser oder von Warmwasser mit Heizungsunterstützung und 
photovoltaistische Solaranlagen für die Stromproduktion. Bei thermischen So-
laranlagen werden Flach- und Röhrenkollektoren unterschieden. Flachkollektoren 
sind (auch in grossflächiger Ausführung) gut in Gebäude integrierbar. Röhrenkol-
lektoren haben den besseren Wirkungsgrad und sind deshalb für kleinere Nutz-
flächen geeignet (Planungshilfe Ziff. 2.1).

In Ziffer 3 der Planungshilfe sind Gestaltungsvorgaben enthalten, die sich vom 
bundesrechtlichen Grundsatz (Art. 18a RPG i.V.m. Art. 32a RPV) ableiten, wo-

12

nach Solaranlagen sorgfältig in Dach- und Fassadenflächen zu integrieren sind. 
Die Bewilligungsbehörden beurteilen im Einzelfall, ob eine Solaranlage sorgfältig 
integriert ist oder nicht (Planungshilfe S. 5 unten). In baulicher Hinsicht wird un-
terschieden zwischen eingebauten, aufgesetzten und aufgeständerten Solaran-
lagen, wobei letztere vom Dach oder der Fassade abgewinkelt sind (Ziff. 3.1 Ab-
bildung C). Am besten integriert wirken eingebaute Solaranlagen, welche Teil der 
Gebäudehülle bilden. Falls der Einbau nicht oder nur mit unverhältnismässig ho-
hem Aufwand möglich ist, sollten die aufgesetzten Solarmodule höchstens 10cm 
von Fassaden- oder Dachflächen abstehen (Ziff. 3.2.1). Als weitere Vorgaben für 
eine gute Gestaltung nennt die Planungshilfe die Anpassung des Kollektoren-
felds an die Fassaden- oder Dachform (Ziff. 3.2.2), die Anstrebung der Paralle-
lität von Flächen und Linien (Ziff. 3.2.3), die Anordnung innerhalb von Dachbe-
grenzungslinien (Ziff. 3.2.5), die Farbwahl (Ziff. 3.2.6), die verdeckte Führung von 
Leitungen und Armaturen (Ziff. 3.2.7), das Aufeinanderabstimmen von Solaran-
lagen und thermischen Solaranlagen (Ziff. 3.2.8), die besonders sorgfältige Pla-
nung der Fassadenintegration (Ziff. 3.2.9), die Nutzung bestehender Nebenbau-
ten (Ziff. 3.2.10) sowie die moderate Bestückung von Flachdächern (Ziff. 3.2.11). 

In Ziffer 3.3 der Planungshilfe wird auf Art. 6 Abs. 1 NHG verwiesen, wonach 
durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des 
Bundes dargetan wird, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhal-
tung resp. die grösstmögliche Schonung verdient. In BLN-Gebieten seien des-
halb die Gestaltungsvorgaben (Ziff. 3.2.1-3.2.11) besonders sorgfältig einzuhal-
ten. Die Bewilligungsbehörden haben bei Solar-Vorhaben in BLN-Gebieten die 
folgenden Grundsätze zu befolgen: 

- keine Bewilligung von aufgeständerten Solaranlagen

- keine Bewilligung der auffälligen polykristallinen Solarstromzellen und von 
Röhrenkollektoren.

4.3 Die geplante Projektänderung (Aufständerung der Röhrenkollektoren) be-
findet sich im BLN-Objekt Nr. E.________.

4.3.1  Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein In-
ventar des Bundes wird dargetan, dass es in besonderem Masse die unge-
schmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- 
oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient 
(Art. 6 Abs. 1 NHG). Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sin-
ne der Inventare darf bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung gezo-
gen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von eben-
falls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Art. 6 Abs. 2 NHG). Der von den In-

13

ventaren ausgehende Schutz ist damit im Grundsatz an eine Interessenabwä-
gung geknüpft; diese fällt umso strenger aus, als Eingriffe in Schutzobjekte von 
nationaler Bedeutung einer qualifizierten Rechtfertigung im Sinne von gleich- 
oder höherwertigen Interessen von nationaler Bedeutung bedürfen (BGE 135 III 
209 Erw. 2.1 m.H.; VGE III 2013 75 v. 8.12.2013 Erw. 5.2). Diese Schutzbestim-
mung gilt indes lediglich bei der Erfüllung von Bundesaufgaben (Art. 2 und 3 
NHG) in unmittelbarer Weise. Vorliegend geht es um ein Baubewilligungsverfah-
ren für eine Baute innerhalb der Bauzone. Dabei handelt es sich um keine Bun-
desaufgabe im Sinne des NHG (vgl. Art. 2 NHG). Die diesbezüglichen Einwände 
der Beschwerdeführer verfangen deshalb nicht (Beschwerde S.  14 Ziff. 4.3.10 u. 
4.3.11).

4.3.2  Beim Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationa-
ler Bedeutung (BLN) handelt es sich um ein Bundesinventar im Sinn von 
Art. 5 NHG (Art. 1 der Verordnung über das Bundesinventar der Landschaften 
und Naturdenkmäler [VBLN; SR 451.11] vom 10.8.1977). Bei dem 1983 ins Bun-
desinventar aufgenommenen BLN-Objekt Nr. E.________ handelt es sich um ein 
Kulturgut im Sinne Art. 32b lit. c RPV. 

4.3.3  Das BLN-Objekt Nr. E.________ (Fläche: ____ ha) umfasst den nördli-
chen und westlichen Teil des I (See), dessen Ufer sowie einen angrenzenden 
Landstreifen von G.________ bis C.________. Charakteristisch für den westli-
chen Teil des I(See) sind die natürlichen Ufer mit ihren breiten Verlandungszo-
nen im Norden und den Flachmooren landeinwärts gegen Norden und Westen. 
Im südlichen Teil des BLN, besonders am D.________, sind die Ufer steiler, fel-
sig und bewaldet. 

Die Begründung der nationalen Bedeutung lautet wie folgt (BLN Nr. E.________ 
S. 2 oben): 

1.1 Kulissenartig wirkende mehrstufige Seelandschaft am Übergang vom 
Mitteland zu den Voralpen

1.2 Sanfte, vom Gletscher geprägte Seelandschaft mit in den See ragen-
den bewaldeten Molassenrücken

1.3 Einmaliges Ensemble von naturnahen Bereichen und landschaftsprä-
genden Parkanlagen

1.4 Grosse natürliche Flachufer mit Verlandungszonen und gut erkennba-
ren alten Strandlinien sowie Strandterrassen verschiedener Seespie-
gelstände

1.5 Verlandungszonen und Flachmoore mit charakteristischen und gefähr-
deten Pflanzen- und Tierarten

14

1.6 Ablesbarkeit jahrtausendealter menschlicher Besiedlung; Prähistori-
sche Ufersiedlungen, mittelalterliche Schlösser, stattliche Bauernhöfe, 
Villen und Parkanlagen

Die Schutzziele lauten wie folgt (S. 4):

3. Schutzziele
3.1 Die vielfältige, reich strukturierte parkähnliche Ufersiedlungslandschaft 

mit ihren wertvollen und prägenden kulturellen Elementen einhalten. 
3.2 Die natürlichen Seeufer mit ihren prägenden geomorphologischen 

Formen, gut erkennbaren Strandlinien und Flachwasserzonen erhal-
ten. 

3.3 Die Vielfalt der Uferlebensräume, vor allem die ausgedehnten Feucht-
gebiete und Schilfbestände, in ihrer Qualität sowie ökologischen Funk-
tion und mit ihren charakteristischen Pflanzen- und Tierarten erhalten. 

3.4 Die standortangepasste landwirtschaftliche Nutzung, insbesondere der 
Streuewiesen, erhalten und ihre Entwicklung zulassen.

3.5 Den Ufersaum mit den archäologischen Fundstätten erhalten. 

5.1 Der Regierungsrat prüfte im angefochtenen RRB, ob die Projektänderung 
im ordentlichen Baubewilligungsverfahren durchzuführen sei. Er kam zum Er-
gebnis, dass die Projektänderung bzw. die Aufständerung dazu führe, dass die 
Solaranlage die Dachfläche im rechten Winkel um mehr als 20cm überrage. Da-
mit erfülle sie die in Art. 18a Abs. 1 RPG bzw. Art. 32a Abs. 1 RPV umschriebe-
nen Kriterien für eine genügend angepasste Solaranlage, welche keine Baube-
willigung benötige, nicht mehr, weshalb eine Baubewilligung notwendig sei (an-
gefocht. RRB Erw. 4.3). Die Baukommission hat die Bewilligung nicht im Melde-
verfahren, sondern im vereinfachten Verfahren erteilt (Art. 122 Abs. 1 BauR; vgl. 
BRB Nr. 2010/138 vom 6.5.2014 S. 2). Es ist von Seiten der Vorinstanzen damit 
unbestritten, dass das Meldeverfahren nicht zur Anwendung kommt. 

Soweit in der Beschwerde geltend gemacht, die Projektänderung auf KTN 001 
könne nicht im Meldeverfahren nach Art. 18a Abs. 1 RPG bewilligt werden (Be-
schwerde S 9ff. Ziff. 4.2.1ff. insb. 4.2.8), ist auf diese Einwände deshalb nicht 
weiter einzugehen. 

5.2 Die Beschwerdeführer machen geltend, es fehle an der Bewilligung des 
ANJF als zuständige Behörde im Sinne von § 2 KNHG (Beschwerde S. 22 
Ziff. 8.1-8.5). 

Nach der genannten Bestimmung ist es untersagt, Objekte gemäss § 1 KNHG, 
wozu insbesondere auch Naturdenkmäler und Orts- und Landschaftsbilder 

15

gehören (§ 1 Abs. 2 lit. a und c KNG) ohne Bewilligung der zuständigen Behörde 
zu beseitigen, zu verunstalten, in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen oder sie der 
Allgemeinheit zu entziehen. Der Gemeinderat ist für den Denkmalschutz zustän-
dig (§ 6 Abs. 2 KNHG i.V.m. § 3 Abs. 1 KNHG). Gemäss § 3 Abs. 1 KNHG sorgt 
der Gemeinderat für den Schutz der in § 1 KNHG genannten Objekte und trifft 
die erforderlichen Verfügungen. Unterlässt ein Gemeinderat die erforderlichen 
Massnahmen, so schreitet der Regierungsrat von sich aus ein (§ 3 Abs. 2 
KNHG). Will der Gemeinderat der Beseitigung eines schützenswerten Bauwerkes 
(Abbruch) zustimmen, bedarf es zwingend einer Bewilligung des Regierungsra-
tes (§ 6 Abs. 1 KNHG). 

Aufgrund der soeben dargelegten Rechtslage erhellt, dass entgegen der in der 
Beschwerde vertretenen Auffassung nicht das ANJF, sondern die Baukommissi-
on die zuständige Bewilligungsbehörde ist (§ 6 Abs. 2 KNHG i.V.m. § 3 Abs. 1 
KNHG; vgl. so auch VGE III 2016 210 vom 25.4.2017 Erw. 1.2.1). Die Baukom-
mission hat in der Baubewilligung vom 8. Mai 2014 eine Störung durch die Pro-
jektänderung als wenig gravierend beurteilt (S. 3 oben). 

5.3.1  Die Beschwerdeführer machen geltend, gemäss Ziffer 3.3 der kantonalen 
Planungshilfe für Solaranlagen dürfe keine Bewilligung für aufgeständerte So-
laranlagen und/oder Röhrenkollektoren in einem BLN-Gebiet erteilt werden. Nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung hätten sich die rechtsanwendenden Behör-
den an Verwaltungsverordnungen, soweit diese den richtig verstandenen Sinn 
des Gesetzes wiedergeben, zu halten. Die Vorinstanzen würden nicht darlegen, 
weshalb die Solaranlage auf KTN 001 entgegen der Planungshilfe bewilligt wer-
den könnte. Es liege deshalb eine unrichtige Rechtsanwendung bzw. Überschrei-
tung bzw. Missbrauch des Ermessens nach § 55 Abs. 1 lit. a VRP vor (Be-
schwerde S. 7 ff. Ziff. 3.1-3.8).

5.3.2  Bei Merkblättern, Broschüren, Kreisschreiben, Rundschreiben und derglei-
chen handelt es sich um generell-abstrakte Dienstanweisungen, damit um Ver-
waltungsverordnungen. Formelle Adressaten sind (nur) die mit dem Vollzug einer 
bestimmten öffentlichen Aufgabe betrauten Organe, das heisst die Verwaltungs-
behörden mit deren Verwaltungspersonal. Rechtsunterworfene und Gerichte ste-
hen regelmässig ausserhalb des Adressatenkreises. Ihnen gegenüber stellen 
sich reine Verwaltungsverordnungen als zwar standardisierte (generell-
abstrakte), dennoch rechtsunverbindliche Ansichtsäusserungen der Verwal-
tungsbehörde über die Auslegung und Anwendung der einschlägigen gesetzli-
chen Bestimmungen dar (Bundesgerichtsurteil 2C_264/2015 vom 17.8.2015 
Erw. 2.4.1 mit zahlreichen Hinweisen, u.a. auf BGE 141 V 175 Erw. 2.1 [frz.]; 
BGE 139 V 122 Erw. 3.3.4; BGE 120 Ia 321 Erw. 3.a ff.).

16

5.3.3  Gemäss der Argumentation der Beschwerdeführer dürften gestützt auf den 
Wortlaut der kantonalen Planungshilfe im Gebiet von BLN-Objekt 
Nr. E.________ gar keine der genannten Solaranlagen mehr erstellt werden. 
Dem kann bereits deshalb nicht gefolgt werden, weil Art. 18a Abs. 3 RPG i.V.m. 
Art. 32b lit. c RPV die Errichtung von Solaranlagen auf/in Kultur- und Naturdenk-
mälern bzw. BLN-Objekten nicht generell verbietet, sondern lediglich verbieten 
will, dass solche Anlagen zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Denkmäler 
führen. Es ist hier mit dem Regierungsrat zu halten, dass die Planungshilfe als 
Empfehlung für eine sachgerechte Einzelfallprüfung zu verstehen ist. Bei einer in 
diesem Sinne verstandenen Planungshilfe verfängt auch das Argument nicht, der 
Regierungsrat wende die Planungshilfe nach eigenem Gutdünken an oder nicht, 
etwa dann nicht, wenn es um die Ausführungen zum BLN-Gebiet gehe, hingegen 
dann, wenn es um die bauliche Integration der Solaranlage gehe (Beschwerde 
S. 7 Ziff. 3.2 und 3.3). In der Planungshilfe ist im Zusammenhang mit BLN-
Gebieten denn auch "nur" von Grundsätzen die Rede, womit zum Ausdruck ge-
bracht wird, dass kein absolutes Verbot statuiert werden soll, sondern dass in 
Ausnahmefällen in BLN-Gebieten auch für solche Solaranlagen eine Bewilligung 
erteilt werden kann. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer nimmt die Pla-
nungshilfe hier keine bereits abschliessende und behördenverbindliche Interes-
senabwägung vor (vgl. auch Erw. 6.1.1). 

Für die Unverhältnismässigkeit eines absoluten Verbots spricht im Übrigen auch 
das von der Baudirektion des Kantons Zug herausgegebene "Merkblatt zur An-
ordnung und Gestaltung von Solaranlagen im Kanton Zug" (abrufbar unter htt-
ps://www.zg.ch/behoerden/baudirektion/amt-fur-raumplanung/orts-planung-und-
baugesuche#downloads), nach welchem das BLN (und damit auch das BLN-
Objekt Nr. E.________) bei Solaranlagen unbeachtlich bleibt (Merkblatt S. 3 
oben). Deswegen geht ein absolutes Verbot der genannten Solaranlagen im be-
treffenden BLN-Objekt auch unter dem Aspekt der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 
Bundesverfassung [BV; SR 101] vom 18.4.1999) nicht an. 

6. Die Beschwerdeführer machen geltend, die geplante aufgeständerte 
Röhrenkollektorenanlage führe zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des BLN-
Objekts Nr. E.________.

6.1.1  Nach Art. 18a Abs. 3 RPG dürfen Solaranlagen Kultur- und Naturdenkmä-
ler von kantonaler oder nationaler Bedeutung nicht wesentlich beeinträchtigen 
(Satz 2). Dadurch bringt der Gesetzgeber zum Ausdruck, dass dem Interesse an 
der Nutzung der Sonnenenergie gegenüber dem Interesse am Schutz von Kultur- 
und Naturdenkmälern vermehrtes Gewicht zukommen soll. Das bedeutet umge-
kehrt, dass die Schutzanliegen des Heimatschutzes und der Denkmalpflege im 

17

Vergleich zu den Interessen an der Nutzung erneuerbarer Energien weniger Ge-
wicht beanspruchen können (Bundesgerichtsurteil 1C_179/2015 vom 11.5.2016 
Erw. 6.2). Der unbestimmte Rechtsbegriff der "wesentlichen Beeinträchtigung 
von Kultur- und Naturdenkmälern" belässt der zuständigen Behörde einen gewis-
sen Beurteilungsspielraum, in den ein Gericht nur mit Zurückhaltung eingreifen 
darf, insbesondere dann, wenn örtliche Verhältnisse zu würdigen sind (Bundes-
gerichtsurteil 1C_179/2015 vom 11.5.2016 Erw. 6.3 mit Verweis auf BGE 137 I 
235 Erw. 2.5; 135 II 405 nicht publ. Erw. 2.2.2 mit Hinweisen). Ob eine wesentli-
che Beeinträchtigung eines Kulturdenkmals vorliegt, ist im Einzelfall anhand der 
in der Bedeutung des Inventar-Objekts verankerten Schutzziele zu erörtern 
(Bundesgerichturteil 1C_179/2015 vom 11.5.2016 Erw. 6.4 mit Verweis auf BGE 
127 II 273 Erw. 4c; 123 II 256 Erw. 6a).

6.2 Der Regierungsrat hat festgehalten, das Grundstück KTN 001 liege in einer 
dicht überbauten Wohnzone in C.________ und innerhalb des Perimeters des 
BLN-Objektes Nr. E.________ (angefocht. RRB Erw. 5.3). Dieses Gebiet sei sehr 
weit gefasst. Das Baugrundstück liege zudem in der Wohnzone 2A mit niedriger 
Ausnützung. Dem Gesamtentscheid ARE vom 13. Mai 2011 sei zu entnehmen, 
dass das ANJF keine Einwände gegen den Bau des Einfamilienhauses auf KTN 
001 gehabt habe. Am 4. Dezember 2012 habe die Baukommission eine Solaran-
lage mit flachliegenden Röhrenkollektoren auf dem Flachdach des EFH bewilligt. 
In seinem Mitbericht vom 25. Juli 2015 habe das ANJF festgehalten, dass die 
Aufständerung der Solaranlage mit den Zielen des Landschaftsschutzes nach 
Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 
451) vereinbar sei (angefocht. RRB Erw. 5.3.6). 

In Erwägung 5.3.5 des angefochtenen Beschlusses wird auf den Erläuternden 
Bericht des Bundesamtes für Raumentwicklung zur Teilrevision der Raumplan-
verordnung, S. 17 verwiesen, worin zu Art. 32b RPV u.a. ausgeführt wird, dass in 
oder auf geschützten Naturdenkmälern regelmässig grösste Zurückhaltung mit 
der Erstellung von Bauten angezeigt sei. Wo aber ein Naturdenkmal in einer 
Bau- oder einer Landwirtschaftszone liege und darauf bereits eine Baute stehe, 
werde es durch eine Solaranlage auf dem Dach der bereits vorhandenen Baute 
selten wesentlich beeinträchtigt. Deshalb beeinträchtige die geplante aufgestän-
derte Solaranlage die geschützten Eigenschaften des BLN-Objektes 
Nr. E.________ nicht wesentlich. Die Solaranlage sei von der Nord- bzw. Süd-
fassade jeweils um 1.0m und von der Ost- bzw. Westfassade um jeweils 1.8m 
zurückversetzt. Die Aufständerung betrage lediglich 80 cm. Damit trete die So-
laranlage nicht markant in Erscheinung. Zudem liege das Baugrundstück immer-
hin in einer Bauzone und grenze unmittelbar an eine Zone für öffentliche Bauten 

18

und Anlagen. In unmittelbarer Nähe des EFH auf KTN 001 befänden sich drei 
sehr markante Bauten (Alters- und Pflegeheim, das hinter KTN 001 stehende 
Mehrfamilienhaus und das angrenzende Schulhaus), womit die Umgebung von 
KTN 001 mittlerweile relativ dicht mit modernen Bauten überbaut sei, so dass ei-
ne aufgeständerte Solaranlage nicht auffällig wirke. Im Vergleich zum EFH auf 
KTN 001 beeinträchtige die aufgeständerte Solaranlage das BLN-Objekt weit 
weniger als das EFH selber (angefocht. RRB Erw. 5.3.7).

Des Weiteren hielt der Regierungsrat fest, die aufgeständerte Solaranlage füge 
sich in die Umgebung (dicht überbaute Wohnzone mit relativ modernen Bauten) 
ein, das massgebende Orts- und Quartierbild werde nicht gestört (angefocht. 
RRB Erw. 5.4-5.4.3).

6.3 Die Baukommission hielt in ihrer Vernehmlassung vom 25. Juni 2014 (Vi-
act. II/02) auf Seite 4 insbesondere fest, dass 

- das Siedlungsgebiet von C.________ dicht besiedelt sei, weshalb die aufge-
ständerten Sonnenkollektoren nicht dominant oder sonstwie störend in Er-
scheinung treten würden; 

- das Siedlungsgebiet von verschiedenen, markanten Bauten (Alterszentrum, 
Terrassenhäuser, hohe Gartenmauern, unzählige weitere Häuserfassaden) 
dominiert werde, jedoch keinesfalls von den Sonnenkollektoren der vorliegen-
den Art;

- und dass im Siedlungsgebiet von C.________ bereits andere gleichartige 
Sonnenkollektoren-Anlagen bewilligt worden sei, weshalb die Baukommission 
mit der Bewilligung lediglich die bisherige Praxis fortführe.

6.4 Die Vorinstanzen haben sich damit ausführlich dazu geäussert, weshalb 
die geplanten Röhrenkollektoren auf KTN 001 zu keiner wesentlichen Beein-
trächtigung des BLN-Objekts Nr. E.________ führen (vgl. Vernehmlassung der 
Baukommission vom 25.6.2014 S. 4 [Vi-act. II/02]; angefocht. RRB Erw. 5.3.6 
und 5.3.7). Diese vorinstanzlichen Beurteilungen geben dem Gericht keinen 
Grund zur Beanstandung. Beim BLN-Objekt Nr. E.________ handelt es sich in 
der Tat um ein sehr weit gefasstes Gebiet, in welchem Bauzonen liegen. Das 
Grundstück KTN 001 liegt am Rande der Wohnzone 2A (Wohnzone mit niedriger 
Ausnützung [AZ 0.40], vgl. Art. 73 BauR). Nach Westen grenzt das Grundstück 
unmittelbar an die Zone OeZ (Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, Art. 91 
BauR). In unmittelbarer Nähe von KTN 001 befindet sich das K.________ (mar-
kantes Gebäude), welches markant in Erscheinung tritt. Unweit vom Baugrunds-
tück steht ein L.________ (markantes Gebäude) (auf KTN 002), für welches 
2014/2015 ein neuer Wohnblock (mit 20 Wohnungen) erstellt wurde und der hin-

19

ter (nördlich) der beiden Liegenschaften der Beschwerdeführer und der Be-
schwerdegegner liegt und ebenfalls markant in Erscheinung tritt. Vom See her 
betrachtet, erscheint das Baugrundstück daher als in einer dicht besiedelten 
Wohnzone mit modernen Bauten liegend, wie das von den Beschwerdegegnern 
eingereichte Foto (Bg-act. 1) eindrücklich demonstriert. 

Bei dieser Ausgangslage tritt die Röhrenkollektorenanlage, welche auf maximal 
80cm aufgeständert wird, selber nicht markant in Erscheinung. Vielmehr hält sich 
die vorgesehene Ausführung an die Empfehlungen des Leitfaden für gut inte-
grierte Sonnenkollektoren der Energiestadt Küssnacht (abrufbar unter: htt-
ps://secure.i-web.ch/gemweb/kuessnachtamrigi/de/politik/publikationen/; Empfeh-
lung 6, Flachdächer).

Des Weiteren ist keine Beeinträchtigung der Schutzziele (vorne Erw. 4.3.3; BLN-
Objekt Nr. E.________ S. 4 Schutzziele 3.1-3.5) erkennbar. Die Schutzziele sol-
len in erster Linie wesentliche Veränderungen in den Nichtbaugebieten verhin-
dern. Die Aufständerung der Solaranlage erfolgt innerhalb der Bauzone. Im Ge-
gensatz zu anderen Gemeinden am I (See), ist C.________ (und schon gar nicht 
das Gebiet, in dem sich das Baugrundstück befindet) nicht in der Objektbe-
schreibung als schützenswerte Kulturlandschaft aufgeführt (Ziff. 2.4; so hingegen 
bspw. das Ortsbild der Ufersiedlungslandschaft J.________ mit dem gleichnami-
gen Schloss). Das Schutzziel Ziff. 3.1 (Erhaltung der Ufersiedlungslandschaft) 
wird damit nicht beeinträchtigt. Die übrigen Schutzziele (Ziff. 3.2-3.5 natürliches 
Seeufer, Vielfalt der Uferlebensräume, landwirtschaftliche Nutzung, archäologi-
sche Fundstätten) werden durch die Aufständerung klar nicht tangiert. So kann 
den Beschwerdeführern nicht gefolgt werden in der Ausführung, die aufgestän-
derten Röhrenkollektoren würden das Gesamtbild im BLN-Gebiet massiv beein-
flussen. Das Bauobjekt befindet sich rund 90m vom Ufer entfernt in einer ausge-
dehnten Wohnzone ohne einheitliches Erscheinungsbild und direkt neben der 
Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (neben dem Schulhaus). Allein die Tat-
sache, dass die Kollektoranlage vom See und Ufer aus einsehbar ist, bedeutet 
noch keinesfalls, dass von dieser eine negative Beeinträchtigung der geschütz-
ten Uferlandschaft ausgeht (soweit die Beschwerdeführer eine solche durch eine 
Blendwirkung der Anlage geltend machen, sei auf die nachstehenden Aus-
führungen betr. Blendwirkung verwiesen, Erw. 6.5.1 ff.). Insbesondere ist auch 
der zitierte Bundesgerichtsentscheid nicht einschlägig, wurde in jenem doch eine 
250m2 grosse Solaranlage auf dem Dach eines Ökonomiegebäudes in einem 
Weiler, der sich durch seinen intakten bäuerlichen Charakter und seine historisch 
gewachsene Ansammlung von in unregelmässigen Abständen stehenden Holz-
wohnhäusern und Ökonomiebauten auszeichnet, die als Ganzes ein traditionel-
les und ausgewogenes Ortsbild ergeben, als mit den Schutzzielen unvereinbar 

20

erklärt (Urteil Bundesgericht 1C_179/2015 vom 11.5.2016 Erw. 6.6; das Nämli-
che gilt für das zitierte Urteil 1C_26/2016 vom 16.11.2016, worin die Gefährdung 
des geschützten einheitlichen Erscheinungsbildes einer Siedlung durch eine 
grossflächige Solaranlage bestätigt wurde). Das BLN-Objekt Nr. E.________ mit 
einer Fläche von _____ ha und schützenswerten Uferlandschaft wird durch die 
um maximal 20° aufgeständerte und uferentfernt in der Bauzone gelegene 
Röhrenkollektoranlage mit einer Gesamtfläche von rund 21m2 nicht beeinträch-
tigt. Die Schutzziele des BLN-Objektes sind nicht gefährdet. Die Beschwerdefüh-
rer substantiieren denn auch nicht weiter, inwiefern die Anlage den Schutzzielen 
zuwiderläuft.

Eine wesentliche Beeinträchtigung des BLN-Objekts Nr. E.________ durch die 
geplante Aufständerung der Röhrenkollektoren auf dem Dach des EFH auf KTN 
001 ist demnach klar zu verneinen.

6.5.1  Die Beschwerdeführer machen geltend, die geplanten Röhrenkollektoren 
führten zu einer Blendwirkung, welche vom See aus wahrgenommen werde. Sie 
machen damit sinngemäss geltend, die geplante Solaranlage verstosse gegen 
Art. 32a Abs. 1 lit. c RPV, wonach solche Anlagen nach dem Stand der Technik 
reflexionsarm auszuführen sind. Sodann wird gerügt, die Vorinstanzen hätten 
nicht geprüft, ob diese Blendwirkung zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des 
Bundesinventars führe. Das ANJF habe in seinem Bericht vom 17. September 
2014 festgehalten, das solche Röhrenkollektoren aufgrund der reflektierenden 
Wirkung auffällig seien und das Landschaftsbild beeinträchtigen könnten (Be-
schwerde S. 17f. Ziff. 5.1-5.8). Die Beschwerdeführer beantragen deshalb die 
Durchführung eines Augenscheins bzw. gestützt auf den Untersuchungsgrund-
satz gemäss § 18 VRP sowie § 4 KNHG den Beizug eines Sachverständigen 
(Beschwerde S. 18f. Ziff. 6.1-6.5).

6.5.2  Der Regierungsrat hielt fest, es würden die Röhrenkollektoren mit einem 
Neigungswinkel von 20° statt dem optimalen Winkel von 40° aufgeständert, wo-
durch die Blendwirkung deutlich verringert werde. Das Grundstück KTN 001 be-
fände sich auf einer nach Süd-Osten abfallenden Hanglage. In südöstlicher Rich-
tung lägen keine Gebäude auf gleicher Höhe oder darüber, eine Beeinträchti-
gung durch Reflexionen sei in Anbetracht der Lage und des Neigungswinkels 
höchst unwahrscheinlich. Das gelte insbesondere für die Beschwerdeführer, de-
ren Haus sich nördlich der geplanten Solaranlage befinde, wodurch eine Blend-
wirkung praktisch ausgeschlossen werden könne (angefocht. RRB Erw. 5.5.4). 
Die aufgeständerte Solaranlage mit Röhrenkollektoren beeinträchtige das BLN-
Objekt Nr. E.________ nicht, sie gliedere sich in die Umgebung ein und wirke 
keinesfalls störend (angefocht. RRB Erw. 5.6).

21

6.5.3  Mit der Duplik reichen die Beschwerdegegner die Beurteilung des Instituts 
für Solartechnik, SPF, ________, vom 15. Februar 2017 zur Blendwirkung der 
Solaranlage auf KTN 001 ein (Bg-act. 3). In dieser 9-seitigen Beurteilung gelangt 
das SPF zur folgenden Zusammenfassung und Empfehlung (S. 9):

Eine allfällige Blendung der Bewohner der Liegenschaft [der Beschwerdeführer] 
durch die auf dem Gebäude [der Beschwerdegegner] installierte Solaranlage kann 
durch eine Aufständerung und allenfalls einem zusätzlichen Sichtschutz vollständig 
verhindert werden. Aus energetischer Sicht ist eine Aufständerung von 30° sinn-
voll. Durch die Aufständerung wird der Jahresertrag der Solaranlage deutlich ver-
bessert. Bezüglich der Vermeidung der Blendwirkung sind 30° absolut ausrei-
chend. Eine höhere Aufständerung ist nicht notwendig, hat aber unerwünschte 
Folgen (höhere Sichtbarkeit, stärkere Verschattung). Wenn es mit wenig Aufwand 
möglich ist, könnte der Abstand der beiden Kollektorenreihen leicht vergrössert 
werden, um die Verschattung zu reduzieren. Sollte die Aufständerung das Problem 
nicht vollständig lösen, ist ein zusätzlicher Sichtschutz anzubringen. 

6.5.4  Im Leitfaden Solaranlagen gemäss Art. 18a RPG von der Swissolar 
(Schweizerischer Fachverband für Sonnenenergie) vom April 2016, wird im An-
hang 1: Reflexionsgrad bei Solargläsern (S. 31) im Abschnitt: Stand der Technik 
zum Reflexionsgrad festgehalten, es sei bekannt, dass die Reflexion und die 
mögliche Blendwirkung stark korreliere mit dem Einfallswinkel des Sonnenlichts 
(S. 32 Ziff. 3; Leitfaden abrufbar unter http://www.swissolar.ch/services/shop-
downloads/). Viele typische Baumaterialien würden deutlich mehr reflektieren als 
Solarglas. Unter Ziff. 4 (Planungshinweise und Fazit) werden für nach Süden 
ausgerichtete Solaranlagen (wie im vorliegenden Fall mit Südost-Ausrichtung) 
die folgenden Eigenschaften als allgemein gültig erklärt: 

- Keinerlei Blendung durch die Solaranlage erfahren alle Objekte im Raum hin-
ter der Modulebene (keine Sichtverbindung auf die Modulvorderseite).

- Objekt im Süden: nur kritisch, wenn Solaranlage stark geneigt, oder wenn Ob-
jekt im Süden höher gelegen. 

- Bei kleineren Solaranlagen mit bis zu 10 m Seitenläge und einer Entfernung 
der Objekte von mehr als 80m beträgt die maximale Dauer einer möglichen 
Blendwirkung in der Regel weniger als 30 Minuten pro Tag.

Die mit der Errichtung der Röhrenkollektorenanlage beauftragte Firma teilte den 
Beschwerdegegnern mit Schreiben vom 10. Oktober 2014 mit, dass bei ihr bis 
anhin keine Beschwerden betreffend Reflexion von Röhrenkollektorenanlagen 
eingegangen seien. Bei herkömmlichen Flächenkollektoren der älteren Generati-
onen hätten vereinzelt unangenehme Spiegelreflexionen vorkommen können. 
Die umstrittene Röhrenkollektorenanlage enthalte allerdings keine Folien, mit 

22

welchen dieser Effekt auftreten könne. Man erachte die Montage (auf KTN 001) 
in jeder Hinsicht als unproblematisch (Vi-act. V/03/ Beilage).

6.5.5  Diese Ausführungen (Beurteilung SPF vom 15.2.2017, Leitfaden Swisso-
lar, Schreiben vom 10.10.2014, Erw. 6.5.3-6.5.4) sind plausibel und können der 
gerichtlichen Beurteilung zu Grunde gelegt werden.

6.5.6  Gemäss den aktenkundigen Planunterlagen werden die Röhrenkollektoren 
mit einem Neigungswinkel von 20° aufgeständert. Ein höherer Neigungswinkel ist 
nicht bewilligt. Die Bauherrschaft hat sich bei der Ausführung an diese bewilligten 
Pläne zu halten. Der vorgesehene Neigungswinkel von 20° (bei südsüdöstlicher 
Ausrichtung) liegt deutlich unter dem Neigungswinkel, ab welchem für mögliche 
Beobachter von Süden (von der Uferregion) her störende Reflexionen zu erwar-
ten wären. Bei der nach Südost ausgerichteten Röhrenkollektorenanlage ist bei 
einem Neigungswinkel von 20° zudem höchstens eine minimale und zeitlich be-
grenzte Blendwirkung möglich. Vom Haus der Beschwerdeführer aus ist eine 
Blendwirkung nicht zu erwarten; es ist gar mit einer Verbesserung gegenüber 
dem Zustand bei flach liegenden Röhrenkollektoren anzunehmen (vgl. Beurtei-
lung SPF [Bg-act. 3 S. 4 und 5]). Den Ausführungen im Schreiben vom 10. Okto-
ber 2014 ist zudem zu entnehmen, dass die vorgesehene Röhrenkollektorenan-
lage keine Spiegelreflexionen auslöst (vgl. auch Beurteilung SPF S. 3 Ziff. 3 am 
Schluss, wonach von einer nach dem Stand der Technik und daher reflexionsarm 
ausgeführten Anlage auszugehen ist). Bei dieser Sachlage ist der Regierungsrat 
zu Recht davon ausgegangen, die geplante Röhrenkollektorenanlage führe nicht 
zu einer unzulässigen Blendwirkung (angefocht. RRB Erw. 5.5.3 und 5.5.4).

Die von den Beschwerdeführern eingereichten Fotografien (Bf-act. 4), welche of-
fenbar in der Nähe des Bahnhofs C.________ aufgenommen worden sind und 
die eine Solaranlage auf Liegenschaft Richtung D.________ zeigen (vgl. hierzu 
auch Bg-act. 2) und anscheinend eine Blendwirkung festhalten (was sich auf-
grund der geringen Auflösung der Fotografie nicht zweifelsfrei feststellen lässt), 
vermögen mangels Vergleichbarkeit dieser Anlage mit der vorliegenden Röhren-
kollektorenanlage an dieser Beurteilung nichts zu ändern. 

Ebenfalls nichts zu ändern vermögen die Ausführungen der Beschwerdeführer in 
der Stellungnahme vom 2. Juni 2017, wonach die Aufständerung der Solaranlage 
nur einen geringfügigen Ertragsgewinn (von 6%) gegenüber der Flachvariante 
bringe, weshalb sich die Aufständerung in einem BLN-Gebiet nicht rechtfertige 
(Stellungnahme vom 2.6.2017 S. 5). Es ist unbestritten, dass die aufgeständerte 
Solaranlage zu einem Ertragsgewinn gegenüber der Flachvariante führt. Gemäss 
der Beurteilung SPF (Bg-act. 3 S. 6) ergibt eine Aufständerung von 30° einen 

23

ganzjährlichen Mehrertrag von 20-35%, weshalb auch bei einer Aufständerung 
von 20° von mehr als nur einem geringfügigen Mehrertrag auszugehen ist.

6.5.7  Aus diesen Gründen ist kein Augenschein notwendig (vgl. auch vorn 
Erw. 2). Auch erübrigt sich der Beizug eines Sachverständigen gemäss § 4 
KNHG.

7.1 Die Beschwerdeführer machen geltend, es handle sich bei der geplanten 
Röhrenkollektorenanlage um eine Dachaufbaute und nicht um eine (technische) 
Anlage, da sie durch die Aufständerung wie Fassade wirke. Da sie mehr als ei-
nen Drittel der Fassadenlänge des Einfamilienhauses auf KTN 001 einnehme, 
sei sie bei der Ermittlung der Gebäudehöhe zu berücksichtigen, welche somit 
10.69m betrage. Der Grenzabstand habe damit 5.345m zu betragen und werde 
unterschritten. Die Baubewilligung für die Projektänderung könne deshalb nicht 
erteilt werden (Beschwerde S. 19ff. Ziff. 7.1-7.10). Selbst wenn es sich bei der 
Projektänderung um eine Anlage handeln würde, wäre die Baubewilligung zu 
verweigern, da sie für die Beschwerdeführer übermässige Einwirkungen im Sinne 
von § 55 Abs. 2 PBG zur Folge habe.

7.2 Bei Anlagen sind Grenzabstände nicht einzuhalten (EGV-SZ 2005 B 8.8 
Erw. 2.1), es sei denn, es liege eine fassadenähnliche Wirkung vor (EGV-SZ 
2004 B 8.6 Erw. 4.3). Anlagen mit fassadenähnlicher Wirkung haben die Grenz- 
und Gebäudeabstände zu wahren (fassadenähnliche Wirkung bejaht in: VGE III 
2014 11 vom 22.5.2014 Erw. 1.2 und 2.3.2 betreffend Sichtschutzwände aus 
Holz und Glas mit einer Höhe von 1.78m und 4.98m; VGE 1002/00 vom 
26.5.2000, Erw. 2c betreffend in Hanglage erstellter Swimmingpool, der gegenü-
ber dem unterliegenden Grundstück wie eine Nebenbaute erscheint; fassaden-
ähnliche Wirkung verneint in: VGE III 2015 106 vom 28.10.2015 Erw. 2.3 und 2.4 
betreffend Pergola mit einer Fläche von ca. 4.5m x 3.5m [feingliedrige ca. 2.5m 
hohe Konstruktion mit Stütz- und Querbalken ohne Einwandung und Bedachung, 
ausser 11 Querbalken]; VGE III 2014 103 vom 28.8.2014 Erw. 4.1.5 betreffend 
Verbindungsbalken zwischen zwei Nebenbauten; VGE III 2012 151 vom 
13.2.2013 Erw. 3.4 betreffend Terrasse im Obergeschoss, welche gegen vorne 
ein 1 m hohes Glasgeländer aufwies und sich über die gesamte Fassadenlänge, 
resp. beidseitig 1.5 m darüber hinaus, erstreckte; VGE 1034/03 vom 22.10.2003 
Erw. 11: an einem bestehenden Strommast installierte Antenne ist weder eine 
Baute noch weist sie eine fassadenähnliche Wirkung auf, womit kein Grenzab-
stand zu wahren wäre; VGE 1054/97 vom 8.4.1998 Erw. 2 betreffend Holzbeige).

7.3 Der Regierungsrat hat festgehalten, die aufgeständerte Solaranlage sei of-
fensichtlich keine Baute. Vielmehr handle es sich um eine (technische) Anlage 

24

ohne gebäude- bzw. fassadenähnliche Wirkung. Hinzu komme, dass die um 20 
Grad aufgeständerte Solaranlage auf allen Seiten innerhalb eines 45°-Winkels 
(zur Dachkante) liege und auch aus diesem Grund bei der Ermittlung der Gebäu-
dehöhe bzw. des Grenzabstands nicht mitzuberücksichtigen sei (angefocht. RRB 
Erw. 6.3).

7.4.1  Die Beschwerdeführer setzen sich in der Beschwerde mit dieser regie-
rungsrätlichen Beurteilung mit keinem Wort auseinander. Stattdessen wiederho-
len sie (zum grossen Teil wortgleich) ihren bereits vor Regierungsrat vorgetrage-
nen Standpunkt. Damit gelingt es ihnen nicht, darzulegen, inwiefern die regie-
rungsrätliche Einstufung der Röhrenkollektorenanlage als technische Anlage - 
was sich im Übrigen mit der Auffassung des Gerichts deckt - rechtsfehlerhaft wä-
re. Auch vermögen die Beschwerdeführern nicht aufzuzeigen, dass die aufge-
ständerte Solaranlage eine fassadenähnliche Wirkung erzeugen würde (vgl. vorn 
Erw. 7.2). Selbst wenn die geplante Solaranlage als Baute zu betrachten oder ihr 
eine fassadenähnlichen Wirkung zuzusprechen wäre, zeigen die Beschwerdefüh-
rern nicht auf, dass sich die Solaranlage nicht auf allen Seiten innerhalb eines 
45°-Winkels zur Dachkante befindet. 

7.4.2  Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (Stellungnahme vom 
2.6.2017 S. 6) führt die geplante Solaranlage auf KTN 001 auch nicht zu einer 
störenden Erscheinung in der Dachlandschaft (Art. 55 Abs. 4 BauR; vgl. vorn 
Erw. 4.1.3 zweiter Absatz), zumal in der Nachbarschaft bereits aufgeständerte 
Solaranlagen stehen. 

7.4.3  Unbehelflich ist schliesslich auch der Einwand, die Röhrenkollektorenanla-
ge sei gestützt auf § 55 Abs. 2 PBG zu verweigern. Nach dieser Bestimmung ist 
die Baubewilligung zu verweigern, wenn der bestimmungsgemässe Gebrauch 
einer Baute oder Anlage für die Nachbarschaft nach Lage und Ortsgebrauch 
übermässige Einwirkungen zur Folge hätte. Die einzigen von der geplanten An-
lage ausgehenden Immissionen sind allenfalls minimale Reflexionswirkungen, 
welche allerdings nicht als übermässig bezeichnet werden können (vgl. hierzu 
vorn Erw. 6.5.6) und auf dem (nördlich gelegenen) Grundstück der Beschwerde-
führer ohnehin ausgeschlossen sind. Weitere Immissionen durch die Projektän-
derung werden nicht geltend gemacht. 

7.5 Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist daher abzuwei-
sen. 

8.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des verwaltungs-
gerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr inkl. öffentliche Verhandlung, Kanzlei-

25

kosten und Barauslagen) von Fr. 2'500.-- den Beschwerdeführern aufzuerlegen 
(§ 72 Abs. 2 VRP).

8.2 Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerde-
führer den beanwalteten Beschwerdegegnern eine Parteientschädigung zu ent-
richten. Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsan-
wälte (GebT; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das 
Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, 
unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 3'000.-- (inkl. 
Barauslagen und MwSt) festgesetzt.

26

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr inkl. Kanzleikosten und Barauslagen 
von insgesamt Fr. 2'500.-- werden den Beschwerdeführern (unter solidari-
scher Haftbarkeit) auferlegt. Sie haben am 27. Januar 2017 einen Kosten-
vorschuss in gleicher Höhe einbezahlt, so dass die Rechnung ausgeglichen 
ist.

3. Die Beschwerdeführer haben (unter solidarischer Haftbarkeit) den beanwal-
teten Beschwerdegegnern eine Parteientschädigung (inkl. Barauslagen und 
MwSt) von insgesamt Fr. 3'000.-- zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an: (…).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: