# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c0f5d70-736d-59a9-9b46-106969378613
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.05.2017 725 16 373 / 133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-373---133_2017-05-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  18. Mai 2017 ( 725 16 373 / 133) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Einstellung der Leistungen; Kausalität der organisch nicht nachweisbaren Beschwerden, 

Adäquanzprüfung; Einkommensvergleich 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen (18.40076.14.4) 
 
 
 
A. Der 1976 geborene A.____ war seit dem 18. Mai 2012 bei der B.___ in C.____ als 
Teamchef Eisenleger angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von 
Unfällen versichert. Am 20. Januar 2014 erlitt der Versicherte einen Unfall, als er auf einem Ge-
rüst stehend von Baumaterial getroffen wurde und in der Folge aus einer Höhe von rund drei 
Metern auf den Boden fiel. Gemäss Unfallmeldung vom 30. Januar 2014 zog er sich dabei ein 
Polytrauma mit Frakturen zu. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die ge-

 

 
 
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setzlichen Leistungen. Mit Schreiben vom 13. Juli 2016 stellte die Suva die vorübergehenden 
Leistungen per 31. August 2016 ein. Mit Verfügung vom 28. Juli 2016 wurde dem Versicherten 
für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 20. Januar 2014 eine Invalidenrente 
basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 14% zugesprochen und der Anspruch auf eine In-
tegritätsentschädigung verneint. Eine dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wurde 
mit Entscheid vom 14. September 2016 (Postaufgabe: 10. Oktober 2016) abgewiesen. Darin 
wurde erwägt, dass der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten, orga-
nisch nicht nachweisbaren Beschwerden des Versicherten nicht nachgewiesen sei und dass die 
Bemessung der Invalidität und die Verneinung eines entschädigungspflichtigen Integritätsscha-
dens korrekt erfolgt seien. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Nikolaus Tamm, am 10. November 
2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, es sei ihm auf Basis eines Invaliditätsgrades von 50% eine Rente sowie eine 
angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen, eventualiter sei ein interdisziplinäres 
Gutachten einzuholen; alles unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen 
vor, dass die herangezogene Zumutbarkeitsbeurteilung zu knapp ausgefallen sei und in einer 
Verweistätigkeit ohne konkrete Begründung eine volle Arbeitsfähigkeit postuliert werde. Insofern 
müsse der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt gelten. Des Weiteren werde bei der Prüfung 
der Adäquanzkriterien, namentlich bei der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, aktenwidrig 
behauptet, der Beschwerdeführer habe eine Amnesie erlitten. Ferner werde zu Unrecht ange-
nommen, dass die empfundenen Dauerschmerzen nicht glaubhaft seien. Überdies habe die 
Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht auf Tabellenlöhne ab-
stellen dürfen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 24. Januar 2016 (recte: 2017) schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Abklärung des me-
dizinischen Sachverhaltes sei genügend. Die besondere Eindrücklichkeit des Unfalls sei auf-
grund der nicht umstrittenen Erinnerungslücke zu verneinen. Das Valideneinkommen sei korrekt 
ermittelt worden, auch im Hinblick auf das zugrunde gelegte Kompetenzniveau.  
 
D. Das Kantonsgericht zog in der Folge die den Beschwerdeführer betreffenden Akten der 
Invalidenversicherung bei. Mit Eingaben vom 21. März 2017 (Beschwerdegegnerin) und 
22. März 2017 (Beschwerdeführer) nahmen die Parteien dazu, namentlich zum Bericht von 
Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 19. Oktober 2016 Stellung.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-

 

 
 
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scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Pratteln, so dass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach 
Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit 
der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der 
ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.1 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vo-
raussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein Kausalzusam-
menhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper-
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit ande-
ren Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Er-
eignis und einer (andauernden) gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im 
Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozial-
versicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden 

 

 
 
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hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu fol-
gen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird 
(BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
3.2 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen 
dem versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, son-
dern auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein 
Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg 
von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereig-
nis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung 
des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung 
zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen 
Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesund-
heitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Re-
geln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
3.2.1 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haf-
tung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 
natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 112 E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Als objektivierbar gel-
ten Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und 
den Angaben des Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf Ergebnisse klinischer Unter-
suchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, 
welches eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse. Nach konstanter bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung kann deshalb von organisch objektiv ausgewiesenen Unfall-
folgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparati-
ven/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 
2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müs-
sen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 ff. mit Hinweisen). 
 
3.2.2 Liegen keine organisch (hinreichend) nachweisbare Unfallfolgeschäden vor, hat eine 
besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss (BGE 127 V 103 
E. 5b/bb mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Hat die versicherte Person beim Unfall ein 
Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS), einen äquivalenten Verletzungsmechanismus 
oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen eines Schleudertraumas verglei-
chen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge das für diese Verletzung typi-
sche bunte Beschwerdebild vor (vgl. BGE 119 V 338 E. 1), so ist die Adäquanz nach Massgabe 
der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. modifizierten Grundsätze zu 
prüfen. Liegt kein Unfall mit einem Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten 
Verletzung vor oder fehlt es nach einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunten 
Beschwerdebild, so hat die Adäquanzbeurteilung psychischer Folgeschäden des Unfalls nach 

 

 
 
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den in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, 
dass bei Unfällen mit einem Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf 
eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 
134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 E. 6a in fine), während bei den übrigen Unfällen für die Beurtei-
lung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und 
die dabei erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massge-
bend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa). 
 
3.3 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person, der von weiteren Behandlungen zu 
erwartenden Besserung sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich 
der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die 
ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b). 
Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess 
gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Be-
weismittel – ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu 
würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, 
von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbeson-
dere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi-
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hin-
gegen ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweis-
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zwei-
feln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklä-

 

 
 
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rungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 
mit weiteren Hinweisen).  
 
4. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht allesamt gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid 
als zentral erweisen.  
 
4.1 Gemäss Austrittsbericht des Spitals E.____ vom 29. Januar 2014 habe der Patient im 
Rahmen eines Arbeitsunfalls am 20. Januar 2014 eine mehrfragmentäre dislozierte distale 
Humerusschaftfraktur links sowie eine Rippenprellung links erlitten. Der Patient sei auf der Bau-
stelle von einem ca. zwei Tonnen schweren Gegenstand aus Eisen auf der linken Seite erfasst 
und aus ca. drei Metern Höhe vom Gerüst gefallen. Er habe sofort immobilisierende Schmerzen 
im linken Oberarm verspürt. Am 22. Januar 2014 sei eine Reposition des Humerus mit Platte-
nosteosynthese vorgenommen worden. Der intra- und postoperative Verlauf sei komplikations-
los gewesen. Es zeige sich postoperativ ein regelrechter Befund mit reizlosen Wundverhältnis-
sen.  
 
4.2 Mit ärztlichem Zwischenbericht an die Suva vom 12. April 2014 hielt der behandelnde 
Hausarzt Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, fest, dass der Patient weiterhin 
über Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit im linken Ellbogen und in der linken 
Schulter klage. Neu kämen Schmerzen im Nackenbereich links und im Bereich der Brust- und 
Lendenwirbelsäule hinzu, die am ehesten muskulär bedingt durch die Fehlhaltung seien. Der 
Verlauf der Heilung sei eher verzögert.  
 
4.3 Vom 26. Juni 2014 bis 17. Juli 2014 hielt sich der Beschwerdeführer zur stationären 
Rehabilitation in der Klinik G.____ auf. Im Austrittsbericht vom 21. Juli 2014 diagnostizierten die 
involvierten Ärzte einen Unfall am 20. Januar 2014 mit Humerusschaftfraktur links mit an-
schliessender Plattenosteosynthese am 22. Januar 2014, wobei ein Röntgen am 14. April 2014 
eine intakte Plattenosteosynthese ohne Lockerung und mit zunehmender Konsolidation, ohne 
sekundäre Dislokation und eine vorbestehend abgebrochene Schraubenspitze, angrenzend an 
den Frakturspalt, gezeigt habe, sowie ein Verdacht auf ein zervikales/lumbales Schmerzsyn-
drom, bildgebend ohne Anhalt für posttraumatische Veränderungen der Hals- oder Lendenwir-
belsäule und bei nur leichten degenerativen Veränderungen ohne Hinweis auf eine Neurokom-
pression. Ausserdem sei eine Anpassungsstörung mit psychotraumatologischer Angstsympto-
matik (ICD-10 F43.28), differenzialdiagnostisch eine posttraumatische Belastungsstörung zu 
diagnostizieren. Aktuell bestünden chronisch-persistierende, belastungsabhängige Schmerzen 
im linken Ellbogen mit Ausstrahlung proximal über die Schulter bis in die linke Nackenpartie. 
Objektiv zeige sich eine starke Druckdolenz im distalen Oberarm sowie im ganzen Ellbogenbe-
reich, ferner eine leichte Druckdolenz im Schultergürtelbereich sowie ziehende Schmerzen in 
der linksseitigen Nackenpartie. Des Weiteren bestünden eine deutlich eingeschränkte Schulter-
beweglichkeit links und ein deutliches Streckdefizit im linken Ellbogen. Die im Vorfeld des Auf-
enthalts erstellte Bilddokumentation zeige eine zunehmende knöcherne Konsolidierung der erlit-
tenen Fraktur in korrekter Stellung, es stelle sich jedoch die Frage, ob das Osteosynthesemate-

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rial zu Störeffekten führe, die wiederum zu einer namhaften Beeinträchtigung der Ellbogenbe-
weglichkeit führten. Der Patient habe wiederholt auch über intermittierende belastungsunab-
hängige lumbale Rückenschmerzen und linksbetonte Nackenschmerzen geklagt, das vorlie-
gende MRI ergebe jedoch keine Anhaltspunkte für traumatisch bedingte Veränderungen oder 
Hinweise auf eine Neurokompression. Gesamthaft betrachtet könnten die aktuell geltend ge-
machten Beschwerden und Funktionseinschränkungen aufgrund der Diagnosen, klinischen und 
radiologischen Befunden nicht erklärt werden. Das Beschwerdebild dürfe im Rahmen der diag-
nostizierten psychischen Problematik in erheblichem Masse überlagert sein. Während des Auf-
enthalts habe erwartungsgemäss keine wesentliche Besserung der Schmerzproblematik, der 
Beweglichkeit des linken Ellbogens oder der körperlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit 
erreicht werden können. Die angestammte Tätigkeit als Eisenleger sei nicht mehr zumutbar.  
 
4.4 Gemäss Austrittsbericht des Spitals E.____ vom 6. Februar 2015 wurde beim Be-
schwerdeführer am 4. Februar 2015 eine vollständige Metallentfernung und eine Neurolyse des 
Nervus radialis durchgeführt. Der intra- und postoperative Verlauf habe sich komplikationslos 
gestaltet.  
 
4.5 Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, diagnostizierte nach Durchsicht aller vorliegenden Akten anlässlich der kreisärztli-
chen Untersuchung vom 28. Mai 2015 ein Status nach Arbeitsunfall am 20. Januar 2014 mit 
Oberarmschaftfraktur links, ein Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese am 
linken Oberarm am 20. Januar 2014 (recte: 22. Januar 2014), ein Status nach Metallentfernung 
am linken Oberarm am 4. Februar 2015 sowie aktuell invalidisierende Beschwerden im Bereich 
des Kopfes, des Nackens, der linken Schulter und des gesamten linken Arms sowie des linken 
Brustkorbs. Eine Beurteilung erweise sich als schwierig. An strukturellen Läsionen, die zumin-
dest überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 20. Januar 2014 zurückzuführen 
seien, sei die Fraktur des linken distalen Oberarmschaftes unstrittig. Diese sei in praktisch ana-
tomischer Stellung verheilt, das Metall sei entfernt. Darüber hinausgehende relevante Verlet-
zungen an Weichteilstrukturen des Oberarms seien nicht nachgewiesen. Nach seiner Erfahrung 
sei ohne Gelenksbeteiligung der Fraktur die Wiederherstellung der vollen Funktionalität des 
linken Armes auch in der Schulter und im Ellbogengelenk zu erwarten, wobei erfahrungsge-
mäss endgradige funktionelle Einschränkungen im Ellbogengelenk in einigen Fällen möglich 
seien. Die Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule seien wiederholt magnetresonanztomogra-
phisch abgeklärt worden. Befunde, welche zumindest überwiegend wahrscheinlich dem Unfall-
ereignis zugeordnet werden könnten, hätten nicht nachgewiesen werden können. Auch beim 
MRT des Kopfes seien keine überwiegend wahrscheinlich unfallbedingten strukturellen Läsio-
nen gefunden worden. Die Aufnahmen des Kopfes und der Wirbelsäule seien auch von den 
unfallunabhängigen, diskreten degenerativen Veränderungen her typisch für das Lebensalter 
des Versicherten und würden seine Beschwerdesymptomatik nicht erklären. Zusammenfassend 
beurteilte der Kreisarzt, dass die Beschwerden von der Wirbelsäule ausgehend sowie im Kopf-
bereich bei nicht nachgewiesenen strukturellen Läsionen überwiegend wahrscheinlich unfall-
fremd seien. Im Bereich des linken Armes sei eine gewisse Restsymptomatik 16 Monate nach 
dem Unfallereignis noch unfallkausal. So wie sie vom Versicherten am Untersuchungstag ge-
schildert worden seien, seien die Beschwerden jedoch sehr ungewöhnlich und mit den objekti-

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ven Befunden nur teilweise zu erklären. Von einer weiteren Behandlung aus unfallchirurgischer-
orthopädischer Sicht bestehe prinzipiell kein namhaftes Besserungspotential. Vor der definitiven 
Beurteilung sei indessen noch das bereits in die Wege geleitete neurologische Konsilium abzu-
warten.  
 
4.6 Eine neurologische Untersuchung bei Prof. Dr. med. I.____, FMH Neurochirurgie, vom 
2. Juni 2015 ergab die Diagnosen eines chronischen Nacken-Schulter-Arm-Schmerzsyndroms 
links bei Status nach Unfall am 20. Januar 2014, eines chronisch-rezidivierendes lumboverteb-
rales Schmerzsyndrom bei Verdacht auf Facettengelenksyndrom L4/5 und L5/S1 sowie einer 
degenerativ bedingten asymptomatischen mediolateralen Diskushernie L5/S1 rechts.  
 
4.7 In seinem kreisärztlichen Bericht vom 14. August 2015 führte Dr. H.____ aus, dass 
anlässlich des Unfalls vom 20. Januar 2014 ein direktes Trauma am linken Arm stattgefunden 
habe. Andere Körperregionen seien nicht betroffen gewesen. So seien in der Folge auch struk-
turelle und überwiegend wahrscheinlich unfallbedingte Läsionen an der linken Schulter sowie im 
Bereich der Lendenwirbelsäule und der Halswirbelsäule mit umfassender Diagnostik ausge-
schlossen worden. Er verweise auf die kreisärztliche Beurteilung vom 28. Mai 2015. Von einer 
weiteren Behandlung sei aus unfallchirurgischer Sicht keine namhafte Besserung mehr zu er-
warten. Eine Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich ähnlich wie diejenige durch die Ärzte-
schaft der Klinik G.____ primär auf medizinisch-theoretische Überlegungen und die Berücksich-
tigung der objektiven Befunde. Für den linken Arm seien dem Versicherten leichte bis mittel-
schwere Arbeiten ganztags zumutbar, für die übrigen Körperregionen gäbe es keine unfallbe-
dingten Einschränkungen der Zumutbarkeit. Ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden 
liege nicht vor.  
 
4.8 Nachdem Dr. H.____ das Einvernahmeprotokoll der Polizei zum Unfallhergang vorge-
legt wurde, nahm dieser am 24. November 2015 nochmals Stellung. Er führte aus, dass er bis-
her von einem anderen Unfallhergang als im Polizeirapport beschrieben ausgegangen sei. Am 
medizinischen Befund habe sich prinzipiell nichts geändert. Neu müssten die Beschwerden im 
Bereich der Wirbelsäule als natürlich unfallkausal angesehen werden. Indessen hätten struktu-
relle, unfallbedingte Läsionen an der Wirbelsäule nicht nachgewiesen werden könne, weshalb 
knapp zwei Jahre später nicht mehr von Unfallfolgen auszugehen sei. An der Schulter zeigten 
sich minimal differente Befunde zwischen dem alten und den aktuellen MRT. Eine erhebliche 
Einschränkung sei damit jedoch auch nicht erklärt.  
 
4.9 Auf Empfehlung des Kreisarztes wurde PD Dr. med. J.____, FMH Chirurgie, um einen 
Bericht gebeten. Mit Schreiben vom 2. März 2016 führte der behandelnde Facharzt aus, dass 
die Situation aus seiner Sicht gesamthaft immer gleich sei. Der Patient gebe Schmerzen im 
linken Arm an. Die Schmerzen seien eher diffus, den gesamten Arm betreffend, in den Nacken 
ausstrahlend. Im Vordergrund stehe subjektiv der Ellbogen, wo es episodenweise zu Blockaden 
mit Geräuschen komme. Gesamthaft bestehe eine Diskrepanz zwischen den geschilderten Be-
schwerden und den klinisch objektivierbaren Befunden. Der Patient sei intensiv abgeklärt wor-
den, auch an Schulter und Hals, ohne wegweisende Befunde. Aus chirurgischer Sicht sei die 
Ursache für die persistierenden Beschwerden von ihm nicht gefunden worden. Er könne dem 

 

 
 
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Patienten aus seinem Fachgebiet nichts mehr anbieten. Es seien nach dem 4. Februar 2016 
keine weiteren Termine vereinbart worden.  
 
4.10 Am 12. Mai 2016 (Eingang: 10. Juni 2016) berichteten die involvierten Ärzte der Klinik 
G.____ über die Ergebnisse der am 19. und 20. Mai 2016 durchgeführten Evaluation der funkti-
onellen Leistungsfähigkeit. Sie hielten fest, dass knapp zweieinhalb Jahre nach dem Unfall mit 
einer distalen Humerusschaftfraktur links hartnäckige, therapieresistente Schmerzen in der lin-
ken Schulter sowie belastungsabhängige Schmerzen im linken Ellbogen im Vordergrund stün-
den. Zudem mache der Patient im Kontext mit dem Unfall auch bewegungs- und belastungsab-
hängige verstärkte Dauerschmerzen in der Region der Hals- und Lendenwirbelsäule geltend. 
Am Achsenskelett hätten im Rahmen der bisherigen Bildgebung keine unfallbedingten Verände-
rungen festgestellt werden können. Die Humerusschaftfraktur sei in regelrechter Stellung voll-
ständig knöchern konsolidiert bei verbliebener Schraubenspitze im mittleren Schaftdrittel nach 
zwischenzeitlich erfolgter Metallentfernung. In Anbetracht des sehr ausgeprägten Schmerzge-
barens während der klinischen Untersuchung hätten keine abschliessend verwertbaren Befun-
de erhoben werden können. Hinweise für etwaige sensomotorische Defizite fänden sich in den 
oberen Extremitäten indes nicht. Es sei eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet wor-
den. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumut-
baren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Das Ausmass der demonstrierten 
physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der 
klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenü-
gend erklären. Ob und in welchem Ausmass das Schmerzverhalten durch eine allfällige psychi-
sche Störung mitverursacht werde, habe anlässlich der vorliegenden Evaluation aus rein soma-
tisch-funktioneller Sicht nicht beurteilt werden können. Die angestammte Tätigkeit als Eisenle-
ger sei nicht zumutbar. Die Anforderungen mit wiederholtem Hantieren von bis zu sehr schwe-
ren Lasten und das Arbeiten in länger dauernden Zwangspositionen seien zu hoch. Eine leichte 
bis mittelschwere Tätigkeit ohne repetitivem Krafteinsatz des linken Armes und ohne Arbeiten 
auf hohen Leitern sei dem Patient ganztags zumutbar. Diese Beurteilung der Zumutbarkeit stüt-
ze sich wesentlich auf medizinisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Be-
obachtungen bei den Leistungstests. Eine weitergehende Einschränkung der Belastbarkeit las-
se sich medizinisch-theoretisch nicht begründen.  
 
4.11 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens wurden die den Beschwerdefüh-
rer betreffenden Akten der Invalidenversicherung beigezogen. In der abschliessenden Beurtei-
lung des RAD vom 19. Oktober 2016 führte Dr. D.____ aus, dass versicherungsmedizinisch 
weder unfallkausal noch unfallfremd zumindest in einer angepassten Tätigkeit eine massgebli-
che Limitierung der Arbeitsfähigkeit begründet werden könne.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf die Einschät-
zungen ihres Kreisarztes Dr. H.____ sowie auf die Evaluation der funktionellen Leistungsfähig-
keit der Klinik G.____. Sie geht demzufolge davon aus, dass die geklagten Beschwerden mit 
Ausnahme der Beschwerden bzw. der Bewegungseinschränkung im linken Ellbogen organisch 
nicht hinreichend nachweisbar und nicht adäquat kausal zum Unfallereignis vom 20. Januar 
2014 seien. Aufgrund der verbleibenden unfallkausalen Beeinträchtigung sei dem Beschwerde-

 

 
 
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führer zum Zeitpunkt des Fallabschlusses per 31. August 2016 eine angepasste leichte bis mit-
telschwere Tätigkeit ohne repetitivem Krafteinsatz des linken Armes und ohne Arbeiten auf ho-
hen Leitern ganztags zumutbar. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass die Zumutbar-
keitsbeurteilung zu knapp und lediglich medizinisch-theoretisch ausgefallen sei.  
 
5.2 Wie in Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, prüft das Gericht frei, ob die verfügbaren Un-
terlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtanspruchs gestatten. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorakten abgege-
ben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und seine 
Schlussfolgerungen begründet sind. Rechtsprechungsgemäss sind an versicherungsinterne 
Beurteilungen, wie die vorliegenden Berichte des Kreisarztes Dr. H.____, strenge Anforderun-
gen zu stellen und bereits bei geringen Zweifeln an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 
8C_113/2009, E. 3.2; vgl. oben Erwägung 3.4). Solche Zweifel liegen indessen nicht vor. Die 
medizinischen Unterlagen bieten ein einheitliches Bild über den Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers und es finden sich keine von den kreisärztlichen Beurteilungen oder den Wür-
digungen der Klinik G.____ abweichenden Einschätzungen. Auch das definierte Zumutbarkeits-
profil erweist sich in Anbetracht der ausführlichen Evaluation der funktionellen Leistungsfähig-
keit am 19. und 20. Mai 2016 als genügend präzis.  
 
5.3 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist festzuhalten, dass der medizinische Sachver-
halt nach dem soeben Ausgeführten hinreichend abgeklärt ist. Demnach stehen die verbleiben-
den Beschwerden im linken Ellbogen mit dem Unfall vom 20. Januar 2014 in einem natürlichen 
und – aufgrund des organischen Substrats (vgl. E. 3.2.1 hiervor) – auch in einem adäquaten 
Kausalzusammenhang. Ob die weiteren Beschwerden des Beschwerdeführers, die keinem or-
ganischen Substrat zuzuordnen sind, in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Er-
eignis vom 20. Januar 2014 stehen, kann nach der Rechtsprechung offen gelassen werden, 
wenn die für die Bejahung einer Leistungspflicht erforderliche adäquate Kausalität ohnehin ver-
neint werden muss, was vorliegend – wie sogleich aufzuzeigen ist – der Fall ist (SVR 1995 U 23 
S. 68 E. 3c; ebenso: Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2010, 8C_182/2010, E. 3.2). Aus 
den gleichen Gründen kann offen bleiben, ob aufgrund der im Raum stehenden psychischen 
Gesundheitsbeeinträchtigungen eine weitere psychosomatische Exploration angezeigt gewesen 
wäre.  
 
5.4.1 Ob die geklagten Beschwerden noch adäquat kausale Unfallfolgen sind, hat der Unfall-
versicherer beim Fallabschluss zu prüfen. Das Bundesgericht hat sich in BGE 134 V 109 ff. E. 3 
und 4 zum Zeitpunkt des Fallabschlusses geäussert. Demnach sind Heilbehandlung und Tag-
geld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr 
zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen. Ob 
eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden 
Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträch-

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

tigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Un-
bedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3). Wenn eine entsprechende 
Verbesserung nicht erwartet werden kann, ist der Fall abzuschliessen. 
 
5.4.2 Der Zeitpunkt des Fallabschlusses ist unter den Parteien nicht umstritten. Aus den Ak-
ten sind seit spätestens Juni 2015 weder neue Befunde noch neue Diagnosen erkennbar. Die 
medizinische Behandlung hat sich in der Folge auf physiotherapeutische und medikamentöse 
Behandlungen beschränkt. Der behandelnde Arzt Dr. J.____ gab mit Bericht vom 2. März 2016 
bekannt, dass die Behandlung bei ihm abgeschlossen sei. Es ist deshalb mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass ab dem 31. August 2016 von einer Fortsetzung 
der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwar-
tet werden konnte. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in diesem 
Zeitpunkt die Adäquanzprüfung vorgenommen hat. 
 
5.5 Der medizinischen Aktenlage mit umfassender bildgebender Diagnostik ist zu entneh-
men, dass für die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen am linken Arm, der linken 
Schulter, der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie des Kopfes kein organisches Substrat nach-
weisbar ist. Ebenfalls als erstellt kann gelten, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls 
vom 20. Januar 2014 keine Distorsion der Halswirbelsäule, einen äquivalenten Verletzungsme-
chanismus oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Bei dieser Sachlage hat die Beschwerde-
gegnerin zu Recht eine Adäquanzprüfung nach den Regeln für psychische Folgeschäden vor-
genommen (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Nach dieser Rechtsprechung setzt die Bejahung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfallereignis bzw. einer unfallähnlichen Körper-
schädigung und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung im Einzelfall 
voraus, dass dem fraglichen Ereignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- bzw. 
Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objek-
tiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 
115 V 141 E. 7 mit Hinweisen). 
 
5.5.1 Eine spezielle Adäquanzprüfung verlangt zunächst eine Qualifikation des Unfallereig-
nisses nach seiner Schwere. Die Schwere des Unfalles bestimmt sich dabei nach dem augen-
fälligen Geschehensablauf. Zu prüfen ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise, ob 
der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich 
gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Un-
fällen erfolgt. Massgebend sind der Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräf-
ten, nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgesche-
hen zugeordnet werden können. Derartigen dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuzuord-
nenden Faktoren ist gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Dies gilt 
etwa für die – ein eigenes Kriterium bildenden – Verletzungen, welche sich die versicherte Per-
son zuzieht, aber auch für – unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitum-
stände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende – äussere Umstände, wie 
eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- resp. gar Todesfolgen, die der 
Unfall für andere Personen nach sich zieht (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 27, U 2/07 E. 5.3.1). Immer-

 

 
 
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hin können die erlittenen Verletzungen aber Rückschlüsse auf die Kräfte gestatten, die sich 
beim Unfall entwickelt haben (SVR 2009 UV Nr. 57 S. 204, 8C_77/2009 E. 4.1.1). 
 
5.5.2 Der genaue Ablauf des Ereignisses vom 20. Januar 2014 lässt sich folgendermassen 
zusammenfassen: Der Versicherte war als Eisenleger auf einem Gerüst tätig, als er von Armie-
rungseisen getroffen wurde, welche von einem Bagger angehoben worden waren. In der Folge 
stürzte er aus einer Höhe von circa drei Metern auf den Boden. Er zog sich einen Bruch des 
linken Oberarmschafts zu. Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei 
entwickelnden Kräften ist mit der Vorinstanz das Ereignis vom 20. Januar 2014 als mittelschwe-
rer Unfall im eigentlichen Sinn zu qualifizieren (vgl. dazu auch: Urteil des Kantonsgerichts vom 
30. Oktober 2014, 725 14 185 / 261, E. 8.4.2 und Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juli 2002, 
U 265/00, E. 5b). Dies wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet. 
 
5.6 Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüs-
sig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit 
dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon 
erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: 

• besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

• die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 

• ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

• körperliche Dauerschmerzen; 

• ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; 

• schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

• Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 140 E. 6c/aa). 

 

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall er-
forderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Das trifft einerseits dann zu, wenn es sich um 
einen Unfall handelt, der zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar 
als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittle-
ren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 
ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müs-
sen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Diese Würdigung des Unfalls 
zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, 
die möglicherweise die psychische Fehlreaktion begünstigt haben könnten (BGE 115 V 140 
E. 6c/bb). Handelt es sich um einen mittelschweren Unfall im engeren Sinn, müssen mindes-
tens drei Kriterien erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5 und vom 24. September 2013, 
8C_546/2013, E. 3.2).  
 

 

 
 
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5.7.1 Die Beschwerdegegnerin verneint die besondere Eindrücklichkeit des Unfalls unter 
Hinweis auf die Amnesie des Beschwerdeführers betreffend das Unfallereignis. Der Beschwer-
deführer bringt dagegen vor, dass er allenfalls eine Erinnerungslücke von wenigen Sekunden 
erlitten habe, eine Amnesie jedoch nicht angenommen werden könne, da er den Unfallhergang 
genau zu schildern im Stande gewesen sei. Zwar entspricht es – wie die Beschwerdegegnerin 
ausführt – ständiger Rechtsprechung, dass bei Bestehen einer Amnesie bezüglich eines be-
stimmten Ereignisses dieses wegen der beschränkten Wahrnehmungsmöglichkeiten als mass-
gebende Ursache einer psychischen Fehlentwicklung von vornherein ausser Betracht fällt (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 19. Dezember 2011, 8C_488/2011, E. 5.1.3 mit Hinweis). Vorlie-
gend ist jedoch fraglich, ob von einer vollständigen Amnesie für den ganzen Unfallablauf ge-
sprochen werden kann. Immerhin ist auch bei der Aufzählung der Verletzungen des Beschwer-
deführers kein Anhaltspunkt für eine Bewusstlosigkeit oder eine sonstige Wahrnehmungs- oder 
Bewusstseinsstörung zu entnehmen. Selbst ohne relevante Amnesie kann das Ereignis, so wie 
es sich vorliegend zugetragen hatte, jedoch eher nicht als besonders dramatisch oder beson-
ders eindrücklich im Sinne dieses Kriteriums bezeichnet werden (vgl. hierzu Urteil des Kantons-
gerichts vom 30. Oktober 2014, 725 14 185 / 261, E. 8.5.1). Mit Blick auf die nachfolgenden 
Ausführungen kann jedoch letztlich offenbleiben, ob das Kriterium der besonderen Eindrück-
lichkeit erfüllt ist. 
 
5.7.2 Der Beschwerdeführer erlitt durch den Unfall keine Verletzungen, welche erfahrungs-
gemäss eine psychische Fehlentwicklung auslösen. Er zog sich bei diesem Unfall eine Hume-
russchaftfraktur links und damit eine Verletzung von einer gewissen Schwere zu. Wie oben 
ausgeführt, heilten die Frakturen aber komplikations- und folgenlos ab, so dass sie nicht geeig-
net waren, eine psychische Fehlentwicklung zu begünstigen.  
 
5.7.3 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung wird von der 
Beschwerdegegnerin als erfüllt betrachtet. Im Hinblick auf die Rechtsprechung erscheint diese 
Einschätzung jedoch als fraglich, da das Kriterium nicht allein nach einem zeitlichen Massstab 
zu beurteilen ist. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Behandlung sowie 
der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es 
muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die 
Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich 
langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und 
medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht. Auch kommt 
einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren nicht die Qualität einer Heil-
methodik in diesem Sinne zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2014, 8C_137/2014, 
E. 7.3 mit Hinweis auf das Urteil vom 4. April 2013, 8C_729/2012, E. 8.3). Der Beschwerdefüh-
rer wurde nach seinem Unfall am 20. Januar 2014 zweimal operiert und befand sich während 
drei Wochen in der stationären Rehabilitation. Indessen wurde innert bereits sechs Monate 
nach dem Unfall bildgebend eine komplette ossäre Heilung ohne Abgrenzbarkeit der Fraktur, 
korrekter Plattenlage und praktisch symmetrischer passiver Beweglichkeit festgestellt (Arztbe-
richt von Dr. J.____ vom 22. Juli 2014, UVG-Akten Nr. 76). Im gleichen Bericht wird festgehal-
ten, dass die Frakturheilung abgeschlossen sei und es lediglich noch um einen Kraftaufbau ge-

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

he. Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung kann unter diesen Umständen  
– trotz der am 4. Februar 2015 durchgeführten Metallentfernung – nicht angenommen werden.  
 
5.7.4 Der Beschwerdeführer klagt über persistierende Schmerzen am gesamten linken Arm, 
der linken Schulter sowie der Hals- und Lendenwirbelsäule. Diese Beschwerden liessen sich 
aber nicht objektivieren. Ausserdem wurde bereits früh nach dem Unfall eine psychische Über-
lagerung bzw. Symptomausweitung vermutet (vgl. Arztbericht von Dr. J.____ vom 24. März 
2014, UVG-Akten Nr. 31, Austrittsbericht der Klinik G.____ vom 21. Juli 2014, UVG-Akten 
Nr. 75). Unter diesen Umständen ist das Kriterium der durch den Unfall verursachten körperli-
chen Dauerschmerzen rechtsprechungsgemäss zu verneinen (vgl. Urteil des Bundesgericht 
vom 28. Januar 2016, 8C_649/2015, E. 6.2). 
 
5.7.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, 
oder ein schwieriger Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen liegen unbestrittenermas-
sen nicht vor.  
 
5.7.6 Schliesslich ist das Kriterium des Grads und der Dauer der physisch bedingten Ar-
beitsunfähigkeit zu prüfen. Aus physischer Sicht war der Beschwerdeführer gemäss der Beur-
teilung im Austrittsbericht der Klinik G.____ vom 21. Juli 2014 in der angestammten Tätigkeit 
als Eisenleger nicht arbeitsfähig. Dieses Kriterium bezieht sich jedoch nicht allein auf das Leis-
tungsvermögen im angestammten Beruf (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2007, 
U 479/05, E. 8.6.1 mit Hinweisen). In einer leidensbedingten Tätigkeit erachtete die Klinik 
G.____ den Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt seines Austritts am 17. Juli 2014 als voll-
zeitlich arbeitsfähig, weshalb auch dieses Kriterium als nicht erfüllt zu betrachten ist. 
 
5.8 Somit ist wohl lediglich eines (besondere Eindrücklichkeit des Unfalls), höchstens je-
doch zwei (ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung) der Adäquanzkriterien erfüllt, 
weshalb der adäquate Zusammenhang zwischen den über den 31. August 2016 hinaus beste-
henden, nicht aufgrund eines objektivierbaren organischen Substrats erklärbaren Beschwerden 
und dem Unfallereignis vom 20. Januar 2014 zu verneinen ist. 
 
6. Nach dem Ausgeführten ist als Zwischenergebnis festzuhalten, dass lediglich die Be-
schwerden am linken Ellbogen in einem genügenden kausalen Zusammenhang mit dem Unfall 
vom 20. Januar 2014 stehen. Diese Beschwerden bilden die Basis der Zumutbarkeitsbeurtei-
lung der Klinik G.____ vom 19./20. Mai 2016. Das Ausmass der medizinisch festgelegten Ar-
beitsunfähigkeit ist Ausgangspunkt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades. Dabei ist nach 
Art. 6 ATSG die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf 
oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zu-
mutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Wie 
bereits unter E. 4.10 hiervor ausgeführt, gelangten die Ärzte der Klinik G.____ zur Auffassung, 
dass die körperlich schwere angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Eisenleger mit 
wiederholtem Hantieren mit bis zu sehr schweren Lasten und Arbeit in länger dauernden 
Zwangspositionen diesem nicht mehr zumutbar sei. Hingegen könne er eine leichte bis mittel-

 

 
 
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schwere Tätigkeit ohne repetitivem Krafteinsatz des linken Armes und ohne Arbeit auf hohen 
Leitern ganztägig ausüben. Wie bereits ausgeführt (E. 5.2 hiervor) ist diese Zumutbarkeitsbeur-
teilung genügend präzis. Da im Übrigen keine abweichenden fachärztlichen Einschätzungen zur 
Arbeitsfähigkeit vorliegen, ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass der Be-
schwerdeführer in einer seinem Leiden angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig wäre.  
 
7.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1).  
 
7.2.1 Bei der Bemessung des hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschädigung 
(Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt 
nach dem im Sozialversicherungsrecht anzuwendenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (BGE 115 V 142 E. 8b mit weiteren Hinweisen) als gesunde Person tatsächlich 
verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in 
der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung 
erzielt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2010, 8C_647/2009, 
E. 4.3; vgl. auch: BGE 134 V 325 E. 4.1).  
 
7.2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass die Beschwerdegegnerin bei der Bemessung 
des Valideneinkommens ohne zureichenden Grund auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik und nicht auf den letzten bei der 
B.____ erzielten Lohn abgestellt habe. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, ist der 
letzte Arbeitgeber des Beschwerdeführers indessen zwischenzeitlich in Konkurs gefallen, so 
dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheits-
schädigung noch bei ihm arbeiten würde (Urteile des Bundesgerichts vom 10. November 2014, 
8C_526/2014, E. 6.2 und vom 5. Juni 2012, 8C_183/2012, E. 8.3; vgl. auch: Urteil des Bundes-
gerichts vom 4. November 2016, 8C_586/2016, E. 6.1). Angesichts der im Übrigen schwanken-
den Einkommen des Beschwerdeführers im Jahr vor dem Unfall ist daher nicht zu beanstanden, 
dass die Beschwerdegegnerin auf das Valideneinkommen gestützt auf die LSE-Tabellenlöhne 
ermittelt hat. In Bezug auf die Anwendung des Kompetenzniveaus 2 kann auf die zutreffenden 
Ausführungen im Einspracheentscheid verwiesen werden. Somit ist mit der Beschwerdegegne-
rin von einem Valideneinkommen von Fr. 74‘285.– (Tabelle TA 1, Männer im Baugewerbe, 
Kompetenzniveau 2, hochgerechnet auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stun-
den, angepasst an die Nominallohnentwicklung) auszugehen. Ergänzend ist festzuhalten, dass 
der Beschwerdeführer gemäss Angaben seines letzten Arbeitgebers im Jahr 2013 einen Netto-
lohn von Fr. 71‘513.40 erzielt hat, was letztlich unter dem herangezogenen Valideneinkommen 
liegt.  

 

 
 
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7.3 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch reali-
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situati-
on auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Hat diese nach Eintritt der In-
validität keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen 
hat, h das Invalideneinkommen unter Beizug der LSE ermittelt werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 
mit Hinweisen). Das ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 63‘700.– (LSE Tabelle TA 1, Total 
Männer, Kompetenzniveau 1, hochgerechnet auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 
41.7 Stunden, angepasst an die Nominallohnentwicklung und unter Berücksichtigung eines lei-
densbedingten Abzuges von 5%) wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet.  
 
7.4 Setzt man im Einkommensvergleich das ermittelte Invalideneinkommen in der Höhe 
von Fr. 67‘053.– dem oben erwähnten Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 74‘285.– gegen-
über, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 10‘585.–, was einen Invaliditätsgrad 
des Versicherten von 14.2% bzw. gerundet (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 
14% ergibt. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer damit zu Recht eine Invali-
denrente in dieser Höhe zugesprochen.  
 
8. Streitig und zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritäts-
entschädigung hat.  
 
8.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde und erhebliche Schä-
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha-
den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem  
Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integ-
rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2). 
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehre-
ren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchti-
gung festgesetzt (Art. 36 Abs.  3 Satz 1 UVV).  
 
8.2 Für die Bemessung der Integritätsentschädigung gelten gemäss Art. 36 Abs. 2 UVV die 
Richtlinien des Anhangs 3 der UVV. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkann-
ten, nicht abschliessenden Skala (vgl. BGE 124 V 32 E. 1b, 113 V 219 E. 2a mit Hinweisen) 
häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Die Entschädigung für spezi-
elle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalen-
wert abgeleitet. Das gilt auch für das Zusammenfallen mehrerer körperlicher, geistiger und psy-
chischer Integritätsschäden (Ziffer 1 Abs. 2). In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala 
hat die SUVA zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in 
den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabel-
len (teilweise geändert und ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie ledig-
lich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet wer-

 

 
 
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den soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hin-
weis). 
 
8.3 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung 
handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fach-
ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung auf Grund 
der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 
offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 
einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur-
teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
8.4 Die Beschwerdegegnerin lehnte im angefochtenen Einspracheentscheid einen An-
spruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung ab. Sie stützte sich dabei auf 
die entsprechende Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. H.____ vom 14. August 2015. In diesem 
Schreiben hielt er fest, dass eine gewisse Restsymptomatik am Ellbogen bei einer distalen 
Oberarmschaftfraktur gelegentlich im Sinne einer endgradigen Funktionseinschränkung und 
Restbeschwerden vorkomme. Ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden liege indessen 
nicht vor. Mit Schreiben vom 8. März 2016 bekräftigte Dr. H.____ in Berücksichtigung der aktu-
ellen medizinischen Unterlagen, dass keine Integritätsentschädigung geschuldet sei. Der Be-
schwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde die Ausrichtung einer angemessenen Integri-
tätsentschädigung, ohne dieses Begehren zu begründen oder zu substantiieren. Da die Ein-
schätzungen des Kreisarztes Dr. H.____ als beweiskräftig zu qualifizieren sind (vgl. oben 
E. 5.2) und sich aus den übrigen Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür geben, dass ein entschä-
digungspflichtiger, unfallkausaler Integritätsschaden vorliegt, erweist sich die Verneinung des 
Anspruchs auf eine entsprechende Entschädigung als rechtens.  
 
9. Zusammenfassend ist im Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 14. September 2016 nicht zu beanstanden ist. Die vom Versicherten hiergegen 
erhobene Beschwerde muss deshalb abgewiesen werden.  
 
10. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind entsprechend dem Verfahrensaus-
gang wettzuschlagen.  
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 
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