# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c256b6b-e134-5f4f-861f-59d5d213a8b5
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 17.11.2025 WPR.2025.108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WPR-2025-108_2025-11-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

2. Kammer 

 

WPR.2025.108 / sa / bs / ms 
ZEMIS [***]; N [***] 

 

 

Urteil vom 17. November 2025 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichterin Stierli, Vorsitz  

Gerichtsschreiberin i.V. Angliker  

 

 
   

Gesuchsteller   Amt für Migration und Integration Kanton Aargau,  

Sektion Asyl und Rückkehr, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau   

vertreten durch Beata Messmer, Bahnhofstrasse 88, 5001 Aarau    

 

 
   

Gesuchsgegner   A._____, geboren am tt.mm.jjjj, von Algerien,  

alias B._____, geb. tt.mm.jjjj, von Algerien  

z.Zt. im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft, 8058 Zürich   

amtlich vertreten durch lic. iur. Fritz Tanner, Rechtsanwalt, 

Gschneitackerweg 1, 5727 Oberkulm    

 

 
   

Gegenstand  Ausschaffungshaft gestützt auf Art. 76 AIG / Haftverlängerung 

 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Die Einzelrichterin entnimmt den Akten: 

 

A. 

Der Gesuchsgegner reiste am 3. Dezember 2018 erstmals illegal unter der 

Identität C._____, geb. tt.mm.jjjj, von Algerien, in die Schweiz ein (Akten 

des Amts für Migration und Integration [MI-act.] 4 ff., 14). Mit Entscheid vom 

26. Februar 2019 lehnte das Staatssekretariat für Migration (SEM) das 

Asylgesuch des Gesuchsgegners ab und wies diesen aus der Schweiz weg 

(MI-act. 26 ff.). Gemäss Mitteilung des SEM vom 23. Dezember 2020 

wurde der Gesuchsgegner von den algerischen Behörden als B._____, 

geb. tt.mm.jjjj, identifiziert (MI-act. 202 f.). 

 

In der Folge wurde der Gesuchsgegner am 26. Februar 2023 begleitet nach 

Algerien ausgeschafft (MI-act. 463 ff.), nachdem zuvor, am 14. November 

2022, eine unbegleitete Ausschaffung annulliert werden musste, da sich 

der Gesuchsgegner nicht zur Ausreise bereitgehalten hatte (MI-act. 431 f.). 

 

Am 25. Februar 2024 reiste der Gesuchsgegner eigenen Angaben zufolge 

erneut illegal in die Schweiz ein (MI-act. 495). Am 28. Mai 2024 wurde der 

Gesuchsgegner von der Kantonspolizei Aargau festgenommen, nachdem 

sich dieser der Anhaltung durch Flucht zu Fuss zu entziehen versucht hatte 

(MI-act. 523 ff.). 

 

Am 29. Mai 2024 wurde der Gesuchsgegner dem Amt für Migration und 

Integration Kanton Aargau (MIKA) zugeführt (MI-act. 546). Gleichentags 

verfügte das MIKA die Wegweisung des Gesuchsgegners aus der Schweiz 

und dem Schengen-Raum (MI-act. 540 ff.) und ordnete eine Ausschaf-

fungshaft für drei Monate an (MI-act. 551 ff.). 

 

Mit Urteil vom 30. Mai 2024 bestätigte der Einzelrichter des Verwaltungs-

gerichts die Ausschaffungshaft bis zum 27. August 2024, 12.00 Uhr 

(WPR.2024.51; MI-act. 585 ff.). 

 

Der Gesuchsgegner trat am 12. Juli 2024 im Bezirksgefängnis Zofingen 

eine unbedingte Freiheitsstrafe an (MI-act. 625 ff.) und wurde mit Ver-

fügung des Amts für Justizvollzug (AJV) vom 19. September 2024 am 

20. Oktober 2024 bedingt aus dem Strafvollzug entlassen (MI-act. 687 ff.). 

 

Mit Verfügung vom 1. November 2024 erliess das SEM gegen den 

Gesuchsgegner ein Einreiseverbot, gültig vom 15. November 2024 bis zum 

14. November 2028 (MI-act. 704 ff.). Der Gesuchsgegner reiste am 

14. November 2024 unter dem Namen B._____ mit einem Ersatz-

reisedokument freiwillig nach Algerien aus (MI-act. 714, 719). 

 
Gemäss eigenen Angaben reiste der Gesuchsgegner am 5. Februar 2025 

erneut illegal in die Schweiz ein (MI-act. 753). Die Kantonspolizei Aargau 

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nahm den Gesuchsgegner am 6. Februar 2025 im Rahmen einer Perso-

nenkontrolle fest (MI-act. 720 f., 752). Dabei gab sich der Gesuchsgegner 

erneut als B._____, geb. tt.mm.jjjj, von Algerien, aus (MI-act. 753). 

 

Mit Verfügung vom 7. Februar 2025 wies das MIKA den Gesuchsgegner 

aus der Schweiz und dem Schengen-Raum weg (MI-act. 746 ff.) und 

ordnete eine Ausschaffungshaft von drei Monaten bis zum 5. Mai 2025 an 

(MI-act. 760 ff.). Mit Urteil vom 10. Februar 2025 bestätigte der Einzel-

richter des Verwaltungsgerichts die Ausschaffungshaft (WPR.2025.14; MI-

act. 797 ff.).  

 

In der Folge gab der Gesuchsgegner gegenüber dem MIKA seine wahre 

Identität, A._____, geboren am tt.mm.jjjj, an, erklärte, bei B._____ handle 

es sich um seinen jüngeren Bruder und sagte, er selbst lebe in Spanien 

(MI-act. 808). Auf Anfrage der Schweizer Behörden lehnten die spanischen 

Behörden am 4. März 2025 ein Rückübernahmegesuch jedoch ab (MI-

act. 875).  

 

Am 26. März 2025 erliess das SEM ein Einreiseverbot gegen den 

Gesuchsgegner gültig ab dem 15. November 2028 bis zum 14. November 

2030 und schrieb das Einreiseverbot im Schengener Informationssystem 

(SIS) aus (MI-act. 906). Am 4. April 2025 wurde der Gesuchsgegner nach 

Algerien ausgeschafft (MI-act. 965). 

 

Der Gesuchsgegner reiste eigenen Angaben zufolge am 24. August 2025 

erneut illegal in die Schweiz ein (MI-act. 994). Die Kantonspolizei Aargau 

nahm den Gesuchsgegner am 25. August 2025 im Rahmen einer Per-

sonenkontrolle fest (MI-act. 973). Am 26. August 2025, 13.05 Uhr, wurde 

der Gesuchsgegner aus der polizeilich motivierten Haft entlassen und dem 

MIKA zugeführt (MI-act. 992), welche gegen diesen eine Wegweisungs-

verfügung erliess (MI-act. 1002 ff.) und eine Ausschaffungshaft von drei 

Monaten bis zum 25. November 2025 anordnete (MI-act. 1007 ff.). Mit 

Urteil vom 27. August 2025 bestätige der Einzelrichter des Verwaltungs-

gerichts die Ausschaffungshaft (WPR.2025.82; MI-act. 1049 ff.).  

 

Gleichentags stellte das MIKA bei den spanischen Behörden ein 

Rückübernahmegesuch gestützt auf das bilaterale Rückübernahme-

abkommen zwischen der Schweiz und Spanien für den Gesuchsgegner, 

weil dieser anlässlich der Befragung zur Gewährung des rechtlichen 

Gehörs vom 26. August 2025 angegeben hatte, in Spanien wohnhaft zu 

sein und dort eine Aufenthaltsprüfung in Bearbeitung zu haben (MI-

act. 1022 f.). Am 28. August 2025 lehnten die spanischen Behörden die 

Rückübernahme des Gesuchsgegners ab (MI-act. 1039). 

 

Am 2. September 2025 teilte der Gesuchsgegner dem MIKA telefonisch 

mit, dass ihm sein Reisepass auf postalischem Weg aus Frankreich 

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zugesendet werde (MI-act. 1040). Wegen Zustellproblemen konnte der 

Reisepass jedoch nie zugestellt werden (MI-act. 1083 f.). Am 6. November 

2025 sicherten die algerischen Behörden ein Ersatzreisedokument zu, 

woraufhin das MIKA den Gesuchsgegner bei SwissREPAT für einen Rück-

flug nach Algerien anmeldete (MI-act. 1097, 1100). 

 

B. 

Am 11. November 2025 gewährte das MIKA dem Gesuchsgegner das 

rechtliche Gehör betreffend Verlängerung der Ausschaffungshaft um 

weitere 3 Monate (MI-act. 1104 ff.). Im Anschluss an die Befragung wurde 

dem Gesuchsgegner die Verlängerung der Ausschaffungshaft wie folgt 

eröffnet (act. 1): 

 

1. 
Die Ausschaffungshaft wird gestützt auf Art. 79 AIG für drei Monate bis 
zum 25. Februar 2026, 12.00 Uhr, verlängert. 
 
2. 
Die Haft wird im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 
(ZAA) oder im Gefängnis Bässlergut vollzogen. Soweit für die Befragung 
oder die Durchführung einer Haftverhandlung zwingend, erfolgt die 
Inhaftierung für die notwendige Dauer im Bezirksgefängnis Aarau. 

 

C. 

Anlässlich der heutigen Verhandlung vor der Einzelrichterin des 

Verwaltungsgerichts wurden der Gesuchsteller und der Gesuchsgegner 

befragt. 

 

D. 

Der Gesuchsgegner liess folgende Anträge stellen (Protokoll S. 5, act. 36): 

 

1. 
Das Gesuch um Bestätigung der Haft sei abzuweisen. 
 
2. 
Der Gesuchsgegner sei aus der Haft zu entlassen 
 
3. 
Eventualiter 1: Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, sich täglich bei der 
Gesuchstellerin zu melden. 
 
4.  
Eventualiter 2: Die Haft sei nur bis zum 10. Dezember 2025 zu bewilligen 
(Flugdatum). 
 
5.  
Der amtliche Vertreter sei aus der Staatskasse zu entschädigen. 
 
6.  
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

 - 5 - 

 

 

 
   

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

 

I.  

1. 

Ordnet das MIKA eine Haftverlängerung an, so ist diese durch die 

richterliche Behörde vor Ablauf der bereits bewilligten Haft zu überprüfen 

(BGE 128 II 241, Erw. 3.5), wobei die betroffene Person auf die 

Durchführung einer Verhandlung mit Parteibefragung verzichten kann 

(Aargauische Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, 

S. 359 ff., Erw. I/4.3 ff.). 

 

2. 

Im vorliegenden Fall wurde die bestehende Haft bis zum 25. November 

2025 bestätigt (Entscheid des Verwaltungsgerichts WPR.2025.82 vom 

27. August 2025; MI-act. 1049 ff.). 

 

Die Verhandlung betreffend Bewilligung der Haftverlängerung erfolgte am 

17. November 2025 und damit vor Ablauf der bestehenden Haft. 

 

II. 

1. 

Wurde ein erstinstanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet 

oder wurde die betroffene Person mit einer erstinstanzlichen Landesver-

weisung belegt, kann die zuständige kantonale Behörde die betroffene 

Person zur Sicherstellung des Vollzugs in Haft nehmen bzw. bei be-

stehender Haft eine Haftverlängerung anordnen (Art. 76 des Bundes-

gesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 

vom 16. Dezember 2005 [Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; 

SR 142.20]). 

 

Zuständige kantonale Behörde im Sinne von Art. 80 Abs. 1 AIG ist bei 

migrationsamtlichen Wegweisungen gemäss § 13 Abs. 1 des Einführungs-

gesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November 2008 (EGAR; 

SAR 122.600) und bei Landesverweisungen gemäss § 89 der Verordnung 

über den Vollzug von Strafen und Massnahmen vom 23. September 2020 

(Strafvollzugsverordnung, SMV; SAR 253.112) das MIKA. Im vorliegenden 

Fall wurde die Haftverlängerung durch das MIKA und damit durch die 

zuständige Behörde angeordnet (act. 1 ff.). 

 

2. 

2.1. 

Das MIKA begründet die Haftverlängerung damit, dass es den 

Gesuchsgegner aus der Schweiz ausschaffen und mit der Haft den Vollzug 

sicherstellen wolle. Der Haftzweck ist damit erstellt. 

 

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2.2. 

Der Haftrichter hat sich im Rahmen der Prüfung, ob die Ausschaffungshaft 

rechtmässig ist, Gewissheit darüber zu verschaffen, ob ein erstinstanzlicher 

Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet oder eine erstinstanzliche 

Landesverweisung ausgesprochen wurde (Art. 76 Abs. 1 AIG).  

 

Das MIKA wies den Gesuchsgegner mit Verfügung vom 26. August 2025 

aus der Schweiz weg (MI-act. 1002 ff.). Diese Verfügung wurde dem Ge-

suchsgegner gleichentags eröffnet (MI-act. 1005). Damit liegt ein rechts-

genüglicher Wegweisungsentscheid vor. 

 

2.3. 

Gemäss Art. 80 Abs. 6 lit. a AIG ist die Haft zu beenden, wenn sich erweist, 

dass der Vollzug der Wegweisung aus rechtlichen oder tatsächlichen 

Gründen undurchführbar ist. 

 

Es sind keine Anzeichen vorhanden, die an der Ausschaffungsmöglichkeit 

in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht Zweifel aufkommen lassen 

würden. 

 

3. 

Die mit Urteil vom 27. August 2025 festgestellten Haftgründe bestehen 

nach wie vor (vgl. WPR.2025.82, Erw. II/3; MI-act. 1054 ff.). 

 

Der Gesuchsgegner erklärt konsequent, er sei nicht bereit, die Schweiz in 

Richtung Algerien zu verlassen (MI-act. 995, 1106). Auch an der heutigen 

mündlichen Verhandlung gab der Gesuchsgegner an, er wolle nicht nach 

Algerien zurückkehren (Protokoll S. 4, act. 35). Da der Reisepass des 

Gesuchsgegners dem MIKA bislang nicht zugestellt wurde, kann auch nicht 

von einer Mitwirkung bei der Beschaffung von Reisedokumenten 

gesprochen werden. In der stetigen Weigerung der Ausreisepflicht 

nachzukommen, ist ein klares Anzeichen dafür zu erkennen, dass sich der 

Gesuchsgegner der Ausschaffung entziehen will. Damit ist der Haftgrund 

von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 AIG erfüllt.  

 

Mit seiner illegalen Einreise in die Schweiz, welche gemäss seinen eigenen 

Angaben am 24. August 2025 erfolgt ist, hat der Gesuchsgegner zudem 

gegen das am 1. November 2024 verfügte und am 26. März 2025 

verlängerte Einreiseverbot des SEM verstossen (MI-act. 704 f., 906 f.). 

Damit ist auch der Haftgrund von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 AIG i.V.m. 

Art. 75 Abs. 1 lit. c AIG erfüllt. 

 

4. 

Bezüglich der Haftbedingungen liegen keine Beanstandungen vor, die 

geeignet wären, die Haft als unverhältnismässig zu bezeichnen. Der 

Gesuchsgegner erwähnte zwar, er werde in Haft nicht gut behandelt, 

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weigerte sich jedoch, dies auf Rückfrage weiter zu substantiieren (Protokoll 

S. 4, act. 35). 

 

5. 

Es liegen auch keine Anzeichen dafür vor, dass das MIKA dem 

Beschleunigungsgebot (Art. 76 Abs. 4 AIG) nicht ausreichend Beachtung 

geschenkt hätte. 

 

6. 

6.1. 

Gemäss Art. 79 Abs. 1 AIG darf die ausländerrechtliche Inhaftierung im 

Sinne von Art. 75 – 78 AIG zusammen die maximale Haftdauer von 

sechs Monaten nicht überschreiten. Eine darüber hinausgehende Ver-

längerung auf höchstens 18 Monate, bzw. für Minderjährige zwischen 15 

und 18 Jahren auf höchstens zwölf Monate, ist nur zulässig, wenn 

entweder die betroffene Person nicht mit den zuständigen Behörden 

kooperiert oder sich die Übermittlung der für die Ausreise erforderlichen 

Unterlagen durch einen Staat, der kein Schengen-Staat ist, verzögert 

(Art. 79 Abs. 2 AIG). 

 

6.2. 

Im vorliegenden Fall befindet sich der Gesuchsgegner mit Ablauf der 

bewilligten Haft bereits seit drei Monaten in ausländerrechtlicher Haft im 

Sinne von Art. 75 – 78 AIG (Ausschaffungshaft 26. August 2025 – 

25. November 2025).  

 

Die sechsmonatige Frist wird damit am 25. Februar 2026 enden und die 

Haft kann längstens bis zum 25. Februar 2027 verlängert werden. 

 

6.3. 

Das MIKA ordnete die Verlängerung der Ausschaffungshaft um weitere 

drei Monate, d.h. bis zum 25. Februar 2026, an.  

 

Da die ausländerrechtliche Inhaftierung im Sinne von Art. 75 – 78 AIG im 

vorliegenden Fall die Dauer von sechs Monaten nicht überschreitet, bedarf 

es keiner Prüfung der Voraussetzungen von Art. 79 Abs. 2 AIG. 

 

Nachdem die maximal zulässige Haftdauer nicht überschritten wird sowie 

der Vollzug der Rückführung massgeblich vom Verhalten des Gesuchs-

gegners abhängig ist und es diesbezüglich zu Verzögerungen kommen 

kann, ist die angeordnete Haftverlängerung nicht zu beanstanden. Im 

Übrigen ist festzuhalten, dass das MIKA bisher stets bemüht war, Aus-

schaffungen so rasch wie möglich zu vollziehen. Sollte das MIKA entgegen 

seiner bisherigen Gewohnheit das Beschleunigungsgebot verletzen, 

besteht die Möglichkeit, ein Haftentlassungsgesuch zu stellen. 

 

 - 8 - 

 

 

7. 

Abschliessend stellt sich die Frage, ob die Haftverlängerung deshalb nicht 

zu bestätigen sei, weil sie im konkreten Fall gegen das Prinzip der 

Verhältnismässigkeit verstossen würde. Eine mildere Massnahme zur 

Sicherstellung des Vollzugs der Wegweisung ist nicht ersichtlich. Bezüglich 

der familiären Verhältnisse ergeben sich keine Anhaltspunkte, welche 

gegen eine Haftverlängerung sprechen würden. Der Gesuchsgegner 

macht auch nicht geltend, er sei nicht hafterstehungsfähig. Der Gesuchs-

gegner bringt jedoch vor, die Haft sei unverhältnismässig, da er freiwillig 

nach Spanien gehen wolle und Spanien auch im Rahmen des Dublin-

Verfahrens für ihn zuständig sei (Protokoll S. 3, act. 34). Das vom MIKA 

gestellte Rückübernahmegesuch wurde jedoch von den spanischen 

Behörden abgelehnt (MI-act. 1039). Auch aus dem vom Gesuchsgegner an 

der Verhandlung vom 17. November 2025 abgegebenen spanischen 

Dokument (act. 38) erschliesst sich weder ein Aufenthaltsrecht noch ein 

laufendes Asylverfahren in Spanien. Im Falle einer Haftentlassung wäre 

damit zu rechnen, dass der Gesuchsgegner die Schweiz illegal in Richtung 

Spanien verliesse und er damit gegen das gegen ihn verhängte 

Einreiseverbot, welches für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten 

und damit auch für Spanien gilt, verstossen würde (MI-act. 704, 906). 

Ebenso wenig wäre die Auferlegung einer Meldepflicht zielführend. Selbst 

wenn der Gesuchsgegner dieser Meldepflicht anfänglich nachkommen 

würde, bestünde die konkrete Gefahr des Untertauchens, sobald man dem 

Gesuchsgegner die Flugdaten für seinen Rückflug nach Algerien bekannt 

gäbe. Da sich der Gesuchsgegner bislang konsequent zur Ausreise nach 

Algerien weigerte, ist sodann damit zu rechnen, dass es trotz des 

gebuchten Fluges weiterhin zu Verzögerungen und insbesondere zur 

Verweigerung des Fluges kommen kann, weswegen eine Beschränkung 

der Haftdauer bis zum Flugdatum den Vollzug der Wegweisung nicht 

sicherstellt. Insgesamt sind keinerlei Gründe ersichtlich, welche die 

Verlängerung der Haft als unverhältnismässig erscheinen liessen. 

 

III. 

1. 

Gemäss § 28 Abs. 1 EGAR ist das Verfahren betreffend Haftüberprüfung 

unentgeltlich. Demgemäss werden keine Kosten erhoben. 

 

2. 

Der mit Urteil vom 27. August 2025 bestätigte amtliche Rechtsvertreter 

bleibt im Amt und kann seine Kostennote im Rahmen des Verfahrens 

WPR.2025.82 einreichen.  

 

IV. 

1. 

Der Gesuchsgegner wird darauf hingewiesen, dass ein Haftentlassungs-

gesuch frühestens einen Monat nach Haftüberprüfung gestellt werden 

 - 9 - 

 

 

kann (Art. 80 Abs. 5 AIG) und beim MIKA einzureichen ist (§ 15 Abs. 1 

EGAR). 

 

2. 

Soll die Haft gegebenenfalls verlängert werden, ist nicht zwingend eine 

weitere Verhandlung mit Parteibefragung durchzuführen (vgl. Aargauische 

Gerichts- und Verwaltungsentscheide [AGVE] 2009, S. 359 ff., 

Erw. I/4.3 ff.). Im Rahmen der Befragung zwecks Gewährung des recht-

lichen Gehörs hat das MIKA dem Gesuchsgegner daher die Frage zu 

unterbreiten, ob er die Durchführung einer mündlichen Verhandlung 

wünscht und ob er in diesem Fall eine Präsenzverhandlung verlangt oder 

mit einer Verhandlung via Videotelefonie einverstanden ist (Urteil des 

Bundesgerichts 2C_846/2021 vom 19. November 2021). Die Anordnung 

einer allfälligen Haftverlängerung ist dem Verwaltungsgericht spätestens 

acht Arbeitstage vor Ablauf der bewilligten Haft einzureichen. 

 

3. 

Der vorliegende Entscheid wurde den Parteien zusammen mit einer kurzen 

Begründung anlässlich der heutigen Verhandlung mündlich eröffnet. Das 

Dispositiv wurde den Parteien ausgehändigt. 

 
 
   

Die Einzelrichterin erkennt: 

 

1. 

Die am 11. November 2025 angeordnete Verlängerung der Ausschaffungs-

haft wird bis zum 25. Februar 2026, 12.00 Uhr, bestätigt. 

 

2. 

Die Haft ist im Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich 

oder im Gefängnis Bässlergut Basel zu vollziehen. Für die Dauer der 

Befragung oder die Durchführung einer Haftverhandlung kann die 

Inhaftierung, soweit zwingend notwendig, im Bezirksgefängnis Aarau 

erfolgen. 

 

3. 

Der Gesuchsgegner ist spätestens am 18. November 2025 ins Zentrum für 

ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich oder in eine andere Haft-

anstalt, welche den Anforderungen an eine Haftanstalt für Ausschaffungs-

haft entspricht, zu überführen. Erfolgt keine Überführung, ist der Gesuchs-

gegner aus der Haft zu entlassen. 

 

4. 

Es werden keine Kosten auferlegt. 

 

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5. 

Der Rechtsvertreter wird aufgefordert, nach Haftentlassung des Gesuchs-

gegners seine detaillierte Kostennote im Verfahren WPR.2025.82 

einzureichen. 

 

 
   

Zustellung an: 

den Gesuchsgegner (Vertreter, im Doppel) 

das MIKA (mit Rückschein) 

das Staatssekretariat für Migration, 3003 Bern 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundes-

gerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]). 

 

 
   

Aarau, 17. November 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin i.V.: 

 

 

 

Stierli Angliker