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**Case Identifier:** 1f31cee5-206c-53dd-995b-9cbca53a5e0c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2019 IV 2017/388
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-388_2019-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/388

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 20.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2019
Art. 16 ATSG. Einkommensvergleich, Tabellenlohnabzug Die Begründung 
des Tabellenlohnabzuges liegt nicht nur in den ökonomisch-
betriebswirtschaftlichen Konsequenzen des Gesundheitsschadens (indirekte 
Lohnkosten), sondern auch in der – vorbestehenden oder durch den 
Gesundheitsschaden bewirkten – unterdurchschnittlichen intellektuellen 
Begabung oder anderweitigen Einschränkung, die es der vP nicht erlaubt, 
bei einem fiktiven Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% ein dem Zentralwert 
entsprechendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2019, IV 
2017/388).

Entscheid vom 20. Juni 2019

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2017/388

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, 

Zürcherstrasse 310, 8500 Frauenfeld,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 20. Juli 2010 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). 

Er beantragte ausdrücklich die Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen, 

eventualiter die Zusprache einer Invalidenrente. Seine Arbeitgeberin, die B.___ AG, 

teilte der IV-Stelle am 29. Juli 2010 mit (IV-act. 11), sie beschäftige den Versicherten als 

Monteur/Allrounder. Seit dem 1. Januar 2009 betrage der Jahreslohn Fr. 71'500.--. Der 

Auszug aus dem individuellen Beitragskonto des Versicherten wies für das Jahr 2009 

aber einen Jahreslohn von Fr. 79'061.-- aus (IV-act. 7). Der Versicherte hatte eine Lehre 

als Schreiner (Bau und Fenster) mit dem eidgenössischen Fähigkeitsausweis 

abgeschlossen (IV-act. 10-4). Gemäss seinem Lebenslauf hatte der Versicherte 

anschliessend aber nur kurz in seinem erlernten Beruf gearbeitet (IV-act. 10-1). Der 

Hausarzt Dr. med. C.___ empfahl am 9. August 2010 "eine Abklärung in Richtung 

beruflicher Umschulung auf eine körperlich leichte, artverwandte Tätigkeit (z.B. im 

Aussendienst)" (IV-act. 18). Die IV-Stelle bewilligte am 18. Oktober 2010 eine 

Berufsberatung (IV-act. 20). Dr. C.___ betrachtete den Versicherten dann aber als für 

leidensadaptierte Tätigkeiten nur noch zu 25% arbeitsfähig (IV-act. 28). Der Facharzt 

für Rheumatologie Dr. med. D.___ gab am 14. April/10. August 2011 an (IV-act. 33), für 

eine adaptierte Tätigkeit (körperlich leicht bis gelegentlich mittelschwer, 

wechselbelastend, ohne Heben/Tragen von Lasten über 10 kg) bestehe keine 

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Arbeitsunfähigkeit. Im Oktober 2011 trat der Versicherte eine Stelle bei der Firma E.___ 

an (IV-act. 40). Der Beschäftigungsgrad betrug 25%. Gemäss den Angaben des 

Versicherten gegenüber der IV-Stelle beinhaltete diese Arbeit leichte Tätigkeiten wie 

Fahren eines Rasenmähers und eines Schneeräumfahrzeuges und Reinigungsarbeiten. 

Die Eingliederungsverantwortliche schloss den Fall am 1. Dezember 2011 mit der 

Begründung ab, der Versicherte sehe sich nur zu 25% arbeitsfähig (IV-act. 41-8). Mit 

einer Verfügung vom 13. Februar 2012 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf 

berufliche Eingliederungsmassnahmen, ohne diese aber zu spezifizieren (IV-act. 47). In 

einem Vorbescheid vom 1. Mai 2012 kündigte sie dem Versicherten die Abweisung 

seines Rentengesuches an (IV-act. 53). Sie begründete dies damit, dass bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 71'500.-- in der angestammten Tätigkeit als Monteur und 

bei einem Invalideneinkommen von Fr. 59'979.-- in einer adaptierten Hilfstätigkeit ein 

Invaliditätsgrad von lediglich 16% resultiere. Der Versicherte liess in seiner 

Stellungnahme vom 31. Mai 2012 (IV-act. 58) eine rheumatologische Begutachtung 

beantragen, u. a. weil anfangs 2011 zusätzlich eine Osteoporose diagnostiziert worden 

sei. Mit einer Verfügung vom 13. Juni 2012 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des 

Versicherten ab (IV-act. 60). Sie begründete das Festhalten an einem Invaliditätsgrad 

von 16% (bzw. an einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% in einer adaptierten 

Hilfsarbeit) damit, dass die Osteoporose bei der massgebenden 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt worden sei. Der Versicherte liess 

Beschwerde erheben und die Zusprache einer ganzen Invalidenrente, eventualiter die 

Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung beantragen (IV-act. 63). Dr. C.___ 

teilte dem Rechtsvertreter des Versicherten am 19. Juli 2012 mit (IV-act. 70-5), dass als 

neue Diagnose eine AC-Gelenksarthrose mit einer Ausdünnung der 

Supraspinatussehne aufgetaucht sei. Am 26. September 2012 liess der Versicherte 

dem Gericht einen Bericht des Facharztes für innere Medizin und Rheumatologie Dr. 

med. F.___ vom 14. September 2012 einreichen (IV-act. 75 f.), laut dem eine leichte 

Arbeit, teils sitzend, teils stehend, ohne regelmässiges Anheben der Arme und ohne 

stereotype Arbeiten mit den Armen noch zu 50-60% zumutbar waren. Dr. med. G.___ 

vom RAD notierte am 29. Oktober 2012 (IV-act. 87-2), es müsse von einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden. Diese 

Verschlechterung könne vor dem Erlass der angefochtenen Verfügung eingetreten sein. 

Da zudem möglicherweise ein Alkoholproblem vorliege, sei eine polydisziplinäre 

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Begutachtung notwendig. Die IV-Stelle widerrief am 14. November 2012 die 

angefochtene Verfügung (IV-act. 91), worauf das Beschwerdeverfahren als 

gegenstandslos abgeschrieben wurde (IV-act. 98).

A.b Die IV-Stelle ordnete am 19. Januar 2013 eine polydisziplinäre Begutachtung an 

(IV-act. 101). Die Sachverständigen der Medas Interlaken Unterseen GmbH führten in 

ihrem Gutachten vom 20. August 2013 aus (IV-act. 115), sie hätten die folgenden 

arbeitsfähigkeitsrelevanten Diagnosen erhoben: Chronisch therapieresistent erlebtes 

Lumbovertebralsyndrom (bestehend seit mehr als zehn Jahren, mit/bei funktionell 

akzentuierten Segmentkaskaden der unteren LWS, laut Akten MR-tomographisch 

dokumentierten mässigen Diskopathien, leichter WS-Fehlhaltung, muskulären 

Dysbalancen, intermittierenden ausstrahlenden Sensationen in die unteren 

Extremitäten, thorakal mässigen Scheuermann-Formationen, keiner höhergradigen 

degenerativen morphologischen Störung, keinen spezifisch entzündlichen Aspekten), 

funktionale Restbeschwerden ca. sieben Monate nach einer arthrokopischen 

subacromialen Bursektomie und Acromioplastik rechts in einem üblichen Mass und 

dokumentierte Osteoporose (mit/bei Behandlung mit Denusomab subkutan alle sechs 

Monate und Substitution mit Vitamin D3). Die Sachverständigen listeten auch die nicht-

arbeitsfähigkeitsrelevanten Diagnosen auf: Alkoholabhängigkeit, mindestens 

Alkoholmissbrauch, Insuffizienz/Mangel an Vitamin B12 und Vitamin D, Amblyopie 

links, Glaukom rechts, milde Hypolaktasie und Z. n. einem neuroendokrinen Tumor im 

proximalen Rektum (Resektion am 16. Dez. 2010). Auf die Frage nach der 

Arbeitsfähigkeit führten die Sachverständigen aus, es bestünden bereits sekundäre 

Folgeerkrankungen i.S. von Mangelerscheinungen und deren Auswirkungen. Hingegen 

fehlten kognitive Einschränkungen, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. 

Auf der körperlichen Ebene lägen beim Versicherten ein lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom, funktionelle Restbeschwerden nach der arthroskopischen 

subacromialen Bursektomie und Acromioplastik rechts, eine Osteoporose und ein 

kachektischer Zustand mit Hypotrophie der Skelettmuskulatur vor. Die beiden zuletzt 

ausgeübten Erwerbstätigkeiten seien nicht mehr zumutbar. Für die aktuell ausgeübte 

Erwerbstätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50%. Für eine 

angepasste Tätigkeit sei der Versicherte ganztags arbeitsfähig mit einer leichten 

Leistungseinschränkung. Diese betrage maximal 20%. Als Rehabilitationsmöglichkeit 

gaben die Sachverständigen nur eine berufliche Eingliederung an. Medizinische 

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Massnahmen (z.B. eine Physiotherapie oder die Sistierung des Alkoholkonsums) 

wurden nicht genannt. Die Sachverständigen umschrieben die ideal leidensadaptierten 

Erwerbstätigkeiten folgendermassen: Möglichkeit zur individuellen Wahl von 

Wechselpositionen, keine repetitive Torsions- oder Schwenkbewegungen mit dem 

Rumpf oder dem Oberkörper, keine monotone vorgebeugte, kniende oder kauernde 

Tätigkeiten, Überkopftätigkeiten maximal während einer halben Stunde am Stück und 

höchstens zweimal pro Halbtag, Heben und Tragen von Lasten bis Brusthöhe maximal 

20 kg, möglichst wenig Arbeiten auf behelfsmässigen Arbeitsflächen (Gerüste, Leitern, 

Podeste), kein Gehen im unebenen Gelände, im ebenen Gelände maximal eine Stunde, 

regelmässiges Treppensteigen ohne Beschränkung, leichte Tätigkeiten mit der oberen 

Extremität uneingeschränkt, mittelschwere Tätigkeiten mit der oberen Extremität nur 

vorübergehend, Tätigkeiten mit der unteren Extremität überwiegend leicht, 

mittelschwer nur kurzfristig, sitzende Tätigkeiten bei individuellen Wechselpositionen 

ohne Limite, stehende Tätigkeiten bei individuellen Wechselpositionen maximal eine 

halbe Stunde, kein geschultertes Tragen von Lasten. Für eine so umschriebene 

adaptierte Tätigkeit gingen die Sachverständigen von einer Arbeitsfähigkeit von 

mindestens 80% (bei vollzeitiger Beschäftigung) aus. Zur Alkoholsucht bzw. zum 

Alkoholmissbrauch hielten die Sachverständigen fest, bei einer allfälligen beruflichen 

Eingliederungsmassnahme sei eine Alkoholabstinenz (allenfalls mit einer 

Antabusmedikation) sinnvoll und zumutbar. Dr. G.___ vom RAD qualifizierte dieses 

Gutachten als ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar, so dass auf es abgestellt 

werden könne. Sie hielt weiter fest (IV-act. 116), die Arbeitsfähigkeit adaptiert betrage 

80% ganztags mit einer Leistungseinschränkung von 20% wegen eines vermehrten 

Pausenbedarfs. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei nicht damit zu rechnen, dass 

medizinische Massnahmen eine relevante Besserung des Gesundheitszustandes 

bewirken würden.

A.c  Mit einem Vorbescheid vom 20. September 2013 kündigte die IV-Stelle dem 

Versicherten die Abweisung des Rentenbegehrens an (IV-act. 119), da der 

Invaliditätsgrad nur 32% betrage (Valideneinkommen Fr. 73'053.--, 

Invalideneinkommen Fr. 49'421.--, nämlich 80% des Zentralwerts der 

Hilfsarbeitereinkommen). Der Versicherte liess die Ausrichtung mindestens einer 

Viertelsrente, eventualiter die Gewährung beruflicher Eingliederungsmassnahmen und 

die Vornahme weiterer Abklärungen beantragen (IV-act. 122). Er liess dies damit 

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begründen, dass das Valideneinkommen ausgehend von einem Jahreseinkommen von 

Fr. 79'061.-- festzusetzen sei und dass das Invalideneinkommen unter 

Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzuges von 10% zu ermitteln sei. Am 30. 

Oktober 2013 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens, wobei sie 

von einem Invaliditätsgrad von 32% ausging (IV-act. 123). Dagegen liess der 

Versicherte Beschwerde erheben (IV-act. 127). Er beantragte dem Gericht die 

Zusprache einer halben Invalidenrente spätestens ab dem 1. April 2011 und 

eventualiter die Durchführung weiterer medizinischer und beruflicher Abklärungen 

durch die IV-Stelle. Am 12. November 2013 gab Dr. C.___ dem Rechtsvertreter des 

Versicherten an (IV-act. 130), letzterer sei auf dem linken Auge blind, benötige eine 

Dauerbehandlung wegen eines Barrettoesophagus und leide an degenerativen 

Schäden an der Wirbelsäule und an den Schultergelenken sowie an einer Osteoporose. 

In einer leidensangepassten Tätigkeit sei der Versicherte maximal zu 50% arbeitsfähig. 

Im Rahmen einer interdisziplinären Schmerzsprechstunde in den Kliniken Valens wurde 

der Versicherte am 24. Februar 2014 ambulant internistisch-rheumatologisch und 

psychiatrisch untersucht; ausserdem unterzog sich der Versicherte dort einer kurzen 

Evaluation seiner körperlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit. Im 

entsprechenden Bericht vom 28. Februar 2014 führten die Ärzte u.a. aus (IV-act. 139), 

die störenden Beschwerden des Bewegungsapparates seien auf mechanisch statische 

Beschwerden im Bereich des Achsenskeletts zurückzuführen. Man habe keine 

Anzeichen für eine entzündlich rheumatologische Erkrankung der Wirbelsäule 

gefunden. Radiologisch dokumentiert seien ausgeprägte degenerative Veränderungen 

der HWS und der LWS mit Diskopathien, jedoch ohne sichere Nervenkompression. 

Klinisch hätten sich keine Anzeichen für ein zervikoradikuläres oder lumboradikuläres 

Syndrom bzw. für eine zervikale Myelopathie ergeben. Die Beschwerden im 

Schultergürtelbereich seien als diskretes Engpasssyndrom mit Tendopathie der 

Infraspinatussehne bei St. n. subacromialer Dekompression bds. (ohne Hinweis auf 

eine insuffiziente Rotatorenmanschettenmuskulatur) zu interpretieren. Funktionell 

ergonomisch hätten sich arbeitsrelevante Probleme in der Form von unter Belastung 

zunehmenden Schmerzen im Nacken, im Kreuzbereich, im Schultergürtel und im 

Gesäss gezeigt. Generell hätten sich eine atrophierte Muskulatur und eine allgemeine 

Dekonditionierung feststellen lassen. Die psychiatrische Abklärung habe ein 

langjähriges, gravierendes Alkoholproblem im Sinne eines 

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Alkoholabhängigkeitssyndroms mit einem ständigen Substanzgebrauch ergeben. Eine 

leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit mit einem seltenen Hantieren 

von Lasten bis maximal 10-15 kg sei dem Versicherten ganztags möglich. Unter einer 

längerdauernden Belastung sollte der Versicherte regelmässig Kurzpausen einlegen 

können (ca. 1,5 bis 2 Std. pro Tag). Arbeiten auf Schulterhöhe oder im vorgeneigten 

Stehen sollten nur manchmal und das Heben von Lasten von der Taille bis zur 

Kopfhöhe sollte nur selten nötig sein. Therapeutisch sei die Behandlung des Vitamin 

B12-Mangels und des Vitamin D-Mangels weiterhin sinnvoll. Dasselbe gelte für die 

Antiosteoporosetherapie. Der Versicherte sollte sich zusätzlich einer intensiven 

Physiotherapie zur Kräftigung im Bereich der gesamten Wirbelsäule und des Rumpfs 

unterziehen. Damit könnte die Arbeitsfähigkeit gesteigert werden. Das 

Versicherungsgericht des Kantons St.Gallen ordnete am 11. Mai 2016 die Rückweisung 

an die IV-Stelle zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens an (IV-act. 146). Es führte 

aus, die Differenz zwischen dem von der damaligen Arbeitgeberin für 2009 

angegebenen Jahreslohn von Fr. 71'500.-- und dem im individuellen Beitragskonto für 

2009 verbuchten Jahreslohn von Fr. 79'061.-- sei nicht ausgeräumt worden. Das sei 

nachzuholen. Für den erlernten Beruf und für eine Tätigkeit als Monteur sei der 

Versicherte dauernd arbeitsunfähig. Ohne eine Umschulung könnte er also nur noch 

eine Hilfsarbeit ausüben. Bei einer Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Hilfsarbeit 

von 20% und einem Tabellenlohnabzug von 10% könnte eine Erwerbseinbusse von 

40% oder mehr resultieren. In dieser Situation müsse eine qualifizierte berufliche 

Eingliederung geprüft werden, die den Versicherten in die Lage versetzen würde, ein 

Invalideneinkommen zu erzielen, das die Erwerbseinbusse deutlich unter 40% senken 

würde. Damit stehe fest, dass die IV-Stelle den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" 

verletzt habe. Zur Durchsetzung der Eingliederungspflicht des Versicherten könnte ein 

Verfahren nach Art. 21 Abs. 4 ATSG eingesetzt werden. Dieses Urteil erwuchs in 

Rechtskraft.

A.d Die B.___ AG reichte am 29. Juni 2016 die Lohnabrechnungen ab Januar 2009 ein 

(IV-act. 150 bis 153). Diese zeigten, dass der Versicherte in einem beträchtlichen 

Umfang Überstunden geleistet hatte, was den Jahreslohn 2009 von Fr. 79'061.-- 

erklärte. Eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle notierte am 3. November 2016 (IV-act. 

162), das Gericht habe das Valideneinkommen auf Fr. 76'332.-- festgesetzt. Der 

Versicherte wolle keine Umschulung, sondern eine Invalidenrente als Ergänzung zu 

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seiner 50%-Stelle. Der Eingliederungsberater der IV-Stelle hielt am gleichen Tag fest 

(IV-act. 163-2), der Versicherte habe angegeben, dass eine Umschulung zum 

technischen Kaufmann nicht in Frage komme, da er sich nicht in einem Büro vorstellen 

könne; ausserdem fehlten ihm die nötigen Ressourcen und er wolle auch keinen 

Alkoholentzug durchführen, weil sein Alkoholkonsum keine Probleme verursache. Der 

Eingliederungsberater führte dazu aus, eine Umschulung komme nicht in Frage, weil 

dem Versicherten die notwendigen Ressourcen fehlten. Zudem müsste vorgängig ein 

Alkoholentzug erfolgen. Die Erfahrung zeige, dass langjährige Alkoholiker nicht mehr 

über ein für eine Umschulung genügendes intellektuelles Potential verfügten. In seinem 

Schlussbericht vom 3. November 2016 (IV-act. 164) wies der Eingliederungsberater 

darauf hin, dass die intellektuellen Fähigkeiten des Versicherten immer 

unterdurchschnittlich gewesen seien, dass der Versicherte nur bis 1995 in seinem 

erlernten Beruf als Schreiner tätig gewesen sei und dass er danach Tätigkeiten mit 

geringeren intellektuellen Anforderungen ausgeführt habe. Zusammenfassend müsse 

von einer Umschulung abgeraten werden. Mit einer formellen Mitteilung vom 7. 

November 2016 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf weitere 

berufliche Eingliederungsmassnahmen (IV-act. 166). Dr. C.___ berichtete der IV-Stelle 

am 28. November 2016 (IV-act. 169), der Verlauf sei unverändert. Die körperlichen 

Einschränkungen wirkten stark limitierend für körperlich nur schon leicht anstrengende 

Tätigkeiten. Geistige oder psychische Einschränkungen lägen nicht vor. Dr. G.___ vom 

RAD hielt am 12. Dezember 2016 fest (IV-act. 170), der Gesundheitszustand des 

Versicherten sei seit dem Medas-Gutachten stationär, so dass weiterhin auf die 

entsprechende Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt werden könne (adaptiert 80%). 

Aus medizinischer Sicht seien Umschulungsmassnahmen zumutbar. Durch 

medizinische Massnahmen respektive durch einen Alkoholentzug könne die 

Arbeitsfähigkeit nicht verbessert werden. Es sei möglich, dass sich der 

Alkoholmissbrauch negativ auf Umschulungsmassnahmen auswirken würde. Die IV-

Stelle erkundigte sich am 9. Mai 2017 bei der B.___ AG, welches Einkommen der 

Versicherte aktuell in seiner angestammten Tätigkeit erzielen würde und ob nach wie 

vor im selben Umfang wie 2009 Überzeiten anfallen würden (IV-act. 177). Die B.___ AG 

antwortete am 23. Mai 2017 (IV-act. 179), dass der Versicherte aktuell Fr. 300.-- 

monatlich mehr verdienen würde und dass die Überzeiten auch nach 2009 regelmässig 

angefallen wären. Der Versicherte liess am 30. Mai 2017 zwei medizinische Berichte 

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einreichen (IV-act. 180). Eine Knochendichtemessung vom 10. Februar 2017 (IV-act. 

181) hatte ergeben, dass sich die Knochendichte an der LWS und geringer auch am 

linken Schenkelhals vermindert hatte. Dr. G.___ vom RAD sah darin am 3. Juli 2017 

keinen Hinweis auf eine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes (IV-act. 

183). Gemäss einer Aktennotiz einer Sachbearbeiterin der IV-Stelle vom 9. Mai 2017 

(IV-act. 184) war das Valideneinkommen anhand des Durchschnitts der für 2009 (Fr. 

79'061.--) und 2010 (Fr. 77'213.--) im individuellen Beitragskonto verbuchten 

Erwerbseinkommen auf Fr. 78'137.-- festzusetzen. Das Invalideneinkommen sei 

ausgehend von einem statistisch ermittelten Durchschnittslohn der Hilfsarbeiter für das 

Jahr 2009 (Fr. 61'238.--) und einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% auf Fr. 48'990.-- 

festzusetzen; es gebe keinen Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug. Die 

Erwerbseinbusse von Fr. 29'147.-- entspreche einem Invaliditätsgrad von 37%. Mit 

einem Vorbescheid vom 28. Juli 2017 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung seines Rentenbegehrens an (IV-act. 186). Sie verwies auf den 

Einkommensvergleich, der einen Invaliditätsgrad von 37% ergeben habe. Der 

Versicherte liess am 4. September 2017 die Zusprache einer Viertelsrente, eventualiter 

einer halben Rente spätestens ab dem 1. April 2012 beantragen; (sub) eventualiter 

seien weitere Abklärungen zu tätigen (IV-act. 189). Zur Begründung liess er ausführen, 

es müsse von einem um Fr. 300.-- monatlich erhöhten Valideneinkommen 

(Fr. 78'137.-- plus Fr. 3'600.--) ausgegangen werden, das zudem der 

Nominallohnentwicklung anzupassen sei. Das Invalideneinkommen dürfe gemäss dem 

Gerichtsurteil maximal Fr. 44'092.-- betragen, zumal ein Tabellenlohnabzug von 10% 

angemessen sei. Zu prüfen wäre allenfalls, wie sich die fortschreitende Osteoporose 

auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Mit einer Verfügung vom 21. September 2017 wies 

die IV-Stelle das Rentenbegehren des Versicherten ab (IV-act. 190).

B.   

B.a  Der Versicherte (Beschwerdeführer) erhob am 23. Oktober 2017 eine Beschwerde 

gegen die Abweisungsverfügung vom 21. September 2017 (act. G 1). Er beantragte die 

Ausrichtung mindestens einer Viertels- bzw. einer halben Rente spätestens ab dem 

1. April 2011, eventualiter die Rückweisung der Angelegenheit an die IV-Stelle 

(Beschwerdegegnerin) zur Durchführung weiterer Abklärungen. Zur Begründung führte 

er aus, er sei nach seiner Lehre während vielen Jahren in der Glasmontage tätig 

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gewesen. Seit Mitte Oktober 2011 sei er mit einem Pensum von aktuell 50% als 

Unterhaltsmitarbeiter angestellt. Sein Bruttolohn betrage Fr. 2'500.-- (x13). Seit April 

2010 sei er in der angestammten Tätigkeit als Monteur von Garderobenschränken 

vollständig arbeitsunfähig. Es sei nicht umstritten, dass er in einer adaptierten Tätigkeit 

zu 80% arbeitsfähig sei. Die Beschwerdegegnerin sei zu Recht von einem 

Valideneinkommen von mindestens Fr. 78'137.-- ausgegangen, denn es wären 

weiterhin Überstunden angefallen. Allerdings sei dieser Betrag um Fr. 3'600.-- zu 

erhöhen, da er aktuell Fr. 300.-- monatlich mehr verdienen würde. Das 

Valideneinkommen betrage deshalb mindestens Fr. 82'000.--. Nicht nachvollziehbar 

sei, dass die Beschwerdegegnerin von einem Invalideneinkommen von Fr. 48'990.-- 

ausgegangen sei, denn das Versicherungsgericht habe in seinem 

Rückweisungsentscheid ein Invalideneinkommen von lediglich Fr. 44'092.-- 

angenommen. Damit resultiere ein Invaliditätsgrad von 43,57%. Bei einem 

Tabellenlohnabzug von 20% würde sich der Invaliditätsgrad sogar auf 50% belaufen. 

Da die Einschränkungen bereits seit April 2010 bestünden, sei der Rentenanspruch am 

1. April 2011 entstanden. Allenfalls bestehe der Rentenanspruch ab dem 1. April 2012, 

weil seit dem 18. April 2011 eine Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Monteur 

bestanden habe.

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 12. Januar 2018 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung machte sie sinngemäss geltend, das 

Versicherungsgericht habe in seinem Rückweisungsentscheid darauf hingewiesen, 

dass es nur eine vorläufige Schätzung des Valideneinkommens vorgenommen habe, 

die für das nachfolgende Verwaltungsverfahren nicht bindend sei. Im individuellen 

Beitragskonto des Beschwerdeführers sei 2009 ein Jahresverdienst von Fr. 79'061.-- 

und für 2010 ein solcher von Fr. 77'213.-- verbucht worden. Darin seien die 

Überstundenentschädigungen enthalten gewesen. Das Valideneinkommen entspreche 

dem Durchschnitt dieser beiden Einkommen; es belaufe sich auf Fr. 78'137.--. Bei der 

Ermittlung des Invalideneinkommens ausgehend von lohnstatistischen Angaben dürfe 

kein Tabellenlohnabzug erfolgen, denn der Beschwerdeführer könne in einem 

ganztägigen Pensum tätig sein. Ökonomische bzw. betriebswirtschaftliche Gründe für 

einen Tabellenlohnabzug seien gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

unbeachtlich. Dementsprechend sei das Invalideneinkommen auf Fr. 48'990.-- 

festzusetzen. Die aktuelle Tätigkeit des Beschwerdeführers sei adaptiert, das Pensum 

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könnte gesteigert werden. Damit könnte der Beschwerdeführer Fr. 54'080.-- verdienen. 

Folglich betrage der Invaliditätsgrad nur 37%.

B.c  Der Beschwerdeführer wandte in seiner Replik vom 22. Februar 2018 (act. G 8) 

insbesondere ein, das Valideneinkommen müsse gemäss der Bestätigung seiner 

früheren Arbeitgeberin Fr. 81'737.-- betragen. Das Versicherungsgericht habe in 

seinem Rückweisungsentscheid nur in Bezug auf das Valideneinkommen weitere 

Abklärungen angeordnet. Deshalb sei davon auszugehen, dass das nun erneut 

angerufene Versicherungsgericht auch weiterhin von einem Invalideneinkommen von 

Fr. 44'092.-- ausgehen werde. Damit resultiere ein Invaliditätsgrad von über 40%, bei 

einem zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn sogar ein Invaliditätsgrad von über 50%. 

Da es keine Veranlassung gebe, von dem im Rückweisungsentscheid angenommenen 

Invalideneinkommen von Fr. 44'092.-- abzuweichen, bestehe ab dem 1. April 2012 

bzw. wohl bereits ab dem 1. April 2011, ein Anspruch auf eine Rente.

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 27. Februar 2018 auf eine Duplik (act. 

G 10).

Erwägungen

1.  

Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die 

während eines Jahres durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen 

ist und die nach dem Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, hat 

gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung. Laut dem Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit dem Art. 16 

ATSG wird für die Bemessung der Invalidität das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei einer 

ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu jenem 

Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre.

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1.1 Den Streitgegenstand des mit dem Urteil von 11. Mai 2016 abgeschlossenen 

Beschwerdeverfahrens IV 2013/599 bildete ein allfälliger Invalidenrentenanspruch des 

Beschwerdeführers. Dieser Anspruch konnte aber nicht beurteilt werden, da nicht 

feststand, ob der Beschwerdeführer noch beruflich eingliederbar war, so dass der für 

einen Rentenanspruch massgebende Invaliditätsgrad noch gar nicht ermittelt werden 

konnte. Aus dem Umstand, dass eigentlich der Rentenanspruch zu prüfen gewesen 

wäre, darf aber nicht die Schlussfolgerung gezogen werden, dass das 

Versicherungsgericht in jenem Urteil für den Fall, dass wider Erwarten doch keine 

berufliche Eingliederung des Beschwerdeführers möglich sein sollte, bereits den 

Entscheid über einen allfälligen Invalidenrentenanspruch vorweggenommen hätte. Der 

– im Urteil ausdrücklich als vorläufig bezeichnete – Einkommensvergleich hat 

ausschliesslich dazu gedient zu prüfen, ob eine berufliche Eingliederungspflicht 

bestehe bzw. ob die Beschwerdegegnerin ihre Pflicht verletzt habe, eine solche 

Eingliederungspflicht zu prüfen (und gegebenenfalls durchzusetzen). Nur wenn die 

Frage nach einer beruflichen Eingliederungspflicht bereits damals hätte verneint 

werden können, hätte das Versicherungsgericht die weiteren Voraussetzungen eines 

Invalidenrentenanspruchs geprüft und dann über das vom Beschwerdeführer gestellte 

Begehren, ihm eine Invalidenrente zuzusprechen, entschieden. Deshalb entfaltet der im 

Urteil vom 11. Mai 2016 angestellte "vorläufige" Einkommensvergleich gegenüber den 

Parteien des damaligen und des aktuellen Beschwerdeverfahrens keine 

Bindungswirkung. Das Versicherungsgericht hat in diesem Urteil aber auch keine die 

Parteien bindende (Art. 56 Abs. 2 Satz 2 VRP) Rechtsauffassung zum Validen- und/

oder zum Invalideneinkommen geäussert. Die Beschwerdegegnerin ist deshalb nach 

der verbindlichen Verneinung einer beruflichen Eingliederungsmöglichkeit in der 

Mitteilung vom 7. November 2016 (vgl. IV-act. 166) beim Einkommensvergleich zur 

Prüfung eines allfälligen Invalidenrentenanspruchs des Beschwerdeführers nicht an 

eines oder mehrere Teilelemente des im Urteil angestellten "vorläufigen" 

Einkommensvergleichs gebunden gewesen. Das bedeutet natürlich, dass auch das 

Versicherungsgericht selbst bei der Überprüfung der Rechtmässigkeit der Verfügung 

vom 21. September 2017 bzw. bei der Beurteilung der aktuellen Begehren des 

Beschwerdeführers nicht an sein Urteil vom 11. Mai 2016 bzw. an eine darin 

geäusserte Rechtsauffassung gebunden ist.

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1.2 Die Beschwerdegegnerin hat die Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers 

abgeklärt und ist zur Auffassung gelangt, dass diesem die für eine qualifizierte 

Umschulung in einen dem erlernten gleichwertigen Beruf erforderlichen Ressourcen 

fehlten und dass ein langjähriger Alkoholmissbrauch erfahrungsgemäss das 

intellektuelle Potential mindere (vgl. IV-act. 163-2). Gestützt darauf hat sie mit ihrer 

verbindlichen Mitteilung vom 7. November 2016 (vgl. IV-act. 166) eine 

Eingliederungspflicht verneint. Die sogenannte Invalidenkarriere des 

Beschwerdeführers kann also nur diejenige eines Hilfsarbeiters sein, denn aufgrund der 

überzeugenden Angaben im Gutachten der Medas Interlaken Unterseen GmbH vom 

20. August 2013 (vgl. IV-act. 115) steht fest, dass der Beschwerdeführer sowohl in 

seinem erlernten Beruf als auch in der bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit ausgeübten 

Erwerbstätigkeit vollständig arbeitsunfähig ist. Das Invalideneinkommen eines 

Hilfsarbeiters ist rechtsprechungsgemäss anhand der vom Bundesamt für Statistik 

herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung zu ermitteln. Da die 

Anmeldung im Juli 2010 erfolgt ist, kann ein allfälliger Invalidenrentenanspruch 

frühestens am 1. Januar 2011 entstanden sein. Der Beschwerdeführer ist allerdings 

gemäss den Angaben im bereits genannten Medas-Gutachten erst ab April 2010 

arbeitsunfähig gewesen, so dass das sogenannte Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) 

erst am 31. März 2011 erfüllt gewesen ist. Da also ein Rentenanspruch ab 1. April 2011 

zu prüfen ist, muss das Invalideneinkommen anhand der Lohnstrukturerhebung 2010 

(nominallohnangepasst für 2011) bemessen werden. Der Zentralwert der 

Bruttoerwerbseinkommen der Hilfsarbeiter hat sich im Jahr 2011 auf Fr. 61'910.-- 

belaufen (vgl. den Anhang 2 der von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen 

10. Auflage 2019 des IVG). Das statistische Instrument des Zentralwerts ist so definiert, 

dass die Hälfte der erfassten Einzelfälle darüber und die andere Hälfte darunter liegt. 

Die Hälfte der Hilfsarbeiter hat also im Jahr 2011 weniger als Fr. 61'910.-- verdient. Da 

die intellektuellen Ressourcen des Beschwerdeführers, auch als sekundäre Folge des 

langjährigen Alkoholmissbrauchs, bescheiden sind, wäre dieser bei einer (fiktiven) 

Arbeitsfähigkeit von 100% auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht in der 

Lage, ein Jahreseinkommen von Fr. 61'910.-- zu erzielen, denn sein 

Einkommenspotential liegt unter dem Zentralwert. Diesen Konkurrenznachteil 

gegenüber einem intellektuell besser ausgestatteten und deshalb den Zentralwert 

erreichenden Hilfsarbeiter kann der Beschwerdeführer nicht dadurch kompensieren, 

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dass er eine körperlich stark belastende Hilfsarbeit ausübt, um so das 

Einkommensniveau zu erhöhen (offensichtlich ist er auch nicht mehr in der Lage ist, 

Überstunden zu leisten). Dieser Konkurrenznachteil allein hat schon ein erheblich 

unterdurchschnittliches Einkommenspotential des Beschwerdeführers zur Folge. Die 

Höhe des Bruttoerwerbseinkommens jedes Arbeitnehmers ist das Resultat einer 

ganzen Reihe wirtschaftlicher Faktoren, die in der freien Wirtschaft zusammenwirken, 

um das Lohnniveau zu bestimmen. Dazu gehören nicht nur äussere Faktoren wie die 

Konjunkturlage, die Konkurrenzsituation auf dem Markt für entsprechend qualifizierte 

Arbeitnehmer und die branchenspezifischen Gewinnaussichten, sondern auch 

Faktoren, die mit der Einsatzfähigkeit und der Einsatzbereitschaft des jeweiligen 

Arbeitnehmers zusammenhängen. Gesundheitlich angeschlagene Hilfsarbeiter, die 

naturgemäss ein höheres Risiko von Krankheitsabsenzen als gesunde Hilfsarbeiter 

aufweisen, die insbesondere im Hinblick auf betriebsbedingt notwendige, zeitlich 

beschränkte Einsätze an körperlich belastenden (und damit nicht zumutbaren) 

Arbeitsplätzen deutlich weniger flexibel sind als gesunde Hilfsarbeiter, die nicht fähig 

sind, bei Bedarf wenigstens in der Form "Überstunden" zu leisten, dass sie zu mehr als 

ihrem Arbeitsfähigkeitsgrad tätig sind, also auf die behinderungsbedingt notwendigen 

zusätzlichen Pausen verzichten oder sogar "echte" Überstunden (Beschäftigungsgrad 

vorübergehend über 100%) leisten, oder die krankheitsbedingt besondere 

Rücksichtnahme seitens der Vorgesetzten und/oder der Arbeitskollegen benötigen, 

müssen aus betriebswirtschaftlich-ökonomischen Gründen mit Selbstverständlichkeit 

tiefer entlöhnt werden als gesunde teilzeitlich tätige Hilfsarbeiter. Wenn man, wie es die 

Beschwerdegegnerin propagiert, solche betriebswirtschaftlich-ökonomischen Zwänge 

ignoriert und die Gleichwertigkeit von gesunden teilerwerbstätigen Hilfsarbeitern und 

gesundheitlich angeschlagenen teilarbeitsfähigen Hilfsarbeitern fingiert, so bezieht man 

einen Soziallohnanteil in den Einkommensvergleich ein, was offensichtlich gesetzwidrig 

ist und was mit dem sog. Tabellenlohnabzug ja gerade verhindert werden soll. Im 

vorliegenden Fall muss der behinderungsbedingt qualitativ und quantitativ reduzierten 

Leistungsfähigkeit bzw. dem gegenüber gesunden teilerwerbstätigen Hilfsarbeitern 

tieferen ökonomischen Wert der Arbeitsleistung des Beschwerdeführers durch das 

Abstellen auf ein Erwerbseinkommen Rechnung getragen werden, das ausgehend von 

einem korrigierten, nämlich um 10% unterschrittenen, Zentralwert ermittelt wird. Wenn 

das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers direkt proportional zum 

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Arbeitsfähigkeitsgrad aus dem Zentralwert abgeleitet würde, enthielte es nämlich im 

Umfang von 10% einen Soziallohn. Da der Beschwerdeführer gemäss den 

überzeugenden Darlegungen im Medas-Gutachten (vgl. act. 115-38) in einer ideal 

behinderungsadaptierten Hilfsarbeit zu 80% arbeitsfähig ist und da sich daran bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung gemäss der überzeugenden 

Einschätzung des RAD (vgl. etwa IV-act. 184-3) nichts geändert hat, beläuft sich das 

Invalideneinkommen auf Fr. 44'575.-- (Fr. 61'910.-- x 0,9 x 0,8).

1.3 Die Beschwerdegegnerin hat ausgehend von den im individuellen Beitragskonto 

des Beschwerdeführers (vgl. IV-act. 156-1) für 2009 und 2010 verbuchten 

Jahreseinkommen von Fr. 79'061.-- und Fr. 77'213.-- ein Valideneinkommen von Fr. 

78'137.-- ermittelt. Die monatlichen Lohnabrechnungen in den Jahren 2009 und 2010 

(vgl. IV-act. 151, 152) zeigen aber, dass das Einkommen des Jahres 2009 bei 

durchgehend uneingeschränkter Gesundheit des Beschwerdeführers Fr. 80'601.-- 

betragen hätte (nämlich Fr. 5'500.-- x 13 zuzüglich Überstundenentschädigungen von 

insgesamt Fr. 9'101.--). Die Differenz zu dem für 2009 verbuchten Jahreseinkommen 

von Fr. 79'061.-- ist darauf zurückzuführen, dass dem Beschwerdeführer in den 

Monaten April bis Juni 2009 Abzüge für Krankheitstage gemacht worden sind und dass 

ihm nicht beitragspflichtige Taggelder der Suva ausgerichtet worden sind. Im Laufe des 

Jahres 2010 ist der Beschwerdeführer arbeitsunfähig geworden. Allein schon der 

Umstand, dass er dadurch nicht mehr fähig gewesen ist, im gleichen Umfang wie im 

Jahr 2009 Überstunden zu leisten, schliesst es aus, das Jahreseinkommen 2010 als 

massgebend für die Bemessung des Valideneinkommens zu betrachten. Wäre der 

Beschwerdeführer das ganze Jahr 2010 über gesund gewesen und hätte er im selben 

Ausmass wie im Jahr 2009 Überstunden geleistet (vgl. IV-act. 179), so hätte er 

wiederum ein Jahreseinkommen von Fr. 80'601.-- erzielt. Das bedeutet, dass dem 

Einkommensvergleich ein Valideneinkommen von Fr. 80'601.-- zugrunde zu legen ist. 

Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 44'575.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von 

Fr. 36'026.--. Diese Einbusse entspricht einem Invaliditätsgrad von (aufgerundet) 45%. 

Der Beschwerdeführer hat somit rückwirkend ab dem 1. April 2011 einen Anspruch auf 

eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

1.4 Die frühere Arbeitgeberin, die B.___ AG, hat der Beschwerdegegnerin am 23. Mai 

2017 angegeben, der Beschwerdeführer hätte aktuell einen um Fr. 300.-- höheren 

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Monatslohn erzielt (vgl. IV-act. 179). Das entspricht einem regulären Jahreseinkommen 

von Fr. 75'400.--. Natürlich hätte sich auch die Entschädigung für die im Jahr 2017 (im 

selben Umfang wie im Jahr 2009) geleisteten Überstunden entsprechend (um 5,45%) 

erhöht. Das entspricht einer jährlichen Überstundenentschädigung von Fr. 9'597.--. 

Das gesamte Jahreseinkommen 2017, und damit das Valideneinkommen 2017, beläuft 

sich somit auf Fr. 84'997.--. Der Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne hat sich im Jahr 

2017 auf Fr. 67'102.-- belaufen (vgl. den Anhang 2 der von der Informationsstelle AHV/

IV herausgegebenen 10. Auflage 2019 des IVG). Bei einem Abzug vom Zentralwert von 

10% und einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% resultiert ein Invalideneinkommen 

von Fr. 48'313.--. Die Erwerbseinbusse von Fr. 36'684.-- ergibt einen Invaliditätsgrad 

von 43%. Der Beschwerdeführer hat also für das Jahr 2017 noch einen Anspruch auf 

eine Viertelsrente. Da sich der Arbeitsunfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers und die 

betriebswirtschaftlich-ökonomischen Ursachen des unter dem Zentralwert liegenden 

Einkommenspotentials in der Zeit zwischen 2011 und 2017 nicht bzw. nicht relevant 

verändert haben, hat der Beschwerdeführer durchgehend einen Anspruch auf eine 

Viertelsrente.

2.  

2.1 Da die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers 

verneint hat, ist die Sachverhaltsabklärung, die zur Bemessung des Betrages der 

Viertelsrente nötig gewesen wäre, natürlich unterblieben. Diese Abklärung müsste im 

Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens durch das Gericht nachgeholt werden, um ein 

(rechtsgestaltendes) Urteil in der Form der Zusprache eines bestimmten Betrages der 

Viertelsrente erlassen zu können. Mit einem solchen Urteil würde dem 

Beschwerdeführer aber das Rechtsmittel der Beschwerde gegen die Festlegung des 

Betrages der Viertelsrente vorenthalten. Unter diesen Umständen besteht ein 

schutzwürdiges Interesse der beiden Parteien daran, dass das Gericht ein 

Feststellungsurteil über die Rentenstufe (Viertelsrente) und den Rentenbeginn (1. April 

2011) erlässt und die Sache zur weiteren Abklärung und zur anschliessenden 

Verfügung über die Höhe der Viertelsrente an die Beschwerdegegnerin zurückweist.

2.2 Dieser Verfahrensausgang gilt trotz der Teilrückweisung an die 

Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen als ein 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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vollständiges Obsiegen des Beschwerdeführers. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- sind 

folglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer wird der von ihr 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin 

hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten. Der für deren Höhe 

massgebende erforderliche Vertretungsaufwand ist insgesamt als durchschnittlich zu 

qualifizieren. Die Parteientschädigung ist deshalb praxisgemäss auf Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und es wird festgestellt, dass der 

Beschwerdeführer ab dem 1. April 2011 einen Anspruch auf eine Viertelsrente hat; die 

Sache wird zur weiteren Abklärung und zur anschliessenden Verfügung über den 

Betrag der Viertelsrente an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu 

bezahlen; der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird dem Beschwerdeführer 

zurückerstattet.

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu entrichten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2019
	Art. 16 ATSG. Einkommensvergleich, Tabellenlohnabzug Die Begründung des Tabellenlohnabzuges liegt nicht nur in den ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Konsequenzen des Gesundheitsschadens (indirekte Lohnkosten), sondern auch in der – vorbestehenden oder durch den Gesundheitsschaden bewirkten – unterdurchschnittlichen intellektuellen Begabung oder anderweitigen Einschränkung, die es der vP nicht erlaubt, bei einem fiktiven Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% ein dem Zentralwert entsprechendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2019, IV 2017/388).

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