# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c7b0a9e-9eb1-53db-aa43-28c13a4a2088
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.02.2021 100 2020 293
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-293_2021-02-15.pdf

## Full Text

100.2020.293U
BUC/IMA/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Februar 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichterin Steinmann
Gerichtsschreiberin Imfeld

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Steuerverwaltung, Bundesgasse 33, 3011 Bern

betreffend Festlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes 2018 (Entscheid 
der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 16. Juni 2020; 
100 19 336)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.293U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. 1986) arbeitete ab Mai 2013 als Sachbearbeiter beim 
B.________ in der Einwohnergemeinde (EG) Bern und war dort seit dem 
1. Mai 2013 als Wochenaufenthalter gemeldet; seine Schriften blieben in der 
EG C.________ (Kanton Tessin) hinterlegt, wo er aufgewachsen ist und für 
das Steuerjahr 2017 veranlagt wurde. Einem Antrag der EG Bern folgend 
stellte die Steuerverwaltung des Kantons Bern mit Verfügung vom 15. April 
2019 fest, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz von A.________ ab dem 
Jahr 2018 in der EG Bern befinde. Die hiergegen erhobene Einsprache vom 
2. Mai 2019 blieb erfolglos (Entscheid vom 10.7.2019).

B.

Am 9. August 2019 gelangte A.________ an die Steuerrekurskommission 
des Kantons Bern (StRK). Diese befand, dass sein steuerrechtlicher Wohn-
sitz im Jahr 2018 in der EG Bern lag, und wies seinen Rekurs mit Entscheid 
vom 16. Juni 2020 ab.

C.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 24. Juli 2020 beantragt 
A.________, der Entscheid der StRK vom 16. Juni 2020 sei aufzuheben und 
es sei festzustellen, dass sein steuerrechtlicher Wohnsitz in der EG 
C.________ (Kanton Tessin) sei und bleibe.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
19. August 2020 bzw. Beschwerdeantwort vom 14. September 2020 je die 
Abweisung der Beschwerde. Die EG Bern hat sich nicht vernehmen lassen. 
A.________ hat sich mit Eingabe vom 16. Oktober 2020 erneut zur Sache 
geäussert; er hält an seinen Anträgen fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.293U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 
[StG; BSG 661.11]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Rekurs-
verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 
Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 
hiernach einzutreten.

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt nebst der Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheids, es sei festzustellen, dass sein steuerrechtlicher Wohnsitz 
in der EG C.________ (Kanton Tessin) liege und bleibe. Der angefochtene 
Entscheid regelt einzig die Festlegung des steuerlichen Wohnsitzes für das 
Steuerjahr 2018. Damit liegt das Begehren, soweit es sich auf spätere Steu-
erjahre bezieht, ausserhalb des Streitgegenstands, der grundsätzlich nicht 
über das hinausgehen kann, was die StRK geregelt hat (vgl. BVR 2017 
S. 514 E. 1.2, 2011 S. 391 E. 2.1; vgl. auch VGE 2016/124 vom 11.5.2017 
E. 1.2). Weiter sind Feststellungsbegehren im Verhältnis zu Leistungs- oder 
Gestaltungsbegehren subsidiär und damit nur zulässig, wenn das schutz-
würdige Interesse der das Feststellungsbegehren stellenden Partei mit 
einem Leistungs- oder Gestaltungsbegehren nicht gewahrt werden kann 
(BVR 2018 S. 310 E. 7.3, 2016 S. 273 E. 2.2, 2014 S. 33 E. 1.4; 
BGE 141 II 113 E. 1.7 [Pra 105/2016 Nr. 36]). Das mit dem Feststellungsan-
trag verfolgte Ziel, die Steuerpflicht im Kanton Bern für das Steuerjahr 2018 
zu verneinen, kann mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids er-
reicht werden. Ein darüber hinausgehendes Interesse an der Feststellung 
der Zuständigkeit des Kantons Tessin ist weder erkennbar noch dargetan. 
Ausserdem ist es nicht Sache des Verwaltungsgerichts, über die Steuer-
hoheit eines anderen Kantons zu befinden (vgl. zum Ganzen VGE 2019/247 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.293U, 
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vom 30.7.2020 E. 1.2). Auf das Feststellungsbegehren ist aus diesen Grün-
den nicht einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG aufgrund persön-
licher Zugehörigkeit im Kanton Bern steuerpflichtig, wenn sie hier ihren steu-
errechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuerrechtlichen Wohnsitz 
im Kanton Bern hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauern-
den Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen besonde-
ren gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Art. 4 Abs. 2 StG; vgl. auch Art. 3 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der 
direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Der steu-
errechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, an dem sich der Mittelpunkt der 
persönlichen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person befindet (vgl. 
BVR 2018 S. 239 E. 2.2; BGE 143 II 233 E. 2.5.1 f., 138 II 300 E. 3.2, 
132 I 29 E. 4.1 [Pra 96/2007 Nr. 5]; Oesterhelt/Seiler, in Zweifel/Beusch 
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, Art. 3 
StHG N. 46). Im Verhältnis zu anderen Kantonen ist die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung zum Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung zu be-
achten (Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; zum Ganzen 
VGE 2019/247 vom 30.7.2020 E. 2.1).

2.2 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materielle 
Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), bestimmt 
sich nach der Gesamtheit der objektiv erkennbaren äusseren Umstände 
(nach aussen erkennbare Absicht) und nicht nach den bloss erklärten Wün-
schen der steuerpflichtigen Person oder deren gefühlsmässiger Verbunden-
heit mit einem bestimmten Ort (innerer Wille); der steuerrechtliche Wohnsitz 
ist insofern nicht frei wählbar (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; BGE 143 II 233 
E. 2.5.2, 138 II 300 E. 3.2). Dem polizeilichen Domizil, an dem die Schriften 
hinterlegt sind oder die politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine 

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entscheidende Bedeutung zu. Es handelt sich dabei bloss um ein äusseres 
Merkmal, das gemeinsam mit dem übrigen Verhalten der steuerpflichtigen 
Person ein Indiz für das Steuerdomizil bilden kann (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; 
BGE 132 I 29 E. 4.1 [Pra 96/2007 Nr. 5]). Wenn sich eine Person abwechs-
lungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestimmung des steuerrecht-
lichen Wohnsitzes anhand der äusserlich wahrnehmbaren familiären, beruf-
lichen, wirtschaftlichen und weiteren rechtserheblichen Lebensumstände zu 
ermitteln, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält 
(BVR 2001 S. 1 E. 2c; BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5]; 
BGer 2C_480/2019 vom 12.2.2020 E. 2.2.2). Dies beurteilt sich jeweils auf-
grund der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls (BVR 1999 S. 159 E. 2c; 
BGE 138 II 300 E. 3.2), wobei die Verhältnisse am Ende der betroffenen 
Steuerperiode massgebend sind (vgl. Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 1 
StHG; zum Ganzen VGE 2019/247 vom 30.7.2020 E. 2.2).

2.3 Das Steuerdomizil von unselbständig erwerbstätigen Personen liegt 
grundsätzlich am Ort, an dem sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufent-
halt nehmen, um von dort aus der täglichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, 
ist doch der Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur (BVR 2001 S. 1 
E. 2d; BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5], 125 I 54 E. 2b; BGer 
2C_806/2019 und 2C_807/2019 vom 8.6.2020 E. 2.3). Eine Ausnahme be-
steht nach ständiger Rechtsprechung für verheiratete Steuerpflichtige, die 
regelmässig an den Wochenenden zu ihrer Familie zurückkehren: Die per-
sönlichen und familiären Bindungen zum Aufenthaltsort der Familie werden 
für stärker erachtet als jene zum Arbeitsort, sodass die betroffenen Steuer-
pflichtigen in der Regel am Aufenthaltsort der Familie zu besteuern sind, 
selbst wenn sie lediglich die Wochenenden und die Freizeit dort verbringen 
(BVR 1999 S. 364 E. 4b/aa; VGE 2019/247 vom 30.7.2020 E. 2.3; 
BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5], 125 I 54 E. 2b/aa; 
BGer 2C_533/2018 vom 30.10.2019 E. 2.4 f., 2C_1045/2016 vom 3.8.2017 
E. 3.4). Diese Praxis findet grundsätzlich auch auf alleinstehende Personen 
Anwendung, zählt die Rechtsprechung doch Eltern und Geschwister eben-
falls zur Familie der steuerpflichtigen Person. Da die Bindung zur elterlichen 
Familie aber regelmässig lockerer ist als jene unter Eheleuten, wird bei ledi-
gen Steuerpflichtigen das Erfordernis der regelmässigen Rückkehr beson-
ders streng gehandhabt und es ist vermehrt noch als bei verheirateten Per-

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sonen zu berücksichtigen, ob weitere als nur familiäre Beziehungen für ein 
Übergewicht der Bindungen zum einen oder anderen Ort sprechen. Dadurch 
erhält der Grundsatz, wonach das Steuerdomizil von Unselbständigerwer-
benden am Arbeitsort liegt, grösseres Gewicht: Trotz allwöchentlicher Rück-
kehr an den Familienort können die Beziehungen zum Arbeitsort namentlich 
überwiegen, wenn sich die Betroffenen dort eine Wohnung eingerichtet 
haben oder dort über einen besonderen Freundes- und Bekanntenkreis ver-
fügen (vgl. BGE 125 I 54 E. 2b/bb; BGer 2C_469/2014 vom 9.12.2014, in 
StE 2015 A 24.21 Nr. 31 E. 3.2; zum Ganzen VGE 2019/247 vom 30.7.2020 
E. 2.3). Ein spezielles Gewicht kommt weiter der Dauer des Arbeitsverhält-
nisses und dem Alter der steuerpflichtigen Person zu (BGE 125 I 54 
E. 2b/bb). Die Rechtsprechung nimmt an, dass die Beziehungen zur elterli-
chen Familie regelmässig dann nicht mehr besonders stark sind, wenn die 
steuerpflichtige Person das dreissigste Altersjahr überschritten hat oder sich 
seit mehr als fünf Jahren ununterbrochen am selben Ort aufhält (BVR 2001 
S. 1 E. 2d; VGE 2016/124 vom 11.5.2017 E. 2.3; BGer 2C_87/2019 vom 
17.7.2019 E. 3.2.2, 2C_469/2014 vom 9.12.2014, in StE 2015 A 24.21 
Nr. 31 E. 3.2, 2C_250/2013 vom 29.8.2013, in StE 2013 A 24.21 Nr. 27 
E. 2.2). Liegt zumindest eines der beiden Kriterien vor, begründet dies die 
natürliche Vermutung, der Lebensmittelpunkt befinde sich am Ort der Er-
werbstätigkeit bzw. des Wochenaufenthalts (BGer 2C_762/2019 vom 
18.11.2019 E. 3.2.3, 2C_87/2019 vom 17.7.2019 E. 3.2.2, je mit weiteren 
Hinweisen).

2.4 Die Steuerbehörden haben die den Steuerwohnsitz begründenden 
Sachverhaltselemente von Amtes wegen abzuklären und dabei den Steuer-
wohnsitz als steuerbegründende Tatsache nachzuweisen (vgl. Art. 166 
Abs. 2 StG; BVR 2018 S. 239 E. 2.5; BGE 140 II 248 E. 3.5, 138 II 300 
E. 3.4). Allerdings kommt bei alleinstehenden Personen gegebenenfalls die 
vorerwähnte Vermutung zugunsten des Steuerdomizils am Arbeitsort zum 
Tragen (E. 2.3 hiervor). Sie kann entkräftet werden, falls die steuerpflichtige 
Person regelmässig, mindestens einmal pro Woche, an den Ort zurückkehrt, 
an dem ihre Familie lebt, mit der sie aus bestimmten Gründen besonders 
eng verbunden ist, und wo sie andere persönliche und gesellschaftliche 
Beziehungen pflegt. Berücksichtigt werden kann in jedem Fall nur eine Rück-
kehr an den Familienort; allfällige Wochenendaufenthalte an einem Drittort 

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gehen grundsätzlich zulasten des Familienorts (VGE 2016/220 vom 
6.9.2017 E. 2.4, 2011/321 vom 8.2.2013 E. 5.4 [bestätigt durch BGer 
2C_250/2013 vom 29.8.2013, in StE 2013 A 24.21 Nr. 27]; BGer 24.3.1998, 
in NStP 1998 S. 161 E. 2c). Wenn der steuerpflichtigen Person der Nachweis 
solcher familiärer und gesellschaftlicher Beziehungen am Wohnort der Fa-
milie gelingt, obliegt es dem Kanton des Wochenaufenthalts- oder Arbeits-
orts nachzuweisen, dass die Person gewichtige wirtschaftliche und allenfalls 
persönliche Beziehungen zu diesem Ort unterhält (BVR 2001 S. 1 E. 2d; 
BGer 2C_87/2019 vom 17.7.2019 E. 3.2.2).

3.

Streitig und zu prüfen ist, ob sich das Steuerdomizil des Beschwerdeführers 
für das Jahr 2018 im Kanton Bern befunden hat. 

3.1 Der Beschwerdeführer arbeitete ab Mai 2013 als Sachbearbeiter 
beim B.________, in Bern mit einem Beschäftigungsgrad von 100%. 
Aufgrund dessen mietete er eine 1,5-Zimmerwohnung in der EG Bern und 
meldete sich am 1. Mai 2013 als Wochenaufenthalter an. Sein Heimatschein 
blieb in der EG C.________ (Kanton Tessin) hinterlegt, wo ihm im Elternhaus 
1,5 Zimmer zur alleinigen Benutzung sowie der Rest des Hauses, u.a. ein 
grosser Garten und eine Terrasse, zur Mitbenutzung zur Verfügung standen 
(vgl. Fragebogen für Personen mit Wochenaufenthalt vom 20.8.2018 
[nachfolgend: Fragebogen], Vorakten StV [act. 6B] pag. 17 ff., insbes. 18 f., 
auch zum Folgenden). Auf dem Fragebogen und an der Befragung der 
Steuerverwaltung vom 27. September 2018 gab der Beschwerdeführer 
weiter an, er habe während der Woche von Montag bis Freitag, manchmal 
auch von Sonntag auf Montag, in der EG Bern übernachtet (vgl. Protokoll 
der Befragung vom 27.9.2018 [nachfolgend: Befragungsprotokoll StV] S. 2, 
Vorakten StV [act. 6B] pag. 22 ff., auch zum Folgenden). Er verbrachte somit 
zwei oder höchstens drei Nächte pro Woche in der EG C.________. Den 
Akten ist weiter zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im 
massgeblichen Zeitpunkt in keiner Lebenspartnerschaft stand. Zudem ist 
aktenkundig, dass er, wie bereits in den Vorjahren, für den Inlinehockey-Club 
«…» in der Liga … spielte und im Jahr 2018 an mindestens 19 Spielen des 

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Sportvereins teilnahm (vgl. Spielerstatistik 2018, einsehbar unter: 
<http://...>), wovon sieben Auswärtsspiele (Tabelle Spiele 2018, Vorakten 
StV [act. 6B] pag. 32 f.). In diesem Zusammenhang führt der 
Beschwerdeführer aus, im Jahr 2018 an insgesamt acht oder neun 
Wochenenden in der EG Bern verblieben zu sein: siebenmal aufgrund der 
Auswärtsspiele und einmal krankheitsbedingt; bezüglich eines weiteren 
Wochenendes könne er sich nicht mehr an seinen Aufenthaltsort erinnern. 
Zudem verbrachte er rund zwei Monate Ferien im Ausland, um 
angesammelte Überzeit zu kompensieren (Beschwerde S. 5). Der 
Beschwerdeführer hat seinen Arbeitsvertrag beim B.________ per 1. Mai 
2020 gekündigt und auf diesen Zeitpunkt eine neue Stelle beim D.________ 
am Standort in E.________ im Kanton Tessin angetreten (Schreiben vom 
21.1.2020 mit Bestätigung des B.________ vom 20.1.2020, Vorakten StRK 
[act. 6A] pag. 109 f.).

3.2 Es ist unbestritten, dass der ledige Beschwerdeführer im Jahr 2018 
seit rund fünf Jahren von seinem Wochenaufenthaltsort in der EG Bern aus 
einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachging. Zudem war er am Stichtag 
(31.12.2018) 32 Jahre alt. Diese Umstände begründen die natürliche Ver-
mutung, dass sich sein Steuerdomizil im Jahr 2018 in der EG Bern befand 
(vgl. vorne E. 2.3 f.). Zu prüfen ist, ob – ausgehend vom voranstehenden 
Sachverhalt bzw. den insoweit grundsätzlich glaubhaften Ausführungen des 
Beschwerdeführers (E. 3.1) – die Vorinstanz zu Recht geschlossen hat, der 
Beschwerdeführer vermöge diese Vermutung nicht zu entkräften.

3.2.1 Die StRK hat erwogen, der Beschwerdeführer sei 2018 zwar mit einer 
gewissen Regelmässigkeit in die EG C.________ zurückgekehrt und habe 
nicht unerhebliche persönliche Beziehungen zu dieser Gemeinde unterhal-
ten. Es könne allerdings nicht von einer allwöchentlichen Rückkehr gespro-
chen werden, da der Beschwerdeführer insgesamt mindestens 16 Wochen-
enden nicht dort verbracht habe. Zudem seien den Akten keine genügenden 
Hinweise zu entnehmen, dass die geltend gemachten familiären und freund-
schaftlichen Bindungen zur EG C.________ derart eng seien, dass sie über 
das gewöhnliche Mass hinausgingen und somit von einem ausserordent-
lichen Fall auszugehen sei. Die Vorinstanz hat weiter festgestellt, dass sich 
die Freizeitaktivitäten des Beschwerdeführers zumindest teilweise ebenfalls 

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in der EG Bern abgespielt hätten. Angesichts dessen sei es dem Beschwer-
deführer nicht gelungen, die natürliche Vermutung für das Steuerjahr 2018 
umzustossen (angefochtener Entscheid E. 4.2). Weiter würden auch die 
Wohnverhältnisse nicht für einen Lebensmittelpunkt in der EG C.________ 
sprechen. Schliesslich vermöge der Umstand, dass der Beschwerdeführer 
im Jahr 2020 seinen Arbeitsvertrag in Bern gekündigt und im Kanton Tessin 
eine neue Stelle angetreten habe, an der Beurteilung der Situation im Jahr 
2018 nichts zu ändern (angefochtener Entscheid E. 4.4 f.).

3.2.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, sein Lebensmittelpunkt 
sei 2018 in der EG C.________ gewesen. Er habe bewiesen, dass sich alle 
privaten, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen (Familie, 
Freunde, Sportverein, Bank, Arzt, Optiker, Automechaniker usw.) an seinem 
Wochenendort bzw. im Kanton Tessin befunden hätten. Seine Verbindungen 
zu Bern seien rein beruflich gewesen. Er sei praktisch jedes Wochenende 
jeweils am Freitagnachmittag so rasch als möglich ins Tessin zurückgekehrt 
und habe dafür mindestens dreieinhalb Stunden pro Weg in Kauf genom-
men. Bereits die wöchentliche Reisedauer von insgesamt siebeneinhalb 
oder mehr Stunden untermaure, dass sein Lebensmittelpunkt am Wochen-
endort gewesen sei. Die sieben Wochenendaufenthalte in Bern wegen Aus-
wärtsspielen seines Inlinehockey-Clubs stellten keinen freiwilligen Verbleib 
am Wochenaufenthaltsort dar. Zudem dürfe die zweimonatige Auslandab-
wesenheit nicht als Wochenendaufenthalt an einem Drittort zulasten seines 
Familienorts gewertet werden, ansonsten es ihm als Wochenaufenthalter 
nicht möglich gewesen wäre, Ferien im Ausland zu verbringen, ohne dadurch 
seinen Wohnsitz im Kanton Tessin respektive seinen Status als Wochenauf-
enthalter in Bern zu verlieren. Weiter verweist der Beschwerdeführer auf sein 
langjähriges Engagement als Spieler im Inlinehockey-Club «…». Die 
meisten aktiven sowie ehemalige Spieler des Clubs gehörten zum 
Freundeskreis, mit dem er seine Freizeit und Ferien verbringe.

3.2.3 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2018 mit einer 
gewissen Regelmässigkeit an seinen Wochenendort im Tessin zurück-
kehrte. Er verbrachte jedoch erwiesenermassen mindestens 16 Wochenen-
den nicht dort. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf das 
Erfüllen der Voraussetzung einer allwöchentlichen Rückkehr nicht allein des-

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wegen verneint werden, weil die steuerpflichtige Person in der fraglichen Zeit 
nicht restlos jedes Wochenende an den Wochenendort zurückgekehrt, son-
dern bei Krankheit oder wegen Zusatzarbeit ausnahmsweise am Wochen-
aufenthaltsort verblieben ist (vgl. BGer 2C_178/2011 vom 2.11.2011 E. 3.4). 
So lässt sich die natürliche Vermutung unter Umständen auch umstossen, 
wenn nicht jedes einzelne Wochenende am Familienort verbracht wird (vgl. 
BGer 2C_296/2018 vom 6.6.2018 E. 2.3.4). Ob mit dem Beschwerdeführer 
davon auszugehen ist, dass jene Wochenenden, an denen er infolge von 
Auswärtsspielen mit dem Inlinehockey-Club nicht an seinen Wochenendort 
respektive in den Kanton Tessin zurückkehrte, tatsächlich nicht als freiwillige 
Aufenthalte in der EG Bern zu qualifizieren sind, kann offenbleiben, da diese 
Wochenenden jedenfalls nicht als Aufenthalte in der EG C.________ 
gewertet werden können. Der einmalige krankheitsbedingte Verbleib in der 
EG Bern ist dem Beschwerdeführer nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung nicht entgegenzuhalten. Ihm ist sodann insofern 
zuzustimmen, als urlaubsbedingt unterbliebene Aufenthalte am 
Wochenendort im Tessin, wie vorliegend seine rund zweimonatige 
Auslandabwesenheit zur Kompensation angesammelter Überzeit, für sich 
allein nicht ohne weiteres für einen steuerlichen Wohnsitz am 
Wochenaufenthaltsort in Bern sprechen. Gleichzeitig zeugt dieser lange 
Auslandaufenthalt aber von einer fortgeschrittenen Ablösung des 
Beschwerdeführers von seinem Elternhaus und lässt jedenfalls nicht auf eine 
aussergewöhnlich enge Beziehung zu diesem Ort bzw. zur EG C.________ 
schliessen (vgl. VGE 2012/244 vom 13.11.2013 E. 4.5, 2011/321 vom 
8.2.2013 E. 5.4 [bestätigt durch BGer 2C_250/2013 vom 29.8.2013, in 
StE 2013 A 24.21 Nr. 27]). Ob vorliegend die praxisgemäss strikt zu hand-
habende Voraussetzung des Nachweises einer allwöchentlichen Rückkehr 
an den Familienort zu bejahen ist, erscheint nach dem Ausgeführten fraglich 
(vgl. auch etwa VGE 2016/124 vom 11.5.2017 E. 2.4, 3.3.2), kann mit Blick 
auf die nachfolgenden Erwägungen aber offenbleiben. 

3.2.4 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er an den Wochenenden das 
Haus seiner Eltern mit diesen geteilt habe und dass sein Bruder im Nachbar-
dorf wohne. Er führt dabei aber nicht weiter aus, inwiefern er mit seiner Fa-
milie besonders eng verbunden ist. Er behauptet bloss in allgemeiner Weise, 
zu ihnen auch von Bern aus eine aussergewöhnlich enge Beziehung unter-

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halten zu haben, ohne näher zu erläutern, worin diese bestand und wieso 
sie bis ins Alter von 32 Jahren in unveränderter Intensität hätte andauern 
sollen (vgl. VGE 2011/321 vom 8.2.2013 E. 4.3 [bestätigt durch BGer 
2C_250/2013 vom 29.8.2013, in StE 2013 A 24.21 Nr. 27]). Dass der Be-
schwerdeführer an den Wochenenden bei seinen Eltern wohnte und damit 
in gewissem Mass auf seine Selbständigkeit und Privatsphäre verzichtete, 
ist entgegen seiner Ansicht nicht unüblich und spricht nicht für ein besonders 
nahes Verhältnis zu den Eltern. Ebenso wenig ergibt sich aus den von ihm 
offenbar anstelle einer Miete erbrachten Natural- und Hilfeleistungen (Ein-
käufe, Geschenke, Arbeiten im Garten, Nachtessen, usw.; vgl. Beschwerde 
S. 9) eine besonders enge Verbindung mit dem elterlichen Haushalt. Diese 
sind vielmehr als üblich zu werten. Zum Bruder ist ebenfalls wohl eine gute, 
aber keine ausserordentlich enge Beziehung dargetan. Der Umstand, dass 
sie miteinander Freizeitaktivitäten unternahmen, stellt nichts Aussergewöhn-
liches dar (vgl. auch VGE 2012/244 vom 13.11.2013 E. 3.2.3).

3.2.5 Berufliche Beziehungen zur EG C.________ sind weder geltend ge-
macht noch ersichtlich. Demgegenüber ist die Pflege anderer als rein fami-
liärer persönlicher Beziehungen erstellt, engagierte sich der Beschwerde-
führer doch im Inlinehockey-Club «…», an dessen Vorbereitungstrainings 
auf die Meisterschaft, Freitagstrainings und Spielen (…) er nach eigenen 
Angaben jeweils am Freitagabend und an den Wochenenden teilnahm 
(Beschwerde S. 8). Dass er sodann an den Wochenenden weitere 
Freundschaften pflegte und mit Freunden verschiedenen Freizeitaktivitäten 
nachging, ist als selbstverständlich zu bezeichnen. Der Beschwerdeführer 
führt diesbezüglich auch nicht aus, inwiefern die von ihm behaupteten 
Freizeitaktivitäten mit Freunden, wie etwa «Wakesurfen», «Biken» und 
Tennisspielen (Beschwerde S. 9), über das übliche Mass hinausgingen und 
besonders intensiv waren. Demgegenüber ist die Behauptung des 
Beschwerdeführers wenig glaubwürdig, er habe in Bern bloss rein berufliche 
Kontakte gehabt (Beschwerde S. 5), obschon er Ende 2018 bereits seit mehr 
als fünf Jahren dort wohnte und arbeitete. Es ist vielmehr davon auszugehen, 
dass er auch im Raum Bern ein gewisses Minimum an Beziehungen 
unterhielt. Denn nach allgemeiner Lebenserfahrung entstehen jedenfalls im 
Arbeitsumfeld regelmässig persönliche und gesellschaftliche Beziehungen, 
wenn sich – wie hier – die steuerpflichtige Person dort lange aufhält und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.293U, 
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insgesamt mehr Zeit verbringt als am Wochenendort (vgl. BVR 2001 S. 1 
E. 4d; VGE 2012/244 vom 13.11.2013 E. 4.3). So hat der Beschwerdeführer 
selber eingeräumt, auch in Bern über persönliche Beziehungen verfügt zu 
haben, wobei sich diese auf gelegentliche «Feierabendbiere» beschränkt 
hätten (Beschwerde S. 7; vgl. auch Stellungnahme vom 3.9.2019 S. 6, 
Vorakten StRK [act. 6A] pag. 87 ff.). Er rügt diesbezüglich, dass persönliche 
Beziehungen zu Freunden nicht ansatzweise mit solchen zu Arbeitskollegen 
verglichen werden könnten. Wenn ein «Feierabendbier» organisiert werde, 
dann diene dies der Kollegialität und der Förderung des Teamgeists, 
weshalb dies zur Arbeit gehöre und keine Freizeitaktivität darstelle 
(Beschwerde S. 7). Dieser Auffassung kann nur teilweise gefolgt werden: 
Auch wenn das Verhältnis zu Arbeitskollegen in der Regel kaum mit 
(langjährigen) Freundschaften verglichen werden kann, handelt es sich 
dabei doch um persönliche und gesellschaftliche Beziehungen, die über die 
Arbeit als solche hinausgehen. So werden «Feierabendbiere» üblicherweise 
nicht zur Arbeitszeit hinzugerechnet. Nicht aussergewöhnlich ist sodann, am 
Wochenendort den Zahnarzt, Hausarzt, Coiffeur usw., zu denen ein 
langjähriges Vertrauensverhältnis besteht, nach Möglichkeit beizubehalten 
(vgl. BGer 2C_270/2012 vom 1.12.2012 E. 3.4). Diesem Argument kommt 
im Hinblick auf den Lebensmittelpunkt vor allem dann Bedeutung zu, wenn 
die Frequenz der Arztbesuche eine gewisse Dimension aufweist, was der 
Beschwerdeführer allerdings nicht geltend macht (vgl. BGer 2C_178/2011 
vom 2.11.2011 E. 3.4). Weiter war der Beschwerdeführer weder Mitglied 
anderer Vereine noch in C.________ bzw. im Kanton Tessin politisch aktiv 
(Beschwerde S. 8 f.). Zwar ist insgesamt, vorab mit Blick auf das sportliche 
Engagement im Inlinehockey-Club «…», in Bezug auf die ausserfamiliären 
Beziehungen von einer wohl etwas stärkeren Bindung des 
Beschwerdeführers zu C.________ als zu Bern auszugehen. Dies kann aber 
nach dem Gesagten (vgl. vorne E. 2.4) insofern nicht ausschlaggebend sein, 
als dadurch die in jedem Fall erforderliche besonders enge familiäre 
Verbundenheit zum Wochenendort, an der es hier fehlt (vgl. E. 3.2.4 hiervor), 
nicht kompensiert werden kann. 

3.2.6 Auch aus der Wohnsituation des Beschwerdeführers im Jahr 2018 
lässt sich nichts ableiten, was für eine vorrangige Beziehung zum Wochen-
endort sprechen würde: Zwar verfügte der Beschwerdeführer am Wochen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.293U, 
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aufenthaltsort in Bern lediglich über eine (selbst möblierte) 1,5-Zimmerwoh-
nung zu einem Nettomietzins von Fr. 1'090.--, und es mag zutreffen, dass er 
sich bessere Wohnbedingungen in der EG Bern hätte leisten können. Doch 
besass er am Familienort in C.________ keine eigene (Miet- oder Eigen-
tums-)Wohnung, sondern standen ihm lediglich 1,5 Zimmer im Haus seiner 
Eltern nebst den übrigen gemeinsam benutzten Räumlichkeiten zur Verfü-
gung (vgl. auch BGer 2C_178/2011 vom 2.11.2011 E. 3.4). Die Wohnung in 
Bern erscheint unter diesen Umständen als Hauptwohnung des Beschwer-
deführers, wobei es auf seine angeblich wenig ausgeprägte emotionale Ver-
bundenheit mit der EG Bern bzw. dem Kanton Bern nicht ankommen kann: 
Der Mittelpunkt der Lebensinteressen bestimmt sich nach der Gesamtheit 
der objektiven, äusseren Umstände, nicht nach den gefühlsmässigen Bin-
dungen zu einem bestimmten Ort (vgl. vorne E. 2.2). Der Beschwerdeführer 
wohnte und arbeitete 2018 bereits seit fünf Jahren in Bern. Unerheblich ist, 
dass er angeblich in Bern lediglich Berufserfahrung sammeln wollte, um spä-
ter im Kanton Tessin eine Stelle zu finden (vgl. Befragungsprotokoll StV 
S. 2). Eine mehr oder weniger bestimmte Absicht, später oder wenn die Ver-
hältnisse sich geändert haben an einen anderen Ort zu ziehen, steht der 
Begründung eines Wohnsitzes am gegenwärtigen Aufenthaltsort nicht ent-
gegen (vgl. BGE 143 II 233 E. 2.5.2 mit Verweis auf BGE 127 V 237 E. 2c; 
VGE 2015/215 vom 30.1.2017, in StE 2017 B 11.1 Nr. 29 E. 3.4.3, 2012/244 
vom 13.11.2013 E. 4.4, 2011/321 vom 8.2.2013 E. 5.5 [bestätigt durch BGer 
2C_250/2013 vom 29.8.2013, in StE 2013 A 24.21 Nr. 27]). Mit Blick darauf 
ist auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer am 1. Mai 2020 eine neue 
Stelle im Kanton Tessin angetreten hat, hier nicht weiter bedeutsam, zumal 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein steuerrechtlicher Wohnsitz 
im Steuerjahr 2018 ist (vgl. vorne E. 1.2). Es spielt nach dem Gesagten auch 
keine Rolle, dass die Arbeitsbedingungen am neuen Arbeitsort angeblich 
weniger attraktiv sind als jene in Bern.

3.2.7 Grundsätzlich unerheblich für die Ermittlung des Lebensmittelpunkts 
ist sodann die Distanz zwischen Wochenend- und Arbeitsort bzw. wie lang 
der Arbeitsweg und wie hoch die Fahrkosten für eine tägliche Rückkehr an 
den Familienort wären. Die Zumutbarkeit des täglichen Arbeitswegs spielt 
bei der Steuerveranlagung lediglich insofern eine Rolle, als der Abzug von 
Gewinnungskosten für den auswärtigen Wochenaufenthalt im Streit liegt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.293U, 
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(vgl. Art. 12 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über die Berufskosten 
[Berufskostenverordnung, BKV; BSG 661.312.56]). Keinen Einfluss haben 
Reisezeit und -kosten aber auf das Erfordernis, zwecks Entkräftung der na-
türlichen Vermutung zugunsten des Steuerwohnsitzes am Arbeitsort eine all-
wöchentliche Rückkehr an den Familienort nachzuweisen (VGE 2016/124 
vom 11.5.2017 E. 3.3.2).

3.2.8 Zusammenfassend vermag der Beschwerdeführer für das Jahr 2018 
zwar eine gewisse Verbundenheit in gesellschaftlicher und auch in familiärer 
Hinsicht zu seinem Wochenendort im Tessin darzutun. Jedoch können darin 
insgesamt keine Beziehungen erblickt werden, die erheblich weitergehen 
und enger sind als die üblichen Kontakte zum regelmässig, aber nicht durch-
wegs wöchentlich besuchten Wochenendort. Diese erscheinen nicht der-
massen aussergewöhnlich, dass sie die natürliche Vermutung umzustossen 
vermöchten, wonach sich der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers als 
unselbständig erwerbstätiger, unverheirateter und über 30-jähriger Steuer-
pflichtiger am Arbeitsort befand, an dem er sich seit mehr als fünf Jahren 
ununterbrochen aufhielt (vgl. BGer 2C_178/2011 vom 2.11.2011 E. 3.4). 
Demnach hat die StRK zu Recht erkannt, dass sich das Steuerdomizil des 
Beschwerdeführers am Stichtag – dem 31. Dezember 2018 (vgl. Art. 9 
Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 1 StHG; vgl. auch Art. 165 Abs. 4 StG; Art. 3 
Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 105 Abs. 1 DBG) – am Arbeitsort in der EG Bern 
befand.

3.3 An diesem Ergebnis ändert auch der Verweis des Beschwerdefüh-
rers auf das Urteil des Bundesgerichts 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 nichts, 
in dem ein in wesentlichen Punkten anders gelagerter Sachverhalt zu beur-
teilen war: Während der Steuerpflichtige sich dort regelmässig an drei Wo-
chentagen am Wochenendort aufhielt und an einem dieser Tage jeweils von 
dort zur Arbeit an einem Drittort pendelte, mithin teilweise mehr Nächte am 
Wochenend- als am Wochenaufenthaltsort verbrachte (BGer 2C_87/2019 
vom 17.7.2019 E. 4.1 und 5.1), übernachtete der Beschwerdeführer in der 
Regel von Freitag bis Sonntag und bloss vereinzelt bis Montag im Tessin. 
Die Mehrheit der Nächte verbrachte er demnach in Bern, weshalb sein Ar-
gument nicht verfängt, er habe die gleiche Anzahl Nächte am Wochenend- 
und Wochenaufenthaltsort verbracht (Beschwerde S. 8). Weiter gelang es 

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dem Steuerpflichtigen in jenem Urteil aufzuzeigen, dass er sehr enge Bezie-
hungen zu seinen am Wochenendort oder in der Nähe davon lebenden 
Eltern, Grosseltern und Geschwistern sowie zu seinen sieben Neffen und 
Nichten (davon zwei Patenkinder) pflegte (BGer 2C_87/2019 vom 17.7.2019 
E. 4.1 und 6). Demgegenüber weist der Beschwerdeführer keine besonders 
engen Beziehungen zu seiner Familie nach, die über das gewöhnliche Mass 
hinausgehen und die auf eine ausserordentlich enge Verbundenheit schlies-
sen lassen. Darüber hinaus haben in jenem Fall sämtliche der intensiv und 
zeitaufwendig betriebenen Freizeitaktivitäten des Steuerpflichtigen 
(Schiedsrichter und Schiedsrichterinstruktor im Amateur-Fussball, Kurse des 
Ostschweizer Fussballverbands, Trainings der Schiedsrichter) und dessen 
Vereinsaktivitäten ausschliesslich in der Region des Wochenendorts stattge-
funden (BGer 2C_87/2019 vom 17.7.2019 E. 4.1), während sich das vereins-
mässige Engagement des Beschwerdeführers auf den Inlinehockey-Club 
und insoweit praktisch auf entsprechende Aktivitäten an den Wochenenden 
beschränkte. Zudem übte er diese Vereinstätigkeit nicht ausschliesslich am 
Wochenendort aus; vielmehr verblieb er an sieben Wochenenden aufgrund 
von Auswärtsspielen am Wochenaufenthaltsort in Bern (vgl. vorne E. 3.1, 
3.2.3, 3.2.5). Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 4.3), vermag der Beschwerdeführer aus dem angerufenen Bun-
desgerichtsurteil deshalb nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.

4.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 
(Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.02.2021, Nr. 100.2020.293U, 
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2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Bern
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.