# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba93b979-687c-56e0-807a-bfb24e5d0571
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.11.2014 UV 2013/81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-81_2014-11-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/81

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 28.11.2014

Entscheiddatum: 28.11.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2014
Art. 6 UVG. Verneinung eines überwiegend wahrscheinlichen natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen einem geltend gemachten Zeckenbiss und 
nachfolgend aufgetretenen multiplen Beschwerden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. November 2014, UV 
2013/81).

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungs-

richterin Christiane Gallati Schneider, Gerichtsschreiberin Annina Janett

Entscheid vom 28. November 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rolf Brägger, Hechtackerstrasse 10, Postfach 

246, 9014 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ war bei der B.___ AG, angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert. Am 29. Januar 2009 wurde 

der Suva ein Zeckenbiss vom 15. Juni 2000 als Bagatellunfall angemeldet (Suva-act. 1). 

Der Versicherte gab als Beschwerden wiederkehrende Schmerzen in den Gelenken, 

anhaltende Müdigkeit, Gedächtnisstörungen und Schwindel an (Suva-act. 11).

A.b  Im Rahmen ihrer Abklärungen holte die Suva Berichte des Hausarztes des 

Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, sowie von Dr. 

med. D.___, Spezialarzt für Physikalische Medizin, spez. Rheumaerkrankungen FMH, 

über frühere Untersuchungen im Zusammenhang mit den geltend gemachten 

Beschwerden ein. Im Bericht vom 4. April 2009 führte Dr. C.___ aus, er habe den 

Versicherten bereits im Jahr 2001 wegen Knie- und Ellbogenschmerzen untersucht und 

im Rahmen der Untersuchungen eine Borrelien-Serologie durchgeführt, welche positiv 

gewesen sei. Eine weitere Serologie im Jahr 2004 sei natürlich ebenfalls positiv 

gewesen. Er habe im Jahr 2001 die übliche antibiotische Kur durchgeführt, habe aber 

klinisch nie an eine Borreliose gedacht und nie einen Zeckenbiss festgestellt (Suva-act. 

6). Dr. D.___, bei welchem der Versicherte im Oktober 2004 wegen Knieschmerzen in 

Behandlung gewesen war, hatte die Beschwerden zum damaligen Zeitpunkt am 

ehesten im Rahmen einer Chondropathie der Patella bei Quadriceps oder aber 

aufgrund einer Borreliose im Sinne einer leichten reaktiven Reizung gesehen (vgl. den 

Bericht vom 14. Februar 2005, Suva-act. 7).

A.c  Nachdem Suva-Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeinmedizin und 

Arbeitsmedizin FMH, in der ärztlichen Beurteilung vom 9. Juni 2009 eine Borreliose als 

Beschwerdeursache als nicht wahrscheinlich erachtet hatte (Suva-act. 12), teilte die 

Suva dem Versicherten am 15. Juni 2009 mit, aufgrund der medizinischen Unterlagen 

bestehe kein sicherer oder wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen dem Ereignis 

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vom 15. Juni 2000 und den gemeldeten Beschwerden. Die Suva sei deshalb nicht 

leistungspflichtig (Suva-act. 15).

A.d  Mit Schreiben vom 1. März 2012 gelangte Dr. D.___ an die Suva mit der Bitte um 

nochmalige Beurteilung des Falls. Dabei verwies er auf die Krankengeschichte des 

Versicherten und führte aus, mit grösster Wahrscheinlichkeit sei von der Diagnose 

eines Post-Lyme-Syndroms auszugehen (Suva-act. 18).

A.e  In der Folge holte die Suva weitere Berichte über die seit Mitte 2009 erfolgten 

Untersuchungen des Versicherten ein (Suva-act. 20; vgl. Suva-act. 18, 25 ff.). Nach den 

Unterlagen hatte Dr. med. F.___, Leitender Arzt der Rheumaklinik und Institut für 

Physikalische Medizin, Universitätsspital Zürich (USZ), bei der Untersuchung vom 26. 

September 2011 ein zerviko- und thorakospondylogenes Syndrom beidseits 

diagnostiziert. Die angegebenen Beschwerden seien mechanischer Genese bei 

Bandlaxizität mit segmentalen Dysfunktionen. Hinweise für ein entzündliches-

rheumatisches Geschehen fänden sich nicht (vgl. den Bericht vom 4. Oktober 2011, 

Suva-act. 24). Das Muskelzentrum des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hatte u.a. 

folgende Diagnosen gestellt: Abnorme Fatigue, am ehesten postinfektiöse Fatigue, 

sowie Schmerzen der grossen Gelenke (Schulter, Ellbogen, Knie), 

differentialdiagnostisch persistente Synovitis nach Lyme-Arthritis, 

differentialdiagnostisch sekundäre Periarthropathia humerus scapularis bei zerviko- 

und thorakospondylogenem Syndrom (vgl. den Bericht vom 17. November 2011, Suva-

act. 26). Die Ärzte des Palliativzentrums des Kantonsspitals St. Gallen hatten sodann 

im Bericht vom 26. Januar 2012 festgehalten, beim Versicherten bestünden u.a. ein 

chronisches nozizeptives Schmerzsyndrom sowie eine abnorme Fatigue (Suva-act. 27).

A.f   Am 13. Juni 2012 erstattete die Klinik für Innere Medizin des USZ im Auftrag der 

PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, ein Gutachten über die 

am 23. Mai 2012 durchgeführte internistische Untersuchung sowie das in der Klinik für 

Infektiologie durchgeführte infektiologische Konsilium vom 1. Juni 2012. Es wurde 

festgehalten, die Untersuchungen und die Anamnese im rein internistischen Fachgebiet 

hätten keine Hinweise auf eine somatische Ursache der verminderten 

Leistungsfähigkeit ergeben. Im Weiteren sei die Falldefinition einer Borreliose aufgrund 

der Anamnese und der zur Verfügung stehenden Akten nicht gegeben. Die Persistenz 

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von positiven Borrelien-Serologien sei bekannt und habe keinen Krankheitswert. Die 

Gelenksbeschwerden seien, wie von Dr. F.___ ausgeführt, als mechanisch bedingt zu 

interpretieren (IV-Fremdakten act. 80; vgl. auch den Bericht vom 28. Juni 2012, act. 

117-9 ff.).

A.g  Mit ärztlicher Beurteilung vom 14. Juni 2012 verwies Suva-Arzt Dr. E.___ auf die 

Guideline der Schweizer Gesellschaft für Infektiologie, wonach der erste Punkt der 

Falldefintion die Evidenz für eine frühere Lyme-Borreliose sei. Eine solche sei in 

vorliegenden Fall nicht evident. Es sei sowohl aufgrund der Untersuchungen des 

Kantonsspitals St. Gallen als auch aufgrund der Untersuchungen des USZ nicht 

wahrscheinlich, dass eine Borreliose die Ursache der Beschwerden des Versicherten 

sei (Suva-act. 37).

A.h  Am 22. August 2012 wurde der Versicherte im Auftrag des IV-internen Regionalen 

Ärztlichen Diensts (RAD) von der Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) Basel 

internistisch, rheumatologisch, neurologisch und psychiatrisch untersucht. Im 

Gutachten vom 2. Januar 2013 wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit genannt: Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit 

Verdacht auf somatische Mitbeteiligung im Sinne eines möglichen Post-Borrelien-

Syndroms sowie neurasthenische Symptomatik (ICD-10 F48.0). Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. Müdigkeit und Leistungsintoleranz unklarer Genese, 

Infektion mit Borrelia Burgdorferi, unklar, ob Lyme-Borreliose, ED 06/2000 mit 

dreiwöchiger Doxycyclin-Therapie, aktuell zweimonatige Doxycyclin-Therapie, 

intermittierend unspezifisches zervikales Schmerzsyndrom. Aus internistischer Sicht 

bestehe ein syndromales Leiden, auf körperlicher Ebene seien keine Einschränkungen 

der Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit direkt erkennbar, sodass die Arbeitsfähigkeit 

nicht eingeschränkt sei. Auch aus rheumatologischer und neurologischer Sicht bestehe 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund 

der neurasthenischen Symptomatik und der Schmerzproblematik eine 20%ige 

Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit für jegliche Tätigkeit (IV-

Fremdakten act. 69).

A.i   Mit Verfügung vom 4. Juli 2013 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht ab (Suva-

act. 45). Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt R. Brägger, 

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St. Gallen, am 2. August 2013 Einsprache mit dem Antrag, ihm seien ab dem 

Unfalldatum vom 15. Juni 2000 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. 

Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen zu treffen, insbesondere sei ein 

medizinisches Gutachten bei einem auf Borreliose spezialisierten Facharzt der 

Infektiologie einzuholen. Er liess im Wesentlichen geltend machen, weder die 

Beurteilung von Dr. E.___ vom 14. Juni 2013 (richtig: 2012) noch das Gutachten, 

welches die asim zuhanden der Invalidenversicherung erstattet habe, würden eine 

taugliche Beweisgrundlage bilden. Es sei auf die Beurteilung von Dr. D.___ abzustellen, 

welcher den Versicherten wegen Borreliose als zu 50% arbeitsunfähig bezeichne 

(Suva-act. 49).

A.j   Nach Einholung einer weiteren Beurteilung von Dr. E.___ vom 8. August 2013 

(Suva-act. 52) wies die Suva die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 26. 

September 2013 ab. Zur Begründung führte sie an, es sei ohne Weiteres auf die 

nachvollziehbaren Beurteilungen von Dr. E.___, welche im Übrigen mit der Beurteilung 

von Dr. F.___ des USZ übereinstimmten, abzustellen und es habe klarerweise als 

erstellt zu gelten, dass die geklagten Beschwerden nicht ursächlich auf eine Borreliose 

zurückzuführen seien (Suva-act. 55).

B.    

B.a  Dagegen erhob der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 30. Oktober 2013 

Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Sache 

sei an die Beschwerdegegnerin zur weiteren medizinischen Abklärung zurückzuweisen, 

insbesondere sei ein medizinisches Gutachten bei einem auf Borreliose spezialisierten 

Facharzt einzuholen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte er im Wesentlichen das bereits in der 

Einsprache Vorgebrachte an. Darüber hinaus reichte er weitere Berichte der Dres. 

C.___ und D.___ vom 11. bzw. 22. Oktober 2013 (act. G 1.5, 1.6) ein. Auch legte er eine 

Stellungnahme von Dr. med. G.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 24. Oktober 

2013 ins Recht, in welcher dieser eine ausführliche medizinische Begutachtung als 

notwendig erachtete (act. G 1.7). Schliesslich machte der Rechtsvertreter geltend, die 

Beschwerdegegnerin habe das rechtliche Gehör verletzt, da die Stellungnahme Dr. 

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E.___s vom 8. August 2013 dem Beschwerdeführer bis zum Einspracheentscheid 

vorenthalten worden sei (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Sie machte im Wesentlichen geltend, aus den 

eingereichten Berichten könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten 

ableiten. Es bestehe kein überwiegend wahrscheinlicher Nachweis einer früher 

durchgemachten Borreliose-Infektion; ein kausaler Zusammenhang zwischen einer 

früheren Lyme-Borreliose und den heutigen Beschwerden sei beweismässig 

ausgeschlossen. Sowohl das von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene asim-

Gutachten vom 2. Januar 2013 als auch das USZ-Gutachten vom 13. Juni 2012 

bestätigten, dass die Falldefinition einer Borreliose nicht gegeben sei. An den 

Ausführungen von Dr. E.___ werde vollumfänglich festgehalten. Dies gelte umso mehr, 

als die Ausführungen in Einklang mit den Gutachten stünden (act. G 5).

B.c  Mit Replik vom 9. Mai 2014 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

seinen Anträgen fest. Er bestätigte im Wesentlichen seine in der Beschwerde 

vorgebrachten Standpunkte (act. G 13).

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 15).

Erwägungen:

1.     

In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer eine Gehörsverletzung rügen, da ihm 

die im Einspracheverfahren eingeholte Beurteilung von Suva-Arzt Dr. E.___ vom 

8. August 2013 (Suva-act. 52) vor Erlass des Einspracheentscheids nicht zur 

Kenntnisnahme gebracht worden sei.

1.1   Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) haben die Parteien 

Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. auch Art. 42 Satz 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Das rechtliche 

Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein 

persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, der in 

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die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich 

vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, 

erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen 

Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 

entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn 

dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 370 f. E. 3.1, mit 

Hinweisen).

1.2   Wie das Versicherungsgericht bereits in früheren Entscheiden (vgl. diesbezüglich 

das Urteil vom 6. April 2011, IV 2009/280, bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 

vom 5. August 2011, 9C_436/2011) befand, verschafft das rechtliche Gehör einen 

Anspruch darauf, sich zu den tatsächlichen Fragen äussern zu können. Die 

Sachverhalts- bzw. Beweiswürdigung gehört indes nicht zur Sachverhaltsermittlung, 

sondern zur Rechtsanwendung. Wie der Beweiswert eines medizinischen Aktenstücks 

einzuschätzen ist, stellt demnach eine Frage rechtlicher Natur dar. Dient die 

Stellungnahme des versicherungsmedizinischen Dienstes nur dazu, dem mit der 

Sachverhaltswürdigung betrauten Sachbearbeiter zu helfen, indem diesem 

medizinisches Fachwissen zur Verfügung gestellt wird, findet keine Ergänzung des 

Sachverhalts statt. Eine solche erfolgt lediglich dann, wenn die Stellungnahme des 

versicherungsmedizinischen Dienstes eine neue medizinische Erkenntnis, die weder 

den bisherigen Akten noch allfälligen von der versicherten Person eingereichten neuen 

Arztzeugnissen entnommen werden kann, enthält. In diesem Fall besteht ein Anspruch 

auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs. Hingegen lässt die reine Mitwirkung bei der 

Würdigung der medizinischen Beweismittel keinen Anspruch auf rechtliches Gehör 

entstehen (vgl. E. 1.1 des genannten kantonalen Entscheids).

1.3   Aus der ärztlichen Beurteilung von Dr. E.___ vom 8. August 2013 (Suva-act. 52) 

ergeben sich keine neuen medizinischen Erkenntnisse. Vielmehr nahm Dr. E.___ 

lediglich zum Vorbringen des Rechtsvertreters, die ärztliche Beurteilung vom 14. Juni 

2012 enthalte keine Überlegungen hinsichtlich der Doyxcyclin-Empfehlung bzw.-

Behandlung, Stellung. Da entsprechend keine Sachverhaltsergänzung stattfand, ist 

eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu verneinen. Der Vollständigkeit halber ist 

darauf hinzuweisen, dass selbst bei einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung (im Sinne einer Heilung des 

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Mangels) abgesehen werden kann, wenn und soweit die Rückweisung zu einem 

formalistischen Leerlauf und damit zu einer unnötigen Verzögerung führen würde (vgl. 

BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2). Vorliegend wäre eine Gehörsverletzung somit als geheilt zu 

erachten, zumal der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in Beschwerde und Replik 

deutlich zum Ausdruck bringt, dass er einen materiellen Entscheid des Gerichts 

erwartet und keine Rückweisung beantragt.

2.     

In materieller Hinsicht streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Leistungspflicht zu Recht verneint hat.

2.1   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

26. September 2013 die rechtlichen Voraussetzungen der Leistungspflicht des 

Unfallversicherers, insbesondere jene des natürlichen Kausalzusammenhangs 

zwischen Unfallereignis und gesundheitlicher Schädigung, zutreffend dar (Suva-act. 56, 

Erwägung 2; BGE 129 V 181 f. E. 3.1). Darauf kann verwiesen werden. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines 

Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während die Beurteilung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs aufgrund der Feststellungen bei den 

medizinischen Untersuchungen erfolgt und Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, 

obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu 

beantworten (BGE 123 III 111 E. 2).

2.2   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

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Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der zu 

erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines natürlichen Kausalzusammenhangs handelt 

es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt 

insofern bei der versicherten Person, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

ihren Lasten ausfällt. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn die 

Verwaltung und – im Beschwerdefall – das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz 

rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen 

des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 328 E. 3b).

3.     

3.1   Die Parteien streiten darüber, ob zwischen den im Jahr 2009 gemeldeten 

Beschwerden und dem geltend gemachten Zeckenbiss im Jahr 2000 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneinte diese Frage 

gestützt auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. E.___ (Suva-act. 12, 37, 52) 

sowie auf die vorliegenden medizinischen Akten, insbesondere auf die Gutachten des 

USZ vom 13. Juni 2012 und des asim vom 2. Januar 2013 (IV-Fremdakten act. 69, 80; 

act. G 5). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers stellte sich seinerseits auf den 

Standpunkt, es sei dazu ein unabhängiges Gutachten einzuholen (act. G 1).

3.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

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weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern deren Inhalt 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

3.3   Eine Borrelien-Infektion kann durch verschiedene Spezies von Borrelia burgdorferi 

verursacht werden. Nicht jede Spezies führt zwingend zu Komplikationen. Die 

sogenannte Lyme-Borreliose wird durch die Borrelia burgdorferi sensu lato verursacht, 

welche durch den gemeinen Holzbock (Zeckenart) übertragen wird (vgl. dazu Werner 

Zimmerli, Infektiologie: Therapie der Lyme-Borreliose: Fakten ersetzen Mythen in: SMF 

2004 Nr. 1/2, 16; Pschyrembel, 262. Aufl., S. 1227 f.). Das Krankheitsbild umfasst 

verschiedene Symptome, wie Verschlechterung des Allgemeinzustands mit 

Erschöpfungsgefühl, geistige Leistungsverminderung, rheumatologische 

Manifestationen wie multiple rezidivierende wechselnde Muskel- und Gelenkschmerzen 

sowie Beeinträchtigungen der Psyche, im Besonderen depressive Verstimmungen (vgl. 

N. Satz, Klinik der Lyme-Borreliose, 2. Aufl. Bern 2002, S. 95 ff. und 190 ff; vgl. auch 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. März 2005, U 282/04, 

E. 2.2). Gemäss den medizinischen Akten sowie der medizinischen Literatur gibt es 

sodann verschiedene Formen und Stadien der Lyme-Borreliose (u.a. Neuroborreliose, 

Lyme-Arthritis, Post-Lyme-Syndrom; aktiv bzw. florid [= Stadium II] und chronisch [= 

Stadium III] (vgl. Schweizerische Ärztezeitung, 2005; 86: Nr. 43; Pschyrembel, a.a.O., S. 

1227 f., siehe auch das Urteil UV 2012/61 des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 15. April 2013, E. 2).

3.4   Die Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie hat für die Abklärung und 

Therapie der Lyme-Borreliose von Kindern und Erwachsenen eine Guideline erlassen, 

die in der Beurteilung möglicher Folgen von Zeckenbissen verbreitet Beachtung findet. 

Die darin enthaltenen Empfehlungen beruhen auf publizierten Studien, Richtlinien 

anderer Gremien und Expertenmeinungen von Infektiologen und Mikrobiologen. 

Einsehbar ist die Guideline unter http://www.sginf.ch/ssi/guidelines/guidelines-of-the-

ssi (Website besucht am 28. November 2014; auch publiziert in Schweizerischen 

Ärztezeitung 2005; 86, Nr. 41-43).

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3.5   Im vorliegend zu beurteilenden Fall zog der die Beschwerdegegnerin beratende 

Dr. E.___ für seine Beurteilung die erwähnte Guideline bei. Er verwies in seinen 

Beurteilungen insbesondere auf die Untersuchungen des USZ und legte darüber hinaus 

dar, das Laborresultat vom August 2004 mit positiver Borrelien-Serologie für IgG zeige 

lediglich, dass es früher einmal zu einem Erregerkontakt gekommen sei. Solch ein 

positives Resultat finde sich in der Allgemeinbevölkerung relativ häufig, ohne dass die 

Betroffenen an borreliose-bedingten Beschwerden leiden würden. Es sei auf die 

Guideline der Schweizer Gesellschaft für Infektiologie zu verweisen, gemäss welcher 

erster Punkt der Falldefinition die Evidenz für eine frühere Lyme-Borreliose sei. Eine 

solche Lyme-Borreliose sei im vorliegenden Fall nicht evident. Entgegen der 

Argumentation des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers lasse sich ein günstiger 

Einfluss einer zweimonatigen Doxycyclin-Gabe labormässig nicht nachweisen. 

Serologische Untersuchungen eigneten sich nicht zur Verlaufs- oder Therapiekontrolle. 

Auch komme es nicht selten vor, dass sich Beschwerden des Bewegungsapparates 

unter Doxycyclin-Therapie bessern würden. Aus einem Ansprechen der Beschwerden 

auf Doxycyclin könne nicht auf eine Borreliose als Beschwerdeursache geschlossen 

werden (vgl. Suva-act. 12, 37, 52).

3.6   Die Ärzte der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des USZ führten 

im Bericht vom 28. Juni 2012 aus, sowohl die Dauer der Erkrankung als auch die Klinik 

sprächen aktuell gegen eine akute Infektion mit Borrelia burgdorferi. Der 

Antikörperverlauf über die Jahre spreche auch gegen ein durch ein Antigen getriggertes 

Geschehen. Zur Komplettierung seien erneut der Borrelien IgG und IgM bestimmt 

worden. Dabei habe der sich über die Jahre deutlich abzeichnende Trend eines 

fallenden Borrelien-Titers bestätigt werden können. In Zusammenschau sei jedoch ein 

post-borrelien Infektionssyndrom weder auszuschliessen noch zu beweisen. Insgesamt 

sei vor allem der klinische Verlauf mit der Gesamtsituation des Patienten eher 

untypisch für eine lavierte Depression oder ein Chronic Fatigue-Syndrom. Letztendlich 

sei es einfach nicht beweisbar, ob die Symptome mit einer durchgemachten Borreliose 

zu tun hätten oder nicht (IV-Fremdakten act. 117-10). Die Ärzte der Klinik für Innere 

Medizin des USZ hielten im Gutachten vom 13. Juni 2012 zusammenfassend fest, die 

Persistenz von positiven Borrelien-Serologien sei bekannt und habe keinen 

Krankheitswert. Die Antibiotikatherapie im Jahre 2000 sei wegen einer damals erstmals 

beschriebenen, positiven Borrelien-Serologie durchgeführt worden. 

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Echtzeitinformationen bezüglich einer im Jahr 2000 bestehenden Arthritis lägen nicht 

vor. Auch in den späteren Dokumenten seien keine klinisch erfassten 

Gelenksschwellungen oder durchgeführten Gelenkspunktionen beschrieben. Die 

Falldefinition einer Borreliose sei aufgrund der Anamnese und der zur Verfügung 

stehenden Akten nicht gegeben. Zu den wichtigsten Differentialdiagnosen bei Status 

nach Lyme-Borreliose gehörten eine Reinfektion (welche nicht vorliege), unerwünschte 

Wirkungen von Medikamenten (der Beschwerdeführer nehme einzig Dafalgan 

regelmässig zu sich), ein Post-Lyme-Syndrom (für dieses seien zwingend acht Kriterien 

zu erfüllen), ein Fibromyalgie-Syndrom, andere Zecken-assoziierte Infektionen, andere 

internistische, rheumatologische oder neurologische Erkrankungen, eine psychosoziale 

Belastungssituation, ein psychiatrisches Leiden, eine Lyme-Angst oder ein Chronic-

Fatigue-Syndrom. Der Beschwerdeführer weise weder Kurzzeitgedächtnisstörungen 

noch Konzentrationsstörungen auf, habe keine Halsschmerzen und es fänden sich 

zervikal oder axillär keine schmerzhaften Lymphknoten. Er klage auch nicht über 

Kopfschmerzen und empfinde den Schlaf als erholsam. Die Gelenksbeschwerden 

seien, wie von Dr. F.___ ausgeführt (vgl. Suva-act. 24), als mechanisch bedingt zu 

interpretieren (IV-Fremdakten act. 80-6 f.).

3.7   In Übereinstimmung mit der Klinik für Innere Medizin des USZ wurde im asim-

Gutachten vom 2. Januar 2013 festgehalten, die Falldefinition einer Borreliose-

assoziierten Erkrankung könne aufgrund der Anamnese und der zur Verfügung 

stehenden Akten nicht anerkannt werden. Ein Post-Lyme-Syndrom mit einem 

Beschwerdebeginn unmittelbar oder bis zu sechs Monate nach akuter Lyme-Borreliose 

sei ebenfalls nicht dokumentiert worden. Somit handle es sich um unspezifische 

Müdigkeitssymptome sowie Arthralgien, teilweise auch Myalgien und Enthesiopathien 

ohne Zeichen einer stattgehabten entzündlichen oder aktuellen (post-)infektiösen 

Genese. Es bestehe ein syndromales Leiden mit fehlenden objektivierbaren 

pathologischen Veränderungen (IV-Fremdakten act. 69-12 f.).

3.8   Zusammenfassend ist aufgrund der übereinstimmenden medizinischen Aktenlage 

eine Borreliose als kausale Ursache der vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden als nicht überwiegend wahrscheinlich zu erachten. Entgegen der 

Argumentation des Rechtsvertreters beinhalten auch die beschwerdeweise 

eingereichten Berichte der behandelnden Ärzte Dr. D.___ und Dr. C.___ (act. G 1.5 f.) 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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keine Gesichtspunkte, welche Anlass dazu geben könnten, an der Schlüssigkeit der 

übereinstimmenden Äusserungen der medizinischen Gutachter und Fachärzte zu 

zweifeln. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Dr. D.___ die 

Antibiotikabehandlung als zentrales Diagnoseelement zu sehen scheint, die Eignung 

einer solchen Behandlung für die Diagnostik von Dr. E.___ unter Hinweis auf die 

Guideline sowie die Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen 

Diagnostik (MIQ) jedoch verworfen worden ist (UV-act. 52). Dies ist mit Blick in die 

Guideline nachvollziehbar (vgl. die entsprechenden Ausführungen zur Serologie in Kap. 

5.2). Was die vom Muskelzentrum des KSSG, PD Dr. med. H.___ und Dr. med. I.___, im 

Bericht vom 17. November 2011 (UV-act. 26) aufgeführte Lyme-Arthritis betrifft, so ist 

festzuhalten, dass sich aus dem Bericht nicht schlüssig ergibt, ob sich die 

Bezeichnung als Differentialdiagnose lediglich auf die Synovitis oder auch auf eine 

Lyme-Arthritis ("DD: persistente Synovitis nach Lyme-Arthritis") bezieht. Darüber hinaus 

kann sich die Frage des Vorliegens einer Lyme-Arthritis als spezifische Form/späteres 

Stadium überhaupt erst stellen, wenn eine Lyme-Borreliose bejaht werden konnte (vgl. 

zu den verschiedenen Stadien der Lyme-Borreliose Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, Stichwort Lyme-Borreliose).

3.9   Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus dem Umstand, dass Dr. G.___ 

in seinem Schreiben vom 24. Oktober 2013 (vgl. act. G 1.7) eine Untersuchung durch 

einen mit Zeckenerkrankungen erfahrenen Gutachter als notwendig erachtete, nichts 

zu seinen Gunsten ableiten, zumal eine solche umfassende Abklärung bereits durch die 

Kliniken für Infektionskrankheiten und Innere Medizin des USZ erfolgte. Ob Dr. G.___ 

diese Expertenmeinungen vorlagen, ist nicht ersichtlich. Er nahm dazu jedenfalls nicht 

begründet Stellung. Wie Dr. G.___ in der entsprechenden Fachliteratur jedenfalls selbst 

darlegt, setzt die Diagnose einer Lyme-Borreliose – gleich welchen Stadiums – ein 

entsprechendes klinisches Beschwerdebild und den Ausschluss von 

Differentialdiagnosen voraus (Satz, a.a.O., insb. S. 70). Den Berichten der Kliniken für 

Innere Medizin sowie für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des USZ ist eine 

umfassende Auseinandersetzung mit diesen Punkten zu entnehmen, wobei 

überzeugend dargelegt wird, dass gerade aufgrund der Klinik/Anamnese die 

Falldefinition einer Borreliose als nicht gegeben zu erachten ist. Darüber hinaus ist 

darauf hinzuweisen, dass auch Dr. G.___ lediglich festhielt, die Beschwerden seien 

möglicherweise auf eine frühere akute Lyme-Borreliose zurückzuführen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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3.10Insgesamt vermögen somit weder die Ausführungen der behandelnden Ärzte noch 

das Schreiben von Dr. G.___ einen natürlichen Kausalzusammenhang überwiegend 

wahrscheinlich zu belegen. Auch auf weiteren Abklärungsbedarf lässt sich daraus nicht 

schliessen.

4.     

4.1   Nach dem Gesagten lässt sich eine Borreliose als Ursache der Beschwerden des 

Beschwerdeführers mit Blick auf die im Wesentlichen übereinstimmende medizinische 

Aktenlage nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen. Damit hat der Beschwerdeführer die 

Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und die Beschwerdegegnerin hat ihre 

Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint.

4.2   Da bereits eine Abklärung auf infektiologischem Fachgebiet erfolgt ist und deren 

Ergebnis plausibel ist und nicht zu Zweifeln Anlass gibt, ist nicht zu erwarten, dass 

weitere medizinische Abklärungen wesentliche neue Erkenntnisse aufzuzeigen 

vermöchten, die den erforderlichen Nachweis der natürlichen Kausalität liefern könnten. 

Deshalb kann auf die beantragte Einholung eines externen Gutachtens verzichtet 

werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und 

BGE 124 V 94 E. 4b).

4.3   Da es am rechtsgenüglichen Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs 

fehlt, erübrigt sich eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs.

5.     

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den Einsprache-

entscheid vom 26. September 2013 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben 

(Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2014
	Art. 6 UVG. Verneinung eines überwiegend wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem geltend gemachten Zeckenbiss und nachfolgend aufgetretenen multiplen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. November 2014, UV 2013/81).

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