# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8210e755-a194-5463-a4c0-31c6458cabc4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.09.2009 D-5579/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5579-2009_2009-09-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5579/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 4. September 2009 / N 
_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5579/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  nigerianischer  Staatsangehöriger, 
über  ihm unbekannte Länder  am 31. Juli  2009 unter  Umgehung der 
Grenzkontrollen  in  die  Schweiz  reiste,  wo  er  am  gleichen  Tag  ein 
Asylgesuch stellte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im A._______ vom 18. August 
2009 sowie  der  direkten Bundesanhörung vom 31. August  2009 zur 
Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er 
stamme aus  B._______  in  C._______  State,  gehöre  der  Ethnie  der 
Igbo an und habe seit seiner Geburt bis im Mai 2009 mit seinen Eltern 
und Geschwistern in B._______ gelebt,

dass man dem Vater des Beschwerdeführers in D._______, wohin man 
ihn bestellt  habe,  mitgeteilt  habe,  sein Sohn,  der Beschwerde-führer 
sei  vom  Dorforakel  ausgesucht  worden,  um  diesem  in  Zukunft  zu 
dienen,

dass  der  Vater  des  Beschwerdeführers  am 17.  Mai  2009  an  einem 
Herzinfarkt  gestorben  sei  und  der  Beschwerdeführer  aus  Angst  vor 
dem Orakel nicht zur Beerdigung nach D._______ gegangen sei,

dass  er  gläubiger  Katholik  sei  und  nicht  dem  Orakel  dienen  wolle, 
weshalb er sich zu einem Freund nach Lagos begeben habe,

dass  er  im  Fall  eines  weiteren  Verbleibs  in  Nigeria  wahnsinnig 
geworden wäre und man ihn wegen des Orakels überall im Land hätte 
finden können, weshalb er sich zur Ausreise entschlossen habe,

dass der Beschwerdeführer vor und anlässlich der Befragungen aufge-
fordert  wurde, Identitätspapiere einzureichen, was er indessen unter-
liess,

dass das BFM auf sein Asylgesuch in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  mit 
Verfügung vom 4. September 2009 nicht eintrat und die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer auch nicht die elementarsten Kenntnisse 
über seinen angeblichen Geburts- und Wohnort habe, da er weder die 
Local  Government  Area  noch  die  ungefähre  Distanz  zwischen  dem 
Wohnort  und der  Küste  habe angeben können,  nicht  wisse,  ob sein 
Wohnort über einen Flugplatz verfüge und tatsachenwidrige Angaben 
zu  den  an  seinem  Wohnort  vorherrschenden  Ethnien  zu  Protokoll 
gegeben habe,

dass ferner seine Angabe, er habe nie eine Identitätskarte oder einen 
Reisepass besessen,  unglaubhaft  sei,  weil  sie angesichts des jeder-
zeitigen Nachweises der Identität wenig plausibel erscheine,

dass er zudem angegeben habe, er wisse nicht, ob seine Mutter oder 
sein Onkel einen Brief seinerseits zwecks Beschaffung von Identitäts-
papieren erhalten würden, was indessen als Standardvorbringen vieler 
Asylsuchender, die nicht gewillt  seien,  den Asylbehörden ihre Identi-
täts- und Reisepapiere abzugeben, zu werten sei und ebenfalls nicht 
überzeuge,

dass auch davon auszugehen sei, dem Beschwerdeführer sei bewusst 
gewesen, dass er sich in seinem Gast- oder Asylland rechtsgenüglich 
identifizieren müsse,

dass ferner  nicht  geglaubt  werden könne,  der  Beschwerdeführer  sei 
nicht in der Lage, konkrete Angaben zu seiner Reise in die Schweiz zu 
machen,  zumal  er  über  eine  zwölfjährige  Schulbildung  verfüge  und 
Englisch seine Muttersprache sei,

dass seine Angaben,  er  sei  unterwegs nicht  kontrolliert  worden und 
habe  für  seine  Reise  nichts  bezahlt,  der  allgemeinen  Erfahrung 
widersprächen,  da  die  Kontrollen  in  den  Häfen  streng  seien  und 
Schiffseigner im Fall  einer Entdeckung von papierlosen Mitreisenden 
hart bestraft würden,

dass  er  keine  überzeugenden  Erklärungen  dafür  habe  abgeben 
können,  wie  er  ohne  Identitätspapiere  per  Schiff  von  Nigeria  nach 
Europa gereist sei,

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dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art.  3  und  7  AsylG  nicht  erfülle  und  aufgrund  der  Aktenlage  keine 
zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungshindernisses erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer ausdrücklich erklärt  habe, weder mit den 
Dorfbewohnern von D._______ noch mit anderen privaten Drittperso-
nen oder mit den Behörden jemals irgendwelche Probleme gehabt zu 
haben,

dass  er  ausschliesslich  die  Furcht  vor  der  Verfolgung  durch  das 
Dorforakel von D._______ geltend mache, da er befürchte, er  werde 
wahnsinnig, wenn er in Nigeria bleibe ohne sich dem Orakel zur Verfü-
gung zu stellen, weil dieses ihn überall verfolgen könne,

dass  das  schweizerische  Asylgesetz  keinen  Schutz  vor  Orakeln, 
Geistern oder Wahnvorstellungen vorsehe,

dass die – im Übrigen realitätsfremden und deshalb unglaubhaften – 
Vorbringen  des Beschwerdeführers  somit  asylrechtlich  nicht  relevant 
seien,

dass  darüber  hinaus die  Angabe des Beschwerdeführers,  er  glaube 
nicht an das Orakel, nicht vereinbart werden könne mit seiner Furcht 
vor dem Orakel,

dass zudem die Aussage des Beschwerdeführers, das Orakel könne 
ihn  überall  in  Nigeria  aufspüren,  realitätsfremd sei  und  nicht  gehört 
werden könne,

dass das BFM ausserdem den Vollzug der Wegweisung als zulässig, 
zumutbar und möglich erachtetet,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  3.  September  2009 
(Datum Poststempel:  6.  September  2009)  gegen  den  Entscheid  des 
BFM  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei 
sinngemäss beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, 
auf  das  Asylgesuch  sei  einzutreten,  und  er  sei  infolge  eines 
unzulässigen,  unzumutbaren  und  unmöglichen  Wegweisungsvollzugs 
vorläufig aufzunehmen,

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dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  7.  September  2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des 
BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass vorliegend von sinngemäss gestellten Anträgen auszugehen ist 
und  die  in  der  Eingabe  vom  3.  September  2009  enthaltene  Be-
gründung als ausreichend zu betrachten ist, da es sich um eine Laien-
beschwerde handelt,  welche vom Bundesverwaltungsgericht hinsicht-
lich der formellen Erfordernisse praxisgemäss wenig restriktiv zu be-
handeln sind,

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die  Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 
f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

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dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts-  oder  Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass er dazu geltend machte, er besitze nur eine Geburtsurkunde und 
Schuldokumente, die er indessen nicht besorgen könne, weil er keinen 
Kontakt  zu  Personen  in  seinem Heimatland  herstellen  könne,  da  er 
sein Mobiltelefon auf dem Schiff  verloren habe und die Briefpost die 
Empfänger in Nigeria nicht erreichen würde,

dass  diese  Angaben  des  Beschwerdeführers  –  wie  die  Vorinstanz 
zutreffend ausführte – nicht zu überzeugen vermögen,

dass  diesbezüglich  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  in  der  ange-
fochtenen Verfügung verwiesen wird, um unnötige Wiederholungen zu 
vermeiden,

dass  darüber  hinaus  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  über  die 
Umstände  der  Reise  in  die  Schweiz  substanzlos  und  realitätsfremd 
ausgefallen  sind,  wie  die  Vorinstanz  ebenfalls  zutreffend  festgestellt 
hat,

dass ihm – ungeachtet seiner Behauptung, keine Identitätspapiere zu 
besitzen – insbesondere nicht geglaubt werden kann, er sei ohne ein 
solches Papier von Nigeria in die Schweiz gereist und keiner (Grenz)-
Kontrolle  unterzogen worden, weil  dies mit  der Realität  nicht zu ver-
einbaren ist,

dass  zudem seine  Aussagen,  er  habe  für  die  Reise  nichts  bezahlt, 
nicht zu überzeugen vermögen, weil auch dies wirklichkeitsfremd ist,

dass der Einwand in der Beschwerde, in seinem Herkunftsland würde 
man  keine  Ausweise  tragen,  an  der  fehlenden  Realität  seiner  Aus-
sagen nichts zu ändern vermag,

dass  vielmehr  seine  substanzlosen  Aussagen  über  die  Reise  in  die 
Schweiz – die fehlenden Angaben über die Örtlichkeiten, über welche 
er  gereist  sei  und über  die Schifffahrtgesellschaft(en),  die ihn trans-
portiert haben sollen sowie über die Aufenthaltsdauer in Lagos und an 
andern Orten – die Unglaubhaftigkeit über die Gründe, warum er keine 
rechtsgenüglichen Identitäts- und Reisepapiere abgegeben habe, noch 
bestätigen, 

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dass somit  der Argumentation der Vorinstanz hinsichtlich der fehlen-
den  Abgabe  von  Identitätspapieren  zuzustimmen  ist,  weshalb  die 
Vorinstanz  zu  Recht  zum  Schluss  kam,  es  würden  keine  ent-
schuldbaren Gründe vorliegen,  die es dem Beschwerdeführer verun-
möglicht  hätten,  den Behörden innerhalb  von 48 Stunden nach Ein-
reichung  des  Asylgesuchs  Dokumente  über  seine  Identität  einzu-
reichen,

dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer 
andern Einschätzung zu führen vermag,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  bezweifelte  sowie  als  nicht  asylerheblich  qualifizierte  und 
infolgedessen vom Fehlen der Flüchtlingseigenschaft ausging,

dass – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,

dass  sich  –  in  Ergänzung  zur  vorinstanzlichen  Argumentation  –  die 
Substanzlosigkeit der Vorbringen auch in diesem Zusammenhang wie 
ein roter Faden durch die Protokolle zieht, weshalb die Aussagen des 
Beschwerdeführers  auch  aus  diesem  Grund  nicht  geglaubt  werden 
können,

dass somit die Vorbringen des Beschwerdeführers auch unter diesem 
Gesichtspunkt jeglicher Grundlage entbehren und haltlos sind,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche  Abklärungen  ge-
troffen,

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dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde, 

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden  vorins-
tanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass zu prüfen bleibt,  ob es Gründe gibt,  die dem Vollzug der Weg-
weisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen,  unzumut-
baren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis des Be-
schwerdeführers  nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 
142.20)  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist  (Art.  44  Abs.  2 
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl.  Art.  83  Abs.  3  AuG),  da  seine  Ausführungen  als  haltlos  zu 
qualifizieren sind,

dass  zudem weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch  indivi-
duelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs  des 
Beschwerdeführers sprechen,

dass der – gestützt auf die Aktenlage gesunde, junge und ungebunde-
ne – Beschwerdeführer darlegte, er habe vor der Ausreise während 12 
Jahren  die  Schule  besucht  und  die  Absicht  gehabt,  sich  für  ein 

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Studium  einzuschreiben,  womit  er  sich  gute  Grundlagen  für  eine 
spätere Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, geschaffen 
hat,

dass zwar gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers sein Vater 
gestorben  sei,  indessen  seine  Mutter,  Geschwister  und  weitere 
Verwandte in seinem Heimatland leben, womit er bei seiner Rückkehr 
über ein Beziehungsnetz verfügt,

dass  insgesamt nicht  davon auszugehen ist,  er  gerate  im Fall  einer 
Rückkehr in sein Heimatland in eine existenzgefährdende Situation,

dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria auch als zumut-
bar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung (...) (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref. Nr. N (...), mit der Bitte 
um  Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um 
Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht) 

- (zuständige kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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