# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c6ebcb3-e656-5b11-8c8b-cd8370e843a3
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-01
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 01.09.2017 OG.2016.00015 (OGZ.2018.101)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2016-00015_2017-09-01.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Beschluss
  und Urteil vom 1. September 2017

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2016.00015

  
	
   

  
	
   

  
	
  1. A.______

  
	
   

  
	
  2. B.______

  
	
  Berufungsklägerin

  
	
  und Beklagte

  
	
   

  
	
  beide
  vertreten durch G.______

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
  C.______

  
	
  Berufungsbeklagte

  
	
  und
  Klägerin

  
	
   

  
	
  vertreten
  durch H.______

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
  Forderung
  (Zuständigkeit)

  
	
   

  
	
  Anträge der
  Berufungsklägerin und Beklagten (gemäss Eingabe vom
  3. Mai 2016 [act. 53 S. 3]):

  
	
  	
    „1.

    	
    Es seien die Ziffern 1 und 3
    bis 6 der Verfügung des Kantonsgerichts Glarus vom 24. März 2016
    (Verfahren ZG.2014.00773) aufzuheben.

    
	
    2.

    	
    Auf die Klage der Klägerin und
    Berufungsbeklagten vom 12. September 2014 sei nicht einzutreten.

    
	
    3.

    	
    Unter Kosten- und
    Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens (Verfahren
    ZG.2014.00773) und des Rechtsmittelverfahrens zu Lasten der Klägerin und
    Berufungsbeklagten.“

    

  

  
	
  Anträge der
  Berufungsbeklagten und Klägerin (gemäss Eingabe vom 16. Juni 2016
  [act. 64 S. 2]):

  
	
  	
    „1.

    	
    Die Berufung der Berufungsklägerin
    sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und der Zwischenentscheid
    des Kantonsgerichtspräsidenten vom 24. März 2016 (Verfahren
    ZG.2014.00773) sei zu bestätigen.

    
	
    2.

    	
    Auf die Klage der Klägerin und
    Berufungsbeklagten vom 12. September 2014 sei einzutreten.

    
	
    3.

    	
    Eventualiter zum
    Eintretensantrag gem. oben Rechtsbegehren Ziff. 2 sei (3.1) das
    Verfahren zu beschränken, so dass dieses hinsichtlich der Beklagten 1
    ([…], Berufungsklägerin 1) ohne die Rechtsgrundlage „kumulative
    Schuldübernahme nach schweizerischem Recht“ weitergeführt wird und die
    Zuständigkeit bejaht wird; subeventualiter sei (3.2) das Verfahren
    hinsichtlich der Beklagten 1 (Berufungsklägerin 1) und der
    Beklagten 2 (Berufungsklägerin 2) zu trennen, und hinsichtlich
    der Beklagten 2 (Berufungsklägerin 2) die Zuständigkeit zu
    bejahen; hinsichtlich der Beklagten 1 (Berufungsklägerin 1) sei
    das Verfahren zu sistieren und die Klägerin zur Einleitung eines
    Schiedsverfahrens gem. Art. 12 Abs. 2 des Vertrags (KB 6)
    anzuhalten, unter Androhung des Nichteintretens im Fall, dass die Klägerin
    (Berufungsbeklagte) das Schiedsverfahren nicht innert einer vom Gericht zu
    bestimmenden Frist einleitet; sub-subeventualiter (3.3) sei das
    Verfahren zu sistieren und die Klägerin (Berufungsbeklagte) zur Einleitung
    eines Schiedsverfahrens gem. Art. 12 Abs. 2 des Vertrags
    (KB 6) anzuhalten, unter Androhung des Nichteintretens im Fall, dass
    die Klägerin (Berufungsbeklagte) das Schiedsverfahren nicht innert einer
    vom Gericht zu bestimmenden Frist einleitet. 

    alles unter Kosten- und
    Entschädigungsfolge zzgl. MWST von 8 % zu Lasten der
    Berufungsklägerinnen unter solidarischer Haftung.“

    

  

  
	
  Das Gericht   zieht in Betracht:

  
	
   

  
	
  I.

  (Prozessverlauf)

  
	
   

  
	
  	
    1. a)

    	
    Die C.______ ist eine
    Gesellschaft mit Sitz in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (act. 6).
    Laut eigenen Angaben erbringt sie Sicherheitsdienstleistungen zugunsten
    international tätiger Vertragspartner in Krisengebieten (act. 2
    Rz. 6).

    
	
    b)

    	
    Die A.______ GmbH mit Sitz in
    Glarus bezweckt im Wesentlichen die Erbringung von Dienstleistungen im In-
    und Ausland in den Bereichen Abfallentsorgung, Reinigung, Unterhalt und
    Gebäudemanagement sowie die Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen
    bezüglich Umschlag/Handel von Esswaren, Flug (Transport), Errichtung von
    Bauten, Brennstoff-Versorgung, Transport und damit verbundene Leistungen
    (act. 7).

    
	
    c)

    	
    Ebenfalls in Glarus domiziliert
    ist die B.______ GmbH. Ihr Gesellschaftszweck beinhaltet die Erbringung von
    Dienstleistungen im internationalen Lebensmittelhandel sowie ebenfalls die
    Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen bezüglich Umschlag/Handel
    von Esswaren, Flug (Transport), Errichtung von Bauten,
    Brennstoff-Versorgung, Transport und damit verbundene Leistungen
    (act. 8).

    
	
    2.

    	
    Am 18. März 2014 leitete
    die C.______ beim Vermittleramt [...] ein Schlichtungsverfahren gegen die
    A.______ GmbH und die B.______ GmbH ein, das Forderungen aus einem
    Dienstleistungsvertrag zum Gegenstand hat (act. 1). Die Parteien
    konnten sich an der Schlichtungsverhandlung vom 7. Mai 2014 nicht einigen
    (act. 1 S. 2).

    
	
    3. a)

    	
    Daraufhin reichte die C.______
    (nachfolgend: „Klägerin“) am 12. September 2014 beim Kantonsgericht
    fristgerecht (act. 9/1-2 i.V.m. act. 2 S. 1) und unter
    Beilage der Klagebewilligung des Vermittleramts [...]vom 9. Mai 2014
    (act. 1) eine Teilklage gegen die A.______ GmbH (nachfolgend:
    „Beklagte 1“) und die B.______ GmbH (nachfolgend: „Beklagte 2“)
    je im Betrag von mehreren hunderttausend USD (teilweise unter solidarischer
    Haftung) ein (vgl. zum Rechtsbegehren im Detail: act. 2 S. 1
    sowie act. 49 E. IV.3.3. f.).

    
	
    b)

    	
    Nachdem die Klägerin einen
    Kostenvorschuss für die Gerichtskosten von CHF 40‘000.– und eine
    Sicherheit für die Parteientschädigung der Beklagten von CHF 60'000.–
    leistete (act. 11 f.; act. 20-26) setzte das Kantonsgericht
    den Beklagten Frist zur schriftlichen Klageantwort an (act. 27). Innert
    mehrmals erstreckter Frist beantragten die Beklagten hierauf mit beschränkter
    Klageantwort vom 24. Juni 2015, dass auf die Klage mangels
    Zuständigkeit des Kantonsgerichts und zufolge anderweitiger Rechtshängigkeit
    nicht einzutreten sei. Sodann ersuchten sie für den Fall, dass das
    Kantonsgericht auf die Klage eintreten sollte, um Sistierung des Verfahrens
    bis zum Vorliegen rechtskräftiger Entscheide in zwei Schiedsverfahren
    (act. 31). Die Klägerin nahm zu dieser beschränkten Klageantwort mit
    Eingabe vom 16. Dezember 2015 Stellung (act. 42) und das Kantonsgericht
    stellte deren Doppel samt Beilagen am 24. Februar 2016 den Beklagten
    zu (act. 47 f.).

    
	
    c)

    	
    Schliesslich entschied der
    Kantonsgerichtspräsident mit Verfügung vom 24. März 2016, dass das
    Kantonsgericht Glarus auf die Klage eintritt (act. 49
    Dispositiv-Ziff. 1). Zudem wies er den Sistierungsantrag der Beklagten
    ab (act. 49 Dispositiv-Ziff. 2). Die Gerichtskosten für diesen Entscheid
    setzte er auf CHF 8‘000.– fest und auferlegte diese den Beklagten
    unter solidarischer Haftung (act. 49 Dispositiv-Ziff. 4 f.).
    Schliesslich verpflichtete er die Beklagten, der Klägerin unter
    solidarischer Haftung eine Parteientschädigung von insgesamt
    CHF 12‘000.– zu bezahlen (act. 49 Dispositiv-Ziff. 6).

    
	
    4.

    	
    Gegen diesen Entscheid erhoben
    die Beklagten am 3. Mai 2016 rechtzeitig (act. 50 i.V.m.
    act. 53 S. 1) Berufung und stellten die einleitend wiedergegebenen
    Anträge (act. 53). Die Berufungsantwort der Klägerin mit den ebenfalls
    eingangs aufgeführten Anträgen datiert vom 16. Juni 2016
    (act. 64). Sie wurde den Beklagten mit Schreiben des Obergerichts vom
    17. Juni 2016 zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 65 f.).

    

  

  
	
   

  
	
  II.

  (Rechtsmittelvoraussetzungen)

  
	
   

  
	
  Bei der angefochtenen Verfügung
  des Kantonsgerichtspräsidenten vom 24. März 2016 (act. 49) handelt
  es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 237 Abs. 1
  ZPO. Gemäss Art. 237 Abs. 2 ZPO sind solche Zwischenentscheide
  selbstständig anzufechten. Da der Streitwert CHF 10‘000.– übersteigt
  (vgl. z.B. act. 2 Rz. 14; act. 23 S. 1), ist gegen die
  angefochtene Verfügung das Rechtsmittel der Berufung zulässig (Art. 308
  Abs. 2 ZPO). Auch die übrigen Rechtsmittelvoraussetzungen sind erfüllt.
  Auf die Berufung der Beklagten ist daher einzutreten.

  
	
   

  
	
   

  
	
  III.

  (Zuständigkeit des Kantonsgerichts)

  
	
   

  
	
  A.                Ausgangslage
  und angefochtener vorinstanzlicher Entscheid

  
	
  	
    1.

    	
    Die Beklagten brachten vor
    Vorinstanz in ihrer eingeschränkten Klageantwort vom 24. Juni 2015 (act. 31)
    vor, mangels Zuständigkeit des Kantonsgerichts und zufolge anderweitiger
    Rechtshängigkeit könne auf die von der Klägerin gegen sie anhängig gemachte
    Klage nicht eingetreten werden. Die Unzuständigkeit des Kantonsgerichts
    ergebe sich daraus, dass der Vertrag „Contract for Security &
    Protective Service“ vom 26. November 2009 (act. 3/6; nachfolgend:
    „Vertrag“), auf den die Klägerin ihre Forderungsklage ausschliesslich
    stütze, eine Schiedsklausel enthalte. Diese Klausel sehe vor, dass sämtliche
    Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ausschliesslich
    durch ein Schiedsgericht mit Sitz in Dubai beurteilt werden sollen
    (act. 31 u.a. Rz. 11).

    
	
    2.

    	
    Die Vorinstanz erwog in ihrer
    Verfügung vom 24. März 2016, es treffe zu, dass der Vertrag eine Schiedsvereinbarung
    enthalte, von den Beklagten des vorliegenden Verfahrens sei dieser aber
    nicht unterzeichnet worden. Sodann hätten sich die Beklagten in
    vorprozessualer Korrespondenz klar dahingehend geäussert, nicht Partei des
    Vertrags zu sein. Ferner enthalte keines dieser vor Klageanhebung
    ergangenen Schreiben eine Schiedsabrede zwischen den Parteien des
    vorliegenden Verfahrens. Auch nach gerichtlicher Aufforderung vom
    23. Februar 2016 (act. 47) hätten die Beklagten keine zwischen
    den Parteien rechtswirksam vereinbarte, den Anforderungen von Art. II
    Ziff. 2 NYÜ genügende Schiedsabrede nachgewiesen. Da die Beklagten
    ihre Behauptung, dass zwischen den Parteien eine Schiedsabrede vorliege,
    nicht substantiiert hätten (insbesondere fehlende Darlegung, inwiefern die
    im Vertrag statuierte Schiedsklausel zwischen den Parteien gültig sei),
    könne offen bleiben, nach welchem Recht die Wirksamkeit einer
    Schiedsvereinbarung zu beurteilen gewesen wäre (act. 49
    E. III.3.1.-4.).

    

  

  
	
  B.                Rügen
  der Beklagten in der Berufung

  
	
  In ihrer Berufung vom 3. Mai
  2016 beanstanden die Beklagten, die Vorinstanz habe sich infolge Vorliegens
  einer formell und materiell gültigen Schiedsvereinbarung zwischen den
  Parteien zu Unrecht als zur Behandlung der von der Klägerin eingereichten
  Forderungsklage zuständig erklärt (act. 53 Rz. 7 ff.):

  
	
  	
    1. a)

    	
    Erstens sei die Auffassung der
    Vorinstanz falsch, wonach für die Beurteilung der Formgültigkeit der
    Schiedsvereinbarung einzig darauf abgestellt werden solle, ob diese seitens
    aller Parteien unterzeichnet worden ist. Ebenfalls unzutreffend sei die
    Auffassung der Vorinstanz, dass im vorliegenden Verfahren Art. 178
    IPRG keine Bedeutung zukomme. Das Übereinkommen vom 10. Juni 1958 über
    die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche („New Yorker
    Übereinkommen“ bzw. NYÜ; SR 0.277.12) lasse in dessen Art. VII
    günstigeres nationales Recht vorgehen. Somit komme dem Art. 178
    Abs. 1 IPRG als für das gültige Zustandekommen einer
    Schiedsvereinbarung günstigere nationale Bestimmung gegenüber Art. II
    Ziff. 2 NYÜ weiterhin selbständige Bedeutung zu. Für die Beurteilung
    der Formgültigkeit der Schiedsvereinbarung dürfe folglich nicht einzig auf
    den isolierten Wortlaut von Art. II Ziff. 2 NYÜ abgestellt
    werden. In der Lehre werde zunehmend die Auffassung vertreten, dass gemäss
    Art. 178 Abs. 1 IPRG die Unterschrift der Parteien bezüglich
    einer Schiedsvereinbarung entbehrlich sei. Das Bundesgericht sei sodann im
    Jahr 1995 in einem Entscheid zum Schluss gelangt, dass auch unter
    Art. II Ziff. 2 NYÜ die Schriftform nicht immer vorausgesetzt
    werden könne (zum Ganzen: act. 53 Rz. 9 ff.).

    
	
    b)

    	
    Die Klägerin – so die Beklagten
    weiter – führe in der Klage aus, sie seien aufgrund des Wortlauts des
    Vertrags – trotz fehlender Unterschrift – als zur Zahlung verpflichtete Vertragsparteien
    zu betrachten, und stütze sich insbesondere auf Art. 5 des Vertrags.
    Ebenfalls erachte die Klägerin die im ersten Absatz von Art. 12 des
    Vertrags enthaltene Rechtswahlklausel für anwendbar. Schliesslich ergebe
    sich aus den Ausführungen der Klägerin in der Klageschrift, dass der
    Vertrag ihrer Ansicht nach zu Gunsten jeder [...]-Gesellschaft (u.a. auch
    der Beklagten) abgeschlossen worden sei und dass jede [...]-Gesellschaft
    den Vertrag gegenüber der Klägerin geltend machen könne. Nicht für relevant
    halte die Klägerin jedoch die im zweiten Absatz dieses Art. 12
    vorhandene Schiedsklausel. Diese Argumentation der Klägerin sei
    widersprüchlich und rechtsmissbräuchlich. Eine nachvollziehbare Begründung
    dafür, weshalb die im Vertrag enthaltene Schiedsklausel im Unterschied zu
    den restlichen Vertragsklauseln vorliegend nicht von Relevanz sein sollten,
    finde sich in der Klage nicht. Den Gang vor die staatlichen Gerichte habe
    die Klägerin mit der leeren Schutzbehauptung gerechtfertigt, dass sich die
    Beklagten einem Schiedsverfahren widersetzen würden. Die Vorinstanz habe im
    Rahmen der Prüfung der Formgültigkeit der Schiedsvereinbarung das
    widersprüchliche Verhalten der Klägerin nicht berücksichtigt und einzig auf
    das Vorliegen bzw. Nichtvorliegen der Unterschrift der Beklagten
    abgestellt. Damit wende sie Art. II Ziff. 2 NYÜ bzw.
    Art. 178 Abs. 1 IPRG falsch an und sei zu Unrecht auf die Klage
    eingetreten (zum Ganzen: act. 53 Rz. 9 ff.).

    
	
    2.

    	
    Zweitens sei der
    vorinstanzliche Vorwurf, sie (die Beklagten) hätten das Vorliegen einer
    Schiedsabrede nicht genügend substantiiert vorgetragen, unbegründet.
    Vielmehr hätten sie in ihrer Eingabe vom 24. Juni 2015 (act. 31)
    die Einrede der fehlenden Zuständigkeit erhoben, ausdrücklich auf die
    Schiedsklausel im Vertrag hingewiesen, die widersprüchliche und rechtlich
    nicht haltbare Argumentation der Klägerin dargelegt sowie für die Frage der
    materiellen Gültigkeit der Schiedsvereinbarung den Zwischenentscheid des
    Schiedsgerichts vom 27. Januar 2014 im Verfahren „[…]“ ins Recht gelegt.
    Damit hätten sie das Vorliegen einer zwischen den Parteien bestehenden
    Schiedsvereinbarung genügend substantiiert. Soweit die Vorinstanz zudem die
    substantiierte Behauptung einer schriftlichen Vereinbarung (Schriftlichkeit
    im Sinne von Art. II Ziff. 2 NYÜ auch seitens der Beklagten)
    verlange, sei dies wie dargelegt (vgl. soeben, E. III.B.1a) zu Unrecht
    erfolgt (act. 53 Rz. 31 ff.).

    
	
    3.

    	
    Drittens bringen die Beklagten
    schliesslich in der Berufung vor, auch die materielle Gültigkeit der im
    Vertrag enthaltenen Schiedsklausel sei gegeben. Die Klägerin sei Partei
    zweier in Dubai (Dubai International Arbitration Centre) gestützt auf den
    Vertrag anhängig gemachter Schiedsverfahren. In einem dieser Verfahren, im
    Verfahren „[…]“, ständen sich die Klägerin und die D.______ FZE gegenüber.
    Letztere habe den Vertrag ebenfalls nicht unterzeichnet. Am 27. Januar
    2014 habe das Schiedsgericht im genannten Verfahren in einem
    Zwischenentscheid seine Zuständigkeit in der Streitsache bejaht. Es habe
    dabei festgehalten, dass die D.______ FZE – trotz fehlender Unterschrift –
    Vertragspartei sei und eine gültige Schiedsklausel zwischen der D.______ FZE
    und der Klägerin bestehe. Gegen diesen Zwischenentscheid habe sich die
    Klägerin soweit ersichtlich nicht zur Wehr gesetzt. Wenn diese nun im
    vorliegenden Verfahren unter Berufung auf ein Gutachten die Ungültigkeit
    derselben Schiedsvereinbarung geltend mache, so sei dies bereits aufgrund
    ihres widersprüchlichen Verhaltens nicht zu hören (act. 53
    Rz. 27 ff.).

    

  

  
	
  C.               Anwendbares
  Recht und weitere rechtliche Grundlagen

  
	
  	
    1.

    	
    Die Vorinstanz stellte
    zutreffend fest, dass ein internationaler Sachverhalt vorliegt, da die
    Klägerin ihren Sitz in Dubai und die Beklagten ihren Sitz in Glarus haben
    (act. 49 E. II.1.; act. 6-8). Ebenso beurteilte sie die
    Frage, ob die in Art. 12 Abs. 2 des Vertrags (act. 3/6)
    enthaltene Schiedsklausel ihre sachliche Zuständigkeit ausschliesst, zu
    Recht und unstrittig nach Art. II NYÜ. Denn diese Schiedsklausel sieht
    ein internationales Schiedsverfahren mit Sitz des Schiedsgerichts
    ausserhalb der Schweiz vor und das Übereinkommen vom 16. September
    1988 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und
    Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen („Lugano
    Übereinkommen“ bzw. LugÜ; SR 0.275.12) regelt die Schiedsgerichtsbarkeit
    nicht (Art. 1 Ziff. 2 lit. d LugÜ; BGer 4A_279/2010 vom
    25. Oktober 2010, E. 2; BGer 4A_160/2009 vom 25. August 2009,
    E 4.1 [zum aLugÜ], je m.w.H.). Auf die Frage, ob trotz grundsätzlicher
    Geltung des NYÜ nationale Formvorschriften wie z.B. Art. 178
    Abs. 1 IPRG innerhalb des Geltungsbereichs des NYÜ eine Rolle spielen
    können, ist unten (E. III.C.2c) einzugehen.

    
	
    2. a)

    	
    Wird ein Gericht eines
    NYÜ-Vertragsstaates wegen eines (schiedsfähigen) Streitgegenstandes
    angerufen, hinsichtlich dessen die Parteien eine schriftliche
    Schiedsvereinbarung getroffen haben, so hat es die Parteien auf Antrag auf
    das schiedsrichterliche Verfahren zu verweisen, sofern es nicht feststellt,
    dass die Vereinbarung hinfällig, unwirksam oder nicht erfüllbar ist (vgl.
    im Detail Art. II Ziff. 1 und 3 NYÜ). Das Gericht hat dabei die
    Gültigkeit der Schiedsvereinbarung mit voller Kognition zu prüfen (BGer
    4A_279/2010 vom 25. Oktober 2010, E. 2; BGE 121 III 38,
    E. 2b, je m.w.H.).

    
	
    b)

    	
    Unter einer „schriftlichen
    Schiedsvereinbarung“ im soeben genannten Sinn ist gemäss Art. II
    Ziff. 2 NYÜ eine Schiedsklausel in einem Vertrag oder eine
    Schiedsabrede zu verstehen, sofern der Vertrag oder die Schiedsabrede von
    den Parteien unterzeichnet oder in Briefen oder Telegrammen enthalten ist,
    die sie gewechselt haben. Die geforderte Schriftlichkeit kann also
    einerseits durch beidseitige eigenhändige Unterzeichnung eines Vertragsdokuments
    durch die Parteien und andererseits durch gegenseitigen Austausch von Dokumenten
    geschehen. Hingegen sind folglich weder die mündliche oder stillschweigende
    Annahme eines schriftlichen Angebots noch die einseitige schriftliche
    Bestätigung einer mündlichen Vereinbarung ausreichend. Beim Austausch nicht
    unterzeichneter Dokumente ist insbesondere zu prüfen, ob unter den
    beteiligten Parteien ein entsprechender Bindungswille bezüglich
    Unterwerfung unter die Schiedsgerichtsbarkeit vorhanden ist (zum Ganzen
    statt vieler: BGE 111 Ib 253, E. 5; Möhler, Konsumentenverträge im
    schweizerischen Schiedsverfahren mit rechtsvergleichenden Aspekten, Diss.
    Luzern 2014, LBR Nr. 93, N 436 ff. m.w.H.). 

    
	
    c)

    	
    In der Lehre wird die Ansicht
    vertreten, die in Art. VII Ziff. 1 NYÜ enthaltene
    Meistbegünstigungsklausel sei auch bezüglich Anerkennung von
    Schiedsvereinbarungen (Art. II Ziff. 3 NYÜ, Einredestadium)
    anwendbar. Damit wäre ein Rückgriff auf eine „mildere“ nationale
    Formvorschrift zu Schiedsvereinbarungen möglich. Eine Schiedsvereinbarung,
    die zwar nicht der Schriftform des Art. II Ziff. 2 NYÜ, wohl aber
    den Formerfordernissen des nationalen Rechts genügt, wäre demnach vom
    angerufenen staatlichen Gericht im Einredestadium als formgültig zu
    behandeln (zum Ganzen: Volken, ZK IPRG, Art. 178 IPRG
    N 34 ff.; Berger/Kellerhals, International and Domestic
    Arbitration in Switzerland, 3. Aufl., Bern 2015, N 427 ff.;
    Haas, Schiedsgerichte in Erbsachen und das New Yorker Übereinkommen über
    die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche, in: Künzle,
    Schiedsgerichte in Erbsachen, Zürich 2012, S. 177 ff.; Möhler, a.a.O.,
    N 442 ff., je m.w.H.). Bezogen auf die Schweiz ergibt sich, dass
    die Formvoraussetzungen von Art.178 Abs. 1 IPRG milder sind als
    diejenigen des NYÜ: Erstens setzt Art. 178 Abs. 1 IPRG im
    Gegensatz zu Art. II Ziff. 2 NYÜ keine Unterzeichnung der Schiedsvereinbarung
    durch die Parteien voraus, sondern lässt es zur Formwahrung genügen, dass
    die Schiedsvereinbarung oder der sie enthaltende Hauptvertrag in Textform
    nachweisbar ist. Zweitens verlangt Art. II Ziff. 2 NYÜ, dass
    beide Parteien ihre Willenserklärung je in einer an die andere Partei
    gerichteten Urkunde (Brief, Telefax, E-Mail, etc.) abgeben, wohingegen
    Art. 178 Abs. 1 IPRG keinen eigentlichen Austausch verlangt (Berger/Kellerhals,
    a.a.O., N 428 ff.; Möhler, a.a.O., N 446; anders das Bundesgericht
    in BGE 121 III 38, E. 2c, wonach die formellen Voraussetzungen von
    Art. II Ziff. 2 NYÜ sich mit jenen von Art. 178 Abs. 1
    IPRG decken).

    
	
    d)

    	
    Indes stellt Art. II
    Ziff. 2 NYÜ nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine „loi
    uniforme“ dar und es dürfen bezüglich Form der Schiedsvereinbarung weder
    höhere noch tiefere Anforderungen gestellt werden als die in dieser
    Rechtsnorm Statuierten (BGE 111 Ib 253 E. 5; Sachnorm des internationalen
    Rechts, die jeglichen Rückgriff auf das nationale Recht verbietet). Für
    diese Rechtslage spricht, dass das NYÜ gemäss den Materialien die stark
    differierenden Formvorschriften koordinieren und vereinheitlichen wollte.
    Wenngleich aufgrund des englischsprachigen Vertragstexts des NYÜ und der
    Auslegungsempfehlungen der UNCITRAL vom 7. Juli 2006 die Rechtslage
    nicht eindeutig ist, sind diese zwei Argumente von deutlich geringerem
    Gewicht als das vorgenannte historische Argument (zum Ganzen: Haas, a.a.O.,
    S. 181 ff.; Möhler, a.a.O., N 445, je m.w.H.;
    Furrer/Girsberger/Schramm, CHK IPRG, 2. Aufl., Vorb. zu
    Art. 176 ff. N 36). Die Meistbegünstigungsklausel von
    Art. VII Ziff. 1 NYÜ ist daher im vorliegenden Kontext
    (Einredestadium) nicht zur Anwendung zu bringen.

    
	
    e)

    	
    Hingegen kann unter besonderen
    Umständen eine Verhaltensweise nach Treu und Glauben die Einhaltung der
    Formvorschrift von Art. II Ziff. 2 NYÜ ersetzen. D.h. die Wahrung
    dieser formellen Voraussetzungen ist insbesondere entbehrlich, wenn sich
    bei einer formungültigen Schiedsvereinbarung zeigt, dass diejenige Partei,
    die sich auf den Formmangel beruft, ein Verhalten an den Tag gelegt hat,
    das ihre Berufung auf die Einhaltung der Form unter den gegebenen Umständen
    als rechtsmissbräuchlich erscheinen lässt (BGE 121 III 38 E. 3;
    Berger/Kellerhals, a.a.O., N 440).

    
	
    3.

    	
    Die Frage der Zuständigkeit des
    Schiedsgerichts umfasst auch diejenige nach der subjektiven Tragweite der
    Schiedsvereinbarung. Dabei ist abzuklären, welche Personen durch die
    Schiedsvereinbarung gebunden sind. Nach dem Grundsatz der Relativität
    vertraglicher Verpflichtungen bindet eine Schiedsklausel in einem Vertrag
    grundsätzlich nur die Vertragsparteien. Allerdings bejaht das Bundesgericht
    seit langem, dass eine Schiedsklausel unter gewissen Voraussetzungen auch
    Personen binden kann, die den Vertrag nicht unterzeichnet haben und darin
    auch nicht erwähnt werden. So wird bei einem Dritten, der sich in den
    Vollzug eines Vertrags mit einer Schiedsklausel einmischt, angenommen, er
    habe der Schiedsklausel durch konkludentes Handeln zugestimmt. Weiter fällt
    eine solche Ausdehnung etwa in Fällen enger Beziehungen des Dritten zu einer
    Partei (z.B. infolge Konzernzugehörigkeit), bei einer Abtretung einer
    Forderung, bei einer Schuldübernahme oder bei einer Vertragsübernahme in
    Betracht (vgl. zum Ganzen: BGer 4A_310/2016 vom 6. Oktober 2016,
    E. 3.1. und BGer 4A_82/2016 vom 6. Juni 2016, E. 2.3.; BGE
    129 III 727, E. 5.3; BGer 4P.48/2005 vom 20. September 2005, E. 3.; Furrer/Girsberger/Schramm,
    CHK IPRG, 2. Aufl., Art. 176-178 N 21 ff., je m.w.H.).
    Im Anwendungsbereich des NYÜ beurteilt sich die subjektive Tragweite nach
    dem von den Parteien bezüglich der Schiedsvereinbarung gewählten Recht bzw.
    subsidiär nach dem Recht des Landes, in dem der Schiedsspruch ergehen würde
    („lex arbitri“; Gränicher, BSK IPRG, Art. 178 N 24; KGer ZG, in GVP
    2016, S. 224; BGer 4A_279/2010 vom 25. Oktober 2010, E. 2.,
    m.w.H.).

    
	
    4. a) 

    	
    Im Anwendungsbereich von
    Art. II Ziff. 3 NYÜ darf gemäss dessen ausdrücklichem Wortlaut
    das angerufene staatliche Gericht nur auf Antrag einer der Parteien diese
    auf das schiedsrichterliche Verfahren verweisen. Es muss also von einer
    Partei die Schiedseinrede erhoben werden (Berger/Kellerhals, a.a.O.,
    N 710; Göksu, Schiedsgerichtsbarkeit, Zürich/St. Gallen 2014,
    N 1174, je m.w.H.). Im Übrigen richtet sich die Frage, wann und wie
    eine Schiedseinrede zu erheben ist, bei Anwendung der von Art. II NYÜ
    nach der lex fori, in der Schweiz also nach der ZPO (Schramm/Buhr, CHK
    IPRG, 2. Aufl., Art. 7 N 4 m.w.H.; Berger/Kellerhals,
    a.a.O., N 712; BGE 127 III 279, E. 2c/ee; BGE 111 II 62, E. 2.,
    je m.w.H.).

    
	
    b)

    	
    Nach der schweizerischen
    Rechtsprechung und Lehre muss die beklagte Partei vor dem von der klagenden
    Partei angerufenen staatlichen Gericht die Schiedseinrede nicht
    ausdrücklich erheben. Erforderlich ist lediglich, dass sie sich unmissverständlich
    und bedingungsfrei auf eine Schiedsvereinbarung beruft, um die
    Zuständigkeit des staatlichen Gerichts zu bestreiten (Berger/Kellerhals,
    a.a.O., N 654 m.w.H.; Göksu, a.a.O., N 1176; Stacher, DIKE-Komm.
    ZPO, Art. 61 N 24). Einer rechtlichen Begründung bedarf die
    Schiedseinrede nicht (Göksu, a.a.O., N 1176). Die beklagte Partei
    trägt jedoch die Behauptungs-, Substantiierungs- und Beweislast für das
    Bestehen einer gültigen Schiedsvereinbarung zwischen den Parteien für eine
    schiedsfähige Streitsache (Berger/Kellerhals, a.a.O., N 689; Stacher,
    DIKE-Komm. ZPO, Art. 61 N 27; Göksu, a.a.O., N 1176). An
    dieser Beweislastverteilung ändert nichts, dass die eingeschränkte Untersuchungsmaxime
    (Art. 60 ZPO) gilt (A. Zürcher, ZK ZPO, Art. 60 N 5). Ohnehin
    erschöpft sich deren Bedeutung für das Gericht darin, dass es die Parteien
    aufzufordern hat, bei der Sachverhaltserstellung mitzuwirken. Die
    eingeschränkte Untersuchungsmaxime wirkt sich also so aus, dass sie die
    beklagte Partei davor bewahrt, alle möglicherweise erforderlichen Ausführungen
    bereits in der Schiedseinrede selbst – die indes gültig (unmissverständlich
    und bedingungsfrei) und rechtzeitig (vor der ersten Stellungnahme zur
    Sache) zu erfolgen hat – machen zu müssen. Vielmehr hat sich das staatliche
    Gericht zu versichern, dass die Parteien ihre Behauptungen vollständig
    vortrugen und die Parteien gegebenenfalls zu weiteren Vorbringen zu den aus
    seiner Sicht relevanten Punkten einzuladen. Das Gericht steht also zwar
    unter einer erweiterten Fragepflicht, nicht aber unter einer umfassenden
    Untersuchungspflicht. Es bleibt Aufgabe der für das Vorliegen einer
    Schiedsvereinbarung beweisbelasteten beklagten Partei, das diesbezügliche
    Tatsachenmaterial zu beschaffen (Stacher, DIKE-Komm. ZPO, Art. 61
    N 28; A. Zürcher, ZK ZPO, Art. 60 N 4 f.; Gehri, BSK
    ZPO, Art. 60 N 1, 3, 10). Im Übrigen bedeutet die Pflicht einer
    Prozesspartei, ihre Sachverhaltsdarstellungen zu substantiieren, dass sie
    die Tatsachen nicht nur in den Grundzügen, sondern so umfassend und klar
    darzulegen hat, dass ein substantiiertes Bestreiten möglich ist bzw.
    darüber Beweis abgenommen werden kann. Die inhaltliche Tragweite der Substantiierungslast
    hängt zudem vom prozessualen Verhalten der Gegenpartei ab (vgl. z.B. BGer
    4A_155/2014 vom 5. August 2014, E. 7.3. m.w.H.).

    
	
    c)

    	
    Schliesslich gilt der
    allgemeine prozessrechtliche Grundsatz, wonach beim Entscheid über die
    Zuständigkeitsfrage auf den vom Kläger eingeklagten Anspruch und dessen
    Begründung abzustellen ist. Rechtsschriften sind wie alle Prozesshandlungen
    objektiv nach allgemeinen Grundsätzen unter Berücksichtigung von Treu und
    Glauben auszulegen. Das Gericht ist gehalten, auf die von den Parteien
    dargelegten Tatsachen alle in Betracht fallenden Rechtssätze anzuwenden
    (BGer 4A_160/2009 vom 25. August 2009, E. 6.2).

    

  

  
	
  D.               Beurteilung

  
	
  	
    1.

    	
    Zunächst ist zu prüfen, ob die
    Beklagten ihre Einrede der Unzuständigkeit der staatlichen Gerichte vor
    Vorinstanz in formeller Hinsicht rechtsgenügend, insbesondere hinreichend
    substantiiert, erhoben haben.

    
	
    a)

    	
    Wie erwogen (E. III.C.4a)
    ist diese Frage nach der lex fori, d.h. in casu nach der ZPO, zu
    beurteilen. Insbesondere kann – entgegen der Auffassung der Klägerin (v.a.
    act. 64 Rz. 38 ff.; act. 42 Rz. 13-27) –
    Art. II Ziff. 3 NYÜ nicht entnommen werden, dass eine „technische“
    Schiedseinrede bzw. die ausdrückliche Erklärung der Beklagten erforderlich
    wäre, dass sie die formelle und materielle Gültigkeit und Wirksamkeit der
    Schiedsklausel gemäss Art. 12 Abs. 2 des Vertrags unwiderruflich
    anerkennen und bestätigen, in einem gegen sie eingeleiteten
    Schiedsverfahren die Einrede des Fehlens einer zwischen den Parteien
    wirksamen Schiedsvereinbarung nicht zu erheben. Vielmehr ist nach der ZPO
    wie gesehen (E. III.C.4b) ausreichend, wenn sich die vor einem
    staatlichen Gericht beklagte Partei unmissverständlich und bedingungsfrei
    auf eine Schiedsvereinbarung beruft, um die Zuständigkeit ebendieses
    staatlichen Gerichts zu bestreiten.

    
	
    b)

    	
    Diese Anforderungen haben die
    Beklagten mit ihrem prozessualen Agieren vor Vorinstanz erfüllt, indem sie
    – ohne sich zuvor zur Sache geäussert zu haben (vgl. vorne, E. I.3.
    und act. 1-30 sowie act. 31 Rz. 13-15) – mit Eingabe vom
    24. Juni 2015 u.a. unter ausdrücklichem Hinweis auf die in
    Art. 12 des Vertrags enthaltene Schiedsklausel geltend machten, die
    Vorinstanz sei zur Behandlung der von der Klägerin gegen sie erhobenen
    Klage nicht zuständig (act. 31 v.a. Rz. 11, 17 ff.).
    Freilich legen die Beklagten in dieser Eingabe nicht im Einzelnen dar, dass
    bzw. wann sie unter Wahrung der in Art. II Ziff. 2 NYÜ
    vorgesehenen Form mit der Klägerin eine Schiedsvereinbarung getroffen
    hätten. Indes bringen sie darin u.a. vor, die Klägerin stütze ihre
    Forderung ausschliesslich auf den Vertrag und dieser enthalte eine
    Schiedsklausel, gemäss welcher sämtliche Streitigkeiten im Zusammenhang mit
    diesem Vertrag ausschliesslich durch ein Schiedsgericht beurteilt werden
    sollen (act. 31 Rz. 11). Insbesondere aufgrund dieser
    Ausführungen müssen die in dieser Eingabe von den Beklagten gemachten
    Darlegungen nach Treu und Glauben jedoch so verstanden werden, dass sie
    sinngemäss geltend machen, die subjektive Tragweite der Schiedsklausel des
    Vertrags, in dem als involvierte Personen neben der Klägerin einzig die
    D.______ FZE, die E.______ FZE, die „B.______ AG“ (so firmierte die
    Beklagte 2 vor ihrer am 19. Mai 2008 und somit einige Zeit vor
    Vertragsschluss [26. November 2009] geschehenden Umwandlung, vgl.
    act. 8 und act. 2 Rz. 8) sowie pauschal die „F.______ Group“
    bzw. die „F.______ Company/Companies“ ausdrücklich genannt werden (vgl.
    act. 3/6), erstrecke sich auch auf sie beide. Dabei bleibt es nicht
    bei dieser blossen Behauptung, sondern die Beklagten begründen ihre Auffassung
    damit, dass es anderenfalls widersprüchlich wäre, wenn die Klägerin die
    Beklagten zwar bezüglich Zahlungspflicht bzw. Haftung, nicht aber bezüglich
    der Schiedsklausel als an den Vertrag gebunden erklärt (vgl. act. 31
    v.a. Rz. 20). Auch bringen sie in der fraglichen Eingabe beispielsweise
    vor, die Klägerin gehe aufgrund ihres Vorgehens gegen die D.______ FZE vor
    einem Schiedsgericht selber von der Gültigkeit der im Vertrag enthaltenen
    Schiedsklausel für sämtliche Streitigkeiten im Zusammenhang mit diesem aus
    – unabhängig davon, wer darin explizit als Vertragspartei aufgeführt sei
    (act. 31 Rz. 22).

    
	
    c)

    	
    Nach dem Gesagten haben die
    Beklagten somit ihre Unzuständigkeitseinrede entgegen der Vorinstanz
    (act. 49 E. III.4.) und der Klägerin (act. 64 v.a.
    Rz. 28 ff.) durchaus hinreichend substantiiert, zumal es sich bei
    der mit ihren Vorbringen aufgeworfenen Problematik letztlich nicht um Sachverhaltsfragen
    sondern um Rechtsanwendung handelt. Eine abschliessende Beurteilung der
    Frage, ob die Beklagten ihre Unzuständigkeitseinrede genügend substantiiert
    haben, kann jedoch ausgangsgemäss (vgl. hinten, E. III.D.3.) offen
    bleiben.

    
	
    2. a)

    	
    Die Beklagten stützen ihre
    Unzuständigkeitseinrede wie bereits angetönt (soeben, E. III.D.1b)
    ausschliesslich auf die in Art. 12 Abs. 2 des Vertrags
    (act. 3/6) enthaltene Schiedsklausel (vgl. act. 31). Diesen
    Vertrag hat neben der Klägerin einzig die E.______ FZE, vertreten durch
    „I.______“, unterzeichnet (act. 3/6 nach Art. 16; unstrittig,
    vgl. u.a. act. 2 Rz. 22 und act. 53 Rz. 22, 26). Dass
    daneben noch eine andere „schriftliche Vereinbarung“ im Sinne von
    Art. II Ziff. 2 NYÜ zwischen den Parteien existiert, behaupteten
    die Beklagten nicht und ist auch sonst nicht ersichtlich. Die Vorinstanz
    erwog somit zutreffend, dass keine den Anforderungen von Art. II
    Ziff. 2 NYÜ genügende, ausdrücklich zwischen den Parteien
    abgeschlossene Schiedsvereinbarung vorliegt (act. 49 E. III.4.).

    
	
    b)

    	
    Auch wenn man entgegen den
    vorne angestellten Erwägungen (E. III.C.2d) über die in Art. VII
    Ziff. 1 NYÜ enthaltene Meistbegünstigungsklausel Art. 178
    Abs. 1 IPRG als „milderes“ Recht anzuwenden hätte (so die Auffassung
    der Beklagten, act. 53 Rz. 19), wäre in casu keine gültige,
    explizit zwischen den Parteien abgeschlossene Schiedsvereinbarung
    auszumachen. Die Beklagte weist zwar zutreffend darauf hin, dass
    Art. 178 Abs. 1 IPRG nicht verlangt, dass die auf Abschluss einer
    Schiedsvereinbarung gerichtete Willenserklärung durch den Erklärenden
    unterzeichnet ist und die Unterzeichnung dem Erklärungsempfänger mitgeteilt
    wird. Auch nach Art. 178 Abs. 1 IPRG muss aber die Schiedsvereinbarung
    schriftlich, d.h. in einem Text getroffen werden. Mit anderen Worten muss
    also die Erklärung, bestimmte Streitigkeiten einem Schiedsgericht zur
    Entscheidung zu unterbreiten, in visuell wahrnehmbarer, physisch
    reproduzierbarer Form vorliegen („Textform“; zum Ganzen statt vieler: BGer
    4P.124/2001 vom 7. August 2001, E. 2c; Gränicher, BSK IPRG,
    Art. 178 N 11 ff.; Göksu, a.a.O., N 544 ff.). Dass
    in Bezug auf den Rechtsstreit zwischen der Klägerin und den Beklagten
    derartige ausdrückliche, von den Beklagten in Textform abgegebene
    Erklärungen abgegeben worden wären, haben diese jedoch nicht behauptet
    (vgl. insbesondere act. 31) und ist auch sonst nicht ersichtlich.

    
	
    3. a)

    	
    Festzuhalten ist indes, dass
    aufgrund von Art. 12 Abs. 2 des Vertrags (act. 3/6) eine
    gültige, jedenfalls die Klägerin und die D.______ FZE bindende
    Schiedsvereinbarung besteht (insoweit unstrittig, vgl. insbesondere den Partial
    Award vom 27. Januar 2014 im DIAC Case No. […] [act. 32/6
    v.a. Rz. 122 ff.] sowie act. 53 Rz. 28; act. 42
    Rz. 70; bezüglich der E.______ FZE ist die schiedsgerichtliche
    Zuständigkeit zwischen den Parteien umstritten, vgl. u.a. act. 43/134
    und die von den Beklagten unkommentiert gelassenen Ausführungen der
    Klägerin in act. 42 Rz. 10, 73 f.). Damit stellt sich die
    Frage nach der subjektiven Tragweite dieser Schiedsvereinbarung (Ausdehnung
    derselben auf die Beklagten) bzw. ob in casu im Verhältnis zwischen der
    Klägerin und den Beklagten der Ausnahmefall einer Verhaltensweise nach Treu
    und Glauben, die die Einhaltung der in Art. II Ziff. 2 NYÜ
    statuierten Formvorschrift ersetzen kann, vorliegt (vgl. vorne
    E. III.C.2e und III.C.3.).

    
	
    b)

    	
    Die Beklagten bemerken durchaus
    zutreffend (vgl. z.B. act. 53 Rz. 22), dass der Vertrag nach
    eigener Darstellung der Klägerin zu Gunsten jeder Gesellschaft der
    F.______-Gruppe abgeschlossen worden sei und die Beklagte 1 von der
    Klägerin gestützt auf den Vertrag ausgestellte Rechnungen für zugunsten
    beliebiger F.______-Gesellschaften erbrachte Sicherheitsleistungen bezahlt
    respektive die Beklagte 2 von der Klägerin Sicherheitsdienstleistungen
    bezogen habe (vgl. v.a. act. 2 Rz. 47 ff.). Insofern wäre es
    grundsätzlich denkbar, dass sich die Tragweite der unstrittig jedenfalls
    die D.______ FZE und die Klägerin bindenden, in Art. 12 Abs. 2
    des Vertrags (act. 3/6) enthaltenen Schiedsklausel z.B. aufgrund der
    Konzernzugehörigkeit und/oder infolge der beschriebenen Einmischung beim
    Vollzug des Vertrags auch auf die Beklagten erstreckt (vgl. vorne,
    E. III.C.3.).

    
	
    c)

    	
    Die subjektive Tragweite der in
    Art. 12 Abs. 2 des Vertrags (act. 3/6) enthaltenen
    Schiedsvereinbarung bestimmt sich gemäss dem vorne Erwogenen
    (E. III.C.3.) nach dem Recht der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE),
    da die Parteien des Vertrags darin das Recht dieses Staates gewählt haben
    und gemäss der Schiedsvereinbarung ein allfälliges Schiedsgericht seinen
    Sitz in Dubai hätte (vgl. act. 3/6 Art. 12). Die Klägerin
    vertritt unter Berufung auf ein Privatgutachten (act. 43/130-132)
    sowie einen Entscheid des Dubai Court of Cassation vom 17. Januar 2005
    (act. 43/133) den Standpunkt, dass nach dem Recht der VAE Dritte, die
    einen Vertrag, der eine Schiedsklausel enthält, nicht unterzeichnet haben,
    nur in drei in casu nicht einschlägigen Ausnahmesituationen (formelle und
    ausdrückliche Übertragung der Verpflichtungen gemäss dem Vertrag inklusive
    Schiedsklausel; Ratifikation von die ursprünglichen Befugnissen überschreitenden
    Handlungen des Bevollmächtigten durch den Auftraggeber; Übernahme
    vorangehender vertraglicher Verpflichtungen bei einer Reihe von Verträgen,
    mit explizitem Verweis auf eine Schiedsvereinbarung) materiell aufgrund
    einer Wirkungserstreckung der Schiedsklausel an diese gebunden werden
    können (act. 42 v.a. Rz. 54 ff.; act. 64
    Rz. 76 ff.). Die Beklagten sind auf diese klägerischen
    Ausführungen nicht eingegangen (vgl. act. 53). Immerhin hat aber mit
    der E.______ FZE eine andere Gesellschaft der F.______-Gruppe, der auch die
    Beklagten angehören (vgl. die unbestritten gebliebenen Darlegungen der
    Klägerin in act. 2 S. VI und act. 2 Rz. 44 ff.),
    im Rahmen des von ihr gegen die Klägerin geführten Schiedsverfahrens DIAC
    Case No. […] sinngemäss wie die Klägerin ebenfalls geltend gemacht, wenn
    ihr keine Parteistellung bezüglich des Vertrags zukomme und auch sonst
    keine ausdrückliche Schiedsvereinbarung vorliege, bestehe gemäss dem Recht
    der VAE keine rechtliche Basis, aufgrund derer sich eine gültige
    Schiedsvereinbarung zwischen ihr und der Klägerin ergebe (act. 43/134
    Rz. 3.11; hierzu die Klägerin u.a. in act.42 Rz. 73 f.).

    
	
    d)

    	
    Wie es sich unter dem Recht der
    VAE bezüglich der subjektiven Tragweite von Schiedsvereinbarungen genau
    verhält, kann indes offen bleiben. Denn jedenfalls gilt (auch) im Recht der
    VAE der elementare Rechtsgrundsatz des Handelns nach Treu und Glauben (vgl.
    Art. 246 Ziff. 1 des Federal Law No. (5) of 1985 On
    the Civil Transactions Law of the United Arab Emirates [sog. “Civil
    Code” der VAE], in englischer Sprache abrufbar z.B. unter
    https://legaladviceme.com/legislation). In diesem Zusammenhang fällt nun
    ins Gewicht, dass sich die Beklagten ab Januar 2012, d.h. bereits während
    der klägerischen Leistungserbringung gemäss Vertrag, die gemäss deren
    eigenen Angaben von anfangs des Jahres 2010 bis Ende April 2012 erfolgte
    (act. 2 z.B. Rz. 36), vorprozessual beständig auf den Standpunkt
    stellten, nicht Partei des Vertrags zu sein (vgl. act. 3/9-16,
    insbesondere act. 3/11 S. 1: „The Security Contract was entered
    into only between […] [Klägerin] and […] [D.______ FZE], act. 3/12:
    „We [Beklagte 2] do not have a contract with C.______ [Klägerin].“ und
    act. 3/14 [Schreiben der D.______ FZE]: „[…] the contract for security
    and protective services was entered into between D.______ FZE […] and
    C.______ (the Contract). Neither of the other entities to
    whom the Letters were addressed, nor B.______GmbH, are parties to the
    Contract.”). Auf diesen Umstand machte die Klägerin bereits in der
    Klageschrift (act. 2 Rz. 23 f.) wie auch in ihrer Eingabe
    vom 16. Dezember 2015 (act. 42 Rz. 69) aufmerksam. Die
    Beklagten gingen darauf jedoch weder vor Vorinstanz (vgl. act. 31)
    noch in ihrer Berufungsschrift (act. 53) ein. Auch widersprachen sie
    im Berufungsverfahren der Erwägung der Vorinstanz nicht, dass sie sich in
    Korrespondenz klar dahingehend geäussert hätten, nicht Partei des Vertrags
    zu sein (act. 49 E. II.3.2.). Schliesslich brachte die E.______ FZE
    in einem von der Klägerin gegen sie geführten Schiedsverfahren (DIAC Case
    No. […]) vor, von der F.______ Gruppe sei einzig sie an den Vertrag und an
    die Schiedsklausel gebunden (act. 43/134 S. 6 Ziff. 3.10):
    „It is abundantly clear from the terms of the Contract that the parties to
    that contract, and to the arbitration agreement contained within it,
    are the Claimant [Klägerin] and […] [D.______ FZE] and only those two
    parties. There is nothing in the Contract or
    otherwise in the related documentation to credibly support an argument
    that the parties to the arbitration agreement are not (and are limited
    to) the Claimant and D.______ FZE, or that the Respondent [E.______ FZE]
    is a party to the Contract or the arbitration agreement.” (Hervorhebungen
    beigefügt).

    
	
    e)

    	
    Angesichts dieser Umstände und
    der vorprozessual von den Beklagten bzw. der F.______-Gruppe konsequent
    vertretenen Position, einzig die Klägerin und die D.______ FZE seien an den
    Vertrag und an die darin enthaltene Schiedsklausel gebunden, erscheint es
    als Handeln gegen Treu und Glauben (Art. 246 Ziff. 1 Civil Code
    VAE) sowie als rechtmissbräuchlich, wenn sich die Beklagten im Prozess nun
    auf die in diesem Vertrag enthaltene Schiedsvereinbarung berufen. Die
    Klägerin handelt somit entgegen der Auffassung der Beklagten (act. 31
    Rz. 20; act. 53 Rz. 15 f., 23) mit ihrer auf den
    Vertrag gestützten, jedoch trotz dessen Schiedsklausel vor den staatlichen
    Gerichten angehobenen Klage nicht widersprüchlich. Auch kann angesichts des
    beharrlichen vorprozessualen Verhaltens der Beklagten nicht die Rede von
    einer „leeren Schutzbehauptung“ der Klägerin sein, dass sich Erstere einem
    Schiedsverfahren widersetzen würden (so die Beklagten, act. 53
    Rz. 23).

    
	
    f)

    	
    Insgesamt ist somit Folgendes
    zu konstatieren: Falls die im Vertrag enthaltene Schiedsvereinbarung z.B.
    zufolge Konzernzugehörigkeit oder Einmischung bei der Vertragserfüllung in
    subjektiver Hinsicht nach dem Recht der VAE jemals eine derartige Tragweite
    aufgewiesen haben sollte, dass auch die Beklagten – trotz fehlender
    „schriftlicher Vereinbarung“ im Sinne von Art. II Ziff. 2 NYÜ –
    an diese gebunden waren, so wurde diese Ausdehnung der Schiedsklausel
    aufgrund des soeben beschriebenen (E. III.D.3d-e), widersprüchlichen
    bzw. rechtsmissbräuchlichen vorprozessualen Handelns der Beklagten und der
    Klageanhebung durch die Klägerin vor einem staatlichen Gericht wieder
    aufgehoben (konkludentes Angebot der Beklagten zur Aufhebung der
    Schiedsvereinbarung; Annahme des Aufhebungsangebots durch die Klägerin)
    bzw. hinfällig im Sinne von Art. II Ziff. 3 NYÜ
    (vgl. hierzu Schramm/Geisinger/Pinsolle, in: Kronke/Nacimiento/Otto/Port,
    Recognition and Enforcement of Foreign Arbitral Awards: A Global Commentary
    on the New York Convention, Alphen aan de Rijn 2010, S. 105 f.). Dabei
    ist die Kontroverse, ob sich die Hinfälligkeit einer Schiedsvereinbarung im
    Sinne von Art. II Ziff. 3 NYÜ direkt nach dem NYÜ
    („uniform/internationalized interpretation/standard“) oder nach einem
    nationalen Recht beurteilt (Schramm/Geisinger/Pinsolle, a.a.O., S. 104 f.),
    vorliegend ohne Relevanz. Denn beim Grundsatz des Handelns nach Treu und
    Glauben bzw. beim Rechtsmissbrauchsverbot handelt es sich um ein
    international anerkanntes Rechtsprinzip und dieses ist zudem sowohl im
    Recht der VAE (vgl. vorne, E. III.D.3d) als auch im Schweizerischen
    Recht (vgl. v.a. Art. 2 ZGB, Art. 52 ZPO) kodifiziert (vgl. zum
    Thema der konkludenten Aufhebung von Schiedsvereinbarungen – indes vor allem
    im Anwendungsbereich des IPRG – auch BGE 121 III 495, E. 5; BGE 127
    III 279, E. 2c/ee; BGer 4A_579/2010 vom 11. Januar 2011,
    E. 2.2.2.; Stacher, ZZZ 2006, S. 509 ff.).

    
	
    4.

    	
    Die Vorinstanz ist nach dem
    Gesagten und weil die Erwägungen des Kantonsgerichtspräsidenten betreffend
    die Frage der anderweitigen Rechtshängigkeit (act. 49 E. IV.) unangefochten
    blieben (vgl. act. 53), zu Recht auf die Klage eingetreten. Die
    Berufung ist daher abzuweisen (in Bezug auf die vorinstanzlichen Kosten-
    und Entschädigungsfolgen vgl. sogleich, E. IV.1.). Vorzumerken ist
    sodann, dass die vorinstanzliche Abweisung des von der Beklagten gestellten
    Sistierungsantrags (act. 49 Dispositiv-Ziff. 2) unangefochten in
    Rechtskraft erwachsen ist (vgl. act. 53; Art. 315 Abs. 1
    ZPO).

    

  

  
	
   

  
	
  IV.

  (Kosten- und Entschädigungsfolgen; Rechtsmittel)

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Bei diesem Ausgang ist die von
    der Vorinstanz getroffene Kosten- und Entschädigungsregelung (act. 49
    Dispositiv-Ziff. 4-6) nicht zu beanstanden. Insoweit die Beklagten
    auch die Höhe der vorinstanzlichen Gerichtskosten und jene der von der
    Vorinstanz zu Gunsten der Klägerin gesprochenen Parteientschädigung
    anfechten (vgl. act. 53 S. 3 Antrag 1), ist auf ihre
    Berufung mangels bezifferter Anträge und hinreichender Begründung nicht
    einzutreten (vgl. act. 53 Rz. 36 f.; Art. 311
    Abs. 1 ZPO).

    
	
    2.

    	
    Die Kosten des
    Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss den Beklagten in solidarischer
    Haftung aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 und Abs. 3 ZPO) und
    mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von CHF 10‘000.–
    (act. 57 f.) zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO).
    Antragsgemäss (act. 64 S. 2) ist der Klägerin für das
    Berufungsverfahren eine angemessene Parteientschädigung zulasten der
    Beklagten (in solidarischer Haftung) zuzusprechen (Art. 105
    Abs. 2 und Art. 106 ZPO).

    
	
    3.

    	
    Der vorliegende
    Berufungsentscheid stellt einen selbständig eröffneten Zwischenentscheid
    über die Zuständigkeit im Sinne von Art. 92 BGG dar und ist bei sonst
    gegebenen Voraussetzungen mit Beschwerde in Zivilsachen nach
    Art. 72 ff. BGG beim Bundesgericht anfechtbar.

    

  ____________________

  
	
   

  
	
  Das Gericht   beschliesst und erkennt:

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffer 2
    (Abweisung Antrag auf Verfahrenssistierung) der Verfügung des
    Kantonsgerichtspräsidenten vom 24. März 2016 im Verfahren
    ZG.2014.00773 in Rechtskraft erwachsen ist.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Die Berufung wird abgewiesen, soweit auf diese
    eingetreten wird, und die Dispositiv-Ziffern 1 sowie 4 bis 7 der Verfügung
    des Kantonsgerichtspräsidenten vom 24. März 2016 im Verfahren
    ZG.2014.00773 werden bestätigt.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren wird
    festgesetzt auf CHF 8‘000.–.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Die Kosten des Berufungsverfahrens werden den
    Berufungsklägerinnen, unter solidarischer Haftung, auferlegt und mit dem
    von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von CHF 10‘000.– verrechnet.

    
	
     

    	
     

    
	
    5.

    	
    Die Berufungsklägerinnen werden unter solidarischer
    Haftung verpflichtet, der Berufungsbeklagten eine Parteientschädigung von
    insgesamt CHF 9‘000.– (inkl. Auslagen und 8 % MwSt.) zu bezahlen.

    
	
     

    	
     

    
	
    6.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    
	
     

    	
    [...]