# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d84abd21-246f-5007-9586-be6cf74d7482
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2010 C-3136/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3136-2008_2010-09-21.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3136/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richterin Ruth Beutler, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

W._______,
vertreten durch Dr. iur. Willi Egloff, Fürsprecher,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3136/2008

Sachverhalt:

A.
Die aus Marokko stammende Beschwerdeführerin  (geb. 1970)  reiste 
am 7. August 1998 in die Schweiz ein und lernte im November 1998 
den  Schweizer  Bürger  T._______  (geb.  1962)  kennen,  den  sie  am 
12. März 1999 in Bern heiratete. In der Folge erhielt sie vom Kanton 
Bern  eine  Aufenthaltsbewilligung  zum  Verbleib  beim  Ehemann.  Ab 
November  1999  wohnten  sie  an  der  X.-strasse  [...]  in  Bern.  Per 
1. Dezember 1999 mieteten sie zudem gemeinsam eine kleine Zweit-
wohnung am Y.-weg [...] in Bern.

B.
Gestützt  auf  ihre  Ehe  ersuchte  die  Beschwerdeführerin  am 8. März 
2004  um  erleichterte  Einbürgerung  nach  Art.  27  des  Bürgerrechts-
gesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0).

Zu  Handen  des  Einbürgerungsverfahrens  unterzeichneten  die  Ehe-
gatten am 27. August 2004 eine gemeinsame Erklärung, wonach sie in 
einer tatsächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen Gemeinschaft an 
derselben  Adresse  zusammenlebten  und  weder  Trennungs-  noch 
Scheidungsabsichten  bestünden.  Ferner  nahmen  sie  unterschriftlich 
zur  Kenntnis,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht  möglich  ist, 
wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehe-
gatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsäch-
liche  eheliche  Gemeinschaft  mehr  besteht,  und  dass  die  Ver-
heimlichung dieser  Umstände zur  Nichtigerklärung der Einbürgerung 
nach Art. 41 BüG führen kann.

Am  13.  September  2004  wurde  die  Beschwerdeführerin  erleichtert 
eingebürgert und erwarb die Bürgerrechte des Kantons Bern und der 
Gemeinde Z._______.

Ab Oktober 2004 wohnte die Beschwerdeführerin definitiv nicht mehr 
an der X.-strasse [...] und zog vorübergehend in die Zweitwohnung am 
Y.-weg [...]. Seit 1. Dezember 2004 wohnt sie an der Q.-strasse [...] in 
Bern.

C.
Am 8. Dezember 2004 reichten die Ehegatten beim Gerichtskreis VIII 
Bern-Laupen ein Begehren auf Scheidung der Ehe ein. Dem Begehren 

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beigelegt  war  eine  am  30.  Oktober  2004  bzw. 11.  November  2004 
unterzeichnete Scheidungskonvention. Mit Urteil vom 22. April 2005 (in 
Rechtskraft seit 10. Mai 2005) wurde die Ehe geschieden.

D.
Mit  Schreiben vom 10. Juni  2005  machte  der  Ex-Ehemann die  Vor-
instanz auf den Umstand der rechtskräftigen Scheidung sowie auf ein 
angeblich  ehebrecherisches  Verhalten  der  Beschwerdeführerin  mit 
S._______ (eingebürgert  im Jahre 1996; vormals Marokko) aufmerk-
sam. Ferner  wies  am  1.  August  2005  eine  Drittperson  (E._______, 
Ehefrau  von S._______)  schriftlich  darauf  hin,  dass  es  sich  bei  der 
Ehe der Beschwerdeführerin um eine Scheinehe gehandelt habe.

E.
Aufgrund dieser Umstände eröffnete die Vorinstanz am 10. Juli  2006 
ein  Verfahren  auf  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung 
gemäss  Art.  41  BüG.  Im  Rahmen  dieses  Verfahrens  hatte  die  Be-
schwerdeführerin verschiedentlich Gelegenheit zur Stellungnahme. Am 
27.  September  2007  unterbreitete  die  Vorinstanz  dem  Ex-Ehemann 
schriftlich zu beantwortende Fragen zur ehelichen Gemeinschaft, zur 
erleichterten  Einbürgerung  sowie  zu  den  Umständen  der  Ehe-
scheidung. Die ensprechenden Antworten liess dieser der Vorinstanz 
am 22. Oktober 2007 zukommen. Am 11. Januar 2008 bot das BFM 
der  Beschwerdeführerin  die  Möglichkeit,  abschliessend  Stellung  zu 
nehmen,  wovon  sie  mit  Eingabe  vom  23.  Januar  2008  Gebrauch 
machte.

F.
Auf Ersuchen des BFM erteilte der Kanton Bern am 4. März 2008 die 
Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

G.
Mit Verfügung vom 8. April 2008 erklärte die Vorinstanz die erleichterte 
Einbürgerung der Beschwerdeführerin für nichtig.

H.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 13. Mai 2008 beantragt die Beschwerde-
führerin  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  die  Ein-
vernahme  von  S._______  als  Zeugen.  Gleichzeitig  reichte  sie  eine 
schriftliche Erklärung von S._______ vom 19. April  2008 sowie einen 
Auszug  einer  Telefonrechnung  des  Ex-Ehemannes  für  die  Zeit  vom 
11. Januar bis 10. Februar 2005 zu den Akten.

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I.
Nachdem  der  Instruktionsrichter  die  Beschwerdeführerin  mit 
Zwischenverfügung  vom  26.  Mai  2008  aufgefordert  hatte,  einen 
Kostenvorschuss zu leisten,  ersuchte diese mit  Eingabe vom 2. Juni 
2008  um Verzicht  auf  Erhebung  von  Verfahrenskosten  und  dement-
sprechend  um  Verzicht  auf  Erhebung  eines  Kostenvorschusses. 
Dieses  Gesuch  lehnte  der  Instruktionsrichter  nach  einer 
summarischen Prüfung der Prozessaussichten wegen Aussichtslosig-
keit ihres Begehrens im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) am 12. Juni 2008 ab.

J.
Mit Eingabe vom 1. Juli 2008 beantragte die Beschwerdeführerin beim 
Bundesverwaltungsgericht  den  Ausstand  der  mit  der  hängigen  Be-
schwerde  betrauten  Gerichtspersonen  (Instruktionsrichter  und  Ge-
richtsschreiber).  Mit  Zwischenverfügung  vom  20.  November  2008 
lehnte  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Ausstandsbegehren  ab. 
Diese  Zwischenverfügung  erwuchs  in  der  Folge  unangefochten  in 
Rechtskraft.

K.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 30. März 2009 
auf Abweisung der Beschwerde.

L.
Mit  Replik  vom 3.  Juni  2009  hält  die  Beschwerdeführerin  an  ihrem 
Begehren und dessen Begründung fest.

M.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit entscheidwesentlich, in den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, welche von einer der in Art. 33 

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VGG aufgeführten Behörden erlassen wurden. Darunter fallen gemäss 
Art. 51 Abs. 1 BüG Verfügungen des BFM betreffend Nichtigerklärung 
einer erleichterten Einbürgerung nach Art. 41 Abs. 1 BüG.

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, sofern das Verwaltungsgerichts-
gesetz nichts anderes bestimmt.

1.3 Als  Verfügungsadressatin  ist  die  Beschwerdeführerin  durch  die 
angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  sie  hat  ein  schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 
frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde ist  daher einzutreten 
(Art. 50 und 52 VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum Zeitpunkt  seines  Ent -
scheids (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils 
2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
3.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person er-
leichtert  eingebürgert  werden,  wenn sie insgesamt fünf  Jahre in  der 
Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren 
in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt. Nach dem 
Wortlaut  und  Wortsinn  der  Bestimmung  müssen  sämtliche  Voraus-
setzungen sowohl im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch an-
lässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein (BGE 135 II 161 E. 2  
S. 165 mit  Hinweisen). Fehlt  es im Zeitpunkt  des Einbürgerungsent-
scheids  an  der  ehelichen  Gemeinschaft,  darf  die  erleichterte  Ein-
bürgerung nicht ausgesprochen werden (BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403 
mit Hinweisen).

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3.2 Der Begriff  der  ehelichen Gemeinschaft  bedeutet  nach der  bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen 
einer  Ehe. Verlangt  wird  eine  tatsächliche  Lebensgemeinschaft,  ge-
tragen vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 135 
II 161 E. 2 S. 165 mit Hinweisen). Der Gesetzgeber wollte dem aus-
ländischen  Ehegatten  eines  Schweizer  Bürgers  die  erleichterte  Ein-
bürgerung  ermöglichen,  um  die  Einheit  des  Bürgerrechts  der  Ehe-
gatten im Hinblick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern (Botschaft 
des Bundesrats zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. Au-
gust  1987, BBl 1987 III  293 ff.,  S. 310). Zweifel  am Willen der Ehe-
gatten,  die  eheliche  Gemeinschaft  aufrecht  zu  erhalten,  sind  bei-
spielsweise angebracht,  wenn kurze Zeit  nach der erleichterten Ein-
bürgerung  die  Trennung  erfolgt  oder  das  Scheidungsverfahren  ein-
geleitet wird (BGE 135 II 161 E. 2 S. 165 mit Hinweisen).

3.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG kann die erleichterte Einbürgerung mit 
Zustimmung der Behörde des Heimatkantons innert fünf Jahren nichtig 
erklärt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung 
erheblicher  Tatsachen  „erschlichen“,  d.h.  mit  einem unlauteren  oder 
täuschenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne des straf-
rechtlichen Betrugstatbestandes wird nicht verlangt. Es genügt, wenn 
der Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. die Behörde be-
wusst  in  einem falschen Glauben lässt  und so den Vorwurf  auf  sich 
zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebliche Tat-
sache zu informieren (vgl. BGE 135 II 161 E. 2 S. 165 mit Hinweisen).

4.
4.1 In der Bundesverwaltungsrechtspflege gilt der Grundsatz der frei -
en Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). 
Frei ist die Beweiswürdigung darin, dass sie nicht an bestimmte, starre 
Beweisregeln gebunden ist, welche der Behörde genau vorschreiben, 
wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die 
einzelnen Beweismittel  zueinander haben. Freie Beweiswürdigung ist 
aber nicht mit freiem Ermessen zu verwechseln (FRITZ GYGI,  Bundes-
verwaltungsrechtspflege,  2. Aufl. Bern  1983,  S. 278/279; zu den Be-
weismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff.). Wenn ein Entscheid – wie im 
vorliegenden Fall – zum Nachteil des Betroffenen in seine Rechte ein -
greift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

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4.2 Im  Zusammenhang  mit  der  Nichtigerklärung  einer  erleichterten 
Einbürgerung ist  von der Verwaltung zu untersuchen, ob die Ehe im 
Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung und  der  Einbürgerung  tatsächlich 
gelebt  wurde. Hierbei  geht  es im Wesentlichen um innere Vorgänge, 
die der Behörde oft nicht bekannt und schwierig zu beweisen sind. In  
derartigen Situationen ist es zulässig, von bekannten Tatsachen (Ver-
mutungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) zu schliessen (BGE 
135  II  161  E.  3  S.  166  mit  Hinweisen).  Solche  tatsächlichen  Ver-
mutungen können sich in  allen Bereichen der  Rechtsanwendung er-
geben,  namentlich  auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um 
Wahrscheinlichkeitsfolgerungen,  die  aufgrund  der  Lebenserfahrung 
gezogen werden (ULRICH HÄFELIN,  Vermutungen im öffentlichen Recht, 
in: Festschrift für Kurt Eichenberger, Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. 
auch  PETER SUTTER,  Die  Beweislastregeln  unter  besonderer  Berück-
sichtigung  des  verwaltungsrechtlichen  Streitverfahrens,  Diss.  Zürich 
1988, S. 56 ff. und 178 ff., und  GYGI, a.a.O., S. 282 ff.; zu Art. 8 ZGB 
vgl. MAX KUMMER, Berner Kommentar, N. 362 f.).

4.3 Als  Problem  der  Beweiswürdigung  berührt  die  tatsächliche  Ver-
mutung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren be-
herrschende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die 
Verwaltung  auch  nach  entlastenden,  das  heisst  die  Vermutung  er-
schütternden Elementen sucht. Bei Konstellationen im Zusammenhang 
mit  der  erleichterten  Einbürgerung  liegt  es  aber  in  der  Natur  der 
Sache,  dass  solche  entlastenden  Elemente  der  Verwaltung  oft  nicht 
bekannt sein dürften und nur die Betroffenen darüber Bescheid wissen 
können. Es  obliegt  daher  dem erleichtert  Eingebürgerten,  der  dazu 
nicht nur aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet 
ist,  sondern  daran  auch  ein  Eigeninteresse  haben  muss,  die  Ver-
mutung durch den Gegenbeweis bzw. durch erhebliche Zweifel umzu-
stürzen,  indem  er  Gründe  oder  Sachumstände  aufzeigt,  die  es  als 
überzeugend  (nachvollziehbar)  erscheinen  lassen,  dass  er  im  Zeit -
punkt  der  Erklärung  betreffend  die  eheliche  Gemeinschaft  bzw. der 
Einbürgerung  in  einer  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  lebte.  Ein 
solcher  Grund  kann  ein  ausserordentliches  Ereignis  sein,  das  zum 
raschen Zerfall des Ehewillens führte. Der Betroffene kann aber auch 
aufzeigen, dass er die Schwere der ehelichen Probleme nicht erkannte 
und in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft zu leben glaubte (BGE 
135 II 161 E. 3 S. 166 mit Hinweisen).

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5.
Die  erleichterte  Einbürgerung  der  Beschwerdeführerin  wurde  innert 
der gesetzlichen Frist  von fünf Jahren und mit Zustimmung des Hei -
matkantons  Bern  für  nichtig  erklärt.  Die  formellen  Voraussetzungen 
des Art. 41 Abs. 1 BüG für eine Nichtigerklärung sind somit erfüllt.

6.
6.1 Die Vorinstanz stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den 
Standpunkt,  dass  im  Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung  keine 
stabile  eheliche  Gemeinschaft  mehr  bestanden  haben  könne.  Sie 
schliesst  dies  vor  allem  aus  dem  Umstand,  dass  die  Beschwerde-
führerin nur knapp einen Monat nach der erleichterten Einbürgerung 
definitv  aus  der  ehelichen  Wohnung  ausgezogen  und  bereits  am 
30. Oktober  2004  die  Erstunterschrift  unter  eine  anwaltlich 
ausgearbeitete Scheidungskonvention gesetzt worden sei. Dies deute 
darauf  hin,  dass  das  von der  Beschwerdeführerin  bestrittene  –  und 
vom Ex-Ehemann schon ab Winter 2000 vermutete – ehebrecherische 
Verhältnis  spätestens  wenige  Tage  nach  der  erleichterten 
Einbürgerung  erwiesen  gewesen  sein  musste.  Ferner  habe  der  Ex-
Ehemann  schon  bei  der  Unterzeichnung  der  Erklärung  über  die 
eheliche  Gemeinschaft  am  27.  August  2004  gewisse  Zweifel  über 
deren  Bestand  gehabt.  Er  habe  die  Erklärung  aber  vorbehaltlos 
unterschrieben, weil er angenommen habe, dass alles gut komme und 
die Ehe in Zukunft  durch die erleichterte Einbürgerung funktionieren 
würde.  Auch  dieser  Hinweis  deute  auf  eheliche  Probleme  hin,  die 
bereits  vor  der  leichterten  Einbürgerung  entstanden  seien.  Zudem 
habe die Beschwerdeführerin selbst die eheliche Beziehung auf  den 
Einbürgerungszeitpunkt  hin  nur  noch  als  "relativ  stabil"  bezeichnet. 
Wohl sei die Umsetzung der Scheidungsabsicht erst im Oktober 2004 
eingeleitet worden, die Absicht einer Scheidung müsse aufgrund der 
zeitlichen und materiellen Verhältnisse hingegen viel früher entstanden 
sein.  Auch  wenn  verschiedene  Aussagen  der  involvierten  Personen 
vorsichtig  zu  würdigen  seien,  seien  die  Äusserungen  des  Ex-
Ehemannes  und  von  E._______  in  einer  Gesamtwürdigung  doch 
glaubwürdiger  als  diejenigen  der  Beschwerdeführerin,  weshalb 
geschlossen werden müsse, dass diese die erleichterte Einbürgerung 
durch  falsche  Angaben  und  Verheimlichung  erheblicher  Tatsachen 
erschlichen habe.

6.2 Die  Beschwerdeführerin  hält  in  der  Rechtsmitteleingabe  vom 
13. Mai 2008 im Wesentlichen dagegen, die Erklärung der Ehegatten 

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vom 27. August 2004 sei zutreffend gewesen. Sie hätten in einer tat-
sächlichen, ungetrennten und stabilen ehelichen Gemeinschaft gelebt. 
Trennungs-  und  Scheidungsabsichten  hätten  keine  bestanden.  Der 
Vorwurf, die erleichterte Einbürgerung erschlichen zu haben, sei daher 
haltlos. Insbesondere bestreitet die Beschwerdeführerin, während oder 
nach  ihrer  Ehe  ein  ehebrecherischen  Verhältnis  mit  S._______ 
unterhalten  zu  haben.  Die  entsprechenden  Behauptungen  seien 
wahrscheinlich in  den persönlichen Schwierigkeiten der  Ehefrau von 
S._______ begründet. Demzufolge könne der Ex-Ehemann auch nicht 
Augenzeuge  eines  angeblich  ehewidrigen  Treffens  im  Oktober  2004 
geworden  sein.  Bei  S._______  handle  es  sich  lediglich  um  einen 
Arbeitskollegen der Beschwerdeführerin, der sie gelegentlich nach der 
Arbeit  nach  Hause  gefahren  habe.  Gemäss  übereinstimmenden 
Angaben  sei  es  im  Oktober  2004  zu  einer  Auseinandersetzung 
zwischen der Beschwerdeführerin und dem Ex-Ehemann gekommen, 
wobei sie in der Folge in der Zweitwohnung verblieben sei. Grund für 
das Zerwürfnis sei die Denunziation durch Frau S._______ drei Tage 
nach Beginn des Ramadan 2004 (am 18. Oktober)  gewesen. Ferner 
weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass sie seit der Scheidung 
ihren  Zivilstand  nicht  verändert  habe.  Hingegen  habe  sich  der  Ex-
Ehemann bald nach der Scheidung wieder verheiratet. Klar sei auch, 
dass  die  Scheidungsbestrebungen  einseitig  von  ihm  ausgegangen 
seien.  Den  genauen  Grund  dafür  lasse  sich  aus  den  Akten  nicht 
entnehmen. Denkbar  sei  auch,  dass  eine andere Bekanntschaft  des 
Ex-Mannes,  welche  er  im  Februar  2004  in  Marokko  gemacht  habe, 
einen  gewissen  Einfluss  auf  seinen  Scheidungswillen  gehabt  habe. 
Schliesslich  seien  die  Erörterungen  der  Vorinstanz  über  die 
angeblichen ehelichen Schwierigkeiten im Jahre 2000 angesichts der 
Tatsache,  dass  die  Eheleute  ihre  Ehe  über  vier  Jahre  weitergeführt  
und  noch  im  August  2004  übereinstimmend  erklärt  hätten,  keine 
Trennungs- und Scheidungsabsichten zu hegen, schlicht irrelevant.

7.
7.1 Aufgrund  des  Akteninhaltes  steht  fest,  dass  die  Beschwerde-
führerin ihren Ex-Ehemann im November 1998 durch ihre Schwester, 
welche mit diesem früher zusammengearbeitet hatte, in der Schweiz 
kennenlernte, im März 1999 in Bern heiratete und am 13. September 
2004 erleichtert eingebürgert wurde.

Bereits kurz nach dem Bezug der gemeinsamen Wohnung in Bern im 
November 1999 mieteten die Eheleute auf Drängen der Beschwerde-

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führerin per 1. Dezember 1999 eine kleine Zweitwohnung für die Be-
herbergung ihrer  Verwandten aus Marokko bei  Besuchsaufenthalten. 
Gemäss  den  auch  seitens  der  Beschwerdeführerin  unbestrittenen 
Angaben des Ex-Ehemannes (vgl. schriftliche Erklärung des Ex-Ehe-
mannes zur Ehe als Beilage zur Eingabe vom 10. Juni  2005 an die 
Vorinstanz)  richtete  die  Beschwerdeführerin  diese Wohnung ein  und 
nahm auch sämtliche Schlüssel an sich. Ferner soll  sich ihre Mutter 
bei  Besuchsaufenthalten  nicht  in  der  zu  diesem  Zweck  gemieteten 
Wohnung,  sondern  bei  der  Schwester  der  Beschwerdeführerin  auf-
gehalten haben. Die Beschwerdeführerin benützte diese Wohnung für 
sich selbst, indem sie sich nach der Arbeit meistens dorthin begab und 
auch über Nacht blieb. Dem Ex-Ehemann fiel dies anfangs nicht auf, 
weil  er  beruflich  oft  auswärts  übernachtete.  Da  sie  an  Samstagen 
arbeitete, sahen sie sich eigentlich nur noch an Sonntagen. Eine ge-
meinsame Ferienreise  in  die  Heimat  der  Beschwerdeführerin  unter-
nahmen sie nur ein einziges Mal im Februar 2004.

Nur  einen  Monat  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  kam  es  im 
Oktober  2004  zu  einer  verbalen  Auseinandersetzung  zwischen  den 
Eheleuten,  worauf  sich der Ex-Ehemann umgehend scheiden lassen 
wollte. Noch am 30. Oktober bzw. 11. November 2004 unterzeichneten 
beide die Scheidungskonvention und reichten am 8. Dezember 2004 
das Scheidungsbegehren ein.

7.2 Allein  aufgrund  der  äusseren  Umstände  (Heirat  nach  relativer 
kurzer  Zeit  des Kennenlernens; illegaler  Aufenthalt  der  Beschwerde-
führerin in der Schweiz vor der Heirat; Mieten einer Zweitwohnung, die 
fast ausschliesslich von der Beschwerdeführerin selbst benützt wurde, 
nur wenige Monate nach der Heirat; wenig gemeinsam verbrachte Zeit; 
Einleitung des Scheidungsverfahrens nur wenige Wochen nach der er-
leichterten  Einbürgerung)  besteht  –  auch  wenn  nicht  auf  ein  ehe-
brecherisches  Verhältnis  der  Beschwerdeführerin  gesetzt  wird  –  die 
tatsächliche Vermutung, die Ehe sei schon vor dem Zeitpunkt der Er-
klärung betreffend eheliche Gemeinschaft  und der  erleichterten Ein-
bürgerung  nicht  intakt  und  nicht  auf  eine  gemeinsame  Zukunft 
ausgerichtet  gewesen  und  die  erleichterte  Einbürgerung  somit 
erschlichen worden.

7.3 Besteht aufgrund des Ereignisablaufs die tatsächliche Vermutung, 
die Einbürgerung sei erschlichen worden, obliegt es dem Betroffenen, 
die Vermutung durch den Gegenbeweis bzw. durch erhebliche Zweifel 

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umzustossen, indem Gründe bzw. Sachumstände aufgezeigt werden, 
die es als überzeugend bzw. nachvollziehbar erscheinen lassen, dass 
eine  angeblich  noch  wenige  Monate  zuvor  bestehende  tatsächliche, 
ungetrennte eheliche Gemeinschaft  in der Zwischenzeit  dergestalt  in 
die Brüche gegangen ist, dass es zur Scheidung kam (vgl. BGE 130 II 
482 E. 3.2 S. 486).

7.4 Dementsprechend  stellt  sich  die  Frage,  ob  die  von  der  Be-
schwerdeführerin  vorgebrachten  Argumente  geeignet  sind,  die  eben 
beschriebene tatsächliche Vermutung umzustossen.

8.
8.1 Als Hauptgrund eines ausserordentliches Ereignisses, welches zur 
Trennung  bzw. zur  Scheidung  führte,  macht  die  Beschwerdeführerin 
die  Auseinandersetzung  der  Eheleute  vom  Oktober  2004  geltend. 
Selbst  wenn  der  Ex-Ehemann  aufgrund  der  dieser  Auseinander-
setzung  vorausgegangen Denunziation  überzeugt  war  vom – jedoch 
nicht  bewiesenen  –  ehebrecherischen  Verhältnis  der  Beschwerde-
führerin, ist es kaum nachvollziehbar, weshalb es deswegen sogleich 
zur  Trennung und anschliessenden Scheidung kam. Hätten die Ehe-
leute tatsächlich während fünf Jahren in einer stabilen ehelichen Ge-
meinschaft  gelebt,  wäre  zumindest  versucht  worden,  Schritte  zur 
Rettung  dieser  Ehe  zu  unternehmen.  Entsprechende  Bemühungen 
sind  jedoch  beidseitig  nicht  erfolgt.  Aus  dem  Umstand,  dass  das 
Scheidungsverfahren  vom  Ex-Ehemann  eingeleitet  wurde,  kann  die 
Beschwerdeführerin  in  diesem  Zusammenhang  nichts  zu  ihren 
Gunsten  ableiten,  zumal  eine  Trennung  der  Ehe  und  die  damit  ver-
bunde Einleitung eines Trennungs- oder Scheidungsverfahrens durch 
einen  Ehegatten  durch  das  Verhalten  des  anderen  Ehegatten 
provoziert  werden kann. Für die Beurteilung der Nichtigerklärung der 
erleichterten  Einbürgerung  kommt  es  nicht  darauf  an,  wer  aus 
welchem  Grund  die  eheliche  Wohnung  verlassen  oder  wer  die 
Scheidung  veranlasst  bzw.  eingereicht  hat  (BGE  132  II  113  nicht-
publizierte E. 2).

8.2 Ferner  mutmasst  die  Beschwerdeführerin,  dass  eine  Bekannt-
schaft  des Ex-Ehemannes vom Februar 2004 oder allenfalls die von 
ihm am 30. Mai 2006 geschlossene Ehe mit einer Frau aus Kamerun, 
mit der er seit April  2006 ein gemeinsames Kind hat, Gründe für die 
sofortige Auflösung der Ehe mit der Beschwerdeführerin gewesen sein 
könnten. Die zweite Ehe des Ex-Ehemannes kann mit Sicherheit nicht 

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als Grund für die Auflösung der ersten Ehe herangezogen werden, hat  
er doch seine jetzige Frau gemäss seinen Angaben erst im April 2005 
in  Genf  kennengelernt.  Was  die  im  Zusammenhang  mit  der 
Bekanntschaft  vom Februar  2004  eingereichte  Telefonrechnung  vom 
14. Februar 2005 betrifft, so sind darin u.a. Gespräche mit Marokko für 
den Zeitraum vom 11. Januar bis 10. Februar 2005 aufgeführt. Dies ist  
kein Beweis für  eine aussereheliche Beziehung des Ex-Ehemannes, 
welche im Oktober  2004 seinen Scheidungswillen  beeinflusst  haben 
könnte.  Sollte  er  aber  bereits  seit  Februar  2004  eine  engere 
Beziehung zu einer  anderen Frau unterhalten haben, so würde dies 
wiederum  dafür  sprechen,  dass  die  Ehe  bereits  zum Zeitpunkt  der 
gemeinsamen  Erklärung  und  der  erleichterten  Einbürgerung  nicht 
mehr stabil gewesen sein konnte.

8.3 Der Ex-Ehemann hat in einer der Eingabe vom 10. Juni 2005 an 
die Vorinstanz beigelegten schriftlichen Erklärung die Ehe mit der Be-
schwerdeführerin  ausführlich  geschildert.  Danach  ist  es  weder  vor 
noch  nach  der  Hochzeit  zu  einer  intimen  Beziehung  zwischen  den 
Ehegatten gekommen. Die Beschwerdeführerin habe den Ex-Ehemann 
mit zum Teil opaken Begründungen ("er müsse zuerst Moslem werden 
oder den Koran arabisch beherrschen") immer wieder vertröstet. In der 
(unangefochten  gebliebenen)  Zwischenverfügung  vom 12.  Juni  2008 
wurde  die  Frage  der  intimen  Beziehung  aufgeworfen.  Die  Be-
schwerdeführerin  hat  die  Darstellung  des  Ex-Ehemannes  in  dieser 
Hinsicht  nicht  in  Abrede  gestellt.  Gestützt  auf  die  Mitwirkungspflicht 
wäre es geboten gewesen, dass sie sich dazu äussert, auch wenn es 
nicht  zu  ihrem Vorteil  ist  (vgl.  BGE 132  II  113  E. 3.2. S. 115). Das 
Bundesverwaltungsgericht  erachtet  die  Schilderungen  des  Ex-
Ehemannes,  wonach  es  nie  zu  einer  intimen  Beziehung  mit  der 
Beschwerdeführerin  gekommen sei,  denn auch als  glaubhaft,  zumal 
diese Ausführungen mit  den vorerwähnten Umständen (Mieten einer 
Zweitwohnung,  die  fast  ausschliesslich  von  der  Beschwerdeführerin 
selbst  benützt  wurde,  nur  wenige  Monate  nach  der  Heirat;  wenig 
gemeinsam verbrachte  Zeit)  übereinstimmen. Im Gesamtkontext  des 
vorliegenden  Falles  –  und  mit  Blick  auf  die  Lebenswirklichkeit  –  ist  
somit der Umstand der fehlenden intimen Beziehung als (zusätzlicher) 
Hinweis  zu  werten,  dass  die  Ehe  im massgeblichen  Zeitpunkt  nicht 
intakt war. Mit ins Gewicht fällt überdies, dass das Bestehen von zwei  
Wohngelegenheiten im Einbürgerungsverfahren verschwiegen worden 
ist.

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8.4 Zusammenfassend ergibt  sich,  dass eine eheliche Gemeinschaft 
im Sinne eines auf  die Zukunft  gerichteten Ehewillens,  wie dies ge-
mäss Art. 27 BüG für eine erleichterte Einbürgerung erforderlich ist, in 
Tat und Wahrheit nicht bestand. Demzufolge ist für den Ausgang des 
vorliegenden  Verfahrens  auch  nicht  ausschlaggebend,  ob  die 
Beschwerdefüherin  tatsächlich  ein  ehebrecherisches  Verhältnis 
unterhalten hat. Auf die diesbezüglichen Vorbringen in der Beschwerde 
und  in  der  Replik  braucht  nicht  weiter  eingegangen  zu  werden. 
Ebenfalls kann in antizipierter Beweiswürdigung auf die – ohnehin nur 
subsidiär  zulässige  –  Einvernahme  von  S._______  als  Zeugen 
verzichtet werden.

9.
Aus  den  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  rechtliche 
Schlussfolgerung  der  Vorinstanz  (Erschleichung  der  Einbürgerung 
durch  Verheimlichung  erheblicher  Tatsachen  gemäss  Art.  41  Abs.  1 
BüG) zutreffend und somit  die  angefochtene Verfügung  im Ergebnis 
rechtmässig ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

10.
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  die  unterliegende 
Beschwerdeführerin  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die  Ver-
fahrenskosten sind auf Fr. 1'000.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 
Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt  und  mit  dem am 1.  Juli  2008  geleisteten  Kostenvorschuss 
gleicher Höhe verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die  Vorinstanz  (gegen  Empfangsbestätigung;  Akten  Ref-Nr.  [...] 

zurück)
- den Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Rudolf Grun

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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